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Full text of "Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes"

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WIENER ZEITSCHRIFT 



fOk die 



KUNDE DES MORGENLANDES. 



lIBBAUHlJEORnKN ITNI> KKIIKIIKT 



O. ÜÜHLKR. J. KARABACEK, 1). H. MÜLLER, F. MÜLLER, L. REINTSCH 

LEITtHR Hill OmilTilLlHCREN INRTITUTU UtR UNITElUCTiT. 



XL BAND. 



WIKN, 1897. 

KHNF..ST LKEIOUX. ALFRED HÖLDEB. JAMKS HAUKKIliC«. 

K. ir, K. KOF< UND UNIVKHHIlilTK'nUINMIiNni.EH. 

LONDON TURIN XKW-YOßK 

LUZAC * (> HERMANN LÜESCHEH. ^!^",^.^«: •r^lL^is.Tr.^,'' 

liOMUAY 
EDUCATION SdCIKTVS l'HESS. 




Druck von Adolf JlulzhAUScn. 



Inhalt des elften Bandes. 



Artikel. 

Seite 
Aegyptixcbe Urkunden aus den kCniglichen Museen zu Berlin, von 

J. Kasabacek 1 

Lumbinl von J. 3. Spbtes 22 

Die Wortfolge im TUrkischeu, von C, Lano 25 

The Origin of the town of Ajmer and of ita name, by G. BiShler .... 51 

Hiob, Kap. 14, von D. H. Miiu-EU 57 

Riz& Kuli Xän ala Dichter, von Alexandeb von Keol 63 

Noch einmal die Theekanne des Freiherrn v. Gautsch, tod Fr. Hirtb . - 125 

Sechs Zeudalphabete (mit drei Sclirifttafelo), von J. Kirstb 134 

Ibn al-Küfi, ein Vorgänger Nadim's, von Julius Lippebt 147 

Piyadasi's Edikte und das Suttapitakam, von K. E. Nbumahh 156 

Zur HamAsa des Buhturl, von Ion. Goldziuek 161 

Caraka, von J. Jollt 164 

Khartbweliscbe Sprach wissenBchaft {in}, von Huoo Scuuchardt 167 

he livre de diamant clair, lumineux faisant passer k I'autre vie. Texte 

mandchou, par CaABLsa dk IIaslbz 209 

Bibliographie arabischer Druckwerke, von Iomaz Goldziher 231 

Uaber Wortzusammensetzungen im Mandschu, von Ebwik Rittbb v. Zach . 242 

Beitrilge sur Erklärung der altpersischen Keilinschriften, von Fb- M0tXBa 249 

Heilmittelnamen der Araber, von Mobitz Steinbchbideb 269 

A List of the Strassburg Collection of Digambara Manuscripts, by Erhbt 

LEtnLAinr 297 

Heilmittelnamen der Araber (Forlsotzung), von Moritz Steimschnbidbr . . . 313 
Le livre de diamant clair, lumineux faisant passer k I'autre vie. Traduction 

du texte mandchou, par Chahlrs de Uarlez 331 

TOrkiscbe Volkslieder. Nach Aufzeichnungen von Schaben E^'brdi Alan, 

herausgegeben von Dr. Maiiiuljah Bittheb 357 

Anseigen. 

E. A. Wallis Bddob, The discourses of Philoxeuus, Bishop of Mabbögh, von 

O. BlCKELL 75 

J. Ehni, Die ursprangiiche Gottheit des vedischun Yama, von J. Kirste . . 80 



IV ISHÄLT. 

Saita 
W. CiuisD, Die Rhindüchen Todten- und fiestat tun gRge brauche mit Benützung 

bandschriftliclier Qnellen, van J, Kidbtk 82 

E. ScBKiDT, Der teitna ornatior der ^'nkasaptati, von J. Kirsie 8S 

Fr. HrarH, Ueber fremde Einflüsse in der chinesischen Kunst, von F. Kühbkrt 84 
Gustav Schi.eoei., Die chinesische Inschrift auf dem uif^uriRchen Denkmal in 

Kam Balgassnn, von F. KCukert 87 

A. GiTELLT, L'insuf Usance du ParaUelisme prouvöe snr la preface du Si-iu-ki 

centre la traduction de M. G. Schlegel, von F. Küunert 88 

W. W. HusTBB. Life of Bbian Hougutos Houohon, by T. Milleh .... 91 
A. E. CowLET and Ad. Neügal'er, The original >Iebrew of n portion of Eccie- 

siaoticus, von Felix Fehles; Glossen hierzu von D. If. Mülles ... 96 
CoHCALVEs ViASNA, A. R., Les vocables nialais empruntfo au jxirtngain, von 

Hl'GO SCHUCHARDT 106 

W. Caland, The Pitrmedhasutras of Bandhaynna, Hirapyake^in, Gautama, von 

J. KlBSTE 181 

J. Dashian, Haupt-Katalog' der armenischen Handsciiriftcn, von Fr. Mülles . 183 

J. B. C'uABOT, Histoira de Jäsus-Sabran. von Th. Nülueke 186 

JoBEPn D AUDI ANS, S. J., Nirväpa. Eine Studie zur Vorj^sc hieb te des Buddhis- 
mus, von L. V, SCBROEDEB 190 

E. A. Wallis Bl'doe, The life and exploits of Alexander the Great, being a 

series of ethiopic texts, voii Iqnaz Guiui 279 

Giornale della SocietA Asiatics Italiana, Vol. x, voti Friedkich JIuller . . . 374 

Friedrich Knauer, Das MSnnva-Grhya-Sßtra, von Leofold v. SfunoKiiKR . , S76 

Kleine Uittheilungen. 

Das Ahunawairja-Gebet. — Das Gebet ASheni wohu. — Awestisches und Neu- 
persisches, von Friedrich Müller 28ö 

Die Katha-Abschnitte des Täitt. Ärapyaka, von L. v. SranoEDEit 118 

II. internationaler Orientalisten-Congres.s 123 

Koktürkisches, von W. Bahq 198 

Neupersische und armenische Etymologion, von FntEunicn Mülleh .... 200 

KumXnisches in georgischer Schrift, von Huoo Schichardt 206 

Ein Calerabourg im Decrete vou Kanopus, von A. DuoEKrao 288 

Der Ausdruck Awesta. — Neupersische Etymologien, von Friedsicu Müller. 291 
Brief des Prof. Huoo Schitcrardt an Prof. Fkirdricr Müller in Angelegen- 
heit de» georgischen Kreuzes von Pawlicki 294 

RumSnischa Drucker in Georgien, von M. Gabter 383 

Die Wurzel tak im Iranischen und Slavischen. — Pahlawi, Neupersisches und 

Armenisches, von Friedrich Müller 116 

Verzeichniss der bis zum Schluss des Jahres 1897 bei der Redaction der WZKM. 

eingegangenen Druckschriften 391 



Aegyptische Lirkuntli'ii ans den königlichen Museen zu 

Berlin. 

VülT 

J. Karabaoek. 

An dk; Ptiblicftlioncn griechischer untl koptisehor llrkuntlen, 
Bb« dio OuncralvvrwHJtung dor königlichen Mnsoon in Berlin aus 
!on ihrer OWiut anvcrfraiilcn 8cliÄüien heoms^iebi, reiht sich jetzt 
da» von Herrn Prof. l_>r. Lrnwio Angi, besorgte erste Heft ^Arftbischo 
Urkunden'.' ¥1» werden auf 32 ßeittn in Favsiuiilc und Tmnsfription 
vierzehn Doeiimonie dargeboten: 10 Papynis, S Papiere and ein 
Pcrganivn, das jedorli eigentlich zwei Urkundcntexta enthillt. In 
uincm auf der nwoitcn Dniseli lugsei te des Heftes abgedruckton Pro- 
Kpeott) legt die Oeneralverwaltiiiig die Oesi«hlspmikte dar, unter 
welehen dieses Unternehmen ins Leben getreten ist. F!a liegt ihnen 
daaselbe Motiv xitgi-unde, das fi\r die vorauäK^&Hn^ncn SeiteostUcko, 
Griechisulie und Kopti-selie Urkundnn, tiiaHsgebAtiil gewesen itnd 
deftseutwcgeii die Ilerauegeborin gewJsa lobhaften Dank verdient. Üb 
aber die Farm, in welche diese» Unteniehmen gekleidet erseheint, 
gleich unbedingt 2ti befriedigen vermag, ist eine Frage, die gewiss 
aueji K-ieder der Itetrachtiing von ver.<ichiedenei) Qesii'htxpunkten aun 
unterworiOD werden kann, wobei derjenige, welcher in diesem Falle 
einer andern Meinung »<:tn äc^lte, nicht gerade tadelnswerlh ku or- 
ScbßinoQ brauehi Ks tilltt natürlich schwer, eigene Ansichten, die ich 

' .ityifpiüche Drttaulai cum ilat kaiätfUcfiert Mumbh et Berlin, \ieT»n>gvff^'> 
Ton ivf üoiwmlvcTWnltmiK. Aratitche Vrkufiiitn in Ilcflui) iii S3 l})fttt, i. ÜAni, 

VInwt Mim». L d. KomIo ä. Ilarg«!)!. XI. Ud. 1 



s 



J. Kararackx. 



ans dicBom Anlasse scinorscit cinom bocliverchrtcn Manne — wenn 
ich nicht irre, deui geistigen IJHiMbcr des llntnrnclunenH — bri jier- 
sönltcher B(>j;«);nung nntizuspi't^ehcn die 1i«l«^cnli'>il liattc. roUenileten 
ThalMchcn jfngi-nttltcrzuliwlli-n; aucli iK-ilcutel das vorliflfrcinie vntp. 
H«ft tior .ArultiscIiL'ii IJrkiiiulcri', w«s dio formalf Seite betrifft. E*" 
wi»s riiicn Forlschritt. Üadurclt niiiiiliih, das» jedes der zu [»nidicie- 
rendei) StUvkc fscsimilicrt wurdu, ist eine Controle ilor Lesunj^im 
ermöglicht. Dias iet umso doiikciiswerlhcr, als die Nacliprllfnng vnn 
Tränst' riptionen arabiseher Urkimdcntext« «hne suich« Vorlagen, ganz 
zweifellos ungluicb si-h widriger iat, wie «twa jene gricchiarher Tcxt- 
abacliriften, fi\r wckOui FsL-ainiilcs bc-i dem durchsei in iltJieh weit hö- 
heren Grad von Sicherheit in <lcr Lesung, ohor entbehrlich crachoincn 
möcblo». VierNummoni sind nüttolst des gewöhnlichen BaiiüTOrfahi-unB, 
die nndcrcn nach Phol(tgra])hicn, deren Hehriftbild mit niitnii^mphiiirher 
Tiuie tiberdcekl worden isL, licrgcHlelll. Mit derlei KacHimiles wird 
man ininturlün das Auslangen ündvn können. Ihre (jnvollkoninuji- 
heitunj welche trota der peinlichsten Sorgfalt des Zeichner» nieht zu 
vermeiden sind, werden meines Kruclitens indes» nicht dnreh den 
ihnen »ngesehriebeuen VorÜicil aufgcswogen, nttmlii-ii nur das au 
bieten, wii« nuf dem Jteschreibstoflf als mil Tinte gesehrieben eraelieint. 
Kiu Jeder, welcher sich technische Ge^-hickticlikeit Im CiniLuuriereii 
oder Ausmnien (äug. Abdecken) erworben und dann bei lleihtcllung 
piLUti>gr»phischer Facsimiles odor pliotugraphischcr Negative prakti- 
ciert hat, wird« in ehrlicher SelbaterkenntniBä, niemulB das Gefühl 
vollkommener Sicliorheit em|ifiiudeii haben. Um wie viel F^chlin^ner 
steht aber erst die Sache, wenn der stets befangene Blick de»^ Gc- 
lelulen sein eigener kilnsllcrischer ßeisUud 'ml, oder control iureml 
das Angc des diplomatisch ungcschultcn Zcichnere sehen und auch 
^ nicht sehiMi lässl! tlxperientia docel. Was die gi'ijssten arsblsehen 
Kllnsder der Graphik und Meisler der Fitisehiuig darin schon seit 
dem IX. und s. Jalirhunderl als KorAn* mid Buch-Iiestauralorcn ^Ucbor- 
mider dnr Sehriftztlge) geleistet, iat gewiss bewuiiriernswerlh, \'ielicieht 
auch unerreichl, aber doefa nicht rollkommen genug, um dem scliai-f 
prUf«ndcn Ange des Forschers keine Mängel eutdcckcn zu losscit- 




AxovPTisCHB UxKrxntis' Auit DXK kOniouchkk Ml'sbhk etc. 3 



Tn (iioscr Hinsieht «nnd mir b«i der I^ccHlrn dpr v«rIipfj;eiiHon 
KacsirniW h\v mid da Hudmikun juifgcaticgeti. SL-lbslvyi-aUliiiUicli wird 
Niemand den frclchrton Horniisgobcr tllr nllfltlligc Ungcniinigkoitcn 
in diesen mit ersichtlicher Sorgfalt hergestellten Alibi Id migi^ri vcpan^ 
wortlich machen wollen I Dass dicBo Iotirt«ren boi beiden sngcwsndton 
Verfahren in den vun ilircr stofilicheu Grundlage lüsgelösten Schrift- 
xilgcu alle die elmrakteristischcn Details im Gange des Katam boi Liga- 
turen, diu NUaiieiruii^en der Tinte, namenUicIi die Bläsaou, worauf so 
riul, ja oft alles dorn KntKifferer ankommt, nicht völlig getreu wieder- 
geben können, ist klar. Das photographiscbe Schriftbild iiu Lichtdruck 
ist oben nnersotzlich. Um^o weniger vermag ich die Ansicht zu tbcilca, 
duaa bei sulchem technisch werlhvollcren Verfahren andere bedenk- 
littlie, 7,iir Irrefllhrnng Anliiss gebende Schwierigkeilen dem Enlaifferer 
sieh entgt-goustelleiJ, nAmlich die unliebsamen Beigaben von ScIimutK- 
fleck(>n, Fallen, Löcher imd vieles andere, was nicht zur Schrift go- 
UiJrt, «her doch wie diese schwarz erseheinti wie .niidererseitfi aiicli 
da« glcielimlUiKig sfhwnra wiedci^egeben wird, was der erste Leser 
nur durch lange Beobnchlong und Uebung dar Augen als wirkliche 
fk^iriftxligf zu erkennen vermocht hat'. So schlimm iirt da« Uebel 
nicht; <f» wird um vieles geringer werden, sobald unsere angehenden 
Palangraphen und Diploniatiker sich entschliessen Rollten, nicht allein 
ihre Original- M anus cripte, sondera nuch Photographien derselben 
mit Icebnisfhcm VemtJlndniss lesen lu lernen. Bei dem jetzt so »ehr 
vervollkommneten photogruphischen Reproductionsvcrfahron mit allen 
»einen Finessen, wird das im Beschauen von Photographien geschutte 
Auge nicht mehr alles ,gleichmit33ig schwarz' finden, sondern »ehr 
wohl mflssige /uthalen — falb sie nicht vorher durch eine BOrgsame 
Behandlung bcecitigt oder unschädlich gemacht wui-den — von den 
Schriflxllgrti XU nntertti-hciden winsen. Efl int doch an dnr Zeit, ochelnt 
mir, den Unterricht in paliiographisehen Dingen an nnueren Hoch- 
Kchnlcn mit dor pfatit »graphisch en Praxis entüprechcnd in Kinklang zu 
briiigoii, damit auch dor künftige fielehrto, von «ndL-reii NUtzUchkeita- 
gi-Unden uhgesehen, innerhalb seiner Sphllre endlich das erziele, was 
der Kiin^lkrilikor etwa bei Prüfung eines alten Oemttidcs blos auf 



<I. Kakaracrk. 



Oruntl einer ihm vorliege» dun photographiachcn R«production lilnget 
Oireicbt Wt: iiiclil farbünliltnd zu ««in. UnWrrtbrt bleibt diese meine 
auf foehlichon und praktiM^hen Krfahrungcn (;<^rriuidctv Ansicht, ivcnii 
ich nun trotxdeiti dun vorliegenden Fiicsimile- Beijtabön mit wilrmstem 
Pank« näliorU-ftlc. Sie lirlfiprcchon ja dem der ganzen Publioation 
aohaftendeu Provisorium uud bilden das A«qtiivulcDt iLrus billigen 
Pmaes. 

Was nun die Transcription der Urkunden — denn nur auf 
äittb ftUoin b*8cluänkt sieb die geiatigc Arbeit — betrifft, so kann 
icli die Bemi-rkung iiiebt unterdrnckcn. djiss sie gar manchen WunBch 
in mir erregt Man niüge mir auch vei-zeihen, wenn ich es ganz offen 
ausspreche, dass ich die Horausgiibc arabiKchcr Urkunden ein 
wenig anders mir vurgestellt habe. Soll wirklich der gelehrte lieraus- 
geber die Refiiütate »einer MlÜietn, »oinea Korscbena und Duidens. 
noch vielen dabei zum <Jpfer frefallenoii Jahren, aul" sulclu? Weise 
preisgegeben sehenV Die Aii&gabc cnthiUt, wii: am vorderen I'msclilaf^- 
blattc «ingestimden wird, die Urkunden ,in noob unvullkomuienör 
Lesung', ata rückwilrtigcn : .vorlänhgr Berichtigungen und ZusAtse' 
— wiizu, muBs man sich fragen, taugt also diese Art des Publicie- 
rens, weicht- dem Ilerausgober offenbar nur Aerger eintragen mnss, 
Kobald Andere ihm die .Vervollkommnung' hurtig vorwegnehmen? 
Dor Grund, eine grüsaere AiLBöbl Urkunden der '.)effeDtUchkeit endUoh 
einmal zu Ul>ergeben, leuchtet mir in diesem Falle schon gar nicht 
ein; denn die OeffeatUcbkeit dttrfte davon wenig Genus» und Nutxen 
halten. Wer vermag diese s« iinvermitlelt aufgetischten Urkunden zu 
leecn oder zu veralehen, wenn nicht in erster Linie derjenige, welcher 
sich ganz und gar, mit Li;ih und Seele ihrem Stuitiuni widmet? Und 
deroo, wie Wele giebt e«? Wenn die Ocffenllichkeil so ubeuhin anf- 
gria5st crecheint, dann wAre es Kweokm&süiger, nur allein voll- 
kommene Faesimiles horausiugoben, welche frliber oder spilter 
iliren WerthscIi(Ui«er wühl linden wUrdcn. Vor allem würde ilanu 
von die«eui die Uebcrsetzung den Irnnseribierten Urknndentexlen 
beigegeben w<:rdoi) mliss^en, welche »icherlicb tielbsi auch dem Ara- 
biston ndtKheli sein kOnnle. Denn c.^ giebt viel« Namen, teebnitiche 



I 



AMiTPTIBOtK UkKUXUKH ACS DRK KdHIGLICHBM MuHBKH RTC. 



Ausdriirkf, FonucI», Ko<lewen<luiig<?n, üWriiniipt Dinge ricr Piplo- 
raatik, (lit> sullist der gelehi-tßstc Arabist nicht, und »m wenigsten 
ein liauKbückuncr, verstehen kann, trenn nicht der tief eingeweihte, 
fiujn j^siiiuiutes PajivriittmnUiri»! Whi-nm-hfiidr t'orachirr zu LIilfe 
komm:. Von dicaeui allein <Twarli'l mit Keelil aiidi der Historiker 
die Aufsflilllsse, sollen nicht ganz falsche BngritFc von Inliall iind 
Bedeutung di<'Ri'r Urkuiulen zum Scbaden der kilti(ligf>n Entwickc- 
lung dieses jiiiigco WiseensnwcJgt's sich breit niuchon. Nicht allein 
also eine mOglichtit vollkonimene Abschrift der Text» mag die 
wis«<'n*cb.iftlii"hf Wfit cnviuicn. sondern tiuch die voii kundiger l'Yder 
gefertigte Ui;b*!rsetzung jedea oinzelnvu dieser TöJtte »ammt Com- 
mentar. Erst dtcvu gelehrtc'n Zuthatcn vcmitlcbten die iabaltlirli 
anscheinend oft unbedeutenden SebnfMÜcku zu dciu zn machen, 
was etie wirklich sind: zu eprechemlt^n /.engon einer iHngst vergan- 
genen wiehligL-n Ciillurbuweguug. 

Darf ich iilsii zum Schluas fhiv.n aufriL-htigen Wunsch anü- 
spretrhen, so ist es der, es müge Herrn l'ref. Aubl gegQnnl sinn, 
mine anerkenn nuswurthcn Ili-niiihmigcn um die in dum kUnigliehen 
Mu-«tmm KU üi'rliti bewjihrte» urKbisuhen Papyrus durch die ErmHg- 
lichiing dner allen Anlordcrungcii der Witt«eiiiichnft entspmuheDdcn 
Publicjttiou hulobnt xu Huhen. 

Wenn ich nun im Folgenden eine Keihc von Hemer kun gen 
zu den einzetiicti Kumineiii vorzulegen mir erlaube, m darf ich 
wobl im Hinblick auf den freiwillig dar^botencn unvollkommenen 
Zustand der Publication eine froundlichc Annahme ilei-selbeii er- 
warten. 

Vor allem: wiltischenswcrtb erscheint es, künftig vor jeder ein- 
zelnen Nummer nehst Angabe der t^roventetiK, Zeit und OrSsM^n- 
Tcrhültnisse, eine kuriie Besehreibung der ITrkimde nach Stoff, Schrift, 
Faserwerk (ob horizontal oder verticah, Tinte u. a. w. zu geben. 
Von Wichtigkeit ist auch die Buacbluiig der Rückseite, oh si« eine 
Adresse enthHlt. sonst wie beschrieben oder leer ist. Nicht miuder 
erschiene ce aU xwfMrkranRsig, an den FaCÄimilws auch ilas Illnttformat 
genau zu markin-n. Manche dieser Daten sind wesentlich für die 



6 J. Karabaces. 

Beurthcihmg des Documentes im Allgemeinen oder Besonderen, z. B. 
in diplomatischer Beziehung oder bei Ergänzung von Schriftzeilen. 

Nr. 1. ^Fragment eines Schriftstückes in sehr alter Cursive.' 
Der kleine Text bietet genügende graphische Anhaltspunkte, um 
das Fragment noch in das erste, höchstens in den Anfang des zweiten 
Jahrhunderts der H. zu versetzen. Was in dieser Beziehung von 
dem constitutiven Schriftcharakter des Elif und die Stellung des 
Läm zu demselben gilt, habe ich in der WZKM. v, 323 ff. dargelegt. 
Der Papyrus ist, so viel man aus drei halbierten Zeilen zu schUessen 
vermag, das Bruchstück einer amtlichen Unterweisung über die Mo- 
dalitäten der Kopfsteuer-Einhebung. 

Nr. 2. , Fragment eines wahrscheinlich amtlichen Briefes.' Ist 
datiert von Montag den 30. März 761 n. Chr. und zweifellos ein mili- 
tärisches EinberufungHBch reiben, ausgefertigt von einem dem Kriegs- 
Diwän des Unterlandes {^j'j^^ J-»-"' = xxcü) -/ßpai) angehörigen Se- 
cretär Namens 'Il^riina. Denn das erste, offen gelassene Wort ist ganz 
zweifellos 'ilÜ» zu lesen. Als militärischer Terminus in der Bedeu- 
tung ,schwerbewaffneter Fusssoldat' (i-::7,i-Tr,q) steht ^^^J'-', pl- '^^ und 
JUlj, nicht in unseren Wörterbüchern. Es kommt auch im Pap, Erzh. 
IIaineb, Inv.-Nr. 8 (Führer, Nr. 558) vom Jahre 22 H., im Gegen- 
satz zur Reiterei, vor; denn es wird überhaupt von Schwerfälligen 
gebraucht, vgl. el-'IIfd el-farid, Buläker Ausg. 1293, i, rrr; 

,0 dieeer Schwerfällige, Schwerfällige und noch einmal Schwerfällige, 
der du bist! 

Im Anblick gleichst du eiaero Menechen, auf der Wage bist ein Elephant!' 

, / < 
Das Verbum J-*J' findet sich in dem Sinne ,schwerbewaffQct 

sein' bei Tabari, irsr, 4 im Gegensatze zu '^-ää- ,leichtbewaffnet sein'. 

Auch die bekannte Stelle im Koran, Sure ix, 41 iH "*"^j uUi. IjJÄJI 

wird von Abu 'Omar durch ÜUäv*j o^-r^j ,Reiterei und Fussvolk' er- 



ABOrmSClIB ültKIIM)ISN AV8 UJtH xOHIOUOUBN MufiEBM HTC. 7 

klltrt (^Mawpi-di, o^). NlÜicres in meinem i. Bande ,Arabisch(> Ur- 
kaniJcii' (Coiyu» Pajftfrorum liaineri, m). — Die nicht «iilzifferl*' 
Localitfit, alts wolulici' ilic&c Fusstruppeu sclilcutiiget ciiiborufcit wur- 
lieu, ist Plianoci im NiminB vtm Hnfi». Das Wui-t ist niflit s» zei^ 
litilrt, ilasb nicht mit SietiL-rhiMt i^y*^ gelesen wurden kitnntu; id 
ebcm liilingueii PapyrtiB audi lyU /' ?«vau, yU der jüngeren Schriften, 
in koptischen Urkunden 7 «w und ■/ ^, vgl. Corp. Pap. Rameri, n, 
810 8. 7. — Diese Urkunde, wenn auch fragmentiert, ist deshalb 
interessant, weil in der That in dem .Inhre ihrer Aiisfnrtijfiing, HS H., 
in Äe^y|rtcn Krii-gsvölker ftlr den FcUIku^ Kefciin die (_1iJiridschiten 
in NordalVika zusammengezogen wurden, vgl. AhiVI-Mahiisin, 1, ""^i. 

Nr. 3. fPriTatbrief.' Z. .'» und H Traiiscr. achrcihc dülj (so der 
Papynift) Ali* d^i; in Z. *i kann ich nicht j^j-*«^ findtMi, die verdor- 
bene Stelle enthalt jcdentalla ^fj^. Z. 13 steht ^j> (nicht pleno 
j^srhriebcn) fUr ^^)>. Di« nnvcrständliehe Tranncriptien Jj »•f'j 
lb ^ ^j->» l a> Z. 10 enthlllt eigentlich die HaiipUache dessen, wait 
der Brierschreibcr dem Adresaiilen tiiittheilcn ivollte, aber der gnnxo 
8i>U. schon Z. 9 mit dem lialbzerstörten Worte beginnend, muss ge- 
Ui»en werdon: kU»— iJU ^_^ ^^.-Jilj i,^***^ lU— ** o' '^ *^' &"*' »j--»j^ 
gU«* *«ll ^li aj,;iAj. Die Verlesung grilndct aich auf die un- 
govöhnliche Ligatnr de£i M mit Sin in . j — s^- Die ßcdeutting des 
Wortes als .Sack' ist gesichert, vgl. Pap. Erzb. Raisek, Inv.-Nr. 818 

(Führer, Nr. 7G8); .j- :^\ ^ *J^ A-a»».,; elicnda Inv.-Nr. ÜfllS 

(MwArtfr. Nr. 664): *-.«JuJl *j ^,^1^, desgl. luv. -Nr. 130 {Fährer, 

Nr. 688): ^» ^ tJir^-^' r^5 .j-ti^i^^ l> V V* •^'^ ^^^--r^ -»^J) ''«g'' 
Inv.-Nr. U073: j-t I^Jä*^ j-s«-iJ\ <^-i ^^l ,j-^* '>'«') »** (> «j^r*-^* 
Jl ,_t-o^ --^j-*. desgl. Inv.-Nr. 2Bril7: ^-«LJ ^ji aUI jtkia- c-jI^ ^^li 
,_y.«}^b UJ. Die sinnlose Buehslabriigruppe tJl.» bietet luciues Er- 
acbtcnH die uns Vei-fiehen des Schreibers verkürzt erscheinende IvO- 
catitSt l»U»~>.ÄJb. Zu bemerken ist »chlie»slicb, diuts dt^r PupyruB dur 
Schrift nach spftt dem '2. Jahrhunderte d. H. angehört. 

Nr. 4. .Quittung Itber Wohnungsmielhe.' In der oreton Zeile 
m&chte ich stalt >Ujyi ■ • • • ^ *^ eine andere Lesung vonschlngun. 



8 J. Earabacek. 

Ich tindc darin einen koptischen Doppelnamen mit seiner Kisbe: 
jjjL-.yi A^js-. jj™J. Der erste Name scheint mir sicher, am zweiten 
sieht das erste Element wie ein a. aus, auch sind Namenscombina- 
tionen mit j^^ häufig, ja Theodore George ist bclegbar. Die Con- 
jectur des Herrn Herausgebers i^^Lioill aus jU-i^l geht deshalb nicht 
an, weil hiefUr an wichtiger Stelle um einen Zacken zu wenig, zum 
Schlüsse um ein Bachstabenelement zu viel wäre. Da ich das Ori- 
ginal zu prüfen nicht in der Lage bin, gebe ich meine Vorschläge 
unter Vorbehalt. Der Monatsname Z. 7 ist *^>» mit hochgezogenem 
Nun, demnach stellt sich die Datierung auf 818 n. Chr. richtig, üeber 
den Beginn des Miethzinses und des bürgerlichen Jahres mit Payni 
vgl. meine Schrift ,Der Papyrusfund von el-Faijüm' (Denkschriften 
der kaiserl. Akad. d. Wüienschaften), Wien, 1882, p. 28f. 

Nr. 5. ,Quittung über Grundsteuern für Saatland.' Z, 3 Transcr. 
jlji-l jJlJj obwohl auch so in den Papyri vorkommend, z, B, Pap. 
Erzh. RAraEK, Inv. Ch. Ar. Nr. 563 (Führer, Nr. 984), ist auf Grund 
der deuthchen Schreibung in (_r^\A' '*^ ^^ verbessern. Die Er- 
klärung hiefUr steht in Makrizi, Chit, i, i-i": 

/ä-Vlj i>a-'>- ^ J^- 1**J^'' ^:r:^*-^ f-'^. ^■^' o» r" J^ ö^ <^' 
bj*^ tjß ^1 ^\J^\ ^ i^U-* J^U ^ CrT-^A-^ jUli :,)iU A3 JUL. 

jWissc, dass das Einkoramen Aegyptens in unserer Zeit in 
zwei Theile getheüt wird. Der eine Theil wird genannt CharädacM, 
der andere Hiläli. Das Charädschi-Einkommcn ist nun das, was 
auf Grund einer Abmachung auf Jahresfrist genommen wird von 
den Ländereien, die mit Körnern, Dattelpalmen, Reben und Früchten 
bebaut werden und was an Naturalabgaben vorrathsweise von den 
Bauern genommen wird, wie z. B. die Schafe, Huhner, Keschk' 
u. dgl. m. von Seiten des Marsch-Landes.' 

' Vgl. Doirt, Svf^l. II, 472; Albkvist in den Acten du huUihiie Congri» Intern, 
diu OHenlalUtet, 1891, Sect, i, 1" Fase, p. 388. 



Aeqtptibchb Urkunden aus den köniouchen Muheen btc. 9 

Es ist also in dem Papyrus (_y*-l_;i' JU31 gemeint und Kinn 
Unterschiede von cl^rt-^ -^^ ,Baargeld der Grundsteuer' ku Ubcrsetüun, 
,_^l^\ jJü ,Baargeld des Charädschi-Einkommens'. Dieser Terminus 
tindet sich übrigens häutig auch in den Pap. Erzh. Rainer und als 
«lX^&P&o'i in dem koptischen Papier Nr. 11890. — Z. 3 U-fJ-öj\ be- 
darf keines Fragezeichens , es ist vollkommen sicher. Die Tran- 
scription der Zeilen 6 und 7 giebt keinen Sinn. Das Original zeigt 
hier, wie am Schlüsse in der Datierung, Schreibfehler. Trotzdem 
ergiebt sich an Stelle der Lesung: 

AJUI J-* ^t ^^ l^Jl^-*^ ^l « 

^3 ^r*" <j^* J>S^^ c»*? J^ ai ' 
mit Sicherheit 

Ali\ J-* {ricl) j,\ (m. J,j\) ^^^ iJUi l.fri<***i ,_^l « 

**-5 .3/ ^' JfS^^ ^9 <^ (sW. ' 

Der Schreiber gerieth nach ^ sogleich zu ^J»y, besann «ich 
aber noch und lugte der schon geschriebenen Copula das Patr»ny- 
niicon an. Die Schreibang sj,jS für '1^ ist allgemein, der Terminus 
ständig in den Sidscbill's. Text und Uebersetzung der Urkunde 
haben also za Unten: 

a^Oj U« aUI j^ ^ yuKk. ^l t 

*^5 ^/ .>^' >>^ ^5 vr=-^ ^ • 






10 J. Kababacbs. 

1. ,Iin Numen Gottee, des Bnrinherzigen, des Erbarmen dec ! 

2. Quittung für Biachr, Sohn dee Mubammed, Sohnes des Särim, aber 
zwei Dinare 

S.deBMitsk&lfusses richtig zugezählter Mfinze, alsBaargeld des Charädacht- 
Einkommens. Er hat sie beide überbracht 

i. dem Decha'far, Sohne des 'Äbd allfih, gemtias dem, wozu er verpflichtet ist 

5. voiiwegen der Grundsteuer bezäglicb deesen, was er ihm bebaut hat 
von dem Ackerland, 

6. welches in der betreffenden Ei nregistrirnngs -Urkunde als eine „Pach- 
tung von dem Ackerlande des Abu 'Abd alläh, 

7. Sohnes des Jahja' bezeichnet ist, und es ist dies das Ackerland, welches 
ein Mietbobject (Gemietbetes) ausserhalb 

8. der Hauptstadt in der Gegend von Kabr Äbü-r-Rüm ist. Solches 
geschah 

9. für die Grundsteuer des Jahres zweihundert und dreizehn. 
10. Zwei Dinare des Mitskalfusses in richtig zugezählter Münze.' 

Diese Urkunde ist demnach eine Boden zins-Quittung auf Grund 
eines Muzara'a -Vertrages nach erfolgter Einregistrirung desselben, 

Nr. 6. ,Quittung über Grundsteuer ftlr Weideplätze.' Z. 1 das 
vermeintliche a > ist blos a, im griechischen Diwän-Ductus jener Zeit 
mit einem langen Ausläufer, welchen der Herr Herausgeber fUr > 
und offenbar als Abkürzung von j^> genommen hat. Uebrigens kann 
die entsprechende Minuskel bei Gardthadssn, Griechische PalUo- 
graphic, Taf. 5, a. 880 verglichen werden. — Z. 2 »jü ^ <)^-—o als 
,Sambas, Sohn des Flavius' erklärt. An ersterem Namen fehlt ein 
Zacken, welcher bei dieser ausgeprägten Cursive nicht fehlen darf. 
Ich zweifle nicht, dass a^-o = A-yui = «m {^Corfus Papyrorum 
Raineri, u, cxxivm, 14) ist, und dass eine nochmalige Beaugen- 
scheinigung des Originals das zweite Nora. pr. vielleicht entweder 
AJü* = hcAhc (Corpiw 1. c, II, xuv, 1) oder eher A^ü» = aoA«« 
(»mX»«), 1. c, p. 202 s. V. oder *-JJ = ^iiXinne, 1. c., Lxxvm, 5 (in 
den Pap. Erzh. Rawer auch punktiert: '*-J^ und *-^J^) zu lesen ge- 
statten würde. — In derselben Zeile bietet der Text def ^yv-*"? nicht 
^jftlj-Jt der Transcription. — Schwierig scheint das Nora. pr. j>*Ül Z. 6 



ABaYfTiscHK UsKtnaneN ävs dun KömuLtcituK ^iltissB» ktc. II 

XQ sein, ila lAesl eich uuf Orund dieser Transcription absolut Diclit 
unter Dach iinH Fiidi briiiguii. Iiidess, tlic BeLracIiluiig iles Fac- 
simile fillirt tiüL'li zu «nor bcfnedigenden Lösung: es isl Ji*^V 
Haii sieht das Sin, wie zu «iiioiu Eli/ gustallc-t, hiniiufgCKugrn, 
gGoait wiw in iluniselbi^n Xniuc» in Z. 6 dee gleicli zu l>l'?;prL^cllon' 
Arn I'lijiyms Nr, tf. Um nun Jif VerhimUtng (Hose» BuL-hstitbcn 
mit dum tulgi-niluii Un zu bi<greifeQ, braurlil man V>]oi^ die eut> 
sprechende charsktcrietiücbc Furni des c in ^j^'' Z, lU ansuscheu; 
denn der Ductus hat bui nllwr Flllchtigkuit guwigse Merkmale der 
Schreiber- Individualität sich bewahrt. Sodann fulgt ein Ubcrflilssi^r 
Biiehstabf. Er ist ein Eli/f gleich Juiieiii. iu ^}»^ Z. »ü. Der Sclireiber 
hat ersichtlich da mit^r^-*' fortsetzen wtdlcn. Derlei Versehen trifft nuui 
hSulig in diesen ihisserst surgio» hiiiguwurfi-'iiun Urkundeutexten. — 
In Z. S bcge(:un wir wieder einer olfen got&saencn schwierigen Stelle. 
Zunflcbat zeigt da» Facsimile die nnmiigliche Forni aJJUI von aJJI, 
Ki würde mich freuen, wenn von UcrUn die Bc&tfltig'iuif: einlangen 
würde, dass dan Origin«! die Lösung x *JJI gestatte; eigentliirh ittt 
sie uothwendig, d«nn die folgende Gruppe J^^t ^^ kann kaum 
ander» abi zu JU»»JÜl ^1 ergfinzt wcrJou. Die in der Transcription 
im Folgenden dem J'-*^ üud [i_j]i>>^)i bcigcfögtcn Fragcüeichen zeu- 
gen, wenigstens in Betlfff de» erstcren, von zu grosser Vursicbt. 
Dm zweite Wort hut dor Htrr ilcrausgcber richtig ergänzt, ober 
flHgcnsebeinlicli nicht zu deuten vermocht. I>ic ganze Stelle ,^\ x 
•^\fi'^\ fr^^ J'j>^ Jlli— JUl wiederholt also — wie so hUufig — in 
ohior ancbtHlgUelicD Fopmuliumng da», n-aa Im Quitlungstextc vor- 
hergeht: ,1 (DInAr de» MitK^Älfusscs) an den Silokclmeistcr, (sage 
in Worten) ein Mitskill, in Bezug aul' sÄmmlliche Kaicgtprieri', d- h, die 
Wftidesteuer wunle bezahlt mit eincui DinAr de?! Mitstfälfuese», d. i. 
dem fllr »ie entfallenden Theilbetrage aus dem Oe»aiumtertrilgniB 
aller anderen auf der Pachtung oder dem Onindbosiue etwa noch 
laatenden Hlcuerkatcgoricn, wie der Kopfsteuer, Dattel |udm on- und 
Fiselifangstener, ferner den Steuern fllr einätehie Weiler, Mai-seh- 
grOndOr 'KiIpresBon, Bitder u. b. w. (vgl. P«)). Rrsli. Haickii, Iqv.-Nt, 
18S74 r. und v.); dazu kamen noch der .'Schlagschatz, die Cours- 




13 



J. K 



ARJtUAl'KK. 



cli1fercn»eii zwtsi'hen Oold, iinti Silber, die Tuxbetrilgo fllr die Aus- 
stolluDg der Qiiiltiingi'ii etc. UeT>er die verstiliiedeiien Katc^oricu 
der Einnnhinen (.JUJ^ ^>j'l »'ii'l «"*'l» Ms^rixl, Chit, i, ' •'', i-v itnd 
^lafntll) iilOliim, ed. Van Vloten, p. a^ ff. Kii vergieiclien. — Z. 10 
ciidli*'ti wirrt die jBhrziih! «*©, d. i. 24y II. = »63 n. Chr. gelesen. 
Dies ist tiiiric^litig; es stulit deutlicli en», d. t. 2fi9 H. = 7. Nov, 8T2 — 
26. Oct »73 n. Chr. Die Minuskelform des j» jener Zeit pharakteri- 
siert sich durch den lief von unten aufsteigenden, mil einem Hnkeu 
Iffiginnemlen AnsntK, weicher bei dem n fehlt Eine Verwechslinig 
Ix^ider Bachstahon ist Hlr den Kenner aueg'eachlossen. 



.Uli 



lie ist £1111» 



■ über Kopfsteuer.' Die erat« 
vtrlcecii. Anstatt »Jf'i;'* *^yi 

Dasfi die erste Gruppe den WocheutAs bezeichne, hatte aus den Milth, 
P.ip. Krxh. Haikrr, ti/iii, Ißit ersidiün wi-nlen künni-n. Da. vlwjis 
undoutlifh auflgfiallcu ist, llijrt« der Schreiber vor *^.y> n«i:h c—'j" ein. 
Dnniach lautet (Üe riclittge Dstiprung: Mnntnff, den 9. Tybi 2i>0 H. = 
4. JänriLT 874 n. Chr. — l>or in dor tbigendcu (.iruppe ausgeworfene 
Betrag i ^- '/, -f '/, + Vm (DinÄi-) + V„ (Dirliem) = 45 '/, Kanite 
£timiul jetzt also vollkommen tnit dor im Texte genannten Steuer- 
Bunimc; 1 -r '/i + '/* -f" Vft (.I>""är) -)- 1 Uänife = 45 '/a Kamtc. — 
Z. 3 J^i ist die koptische Schreibung von ^ä*"«»-*., ^*.ir»vr, qw*»«», 
8. Curjnu Papyromm Raineri, n, 200, s. v. ^ Z. ä die iinver- 
etftudliche Gruppe *j''^jy •t^K-^ j^ dor Transcr. Z. 5 ist zu leaoo: 
AJjjj JUJl ww jJLJ ^als ein BaarjETKld des Sidiatiihauses und in seinem 
vollen Gewichte'. — Z. 7 statt J--i-Jl I. ijL--jJI; da» Nom. pr. J^ 
Imt keinen Artikel, Muscht. rir, auch Pap. Er»h. Rainbr, Inv.-Nr. 
8744 (fUkrer, Nr. S7l): J-J» ^ *^\ J-*; Z. 9 statt ^«^JU l. c;ir^V 
Dus leUtc M'ort endlich. *^V» dient but SiKniruug der ^cwühnlieh 
anm Schliisse nnchiiia1e> miwgeworiennn Kopfslenersumnie, welehp man 
aber verinisst. Wiihrsdieinlivh steckt Bte unter der letzten beeiegclleu 
Falttmg des Küllehuns und tvurde Übersehen. T)as ThonKiegcl xeigt 
eine Vase mit Bwoi an deren Hand einander gegenüber »tuenden 
Schwalben. 



AHiVmSCIlK UnXUNDKN AITS DR» KÖKläLlCnUt Ml'HBEK «TV. 13 

Nr. 8. .ZalilungsanweisHDj;.' Ein trotz jreringpn Umfange» »iiiJ 

I 111 bedeutenden Inbiilt« wichtiges •Scbriftdoukm&l: cs unüiült dae 

nun xwuitul teste Zeugnis fUr il«n Oubraucli der Bogunaimten ara- 

bischca Ziffern. Die Onippc in dem llfindzeichen ist zwoifelloe 

•Jyo. und dit« danintLT sh-licndon, voa deui Hen-n Herausgeber nicht 

gedeuteten Züge geben 

i~LM d. i. .labr 

die Ziffern in ciirsivischer Verbindung. DasB sn nnd niclit andei-s 
^desen werden utiisR, Keigt der GanK dur ZUgt^t in a^mi vmi rei-hts 
nach linlcB, in 2711 von hnkti nach rcrhtfi! Der Text dieses merk- 
wUrdigun DurumuntcK lautet lüdii: 

p*>fcyJt ^^^«£k.Jl «Ul f»».) luiNuncnUi>ttc«,(lcaAUbtu-inlicTzigon! 

ijrtU« ^1 j*>\ ITeherjricb an 'Abbla 

^J' ^\> ^j einen Vit^ul-Uirhcni, lo 

y.^^ AiJl '-i fiottwill! GoBctu-icbctt von 

,_$«*^l ^ ^.ji«! äii'il, äobne diM IsliAk, 
*Jm) eigunliüu<lig 

dw« Jahr 

■^V^f a7i (= »8»/9 n. Uht.) 

Diis illtvstv nt'kii»dli(-bf Vorkommen arahiscLer (indisi-ber) Zif- 
fern habe ich in Pap. Krzh. Kaikkr, f'ilhr«r, S. an>f., Nr. ~'JH be- 
kannt gemacht und daselbst eine schematische Zusammenstellung, 
mit weli'her die obigen Fennen zu vergleichen sind, gegeben. Die*«» 
erste Boinptcl datiert aus dem Jahrr 260 II, = 873/4 n. Chr. Nun 
kommt an zweiter Stulle d«r Hnrliner Papyrus vom .lalire 27.'» H. 
Iiinxii, »n dritter St<']Ui folgt die gleichfalls rnn mir kUixIich in rinrr 
FMlseiiirisehrifl hei Tßr {WZKM., x, 187) nachgewiöBenc, in Ziffern 
Allied riicktf Juhrzalil 87H H. = 9fl8/9 n. Clir. 

Nr. B. .Fi-agment eines Schriftslüfkes von nineni ätntthalter 
(wohl IsA unKuftari) des Chalifen Miiktatl hilläh.' Diveier Be«tiui- 




14 



J. Karahaokk. 



mnng kann inh nicht beipflicliton. Es «mthipU irgend einen Vertrnft- 
welchen ein Kevriseer Zolieir in seinem und im Namen mclirorer 
Kinwolmer do« Distriotes «I-Belinesi mit ^nni KinnnjfJireKtor von 
A*-};_vj>t(Mi nligßscliloasfn hat. Denn J-^* bedeutet hier nof keinen 
Fall .Stattlialtpr", sondern blo» fFinanzdirecInr, SteiieiTerwaltcr*. Auf 
den Uiitvrschied in der Wortbedeutung' habe' ich schon in den Milth. 
Pap. Krzh. Kaikkr, i, lH88, p. 4, 6 aiitmürksain gcmiichL ^ Z. s 
OJ*^ '^'>*' vi.;*^ '^* "'■^ losen ^1^ j-a* jiio Ul^^ ^j^- (^*. Wir begegnen 
hier einer aurh auf Pemonen angcwtmdctcn Ui^dentiart, z. B. Chit, i, vi; 

ill ^U)) u>)i ^^ i-JUi^^^i ^^^ J».j OJI j-t* .J^l^ wiJ* üu ^'>«3 
Tgl. auch 1. e. i^ <ti und «l-iihuKnU, MntAIi' cl-budiir, u, v-. 

Alsn unser l*'y*^ \Sj^' '-*5 bedeute»! so %'it'I wie: ,und wn» drum 
lind druii liäinKl-.' DiwsL-lbu Formel find«! sich übriircn» «ucli im iIl-i- 
von Alimed ihn Ti'ilmi «einem 8ch)itzmei8toi' ausgefertigten Ijniltnng 
im Britioh Museum, vg-I. Palaeogr. Soc, Or. Ser., pI. xxxiv und Mittli, 
Pap. Erxh. Rainkh, i, 105, Die Oruppc am äehhiee der Zeile bietet 
deutlich W^ ^ j^ji der darüber gesetzt« Punkt jrilt so wenig wie 
jener über den beiden aJJ* in Z. 2: Z. 4, da.-; Facsimile zeigt *«a3b 
fiir *.A-?-*"^ nnd ,j^-^'> statt plonc ^'— i^. — Via LocaliLät c^^ '"l 
ii<n«^ [Corpun Papyrorum liaineri,. ii, 208 ■. v.), in der Descr. de 
l%j;iP*«, ^t. moderne, Tom. xnu, 3" Partie, p, 119: »t**. Letztere 
abweichende Schreibung darf nieht Bedenken erregen; «le stammt 
aui> neuerer Zeit vom IIörciLtagen, ubge^eben davon, das» ^ und ' 
in den ITeberti-ngnnppn durch ^^ und umgekehrt, vertanseht wurden, 
K. B. ^fc<*n = C^-**") ?&•*»* = ^"^t ■* '* " :. •* * = ^«Aicc, ji\&A = Jü^ 
u. %. w. Auch dar kurze Vocal im Koiitischen an Stelle der Lunge 
in der arabiachen Transcription darf bei der bekannton erthugruplii- 
schcn liege lloüigk pit in der ko]it)schen Nouienehitur nicht «utfallen, 
man vg). nur «««c und «»i« ;= ,j-LiA\j it«.Tf>itMo>n und h&tp<moh ^ 
4j>*,a-JV Danach sieht man also, das» jUj nach i»,^jtjl nicht 
c w» oonstniirt irt. Vgl. Pap. Krzh. 1{ar<rr, lnv,-Nr. 1&6I: ^^i ^ jj ^ 
jll r^^ ^} c/V *»jy^l dJjj-Jl **i.ULt. l>a«8 der Ort im Distriele 




ARQypTiscint (Jrkdkdrh ads duk kökiolichbh MrKFtRK btc. 15 

ci-B«1inc8A liegt, steht jetzt fest, leUtcrer hat jcdocli, wie dur Herr 
Horutis^'ber (wtflclii-r imp al-Baliniuiili sflipoibl) zu raeinon selicint, 
keint- Re»iehting Ätim I-'undurl ilns I'iL|>yni6, welelinr «IFiiijrtra ist. — 
Endlicli müL'hte ich noeli auf das inti-.ro«santo Vorkoiunien des IHffe- 
ren)!ial»cit:ln;n« • unter ^^>t»^l iiiinv(-iä<.-n. Ii-Ii k<'1)l' nun dmi lirrge- 
steUteii 'JVkI und die U eborsülieiing des Frugtuenlßs sitmmt den zu- 
liUsigun Ergßiiy.imgvn: 

^ •]}« ,l>\j iiJLj *AJI JU>1 ^:^*i-s-Jl 

1- ,Iin Nnnivn Clottc«, tie« AltbHrii)h(^ritigen! 

3. (IHm Ht eine Urkunde ffir NN., Bolin dun NN.) Finn 11 xdi rector dt» 
AI>A Mulixiiimed luiSni el-MulcUfl litUAli, Fürsten der Olilu1)ig«>n — fJott Iiuui« 
ihn lan^« leben nnrt Heinnn Ituliin daitcrnd »oin ! — (Clbur 

$ dif Steuern Hitd ntii»cror<t(inttic-h^R Atifliigoti und u-iu) üntm nnd ilrAii 
hSll^ in den District^:» vnn Acgyplon, AlvxandrtH, Hawftn, der Bergwerke, 
Bowt« TOD Barlia und el-IticIschiLz; c-n fertigte ilun ilicnc Urkunde ans itohcir. 
Sohn d« WKäB 

i. JMBWWWSBWBBB Muhitmimed, Sohn üvi SiOiu'ilIIi, Sohti«« den Snfwfin, 
die Bewoliu«r der DcmXna, twlclio boknnnl iat ontcr d«m Nanicii Pepeh vom 
Diatrictc «I-Beboni. nrnJ Mulmmnird , Sohn des Dsch^rir, iler Bewnlinor der 
Daniüne 



Wa» die fol^^fiidcii Niiramrrn betriflfl, so will itdi mich kurz 
fiusen, dn der Horr Henuispober eine atigRltirlicIii:- Krklilrung der- 
selbcu an anderem (ti-t© in Aussieht gfsteilt hat. 



Nr. 10. Fftr diu Lücke ,_^8^1 «tIjiuIji? ieh mir die iirknndlieli 
idwnMi nii-liiire nts hl[ii%e Niehe ^'^>^^ viirzn.sehlat^rn; Z. 1 1 1. (>>y^, 
d. i. von i[U);(bnbini)ichuiu Ue|n-i^re, iliik den Mllnzstütlt-ti ÄJ.j-^l und 
iijy^)^\i Z. \i die LUckc, deren liucliätabcnrestn ich 1^^ JISB3 



16 



J. RjUtARACBK. 



lese, ist durch *^^ k}-^» eu ergSnzoii, vgl. Pap. Krzli. Kaikxr, Inv.-Nr. 

S84fi (Fitknr, Nr. 7ft7): J-»^ jJÜ *SiU («IcO ,j1 JI (m. ^j-JV) am» 

^,-j--J\ ÄSiU Qj)l) ^\ u. «. 

f 
Nr. 10 Fortsetzung. Z. I statt ^^H*^^ 1- ,rH^^ mit etwiu ku 

scnkrccliteni ffe; Z. ä und 3 »jLaj wohl «jL-aj = nece-ir, Corjm» 

Papt/rorum Raineri, ii, crxix, 8; Z. & I. i^j^; Z. 7 ioi Facsimite 

sticht niciit 0I5, sonitem j (SehrcibfehlGr?): Z. 11. Im Text« fohlt 

da» Plural-Elit" von *jJ^l; Z. 12 flir w--X M |. w^JUJl, 5. Dozv, 

Suppl., I, 840; J>^^ Tursleh« ich nicbl. Ich fsuhu darin den Ort 

J>i»1 OftWi in oI-Fayüm, wo dor Zeuge wohntu. Z. 13 ,j*-ik]l 1. 

^,^Ji*ltJ\, die Nisbt) von »^^--^JJ» in tl-Faijöm, vgl. Pap. Erzh. RAtMKn, 

Inv.-Nr, ll2fir>; Z. H --^v^^ als Nom. |>r wflrP prat nachzuweinen, 

es ist offünbar .j-«»*- zu IßKon; Z. In J, *Jl 1. ^^j-Jl, 

Nr. 11, Z. 2 A^^l 1. 4L»t^l, Kweifcllos tniM«; *rf->l, in Z. 20 
>X->, ist »mJ (sonst ftiiL'h "fr^fr»), muor, ni^RT. ne^nor elf. Man 
vgl. dazu ^*''^^ und •i^y^'^ (= na-TOT^^w) h,Ih urkundHeh idcnti^clio 
Persönlichkeit in den arab. Pap. Erzh. Raikbr, luv .-Nr. 11366 — 77. 
Die in dt-r sweifchidv» Uvmvrkting de« Herrn HcrauBguLer» hervor- 
gehobene Tbatsuche. das» als Vatersname de« Verkäufers zweimal 
■w*' {*y^), sonst aber immer j— i«* erscheint, ei'klärt sich aus dem 
koptischen Do|)pelnaDieu »»(J „>— **^-. welchen der Urkundenschreiber 
nicht vollständig wiedergab- — Fttr ^-^Ij'*'* ist (_^lj"«'t zu lesen, der 
Name eines der fuijiimischen Bewftsserungscunale (g^^Xa.), Chit t, rtA, 
in dessen GJebiet *^^ji-\ lag. Die Tranäcription *ijyl-l ist möglich, 
sie cntsprat^he J»^^'. *iojW*. i-iUJl^ Ä-^G etc., durchwegs Namen 
besiedelter kleiner Ortsehal^en. — 7.. A A-iLa , welches der Herr 
Herausgeher am ehesten aIJUm deuten milchte, kann unbedingt nicht 
mit FS oder Keif an «rster Stelle gelesen werden: es steht dort be- 
stimmt nur ein Mim, vgl. UU^ Z. 4, und der viei-te Biirlifltabe ist », 
wie die liiitialL> von *i^*» Z. IR beweist, also AJÜlJa.* «nd *JiL;a<* -^ 
^y^ (HiracRHARDT, Hevsen, 4^8, 4S0, (JOS, 650). Die Urkunde ist also 
nicht ein Kaufvertrug, betreffend die Abti-elung eines RrbtheileH an 
<üncm Hause, sondern ein Vertrag, betreffend die Abtretung de^ er- 



AlCIlTmeCHB UrKI'KDBH Act* DBN KOmoUCHRX McüBBtf RTC 17 

ej'liten Anrechtes auf eittff Oastwirtlischafta-LocnlitSt, vgl. Dokv, 
Suppl. I, n ; Z. 7 tj * 1. i3y^. DuMelb« Koiu. pr. u^ij' »:^ j;^ 
■It Pap Krxti. RjtijjRR, Inv. Ch. ar. Nr. 6T65. Kozp^;? Z. 11. Die 
aohr verblasaten Züpe nach Jl.Äi- (i^ben t5r^t «»nc fortncllmftc Ab- 
kllrxuiig fllr tiyoJI ^>«( ,auit;;unoiiiin«n das Aiilguld f\lr (lie Um- 
wocbfilung'; Z. 18 do« nicht entzifferte Wort ist A-^r-r*. ein sehr hSu- 
Kgcr Eigtmnaiin:; Z. 20 nicht Aii^, »oudcrn in contrahirter Schreibuug 
»ji^J^; Z. Sl zum ScWu»9 steht j, als w>llte ctww nachfolgen. Wenn 
der Herr Hürausgeber bemerkl, dass die ZLÜleu 20 and 21, vielleicht 
aach schon in, von anderen Hsnden geschrieben und, so glaube 
ich, djiss auch Lirlzleres sicher ist und dasselbe noch von der zweiten 
Hälfte der 18. Zeile frilt. Ks sind dies Ja Zeugen, die eigenhändig 
onteHcrtigten. Z. 18 beginnt Kluhauimed ibn Maimßn mit der Be- 
glaubigung darcli seine Zeugonschaft, und dieser ist m^ veleher den 
Text dor Urkunde ftir die Conlrahcnten niedergescliricben liat, 

Nr. 12, Z. 1, der Name Jen ersten Ze^igon, wi^ichcr auch fttr 
die beiden ander«» Zeugen die Feder lUhrte, tautet jjA. ^ ^(if)'*, 
wdhci das Edf mit Bc eine homogene. Kit^atur bildet, wlllirend das 
Patrunyniieon nacbtragiicli In **v^ vurbusserl wurde; Z. 2, ilcr Name 
de» zweiten Zeugen ist cj^jp jener des dritten Zeugen, Z. S, müg- 
lichorweiße o-*^ '" der Üefcetivsehreibuiig (Ür o'>''^j '^' ^^ t^j^ 
Ut t^.^ —^ mapz^imum, <&pftnA.M<itn, durrh die Pap. Brüh. HAntaa 
»ichergestelll ; flju igt fUb P-käm uder f''-H P-ßiiu, beide sind urbund- 

lick ÜBchKUWCtBCtl. 

Nr. 13, Z. 1 und 6. Kid Nom. pr. »jl-r*- kann ieh nicht con- 
statieren, es wird wohl der gewöhnliche Name »j^*- »ein; Z. i, daa 
^ fehlt im Texte; Z. &, statt ^yu^t möchte ich doch ,^1^\, noch 
einer Rlgerstation der Ba^renBer, lesen; Z. 8, Text fehlerhaft a^-sJ^ 
Z. 10 - L-— « l./tu**. 

Nr. 14, Z. I, 5, IS .>*frj in Defectivschreibuiig, desgl. Z. 7 ^ 
J^U, MuBcht. <ir; j.S^ 1. ^i3U, HO hieRR aiieh ein Rnitr von Mekka, 
Ibn el-Atblr, it, 38fl; xu, 68; Z. 17 I. t>r^S 8- Nr. 10; »^UJl |. 
^^IjJl von fl-Jl, einem Orte im Noraos Oxyrrbynehos, welcher noch 

WMMt S^Mekt. t d. Kaudc 1 .M«rrul XL IM. S 



18 



J. KASAItAOBI. 



im I-*. .Iiihrhiiniierte bpi eiiier Z«j((!höriKkL»it von 2600 Fed»lAn Cnltur- 
land mit flOOO Uinnmi Jiilirlir.h BteucrkriiftiK "itr. Alio» Ucljrijie 
IihC dor Herr HuraiiSf^Uei* solbet iiiitur »«inou Bericlnigungeii mid 

October 189«. 



Nachschrift. — In Nr. I dc« Lilerarisehen C*itlratbtnU«t vom 
Ü. Januiir 1897, 8. SA erschien oin« kritiM-hc AnrMfiv tier iin Vor- 
8tp)i«nili}n b('8i>r«fliL»nen PiiblicntioTi. Wonn irpentl «tWKS auf das 
Sell Ingcii Hat« ilic RichtiKkrit. der cin^ng« diirgrlcjjl4iii Aiischuuuiigen 
zu buwoifiUD im Stande im, no iMt ca div^c Kniik. tMlVnbnr ein aus- 
gOKciehnp-t^T Arabist von fnilndliclnT pliiloKtpisi-lKTr Scliiiliinp, bftt der 
animyiHo H«rp UeconHont — vou der di))luTnatiafb<.>ii HunuctioiLlik 
ganz ab^cHch«n ~ wohl kaum «ingnhf'.nde l*aiiyrii»fitii(Iimi ku niaclicit 
(III! (}du}^iili«it pnlmbt «iIpi- pcHiicht. Das Glcifhc, dltnkl inicli, f^'dt 
auub vtm den Kolchc Korsoliiiiignn vor]icrriton(l<^n palHngraj)lii»chtii 
Stildien. Soiiio BGtuilnjrtilun^en der Berliner Publication sind daher 
im Oaniwn doch nigonttich nclicniifii^hlid), und tto sie, xngluii'h mit 
VepliL-ssL'mnffsvorechlägen, Hanjilpunkt« troffen sollon, fast immer 
uiibcfjründct. AIli-s da», wii» dor Herr KcKonBt-nl nnbeanstnndct (mis- 
sieren lit8»>t. zuigt, duss er die butrefTeiideii Urkunden nicht voll- 
stiiutlig eutzitTert und deren Inhalt nicht richtig crfa«8t liabcn kunn. 
Ich bin weit entfernt, dnmit einen Vorwurf einzukleiden. Wer immer 
mit den arabischen Papyrus sich beachlLftigt, weiss die sclbat dem 
KrfuhrpnslRn sich entgegenstellenden ungemeinen Schwierigkeiten zu 
würdigen und darnach zu beurtheileu- Es iat daher jeder, dar 
«ich frisch heranwagt, ?.» begrUssen, nicht zu tadeln. Aber mit 
oinigor Oonugthuung crfUlIt es mich d»ch, so unerwartet schnell den 
Bcwci» ad oeulos demonstriert »n sehen. Hass der Nntaen der von 
mir für bedenklich gehaltenen Art dpa MuBs-Publieierena nicht den 
geliegicu Enviirtungcn der geistig wie ])ocunilLr opfcrmuthigen Her- 
ausgeber zu eutsijrüchon vermag. 

Ich beächüidu mich, nur dlo hauptsflchlichstcn l'uakte in der 
godiichlcii RcecQsioD su besprechen; Anderes erücheint ilurcb di« 



AnO¥FTI»CBR llBRtlNnKN AD« DBM KfiKIDUL'UBN MiTSCKN KTU. It) 




TOrelelttiuilun Dtirl«);ungen ohnehin erledigt. Nach dem Vorgaope 
flc!9 Ilcrm Rc*'on(«;nt<-« citicr« ich Urkumlcii luiil Zeilen. Uci-wllio 
schrribt: ,Hltu% erkennt riiu Tmnsi-riptioii, da** aiisUiiteiiilos LI nur i 
geschrielwn wii*d. ritF«iiliar, weil der lang» Vo«J in Folge ^'t•r|•^icktlnp 
dpB ToneB liureits kurz geworden ist uud keiner taater lectionis ini'lir 
bedarf, so 3, 2 (1. fill in »-e/i . . .. frrnnr H, 2: Ue' ele. Kinc unrich- 
tige Vorstellung. Der Text hiftct jn in den angozogenpo Stellen 
gaiiK eorroct i^^ nicht J), ^^l nicht J' u. s. w., nnr seigt die Vei-- 
bindnng des irfm mit J'i eine dieser alten Sehreihwt-is« eigenlhUm- 
liche Tültkoininece Verechicifitng, so dasa boido thstfillehlit-ii in cinom 
Zuge gesohrielien orseheinen. Man vgl. zur Kiitwiukeliing dieses Fjdles 
Palaeogr. Soc. <)r. Her., pl. xx. Dicee palliographischc Erschciimng 
ist s<^hon T^jth, 7.DMG., xxxtv, 686_. Anm. a, fi8R, Anni. 1 anfgefallun. 
Da in diesen nicht selten fluchtig»! gesnhriebonen Papjntstoxten die 
alte SehriAregel, Aas» Lttm nur wenig tief unter die Zeile aiislilnf), 
in gewissen Füllen sogar anf derselben eteht, nicht eingehalten wird, 
ist Vorsicht geboten, UebrigenR hat die vernchleilte ^^-Fnrni dann 
nud wA»n die hoiduu diakritischen Punkte, ont^vcder oberhalb 
oder unterhalb des Jil, wodurch nni besten die Ilaltlotiigkeit obiger 
Aufi^lellung dargelhrtn wird. Auch tritt dicselh« Vcrschleifung in der 
Verliindung dos JA mit Ja ein, r.. U. ^>-^j (mit den zwei Pnnkten 
innerhalb des J^ flir Cr:^^- P*P- Kr^h, Kainr», Inv.-Nr. »16 {^Führer, 
Nr. 64«), oder des j mit j* und J», %. M. ^if^ -«JJl (I. i^J) J>^ 
J. c, Inv.-Nr. looo; .-jUsji Ma ^ (i. ^^j) j»^ L. f;j^ i^, l c, 
Inv.-Nr. 703 n. 8. w. Hier geht der Analäufer des Jtt mit grofiBcm 
SehwTinge tief nnter die Linie hinab. Kin graphisch ansgodriicktos 
Lautgesetz hierin suchen zu woUini, ist da wie dort n iixulllsslg. — 
,fi, 2 lie» el-mar'd t\lr «UmnrA'V Aber i^j-iJ' des Texte« isl nur 
Dcfectirschreibung fUr L>^r^' u"^ ^c 'st (l<-'r venraltunga- 
technische Ausdruck fUr die von dem grauBamon ;4toucrvogi Ibn el- 
Mndahbir eingertlhite ,Weidcsteuer': *JV?J' »yr* <S^^ '^-^* kJ^ jJ*s 
^\j^\ «L+-. '-JU, Mflkrtzl, Chit, t, " -r und i-v; Mitlh. Paii. Krzh. 
Raikbr, I, S8 f. — ,7, 5 lutt diu Urkunde nur leiht, nirht 'aidbi.' 
Hier wurde der Herr Ittwengenl nngensehcinlieh duri^h die UnvoU- 



20 



J. KABAUACm. 



kuitiiuuiihcit lies Keproduotiunsverfalircaa irrcgcfUlirU Auf dem Ab- 
biltiß steht f(lr dcu Pajiyruskunncr deiitlicli aJL«, nur gelil zwiscbcn 
dum oratoii und zvreitou ßuclietnfacii uiu Irennondur Rias, dciusufolgi: 
der tl«ri' Ktiränsenl s als gekrUmmtcn Aiislftiifor des ,,^ uiu vorau£- 
gchinidt:u w~^- sich gedacht hat. — ,l!t, 3 lie» et-hofä» lAdhmrt} 
Lusutigj wio die darau gcknUpftt?ii spracldichen CombinaUonen siud 
binßülif:. Kivinund sonst wird under» als coirtMst ^>Vl ^L«Lt »chon 
kuniieii. Auch hier ist eine bekannte graphiscbu Foruigobiing — in 
VI — verkannt worden. Kuch de» Herrn Kcccinsciitcn Lcsting vrilrden 
die Züge inmiltcu des Wortes uiiimi ratbselbüftuii Budiät:ibfii xu viul 
gaben. — yMar (MAil) vor Girgä', you mir üben, dem Wortlaut Ji« 
Contt-xtvs enLüpreohcad, scbou als ^ja. ^ lü« sicbergestollt. Die 
piililugrjiphisclH- Ucdnctiwi eiilfiÜlt demnuch. — ,Abcr 13, 10 iat^ = 
fth(i) mit Wt*};faU des U. wie jeUt in fl)(l = faifih.* Ich kann, der 
HciT Ui.-ctinevRl mügo es vorzuikuu, den Vorwuri' nicht unterdrücken^ 
dttss er niu- ilUehtig gelesen hat. Im ^ ist gar iiichls Absuuder- 
liches Kit bemerken, da die Zeile mit dem üblii-hen s^^-^) IJ-* sieb 
fortsetzt, was Uborsehen wurde. — ,BaAna wird bald dcfuctiv (7, l), 
bald pleno gc&chri«bon (15, «).' Von mir schon oben als Tybi lichtig 
geslelll. I)a die falsche Lesung der ganKeu Zeile von Seiten des 
Hen-n Ree«nsenteii sitillschwi'igend hingenommen wurde, hatte »u«'h 
ein Versuch der Bereehnung jenes Datums nichts gcuUtxt Die ricbtig 
gelesenen Daten ergeben die Unmöglichkeit f\lr Pa^nü Ich bemerke 
nui-^ I'ayni wird *^^y», *Jyi und noch anders (Mittli. Pap. Ensh. Rauher, 
d;iii, Ißi;) geschrieben, Ttfbi aber *j*1» and *jy, der «onstigon Schrei- 
bungen (l. f., p. Ißl) nicht zu gedenken. Letztere bietet der Ber- 
liner Papyrus. — ,2; I nelleicht: lanaffulan', ist, wie oben bemerkt: 
bi'fü^l/l' zü lesen — ,1, 2 vielleicht: Lebtd i6n Gakm.' Danach 
wDrdc die Urkunde beginnen: j}\ ^-^^ ^ J^ üt^j. Diese Fassung 
widerspricht ck-»i Purmularc. Nach dcniiK^lbf^n muES »^ji din PrSp. 
J im (jefutge haben, alsu kann da» Ldm nicht Bestandtheil des Namens 
sein. Meine LisKung s. oben. — ,0, 4 ist Badid dem Bcf. wahr- 
schcinliehcr als Garir.' Im Gegenlhoil, nichts begründet erstere Lesung, 
wßder eine paltiographisehe Nothw endig kuit, noch auch gewisse, aus 




Abotftihchs Urkunden ads den köniouchen Mosekh bto. 21 

apecifischen Erscheinungen abzuleitende Gesetze der arabischen Namen- 
bildungen: diesen entspricht eben ^j^ ^ >f—** als die annehmbare 
Lesung. — »12, 5 wohl Sa^^a^ Plackerei, fUr sa'a.' Der mittlere 
Buchstabe ist absolut j^ nicht 1; er läast keine andere Lesung als 
die vom Herrn Recensenten verworfene zu. Man betrachte nur die 
parallelen BuchstabenfonneD des Textes. 

Diese wenigen Bemerkungen durften darthun, dass der vom 
Herrn Recensenten gegen Herrn Prof. Abel erhobene Vorwurf: ,das8 
ihm grammatische Correctheit höher steht, als paläograpfaische Treue', 
eine sehr gefährliche Spitze hat. Es ist ein eigen Ding um die 
arabische Paläographie: auch die Schrift hat ihre Sprache, die 
gelernt werden will, nur darf sie nicht philologisch interpretirt 
werden. Ich meine mit Ibrahim esch-Scheibänl (el-'I^d el-farid, 
I. c, u, r"\): 

j-Jl ^jUJ jA ^\ a.1 

,Die Schrift, welche die Sprache der Hand ist.' 



Lumbinf. 

Von 

J. 8. Speyer. 

Die im December vorigen Jahres von Dr. Fohkbe bei der Frei- 
leguDg der Aäoka-SUale von Paderia in Nepal zutage geforderte Aäoka- 
Inschrift, hat, wie Hofrath Böblek in der Sitzung der philosophisch- 
historischen Classe der Wiener Akademie vom 7. Jänner darthat, 
eine hervorragende Bedeutung, namentlich für die endgiltige Lösung 
der Frage nach der Lage von Kapilavastu. Auch fUr die Geschichte 
von ÄSoka ergibt sich dieses Document, dessen Text in dem Sitzungs- 
bericht nach einem von FChrbr erhaltenen Abklatsch Hofrath Bohlsr 
in Umschrift publicirt hat, als ein werthvollev Beitrag. Es sei mir 
vergönnt, es noch in anderer Hinsicht zu verwerthen. 

Der Garten, wo Prinz Siddhärtha das Licht der Welt erblickte, 
ist unter dem Namen LumbinI allbekannt So heisst er auch in den 
mir zugänglichen Päli-Texten, wie (Einleitung auf das) Jätaka i, 52, 
Suttanipäta in, 11, 5. In der Aäoka-Inschrift wird der sonst als Ltim- 
binivanam bekannte Ort Lumbinigäme genannt.* Der Fundort und 
die dem Namen unmittelbar vorausgehenden Worte hida-hhagavaip- 
jäte-ti lassen Über die Identität von Lumbinl und Lujtimini keinen Kaum 
für Zweifel übrig. Offenbar wurde der Ortsname von den Einheimi- 
achen LuTfimim gesprochen. Hierzu stimmt die Namensform bei Fa-hian 
□ach Spbnce Hardy, Manual of Budhism, p. 147 N, ,This garden is 

* [Wie Herr Dr. K. E. Nbuhann mir mittheilt, heiaRt es nber im Suttanipnbi 
T. 683: So bodhis&tto jÄto Sakyäna gftme jnntipnde Lumbineyye. G. B.] 



IiumnKi, 



said b^' Va lliftii tn be sitiuitcd about. rii> li fmm Kapiliv, on the 
uustvrn side. It \a tnlluil by llm Cliiuörtt^' Lun luiiig, Luiiii^ mi ni, 
nn<] Lnn pTni'; in der Ißtztoii Fomi Kelie ich die chineüiiir'lin Wiodor- 
^abu von Lumbini, (Icn beiden andern lie>;L Ltfti)tni»i oiler, vit^llvicliL 
ri(?liUf'or, /.iiiVmiH« ziignincln. Na<li gpineiniirftk ritischen Sprachge- 
wotiiilieiten wurde man Ltimmini erwarten. 

WeJrh« von hpitleii ist die iirspHlnj^hVhKrp, die HochindiHcIie 
oder die <ler Ortsbewohner? Kür den Fall, daes Lumhinl alter wftro, 
■St nt)ni.ER'ii phonetisch o Dcgrllndung der Idcntitiration (s. Amtiiger 
a. A.. S, i) unAnfcchtbAT. Allein, Ansa die Sanskritform nicht iioth- 
wcndip die altere sein miitu, ist jedem Kundisjen kliir. Ks besteht 
die Miifjlichkoit, dass, wie bei Kanaknmiini und Viävantstrn «nd 
TiellcieUt bei KiiÄinH^ara iinsuneluucii ist, liier cine spätere iiiitl fal- 
gehe Sanshrilisining vorließ. Dann wfire Eiir Kr-khining de» sonder- 
baren Namen» von der Prftkritfonu ausr-u^heii. 

Ich vermnthe, dasa dieser Fall wirklich voHuLnden ist nnd »ehe 
in Lutiiminl nichts flndereä uU den rep^cl rechten Retlex des Nameuu 
der Riikmi^l, Kr^i^a'ti tin.ttin. Magadhiüch kann Hukmhjl kaum nn- 
ders gelautet haben &ls Luinitini oder Lumminl — was in der Orili«' 
graphic der Afioka-Inschrift der Form LtiTjimim cntsprieht — und 
ül>KK-ich dttS Keieh der Silbyas selbst nicht einen Tlieil des ei<;eut- 
liehen Magad ha- Landes bildet, so liegt es mif der Hand, dass die 
in dem bcoacbbarten Ma^ndha horrbcliende Ljiiit^oatNltmip;. namcul- 
lich die diesem Dialeete eigentbilmliehe Riiteprecliiing des gemein- 
iudischon r durch t, Ulr den Dinlect der Lnndaleute des Suddhodami 
mit mehr Recht am beHnspriiehen ieit, al» wenn rann hier die Lniit- 
gewolmheiten mehr entfernter Gegenden denen der M^g^udhl bbäi^il 
voREÖge.' Der Garten, wo die Mflyft den Bodbisattva gebar, mag 
ein heilifrer Ort, ein der Rukmipl geheiligter Hain gewesen sein. 
Der Jälaka-Comraentar spricht an der oben citirlen Stelle von Lum- 



' Wenu btts Jettt Oblicbe il«xeUlinuuu An rtlättn Htitaintiei THutnlntolii mif 
ilon all«» Nainrn xiirilckecht obno Untlinho Einwirkung dor Spracbci nicht-JijriMber 
l>nl<t, waIc.Iia ^tih «{iltUiT clftK^llwt mi|{««)ii'telt ha)>«<ii, Ul tli« UmgoftAhang il» ati- 
luiiteuilon r SD / »ii>HliUaNiJii-'h auf Kßt^liimri; (l»r Mä^dlii ru noixnii. 




u 



J. S. SpnriR, LuMBiKt. 



hinivanatfi tiAma mnitpalitgitlavtinaiji. Und ist es niclit Hngemessen, 
sich den herrlichen Lustwiild, den die buddhistische Tradition mit 
grossartiger Pracht Auszustatten liebt, einer Göttir, insbcsnndoro der 
LnkRini, der indiBchen Felicitaa, j^beüijft xn denkenV 

Wotiii dicsr [Ij'potbcRc richtig ist, gibt sie der nlimitblic-b mehr 
lind mehr Anorkennuiig findenden U(!b«ra«iig«nj; des sehr lioticii 
Altem der Ki-aea-Vi^gu-VtTP.hning wieder ninn nauc StiUzc, In der 
That ist nicht einituseheu, wa» wider eine fUr eo frühe Zeiten im- 
plicirlc giKtIi<^hc Verehrung von Rukniivt-[>ak^inl an sich oinssubringun 
wilpe ron donijeiiigen. dor die bukaniilf l'Ayi"'-^t«"<? {.i, ■'*r ^^) '™ 
8innu der ^fittliehun V«rvhning v«ii Väsiidciva und Arjuim deutet 
lind da« Ergebnis» von Bchlu»'» Ausf^Üirungon in Kjnijr. Ind. n. ö.'» 
(vgl. Iiierza pAnLiiA»M, Dam Afahäbharata als Epot und Rechtsburfi, 
8. 240 fg.) annimml. Dass mich in späteren Zeiten die Riikmipt in 
bnddhiatiecben Rr(^i9«ll iiichl unbckunut war, mOcIite atie der Er- 
wiÜinung «infis Werkes ftnkm.inthar/iijn (s. /'«K. Wiirth, in kürzerer 
Fassung, tu, 371) in der MnbfivyutiJutti bervorgeli«!!. 

Ist also lautlich die von mir gemachte Identification in der Ord- 
nung und inhaltlich in Uebereiastimiuung mit dem, was wir sonst Über 
da» Alter des ViqipuiBmus in Indien zu glauben berechtigt Hind, ho tut 
noch fenior zu boloncii, diwö eiuo Namenserklilruiig, welch« von 
ciBLT Stttiakritlorm Lurabinl auBgcht, scbbchtcrdings nirht ^ii gnhcn 
ist. Vielmehr nimmt »ich dieses Wort im Sanskrit-Oewande fremd- 
artig aus. 

Oroningen, S8. Januar 1897. 



Bift Wortfolge im Türkischen. 

Ten 
T>r. C. Iiang. 

0i<* Gesetze der Wurtatellung im Osmnniscrh -TtlrlciKchci) liegen 
zwar nicht ganz so verborgen wie im DetitscliQn, sind nber noch bei 
weitem niclil ^funUgond aufj^ehdlL Tiic folgHtidi! Unleriiiichiiiig ist oin 
liUäclioiilcDcr Vertiuch, die and^ÜlUge Lübud); dor znlilreiclien liier 
noch utTenen Fragen nnzutinlin<]n und ui KinznlforHrhiingcn Anzii- 
rcgt-n. Eine Wiederholung dce Wenigen, was die Graniniatiker be- 
reits f<!Stgi'Stellt habui), U$8t »icli dabei nicht unig<-du>n. Zu mt>inen 
U«;l<-},'StL-llen golic ich nbsichtlieh meist eine ücborsctzung, damit die 
AhncichuD^eii von der dcutsL-hun Wordblge — diu übrigens, von der 
Stditing do» verb. fin. abgesehen, »ehr ilhnHch ist — sogleich ine 
Auge fallen. Die zu lucinum Zweck von mir diirchgeBuhtnen Schrifttin 
citiro ich mit folgenden AbUilrzungcD : 
An ^^ ^yu»a.3,l o''-^j' Slaiub, i;ii»;l (Lustspie! nueh dem Frntiii.). 

bl = <k-iUi* *r-iib von J-Vs^i ^} und oVjJ' J-r- ^^- '3oa. 

ß=jU>b >/^^ '"^" '-'*^ ^^- l-*"** O^inlacliu Brief«). 

Ö "» o'''^^' /! "^?J9^ '"^^ '~-' — ^"^^ -^^^ St. t80T (mustergültiges, 
mod»ni8t(;ü TArkisch). 

H^Oy— ^ von ^_5jjJ Oj* St. 129» (Trauerspiel). 

a = Ja». JU^ von oJ.jJ* J^ St. 1290 iKrzöhluag). 
HK =^ Jl=- fJ* St. t308. 

ja = ,^-iAäUL». ^lJU .3JU St. laau. 

K = Dr. J. KCno», Os7min-Török N)Spmes«^k, Budap. 1887 (vulgttr). 

if 



26 C. Lahg. 

KK = Dr. J. KüNos, Häroiu Karagöz-Jätek, Budap. 1886 (plebejisch). 
Ko = „ „ „ ijjyj' *JV Stamb. 1304 (plebejisch). 
Kit. = l-iJl J,i^ Jyi-lj OolJS c-l*i' ^^^ j_^ von >^j St. 1308. 
Kr = ^j^A^\X^ ^^y\j^ jyf^ St. 1289 (alterthümlich). 
KW = jiji J/f ÄjliU. (Stambtüer Neudruck). 
L = oäJUJ 5-U«-^ von jUij St. 1299. 
Lt = ij_^ o^—^ "^V I'on O^*-^ j*^ St. 1307. 
M = OLi-i- «yuLA-j^ von J^j ly«^»-*- St. 1 308. 
mi ^ CT*»1' Cj*^ von I— iL^ ^^^^^"-^ St. 1306, Band vni (allgemeine 
GJeschichte). 
MR = dSjMjjS von c;*«»j J-»** (Drama, vulgär), 
ms = 0'^>^— ~« (ältere Anecdoten). 

MT = "^^ t/j' von o-JtA St- 1292 (volksthümliches Drama), 
mu ^y-^i***} e'j^j' '--*-r*^ von i— » — s-*-* j>*»j' (Bonmots aus dem 
Franz.) St. 1806. 
N = tPU^ J*' von L:-Jb" (.*U> St. 1801. 
NQ = M. BiANcm, Nouveau Guide de la Conversation (zum Theil 
veraltete Umgangssprache), 
nn = *— aÜ j>V von ^Jj — »- (»-*'^* Trapezunt 1309 (geistreiche 

Anecdoten). 
Ph = *.r:*^^ *J-^1 von ,3J-Ul jf**"» 2. Aufl. St. 1301 (dogmatisch). 
Q = jjL*^U-*Ji von ciÜ *♦** St. 1309 (Novelle, geschmückter Stil), 
q == ^IjÄ .JUiy von f^\^ J".*».! 2. Aufl. St. 1306 (Elem.-Lesebuch). 
R = ^s ^.>\ ^UJl von tj-b '^'♦^'^ St. 1308. 
rt ^ *^^!j vJ^.j'^ j->*J ^"^ (*^^ (j*^>^ St. 1310. 
§ = 5JU, »yi von jJU. St. 1290 (Tragödie). 
S = ^yi j^ von i5**-i cr-^ St. 1308. 
sch = o^."»'^ u-*«i^ cr^ von ,jj»^ Jo^U—1 St. 1305. 
öz=>*;*L5> von i^JwAj St. 1308 (Erzählung), 
tb = OLo j»^Jl«j von U-KJ i_^ St 1 308 (Elem.-Lesebuch). 
Tq = .^^ ^^\ Jyi-b JjU, von .>-<V3- Li^> -J-:* St. 1296 (Drama). 
w = <l>\i^\ .-»Jltj von J^ — :e»-^ o-*^ St 1303 (in mustei^ltiger 
Prosa). 
Wt = SjJU-Jua .>^b ^i voo JUS St. 1307 (Drama). 



Die WonrrousH im TCiikisctiks. 



27 



; = ^UÄ» "-j^-o i^'jS* v«n ^j St. ]«10. 

r = »jJ'^ ^^ TOO Ji— :;»y j.»*^-« ä, 1302 (elegant frescUriebcne 
Erzäblung). 

(In den Citnton bedeutet <Ue {^toshl' Zahl fllwrall die Seite, die 
kleine diu Zcilo, ii die rL'diL», b die tinltK Hjralte de» grossen Iteioe- 
t«gebuc.li8 vou A^iUL-d JUd^jal.) 



A) Rci^p|mi(h»ii!4' Wortfolge. 

Kinc Auocdole (L 343) beginnt fulf^L'tidtpnnussen: aMjJb ^ ^^^^^ 
^ * ^ *.iVi.jl^j^ ^^ jS'jl^ jU» icinut erUflnctf! in läiicr ätudt ein I lasaril- 
8|iiclt!r oiiiü Spielbank*. Dur Satz ist uaeli der gawülitilichyii Wort- 
folge ttuf^rliaut. Das iii <Iit Ittyul ' bL-dimtunfisviiIlstf Hatüglii:«!, ilaH 
PrSdi4.'iil, sudil am Ktidtr und but dar:, wuü vvu ibm uniuiltdlMir ab- 
hängt, das Object, unmittßlbar vttr sich; aeiocn nntilriicben I'lat» bat 
vor dem Bei>eicliK des Prfldieats, wie wir Geben, das Subject, diu in 
der Itt^el erat zwvitwicliti^nte HnuptätUtzv de» äul^es; und was den 
ganxt'i) bisher ftt-gubonoii äatzinliult bestimmt,' liier L'ino Z«il- und 
OrtOBOgabc, geht dtrtn Subjeet vüraiis. iiie fjatzglicder gewinnen also 



' ]iii lel:cU)ii Grunde sltul Subject iiiitl PrlldioAt frlolcli wSi'littgo SlUtxeu tie» 
6At>c«k%ntlc«L Nur vou <l«r JkUii^Ut Aoa Rodeutlv» )iItui;C «» in jeileia eiuBoIncn 
Knlle Mh. wAlthnm von beiden «liu bnhor» U»(li)utnii]; iiifHllt. Di»M) iiiaelit ilnr Kadv- 
lun k«ii»tll(Ji. und ein Sitix nlini' Rwlclon wAre «in l'niiiug Vjjl. ,<Ier c^nue ThAI- 
t-i>i;^ kommt, dumpf kriUlt der Ftni' und dttge|;re» ,der Aj>t'L't »i j^ti^lüii'. Da wir 
»W iliu, wovon wir aiuMgnii oiid worObor wir artheileii, woäl )Stt*t bei dem 
Hnrer m-lioii «!■ b«kn(iiil vornumetsou Als du, wii wir »i>ug«n, gn li^gt hoaU(f- 
lidi du* lltxlcituiu mit' Siiititu de* Prütlicxu ein bedauunilM ■Uiti»titii:IiM (r«ber- 
rewidik Dan oa uun Im Tllrkischoa ^rftd« durcli die Endvloliung niu^xnicbnot 
wunle, Ii«'f;l vivtli>lflit )iHti[it>.1i-li1ii'li iii At-r rli/tlimiMiheii Etowi^iiTig dor ti}>nii^li« 
twgrQnilet, iiäiDlicIi in <ti!n nitritmp'iidcii H[irL'u)itaL't6n ntid d«r Moduintiao dm Sata- 
jchlruMM (im kii>"'*" ■'<'") KUylhniiin im Fr»nr.nM»chnii isiiUpnirbriid), 

* V^l. Mriajui-Üttn, i'ürfiüehe Orammaiik, ^ 'J&, wu diu «di&blvnMiuilMigfl 
VioriMg' am klAtiluii niiitinniiiLdsrf.'caiuUt ist: dia Buui Tbäil Mirklieh, san Tbail 
ftur Mhoiubar unregpluiSssIgo int hIht in § 911 li'idi'r tiii'lit gi-imucr i>tflriirrt und 
«n fijiricliwftrlem isrllutert, dtireu Wunfulgo duriiü L'iinillGliMiiua unil Roini iiiil* 
Irodlugt wird. 




28 C. I.AKO. 

nach dem Ende zu an Gewicht, und alles Regierte steht vor dem 
Regierenden, alles Bestimmende vor dem Bestimmten. Liegt dem- 
nach dem Redenden daran, durch eine Zeit- oder Ortsangabe nicht 
etwa den ganzen Satzinhalt, sondern zunächst nur das Prädicat zu 
bestimmen, so rückt sie hinter das Subject in den Bereich des Pr&- 
dicats. Vgl. o-äjj* uUeU) ^ »oSMy^ ^^Jf ^ f>\ ^ ,_yÄ<»L«,5S .j:-*Uj «jj^ 
,ein Mann, der zeitlebens noch keine Uhr gesehen hatte, fand eines 
Tages eine auf der Strasse' L 172. ^\ ^^^ ^\ y. "^y ^Ua. 
,_5jJljb »jJ5$ ,der Herr hat Himmel und Erde in sechs Tagen ge- 
schaffen' N 30. 

Den Einfluss der grammatischen Bedeutsamkeit der SatzgUeder 
durchkreuzt nun aber der der logischen, durch die der Satzton be- 
stimmt wird. Dieser letztere gibt dem Gliede, auf das er fällt, ein 
solches Gewicht, dass es in die zweitletzte Stelle rückt, auch wenn sein 
natürlicher Platz weit davon entfernt läge. In dem Satze ,Uiiter anderem 
soll einen Führer auf dem Berge der Schnee ergriffen (und verschüt- 
tet) haben' trägt das Subject den Satzton, weshalb es unmittelbar 
vor das Prädicat rücken muss : ^j^^^'^. J^ «jjU» ,_,-i**.j^ "^j^j •*-^j* 

G 905 a. Vgl. u -UJ^Ä .iJjw),! A-iobj^ c:...*^ jJ aja;üUi. ,jfib 

^^wl jjlS .j^—a-jbi AJjjfi jda in Bäd's Wesen eine fürchterliche Maje- 
stät lag, so wandelte den Schrecken an, der seine Gestalt erschaute' 
mi 24. ,j.. '> >—»^^ o-r^.r^ t^'^^ ji a^jiS^i^ 3^'j^ >? ,iind was meint 
ihr — in diesem Augenblick drang ein Schifferlied an mein Ohr' 
G 4G a.* Hassan Sefife formulirt dos Grundgesetz der Wortfolge so: 

jj. i\ c:'^y^\ >-— S *a^.>Jü.l ^jM *JUi f'iS oLSjl ä 21, cf Hg ff.: ^ 

AiS-r^} jrfUJ' ^^Jj\ bj "t-*^ ^^-^ »yUo -1^1 "-JjJjl ij*» (_y^* *>^ jXJdJi^ 
Jji>*j' jfjjSj^ (.-{^ -jsJ) ^^jöjJSjJi »^\ C~w»*l fjLö bj C^^-'yr^A w««S 
(^j-j-obL» Uj ,_,**«U^) fU-«, Danach allein richtet sich denn auch die 
Wortfolge bei Objecten verschiedener Art, und die meisten tür- 
kischen Grammatiker sind daher im Irrthum, wenn sie noch die 



' Diw HniiplgOHStz ist nralt. Vgl. fag. jj ^^l\}\ >iJU-Jj^A.»iJ Jljl j^^ 

den Tou dieser Lieder Erdensöline vernKlimeii, so würden Ti)d und Trübwile nie- 
mals daiteni' VAmbehy, Cagataische Spraclutitdien, S. 8(1. 



01» WOHTFOLQB IM TüBKIBCHE», 



99 



Sutzung <Ice Accueativ objects vor das DAtivobject als Itcßc] gellen 
las»rn/ nie die» AIjiiiim) Haiiu in seiner rililisiik tliut: K (iO. Sage 
ich ,als ich diesen meinen Wunöcb den Gef>ihrten mitttieilte, lachten 
SIL-*, iMi liat das [>ativ<iL»j(MTt den SutxtDti und zmit» folglich nach- 
stehen: ^Ui^,. jj)^ »j^jJbj-i *^\üj nj^\J^ y> G ftS 1>. Die Wort- 
folgp niusM aber uni^:k(*hrt wcrdi-ii, sulmld da» Accusiitivolijcet den 
Toll erhält: jJ'jJL«j1 'ii^jiy ^'^ ^ HiJ^. Mh wollt« dem Wöehter 
einen Frane geben' O 67 u. ji^jf^i-^^^i» i^^XiU- ^^j-W UjS Jaiu i^^»« 
,den Truppe» schenkt ihr bisweilen eure oigoue« Kiuküufle' '{\\ 240. 
Höchötcns iHsst aicli hßobiielitun, das» ifv Aceusaliv dem Dativ vor- 
auzug^fheii [jUegt. wenn kwiiios der beiden ».)l)jeete den Salzton ü-f^ft; 
alier aueh hier sind die Ausnahmen xnlilrcich ^nu);. D»s PrlLdieat 
isl butont in dem SatzojJo' c*^ *aIA>1^ ^j^.)lijl ^>jjjrl ,danri gibt er 
die Frau dein Pndi»cliab zur Khu' K 74 ,,. f., aUi;r auch in den SAljtcn 
j^ji^ wj-*i' C'^ i^}l^ **>^^ »1-wjl* »ji^ ir.l ,. und jl doVJ ^Jk-Jö; 
^3^.1 C^ 0»jr:* 3aa„. In der Sli-lle S*^'ü\ Jj>S Uj ^^^-Ij- ♦-•/ij'i 
^j^-l ,iini meinen Lesern noeh W»ser vorsljinctiieli zu machen, was 
icU meine' G 88 u ,, (cf. Z. b PI.) liegt der Aeccut aaf dem Advorb, 
and das Subjoet trügt iliti in dem Salze ) ■ ^t'ji^ }i <Sj^> *j^.^ 
j-**»?. ^y^^ j? t;:^ oyf^-' •"■*'' wir es sind, die den Frauen den Wcrlli 
geben, so babeii sie Uberl):iu|n keinen Werth' \a\\ tjti. Auch wo in 
dun Uvrcich des Frildivat» gleiehxeitig ein Object und ein» ad- 
vorbialc ßcstiminnng gehtirt. entscheidet llber ihre Stellung der 
SntistoM : -.^^-r^s r^^ «yii o>f^'' ^j-*^^. i^ o-^jj^ üb-**' "JJ^J^ii^ 
^^i.»J y aU,m^ AXi\ .um in den Schulern die Lust zum ätiidinm mi 
wecken, mus» man sie mit Milde und Liebe bclmudoln' rt 2(>. 

Wo sieh Ui)).standsb('.stinimuiigen versrliiedener Art Kti- 
Miniinentiiid«n, gilt zuerst dns Gcsetx. does da» Allt;emeiQcre dcMU 
Besondoren vorausgeht, su duhs jede iinchfolgende Desliminung in 
Am Ganze einsurechnen ist, dne durch die vorhergehende Itet^tinimt 
wird. Mithin nimmt die erste Stelle die Zeitungabe ein, dünn folgt 
dur < >n, dann die Art und Weise der Thrttigkeit, und die Grund- 



■ Elion«i> irrthflmHeli IvIiivb nd«li imnioi dL'utx'U* llrainiiintikcr, iid Heut- 
k1>«ii niBvM lila l>ii1Jv»bj«i'( vor ilttin Aixiiuinviihjoc-l ■tutimi, 




80 



C. Labd. 



bestimniuDg Lat jedesmal 6ü viel liinU-r sich als durch sic hi-KrUndet 
«■ird. In der Erzäliluog von einem guthfrzigoii Kinde, das einKni 
armen Groise bc^c^nict iind kein Brot für ihn xu liabcn bodimoil, 
%vini »n diesem Funkte so forlgefithren : o**^' ji'jU;^^ bjLo'I y\ 
^jj^ jJjUj^ JUi .inzwisolien ging es im dem Alten mit voUkom- 
mener Ehrerbietung voi-aber* q 42, und im Anfange denn?lbeii Er- 
zAhhinp heisst es: ^>j;«jj-£ jJ^/> ^»jJ-jäj o>f^ j^'^ tZt^ji -ci»«» 
Tagea ging er eines Gescliüftes halber xu einer nahen Mtllilo'. Auch 
bei mehreren UmetÄndsbestimmmigcn derselben Art ti^eht die um- 
feBWjiidoro der erigorco voraus: »ji^ c^L-j ,_^l ^ji^Ui» ^*x^ 
jJ.^itXS.* ^SUJjl Jy»..&.< *Xi\ iijülk, w->»U^. *Ji^\ ^ ^^/ji SJ^dJl^ 
,G8 ist «Hürde rl ich. das» ihr uucli Kachcs, «wcv Stunden nach dum 
GeMS, in üiu ^opftratisimmcr in eurem Hanse znrUvksi^ht und mit 
Leotflre bcäeliafti^t' rt 5. ^,i A--Li,^l^ ^jVjl ._^— -»* j^ ,iX-*,x_^l 
•y^ ^JAJjy ,l>onnorstng', den i>. Au-.iisl nach Jutta;;* ij 13 b, Nivlit 
hii-r, aber bei verseilte detmiligen UtustHridsbe«timinuiigi.'n boeinffuAst 
dio Wortfolge der Suteton; die betonte Ort« bestimm ang rUckt hinter 
die scIiwUcher betuntc der Art und Weise in dem »Satze ^^jVi »U^lf 
^joi ,ji*j5*j Oj>« * r:h i ,.. H j\> Ajus^ JUS A^.jj.l i>:-Jü^ ^i ,<lcr 
öie-greielic Padisehah war nach diest;m Erfolge mit voller Majc»tMl8- 
eiitfjiJlung in die Residenz zurttekgektihit' M. Tewri^. Ks i&t sehr 
natürlich, doss die G-rundbeBtiraniiin^ besonders hilutig den S&t» 
erSfünet, weil sie meist dctn vollen Inhalt desselben gilt: ,i$La.U^ 
JjöljjU» (k5L»^ '•^A'- Js^- J?' «»J-?-*»' k/^-i' .»'»;il C8 noch frilli 
am Motten war, schickte ich inieh an, zu allenirst nni' den Friedliol' 
zu gehen' Ci 1^39 b. Aber die Verlegung des Satütoue» ftllirt auch liiitr 
«tir UmstHllung: fjJJ «üJi-i jl jjJi ajIj>> ^jjIjju ,ebendeswpgen bin ich 
von Ilagdad bis hierher gekomiuen' Wt 58, a^jif oV "^^i 9i »jÄ— » ^ 
t>j^ O^'^ t'*^^'* ^^" '" *'"" Hfif'r einj^etriJlen, um auf diesem Wego 
mein Leben x,a lasäeu' ibid. ^9. Itidc» (iuden stell hierfUr die Ueispiele 
s«lten, ila in solchen Filllen das vurb. tin. mit V'uriiebv durch Ver- 
wandlung in die lulinitiv-, VcrbaUubstantiv- oder ^yJafurm zum gram- 
maüscben Subject gemacht und die GrundbvKtiiuniung an tllf Stelle 
des Prädicative gceclzt wird. Man vergleiche die SJaize Jr"^ ^ ^J::i}\Ji 



n 



DlK WORTVOLQK IM TClUUlKrUKK. 



SI 



}^^ O»^ ■"""' crflidclcn die Plugc. ura »u leben' Kit ;18T luiil ***« 
■ 3^-* OJ^' *^^*^ ^r^.**^ ^i-ji-i-«^ *i^ ,so viel Muhe und Elond 
habe kh eines Broteo wegen aussieben sollen' KW 117. Vgl. ferner 

,_^jo\ ,:j>^-1 j^->JjI JUjti— l L*^ ojJ*-^ ,diiH.s ich alter wUnschte, es 
mficblpn Kivei Zimnicr Koin. gcacliab in der Absicht, das eine als 
ScbUfximmer und da» andere aU Salon »u verwenden' (j 6H6 b. 
Siehe aneb K SOi> ,g, Wl Tfi ,3 f. 

Die Atlribnte mnsaon nach unserer Ht^cl als <U6 Bestim- 
mmde dem Subtitnntiv, tm Avm sie f^ehUren, vonmaj^ben: jy« i.rV^ 
Jbj^ -) 5-.I3 JX-iJl jj.>-« a^ji» ,rin runder weiter Teich von SO Meter 
DnrcbiueHBPi'' Ö ti40 b; * 'iit—^ ■if-^^S ^yJ^ *3t-U^ j_^Wjy»ij 

^A^LJi ,ineine ftlnflltiiti^e Pistole von weiKsc-tn Kinkel, die ich ancb 
in Starabul nicht von meiner Seite lioss, wenn ich den Weff nach 
dem I^and^^itL« in Reikos hin und aurtick zu lujioben batlp' 3G1 b. 
Uoirblichr AuHnnlimcn bicl^n nur die pfiriiisclien und arabiacliUD 
Qenilivflnüirhungen wie jIjju «Jl^ und U*-Jl^ J»j'^^ JilLi.. Diese 
kommen ja aber nur bei fremdem 8proebgut aiir Anwendung; Kami 
tadult dettliiilb mit Recht das allgemein gebrüue bliche ^y**** '\^y^ 
(Weliiiuästeliunp. 2. B. G 485 „l und fordert, weil ^j^ ein türki- 
sches Wort isl, die Correclur ^_;-» i^y*^ (R POV 

In der Periode mU*seti, dem allgcmoinon Gesetz cntsproehond, 
die unlergeordiieten Sütze oder satjeartip-ri Glieder dem, was ihnen 
Bbor(p?ordnct irt, als das Bestimmende vorangehen/ und ihre Reiben- 
foI(je ist die der Salzllieile, nuf die sie sich ituriiekftibreii lasseu. So 
kann ein Suhjeetivsatz, wenn er den logisclien Ton hat, dem Ob- 
JcctivsatE gemde so folgen und vor dem sebli essenden verb. fin. 



* Mil iS li'-|fiiiit«nda KäUt> bilden nnr nine Kclintubara Auiinahinii; «ia «iiid 
iri^ntlir-h (pimn nmtisrJi, nlcbt lif^liirh) iinnbliftnirig nnd AS vrrtrilt mar iinanr ilin 

nap* Itommon*. .\ll« mil Kiiiilniviirinni («Injfdlriliituii SÜTxc nil»! swnr lngjti-lip. aber 
nlobt fmatmatUcbe NebpnMHixv, aUNgwiiüniiuea die mil dnin CoDilitiuiifilfB getiiMitlflti 
finiawten. 



8d C. LaiHI. 

at«hen wie tlni) SiiUject eine» Rinfitchcn Sntsse«: _,**• a»-jJ jl jJU*»;-. 

»daflir, dnss der Gcnnnntc in so amiscliticn Vei-IiilltiiisBoii war, xPUfrt 
(ilcr Umabimt), tlass rias Kind, sobald e» das Kohlenbecken goniilii- 
wardc. ^lAufon kava, um sich zu würmon, sowie dusä für den 8obu 
des Oairtfts kein anderes Rpttlak^n vorhaTiden w«r als die Decke 
des Kindes' w 30. Ist doch auch, was wir hier Suljcctivsatj! nennen, 
eigentlich nur ein Katzardgc? RcdegÜed, eine *X-oU (N ßi;). Inner- 
IiaIU einer aX«1* wiederholen sich flbrigens die Grundrej^eln der 
Wcirtfol^- natürlich genau sa wie in der aIq. oiler *j**, d. i. dem 
wirk lieh an Satze. 

Ein« BcsUttigun^ der bisher erkannten Gosctac bietet auch die 
Rr>)iftndbin^ der Fruge. JCunUchet \ftssl gii-h dabei beobsoUt^n, dnes 
d<'m I'rildicalsvurb eine ausäcrord entlich <■ Itcdrutun^ heiffclcßt wird, 
da die Fragcpiirtikul ,^ tiicli m^hr hniiHg äueh danu mit ihm vor- 
bindet, wenn wir einen andern Satzthcil bctnncn; namentlich trennt 
«0 sich nicht sehr gern von jl_j und JjJ. Wir fraj^n: ,K5mion Sie 
KriMitisch?' und betonen das Object; der Tilirku hebt das Verb her- 
vor: X.-*-jjLo Aä^Ij,* Ö HT a. Vgl, 47 a: »1/1 u'^' ji *7^^9^ ^ 

f ii^jj'j^ j^^* --^j^ ^ ^.^*- i-lti^ Jy-.\ r*^^} j^,l .wenn ich 

iliescii Jungen etwa« 7.n trinken anbiete, würde ich da einen Ver- 
stoss gegen die Vorschriften der Disciplin begehenV Wir erwarten 
hier nach unserer Betonung cjViy c»'^-**i* <_r***^ ■ ■ ■ Ö»nJ! beson- 
ders gern ziclit das riegirte' Verb die Partikel an sich; so regel- 
mflsHtg die 3. Person des Imperativg, wo sie in verneinender und 
fragender Form anzeigt, dass die Begebenheit den Erztihler Über- 
raBcht« : ,_y<Jüj— «» st l --r*^ i-r***' j^ A****" ^ **^ ,dabei feaselten 
zu meinem Erstaunen folgende Zeilen meine Aiifhicrksamkeit* G 987 a, 
ef. 9til b (0, 1 öO ,; ebenso in der Witndung ^^f**i '*-v>* ■ ' ' '^"'- ^*^^ " lOf 
8&8 a I, und tr^ *^j^ ■ SOG a ,». Für Jji und ji. dürften fol- 

' Aohnlicli pHcv^tn <1Io 8c1iw(iix<tr <tic Nt-Knlioii atich Hn tu WIdtihi, wh Alna 
dt>ni iicitiinH ^r^lMlnn Tlieil 'hr n»iiUcl>r»i)i<m|0i) iiiiii<1t]ii|> nni'linnl: .llflut dii meino 
BchwMiUr ufülit ifMuheu?' .Haul ilu kahl« Anke (UiitUir) mehr lin Sc^linak?' 



n 



Dt» WoKTFOr^K IM TßRKI»CRBX. 



genitc Üi»iB|>iek- goiitigeii: »j^jij jä-;*~'j^ ^jb , haben Sic ■wenigeteuß 
eine dienstbare Feraou?' Ü 147 ». i_^»* oV^js* o'^ .'"' l^cin Lebt-n»- 
rctter daV L asfit, — Da die l''ragep«rtiUol don Rcdcthcil, dorn sj« 
aiigeliiinu^t vrird, oluiehiu l]er\-orlR'bt, so Uo^ frciliub kc-in Zwang 
melir vor, ihn in die Tanstnllo 7.n rllokrn; glcipliwohl gfsfliieht dies 
tiifig geuiig; -if^U ,_,«-i~< ,_jJ:».LJJ -fi ,lmet di'i dieae Uniirt begaugen?' 
iSO. Denn auch tu der Fragp vviTilth sich immer dns Ue^U'eben, 
deu Satüton Di<j<;Lc)iat an dtis Ende, also uiif da^ Verb selber oder 
in «eine Nahe zii verlejfen. So sehen wir denn die pronominalen 
FrugewiJrtör von der Spitze dra iSntzc«, die ihnen iiAtiii-^oiiiA&s ku- 
kotnmt und nn di-r »ie aurli lifter ersclieinen, mit Vurliebe dorthin 
waiidrru. StollutiKeii wie •^-^^^ Ji j»*J ,wn8 ist das iHr ein Amty 
L S3 sind seltener als solche wie j-sUjI öJ>^^^\ jfj\l^ ,iras mag der 
Anlass des" Slreitee fleini*' L 45. Vgl j^i^JJ^b ^ ^Lo >* L 8S und 
isfjüjüi ^.^^ L^'-t^* j-"* >^ cr*^ ibid. 181. 

Ich möchte, um Missverfttündniescn ku entgehen, be^andei'ö hier 
naehdrüeklieh hervorheben, dass es slwh nur um die FesUtelbing 
einer äturken Xeigitng und nicht eines zwingenden (Jc«et»es hiindelt. 
Man vergleiche st. II. ^j )j' 



lj\ , j »* A Ab)* jf** ,iBt HO utwa» nur 

mögliclii** L l««i G 73r> .i. ^ f- und dngcgcn: »>,-^ ^_y«^•3Öil> ^y ^ 

,^^ «j^y yUwi aJj^ ,»iTi(l In dii-scm lit. Jalirhundvrl di-tgleiclien 

Dinge noch möglieb?' L 21«. >j o3 Ip* u^S^j' e^-^^ «-M^ 

i** -^jj:.'.^.'.' L SlO and dagegen «rJUj aIJ^U^I^ ^j&t ^-^-iM CtVf^ 

«i^r^. L 94. 

Wenn wir dem Satxton einen ebenso entachcidunden Kiniluss 
anf die türkische Wortfolge pingerJliimt bnben, wie er ihn im Uoiitschen 
bat, 80 raistJeitct nun dabei niclit etwa das deutsche SpmchgcEllhl. 
Wir legen einen Naciidna-k nnwÜlkitrlieb auf »lies das, wa» in einem 
aufigesprucbcnen oder unuiLsgi^prochcnenClegonsutz tm etwaK anderem 
stellt-, dasa der geborene Osmane uiohl atider*» ftlhlt und verfjlhrt, dafilr 
bUrgl die Ari. wie di-rr (Irammatiker Sftik (/^- 1 1) »ieb illicr die Ver- 
legnng de« Salztone» Ix'i mehrfach vortinilerler 8(ellung des nitm- 
licbcn Sat7,tbeilcs Ruchenscbaft gibt. Er orkliirt folgendermassen: ji 
^jiVk *Jj>h ijijf:^ ,Aa6 Mfldeliea steckte steh die lilume nn den 

Wintr KallMlir f il Sunja il ll'irf«n1. XI. Oi, i 



34 



C. liASO. 



Kopf uod nicht ntw» anderswohin'; j>w»U. ^^Jf^ *-iiU jji ,daB 
Mfldchen steolctß sich die Blume und nielit etwa was nndei-es an dun 
Kopf nrid ^>SU.^J A^b ^_,i^^ ^dic Hhim© steckte sirh das Miid- 
chwn und nieht etwa jemand and«rs nn den Knpf. Auf die vlurtd 
Älüglicbkcil, die SoUt noch hinsutVigt: <*-wb ,jÄ^r:*^ ,_5Jj>U» mUescn 
wir weiter unten xnrttckkotnmen. 

Boztiglieb dcrStcJlungduÄSutijöctos sowio derjenigen vcracbicdcn- 
ftrtigfer Objttclu küunie auch bei <*ingi!HL'ndor Verglinchung zu-hlraichcr 
Stellen die Meinung aufkommen, 'lie Wortfolge bjlngc- hier weniger 
von dt^m Satztoii aU davon ab, ob die Snbjei-lfc und Objecle etwas 
bereits Krwithntes und daher Itckanatee oder etwas noch UnbekanDtes 
(neu Einlretcudrs) onthiclti-n, und im letzteren Falle rückten sie dem 
verl>. fin. rähcr. So "bemerken wir in der Mftrchencrzilhlnng, wie im 
Anfang dua nuch uiibekiitintc Suhjjeot liinter. diitin aber, »obuld wir 
6B können, in der Kegfl vor die Zeitbestimmung tritt, «. B. »J-JUj Jjl 
wT^y^ iSß ß ^ji^jl ^ .einst hatte ein einfacher Mann eine Tochter' 
nnd bald darauf - ■ ■ ^ji^^ ^-^^ »xay »^«^ ^^ ji -^ ^. •"J*' """ 
dieses Mftdolien eines Tages am Fenster e^tickte' K 193 ,, ff. lllan 
kltnnle erwartPii -■}*»* o>* ^' El""iso ist in dirn mmten Pulleu 
das Dativobject, wo ee dem Accusativohject vnrang^'ht, wirklich da» 
RekanntL', dicseK aber das noch nicht Krwnhnte und etwa mit dem 
unbeatimmtun Artikel KlngcfiShi-to (vgl. K. Yoirssotip, Grammaire com- 
ptiU dt lu Langtit Ottomane, § hli). AUeiu dies frklart sich eben 
daraus, dat^s der Lc«cr bei idlem neu ICintrcttmdcn den Gegensatz 
KU der ganzen Summ« der nun auf uiumal ausguscldusüeueu Möglich* 
keiten, die der Schreibende seiner Einliildung^krafl oll'en Ucss, auch 
nach der Absicht dieses letzteren wird cDipflndcn sollen, das» er es 
also hetoDon mnss. Wie wenig durchgreifend jene »ich verführerisch 
wiederliolende erste Beobachliing ist, das mag eine Vergleichuiig fol- 
gender beiden .Stollen beweisen: ^^j* 53I •i^^>^ j^ *■>— *^1 o'^j Jb^ 
jj^ SjJl^ »Liilj 0>*^ aj/i^i 'j^^J K 103 und ^jiäjl ^\ cXALij^^^ 
jjj -^AJL...^ o>^ j^ »y^j* bL^jIj \j^J>y ^j* *)ji ibid. ISl. Vgl. auch 



' Kümticti ati (Inn .fukiul* (faxitJun) geiMnule Koi)fUick. 



Die Worttolob im TCäkisühbw. 



fö 



KW iS fi, &I „, 5b g, wo das bekaiuiiU- Subje«i der ZeitbeatimmuDg 
gleichfalls nn<^hst«bt. 

Zjililreiciie Fülle, in denen niicli unseren bisherigen Kr^ebnissen 
di« Wortfolffo bofi'cmden mus», crklilroQ sich aus oiac^r Einirirkong 
d«s Tonfalles, d. h. der durch die Satzoielodic {dea ^musiknlischen 
Accent') nnd di<^ Botominj; (ilen ,d_vnnniischen AceenO hervor- 
^bracliteo Bewegiirg. D« der Wortton Jm Tllrkischnn mit wenigen 
AuHnahme» diP l«tzte Silhe Infft, so »iiid fiwt alle Spre»rlilakt<> an- 
steigende, nnd die Folge ist, dass die eini:«lrten l^XHpirntiensst&sse, 
die sinist eine xu ^roiise Unruhe hervorbrinjE^ßn würden, bis stnin Ah- 
schlass eines wesentlichen QcdnnkeTiglicdca Fichwach bleiben — die« 
alles gJUiK wie im Französischen. Wir wollen dir- F.xsjiirHtionsstösse, 
mit denen oder uamittcihnr iiacIj denen r^ie Tonhöhe daueiiid sinkt, 
mit einem Crravis, die Übrigen mit ninem Akut, die StArkegrado aber, 
90 weit dies nCttilg ist, durch Unterachicdc in der Gi-üese der Zeichen 
kenntlich machen. Die einfachste rhrthmisclie Bewegung wird dann 
an folgendem Watzo ersichtlich: /fc» iar^^ahük eijaß hnrajri ndkl et- 
diri-uterlrim. ,Tt!h werde die GRjiilckstlU'ki' sflih-unig^t hierher schafTuo 
laroen'. Beim Ixwen, ja hüiitig genug auch heini .Sprechen Ijinat der 
TUrke den Hatiptnccent gern auf dem verb. Iin. liegen; altein in un- 
serem Beispiel hat hurajä den logischen oder Redeton, also auch An- 
spnich auf den Ktitrktiten KxspirntionsstoHfl, und daher ist die un- 
befaiigen?ti! und oft gehiirtc Bewegung diese; Ihn tariah&k eJjajl 
burajit nakl eftlirt-iceririni. Der einzige starke Ac[-ent eines Sntxes 
(auf der Tonsilbe des die Uauptmitthcilimg enthaltenden Wortes) ist 
wie hier nalurgeinllBK fallend und nur in Vordersjltxen ' und Knt- 
acheiduDgsfrageti ebunso oaturgeniitss steigend. Hat aber ojn Satz 
mehrere starke Accente, m sind alle steigend bis auf den letzten 



' ' Tvr dorn mklitiicli an|;ua«liweuBlen ^ tUs'ifX innerhalb <Ier lutslen Klbe 

4m Turii. ÜB, iliii SUinmo ufl um uititt Oi'Uvii, wnraTir «ii> innKfimlb diiiiiti äS «iu 
{Mirtainento vcrn rtwn einer Tt'rx abwXit» inncLt. Es Ul denelbe Tonfall nie In dun 
Gnntniljen tjS» . . uuil d^j ■ • Wim iS niril aiii'li oft W aii|^i;»i:livieüii>t, s. B. 
n*elt A»m iti»dcna(gt>nomnxeniiii vt-rh Bu.; . ■ . . L«l j jj^fc. j>j>.^>. - - . Ci. 67 ftt; 
der Tuiifall würe liier; •ykJyk; f^kdyk-anma . . . 



36 



C. Laiig. 



(der Laidois sein kann, nilintirh beim Absclilues oidcs UrUii-ils fallend 
und sonst (itoi^oii<]\ und dies«r bleibt 6er triichtif^t». Ebenso nun 
wie der stArkslo aller Acccntn doni Ende zudriingt, müchte sich der 
zweitstili'kKtQ (mit dum äw Tunbülw merklich üteigt) niDglichüt Aiv 
SpitüO dcä Satzes erobern. Nicht anders vorhfiJt es i>i(-h ja im 
DeutscliKn. Gebe leli z. B. dem .Satze ,die Rurti[iiller haben in den 
Wissenschaften gi'ö&sc Fi>rlschriltc gemacht' nur einen alarkon Accent, 
nHmlicb in dem Wurte .Fortschritte', so kann ich im Tllrkiaehen (ab- 
geaohcn vom verb, iin.) dieselbe Wortfolge anwenden: AwropaliUär 
me'arifye iök lerailf} elflUrr. Maelit aber ein gednvliter Gegensatx 
zu ,WitiBcniiehat1en' l^ctwa ,SitteD') einen zweiton starken Accent auf 
diesßni Wort« m'iÜiig, so entÄ]iricbt der deutschen Wortfolge ,in den 
Wieeonschaftcn haben die Europäer grosse Fortschritte gemacht* so- 
fort auch die tltrkischc: vie'arlfiji^ ÄwmpnUilar filk (crnH*' etdiler. 
Gleich im Anfange der Volkssage von Köroglil« heisst es: ^■^^'^ »Jv 

'-SV.y^ ^ ji L*-*'^ y*^ ^ Jj* V»^ L^/Jj'-H^- '■^ *J^^ ,tturdie 
Wiese von Bohi kamen jdljiihrlich ITordcliitadlor, die gaben dem üej 
(als Entgelt) ftlr die WieseiipKchl ein Pferd'. S« hat eine Auägabe 
von 1289 und ©ine andere in griechischer Traiiascription von t(*7S; 
eine neuere Ausgabe von 1307 liest dagegen ^ *Jh J>' i.^-'V.J*'^ 
^tjijji^ Ol nur infolge der Verlegung dos zweitsutrksten (wem auch 
immer noch nicht scharfen) Acrentes von *ij J;^ auf 0-**^^ ß-^ 
Besonders in der Vorandrilngung von ITmstjindsbesliinmungeo «ud 
Objecten macht sich diewi- Kinfliias des Tonfalles geltend. Vgl. e»*-* 
jjjjl JJÜ ^«Ujo-ijl yb^jU-il AJbl CJj^* .mit Str^^bsumkeit und Eifer er- 
langt der Menseh alles, w-is er crhoffl' N ?ft. o^. '^j'^-:?*- 5^^ lj***. \Sjy^ 
y_,jji JU*1 *J^yJlJ eUI ji.~s^jy^ oJ'j^y ..r^^ '-^— • ,die Köhle, d. b. 
keine Klamme mehr enllnKsendeH, tlieltweisc verbranntes Plälz maelion 
die K6}der aus Baümzweigen* tb 85. jÄjj&«:?Ü ^JL^*Jii\^u* jJ"^ 3.^^ 
,_yH>«~^ ^-^ ,dcr Umstand, dass der BAbel die»« ZollreviaioD selir 
schnell zu Endo hraehte' G 73 8. Das am wenigsten Betonte findet 
sich daher sehr oü in einer Mittctstellung jtwiächen accentuirtuu 



• Zur StellniiK iw y»^ t(1. iIIq Delftpielo Lt 43, N S». d W. 



Dil! "WoRTPOLOK m Tf ninscnKX. 

Kedcglicdcrn, und so kann e» kornmon, dass iu vollem Widerspruch 
mit der üben nafgestelltva (irutidrcgel gerade ilas unbetonte Subject 
dicht vor dem verb. fin. »toht; ^>j>S ^X■*?' <JfA^' '^ ^- A^^^ ^ioa 
äkh der DicV KW 108 ^^. j\j^. Jißks t^jti xSj^*"'^ ^J^k ,be- 
jillirtc Leute ninclit Lilrm und tiot^se uil^dc' t1> 97. Auch kann dae 
vorausgeliolte slarkbutonte Object nan weit von dem es rogiurcndcn 
Verb getrennt sein: jiji A-tto'jL^ *-w j)^-AJtf ,_^lyLiJ »1 'l^ ^\ 
■^ '-j' CfUJb h^j ^»jwjjy ^J^^ ^j^yt^^ ,:j-*h lJ>^ ijJlk. (»iujJjt 

fjüil j.ijb.A-i«)'.*. ^meinen Dank werde ieb, will's Gott, zu der Zeit, 
n-o ich im kommenden Jahre naL-b erbaltcncm Zuu^iiiis» die Ehre 
haben werde, den Saum Ihres Gewandes zu kUssen, pcrsOulich dar- 
zubringen mich bemühen!* (statt ■ ■ ■ ,_^\jiJi-i O-ij - ■ ■ jf^^M »\ -U» ^^l 
... AÄj O'jJb) M 37 f. 

Findet sii-h der fallende Accent gegen alle Erwartung weit vorn 
im Sulz, so eignet ihm, ganz wiederum wie im Üeutselien, eine ausser- 
gcwühnliehe StUrkc, du ihm ja eine grctesc Tragfllhigkcit zugemutbet 
wird. Dicst'r Tragfilhigkeit ist freilich iu uDSorer S|)rache gröBscr (vgl. 
SiKVBKS, Gnmdsüge der Phonetik, § A911, aber immerhin ist sie auch 
im Tttrkisehen su weil vorhanden, das» z. B. die Voransti'lhing von 
Imperativen mit iallendcm Aeccnt infolge der mit jedem ücfchl ur- 
»prüuf'lich verbundenen Tunveisehärrung von Alters her eine gar 
nicht selten« Hrsehcinung ist. Vgl. w^ voir ha&a ol safia wardijim 
f^'iy-V fgi^ ^'^f- Ki^ "'if 'li* OüldBliick, das ich dir gegeben habet' 
KW 8L> „. ^iy^S cÄiAÄS^ j^ ^Üb ^y^ ibid. an , f. t^ j^'^ y^ jjS 
,^^M ,^.jJüt ÜL) jJUjjjJia-». Kr 7; O^J o*^*^ s-x^l ,.jJLä.UI j-i jl» 
^l;>». K :t30. Freilieh fiült auf solelie vorangGstellte Imperative, wie 
sie namentlich von Verben des Oehena und Kommens, des Gebens 
und KehmcQS und des Schancns* im Qobrauch sind, oft nur der 



^^i\j^ jy 5i> ^^JoU SIT 77; ^jOS,! jJl-;^ jS^^ A» II«i ^^U. 4J^ j\^ 

^LÜU KW i« ^->J«---a A^ H r.7. - ^^i^. >i iü\ .i« I»; ^y.<j>^ji >i J 

»w 76; ^^.j-;^ ^^jjjjJlS Ö 7»ii; 1^ jfS\^ .jCÜl^ MT 9Ü. - Jj^ ^ jb 
•y*-i-^ »1 A7: AJij^r* i^>*i JJ^y^ Ö^ i'" **i .j— -> t^^JÖb =) <^5J«3U 



38 C. Lang. 

zweitstärkBte (steigende) Accent, der stärkste dagegen auf den Satz- 
schluss. Aber eine ganz ähnliche Tragfähigkeit entwickelt auch der 
dem Frageftirwort zukommende starke fallende Accent' und der ihm 
entsprechende steigende auf der durch ,_^ gehobenen Tonsilbe, bo 
dass folgende Wortstellungen möglich werden: j^<^ l>^^ '>*" c^ 
,_y»«jjj^l jljj- f^s^^UaJi (^^ lSjj^I ,aber welcher Ochs hat euch nur 
gelehrt, ich sei derLöwenbändigerGirard?'Aa46; ajj' g^ ^^j— .-^j^by 
*^-»^.>^ O^ *^.' J^^j!--» jSchfimst du dich nicht, mit deinem drei Oka 
schweren Barte noch zu lügen?* ms 46; ^^^j^lj .^y^ kj*^^}^ ^W 
71 SB- — So mags auch gekommen sein, dass statt ^A^. ^ crf gß" 
sagt wird ,\^, f^.^^. *^' G 915 b, Ko 11, KK 74. 

B) InTerslonen' and besondere FSlle. 
1. Prädicat. 

Sefik sagt in seiner Syntax (o 22) wie folgt: is^l j-i*»— b\x«13 
O-v^jbl ,_j^o~X^\ i_-««S ^M> Jiäj »iXJjt» aj^M*o\ j)i5 fjV .iS-tijy^ 'ji~^ 

,if^r^\ <»*'^**»^ S-*»*^ ^* <k-icliy »jjjl jX.»)^J_Ji^_ AJiC:«!^. ^ j^^jl p>lj>.4 

jjuj-U*....«« ^IJo^\ LjJU^\ di-ij\ *^^> (JL^^I ij>>-^ (3-^j'J' ,obwolil 
der Kegel nach das Prädicat ganz zuletzt stehen muss, so wird es 
doch bisweilen infolge einer ausserordentlichen Wichtigkeit, welche 
die Thätigkeit gewinnt, ganz an den Anfang gesetzt. Zum Beispiel; 



Aj^jI» jioJ:*^ L 197. — Vgl. femer »j^^\ O^^jH^ ^ '^*' 0>*-^^ Cj^ji-^ 
iJU>,> jJjbj-Lo MK 46; ^^ j^j^LSo Wt 116; ^^^^ (»^."jj^ i^-^"^ ^^ 8**; 
j^j^Lä. pp dh^jj^o J>i^ '^** "*■ — ^^ ''*" ^^ wechselt ^v^j-o ,.\ ,st;hiage ihm 
den Kopf ab' 89, 135 „ mit jjl ^^Jj-o 94 „, 132 „ u. ü. 

' Dae FriigefUrwort spricht der Osmane mit demselben Tonfall wie der 
Schweizer. 

* Jede Veränderung der schablonenhaften Wortfolge beisat -jjjij' f)iS ■lia>\ 
^. --Hy., während eine geradezu fehlerhafte Stellung in der Rhetorik i_ä^U ^_w>-i-fT 
genannt wird bl 7 f. 



DiB WonTFOlOE I« TpRKieCBES, 



39 




Van Herr will seinem Diener einea Bricl' (ibei-geben, damit er iliD 
auf ein Postamt bringe, das, wie man weiss, in einer Stunde ge* 
acblossen wird; er gibt den Brief seinem Sohne mit der Weisung, 
ilia dem Diener soj^ltticli einxubUn<ligt>ii: da ivber der Sühn den Diener 
vorher «nderswohin geiicbickt und durch zwecklose Hesdiäftigung 
des Dieners einur wichtigen Angelegenheit suinen Vaters Eintrag ge- 
than liat> erM'idcrt er ein mit Bedauern und Unruhe vei-lnindenes 
^jlÄ^l ^_5jJL^, wiibci die Hn.ii|)tsit(.-he in des Dienern Weggjirg liegt.' 
AUr:in wenn ein einzelner Fall hier aurh richtig erlüutert i&t, tso finden 
sich doch fUr eine sulche AtifatifTSütellunf; des v-urb. lin. äuäuerKt wt^nig 
Beispiele; faiit nnr In kUn^crcn Hiitxen und hei bestimmten Verben 
scheint sie gebriluchlicdi und tiabei liegt auf dum Vorb durchauK niuht 
immer ein bcsondcrnr Nauhdrurk. Am h?iutig»1en ist diese Inversion 
Wohl bei tiX^-üS jX»i5 j^«JL<^ und anderen Verben dur Bewegung, 
iowie bei (3-y-ib. 1-^ J^iHt auf, dass in bl (ÜfO kein juidcrws Betsjücl 
angeführt wird al» gerade *x«»>j ^■*^. Aueh hiüt sich wt!uig8teu8 
das »ieht im verb. lin. selber enthaltene Subject mit grosser Zähigkeit 
an der Spitze, und nur die abrigcn Satzlheile folgen dem Prädioat 
Im KOroghlii wiAdcrholt sich Kwar alä Kinleitung xu den Liodom 
öfter die Wortfolge ^jlj»S ^5-'^' (o^*^ yS->^^ "■ «- «■. vgl- xjMi^f)^ 
(j^jt-j t^* o»^-^ «i*^-»-^) ij^—j" »j'ji' ,deii AiwÄÄ KU trüstcD, griff K, 
SU seiner Laute' Kr 7); aber da« ist ullcrthümJteh feierlicher Stil. Id 
dem bekannton Sprichwort ^yUj ^-iS 4jiU— USLo ist die Stellung von 
^^ Folge des Parallel isnm»t. Dagegeu liilll itieh im lebliaften UusprBclia- 
Stil noch ,j-**?J hin und wieder vor dein Subject: o^^ *j^-^ tj**»?. 
,i3t niemand d«, der nach Fauar gehtV- Ko 32. Vgl. N(i 13 f. Nach 
Mihri iyU-2*. ^ ijj; Slamb. 1307, S. s« gehört die Setzung des J*i 
vor dem J*"* nur der Poesie an.' Im Uehrigen vergleiche man au 
dem oben Cjesagten: *-*-J>j t^^ j> ^ j^ jiJ o*-*^ jOsman B. geht 
hin, um die andere 'tTitlr zu finden' K 307; ajU->^ yj^ K 73; Jjl 
^yjÄÄ j$^K»/i fjJS lSV^ o*i )«'■ bat mich gerufen; ieh bin g*«komincnj 
um TAX «;hen (wae cb gibti' Kr. 2fl; 0I5J jdj.j-ü^ jik« ^ja^-S» (J*W 

* Injwam pthOrt tiierhor irnhl nuoh itiui 9(«n)otypo 19^'^ ^'a- t"*'* I*oltaehen. 
fcnaJI'. etKetitIk-li .Intlem clk I'Dilidio iKliliffl «d^r iKhwim- Ü 21» n, :»3 x, 478 b. 



iini. 



Ajlfijij j^o^L*«» ,_^xi>l .**j jj-üia.ijj,j *j*^jJUw .kommpn wir mm 
zu den Ereif^isscu LoJ dem Gnalmnlil, Am K. Efcndi ilnn uns be- 
kannlcn Personen zu geben verepi-octien lialtc' ]} 39. In Erzälijungim 
ist dies cine beliebte Uebei^npsforinvl, vgl. »> y^r^^y* rji t>i*^ 1^5**-»^ 
Ai.. «i K ' il -n \jiL, ^:r,U^ G lrt6 b; »^ aJj,1 ^^^j^ ^<Ji y, K 306; U (JaW 
»l**^ c^ U ^8 (d«gegoa ti^is *-^/** j-.^-«» ^y KW 121 ,, und 
ebenso Z. äö). Der ParKlleii^mus wird dabei -»-irksam in der Stelle 
JJS^ji i»JAJU%. ^ AJ)l^ j^^,l yj,i K 7B. Ferner ^j'^. ^^^^ K 307; 
AiL4>'\ j-^il ^ 3üii j (vorher in /-. l ■J^l-i'^ W«um-Li,1 mid Z, 4 Ai'-Ü ^'); 
»jJi-r^l _,ijü' ^>fi>^ KW 131 5 f. Sehr oft bcg*?ßTiet die Inversion von 
^)a-i.b, z. U. <U*JM t>*;JjjV »_»— üjV. *^ jj'i-S'W cj^> ,der Feind 
bagnnn um Mitternacht seine Zelte abzubrechen' Wt 123, of. 134 ,„ 
KW 127 5, K ßOH „ und yÜU K 30ß „, 7t „, fi07 unten. Al.iined 
Midl,iat eriiffnet uifbr aU vinnial eine ]fingere Periode durch ,ji->^ül 
mit nscIifolgcndKm Object, das-dann ein mit *S eingnlcit^lcr Hatx er- 
iHntert, z. B. Jla.jJ ^jUül J*,Xj _^*_*jljj^ *S ^jJ* ijS»J-i>iüi ^j^'ü^ 

,.5-^^' o4->i 1-«^ ^^jj^yJU« o!r?**- ^j>^^ J»*^- o^'^^ ^>^ L»^. 
_jij;j_jU-^ ^^.^'^ *-»^.^*-« *«*^,' ^s lS?-*-^-^ j-*^ *^ Jj*^y .ninn iiinBH hier 
diu Stroiij^e dus Gesotzt's beinerkLMij wimui die GcndiimiHii, wilhrund 
sie d(;n ganiscn '/Mg tsoglcich einer OurchflJcht unterwarfen^ aiisncr 
den in doii Güterwagen befindlit-hea Waren der Kaufleut« und den 
Postsachen, d. h. aus gcwöhidit-ben ßrvUurn hergestellten und mit 
Reifen Oberzogcneii Kisten aueh iioeb allu als Passagiyrj^ul vorban- 
doneu Kuffer in da» Zullgcbüude hidtcn' O 4liB b, vgl. 7n a, „ Ö'., 
948 b, „f. An der Spitze des Nachsatzes erscheint da« verb. tin. iz 
73 t,f.: jÄ*i_j_,5S ^.^jjl lÄ*^^ y'. y" ^•H^^ iJ^ ij^' ■ii)',/^ »\ 
^>uLüi ,aeh, wenn ob mit unserem Dichli-r beim AUnn geUiuben 
wiire und Ihr diese aL'bini(jflivbc Ibindluii^ bi-jraiigeii hiittut, eo würdet 
Uir das Fiircbtbunntc t-rlubt haben!' Bei der TragfilKigkeil des Ac- 
coutcs in der Frage Bchk-ppt das mit ^j* versehene Verb Iciclit ein 
Object nach sieh : ^y^ j_^*-Js_^j IJ 106; ,_,iÄ».»>?.l Wj y^J^} VW «'>»' 
MT 77; ^j^.->^J> tr? ^ c<J*^>'-^ .>^^ ibid. 88. Auch das copula- 
tJTe Gerundiv von Verben di^r Bewegung kann vor dem regiertRn 



DiK M'(>RTFOI,«B IM TfBKlflCHKS. 



4t 



■ 



Dativ Blühen: ^£s^jit)\ ^j,**»j> «-»r* '3* V^-*^ fi^jH^ ,un(l dnnacb 
will ich nach Hause gehen und meine fjrammntischo Lection lernen' 
Üt 87; i>j-Sj.V i~kjjXMi\Mj* i_>}^y^ jiird, sicli zu seinen Brüdarn wen- 
dend, «pmch er' KW 21. Daher «uch die wundcHiohc Zwischen- 
stelliiDg von v-jjj-Ä in folgender Strlle-: «-j^j— J cJ*^ j^-^ '^^^^^ ^-^^^ 
j^jjyj^U. A^jUj* .und die Nadel drang der kloineu UnbMonncncn in 
die Kehle' tli 90 , f. 

Eine Umeteltunf* des PrSdicativs bt bei stark betontem Subject 
natftriich, wie in dem Satxt; <:^\ f^.>j^ ».^.j^ja. ,ji».U-o «j asT^ 
^■*'-*^ >i *--^.' Ly^ Ly'"r>^' .meiner Meinung na«;]! ist das Wicliti^te, 
waa ich auf dL'r Kundfiihrt vun htrntc Morgiui gesellen halte, eben 
dieeee Gcbjiude' (> 517 b. HHufig steht das PrÄdicfttiv ohne Copulft 
vor dciu Subject, woiin dios «in hinweisendes oder fragmdcB Fllnvort 
ist. Zwar «agt imin ebenBo oft *J »j ,wafl ist das?' y^= ,waB h«iiut 
da»V' .was »oll daj* gcbenV ,was gibt es da?*) MT **9 •. 9S „ als *j 
3I S 7 ,, 11 ^, 84 ig; aber in der Rpjfcl hat »* als Subjnt-t die Knd- 
Stellung, wimaJ wenn ihm noch die bekräftigende Partikel 1^ augesc-llt 
ist y{ f^*^.> '»^^ ,sieb, das ist os, was ich sagen machte' ^ 21, cf. 

ist JE doch der I.nuf der Well' H 7; b ^ ^U- j«jl MT <8; o^— ^* 
b ft ^J\^ w (Jl; b »j Ui> W: 31; b ^ jJU |J yi; b >* O^ ^l* 
y 41; b jj ^j^\y:=^ I- 344; b >? >"-^ ÄfR 47; b ^ ^L^ Wt 82; Uli. 
b >» G 523 b; V. >» J^r» «^ ö '10 »', V. « tS*-*^j' L 186; t* >? ^lS-*t 
L IS8- — ^> — '- '' *J »jl*- l-t ,abor was war da au maehonV was 
sollte er tlmn?' KW 131 ,1 AJ *jV l**» fi OfiO b; ** ,»*.j>i» .wozti wilre 
ich vorpfliiihtfjty ^32: ^j-™i ^ »'P*?^4 Jv^j*^- **^ *J^>? ^->— ^ 
AJ Ujm b,^«^,*! s-j^J^ i^i?!^ i^aA flir einen 8inn hat es jetst, dasfi ich 
so in den M)ltt>rnaelit<>n vor jeitermana verbürgen in den Gfirteii 

daherkomme und eehauel' MT «0; *^ ■s'^.' *>ij^if. u-^j^ *f^ 
G S'i »; *J ,^,*ad.l »>1^ Aar^ y j<So l>*i 15 109. — JS> ^ f>\j* jdftg 
ist es nieht, was ieh im Sinne habn' MT ü». Wo» die «ogenaaiito Co- 
puhi betrifft, ho behauptet auch sie durL'baus nicht immer ihren E*IatK, 
Bondern hftngt sich bisweilen an das vuraungcact^te Prüdicativ, deseen 
»CTBchftrl^er Accent duiin sein« TragHlhipkeit erprobt. Hassan Öefik 




4S 



C.Laäg. 



(ä 901 und Abtnud ItAmi (B &3) sagen, daa goächebe zum Ausdruck 
der Reslrifliou (^Ua**!); jener gibt daa Beispiel ,.^V» ^la. 5» ^y*«..!^ ! 
,nar du 1>isl ce, der diesoc /Zustand vcranlnsst hnt'; di«s«r but den 
Snte ^;JJ>** .rs**' lj*'"^* ^j^UjüI ^niir di« wohlwollende Hltckiiicht ist 
es, was tie» MenPfhsn uui'roi mscht*. Duclr wird oin« solche Wort- 
folge wohl Achon dun^h dun blossen starken Accent bewirkt, wie ihr 
hniifij^Gs Vurkommeii in FragcsBtzeu beweist. Auch au das vorauB- 
^ehr.nde Subject hängt «cb die Copula: c^wUL jA ^ ^y ^ . yt *Jiii\ 
^^^JJiX3y^ (ötatt jMts^f^ y> *Jii)\ ,jSo_j-iJj>~) jX^JU.) ,8ieh, dioscs 
Blirschchcn ist die Pierson, mit di-r d«s Frtluluin gt-sprocben iiiit' 
Kr 97. Vgl. o*^'^' o^^*-*' i_r-"» '^j^ir^ K^'^r" >>*--• « J*?^ri^ 
,U^it^ ^°j> 'und uiclit diese deliiu gemurmulUia Worte bestimmt, uiiivn 
ZM. lauschen?' H t». Vgl. ferner: y» »J-^^, u^jj« *-";>* ,_yÄS _^jiS> ^ 

sj^U^l MT B3 1 jSjo^b _^^ >* ^fitatt j^ y> oXjoj^ ,was ist das, was 
du da gelbau bast?*) ja 63; 1/^1 .if^.x^ lij jt^— y^y^ ja 112; ** 

Nnmcntlich mit Pi-ilpositioDon f^cbildcte Kedeglieder kOnncu 
hinter das Prtldicatsverb treten: 1. infulgc dos in ihnen selbst ent- 
h&lteaen fallenden Accentes; jy>^^ AUs^y Axf.\ jJJJJI ^j^ J«i y> 
* \f*t y fc_*— Syji-* ,cin und dieselbe TTiütigkeit i»t etwas von Gottes 
Willen Abhängiges rücksichtlich der Hervor briiigati(r, und utwas vum 
Willen dc<i Meiisclicu Ausgebendes rUcksichtücti der Aneiguuug' ' 
Hk 63 ; jjj-U.*-»j jfj^ jjij .:t^_ t^j.>-a Jjl ,da9S er das »elbat ge- 
Die.«t, ist beaser nla dass es ein anderer isst' KW S7f. (cf. a-JÖ ISo 

»Jbj NG 125); 2. schwach beton! und mitgetragen von einem vorn 
im Siitzö liegenden scharfen Accent: •>lja- ^5^ r^-'jis *— ''^ *j iWas 
für eine Antwort sali ich geben am Tage der Vergeltung!" KW ST; 

' l_,^,.,■,< noiinuii iliii niiKcifltikM' Ann Tliiin Am üvunchfin, infem er Wille 
nnd KinA ntif Aa* rlHiInt, ns» doch uijiiorielt «ntt run (iuiT in diu Dtuuiu frttrnfen 
w«rd<iii li»]>ii. Dkh ti«KeulliäU von i^ijmi^ UI dalior J^Jav 



I 

4 



Dir "WORTSTELtUNO I« TCttKISCBEV. 



43 



,>>JJ Kr tf. Vgl. iiuch ^i *-i*^y^ »-»y» ^ UjÄ .^ (^i***^ 'ji ^ir;" 7* 
KW 101, 

8elir crklltriluli ist bei co|)ii1fltiver Correspontgnn (rcsp. T)i8- 
junction) ilic .Stellung des j^nmciiif^nincn l'ritdicnts n»cli deiu ersten 
Glied«: »jo^AA-l-a* jJ^.^?* ^ »J i3/J"^^'^ jXjIjj-* o^>?- ■>>*— ' M >die 
ätreitigk eilen soirulil wie die fricdensschlQsse dieser ^Itlckliclicn 
juDgvn Mibinur sind von sehr Irichter Art' (i fi72a; tj^)ijk fy» ^ 



jy. *3 «,,^ 



«j 



j ,^,^-.1 ,^, *Ä=* im lü: ,^iJu* AJ jlj ^jt *i 




Z 121i J-Jy ..S-V!-' ^>^V. j^* JUüJ o'-^r»* ^. j'^' •' ,(Ii«sc8 Oe- 

idiiiss geht entweder uns Hoßniing hervor oder lUiwt Hoffnnng ent- 

stebcu' rou 3t$. Uocb ist eine nolcho Stcllnng nicht «twa He^el. Vgl. 

cjjal lifp $Aü>Ai\i aj>.^U^ ^.j>bI ^iiJ^ MT < 1 ; v^>'iSUA ajJI «aj^ tx^\ 

Wt 127. 

3. Nef^ation&verstSrkuiigeri. 

Für Ausdrücke, diu wie unacr ,irgcnd(ciD), je, durchaus, im 
geriug«ten* u. a. der Veriieiiiunj,' Naclulriick geb«a, gibt es im tür- 
ki&chcn Sfttzc zwei bevorzugte Stollen ; a) die unmittellwr vor dem 
Priidicat lind b) die vor »nbetonlen Mitlvlgliedcrii gk-icb iiacli ge- 
naoiit«!» Subject und, wenn die» fehlt, an der Spitze des Stttzes. 
Beispiele zu a: ^^J»«;»£ ^^"-^^ ^y-^. ^Kiemand bat mich gesvheu' 

q S8i j-t-ÄJ^,* ty^j *— *^ o*'^ ^ i>i MT ö**, ji tJr^ • ■ ■ *« 

^_.)5*« A3Ö ^iji yt ,_,.i*-^ '-^jH; ;das8 ich . . . das Vergnügen, demselben 
einen Besuch »bzuitaUen, durchaus nicht zu unterdrücken ver- 
mochte und . . / G 7!) b; ^x*j^ ^ ^ ^ ,ich habe ihn nie gesehen'; 
jjj^ ySSÄ.^^ i-*l »My* »ifyM ,ihr acid daran gar nieht bctbciligt' 
(wo j ^ t äiJ * xwar grammatisches, nicbt aber logisuhctt Sabjßot ist) 
MT «2; 3^ *i*ij jj o»^/^' cr^j^^ *-^. cP^ r^*i^ ^^j' tS^_jJS 
jkM^ Am,)^ .ich werde ja xu ihr »agen, aber von der Aiis(\lhrung 
meiner Gedanken werde ich gleichwohl nicht eine Minute zurück- 
stehen' MT '2; *^S t^Vi .:^U> L^^r** •^^-■'^5* <Ji^^ >i^^Ä> »das dir 
vertraute GcbcimniM deines Gatten mache ja nicht otfonkundigl' w 6. 
Bois|iiele ku b: A«^l i.ju»l o>¥^ <^^ 4!i* ^msebu dir deswegen nur 




keine iSorgcn' MT 34; ^S^^jii J^' ji '^^ <J'^ lS*- j?* KW «»; ^ 

,Hag«l nie: was sollte aus einpr Vleiiic-ii Sachi- fntstuhfn!' ll> 119; 
wr— *>>^.' J-^ *d'^j ^*' ^^j-* '^*' iQniikroi und Marter nicht im 
geringsten Müsse ortragen künn^u uud' w 1:I4; ^JJi^U» «.i^lw ^i 
<S>y^i^ 1^^ ,tiiclit oinc einzige Sluude lie«« er die rctigill»rTi 
Pifichtei» ausser Avlit' KW 58; pJ>-ä1 ^1-JÜLi ^^j«:-) o>* ^ MT 13; 
,LJ^"l ^^J-ÜL. aJl^j Ai-Jij ^ A-US ^j>-»H il»i«|. ö;i; sj-Ojwj Ai~i .J l^jf 
wjjJj* ^U^ ^"^^A^ ^JW jLicIit im luiudcstcu irgend einer 8noLe 
oder iu seinem Thun der lleihilfe eine« Helfers bedlü-ftig' Ph llü. 
Da Jij o^-»-> üu der Redeutung eines blossen ModaliWtsadverbs (,iui- 
inöglich') borabsJakt, na fUlll es unter das gleiche Oesetsc: ^> «i^^U-* 
f*-* V-"*^^ Js'T* ij*"^j V »''•1' kotintp lihn) znr Oewahmng dieser 
meiner Bitte auf keine Weise buwepon" Ü llOb, abar nucb fJ^ 

,ünea viTiifinftigen firunJ da(\\r, dasii eio meine Worte nicht vei*- 
slcben wollten, konnte er beim besten Willen niclit anf'ülu-oii' ibid. 
444 a. 

*^ kann in der Frage auch lunter dem mit tx* vcraolieticn 
verb. ün. um Satzende stehen: so liört mau wohl nueli ^■«pü.A^-^Cwj.l ^^^ 
^ ,h«bt Ihr gar nichts (Nonos) gchörtV*. Vgl. u^ji^j^ O'*-**' **j^ *^^ 
gs« polite (sein) Schatten sich jemals von ilim tromienV Wt 128. 

S, Auffallendere Mittelstellung. 

Der unbestimmte Artikd helmuptct sich vor einem Allribul ntir 
so lange, als dieses nicht (etwa zum Zwecke einer Arttinterseheiduug) 
nachdrllcklicher hprvorRchiiben werden soll oder xn grflsserem Umfang' 
ftU'H'itchijt. Daher wohl a;^-»**^. •j'^^ ^ ,eiu armer Kranker', ^tcri /* 
OjÜi ,(*iii groBSfr Scharfsinn', ^^J'-» JJ'jU ,> ,oine feine Dame', aber 
^J£^ ji ^f^ joiae wichtige Hache', J^ y. A*-i^ ^^ ,eine ganz anrlore 
Slimuiuog*, ^>^ ji c^^. tr**^* f^'"^ ihrer Aufgabe gewachdene 
Frau' w 7& (im Gegensata »u dem bald folgenden oV>»-'rH u^^^ 
^iM j> t-^^ ,eiiie ihror Aufgabe nicht gcwatThsene, ungeschickte 
Frau'); (5»5^ j* j^ »j-^U JjU ,cin kleiner Kuabe namens Adil' 



DlK WOMTKOUIK IM Tf HKI8CUBK. 



46 



q 8$. (innz so nie ji kiJnaeu nuu aucb ftuderc WCrter, Zubt- und 
PUrwÜrtcr, xmschvii dii: Iluit^lgiing und ihr Nomen treten: ,,^1 f-^ 
^y^Aiji .seine beiden grossen Thllrme' G 456 b jj LiÄX-jl ^ ^ii^^jJL^^ 
,diesc von mir an den Tag gelt'gt« KwlllrfnissliJüiglceit' G &(»(> n; 
oViL-'j' A5>f^U-ji jM i^^üy u4^.^ ,«" jed«;i' proben wie kleinen 
Station lialti-rid' ibid. J).13 b; ^ji*--, OUl>*^ 3*^ y. iJ'^J l5*^^ 
jDarslellungKn von allerlei wirklichen und phantastischen Thieren* 
iüQ b; i_fS-« ^jjjslfi^ yJU» JaM> tvAwU.« A<alÄ.a ,niich AiiabringUDg 
«inigor dem Orte aiigemcBsoner Toaeto* (Taii^); jXi'l^Ut" a), -L b jjUy 
i^l^U ,dir Wirknnf;cn all der kleinen Strafen' rt 2S; jl «i^^ *üiU 
*^ji^i ^.'^ r*^» ^bt 81'hr wenifju kluge Kranen, die . . .* m« 15S^ 

w^rtig f;ibt es in Stanibiil einig-e uiiterirdiBche llUhlen mit 300 bi« 
fiOD Sfial^n' \*h 163. 

DicsB Nei^ruufj, leiflitwiü^yiiJ« Wörter einit<iHohieben, liat nneh 
za der Mlj^ltclikuit goDibrl, v\iu: arabische Hrü|M}i)itiun mit cinrm von 
ihr renrierten Verbalsubsüinliv dem von dieaL-m letzteren abliüngigen 
Rftdcglied niichKut«f;t/Rn : VU*Vl j>^ *)^_g^Ji,yi^y tj^'j^ ^s^,^ (wo 
ja «ji-» o'*^* liÄltu güButal werden kontieu) ,uacbdom ich dem Maune 
sein tiüld niid sein Trinkgeld dazu gi^c.bun liatt«' CJ 883 a; ^} ^L-J* 
j^j.^ ^^j'jy ^}m\^ *->j^Vj c?<^*- i.y^-^'AJ^ i^j^ jUnsere beim Besnoh 
der Sch«^ncr und de» JSMucruhausus waohgcrufvue BewiuiJeriuig' ibid. 
376 b; t^yi i^>jJ .^UU««l ^jUyij-. jy.U ,nac.h Vornahme des Verhüi-s 
mit dem cnrilinton Ueajutcn' KJt. 165; i.^^1*::^! ^UjI *ij.t Ol^>l 
rWAbrend seiner Beschflfligung' luit der scliüneii Literatur' ibid. .172; 
*l*.iLjb x^,^-^ aJjI JX-äm. ^_^l ,iu der ErwÄgung, dasm die Sache 
schwierig «i-iii werde' ml Sil, cf. ;,J^'_5 ^_,»^^ ^ISj j>*»uL« ^yi^ 
45:Ji*Ub Kit. 161. 

Oefter begegnet auch oinr Trennung der beiden Glieder der 
Izafet nicht nur durt^b leichte Partik»dn, sondern sojjar durch mehr 
oder weniger betonte Umstandsbrslininiungun. Man sagt Ü cfj*-^ 
jt^Jijl Ä— ^ *-^WJ ,g«n'i 1» diiH Ende dt-s Satzes setzen' und nicht 

A^.v^ oÄJ*i* ^- Statt As^'j^-» !_**''*■ j-** j' *j^ J*^ jjii*j\ yJij— 

,I'''ragCQ bingwetlen einen oft dermassen, dass' Q 931 a, sollte man 




46 C. Lang. 

erwarten *Sj'j^-» jJ>» 3' *^ 3^*^. cs*^*^ »iXJU-Jl ^\y^. Vgl. (,j»-J liÄX*» 

^-jj-oujj,! e'-^^*^ <)JC».lyL«\ »j^jja.^ Kit. 339; .iXj^SUb jXSÖjos iC;— j ,1 ^ 

Bisweilen erscheinen Bindewörter statt an der Spitze des Satzes 
erst an zweiter Stelle: ^3^0 ^ya ^jl ,^j.^p^ a51j ,_y£j.l ^ ,ehe du 
eine Sache angreifst, ziehe zuvor ihr Ende in Rechnung' KW 38 ,5. 
Regelmässig pflegt in Vergleichungssätzen das einleitende *^j> AJ, AJ 
^-•^n^, J-«aJ, ^i>J, o'^J j-** ^ U- 8. w. erst an zweiter oder dritter Stelle 
zu kommen und das Prädicat einzuführen : *— jl y->-J J-«»J \S^h^ ^' j^ 
aJlJjI sjwUij 3^^- ■'—-5' ijjJJi-« jjüü ^>i»- '^'j IJl 'jJ-*^ ^.5* »J-^^ 
j>>.^jJU ^wie eine Mutter die Kinder ernährt, so auch das Vaterland; 
ebenso heilig wie die Rechte der Mutter und des Vaters sind die 
des Vaterlandes' MT 91 ; »JJ^^ ^^>\ o^M* ^Xj^jJ^ r'r'.J-^^ *^' Js-j 
jjjy. ^-»-.j J5I ,_yi.j Jjl d«*j;ljjj5j A,--jj AJ j_^Ü ^der Prophet Gottes, 
unser Herr, spricht: Satan regt sich in des Menschen Adern in der- 
selben Weise wie das Blut darin wallt' KW 129 ^4, cf. 144g9. Aehnlich 
ist oft die Stellung der Fürwörter in verallgemeinernden Sätzen, z. B. 
d— j.\ y^ iö j»> <t-Ul ,was auch immer in seine Hand kam' mi 24 (statt 

. . . AJ:A *j yb). 

Manche Einschiebungen veranlasst die Zähigkeit, mit der das 
Subject seine Anfangsstellung behauptet; nimmt es doch auch den 
Nebensatz, in dem es Subject bleibt, im Gegensatz zum Deutschen, 
zwischen sich und den Rest des Hauptsatzes, wie in der Periode yjj 
^_5jJ^I t_^'> *.*jÄ. i^jJiS *J.l_r*" \S^^ '-r!JJ^*^ \S^x^ A-LJUi ,>XjbUd ^>XJ^ 
,als der Wesir des Königs Gestalt angenommen hatte, eilte er geraden- 
weges in den Palast und ü-at in das Frauenhans ein' KW 131. Es 
kommt sogar zur Einschiebung von kurzen, zur Bedeutung blosser 
Adverbien, Bindewörter oder Interjeetionen herabsinkenden Sätzen 
wie A-».UiJ ^, ASjjljl Ui*j, aS j>j a^-™», AS ^Ajjb, cj^s^ J-»- 
u. a. m.: y.JiSl ij-^.' v?^*^ >^^- *^.' >t^" A--U»i yt ^J^ ,indes blieb 
das Weib mit dem Mädchen allein und theilte ihr die Sache mit' 
K 318, cf. 321 jg. ^J*S Ai «j-U^yi** .^^»\ ^\ »jrfJ,jl jj ^^i ^io\ 



PlR WoBTrOI>OB lU TORKtBTUItX. 



47 



fVtas für HuUfetttruugtin buiin IJcbcrnachtrn /.wcicr MUiiiiBr in eiuem 
Zimmer mit zwei ßvtteii stattlintltfn küunen, das vermooren wahi'- 
scbi-inlich nicht Kchr viele von meinen Lesern sich vorzustellen' 
Ö 319 a. ,_^-i H *a. ^»Jjv« ,_^jdj>») bj ,_^jJ«io\ aS jjJjl Uuu ^;,L«öl 
j-iJL™ j\ .^f-r^} j^ ->>*-^j >»**' LiJ* V- ,eß kommt biswc-ilftn vor, 
dam man den be^angi-ii«n oder in einem pes|»roclii:aen Worte ent- 
haltenen Ftfblcr nicht merkt oder nicbt merken will* R 111. -^y^ 
j> *Ju;^jiJ5 ti\j\ jfiXi^jjii^ ^_^\M AiS\ *iS^ jti» ^^Ai^ ,aU«ä dies 
geschieht zweifellos Dach Gottes Willen und Ralbschluss' I'h 78. 

,eare gelciateten Uicnsle erwähnen ohne Zweifel die liiiyc! 3cliou jctat 
mit Ei-barmen und mit AeliUuig' Wt 164. ,rst^ *JJUdaijj "^jAV k^" 

jjj( Uft2il ,^,«»^31 jojJ Uj oi-1— ^L* o''^*'^ ,nebnien wir an, ein 
Hone, daü beim Anhliren d«r |_^b bis genantilm HiTtunH-i-im» in 
Wallung gcrathcn würde, habe an geistorhcbcndnn Melodien keinen 
Gesclimaek, und set»en wir den Fall, ein Uurz, das sich tn Liebe 
einem Weib« ergab«, doaaen llflndR und Fllsse von Klfitxen nicht zu 
unteräubciden mltren, habe von goist«rquickend»n Krtirht'inungen keine 
Grfafarun);: welcher von diesen beiden Genltsson wird reicher sein 
milsseu?' Kit. as7 f. ^ ^ - — t ^ J , y ^ v ^ o^^V <"*- Cf^ >'!<* ^^^ gottlob 
kein Kind mehr' H 85. Vgl, auch: ^Sijl ^JJjLÜ J,\ ,^j^ j_^ ^^ 
j-nx ^U ,aui.<h ihr, t'Urehti* iuh, seid ein Anhänger jenes nichtswür- 
digen Bnracbcn!' KW ir.2„,. 



4. l'artikeln. 

Die Rcstrictioii »Partikeln (,nur' = ö^^, wUJl-«>, >^W., 'j**, ■■>'-*, 
Oy*, '-^**» o^**) liftbeii ihren natürlichen Plata vor dem durch sie 
hervorgehobenen RcdegUedc: »■>■ — ^Uuj,! ^^ ,^5>j .j**! ._^j ^y^»*» 
AJ-j— jy ,da auch der Plafond desselben nur eine Höhe von sieben 
Meter hatte' Ö &08 a. Zihni in seiner i.^-'b^Ji^Jl genannten arabischen 
SyntiiK (Slamb. 1803) überBctzt l^ Jj} L_yi O* mit ..gjj^ i^f^l J^j 



C. Laxo. 



^>S,> uad yj^ *>ij V 'r* ^* luit t_5>^VJr** ö^' "^HJ S- •''• Nan 
fiadet sich nber Jl^t üfter vor da» Prüdicat gerllckt, uuti es sclieiot, 
aU ob es dann immer den Sinn von ,kft«ni' haben soll: i^rv^ *r?*' 
jij\f ^^\ ajJlib .j^ .heiitP ist er knnm Sft Jaliie all' Ö 188 a. *» 
jV> «3^^ ^*"^'-:^ j^ ..T'^-^ k/* •^^^'i i^'P Breite dieftcr Lnndeng« 
(von Panama') betrügt kunm 7» km' tb 140. i>*^ Am-jI *j>9* aJJ»» 
oj^^Jl^ >i ^ • * « > J k_»3L.«J jj*?! *-»«^ jS^ ,da ftbcr meine Rückkehr 
in das llf^tf^l kaum nocti am S'/, Uhr eriolgte' (eigentl. kaum mit 
dieser Zeit zusammontraf) G 25Ü h. a^ w-j,L»-, jXJj..*>jLi* Oti-ijJ 

t.5^^ j»'^ *^5* j*l— 1 ,3«*i *jLSjUj yji ,batten mir nicht meine frü- 
heren Stadien eine vollkommene und entscliiedene Hilfe g^n-iUirt, so 
wQrde die Dauer meines Aufentlialts in di>ii von mir besuchten Orten 
kainii (nur*?) eint- Ocairhti^in^ wie die eines Panoramas gestattet 
haben' G 4 a, cf. fi23 ft ,„ (nussenleui 807 b „). 

Hinter das betont« Itedeglied tritt dagegen *JU> im Sinne von 
,selbHt, Bogar'. Natth betontem verb. ün. kann es also auch den Satz 
schlieMon: *J^ fJ-r^ crf ^ich habe mich sogar angekleidet!' O 3S a. 
•— **^ O^ r'^:^.' jr? !->*•* "Vji j^^S 0>* «-Ä "J^JVjJ E>* »•*-**' ^ 
*JU^ j,>-i^ji »Jw-A??^* oyf" Oii^;»^ r^.^^»' c"-^ >«'n Aiifimthall in 
Berlin von drei, in Wien von fönf und auch an den Übrigen Orte« 
von jo ein bis xwvi Tagen war fUr die Studien, diu ich nijlbig hatte, 
hinreiuhend und sogar mehr iils hinreichend' 4 a. Eine bisweilen 
auffallende StiTlIiing erklfLrt »ich aus einer durcb die türktsclie Auf- 
faasuug bedingten UUekung de» Tones, *. D. "-h^-^t!* ti^ js** j^»* 
*J-si i3J^.' fcT^WJ— s?* o-"ji>* tj*' ^* f^® Sonne ging eben auf und 
war noch nicht einmal Über den ü^rixonl emporgestiegen' G 666 b 
(wir betonen ,Horizont', der Tllrke das Verb). jAUjjJi iS jAji^'iii^ 
y4kwJj\ aJlo ,wie gewandt die Lügner auch sein mögen' tb 68 (man 
m-wartot *J-J jJ*— J*l j"'^)- In den mit Ö-Jj^ gebildeten /eitformcn 
kann *^. auch diu Mittelstellung erhalten: ««jy «J-o ^,,<ä*lf (j4.'iTb,, 
fduJjt AJLo ,yi,.^,1 Tq t)t( (dage^^n z. ß. 'J^h d.~ij\ >^*^> Ph l>9)- 

< Sio ixt An dm Hc1iiual>t«ii äleUe nur G9 liiii brttit; die ElHiiiliRhiiliiiio liat 
eil IC Lrliigo von 7C km. 



Dre WoiiTi"oLos 1« TcntxiecBBM. 



4i> 



Das diesem *^, nder t.,J^ odur *J— * ■ • ■ ,_^;^ coiTe8|K>n(iirend 
vonras^heiide, mir Partiki'l herab uiukondc ^» tritt zwar in dor 
K«^ hinter, «uwcil«!i »licr aiicli vor das dadurch negtrte Glied, z. B. 



>iJ,l 



CJ- 



.^^1 ,öt:id vursicliert, das» wmler lCnr<"r MajesUtl 



noi'h üiiipr Vurwaiidten Kuren k;;!. Hausos iiwuh audi nur der Toclitor 
eiTKuIlnucm vcr&R)itlit}ic;Hi:LmnfUiiiig üuThcil WBi*dcn wird!' T(| 184, ff. 
Vgl. j->*>i *— *-* ji »J^jji ^ v^LAi. Uo f\)jS\ JS> H 124. itLO*- Jii 
aU^ jÜJjJU. rt 6. o-iiw >J"j ,j^— a. J^J ^JÄ'^-Si .nicht eiiA dio Scliön- 
htsit, selion (allein) die Keuecliheit der Zekije* MT 16. ^_^>j'>S jXJl 
jjl^^ A*)U ijjjXi aSX» Uj ji^\> J^j ,Bcinc Iloahnit oratrwckt sich nicht 
jilluin iml" mich, vielmehr auf diu ^aiize Welt' Z 120. 

Gross« Freiheil iierrscht in der StolIwDg- von ^3jb ,wenig6tenB'. 
Rntwcder erüfiTnet es d«n Satz oder es svhHosst ihn oder es folj;;! 
iinmiltellmr dem Gliodo. das es heraushobt. Vgl. jXa^*V-* jJ ^j^U 
^i>j1 dJäa.%> A^j^ ,^5->-15 »A^*i>^l ^.^jl ,w<miKstenB nin ^tündehen 
müvhtti ich in lucinem Ziuiiuer mit mir seihat /.u Käthe gehen' U >i!>. 
^j^\ ^^^ jJLoJJil jijb K(i 6. ,_^^^Vj ^^b Ö 3» b. ^^1 
4JyU i^^l *r?v^ Töch, wUreat du nur nicht hineingegangen!' Ko 4. 

,_^jSj-.jj;) ^jb o»*-J;' *i'-*r'-' j^ 7* .habt ihr, nachdem ihr (sie) weg- 
getrieben, nieht weiiipBtenis etwa* Oapital h«rKe{j;L'beir?' i} 32, J'.*- jJk* 
...jf*wl iJjSjl jjjb ,bfttte8t du wenigflteo« K«techiuQue golricb««, 
8u . . .' Pb 74. *i *Jjl ^^Uü _rtVä. ^_jb ^^ .das wenigstens prH^ 
dir in das Ücdftehtniss, da«B . . .* ibid. 7ö. 

Die Endstellnng uai-h Join voi-b. fin. erhalten in «elteiierön FJltlen 
awch juidor« Partikeln, so V** und in Fr^gt-sätzcu *SJW und V^- 
Vgl. W^ «.5-m' •■'^> liiJUJjÄ-i.« ,du hsttesi wühl sehr viel zu thun' 
tfa 46. lOU >iU.j^U. ^.l ^}i^j^ (j 474 a. Uli ,jA^\ »jJU.^ ^ji^j^si 
MT 76 r. (Achnlicli steht einmal da» sinnverwandte^^ naeh dem verb. 
fin. j-i- j t ...,. / ..,»!^ J^r^ *-U-»y ^>.-;;Sbl JÄ 43), r^9~> t^*i 



«X^L« ,habo ieb etWH die l'miralirbeit gc^agtV' (1 IK3 b. &J*y t^io ll 
^■^ , ^" *-': .< ,fte)i, widiin nift|; denn nur dor Bej gegangen seinV i} 8. 
^^ t>H^ ^ j* l>^^ i^'*^ ^lii^t ii"° ^'^)il tl'i^ FrUnleiiiV Q 7. 

Wiu«r StiMbr. t. d. Xiiiida d. Monpnl. II. IM. 4 




f>0 



C. Lamq. 



Von den Riiidpwifrteni kiinnte jS\ wi« nw'h in der Poesie, so 
frillitsr mich in Pmsa ctcii i)eclin^iiiigs«Atx BclJicsseti: Lt u ,n, cf, 
XDMO. «.11, 5fiS ,, ,. NO Alltrt nucli an jA ^jyJjl »>j$^ 'ify^ .Hoiiti 
■cli an Hirer Stell« gewosoti ware' ^S. fio). 

5. Anrede. 
Ist dio Anrede ein ZiiniF, ilt-i" '/ihd niirrii aufTordci-L, so ffftlilllirl 
ihr nntiir^üiiuiHd dJL- AnfniiFC^UiIIutig: Itedoii iK'^iiiiicii riollitcli luit 
jXi^ja\ oilev f^_jJi\ Kit. 2rt4 f. AU 1)Iosf«er Iliitlic-likcitHiiiiSflnick da- 
frc^Qi) tindul aicK die Anrede liäu% auch in der Kndstclliiii;;, k. U. 
\j — *j fjj^\ Cfi*i < « .■.>. M i \ ^ jXo oJ^JJl jicli schwör' e-s bei den lOOl 
Nttincii ClotUs, o J^olira!' T<) 172, Iii Briffen wird die Arircdct in 
gl<'irliRr «dftr jlhnli<-her Form iiui SchhiBs m-rii wiudL-rlmll, »<> j*J 
^y ^—^ U i-i4, |»Ji«y und am Schlusfl ^jV ^ ^^ f-> i**r* jV ^'""^ "ni 
Schill!« {»**^»/» ihid. 16, fjjS ,^^1 und am Scldus« «jjM: 24. 

fi. Inrursiun von NuhcnsUtxon. 
UrdinKunpflsiUzo folpen bisweilen den llaiiptsHtKcn nach, licaon- 
dew wenn diese ein FrngufiU'wurt L'lillinlten ; ist doeli der Accent eines 
aolchftii von imgemcinor Tragfilliipkcit: J>t* ,_^ i .^Sij ^ y^ ^jA> *i 
jia.t,ij^j\ jX^tM\ ,WM schndft c». wenn ihr ilit-svn meiiifiti Voi-srhljtj( 
aniicliml!' zw 7^1. Die Worte l-'minEieks's in hos»ing's Minna n , .Von 
w»8 fllr Tilgenden spricht er denn?' tlberaebete mir ein feingebüduter 
Ounauo: ^— j» «Jbjt y^l' -^-^ o*j-* l>*^1*. Gar nicht acltcn findet 
man auch stereotype Wendungen wie i-fa^-ijy^ i_r(-^^ '>nd ^^■^} aj ^ 
in einer solchen Endstellnng. Auch wo der ühergeordncto Bat/, iiiclit 
gerade einen aufliillend sbirkuii Accent cnthillt, kann üin HediiignngB- 
satx oder ein EinriliimunggsfitK nachfolgen: (V->« j9^-j^ iJkH'' *-^^*<^ 
«mhjiI ^.*ÄJ ,_^U* ^>^_j>* i>S/» ***^ *— ** _M* .einigen erscheint sie 
(die pArndiesesbrltekc) schmal, wenn ihr (sittlich rcligitises) ÜAndeln 
gering w«r, andern breil, wenn es rcichlicli war* scdi 30. j^'jy cr*>* 

a>**»_,JjS ,der Qlilubigo ist von erleuclilclcm Innern, auch wenn er 
ungehorsam ial, der Ungläubige aber ist vcHinsterlcn llerKons, auch 
wenn er edle CliamkterzllKii busilxr ibid. 76. 



The Origin ul tlio tnwi» of Ajnier aiid of its namo. 

a. Bübler. 



The 



iti 



and til 



jf til 



atAtomviitK ix-gnriliii}; ma antiquitv and tlii> immi! 
fmiious town of AJiiior or Ajnitr, tmiii«! in Üiü Torioue liidliti-iciil aiiil 
iloiM-Tiiitivt* accuunt» of HajputAiifl, uru vuvy uontltcting. Colonel Ton 
totU us in iho beginning «f hi« AnnaU vf Häjasthän, vol. i, p. 10, 
noU* 1 (Mndraa uditioni llutt AJmer \s thu 'hilt uf Ajya' (ttc) ihu 'In- 
vincitlc' hill — nur signifying iu Saneki-it 'u hill'. But on p. 6Q» f. of 
the sAme volume he gJT«« u dilTtsrvnt story and »ays that the tuvrn 
was built by. and derivo« its name from, a goat-herd of Puifkar^ who 
was uftllttd AJap^l and was an ancestor of the Cohfln king Rusildea 
(Vlöaladevu). 

Sir A. Ci'SMistiHAK, Ärchae»lv*j\vAtl Stirvty ReporU, vol. n, p. äfiüff. 
necribcs tht^ fonndation of Ajmcr to the C'ohftn or CflhamÄna prince 
Ajayap&U, whom he places — very properly rejecting the burdic story 
atfcording to which ho lived before the day« of the MflbAbhftrnta— «orae 
time before Mftnik Rae, Referring the tniditi^tniil dato of the Isttcr 
king:, .Ssnival 741 rtr 147, to (he .Snk« era, he makes it o{]UftI to A. D. 
810—825, and iu order to prove the anticiuity of the town, he «p- 
poalfl to Fci-ishta wlio mentions 'the king of Ajnicr' in A. U. K8 (A. H. 
G8-t\ A77 Hod 399 and »sserte that J^ahmud of Ohazni backed Ajiner 
in A. fl. 41li or A. D. lutff) nn Ids expedition against Sumnfith. 

Flirtliur, the /injpul'lnrl Qa:«ttee.r, vul. u, p. H, Kivca accord- 
ing to tmditioniil ftoconnl-s the yenr A, L>. 145 as the dato of the foiin- 
da^on of Ajiner and the name of its founder as Käjä Aja, 'a iI*;bc6u- 
dnnt of Anlial, the first Cohan'. Finally, ProfoHSor Lahbkn, Jnditfbe 




63 



G. BOHLKn. 



Altert httviekiLitric, tr). hi, p. l.')!, conjecture» that, (he uriginttl name 
of the tow» WAS Ajttiul^ha, for which later AJamlra wa« suti6titutc<l, 
and that it is mentiuncd by Ptolemy, ca A. D. ISO, as Gägasniira. In 
addition tlii>re ;irc' two native works, not noticed Ijy tlie European 
writers, which likt^vriBc assign a ^'eat antiquity to thi; tnwn, giving 
at the saniK time its correct name. First, the Hammlrainuluikilvyti 
of Nayacandra (i, 62> state» at the end of the description of Ajnya- 
pcla,' the third situceKsor of CäbaniAna the liernii eponymos of th« 
Cohilna, thst this kinc "establisherl the for( of Ajnyanieiii, lovely with 
a beauty thai surpluses the glory of httavcn". Secondly, an anonyinoii» 
liftt of the Cshatiinnu kings, printed in Üie Boiuhity edition »^ the 
Prahandhaeiiilämagi, p. f>1 fT., calls AJnyarAja, llie foiirtii prince of tlic 
Cohftn dynasty (ihe buginiiiu^ of which i» placed in SaipTat 608) 
Ajatftmarmiurfjfikamkatj. 'ifie founder of the fort of Ajayamoru". 

While all thi-se authüritji-s agrto in utta-i biitiiin lu Ajiiier a con- 
sidcriibie nniiqiiity, tht- brief note from llie Fl'lhvTrftjavijaya, inserted 
by Ur. .1. MoKiKox in hin important article on the Clcnealogry of the 
CfihamftnaB (a»t«, vol. m, p. 191) under th« twentioth kinj«, Ajaya- 
rflja or SaJhapa, rrlcgales its foundation to a very late period, as it 
eallB this kiiifT the ImiUk-r of Ajaynvii^nt. 

The passage, on wbii:h I)r. Morihom's note is btiDcd, is a rather 
long one in Sarga v of the poem. The doscription of Ajayaraja. be- 
gins with vonie 77 »nd continues thnjiigh perhaps more than forty 
rcraeg to tJie end of the Sarga." Verse 99, which has hi'cn lost with 
tlio exception of the last wordfi of tho ronimintAry | TTj^ TTT Biciqn , 
contained iho stuteiuL-nt that Ajayarflja built a town. Then fuUuwt 
the deticription of its splendour and holiueiio in a long row of stanzas, 



* Mr. J, X- KiinAsi; hnr )>rlut«d La i, 41, »rroiMUJitoljr 41f|4{f J)^ WUTWi 
iii«t«<id of 4l1f^it^^jj^i9|CJt||V|:, Miii Ims ei^uu id»» Jnynpaln in tli<^ Intruduo- 

tJDIl, p. 14. 

* II»T« and III tlie tequel 1 mnke use af Dt. Moaisoa's trauecripl whiuh lie )iu 
kindly |il&L-ed «t aiy Jie|iiiMl for uiy wiiHi in uiniini*aiiiii of tli» Onrndiian. Tlie atato 
uf till! (lilajndiLlod ori^nul niKk«» it impovait^l« tv givo tlia Dunibvni "f tli« vvno* 
aIwht* kuiotly. 



Tan Obiqik or ras tovtm or Ajubr and «r its kaiie. 



55 



e«pli rtf which contains a ri'liitiv«- »Biiteuce coniKictecl ivith tlie word 
t4oj«ra in veree 99. The lirs» two run ae follow«: — 

■%VP!nrfiJ ^5R ^Tffli* TT^W^J^ u <»oq II 

"100. Whotic a|>[)cilation Ajayament becomes appropnat« tlirnu^li 
itn dwellinj^n of the godsj for, owinp to its ««.m-tity nothing oxisls tliat 
ia uot faiinil \tliere):" 

"lOl. Where through the pRculiar efti^acy of thai sacrerl «pot 
tbc lovrcst become bUmeloss, since there ovcu the conrteaatis miite 
(tliemselves) in real passion (with their lovers)." 

The eod of the dcscriplioii is foiuid in the verse which stunds 
last hilt one in the Sarga:— 

"Having mudu Axu-h i\ »cttluuii:nt on the Ajuyameni hill, hie 
nuijrüty Ajayamjn went up, fuU of eurioeity a« it wt>r«, lu look at 
heaven, iiher Ik- hiid plurvtl on the thrum; hid eon, in whom politici^l 
wisdom wu» united with the sli-cnglh of the arm." 



' Th« t«xt liuK H^TcQira^, l><)t JannrAj«'« «-ominBnUiry inr Jf^ ^TT^TT' 
IWTTnj II 



54 



G. BciiLBB. 



The next and coiii'luding vet*ae of the >Sn(^ says tti&t the name 
of this SOD WAS ArvorAja. wlioac I'cigii is (Inscribed in Sarga vi and 
in n portion of Snrgu vii. The time of tliis prince can bo R8ocrtniti(.'d 
witli tuleritblc accimu-y from tlie stfltemontB of tlie PillivirtijaviJRya, 
of tilt! Onjaiftt clironiolcs and of Kiiniftrapiila's <_'itorga(Jli inst^riptiitn. 
From tliL- PitlivirSJuviJayu (tiarga vu) we Jejivii ttial Ai'oonvju Uiuk 
as his second wife Käiiraimdovl, a daughter of Jaya8it]iha-Si<ldhiu*ii.)fl 
of Gujarüt,' and consequently was » younger contempornry «f that 
king, who ruled from A. D. lO'Jt— 1148 (Vikrama Saijivnt IlfiO— llilOl. 
Further, the Gujanlt chronicle», beg-iiminp with lUTina^-andra'a DvyS- 
^raynkoshn, all describe the successful war whicli Jnyasiijiha's successor 
KuiuSrapAl» wiiged u^aiiiat AnjorÄJa or AnftU«, and Uie Citorpnjb io- 
aeription* proves that this war «atne to an end in,, or shortly boforo, 
Vikraum Saiiivat 12U7 which may correspond to A. D. ll4ft/60 or 
lllju/M. Finally it apptrars from the tlate of llie Ajiuer inscriptiou* ofj 
Arijoraja's sccoud sou Vi^jralui iv or ViaaJmlev«, Vikraum Saiiivnt 1210 
or A. D. 115», ibat be must have died* belwccB V. S. 1207 and ISIU. 



' The 1**1 "f tliir nicwl 1111(11. rtiiiil vi-mii liiw Ihhti lint, ^'(ll .Ii nuiritj.i"» cnw 

f^^ ^ ^9T ifl^^T'i^fnT're^ n 'Tliat Kanitunnd^Ti, whom th» king of Gu- 
jftrat Jk/iuiinha hud pivim ii, him, boro him who waa ahllnA Somcavum and who, 
(lieii]^ nil incaniAlinn ut ^ivii, w.-uj »mttotl Any ninl night with IJiii» tPanntl),' 

* Epigraptiitt Indica, ToL n, p. 4SS. 

* Jndian Antiijvarji, vol, XX, p> SCII. Tlif ilah* in tli'it of tbo iucäüvn «f Vi-' 
griihii'« llnrMkaliiiH{a)cH. 

* Acuordlug to tli8 rrUiTirSjiivljHyit (Ä. vu) ArBortljii wm aMiMiuBlcd by the 
alde«l »tio of hid tint wif« Siidliiivri i-f MnrvJliJ : — 

"Then tUe oMmI muu of .Sudhavfl 3\A üixl wrriL'S lo his fstlier, wljicb tho Minn of 
Blinr^ (Piwniutfimii) — w!T«riii^' n libntiun of wstcr to Pi>uip«j>»iiin— |'i'>"fi>niii''I !Ht lilt 
mother" Jonitritjn rnn'U t^Hmivm^t^^^ MfH "-^ " t'"i"p<>iinil ami t.-xpLiiiii? UI|J T4| ] 

^■<T«t »nij: sitiwt^ ^fr^T ^t wb; gv^i^^: fern: arrTTrf'^g: 



TllR OhKüN or TfIR TOWN Or AjUBR ANU op IT8 MAUB. 



&I> 



rvam these i):iifii il iu [)I:iin Uiat ArporAja rcigiwc] in tlio secoud 
quarter of tlie ttTclftli vontur>- sn<l \m fattier bctwoon A. D. 1 lOU and 
USA or tlierpabotila »nd tliHt AJayuiiiem must liiivo bcon built ilurirjc 
Uitfl UUcr pfiriod. Tho testiuiony of the P|1bvii-ft_|ftvijaya, of course, 
oillwfligiis that tiC tin? modfsrn Lraililiun :is well jib llmt of lli« HaiiidiI- 
raiuahakiXvya nnd of I'crishlA. V»r the \H)om wn« eomjioseil during the 
reign of rithvUAJH ii or in the hi»t eiuHitcr i»f tla- Lwelftb tuuttiry, 
while the lUinnilrnuiidjäkAvyn dnlcs at the best from the end of 
tlic fourteenth century and FcM-ishtii wrote two hundred yeurs htter 
towanis tho ond of tho sixteoiilh century. Moreover, the P|-tlivirAJ«- 
vijaya in thß only work, in whieh, us Dr. Mokisos hiw stilted, the 
Ker««Iogy of tho Cihaniilnas »i^ccs mth that eontaincd in their in- 
iicri{itioiiB, whiitt thosu of the oUicr Sanskrit sourres do not oven 
agre« with cjieh other nnd clofiriy conlnin iinnehrnni»ins. 

With rftsjiect to one of Fvriahta's ätnteiiients, the sack of Ajnter 
by Matlimiid of Obnziii, it imiat be poiiilod unt timt tbe nhlor neronntH 
of the cxpcdiliou agninst Suiiiiiilth do not iinui« tlie town. Ibn Asir, 
the oldest Author, merely eays that after crossing the desert on bis 
way from MiiIlAn to AohitvüiJ, MAliniiid perceived "on one side a 
fort full of people, in wliieh place there were wells" and that he 
took iiud Brtckeil it.' In Ferishta'is other refertrncos the expression 
'the kinjt "f Ajnier' no doubt is meant to denote the Calinuiftnaa 
(CohftDs) of .Sfikunibhari, who, to judge from the knghth of tlifi list 
in tlie Pi-tlivirajnvijayn, neem to have ruled in Eastern Rajpntänä 
since the aixtli century A. D. Tho fact llnvt Ajmer was their capital 
at the time of tlie Mahnrnmedan t-onqiiesl explnuis Fen«hta's ini»take. 

Udcsorvt>s lo be iioli.'d aleo that the name of Ajincr docs not occur 
in the Indian itineraries of ihi- earlier Arab geograpber», ;;iven in llie 
first volume of Elliot's Hi»tory of fndia, that only one of the GiijarAt 
chronicles, the Prabhilvakacanlr« {xJ^\, 490), mentions it in connexion 



' EixioT, fRMorj/ itf hdic. vol. ii, p. 4UV. — Thia miiuiiiied tttrt no iloiibt 
WM »rrMtcoiuljr cutiverCed iiilii AJnier !>/ Pcri>ljlä or tib iiifiirtnaiita. Il U mora 
|>r*lii>l»!o lliNl Jlahmnd («.tk ih« »trsiffbtdr roA<i tu A(i1iilvn<J ri» Uny^jor ninl I'illi. ami 
UiJif 01111 of tbiwo fnrU i» muini liy Ibn A>lr 



66 



G. Bcmj!8. The Oriow, bic 



with Kamirii|^la*a war against Ar|>oraja (whim it tliti exist) und tliat 
the only CÄlmmdn« inscription, foiind at Ajmer, is that of the time 
of Vtgralia iv. meDtioned above. All tt«sc points, of course, epeak 
in fnvoiir of the nssertion of the Pilhvlrfijavijayn. thnt Ajnya, thß 
twentieth CAhnm&na king of Nlkambharl, was ita founder, and the 
late date for the ton'n tntist be accepted as liisloriual. 

Aa regards the name of Ajaynmeru, its meaning la no doubt, «s 
the P|thvlrf»j«vijnyn, », 100, aiiggest», 'the Mem made by Ajaynrain'. 
Meru is |>riu]urity the name of the fabitlouB golden mountain (he- 
madrij, thn (-«litre of .lnmbudvi|>a on which the giid» dwell (gurnttiya) 
and it is ügnrutively applied in gengrupliicnl names to any hill covered 
with splendid tcinplcs and pnlaces.' Thns we have in Rnjpntflnft Jesn- 
ifimeru* 'the Mem made by Jcsiila', which primarily denotes the hill- 
fort, rising with ilH temples ntid palaee nbov«^ the tnwti of Jesabner 
or Jcsidmlr in JlarvJltJ, Komnlnier, properly KumbhaUuneitt, 'the 
Meru bnilt by Knvihhtüa or Kiiviffhnknnia' which is the wellknown 
hill-fort* in McvftJ, and lUlmnr or Barnier, properly Hilhaijameru, 'the 
Mem made by ßlhatja', a hill-fort in MnllAnl.' In Kiltbiavftd there is 
.Ihftnjmer,* properly *Jhaiijkamtru. 'the Mera made by Jliaüjhn" and 
in the Central Provinces there is an other Ajmirgarh, properly *Ajn- 
j/am6rugatlka, 'the fort, i. e, tlio Meru made by Ajaya'- 

M.-in-h 12, tB97. 



* Anntliur fi^rntira mMiniiig »f meru, rlwvprl fri>Ri tlio notioii tJiltl inuiiiil 
Meni Is Uie home of the ^oda, Is "a Urge tempi« with sli tawen, twelve «torim ami 
wandflrful vaulu" (ßrh»binrii]i!Ui i.vt, SO), AroinUiic to Ui« PralMndliiU-'iiiUiiiiivl. 
p. 184 (i«ff «la» p. 176 f ) kiu^ K&ri,m "I Giijar"' ci- »«true led « biiiMiiig of llii* kin4l, 
called Ktu-v^meritlf. prA*6dal}, In AtiltilvAij. 8iiQllftrly llie Pra)>UAVAk»riirilrn ui, 403. 
innntionii a, Siva ldiii|ite, cmHimI Siitdliavtem. 

' TUU form in flill iisqiI bjr ilii; I'noitit« tinil Yntiti, Knd ficiMtn rcgnliirl)- in 
thft COlo|)li<>iiH 'if ih« pnliti l(-Jlf MSS-, io tbe iitucriiili»»» rtiid in iho .Jrtitin himkn. 

* lu Ü1C RtffputanA Gasettmr, vol. in. |i. M, ihu Tort u cjillail KuaiAlg-flrli, 
whll» C.ni. Tin» plfM Komilmer. Th» nsFiie Kumfihtittniuiru m-ciin In iW Jnin« P«U»- 
valiit, nc« tlis dwurijitioii «t tli« KliantAr;v >iHini) Jin&bbadra, Ind. Anl.. ro\. xi, |i. 34'.*. 

* Itojputana OaatdUo-, vol. II, p. 'ill. TKft form UiAn^nniirru >!■ oiuA l>r tho 
Juiiiiu, IB« the tl(<Aftri|itinii »rüiii ECIinmliir)i.SrI|iiij iiiifiMiniudfii, Iitä.Ant.,voLxt, p. 34V. 

' Bombaji OageOear, rol. »lit, p. 4ßil. 



Hiob, Kap. 14. 

Van 

^^ D. H. HüUor. 

DftR 14. Kapitel BcMicsst den orsten Kitdogaiip Hiolts mil soiuoii 
Freunden ab. Die Sclilusarede uinfa*st Kay. 12 — H. liii cretuu Thci! 
der Kede (Knp. lü) eikeiinl et n«cli einer kurzen Ai)<i&Lru|})u; au dio 
Freunde die Grüösf und di« Maobl QülU^s an, der di« Klciufiiti; und 
(Ue Mcnechen beherrscht und dessen Gewult Niemaud Widcrstnod 
BU leisten veriuoK- Aber trotz oder vielmehr weg«ii -der OHJsse und 
Allmacht Gottes — ßüirt er im zweiten Theil der Rede (Knp. 13) 
fort — thuii die Freunde Unrecht, Hlr Oott in uniiufriGhti^r imd un- 
gerechter Weise Partei zu nehmen. Er (Ifiol)) will e« wagen, mit (iott 
SU rechten, aelhät uuT die Qt^falir lün, von ihm vurmclitet zu werden 
(V. 14 — \f*). Was dann kommt, sei gleichgültig, Dur sollte ihm da» 
Wort nicht nbgeschnittcn und j^estattet werden, die Klagen vorsu- 
liringcn. Die KIngen und fragen nind gegen Knde des Kapitel» in 
den Versen 23 — 2" niedergelegt und vielleicht am bündigsten mit 
den Worten ausgedrUrkl (V. 2ft und 27); 

.Willst du ein vviwalkte« ßlntt »ufscbre«k*Mi 

Und uinen ll&m^n llulm verri>lg<iii ? 

Ditu du mein« Füeae in den Block l»geat, 

Allß inciDu Pfudi.' bcwach«il, 

ITrn meine PuNKwnniulii fjnifii ett^tiKst.' 

Im dritten Thcilo der Rude |Kaii. 14) wird nun dieser Qedanhe 

aoßgefilhrt und die AusfUhnmg gealultet sich au einem lyriaeh-philo- 

4«» 



58 



D. H. Möller. 



sophischen Gedichte, das zum Schönsten und Erhabensten gehört, 
das der Verfasser des Buches Hiob niedergeschrieben hat. 

Das Gedicht zerfällt in drei Theile, von denen jeder Theil in 
zwei mit einander correspondirende Strophen zerlegt werden kann: 

(6 + 6) + (7 + 7)+(U + n). 



1. Gegenstrophe. 

■KBoe imB in" 'ü* 

TO" B"Snn DK 6 

^n^t rann iddo 
135" Kbi n"wp ipn 
■nm rbpö npp e 
^av TSBS nn" ip 

2. OegeuBtrophe. 

vhn•>^ niQ' laji «> 

Tttl OnKPU"! 

n" "» D"b ibw " 
Sf2"i 3irr "inyi 

Dip" K*?! 33BJ P"»n '* 

ix'p"i6 D"öB! 'nba IP 
Drums nip" ttbi 

3. Gegenstropbe. 

bia" "tbu -n d"?!»" 1« 
lOipDO prp" -nn 

D"Ö ipmP D*33K 19 

pH IBP n"n'Be BjBwn 
maxn n» nipni 
■^hrr^ nxh inDpnn «> 
inn'jwni V3C 'njpD 

PT k"?! I"i3 iias" «1 

10^ p" xbi TTpn 
ao" v'rp nira ^k »* 
•jaKTi rbp WE31 



1. Stropbe. 

nWH IlS" DTK 1 

«ipasn D"a' ixp 

^D"l top PM « 

map" ubi bx3 man 
Ti"P nnpB m ^p *iK s 
löp BBTOa jran '"hki 

2. Strophe. 

mpn pp^ w" 'S 1 
»l'Sn' Tipi ma" dk 
^Tnn kS inp:i"i 
ittmp pto rpi* DK 8 
ipi3 ma" iBpai 
niB" B"ömo 9 
PB3 103 1-sp nopi 

3. Strophe. 

"SSBxn 'jitflpa in" "a " 
IBKaiwnp "3i"non 
"naini pn "■? n'wn 
^n'K 'K3X "D" ba >* 
"PB'bn Ka ip 
^»R "Dsn Kipn 15 
Bjoan "i"-!" nvBoh 
■iiBDn "Tpa nnp "3 i« 
"nKDn "rp --wn k"? 
"PTB -inxa'onn " 
'sip bp "sBoni 



' l. var. » TM. add. t™ h^. 

• TM. add. rrm tm mo- ». * 1. T»n. 

• 1. BrtnW. ■ l. rnrn. 



HiOB, Kap. 14. 59 

1. Strophe. 

1 Der Mensch, vom Weibe geboren, 
Rnrz au Tagen, satt an Mfihe, 

2 Wie eine Blume gebt er auf und welkt dahin, 
Flieht wie der Schatten und hält nicht Stand. 

3 Auf einen solchen hältst du deine Augen offen, 
Und ihn bringst du ins Gericht mit dir? 

1. Gegenatrophe. 

4 Wie könnte denn Beines von Unreinem kommen? 

5 Wenn bestimmt sind seine Tage, 

Die Zahl seiner Monde (feststeht) bei dir, 

Du ihm ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreitet, 

6 So wende doch den Blick von ihm, dass er feiere, 
Bis er vollendet wie ein Löhncr sein Tagewerk. 

2. Strophe. 

7 Hat doch der Baum noch Hoffnung ! 
Haut man ihn ab, so treibt er wieder 
Und seine Schosslinge bleiben nicht aus. 

6 Und altert in der Erde seine Wurzel, 

Und stirbt im Boden sein Stamm, 

9 Vom Dunst des Wassers blüht er auf 

Und treibt Zweige wie frisch Gepäanztes. 

2. Gegenstropbe. 

10 Doch stirbt der Mann, ho schwindet er dahin. 
Verscheidet der Mensch — wo bleibt er denn? 

11 Die Wasser schwinden aus dem See, 
Der Bach vertrocknet und versiegt; 

12 Ks legt sich der Mensch hin und steht nicht auf! 
So lang der Himmel dauert, erwacht er nicht 
Lässt aus seinem Schlummer sich nicht wecken. 

3. Strophe. 

13 0, dass du mich in der Unterwelt verstecktest, 
Mich bärgest bis dein Zorn sich gelegt. 



60 D. H. Mcllbb. 

Ein Ziel mir setztest und (dann) mein gedfichteat, 

14 Dann wollte ich alle meine Eampfeetage auebarren 
BiB meine Ablösung käme. 

15 Du würdest rufen und ich antwortet« dir, 
Nach deiner U&nde Werk Behntest du dich. 

16 Dann dflrftest du meine Schritte zählen, 
An meiner Sünde nicht vorübergehen, 

17 Dürftest versiegeln im Beutel meinen Frevel 
Und dürftest verschliesaen meine Schuld. 

3. Gegenstrophe. 

18 Aber wie der Berg in Sturze zerKllt 
Und der Fela von seiner Stelle rückt, 

19 Wie das Wasser Steine zerreibt 

Und die Fluten das Erdreich wegschwemmen, 

So hast du des Menschen HofFnung vernichtet. 
2U Du vergewaltigst ihn für immer und er geht dahin 

Entstellst sein Qeaicht und schickst ihn fort, 
ai Werden seine Kinder geehrt — er weiss es nicht, 

Werden aie missachtet — er gewahrt es nicht, 
22 Kur über ihn (selbst) fühlt Schmerz sein Leib 

Und über ihn (selbst) trauert seine Seele. 

Die DreitheiluQg ergibt sich aus einer Sittoanalyse von selbst 
und ist von den meisten Commentatoren erkannt worden. Ebenso 
wenig kann über die Zeileneintheilung eine Meinungsverschiedenheit 
herrschen. Betrachtet man die drei grossen Gedankenstrophen, aus 
denen die Rede zusammengesetzt ist, so f^Ilt die Ungleichheit der- 
selben auf, indem der erste Theil aus 12, der zweite aus 14, der dritte 
aus 22 Zeilen besteht, so dass von einem gleichmässigen Strophenbau 
nicht die Rede sein kann. Prüft man aber jeden dieser drei Theile 
an sich, so ergibt sich, dass ein jeder Theil in zwei correspondirende 
Absätze von gleicher Zeilenzahl zerftlllt. 

Im ersten Absatz des ersten Theiles (V. 1 — 3) schildert der 
Dichter den Menschen als vom Weibe geboren, dessen Tage flüchtig sind 



IIiOB. Kap. U. 



61 



wie (lor Soliallfn, tind drückt soino Verwunderung dni*Ubcr aus, d«u 
Oott seine Augen über ein so nichtiges Wesen getliffhet hlllt. 

Im zweiton Absatz (V. 4 — 6) wird darauf hiiigewiesea, da«8 
«US der Qaclle, aus welcher d^r Mensch stnmmt, ja nicht» bossores 
XU erwarten sei. und hinzugelegt: Wenn die Tage des Mciisc:hen 
geziüilt find bcattimnit ttind, so mCgo doch Gott seine Angcn von ilini 
abwanden und sich weiter um ihu nicht kUnimeni, 

Man sit^ht, tiasa Hiob an den Schlutsa des vorigen KaptteU an- 
knöpft und den dort an)^L>d»utßtün (i(?4ank«n fortäpinnt. Um die 
glctchn Anzahl der Zeilen und die volle Cor ri;s pond iniii^ der beiden 
8tropli»ii hurauslulloii, Imbo ii-h nur im Ansohluii» »d Mbrx die zwei 
kurzen W<irU;lifn ^^»t r*: jiiclit cincT' (V. 4) ^cslrieheii, die weder 
der ersten VurshiÜfto einverleibt, iioeh aueh eine /.mlu für sich "bilden 
kUnnen und ^ewiee nur als die Qloeee uines muntimaiendeti Lesüi*» an- 
zusehen sind. 

Der xwnite Theil enthflh das Gleichnis« von Baum und 
Btenech und aerlojrt «ich von seihst in 7,woi corrospondirende Ab- 
Blltz(>, indem im ersten Ahsat% (V. T — 9) des ßaurae» Absterben und 
Wiederaufleben, im üweiten (V. 10— IS) der Tod des Menschen als 
der ewige .Schlaf, aus dem en kein Erwachen gibt, geschildert wird. 

Im dritten Thcil endlich fUbrt der Dichter seinen Gedanken 
zu Ende, indem er im ersten Absatz (V. 13^17) sagt: Wenn ca 
ein Wiederaufleben im Jenseits gäbe, der Mensch aus dem Solilafe 
dce Todes erweckt, vor dem Angesicht Gotless erscheinen würde, 
dann freilich mllsste der Men»«ch ruhig sushnrren und alle Leideo 
ertragen, daiiQ war« es auch erktärlicli und begreiflich, da&s Gott 
die Schritte des Menschen zahlt, ihm die Sünden nicht über- 
nebt, vielmehr die Mieecthaten im Beutel vorsieKelt und verschlos- 
sen halt. 

Das .Zfthten der Schrine' kann nur in ungünstigem Sinne ge- 
meint »ein. cn greift «urUck auf V. 2? des Kap. 13. Den (iodanken- 
gong dieser Strophe durchbricht der erste Stiohos v«ii V. H; 

.Wenn der Menacli ittirht, lelit m wieder aur?' 



63 D. H. Müller. Hiob, Kap. 14. 

und er ist unzweifelhaft als eine in den Text gerathene Glosse an- 
zusehen.' 

Im zweiten Absatz wird aber jedes Wiederaufleben des Men- 
schen im Jenseits negirt, und so bleibt denn die Frage aufrecht: 

jWilbt du ein verwelktes Blatt aofschrecken 
Und einen dürren Halm verfolgen?' 

Zum Schlüsse möchte ich noch ausdrücklich hervorheben, dass 
die von mir angemerkten Textesverbesseruogen, mit Ausnahme einer 
einzigen (ornn filr onn) aus älteren Commentaren herübei^enommen 
worden sind. Mit der strophischen Gliederung hängen sie in keiner 
Weise zusammen. Die Eliminirung der Worte -intt nb (V. 4) und der 
Zeile V. 14' darf nicht als Beweis gegen meine Eintheilung ange- 
fllhrt werden, im Gegentheil liegt in der Ausscheidung dieser sinn- 
störenden Glossen ein Beweis für die Bichtigkeit der von mir vor- 
geschlagenen strophischen Gliederung. 



' Ich bemerke nachträglich, daaa aach Buddk {geneigt ist, dieien Süchoa als 
spätere Randglosse zn erklären. 



Rizä Kuif Xäu als Dichter. 

Von 

Dr. Aiosandor von Kegl. 

Rifi Kuli XAr, oder wie ur in scincni Vatcrlande gnvrShnlit^h 
genannt wird, der Lalabaeclii, d. i. ,Grzich«r' — er war näiulicli dar 
Erzieher des Priimen 'Abbfls, des Soliiics Moliammed Schüli'» uinl des 
jetzigen Flcrrselicr» von Persien, Mozaflcrcddin — , ist ohne Zweifel 
eine der bckanntesteii GrOaseu der persisclieii Literatur dieses Jalir- 
ImnderW. Man kann ihm mit Recht den Namen ,Po)vliwti>r' in der 
gvlen Bcdeittang dea Wortes beilegen. Er war betnahe auf niten 
Üeliicten der Literatur ihati^' gewesen. AIb Lite rat arfofKehRr, Histo- 
rikcT, Philolop und last Imt not least Püot hat er sich einen über die 
Grenz^-n seiner Heimat reichenden Ruhm tTwurben. Nach Cn. SrHErKR, 
der ihn zuerst in die europäische wisse n^chaltliclic Literatur ein- 
führte, ist er der namhailestt- liclehrto und Sehrifts idler des modernen 
Fcnnenft.' Er war einer der gebildetsten Milaner eeiner Zeil, dabei 
ein Bo liebe nsw ardiger nnd angenehmer üesellschafter. diiss der Oraf 
GoBiNEAo, der ihn persönlich zu kennen Oelegonhcit gehabt hatte, 
ihn KU den witzigsten und liebcnawUrdigsten Menaehen der Welt 
zfihlte.* Die LobontiverliUltniäse Ki^ Kuli Kin's sind in dem oben 

' Bis« Qoiili Khan ((iie Ton peut k jneta Ittro motu* an prviniar tnng Aw 
XlitinUian M iIm &rudiis qai oiit deuri eu Pena dauH le conra An aoire si£clfl, 
Sdattan ck rAntxtfode de Kharcm» (Patü 1V7»>, 8. xtj. 

' J'ai vn daB« nn diiidr Rv«» Kaiiljr Khun, ancinn g«iivnrn«nr ilu tttta An 
Ktt, ambsMideiir x Bokliara, htnlorlugraiihe «t \\ai'\e «it'ellpnl imi |f(>nnn et en iIIa- 
laoie. CTmI IUI da hommw li» jilnii n|iirilueU «t It» |iIiik aiinnlikti i{ti« j'iii reiicaaU^ 
(Um •Dcan* |>«ni« du moiid«. tioftiKUC, Tr^ mu «n j(*ir (Can* 18&t>), H. US. 



k. r. Kegu 



citirtcn W«rke Cii. Scoktbh's mil^retlieUt, dArum bier nicht näher zu 
erOrleru. Wns aber seine literarische Thsti^keit anbeUngl, so ist um 
meisten bekannt und bei uns gotesen seine von ScnzpsK im Oripnal 
lind franzOsischfrr Uebersetzung verfiffenllichtc Keisebesfhreibnng. Das 
ßlmb(>ndst(> hat f-r jtMlot'h aaf dem Gebiete der persiäcben Literatur- 
geschichte ges<;haffen, nämlich sein swei Koliobände ftlllendcs Werk 
jMejjma* «I fngohA' ' und ins kürzere, das vorige er^oKende ,Rijäf* 
«l-*Ärifin', xwei zuv^rlfissige Qu eilen werke. Als Histflriker kann man 
ihm unmüpiich wegen seiner allzu pompösen, mit Enitteirüimeii Über- 
ladoniin bombiiätisL^liHn Seh reil» weise, welche uat^i Poläk den Persera 
selbst lächerlich vurkommun soll, den (gleichen Beifall »chenken.' 

Sein nach dem Tode des Verfassers erschienenes Wörterbuch 
der pereiscljcn Sprai^lie, das .Ferhenis-i-en^umen Aräi N'fL«iri', K^Undet 
■ich auf eine ^russe Bclcs«nheit in den Diwanen der meisten periti- 
sclien Pocton. Als eiD«m in der klassischen Literatur soiaes Volkes 
DO wohlbelcsenen Gelehrten, konnte es ihm kein OeheJraniss bleiben, 
dasa die heutij^re persische Sprache ihrem Vorfalle entt^egen za cüen 
■cheint. In der Vorrede xh seinem VV»5r1erbiiche bctranerl er den Ver- 
fall und die VerderbniBs des Färsi Ifadiui, A. i. di>« Keinpcreitichen. ,i!>eit 
einijfc« Jahren haben din- reger werdende Vcrk(;lir mit dem curü])Ai- 
Bchen Amdandü und diu abcudlandiscbe ludasirit- und WiasenBcliaft 
oincr Anzahl von franKüsischcn, russischen und engÜBchun Witrtom ins 
Persische Eingang verscbaffl, und so wird — sagt er — nUchstene 
das noch vorhandune wenige altpersische Sprachgut verloren gehen.*' 



' Dio Dttueflc, nWr in jcdnr Deisicliun^ roicliirtu and nvrtltvMlsiu nHcr nll- 
gwnaiiiMi T Alllire EthK ,N«u]m«i»i;be Ijtorsnir'. Orundrüa drr imnitehcn Pliif-olngit 
(Slraubure lUW) ii, 8. SIO. 

■ PoMK, Per^m (Leip«!ir 18«8) i. 8. S77. 

' *^jtjL *Jjjb »jjI;-»} j-ii) j«<i *i-»ij* *s Owl juL^ ^L" c>y^^ 

i:1jLäJ Lfj\ ^jiiy^ '^Sj^ CjIjU^ L»**I JiLtjLiMi\y Ji'-«*^ f^i-* f-l^^y W;)' 
jjS^ÄÜy»! ^^yf, ^^^ ^^^j\^ AiÜ! *-* OIjUU ^ i . y .:. :_ x t . 'y \ , *-—jy , J_^l^ 

Fcrheng-i-euiantDu ArU Ni«iri (Tolivdn t«7l). 



KtsA KtiLt \As ALfl DicaixB. 



B5 



Eine der llmiptiirfarhcn Her Vei'derbniss der pcra»cliec Sprache 
mag neben dem fr^nid^n KiafluBse die VcroachlaAtigiiDg der litern- 
risc-lien Studien sein. Är»bi5ch vrird nicht mclir ao eifrig sUidirt wie 
zuTor Jetzt h«pitlgt man sicli mit einigen gckibrlen Flo9k«ln. - — 
Daz« kommt noch lier I'msland, da;» der inodcrno Perser, der sich 
bemUbt die Wisse iisc^ba ft der FreiigiB 2U evlürnen, wenige Mii»8e- 
standen und noch vrrnigrr Lutit dazu hat, sich mit den allen das- 
Bikem zu beschfiftigc^ti. Dnrum r«L>hnel mnn es dem neuen 8c)i»h 
zur besondem Ehre »n, i\ass er trotz seiner europäischen Bildung 
dor orientaliaehen WiaBonHahuft Iren gehlieben ist. Nncb der Aoubso- 
ning des persiarhen OesandtKn kh Londnn, soll er sich oft damit 
amUsiren, perHisehe Verse ins ArabiHcbe zu Übertragen.' 

KiZA Kuli XänV poeliswhe Werke sind zahlreich genug. Er war 
ein flciKsiger Pfluger der Diehtkunst. Seiner grossen literanKcbeii 
Bildung venlankt er di« Leichtigkeit, womit er allen Gcnrcn dor Poesie 
gerecht zu werden versteht. Ungel^lhr dreiasig tauüeiid Verse an Ka- 
sidcn lind (.iha/.clen soll »«in noch ungedrncktcr Diwan L-nthalton 
dfartb hesi hez/ir bejt). Ea Ktanimen sechB MeOnowis aus eoiner Kö- 
der. Nnr ein Gedicht aus dor Kcihe derselben, das Giilistän-i-lrem, 
welchtM die Qeiicbichte Beklnü's besingt, ist bis jetzt lilbügraphirt 
orncliienen.* Die. Illingen fVmf sind rciügii'isfii Inhaltert und dienen aur 
Erklärung der Wahrheiten di-a Glaubens oder erz^ihk-n in epiaclior 
Form die Geschichte des Uläm's. Eine hervorragende Stelle nehmen im 
Diwan uiuerea Dichters die suäsch geiUrbten Dicbluugen ein. Uebri- 
gens acheint diese zur 8chau gcträgoac RcligiöaiULt bei Ri^ä KwW Xnn 
mehr eine Sache des Gi^Hühinackes als der innern aufrichtigen l'ebcr« 
Zeugung au sein. In Pei-sivn war es von jober Modo, mit panthcisü- 
flchen Ideen zu liebHugehi. Da» wahrhaft Erhabene kannte man sich 
otir in dem Gewände de» AÜe« verg<(tterndcn PantJiciemus vcrgcgcn- 



* Fununnul}- not jit ttia ui|i«niu» nf hia Eutoru Inamiii); iti Hrbicb hu extoin 
he often nmoiea hlmiHilf by ron'|i?r1ng rfininn pi>iMry into Arabic doing to with 
tlm KTMtMt luiMt and uIckaiic«. The real Sfiah at portras;ed Ay tfu ptnimt miaUler. 

Thf ainttr/iled LmuIm iVö« IUSe, 8. 8JÜ. 

■ T«liorAn (IllTO). 
WlB« Sollwlir r. iL KoudD d. MairaA XI. Bd. ft 




6« 



A. V. Kkul. 



wRriigeD. — D»r Glaube nn dii> Sußdüctrimm bei den meiftcn mo- 
dernen MuHcnsöliinin Irun's ist als eine Art vna Sr.liÖrlicitsid«>^t ?,ii 
bßlrnchttm. In eüiein fioinor Vei-sc sin);! Ri^n Ruil XAn niirh dem 
VirrliiM«! Iliifir/fi: ,cs giLl wolil par Ui^trcn llittcrsrliitifl zwischen der 
Kii'lioli iiti<l {It!r Selit-nko' (mtj'tn kn'hth ä mej^ütifb kif far^t uht). 
,Wttr map jene rttoiigcsiulitigc Odipbtc »ein, die sich von ailcn Seiten 
1i«r iceigt? Jederuimm sucht nur sie und sie ist docli Jedurmanns 
Itoisc^cßtlirtin. Alle »ind butruiikcii. nur sio ullcin ist oUclitiini. ICin- 
Ulli] ist sie nicht xii linden in der Z«I1e dos Predigers. Ein nndi-ree 
Mul Welirt slo mit ihrer Gtipjnivarl die St-lmiikf. In ihrem Nuuu^ti 
Itetet der Froniiu«', Zu ihrem Oeditclitms» gllitvl sirli der ClirisL 
Kicmund scho ich, der ihr Wesen eifasst hfttte. Wenn solch «in Kun- 
diger jemals war, sn ist unter tausend nur ein einziger solcher su 
finden. — Gestern ginj; ieh bctrUbt in die Kirche, als ni<)in Her:« 
des [•'ronndes wegen blutete. Da sagte ich: u du AlUrr des Klosters! 
pvkiilre mir das GehGinniis», damit ieli der Wahrheit kiimlij; werde. 
Sehwcip! vtrsetxte darauf dor Greis; er selbst wird dir da« Verbor- 
gene! eiilschleiem. V^ ]i«Bs {dStKÜeh die Glocke ihre Klo^o hüron und 
diese Worte hat sie insgelieim geÄnssert. V» gibt hier in diesem Hause 
aiiKHor ihm Kfiinen. Kr ist der ßi)tt und es ist kein? under*' Gottheit 
neben ihm." An ttincr Stelle stsine« ilcdAjetnäiueli erklilrt er sii den 
Satz, AatiS ohne Krlaubiiiss und Hilfe GotU-'K Niemand im Stande Bei 
sicli der Oottlieit za nithurn. Dur Qotl legt nach ihui eine Zuneigung 
zum Frommen an den Tag. .Uer Papagei dor Soele ist inrnktm \-on 



i .". "^" * 3 3 iJZM4H.ia-Ail A-vA 

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^\ ■ ■-.')j f\ J^o \mijj * ?>..,> 

Kijii^vl-'ltrifl'n (Teliarin 18M). S. 363. 



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KlzA KuLt XAx KIA DlCltTKK. 



67 



den tiabtninlcoiiiati Aujit?n fr»Mvorde«. Die Erinnerung an das Zucker- 
Und list ihn xn nicht« goioacht. WUre daB Z^nckcrland niclit ia, tint 
ihn anzuKiehon — wns für Voran lassun^ hutte er, dns Ziickerlnnd zu 
Bitchon? I>as kleine vrinKige l^onnetistätibchen bewegt sidi nm- darum, 
weil (Tie hnivlitendH Sonrts es sucht. Weil Ha See ihn äu sicli ruft, 
ist st) tiiti'tilil»: ri(ir Tropf(;n. Dom Uolirc g«hri«ht rs an Kraft zu 
flivscr Klage.' Durum musn iliu Fiöt« Jio Ursache iler Kkgo sein. 
Jeder, dor kvinv Olirvn hat, um diu Stimme der Svclc zu rcmehmcn, 
ist aUerxeugt daroi], das» diese Stimme de« Rohres aus der FICtc 
stammt Dur Liebhaber ist unschuldig an Klagen und Seufzen. Die 
Liehe8]>ein veiirilfjl ja keiu Scliweigew.'' 

Ki^ Kuli \ha iet wie iyu'ani ein Liebhubcr der auägcarbcitctcn, 
mit aller Pracht der (fewagtesten und souderbarstou Gleiebnisse aus- 
gestatteten NAlurachildcruitgf^n. In einem Gedicht bcfichroibt er den 
Winter. .Was hat dieser rubtiifarbige Turban (d. i. die rothe Kos«) 
(jetlian?* W&» ist aus jener grUnen Woste geworden? [OrHne WcBte 
=^ das grUue lllatt.) Quecksilberartige Verzierung hat der Zweig nod 
lieiTnelin farbige Seide deckt den Iltlge). Die Luft ist Kampbereieder 
fewordeu uud QueL-ksilber gicssl der Himmel herab. Der Baeh iet 
voll «chiufer Schwerter und mit weissen Eiern beladen ist der Baum. 



* EIdo Anaploliiag an die w'>hlb«kfliittt« UiMcliicbta de* Itobri» Im t-nrittti 
Buch« Ae» U«tnew1 de« Öelil-4Ml-Ctfii RAtnl (BnUlf 116)*). ». X. 









» /s»- »j> •*in' o»* 



-^^ ji *>= -^iV oyt 







wjl ^* — ^jj ^jij^'s*- *>=- \ß>^ ** vW 

jtj__i. >_,li^ j;-i* >j> «;J5a. u^j>-j o^'j *^:— ^^ fcy^^ t;* 

RÜM-ol-'trifin. 8. US. 

• j«< j?^ jl do.Ui U--. io^5 ^jAf, jS 3I *jUS ,_^ »_,li K*rii«Br- 
l*«it^ia«n Arii Nifiil (Telier&n I'^IttS). wo dar Verfuüer Min elgdBM Go4Icht «!■ 
Beleg citirt. 



w 



A. V. Kbol. 



Die BergaliliÄnge iiphincn sich ganz so »a.» wio die Wiese, und die 
Wiesen sind vt>ll JasminbliUtien. Wilde weis«« Kosen Hlllen den Him- 
mel und di« Well itit nlifrlMIlt mit Idondeiidpn IVrleti. I>ii^ trm^kene 
Erdft ist ein Fluss geworden tuid die flache Wli&to Jllmctt dem ll%el. 
Kein Hügel — ein Kcr^ isl die Kbene. Kein Fins», «mderii clicr 
ein Sec ist die Erde geworden. SohAU die in geeohlosscnen (gliedern 
mAr»c-li!n!nden Klufantonl Zuvrcilcn gehen sie lungsamen Sclirittes, 
wn ouderes Mai bewogen sie sich rascb vorwilrta. Wenn d*s Drome- 
dar Komiit wird, sn wirft rs Selinuiii aus seinem Munde alls, (l Wun- 
der! Der l'ilefant des IlimmeiB wirft seinen Schaum ven dieser Höhe 
lieriib. Wogen licr vielen licrumschweifenden und v(in der Hiihc 
SchAam äpojeudcn Elotanten kann mnn weder das Licht der glitn- 
xondcn Sonne uoeli die sichtbare Welt Bohon." 

In vieler Hinsicht interessaut ist das Gedicht ziun Lobe der 
nncli (iliendlftndischen Mustern neujtrogrUndcten Hueliscliule der Huiipt- 
studt, welelie mit dem wenig bt-scheideiieii Namci) Dtlr ul-t'uniui, d. i. 
,Hau6 der WisäOD&chaflen' pmliH.* Bc«»nderK kuiuisch bertilirt es den 






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^ jJU Ij-*^ Ai <j-Wsi.j j^^ o'-*^J *^ 



Mv^a' et-fnfobl (Tehvrin 1874) ir, S. M3. 

* NHliCTCn llb«( iliu Där-iü-fnaäu tmilt't iiinii in ^w«U ^tjJUJI OUa4 



ItlXi KttLt XAü ALS DlCHTKU. 



69 



curoplliscbun Lcscr, wenn er die Stelle Uc«t, w» die jungen Oadclteo 
als liebliche ecliöiie Mielchen gescliildcrt werden. .Eine prllohtiRo er- 
wünschte und herranüiehi-'iide Kocliseliule tut rliiaer Fürst — das 
Asyl des Lande« — in der Hbult TeherÄii gostiftot. Um ihr Ansehen 
und MajestäU zu vcrleihun, ituht lia diu Falmi; dt;8 Itrtiühirs. Ilir<' 
Gmndaleim' liegen liefer »Is der Krde tragend«' Fisch iirid ihr Dach 
crhrbt sich Ultur den Mond. Dur Ktinig hat Oidchrtc aus dem l^nde 
der Frcogis berufen. Ki' hat ihre Aemter, Ruiig, Aimeheii und Be- 
lohnung crhSht. Er hat die nach KimiitnisM atridinndrn Jünglinge des 
iHüiisehon Volkes aitfgciiUL'hl. um s'w mitcrriuhtoii zu bissni. Mehr 
als hundert und itlnfzig junge Leute hat i^r gcfundon. VVie der Mend 
von Nakhschnh, welcher uns dem Itruunen des Nakh»chab heraus- 
gekommen iat, so glUnzoD ihre (icatehtcr, wdohe den Qlanz der 
sohwarzen Seide ülmrtreflfen. Sie sind gleicli gesehickl im Kumjife wie 
tin (Jdage. Sic haben die Kigenschuft eines Huruitiz und eines Iteh- 
rftui und das GeBiehl dt-a Mondos und der Venus. So schön sind ihre 
Augen, wie die do»Mo(!chiiÄhinicIics; ihre Owstall koiumt der Cypres»« 
gleich, üir Antlitz Ist weisses Silber, ihre Locken üfanelo dem M'bwur* 
zeo MoKchus. D&» guuze Eden findet man aus Freundschafl im l'a' 
laste verkürpert. Diu ganxe Uülle Ist aus Felndsclmfl im Heereslagcr 
vertreten. Tausend Ernten der rothen Rosen sind unter dera CJUrtcl 
versteckt. Tausend Bltudei der UyRcinthcn siebt man an den Seiten 
der Mutze. Die Gewehre anf den Schultern nehmen sich 80 aus, wie 
die herzTerwuudeiidcn Liebesblicke. Die am GUrtel hingendeu 
kurzen Schwerter gleiohon den lebenbetrÜbeDden Augenbrauen der 
Schönen. Kampb erartig (d. h. cunuchonartig) ohnmächtig wird vor 
Furcht die Tnilnnlicho Kraft dt^s Sodomiten, wenn er auf sie blickt. — 
Alle die Grossen des Mtuate» borictlien sich darüber, wen man mit 
der Aufsicht dieser Oiftsten betrauen kCnntc. Als ich von der Ga- 
»juullsehaftsroiiiR ii.ich Kbarezui sttrück geknmnion war, berief und 
beautlragtu mich mit ckr Autbieht dcniuIliHn der König der Künige 
tiroiaak'tnig der Siillunc d«r Zelt — tlur jiingu Sebilli, der wie 
Glück ist, uud dessen Olliuk wie er selbiit, ein junger Mann ist. 
Vor seiner ^InjestAt ist so klein dor tobende Kbrant, wie din Mückt;. 



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BOI.. 



In der Nnhe seiner Mnclit nimmt der ftlrcliterlidi« LOwe din Natur 
dee Fuclises an.'^ 

Als ein pedie^ener K«nner iiiul LieUialicr der alten claflnischen 
Poeten luucht uiiacr Autor »ehr oft den Vcrsucli, dit-seu oder jenen 
derselben naclixuabmwn. Ouwöhidicli bwsteii-linBt er offenlierzig nein 
so entstandenes Werk al& uino Nachdichtung. Am häutigotou hat Ki^ü 
Kull XAri dorn von ihm herauK^regulK^tien MinfiO«hri fr^folgt; andere 
oft nach);c-uhintc Dichter wjircn der alte pcrsischß Dichter Forriixi 
und der grosse- Möistt-r «les urientaliscli bildreichun Stilus — Xukäni, 
dessen Diwjtn er auch mit einem Coiunicntar vei-&f;hcn hat. Ein Vers 
Mu'iKzi'ii hat Ibm zu dem fulgetiduu fjedicht» als Vurbild gedient .0 
du, die mit deinem Herzen dar Kiblcb der Moslimen ftlinlieb bist 
— nämlich dein Steint*! Dein (Ivsieht kann mau mit dem Tempel 
der Foueranlttur verplcicben — das ist mit dem Funk'-n. Man köiinlf 
•lagtin, MoBi*« habi* dein feuüriarbigeK Antlitz auf df>r Palme deiner 
GesUüt gesellen in jenem Thale, wo er das Feuer auf dem Bauuie 
erbliektw. — Felsenntein und der Feinste Mot^chus — der erste ver- 



-H -t*^ Ji^ oi* o'rfr^ rt^ 



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71 



»t«ckt, der Kweiti^ rtffenbur. W» ist rliesBr? lu Spüle. Wo bclindct sieh 
jenerV Auf dem Monde. Wen willst du, o reindejitf;«ndes Rosen^esicbt, 
bekri(!gen y O du Hurzeiirlliibvi- »nd Meni'rlienjttgor, gegen wvu Iiast 
dti die Absiclit zu kilinpt'enV IXisb du ji-neu pecbsvliwarzAu Bogvn 
bis xa dec Olm^ii )^r>8pniinl ha^t, und diese oAt-h Ambra duAeiid« 
Schlinge bis zui- Mitte berub^l&äftea Uaät. Du bast intiu äcbliing« 
vor dem Monde und Tbe«r btist du um die &iilch. -^ Porleu Hast 
du ziTi»clit-n Tulpeublnttern uud uo^cniiachU-u Hoiii^ im Juwel. FÄnt 
P«rlen}i)]re sebe icti im RubinscImiuokkUetL'beii bei dir. Itn Svidnu- 
kleide 6«liam> icli deinen Silberkluuipi*». Duinc pL-Hcniilirc läeisl der 
glänzende Rubin sebeii. Seide von Sc.bu8chter bed«ckl dwneu Silber- 
klampea. Wegen deines Silberkkimpcn« ial mein Leib so ruiairt 
worden. Deise Fcrleiiftlirc ist die Ursache, dass ich aus meinen 
Aoffon Rubinen regne. — Kin nioschusduttender Baum üind dein« 
KWei Himi-fiffitlpu «nd sübenveisses KItenbein sind deine «wei Wan- 
gen. — Dein Muiivhuätbctkabiuim beschattet beHtündig dein silberiges 
Elfenbein' etc.' 

Wenig Originales eiithnlten die kleineren Verse, die Vierzeiler 
des Dichters. In einem dentelhen gibt er der nach *Omar XajjAm 
Mode gewonlenen sküptisi-hnn Weltanschauung Ausdruck. ,Iu dem 
Aogcnbliek«, wo du d«r Welt Lebewohl sagen wirst, wirst du sie 
mit der Seele uud dem Herxen voller Blut (d. i. betrübt) verlassen. 
Wenn du darüber nicht im Klaren liist^ wie du gekommen, — wie 
konntest du das wissen, auf welche Weise du sie verlassen wirst? 
Dor wahre Sufi ist der, welcher, obgleich er das Wesen Gottes er 



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jlX^ tij* rjii ^ ^jj ^ ^j\, *s L. 

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A. Y. Kb« I.. 

k-iniii liiit, twin Wort spriclit und sein Goheimniss mit sieh ins 
mitnimmt. Dcrjünigo. der de» Wein der Trnlircii Koniitiiiäs gekostet 
liat, und nirhts gesprochuii. Diese Entdeck luip; Itat er Jiib Grab 
mit^ciiouiinvn und dfibui hat vr du» Scliwciguti bcoWühtet. — Wir 
liubei) uiuht« jibsbLoii und viol f»usproeliL'ri. Olliekli«ti ißt dcirjeiiigfl, 
der altt Schur gcstorban iät und nichts ^tiprochu» bat." 

An einer Slellc seine« MiVmywi'B, Eiiväri-\'fclij«^i, bekUgt «icb 
uUSCr Autor ubur :(uiiit; vurlnrun ^('t;ang(:nl: Jugend, .lürhubc divli, 
Hedäjet (der Ta/,ultiis d(^« l>icbi«ra), bin ist die Ju)^eud[ Das Lvben 
host du aut' die- Weise, wie du c-s wohl wcisst, vorlebt. Dio HiHbo 
deines Actlitzo« bat der gelbon Farbe Platz geiaiaoht. Die Wärme 
deines Bazars bat sich orkRltct. Dein Lebcnsnltcr bat dm Vicrzi)!:«tc 
verl&i!*en und nähert sich dem Fünfzigsten. In den Bniunen stieg 
herab dein kftnimnischer Joseph. — Das Ftlnfzigste bat dir Gewalt 
aiigetbjia (etu schwer xii tlbersetxendes Wortspiel mit prnyeh ,FauMf' 
und ptn^Ak .FHnfjtig'*. Die Fatwt (oder das HlnfitiKstc Jahr) wird dich 
ohne Zweifel belästigen. Dein achwacher Arm hat keine Kraft mehr. 
Deinen schamlosen Augen gebricht us an Licht. Da« Resultat deine« 
Lf'beiis ist die Stlnde. Das Ende deiner Würde ist diese Niedrigkeit. 
Denke nur wohl nai'h: wns haben dir deine t^lnfsig und paar Jahro 
ausaer Kummer und Sorge gebracht." 






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BiJAs-ul-'^rifin. S. 3(14- 
tC^Afal-'Arifiu duelbit. 



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RlzA KOLI XAN AL8 DlCUTBR. 



73 



Q(tD» epiBcIi ^ehnlten ist sein MeOnewt, Xurrem-i-bibi3t. la <ler 
Scliildcning do« Zweikftmpfes 'Ali'a mit 'Omer-bin-'Abrfüd beschreibt 
er die Erscheinung des LetKtern wie folgt: ,l>ie Avniee (nftmlich die 
der Clegnep Ali's) h«t einen braven Heerftlhrer gehabt, d»ip tlbcr das 
Hoer BeffhUliaber niul Cieneriil war. Ein liiwonlicrziger llvM wnr er 
und ein «lefanlleihiger Kilmpfer, Bogengreifer, Dolchzieher und Pl'eil- 
sehieeaer. Du könntest wohl SA^en, dass «r ein fest ina Sattel siUuii' 
de» Berg88tHck sei, dessen Bewegung dns Erdbeben verursacht, Auf 
seiiiera Hauptu sieht man einen at^hiernen Helm. Und der Hulm, 
nimmt sich dort so uns, wie die Biirg auf dem Berg^pfel. — äuinoa 
Kupf siert dur ^liluzeude Hehu. In llaniiseh und Pamtcr ist sein 
schwarzer Leib gekleidet. Eine kolossale OestßU zu Pferde. Seine 
Gestalt iLhnelt dem Berge, seine Statur kann mun mit der 8Hule ver- 
gleichen. Sein Haupt und seinen Leib bedecken Panzer luid Helm. 
Vor Zorn sieht er die Augenbrauen zusammen und rumsell die >:!tii-n. 
Am Gllrlel hiingl ihm iler gr(>**e iSäbel, welcher gleich dem Blitze 
glänzt uad wie die Wolke Hegen spendet' ' 

Als das gehmgenate MeOnew! lÜi^ü KuH's kann man dae B«kt;'i^ 
MAmeh beEetchcen. In leicht äiessender und gewühlter Hpraebe wird 

»J-*__»j *\4^ j> c«ju,is *-»-*>?. "■>*j "***< 13»** lM- j* V j-** 
Ol * ^j .fJS *^ ^^ Asb\^ Ol A — Mj j> *J::ä.\^j\ j> *x\t 






}t«imm' «IfufetrH n, 8. S47. 

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74 



A. V. KstlU RlZA KltLt XAx Jlta DlCHTKR. 



(Iniin «ioc Liobesgescbicbic erx^blt. .Diu Juamiulrlbtigc giug cine» 
Tages im G-arten spazieren. — So beginnt di« ErzMbliiug von der 
eratea Begeg-uung der Licbcadvn. Si« nälierte sich dem Palaütc. !fie 
cratieg den siebenten l^lcon de« Schlosses. Dieser Balcon der Burg 
erhol) sich holier als der Planet Saturn. D« fiel ihr ein. dass sie von 
der Höhe de^t Palastes den König und seinen Uot'staut sehen ktiuule. 
^Arie bewilligte eben eine allgemeine Audienz. Er «tnnd im Simlc 
und an seiner Seite nahmen die lleer^lhrer Plau. Nsch iliren Raii^ 
stnfen waren da aufgestellt die Emire. Vor dem Throne stand BoktAii 
Bolbst. Du liätlest sagen kiinnpn, eine Oypresse sei vor dem Throne 
anfgcwdchsen, Er war eine sehöne, reiaend« Gesüdt. Sein krauses 
Haar war nach der Art der gefangenen bfben Diebe in Locken ge> 
fesselt, welche 9o kriimm waren, wie die sieh xuenrnmenzichendc 
Scblange. Seine Lippen waren wie Knbin, seine Zuhne wie die 
Pteiaden. Krim«, falten- und ftuditenrE-ieb war sein Lockdtihaar. Der 
Elfcubtinplalte glich sein Hals. — Der l'rcis seines llsises kommt 
dem WerUie der hundert Thron« imil ebenso vidier Kronen glsich. 
Schief trägt er atis Koketterie die MiUxc. Nach jeder Seite hin wollen 
seine byaeinlliengleiehen Loeken herab. Da kam aus der Lauer der 
Riliiher der Liehe horver und raubte jenem Mundge-iücbte ihren 
Glauben und Verüt-ind.' ^ 



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Anzeigen. 



E. A. Walus Buooe, The diaconrsK« of Phihxena», B\ih&p of Math- 
högh, edited hy — . London lü9i. Asuhr & Co. i. Band: vi und 
«85 SS. II. Band: cxcir und 597 SS. 

Der 80 uneniilldlich und vielBvitip tViftlifi«? Herausgeber der ne- 
«torianisclKni ,llisturia monu^tiüu' be&clicnkt uns hier abormaU mit 
einem praehlvoll ausgt-staltL'ten Doppulbaude syriaeli ■ tlioologischen 
Inhaltes, welcher, wunigatcn« in philo lofpsch er Hineicht, du« sueret 
gcnatintt! Werk an Inlerease noch öbertriffl, Philoxmius oder Xeiiajss 
(t TiSlt), Hiäeliof von Mnbboc ( I lif^rüpolis), ^alt schon bcn .lakob von 
Kdessjt, uubeu Efrciii, laaak vun Aiitiochten und Jakob von Harug. 
als einer der vior tnuslcrgiltigcn Klas&ikcr der syrischen Litcratur^^ 
JuucpH Simon Ahhkmani, trvloher iii der liihlwtheca orUntalia viele 
£sc«ri>l« aus seinen Schriften mittheilt, spricht mit Begeisterung von 
■einen) scbCnen Stik* (scnpsit syriaec. »i quis iitjus, elegantissime); und 
die drei auch inhaltlich sehr racrkwardipcn Briefe, welche Abbe Mar- 
TM, loMAZio Oirmi und Füm-HivüUAM herausgegeben haben, konnten 
dies Urthoil nur besliUifren. Aber erst jetzt, seit der obigen Publica- 
tion, kaoD ro»n Philoxenus als syrischen Klussiker in seiner g»nzeQ 
ONfsBC wtlrdtgen Die drei anderen Kirchenlehrer, wolohe ihm Ja- 



' Auf dime inti^Ttsunt« Stoitu ipiell Bvtmu it, 8. xxix, Z. 19— SA an, nkne 
jviloch >u «nvlhnon, iu» «i« Jakob ron EdoMA, tlt«*om coinpftl«nt<Mt«D K«Dn«r 
■i«r «yrlMheii Literatur, angehört. 



76 



"E. A. Wallis Budob. 



kob von Edossa zur Soite stellt, schrieben thctls nuoaeMiesaliuh, llieiU 
vonricgVQil, in poetischer Forni, welche, Eitnial bei den Syrern, den 
Periodonbau inelit zur rechten Entfaltung koitimuii läsat; unil wenn* 
glcicli das oinfAt^hc, luOitACinitJMchii SatzgcHigc des Apliraates oln 
kostbares Denknin) gunuinen, von griui^hrKcItmn Einflüsse unbni-lihr- 
tcn, äyri&chcn (jcistcs ist, so bat doch erst Philoxcnus, vormüge der 
grioctiischeu ßildunf^, welche er in sieb sufgenoramen hatte, der av> 
riecbun Sprache die gtmze syntactischc Bic^amkcit nnd Hcichhaltig- 
keit verliehen, deren sie f^lhifr war, ohne doch je ilirom Genius das 
Mindeste ani vergeben oder Frcmdarti^efl aiifKiizwingen. Seine kry- 
stallklare, prJlciüe Diction Bpii!;relt oiiif-n w»bl^Rnrdnet»n, Uberlttgten, 
lo^sch scharfen und originellen Ge<l4iiLkongati£ wieder. Die syrische 
Syntax wird daher kQnftij;, insoweit sie kunstvollere, Über die alt- 
semitische Siniplicitilt binau&streUende und doch noch correcte Bil- 
dunj;en behandelt, vor allem an Pbiloxc^nus anzukiiUpft^n haben. 
Dana die lexikalische Ausbeute eine verhältnissmaBüig goriDgc i&t, 
liegt in der Natur der Sache, da die asketischen Themata, mit wel- 
chen sich die lüei- vorliegeodcn Abhandlungen bcfaseeD, fast nur auf 
Worte fuhren konnten, welche Hchon in der bishur vorliegenden sy- 
rischen Literatur gute alte Bekannte waren. 

Dicau drci/uhn Ablbuiidlungen (Ubcr Glauben, Herzenseinfall. 
Gottesfurcht, freiwillige Armuth, Faaton und Keuschheit) liefert der 
erste Band im «yriachcn Ori^iiale, der zweite in englischer Ucber- 
setzung. FUr jenes sind zahlreiche I iRndaohriften benutzt, von wel- 
chen die illtcste vitrileicht noch b«i Lcbzeiteu dt?s Autors geschrit.-bcu 
ist. BunoB hat jedoch eine iini ein oder zwei (in ihrer «weiten Hillfte 
sogar um drei) Jahrhunderte jüngere zugrunde gelegt, da diese alle 
Abhandlungen umfn.ss't. Wenn man auch Über die Zwcckmüssigkeit 
dieses Verfahrens verschiedener Meinung sein kann, so macht es 
iluiJi praktisch keinen grossen Untersehiod, Ja d^r Text sehr gut 
erhalten iat, bessere Lesarten der HltRren llaudschriftcn stets wenig- 
stens als Varianten untfir dem Texte angemerkt sind, und die eng- 
lische Uebcrsctzung die vom Herausgeber für unspriinglich gehal- 
tenen Lesarten befolgt. 



^ 



Tm »iscouRsias or VmtAxtisv», Rtsnnp or MarhAqd. 



77 



Da unBer Werk die gtüiKÜcliu Hingabü an QoU, unter Lüs- 
sobälung von der Welt und Verzicht auf iliro Quter untl UenUsvo, 
als diu ^clrvtirsLti Duri-lifütiriing, ja ci^mitliub als diu nHthivendigc 
Couäequcnz, der Lclirc Jesu und des von ihm gooffenbarton Hoils- 
wt^giw fordert und diirtej;!, so wtli-di' man t-a jeUt cslwa iil» fim- 
Anleitung zur cbristliclien Vüllkomiuenlieit l>c/eichiicn. Selir 
Oliiükb ist der Titvl, wulclien die SlteBteu Kniidäi*hnrtt;ii, theils aU 
(üffcntliclic U«ber- oder Untersclirift, llieiln nis forlJaufoudun Coluinnun- 
ülul, Imbun: <«o'i«-^ai <\s*Wi K'n^aiO» ( .AMinndlim^Kn über 
den Wundul dur Vollkmumunhtnr). Ut!u<;e uiiUiitumt der von ihm üu- 
griinde golugtcn Handschrift (obgleich »fllwt di<ris« in ihren ri>rüiiu- 
fcuden Seilt'iitllnjrst'hrifteii dun ubigcn bc-ibeblÜl) einen anderen, dnri'h 
Umstcllunff der biiiden Stichworte ond Vcrwandhing von K'*<\^«i*=« 
in du» sebr ähnliche T^a^UjÄiSsa ontstandenuii Titc-I: 1<Si»t^11 i^^Jt- 
< ACLljtfi*l>s A-i.3 (.Aldiandhiiig tiber dt-n Wundc-l mich der Uiitcr- 
»veisrniy oib^r Eriiiiiliimng'), was fr diiiiii durch Conjectur in i^»"Wx» 
<-\Ä«VTl rC^cu^^n:» i-i.^ (,AbhaHd]uiigcn Ubc-r di« Kruiahnimg 
»um frommen Wandel') VL-rilnderl. Diese Bevorzugung eines offenbar 
BtiCuiidiLrcu Titelä (dem vntsprccbcnd Auch dor Herausgeber diene 
Abhandlungen meist ,Diseourse8 upoa cbristinii life aud cbiirarter' 
neonO hlingt. wie es scheint, damit Ku»immen, dass er die ßestioi- 
mung devselb*?« fllr Asccton (MHnehe), soviel ich sehe, nirgends cr- 
wühnt und wohl auch nicht ganz klar erkannt hat. Diese Bestim- 
mung tritt in den croton Abhandlungen über den Glauben, der Natur 
der Sache geiu&se, weniger stark hervor; aber in den folgenden 
werdfu dii- Angeredeten wicderhnlt auf das Deutlichste nh Mfiin-he 
I.T^cn lirrxAJtarC, . . lOtü.^. . . . t^wu . . . t^-— f**. . . iCouj^ . . . i^Ij^) 
beieeiehnet; sie worden den in der Welt Lebenden gegenübergestellt; 
ee wird erwitlmt, dose sie das liArenc Mönehsgewund tragen, kein 
Kigenthum besitxen dürfen und zum Ctilibnt, zur Knihaltuiig von 
Wein und Meisob verpBicbtet sind.'^ Man vergleiche n. H, i, 131 — 122 



' Nii-hl hierher (fpIiBrl jatioch liiw vi>n Ilrifr.r mit ,in ih» iBüimnt.L'rj* HIipt- 
MiUib' iC'Hj^ <L.^s (i. \th — II. 120). walvlii« mir niiiL- Ampialiiiiie ikiif l'unlin 10, 8 
Ut niid (tu Itrlirlliii-ho W\ wiixtnrpbt. 



78 



E. A. Wallis Budu», 



= n, 116—117; i, 13G — 1S7 ^ n, 180— ISl; i, 809—810 = n, S95— 
896; 1,441—442 = 11, 42S. 

UeliHgeRs kiinnt« sich dvr Herausgeber, nielit mit Uiu-eclit, 
(Itiraar dcniffii, dsKS Philoxoniis üImm- die allgomcinkirrlilictui Lohi* 
VÜ1U f^ebulL'iiL'n Ouli-n und nur JiiigöralhL*in>n Bt'suurcn hiiiaus^^ehfiiil. 
wirklich nur in dorn Asuctcii uiiifii wahnm JüiigiT Jesu, i^iiicn cig;unt- 
licheii Christen arblickt. Kacli ihm ist VoIIkommtinhmt ia der Wf?lt 
üinfscb uniuOtrlich; der durch ChriHlue cingcSeUtcn Hoilsorilnung: ist 
die thütsilcMicli durehpefidirle Eiilsajjunfr der Wt-lt, wozu der Ver- 
zicht litif KigrnÜiu III und Kh-c gehört, cigi-ntlifh wosvutHch, wird je- 
doch, inftdg«.^ einur »otligL-druiigtiueti Coui'essiun iiu die menecliliche 
Schwache, nicht von Allen gefordert. Der GoUuftc beendet sich so 
Iiinge in einem gleichsam embryonalen Zustande, als er noch nicht, 
durch Woltentsogung, geistig neugeboren wird. Vgl. i, 222 ff. = n, 
214 ff,; I. 2r.7 ff. = II, 247 ff.; i, 804 ff. = n, 290 ff.; i, 565 ff, = ii. 
.^37 ff. Mcrkirih'dig ist, nebenbei bemerkt^ die grosso Avhnlichkcit 
mit des unserem Autor Überhaupt geistesverwandten Orafeii Leo 
ToLRTOt .Nni'hwart sur Kreutzersonate*, in der Ausfllhrung Über 
die Nachfolge Jesu als äie Verfolgung eines sich ins I-lndlosc bin- 
ziehetidori, immer liüiitTe Anfurilurungeii Htoljenden. Ideales (i, 343 — 
a43 ^ n, äiT — 'i-iti). Doch zur nttlurrcn Erilrturung und Würdigung 
dieser sehr origiuellen, mit Geist, ScIiaHstnn und KUrhoit durehge- 
nihrteii, von einem hohen religiösen Krnate be»udti-n Oudnnkengilngu 
ist hier nicht der Ort, and nillssen wir uns damit begnUgon, die Auf- 
murkttuiukeit der Dogiueohi^torikcr darauf za luiikeii. 

Die Eigenselnift ufiseres Autors als gewaltigen Kufei-s im Streite 
t^ den Moiioph^EtitisuiUB tritt in diesen Abhandlungen, selbst in der 
Eweiten und dritten (llber den Glsuben), ziemlich in den Hinter- 
grund, da die Frage nach einer oder zwei Natureu in C'bn»tu fUr 
die dügiuiititiche Kiindamentirung der christüchtin Asces« von gerin- 
gerer Bedfutung iat, Jedocli geisselt die zehnte Abhaudhmg, in breiter 
AuHtUhrlichkeit und offenbar persünlich iciigespitzt, behäbige, ruhe- 
liebende Kirch enmänn er mit Oounnandneigungcu, welche die ihuen 
tuitergebencn uiler befreundeten Mönch« vom dogmatischen und 



Tob Dtscouneiw or pBiu>x£.Mts, Biatioi' or HAUuäuu. 



79 



ktrchenpolitischen Kampfe, als fOr die innerlichB Samrolung und ^s 
a&cctüchc StrcbcD stfircnd, abKiihalt«n sucbtcu, während sie dann 
«riitder die Abliidtuiig aU DiiiidorM-enhigu Aeu^KL-rltchkeit IiinBtcUteii. 
Ucbcr einem Zuge dieses Gemäldes )iat in der Ausgabe ein eigen- 
tliUtulifher Unstern gewalict; iiilmliL-h i, S. 3S;i, Z. 8 — 9 = it, S. 373, 
Z. H- U' hciast es: i*'»«%j* ^^ *i*tfu ^^ « i n ^oiSot cni ^- ^ ' . '-^ b«% 
K'aa->a.^(\. pny ^\s » bietet nun das üruL-kfehlcrverzrichtilss das 
richtige ^ ^ * ^ g, also h^tin (^wcstsyrisch btin). Es ist deiDnach zu 
Obersetzcn: ,Kvrei Rier sind iliiii lieber als dan alte und nctue Ti-stn- 
inonl*; nicht mit Ilinzuftlgung eines Suftixes aus eigenen Mittr?hi: 
and [liis] two teslit'le« are more dear unto him tlian the Old and 
New TestAmcnt«. So kOntitc elw» ein Tertiillian sehiHiiWn; *iti «vri- 
schor Scliriftsleller wird selbst auf die Bnindiuiirkunf; doguinüselier 
Ocgiier verziohleii, wenn sie nur dur(>h so drat^tisehc Mittet zu er- 
reichen wiLre. 

lJidiri«ens lehrt uns BcnoB in der Einlpilnng xii dnin Uebor- 
setKungsbande imch Pliiloxcnn« »U Dogniatiki^r und Polemiker keu- 
ncn, indem er folgende Sehriften desselben im syriscben Originale, 
einige such mit englischer ITebersetzung, abdruckt; I. Antwort, wenn 
man naeh seinem Glauben gefragt wird; 2. Aiiathenintismen gegen 
d»8 Cmicil von Olialredon; S. Zi:)m Kapitol gegen diejenigen, woivhe 
ttnsereu Herni theilen; -I. Zwölf Kapitel gegen diejenigen, widelie 
swei Katuren luid eine Person in Christo lehren; b. Anathcuatieuien 
and OkulieiDibekerintnis« ftlr Nexloriauer (so nennt Philoxenus auch 
die Katholiken), wclehe sich bokchren wollen (bei Büdob mit dor 
nieht sachgeinii-'Men ITeberst-hrifl: Against every Nestoriniil; f.. Zwan- 
zig Kapitel gegen Nestorius; 1. Lieber verschiedene Uitrcsieo. Aueser- 
dein enthalt die Einleitung ausilllirlicho Erörterungen über Leben, 
Lohrc nnd Seliriftcn des Philoxenus, Über die liandselirifton seines 
aacetischen Werkes, toh welchen aueh Faesiniilia mitgetheilt werden, 
eine Vergleichting xcinftr Bibeieitate mit der Peschiln, eine RusRlhr- 
liche Inhaltsangabe der dreiüiehu ascetieebeu Abbaudhingeu und, al» 
Pendant 211 der xwoiten und dritten, die de« ilitestt-n syrisehcn 
Kirchenvaters A|)liriiate8 Über den QUubun in englischer lieber- 




^ 



80 



K. A. Wallui nut>ut!. J. Ensi. 



setxung (zum ersten Male ins Dcutavliu UliLTsclKt toiii Bürichhirstatler 
in d«n Av»^ewHAll«tt Sehriften »ifriifker Kirehmviitay, KfUiptvn, 1871). 

Alles dies, wie auch Text uud Uubc;rä«:txuu^ selbst, IwKmigvn, 
wie bei Btntos gnr nicht Anders zu crwRi-tßn isl, seine grttudlioho 
KeuiiLiii^i* der syrischen Sprwchc und &eiiit-- seltnit; Vertrautbril mit 
ihrer, nirlit nur gcdnirktpn, Rondern auch hiuidftehrifdiclicn Liu^n&lur. 
Kleine^ Verseilen sind natürlich in einem 80 umfangreicht n W«rko 
nit'ht gnnz su venDi>idcn. So ist i, S. xlv, IL. <> nicht LeonliuK, Kon- 
dom Valenlinus Ke"i«'nt (das Vae ist niclil Copuhi, »endoni gi-hiiri 
zum Namen}. Hd. i. S. xlvi, 7.. (> ist ßnrguuma nii-ht der MonojiUyt^Jl. 
sondern der ii«storiantHche Bi&chof von Kisibis. Bd. ti, S. S'i, Z. ti4 
hätte TC3"i<i« nicht dnitrh ,hEe8siTip8'. sondern diircli ,Knipl)eugwngen' 
Übersetzt iverden soll* n. Bd. ti, S. 437, Z. Sfi wUre ^--^ctti iC&cv^Väa 
statt ,by the pKfBon of these things' «u Qbersetzen: ,dnrch »olehe Vur- 
w8ndo (Scheingründe).' Bd. ii. S. 452 =- i, S. 451 Wruhl diu Aua- 
filhrunj; »b<T ibi» Mann« auf 8a|). svi 20 — ai, Bd, i. S. 3«y, Z. 13 
lies 'Cx-Ti stntt KJtiinj das Versehen la^ sehr mibe, da in alten lland- 
Bchviften nnvcrbiinrbnca Sc-hin schwer von Jod mit txh'm zu unter- 
scheiden ist. 

Ein detilBchoa Sjmt'hwort sagt Kwar, elass wer im Rolire «itüt. 
gilt Pfeifen schneiden hat; nbor nicht jeder benutzt seine Gelegenheit 
sn eifrig und erfolgreich, als der gulebrte Hüter der unvergleichlichen 
sjriiwben Sclifttxe <le8 bi-itiäeheu Mufteums. 

ti. BlCKSLU 



J. EiiKt, Die tirs-pvilnijlirk*. Gottheit de» vvdückttn Yamn, von — . 
Lei|jzig. HARKA880wmt. 1896. SS. 1G8. 

Wie bei so vielen, um nicht zu sag«» allen (iottbeiten des ve- 
diachcn Pantheons, iat es auch fUr den in der späteren Mythologie 
iils Todcsgotl auftretenden Yanan äusserst sehwierig, seine un^prllni;- 
liehe Natur festitustellen. Pieae Schwierigkeit idt in dviu Wc^en der 
vedischcn Religion begründet, in der ^fanzc Kcihen von Namen mit 
einander vertauscht werden, ohne daas es seibat der aufTuerksamaleu 




DiB UKSPIlOitOLiaiK GOTTBKIT DStt VRDIIiCniiK YaHA. 



61 



ForecluiDf; ßclmfjf^i) ivill, iu jc<li:m Falle k» cntechmdun, ob audi Aiv 
dafaiiiter stehendeu Persönlichkeiten ideutilicirt wenluii sulluu odvT 
nicht. Was Yama botnfft, so ^üht die vorlreitctstc Aiisiclit datiiu, 
(tan er ursprünglich der erste Mensch war, der durch seinen Tod den 
andern den We^ ins Jenseits wies. Dieser AufFassiin^ war der Vcr- 
fftMor des viH-liegonden Buch?« srlion iu einer fiMlheren Schrift {Ihr 
vedigche Yamamythiu, I8ö0) entgefrengctrcten, und die vorliogcode 
ist Dar eine xusammen hängendere Darstellung aller seiner Argumente. 
Nat^h Kmn haben wir drei liistorisoli aufeinander folgende Entwiclc- 
langHftad icn xu untei'srheideu, n&tnlich Yama als Sonnengott, als ir- 
discher Agni, als Menaeh. Für die erste identification bringt dar 
Verfasser ein so reiches, wohlgeordnetes Material bei, daas — und 
darin B«hon wir A&s Haupt verdienst seiner Arbeit — dieselbe fortan 
miüNer allem Zweifel steht; aber der weitereu Argumentation, das» 
diea die Älteste Conecption des Gottes sei, Tormag ich mich nicht 
ansuschliesfien. Hum m»(^Iit selbst (?. 149) darauf anfmerkKuni, daas 
di(! Vorstellung Viima's als MeiiRch^'n nur vediseb, slter nit'lit niich- 
vediseh sei, und diies die identiäihc AuffiissuDg des avestiMTht-ii Viina 
dioarr Vorstellung ein hohes Aller verbUi^c. Diese beiden GrUnde 
sprechen meiner Aiisiefit nach unwiderlcgllclL dafttr, dass wir von 
Yama = Mensch nunKugohen haben und dass die Gleichstellung mit 
dorn Wonnenpotte einer 8i>Äteri*n Epouhp angehört. Wenn Knxi (^S. dl) 
behauptet, dfts» eg kein sicheres Iteispiel im Itigvodo gilb«, dasn ein 
Mensch au einem Gotte geworden wflre , so gilt mit wvhl noch 
prtrtserein Hechte dieselbe Behauptung fllr den uiugokuhrleii Fall, 
den er fllr Yama statuirl (S. Ifil). 

Dagegen bin i(;b vollkommen seiner Meinung, wenn er (S. 104) 
in der .Dopp^hiatur* einen cLarakteristisclieu Zug Yama'» sieht, in* 
Mffeme nÄmlieh die schwarze Nachlsonne il«r Zwillingsbruder der 
lichteu Tiigessonne ist,' und iu diesem Sinne glaabe ich, das» das 
Zwillingspnar Yama-Yanil von den Zwillingsbrlldern Yama-Yauia 
TerdrHngt werden konnte (vgl. 8. 1^4). 



* Eiixi Miiihl den Zvrjlliiiirabruder im Ityfnniipü (B.ii). 

Wmmf ZciUtbr. f. d. Rnud* J. airgaal. II M. 



82 W. Cäland. 

Sehr ansprechend werden die Särameyau als Windgötter erklärt 
(S. 86, 87) und Vivasvat als Lichthimmel (S. 157 fF.), und ich kann 
diese Anzeige nicht schliessen ohne meiner Ueberzeugung Ausdruck 
zu leihen, dass wir nur durch solche bis ins kleinste Detail liebevoll 
ausgeftlhrte Monographien zu einem richtigen Verständnisa der indi- 
schen Mythologie gelangen werden, 

W. Caland, Die altindischen Todten- und Besiattungsgebräuche mit 
Benützung handschriftlicher Quellen, dargestellt von — . Amster- 
dam. 1896. SS. XIV und 191. (Aus den VerhdI. d. k. Ges. d. Wiss, 
zu Amsterdam.) 

Die hohe Verehrungj welche die Todten bei den Indem ge- 
niessen, bildet ein charakteristisches Merkmal der Religion dieses 
Volkes, und es ist deshalb erklärlich, dass das Ritual, welches der- 
selben nach aussen hin Ausdruck verleiht, mit der Zeit immer ver- 
wickelter wurde, zumal ein Mehr des Ceremoniells die Garantie da- 
fllr zu erhöhen schien, dass der Verstorbene aus dem für ihn pein- 
lichen und für die Hinterbliebenen gefährlichen Zustand eines preta 
erlöst werde (S. 79). Ein grosser Theil der Gebete, die dabei zur 
Verwendung kommen, ist in den Saiphitäs enthalten, und Roth 
hatte deshalb den Versuch unternommen, den Bestattungsritus nach 
dem blossen Text des Rigveda zu reconstruiren. Es ist selbstver- 
ständlich, dass er damit auf einen Holzweg gerieth, und an dem 
etwas harten Urtheil, das der Verfasser der vorliegenden Abhand- 
lung über diesen Versuch f^llt, wird sich nicht viel abmarkten lassen. 
Im Gegensatz hiezu stellt sich Caland auf den einzig richtigen Stand- 
punkt, nämlich die Ritualtexte selbst durchzuarbeiten; von denen, 
nebenbei gesagt, die Mehrzahl bloss handschriftlich vorliegt. 

Das Buch zerfällt in vier Capitel: die Verbrennung, das Sam- 
meln der Knochen, die Sühne, das Grabdenkmal, von denen jedes 
wieder eine Anzahl von Paragraphen umfasst, im Ganzen 114. Auf 
Grund der bis in das kleinste Detail eingehenden Durcharbeitung 
seines Materials ist es dem Verfasser gelungen, eine Anzahl von bis 
jetzt falsch übersetzten Mantras richtig zu deuten (siehe S. 43, 46, 59), 



DkR TBXTII8 ORIIATIOn RR» CI^'KAHArTAn. 



as 



wobei icb besonders dae Krgebniss Itprvorliebeji will, «lass aja in der 
StuUi- Kv X. n't. 4 mir Jtoi'k', iilii:r nicht jiitigcborcii" lifilBUtft \ß. 61). 
Ebenso dUrfton die Krvrti^rmi^'^n Ubor do» nralimamcdha (S. 9H) ftU- 
gemoinrs IntcroSHc crvrctrkcii. Scbr dankc-aswcrtli sind fca*ner die 
stetigeQ Hinweise uuf die modomon T<idtcngct>r«uch<;, wie sie jetzt 
in Indien ilbticb isiiul, sowii- die vom VerfastsLn- (S. 171 — 173) vci^ 
suflil« Deutung des Ui'spruugcs einer ganzoii Keibe von Kituallund- 
luDgeu. 

Der Unlersehißd zwischen dem brnuU- und OrliyA-Kitind, rcg|i. 
dem ÄbitAftni und AnfthiUl^ii bilU« meint« Eniclitcns scbilrfer heiTOr- 
geliobcn werden solleii; nueli lAsst die Aiisdnicksweise des Vorfnsscre 
bie und da zu wUusdieu UbHg. 



K. SciuuoT, Der textv» ornatxor der gitkataptati. Stuttgart Koiil- 
RAHXKR, läSß. .SS. VI u. 70. 

Gleichwie die verwandte Fabelsanimlung des Paficatantra sind 
uns aacti die ,$>cbzig ErzttliUmgen des Pujiagcis' in einer doppelten 
Hecension, einer einfiicbereii und einer aiisftllirlicberen, crh«!tcn.' Von 
der er»lep**n hutti* der Verfitsser der vorliegenden ASbandiung vor 
einigcii Jahren eine Ausgabe sammt Uebcrsetzung publicirt und er 
batt«> din Absii'ht, dH98<ilbc aneh mit dem tcxtiis nrnntior zu than, 
mufiBte dies jedoch, wie er in der Voirede angibt, aus Mangel an 
genQgendeni Muli-rinl vorlllttBg (inteH)i3»en.* 

Als Vorarbeit, aber aueb nur uXs das, mag die vorliegende Ab- 
handlung gelten, dio man eigentlich nur mit dem textus simplidor 
in der Eland za lesen nnd su verstehen im Stande ist. Der Verfasser 
gibt nftmlicli bald eine wOrtliehi- Uebometziin^ des nusflitbrliehen 
Textes, wo»u rr bHiifip nocb das Original beifllgt, bald begnügt er 
ach mit Verweisimgen auf den einfaeheren Text oder einer kurzen 



* Sallte 4Iea niiliC mil Xbnlicheu Geptlogeulieiien bndtthulisclier und jatni- 
•timhof Autoren suMiiniuealiXii^a? 

■ In (l«n tti93 uTi<J 1894 nmotiinnonon MSS.-CaUlngAn von MiulrM nnil Junmu 
tinili' irh lliimlivlii'il'rcrn liieneH Werke« vertAiolioet, nber d«ren Warth oiler Uiiweitli 
ick nMDrlirh kviii [Jillioil Unite. 



84 R. ScHHiDT, Fr. Hibth. 

Inhaltsangabe. Es vf&re wohl passend gewesen, diese beiden Ele- 
mente durch verschiedenen Druck zu sondern. Die Phrase 't^na- 
syäpi viftim ayarp. närhatt' (p. 15) bedeutet nicht: ,Ein Mann ohne 
Geld kann nicht einmal Stroh erwerben,' sondern ,ein Armer ist 
keinen Strohhalm werth', vgl. na tvä tj^arp manye ,ich achte dich 
keinem Strohhalm gleich'. 

Graz. J. KntsTR. 



Fr. HiRTH, Ueher fremde. Einßüsse in der chinesischen Kunst. München 
nnd Leipzig, G. Hirth's Verlag. 1896. 

HiRTH, ein ebenso unermüdlicher als berufener Kämpfer für 
eine riclitig;c Würdigung der chinesischen Studien, schickt im vorge- 
nannten Werke einen concisen Vorljlufei- zu seiner grösseren Arbeit 
über die Geschichte der chinesischen Kunst in die Welt. 

Im Jiingange desselben wendet er sich zunächst gegen jene 
Anschauungen über das Studium des Chinesischen, welche vor allem 
in Deutschland von gewisser Seite propagiert werden, die auf irgend 
eine Weise diesbezüglich zu einer präpouderirendcn Stellung gelangte, 
ja gleichsam als Orakel — wenn auch ohne Grund, wie Hirth an 
mehreren Stellen nachweist — befragt wird, falls es sich um chine- 
sische Dinge an deutschen Universitäten handelt. Hirth steht sicher 
und fest auf dem einzig richtigen Standpunkt, dass ftir die chine- 
sische Sprache und Literatur allein, ein Europäerleben kaum zu 
deren gründlichen Erfassen ausreicht und daher das Studium dieser 
Sprache als Hauptfach, ohne heterogene Beimischung, wie etwa das 
eingehende Studium anderer Sprachen, betrieben werden soll. Jede 
weitere eingehende oder gleichwerthig sein sollende Beschäftigung 
mit andern Sprachen kann bezüglich des Verständnisses im Chine- 
sischen nur zu einer Halbheit fllhren. 

Die Resultate, welche im obgenannten Werkchen niedergelegt 
werden, sind, wie ich aus bester Quelle versichern kann, das Ergeb- 
nisB jahrelangen Forschens, wenn dies auch nicht ausdrücklich er- 
wiümt erscheint. Dies wird und muss jeder erkennen, der wirklich 



UebRK KBKUnK Kl!fFI,£8Sli IX DBR CmNKHIäCUKX Kus0T. 



85 



• 



mit den c)iino«isclicu VärliMlLiiiüson uiid ilea bei solchen Arbeiten auf- 
trelcndcu Scliwierifckeileii vcrtniut ist. 

BoxUglicli der üUcsten Zeit bis zum Jahre 115 v. Chr., welche 
HiRTU die Periode der apaiitanL-n Kiit^ciekhiii^ nennt, wird darauf 
hingewiesen, da«8 die liildeudt.' Kunsl. dür Cliimisun von ihrcni ersten 
natrhwftiabaron AuRrctcn bis zum 8. Jahrh. v, (.'hr. einen ati8K*l"'ilgten 
niktioniUen Chnrukler trug und vietßlllig in stiliHierten Dar^telhingon 
symbolischen oder inytbologietdion Inlmlta aus derThier- oder PHiinzeu- 
wolt gipfelt, nie Kunst bleibt sich innerhalb der fangen Zeit vom An- 
fung des 3. Jahrtausend v. Ohr, bis in die letzten Jahrhunderte vor- 
ehn'stheher Z<>il gU'ieh. 

Bei dem ann folgenden Umsebwung iu deraelhon sucht Histu 
in der Ornamentik «tner Reihe reichverzierter MetalUpiegel den 
SchlUsael bezüglich eines fremden KinHusscs r.» linden. Hier wird 
mnii nnf Stdiri» iiml Tritt dureh din bekannte Mfistcrsobnil IliHTn's 
bei lÄifung derartiger Fragen gefesbclt. Um nur eines Falles su er- 
wähnen, so Buvbt FfiRTH in dem Namen der durch ihre Weintraubcn- 
oi-iianiente au den Dtoiiyfius-Cultus gcu^ahncnden 3let«Il&|>iegel, nitm- 
lieh nni-nia-])'ii-t'jiu-kieri ly^ «^ '^ "^ SSi ' ""' ltt'fk»iebt darauf, 
dass p'ii-t'au als Leiinwort fUi- ,\V<'iiitraube' aueser jedem Zweifel 
ist, hingegen Ilai iiia, eiue Jieztrit;hnuug för Hippucnmpus oder See- 
hund, nach seiner Ucdoutung in den Ornamenten nicht gerecht- 
fertigt erscheint, letzteres als Transcription eines Frcmdwortiw za 
bc«ÜD]inon. Welches das nrs]irilnglieho Wort gewesen, wird in weiser 
Vorsicht nielit cndgiltig entschieden. Hiht» sieht vorllluHg den Namen 
als Transcription eines Doppclrtusdruekc« an, in dem das eramscho 
und griechische Klemcnt dea Dioiivaoa-Cultuä zum Ausdruck kommt 
jti den Namen Haoma und Ji'ipy;, wovon die oi«tere Beziehung sehr 
problemalisch, die letztere Etymologie fUr viel wabrisch ein lieber ge- 
hailcu wird. Hirtii will Mcbei durchaus nicht Aas griechisehe fts^p^ 
aI» da« eigcutJielie dirccie Lehnwort liiiistellen, da er ja seihst dor 
Thatsache ausdrileklieh erwillitit. dnäs die t'liincscn die Traube nder 
Kebe au» Ta-yllau (das beutise Ferghana und nicht, wie v. Kicht- 
iiOFSM infolge von Scldllit«en aus unrichtigen Tlml^acdien will, das 



F». Hi«m 



iieatigc- Oscli, vgt. p^. 19 S.) erliielteu. Bcslmlb kann mna wohl nk-lits 
gegen diese Hypotliese rinwenden. 

BezUjflich ik'8 griecIiisch-buktriBclien Einflusses auf die chine- 
sistthe Kiitisi — wif HiHTit K<jigt — noch Icfliglich auf Vermuthiingcn 
«ngewieneti, wnltlic sich aus der Gleiolmeitigkoil einus UmaohwHiiges 
im KunsIg(;»chiiiUL-k mit ilur AusLi-oihmg' cliiniisiKchur Marlit in dor 
Ri(.'htitnj^ nach WestAsien orgobun, flnd«t uuin hinj^fgen »ebon aivhem 
Btidi-n srit der Kioftihnitifr this Btiildhifimii» im Mittflrrich, n'n Kr- 
ei^nisi!, dm irotz v. KitHTHoFEx's Anaic-bu Wirlt-hc auf einer geogra- 
phisr.hr^n Verworhslung zweier Uhnlich geiiannttT Vulkflslilinme (vgl, 
p. 30 fl. Sehr) (uMst, nicht vor AI n. Ohr. uiiigutrotvn sein kann. Bitd- 
dhistitjrhr Kinflllss^ »Tid daher, aat:t Hrnm mit Itncht. kaum vor Ende 
des 1. Jahrhundert« ii. Chr. zu emartcu. Hihth fr^ht in diesem Ab- 
Bclinitt sowii* in dnii folgBndeii alle ihm zugJlneliHiRi» llilfinnittel 
diiifh, lim zu Rnd^ltigeii Kr^ülmiseen zu kommen. Den gewiegten 
und umsichtigen Sinolngen wird man auch in dienen Auseinander- 
i)(>lKitngen sclhstveritlilndlich mit Vei^Ug<>n orkennen. 

So iat denn mit dieser Schrift Hirtu's der erste wirkliche 
Schritt zu einer Oeschicht^j der chineüiscben Kunst gesebehon, wtiil 
eine solche nur von einem iSinologen auf Grund der (^nginalqut^lleu 
bearbeitet werden kann. KunstbiMtorikur mUgen nooh so llber- 
raächcude aod acheinbar trofTende SchlUnac bezllglich der chinesi- 
schen Kunst machen, so werden ihre Ansfllbningeii im allerptlnstig^ 
sten Falle doch nicht mehr sein kiJnnen üIb goietreiclic Hypothesen, 
die sptllcr auf Grund des vom Sinologen b«ipebraebteii und einzig 
richtig örfnaeten Quel Ion mute riales in nielit:^ zerfallen dflrfl^n. 

Nicht nur ftlr die engsten Fachkreise ist Hirtk« Arbeit von 
Interesse uad Bedeutung, sondern auch für den Laien, und es würo 
nur zu wHnBchen, dnss mich in den Nichtfach- und Laitin-KreiHen von 
d(.*rsctbei] Kotiz genommen werde. Die IJarstelliing nämlich iät fuseebid 
und das Wissens chnftliche Material in eiiia Form giibracht, wekhii 
sicher uucb das Interesse dee Laien rege halten wird; hiczu kommt 
QOeb ein Qberau.s werthvoUer Anhang mit der chronologischen Heihcn- 
folge einiger ftlr die chinesische Kunstgeschichte wiehügcn Thatsaclicn. 



)ui ciUNiatntniiB I^scintirr kvr dkm umiiRieciie:« [hwRHAi. trrc. B7 

Daher wird M dem BUehloin gewig« golingen, wie Uirtb 
wOusobt, Jen Frounilen exotischer Kumt die iu anvcrdiciitor Weise 
neben der japunitinlii'n vornntOilÄssigt'- ehiiicsisi'he Kunst nSlier aiu 
rücken; wurselt Joch auiii tjrosscn Theilo jajKiniaclie Kiinsl in <li;r 
ehincMsc'livn. 



CJtiSTAV ScRLBGBL, DU chiui-aiif.ke Inmhrift auf dum tiigurücheu Denk- 
mal III Kant liiilijaeeun. UcberfreUsl uud erlüuterL (Memoire^ äe la 
aoei&i F'tnno-Ougrienne ix, Tlelaiugfors I8II6.) 

Ilälto ot» noch tibcrbaupt eines Beweises flUr die Wichtigkeit 
nnd Bedeutung des chin<'':ii:ichen Gesetzes vom Piinillolisniiis im iSatz- 
bau dieser Sprache bedurft, dann wBre derselbe niclit bewer »u 
niachen güweseTi, aU durch die rpiichaU; Rcirtaiirirtiiig und Ueber- 
s«tzung der wichtigen liiöchnft von Kara Itolgasean, wclelie G. Surnjo- 
OKI. an» glüichauni iila SehhiaHSlcin zu Hciiiein ,£ut du paralUlirme' 
beschccrt hat. Ohne Letzteres wilre C8 nie und «immer möglich ^- 
woBc-n, die ZusammeiigtihtfrigktTit der beiden Fragmente u und tu 
nwhziiwuisüii, dn zwisehon ilonselheu ein Streifen fehlt, auf dem Je 
vier Zeichen guatuiuk-n haben miläiieu (p. vu, Kuil.). Die In»chrifl 
lieanspruehl umso mohi- Beiiehtung, als durch dieäelbo der Beweis 
gdicfcrt wird, wann und wie der NcstoriaulBmus zu den ITigurcu 
finireführt wurde (p. i, Einl.). Wir ersehen foroer «us rtereelbcu 
vieles bL'sHghch der Terminologie des Nc»türinul»mu8 im Chinesiachrn 
(p. 43— S'J, l'J2— 123), wie z. B. beKÜglieh de* Ausdrucke« ^ ß||], 
von dem SrutiBUBL (p. 48) sagt, derselbe werde ,in der buddhistift-hen 
Terminologie Ali' jeden üfTentliehcn Lehrer einer Religion (Eitel, 
Satucrit-Chintitti Dicti<marj/, S. 156A) gebraucht. Die« beweist «bcr 
nichts fttr eine buddhistische Auffassung, da auch die NcgtonAner 
die ganze buddhistiäche Terminologie Ubernoiiimcu hnben'. Wir be- 
geben in dieser Scbnft denselben Fehlern wie in d(>r .Nestenonischen 
Inschrift von Si-ugan' (p. xu, tau, Einl.), was beztlghch des VerfflÄsers 
dieser iDSchiil^ von Kara Bnlgnssun verinutben Ussl, dns)^ er selbst 
ÜD Ncfitorianer gewesen iat. 




88 G. SCHLEOBL, A. QUBLUY. 

Mit welcher Umsicht und mit welch sorgsamer Benützung aller 
Finessen der chinesischen Verfasser von Lapidar-Inschriften Schleubl 
Schritt ftir Schritt sicher zu seinem Ziele schreitet, kann auf jeder 
der 141 Seiten starken Schrift ersehen werden, FreiUch erfordert 
dies Zeit, mühsame Nachforschung, Geduld, Ausdauer; aber ohne 
diese Eigenschaften kann man bei der Eigenthümlichkeit des chine- 
sischen Sprachbaues in solchen Fällen nicht ohne die grösste Gefahr 
für falsche Auflfassung und üebersetzung vorgehen. Vollkommen be- 
greifen wird man bei diesen Verhältnissen, wenn Schlegel sagt (p. xv, 
Ein!.): ,Wirklich wissenschaftlich, lexicahsch und historisch begrün- 
dete Verbesserungen werde ich stets dankbar anerkennen; ich kann 
aber keine auf persönlicher Auffassung beruhende, wissenschaftlicb 
unbegründete oder nicht durch Belege aus den chinesischen Wörter- 
büchern oder Geschichtsforschern bestätigte variae lectiones oder 
Mäkeleien berücksichtigen.' 

Man muss es Schleoel Dank wissen, dass er die türkischen 
Kamen neben die chinesische Transcription gesetzt, zumal die Er- 
kennung ersterer mangeis der türkischen Controltexte, nicht wegen 
Unzulänglichkeit der chinesischen Transcription, wie man öfter glau- 
ben machen möchte, bedeutende Schwierigkeiten verursacht hat. In 
allem und jedem haben wir eine wahre Fundgrube für die chine- 
sische Forschung in dieser Arbeit Schlbqel's vor uns und einen wei- 
teren Beleg fUr die Wiclitigkeit chinesischer Quellen für die Geschichte 
des übrigen Asiens. 

Wer daher wissen will, wie das Chinesische behandelt werden 
muss und welche Wichtigkeit chinesische Quellen beanspruchen, ferner 
wer auf diesem Felde mitzuarbeiten beabsichtigt, der studiere die 
Arbeit G. Schi-bgbl's über ,Die chinesische Inschrift auf dem Uigu- 
rischen Denkmal zu Kara ßalgassun'. 

A. GuELuy, L' tnauffisance du Paralldlisme prouv4e sur la preface du 
Si-iu-ki contre la traduction de M. G. Schlbobl, Löuvain IBOli. 

GuELUY unternimmt es in dieser Schrift, welche er mir zuzu- 
senden die FreundUchkeit hatte, gegen die Schrift Schlbgel's Jxti 



L'lVSOrplSAKCE DO PABAU.ftU8HB ISK. 



59 



du parallAitmrf trotz der aucrkennenden Iksprcchtmgen diu-ch Leuob 
iinri Chavaxio!« «it Feldo zu ssiohen. JodenfiUIs erwartet er, dns« seiner 
Schrifl in dieser Zeitsclirift Erwähnung geschehen wird, nsclHlem 
auch Scbi^okl'» Work hier angn«eigt wtirde. Nur ans diesem Grund« 
könnt** icli micli k» den iolgendeii Bemerk uiigi-n enlscliliesst^n. 

Mit Rücksicht nuf das ohcn Erwähnte, «oUte man glauben in 
dem Buche eine wuhre RtlslkamniL*r wirklich wisseiiscli artlich hiv 
yrllndctcr, dtireh Beleg« ans den ehinosisclien Wörterbiu-hem und 
Autoren peslUtzter Gegenargument«.* gegen Schumjiu, ku finden: leider 
aber dürfte der Leser in diesem Falle sieh sehr entÜUischt ftllilcn. 

Wir vorauMZiisehcn war, stUsat sich OuKurr an den Worten 
,fantatsie, ima^nation' cte,, welehe Scm.BQEt als zarte Umschreihan^ 
gebrauchte, weil di« nackte Wahrheit viel xu scharf klingt. Erfindet 
dcfiwef^-n die ^ehreibwoiso ScuLiMiet.'» nicht akademisch, bedient sieh 
aber seihst ein«r Sprache, die loun eher tlherall andera aU nur bei 
Geistlichen erwarten sollte. 

Gu«i.t:Y durfte, nach dt-r ^^""^^'5" Schrift zu »chlicascn, in der 
Hitz? des Kamiifes das thalsUchliehc- Oeäetz dee Haralleliemus im 
chinesise.hen Spranhbaii etwas aus den Augnn verloren haben, sonst 
bliebe es unversUlndlieh, wie er die Beispiele auf Seite xx— itxvi an- 
fllhren könnt*;. Ks macht diesi; Anfllhruiip deniH'lhcn Eindruck, als 
wollte man x. B. diu NichtuxislenK der Muhipliealionsrofiol 2X3=6 
dadurch howciacn, das» man eagl 2 + 4 •= 6. ' 

Kicht glQeklicb war es von Gueniy, seine Uubersetzung ,Düe 
de rKmpirc' im Titd der Vorrede des Si-in-ki (s. ioj . . . p. 6, i'l'ii- 
»ufßfmre p. xvi) durch Hinweis auf Mavkhr' Thf- chiiiese. gnnrerne- 
nunit N«. Sl — a rechltVrtiKen au wullen, weil \lArKK« dio einsclneu 
Würdenträger dort durch ,iiuperiiil dnke' hezeiebnet. Abgesehen von 
der Incoiigruenz der beiden BoÄeiehDungen, der englischen und fraii- 
zäsisrhen. wini jeder, der den chinesischen Slil ki^nnt und den Titel 
der Vorrede dc9 Siüik't ausieht, Glbluy's Uebcreetzung nicht bei- 
pfliehteu k'innen. Muwite doch sonst Ousuiv des Ausdruckes ,öster- 
r<.'iehiB(.'her Hcrzug' (due autricbten), deeseu chineaiaclies Aequivalcnt 
ao-kuo-kong ist, sich entschlagen und nach seiner Uebcrsctzung, im 



90 



A- GoHiAjy. 



OcgciisMtz zur Praxis, Itoliauptun, jMi-kuo-koiig uei: Rcicluittu'at Au |Ao, 
Due de ['Empire). Mit i««itißr Bcliauptung, um aocli eiu imilenL>8 Bi'l- 
spiel llbrr die Art Keiner Argiiinciilv ku bniigen, buKUglich tai>-jciin 
(p. Lu) lull or gloichfallä kein Ulückelos gozogoii. Er &;igl: ,Notro 
Pn-fsce nous iippnmcl i^iiu k BüiidiUiismc du temps avait rütichÖri 
Bur celui de Fa-Uiuii; or, A. GeuutiAT et Klafkoi-h sont d'accord k 
Domninr Fa-lncn un tau-jenn; ct U. Sohlrdei. Itouvr fju'il col ridicule 
du parkr lei da TaoYsmu.' Wusste vt iiicbt, <Uiss tao-jciiii (^ ^) 
nuddlii&t hcdoulct und nicht Tuotst (wofilr tao-sai-. ^ -^ f^rliriuicht 
wird), SU hiltte ibii schon ein Blick iu Gans' Dictwiiarif. p. lOöS, 
äliiUlc 1, 11). Citat darübür belubrt, wo zu Icaon: ^t ^ Huddlii^its 
— a t»!rm in ose down lo the fifth century A. D. odt^r Wblls-Wu,- 
LUUEi' Dictionary, p, b67, 1. Spalte unten, wo es hoiset: ,in early 
times up tu A. D. &üO, the Buddhists called thomselve« ^ ^ men 
[scoking for] reason or intelligent imrn, denoting then^bj- their aspi- 
raliun« sitVr pu-ti (Sanscrit buddhi) iiitelligenc«.' 

Unter diüsen Vurhtiltnissvn dürfte mau wohl annehmen, dass es 
klUger ^wesen wäre, wenn Olikluv seinen zelinjitlirij^en Aufenthnit 
in China vcr&chwioi^cn hätte; denn der Aufenthalt i» China beweist 
an »ieli wohl kaum, flass man die chiiiesiäclieii Slilgenetüe und die 
Compositiunswt'isc der Chinesen kennen mtlssc, wie es denn lliat 
sächlich Europäer in den Verlragshäfen gibt, welche nicht einmal 
von der cbincsischen Umgang ssprnchc eine dunkle Vorstdlang ho- 
sitzen. Wenn Gueluv vielleicht der Ansicht sein solUe, im Chinesi- 
schen mache sich die Sache ebenso einfncli, wie etwa z, B. bei den 
ctasstaclieii oder curap^tiächcn Spraclieu beim Uebei'setzcu, dusä man 
nur eincä von Europllern verfertigten WiJrterbuclie» bedtU'fo, oder 
dass die heutige chinesische Umgangssprache für das Verständni&a 
der chinesischen Litnratur tiusreiehej dann brniicht t^r ihn du» Pei- 
weii-illu-f» alierdingji nicht ku exisliren und flann ist ps mich wahr- 
schoinlich, da!«s er während der zehn Jalirc seiucü Atifenthnlteä in 
China nie Ocli^nheit hatte zu bemerken, dass die chinc-sischen Li- 
teraten selbst sieh dieses MHunmental Werkes bei ihren Arbeiten be- 
dienen. 




Lint OK Brias HotiauTox Hoimmom. 



91 



Es mag dor mit «leu chiDosiaeheii Vcpbilltnisson vertraute Lt-sor 
selbst lutheilen. was (htKLvr brwieacii hat, Wiihnsi-Iieiiilieli ilürfle 
jeder SU Uem Schlussn kommen, dass, troiz ihres Titels, GfEtttv's 
Sclirifl die Kxistßnz Aes Oenetzca vom PurMlIclismuM im (.-hincsiscliea 
8pi'Ac-hbaa «videut beweist, uud du«« dJcüu» Gei^L'tz im Cbiiiosiuchen 
ilicBeibc Stelle dniiimnit, wie der l'ytluigoräi:ivhc LrlirsatB in der 
Mathvmatik. F. Kouskrt. 



Life of Briax HuuouTOif HoDoaoK, by Sir W. W. Hustbk. London 
(Mvrrat), 189«. 

Brux Houohtos Hodoso» was bom in JSOl and died in lSa4. 
He went out to India as a civil scinrnnt in 1818 and ronuiincd tbcro 
till 1A48, -wken be left tlie service. After a viait to Knghiiid lie re- 
turned in lt*45 to pursue his rcscareht's and did not tiiially quit In- 
dia till 185», The reel of bis life was s])i:iit in llie ocoiijiuticmii of an 
Englisli country gentleman, varied by oeeaeiomil residence in tl)e 
South of Frunce diiring the winter moatha. He fillcil u|) his leisure by 
revising and republishing some of hi» earlier essay«. Sir W. IIuntbr 
dcvultu the greater part of the biography to a narrative of his offi- 
eial career dismissing the period 1846 — S8 iu a «inplf cbaptcr, the x}\ 
und rupidly sitmmarj&iug the yuam from lAfid tu ld04 in the conclud- 
ing xv" chapter. 

The chapters xi— xiv are designed to cxhitit liia activity a» a 
scholar, man of science, and champion of vernacular education, and 
are supplemented by very full liisls of his 51SS. cullections, of bis 
papers and ossnys, aud hi.s eontributions to zuology. 

noDoao.N'ä boyhuod and school life arc given with somcwhnt 
inordinat« deinil. He came of a longlived stock, and an inherited 
vitality, bucked by uu uh»temioiu diet with open air exercise in the 
Indian uplnnd^, carried his sonsitivc constitution through the disoi'ders 
inseparable from tbe climate of Hindoslan. Launeli«d aa a boy of 18 
in the society nf Cnlcutln. hie recognised ahilitic«, good looks and 
aoeiul quiilitics won lim frienda at once, whose support determined 




92 



Vr. W. TIltSTBH. 



Ilis future career. Kovcr and livor coiiiplainte. wliicli were hi« banc 
for youn, at once tlirenteiiuil Iiis life, ttjr speciftl favour the hoy of 
19 was »piioiotRfl iuipistant to Traill, vrho was eugaficd in rcdtoring 
to order the district of Kiiiiinuii ileviistnled by « Onrklia misgovern- 
menl for S-i years, which hail oauec-d ihu abiiudonaicnt of 2000 vil- 

logOH. 

Here at an eJcvalioii of -lOflO feet and surrounded by magnifi- 
cent mountain «eenerjj where lofty peaks riso to »6,000 fe^'l, Hodobos'b 
work obliged hliii to pam from vllla;;^; tu villa^ ov<:r rough hillside 
trucks, atid to cro^^s mvin«.-« on liffhl bridges of fruil cuimlriiotion, 
failing which tlic IroTbllor w»» itwung ucra«s in a liOekct riitining on 
a ro|ie. From this novel and invijroratiiig life, he was Iransfemsd to 
Nopal ill 1^20, and at thu capital Kitthuuuidu, he roiuiiini;d with the 
briefest of intervuln till 1843. The prospoei opent'd to him of a bril- 
liant raroi^r in the uotitrti of Anjflo-lndiiin politics at Oalcntta once 
more faded away before the «Iteruative of the pbysjciau: "six foct 
underground, ... or a bill appointment." 

In Nepal tho (greater part of his stay passed iu "a gentle mono- 
tony'', till the fenrA of a Ncpalceo inva&ion caused Hodu60n, under 
the direction of the Oovemor ticnöral, Lord AutxtJisD, to Intervene 
iu enpport of tbc peaec party, who opposed bostilitic^ with the Untish. 
A uouragaOQit act of Hiinoaox's in protecting a British subject at im* 
mioent risk to his own person brought about a eiisis. The n«w Go- 
▼ernor Qenerst Lord KLLRMnciKoiiau revensed tli« policy of his pre« 
decessor, decided that absolute abatcntion must be the rule for the 
Itrltish Resident at the Nt-palese Court, and withdrew Hui>usoiii from 
bia post, whcro he had been engngod as assistant, and for the last 
tun years as Resident iu the capacity of envoy to the sovereign. 
HoDOSOH folt hinwclf aggrieved and left the service (1843). 

The round of fxislciiee for itn Anglo Indian oflicial Is for the 
most part uniform. B^iit doubly so for Houcison, as in Kepnl he was 
confined to an uplaud valley, 16 miles long. Occaaioonlly in the hot 
season, he waa permitted to ocenpy a dwelling high «p on a narrow 
rid^ in a fresher uir, but in a situation so limited, that "n liiftty 



* 



I 




LirR nr Hriah nmianriix IIodohon. 



9S 



b«utKl from my own floor", would Imve earrted him fur down into 
Uit.* valley on citliei- aidv. As the hiogvaplier euliveiieil tlii> iicruunt 
of UiR two }'cnr8 (1819 — SO) in Kuinaun by intercsling lociil und 
ticonamirnl dctaili^ so also here in the narrative of tlie life al Kjilh- 
miuidii, Sir W. Hii«TKK hna intnrwovftn iin account of the political 
factiua^ uf Nt^pal full of lii^ch »nd tragic interest. TIic pcrsonag<.-s Uio 
in this sfiiics of draniAH nro most nptly chamoterisctl,— the treak »n*i 
iatenipemtc aoyereigti, a prey to his contentious queens, hiä son and 
hi» ministerü, who domituLte nnd insult him. llcuce luiirdcre and elo- 
cutions litUe less Ihau raiiriier, confiscfltiooB und «-holfsule masaaoivs 
to «xdqtatn ojiposinp factious. Matrpd to tho British fiiiinod by Urn 
powerful war party, who were supported by un aclive nniiy lii,000 
strong, was the only liond common to most of th« rivuls. HoDii»(tN's 
qniet figurt- move« »raid thee« tiinuoils, loyally neutral as lecjini« 
his ]M)sitioTi, till Knglish interest» were imperilled. Tho extent of ilia 
|HTil iiiiiy he efltimiilcd frum the tact that a specini war eeni^uts, taken 
at a lime when troubles were tliiek aroiiii'l the Hritiäh in Afgliittit- 
st*n and elsewhere, returned an aggregate of 400,000 peittons able 
to bear armx. It was then and has boen ever since recognised that 
HouottoH, by his personal inflnonce and diplomatic skill wlthoiH any 
(iii)itary t^iipporl, averted a terrible eataHlntpbe tn Uritisb India. 

Sir W. llnsTKu point? out ihnt the internal disordei-a of Nepal 
were aggravated after Hodgson's removal, while on the other hand 
Sir Jaso Hahaddb, who eventufllly became tho &I1 powerful Minister 
there, entrusted the heir apparent U) the throne to nooosox'h care 
"to treat as your own son". Modoson also was the mediiiiu ihrougli 
whom, at the crisis of the Mutiny, the foree« uf Nepal were placed 
at the diajiosal of the British Government. Tins Inst event look plaec 
in 18Ö7. The epoeh making labours of Hodosos a« a pio'neer in Bud- 
dbiatic research are fully recognised, mid interesting details as to bis 
methods are given. But tho biographer declines entenng into a technical 
discu^4ion of the Abstniee detiiily, as b«ing unsuited to a poputar work. 

Another paH of ]Joii»sdh's labuurs is fully treated: tio was the 
gi'cAtcst collector of MS^S. that ever wtiut to India. Viewed at first 




M 



T. MlLLHH. 



tvitti distrust, be bv his aWtviuiuut) untl »tudiotis habits ucquircd a 
reputation tliat epread into Tibet and secured bim ipfts of books and 
MSS. in Sanscrit Aod Tibctun. Hi; kept a Ktaff of nntive assiAtniits 
At considerable exfiense to copy MSS., aud md liiin in resunrcb. Tbe 
study of Buddhism ceased on liis learinp Nopal (l»43), bm In- had 
nitiantime distributed MSS. to Calcuila, LoiiJou. Oxford and Paris. 
Uis rcmninitig stores lie gave an-ay later on. The HI MSS. soct to 
Paris were utilised by BuRsotir; indeed some of them were copied 
at the expense of the Soci<St45 Asiatique ander Bcitsoür's sdvicc. Full 
lists are given in an appendix to the bio^apby. Houuhuv tbu» by 
hi* own researches imd by furnishing ample mntcrials to others 
became tlie fonnder of the modern study of Huddliism. Chap, ixi 
"HooosoN and the Hill Raees*' give» an account of enquiries into the 
ftbnograjiby of the pninitive races of India founded on a »tudy of 
thoir vocftbultiry and gniinninr. Here be was a pinnoor workiitfj with 
iinporfeet knowledge on insuflicient muterials; still Dr. Ookkady eati 
say of him: "Indo Chinese philology iniiRt honour in him a past 
master, I might even »ay its real founder" (cited in Life, p. S9"). 

If wc add to this that HonosoK was an eminent zoologist and 
ranks »s one of the three foremost ornitliologist« of India, it will be 
seen thai his aetivitv whs as many sided as it was unwearied. As 
p»rt of his ofticial work must be reckoned Tarioiis papers on tlie judi- 
cature and commerce of Nepal. He mad« large collections for a history 
of that couutry, bat abandoned his denign and depositnd his ainrcB 
at the India Office for the use of incjuircrs. He used tow the weifjht 
of his experience to promote the eniploymcut of iiw. gallant <}tirkhas 
in the British taililary sei'vice, sind also to advocate the nduption ef 
the vernaculars in the higher education of the natives of India. His 
views on botb points have found acceptance. 

Honours were fröoly bestowed on bim, but he wa» one who 
found in wurk tin owu reward, and modestly affirms. "I fiave re- 
ceived my due and more tlian my due, for anything that I have 
done .... The h»Tde«l work of all is idleness." 

T. MlLLKIt. 



Tub oRiuuiAL Hbbrbiv or a poriiom of KccLSbiAtniCDV. 



95 



A. E. CowiJtY and Ad. Nhubauhr, The origtunt Itthrew of a portion 
of }u:f.Usiaslii:tts (xaxjx 16 to xux II), ilslord IV'Jl. 

Ks kl»u^ (ast -wii: uiii Mürclicii, ids im klKton Krillijahr Aue 
Ea{;land die Nachriclil ka.m, in P&lHistinn «eit^ri hetrücLtlicIie Frag- 
mciitti <k-s suit ciiioiu Julutaueend väri>uliollenen liebräiaclicn ätracli 
gefuuduu worden. Wss der Sache einen kesondei-eu Rets verlicli, 
war der UiuhUiuI. duss die Ücrgunt; dicäes ko&tburcn Schiitzus zwei 
in der Wiseenttrliaft rilhmlicltst belcannten Damen, Mr^. Lkwik und 
Mrs. (iuwo», zu verdanken sei. Es ist j^ewiss kein bloscier Ztitall, 
wenn gerade Scbkchtbh und Nkuhackr in dieHen verwitterten Blät- 
tfirn sofort tait siehcrem iJlick das hcbrAlHche Original des SiracU 
erkHnnten, waren es doch eben diene Forseber, die wenige Jahre 
savor ' alle in der rabbinJschen Litt<?ratiir erhaltenen Citatc aiis 
Sirach s<irefilUitr i;csiiimnplt nnd Bc-*irhu:i hatten und so glelrbsam 
priUU'.''tinirt Oir «lieBo Entdiiekung waren. Schon im Jtili veröffent- 
lichte rtcHBrHTBR* das von ihm idrntificirte Krag-mcntr gleichzeitig 
gab Drivbr' klvine I'robwn aus deu Oxfordcr Fraj^mentcn, niid 
Jetzt ist cndhrb in einer ^Ulnxctid »iu(^(»itttttct«ii, der Iledeutung 
des ijegun»tiiii<k's n'(lrdi;;eii Piibliofition der ganxo erballene Texl 
ersi-liiem-u. Es war oine üburuuH glUeklivhc Idee der Herausgeber, 
dem Original ausser einer englischen Uebersctsung aueli Jen grio- 
cliiBcbcn und sjriseheD Text UbersichtUeb gegenUberxiiatuUcii. loi 
Anhang ist auch die Vctus Latina mitgclheilt. Dem Werke gehl eine 
lehrreiche Kink^ltung, ein Liteniturverzeiebiiisa und eine neue /Mu- 
slim meustelhiiig der rabbinii^ehcu Siracb-CilMtc voraus. Kinc will- 
komiueiie Ueigabe ist dos wertfavolle, von Duivbk angelegte Glojasar 
und das Faesiinile zweier Seiten aus den Üxforder Fragmenten. 

Vor allem drängt aich uns angesicbU dieses Überraschenden 
Fundes di^* Frage auf: Hnheii wir hier wirklich cla.s iiin'erschilf 
Origiaal des Werkes vor uns, wie es vor mehr al» 2001.1 Jahren in 




• J«cith Qnarteriji Ut^'ifm, m, l>81t ff-, IV, 161 ff. 

■ KrfMtiU»- \*m. Joly, p. 1 R. 

■ ÖmintMin I8!lli, Jnty t. |i. MI3V. 




«6 



A. E. COWLBT AKD ÄD. NftöBArSR. 



Puliistiu« geBclmeben wurde, oder liegt uns Dur eine spHtero Bcar^ 
beitung vor? Ich spreche hier nicht von tlcn Vertliidcrungeu, cloiicn 
unser Text wie jede scUriftliche Ucborlicfemnj; seit seiner eretcn 
Auftieirlmiiiig imterworfRn war.' dmn wenn dit- kimdiiischuii Schrifttn 
des Alton Testamentcö trot» aller BumCiluingoii dor Mnsoroton in ciiu-ui 
so sclilrchten Tcxisustandc auf uii» gfknmmün sind, vras sull innn 
dann erst von einem Baehe em-arten, das »chon s» früh aus dem 
Kanon ansgesciilosscn wurdet Ich habe vielmehr nur bvwusBtc 
Aendornnf^en im Auge, und solche Inesen »ich hier lliatsjlchlieli bii 
vielen Stellen nnchwcistii. Die Handschrift rnthilh. nllmlitrh Kand- 
lesarten aus einer, o<U'r richtiger, wi« öchoii ilit; tlerausgaher vur- 
muthen, mehreren Hundschrißen,' und bei »Ahurer l'rflfung zeigt 
sich, dass dieee Ahweiebuiigen theÜweis« nicht blus varJae leetinneo 
sind und einen besseren Text bieten, sondern hHutig die im Tnxt 
gegebene Lesart gt-radezu iiitcrpulirl isl, währi-nd dip aiidure Les- 
art flieh ab das I7ri!;|ir(ln^hi;bc liRraii»&tcllt. Das ijit nflninnliit-^h (Iber- 
i\ll da dor Kall. \va aui Kandt.* ei» attt-s ud<!r seltcneH Wort steht, 
rIh dessen Ucbcrsctaung ndcir Krklflning das im Texte stehende 
imzutsohu» ist. Die folgenden Heispiele mOjeen als Beleg dienen. 
SS, Ü7 steht am Kunde tirv ftlr .it~. Jrdi-nnann wird in .-ijn eine 
liiteriKtliition lUr das mir Num. 1 1, 20 belegte und der sfiUteroii Sprnehe 
ganz frvmde tri orkenncii.' Die gkichc Hcwandtnius hat e» mit 
ni KO'D filr -isiK (40, 18. 41, 12. H). ra jnB für rm (.41, 17. 43, 10). 
in rpiv für ^n (41, 18. 42, 3). m len* für .nenn (41, 22). m m-no 



* In Hör rorlii^-fTüinilcii I1niii1»rhrlft ddrftc nlirigeu* oiti Kruwi't Tliail iltMer 
T«itNflifiileu nur rler NBi-lilätBid-kt-it «le» Si-lirvibtr* xiur Laut fallon. 

* UanchiDAl ünA uHiulii-'li twoi JjMJirtcii nm itntiil« mrttnirhnnl (10,9. 41, S*. 
41, S'. 41, 1«. it. U. 43, a. 43,311. -il.R). Ft'twt knonno. tl« di(> j>enil«cbe Bemar- 
kling Am Hutido vnn 45, 9 Hund Htl^k lieh bfrniyl, dftcw ilk' l)i<trelTciiilu Hniidtclirifl 
nur Lia iliirtliiii r«iirhli>, <lie 47, m— u ^»braclil«!! RanJIotiarttfii nicht nun dcnolbcn 
Ilnndachrlfli AlAmmeii. 

' Im Fol^Tiilen bMeichnO ieh tlio llAtkrllAMii mit tn. 

* Vgl. Duirui *. V. im Utoaur. .Aiimnr den durt «rwÄlintcii raralluliit»lleu ». 
Ei>Kii«iuiM sn 1», 7 nnd S6, 18. 




I 



Thk origixai, TIebrkw of a iwrtiok of- EcCLESIASnCtTB. 97 

filr -ipie (42, 8). m pT ' tur p-^ (43, 4). m p'ltTtt' ft\r i*,-!!!: {48, 9). 
m STby* tlir TTCpbi f**. !')• i" 'o^ '^'f ="3 (44, li>).* Auch in 
einigen grammMiBchrrn KigonthUinlii-libeitcn soigt sich dio Uraprltog- 
Uckkeil der Rnmllcsart, su m -incD (vgL l*rov. 31, 6) Hlr inoj, Wbw. 
•tfwiö (39, 19. 41, 14). in urt fUr ue (8S, 31). m ije "i*?« fUr iol?Pt 
(42, 20). Bei einem ao vulkstlinnilicht'ii Buebt' wio Sirikcli i^t l-s 
ganz nntUrlirli, wenn ein Wort oder «ine Koruij die niis der Spraeho 
des Lebens entscli wunden war, einem geläuHgereu Ausdruck weichen 
muastt^. Das zeigt eich auvli schon in den freien Citaten des Tal- 
muds, die nie den WorÜaut dos Originab vriedergebeD and sogar 
an verschiedenen Stellen in versehtedener Form anftreten. So wird 
das an der Spitee der vorliegenden .Snmuiluug stehende Citat aus 
3, 21 — 32 Vienna) immer wieder in anderer Firnn angeftthrt; im 
jorusalcmlschoD und im habylonischen Tabnud. in Bereschit lUbba 
und liei Sanditi. I")]« Tlernusgeber Kalten den von Hniidin. gebotenen 
Wortlaut ftir den iirfl|>rUnglichen Ti^xt. Nun lautet der Kchluets dort 
n-inoia pcjJ* ^'?»' k'?. Da *ieli jetzt per in unse-reni Sirneli wirklich 
findet (40, l), 80 widentpricht scheinbar uichtd ihrer Aniiahiue. Ans 
den Venm. Llast sich jedouh mit Sicherheit pnchliesson, daSR im 
Original hier nicht pop, öondeiii nSpir" gcatanden habe. Aus der 
Vergleiehung von (J cu -fif srriv «i y^ptls twv xfjrrnIJw iinil I' b-do 
|i_jB«%j.lii*Äoi.^ ergibt sieh, dass n^jjin richtig vrrstnTid, während 



' 48, 21 «teilt Im Tm( riclilig pw. 

' Dnrrm erklXrt du Wnrt nach Zub. 1, 8 als to amit n pAle-rod calonr. 
Icli TBramihe rielmvlir dia B&deuttmg ,aiirgeben', ,Htrklil«ii*, klwi p'irn = ^j*^^- 
DnfQr «pricbt Aticb •-•"">. 

* Die voll mir {AnalekUn MS) nnd schon früher von Rxiiniuni xivA OiUtx 
aa«g«(procboii« VorninllitiRg, (Hob SO, Aä rfrv 't mI iü ein Wort nhir^ iDUainiaa- 
«uüeheii, ^wiuiit lUdiiruh uiiiv erfn.'ulic;li« &o«tXt)riiii£, 

* Hierher yeliirt auch iii -[31 'vsiio RSr -wen (40. 29). 

' Aucli &I1 ieo dm tuidvrun StoUou stuhl bior pu>. Nur diu itflnchonur 
Tal niudhan line: lirift hat *^. 

* Di<M<- Im Ncuhobrttiachen holugta Form ist hier «iich daJarcti gmichsrt, 
<1mm wir >l«l 41. 14' on-ipa nVr^c m lewn. 

WlMrrr ÜHitoebr. r. d. Knnil« i. Mi>rRni>l. XI. M. 7 



A. K. CowLBr AMD Ad. Nbubaubr. 



P rhriv> dartlr bs,' Es miisa aUu sflion frilli filr d«* in dur Volks- 
spraclic ung<tl>rJtiivlilii-)it; rhwi Aan vv-reiilmil'Khon: pes g<»t-lKt wor- 
den aoin.' 

Da die HancUchrin. dor tiic [tiindlni^irtrti fntnmiimvii Hind, 
wnlit'KL'heinlicli sctioii selU-i- vir-le TiitorpuIalioiH?» viitblolt und illior- 
Imupt nur liia 45, 9 sioh pratretkt«. **> sind wir in vielen Fiill^üi gAr 
niclit melir in der L»ge, den "Wortlnm dv» OiijjiimU stii erniideln.' 
OUtichwolil let der vci-öflciiüiclitc Test von iinsfhftbiWrcm Wertlw 
Hu* das Verstund nisB und div Kritik des Siracli. Deuu trotx manclier 
TrUbunf^cn und Vei-dunkolungon thront noch der Genius der klflsei- 
sehen heSriliscIien Spriu-lie llWr di^^en Rlilteni und spottet aller 
biBheriReu BcmUlmugt-H, Üiii aus dun alten Ucbcrsutaungcn heran*- 
xuhßren.* In dieser Beziehung Ist die p. xTtn gL-gcbeno Verglei- 
cbiin^ oioijcer ßoconstractioiuvcrsucbc mit dem wirklichon Text« 
besonders lehrreii-Ii. Audi wenn der Grieche und Sjrer weit »iiver- 
Iflsdiger und sorg^nUtij.^'r, «1» i's in der TImt dor Fftll ist, d«s OriKini 
wiedergegeben liJUteu und in uiiieui bt-ssertn Toxt/,ii8lflii de auf lins' 
gekommen wKren, liesnc sieh doch nie und nimmer iiiioh nur an- 
nähernd der Wortlaut des Urtextes uns ihnen ermitteln, so wcnif 
wie wir etwa das Bueb Kohnittt, wenn es. nnii nieht erlmlton v&r**, 
in tiniucr paUKcn Kij^enart aus den Verss, wiederberslellen kiinntt!n. 
Hier mi nur ein jforndezK ty|)ii*die8 Beisiiiel angeführt. 41, i:V' leBuii 



' 15. li (aS pp TffiÜTt tfiti), wn ttavh rhs^it aUnd, hat P gsiat richtig &>a^ 
lljj-i i^ ri^. Ebenwi 17, 47 (nur P). 80, SO (= 41, 14). 30. 1». 80, 
(iitir G>. S'd, IS. 

* Auclt die 8t«llQ (4S, 9) bei 8«adfii. Amftnit a (oit. LAMDAtiMi r< »Itinnil 
mdii mit dorn «rtiftLt«Den T«xt«, •undorii wOrtllch mit d«>n iniart CiUta b. Siinlm- 
driu IOC llborain. 

» *6, SO liBl O far ^'sn tJJw nXtut^v «wtoü, P «w»»»]. gdion KDBniuncN s. St. 
rrkannt», daiat b'ivt »jiif Vtirwvriiilun^ von i'P^mic nnil vnt vorließ (wie 3, 3. 3. Dl. 
&&, 2i. Vj;t. nunh Ltx xu Pror. i», £8 tiiid die iioiierou ta Iliub H. 13). K* ist ülno 
klar, d«M hier entl »pSter i"*^ (Ar vr^rrM iriiij'nKotxl wurdo. 

* Hun lial salhat Wi»rU|itelo 1iiii^i>f«1)eiinnii»t. Sri IwmnrVi EiiKitgniRiK r.ti 
1$, SO |i^^ mxiöti, vi Tip j*^ l^ioiofl« : Apimrvnllj' n plnv on tW iron)* "^ •* '?!*p V« 

T31, In Wirklidikoit laalol «bor jtitat il«r Tril 'y-r n^ 'j mSc S*i. 



Thk ORiatKAL [Ibhrbw or a i>oiitiun op E^nt^siA^truR. 



99 



wir j«tet r-'si n'r» .Schwur tuid BiuhI'. Iil O 6lvh\ dafür fltott »ur. 
iisbi,xT,;, in P ^rCAfc li^Aa^. Lat also .■i'?j{ sUili ,iSy gelesen, 
wlUirund F |!)>c^^raue, da» liicr ganx UDvorstäadlicb ist, als vci-scltricbun 
aii8 luiiaic XII Wlr%cliten ist, womit P auch somt rh» wiedergibt. 
1st ee da »u vcrwuD<lcrQ, wcqd jede RUckUliersetxnn^ misslin^vii 
unit »Ho Ki-klJlningsvei-surhe klllglich sclieitern musalPiiI Willu-end 
es sich aber liier doch nur um ein bekanntes Wort handelt, bir^ 
dae (h-i^nnl KahtreicHe seltene od«r im A. T, bisher gnr nicht belegte 
Vi>eabclii luid Wortforinen, die eine nicht unerhebliche Hereicherutif^ 
dt» altlK^liriliHrhoD .S])rHchH(;bat7.c8 bedeuten und sich aus den Yerss. 
in der Ke};i'I nicht mehr orschlieasen lattsen. Wohl ist aehun Üln)^ 
von den Ausltigern auch hier mnnehe^ glUcklirli erkannt wurden, so 
28, 14 •{/Xici» ts!ti5 als n'ü'SiF pc'? (wi« im Kabbinisehen);' 30, 39 cv 
ai]um als irrige Ucbcrselzuug von 0*013 (,fllr Geld', wie im späteren 
Hebrfliseh), aber eine Bjsteuintistibi! FlrfgrHchung' de» WurtHciintzes 
im grösseren Stile war nalHi'lich nicht indglieh, 

liier müc]iie ich «intjn Punkt kura bertJhren. T)u'- Hi^riiua- 
gubtir »priMtlicn (p. xiv oben) von nenhebräisclien nnd arainUi- 
sehen Wörtern, die xur Zeit der AI>fassuiiK deei Huchee schou 
gobrJtuchliiih waren. Soweit nicht direct» (ntwpolationen vorliegen, 
bat mau die hier xnm i-ratan Mal aurtret^ndeii Wtirter und Aub- 
drllekc als gut(!s althcbriÜKchi'S Wprachgut zu bntrnchlcn,* und der 
Utustuiid, iIbss man nie bislipr nur im Animllisehen' nder Neuhebriii- 
«ebcn* kannte, berechtigt noch nicht, sie aU Entlehnung aus diesem 
Spraebkreise zu beaeichucn, «o wenig wla man die Berührungen 



' Vgl. darllbi>incuDr(Iiiig«URr-HnAiJM,^iV(U«M-*pa(iücAeC'Arcwt(>nui[Ai«. lli, Aatn.S. 

* UalMirhniipt IKwl sieb koine fest» ürpiuiu Ewi*c}i'>n All- und N'ptihubrliiwli, 
M »«Uli; tiiL' Ewini^liiHi Altjrriiv^'liiMili nuil llyEnolitiisi-li zioliüii. E» IhI «chon oft 
bl^tnnt wnrilon, diua nirli in rlim Nltcircn Tlicilfn drr rnlibiiiWbaii liitlornlur man- 
tat»» AlthsbitiBcho Wvrt «ftiRll«u liat. Eina AnMlil aolclMir bUhvr bI« it«uliobrli)*cti 
bM«ichnot«r WSrt«r «'«rile Ivb tt«ninll«b«l tchbu im Siriirh nncli in weinen «tiRben. 

' 7.. R ^: ' Kov ■ rpT (iirKjirlln^lii'li «KiyrixctO - ''^t'^lf- t)iK iiiter|jiilirleti wirk- 
llcbeu AriHTi&Ltmeii verriitli«]i stuli Jageg^au kIiuu durcli Ibra Form, m ^'■'ss (4S,4J, 
JARlr ricblic m ■*» •^•vcf (lli. tS). cliiPlr richlijf m •"rep. ntrxp (46, i tu). 

' Z. B. iB" . -0'! ■ ni"' ■ i*W ■ "i'*«i ■ >^ir . "pw. ■ • 

7« 



lOO 



A. E. COWLKr AND All. NRHBArKX 



mit arahiHL-lieii Wurzeln Amhisiiion nennen darf. So tiadet »ich 
Aiifisrr dum bpIioh rrwahnten p-itn = <3^1 **. 1 ^"^ ia* 2"id tqc can. 
AuffulKmderwHisH fehlt S2^ in Dnrvwi'a fjlnstuir, wilhrend die Uisber- 
»vtKiing ohne naheiw IJegrllndimp ni u'zn vorisieht. Es springt jedneh 
in die Anffpn, dass hißi* irs^ das tlrsprllnjfliplin ist und die Bedt?ii- 
tun": von nrnbinch kjj hat: .Sein«? (.Qottes) MajesIÄt ist wie ein 
Band um den Himmel gesell Innpeii.' Wonn Kchnn (t (iv cpdjixTt 
is^ii) B*se las, 80 beweist das nur, nie alt dieser Fehler ist Auch 
fin einer »ndersn Stelle (44, 2.t) kann inun deutlich henhat^hten, in 
wie holie Zeit hinauf diese Varianten zum Theil reichen : wJlhrend 
O die schlechte Texliesart :^5*^33 spiegelt, hat norh P riehlig mit tn 
m-osa gelesen. Wieder ein andereh M,&\ (.13, 16 — li) lesen einige 
grieuhiecLe eodd,' da« erste QHed von V. 17 vor 16, gan« wie m.' 
Fttr die Diortliose des stark vcrwahrloätßn Textes bieten iine 
suwoh! die Kandleaarten wie die Verss. werthvolle« Material und *ind 
auch voü den Ueniusgebcm reichlich hcraiigcaopen worden, doch 
ist hier eini};e Vomehl am Platze. O hat zwar im Alifreuu'iiieu 
treu und wövtlieh ilbcrsetÄt, aber zuweilen »eine Vorlage gan» raiss- 
Terstflnden.' P hingegen ist dureligehends freier, Ittmt sogar manch- 
mal grosse Stellen «a*, hat aber gleichwohl da» Original vielfaeli 
bf-ssor wiedergegeben aU G; an einigen Stellen lassen aicli Inter- 
polationen «US O naehweison.* Auf der anderen Seite entliftlt der 
griechische Text innere Verderbnisse, die bis auf den Archelypns, 
ans dem alle unsere Hardäehriften und die Vorhigo der Vet Lat. 
flössen, KiirUckgehen mUssen. So sieht 41, I fllr 7t:pr tpfifijv, was 
nattlrlieh in Tp-jsiiv (vgl. P iä^ls^) x\t ilndem ist. Boeli hat Bohnn 
Vet, Lat.. die hier riium hat, -fi&fi'iV gelesen. A-2, 21 sehwanken die 
Handschnftiin zwitielien iu^, u^ und iq (so aueh Vet. hit. r^(), 



' Tgl. FmrxBCHX s. 8t. 

• VkI. audi ih, " i-^r. m «K P -»flai*i^ G «JtSi. 

* Vgl. I B lU, 4 P3P1! .bovrohn» W»1t', wiik G l)i.fus£v alfi P^rt. fem. van 

' 8o 43,3^ onil ticwoiidon* 43,4^, dvnii «to •oltton snrol UebsreebiRn^n nn- 
AltliiLuKiK von üift J:Vder «itr* Jolf tha vorwvvliseiliit 



TbH OHIUINAL HeIIRUVT OP A fORTION OP ICcCtKHrAltTICIIS. 



101 



Ihrc'iKi in Wirklii'Iikt^it z\^ stand (fUr nn» tlea ( tri^^iimls). A3, i 
hsbi^ti venschiedi'm! UntnlHcliriftim s'jXisjiuv Olr mc:, stiitt ^jsmv, so 
auch Vet Lai, euntitdinjiM. 13, 23 o'"H 'ITiTcj; stall -/i^js-j;, doch Bchon 
Vet. Lat.. dominus iha. Trnta MUedem geben beide Vers», viflfawh 
wt-'rtlivollo Aiilinltaptitilct«! fHi* die Knuriinp iler iirsprUrijIit'lioD Les- 
art, und sind naiiit^Titlicli an Bolclieii Stellen, tiii unsL-re Hnndsclirift 
dclK't ist, d(?r eiiizipe Wcinveiser k« Ki'glliiKnngen. Audi köiinoii 
■wir durch cine sorgfilUipe Vftrjrleichung von G und P mnrcbranl 
noch eniiittebi, ob uiii im liulirilisehuii Text« fttblünder, nl>or in deu 
VorsB. crlialtuticr Vors im Originale stand, oder «Is epXterer Zusut» 
der llebtTSL'tÄUiip zu bcü-aohtfii ist. lSo mass dpi" srliwifirigo Vcpb 
40, i, der jtitst nur gricchiHcli und syrisch uns vorliegt. nothTceudig 
im Urtext» «xistirt Imben, ilunu dur Anfang tcI»; 5ta).cf t(r|jio{j; äÜTüW, 
wottlr P .ew & -a. r .>, bat, erklärt eich nur dureb die Annahme, dasB 
hier arioio' stand, wiibrcnd P nniöTC las. 

Bei der trostlosen BeaobaffcnUcit der iMÜrlcn Hfttidschrift* ver- 
dient die .Sorgfalt und der kritische Takt der Hi_THU»gebtr du[j|»elle 
Ancrkenniuig. Sie hüben gez4>igt, tiasn die Arbeit keinen bcesoron 
HlUideD hilltc anvertraut wenlon können- Referent zollt ihrer Leiiituug 
umso lieber dieses unctngescbritnkte Loh, als csr gcuölhiß-l ist, in 
manchen Kinzelbeitj'n vwn ihrer Auffussung abÄiiwetehen. 30. ito i»l 
statt irpTr'? ' *M)C0 v'rrii eher vi' tt'ri zu orgönzcn. v k*? ist zwiir 
bisher im A. T. nur durch die unwchere Stelle Hiob 9. 3.T belegt, 
Gndol Mch aber gerade in einem Citat« aus 8irneb hi^i Siuidi». 
lector FRiBuuAK.t venniitliet nach •!• ISft, 17 r- fi». — -10, I phn erklJtrl 
«nffalleiidep W^Mse sowohl luv.szn wie P Ifc lUs .sehaflen'. Aneh 
10. 18 nnd 41. 3 Imt (.! x:;™«.», dngegen !' beidemal liebtig >^^-3- Hje 
alt«n UeberselKvr mUri»en nhu nueh p^rt in der Bedtuilung 4!«^ im 



' Anoh ^ 1911, iO |{ibt ixx TOiB durah itaXarfta^iii wieder. 

* Itisviiwliaii siiiil MUt^li diu Uhri^cu Itlüttor im Fnuthnilu <»*Dbioiiru oiid 
soif[cn, wjo inllbovall die EntKitToruiiir coivoseii *iiln mui». 

* ■rwrS »cliniiit »ua V. lä liitarhur e^rnüimi »u aeiii. Uvch Uvul sCmU )^lii>m.ii- 
m'ii {(«WKlUAmoi' Aenitcrun; wofi^ woM iri'eiffS nSbor; rgl. lsx Mir.h» 6. tf rrtw 
jut «woa, also PT^T-, Allvnlin^ kommt n-rir tfi>nrt nicht mil einem Siifßs vor. 



103 



A. G. OiwuiY xsD Ad. Nbuba(irii. 



Arabiisclioii so gcwr^linlichcn ijJLiL g«kaunl liiibvn. - 42, IV sSl cnrr 
fjnn* an'oiiyo Sz^i "V" "'""'I 'on Dxitkk und don HerauBgebera 
nach II Chron. 2H, lo als Ho/pcri pitice vrklKrt. £s ist vielmehr zu 
Mlf, .■^-^ zu »teilen und wurde sucli von O iv ■savoup-jtinaciv' 
xkiüv und P ,o4il.fcl.4^ so AaffTofaSBt." I, ti t» ^aveup^BÜiAata aÜTij;; 
lautete im Oripiiali; wahrscheitilitli ebenso n-DiirD. — *S, 4 ['küS" 
nsru ~4:r •nttc ist ku crblUren: Vor dem ,Dotiiiergaiig' dos I^chtce 
wird die Erde unruhig." Diesu auch im Talmud wiederkHbrende, 
von den Griechen entlohnte Ansohauuu^-- darf hier nicht Wunder 
nehmen, rawij sclieinl die dirtcU.- NaohbÜdunK vun ;;wjijl£vt, '' xu 
sein. — i'A, 10 rr*, ui ]iv\ wird von den Herausgebern glücklich in 
iw geändert. Nur mdchte ich dies« Form dann nieht von ]w, son- 
dern von niB ableiten: sie Kndern sich nicht, d. i. werden nicht ab- 
gclüsL Vgl. fJ und P. — 43, 16 ro o'-n d'»t mrsi ist mil fJ saAtuW,- 
z—x: »pt; zu lesen; vgl. 4«, 12. Sphon Drivbb verrauthet jr, — 43. 21 
nsnSs CTDX rii;i ist rr;i zu voralisiren, also d'röx rrs = ,Blütheii- 
gefiide', v(d- '^ 83, 2 nri n^K:- lliemit erledigt flieh die vcreucbto 
ZuHninmenstellung des Worte» mit Wj (Ex. 7, ll). — 44, 10 th orpm 
n • . . ifit nicht nisiepi «u &rgflii8on, flondern nnsrii, vvic Prov. »8, 18, 
wo P witi hier i^ tibLTsetzt, wiüircnd nir regL^lmÄssiK dureli \4^ 
wiedergegvb«« wird (so auch im unmittelbar vorhergehend on Verse). — 
44, m fi mass irs kS ist nicht inj, sondcni jr: zu voeuJisin^n, so 
richtig P ~a»^^. ~ 44,91 -h O'pn rpiMTa fs ^, X2 p o'pn pnjrt e;i 
ist bemerk cnswerth durch den ab»i>ltiten fiehrauch von cpn im Sinne 
von ,bekrilftig«ii'. .ächwöron' (P beidemal ^a*). Bisher kannte mau 
nur o"p (Est. ü, 21 ff., Miaehiia Hanhudrin 7, 6) in dieser Bedeutung. — 



' Pro». 1. 4. ft, 6. Job- i». 4 gibt m fwv diuieh «otowpt!» wieder. Vg] audi 
riiiTjciiniK »u i^ir. 19, 33, wo mit einipm Cndit. srnvpfia Sit mvijpCsi sii 1tti«n tut iiiid 
rwv «tiiiu! (P t-aia»^). 

* Atlerdin)^ piuwt diem ttedentunif nnr im aS imd nicht lu trtm. 

* Die Hernuiuteber fdiri^ii <irr Ratidl^Mirt prS. diu ulier liier ir&r nit-ttt iMumt. 

* Twr ntclil liier wohl fllr ^5"? ('^ J«, l). Un» »Uro dann nooli oino gonsiiore 
Panllele na unn^r^r 8M1e 

' Svbuii Duiviui verKtoldil lia Oiosai: o!iou|ilv>i utid l^i '^ - ** . ulLiie Jeduvli vou 
•tioor Nnclibil'luiiK tii aiiruchtiii. 



ThB ORIUmAL IlüBBEn- or i IMRTIOH UP EcCLKMAäTICUK. 



103 



4«, lOSnc* TrarT'anSi ist mit Öxx:3i7t^3«i psn'?! äu lesen.* — 48,36 
I»ra 'iB^ nnno)i übcrsütet V .oxp p ^ pa^ülo. KnbTpder ist pa««J 
verselirielicn aus I^-iJbs oder ans 49, 3* hierher geratlien. 

1. Mftns 1K97. Fbmx Pbbxss. 




Olosaen aum Kocleelastlous. 
Tm Anschluss nn die v orange lienHe Aincvig« mCehto ich ciaig« 
vorlitiiH^e Bemerkungen über die hl^Ichst b«dßiitsanic PitblicAtioii 
machen. Abwmuh(^rul vun dt'iii Hefurentiin hnltu ich die von ilim 
zuaamineugestelltt^n lUndgloMun nicht fiir ursprünglicher aIs diu 
Textlesarten. t>it> iuui5t(^a Bind targuraistischp M»r)^inalien und 
^ewiaaermaseen der eretä Versuch einer aramäiacheii Krklitrung. 
Hierher zHhle ich m uo-e lUr ixik (40, 18. 41, 12. U), m r|nw ftlr lan 
(41, 18. -IS. 8), m nmts tlir -cia (42. 8), m p*e* fiir p-hr (43, 4), wobei 
schon die Schreibung p'C" (mit c) güfi«" p'O' (43, 21) für den Am- 
mÄienm» der Oloaso spricht, endlich m SipSp für rieffS) (48, 17). 
Andi-ra vnrhillt sich «a mit der Glosse »tn ftlr oio (44, is). Hier 
scheint der OlosBator das doppeldeutig a«, welches tneistcntlioils 
kdriierlichc l-Vlilcr Wztri Lehnet und nur aeltcn auch moralische 
Dofectc aiiadi-ückt [z. It. Ücut. 32, ft, Spr. 9, J) und in der Verbindung 
mit |n) nur ,einen Lcihe!i»chiidcn zutUgcn' hciiist (Lev. 34, 19, 20), 
dnrch daa marginale -ert erklärt sn haben, wobei ihm P». bO, 80 
'BT [rr lOX p= vorHchwcbtc. Zur Bedeutung dieses Vcrscjs 

ist vielleicht auf liöreahit liahLnth zur Stelle zu vei-wcisen : pp'nB'j p» 
r'H -Tcn nrn cn rxS cii pjsn ikS r-m -ricc .-nirn p. Oass hier wii-klich 
e^a gestanden hat, bezeugt nicht nur P \^sio, sondern auch 6 s>pilh) 
5;*st6; (I. (*«(«!) ganz wie 47, 20 ynasa did \m\ wo G ebenfalls juSiwv 
hat. Die Wahl des fthnlich klingenden gnechiacheii Worte» spricht 
obenfall» Hlr die, wogegen -dt durch lyjinSaAov llbcrselzt wird. Auch 
an der ungezogenen Stelle (47, SO) bezieht sich -azs -luf den Nniucn 
Salomons (h-tt) wie ea aus V. 18 -C3:n dco nmpj hervorgclit. 

' 6n scheint auch Prov. 8. & s*? ij'3fi gMuaden xn Ii&lxm. U'an |tat «it:!! mtr 
«lu 4er ecsteai VenhSlfld lUerlier rorirrl 



m 



A. &. Cowutr anh Ad. NBinurBR. 



Nur in Bezug auf m inc fQr m» (41, 17. 43, 10), und m ^n 
für nm (41, la) und vielluictt «iicli iii p-iro filr thio (4S, 9) «chcint 
Kef. Rvclit zu tmbra, doss es iit'sprikuglicliei'e LcsurLeu siud. Da- 
gt^cn ist 111 >m ftir nn (3», 27) cint sehr unglUckUclic Lesart iiml 
rdlirl nicht vom Sirach her, da Siuii und Wortspiel durchnuti r^jn 
furderu. Aus des grammatiäcbeii £igeiithüiulichkeit«u Ut kaum uin 
tichorcr Schlus« zu xiehen. 

lu Bc'üUg aui' das Citat S, 21 — 22 hat Ref. schnrfäünig be- 
wiesen, da»« di« O iiud P vor sich nbptn hatlen. Hierin stimme ich 
ihm voUkomiueD bei. Mir acheint ab«r trotzdem pas die urapriiiig- 
lioht'r» und heisere Lesart zu sein, weil sie allein einen guten Siim 
gilrt. Die Var. ypn hestütigt dies nur. 

Die Lesart irsiini (4S, l) ist nach einer Prrtfiiag de» Facsi- 
mile durchaus unsicher, der Versuch also, eine mit arab. L»j idcnti- 
«rhe Wur«i;I hier zu finden, ist jedenfalls sehr gewagt. Auch will 
mir der Sinn nach dieser Lesart nicht recht einleuchten. 

Khenso wenig lUssl sich aus dem gricch. st-fCw ftlr pbrt (40, 44, 2) 
trotzdem, das« auch P an erster Stelle IfC hut scfilicäscu, dass die 
alten Uebersotzer uoch phn in der Bedeutung des arah. jpLi, ^schaffen' 
gebannt hahen, da ■/.-.i^i'' nicht .echafion' Iielssen muss und |^ eine 
grifchisthf IntcrpulntJoii sein kann. Dagegen liegt dem Ausdnicko 
nO'K .Musik' (4I>, 9') und O'SV. (4T, V^) nicht die Wurzel DP! l;*^) 
^Usa Hoin'. sondern arab. f»* ,melodiach singun' zugrunde. Auf dio 
selbe Wurzel ist ncuhebr. ne"« and D^it «urttckzunihren und von 
CTS ,liehlieii sein' zu tnmncn. 

Für irpxr*? "^KS »[* t'Jt! (39, 20) möchte ich in'ren"? vorschlugen 
(vDH V.irc .blicken'), eine Bildung wie r'ar, n'^^n etc. ; lUr r'svr 
spricht der jjarallole (>vdanko im ersten Halbvorsc: b'S* abv in c'?TO. 

40, 18 und 19 IX"* KX^Q orrncoi und .rem kxib nn*n?oi kann tmti: 
G 6 t'jflTfjbtv lind P .Jt'^t'iT nicht Fartieip von xim sei», üuuderti muss 
auf Grund einer Vergleichung der folgetideii Verse vielmehr Ky.D ,Aub- 
gangsort, Fnndorl' (von kjp) gelesen werden. 

41, Sä** muss f^in (oder nie es sonst gelesen werden niuss) Sub- 
stantiv sein, trotx O [Ji^ bvißi]^. 



Lb8 VUCABLIC8 MALAI8 KMPRITMTk« AU PORTUUAIg. 



I0f> 



43, 8 Twi mnsa ?'sa »or mil der Uloesc innits ytio muss m^-aa 
fßr inixs gck'stn werden. Bci«le Lesarten spiegelt G wieder: 

43, 4 natpi; "^yi iikd pKu"? übcraclze ieli ; ,ziir Wllatcnci wird 
<lQrcb das tSounon-)llcht verbrannt (vcrkoldt) das bewohnte Land.' 

44, Iti c"or Ktoi ii:n iat o'On kxc:, wekhcs in fühlt, nur cine 
T>ittogra|)]ii»}. jiu« der folgciidoii Zeilt- c-en Kse: p-ns m. SU'ciclit ma« 
die awci Woilc, so verwaudt-lt sieli dur iiiituriiilklic und a\\zu lange 
Vers in oineu bei Sirach üblichen Doppclvcr«. 

45, ß ist sehr charukteristlBch fUr die Art wie Sirnch gear- 
beitet bat: 

oSiff pnb •^s'v^ "h nooS prm nn imp bti 

Eiue Person aIs ewipes Gesetz einzusetzen ist eine liOcIist impo* 
scltickte and autnillign Wendung, die sieb nur iiU Uomiiiigcunz aus 
Num. 18, 19 erklitren läast: htnsr TS lO'T -^©K c-npn niOTin ba 

I). H. SlCLLKH. 



6o}[pAi.viB8 ViANXA, A. B., £^8 floco^fe« tiiala» em/jrtitjf^ au portu- 
gais (Extrait des Mdunijes Cuahuw du Harimz, S. 306—348). 

Irb bjtbc ver Jubre» die Absiebt geftuiisert die portngiesisebeu 
AVOrtor im MaUiisehon ziisammenKiiBtetldn ; icb habe sie bisher nicht 
a«Bf^L>!librt, wtfil anderu Arbi'jtun auf dum bnlreffendcn Grnnitpebiet 
mir nicht nur sU Vorurbciteii notbwundig, sondi-ni aucli nn Rieb 
wichtiger und iiitwressanLer «rscbiüueu als diese, bei iler iimii in den 
Qcleiscn dor alten Metlioden bleibt, und deren Kt^obiii&se vornobm- 
lieh der Kultiirgescliicbte zufUessen werden. Jene» Gebiet aber habe 
ich Uborliaupt nicht mehr betreten, »ad zwar dcsludb nicht, weil 
meine Abhandlung: ,Ueber das Maliiinpartugicabche von Batavbi nnd 
Tujfu' {fCruQfinrhe ^tttdim, ix, Wien IHÜl, '25«; S,") diejenigen Iü*oi»e, 
AUS denen ich Bench tignngcn, Aurklitrungen, Weite rftthrungun er- 
wartete, gänslich unberührt lic&s and nicht cinmtU in ciui>cbtägigen 





106 



CotHJJthVKR VlASMA. 



liolItlndia(;lM:n Hihlio^^phirriL vcr7^ic!i net worclc. Ein Portugiese, der 
im ,äus8©r«leii Orient' dis Spuren »cinor Sprache aufläse, wttnlo 
wcnigstfins durch das Ocftllil piitriotisuhcr Geuu^huuug bdohnt 
werden; ja, i's dflrilf uiuuui portuKiesisflien Sprachforselier keine 
^liinzcndcrc Aui'^iibn winken als die, seinen klUmun VuHshrun um 
das Kap der guten Hoffnung zu fi)lf;en, ^l& o lougtiu[uo China na- 
vtgandftf R as ilhas nmis reinAtsa du Ori(TnlL>', und aiiit dem Munde 
der dunkelfftrhigei) Ktlstenbewoliner diä Zeugnisse einer grossen Ver- 
gangenheit zu »amuielii, tvU eigemirLige KrgUnxiing und Dlnstrirung 
von Camues' LIcMengedieht. So nohme ich denn mit einiger HolTnung 
wahr, dnss m«in Freund Gosi;alv»h Vianka bcU ger&umer Zeit äcine 
Blicke aueh nach ATrika und Asien gerichtet und ganz neuerdings 
sieh mit den portugiesischcu WOrlem de« MidaÜHclieu besehitligt 
hat. Kr mrlge mir gestiitten. Einiges in neineni Aufsatz« xu berichtigen, 
und Allein voran die Bemerkung, er wisse nicht ob ich die ver- 
heUsene Studie schon veröfTentlicht habe; denn er weiss recht wohl, 
dcuffi er unter den Enten ist, denen sie sukumnicn würde. 

Seilte Quollen LesclirHnken sich &uf drei kleine Handbücher, 
die dem Europäer die malaiische Umgangssprache beibringen eoUen, 
ein deuljtch««^ ein englisches, ein hullttndische«; vom erateii und 
letzten hat er vcrabsftumt die Verfasser zu nennen, U. Uiüdohf uud 
J. RiJMBXBKKUj im Titel des mittleren das Wort malay ausgeliutsen. 
In der ersten Abthoilung, .vocables malais d'origine portugaise 6yi- 
dente,' beündet sieb £unilcbst eines, das einem portugiesischen . aber 
nicht dem vom Verlftsser angeführten Worto entsprieht; 

i(Mi, .äcbUsael', nicht I ntto, sondern I bacio, wie mslaioport. 
baling \ Ceylonport, bagim; 9. Kr. St., S. lai, Anm. IGU. Wo die mit 
einem Frngeiseichen versebene Form basu (vielleicht t holl. iMta) 
vorkommt, habe ich nicht festgestellt. 

Die ßedeuüinp von krabu. .Ohrring* geht auf die portupeaiache: 
jNelke', nielit ,NageI' von craro ztirllck. 

Sodann eine ganae Reihe, denen wir allerdings im Portugiesi- 
schen wnederbegegn«n, die aber auH dem Romanidehen ins HolllLn- 
dische (oder Engliaehc) and erst von da aus ins Malaiische cinge- 



!.■■ TOCABUt« MALAIU SMl-St3XTte AV l-OmtOAU. 



107 



dnu^ea nnd. Wir when das atu ihrer lautlichen Gestalt, besonders 
am d«r EndoiiK» d. b. aus dem Fehlett der vocaliecbvo EoduiiK: 

&nu. &*nu i^j»), fBctnte', nicht I port hru^, hro^a, das eioGB 

eiD^Bcfarftiikteii Sian bat und wohl aacb friUier keioeo aos- 
^cddutteKn gehabt hat, sondern I engl. Irrugk. Oder isl es I franz. 
frrMH, dttrrh das [loUttndische verniirt<]tV Vj^l. tcafihotl. ^n», 3<^Ui'. 
Das Won fcheinl recht jung im Malaüücben zu »ein, and inübesondere 
ca l^ogapore f^braocbt zu werden; e« findet sich ini Handbook nod 
bei Ijm Hioxa Sexo (Hocdokt. KuxsitaKiui and vax nnt Mxut.n ^ 
b«& statl deasea: »ilua, Mtkal). 

kamar, ,Ziiiuner', nicht I port, eawtara^ Mondem 1 hoQ, kataer. 

kamfdi, kom^i {Bcnxttru kdmiJi (tan dbb Mxclxn) f-'^*^ 
^baospiel*, ^baaspielbaoa^, nicfat I port, eomtdia, toodem I bofl. 

mutik, .Mank'f nicht I port, musica, sondern I boQ. mitzttk. 

mtutardi, ^Senf , nicht I port mo^tarda, sondern I holt mastaard, 
wie auch die (>oII, Form nuMterd im Mal. als matUr erscheint 

ptrniii, .EflaiibniBS*, nicht I port, permistäo, noch permitte, 
•mdcm I hoH. jwmiitm. 

ftiHal, aoeh kittol, .Pistole', nicht I port piHola^ sondern I kolL 
pSttool. 

9pm, «Ipai, .Spetsekammrrr', nicht I port, dirptuta, sondern 
I ni^. «poM« (vgl. balar. tpon \ hoU. sporM), wenn man es aicbt 
lieber mit hnll. »pinde, ^peisesdirank' zosamnipnbrin^en will. Was 
die Form dUpau anlangt, der ftbrigen» Ruifsxaou nicht die Ile- 
denduift: ^pHEekaninier'^ sondern ,Srhpnktiseh' zntheilt, so seheint 
Äe MÜr aanicbst »as dem Tlollftndischcn zu slauiiwn. in dieses ab«r 
aOetdiags ans dum Fnrtiigieiiischen ^.feknainieii zu sein. Rooana vaa 
Etsdwa, Samgnfpraken', 8. 33 hat: ^waar zijn de ekatelB Taa de 
ÜKpaa^t (dispei» is koo veel ab onze kalderV — keld*r hat hier 
Hiebt den Sinn ron »Keller', sondem ron yäpetsekanuoor' — , über* 
•etzl aber dUpenM mit gudang. hlxxevrxt. Kanpsrh-ffollandaek Idioti' 
e*H gibt: .ditptn», of verkort rpen«, proviziekast of -kanicr. Vao 't 
Eng. to ilMjwfu« = nitdeden.' 




t08 



CoHf ALVee VlANNA 



Komel, jObersi' kaun ebenso giit das port, coronet, wi« das 
hull. ^>ra«2 sein. Din M(^gtichk«it ist freilich überall xiisiigcbeu, ^im 
früher purtit^eaiäcliv Wortfurmcu im MalaÜächeu bestJiudvii linWn, 
dio dnnn dnrob die sehr Alinliuh Itnitcndcn holUndisi'lien verdrftii^t 
worden oder nebclbildai-ti^ in sie (ibergegangen sind. Für die cul- 
BjirechondfMi Fftlle im MnlniojmrltipeBischon mUssen wir sogar eine 
derartige Substitiitiou auoebnien; hier wird z. B. permiusi auf 'per- 
miugang (s. Kr. St., S. 73, Anm. SSS), kanier auf ^kamra (die F'orni 
kamht^r hraitrbt nicbl aiil' port, aimhnt zurrte kzug-elieii) gefulgt sein. 
Ulla !t[nliiii^cb4! mng solcho r(Hiiiinisi«h bollfliidiscbe Wörter erst ans 
dem Malaio[)ortiigiesisi-ktn gescb{){ift liubt^n: duä ist bcstiudera du 
wahrstrhöinlifh, wo die holliiiKlii»c!n' VV ortform eine portugiesische 
Endung bekommen hat, so mottaard l mal.'port. und djuJ. rnttatardi; 
iamp I mal-iiDrl. iiiul mal- lampti. Verhält es stell itoeli so mit eelit 
hollandisrhen Wörtern: kok. rok \ ujal.-port. kokki, rukki, mal. hiki, 
rnki] boek I mal.-pnit. und mal. AuAr»; s. Kr. St., S. 117 und J.thl. 
/Ur yerm. ». rom. l'htl., IH91, Sp. 202. 

Wenn der Verfaaser bei einigen Wörtern der ei-sten Ablheihmg 
ein Frageseichen setstj so kann dtu eigentlich nur so viel heiehen, 
wHfl d:i«a sie in die xweite, d. h. unter die Wdrtcr j^'liüren, (Uiren 
Ur6i>ruug aus dem l'ortiigicsiselioa nur aU möglieh dargestellt wu-J. 
Dh9 Fragezeichen slelil aber jedenfalls mit UnreeUl bei $iujo (auch 
«t'jy'of; mal.-port. »injöi*, tijor und »inju, eiju), ,Ucn'* und boi modo, 
jFrUuleiu' und nonja, ,Frau'. üober diese hiutliehc und Uegriffliebe 
Diffcrtnstining des port, tt-nkor^i habe ich mJL-h Kr. St., sl. a&o aua- 
gcsproclieu, w« noch das njora, ,Frau' des molukkiscbeu Mal. an- 
zufllhrou war, und zu dem nonja, ,Fr£tuloiii' dos IT. Jabrliun eierte 
das kapholl. iwt, 71001*, jFrfluleiu' (bes. vor Eigenuamen), was Man»- 
m/r irrigerweise za port, noiva stellt. Ftlr njonja, ,Fran', wie es 
aueh i[ii Jav. und Suud. beiäüt, scheint jetzt no7ija aufzukumiuen 
(bo bei FwRK und HrNooRK). Xima, ,FriluIoin' eignet iioeli dem 
8und., Makaäs., Bim.; doch kommt es in der Ict^teu Hpracbe nndi 
JoMKBR (IKflS) auch im ir^nne von ,Fraa' vor. Man vergleiehe zu 
dem Schwanken dieses fremden Wortes jav. nini, ,slto Frau' und 



Lbs TOCABL»: 1IAL.US RUPRDuTES AC PDRTCOAIS. 



Jung<-8 MadLtic;!!*. Umgekehrt sind ein ^»nr Wörter i]cr zweiten 
Äbtheilung id die crate kii versetzen. So die bcidon por und inarft7, 
bei denen icli gar nicht w«:is8. Hn welche andere Uerlcitung als die 
von (»ort. por «nd martelo llborhrnupt gedacht werden künnte. JWar- 
til ist docli gewiss niclit .unn fonne bleu ddtouniiip' von marlflo. 
Auf dcMi Hylukicon, woiiigsU-n-i auf Mnnftdo und Aitibon, »pricht 
mun noch den Bii»lautcndrn Vo'cal; viartela, -u ^oh CLRiiott. vak llofr 
rKU.)\ marteel schrßiht J Kr. St., S. Il'i, martel Pusapi-ri. und 
V. o. Waij. - V. D. TnoK, Däsb toolanäit, ,I[ollBnd' aus dem Portn- 
giesisehen slAUimt, ist vor Allem iiiia dem -n eraintitlich; Bodnnn 
ttllcrdinK» »"» •!*"" Anlaut, aber In einem anderen .Sinn als drr Vbt- 
fftsser meint, demzufolge der Malaie das h von Itulland gewahrt 
haben wUrd«. Die meinten von den malaiiseben WUrtcrn, die mit h 
begionen, werden auch ohne A gegebrieben und geapi-ochen; und 
clanda («■'— ^V) aus hilanda (>-i)j*), waa auch riirkomml, vermöchte 
kein Bedenken zu erregen. Aber der eum^unantiäche Anlaut in wo- 
lanäa, \oilauda, blatnla (jav. wSlondu Ng., Kilandi Kr., aund. wti- 
hmdn u. s. w.) |jl«8t sieh nur aus dem Portugie8L«;hen erklftrcn. Der 
Vcriaasor 8s^4, die Malaien hütlen ein r TorgcHeblagen, um den UQ- 
betonten VoeaJ im Anhiiil itn vermeiden; allein ieh bemerke keine 
sonstige Spur einer derartigen Tendenz. In den portugiesischen 
Volktsmundarten hingegen bildet hänhg ein Italbvocal den Ueber- 
gang von vocalischcm Aaslaut zu vociüiBcheni Anlant^ und so -wird 
a-ü-Olanda miter den portugiesischen Eroberem und Ansiedlom, 
wenn nicht die herrschende, so doch eine sehr gewöhnliehe Aqb- 
spraclie gewesen sein Von knridor, .Ilalkon' sagt der Vcrfassco-, die 
HerleituRg aus port, cnrrfdor wäre annehmbar, wenn nicht diu Ver- 
schiedenheit der ßedeutnng sich xu vridersutxnn schiene. Aber eine 
solche bemerke ich nicht; Kukbnburo \\fA kuTridor di attu, .Balkon', 
nnd dann stimmt rnllkomiuen die eigentliche Bcfleuturig: ,obere Gal- 
len«'. Das Wort ist aber ofTcubitr oret in »päterer Zeit in Gebninch 
gekommen, und sn wird man tUr dassL-UtL- eher an das Engti&che 
oder llollilndim'he al» au dan Partiigieälsehc xu denken haben. Ein 
sicher nnnaniac^ie» \Vi>rt iel ancb doa begriillich niihclicgende icayymda. 




110 



C0H?A.LVES VlAKMA. 



jVerandah'; der Verfaseer hatte auf meine Erklilning Zeiiachr. f. 
vom. PhiL, xtn, 491, Anm. Beznf» nehmen sollnn. Kbi>tisu wenig 
dai-f man daran xweifelo, class indjin buh dem Ktmi anise licr sUmmt; 
aWr wvnn e» in Aer Rcdeiitun^ ,niHchinori«>wn" (Walx-Tuhk) »iuli 
am bcston an d;ui engl, engine anscblic^ssün llteist, so würde iniui tUr 
dm unj^ert! Bedoutung: ,Acl)ae eiim» Kadus, uines Wakens' ilas por- 
tiigiesiech R ingisnho WrorKUgen, docK nnr dofiholb, weil so diu cigcrii- 
thUmlichn Büp'iffHtiiitwiüIceluiig wt-iiigcr uTiw«lir8<'iioi(di<!h wird. Favrh 
tUi«rsetzt iTidjin noch mil /rhllrangel', .Hcharnioi-" und Icitcit da» 
Wupt vom doll, hangsel, henijael ab; daüKelbü lebt alUrdings mit 
divNcn beiden IBedentiingen im .Malaii»rhen fort, aber tn der Form 
efu}»el, tmtel, «tWI. 8elur Sefremdlicli iüt mir das tng^iijo mit guttu- 
ralem g (j~^ijl), welches bei Wall-Ttuk als niolukkiachcB Wort 
(oR (*uiRcg bat es niirbt) verzeichnet wird, und «war mit dun Be- 
duntimgen: ^machine', .wimlaa', .liefboom', »donimokraciit', denen dio 
vnn franst, tmgin aiu nächsten kommen. Warum die Kinsühaltiing 
eiiu-e m in tSntbaku, timbakati (jav. timbak&, 8und. a. «. w. tamlakOf 
•tt, bal. tSmako, kisH. tapaku) ,iSoarte rhypolh^se d'un rap)»ri)cti«meöt 
ftve« Ic portugai« tahaco', verstehe ir^b nicht; t.mb- ist im Malaiischen 
81) iingomein hitufig, dass von liier aus ein allgemeiner oder ein be- 
sonderer KinHu«s ausgehen konnte (vgl. auch tjamhik, lßml>itku 
neben ijabiik, feilsche' Kr. St., S. US, Anm. 169). Eh rnUAStt auf 
bind, iamhukft verwiesen worden; aber lio«o sieh liier nicht derselbe 
Eirwand gegen die Zur riekfilh rung auf port, tabacv erbeben? Wenn 
it'll mit dem Verfasser es vorzielie, mi»km, ,arm* aus dem Arabiachen 
statt aus dem PorliigicsiÄchen berzuk-iteri. so gesiehe ii^h, da«s fUr 
mich ffMÄÜpf, ,Mo«eh()c' ahne das port metquita ganz riltliticihaft 
bleibt. Das Wert kommt im Mal., Jav., Suud. zuiiHebst iu seiner 
arabioehen Form vor: ■*^^, viasdjid (jav, auch mixdjid], Daneben 
nun jav. wind, vituigit. und als .bataviascbc und javiisclie AusepracLe' 
miingil bei Wall TtrttK. KbenRo gibt v, ». MRri.BN. S, sa metXgit 
und swar neben einem hell. miati(jhieti IIixdokp betont: missüfit. 
G und ( weisen auf d&n Kumauische bin; Air daa mittlere i weis» ich 
keinen Ratb. Kau», ^Strumpf' bezieht der Verfasser mit Uecbt auf 



Lbs vooABLBft maijus bupauktss au roHiua/tB. 



Ill 



Ü. koua; alxT port, «i/^« ist iiifhl w)!^«ii seiner Bedcumng, sondern 
Ecn soinor Form abzulchtion. Aus gleichem Giiindü port, uncora 
bei djangkaT, ,Aiiki!r'; freilich j,''^u''B' dt'iu wugt-n (Ws Anlaut« auch 
dos holländische und das englische Wort »iehl^ man mtUstc denn, 
wozu US an Anatoflicün felill. ein engl, the anchor xufprantl« l«g«n; 
immerhin vorplcicho man Untoro (WahTuiikI neben Sntero, nntero, 
,gan&'. Die siiiumtliL-hcM Ulirigcii Wörter der isweileii Abihuiluiig sind 
sinhnrlinh nmlansche oder do«Ii nstntisehe Würtcr, wi« kasa, ,Gilkc', 
.Mousselin', eig. *-iU-, Fem. von ^^, ,eigeimrti^', ,vorr»:lim'. Nur 
in Bezug unf «ineR mit einer Benchrllnknng. Eb werden zwei VcrlKtn 
aufgenklirt. <)agaji, .stottern', i)agn.»(j, .fassen'. ,fi'(*t holten', die an 
port, gngo und fu-tfar anklingen. Die Kndiingen sind mii miilnÜHcdi, 
und so scheint in beiden FilUen die Aehnllclikeit oine znßlllige zu 
Hein. Far f^ganff wird dies durch seine vcrwjindtüc-hafllirlien Be- 
icioliungen bestfitigt; auch habe irh a» dtr vom Verfasser citirlen 
Stelle, Kt. Ä(., H. 1i8, nur eimi bt^grifflieliu Re«iii(1uKsiing des [lor- 
tugiüßiflchen Wortes diin^h da» ImgrifHieh wn«! Iniitlii-Ii ilhnLtiie ma- 
Iftiiscbc angenommen. Mit gatfap aber verhält es dich innofern etwas 
anders, aU in dicEor Hcdeiitiing im Malaiischon der Mtilukken gnga 
vorkommt, wozu üb Clkhccj nueh tjnffu (neben gngap) auü UiKiniiA 
VAX KvBiNOA lind niakft&a. p.71/1 in glcieliera Sinne aidulirl; tiacli 
Wjn-t^TtuK aber ist (/"j;if im bjiljiv. Mahiü^teli »oviul wie .«tunim'. 
Aber mao Hbcr«ehc nicht, <U.ss tltr ,6tottcrn' auch die Form s^gs^y 
^bat, WaliaTuck) und (/iijitp (nur diese gibt Favhb an) besteht, uud 
d«B0 nach Favbü g^gop, gogäp, g»gäp .bruyant', ,confiis', ,tuD]iiltu«ux' 
bedeutet, nach Pu.vAi'fKL g^gyfi'p (^= 9^93"^) ,verwirrt' (von Oe- 
rttuscheu), woau jwj/wp, .verwirrtes ücrftuscb* gehört, Pülikau hat 
nicIiLt mit |)0rL cüu zn ibun; ea ist eigenlJieli ,Drttcker' vun pUik, 
,ftbclrüeken'. /'«■««, pnto i«t auch in den verwandten Sprachen ver- 
breitet und bat nicht blusa den Hinn von , Blumentopf*, aonilerii be- 
Kcichnet sehr verschiedenartige Geftlsse von HoIk iititl Thon; bei 
KiJNKxaRRn, H. ü werden unter dun KUcliengerkthtm /iu*», -Topf und 
fKUu, ,Tönne' anfgeaäblt. Piping, ,SehUssoi*, ,Tellor' nucb im Jav., 
Sund., H«l, a. K. w.; (»ort. plrt* liemie aieb nur von einer Form ohne 



US 



COH^ALVBS VlANMA. 



uosaleu Auslaut (so bim. pirt) ableitea, aber leichter von dem ganz 
gleichbedeutenden ka|)hoIl. piareuije (,üntert08»e') , falls die Chi-o- 
noiope es erlaubt, dies zwischen daa niAlaiische und daa portugiesische 
Wort sni ttldlen. M«rkwUriliKerw«i6G fimlct sicli die purtugieftische 
Forin in Calon's Wiirterlüitt das SikkasrJtßn (Miltel-Kloro«) (.IHIM); 
jpiris. Kcliotoltje'. Das» die niedermalaiische Bezeichnung des AtTeit: 
7nonj«t aus <l«iu SundAschou atauiint. hatte ich Kr. St., S. 67, Ann). 72 
erwftlint; nuoh divs JnvnHphe hat taunjat und als Kawiwort nmnjuk, 
,Affe'. Vielleicht f^bärt dieser Ausdruck zu Band, monjong, ,die Lip- 
pen vmiitrecken', ,eiT)e Schnauze linben'' (vom Sirhwein, der Mhuh 
und einigen Affenarten), mal. montjong, .schnaujiiurmig' ( Wall-Tuuk), 
,Sebna«7,p' (vom Seliwein nnd einigen Kisrlien) (Ki-Ixkkrt). Tatron, 
,Bieno' {im bat Mal. auch .Käfer' nach Wall-Tuvk) ist auch jav. 
(davon tH-maKarij t6mawon, ,eincr Biene gleichen'); vgl. sund. titruan, 
tiitoül, , Honig «risengcnde Bienenart'. Mendait, tihnn sind verlesen 
fllr vi3n-djahit, tj&lana, lirgcn also ganx ab vun port, n/iendur, jjau- 
taiona. 

Es ist nur eine kleine Probe, die uns der Verfasser von den 
portagicsisehon Wörtern des Malaiischon vorlegt. Auch »u8 »einen 
Quellen hHtte er »ie bctrlteliüicli vcTgriissem können. So vonuag 
irh allein ans RiJKRMieit» (ieli kenne iiielit die ilrilte Antlagr>, die 
der V^ert'tuiBer bcniitsl lial, sondern nur die zweite) nucli fulgende 
Wörter htn-ztizufUgen: 

dangsnh, ,tanzen' I dansar, 

gai\g»a, jGnns' ! ganan, 

ftaicefu, ,Ha«e' I coelho, 

müii, jHiUssHn' l mf.tt*T, 

mandar, ,Aufseher' I mandntior, 

jMutil, ,Pa8tete' 1 jjtutet (boll. jtatUxj, 

piguifi, .Gemälde' I ßgura, 

j}fimpa, jPumi»«' I ftomha (so auch mal., wie hind, brnnha; b. Zuitn/^hr. 
f. vom. Phil,, xtu, 514) + JioH- pornji. Auch atinst glaubu idi die 
Endung -n aas romaniticher Einmischung (e. üben 8. lio) deuten zu 
OUMCn, wie in baln, ,BalI* = boU. bei (port, baila, vulg. batJuM-, vgl. 



Lb8 TOCJLBLKS HA.LAIS »UPnUXTES AC t^RTTOAtS. 



113 



in&l.-port, bala, .Uiiweii'), pipa, .PfuilV = holl. pijp (franst, pipe), 
sdrhtta neben »firtst, jSon-ieltc' = holl. lertwl (^N.; Rpan. aervilUta). 
Während der Verfasser fi» + 27 Fülle uufzälilt, von denen ich 
etwa ßh gelteii Iiisse, liat Ä. MAtmu in don Annale» de VEsIreme 
OtimI, 1881, S. 374 ff. ilerau Vtb tiur^cKUhU id&ruutor -IS, die hich 
beim Verfasser finden), von denen ieli aber einen vorhilltnisstnilsüg 
noch bedeutenderen Abbtriuli uiuuben niusä. Wenn mao aber aus 
den Wörter bflchern von WautTduk, Pubapi'bi. und Fatrb nur die- 
jenigen Wörter zuaamioenliirfit, bei denen der purtugicsiscte Ursin-ung 
angegeben int, •sn wird man eine weit gr(ix»ere Änzniit erhalten. Der 
Verfat«äer wUrdc dann itiivb seinen Ausspnicli etwas niildcru: ^O'autrca 
exprefisions d'iin carnclere plus gi^nt^ral, lellas que des verbe» ou des 
adjeclifa, y sont au eonlraire d'une rareld extr6rae'; er würde im 
Malaiischen portugiesisclien WSrtera begegnen, wie almor^ar, ossär, 
dur<ir, catitai; e»irfg<ii', eutendimento, fadiga (, Tripper'), fastio, fitar, 
foT^n, frftvo, jimtu, ponlar, nin» ijue, aititi/ray, iindnr, lio, tomnr (dies 
in foma augin, harue, eig. .Wind, Strom nehmen*, d. li. ,gegOD dun 
Wind, Strom vordringen'). Welche besondere Fundgrube für portu- 
giesische Lehnwörter das Malaiiäche der Molukkon ist, darauf habe 
idi Ki\ St., 8- 166 hiiigrwiüsen. Ks mllsBcn die niuridartlirlien Ver- 
schiedenheiten der Fonu und der Bedeutung versscichiiet werden, in 
dunen did portuglesisehrn VVOrti^r luifb-irlrn, und sie müssen auch in 
die dem eigentlichen MakÜHch verwandten Sprachen verfolgt werden, 
zunfichat ins Javuselie und Sundaschc, vg'l. x. U.: mal. at^odja, 
algudju oder atyofijo, jav. lfi<jodjo, eund, loyodjo, ,Kehftpfrichlcr' 1 
port, nigoz. Andirecil» ist xu bcrlkrkaichtigrn, dass zwischen dem 
FortugieäiDclion und Malaiischen daa MalaiuporlugieBische vermittelt; so 
wird uns b. H. indjeiflar, ,knicen' (AVaix-Touk) durch mal.-port. indjv- 
bei, indjabel, jKnie' =s etw jodhm. Kr. St., S. 86, IIS verstÄndlieh. 
Schliesslich werden wir aber auch die portug^esiachcn Lchnw&rtcr 
der andern aHiati.<tohen Spnichen in unseni GeaichlskreiB ziehen; 
denn die Entlehnung beruht ilbcrnll auf sehr ühnlichen Bedingungen, 
vollzieht eich in sehr ähnlicher WeiBO, und der Verkehr zwischen 
den einzelnen Oolonien treibt solche Wtirtcr bin und licr^ wie er ja 

WisMt Z«li«btirt r. 4 X\uAa i. HargttnL Xt. Rd. 6 



114 CONQALVES VlANSA. LbS TOCABUtS HAITIS BTC. 

auch zwischen den kreolischen Mundarten tiefgehende Ueberein- 

stimmungen erzeugt (man erinnere sich z. B. im Anschluss an den 

eben angeführten Fall, dass im Ceylonportugiesischen ,Enie' injuelho, 

injevelko heisst). Kurz, was mir als zu erstrebendeB Ziel vorschwebt, 

ist ein Wörterbuch, worin die portugiesischen Wörter, die überhaupt 

in Frage kommen, voranstehen und die asiatischen Geschicke eines 

jeden dargelegt werden. 

Hdoo Schdohardt. 



Kleine Mittheiliingen. 



Dna Ahvnatenirja-Gehet. — Dae Ah nnawairja- Gebet (Aliunwar, 
Honover) hat (Ur Jen Parspn dieBetb« Mpdeutiin^ wie filr den Chii- 
«ten das ,Vntor luiaer* und filr düii Jlohaimuedaner die Fätibah. Von 
diegotu kurzen und infolge dessen schwer vcrstj(ndiiclicn Gebete sind 
schon incbrcro Ucborsctzunpen gomacht worden. Man findet dieselben 
bis zum Jabre IH68 bei Hprnfim,, Commentnr zum Aw.ata, Bd. n, S. 4S7 
verzciehnet und boiirtboilt. Von da an »itid iiuob dio folgondcu 
Arbeiten darüber zu Tcrseichncn : M. Hauo ,Die Ab una vairyu -Formel, 
das beiligste Gebet d«r Zoroantrier, mit dem alten Zcnd-Comuiciitar 
Jasnu 19'. MUncbcn tR72 {^Sitzumjnher. der philat.-fihilolog. und hist. 
Clats^ der klinigl. bni/r. Akad. der Wisnenarhaften , Bd. u, 1872, 
M. «9 ff.), K. R<mi in ZDMQ., Hd. «xviii, .S. 437 ff.» K. Gbldnbb, 
Studien nuH Ave$tJi, StraeBburg 1882, S. 144 ff., C. de Habi^k in 
BEZzKXSBKUKa'a Beliräijen zur Kande der indagermaniechm Sprachen, 
Bd. IUI, S. 245 ff., Chr. Bahtholohab j.-Vriecbe Forüchungcn*, Heft ui 
C18S7), S. 47 ff., .1. Dakmbhtetek, ,Lc Z«nd AvcsU', i, Pari» 1892 
(ÄitnuUt du il/«sc'« Guiinet, Tome xxi) p. 161. — Da meine Auf- 
fttSHung dicsoK Gebetes von den bisher bekannt gewordenen Auf- 
fassungen stark abweicht und vom rein gram matise hen Standpunkte 
gobUdet ist, so erluube ich mir dieselbe hier mitzutheilcu in der 
Hoffnung, dass sie die Mitforscher isu erneuerter Prüfung des Gegen- 
etandos veranlassen wird. 

ja^ä ahn tcairjo ti^d ratui aihät-ctt hacä 

tenüh^ui dazdn munaftho ijad^ianäm atihfui mazdüi 

xMrt&r{m«fa ahnräi ä Jim drfgubjo dadnt waifai-pn. 

8* 




L16 KlBINE MllTUBlLDHOBN. 

jWie durch den weltlichen Heim erwählt wird, so soll er sein 
der geistliche Hirt — aus Reinheit. 

Ueberlasset dem Geiste der frommen Gesinnung die Herrschafl; 
(Leitung) der Werke und 

Dem Ähura-Mazda die Herrschaft der Welt, welche er fUr die 
Armen zum Schützer geschaffen.' 

D. h. Gleichwie der geistliche Hirt nur mit Rücksicht auf seinen 
reinen Lebenswandel vom weltlichen Herrn erwählt werden soll, so 
soll er es auch sein. 

Die Leitung der Werke mOge man dem Geiste der frommen 
Gesinnung' anheim geben: 

Die Herrschaft der Welt überlasse man Ahura-Mazda, der diese 
Welt zum Schutzer der Armen geschaffen hat, woraus folgt, dass man 
die Armen unterstützen, d. i. die Nächstenliebe bethätigen soll. 

ahü kann nur Instrumental sein, dazdä ist mit Anlehnung an 
dazdi gebildet, waiih^ui manaiiko, Genitiv fUr den Dativ. aAh^uS 
X6ha&rsm-cä steht für afikfuS-^ä x^ha&r^. yim bezieht sich auf aÄ- 
1i^u& und d ist mit dadaf zu verbinden. 

Das Gebet ASh^m wohu. — Auch von diesem kurzen Gebete 
erlaube ich mir eine neue Uebersetzung hier mitzutheilen. Dieselbe 
beruht auf streng grammatischer Auffassung. 

ASh§m wohü loahiSt^m OBtl 
uHä astl uStä ahmäi 
kjat aShäi wakiStäi aSkfm. 

,Die Reinheit ist das beste Gut 
ein Heil ist sie — ein Heil ist 

(besonders) jene Reinheit, welche ihm, dem Genius der besten 
Reinheit,* innewohnt.' 



' ,Der Geist der frommen Gesinnuiig' ^ der Amiaspand Vuhumano ( .-mj)) 
der für die lebenden Wesen, beiondera aber fUr den Menschen, Sorge trS^t. 

' ,Der GoniuB der besten Reinheit' = die perBonificirte Reinheit, der Ain- 
iAspand AJhawahiita (cUMkf.«.ji,1), der Schutzengel des Feaers. 



Kutnnc MnTnp.ii.rKOBS- 



lit 



Fur Huzitarttck-Uthtreetzumj niri Vmdid. xix, SC' (vgl. diese 
Zaifafhr., Bd. m, 8. S6). — Der Text laut«l {Spikokl, S. 312): w "^ 

^if*"** 1*^. "f '"S^ ^ (Wv fpTj" « Man vergleiche daiuit Gan- 

jt'shsvagAii (Ciaw^ I MlilgüiO, \>. H, lU 7 : ^i A -' 5-njr *X) A itf -^ 

^»««ftVA aSawi' «»rf trlJrtwi-, — Ueber adawi' st^Iiroibi Jusxt 
(ZBiirfieÖWori., S. 18, 1)) ,tt(lj. unbutrogeii', SruioEi. ,uiclit. bctrilgeml' 
imd tlker iri^irt- (ebcndE, S. 380, a) ,adj. froi vod Betrug', d. h. ,nicht 
zu betrügen'. Die Huewarescli-Ücbßrsclzmi}: uiacLt awisobeu diesen 
beiden Worlen den (blgcndeii ITntersf^'biod : ■■^'»•'«■it *Ct>" "Cjp •■!>*»»•«■ 
50'o t( ler nf Ctfr jw joV ^ ■ fo'ti -^ iroo*- r; Tj» 5a>V — ■ *Co" "C«! 
•leii«) 5«)'o jpjtjy iiwjJe) w-T; ''ft- ifr — ^u^c ^Un-Betnigj ist mein 
Name, iL li. ieh betrüg Niuiuaiidcu; yo^a ^ C^= neupere. •— -ir*trf 
Obtie-Betnig ist mein Name, der ich vom Betrug weg bin, d. li. 
wer mich betrögen will, der wird selbst belrogoa. 

NeuperstMch ^ß. — J?^ (3^^^) ,Flneht' fi'hlt bei Hown. Es 
gehört EU cr^'ß i^- 203. Nr. OH) und iat ein Synonym von ßß. 
WAhrani n.\n:r jiß auf aln v(jrausy.H!tL'izi!Hde» jdtjjuru. wiraidah- znrttak- 
gebt, muss ^i = l'abl. ^\, A auf ein nltpc-rfl. teiraika- zurückge- 
führt werden, jiß und ^.S verhalten sich ganz so au einander wie 
jjj» (■= altporo. rtitrawL'flA) und t^j* (== altpers. abiranka) und grioch. 
'etx»! und nv/o^. Vein j^i wird im Palilawi »rity^t = n(C"i (^ neu- 
pere. cr~*^.^) obgeloilet, eine sonderbsrc Bildung, da a«f diese Weise 
blos Verba von seinitisehen Worlstilminf3i abgeleitet werden. 

Hatpertitch oA>* «'«'' awetfiach niki. — Xu der von Bartho- 
t^UAB {Indo^erin, Fvrsfhmtrje», Bd. vii, S, a23, Note 2) citiitoii Stelle, 
Jail I, 31, mUebtc icli bemerken, diusut ich sie in UuberuinatimmuDg 



' Vgl. j^mjf^ K3i> J J^. Tbo Zniiil I Javit Stii^dit Dtbd or tlie P&bliivi Venioii 
of tho Aruata VondidM. £d. b^ Dahau Utrtvti I'hhuotak ^«maha. Bombay |l^'J&. 
8". p. 19», AbMU 7. 



118 



KiJiRns MrmiKiLUKOEN. 



mit der Tradition »ndcrs mtorpretire. Es steht flort: ■ |0©-1'0" - -»{jj» 

& po-r^r'*'-" ■ |wo"*'^«f ■ '-j-"""^ DIl-s liiutct in *!«r Hiizwaresi-Ii- 
Utfbcrt'titzuiig: ■ nwo-fl wyu- jC 1- -^ 'isi'^"pJ ihd''0 (i^^) C'O "fri" ' ■^r 
OTO (fir>^') C'ü -frr ^ ^r^r ■ -^ -»lo-^-rC iro"wrf (fri^') Cio -frr ' A* 
. mj «it)aJ>^ '^1^1' ©"W" 4^ie Gedilolilnissknitt AJiura -Mazdas preinen 
wir -wegen des Bewahren» des heiltpen Wortes, d. li, wegen des im 
Gedaolitniss Beholtens; den Vorstand Aliiirft-Miutdfts preisen wir we^ 
des Nnclulenkens über da» hellige Wort: die Ziingt Ahura- Mazdas 
preisen wir wegen des Verkllndeiis des heiligen Worte».* 

Dnmach iet »tg» = -^r -= neupors. ^^J* = armen. «■.• . Ebenso 
ist "W"^ — iHjl-B — neupcrs. J-jl>, denen nur die Bedeutung des 
.Bewahren»', nicht aber jene des .Vemehmens, Erfassens' innewohnt. 
Darnach liegt in »'o(5«« — ttv^ij die Idee Aes ,IV' wahre na', in «iP"? 
— -tj'iiecf (== tif^ri) die Jdee des .Xnchdenkens' iind in -j-vi-i^ — 
tro}? tyyfj met die Idee des ,Verkiindens^ Ob die Idee des ,Bh- 
wahrens* mit der Bedentnnj? von »^jg» — -tjr als ,Ohren' sich rcr- 
trügt, dies mC^ Bartkolomab selbst entscheiden.' Zum Schlüsse 
möchte ich RAa'rnoi»HAi- ersuchen, mir geßtlti^t initxuthcilen, welulic 
Persönlichkeit er als Lehrer (d«nn das ,Anlißron' setzt noth- 
wendig einen Lulirer voraus) des Ahurn-Muxda sieh denkt. 

Frcbdricr MAllbr. 



ZK« Kathn-Ahschiiitte rfe» T4itt. Äranyakn. — Nach der Tra- 
dition wurden bekanntlich die beiden ersten BUcber des Täin. Ar. 
dem Weisen Katha als Verfasser zugeschrieben, eine Angabe, die 
WnsK .leinerseit [Ind. Lit., p. lOS) in Zweifel zog, die wohl auch 
von Andern bezweifelt worden ist und bisher auch durch Nichta be- 



' Um DAnrnoiiCiHAit 4119 Hdiitpfting ilw l'rüitiil« kii erlaiclitom, mnuht« iuli 
ihm iti« folfanje Bt«llc xur Eiittcheldung vorlnpoii, Jimnn i.xii. 4: tUgfi m? ütnrf 
pit&ra aharafif miiuli Aru qä9r{m 4*a 9räil\in im yVlrn jmwu gaSrpni jinuru 9räi- 
nir) pout^ ^itivt nuMtlni ipäiui jfJAirjorSin Aitiiüm Mrurir liilii ^ra/iini . . . iJunLni^h Ut 
mir uiA« die rec«|itlve, /rutn- dagv^en dl« *|ionUinfi Tliftttifkmt dir (4eelo. III^t sind 
wiw in J«At r, :tl oiAi, ^rutn-, Ai'swa, abur \a miiltär Omlnuiig su um menge» te III- 



Kt-KtHv: MrrTitiin.r»ni«. 



119 



Rtiiti^ war, da. das KAt^sku keine Spur ckron ciitliUll. [cli liaW 
Tiim sohon in meinem Aufeat« ,Zwei nouorworbonc HandBciiriftcn der 
k. k. lior-ltibliotbek in Wien mit Fragtiiniten des Kfttlmlca' (SUzunffS- 
b^T. der kais. Akadeviie der Wissetucii. in Wien, pliUoa.-liisUir. Classe, 
Bd. nxxxnt, IfiSKJ). ji. 13. 16. 22 die Mitth^ilutiK gcnmelit, diia» in einem 
Kfaka dui- Kfitha - Schuk- (W, 1) sick die Capitel TÄr. a, 3—8 voil- 
üUlndijc vorfinden. Bei der I)iin:harbeit«ug der von Dr. M. A. Stbim 
in Srinagar ftlr die Tilbiugcr UuiversitÄls-Biljliothck erworbenen Ms«, 
der Katlm-Sclmle finde icb nun in einem dentclbun Cbezeichnet M. a. 
I. 401). das, durebwc^ gut gcschriokcn und ncoeLtuirt, vorecliiedene 
Tlicile des Kätb»ka, snvt'iv BrSTjmnpu- Partien uniti&lt, welche einem 
Kfltlia-Brälimaya tulstammcn dUrftuii, auf Fi>ll- 22— 25 nach einander 
fulgundr Onpitel des Täitt. Ar. 2, Ö. 10. 11. 14. 15. 13. 17. 12. — lal 
nun auch die Reibenfolge der Capp. nicitt dieselbe wie im Täitt. Ar, 
finden ^icli auch im KinxuUien eine Keihe von Abweiuliungeii, so ist 
doL-h im Wesentlicbeii die Uebereinstiiiiiuuiig eine vuUkommene. Die 
Rt-'ibcii folge der Capp. will sebon darum nicbtii sagtm, weil in diese«, 
zu Rituatzwecken verfasnleii Bilcborn uucb die Capp. des KAlbaka 
ganx aii&äur der Ucibe ersukvitieu, und die erwUliiilcn Abweicbunj^en 
tragen nur den Cbarakter von variae lectione«, weun diögulkan auch 
bedeutend fjenug sind, um eine Miltheiliiog des Textes in dieser 
Gestalt »u rechtfertigen. Somit wären jetzt iui Ganzen TAitl. Ar. 2, 
8—15 und 17 ia Büchern der Kniha-Schule nacUgcwiescQ, damit 
ftber aucb bereits fast der guuise zweite Prapililiaka des geoitiiDteu 
Werkes. Auc-b in diesem Falte erscheint also die nltc Tradition der 
Inder vollauf gei-ecbtfertigl und der Zweif*'! an derselben aU liin- 
filllig. Berllckaicbtigt man dm fragmentarischen Zustand der mir 
vorliegenden Katha-Mss. (uumittelbar vor Fol. 'ii, wt» TAr. 2, ö be- 
ginnt, fehlen in dein oben erwnbntcn Tübinger Ms. bciBpielswoise 
sieben Blatter), so wii-d man es ftlr nicht miwakrscheitilich halten 
dtlrfcn, dass auch die übrigen, von der Tradition dem Weisen Kalb« 
suKcscbriebencD Abschnitte der TAittiriya- Sckule lu BUckem der Kh- 
iha-Hckule vorhanden waren oder mich noch vorhanden sind. Manches 
dnvon wii^l tu<;b btü woltereni f^ockeu vielleicht noch linden loascn. 



^ 



ISO 



KlBINB MlTlHEILCKUBX. 



AuB S«m Käfhaka. — i. PaQioi fUhrl in soinom Sutra 7, 4, Vt 
zwischen ^fttn uinl %TfWT auch ein Nomen ^^ftW jlU vedisch 
an — eine bisher noch uubelegte Form. Per Scholiast erlSutert dio- 
aelbe tliipch rlas BcispinI ^*lfvif1«*ft TTtftT — off^nhsr ein Citat. Nun 
linden wir Ktkth. 8, 14 eiiiuu »us meliroren Saiiihitäs bekanuten Vers 
in folgcTiflLT Fiinii: 

5^Mrfif«ii ^37 ^^^■. wfHtnrr j^Äirrufr q^jiHfl^ i ^ t 

So lieet der rorti-eniiclic Codex D (das Ms, des D&yAruin Jotat). 
Codex CwAWjBR« 40 biutet TO^fffinft; mich die K«p. 8. 8, 2 zeigt 
dieselbe Verschiedenheit der Lesarien, denn wilhrend das Wbbkr ge- 
börige Ms , n-rlnlios irh hc\ Aiisarbeitiing de« Textes der Mfl-itr. S. 
benutzte, ^^MtJTWT biotet i,nui.-h meiner Notix zu dem Verse in MAitr. 
S. 1, 7, 1), finde ich in Ai\m mir jetat vorliegenden, P. v. Bradeb ge- 
hßrjgeo Ms. die L«^snrt ^flVlfan^. Es läisat sieh also fragen, ob 
die Lesart des Codex l) mehr ist als eine Variante. Indessen gliuibe 
irh schon bei anderer Cielep;enheit die Boriick&ichtigunf; soleher Va- 
rianten des KAjb. seitpnH der Gratomatiki-r wuhri^ehi>inheh ^emaelit 
zu haben, und jedciifalU ist die Leeai-t ^^^rt9*M in beiden Sai|ihi- 
täs der Kutha-^chide ebenso gut bezeugt wie ^^WlfTTfly. 

Mäitr. S. 1, 7, 1 liest ^fMVtl ^ nach den -vortrcfliichcn Mg». 
M. 1 und 2, unil naeh dem Pmlapäthti, wilhrend II, Bb und B ^^ 
VT^nl ^ bieten. V*\:y zhpiIo Avit.'wna l«ut<"l da/.ii \n dir Mäitr. S. : 

^5tT ^ j(H ^>ä^^ THTOt^ ^^nrr^* w^'B'ri i 

VS. 12, 44 bietet denselben Vers mit der Lesart ^^»ft^ ^: 
und dem ScbUiBa-Pädu WW: V^ lianrR^ ^TRTT: n Ganz in deraelben 
Form begegnet der Vers TS. 4, », S, 4, nur dass es dort nj'ft ^^^T^ 
heisftt. Wir finden ilm ebenso Käth. 38, lö, wo nur der dritte Päda 
^1^ H y^ WUTtW lautet. Im AV. I2, 2, 6 weicht der xweitc Ava- 
BÄnn völlig: ab, wäbreüd der ftir uns wichtigste «weite Päda dort 

5W#VI W^^f^TT^ lautet. 

Die Leaart ^^^a«% findet »ich also Uoa im K&lb. 8, 14 und 
iu der Kap. S. — Obwohl nun W^^J^TJ nicht genau zu P&pini's T«fV?T 



Kt.BtKK MrmiKtuncoBK. 



in 



etiiumt, HM wird raaii doch gcnoi^^t «ein, hier ein«u Zusamiutinban^ 
unzunelim^n, vor Allem, weil mich Aa» Citnt dazu im Scliol. merk- 
■würdig anklinpl: q«r*(n«iMl «^iTn. Zwar stimmt nun «ueh dieses 
nicht genau ku der Kiith.- nnd Kap. S.-Stel!p, «her Biiie. Comiptel in 
solchon Cltutcn des Sohol. ist nns jn ev\um uftu-i-s bcjiregnel, wo trota^ 
dorn d«T Ziisammrnhang ganz uriEWcifrlhnft war (d'. iimnenllich Ou- 
rnpüjäkniimndi, |). 7), und hier wUre der Zusatz ^^"VfJT lesonders 
Iciclit vci-aüindlidh, uachdüiii zuerst durch die luichteßte ('orraptel 
niia ira *mI gcwordfii wiir. AllL-rdiiiire hioibt die Schwierigkeit der 
Difffrciiz von q*j*nn imd ^tWT bestehen. Mau luUsstt-* einu ur- 
»firangltche Lranrt Tgt^TTiRW niinehmeii nnd witn* die Verlilngcrnng 
des I aus RlLck&icht Aiif das Metrum wohl erklHrbiLr. Wenn »omit 
auch hier eine Reihe von Discrepanzwn und Schwierigkeiten nicht 
abüulougaon sind, so glaube ich doch, dass das ^«UlH^i^ im Kätli. 
und in dvr Kap. 8, von P.^yiiii's ausdrücklich als vudisch hezeicii- 
notcm W^fVW, Schol. ^^fWWcfT nicht wohl getrennt werden darf, 
resp. dass dieselLen iii irgend welchem, noch nicht näher aufgeklflrten 
Zusfliumer hange stehen dürften. Neben der bunten Menge von Va- 
rianten, welche die versuhiedeneu 8ni|ihitäs und Codice» gerade tn 
dieaoin Verse aufweisen, dUrfte wohl auch eine Lesart flf)f*IrtH<l viel 
Wahrsthcialichkcit für sieh haben. 

S. Dhfitnpfiikn Jia, 106 ist eine Wnrzel ITPÄ «liqfil aufgefithrt, 
welche ,einen gewissen Ton von sich geben' bedeuten soll f^afuLiv- 
thihij. Sie ist nnbelegl, nnd auch wenn man annehmen wollte, dass 
sie oar zur Erklärung des Wortes *iN"i ,dcr Laut einer Trommel' 
(cf. PW.) c-onsti-nirt wttre, erklärt sich noch nicht die Angabe d«r 
zehnten Prttsens-Classe. Nun lesen wir Käfh. ft, II den bekannten 
Vers RV. 4, 4, 8 in folgender Knnn : 

iretfii Tt gnfn wt^i^^qs «' ?> ^iii«tt ai.?nfHy' aft: i 

Obwohl nun HTSl^F hier nar eine Variante zu WSrafl im UV, 
ist, ISsst es sich doch sehr wohl denken, dass ein nicht gerade weit- 
blickender Oranmiatiker ana dieser Htello eine Wurzel WT^ « i « *( fn 




122 



KuiiKK MrrroKauMQiuc. 



coiifttruirle, die irgend ein jTUdbDj eiueu Laut von sich geben* be- 
deuten sollte Wojin er in demflolUcn Verse die Formen ■*«llr»T, 
^tft, ^ifllH fand, kciQiite vr wohl »uf die Venuuthung kommeii, 
da-ss in Mlliq** ein synonycios Vorbum sicckcu dUrl'to. (Das üben, 
crwJi]iiiLe WT«^ koiniii; ilm eventuell in dieser Meinung bcstärkoii.) 
At5hnlich werden tiueb heute noch bisweilen Bedeulungcn cüiwtniirt, 
Noch manche Wnrael dea L)bätu|). mag in ttlinÜclior Weise Muf einer 
Varia lectio beraheu (ef. die Wurzeln Tp und ^ ZÖGJf., Bd. xi-ir, 
p. 16». 170). 

3. Im Pet. WOrUrb. ist da* Wort f*nC)ff^ mir durcti Gramma- 
tiker, resp. Lexiko^raplien belegt und dt-iu eutsjnvcltuiKl ist nucb in 
IJfiin'uxGKB kllrKerera Wörterbuch dieses Wort noch mit einem Stern- 
chen versehen. In den NAchtrrt^jen eiecheint dae Wort nicht. I>aa- 
hvlhe tindet aich aL«r nicht nur K^th- IV, ll, smidcni aueb 31S. 3, 
9, 2 und TS. i, 5, 1, 4, in demsalben Verae 1v«i V^: cei. Das 
Sternehen im Wörlerbtieh hai demnaeli fortzutulUii, Kap. t5. 27, 1 
Kost rtn ent.*[)rotfhcnder Siellc fWftv:, wie VS. H'., lu. Ali* Bedeu- 
tung durfte .Köeher' wolil um bettton in den f^iiäamiuiiuhuii^ passen, 
trotz des schon im ersten Avasfliia stehenden eynonymen -^Uj^M^. 
Dort »teht TT^ daneben, itu zwciton Avaoäna das synonyme T^- 
neben f^TTffftj. Die Kiyraolog-ie wllrde gut dazu slimmon. Der 
Kik'her wiirr iils das Hilntjendc nilrr (bis (Jehänge birsdclinct (et', 
audi f'WTf .Köcher"). Wenn wir ^i<iim»i_. dor Ktvniologie euUpre- 
clicnd, etwa durch ,PloiltrSgcr' wiedergeben, kwunten wir den Vera tbi- 
gendermasseu Dbersetxen: ,Obne Sehnö ist der Bogen des Kapardin, 
ohne PfeilspitKcn äcin l'feiltrager; versctiwuudcn sind seine I'fcilo, 
leer ist sein Köcher.' Der t'aralleHsnius des Gedankens erscheint 

durcliftus passend und poeti&cli berechtigt, 

L. r. äcnnoHOBK. 



XI. INTBKXATIONAI.KB ORIBXTAUHTKN-CoNaBaBfl. 



las 



XI. internationaler Orientalisten -Congress, 



Jjfls Oi^aoisationscomit^ dca xi. internationalen OrientflliBteii- 
Congrosscs in Paris, mit dem PrJlsidenten Hi;rm CHAsr.iiin Smspss an 
der SpitKO, Imt auf Grand dcir Ermäditi^ng des x. internationalen 
Orientalisten - Congresses in Genf lieschlossen, den 

XI. inteiTiatioiiHlen Orientalistpn-Oongit'sa in Paris 

Tom 5. bis I'i. September 1897 nbxoluilten. 

Seine kaiserticbe Hoheit Herr Ekziibiuwo Rakbr hat die Ebren- 
prttaiilentacliftt^ des Congros«o8 angenommen. 

Der Mitgliedsbeitrag botrttgt 20 Frs. = » H. 60 kr. und ist 
au Herrn Ermbst Lmuiux, Rue Bonaparte 38 in Paria, oder an 
Herrn Alfred H'>ij>kr, k. and k. Hof- und Univereitäts-IJachbJliidler, 
I., RollienthuruiBtratise 15 in Wiun, zu ontricliten. Damen xablen 
die Hülßc obigen Heitragc« (10 Fru.) olme Anspruch auf die Publi- 
cjitionen des Cungregsea. 



In Angelegenheiten des Oongi'esses wolle nmn sich an die äecre- 
tär© der nachbesei ebneten Scctioncn (Paria, Ku« de Lille 2} wenden: 

t. Section. Spracboa und Arehäulogiu der arischen Lltnder. 

a) Sprachen und Arcbüologie Indiens (Secretür: Herr Sylvak 
Li vi). 

b) Iran (SccretÄr: Herr Mwixbt). 

c) Linguistik (SecrotÄr: Herr Louis Ddvaf). 

.Section. Sprachon und Archllulogie ilea ttusacrsten Orients. 

a) China und Japan (Secrctllr: Herr Ed. Chavanv-bs'). 

b) Endo -China, Malayisch und PolyncsiBeh {Secretär: Herr 

P. Lui'ftVRK-PoNTALIs). 



124 ZI. INTBRNATIOKALBB ORIENTALISTEN-CoyQREBB. 

m. Section. Mohammedanisclie Sprachen und Archäologie (Secretäre: 

die Herren Casanova und P. Ravaisse). 
IV. Section. Semitische Sprachen and Archäologie. 

a) Aramäisch, Hebräisch, Phönikisch, Aethiopisch (Secretär: 
Herr Abbö Chabot). 

b) Assyrisch (Secretär: Herr R. P. Scheil). 

y. Section. E^pten und afrikanische Sprachen (Secretäre; die 

Herren Ren* Babbbt und Mobbt). 
VI. Section. Orient, Griechenland. — Relationen des Hellenismus mit 

dem Orient. — Byzanz (Secretäre: die Herren J. Pbicbabi 

et Th. Rbejach). 
vn. Section. Ethnographie, Folk-lore des Orients (Secretär: Herr 

F. Ghbnahd). 



Noo!) cinniul die Thcekuime des Krüiherru v. Gautseh.' 

Von 

Dr. Friedrich Hirth. 

Aus den ira s. Ilando der WZKM. auf S. 2ü9 abgedruckten Be- 
merkiiiigeii <lc8 Herm Dr. A. v. Robtbohk sehe ich mit Befriedigung, 
d»s8 die üobcrsetziin^ der kleinen Theeknnnen-InBo'hpift in Peking 
Bii fast dcnsellj«» KesultAteii gefUlirt hat wie in MOiichen. Worin 
ich mit V. KoBTTTORs niclit Ubereinatimme, sind folgende Pnnktc. 

l" V. Ro«TiroRN scheint mit Kornkrt das Zcicihcn Nr. 9 ^ »Mm, 
2U lc»3n, witlirend ich aus xningenden OrUnden ku der Conjcctnr 
^ ./'">;/• fUr {ti sehn, meine Ziifliiclit nabm. St^itdem hiil ]l«rr 
Dr KrnKRRT die Gttt« gehabt, dir Richtigkeit mriiier Lesart durch 
Autop&ic 7,u bfistÄtificn. 

2" Das Zeichen tt ist Hl, nicht tgfka, zu \vBea. K'ang- hi 
»agt allerdings, dasH für ^ In als WRctisolKoicheu &k ftachuj ge- 
setzt werden kann; er sagt j«duch nicht das Umgekehrte, nümltch, 
das» tt tu. für ^k ttrhii fi\x-hi nnd dnHlmllt fttrhi zu lenen iet. Im 
Gegenthcil vcrmaüio ieli, dasa dit alt« Ausüpruchf! von Ä!t, der 
i'.woiten Silhn im chinesiMdii'-n Namen für Indien, 56 ^ 0^*''^ T'ihx- 
ttchv. ausgesproehen) urtiprilnglich ßlienfaltH fit gewesen istj und Kwsi* 
mit ansgestefiBcncm Kndlaut ftlr Utk, falls ein linalos k m den in- 
tlinchcn Formen dieses Namens nicht nnebweisbai- ist. Onfllr spricht 
nine Seholie de« Yen SchV-ku (". Jahrli.) »ii einer Stelle im Tii'i^- 
hn»-*cim l^üfiA, p. 10), wo die Namen Srhiin-titk (^ ^) und T'Un- 



> Zu IbLx, 8.801. 
WiNW MUKkr. f. d. Xnnb d. Hurt»!. XI N. 



196 



FraiPBicn Tlmrn. 



tiik (5^ ^') als Varianten dc»tteI1>cn Lmite» (vonniillilicli ShdJiii) 
Iiingcsicllt werdfcD, wcnii ich wich dem SchoJiastcn nicht bcist)mm^.| 
weun er diese Namen mit dem im Pamirgebict gelegene« Lande 
/Cilnu-tiik oder YünhtJc (:f^ ^) in Ziisnmmenliiing lirinj;''. Tlt^niiych 
darf diese Srliolie aU AutoritiU i'tlr dio IdeuUlÄt der Name» ^ ^ 
tind 55 Äfc fUr ,lndien' bntraelitet wurden. Der Aiiadruck T'Unlu 
(^ !S|) findet sieb im zweifellosen Sinne von »Indien' im Te'CSn- 
hannchu, Kap. 9S A, p. 8 et pauim. Vgl. auch JtiLrmi, Syntax« twuvetU-t 
de ta languR Ckinoiae, vol, n, p. 6, u. Lhoob, Ffi-hien, p. H, 

S" (ivgen den ,Mann vom T'i^ii-lechu- Berge*,' wie v. Robthork 
daa Maler- pHcudonyui T'Un-tv,-schan-j!in ßbcrGotzt, hAttc ich nichts' 
einzuwenden, wäre nicht schan-jön (^^ ^) ein stohonder Aiisdnick, 
dor sich in vielcii ähnticheu Kamen tindet uutl aiui beatimmtcu GrUndcn 
VOD dum vorangehenden, den sfhau-jön fiualificirenden Aitsdriick zu, 
trennen ist. Ich kann »war dafUr mit uichta GeacbmuckTollcrcm ida 
der wörtlichen Xlebersetzung ,Bergineu8eh* dienen: doch habe ich die 
beiden Silben iu chiucsiechcn Texten so od von dem daisLigchürii^cn 
Namen getrennt gesehen, da«8 ich sie unter allen Umständen als 
zustramengoliörig betrachten muss. Der schan-pm dBerKmensch') 
hat seine Analoga in einer Reihe anderer Ausdrücke, die ich in 
Anbetrattht ihrer ht'i Chineaeii wie Japanern clinraklfiriBtiaohpn Ge- 
brauchsweise, als Cognominaltitcl Kusammcnfasscn machte, nach- 
dem sie von anderer 8o;te (Wili-ia« Akdürkok, Calalürpia of Jajta- 
note ainf Chinese. Paintings in the FirUiuh Museuvi, Ijondon I88fi, 
p. 47Äf.) für das Gcbiot der japaniathen Maler in Anspruch ge- 
nommen Biuil. Dr. AitneHsoR ncnnl diese- Ausflrüekc, ditr in Ohina 
nicht nur von Malern, sondern auch vvn Dichtem, Musikern, Kalli- 
{•niplien, kni'?. Hchltngeistem jeder Art bei der Wahl ihrer Ptieudo- 
nyniK verwendet worden, ,self-asgumcd titles usually adopted after 
tli« nominal mlin^mcnt fnini worldly fares'. Dlcsl* Deänition ist auch 
in Cliina zutrcffeud, doch ist der Titel nicht immer aus «igener Wahl 



* Dor T'iAn-Ui(liti-HPhii!t i«1 »U B«rgnainu im nlltm iiml liouti^Bii Cljina, so- 
wie auch als mylliologiicheT BegrifF. xDxutreßeii. SiuLu ili« tiUilleii im tHiti-lii-ttS' 
pv'-n, K&{i. 3, p. II. 



N<Km RR4MAT. OIK Thrrraxxb UBS FBeiifBRRH V. Gadtror. 127 



hßnrorgogan^n, d» Biographen und Kunstliistorikcr sie bisweilen 
willkörlicJi fluliUn^'cn oder verwechseln, so dass wir daseclb« Ci^ 
noinen (hau) hM mit Jcii'tckt, bald mit »chntt-jfin, si^-si-itöng, 
l/tu-jfjn u. 8. yt. gebildet »ehcn, Der erste too Akubrsoh für seine 
japAiiischcn Maler angeftlhrte Titel dieser Art mit aetnor DeBni- 
tioD ist: 

.San-jin [d. i, chinea. schan-jiSn, |X| ^)- Hennit, or man of 
leiüitrp. Lit. "man of th» mountains", in alluBiun tn a etistom in An- 
cient times amougst Chinese men of learning of retiring to philoso- 
(ihize in rural or mountain retreats when fatif^ed with the turmoil 
of the world.' 

Ich glaube nicht, dass dor Ausdruck sich in China ftlr die vor- 
buddhiHtische Zeit naehweisen l&aat; ich h&ltc daher die Ent«tcKung 
des Titels »ach indischem Muster ftlr recht gut möglieh, naehdem 
Prof. E. Ki^iiN mich aul' Sanskrit vänaprattkalf. lit. einer, der auf «iiier 
waldigen Hocliebeae lebt, also ,ein Waideinsiedler', sowie Uranyaluüf, 
,ciii im Walde Lebender*', aufmerksam gemacht hat. Dass zur Bil- 
dung des mit »chan-jlin zusammengesetzten Cognoraena gern ein Berg- 
name verwendet wird, liegt ja nahe; ich glaube daher gern, dass 
dem Krfinder des Namens T'irfn-tu-schan-jÖn ein T'tin-tu-gfhmi vor- 
gesehwebt hat, Trotzdem gehUrt das vrh^n in diesem Ausdruck zn 
jm, wahrend das nchan von 'VUn-lu-nchan als llberflilssig und den 
Kh^-thrans des aus einem doppelten Sylbenpaar beatehenden Aus- 
drucks stUrend weggelassen ist So ist z. i). auch das Cognomen 
de« Polyhietor» Waog Schitschöng (^ '(ft ^ , 162G— 90 n. Chr., 
vgl. Matkr's A/nnua?, Nr. filT) jm nrklarcn, der sich mit Änspieinng 
auf einen im Sfhanhni-king (Kap. IG) erwähnten mythisohen Borg 
Yen-tachiu (^ ^ '^ |Jjj in einem seiner HUchcrtitel Ken-ücAditr 
aehanjün (^ jjl\ \i} \- siehe den Katalog der Kaiserl. Bibliothek 
in Peking, Kap. 114, p. lü) nonnt. Daneben habe ich denselben Ge- 
lehrten auch als Yen-t»cköu-a!i»-»ek^>ig citirt gesehen (vgl. die Bio 
gruphie seines Enkvl», dim Matui-s Wang Kiiin im Kuo-iachtiti-kua- 
»rh'i, Kap. 1, p. 5), da, wie gusagt, die Ci)gnominalUtt>l gern mitein- 
ander vorwuchsult werden. 




126 



KltlRDRirH IllRTII. 



Der Aiisdrnck BrhnK-jSn liUst sich seiner Rodi^iitnnf^ rindi mit 
verscliiorleiiäD anderen, das geistig« Eremiteiüclten snilpiilendoB C'«^- 
nnniiimllitfiln vei^lmclien. L'nter diftaen ist »elir UckAiitit ku-gehi 
(J§- Jj), lit. ,dcr wolincndc Gelehrte*, insbesoiuiere drr In der Vcr- 
liurgenhcit Icbnndi', d<!r nUa^ito wohnnnde, wtiK in dnr It(>^t^l nur 
Bymbolisch auf geistig« Ziirnckpcxogetilieit deutet. So nannte sich 
d(*r Dichter Su Schi (^ßt ^), nuchdeni er I(l7fi n. Chr. infol^Ci der 
Intriguen seines allmachtigfln Gr^nra WatiK An-schY von einer hwhen 
8t(>lltin^ in der MnnptaUuIt ku uiiivm uiihedvtitdiden Amte in Muaii^- 
tschÖH (Prov. Ilii-iJo'O depradirt worden war und nachdem er sieh 
dort um Oßt-Ahhsn^ (tuHif-p'> 3J ^) eines jiewissen HUj^elB ein Hntis 
gnbaiit hattCj Tiin^'-pivkU-ächi, d. i. .der Kiosiodlor vom Oet- Abhang' 
(3uruj-»chi, Kap. 888, p. 9). Zwar »taiid der Dichter damals noch in 
den bebten Mftuncsjahren, aber er nannte »ich kü-$ch'i, wie ein alter 
Mann, weil er mit der Welt zerfallen war und sieh durch peisti^ 
Zurückgezogen lioit von der Sni^oii seiner verfehlten politischen Lauf- 
bahn emancipiren wollte. Der Dichlor ist unter seinem Cognomen 
bflsacr bekannt als unter seinem PerHonennamen und hfliant meist 
mit Weglnssnng des Cognominaltitels Sn Tung-po. Dei- Titel ktl-xrhJ 
hat »ein Aequivalent in der liuddhistiechen Literatur niid eiitB]*riehl 
nach dem (Jlos&ar des ISüinij-kian-p'i-pim (worüber T'oung Miu, 
vol. VI, p. 318) einem indischen Ansdnick, dessen chtnesisuhe Trans- 
eeription dureh dio Zeichen ^Jü ^' ^ (kia-lo-yO^ = gälava oder 
etwas dem Aehnlielics?) friedergegubcii wird; die japjtnisehe Fui-m, 
■wie aio flir die dortigen Muter in Aimprurh genommen wird, ist (co-ji 
(Akuhrson, I"- 28j Supyltmeiitary hittex\ vgl. GtritKiKs, Dti-t. vf Chin.- 
jap. Wordgf p. 461 ». v- kiu, Jg, wo der Aiiwlniek fishlt, und Hui*- 
BURN, s. V. h)ji, ,a \ay Buddhist; a retired aohokr'). So «ehr ich 
geneigt hin, bei dieser sowie bei »»deren Einriehtnngcn dca chine- 
niseheu Kulturlebens buddhistische Kiufllisse milredeu zu tatiscn, so 
mnss doch der Au&druek kii-»chi imd tuit ihm daa gnuze chiiicaische 
Krrnntcnlchen in einer PennrU: ent»landen Rein, die hinter der Ein- 
führung des ItuddhisnniB in Cbioa weit zurUck liegt, äcboa im Li-ki 
(Ka|]. 7, V'U-t8au) kommt d«r Auadruek bei der Schildoruog der Hof- 



Noes BINMAI. DIB ThRKKANNR ORK FRKtilKUUN V. GAt)'r8€U. 139 

tmolil vor, uimI ilcr Schiftiunt vrklilrt <)ii.- Stelle durah kU-«chi lau-%- 
toeiincAi r/ (J^ d: 3^ ^ ig "t ifc). *•■ ^- ,Kll-scIiS, d. l oin 
in deu tauifitischon KUnslcu crfiilirciicr tsch'u-schlf. Ks geht nus der 
Seholic heri'or, claÄS kii-tehi' und tseh'usch» Hynonyma Bind. Der 
eeit Jaltrl Hinderten fiir bcidß gan^him: Sinn isl der eines in tlur 
ZarUc1cgczog(>nlie.it lebenden Ovlehrtvii, wenn aticli giimde in der 
citirten St«lle dos Li-ki wonig«r ui sein eiasames Leben als an cine 
An Rung bei Ilofe x,a dunkun iot, der tfan nitthigte b«i Audienxen 
vor dnm Sotin dee Iliiumols cine gestickte Scbärp« ansulogcn, ho dass 
Lbooh (The Sar.red Book» of the f'ant, vol. xiviii, |i. 13) UbersetKl: 
,A echolar waiting to bti em|)]oy«d'. ^u dieecD Aiudrtickcn tchan- 
jOn, kU-tvk'i nnd tsck'n-scht^ geaellen sich nuch luancliurlui itbniicbo 
Bildungen, x. U. : 

tje-Jim f Jj ^. jii|iau. y»ji»f lit. ,der wiMe MunAch', ,dcr in dcr 
Wildniss 1-icbcndo*); 

taipjiju (^ ^, JRpitn- tio-jm), ,d*ir Taiiial', ira Sinne von ,Kincin, 
d«r dae Tau {^T). don Urgnind «Her Weisheit, erlangt hat'. Vgl. 
die Definition im l''el-KiSn;ffin-/a, Kap. 3 1 A, p. 49: ^ ^ ^ ::g 
^ ^; jticr das Tau erhalten, der hoissl ein Tau-jön.' Ks fragt 
üiub nur, was wir unter ditttcm Tau, Aus ja EuniU^bat uin dor Lvbro 
dc8 Lnu-lzT a iigeliOriger Terminus iet, zu vcrsttebcn haben. Die Bud- 
dbisten bvKeicbnun es sU das Ai.-4|ulYident ihres Itvdlti] im Oloaaar Siattg- 
kiua-p't'i»^ (Kap. i, ]). 19) wird tau (^)t Üt. ^Weg*, nie Erklärung 
für Suuakrit mUrga (in der Transst^rtptiuu: ^ '^, canL mut-kd), 
d. i. ,dcr Weg, der aum Nirvfifla fllbrt* ^vgl. i>ig IIahlsic, Voealtu- 
lairn bouddhique im T'ouni/ Pan. Vol. vu, p. 37ii, Nr. 13) verwendet. 
Daraus mag der Gebraueb von tav-jitn im .Sinnn von ,an earnest 
follower of the Law' bei Fa-lUen (Lkoob, p. 21) sa erklären eein, uud 
Bteher sind Jl;LlK^ (T'l'e de JTioutnthsnng, Pn^faee, p. xi f.) unci Kphkert 
{WZKM, XI, p. 90) voUaUndig im ttecbte, wenn sie für buddbiiitische 
Texte diesen Ausdruck im buddbisliseben Sinne in Anspriieb nebmon. 
Dun darf Jedoch uicbt »u V'cnLllgi:iucinerungeu fdlircn. (Janv. richli^ 
8Bgt schon LniQH (a. a. O.) mit ßeitiig auf tau-jUn: ,Tho nnuie may 
be uacd of followers of other systeraa of faith besides Huddlilsra.' 




im 



FhIKUMICH illKTlI. 



Kommt (loch der Aiis<lnic*k hcIioh vor ilor Einführung des Bud- 
dhigniiift IQ Cliina vor, da ein Ortaname Tau-j{Sn-biän itD Iti'iejt-han- 
sehtt (Knp. ü8 R, |>. a) erwähnt und vom SfliuliaaUm Veii SehV-ku 
aiif Si^n-jßu (fill A). d. i. Ain .UnslerMichnr" dor Taiiialeo. bezogPD 
wird. Tn dftn Biogrnpliipn Wiilhmtpr Taiiistcn (fajig'grh'i, ^ ■^ = 
tnu-fch^ ^* ■^) ist der Titel Taujün durcliau« niclit Hellen, nicht 
Dur ntü Cognomin »Ititfd (s. z. ß. din Riogruphien Aer TuuiHtü-n Tsuhung 
Scbau-yUau, SÜ^'^)!^. im Tu-tchu-tsi-Ucliimg, 38, Kap. S8G : 4, 
p. 9, T'anxTaii-hrniK, ^ ^ ^, iliid. Kap. 285, p. 18 n. A.), sondern 
auch als Aiiliänp^e] an den Familinnnamen, wie Wang Tau-jHn, 
(ibid. in der Ablbeilung Fang-st^hV, "^ J^, Kup|i. 283 — 291, wo si«h 
zahlreiche Beispiele linden). Uoborhuitjit linlif ich den Ausdruck oft 
in den Cognomiiialtitwin von ohinenißuhen Gelehrten, Malern u. s. w,, 
angetroffen, die durchaus nicht als buddhistische Frömmler bekannt 
waren. Amikkhok, der seine Definitionen vermullilich den mllndliclien 
Mittlieüungon gelehrter Japaner entnommen bat, erklärt dnlicr dun 
Titel Divjin (^= tau-j«n) wobt am xwodkmJUKigslen ohne jeden roli- 
giöacn Ueigescliinack durcli ,one who practiaes religious austerities' 
(Cofaiwyue etc., Appendix, p. 4 75). 

lati-jiin (^ \, ,dcr Alto', abwechselnd mit w9ng, ^, ,der 
Grein') ; 

$an-pn (^ _\, bier «eliworlich itn gowöhnlichon iSinno, d. i, 
,dor Taii^cniebt»', aiitzutussun, sondern mehr dor wiirtlitTben Hedcu- 
tung cntsprochcnd: ,d«r abseits Lobende'); 

t/iii-kil (^ Jg, jiipiui.mATio, lit. .der in der Einsamkeit Lebende*, 
,der Kremif, womit sich der berühmte Naturkcnncr, der Humbolot 
sciuer Zeit, T'im Hung-Kiiig, — Mayiehi«, Manual, p. 214 ~, T'au 
yin-kll (^ ^ j^| itubenannte). 

Der eigentliche Gattungsbegriff fUr alle diese Phuntasietitcl 
findet sich bereits beim Philosophen T»chuang-tzi (4. Jahr, v. Chr.). 
Ueraelbe gibt in äeiaom 16. Kapitel eine Delinitiun des Auadrueks 
tjin-uckt (^ -^f [it. ,der verborgene Gelehrte'), den Gilbs (CAituiij 
T*i, p . 197) nichl unpassend durch ,ßetired Scholars' Uber&etst. 
Tschuang-t7.1 enlwiekelt an dieser Stelle den phi lose phisehen Öo- 



Noes BINNAL Uie TuKKKJLNKR DRH FrrIHSKHN V. OAtTTSCH. 131 

flunk«n von d«r QltlcksoUfikeit do8 sich von dorWclt abwendenden, 
ludiglicb auf eigene geiüidgc Mitte) geslltMcn Oiilehrtcn und gibt 
duniil dtti Grundkg« zu der ICr&clieinunf; des moralischen £reiuit«n- 
Uiuiiis, da» im Leben rhinasiwlicr Srti/tngcistirr citn" so hervorragende 
UoUc spielt. AU Krztj'piia des vun dieser Philosophie durchdrunge- 
nen Kiittiirmcnsrhen ^It in China der Uichtcr T'aii Yüjin-ming 
(ßj^l^l^lj^, 8K& — 4S7 r. Chr.), der ein vit'Jbegehrtes Amt ver 
Hchmithte, wcü ihm Vorskunst, Iiautc und Weinbecher höher standen 
als dio Beamter pflicht, die ihn «waiig, sieh vor oinera Vorgesetzten 
zu vcrbL'ugen. Die« wird ihm zwar von d«r Mehrzahl der mit ge- 
sunderem Menschenverstand begabten strebsamen Beamten, die im 
Studium nur ein Mittel zur Erreichung hoher Stellen erblicken, sehr 
vemrgt; ja, ieli habe einen jungen Mmuliirin, der ein zufällig soeben 
erworbenes Bild des YURQ-icing tn meinem Stndicmmmer aufgebüngt 
sah, in hellett Gf'liiclitor ausbrfidipn sfdien, als wollte er tta^en: ,daB 
w!ir der dllmmstc aller ÜummkÜpfc', Dennoch kommt aucb dort 
nir die meisten, wenn auch oft in hohem Alter, die Zeit, in der sie 
sich nacli ihrem otium cum dignitatc sehnen. Der im Leben von 
Provinz zu Provinz verschlagene Roamte zieht sich, und zwar meiirt 
iu seine Heimat, zurUck, wird J'^remit' im moralischen Sinne und 
nennt sich jÜRrgincnscb', , Wilder' oder .WnsiedlBr*, gleichviel ob csr 
ein TiLsculum im Gebirge oder ein Stadthaus im belebtesten Viertel 
von Su-tsch>(iu, Nanking oder Yaiig-tsehAu bewohnt. 

So linden wir die Cognominaltite! gern bei Dichtern, Maleni, 
Kalligrnpbon und anderen Gelehrten, die von sieb sagen können, 
daas sie die Arbeit ihres Leiaons bereits hinter sich haben. Dem 
Titel {scIiitii-jiJn, kUnchi, laujihi, u. s.w.) wird meist der Name ctnur 
phantasliächon^ wenn nicht der Wirklichkeit eiitnomracnon Orts- 
bexeiehnung vurangVAetzl. So nannte sicli der Polyhbtor und Biblio- 
phile Li T'iau-yUan (Dit. Jahrh.) nach seinem Tuseuluui Tung-äelian 
in SBi-iach'na« : Tung-Bchaci-laii-jöa ("^ ih ^ A . d. b. ,dcr Greis 
von Tnng-8eb»n'; 8. mein ,Die Länder des Islam nach chinosiachon 
Quellen', T'oung-Pao, voL v, Supplement, p. 16). Doch kann auch 
die Ort»- oder Pbautasicbczeicbnung wcggelfljsscn werden und der 



IBDRItV niKTB. 



CogiiommH.lnui«<.1ruck wie eia gcwtiliiiliclici* TiLvl liinU^r Hun Fnmilien- 
iiam(!U trct«n, u-ie i» Huailg schuu-jUn (^ |Jj ^, ,der Beri;;muDiH:b 
Huang', jder Eremit Uuang'\ womit in seiner Biograjiliie {Iliti-jiin- 
tingachU'lu, K-ap. 1 7, p. 17) ein wolilbt-kannter Maler des vorigen 
Jrtlirlnindrrts, numeiiR [Iimng Schön (^ ^) bcxcit-Knct wird. 

Dies sind die GrUnds, aus denen ich lieber jUergmeuscli von 
Indien' Uliersetxe als ,der Mann vom T'iön-tschu-Bei^e'. 

Schliesslich noch eine Bemerkung über den Maler, dessen wirk* 
Ucber Name, wie ich gczoigt habr, K'ang T'au (J^ ^, genan nt Öcihlt- 
tBvhöu ^ J^), war. Ifl) hatte in oliier Miilerliste dea Werkos 7''uvg-^in- 
lun-bva chronologiBche Anordnung vorausgesetzt. Die^t trifl't im AUgu* 
meinen %u, scheint aber nicht anszuscbliesson, doss Pcrs^iQlichkeit^Qr 
über defßii i^enaue Lcbunszeit dem Hurausgebur nichtB bekannt war, 
nicht an der richli^icn Stolle trwäiuit werden. Eawarinir daher von Inter- 
esse, als ieh kürzlich imt^r nirincn ehini'si sehen Gcniltlden das Bildniss 
einer Dame mit latidscbafUichcm Hintergrund fBihlfläch« 1 87 X 77 cm.) 
eotdcckte mit der Iiiscbril't: K'amjltif jUa-ifla tanrf-tßU K'ang Tnu «V, 
J^ Eft -i ^^ ^ lti#^- Jl"" «'^'""J» von K'angTau im Winter- 
monat des Jahres Jiin-jin unter K'ang-hi'. Dieltogienuigs/eit K'ang-Iii's 
roii;ht vou IG62 bis 172^. Das cvcÜBcbe Jahr Jüa-vin koxmut wcgcu 
der grossen Länge dieser Periode darin icwelmal vor und fHllt in 
die Jabro 16US und 17S3. Von der Hand irgend eines Sammlers 
oder Kutjstliitiidlers findet sich -auf der oberL-u Leistv der Roll» 
der Vermerk K'an^ ScUittchdu mel-fim (J^ ^ ^ ^ ^), d. h. 
jDame von K'ang Scbi-tseliöu'; woraus hervorzugehen scheint, dass 
wir CS nicht etwa mit einem Namensvetter zn thun haben. Das 
Bild könnte demnach siiütesten» im Jahre 1722 gemalt sein, mögiiclier 
Weise schon GO Jahre frrther. Es ist daber auch nnH-abrscheinlich, 
dass der MaltT K'aiig Tau, alias T'ii5n-lu-8chan-jöu, unter K'ang-hi 
geboren ist. Freilich könnte das fragliche Bild eine Jugendarbeit 
s(!iti und die BIUtbi.-£eit des Künstlers sich immerhin weit in die 
Itcgicrungszeit des Kidn-Iung (173«—»«) eratrceken. Paj,*ch,oou» 
(JJÄrt ChinoU, p. 289) crwÄhut einen .fOiatig'tao, peintre de genre' 
unter den Malern unter Kiaking (I79S — 1821). leb glaube, da es 



Noch einkal die Thbbkannb des Frbihbrrn v. Gautboh. 133 

sich hier uur um gewisse Familiennamen (j^, fSnT, "t^ oder -f^) 
handeln kann, sagen zu können, dass dieser Name im grossen Maler- 
Lexikon Hua-jön-sing-achi-lu nicht enthalten ist; wohl aber scheint 
es mir nicht unmöglich, dass R'ang T'au etwa ISjährig, 1722 ein 
schlechtes Bild in die Welt setzte, um erst einige 70 Jahre später 
als hochgeehrter ,Bergmen8ch' unter Kia-king das Zeitliche zu segnen. 



Sechs Zendalphabete. 

Tod 
J. Einte. 

(Mit drei Schrifttafeln.) 

Die im Folgenden mit M. 51, M. 65 und M. 66 bezeichneten 
Alphabete habe ich mir selbst aus drei Handschriften der HAüo'achen 
Sammlung in der Münchener Hof- und Staatsbibliothek, nämlich MS. 
Zend Nr. 51s, fol. 12 a; Nr. 66, fol. 30b und Nr. 66, fol. 43b durch- 
gezeichnet. Das Alphabet K. 33 stammt aus dem Codex xxxm der 
WBSTBRaAARD'schcn Sammlung auf der Universitätsbibliothek in Kopen- 
hagen und findet sich in demselbcQ auf der letzten Seite des mit den 
Zahlen RM — MO paginirten Fragmentes, Ich verdanke die Durch- 
zeichnung desselben der Güte des dortigen Bibliotheks-Assistenten 
Herrn Dr. Andbrsen. Die zwei Alphabete O. I und O. 2 endlich stehen 
auf der ersten Seite des ersten, respective sechsten Blattes — es sind 
nämhch fUnf fots. Register vorgesetzt — des auf der Bodleiana In 
Oxford befindlichen Manuscriptes Frazer 258,^ Herr Dr. Wentbr- 
mrx war so ft*euiidhch mir eine Durchzeichnung davon einzusenden, 
und sage ich hiermit beiden Herren meinen besten Dank. Mit Z. 
bezeichne ich meinen im v. Bande dieser ZeiUchrift (pp. 9 ff.) ei^ 
schienenen Aufsatz und setze ich im Folgenden denselben aU ebenso 
bekannt voraus, wie Fr. MOll.br's Bemerkungen hiezu (ib. pp. 250 S.). 



* Von Okldher in der Neuausgube des Aveata mit O. 3 bezeichnet 



SrCU» ZüHDALl-IIAUETB. 



135 



0.1. 
ersten Bliuk »iehl man, dasa dieses AIplmb«t sieb zu 
den ältesten AlpIiabetOD L-', L.' und Sp.* utellt und dHtut es nur g* 
riuge individimllL- Abwuichuiigeu aufwoiat. Die interessanteste ist die 
Erlialluiif; des HSpirirtco gutttirolen n in der zweiten Gnippe, wo- 
durch iiieine Kcconstnictioii derselben (vgl. Z., p. 20) wohl auBBor 
allen Zweifel gestellt wird. In Or. 4 stellt -"^ an Stelle von '"*if 
in L." und es tsiuht fust so bus, als ob man damit den Lsutn-erth 
dog Toratisgeli enden palatalen i^liabe wiedergeben wollen. In Gr. f) 
steht ) vor tr und ich bin deshalb otwAs sclivru.Qkend geworden, 
ob ich Recht bnttu, die umgekehrte Reihenfolge auf Grund zweier 
doch im IJanKcn mehr verdorbenen Alphabete als die urspriingUcbe 
anzunehuiHD {Z., p. 17); auch möchte ich jetüt nit-bt mehr da« nach 
dem 3 stehende ' als dio i'chlcviform des folgenden v crklilrcn, da 
es in dem weiter unten zu be«pr«chenden AI]>habete M. Sl bei den 
TCrschicdcitstcn Gruppen eingeschoben ist, sondern dasselbe entweder 
jnit Fk, MCllkk \^WZKM. v, 2.')I1 als orthoepiaehun HucIiHUtUen auf- 
fassen oder als einen, möglicher Weise durch den JlUnfluss der ara- 
bischen Scbrü) eingegcibenen, Versuch, anxiideuten, dam der neben- 
stehende Consünanl initial, medial oder final aein kann. In Qr. 8 am 
ScIiluHüe könnte man es sogar als dirpcte Versehrelbung des von mir 
rcslitnirtoD o anachen. In Gr. 15 gibt dieses Alphabet wie L." drei 
Zeichen, indem es zugleich zeigt, dass das erste tU'dea letzteren Alpha- 
bets in ^ zu ilndcrn ist, so dass meine Annahme, die drw Zeichen 
«Ttf 9 reprüsentirtcn ursprüngliche >' r t, wnht hei keinem, der sich 
mit der Orthographie der Zondhandschriften beschäftigt hat, Anstoss 
erregen dürfte. In Qr. 17 finden wir wieder wie in L.* — die beiden 
Alphabete stehen sieh llberhaupt sehr nahe — die etwas aufnujigc 
Zusammenrllckung der beiden Buchstaben f, so dass sie wie eine 
Ligatur aussehen (vgl. dio betroffenden Tafeln), statt des einfachen 
r; dies kommt wohl daher, doas die Verbindung sc in der Sprache 
häufig ist. 

llci den Vocnlcn ist in Gr. S5 die Zusctxung des ts. nach ^ 
bomcrkenswerth, eine in den MSS. sehr bäutigo Orthographie, die 



136 J. KiRBTB. 

mittelbar das bestätigt, was wir Über die Zusetzung des c in den 
Gr. 21—23, 26, 27 vermutheten (Z., p. 11). 

M. 51. 

In diesem Alphabete nehmen die Vocale, wie in den fünf alten 
Alphabeten L,', L.*, L.', L.*, Sp.* die letzten zehn Gruppen ein 
und ihre Anordnung entspricht am nächsten der von mir (Z., p. 12) 
fUr das Uralphabet i vorausgesetzten. Die beiden Buchstaben { v' 
erscheinen zweimal; ein Blick auf die zunächst verwandten Alphabete 
L.', L.*, Sp.* lehrt jedoch, dass sie an der zweiten Stelle ursprünglich 
keine besondere Gruppe bildeten, sondern jedenfalls aus den zwei 
letzten Buchstaben »* der Gruppe 24 abstrahirt wurden, nachdem 
vorne * zugesetzt worden war. Wir haben dafUr, wie die Vergleichung 
lehrt, die letzte Gruppe ia zwei zu zerlegen. Führen wir diese Ver- 
schiebung durch, so erhalten wir folgende Parallele: 

Gr. M. 51 L.» 

18. {' t - 

19. \ * \ » 

20. \ 1 e ^c: 

21. « « * 

22. it 1 « f 
28. If ^ (4 
24. { V ^ ? w - w < "t » £ 
26. « ie 

26. Jf I 6 I 

27. if -t t * 

Das Fehlen des e in Gr. 21 bildet eine willkommene Bestäti- 
gung meiner Annahme (Z., p. 11), dass der Nasal in den Gr. 22, 23, 
26, 27 ein ganz ungehöriger Zusatz sei, zumal es sich in diesen 
Alphabeten ja nicht um Laute, sondern um Zeichen handelt. Selbst 
in dem Falle, dass das Avestische z. B. nasalirtes i, geschrieben *■*, 



> Oder 



H- 



9bcb8 Zknualcharktk. 



187 



bewssen hallte, was mir, iiebeuliei {fKäagt, aucb durch Jk* Ausciuamlcr- 
sctxiingeo J. ScnMiuT*« (.Fcstgr. tm Koni', p. l»») dwrclinus nkltt walir- 
sclielnlioli pumacht wird, wlirde «B gflaUgt hivlien, «oforuc kein (•ifffiiu« 
ZoicIicD dafilr vorhanden war, den Vocal unter den VofiaUeicheii und 
dan Nasal unlor den ConsomintoH mifzufUIircn. 

Wa# die CoDsonniitcn betrifft, so ist vor nllcm der Umstand in 
Hctracht £ii ziehen, ditss das vorliegende Alphabet nur 16 Grujtpeo 
niiinilirt, wahrfmd die anderen (vgl. 2., p. lA) deren 11 enthalten, 
Dies kommt dikher, weil die Gr. 9 der drei Ältesten Alphabet!' (v^l. die 
Tabelle Z., p, lö) hit-r fehlt. Fllgan wir sie ein, so k«5nncu wir die« 
nur zwisclipn den jetzigen (fnippen 7 und S thun, da nur in dii-»cm 
Falle die KtinlLebüL nach ubon und unten »ich unsehtiesiiendoii Gnip|]Gn 
mit denen der andarcn Alpliabete in UelKircinKtiinmung troten. Es 
enl^preehen nämlich dann die Gruppen 2 — 7 und 8 — 12 von M. ftl 
den Uruppen 8 — 8 und 10 — 14 dur anderen Alphabet«; itiigloich 
lehrt una diosG Beobaclitunp, da»« in dem Mtinclicnur Alphabtitc eine 
zweili; Vciischiübuii}; cingclvttcn ist, die wir kW^ustellun hieben. 

Or. I gibl zu keiner Bemerkung Aulass, dagegen sieht man 
sofort, ditöä die Buchätubcn 1 1, welche die Gr. 2 der anderen Alphii- 
hete bilden, in dem unseren ausgelassen warden; ufTeDbar deshalb, 
weil, nachdem — man vct^lcichc unsere Bcnierkoncon Z.. p. ic ^ 
i obsolci geworden war, das nun alleinstehende 1 in die nüi-hsle Gruppe 
vßraetxt wurde. Duroh die Restituirung von t i erhalten wir oine 
vihllknmDicne Concordanx von 14 Gruppen, wie folgende Gegenllber- 
«tullunf^ zeigt: 



Gr. 



M. 51 



L.» 



1. 


S 5Ü V 


IP « 


s. 


[M] 


1 J 


8. 


4^ i m 


^1- 


4. 


> tl ■ ^ • p 


^t 


fi. 


J n r * Qf !■ ^ 


>'0-1 


e. 


* " ^ • »V 


ffv* -5 


7. 


* "__JH) » QJ •■ " 


vo m. 




138 





J. KiBSTB. 




8. 


1 ■ " ON. 


.---5 


9. 


[-..(-!-] 


* " 1 • ) ' 


10. 
11. 




=_«-.-? 

^s^ 


12. 
13. 


" ■ « 


od 


14. 


t- < 


t« 



In dem Uralphabet folgen noch drei Qruppen, in M. 51 jedoch 
vier; der Vergleich mit den anderen Alphabeten zeigt aber, dasB aus 
der uraprUnglichen Gruppe 15 zwei gemacht wurden, und bestätigt 
zugleich in erwünschtester Weise unsere Reconstruction dieser Gruppe 
ab » r ^ {Z., p, 19), wie dies folgende Gegenüberstellung zeigt: 



M. 61 


L.J 




KmSTB 


- ». f. * i / 


r ^ 


15. 


>»rt 


••*«)■" /C 


« " » jm 


16. 


" » >c: 


- r " 9^ 


r-5 


17. 


r 



Da -5 und ö^ schon vorgekommen sind, so bleiben, abgesehen 
von dem Umstände, dass •• und » sich zweimal finden, thatsächlich 
nur die von uns in unsere Reconstruction aufgenommenen Zeichen 
übrig, was wir wohl als Bestätigung der Richtigkeit dei^elben auf- 
fassen dürfen. 

M. 66. 

Während die vorstehend behandelten Alphabete sich an die 
ältesten anlehnen, steht das vorliegende den etwas jüngeren L.* und 
L.* nahe. Es enthält nur 26 Gruppen, doch zeigt die Vergleichung, 
dass der letzte Buchstabe als eigene 27. Gruppe aufzufassen ist. Der 
dritte Buchstabe der ersten Gruppe ist nur eine andere Form des 
vierten, indem der Aspirationsstrich geradeso nach aufwärts gezogen 
wurde wie bei dem in der Gr, 7 sich findenden a^.' Femer zeigt 



Vgl. Wbst, Qlon. and Index etc., p. 318, 1. 6. 



Sechs Z&noalphabbtb. 139 

die Vergleiclmiig mit L,*, dass die zwei letzten Zeichen der Gr. 3, 
die man zunächst fUr » halten könnte, nar etwas gross gerathene 
» sind. Stellen wir nach diesen Torläufigen Bemerkungen M. 66 
und L,* einander gegenüber, so ergibt sich folgende Concordanz: 



Gr. 


M. 66 


L.* 


1. 


t.a> « 


« 1) t- 


a. 

8. 




1 v 


4. 
5. 






6. 


) " 


1 - 


7. 


VF 


_3 e- 


9. 


-B *»• 


-0*»' 


10. 
H. 




od 


12. 


(.< 


t « 


18. 


(" 9 


CL.^ 


14. 


9^ X= 


tfvW 


15. 


r 5-* 


r^ro 


16. 
17. 


t ^ 




18. 


m m 


JO u 


19. 


■i > 


JV * 


20. 


? > 


rf * 


Sl. 
93. 


5« 


? > 


S3. 


{ i 


{ i 


34. 
36. 




1 iy 


26. 


Im u n 


ji" " >» 


27. 


C_ 


« 



140 



J. KmKTx. 



In Gr. 4 ron M. 6S ist_^ correctcr nls w tod L.* — in 

Gr. 1ft erscheint dafür w, aus dem es iK-kaiintlicli entstanden ist 
(Salkuakk, Partenb., p. bl3) • — da CS eine ModrticnttoD dci* i» ist 
(TUkthüw»j(ab, Küun's Lit. Jil. II, 884); vielleicht kam seine Aus- 
sjirache der des riissisolion i« nahe. In Qr. 7 hat M. ßfi nm Sehliisse 
vrpnigstcii» diu eine Imjdosiva erhalten,' und in Gr. IG fiiideu wir 
drei Zoiclicn, die wir auch in unserer Recnnstniction {Z., p. 80) 
unsctjGcn ku küiinen <;IauUteu, wobei ich es allerdings dem Urtlieüe 
dos Kundigen uberlnsscn will, ob er die Versclirei hangen fv ftlr vo 
und !f fUr >». *• zulSssig Itndet 

Was die Vecale betrifft, su entspi*ec}ien die Gr. 23, 2S und 24 
auch hier, wie in h.*, dem von uns erseht cissenori I'rütotyp {Z., p. 14) 
und hnntiltif^eii somit dasiieihe, wllhrend in don Gr. 18 — SO wenig- 
stens die TOD uns angesetzte lieibcufolgc nocli erhalten iGt (siehe 
später). 

0.2. 

Dieses Alphabet gehört seiner Anordnung nach ebctifalSs su 
den Alplmbclcn L.' und L,*, die sowohl bexttglich der Aaf«ilhluiig 
der Vocale einem anderen Principe folgen, als die zum Urälpliithete ■ 
gehörigen (Z., p. li>), als auch bei den Consonanten eine gröasera 
Verdtrlmisa erlitten hnben {Z., p. 15). O. 2 stimmt In den Gruppen 
1 — lii, abgesehen von zwei kleinen DifferenuRn — in Gr. steht die 
Media voran und in Gr. 12 steht o* an Stelle von r — mit dem 
Alphabet L.*. Darauf feigen, wenn wir die AbthelluiigspuTikte zahlen, 
Sech» Gruppen, im Ganzen also 31, während die anderen Alphabete 
ä7 aufweisen. Die Vergleichnng zeigt jenloeli den Weg, auf dorn 
dieses Manco entstanden ist. Vor Allem muss, wie in L.', * von ■ 
getrennt und die letzte Gruppe in drei, nllmlich ' ^, )- « i> und t^ 
getlieilt werden, wobei nur zu beachten ist, daas in der vorletzten 
Gruppe entweder » oder ■•, geradeso wie in Gr. Ift, nur durch ciucu 
Haken rcpräsentirt wird, der wie ein oben offenes o ansttlehl. Ferner 
hat der Copist die Vocale \ ^ und » n auKgelassen, daftlr aber ^ ' un 

* WfHin dlMolbo vor alueiu Consouaiileti steht, wie in {kataha, lo wQrdsn 
d(o ttid<»oliea Phonetiker ttthUiid/täfta flu I «tltuina. 



SbCUS ZBKDAI.PBABKT8. 



Ul 



den Rand gcBchripbon, die zwar in L." ebenfalls fehlen, in L.^ «ber 
als 5. Gruppe crBcheinen. Fuhren nir diese Con'ectiiren mis, die 
sich, wie man sieht, »us der Verglnicliung der cinsolneii Copien 
untereinander f;;»nz von seihst ergehen, so erhalten wir luich hier 
dii- »rthddoxR Anxniil drr 97 Or«[ipeii (vgl. Z., p. fl). Allerdings 
ist dabei zu heauhtun, daae dann die Vufalu nicht, wie wir dies in 
unserer Hcvonatruirtion {Z., p. 14) vorausfiutiwi] mußsten, mit Gr. lü, 
sondom um eine Nummer frlther beginnen und dans uns die Ver- 
gluictmng, witnigstcns dircet, nicht über rlcn Platz belehrt, an dem 
die vier nusg^-liLBttuiien Vuc^aIc V \ n ks t>iTi/iil1lgori seien. Wu» den 
ersten Punkt betrifft, s» darf irh wnhl auf tueiue früheren ErJlrtc- 
rnngcn verweiseOj die mit, ieh uiöehte sagen, zwiitgeiidur Nathwen- 
digkeit darauf führten, die Onsonanlcn auf die ersten 17 Gruppen 
za verthuilvii ; und irait den tutxtoren anlangl, uj halte lefa es fllr das 
GeratbiMinte, die vier zuKamnicngehürig;eu Alphabete sauimt unserer 
Itpcinistruetiuu nebeneinander xu stellen, niii nun dieser Synopsis 
eioe» Fingerzeig lür den l'latz der KinHehaltung zu gewinnen. 



Gr. 


U. 2 


L.^" 


M.ti« 


L.* 


Kmrrs 


1«. 
17. 




M 


» e.>C: 




r 


16. 
19. 


4 • 


* 1 
\1. 


•* ' 




« 


20. 


M 


(< 


? ' 


V • 


V • 


91. 
23. 






10 w 




{ t 


24. 

-Ib. 


<- * 


5 « 


1 ir 


1» 


{1 w 


26. 


h- • .» 


1 


tr '• >» 


(- •• 11 


*- 



87. 



C, 



S) 



tUJe Vcrgleichung «eigt, das» bexUglittli der Koihnnfelge der 
Vocalci «, •■ lind •/ > koin Zweifel l>eatehen kann, da dieselbe in 
allen viel- Alphahelen, abgesehen vnn den Versrhiebungen, dieselbe 
WMQ*t S«V«br. r i KuU. >J M..,«u.l. XI. Bd. 



lU 



.J 



142 J. KlHSTB. 

ist, da38 in Or. 21 drei Redactionen ? », in Gr. 24 ^ # und in Gr. 2G 
H* erhalten haben, was alles in unserer Reconstruction berücksichtigt 
wurde. Dabei ist noch zu beachten, dass auch in L.' #■ « zwei 
Nummern vor der (" enthaltenden Gruppe erscheint. Die Verglei- 
chung macht es femer wahrscheinlich genug, dass in 0. 2 in der 
22. Gruppe V => ursprünglich gestanden hatte, wonach für g » schliess- 
lich nur mehr die 23. Stelle übrig bleibt. 

M. 65. 
Dieses Alphabet schliesst sich enge an das von Salemann aus 
der Petersburger Handschrift publicirte an, da es nämlich nicht blos 
wie jenes 43 Zeichen gibt, sondern sogar auch in der Anzahl der 
in den ersten vier Columnen enthaltenen, je 11, mit ihm überein- 
stimmt Femer entsprechen die Gr. 1 — 5, 15 — 25 und 36 — 38 den 
Gr. 1 — 4, 9—18 und 23—25 bei Salemann, soferne wir in der ersten 
Partie die Gr. 2 und in der zweiten die Gr. 17 von M. 65 als eine 
spatere Einschiebung betrachten dürfen. Man vergleiche: 



Gr. 


M. 65 


1. 


M Ji 


2. 


« m 


3. 


_J_J 


4. 


r ? 


5. 


r^ 


16. 


M 


16. 


S S 


17. 


•e tb 


18. 


ja ja 


19, 


MM B 


20. 


■« ■* 


21. 


^ 1 


22. 


>Ür 


23. 


c c 


24. 


VU 


26. 


1 t 



Gr. 


S. II 


1. 


» m 


2. 


u ^ 


3. 
4. 




9. 
10. 


SS 

S 5 


n. 


a> a 


12. 


■0 * 


13. 


■u ■« 


14. 
15. 


1 1 


16. 


( s 


17. 
18. 


1 1 



SbRBA ZeNDALPtUBBTR. 



143 



Gr. 
36. 
3?. 

38. 



M. 6! 



o o 



w 



Or. 
23. 
24. 
S&. 
Die F. 



S. u 
a e 



ttf 



ni«za pinige Bemerk unpen. Die Fomi a in S. n, V2 beweist, 
daes aach in M. 65, 11p so stjitt dor sinnloson Wiedcrlioluiig des • su 
omendin-n ist, Dl«^ in der ersten Linie stvIiHtidi; Ligatur tintlet »ich 
auch in L.', vorletzte Zeile, nnd ich glatibe, das« ' ' aus a •• ent- 
stand. Sehr inlcrviisant ist «lie Erhaltung dcM altcrthiUulichcn J' — nach 
moinor Ansicht ursprfinglicli tonlMes l — das am^h in L," und K. SS 
vorkommt, und sojjar in d«r neiipersisclicn mit Avesta-Lcttu-m ge- 
9P!iri«bcnon Ucbersdu-ift von L."*; dieselbe lautet: ■ J'«ec -^v''-^ 

• tt'oo^ • eVw-u • -¥ ■ (f«w* ^K ■ ▼"•(< • -v»'l» oder in« Ncujj^rsiscbn 

j-ilb (.jJLa« ü f^^ >: : ' ' J^ U*iij <Jyw »j.*ü; nmscbrieben. Der auf c 

folgtmde HiiühBtiibc sieht Kwar in beiden Alphabeten wie i. aua und 
wird «lieh in L." mit £. urasehricbcn, niehtsdeslowcnig'er kann ich 
duriu nur die fcraphisL-h« Venlcrbniss eine» urapriluglichun £. Hüben, 
das in einem Al|>liubete Überhaupt nur nach c stoben kann, währ^cnd 
das Kiosetsen eines Gutturals a» dienern Platte sich von ^ar keiaem 
Q es ichtü punkte ans plausibel luacbcu ItLsst. Etwas Aehnliehe» nehme 
ich aiicb nir die Gr. 'iA von H. n an, vtü Ana Facsimile allerdiu{;^8 

* bietet, wilhrend die Verfrleielinng mil M. fif». sowie mit J>,", in 
vrelcheni da» dritte a dureb 9 i-rkifirt wird, deutlii^'h zeifft, daas liier 
ur»{irUngli('h u(' gestanden habe. Wie die voran stiOiende Concordanz 
beweist, sind in M. 65 infolge von Intcrc-aJationen bcdiintcntlc Ver 
Schiebungen eingi-tn^ten ii»d ieh beschränke luieb duher darauf, ein 
paar Bemerkungen über einige Zeichen nuKiiltigen, da ein ViTMiieh 
die ursjjrtlnghcbu Reibenfolge, ftip deren Priiicip ieli auf meine frühe- 
ren Ausoioandcrsetaungen {Z., p. 20) verweise, wiederhenäustollen, 
ketoen weiteren Kutxeii briiehte. 

An siebenter Stelle erscheint iu der ersten Linie ein unbekannter 
Buchstabe, dureb <s. erklilrt; vietleiehl war e* ^. In (ler 13. Orti[jpe 
steht iu der aweiten Linie », alsi> avcstiach t, was aber hier gewiss 
nicht hergehört. Kebineu wir an, dasa es mit dem darttberstebenden 




A 



144 



J. K 



ZeichoQ den Platz roi'tauBclit linb«, bo wUi'Jc nv<>iitit!cli e_, d. Ii. dh, 

iirxprriii^tich liicr ^C'**tan(liin hiibun. Das füllend« Zt-iclien dvr orslcii 

Liniu entspricht S. n, 19 und ist olicnso eckifj gomllien. wie Aas 

»wtntfiriclistrr Su^llc fitL*li<iii(ii:-*, =, iIjms vri« uin nrnl)ii!cliL*s S, k nussiolit. 

Di» Huf diesui« ftilgeixlL* ß«%eicliiiuii<;; d'is avestisclieu i'*, i rlurcli ^ 

finiltft sich mich Jii L/, (ir. '24. In pulat-ographitfclticr Hüisiulit iulc-i- 

essant ist die Dxretelluiig dar beideu uaeulirteii a in der 34. und 

ar«. Gruppe, insofemc sic unsür« Ablcituni; aus a, ä + m b«stEtigt 

(Z., p. 11). 

K. an. 

Die Uehersi'hrift dipses Alphabel«« lautet: y> ^s l-^i '^,'*- 

j^ iUiiy*J^, wobei die Graphic des WortM j> cine ganz raodcrne ist. 
Ks enthiilt ciiifi Gegentlhei-stclliiiig Hps IVhiovi- und des neupersischen 
Aiphubctta. Die Kwm letzten Zuichnn, die Dflrätolliing des langten 
a 1 unil ilrs Tnnvir »der niisnlirtnri a, sinil «fTfiiiliar spütrr ziigpttlgt. 
Vur (lfm l<!txtt.-n Biiclistikbcti di'tt nt'iiptrrsiaclii'ii AlptiHbct» iki das 
Il.inixf iidcr wie miin fUr das I'crHisfhn besser da^c-n würde, die 
vorklinitc Form des ,^ und dia auch im Neupersischen miiiu^hmal 
als eigener BulIihIiiLci tclraehtete Lipiilur 'i' eiiigcfilgi. Da» l hsL 
hier im Pchtevi dieselbe alt« Form, von der wir oben iiesprciclien 
hnbi-u; andererseits aeijit die FrkliLrun^ des », h diireh i, da»s die 
ZnHam Dienste] lung aus verliKltnigsmiistnig jnngor Zeit stammt Elinc 
alte Runiiaiftccitz selieinl diL» liinivi' dcm_^ stehende Zeichen zu 
sein, wenn wir es mit der (Z., p. l») hesprnehenen verkHrzten Form 
des_j identiliciren JUrl'en.' ■^ ist durch ■, ^j- dureh -o erklärt, 
obwiihl naeh ilem, wss Kr. Mcllkk ^ H'^A'jW. iv, ;if>3; v, 2&.'l) über den 
letzten IJuchstabon ermittelt hat. die uraffckehrtc Kntsprcchung, wenig- 
Htena vom historischen Htnntipunkte aus, richtiger wHro. Intci'c»(ia.nt 
ist die Wiedergubö des c dnrch », oder oi((entlich den historischen 
VorgilUfcer dessiJben, der »ieb allerdiiig» aueh in Miuiusenpteit noeh 
erhalten lint (s. Wbut-, Oin»». nntt /nilnr etiv, p. 311). Ob diese Gogen> 
Uberatelhiui,; als Bestätigung meiner (WZKM. iii, 317) Behauptung, 



* Vgl- niioli WKTTKHnAAH», Ümd^v, Prrf., p. 4, no. H, 



t^BCK» }^BNr>AU>nARK-rK. 



1-15 



dass • mit n uml ujclit mit n zusäiuiuuit hänj^H, iliuiiim ItAnn, ivill 
ich nicht cnbichvidüri. Ein Fnlilcr iat £ = 5, wofilr iniiii ^erwartet, 
ausser wenn dae Pelilovi Zoiclioii etwa nur der «twas gross gcratliene 
viclilcHtif^ Hakim »«ill will. 



Dil! üirlixctiTi Aljilmtii'tv, <)ii; 'u'\\ hiü jctr.t untersiirhen konnte, 
tbeiluii »icii in xwi-i IvlasMcii, iiiimlio]i A) in vorislamisclK-, in denen 
noch kein KinBusä der uraltiscli-nciipcnsitichcn Luutfolgo sich be- 
tut-rkliiir maclit und B) in nacliislamisclie. Die Klamii! A) rnrthi'ilt 
diu Öü Znit-Iinn des avcstisclinn Aifiliabcte auf 27 Oruppeu, von denen 
di(' VucaIl' dii> letzten 10 uintu-hiinm. jedocli ;ci>r<^llt sie je navh der 
Anordnung dicstir letzteren in xwoi Uiitcraltiieüungon. Die Unter- 
abtliuiluug u) ^bt xuvrst diu langen und dann dia knrxen Vocale, 
b] fährt dagegen immer diö kurzo und langu Variotät de»)dbeti 
Voculn unmittulbar biat«retiiander auf. Da die ernte Methode nofa 
bei don ältfet<n Alphabeten findet, ist sie wobl die ursprünglichere, 
und vielleicht erklärt »ich der Utiterschiwl der beiden [Interablliei- 
lung«n diiTeh die Aanabmc, dass das VocaUystcm erst später in so 
genauer iinf s^slemnliscbcr Weis« auagebildel wurde, wio es uns 
vorliegt. In der Klasse B) könnte man als Kintbcilun^gnmd den 
ITmsland benutzen, dass einige Al|iliabete Ate Zendiceichen dureli 
Pchlevi-, die iindi?rcn durch neupcraiseb« KudiHtaben crkJllren, doch 
ist diraea Printnp nicht bei «Ih-n anwcndlinr, da z. ß. L.* keine Ei*- 
ktürung l)t!igcsehriebun hat, wjlhrund binwiedur das Alphabet 8. in 
Avoöla-, Pnhli:vi- und neupcrFische Buchatabcn nebeneinander auf- 
fiUirt; dofh kflnnen wir immerhin naeh dem Grade der VerderbniHs, 
rn&pcotjvc des Verlustes alter Zeiehen eine ftltero und nROere Kchicht 
untenwheiden. Die folgende Kinllieilung sUilll einen VerHueh dar, 
die mir hokaiint gewordenen Alphabete ehn>«olngiiich jiii ordnen; 
hnffentlieh wird neues Material uns in den Stand setzen auch hiur 
mit der Zeil genauere Indicicn der Alters- oder Wurlhbcütimmung 
aiifzulindon. 



146 J. KiRBTE. Secbs Zbndalfhabete. 

Zendalphabete.' 
A) VorislamiBche 



a) h) 

L.'Sp.* L.'O.i M.51 ■ L.*M.66 L.'O.a 
B) Nachislamische 



a) b) 

M.65S.U L.'S.v L.sS.m L.« K. 33 

Die Untersuchung Über den Lautetand des Ävestischen auf 
Grund der Alphabete ist nattirUch nur eine rein theoretische; jetzt, 
nachdem die Meuausgabe des Avesta vollendet vorliegt, ist die Zeit 
gekommen, die Theorie auf ihre KealitAt zu prüfen und zu unter- 
suchen, ob die aus unseren Handschriften verschwundenen Buch- 
staben einstmals in denselben wirklich vorhanden waren, und welcher 
Lautwerth ihnen im Ävestischen zukam. Einen Theü meiner dies- 
bezüglichen Untersuchungen hoffe ich in Kürze den Fachgenossen 
vorlegen zu können. 



* Die durch ' — .— ' verbundene!! geboren näher EDummen. 




Verlaf; von Auntta lt&u>u, 

t. UD^t.llif' ■>!■>) I'll-»— >U>-nukli<DjlH teWtM 



l-ffienM ZeilBchnft für di« Kund» Au Md 

M. '■'.'>■ 



XI. Roud. Tai". U. 



^::^ — -r — T^Cyi.^ 






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K. :i3. 



4^y^A^^/ _j. 



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^ c J -u •<= e) 

^ ^nj -U ->V 5'^ ;;^-J -J' 

/ J -^'^ -Ai J> e> ^ >■ hj> 

J. KlBara, Seoh» ZondalphaDote. 






tySittmi Aoitflehrift tQv die 



: die Kunde do* Molken l»ftd(8, XlBaiil 



Tftf. n. 






K. S:l. 



■ — ^^ 



'J!f 



Jj_4 



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^c J -^ •<= 

1 



cji II dys }i * j j 

3. KlBSTB, soon» ZendalphaMM. 



V«Iii|f von AMUtw ll"'*w<' 



Ibn al-Kufi, ein Vi>rgäiiger Nadims. 

Julius Lippert. 

Das ,KiUb »1-Fihriat* nimmt einen besonderen Pktz tu der 
urubiüclieii Litluralur aus dein Gninde oin, weil es nicht nur die 
ältofite, sondern auch die einzige arubiscbo Litteraturgeschichto ist 
Von den soiistigcu Werken, die unter diese Rubrik gcrocluiet worden, 
ist Ihn UHtlikAn'* .WatajÄt al-A'jÄn' (fortjjesotzl durch Kutubi's ,Fb- 
VfÄt aJ-Wafajäl') ein bioj^^raphisclirs Lexikon, IJa^^i Ualfu's .Ka^f 
nl-ijiiuiiu' eine Bibliogi-aphie, wahrend des Ibn a!-Qit^ ,Tiin|i al- 
IJukiiinä' die hervorgehobenen EigenscbaPlen dieser beiden Werke 
vereinigt. Und doeh iat »chon Nadim nicht ohne Vorglinger gewceon, 
Für die Geschichte der gricchisthen Uebersetzuiij^httrnttiir hatte 
schon ca. 100 Jahre vorher J«'<|ubi in einem Excurs seines Oesehiclite- 
werkes eine miTsterhafte Vorarbeit geliefert.' Wenn »ueh der Autor 
des Fibrist diese Arbeit niehl bßniitKt hat, wie er denn den Ja't^öbl 
Ul>erhau|)t nicht sii kennen seheint, 8o sehQpfl er umso lleissigiir aus 
einem ander«äri litterai-hiHtoriBc!u>n Werke, das ca. 75 Jahre vor seinem 
FHiHst entstanden sein mochtn nnd »ich auch illier das ganze Gebiet 
der arabischen Litteratur trstreckt xn haben »eheiut, Üt-r Verfasser 
dicees Werkes, dem die nachstehe nden Zeilen gelten, ist Fbii al-KiUl. 
teh gebe xunllehtit »ein t^oben und die Citntc aus dem in Kode 
stehenden Werke nach dem Fihrist, um sodann mit I^nhilfenshmo 
(tonfttiger ßexugnahmon auf ihn die xiililRsigen SuhlUsso xn wichen. 

' Bd. IfaimitA, i, Htöff. VrI K ljuijuhm. ,Ueber die AiiMiiU|;e &uft i-riccliUchQn 
ScbrifUtoUern bei al-Ja.'jiJt't' tu ZJJMG^ l)d. x^ Itiifff. xu, AMS. 



148 JuLIDa LiPPBRT. 

1. 

^lft^jÄ»,3j-»\Hj-opi^^ j^ai*^^ o-*«^* >e^ (Fihr. 79, 10) 
._-J3Jl ^^ Aiy lijlii ßuL, ijbU-l ^_^ JiLo 1.^-Jaaj i.V^ i^Jij LLI -j^ 

jj^jjJi ,_>Ls i^-«~j C«j rfJ- i^.ij 'UuJ* i^iui-lj j*jti\ ^Lfc« ,_^ CÄH 

jUi Z>ijj^\ U.\ ^y ^ J}\ ^ ^U3l UOxi.! (Fihr. 4, 11) 1. 
i!j»>^^ C^* ^ O^ !>>* '^'— ^^ Jfti*-o 03-*^ iJ"^ j^>* ^V >?^ ^W*uij 
•OUL-J) i_.US ^ju-i i>^l ^» .^,-«U ^1 Ü«? Jjyi (Fihr. 52, 8) 2. 

J.Li\ jÜJ\ i.-UXJ\ ^Uf-»« jL(-Ol J^^j-^* ,j«*^\ ^1 ^*_^ ^yisi 
.U-.1 . w.i«ii ^yüi £jjJ\ ^ ^>;:«i .j—^t -ji-l ^1 *i« ■»'jJi i^j^i 

L^^a.j ^ J '^y oLki döly; ;>^\ ^( JIS^ (Fihr. 58, 22) 3. 
^ ,>bÜ\ f^ ^ jJbL ^l^j, Uwt «^Ui« cr*J (Fihr. GG, 8) 4. 



Jl^l c^\ t^ cr* .1^^' J-* V» 0-^5 (Fihr. 68, 25) 6. 



> Hier folgten wahrscheinlich die Formen der nach den sur^zählten Männern 
benannten Buchstaben. 

* Des Grammatikers Nadr ihn Sumail, gest. 303 oder 204 d. M. (äl8 oder 
8t9 p. Gh.). 

■ Abd Qfttim ae-8i^istftn!. 

* Der Knfeaser, 

> At-MofaddKl ad-Oabbt 



IbK AL-KOl-l, KIN VOBOASOES NADht'g, 



149 






y^^l ,UV l^l^ JS »Ail ^yUl ^^1 Cü S\/ (Filir. 70, 16) 7. 
^_JU. ^! ^ j^\ '*Ji ^^\ ^l ki? ÖV* (Fihr. 70, 18) 8. 

jLj» ^^j J.;** ,_^. ol "Ail ^^iJl ^\ ti^ ul»l> (Fihr. 70, 25) 9. 



Ji^l ^^1 Ü«? i*k5 »A-U JujIj (Fihr. 71, 7) 10. 



v_jl«r»l 5.^1 J.U-SJl oU CJ J^>X31 ^1 k=L ,^ (Fihr. 72, 18) 11. 

iüj ^ A*u \;i.u jAij, ^1 ^u LLjL*i c>ii VIS, (^ ^^1 i^L,, .i;iji 
'J *^ ^ '-»i ti^^esj^ ''y^' uV j'**'"^* j^ o- J»^ <j;y i:^ *^* i<*Ul 

-«Jul ^Äju A^4 jXJj ^ i^^^juoi di_>_^ ^ AJC3l.u] ^"ji 



if*. -H} o'. *J=** cH J*' *C»*3^' cri^ l^ O- t^'itr. 74, 11) 18. 



j^LZjJI ^t ,LLd 



' Ofc ilcr rDlrDnd« ^iltiM ^_5l>Ä.l 1,^* ^ISj ^^^mLS^ k^-**-! **** Ol*^ 
^V>1 Ä.^* rf^^ ^^"} b * ' " .j''^ »'j iiocti daxu gehört, Ut rrii|;licU. 

* Ao-^riilini. 

> ll>H MAnJ&n al-KOri. 

* Ibn KmiiiAca. 

' Vom _,Ua-J\, J'-ri-S »V?<J\> OC^j"*'' ^^ ^** *'''"'■'* '•*" "wtindi 
((lam ält«(h>a Boiri^p'li"'^''^"" ^W-rkv dor Amber?]. 

* Bmllglicb den Nnmuiin do« Ta'lub. 



lÖO Julius Lippbbt. 



Ü^\ ,;j«a. ^yül ^\ ,;,«J-\ ^1 ki. ,^ o«ja (Fihr. 78, 21) 13. 

^^ er- Jj^ >?^' cri' cr-^' tj?^ ^ ^^yi (Fihr. 89, 10) 14. 
Ajiijj Sit) j J.^ A-— j Jl*5 A^ j^ l^i <tJÜ A-oi ^ Jljj bUS ._-Jl^l ^ 

t^LJl ^^ iÜU ^^ J-;** 'C»»3^' üJ^l 1«^ er* (Fifar. 95, 13) 15. 

A^-iy "^ V^' "^^ ^ iiloj» wJaü» ^^ 'aJ, (Fihr. 96, 2) IG. 

•i>y^l C^l Cr-^1 oi*^ ^ O- 



^;;^lj^l OU j^^^l ^^1 ti? Ail^^ J^ jSy (Fihr. 100, 30) 17. 



iöUj jji ajj^ »1^1 ^jXH ^t ,;^-«i.l ^1 ^j5 (Fihr. 101, 9) 18. 

^ j.».» ^ijw. ^t JÜ ;>jJJ» ^^1 ki^ Oiy» (Fihr. 104, 23) 19. 
U,-^ <U*U\ Jj> ^lyi y^ Cs>^'>^. js-*^' »Jj- ^jUJl ^ ^JjU.\ 
^ ij-^«* ^j'^ bUaa. Ä.'L^ AJ'^ ,J^ (_.^.öä. ^l fj}\ y,^ ^^>^' cr***-^ 

j <:* Jü Uj.i»i. »by u*, \j-;i^ (ji \^^ \yu- ^^1 ,>ib jUi ^j 

^yai ^\ Li^ «J^l ._jLä (Fihr. 106, 31) 20. 



* As-Sukkan. 

* Bozügticb der AbHtnminuug des Muhammad ibn as-S&tb al-Kalbi (geät 
146/763 in Kufa). 

■ Dem HiSAm al-Kalbi (^est. 206/8:21). 

* Folgt die Anfsähltiiig Heiaer Werke. 

■ Das ,Kit&b al-Mag&zP dea Madftiiii (geat. 225/839). 
' Des Hubammad ibn Habtb. 



\tat AtrKttFi, ma VorgAvqbr NadIh'h 



151 



f^^jSi jj* ^y»*^' cH' 1»** r*^* u«» 1 



(Fihr. 108, 17) SI. 



■j^ 



^yJiiX j\^\ o^—*- j^=-^ *i>>*^l c^' ^ cr-s t^'ihr- Ul, 9) 22. 

'i>5*J> c-^ ^ cr-z^j^* -^ lSjj ,1^ *c*-^ (Fihr. IIJ, 14) 28. 
a* r^ e»?"' cri -^j*^* cr! 3r^ erf O^*^ **~^^} (FUir. 1 12, 4) 24. 



^ J--* ^ j4^ ^^ ;;^ ^_,«il j_^I Li^ öl/i (Fih r. Ul. 11) g6. 
ji^ .xU *1UJ JIS ^>Xij-Jl .Car« ^ J-iä j>ila- ^>*-»S» t>>«^ ^jil 
JUi ^\1W\ ,_.\ja ^^1 J.;** bio JUÜ J^j i.l^ Jr^5*JI r^l^l ^ 
d^iZo ,^b ^JiJO jj >_ii^ ^jJl .^LJÜl ^1 JJUL» j^l <y**^* ■— '"-^ '^1 

L-----J ^ Ji^ A-:« Uwl^^yii^jj^l, (Filir. Ift», ÄS) Sti- 

^jZJTT^^T"^ \ jjb Ul^l erf ^l^ ^ j^ erf 
.1^1 jJ^ ^ l^-L^ ,^Ü.■^J1 «>* iir-J OUj (Fihr. 358, ai) 27. 

' 7.11 «ntJInxBn J>\j^^l^ ^-^1 ^Ije"^, ^^^LlOJI ,^. 

* Ks ist iiii^wiiB. vrio woil im Polij-etiiloti Ibti nl-Kfifi UoivXhr«mAiin bloibl 
' Vou Sdirin«! «1*» Kubnir ibu Bakkir (f »1» Ridilw rou Uukka im Jahr« 

SM/STO); xuiuuniniiti SO Wvrko cinvli Ibn al-Käfi. 

* E* frertlen 1H Oen'Ulirainlinim' anfg'exXlilC. 

' ^xtaki, il«r bukxiiiilu Vu-rfiiBtar iW ML'kkiiiiiii(.'boii Chronik. 

* Dft ilk' Stfllo, ilio 'Icmi Kcfi-ml Itbor oin Wt«rk <iL-t l)>ti VVul^äijJM I'nUUiiiait, 
■iSBcb« irnklnrlieii«!! niii.lijlll, itobii icli hi« im XiiBnniiiiiinlintigi> in Unb'i»reetxnii|ft 
JSio Buch [<1em IIiu WxljiiijjA], ilnn '<!<1 BUi'licr iiitifAtst, ein omtc« anil ii«r«iu« utid 
drille« und >o der Kvihti nach wcitL-r, L-int- DaiHti-Uuii); Hot Hclirift|^ttunKoii, mit 
wolch«n diA Blli^hftr lier A1<--h«iniio nnd iittgla n^nelirinbnii «ronlan. Ihn WA^äijJA h*t 
ai> «iifgexHhIt und it-h hiibo niu iti Ncliier Ifandschnfl geiciMii. Irnd Icb liabe ein« 
Abwhrift ditnur Hclirifl^iittiin^ii «llciii in uinum MtacalUnlMnde vuii dar ILtnil ilua 



132 



JVUDS LlffSKT. 



EC. 

Der Nnnie unseros Autore, wie er sich aus Aar Vita, ergiliirf 
durch das (.'itat Nr. 25, ergiebl, lautet vtilUtändig: Alm-l-IJasiiii 'AU 
ibu Muljanim»fl ibn 'Ubaid ihn a»-Ziibaii- alAsadi al-Küfi. II>u 
a]-Kiin, nnter welcbem Naiucii er g'enOlinlieh citirt Mrird, ist nicht 
in der Weise ans dem Ge^ammtuftuien hcrausKUSundero, wie das 
Fi-OoRi, (Fihr. h, 216, ü. C'olumne uulen) Unit {zum mindtaten hutto 
er dann dorh das Ibn vor Miil.iammed, oieht das vor an-Zubair Ubcr- 
streiclien miUseu), sondttfu isl Jils durt-li «in w »Jjjji-Jl dem Namen 
angehHQgt XV. denken. Diese Citntion&art beweist, dass sein Vater 
nicht nur ebenfiüls die Nisbc al-Rüfi {^ebabt hat, üoiidem auch 
unter dieser ganz besonders bekannt gewesen sein rauss, vielleicht 
WL'il er als gcboruiifr Kuficr anderswo :«(;inen WohnsitE gehabt h.it. 
Fi-OoBi. in dun .Gramniatiscliou Schulen* ([j. 301 unten) idontilicirt 
uoseru Ibn a]-Kiin mit dum Gramiruitiker 'Alt ibn Muliammad ihn 
'Ahdns al-KiVi» mit Unrecht, da der Fihrist beide Männer sehr wohl 
unterscheidet.* Frciilich HtimmeD beide sowohl in zwei Gliedern des 
Namens wie auch in der Nishe und der Kiuija* Uberein. AUetn 
dicsr Ucbcrt'instiramiing «rklilrt aich, wie ieh plaiihc, aus einiT Unob- 
Bühtung, diu icii bei dieser Gelegßohuit gcmaLdit habe, daä» näudjeh 
in kuHsehen Familien die Fäll« nicht sulton gewesen sind, wu der 
GroaavHler den Namen Muiiammad, der Vater den Namen 'A!l und 
der Sohn dun Namen l.b>-snn (oder Uuaain) ftjlirlu," eint- Erachvinung, 
die dio suhi'itiscbu (Tesitiiiuiigi«tüchtigkeit der Kuli<.M' ja liinlUnglieh 
bcgruiiliidi macht. Danach wlirdu Ibn at-Küfi J^y^\ i^jS-l* gewcBt-n 



Abu-l-llkMiii itm nl-Rflft |>c>1«<oti. Danelbe onlliielt Adn«xo ]eNic«);wph■«(^hpn nnd 
irntninmliüchiMi liilinlb, tCnühluitintn. Gnilivlii» imil DciiknCnlit-kvituii utkI vm aiu 
der llihliollick üvr llamt-l-l-'iinit In dcEi Üe»iU ilv» Ahii-l-HAMiii ibii at-Tunh ge- 
laiifl- Und iliiuea int <liu xiurlicliBUi, waa idi von d«r llnudicLrift im lliii al-Kfifi 
)irc-j(ih«n hnho, nb^Mohen vott [leiiiftr Abtührift da*] KltAb MnsAwt.l/Au-w&m von 
Abu- i-' All bill) Hf-SiiiniJiri'. 

* Ueber doii letfttercu «lebe Filir. i, S. 8fi, II. 

■ Vfi. Haüfi Haifa, ii, -II j Nr. 1804. 

» Vgl. «. B. niir.. a. 71,22. 



IbM AL-KftPt, BIN VoKOXhOBK NarIm's. 



153 



sein, was Hllordings nicht aiisscliliesst, tljistt cr in Ruf» auch Keinen 
Wolinsitz g:chfll)t Iia1)o. 

Seine Lebenszeit bczciclinet FlCqri. a. a. O. als ^uusiclier', wie 
or denn ,tlbfrhmipt liber aoini' pftrsiltiliclien VorliflltniÄfip niclib* Wei- 
ter«» lial aiifliiulcii könn*'ii^ IMi hnfto, auf (IniiiH drs jpt«t Torlie- 
gendun Miilot-iiiU, Hein? I^pWnBZNil fpstl«*jjt'ii 7.» küniu-n. Der Kihrist, 
der inin'rhnlli der einzelnen Capilel im (Tittsscn nncl 4inii»<>n chrono- 
lof^isehc Anordnung hnt, t\lhrt ihn nauK Ibn ^uUiba [^f ^76/889), 
Dainitwarl (f 2:i0/!>0») unit Snkltart (f 37&/8flfl) auf. Her IhnaUinA, 
das» Ibn al-Kiifi (Ni-. ß) d«n Ta'lab (t 2!tl/90.1) citirt, ftllipt auf 
iinj:eftlhr dieselbe Zeit. AbrT zwiHrhen tlicsen l>at<^n und Her Zeit, 
da Nadim seinen Fibrist abfasst (387/aflTj, klatl't «in Zeitraum von 
einem Tolleii J-ibrbiindert. IcideSH tilehen un» nocli zwei Naelirieliten 
■/MT Verftipmg, die in di?ui eot-^L'^nj'ßsotxton Btwirebeii, smne Do- 
tiruQC binanf und hinnbi^urUckeu, cine räetnlieti ^enanc Fixining 
»eiupr LeW-ti8/,L-il rniK>;;liL-buii. Einmal b»t iliii, wie wir weiter nnten 
scheu wenlen. itliil.iäiuili a\» (iL-iviilii-amann; Ibn al Kün kann also 
biieliaten»! (;leiebzeittt:r mit diesem, jedenfalls niclit epJLter als er, ge- 
Ittbl brtbea. Andererseits wird er von Ibn llalliifnn («d. Si-ahb 479, SA\ 
als [jidirer des Ihn Asnd a1-K^tib envilbnt; er nniss also, wenn ancb 
mir auf ein Mor zwei .Iah i- /.chute, auch dessen Zeit|?enoä9c gewesen 
sein. Da nun Miiljiiniili :i3(i/;i41, Ibn Asail aber im Jalire 41ii/lOIii 
gestorben ist, so dürfen wir wohl mit einiger Sioherheil seinen Tod 
in die Zeit von 340 — 50, seine BUUe also etwa nin das Jalir »0(1 d. H. 
ansetzen. Die Probe auf das Exempol zn machen, portattct uns eine 
Notiz an dnr «ngeftlhrlen Stelle bei Ibn Ualliki^n, wonach Ihn al- 
Kfifi mit Ab» J!al;r Al,>niad ibn SulaimAn an-Najijiäd, 'Ab'1-ul-^lalik 
ibn al'Uasan as-8al^atl nnil Oa'far nl-l.Iidd! in eine Clnsse gehurt. 
Nun wissen wir, dass Ijnldi hoehbetagt im .Mtor von »5 Jahren, * 
S48/!)69, icenlorben ist. Wir finden also imeer Kuvor gcwonnenoB Rd- 
enllat auf's fJIfflnzenilst*^ bestätigt. 

Wenden wir uns jctul dpr li(torari.'>i.lii^n Thitti};keit unseres 
Atitom zu. In seiner Vitn tiPKeieimet ihn der Kihrist als ,((pi«hrt, 
correct in seiner Schrift, Ueberlieferer, Bllchcrsaramler, »nverlilasig 




154 



JuUUa LlPrKUT. 



in seinen Mittheilnnjj«n, sorpfillti^wr Ponwlier'.' Mit dem l>il fS^" 
bat er wohl die Abschriflcu Jm .Sinne, von <lotieti una die Nr. 10, 
Ä0 und 27 Kund« gpben. AU Werke von iliin werden in der Vit» 
EW«i aufgeßUirt: 

1. fUi^lier die Gedmiken dur Poesie' und die vprBchiedRner 
Meinuniiren cici' Gelehrten.' Nudim hat einen hlcincn Tlioil davon 
gesehen. Wenn dfts -UIäJI ^'jJi-l iiliaolut zu nehun-'n ist und sifh 
nicht bloe auf die j»Jii\ ^yU-. bezieht, 80 wäre ich geneigt, dio Nr. 1 
unserer Citat« als diesem Werk etitnomraen anzuseilen. 

£. ,I>ic HßUgoitelvroeide und (Up kostbaren Perlen.' Das folgend«;] 
,Ucber die S|jraelie und die Dichtkntisl' Ist wohl als Exjilicution des 
Fihrisl oiHiUBflien. Kiiie Probe von diesem Werke glaube ich in 
Öawäli^i's ,UA|A'ivl''AwwäDi" nachweisen zu kiJnnen, wo er gelegentlich 
derKennzoiehnungvon (^^^ alsViilgai-isnui» filr,jjj^ sagt: ki^oiyij 



ir* ü 



^W^l: 



JUi JjUiVi ^1 dJjÜ jj;^ ,>*- ^^,£«1 ÄÄÜl ^ oyl -J ,>^ JJ^l 

Nr. 9572) wird ein Werk unter dieseua Titel vo» Abu - 1 - iiaean bI- 
AhwÜKl erwUbnt. Ob diexer AliwJUi mit untterem KM! identiürh ist? 
Kin drittes Werk von Ihn al-Küfi hat uns noch Ua^gi ijalfa 
(n, 594. Nr. 4038) unter den ^^l «^^Ar* w^ ^ioal^^l 'l^^^ als •» 
A^ JyUl*wJl ijijj j™n* ^^ J-^^ ^ 1^ o*^^ LJ^^ angeführt. Meines 
ErHL-|itiMiii! haben wir unter den ^iojla."»!! •\y>X nicht IJadll-, «ondem 
Legenden- oder SagensammlungcTi zw veratebea, da der i'lural ^i:-JiVi.-l 
insliesnndere ,alte Geschichten' bezeichnet.'' Diese» Werk mag der 



iiiit) vJIjI^ 



' Pj-Doki. a. a. O. Uben^tst ,Por3c1ier und K^ielirler tJUaiter*. , 
sind Synünynh. 

• D. h. KrkUniny srhwipriper Stpllen, Verjleirha die. 

* Ell ^orKUiiIHiiiliMclii! Konciiiinu»»', |>. lltS, 4. 

' ItAmiiidArH lohrrwirli itafTiT Itt.l.'^^jrL !liii AdAm, ICil£1> nl-IInräjj^, oil .Imtxuoix, 
p. 78, .1. 



Inn AL-Kftrl, BiK VoKoÄMaBit NadIh's. 



|{)5 



Pifirisl ftU8 dem Gnmdo nicht tiiifgef\lhi't hnbcn, weil seine Nie<ler- 
HL-lirift urst liiircli Miil^iimili urfolgle. 

Wie steht as nun aber mit der Mehrzniil der am Anfang zu- 
samiueiißcalelltcii litterar-liistoriäeben XacUrichlfln aus Ibn aJ-K^i? 
DasK tii« nncrh iloni, wni; wir KoblHtn von tlotii Inlinlte »einpr beiden 
(oder droi} Werke erfahren haLiin, keinem derselben entnommen 
■ein können, h-nchtca ein. Woliur stauiuiiin sie denn aber KOllstV Üie 
Antwort darauf giebt di« Combination «wcior Nachricbt^n. Die eine 
ist die lloincrkung der Vita, dass er ein yJ^ Ä»^ gewesen igt, 
d. h. docli wohl ,cine grosse Bibliothek hesosaon hat'. Halten wir 
damit die Thatsaehc xuHnniuieii, das» Jur Filirist dii: Aiifxiihhing der 
Schriften dcH Ibn nl-Kalbi und dos Madil'ini nneli Ihn al-Kiifi giebt 
(vgl- Nr. IG u. 17), so drilngt sieb mit Notb wendigkeit die Ver- 
miitliung »nf, das» das frngliebc Werk ein Katfilog des Jbn al-Kftfi 
gcwKscn ist. Unter ditrser Annahme würde n. B. auch der Umstand 
seine Erkiilning finden, dnss. wilhrend Ibn at-Kalb'i llbcr IfifJ Werke 
vcrfasst huberi suli, Ibn ul KhH (Küir, ji. i'd S.) nur UO aufaiüilt, 
weil er wabracheinlicb nur soviel b(>sesRen haben wird. Dass es eio 
Katalog seiner eigenen nibliotliek g'owosen ist, m^ das »j^ in Nr. IS 
bftweiMii. Tia di<-Sür Katnhig üniner Xalur nach (ür den Priviit- 
gebruucb, nii-lit Hir die Oetri-ntEiihki-it licHlinniit war, bat dnr Autor 
des Fibritit ibn niclit anfgeltlKrt. W:i» Nüincn Inlinit anUngt, so er- 
geben die l'itale daraus, dass d«ä Werk ein sogciianutor .eatjUogue 
raistmn^' j^eweaen ist. Es bringt biographische Nacliricliten Itber die 
Autoren, litterarischc Notiren, gelegentliche Anekdoten, wird aUo im 
GroRKen und <ianzeii dem Kihrrst nicht Hniihnlicli au^gcselieu haben, 
desdcn Titel J» übcnl'ullä bchlcvlitne;,' .Katalog' bedeutet, ^iach der 
Alt, wie der Autor des Fibrisl da» Werk eitirt (^^j^' ^rfl ^ä*- ^y, 
^jJJl ^\ iai.'. Oly»), darf man wohl Annehmen, dass er im Bcait/e 
des Ori^nidca gewesen ist, von dum Überhäuft niemals eine Copie 
«xistirt babon mag. 




Piyadasi's Rilikte uml Aas Sutt-ipitiikam. 

Ton 
K. E. Neumann. 

Dei" miicliti^ BesclilltKer mid kaisorlicli^ A|>o«tel des Hudilliismus. 
wie wir Pivadwi wolil nennen dürfen, lial seine Huld zwar keineswegs 
auf diese Keltgion»gemeinde allein bcachrälnkt: aber er !mt sie dorh 
vor alU-n lit^b jjehiibt und nuagt-aeiehnei. Kr versfimnt keine Gele^fen- 
heit Dies luTvoreuliehen. sn oft es sieh mit seiner kosmi)|)oliti8clien. 
weitlicrxigcn Gesinnung irgend vortrügt. Gewiss breitet er Qber Alle 
seine Hnnd aus, ober Hrftlimanen, Äjlmka, Jaina und waa der 
^ä^atfdn mehr sind, wie es eben einem DfiamvmrAjd, %*ielniehr Cakka- 
vaiiriljä wohl anHteht; aWr wrnn er auf den HharjavH und seine 
Lehre zu nprpuhen kommt, glnnbl ninu noch herzlichere TUne xu 
vernehmen, als nie ihm bei »etnrr »tark aiiBgejirJlgten Individualität 
scituü an sich «u Gebote sind. Versuhiedene Stellen der Edikte 
lasacn eine andere Onulung katini zn, al« daaa Fiyadasi, wenn nicht 
dl« kunuMit;L>liL>n BiUrher »inilbst, sielier {«eniim? Auszllge aus rknifelbim 
gcikannt babun miiä», wahrscheinlieh durch dio Her-itation grlnhrter 
TherrJ an Keinem Hofa. Als »uleht- ihaila bL-wuHüttr, lliuils iinbewusate 
KeniiniKxcnKea geben (tioh namentlieh folgende Htelleu cbcnsa unge- 
zwungen als unbefangen zu ßrkL'nnon. 

1. Auf dem IX. Fclijcncdikt, Snkb/Ug. 1. 20, sagt der KOuig: 
fifa pwmi flhravmmagalatit aknlikniji. Damit ist zu vpigloiclien die 
hllufige Sttlle d'-r Texte: iSavfiiffhika nj«»t bhikkkave •Ihuntmn <ikä- 
Itko^ e. g. ^fN vol. I. p. 88, 2fiÄ, Muhaparinilib. p. 17, Stiltauipilto 




PlVAOASl'« EdIKTB USD l>A8 SpTTAPITAKA«. 



157 



vv. 1S7, 5(!7, nay, ini, TlKmgatha v. fi^l. D«r Aufdruck ist 
speziliäcli IjiiddliiatiHch und kommt sonst Uberliaiipt lücbt vor, ausaur 
in, hKuIist seltener, audcrartiger Vßrbindung; cf. I'. W. s. v. (Nat-litrag). 
9. Im SN vol. I. p. 1X4 f. btiäst vs: Uccileacä lehn jmrünnam 
adhipitdijA. Va&i wiß ein Cltat klin^ C8 Fciscncdikt vii, /.. ß. Girndr 
1. 2: JttHo itt' ucdi^acarha tilth unitxtcttTägo. Au uuil'ulluiid uuti audi 
hier <lio AeliiUtcLkcit ist, die MOgliclikcit ll\»^l sieb nicht leugnen, 
das» wir o» mit einer allgemein ineuacblichen Ueflexiou zu ibmi liabeii, 
wobei aber die GIcichhoit des Ausdrucks sonderbar genug bleibt. 

3. Zu cakkhudäne j»i me hahuvidfjti dltjinf im ii. Säulenediki cf. 
das bdicbtc Kpitbctoit cakkhtima iüv den huddko^ c. g. Sultanip/tto 
w. 59fl, 59fl; MN vol. I. p. Ill; cakkhuhhato,- Mtihaparinthb. p. 6S 
klagen die JUngor urn den «ben Tentchiedeiien Meister: Alikhipjtaip 
fakkhu^i loks antarahitam. l^t auch der Begrill' vom geistigen Auge 
allgemein iiidii^eli, jn nieiiseblieb, ho imt ei' in diese]» Zuimuimen- 
liaugi' rccbt eit;eutiicb buddliisljscb , vras Hclmn Jlufratb Büiilih, 
ZDiiG. 48, £2 erkannt und mit dem Hinweis auf Itiviittakam Nr. til 
belugt hat. 

4. Vielleielit zuMlig ist die Uubereitulimmuii^ des Seliliiss|jaiiäuS 
deaaelben Edikte«: /r/n>fi dhaijtmalipi . . . cilaipthittkil ca hotu mit 
Atahflparinihb. p. 36: Idam bnihmncarUfaiit . . . cira{fbitikam aata. 
Man kanneicb freilich de» UedankenanincsNacbkliuigs kaum urvichren. 

6. Selbst der berühmte, dun Charakter Piyadasi'it so bezeichnende 
Anfang des xn. FcUuntidikts steht nicht ohne Vorbild da. Der KOnig 
80^: Dev^uaTji j'ii/n Piyadasi räj/L »avapüstninJAni . . . püjayati. Im 
Vin. vol. IT, p. 7-1 aber sag-t ein naher Verwandter des Königs Seniyo 
Bimbisilro i lechdm 'aham muhärajil gahbapasa^t^ikabhattaiii kAtum. 
Kann nun auch das schauerlich kasuistische Vinai/apilakam Alles 
eher deon als kliissischer Zeuge gelten, manche gute alte, vora^uki- 
sche BegvbcQheit oder Legende Diag uns d&rlu glauhhail Ubcrlicfort 
(ein. — Nebenbei sei hier bemerkt, da»s u. A. der Köaig Kkara- 
vtlatiri auf der luäuhrift in der Uuthitfinnpftä ■ Hühic sich saeapi- 



* Dia «ficloron Vsriioiifln bKbon cu. 
WUoH Siltottr. f. t. Saud« i. Hgtinul. II. Ud. 



II 



158 



K. E. Kkuman». 



Batj^apöjako nennt, uml hut Bwh ditiea weltDaiLniiischu, voniebme (3e- 
sinnang bis auf den heutigen Tair in gsii» Indien rrhaltrn, wii; mir 
Hurriitli Bohlbr iiuf Grund seiner rviclian Krialimii^ niitllK>ilt.' 

6. Das tx. Ki:l»(!n(!(likt, (Iah un» bereit» iintrr 1. oinc kur/x-, 
aber hücbet bejioifhuendf noberoiiistinimmig ^exc'v^t bat, 8t«Ul «icb 
im {JnnKcn genommen scliU'chtcrding& als eino Paraphrasn dca Mahä- 
mavgalasultam dos Suttauipilto dar. Allerding» liabt'D wir hier ein 
bclicbtv», oft vonirtca Thutua vor uns, und Hofrath BtuLUR bat 
iificljg&wieseii^ das» das jinistisclio Daiavdihltikiufitram mil einer 
(rlfichwligen Slrojjhe beginnt, ZDMO. 48, 67. Die Aebnlicbkoil mit 
dem .lain avei-se ist aber bald zu Kude und reicbt Ober den Kingangn- 
geaÜ niclit binnua. Ganz «nders im geuanntcn SutUtm des Suttani- 
patOj das sich in unserem Edikte, so originell dieses letztere auch 
Rtilisirt ist, Stftck ftlr Stück, man möi'hte aagen frei ans dem Gedälclil- 
nisse reproduzirt, wiederorkeiiiien Ulsst Man urllieüe selbst: 



MahAmaogalasnttam, 

S«ttiuii|iato: 
V. 358, ßahü duvA mannaafi ca 
Waygiiljtiii aeiutayuip. 

V. 269. Aävrnnä ca bülänutii, 
Pai^ijili'nmiii cn sevanll, 
pQJa v.a piljanly&natii, 
Klam mnQgalam uttnniotp. 

V. S62. MätÜfiitu iipa|(b&iiaiii, 
PnttadftrasH» Hnpgaho. 
Anftkuift ca kammautä, 
Ktjini mavgalani uiUiiiaiii. 

V. Si)8. Piittbaitsa lakadhammt^bi 
(Jittaiji ynssa na knm|mti, 
Asokai|i virajai]! kbcniaip; 
Ktam mavgatani iittaniaip. 



Felsenedikt n. 

Oirtiftr: 

1. 1. Asti jiiiio ucSvacaip maiii- 
galai|) kiirote. 

1.4. Ourüniiiii ajwcili aädbu... 
bnmbni.iasnnmqfliiiiiii südliii 
danaqi. eta ca ana cn cturisaiji 
dbaitimamiiiiigalaiii nilnm. 

1. (>-. Ta vatayvaip pitä vn pu- 
tcna vn blifkträ \A svAiniVvn& 
v&: idam sädhu. ifUini katay- 
vam maiiigalatii. 

1. 7. Na tu <>tilt*ii>af[i aati iblnaii) 
vaamigabo va yärisarp db;iiii- 
niailänniii va dbnipmäniigfiho 
va. 



' Vgl. BüHiÄu m>Ma. 48, u. 



Pitadam's ICniKTa uko dab Sdtta.pitakam. 



15» 



Zu Letsttftrem ttämmt Tollkominen, was Piya<lairi von sio.li auf Aem 
Vtt. Slolenedikt,, M- 9 ' Mgt, dasB er nämlich ein jhänapasatpai srä 
unrl durt-liauti kein toQgajxiraya^o . n-uftlr ihn eiae oberHiUOiÜch« 
Forachunt; lange genug: ausgegeben bat. 

WeniUm wir un» ntmiuchr ku dw vielUertlbniten nnd vielver- 
iHslertcn lasctiritt von Bairät, Ks ist bL'kannt, dnes <Ler König da 
cino Reih« von Texten uuiplit;hlt, diu fr als bkagavatä buddhaid 
bkatit4 bezeichnet. Was ftlr Texte sind das abor'? Ist os möglich, 
diwelben ia unserem Kanon wiederBuerkenueii? Profiisaor Olobä- 
BERO war dor Erste, der Di«« vorsiit-ht hat, gestutzt atif sehr wahr- 
scheinlifhr innere Grlliide, a. Vinnyupif. vol. i. p, xt Anni. 1, und ich 
habe in meiner Ucbcrsctanng dos AJnjjliimani/cäyo, Bd. l, S, 324 imd 
587 noch eino Anzahl anderer, z. Tb. berii-liligondLT Belege beigcbraclit. 
Als Ergänzung des II. co. Geengten sei hier noch nachgctrsgoo, auf 
welche Weise sich das IJäthsel Upatitapaaine = RathavinUastttttm 
auflast. t>iu> RadinoinUaauttam ist das 4. SuUam des 3. Haches dai 
Majjhinutnik^yo und Kwar des Buches der Gleichnisse, dos Opama- 
dhammavaggo. Obxwar nun der Inhalt den Suttam mir einen Namen 
zulaset, nJLmlicfa die von Asoko gsox richtig gewählte Bezeichnung 
Upati»9<iptttiho , 80 halte mau, der Oekononiie xuliebe, doch auch einen 
aweiten Namen in Bureitacliaft ; wie denn ». B. das G. Stitlnni des- 
selben Buches, das Aritjnpariye§anag»ttat}i zugleich den Namen 
POs&räsuuttam BUirt, nach einem darin enlhulteueii Oleicbnlsse, um. 
aUo seinen i'latz im Opamadhammavagtjfi zu reclitfcitigen. Ganz 
Khnlich dati 2. Suttam dos 3. ßuchea, wulchve dun Titel iluhOalha- 
nädaguitnm trägt, als das grQßto iiu Buche des LQwonnifs: hei ntlberer 
Bolrachtiing stellt sieh jedoch heraus, duss es in Wirklichkeil einen 
ganx anderen Titel bat. Denn um Schlüsse der Rede fragt einer 
der Jünger den Erhabenen: Konämo ayam bhante dharnmapariy'iy'>f 
Worauf ihm die Antwort wird: TtuntOtilia' toavi Nagitsamilla imaifl 
dhammapariyityarp Lomahaipsanapariyäyo t'ee» nam dhfirehi. Vgl. 
auch Kr. 38 derselben Hxmiulung, dcesen offizieller Name MnkiUnn- 




* Iter QriKiiJ i»t iiiiiiiitlwlltitr Tor)i«r Mif(*K^bi»n. 



n» 



160 K. E. Nedhann. Pitadasi's Edikte etc. 

käsankkayasuttam, der wirkliche aber, p. 270 I. ult. gegebene, Tarjihä- 
saijkhayavimutti ist. Ich erinnere hier noch an das, was Professor 
Oij»Bi4BsR0, 1. c, p. XL Änm. 1 über die fUnf Kamen des Brahmajäla- 
suttam sagt, und ebenso gehört auch hierher meine Nachweisung von 
sechs verschiedenen Namen der phätuvikärä, d. i. aliyavasäni, \. c, 
p. 567. 

Zum Schlüsse sei noch ein Verzeichniss der Stellen gegeben, 
in denen mir der Begriff ukkaTpso begegnet ist. Was mit vinayasa- 
muköse gemeint sein mochte, ob wirklich das Pätimokkham oder 
lediglich ein kurzer Auszug von Ordensvorschriften aus dem Sutta- 
pitakam, was freilich im Wesentlichen auf Eines hinauskommt, wird 
solange unentschieden bleiben, bis uns weitere Inschrifleii Material 
liefern. 

Suttanipäto vv. 132, 438: samukkaTpge. 

Dlghanikäyo vol. i. p. 64: ukkaTjiSdvakkarp-ao. 

Majjkimanikäyo vol. i. Nr. 29, 30 passim: ukkarpseti; ib. Nr. 15 

passim: ukkarpaako; ib. Nr. 76, p. 523, I. penult:. okkaTpfiana. 
Vinayapif. vol. r. p. 16 passim, vol. v. p. 126: aämukkajpsiko; ib. 

vol. v. p. 126: cattäro särnukkatpsä. 
Theragätba v. 632; aamukkattko. 



Zur Hamäsa des Buhdu'i. 

Von 

Ign. Ooldsihep. 

Diä TbatauL'ti« atlein, dass von der Unmösa des Bultturi nur 
eine einzige l[an(Uclirin: (Leidener Bibliotliek, Warkkb, Nr. 889) 
iiaehg«wicsi;u wcrdou konnte, iat ein Beweis duftlr, Jaas dicst- püt;tischo 
Antliologie eilte liervorragende ätelluiig in der Aihib-Literatur uit-bt 
bfbftiiptca konnte. CiUitc aus dcrsolbcQ sind cutfvnit iiidit eu häufig, 
als solclie ans der gliMchnaniigen Hammliirg des Ä1)Ü Temni&m, tuU 
der zu wetteifern AIBulituri vergeblich veraiKhl hat. Auch Scholiiwten 
und Commentatorcn haben das Werk des letzteren vallcnds abseits 
liegen lassen. 

In den nnchfolgcndm Zeilen mßchtc ich auf ein positivco Zeichen 
dicücr litcratiir^eüchichdichen Thatsache hinweisen. 

Ka Ist nicht wrnig atiffallrudf dass dc^r Verfasser des Chizänat 
al-adah, 'Atichill^dir h. 'Omar al'}titfi;dftdi (xi. Jahrh. d. H.), diun — wie 
prI iinlHTigst an einigen Heisiilricn gezeigt wurde' — cino an Iilhlio- 
graphisc'bün Karimt(>ii reichhaltige Bibliothek xnr Vurfilgun^ stand, 
and der auch im Uehrigen die philologische Literatur nach allen 
Richtungen in geradezu ei'Hlaunlichvr V'ullslUndigkoit bomeiBtcrtc 
(s. seinen Nftidiwcis der benutzten Qucll»n),' von einer Uumilsn de» 
Bu^turi keine Ahnung liatte. 



■ Journal of the Rtyol ArUtOt Soda;/, \M1. p. am. 

* Unter don aelUneii Warkvii, dio er vm»<!\iou kviiiite, ^btürt u. a. tliii< ^^XS 
pU^Vl ita Ibn ii|.|£«ltit, wu Abut er grMMi Esceq>l« miUhellt in, Sia S4V— SJ6. 



168 



Ion. GciLnzmeR. 



Unter den Materialien, die ihm b«i dor Ausarbeitung sein 
AVcrkcs alü Qtielleniip[>iirat dienten, <;rwftlint er i, 10, 14 ff. die f( 
gendcn l.lAtnä9a-Snmmlun<^cn : 

a) dio U- 'I(;s Abu TcinmÄm; b) die sogen. Hnmäaa Ba^rijjn 
[vou 'All b. Abi I-Karaj> al-Ba^ri, verfangt ca, «47 H.];' c) die hj- des 
Öorii" al-I.Inspjni [d. i. UijiV «1 d'n AlnVl-SaVidat Ilibat Alliih 'Ali b. 
Miibninmod al - ."^uf^'ari , st 543, Verfasser dos poetiüebcti Saaimoli^l 
werke«: MuclilänU äu'am' al-'urab];' cl) die Q. des Cuminentatore 
dor altarabiseliou Poesie, AI-A'Um aus Santa Maria (z. B. Chi», n, 

180, 6; III, 283 untcu: *Ji-il». j-« ^r-***^* v*"^ tj* r'^^^i ■^s'- i^i'^ 
60!t unten). 

Die Uamäsa des Buhtnrt envShnt er unter seinen Quellen nicht' 
Vielmehr Bagt er, gelegentlich der Besprechung eine« Citates des 
'Ajni aus diesem Buche, dass er niemals durllber etwa» ^ehUrt Imbe: 
Chiz. m, Bill : ^,r«^^ "/^ i-^^' oi ..r-t» *^^ ö' ^"^'j o-^' J^- 

i^A^ ^j.;*Hl 1^1 ^««0 ^9 ' ,_,4J:il *JL^\^ ^j9. Jr^letifalls ein der Vb: 
«eichnuiip würdiges Oestündni»» iiue der Feder eJnca Gelehrten, dei 
die entlegensten Winkel der philnlopisehen und poetischen tiitcrata: 
durchstöbert hatte, eich die aellensten ünica dieser Literatur kii ver- 



1 

)c: 

1 



Br halte nncti dio Samrtiliine von Mirftti-Ocdichlnn, wnldip Mn^nmmoil b. ■) •'Ahbka 
al-JuM! (st. 311), Enioliei <]«r KiixW dua CliuUr«» Al-Miil>lii(lir. Füiriat &I, 19) »- 
di^irt hatte, in ciliar AlMcliiifl hub <l«in JuliK- 3Ü8 vor su'li (L'liiis. iti, Bä&). 

' nmidmilirifliMi davnii: £*uurial (llmucNiiiitiiu i, t%, Nr ^J!j), Kairu (KaUIoi; 
der vicAliIinipl- Itibliotliak. Ailnb, Nr. MO, iv. S'i'J, «<i auch A'if IuhnlUiuifrnho Am 
■uninilli'her. iiidiodieiia An(h<.-i1ogii> pnig«>th(>iUial). I^h<>nd«> Unheil e llber <I{g« Work 
»iml in (hir (lutUuet nr»btiic1i('ii llAndiu-lirift Pbhtkiji, Nr. 2lä6 }['-'>'""> ■"■^It. MiigiUfA 
KkidAI ftUdlu nl-^ic|dikt (»cbriob en. 1137) hut in *uincin bei I(o»Kif, i/anuirrii» «mAo 
(if rituiU'it iMinh'inU dti l/»tftn«ii «Tientatf» (St I'n!*ir»Uup?. 1S37) ii, iir, 37 \.pnchrie- 
butiun bHm<Kdlriftli(^1lltll Bucbo, io\. ItiOa. fi^lffeiide« Urthell: 2. .A^i \ qI^Jj 

jLoa.'^l JU. ijU 5*^ U ■.— y^' '^^.j^ cj- t*- ■** 'rfi *^.r^^ 

* Vgl. I. CHAtx. nr. 778 (ed. WfiarExrsi.D O, DI): aU^ LiU^ Uut ^«^ 

Jm« ifjMk^T ^Ajo <-f^.ji < iU$ yby rO' ^l ^<^ Aj ,^U> (iwU^U Abfi-I- 

Rsiukäl äl-Anhiri (tii. A77), uiii Sulillkr iIm Sn^^'sri, orwÜlint tu dor lll<>^ra|diic seine« 
Lehrers (Niukal al-Alilibü, Ka'itv 12^1, [.. 4Hfi f.) dlwe HstnlUa nlcbt, — Vou löineii 
St^hnicm int iiunb XII n«iin«ii; Mtiljainniod b. 'Ali jil-'AuAlü, dvui wir ilUi Liiidiuiur 
llnndithrifl dos lluOoJlit«n-I>tw&iu vi>rdBDkon (Ueidoncr Kfttalog 1*, äM). 



Zur ^AHlaA dbs BorturI. 163 

schaffen wusste und von der ihm zur Verfllgung stehenden Bibliothek 
sagen konnte, dass es keinem seiner Zeitgenossen gegönnt war, ihm 
im Umfange seines literarischen Apparates gleichzukommen: ^«^1^ 
jLae'^\ >jüb ^ j.^1 j^ S-»^^ (kJ U jbLui'VI ^^ ^\ j-öju tjJ^ (Ein- 
leitung). Allerdings hat 'Ajni in jenem Citat eine Flüchtigkeit be- 
gangen ; denn in der ^amäsa des Buhturl wird der in ßeda stehende 
Sähid-Vers nicht von 5eJ3 b. al-Chatim angefUhrt. Er folgt wohl gleich 
nach einem Vers dieses Dichters ; aber als Verfasser wird ausdrück- 
lich 'Abdallfib b. Mu'äwija genannt (Leidener Handschr., 1. c, p. 310, 
im 127. Bäb). Derartige Flüchtigkeit in den Citaten wird bei Al- 
'Ajni anch sonst vermerkt (vgl. Beispiele in Chiz. ad n, 193, 19; 
228, 4). 



C a r a k a. 

Van 

J. JoUy. 

Wie Suftruta als medicinischer Autor durch die Entdeckung 
der Bowerhandschrift in eine sehr frühe Epoche gerückt worden ist, 
so stellt sich bei Caraka jetzt anscheinend eine Tradition heraus, wel- 
che ihn zu einem ZeitgenoBsen des Königs Kani^ka macht. In den 
dem chinesischen Tripitaka angehörigen, im 5. Jahrhundert n. Chr. 
aus dem Sanskrit in das Chinesische übersetzten Erzählungen, welche 
S. Lftvi für das Nov.-Dec.-Heft des Journal asiatique bearbeitet 
hat, wird ,rillu8tre m^decin Caraka' als K.'s Leibarzt bezeichnet 
(p. 447), der ebenso fttr sein körperliches Wohlbefinden zu sorgen 
weiss und ihn bei guter Gesundheit erhält, wie sein geistlicher Be- 
rather für sein Seelenheil, sein Minister für den Erfolg seiner Politik 
sorgt (p. 472 f.). Dieser Caraka ist (Tche-lo-kia) ohne Zweifel identisch 
mit Cara (Tche-le), welcher der Lieblingsfrau des Königs ärztlichen 
Beistand leistet, als sie nach zehnmonatlicher Schwangerschaft ein 
todtes Kind zur Welt bringt. Das Kind befand sich in abnormer 
Lage; als es sich umgedreht hatte, wurde die Mutter entbunden, 
indem Cara ,introduisit sa main dans la matrice, d^gagea l'enfant 
de son enveloppe et le tira dehors'. Der Mutter ging es nun gut, 
aber der Arzt rieth dem König sich dieser Gattin nicht mehr zu 
nähern, da eine zweite Schwangerschaft den gleichen Ausgang 
nehmen würde. AU trotzdem die Königin wieder schwanger wurde 
und unter ähnlichen Schmerzen wie früher ein todtes Kind zur 



Carara. 



165 



Welt bmcfate, merkte Cars, daes va ftlr ilin &D der Zeit sei diesen 
srhleflhwn Herrscher zu verlassen, und ging als Einsiedler in den 
Wald (pp. 480—482).' 

Es entsteht nun die Fr/ige, oli dit- ohigp Operation nucli in dor 
Caraka-MtiiihitA vorkommt, nach der leider eioiei^cii vollstündlgen 
Änsj^iil)» diest's Werkes vtm Jlv. VidyAsftgnra ^Cnle. 1K77). Irh gUabe 
dasa diese Frage eu bejahen ist. Obwohl in der Lelire von der 
DyjitnHe weniger misrtlbrlicli al» Su^nita und andere Mediciner, 
nimmt (.'».raka docb in Heiiieni Säriritalki'inn (p. 381 f.) auf den Fall 
Bezng, daas mnii an iloin Auniürcii der Kindesbewegnngon und an- 
deren Symptonii^n das Abstorbrn dc8 FtituB erknniil Imt. Man kann 
dann drei verschi«dene Verfahriingsiirteri nnwonden: 1, ein Verfaliren 
zur LosISsung dea Fütus von dem Miitterkucben {Aborlivmittel); 
9. Be^jireebunffen nnd andere im AtKarvaveda vorgMchriL-bene Cere- 
nionieii; 3. Herausüielicn des F*)tiis duruli mwu eifalircncn Operateur 
(fariifr^rakarmaua Snlynhartra). Ist der Fötu« beseiUgt, so soll man 
der Wüchfierin slflrkeude Getri&nke und Speisen geben. Die dritte 
Methode entspricht der an der Gcmnhlia des Königs Kani^ks unter- 
nuuimt'ncQ Ojieralion. 

Es ist freilich trotz dieser Ucbcrcinstimmung xweifellinft, ob 
man ohne weiteres den Arzt Caraka mit dem nieditiniachen Autor 
identifieiren darf, wie dies LAvi getlian hat, indem er in der obigen 
Tradition die erste positive Oruudluge nkr die Datirung Curaka's 
erblickt nnd bemerkt, die bei ihm vermutlicten grirobischon KinBUese 
seien leicht erklftrbar, wtmn diestjr grosse .\rxt wirklich im /uitJilter 
und am Hof der Indoseytlien lebte, ais der Hellenismus die alte 
bnibmauischti Cultur zu llherSitthcn begann. Leider bietet ans die 
medieinischc Liternliu' Indiens gor keine glaubwllrdige Tradition 
über Caraka, denn als eine solche kann man natürlich die «tynio- 
logieehe Sage im BliAVnprnkfl&a nieht beuwhlen, wonach Kavi im 
M«ts}'ilvatfira mit dem ganzen Veda aiicli den im Av. onUialtenon 



' Wai diu DflUTiiiit; KaitiNkA'a betrifft , au wird die Otsichnetjiiliiir selaiiT 
Ksiii^weib« ntil dem Bugiim dtt ■'iAku-A«r& von LAvi euti>clil*d«n b«ttriil«u 



166 J. JOLLT. CaRAKA. 

Ayurveda wiederherstellt, dann auf die Erde herabgeatiegeD die 
vielen Krankheiten der Menschen kennen lernt, als Sohn eines Muni 
geboren wird, weil er wie ein Spion (cara) plötzUch erscheint den 
Mamen Caraka erhält, und nach den besten Werken ein neues 
Lehrbuch der Medicin verfasst. 

WUrzburg, 20. März 1897. 



iart1iwt»lische Sprach wissen sclia ft. 

VOD 

Hugo Sohuohardt. 

m. 

Die Hofüiun;?, dio ich ain Rchliuso <Ics croten Artlkole am- 
epraob, Iial sic-b mcbl erfUIlt. In Aaai Archiv der Ka]]uziii(!nnistrio- 
Den zu Itom fand sich, laut gllti^ci' Mittltcilmi^ von Fra Kdoakuo 
d'Ai-kkcok, llWr I'. (fiRoijiud DA NdRuiA NJcliLs wi'ilor vor als diwa 
er 1718 tiacli dem Kflukiisiis giii)^, 17&0 dort a[)o&lotiBcIier Prefect 
wurdn, litiü ubbenifnii wurdp, abor nirlit wegging oder docb bald 
wieder nacb Guorpifii xurElokkfItrtc, da er sich I7G9 dort befand 
und mil iiritlpi-n Missionftrcii mif Br-fphl den PntrijinTben von Edi- 
mtatsin einf^ekerk^Tt wurd«. — Die Gramumtik und das WOrtcr 
buch des Georgisrbeii, welclie, wi« Fraxk Cari, Ai.tbr in soinetn 
konoacn Blk-Iilein Uel^r Öeoryünii*cAe Litttrtttur (Wien 17!»8), S. SOf. 
moMvl, haiKUcliriOlich in Akzka (damit ist Achaltsirbn ppniwint) 
fxiBlirtcn, haben Nichts mit den Kapiiüiiierii «u tliun. Von der oraleren 
»af^ Ai.tkr'« Oewilhrsnmnn, Gk. Baciiixanti, «ip nei ,cotnposta in 
pre«ente secolo d»! Kcal San^ic Paciudibh äktohio patriarcn di 
TifliSj coll'ajiilo d'nn Sacerdote Armeno' (S. Sl) und zwar ,in forma di 
demand? e rispoete* (S. 33); es ist das offenbar die dritte Grummntik 
AsTojn's 1., welrhr Tsaoarsli, O i;ifi.n.«. Aum., S. ft als Krganicung seiner 
ersten — Bi« betitelt «ich !^imilnif — \iii\rs.v\iU't und über die er 
fbeiidasulbst S. 2d ff. nrisführlicht-r handelt. Das Wiirttirbuch bezeich- 
net BAuiuNAHTt alB ,giji moderiio, o uon a proponuone della lingua 



168 



HOGÖ SoHltCRARIvr. 



Oioi^^na, riceo, m« contiene molUssimi termini, epiegati, Don gib coi 
tcnnini Armont, ma con li volgari Qiorgiani^ od in uiiuicanKa di 
questi coi •Sinonimi leltcrnli'. Ks kann kaum ein Andre» gewesen 
sein als das Okhbuaki's, von dem ich unten reden werde; freilich 
,reicli' nmas diesn« genannt worden. ^m 

Meine Nuctifürselmngi^ti naeh itrti g(^orgi»^hr^ Studien d^^l 
Kaimmiaer im 18. Jahrliuiidorl Kwbon nun doch unerwartete Anf- 
UUrungen llber aolehc Studien im 17. Juhrhiindert herbe Iffeltllirt. Ii^H 
Juhra 1696 kauieu die TlieaÜiier navh Ueor^en, niebt ala die erston 
katholiseln-n Missionlirf; überhiiHjrt, nohl alicr iils die c-irstcn, die eine 
bedeutendere Wirksamkeit entfalteten. ,Ad itnu de' Missionurii della 
Sagra Congrogatit)nu de I-*roj>a>f;Hndu Fidc' stclllc St. Paoi.i»i mit Hilfe 
eines gohorenou GooTi^icrx iu Itom sein georgisch- itiüeniseheH WOrter-'fl 
hneh zusammen (Roma, 1Ij29). Zugleich damit crat-hicn das Alpha- 
betum Ih^rivtun^ »ive Georijiannvi, cum urafiune tlvittinirali ii. b. w. 
Der Text dca Vaterunöurs l'nljjt niitilrlieli dem hei den Georgiern 
Überlieferten; wenu man aber nach den versehiudenen Sehnitzem, 
die er ontbült, vurmathon kfinnto» er wftrc möndlichem Vorsprce-bcn 
nachgeeohriebeO] so venuag ich mir ein zweimaliges rUt, ,wie* und. 
ein ^''i ,aber* nur so zu erklitrcii, da&s man die Ahkhrrangen 
3* und j(o nicbl uufKiüi^sen verstand und kurzerhand griueh. üi; 
und xM-Jk einsetzte, als oh es neh um Kuptiseh und nieht um (ieor- 
giscb gehandelt hatte. Uehrigeu»! steht auch in Paolini's WCirtor- 
buch: ,n^:jfiQ, o»itt, Come, si uomc'. Wenig AuiDlllige» bieten in 
diesem Alphufntitw die mit goorgi^eben ßucb»itaben uai&cbriehenun 
lateiniHobcri CJu-bet«: jf rwr dunklen VocaU-u und vir Oonsonantcn 
wii'd dureli cj (im Alphabet =^ ij). uielit duri-h ^ i^ ijh) nled^rgeguben, 
wie denn öuch im Wörterbuch die Verhalprüpoäition %■>■ gewöhnlich 
als c"'}-! g<i-, seltner als ^»^ gha erBchoint Der Thcatiner Fu.-M. 
BFAimio kam in den Dreietsigerjalu'en nai-h Transkauka.<iien und gab, 
nach »einer RUekkelir, H14S die georgiactie {.»ramniatik heraus. Da» 
Vateninser ist hier kaum verbeasert (sogar f^ggSb mit nnalogJechcm 
DfttiT-l) fbr das richtige (■«igE' von 1629); &o sind ml> und ^cr^ ge* 
blieben — hat sieh etwa die« in da» ,^3'i, äcd, verum* von S- HO 



KllART1in'KLIfi{:iIK .SriLA^niWISBIKMCnAFT. 



169 



verkleidet (ilns, ans dietier Quelle, ilnnn aiioli vun DRosseT verxoiclinet 
wonleii i»i)'^ S. HS sti^ AlAtmin, cr Ubor^elic dii: fnst uuziihtiguii 
iinrcgolmilssigen und defectiveii Verben: ,c:omnioditis singiiU trndeu- 
tur in lingua: huiu» Dtctionario*. Und S. Ö&: ,Piiiicu litec dc vcrliis, 
satis sit dociiisRf-; cr(Bt<>ra t'niiii, vel ipso 1<)4|tii-ndi vüii Oif üe nddisccs, vul 
vt raonui, iu Uii'tionano, suo loco adnotata rupcries: fjiiod bi'ctii pnelo 
mibijceliir, k nobis vel alijs iinstrntibus vonrliiiinliim: pra-serthn hV). A«- 
caiAKtiBLO Lanbrrto C. U, Iberici, Tnrcicfe, & GrjuoA perlliori.' Aus 
diesen Worten i^elit ducli wüIiI licrvor, Has» cs sich nic:ht um ein schon 
fertijies, sondern rur nm ein Rcplantos Werk handelt. Die Tbea- 
tiner witrdrn v«ii den K;iptixiiicrii abj:f;Iö»l. Deren erstpr IVafert 
war P. BoNAVBNTOBA PA SoRRRNTo (I.), eineiitlJch Ottavio Palomua, 
der mit verschiedenen OenosHcn, unter iliiicn P. HKRNARniHO »a Haxt' 
Aktiuo IftH Dtich TiHie kuui, von hier imeli Koklii» ^ii^, und auf 
einer Reiw wiederum von da naeli Tiflin, im l)c-ti»bcr 1668, in einem 
FliiHsu umkam. So woni^teiis borielitct I'. Aptii.i.iNAiKB i>b Va- 
usNiK in seiner litbliotficra fratrum initturum Cttjiucciuuriim pro- 
vininne Neapolititnaty Komac, Nenpoli I88ß, Ü. 6S. Ktwas abweichend 
P. Uncico i>A ('iiHiüAi.11 in der schon angefUhrtcn Siorin delle itistioni 
dei Capua-ini, ui, 334 f.: di« Keis« fand statt !«G1, djo Miasionüre 
wilhlten den We.jj Über diia »ebwarze Meer und KoU-his, knme.n aber 
urst iiaeii einem Jahre der Irrlulirl an, wurden von den Tliealinern 
in Mingrelien nU (iUstt: aui'gunummea, und bei der liuise run liier 
nach Georpeii orlrank der Prüfeol. P. Bkbsariuko rettete ein paar 
Hamltichrißun von ihm, darunter oino ,Oramniatica per imparare 
L-d iutcnden- la lingua Giur^ia' und doponirle sie im Kloster von 
Avcraa. l>ias ttiellt P. ApoLUNAtRR a. ii. O. mit, indem cr hinzusetzt: 
jITace, sed fuaiiis Eumakuki. Keapuijtakus arinu lti63.' leh braclile, 
nieht ohne Muhe, in Erfahrung, doss die hand «ehri laichen MemorU 
gtoriche rronotoififJie aUeneuti a' FF. Minon Cnppurctni detla Pro- 
vincia dt Napüli, compUaU da F. Fmmanitele da Napoli (sie rcicliOQ 
hi« 17117 einschliesdieli) sieb ira Kloster zu Sant' Agnollo di Surronto 
bellUideu', ich begab mieh ci)f;enä um sie einzusehen dabin, fund aber 
in den beiden gewaltigen FoliobÄndeit wpder vom P. BosAvesTniiA 




170 



IIdoo ScairoBABi>T. 



Doch TOD ADilem Missionaren E^twns, was ich^ soweit es dns Sludiui 
des Ooorgischcn betraf, nicht sclion wowtc; n, 680 hcisst c3, dam] 
im Kloster von Aversa .si coDservAQo'zwei Ilaiidsciinftcn de-s Erstere 
roil denen dio cine die Gramnintik. Icli fi-jigte aueh in Avei-s« oäcI: 
alter man konnte mir liber das Schicksal der alten doilignn Biblic 
lliek der Kii{iimner keinen Buscheid SA^n, aiu batten schon IHll 
dns Klofitcr vcrlasson. V. IJosavhwtit»* da Sorrrkto, / fAmvmti 
Cappuc^ini dello Cittä dt Napoii, Napuli-Sorrenla 1880, S. 103 
nicldct nlKirdings von din&cm Klnstt^r: .Pcmlutr« al tmupo del famoi 
deuumiiu, lion [liii fu potutu riaeq.uistari:!. Aluun tenifio dopu fu dat 
ai PP. PaKsionisti, oi CappuccUii rraUindo iin scmplico ospi»io. 1)1) 
me^isi t Pansiouiüti per soppressionc, dopo qualcbe tempo a noi 
ridato il Convcnto. — In Avcr&a i Cappuccini sono pure at Oimitoro.f^ 
Aber diese spätere» Kapuxiner st-liuinen von di>ii frUberen keinaj 
ßKcbcr überkommen zu babcn, und unter dcnjonigcn, die die Oc> 
meindü von Avwrsa 1876, bei der letxten Aufhebung der geiat- 
lichoa OrdcnsbUuecr erhielt, bisfand sich — wie der, welcher ai«] 
dnmftU ordnelü, selbst mittbeiU — nur eine Handschrift, und l'8 w( 
nicht die gesuchte Urammattk. Uebri^cne wird ihr Verhiät nic^ 
allzusehr xu bukta^m sein; P. Boxaven-hika kann in »o kurzer /jöisj 
(nach P. Kocco wUrdc es noch auf dor tlinreisc gewesen «ein) sich 
keine vollkonimeiie Kenntnis» de» Georgischen angeeignet haben. Un- 
berechtigte rmasson aber sagt P. Afolukairs von den Uandschriften 
dee P. Bonavb»tuka; ,Quaenam hmdatoruui opci-um fueril sors a 
tempore rcccntiorum pcrsceutionnm, penittis ipiorntur; proinde [!] de 
ütuloriim sineerilite mullura dubilanius.' 

Gleich in jenea ersten Zeiten dehnte eich die Thiltigkeit der 
Kapuziner auf die Stadt und die Provinz Achatbiehc aus, die (litmab 
in den HHudcn der Tllrken waren; ja, diese Stadt wtirde gorademi 
der Ausgangspunkt filr ihre georgische Mission: ,Queir oapiziu era 
il Inogo di riuapito c di studio per tntti i padri vho vonivfin ^pediti 
dair Kuropa in Giorgia, dove imparavano le lingue turcn l- giorgiana 
prima di passAre piü oltrc' (P. Koceo, m, 377 f.). Die schrifUiehen 
Nacbrieliten tlbtsr die Mission von Achaltsiehe wurJi^n 1Ö28 im 




KflARTHVrBUKITIfli SpHACIlWISSKSRCUAFT. 



171 



ittrkisch-nissisclicn Kriege germil>l (\-ielleic!ht verin-t« «icli damBk die 
Tbka'scIiu Orutuniatik tincli Europa); aber Ich ttoak«, iu der ,kun!eD 
(teschiulito dieser MisBion'» welclie sich nacli P. Rocoo im ^Aroliivio 
dell» Procura* ku Rom befindet, mUsete dovh Kinif^oe slcliCQ, was 
uiLseTen Zweeken rliente — l«ider blieb alle Nsclifrnge danac-b olino 
£rfo]g. Indirect wird dor eifrige Uctrieb des Goorfpscbcn Boitens 
der MisrionÄre dadurch bcstJltigt, dass man von Machho'ii St^itag- 
mata 1670 eiueu neuen Abdnick veranstaltete, der sich van dem 
ersten weder dem Inhalt noch der Fomi naeh nnterschcidet (bo 
TsAOARELi, O ipaMM. Atttft., S. 47^ das zweifache ,Itonini imprimotiir' 
steht nntHrlich nar in der zweiten Ausgabe). 

Im Jahre 1673 Uäm mit andern MisBionHren P. Hxrhardo 
Maria da Napoli, i-Jgentlicb Aktoxio Oiopfi, naob Georgien (P. Roooo, 
m, 348). Wann er nueh Neupol zurUckkelirto, weiss man nicht; wie 
mir F. KotiAim» d'Alknvo" schreibt, befindet sieh unter tioinen Pro* 
difjton eine, die er am ai. März i«79 in einer Kiri-he von Sorrento 
hielL ItiaiJ wurde er Pruvineinl; spilteuteiis 170" starb er. Ka liut n-obl 
im Laufe der .Inhrhundnrt4> keiner der kntbolischen Missionäre der 
georgischen Spruehe und LitlLTSlur ein grösseres Interesse entgegen- 
gtibraeht als P. Bbrnardo; sicherlich keiner, auch wenn er nicht wie 
er mir woniße Jahre in Creorf^ien verweilte , eine so umfnsttoiule 
litlerorische Thfltigkeit nach dieser Seite liin entfiiltoL P. Ukknaruo 
verfaaato in georgischer Sprache und Ubcrselvte in sie tbeulogisehe 
Sehriften und eclirieb eine Reihe von Werken der georgischen Matio- 
nallitteralur in Versen und tu Pro^a ab. F. Rucix> vcrKeichiiet u. s. O. 
S, l^t^'i diese Srhriften, wobei er seinem Orrlcnsbnuler auch die Ur- 
Iiebersclmft der an xwciter >StelIo gcnaniiteii zuzuschreiben itelieint, 
and liemerkt, dtiss «ie im Kloster von Torre de! Örcco bis zur Auf- 
BlniDg der tJrdensbj[u!<er aufbewahrt worden seien. P. Acollihaibk 
wicdi^rholt das (H. 60 f.), nnd zwar wiederum mit dem skeptischen 
ZuflatK: ,oonim titali plus minuavc «nppositicii haben dcbeiil*, wie er 
auch an» der Unvollkomraenheit der üesclireibung, die von einem 
[ednickten IMicIi P. Buknakdo's, einem italienischen Bericht Über 
IC KeiiH? nach Georgien gegeben wird, schliefst, dass ,suppositiciu» 




ITS 



tTuOO ScHUCHAHDT, 



sit titulus' (vicUeiclit isl «ties tii^lita Andenu als äie ,CoiLrte relation 
du comincnvumviit, ilu jirogr^s v.i da I'titat do Ui Missioa gt'^ii^ivnno', 
ill« Kuu&iHT, Nouo. Journ. asiat, x (1833), 193 — 918 aus i&c klei- 
nittc-licn HutidsL'lirift di-s P. BmiNAitDo iibirrstrtzt liiil). Inilcsiscn gelang 
OB mir in uinL-iu vergeafteneii Winkel dt-* Klosters uu Tüitu del GreL'o, 
trvlulii'is jutxt d^n 8uOr« Sliaiuatinu Tvrziuriu Frauct.-S4:uuu augfwioscu 
ist, die von P. Kocco au>^egebeiien Hundschrifteu dea P. BuKXAJtuo 
nieder aufzuliiidou, duruntci- ein geoi-gisuii-itiUiuiiischva und ein itu- 
lieniäL'li-georptBcIies Würterbuch (s. Dtilagr- zur Ällg. Zeil, vom 1. Maij 
ISirii, S. Elf.). Dua (.Tätorc konnte icli kurse «ieit in d«r Uni vers! titts- 
bibliothek zu Neapel b^nntzen; dann wurde es mir {^tlCitslich wieder 
eotrissen. Meine Bitte mir die W<irt«rbllchcr aach Gras zu leihen, 
gewahrte man nicht und da kein« Auesicht vorhanden ist, ilasB ich 
mich ein zweibis Mal an Ort nnd Stelle mit d«r HinterlaseenHchafl 
des P. Beknakiio best liiirrigr, so tlieile ich ans meinen Hachligcn 
AufRoichnurgen so vifl mit, um Andere beurthcilen zu Uis»cn, inwie- 
weit diese Wörterbücher eine eingehende Untersuchung verdienen. 
Natürlich sind meine Mittheilnngen mit allem dem Vorbehalt auf- 
sunchmen, der in dem Wegfall der von vomhercin bealisi<'htlgten 
Nachvergloivhung begründet ist. 

Das aiiozza di Dittionario Giorgianv itatiana del l\ )3RRNAitno 
St." UA Napoij Predicatoru (^p.*" e Misa.' ApfmoUeo ist ein kleiner, 
dicker (rjuartband ohne SeitenzJlIdiint:: Kine sehr feine, zum Theil 
vcrblasBte Schrift; das ItalieniHche ist nlt sehr schwer zu lesen. 
Unter ' habe ich 254, unter h 127, unter n ^4 Wortformen geafthlt. 
Den Anfang bihlen die Wörter: 

A 
*ijff«, Bagno. 

Ä<}Qri, Ksca da acccndere fiioco. 
«%n, Pillota. 

■»ac^ji^csa» Tela d'aragui. 
aä^ij'a^ao, Seta. 



jga'3f]6f]&, Arriehirete. 

d^ä^crnäd, Natura, complcesione. 

o^^j Horn, adesso. 

^ftj, Cosi. 

jj^)*i", Mattoae. 



Es Sf^heint, dass Wörter darunter sind, welche andre Quellen 
nicht verzaiehntin; m: ^^j^f^ ,8qiiinaiitu aempüce di medicin«', ij&tojG 



RnARTmrsMARnR Si>nArnn-isi$i!N«cnAPT. 



173 



.coloqttintiJa', tUv auch bei Fürst R. Rhbtow = {■'iRmmAwi, Kpanuciü 
J''l)>i:mHo-I'yreKO-^inmuHi'Kiü ('Amaph, hji mfv-n cfmctftufumiTh mpemn 
npHprtdu (mit p-in-jfisL-lipm NcboritiUil). Tifiin lfi84 fehlen — er hiat 
untlfFc.' AusdriUrke (Uftlr. Hiiigt>gt-n findet «ich hier, und Kwar als 
iiuuriscti-guriKc-lirti W<ni diia najj(rr>r> ,i]ieiita liHpba' (l«s lialidiem; 
nurli bei Ohheliam, abtir tiiir mit tiviii l'fliinzi'iizijii'iiL'n vers^jbßn. 
Man DiusB du TAH diMikcn, Aass <liv Missionilrr sit-h aiigolcgcnÜich 
toit d«r HeilkiiD^ bvfasstcn (s. Tsahakru, tpiLiiM. .lum.. S. 109). 
Aacli sonst weist unser Würterl^ucb sflUmere Wtirler auf, «o 3jftgbfi 
jCftiio da oftfcift', boi Ohr. Jnngbnarig^ep Flund'. Ein und du« aiidore 
Wort sind mir ffiiiiz dunkel, bu 2i*3CJ'3Cr'(J*3j ^■'ao'StrO" ,ii3«asainartt*. 
W«» mag itA'Sj .vatfl per pifjüar vino della vnttina' nein? ieh filrebtc, 
ich habe dan Itnlieniscbe »icbt gam rlcbtig gelesen. ICin Ocürfi^ier, 
den ich befragte, knnnt«' das Wort atH die llDiuk'bnung irgnnd eines 
WerkÄCWgee, wussIp mir aber Nilhercs nicht zu enf!;en. Manch««, 
VAU anderswo nirht gi-buclit ist, beruht auf ganz altj^cmcineii Bil- 
dungsgosota^n, wie a^tf^f^nZfi (Jr#)n) ^prir la boeea' =^ *3^«^aGf 
oder mbfwSEd .muffo', von nfto ,niuffa*, no da» Georgisctc wie auch 
das Italienische da« Parlipip vorzieht : (w^nÄ^aig^r .imiffato', oder 
nAcnj8<g(rnn, m^J3«)cii(»iij .dialog»', woh! ein Ncolu^amu« ilnr Missio- 
BÄro. In verschiedenen Füllen handelt es sich nnr um laiilUehe Ab- 
weichungen. So bei dem angcfUhrtun jicT^^Xl^O» das sonst libcrall 
als j%tc^9'' aufgegeben wird; zweifeltos steckt %^{eg ,Nest* darin, wie 
es ja Orrbliani vcrdolmotscht: Äa^j^gjLi S-jtso, """^ wenn auch j&c?" 
im Sinne von ,Sjiinn«' nieht vorkommt, so doph Ahnliebe Wort- 
formen: manÄj, &(^äo(m* u. a. Ftlr jg-äGa" findet sich hier j^jG" ,mor- 
laio di btvnzo', ebenso bei Paoliki jj^S« ,morlnro' (Ta.' bat wenig- 
stens ogjffiyAijiJ aAten i>3*£ft<5*lift*); das TiVrkiscIic oder Persiscbe, dem 
das Wort entlohnt ist, wird darüber entscheiden, welche Form die 
Hltvrc. NcbuTi nSqriAn (ttvjTfifiav) ist auch c^n^n vfirKeichnel. Aber 
wir müssen nun auch den Vergtöaseti dos Fremden K^gftn die geor- 
ginche Orlliographit (z. B. *3*d:3CS34 fÜr »s'jguai, cT/nnje^n flu- n/^m^^n) 
KeehnuDg tragen, was bei dem Sehwankpn dieser selbst nicbt immer 
ganx liiiclit iaU In «naercm Wörterbuch werden ^A->f^r>, ^x-**» 

WifUtf TMlteU. I. i. Knode i. »nT((i>.l XI. Vi- IS 



174 



Httoo ScRoonAttnT. 



^KjAn, ^^J'^nr gl>3er"> gb<> uiit ^' geschrieben (so mich bin Paouki, ao- 
ftii-n er die 'Wörter ülierhaiipt hat); man vorplekOie aber bei 'I'Subf- 

XOw'; »f»f>jn ijijri, gj(™jEn ^j^ijSn, jgrtjPiJf^tn g3nt»j<^Jm^fi. Ein dcmrtlfJCr 

Wechsel findet ban ptsilch lieb in Frunulivörtern statt. Wir müssen 
nun sa^eö. daes gerado die ältesten Vereuclie von rromdca da» Gewr- 
gieebe AiifxiiKeiehneii, wenn sie auch von den stJlrkateu, zum Tlieil 
faul unbegreiflicben Verwcclifie] unpen wimmeln, doch, indem sie onf 
dem GebiSi' beruhen, einiges Richtige gegenüber der liinbciiaischen 
Ueberliofcrung enthalten, im Sinne oiaer Lautschrift nilmlich. Sie 
liezpugen un« k. B., dass sclimi damaU die (Jcwuhulieil bi-rrsrlite, 
unrailtctbar vor stimmlosen Conöoniuitcn die eigentlich »timmlmften 
ebenfalls als stimmlose zu sjirechen. Es bestehl eine gewisse Nei- 
gting bei den Georgiern in der Schrift der Anssprache zu folgen, 
alao 7.. n. ^AjgE* stall Ä(*ij3ff* ^= fe[pcn35'i. JAigCn stall ^^JjEo, i{^)6jo^" 
statt a(*')ö33^"f i^;]i^n statt Äf^f^Jt^n, Ijjac'" statt %^jj^n «u scliretbeii. 
Im gi-osaon riaiincn aber bleiben sie beim Allen; 3^3^, A^3*^''* ^^'^ 
F. BeRMAnnfi fttr i^^-, 2^- liat, sehe ich sonst nirgends. Das .Sul)jeets- 
prariüiucn dor I. P. lasaeii sie unverÄnderl: 3-, obwohl w- vor stimtn- 
loRcn OonHnnanten uu f- wird; Paolini aber schreibt g- fllr g- in: 
f^^f^^, ftheuil^th, Pcscare; i^imhn, fthlvi, Piangerc; gj^rAn, /li*/ct. 
Grido; ^^»9S^r-A, ftatnatciiilt, Öioeare; g^al)*, /*"«a, ^eniinnn>; ojtljd*, 
ftciama, Dccinare; ojjktt^, /dui, LauicDtarsi ^'^ *^<n^^nb, ^^nhft, ^^ihofi 
i^iiiBnhf ,T>3l>{*3), a^^'^J O^^S"» '*'"1 '"^ iUn\^fi.d^n, pnaidtimla, Commiini- 
crtr»i sBcramcnlalmentp; 3- ftlr g-, In Jfiob , . ., j>tU , . ., ... di Dio, bei 
dumsclbuD, unUpricht ^ allerdingü dem 3 oder ^ von c^a>rit, Nicht 
aber doch viellciirbt zunürhr^t für «Iah d, »u» dem dns ■^ entstanden 
ist, wie in JlujcwjEio, psaffiüm, Tribunatn =^ 8l»)jig(™fi ,Richter'. Auch 
im MingTelischcn vertritt in pquntj, pqwxdu ,inir ist', ,mir war', die 
Btimiiilflse Explosiva dea Lippunverscbluasea den stirauilotwn Nasal 
dua I^ipppnveracliUiaBo»; und sogar in der französischen Umgangs- 
s]>rarhc hat pAssr. unter gleichen Unistäiideu j* fllr vi entdeckt: 
m-tembU t p-«öp. Von solchen «timmlosen Consonanten wird aber 
leicht einer UberhJlrt; daher hioej»n= (!)ji'>cw>, i'iftncno = J^nsmo u, a. 
bei Paouiii. Aber auch im Georgiseheu »elbut filllt leicht einer dieser 



EH4RTHHniuaciaB SnucawiSBBasciuirr. 



176 



Conauiianton ab, allcrdiogs cbouKowuliI oin stiiiiinbafter boi starker 
Hiiufanf flcr anlautenden Oonsonantc», is. R. S^;^«;^» t At^-jjcfin; ^^- 
Vif^C"' J**?J"Cr" ' i'>^jf)ij"i. Das «rzGUgl nun bui Pauijki eine Reihe 
umK^liclirtur Scbix'ibutigcn. «o 3j*An = j'Ao, 3^ta(^i> = ^3^", a^oAn 

^ diMn, 3^n^bn = (nortljo, Oyr^ij-jj = yK^jH; ^^OJ* ^^ ?333*» '*'?J03'* ("3"*^^ 

i«t hier aucli daa ^ der 1. P. im Spiel), j^ne^i = J^c^n (Wörter mit 
H- fjibt es bei Paouni Überhaupt nicht, obn-obi er dies«n Hucbtttabeu 
im Alphabet hat; es tritt meist ^- odor (3- au ISlellc von ^'). — 
Kin*' pboneliBche Schreibung ist vielleicht bei P. Bernardo: a^iftybg^ 
.vomitan;' für 3-'^V<103j ^'^ ""^li *''*' Russen itxajtn für ?3*c;i"> zu 
sehreiben pflegen, 

Wcoa auch nicht regclniässig, eo doch meistens fUbrl V. hat- 
NAHbo die Conjugation dor Verben an, nofern sie dhorhanpt be- 
nierkenswerth int. lind wir xßhen, daas or auch und besonders in 
diesem Punkte firm Maoiiio Uberiejrcn ist. MAmuu's AlJttht^ilnngcn 
llber das Verb sinil sehr dürftig uud weit dlirftiger nh es ihr üiuserer 
Umrang (19 Seilen — in der Syntax wtdinei er ihm kaum mehr 
als eine Soito) ea vcrmuthen Iftest. Kin regelmnMigcs Verb conjagirt 
er gar nicht durch; die Bildung des ,Practcritum peri'ectuni mugis 
propiiiqiium' (PraeL iii) und die drs .Praeteritum plitsfpinm pt-rfeetum' 
(Pruct, IV I ächt-int er beim li-uii»itiveu Vvrb uielil au veralehen, er 
gibt aiwdrUektiehe ßeispiele dieses Tempus nur beim Intransitiv, 
wo ee, als mit dem Particip xuaanimengesetal, eebr kJur ist; wo)i] 
hat er S. S» 83 [3n]»watii ,ego cgmedi', S. 80 83 3njEnj ,e-go feci', aber 
da er daa nichl mit IiaI. ,iü ho luangiatü, io lio fiilto' lUiersoUt, Kt 
it er es otfenbar iileht als I'rnet. 111. getiommen. I*. IIkrnaruo bio- 
3« beueiclinct ao'^inin- u. s. w. als ,pf. rem.'. Als Optativus oder 
l>p.si<li*rallvus kennt Maooio nur die mit E391JKI) (d. i. KafiaBy) ver- 
bundenen TempuB; das alte Futur gar nicht. P. U&rnabi>o gibt 
letzteres nieht selten an, meittt unter der Ik-xeichnung ,upL', x. H. 

^*3*kAI>(03 (Praes. a-'a^fcl'pai"), a-TO^"^ (Praea. a^a'd^'^O^r fl*"" i,^3^^0i'j 

vgl. aJ^fioä neben 3^^;)^ Veher dr-n jnaa. Char., S. 8ft, ggJngb neben 

jgJgÄ). Manche üebereinstimmung des P. Hbkkardo mit dem heutigen 

Gebrauch i«t von besonderem Werthe ftlr ans. Wenn wir bei 

18» 



176 



TTltOO ScHÜCHAHDT. 



Tfli'Biwow* zum Praeectis a^gi'ijt'' ^ Perfect a^obai^jm angegeben 
flDdcn, so werden wir. dn es keine Perfect 1>ildiing mit dem Prilüx 
l»j- gilit, an ciue VomniRtinK von Formen Jenken, die von etwa« 
versrhiedenen Sülmnien nligeleitel sind, und das wird dadurch lie- 
stnil^t, ilass vom «inlactien Vei-b neben s'^x" i"*^'* a'^X" (und 3*3)1") 
verKeiclinet wird, die beide auf •gjW'jtn stnrllckgehen (ob ««e)i in 

dir Wechsel zwiRrben ^ und if'a] ans einem ursprllnglirht'n Mt Iiermi- 
leiten ist, will ich hior nicht unterencben), wozu dann Aa» PcHeet 
jlijftjy ubi-nso fiehilrl. wie qjj'i^ «11 33"^" oder ^^»{«g ku ghij", nnd ins- 
beflondcpo wie gl'jjo isn 3bx"- Ks bandelt eich also um weiter Nicbta 
aus darum, datw das titammhaftti b im Perfect, vor dem VocaI, bleibt, 
im Prilscns, vor den beiden Coneonftnten ^, schwindet. Dass die 
("'ornini 4^3^^'' "'"^ ^'S^'^'^^V^ nitlit etwa dnrrh die Lanne «nin-» riii- 
Keinen ( irftmmati kers atisatiinicnffCfitciit sind, das ergibt sieh daraus, 
dnss schon bei P, Bkukakdo dies das Perfect von jenem ist. 

Gewisse S^wcifcl wtlrdon sieb dureh den Vergleich mit dciD 
iSborso des italieniacb-geoi-pischcii Wörterbuclis des V. Bbhwauoo lösen, 
da» ieh nur einen AiiKmibtirk in den lliindon ^babt habe. 

Die Frage, die ieh pchon in der Ällg. Ztil. aufgeworfen habe, 
nJlmlieb, ob das Würtei-btieh des V- Rrknaiioo das illteste, imH er- 
haltene der georgischen Sprache, das hcisst, lllter als das georgiseh- 
georgi^ehe von Sara-Sclpsan OiiRni.[AKi ist, kann ich auch jetxt nicirt 
beantworten. Heide Wörterbtteber gind in ihrer Art gan» ven*c]iirden; 
und das OnnRLiANi's (neuerdings unter der nedaetion des Fürsten 
RAPHABt, F.KiflTHAwi hemiisgegftbtin : jrfxn^c^o c^jjliijnEn ^3c?M^"cr" 
lija*-liigcj'b»6" (TftÄgtmnaGnljj^iF. tn^n^nbn, 1884) ist ein SO aus9en)rdcndieh 
reichhaltigeres (im Druck: 411 doppelspaltige Quartscttcn), das«, 
wenn P. Bkksakdo es vor sieh gehabl hatte, «r wohl tiefe Griffe 
hinein gothan, oder gar mit Uebcrtrogmig der Krkliiiningon, wie 
später Bkussbt, es gauz abgei^cb rieben haben wtUde. Daraus, dasa 
P. Bb8»ardo seltene Worte aufgenommen hat, die sich gerade ««cb 
bei Ombblian) finden, wie IdKd^ ,8cbnmhaare', oder das oben er- 
wähnte iti-i^, darf man in der angedeuteten Htchtimg keinen Suhlnss 



KlUKTUWBUHfJUlS SpRACHWWBENSÜHAPT. 



177 



swboD. Vor dorn OjiiueuAm'svkcu gut es, wie wir von ihm Kclbst 
wissen (Ehjbtiuwi's Voi-w. S. tu), allerdiugs schon ei» güorgisclius 
WcSrtcrbucb, ,wi;lc]ie8 der K^ui;; Waciitakq v, Aiif ^Qorgiecb ''n6j3"'» 
jm6j nuDOte*; ahitr l-s war diircli Oie ZL-itlHiiftu (jjOuw jnwjftjjÄnwi) in 
Verstoss ^ratlicn. und deshalb hnttc der K<>iiig Oiciaoi, der Ohoim 
Wachtasu's, dem Ktli-steu Okbkijaki «He Abfa»anii(^ «Ines nuueii 
Wörterbuches nnbefolilun, dem dieser denselben Tit<;l ^Strauss der 
Rede' gab. Zu welcher Zeil und von wem dns «Iture Werk verfasst 
wordeil ist, wissen wir nicht; jene Worte könnten uns in WACUTANa v. 
selbst seinen IJrlieber sehen laÄScn, aber es ist nic-lil wühl dunkbar, 
dai» CK ditnn und in so kurzer Zeit versoliwuudco wUrc. Unmöglich 
ist en iiiclit, das» P. Bkkkakuo es nwb vor Augen gehabt hat Cnier 
ftinnen vorgciundenen Handschriften ist auch eine, die »Novelle {öorgtano 
nou molto disaomiglianti diJIe noveUe o cunti tiapoletani' cntliält, und 
dioso crtnucrtcD mich, weiii^Hten» in iliii'ii Kiiigiln^en, z. B. f>i^n ^cnn 

h«ttc leider keine Zeit, irgHiidwelehe iJlngeiTn Stllcke nbzii schreiben — 
an die Erzfiblungen, die OnsBLtASi in seinem .Buche der Weisheit und 
der Lüge' EU8nminengefas»t hat. Wt^nn aber auch hier ein ZusammeD- 
bang beMehen sullte, bo mag derselbe nin Ehesten in einer gemein- 
s&men Quelle zu sucheji sein, rtwa in jener nhen hiuidst^hriftliehen Samm- 
lung von Fubeiii, Märchen, Anekdoten, welche T»aoakbli, ohne sie 
8clb«t haben sehen /.u kUnneti, in seiner Ueberäulxung der ßmiio 
Mt/ttpoatm u jatm CmtM-Cyj^<tna OpötJÜuHu, Cai]KTUCTCpliy])i'b 187B, 
S. viu erwnhnt. Sie wird zwar auch item <>rbrua.\'i Kugeschriebon, aber, 
wie es scheint, ohne triftigen Grund. Das« 1'. Brksardo dieses oder 
Oberhaupt ein andnre» Werk von Ohbkuani selbst benntzt habe, diis 
bcKweiüe ich um der Chronologie willen. Auch nachdem P. BüiiMARno 
nach Neapel zurilckgekehrt war, beüchnftJgt« or ttch mit dem Oeor- 
iciachen, abor soweit es eich nachwoisen lüsst, nur im geistlichen 
Interesse ; anf dem Titel seiner Uebersetziing der Filothea von 
S. KiLUitiBSco Dl Sales bezeichnet cr sich al& ,olim Miss.' Apost.'" 
appresuo la Nat." (üorgiana' — doch hatte er das erste Buch schon 
in Tifli« übcns«lzt — und ebenso auf dem einer theologischen Contro- 



178 



HUÜO SCUIIL-IIAUOT. 



versschrifi in georgischer und italiRnigcher Sprache zh ,g\h Miseio- 
aario Apo&tolico in Giorgi»'. Das einzige gednickto gcorgist^hc Buch 
von P. Bernakbo, (las wir beBitxen, die Ucliersetxunff von Bbllahmino's 
DoHrina. ckristiann hrevK nuB dem .fahrt? KHl iJlHst iJIcrditigs auf 
dorn Titeltiktt, eowi« in den Approbalionirn tins ftcort'it'rs Eali 
EitiBKo und dm F. GiueRFPK Antonio da Koua den V. liBRUAVjxt Kurs- 
weg als jMiäsianario ApostuUco' erschvinen, soda«« man anuehiueii 
soUto, er uei cü daiiiuU wirklich noch gowoecn. Es iät natürlich nicht 
AUSgesdilowoa, da^ ihn die- Missionär« mil weltlicher Litteratiir aus 
Goorpcn vcrsuhtfu; unwahrschoinlich «her Llüibt es, dass or iü 
Kcapel derlei cojiirt hjihu. Was Okbkliani aulaii^, so war er nach 
einer bcMimmten Nachricht Kndc 1668 goborcn, und damit st«ht 
im Einklang die Angabo seines Lehensallers in gewissen Veraen 
Wactitaso's vi. Damit aber Iflsst »ich nicht vcrcinca» was in einer 
andern Notiü ge»a<rt wird, Okhkliani habe auf die ihm von dtm 
Kftnigen An-rflii. und Gioroi aufgetragene Abfassung dos Wörter- 
buches dreissig Jahre verwendet und dass es ^damals das Jahr \6S5 
war*. T8A0AaBt.t a. a. O., IIptuooiccMe, S. 21 ß f. erörtert diesen Wid(M^ 
apruch und bemerkt dabei, dass Giokqi xi. erst 1678 den Thron be- 
stieg. Ab«r seine Vennuthung, dass an jener Stell« das Alter Orbb- 
UANi's bei Vollendung des Werkes gemeint und er dcmKufolge lß&6 
gekoren sei, ist dt'Mi gaiiy.en Zuitanimen hange nai?h unhaltbar; die 
lange Dauer wird ja diireh goTvi&sn UrasUtudc erklHrt. wer aber in 
seinem dreisüigsleu I^Ktbensjahre ein Bolches WOrlerbueb vorlegte, 
durftfr jsirb cinrr fillhrn und raschni Iir;i»t.ung rllhmrn. Vvn Irrthum 
KU vorbeBSern vermag ieh freiliL-li aueh nicht. Der AbHehliiäs von 
OaBBiJAKi's Nnvellenbueh würde naeh 'rnAnARHu (a. a. O., S. vii> in ein« 
weit spätere Zeit fidlun , nrimlieb mieh seiner europHiKchLMi Keise 
(171S — 1716); er lebte noch 17a6. 

Da nach Tkaoakbu a. a. O., S. 20^ dasjenige Exemplar von 
Orbhlum's Wörterbuch, welthcs sieh im AsitttiBchen Museum »u I'uturs- 
bürg mit der Bezeichnung 95' befindetj auch ein georg.- ital. Würlor- 
bneh bis isnni Buchstaben F enthält, so erkundigte ieh mich hier 
naeh, in der Wriniithnng, dass «wischen diesem und dem dea P. Bhk- 



KhARTBWKUOC'UR HpHACHWItUiKNKCIUr'l'. 



179 



liitiiiÄ *Sl^flnd cia ZusammcDhaiig bcätUiidc, and ob wurtliii mir, durch 
gl\tige VenuittJung d«8 Herrn Akademiker« Cahi. Sai-bmann die Hand- 
acbrifl zur Einsicht geschickt. Ich etdlc duu Fulgciulc» fest. Jones 
Wdrterbucti fulgt auf das Orbbliami's, von S. 340^ — 245* in dr«i 
Spalten, von denen die erste dns italienische Wort in lat«iniRcher, 
die xwcile dasselbe in georgisuher Schrift, die dritte dan entsjire- 
chcodo gcoi:gi8clie Wort onth&It; «s bricht im Buchstaben /'ab mit: 
,felic« femina | ^jg*™*] ojj3nSj | g^gA oghtmn'. Es ist botaui»cIi«n Inlialtit, 
mit vcreinsclten modicinischen Ausdrücken. Ein ganz almlichcft, 
aber vollstäiidigf» WürlerbuL-li tindet sich umiiitlL-Miar vor dem Orbi- 
UAKi'ß Ö. li' — 1!9''; cä pbt die italicniächcn WOrtcr nur in gcorfrisclier 
Schrifl. Die Bcxiiiliunfj; »wischen diesen beiden WilrterhUcliem 
habe ich nicht näher untersucht; eine grosse Vertrautheit mit dem 
Italienis(-hi:ii (das hier («MmnS^i'vn genannt wirdi vprrSth sich in ihnen 
nicht, vgl, ». li. ednra amyoria* ^= edf-rn nrhorm', edlioteopo*, exe- 
paloria ' ^^ eajtaUirio* , enduvm'. I>k8 ei"sti% d. h. tetxtgenaiiiite dieser 
Wörterbfichor scheint von derselben Hand horxiirilbrcn, wie dae den 
Anfang des gauxeu Bandee bildende botuniäeh-z<iuIüg-iscbc iu inuai- 
scher, ge»t^i»tchcr und tUrkiw-hcr Sprache, nUmlich von der des 
PrinKcu Ioakk (Suhu des holzten georgischen Küiiigs, Oioam'it xüt.), 
welcher sieh nnj;*Ocgcntlic:h mit den Naturwisscnsehnftcn beschitftigte 
lind jLUcb uin gi-iis8Ct) tcxikogrK]ihiüehce Werk hiulorluMien hat (nach 
TBAaARiii.i ^CmhftthMH I, I, ä. X ru£i>iseh -georgisch in a Thetloii, nuch cbeud., 
ui, 207 georgisch-russisch in T Thoilon; ich veriuuthe^ es handelt Hich 
um ein und dasselbe). Tsrwmow benutztp zu seinem Wiirterbucb 
von 1840, wie er in der Vorrede sagt, .uu travuit niaiiuserit deposd 
par le txareviteh UmiiA sur Iva niat^^e» d'und I'ditiDn itnlicniie de 
nioecorfi*; dicac Arboit wur<lc von Bhihisbt abgeschrieben (». HibUu- 
ijrnfihie, 8p. 149*) und befindet üieb jetzt im Aviatinchen Museum B 
40/113 b. In welcher nähern Vei-wandt3chaft sie isa den Wfirter- 
btlcbem des S;uumtdbaiidt!K Kteht, vennag leb nicht /.u sagen. Im 
Uinbhck auf den Tunkt, von dem ich ausgcgangou bin, würde mich 
ein anderes hutjuiiseb-xuologisches Wjlrterbueli ni«>hr intüressireii, das 
T»UDtKOw ebenfalls unter seinen (Quellen nennt, dae vom ,1^ 1'bu.ipi'b, 




180 Hugo Schucbardt. Khartbweusche Sprachwisbemschapt. 

prStre catholique qui a vdcu longtemps eo Göorgie, oü il pratiquait 
la m^decine'. Es ist dies gewiss der 19" Präfect P. Fujppo da 
FoRANO, von dem als einem Zeitgenossen RoxriERa im Joum. asiat. 
XI (1827), S. 297f. mit höchstem Lobe spricht. Wo diese Arbeit hin- 
gekommen ist, habe ich nicht ermittelt; auch in dem Verzeichniss 
der citirten Bücher, welches dem Wörterbuche TäUBraow's von 1887 
vorausgeht, wird sie ohne weitere Angabe genannt. Aus jenen ital.- 
georgischen Wörterbüchern hätte sowohl Eeisthawi sein naturhisto- 
risches als auch TSübmow sein grosses Wörterbuch mehrfach berei- 
chern können; so gewähren sie z. B. für das ja auch bei P. Bernardo 
durch ein besonderes Wort vertretene ,Koloquinthe' das sonst nicht 
verzeichnete &j3ojFboÄ oder 8. 

Hiermit sehliesse ich, wenigstens vorläufig, meine Nachrichten 
über die georgischen Studien der Kapuziner. Sollten sich diese selbst 
als fUr die Sprachforschung entbehrlich herausstellen, so haben sie 
doch verdient, ans Licht gezogen zu werden. Die katholischen Mis- 
sionäre der früheren Jahrhunderte, und unter ihnen auch die Kapu- 
ziner, haben uns viele grammatische und lexikalische Arbeiten über 
die Sprachen fremder Welttheile hinterlassen ; wenn nur manche da- 
von auch heute für uns einen besonderen Werth besitzen, so Hegt das 
lediglich an äusseren Umständen ; wir müssen jenen Missionären ins- 
gesammt ein dankbares Gedächtniss bewahren. 



.nzeigeia. 



W. Calaxd, The Pitriuädhasütras -jf BaudhSyana, HiranyakeStn, 
Gatitamn , e<litetl with critic»! notes and in(l»;x uf wiirds by — . 
Leipaif,', 18öl> (= Abh. f, d. Kunde, d. MorgenL, Ud. x, Nr. 3), 
pp. XXIV, 13S. 

Die vorliegtftido PiiWication bildet «iiiie wielitiftc ErRänieung «u 
don von (lemsulbcn 0«-lplu-ttrn kürziicli iropüffcntliclilfii ,AlLiiiiIi9i.'lifD 
Todteii- und BestaltungsgL'brjLuuhcn' , da bis jetzt nur weniges von 
dem baodscbriftUch vorbunilcncn reichnn Material Über indts«beD 
Todteakult liwrausgef^ebun wordun ist. Die drei hi«r edirten Texte, 
von denen die bcidoii traten der TaittirlvA-Sökbä, der letzte den 
Rä^äyaulyas, einer Schule des riamaveda, angeliört, «iid von ziemlich 
unglcicbcoi Wcrtbc, ODd ti& ist &u bedauern, dass dem Verfasser für 
diu! Gautama^atra eine iswoile Haudscbrift erst zukam, als Kuiii Text, 
den er DOch dazu erst aas einem einzigen CommcDlar-M!!). licrane- 
2ulö8en hatte, Bcbon gedruokl war. Andererseits lag ihm fVir das 
erste .Sotra kein Commentnr vor, und dieser Umstand war wohl mil- 
bestimmend bei seinem Entscldiiasc , cur den ersten IVaiina dessel- 
ben 2U publiciren. BoKÜglicli der doppelten Eintlioilunp desselben in 
AdbyAj-a« und Kai^dikjks (p. ix) mSchte ich darnuf aufmerksam machen, 
daäs der erste, zweite und vierte mit denselben Worti-'n: i/an catra 
atritfii iiiiua tat kurvanti sidilius^l, wonach man auf den Uüdanken 
gurätfa , ila«6 der dritte mit dem vierten ursprUnglieh zuuituuien- 




183 



W. CaIiAKD. TuK PnyMKDIIAHnTKAll KTC 



Am besteo ist dos zweite StUck, dos Hirapynkc^isatm erhaltHn, 
and es w&re eq wUn&cheii , dnss der Verfasser bald in den •Stand 
gmetAt wlLrde, ttaa damit eng xiuinmmnnhitn^ondt! Sütm de» Apa- 
stamba snmmt ^eiu Coinmeiitar des tiopfiUyajvan zii odiren, dn «nlcbe 
Texte (ihnn die Milfe der einlieimiRc-hen KrkliLning nur allKunt\ dunkel 
bleiben. Der Verfasser stellt selbät in der Vorrede atia dem ersten 
□nd zweiten StUolc eine Reilie von Hchwierigün oder ganz ant 
kanDlcn Termini xnsammeii,' und iob m^obte mir zu dem Worte 
itxrmära (]t. xi) die V<>rmutKiin|^ binKtiimnigon erlauben, dnstt e» mit 
dem ncuitersiBcheii himrir, ki-unk, vnirxel verwandt sei (vgl. 7,a dfira 
letateren K«. MCm-ek, WZKM. vii, 370). Mit der (p. S4) allfnlinj^s 
Dur aIb Vcnnutyiuug au%vdtoIltcn Krklärung ,Yama bfirtiitet den aus 
seinem Reiche nach dieser Well Zurückkehrenden i*iiieti Weg', kann 
ich mich nicht cinvcr?t«iidou ci'klilrcu, da, wenigstens so weit ich 
selie, eine »»olehe Idee dem Obunikter Yama's durchaus widerstreitet 
loli glaube, dnss entschieden mit Bttudiiäyana »ii chinalli zu lesen 
i«t imd daas der letzte Ualbvers nur eine nogitive Wic<lerlioUiiig 
dc8 porangehcnden voratclU: .Yama verlegt den Weg nicht'. 

Schliesslich noch eine ortbograijhiscbe Boinerkuiig. Der Ver- 
tmwcr schreibt immer einfaches ^. Nun ist es allcrdinsä wahrschoia- 
lieh, daäs dieses Zeichen In dem Uiikcu,, oberen Krciau das alte c, 
in den beiden anderen das alte rh reprftsentirt (s. meine Bemer- 
kungen in den Silsunijeier. der Wiener Akadumie rxxxii, m, y. 3), 
atsu eigentlich ein xiisanmi engest; tz ich Zeichen ist, leh mAchto jedoch 
Sehnn aus dem (Irundi; die von der K^^wJilinlichcii Orthographie una 
»ur Verftlguüg gestellte» ZBicIieii ^ mul ^ beibehalten, da wir da- 
durch in den f^tand geüctzl werden, die einfaebo Aspirata ven der 
Gruppe Tenuis •{- Aspirata zu untersclieideii. 

Wir hoffen und waschen, tiastt der Verfaneer una bald wieder 
mit einer äliuÜchei], ebcnsi» sauber aimgcftlhrton Edition sammt Com- 
mcntar und Uubcraettung erfreuen möge. 

GraK. J. KutHTK. 

' Wanim Ist dia erate Ltstu nicht alpkibetln.-hV Wflra t» iilcht hotaur ge- 
(TMMn, heilte LIkMh init il^m Wortiiiil«! sii v^reiui^^u utiil die uoiivii W''-r)i>r 
konnülch su. luuutieuT 



HaUPtKaTAIXMI DKK Alt» £K I sen IUI HAM>g4:'IIKirrBK. 



183 



tlljiiji Mni urittr ^mj^jv^Vt IL iw ihm tttvu ^^Hauiurittui^lt Hir f* ^Jnhpi ui»tmtt AtMwnta^ 

Jiäiutt'ii-KifMKpii'iifai \^'^fiutii>itluiby fi || ^lUiHi. — Haupl- Kalnltig dmr 
armtnitchat Handackriftm, herausgegeben Toa dei- Wiener Uecbi- 
thamleuCongreKatioti. Itarift i. ZJie «r»i«iii"*cAeii Rimdschriften in 
Oe«f<!rröiVA. Zweites Buch. Katalog der arimniichtn Handvekrifttn 
in rf«r ifer hit har Uten- Bibliothek zu Wien. — Mil dem Hpct-ial- 

D^Z/ÖBf/tAu.!« HHifm/iiu^- — Katalog der urmeHtsrhen liaudeehriftm 
in der Methithnritten - Hihliothtk zu Wien, von I*. Jacokv« Di". 
Daühian, Mitglied der Mectiitlmristcn-Congrci^ratioii. Gedruckt mit 
Untei'stHtüuiig d«r käigcri. Akiideinic der Wiftscnschnfton in "Wien. 
Wien 1895. Meclilthansten-Buchd ruckerei. — Gr. 4°. xtu, Ü77 (dout^ 
scher Tpxtl, ^t, 1163 (amienischer Toirt) doppelt-gespaltiin*! S. und 
siebcu Tafohi. 



Dieses monamontalc Werk, welches der Wiener Mccliitliaristca- 
Congrcgnliiin u:id spi-cii;!! ilin-m gctlehrlcn Milglinde V. J. Dakriax 
zur hOchaten Ehre gereicht, l»vlllici^st sich an die von mir im vj. 
Bande, 8. 177 aiigrzeigti^ I'liblitatinn an. Hie ist ein ^lttnr,endeB 
ZeugniäB dos wiHseinM-hafUii-licn Sinnes und der auf der Mühe der 
uiodenien WiHHonsehaf) strhcndctn Oclulirsamkrit jimer Congregation, 
welche dem unvergleifh liehen M^yjtbar, dem wahren .Tröster' seiner 
hart gfiprllffcn rdicn Nation, ihre Kntslchimg verdankt. I>!c kaiser- 
liche Akademie der Wissenschaft on hat das herrliche Werk, deuten 
GUnx auch auf »iv xurtlckfltnihlt, unter ihren Schutx genommen, 
indem sie »u den bodeatendän Driickkouteu einen Antbeil bei- 
Btoiicrto. 

l>ie Handschriften ■ Bibliothek dor PP. Mechithariston in Wien 
ist eine der mielisttMi Kiirnims; si«i nimmt nach dnr Hiblidthek. der 
PP. McohiÜianaten auf Ht. Laisaro in Venedig den zweiten Rang ein 
(Tg^. mein« Abhandlung ,Die armenischen Ilandsehriftca des Klosters 




184 



J. DaSUUM. HjlUt^KATAI^a KK. 



Arflii (Argliaoa)'. Wien 1896. S. 1; Note.' SitxtMgsber. der kaiterl. 
Akademie dtr Wiseeiuchaften. Band oxxxnr). Sic umfaast itn (lamim 
SJl (fi7?) Haudsctiriftuu. Darunter sind inancbe tod bedeutendem 
Alttir. Als diu ältestü ist wulil drr I'alimpecat des Agathangelos (Cod. 
66 und VI*). Tafi'i ui) zu betraeltten, die älteste und grüsste nmieni- 
ncho PaliTupscwt-Ihindwhrill. 100 Purganiunt-Ulilltoi- aue dem ix. Jahr- 
hundert, wonn nicht nocli UJicr. 

FJD Vcrzeichnisit der Codices, nncli dorn Att«r gt^ordoet, findet 
«ich •'/" — ^ des armenischen Tbeiles. Die ftIteBte datirte nundächrifl 
igt Cod. 2*0; sitt slanimt ans dem Jahrn 1214. Dem Stoffe nach sind 
Wims 31 Handschrifled (nchst nudireren Bruelisttleken) auf Pergament 
geschrieben; die übrigen sind diirchgehendg Papier- Hnndsehrinea. 
Dem Inhalte uiich sind die meisten Haudaehnften theulo^psefaur Natur 
(Bibel- lleViersctaungen, Leben der Ileiligfln, theologische Tractate, 
Predigten u. s. w.). Für una Eiiropiter siod von b«aoudercr Bedeutung 
die Schriften llher Philosophie (f. S. ^j) und die ILtitoriker (/•. S. A*), 
«ine reichhaltige und achuoe Sammlung, die ikllcin schon die Biblio- 
thek der PP. MechithaiiBten »n einer der ersten ilirer Art erhebt. 
Von gSkOz bceondorcm Worthc sind die dem Werke beigeniglcn 
Biobcn Tafeln, von denen Tafel i — ui Schriftproben (danmter Tafel m 
»nc Kcproduction Acs berühmten Palimp.>test.H des Agattmn^los), 
Tafel IV eine Samtulung von Initialen, Tafel v — vi ausgewählte Hi> 
niatur-MolcrcicD and Tafel va Proben der Buehbinderkunst umfassen. 

Hoffontlicb werden die öffentlichen Bibliotheken nicht ziigem, 
das scliCne Werk »ich anxiuic:bafren, schon deswegen, om der &lechi- 
ibariaten-Coiigrogation die Fort«etxung und angemeswene Ausstattung 
der von ihr ins Leben gerufenen grottsen Publientiun su erinSglicben. 

FiusMtion Mollsb. 



' Uajuali alii Knrr l)r Kalcmkub mich nber die Zahl tHiai vorhaudoDeD w 
BoniMliiiii lliinfUi-liriftnii bclelirt«, Wnlnoil lUo Sammlimi; iji-r IT. Mfchithnrinlcii 
ia Wich *u* iiiig<iralir Mrif Mtiiiii><Tij>l'>ii WHlirand dns DnirJa^^t <)(>» vntlio^nd«» 
Werke« in eiue Uouge neuer AiMiuwiUuiioii hiuitugültoiniiicn (vgl. 3. vi). 



HtfiTOmR DR JAS1IA-51ABRAK. 



I8Ö 



J. B. Ohakot, 71i»ti)!re tie .Tesum-Sahrnu mtiIh par .Ti*sii»-jjil) tl'Ailis- 
büne publii^c d'Apivs Ic m«. «yr. cuct d« U BiUiothc-qim Vatioanc, 
par — . (A'uHr. «ccA. de» mUswiit »,cir.ntijiqvfi vii, 485 — riS4. 8°. 
Paris 1877.) 

Der fiberauB äcis&igc Cbabot hat eicli tlurcli (licec Aosgab« 
ein neufs Verdienst lira die »yrischc Litlvratar erworben. Wir «rhal- 
(«n liicr die sehr aui;li)1irli<-h<^ Biograjihio dc« im SQ. Jalirc Chas- 
rail's n. ^^ fil!i/20' hinycrirhtetoii MUnyrcn* I5ü'wililir«ii vrm HCttK^tu 
jüngeren ZGitgenossoii UM*j(»bli. L>iv kJ-zUhlung soll»»L gii-bt giir keine 
Jubrcsziüil ; vielleiebt L-nthielt aber Jer Ii;i(lur fuhlcrido Hchlit^ eine 
solche. Uns Todßsjahr erfahren wir jedoeli durch Aas glcichtitlU 
von CiiAiHiT herausgegebene Werk des I&iVdiiEi\|.' Meine Hoilnuiig. 
da») vielleicht die von ihm oilierten Hb^lcn des nesinrintiischeu Loc- 
tionarimm iui Ili-il. Mus.'' ein pMiimes Diituni bieten wUrdun, ist ye- 
ttiiseht worden, denn die betrelTenden Worte, die mir Ituno« freund 
liebfit abKesehrieben bot, ergejKni gar lücbl» Positives fiber den Mftr 
tyrer. Und da sein und seiner ÖcHthrtcn Gedächtnis« an zwei Tagen 
(dem 3. Freitag nach Kiiiphnriias und dem 5. Freitag nach Kreiizes- 
■■rßtidiing) geteiort wird, »n lüsst sieh daraiiR, so vid ich «rhc, annb 
nielit ciouiiU der Todestag bestimmen. Wie C'hahdt darlegt, bal ilei- 
Verinsser, der um die Mitte des 7. Jabrbimderts nestorianisclier Pa- 
triarch wnrde, dioa Heiligenleben gesvlirieben, nJs or uocli Metro- 
polit von Arbeln war. 

liö'jabli wiJI in diesem Werke aU Scliriflstoller glÄnzeii. Sein 
Stil ist üebr gi-wundt, aber mniichmal etwait gebucht und intmer sehr 
wortreich. Jodenfalla gehört or üu den besten syrischen Stilisten. 
CnAnor ist grade durch die Klegan?! der Sprache xur Herausgabe 
veranlasst worden, wÄhrend ich gestehn miws, dase as mir lieber 
gewesen wUrv, der VerfaHSer htttte sich auf den zehnten Th»il de« 



■ NIcIU fiSO/'SI, wie (%AHii reclinet, obgloicli er ilas ente Jsitr du Köoi)^ 

1 L* Uwe Je la ekattetA {Hataf IHU), nr. 6». 
* WuQKT, CaIaL 1M>. lÜfiO. 



IM 



J. B. CnAroT. 



Uinfati^H IjuschrJlnkt ; er hSttc dabf^i immcT noch mehr Thatsachcn 
geben küniien. Die Phrasen der Einleitiuif* wirktttt auf mich sajjar 
oin wenig abschrcvkond; aber dann wird die ICrzUhlung ric] gciiiBiu- 
Wrcr. iSchou Mftrnthfl lial Ja den Svrcni dt's l*frK«rn?it.'hs dureh 
seine erbaulichen Eiuleilungon eu dun alivn Märtyrcractcn vin ^ut 
gemeintes, aber uascrm Geschmack weniger aug»m(;8üiic« Muster 
gegeben. 

Der ITeilige, dem die Schrift gilt, war persischer llcrknnft und 
lebte vor seiner Bekehrnng von dtir [KTsischun Rull^iuii zur elirifl- 
liehen in einem Dorfe Adiahene's. Durch diesen Religions Wechsel 
war er nach dem Reichagcsctis der Todesstrafe TerfollcD. Kr wurde 
anrh ins Gefiingnis» geworfen, aber durch den Kinfliiss «inR» m»eh- 
tigen Ohrieten bald freigelassen. Allein später wieder gcfungen ge- 
n»mroi^n. hrat-htc rr 1 r» Jahre im Kerker der iJistricthanptslwdt Ar- 
bola 7Ai. Die Haft war im Ganzen sehr raihle, So bhob er in 
bcsUtndigcni Verkehr mil seintni Schillern luid Verehrern, und die 
Kntbchningen des OofilngnissIcbenB kennten einem Mannt', der in 
der strengsten Askese Bcinc Lust fand, nicht hart ankommen. Der 
Rnf seiner Heiligkeit wiiebs noch, iiU er einmal mehrere Menate 
lang weit strenger behandelt und krumm geschlossen wiir. Auch in 
dieser sebroekliehen Zeil war aber der Zutritt xu ihm nicht Allen 
verboten. Dm hing offi-nbar damit Kusnmmen, dua» nach alt orien- 
talischer Art der Staat sich nicht um die ErnAbrnng der l'üngekcr- 
kcrten kllmmei*te, sondern diese ihren Angehörigen und Freunden 
nberlicRs. Wie es knin, dass löö'aabliran endlich doch «nni Kiinige 
geführt imil hingerichtet wurde, erfahren wir leider nicht. Vielleicht 
war ein allgemeines FMict gegen die von dem vJUerlichcn Ghmben 
AUrllnnigen erlassen worden. Das würde gut »u dem passen, was 
wir von Kfniig Choarau ii. wissen, der damalti das Votlgefilhl der 
durch seine Heere über die lt(lmor gewonnenen Siege genosseu haben 
mtiKs. Vielleicht hntte nbnr Uü'sabhran sein gewaltsames KtkIc selbst 
durch herausfordernden Trotz herbeigerufen ; die Erzählung iH^st ihn 
ja auch sonst gegen die kUnigliehcn Beamten maasslos heftig auf- 
treten. Ein groaacr Geist war der Heilige sicher nicht. Dass er 



HlSIX^tRB DB J&8CS-SABBAN. 



IS? 



ganx uugolulirt war, fpc-M auch iav Benclit za. Kcclit uaiv erKlllill 
cr^ vie &m Mann Kumens habOr, ein gatiKer oder h&lber Monophysit, 
deii I&Ti'sabhniD vi>n der Rochtglüu1>igkcit seiner Lebre Überzeugen 
will, dieser sieb aber von einem besser iinteirichteten Selitller ein- 
fach sagen til&et, jene Lehre !^ei ketzerisch, und dann entsetzt, jede 
Verbindang mit Äab^r und seinen Anbälngevn abbricht. Norh liln- 
gara Zeit nach seiner Taafa, bei der er eben den N&nien I6ü'sabb- 
ran ,Jcaut( ist unsere FlufTnung:' aniialim, wusato er nichts weiter von 
der heil Si-hrift «Is das Vnlcrunser. Krst spflior lernte er die Pa&l- 
men auewtiidijr. Le«cn und Schreiben hat er wohl nie K^h-mt. Die 
maii^eiliiifte Konnlnias ersetzte er aber dureli den FanatlamuB des 
Aflketcu und Märtyrers. KntQrlicb lUast die ErxUhUuig ihn auoh 
Wunder thtin. doch hiilt ftie mch dabei in tsidlieh boftebeidenen 
Grtinr^i). Pie Gest^hichte, wie eiQ besonders böser Verfoiger oder 
Bclpidiger ib-R ITpilipHn daftlr sofort an seinem I-pÜip schwer gestraft 
wird, sich nun demüthif;; an um wendet und diuvh ihn GeDesuag 
erlangt, kunitnt dreimal vor! 

Flu- dl« Denk- nud Lebensweise der Nestorianer i»t die 8cbrift 
lehrreich. Aber aueb tlber die Vcrh.4ltni88C des |)ei-8i(tchen Rwieh«s 
erfahren wir durcli sie allerlei. Hie Stellung des Kadh, der den 
Bezirk regierl. wird uns hier wieder dfutlicli geiniicht. Der l^^^^ 
(n\>. *-^^T ,Boto' prsehcint mehrmals nl« ein Beamter, der könig- 
liolie AuftrilÄC überbring-t.' Als Elite der Reiterei kommen die ,Todi-»- 
muthigen*, würtlieh ,Seeli'hingeSendnn*, gjilnanniipitr' vor (555, 11). 
— DfT fehlende •Schliißß ^athieh vemuiihlieh Naberea über das per- 
sische Vorfahren bei der Kreuzigung. Dotsh wci.it dl(> Stelle &i>8, 15 
deutlich darauf hin, daes der Venirtlieillr an den Pfald gebunden 
und dann mit Pfeilen eraehosscn wurde. Die schauderbal^e rOnilfiehe 
Kreusigung kommt hier nicht in Frag». 

' üuiiB itlitilii.'li im Talmud; n. Lkvv o. v. ttfjww, 

• ^ÄaSAll«^. D& <*^^ nuniil nie far ]i'er<i>itvhe« m hIuIiL, <■» Ul litsr wnlil iUq 
auch im KtitiliacliKii (unil Noii*yrii>i'ti(iii) vtiTliriiil<^t» Fnmi «t^rin. gän Klalt ^W in- 
nuuelituoii. 8o ItuMe aicb J« auch Ale Phl.-Form gäaawupär uniuninxhoa. Im 
8(JiAhfi£uie. MviiL 7, ülW. Sint noch jUuuy^ gän/tv^pär (to d« na«ti 4iv «Ito 
Piiturnliiiriit^r HauiUiilirifl; UiitrHii S(il2, :f hnt diu gdwühnlirlie ,L«.»JI&J. 



188 



J. B. CnABOT. 



A«8 der Poloraflt gegen den ParsiBm»» 553 ff. erfahren wir 
nichts N<>iics. Wichtig ist nbcr die Bemerkung S. 53&, der Heilige 
hahv, als er noch dem |>ersischen Glauben angelitirtc, die Fonaehi ' 
des Macicithums Iiloss miswendip gowiwüt. ,denn die »phlimme l^ehn- 
des Zai-duät i>iA0|?^1 wird nicht *mit Buchmaben | ; , i\ l.i*l. ' . n ^ IJä-) ge- 
sohneWn*. AUu war«n die huil. Hehriften ilur Zomiutü-icr wnntgHleiis 
in jenen Landei-n so selten, Ans» selbst ein gnt nntcrncbtetrr Mann 
wie tinser Vortaiiecr gar nichts von ilinon g«hUrt hatte. Die meioten 
persischen i*ri«»tfir warnn vivllcipht gnna Ülittcrat nnd wuswhin nur 
Einiges darniiH uIiiil' Vi-rttilinliiiss bcr/iUi'ivi-ii, JlhiiliL-li wio ca mit 
den miiatun «lirisÜidicii Pricstorn im Orient stund. 

Allem Anscheine nach war der Heilige sowohl der persischen 
wie der ayriselicn S|ji'aclie kundig. Au drei Stellen wird ausdriick- 
lieh envilbnl. daas er mit einem IVreer ader ein solcher mit ilnii 
persisch sprach (,ri3l, 4 v.u., 537,8 v.u.., &4S, 9 v.u.). 

Die einfl Ilasreiche Stellung des christlichen Steuej'päcbtei-s .lex- 
dln' wird auch durch diese Schrift hcstiitigt, e. S. f-ÄO und 682,7. 

Von neuen persischen Person ennanier finden wir hier .^oJlnac 
Jlfafinnffä, wie Uo'sabliran vor seiner Bekehrung hiess, vgl. Mihranöi 
(Jnwn 306), Ädkaittnßi (JrsTi ]T); 'HrguSmoup . l aJt*^^ 511, 18, 
vgl, MilhguSnaap u, s. w.; Mihrrh''iist 1-ste"»-^ 6(;<t, R. 570, 3, vgL 
,ju.\^j^ JiiSTi 20ft und Jaz(d)rh^'ilitt ZDMO. 43, 406, lö." Dsss 
in dem Namen des Ortes 1<>^J^ l-* Ir^^u i-*c ein per8i.<tcher Persnncn- 
name stecke, hat schon IIoffmank, Purn. Af/irtyrer, 178 vcrmuthet. 
Hier erhalten wir die ursiirflngliche Form ^y*"ac 2— s 578 und damit 
den bekannten Kiimcn Chodhäidrldk ( Jcrti 1 7 7), 

Ftlr das syrische Wörterbiicli ist der Ertrag nur gering. Die 
Nebenform V^o? = \s^ »trockenes GcmUau', die bis jetzt mir aus den 
Olosssren bekarml war, findet «ich 527, 18. M^^j, bei Thomas von 



' Eigontlicb .dan Oemiirmel' ntfrui. IMmo Bocuiclinuiig An leJM gofiproclisiieti 
tiabolaformeln der M&xdajnanier koiuiut auch b«l aadrau Syrsra vor. AnbUeh 

* & uioin* Tnbiiri>LJabora. 889 F. nnd r&nicbLivdna Stellen in ütnst'« Cliroiiik. 

* So der Name d«s Ortes swisclien bpaliSit und Atrui. 



HiHTonin i>» Jitsrx-SASRAK 



189 



■ 



Marga CKtroo») 220, 18 ,Leinc ftir einen Hand', ist 543, 4 v. u. der 
Strick, an dem äas Pferd iLngobiinden ist. — 1-^1*i-j als Plural von 
|»«4 »Mittag' 522, 12 kommt auch Bcdjan 2,ftas, Ifl vor. Der weibliche 
Gebrauch von ti^ifac .Zeugst llirke, Lappen' 527, IG zeigt deutlich, 
da&s der Singrular t:^^»*^ iol, und dass wir kdncn Onind liabcn, 
einen Ög. p»>i(i£. anznnahnien. WerthvoU isl iialilrlieh die Sehrift als 
Mufltcr guter Santax. 

Cbabot konnte swar nur eine Handschrift benutzen, und es 
findet eich aucli schwerlich noch olu zweites E^compUr diesus Wnr- 
kes, aber die ITandschpift ist so vortrefflich, dass ihr blosser Abdruck 
eiueu eehr guten Text ergtebt. Einige Druck- odur Sclireibfchtur 
wie lUX fUr V*ti^ 042, 3 ; -i.U3 fiir -»i^J 54f>, li> ; +*| flLr ^V S&8 ult.; 
%W^fUr^-i^|^ 569, lg rerbcasert jeder Leser leicht. 664, 16 kann «ha 
nicht richtig sein; man erwartet ^» aS i«. tyüü, 11 f. ist mir unver- 
Bländlich; vielleicht ist da etwas ausgefallen. &G1, T> v. u. möchte 
ich flir das jedrnfalU unrichtige ^i -.xv . '. lesen ^^ soaS . 571, 21 
Ticileicht ]7.^'S.\'b.-J> fUr li-li^. 58it, wohl -^aiaii für ,^aia. 683, 13 
^ ^wklk |U|o V\ flir ':^ ^an,:^ ^]q PI. Eb. 6 v. u. ist Uj*^ wohl in 
U^ (älfOika) zu TerbeeBcm. Die l'luralpunct« fehlen auch sonst 
hie and da. Interessanter \it, Aa»A der Schreiber !Üch durch den 
Auslaut «weiraal hat verleiten lassen, einen Siiigularis mit ihnen zw 
vergeben, näuiliett 64"2, 14 ^ii^ mckitn (Part, paa». Afel) uud |5aa 
Zt«w,fi 671 II, da» an» zeigt, das» der Schreiber (im 8. Jabrimndcpt) 
eolcbu Vocutivfurmen noch ricliüg mit e sprach, uieht, wie die spä- 
teren Nßsteriauer, mit ä. 

Ich erwtthnr noch, das» die, allerdings apArliche, Punctation 
durchweg richtig ist, uud mache besonders auf die vorzügliche 
Wiedergabe der persiüchen Eigennamen und Appellativa aufmerk- 
Bsm. Schade, dass davon nicht mehr vorkommen! 

Die in der Auegabo angewandte Dnivksuhrift, ein achlanUes 
Estrangelo, macht sich Hühr bubseb. Kur isl zu bemerken, dnss 
manclunal der lange Schaft eines Huchelabcn wie i> abgebrocben ist. 

Chabut hat sehr recht daran gellian, die Hiographie nicht »a 
Übersetzen, sondern nur eine genaue Uebcrsicht des Inhaltes zu 




W>*li«r XailHhr r. d Kuiiila il. M'itvxil XI lld. 



la 



190 



J. B. Chabot. Jo«bi>b Dart-icakn. 



poljen. Der Worttawt liat nur Olr don (.IriGntaliston Intorosse; einer 
TolUtindigen Uebersotziing wtlrden Wrnipc fii-sclinwck ulig^winnon. 
Was fUr den, der sieh nicht eingehend mit diosor Littcratur bc- 
BchnfXigt, in drm W«rku des läü'jiihli wisscnswürlh int, diu* crfllhrt 
er Ml ziemlich alle« nua joiior Ui-bL-psicIit und dorn, was die Ein- 
leitung (Jhabot's sonst enthalt. 

StTASBblU^ i. K. Tu. NöTJiaKB. 



Joseph Dari-naks S. .1., M'nwlpa. Eine Stv-dia ztir Vorgeschichte dtt 
Bvildkismus. Berlin t8ffß, Verlag von Fbux L. Dambs. 

DcrVeHaMScr, dessen horvormgondeArbeit Über dasMaliAbhürat» 
nlfi K|ju& und Heclitsbiieli wir Bd. i, TTeft I dieser Zeitachr. bereits be- 
Bliret-lirn haben, bietet in dem vorlief^nden Buche einen überaus werth- 
vollen Beitrug zur Ocsoliielite der indischen Philosophii* tiiul RMijjion, 
dor ttUÄ jener grünacrcn Arbeit gewieacrnuisacn her vorpe wachsen ist. 

Wenn ein neuer, unsere hiKherigen HtenirhiBt( tri sehen Arsebnu- 
nngen geradezu umwiilzender Oedankc in Überzeugender Weise dar- 
gelegt und diirchjfBnihrt worden ist, dann «i^eben tiieh au» demsitihnn 
eine Fülle von Conscquonzcn . welehe im ersten Augonblicke sieb 
gar nicht alle llbersi-hen lassen. Je nachdem nun diese C'unstequenzen 
sieh «u den sonst bekannten Tliat«aehen verhalten, je nachdem sie 
bisher Dunkles, Rathselhiiftcs, Widerajirechendes imfbellcu uder aber 
neue RAthscl, Dnnkclheiten, Widerspruche »ehaffcn, wird jener neue 
Ocdanke sieb als fruchtbar oder unfnicbtbar, walirscheinJicIi »der 
unwahrHcheinlieb erweisen. Diu« eben erschienene Buch DAiiLMAfm'e 
«engt in rtberraflchcnder Weise ftlr die Pruchtbiirkeit der aeueüj 
dureb BnnLRH und Darlmaxh gewonnenen ebrnnologisehen Fixirung 
des Mahähhärata als epiacb-didaktiselien Werkes und ist in liühem 
Qrade };Beignet, un« diu Richti^^keit janer Ansicht noeh um ein 
ScdeutendoB wahrschcLnlieber KU niaehen. 

Der ßpgriff dea Nirvjäpa spielt im Itnddbismn» bekannihcb eine 
hervorragende, eine cardinal« Itollc. Nirv.^oa ist das hohe Ziel, 
nach dem hin allea Streben des buddhistinehen Frnninien gerichtet 



NikvAha. 



191 



sein soll. — in ihm liept Aie end^iltlge Rrlftsiing. Es ist dnrtim ver- 
ftUkodlicIi, das& »ich die Forschung mit diesem Be^ilTe ?iel bcfasst 
hat; merkwürdig aber ist der Wideratreit der Meinungen, der tich 
in dieser Fra^ geltend macht, &o lange die curopilische Wissea- 
suhnfl sieh Uhi'rKau|jt mit dem Buddhismus be&chHlUgl. WO-hread 
die Einen der Ansicht eind, Nirväv.& bcdcuto die völlige Vcrutchtung 
aller Ext&tenz, bchaujitci) di« Andt-rfii, es sei darunter L'in Zustand 
der Seligkott vcntAnden, in welchem nur alles Leid unbedingt ver- 
nichtet »ei. Auf beiden Seiten stehen bervomigtnde Forscher, beide 
TheJle kOnncn sich auf Worte dor JÜteatcn bnddbistiischon Schriften 
berufen. Wenn Olubnbbkg den Nacihwei» lieferte, dass Buddlia selbst 
weh direct weigerte, Nttheres fiber dns Wesen des Nirvftpa aiuzu- 
Bagen (ob es Sein oder }ltchtseiD eto.), dass die Hlteste buddlüstische 
Kirelie HpodiktiRche Behauptungen über diese Frage nach der einen 
oder der anderen Seite hin geradezu als Ketzerei verwarf, so konnte 
das doch diejenigen nicht befriedigen, welche nach einer tieferen 
Erkenntiii»H der buddhistischen 1 .chrbegrifTu verlangten. Scillle jener 
iriclitigäte aller HcgritT« denn th«t»Uchlicli im Dunkehi hegen bleiben? 
Die DiffcrciiK der Meinungen ist Ucf bcgrtindct. Sic beruht, 
wie Bcbon Cbildekh iiorvorguhebcn bat, auf dem llnistamlv, da«8 
die buddliiätiäiiien kananisohcn Texte &olbat eine döppt:ltä Itoihe 
von Aiudrückoii bieten, Wülircad die t-inen uns Nirviiya als un- 
bedingte Vernichtung sciüldcm, rulircii es uns die andci-cn ale ewig 
dauernd« (»lllcksi'rligkeit, als ,StKltc der Unstcrhlichkeil', als ,rettendo 
Insel', ,hüchate Wonne', ,bcgiückcndc Ruhe', ,Ort iinstcrblichoD 
OlUekes' u. dgl. m. vor. Und ao widerBpreehende Charakteristik 
bog«gtiet uns nicht «twa zu verschiedener Zeit, in %-crschicdcneD 
Werken, »ondern in denselben alten kanouiMchcn Blichern, oft gleicli- 
Bam io ein und demselben Athcnizugc aiLsgcäprochen. Der Vcrsach, 
Bolchcn Widersjinicli zu lösen, ist bisher nicht gelungen, auch Cum- 
DBtts nicht, so fein und g&istreicb sein Vorgeben dabei auch ist. 
Bios vom 8tand|mnkte des Buddhismus huh betrachtet bleibt der 
KirvAijUi-Bcgrifl' unklar und zweideutig, man ntng ihn dri^hcii und 

wanden, wie man will. Mau gewinnt den Eindruck, als opcrire der 

IS* 




^ ^. 



193 



JuXEI-It DaHLMANX. 



bwldhistiüehi) Meuphysilcer hier (wie übrigens mich soQBt docU, b 
der sogenannten Causaliüitsreihe) mit einem Begriffe, den er anders- 
woher nbemominen, den er 9» gut es ^chon will fllr sein .System 
zurccht macht, olme das» er doch reclil hint-in passt-n will. Ln 
llbeiraftchcndcr, nach meinora Urtheil dttrehaus Uberz^ugciidor Weise 
aeigt una uiiu Dajilmajj«, dass der bisher diirchnua ungL-liiate und 
ecbeinbAT uoldsbare Widerspruch im buddlüstiäcfacn NirvS^a-Bcgriffe 
nur dann verstanden werden kann, wena man diesen BcgrifT in da 
Bltoros brahmanisches pbilosophiRchcs System KUrUek verfolgt, in 
welcbcio derselbe seine durchaus richtige Stelle batte. frei rou JL-ncu 
WidersprUchen , die ihm erst nnhaAcn , nachdem er in ein System 
hcrUbct'genommcn worden, wo die Voraussetzungen fehlen, welche 
die Doppelheit seines Wesens von TTaiwe nun durchaus berechtigt und 
widerspriiChsloe erschcincD lassen. 

Im Mittelpunkttt der ultbrahmaniscben Pbtiosophie sLind dan 
Braboiau (Atmai), Puriisba), das absolute, qualitütloBC gültüche Sein, 
im OogensatK zum individuellen ompiriseheu Sein, das mit den ver- 
schicdoQon Quahtütcn behaftet ist. Das orstcrc ist das orthodox- 
brabmaiiische Idaal dt«r RlttcksoligkL'it. Dies ciualitülliwe Brabitian 
wird aber nur erreicht, wenn zuvor durch die richtige Krkcnntniss 
das empirische Sein, die individuelle «mpiriache Sl-cI« total vcr- 
niehtot ist. Nur um so herrliclicr strahlt dann jenes göttliche Sein 
auf, da» vorher verdeckt und vtrduukell war, gleieb dem Krystall, 
den man mit Karbo bemalt liet Die erllSsende KrkenntTii.sB besieht 
aber darin, daas man sei» wahres ,Selb9t' als verschieden von der 
dem \Vcrb»eI und Wandel untei-worfenen empirischen Seele, al» 
identisch mit dem ewigen waLren Sctn^ dem Braliman, erkennt. 
riicr also wird Vcrniclitting des Seins, der Seele angcKircbt, und 
doch bleibt das wahre Sein, die StÜtte ewiger GlUeküdigkcit, davon 
unberllhrL Das tmipirisehe Sein hiiII verwehen, verlöschen, das 
ewige wahre Sein aber gltlnzt nach einem oft gebrauchtim Bilde wie 
die Lampij an windütilleni Ort. Dlm* Buddhi^muH nur leugnet jenes 
ewigQj wabrc, uBverHnderlichn Sein. Kr kennt nur Werden und 
Vergeben. ,Dio Svele oxistirt nicht ala eine in sich selbst gesoWossene, 



KlBVjlXA. 



193 



ill ihrer Itiiicrlioliki-tt sioli bchaupUinde Suhstaiix, »ondBrii alloiu als 
BIO CompoHiturii von maoni^altig sicli vL-ncbluigcadcti I'rui-oesun 
des Enlstuhcn» un^ Vcpgulieus' (p. 14). Weiui cs mit diese« ein 
End« hat, dann solllu darum ocjHKcquonterweis* totale Vnrniclitiing 
«iiitr«t«ii. In diesem Sinne laulet auch die eine Reibü von Prädi- 
catun des NirvnQa; aber diu andere, die vi>u Unsterblichkeit und 
ewiger Olacks«1igkeit rodet, eünimt nicht dazu. Sie begreift sich 
nur dADn, wenn ainn das buddhistJBcliB Nirvana als AbkiJinniling 
einBS lüturen ßrahmnnirvn^a orkunnt. Beim Hraliinanirvä^a, dein 
Verlöschen in Braimian, hat Ikidcs statt: Vernifihtuop und pwige 
GlUpkaelijtkeit , — und Beides war consuquunt und gut begründet. 
Im BuddhismtiB aber ist dem NirvAva dfir Itodcn, die Horechtigung 
fllr JRno Doppelheit des Wesuim eiitzugen; luid doch bJUt er fest 
an den das alte GlückseUgkcitsidcal vcr herrlich cndi-n AtiEdrilcken. 
Das buddhiKtiRehe Nirv;i;ja ist eben uin Torsu, dns Bnichstllck ein**« 
freiudcu Svstoms (p. 23). ICs iet ein bloHäer NotlibeJielf. wenn Uuddliu 
selbst alles weitere FornchRn und Fntgen Über dieiti>n Punkt xurück- 
weisl. Seinem praktischen Zweck genügb: es zwar, den sicheren 
Weg au8 dem Labyrinth des Leidens xa weisen, und dass er an 
jenen positiven GlUeksoligkcilsbcstimmutigon des NirvAon festhielt, 
war gewiss sehr wesentlieb b«i der mächtigen Ausbreitung seiner 
Lehre, denn schwerlich hätten sich wohl so viele Völker fUr die 
bcdingiingüloHe totale Vemichlung attf Ideal begeistern kOnncn; die 
Mctnpliyslk de» Buddhismus ahor musst« unheilbar an dor Verworren- 
heit diT grunillej;t;nd<'n Begriffe kriuikcn. 

Welches brahmtmiecho .System aber war es, dem eich Buddha 
anscldoiM. mit deiaen Erb« er operirtnV Kine alte Tradition baxuielinet 
ihn als SehUlor der SAijikbya- Philosophie. Die lüehligkcit dii'ser 
Tradition ist allerdings von MlLnneni wie M. Mcllkr und ituDEsnma 
angezweifelt worden, indcsst^i darf sie seit Jacohi's' Untcrttucliung 
Über diese Frage ala crwiesua gelten. Die Frag« i»t nun die, ob 
das Sflqik hya-System, wolebcm Buddha sich ansehloss, identisch war 



' OHU. OtL jtnr. IHM, p. 1 (- 
Siinkhya-tr<iga>. 




,lJcr UntpriiTie ili» MnilifliiiiinHit niia ilum 



Joara Dahlmanh. 



mit der kla^iisvlinn Silt|ik}iya-Luhr», wie bib uiib aus Avn varhüitiilss- 
inftaeiig doch sehr späten Qiicllon dor Säiiikliya-tiiltras und dor KArik4 
bcknniit ist; oh os nicht viehauhr uinu andere, llItnrK Phase diuser 
Plü!ü80|diic war. Hier ist ein Xweifcl wohl berechtigt, und schon 
Ja(^^obi »prach sich dahin aus, daiis dvr Buddhism uü ums einem Alteren 
Sdtiikhya hcn'orgi^gaii^cn sein ddrflc. Dio horrorragende Bedeutung 
des OAHUiASK'schon Buches (Ür die Gesehiohte der indischen Philo- 
Hoplüe lie^t nun vor AUem darin , dase es ihm gelungen ist, eine 
solche altere Phase des SAijikhya- Systems in üherzeugender Weise 
nachgewiesen und uiÜilt beatimmt an haben. Die Quellea und Ur- 
kunden dieses illtcren Sittpkhya (resji. SÄt)kkhya-Yegn) lieg«u uns in 
mehreren der JLltcren üpaiiishiiden (Ka(iia, ^'vetäy^-atara, Msitrayapa^ 
Uuiiijnka) und in dem grassen Epos (namentlich in Bueh xu und in 
der BluigavadgitA, aber auch sonst) vor. Man luU die Siujikhya- 
Yoga-Lehrc dt;» leUtorcn bisher als ein jllngores ekluktit^uhvK System 
Aufiasäeu wollen, ein Bysteui, das durch Zusnmnicrn seh weissen des 
nthci»tise]icn klusKiiiehcn SiLijtkhya und des theisttselien Yoga, reap. 
des Sätiikhya und des VcdtLntu entMniideri sei. Auch von dor pve- 
tft^vstara-Upanixhad ist Aehiiliehes wiederholt behauptet worden.^ 
Dnse diese Auffnsituug unrichtig ist, das» wir es hier vielmehr mit 
einer Jllteren Phase der Philosophie, dem JllLurun, noch enlitchiedtMi 
theistischen Knipkhya zu thuii linbcn, der sieh als eine (invikTihiki 
Urahmavidyä, eine auf logischer UnterNurhung, auf Gi-forschung der 
Priticipien sieb aufhauende Kunde vom Urithmau tdmraklerieirfn 
lÄ.*st, auH welcher einersfit.'* da.s spÄter« 8äi|ikhya-^yaleiii, anderer- 
aeits der klaseii^ehe Vedünta hen'orgegaugCD, das zeigt uns Dahl- 
MAmt in gllli)r.nndor, ttberzuugender Weise; und eben dieses System 
pbt sich drittens ala VorlUufer des nuddhismns deutlich 7U erkennen, 
ihm untälammt auch der hiidrlhistj.srh«' Nirvüim-BegrilT, dtT hier als 
BraiunanirvÄv* "öinB durchana klare und unzweideutige carHinale 



* So aai^ Gakks in seiuom voraOglklicu WeHio Ober 4ie Güiukliva ■ Phüu- 
•ophU, p. 9 ron dar ^niai;vfllftrvUp. naA ilof BtiSf^nvAidxiU,; .Hcido Wftrko micliftii 
twkinntM'niaiMu vencliioileuEt Fbiliwujiliaaiu miluinanilsr aa*iiittlfanen , vor allen 
Dingen im SiiiikStj-n mit dem VodAnta.' 



NibvAka. 



If)& 



Slelltuig bat Wio wichtig %a diesem Nnctiweis die Torber crrotctilu 
cliroDologtsclie Fixirun^ des Mhbh. sein muHic, d«r zufolge die 
philoüophiüchcn Ideen des groaseu Kpo« xq Budelhs's Zeit und vor 
Riiddlia rerbr(>itel f;;eweiH.>n sein mll8>ieii, das brnuclio iuh kRiim be- 
sondere fierrar zu liobeu. Dass nun uÜlt dos pUilosopliiBchu Systcui 
da» Mlibh. ale die vonius^escrj^e und vor Auszusetzend» «titerc SAiji- 
kliyn-Lebre aich wlrklirb in durctmus paäsendor, folgerichü^er Weise 
Kwignhen die Alteren LFpanl^hnden oinorscitSj don Buddhi»iDU8, dio 
klHSMScb«- Silipkbyu- iiad Vedüuta - Philosupliie midercrseits eiuHlgl 
and Dunnicbr eine tuig;cbroeliene Linie in der Kutwicklung der |>)itlo80- 
pIitsclieD [dt-vE des altuu Indien :tich erkuuiicu lässt, da« ist wiirdcrum 
oiDO nicht unbedeutende Bckrät'iiguiig der Rielitigkoit joner noage- 
wonuenen clironologrisuiicii Fixirmig. Jetet erst entrollt sich uns ein 
klares Btld von der Fnlwickelung der nllindiiiehen Philosophie in 
der vorbuddhiätisehun Zt-it. Hiur iu dus Duukul Liclit Kehrauht zu 
hahrn, ist ein iiielit hoch genug nuz UBehlageudcs Verdienst des Ver- 
fassers der in Kedu stelicuile« ArboiL 

Die ältesten Upiiuishadcu (Bi'lmduraQvaka uml CliAndogyn) 
flilircu uns dio Luhrc vom AtinBiiBmlimiui tu begeisterten Worten, 
erhabenen Bildern vor; aber oine systeumtisch iiusgebildote pbilotw- 
pliischc Wisäensubuft ist utivb uicbt vi^rhunduii. Kiu>„- sojclie lüsst Mcb 
iu den Lehren der darauf folgenden Üpitnisbiiden (Ka^ha, (,'Vetä- 
fviitara, MäJtriiyav** Mu^doku) bereits deutlich erkennen, liier finden 
wir eine auf logische Untersuchungen, auf dio Ei-forschung der Prin- 
cipien bcgi-Undete syetenialiöclif Wisseusühsft vom Briluuitn (Änvik- 
sbikl Brabmavidyä), wenn es auch Muliu koHlet^ aus den zvrstreuteu 
8tttz«o dieser Bücher das ganze i^.v'stcui zusauimenzusetzcii. Dass 
sich hier Säijikhya- Lohnen linden, ist schon ofY ausgcäprochcn worden, 
ab«r OS ist eben ein 8(ii|ikhya- System, das sich von dem spKtorcn 
klusisdiun SriifUtliyu svhr wi:»t:ittli<-'l[ unlcrsubvidet, wie schuu dio 
Chanikletislik deoäclbon alä Bi'ühmavidyi hinlttiigUeh andeutet. Die 
Principtußlcbre aber ist wesentlich dieselbe wio in dem ap&teren 
System. Nachdem die aus der Prnkrti (.Natur') entwickelten S4 Prin- 
oipcn, welch» das empirische Sein coustituireu , als nicht wahrhaft, 



JoäKrii Daiomax». 



ewi^ und iinvf^riUidorlicli suiend erkannt sind , bleibt als (;inzig«s 
walirliaftca Sein das 25. Princip, da« Braliman, IlbriK. Wenn die 
Scole ihrt> IdLMititilt mit diesem ürkannt hat, dann ist die ICrtl^siiing 
gefunden; da» cmpiriBchc Öcin vcrliücht, verweht; das ewige Sein, 
Brahnmn, teuclilct gleich der Lampe an windlusnm OrL DieR System 
trftgt den Namen Käi|ikhya, es ist die vorausKiiseliseDdc Sitcre 
SAipkhva-Lefare, die erste und llltestu syiitcmntiiielk nusgebildete 
Philosophie Indiens. Die SÄipkhyA-Lchr« de« grossen Epos int aber 
durelmtis dieselbe, nur dass uns hier in breiter Ausführlich krit und 
systeiuutiücher Volleiüiidi^kuit bia imi Detail hinein entwickelt wird, 
ims aus jenen Upanishadeti nar mit einiger Mtthe sich constniiren 
VsjwU Wenn das grosse Epos uns Säiiikhya und Yoga als eine En- 
heil, ein Untrennbares vorftlhrt, so darf uns das nicht bre machen. 
Es handelt «ich biflr nicht um Verschmelzung zweier philosr>phischca 
Systeme. SAiiikliya und Yoga haben dasselbe Ziel, denselben Inhalt, 
das Ürahman. E« besteht nur ein Untcräcbiod der Methode. Wa» 
der Säirikliyin auf dem Wege der togischcn Untersuchung, der I*rin- 
cipionlchre gewinnt — die Erkonutniss des Brnhmnn — , dasselbe 
crreieht der Yogin durch Askese, nn mittL>lbare Ansehituuug, Inluition. 
Systematische Philosophie ist hier nur die 8Aiiikbya-Lehrc. In dieser 
Pliilosophie nun spielt der Begriff des KirvApn, des Brahmanirväua, 
eine hervorragRnde, cardinale Rolle, ganz in dem oben angedeuteten 
Sinne. An diese alle SÄiiikhya-Lehre, damals die herrschende Phi- 
loaophic Indicnti, sehloss sieh Buddha an. ihr enttiahm er d^n Begriff 
iw Nirvftua, welches Wort in den klassischen SAiiikhya-SCitras über- 
haupt nicht vorkommt, auch in dem klaKsisehpn VedantA nur einmal 
begegnet, als wHre es verfehiiit. In Buddba'a Lehre, in seiner Ge- 
meinde halte es inKn-isehen eine eminente praktische Bedeutung ge- 
wonnen, obwohl ihm der theoretisehe Boden durch Buddha selbst, 
durch sein Aufgeben des Brahmnn, entJtogen worden war. Die 
Säi|ikhya-Lchre selbst aber nahm mit der Z,vit einen immer mehr 
rationalistisehen Charaktt^r an und endigte ebenfalls mit dem Auf- 
geben des Brahman, indem sie nur noch Kinzelseelcn (Puriisha) auf 
der einen Seite, die Natur (Prakrti) auf der auderen Seit« anerkannte. 



NikvAma. 



1117 



Dor ki*a9iscliu VodniiUi ul>i:r, wohl als Rcautiori dagegen, griflf aturlick 
ftiif die alte Upanisluiden-Lt^tire. in Kamo und Inimit, tielt nicht uur 
HUI BrAliniuQ fest, soodera entwickelte ciuc streng moni^ti^cliu Lvhru, 
in weh-her die Frakrti, das Nnturprliicip des »Iten Siliiikh^a, xur 
Mnyä amgobildct erscheint, der täuschenden Zauberkraft, die aus dem 
Brahnian hervorgehend ilim di« g»r nicht wirkhch i?xlstirende Widt 
dU real vorspiegelt WKhrend so die klaesischc SäinkhyA-Philoeophiö 
den Namen und den Duallaiaus d«s alt^n 8Aipkh)-a. erhalten hat, be- 
wahrt der VcdAnta den Korn des alten Systems, die Bralmiavidyfi, ntid 
nennt sii-h uaeh den !iUe»teii Urkunden rlessp.lben, den Upnnishaden. 

Diese vuii pAfii.uANx angeuominene Kntätclmiig de» klussiäclieu 
SAqikhya und VedAnta au» dem ülteron SÄigikliya, der oboii genauittOD 
Upanieliadcn und des grogson Kpos hat die hJ>chätb Wahrächeinlich- 
keit fUr sich; vUlirend die geg'entlieitige Aiisicbt, nach welcher in 
jenen Upauishaden und im illahilbhärata cinu Mischung der klussittchca 
SJiiiikbya und Wdäntji vorliegen 8oll_, von inneren Orllnden giins 
ubgcechen, ftchon darum im höclivten firadu lunvulin^cliL-inlicti ist, tveil 
sich auch nicht der Schatten eines Beweises daftlr beibringen lllsst, 
d«as die Hyatcmc des klassischen Bätiikliya und Vcdnntji alter oder 
auch nur ebenso alt seien wie das Kpos oder gar die U]jani8haJeD. 

So hat sich fiU- DAHLMAFfs das Problem dca buddhistischen 
NirvAü* /u einem Problem der altindischen Philosophie und ihrer 
Geschichte orweitort. Durch «eine Untersucbung ist nicht nur das 
grosse ItSlLscl jenes buddhistischen Cardinalb cgrlflfcs geICst, sondern 
such ein ganz unerwarteter Kinhiick in die GeBehidhte der indisuh'Cn 
Philosophie gewonnen. Dhj) philnsophisrhr System de» MahäbhiirBta 
hat seine angemessene Stelle gt^fiinden und an dieser Stöllc füllt ea 
in ftlr uns unHclitttxb&ror Wriao eine schmerzlich Hmpfundenu LUckc 
aus. Man sagt darum aiclior nicht zu viel, wenn man DiutWAKs's 
Buch eine bahnbrechende Arbeit nennt, welch« die Beachtung aller 
betheiligten Kreise im bGchsten Masse verdient. Nur in tlttehtigen 
Zogen Imbe ich liier den reichen [iihalt des Buches andeuten kOuneo, 
aber der Zweck dieser Zeiten ist Ja erreicht, wenn sie zum Studium 
dereelben Veranloüäuiig g«beu. L. v. Scuuukobu. 




Kleine Mittheilungen. 



Köktilrkisches.' — Die folgenden Notizen — Beiträge zu einem 
durchgehenden Commentar zu den köktürkischen Inschriften — dürften 
fiir ein tieferes Verständniss dieser Texte von einigem Werth sein. 
In eckige Klammern setze ich die jeweiligen Verweisungen, wobei 
Thom. die Inacriptiong de l'Orkhon, dechiflfr^es par Vilh. Thomsen, 
Radl. die AUtürkiachen Inschriften der Mongolei von W, Rädloff, 
T'P. meinen Aufsatz Zu den Kök- Turk -Inschriften der Mongolei 
(T'oung Pao, vol. vu, pp. 325—355) und SOdseitb die in der An- 
merkung genannte Schrift bezeichnet. 

urugsyrf. [Radl. p. 225 — 26; T'P. p. 337]. — Die von Thomsbm 
geforderte Bedeutung von urug findet sich in der nigurischen Legende 
des Ogus Khan (Rädlofp, Kudatku Bilik, p. 243, sub 37; 3 cf auch 
p. 238, sub 22, 2 und 4). Auch im Tarantschi finde ich uruk in der 
Bedeutung ,Naehkorame' bei Radloff, Proben, vi, p. 10 und 16. In 



' Zu dieser Benennung vergl. dn« Vorwort su meiner Schrift; Uelitr die tmk- 
üirkiiche Insckrifi auf der Südseite de* Kät Tägin-DenkmaU (Leiiizig, Haubasbowitz, 
1896). Donner nennt seinen vor einigen Wochen im Journal de la Sociite Finno- 
Ougrienne, vol. xiv, 1, erschienenen Aufsatz: Sur torigine de talpha//et turc du Nont 
de l'Arie; — auf p. 43 spricht Bonhbb von dem titrc du Nord prhs de VJin\»»ei et 
de COrkhon. M«n wird wohl zugeben, daas diese Benennung nicht sehr bequem ist. 
An dieser Stelle möchte ich dftrnuf hinweisen, dass einer der Sttline des Ogn» Khnn 
den Namen KVk {Eök aC) führte (vergl. die Legende bei Kadlofp, Kudatku BUik, 
1891, p. 236, 1. 4). 



KUUKK MrmiKILUHOEJI. 



199 



Frubm, III, p. 123 Hbt'i-sciat lUuixirF sulbet da» kii-gisisclio ura durch 
jStatnmgcnosscn'. Ivli tiatio »uliuo 7^ P. 1. c. auf itoit mongoUtiuhc uruk 
hingewiesen; hier einig« Stellun, «n dwnon das Wort vorkommt : Sanang 
ijctscn (ed. Schuidt), p. 1Ü: Enetkek ulug-tur khail-un uruk ilelg»- 
rekisn ^ .dio Fsmilie. NHcIikoraniL^iischaft der Khanu verbroitote sit-h 
heim Volke der Kiietkck'; ibid. p. aO: ijhui(UjhaT-un aruk-lur Man- 
(laghvluktii iiereHl kkaijhmtu kUbeijUn = , unter dcu Nachkomuifti dcfl 
Dritten (war) der Sohn vine» Mandagholuktä genannten Khans'. Die 
Bedeutung von uruijayrt ist aUo unzweideutig» ^^ ,entkiiidem' — mao 
vorrcihc due Wort, eine Bildung KOckbrt's (Mukainen doe J^arin, 
Nr. 33') j ich habe durch ,auBrüttea' UberHetzt. 

aeu apa [TP. pp. S27— 28]. — Zu diesen Wrti-tern in der B«. 
doutunR .Vorfahren' vci-rI. dos mongol. ttSige ebäge iro Sauant; .SelBen, 
p. 32: minii etiiije ebil^e. erten-ii Olnaii-er<ßli]tlKkseH-khmjhan «iltan 
uruk bolai = ,meine Vorfahren waren die poldeno Naehkoromen&chaft 
(^ von der etc.) des Olann-ergUgdeksen-Khan der IrUheren Jteitttn', 
«fiiye thüge sind mit dem Suftix ge weitergebildet, das bei volaren 
Vocalen als gka erscheint (cf. aba^ka = <^a-gha). 

kop [Radl. pp. 211!— 21»; TP. pp. 32!) — .'.51 ; SPdskitk, p. 4]. — 
Za kop vcrf;l. dns ttingusischc kuhufin ,a.Ucs' (Dialect von Ochotsk, 
MttlanijF* niialiquttj St. Petcrsh.j ui, p. 69ll), kuhiiUu- .alle' (Anadyr- 
Diul. MM. a»iat. vit, p. Hf;^), wosn schon Sciihu-nbr das mnndsehii 
jfuAoi .gan», jeder, alh-'stolllc {Mel. aniai. viii, p. 870, ». v. upkafiu). 
Das Wort Ist idso ohne Zweifel echt ftltai.ioh. 

itdglig =- ädgU-f, [Radi. p. 400; TP. p. »45]. — Hdgüg = ,deiB 
Gntea, dein Oewinri'; dazti verpl. man au» den tnng'uaiäihcu Samm- 
lungen voK MArnBi.i,H: tUilakka riüjntir hdki'a, tädn örilumila = ,wo 
auch ininicr sir ihr (iutcs tindrn, dort Mcihon sie', dUjit von «ii; 
di^a-ur übersetzt SuHiefNRR durch ,ihre Bei|uemlie)ikeit' {Mil. aaiat. 
TD, p. 5B7), im Wörterbuch diu-ch ,ibron Vorthoil'. 

jär Mub [l'uoM. pp. 144, 150]. — Diese Wörter haben im Kök- 
tOrkischon, wi« Tiiohbk» echen ausgofllhrt hat. dio Bedeutung von 



300 



Klhihb MrrrHRiLiixaRct. 



,Land, HeimAt' (of. Proben, n, p. 867, jerinä mrui ailandglar = ,ste 
kohlten in ihr Land zurück', ibid. p. 700, kSp pala jtolsa, jUri »una 
patpa» polar Udi = ,wenti viol« Kinilor wämD) könnte dns Land 
sie uicM fasaen'). Die von Tuömsbm weiter gefordert« Bedeutung 
jOoniiis der Erde etc.* findet sieh in Proben, i, pp. lao, 131, 150, 
153. Di« AuffaösuDg von Jfir «ttb = .Laiul, Heimat' ist ganz altainch; 
cl'. Sauaiig Soteen, p. 106: unataan ghadgar, ukyaktan uran tünu 

(*itdo hUlüge = ,du» Land, in dorn Du zur Welt gebracht 

wurdest, da« Wasser, in dem Dn gebadet wurdoKl (= dein Vater- 
land) tdlcs ist dort'. 

Kill [TiioM. p. 73, II. 1 ; Radi,, p. 1 Iß.]. — Im MonnoÜBchen be- 
deutest 1:111 .piüd, base, soulien, roiidoiiiciit', niid kUlUk (cf. kokttirk. 
külig) ,uii horarac inifttigablr, inehrnnlable, iit-rs^vdraiit'. 

fmlbal — In TP. p. 852, Anm. 3 (cf. Totmg Pao, vii, Dcc-Heft) 
habe ic!) schon die Orllndn auseinander gesetzt, die mir verbieten, 
mich der von RAOLorr oder Thomskn vertretenen Aiinieht Hiizuäcbliemen. 
Unter Vorwotß auf TP. pp. S2S— 389 (kagnn-kan), möchte loh jetzt 
das kWktttrk. balbal von *fnd aldeiten, das uns in der Dtilmfonn 
inyhnl'Wiui (^ htiijhnla-n-bui) .neeuser, bl/imer, rf^primander, pniiir, 
cliÄticr' im Mongoliachöu orhallfin ist, währoud daa Burjjitiscbc Ungcii 
VopjU «cigt in hälnap (= hiil-fia-p) jZwingen' = tiingiis, baUlm in 
diirst'llivii Bedeutung, balhal möchte ich durcli ,äcbHndtual, Flu^^^h- 
mal' üborsolKcn; icb verweise auf den Aiifsatx Scmfrors in Flwok- 
bibbn's JahrbkU-.hem, 1893. pp. 369 — Z'Mu Die einmigß Schwierigkeit/ 
die diese Auffo.'ixiing bietet, ist die: sollen wir in den von KAni.on», 
pp. 389—40, 2.t5 mitgetheilten Aufschriften den Genitif objcctif odor 
Bubjectif fassen, also etwa: Sehanduiitl von der Schande geseUst, oder: 
fUr die Schande gesetzt? Ich halte die letztere Uebcrsctzung für die 
richtigere. W. Baho. 

AltperaiBch wacraka- orfer wazi'ka- i — HfinHutHAKtr aclireibt 
worrfca-,1 wie er denn überhaupt im Altpt^raischen den sogenannten 



■ Ptrtüc/,c Sludim, H. SO, Kr. SU. 



KlBIKB MimiBIUTKOBM. 



201 



fVocul unniinmt Flir Horschnanx's Annnlime spricht die Lautlelire. 
Da sweet, wfhrka- = altind. tpfka- im NeupcrsiBchon als ^ß (9"*3) 
cniehtiiil, so IlLsst »iicli <^j}^ (huzurg), Pahlawi uiantrr^^ armen, iff-vj 
(=T uiHtuvk), >i^f'-^ im AltpprBischen eine Form wazfka- vorau»8Ctztii. 
Docb wit; ist diesei) leazika- etymologisch zu erklkren? Dies ksuo 
dia Lautlehre nicht entscheiden, daiilber musä die Formenlehre, »pe- 
ciell die Wortbildiingslehre befragt werden, 

Altpereisch wazfka- kntn nur als lea-s^-ka- oder toa-tfkr-a- ab- 
gctlicilt werden, nicht aber als teas-r-ka-, da ein Suffix r nicht exi- 
Blin. Nun sind aber tDa-zf-ka-, wa-zi'k-a- reine Undinge. Dagegen 
läast sieh wazrakn- als =^ iimz-raka- leicht erklären. AUpers. waz-ra-, 
von welchem wazvaka- mittelst des Suffixe» -ka abgeleitet ist, reflec- 
tirt dag altiud. waijra- (von waij Jiart sein') ,Indra'a Donoerküil (vgl. 
awest. wazra- ,Keule', neupersi, jji), Diamant, Stfihl*. Darnach igt «ll- 
pcrs. vmzraka- ursprUnglich ,hart, gewaltig;', dann ,gro88'.' 

Für uns ist dit; Hniiptfrnge: wem ist Itni diieaer Sachlage ein 
grössere» üewiclil beizulegen — der Lautlehre oder der Formen- 
l«1ire? Leider wird in der neuexten JSeit der Lautlehre gegenUb(>r 
der Formenlehre zu viel Gewicht ciDgcriLiimt, eine Nachwirkung des 
grossen von tieipzig ans verbreiteten Trrthumü, ,daflK die Lautgesetice 
Attanahmslofic Nntui^esotze sind," von dem wir noch immer die moi- 



' Weim Hl'iMiviulJUiF, tim Ana r-Vcxatl won trmrka- xii r^on, irtwft liftluiiiplfin 
wollte, vor dem Ktvftix -ka Mi der Knctrncnl Aan vuraiigohoudon Stamnu abgefallen, 
(laiui durf or aucl) alrtit ariotkn, b^aka, Bondorn ioum (■4in*i>i|iictil artka, Itüdka 
l«eäi9. Diujn tniA aber annt-ti. lU'Z.'"} ■m'l uuni'eix. sjwö (lawiah} flclilorliterdlng* 

* Di« ÄiMQBhm>ilosi|{keit dor Liititf;MOtsft m»^ die fol^tid« ErgRhninnnp. vtV 
che einer xllan 0«laIiTl«n tiokAntilfln äpracba, dem Oriecliisdien, entnoniman (ft. 
iTlimtriroi) Ohtiavakh lohn in ieint-r Vtrfflfirhfitdm fJrawtmalik i, B. 368: .Diu iilg. 
V«rliiu<]ttiit; *' «r«cliei"t im Inlaut in deu lueiBteu ilunilRru« |,'«wHliiiIicli nU n iiJL«h 
andaron Lanton &1* t' und eittrt dafDr Sifiiuoi. pia^t- »l'JnQt. — Uau verg^lmchR dasn: 
tilaOitai;, <tK&uait, mdt^it, itfün, nf^i;, v}ti, nf-)); xbitr a!aOi)tix^. ävalunt^c. iiat>iTHJc. 
jC^tono^, «ntu^ (ammi. vxnRtM«. Ditniftcb kOnnlo man ilio Kdj^oI Anfotcllvn, (> «r- 
Kh«iiit sh W in priuiür»» St&nDniAD, wHhrond m in eenindliT«» 8iitnnion nU U 
•Inlimi bleibt. Dnnn aber »Ifil di« Rngol dnrt-h ipjHK — fuuuw;. XKn - >*&«£» 
wiodor diiTrlil)r>L:l)i»>. H»i]<i»«ii'> BrklSrung (ii, 8. S4A} i«! ni<^lil ricbUi; 



SQ2 Klboib Hrn-BBiLUNOBir. 

«ten Spnicliforechcr befangen eeh«n. So hat denn auch IICikicsuakk, 
Ton diesem ItrtliiiTn ganz bcfangc-n, die Unmöglichkeit die Form 
watrka- e^'moloj^isch xn doutcn ganz und gar übersehen.' 

Wenn wir aWr naahweis4;n können, dass der von Hoiwoumask 
ftlr das Alt()«rsische postuürle r-Vociil ■,'»r niplit pxistirl haben kann, 
dann dUrft« wohl anch die Berufung auf die .LautgesetnK' voo svihst 
wegfallen. Und daBlr, dass der r-Vocnl im Altpersisohf^n niclit <?xi- 
irtirt hat, gibt es zwei ganz ßichere Beweise. Ee sind dies die l>eideii 
Kormen ardttmanii und aritiS. — Altpers. ardumanU setzt im Awceta 
fr{£Kmanis(manah-), im Alltudischen f^u manas- voraus; altpci-s. arS- 
tid ist mit awcsl. ariti-, altind, rf.'*- Ineii|iers. vji*-ü.) ideinisoh. Wenn 
HfiBScnKAMK's Annahme richtig wttro, dann dürften die heiden Worte 

nichi fn ET <ET <TT ^TTT ^< tt <<■ Fn ET << ^IV T? <<• """•*""' 

inU88ten E] <ET <fy -]]J t< yy <<. ET << e=TTT TT << KL'so-hricben 
werden. 

NfV-'pe.rtUfth j^V*jlÜ\, — Der Name der Partlier-l)yra.stie bei 
den Persem ist ineofem merkwürdig, als derselbe im I'alilawi rrMi" 
lantot (Wrst-Haiki, Gluamtry and Iudex, p, 2S) und nin Siiflix -rtiif 
im Neupersisdicn nicht oxistii-t. Andercrseita stimmt neup. »yU^l 
mit dem annen. \\F^i"'^fi (= ariak-un-ja-), welehüs mitteUt des 
PatronymioA bildenden Suffixes -uai (vgl. {^»^^»»«»-l/t, «i|»'^fw.f..»/ 
B. 8. w.) vou l'jv™^ abgeleitet ist, Uberein. lVj'*'t 'st aber nii:;ht, vrie 
Völlers (Lex. Pera.Ltt. i, p. 104, b) meint, .fromm' (vgl. awest. «r*- 
im6ak-, arä-manah-, altiud. iji), sondern ,llärlcin' (vun awtMst. arfiha-, 
altind. r^a-), wie ich in diaser ZeiUchriß, Bd. x, S. 183 bereits be- 
merkt habe. 

Neupttrsigch J-J^. — j^^ ,8chmntj5ig', ^5-*^ .Selirautz' ~ l'ahl. 
mPci, -V1C^'o (fohlt bei Horn) ist wohl auf das In der HuzwnreecU- 



' D!«B6lhe Befftnir^nH^lt von i1i>ii .I<)t<il|rvnot»äii> xeitfl" aui-Ii BuKTiictwnlk*, 
kIb or ArioN V, Nr. 9fl in ilnn ,Iii(Ici|^riniiiiiiwliAn FaMchuudon*, Bd. iv, H. I2&, au 
pinc iirnn ErklHrnng' do» PiHtrilliini de« NfiNprrtisrIien ifi"?- Vgl meiiie Abhiinil- 
ionB ,H«m«rkmi(reit ikbar J«ii Umpruiiir ile» PrKluritiiiu.- im Noiiparainclicii*. Wien, 
18D& (SitimMftitr. lUr tun». Akaittnie da- WiättuA., IM. Cicsxu). 



Kl^EIXB MirraEtLCMOIiH. 



203 



Uebersebsung: ofl vorkoiumendc kvvü ,uiittc]li»rcVerunr«inigiuig', kfltini 
= Avroit. paiti-raSdva-, sondern eher ein anwmehmcndesjMifi-rWi- (im 
Gegensatz zu lO^T ^ aweat Aäm- rdS^-a-f fulm'nii-f) za bcniolten. 
Ea geiit auf ftwcst. paiti-ri ,v{>runreinigcn' {pttiti-rlta-) zurtlclt. 

NevpF-rsitch J'^, o>^>*- (HoiiM, S. lOH, Nr. 489). — jX-ti. 
ist ^ altpöra. ui-ka-, awest hui-ka, altind. ia?-ka- (fiir *us-ka-)\ u^>»- 
dagegen denkt sich mit lit saus-as, altsl. »uxv- ^);p-^, ulünd. £0|t-a> 
(fUr $Os-a-) .Trockcnlicit, trockca luaobcikd, ausdOrrcod*, und ^jJ^j^ 
mit alt«l. $u6Ui ^pziveiv. 

Nntpanüch ^^^x^'ijy, — o-'^'j' »vocem edere' fehlt bei Hosx. 
Im Sapplemetitum I^jcici Ptrs.-Latini ^ibt Vult-kru (p. 6ß, b) ron 
diesem Verbuni folgende Ki-klArung: ,Verb. o^^' =^ o-*^' *'"'" [•P'^'^P- 
jj compci«itum. quasi sermonem ingrcdi, i. q. loqiii.' Diese Krkläning 
i&t eulfichieden xu vorwerfüii. lleescr i^t jene Krkläruuf^, welubc im 
Lexicün Pert.Ijat. vol. i, p. H22 stellt, wn^J.>-ölJJ an i^'^jJ .tinlinnA- 
Wluiu' Aii^eknll|>rt wird und man begreift iiit-dil, warum VuujäKfi diese 
Erklitrnng auff^i^gcbcn bat. — o-^-ji'j* = Palil. nw^'t iit"" }^«lit nttm- 
lieb auf eine vorauazusolzendu aUiii>r&is«lR' Wurzel drad =' awest, 
sr&dt altind. hräd ,Utn'Cn* xurUck, woranf auch awtist srüda- ,PanKcr, 
Kettoiiiianzer' (=■ ->^, nnupers. »jj, arnmn. yr'-'J. ayr. I*'!, arab. )jj) 
zu buzivhcn ist. T>ies<: FuniHm fjtrliiJriMi in diiT von HfJuHCiiaARit, 
Pergttclu Stndiea, S. 223 aulguett-dltun Rt-ilüMi, nümlich : 

^^oaSIjj jvocein edere'. 

LJljj «tintinrabulam'. lü ,lorica'. 

Iftupergitch ^^^^^-Jj. — Darüber schreibt Hohn, S. 136, Nr. S07: 
,fl«bOrt hicrlier (»u »\j) auch ncnpers. rtsten, I*riie8. rek-em ,bofrcit 
werden, oDtkoiumeQ', wörtlich ,8icb auf den Wog tnacbenV* 

Diene kUbric Kt/mologic Lütt« Horn »ich erspmin können, wenn 
er VüLLKR« Stippleiwiilum T^exici Perticß-Lniini sieb angvüehLin liftUc. 
Dort ötüht nämlich p. (59; cj^'^^j ,Iil»«run, evaderc'. Vcrbi r. b. cat 
raz (,verlaÄ»en' Justi), s. rak et lit ^x' verbi fc>*-->»j ex A ante ( orta 
cat' Di« ist vrobl niobt ^uti/. richtig, cr^j i^ auf altpers. rad (vgl. 



204 



Klbinb MrmiBiLvxoBN. 



aiea-rada) ^ altb. ras = allitid. rah ,vurljU8t'n, uufgebeii' ztiriiukzu- 
fUhreo. Das d ist vor / in a (ibcrgcgangen,' rlagcgen awi&chenvnca- 
lisoh 2u h vanchiiSeu worden {raham ^^ nltperB. radämij). ^j ge- 
htlti nitsoliicdisn zii llrBKCiiMANN, Peraisi-he Studian, S. 220, §. 110, 
obächuii üS mit S. 19H, §. 93 Ubvr einstimmt. 

Neupertwh jXjj, — Ueber i^j ,Saacl' bemerkt Houtt (S. H2, 
Nr. 642): ,nAHTBoi.i>«AB (ZDMO. 46, 301, Nr. x!x) stellt die irani- 
schon Worte nu altjnd. aikatä- „Sand", während «e Obiobh an awnst. 
Ta66- anEicKlies.sen wollte.' Diese Bemerkung illustrirt so recht die 
vüUigo Urthoilälosigkcit des Verfassers dos GrundrU» d«r n^itper- 
»iscken Ettfmolofjie. <^,j kann nur auf ein altpcriL raika- zurückgehen* 
und bedeutet den vonilloerc oder Flu^c ausg'esptiltcD Sand. Wegen 
dca" Hedcutiing vergleiche man altind. reku' , Ausleerung' und neuji. }ij 
(~ TOrau8zuset3!«ndcin altpors. raiYnA-) ,ros qqaevia minuta, mica', 
dann «^ ,reH quaevie jmrexigua, frustulum, mica'. 

liOBacBXANK bemerkt a. a. O.: ,Die Form rsz in der Bcdoutang 
„Sand" finde ich bei Vctxisu nicht.' Diese Form inuHs aber existirt 
haben, da das armen, tpiy^ (kommt bei HCnscnMA-VK, Armen. Gram- 
malik, nicht vor) Aas aus dem IraniBchen entlehnte rSz repräiientirt. 
Davon tfr^jw»*» ^^^ «hj»!.»!*» .sandig'. 

Neup^rsisch Q^Li». — o'*^'^t c>-*^^ ,kämmcn' gehören zu 
*JU» jKamm"' ^ griecb. xTsi; (Hohn, S. 170, Nr. i?l). Ganz eonderbar 
ist die Etymologie, welche Vullkrs bietet, Obschon im Lex. Pemico- 
Lai. «, p. 390, a ^^j-wUi mit ^^i/i AJUi übcraetzt wird, meint V11U.KR8 
{SuppUm, Ltxid Per».-Lat. «0, a) ,0-*^**' b- o^'^ proprio cat caas. 
verbi ^;JJ«i pire", pre ^;,Ailyä s. ^•M\yit. In composilionc etiam uai- 
tatura est, ut in j;,j.iUtil.* Man bereift in der Thai nicht, wie Vm^ 
LBI18 zu solchen unbegrUadeten Etymologien gekommeu ist. 



^ Vgl. altpon. rOtla; nnupnni. ü-.m1ji ^lu gowiM xa Rvnat f>tSN-, altind. 
rgu; Altppn. nrriu- (vgl dienp ZifUtr/iri/l, Bü. n. S. ^»1) fwhilrt 
* Vgl. llftntwHiiAini, l\inüiekt SliuHii, ». 68, Nr. Mi. 



Kl^l^K jVIn-l'UeiLUICGKN. 



20ß 



Pahhtei ^-W. — MT = Pnzuud kamim^l, Skrt. praliwädtn- 
^n enemjr. an opponent, an adversary' gehOrt za dem ^verloi-oiien 
Spracbffur IIork's, Hndet sich aber bei iliiD Diclit verzcicUiK-t. leb 
setie dafUr ein alt|)eni. hamarda- {= ham-viarda-) »n, worin vmrda- 
,Kampt', Zank' mi1 armen. //!.(•«. (oder itrt dicaOB = marti- voTi 
{fricch. })tip-vaij.zt?), davon J^/iMAiifiJl Aur, Jhäpt-tifß sich deckt. Das e 
von AainftiKl/ ist ebenso wie in ^*K'ti, W't»»o als unorgamBch zu be- 
trachten (durch VermeiigunK vou harn mit hamaij, vgl. apa und apaij'i). 

Pahlaici W-"0 luid Wvö. — Difse beiden Worte sind unter 
das »vcrlornnc Spracligiit' l»ri Hobn einzureiben. W^yo nnch ^"^vo 
geöchriebeii, bedeutet ^Anklilger' ^ einem vorau^ziisetzundeii all|iflr3. 
patiia-mara- (awcst -Amara, von altind. amar), und J-f-o aucb J-itt 
geseluiebeu, ist ,VertIieidiger' = altpers. pata-maiti-. Der Laut ö vor 
J'i ist unorganiäcb und erst später eingedritnfireu, du die Fernion 
sonnt nicht auf W an8gnh<':ii kiinntrn, sonrlrni auf «ffl ausgi-ben 
mÜBBlun. — Oder sind W-o, '-^'-u'o mit ^--f-T zusnmmenxustcllcu und 
auf altpers, paga-marda- ,nachhcr streitend*, jtattia-marda- , vorher 
etrcitcnd' uiirllckauftlhreny 



Amunigch «-j-*«., — i»jf>iui>^ ,Kabe. Kritbe' (fi'ir letzten.-» in der 
Regel mpft-t^i •Kt') ist bisher nicht genügend erkliirt worden. IjOegrit- 
MAxn verzeichuut es in seiner , Armenischen Gratuni«Uk' nicht unter 
den Gcht-armenischen Worten. Die Sippe, zu welcher "■^■w. gehört, 
etiiumt in Btjsiuj; auf das g {= grundspracbl. ^h) nicbt recht ttberein. 
In dieser Beziehung Ijust sich mit •»^iluii bleu das allulav. gavran^, 
dech. havran znsamiucnetcllen. Dann mllestc gnvraHki Blr <jarvnn^ 
stehen. Dem gegenüber zeigen latein. corvti,», griech. xspa^ (dazu 
auch comix, Mpwv^ ^Krfthe"), «Itboehd. hrnhan, altnord. hrirfn, ungels. 
hratfn stutt des grundapruehliclicii gh ein griuid^praehliehes k im 
AnliUite. Im Arabischen ist >-j1^ sowohl ,R«be' als aucli ,Krilhc* 
(syr. )c^a^). Lautete die armenische Form nicht nifn-wi., sondern 

(= gut-atv), dann wUrde die völlige IduntiUlt der beiden Formen 
fMwi. und v'V u"'^ ^^^ Hand liegen. 



WUsar ZMUchr. f. X Kuudi i. Uctfnl II. »d. 




14 



S06 



KlELYE MlTT(u:it.tI)IOBK. 



Armenitich i-rtfi; — ^ftt* .Halm, Itolir, Stock' (Stjunin wahr- 
scheinlich iySgan- und eyighi-) hat bisher keine pnsaende Rrklärunf^ 
gefunden. Ich idcntittciro es mit dem griec-hischen f^'-'/yi*- ,Klt^<^litc' 
(velcfaes auf eYSijan- xu boziehon ist). 

Armenitck furmfit., -^ i^mim^ ,Etirn, V«rchrunjB:, Aiisjiciulmunff', 
dann auch ,Ehrenge»chci]k', «cheint ein aus dem Pnhlnu'i staminendeB 
Wort zu sein. HCbBCOMANM fülii-t es in »einer Armenittchta Oramina- 
tik uichl an. Ich «etse daftlr im Altfiers. pndha an, welches ich 
mit d«ni altlnd. pratibkä ,daa (>ul3vh«inen, Gefallen' identificire. 

Armetti$c}t •^«•f^i,^. — .^«.f^. ,Gabe, Darbietung' ist bisher 
nicht erklärt worden. Ich theile das Wort in par-^er und glaube in 
gev die Wurzel dos got. jiia (ghebh) nachweisen zu kJ^nnen. Wepen 
der IV at- position par vcrglüiche man »y-u/riui^«.« >.«,./; .^aifu^jm/, lyuf^iM- 
M.iif^ i^utftaifLJ' (^ latein. alo), /»"/>/«t^>"ji"A, •^-•fufM.iiiiif' (=^ awest. p<^9, 
gneeh. rarrfsyw»), »/«tii^Mi^ i^'S^- ^-^t^). Uitsu Prllposition statnint 
sowie manches Pr&tlx und Suffix aus dorn Iranisclion. 

Pahlatei ^"o'^' in «-fH artttxHr oder new ariaxiir^ — Ut-ber 
dieses Spiel, welcheR im Mfidigiine Chatrang und im Kflmflmak i ArU/- 
Slr i PapttkAii erwSlmt wird (vgl. meine Ablinndlung .Beiträge zurTexl- 
krilik und Krklilrung des KArnAinnk i ArtayAlr i PA.pakan'. Wien, 
\6^1. S. 7 in iita Siizungaher. der kaiaaj-t. Akadsmte dr-r Wisseusch. 
Bd. cxxxvi), bandelt Nöldukh in deiner Abhandlung ,PorKit«ehe Stu- 
dien a', S. 20 ff, (Sitzungtber, der kauert. Akademie der Wiesvntrh, 
Bd. cixvi), • — NOUJKKE liest JiJo*f'» im mit Halkuann nÄ(r artaxiti'. 
Wie Nou}Ein£ meint, kam man uuf den Namen Arta/äu* durch dan 
Kamen des Spiele», das mun in Bezieh luig zu ihm brachte. Die volle 
Form Olr dieses Spiel — im Persischen ' J, im Armenischen >•- ■/— ge- 
nannt — ist nJlmÜrh *^'ß. Damit ist das tnJmadische "nff-n: identisch. 

Ich lese >^-^^' ifi win ariax^*-''' und sehe in iri das aicindischo 
tcajuna- .Hngcl', dann auch .Kcmntiiisa, Wisaen'. — Darnat'h ist tci 
jj-tf**'* aus "-^^i tfi jdas Wissen des Nard-Spieles* entetanden. Dass 
ir> (cIn und nicht »Sic gtdcaon werden muss, dies beweist diu Form 
i^>^3 welche Nöi.dbkb S. 25 anftlhrt» in deren zweitem Theile ^j^. 



KlUKK MnTHBtLLSOBN. 



207 



icfa du iri des Pahlawi wicderfiude. Pas Wort /^^^ möchte ich 
ftar dorn IndisclieD entlehnt halten und dafllr eine Korm rtarta-Slla- 
jTaujwr, Hüprer, ein im Kreis eicb Drehender* (mit Besag auf die 
Katur diese» Spieles bei Kouircb S. 21) voraussetzen. 

Sttum cuiqve. — Zu Padi, KftBTHcmntR ,^0101100^ in die Gc- 
Bchiehte der griechischen Sprache'. Gitttingen, 1896. — Der Verfasser 
sthrL-ibt S. 28, Note 1 : ,Mit dem Vcrhüllnisfl zwischen Semitisch und 
Bamilisch vergleicht der nenest« Erforscher der kaukasitichen Spra- 
chen R. Y. Erckbbt (Verh. der Btrliner OtitlUek, für Erdkunde. 
1895. S. 62) die Vt-rvrandtschad des Qrusiuischeu und »einer Dialekt« 
mit den nordkaultnstscb«» Bcr^sprachco.' 

Man vergleiche daxti : lt. v. Ekckekt ,Die Spraeheii des Icauka- 
^^ sischen Stamme»'. Wien, IS96. Vorrede, S. vi. 
^^P S. lOS schreibt der Verfasser: ,Zu griech. nubrni, xinsro;, lal 

W »eabo, got. »baba schabe, lUtBl. kopati grnbec, lit. kapai Grab — 
I ncnp. kft/teit spalten, graben, iikiiftitn spalten (Nöujmkh, bei Horn, 

I Ntuperf. Etym. ITfi, ISfi).' Und dazu in der Note I: ,Nach Hcnscu- 

I tuxN, Pen. Stitd. 42, gebtlhrt die Priorität Vullbus.' — Man beliebe 

I naehziiachen in dieser Zeitschrift, Bd. ix, S. 388 und 3. 98A. 

^^H Ich brauche wohl nicht 2a versichern, dass ich die beiden B&- 

^^^k jKriiuDgen unterlassun liüTtG, wenn nicht die Namen doT venuoint 



ßchcn Urheber ausdrücklich citirt worden wfiren. 



Rum(mUcft6t in ynoTgiecher Schrifi. — Wi(r mir Hpit IjBO tob 
L0FATIK6XU, Bcisirksinspector des kaukasisehcn Sehulbezirks , mit- 
theilt, befindet sich zu Kutaiü ciu gct^ucktes Mcesbuch in georgi- 
scher Sprache mit dem Wappen der Bagratiden und dem Bildnis« 
Wacütano's vi. Die Unterschnil lautet: 

•S^^Oä*?* 3' (5?l'H!I''^'^l** bjcmfW)S SqÜ^jÖÄjj Bnbogim b|J|jjgoff»|-'3']ficnn()* j]E- 

d. i. ,wurde gedruckt zu Tiflis von der Hand des Druckers 
Michnol Stephane-ftmli [= Stcphanovilä?], Ungro-wlacben, im Jahre 
Dach Obristiu 17I0'. 



208 El£ING MiTTHEILDMaBM. 

Darauf folgeo sechs rurnftoische Verse (ich gebe auch die Wort- 
trennung der Abschrift wieder): 

In lateinischer Umschrift: 

Prekum tSei streini doresk: moSia ae Saze: 
Kind sint intr alte Uare; de nu p[oJt se iazt: 
Si katiei tSes pre mare: batuts' de phurtuna: 
Si roaga pre Dumnezeu: de liniäte buna: 
ASa Si tipograpki: do kertaei spherSire: 
Lauda nentifejtata: dau: Si mulUemire. 
Ueber die rumänischen Drucker in Georgien ist A, Tsaoarbli 
{Tpydu V»- ApxeoAOtutecKato Cbtbsda ei, Tu^AUcn 1881, MocKBa 1887, 
S. 106) zu vergleichen: 

Kl 1 709 r. yae aMaeTCfl KHBroneiaTHufi ctehoki wh TatdHct, Kant 
VJi&.CRVi> memento aiuxi khui-b, npHBeseHHufl HSi Bajaxin. Tenepb 
cnpaniuBaeTCfl : sasafl 6uja npaiHHa BOCTpeßOBamA cxaHKa hsi Ba^a- 
xiH, a He H3t Apyraro Kasoro HHÖy^t M'fecTa? Mu SHaeMi, ^ro xorA» 
KHHTOne^arHHXi, cTaHKOBi «h KoecTaHTHHonojfe h I'peniH eme He 6uaq, 
MocEsa 6uja Aa^eKo, c^t^oB., ocTaBajocL npHBesTu ero U3i Bajaxiu, 
VA^ rocno^apH rpe^ecsaro npoucxosA^Bifl noKpoBHTe.iLCTBOBajH BHHro- 
neqaiHOMT a'^}' ^ .iiiTepaTyp'&, t&hi 6ojte, ^to Ba^axiA 6Lua CTpaea 
XpHCTiaHCKa^, npaBOCjasHafl h ee 6iuo ooechoctr, iio cl KHHrone- 
qaxaHJesi'b saBcayrb wh crpany aaBy» HHOyAB epect. 

Allgemeiner Regel zufolge werden die Tenues durch die harten 
Tenues (die mit Kehlkopfverschluss) wiedergegeben, die AflFricaten 
aber durch die aspirirten Affricaten ; nur einmal t8 in bäiu\i, also im 
Auslaut (und vor Consonant) durch die harte Affricata ^ (f«'). 

H. SCHDCHARDT. 



Sure ullÜHu ear<^i iJalin de akuualia' Kiu k'eug bithe.' 



(Mahäprrtjnäjiäramitä Vajracchedikä.") 

Lo livrc dc diainnnt chur, lumineiix foisant passer 
?i I'antre vie. 

Texte mandchou. 

CborleB do Harlos. 

I. 

Inthouuotiom. 

Le Mandchou uvftit &1&, jusqu'vu vcs dcmicrs toaipti, I'filijct 
(I'uii d^Jaiii KYstüiimliquo. Mais aiijourd'liai In pliipart des itiDol(>|>uce 
rRcnnniutssviil toul« I'litililt^ (jm: pn^sciiU; uult»; latigut; taut ]»uur le» 
itudee de luigiii(>lt(|u<j gt5u^rale que pour ccllv du vliiuuis ut do sn 
litl^rottiro. Aux liiiguUteu «lie fuumit un 8fi<^oimcn prcsquu iiiuqiiu 
du mode de rorinalioii du laugage, parce que tout dans son mi^cuntsnie 
est trans piirctil et »'enpliquc sanä difBcuitti. Aux sinolufCuct), «llu dounc 
un mo^eii dp s'»ss»r«r dii sens <j»e le» Cliiu»!» attiicbi^ut k leurs textes 
ii pour les livreg des vingt derniers siüclcs, uiio iulerprctation digue 
de conüanre, en g^u^raJ. 

Mais les textcs muudchona mia lb la portda dca <!tudiaDts sout 
peu Domtireux ct taute iiouvelle publication de ce genre doit £tr6 

' HoU tnanJclKini randnnl la ■aiMcrit Hahnpr^tkäparamllü : 1n<-ide. irtnlU- 
gtnU flaunt iMUier Jl rautro rive (de* «xinwiiciu) . (ah Tiitfi<ü!ia). 

* Mote eliiuoi« corroipi^ailnnt A. VigraocheJikü at a'lfiai&aat: It Uvre «in»»!«!«« 
dc (tUmAnt; litt: ,fort commo Vnt'. 

* T\tn mtwcril: l,t /midvir da diamanl. iiioyeu iIq ]i*Mer k Tautr« tlva f^U 
Ift grnodo »eiriica. 

WiMiw ZtHMkr. f. d. KoDd* d. UorfCDl. XI. B4. tft 



310 



CnAVLBS DB HaklkS. 



accueiilie avec reconnaissance. Cost poiirqnoi les ^miiiünts dircctcara 
de U Wiener Zeitwhrift ßtr die Kunde det Morgenlandea ont voulu 
recevoir celui que I'on ra lire et qui a le m^rite d'6tre »bsoliiment 
ineonnu^ irttrouvnble et de n'exister en Europ« que dan» nn manuscrit 
toDibe on inn possession Jl y a quelques anni^es. 

Cest la trniluction d'nn texte »Riismt 4dit^ en 1681 par M. 
Müi>i,BK dans Ics Antcdala Oxaniann, ou plutfit d'une autre recen- 
won de ce toxte, rar il pre54>nte nvec celiii-ci des difftSrences im- 
portantes ot ti-iis TiombreiiscH.' on dirtiit aonvent tin autre ouvrage. 

L'ouvragc uri^nal, la Vajracj-hedikiij fiiit partie du Rrand traiti^ 
appcU HahäjirajMparamiiS qui appartient h. la cratp^orio de I'ahki- 
dharma ou indlaphysiqu« CV>»1 im sütra * de I'l^colc dite dii 
Makiyäna vt du bouddhixniu dn Nord, ua petit Iraitc do la plus 
liailtu imporUtnce, parei; qu'il dc^vuloppe le« trois principe« eüsenliols 
dv utittti <icolc : I'lncxiitciict: du» ütrcs particuUura ou rillusion uni- 
verselle, le oui et le noii subsistant d:nis lous, lu d^livrance par la 
coDiuussanec do ccttv vöritö «t le miirite suprfiuie dc culoi qui ruyoit 
les sAtrss, les euaeigue, les propage. Accidentellement on y voit 
önonciüc, ou supposee, cettc notion fondamentalc que ,rcxi9tence 
particuli^re est due au d4tir du la wi«! qui saisit et s'approprie les 
qtiatrc conditions neceasaires, I' individuality (atman), I'existence (sat- 
twa), la vie (ßf^J et la personnalitÄ (■piidytila) et quo la delivranco 
est duo fa I'extinctioii de oe dt^sir, de tout desir*. Tont eeln est ex- 
pliqu^ dans une s^rie de cliapitres qui se d^veloppcnt en nn dialogne 
cntrc Bouddlia et son illustre diseiple Subhftti. 

Lc Kin k'eng Iciuff, on ,VajracchedikA', jouit en Chine de la 
plus haute cstime; les bonzes doivent en fuire leur lecture jonrna- 
li&re ct en enaeigner lea principea avec le plus grand Kfele. Mal- 
hctiroaaemcnt le tout eat telleiiient d^rainonnable que I'etude d'un 
pareil Hvre n« pent que troublcr rinlolligrnre «t faire perdrc lo 
sentiment do i'nbsurde. 



' Oil liM trauvera iii|fiinlJoii ilftna mou dtiiilü lur lo text annfcril: La Vi^tae- 
' Livn üuntaimnl <!«• dijwoun da Üüuilillm. 



Lb uvkb dr »iaxant ot^iR, bto. 



211 



La vcmOD luandcliouc <juc I'on va lire ost accompa^äe d'line 
tr^idiictioii chiuolse, majs occupo la pkce d'hooDBcr. Le iniinuscht 
commence U la premibru pngc k gauche ct continue en allant vers 
la droilo; le chiaois U suit li^ne par ligne coinaie dans tous ies 
livres niAndchous-chinois. 

Cc maiiuscrit comprend qtiatre petite volaiue» tiu Kiueiu d« 
plus de 320 piijJtoR. II 9 litiS copie par dcax zilds bouddhistcs T«'mg- 
itai et Mien-Pang ({iii ae font connAilrc dans uo colophon mis k U 
fin do I'ouvrnge. Le premier, ancicn magistrat, profit« do ees loiwrs 
pour faire cetle teuvre de pidt^. Le second, membru dv la famllte 
imperiale, lni apporta son concours d<i8iot6r6äs6. Tous deux y mirent 
le plus grand soin ct n'äcrivaicut, comme ils nous I'apprennent eitx* 
m^me», (jnapris s'6tre lavd les mains parfaitement. ' Aussi Icur copie 
eBt-elle irr^prot-hable et sans trrata. Ajoutons que le inaudcliou j 
est des plus pni-» et rles pliiR rtairs et donne aiiisi, h ltd soul, une 
id& exacte des prlncipca du bouddliisnie. Son autcur est iticoiniu; 
celui de la traduction cliinoiBe cat le calibre Kumftrnjiva, anieniS du 
Tibet en Chine I'an 405 de sotre ^re. II exjste encore deitz atitres 
traductions, I'une on tib^tain, I'autre en moDgol; co qni pronvc I'impor- 
tance attacli^c h notre Iivto. 

Moire maniiHcrit a nncore cnci d'inltin^sant qu'il contient outre 
lea deux texte» iine introduction exposant le principe fondamental 
du boudilhiüine (■hinni.s et une a^rie de priJU'ßfi pr^paratciires ii la 
lecture du livro cfi le »anacrit so mSIc au mandclion, ct la ginio de 
la terro deti nnciens Chinois est iiivuquä en mom« temps que las 
saints bouddKiquefl, selon I'eclcctismc cliinoin. 

Ju n'un dlrai pus ditvantiij^C! ; ju puiute avoir doimri Ions les 
rcnscign omenta preliminaircs do qnolquo iinportanco. Aliordonfi main- 
tenant notre texte. 




> IIk ; «mployi^raiiL doiix unit vt )ilu>: U Ä IG d« Tlw Kmirg on 1834 h 19110. 



16» 



212 Charles de Harlez. 



Amba sure ulhisn oar^i dalio de akönaha mujilea daiara King.^ 

Tooaengge bulekue'ere Pusa doro i yabun s'umin ojoro jakade, 
sure nlhisu cargi dalio de akonaha bi. Erindnri sunja bacin jooai 
untuhun seme genggiyen i bulekus'efi, yaya jobocun gasban be 
doobumbi. Sure merkingge beye, boco untuhun ci encungge akö; 
untuhun boco ci encungge akö. Boco uthai untuhun inu; untuhun 
uthai boco inu. Aligan gdnigan yabun ulhibun be, inu ere songkoi 
dahöbuha bihe. Sure menkingge beye ere yaya doroi arbun untuhun 
de, banjirak6 mukiyerak6 nantuhörako bolgorak6, nonggirakß ekiyera- 
k^ngge inu. Tuttu untuhun i dorgi de boco ak6; aligan gönigan 
yabume nihibun akö, Yaaa a'an oforo ilenggu beye goniu akö, boco 
jilgan wa amtan tanggalan akß, yasa i jecen ak6 bime, gönin ulhi- 
bun i jecen akö de isibuha. Mentuhun akö inu mentuhun akö de 
akömbuha, ede sakdan bederehengge akö bime, inu sakdnn bedere- 
hengge akö de akömbuha. Jobocun tokton mukiyen doro akö, sure 
akö inu baha ba akö. Ereci bahara ba akö turgun. 

Butisatu sure ulhisu cargi dalin de akönaha de dahame ofi, 
tuttu mujilen de tatas'ara suicuka ba akö. Tatas'ara suicuka ba akö 
ojoro jakade, goloro gelere goro obure aljara fudarara, forgos'oro 
tolgis'ara gönire ba akö scre anggala, naranggi nirvana de bedererabi. 
Jalan jalan i yaya Fucihi, sure ulhisu cargi dalin de akonaha de 
dahame ofi tuttu dele tob sara tob ulhire doro be bahabi. Sure ul- 
hisu cargi dalin de akönaha turgun de sahauggc erc amba sengge 
tarui, ere amba genggiyen tarni, ere dcle akö tarni, ere tangkan 
akö i jergi tarni de eiten hacin i joboeun be bederembumc mutefi, 
unenggi jalanggi untuhun akö bihe; tuttu ofi sure ulhisu cargi daUn 
de akönaha tarni semc gisurehebi. Uthai taini i glsun gisureki 

Heti Ileti boro heti 

Boro seng heti 

Buti sa suwaha. 



* latroduction des deux rädacteurs du maonscrit. 



Lb UVBB DB UIIHANI' CLAIK, Bl-C. 



21S 



Doro eldeDf;ji;e ijuwun nin^guci aoiya, fulgiyAii bonio (ping $'in) 
nadati lii^ai saio invnggi Je. 
Hujilcn ukdAÖ s'ubisu 

Telling tclini 
Uksuii Miyan pang 
Qala obofi, ^ingguleme aralia. 

Sure alhii-a cargi dalin de akSnaha Kin k'eng king. 

/. Kin k'tnij khtg tucibume bmnngge.^ 

Aikabadi; iii^'u.lnia Kin k'eii» king be Alioic gAJfi tuwakiva- 
rftDggc bici, ncncmc uruiiÄkö uncng^i niHJileu i nnggn W bolgomirc 
tami be hölafi, »mala ja! jakön Kiu k'eng duiii Pusa. i geba colo bo 
tucibtuuo baitne obodc, bisirelo bado daruhai daliiuc kartnotnbi. 

//. Ängga he bolgomire tarnl. 

Surj Siiri! Mahn Suri! Sil Siiril Suabal 

///. Ilan httita bß hoigovüre tnrni. 

Om! swabava »utrn! sarva ilhnnTia! 

IV. Cihangga iofrc tucibnre gisun. 

Ilan Jalan i wesibuii da henggis'eme, juwan ergi Fiiclhi i hese 
be diihaki. — Hi tc ambapanio cibanjrga balie tiiciliufi crcr Kin k'eng 
king be tuwiikivuiuo, dergi d« duiu ujen, kesi de kanilaki, f«jergi 
de ilan jug<in t jobolon bc aitubuki. Aikabadc saburv dunjironggc 
liii'i, geiuu tob dory i iimjüea be lucibume «re «mgeri karulara belobe 
wujibuinc, tun i »vbjilcro gurun du baitu banjinaki. 

V. Yun-lto lean i gisnn. 

Adaraiite balifiH JHl;rttn gulmin i Kin k'cng ni gosu bcvc cfurc- 
rakö. Jai ui lur>;uii Kul;;:tbim de akduii bi-ki aiuba liüsiiii bv babamr* 
£rc king de adamnic dubcntclc cargi dnlin do isinara babc buyercnggc 
Pucibi narlic^n sonilsbön be neileme, gcreu ergengge i jatln badarnin« 
bame gisureroo, 

yj. Khig hfi ntihe fti. 

Kreci wcaihiin iikfl, umeai s'uroin narh(\n ferguwi-ciikc doro, 
tanggC minggan tumen knipa de serne uc&raburo mangga. Bi te ba- 

* PrUrM prAparatoiro* k U loftnra. 



S14 Charles ds Hablbz. 

hafi sabaha donjiha alime gaiii tuwakiyarabe daliaiue Julai i unenggi 
yargiyan i jurgan be sure be buyembi. 

Vajraechedikä.' 
Sure nlhisa cargi dalin de akflnaha Kin k'eng king. 

7. Doroi acaha turgun i dertbun, ubui ujun. 

Ereni mini donjihangge. Emu erinde, Fucihi, She-wei gurun se- 
shu mooi, segudu yafan de bifi, amba gelong sa, emu minggan juwe 
tanggo susai niyalmai emgi isafi, tere fonde S'i-taun buda i erinde 
etiiku etufi bojon be jafafi, She-wei amba hoton de dosifi jeterengge 
be baime, tere hoton i dolo, ilhi aname baime wajiba manggi, amasai 
du bade, bederefi budalame wajifi etuku bojon be bargiyafi, betbe 
oboho manggi, teku sindafi, tehe. 

//. Shan kiyan Haß hatha, ubui-jai, 

Tere fonde Tehang lao Subuti, isaha feniyen de bifi, uthai 
teku ei ilifi, ici ergi ulhi be multulefi, ici ergi tobiya nade niyak6rafi, 
giogin arame gungneme gingguleme, Fucihi de ataha gisun: Jalan 
de komso S'i-tsun, Julai, geren Pusa i gonin be karmara mangga, 
gerenPusa be tacibun afaburc mangga. — S'i-tsun! Sain be yabure 
haha, sain be yahurc hehe dele akö tob sara, tob ulhire mujilen be 
deribuci, adarame ilibaci acambi, adarame tere mujiten be eberem- 
bime dahabuci ucambi. Sehe manggi Fucihi i gisun: Sain kai, Sain 
kai Subuti sini hcndnhc gisun i gesc. Julai geren Pusa i gonin be 
karmara mangga. Si to kimcimc donji. Sini jalin gism-eki. 

Sain be yabure hahu, sain be yabure hehe dele ak6 tob sara 
tob ulhirc niujilen tucibuki seci, giyan i ereni ilibume ereni mujilen 
be eberembume dahabuci acambi sehe. 

Je iiui. S'i-tsun cihangai urgunjeme donjire be buyere. 

///. Amba doro, toh tacire, uhui ilaci. 

Fucihi Subuti de alamc: Geren Pusa mohosa, ereni mujilen 
be eberembume dahabuci acambi. Bisirele eiten geren ergengge i 
hacin umgan de banjihanggc ocibe,tebkude banjihangge ocibe,derbehun 
de banjihangge oeibe, köbulime banjihangge ocibe, boco bisirengge 

' Version ... du texte Banscrit. 



Le LIVBB DB OUUAKT CLAIR, KTC. 



215 



Mibe, boco dkÖQggä ocibe, gouin bUtrengge ocibo, goma akönggu 
ocibe, göniri bisirengge waka ocibe, gönin aköngge waka ocibe, bi 
gemu fiiucvu ako nirvan de dosimbuli mitki^cbume doobumbi. Erciii 
kcmuD mi^'alin akd^ toD nkö, jeceii akö i geren ergeLgge be muki^'e* 
boiae dooburc de yarglyan i geren crgeugge be luukiycbamc dooburo 
dc, yargivuu i geren crgeiiggc balinfi mukiyebume doobiiliatigge ak». 
Ai turguQ tcQi, . Subut! . . Atknbadc Fasa dc beyci arbun, niyntma 
i arbun, g«rea ergengge i arbun, Jalafuiiggs i arbuu bihede, uthai 
Posa waka ombi. 

IV. Ferijumecukt yabaa HtnjnrftkC, ttiwi iluici. 

DahvDio Subuti do alarue; I'usa i doro dc giyao i ilitijarnkd 
s'eleme bure be yabaci acambi. Ere boco de UiiijarakÄ s'eleme bure, 
jilgan, wa, amtaiu, ttinggnlan doro dc ilinjara s'elomc burc be hcnduhebi. 

Subuti: Pusa giyuii i uitu a'eleme burae arbun de Uinjaraci 
acambi. Ai turgiin scci. Aikabmle Pn»a nrbun de ilinjnrakd s'elcmc 
burc uci, lerf bütiiri erdciuu be koiuueiiic bodoci ojoraktV Subuti 1 
Sini gdnici de at scnibi? Dcr^i crgi uataiiun kumdu be kemnenie 
bodoci ombio akfiu? 

Ojorftk<1 kai, S'ttsun. 

Subuli! jiiiergi vvargi »margi ergi diiin bes'en dergi fejergi un- 
tuhiii) kiuii<lii bet kniiiipiiic boiloi'i oiiibio akAn. 

OjorakO kai, S'itsiiii. 

Subati. Piisa arbun ilinjnrt s'eleme btirnngge akft böturi erduinu 
uttii. Kcnmeuie bodoci ojorukß. — Stibuti. Pusa datnii erei tacltua]ia 
Roiiggo ilinaei acambi. 

V, Giyan he dnhnme, tjtirgiynit i tnhure, uhui runjttct. 
SubuH. Sini gotiiii de ai sembi? beyui arbund« Julai be Bubuci 

oiabio, akon. 

Ojorakö kai, S'i-lsun. 

Berei arbun de Jului be bnlinfi »abiici ojnrakö. — Ai turgun seci? 
Julai i giBur<>ngg(! beye i arbun xeliffngg«^ utlmi beyei arbun waka. 

Fucilii, .Sitbuti de nlanie: ll^iten urbuii bieirclen^e gemu un- 
tabun tfts'an. Aikiibade L'creu arbuu be arbun waka seme saci, utbai 
JuJat be sabuiubi. 



sie 



Charijes du Hahuss. 



VI. Toh akdun hisirt kovato, ubni ningguri. 
Sukuti Fucihi do alalia ^auo: S'l-teun. Oereu evgunggG orei 

peuruhe lienilulic Byclon psuii be babnfi donjüialia de yargiynn-i 
akdarangge mujuk<l liio aktin. 

Fucilii Subnti de alimc: Unie ere gisun W liendure. Julai maki- 
yehe itmiilia, auiaya sutijii Iüujikö aniy» de inaciLi jefefi hflturi arar» 
uree biti, ere fiyelen gieiiii be nkdarn iimjilon baiiiic, crcb« yargiviin 
8©nio saci, er« gese ciyalma cum Fucihi, juwo Fucilii, ilan, duia, sunja 
Facihi de sain fiilelie iiibidiangge wska. Aifiiii vi ton akfl ming^n 
tumäD Fucilii bade ilibubu batriDjti^a »aiB TuWlie bibe be s&ci acitmbi. 

Krr fiyelen gisun he donjiti, emu gönin j cib semc akdaß, hib- 
seniifigQ bibodo, Subatil JnUi gcmu same gsmu. snbuinc oti, er« titala 
geren ergengge i ore gese jeccn nkfl lifltari crdcmu bo bahambi. 

Ai tarjriin seci? l">e ut«la poron «ri^eng^e uiuai baye i arbuu, 
niyalma i arbiin, gercn crgeng^ i arUuii, jalafiingga i arbim aki*», 
doro i arbuii akA, inu doroi wnka i arbun akö. 

Ai tiirgun seciV Ere utala gercn ergunggc, alkabado iimjilea bc 
»rbun i gaici utbai beye niyalma gereii ergen^e Jalafmigga de 
dusimbt. Uttu oü, doro be gait^i acnrakA, doro waka b« gaici aca- 
rakö. Erc jtirgim i turguii d« -lulai keminn giBiirL"hi'n;j«i:L', «un'oiii 
jergi gt'Iuiig Sil luiiü alaha dorn bc; i'nse de diiibidelic adali bu äaci 
acauibi. Doru bc boiio woliyaL-i acara bade, doro waka bo ai beiidure? 

VII. Bakaranijijii akv ff teurer cv ff ^e ak6, ubni nadad, 
Subulil Siiii güiiiu do ni sciubi? Jitliü dclu ukö tob eora, tob 

ultiiri: doro liu balia »<;mct», Juki iloro br giKun;be bi semuo? — 
:Siibijli bcnduiiie: Aikabad« bi Fucilii i gisurelm jui'gan be siinie 
ohodtf, tuklobuha doro ak» bc Jclu aki% tub ^arii, Uth ulhire doro 
seuibi. Jubii de inu gisurcc! acara toklobuba doro akö. — Ai turgun 
aeci? Juki i gtsurebe doro geuiu gaici ojorakö, gUurcci ojorak^, doro 
waka diiro waka waka. — Terei tiirgiiu adaraim? Hori. Yaya «n* 
duringgo mergose gemu fns'ä'ßTi iikö doro be, jt-rgi ügaliabi. 

VIII. Doro br. itafinß turimf. haivia, uhni jaköci. 

Subuti! Sini gönin de adarame. Aikabade niyalma ilan minggan, 
nmba minggan jalan i bade nadan boopai bc jaluinbnfi, e'tdcine buredct 



Lb ijthb dk oiauaxt claik, etc. 



817 



Uaila balmdc, uru niyalmai buha höturi erdcmu be maka ambula 
de obumbio akön? 

Subuti lieiiilumu : mtyakü auibula kai, S'tUiin. Ai turguD eei'i? 
Er« liöturi erdemu utbai baniUii briluri erdeuiu waka 06, tuttu Julai 
höturi ci-dcmii be ambula seme gisurchcbi. Aikabadc gcli nivalma 
biti, ere kitig iii dor^inggc h<^ »time giiiü tiiwakivära, Jai iluiii glma 
j gi i jergi de ioibume gfiwa niyalrani jalin giaururo ohodc erel bSturi 
tercci wesihuQ. Ai tur^iin sod, Sabati. 

Bitcn Fucibi jai geren Fucihi, dele akö tob eara, tob ulliirc 
doro, g«mu ere Kiiigci tiidmbi. ^uhiiti, Fticihi i doro sehcnggo, uthni 
Fiicilii i doro wuka. 

IX. £mu arbuii, arbnn akö, ubui uijurt. 

Sitbuti! gini gr^nin do adaraine? Sui'luban iiii güiiiti do bi sur 
t&bau i s'ailggan be bahubi sori, balmmbio »kn. 

Subuti henduine: Akö kai, S'i-tÄiin. Ai turguii seci. Surlaban 
gebu lie jergi de doaika Bodbe, dosika b.i akö. Hoc», jilgan via 
amtan tunggnlnn doro dc doüinikönggo he. stirlabaii <tenibi kiii. 

Subuti 1 Siiii göiiiu d« adaramuV Sakertagama iui göniu do, bi 
lakurtagama i »'HTig-^ua be baliabi auiue göuiinbiu aköii. 

Subuti heudume: Ak6 kai, S'i-t«un. Ai turgun boci. 

äakürtaganiu gL-bu dc cmgKri geiiciubi jiuibi secibc, varglvau 
i genobe jibe ba ak'^ugge be sakcrtagamu seuibi kai. 

Submit Sini ^«iiin do adiirumo!.' Ann^aina, ini ^ftnin de: bi 
anagnma i s'nnggnii be baliabi nmiic göiiimbi» nkim'/ 

Subuti lioudunie: Akü ka.i, S'i-tetin. Ai turguu aeci. Auagiiuia 
gebu de jiderakö sccibe, yargiyaii i jidentkö ba akön^e bo ana- 
gamu ecmbi kni. 

Subuti! Sini gßnin d« adarame? arlion iui gAnin dc: Bi arlion 
i doro be bnhahi seme gi'tninibio ilkön? 

Subuti Iicudunie: Alsn kid, S't-tsmi. 

Ai tnrgiiii »eciV Yftrgiyaii i dni-u liiti arlioti aerenggo ok«. S'i- 
tsuu, aikabadc arlion ore gitiiiii do, bi nrboii i dnro bo bahabi scd, 
uthai beje, iiiyalinn, geren ergengge jalnfuiigga de dosiinbi. 




CuARI^IIS DB HaBLKX. 



S'i-lsunl Fiicihi mimbe tcms'en ak/^ jinggini ilia be baha. Niyal- 
mai dorgi umesi uju jcrgi de ombio scfaeugge. Ki-e utboi uju jcrgi 
baye ci aljaba artioo Inu. 

S'i-tsun! Ei «re gänin b« duribiirakri ocibi biiyi*n ci alj&ha arlioa 
inn. S'i-tsiinl hi, aikabade ©re pontn be dcrilmfi, bi arlion i doro 
be iKiliab! spci, S'i-tsnn Subuli be nrlion i jabun fie aniuraii niiipffe 
scni« gisurcrakü bihe, Siibuti be yarffivan i yababa ba ak« seme. Teni 
Subuti tieiiie gehii1e6, srbnn i rabun be buyehenggR Kebebi kai. 

-V. fialg» bahe miynmi'me dasatara, ubut juicanci. 

Fucihi, Siiliuti lie fnnjfme: Sini gönin ün ailaraniu? Julai suibeni 
J&tcag Kucilii i jakade iloro dc aikan balift babio akon. ^ Ak& kai, 
S'i-t»un. Juki Ja:eng Fiii-ihi i jafcarle bifi doro de yargiyan i bahaba akc*. 

ilfubtiti aini gönin de adatameV Pusa Fucilii i babe uiiyamime 
danataliabio aknn ? 

Ako k&i, S'i-tsiin. Ai turj(;un scci? Fut-ihi i babe miyamiino 
dnsalaTiibi scrRnggp, iitbai niiyamimc dasataranggi! waka ofi, cn-bc 
miyainimo dasatarangg«; sehebi wtbai ofi. 

Stibuti gerpti Pusa^ luobosa giyan i I'lvni gcitiggiyun bolgo mu- 
jilun baiijici acambi. Boco de miijücn bajfi iliiijaci acarakcV — Jilgan 
wa aintan tunggalan doro do nuijilen banjiti ilinjat-i afaraku. Giyaii i 
iliru ba akö i mujilnn baici aesiiibi, Siibutil duibulcci, vmu Dtyulma 
bcyt? Sioi-mi ükan aüii i waiig iii adnii, eint gtitiin de ai senibi ere 
beycbe amba scinlfiu aknnV 

Subuli i gisuii : Mujakö amba kai, S'i-teun. — Ai tui:gun sect. 
Fueilii bviiduhi;: llcyc waka sclii^nggc bu t«ni amba bcyc subcbi. 

XI. Ftu'a'an ako t hoturi lotaikun, ubui Juan emucf. 

Subuti, ojkubudc Cicng(;a bira i doq;i bi»trc yuuggau t too, ero 
yonggan i Oengga bira de teherebuci, sini g«\iiin do ai 8embi? Ere 
gvrcii fiungga birai yoiiggan hn ntakn labdu ubumbio akön? 

Sul)ii(i jaburo: Mnjakö labdii kai, S'i-tsiin. Ofiren Ocngga bira 
bono tun aktl labdn bade, tertd yoitggan \w ai hendure. Subuti! bi 
tu uiicnggi gisun b(? sinde alara; aJkabado sain bo vaburo haha, 
isia be ysbure hehe biti nadan buobai be tere Gengga birai yonggan 



Lh Lnnu nB diahaiit cum, bto. 



219 



i ton di; jalukiyAltuti, ilaii mingfisn, antba minggao jalan i bade, 
s'eleio« bure be Wiulnci, Italia h^turi labdu ombio akön? 

SubutL jabumc, mujak«) labdu kai, S'i-tsun. 

Futilit Subuti di< alam« ; uiUabudu ssüii be yabiire haba, pain 
bft yabiire hohe, era kitif,' i dörgi, duin gisiin i gi i jergi de isital& 
alioiL- gaili tuwakiyiira, gnwa iiiyalma i jalia giaurere obode, ere h«- 
hiri crdcion ncncbc b&tiiri crdcmu ci wc$ibuu. 

Xlt, Toh iacihttfun be weeihuUme ujelere, ubai juwanni juw*ci. 

Dnhömc Subuti de alnme. Ere king be duin gisnn i gi i jergi 
iTc isltula ilahafi ^Isureme inutereni^ge bici, ere ba i eiten jalan i 
dorgi abba niyalmo asiiri »a, gemu giynn Fuoihi Kubnrgan DiivAo i 
sdali gangneme jaktere be saci acam bade, ulyalma biti yootii ali'me 
gaili tuwnkiynra h«11amc s'ejüomo muterc bs ai beadure. Subuti ! en- 
teke oiya-bna umesi wesibun uju jergi jalan de kamso, doro be 
ibure bo »nfi ombi. 

Likabade ere king bitlie bisire ba oci, titbai FucUii bisire ba 
adali. S'libiaa iijelerae wesihuleci acainbi. 

A'///. Doro ha dahnmt alime gatß tatcnkiyara, ubui juwnu ilaci. 

Tere fondc Subuti Fiicihi de alabn giaun: S'i tsim, ere king be 
atlamiuf gebulL'ciucuinlji? Mimbti ndarauie giuggidetue tiiwakiyasembi. 

Fiicihi f^uUiiti do «IntiiP. Kro king ni gebu be sure iilliisu i;i»rgi 
dalin de nkönaba Kt» k'eug king senibi. Krc gebu colobe, Si ging- 
guteme tuwakiynci ai>aitibi. Turei titrgiin adnrauie seci? — Subuti 
Fucihi i bendulie: Sure ulbiaii rargi daliii de nkönalia aebongge, utbal 
sert" ulbiwi cnrgi dalin Aa akimnbangge waka be. Sure ulhisu cargi 
dalin dn aki'mnba gebu tiiiTtibi. 

Subuti! sini gi'itiiii de »dnranm V Julai diiro be gisurebe bnbio nkön. 

Subuti jabuino: S'i-t«unl Julai gisarehe ba akö. 

Subutil sini gniiin de adaratue'? ilan luinggan jabm amb» jalan 
i bad« bisirctc oarhAn buraki be labdu. sembio akonV Subuti jabuuie: 
Mujnkft labdu kai, S'i-tHnn. 

Subutil gcrcii uarb^in buraki Julai narbön buraki waka achengge 
be narh'An buraki i g«bii setnbi. Juki i hendube: Ja.lan i dorgi 8e< 
beogge, jalan i dorgi waka be jalan i dorgi waka schcbi. 




220 Charles de Hablsz. 

Subuti! Sini gönin de adarame: gßsin juwe arbun de Julai beye 
be sabuci ombio akoD. 

Ojorakö kai S'i-tsun; gosin juwe arbun de Julai beye be babafi 
sabuci ojorakö. 

Ai turgan seci? Juki i gösin juwe arbun sehengge, uthai arbun 
waka be gösin juwe arbun i gebu sembi. 

Subuti aikabade saiD be yabure haha, sain be jabure hebe 
bifi Gengga birai yonggan de teherehe beye ergen be e'eleme bure 
aikabade geH niyalma biß ere king ni dorgi duin gisun i gi i jergi 
de isitala alime gaiä tuwakiyara göwa niyalmai jalin gisurere oci, 
tere hoturi erdemu inujakö labdu. 

XIV. Arbun ci aljaß cib seme muktyere, ubut jiiwan duici. 

Tere fonde Subuti ere king be gisurehe be donjifi jurgan i 
jorin be s'ume ulhire jakade, acinggiyabufi songgome yasai muke 
tuhebume, Fucihi de alaha gisun : Jalan de komso, S'i-tsun ! Fucihi 
i henduhe ere gisun umesi s'umin king bitbe be. Bi seibeni ci baha 
ulbisu yasa de ere gese king be bahafi donjilia ba akö. S'i-tsun! ai- 
kabade geli niyalma bifi ere king be bahafi donjime, mujilen akdafi 
genggiyen bulgo ome uiuteci, uthai yargiyan arbun banjinambi. 

Ere niyalma i uju jergi jalan de komso gung erdemu be s'ang- 
nabure be saci ncambi. 

S'i-tsun ere yargiyan arbun serengge uthai arbun waka ofi, 
ere i turgun de Julai yargiyan arbun i gebu seme gisureliebi. S'i- 
tsun, bi te bahafi ereni king bithe be donjilia akdafi sume alime 
gaifi tuwakiyaha be mangga sere ba akö, Aikabade jidere jalan 
amaga sunja tanggö aniya de tere geren ergengge ere king bithe be 
baliaü donjifi, akdafi sume alime gaifi tuwakiyara oci, ere niyalma 
uthai uju jergi jalan de komso ningge ombi, — Ai turgun aeci? Ere 
niyalma de beyei arbun, uiyalmai arbun akö, geren ergengge i ar- 
bun akö, jalafungga i arbun akö. Terei turgun adarame seci V Beyei 
arbun uthai arbun waka, niyalmai arbun waka. Ai turgun seci. Eiten 
sere arbun ci aljara oci, uthai geren Fucihi sembi. 



IiB UVKB DB DIAMAHT CLAIR, BTC. 



221 



Fucihi de aliuiiK: Uttu inu, uttii tnu. Aikabadu pel! ni^alma 
bifi ero king be baliafi donjiti golorako gc]crak6 olfaorakö oci, caUkc 
ui}-alma jaUn de umesi kuiiiiu) be 8cci acambi. Ai turgun Mvi? 

Sabuti Julai i hendubc: SucuD^a cftrgi dftliu dc akoDtiba 
aahengge, utliai üuciiii^ga cargt duUu de &k(iuahaiiggti wuka be. Su- 
cacgga eoi^idalin dc akünnba gcbu scnibi, 

Suliuti giruL-uu be kiriuic curgt dnlin de akÖDubangge Julai 
i hcodtihc, girucun be kirimc oargi dnlia de nkAntihangge waka be; 
ginicun lie kirime coi-gi daliii du akfumha gcliu aombi. Ai turgiin 
Mci? Snbuti, hj seibcni Kniinggn i wang de teisiilebnfi mini beyebe 
gartame delbebultedc ; bi tere foude heyv 1 arbun aU«*i', ntyalnui i ar- 
bun ak<^, gereti ergenggc i arbun akii, jdlaiiinggn i nrbmi akn bihc. 
Ai tiirg'un seci? Bi setbeni jalan jabLii giirmibtibu, fuude, aikabade 
bey«i arbiiD, nij-alinn i arbun, gor»n crgeDggc i arbun, jalafimgffA i 
arbun bibcde koi'socnii, soyocun banjici acnmbiho kai. 

Subuti, bi ^r>li gönici; diilnU» diiin tanggö jn.l»n d« ginioun be 
kirim oudiiri uh« fmidn, tiTP jalan do \ivye i arbiiii akü, niyaliua i 
arbuu aki'i, güi'ün urgenggü ! »rbuii ak^V Jidafuiigga i nrbiin akö bih». 
Uttu 06 Subuti, l'u»a i rjtcn arbun ci aljali delo akß tob sara tob 
uUiire miijilea be deribuci acambi. Hoc» de imijilen baili ilinjaci 
acarako. Jilgan wa amlan tungi^alan doi-o dc miijib^n baiti iliujai^i acarako. 

Oijrai] i tliiijura ba ukö mujilL'u baiijii-i ararukö. Giyan i ilinjura 
bs akö mujilcD banjici acauibi. 

Aikabfid» mujiluii de iliiijara ba bici, iitliai iliiij&rangge vraka 
ombi. Uttu oti Fiiuilii i bendulie: l*\xsü i mujilcn bot-o de fi'clcmo 
bufi ilinjaci acarAki'i. Snbuli! Pu»a eilL-ii gorL-ii org<!nggC' jaliii, alsi 
tus« ariki-a turgun do giynD cicni s'clcmc buci acambi. Jului i hcn- 
dabe: ciie» gereii arbun be ulhai arbun waka auiubi. Qeli heiid- 
abenf^«! Eitcn gcren crgengge uthai gcren crgenggc vrako gobcbi. 

Subuti, Jutai uijenggi be gisiirebeDgge,yargiyan be giaureheugge, 
finleko b« giKurehcngge, holo akd be gisiirckengge, cncu akd be 
giflOrelioaggc. 

Subati [ Julai i baha doro sehengge ere doro do yargiyan akA 
untiibun aki'i Subuti! aikabade Pusa i mujileii doro de ilinjafi a'elemc 



CllABMSS DB LLuUJU. 



bure be ya1>iici, alhai niyalma farliAn rle dosika de iimai enhurakrl 
adali. Aikabade Pti&a i toujilen iloro de niyalma be ^eniu same eo- 
tek« niyalma be gemu sabume oti gemu ton akf>, jecen »kA gang 
crdoma bo bahafi e'anggabunilii. 

XV. King be tuwaiciTfara erdentu, uiui to/ohoci. 

iSubuti! aikabade eaio be yaburo haba, sain be yabure bebe 
bi£, tuktan s'un tuuirc eiia <te, Gengga birni yonggan de tetcrcro 
bcyobc »"deine ilinjirakö s'cknie biu-e b© yabuci, athai niyabaa de 
yasa bifi, a'un i cldon gcbim «idukc dc liacin hai-in i bocu be sabui-e 
adali. Subuti amaga jahm de aikabade «sin be yabnrc baba m'ta be 
yabiirc bi;hc bifi ere King lit.' alimi; gaifi tuwakiyamc hölanie sVjilerae 
mutobe do utbai Julai oB Fucibi i mcrgeu sure de, onU'kc burc 
inenggi dulin tob crin tie guU Gcugga bira i yonggun its Ichcrcre 
bcyebc s'eleme buru, yamji s'un luberc «rin de, ineku Gengga birai 
yonggaii di; k-bcrerc beyebi; s'clemi; bure eri;ni tob akö tanggu, 
Diinggan, tiiiucti jalaii dc isilaia bByobo s'uieiuü hxiro d«; goli niyalma 
biti ere King bitbc bu doujili, luujÜeo de akdafi fndurakö ofaode, ere 
bfittm tereci wcsihun ; bitbcleme arafi nlimo gaifi tuwakiyame bölame 
s'ejileme, niyulma i jalin same giisurure be ai bundure. 

Subuti! oyonggo be gi«ureci, ere King be gGnime gisureci oj« 
orakö, kemneme bodoci ojorakö, jtrccii akö guiig crduuiu bi. 

Jutai aiubn doro be geltikelcoic, wsd jaliu gisurebebi. Umcsi 
wcsibtm doro be getukeltre ursoi jalin gUurcbcbi. Aikabadv iiiyaliim 
bifi. nlime gaili tuwakiyara bülamc 8'ejiEcmc niyalma i jalin bada- 
rauibiime gisui-cmc iiiutvreng^e bibedß, Jul»! ciitcke niyalma be gemu 
same c>nlcke niyaliua be gomn snbnme oÜ, geiun bodori ojoiakö, 
kemneci oJorak<>, jcccn akö, göuiinc giäureci ojorakö, gung erdoma 
be babafi B'anggnbnnibi. 

Ere jcrgi niyalma oci utluii Julai i dclc akS tob &ara tob allilre 
darobe alime gaiba adaii kai. Ai lurgitn »rx-'i'i Snbnii! aikabade ajige 
doro de amnran oü, bcye bc saburc, niyalma be sabtirc, goren orgengge 
bß saburc, jalatimgga bu «abttre de doHJre oci, ntliai ere King be 
donjime alime gaifi hfilamc s'ejilemo, niyalmai jalin 9ume gisureme 
mntcrakö de ombi. 



Lb UTA« DS DUUjIMT CLAnt, BTO. 



223 



.Siibuti! Kisircli: liadc, aikabndo ere King biliedc, citen jalan 
i lior^'i de abka, niyolma, atJunHS, ssin i jukteme doboci aeambi. 
t^c Lnbc ntbai subargan ubuiuu, gcmu gtyau i gungtiumc ging^t^me, 
doro arauic s'urdemc toi'home liaciugga ilba liian be ere bade soci 
ibi. 

XVI. Dnh6me äiibiiti de olarac: aikahade »lin be ynbure haha 
eaio be yaburu tuho, ere king bo alima gjitii tuwakiyami: Ii61aru 
s'ojilere de, aikabade uiyalma de weihukelebiim« fusilidlabuci, ere 
Diyalnu ceueh« JilIjiii i weite aui giyaii i ehe jugöu tubcnecl acam- 
bihe. Te i jalan i niynliiut de weihitkelebunie fusibc'dnhiiliR tiirgiin 
de neoehe jalan i wcile aut be utliai geterembiiin« mukiyebuli, giyan 
i dele akfi tob sara, tob ulliire doro be babaei acambi. Subud! bi 
diilcke ton akö aaaiigga i jftlan be gäaici Ja» teiig Fucihi 1 Julori, 
Jakän taaggö duin niinggan tumen buyiiti niyiit, geren Fucibi be 
babaR ucarafi, gemu gingueme jukteme aliti n-eileme, untuhun dule- 
bubangge akö bibe. Aikabarie geli niyalraa bifi. amaga dubei jalan 
d« ere King be alime gaili tuwnkiyame, bölamc s'ejikme Qiuteci, 
balia gmi-r erdemu mini germ Fucihi be giingneme juktehe gung 
erdemn tangg(> nbu do emu ubu de iearak« sere auggala, mtnggan, 
tuRien bujun i ubuci bodome tolome jcrgileiae tcisulrhe do iaitala, 
iiiti «mt^aiub muteruki). 

Bubnti ! Aikiibad« sain be yaburc haha, sain be yabnre hebe 
amaga dubei jalan de ere King be alime gaiü tuwakiynme hnlara 
sejilcrvnggc bihedi; baha gung ordcinu be, bi alkabadc ynngkiyaoio 
gisoreliode, emcmu niyalnia donjiti, mujiien utbai balai farfabufi, dobi 
gc86 kcii«hunjcmt: akdamki'ingge bi dure 

Siibuli ero King ni jurgati be Lodunio gisureei ojorakfi be aaci 
ttiwiiubi. Uncnggi karuUra bi-. inu bodonic ginurt-ci ojonikfi. 

AT//. Duhentete hntje ak6, «Jut jutean nndae.i. 

Tere fondc, Subiili, Fucibe de aUlm gisun : S'i-Uunt Sain bo 
yabiire baha, sain be yaburc Iiebe dele ak/l lob sara lob ulbire iim- 
jilen bo dirrilmci, adaraine ilinaci ucainbi, ini mujilcn bu adaranie 
eberombiime dahabuci acainbi aebcidp. Fucilii Subuti de alame:Sain 
bo yalmrt! Iiaha, sain be yabure hcbo, dele akA Uib »ara tob ulhiro 




334 Charles de Hablbz. 

miijileo be deribuci seci, giyan i ereni mujilen banjibuci acambi. Bi 
yaya geren ergengge be mukiyobume doobuci acambi. Yaya geren 
ergengge be mukiyebume doobame wajihabime, geren ergengge be 
yargiyan i emke seme doobuhakö bi. — Ai turgun seci? Snbuti! ai- 
kabade Pusa de beyei arbun, niyalmai arbun, geren ergengge i ar- 
bun jalafungga i arbun bibede utbai Pusa waka ombi. Terei turgun 
adaramc seci? Subuti yargiyan i doro bifi, dele akö tob sara tob 
ulliire nmjilen be deriburengge ak6. Subuti I Sini gßnin de ai sembi ? 
Julai Jan teng Fucihi i bade doro biti, dele akö, tob sara tob ulbire 
doro be bahafi bio akon? Akö kai, S'i-tsun. Bi Fucihi jurgaa be 
sume ohodc Jan tcng Fucihi i jakade, doro biti dele akö, tob aara, 
tob ulhire, doro be bahangge akö. Fucihi i gisun : uthai inu ; nthai 
inu. Subuti! yargiyani doro blli Julai i dele akö tob sara, tob ulhire, 
doro be bahangge akö. 

Subuti! aikabadc doro biß Julai dcle akö tob sara, tob ulhire 
doro be bahangge bici, Jan tcng Fucihi uthai mindc temgetu ejehe 
bufi, si jidcre jalan de giyan i bahafi Fucihi ombi, colo Slkemuni 
Fucihi serakö bihe. Yargiyan i doro bifi delc akö, tob sara tob ulhire 
doro bahangge akö ofi, Jan teng Fucihi teni mindo temgetu ejehe 
bufi gisurehengge : Si jidere jalan de giyan i bahafi Fucihi ofi, colo 
Slkemuni Fucihi sembi. — Ai turgun seci? Julai sercngge uthai 
hacingga doro ere jurgan i gese, aikabadc niyalma bifi Juki be 
dele akö tob sara, tob ulhire, doro be bahabi seme glsureci, Subuti! 
yargiyan i doro bifi, Fucihi, dcle akö tob sara, tob uHiire, doro be 
bahangge akö. 

Subuti! Julai i baha dcle akö tob sara tob ulhire doro, ere 
dorgi de yargiyan akö, untuhun akö ofi, tuttu Julai i gisurehengge: 
eitcn doro gemu Fucihi i doro schebi. 

Subuti! gisurehe eilen doro sehenggc utliai eitcn doro waka ufi 
tuttu citen doro semc gebulehebi. Subuti duibulect, niyalma i beye 
den amba i adali. 

Subuti i gisun ; S'i-tsan ! Julai i niyalma i beyc den amba beye 
sebebi. 



Lb utub db duuuct cuuii, ktc. 



225 



Subatil Pusa inu ere adali aikabnde cro gisaa be deribuii, bi 
giyttni ton ak& gercn ergecgge be tnakiyebame doobuci acambi Rcci, 
uthai Pusa i gebu seei ojorakfi orabi. — Ai tai^n Mci? 

Subutil yargiyani tloro bili, Piisa same gebiileci ojorako uG, 
tuttu Fuctbi j liontloliuiigf^e ; eitfin doro dp beye akü, niynlma ukö, 
gttrcii ergfiigge iiko, jalafungga akn scliebi. — Subuti! nikabadc 
Fosa ore gisiin be deribuä: bi giyan i Fucilii gurun be taiy&mimc 
dasataci acanibi scci, crcbe Pima seme gebiilcci oj.3rakA umbi. -^ Ai 
lat^un BeciV Julai i beDdiilienggo : Fucihi i gurun be iniyamime da- 
satambi 8cbeiig<re. uthui miyauiimo daäaLaraiiggo wak» ufi, luLlit 
miyainioie da&utanibi scbcbi. 

Subuti! aikabade Pusa bcyu uko i doro be b&fuuiü ulbireDgge 
bici Jiilai teiii ere gobu be ithai Pitsa sehebi. 

XVm. Evtti baye i uhei tutnara, ubui juwan jakCd, 

Subuti! Siiii g^iniii de ai setnbi? Julai de yalai ynna bio akö? 

lau ä'i'Uaii, Jului de yiilui ya^a bi. 

Sabutil Sitii gAnin de ai Kembi? Julai de abkui ya«a bio akfio? 

latt ä'i-tsun, Julai de abkat ya&a bi. 

Subutil Siiii g6nin at sembiV Julai de ulhisu yasa )mo akAn. 

Ina ! ulhiBu yasa bi. 

Subuti t riini göiiin de ai nnmbiV Julai du dorui yasa bio akfiii? 

Inu S'i-tÄiin, Julai dc doroi yasa hi. 

Subuti! Sini guniii du ni seiiibi'? Julai de Fucilii i ya»a bio aki^n? 

Inu S'i-tsnn; Julai do Fucilii i yasa bi. 

Subuti! Sitii ^uiu de at ttembii' Aikabade Gengga bira i dor^ 
de biaire yonggun be Fucihi ere bo yoiiggan t^ome giRUrcnibio akAn. 

IiiQ ä'i-tsuiil Julai de ere be youggau seme gLSui*ebcbi. 

Subutil Sini gOnin de ni serabi? Aikabado emu Oengga birai 
dorgi de biaire yonggan be, ere yonggan i gese tebercre G-onggn birn, 
ere geren Oengga bira de biaire yonggan i ton i Fucibi i jalaii i ba, 
ere goscngge be niaka ambiila nbumbio aknn'i* 

Mujakü anibula kai, S'i-taun? 

Fucibi Subuti dc alamc : Snwcni gurun i ba i dorgi de bisire 
gvi'ea ergetigg« i bacl» bacin i mujilen be. Julai gemu sembL 

Wltuui £tJlKli:it< (. i. euado it. MvifUül. XI. bi. 16 



3S6 



CaAituts DB FlAnuez. 



Ai tur^un soci? 

Julai i hendulie: geren mujilcii be gcmti mojilen waku sehcDggo 
ba mujilcn i geLu Bcmbi. — T«rei (iirgan a^luraiue seci. Suliutil du- 
lek«? iniijilrn be bahnci ojor«b<>. Ne bisire miijilnn be bnhnci ojorakA. 
jitlere undo luiijikn be bnliäcl ojorakö. 

XIX. Dorci j*cen dn wen hafuka, ubui jutcan uyuri. 

Subuti! Sioi gönin de oi senibi? Aikabadc »iyaltun bill, ilan 
uiiuggun, amba miiiggan jalaii i bade nadan boo]iiu be jatukiyame, 
e'clvmc bur« do Witulaci, cic aiyalm« ore targnn i ealgabunde, hö- 
turi erdciuu auibiila babsiubiu akäaV 

Inn S'i-tsun! Ere ni^'alma, crc turgun i saJgabun Ac, hötviri er- 
deinu mujakii lubdu baliubi. Subuti uikiibadc höturi crdcmu bisire 
yargiyan oci Julai hOtm'i crdcmu anibula bnhainbi seme gi8urorjik<) 
bibi;. Htituri t-rtleiuu akC turguu da, Julai tuiii lidturi crdamu aiubula 
baliAiubi some gi-surclicbi. 

XV. Boco ci aljftra, arbua ci aljara, u&ut ortn. 

Subuti! Stni gSiiin de at «ombiV Fucihi be yongkiyamc tesuke 
boco beye dc acaci ombio, ukuo? 

Ojonikö kni S'l-lsunT Julai bo yongkiyame teault« boeo, bey« 
d« «caci ac«rak6. Ai turgun seciV Julai i gisiiu dc yoiigkivame tfr' 
sukc boco beya sehonggp iithai yonkiyauie tcsuke boco beye waka 
be, yongkiyaiDo tcauke boco beyei gebu sebebi. 

Subuti! ftini goniii de ai sembiV Julai be yongkiyame tesuke 
geren arbiin de acari ombio akJinV — Ujorakfi kai S'i-tsun! Julai de 
yotigkiyam« ti-Huke gBieii arbuii de airaci acnrakA. Ai tui'gun seoi? 
Jtdai i bciidulic gercn arbun yongkiyame loauke sebenggc uthai 
yongkiyami! tcsitkeiigge w&ka be, geren arbno yongkiyame teiü^uke 
gebu seh«bi. 

XXI. GUurtrevffi^e waka he glsurthe, nhtU ortn amuct. 

Subuti I Si um^ Julai bo, ore gönin deribufi mindc doro be gi- 
surcci acara babi sere. Uiue ere gAnin dcribiire. Ai lurguo hcci? Ai- 
kubade niyalma Julai de dorn gisnrebc babi 8«me gisure«i, utbai 
Fucibi be wakas'nlia de obiimbi. Mini gisurelic babe suuic muterakA 
turgus. 



Lb uvuk db DiAXAirr claib, ktc 



227 



Subuti! doro be f;isurelionggc gisureci ojoro doro Akö be, doro 
b« gisiirehe gebu Behebi. 

Tere foade iilbiau hesebua i Snbuti, Fncibi de aJahft gisun : 
S't-tsan! gcrcn crgciigg«, jidei-c untie jakn iu ere gisarcliß doro be 
doiijiha dc, akOani raujik-ii baiijironggo luiijak« biu akcmV 

Fticibi ht-ndiimc: Subuli! tcrc gurcn crgcnggc waka; gcrcn cr- 
gengge waka waka. Ai turgun seci'i* Subuti! goren ergengge gercn 
^gonggc seniiiggi:, Jiilui i liciidubc gureii crgvnggi: waka fichcngge 
be, gureo tTgeuggc i gebu solicbi. 

XXII. Doro ie hahtici ojofako, uhui orin jnwect. 

Subuti fufihi de alamc hondume: H'i-Uun! Fueihi baha dele 
akö tob sara tt>b ulbire doro be bulia ba ako du obuinbi dere. 

Fucilii t gituu: IJtta inu; uUu inu. Subuti I mini del« ak6 tob 
sara tob ulliiru doro bu, babavi ujoro duro inajig» inu akö be, dele 
akü tob sura tob iilliire i gcbu scljcbi. 

XXJIJ. Slajilcn Le bulgvji taiu lie yabure, uhui oriu ilacL 

DabAiue Subuti de alamc: ere doro occin neigen westliun fttsi- 
b6» ak6, urebe dele ukit tob aara tob uJKire duroi gebu sombi. ßnjc 
akö nijalma akö gcrcn ergengge ak& jatafnngga akö. Kitcn sain 
dorobe yabuci uthai dele akö tob saru tub ulbire doro be btüianibi. 

Subuti gisurehe sain doro sebimgge Jnlai i hendube ulbat saiu 
doro maka be, sain doro seme gebulebebi. 

XXIV. Jif/tuTt mergen dv-ihulK/rl ojorokii, ubui orin dKiei. 

Subfitil aikabade jalnti niiiiggan, amba minggan jalon i dorgi 
de btiürv grrcn Siomi can aliii i \rang ere grsc nadan boobai Iw 
isabafi s'cleme buro bo baitalara niyalma bihedc; aikabade niyalma 
crc sure ulbisa cargi datiii di: nkönalia king, jai duJn gisun i gi jerg^ 
de igitala alimc gaiä tuwukiyanie liölauio e'cjiicuio, gowa niyalma t 
jalin gisurcru obodo, julurgi hcVuri urdomu vl tauggü ubu dc emu 
ubu igirabö. Tanggü mingga» tumen buju i ubu, jai bodoiue tolome 
jcTgilemr (li)IIiuti;bi:dc isJIaia, iim iaarako. 

A'AT. Wtmliii-tiie da wembxtrengge akü, vhui ort» tunjaei. 

8ubutil 8ini gAnin de ai ncnibi? Suvreiii jcrginggu, iime Jolai 

ui-c gdiiin be dcribuli: bi gurun vrgungge be doobuci acoiobi sera. 

It* 



338 Chables de Hahlbz. 

Subuti ! ume ere gonin be deribure. Ai turgun seci ? Yargiyan i geren 
ergengge biä, Julai i doobarengge akö. Aikabade geren ergengge 
Julw i dooburengge bici, Julai de uthai beye niyalma geren ergengge 
jalafungga serengge bikai. Subuti ! Julai i hcnduhe : Beye bi sehengge ; 
uthai beye akö be an i jergi erebe beye bisire obubabi. Subuti! an 
i jergi niyalraa serengge, Julai i henduhe, utbai an i jergi niyalma 
waka sehengge be, an i jergi niyalma seme gebulehebi. 

XXVI. Doroi beye be arbun waka, ubui orin ntngguci. 
Subuti! Sini gonin de ai sembiV Gosin juwe arbun i Julai be 

cincilaci ombio akon? 

Subuti bendume : Uttu inu ; uttu inu. Göein juwe arbun i Julai 
be cincilambi. 

Fucibi i gisun : Subuti ! aikabade gosin juwe arbun i Julai be 
cincilambi, Tsakk'ravarti ban uthai Julai inu ombi kai. 

Subuti Fucibi de alalia gisun : S'i-tsun ! aikabade bi Fucibi i gisurebe 
jurgan be sume ohodc, gosin juwe arbun i Julai be cincilaci ojorako. 

Tere foude S'i-tsun gi i gisun be bendume : 

Aikabade boco i mimbe acara 

Jilgan mudan i mimbe baire oci 

Enteke niyalma uthai miosihÖn jugdn yaburengge 

Julai be acame muterakö ombi. 

XXVII. Lakcarako mukiyerako, uhui orin nadaci. 

Subuti ! Si aikabade ere gonin be deribume : Julai yooni tesuke 
arbun i turgun de, dele akö tob sara tob ulhire doro be bahangge 
waka saci, Subuti! ume ere gonin be deribume. Julai yooni tesuke 
arbun turgun de, dele akd tob sara tob ulhire doro be bahangge waka 
sere. Subuti! Si aikabade ere g6nin be deribufi dele akö tob sara, 
tob ulhire mujilcn be tucibuci, geren doro be lashalamc mukiyebure 
be gisurcrenggc kai, Ume ere gonin be deribure. Ai turgun seci? 

Dele akö tob sara tob ulhire raujilen be tuciburengge, doro be 
arbun be lashalame mukiyebure be gisurerakö. 

XXVIII. Gaijarako doosidarako, ubui orin jak&ci. 

Subuti! aikabade Fusa Gengga birai yonggan be jalumbure 
jalan i bade nadan boopai de tehcrcre be jafafi s'eleme bure de bai- 



Lb litre oh DIAUAXl- CIJIJK, Bl-C. 



229 



talnra . . AikabxHe ^f]\ mynima. bili hUpti doro tie lieye akö jatan, 
Oiico i kirirc doro be mutebuhe dc, ere Pusa aenehc Pufia i baha 
gung enlemu ci wi-sibun. Ai tiirgan scci? Subuti goren Fusa hOturi 
crdomu be aliiiiL- (cuijarakö turgiin. 

Subuti Fucihi do alarae henriume: S'i-tsun ainn Pks« bo hflturi 
irrdemu li« aliint.' gaijarakfl sembi. 

Subuti! Puga i nnthn hötari ei-donm rlnosidanie IntuiiBci acarakiY 
Tutta liAluri erd«mu be alime gaijarakß schebi. 

A'T/.V. Horon durun eilt seme ekitaka, uhui orin ujfuct. 

Subuti! atkabade nijalma blfi, Julai be jthe acre, geneho scrc^ 
tehe sore, dedulie sern scmn gisurfireiigge ncij cw niyalma mini ^ii^iirvlm 
jurgan bo ulliitiakf* oß kai. Ai turgun aecJV Jutai sei-cnggc ya bad 
jilie ba ak/>, iaa ya bade genehe ba akA ofi, taltu Julai aeme gebuUUcbi. 

.VA'A'. £»iu 1 aeaha gitfan arbun, ubui gf/iiei. 

Sabufi! Aikabade sain be yabiire haba, sain be yabure lielie 
biH llan painfrfati amba tninggan i jatau i bab« »er sere narhdn bu- 
raki ububa ile, sint gnmii dii ai »embi Ki*« oarliAn buraki i gereii 
be maka labdu do obombio akt'm? 

Subuti jabume : Mujakci labdti kai S't-tsun. Ai turgun seci? Ai- 
kabad« ore narh6n buraki i gcran be yargiyao i bisirenggc oci, Fu- 
cibi ulliai vrv. nartiAn buraki i gctreti b« gistirnr^kö bihe. Tiittnngge 
adaramv tfv'i. Kuc-ihi i gisiirongge narbou buraki i gorcn scbcnggc uthai 
uarböu buraki i gfreu vraka bt-, uarböu baraki i gcren i gcb« sembi. 

S'i-tstio! Jiilai i gisurt^lic ilaii minggan amba totnggftD i jalan 
i ba selieogge, uiltai jalaii i bn wnka be, jaran i ba t gcbu sumbi. 

Ai turgun 8cciV Aikabade jnlan i bu yargiyan i bisironggc 
oci, ntbai emu I acuburc arbuu r)U]bi. Julai i bnuduhu emu i acalia 
arbun utliai omu i acalia arbuu waka be, emu i acaha arbiio i gcbu 
scbcbi. 

Subuti) Euiu i avob» arbun sorwuggu uthai gieureci ojoraki^nggo, 
domu an i jcrgi niyalina lerc baita dc duosidami? latuiiabu turgun kai. 

XXXJ. All-« tnhurenggi htinjtrakö, uhui gfmn eviuci. 

Subuti! Aikabadc niyabna, Kucibi i bunduhe: Rvye be eabupe, 
niysloui b« saburc, gcreu crgcnggu be saburo, jnlafunggo bo Mburc 



230 ChAKLES DB HaRLEZ. Lb LiVRE de DIAUANT CLAIR, ETC. 

be gisureme ohodc, Stibuti ! Siai gonin de ai sembii* Ere iii^alma 
mini gisurehe jurgan be ulhimbio, akön? 

Ak6 kai, S'i-tsun ! Ere niyalma Julai i gisurehe jurgan be ul- 
hihako bi. Ai tiirgun seci"? S'i-tsun i henduhe: Beye be sabure, ni- 
yalma be sabure, gereii ergengge be sabure, jalafungga be sabure se- 
hengge, uthai beye be sabure, niyalma be sabure, geren ergengge 
be sabure, jalafungga be saburengge waka be, beye be sabure, ni- 
yalma be sabure, geren ergengge be sabure jalafungga be sabure i 
gebu sehebi. 

Subuti ! dole akö tob akö tob ulhire i mujilen be tucibuhenggc, 
eiten doro de giyani ereni sara, creni sabure, ereni akdame sure, 
doro 1 arbun bairakö oci acambi. 

Subuti i gisurelic : Doro i arbun sehengge Julai uthai doro i 
arbun waka sehebi, doro i arbun i gebu sehebi. 

XXXII. Wen de acahurengye vnengingge waka, ubtii gosin juweci. 

Subuti! aikabadc niyalma biti ton akö asangka jalan i bade 
jalumbuha nadan boopai bc gaiß s'eleme bure de baitalara, aikabade 
sain be yabure haha, sain be yabure liehe biß Pu-ti mujileu iHbnme, 
ere ging bc tuwakiyara duin gisun i gi jcrgi de isitala, ahme gaifi 
tuwakiyame, hfliamß, s'ejilemc, niyalma i jalin gisiirere oei, ereni hö- 
turi tereci wcsihun onibi. Niyalma i jalin badarainbume gisurerengge 
adarame seciV Arbun de gaijarakö creni as's'arakö de ui turgun seci. 

Yaya fas's'an bisire doro 

Tolgin wali hafun lielraen adali 

Silenggi adali inu talkiyan i adali 

Giyan i uttu obufi tuwuci acambi. 

Fueihi ere king be gisureme wajiha manggi, Tchanglao Subuti 
jai geren geloug, Iielie gelong , upasa, upasaea, eiten jalan i dorgi, 
abka niyalma asuri, gemu Fucilii i gisurchebe donjiH, alimbaharako 
urgunjcme akdafi alime gaili dahame yabuha. 



Sure ulhisu cargi dalin akonaha de Kin k'eng king wajilia. 



Bibliographie arabisclior Druckwerke. 

Van 
Ignax GoIdsUier. 

Zu dfiii (Irinjrenilstpn DesitWaten auf (Um Gebiete der ara- 
bischen und muliainmcdnniaclien Litera.turstudien j;eli&rt seit langer 
Zeit ein Itlhlio^jraptiiHt-lieH Hitrsinittcl, welclies in ubcrsiclillicher iincl 
zuverlässiger Weise einen Ausweis über die in JiterariBchcr Beziehung 
bemerkenswert hon Krxi-ugnisse der sich immer mehr und mehr häu- 
fenden nnd immer emsiger schaffendon Dnickorcicn des Orientes 
vum Beginne der Typtigrajihie in muhaiiiiu<;daniselicn Länilern bis 
in die neueste Zeit nn die Hand gälte. 

Viel leichter «tx hier in Eurujia kann die Aufgabe im Oriente 
selbst gotüst werden, namentlich in Kairo, der friiehtbarsten Stalle 
der tvpo^aphischen Produetiou Im muliuiumedaHisL'hL^ii Oriente, wo 
Aitch «n der vieeküniglielicn öfTeutüclieii Bibliothek uiit ihren reichen 
Beetäntlen und ltteruri«cheu Hillemittcln die ergiebigat« Qelegenheit 
für die L{}sung der bei solehen Arbeiten auftauchendcu Schwierig- 
keiten geboten tat. 

Mit Freude linhen wir daiier diw in jtlngstor Zeil von ricmi 
Kdwabo A.Vas DviK, Lehrer an der MedrL-se chiddinijje In Kairo, 
redigirle Ilimdbiieh erhalten, welches sieh aur Aufgabe gesetzt hat, 
eine geordnete Bibliographie der gedruekteit Werke aus der arabi- 
schen Literatur aller Zeiten zu liefern. ■ Da der Verfasser zunAeh^t 



■ ^y Ä^^l ;_jilJU1I ^,^1 ^^ &»r^ »* Uj t*^^ ''^^ 



jLS 



jJwJI Ax\är^ jJi^ .^jJ^ ^y-X^ji ^ }^y)\ AjmI^. 'i^J^\y ÜwIS^ahJI jjUOI 



233 lOHAZ GOLDZIHER. 

das orientalische Publicum als Leser und Benutzer seines Werkes 
vor Äugen hatte, hat er sich nicht begnügt, eine trockene biblio- 
gi'aphische Uebersicht zu geben, sondern dieselbe in den Rahmen 
einer Darstellung des Entwickelungsganges der arabischen Literatur 
in einer den Orientalen zugänghchen und mundgerechten Weise ein- 
gefUgt. Er hat sich dabei im Grossen und Ganzen an das Schema 
gehalten, welches er in einem vor vier Jahren im Vereine mit Herrn 
CoNSTANTiN PeiLippiDEa im Auftrage des ägyptischen Unterrichts- 
ministeriums, zum Gebrauehe in den arabischen Schiden, verfassten 
Handbuch der ,Geschichte der Araber" bereits angewendet hat.' 

Diesem Zwecke entsprechend werden nicht nur die in Europa 
oder im Orient im Druck erschienenen Werke nach Fächern geordnet 
aufgezählt, sondern innerhalb der aufgestellten Literaturperioden und 
inhaltlichen Kategorien die bedeutendsten Schriftsteller vorgeführt 
und dabei auch ihre bisher unedirten, ja selbst ihre verloren gegan- 
genen Schriften erwähnt. In den literarhistorischen und biographischen 
Angaben hat sich der Verfasser nicht nur in der wenig systematischen 
Form seiner Darstellung dem Geschmacke des orientalischen Publi- 
cums anbequemt, sondern auch in den Zugeständnissen, die er den 
gangbaren Htcrarhistorischen Fabeln macht, wie z. B. in der Angabe, 
dass die Mu'allaija des 'Amr b. Kultüm urspriingHch mehr als 1000 
Verszeilen hatte (p. 2ij); er nennt allen Ernstes (289) Al-A§ma'i den 
Redactor des Sirat 'Antar und Ne^d b, Hisäm den Verfasser der 
l!^i;;at (oder Sirat) Bani Hiläl. Mit demselben Rechte hätte er den 
Negd auch mit der 'Antar- Erzählung in Verbindung setzen können, 



f'm\ ^ja*J a~^^* >\j ^'j ^^^.-.-Jl ^ie ,> i^-g". Kairo (Druckerei der Revue 
,A1-Hiläl') 1314 = 1897; 3", G77-f3 Seiten Gr.-«''. 



' i-ojj_»Jb ,jjjj-«Jl oXj.j-Ü >j^>\ *-;jÄ-*Li. f-fi^^) S-lr*^' i^.j^ .„lUi 



j_,»j_-.^d^ ^-h-h,....tj Äjjj_Ji.l. .Böläk (Stanlsdrutkerei) 1310 = 1893; Gr.-S", 
1.13 SeiteD. 

* Eine für orientniiache Leser berechnete literattirgeBchiehtliche Uebersicht hat 
in jüngster Zeit auch die in Kairo ei^cbeineude Zeitdclirift ,Äl-HitäL' (heraua- 
gegeben von G. ZaidÄn in einer Artikelserie ilires ii. und iii. Jahrganges [1893 — 
1895] unter dem Titel iljjjJl ÄjUJI i_jI>I iJjLj) geliefert. 



BiBttOOHAPRIB AUXmnCaKB I>RtrcKWBRXK. 



23» 



I 



da or in deraelben un einigen DuUcnden TOn Stellen, ebenso wio 
Al-A^ma't, tJs RAwt genannt wird (vgl. Nachtvdga zu Pbbtscb's 
Arab. Catalog, t, SS unlen). 

AassehliffRslirh »iir nnlnlirang tier Oriontnlen angelegt ist mich 
die (1cm g-Anzoii \VerI;e vorangcliende Einleitung (l — 9 ilLwr öffent- 
liche BiMi»t)ir;kRii, die amhische ITnnds(-lirift''nHitniinhingen besitzen) 
und das creto Bftb (10 — ai): ,Uefaer die arabischen Sprachetudien in 
Europa'. Diesem Düb ist aiicb «in Paragraph abtar di« Kinthellung 
der scniitiöchen Sprjichcn und über die Ultesten arabischen Sprach- 
denkmaler «inverlfilit (.S. 10, 7 v. u. unrifhlig SltU-Ol statt ij^l»--lJl, 
ebenso wie am;h 11. H *JjUoJ1 fUr Sabäer zu beanstanden ist). Jtdoch 
gerade mit KUcksJoht auf dii'nü nilelisU* Heatimniung seines Werkes 
hatte der Verfasser bei Wiedergabe oriontalischer geographiacbcr 
Namen auf diu originelle Orlhograjdiit; derselben achte» mUstsrn. 
WUhrcnd er mit vollem Kcclite d^n Uruckort Venedig consequent 
all *^J-ö gibt, drückt er ganz unriclitig Sl'ax mit j-iL»— 1 ans 
(61, 7), da e» doch arabisch nie ander« ale ,_r~i)Uw geschrieben wird; 
auch pran ist nicht o'jj' (ä'ß penult.), sondern c>^^9t Tibet nicht 
iJ:«*? (äft, 8 V, u.), wndem --i**», und auch Ceylon wird von den 
Lesern des Vei-fussers niemals mit dem PaÜ-Namen o^~-» (ibid.)i 
»ondem mets i— -jj.*^ genannt. 

Da der Verfasser von vornherein niidit die Absicht hatte, die 
gnnxe Summe des in eine arabische Bibliographie gehörigen Materiiiles 
in dies Handbuch einzuverleiben, 80 hätte er irgL-ndetne zeitliche 
oder inhaltliche firi'rze ausslecken rnnssen. innerhalb deren er sich 
mit seiner ZnsanniuensteUung der Titel ayBtemiitihi.-h bewegen wolle. 
Dies hnl nr iillitrdings nicht _.g4!thnn. Si^in Hiindbnch vertritt die 
Litcnittii- iu »nibiflchcr Sprache von den Jllte-stcn Zeiten bis xu den 
Fruchten der alter miuli>rnsten Cu]tiirbpw«gung unter den Onentalen. 
Dagegen haben wir natürlich nicht» einzuwenden ; denn aus den 
troi'keiiKn Titeln, di»- uns im weitUliitigen Capilel Über die mtHlcrue 
ambitichc Literatur cnl^<^gcutreten, kunuen vr'ir ja, nicht selten intorcs- 
sante Daten zur Bildungsgeschichte deg arabischen Onentea gchüpfen. 
Die mcifiten Leeer worden es sicherlich erst am dicsom Buche (489) 




234 



losAT. Gql.dzirbr. 



cfftihrea, tlas« os aueb boroiw mne durwinistisflie Literatur in ara- 
bischer Sprache j^iht, unit Aass ein 31ann aus dem Libanon Kulbst 
Bcl'unek'» ,Knift tiiii3 Stufig iu die Sprache des Pi-oplieten QUoreelKt 
hat uiiil in Aluxniidrii^n 1884 hiil rlrm-kcn latiscn. Andi-rc'i'seits will 
das ITiiudhiich »Heu Ftichoi'n glüichmiUsig gerecht werden. Bei 
diesei' univunsalon Anlng« dv» Buchte werden ums» Mugcnflilligvr 
jene bedaiibrliclien Mun^«] humerkbnr, die den systematischen Clu- 
rakter ilor Arbeit des Herrn Vas Drr« beeinträchtigen und dioaclb« 
iUr den Bt-niltzer leicht ain eine Art Sumiiu-lsurium prsL-heineii las««a, 
an dpm man vorh^rrseliende Gesirhtepiiiikte nitdit pntdBcknn kann, 
Ks ist z. B. iinfinflliar, wanmi der Verfasw^r trotz der WHithlutij^keil, 
mit der er die Paditwcrko und ihre wichtigsten Commentare 124 — 
13& XII behandeln Kohpint, den in der mnnliminehen WiKsenschaft. 
hochangesehene R Commcntar dea Navrawl sum Sählli Muslim, mit 
seinen Ausjraben, nirlit verzeichnet, wXhrend er nicht selten auf 
ganz unwiclitigo Brochuren viele Zeilen verwundet. Solcher Itccla- 
raationeu licsson sich «tu« ganze Menge an den Veriiuser richten. 
Unter alten mUgliuhen Kntschuldiguiigeu, die «r vorbringen sollte, 
könnten wir bei hIIlt Indulgen», eine »iclierlieh nicht gelten hissen: 
die Klicksieht nnf den beanspruchten Haiiui. Dt-rin fllr die unrer- 
liKltnisämJisaige Anschnelliiiig des Buches hut der Verfasser in jedem 
Kapitel desselben so opulente Beispiele geliefert, dawi er die Ijinorirung 
der im Gelehrtenleben des muhaniinednnibchen Orientes wichtigsten 
Werke mit Ökonom i.tehen GrUndcn kaum wird motiviren kaniien. 
Welche relative VoilslÄndigkeit hatte sich bei nnisirhtij;er An^witlil 
auf demselbo» Räume vrreichuii Iussbii, wenn der Vfrfii&ser nicht m 
übcrinUHsig in unnEithigen WioderliidiiDgen derselben Suchou in vcr- 
sehiudcnen, otl kniipp benachbarten Stellen netiies Werkes echwelgen 
würde! Die Agänl haben zwei Artikel, SS. 40, chcmso gibt er die 
Bii>gra|djiw Äiijüii's ßO. 87; Al-Ilahahi 101 duckt »ich mit 13«; tSä, 
Nr. 3 wird durch 137, Nr. a7 Ubei-flüüBig ; die ISii-graphiu de* Säfi'j 
wird 1S8 uuil 15a gegobcM ; auf derßelben SeitL* 2S7 gibt er zwei- 
mal »eine Notizen zu Amidi's Muwäxanit; 330, Kr. 29^83l>, Kr. 11 
u. a. m. Bei aolchen Wiederholungen kommt eü uuuh vor, dasa an 



ßmUCUlEArillK AIIAUPMUIKK Dkucxwrkxb. 



S35 



tlen vi'i-m;liie(U'neii Su-Il(?n \viil(>i's[Ji'c'L-liL>iiclu AlI^al]<m üliar dunstilbmi 
GogeiiafHiid |,'cmiiclit werden. 27fl, 6 v. u. wird iiiiülge oinca Miss- 
rerstÄtiduiBwa der Comninntar ß.y^\ stum M^\ kJu>* df iii Abü-l-'AlA 
selWt 2 ngtjt^cb rieten, w»lir«nd bereits .luf der fi:>lgcndcii Seite 371, 13 
Abii Jn'jjü'ilj Jiiüiir h. TAbir aU Verfaits«r {rcnaimt ist, — Di« Un- 
iK'Btimnilbfiit des Ocburttortcs di's Bolm nl-din al-'Amill (vgl. AI- 
TAlawi, jiiim Bülnlsrr Kc^knl ä9ß) briiij;! d«r Vi-rfasser lu UDgescliicUter 
Weise in dop Fwiu zum Ausdruck, dass er in zwoi AbsJltzon d^^asclljen 
Artikels (240) j« einen auderun flebnrteorl mit gleicber Bestimuit- 
heil Angibt. — FOr wieviel im Werlep fehlend« wichtige Titel hatte 
dor Verfusser den Riium verwenden können, di-n lt bei der ■vier- 
maligen Erwähnung tlf-s Mitelitfl^ar TA'tkirnt «l-i^urliilii von Al-Sn'ri'«ii 
(498) fUr den Abdruck dor jedermann zu^citngUelien KuiiitelUber- 
»cliriften de» nm Margo jene« Buehos edirten kleinen 'IVactatos von 
äaiuarkiindi in Anspriieli iirmtnl? Und aueli liivr die ITribestimnit- 
heit der ehrnnotogisclien Anpslipn limsielitJieli dos Sterbejalirt'B des 
äa'rini! 

Wir werden schon nack diesen Beobaeblnngen unsere Erwar- 
faingen nicht zu bocli epannen und mis auf maiielie Knltilii&ebutig: 
pefassl niaelicn. I,eider hnt der Verfassor iiiclit immer jene Aelil- 
samkeit walten liiHSfii. die inmi boi einem bllditK^rajiliisvlieti Werke, 
das vorzuf^Heise die Ilestiininnng Iml, ak VL-rlilsislicIii* liit'orniations- 
qaelk (Ur jene zu dienen, die Über den litcmrisdieii Charakter und 
die clumenlarün Formal itiilen uIrph Biiuhes AuskiinA suchen, mit 
vollem Keehi ci-n-artot. Da ist gleich |>. 49 ucd 61 die kolossale 
Verw'irrung:, rlie der Vertatwi-r durch di<' Verwecbsliing von Ibn Fa^ih 
al-HnnindÄDt cd. de (.joejb und Al-llumdän) ed. D. II. MClubu un- 
gerichtet hat; er weiss iiiebt, dats dleM xwei versehiedpii« Utlchur 
sind nnd Bekreibt dem creteren Verfasser die v*/*^' 'jij^ *"» ebenso 
bfiJt er p. S6 das ClinlnfUucli Aiilwardt's ftlr eine Ausgabe der 
If axilla des Ta'ablial« Anrran ; zweimal (68,8. 284, U) verzeichnet 
ur in einer ganr. ttUehtigen Chnrakterialik des Axma't ein -LLiVl <-j\^, 
'frob«i niekt bezweifelt worden kann, dam o» richtig '^-Ä^il (Aiieg. von 
HAFr.YBR, Wien 1886) sein ciuss. 116 penult, ist da« TMbal^Ät al- 



S36 * loNAZ GOLDZIHER. 

mufassirin ed. Meursinqe mit einem Tafair-Werke des Sujütl, CjWäV 
J_^l, verwechselt worden. Doch dies sind Kleinigkeiten, an der- 
gleichen wir uns bei der LectUre des Buches langsam und langsam 
gewöhnen müssen. Aber fast unglaublich scheint es, dass der Verfasser 
p.l41 die Fatäwi Ifädi Chan (st, 592 d. H.) fiir ein Werk des Abu TJanifa 
hält (die Kairoer Ausgabe der Fatäwi in drei Bänden [Kairo 1282] 
kennt er nicht); oder dass er p. 181 eine iJj*jJ^ j^^Ü iiiUJl ^ 
verzeichnet und daran die Betrachtung knüpft, dass der Verfasser 
weder mit Fachr al-din, noch mit Abu Bekr al-RÄzi verwechselt 
werden dürfe, während der Sammler der Nahg al-baläga der Für- 
sorge gegen solche Verwechslung gar nicht bedarf, da er doch nicht 
\S^}] sondern Cs-f^^ jJL*Jl ist; auch im Index figurirt: i_5j^_pi J'^i*«J' 
■^;*^^1 i^jt. — Ganz merkwürdige Dinge finden wir im Capitel 
über Volkserzählungen, eine Kategorie, in die der Verfasser p. 294 
auch die Opuscula arabica ed. Weight eingeordnet hat. — Wer 
die ^a^tdat Abi Hädüf von Sarbini (von deren Ausgaben der Ver- 
fasser die Lithogr. Alexandrien 1289 zu erwähnen versäumt) einmal 
benutzt hat, weiss, dass dies Buch unter Volkserzählungen nichts 
zu suchen hat; er wird auch darin den Verfasser leicht corrigiren, 
dass er IJasida und Gommentar von verschiedenen Verfassern her- 
leitet; er scheint Abö Sädüf für den Verfasser der ersteren zu halten. 
Ein ganz besonderes Curiosum dieser Abtheilung (als deren Nr. 26 
ein [^»SjW-5 •-r*^^rl* ^~^ ed. Nöldbkb aufgeführt ist) ist jedoch p. 295, 
Nr. 22: *^^Li OblXa.^ ,jo,-oS. Wir Übersetzen, was der Verfasser zu 
diesem Titel zu sagen hat: .gesammelt und erklärt von Land (mög- 
licherweise soll dies richtig Graf Landberg heissen); gedruckt in 
vier Bänden bei Brill in Leiden 18Ü2 — 1875.' Der Verfasser ver- 
muthete, wie man sieht, hinter Land's Anecdota syriaca Anekdoten 
im arabischen VulgHrdialekte von Syrien, und ist nicht verlegen, den 
Namen des Herausgebers in den eines Gelehrten zu emendiren, der 
ihm in dieser Combination geliiuKgcr ist. — Weniger bedenklich als 
dieser syrische Eindringling ist p. 162, 1, wo das in ZDMG., xxxiv 
von Fagnan herausgegebene persische Sa'Adat-nSmeh als Kitäb al- 
sa'äda (mit der Angabe Paris: 1881) erscheint. 



IllBLKiaitArUIB AtUUlSUllKK D1LUCKWUIIK&. 



337 



SV 



üobcraii» liSiiüg biplet er luangellmflfi oder j^ar irri^ro liililio- 
graphiufhe Augabeii; 91 saj^t er, das «U-Jl yu- von AI-Kiriw&bädi 
habe keino Jnlir^flangAbe: mir liegt eine Aiug»lio Kairu 129S vor; 
vom Itt&Q <les Sujtiti (119) {<il>t (?r die OAäreLLi'scbc Ausgabe (Kairo) 
nicht an; von den Makiimen Aas Budi' al-zamäu spiicht et' seiner 
Gewohnheit gemäss an vier Orten; &n zweien (293. 34U) sngt er, 
die Chizänat al-adub dvs Ibu Hagga sei am Margo der Kairoer Aus- 
gabe der Makatnen gedruckt; 1)4». SCitj gibt er den iimgnkohrten 
.SachviTbiilt richtig an. Wie soll sich da derjenige, der aus dem 
BuL'bti bibIiogra[>hisehe I»rornkaTionen bu]l, zurechtfinden? Wie man- 
gi-lhoft diu Ktirda-Bibhographie Si^<> dargestellt ittt, kann man aus 
den liiticratiirangaben in K. Uasskt'^ Kinicituug zu deren Ueber- 
setsuiig (Paris 1894) and meinen Kachweisen (äcpm« de l'ftist. de» 
iig., xxxiy 804 S.) ersehen. — Maknmen von Sujfi(1 ('iai) gibt e» 
noch in Lidiugr. Alexundrteti I37fi (i^hhit al-J&fi); sie äuheinen von 
den durch den Verfasser hier versioichneten vorei^hieden k« seiu und 
sind dudurch inlerKSsatit, duss dcaselben eiiie ^«-«-Jj^l A-U-t vom 
Schejch [Jasan al-'Aj-lAr angehängt ist, welche die BescbAftJgung der 
Europäer mit orientalisclicr Literatur in sehr eympatliischer Weise 
behandelt. ^ 2t5& macht uns der Verfn.'iser begierig leu orfahrea, wo 
die •\j»^\ J»*^ von Abu Teinni&in ioliiie nithcre Angabe als ^^ 
bereichnet) gedruckt erschienen sind, wilhrend er ibid. den Titel der 
JJLJUl jKj^\ ^\JJ^ (vkI. JÜAS. 1887, 332) ZM y^ ^ OljU;:i.Vl 
•tyu&Jl verdarbt. — ßei Huchern, die verschiedene Ausgaben haben, 
sollte in einem Bolchen VVorku gerade die Angabü des allcrereten 
Druckes niemaln fehlen, wie hier z. B. 4GG bei dum Lehrbuch dor 
Orthographie von Naer al-Uüriiii die Angabe der Kd. prjaceps, Kairo 
12 TS verniisMt wird. Der vem Verf. verzeichneten AiiHgabe Kjiiro 
(Cliojrijjii, nicht üülä|f, wie es bei ihm heisst) vom J. 130* geht noch 
die Biilnl^or 1302 voraus. Von nicht angegebenen Ausgaben wollen 
wir noch anmerken: xn p. Sil unten, AI ■ IVRwerdi, Adab el-dunJA 
wal-din, Hid. 1309; |i. IlftI Mar'l's Baili' al-inÄA', Motiiil (Ddininikanor- 
druckeroi IS66); p. 472 v.jni I,Iadi{jat al-afräb gibt es ausser der in- 
dischen Ausgabe eine BiilAkcr 12H2; amdi von 'AU Dcde'it MiihAiJnrat 




238 



ToXAE OoLDZIBER. 



aJ-»wA'il haben wir an Kairo (&itr]^ijja) ISIl eine volbUlndigere Aus- 
übe ftis die vom Veifasaer ange^Lene. 

Nicht seilen verkennt der Verfagser rcillständig den Charakter 
der von ibm verzeichneten Werke. Die Murü^; al-äiihab scheint er 
(ft&) fttr ein Lexicon nach Art des IJekri und Jäk»i z" haluin, und 
gibt ihnen zwischtsn dieeen beiden eine Stelle im Kapitel .j-^oly» 
iSi\jM^. — Das Muw^itta' Sejbäni (von dem es bukunntlich mehr 
Aufifrabeii ^bt, als die eine, die der Verfasser verzeichnet) ist kein 
selbstständiges Werk, als wrlehea e» 124 gekennzeichnet ist, sondeni 
ein« der zahlreichen Kecensionen des Muw. MAlik mit den Otoft&en 
des Öejb. — Auch «las Takrib des Nuwawi (132) ist kein selhit- 
ständiges Work, soiidom ein Ausxug aus dem Grundwerko des Abu 
'Amr b. al S^alAt el- Sahrazüri, den Al-Nawuwi in aeinera Miislim- 
Commctitttr vonsuji^wriso i— -^' nennt, und doi^gcn Bnch baUl äIb 
*ioJ^' J>*1 (Pctursbm-gLT Hdschr.), bald uJs '^.^^ ^ tV *»j*^ 
(Kairoer Katalog I*. a53 oben} oder uueh "^.J^l o^* {Ahthammeda- 
nUche Studien u, 187, Anm. 6) beaeidinet wird. — Hätte der Ver- 
fiis»er das MiUttabih von A]-DAbabl einmal wirklich bi^nutzt, so liUtte 
er von demselben (101) uumü^lich gesagt, tlase e» w-i»xi.' i'^j ^^ 
bandle, sondern an dessen Stelle das löUil oUL-l» j:;-ejianiil. — Was 
soll man endlich dazu sagen, da&s in einem bibboj^raphiächcn •Special- 
werke (317) die A^dikd von Abi'i Dekr Mutanimed ibn abAnbüri und 
die Asrär al-'arabijja von Abü-l-barakät *AUd al-ICabmnn al-Anbäri 
unter demselben Verfusaer anfgeftllirt werden, trotxdem der Vcrt*j»&er 
selbst bei crstcrom ausdi-ücklieh hervorhebt, dass er rieht mit dem 
im .1. 5T7 ptJalorbenen Al-Anbäri (d. h. Abu - 1 - baiiikttt) verwechselt 
worden dUrfe. 

Wie man aus dem Titel ersieht, besehrJLnkt sich der Verfasser 
nii'ht blus auf die Vor^hrtin^ von l'rodueten dm- Kditiunsthtttif^keit 
im Orient; er will vielmehr das ununtaüschc Piibliciiin mich mit den 
im Westen siiibtiindo gekommenen Editionen nrabiBcher Werke be- 
kannt maehen. LKes Bestreben ist nur zu billigen. Der Vorraas«r 
hatte aber in der-Verzeicbniin^; der BUrhertitol grUssere Oon^equcnz 
Wiütcn la«eon mllesen. WlÜirend er oft in der Angabe der Namen 



BnUOGRAPUlK ARAntaCBItR DnrCKWBRXB. 



2S9 



I 



der llcrmisgcber nitd ihres Wohnorte* »ulir woitUußf: ist. gelit er bei 
«ndcren Titeln an Ann Xuinen der Bourboitcr stillschweigend vor- 
Ober. Darin ist wohl keine Absicht zu. suchen, denn p. 108, Nr. 88 
J\ ff^j^ pibt er wolil Uruckort aiid Üruckjshr, Seitenzahl und den 
Funcl«rt der HaniJschrift an, die der Arbeit zu;:runde Kcle^t ist, ver- 
psst aW-r QJclil nur den NAiuen des Bearbeiter», »ondern niieh den 
de« Vcrfu»8«r8 der Gniiidsclirift zu neuiion. Freilich künnen Orien- 
talen mit den orabiüchen Trtinscriptionen euro]>aischer Eigennamen 
nicht Ticl beginnen. Wem scliwebt dos ScIiriHbild Wiuoht vor bei 
■-^.Ij, oder npDcnKR bei *^>*, Ernfi bei '^}, Pkritz bei )i.j^., oder 
Ahcbk« bei <^^l u. &. m.V Dabei sind die Anpiahen Über europfii- 
Kche Arbeiten in bibliogi'.i|ibiseher Itezletiiing »ehr hüiifi); zu tnangeU 
liafk, nicht selten ToUcnds utif^coau und irreführend. Eine ganz hell- 
lonc Confusion hcn*«clit ßT itn Artikel Itbcr li»lädori, wo das durch 
Ain.vrARi>T heraii8geg<>bene IJueh als ein Tbcil der Kutuh bezeichnet 
wird. S. 35, wo ilic Wit-nur Lchid- Ausgabe registrirt int, gibt der 
Vorfasser seinen Leseni keine Konnlniss von der l'"orlsctzang durch 
Hlukic-Bkuckelmasn, ebenso wie er veraöiuut (283) Thorskckb's 
Durru- Ausgabe zu notiren. Hingegen llisst er (STO) otuo neue Aus- 
gabe des MAwnrd! durch H. Dbrünboukü besorgen. Nach 256 wäre 
eine Ausgabe des Urtextes des Sibiiwejhi zuerst in ZDMG. ereehienen. 
Das dai'ch CmiBTOK heraiiägegebcnu dugioatisi^lbe Cüuipcndiutii des 
Na»uf) ('Unidat 'u^idat ete.) conltiiulirt er (145) mit dem ],iauafi tischen 
Fij^hbuche; Kan% aldat^'i'i^ de^clbcti Verfassers. Die buiden Bücher 
bnbun atiüser der OemcinsiLiukmt des VurfaMsorü mit einander niehts 
KU »chutTKn. — Von Ihn 'Abdiin vcrKfiehnct er ^075) ausser der Lei- 
dener iiüüh eine Lelpzigi?r Auögiibi). Bei UKäina i*d. DnitRtjDOUUG wird 
(372) als Druckört angegeben: Leiden I«84, Paris 1B86 u. a. m. Wt>- 
ber mag er unter .\nderem (31) eine »weite Auflage von Khbttaq's 
UnmAsa (ann« lt(61) oder einen DiwAn T««ita (Oreifswald 186!J), 
einen Sulük von Mnkrii'.) crl. Wcsiksi'kmj geuonitiien haben "f* Tokn- 
RBKo'ii L)i».terlation: Frngmcntn cpiaedam libri IJosn ul-mu^ädara wir<l 
sla Ausgabe diesf« Werkes von .SujfUt (6H)j Dietxkici'b Schrift: Mn- 
tanabbl a»d Sejf addaiila als Auitgabc einer von dor Jatima uitab- 




MO 



Ig5AK GolDUBCR. 



liängigen besoiidprn KisäU des Ta'^ibi ('i*>^, 14*1 vorzcichoet, a. a. m. 
Ganz merkwürdig ist bei etaem ^legcnllicli augenUiileQ arubischcn 
Verso der llinwein: irr ^>*i ^UlJI ^1. Oftiaeinl sind die AraälS al- 
^413, ein pliilologiscbes Sammelwerk nach Art dt-s KAinil vou Mubur- 
rad. Dies kann ninn aber nicht nach VcrajcuÜcn citiren. Deu 
.Schllisacl jtii diueciu Inthum bietet utö die von dem Verfasser ver- 
schwiegene Quelle ftlr »eine Kunntniän de» citlrten Verses. ZDMG. 
tvtiy 87, Anm. 1 winl nämlich der aus den Amftll al-I^fUl gescIiKpfle 
Vers aiis der Hanclsdirift di-r Pariser National-BiblloOiek so angefahrt; 
jAmAli 133 V.;* mit jV.' ist nsinrlich die vergo-Scite des betreffenden 
Jllattes der llaiidsebrift getueint. Das bat nun der Verfasser mies- 
verstanden und mit dem Anschein eigener Lecture oinc ,VerB- 
Seite' daraus gemacht. 

Auch Jüdisch Arabisches hat der Verfasser hin und wieder in 
den Bereich seiner BibUegrapliie cinbexugcu. Abet- auch diibci ist 
niclit ersichtlich, welche GesichtKpunkte ihn bei der Auawald der 
I>ruck schrieen aus diesem Gebiete geleitet haben. So woit ich sehe, 
bat er besonden Jehiida ha-Lewi, M&itnoniduti, Ui.jjüjj; fc»^' atef) 
und Abulwalid i1>n Gaiinätj berucki;ichtigt. I)ti mgt ce sich aller- 
dings, das« er zwei in den Sitzungsberichten der Wiener kais. Aka* 
demic erschienene Abhiin<Uu.ngcn W- Baciikr's (.U^bcr die grnmina- 
tiscliB Terminologie deä IJajjüg' und ,lJeber die liebraiBch-arabiscIi« 
Sprachvergleichung de» AbnlwaJid') als eigene Werke de» y. and 
AW. hL'lrachl«! bat (311); da» Kiläb al-usiM des Letztem nennt er 

racrkwHrdigerwc-isc (2'ii) ein i hf*^^ j:^IJjjLJI ,^1* Jy-^^i^. ,-*** 

AZiV-*»Jlj, Dass die Luua' und das Wörterbuch auch im Druck er- 
schienen und, iet ihm bei dieser Gelegenheit entgangen. 



Indem wir nun an dem Werke des Herrn V*« Dyck so viele 
Milngel ausBUsetsen hatten, möclitcn wir ihm nicht zugleich alle 
Brauchbarkeit absprechen. Wir dürfen nicht unerwilhnl Insöen, ditss 
es one in manches Gebiet der KditionsthAtigkcit des Orient«, da» 
sich unserer Beachtung vUllig entzieht, einen Kinblick ermöglicht und 
innerlialb desaelbcn von den Lritengnisscn in den verschiedenen 



BlBLIOOKAPHIB ARABISCHES DRDCRWaSKll. 241 

Fächern der Wissenschaft mehr Kunde gibt, als zu erlangen uns 
sonst möglich wäre. Wir meinen damit besonders die in Indien er- 
zeugten Ausgaben der muhammedanischen Literaturwerke, über die 
uns der Verfasser manche interessante Angabe bietet. Auch sonst 
wird das Buch, das vieles und daher jedem etwas bringt, flir die 
CoQBtatirung des Vorhandenaeins orientalischer Druckwerke den Fach- 
gelehrten Dienste leisten und in mancher Richtung als Auskunftsmittel 
dienen können. Freilich legt ea mit dem unsystematischen, vielfach 
vom blossen Zufall bestimmten Charakter seines ungleichmässtgen 
Inhaltes das BedUrfniss nach einer umfassenden, immer zuverläs- 
sigen, den Anforderungen unserer Literaturstudien entsprechenden 
Bibliographie der orientalischen Druckwerke erst recht nahe. Wir 
zweifeln nicht daran, dass der Verfasser in einer behutsam angelegten 
neuen Ueberarbeitung seines Werkes diesem Ziele näher kommen wird. 
Budapest, im Mai 1897. 



Will» ZtttMhr. t d. Konla d. Morpol. XI. Bd. 12 



lieber Wortzusammen Setzungen im Mandschu. 

Von 
Erwin Bitter von Zaoh. 

Im Folgenden erlaube ich mir auf eine Erscheinung im Mandschu 
aufmerksam zu machen, die meines Wissens noch keine Würdigung 
gefunden hat. Bei etwas genauerer Durchsicht des Mandschu- deutschen 
Wörterbuches von v. d. Gabelentz wird man die Bemerkung machen, 
dass die zahlreichen Synonyma einer Thiergattung gleiche Ausgänge 
besitzen, so z. B. trägt der Pfau folgende Namen : jojin, kundu_;'tn, 
molo^tn, iujin, tojin, yojin. Während wir nun weder bei v. d. Ga- 
BBLESTz noch iü Sacharow's ausgezeichnetem MaHhHOicypcKO-pyccKiü 
CÄoeapb irgend einen Äufschluss darüber finden, geben uns die ein- 
heimischen Wörterbücher' genügend Anhaltspunkte zur Erklärung 
dieser Erscheinung, Es entsprechen nämhch folgende chinesische 
Aequivalente den oben angeführten Namen : 
jujin '^3 ^ nan ke;' das Buleku bithe fügt folgende Erklärung 

hinzu: julet^i ba i niyalma tojin be jujin sembi. Im Süden nennt 

man den Pfau Jujin'. 



* Wir haben hier folgende im Auge : 

a) Han-i amha nonggime toktobuba manju gisnn i buleku bithe 

b) Manju isabuha bithe (^S V* ^E ^^}- 

c) Hanju gtsun be tii^eceme isabuha bithe \^B V :fiffl S^l. 

Vgl. Ubor diese Werke: P. Q. von MüLLEKDORyp, Enay on Manckrt Ulerattire, 
Nro. 36, 39, 40. 

* Traoficriptiou des Buleku bithe. 



Ukbeb WoFTZueAuMüiNSKTzUNaBN Dl Maki^scbi:. 



243 



kundnjin ^ ^ ^ ^'"'"J rf" '"" (^ ^. '1" 'i*^ ist die Wiedergabe 

des PlViiionsclireieä. ?L ^ Uli ^ H ^ Kl). 
molojin ^ ^ ^ "''<> *" i»'- fucihi nomiin de tojin l>c molojin seml^i. 

In den budfiliiatiHcliöii Hüclicrn winl der Pfiin ,inoloiin* genannt; 

vgl. Aurli ^ ^ ^ l^f 6. Cap-, fol. '2i rccto; im Sanskrit: 

I^Ti lunjüru. 
iujin ^ 'm' wu>i lini; tojin i funggala ilnthe 6ii jangsanggn ofi, 

^ujtn st^^mbi; da Schwanz- und KtUgelftideni de» Pfau so echOn 

sind, livisst ur äujin. 
iojiu IJL ^ kung <.-i_vo, dor gowüliiiticln' cliinosiei'ln* Nitmo fUr den 

Pfüu, V. GiLU», Ckitt. en(jl dictionary. No. 6S06: the Klalnyan 

peacock (P«vo muticus). 
J'oj'i i^ .^ .vuwfii ni/ao; yiivrci bii i ni^alma tojin bc yojin sembi. 
In Anam nennt man den Flau ,vojin'. 

Wir allien also das Wurt ,tojin* sowohl mit Irtandschuwttrtem, 
al« auch ohincsischcu Lebnwürtom Verbindungen cingohcn, wobei 
Bein« entlt Süb« «piitlus verschwindet. An Ziiäamnmnsetzungen dicaer 
Art ist das Maadschu uugowiiltnüch reich i es licescn sich noch Welc 
Bi'ispicie beibringen. Wir wollen hier nur einige der interessantesten 
aofuhr&n. So linden wir, dass in den Kamen der 28 Stornconstel- 
latiouen de» Tliierkreisea' der lietrcffende chinesische Name mit dem 
Mnndscbuu&mcn des ontsprcchcndca Thicrcs combinirt wird. 



Kamen der 23 


Cüustellatioueu 


Kntspreclioudc 


Tliicruamon 




ManilHi^liu 






Mnndjiithu 


1. ^ giyo, 


gimda 


^ fabeihnfles Thier, 


, niinada* 


2. ;l k'aiig, 


k'amdnri 


^^ Oruelicn, 




muduri 


8- Ä «li- 


ililbili« 


t^ Dachs, 




t'lhihe 


4. ^ fang, 


fal [nation 


^ Hase, 




gölmohoa 


5. >Ci\ &In, 


siiiduhi 


ijllj Fuchs, 




dobi 


e. ^ wei. 


wciBlia 


M. l'iK""» 




InsLa 


^- * gi. 


girba 


^ Leopard, 




jurlia 



' Vgl. darUbof Saiu»st, t'rcmograjihit ehinoiar, p. &KS. 
* nlmoiU K^ eiyao^ t. Gilm Nr. 13(K): n «oaI^ drngon, nrmsfta i bvy«. 

17» 



214 



Grwik vos Zacu. 



8. 


+ 


doo, 


dlrltltU 


9. 


^ 


oio, 


niohna 


10. 


Ä 


uioi, 


nirulic 


11. 


l£ 


liioi, 


liiiiK*opi 

no 


12. 


& 


w«i, 


wt'ibiß 


13. 




8i, 


ülgiyan 


U. 


m 


bi. 


bikitA 


Ib. 


* 


kiii, 


kumilie 


Itt. 


« 


leo, 


ludahmi 


17. 


^ 


wei, 


welliömc 


18. 


B 


luao, 


mobo 


19. 


m 


bi. 


binglm 


SO. 


8 


2ai, 


semniu 


21. 


m 


Äen, 


AuLnio 


33. 


# 


j'"f:- 


jingsitii» 


23. 


% 


gui, 


guiiii 



jfa (hliixWiiiftcs 'Vhici; 


tunüi ' 


^ t>ehe, 


ilian ^ 


1^ Ftnlcrniiuis, 


ferche 


^ Kntto, 


singgoii 


1^ Scliwdlbej 


cibin 


^ Schwein, 


ulgiyan 


1^ Staclicleuliwcin, 


tlukit« ' 


Jg Wr.If, 


tilolie 


^ Hund, 


indahdo 


^ Kasnn, 


iilh&nia 


^ Huhn, 


coko . 


M ^"^''' 


gaba 1 


M Äff«, 


monio^ 


1^ (liljIiDii, 


bouin 


5f f«hp]haft«s Thior, 


, tiingsitun* 


^ .Scliiif, 


iiöiiin 



* toutn JM ^ lii}'Bl jai^ nloinn lie aitAlikan. emu nihe. baoiUii IoikIo «jtr> 
Ik'ih iitywliiuii bucumnn' Iih Nabiid- uro aküiig^'H h« Hukilambi. Ueiii Bt^rgach&f 
^ 1 1 [ ^ a c<iiti lli(' AoUtir ühKiiiiiiH) (itHn.^ Minlii'.li, mil cincni II»rn, vüu Nxlur 
j^md« null reirlittit'lmlTvu. Sivlil i>« Mmikh-Ik.» »ti^Sl^u. ntflut «s die, wuIoIki im Uureoht« 
Kliiil V^l. auch Qtut* Hr. ÜJ^ a btbiiluiiiiuuiixior. having a Ringle burn lik« Kiinicorn. 
ll rfwpll» III Ih« dwwrl. »ml bciiiff abl* to iii«:rimiiiJitv' rij|;hl front »ixiug. gom 
wicli«)) [leujiltf, wli(<ii il AOCB iUqri. It eM« fii« in its raveiiuaa fur;, uren lu ibi own 
d«alraclioii, 

* dukiU ^!j^ |I{j} liöwao iol, Uu.» Nr. ßÜ^S: a kiuil uf {lurcuiiiiiH Wittv«il to 
bo lieruin^lirx'lilu; nat-U <l«(n Uiil«>ku l)llha; klttri I anuu gebn, wiilirftid wieilKr 
bitnri ^^ Vui linn j'i (v, Dii.m uiitar 9r Nr 3874: n ]Kirvii)>iiio) ^^ bignn i ulpij'tiii 
i tfcibii. muiroii Biiknnlift i]o bniijllia ^ika Kniiynii biiiiv iiilik<> gvco mnwa. fr-rtijrolell 
yubujnbi. Naiiiu eiiiuB wüiIbii Sfliwuiii*«. Di* Hi'r*t«u ilw llal«OH uuil Oer Svlienkei 
■■ltd wniiu uiiil alArk wU Hnnmadolii. Ei lokl guaullig. 

' V. Oii.» Nr. 401]: a tivonki^/, n abort taUod macA<]ue. 

* tnugsitUQ SI* an (v. Qilbs Nr- STaOi llio tnptr)i bniiEn il»bi i adail btnip 
•alialij'aD. (^Iniin ii'i iindao Ju>iuni. iliau i iijii. umu iiili«. aiiijA j^uifbici «oilio baii- 
jimbi IniibH j'lii-ha. uiinHiln nimltiri. ti>tiiiii »aM jargi jaliA ba jombi. IJur llu!i!ii<r(!ii 
OmIbIi iitich oitieiii l''(irb>o fihTillrh, nb«i' ttcliwar»; 7 Kniui tajie. mit «toin Ko|>fa 
atnea Otliauii, abur iiiu' uiit uiumii Uorui c« friast "VigWi Ltvyanlc, Krokodil«, 
Draehftn, SfoMiug, £IlMin n. dffl. 



Ukbkii Wuriüunahusknrtxunckm im Manusciiit. 



24b 



'it. 4fl} liu, lirha |S U^dropgtM iuonnU, eirga ' 

sri. ^ siog. siiQori J| Pferd, raarin 

36. ^ ji^i>g> jabhü ffi Hlrscli, buliA 

83. PI i, imbe ^ Sc-hlnnge, iiiuiha 

38. ^ jcQ, jotOD ^ Regenwurm beten 

BcsondcTö reiob äii sok-bcu ZueaniuiensctzunKCii ist ans Capitol der 
.fubplbaftt'ii Tliicre' (Huk'ku bilhe niy«i!Bhe bntijibnr, Siqiplpiiipnt tJes 
obon gcnaiinlcn Werkes, ^. dobtoün, fol. SO u. Hg'de. J^ ^ oiicu hacin 
i (lurgu j liacin; wir bvhaltcii den Ausrlnic-k ,fabelh:ift« TJiiere', den 
r. D. Gabelent« verwendet, bei, obwohl im selben Capitol ftucb der 
SalaraandLT, diu Hyünc, das Rcutulthier unri die Giraffe bßbanilelt 
werden. Kinige der d^rt orwilhntcn Tliicrc (iiidi^t man in den lUu- 
stratiunoti zum bekannten San hiii kiti;; [|Jj |^ j^ ^] abgebildet). 

Hier rinige Beispiel«: 
jki bnjn, ^ ^ zai z(e) riiyalma i ujit. aihüma i heyu. Meuftulian- 

köpf nnd St-Iiildkrßtenb^ib. 
AdniliL' ^J?j J[[ he zu (fJii.Ks Nr. 1358: a great wolf), hmva »iohe de 

adalikun. uju/ufi/i^an; df.r iluüscrcn Gcfitalt nnch etwas einem 

Wulfe llbnlich. nill einem rotlien Kopfe. 
ilweri, ^ ^ ^ »an {;iyo >eo ,l>roili<irn'i ihn uihfi. 
mjiljnlia ij^ ^ liyailjr kioi; biiniu mixUiki de adalikaji. u/u ilanyac. 

Vuha 1 oAoho. Der ÄUMcreii Gestalt nach einer Wildkatze etwas 

ilhnlicb. mit einem weissen Kopfe und Tiperklaucn. 
inoodiilii'iu j^ ^k ki biyan oder >fC ^ niii gei) (vgl. Giij>.» Nr. 0141: 

a vlim1>iQ£ HTliiniU resembling Ihe racoon), kiira iiulahön du »dali 

. . . moo de talVira lunnirgs oJi moo indalifln sembi. einem «cLwarzen 

Hunde ühnlicb; da e» geerhickt auf ßltume klettert, nennt man 

CS .Baninbuud'. 
moidiii 1^ ^ lu ^u, tnariu \ beyc, fasha t bederi, Pfordeleib mit 

TigerHcvkcn. 



' |tf Cii-R* Xr. 407; lUi hiinilnuH rivefiloar (lljrito|Hite» itiftrmi»), »kin to 
muik, cuminou In iho VnngWc valloy. 



346 



KlIWIH VOM ZaOR. 



siuKrelien ^ jeng (vgl. Gilsk Nr. 70S: n fabulous cii-utiirc with livs 

tails autl a horn) »unja atuekm, .FUnrscliweiiiui'. 
tasihAn j^ lin (vgl. Gitjts Nr. 717A: an nnimal liotwf^i^n n ilog and 

a tiffcr, covered with scales; a maiiis) indahon de adaU himc 

etihc bi; taiha i oJoho. 
wolgiyan l|Ef t£ lunjt c'i (vgj. (iit-BS Nr. 7498: a fabulous mouatcr. 

a sea s«i-|}ent ['i']); bnntn ulijiyan do »dalJk.in. uVte bi; d«m 

Schweine etwas SUnlich und i;ch<.imt 

Während sich in diesem CApilcl eine gewisse Unabhängigkeit 
vom Chili Ksischf 11 xfigt, IihJl'h wir suiist im MnruUchu auf dem 
Ocbiete der ^nturwissciit^c-baftüii iiur bCvhüt selten originelle Ideen, 
meistens liegon Nai-libildungwa oilvr direct Rntlfliiiungen vor, was bei 
der Un6olbf>lSndigkcit in geistiger Production nur allzu bcgrciäich 
ist Wir bririg<rn hier zum Schlüsse noch ciuigv Ftlllc von Ztutammcn- 
sptzungcn, wobei wir une auf Knilchnungcii der Idfobosi'brftiikt haben, 
während wir ilic Knllehiningun des Lautt-s, die uigeullichen Ijuhn- 
w<irter, einer epfttoren Arbeit vorbehalten. 
aisha cecike, ^ ^ gin ci (Gilbs Nr. 2032: u small fiiieh [Chluro- 

Bpiza gpinus]); ,GoldllUget', awi'n und atha. 
aiyongga ilha, ^ )^ ^^ g'" ^^ höwa; ,Gotdä.tndblume*, flwin urwl 

cibiha, *»£ J^ ycii u; ,.Schwftlbeurabe% ciOi» und gnha. 

dobko. f|£ ^ hio lio (Gitx» Nr. 7208: thu lai^u horned uwl): luv 

äalifi /^ 4^ ^ ye mau el) i rneu gobu. &«»itrt i banin. duhorl 

dovemft oli, dobko sembi; ein anderer Name der Eule; der Natur 

nach eine Katze lind da sie Nachts umlifLirfliegt, hvisst sie ,dobkc' 

Naetitkatze. 
t-udulit-ii, fjlj '^ siytiu h» (Qilks Nr. 4449: the white crnne, Grus 

viridiro-stris) .Goiati^rkrnnich*; «nduri nnd bulehen. 
golcclicn poko, ^ M ^fi oitng wei gi; langscliwftnzige!^ Huhn; gol- 

min und unc«heii. 
ildubi, lim JjJ[_ sij'ön hß, ,der zahme Fuch-t', ildamu und rfo&i; yiibuhm 

i cncu gcbu; yabulan ^ .^ hi/ao niyao (nach Gilbs Nr. 1337: 



UbUKK WoHTZtmAMXI-INHETKttNOBK IM MANOadRC. 



247 



a fnbiilaus bird wliich cats its own mother, lül but the head), 
flUiri auch den Beiaamen hujenggD gaslm (butu-siijcn) ^ ]^ 
gai ce, nacli Qilbb Kr 64S0: a gant sucker (CnprimulgUB stic- 
tomiis}. 

isha, >j§ ^ mnf; ya; .LiirchcnrabeS w» und gaha. 

JÄsilii^it, ^ ^ i'vei ioi, ,Uegent!iiile'; tfHwaaihitja, jfi j8j^ In se (Gilks 
Nr. iSTii: th« eastern «^ret, J^relta modeeta') mhA jaaimhi, du 
sei» Erscheinen in der Regenzeit trocskenes Wetter (hiya?) ver- 
kündet, 

jaktalm ilbii, ^ ^ ^ :^ 5i{e) hivn hei hftwa; ,P«rpiirwolken- 
bp(-lierbliime.';ji'«Ä:eaw (Ha» dem chin. S" hia. rothgel^rblü Wolken, 
ent&prirht) uml höntakaii. 

jodorigsn Hsiha. jj^ ^ ji nioi; Giles Nt. 181«: Üie Sulnuiug Danisol, 
tlie 9tar « Lyra; jodombi und $argan. 

jnnara, ^ ^ liuwni nan; = jnkitlun |E^ |^ ]•■ gu, das Itublnihii: 
jukidiiii »rui julercji hn bu narttSame uti, Juiiaru »uiubi; du «irh 
flas R(.-bliii!]|i »tuU iisüli dein Südcii sohiil, boisst uh .jiuiara*. 

uiiU'fjiiii, ^ .^ fu fU, ,Kf»selivligi;r' ; tvcijun i cnc« gel»«, huru 
kiimcntinn oti, muccjun aembi; Beiname des weijun ||^ ^uwan 
V. OtLKS Nr. 636ri: tho common stork; da ariii Utlckon gckrlhnmt 
iat, nennt man ihn .mucejun*; mueen und tctijwn. 

luuynH, ^ g^ hing van jDrnchpnauRO* vgl. Giles Nr. 7J7S: the 
Kingiiii, Ni-i"ihrliiiia longana Canih.; miiduri und i/tuti |j,'anl. 

nimhviiycn illm, ^ ^ ^ siowei kin höwa; Gilbs Nr. ä330: the snow 
bidl or Viburniiin; nimaiifj^i und muhnliyau. 

ninlelte ilbti, ^ j^ ^^ siowei ban lidwa; fiyentche ainba. banyan 
boco; grosse Bhiuinn blatter von weisser Farbe; nimanggi und 
ßjftaleke. 

sakidun, [Jj ^ äjiii eiyao; ,Bergelster'; clstiTilhnlirhes HobhuhH; 
saJifali'i [ ^ j|A hi ciyao) de adnlikau Jukidan. 



silel 



icri. 



ill kill, /rbjuukntnich'i giienggi und. t/ulehen. 



y. D. QAiiKiJcyri lint irrtbUmlicli leldion. 



248 E. V. Zaoh. Uebbh Wortzusauhbnsetzunobk ih Mandscud. 

Äutugi ilha, ^ ^ ^ z(e) yon höwa; ,Purpurwolkeublume' ; SvSa 
boco . , , jaksan tugi i adali oB, BUtu^ ilha sembi; von rothcr 
Farbe; da sie rothen Wolken ähnlich ist, nennt man sie ,fiu- 
tugi ilha'. 

tnmebc ilha, JS ^ "^ waii diyei howa; ,Tausendscbmetterling- 
blume'; gubsu jira . . . tiyentehe gefehe i asha i adali ofi, tuniehe 
ilha scmbi. Die Blüthen stehen gedrängt; da die Blumenblätter 
SchmettertingsflUgeln ähnlich sind, nennt man die Blume ,tumehe 
ilha'; tuvien und gefehe. 



■Beiträge zur Erklärung der altpersisehen Keilinscliriften. 

Von 

Friedrich MOUer. 

Inschrift von Behistan I, 20. 

Die Construction von x^'^V'^^^ rauöapatiwä Bcheint, wie ich 
sehe, nicht ganz richtig erklärt worden zu sein. Spiegel übersetzt 
,bei Nacht und bei Tag'. Unter x^^^P^^ bemerkt er: ,Nacht', eq. vä: 
XSapavä ,des Nachts', und unter rauca ,Tag' . . . mit enklitischem 
patiy: rau6a patiy Je am Tage', dann unter vä ,entweder — oder'; 
xSapavä rau6a pativä. 

Weissbach-Banü übersetzen: ,bei Nacht oder bei Tag.' 

Horn (^Neuperg. Etym., S. 171, Nr, 775) bemerkt: ^^üa^a^üd ,de3 
Nachts', Dieses ^sa^a-rä erklärt Bartholomae im Grundrisa der iran. 
Philologie, Bd. i, S. 217, §. 387 als Instrum. Sing, von x^^P'- 

Nach meiner Ansicht lässt sich altp. x'i'^P^ ^'s Instrum. Sing, 
von x^^P' (= altind. ksapä) nicht erklären, da die altpersische Form 
dann x^apö (also jiSaptlK-'ä) lauten mUsste. 

Die Form x^^P^ kann nur = attind. ksapas jNnchts' gefasst 
werden oder kann ein Nominativ - Accusativ des Neutral - Stammes 
X^apan-^ sein. Auf die letztere Auffassung führt der Parallelismus 



' Auf den altpersiBchen Stamm j^iapan- (Neutr.) führt auch d&a oeup. 
hin. Wenn diesem daa awest. j^Mopanpin zugrunde ISge, dann mOBste es iahän (blos 
in 5j-jl*i u. «. w. Horn, S. 171 vorhanden) lauten. Der Wechsel des Geschlechts 
zwischen Ävtestisch und Neupersisch lägst sich Öfter constatiren. So ist rfuntnn- 
im Awesta ein Masculinam, dagegen setzt neup. f.j, ein Nentrum voraus. 



250 Fbiedkiob Müller. 

xSapa-tßä rauca(pati)-wä, der eine gleiche Construction der beiden 
mittelst wä verbundenen Glieder bedingt. 

Wenn diese Auffassung richtig ist, dann muss die Erklärung 
der Phrase x^^P^^'^^ rau6apatiwä von einem ganz anderen Gesichts- 
punkte ausgehen. 

Nach meiner Ansicht steht x^^'P'^^^ raudapatiwä für x^'^P'^V'*' 
tiwü raudafatiwä. Das zu den beiden Worten x^^^f* i°d rauca ge- 
hörende pati wurde blos dem letzteren Worte angehängt. Die Func- 
tion des pati = altind. prati ist gerade so wie in den Ausdrucken, 
altind. jaynä prati oder jaynä jagnä prati ,bei jedem Opfer*, toargä 
prati jedes Jahr, alljährlich' und in den adverbialen Ausdrücken 
pratidinam, pratidiwasani ,alUäglich', pi'afimäsam , all monatlich' und 
pratiwarsam ,alljilhrlich' aufzufassen. 

Es ist demnach /ia^"*"^^ raucapatiwä genau zu Übersetzen : ,sei 
es Nacht fUr Nacht, sei es Tag für Tag', d. h. , immer*. 

Dass die Nacht vor dem Tage genannt wird, dies ist genau so, 
wie im biblischen ipa"rn 3ip""n''i zu beurtheilen. 

Inschrift von BehiBtftn I, 48 — SO. 

48 iiaij aha martija 

49. naij päraa naij mäda nalj amäxam taumäjä kascij hja 
awam gau 

50. mätam tjam magum x^f^f^^f^'»^ ditam ca^rijä. 

Hiczu bemerkt Spiegel im Glossar unter 8. di ,wegnehmen', 
partie. ncutr. ditam. — Dies ist nicht richtig, ditam ist acc. singul. 
masc. und bezieht sich nicht auf jf*«^'«"!, sondern auf awam gaumä- 
tam tjam magum.. Das Verbum altp. di ^^ awest. zi = altind. gt 
,siegen, besiegen, ersiegen' wird nämlich, falls der Siegespreis aus- 
gedrückt erscheint, mit zwei Accusativen verbunden, nämlich einer- 
seits mit dem Accusativ jener Person, welche besiegt wird, andererseits 
mit dem Accusativ der Sache, welche ersiegt wird. Man sagt Sanskr. 
puskarö nalü rägjä gajati ,Put}kara besiegt den Naia um das ßeich' 
und ebenso Behistän-Inschr. i, 44 — 45: aita x^f^tram tja gaumäta hja 
maguS adinä käbuiijam. Dagegen sagt man bei der Verwandlung 



BKrrn^oK zun Erki^auno Den altpioraisorrv KKnayocHRtrrtai. 351 

drj ActivsfltKes in cinua Päsiuirsuts im Sauäkrit: jtuffuirSya nah) 
rä^S yita^. Hior geJiürl ^ita^ au nal9. JAan würde da.hei' auch 
sagen: iialC TAtjjfX yifci karätl, wubui ^Uä wicücriini ku itatä, nicht 
aber KU rd^ä geliOrt. U«iiuiach ist aueh ut)on dUam auf awam ga»- 
inälaiu ijam maijum, nicht ubi-r auf /da^-aw zu bcxielicn. 

Miiii vor^loiclm dazu iiu (3n<-L-hisch).M> diis Verbum i\iiat.i\-t und 
im Lnluinbchun das Verbum ducece, »dcbu mil duppvltuui Aceusnliv, 
uämlich sowüld dor Pltbou als auch dor Sache, verbunden werden. 
Man ea^: StSiiz/ssi tVv ?a13z rr^t iMusmtiv, vrcichur SatK jiuüsiviscti 
6 imT^ -w,*» jjlcjcixTjV csätja/.irai luutot. Man sagt dami : ::aT; tt,v ;u'jffLx,ijv 
itiiiTTivÄti^, T,x\iz TT.v iMustxT,' 3»5i3x^j*sv3v. Iiii Lattuniscliun buiast ea 
doeeo juvenem litertiK^ dann putjüivisuh^tttTttHi« litera» docetur^ Juvuiti» 
lUtraa doclua, juvenem Ultrai dociunu 

Diese Construction »tinimt nilt der enbtpret-honden des Arabi- 
schen vtiUkoinmcii üborein. Man sagt i^y*-^ ^^ IJjj \^ßuU ^sic 
trKnklei) Zaid mit vwr;;iftuti?m Weiiie', und daim paHüiviHeb JJ-j Jg*-^ 
*■*>» ' *■■■« '^ .i^uid wurd« mit vergiftetem Wein geliilnkt'; ^ '^j fi* 
«4»Ui ,er lehrte den Zaid diu WisHuitKuliafl der Heilkunde' und dann 
positiviacb ^^-^' (ilf ^j (iJ* ,Zaid wui-de die Wissun&ehiift der Heil- 
kiuide gelehrt'; *_-i* *-J' tj4j üj »*"■ S*^ Zaid die Teehler Aiur'e 
zi,u' frau*. nnd dann pnssiviaob ^j^ *-^' ^j ej] ^nid wurde mit 
der Tochter Amr's verbunden*. 



Inichrift von Behisttn I. 6S— 89. 

85. kdra hja nadUahairahja tigrdm adäraja aieada aii- 
tata utd 

KU. ahii HdieiJA aha pasdwa adam käram . . . tnakäuwa ateaka- 
nam anijam daSa 

67. bürim akuHauyim anijahja aim. . . anajara auramazdämaij 

«8. abtira waSnä auramasdtlha tiijfSm wijaiSrajäma (paiätea) 
aviadU käram 

89. tjam nadUnbairahja adam aSanam watija. 
Dies übersetzt Spibqbl: 



SB3 



Pbikiiuivh MOllhn. 



,Das Heer dee Natliluliim liielt don Tt^s, dort stellte es sich 
auf tintl vrur auf ScIiiBvn. llaraiif warf icfi mein Heer auf . . . leb 
machte einen Theil von . . . goti-ageii und braclite . . . u-ine» Theiles, 
Aiiramazrla brticlito tair HcisLnnd, diintli die rinadi- Aiinimaxda'ii 
selxlcn wir über den Tigris, dort sfliU{< ivli dss Huur Jus Nadita- 
bira sehr.' 

Da die Sclilaebl am jcusoitimj» Ufer »tatlfaud, wüboi eine Uebor- 
sotxiing des Fliiaaes notbwciidi^' war, «o muse due fviiidlirlio Heer am 
gegen nbergt'legencn Ufer de» FIuss besetzt gcbalteii biibon (adtäraja), 
Trotsdem iiacb OrruRT die sopiinnimte «oiliisoUc läiwische), von llim 
mediscti genannte Ueberselziing ,el ^tait »ur des na vires* ^ ulä nbii 
nflwyrt ahn biet«t, so kann die üebcrsetznng Spieoeu's ,uad war auf 
Schiffen' nicht richtig sein. Dies könnte nur durch ■attl nilttinA öÄa 
odnr vfA tulwtiun ahn, nicht aber durch don .SinRnlar n'Jwija au»*i 
gedrllckt werden. Zudem bedeutet ahiS ndi/jyfl nicht ^anf dem Schiffe*, 
«ondem (falls nltü =■ ihij gefasat werden kann) ,bei dem Schiffe*, 
Ich fa»se nittrija als Nominativ Kin^d. eines von nau- mittelet des Saf* 
fixes 'ija abgoleitetcn Fomininum!) nnd übersetze es durch .Flottille*. 
DemgemSss übei-setae ich ,«nd dabei war eine Flottille*. Das Wort 
-vt'ifcAuu^'t stello ich iils ntmakauwa her und sehe? im altpcra. ramfikfl-, 
das Vorbild des Fahl. jP ,a lroo|i, a company', arm. Ip"^', V— ß»f, 
neujiera. «-*j ,caterva homiuani, exercituß* {j^^^s O^^j* •^^'■*=*r")- '«^h 
nbersotse demnach k'\vam ramakämcd aw/lhnHam mit ,ich thuiltu da« 
Heer in Rotten*.' 

Das Wort dtüahilrim ist schwicrif; wi deuten. Weder daiab^j 
r'ini nuch auch (liahärtm, uifAhdrhii (wie man corrifcireu konnte)-" 
lassen sich befnedigcnd crklilrun. Sicher i^t blüs ans Eine, Anas -häri 
(verglichen mit dein Öfter vorkommenden nsa-ban- ,Scbneilreiter', 
worin «»«■ ==■ neupcrs. j^— »^) einen ,Gctragcncn* beduiitcU — Sland 
vielleicht in der Vorlage nnljam viniinbariin afivmucam? Da« Wort 
maiia- (= altind. mcja-, Üt. rit'tiiae, altsL *ncxv) wUi-de »Schlimcb, Sftck' 
bedeuten. Die Zeichen t t und TT können vom Steinmelx, nachdem 

' Di« ist Aach der Sinn der von Oprsnr gog<3l>')iii)n sugviittniiCen modiirhm 
(Niuiitchan) UubonrnUuny. 



IttCITRAoR 9!0lt RrKLARVX«! OBR ALTFRKXiSCllEX K EILIKSCIIKUTKN. S53 



I 



or (laH »-fiy wcpcn des (ileielieii Selihisscs dp« vorangRln>ii(lpn Wortes 
Kiutgcluasfn, tl. i. lilos uinuuil gouiuclit Imtte,' leJclit verwecbsclt ivoi-deii 
Stria. — Dhs Wort aha . . . stelle ich als taimnkam <^'{\ statt f|f) 
Inr und ilcul« cs als .FlussbiÜekc'. 

Dcmiincli Illiei-sHtze icli ftio gnnKe Slelle in folgender Weise: 
,Dn.s Heer d«3 NudiutAbaira liielt deii Tif^rid besetzt; dort stand es 
und dabei war eine Floltillp. Darauf theüte icli das Heer in Rotten. 
Den einen TbcU setate ich auf Schläuche, für den anderen brachte 
ich eine FlossbrUcke lierbei. Ahursmaxda brnchte mir Beistand. 
Mit der Gnude Ahurniuazda's ^^berset^ten wir den 'Kgriß. Darauf 
schlug ich dort dan Heer des Nadintabaira gewaltig.' 

Inichrift von Behist&a n. 76 und 91. UI, 52. 

Die Pliraso jizamttjiljiatij aftunnwam ilbi>r»etxt .'^fiboel ,icli liess 
kreuzigen', andere (z. 11. Wrtbshaoh - Has«! ,ieh li<;3» pfllhlen'. Wie 
mir >ii<.-lieii)t, ist dun^li dit'so Uebfrstftxungen der Sinn d«r Worte nicht 
richtig getrnifen. uzamaja ist, wie Spieörl richüg (S. fl7) bemerkt, 
=■ vzxamajit, der Luual van u::amä =^ ut-zamä, was t!Ovi(it wie einen 
,erhühtcn Ort' bedeuten loag. Damit ist uiclit die spueiclle Todes- 
strafe ffcmoinl, aundern diu AuBStclUmg de« V'crbn'cher«, an dem die 
Kxcciitioii Unvits vo\[/,i>gi-t] wurde, tin «Inem (;r!>übten, iillcii Vorüber- 
{{(■henilen eiclitburen Orto, Ks kann duher Ivupfuti, äi'hiiideii, oder 
sonet eine der f^'unäuuie», bei den Pcreern ^ebnluchlirhen Tudes- 
Htrafeii v(tmngegiiii<!;un »ein. leli niüehtc demgemBss daa Wort uzamä 
diireb ,IIiiehgerii;bt' übei'^f.tKen und die gun£u l'liruHe uzamujilpatij 
nhu7iau-nm durch ,ieh liess auf dn« lloeligerielit sehatTcn' winde rf^lipn. 

Xnachrift von Behist&n III, 85—28. 

sr> fasawa 

26. kära pärta hja wti>äpatij ftaeä jadäjä ffataria ha 

27. Ute hacdma haviitrija abawn ahij mcam walijazdota 
SS. Vi aiijawa. 




* tat darin nlfilit ff'iM luvoliitio su erkeitiiMi (Über woictie man wcLt^r imcnn, 
S. S&R. Not« t nucMwisxi itH>gii) '! 



FniKDRion MOller. 



Bpikohi. übersetzt: .I^ratif verliess Ana \teniechf. Volk, das in 
don Clanen war, di« WoideplUtzc (?). Es wurclo von mir abtrünnig, es 
ging zu dum Vuliii'axclata aber.' 

Diese Ueberselzung tat nicht ganz richtijf. Wenn dieselbe rich- 
tig Bcin BöDtc, dann mllsstc der Text lauten: pasfltca kJlra pSraa kja 
ioi9äpatij Imnw haid jadajä fratarta ha6äma hamitrlja abawa abij 
awam icahjasdAtam itiijawa. 

E« ist dcjutacli uiclit hja tciSäpatij^ der Eektivsatz, auf wol- 
clieu Aatfü jadäjä /ralarla nl» Denionetrativsat» bezogen worden Solly 
sonder» beide ziisiimmon bilden dou Rclalivsalz, »uf welchen der mit 
kauw bugiuucnde SaLn wis Ut;monBtrativaut,Ä zu lieziKlicn ist. 

Ein anderer Punkt, mit dem ieb micb nicht fllr einverstanden 
erklarer kann, ist die Uebersetzung dee Wortes jVnfä/ii durc-h ,Wei(le- 
plittze'. Du» Wort kann nur ein Ablativ sein vou dem weiblichen 
Stamme jadä, der von der Wuniel Jad = awest. jaz = altind. ja^ 
herkommt. Dieses jadn kann hier nur einen Ort der Verehrung be- 
deuten, Ich muclite es nach dem Zuaamm enhance der Worte durch 
jhÄiiiülichor Herd' übersetzen. DempemÄss übersetze ich: jDaranf 
wurde das pereiache Heer, welches in der Heimat vom häuslichen 
Herde auüinarachirt war, von mir abtrilnnig, ^ng zti jenem Vahjaz- 
d(\ta tlber.' 

Damit ist das frisch aui^chobnno persische Heer gemeint, irel-. 
ehea znr Bekilmpfnng des PrJllendenten verwendet werden sollte.^ 
Man vorgleiche weiter iinteii, /eile 29 — flO: pasäwa adam kAram 
p&rgam utä mädam fräiiajam hja upä mim aha ,dararif scliickt« 
ich da» peröischc und medische Heer aus. welches bei mir war*. 
Damit ist das alte, schon &ilher ausgetiobcne pcrsisehc Heer ge- 
meint 

Inschrift von Behistän IT, 86. 

Der Name dnduhja (tt ^ ^Ej ^yj ^t^ I'^*^)> Name des 
Vaters Jefi hatjabuy^ia (MsY^i^'-^s;) i&t als iiarsischer Eigenname (und 
das iüt er imzwcifelbaft) sehr auffallend, da das h {j^ gnin<l»praclil. $) 

' wi9ApiUij obciUM nie avroat. tfnä pnüi, jiciti äjn tpnä. 



BbiT&ÄO£ i.V& KbKLA»V»0 DBR ALTPBfieieCBE» KGILIHSCBRnTEK. ^bb 

uucli u uicilt stellen kiinn, sondern iin Arischen in S (altind. ^, imn. 
'S, (^) llbergelien mUsste. Ich vermuthe demimch dadunja ' (^ ^fj 
^^y ^if t^ 1^»^), <ia* an mardunija (M»p5sv!6;) anklingt. Der Name 
u(hj)iitna (Behistfln -InBchr. n, 44), wo das A in dersclhtsn Stellung 
Torkommt, ist niirht iranisch, da es der Name einer in Armenien ge- 
Itfgonen Festiiii^ int. 



Dariui-Insohrift von PersepoliB J, 6-9. 

6. . . . Kainä aurama 

7. zd&ha irnü dahjäKa tjä adam 

8. fSdarSaij hadä anä päraA kH 
8. ra 

Wie ich in diese)' ZeiUchrift, Uil, vii, S. 2öß bemerkt habe, 
faBst SriBOBL. Adariaj als t. Pers. Sing. Praes. Med., was mir nicbt 
richtig schien. Ich schloss mieh nn BRNrer an, der die Fomi als 
1. Pcrs. Sing. Im|>err. Aledü gefasst hal. Diese Ki-klUniiig ist auch 
nicht riehtig; ädariatj kann ki?In Impfi-fci-tum sein, da dii* 8. Per«, 
tiingul. Activi dieser Zoitlbrm Bebist. i, 63 adar^nauä (fUr adarS- 
tiaul) — altiiid. orfÄ/?'.'öt laulL't. 

Die Form ädarSaij kaiiD nur oiu Aorist (nacii dem Paradigma 
agj-pam, a»yps) vou ä-rfA/Tj iui Sinuc de» altind. ahhi-dkrf aein.* 

Was die oben bertUirtc Form ndarinnui anlangt, so idcntificiro 
ich sie mil altiud, adhf^iyA, ebenso wie akunatii mit altind. afej'Möt. 
Das scUlicssendc ' ist hier nach au in » ülcrgcgangon. Doswegen 
weil aus nait nicht naiS, sondern iiaij wii-J, die Richtigkeit von adari' 
naui ^ adarinnui, akunaui = ahunaiit anznaweifc-ln, ist nicht Statt- 
haft. Die Formen »kwmui, aditrinuui iits Aoriste vuiu Praesens- 
stamm au deuten (BttuouAKK, Vergl. Gramm., Bd. ii, S. 1177) ist nnr 



' OftfUr xprk-lit di« «lUiwvli« Künn rla<lini^nja odw rladüt^ja t (Jttirn, fron- 
Üamenh.. S. 7fi, "). 

* BAHTiinujHktt (Gncndr. Aer ■Vau. PhUolot/ie i, 8. Sfi8, |. 301) liest euiarMJ 
iiu'l liebt ilio Form flir citi«n if-Aomt aii. Duruucli mitM «r aäaritj aivht auf darf, 
REtTidcm luf dar (»Itiiiti. dhar) b<.>«ie1i«ii nvA e« Hiis adnrU^ eubtaiideD erhllfsn, 
Kiti« KiklXruDi;. Hii tlHreii KiL'hti|;t(tiit icli alj*ulut iiklit glxiibdD kxnn. 





3GB FntRtiRion MOU.BR. 

Jenem müglicli, der von den Laiitgcactzon so bofaa^n ist, das« vr 
die Forni(!i)Ielire diirUber ganz «.iisser Acbt lägst' 

Sariaa-Inschrift von Persepolii J. 12—14. 

IS ja 

I&. und Ijaij uSk^hja tita tja 

14. ij drajahjä. 

drajahja orklürt Bartrolomae {(Irundriss der iran. Philolotjie, 
Bd. t, S. 915) alt) Local Sin^tl- = drnjahi-a. Dieae KrkiSning ist 
gaoÄ unriclitig. Abgcselien davon, tU»8 -il blos in dattaja eine Stül»c 
liabeu kannte , das aber kaum = dastai-ü ist, ' sondern Gcmciv- 
Local de« IJurIb, Iniitct der Stamm zu drajahjil, wie Bahist- v, 24 
(öfcy dyajam) lieweitit, im Altpenisvhen nebon drajah- (iara draja) 
fttti:li draja.-. Man hrsiiclit das AltjM^rsische niflit so ohne Weiteres mit 
dem Awestisfhen xu idi^nlifinireii, wie ns nmnclimal Rakthuluilab tluit. 
drajahjä ist dcinnauh Üe-uitJv Singul., wiis schon dor IWallulismuB 
mit uikahjä lurdert. 

iDsohrüt von Naqii-IliisttuD A, 30. 

kulija wird von LAsaiw luid Rawijnsoh auf die Ksreaisi, die 
Bewohner von KoGcata (Landschaft von Porsien bis za den kaiika- 



' Um wu Uautiidloiluc {QruadrUa rter iron., l'hitokyie i, S. IVÜ, i^, 309, n) 
[Iflfdbor fichroiht, v^irm.if; nur eiii&u citiKi-'flciBcliU>ti ^uijf-|;riinuijfltiker' in ütiL'reaugfla 
Um »uf Oruiiil oiiica lilrEiiiC kürgliulicii Miit><rinl> (!S. IVT, J. 3:I1J> ein Oni«ts 
■II decretirün, nXmlicIj .dlo .insgKiit^tvi tiiiil -/u* uilcr hr (ND. in oitjein eiii&i|;on 
PAllft!} äo» m^iuBlIavlieu Avritito <lriiie«ii in un»i|;iusti»cli» Tfttapu»' (ein« 
schnne und ^naue Dcßniiicinl}, uiiism man junu kiltina I>iviiix(ioRfihriift hitbon, mit 
welcb«r diu ttivijitnn ilor JllngereD Spnabforsclior von d«r ät-hl^jiriiitg uiuiiaIiiusivum 
%«gniul«t vxirdon aiud. 

* Au«li mäkjä ei-kllbi Babtdouhuc (n. a. O., 8. &1&) = t"üfii-ä al* I^orAl Ton 
mä*-. Gaiis falxcli ! — mähjä Hl Genit Sing, von ntä/ia- und mäbjä lUhl Hlr niü- 
iaJiji't, eboiiMD wie /itunätä tut Uatttataätä, rYiufn für raulattu Die hier tiiU^ IrtiCfnik 
Eracliviuiiiii; int ans, wax U. F. Kt/vr ,Inrii!iuiii' ci'f'^'nt lint. DaniJidi utelvt «eccMvl 
fUr neccdf« «Jitt, foreecptrinl filr _^or« rentjwrial, priWjrrwtMtf für pi-oejmU (M(e, dann 
»rab. ,l3Ue fllr fl>l jL.*, ^jW^.^ '!>'" o' o'-^.^J^' ^t'" •*■ ^ABABinat ,Di« luro- 
lutio Im arabiachflii KcliriftTrtwvn'. \V\.r.n, 1806 (Süsungih. der kaU. Akadmtie der 
H»*wwcA((/7ea, Pbil.-hist Claaga, Üd. caxxv), 



BKITRÄnB »IIB ERKLiBIJXa HBR ALTPfiRlStSCItEN IvKn.l»B»tIRIPTBEI. S57 

sütchen Pforten), von Oppkrt aiif das bihli»clio tf-s, Name eines SoIiuok 
CliARi'e, des Stammvatera der Aetliiopi«!*, hezogea. Mud kmin such 
an daa Volk der Kiithfler, die Bewohner dnr Slaiit Kutbn (nordöst- 
lich von ]Jab>'lon), denken. — Der Name -n-a, «ms., ratrx: bedeutet 
bekanntlich im Talmud so viel ivie ,iiHn]arit.tner', weil ihn* Volk Enllt 
von d«n flssyrisclicn KömgeD in das Keicli Isrs«! versotat wurde, 
wo CS dorcl) Verraiscliung mit den xurtickguLKelH-nen Israeliten den 
Stamm der Samaritancr bildete. 

Darnach »lünde kiütjü für ursprüngliclics kutjä, wir hniljam Air 
haijnm, uuiämariijiii für hunmnrtjiLi^ utnäipfiiijam fiir huaipaijam. 
Die Stelle BeliistAn-liisebrifl i, 4T hatitp ajätta vtcäipaäljam aktila 
haute ikajnyijti nhnwa liborsclze rann: , Dieser ris» (die Lllnder) an 
eich, macbte (sie) »u seinem Klgeuthuui, er wurde (fuctiecb) Küui^.' 
— nkhtn Icnnn nur Imjierfeet sein = akunuUi (yg\- altind. kurma* = 
kurum(if)\ der Aorist mUsete akariü lauten.' 

Imclirift von Naqii i-Bustam A. 43—47. 

48. adataij {a)s<l& hawä{t)ij pär(sa)hji 
44. martijtthjä du(r)aj ar(Sti)i pa 
46. 7'ä(p)iatä ailatuij asdä ba(u})äti 

46. j 'pnrxa martijn (turitj ha^d pH 

47. reä hamaram patijaiatä. 

Die XU den beiden abhängigen Milizen gehürenden Verbnluns- 
drttcke »ind nicht gleichwerlhig; patija&<tta ist 3. Pore. Singul. Iiupcrf. 
Med. von iaii (aeap. ^ij, /iJj) + patij, para^ntd dagegen ist kein 
Imperlcetuui, wie SriBüBL im Cilussar unter gam angibt, sondern ein 
ParCicipium ^lerfecli. 

' BABTnoi.ciii.tB (OrMwiriM ätr trau. PhUntegle, IM, i, 8. 20(1) fiinrt iX-nntn >U 
*titrk«D Aorwl. D« nlciiul. k^ta- im Alt|iuniucliait aU birUt-, noup. >^. »iji MÜMlor. 
Vohrt, »a mQuftan lUcb ak^ia, aki^M iui Altp«r««-Iini alii »*arfn, ahtrmn «r^rluüneii. 
ünktici Ini-onaaqneiiian hoIIiü ai» alloiwiiiiiigKiiiii UAKTNOLatiAK itvli KU StIiitMeii 
kommen lowuui, dor «iiiiiinl ([olulirt but, da.«» Im neup. >> du sitliid. ak^ sWcbt 
— Wmn In ak^a (lie Wnripl dw nnipmisi^hfii PrAUleritmii vtirkliL'h meclili wie 
UAaTHOtAHAii l«)irl, ilnnii UCIrflo Jktiu Funu iiivhl >^, fnnilorii mUwt« nadi Avm ^\^y. 
ulmUi kud laiiUn (iJctnuivJ : ininam — nk^ti : htdj. 

ITeiiwi Zcibctir r. rl. Kunili- d. UiirgcDl. II. IM. 18 



258 F. MOller. BbitrIok zur EbkiJjiiikq btg. 

Da deiü altind. sdgata- im Altpersischen hägmata- entspricht, 
ßo könnte parägmatd als Verbum nur auf den starken Aorist a-gam- 
am, a-gan, a-ga-ta, a-gan-maki bezogen werden. Dahin gehört aber 
entschieden ä-Sam-ijä,^ das dem awest. ä-gam-jä-t, altind. ä-gam-jä-t, 
voUkommeQ genau entspricht. Infolge dessen ist parägmatH = altind. 
parägata als Femininum des Particip. Perfecti auf arStii = altind. 
fgti^ zu beziehen. 

XnBchrift des Xerxes K, 20—25. 

30 Uta ima st 

21. Onam hauw nijaStäja kStanaij 

22. janaij dipim naij nipiit 

23. Um akunauS pasäwa adam ni 

24. jaStäjam imäm dipim nip 

25. iStanaij. 

Das Wort janaij, welches Spiegel als ,ein dunkles, aber wie 
es scheint, nicht richtig gelesenes Wort' bezeichnet, kann absolut 
nicht genügend erklärt werden. — Bartholomab's Erklärung (^Grund- 
riss der iran. Philologie, Bd. i, S. 237) taugt nichts. Ich lese statt 

K"" ^^ TT K"" O'"""»?!)- TtT TT << TT K*" fada^at;;), was einen 
vollständig befriedigenden Sinn gibt. 

Altperiisch: wiiaiüim — wikanfthj. 
Es freut mich constatiren zu können, dass meine in dieser Zeit- 
Bchrift, Bd. m, S. 149 (1889) gegebene Emendation von ideanähj 
in wikanähj sich bestätigt hat. Die neuesten Heransgeber der alt- 
persischen Keilinschriften (Weissbach-Banö, 1893) lesen wUcanOkj. 

* BiBTHouiiiAB {Grundriit d. iran. PkiM., Bd. i, 8. 212, §. 377, n) fasat diese 
Form Als Optativ dea Praesens. 



Heilmittel namon der 

Tob 

Uorits StoiDHchnoider. 

Das Gebiet d«r Uoihnittul gehurt erst (hircli eine epoeidlc 
Anwendung; düreelbun in den Bereich der Heilkunde, lueret in die 
bcBchreibt-ndo Nuturltnndi:, «Irren (iescbifbte durch vcnsdücdcne 
Cultiirkreisc mit ibrvii Spraelieii «ii *'erfo]geii ist. Wenn nun aui-Ii 
die Einwirkung d(;r Natur^cgciiBlüDiie luif den Ihit-riaclica Kürper 
die Dinge erst znr ,innteria. medica' macht, 80 ist doch zur Kennt- 
ttiää der Diu)i:e scllmt «iue Süssere Beach rcibnng, die Angabe der 
Fundorte, der Seltenheit, de» Preises und dergleJelien, vor Allem 
»bor die Angnbe des Namens für den Complex jener Eiftonschaften 
und Umslfindr in den vcrfiehicdcnen Sprachen nOthig, wobei 
allerdings die Dinge sehr oft den, an ihrem ersten Fundorte, ge- 
wisseraiftssun an ihrrr (inlinrlsflUtttn, cnipfan^enen Kamen mit mehr 
oder welliger Modifleuliunon bi» zur unerkennbaren Entnlellmig bei- 
behalten, wie Inrkanntlich die jt-tzt vi-rbruitwtcn (Jowlirzc - »der 
aber in verscbiedenun Läiulera und Sprachen einen vollständig 
neuen Namen erhalten, wt-nn sie sich vcrbroiton, respective don 
Namen, den ein anderes ilhnlieliva Ding irgend einer Oattuug, wenn 
Dicht doreeJbcn, getragen hat Aus äoluhvn Umsl&ndun hat sich eine 
Hpecitille Art vu» WiirtL-rbUolicni cntwickcll, welehe man im laleiui- 
scben MitlL-lallvr Sj-tiun^mu niiiiut<:, wurin va liimptsilcblicU darauf 
ankam, das VcrbtUtuis« der Namen festzustellen, trelchc f^lr Aas- 
selbe Mittot gebraucht wvrdt-n. Diese Krörterung war ebensowohl 

18» 




S60 



MoaiT» St£D(8CUNBU>KB. 



eiue jfhilologiacbo (^Bt^'molo^iüclie) «lit sacliliclie, wenn aiicli die Me- 
tliodc mitunter eine verkehrte war, wobei die Fromdwiirtcr, ins- 
besuiidere die arabieclien, leii;lil verketzert werden, sowolil durch 
ungcnügcndti Sprachkenntniss, A\ä durcli vcrecliiedcnc Umschreibuii}^ 
der in dcii L-iu'ü|))li»t'1icn iS|)rnchcn nicht vorlmndcuca aral>isclic-n 
Lautzeicben — die VocaIc werden ja im Arabischen überhaupt durch 
bcätondcrt Zeichen und je nach Hcdürfniss angegeben oder weg- 
gelassen — ferner durch Unkenntniss oder Nachlässigkeit der Copi- 
stcn und ScliriftBct/er. Wer je eine UebersetEung eines arabischen 
Werkes in Uruek- oder Handschrift angesehen hat, geschwcigo wer 
melnere Ausgaben oder Maiiuscripte desselben Werkes, oder gar 
melirere Werke verglielien hat, kanu nicht verfehlen, jene üobcl- 
atllnde wahrKunchmcn, wie r.. li. beim kurzen £, welehes wie t lautet, 
wSbrend oia einziges Zeiebcn einen zwischen e und i liegoudea 
Laut, ein drittes Zuichen einen 3twisc:hi;n o und u liegenden lieKcich- 
nel. Di« OrivnUiliHleii unserer Zoit haben fUr ihre UiuHehrcibungen 
neue Zeichen erfunden, die man in den ineiHten Druckereien uicht 
vcHiindct, und sind rar Kurzem zuüammongetreten, um eicb Über 
ein gemeinHehaflliehcs Bestem scu einigen. 8ch»n vor liOO Jahren 
wollte Simon Jiuinc-nsig in seitier .Claviti banationis' eigene Zeichen 
tUr die arabisidieii Buehatabeii eint'tlbren, fürchtete aber die Corrup- 
tion der Copisten, welcher auch »eine latoiiiiseben Buehstaben nicht 
entgangen üind. Biuiuti untvrficlieidet die UebcrKutzungeu aua dem 
Apabiseben vun denen aus dem Griechisebeu; er beginnt jeden 
Uucliatuben »eines iilphnbelJscIien Wi'Irterbufliea mit einer Krörtcrung 
über das Voriiällniss der ai-abisebeii ßuclisULbcu zu den latetniRclLen, 
wonach mnu aeiiiu Umschreibung buurtbeilen mues. Sein Buch ist 
vielfach benutxt worden, wie jii jedes verdien etliche Buch seine Bc- 
DUtzung — oud seinen Mi^äbraucb gefunden liatj nher seiuc sprach- 
lichen Aiideiitiiiigeu fanden keinen liodenj die Materie der nrabi- 
Bchea llüilkiuii^t wurde Ueuiciugul, vuu ilirciu Spraebgewaade blieben 
einige t^etzen in Händen der sie plUiiderudeu Europäer^ die heutige 
OrientAlistenwelt kennt die alten ^spolia' Tust gar nicht, während die 
Historiker der Medicin noch immer aof die alten Ucbersctzungen 



IlEu-un'TKuiiAueH VBK Arabxu. 



261 



HBgewieseo »mcl, weil die Orieiitalisten von Facli ajcli fUr All«« eher 
intcrc64ircn, nU für Modicin, die ibuon fürnv liegt und durOQ filtere 
Literatur man lange als wcrtliloa bei Suite gelegt hatte. 

AUcrdin^ dUi-ft« fVa die materia medica eine Aiunahms- 
Blellun^' recljiuiirl wertloa; denn tivbeii der alten Theorie Ihrer 
Wirkung — welclie seil Galen auf dorn <ieg'an6atR der vier Elementar- 
qualiliiten (Wilniie, Killte, Truck tuhcit, Fiiuclitigkt^it) «u den entspre- 
<?hcndcn vorausgesetzten QuAÜtäton der Krankheit beruht — ent- 
hüllen doch die alten Benennungen und ncschreiliiingcn genug des 
Bratichbarcn oder Bfeachtonswerthen, um gelernt und gelehrt xti 
werden. Ks war daher ein gltlekliehcv fi<^danke de-i Arati^s L. Lb- 
cixRc, das bedeutendste arabisehe Werk auf dieecm Oebiete, welches 
Sach- und Nanienkenntnias verbindet, das aus MiOd nnd mehr Voca- 
beln beetebendo WOrterbueh dor ,8implieis' von ibn Boithar (oder 
Bnitarj xni. sec.) frnnzUMseh zu Dbcr»ctxcn und mit Nuten und Re- 
gister zu versehen, naehdem Sowtheimer's deutsehe Uebei-setzun!» von 
Orientalisten wie Dhzy als vollsULndig unbrauchbar erkannt war; den 
Keunom des ArabiHelien ist inswiechen eiuo Ausgabe d^ Textes 
(Bulak, Jan. 18iß) augJln^lich geworden. Nicht minder verfehlt ala 
Aie Ucbersetziiiig des Texte« iet S4>»TUEiMaK'8 angehüngtes Vcrscich* 
nias von Autercn und fieliriCten, wclclio ihn Bi-ilbdr'a Quelleu 
rcprSseniiren »ollen, in der 'i'hai iheilweiee fulseb gelesene Namen 
und Titel. thcilwi*ise bi-i ihn Beithar gar nicht vorkommende, ohne 
den nUtliigen Stelleiiiiaehweis al|ibHbutiseh ku ordnen und ana secun- 
ddtn.-u Quellen zu bdouchtcn. Das Werk ibu Beithar'^. welches wobl 
mit Recht als der Höhepunkt der iimbiechen Sludjrn auf diesem 
Gebiete ungesehen wird, i»l sugk-ich dureh seine Citate eine der 
wiehtigsten historischen Quellen fllr uns, neben weleher vieÜeieht 
nur der Continens des Rhazee (Razi) zu stehen vcrdiont, den wir 
aber leider mir in lateinischen Drucken, mit ihren verstUuimelteu 
ifamen — an denen Tibaqukllc9 und At8B«T vos IIau-sr vergeblich 
ihren 8charf»nn versuchten — «u Itatho ziehen k«nn»!n. Die von. 
Lkclkbc {liiatoim de la m^definc aruht 187li, i. ?.''!0 versuihlo Uebor- 
siebt der ic itaxi'» Riesenwerk angeftihrtea Autoren und Schriften 



MoBr» SreixacRNEiDBR. 



will nicLt erwli'Jpfeu, somlcrn hervorLcben, gibt nur selten diu Kn^ 
stetlangen der lateinischen Ucbersetxang, dio bisher allein als Quelle 
dienen konnte, da das Original nie edirt, aach aus den crhallcrica 
Brnchslünkeii (naraentlicli im EscumI) kanm vollBtftndig berÄUStellcn 
ist — wozti icli liier j;;e!e^entlicli bemerke, dasa die Berliner künif;!. 
Bibliotliok ein Stilelt einen anonj'mpn arabischen AuszLig»^ aus (Ic-m 
CoDtinetia in hebrilischom ScliriAcb&rakter besitzt, vrorin die Än- 
Alhmngen Razi's gi-uBsentbeilu \viedergegeben sind.' WlJnscliensivertb 
ist aber ein volMilndi^r Indox zum Urif^tuil mit Ar);;sbe der Ut«i- 
niechon Entstelliitigen. 

Der jContioens' ist nicht ein Uontinunt, sondern ein groBses Sleer, 
worein diu> den Arabern bekannt« Altertlium und ilie er»)te Periode 
der arabischen Wissenschaft selbst sich erfassen hat, und vrorauä 
viele Nachriehten der »pILleron Bil)Iictgrfl|ihi*; stnmmciR. Aehnliches 
bietet ibu Bcithar l^r sein engcroa Gebiet der Simplieia «us der ihm 
vorangegangenen Zeit. leb habe vor langer Zeit eine Studie über 
die (Quellen des Käzi und ibn Beithar vorbereitet und versprochen, 
aber bin jetzt nicht Aiisgel\thrt, weil ich ohne jede ßenutxung der 
Originale den beabsiclitifflen Zweck nicht zu erreichen holR«. 

luzwiüchen batta ich tJcIrgenbeit gehabt, einige ältere, arabiücli 
verfaaste Schriften libt-r Simiilieia atis hcbrÄUelien und bUciniachen 
Bearbeitungen nilher zu aehiUIeni und nalim Veranlassung, das ge- 
wonnene Material nach den sich ergebenden arabischen Namen 
der Stoffe nlpbahotisch zu urdnen iiiid mit den jUngt-ren Quellen 
XM vergleichen. I>i«seiu Material ontnahra ich unter Anderem die 
Nachwoiaungfui des .Oloasan*' (ungefilhr löO Artikel) zu den S^^tio- 
nymon dos ,Antidota.riu8' von Mondcvillc, in der Ausgabe dor Chi- 
rurgie des letzteren, von Horm Dr. Paohd (Berlin 1892, S. ßtift bis 
63&). Diesem Glossar geht eine kleine Abhandlung ,Zur Literatur 
der SyuouytüB,' voran (S. .'»82 — 596"), vrorin die Hauptquellen aufge- 
zftUIt und charakterisirt sind; dort sind auch die Belege filr die hier 
Toraugebendaa allgcueiuen BemerkungQU zu finden. Ueia Glossar 

' S raoinen eben im Dnick vultanrlaUn sweltsii Thell i1e« Verse] (■hnUsew der 
tiDlii-Xttchtiii llaniltchrtftort, 8. 100. 



ElRn^MtrreixAUR» dkr AnABe«. 



263 




tat balrl darnuf von dum fraiizlSsitichcii Herausgeber dc8 Mondoville 
bemiKt worden. 

Id meinem hohen Aller wcrd« ich diese Studien tlber die Ma- 
teria medica in dea ttlteron arabischen Quellen nicht erheblich 
erweitern Icönncn ; ich glaube ctaliiT mein gesammeltes Material in 
der bequemen Korni einer Anordnung nach dem arabischen Al- 
phabet yerötfentlichen zu sollen; e» enthält jedenfaUä die Namen^ 
welche in der zweiten Periode der arabischen Medicin am meisten 
verbreitet waren. 

tch habe nunmehr noeh die Abbreviaturen fUr die er- 
schöpfend benutzten Quellen nnzu^ebcn. über welche die erwshnte 
Abhandlung nebst Glossar (S. 5M«> nBhere Auskuuft gibt 

Ali = Ali ihn Abbu«. das Arabische nach ms. Sprbnüjjr 1886. 

Av. := Aviceann, Kanon, nach der Pagination der ed. Rom, mit 
BenulKung der ed. Bulak 1Ö77, der hebräischen Ucbersetsung, ed. 
Neapel 14!i2, und der alten lateinischen. 

DJ. ^= ibu ol-DJezzar (Anf. si. Jahrh,), al I'timad, arab. ob. id 
Mlinchen 834 (in hebrttischen Lettern, nach Blattzabl citirc); lateiDi- 
sche UebersetKung von Stephanus aus Saragossa oder Lerida (iS83) 
unter dem Titel Libir Fiduciat, welche ich in dem MiluiTheiier nu. 
853 entdeckte; ein Compendium dedsclben rrwiß« ich in dem f.ther 
de Oradihtu des Constantinus Afric-auue, iveli-iier wiedenim (um 1 197 
bis 99) von einem Anonymus (nebst mehr als 20 anderen medictni- 
sehen Schriften) unter dem Titel ha-Mnulöt hehrMiach ilbersetzt, in 
mehr als einem Dutzend iIandschri)U>u uacbgctvicscD werden ; das 
Nähere darüber ist in meinum Werke : ,Dii> hebrJlischen Ueber- 
Setzungen des MIttctallcrä' (Ucrlin ItJ'JS) 8. 7US, nu finden. Die 
Nameu der eimtelnen Artikel gab Ich arabisch (mit h«bräi»elien Let- 
torn, wie itn ms.) und lateinisch nach der Atiordnnng der mee. mit 
einigen Noten im ,Deut8chen Archiv für Gesdiichie der Medicin', 
herausgegeben von Koni.P8, liand u (lB7a), S. 6 — 1»; in dem latci- 
nisclien alphabetischeu Iudex, S. 20— 22 «iiid uacbisutriigcn : Abharo 
lO; astarat, s. styrnx; debenig :(4| fastnta (vor 1V>1); (galaiiga, -Jl, lies 
81); gj^eum (geb) S4; huars 11; mixstar S4; muahite 8; (sauibucus, 




364 



Mobitz STBiffseiixBroBR. 



K. zu f. 29 b); sfyrax ft; trirol 17; uvao ptmsaa 11. — Diu Ziffer bo- 
siebt sich auf iliei Bbiltxulil des me. 

Ott. = (Jafiki'a (um 1100?) VerKcicIini»* einfacher Hcilmitlcl 
(über 700), iiacb der liantl»it?hriftlieli«n lalcinieclicn UflWractzung eino« 
mag. G. id Lorida (1258?), mit liiiiKugeftig-ter Erklllruiig iu arabisühen 
Letlern gab ich io Vikchow's Archiv, Bd. csxvti, 8. SlO— 48, Bo- 
riotitifpingvn dnselbst Bd. csxxv, S. 1S7. l>io Ziffer bezieht eich auf 
den lateinischen Anfutigsbuch^tabeu. 

I. B. = ihn Beilbar (e, oben) mit der Kummer in Lrclerc's 
franziisischer Boarbeilung. 

Als eine au$xU»licbc Bearbeitung dce ibn Betthar (principieü: 
Bitar umschrieben, wiiruui?) ist zu belraL-liten : E. Sickbkbrrokr (Pro- 
fessor der Pharraakologic in Cairo) .Die oinfechon Arznoietoffe der 
Araber im xm. JiilirliunJt-rl', i. Heft, Wifu 1S94 (N. i— GOO: ,^ 
iS'ytir '"'^ ««'fliKpfiltige Snitcn, AMruek au* dor Wochcmcbrift ,Phar- 
muL-eutiäche Posi'V Die nnibisch»?ij Sehlag» lirlcr sind von einer 
Unii^ühreibuiig in Intoinischen I-elterti und ein«r Erkliirung nach Dio- 
skoridcs etc. (niia Lkoi^rcV) begleitet; dtc kurxe Aufxähhuig von 
itrabiRcben Autoren ist tverlhlos, z. B. Abilid-RRüis (fUr nbu'l-Ra^im, 
d. i. Zalirawil. 

K. ^- Kachef er-konnimr/, ,Trail(' d« la mati^re mötlical« arabej 
j>!ir Alid er-KcÄzak cd-DjflÄa'iry, traduit et annati^ par Luc. Lb- 
cLERc. Paris, K. Lsnoirx, 1874 [SUS pp. und lilrraU, di« jedciuh 
durchaus nlclil erschüpfl «tnd); ic^h citirc die fr&nzß&int-hr. ITrWrfictziing 
der Artikel. !)i>r arsbisch«- Verfasser iiiachU' kdiul' Wallfahr) iinch Mekka 
im Jnhrc^ 171''S. Das Buch tclii>|)ft KiuiÜphst aus der .TiidsUtra* des 
Da'ud al~.\n(aki (ii-h wfisu iiaMsti-ns aaf I. \i. biii\, uiilliitil lUOD Artikel, 
worunter gegen 200 blosse synonymische Verweisungen. 

L. ^ ICm. Lövr .Araiufiisehe l'flnnxennairicn', Leipag 1881, ein 
sehr nüUlichcs Werk, in welchem auch arabische Nami-n durchwog 
verglichen und iu eiuBin büsoudevt'D licgisler zusammengestellt sind. 
Ich citire uur die Vocaboln, die in dea anderen Quellen vorkommen. 

Sa. = Abu'» (oder 8bu'I)*'S8lt (geat. 1184) nnd seine Simphria 
(SSO sum Theil identische Namen, nach den Wirkungen classifieirt), 



ÜBJLUin'KLKAHBK DBR AnADBJl. 



S66 



nach einer hutirUlBchen UebersetKung (in meioem lus. 31) in Vibchow's 
Art^hiv, Bd. xeiv (1883), S. 12 ff., wozu mir Herr Dr, E. Luvt im 
Driickjahrn einige ilemcrknngeii schickt«, die ich grDsstetilheils hier 
beAcliteii werde. Viule Schlagwilrter sind hier nicht die aroWscbcn, 
(3. 41) oder in etwas raodificirter Umsclireibiing, ■wenn Fremdwörter. 

Ser. = Sornpion junior JJc Simplioibus', Intviriscli, eil. 1Ö27, 
nach Conjectur, eine kleine An/alil noch zweifelhailer Schlagwörter 
esniinelte ich am Ende diese« ArtiIceU. 

Die bisher auf^ezilhlten Queltcu sind erschSpfend »KS^nutzt, 
Bfiwoil die nnihischo Benennung direct nngegcben, oder durch eine 
Verglcichnng mit andoren Quellen oder sonst ersichtlich ist. 

Andere Quellen sind ntir geh'gentlich betintzl und nng<'fUhrt; 
vo ich nuT das Glossar /.n Mondevülo (,01. Mond.' mit Niimraör) 
verwoiüe, liahe ieh in der Kegel die dort nnf^efUhrten Quellen hier 
nicht wiederholt, tnancliinal herichtigt. Die Iteilienfolge der Citatc iot 
nJL'ht eine flironologlKche, sondern der neqiieiiilielikeit hidber, eine 
alphabetische, jedoch kommt Low als set-unditre Quelle ziiletst; 
nmni-hmal ergab sich eine verachicdene Reihenfolge aus snehliehen 
Gründen. 

Eft ist vie]leieht nicht llherflUsäig zu bemerken, dwB die Üno- 
ftchreibiiD^en in latcinlschou Lettern, meist corrupt, den Uober- 
Betxungen angehören. 

Die forllnufeiide Zillcr des Gausen soll die Citation «erleichtern. 

Für die im ArabiKclien aurgenouiiueneii. nls perBisch bercich- 
noten Worter, wt-lche «ncli fllr die Lexicogrupbie dieaer Spracho in 
vcrhilltnifiKmIlääig Hlt«ri*m .Slndiiini von Interesse sein dürften, habe 
ich in der ,Tcnuinologie Mcdico-Phaniiaceutii|nc Franvaiac-I'ersanc' 
etc., par .loii. L. äcHi-iuMKR (nutngraphirt Telienin 1H"4) so wenig 
wie ^ar keine Hilla gcfnndcn, über den Grund wage ich keine Vor- 
uiutliung, da ich diese Sprache nicht verstehe. — Ich wurde diese 
Vocnbeln zuletzt Kusammenstellen. 

Berlin, im Kerbst 18S€. 



366 Mobitz Stbihschnbidbb. 

1. ^;^«JU oder cj***^^ ä. 137, ob Blatt von o-*^* folium benote, 
bei Ali 194? Sonthbimbe i, 426 ist nach LaCLBBC 1295 zu berichtigen. 

2. üjljl nach Ali 500 Abarum, i. e. plumbum combu8tum, bei 
Dj. 27b Obar; bei A. 131 ^-»H^ jbl, hebr. n. 26 umgestellt und he- 
bräisch übersetzt : Bedil (= Zinn) und Blei. 

3. ,j«i6b\ A. 138, ed. Bulak 1877, i, 263 ,.^^1, hebr. c-bm, 
d. i. latein. Anagallis, d. i. Angelica. — Ein Mittel AngeUca erwähnt 
FHErrAG, Lex. i, 63 nach Forskai. 

5. ^y^ji} (rumisch) Dj. 45 b fUr persisch y^*-«; vgl. *Jrf^^ 
hei DozY, Suppig, i, 2 ? 

6. jr?* Ä. 138, hebr.: ,ira Latein. Abrich'. Letzteres bei Razi 
(Continens, simpl. n. 98, im Glossar des Uebersetzers Faragius n. 91), 
Abruc, Chebalinum. 

7. ^^\ (persisch) albaranga Dj. 31; Ser. 153 Abrang. 

8. .iC*L^^», s. ,iiJU^ji. 

9. j_y>jJl »yl und «-r^y* V' Geranium, K. 104, auch l. B. 15. 

10. ,**-J^l A. 13G, Ga. seta 22; K. 34 Coccos = j?^' t^- 

11. ^^«AjÖj-mjI (syrisch) Dj. 12 ftlr Cjyj)^\ nach L. 414 falsch, 
ohne Correctur. 

12. ^^ ^\ Ibneyrz Ga. 2, I. B. 12. 

13. Lj->>-ol A. 134, Helenum (sie) sive Ebenum, Ali 394; Ehe- 
nus Dj. 34; Ebanus, Ga. 1; K. 119 auch ,j->^^; Abanus Ser. 152; 
L. 65. 

14- J-e-** A. 128 Alabhelura, sive Abhelum, Ali 184; Harhar vulg. 
vel Hebele, Dj. 38 b; Savina Ga. 2, Sabine K. 16; Sa. 597 falsch 
Ab'hal, wegen des falschen hebräischen Buchstaben; Abel (sie) Ser. 
255. — I. B. 7, 985, 1289, 1402. — L. 82. 

15. U*Jä. ^1 A. 135, ed. Bulak p. 260 L-Oa-, hebr. ,KDK'?'3>t, lat. 
Lactuca'. 

16. j^Ja-u-Jijil ypoquistidos, Ga. taratiz 13. 

17. zjj\ A. 133; (gramen) Citrini vel Alcitriali, Ali 176; (folium) 
artengt (!) vel tharengis, 213; Aterengum 283, (oleum) Hellechi 291 ist 
im arab, ms, corrigirt und unsicher; Citron K. 6; Ser. 1, — L. 46. 



Hkilmittklxahbn dbr Aiubkr. 



267 



18. jt^'1 (BerberisJ b«i Ga. b, 1, wie 1. B. 20, UUi (äoMmeix&B 
corrumpirt). 

19. J^l tliitmiiriscus, Dj. '<ib; ozcl Ga. t 1; T. uri<:Dta] K. 21; Sor. 
20.— L. 6«, 71, 420. 

20. J-r^^ A. 129, hebr. n. IH, Pkmpms, p. 42 (stibium): l&t ii. 7 
(«ntiraonium); Alliemediun, Ali 471; Azmet, Dj. «7; EziiiiL, aiitimun. 1, 
Gb.; Antimon. K. SO; [Mibfbld ,S}*qoii. iiartholoiaAOi', Oxford mttS, 
p. £4: ,AitruAd(t) graece aDtimoD.]; jtntim., Sa. 380; AiUnad, S«r. 
8SS (8<i>}, vgl. Gl. Mond. 37; Simon Janucneis :i: Antimon, ar&b. al- 

21- oJi'*-^^'^ A. 139, ^jyiJ^\ cd. Bulak 2G4, letzter Artütel, 
nicht in der liebrfiischen UcberMstKung. 

as. ^U-i A. \U; (fol.) pniüi, Ali 21» und (gumma) pirnnii 341j 
Eia."»» und I^-az Ga.. p. I und 3; Prune ^= ,;x:*f im Mngreb Jj^^^, 
K.»7,^r^ ^L^lN«fle=jjyijK.88; Ana» [ftti- ajas?] Ser. 138. — 
L. 140, 208, 234. 

sa. ^Ja^ Sn. Endo C. xvu (S. 61). 

84. J»ij^\ Cartbame, K. 116 = j*-a». — L. 218. 

25. \j^\ (nicht 1^1) Otra 2, G*. 

26. ^j«JU^l A. 139. ed. Bulak 264 ^j*»JUi.l, auoh ^,,«1— jj>i-i 
oder ^j-liijj-Lu., citirt Galen; dor erste von dp*) Arliknin am Knde 
des Ruche«, die im Hebrili8chen febleu. 

27. jtjl amoit, imrduus I Ga.; bei T. B. im eigenen Niiuiun. 

S8. tJi'^p'^ A. 182, hebr. (zwischen 31 und 32, die Zahlen bis 
37 sind maii^ttthnfit und Bttmmaa niuht mit dem Index), latein. 
Atrakih. 

t!9. 4^^,jjl und ,j*^.j>l tapsia 1», Ga.; auch ,^^j> bei 1. B. und 
Adria Thupsia K. 63. 

30. <--^j^^ o^^^ auricula lepm-is Hutne arnep Ga. all; OJl Cy- 
noglo«sa= »UJl ^>\ und ,3^ K. 82. — L. 807. 

81. J>*Jl ^^V^ auricula de algazcl a 11, Oa. 

85. jUJi ^j\'>\ Adan all'ar, vel Adancci(!) faraichus, Ali 49; Ednal- 
auricida muri« (so lies) uud dasselbe »ilvustris {sSj^'^X Q*- 8, 4; 

myoBotia (o*') K. 70, — L. 40. — S. auch n. 85 f. 



268 Mobitz Stesinscunsidsb. 

33. ^M Gl. Mond. 77 Zeile 2 lies Ali 77 etc. und noch oleum 
adecbari 303; zu Dj. 46: Hatcher; Jone odorant K. 9; Sa. 358 Scam- 
monia; Ser. 19 Ädcher, squinantum. 

34. *J>jy* A. 129, woi^r osr'j^^ e^- Bulak 251, hebr. n. 16 wT-nK 
,]atein. Adruma und Tartanita'; flos Adrion, AU 233, Addarium, i. c, 
radix arthanite n. 128; Ederion 3, Ga.; Chrysanthime K. 113 =:^^Li'; 
hingegen *J>JLjJ' Cyclamen K. 115 = U-jj.».. Lbclbbc citirt in beiden 
Artikeln Avicenna ohne Angabe der Stelle und Lesart; 3. auch Dj. 
55 b neben U~iJ.j*, 

35. ^JJ^\ o>' Plantain K. 71 = J*J-l o^"^; I- B- hat o'^^ i°d 
so L. 243. 

36. j^ c»'^ Oreille d'äne K. 68, ohne nähere Angaben. 

37. »_jjJl ^^l^\ Verbascum K. 76 = *./^j-ö>* und J^'>i\ ^-a^ ,mous- 
saleh' ist jedenfalls ungenaue Umschreibung, 

38. J^l o^' Fluteau K. 74 = ^e\^l jU^. 

39. J^l oJ' Colocasse, ^Vil* K. 75; bei I. B. 36 unter 1719 
(Low 238) ^»Jl. 

40. ^j-**— JUI i^i\ Cotyledon oJ^'^V»*» ^- "^"^'i ^^' ^- B- viermal o'^'- 

41. Ui\j\ Araco 13, Ga., ob lyJljl bei L B. 43? 

42. ^^\ (arak) Salvadora persica K. 44; I. B. 50, 1608. 

43. ^Vk^JjUjl (berberisch) Brichten, Dj. 56 b. 

44. J^jJ JJjl Ä. 1 38, im Hebr. 66 verstümmelt; linde ich sonst nicht. 

45. o^V und c^j\ (L B. 51 hat auch cj^}) Otra (terra) 2, Ga. 

46. oWv* arguen 42, Ga. 

47. o'>*-^^ Pivoine K. 67; vgl. auch L B. 53, ,^Vj' bei L. 251? 

48. ^i-i%!-j*, o*W-j^ Centaurea, K. 78; L B. 49. 

■*9. tj^'-Sjj* A. 137, ed. Bulak 263, hebr. 55 Ardakani, ,lat. Ar- 
diphrini' (?). 

60. jjl A. 138; Arzura, Aczum, Ali 150; rysi 1, Ga.; riz K. 45; 
Ser. 13. 

51. U^>Ü«-jl Aristoloche K. 65 = ^.^'^ '^*>^jj\ bei L B. 58, 
1099 auch . . . J>i»--)*. 

62. Ä-ä-Jijl (afrikanisch) für Stichados, Dj. 12 b (S. 8, A. 2, 
wo Ä-*»*.»*ujl bei Dozy, Suppl., p. 18 citirt ist). 



T[Kii.urTTnLXAitBtr dbr Ababks. 



360 



63. cr'y^^y Argt^muDc, R. 79; audi bei I. B. £3, äS8. 

61. ^1-j» (und JUjl 8. 1. B. 4G, 144a) A. 186 (hebr. 4S), Ar- 
miiciim, Ali 376; Armel 2, Ga. — L. 268. 

65. J>^^j\ aramoniacum, I>j. 19 b; • ■■>y*j^ S&. 147; e. auch i5^). 

B6. *--Jji (Hoae), danebeu ^j*^ (See-Hasc) und ,jj^. (sylvestris) 
A. 135 und 13"; Anebadliad vel Aniebelhar (I), AH 470, (sanguis) 
Anezobi n. &üö; lifevrc K. 19; Ser. 416 (436) aylv. 

67. ^^J^ Aaron, Ser. 43, oacbzulragcti bei L. 289. 
67^ IJJjV *■ uuter Ij^l. 

68. o^y i\}\ A. 18», C^-i-ji i\j\ cd. Buluk a&6, naiTK hcbr. 82, 
«.i*i._>» i»ijj'''l Azadarecliem vfA Adexercbftum, Ali 185; i-iui^ijl [. B. 
Of), 1288: Azcdtiracb, K. ö5 = ^. — L. 44. 

.^9. jljl Daphaß -- u»^' »»id Jl_p, K. 61. 

60. 'j^jl (Axoiuird), Lapis lazuli. K, 51, iat offenbar eine Vcr- 
BtUiumelung von »jij^. 

61. Jjjjl Grain« de Melüut, K. fi6, aucli Graine de J-i» = ü*-™"? 
AUCb I. B. £i«. 

ß2. tj-i A. läC, Icbr. -1, wo die lateinische Uebcrsetzunf: cor- 
runipirt ist (vgl. (Ü. Mond. '2K); (graniim) Mvrti vel Ulisca, Ali 167, 
(fol.) Cntcmbari, Balonibuti, n. 189, Kufanuin 40!>. Oleum foUt nach 
298; B99, I>j. 12 b; Myrt. 1, Gjl; Myrte, K. 11 = ^y,iJii\ i/^ ^ 
a^-ji Myrtillßs, Sa. 480; Aea dotnest., Ser. 92; DexQ) dornest, ar. 
he$, äiuion Jan. üll. — L. 6(1, wo anrh Myrsine. 

6». ^j» lj*^ MurtA öilvCBtriB, Gii. 61; Älyrl« sauvapc, K. HS. 

64. ojy^' A. 127; Aschfagmii, Ali »7»; A«aru8 vol Ex*i*on, Dj. 
42 b; Azara baoara 1, Gh.; Anaruiu, l\. 18; AKara bakara, 8a. IU7; 
Ser. 854. — L. 369. 

65. _jIjlj«--j1 Asblifar, Grain de ricin, K. 89 = «-HaA' i— *»-. 

66. i«>U~:u«l bei Dj, 9 h filr ^>-+J* ».V™* (sjiica Indien oder 
6(». nardi) »elivint Sclirflibfeliter für ,_,jAi-™il 8licindoa. 

87. *-.j™-l Oc<lräl, K. 3. 

68. J»j'^l •>->4^ Loo terrae, Mezariou S2, Ga., vgl. Dj. S4b; Cba- 
mÄl*on, K. 91 = j'*V; auch I. B. 81, 742. 



270 Moritz Stsdtbchkbidbb. 

68''. v>*"t Ärserebum, afferebum [lies: asserebum], Ali 499; 
Plomb, K. 29 == ^^j; auch I. B. 77, 1042. 

69. gJj-^1 Asarcon 18, Ga.; Minium, K. 90 = o5*ji ^^^ o»»^'-^; 
Asrecge, miniunij Ser. 367 (377); auch I. B. 74, 1109. 

70. j«3liljJ»*o\ (auch ,j~^ ■ • • *) Astragallis 15, Ga.; Astragalle, 
K. 93 = ^^.r^*; auch I. B. 68. 

71. crs'-ii-'l IstufiUn, Carotte, K. 100 =j>^. 

72. t^jiji-jk-o*, auch ij-)jji.jk«)\, u-jjjyjkxül und j^-j^xJUk*»!, 
bei A. 130, auch in ed. Bulak 252, am Ende u^y'»', 3. Gl. Mond. 68, 
wo lies Ali 32; i^jj:i.jkwl Stechas, K. 8; Sa. 52 und ly^j^ \ 56; bei 
Low 272 ohne prosthet. AHf 'k«. 

73. ,_;*JJU-.\ Sauge, K. 83 = JjV\ ^J^^ und iUeü, genannt 
Ä*Jlw> und i.j**il 'tf\yu>. 

74. c'^U-j\ (so) A. 136 (hebr. 50), Spinarchia [1. spinachia] 6, 
Ga.; ^U--u>l Epinards, K. 41; J'-jU-jI Aspinadae, Sa. 48; Hispenach, 
Spinachia, Ser. 136. — L. 385. 

75. e1_;Ä*o1 Sparung, Speragus 14, Ga.; fehh bei L. 61 — 53. 

76. tSj^ iT*^^ Spongia marina, Ga. 39; j^^*-' A. 131; Eponge, 
K. 36 = t-jLäJ; aspinicus (? Sa. 377 und Ende C. xvn, p. 61); Ser. 16. 

77. J-i*-*>l, 8. unter J-Ü*o. 

78. glj-^ui-ul A. 134; falsch £*'*-***'' als Erklärung von _,**-JÜ, 
Espendagum vel espidagum, Ali 453, dann mit demselben Fehler 
fUjJ\ Espidagum plumbi, n. 454; Isfideig, Dj. 28; Yzfiez, cerussa 4, 
Ga.; auch ^Lop\ jL*,, K. 21; Sa. 251; Isfidegl, Ser. 368 (378); B. auch 
Gl. Mond. 39. 

79. jIj-JLluI Moatarde blanche, K. 92 = J^'^l '^>j^ und ^y^ 

80. iJ'yi:*^^ o-'>:H'-"' AlÜcius, Dj. 32; Azfauz psyllium 5, Ga.; 
ebenso K. 87 = AJyki j)i. — L. 314. 

81. OJilf*-"'» 8- 0>i^y^- 

82. ^... '1 3., »,.. < < Scamonea, Ali 554 (so), die Endung »V in Sa. 26 

und 26 ist hebräisirt; s. auch Jy^y. 

83. jyy^' A. 134, ed. Bulak 258, hebr. 38 mit Druckfehler; 
Scinque, K, 25. 



LlKn^lTrRI.NAUBM DHU AttABEK. 



271 



8d. cjH^j*^^ «J«'' oV-'j***^*» 8- uuter *7***i «s*"/*)' »^* ÄÜ 427. 

86. J:Ji-», s. J-ÄiV 

8S. J--»*, Azcel, juncuB Bimptex 1, Gft.; Jone, K. 85 ^^U**. — 
l>. 47, bb; IVmarix, Sa. 411. 

87. j^jj^i—l (Asselmoun), Boxe d© myrte, K. 39. 

88. ^JU>^ Asleh ftlr g&ycin 2; R^si^d», K. 8« = ojrt^' (K- &19), 
auch v"^^' ^-r^' <i"<l s-'»/^^ ^^^ (Leci..)» vgl. ]. li. 67, 845. 

80. jU-j1 Volar, K. ae = ijy'J^; nucli Da'tul al- Anlaki: Eryäimon. 

90. t**>=^^**"* Liliiinij Ansereomra, Monder. 118; Ser. 183 (in: 
lilium) «Bmeiiiuni = yrcus. — L. 47, 879; vgl. Ol. Alwiid. 118. 

91. ^jM^ odor i5--»^Y ÄBacum vol amsacum, Ali 3&ö. 

92. .^K^y A. 187, Much lielir. 59, 8. I. B. 72, 236. 

93. .j'ry^' (rumiscli) = Ysopun, I)j, 44, ob ,_,«— »1 V 

9<. j^,-^' (Uschtarjrjir) A. ISO, cd. Bulak 2i9, etwas cüriuiu- 
piit hebr. 2i, ebenso 1. B. SJ, 158, 1128 (Kameeldorn, persisch) con- 
statircn das r aid EmJe; dennoch nimmt Low keine Notiz davon, 
neben dwn Aufilaul i und w, die offenbar ans iiniicutlichera arhb. r 
cnistaiiden. 

_ IL 

95, „ß^^^ Cftrilufs (öoi I, Asijni« (Ga.); Amclilia guramiffere, 
K. in ^ >bl und oj'^'^i Raxo8(I) species cardi, Ser. 263 (273); 
bei I. B. an sechs Slcllcn (s. Index bei Lbolbrc). 

96. ^\j^'\ Ürnitliot'ale, K. 9»; bei I. B. 8B. — L. 266, 290. 
»7. fAl (pers.), »5^1, s. ^j. 

98. jUil Sauge, K. 42 = jJ^\ ÄJU-t (so). 

99. JiiUl, s. J-üLm.. 

100. J-H^', auub J^J^l A. 126 = jljUt J-ft); A«quil, DJ- 81 b; 
SclUek 16 = ÄJ^yUI j-*; und jLiJI j-»4; bei Sa. 8G Jj.>ü', iJ^iy^; 
Haspel, 8(|uil]a, Ser. 294 (304). ^ L, 7ö, I7S; ». auch Doäv, Suy- 
pi^m. I, 23, 26 nach mostnrnb. Dialect. 

101. ,>il, s. J-r^l. 

102. o"--^' (oi.)'-**^0. SosauÄU«, soKü 8, O».; Soud«, K. 85 = 
^_,--3^\, J>--l*J», ßucb ^U ,jl oder .j-ol* jjl. _ L. 42, 386. An- 
deres in Gl. Mond. 196. 



372 MoBrrz STzmscHNEiDEit. 

103. Ä^l Lichen, mousse, K. 10; Sa. 389; Ser. 93: Axneeh 
(so) . . usnee, muscus quercinus; Eräuterbuch iu ms. hebr. Vat. 364 
(s. meine hebr. Uebersetz. § 517; Dj. etc., a. Gl. Mond. 202). 

104. P]yi-« fjLol Azabi zofra (digiti crocei), Ga. 12 (auch bei 
I. B. n. 90, vgl. 1963), auch Palma ('-■^) Mariae und palma azze 
(iül^ls); Les doigts jaunes, K. 32 ^= ^^.j^ UU- . ^_j£ also ,Santa*. 

105. ^jlJjJl 5Jto\ (. . ,adara' Lbcl. !) raisins, K. 33. Dieser Ar- 
tikel stammt wohl aus I. B. 

lOG. o5*^ S^' Coquillage? K. 56. 

107. U— jJb 5jU.\ A. 138; Hcrmodactylua, K. 31. 

108. dT^i A. 129 = i--U\ L_jj-i. AIi363;Gemmed'o]ivier, K.4. 

109. t-Juol Caparis, Dj. 37 (auch I, B. und Freytag, vgl. Dozy i, 
26?); Capre, K. 43. — L. 262. 

110. ^j(j>*-«l Äniaum silvestris, Ayzoforum, Ga. 16; vgl. I. B. 
89; arab. i, 38 o»*-»'- 

111. ^-Ui3l ^l^\ Tribulus, K. 103 = jJ:-»». und J-i-\ ^j-^; 
bei I. B. 98 vUiü\ ^\^l. 

112. U.1 A. 138 = vÄ tetr. 73 kick, ed. Bulak 263 ^bU^U 
I. B. 102 (1631) 1U.\. 

113. Wy^il, 9. unter UUtl. 

114. ^yLJ,y.\ A. 137, ed. Bulak 263, hebr. 54 verstümmelt; 
das Mittel wird u^li-' genannt. 

116- J^j^\ Ptychotis, K. 98, auch JiUU.1 ; bei I. B. 2, 1036 auch 

116. Hji>\ Ä. 139; pätes (ungesäuerte), K. 46, auch I. B. 100. 

117. tun (auch 0>*i»l) und 0>-J>l sind bei A. 138 und 137 
(hebr. 71 und 60 verstümmelt) unterschieden; vgl. I. B. 103. — L. 45. 

118. t--^l jLitl Affaratib, Dj. 31 b; Ärfanaub, blacca byzan- 
tia, Ga. 2; Ongles odorants, K. 52; Sa. 179; Atharatheb, Ser. 161. 

119- Of^-j^\ 9- 0>*^j^- 

120. i_:^>Jl** A. 132 (hebr. 30 ungenau), auch ed. Bulak, und 
i;^>i*l (Agalloche) I. B. 110 scheint Beides nicht ganz correct. 

121. ij*:^^** (jirliqui'!) Vin cuit, Gleucinum, K. 80 = ,^;:^^^; 
I. B. 111. 



HKItJ 



.UITTRI.XAM[1N HRR ArAIIRR, 



273 



122. ^j«k*-^t Agrestis, Ctiiomluiit, K. KU ^ ^ und j*-*jS. 

123. a^H\ A. 129, audi eil. Bulak 2&1, fehlt im Holiraischen 
n»ub n. 18; ein indiBchcB Mitt«;!. 

124. Qi>'j^y I. B. iOfl, ist wohl audi A^iratum, stiondos 7 bei 
Qa., i?ö ich o~^'jr^^ angegeben Kabc, ob aua Sokthriurr kann ich 
jetzt Dicht «ngeben. 

125. (j*ijW (rumiach) bei Dj. f>4, ist «-ohl j^jJüjü)*. 
1S$. Uj^^UI, b. Ui.U, 

IST. (t).;,«:^'»;! (»jL-«) (Bticcns) Lienberi, AH 8*21 5 vgl. folg. N. 

188. c>»*^' (A. ISO), s. o>*^'- 

159. ,- j . r: ,,>| A. 12& etc. (Ol. Monil. 03), Abaintium, Ali fiB2; 
Dj. 4: Affceutum 6, Oa.; (»Asseutin', lioe Afscntiu) Aaiiithe, K. 6 =» 

ptr* V^ ""'^ j*?**'' *t^i c?r!^**— *' ""<! Lr^-^^**-*^ S'*- SJ"?; Als. und 
Abs.^ Ser. 14. — L. si, 4ai und liiiucr 528. 

180. o»-****^ A. 198, cd. Biikk 263 kCniitc auch ci>~^^ gelesea 
werden; Plempiue, p. 63 bietot die Var. j>— »*. 

181. t^\ (earo ftj tyrie, (Ja. 

132. i<Ul Lilibacum, Ali äfU (ms. «r. f. 249), (luch Affßlica und 
fructutt Allica«", s. jf^ljJ 1 ^-vJ' ; finiille de Mattcudier, K. 112. 
138. j---^^ 8. ^^^y 

184. o^«-^' öder o>*-^S ^''^cl' o>*^' "i^^ O»*^*! A. 180j 
Mi?»iAbanini, L e. Opinm (!), AK Sl8, I-!|iitliiinum ä60; Afärcamo (I), 
Dj.40b; Afothnuioii epithimiis 4, Gn.; Kpith., K. 7; falsch ,^>*^i>iJil, 
Ha. ßu; 8. mich I. H. 112, iliM. j^^^j^j '^ Lihiiiibitcuiu vel Liliniba- 
tam nöertur a CVota, Ali 08. 

136. ,^>s"l A. I3X, ApiuB, K. 81-, 8, auch I. B. 118. 

186. o»::»* A. 183 etc. (Gl. Mond. 42); Offion, Dj. 60; (Apiam, 
K. 19); Meinchion opimii, MmrsLU 23; Ser. 864, 374. — h. 208. 

187. ^Ul, zu Gl. Mond. 41 hiiixuKufU^uii : Acnc|uic, Dj. 14; 
r'K'ppx (h«br»isirt> Acapia, .Sa. 77; aobachic, Ser. S4. 

136. jUI AüfSuioiiL-, IC. Iflfi = o^-*^' Jfel*-^. 

189. tV" (plui-.'') (jfiU) Hichabu vel Alcabat, Ali 347. 

140. .j-;:^! LiSl Oxyn Canthiis, K. 123, d. h. »>Ü-l *s>^> = 
WifD« Ztilnhr. f. 4. Kuud« i Mors«l. XI. lU. 10 



274 



Moritz Steixsciixkidek. 



jÄ;*pi und J»4r?^i bei I. B. Lbol. 123 ein Wort j-ü^ L~j!l nicht 
ganz corrcict ; Axion. cardas 3, Ga. 

lil. o*J^ A. 139; (floe) Acaanc, Ali 281, (*1.) S04, Aecuaaum 
(so) 584; üoclioeii, Dj. 51; Otfacn, cotiila foet. 3, Ga. ; 1'. matricÄire, 
£;, 63 = J^')'^ f^>{Vi Kazi, Continent siinpl. n. 1, S, vgl. Ai'abuan, 
CoUdn...; Karailj'» Oloss., n. I; Ciuiioinüla foctitia, 8a. 71; Achiten, 
matricaria, Ser. S53, Debonigi, cainom. Ende 33, Cotula, Bihar 196- 
— L. 190,200, 826. 

143. .iiü-JI ^\^1 Castaneula 15, Ga.; Noix vomtque, K. 144 = 
***j*i und t-J^T^J^ >?^- 

142 b. ^j)y»l, s. *»j^l. 

148. . . .U-it, 8 LsÜl n. 141. 

144. .^T*— »1 Scr. 4! AfBin vulubiüs (ef..-*i-J); Hermond. C; Si- 
mon 4*: Acsin species vulubilis, ut ap. Hcrap. cap. de lebleb ex verbo 
I)y. (Dioacoridis); fast würtlk-li au Mihkelr 10. — L. 142. 

HÄ. |^>Ä«iljÄ»l A. 137, atirli ud. Htilak 263, hcbr. 57 ['pDnepK. 

146. ,^^-Üft Yülili, l>j. 9 b. 

147. U*:JÄ Cadmif, K. DT, s. \--^- 

148. 0»=^^**^ Acanthium, K. 102 = s^jJ^i o*i^ ^6' I- ß- 1^2 
und li^l mit NebenbnHtimnmngpn bei I. B. 135, 12ß. 

149. ,_»**is»* büi I. B. mim (fohlt in Lhci.rrc's Index) ist ofTen- 
bar die rirlitigo Leeart ftlr das griccliische Akinos, nicht ^y^y^ 
,E«inex* Oximiim [Ocinmm] gariofil. 10, Ga. *= jX— ..^^; vgl. 1. B. 
»4, S91. 

150. kS'JUJ^ A. I86| Hnctaraac, pctra pnrturientis (nicht pcrti- 
ncntis), B. Virciiow'b .Arcliiv', Bd. i,xxxv, S. 137 ^ •S~^\ /*>; Ser. 392 
(402): lloger achtumach, Liipis aquiliie (Ädicrstoin, auch Klnpperstfiii). 

151. ^mJI /\ PilolftB de mer, K. 106; I. B. 76, 181. 
ir.2. *— iJ JSl Kupliorbo, K. 107 = OK^/; ^ J^- !•''*■ 
158. JM-^ Jr^' Akiil alj-ebal, Ga. roeinariniim 2; J-?A-1 Itos- 

murin, K. 1, wie I. H. 12(r und )!Obl. 

154. c^^J^I J^U. Ol. Möud. 90, wobes: Af|unlitelmelit, Ali Iß; 
Clilalmulit, DJ. IIb; Äclilamott«, m. 3, Gn.; Molilot, K. 2; Melilolo, 
S«. 682. — L. 98. 



IlEltJJITTKL-tAUEH DBB ArABKJI. 



275 



I^fi. .,,*JU-J->I1, auch Ji\i^-)i\ (I. B. HO, 1274) und ,^Li«J-Jl; 
Azf&ztux, salvia i, Oa.; Aelisracos, Sur. 164. 

1&6. J«»Jl A. ISB, Uli. Itulak 2G3, hebr. 6) cnteLvIlt und mit 
latein. Albalaui. 

16G^ L-««JJl jt>Jl Fi)lia auri, Ali 49fi. 

157. ^U-vJk A. 137, ed. Bulak S(i2, lieLr. &a = J>'Jl ^^j. 

158. j-i>j^Jl J^' (adjami, l>ci Stöijli. liiig, euri) AlfaxolV DJ. 
50 ftlr •^^■\^. 

169. oi7*J' (y) Acoron, Dj. 20. 

IGO. <iUl A. 2t>i, ed. Bidak 261, hebr. 4 7 wiIsSm, scheint doch 
nur uutcr dum Artikel u/ wiedtrliolt! s. ^. 

161. cr*^^ s- »liter jj-<W 

162. o»i;i>'**^' (Alectorion?) so ist wolil bei Sa. GS zu Icmd, 
wo die Endung p«' )H^brfti»irt sclieint. 

Ig3, JLJl Queue de mouton, K. 4<; auch hebrftiscL. 

164. ^^*J1 AIi>Ä(riiitii8ch), I)j. 20; ^V' Sa. 17a. — ^jJl L. 295. 

lHb. oV r* A. ISüj (Üosj Anguilk« vel Aquillai, Ali 2S»; Mi- 
mosa giinimiftTa, K. II = o*^' = t^y ^*r ö»ft hcisat Wl*'. 

166. u-J^j'-*' (rumiach), Dj. 68 = o^'*^' f* sauguis dmconis; 
■"■gl- C>»*Ä>^' aitjfpaxav =^ J'^1'1 O*»^ ''«i Doxv, üup^Uvi. \, S6? 

Ifi7. o>^?^' (j>^) Hoiczactun? Ali 91. 

IfiS, j-jjbf«!, daraut* corniuiiiirt 't_j»**l, auch '^^^l, 8. Gl- Mond. 
24; daiu noeh O«. 61 (^-JjIj^) Berberis; K. Ü4. 

H>9, «Ü<^1 [lies *«s;*l] (rumiach)^ Dj. 2+ CJrocus. 

170. cv— * (c>— ' *■ B. 149, 2303, 2323), Am7ör 1, Ga. 

171. ^1 A. laH, Amilegum, Ali 26«, Dj. r»; Amblech, Kmhiici 2, 
Ott.; Kmlug, emblici, 8er. 95; ^_f.~.~L.l Kinliei, Sa. 116 scheint nicht 
arabisch. 

178. j-V-l Rhamnus, K. 120 = \j^. 
. 173. .jwJUbl Anagidlis, morsum gnllmae 3, Ga., ao auch I. ß. 
167, 1B3, 17,11; iu K. 6« ,j-J^LJ». 

174. ^j»cU\ (hei I. B. AD ninf SteUeu), ^ ^^ (f>^l>lL das arabi- 
seile Wort), Anagj-m =^j-^* VJt*-- 

175. fii\ UonJiture, K. 69; L B. 173, SUO. 

18« 



«76 



Mobitz Stkin^chnridrr. 



176. .r^j^^', f-.^j^^»- 

177. ^^\Ji Cjy^\ (so) virga ]»istorig 31, Qa.; sucb I. B. 182. 

178. j\xj\ Groin <tc Ligustioum, K. ii» = ^U. 

179. *J^1 (schwarze und weisse, •^*y, 'l-^) Antola, filipcn-" 
dala. Sf Qa.; I. B. I74/u, 473, 147». 

180. ,JJÜ\ (^ ,j-rJ^l? I. B. 157 und 1485 ,JsÄil, welche» im 
Index fehlt), AdcoU, Q'ta U, Ua,, wo falscli ,,rl£i1, nach I. B. arab. 
ui, 105 unter l**^ (so). 

161. j^^t Eiigibar, deus equinus 1, Ga.; bei I. B. an vier Stellen; 
K. 48 gibt «j'-»*'' ch&vrefeuille ^^ *J.UJl qILJ— i (roi tie broussiiille). 

18S. o**^' A. l.'iO; (fol.) Engedan, Ali Slü; Amudon [lies: 
Aniuden], Dj. 47 (vgl. ^jlj^'iJl g«^ ^'Uintni); unyiidcn (dessen Kraut 
A»sa foetidn), Ga.; Ferule d'nsn. K. £•&, auch_;Jjl; Sa. bSS; Aniuden, 
Ser. Sil [itilji Alphita 10: Anogodao Sumak (!), Appendix 101 : Aiia- 
godam Sumac. 233: Sumac macer, nach Frbvtjio: Laserpitium. — 
L. 56, 2QB, 392 und ,^^j ' 22Ö, wie l. B. 

183. ijx'X A. 133, hebr. 34 (wo latein. urtega = Urtica, lat. 72ß, 
Plemp. 50), (aemen) Ilecbigc vel Anhengen, Ali 9S, (eem.) Emere [lies: 
Eniere] 574; Angelica^ Dj. 29; AnioruB, Urtica 2, Ga.; Ortie, K. 2ß 
(I. B. viermal ; vgl. '-»s^ und u-^); in tn";:K bei Sa. 18 ist das Jod 
vifllcicht Zeichen des Quctschlatitos, ohne daast^lbc Ende Cap. xx, 
S. 64; Iluniure, Sor. 150 ist wohl >^=^, s. dioega. — L. 162, 866/7, 3S9. 

184. *^\ Coagulum, Ali 611 1. i^^. 

185. jjji A. 139, ed. Biüak 264, fehlt im Ilebr.-ijJJ' fehlt bei 
Ali Kwixchen 144, I4.'i. 

186. oJc-'b-'^' Andcracion (horbfltiir) 8, Ga.; auch 1. B. 17»;, 'J47. 

187. ^^yi^^J■M\ A. 138, bcbr. oft, »ach ed. Uulak ctfj^Sj-*^'? »'»o 
wohl ^jjjUtfjjJl nach I, B. 1S3 zu eiupüdiren, aber auch dieses rich- 
tiger '*>} Hed^-ssuran b»i Dioäcorides^ wie Lbol. bemerkt. 

188. o»*^'*^' Audcricon (fUr Indicon) (Ali? Ich liotFc-, das ver-' 
gosaonc CiUit u»chzulriigen). 

189. ^)jj^^ (auch Oj^>^), 9. Gl. Mond. 147, dazu: Antorum vv\ 
Anzerotum, Ali »BS; '• K. 19, Sarcocoll^ = o^jU J^; Thercbintina, 
Sa. 15; I. B. 171, 1599. 



Hl(tLMITTBt.KAMI!N DKK AkABCU. 



277 



190. o"-*-^^ (."Ic Mpnsch") A. 136. »iic-h I. B. 

liPl.Lo^l Cliicoi-ie, K.ra^MJ-^ mit Weiteu Blattern; auch LB. 
181,2«6S. — L. 27, 2ÖÖ, aber im Index ■174 dasfrnliercorngirle *^>liil. 

162. JäjJI Oö| Muflicr, K. 5», aacli i*jvJl \>^; I. B. 162. 

IS». i^\A. 128; Coafnilum, Ali 511; Anfnn, congiiliim 5, Oa.; 
Prcsure, K. 24 (audi I. B. 172) = '-'■»■■ ' Sa. 358; Aiiphca, Ser. 4S4 
t«4). 

194. bjyül AiKicwrdia, Dj. f. 6l6i«b; I. B. M9, 347. 

195. ^1 (g.jU), l^iii, K. 30. 

196. o>— rr*' A. 125; Anayson, Dj. 60l>; Anisum 7, Oa.; Anis, 
K. 23 -^ äyj^h. A-*a- iiinl ^f?i"^l C»!**! '°'^ odfii' •■£*:)( bei Sa. HCi ist 
wohl die romanische Form »aniso' ? Ser. 242 (252). 

197. o>^^ o>s^'f Acoron, Antaion (bunion 19), Ga.; I. U. 37ß 
unter biinjun hat o«'*"* (f^"" Arktion bei Woskoridcs), daher wohl im 
Indes, p. 4S4, nicht aufgenommen. 

198. ^Mä\ gewtjhnlit'b «J-rJjfcj 9- »nter diesem. 

199. osM-W^ A. 137 cd. Biilak 262, hcbr. 68 falsch; I. B. l!)ft 
citirt Avicenna, dann jChi«' (eine ältere Quelle, 8, Vihchow's , Archiv*, 
Bd. xuvii, S. 89a— ß). 

900. >^^\ Dj. 54 ftlr ^> {'/ 3. dieses) ist mir sehr verdflohtig. 
201. l—^jl (Oiirissa) l.ys, K. 14 = JwlJl ^^^-«^1 J^. 
SOS. ^j-^JUjljjl Pflrosclinun, K. Ill; 1. B. 203, 1902 hat auch 
die Form ^j>«JU >bl^V 

SOS. jjl (,Jouaz'!) Oie, K. 50 = jj; I. B. 195, auch hebräisch. 

204. ^•^r-'i', diese Losart bei I. B. 198 (Lbol. i, 1^8) bcKtiUigL 
der bebr. Ancenna n. ftS; der arab. 138 hat J^-^*!, od. ßiilak 263 
^•y^*^^, wohl flir jl«.«*j1, wie Hosthrimer in Beithiir his. 

205. ,j-j_~->5l Osiris, K. 108 = ^Ui* (Pasfitffitia oder Daphne); 

I. », 200, 1583 schreibt i^j^-V- 

SOb. büjl (1. bjlijl, wie I. B. 202) sue d'Elateriura, K. 110. 

207. o? — Hj^}^ A. ia9, cd. Buhik 204, fchll im IlebrSiechen, 
B. ^;jjÄJjLi\; DozYj 8u2>pf., p. 46 gibt ^^J^J^'^} nline Verweisung, 

208. ^Ujl A. 131, licbr. 29; ^W^ Eleomel, K. 57, ist m be- 
richtig«». — L. S8, 143. 



278 Moritz Stkinbchneider. Heilhittbuiahbk des ärabeb. 

209. VJUjl (jOumana') sue d'^^laterion {^^^ji>>i\) oder Buc de 
r*i.l US. 

210. \jij liW* Ayde raydes, a 14, Ga., I. B. 13 iBala pf;«; nicht 
Ijjjl oder gar l<.>Jj\, 

211. £j^\ = oi»^'*'' r^ DJ- 53; I- B. 218 (falsch Sontheimer i, 
104); Sang de Dragon, K. 118, auch Ci^ "°d o^*^' ?■>• 

212. L^^rfl A. 132 = Radix Busa, Aierea vel Ateresa (!) Ali 412, 
hierauf 413 radix susani; Yrize, lilium 38, Ga.; Iris, K. 13 == j^j-j^-o 
OJ=f**"*'' iid c?*W j"— *; Sa. IG etc. Wurzel der blauen Lilie; bei 
I. B. an fünf Stellen. — L. 47, 380. 

213. Jji} (Irendj), Eryngium, K. 64. 

214. i^^l (berberiseh) Jarus (ayrna), Inf 21, Ga. 

215. JJ.l (Hirsch), I. B. 219, sonst unter fJ (Blut), s. dieses. 

216. ,j--JLi3jUil Hömirocalle, K. 73, auch o- ^''^^jjM (!); 

I. B. 209. 

217. «Jljjj»* A-iji' oder »j^j^^i} (für Hypericon!), Dj. 54. 



(Portsetzung folgt.) 



Anzeigen. 



£. A. Wallis Bi'dob, Litt. Dr., F. S. A., ecc, The life and expUt^ 
of AleranJer th^ Great, being a series of ettkiopic texts eclited 
from maiiuacriptä in tlie British Museum and llie Bib]iollifi(|ue na- 
tionale, Paris, with «n engliBli translation and note«, hy — . Lon- 
don, C. J. Clay aitd Soks; due volumi in 1°, ü 1" di xr, lit, 3S3 p., 
tl 2" di 60S p. 

Quest! due grossi Tolumi che debbonsi «11a meravigliosa altj- 
viih de) Dr. Budge, raccolgono quanio la Icttcmtum etiopivn a noi 
accessibile, ea e rncconta dflle leggende relative ad Alessandro il 
Orand«. II Bur>on ne dh i) tcBto non solo, ma anche la IradiiKione 
con enidite note, ed un' introdtiziont: coll» (jualo llluatrft la Icg-genda 
ii«Ile »Uf. origini egixianc e 1]abilone!;i occ, i* n«?lla sua, dtffufiione. £ 
noto del resto cbe al Dr. Biidöb dobbiamo I' cdizionc o traitnzlone, 
olirechfe di testi minori, del Pseudo-C'Bllistene siriafifi, currfidaW anch' 
essa di note e dl una dotia iutroduzione; cotla quale opera Im dato 
vaÜdo impulso «hI aiuto alio studio delta leggcnda di Alessandro 
presflo gli orlentali, ed ha fornito 1' ocpasione all' eccellente scritto 
del Noi-DRxK ,BeitrAge zur GßHehicrhte des Alexiinderromans' (Vienna 
I8S0V 

I testi etiopici oru pubblicati diil Bunoa sono di diverse geners; 
il primo e, »enea paragons, il piii lungo ed importante, h il Pseado- 
Cfltltstcne che oecnpa le pagine 1 — SÜK; aeguono tre ftqnnrci I'dri da 
opere storiche, ciot da at-Makin^ Abu äükir e Yueeph b. Ciorion c 



E. A. WxLLtB BUDOB. 



quimii uu breve raccontt» flella morte di Alessaodro. Cliiudono la serie: 
il siiigolare roiu»iizo cristiano di Alcesandro c In Io^^^cdiIa dell' isola 
dei Wall H della visione di Ocrasiiuu, del (juali duv idUiol te8Ü ave-a 
giii dato ampin iiutizJu il ZoTKKiiKttt; nol ealaUigo dct rasa, etiopivi 
dclla Hlltlii)t.liri|iii- Niiliotialu di I'ungi. 

II I'ecudo'CnnistcDc, oouc ^iustamonlß ufTerinaiKi il Rcnae «<l 
altri, 6 traduttu dull' »rabo. Quest», che In ra|;ioa generale della let- 
terutura gc'cz giä farebbo sujumrre, ö coiift'miiilo da |)rove interne, 
Soaiiibi cotiiL- rt--)^ i-tT n-nf .Libia', ti-tt^,^'} V^r ?»>^.0 ,Anü- 
fontc'. 4.a>"U P'-r ^üt'C iI'-"''»' ccc. non si posionö spicgare nc n&n 
BupjjuiiL'Jidu nil uriginalL- umbi} : ^^»J ^= *-Hj1j o»*^**^^ ^= o>*ü>^^ J>» 
= jjij e coei ,»,.C d« Jj-a- = paa^ Ilac' « forse hAIICPVP ^ 
0^,»^^'*; ^fy.!**'«!- Nfe 81 creda che Ic trasformazioni dci nomi pro- 
|ii'ii fiiano il sulo iudizio di una dfi-ivaziono dairarabo: (> tutto il dct 
tato ulit: m<i5lra una si-rvilt; tradiizionc da qiicsta liii^:uii, pa\ esdiide 
il soHpBtto fho n't tralli di mi' iniitaziuno o rattHzzonaiiK'nto piii o ineno 
indipcndcntc. Gobi, p. c8,, a pagina 17, B il •]*«n>f/n.ti, i -^(1 : n.X'h""* 
6 = ,,i-j^L« ^_^1 \^A^^^ e il iradultoi'e lia inesattamenle intoso qui 
h^A^Lo per n.X*' invooc cbo pt^r ^TH.^; « poco Jippressn, 1, 9 — 10 

lo pamiK iDA.f-'iÄ'r: ('*!'■) ' M'>•^ r»" ) » rth«" » u»?"^ » JiTii^-n 

<ti.Ci AO*A !'"'"' ciiito trnduKioiii^ fli (J'-*j *JJ1 •'—' o* -^^ ■■^^-^^, "'', 
dovo U traduttore nou lia voduto che i-l^JL« er» iml ugiiso di ,lavdare'. 
hOf*/*'h rispoiido epesao ad w^^ ,ilir di si, acconBvntirci', p. es. 



J^i. K p r,a. m A^flo I -^rilll¥tl i h^M «^ 



*2-J^ o' >ao 



ncpogli favori'vuliucmi- lo mie pniült!, pcrelii' niuiiu, diiunqno sia (iD^ 
tia^Y-t) P"'' entrare, eoc.'. Un orrore coalante b qiicilo di trndurre 
con -i'Jiini r arabtt^l, anche quando non ba il soiiso di .eomando', 
p. es. 6, Ö— 8 iD;hAtH.?S" 0>.r^^^^'-)*t\hVl' > Ihtiil ■ ^.fi\M -= 
r*' ij > rlt,'«ardo di'; -Jl, ib—id flWA- 1 -VAtnih = «^ ■^r'» ^■ 
Anclie piti istniltivo tr A luogo 2-J, Itf — IH )i?/»'j|» > 4A/Wf » I"?!»! 
lith""' '"''^^'i'tl'"'') '^I'^ eviduiitemeiit« ä una falsa Uaduxioue e 



* NaLUKXK, ifrifr^ a. 



ThB UPB ASt> EXPLOIT« OV AlBXASfSR TUB OnF.AT. 



2H1 



lettui'H (ii un testo die dovcn dire, press' a poco: ^jy-^ i>' '>*»y 
^j-^3, «iovc il traduttoro h* confuso »j^^ fon ^-i.. AiiL'he il 
f•t'*'C^^^ ' "^fl i^ nota traclusione di ^yU J», 

Qneat» Bti-ü^ii [«stn original« dovea (come h naturale siipporre) 
far parte dciU letlcnilitra arabo-cristiann rl' Egiito, wime vcdiaino da 
nieuni scambi carntt(>H»liei dci testi üoptonrabi, cuiub p. ee. il i pi>r 
O in o>*^*"' ,Aatifonte'. Certo h che se quest« testo arabo ba piinti 
di contatto cnrntteristici c^l siriaco^' in molt« parti se ne alloiilan» e 
attiii^e ad ultre fonti, e ae il sinaco lia iniliiito üuH' araho, qucstü 
inm pun valcre per una immodiatÄ dcrivajiinno di quello. Tale circn- 
atADxa. ci fa iiitetidere quaiito -tarelibe itnportantß qiiesto teato arnbo, 
cHe 'pi'tb 6nora non ci i\ rnpprasentato che diilla traduaione oÜQpica; 
h iin cmo simile a quelle delta Cronica di Giovanni di Niciii (vtxiau). 

L' nulore delta versione etiopica f; Kconufioiulo ; il ms. del Bri- 
tish Museum jt rccente, ma s' i^ora I' eih dell' originale su cui fu 
L-iipiatü. Certo i> chp non abbiama rjiii la bella liti|(tia delle loggende 
iuizi«nali, p. es. di Za-Mikn"el, di Takia Iläymänot, o simili, e vi si 
otiscrvanü parnle e signilicati non proprii del pure e antico go'tx, 
come, p. es.j hAh "el senso di .Aeporre' (v. apprcaso) }%\tao in qucUo 
«li ,fai» stregoiicriu' (v. appr.) eoe. A p. 9, 3 %i{, nalo vvideiilemeute 
da %/{, mostra 1' irdoboliineiilo di || In ^ c ftllraccii non iath. ncl 
sfuso Ji ßsTp«; (Cant. 7, »), ma in (piellii di ,fontaiia', senso cbc 6 
dato S0I9 nci tatciUew.^ Si osscrvi pure 0*}^ costruito, non coll' ac- 
cus., ma L'ou 11 (7, 18—19; 8, 27; 10, 24, ecc.) V hfl'I'U.'iO» citato 
sopra, ccc. Una singolaritii vcramcnto su-ana di qucito testo ^^ il tra- 
diirrc r Ul con \ao^ (!); basta, per conviiicerBone, vedere le varie let- 
tere di Al.isaaudro, di Dario, ccc. [ii, 16; Si", a? «5, a; «1, Hi, ccc.) 
dove al posto deir S-m Ui sta uostatitemente h^^^il ' f^"^^l ^^osi io 
cento altri Inoglii come 12, li. 2lj 2S, 10; 33, 21. St, eec. 

Per pitbblicare questo Pacudo-Calliateiie etiopico il Budoe avea, 
jwr diHf'ray.ia, il sdId ms. clio sc ne conosce in Europa, ciofe qiiello 
del Urltish Museum. Dico per disgi-azia, perclii'. codcäto codice aem- 

» N&iJjBi», BeUr.. 3«. 

■ U — Ji, ili A'W'ii^-ttll'W") "J for«9 urrora Ai aiainuont«. 




382 



£. A. AValuc« Bunas. 



bra essera tnalto catlivo; 6 vero che la brutta tmprosaioao ft autaen- 
tata (lai nunierosi errori dt amaniintisc o di i)t«m))a, ma orrori cod 
fall! postiuno, i1 piii dvlle volte, essera favilmente corretti da cbi ab- 
hia una corta dimcstiVhcKxn c»l gc'v-z, mcntrc quceta puco |iu(> gio- 
vart! ill tuiiti Itioghi a profrmdanicnte j^uaHli o luidiritturn tniilili. II 
facsimile clie dk it BunoK conftTnm (jiianio ho detto; coei I, .1 ihdf^ • 
hAtttttf.'C i'lvtre« Ai tii-CP ' fihti" & nel codice, e tutf al piü po- 
trebliD sospctbirsi che il £ sia il resto di an £. corretto; cos) del 

^1/***^ ; " srritliir« imii cliinro fjuali, 1, 11 1'flXcO'fJ per ^-flJ^ 

l/nditorR, avendo ud eolo codice, ha creduto m«glio seguirlo 
Matlaniente, quaiiliu]i|iie cosi cattivo; ma, forae, quaado traitavaü tli 
errori ovidculi, non siirebbo stato male U correggerli. Vcylio qui far 
sepuire 1' esaine di poclie pa^ne (3 — H') per mAglio moRtrare I' indnle 
del ctidice; trotascio di notare f;li errori di stampa di |>»ca impur- 
tanztt, die si «'orrftggono fatiilmenle dsl lettore (come la .wambio di 
rt t A, > e % K e X. <; e <C, iiP e y», H- e h«.- *l e V«t h e ft 
)i, conif }i))ao, h^^'<?l^) <* t^'iP Bpesso sono correlti dallo stessn LUDitB. 

^•(t I fl»^'l*0+?t l!'— 1Ö ,c avcn sciiiiilo niolli itiIIh inrz:i. delle sue 
ma^e' cf. Act. Ap. viii, 11); 10 'tVfi^'t i H h9"0(\^^ .'ino del 
capi' (Ib traduzione ^scoiit' fc stata forse sug-gerit« dal testo airiaco; 
aJla linra eeg. il ^fri^l ö intransilivo); 15 mVT/.^H'i -'0 Aj) 

^, « *»A4"Ä««»-i 7 >Ä<: ; H ^^h ' Hf.>hliy" < «-t .lü parole coil« 
quali fiiccva stn.-goiienc'. Sutnt }• ]i;tnil:i non dell' antieo ge'ex, ma 
dei dialptti recenti o fra g\\ altn df;ir auiuneo, ed ba il scnso di ,faro 
streguaerie per poter ntiocore altrui' dontU- t^^''% azzdmt ,»tregone*, 
hliy (Stregoneria*, eee. Kvidpntctnento ^ nata qucsta parola da!- 

I .If ,.>; 10 <:Ä•Ä.'^; 13 njf-A-: u'^iK.; l&•^4:}l<^•rl0»<pAA; 

20 01*^^7^; /^t*" '.2''— ■''. 9 •> L-orroUo o probabilnunitc muliiu). 
/**•!•; I" AA""; 11 — 12 •« cornizioiie del U*sto 4 chiara; fowe eravi 



Thb uns AND xxi'loitS or Alexaxder tuk (jrkat. 



383 



ill urijiine i|uiilolie ciiRa clin tiornRpnndern nl sirinco; ao ,ri»[Kisc e 
diese hi! eil aiu-he |>iJi di (juesto; conosco pure le sfere, la spie^a- 
sione tli-i &o^n\, oco.'; anohe qui il siriRco scmbro. aver infliiito »ullii 
trsfiiaionn; iT> tf-fr- 

^: •* hf^th ("^v. \f. fh(! ■> forinn [pomc J|^) Mameeu dai 
,Manniirmn-\; {*] Mhth^'O I-» fl^X^-f'-f' ('li tan^ iillontanare tuUi 
culorn uli« iTiino jinwiitil; 1" J&*('W»|"l»; I'lj ^,/vJtA t"^ ''''*^' 't *)) 

fflJiAn: 22 >ihA ' h«« > M<!.|^hh,; 23-S4 (V); 2« hrJlXh-; 

7. 4 (manca ^iuhIl-Iic piirolai) 5 }\/„tt:: i* ^^/*''^; {»* scrisse 
fiopni V pffi^i« ii nomc «li Otimpin;) ir. A.'JJt'}; IH J*i">! S4 iPjif« 

ArA-o»; ' ' AUrt; ^J" tf-A-; 21 -jst; i:! hy)A.A Q"i hA>i o 

6 errors )><,;r ^AOt '^ &*'> ii' !>■< sciiso die nun lia nel ^^'ez, iim in 
tjgrinnil ili ,(lt?porrp, spogliarsi" eioJ- ,9t tolse la corona die avea nulla 
teata'; no» »i triilta uerto di due voroae, mil di una sola, delln qualo 
HI fa pure raenKinnp in spgnito (9, 7). 

9,7 •^<ff>f.m'')nI0»hV•(^); nnS".**:; so-21 '^«;1m^; 

21 WAJe; -i-"' f.?°^^^; (D>i<CA. (-^ ,"|iifliido desiderava giaeei-n col 
dio, lie tenevM propnaito al maestro, ectt.'). 

QiiesUi scorrenlorie di codici eliojnci, gpt>cialmente se recenti, 
QOa dcv« sorprcudcrc; aouu Sjieeeo cupiati da pcreoDV poco istruite, 
e Holo la revigioue di qualchc ,mninm«r' Ii rende abbasbinza corretti. 
Appiungeri> qui quak'lif altra oaservaisionc ; 12, 7 (0llAn) wAy"/*? 
nelle idlime liiif'e Beniljrn I'lie Fi!i]ipo dica: in qiiesto 8erp«?nie Im v.«- 
duto im seg-no niiraliilc, ma soau p«rpU'S8o, pcrchi Olimpi» dovea 
concepire da Amnione; or codesto Aminone in formn dt serpente in 
non io conoeco; U, I f/n-V 1 «ItlH; I'l, 1 JPl 6 .fiore'; 17, 11 Hf.1* 
S'7C • ni^ jquel clie egll dice'; Ä0, IT Alia iiiorte di Filippo, Alcs- 
fiftndro dioe di non nvfiro aloiin pot^ro (^A'flP t •) *^ '^i rimertepsi 
alia scelta dpi re i-lie faraniio i capi; la lenione WX.iT'tf'V'J '" biiura, 
Sog^ungo poi: cercnte, per farto re, uno fra voi. il quale tcma Iddio 



284 



K. A. Wali.!» KuDnG. 



cii abbin misericord la dei poveri, ecc; 35, ö ,Se svewi prorcduto 
secondo il uosiro cousig'lio, c »vosfli ftitto quvllu vtie ti comandavamo, 
sarebbe statu mi?gIio per le'; ^3, SS la Iczione sembrn biions ,e diss! 
(pensfti) fino a die (prima obe) il mustra prenda la donna, noi potremo 
giiingere,' ecc. 

Un testo mifcliore predeuuno gU e»traUi, dirä coel, »torici di 
iil-Makln, Ab» f^AkJr, e il Gorionide; gli errori di nmanaense o di 
etampa ei corr«i;gDno fAcilmente da clii lc^i;e. I due te^ti di nl-Mukin 
e Abii Sükir liannn strottissima affinitJi fia lorn e sono afTattn distiiiti 
dal Gorionido. II Jlt^tll* in Zotbsbbro, thlal. SIS, i, k qui corretta- 
iiirnlc! sri'itiu h/CH*!*, iKTrciit- in parok non r. allro che trasi'iiziune 
di j^ COD h =r. come in .•^(;h. 9"/,% (-'tc' A p. 812, 8—9 le 
parolr inhfvAh i^.J^'PV (f.ii-rt. 1 tttD'>i-t ' ^^^VCi' ' >«•«? »«»o: 
pubblieü (^{P*X*h- Cj*-'!' 1" firdte {4^\yii\') eio« la dultriiia dvlb 
gguardu. KvidniU^niriitc si alliitl» cjiii nl oono-pw^Ltxiv di Polcinone 
(confuBO con Filtmone), opera nota, come si sa, agU arubi ; 213, 19 
,se DC avrai misericordia, possa Iddio fare a te come: tu hai fatto a 
me ... ad ogli feco in ci& a suo grado (i*HfnlP = v*^') '^ ^^ 
crociüggcrc gli uccisori di Dario in alto, com pi la prutncssa di 
purli at disopra di tutti. II corrispoiulento paeso di Abi^ S/ikii' ^ piü 
conciso; 2H, 16 il hw;'' ^ probabilmcntü Lraduziunu di '-j'*^ .la 
espugnö'i sono una parle del «eniori o capi (cJir-') «Ji Babilonia cbe 
fti ribelluno: o^^d,^ i-- ccrtoniciitc lrin.luzione di J»*^, e apesso 6 
UEfito nou ncl senso strctto di ,mctii'. 

Lu brcvc iätorii) dallii amrt« di Alcssaiulru k le vari« aontenae 
die scguuuo bono irattc da un codicc del Britisb Museum, che sem- 
bra anchv csso cssorc uniua. 

Ma singolsre, »enza dubbio, fe il romanito cristiano che occnpa I» 
pAgiue 269—353. II ßuiKiH ii c acrvito, p6r I' ediziooe, di dao codici' 

■ lia Kltru «Mttnpi» & 't'^'t'*^ '"^I pH»«« Atl Vut\fA niigiüit duia in Dillmah», 
851; Ort i trndueloij« u piutlcsto u.-twriiione di «JCäT^ (— . , » "■) ,iiii Mi;wdot« 
che Ü tiH-lli! il Liirbftiitev La u-nJusiuiiu Ai DtuMxsn .nlktiA v«*(o Iniliitii laMr« 
T»ll«' i> icrlnnii'ijic ootigeltiiwle {An. f^). 

' Un turxo c(i<lic:*! ü il ii" 117 ilel i>*AiiiijtDiK. jiuichA iwiita diibtiii) il US*' n 
ti^Vyf^C ivi coiiUunI« i «ineeto roiUADso. (Waioai', Catat. 294.) 



The lipb and BxrtAtrs ur At.iixAHDxn ths Grrat. 



285 



clie perö noii hanno molta flifferenza fra loro, e iion poflie va- 
rianti sOQo dt seiiiplice ortogi-aäa. Ad ogni modo 1' oditore lia po- 
tuto dare un testo ben piü corretlo clie non »m quello del Pseudo- 
Callistenu. Lo stile i!s liello e la tingua ricca e forlita; si vcdc che 
r aulitre sa}i>pvn iisaru con facililä ed elegariza il {t^'ex, e credo olie 
a ra^'ionc il Uudob ritODga il romnnzo per una conposizione origi- 
nale, cioi: non imnied iBtaiiiL'iit'ir tradotta. Come aia qui trnsformato 
Alessan<1ro e divenuto un grande Santo cristtano, h cosa verameot« 
singolare; iL libro in molta parte, non ii pifl an romanzo, ma una 
kttur« devota e edificante. Fin dal prinio capo I' autore si scagUa 
contiti i lussuriosi ,chc non si conlvritanu dclk sola moglie' (26*2, 4) 
e inveiace contro il cattivo inarito c la caitiva moglic, alia qiuüc 
dice: (S64, 1, a.) non ti contentaali dul coniugc clic li h stato dato, 
che ti nutro e ti veete, a tutto so stesso Ah. per to ed i tuoi figliuoli, 
. . . e spurgiuri rli e**er casta, a_^'ermando die non v*ö alcan van- 
^«gg'o (fl+^Ä) ft irasgredire la legge di Dio,' La disposizionc della 
Icggcnda 6 rarinta atTatto, e Hu dal prliicipiu si mL-nisiuiia la timra- 
glia dt Gog Magog, falta la quslo, Alosenndro proga Iddio, divendo 
»ul propusilo di quci popoli: (373, 12) ,ttcnli nancosti, Icgati, ni; dar 
loro il put«rc di usciro' e poco prima die« ,c«n qual cosa mai non 
nvreati potuto «teniiiiiarc, bc non fosse slata la lua iiiisitiicordia, la 
vita doU'iiumu; collo aequo o coil' asciulto . . . .' a novura i bonetiei 
elm Dio lia largitu (X'^h <^l^ ^i^i largito'). 

I capi IV c V 8ono dcgni di nota, porchfe, sonaa dnbbio. riflet- 
tono Is luggeudu araba della ^^Ia^I i-^.->^, senonubi-. 1' antore lia 
tolto le idee da qnesta leggenda, ma k Iia poi elaborate inrlipon- 
dciitcniünte. Ktco an brevisaimo sunti): gli abitimti dulla cittJs per 
la loro dissoliitczza, fiirono Htei'minati d« Dio, e iinn sera, andati a 
durmirc, dopo cbiuae le portc dclla cittti, non si deataroiio piii. Se- 
noncl^^ essi, per cccitare »V; medesiinl a. «cmpre piii godere, av«vano 
falto dollo ügurc di bronzo, Ic qiiali, per mirnbiü cougcgni girando 
»upva nii>ti\ <!anzarano sempre, e apgiiilanmo a daiuiire anelie dopo 
ciie tutti gli abitanti di carne ed 03sa erano morti. Giungc Alessatidro 
ntle ranra, c trova le portc cbiuse, com' crano la notte die perirono 



2äß 



A. R WaIXIB BuDdE. 



gU abitaiiU; ni puö pcnetrarvi coii itlcun strata|;enimu, uc di »Jto (flA 
^'t) n^ aiTampicundosi. Alpssandro fa eoBtruire delle scale; coloro 
che vi salgono primi, cailono giü, dentro la cittJi, mu uoti cod Ales- 
Bsndro clic, fatte aprire le porte cd entralo sulvo, legge I' Ucrizione 
che prcdicova lui. L' iiutoro di quest' iscrizbno, appcna äcrittaUi, mori 
c I 'iscrizionc i;i-a siil siiu rorpo slcs-so (•f<ioAh'i')n'i1ill'flF ' ' a>0* 
AdA'fcP ' M*l; ' «""A'diVl- I-.' iacriaiono avverte Aleaaandro dei tra- 
nelti chu crano nrtia citlk, pcroccli^ c prcsso In porta e ncl mcK£0 
(n^rKTlA) deila easa o prosso Jl reuinta erano de^li sprofondi. I 
soldati cntrarouo c feccrn incrcdibilr liotlino; Lronxo e ferro non lo , 
tulsLTo ueppuro, bastundu loro (^hA) !(> piotre prtiKiosc cho avevano' 
prcsc; AloHSundra entrü ptn ncl circuito dtlla cittä dci «erponti. Nfe 
tnuno siiigulari sono Ib uttro purti tk>Ua lo^guiida, Knucb, Elia, la 
Fontc della ViUi, c b Spirit» di Dio (pbo coiivcrea cnn AlfiBsandpo 
H in cunipciiöu dulk nun fiftiche g ti-avnxU [2*^-% 20 Uf 7'f* » iW^'^ID'Jl] 
gli proiiiuttc r ctcrmi fiJiiiitii), n le portc del cuoro, i sonsi, ecc. crc. 

L' ultituu tmta, la »turia doi boali uhv vivcvaiiv ul tuiupu di Qe- 
roinia, v. pubblicato dal cndicc di l'arigi, cnsl bc-iict dcacritio dal '/.omtt- 
BKBu." Dupo dtilU) di ijuei beaU u dcirimjk da toro abitata, si UAira 
comu AlusDaiidru, depo eeäVrv »tat» a (iurusalRiiimo, aiidastw a iiucsto 
BOggioriio, Dve i beuli .bevevaii« ds itim sorfifL-iili;*.'' Vi vicinL- anolie 
Oerasimo, il ({ualu, fuggitu ^ioviiicttu (h^H ' 'if^ft ' M) dallu cujsa 
patorna, si era recato a QtiruHaloiumo ; e giuatu m!i-uüoluäam(.-iite a 
qucir i»o)a, »u rodo o iic odo Ic mcravigliu. Müao iiupürtaiitc & 
r ullium parlo, ntdln ipiak^ souo rirertl« storie biblJL-tie, in» coii poche 
nggiunU- IvggL'iidant'. Anchi- di <jufst' operetta la lingua i bella, o it 
oodict: L'Iic CO r liu. coiisurvjvt.'ij ab biwta 112:1 buuHc;* gli error! di stuinpa 
quuntuiiquo frcqucnti {fltfii per ^A> '^A pi^r -JA. AAA P*^^'' AhA 
S7a, 22—33) »OQO {acÜmcnte corretti da! lettoru. 



' = 105^ »ing. A p. »74. 17 hiWf.'lZ^tt " ^ ^Lo^ >^1 ?? 

* Cal^. S4S. La vinione di Zosimo ^ i^iuitu nul Pkutnjo-Call. ettoplco, 71, S. 

* •t<iO, S, Forfm Tini ('- Kttitn otnGAvn c|iin|rbr pnirrln. cf. HAI, 12, 

* Tl Kji^tK. ' IRV «U 3M, 17 (uf. Zonmuntii, I. o.) dovan correggora 



Tue UVB AMD EXPLOITS OF AlKXAKDBB TUB GbUT. 



287 



La pubbltcnsionc del Dr. Bisuais ^ mm riccjt raccolta che ci 
mfistrn tiitte lo strane forme che hn prcso In leggcnda presso gli 
Ahissini. Oerlo il testo, scnza confronto, pih Inngo c importantej il 
Pseiido-Cnllistene, «y b conservÄto in un ms. molto scorretto; ma per 
[iDtfrrlo omL'iidare sarebbe stalo neccssario confrontarlo coD (jiialc'be 
ms. inigliore di quello del British Muaoiim. K [loichf; quest' allru 
ins., per qiiAnt» se ne sa, oon ealete in Europa,' iioi dobbiamo essere 
ama\ grali nl Birno» di sver piibbliciLto qiiestci testo, p«rc]i^ ad ogni 
luudo, roolto c' insegns, sull« forma clie dovea avero il romanr.o nel 
t(!»to Braliii. A rcndrrc piü complete la sua rncooltn, il HtiDue ha 
pubblicato altrcsl il teeto ge'ez di Daniel, viii e di Marhab, i, l — 6, 

L' edisiion« dovuta nlla mnnificcnxa di Ladj Mhm, ^ per ttpi, 
c-arla e rilcgatiira oltre ogm dire'ltelliäeiuia; oessu» altra übro ctio- 
pioo, e certo ben pochi libri oricntali, sono mai Sinti pubblicali in 
una forma cosi splendida. 

Roma, 25 Aprile 18^7. Iok. Oüidi. 



* 11 debtor^ Kefl« GlüarghU m' Inforina di Kver rednio nel Doavanto di GinH 
?«]isninw, nel 8Ak«1t (non Inngi dn Gond«r) im hui m«. d?l1« «inriii di Alnuniindrn, non 
giü ^»1 roEiuiulo. mn do] 1?>oudu-CAlUiitaue. uuui« kti pvtulo Uilcufaitul da quauUi 
Cfrli inv nn hn nloriUi. 



Kleine Mittheilungen. 



Ein Calembourg im Decrete von Kanopus. — Wenn einmal 
eine Geschichte der Et}'mologie geschrieben werden sollte, bo dürfte 
der Nachweis nicht schwer fallen, dass auch auf dem Gebiete der 
VorHebe fUr schlechte Etymologien die Griechen und Römer * Schüler 
der Aegypter gewesen sind. Es waren die gelehrtesten Hierogram- 
maten von einer, lediglich vermöge Onomatopöie getragenen Wort- 
erklärungskunst beseelt und hatten in diesem Punkte der Linguistik 
das allerweiteste Gewissen. Ganz speciell die spitzfindigen ägypti- 
schen Sprachkünstler haben durch unbekümmertes Fallenlassen oder 
willkürliches Hinzufügen von Radicalen und dabei nicht selten durch 
eine unter Berufung auf die uralte heilige Tempelschrift geradezu 
feierliche Verklausuhrung ihrer etymologischen Grübeleien mitunter 
nicht geringe Schwierigkeiten zur vollständigen Klarlegung dieser 
linguistischen Verirrungen aufgethünnt, welche aber erwiesenerraassen 
seit den Pyramidenzeiten* bis herab zu den Ptoleraäern zum styli- 
stisch guten Tone, zur scharfsinnigen Verbrämung feierlicher Texte 
gehörten. 

Die Aegypter machten den letzten Schritt auf dem ange- 
deuteten Gebiete, indem sie die sprachlichen Producte ihrer ety- 



> Vgl. Paudekten L. 49 D. de verb, eigiüf. (50, inj; L. 1 §. 1 D. de testam. 
mil. (29, 1) u. a. Was aelbat der wissenschaftlichste ROnier, der gelehrteste rCmische 
Kritiker seiner Zeit, Varro, in deo auf uns gekommeoeD BruclistUcken seines Werkes 
De lingua latina in der augedeuteten Richtung geleistet hat, ist bekannt. 

* Cf- Bedobch, Die Äegyplologie, p. 175. 



ICl^lXK M rn-HRILUNOKM. 



280 



uioIogUcihcn Bemühungen sogar in plastischer AnschftuUchkßit zat 
Dunlclluii^ EU briagcit kein ßuiIenkcD gutragen haben. Ein sclir 
drjuttsohos Beispiel liittfUr bietet der im Folgenden beleuchtet«! Paesns 
im Dfcrete von Knnopiis von dem SlandbÜdc der vcrstorbciicn Prin- 
cC8»n Beroniko. 

Zur Oi'iutitiruDg hinsichüich des Hacbvorbults sei kurz ilHraii 
erinnert, dass von Z. 29 an bezüglich der in jugendlieliem Alter ver- 
storbenen Priiicestiin Qercnikc beatimint wird, doss vine goldune mit 
sllorhand Edelsteinen verzierte Statuo der Vcrklftrten iu eammtliehca 
Tuiripeln ersten und Kivcitim Kungca im Suuclisaimum aufgestellt 
werden solle. 

Hierauf hciiMt es von Z. 31 an: ,Dic Krone, welche sieh auf 
dem Haupte (her tap) dieser Gsttorstatue betindot, sei nicht in der 
Art (jener Krone), wie sie sich befindet auf dem Haupte (der StAlue) 
der Fürstin, ihrer Mutter, der Künigiti ßercnike. Sie (die Krone) 
Süll genuicht werden aus zwei Achreu; und es »otl sieh eine Urltus- 
scbhnge (Inzwischen belindcii. Und ein Seeptcr von Blumen soll sich 
i» gleicher Ht>l)e mit ilir (der UrUusaclilaiige^ befiudeu hinter data, 
Kiiitfe dieser Urltusschlange, gloiehwie (^derartige Scepter) sich be- 
tiriilen iii den Hilndcu von QjJttinnoD. Und der Si-hwnnx dieser Uräus- 
si-hUnge sei luTiim gewunden um dieses See|)ler, damit zutage trete 
(tioit—es) duri-h dieses Arrangoiueiit diu Ausspraeho (d. h. die Be- 
deutung) des Ntimcns ßereuiket, gemitss seines ,IIerrllhrens' (aeineiK 
,Hcrv ergebe US', seiner .Abstiimimiiig* ^*ü* ^ ä«'" al-f.-— \\^ 
ist .t^maitntion*; der griechische Text sagt: xaxk zx £i:i7i;;i3t) ans den 
Hieroglyphen.' 

DiT Sinn ist nlüo, diu>s dies Arrangement des Stalucnkupfpulzcs 
die Bedeutung (den der , Aussprache' aA des Namens ,Bt'ronikc' 

innewobnenden 8iiin) dos Namens Uerenikc, so wie ihn die Hiero- 
glvphonüchrirt aufffDist, zur Dar* teil iiiig bringen aoll. 

WV-nn wir nun einen Sehrilt «l-Iiit gehen, zeigt sieh in der 
.Symbolisiniiig des Namens ,BorL'niktf' dundi jvueu .StalueiikojifHehmuek 
ein »ehr interesünntos Ueisjnel dur aiK^gL-klligell^-n ctyiueiogiBchcii Vor- 
stetluiigeii, wubei die unglaiiblichslon und UlelieHiehsteii Wortspiele 

Wiww E«iUolir i. d. Euudn •!. »»iKrul, XI. M. SO 




RljaXK MnTHBI].U.tOEN. 



oder Caiemboiirgs pine Hiiuptstelle in der Erblanuig ihrer Entstcbitng 
einn oilmen. 

Kf» stellt nllmlieli ias bo liaarklein in dem Dekrete beschriebene 
A n-n iigeineot des Koii faclimiickes dar, d ass sich die IIicroEramniateii 
das Wort TivT^mko. [^1/ JJ'jS^'^gj als aus ^•^W/^'^'^ 
also : pfr-^n-hyqe. (das Oftrcid'- dt-r Koiugin) jmaaiuineiigesctiit ziircrtil 
gelegt hiitlen. 

Die bi-icle» Aclircn deuteten das Wort Hlr Getreide <cz=- «=>■ 
-i^ -fcff per an. Die Urftnssclilnnffe markirto die Anee- 

iurigkeit «n ein Hori-sclierhauß und das BlmuL-nsccpter deutete iiuf 
diö Prineffssin als auf eine diva liiii^ iiidcni das Kind durch seinen 
Trtd und die feierliche symboHswhc Vereinigung mit Osiris (Z. 28 im 
Anfang) eine Gottin geworden wnr. 

Dic&cs Beispiel wunderlicher Wortdeutelei gehört in eminentem 
Sinne mit zu tU-m, woron Bnuaürit' snprt: ,Die Knnntniss dieser mysti- 
schen Sprache bildete einen beaondeni Theil der ult%jptisehea 
Priest RPweiKheit. Diese magische Wissenschaft wnr da», wus die In« 
Schriften und Teste mit dem Namen dea «grossen Geheimnisses* be- 
tegun. da» keintiin Uneingeweiblen niitgetlmill werden durfte, und 
dessen Inhalt thaleä''hltch fUr die moderne Wissenschaft ein Buch 
mit sieben Siegeln gebheben ist.' 

Indessen Einigce Issat sich doch wohl, wie vielleicht das bs- 
sprocbene Beispiel dargethan ha», nach und nach von dem cntriltliseln, 
waa »ich an Mystischem in Bildwerk uder Wort von dem Deutungs- 
pftroxysmus des alten Nillandes bis auf unsere Tagp erhalten hat 

Wichtige Fingerzeige gibt hiebei nicht sellon der Zusammen- 
hang des Ganneii, wie in diesem concreten Falle der Umstand, 
dass die Eltern der Princcsdin bei drohender Hungersnoth oin.o Menge 
per^ Korn (Z. 5i) ans dem Östlichen Syrien, ans Phtinizien und Cyjiern 
hatten impftrtiren lassen, und dasa dann der priest(jrlichc Dank ftir 
diese Wohllliat der Komeinfuhr narli cinrra ebenso gnlanlt-ii, als 
sich gelehrt anfaaaendcn Auedrueko gerungen hat, wie in jener von 



* Xf»c4 cit., p. ffl nad 42. 



KlEIKIC MlTTHKILUIlKiEN. 



291 



llürofn'limmaüsclißr WortsinntUftolei dlctirten Vor»cbrift UWr die Vcr- 
sinnbiliHichiing des Kameiis Rerenike handgrciflicli zutage liegt. 

Ks iat auch noch darauf zu acbtcn, dass das elij-erbictigc Qc- 
bahrrn ilcr ägjrpriscKeii Priester, welche im Dccrete von Kiiiiopus 
in liiScIisi ciuUiiuonistiofher Wciae den Majestiltcn und deren frilh 
vcralorheiiPii Tiichter so viel Devotion entgegenbringen, sich hier 
bcsoudL>rä auHnilli^ auf den Ciiltus des Namens Berenitce conccntrirt. 

Fast ^anz am Schlüsse des Decretes wird nämlich auch noch 
bcötimnit, dass das Brod, wolohos künftighin (selliRtverstAndlich auf 
königlichr Unkosten) der Priesterschuft sin verabfolgen iet, da» Be- 
ratiike-Rrod (Z. 36) genannt werden soll. 

Nnn heisst nber die Mutter dieser frlüi verstorbenen FrinceSKin 
übi'nfulU ßoreniko. 

VYw^c Mutter war die hüehat einflussreiche Königin, welcher 
wolil di(' lliildigunf; d«i- Prinslc-ra(!haft geg^ntlhnr (Ihih Xameii ,Be- 
rcnikc*, welchen Namen sie also selber trug, gewiss sehr genehm war. 

A. Dbdbkisd. 



Der Äitsiinick .Attfgfft' (vgl. diese ZeUrrhri/f ix. R. 1 7f»)- — Bb 
der ErgrllniJnng der Etymologie dirses rMhsel haften Ausdruckes muss 
vor All<^m auf das Suflix Kticksicht genommen werden, was die frü- 
heren Brkllirer nicht gethnn hnhen. Dan i^ufHx kann mir neu|)«r8. -a 
= Pahl. -dk sein, da es ein Suffix -lak (w«hl aber tak = neup. -iah) 
nicht gibt. — Das Suffix neup. -a = Pahl. -aA bildet einerseits Par- 
ticiijia pracscntis, wie z. IJ. neup. ^^> = Fahl, yro, neup. L-rr* = Pahl. 
5»r, neup. Ij^ = Pahl. jO, andcrursuits Nunüiia itbi^traetii, wie z. B. 
neup. '^ß = Pahl. y-^i», L-^ = Pahl. yd'. Ich komme infolge dessen 
anfeine Ktyraolitgie, welche der von Axdkkas vorgeschlagenen ^ altp, 
ttjuutd nahe su stehen scheint, aber doch von ihr ganz verschieden ist. 

Ich kiilliife nämlich \JL^i,\ an >U-.l an, das ich angc-siehts de» 

Paaand; tj-r*^ (ein arnicniscbcs «■— — , welches Horü, S. 20, Nr. 88 

citirt, nxistirt nicht) oaMd und nicht mit Hoas (a. a. 0.) lut&d lese 

und aus einem vorausituselÄcndeu awcst. aiviitatAr- (Nomin. aiviitata) 

80» 



»9 



Ki^iHE MirrnRii.rKoRX. 



orbllirc' Dft8 Wort awcet. aimiltltur-, allp. abiitstär- bcilcutot ur- 
sprünglich 80 viel wii» ,A«fe«.']iLT. lii.'fülilKliabur' (vgl. ffrioc-b. iyicratfiji 
und altin«]. tth'Ufir- ,L<-'nkci-'), womue eich nach und nach, die Be* 
d«utung .iiiagistL-r, dootor' («j-ülj^^l^ ^li^^l) und dann ,doclii8, pi-u- 
dcDB* entwickelte. Uaniftch würde miiatäh (so dürfte die richtige 
Lesung der Pahlawiform lauleu) = eluem vürausziiÄelEeudeu allp. 
abiiita-ka-,' imtweder so viel wie ,iiistnictor' («jJjyJ) o<lier »o viel 
wie finstmctio' (^^jj-i) bedeuten. Die letztere IJedeutung sclieirt mir 
die passendere xii sein, schon deswegen, weil es sicli am ein Reli- 
gionsbuch handelt, wnlici daran frstgehaltcn werden niii»), dnR<i rlic 
MaxdajaRnu - Lehre dem Propheten ZaraOaStra durch Ahura - Mazda 
verkündet wnrde, rnilkin als eine Offenbarung, d. h. ,Belc-hrung' xv. 
Iwlrachtt'Ti ist. Oder ist awittäk geradezu ^= iTiiT^ftii'n? 

Neupersiech ^j». — yji ,genuB peflis vtilpinae pretiosura' wird 
von VnLL&RS fllr ein dem Arabischen entlehntes Wort gelullten (vox 
nmb. y^ esse videtur). Dies scheint mir nicht richtig xu sein. Arab. 
j,^ (davon V** .pcllihiis Biiffulsit ventem', ^Sj^l ,vcetiiiiento pellit-cti usus 
est', "^ ,»|iii pclles divondit'l hat in den semitit>e1ien Spriiclifn kuino 
Wurzel und ist dem I'ursiüchcn entlehnt. Icli nehme llirji^eiue alt- 
pL-rsisuliH Form fartca- oder frawa- in der liedeutuug ,Hii.utj Fell' 
an, die ich im lit. ]^Uvt ,Nctxhaut' ^ griech. inixikmi^ etK^Xsot («r- 
sXo/o-) ,dju( Kel», woleltes die fioditrmu zuBamuienhJUt', wiedei-finde. 
Latidn. ■pelii», got. fauraßlli ,Vor-Hant' (S^tamm: pelni ?), unser ,FbU' 
sind damit verwandt, 

Neuperirisrfi ^j tij^. — Diese? Wort, welches M viel wie -^'j-r 
(jJjU aj.JU oV* j' "'^ i.*~* 3' ^ Kjt^S^: J^) bedeutet,' gehört «u 



' Ncu|>. 3-, aweal. «ivl-. nie in I'««. CJIC? = swMt. aidgä^ta-. 

* In [IctrcitT von [*n)iL und noiip. vt fQr alle« tt vgX. tIihi»(.tiMAnn, r<rnir)i* 
Slndimi, R. 9Se (g 130, li). 

• Vgl li-Jy, Cy^». (1>0» Vtrujiii»)i 



KuälKB MlTTdEU-UNGÜS. 293 

«.wert. mV (paüi'vi6) ^verlassen' und altinil. ric (rinakti) .rftamon, leeren, 
ftberlMsetl, hintcrlnssen' uml nicht xu neu|). cr^^j (Hork, S. 1*1, 
Nr. fi38). Es setzt im AltpersisRhcn eine Konn marta-raika- (martaha- 
raika-), im Awestiacli(.'n ein m^rf^to - raSka- (vgl. (fHech. Xawi?) ,de« 
Todl^-n llinterlassctischnfl' vorniis. ]'js existirrn flomnftcli, Aa ^j 
,äsLnd' jiui!li Auf nltp. raika- zurlU-k^elit (v^l. olwii, 8. 204) im Nuupt'rei- 
_whBn zwei vorscliicdenc <i^^, von denen daa eine auf aweat. ri4 ,ver* 
sen' und das andere auf awosL riiS ,au8pQ8sen' (JusTr, Zendaürter- 
buch, S. S&G, b) KU bcKiulicn ist. 

Es Ist duTior di)r Artikel bei Hohn (S. 14S, Nr. 6^2) rig zu vur 
doppeln und ?iwar: 

a) Jöj .Hinturlassows' in jtjj »jj-*. Dazu gehört aweat. rW 
(paiti-ric), allind. i'jV, armen. /^ft^AlJ'; 

b) Joj ,Saud', vgl. anuun. '/ity und altelav. rßfea ,F1ubs', wel. 
che zu awcsL ri4 (raöcajeüi), ncup. o-«^j gehürtsn. 

Avißäiiiach J-i. (xi'a^^ ,BHbal* stellt Hors (S, 111, Nr. 604} au 
nciip. »»i = awosL qaiu ^= allind. gwatu». Dies ist giinz iinrichlig. 
Das flvghan. J^ entäpricht dem awcst. qaSjiai^jfi-, altp. incJtyjaäi;«-, 
ivii' ich «schon im Jahre 18ii2 (vgl. ,üeh«r dio Sprache der Avghanen 
[Fa-/.to3', S. G in Siizung»hcr. der ka\$erl. Akad&mit dtr Wiatimch., 
Bd. jcl) eingesehen habe, eine Erklürung, der auch .1. I>.MtHP.KrKTr.u 
«ich angfischl08$cn hat (». diese ZeiUchri/l^ Bd. iv, S. 258). 

ht armen, fmp» ^= talrnndUch KpD^t? — Die Richtigkeit dieser 
von mir in dieser Zeiiachriß, Bd. vni, S- S8J fiuf^festelltcn Gleichung 
wird von ilrR^^riiiiANit (lndi>t)erm. Ft>r»ch\nigen von Ükiichax)! iind 
STUEintiiRfl, vm, Anzeiger, S. 13) bezweifoll, da ein« ,Sciile«(lcr' keine 
,8chlingo' ist. Dein gt^genllbvr bi;murkn ich, dnss die Schleuder der 
Alten (?f>v3svT;) nichts aiidt^rus als eine Schlinge war. Es war ein 
Zciigetreifeii oder ein Lcdcrriumen, dor in dor Mitte breit war {küt 
Aiifnnhme des Öcfit'hoBSGK) und in zwei schmale Knden auslief. 
WiUirtind dt;s Schwingen» des (Josclioa««» hielt der SchleuderLir die 
beiden Enden in dor Hand fest und Hues plützlicb, wenn er dus Gc- 
airlioss schleudern wollte, diis eine Endo der Schlinge loa. Doss die 



SM 



K 



UUHH 



M 



iTmnii,u!iaBK. 



nevSswi nkhts nnderRS n)s eiac Binde oder Sclilinge war, dies erhellt 
aas Hoioeiv U. 2111. Sd9 — 600, wo es Iteisst: aÜTr,i (yjtxpx) Ih q,^iir,<Kv 
eüT^Ä^-t 6«; ibin^ ntvHvr^ um! den BüdiiUtuiiKPii ,Verbftnd, Kopfbindc, 
Hiiido der Fnmeii um die Scliiiuiüiui]«-', weK-lic di-m Worte cycyJivT) 
jttiiiser d(!r Hudoiitiiiig ,Schlciu1er' not^li ziikanimc>n.* 

FitiKUKiou MClui». 



Brief ries Ftofegiort H. Scbccbardt n?« Proftttor Fr. Mclixk 
in Angelegenheit (if» genrgixrhan Kreuzfs rc>n Pawtjcki. (?f<ir, 2, Au- 
gyist t8S7. — Heute bekomme ich die MitthcÜiiiig Bxudouik db Cotn- 
trmay's in dem ,Btületin international' der Kroltmicr Akademie vom 
10. Juni 1887, S. S04— 211 Über ein ,raiIiaelh»Ro8 Kreua' au Ge- 
sicht iind fllhlo mich dndiirch zu einigen BcuicrkiiDgen vcrftnlasat. 
Die ScLrift dieses Ki-eiizes wurde von Sydsky Smith und O. Saubk- 
WMi» für georgisch gclialtcD. Die Mitglieder der rümischen Pi-opn- 
gnnda, ,qui connuisseut tant de langues et d'alpimbets, ne purent 
nÄanmoins doniior aacnn öelaircissemcnt, A/em« insurcia ä Fwnne, 
oil, par rcntrcmiat' de M. Ahtokibwicä, M. Pawucki avait aussi fait 
parvciiir l'inaeriptiou on eopie'. Sic schiekten mir am 16. Juni l(*96 
diL'se Absclirift mit weuigcn Zeilen des Inlwdts. daaa mnn die Schrift 
bisher fllr glagob'tiseh gehalten lia.bc, da&s sie Ihres Erachten» viel- 
mehr georgisch Bei;' ich möchte jiuBehen, ob ich den Text entziDFer« 
könnte. Oabb es sich nm Miniiskelchntsuri handelte, darüber war ich 
keinen Augenblick zweifelhaft; ich identiüoirle auch die meisten Buch- 
staben, konnte aber ZusammeniiUngendes nicht lesen, nur einzelne 
Worte wie 8*013 G^^"'''^''''^'!) E"j<^(™^t (.Nikolaus'), tjnflnijjfin (,Deme- 
trina*), bg (,Baum'), (jacf^gc" (jKünigin'). Das lag einerseits nn mir 
■=- der ich erat im folgenden Winter, wie Sie wissen, mich mit 

' Audi Ini En^lLscIivti liDiImilct »ling aowohl .Sitilinp;, Rindi-' nin nueh 
iSulileuilor'. 

' leb haUi! Aiit' d«D cnIcD Anblick die Sebrift ab EfeoTgUuh erlumnt, abor 
bai dpr gioUMi SfiinfBlIisfU^keit iler AIjsubriA und dar ftshwrUnli« mainn* Xngn 
(icli vm-filtce Beil IBTS \t\vs über Aita liuko Aii^'e, <U due roi-'lite Aug« seit Jener Zell 
»rbltudot let) gar nicht ^vn Vereocb unt^niomm«!), die lufchrift xu vnlaiScm. 

F. UeUBD. 



KLei>n! MiTTiiKtt,mtoeK. 



295 



I 



geornfiarlier Pataeogrnptite zu bescliSPtigen begann, und d^m es ror 
Allpm an Sachlcpnntnigsen feWtp — anderseits aber auch an der 
groRBon Matigelliaftigkeit der Absclirift. Ich ersuchte Si« mir ein ge- 
treues Facsimile zu veredlaffen ; ich erhiHt koines. Ich habe miclt 
nnn nic)it weiter um die Rache gL*ktl in inert, i\a mir die otfenbar junge 
Inschrift in philologiecher Hinsieht kein Interesse darüiibieten schien. 
Utttte ich geahnt, dnss mnii ihretwegen »o weite und mliliseÜge Um- 
frage hielte, so wllrde ieh mil meinem sehr bescheidenen Wissen 
hervorgcrUckt sein. N. Mark, deisen Muttersprache, so viel ich weiss, 
dfls Ofturgisehe ist. hut die Insehrift gelesen und tlborsotal. Er hat 
iIbs Originnl mit der Abschrift Kiigluich in IlHnden gehabt; es wirft 
mir lieb, wenn er sieb Ober den Grad dor üebereinstimmung zwischott 
beiden Hiwsern wttlite. Nachdom ich in die I.rftgc gekommen bin, 
meine AbBchrift wenigstens mit der Transerlption des Originals ver- 
gleichen SU koimcii (die Buchstaben sn'tftli Z. 10 der letzteren fehlen 
In der ersteren), halte ich mich wegen dor Dürftigkeit meiner Er- 
gebnisse Tiir durchaus cnbcbuldigl Wenn die liifii^hritt des Kreuiies 
TOD einem Georgier verfertigt worden Ist (und nicht etwa seihst die 
nnverat&ndige Nachahmung einer alteren Inschrift ist, was L. LBi-SEv'a 
Verrauthung, a. a. O. S, 2Ii>, zulassen wllrdu), so gibt meine Abschrift 
sie gCTrisa sehr ungeniin wieder. l>ic Buchstaben sind z. Th. aus- 
cinandergerissen und wechseln in ihrer Gestalt ausserordentlich; das » 
hat fast jedesm«! eine andere, 3d «icht z. B. das «weite in Z. 29 gau« 
wie ein n aus. So wird wohl such der fUnfte Buchstabe der Z. 81y 
der allerdings ganz das Aussehen eines 6 hat, ein ^ sein {Kozma, nicht 
Kozmn). Was sonst die Transcriptiuu aulangt, so ist Z. ü vitif.ni'li in 
mUem'li (3(333^^") *u verbessern; Z. 10 Uh swcimal fUr ti = 31''^ j^ 
auch 7 durch tth ausgedrückt wird) zu setzen; neben dem ersten t^ und 
neben dem t» von takhÜB fehlt dns Abkürzungszeichen; k wird Z. 12 
und 21 ftlr j, und Z. 2-* ftlr J geschrieben : Z. S4 ist statt ^edthph'Ui 
dedoph'li ((o^cf^^^cc*") 5"-" aehreiben. Befremdlich i.it mir die Anmer- 
kung a auf H. 207, Makh babo an vier StcUeu einen Üuehetabeii 
nicht lesen kOnnen, ,i{ui par na forme mppolle d'un cüte l'n latin, 
et d'un autre cdtä le p ou gh, ou onfin \'s de raipbabot gäor^on- 



S96 RL£tXB MiTTIIEnX'üaBH. 

occliteiasliquo'. Die Acbniiclikeit mit dem lateinischen n ist richtig, 
aWr nicht äia Ictotervn Auhnliulikcitun. IKcsor BuL^hstahc it$t <ta8 
georgisclio « und kommt thoile genau in derselbe«, iheils fast in der- 
solbcn ficstalt an ilcn übrigen Stollen der Inschrift vor. Also Z. 3 
steht li, nicht li . ., Z. 6 mkhr'btt, nicht riikhr'hli _^, Z, 9 OrigW, 
nicht Origi/l . . und mt'li, nicht mt'li . . . Das z^, das duch ditrchtri'g 
vienitrichig ist (nur in Z. 2 dreistricliip) scheint für eine Liga.lur=e7"' 
gehalten worden zu soin, daher nuch B<tfili Z. 8, während in der 
That nur Bfuil da steht. FoIgt-'rifhtegcrweisL' hiltten die letalen Buch- 
staben yh'li . ., nicht ph'li priesen werden niU&scn. — S. 207 Anra. 2 
wird gesagt, dass diu Abkcirziitig«ii der Wörter fil^ti's hcisseu; mau 
miU8, deni Zuäamiucnhang nach, an ein georgisches Wort denken, 
allein es ist das rassische munua, welchem das goorg. JA'>^9>» ent- 
spricht 



Preisausschreiben. 

Die Sochalacho Miaslonsoonfei'enB, deren Aufgabe es ist, Sinn 
und Vcrsiliudiii»^ fUr die Hoideumission iu der Uöimat zu 
weekcu uml zu iifle-icn, setzt, iu Verblndunj^ mit diT iiicderer«- 
gebirgischcn PrcdigercoiifercuK, zur Förderung de» ^Hisdiuns- 
worke« iu Indien 

einen Preis von lÜÜO 3Inrk 

aus ftlr ©ine wissen sei inftlicLe Abhandlung folgenden Inhalts; 

.Dni-älcllung der religiSseti und pliilöüopliisclten Grundan- 
sclinimngcn der Inder nach den Veclas, IJpaiiiseliads und 
der B rati manischen (besonders Vcdfl.iila-'t Pl]i!o»o[»liie und 
Beurthoiliiug ileraelbeii vom chri.-illicli«n Siandpuuklc; aus.* 

Die näheren Bedingungen in HcKUg auf den Inhalt und die 
Form dwr Preisacltrift sind aus dem gcdrucktea Programme ersicht- 
lich, das durch den llerru Missionssenior ITaxdmaick, Leipzig, Arndt- 
Strosse 23 zu beziehen ist. 



A List of tin; IStmsslmrg CoIIcntioii «f Digaiiibara 

Munusenjjty. 

Emat Leumann. 



Aseistfd bv Itr. Hir 



if Bangalore, Bv»hi 



r.TZKcii ni Bangalore, liVBliinnsilri Sflgtri 
of orftvaqa Hcl^oln and Dhagvandaa Kcvsldne of Sigronipuor nuar 
Surat^ the ^Titer ha» been able, oiit of th« inteivsts of the ^faa^ 
Xmitr-Stiflung, lo procure for the Vnivtratlatt- und Landes- Bibliothek 
at SlraBsbiirg s fairly good OollKction of Digambara Mnnn- 
scripts. As this is tlie first of the kind in Europe— Üiere ai'e ubuut 
hftlf AK many texts in Berlin and a few only in Florence, London, 
Oxford und Cambridge— a preUminai-y Li&t is here publislied which 
mentiODs the titles and autbors ah well ae aome details necessary for 
identificatiün , lu several entries the reader Is referre<l to the fortli- 
coming Utthnrsicht ilbrr dit Aeai^aka- Literatur (quoted ns lieber- 
flicht'). Tbc arrangement is based oa the titles; where there was no 
title, a name corresponding bo the contents has bi^cn chosen and, put 
within square brackets« 

OeDCfAlly the MSS. arc DevanAgarl copies; the following 
nnnibc^rx, however, are written iu Kauarcse characters, those in 
Itahcs being palm-loaf mamisoripts: 3as. 353. 361. Si»!I. SS4. 365. 
385. 386. 387. 388. 389; bejsidfit, tlierc I» a paliu-Ieaf copy (3B0j 
writwn in DraTidian character«. 

Where the language of a text or commientary is not mentioned, it 
mnst he uiidersuiod to be Ssiiskrit; 'Cifttha* mean» an Aryft in Pkt. 

Wlrorr Zciuchrifi f. i. Eumlc i. Uvi(oiil. XI. HJ SI 



UKniST Lhpx&mk. 



Tlie LUt also includes inciHenully rnoBt of the Digambara 
m&noscripts of the otli«r European libraries and eyen some of those 
preserved in Indin. Beside», A few texts ure mpntioned without re.- 
ference to any library; these enti-ies are {-enerally borrowed from 
the excellent |)apcrit of Professor Pätbak to nhuin we are »Isu obliged 
for Iiaviug procured for ns No. 88*. — The abbi-eviatjone referring 
to libraries are iiitly explained in the preface to the abore-aaincd 
Ueberaicht; here we repeat only: B = Berlin, O ^ Oxford, P^ 
Poena. S = Strasflburg. 

Wl- sri> of course well nware that there are still many impor- 
tant Digambara works wanting in our Collection. A few of thuin arc, 
M least, in Berlin and may therefore be diBpensed with in Stxaasburg; 
the rest wo, liupu to supply by continued endoavours. 
AkalankiL-btotra by Aknlankn. 
AtltavHrtan)finänagat»-jina-]''iIjjl.IiLyaniAlA by nubhacandra and BhAva- 

barman. A groat imiuber of PajMayainfiUä. B8133. 
AnantacaturtlaAl PilJÄJayiimfllÄ, Fourteen PfljfiilayannlU» arblrusscd suc- 

eoBsivcly to iho (irst fourt^L-n Jinas (V|'i)abha Anniitft). S 3i[5. 

Anaiitapüj&viOItt, a pruite tract appmilrd to the Anuntacatiirilail 

pQJriJayamäift. H S25 (ineumplvt«!. 
[Anupri;kijÄ] by Kupt^kundu, 88 Gftthfie {.many of which are the Hsrao 

as in Vattakera's Anupruk^fl). S 364*. —cf. Uebersicht p. ffi^jsr. 
Anuprek^ fDvädaSämipreki^'dhikftral by Vatfakera (71 Ofithto) = 

Mfllfic. vni.^ — ef. Uebereiclil p. ttt\^t. 
Aimprek^A by KiiinärosvÄmin, see Kftrtlikcynniiprirk?«. 
Ari$tJincmiptirAV%s'^>|)gra1in, see B|'hHddHanvatii>fapuriL|}u. 
Arbalpratiifthä-sjlroeflipgraha, see EVutiijthfitilukii. 
Aqlaprilblirta in OaiKah by Kiindnkunda. Eight PrAbhrtas (the first six 

of which are also met with separately under the title §iitprÄ- 

bhl-ia). S31Ö*. 
Afta«ati by Akalanka. a commentary ou the AptauiimniiisA. P vtu 561). 
AKiJtttahasrl or ÄptaniliiiAi]i8Abriikara by ViHyAnnuda, a commentary 

on the Aptainimflijisi. P vm 61*4 (with the Tippaui by laphu- 

Sainantabhadra). öä5. 



A List or tbk frrHASfimniu Couukctioh or Dm. ÄfSS. 299 



Ai)lüliiiikA-Piijil,IayaiiiiiIft. a Pujftjiiyainfllft. in honoar of the AyiAhnika 

fealival, in Skt and Pkt.B 2060. 
AcSruvilti. see MrjAc*ni. 
AtiuAuiiäftsflDfi by Ouiinbliadra. 
ÄJiiiiittiajiuriloa. see Vcfablianälliacantra. 

Aili|)iirfti.u' (or 'rri»ftatiliik«auaiii;ihA|mrfiiiA-«aiii}jraliiO I» SloUns. Foity- 
seveii Pan'ftns:] — 12 by Jinaacna, iy — 17 by Guijabhaiira. — 
cf. Uebereicht. 

1 — 4S : S 3-13 (with the commentary by Ja^atklrtJ's pupil 

Lalitaklrti, written jn 1S2T A. D.), 
1—47 : S 3Iil. B 20^2. () Mill 57 f. 
48 — 77: sec l)ttarapurflt>a- 
AptaparlkijA by Vidyjlnanda (a siimiaary of Sujuantabliadra's Apta- 
mimliiisfil U{> versus («'hicfly ^tokas). .S 864'*. S 384 and H 196 
(both n-ith Vidyjluftiida's own commentary cuUcd Aptuparlkifft- 
pkii or Äpt»pnrTkHfl'l«i|ik|ti). 

A|Jtaparlk;A-{lkfi or Aptaparlk«A']ai)ik|-ti, sua Aptaparlk;a. 

AptamttniiiiiHA or T)eTflpr»nin-9totrR by SaninntabhaHm. a coinnifintary 
on the introdiirtory Sloka (styled Munindra-stotra or Jiii£ndraguviH~ 
atotTn) of UmfUvAti's Tattvnrtha-sfitra. P viii 611. 

ÄptamTn)Ai|i8A'lai|iUftra, see A^l^igaliasrl. 
AptamlmAiiisA-vitti =^ .AKta^all. 

(Bbagttvali-)Ärftdhanft by ÄiTakoji, 2lft0 Gathfts. B 204R (with AparS- 
jita's TlkA).— cf. Uebersicht p. <•„, e\. 

ArftdlianAKatlidkoia in Sbkas by brabmayeinidatta. Pour PAriccfaodas. 
S 3Ti (JDCOmpIt'toi. 368. B 'i055. 

CBhagaTatI-)ArA(!hanft-tlka SrlviJayodayA by AparAjila. see (BhagavaLl-) 

Äridlianä. - cf. Ucberaiclit p. S'\ 10*\ 

AräUlianü'Samuccaya AgamasAra by Ravicandra, 84G Aryfts. S 364*. 

yatyAvaÄyaka. S 880* (see Uebfirsicrlit p. ■S'j^. 

ASravu-tribliangl, 208 Gitlifi«. S 820 (containing the first 64 GAthAa 

only, along with a TabftJ. 346' (with a Commentary). 

«1» 



SUMT LbUUAXN. 



Uttarapiirä^a [ur TriqUitiilak^avu miiliApurfiaa-saiiigraha) in ttlokoe by 

OuV&bhadrit. Continuing tb« ÄdipurfttfR. tlie n-ork contains Far- 
vans 4ö— 77. S 3S1. B 1619. 
UpadeäaratnamfliA by Sakalalihn^pa. Kigbteen Parircliedas. R 995. 
UpMargaharA-.stoti'& (or Pärdviinatliaslavana.) by ßliadrnbAhu, live 

Gathds. S 360". — Published by Jaoobi m bU 'KaipaGrura' Introd. 

p. li f. 
£kav;i]]fiati-8tbilnn W Siddhnsena. S S40 (64 Gatlu). B ocL 493 

1_70 Oftthfls). M 372.1. Pxn 7G" (fU< GilthflBl. A l 47* (65 OfttllAe). 

74' (64 GathAs). 221'" (,66 Üfttbas). 
EkAk^iin nflmatiiälA, 19\ Slokas. S 349'. 
Kkiiiilainata-kbaijijans, a rommcatary on the Sragdharft »tauza oi- 

ty'ftdy-ekänta-hetor. S 864. 
KatliakoSa by hrahinaNnmidatta, scrt Äi-fl.illianflK«tiiftkoÄa. 
Knrakav(iu-katha or Karakap^Jüpäkliyüna by J inend rabbil^fapn. Four 

AdhikAras wttli 294, 200, SOS, Sß7 ^lokas* to wliicli is addud 

in eac\i caae an artttiuial ütaiiza. P xxt 1407. 
KarmakJlQiJa (probably part of the UcmatasAra) by Ncmicandra, 

160 OftUiäs. r 390S'' (with HL'iiiarftjn's Bhagft Commentnryl. 
Kalyflijaniantiira-stotra by Siddhapcna, 44 etauzag (all excupl the last 

in tliH Vasantatitakd metre). 8 36.s'tv. — ■PiibJisbed and translated 

into Gcnnao by Jaoori in Ind. Stud, xiir 378 — 891. 
KftrttikeyAnuprek^a by Kumdrasvamin, 486** Guthat. S S6 7 (with 

Subhacaadra's Cotnmcntary ). 
KriyftkalApa, sul- Uebi-rsiclil p. 5%^ '''«- 
KriyÄkalfipa-iikii by Prabhicandi-a, «eo UebersicKt ji. a'^, 



Mf 



if» 



an-ia' fi4-ai- 



KfatracQcjAmapi by Vfidiblia&iiiilia, a poem coDsisting of eleven Lambhas. 

S 3H8. 
K^etrapfilft-PfljiUayaTiiÄlfi, sec ParaiacetliiK?". 
GuQastliaDaka, »e>e Gumaiasara. 



* Tlic liumb»r> Ara lh<nui of tho US.; tho; rcuiuir« wrificntiv». 
** Ttie laat uiplivr rminire» verüc&tiou; in I' ixi llO'J the ßiMl ütüii üi 
numboreii 4lt9. 



A LtHT OF TRR SntAKSBintCI Cnt.tJeCTIOK OF DtQ. MSS. 301 



Oomnta- (or Qominiita-)sSra, ia CiftUi&s. Two or more KSqiJas (Jlra- 
IcKijcJa &.c.^ see KaruiakA9<}u) ; the Jlvak&iiii]a cunlsiiie tn'vaty 
Adliikär&s. 
Full text along with Nemieandra's (Pancasaipgraha-JVrtli Tattva- 

pru(ll|iikä: B 205S. P vui 578. xxii IdliO. 
Ab&tract etyled (Jupaalbänaka, containing falonjr witU other vcfscb) 
the OfttUas '1, 8— 3i, iti—üb Ac. of tliB .llvakaij^a: 8 318«. 
B 2062 (with glossesj. P xxn 1011' (witli a commentary). 
All the text and abstract manuscripts mentionod are invomplete. 
8ee also PräkrtieallvHetliS-na, 
CaturririiAatitlrthiikara-jAyamftU hy Mäghanandin, see Ueberaicht 

Catm-^iipÄatitlrtlmkara-PflJÄJayumttla. The 24 .Tina» arc first addressed 
L'olIecUvuIy and lUeu «ach separately; m thorc are in oU l+2i 
PaJÄJayaiuila». B 210». 

Candraprabha-caritrs by Viranandin, a MahAkilvys. Kightcen Sarga» 
and the aulhur's Pra^aüti. P vtn bSS.— Published in the KfiTya* 
mflla (cf. ZDMO. vui 125). 

Caritrasftra (ßhftvanititaiiigralia or BhflvanasflrnBSJiigr.iha) by (Jina- 
aeiia's pupil) C&niuo4a-Qial>iVrAJa I Raparangasiiiiha), a pro&v work 
(opened and oJoited by a few verses) in two parta, the lirst (which 
is smaller) descrihiag Ihe duties of the laymen and the second 
those of the monks. S 390.— cf. Uobersicht p. «'■«, fi'',,. 

OhandoTiciti, see Itatnuinaiijo^. 

Juyadhavalfi tikä by .Sripftla, a philosophic commentary composed in 
A. D. 837. Set; the final verses in Jutirmd Bumhay Br, xvui ÜÄÖ. 

Jaynmllljl, ace l'QjflJay" Ä OaturTiinAatitlrthakaraJay". 

Jinapravaoaimrahasyakoaa, see Punii;ärthamddhy-up&ya. 

.Itnasaimsrniiänia by SakalakTrti, 138 Hlükas. ß oct.. 496. 

JinA.«iottüra«ahaBranAma-Btavaiia by .ItnaBcnfl-eÄi-ya, 160 nlokos, the 
thousand names being given by hundreds iu Slokas S&'— 1!J0 
(—45, —56, -87, —78, —90, —101, —111, —123, —136, 
—150). B 1787. 



302 



EkMST LfiRMJtXK. 



Jin^adraf^uoft-stotra, B«e ÄptaniimAiiis^. 

Jinefivarft-PnjAjayaiDllU, a PojRjayamäla «dilressed colldPtsvely to the 

24 Jiiiaa. S 32«. 
JlvakAp^^: see Gomiitas&m. 
Jlvatattvapradlpaka^ Sfio PräkrtiEatlvasth&na. 
Jaina-M»hftHliflrata, see Päi>rJ.Avaput'ai}a by Sulibaeandra. 
Jaitipudra-vyakarapn by PojyapÄdn. 
JfiAiiadlpikil, äee DliariuäiurUi-paiijikA. 
JnänasCirvwduya by Vfidicaiidrii, a pLiiloso[>bic drama. P xtiii 2C7. 

.xic 495. 
JiiAnarnitva (Yogapiadi|)ä(lliikftra) by Sitbliatiandra. Forty-two Pra- 

karuoHB in the Sloka metre (except a prose passage in xi). 

S 529. B 76». i048 (in this copy tlie twentieth Prjikar«VÄ Js 

furnished witli a commentary). 
Tattvititlm-ftkä bhäijyänugftrivl by Sid<IIia9enft, 1 8282 Granthas. 

P VIII 596. xiu 7. A I 252'. 
Tattvänha-tlka by SnitasAgara, see Taltvnrtliasutra. 
Tattviu-tha-bhÄisyn by Umasvati. Br 61 "4. A i 363*. 
TattvÄrthamalii\bKJl?yft by Snaiftntftbhndra. 
TattvÄPtliaiuahtmaii, eae TuUvflrliiasQtra. 
TaltvärtbavftrttikavyAkbyanäJaiiikftra. hci; KajavArtttka. 
Tiitlvärtba-v|-tti Sarvflrthafliddlii, see TatlvArthasfttra. 

TattvartbHSflradlpaka in .Slokas by Kakalakirti. Twelve Ailhyflyas' 
P xvn 3BJ- — The first AdhvÄya is anaCyscd in liHANDAaiwR'a 
Rtpvrt 1887 p. lOG — tlO and partly printc-d ib. p. 3S3— 398,— 
ef. Uuber&ipht p. J'*, J0\^, 

Tativäilliaäütra by Uiiiftsvfiti. Ten Adhyftyas, each, dxcept tho last, 
containing about AQ aphorisms; several appprded verses (8lokas, 
ßMlifla &c.'l aro soiiirtimeR called TiUtvurrlmmabiiiisti. S 330 
(see Uoborsicht p. V^V :J51. 3fiO'' (ace Uebersicbt p. 'Z*«,). SGS" 
(with a Hindi coiiimontary'). 368* (see Uebersifht p. 4''„). 391 
(with Snitasägara's commrntaryV II net. 49". B 1 7Jt2 (with the v|-tti 



A List of tub Stbasbbuso Coixbctioh or Dto. MSS. 903 



SarrArtliasiddbi).— Pulilislied hy Buakdaukak in hie B^ort 1887 
p. lOS— 417.— cf. Ucborsicht p. tO*^ 

Trilukasara in Gäthfts bj AbhayanandiD (?). I* vin 599 (witli Mfl- 
dbnvacandra'ii coramcnUr^'). 

Trilrtkasftra-vrtti by Mfldliavacandra, see Trilokasjlni. 

Tri^AHti^'iki^iLTia-niahnpurAi^n-snipgrAhn, sec A^iipiirAnaand UturapiirA^a. 

DarHana-sjlra by Dcvjist-na, fil GfttliAs. A iv 53. PuMished by Petek- 
80S.- liapnrt in p. 374—379. 

Da^alaknaiia, a name for the ten virtues (k^amft, mSrdava &c.) 
trvuted of iu the foUowiug tcxtd which therefore all cODaiat of 
ten aectjona. 

Dft^uk^va JayumAla. Euch uecuon consüts of a Sloko and some 
Hindi verses. S 327. 

DiiKuiak!}aija-.Fiiyanial& by Bliavaaaiinati, roiisiittiug uf Ä|>ahhnii|iäa 
and Pkt versos. U \mb. 

Daäalak^ai^a-PQjä, t-oiisieling of ßhüifft verses. B oct. 498. 

I)a»ulaki<B;ia-Prijä.Iayamälä. in vera«: (8kt, Pkt & Apabhrar|i&a) and 
prose. K 1804. 

Da&alak)}H9a-Puia.)ayainAla chiefly in verse (Skt i( .ApabKraigiAa). 
li oct. Ö05'. 

Dr;läij(uka, 10 Vasatitatitaka sUmzas (all üf wliich begin with dr^tam). 
S 363«. 

Devtt- & äiddhu-PiiJäJayumiilii, a FujoJayunftU oddrcMed to the Gods 
and another addre8:>ed U> the Siddhas, with an introduction con- 
tainiog some SAoiAyika formulas and several verses and phrases 
(«ee Uebersicht p. .•i\,\ S 328. H 20ly. 

DevA^auia-stotni by Samantabhadra, see AptamimAnisft. 

i)ravyiiBai|i^raha (or brhad-Dravyasaiiigrnha) by Ncmicandra (-«aid- 
dhäntadeva), &7 G&thds and a 8v%at& atanza in Pkt (1— 37 form- 
ing the first Adhyäya, 2S— 3.S tli« seunnd, and 39-68 the 
third*. B 2064 (with the B rah made va-V|-tti). The text copies 
geuenilly t-outain a few Gflth&s more: S 331. B 1811 & 30&3. 
C2316. 



SK]4 Ernst Lbchahn. 

(,]agh«)Dravyasaingraha by Nemicandraf-saiddhäntadeva) , written 

before the bi'had-Dravyasaiiigraha according to the introduction 

of the Dravyasaipgraha-vrtti, 26 Gäthäs, 
Dravyasaipgraha-vrtti styled Brahmadeva-vi-tti, see Dravyasaiiigraha. 
DvädaSavrata-kathä. P xxii 1108. 

Dhanyakumäracaritra in Slokas by Sakalaklrti. P xxii 1109. 
Dhanyakumäracaritra in Slokas by brahmaNemidatta. Five Adhikäras. 

B 1816. P Ki 1432. xxu 1110. 
Dharmajin6dayasai[)graha, see Dharmafiarm&bhyudaya. 
Dharmaparlk^ä by Amitagati. Twenty Paricchedas (all except i in 

the äloka metre) with a Praäasti appended. B 787. 2063. 

P M 513. 
Dharmapra^nottara in alokas by Sakalaklrti. Six Paricchedas. 

B Oct. 522. 
Dharmaäarmäbhyudaya by Harieandra, a Mahäkävya. Twenty-one 

Sargas. S 332. 387 (here the work is styled 'Dbarmajinudayusaiji- 

graha'). B 1817. Published in the Kävyamfllä (cf. ZDMG. vi.iil2G). 
Dharmami'ta in verses (chiefly Slokas) by Aäädhara. Two' parts: 

A. Dharmämi"taYatidhanna, nine Adhyäyas (i— ix). P xvii 297 
(with Ääadhara's Jiks). 

B. DharmämitaSägäradharma, eight Adhyäyas {numbered r— viii 
or, to continue A, x— xvii). S 341 & B 1818 (both with Äää- 
dhara's Tlkä). 

Dharmämi*ta-tlka Bbavyakumudacandrikä, ÄSädhara's second com- 
mentary on his Dharmämita. The two parts (A and B) generally 
are not combined, as the second part was written four years 
before the first. 

Dharmämrta-panjikä Jfianadipikä, Äfiädhara's first commentary on liis 
Dharmamj-ta, sometimes referred to in his second commentary. 

Nandisangha-gurvävali in Slokas. 

NandlSvara-stotra. Thirteen short stanzas (the rhythme of each line 
being ^^v--^ ). S 363'' (see Uebersicht p. 4^\^). 

Nayacakra in Slokas by Devasena. B 1087 (with Hemanija's Bftlil- 
bodha). 



A List or rat Stuaskbdro Collection of Dig. MSä. j105 



I^ityaprayognvidhi, see Uebei-siclit p. 3^'^ 



-fli- 



B.lf- 



69) 






NiysiDt(8ftra in GAthfls by Kiiiidakun<lft. Twelve AdIiikftrAH (nltin 

titylud ':SrutiiJskBn<lhais'). H 38& & P xvu 299 (both witb Pttduia 

prabha'e Comiueolury). 
NiyamanftriL-vyakltyfl Tfltparya-vrtti by Padiuaprablm-maliuUiSriJeva, 

see KiyftQiasära. 
Ntrvfl9akfl|;i}a, see Ueberaichl p. rf'^^— 49. 
Nemijinaporitt» :=^ KeminiltliapurfiQa. 
KeuiiiiatbnpurJlQa = Nemipuräp«. 
MctnipurApa jn .Slokas by brabmaNcmidatta. Sixtcon Adliikfiros. B 1»$. 

2047. 
Nyüyakiimudftcaaiiroidaya by PraliUacandra, a commentary on the 

Laghiyastraya. 
Nyftyadlpika by DharmabbOtta^a. Three PrakfiSfts dealing successively 

with prftm'ltmnAmiinyalQkfat^in^ ftratyakaa, parnktn [or Agama). 

S 33!). B IHSl. 444. 
Nyäyavinificayu by Akaltinka. 
NyayasilryAvali (part of the Mok^aSflstra) by Bbftvasena. Five Pariccbe- 

das (v A bcin^ t^iilitled Sra-va^apacidlmti), ahuifly in verse. S 3fi4%. 
pAneaparame9tbi-»totra, five stanzas roUoived by the final QAtliA of 

KriyAkallpa A ix 3. S ."ioli'v (see Uebersieht p. 4\j). 
Pancaviijiäati by Fadmanandin. A Collection of twunly-six short texts 

»Titttin generally in iirtiHt-iiil stanzas; only iv (without the end), 

VI and xxu are written In hlukas, and ziu f. itre Pkt Stotras in 

Ihu GAtliA metre. S 386. B ^O&O. 
l'an(:a«aiiigrahii'V|nti. see Oomnl.igflm. 
Paucjiätikfiya prübh|-tiL by Kiindakunda. Three parte. 

1. Amrtacandra's Recension, 17] tiilthAs (1— 103. u — 151, tii— 171). 
I SB08' (contAiuing HutiiarAja's Bli&Ktl commentary with the usual 
f^kt pAt-Bphrase). 

2. Tillparyavrlti IWonsion, 181 Gfttlias (1— 111, n— 181, m— 181). 
P XXI 1441 (with Brabmfldf'vsjrs Tatpaiyavjtti ). 

Padiiiaearita, see Padmapnr3.Qa. 



806 



KiMST LbUHAUN. 



PadmanaiicHPaucaviipÄati, me I*aiic»vii]i/tati. 

I'AdmApiiraQa (styled 'Padniacarita' or 'I'adiuAyauu' at tbo oud of 

t!mPar\-an8)iii tilokss by Raviijepa. 123 Parvatis. S^OO. PsvnSOl. 

[Hindi version Pvui63a]. — cf. Uobcrsiciit p, ^i3*'^^. 
Padmäyaua, if-e Padiuajjuräua. 
Paraine»tbiK!fctrnpftIa-Faj&Jayam(Ujt, a collection of vi PQjfiJ&yamälSe, 

I — V bdliig addressed to the five Paratue^tliins (arkat-, tidJha-, 

Seärya-, upndhyatfa-. tftdhu-) and n to the IooaI genii (kaetra- 

^a^). The author of r — v is Subhacaudra (the successor of 

Vijayaklrti of the Nandi-sangha). S 3S4; cf. P xiti 1410. 
Pnrlk^fäntukha liy Mftoikyaoundlii, see PrameyakapthikA and Pra* 

m eyakamal aiiifi.rtnQ^a. 
pÄpdavupurfiija in Slokas by Vadicandra. Eighteen Sargas. S 368. 
Pfil^^iivnpurjt^ (or Jaina-MahABhilratii) ia ^tlokns by Subhacandra. 

Twenty-five Parvans. S S50. B 1848. O 449 (incomplete). 
PftiAVftnAthncarilrn by Sakalakirti. O 4f>l. 
ParavaoathapurHoa iu BhA^fl. Xinc AdLIkAras with 134, 8J), 332, S42, 

178, 139, 138, U6f 3»8 verees. ß 3121. 
Pärivanfttha-stavana, aee Upasargaliara-etotra. 
Pflrfivanfltha-stotm by Pndmaprabha, fi Vaiii^astbn stanscas (with Ya- 

iiiakas and a refrain) and u •Sftrdulavikridita stanza. S 360^ (Me 

Uoliersiuht p. J'gj, «*,„_,J. 
PAr^vanütlia-stotra a^tdttaraBatanania-garbhita, 32 fSlokas. !$ 339". 
(•intllmaviPärAvauätha-üLtilra, 8 Sragdharä. staiizas (2 — 7 beginning 

«ith Mantra syllables.). S 339''. 
PflravAlibyutlaya by Jitisxena, an imiUdon of Killidäsa'« MegliadOta. 

Used by Pailiak for bis Meghadftta edilion (Pooaa U94). 
PuvyftBravaKatliAkoäa. S 33'J' (incoiiiplet**). 
PuruRärthaaiddly-upAya (or JiniipravacanHndiasyfiko^a) by AmrtA- 

candro, 222 verses (generally iu the ÄryA, aomctimex in ttie 

AryÄglti metre). S 337. H Ä067. P xxt U54 (with a eononientarj'). 
PöjilJayaujalfl, general name of any text containing a SL-ries uf PojÄ 

and a scries of Jaya verses, A Pujß »cries \» inserted at the 

beginning of KriyAkalflpa B ii S (see LTebersicbt p. i'',,). 



A l^vir or THK Straskburo Oollkotion or Dig. )ISS 



301 



IVski-tisHttviistliflna by (iDilrAiiandin's pnpil)Knniikniiandin, 41 G-Athäa. 

S 34G' (with H comaientapy wliicli foniis pait ol' llio ■Ilvstattva- 

pradlpftkn by A1>liaynrnnclra's pupil KeAavArya). — The text ooemii 

to form part of the Gama^as&rA. 
Pratlilbatikka ( Arliatpraiia|li4-sära6ai|iÄi*aha| by Neoucftodra. Twelve 

Paricchediis. rf SSfi. 
IVadyumiiiifaritrR in Slokits by Somakirti. 

First recension: Fourteen Sargas {xu with 454, xui with 207, xiv 

with 170 vertic«); the extent is 4860 Oraiithas. t) 2101. V xx 

S86. Perhaps also C. 
Second recension: Sixtem Hargas (xii — xti iTOrreaponding In xn — xiv 

of the first roeension); the extent is about ßOOO Oranthas. M 2803. 
PramApaparlk^a by Vidyatianda. 
Pr&mflprameya, see SiddhlUitasilra Mgk^aijlstra. 
IVaraeyakariVfiika by Sftntiviirpa, a commentary on the first SQtni 

of Mftqikyanandin's I'urikKAmiiklia, Five ätabakas. H S&S. 

I'raiiieyakamalAmftrtati^ii' '>>' Prabliacandra, a commentary on the 

I'ariksamukha. I' rm C9S. 83ft. 
PravacannsAra in G.lth&8 by Kiiudakunda. Three AdhikArsB, the 

acpond consiBting of two and liie third of four sections. B 3888 

(with UciuHnlja's UAlübodlia). 1864 (with Ami'tacandiu's Vitti 

Tattvadipika). 
Pi-afiamaruti by UmSsvöti, 812 or 318 Äryfte. Br 3098. 
l'rasnöttaruArävak'Scflni (or PrafinfiltaröpA.*ak'acflra") in Slokas by Sa- 

kalakirti. Twenty-four Pdriochcdas. S 356, B 2104. B oct. 409, 
PruKiiuttaröpfUiaU'ftL'arn, sev. PraänütlaraitrAvak'Mcära. 
Prflyaicilta by Akalanka. 
ßrhaddllarivaiiiHapuriiQa (or AriftaiicmipurüQosaiitgndia Ilurivuipia) 

in verse (chiefly Slokas) by Jinasena. Sixty-six Sargaa, S 365. 

B 8048. L 110 <Br 8350. P xau 1134. 31 2040), — c£ Ucbersicht 

p. i-% io\, u-y 
IBl'huapatiiiamii-^ta^ahaeira] 129 Hlokas and a äfirdCllavikrl<}ita staDxn 

3 363' I (see Uebersioht p. 4^„). 



908 



RnxAT Lmüuakn. 



Blink tämura-stotru b^' Maiiatunga, 48 Viu«ntatilak& stanxao. R Sld* 
(with a Hindi commonlary). 360^ (see Uobcrsiuht p. **5,). 3C3' 
(see ib. p. 4*'^). ß 2062 (with Hiiyumalla's Vrtti wliich contain» 
85 laI«B written iu tlie Sloka metre). — The SvetAmbara recension, 
wliicli omits stitnKas .13 — 3fi, is pul>lishc<l and Iranidatcd inio 
Geriuau by Jacobi in Ind. Stud, stv 363 — 37fi. 

Bbnktämni*n8C0tra-v|-tti by Ri^yniunlla, sec Bhaktdmara-stolra. 

Bhakti formulas in Pkt, me Debemclit p. 3*^, ^^g,«-«- 

Bhaktl atanKHB tn Pkt by KnndskundH, soe UeberaicKt p. V%. 

Bhakti stauzas in Skt by Pödapftjya-sviVmiii, see Uebersicht p. *■,.' 

Bhagavatl-ÄnidlinnA, see Aradhanft. 

BhadrabAliu-caritra in >Sloka8 by Katnaiiandin. Four parte (the first two 
being styled 'Pnricchcdas", Uie lasi two "AdhikAros").— Published 
witl a German abstract by Jacohi iu the Journal of the Oemian 
Or. Soc. vol. xxJtvni p. la— 4i.^cf. Uobcraicht p. s«',»-«. 

BhavyakiiBnudacaiidrikA, sue DhariuäiQrta-ttkft. 

Bhfiratri bhang i (or BhSTnsiiingrRba) by SrutamunJ, 1 1 7 Osiliiie. 
S .tie'' (with a, marginal glos^t). 

BhftranflsBipgraha, see Cäritraaira. 

BhAviiiiAsara8ui])gr»ha, see CAritrasAra. 

BhAvasai|igraha by Srutniuuni, se« Bbftvatnbliangl. 

Bhavaaaiiigraha by (Vimalasena's pupil) Devasenn, 767 Gfithts. 
V ixi 1468. 

Bhnktimuktl-vicilrö by Bhävasena, prose and verse. S 8G4»,. 

[Bhiikliraiikti-vicftra] in prose. S Sfii*^. 

BbBpftla-valui'viiiis]tttkji(-stotrA) or BhilpAla-»tntra, S6 stanKas. S S68i 
(with a Kanarese commentary, aee üebersicht p. #'*,o)- B S061. — 
Edited in the Kftvyamalä for lrt9Ö among th«; .laina-laghukavyöni 
(p. 2G— 80). 

MuDisuvruta-kfivyn by ArbnddASA. 

Munindrs-stotra, sec Aptamlniiliiisa. 

MäläcJlra in (Jätbäs (intermixed with »ome Pkt Mokos) by ViiHakera. 
Twelve Parioobeda«. S 844 4 B S049 (both with Vaminandin's 



A LWT ftr THK 8TBAB»miRa OolXBCTIOK O»- I>IO. M.S.S. 



3on 



commentary called Acapavflti), — ef. Ucbowioht p. /()•,_,„ 

Ya^-ftradhanfl, chiefly in BhJi»a. Six parte. B IH96. 

yatyÄvaÄyalui, see Av". 

YaSAslilnka-kilvvft in vorsf anrt proso by Somadeva, linished in 9fiU 

A. D. Eight ÄBVisaa B S06I. P ivui 274. 
Yniodharn rsritra in Slokae by Snkalaklrti. Kight Sargas. B IHi^T. 
YuktyiiDU&äsatia by Saiuuntuliliudra. 
Yiiktyan«Äft8anftliii|ikAra by VidyAnand«, n conimcTilary on Samanla- 

bliadra's YuklyauuiAsaj]». 
Ye-ke-bhavaiii-Stolrn, 'Jb stanzas. S 868' ii (see Uebersieht p. <''„). 
Yogupradlpndliikftra, eec Jüfinäruavä. 
Katnakaranijaka by Samantabhadra. 
l!atimti-aya-Püja,]ayamäU, three ]'üjfl,)ayainilläs addressed succesuvcly 

to the three Jewels (clarAana jnfLna caritra). S 338. 
Ratnamaii!Jüf& (ChaadovicitiJ, a metrical treatise followed by a com- 

raeritary. The text w divided into twelve Adhyilyas, the com- 
mentary into ei{;ht. S S69. 
Kitjavarltika (or Tattvärtliava.rltika-vyäkhyflnAlnink&ra). a commentaiy 

on llic SftlraB of UinäBväti's Tattvdrthasütra as well as on the 

Vantika* referring to them. Ten Adhyflya». 8 366. V vm 694. 

iviu UTA. 
Laghlyastraya by AkuUnka, 77 versus (tlividfid into three Pravcsas 

and six Paricchodas). S 3S4''. 
laglni.Srilvn,kfleAra, sec Sr". 
Vardhaniftnaearitra, see VardhsmRoapuri^ja. 
Yard ham Anapuril^a (or VardhamSnacaritra) id äloka» by äakalaklrtL 

Nineteen Adhikflras. B 2046. 
Vi^äpahAra-stotr», 40 Btaiizas. Ö 'A65' m (aeo Üebcrsicht p. 4^„). 
Vi-jabhanftthaearitra (or AdinAtliapuraqa) iu Stokas by »akalaklrli. 

Twenty tiargaa. S 322. B liS96. 
SäntinAthaearitra in Slokas by äakalakirti. Sixteon AdhtkäraH. S Ü&7. 

B 19&8. 



Sinty-aifiaka by PfldapQjya-svflmio, see Ueborsicht p. 3\., 4 



1l A* 

43 46' ■' M- 



510 



EnBtsT Lrvkank. 



iSravapapaddhati. sec NyAvaäürvAvatL 

SrAvakflPriitikramaija, soe Ueborsieht p. 3\^, 6*„t. & ^i— u- 
laghuärävakAcfiru, twenty ^lokss and two Gfithb (3 f.). S 960*. 
^ivQika-tfjiritra (or HAiiQaliflra-tlrlliaiiikura-purftpa) by Vijayaklrii, 

1990 BhA^ vcrKca grouped into thirty-twu AdbikAraa. B 2180. 

P xxm 975. 
Stokav&rttikii by Vidyftnandn, named attnr Kum&rilus nlukavArUika. 
!;Jalprftljhrta (sen Aa|a|>rAljh|-ta). S 34« (widi a paraplirasaj. B oel. 50*. 

Pxviii 277 (witb SnitasÄgara'arommentaryy — cf. llKbcmcht p. 3*^, 
9«! Icöya]j, 13 alÄUKas (chiefly Älokas and ßftthäs). S seo'. 
^odaäakilruOA, u name for tho eixtocn virtues conceroiiig dareana, 

Jiifina and CAritra. 
^odaäak&raQa-Jayamälä in Apabbraiiiia vcriics. B 197l>. 
^odaAakflrapa-Pflifl, chiefly in vers« (Skt & Pkt). B ocl. 50S'. 
Saniunlabbadra-atuti, enc UubtTBicht p. J';,,,, \f. 5''«-ji. 
Samayapi^MirtiL (or Sumayaaftra or SaiuayasflraprAbbita) by Kanda- 

kunda: 

1. AmrtHcaadra'a Recension; 4ir> Oftthfls wbicb are divided into 
nine Ankss pi-ecedcd by a Prelude fpiu-varnnffa). The followinR 
MSS. contain the text as well as Anirtacandra's VyftkhyS At- 
makhjAti: S »f>9. B i»i«^. F ht* A. I S^Qi (contains only G&th&s 
*— 168). P xvni 278. 

2. T*tpATyaV]-tti Recension, 4S9 Gftthfla» divided into ten Adhikflras 
which exactly correspond to the Prelude (i) and the nine Anka« 
(it — IV. in, V. VII— x1 of Amiiacandra. P viii BBS (with the 
Tatparyavrtti). 

SamayabhtinaQu by IndrabbOti. 

SamayasAra by Kuiidakunda. »ee .Saniayapräbhi-ta. 

SHriByaKfirnprJibhjta, see Satnayapräbhria. 

Samavasaraoa-stotra, 21 Oathils (tho Hrst nientioninpr Vidyftnand« and 

Dhanuakirtii. B lyss &. iKSi" (escb with a separate recension 

of Dhnrniagbo^'s Avacilri). 

* Sil Ten«* of AmrUcaadTA's (l 19 1. 187. 249 f. 2fiS) are nantlDg while üiinj 
are iniiarterl. 



A I'lHT OP TRB StRABSBDK» CoLLBCTmX OV DhI. MS8. 311 



S«mavaBar«f>a-8tolra, 611 verses (cKicfly Arylts). S 349'. 
SamiLva^raQiV-fti^Un, 9 VaaootatilakA stanzas. S 38S' (cf. Uebei-eiclit 

SamAdhiäataka, 107 verses (all Sloka». except 2 f. & 103—107) by 

PßiyapAila-svamin. ä 341 (with a double Hindi comoipntary : 

'ftrthft' Ä 'Vkk'). 
Samitdhi^nlnkn-v|1ti hy Mcglincnndr», 
Samynktvakamuudi, a coUectiou of stories (in prose mixed witk verse) 

relating to ArhaddAgu and his several wiveR, 
First retenslüii: ilic collection is narrated by 8nlia5tin t« king 

Sftiapnili; Hki Granthas, H 1U48. 
Second recension: tlie collection is narratdd by Gautama to king 

Sreyika; about löOO Qrantbas. The co|)ie8 differ a great deal 

from one another. B 79t>. 1047. 31 3790. 
SamyaktvnprnkaÄa. P viii 777. 
äarvArtliabiddlii, see Tatlv&rtlia-T|'tti> 
Sftmftyikn, see Uebersicht p. -a^s-jo- 
Hiddlm-PAjiUayamftiA, see DeTa-PfijAJAyainftl&. 
SidithantaHära Mi)k^aäftRtra by Rbftvasena, Pariccheda i (PramApraiiieya 

or pramftDa-uirniiaQa), prose and verse. S 364',. 

Hoe alsi) NyflyasQryflvali. 
SiddhfiutafAradtpuka hy Sakalaklrti. Sixteen Adhik&raa in b^lukae 

with many {iroxe iinKsage-s. ß '2013. 
Siddhipriyai^-Stotra by Dcvanandin, aeo Uobcmicht p. -/'',„ (i\^f. 
8tikumitlaL-aritra in Slnkius by Sakalaklrti. Nine Suxgas. B 201 7 

(L 195). 478. 
Suprabhata (14 stanza»), see Uebersicht p. 4''„, «%(,. 
äubbftfitarutnasaipdttbfl. in different metre» by Amitaicnti, uomjioscd in 

993 A. D.* (undtif king Munja). Thirty-two AdbikArus (uaeli oon- 



* The dale I« given in tha followlnir itauxnr 

««.ntrSijlie pQtA-lriilnila-Titiuiliiti VikraniA-iirps 
•aliMn varritliip prabhavati til pnnc&ia'l-ndbilte 
flamAptxm |)M)CMn}'üni »vnli itbüm^lm Vlanja-nf^ntau 
tiia jiakvQ p4nf« budhi-liilain iilsqi u«lraai ftna^bam 



312 E. Lbuhann. a Ijist of thb Strabsbourq CollbctioSj etc. 

taining generally between 20 and 30 verses) and aPra^asti (of seven 

veraes). S 345 (with a double Hindi commentary: 'artha' and 'bhft- 

värtha"). B2130 (incomplete, containing only the verses 1 1 — xiv6'). 
Subhä^itUvall by Sakalaklrti, 392 verses (generally Slokos) giving 

as admonitions. S 358. B 2018. 2056. 2102. 
Svatantravacanämrta by Kanakasena, 31 Slokas and a final stanza. 

S 364». 
Svapnävall (21 stanzas), see Uebersicht p. 4\^, 6',,. 
Svayambhü-stotra := Samantabhadra-stuti. 
SvarQpasambodbana by Akatanka. 
Svftdhyftya, see Uebersicht p. 4%(,, Bar.» N-is» ^'i-a- 
HarivaipÄapuräi^a by Jinasena, see BrhaddHarivaipaapurai^a. 
Harivaip^apuräi^a in Slokas by Sakalaklrti and Jinad&sa. Thirty-nine 

Sargas (the first fourteen being composed by Sakalaklrti and 

the rest by Jinadfisa). 
Original Recension. S 342. B 2044. 
Secondary Recension: it ignores the collaboration of Sakalaklrti, 

divides Sarga vi into two Sargas, and puts (up to xzvt) 'Adht- 

kära instead of 'Sarga'. P vui 700. 
Hau^ahfira-Urthainkara-purfi^a, see bre^ika-caritra. 



Heilmitteln amen der Ar;J>er. 

Horlts StoinHchnoider. 
(FortaeUang von 8. STÜ.) 

Bucbstube c^. 
818, j-^bb, B. j-Äjbjj. 

219. ^,JL»l* = Jil«****- A. H9, ed. Bnlak 279, liebr. n. 128. 

220. ^^vWj griefihisnh ftlr Virga iiaaloris, .Jebiira»', DJ. 48. 
221- ^>{^ Camomillej K. 123; Ol. Mond. 89 lies: (Ali 14) Babu- 

negatn; SnJt S6l. 

222. ^jjb Badnrafcum, Ali 83; b. jedoch myA». 

228. /»jJ^ Bczftlmr, Stopaciiis 11, Ga.; Budizabr, Bcz«ard, K. 
177; Ha^er albezjihar (im Indc-e: bczahiin), lapis libuTati» a voneno, 
Ser. 386 (39i;): 1. B. 230; vgl. Vihchow's, Archiv- 1839, S. 320, Bd. 57, 
S. 97; y^ji bei Salt 302. 

224. Jjtfjb, «. Jjjäb. 

226. ÄJj-^ylj Bediimmanci, DJ. 10; Bcduanyuii;i, luuliza 5 (und 
metliza 14), s. flgd. Wort. 

226. Äi5*^jjl>, auch i-:y^ji^, bei Ali 74 (ariib. *^ji^. nolil 
Scbreibfeliler); Badervebina; ,Badni-endjoujii' Cilronelle, K. 124 ^= 
o^j^'^ ,>H-', Salt 291; beil. B. sechsmal; itj^jj^.A. U4 ist Druck- 
fclilor, andrra coiTumpirl hebr. 96, richtig in ed. Bulak, p. 272; L. 4ß. 
227. oy"^ A. H'), liebr. 'jjrrc (vgl. <Jj>^, Ali 8» Badarafriiui) ; 
ßcdaura^ 13, Ga.; B;idai-c)iidj, ]laöiHi% K. 1 24 = t.,iÄJ^l JJ^'A- und 
JÄ-i-^^j^ odor «.^^^j*; Uondarog, Orimum, Ser. ift"; Salt 2f>7. — L. 43, 
dl, IM. 



WtBtr Ztlta«hT. r. 1 KuJb JI. K«rt«iil. Xt. Dd. 



« 



314 Moritz Steinschkbidbb. 

228. oV^"^ A. 144, ed. Bulsk, p. 272, hebr. 97; Bedingen, Me- 
langia 4, Ga.; Aubergine, K. 164; I. B. viermal. — L. 188. 

229. JjjiLi oder >js>^, oder Jjj^JJ^ (s. auch ijl^jb Gl. Mond. 17; 
Chardon d'äne = JUL* -t^y^ und j-*i.l ^y^ (s. auch l-i»^^J^ ^y^), K. 
168; Salt 24; bei I. B. siebenmal; vielleieht auch E/i>w oder _;*i->J; 
bei Salt 280? 

230. >jj4, 8. ^j_j4. 

231. o>*j^ (rumisch) Berisen, Dj. 68, offenbar fUr oAj*^ pyre- 
thron. — L. 298, s. auch W^S, 

232. >5jlj Salpdtre, K. 153 = »jjL-Jl ^••; bei I. B. viermal. 

233. ^j^ Barat (cerusa), Dj. 28; I. B. 242. 

284. JjjLj, oder )jjb (persisch), als syrisch Bezarat, Dj. 43 
(ungenau L., p. 163); Ga. galbanum 12 und I. B. 238, 1841 Jjjb. 

235. ^b (ßori;) rubiis, Buleich, Ser. 124; I. B. 285, 1678. 

236. i^b (auch Dib Feve = Jyü\, K. 155); Gl. Mond. 103, wo 
unter Ali 234 lies Macralem und Ga. 1 hat; Baquile. 

237. o"^ A. 139, (oleum) Bani, Ali 295, (gramen) 160 (cf. i-.^». 
^LJI); Dj. 50 b; Ga. Ben 4; Guilandina Morynga, K. 165; Ben, Ser. 
268 (278). — L. 69, 375, 376, 429. 

288. Jj^'j'j (so) Baudaregum, Ali 25, lies ^j^i^., s. dieses. 

289. ^ Bag(h), G. 10; ^ bei I. B. 248. 

240. ^>'^, s. ^^y,. 

240*'. "j-^, s. unter V;«-Jl j^. 

241. ^j^Äi^O' j>j) semen Crocray, Ali 103. 

242. ^/^' jj*^ Bucor barbar, ciclamen 88, Ga.; Parfüm des Ber- 
bferes, K. 161 = Li^-Ui^U oder c:-ii^; I. B. 250, 1170. 

243. f^j^ ji^i (Bukhur Miryam) Gl. Mond. 205, dazu: Buchor 
marien, Ser. 249 (259); K. 159 = Lir^i^-^ und U^JO^ und >j,yUl j.^. 

244. (jV*^'* — ^^^ ^^^ Bewohnern Syriens --;J(, Dj. 66. 

245. ^^\iiui\M, oder q'Xiojj, oder qU-wIjo; letzteres hat auch der 
hebr. Avicenna, in der Ausgabe irrthümHch an das Ende von n. 128 
ohne Nummer angefügt, während die arabischen Ausgaben (p. 150 



' Ob etwa hebr. 'b^dVk (aino das perxiache) eu lesen ist? 



Hbh^mittrlkahui dbr Araber. 



815 



und 280) falsch ^U-«ljo ^t-beri; Leclbhc zu I. B. u. 252 (i, 20* 
unter y^J^^^^ nach Spkbnhbl) bi-murkt: ,Avicciinc dit qtie Ics habi- 
tants du Zangiiebar sVii fout iles braceleU', gibt aber koine Stelle 
an, uad loco citato ände ich nielii« davon! Ali 386; ^UU»>^ Bcdvü- 
carum. 

24ß. jy^ (V) gHimna, Salt 429. 

847. OK^-*^ BdfUimii 2 7, Ga., I. B. 254. E^JJ, 8. unter »ai"^. 

248. ^>1^ ein Stein, K. 178 = JiW (M4il). Sollte etwa ^Ji 
zu lesen Bein? 

849. ^r~ijH?*- l^t^rbcm 1, Oa.; Doxy, Sttppl^. i., 64 bat auch 
i^j^i s. aucb ,j**i^\j^; U«o^^ Salt 310, 408. 

250. *^-^^., *^-^^, ücrbBSca 18, Ga. **^, auch ü'^,*, Ver- 
bena 4, Qo.; I. B. 260. 

2fil.pi«»>>rJ l'^enoiiil, K. 18t>;_,U— und,^Ljjljhcisstoin Korn (grain). 

252. ^>ji Ali nrnb. (n. 80 lat. Menie ist ein anderer Artikel), 
A. 148 (Lebr. 121 mit AUf am Ende); Sicca vol Öerdi. Dj. 31; Boiia 
Bnrdi 17, Ga.; Papyrus, K. 180 ^^ m^ die Asube itil yj«\^yi oderkiU 
t>>-i* (s. jedoch diese Art.); Burdi, Scr. 101. — L. an vier Stellen. 

25S. ^^*-^/* Manim, K. 181 = ^9^\^j^. 

254. ^^U-*;J, auch ^^lÄjU-^, b«i Ali 13 o'^'^^ BcrMU- 
sanum; Avicr. 14fi (faJBcb hebr. 107, lat. t08: Bßsegnascen) ; Dj. llj 
Boxaievftlen (!) capillum v6n«riB, Ga. 13; CapiUairc, K. 12« = »jJ>S 
^mJI; Salt41, ^Ht; BcrsognaHccn, coriauilnim puld, et caiiilius »Igol 
(JjAJl ytJi, 9. Gl. Mond. 58) und capilhi» porcinu», Sor, 8; L. 34, 278. 

205. fiji> o'^y- (persisch, bei Dozr i, 72, 831 ^= ><*"), falsch 
^^L^ji nach Dj. 46; 8. I. B. 215. — L. 84. 

2^6. tj3-öU._rt A. 146, ed. Bulak, p. 274, hu-br. 109; hei I. B. 258 
ULJU.^ Briltanica. — Lii-Sjt^-*, ftir Chnniacdrcos bei Dj. 4», ist jcdon- 
falls eine Corruption; G*. camedrcos 46 hat Beionica, nUo V^" '> » b; , 
^tmitx^ bei Dozr i, 98. 

307. t_lM>ls^^, s. i^mit^^-ib. 

268. .iS-tvf^^, «. at-i^^. 

259. tJMAJiJj» A. 145; ed. Bulak, p. 272, bobr. 273 comim- 
pirtj L B. 269 (cf. 1882) hat nur Jy, und ^pj*. 



sie 



HoRtTx SntntficnxeatSR. 



880. (?) ^ji Ali 200: Ralemhai* 

SGI. UU^ (persisch), Dj. 34; I. B. 266; L. 38S. 

262. Jl^^ Bartuit (\ws Baniac), Dj. 37; AsphodMc K. = ^>5-U.l 
(ao lies, e. d&Belbst): Biruncb, aphodelas, Scr. 311 (asi). — L. 281. 

263. yj^, (Ali 172), ». £,1». 

264. Jl>i A. 149, liobr. 125, lat Saliva. 
2i>n. HtS'j}^ Hniuen; hai Ali, Cap. xxx sind die Saincn venichie- 

dener Pfianxeii aiigcgcb«!! iti n. 88 — 139, die wir liJer unter die 
NamcD der Inbsturun f!ut>tullt liuWii, mit Aueimliiiiu don hior fol^ndun, 
welcher in älteren Wprkoii unter jj^ erschoint. FftarrAO, Lexicon ij 
11" gibt nur oinL' Lchc aiis Fouskul. 

26ß. *j>i»* j)i oder l3»Ui, vgl. Ali 94, Somen Catlicmiü, das Arab. 
stobt ftber ntcht da, soudcrn fUr n. 83 Semen Moubczin! unter &8 
^ Ayi>^ Besaragi, Ba-sarkatuo (fehlt der Slricli Über e fUr n); Avi- 
cenna 142, hi;br. 88, PlempiuB, p. 73, lat. 54S: Pailium (s. Gl. Mond. 4); 
ßaKarkatona. DJ. yi\ ßa^aracatoiu, psyllium h, Ga.; Basarachatoüa^ 
S«r. 220 (23ÜJ. — L. IS.f. 

267. jß>y., 8. ^;>^. 

268. i-L— i A. HS; Balbeza, Dj. SO b (Dow p. 83); lUeis, 
K. 181. bei den Clirislen ^jjLoU» ('Sa'afra»); BJsbese, Maris, Ser. 2; 
_ ^V->b und eyr. *--L; — ; L. S5. 371. i — : — » bei »alt 174, 884, 
wübl nur Hclireibfchlcr. 

269. ^L;— J (peraiach), Dj. 41 (s. jU—o); Polypode, K. 181, 
im Magreb o'v*^' ; Halt 51; 1. B. an siebnn Stellen. 

270. jjtrf' o"-^^ (oder jj-;*') Basuoiu guaym (1) 18, Ga.; 1. B. 
288, 8&7. — L. 151. 

271. j— * (auch j-«*), Gl. Mond. SG, wo A. 147 nicht Druck- 
fehler (fl. ed. Bulak, p. S7i>); Becet, Dj. 19 b, Bazubacvt, cornllus 14. 
Ga.; Corail, K. 184 = o'^r'- ^- ^- *n vier Stellen. — L. 217. 

272. ;-«* A. 148 (ed. Bulak, p. 270, hehr. 90 mit Vuciilbnch- 
fitaben) ^i ilazu ^; I. B. 284, 1048. — L. 120. 

273. y:**^ l'\ju{r4re, K. 189 = ._j-i»v-" und lt-j*^; I j ^s»*».; bei' 
I. B. 280. 

274. ^Uv»> A. 147, auch cd. Bulak, p. 27tl, liebr. 114 c-ornim- 



Hb 



BILUn-TKLXAURX »KR AKABKR. 



317 



ptrij ab«r mit der richtigen VAriantc ^^. ; .*-j (s. djoso»), wie dio mei- 
sten Quellen liaWii; üeffnigum, Ali S59, das Schlagwort ist im arab. 
Ms. (lUorspriingcn: Hcsbcigum oder ßesboigum, □. 371; Oj. 4t; Baa- 
boigr, polipodiiim 6, Oa.; Polypode, K. li^l ^= »-j^äJI ^r^'j^ (Ilmide- 
zühne) und _r«J-l '-r**^ ! Bisberg, Ser. 25«. 

375. ^3^.^^, cA»tellaniscl) Biscati, cardu» 1, Qa., I. B. 80, S94. 

S76. f^t-ij(?) Li'viBticum, Salt 466. 

277, *-*-äHj K. J90 ohne franaßsisclie üeberBetKung = J**-AA 
und Ä^j; bei I. ß. an sechs StoIlr>n, ebenfalls nur umscbricben 
Bischma. 

■.»78. ct**-^ BsBlin (so), trifolinm 2, Ga., bei 1. B. an ftlnf Stollen. 

279. JJi-aJ Buzach, Sputum (hominis) 12, Ua.; Sdivc, K. 168; 
Biisach, Scr. 487 {U7)- I. B. 300. 

280. _r*J>Jl Jt^ Biizat alcumar, spuma lunae s. lo, Ga.; I. B. 
an drei SteHen. 

281. J-^ ßaxal, cepa 7, Ga.; s. Gl. Mond. 188, dAZQ Ali 489 
Etulca(!). vgl. ^yi (Ali 42ft); Ojgnon, K. 166. — L. 74. 

282. wOJJl J-A> Ail triqnt'-tre, K. 170 = u-'-^ I. B. 299; vgl. 
folgende Art. — h. 7ß. 

288. jiß\ J-Aj B. öl. Mond. 137 ; A. riehtig in ed. Bulak 280, 
hcbr. 127 hat "»rh«*. Bazalazur rt, Ga. 8; Oignon, K. 168; Basaml- 
2ir, Culbus, Ser. 846 (35ö). Vgl. union ^»^1)1 J-w. 

384. J-a-i^Jl J-Ä», auch _,UJI J-«j Uepa murium, i. e. Hanaaluni. 
L e. uopa si{iiill&t^, AU 421 ; BuHslalfar, DJ. 31 b, Baxiihiln, Kr^utlla 3S, 
Ga. — li. 7,i, 17.1, 42f). 

285. ^jÄJ^ ..^oj Bazal alfaig, eepa vomica 8, Ga.; I. B. 297. 

28«. ^V-^l J-> (oder^l>.?), Uadtx BJri (! aleo^lV!), Ali 424. 

387. ,jM:f.jJ>i\ ^}^ Cepa narcissi, Ali 422. 

288. W A. 18«; Bat. ana», Scr. 417 (487); I. B. 80fi. 

28». tUw Ä. 150; I. B. 305, 1747. — L. 34. 

-•!'i^. oJ^r^-^'j^ Pcrsil. K. 180 = ^jJjjwJI^, voce t^JU*- u^/i 
I. B. hat die volle Form ^>-UJUu1^1»j hu drei Slolh-n; die klVrstßst» 
J^ji^ bei L. 225; A. aas, cd. Bulak p. 408 unter o>:;^'-'>* ver- 
weist auf Buehslabeu Ä*i/, liebr. 696 gibt genauer Art. ^^^ an. 



318 Moritz Steinschneider. 

291. oi'*'^^ ist wohl bei Dj, 59 zu lesen, wo t»*J diu-ch rumisch 
n'riB: erklärt wird, da die lateinische Uebersetzung ,Petroleuni* gibt ; 
vgl. I. B. 311; das Wort fehlt bei Dozy i, 94. 

292. ^ (Terebinthe), b. Ol. Mond. 110; Gumma Batami, Ali 
346; vgl. unter jXie, 

293. Ü^>Jyi»J, 8. unter (y«-öltjj, 

294. i*^ A. 143; (gramen) Batici, Ali 153; Albucecons, cucu- 
mines torti c. 72, Ga.; Pastfeque, K. 171 = fJi; Batccha, Chate, Kura 
(8. unter fcy»), Ser. 233 (243). — L. 381, 351. 

295. ji^\ ^ Melon, K. 172. 

296. CT***?? (persisch) fllr Mezerion, Dj. 34b; das Wort ist 
wahrscheinlich verstümmelt; die Berichtigung muss ich Anderen Über- 
lassen. 

297. o^>^' y*^ (Stercus animalinm), A, 150. 

298. ,j-Jo Batz, Buxus 65, Ga.; I. B. 315, 1342. — L. 64. 

299. ,_yw;-«Ju Buxus 5, Ga. 

300. JÄJ Chicoree, K. 150 = l»J-i<Jl. 

301. *JJü Fabi, Salt 343. 

302. j\^^\ ÄXJu Chou, K. 143 = ^-r^)^; I. B. 321. 

303. «jjUJl iJÜü Lierre, K. 147 = ^jiU, s. dieses (K. 505). 

304. 'UL^il iJJb, 8. Gl. Mond. 2, wo lies: bndita fUr alendita; 
unter gramen fehlt bei Ali im Latein, zwischen n. 131 und 132 unser 
Schlagwort; Pourpier, K. 139 = ii^.^ und ÄijUJl iXJb, auch f^j»(?) 
und '^^>y>; Salt 486. 

305. ^_^Uo\Ji.l dJJL) Bacala corasanica, Ali 81; ä-öUj1^ Oscille, 
K. 142 = i-:»^. 

306. i_i-l.U»ä.\ iüj Dj. 58; liorba yrundinnni (nayron 18), Ga.; 
Chelidoine, K. 144 = o5;-JJl (lirouu la gaude), jedoch nach Leclkrc 
ein Irrthum, daraus erklitrUch, dass auch dieses gelb färbt; bei I. B. 
an drei Stellen. 

307. i-y^'i ÄAju Arroche, K. 141 = i_il.AH. — L. 337. 

308. >~^\ ÄJüu Citroncllo, K. 148; I. B. 324. 

309. tj->>*'^ *^ Menthe, K. 146 = ^^ (Calament). 

310. Ä-i-e Äüj Baguette, K. 149 = ^-*.^i, s. dieses (K. 210). 



Hkiluittclxamkx des Arabgr. 



319 



311. JL^Ue. AJüü A. 112, hebr. 8t; anKeiiau: Blitis 36, da.; Blette, 
K. 145, Äucli i**;*ll *AÄJ lind >»rt (oder j>*;^), ferner ^W^t »u*^ 
^M* und j-^i I. B. an ftlof Stellen. — L. 189. 

312. *J;J«J *1*J A. 150 (vgl. *-jj*#j *ÄyS'); 01u9 judneomrn, 
Tftfcl (»-i'-") 26, Ga.; Legume juif, K. 1.40 = '^*r>>-' «nd *-J*-»^, 
auch ij;;l*^; I. B. an drei StcllüO. — L. 276, vgl. 179. 

ai8. ^ Baccftm H, Oo.; Boia do Br6si], K. 16&, auch rJ-U; 
I. B. 314. — L. 362, 424. 

»14. J> A. 144; DJ. 4« b; gcwöhrJic-h in Verbindung: tnit »nl und 
fal; danacli ist zu eiiiendirer Ali 35: JJ-11^ 01 ^)x»-Jlj J-Jl riellam, 
FclUm, Bellum; Bei et Sei et Kel, Ser. 2G1. — L. 314, 3S1. 

8tß. jjVi*, 8. Gl. Mond. 168, wo Men Ali 24T Belladari; Balico- 
mm, anacardift 6, Ga.; jiJ^(Baladir!) Anacarde, K. 128= (-»All ._j-^ 
(a. Corrigenda); Salt 94, IBl. — L. 72, 42(> (riach^iU tragen im Index). 

316. J^i Sauterelle, K. 185 =JJ^S eine Art von >\je^. 

317. ^>-Jj A. 14K, hflbr. 87; I. B. 2»9, 337. 

318. jM, •■ QDt«r j-^. 

31S. o*-***^! ^- ^'- SJond. 121; (olenm davon, fehlt im latein. 
Ali nach n. 302, aber 305 Bulsan ist arab. J-U-» .i^*^); Banmier, 
K. 187; C.--V Salt «7. — L. 74, 338, 342. 

82t). ^1^^ I>j. 20 b (Do7,ri, 115). 

821. lJu-UtH» (auch .-i-U?^ bei I. B. an filnf Stellen. Dozy i, 
19, n. IIS), A. 141, hebr. 82 falsch; Berenastrara, Ali 2; f\t:K:hz bei 
E^. 88 unrichtig; Armoise, K. 162, eine npeciellc Gattung ist U—Ultjl 
Arthamaäa; I. B. »51. 588. — L. 79, 80, 416. 

822. jik (Bellurj Cristal, K. 1T9 =ji». 

3SS. i»iL«ya Gatac, K. IM = ^^c^"»'^ >9* und w**J-*Jl V- 

SS4. ^»U (der Baiini heisst b^^AUi, s. iiotei- die«em), Ol. Mond, 
i:; Biillot, plnns 3, Ga.; (jjj) fol. BaJusti »der Baluti, Ali 187; Chßne, 
K. ISO; .Salt f-il!; bei Spr. 98 folgt auf Kullot noch Castalc. 

335. J'j^'i b)Jb Bullot alart (so) b 21, Gn., 1. B. nn drei Stellen. 

8S6. cfUi\ b,)b Chfttaigne, K. 183 = t^ »LI (!) und t>— *i 
s. jedoch b^. 

887. i^>b Bulolj, marubium Ga. 6; I. B. an vier Stellen. 



^0 Mobitz SrsiNscintEmBR. 

328. cr?^5J4(?) Salt hinter n. 621; ob für J^a^,^{??). 

329. ,(UXj A. 144; Calilegum oder Belilegum, Ali 257 und Bel- 
licus(!) neben Emblicua (^1) 580-, Dj. 5; Bellici 7, Ga.; Bellirig, 
K. 136; Salt 40; I. B. 338. — L. 25, 130. 

330. o>*^ (**) Aj- ^^) ist ßaJ^wviv fdr Aster atticus (?); bei Low, 
p. 367 ist "iioDS Druckfehler; das Wort fehlt im Index S. 475, und 
S. 470 ist das syrische Wort richtiger wprp. 

331. ^ Cafd = »>*Ji, K. 159. — L. 11, 373. 

332. >>*;J* Oto('?) Bolat, fungi 18, Ga.; Touffes, K. 192 = VU^Jl; 
I. B. 362. 

333. ,*iJ» OLo Mille-pieds, K. 130 = >jMl <U*^. 

334. jUll OLo Ortie, K. 193 = V^(; I. B. 363. — L. 162, 416. 

335. J^>js Ol-o A. 150; Blattes, K. 191 =- J/ oder jsy, ein 
Insect (Sliphe des Dioskoridcs) ; I. B. 361, 1396. 

336. '^y^. Bentonaria, eonsolida 12, Ga.; I. B. 360, 787, 997. 

337. ^ A. 146, ed. Bulak p. 273, hebr. 104, Plempius 79, lat. 
n. 360; Benig, Dj. 61 it« b; Banch, jusqu[i]amu8 3, Ga.; Jusqiii- 
auic, K. 128 (richtiger 129), L_jja>yjj (besser v'»*^j) '^^^ o'^-^^ ; 
Salt 497; Bengi, jusqu., Ser. 330; I. B. an drei Stellen. Vgl. Alphita, 
p. 30, 84; MiRFELD, p. 12 (Bengi), 26 (iusqu.). — L. 381, 406. 

338. ^:u-i.SU*rH (d. h. fUnf Blätter, s. unten ^ — üU»^ , falsch 
1.::-«-».^^ A. 147), ed. Bulak, p. 275 und hebr. 11 (latein. agnus ca- 
stus); bei I. B. an nicht weniger als eüf Stellen. Unter cu--äUs::^* 
(hebr. 585 falsch, Ües w«iJLI*r*j s. dieses) verweist Avicenna auf 
Buchstabe b. 

339. JJ-o A. 147; vgl. Ga. avellana 20; bei Rbnzi, p. 430: llaba; 
Fnradj (Razi) 316 Ria vel Rubba; I. B. 357, 602, 935. — L. 3, 48, 70. 

340. ^->-^l j-*-^ Nux indica, Ali 348; Dj. 56 b. — L. 85 hat 
nur J-^^ jja-, s. dieses. 

341. ^:_y)iUj-o, so muss das corrumpirte Wort hei Dj. 53b nach 
der Uebersetzung ,Penta(ilon' und verschiedenen Quellen berichtigt 
werden, unter Anderen Ga., p. 4; die persische Uebersetzung ist 
c^^^iSJ^. (s. dieses und cu*ljU*r*) bei I. B. an fiinf Stellen. Bei 
Avicenna ist durch Verwechslung der Punkte der Artikel unter 



HeiLMrrTELXAMK» DER AkABBI. 



331 



,_^Ui^ ^erallien (p. SI 7, «d. Biitak, p. ^178, h«br. 50& fanl ebensn 
wrrupt wie bei Dj., Plempiiis. |j. 200, lat. 664: Penta|)liilIon. vgl. (il. 
Mond. liiS); durch Mangel des ISuclistubcnit j> im Arabisclit-n ist auch 

c. üUfcli .I'lantftgo coronopeiia' bei K. 718 erklärt, welclie-s auch 

,yl»lki; lind i—'lr*^* <y^j Ii«'»s't. Die arabische UiTbcrücUung des 
Namens s. nnler Oüjj ,_r^; s. auch Ali)luta, p. 37 Camole«, Hl 
Pontnülon, 1!^2 Qiiinfiiipfuliuai. 

313. <-^, e. Gl. Mond. 48; *■■• » " ; bftt A. auch in ed. Biduk, 
p. 278; bei Ali auch Renessegiira oder Venesegiira. n. Ä-2ä und (.scrnrn"» 
TclcnbacAO (!) SS3, Beneschum &»[>; Banati^ 'i, bei Ua.: Violett«, 
K. I-2S; 8*kS9. 

343. jf^ A. US, hebr. 91; LB. 369, 860. 

344. j^. A. U&; Bahar, Narcisse, K. 136 ^ .j-*?>/; Bihnr co- 
tuli, Ser. 1&8. Bei L B. an fünf Stellen; ebenso L. 

345. <-^-t^. lOiU'Isteiu im psciido-aristotelisclieti Secretimi secrc- 
•torura ; ä. VmcROw's ,Archiv', Bd. k5, S. 35ii Aiim., nicht Gngat. 

84S. **lj^ Barahamag 14 bei Oaliki: Ä. 144, m berichligPD 
nacli ed. Bulak, p. 279, hebt. 98 Utinisirt; 1. B. 8ü9. 

347. j^\ ,jfP (der Stein), Dj. 11; I. B. 872. 

S4S. .iT^-i^ (oder o'-'^-i) A. 141; Bon oder Beohman, Dj anb; 
Bahman, K. 13-2; 8nlt 29tl, 299 und nucli 6£1: Beheut ^ .lendctn, 
Ser. 21S (2S3), 8. unter ,j-«h. Jjä.; bei I, B. an »eehs Stellen. 

349. ur*4-^ Bamanno 20, Gh.; Joraie, K. 194; I. B. 368. 

SSO. C7**.> Be.etn oder Besen (lies Beben?), Ali 433. 

351. [oÄH^>i V falsch pecc Dj. 9b, Aiim. 3; a. zu. GaHki, S. 308; 
L. 867.] 

86». .:j^cÜ9t Uourbache, K. 184= j>Ä» o^-^» I- B- 38*- 

8&*- 3j9i, »- öl. Mond. 198 und SOI; Soudc, K. 137 =» xIjX^ 
(Natron); tialt ÄlÜ; I. B. 881, 1321J. 

3.^4. o^«jj> (^jp:;) Ciirus, marteren 33, Gn. 

S6fr. Ci^^.j^ -A. 144. Iipbr. 9Ü; iKT-nn, Biimeidcn, Dj. 5fl b; Bu- 
zaj-deii 12, Ga.; Orchis, K. X33; Buz. .specie» satyrioiüs, .Ser. 369 
(260); I. B. an drei Stelleu. — L. 62. 

366^ ,_,-Ji«>;(?) Dj. 64bi auoli nicht bei Dozy. 



332 Moritz Stbinschneider 

856, ,_5^j> u-*^ Ä. 150; I. B. 37i; auch >J^j> ^y*. 

857. >^f> Navet sauvage; K. 166 =:j3j«wJ\ cUjü und fM^ 
I. B. 384, 1388. 

357''. _rt->>i A. 145; Butir 18, Ga.; »j--?* Bouillon blanc, K. 167 
= jljJ-Jl jUm oder v*^* a>\ »"^1» i^j}^> jl^i.'Jl und u^yii, K. 195. 
Bei I. B. an sechs Stellen. — L. 67. 

358. i-i;iSJttyi K. 152 ohne üebersetzung ; b. öAjj*; I.B. 385 (1655) 
hat ^^JUiy, 

359. ^-«»*»>* A. 145 (falsch mit w»), hehr, 101 zuerst falsch, ed. 
Bulak, p. 273 und I. B. 383. 

360. Jyi (urina), 8. Gl. Mond. 154. 

361. ay^yi Bunion 19, Ga.; I. B. 376. 

362. ^IjjJ A. 143, ed. Bulak 299, hebr. 89 corrupt, aber mit 
der Erklärung Einiger, daas es Bryonia sei, also ,_r^'^y. ? vgl. 
l^^jjj I. B. 268 und Ult^ 385. 

363. o>s*^ {= 3^(^!o^)i Banchion, erba tuBsicaria 5, Ga., bei dem 
also o>t;*^ gestanden hat; auch I. B. arab. Ausgabe m, 128 hat text- 
mässig Ci^c^^j nicht oJ^s^^i ^i^ Sontheimer n, 23 und Leci,bro 1707 
geben, gegen die alphabetische Reihenfolge nach den ersten zwei 
Bnchstaben, wie ich schon in Virchow's ,Ärchiv', Bd. 7 7, S. 520 be- 
merkte ; Leclrrc kennt die deutsche Literatur, ausser Wostenfeld, 
fast gar nicht; es ist ihm daher auch das Zeugniss fllr das vermu- 
thete o^:;^ unbekannt; die Verwechselung des Jod (für n;) mit n 
muss sehr alt sein. 

364. ..j^.A. 147, hebr. 117; beil. B. an flinf Stellen. — L. 175. 
Vgl. U-y« Ji*- jÄ-o bei A. 150, berichtigt nach ed. Bulak 280, hebr. 
130 ist durch Lesefehler aus dem Artikel ein Autor geworden; L B. 
395, arab. Ed. i, 133 gibt L-i^ J^y* j^, obwohl er Aviecnna citirt, 
den Leclerc allerdings nicht heranzieht. 

365. J»*j (Ei), s. Gl. Mond. 136. 

366. o>^ (?) Ä. 146 und hebr. 110 haben o>*^ (jedenfalls 
im ersten Buchstaben falsch), ed. Bulak 276 gibt die obige Lesart. 

367. L^-Jji-J (rumisch) fllr Cyperus, Dj. 31b, ob richtig? 

368. i-i^ (rumisch) fUr eA^j Dj- 59 b. 



llKILlUTTrXMAUEJI DBK ArABKB. 



333 



Bachstabc >^. 

8fi9. .iUi^U, 8. 4::-^^. 

S70. Ul— U Qbbukirt-, K. 8S4 = o>^- 

371. LU-jj-ZiU TagutidaBl, Dj. &8; Tangdibx (!), pyrotrain 47, 
Ob.; Pyridin;, K. SSfi ^^\s^JiytU, audi Wurxel von oJ^tr'i unter 
Jy«U hat I. B. 1507: ^z^^.xJ^; aber anter U?f 0. l&ll» ^JUÄjUiUj 
was im Index nioht -vorkommt; der arab. I. B. iit, 117 hat dalUr 
cx— A-iiljI In einem hebrfliseben VerKoieliiiiBfi von ,Synonyraa', nis. 
Florenz, ÜTidct sii^h (nach Mittbcilung di?» Prof. LAaiNio vom MHns 
1868) rc-J3xn. 

972. UiU (Tafgu) Cynurii uciuilos, K. 693; LncrRRC notirt dieses 
Wort aus dem Gebrauch zu I. B. 400: C-jjüüj 9. auch unten L::***JUr 
und 0>aU. 

373. OjSb Ceaml(sii'), Üj. 58 b; Euphurbe, K. 885; I. B. an 
vier Stellen; fehlt boi Doäy 1, lüfl. 

874. w«-jAJLJ oder fci**jüU( (borberiech) ftlr p^aA ist offenbar 
identisch mit w«iüÜ' (s. obenl, daher aueh Uazj i, 140, Zeile 2 und 5 
identisch. 

375. OyiÜ' Pitnwe, K. 8©.^ = r^y^i soH'c hier nicht pin Schn-ib- 
fehler vorliegen und dim vorhergehende kl«job" zu Ifsen »ein? 

376. *iU *-w Jone ndorant, K. 892, ^ bei I. B. 404. 

877. ^\ v-y Öomme d'artichaut, K. 887- I. B. 412. 

878. <-jy Rave, K. 869 ^ J*?, nach ma. Algier J«^, »sonst 
unbekannt'. 

37SI. JJ/ Tiirbid. A. 2ft4; Ali ßlS, Turbit 5Ä7 ; vcl tiirbath, 
Dj. 8«; Turbit 38, Öa, ; Tiirhilh, K. K7.S und Ser. 330 (330); I. B. 
189, 407, 1407. — L. 410. 

380. ,J-.J»J i>y terra meUs ft, Ga. 

881. o^^jj (esV*). «• E>^^>- 

382. ^^jJ (Turüa?") A. 2titi. ed. Bulak, p. 443, hcbr. 749 mit 
Vocalbuchataben -= c?-^y^^, worauf vcrwiceott wird. 

883. o»V A. 263, hehr. 740, Plempius, p. S6fi, laleio. (451) 
Lapinue; Lupine, K. 881; Tariniw [für Turmus bei Simon Januensis, 



334 Mobitz SrEiNscHNEmEB. 

f. 60* vel termes et est post graecum, nam terma dicunt et est lupi- 
nus], Iupinu8, Ser. 44; Sa. hinter 528. Mjrfbld, f. 10: Alcarinus lu- 
pinus; I. B. 496; danach ist Low, p. 394 zu ergänzen. 

384. ci^y {(3t*-) Corongen, Dj. 10; Coningina (fttr torungina), 
meliza 3, Ga.; Melisse, K. 691 = ÄJj-a^jib; bei I. B. an vier Stellen; 
aueh (Jrr^. 

385- cxirr^y A. 262; Trangebin; Dj. 6 b; Tarangabin, manna 58, 
Ga; Manne, K. 87G = o^*; Tercuiabin, mel roris, Ser. 11. 

386. J,y^si^, bei I. B. 416, in der arab. Ed. i, 138 J^yc:^^-^, 
bei SoNTHEiMBR I, 208 ^^^y.yi.^J bei Dozy i, 147 fehlend, ist oflFcnbar 
Cistiguen (fÜrT. . . .) bei Dj. 41 und danach das iKrto (also mit der 
Endung ar) zu emendiren. 

387. c^" A. 264 Luffa (fUr T ), Ali 276; Rufa (für T...), 

poma 60, Ga.; Tuffa, mala citonia, Ser. 133. — L. 143, 155. 

388. ^j^\ z'^ Camomille, K. 888 =^Li; I. B. an zwei Stellen. 

389. tj-j^ C^ Persica 61, Ga. = cy*-; I- B. 420. 

390. wJUj Tafel (1. Tafef), olue indorum (1- Judaeorum) t 26, Ga. 

391. "-^--J", 8. 1^^'j. 

391^ f^iJ (Sumac), Dj. 23; I. B. 428. — L. 44. 

392. j-»J', A. hat nur in ed. Bulak, p. 445 einen kurzen Artikel, 
nicht in ed. Rom, S. 264 und nicht hebr. nach n. 723. Dattilus 12, 
Ga.; L B. 425. — L. 119, 124. 

392''. i3J-i*_^' (oder mit dem Artikel vor beiden Wörtern) 
A. 262; Tamarinde, Ali 258; Dj. 41; Thamarindi 25, Ga.; Tamarin, 
K. 877; bei L B. an drei Stellen. — L. 125, 422. 

393. d'— -^' (Crocodil) A. 263; I. B. 427. 

394. Jj--oA. 263, hebr. 743. — L. 58 hat J.«J', aber syrisch "riBiD. 

395. jl3^' Tincar (borax), s. Gl. Mond. 145: Borax, K. 882 = 
^_-s*JJl fÜ. und ._-*>Jl tJ^jJ, auch ÄtLaH -U; bei I. B. au drei Stellen. 

396. ■— '>*^ A. 262, hebr. 735 falsch, aueh im Latein.; bei I. B. 
an drei Stellen. 

397. ^jx^ ^^yr^ (oder y^^ 'J) A. 263; Tinnin alba[h]r, draco 
maris 13, Ga.; I. B. 430. 

398. VJU^' oder üUjjo? Ralsbacum oder Rambacum? 



HeiLUITTELKAUBK OKB AbABR». 



325 



309. JV*y, 8. Gl. Mond. 17Ö, wo liea: Tabel, balitura 81, G».; 
Batitures. K. 888; ^UuJl JUy Tumbalum erig, Ali 671; bei Salt 14 
faobr. ,Ku[)ferhaut'; I. B. iS», 645: bei Bar Bahliil (nach Privätuiit- 
ihoilung Low'b) /,aEAxavOc;. 

400. Oj3' A. 265; (— J-l jy^ ftorlicee radicis) Muri, Ali 447; 
(3a fl"») Areoari (!). n. 214; Tue (tut) mora 57, Ga.; Murier, K. 880; 
Tut, niora c«lai, Scr. 132; Murus, Salt 46; I. B. -134, 1679. 

401. l-ojj A. 262, hebr. 737, Pleiupii« 286 (Püni|ili<ilj-U), Tutia, 
AH 474 tmd Salt t!29 und hinter 621; aU indificb bei Dj. 6T; Tuthia 29; 
Qa.; I. B. 4S7, 1283. 

402. .3j>h, auch ^ijjy (A. »62, cd. Bulak, p. 448) «nd ^»,3; 
Tuderif Ali 1 1 2; Tuderis, Dj. 5« b; Tudari ^7, fla; I. B. aji fUnf Stellen. 

403. ü^_;— JjjJ (?) Tarcndarum oder Durcndorum, Ali 384; ob 

404. ^\ c^5J' Mandragore, K. 890 = c^. 
4Ö4^ hlu^jv-üLJ, s. cu^jS*\S. 

406. c^i^ Ficu« 80, Ga.; Sin ^1), ficiw, Sor. 203; I. B. 362, 489. 
— L. 390. 

40G. ,j-*LJl oc^ Kiews liÜge (! ft>T gieca?), AH MO. 

Buchstabe l1>. 

407. iu-iVi, auch i-y^\i und U«il5 (j. B. A. 367, K. 379; Tha- 
puis, anch TnjKiia), h. Gl. Mond. 193, wo lies Ser. 329; s. auch ^J^i^. 

408. wJ.«^' A. 207; Zahnlap, vulpie 86, Ga.; Renard, K. 8»9; 
Tbnleb, vulpis, .S«r. 42H (438). 

409. Iju (Jreaeon aUnoia, K. öOl = Oij=- und ji-£.y\ w<^; I. B. 
444», 66S. 

410. Jjw A. 267, ho.br. 751. — L. 878. 

411. J^ A. 267; Xeige, K. 898; I. B. 448. 

412. s\yEÜ Ali, zwischen Intcin. i)6 und 97 fehlend. 

413. ,yUw ArbuBt«, K. 902; I. B. J.'VZ, 1316. 

413^ fV, ä. Gt, Mond. 138, wo Zahume, nlliuni 73, Ga.; Ail, 
K. 896, der vreivma Kiivblaach lieisst >^)^; I. B. 4riS und \t>\jS tß 
367, 463. — L. 393. 



326 Mosrrz Steikschnbidbb. 

*!*■ ^r^^ rV Sanubem, Dj. 61 b; I. B. 464. — L. 393. 

415. -^y^^ r»^(?) Alleum, genannt Skordion, Ali 427, ist wahr- 
scheinlich zu lesen ^^l rV- 

416. e»*'"™*r^* fV Saum bostani, Dj. 61 b. 

417. ^\ r^ Äil aauTage, K. 897. 

418. or^ A. 266, auch cd. Bulak, p. 250, offenbar richtiger 
hebr. Dioin, latein. Turnus (Thymus); bei I. B. 456, 548 ist also ».y*— y 
besser als ^y^y*. 

4X9. J<^" (gramen), e. Gl. Mond. 55, wo Ga. Zayle hat; Cbien- 
dent, K. 900 = J-*^, auch (»*^ und^^^^j ^^^j^j^'i bei I, B. an vier 
Stellen; — bei L. nicht weniger als an sechs. 

Buchstabe £. 

420. jrr^ jV Catar(!) ßumber, Ali 590. . 

421. j-«-*^^ J^ oder jl<J' A. 154; Potamogeton (Dioskorides), 
K. 220; L B. 461, 1207. — L. 367. 

422. c»*6^ (oj^^jV bei I. B. 464 und Da'üd al-Antaki) Ma- 
cis, K. 121. 

423. o-J--^ A. 156, ed. Bulak, p. 288; I. B. 462. 

424. i^ji^ A. 156; hebr. 162 uncorrect; Jenaiz, panicium 7, 
Ga.; Millet, eine Art von c^> K. 218; Panico, Salt 528; Gegners 
(1. Jevers) panicum, vel scarista, Ser. 102; I. B. 460. — L. 162, 422. 

425. j^i^, s. Gl. Mond. 108; Opoponax, K. 204, im Magreb 
auch ji^^\ Salt 73 und hinter 561; I B. 459, 1665. 

426. ,j**c^ und cj^--r*" A. 153; Yepz, gypsum 6, Ga.; Platre, 
K. 20C, auch o^; I- B. an drei Stellen. 

427. CTt^ A. 155; Juban, caseus 16, Ga.; Fromage, K. 212; 
I. B. 467. 

428. dU» \U*., 8. y-i».. 

429. CjIä^- (so) Jusquiame? K. 224, I. B. 470. 

430. Jlj-j^, 8. i\j^. 

481. j^jJ^, s. Gl. Mond. 97; Jedoar, filipendola 3, Ga.; bei I. B. 
an drei Stellen. 



HKn.inTTI!I.>{AUBIt DBR ArABB». 



327 



432. >l^ A. 1&4 falscti ^Ij^, s. <;ii. Buiuk, p. 386, liebr. 156^ 
J&TAl, locufita 4, Gh: Saiitoi-oUo, K. 309; I. B. 476. — L. 340. 
48ft. ^^^"^ t^js^ Luciista mnrina 37, Ga.; I. B. 477. 

434. U-*';^ Cerise, K. 225 = U-y» oder ^jA-Jl l--^; I. B. 
480, 174B. 

435. (»j>j^, >— >»jia. fllr >— )j >;A., Jalbubj cUubonis 7, tia.; 
1. B. 478. 

486. jjJj^ Jarboz, blilis 26; L. 190; ^ yyij». 

487. jtr^y^ A. 15(i; Hcmon Gcrgiri, All 139 (iin arab. ras. za 
Cjyi-S Ali 138 gcsL'tzl); Girf*ir, oruca ♦>, Ga.; Roquelto, K. 210; Sail 
4Ü uiid. nauh S2l; .lcrg:ir, criica, Ser. 214 (224); bei I. B. »n drei 
Slelloo. — L. an vior SteUtn. 

4d8. j^y B. Gl. Mond. 4»4j Josor, baucja 28, Ga; I. B. an drm 
Stdlen. — L. an vier Htellen. 

439. ^ß jja- Uj. \'i\>; Fnstinncca silrvstria unter dauciis &, Ga.; 
Carotte sauvage, K. 2il2; I. B. 481. 

440. ^yl-i^ j>^ Caroltc, K. 201 = Äe^jj^ und > r»', aucb 

441. £>^ (/^, I.aza! Dj. 17b), Jatua 6, Qa.; Onix, K. 318 = 
J*A* (Corneliue), Hager aliaxalia, Ser. 89G (40H); I. B. 482, 2117. 

442. *tfjU>a- (aucb jjU;^), eigentlich persisch -i^j^j^ (und so 
bei A. 191, bfbr. p. 341 falsch). Fruit du lanmriBL-, K. 4*56; bei I. B- 
an fünf ÜtcUen; Dj. 86 falsch iwain; «. aucli Dozv i, ItlS. 

443. LLa. oder Ui? Salt 347. 

444. jX*-s^ jllcmödc pour les yeux', K. 2S3 = ,^1 J-»-SwÄ. oder 

ÄIäUI i-Uij; r. B. 415, 486. 

446. u^L -"- ^ Farinc, K. 222 = *.' A . . ■ . . * .>; I. B. 4«6, 871. 

448. ^>k^ (gy|)Buiii) Dj. 67j bei Constant.: geb, liss ^j-«a.(9) 
E. antcr diesem Worte; A. S82 cd. Bulak, hat eine Verweisung auf 



447. »JJ«^, 8. Gl. Mond. 67; Sa. hinter 528; Teucrium, K. 208; 
I. B. 488, 2134. — L. an drei Stellen. 

448. AJ^ÄA^ Jafarius, Art von Taraenfi, t. 16, Ga. 

449. c:-jL±k .Salt 138. 



3ä» 



Moemc STBiNHcnKRmtnt. 



A.1&3;LB. 49t, 1064. — L. 136, fülilt bei I)ozr, 
>- Jefl ol-boloth, Dj. 31; AriUc da glund; K. 21ti; 



460. J^l *:ui 
.Swyp^ I, «00. 

4M. t^Ul ci. 
1. B. 3S9, 498. 

452. «JJ« cuii. DJ. 9 b (S. 7, A. 8), fehlt bei Dozr 1. c. i, 200. 

4fi3. Ja- (persisch: ,Rose'), K. Ü27; bei L B. an »Irei Stellen. 

454. o^^ Gilben, Ghilben, arbelli 21, Ga.; (Djoulaban) Pois, 
K. SU; I. B. an vier Stellen. — L. an sechs Stellen. 

455. ^l-rJ^ (rumisch) Bedclli (lalbanuin, DJ. 48. 

456. o'-M*- Hesam, K. 2.-(3 = ,—•-«; I. B. 491). — L. 439. 

457. i-i-^l o'-*^ I'avol, K. 23e = >y^>i\ JilÄ-iJ.1; I. B. 500. 

458. JJ*. (»1».) A. 154, hebr. 153; Tail IT, Ga.; L B. 497. 
469. o-^' JA^ Oeldul efaebe (aiu), cutis anetis, Ser. 439 (449). 

460. ti^ÄUA-l (jh) Scibhpncgam oder lielbhpnegnm, Ali 134, also 
wohl KU (jomgiren . , . •^'^^- ('•). 

461. jUia. (uiichj.^1, A. 153 etc. (s. Gl. Mond. 80); (>jj) Zc- 
bearum (!) oder Subiurmu, Ali 287; Inlenar (1. Juletiar), Dj. 36b; 
Vi1n)ar(!} balaiiKtia 22, Ga.; Flcur du grenadier, K. 305; Ha&cth, tri- 
bulua 7el balaustia, Mirkblu 33; Fall 533; Juhuar, bslauätia ailvuutris, 
Ser. 221 (281); 1. B. 49fl, 1048. — L. 197, 8fi4. 

4«2. ÜojUIlä. (syrisch) Dj. ü4 (fehlt bei Dozy i, 209), daher 
h. 415. 

463. ,:,*-<<». Micl rosftt, K.219 (ein Confet-t); LB. 504.— L. 139. 

4fi4. Ju;,<V C'alaincnt, K. S29 = ,j-yU\ jJ^— und ^5^1 ^»yül 
(so lies); T. B. 507. — L. 182. 

4ö5. [»-«^ Ronces, Lycial, K. 205 = 3^, nach Einigen f^i 
1. B. r.06. 

46S. jl^ Pommca de tcrre, K. 217. 

467. j^ Ä. 1Ü2; VgitUus (!), Gillaiis, Avetlanac SO, Ga.; Ave* 
line, K. 300 = JJ^l; Apileuz, Ser 162; I. B. 3r.7, 503. — L. 48, 49. 

4ßft. ._i-Xa- 1%-raie, K.228 = o'3J »"«1 *'*y (,I)rrm<[iin'); 1. B. 50r>. 

4ß!). j'^ A. lf»4, hubr. 150-rew! Cceur du |ialniifr, K. L'07; ,.\haine(I 
eben David iumar (isic) est cjailiu et est cur palinae intcrius' (daher 
im Index ein Autor: Ahamod . . , jiimarl), Ser. 118; I. B. 109. — L. Ilfi. 



IlBa^nTTRtJtAUBX D&R ArAHBR. 



329 



*^0. o*/* (oder o^/** "O Osarclicran, Dj. 88. 
471. C - .%.» Jamasl, jiiUAtistiis 3S, Ga.; L B. 510, 3145. 
473. fj**-*r {?) A. 15(i, f>-»4<, ed. Bulnk, p. 886, hebr. 167 
cipow (I). 

473. }*i^ (Sycomorus, ficiis fHtiiHs), ». Gl. Mond. i:;g b; I. B. A03. 

474. j-U*. A. 164; (Druckf. gU«.) Heli-iiiuiu, K. 230. 
474^. j.i--Jl c^ Artichaiit, K. 23! = ijjii;».. 

475. Hjr^ CenUm-ea, Dj. »2; I. B. &22, Dozv i, asS; cb Gim- 
tira 5 bei Ga. ? 

476. j^-> 'JJ-^', s. GI. Mond. 117; Castoreum, K. 203 (von 'JJ-^ 
testiculi, S8lt.t64); I. B, an vinr Stellen. 

477. üUk^ A. 168 (b. Gl. Mgnd. 193), fehlt im Intein. Ali zwi- 
Hehen. 3£9 und 870; Uj. 39 (als ^nimisch'l; tienriana 4, Ga. ; Gen- 
liane, K. 2S2 = ^\ji\ UU — ^. (du roil); Salt 89; Sep. 268; I. B. an 
fllnf Stellen; L. 52, 53 nur o^i*^- 

4JS. )ys^ A. 150; Jatu, nuc<?8 nostra! 4, Ga.; Jauz, amygdala, 
Ser. 82; Jeux et Apleu» (a. jjl^), avelUoa, Sor. 162; 1. B. 625, 928. 
— L. an fUnf Stellen. 

479. ^^Ujl yy^ Mnliadu, Ali 342; Jauz Anziipl(!), nux de 
exare (exair), n. 8, Ga.; I. B. 537. 

480. J^> jy^ Nois, K. 199 =>a- schlechtweg. 

4SI' ^>i j»^ A. 151; ^J«l jy^ (I) Joumbana \(üv Jauzbaua), Ali 
268; JaiiHebiiuhe, Dj. 20b; Zuau2(I)bauc, mix muscata 1, Oa.; lHoix 
muBcade, K. 196 =■ 4_.*-iJl *}y^] 1. B. 2»I, 526. — L. 85. 

482. {rJ^ ^J^ j»^ A. 462, falscli liobr. ctin fvgl. ctjmn Dj. 
lib) und fJ-iS j^ A. 198. ed. Biilak, |i. 843, wo in .Bs},'dad . . .}y=^', 
hebr. 859, wo die PflariÄcnnamen versttimjucH und fiir Bagdad 
Ai'gj-pton ! Ju7.laudam, terra nielli» 6, Ga.; Jeuz Keaden, nux Ken- 
den, Sör. 79; cf. Jendom, beben, Ser. 213 (223) — t>^ ist peraiscb 
jtrilicum*. 8. Vuij-br's Ijsxicon i, 638; I. B. an st-ülis Stellen; vgl. 
Vmciiow'a ,Arehiv*, Bd. 77. S. 641, n. 6; ,Terra do barca appelatiir 
ambice C'uz gauden' Ha7;i, Kimpl. § G6Ä, im Glo»8«r de» Ueborsetzers 
Fanidj 664; ,Cux tadö , . . nux gendcm . . . pm dc nucc gendem'. Bei 
I. B. an »ecbs Stellen. — L. 155. 

Wiwar Z»\tKhT. f i. Kgol« i. Uorgpnl II. hi. ^ 



330 M. Steinschxbider. Heilhittelnauen der Araber. 

483. {»pi jja. Buca gemenia oder Buculemenica, AH 262: Jouz 
alrachaha, nux Mechii (s. unten JjU j>=^), Ser. 164; I. B. 529. 

484. ,_^^\ jya. A. 153, hebr. 144: nux Agripas, iÜr itfstpo;, 
nach L. 154); s. Mirfeld 33. 

485. Jji\ jja. Tuzuz azingi, nux de azing 21, Ga. (Var. *ijJ*); 
Nux ethiopica, K. 214 = »jJ'j-Ul j,*. (I. B. 535) und o*^*-*^' J*^j 
auch ÄJ^ijJ* «jja.; I. B. 533. 

486. ij^\ jy^ A. 152, corrupt hebr. 141, Plempius 508, latein. 
508: nux Cupressi; Nux Cipressi, AH 250; Fruit de Cjprfes, K. 198; 
vgl. Gl. Mond. 164 (Saru). 

487. liyjl j^ A. 153; Fruit du Tamarix, K. 197 = 0>sU:Jl. 

488. ijJiJl jj». Joicelquina oder Joiceloquia; Jauz alkay, nux vo- 
mica 5, Ga.; Jouz alkey, nux vom., Ser, 163; I. B. 527 — 529. 

489. J — J)!^! jy^ Jauz alkabal (alkuthal), castaneola 15, Ga.; 
I. B. 536. 

490. JjUjjs-A. 156; Jouma machelum oder JouB mardelum(!), 
Aliasi; Jeuzmethel, Ser. 365 (375), vgl. unter e^» ;>*-; I. B. 31G, 527. 

491. J-V' j>=- oder ,3J-V' A. 153; Nux de Indian, Ga — L. 83. 

492. jlJ^^ Jauzar, tan (quercus) 4, Ga.; I. B. 546. 

493. jc^ Gir, Dj. 61 b; Algir, Guera, calz 52, Ga. 

494. oV^j i-J^W=?- (I- B. 547), ^^j^ Jazar, fiatici 4. 

495. o<-l* iUa. A. 152, dSUA^Ua- ed. Bulak 283, hebr. 142 ymbi. 



(PortHetsiiiD^ foigt.) 



Sure ulliisii cargi (ialiii dc iikoimha Kin k'eug bithe. 

(Mjiliäj)rMJfiä|)äriiniitü Vjijrarnliedika.) 

Lc livrc de diamant clair, lumineux faiflant passer 

h I'autre vie. 

Traduction da lexte miindtOiou. 

Charles de Harlee. 

Notu nc doniicronti ivi (^uc la trnduetion dti Muiuh^hn)) a\ec 
los queltjuee notes explieativo* riÄcegsairos. Nous iit* vuulotis pas 
abuser du I' hospitality do la savant« rc^'uc Vicnnoisc. La version 
chinoiae eat en tout semblaLIe k la raandehoue, It [tart quelijut« dif- 
förciiccs Jnsi^iÜantcs quo nous si^alerons qiuind cilcs en vaudront 
In. peine. Lt's litres de» cluipitros »'existent pa.» en suimcrit, nous 
les doiinons comm« cxprcsuon dc la pcns^«; chinoisc. 



Introduction' des denx redactenra. 
iJvre d* la Mnhiiprajftiipäramttd qui rigle h cantr. 

ha piiissants' bodhie&ttwas contcmplatcurs, embrassant tout 
te princijw de la loi, »cconipliHount la truversäe (du monde d« la 
science).' Cootemplant constamnicnt ks csp^Vn» qii'on dil dn vide 
(iju'ils voip-nt) avec jtrandc t^birU'., ils traveracnt lieiuenfloment tout«» 
Iva circonstancce penibles et dangerenses, leg cliogrinH et les cuk- 



' Do« itniix Aiitnnm Am innnimiTit. 

* Ch. ^ IP KxUtAot |i*r etix lu&mtot. EpltliJd« ilEadra- 
lUbl 



* La H«bi)ii'i^nap&rBniLU. 



5I3» 



332 Charles de Harlbz. 

mit^s. En leur esprit eclair^ et d'une memoire constante, la per- 
ception des formes ne se säpare pas du vide, ni le vide de cette 
forme; car eile est le vide mSme, et le vide c'est cette perception, 
lis corrigent et dirigent ainsi leurs pene^es, leurs perceptions, leura 
Bctes, leurs connaissances. Leur esprit äclairö et d'un souvenir con- 
stant, en tout ce qui est du vide, et des apparences de toute con- 
dition d'etre ne produit rien, ne d^truit rien, ne souille, ni pui-ifie, 
n'aogmente ni diminue quoi que ce soit. '■ 

Car dans le vide il n'y a point de forme, point d'aperception, 
de pensöe, d'acte ou de connaissance acquise. Lk il n'y a point de 
sens, point d'yeux, d'oreille, de nez ou de langte, point de corps 
ni d'intelligence, point de coulcur, de son, d'odeur, de gout ou de 
sensation du tact. Comme il n'y a pas de limitc Si. la vue, cela va ä 
ce point qu'il n'y en a pas non plus k la pensee, ä la connaissance. 

Quand il n'y a pas non plus d'obscnritö intellectuelle, et que 
cette absence d'obscuritd est complete, alors il n'y a plus de vieil- 
lesse ni de mort, et quand I'affrancbissement de la vieillesse et de la 
mort* est complet, il n'y a plus ni douleur, ni assemblage, ni d^sagrö- 
gation ni intelligence de ces choses. On n'acqaiert plus rien parce 
qu'il n'y a plus rien k acquerir. ' 

Les bodhisattwas qui suivent (la doctrine de) la prajöäpära- 
mitä n'ont plus rien dans le coeur qui le s^duise ou I'cntrave; con- 
s^quemment plus pour eux de crainte, d'appr^liension, d'^loigneraent, 
d'^garement, de resistance ni de chute, plus de r^ves ni de soucis. 
Enfin ils arrivent dans le Nirvana. 

Tous les boudhas des trois ages' qui suivent la prajnäpäramitA 
obtiennent l'Änuttaräsamgatisambhödi. lis connaissent la cause qui 
fait parvenir k I'autre rive par la connaissance parfaite.* 



' Tout est vide et teilement vide que c'est le vide du vide iu^i/agüift/atä, dtt 
le aanscrit. Quand on a aiusi vidä bod esprit et son cccur de toute forme, de toute 
id4e et affection, on eat dilivri, on passe an nirvana. 

' Quand elles sont arriväes k n'ütre pas. 

* II n'y a plus rien, 

* Prfeent, pasa^, futur. 

* Le chiuots veut plutijt dire: ,k cauae que*. 



Lb uvrb db uiamamt claii, btc. 888 

C'eet )h la ^nnde, In spirituelle DhürnQt (Tariii). C'est In graude 
et Kimineiise DhAravl, la Dhära|>t qui n'a rion AU^äcssius d'dh ct 
n'a point ile degr^s, qui, puuvant dissiper toute doaleur, est vraie, 
reelle, sans nucnn {MGiitt m laciim>. 

HrIü Ileti! Boru hftü Boro seng heti Buti-Ba aawalia. ' La 
wisi^me ann^o Tao-kuang,* unx jours propices du scptiimu mois, 
plciiut dc foi, I<;s deux dibciptirs TMiiig-tsai «t Mien-pang, mt-mbrea de 
la famille imperiale, aprcs s'^lre lavö he mains, ont ^rit avcc rc> 
^poct c« qui suit. 

Friirei prepaiatoirea k la Iflctars. 

/. Prih'e jtvur la rMtatttm du Kin ICeng King, 

Si on pren<l et lit le Kin KVng King, on doit d'abord r^citor 
d'uii eoeur »iucire 1a Urni purifiant la bouclie. puis synnt invoijuc 
lea noma ct titrtut dea Iiuil Pärüuiiti H des quaire Budhiäattvros^ ae 
teuir en son lieu, attoutir, renforxn^ en soi-mAme. 

II. Tumi pttrißani la loHcke. 
SoloUl Solcil! CJi-and sokilt Bon Mtlcil, F^liciti^I 
///. larnt purifiani le« divers objett, 
Oni >>fitra cxi»tsnt un soi! Om tonte loil 
IV. Priire exprimant Ibm dhir*. 

He proHteinant devant L'Honori des trois ages (Boueldha), je 
veux me confonner aus ordrcs des Bouddhas des dix röglons. 

Pour moi uyant uiuuifosti:; moii d(5str, lisant Ik Uvre de la praj- 
nApJlramitA, je trux, eu liatit. recotiimlträ le-s cjuatrv graudes graces, 
CQ bas giMirir lea maus des trois genres d'existcncc. Manifestant en 
tout, ma Yolont^ coufonue k la boone doctrine, en taisant ou äcou- 
tnnt ccttc lecture, ct ayant accompli en moi cct acte de rcconnaissonec, 
jiiiiss^-je uaitre avec eile dans le royamnc de la supreme joie. 



■ Ha iU! Hit itil Flrft lia itJl Pam sangilin lin iti. lti<lhi«atl«n «Hba. 
• 1887. 



334 Charles de Uarlez. 

V. Friere dite yuen-ko. ' 

Corament obliendrai-je que mon corps nc pcrisse pas de meine 
que la vajracchedika d'immense duree? Par quel moyeo et voie du 
deBtin, aurai-je une fermet^ in^branlable, une force puissante? 

Comment au moyen (de la lecture) de ce livre exposerai-je le 
moyen d'arriver k l'autre rive? Döcouvrant les mystferea de Bouddha 
pour le bien de tous les Stres vivants. 

VI. Formule de preparation. 

Cette loi n'a rien qui lui soit superieur, trfes profonde, subtile, 
admirable, on ne saurait aisetoent en rencontrer une scmblable en 
cent, en mille, en dix-mille Kaipas. Et moi maintenant prenant et 
lisant ce que j'ai rdussi k voir et entendre, je desire comprendre la 
vraie et pure pensee du Tathägata. 



Kill K'eng King. 

(Traduction du texte.) 
Ten^ation & la aaiate* et noble prajnäpäramitä. 

/. Cause de la reunion pour la bonne loi. 

Ainsi est ce que j'ai entendu dire. 

En une ccrtaioe circonstance, * le bienheureux * se trouvant ä 



' Premiers mota chinoiH: -jy Ät = Comment? 

* Al. k rüinnisdeiite. 

* Comme danit uii grand iiombre de HÜtrnH, la xc^iie s'ouvre ici p&r une 
Kstiembl4e de bhikshous et de b od hi »it t wan auxqiieh le bienheureuK dutiiie la Ic^on 
qui fnit t'objet ilu livre. Le lieu de la reuuiun est k ^'rävaati, la vilte nntiijue dout 
les ruines se voieut, dit-ou, an iiord du Gau^e, au-desaus de Benares, et que Fa<bien 
place pr6s de Fuzabad, tandis que Hiuen-taang dit en avoir vu les ruinea pr^ de 
Sirkhi. 

Satnaya est pris dans les versions Gh. M. comme terme g^n^ral : temps, moment: 
tmuerinde, yih »hi. 

* A Bhagav&n (qui a une heureuse part de destin) correspond en M. Ch. le 
uoiu propre Fucibi de formation obscure et Fo, primitive men t But. 



Lh LIYRB DB lUAUAXT CLAW, ETC. 



Shn-Woi,* aa bois Af 8e shu,' nn jardin' Se-ku-lu* avbc unc grjiiide 
AsaenibMe lid hhiksoiis," [-»niptant 1.250 diaciplcs. Alora Ic bioahenrenx' 
s'^tnRl habill^ au t«uipt) du ru|iAä, prit sod äcuelle ot k v^tement 
lie rnl![^icux tiicntliant, t-titra <latii< ^mvnstt, la grandi: villi), pour 
unQii<lier an nourriturB. Ayant iiitmi ai--liuv(< ilanti uett« viUe de tnemlicü' 
Selon I'ordre, i-tant revonu k ea PÄsitlcnec, ayanl acheve eon rcpae 
ct r«mis en place son äcuelle et sou iiiante&u ' et s'etant lava leu pieds, 
il pcsa »on siäge et s'aseit. 

//. ChtrchüT ä faire britUr ie fci'en. 

Alors en cetto circon&tAnuo, iStibuti,'' vieillard ti'^s !^i* i^e 
troQTtint h. wtte assemldie v^unie, se tiivitnt do son si&ge, rejetant son 
uiaiiEeaii sur l'epaale draite, posjuit b ten-c Ie f;enoii droit'" et iaisant 
I'tiiijuli," adress« ceB paroles h Fucihi, respPCtueiiKemetit, (la) vönö- 
rant : Cost merveilkuK ea c« nionde!'* O v^.nir6 Tatliä((ata, c'eat 

* ^^rftvAnti, M. Ch *im|i1cmciit tron^crii, »he-wei- Tib. Unyeo 7«>d, w qol 
«.«t una Unduvtioo icymolug^ue do ^VAv, i;ni ^»(«ndru* «t tuti ,evl'. 

* JMamtiK. Cb. TahO'dia. 31. u-tlin-inoo, le boU IVIiA, trnnaoriptinn d» J«. 
Le M. iloiibl« l<< mot .hnU' rUh (Ch ): mon On Mit i|n« JeM £tait fill de Friuen^it. 
lui ill* ^'r&ruli, et tju'tl voiitlii uu pare aitud tl»ii« un faiibuurg k AaiUMfi^Ain- 

* AHtua ,1iau «I« ptsisir*. 

* AtiAthaiii^rjuda, iium Aniiui A Sudxtta, rich« [»roprii^tAlra i» ^ilMatl i]iii mit 
■Uli ))ari<Ala iliMprMlLion ')« ^"iliymiiuai. II «i I re«l«^ c^K-brt |iKrMtiurfl& 8uii tiuui 
vnt uijiUqui 1^1) f rate men t cumui« uti cuinponj' altriliutif NE-iiißant ,<|ui iloiiii« nnus 
•■'»iMirrcT in6tn« nn ptiin' (a-iiMliti- piijij«) ijK vcintou Cli. M. itidiijuo an «oil* plu» 
nninr«] : .<|nl doune do pain, (jnl I'nit l'&uiiiüae h usitx qui tout mui prutcctlMi' 
{A-iiillm<|>iv<)'<*'l'<)' Cli. M. äi>jlra-(» ipii dbmia: mix nr|ihelinR wt nbanilDUDli«. 

* Ü/titi4liu, T. tJs«-*ioiig .Inmn'. Lu M. Cli, n Ia |>romiära ToU Olioitj/ tt i^Ua 
oU U rleiunj>ina fols, uiyaloiiL, jiii ,hiMiun«*. 

" Shi-tmn iiui curr«a|ionil A Leltajyeihttia .liitnnrii >lu mundo'. 
^ VAieuiQiit Ivint nug^-vtog iMOimB on le porULii ok Cliiiio. 

* L'un dM ]M«ini«r8 ot dM plua c4Ubrw di*«Ipl«« de ^'slijauiutii rouomtu^ 
pniir Ml dialectic 110. 

* Aj/aahiriau. Cli. U. ?'diiinjb/a(i .rUilllard v^jraM«, ir^ lf& do nature 

L'XI^llimt«'. 

" ,d« cfili »IroiC. 

*' M. guu/iu «ram» .mfittant Iv mfliiiM plat«! I'one eoiitre rantre'. Ch. lio-tJikaii|C 
i'>ii:nnnt Ics iiaamw du mains; pntii deux tenuM iuili<)iuuit !«■ »Hnliiumtt <1» mqiitct 
,lion<>rniil a*Qe rotpgci'. 

'* Litt. iTara en oa mondu'. 



chose (liflicile ti Sagata' ilc inftintonir la pcnswc des bodliisattwM, da 
leur cnscign^r lenrs fonctiana.' 

Comment done doitil m drftenuinpr, f> Bi«nheiireux, rhomme 
oil In fommc, pratiquniit le bieu, s'ils veuleat eotrepreodrc le projct 
Bupriiine, trte öclntp*^, t^^s luminwux' (de In Sainte loi)i* Comment 
doit-il I'cxf^cuttT eu jtltHiasiint (dumptnnt) son cccur? 

Lorsc^iie Subuti cut ainst |>arU;, Fucihi lai dit : Tr^ blcn, trfta 
bien, äubiiU* 11 en est prdcis^mcni ainsi, cotnme tu t« dts. Cest 

chose difficile et grave Econte done avec attnntion. Jc vcnx 

Ic dirö pour toi. Si cct hommc nu rette femnie vent exf^L-utcr* cetle 
intention, lis doivent IVtabür ninsi et I'es^cuter en abaissant leur cceur. 

C'cat bicn, V«5iiir<S! (dit Subuti), jo desire licouler avec joie et 
de toute volonte. 

///, Emeitpifitntnt corrent de la granda Hoetriite. 

Le bicnheuroux dit h, Subuti : Cest ainn, que toos lea Bo- 
dblsattwas ni.itia.<inttn'as^ doiveni »x6cuWr leur resolution. Tons les 
€tres, quels qu'ils soient, de I'esp&c« des ötres nvonts, qu'ils soient 
ncs d'un (uiif on d'une matrice, dn I'hiiniidilr ou par transformation," 
qu'ils aient unc forrae sensible ou n'cn aient point, qn'Ue soient in- 
telligents ou nun-intelligcnts, on bien ni I'un ni I'autr«, tous Ics plon- 



^ Bl«n «116 ,pRrU' (|>oi>r Ib nirvApik). 

* M. Hi, ITi :jnlim df l-nnita ,nir« en r» mi>ni5e'. Shl-tmin. JoIaI -r^ loknJiir»h{hn, 
TWJM^abi. U. ilifScUe de Dtflinteiiir la peue^(> de luii» lea budliiuttwu at Im Iu- 
atniUant, 1m dirigeaiit, de l«nr duuner loun cb»r{^. Cli. id. paiuaut pmir lea ap- 
peler et let ulmrg:». 

' BtulhitnUwoffin» ,1e mo^n d'allnr, la rifle do la duclriii« Ae» It.* eil randa 
ei) Cli. |>Kr lea torn ijili 1raii<crtv«ut ordinnLrcaioul anultarA*am'jul(*»nih<tdhl, rillumi- 
nittion complt^to da rintclligonco <inl n'n Hmi nii-doMm d'oHo. I.n 31, mud nnut ee 
mill, mni» on lp imlutMint ,dI«po>ICk>ii du «.■•■■nr iiui connAll. qui cuiiipreml «« qui t*i 
bien cc ii'ii riari «u-iIenBiia' : ilele nixi Ci-st, imiin ilniiie lu muC HtMui, puiinfe, tiitvlli- 
^noe, qui H fnil inlrailiiiri.' ici .)■ di|ipo»iti->n du cccur' tin ^ m^fHtn ot pralipoA, 
qui a M tni'diiit par .nbniiMior' »hfrrMmt. 

* RonA yCj/ntii »olon le dioli. le devoir. Oh. IK. 

* Tr&iucrit «u M. Ch. ,A In erniiJ» entice'. 
' G£n6riition *pontAn^ ea Mnt Im divitiooN Admit«« dans I'lnde. 



Lb LtVKK DB UlAXAMT CI>AI>, BTC. 



331 



guant dans I't^li^meRt du Nirväua, touft sans exception, jo las y fais 
paasor lea detniisant^ 

^lais si meme j'y plon^e Ibs t^tre« vivants sans Umites, sans noiubre, 
en r^alitd jp n'y plooge ancun. Quelle est U cause de ceciV C'cst 
que, Snbuti, si iin bodhisattwn a la conception du moi, de I'individu, 
de l'6tre vivant, de I'etre perp<ituel, it »Vst piis un Uodhisattwa (Pttsa).* 

IV. Que Von nt doit point rethercher U aurnaturet. 

F. dit, en outre, h äubuti : D'apres la loi du bodliienltwa, U 
doit fnire dps donii (utilemenl) »ans »y arrcter; de mdmc it ne doit 
pus faire fond sur uiie cliose sensible, sur lee formes, lea conditions^ 
des sons, des odeiire, dn goCuer, du laet. Mais il pourra fiiire des 
dons (utile«) s'U ne fait fond sur la ««onaiaaance d'aucun objet 
delermin^.* Pourtjuoi? C'e«t ijue, 6 Subuti, si ce bodhisnttwa, qui 
D« s'sppuie aur ri«a, donno gänäreusemeat, on oe peut compter, 
niesnror In puissance de sa fortune.' 

Que peiise3-tu,SabuliV Peut-on atsöutent prendre lamesure de I' eia- 
p^fte*iliinsle8cin»tren!gion5ausnd, iil'oiiest, an nord, en bas, en haut? 

NoQ uertainement, 6 Bienheureux, i-epondit Subuti. 

Ainai, dit ftlors le bienhenreiix, cpinnd un hodliisattwa fail des 
dons sans s'etre appny^ enr rien, il ^at difficile de saisiv la raesure 
dc ses meritps. f^ubuti! le bodliisatlwa doit se fixer unitjucincnt d'une 
maniere conforme h. cotte doctrine. 

V. Comment on connait la e^rit^ e» aulcant le jtrincijtt, ra- 
tionnel fit). 

Qu'eii pcnBCa-tu, n Suhnti? Pcut-on ou non rcconnallrc le Ta- 
tliAgaiA par (une reunion en tui] do6 eignes cxtötioui's «päcianx't" 

* Le Nlrvftvn sainile «tro iui I« ilivtolution des »knnJluu, dw 61ämuiits do 
findividii. 

* Le S «joiite: \i*t\:s qn'll n une fatiasu couiiRiiMnce ile r^gOltS, eW. 

* Cli. M. d»ro, fa ,loi, nutiirv'. A, .^Ijineiit tnnt^el'. 

* !imiaa, Cb. »tang ,r^lit«'. ,ce qui *o voil', «u Inng&go bouddbUl« ,canii-- 
tjri8lj(|ue-. M, arbun .form« lenslble*. 

' On ^ea lieurenüei Tertiin'. 

* M«*ar«r, ovtiiiioi lo vido. wiluhun Auiitd« J^ j^ pT ^^ ^g, 

* iMkuha/^a. Cb. M. ,f<>rine du rnri»'. Ce 9i>iil ; line jirdt libera lie« oti tiitifTe 
de ch«r«azxu Troni, d« l<in|;ti«H U<wi»<, iin iliivetKntni Itmantinnl», d« I(irix*dni|[isctei 



CbABUM LUt HARUfK. 



(Subiiti i-<ip«Di]it) : II u'cq est point ain», 5 V4iniit6t le TathlgAta 
DO doit pas Ätrc rcconnu par cps signcs. Pourtniui tuila? Pan-v ijin:, 
Ö Bicnhcitrctix, cos prötendus signos L'orporele n'cn «out point. Fucilii 
dit h 8iibuti : CVst quo, Siifaiiti, toutn forme cxistniite r-:^t vide ut 
illngioQ.' 8i Ton reconniiit quo cea niHrt^aes n'en soni potDt, on connait 
Ti'aiiacnt le THlhägat«. 

VI. La droiture, I'a titicvrilv iQitt rar«». 

Subiiti dit nlors nu bienhctirenx : Tous los ätrcs ayant ontendn 
les parolts de ce paesu^ prononc^, ricHi, y ajoulerout-il» foi juste- 
menl ou Don? 

Le bicnheureux rt^poodit : Ke ilis point cdu, toi SubuU! Si 
aprJi« qa« le Tnthiig»ta s«ra eteint, cinq «ent« an» apr^ il y a 
dea g«Dft qui, par la mortitioatiün, produiscnt le boohcur et sacbent 
former en eiix un ca-iir iiyant foi aux paroles cte ce livre et In tenant 
pour U veritö, ccs ffcns uinsi fmt£ ne suuroiit poser uu foLdemciit 
Holidtf en Qn, en deux, on trois. en quntre on cinq boudcllifts spiiloment." 
Depuie toujours (dans te pass^) on a du savotr que le londomont 
dc cettc esp^e, bon et solide, est siir le terrain de mute, dix nilltc, 
d'innoinbrAbleH bouddba». 

Si Ton f^cnnte los pAroIes de ce chapitre et que Ton y ajonte 
foi sane b(*&itiition dans le ca,Ime parfiiil el constauimunl, ö Subuti, 
ions lea T:ithäyaUis eonuaissant et taisanl eonnaltre ciiiiiplMement (ce 
monde), tous les ötrcs vivantä acquvrront uu bonltcur, une vertu aiiisi 
SBoa liniite. 

Pourquoi? Farce que Lou» sunt sans fiimic (sans rvpr6flenbilii>n 
niHtil/ile) de la niitiire perpöturfe de IVgLVilUj d« riudividuflbt«?, dc6 ßti-es 
vivanta, de J'oxialence (doro, /aj. Toutoloi» äs ue suroiit pus sads 

youx blou» «t bknM comme I'lvaire, i|UJiraiiU) HtnU tgnlca L-t »oua iDtovvallo«, dos 
dwiU 1x6« l)lnndiM, dee tiiidioiriM dv lion, iine Ugieue lotiguu ct mince, la vois i\« 
BrnliBUL, do belle* et rundo« ^|iniilut, iiiic yunu fitiu ut lUi ei>u1oiir i'at, tiiu! iivitrinu 
lio lioti. iiu rorp* fori at bien nnonrll, d«ti flievoi» bien lounids, etc Cf Uurnauf, 
Lotut dc ta ftonna (ol, fifi7— 031, at moii Afan-hatmi-fan Uin yi»o dnnn lo Babyl. Or. 
Hacord. July, Aiiffurt, 1688. 

' Mrilift Ch. M. immiinrie, vidfl. 

* IIa ne Boront pu Im dlaclpt« il» (iuel<jue« bouilillita Meuluuiftut, umU d« looM. 



Lb MVRB DK niAMAXT L-LAIB. KTO. 



339 



concepttnn He In non-loi. Pourquoi? Parco que «i dans lour 08]>rit Us 
saisissjiieiit encore lu forme. Us sc lirmniieiit encore h. il^^ coiiccplion 
de) l'igQ\i6, dc I'Strc bumain, des dlree vivimts, du bonheur. 

S'ils comprcnaient encore la forme. In notion do la loi, ils sc 
(livrernicnt encore It Yit!;uH6. etc. S'lls comprenui^tit In notion de la 
non-loi, iU s'y livrcrniciit do inline). Ccia »itant, ils no doivent coii- 
covoir ni loi ni non-!oi. Puiir ues raiaons, lo Tailiiif^ata parle ainsi 
constammont : Vons, A ßhtkslme, sachcs qu4.^ Ia loi, annonc^e pnr moi, 
pent se eomparer Ji un rudeaa;' cetto loi on doit I'alfandoniier, h 
pUift foric raison In non-loi. 

VII. Ce qui n'eet ni acqiiU ni dit. 

Que pcnscs-tu, SulmtiV Lf Tathn^sata a-l-il .ipf)ni8 nno loi aims 
»Hpiiriciire, »iich&nt, comprcnant lu liieni* Pcul-oii dire ijuc le Tathä- 
gata a oxposö nne loi? 

Suliuti n^pondit : Pour nutant (pie jt< comprends, A nii^nlieuroQX, 
le sens de ce nwi a 6ti dit par lo liicniirnreiix, jo dinii que la loi 
sans Kiipi'ric-iirt', ete.,* n'est pas un« loi eLablii>. 11 n'y a paH d« loi 
4;tal)lio que lu bouddha puissc snnonccr. Pourqiioi? La hi ditc par 
lui, tou« ne potivent la reeevoir ni IVxpOBBr. Parcc que ee n'est ni 
loi ni non-loi. Parec quo los Mints cl sages distingticnt ct appnScicnt 
la loi saus oiTort. ^ 

VIII. Vivre telon In Joi. 

Lo bicnhourcux dit : Que penseatu de tela, Subuti? Si un 
lionitnc fail rn snrtc: quo IVI^mcut dit monde du Irimiltt^iinirr iiu 
du grand niiilönuire soit pleiti dos sept bicne precieux^ des sept 



* Ch. TViulucliAn d« l'aiiutUtrAiainyKkaniTibuillii. 

' Lm niiitii iimndcliuiu ImclnWtil vfa tiinne* iiii a nn dele akö -^ ntlitUartt; 
CoA ^aami/ak; Mara, nOiirr ^ »atiifiiidlii. 

* La »aiiibuillii out I'iiilellitruticu cainplvl« da la vuritA |irudiiiui jiar tiiiu illn- 
minaiiiin iiit^rieiirv qui aiirn Im join do riiiicUigrincis ooninio In tiu d'uii rive, 
•I'uii f<-iiiiii«it 'iiirr^ I«f< j«iiK rl'uii Immuii^ (»Klorini. Saiuyak roufurcv I'U^« iM|iriiuüo 
di^k ]iar K>m. C'eu cctt-ä niiifuriitilt^ coiiipltrti.- uni oxoliit teuta «mur, louto <lii'«r- 
^nr«. La winijrakiuitnbiKlhi Mt I'llluniinmian liiwrre cnEnpItt« qui fait I« bouddh« 
au b>ai su nioln« lo boaddhlste Aclnir^ 





MO 



Charlbh ob Üaklbs. 



joyaux'' ot qo'il Ics donno tels, on pur (loii, est-cp que lu buiilietir' 
obtonu par c«t liomiuc doil ^Lru cstitnrf grand ou non? 

Subuti ripondit : Trbs abondant, 6 Siigata. Et pourqnoi? Pnrce 
qu6 cet amas ile m^iitea est eüsiintielleinent ua noD-amjis. C'est 
pourqnoi lo Tatlnigalä «n a dit (jue c'est uii ^ruQd uuas de m&- 
rites. (Li: bienheurcHx dii) : ICn mitre, si cct hoiiime, prenant iin 
simple üttthä de quatr« vors, dans i'^tendue de loi, l'eusoi^nait iiux 
autTM CüinpI^Lement, de celui-ci les nt^riteü süraient beuucoup 
plus aboudantfi que ccux du prcm)*:r. Kl pourquoiV pare« que, ö 
Subuti, c'l'bI par Ik t[u'«8t n^e ponr ce munde rilltiminiitinn complete 
que ricu ue d^pasee de chaque Bouddlia, de tous lea Bouddh&s. 
CeHt quo ces tuis des Bouddlias, /i Subuti^ sont des non-luiR des 
Bou'ldhas. 

IX. Une $«ule forme, paa de forme. 

n) Que peDse»-tu maintcnant de ceci, Subuti V Si cdui qui «st 
entr^ dnns le courniit As I'luxistenue' pense : J'iit acquis la fruit h. 
rocucilür dans cc courant; l'a-t-il acijuifl ou non? 

Äubuti rt^pondit : Non, t-ela ii'est pas. Et pourquoii* parce que 
eelui-lii, bien qu'on le dise en[r<^ dans octte condttionj n'y est pns cniri 
(röellemeut). Celui qui n'eat pus entr6 dans Ics soua, tes couleure, 
les odeurg, les goiits, 1« contact, In loij celui'lJi est appelä srotaÄpanna, 
entni duiis le courant de rexisteace.* 



* SapUratobii. C« iio »out |i<iiiil iüi Ikm inii^M ilu Cakrarnrlin, iuaü »upl 
«sp^e* «1» lu&Uux i>u Ae ii)iu4raux |iii^cl«iix, i •»v.MriTrtr, l'arg^itt, 1* Upit-liixiili, 
1a porlo roiig«, lo diainnnt an 1«« ptr\e- liln.noli<w, rnmAllijrate et lo eontll. Xotoiu 
totJUjfols HUB Ix lUlfl Av» sept joynu« n>»l piw |mrtmit I.t infetne. ÜJi jr voit ä|tur«r 
nneui rntnbre, la cunittliiia et autres miiuVraui iirfclcni. 

■ I^niia4kfmdha ort rendu piir \6lini ei-dem" (M.) ,lif.tili«iir ■»* vertu' an ,VMttl 
dn bonheur* ei /ang-U (id.) nii Cli. 

■ M. SurUban, tranncr. lie croiai{il"n"*- ^^- »«nw^r, tcrt-Ca-Tium. tiiainm 
.fruit' esl ranclii )inr 1« mcme nrnt un Cli.; par »hAnusAii ,acU{'r6]iioiit* eti M. La 
»»(.'iMMsion <lot oiIhIaiic** (<*t raifirAiAnt^ comm« un toniiiit. 

* T'iute L-eUe cAaulstiifDe das §§ H ni 4 Mt foiirlii» mr an ]iritict(in jua luiit 
oat illtuiictii, vide ut ndanl, qti'DD n'eiU rian eii ^Lniit 'inolque l'1io9<\ qii'on ii'n rioa 
et) potu&laiit tjaol qno oa lolt. 



Lb uvrb db diaiiaht clair, etc. 



341 



h) Que peuaes'tu Subuti : Celtii qui o»t k sa derni^re renaissnncB ' 
p«ut-il dire : J'ni ncquis Ics frnits, Ics mcritcs dc cet itat? 

Siibul! r4ponfI!t: Kon certainement, Vt^n^re. Etpourquoi? Pftrce 
que bitn qu'il soil dit n« vfcoir qti'uac fois, il n'a pin» h renftitre, k ailav 
fct venir. C'esl pourquol il est »ppeW BabrdAgami .qin vient line fois'. 

c) Lc l>icTilioareuK dit : Qu'en pcnsos-tu, Submi? Celiii qui ne 
rvvii-nt plus ti uuc uourelle existence, pcul-it se dire qu'il a acquis 
l'achiv«mont dc ccttc condition? 

Suliuti rt^poiidit : Non, ceU o'est point, ö Viiiiv6\ Pourquoi? 
L'anftgamI bi<>n qu'il iiuit dit no plus rcvenir, c8t appol^ ainsi parce 
qu'eu r(!ü]il<i il n'est point ue revciiant plus.' 

d) Lc bicnlK-ui-uux dit : Que ponaes tu do oeci, ö SubutiV tin 
arbat peut-il croii-« qu'il a iicqui« par lui-mem« la cyndilion d'arhat? 

Subuti räpoiidit : Cela n'o^t point, V^n6r6! £t pourquoiV C'cst 
qu'il ti'y a pa« luie loi de eonditioD, une r^alitä qui soil I'arhat. Bi 
I'arhat pnnvait sc dirc:J'ai acquis la condition d'arbat, alors il ren- 
trerait dans uiie t^oTt«^, uiie vie, une per«ouoaJitä, une perpi^tuit^. 

e) Ponrquoi cclivV Ven6r6! Bouddha m'u dii quo j'ai acquis 
la cortemplatiou parfnite saus effort" et que j'ätai» k la lute den liouiini!« 
ut eependant bien quo jo le sols, je nc puis pas dire : C'eet Ik I'arhat 
superieur exempt dt; toute attaclie k I'existeDce. Si Je ne furuiais puti 
cette peiisce, je seraig un arbat tout d^tacbe. Vi^näi*^! Si jc pouv&is 
me dire que j'ai acquis la condition d'arlmt, le TatbAgata n'aurait pas 



> Sakplllgnoil; nnftRaml Cm mot« il&ign«Dt cmix (|iil en ROnt arriv&i k Ix 
dtiriiijtrii r«iiMii««ni'e (>akr^) uiiB f'li» uu qui nti doirunl pltro rconftre (■■>), <|Ht do 
ooiU) DxieCenro Iront au Nlrv&nii. Agiual Mt readii |iar tcbu il«il', gvneina Jim« 
,alU(i ruuir', 

* CvtU [ihriuii Dki e«rtiLiiiement plu> coiifurma «ti iwrt* du marcB&u 'iiiu lu 
nnicrit. £Ml^ce I« leite priniiilf? CeU wt rl'ftiiUnt pins firobabl» <|a'aH i)»ra^Ji}>lte 
wivant eua di^iii U'SiJucliuua suirniii utiUf. tviie Hsnacrit autue] ^t mit ce dlianiiA 
qui d^loaa« avoo to rent« : .il n'7 a point d« eonditicn ini I* fiu>e nommw n« n- 
veaaot pins'. 

* Anviviltärin. U*t}& Ml yfta eu M. Ub. uoiiiin« aixniliaut .latle. conlMUtiun, 
effort' 01 lo met ml ronila |iar .roiilpmiilfition fwii« eltorV c«iDmv «i c'^Uit arapJL 
•«niäiUii. M. Jiugkiiit liii, trAiluL-tion «xncln. Iliii .arr&l fiicS on »no ^hftM* (üitlii) «t 
jiugkiiii ,rr&i, vuiii[ilä[' (naiu;. 



CrASIJBS DK HaHLBZ 



dit qtie 8ubi)d rst un hommo ntbirhc ii In n'-jflu Avs nrhatu ct que 
Sabitti, n'afnssnnt potnc on rÖalitt^ en rapjjolunt Stibnti I'u dit s« 
[ilaifiiint Hiinü l;i rt:g\c dc cotiJuitc, leu actu» (1*1111 iirlmt'. 

X. Coiurucut rigler nvte. diijnit^ ei fiennlf cf. qni fxi pur. 

n) Lo hienlioiirenx dcnmiuld Ji 8uhiiti : Qu>n pi-nses-my Le 
TailiAgaln n-t-Jl jndis rti^u qiit^lqiu- fliosr; ilniis uiitf condition <I'«xitilt:nce 
d« Bouddlia Diijahkiira":** SiibiUi rx-porKÜt : Non, il n'li point it^gu line 
conditiün semblablc. (Lo TnthngaU no rc^oit point dVxistenrff par 
cc moyen.) 

b) Suhuli, fiu'ei) pf^iisostu? Les bodhisattwas (lolvent-ÜB nu non 
mettra en «rdi'o d'unc manifeiv digne ct grave If fond de boiiddhaV* 
(Jo-t'n, Fudhi i ha.) Kon, parco quo cet arrangcuiotl eat an noD- 
nrntngi^mont, c'est pourquoi oti I'a appelä niniii. Ceta ^tant, tons les 
bodbi»»ttwu8 doivtint pruduire on «ux un cccur pur et luminoux ct 
lie doivont point Iwlablii- dans I'aiiaour (dp« boant«^s ext^rimirKs) de 
la tiviilciu-, du Bull, di; I'odcur, dii jKuCit, du tact. On doit former 9on 
c<eur isans I't^tablir en ricii. 

Subnti, ()u'un pfiiscs-tu? S'il bb ti-ouvaJt par esemple, Subiiti, u» 
ttrc hnninin dont la forme, tc corp» sem'it rouiinc est Ic Sunicru, lo roi 
des montagncs, dcvrait-un h dire grand uu paa? Siibuti nipondit: 
11 serail grand, ciTUiinement, Bieidieureux. Kl puurquoiV Fucilii r^- 
pondit : Parcv que uv qu'oii uppclk- uu grand corps, u'vn ust point un. 

XI. Proapiriti, grandeur Sana eß'orte. 

Le bionhenreux dtt : Qii'en pen^es-tu, A Subuti? S'iL v avail' 
nutant dp Hciives (tels que le) Gange qu'il y a do ^ains de sable dans 
II! Oiuige, le grand fleuvH, les grains de sable qui se miiivprnient 
dans tous ccit Uanges seraient-ils pour cela en gi-and nonibre on nonV 

Subuti räponditiTrts nombreux, V4^ncrf<! Si ces Gange» snnt 
innombrablcH, que seront leurs grains dc eable? 



' IViH lanj ■= tfipariktira (<jui ftiit Is luniiäri:') r'iMl on •lo« l>i>iiij<lltnii jirüJt'- 
cBMeii» de ^^kyamuiii. Colut-ci n'a ricn rn^ii ilo luL U. (irAlil h ^'Akynniuni ijiril 
Mmait Ixiiirldlui- M, tli. Ypii UiniE .iiii iltninlno. Wnirrt", 

* Litl. >i Uli ä^tnil li» tluDYttn Uiiii|;im nil nomliri' <]n Mtblo A» Ctani;«, dwvMiit-^ 
on sktimor i|n'il* «ant nomkrjiiii? 



Le Ltnu ttE DIAHAJnr olaix, bto. 



343 



Le iHenltourciix rc'piit: Jo tu dii-ai ntsinti-'niint nnc parole rraic. 

Si nil hniiimc rnrtueiix «^^aUil Ics st'pt juynux aa umnlire de ces 
graiiiB d« «abl« de tons c€s Ganp*« ct que dans le mondn du tri- 
miltdiiuin:, du ^ntnd iiiilldimii'c, il les douuait en dou, lea biens »tnsi 
obtonas seratcntiU noiabi'onx on jiad':' 

Suliuti r^pondit : Trfea nmulireux, tiertes, fl Vön^rÄI L« bien- 
licurcux AJnuui : MaiB relativement W cetut-oi, rhuiutne ou U femniB 
de bicn qui cuseigncrHil, qiii expliqncrait aux autrcs un quatrain de 
l'exposö A& k loi,' obticndrait un Rtuas de m^rltes bien plus cuiieidä- 
rable eucore. 

XII. Qu'it /(Hit Uonorer et respertnr la boiliie doctrine. 
Fucihi dit uDcore !i Subutl : Si quclqii'uo sait (dc) cc livrc pro- 

Doncor ou expliqucr uii quulraiii dc la loi, ce lieu sera paar tous los 
Agee comme ud lieu sacrd, un temple* pour les divas et les usiiriu, 
oil I'on devra sucritier «omme dan» un temple de Bouddha. 

A bieii plus forte raison celui qui, ^nt }iomme, le prend, lu 
garde ct sttit Ic lire, le «iciler. On doit »avoir qu'uu Icl bomme 
accomplit une loi extr^mement dlevöe et rare. S'Ü y a ud lieu oil Boit 
CG texte sacr^ c'est le lieu de Bouddbn, il le po&aide, les di&eipic» 
dmvi;nt I'lioiiorer, le respecter. 

XIII. Jieceooir et accepter la loi, en ia tuivaat et en a'Hoignant. 
B.) En ce momeut, äubuti adrossa ces purolcs b Fucihi : Comment 

nommerai-je cu King? Comment uoiis dit-on de ('observer »vcc respectV 
Fucilii röpondit : On appclle co Uvrc mcri 1« kin k'ong (coupeur 
de diamuul) qui transporte ii I'autrc rive, clair, plcin d'iritrlligfiiec. 
Et p(mri|iini? Paree qu'il a et(5 dit par le Tuthigatn traverai' dc la 
6cience el aussi non-traverBt^e. Cest pourquoi ello est appclöe Prnj- 
ad^drttmiui, travers^e.* 



' LIlL C8 Httc Jgequ'i Un qunlrftiii. 

* Ton« d«rraiiMit le r«^|ii>cl.uf, y fiiirc iIcj nlTnuiilc« ivmimi' iiii lii|iipk< Ä Ipur 
t'a mlao, U. Sub/irgan miao. Litl. Daii* tont Agn ilo nn liou In« liominnniil liu) Amtru 
ilovnml MicTillcr, etc, 

* ?TnjAij)&r«mitA. 

* Tn ilivia obMrvor «vat rmpMtt ca ikhh, v« lilro. 



044 



Cbahlbs DB IUrlbz. 



b) Et qtt'en penses-tn encore, Subutii" Eal-ce que le TatliAgat» 
A profi^rÄ une loi qaelconque, ou non? Subuti repondit : Non, cclo 
n'v.st point, Bipnheurcus, le TalliAgata a'a pas ^dodc^ de loi.' 

c) Que penses-tu, Subuti? Poiton din; ou non que la poussifrrc' 
terroptre de In ri^ioii du monde dn trimÜlönsire, du i;rnnd niillt^nriirc 
est abondanlc? HuUuti repondit : V.\\c diiit rlre lrt*3 aiiuiiduiitu, Sufcata ; 
la pDllssi^re terreätrc* de ce iniU<5iin.ire. (Et pourquoi?) Uctlc poussiire, 
Jc TathAgata I'a däclarde non-poussifem; c'cst pourquoi ou Tappclle 
6ne pousKi^^e■ntDInc ot )o TfttliJLguta a dit, cc qui est dana ce monde 
n'est poiut dans ce D)oud(.-. 

d) he bienlieureux dit : Penses-tu, Ö Subtiti, que le TathAgata 
doit 6tre rGconim' par les 32 marques fisl(5ri«iir«H (de I'liotniiie su- 
pcrieur)? Non, n^pmidit Sutiiiti, on no doit pan Ic rcconnaitre par 
cela. Farce que, Bittuhfiureux, ces S2 marquee änonuees par le Ta- 
tUAgiita sont des nnn-marquo8. Cast pourquoi on les appellc lea »8 
marques (dn Grstiid pcrsonnage). 

e) (Lb bienlipureux reprit:} En outre, si an homiiie ou une 
feiuiue de bien, Subuti, reaou^ait aucceseivoment h. aiitant d'exislcucc« 
iJgoTques qu'il y a de grains de sable dans le Gange, ou puis pren- 
drait et apprcndrait, expliquerait aux autres un quatrain de Texposd 
de la loi, t'amas de m^riteti de ce dernier act« serait trts grand. 

XIV. D^tactiv de ioute form«, t'aniantir dan» U »il^ce.. 

a) Alor» Subuti a;^-aIlt eutendu dire ce Sutra, compreuaul h fond 
le sens dc ce principe, tout ömu, sc mit ä vorscr des larnicä, ii snn- 
gloter. Puis il dit au bieuhcureux : C'est une merveille, Bieuheureux, 
qud ce SAtra m profond cnBcignt^ par le Tatbügata. Jamnia dejuiii) 
que j'ai acquis la science sacr^e,* jamais je u'ai entendu une loi 
scmblaLlo. S'il y a encore des homines qui (5(.otitoiit, re^-nivetit ce 
Sätra. y croiont de cteur, ils seront pure et eclnires; ils ongcndreront 



* Le MinMwlt ajniti« : pare« ijue cett« loi n'edt {im ihm lot. 
^ NArlidn burnki finO poiiuinra-MtonrKi'. 

* Lilt, on lioil reL-unnnltre. 

* L'wj] de) Ia (Cienca, U rlsira vue. 



Lb LIVRB DB DIAHAKT CLAIR, KTC. 



346 



poor eux la forme, ['exietence v^ritublc. 11 Csut savoir quo cea houmes, 
accompli ssant des mervoilles, aiiront dos mi^i'ites iiDiaenses. 

£t cette forme n'est paa uue forine, c'est pourqiioi le Tatblgata 
tui Ji doDii^ le nom de foiine. ETi»iiit« si qd hominc iiyaiU cotendn 
ce SulrA, y croyrtiil. «ait avoir le coeur piir, 11 ncquiert i'etrc reel. 
On doit »»voir ijiie cet hoiiiiiu.' »cijiiiert de:^ mt^rites rnres en ce mnode 
et do tout premier ordre. Mais, Väat^rd, cet ctre reel ii'en eat point 
un en reality et c'est poiirquoi le Tatlnlgata I'a qualified [I'etre röel. 

b) Ce a'ost poiat une merveille pour tnoi, DieiUioureux, quo Je 
con^^oive ce contenu Ae la loi ainsl i-noncri ex, rjiiu je le garde rnyant 
rc^u Avec iDtclIigvnce ct y croyant. Si, daas lavciür, apres 500 aus, 
il y X des gens r|iii en font autant. ils Beront exlraurdJiiaires au plus 
hiiut point, Pourquoi ccIaV Parco que pour cux it n'y aura pas de 
repr^entation (arbun, siang), de l'ägoftä, de la pvrsoutialittJ, de la vie, 
de In per|i<!Uiit<5. lit pourquoiV I'arcc que Icur fonue nVst point forme, 
»"est point forme individuelle. S'ils a'l^carlent aiiisi du toutc furmc, on 
pourra Ic» dire tous des Bouddhas. 

c) II en est ainsi, Subuli, U en est ainsi. lis scrout mervcilluux, 
ceux qui, ea entendant dire ce Sötra, no »cronl point «alöis do craintc, 
no Beront pas trausia d'effroi, ne tomlterout pus dans un acuta de 
(Vayeur. rourr|uoi eela? Parce que la purfattc pÄramitä, Subiiti, la 
parfaite arriv^e au terme, di^ciun^e pur le Tatlin^al^i est une iiOD- 
pArainitA. C'est ponri^uoi etie s'appeUc la pftramitA supreme. 

d) Kn outre. Subuti, la Kah&ntlpÄramltj) (perfectloD de la pa- 
lieiioe) du TathAgata Rst nvsmi uiie non-pitraniitä. O'est pourquoi on 
I'nppDlle ainst. Comment cela? Loreqiie jadl», Subuti, je rcncontrai le 
roi Kalihga,* et Ton me eoupnit en mtiri-itaux Irs niembn^s, (lei> arti- 
calationa ct lea cbaire), alors memo je n'avais conscieoc« ni de mon 
^goltj, ni de I'individuaiite, ni de Pötre vivaiit, ni de la perp^tuiti. 
Comment celaV C'oöi que ai jadis, quand je fus döcoupe, d'&ge ei> age, 
j'avais eu eomcience do nion ^goYI^, etc. il serait arrirä que la coUire, 



' Kalij*)^ ou KalJ-tAJM, roi liär^tii^iie ilu Mairxdlia. ijiii lit roufier I«h mains et 
lua t'in'l* at) IUi>bi-KabAntiTltdi (thon i|ui «'ütnit nVuifliiv mm luallioureufle dpuiue il« 
M> |irinc«. l«i 1« fkil «si «ttribu^ «u ttouiiitti«. 

WlHiar Zrttaclit. t. il. BaDil« « UotfuL t\. M. U 



346 



CbASUCS DB HaBLBX. 



rhorreur en seraient uees. Et pourquoi? Je sais trfes bien, Subuti, 
qae, dans les ages ^coitlt^es, il y a de cela 600 g^erationa, j'ai iii le 
Richi KshäntivätUu.' Et alors je n'fiTais conscienc« oi do I'^oTt^, ni 
de I'lDclividii, ni de hx vie, ni de Ia permanenre de I'^trc. C'i;at pouri)U(ii, 
Subnti, Ic bodhisattwft doit, eu rcjetant tonte conaaiseancu ]la^ticuli^^e, 
appliquer sun iDlclligence k In complete illumination (samyakäDinbudlii) 
snp^rieurc h toot. II ne doit point concevoir de pens^e attachf^c k la 
forme ext^rieuro, ^ui y ait sa base; ü oe dult point non plus cd cod- 
c«7oir qui »ott nppuyäe sur les sods, Todeur, lo goat, lo tact. II faut 
qn'il sc donne un c-cuur, qui n'a point de point d'urrÄt fixe.' S'il doit 
86 fonder sur son C(cur U ne doii pan s'lippuycr &iir hii, C'est pourquoi 
Ic TathA^ta dit : Lo cceur du Bodhitsatlwu, quutid U doune, ne doit 
pas a'appuyer sur Ins appiiroiices. 

e) Im bociliisattwa doit dunncr dv laani^re k procurer tout avan- 
tage cii fuvuiir du tous Il-s ('trtts viväDtK. (Kl puiiitjuoiV) Le Talliägata. 
I'a dit, toulu rorniu vsi nnc non-funiiti ut auesi tuu» lua t^tres vivaDts 
Sunt au»si dos iiou-vivauts. C'esl que Subati le Tathigata dit ce qui 
eat, it dit la vArittS, ce qn'il dit n'a rien d« faux, il dit les cbosas 
commc clles sont et nou aulrcmenL 

f) Enoutre.Subuti, laloiditfiobtfiiiue parleTolbAg'ata, n'ani vdrlUS 
ni erreur. Le bciilbieattwa qui, sV'tiint I'-tabli U loi dans son cmur, fait 
ensuite des doua ubondunts, nc vuit point, lout commo un homtnt- «utri 
dans les t^a^bres. Si le cceur du bodhisattwa voyant tous les homines 
daos U loi, leur nature, les reconnait pour co qu'ila sont, ce Bodhisattw».^ 
obtiendra tous les m^rites accompli^, des m<^rites sans uoinbre, ssiin timite. 

XV. Comment garder lea SiUra*f Mcrite de tjui le fait. 

a) Subuti, si un lioniiae on uuö fomiue de biuii, au lever du 
soleil, pratiquait le don g^n^rcux, Tabandon de soi-tȣmc sans retard, 
autant do fois qu'il y a de grains de sable, coiume un homme ayant 
dc8 yeux et voyant chaqqe forme ct coulcur aa plcinc lumiire du 

* J'iü M I'Mprit (riinrnnrUrl, nitiwi) i^ni «apiwrt« la hoate (luIiSutiviOI). 
KshftntirUdi ((|iii jir^die 1r {latienc«) «al le rijtli! doiit II n 6ti pftrIA pLui liaiiL 

* ilii^ara. Tuu-I Auiit viilu el nänitl, »n n» pent npimynr ntir nuciinei r6)i3It4 



Lb LtVRF I>B MAUAHT OLJUS, BTC. 



347 



eoleil, Subuli, n'l h. travurs le« Agce cet homme, cctte femino de kien 
rcfoivcnt, pi*<)nnäDt c« Sfktr», Ic gardoot, le lisent ct I« r^citcot, its 
seront dea TuthAgalms, JouissaiU de la science, des tuiuieres dc Itoaddlia, 
d'une science Hchavde, uniT«i-sdle. S'ile se dooiient ftiniti an milieo 
du jour. All teaijia coDventhblc, puis au conciier du soleil, »'iJs pcr- 
Ȋv^rent aiasi i^ent, millc, dix mille ^ss, et si iiii nutro, aynnt en- 
tcndu cet exposä de la loi, y croirait sans rösläter, ce dernier ac4uerrai[ 
un ama» de merites plus coDHd^rable. Combieii |>liis encore celai qui, 
t'^rivant, la r«c»oiIlit. riui la maiutient, consolide, la lit> la recite, la 
fait Hienne «I Tcnscign« aux autrca compl^tetiient! Considt^raiit kss 
principes esaentiels (uq doit dire que) Ton nn peut appr^cicr cc livre, 
que les tnf^ritoü H<>roRt iiicalnulablex, snna lirnileH. 

b) Le TatliA^ta publiant sa grande lot' a park pour le bion 
dv.» ctres vivanu. Ainsi il a publie une loi trJ.-» ölcväe. Bi den liommea 
I'accepteDt, la maiotieanent, lu consoUdent» la font Icur, la nScit«nt 
ct renseignent aux autre* complftt<'ment, cii detail. Ii: Tatlmgata, 6 
Subnti, les conunitra, les verra. Tftus ces etrea »cront doues d'unc 
feule de märite« inrommenHu rubles, d'ane masse de indritea inima- 
ginable, incomparable, iDcommensurable. S'il en est, A Subati, tous 
serutit conime des esprit« possedant la Im Kupreme, Ir^s lumiueuse, 
I anuttaro&amyAkaaunbodlii. S'ils out dc I'aitrait pour la petit« loi, mais 
s'ila sunt adona^ k regarder I'^golte etc., iU nc puuveut ^couter cette 
loi, la recevoir, la lire etc. En tout endroit oii ec Sillra se trouvera, 
en tout sif^ctf, tes d^vas, le« hommcs et lea asuras devreut le respecter 
et y faire dca offrandes. En faieant un temple, tou» di^vnint I'hoTiorer, 
y accomplir tcs ü^rc^monies, le vcn6rcr de tous o6tes, y r^pandre 
partout dvs tieur» et de I'eQeens. 

XVJ. Qtte Von pmit jiurißer les fattte». 

II dit de plus k Subuti : Les hommc« et femmes dc bien s'Us 
prciineut, adoptont. gardent, lisent, niciient ces Siitras et en faisant 



> Cli.Tlw-»liiagleEraiiili-ailcul8(Ujili»j*iu);(pOTiroeTii qnllo foirt «»«neor), 
M. pour la* pttttt f|tii «)iiii»i««nl ^rfftitcinont la Ifti, l^toxU hub Hipiioae IrllxvenUm 
llhjuin« dolt svolr un membcv dv |i1itrm an pliu : .mii fniU «1 innppr^iitble par 
la |iMu4^ •1(1« Toil nHruuv« plua loin. Idi phrnwi ■iiiTiiiiU «rt «iuhi pliu d^reloppöc. 



ClUBLBIi DH HaBLICK. 



cela sont misprises, abaise^s pur Ics autre», Ics fniites des (cmps an- 
töricurs de ce« personoes tombcront dc leur clmmin (serunt tffacäeä). 
Mdprisätt par les gens de Icui* temps, ils äe d^fdront, sc puriKuruot 
do letirii fnntos pnssitpfl et iic^querront I'HDattA8ftiiLyak&&mbod]ii. 

Subiili, fgiuiud je pvQKe aux age*« du temp« ät^oulri innombrablcs 
[je mc mppclJu quo) dcvant It; IJouddliiL Uipaiikara, ayant accuciUi 
BOO, 4000, dix mille, cent mllle, iin mitliuu de Bouddiius les veii^rant, 
Ic« Bcnr&nt, lern* offrunt, jo n'ai piu accompli on vaio. Si d'autrc part 
des liomniea k la ftn des temps i'e^-oivent, gardent, liseiit, projKigeiil 
CO Sfttru, nou seuleiueat lour m*?rile aer» k cftlÄ du mien, «omme 
100 h 1, mais encore on ne poiin-a le« appr^cier i^iumd ui^iue on le 
comptoniit cx>miuc mille, dix miltc, cont tnilic fois pliu gi-and. 

ät apriis cola, Sabitti, si voulais cxpriiner Ic morile de cea 
Komme» Ol de cea fommes de bien et dii"o combicii, en cctlo circon- 
stance, U« pri>diiironl de mi^riles, eombicn ils en roeueillcront, bwiucoup 
on I'cntcndant en gagneraient In folie, ]'c6prit ti'aubl(^, eomuic un 
r«nard, ils doutoruient et nn croiraient paa. l)e plus, Subuti, on doit 
EAvoir que Ton ne peut catculer en paroles la valeur do ce SAtra. 
On ne peut ealeuler la vraie rAeompenso qu'iJ m^rite. 

XVII. QuB Vnn ämt «im jutiiuati haut «ans 6i}ott(. 

a) Alcirs le väntii'able Siibuli dit au Tatliägata : V6.i\fiTi\ Comment 
I'homme ou la fenimn dn bitni qui vnit fomipr son cocur k PfmuttariV 
SBinjakeambodhi iluitil la tixrrV ('4>iimnit le ployt^Tj le reiidrR NoiipleV 
r\icihi röpondit : Oct banime . . . doli »e former le ctour ainsi : Je dois 
faire cesser, trajisporter d'ici au nirvana tons lea £trea vivants, et 
quand je I'atirai fait, je ne Ics aurni [las tranafär^ une scule fois.' 
Comment culaV Cest que, Subuti, si la connaissauce de l'^tre etc. 
sc produisait pom' lu bodhi&attvra (s'il vroyait k l'cxietc^l^e reelle), il 
ue dcvrait pluji etri; appelä de ee nom. Comment dire la cause de 
CO fait, Subuti? Kn rialit^, co n'cst pas une toi qui fait D&itrc un 
ccour appliquä k U samyaksambodbi.^ 



* Tont AcM Mt IUI nnn<ACt(i, le vid«. 

* Cslto ilutftrlnu u'n {ibs d'cxlatnii-« riellu. 



Im t.tVilK DE DIAHANT CLAIR, KtC, 



349 



h) Qn'cD penaos-tu, SuWti? Crois-m qu'il y a une doctrine par 
laquollo Ic TAthi\>;AU anrait r«>;u <lu Tntliägam Dipfink&rn. In science 
parfailo, l'illuiiiinaliun uomplM« sup^rieiire k tous. 

Siilsiiti rdponilit : Non, V<5nÄr»i! Pour iiutant qae j« comprcinne la 
punsi^ij, !c wn» du biunticureux i-'ii sc s discoiirs, II »'y u pAs <Ie doctrine 
<]ii'il ait reelle, «ii moyen ilo laqucllf i) ait <-to |>ai*r»it('inf!nt ^claire de 
l'illuiiiinattuD complete par le Tutlnigi^ta Dlpankara. Lc bionbeureux 
re}>nt b cett mots :C' est ainsi, Subnti, c'est aiiisi. 

fl n'y a point de doctrine qui ait produit cet efTet. >S'ü en avait 
re^'ii une, l« Tatlid^Aln T>ipankiira n'nurait pns dit, inp rendant ce 
täiaoigna}(e ; Tu seraü h TatliAgata Qommc CÄkyamüni, ayant refu 
juitement cea titreü. CVst puree iju'il n'y avuit puint d« dotitrinu Je 
loi qui ait cu la doctrino d'illuniiDatioti compl&te, c'ost pour ccla que 
lc l'athAjtala Dipankara m'a dit : ,Ta aeraa lc Tath&gata, nomini (^A- 
kyamöni. etc.' 

l'üurquui cda? C'cst que If litre du TatliAgiita cat un quoliÜcalif 
formö Selon t» nature convcnablc de toute loi (fa, doro), de toute 
condition d'ctru (= bbßtatJitlinUtyAjs). Hn tant qa'hummc, le Tathä- 
gttta est cclui dont on dit qu'il a acquis l'anuttapÄsamyaksambodhi. 
En r(;«lit»5, il n'y u pus do ducirinc; que I« T. ait acquiitt? ainsi. Kn 
ccttü gflinyaksflinbodhi acquiBO pHP le T., il y a la v^rM v\ l'urrcur, le 
aoii-vrni et k- nmilaux. C'csl pnurquni lc T. a (lit:, Tout« condition 
d'etre (loi) est loi d« Buuddbn.* .Subuti, toute loi ainsi proclamäe n'est 
pas unc loi, c'cät pourqnoi die a ite. nommco I<ii quelconqne. Par 
oxompic, c'ost somblablo au corps d'un homme devenu tria fp-and.' 

Ln-rU-ääus Subult rcinarqua : Quiind lu Tathägatu dit qno le corps 
do cct hommc dont parle lu Talhägata est grand, en r^liti^ co n'cet 
pas un grand corps. C'est pourqnoi on pcut dire : grand corps. 

Lo bivniieiironx dit : II en eeC aiasi, Subuti, du bodhi»attwa; s'il 
diEait:je ferai perir et passer touft lua otrcs vivants sana nombrc, il 




' Ce <|ui sapptnu un texto iu«tiiUyiir a/i llmi do ah&yaa; ce qui est plus 
I'mfrirmd A lü tritirniirn ^näralo Am pKriMea H« <.'o Uvrc. Lo paint d« «ompnr*l«)li 
u'est {iM ^irleiLt. II ii'Mt pu, ca *«iiil]le. linn« In |>1itiiN» ntiiijiia de BmidcliJS, mnia 
4uu la rvmaniue do Subuti, 



350 Charles db Harlbz. 

ne devrait paa etre dit un bodhisattwa. * Kt pourqiioiV Parce qu'il n'est 
paa une condition, une loi d'existence qui soit le bodhisattwa. Lc 
Tathägata dit : Toutes les conditions d'existence sent sans igüM, sans 
vie, sans croissance, sans personnalite. Si un bodhisattwa disait, 6 
Subuti : ,Je mettrai en bei ordre le royaume de Bouddha' celni-lk ne 
m^riterait pas le titre de bodhisattwa. Pourquoi? Parce que ce qu'on 
appelle Tordonnance du monde est une non-ordonnance. C'est pourquoi 
on I'appelle ainsi. 

Et le bodhisattwa comprenant que toutes les conditions d'existence 
Bont sans ^golte, le Tathägata I'a reconnu un vrai bodhisattwa. 

XVIII. Envisager tout comme un aeul corps. 

a) Qu'en penses-tu, Subuti? Le Tathägata a-t-il des yeux de chair? 
Subuti r^pondit : Oui, i] en est ainsi. Le Tathägata a des yeux 

de chair. 

Qu'en penses-tu, Subuti? Le Tathägata a-t-il des yeux celestes, 
divins? 

II en est ainsi, r^pondit Subuti. 

b) Qu'en penses-tu, Subuti? Le Tathägata a-t-il les yeux de la 
science?' 

Oui, il a lea yeux de la science, r^pondit Subuti. 

c) Qu'en penses-tu, Subuti? Le Tathägata a-t-il les yeux, la vue 
de la loi? 

Oui, il les a, dit Subuti. 

Qu'en penses-tu, Subuti? Le Tathägata a til aussi les yeux d'un 
Bouddha? 

Oui, il les a aussi, r^pondit Subuti. 

Que penses-tu? les grains de sable qui sont dans le Gange, le 
Tathägata les dirait-il des grains de sable? 

Oui, ils seraient dits tels par lui. 

d) Que penses-tu, Subuti, s'il y avait autant de Ganges qii'il 
y a de grains de sable dans le Grand Fleuve de ce nom et que les 

* Ch. M. je dftruirai, j'arrfiterai'. T. je sauverRi'. 

» Intelligenta. — LeT. a-t-il la vie corporelle, la vue universelle de» Diem 
et de la science? 



Lb LIVBS OB DUHA>T CLAIR, VTC. 



351 



j^ins Ae salile de C4.>)4 (isnges seraient autant de mondcs, y seraieot- 
ils ct) grand nombrc? 

Subuli dit : Certainement, BienKeorenx, certainement, Sogata! 
ces mondcs s«rw'ent tr^s nomlireux. Le l>ienhüiireux i-oniinna: Eh Lien, 
Subuti, dc toH» Ics L'lres vtvauts, tout Aiilant i|irU y an aiirait dans 
les lieux de tes mondc*, Ic Tathftgata coiinallrflit le» intelligences- Et 
comni«Dt? C'cHt que, tous lea cwurs, il les dit des nun-cceurs et ainsi 
des Cfcnrs.' Et pourr^uoi eeWi Cost que In pcnsäc pnsst^ no se poss6do 
pas cLIe-mnint*, ni la pcostlu actuellc, ni la jiensoc non uncore aveoue, 
future. 

XIX. Citfigtatenta camplet» dans te uiottdtt de la hi. 

Qu' en penees-tT], •Subiiti ? Si un hommc fais&it en sort« rjue dans 
ce monde dti irimilleiiaire, du gi'aiid inilltiiiaire, ü accumulerail les 
aept joyaux en en faisant don, c«t-co quo cot homioe prodiiirait une 
graude masne de lunriles par ta vertu nalurulle de cette action? 

.Subuti r^poudit : Certaiucmciit, Viaiv6, cot hommo acquerrait par 
lU den nK^ritcs tr^s iitniibreux. Et si cet aniati du in^rites itaät r^\, le 
Tatlmgata n'aurail pae dil qu'il at.-querrail bc-auccap de grands m^rites. 
MnÜ4 |»irce que vea vertuH ut bunlicura ne sent pas (wu akn), le TathA- 
gala a dit qu'il acquerrait cos vortiis. 

Le bienlienrciix rcprit:<hti, Subuti, il est aina. 

XX. Ahtenc« <U formes, ttatiributx nensiht^ig. 

Qu'itd peiises-tu, äubuti? Verra-1-on le Tatbäguta dans un corps 
sensible, compl^temcnt formi'f 

Subuti räpotidit : Cc u'cst point tünsi, Biuidieurcux, on ne verra 
pas le TatliAgtiln sous cette forme corporclle. Car ce qu'on appelle 
lu forme corporellu n'eu est puint uu« d'aprJrs cc qu'a dticlar^ le 
TatliAgaia, <"i Bieiibeureux! C'est pourquoi on I'appelle forme corporelle 
coniplfctc. 

Le bienheureox dit : Qu' en penses-tu, Subuti? Verra-t-on le 
Tatb&gata avcc loutcs les marques cxtöricurcs propres? Subuti r6- 



* Co qui (wt non-^tro Lo ccrar ort pour Iw Chla^i« U »ovrc« des praaiov- 

* Liu. nDMntnta-t-onV 



352 Cbarles de Harlez. 

pondit : Non, Bienheuroux, on ne vcrra pa3 le Tathägata avec ses 
signes. ' Car co que le Tathägata a appeM une acquisition compltte 
des marques exterieures, il I'a appel^c une non-acquisition de cos 
marques. C'est pourquoi on Tappelle acquisition complete des marques 
r^unies. 

XXI. L affirmation pose la negation. * 

Le bienheureux dit : Ne dis pas te mettant k le penser, le Tathä- 
gata doit m'annoncer la loi, ne forme pas une pareille pens^e (en toi), 
car si las homoies disaient que le Tathägata doit annoncer la loi, ils 
blämeraient Bouddha, parce qu'ils ne peuvent point comprendre mes 
paroles. 

Subuti! qui parle d'une loi, parle de ce qui nc doit paa dtre 
appeM loi, c'est pourquoi on Tappelle loi. 

Quand il eut ainsi parM, Subuti k la sage ordonnance dit : Är- 
rivera-t-ii, Bienheureux, dans I'avenir qu'il y aura des etres qui, enten- 
dant CCS doctrines, y ajouteront foi, ou cela ne sera-t-il pas? 

Le bienheureux r^pondit : Ces etres ne seront ni etres ni non- 
ßtres. Comment cela? Ce qu'on appelle etres, a ^t^ declare non-cti-es 
par le Tathägata. C'est pourquoi ils ont ^te appel^s etres. 

XXII. II n'y a point de loi qu'on puisse acquerir. 

Subuti dit h, Fucihi : Venera! On doit croirc' qu'il n'y a pas de 
loi re9He par le Tathägata coinme I'illumination complfete, superieure 
h tout. 

Le bienheureux dit : C'est ainsi, Subuti, c'est ainsi. II n'y a pas 
la raoindre loi qui doit ctre ainsi connue, qui soit ainsi re^ue par nioi. 
C'est pourqoui on I'appelle la parfatte et derniiirc illumination de I'csprit, 

XXIII. Faire le bien avec un cceur pur, 

II dit encore k Subuti ; Cette loi est uniforme et sans dissem- 
blance.* C'est pourquoi elte est dite rilhiraination, la connaissancc 
complete, supreme, ellc est sans ^goi't^, sans individualitö, sans vie ni 



' Lakshaua rendu par arbuii, siang, forme ext^rieurc, nutiiifestant I'dtre. 

* Lilt, an a dit ce qu'on ne dit point. 

* On doit faire, estimer la loi etc. dans te non-acquis. 

* Sans haut ni bus. 



Lb LtVBR Da DIAUANT ClJim, BTC. 



Sfi3 



sulwiNlMnco. Bi on pratique tQut<; bonne loi, on obticndra I'anuttarA- 
samynksambodbi.' Ce (]iie Siibiiti sppellc bonne lot, le TatbilgatA 
ra])pnll(: Dnn-bonno loi. C'est ce iju'on appetle bonnn loi. 

XXIV. Bonheitr et aagesse incomparable». 

Siibiiti, »i uo hommc ncciimuliLit autnnt d'ftmas des sept joymüc 
qu'il y a dans lo moiide du triiuilli.'[iiiir(?. <lu grand mfll^niiire, dc 
Siiineinis, rois tics montsgnes, et qu'il les donnemit, si iin autre linnime 
prenait an qaatrain du cours de la loi, de la Prajnil](iinuitil, le lieant^ 
r^cilant et TenBeigiiflit aux nutreü, le« in^Tite» du premier u'sttein- 
draipiit pAS la centi^me, la milli^me, la millionicme partie de I'amaa 
dn Keeond, si on les rapprooliait le» üomplant, lea coiuparant. 

XXV, Trantformaticn sann ohjet trnmfnrmahU. 

Qu'cn pensL-s-tu, .StibiiliV Que «ludqu'un dc Ion espice ne dise 
pus que Ic Talbägula pens«: Je dois traneportcr, eauvor tous Ics 6t)'es. 
Ne fonuc pAS cette pens^c. Pourquoi? En ri^litö il n'y a pas d'Ötre 
qui ait ^l^ dölivr^ par le TathÄgata. S'il y en avait jamais, Subuti, 
alors lo Tatlia^ta rcpreudrait (il y aumit cit lui) I'^goit^. la vie, 
I'exiRtence, la permanence. Or I'eicistence de I'^goTl^ a ^t^ d^clar^e 
par le TatkA^ta «tre ane non-existeDce. Les geos nÜKaircs (muIs) 
croicnt ceta. h^t ce« geas vulgaires ne sont pas des gens Tidgaires' 
a dit le Tathä^ata. Cest pourquoi ils sont dits ioiatelliKerits, vulgaires. 

XXyi. Le Dkarmak<»ya» «( tan» forme semiltJe. 

Qu'aa p^tises-tu, Subuti? Doit-on ou non reconnaitre Ic TatliÄ- 
gala par les 32 marques cxtörieures propres? 

Oui, n^pondit Subuti, c'esl aitiai. * 

Fucihi dit : Si jamais, Subuti, lo TathAgata <^tflit rccoanu par des 
raarqucs extdrieurcs, «lors lo »ouverain au pouvuir »uprÄme* serait 
aiuiai un TatliAgatn. 



' La eoiibimpliilion eon<<«ntrA» m Kii futni/akftnuhiMlhiJ »upArionrM k («iiite* 
fiumitaiv}. 

* La ildrtjieiir mot eat d« trap et il^tniit le eeim. 

* Lo »AiiKurit dit I« cuiitralio. 

* lUji TAkrararbn. H. Tukk'rvftrün. Cb. : ,Lo miiiI roi <|in tourne la rouo'. 
Cert le Douveraiii ijui £MI>lil »uii [lUtiYuir «uprejue iiir I«» nuire» Ici il n»£H [AmC-I 



S54 



CaARLbft ba Hakubx. 



Subuti äit ftlors au bietilieureux : Pour aulant que je saiais Ic 
e«ns des paroles tlu bienheuroux, Ic Tal]u1gata, on oe doit pn« 1« eo- 
connftitro par le» marquca npÄcialcs, Alors le Bienheure«x dit les 
paroles d« cetto strophe ;' S'il est de» honimps qui reulent m'atteindrc 
par I& foriQc, qui nic chcriilii^nt par le son, ces geas smvent mio faussc 
voic, ils ne trouvoroni pas lo Tatliftgata. 

XXVII. Pvint dt gujrfirension ni <le diilinctton. 

Subuti, si tu pcnscA que par ea forme; oxttSriuurc propre-, Ic Tutba- 
f;ata n'a pas ftoqms ranultanisaitiyulcsnmbudlii. nu coii^'ois pas celu. Si 
tu pcnses (juci s'il manifeste un ciriir complttcmcnt ct BHprt'mcmcnt 
illuinini-, il annoiic« par la U (leslruclion de tout« loi. ne eun«,-tiis pas 
pareillc pcnetfe. Car ceJui qui manifeste un cocur complMcmfitit, so.- 
pr^memcnt illuniine, no prouoncc pas par cela mi'me la destruction, 
1ft suppression do toutc manifestation cxtiSricur« dc la loi. 

XXVIII. En outre, si un Bodhisattwa rempliasait des eept joyaux 
antant de mondßs qu'il y a de grains de sjible dan» le Oange. le grand 
Beuve, ot les donnait en don, ct si, d'autre |wtrt, un homme dtail 
capable de poser »on fondcment dans la !oi, san« egoVte, (d'agir avec 
patience et indulgence,) celui-ci aurait une masse de mürite« de 
beiiueimp sup^riinire, k cells du premier, et ponrquoiV Paree que les 
Bodliitatlwu« n'aeqiiij.'rent paa dea mcrites abondauts. 

Subuti (lit : II en est done ainsi, Vcnere. 

Le bicnheureux repondit : Subuti, lea m^ritea acquis par le Bo- 
dbiaattwa ne doivcnt pas f^tro rcclicrchds aridetucnt C'cst pourquoi 
il est dit qn'il n'on acquierl pas. 

XXIX. Dif^nit^ majeMtneuse et trnnqniJJe. 

En outre, celui qui dirait encore : Lc; 'I'titliAgata. va oh arrive^ 
est debout ou aasis, ou g'cst coucIhS, colui-IK nc comprcnd pas cc quo 
je dia. Paixe que cclui qui eat dit Tatbägata ne va nulle part, ne 
vient dc nulle part; e'ost pour cola qu'il est appelö Ic Tatlmgata. 



dn dlaqu« du pauvoir (|Ui tomliait tin ciel cii nigne de ra^qtiioacAniMt dtTin. Lo 
OaVnvATti »vntt nil pntiroJr |iliia on niüin* fleiidu talon 1« vdIoiiI^ dn del. 
* 5*0, U ebinola a^L 



Ls UVKH OB DtAUAHT CLAIR, KTC 



35& 



XXX. Form« *( principe homoghie$. 

Ed outrc, ei au boiumc ou unc femmc do biea broyait eu »tomcs 
la inali^rc d'autsnt de momle qu'il y a de poiissi^res dnns te monde 
dl] trimitlenairc, da ^rand inillensire, penses-tu i)ue cet uioas d'ntomes 
serail coiisid^rableV CerlainemRnt, V(?näre. Ce demier anias d'ntomes 
$erait immcnso. Et pourquoi? Pare© quo si cet aiaas d'atomes etait im- 
mense, le TatliAguta n'nurait pas dit:C'cat tin imin<nise amus d'atonies. 

£t comment cola? C'cst que cet Mormo amae d'alomes a ätä 
d^clan^ |mr te Tftthiigut» an noii-ainas et c'est poiirquoi il est appele 
un nnias d'atomes. VÄn<5rö! ce monde du trimilWnaire, grand mille- 
naire, appel«5 ninsi p«r le TaOiägata, a ^t& dMarr par lui ("trc un 
non-monde. C'est poiirquoi on Kapppllo ticu du monde. Pourqotii ccla? 
Farce qne, Bienlicureux, sl c'ötait rtsuUeuient unu r^^on dn monde, 
eile Burail iine forme HnivaräeUcmont eonvenable, et cotte forme a 6t6 
d^clorä« uue non-foniie, par le Tutliugata. C'est pourquoi eile est 
«ppelöo ainsi. 

Lc bicnlicureux dil : Unu teile forme n'cst point una clioao k 
dire; cela n'appartionl, n'eBt k rcclierchcr que par los gens inintol- 
ligCQtä et grossitTB. 

XXX!. Ne point chercher ^ »avoir nt voir, 

SuLiuti! i|u'on pcn8t;8-Lii? Cului qui dirait : Le TatEiägatü n parle 
de lu Ttie de rindividualiti^, de la viie de l'existence, d« la vie, de la 
peri)tHuitc, celiü-lii compreod-il ou aoa nia pensile? Subuti repoiidit 
Non, üieuheurcux! celui-lk ue comprend pa« justement. Poiirquoi'? 
Paruc que, Birnhisurcux, la vue de l'individualiti^ ' etc. eat ane non- 
vuo. C'eBt pourquüi on l'nppüUe ,vue de rindividiialiti*, Rtc* 

Ainsi, Siibuti, ceiui qui applique son cceur h. ta gamyakB«ral>odhi 
doit coitnaitrc- toutc iialure, la considi^rer, a'y eonöer, sans clwri-lier 
la forme cxtericiu-o, l'appjtrcnco des natures. Cette apparoncc a (Stä 
däclartJe une noQ>apparenoo par le Tathägata, c'e«t pourquoi on 
I'apptillc ainBt. 

' Par exception, le wxle H. Ch. e«t pint» lon^ «t r^fi^lo ,U rno d« l'cxüttenee', 
et le FCrrtBL Dw miiDo k In pbriu« nuiriint«. Cela eet inV romiurqtiiiblo commc jireuve 
d'un Uit« «uucTit diSmiit. 



356 Cr. de Harlez. Le livrb de diahamt clair etc. 

XXXII. Lea transformations ne sont point reelleg. 

Enfin, si un homme comblait des sept joyaux des mondes in- 
commensurables, innombrablcs et les donnait ainsi es don, et si, 
d'autre part, un homme ou une femme de bleu fondant en soi les 
sentiments de la bodhi, prenant un quatrain de la Prajnäpäramitä, 
le gardait en sa pens^e, le lisait, le r^citait, l'expliquait ans autres 
en le döveloppant, ce dernier acquerrait des mirites bien plus que 
le premier. Comment I'expliquerait-on en l'amplifiant? Sans s'attacher 
aux formes, tranquilleraent et pourquoi? 

Toute condition d'agitation est comme un rSve, une vision, une 
bulle d'eau, une ombre; c'est comme la ros^e, comme l'eclair. C'est 
ainsi qu'oQ doit la considerer. 

Quand Fueihi eut fini de dire ce Sütra, le vön^rable Subuti, 
tous les Gelongs, toutes les Gelongs, les disciples des deux sexes et 
de tous les &ges, les dieux, les hommes et les asuras, ayant entendu 
ces paroles de Fueihi, en conjurent une joie extreme, les re9urent 
avec foi et a'appliqu&rent h les mettre en pratique. 



Türkische Volkslieder. 

Nach AafHaichuiiuguu 
Ton 

ScHAiTBN Kriunji AwN 

herftimff*freb«'n ron 

Dr. Masimiliaa Bittner.' 
ej^j^ O?^ J-jXV. Owl_ I I_ l«ol 

Js.> J,bU> IX> J^»-»' -iv? > Mni «^Ver tona tlä'ftn- tlrrelor 

1. Seit du von dieser bielle gcgHugAii bi*t, dii UuMhaturigtü, 

2. ßpriiilit Kti mir Bprg iiiifl Th*l nur »on dir! 

3. Mit <Ur NVetifuulli uieine« Rtutinen» *euf»t (W Witnl, 

4. Dorg iiml Thnl «prichl bii mir uur rou dir! 

£. Der Aneer doa LleliasEftrtau« ist );'>■■■' wullt. 
0. AUdoibi roll von Tr*iii'r nnd Trllbnl. 

7. loh EliiMimer weiM nielil, wna iliui int: 

8. Borg ond Ttiitl Hprichl eh mir nur von dir! 



t mni *oßar hantt Sa'lar dertttr. 

5 fid^'f iiijE^ (•«mmf Af/i tolmitl 
C Aer M'o/ ^iiüsit ff ktdtrU diAmial 
7 6m garih aittara hilnttvt uolmttl 

6 »eni aiJjhr liana tldViir dereler. 



1 8. BkkiI X, 8. il, Einlailun;, Dlcurmnl wurilAii ilio w ii:>itipitmi Slflllen na* 
iliiii Notiaeii ilt» Herrn Sotutimi At.ts. wo VorbcHoniDgcii nuttiw«niiie iclileaeii, 
DiiMr ifui Text« T«nielcluist. wobei tlosMti Uober^cUun;, wuil roiit Horniiirfrtber sum 
^rOattea Tbeile gons nmgurbeit«!, nur dort onvabut wurda, wo *it< uiiriditig «nr. 

XV. V«« 2 Hr, ft, A. irammriliitt liinr ia^Iof, im viorte« Verso da^Uir; J»,» 
.lUUih«'. — -1 pfirH-f lind mfu>. — G llr. 6. A. Hhrvibl qj^ mit r "'"' nbnnuiUt ili«t 
Wirrt durL'li ,ä«!htiHUclil'. — 7 «c o^m/. 



358 



Schaben Alan — Bittmer. 



j^jXYI. 



^ji dJükol f<>Jj1 "^ jy^^ ' metizAurtiii oUtim rite äen 
i^Jl-JLS ^\ JA Jjj\ eiW S '<^/ «fi« ?rf «Ö g^&eden 
i^j^ Ah\ jJtSjf ^^Tt^ ^ tnVane ^onKiin ejTe fcn. 

UJL^ l5^ O?^'' liCidl) 6 batffn üHn 9 meUtfei 

Ul^ ^:U lio d^-^.l 6 etme bona naz u tu«/*« 

!.«>■< j <^'" (*^V^*-* ^ tnc/ifmunum rui^ u mwa 

,;jM> dJbl ^Jl^^S ^Wj ^ toiron« gönlüm gle im. 

1. O dn, die da Tom Scheitel zwt Sohle rosig bist, 

2. Ich bin von dir bezwangen ! — Nun, d& hast da michl 

3. Ueb' Gnade, komm', o Rosenleibige, 

4. Uach' mein TerstCrtas Heri wieder heiter! 

6. Bei deinem Haupte, Mondgleiche, 

6. Sei mir nicht so sprtJde und graasam! 

7. Ich bin Ton dir berQckt morgens and abends; 
6. Mach' mein verstörtes Herz wieder heiterl 



t-jj JÄ*5 i^yiS^ S^j^* Sj* XVII. 



Cl-'^ i-j1jb L^> ji J-«dJ1 rj^b haifn alamo» bir daha barem-f bdadan. 

1. Wer einen Tropfen aas dem Blatqaell der Vergänglichkeit trinkt, 
kann dem Re^en des Unheils nimmer entrinnen. 



XVI. 1 Hr. ä. A. liest an Stelle von fjS U -ui so, als ob fji'd -mj (= -«i 
f jj!U>) stünde, transscribirt dem entsprechend ter takdpn (vgl. ,£«3U> y*o A^Al^^i 
,anf die Wasserpfeife das KopfstUck aafietzen' u. dgl). NB. Das pera. A-^J^^ bedeutet 
im türkischen Gebrauche nie und nimmer , Wolle', daher ist die Uebersetzung des 
Herrn S.A. ganz falsch: ,Hab' dich lieb gewonnen, o wollenleibiges Liebchen!' — 
7 ^<vo *ublf, Ton S. A. consequent §abak transscribirt, als ob r^-^-^ stUnde. 

XVII. Das Lied hat Zia Pascha zum Verfasser. 1 Hr. S. A. liest .-.«s:?.! statt 
^K?.t and Übersetzt: ,Für einen Tropfen vom blntvoUen Brunnen dieser vergäng- 
lichen Welt kann (der Mensch) nicht mehr vom Unglück sich retten.' ^b statt 
^^^b (Metrum). 



TdtRIBOtlB VotJCHLtROKR. 



359 



jjtf.^ *~^ jS\ iSf J»ip> r^y *>y^ * A**^ "^i*** dene» rjtr golmi dähana 
^L«S jfJiM ^.«Ai*5.9> ^-u>5' AJIjM« mijiana. diiien htrtulamas «ntyj ilturubm. 

•, rfjl ifi*i'^ T 1* I'tH^^^'Wy i_" 1«-*^ 4 bi-ln^t olanpi bd'fna Mr i(ann< diUmn 
i-|*l , — i^nMt\i j^3 .J '^■'iR*. oV}^ tamn Jerine dfli-r Ü yüArr jdM >e»tctcI(iH. 

Jjy^l _jülJ y**Sj^ 4^'^ vH?^ ^ rr&ttJUf ktntcii Oekana n^cf vitmiar 
^L^ J^IajL >J>^) ,py <-H^j rmdiid« nivr dide-i x*^*^ •tatimi. 

j2j>Hi* »jji LJ*;'^ ^.K****^ »i-^^lj nt^at jaiamfi wat-mf gUrah-f akaladaiu 

4. Willil du Rnhe hnben, dsrfat du nicht «nf ilio Weh konaien; 

tlenn, wor mif iliüse Aiuna kc^K^'i ■l^i' kann v«! d<>ni Slein dm VerliKn^ 
niacM nicht gorottat worden. 

3. St«ih' r«*t«n Knwisj) xuf dem «ioberan Stauiiort der Er^bung, 

Mbftid dn dem Ilaroiobo dor Foreht nttA ilai Ilnffmiii «ntkomDsn bbt. 

\. tn ituii n«rt«ii dea ITniflllcklit^hon fRIlt nicht ein oinxifror Tropfen, 
wenn es »iBtt Wniwor PBrJon uuil Juvreleu vom HSinmal K«n«n «oUt». 

A. Wer vollkomin^n Hl, wird von d«n l/iivoÜkc:>iiiiDenen uiiiht j^alllton; 
weh' Üiiil jtL dem Au^e dttr Fliidortnnn« den Liclit 

6. Jcdom VoreUndi^oD i»t «in Lnlil lu dioser Wolt Uesolilodou; 

udftr |[il)t'ei einmi in d^r Mniijcu iW V«r»tlindi{:on, dor rnliig gelobt liAt? 
1, Ub8 Geheimtiin diuMn lUiludii hnt nocli Niemand g^lK^t; 

Sobinti tarnender von Weiaen and Begabten (ind darnn voibci^Azo^ftn. 
8. Itcxchaii dir Haa Molstervicrk mil V«rwuuilQriiuE', 

ftUer liun* ja , wenn du kliie bint, kein ,\Vi«7- odor .WanimV Toilnuten. 



S jJU-yi (voralteto Orth^fcrarlii«!) atAtt i^fA^jj. — 4 -pi.jj der »e yöhtr 
— doeli Uobor«etiui)ir rictiüg. — B |j>iL*U aiefladm matt -^y^Jit. — fl jf y» ! suit 



360 ■ ScHAHHM Alas — Bitthbb. 

ftSjS AJm k±£^)S ^ i^^J^^ xif\ji\ 9 idrak-i maaU bu kUtiilk akla gerekmex 
!«£%. ^__,X)JlJ ,jji ^\ )j\Ji f> U^j ti''a bu leriau a kadar tikleli ttekmm. 

9. Erhabene» zu begreifen, steht dieBem kleinen Veratande nicht an, 
weil diese Wage solches Gewicht nicht trügt. 

j-j xvni. _^i_i_„^_i_^i_t_„i 



jJUöliS^ dir 

^j)-.«> ^ fJb ^fj^ta\^ d^Löl ,1^^ 3 «en jnonma ^tuUin her 6tV aodi eftane-dir. 

.>^L»<<,j dJol ^Uo ^^ ij jö\ ^b < daß-i eaduh u gamm taki iie p^mane-dir. 

1 . Willst du 2^nitrenung auf der Welt, bietet dir nur das Weinhaus Zerstreunng, 

2. Denn Kuminer nnd Sorgen lassen sich nur durch Mundschenk und Becher 
verscheuchen. 

3. Glaub' nicht Alles, was der Neider spricht; es ist nur eine HShre. 

4. Kammer und Soi^ lassen sich nnr durch Mundschenk und Becher ver- 
Bchencben. 



kJjÖÄ^J t-»>ÄSL« i_JH^\ £>* XIX. 



»jl^ aS A^\>yia ^jÄil J^\ ^^^\ f J^jJ 1 diiidüm aman ol atet-i lewdi^a ne tiare 
>,l5o k— *ij ^y^^ '^ iJ^S^ i^^jjyilj * ba'tandf göniU ah ederek siUf-i nigjare 
S .13 yi ,_^OÖb yi> iSXt jy^y> "jW ^ tiore bulunur bfiki dejü jandf bu nare 
S.U^J \-i^\ fcSf )J«j1 *^ l3^5^ läJÖ^U * bä'landg gonüt ah ederek ziil/-i nigjart. 

1. Ach, ich fiel in jenes Feuer der Leidenschaft. Was kann da helfen? 

2. Gebunden ward mein Herz seufzend an die Locken des Liebciiens. 

3. ,Gs wird mir schon geholfen werden,' so sprach es, und brnnnte in diesem 
Feuer weiter. 

4. Gebunden ward mein Hert seufzend an die Lucken des Liebchens. 



XVIII. 2 und 4 Hr. S, A. transscribirt pilj durch dtff, als ob ^j stünde. 

XIX. 1 alti-f. — 2 und 4 baxlandf. 



Tcrxjkchb Volkkijrdkr. 



361 



t^U»* XX. _^wI-^-^-.I-J!--..I-^-1 

jS*> fi ifCwil |iJ»JO> Af jjjt >b ' jad ejietlikdie itideUrim eJk-t yeanta lEnlw. 

Si ^L|^ ^Lom AJt^Jal O^J ^^'^»TT ' i/<^^>i'-' •""'an olur-ii AajViJj <iiihatt dtjer. 

1. So ofl iol) tier ernton JiiguQiitniro, di» tiahiii niiiil, 

S. Vcdonko, TvrjioMon luelue Augeii TUr&ueu da» Kuiumer*. 

3. Onr rii-liliK hiaM ea in vinem bcgUu bitten Scliriftfltflck; 

4. E# ([ilt «iu« ver^aa^ou9 Zeit, deren CriiiD«Tuiig eine Wult Neitli bt. 



«-»j>j** t-iyX* w»^ jy* XXI. 



I 



I 



^^*M*lä AJiyLijl f :^ L^.' f*^ *^J^ ' '^''''' <^*ainam iki ffStilm Hjkuja koMfa. 

OS— »V:> 

i^y^aiU^kSjUULiaii^^b^l^^f^^l s 7* mMuvJ ujan kmn-i t^a bite daiun- 

1. Es kommt mir swai acbnor rü, docb »II oicJi mdn LiolichoD unr uil 
scblKfenl 

S. Aljor bin Bwm Morpen! — welche« Hotr. knnn d« Sttinl tiallflo! 

S. D'ruin. u Uanil|[lei(TltA, xmcW tnl. i!ur Freude iitltch will frUch godvckt 
vrttrdeo. 

4. Tbu' iluine AiiK«n nuf, mtiii« <K'Iiebtel Ueiii Ollldc «oil aufw&Dliont 



XX. I Hr. S. A. fBMt ^^ itlx Frti^prnnQin«n und j\i (ao «>lir«Ibt sr stall 

yjS, lUlier vtiii ilim durch gntr Uaii«iTLbir1) Ton tüik. ^jCjiSS. imr«. wnK- flor.: »ii 
kommt boi llini fol^cmlo l'obi>r«otsiing cii StJind»: .Wer tiAt tlem Jtingltn^ die Tngo 
«Km Wanilereir netnacbt,' — 3 Iul> habo in diMom V»no ^Jyt ertßaxt: dei Vote 
haltd xwei Silbau au wcui);. 

XXI- I '/.ntint Kchriob Hr. ^. A. ^Ltj *^j^- 'l**^» TrTlientoi'tii or mil Blnu* 

■lifi in f^M\S I * '•7 1^ yrrtti tjiwifii ,W»iiii o> Alirli ■itniu Wliiiitcli iul*. K» >■! dlier 

. if- -» III laion von Ji, -■ kfj^iak (Motriiuil Sinnt) .j^f <a^^ "^^ in«ln Lleb<^bei). — 
^ aatiohiulak Haitriunl Im TitxUi i^jAx^:'*' irextliriuben. — ^ f}> ^'^^ ^ ^ ((V^ii «Ixi 
UMrum und don Sinn als IQrb- int/hn. 

Wl«B«r 2«ltwtir r. <]. Ku»il>> <1. Uortoiil II- ltd. 36 



362 ScHAHBK Alan — Bittubb. 

aJ i_ 1 vt _ft «1 V , Ijt ftju< ^_"- 11- -t V B termett-i mudam olmada her leb ne *e/a 

jlj \i.jtt vor 

jlX.,Xu)\ i^-j^hJL^I ,iXiS^ >>Jdj1 ^jj S z«uiit ^le-de goidän alt^tpi a titeaü^ar 

jb yk lio ifJ'jJjot Oi>Vc ' i'j'JJ^ '*'* ^ nos ^hitfnf adtt idindin bana her bar 

^^MÖbjl fXaei fijsi.iyua j^SJ^Jj^i gl 8 o« ^özlennf Meiedi^^m baxtpn ujaTugn. 

ö. Sei nicht jede Nacht so Bchlaftrnnken, waa hast da daran tüi ein Ver- 
gaügeal 

6. ErluBtige dich lieber, dein Here soll sich erheitern, o Tyrannin! 

7. Du hast mir wohl den Schlaf der Ziererei zur Gewohnheit gemacht. 

8. Thu' deine Augen aaf, meine Geliebte I Mein GlUck soll aufwachen 1 



>*.j XXII. _1^_\ _L^^\_L^.\ _L^- 

^jtSJ i_-A.Ua jS\j ^^\ 1 g tdir-i tahibtiefei 
^j»^ e*'^ O****" ^-^^ hubb-f lewadan m^U ke» 

,_jhS ^aA j^JU ijUJj i dünjada kaimas hiU ke» 
^yb ,_y>b ^J-^ AUS ailah-f bet baki heiDta 

«Ja! ij> ji jXi ^ jJt 3 her ten biter bir derd iU 
aAjI j>-«iA£ aJji\ fS AS geh germ Üi geh *erd iU 

4Jbl iS yb Aj«4_m\Ji^I 4 oyratma'a A«r ferd %U 
^«»iH ^Lö} yi r*^> dgmex bu dünja-jg a)(eu 

P^\ j-OB i\^ Sk>_ö ^ bende fuad-f aer idim 
f^l jju«> j;_,^Jki ,_»»» /a#*-f nifin-t »atJj- idim 

fj^ J^Mi ^^l,v<B ^vifti* 1^ nakS-^ humajwi-tatr idim 
,_,*—* ^J;^_, ^^ ,3 Jr-"S^ jpwterdi Haraf ru-ji abei 

1. O Besucher, der du noch atbmest, gieb die Liebe anr Vollkommenheit auf! 

2. Hienieden bleibt keiner, nur Gott ist ewig, alles andere leerer Wahn. 

3. Jedermann endet dnrch ein Leid, bald durch Wärme, bald durch Kälte. 

4. Gegen jeden anzukümpfen, ist diese gemeine Welt nicht werth. 

5. Ich war das Herz des Jahrhnuderts, war der Siegelstein des Vezirates, 

6. War ein Schriftstück mit beglückten Zeilen; da zeigte mir das HimmeU- 
rad ein bOs' Gesicht. 



XXII. 1 ej aair »ahib nefa gegen Metrum und Reim. — 3 pers. fS Hast S. A. 
kerm. — 5 j^^-Jö ,jai fft-i nijin Ueberaetzung: ,War ein Ring mit Stein und Sad- 
raiam.' — 6 ^-ji-^} statt richtig fj.il (Reiml): .Während ich eine Zeile zur kaiser- 
lichen Zierde war.' 



TCrkikciik Volkhijkokk. 



SÖ3 






7 dil xMte otdum Mr mumh 
talridl W bUdt iMwwi. 



Cm«U £,!•». ^jjö^wi » «»ndf? llirngf q/^ti 

Cjj^'i ^^^ t.>J^^ '^ o^ffU; m&^-f ^^r«( 
^j«.»3L4 ^jj.ia. j^jJl «luar-f juublvlmi miuUdiu 

,_y^lxf^ ^ jl f^>J^ )■ l/uldum odtMt tubhanftnf 

j_^jjt> i^^jJjl ^-^-^j mhimlli! oldii dadfi}rt» 

sLhojj «W ^ \^j b IS ja PoU Alt oAJ-f ru-*MiA 
sUf itCoj^ »3<u.^jJü1 itbli'nu «de ^'(te Mn yi&iaA 

»Uf »«'»^ ,_^J»^j} 11 dtrgjahfTif kfldfnt prtutlt 

7. Donn «tiutuiu ward irh krank um IlerzeD, grsdweUo «ctmaud di« 
La1>en«linft. 

S. Und tic]ilioas1ic)i flog der Lobonsvo^l dAron, di der KSlit Acbuii paas 
moiseb geworden. 

B. Ill« Lritaipo der Ooaandheit «« »rloscli. Und itu FiB«t«ra bliab dor 8«clt*- 
nilig«.^ 

10. AiifiMmmnrt« dar Har^n du eirig«n Lebftiu, erUnclilet von rlcn Lieh- 
Mm Aer Vi'ahrheii. 

It. DikiDiili bud icb meSaon nerru: Icb tbat Ihm m«ine Silodi^lLOit kutid, 
18. Ibii iini Versebuiiit Iluliaiid — iii Grijuinn gab «r mir nieiii Kei-'liI — 
13. O Herr, sprach Ich. Iwb' ich Schinacbbwlwckler auch HK1.IJI.W SOndsn W 

11. Zu (IdDom Thrvn bab' Ich ludno Ziillucfat ^enommon, ili>Ino Vorseihunir 
Ul u, die icb L-rbitto. 



8 ^2,\^■ 'p~i* mn-g-i izan. — 10 Oi^i^ ^-— » »afiah-f o^rft (Melnim!!. 

Wi* Mr. A. A. rinhlic bemerkt. i»l die« k^n Vulk«lled, •nnilom dia v«rmuthlich 
Ton Sniui Fiuchn vecfwuii! (irahiclirifl du* nt AnAuig d«r 8labsl|;erJaJire In Nlsta 
ror»l(irbonpn. bctrDhmloa Oruwirerlcr» Fu*d Pusrhu t'vcl. in Vwia h im Worbipiel 
■nit ilj«;. Hr. d. A. ffilit tliui Tust ua<;li oiiier v«n ihin Augef«rll)ft«u Oo)ii«. 

■ Der KOrpar mit den »»eh« RiBhtungen (obui, iiat«D, vorae, hlatm, iwjhta, iinkn). 

2&* 



364 ScHAOBK Alan — Bittnbb. 



^j^\ jTjA XXIIa.» _l^l«i__l_^. 



<j 



j j I jv aIö^ jJb ^^ yh -uJ I t't 1 a'mar-f beter her giin her Idkza bidur 

^LoJU noktan 

^UU ]$1^ SiJ-UI jJwJU SbUiLit S atärgda fani-dir attlarda btdur pajan 

■y-^^ i^j^^ ri '«J^ j>iy O'^^'^J^ ' birjandanolwp^dabirjaitdanolwpfa- 

^>l-~ i>t>.^ » i"t u*|j5* (_»^ t_5*>-»S * ifluB ffiM dewrtatf bitmekde taafr in- 
j^UwJI «on 

jy Ä-0 ^U t;jlj[5> ^5^ 4-^> o'j?* ' ''''*'■''" i*"* ^ dMoran oJnn jin« ol 

ijJJ^ ^^^ Ul r,.^T>\ ^^ AjAj ^j5Ü b lakin n^e mahv) etdi ol gendii /elek Ai7- 

fc,^^i-,T men 

^ * * ■ "l* '•'J^ J* ^ ij?^ Js' ^ "^ gendxi ki her jotda eimiidi jftda 

CjXrf \j^ mäfcrem 

i^^^ii*»-^ eU -> fjJLo )0'^ >\,-.fc,t B a^6a5; tutor «oru^m fiir JtoU gtditdiik 

j^L* malem 

'-<*M-'' ^-^, - -< ,^jJ-«S jX«,Mib bakdfmki giden giltnii dU'rgadakUer x^r- 

1. Die ZaU der Henaehealeben nimmt jeden Tag, jedeu Äugenblick &b, 

2. Und anch ilire Werke eind verfänglich, anch sie finden ibr Ende. 

3. Anf der einen Seite kommen sie sum Vorschein, anf der anderen ver- 
schwinden sie. 

4. Der Mensch wähnt, der Zeitentanf sei endlich gleich ihm selber. 
b. Das ist immer derselbe Zeitenlanf, immer dieselbe Welt. 

6. Wozn hat denn das Verhangniss jenen Jüngling hinweggerafft? ich weiss 
es nicht. — 

7. Jenen JUngling, den Gott auf jeder Bahn hat Ehre finden lassen. 

8. Ich wähnte, seine Freunde wflrden nnn doch etliche Abende Trauer be- 
kunden, 

9. Doch mnast' ich's erschauen, dass der Dahingeschiedene dahingeschieden 
war, die Ueberlebenden ganz fröhlich waren. 



XXII a. Wie Hr. §. A. richtig bemerkt, eines der schönsten Gedichte der 
modernen tflrkischen Poesie. — 9 S. Ä. schreibt jJU5 NjLöj, transscribirt aber 
dUTiiada güler und übersetzt: ,Und die Welt lacht fröhlich.' 

' Ein Gedicht von Ekrem Bey. 



TOWtWCHIt Vol.KSURDEB. 



S65 



^U^l AJJi jJU tzJ'jj^ Ja' *-4 o'jJ* ^^ '^'*'>^i'^ ß^i "' rf*wtnwi «/rm Jin* ol aim 

i^jJ^ jtij jj JÄ^C i3j>?. *3«— *-*s^ '* «flwiumW jfla« «u&^un Air m^J {tat^ 

jilil} hü' tar 

JiU» QjMj d&'Ur 

j—iy^ 4-L£J rj ^IjUi Jj^ ^-M^ '* ^'^^''^ ^^^ *odan ptir-ne^t tutor Oä'- 

10. Dm int inunnr iloranlb» ZtiiienUuf, immtir dieiinlbfi Wult. 

11. Icli (1jii;)iU> mir, um j«iiHti M\uii werde ia,t j^ilum Z«iUltar mit Ueckuaru 

WI»llt«II. 

IS. Id) hoffU). <bii AngMirJit dan MarE«iw ¥r«rd» ton ilsr Fxrb* d«r Tniwr 
▼flrdiiitkell tvenlei) ; 

13. Dwh u)>* ich. A*** ilin Sannn anfing und iHb Rkteo hcilur Ixchton, 
J4. Dua die ffachUg'alleii t^ui^i^ri. und «lie Wnvser litntifc mnrrii alten. 
Ifi. Das ist iminvr deretlbe ZeLlenlauf, immur rlietelba W«lt! 



•J^i^'j -JjAS- wiji.\ c>* XXIIl. 



I 



t 



aJU«^ ^««a »i t_ui ^,<~ *j^ bl S «ga ertdiofc-mf Itfri gantm rubltf wUvle 

1. EiiMs TagM wird mkh main HerEUebaheu dodi froli tujieh«ii. 
3, Wiril nio dnrfh ihre Hiild die Undo Ri«InAa llArxonB wi«dar bolsbdn? 
'S. Wird doch einmal die KauLt dei Kiuninen deu Uorgc« d«r VAMlnigunj; 
«michun? 



12 rM<fc-<L — IS BJkÄ^ jj vriii f^ A. xnernC perxtnde IrAnmcriliirt tind iIahd 
in ptrkk'tndi veriHiMert: .All« Uorgo in SdiOnlioiUinuclit.' — 14 ^mmJ ^ tnuifr- 
«nribirl 8. A. pemUtt und Dbenittit Jubelnd'. 

XXllt 2 (= & = 10) S. A. schreibt ilrelnml ddjUkl. tr«iu«cr!bin lul/unla und 
llti«rs«tst ,']iirvli llir« FTnld'. — 3 aJLo* -.-a "nfjalt-f irrtali (Uotrum!) ,I)io 
Sdmerxetisiiubt u-lrd lUe in ein»n Uurgvm cIm Wiodorfin'Innii rorwflndetn'. 



366 SCHAHEN AlAK — BlTTNER. 

i\j. J, i_j»Ma^ i^jS lio fJUi * tat* bana giin goiterib imdad aled£ek-mi 

^ ^•^ ii^y\\ >bl j^,» 15 j< ^iin> 1*1 - ■ '-^ B /)({j{f« jfJtfit (rimZtJmtJ abad tdtdiek-tni 

(j^jLa-sjol j\j IX> JmSuj,Ul&. •! ».*JL<o s £i/ment o diefa-pUt bana dad edtdiek-mi 

,<'ft «..t'l ;b _> AJj\ .11^ ^j ijXL« b i ja mälk-i dili sulrn ile b«r bad edediek-nU 

Lv».l t**^ 1^-- 1* -'*^ lifj <^,jJ^ b " ja ffiildürerek ejl^ediek-mi 6ent ij)« 

,<». % \.\\ i\-\ ^^ J . j^ ijS" . 5 j_ jjjl b 9 ja oldürerek dzetoriden agad edediek-mi 

, <;^ «lV*^ >bl , '<j< ^S,-i' ■*! - tu 10 fuCfUe Sskgk gönlilmü abad ededSek-mi 

4. Wird mein Stern mir einen glücklichen Tng zeigen und mir helfen? 
ö. Wird aie durch ihre Huld die Oede meines Heneas wieder beleben? 

6. Ich weisH nicht, wird die Graiigame mir Gerechtigkeit erweisen, 

7. Wird sie das Reich dea Herzens in Tyrannei den Winden preisgeben 

8. Wird sie mich lachen machen und mich wieder anfiichten, 
0. Wird sie mich ttidten und mich von dem Unheil berreien, 

10. Wird sie durch ihre Hnid die Oede meines Herzens wieder beleben? 



xxrv. 



■"' ■■■-■ lyui t\S <Sl^ji iji s\S 1 geh herd-i firkel geh *ia-i katrel 

vJlOjSj o*", ''^ k^i-Jj« >i> sW S geh derd-i urbet geh je'i Ü kUrhel 

■ "-•^ i , Akl. ^ SJiXLi i«*4>f, 3 jekmu /elekde bir lakza rakei 

l1',->1[.'>j j.^ dJl^H y> j.,, 'f j'^ 4 jokmn bu ^ fyadd u nihajet 

^c>jXi fr-y^ \S^J^ Pr** ^ önirnnt getiirdi tabi-ftn bUirdi 

1. Bald packt mich der Frnst der Trennnng, bald der Sehnsucht hei.-^^e Gtuth, 
3. Bald der Schmerz dor Fremde, bald Verzweiflung und Bokümmcniiss. 
3, Oibt's denn auf dem Erdenrunde keinen Augenblick der Kühe (für mich)? 
i. Gibt's für solche Leiden denn kein Absehen und kein Ende? 
5. Mein Leben verstrich, meine Geduld ging dahin. 



4 «)U> taleil. — 7 Jj jXi^ b ja melek dili ,oder das Engelhera' (Metrum!). — 
8 S. A. schreibt Uj6\ mit 8,-9 Statt -jj,j^ steht bei S, A. i^jji*, was Hr. S. A. 
durch ,Qual' wieder^bt. 

XXIV. 1 CUiJ, »igßrkat ?. A. hat lierd-g fgrkat und »iz-e katrel .Worte der 
Sehnsucht', also türkisches :^.vi «oz mit persischer Iza/et. — 2 derd-e; anstatt des 
von mir conjicirten ij^iS hat S. A. c^,^yS girU, was er durch , Schmerz' über- 
setzt (?), — 3 eig, rahat. 




T0BKI8CIIf! VoUtHLIEDEK. 



6. Gfthftn dmn nicht Kn«h ilic Tftgo ^a* Et«nda rorfibcrV 

7. be JMsl noch ndrht r«D<iK ilor QiiaI fllr mplna S»alef 

& Gibt'* fllr mkiini I.fiidAn donn k«in Ab»Al>bn »nil k«in Enilo? 



XXV. 






h t tiJ « Bn^Cit toid-i Icosa-ttfr 
kmdi diuU tlMurmaiit'mf. 



1. WKIirend ivh wiu Mv^an tltiur di« Rnfgv »eg, 

5. Wnnl du Im Hoi-hlsiul i*T Liebe di« Loila. 

3. Haut du dim LieUMtrnnh aiik dor Kiir&ffe dM Henetu 

4. Nlahi mil eigener Hand mir oiiifrnflllt? 

b. Die Liob' au deinoti Loakan 1st tVr meiii Hkupt «in VeriiXniniiM, 

6. Dels wlrraa Hav die Fv^o^'i dca Kchichml« 

". Nimmor wird mein Der« arretl«t, dona es itl h«lRifr«*Dolit 

8. Hut da dttu LiabMtnuik am dor Kxnft» At* Hnfsvne 

H. Nicht mit eipoiiN Hand mir einpetttllt? 



o v_ 



J-j XXVI. ^, 

jj^^\^ yw-^ AJo^ Cf-^US 1 ?WeM-J Av<M Muier wsft^ 

1. Wer g«ht deim nach dom Rtwenflnr deinM Gau««? 
3. Wat a^hX dich >n, deinen Piuw dir kOftMndP 



XXV. 3 swtitar-f. — 5 Aniooff. — ft. A, fust ^^,-;;f* and iJ «ppAlMiviKh 
■I« .venOckt* und .neboltfre Nachr. 

XXVI. 1. gaitn i^il»i, aU-o Iflrkiw-h ^p 



388 SCSAHEN ÄLAH — BnTNER. 

.jaJ .U »aS (_j^ JÖLi iS'-l' 3 ba'rpnf /one gÜ>i kim jargjor 

jyi\j\h i' t -< i^^SÜUj _XlJ9>M 4 sncifij'ini ztiZ/ü'nü kimler larojar 

^ifJ3 ,_,X^}J ^1 ,_5t>JlJ> ^'-^^ ^ ^'"^ A^oUf o nexakeili tenin 

ijX»öb> d>^** •\ -jIj ^jt _^ 6 tim Oper daim o konUeniehenin 

t£j3tX),_)J j^di-Kdjat ,L:k j_y5öVjb 7 Aan^i j(ar Örtelejor gül bedenin 

jyj\.U> S.^j<S j_^ulI: |(Xj}^<u> 8 (eicdijiin zälfhnü kimter tartgor 

3. Wer dnrchfnrcbt mein Inneres wie mit einem Kamm? 

4. Wer kämmt deine Locken, mein Liebchen? 
6. Wem blieb dein zierlicher Leib beschieden? 

6. Wer küsst nnn immer deinen Enospenmund ? 

7. Welcher Dorn that deinem Koaenleib weh? 

5. Wer kämmt deine Locken, mein Liebchen? 

ci^jc*- (T^ xxvn. _j.__i^i__i^i_ 

ijJLfj ji pjol ^j^jji ^^^^ 1 setien görmiU idtm bir neunikaU 
^Ls^ "^l^ j - I "-< iV)J^j$ ^ göziimden gitm^or Kala kajaU 

^l.Ä ^Jla.. 13 - 1 "-< tjj'''^39^ * göxumdea git/mt^or ktda kajali. 

1. Unlängst bab' ich ein frisch erblDhtes Mädchen gesehen. 
3. Und sim hab' ich ihr Bild immer vor Angenl 

3, Eine Welt war's werth, mit ihr allein zu sein. 

4. Ich bah' ihr Bild nun immer vor Äugen! 

jJlijjij i^jfiJS 1*^' ' '"^ j '■^j ' reng-i rii](*arfna gülgun dediler 
Jüi.XJ) O?"^^ aXÜaA- *y^ ^ liwe-ji ^ümüne e/ttm dediler 
j^."^,^ OJ"**^ di.<«Jjjj.i J^ ' ^''^~' f'trideine me/tun dediler 

1. Die Farbe deiner Wangen nannte man rosenroth, 

2. Die Art deiner Schönheit nannte man zauberisch, 

3. Und mich in meiner Verwirrung nannte man berückt. 



7 Hier Übersetzt S. Ä.: .Welches Insect umarmt jet^it deinen Rosenleib?' 

XXVII. 2 und 4 S. A. schreibt ^iuli,' der Türke spricht hajal. 

XXVIII. 1 9. A. schrieb AJiiJL^iLj ,jüj, aber 2 richtig A^Lü*.^ Svul) 
3 döij^,^ J'^' '"*** '''^' ^'"' Fron. Huff. unilbersetzt. 



Tf KKISCfRE V0I.K8I.IRDEII. 

J^-H.^ 0>-^ ^. «jM '^-^ * '"^ ^^ **"" "**'*■•« ***•»■ 
lyviojJJ 0>'*^ \,w f.¥ ^jJLo i AifA' I,ilh4itr^ diUnim o/dit'wmo 
,j*jb.jJ54 A^-A AJ^i-J tr*** ' ""' ^*'%'" '*^ huldu'umv 

Jjj^> ..fcX^ ÜJ rJi-J ÜLw ^ »ir»M JlÖn hava mp^tnwn dfdUtr. 

t. Ulch oMint« mni) LeiU iin<l mUli Ue^Av! 

Ö, Nnn wiss^n'R di« B«r2', da» leh vaa 8>nMD gcdtoiatueo, 

6. Umi ich dftr LoilA dich ihnlich bofUnden haba. 

7. Mnn hat's (;<^tne'rkt, wi« (c)i durch iloin« Li«bo vtirvrfllkt bin. 

8. Dieb niinnK mnn LaUa nnd mielt Mo^nfln! 



369 



J-j XXIX. _„l_l _„!_ I _„!_ I _„ '. 

jSjJLyJiJx >biji i^CLm J-JIS y 1* iiin< I Jti'nurfjr gdmtt »*nin /r-rjad-f aUJftttrftut 

<J^>o*^X« i^J^^ J> tjidrtr? ^\ >^'>^^ * jandpi tg ktUare dÜ janäsn mtla^ na- 

AJii,\i rpta 

kjTT^ J>i ._,Ä^>^ j_^j \>i^ ,_y>\j_ I ic**-i fnwfffl rety( «-tmito JHIi yft( rigf- 

A^U rfHa 

.y<Jb1 O'^t }9-^^ i-yV*^ tfXÄöl yb A hertitintn ha'rfiaf mntiHiui'^ '/•}<*'* rit^or 

1. IMe Laiilo kommen ^licll^ weuii du .Feuur' nifrt; 

S. Denn du. dii arme« Hftn, iln brvnost Ja vom Fenor dar Liut, 

3. Wie AncUft hnt sich die Tarbo der Liebe*rerEneinuii|[ auf deiueii Wan^ou 

4. Demi du. du armos Hem. du brotiitat ja vom Feuer der Lust, 

5. Jvd«c deiner li«afser twiugt mei» IniwriM sum Kln^iii 

6. Uoiiie 1,9^0 ipälit mir nicht «i« dorn SUm, aie geht mir im Kopf liemm. 



XXIX. 1 S- A. hut <k^jL-£ji. — 3 *-:jjU-*.j Ö. A. fB»»t JJ »I« \>t,n. gU 
,Ro»'. ich nehme «Irk. küi ^i.uh«i* — ft (liw hnlie ich ,_^^L» ergüiiii, dt. der Vmb 
um dr«i Silben «u w«ni|r linilo (_«!.). MerkwUnlific» Wftiw DbtirMUiI Hr. S. A. 
(•in in t«in«n Text« weni^tona nt«|it vt^Jivndw) .rnoin ödinlllli'. 



37Ü ScHAHBN Alan — Bittnbb. 

^Uio, j \iyM ,_jM) Sj<.*Jb i^j-ö ^ I A«m A«ni Aenule ten* tewda periian t^lfjor 

7. Mich and aucb dich macht das Schwärmen ganz verwirrt. 

8. Denn du, du armes Herz, du brennst ja Tom Fener der Lust, 

Ol, jÄ*5 ^yüu ^j^\ ^jjt XXX. _^^i«j:^«i„^_„i„i_ 

CUil ^1 f^^ Lj*^ A^iyvi if^ 1^^ ' dztmftn ^JW tewdikdle teni gimlüm ej a/et 

kJXoC* ^jij r} ^ ^L-ol tlfj^fMUji ^ götUrmedm ada bana bir ru-ji mufyabbet 

(JUjLfJ ^jjjl Lub a j£* (»^^ ^^yi ^ bundia em^im tnoAu) ti heba old» nikajet 

>k)>Ä> uixi^yu) tiSiMi^y\ t^ Cr*' * '^^ '^' o''t*r* «etcdülfejim Aenife aetamet 

tjJ'iJJiS dtJbl .l^\ ijjyk^jjc^.l ijjC^ÄUI 5 ejlenmek iliin her jeri agjar iti gildia 
it^jJül ^ f^)^ ^J*»^^^ ^\> >ifij^ 6 kgrdgn dÜ-i büiaremi gör-kim neler eidin 
ift* ' i-T ^tywi ^ ^^1 AJ^t ;IJ ij'>^ ' ""^ **'*'' ^'^ "(Iff ^^ ''^ «end^ ijittitn 

V -; fi^->yM ,>jUdAJy ^Lo ^;j.u> 8 «en tä' olatfn tewdidi^im bendt telaiueL 



1. Hein Herz liebte dich wie mein eigenes Leben — doch leider! — 

2. Nie zeigtest du mir ein liebend Oesicht. 

3. Air mein UUhen ward schtiesslich null und nichtig, 

4. Bleib' nur wohlauf, mein Liebchen, und ich sei Gott befohlen! 

5. Dich zu vergnügen, biet du überall hin mit Änderen gegangen, 

6. Do hast mein armes Herz gebrochen, sieh doch, was du alles angerichtet 

7. Unter vielem Zieren hast du endlich doch dies Wort angehört: 

8. ,Bleib' nur wohlauf, mein Liebchen, und ich sei Qott befohlen' 

J-»J A-X.A.1, _kj I My> I vv_ 

^^i*^** i^jl UUi) fj^^\ t5— '^ 1 °*t^ ohbim Sana ej kontfedeken 
^^^ ,_^ii ,lf^\i >jX«JI ; , '3 r- * i'-rnmez aUilere jakdpt baii aen 

1. Ich hab' mich in dich verliebt, o Knospenmuud, 

2, Von unauslöschlichem Feuer liess'st du mich brennen; 



XXX. 6 dü-f. 
XXXL 1 gontie. 



TCRKISCIIR VdLKSLtKDKK. 

^^jtn ^J!^_ t;i'j>*b «jJuiJl j-»J>m ^ vünmo altJUre jatalpt beni ttn. 

3. Ww wSn (M, wonn kb dich ni« §:«oLou tiKtl«! 

4, Von nnaiul^«cbIicli«Di Feuer UsM'st <lu micb bronnen. 



371 



tly?V-^ CJ** (.»»i;^ j.^SJiL'oy i_$;jy ' or*M-i toMJe<«ti-c2ir bä'rpaf icon g'/^rm 

^I^^Jbl ^LmJ^ jJJLU; ^l>^^ ^^.''' » i«*(frfif tevnla-ji eut/iiiidir peraisn ^T«)*» 

,^,«1*1 o'^^J i_«i^^ rfk*J*lj yiSj^ä -1 ß'-kat^-Jp-hafpuadünja^itp^ina^^n» 

^^^jjJbl i^LiJ^ jjJLiJ : ^^1 >^ ,_^y«JJU 4 oMfnif teieda-je tSI/üii-dir periloH ()l^(« 

jl^ i^j^J^y». war 

j\S^ tj\j J> £^ ULmi ,2^iJi^)\ U^> « m2«)i ttmuSkon tana nurj-f Jl/-f Mrte 

Cr^' ^UiJ^ J-*-^; »J^^y*** s.s*''-** * (iKpnpjemrlo^'f tU^Sn-db- /ratfan ^l^m. 

I. D«r Wuiuch, mit djr vereint su laln, Ut's. der da« Iimora mU bluten niaclit, 

3. Du SchnKrinen fllr deine Lockon Ux'*, das den TeraUnd mir wirr nucht, 
S. Die Trennung i»t'«, di« moiiiem Kopf* di« Welt kuki Knrker mitcliL 

4. Dm SchvHrmpii fllr <l«ine Luchen let's, du den VerMaiid mir wirr mLcUl. 
fi. Brauchet du den Kfliiiiiiblken deiaer Atigeu erat fallen Inweii, 
ti. Da der V«grel melriBs amen Bemtu Ton dir acbon etja^l islf 

7. Wohl wur ioli nicht unacbbam; doch wu toll ich tbun, Holde? 

8. Daa SchviXrinen für delii« Lockeo Ufa, dai den Veratajid mir wirr macht. 

«-Si*'c>^>j xxxm. o-:_i j^_i i_i«i 

^l Aj\ »i^ mt hv^^ -, ,r^ o>^^ ^ * neUitnjtUhnetadiekhirgfMlmatailgetna 
f4L«j> ^ *jL^,^^ji.^AJbl AjsS AAjI^ t ^ovim Ite yirft tie g'^idi hajotfn nt dtaait 

I. Wsruoi rorfTcht mir wohl nidit ein Ta^ tret tod Bclinion? 

5. Unter Kuminei und TlirXiien verk;iiif ueiu Leben, naa Unmer Ich aagte. 

XXXll. 1 und S A. A. gibt a!« lelat«s VTort ^J^t an, Jm dritten iidi) vierten 
Vera» «her |^,-IjI: ,!&*J^\ ^le heUal uacb 5. A. .teihlenden'. — 6 Stall d« ricli- 
t%eii tji-V^ :f "' ■^^j^ '"'^ ^- A- (.yAjj^Alui tj^\j$- ~ Uüberiettuufc von 6 und 6: 
.Ufo nnthi^, muino Atigen «a spälum au laaaen, «renn der \nfgt\ moinmi traurigim 
Ilenmis echon frefaiigen Ut?' 

xxxm. I Ilr. ^. A. Ubenebtt itinlich, hai aber .„i-; lUU A\- 



372 Schaben Äulh — Bittner. 

l^jjL« ^^ Lj^ ijh^^l) ^ Lj^j^r? ^ brakgr-mp bu jaJgmda 6eni kit) mader-i 

gantn 
f>y^ fO-twCJ >jvw>)Uia i^^l OJ^^ * mtfa agui-f w^atfnda jetUdvm byiidiim. 

3. LSsat TOD mir ichon in der Jngend die Mutter ,Qram' nicht ab? 

4. In ihrer treaen Umarmntig bin ich aufgewachsen, grosa geworden. 

XXXIV. 

j^W 1 $\ i-ÄjjjJ JJ |J S.jJ I göreti gut jiizünü alt a daanpa 

>i\^^ ^b -j-JrfJLjU ,jj» AJ 2 ne kadar ndfelijim i/ak düraanfm 

fj\^. A^Jtb (»Jj>^ l**^)^ L>^ ' ^'*'* S^^^"" fü<clint jakma dxanfin 

fi\^ ^b ^^duLuJ jjJ» AJ * ne iwiar neJ'eUjt'm hak diiwanpn 

tSfjS.yu) (Jj^ A5L)iJ«>m*1 j> t> der-t ämidine jntler »ürerek 

ilfjA^i ^^ ^^^ ij'^ J^i."^"^ ^ 3*^V'>^ ^^^ «ana däanpn d^erek 
*jl^^ ijIj ^^A^diü ,^ Jö 8 tie kadar nel''elijim bak dzivsanfm 

1. Seit ich dein Rosenantlits gesehen, ach, mein Lel>en, 

2. Wie bin ich frShlich! Schan' doch, mein Kind! 

3. Bring' mich lum Lachen, meine SchOne, lau' meine Seele nicht brennen. 

4. Wie bin ich frShlicht Schan' doch, mein Kindl 

5. An deiner Hoffnungspforte die Wangen reibend, 

6. Hab' ich mein wirres Hers dir lachend hingegeben. 

1. Schau', nnn geht es dabin, dich, mein Leben, nehmend, 
8. Wie bin ich fröhlich! Schau' doch, mein Kind. 

>j XXXV. _«!_ I .^L- I -«1 

^O ^1 A.MwjJiJj j^^ IXu) ^ 1 ben »ana dzangm dedimse g pert 
^fi i_9^)l9 li^'* » "^ Jk.^ dh*il». z diatifma kaid eimeain war-mg jeri 

1. Wenn ich dich mein Leben genannt, o du Fee, 

2. Haat du denn auch das K«cht, meinem Leben nachenstellen. 



3 ffirik. — itiiader-f. — 6 agol-f. — Uebersetsung von Vers 6: , Bin ja an ihrem 
treaen Schosse geboren und gewachsen.' 

XXXIV. S. A. hat 1 ^J*ij>i■ — 6 A^j«j*\ .j der-f ümidini statt a5^x~«\ .S. 
— 6 dil-s- — 7 Ich lese *jLa. statt ^l». (Metrum !). 

XXXV. 2 ,Ist das ein Grund, dass du Bache an meiner Seele wolltest'. 



TObkischb Volküliedbr. 373 

t^jMij^ f<>^^ Ail J»l ^ym> S bakpnfb Urafa oldum teraeri 
^^ ^j_«\,,,^\ oJOkj fJj«^ * göüerim joUarda akiamdan beri. 

3. Ich habe mich flber&Il hin nm^eaehen and bin von Sinnen gekomtnen. 

4. Und nan späh' ich aaf meinen Wegen seit dem Abend. 



3 ,Ueberall ■nchend bin ich geworden; meine Aagen apäben die Wege seit 
dem Abend.' 



Anzeigen. 



Giomale della Societä Äsiatica Italiana. Vol. x. 1896/97. Firenze. 
Sebbbr. 1897. S". — xn, 218 S. 

Dieser soeben erschienene Band enthält neun Abhandlungen, 
nämlich : 1 . La curiositk di Jocobama, Parte quarta, von Sbvbrini 
(p. 1 — 42), eine Fortsetzung der in den ,Pubblicazioni del R. latituto 
di Studi Superior! in Firenze' im Jahre 1882 erschienenen gleich- 
namigen Abhandlung i — m. Der erste Theil brachte den Text eines 
japanischen Werkchens in photo-ltthographischer Nachbildung. Dieser 
Text ist in cursivem Chinesisch und Japanisch (Hirakana) gedruckt. 
Der zweite Theil umfasst die lateinische Transscription und der dritte 
Theil die italienische Uebersetzung des Textes. Der vierte Theil bringt 
nun den Test in der regulären chinesischen imd japanischen Schrift 
(Katakana) und bildet so gleichsam den Schlüssel zum richtigen 
philologischen Vereländniss des ersten Theiles. — 2. Les manuscrits 
arabes de la Zaouyah d'El-Hamel, von R. Basset (p. 43 — 97). Ein 
Verzeichniss von 53 arabischen Handschriften, welche in der Zäwijah 
von Et-Hamel (zwischen Bou Saada und Djelfa im Süden des De- 
partements von Alger) sich befinden. Basset hat die Handschriften 
nicht selbst eingesehen, aondem das Verzeichniss durch die Vermitt- 
lung des Generals Collbt-Meyqrbt erhalten, dasselbe verbessert und 
bearbeitet. — 3. Fleurs de ['antique Orient. Extraits d'ieuvreB inödites 
d'anciens philosophes chinois, von Ch. db Haki-ez (p. 99 — 129). — 
4, Le idee de politicbe di Nizäm ul-MiJk, von J. Pizzi (p. 131^ — 139). 



Da» MAsava-Gbbta-SCtba. 



375 



— 6. Note Etiopiche. i. Una guerra (n )h Nutia e 1' Etiopia nel 
8e«olo rn. n. Loggende Tigray. in. Sovra uda tradizioDe bilin, Ton 
C. CoiTTi RosKiMi (p&g. 141 — 156). — 6. Sitl cap. XL de] Genes!, Ton 
demselben Verfiwser (p. 167— 15H). — 7. D Brahrowi nel Rigved«, 
von A. FoRMicm (p. 181—174). — 6. Rasavaliinl i, 8— lö, von P. E. 
pAvoiJKi (p. 175 — las). — 9. Le nuovc propostc di trascrizionc, von 
F. ScBRBo (p. 199 — 205J, Mit Bezug auf die Vorschlftge des Genfer 
OrientaliBten-Congresäes und die bckfliinte Bi-oschurc von E. Kcirs 
und ScHNOBK VON CAtioLSFCLO. — Es folgeu daDD Kecensiouen: Tlie 
Collection of Egyptian Anti^mities of Liidy Mbcs; Tho Whitney Mo- 
mori») Meeting; AI-HAzI'b Trait^ sor le C'alciü dnns les reins et daos 
la vessie, von P. db Konixq; ConnAöy's Abhandlung ,¥Ai\e indo-chi- 
nesische Oattaativ-DcnoiaiiiHtiv- Bildung'; Jubti'» .Iranisches Nataea- 
buch'; fGrundrUs der iranischen Philologie'; Vor.PioBU.rs ,Ch)nesc 
Pbonology'; Vitalb Gbida's ,Chine6e Folklore' and R. Schmidt's ,Der 
textus ornatior der ^^nkanaptati'. 

EsiEDOiCB MOUiBB. 



S »ITlI^^irg^T B Da» iMnata-Gfh^a-S^tra, nelwt Coinmentnr in 
kurzer Kafisung^ horausgcgeben von Dr. FViboriitr Knaubh, Pro- 
fessor an der St. Whtdimir-Univemitilt zu Kiew, ät. Petersburg, 
1897 (S Rbl. = 5 Mk.). 



Kin Work lanailhriger Mfihe und Arbeit ißt mit Kxadbs's Aus- 
gabe il<!S Mänava-Orhya-Siitra endlieh an die OelTentlichkeit getreten 
und wird ohne Zweifel von allen Fachgenossen freudig begrüast 
wurden. Mag man aueh in noch ho vielen Punkten mit Kkaükr nicht 
Qberoin&timmon, Eines wird ihm Jedermann zugestehen aiQaaeD: dass 
er seine wichtige und sehwiurige Aufgabe mit der grSsslvn Hingebung, 
mit der peinlichsten Sorgfalt, Gründlichkeit und Akribie durchgofllhrt 
lial. Er hat sich nichts erspart, was »ur g<;doililii:hcn Lüsung dieser 
Aufgabe an Arbeit zu teilten war, und alle seine Ang.iben zeichnen 
sich durch die gritestc ZuverlKsalicbkeit aus — das erste Erfordemiii» 



»76 



FuiKURICII KXACBR. 



einer Tcxtcdition. Ich glaube, daas bierin allein schon ein so groeees 
Lob enthalten Ut, dass dem gegenüber nlle Aiiiistollangen, die too 
diceem odor jenem Standpunkte uub gegen dea vorliegende Work 
etwa gemacht werden können, von vornherein in den llintergnind 
treten düriUn. Ein ziemlich maugt-ihaft überlieferter, viele Sehwierig- 
keitCD bietender nlter Text ist hier nnch imrgfUl tighter Ei-wUgung 
aller in Betracht kommenden Momente, mit reichen, das Studium 
desselben erleicIitemdcD ßeignben, zum eniten Mal» und xwar in 
vortrefflicher Weise den Fachgenosseii dargeboten. 

Die Arbeit war ursprünglich von iinKerem geraeinäameu;, leider 
im Mfirs dieses Jtihi-es so unerwartet frUh dahingoscbicdüncD Freunde 
Petki von BRAnxE begonnen, welchem ich seincraeit die mir auB 
Indien zugeeandten Mss. dieses S'&tra fibcrlasscn hatte. Während 
mehrerer J.ihre widnieto slt-h Braukk dem Studium des Werkes 
und borottete die Edition vor; docli stand er aus hier nicht zu er- 
örternden Orlindcn von der Ausführung der Aufgabe schliessltcb ab 
und machte Kkaueb im Jahre 1887 den Vorschlag, dieselbe zu. ttbor- 
nehmen. Nach einigem Z(3geru entschloss sich dieser zu der Arbeit, 
deren weitaus grösster Tbeil noch zu leifitcn tlbrig war. Er hat sie 
mit Beuulüung der aorgriilligen Vorarbeiten Bhadkb's nach Ueber- 
windung grosser Schwierigkeiten nun glUeklich zum Abscliluts ge- 
bracht und das Werk in pietätvoller Weise dem Andenken dos 
verewigten Freundes gewidmet. 

Wichtige Förderung ist Knauek durch Beschaffung und Ve 
mittelung handsehrifttieben Mnterinlcs und Beantwortung niunelier ein^ 
BchJÄgiger Fragen, vor Allem durch Herrn Hofnitli Bchlbr, wcitor 
auch durch Herrn Professor A. Barth »u Theil geworden, und der 
Nestor der Indologen, Herr Qebeimrntli BOhixucok hat im Auftrage 
der St. Petersburger Akademie der WisBense haften, auf deren Kosten 
das Werk gedi'uckt ist, eine Con'ectur gelesen, die ihm Vurnnlussiing 
gab, dem Herausgeber «ine Anzahl von Conjoctiiren zu dorn aehwio- 
rigen Texte mitxuthetlen. Kmaiibk ist, wie er p. 7 dea Vorwortes gern 
bekennt, durch Henierkiingen BOnTLDiCK's wiederholt 2U BesHerun^i 
seines Textes veranlasst worden; Conjecturcn aber, die er selbst 



Dar MANA\-A-OitTrrA-SC>TBA. 



377 



nicht glaubte vortreten sii künnon, hat er in den ÄiimorktingcD mit- 
getheilt 

Bei der Conatituining de» Textes ist Kkace« vorsichtig con- 
sen'ativ verfahren und hat sich nur dort i?lne Aundemng der Über* 
lieferten Können gestattet, wo ihm gotchc unzwcifclhan sicher und 
dring-end guboten schien. Er wollte lieber (Jefahr laufen, eveutuell 
«in richtige Conjectur statt im Text nur in der Anmerkung zq 
bringen^ als eine vielleicht doch nicht ganx unmögliche Form im 
Text« £U ändern. 

Wann es daher aueli xu erwarten steht, dass ein Theil der 
Fachgenoascn der Anficht sciii wird, Knaubb Iiiittc an dem Texte 
selbst nach mehr Verbesserungfu anbringen suUeu aU er ett gethfin, 
80 werden doch wicdcnim Andere sein Vorfahren im Woscntlichcn 
billigen. So darf ich hier anfahren, doas Herr Hofruth Bdulrk mit 
KNAnFR'a kritischen GrundsStzcn wceentlicb flh ereinstimmt. Die werth- 
vullun Conjecturen unseres allvcrehrlcn Altmeisters Buhtun<>x sind 
darum doch, wie echon crwfihnt, dem Lc8«r nicht vorenthalten worden, 
und ist dadurch der Werth des Werkes um ein Bedeutendes crhüht 
worden, indem wir nun neben KKArea's Edition auch Böhtuhok's An- 
Hidit über die ursprüngliche Gestalt des Textes vor un» liegen haben. 

Von dem Commenlar, dessen Autor nicht ganz sielicr zu er- 
mitteln ist, hat KKAtieii aile^ mitgcthcilt, wau zur Krklllrung de« 
Textes von Bedeutung schien. Kr bietet also mehr als blosse Aus- 
züge, er giebt den Commcntar nur in etwHs uhgekUi-ister Fassung, 
unter Wcglassung dessen, wns nicht zur Textorklärung gehurt. Leider 
ist der Coninientur recht mangelhaft überliefert und Kkaüsr ist sich 
selbst darüber klar, dass er hier etwas ganz Befriedigendes zu liefern 
nieht im Stande war, ja er nennt den Abdruck des Commontarti 
selbst im Vorwort ein waghalsigeH Unternehmen. Dennoeh glaube ich, 
diiSH die mciäten Facligenossen damit sehr einverstanden sein werden, 
das» KsAUBB den Coramentar nhdrurkte, bo gut er es eben ver- 
mochte und nicht etwa aua Furcht vor Verstössen soinorsoits damit 
zorUcUbielt Jedenfalls Ist er xn allgemein zugttnglich gemacht und 
das werden die Meisten dem Herausgeber Dank wissen. 

WImar Xaltutr. r. •). Knhds d. nurfctnl. XI. Hd. tt 




878 



FRiEDnion Knaukr. 



Dem Text ist eine Kehr ausf^hrlit-be, 54 Seilen lang« KinlBilnng 
Toranogeschickt, welulie in 14 Paragraphen folgende Punkte be- 
kandelt: Bestand iles hanfl&ehnAIicIien MateriaU: sur Signatur Aer 
linndHchriften; Kur ClcHchiclitr Av.t Man(l»diriflRn; der Cnromenbir ; 
7iir Oenealogio der Haiidscliriflen ; atur Oapit«1zUliluiif; und Inter- 
punctionj zur Orthographie j zum Saijidki; zur (irammatik ; zum 
Lexicon; besondoro Capitel; zum Kam»n des Sdtra; die Pari<;;ti(h(afi; 
Narhtr%« und Itorichtig'ungcn. 

Ich kann Iiii'r uatlVrlicK nur eiuige wenige Punkte Tjerllhre» 
und wähle inshesondi-'n: soUhc, in denen ich Kkaubr's Aiiefülirunitccn 
nicht ganz Wzttstimmeu im Stande bin. 

Die Handschrirtenfrago ist von Knaubr in gründlichster Weise 
bebandelt worden. Er kommt dabei zu dem ßestdlat, da»s die M«8. 
in zwei Hauptgruppen, A und B BCrfalion, welche sich »cbnrf gegen- 
überstehen. Eine Mittelstellung nimmt der Text de» Commeiitars 
ein, der in seiner zweifachen Hccensionsgestnit als Gruppe C be- 
zeichnet wird. Die einKclnen Gruppen Kerfallen dann weiter in 
mehrere ünterAbtheilnngen (Familien, wie sie Knaürr nennt). Es 
lassen sich auf diesem We^e drei Archetypen unterscheiden, welche 
noh Bftmintlich aus dem Urtext des MAnava-Oi'bya-Sfttra allmählig 
herausgebildet haben (g .'i)- So weit kann ich Knaurr folgen und 
bcintimmen. Dagegen verma^^ ich solches nteht mehr, wenn er p. xxvti 
weiter wie folgt, bemerkt: ,Aber auch der Urtext dea Manava-Qrhya- 
Sfitrn bat, wie man annehmen darf (§ 13), seine Vorgosehichte ge- 
habt, indem er Kvra'i Keeensioncn in »ich vereinigt, die dur Mäiträ- 
ya^iyas und Mäuavas; sie bildun eine Kinhcil im Mäiträyai^iyaMäiiava- 
Gi'hya-Siltra. Dicäca hinwiederum geht auf eine oinheitliche Quelle 
jiurllck, nämlich auf das M*itrÄyayiya-0|-hya-.Si!ltr«.' 

Hier hegt vtcllcichl ein Versehen im Ausdruck vor, denn man 
versteht nicht recht, wie da» Mflitr.-Mäiiava-Ö.-S. die Kinheit der 
KeceiisiüQüo der Mäitmy&oiyuä und j^Unavas darstellen und zugleich 
auf das MditnVyaviya-G.-kS. als einheitliche Quelle xurttckgehen kann; 
aber auch abgesehen davon, scheint mir das rorlicgcndc Thatsaehen- 
matorlal zum Aufbau einer solchen Construction doch gar nicht aus- 



Da» MAsAVA-GsUTA-SftTBA. 



379 



zDieichcD. Mit Hilfe desselben ktioDen wir nicht einioal bi» zum 
ArcbctypuB des M&nnvu-Qiiiytt-Sfitrn vordringen. Was dem Toraoa- 
gegangon, erscheint gnnx dunkel. Aus dem Umstände, dnsH die Tor- 
IiandcTiuii ^Iss., welche doch nach Ksaubk's eigener Meinung silumt- 
licli auf einen iins niclit mehr errciolibaren Arphetypns des MAniiva- 
Gpliya-Sätra surUckgehen. thcils den tarnen MAitraya^iya-Uvhya- 
Siitra, theils MäilrÄya^lya-MänÄva-Orhya-Silti-.-», tlieils M;inava-Grl»ya- 
Sätra tragen, scheint mir schlechterdings nichts ireiter hervoreugeheD, 
als das» eben dieae drei Namen ein und dfliDtelben Siitra promiscue 
beigelegt worden. Und das hat j» aucli gar uicbts Aulf&Iligos. Die 
MAiiava sind eine Unterabth eilung der Stsiträyao'ya. "1*1 zwar speciell 
eine Schule tou Sütrakäriid; sie »ad die S^ltrakäras der Meiitrnyauiyv 
^kbA. Es ist daher ganx in der Ordnung, wenn ihr Sütra als Mi* 
iiava-Gt'hya-Bätra bezeicboct wird; ebenso abor kann es Mniträyaiiiya- 
Grhya-Sötra genannt werden, weil os eben daa Grliya-Öötra der 
Mättr&yaQ{yn-(^äkhä ist; man konnte da die Bezei<>hunng MAnava 
«^lassen, da es, .to weit wir wissen, nur ein Grhya-Sötra dieser 
^khA gab, nämtich eben daa der MAnava. Wullle man abor be- 
sonders voliatttndig bei der Bezeichnung verfahren, so konnte mau 
es natürlich auch Mäiträya^iya-Mänava-Ophya-SAtra nennen, dos 
nrbya-Sütra dt:r Mänava, welche zur MnitrA.y(iQiya-(,'Äk)tä gehören. 
Allu drei Nauien besagen ganz dasGclbe und kunnten und durften 
daher proniiscuc gebraucht werden. 

Wenn nach Kkaubr's Angaben (p. xtv) der Name MÄilrAya^iya- 
G.'S. sich in der ilttercu Manuacriptungruppu, dunobun auch in der 
jüngeren vorfindet, nicht aber dc»r Name MAnav« in der älteren, eo 
darf daraas vielleicht in der That gufulgurt werden, daas Maiträya- 
Qlya der in Allerer Zeit Übliche Name war; üb darauf die Bozoit-^huung 
MalträyaEjiya-MAnava (tnd zuletzt erst die Hezejchnung Mänava folgte, 
erscheint schon xweit'elhafter; auf keine Weise aber erhalten wir durch 
diesen Stand der Namensfrage die Berechtigung zu der Annahme, 
dass es ursprunglich ein MäilrAyapiya-G.-S. und daneben dann ein 
Mänara-O.-t^. gegeben habe, dass iliesu bcidou zu vinum Mäitmya- 
Viya-Mäiiavu-G-.S. verschmehteii und daraus dann unser jelxt vor- 



380 



I'^BIRDSIRII KkAOBB. 



liegendes Mfttiavn-G.-S. hervorgiog. Für die Ucurtbeiluiig dor iJinge, 
die vor dorn Arclivt^imti des Manavu-G.-B. steh s1>gCBpicU baben 
milgeit, erhalten wir dodiircli jodenfalls keicon jlulialtspuukt. 

Nicht minder skt-ptiacli miias ich piifh gi^cnUbcr Kkauer's Be- 
handlung der seltsftiuen BozeidiDiiDg pui'usliiL vcrhnlten, rusp. orstcr 
und Kweiler pnnislia als Beeeiclinung der beiden BUchcr dot« Milimvji- 
G.-S., wofhr auch daa gewöhnliche adhyüja begegnet. Kxauer bo- 
atreitet (p. xtvi), dass purasha bier so viel wie adhjiya bedeute, 
WfiS, so aeltiitam und unerklärlich die Bezeichnung auch ist, mir dodi 
allein dem Thatbestaade zu eotsprecbeu. eclieiut. Er eagt: ,Das9 
punisha an »ich hier sn wenig wie sonst adhyAya bedeuten kann, 
gebt echon aus der volleren Form puroshikhyo bhögalj hervor; uuin 
mOsste sonst anch adhyäyäkliyo bhägah sagen ktinnen.' — Nun das 
k(}uDte man ja wohl auch sagen: ,Der adhyäya genannte Abschnitt;' 
aber dazu lag durchaus keine Veranlastiung vor, da Jedermann 
wusste, was adhyAya bedeutet. Ander.H ütatid p.s mit purusha, was 
in diesem Sinne sonst nicht gebraucht wird; da war es diu'chaiis 
angezeigt zu sagen: ,puru»hjlkhyo bhägal>', d. i. ,der puruaha ge- 
nannte Ab:?clinitt'; datnit erst war jeder !!!wcifel darüber gehoben, 
was das Wort pui-usha hier sollte. 

Knauer vtTtiiuthfl nnn weiter, daas purunha hier ^Miiiin, Mensch' 
bedeute, reHp. num. pr. um, und cboiieu in Beziehung isu Manu ge- 
setzt werde, wie Mänava ,Marm, Mensch', rcsp. nom. pr.; puniaha 
sei ein anderer Nanie fllr Milnava, also auch purushäkhyo bhöga]; ^= 
lüänaväkhyo bhägah ,dor Punisha oder Mänava genannte Thetl'. 
Nun wird aber niemalu einer der beiden Theilu des Sülra, als Mänava 
bezeichnet; auch wilre es ja im hiichstcn iiradc sondcrlmr, wenn der 
Name des Sülraksra in dinser Weise verwundet werden Bellte. Eheu- 
aowenig aber liegt irgend ein Beweis dafUr vor, daas atatt Miinava- 
Grhya-Stltra, wie Kjiauku weiter sclilieBst, Purusha-Grhya-SSutva gesagt 
werden könnte. Ivn'avkr Endet iu dem Ausdruck puruäba ,eiuen lu- 
direeleii Beweis (üt die Zugehörigkeit unseres 8iitra zur Miinitva- 
nebulü'. Ich kann ihn nach dem Obigen niclit darin linden; ein 
solcher Beweis itit ja aber auch ganz unniitliig, da llber die Zu- 



Das MÄiJAVA'€l«BTA-Sfrnu. 



$S1 



: 



gvliörigkcit des Sülra tur MÄnAvaschnlc ^tir kein Zw«ifel Wslcht. 
Eine allerdings nur sehr entfernte Analogie m demjenigen, was 
KxAKER annimmt, Hesse sich vielleicht in der Bezeichnong der cjn- 
selncD Abschnitte der ^[iiiid*kA-Upan>^had aU erstcts MuQfjnkam, 
»weites M. u. 8. v.: finden; nnch darf man dsn Indem ja wohl manche 
Überraschende Wunderlichkeit zutrauen. So mag man denn Knaoer's 
Annahme aU ganz hypotheliRchen Erklllrnngsvcrsnch allenfalls wohl 
gelten lassen; Indessen erscheint die Sache vorlfliilig doch als sehr 
Kwcifelhaft. 

Auch Kxaubr's kühner Combination der Bezeichnung pfiraga, 
pAr^a mit dem Buddhasch filer Pilri^a Mäiträva^limtra vermag ich 
nicht KU folgen, sowenig wie der Annahm« eines Pftraoa (PArqa-) 
Orhya-S-, welches sich Kum lläitr.-ß.-S. verhalten solle wie das eben 
•chon beanstandete l*uru(>ha-<i. S. zum Mäiinvu-G.-^. (p. ilvii). Mit 
allen diesen CombinAtiont'ii schuinl mir Knaukk doch gar zu sehr 
von dem sicheren Boden der Thataachcn weh zu ontfornen. 

Ala durchaus mflgUch, vielleicht sogar wahrscheinlieli muas man 
zugeben, da die Mäiträyaoiyas urr^jirUnglieh wohl den Namen der 
KAlApakn getragen haben, dass auch unser Og-bya-Sülru urKprnnf(lteh 
KAlApaka-O-S. gcheisscn haben mag {y. xuvm flg.). Sicli«rcH wird 
man naltlrlicb nicht «-nniltuln klinnen, Kumal wir ober den Zeitpunkt, 
n-anu jener Namcnnweched eintrat, noch sehr im Dunkeln sind. Das 
Käthaka-G.-S. bietet als Analogie koine Gewilhr, da diese Schule 
ihren Namen ja anvcrJindt^rt beibehielt. Ob und inwieweit daji Miitr&> 
yaijiya-Sütra inhaltticli vuu joiifm voraitszusutzenden alleren KAlApaka- 
Kiitra unterschiodcn gewesen sein dürfte, darüber möchte ich keine 
Vermuthun^; wagen, wenn ich auch in dem, was Knaitbk p. xux Uber 
Nanicotwccbs«! und lUdactionswechscl bemerkt, manch treffendes 
Wort finde. Ob ein KilÄpa namens Wättrftyatflya, wie K-NAima ver- 
muthet, .Stifter der JläitrÄyapiyaschulc war, also die MAitrÄya^iiyas 
ursprünglich einen Zweig der KAtüpas gebildet liJLtten, das lasse 
ich dahingestellt. Es ist möglich, aber das vorliegende Material 
gestattet uns nicht mehr xu sagen , als daaa die Miitrflyaijlyas 
wahrscheinlich einstmals Kiilnpa oder KAläpakas genannt wurden. 



382 Fr. Knaubr. Das MAnava-G^hya-SOtra. 

Alles Nähere dieses NamenswechseU entziclit sich durchaus unserer 
Kenntniss. 

Wichtig ist die von KuAuaa in § 3 der Einleitung auf Grund 
des Ursprungs der Handschriften gegebene geographische Bestimmung 
der Mäiträyaoiya-MAnavaschule. XHeselbe föllt im WesenÜichen mit 
meiner früher angesetzten und von BCbler bestätigten Grenzbestim- 
mung der Mäiträya^iyaschule zusammen, nur dass die Spuren im 
Osten bis Benares fllhren. Als Hauptvertreter der Mäitr.-Mänava- 
schule treten die in sechs Abtheilucgen zerfallenden, über Gujerat 
bis nach Benares hin verbreiteten Mofjha-Brahmaneo hervor (EinL 
p. XX und xxi), über welche wir interessante Nachrichten erhalten. 
Sehr merkwürdig sind einige zuerst von BOhler beobachtete Spuren, 
die nach Kaschmir ftihren (p. xvi — xvin); vor allem ein Qloka in 
B i, der darauf deutet , dass dies Ms. aus einem Kaschmirischen 
abgeschrieben sein dürfte. Man erinnert sich sogleich daran, dass in 
Kaschmir die den Mäiträyaniyas nächst verwand ten Kathas wohnten. 
Hier wäre noch weitere Aufhellung sehr erwünscht. 

Ich sehe mich ausser Stande, in dieser flüchtigen Besprechung 
auf den reichen Inhalt des KNAUEs'schen Werkes näher einzugehen. 
Was ich im Einzelnen oben daran ausgestellt habe, soll den Wcrth 
desselben im Ganzen auf keine Weise herabsetzen. Vielmehr sei 
noch einmal hervorgehoben, dass uns hier eine höchst aehtungswerthe, 
ja vorzüghche Leistung vorliegt, die durchaus geeignet ist, unsere 
Studien weiter zu fördern. So begrüsse ich denn freudig das Werk 
des Freundes und hoffe, dass ihm ftlr all seine Mühe und Sorgfalt 
der warme Dank und die Anerkennung der Fachgenossen als wohl- 
verdienter Lohn zu Thcil werden möge. 

Innsbnick, im September 1807. 

LsOPOLD VON ScHROEDER. 



Kleine Mittheilimgüii. 



RumUmtrhe Druekm- in Gtorgitn. — Im zweiten Hefte ties 
laiifonden Jahrganges dieser Zeitschrift veröffcii dicht Herr Prof. 
SrniTCHAnDT .KiiTnllnisvheft in georgiachor Schrift' (p, 201 — 8) and zwar 
eioe rumttniache laschrift, die der Drurker Michari, Stbj'oajikäwiu 
seiner Aiutgahe des MessbuL'hcs, gedruckt Kiilai») I7I0, hinzugefügt 
hat. Der l>nicker nennt sich eiuen Ungro-Wlathcn und Profvsior 
ScsiicHARDT r«)^ die Froji^e an, wie es denn komme, dass gerade 
ruinJinische Drucker es gewesen sind, die in Kutflis g'eorgischc Bücher 
druekten. Er verweist auf die Bemerkmi^f von Tsauakbu, der aber 
so gut wie nichts darüber sagt. Die einzige Antwort <lic Iuoaruli gibt, 
nachdem er die Frag« iiutgewtirten, warum die Drucker nicht von 
Moskau herkamen, ist, dass Moskau ku weit war, und weil keine aolehon 
Druckereien in Constantlnopel und Griechenland existirten, deshalb 
lUlttcn die Georgier sieh ihre I'recscji von der WalUcheJ hergeholt. 
!*> mllSBte aber erst bewiesen werden, das« aulcher Druck iu der 
Wallttchei existirt« und milsstcn auch die Grilnde angegeben werden, 
warum eine solche, ftlr die Walhichei absolut werlhlose Schriftiirt dort 
gegossen wurde, und auch der Zusammenhang zwischen der doch viel 
entfernteren Wallachei als e» Moskau ist, mit Georgien mllsste nacli- 
gcwiesen werden. Diesen Beweis will ich nun so kurz als möglich 
erbringen, der Übrigens auch von Interesse ist ftlr die Geschichte der 
oricDialischen Drucke in Rumänien am Kndo des 17. und Anfang des 
18. Jahrhunderts. 

Gegen das £ndc des 17. Jalirh. lebte in der Wnllachci ein ge- 
wisser Anthim, von Geburt ein Georgier. Er ist bekannt unter dem 



384 



^HtM^lTlTTnBIM'MOaN. 



Namen ,Antim Ivirennu!', A. h. ^nrim der Iberier'. Ala Gflistliclicr 
wurde er 1706 Bisfhof von K/iiunk* nnd 1708 wurde er vom Fürslen 
OoNSTAKTiK IlAH^ARAn Bbancotas zitm Erzbischof der Wallache! er- 
nannt. Kr sUrl» nints Iragischt'n Tudes. Seiner Würde b«nmbt und 
in die Verbannimg nach dem Berge Sinai Rcscliickt, büU er uotcrwega 
von den Tltrken, auf Anstiften desselben Fürsten, in der Maritza 
ertränkt wnrden sein. Dieser Akthoi war nun ein sehr gtilohrtor 
Mann, kannte nicht mir runiJtniscti , f^necliisch und slavisch, sondern 
anch tdrkisch, arabisch und imtlirli<'h auch georgisch. Er untcrlicsa 
nie «eine j^corgiBL-hc Abstammung hervorzuheben. Vor Allem ent- 
wickelte er eine unennddÜche literaneche Thätigkcit und grilndete 
Druckereien, wo er nur konnte. So in RAmnic. Dann belebte er auTs 
Neue die Dmrkorei in Tärgovisic, die fast eingegangen war, ferner 
grllndete fr eine neue Dnickerel in Sneapov bei Hukurest nnd lu^o 
die (Jrundlage für die Druckerei der Mitroptdic in IJukjircst. Aua 
diesen Druckereien erschienen nun xahtreiehe Werke, j^edruckt in 
all den oben erwiUmtcn Sprachön. Sl&viselie, gricchifichc und ru- 
niäniüclie RUclier sind in grüitgercr Anzahl vorhanden. Ich selbst 
besitze die meisten von ihm in diesen Sprachen gcdrncktcn Bücher. 
Akthih war aber ulcbl blüs GrUnder von Druckereien, sondern auch 
ein erfinderischer Kopf und ein uieht gcwSliidichcr Künstler. Er 
schnitt selbst nicht nur die meisten neuen Formen und Initialen, die 
er einführte, sondern auch die Ornamente in dic«eu Drucken, dio 
ihm ganz eigen sind. Er unierriclitelc iWcL andere in der Kiuist dcg 
Setzens und ^o kam es, das« Bukarest xu jener Zeit das Centrum des 
Buchdruckes fUr den Orient wurde. Auf Wunsch des Patri»rcl]en 
ATnANAenj» von AntJochicn wurde in Sneagov 1701 ein grieehiseh- 
arabi»cbes Misaiüc von Amtiiim gedruckt, dor »ich auf dem Tilelblattu 
jOocrgisehen llrspniiigos' nonnt. Er war damals noch ,H"'i''""""i<"^**- 
(Eine genaue Bcschreiliung dieses seltenen Buches g, in r^cnsUBRKR'is 
Bibliotkeca Arabica, Halle ISÜS, p. 9G6 B.) Diese von Antuih geschnit- 
tenen Typen sowie die ganxe Anlage wurde dem Patriarchen von 
dem FUniton Bhakcovah Kura Geschenk gemacht und nach Aleppo 
gebracht, und damit die Grrundlage ftlr christliche Drucke im <^lricnte 



Klbikes Mittueim^mobh. 



385 



gelegt, Ziim Danke dafllr wurde aach das erste Biiuti. welches aus 
dieser Presse in Aleppo hervorging, dem FtlrateT» gewridinel, nlünlich 
der Psalter von demselben Patnarchen AinANAsins 1706 in Alepfo 
gerinickt (s. Sciwütirbii, 1. c, p. 871 ff.). 

Dasselbe wird sich Diin auch mit dem georgischen Dnick er- 
eignet haben. Bei seiner Anhilngliclikeit on sein Gebai-t'iliind wird 
AxTmM gewiss auch georgische KircheDbllcher gedruckt haben, Air 
welelie er zuerst die Typen geschnitten and gegosaen hatte. Und 
ebenso wie jeues griechisch- arabische Hisstde auf Kosten des Ftlrstea 
gerlrnoUt wurde mit der ausdrücklichen Absieht diese Bücher un- 
entgeltlich im Oriente zu verbreiten, so wird Amthim auch georgische 
MiS8alc gedruckt und in seiner Heimat verbreitet haben. Es ist nun 
ganz klar, dass in derselben Weise, wie der arabische Druck nach 
AIoppo verpflanxt wurde, dor georgieehe nach Kntais gekommen ist 
und ditss Drucker, die Antbih aelbst gebildet halte, mit in jenee 
Land zogen. 

Es war alau nicht die Entfernung von Moakau, welche oe ver- 
liindcrt hatte, dasa georgischer Druck von dort bezogen wurde, 
sondern die Tliatsache, dass der kemituissreicbe und geschickte Krs- 
bischof der Wallschei in jener Zeit selbst ein Georgier war, un^ 
georgische BUcher druckte. Dadureb erklUrt 03 sich audi, wie es kam 
dass der georgische Druck von der Wallachei gebracht wurde und 
dass rumünischu Drucker solche BUchor in einer ihnen sonsL fremden 
Sprache druckten. 

Die kume Inschrift ist auch philologisch von Intcroüse, worauf 
ich aber hier nicht eingehen kann. Nur eines müchto ich bemerken, 
dass das letzte Wort in der ersten Zeile nicht ,j(f=ß' »uiidurii .vase' 
lauten niu.ts. Ist die Ahschrift nicht gnnK coircct? Fonit-r mlisscn die 
ersten Worte in der dritten Zeile folgcndcrmaBscn gclrüiint werden: 
ii ka tiei fi'«r.. Mit kleiner Verfinderung kehren diese Verse in 
anderen rumJlniBchcn Drucken wieder. U. Oxbtzir. 



Die Waral tak im Iranitchen und SlavUckw. — Der Wurzel 
Ink kommen folgende Bedeutungen zu: 



m 



KuRutc MrrTUiuu.'xaBM. 



1. .laufen, eilen'. AwesL tak ("bios in Nomina] -Bildungen) tat! 
(einfach uad isusammeDpesetzt tuit apa, d, upa, pairi, ham), tak-a- 
^laufend"^, («Jt-a-^m- ,L«iif, Schnelligkeit*, (a^- mo- , schnell, stark', toi- 
ah; tac^rf ,Lauf', ncup. .^j/ii^U ,currere, festinare" = oltsl. Ukd, ttiti 
'zpl'^iiv, tA^, tefenije 3^±;ja;. Vgl. itltind. tak ^Rchiessen, gtllrzeo', tak-tii' 
^chicawjnd, stUrasc-iid' (vom Wild, Vogol, m/^cw takta^, ^jUm» taktah), 
tak-u- ,daluu8chie»9e!id, eilend*, tak-tcan- ,8chie88end'. Hierher gehört 
crSi.Ijjj, eine Vcniuickung von awc»t.j>am-(flc, umherlaufen' undj^ard- 
taö ^weglaufen', aber n*bgeleitet, d. i. denominativ flectirt. Auf poiri- 
taii gulit zitruck die Bcd«uLuiig .nach uincr Sache strclea, mit Üir 
eich bescbilfiigen' (mit ■_', V> verbunden), ,8ie vollendc-n', auf para-ta£ 
dagegen die Bedeutung ,einc Sache Tcrnachtifssigcn* (mit jl verbun- 
den), jKch mit einer Sache gar nickt bcscbäftigcn, sie neggcbcu'.^ 
Vgl. flitind. paritakana- ,das Umharlnufen'.' 

2. jfliesscn'. Awfst. Ia4 [einffieh und zufiammengesctzt mit fra 
und wi), ta6at-&p- .fliessende-R Wasser', m-ta'gti- ,Zerflii!Ssiing, HehincU 
KUDg' = altsl. tekij, teiti ^äv, tok^^ r-^l'^ r'''^'^> '''^'^l.' .eßliivium', pQiok^ 
X«|juippoiA; jtorrens', Ceoh. fotok, magynr. paiak ,rivufi'. 

Davon geben aus die Verba causativa: 

S. Alliian. ts^fija- ,h»ufcn lassen*. Neup. .i^Ji^ü' ,facerc ut cnrrat, 
ad cMirsum irapcllere' ^= nitsl. takali, tafati, tofiti IXwlvsw (takati ko- 
Uauirfjii 'i^\u. iKXiitxf). Hierher gchürt .^^Ää-ljöl, walirschcinlich eine 
Vertmickung von häm-tn^ja- ,zu8ammenlaufen lassen' uttd aau-td6aja- 
, nachlaufen laBscn'. Die Orundbodeutung ist ,wcrfeD', z. B. Srä** 



' Die KU'xiun vim ^J^U, ^ :15 wt ftb^leilft (ilenunilDtitlv), ebenso vria jMia 
von ^^yiii\i, ^j\>. Vm leticUro liKt ecbuii im nitp. itämjaauj, oHoraja, awc<L ttSng'eU 
ut'rföi'njeili', dän^finli, ilarojat »ein Vorbild. Die pricnjirnii Formen = klttnj. dkvmH 
ftiiitl vftrloruM ^n^uTi^'n. 

* OoiiN (8. 66, Kr. S9T) erkUrl ^^JXä^3^ «tu pora + tat, mit Aar Grand- 
beiloutuu),' .»mleeren' (VtLLui», ItodoutUTiK 5) = ,wc:^liiiifen lAü^eii'. Ob der von 
Horb iu Hilfo gcmreiKi, bei den Jung^rsnini«til(«m beliebt« ,Bei)eutuii|j^KoeLM))' 
(cmis qtüi. noD canit) dia Sache an «rUXren vonaag, di«* mSnliU ich sehr be- 
Bwelfoln. 

* parilahmji .NuiLt' wird wohl au Ut«iu. ta«(n, {«t j^o/ron KvbOron iini] di« , 
,rinp lismtn achwoi^ndi!' bodoiiUti. 



KlBIXB MlTTMEItt'XOBN. 



387 



,ir=^l-"l ^dcn Tistli (das Tischtuch, das Tieclilcder) hiowerfcn', jti 
,;^^^^1jJ1 ,ävn Blick hinwerfen*. Daraas entwickelten sich die Be- 
deutungen ,aui' eine Sache sein Augenmerk richten, nach etirss 
zielen, sieh etwa« überlegen, messen' u. s. w. Vgl, anu. -.ifl~Äir=a 
PaU. for.' 

4. An-est. ifUajn- ,fliessen lassen' (einfach und zusammengosotat 
mit fra), ncup. ,;,X».U" ^epargerc, furdore' (^ ^^Xxij), PahL iirtin, 
nenp. ,^;J:a.lji ,8chmolzen, liquefaccrc, aus einaiidor llicsseu Iassod', 
(was im Aweat» ein uA-tä^aja- vorauBSctat) = iiltsl. toütt ,fundero*, yti- 
Hetw, ^Xi^etv, rtis-tofiti jdiBporgoro'. — Dahin gehört auch gricch. ttJuju 
,ich mache zcrflicsxun, ich schmelso', Tf,]u;Azi ,ich werde Sieäsend, zcr- 
schmelKe'. 

6. Altiran, läcaja- ,drelien'. Neup. ^jr^^ ,torqucrc, törqucri^, 
welches mit dem altslav-. toÜti .circumvolvere' (toÄor/ ^toraator') und 
dem fcch. todl .drehen, wenden', tcCil se .sich drehen, tanzen' litcr- 
cinalimmt*. — Hoax (S. »3, Nr. 372) schreibt: „UXften jdreheu, spinnen' 
.... Sec!undilr wird zu tafttn ein Infinitiv iä'^ten gebildet." — 
Diese jun^granimatisehc' Anmerkung (die Herren ,Junggranim&tiker' 
sind hekannüieh dort, wo sie von ihrem Wisoen im Stiche gelassen 
werden, mit einer Analogie-' oder einer Secundar-Bildimg gleich bei 
der Hand) iet, wie Jedermann r^elbst einsehen wird, ganz unrichtig. 

Zu Karndmak i Artaj^iir i Popakan i, 40. — Wie ich jetKt 
glaube, TiniKfi dert p^eleucn werden: t -tijsja^r ^rr^^' r: Tintjr )>-'e-(fJ- 

ta/8lr sah ein, das» Ardawfln aus Neid und Süssgnnst gesproclien 
hatte, und er schrieb sofort die (ihm widerlahrcne) Ungerechtig- 
keit, wie sie war, io ctnom Briefe an PApak.' 

LZu Andars i Äturpm i Mahragpandün xxii. — Dort steht: 
PVi'*" ^»yw iV [j>. Dass dieses nicht richtig acin kann, habe ich be- 
reits in meiner Abhandlung ,Beiträge zur Textkritik nnd Erklärung 



) Hoim, B. 27, Nr, 117. Audi Mor wlnl dvr oben orwBhnto .Bsdeninagl 
«Bchsel' von Hinit aur Brklijunir beran{>escof«in. 
* Vgl. dii-iw Ztil^rifi. RA IX, S, 7Ö, 



S88 Kleink MrrTH&ti.VNOBK. 

dee Andorz i Äturpilt i Jlalirfts^midAn', S. 6 (iSitziingther. der kaia. 
Akad. dsr Wissensch., Bd. cxxxvi) bemerkt. WaLrscheinlicb muss 
gelesen werden: ivi»- J»;w ipVo* (p ,untcr Zecherti (Wein trink era) 
Eange keinen Streit ao'. 

Pahtaici >^o. — Dieses Wort tiljersetxt Spikokl {Traditlondte 
Liltratuv del' Pafien, S. 131) mit ,Koth' and bemerkt dabei, daes 
es nicht klar sei. *^o ist offenbar nicbts anderes, als das ueup. >}^ 
^sanguis', and bedeutet spcciell das ^^oronnene Blut' und den Unratb, 
mit wek'Lem die Hülle erfülll Jsu' — Die Gloss« in der Huisnaresdi- 
UcbersetziiDg des Vendidnd t, 14 (t, 4) muss folgen dermasscn lauten 
und übersetzt wcrdun (vgl. Spibokl a. a. O.j S. 248 and 267): »V 

«y-r '1 ^ Ä (P">o>i "9 —II Hü "t^j I j» -i> 110 ire-iio fv r vor -^rfjuoC 
»-^ö ■^" W5 "^f '-5 iiü -fl«)* ts 'ifr T"TO iwrjv )«*■« f "I) i'ü "*" ep fi 
i^ «)tim nj ^''tV ,Äfarg sagt: Diese Frage ist auf Hi/.r (i= awest. 
Aijrra-, d. i. die F.xeremcntc des Vogcb) und die Enuehcidung auf 
Nusäß (=■ awest. nntu-, d. b. die Leiche, wekhe durcli den Hund, 
den Vogel, den Wolf, den Wind, die Fliege verschleppt wird) ge 
richtet; denn wenn der Vogel sie (die Leiche des Mannes) gefressen^ 
hat, ist es. Wf/j. Maitulunah sagt: Diese Frage ist auf beide (nUm- 
lieh Ih'/r und NiisfiC) and die Eatseboiduug auf Nusß^ gerichtet, 
llenn, his der Vogel verdaut hat, wenn es eine Leiohe (Nusft«) ist, 
dann tritt die Verunreinigung durch beide Speisen (nüiulich sowahl 



^ AiiK (li>r Rod«>ittting .HBlUiifchmnU' enlwlokelt «ich die ßvdonlinig .IfSllen- 
stTstV. Diwe BodotHunit eraclioUit Im Art*i-wlr*f-iiSiBalt im. TO: Ip* irjY ») tJO" 
{bfCir" "V ■O"'0(eJ'ü '•'a /]jib«r trügt nm Mino SmIö oina *a «rliwur« Hilllon- 
alrnfo uls Vori;i.'lltiiig'. Qauq -Wear llbon«tKUu: ^tA iiom b» «iiil ever sudTera tktt 
puiiiahinent of Bticli noveri.- frost' »nil «rklaxen im Glof^rtf, p, 10» "tl = neu[>, ii, 
fi», a\» ,frail, Vi»Hr-lroi>t, "I«4t, iev'. Ukm ili« Atitmlimo riimHir IU(1iiiiIiiii|> iiictit 

mlilig iflt, iJiw bpwcMt Dinkart, lM.tr, 8.9«: ifOOf ' '^li lA K^^Vpl "^ ve 

i» ^r 5»T »fj'o tö*^" ' *ij \ü » iit»»i tri ^ =1 fitTjK) »Viw«^ "0 ■^fi 

(p. 104) ittint u tlist tKv licBvy i)(iniBliin«tjt of bell maf not bc iutliutcd upun me 
«iid I innv, idUBiiig «vflr Ihn ('liliiwad kridg«, t«mrii tut» thn frii^r«nt, all-m<loriiod 
«Dil eternallj haiifi/ tiiuiaiaiu of pftrtilUe.* 



KLenfK MrrTnitn.üKOHK. 880 

die uDvcrdaute aU auch die verdaute) ein, d. b., wenQ er damit eine 
Veranreinigiing gomAcht liat, dann ist ee so, wie womi er Pitzd (das 
gestockte Blut, den Unralti, welcher die Hölle nrflÜltl gefrcsaen bStte 
(welclies Hiy.r und zugleich NufAü ist)'. 

NsiiftTtitrh JU«.i. — jUaj* (noBK, S. 16, Nr. ri8) lautet im 
r.i.ld;Lwi *Hro (wohl frähahg und nicht mit Wbht - Hauq, OloMorg 
and JndeXj p, 9S farhoiig zu sprechen), im ArmeniBchen sr^s™^ und 
ist sicher das altitid. prasafiga- ,da8 Ilingegebonsein, die Bc-Bchiillifi^ung 
mit ctwus'. Doch wit? iHt das Uoge a im TaliJawi zu erkhireny 

Umgekehrt finden Trir im Paid, -tjflo =■ neup. t^j-'j* (Hon», 
S. tSl, Nr.iSlS) in der Prüposilion fra kurxRs a, wo dsta Neupersische 
Inngos a darbietet. 

Hit'htT gtliiirl auch ncup. fJ^]^, wMehes geradeso vne das alt- 
peva. fraharwam (Bch. i, 17} ,7,U8auimen' (kama- ^= haruuM-) gebildet 
ist. o**' r*'/* oder o**** r*^j^ '"' ,zusÄnimenkonnQen', o'^V r*'/* 
oder ^^ijS f^\ji jZusamnicntrttgen, zusammcDmachon'. liier ist das 
lange a des Neupemiitchen gcwis» als unorganisch zu betrachten. 

ArmmUch a/inifit. {zu ob»;n, S. 20S). — Wie ich nachtrilglich 
sehe, bat db Laqardk {Armatieche Studi»n, Nr. 1832) bereits •y»/.. 
et^'uotugiäch gedeutet. Er leitet «yu-w^'., dem er hlus die Bedeutung 
(GcBchenk' beilegt, von ujm -\- da ab und atelll diese Deutung unter 
die sicheren Etymologien (vgl. S. 182), wahrend er z. B. meine 
Deutung von /iw = altiiid. rtA<i- (Kr. 88H und S. 178, wo /w auf >** 
folgen suUtti), ilIs lui begründet ahweiät' Holeho Dinge pitsaeu schlecht 
zu dem hochmtlthigen Toue, wclelicu Laoxbub seinen Mitforschom 
gcgenllber atietimmt (S. l€fi): ,nur mache ich sur Bedingung, das», 
wer hier in Zukunft mitreden will, Armenisch und Ncuper&tsch 
wenigstens einigermasseu aua Testuu kenne'. Wenn Jemand 
lywuij/tf. mit jGesehenk' Ubersetzt, so müssen ihm die Worte lyw«./»*»- 
^m,x^ M^,„m,«UrJ', Ah^iuuf«;^ iinb«kanDt geblieben sein und Kiomand 
glaubt ihm, das» er armenische Texte ordentlich gelesen habe, ebenso 



* Vfl. äai^ngeii HriMiiiiuxii, jfimm. Qramnt. i, &.ih<i. Kr. ItfS. 



390 Kleine Mitthbilitnqen. 

wenig als man Jemanden fiir einen grossen Sprachforscher hält, der 
got. veih» x(I>(ji7] mit ,Haar' übersetzt und zur Erklärung des armeni- 
schen •tAt^ti ,rasieren' und des phrygisehen äi;^v, dci^Evov = icöiywv 
heranzieht (vgl. Orient und Occident von Te. Bbnpet, Bd. n, S. 578).' 

Ueber den Ursprung des armenischen Buchstaben ->.* — De 
Laoabdb (Göttinger gel, Anzeigen, 1888, S. 281) meint, dass das ar- 
menische ^ dem koptischen ^ entlehnt ist. Ich halte diese Meinung 
nicht für richtig. — Das armenische <, welches in der ältesten Form 
als % und "^ erscheint (vgl. meine Abhandlung ,Ueber den Ursprung 
der armenischen Schrift Wien 1865. Tafel. Sitzungsber. der kais. 
Akad. der WitseTuck. Bd. xLvm) ist nichts anderes, als das semiti- 
sche (aramäische) Cketh, dessen anzunehmende armenische Grund- 
form l^ zunächst zu ^ und dann zu ^, endhch zu ^ umgestaltet 
wurde. 



' Angesichts eines solchen Malheun begreift man es, dass der Theolog nx 
liiOABDx anf die vergleichende Sprachforschung nicht viel gehalten und die Sprach- 
vergleicher mit wahrer Berserker -Wuth verfolgt hat. 

* Vgl. diese Zeütehrifl, Bd. vni, S. 28B Qber den Ursprung der armeaischeu 
Buchstaben 9 und ^. 

Fbibdrich MDLL£S. 



VeBZEICBHISK SLNOEOAKaENEA DftUCUCUBIl-TEtt. 



391 



Verzeichniss der bis zum Scbluss des Jahres 1897 bei der Redaction 
der WZKM. eingegatigeDen Cruckacbriftea. 



Baukr, L., Lcacbucli xiir pruktiachcu Erlernung der arabischen Sprache (Sclinft- 
UDil Viilgürarnlikdi) . .Icriicalom 11S97. — Dazu von dcimtdltton Vßi'fauer: 
SehlClMGl xum Lehrbuch der ar«bii)chen Sprache. Jerusalem 1S9S. 

Bauhbtark, A. , Babylon, nur Stadtgeechicht» und Tftpa^apUic. Rliitt- 
gart 189G. 

Bblot, J. TJ., Ooant prAliquv d« tnrjgue nrabe. Beyrouth 1896. 

BtTTitBR, M.. Die topo^aphiuphDn Capitcl den indischen äcespiegeli Mofatt. 
Mit ciuorEiDlcitmij;, »owie mit 30 Tafeln rorfobcu, voii W. Tomaschse 
CFcstschrift nur Erinnarung an diu Eröjlnuag dm t^ouwvgus noch Ost- 
indien durch Vosco da G«iuii (1497). Wien 1897. 

ituTTRKiwiBaBR, U., Dic hcbrüiioh« Kliaii-Apokalypno. Leipxig 1897. 

Cbavaknbs, £■, LeainacriptionRchioois«ädc Uodh-gayfL. Paria lS9tr. (Kxtrait 
de la Revue de t'liiatoire dca roHgionx, T. xxziv. 1. 1S96.) 

C11AVAXMB8. E.. LiL prcmi^ru inftcnption ohinwac do ButHi-^yü. Furis 1897. 
(Extrait de In Runio da l'hiiitxiirc äa» rDligionf, T. xxxvi. 1. 1897.) 

Cbavaknbs, K„ Lca mcmoirofi hiatoriquea de Se-ma T'aien. Paria 1897. 

CiuaiKtio, 1*. L., Chrestomatbia orabica. P. 11. Ocryti 1897. 

Cokbadt, A-, Eino indo-obincBlschu Cnustitiv-DunoiTTinativ'BildmiK. Lbipzig 
1R9G. 

DersfiBM, Dr. Paul, Scehzip Upanishnd'« dca Veda. Leipzig 1897. 

DcRAKir, A. et ('rbiiuio L., Ctcmcnta ji^'auimul.ica'U arabicaa, P. i. Boryti 189S. 
(, F., 8prichwiirtiir nnd bildliüfau Ausdrücke dur japuniaehen Spmohe, 
Th. t. Tokyo 1897. 

Emn, J., Die urapTriiLgliche (iottheit doa vediscben Vams. Leipzig 1896. 

FiNOT, L., Doa lapidairoa indivn». ParU 1896, 

GuOBK WiuuDLU and KtiltN E., Grundrias der iranJBcbcn Philologie, heraus- 
geg«hcn von — . Straw'bitrg 1896. Bd. 1, 1 — 2, n, I — S. 

(lOT.DZiitRR, .Ibhaudlangon ;!nr arabiichcn Philologie i. Leyden 1896. 

lUitTMAifx, Motruni und Rhythmus, die Entatehung der arabiaohon Vors« 
maaaac. OioMcn 1896. 



393 Vbbzbichhib8 bihqbqanobnbr DrüOkschbiftbn. 

HiLLBBBAHDT, A., firahmaQen und ^draa. BreBlaa 1896. (Germ. Abband- 

langen, xn. Sep.-A. iv.) 
Ualter, H., Die Abhandlung des Abu Hamid al-Oazzäli. Frankfurt a. H. 

1896. Zwei Hefte. 
NiKEL, J., Herodot and die Eeilsohriftforschnng. 1896. 
0B8TRCP, J., Contea de Daroas. Leyde 1897. 
Fatton, W. M., Ahmed ibn Hanbat and the Mihna. Leyde 1897. 
Favouni, f. E., BuddiBmo, llilano. 1898. 

PraSbk, J. v., Dljiny Btarovök^ch nirodä v^chodnich. V Praze 1897. 
HoDKiNSON. M. L., New edition of the habylonian Talmud, vol. iv. New- York. 
Tallquist, Enüt L., Arabische Sprichwörter und Spiele. Leipzig 1897. 
Vbttbr, f., Die Uetrik des Baches 3ob. Freibui^ im Breiagau 1S97. (Bibl. 

Studien n. 1.) 
Wabbihqtok - Ssaaure, L'arabe moderne, ^tudi^ dans les joamaux et les 

pieces offioieiles. Beyrouth 1897. 



WIENER ZEITSCHRIFT 



FÜR DIE 



KUNDE DES MOEGENLANDES. 



BEBAOSGBGIIBBN UND BEDIGIET 



mt 



J. KARABACEK, D. H. MULLEK, L. REINISCH 

LIITUK DU ORtEHTAUlCBDI nSTlTUTU DIR UHITUUITÄT. 



XII. BAND. 



WIEN, 1898. 

PARIS ' OXFORD 

ERNEST LEROUX. AIiFBED HÖLDEB JAMES PARKERACo. 

K. U. t. aar- UKD DHITEBSITiTa-BUCHHlHDLta. 

LONDON TURIN NEW-YORK 

LU ZAC * C- HERMANN LOESCHER. ^'^ " "^ \^ JL^«.^«"/™? 

BOMBAY 
EDUCATION SOCIETY'S PRESS. 




Druck von Adolf HoUbmaien, 
k. oDd k. Bor- uid UolrtnlUU'Burhdnicku in Wi«. 



Inlialt des zwölften Bandes. 



Artikel. 

8«t« 

Heilmittalnameo der Araber (Fortsetzung), von Moritz Stehibcbkeideb ... 1 

Subandhu and B&vA, hy F. W. Thomas 21 

Zur ErkUrang der köktflrkiachen Iiuichriften, von W. Banq 34 

Die Einleitung zum Qa^esh&ysgin aus dem Pahlawl ins Deutsche Übersetzt, 

von Friedrich Müujcb 66 

Babylonische L eiche nfeierlicbkei ten, von Bsuno Meibsker 69 

Kampana in the Rijataraägivl, by M. Ä. Stein 67 

Heilraittelnameu der Araber (Fortsetzung), von Mokitz Steimscunkidkb ... 81 

Zar kurdischen Literatur (mit einer Tafel), von Martin H&rtuahn .... 102 
Vi^l und seine Sohne, eine Dichter-Familie des modernen Persiens, von 

A1.EZA1CDB11 von Kbol 113 

Aegyptologiscbe Studien auf dem Gebiete der Chronologie, von Ed. Mahlrr . 128 

Historische Glossen en den alttilrkischen Inschriften, von J. ÜÄsuviaT . . . 1&7 

Eeilmittelnamen der Araber (Fortsetzung), von Moritz Stbinschhsidbr . . . 201 

Bemerkungen zur persischen Sagengeschichte, von R. v. STXCEELBEaa . . . 230 

Miscellanäes Chinois, par C. de HariiEs 219 

Zwei Zendalphabete des Britischen Museums (mit einer Tafel), von J. Kibbte 261 

Der Rigveda bei den Kafbas, von L. v. Schrosdrr 277 

Ueber das va zur, von Bkbthoij) Lacher 289 

Zu den Gedichten des Hfttim al-Tft'i. von Rudolp Gbteb 308 

Heil mittel namen der Araber (Fortsetznng), von Mobitz SrKiHScaiiBrDBB . . 319 

Anzeigen. 

Gkoso Uutb, Qescbicbte des Buddhismus in der Mongolei, von A. GbChwedei. 70 

F. H, Wbissbach, Die Sumerische Frage, von W, Bano 188 

H. PoOHON, Inscriptions mandaltea des coupes de Khouabir, von Tn. Nöldeke 141 
Faul Bröhnle, Die Commentatoren des Ibu Islji^ nnd ihre Schollen nebst dem 
Commentar des Ab& Darr und de« Soheil! zu den (Gedichten Über die 

Schlacht bei Bedr, von C. F. Setbold 147 



IV Inhalt. 

Salto 
W. Mrss-AnMOLT, Assyrisch - eaglbch - deatBches Handwörterbuch, von Bburo 

Mbissnkb S67 

N. Th. Katahow, lieber Baschkirisch, von W. Btxa 335 

N. N. PAHTDssovir, Tarantschi -Texte, von W. Bua 336 

Erhst Hakdeb, Arabische Conversations-Grammatik mit besonderer BerUcksich- 

tigan^ der Schriftsprauhe, von H. Bittxkb 338 

Adaiaest Merx, Aus Muallim N&dach!s'a .SElnbUle': Die Geschichte seiner Kind- 
heit, von M. BiTTHXB 340 

H. PoasOK, Inscriptions mandal'te« des conpes de Khonabir, von Th. Nöldkke 353 

Kleine MlttheUangen. 

Words from Asoka's Edicts fonnd in Pali, by Obohg Bühleb 74 

Altpersisches und Armenisches, von Fbirdbich HDixeb 76 

Ueber die geo^ische Handschrift 17 der Pariser National bibliothek, von Hdoo 

SCEDCHABDT 79 

Neupersische Etymologien, von FaiEnaicH MCixeb 168 

Anzeige 156 

Das Gerundium auf -me im Mandschn, von W. Baku 269 

Eine assyrische Keilinschrift im k. k. knnsthistorischen Hofmuseum, von 

A. Dedskikd 271 

Eine assyrische Abbildung der hingenden Gärten der Semiramis, von Bbumo 

Mbisbneb 372 

Fkxttao's ji\ ,maU»taa' und aä^ ,bur»a, mceuf* aus dem arabischen Wörter- 
buch lu streichen, von C. F. Sbtbold 274 

Ein Fragment der KapisbthaJa-Samhitä, von L. v. Schbobdbr 362 

Nachschrift zu; Eine assyrische Abbildung der hängenden Gürten der Semi- 
ramis. — Amraphel. — Immeru, voa Bsinto Meibsneb 364 

Bemerkungen zu Kazwini's Kosmograpbie : t_^t ^b tav ist Bonifaz, nicht 
Baugulf — PAA CU^l ist Asti. — Scbwingende Säulen, (.v, von 
J. Kababacee 361 

Verzeichniss der bis zum Schloss des Jahres 1398 bei der Redaction der WZKM. 

eingegangenen Druckschriften 870 



6 



II«:'ilniityiiarai'n der Araber. 

Morlts Steinschneider. 

(FvrtMtxutiK vim Bti. u, S. 380.) 

Buchstabe j. 
"49«. gl — ^(V) Sehelia romatmm, species eiwcutae (absinlhuni), 
Ser. 14; I. B. an Am Strlk-ii; s. L. U7 i:tc-. fviur Stellen). 

497. Ol-olji^ ifalseh DlTStinn) DJ. K4 b, hol l. B. unter £>ü m, 
42J,D. 2802 0\-i»l^, fehlt im Imlci m, 440. 

498. u^j^^ {i^ Auresum, Ali 147, im Arab, vor der latein. n. 145. 

499. s — (jl* (?) persisch, l)j. 47b filr ^jj); beide nicht bei 

ScilUHMRR. 

TiOtl. >j^l^ Oaatnr, K. 879; I. B. ö6(i. 

MI. ^^-.«lU. so A., od. lluUk, p. SSI (und I. B. 54»), ed. Koni. 
178 .^ywwiU.; hcbr. 376 int da» vorangehende Schhigwort tiin (e. unten 
•t^) allein nm Anfang üleheii geblieben. 

502. Ji,,«-,J> Ji^^ ofipr ^U.1 (V) Madeba«l«m, Ali 493. 

503. liila^ und l-i^ (Salt 17) A. 174; HvHsa, AU 9, Haxe, DJ. 41; 
Axirs, timiiii (thymiui) 6, (la.; Thyme, K. SUf), eine Art von _ ; ■ " ■ ■ ■■» ; 
Hasce, tliymus, Ser. 371 (281); I. B. U3, 466, 548. — L. 181, 330; 
,_^U. bei Salt 59 (und nacb n. &til) Cuntaurea. 

504. ^^ Ali, td) enlsprecliond lai. 486: Ddticanes oder Defer- 
ncs? es folgt im Arab. f. \ib& mich y^V 

505. ^IU>I _^l^ Alii- »Itiniar (al'liiiniir), pe8asLni41; Kapbit, pes, 
Ser. 444 (454)5 '"^i '■ ^- 550 eine Verweisixng. 

606. ^V». A.178; I. B. S-IS, 77T(=^>3-J>1 ^K^' aster atticus). 

Vfleam Znitictic. I. a. Kuiidi- i. U«ifqi>l. XII. Ihl. 1 



2 Moritz Stbinschmbidbr. 

507. i--'"-^ (gramen) ei'scbeint in vielen Verbindungen als Schlag- 
wort; auch A^.^ (nomen unitatis), welches wir einordnen, weil es 
für i-T^-^ vorkommt Ali hat ein eigenes Kapitel de granis (n. 140 
— 77, hinter Kap. 36 de virtutibus seminum), wahrscheinlich hat es 
nur durch Fahrlässigkeit eines Copisten keine besondere Bezifferung 
erhalten. Wir haben alle die mit w«^ verbundenen Pflanzen unter 
den Namen der letzteren aufgenommen, aber auch hier eine Ver- 
weisung angebracht. Kinige Artikel dieses Kapitels haben nicht <-r«^, 
sondern n. 156 jp, (Samen), 167 i5t*-j latein. n. 153—6 übersetzt 
Semen anstatt Gramen. 

508. gy^l <— **■ Granum citrini oder citrati, Ali 176; Graine de 
citron, K. 332. 

509. lt-"^' «-r**- Granum (iJt^) Mirti oder Oliesca, Ali 167; hier- 
nach ist auch bei Salt: ,semen Myrtus' «-^"'^ oder Jrf*> zu lesen. — 
L. 397, 419. 

510. ^y^jij^'i'^ ^r*** AH 165. 

511. ^^\ WN». Ali 160 Grana (so hes) de Alben, Dj. 50b; 
Graine de Ban, K. 327 = f-ä«J' 'r**- (s- unten (.-«-Jl »r**-)? Habbea 
(lies Hab Ben) Granum Ben, Ser. 2(i8 (278). — L. 420, s. auch o*^- 

512. isM' '-r**- Semen Batici, Ali 153. 

513. o*-*^' ^r**- Graine de Baumier, K. 321. 

514. j^ai.\ t-*». (Jjj^) Folium Grani viridi, Ali 198, ist wohl iden- 
tisch mit: 

515. •\j'iäJ> i-Ä., 8. n. 662. 

516- fcaA' ^r*** Carua, Ali 572; Graine de Ricin, K. 331; 
8. t3j^- 

517. cj-j^l «r*^ Granum Dadiae (!), AU 173. 

518. ^yi w**., 8. Gl. Mond. 190; Staphisagria, K.326 = ^^^, 
8. dieses; bei I. B. an drei Stellen. 

519. il-ä<yi w*a. Haberexat, Dj. 68; I. B. an zwei Stellen und 
unter j'-i-j. — L. 419. 

520. 0*-*^* "-r**- Gramen Granatorum, Ali 166. 

521. t^^i^l w-A. Gramen Ribesi, Ali 164. 

522. (J^\ w*a. A. 178; Gramen Celemi, Ali 170; Abhezelem, 



HKiuirrrELXAHK.x ukh Akabbr. 



I I>i. $$ b; Soucliet comestible, K. 319 = )i)^\ >-;r*^; ilabiielcm, Scr. 

I 827 (387); Dozv i, atO; I. B. an drei Stellen. 

^^m 538. J — a.^Ä«Jl w»a. Oramon Li'onbecorum oclur Licbc riorum, 

^' Ali 168, im Arabisclipn Rlr 166. 

I 584. *-U— Jl w-». A. 170; Gramen Sem«cctiiae (!> odor Alsc- 

^^ raena«; [. B. fittl, 2227. — L. 217, 324; s. «uch i-i»-«. 

^^P SS&. ^^{jÄ^I t.;..^ A. 179; Gramen Mnrai^tne ^!); Citraine de Fin, 
K. 920, swui SptK^ic«, die kleine beUst (^»ij (»i^gongou*!), die groanc 



630. y^^l L-**. Fniitiy) d'Arar. K. 388 = Graine do Sabino 
^j+jl; Arten davoa sind jj-j nnd ÄiU.. 

527. 1.^*9^^ «-f"^ AW-Alarus (also Jyf^), Dj. 10 b; Albataru», 
i-uUfbe 29, Oa.; I. B. an drei StcUcn; lUso wabrscheinlicli : Cubebv, 
Ali 1 62, wo das Arabiaclie durclistricbcu ial. 

528. jjJk-a*H w^ HcbaBsop (lies Heb Asfor), l>j. 32 U; vgl. 

529. jUUt w*»- A. 178, hobr. iirageatellt n. 280 (granuui laiiti); 
ob idontisch jUll w«». jm ms. Ali f. S46, a. N. 590 V; Graine de 
Laurier, K. Hhb ^ jjy, Hablmffap, Junijieros, Ser. 270 (880); — auch 
flir j^jt K. 84. 

.^»0. jU» y,ow Oramen Ardenegiao ('(■), Ali 174; s. N. 528. 
531. J-ijÜl W-». Uraine tie Vitex, K. 32Ä, bcrbariach Jjji-I ■--*•(?) 
(,alKhairaq!') = *J-*HiJ^; 1. B. 675 verweist auf C'^iSM^. 

582. ^•i*i\ w-i». Somon Lenbuci odor Lolebaci (I), Ali 165. 
538. (J»j*l' "r**" Graine de Cartbame, K. 324 =0 Graine de_;i*» 

fsic), 8.j>i-->*Jl w«*^ 

584. tjj^'^ ^-"^ Ab zwisclien 28h und 289 Am latoin. uod schon 
154: somen Omuttacrae (I). 

535. ,;^UUt 1.;,«^ Graine de coton, K. 3g3. 

536. J*UJ\ w**^ 8. JÄi*. 

537. jSiSA\ ^.j.**. (rraimm Zerecari, Ali 158 umgeslcllt. 

öae. ^..1.;,» ^^«a- s)i ist A. IT» (nach ed. Btdak, p. 321) und 

das corrti[>K' bobr. ccd 279 211 t;orrij,nren, ebenso (»-i^\ bei 1. B. 56S 

(bei Dtrar i, 841, Sontiibimbr i, 280 (.— ^^)i a. auch oV* ^r**^ 

I* 




4 Moritz Steimschkeider. 

539. i..-JkXv*Jl w>a. Granum hallebi oder mallebi, AIi,159. 

540. kSfjiUJt i-fv». Epureg, K. 359 = üjotL.; I. B. an drei Stellen. 
— L. 90, 193. 

541. J--J1 ■—-». A. 178; Grana Nili, Ali 561; Habenil vel Puenta, 
Dj. 52; Hab cl-Nil, granum indicum, Ser. 273 (283); Cbarmen n. 311; 
zu DozY I, 241; I. Ü. an drei Stellen. — L. 347. 

542. o?iV --r"*- Heilum, Ali ItJl (umgestellt). 

543. I«JI 1—*». Curiiierot, K. 378 ^ ^W (s. oben ^Ü^l ■-.*=». und 
^Ul««J\ 5^-i*J (V jbaquanou') und *-i*-üL.. 

544. <4^>a^l V^.^ Suit 369 terebiutbina, ist obnc Zweifel zu emen- 
diren •\j.^aL\ 4-^-»-, 8. oben n. 515. 

545. ^^-^l-j*- Ver luisant, K. 333, nach Einigen = J^l e*^ 
(,allil', lies al-Leil); I. B. 562, 1831. 

546. ^jUa. Outanlc, K. 345; I. B. 564. 

547. öf^, wUrzige PHanze, deren Art durch ein folgendes 
Wort bestimmt wird (s. Frbytaq n, 336), bedeutet aber insbesondere 
persisches f^^, ähnlich Mentha (I. B. 584); ÄzaJ, calamentum 25, 
Gafiki. 

548. |jJU.»»** U (Jf'T*- Alfabega dornest., Dj, 33 b = 5**J Mentha. 

549. y^Jl Jh=^ Camomille, K. 365 = ^>jb; I. B. 590. 

551. c'— -^* \3-y^ Jlentha, K. 363 = f*J5Ä)l und ^5^' e***^'> 
auch ^\j.tJai\ und c>^^^^ \Jh^- 

552. c**V Jk^ Arraoise, K. 376 = »j—W^; I. B. 588. — L. 79. 

553. ,_^1 ijo^ (alfata) Marjolainc, K. 384 = ij->»V<, s. UÄJl ^3*».. 

554. J**Jl i3r=^ Laurier rose, K. 368 = c>bjJ\; I. ß. 587. 

555. JiJyUl St^ Äbaciaronitali (ftlr Abac-Car.) h. e. Alfabega, 
Dj. 33; Basilic, K. 317 ^ ^ — -^^/j ebenso K. 377; l. B. an drei 
Stellen. 

556. Ujül j5*a. (oder Uill, s, oben ^^^^ ^5?^*- und Dozv i, 245) 
Alfabega juventutis, Dj. 44 b; I. B. 586, 2100. 

557. tyW^' \3^^ Alfabega cermani, Dj. 10; I. B. 533. 

558. •Ui\ ,3.*». Basilic d'eau, K. 357; I. B. 586, 1442. 

559. Ji^\ ö-*- Uj. 10 = ^^yL-*Ui.; I. B. 589, 704. 



Hrilhitti:(_-<a»kn i>km Akabck. 



560. ,^l«»Jl ,>**. Corda pauperuii) 73, Ga.; Lien-e, K. .172 ^ 
wiM; I. B. 583, 178B. — L. 140. 

fi61. «.^ Cahba, Ali 113; Tgl. oben <--*■. 

5ß2. -I^r^l Ä-^-' A. 180, oorrecter in ed. Bulak, ]>. 323; Graine 
de IVri^binthe, K. 322; I. B. an drPi SicUeu (offenbar itlontigcli ist 
_^l i^^ Hebliecta daU (!] oder Heblietavhe, Ali 381; s.j^^\ w-».). 

— L. «n iUnf Stellen. 

563. *J»- ir^ Kigelle, K. 362 =^^; I. B. au drei Sk-Ucn. 

— L. 567. 

664. si-^ J-1 (Vi radix Canti (?^, Ali 440. 

555. 30" j^ Steiii, Ulein. Ayzar, aynr. ng; unter diesom Sclilap- 
worte nennen di« arabischen Quclk-n oinu Anzahl von Mineralien, ins- 
besondere »ogenaiiMte EJelsteine, welche abwechselnd unter dem 
darauf folgenden, eigentlichen Namen des Steines sa suchen sind.' 
Der Vollständigkeit halber sind hier alle in unseren Qaellen unter 
dem Sehlagwortc y^ vorkommenden Artikel aiifffezithlt; die hier 
nicht beliandeU«ti sind unter dem «igeiiUichen Namun de» jVIineraU 
anfziieuchen. Da» Schlagwort j*^' ist hier nicht wiederholt, der Ar- 
tikel ai des fulgenden Wortes weggelansen. 



566. 



.j.«i ,3JJl va».l, der Stein, durch welchen das 



Eisen anf^ezogen wird, Dj. 53; vgl. unten i_yaU»«.iÄ* oder ,y-^^ 



567. . . . sJ*^ ,_5JJI y^ Lapis quo fricantur manus (arab. 
J^jJl), genannt qxtifnr (aruh. qj--äJUI), Ali 467. 

56*f. 'Ijul Pütra Arrcdft 85, Ga.;' I. B. 613 hat die Form,^J^. 

568. ijJUjl oder c**?^/ farmeoiachorj A. 1825 Armine 89, 
Gn.j Pierre d'ArnK^nie, K, 311; vgl. ^^^. 

570. «j******! oder^Ü— ), A. ISO, uncorrcct, ed. Bnlak, p. 335; 
Spongiae S4, Ga.; Pierre d'Eponge, K. 38«; Lapis spongiae, 
Ser. 16; I. B. 611. 



* liier biclvt «icli «in rokticn Cjii<rll«n|r^biut in den. iicji:«naiiii<en L«|ti<lftTi«ii, 
woTlIbor «. meinen Artik«! .L&jii Gurion' in O \. Kuiu-t, Smikir. Studiv, Burliu 1867, 
lind SuntleralMlruiik in ü Exemplaren. 

' In ilor tlubcrAi^tniine Araf Onfiki ntehfln die 8t«ii)ü iinUtr potro, wnlcliM 
Wijft lii«r wvicbleibL — I.i«('i4.-i>€'t> ladcA su I. IL btal«! e«oi Itviiioii. 



Moritz SrBrascHNEiDER. 

571. u-»3i^l Ä. nur in ed. Bulak, p. 335 unten, hebr. 308 
•rmpbK (!); vgl. j^ji'^y I. B. 631. 

572. <j*^* "^e siqua (!), Ga. 19. 

573. 0*SUJ^ Lapis aquilae, Ser. 392 (402). 

574. j-tU-Ül Anetatis 31, Ga; I. B. 620. 

575. o"— ^"»'' Calcul de l'homme, K. 351. 

576. ybjjb Lapis Bezear,Ser. 386 (396). 

577. »3,;«^l LapiB marina 38, Ga.; I. B. 630. 

578. »T^Ä-Jl Albufare, Petra stagni 21, Ga.; I. B. 605; ar. 
II, 8; falsch *r**iJ bei Sontüsimer r, 28G; es ist Ostracltes; »j**^ 
(eine Art Vitriol) bei Dj. 67 (S. 19 habe ich irrthUmlich »j^ 
verglichen); vgl. Ü,/^;«-*)! ,;^ bei Dozy ii, 82 raaröcageux. 

579. iji^>^ (auch v^^'^) Bicedi, jei^onciuB 4, Ga.; Hagar 
albuzedi, Ser. 398 (408); nicht bei I. B.; vgl. ^j'jJ. 

580. J— J, s. dieses. 

581. yij Albatar (hea al-Bacar) fellis vaccarum 34, Ga. 

582. ^9i Abuluz (albuluz) 32, Ga.; I. B. 625. 

583. i^ily, wohl das Richtige fUr tj-\;*, a. unten. 

584. jUj' Momie, K. 358. 

585. ty*', 8. dieses. 

586. ,_j^-^ A. 181; Ä-S-il od. Bulak, p. 325; Abazi, petra 
nigrorura 17, Ga.; I. B. 600. 

587. ^^.Joi- Adidi, petra terri 30, Ga.; I. B. 621. 

588. . . . Loi.\ Lapis qui de spongiis snmitur, Ali 465. 

589. fl»- Alfafn (lies aMTamam), petra balneorum 36, Ga.; 
L B. 627. 

590. Oja. Aloch (!), petra piscis 37, Ga.; I. B. 629. 

591. *r:H»- (Lapis serpentis) A. 181; Ali 462; Alaia (desgl.) 26, 
Ga.; L B. 614. 

592. :_i-l.Ua=L Pierre d'Hirondelles, K. 354. 
592". j>, s. dieses. 

593. fi Petra sanguinis 66, Ga.; Pierre sanguine, K. 356 --^ 
*J>U. oder ^JLÄ (s. unten); T. B. 640, 12G7. 

594. rfi*J, 8. unter diesem. 



HniUUTTELXAMEK OBR AuBER- 



695. ^3 Adic, petra gnlli 33, Oa.; L B. 634. 
596. tUa^, 8. dieses. 
M7. ky»-j A. 181; Athft (!), petra molendini, AH JO* I. B. 633. 

696. t.g^^j KazaKi, petra plumbi 28, Ga.-, I. B. 616. 
699. bl-i^jj Pyrites. K. 86» ^ iz^j^. 
600. -^ji), 8. dieses. 
eoi. AjUUi A. 181; AJteqfa, Iftpls bominiim praeparanttum 

corca 20, Ga. 

608. ^y», S. dieses. 

608. ^ j L.-, ■ ■■. A. I»l, lifbr. 301; ^»U^^^l ed. Bulak 33H. 

fiO*. E^Ui-», g. dieses. 

60fi. ^J^^- A. 181, hcbr. 306 «iDibKO); ^^-^ä^^ ed. Bulak, 
p. 886, das ist Jaspis, s. -^^^ auch wJ n i-J, worauf die Varintiteii 
weisen. 

605*. -iiLi«, 8. dieBCS. 

606. ^^ Corni!, K. 367 = oVr*; *■ ß- ^4^; s. aucb J— J. 

607. cr:^^^^ Diamant, K. 358, ejgenüicli Stein dor Teufel. 

608. JU>, 3. dieses. 

609. yj!j* petra Arabiim 2$, Ga.; bei I. B. 609 (j*y. 

610. ijJ— «* (Melitite), hier Hegt offenbar oinc Variaiite vor; 
A. 181 hat 4_^ (wie [. B. arab. ii, fi), hebr. 2H9 •Sp*3K(!.); hiogegen 
haben A. ed. Biilak 3!>a, Ua. 14: petra niellia, Anali, luid I. B. 
"bei Leolbrc, n. fr37 t»**^» bei Avicennn werden noch die Wir- 
kungen de» >lj>*) (Haematite) angegeben. 

fill. (JkH", B. dieae». 

612. e»M petru de KlUi fit in efrypto 16, Ga; 1. B. 599. 

613. u-I^T» pelru Yora, «cirlm (/eriim) 22, Ga.; I. B. i, USI, 
SoNTKßtHeit c>*^^; arab. ti» 9 i_r*^..i*t l*^> Lbclbkc 608 u*^/* Thra- 
kiech. 

614. j-i^ (Mondstein) A. 181, bebr. SOO, aDgenatt; I. B. 
SOI, 602. 

015. jy^f^, 8. dioHes. 

616. •>^ji, n. dieses. 

617. 'j^y^f 8. dieses. 



8 MOBJTZ SreiNBCBMEm&R. 

618. ,,j^ A. 181; Lapis LacteuB, Ali 461; Alabani, petra 
lactis 13, Ga.; I. B. 596. 

619. u-U, 8. dieses. 

620. iJLi-«, iJSi» (lapis vesicae) A. 182, ed. Bulak, p. 338 
(letzter Stein, bebr. umgestellt n. 293); Almathaoa, i. e. vesica, 
Petra hominis 35, Ga.; 1. B. 62G. 

621. ,_y»*l»;y y , 8. unten ,_,*— k-.ÜU ^rje**. 

, 622. yi-Jl «jlj-* Calcul biliaire du boeuf, K. 350 = 'jj». und 

i^^\ "jT*-! '■-»^ und J«jj. 

623. ^'■^^^T'^j^, 8. dieses. 

624. cr-^ A. 181, bebr. 297 (Scbleifstein). 

625. ö*-^7 i>*-=^^ (?) UxatUB, petra tissa 15, Ga.; I. B. 598. 

626. ,j«Äl*«JU (vgl. oben ,_y«l»«** j^)) s- i.^***^^-**-». 

627. t>^ (Munfi), Mamfi 29, Ga.; I. B. 617. 

628. ,3J-U Indi 27, Ga.; I. B. 615. 

629. Oyib, 6. dieses. 

680. ^-^ l , B. oben i_i-w-Jl ^**-. 

631. cuyJl j_,il.j A. 181, besser Ooplj l-ü>J ed. Bulak, p. 325, 
bebr. 305 corrupt und latein. ,qui extringuitur in oleo'. 

632. ,_5>>«-i', oder iy^\ A. 180; Judaicus, Ali 464; Ga. 18; 
Pierre juive, K. 388; Salt nacb 544; Ser. 390 (400); I. B. 601. 

633. J^, s. J*-. 

634. J^.J^ Adit, ferrum 42, Ga.; Fer, K. 345; Haddit, ferrura 
Nadid (!), Ser. 393 (403); I. B. 645. 

635. (jpy^a. >>^.J^ Sulfure de euivre, K. 383 == ^*^^j, das ist 
täy** Lf^ jCuivre brulÄ'. 

636. jÄ». oder J5»- (?) Sadiberdis, Ali 216. 

637. t5*^, 8. unten '\ja.. 

638. ^-»lJ*■ Eupborbe, K. 253 = a-«JJ1 fl. 

639. jx<^\ jl^»., s. j\}^. 

640. -bj*- fehlt in A. 180, s. ed. Buiak, p. 334, bebr. n. 289; 
Cam^l^on, K. 348 = ÄJUf (männlich) und cx^^?i-l t\ (weibhch); I. B. 
an drei Stellen. — L. 128. 



HBtr^irrEUNAHB» der Abarkr. 



9 



Uli. *^.j» so lißs A. 178, nach ed. Bulak, p. 321, hebr. 234, wo 
■is iHteintgcb Ucrbatuiu. gcnanm eecTK, lios arg^astus, s. aaten; Hor* 
biitum peucedanum, Ser. 276 <Ä8Ö); vgl. Harbc n. 421 (431)? Simon 
Januonsis i, %•!, Cot. 3. lin. 3: HnrWiiin nr. apm Aviv, et dicitiir ar- 
gaslUB =^ oncliitis, .quid »it i^iioro, iniV» iu lofo'; allein f. 4f> ist ein 
Artikel Onchitis niclii zu finden; sollte letztere« nur ein Scbreibtehler 
(Ur Argaatu» »ein? — L. 249. 

648. C»;*. Testa, Ali 49». 

648, J«v^ und Jj*-,?^ LocusU 9, Ga.; I. B. 661. 

644. ^>-ia^.^, S. pJ-^a-jja.. 

645. ^»»v*- S*"Ie. K. 380 ^^ »JLa^-», Species von j»*., ge- 
nannt <_3yÄ.. 

ö46. CiS>j^-> aicb cö*^ (lucerta = uXi) A. 177 mit j (auch 
I. B. 660), ed. Bu]ak, p. 321, hebr. S69, letaler© untereehcidet nbep- 
hanpt soli'Ke Buchstaben nur am Woiinnf»n^« wegen der Kcnhenfolge. 

647. sj^Q^ j>>'*, porsisL-li *JjjÜj, das ist *J3_.^> H«mon Coro« 
(so), oder Cosocerac, persisch iHnarivn oder Behentcr (!), Ali 118. 

64f{. ^lJL-«)l '^ (j^) Lalin^lia oder Lalingabe hortulunac, 
Ali 12.^ 

649. i.^^^ A. ]76, od. Bulak, p. 319, uncorrcct bebr. 366; Car- 
sof, canlii» I, Orstof. canrar U7 (wo Hoiiieslica und silvcstri«, win bei 
I. B. an je -/wei .Stellen lÜp jede Art), Furxof II, Ga.; Artteliatil, 
K. »lö = o»-.>. (Oozv I, 36ä --ijA/*-)- — ■'• »" «'t'h« Stellen. 

GSO. ci^ A. 173, liobr. 2.^6 (latein. Naaturüum]: Horfs, I>j, 62; 
Aforr(ftlr al-llorf), nasturtium 6, (Ja.; Cresson alt'-nois, K. 310 = •--*»■ 
A^^l, Salt lOH, 462; Nnrf (so), nast. Ser. .S49 (35»); L R. an aebt 
Stellen. — L. 17fl, 396, 

6R!. ^>k*Jl i-»jA. Orfol'aKUle, i. e. deterate (tectoniin, i>er. I. e.J, 
nasturtium 7, Oa.; I. B. 854. 

6S*2. ij-^jJ '»■ F-ufea {««lii;), naslurtiiiin album; fehlt bei Dozv 
I, S5*t. 

«S.3. ^^-.i— '^ Mazftpac|tiehi (!), i. c. orientalts et vot-atur piper 
unnucboruni, i. e. cnslmtonim, nast. 8, Qa.; L B. 65ß, 1700. 

6B4. cüV-. •■ ^iW*- 



10 Moritz Steihbcbnbidbb. 

655. J»^ A. 174; Harmel, estaca roti, Dj. 61; Armal (staca- 
raci) 36 Qa.; PeganuiQ harmala, K. 815; Salt 334; Harmel pigamus, 
Ser. 265 (275); bei I. B. an vier Stellen. Hannelum, et dicitnr Saere- 
lege asbened. (so). — L. an drei Stellen. 

656. (jV^ dy^"*) (jj^) Semen Carri, Ali 133. 

657. E>^.s^ (persisch) Dj. 54 =: ,J^>; vgl. jy*-? 

658. jjjs. Arir, seta 22; HseriB, seta, Ser. 28; I. B. 657, 976. 
659 i5ij>- (,Harrik'), Ortie, K. 385 = ^j^\ nach Lbclbro auch 

c^^- — L. 162. 

660. ,j*Jui* '»• Ortie mousse, K. 386 = v"?-?^ ""d vy-t^™^»^^ 
(galiopsis). 

661. -l}*. A. ed. Bulak, p. 321 (und so I. B. 666, 989), ed. Rom 
178 fc^J^; hebr. 276 hat nur das Schlagwort Kin, dann ohne Tren- 
nung den folgenden Artikel ^yiUÄU. corrupt. 

662. yiv-J» 3\^, falsch Jjs^ bei A. 182, ed. Bulak, p. 326 
(fehlt im Hebräischen am Ende des Buchstaben) Aziz al-Atar, mulsa 
petri 11, Ga.; Liehen, K. 337; Hazez alsacher, epatica, Ser. 113; 
I. B. 872, 664. 

663. tj«l^— jfc. Polypode, K. 382 = jjU— ä\ (LbClbrc bezweifelt 
beide Wörter), das ist ,i>,^— ?. 

664. j'>r™^ (persisch) für ol»-U>i. galanga, Dj. 46. 

664''. lit—*. A. 174; Hesera oder Hesecca, Ali 37; bei Dj. f. 17 
ftlr ^'^i^ = j.yi)i\ _fi^ mit einem corrumpirten lateinischen Worte, 
welches ,imperator' heissen soll (Uebersetzung von /^-'); Ahzac, cicer 
imperatoris 26, Ga.; Trihulus teiTCStris, K. 316 = j^ii\ ,_fi9. und j<ij 
f>e\j auch ijM-' i-**»-; Salt f»7 und hinter 344; Hasach, tribulus, Ser. 
112; bei I. B. an acht Stellen. — L. an vier Stellen. 

665. tiSU-*». Fruit du lentisque, K. 374, unsicher. 
665». U^, s. ^U.. 

266. o^' ij.-^^ Hcnesudarum oder Herusudarum, i. e. calcula- 
rum, hoc est galanga, Ali 3H8. 

667. >-i^(?) Halt 322. 

668. ^yu-ijw Hcascasum oder Cashasum, AH 111. 

669. ^U»\y3\ '». Herba corasanica, Ali 50. 



Heilmittel» A HE)) dbr Arabrr. 



11 



670. cr-*^^ o ' "?:. ' ^ ' - Herba Gafoli, Ali 683; identisch scheint 
cuiOl jA*.iÄ Herba gafare, Ali n. 10 und zatihn Salt 5«. 

671. * — j>>> Ä-i^-^t-a- K. 360 ^ j^jjy-UjJLi-j Scolopciidro oder 
t^^.jJ^, auch ,j*-vt" i-*S: letzteres lidlt Lbclbbc filr Imhum, weiJ I. B. 
(nÄmlich 1134 untf^r o>ij''^>'^*^t ^^ Leclbro tmscr Schlagwort nur 
aus deo Noten zur anibiHchen Ueber^etzung tie« Dtoscorides citirl; 
s. I. B. n. 677) j"^^ wis liest. 

672. Ela.J» iUi-yi^, B. fll. Moml. 91; bei I. B. an drei Stellen. 

678. JL*-J1 'a. [h]erba tiissicaria h, Ga,; I. B. 674, 11B9. 
674. t^'o^ (atirmtf. Trnube) K. 344; I. ß. an drui Stellen. 
67Ö. ^r^, 3. Vj- 

676. J^^a^ A. t7S; Chailnd, lyvium, Dj. 7b; (Oleum) Hesasa, 
i. e. snzeregUQi, Ali 314; Lyciet, K. 814 = ^5^^ o""'»^^! Sa'* 288; 
Hadhaclli, lidnin, Ser. 7; bei I. I). an lücben Stellen. — L. 256 

«77. Ja. A. I'd. Hulak, p. 321 (falsch J^, i-d. Rom 177), ht-br. 
37S (Essig); 8. auch J^. 

676. J-aiJl Ja. Acetum Hansali, Ali 834. 

679. ui»»., a. unter *-i*.UL. 

6H0. v*V^ (PUinta), FusrrAo, lAxiton arab. i, 41S. 

681. v"V^, 8. «^'-M- 

68». i^:^, 8. eil. Mond. 119; Fenugrec, K. 336; falsch K3R bei 
•Salt 370; I. B. 68S, »04; nach Frkvtjw», JUxewn arab, i, 416 aach 
>»» (a. dieses) und >^ (Tragacanthuni). 

688. '^y^ Mercuriftlc, K. 387 = o--v* i-**- und ^j-Jul |3>^ 
— nach LürLKRc eine Confusion; Da'ild und Abd al-Iiaxxnk Bchreiben 
bkch t^j'oA (Stab) des Jlermcs Olr Lo^ (tcsticuli). I. It. an drei 
Stellen. 

684, "^J^Jh^l*. (aramäiech), g, L. 192. 

686. ww«Aä.^ so Ist A. 176, fUr wnXA^ »u lesen, In cd. Bulak^ 
p. 31« ^^~oIä.; di« riehtiKO Le»eAM, welche I. B. fiS.'i deutlich festau- 
stcllcn Hlr niitMg hlitt, int nach Lkclkiki i, 446 von ,d«n Uebcrseti^crn' 
dea Avicenna falsch uine>chneb(>n; «r hat die hebrUiselie Ueber- 
setzung 204 nicht gekannt, welche riclilig umsebriMbt. — Es iäl eine 



13 Moritz SraiKsCRNEiiDBB. 

indische Pflanze, ähnlich dem weissen o'^j>*^ (dieses Wort ist im 
hebräischen Druck entstelltV 

585V »irr^JLi. A. 174, hebr. 260 (vgl. Öl. Mond. 109); Helnum 
oder Heltitum, Ali 3G1; Haldic, Dj. 47; Altit. assa fetida 38, Ga.; Asa 
oetida, K. 352 = Guroi von Cj^j^; Salt 99 und hinter 544 und 
581; Anjuden, Ser. 251; I. B. 158, '688. — L. 36, 258. 

686. C)}ß^ Ä. 177; Alazen, Limacius 10, Oa.; Limace, K. 334 
und zwar: terrestre Ji'X»^ oder Jiü^j und tJ-'>*W, marine o^; beide 
auch ^y^Ju«-.; Dalzum (ftir Halazun), Ser. 420 (430); I. B. 690. 

687. ^>>y^l^ (nimisch, also h^ax:;, Dozy i, 317), Dj. 62b. 

688. (►Aa-C'') Harna, verraiculus vasorum, Ser. 419 (429). 

689. U— >ia. Gumi Adraganthe; K. 373 =\j^; I. B. 694. 

690. fjia. Fromage (l'eau du fromage sal^), K. 343, 

691. o^Jj-«J' '-r^rJ^ Euphorbe, eine Art von c>y^.j», K. 375. 

692. ,_,--ia.= E*->^^^* (s. diesen Artikel), fehlt im latein. Ali 453. 

693. ,*a.l^ = ^L;l««JI Jy^a-, Dj. 33; Ameos 36, Ga.; Basilic, 
K. 338; Hamchim, ozimum domcsticum, Ser. 175; I, B. an drei Stellen. 

— (••*»*• Basilic cultiv^, K. 360 emendirt Leclbrc j^:**-^ =j>^^ o^*^- 

— Hierher gehört wohl auch Dttünbn, Salt hinter 544 und die BlUthe 
Charaacharum vcl chamamum, Ali 2iJ8. 

694. jV A. 180; Äne, K. 346; I. B. 711—13 unterscheidet drei 
Arten. 

695. o^l^ Alfumaz, zeduarius 1, Ga.; nach Dozt i, 438 der erste 
Buchstabe unsicher? 

696. J»*4- (sprich: Humuiadh), s. Gl. "Mond. 133, wo Ali 73; 
Emaza oder Hemaze (also Hemmaze für Ilumm.); Humat, lapacium 7, 
Ga.; Rumex, K. 313 = Ä-^l>; bei i. B. an sechs Stellen, ausser den 
Zusammensetzungen. 

697. Er'^Jl 'a. Salt 389, Acide de citron, K. 342. 

698. -UJI '^ Humat alme, lapacium aquae 8, Ga.; I. B. 699. 

699. fl*. A, 179, hebr. 265; Pigeon, K. 347; I. B. 710, 2284. 

700. 1-1^ A. 173, hebr. 255; Hcmania, Ali 11; Amome, Dj. 50b; 
Humcme 33, Ga,; auch necn bei Salt 397, 551 und hinter 581; Ha- 
menis, pes columbariim, amamum, Ser, 269 (27it); I. B, 695, — L. 169. 



llRlLMirrKUIAHHK DKU AuAHEK. 



IS 



701. ^>s*. A. 175; Uamesum [cker), Ali U«; Em», «uer H, Ga.; 
Poix cbicbe, K. 34 Ij Wait hinter n. 344; Cliornj», cicer, Ser. BO; I. B. 
69K, 955. — L. 171. 

702. j^>i\ o»»- Cicor impemtorisj Dj, 17; Empaa alamir, cicer 
impcratori-s 2r., tU.; 1. B. 069, t;t*7. 

703. J*, (^acrelegum (!), Ail 333. 

704. J— VI Ja-»., so iat wohl tiacb dor LTmechrcibunp (Horn- 
meidli) KU lesBn ftir J-^, Chausselrape, K. 871 ^= .st-*:^. 

705. v^Vl '*. CtiBciito, K. 370 = ^Uii. 

706. Uäi. (ULI i^) A. ITS; (fol.) Honiinc, Ali 20o, (oleum) 
Hgiiuc, 310; Al^üna, Henn, Dj. lOb; Alc-nnnfL .^4, Qa.; Heone, K. 3iy; 
Salt78(0ol). 118, 176; AInnna, Faradj 135; Oleum Alcanoa, itaxi 
n. VOH; Honnc, li{,'ii»tru!ii, Alkaiimi, fSimoii Jan., p. ISO. I. B. an fUnf 
Stollen, ausser Zusniniiusiisctaungcn. — L. 192, 312. 

Tut. cuiUa.j B. unter i_>.*-JLa.. 

108. j^, s. 01. Mom). «3, wii Oj. 48: iliiniom; Faradj ii. SÖ2 
verweist auf Wpiiia alba iiut«r Xiu (ii. 430 iSy^, n. auch UbLii); I. B. 
798 5;*^. 

709. y-jjjJA. K. 340, s. ^fijJJÄ^ 

710. Jjy>.i^, jji>»A.;th, ÜyK>-;jh. A. 177; Hatidncbonin), Ali 72; 
(Benien) Hotidaf»'ü«i (!) ii. IM: llaiuUu^oui, l>j. 23b; Andnc-oc-hit, Iri- 
folium (, Go,; Jldilot, K. 33& = l^ und o^-^i t^i" Kom (la graine) 
iiii Orient .^j}'; npipiin .Sail 4ti4 und liinter 581 ist liebrttisirt; Haiidu- 
chocha, trilblium, 8er. G; I. B. untcret^hridut dumcstica und sylvuätris, 
durcT Jodo in filuf .StuIIuii. — L, 'M, 25ft. 

7U. ilUs. A. I7i;; /.fiuanmi (!), Ali HO, daraiirui Ü-U-l iiH^ 
iclmla udLT Nu4;lialii tritivi; im Arabisw-buu fulpt iincli AJ»ii.l ^Uio 
I'lftteiu. IQ9 (fol.) C&ntarura oder Catiloriuin^!); llcnta, rrutnoDtum 'J, 
Ga.; FroniKHt, K. 339 = g^'; Hnnta, frumontiini, Sen 29; I. B. 715. 
— L. an drei Stollen. 

7ia. J^^^-^ A. 175; Sft. hinter 538; (föl.) Kciitali. All 210; Hen* 
taluni n. 2S2; Uoloqainthc, K. 311 =_f»-iJi ii,lj-. (i'tianMUgallc), auch 
(Jd*- Sa. hinter 528; Kandel (!), coioquiutis, Ser. »71 (SöI); 1. fi. ao 
ftinf StoUcn. — L. an droi Stellen. 



14 



UoRiTZ SrKIKliCltKBItiEH. 



713. ^j*>^ Pain do fine fiarUic, K. Ä69 =» jX-,); I. B. 738. 

714. j9>- fehlt in A. 179, steht aber in ed. Uulak, p. 3^3 und 
hebr. 387; Ilauhur, plnntHniis nibs 1'2, G«.; llaiir, popiilas, H«r. SO; 
1. B. "2i, 139». — L. I5S. — Hiiur bei Avic, ist lettc« und afjiros 
(^[«{tll. Sylv. 532, ed. 14k8, 5'.i5). — Zweifelhaft i.tt die arabische 
Lcsttii iur utcuiu MoKi, Ali Üi^2. 

715. ,j^.yi jv». A. I»0, hebr. »7l, PleinpinB, p. 142: Khauvar 
populus, latcin. 344 lUuriuu roniauum; vgl. Gl. Motid. 19; 1. B. an 
drei Stellen. 

71(3. }v^, s.j.i^. 

71«. (JLall ,>*. nicht in A. 173 (and I'lcmpiuB, p. 130), such 
Btdit in ed. BuJak, p. äi3 (wonat'h Gl. Mund. 64 zu borichiigon), son- 
dera uur latcin. n. ßOö und hebr. 253 cine Verweisung auf fO^P'B (hebr. 
^33, nmb. o'^M'V*'; p.SSS); HeJKelbabalom, AU4-1; Hayozalam, Dj. 4»; 
Ahay ainbitn, semper viva ao, Ga.; Kcdum, K. 3WH, grosses cJ^ 
(vorschiodcn vun üUÄ); SjiII 5IÜ; Beiahidjilem, Scr. 340 (350) tuid 
zwar nach Dioscorides drei Arten: Andrachabor, Andraguc agria und 
Ti]afoTi; I. B. 73S. — L. 160, ms. Andcro vielfacho Citato gab ich 
in ViKcaow's Archiv, Bd. 57, S. 102 und in Kohlt's Dtuttchct Ar- 
chiv II, \U. (Hammbr) ETiet/khp. Ueberticht d. Wiftemch. d. Orie^Us, 
p. 523, erkannte den triviah;n Ausdruck nicht. 

71». J<»-^ GipBuni, Ali 456, 

719. «L^ A. ISO, corrcctcr cd. Buhtk, p. 324, hebr. 290, latein. 
Serpens. 

Buchstdbc ^■ 

7S0. jU.(?) Fluraxi oder Stii-achi, Ali l*.i3. 

7*1. ^ll>i^y*^^ (ChiUidonion) A. ed. Bukk, p. 463, verslUmmelt 
A. 37fi und hebr. 40&; bei I. B. an drei Stellen. 

723. o)"^UU., 6. o«]Us. 

JB" Die hier Fehlenden b. unter . . . l». oder . . . US. 

7ä3. 1— *J.JJ1 i3^^ so lie« A. 272, nach ud. Bulak, y. 2G0; Aeo« 
nit, K. 9S3 (a. die Note Lbclbbc's) = Lycoctonon des Dioevondes, 
».LB. — L. 174. 



HKlUlnTBUtAHK» OKB AkABBU. 



15 



794. j*^^ ^lÄ. A. ä^ü; 8niiiic«lncinei-, Ali 43; Aconit, K. Ü'i2 
(s. dis Note hscn.K&r.'ft) ^^ *^jy^ 0' j>^) ""^ vomica (falsch); ea ist 
purdolinmvliiu (lea Diottcoridus; I. B. an drei Stellen. — L. 176. 

725. o^*^?'^. 8- o'^^>^- 

726. ^j^a. A. 273; (semen) Scnbuzio oAer Scabexie, Ali 96; 
Cabcze, luhlvnc Üfl, (ia.; Cliubttze, lunka, Ser. 140; I. B. 75S. — L. 
iin droi Stellen. — Fehlerhaft scheint ^^4>*- Mauve, K. 9J3; zu den 
ArteD gehört AJ;*uiJl '^i-jJ-* = JJjj und fJÜ i-ä.>X*; oIdo andere 
Art ist **«4; eine wilde hoisst _>jV-*- und lj/<i4-l fl. Bei den Kabylen 
Dach Lbclbbo }^rT^ nnd /t::»''*. 

7a7. «-i*^ A. 274, hebr. 404, Plempiiw, p. 305: Scori«, latein. 
68S (vgl. Gl. Mond. 35, wo lie« Merda); d<:r beste Schlacken ist der 
des Eisens, veoxu K. 925 (Scones) noch J^J^^ j.^ liitixufllgt (s. fol- 
genden Artikel); Cuzor, Buxor, batitui'ä acris vcl fern tiSD, Ga., und 
QiutbaK^ »quatna rerri vel em M; L B. 645, 7^4. 

7ilä. >jji-l'^ rui'gumüntum t'crri, Ali47ti; bei DJ. &:f nur: 
fermni. 

72'J. *-iÄil -i. Purgamciitiun argonli, Ali 477; j-ji- A. 274; Ko- 
be«, panis, 8er. 2*J; I. B. 755 tliMlciihrod). 

780. wjlyül 'iL Nux vomica, K, 1)34 = Äi^j,* und J«-J» ^»•Ij*'. 

7:u. J-j^l '*;. DJ. ööb: Cyiamen, K. 933 = l^-ii»^ ; I. B. 757; 
DozYi, 34«. — L. 307. 

732. J*yJl **LAä. Säule, K. 928, eine Art von wiUai-» uud = *-»^A^. 

733. ,^,.^ljÄ., B. Gl. Mond. I8ü; Gretin, vermes lungnc S7, Qa.; 
Vers de Icrrc, K. flOS; die aus dem Meere gerogenen licisaen ^j^. 
Man nennt jt'nc auch Krdseldangcn J^j"»" ^^U*.! und J»_;'^' Jj^/i 
Churatin, lumbricae, Ser. 45:!* (489); I. B. 1«'J, 13H. 

734. X;*- Melon, als persisch Air dos arab. >^, K. 780; I. B. 
7t(0 sagl nicht« von der Sprache. — Das doutache Kürbis bedeutet 

lanntlieh Cucurbita. 

735. (3^^ (Hclloborun: der weisse ^j»^'>" und der schwarre 
j^lit) A. 269, Ü70; Carbacuni, Ali 43!.', nigrum öt>H; (harbat! und 
asuec) Dj. 45; Qrbac, eHcborus 15, Qa.; Kllebore, K. 910, 911 (blanc); 
Clierbaehen, Ser. »23 (338); I- B. 772, 775. — L. ao drei Stellen. 



16 Mobitz Stbimschneidbb. 

736. JJr*- A' 269; Schardelum oder Scaldelum, q. e. sinapis, Ali 
106; Dj. 62 (jsynapia'); Qrdal sinapis 49, Ga.; Moutarde, K. 909; 
Ser. 363 {3T3); I. B. 769, 942 ausser zwei Unterarten. — L. 177. 

737. j>^>., s. .-i^^. 

738. Jü»>- Curtal, avena 74, Ga.; I. B. an vier Stsllen. — L. 173, 
fehlt im Index, S. 478; vgl. unten (Jy!. 

739. s-'»V*- A, 272; Mä, Qiv (sie) Hilocaracta 5, Ga.; Carroube, 
K. 920 = v!V^; I- B- 762, ausser Unterarten. — L. 145, 176. 

740. ,_j-.LSJI 'i. Camuba syra, Ali 269. 

741. sj^ (Merda), A. 275; I. B. 538, 779 hat nur Taubenkoth 

742. a^>y^\ v?>- Gour {j^), K. 927. 

743. ^j^, 8. Gl. Mond. 209, Alquerua, Dj. 29b; Qrua, palma 
Christi 63, Ga.; Salt 79; I. B. an drei Stellen. 

744. ^^Quzom, lavendula 41; i*\^ Lavandule, K. 935; I. B. 
791, 1076. — L. 252, 424. 

745. LJ»^ A. 272; Quazaf, testa vel tegula combusta 33, Ga.; 
Chazef, tegula, Ser. 414 (424); I. B. 790. 

746. j^ A. 271, Quaz, lactuca 40, Ga.; Laitue, K. 907; Cher- 
bas (!), Ser. 239 (249); I. B. 792. Schassa, Ali 64. — L. an drei 
Stellen. 

747. jUil '^ A. 271; I. B. 793. — L. 165. 

748. \yj\iyj^>.^ A. 270, hebr. 384 uncorrect; Koeinteria (so), 
K. 918 = t^^-oill o*'*^^- 

749. uS.1ä4*- ä. 267, ungenau hebr. 377, latein. 504, Plempius 
295; papavcr albus; Sa. 348; zweifelhaft (wegen undeutlicher Schrift 
des arabischen Manuscripts) flos Mclacli oder Mesacri, Ali 235; Castas 
assuec (bo), Dj. 60b; s. auch crli; Quasq. papavcr 62, Qa.; die drei 
Arten j>^-— , oaH'-* »nd ^->^j, weiche I. B. ausser dem einfachen 
Schlagwort (letzteres 794, 951) angibt; Pavot, K. 904; Thaxtux (!), 
papaver, Ser. 364 (374). — L. 203. 

750. Jatrf' '*- Papaver blane, K. 905 = ^5*»*, o'i'»^. s"*^!" o^***^ 
und JIj»*uJ1 ^^Uj, 

761. ,;^:^<BjSJijL Quaztantabi (!), mel siccus 62; I. B. 798. 



llKri.MITTKT.}IAMRN DKR ArAHRR. 



It 



Jß3. w-JUi» ,j-i. A. äßft; tVwtlialcb oder Clioaclialeb, Ali 278; 
Oocn. afiiluli, D). fifili; Qiixa imilibi, testti-uli vulpia 3S, Ga.; Orchis, 
K. 9ie = %:«.J^3 ^^; Tatarich (I), teaticuli vulpia, Set. 30; L Ü. an 
ilrei Stollen; ob für Centaarion (s. Low, p. 302, cf. 6S) oder SatyrianV 

IhS. •-^■jJl '»■ Qitzn »2\h, lesticuli lupi 31, Oa.; jcdGiifalls an- 
fH*liie93euer »Is j%JJl (des Huhnes), hei I. B. 804, wurun Lbclbbc 
keinen AnsiDü» nimmt. 

751. >-^UÜ1 -^ A. 269; Kiiza alkalb, teitüculi cunia 30, Ga.; Or- 
chis, K.<Jt7; Cbasi alkob (licaul-Kolb), S«r. 91; LU. aül,L9S0. — L.6S. 

7&V JU-a^ (teaticuluiu), A. 86», heW. 382. 

75Ö. /«-Jl CuKozamor (Cussobafre), castoreum 18, Ga.; I. B. 
SOG; s. Gl. Mond. 117. 

7&7. ^"i^ Mcfi), K. 9S0 — fj> (Bdellium nus Mtkkal, K. 930. 

758. *J\Li. A. 273; Kataf, irundine» 19, Oa.; Thiirthaph (I) hi- 
ruudo, Sor. 430 (440); 1. B. «10. 

75». ji>^, als Erklärung von Ä*^^ (I. **-jj), Dj. ii)b; Chate, 
indicHs. Scr. 47; I. B. KO». 

760. c»»^' A. 268, hebr. 388, Plempiiu 986, latein. Vß, Cbittitai; 
Chathoraia, Ali >5, (semen) (^thimine, catlurae 93; Kitimi, Dj. Ü&h; 
Qnn (f)f malvAviicxm (altoa) 60, Ga.; <^uimauve, K. 9H = ct'sj^'' hs 
und Jlj^l ijy-, »alt rill; Cbolcni, althoa;, Ser. 76; I. B. ßiubcn Stnllnn. 
— L. an vier Stellen. — Simon Jan. f. 17': <J^the[nta scripttit Steplia- 
niw pro Khitlim, althea; Matlh. 144: Oathmc, i. c. melica, Üb. de doc- 
trina arab. (nJolit v. Simon eitirt); Simon f. 27': Khititu arab. althoa; 
Matth. 442: CiitumlH, Cathumiii, i. c. altben, Khiliiii; KImun f. li^ Al- 
ihea, Dja[scor.] sive Moluuhia agria . . . arab. Catliyn (übyi- Dioscor. 
s. Houein l>»i ihn abi Oscibia i, lö); Matth. 34: Altea . . . arab. en- 
stotos scbokozetit et a ro&ammfi: graece moluvhia agria. 

t760'. Ü*»tA' i*-=, s. luitßr f*-a. 
7ftl. tjäüi. A. Uli; Qufez, vcepf.rtilio 38, Ga.; I, B. 1 11 ; ij^^i^ 
Chnnvo-soariB, K. 2ai = Wjii^ = j-JJl ^. 
7»2. J*., B. Gl. Mond. 47; Qaahl occtum 75; Vinaigrc, K. 908; 
I, B. 81»; ». »uch J^ 



WMol Zsltocta. t. i. Kmiar i. Hoitoal XU Ul 



18 



IhfuRITZ STBtNKCHNElDBR. 



768. t-ä^, 8. Ol. Mond. 18; fehlt im latein. Ali 225 (Ho»), Uelbe 
»ilvalici u. S08 (im m». = *-»»*' ohne Punktl; ^uilcf, Dj. 26; yuclcfS, 
Oa.;SftHle (Eleagnus). K. 912 = »JUm-o «lo. aach J^^l Ä*iU.; L B. 
an fUnf Sti-llcn. — L. 120. 

764. ,^-UÄ. linty^hre, K. 981; nach Lbulkxo bei den Bab^looiortt^ 
^Uä-l, in Algier sl>a. >j. 

;s&. j\4. (somen) LiliiuWchi oder liÜbftti, Ali Lß6. 

766^ j<-— Sl*. Amwqiiizaz »7, Ga., Qnameqiie ib. 6 (/stjwpusco;); 
bei I. B. 788 ^j—SUli.. 

766. 0*5^1^, 8. c>yc^^. 

767. ^j-^^^i. Cainomille, K. Ö2» = ^yi^. und J'j'»'! c^^; bei 
I. B. 746 iji-i-*'^, 

7CS. o^ Qiiirix (!), sambocus 60; Hameactis, ßbuhm, Ser. 374 
(284); vgl. Gl, Mond, '.iß, — I. B. H2l (ii, Ii5) imttirsi-lieidrl dns gi-osse 
KJiuroAH, VTilgo jti"^, latein. (d. h. spanisch) as^^Uj (=: gjimbuca,), 
griechisch ^^1 (^«äti;. aU sainbuu-us nigra, vgl. L. S64), welchoa in 
der Hcdioin angowondät wird, und dos klfiric, vulgo VAi^, latein. (spa- 
nisch) Äw^. (= yMjr» im modernen Siianist-li), griRch. J»»' '-'^ (y.stl*-« 
ÖXT^). Kbenoo prklHron di'' ttniliiBtiBcliIatoiiiispIicu üluösaloron, wie 
Simon Jan. f. ITi': Camcactis iiitimu, actiti csl samhuca», Camvai^U» 
ebtüus . . . infra in «lamhiiKUs (F. 63: äanBUuuti luajoraiin persa apud 
PlixiiuiQ etc.); f. 24' Ebulus gracce camoactis, i. o. ioßina actis, «t 
actii est sanibiini»; darauf folgt ein Citnt ans DioakoridüB (wia bei 
I. B.) und eine Venveisiirig auf den Arlikol: Actis (f. 4 Actis g, liam- 
bnuUB cameactia cbulns qiinsi intima . . .); Mattli. lii, lä.t (citirt den 
Vers), 129, tVlÖ (Plin. Sl, e. 8); a. nncli Simon 31': llanipali (!) ar. 
KaniCACtis est ebulns; Alpbita, p. 7 Amaracus, as Caini-aetis, 61 Ebu- 
lus cameattie (ao MmrüLO, p. H), p. 107 Majoran» (Aber dif*e Ver- 
wechselung von 8iinipsvL'li«n mil Sambucus s. Mowal zu Mihfülu, 
Sitiiin. Ilarthitlüiiici 1H8^, p. 21^, not» 7 und Kxrcrptr nun Art. Ham- 
bucuü bui ConsIantinus-lJjezzar f. 2ft'', bei Miukki-d, p. 37), IHl* Sam- 
bucus (zwei Artikel), lt>l" iSamäacuü; Apptmd., p. 217: Hicatia vcl 
igig i. L*. »auibucu», Ü33 Sauibucus; Mihfeld, f. SB Majorana. — Vgl. 



Hr. 



KlLHri-rKr.N'AHBN ßKK AKAUKIt. 



lÖ 



Blich meine Miscelle 3» Jibav in der Monattichri/t ßir Geschieht« und 
Wmentch. Ata Judmth., Uf>1^ S. S28. 

769. j9-t bei A- Tili, ed. ßulak, p. 4K5 (letjstec Artikel diese« 
BucliMfibcii, fehlt in <lcr hebritJävlieD IJcbarsetsuu^) = 'y^ (!) mit 
Verweisung auf den Ilnchsul»en ^. Quambre, vinum novum X6, Ga.; 
I. B. 820 ein lauger Artikel llbor Woin. — Ueter KftÖ*e vgl. Mbiuc, 
JJer Aberglaube u. s. w., X876, S. 6. 

770. «^l*jj cj-*- Qmn<)uofi>lium, DJ. 53 b; bei A. 376 J?jj' i— »■ 
= ^^^U*Ü cfl. BiUak, p. 463, I'lcmpi;«, p. SUfi, latein. fl72, ancorrcct 
hebr. 4i>6. 

• 71. ,J^ (i*) offenbar im ArabiRcheti umgestellt, bei Ali Intein. 
302 (oleum) Cbvri, vrflhrcnd 305 uleum Baläami im ArnbiHvheu o*-^ 
AD crsterar Stelle stobt. 

733. j^ (fermentum), s. Gl. Mond. 130; J. B. 820. 

77». j-iUi. A. 27-1; ScRrnbdo, K. 924; bei I. ». H27 -U-jUi^. 

774. ij^ (auch U.ii., z. B. Iwi Ali 12, latein. C^nlbia), a. Ol. 
Mund. 200; AspbudiMe, K. ftlR = j}^**, s. dieses; Salt Gl4 falsch Ton; 
L ß. 836. 

77!>. i^-5j>.^ A. 275; Üundoros 92, G«.; falsch ^^^^j-^, K. 840 
= dJL-o, nicht n_yr^^ jtH*-^; <'an(Ures, Candarisium, Ser. 7&; I, B. an 
drei Stellen. — L. 104. 

777. cyi. A. 273; (iuahiit, pcrsica 61, G«. (= l»— jl» c'*Oi 
Svhauoh, persica. Hör. 2ßO; 1. B. an vier Steilen. — L. 148, 430. 

778. j^Cf) (oleum) Mczi, Ali 2»2. 
77». Jili>i-, B. Ji*^*-. 

780. o"^»*- KiliJem (!), Ücium, Ser. 7; L B. 8»I. — Low 257 
citirt Avicomin, p. 172, wo aber nur Ja-«, (s. dieses); die arabischen 
KditioDfla und die hcbriliscbe UebersctKung haben kein Schlag- 
wort tjii^. 

781. ^1äU3,s^ A. 272 (fehlt der diakrilischc Punkt), ed. Hiilak 

4ftH, Iiebr. 3S!» uncorrcet; Cnulenlaiinm odür Caulemnnnm (!), Ali .183; 

C'olongcii (gftlanga), DJ. id; Oalanga, K. SOG, awei Arten: ,_,t-*5 und 

^yl*; Rhiilimgen (1. Kli . . .), gaUnga, Ser, 322 (S»2); I. B. 829. 

2* 



^p 



So M. STEIMSCHKeiDBR. HeII.<HITTBI,NAHEN PER ArABER. 

782. jtjä- Quiar (Qar), cucumeres 93, Ga.; (j^j) Salt 349; Ha- 
raha, Cucurbita, Ser. 3i9; I. B. an vier Stellen. — L. 232, 331. 

783. j*^,jl^, A. 271 j-:^, s. jedoch ed. Bulak 457 und hebr. 
386; Caisarbare oder Caysarabrum (!), Ali 259; Blis rumbar(!), Dj. 6 b; 
Ghayaxambar, cassia fistula 91, Ga. ; Cassia fistula, K. 919 = <^yy^ 
i>xU5 Salt 2; Eiarxamber, Ser. 12; I. B. 836, 1742. 

784. ly^ A. 275, ed. Bulak, p. 464, hebr. 411 corrupt, hat 
kleine Körner, wie iXJUJUl; I. B. 838 aU zwei Wörter. 

785. ^j^ (persisch), s. Gl. Mond. 48; (oleum) Cheri, Ali 302 
(aber durch Confusion in 301); Queri 4, mola hispan., Ga.; Girofle, 
K. 926 = tJ^, nach Lbclbrc auch j>^-^; I. B. an sechs StelleD. — 
L. an vier Stellen. 

786. j^l '»• Keri, vulg. Gamich, Dj. 24b; Gauchum silvestre, 
lavendula 41, Ga. 

787. ü'j>5*~ Quayzani, murca (myrta) silvestris Gl, Ga.; I. B. 
70, 840 ^S^ '^. — L. 156, 423. 



(FortsetEUDg fo!^.) 



Siihiimlhii and ßäna. 



V,Y 



P. W, Thoma«. 



voltinie of tht! Wlttner ZeiUchvift far dt» Kufitl» 
de» M<frg«nlandi:a. pp. 11.^ -I Sä Dr. CAKTKUitsKi 1i»s sliown tliat in 
tbe Plar^a-Cflrita the aullior lias set liiraself to imitate aad »urpass 
Subunilliu'» VäSttvadaltA. Caktbllijiki proves that in addition to 
numerou» borrowings in detail two long ijassages fpora llic Vashvh- 
dutt« liavc been almost entirely incoriiurated ia B»oa's work. As 
llie iiiAtler ii of greiit interest, it is worlh wbiln to point out that in 
y^t ti tliird pussiL^c tin; samv rulutiou i-xista butwecu tlie two books. 
Tbe parallt'l tuxUi and tranttlatioos art.- as fullowa: — 




ui. Hnriftt-Curita (Bombay Ed.) 
c rill. pp. 26:1. I. 10— :!64, 1. IT- 

Atba kram^iim gaculintu evu ta- 
By» anavaktt^-inali kmjninlilfikar- 
pikflral,] pnuJiirnnainpakrii,! xphlta 
pbali^(;rahi)y<ib phaiabharabbaritn- 
riumeravati Tit]u<lal:iniilHibiiiank(>- 
lanikni-^b harik«sara.^Hralaparik»- 
rntj korakanikuramUnromaö- 
citakuriibakarAjayab rakt^v 
oknjinilavaUvai.ij'Bli pyaman- 
adai;adivat,> praviku.'^itflkesa- 
rAraJovisiLra badbyomlliiacAra- 




V&savadHttA (Hd. Hall) 
I.p, 2«fl, I. 2— Mfl. I. 0, 

NnvyattHiJfLiialadanalininieuIapi- 
cLilavidiilavakulcna pnK^uracir&vU- 
Tavilvntnjakiilajaritddliöpakavtbe- 
m* üotkavtliabbrft^aräjara&itasun- 
ilant.su n dnrivnuRnu vitutiLf etravra- 
tativrAtitvaraiijataruoavai-uo&sksn- 
dhasaniinddbHbhiftgarolena golfl- 
AgQlab lin^n a ^al anniad hucc hatram- 
aflhiipatalnraKnsärasiktatanttalena 
tAlttbititAbtpilgapnnnfigakesAragba- 
netiagtiaiiasAramiillikakctakakoTi* 



22 



F. W. Thomas. 



dbüsarimäijab svarajal^sikatila- 
tilakatälah pravicalitahiAgavab 
pracurapügaphalsh prasavapüga- 
pifigapriyafigavalj parägapifija- 
ritamanjari pufij yaraänama- 
dhupamaiiju^ifijäj anitajana- 
mudab madamalamecakita- 
mucukundaskandliakäiida- 
kathyamäna^n ih9afiknkari- 
k ar a t ak a n ij, ü täy a 1,1 ucj^lyanifi- 
nanib^afikacatiilakrsija^'ära^äva- 
sakalasädvalasiibhac^abliümayali 
tamalikäUtaiaatamälamäl A mlli täta- 
päh taralatäiiibütistambajälakita- 
jambujainblravlthayab kusuina- 
rajodhavaladhülikadanibacakra- 
cumbitavyomänab bahalamadlm- 
mok^oksitaksitayali parlmalaglia- 
titaghrä^ati-ptayah katipayadi- 
vasasritakukkutiÄ;M.'(Ä:y-(a''- 
kutajak ovarii 1,1 calakäsaiicär- 
yamänavacritacritakerakriya- 
mäi.iacätavah sahararicä ra- 
Oacancuracakoracancaval.i 
nirbhayabhflribhurari(Jiibhujyamä- 
napäkakapilapllavalj sadäpliala- 
katphalaphalavi9aBanaiiil.i^;ükar;u- 
ka^akmita^ätita^alälavaJi 9 a i I c- 
yasukuinära(,-ilätatasLikha<;a- 
yita9a9a<;i<;aval.i ^ephälikä^i- 
phiVvivaravi^rabdhavivarta- 
mänagodheraräyayab niräta- 



daramandüravljapüra j a m b I r a- 
j a m b uguImagahanenäpratyQha- 
dätyühakuharitabharitanadlQalani- 
kunjena pufijitäkuijtbakaQt^akala- 
kagthädhyäsitoddäiDasabakärapal- 
lavena capalakuläyakukkutaku- 
tmnbasatiivähitotkatavitapena ko- 
rakanikurumbaromäncitaka- 
rabakaräjinä raktä^okapaila- 
valävaijyalipyainänadagad i- 
9 a pra vikasitakesararajo vi- 
sa I- ad hilsarim abharena pars ga- 
piiijaramaiijarlmuhyaniäna- 
madhukaramanjusiSjitajani- 
t a j a n a m II d ü III u d a j a 1 a m e c a k i- 
taraueukundaskandhakända- 
Ä:asf/ämä»a'nib^!iAkakarika- 
\ a vikafa k a q d ü ti^il 

katipayadi- 
vasaprasütakukkutifcu^trli')- 
(o*kiitajakot:arena catakasa- 
ncäryaniäna ca(iUa väcätacä- 
takairakriyaraänacätiinJl sa- 
hacarlCiirauat-'afieiicaturacak- 
oracancunä 



^aile- 
yasukumära^ilätalasiikba^a- 
ylta^ia^akafi^unä ^ephälika- 
yipbävivaravisrabdliavi var- 
tauirtnagaiidhcrarä9inA nirä- 



* HAti.'a critical notes give um: lecH. mal/ii/amäna ABK Hiid viniidyninrina C. 

* 'kuilrakrta ABE, tm'.ikj-ta C and one commeotatur. 



^^^^^^^^^^^^^^v 


AND BJL>IA. SS ^^^^1 


vknrnAkavnh nirAkalnnakn- 


tHfikaraAkuiiA nJrAkulaiiaktt- ^^^H 


Ukclayali kaUkoIcilnkiilnk»' 


lakiilakettnll kalakokilaknla- ^^^^| 


vHUtfikalikodganiAh saliakA- 


kavalita&ahakArakalikodgamu- ^^^^| 


rJIrflrnaro Mian til a^aiuAnRca m- 


na HahakftrAramaromanthft- ^^^H 


öni;nthrti,i ynlhä»ukliani;arii>aiiV 


yatoAnacamariyntlkena ^H 


|AD(Jiijamnn<Jnläl.i nin'iknrav|-kavl- 


^^M 


lokyamftDftpoUpltagavayAdticua- 


^^1 


va,\} ^'ravayaliSrisrtnic/a'gii'i- 


Vravatiali&risa^ifo'girtni- ^^^^| 


nitnrabaitirjliaranitiürlAni'lrn- 


tambanirjhai-aninildanjVrdft- ^^^^| 


n (1 n i7 rj ' III a n (1 A y u m :'! 11 a k a r i k u- 


a'tnandAyamiiiiakarikiilRkar- ^^^^| 


l&kai'iialüladurKlubiiayah &a- 


ijatiliadundubbina' »amasao- ^^^^H 


mftsaunakinnarl^^ltaravarasa- 


iiAkiiinai'igltarava raj y a m &• ^^^^H 


mänaruravahpraniiiiditatarakAA- 


naruruvisareoa ^^^^| 


vali kijataharitaliarirlra<lrava- 


k^atftliaritaharidr^drava- ^^^^| 


rajyamAnanavavai-Ahapotapo- 


rujyamänavarähapolapotra- ^^^H 


travalayal.i gunjAkriiijaguiija- 


pAÜuil ^tiiijapufijagunjajjfllaka- ^^^^H 


jütiaküb^ JfttlplmlakasuptafAljjIita- 


^^^^1 


kavaJayal.i da^anakupitakap!* 


datii^anaktipitakapi- ^^M 


potapefafta'prttitapfttalakita- 


kapolAiKi/iAdftoft^pA-tttapft [a- ^H 


pulakfib lakucalaiDpatagoIüA^üla* 


1 a k ] 1 a pu t asafikiilena kiill^a;!- ^H 


latighyamflnQlnvfllnyal,] tjaddliabfi- 


kharakliaranakharapracayapra- ^| 


liikrdavrdaviilayäl.i kii)IUku|ävali- 


ca^ijarapeiapfitiiaitiattainAtaftga- ^^^^M 


valilavefiagirinadikiwrolftsali nivi- 


kumltbattlbalarudhii'ai^hat&chunta- ^^^^H 


«Ja^flkhiikäviiJ Alain baniiinakaiuav 


cdrukcsarnldiftrabKflsurakcHarika- ^^H 


'JaUvah siitracil^y'^sitkuriktabhik- 


dambakena niahfläjlgarakaccho- ^^| 


HakapälupallnviiaFacruiiatjfjapäl.i iii- 


pAntena katipayadürat|i gatvft ^H 


ka^kiiiiki'tapAtal'iiuiidrAcaiiyaka- 


^^H 


niflrtayalj flvai-firabararJi^akasAyo* 


^^H 


dakaduRitoddcKfth — — — -^ 


^H 


^^H * -MtntU- AR, ranted CD. 


^1 


^^H ■ nillränavda AUrDFG. 


^^^1 


^^M ■ yultjakuhja AtiCKl-GUi jflhnicn C 


^^^1 


^^^H * Jtnjjajn'acujtrfaftcipäfi/« D. 


J 



24 



F. W. Thomas. 



puraBtäd dar^anapatham avatcrui- | jalanidliiiii apa^'yadacintayacca. 
taravah ' 



Trans 

Haraa-Carita, 
c. vm, pp. 262, ]. 10—264, 1. 17. 

Then in due course, as he went 
on there arose in his view all sorts 
of trees, not barren of fruit, Kar- 
i^ikflras in blossom, Campakas in 
abundance, large Plialegrahis, Na- 
merus bowed down with fruit, 
palms and Naladas with dark green 
leaves, yellow Kesaras and Sara- 
las, lines of Kurubakas brist- 
ling with opening buds, rod 
Agokas by the loveliness of 
their sprays painting every 
partofspaee, blossoming Kc- 
saras with tJieir clouds of 
pollen spreading a beautiful 
grey hue around, Tilakas hav- 
ing their lower parts besandtd 
with their own pollen, assaftffida 
seattered everywhere, Betel fruit 
in plenty, Priyan^us brown with 
quantities of flowers; delighting 
the people iv i t h the sweet 
hum of bees elusteriiig upon 
pollen-reddened sprays, re- 
vealing by ichor-blaekened Mueu- 
kunda trunks the fearless rubbing 
of the elephants' cheeks, having 
all its grassy glades happy with 



LATIO». 

Vftsavadattft, 
pp. 260, 1. 2—266, 1. 6. 

He proceeded some distance 
along the margin of the shore of 
a great oeean, where were Navyas, 
reeds, Naladas, lotus beds, Nicu- 
las, Tamarisks, Vidulas, and Vaku- 
las, the vicinity blocked with nu- 
merous Ciravilvas, Bel trees, her- 
mits huts, and Kutajas, forests of 
Sundarls ebarming with the noise 
of loving Biij-ngaraja birds, wasps 
clinging to tiie stems of young Va- 
runa trees surrounded by a tangle 
of spreading bamboo withes, trees 
with their lower parts moistened 
by the ooze ofniasses of honey 
from streaming hives broken by 
gol.'ifigfda apes, thick clumps of 
palms, date trees, Betel trees, Pun- 
nftgas and Kesaras, dence tbiekels 
of limes and ro.se -apples, Ci- 
trons, Jlandäras, Xovidäras, Ke- 
takas, Ja.smine, and Ghanasaras, 
ehinips of river reeds dominated by 
thuunliindered loveerysof euekoos, 
an infinity of JIango sprays tilled 
with crowding strong-voiced doves, 
huge trues worn by restless fami- 
lies of fowls in their nests, lines 



SuRAMltnU JkXD BÄSIA. 



«5 



feai'Ioss sprightly yoiuig antelopes 
skipping about, the sunshine ob- 
Kcureil hy rows of Tainälas blacker 
ilian nishl. linL's of rnse-applos 
niitl lini<;K tntcriTUveii witli uia^stis 
llickeriiig betel- vines, groups of 
DlirillkiiiUrnbai^ wliitc witli Jloircr 
iliiül kisnin;; tlie air; tlio ground 
epriiikloil with down ■ pouring 
lioney. and Ü\e perfume dt-lij^lit- 
fill to lilt: nosbnls; 



tliB liolIijwB of tlie 
Ktt(ajas formud into huts by 
ttio heiiH with their young a 
few days old, a cJistter of 
twittering sparrow) inj^s tend- 
ed by tlioir mothnr birds, tbe 
boaks of caknras busy in 
feodiiiK their iiintes, numcroua 
ft>nrtes!« bliur8ti<)aj> dovoiiiing llie 
ripe red Pllii fruit, niL-rcilei<& par- 
rots and r'akimtas piercing llie 
nävcrfailiiv Kalphala fruit and 
dropping tlipimi-ipe bemcs.youug 
liaroä basking on rock surfa- 
ces smooth witb benzoin, fa- 
milies of lixard» rolling se- 
curely about in the roots of 
thc<,'ephAlikAe,antelopea fre« 
from alarm, i<ThRcumons play- 
ing undisturbed, sofl-voiuud 
kokilas derottring the open* 



of Kurnbakas bristling with 
opening buds, red Afokas hy 
the loveliness of their sprays 
painting evory part of space, 
blossoming Keeura» with their 
cloud« of pollen causing a pie* 
thorn of groynes«, delighting 
the peopli' with the sweet hum 
of be(!9 entranced by pollcn- 
rcddcncd sprays, ichor-blaek- 
oucd Mucukunda trunks 
Hcrntched by the vigorouB 
rubbing of fearless elephants' 
cheeks, the hollows of the 
Kulajas formed into huta by 
the hons with their young a 
few days old, a chatter of 
reatless twittering sparrow- 
lings tended by their mother 
birdii, the beaks of tbu eakcH 
ras deftly nioviug in feeding 
their mates^ 



yuung 
bares basking on rock sur- 
faces smooth witb benzoin, 
families of Hzardi) rolling se- 
curely about in the roots of 
llie Q,'cpIiälikö8,antelopus free 
from alarm, ichneumon tribes 
playing uadi»tarbud, svft- 
Toiced kokilas devouring the 



26 



F. W. Thomas. 



ing buds, deer ruminating in 
the mango groves, troops of 
Ndän^ajaa sitting at their ease, 
gayal cows giving milk to their 
young and watched by unraven- 
ing wolves, elephant herds al- 
lowing their drumming ears 
to grow languid in the plea- 
sant sleep induced by the lul- 
ling sound of cataracts down 
the neighbouring mountain 
sides, ruru deer entranced by 
the sound of the songs ofKin- 
narls hard by, hyenas in de- 
light, young boars with their 
snouts reddened by the yel- 
low juice of the fresh- pierced 
Hartdrä, polecats growling 
in the GuSjs shrubs, tribes of 
^alijätakas asleep in the nutmeg 
trees, crowds of young mon- 
keys angry at bites tearing 
the nests of the red worms, 
baboons eager for the bread fruit 
bounding on the Lavall shrubs ; 
rows of waterbasins formed of 
sand at the feet of the Irees, zig- 
zag lines of waterpots checking 
the rush of the mountain rills, 
pitchers hanging on the dense 
boughs and stems, bowers bristling 
with empty beg^ing-bowIs suspend- 
ed by looped strings, models of 
caityas of pink clay formed in the 



opening Mango buds, deer ru- 
minating in the mango groves. 



elephant herds al- 
lowing their drumming ears 
to grow languid and sleepy 
through the lulling sound of 
cataracts falling in sport 
from the mountain sides, ruru 
deer impassioned by the 
sound of the songs of Kin- 
narls hard by, 

young boars with their 
snouts reddened by the yel- 
low juice of the fresh-pierced 
Haridrä, polecats growling 
in the Gufijä thickets, 

young mon- 
keys angry at bites tearing 
with the edges of their nails 
the nests of the red worms, 
throngs of lions gleaming with 
handsome manes blotted with the 
blood of the foreheads of mad 
elephants cleft by paws terrible 
with rows of clawa hard as the 
point of the thunderbolt. 



Sl'BAHDHV akd Bäxa. 



2T 



Dcighbouring huts, the vicbiity 
«taincd by wAter tinged with the 
brown dye trf ragged clothes. — 



It is scarcely necessary to athl any eoimiients upon ihe corre- 
spnnrfffnc« of the Iw» passages. Wo sec thnt (1) the main hoily of 
Siibniiillin's pREHS};«! is ineoi-|}orate<l with scarcely even a syllable 
changed in ItAga'.i work, (2) that cvtn of the slight divcrgcrnrcs 
which exist some are removed if we adopt the readings of Dr. Hall's 
critical notes, (3) that the passage in the Harsa-Carita is aiuplified 
hy insertiorui and by the Addition at the end of a few rt'ferences 
calling attention to the fact that ihia forest is occupied by ascetics. 
Why Bang omitted tlie o[)cning cümpound words of the Vasava- 
dattfi passage is not clear: hut we may note that he haa inserted 
some words from it is various parts of his scntenee: thus the words 
golftAgtlla, kcsaru, jamhlrnjaiuhu, uajanaluda, and the re- 
feriTce to honey streaming to tho ground are all repeated in the 
Uar^u-CarltjL The laat of Subiiudhu's compounds is omitted dimply 
be(;aii?e BiHja ha* used it — or the larger part of it—befnre (Bomb, 
cd. p. 2flS, II. 5— fi). 

In view of ihe extraordinary relation tlius proved to exist be- 
tween the iwu works, it will not bi_- out of placi- to add in parallel 
column« tliti ehief coincidences iti detail. I omit, of iionrse, alhiMious 
which are mere coimnon places to be üxpected in any Kavya. 



V&savadnttA. 



tf 



7 1. 1 bhütiiiialino — kliala|> 



3.1 — 2 Reference to the luiii-ür 
at) nirinalarchriyam 
l.'i.I hHainÄnugalo 'pi cudbarniÄ- 
yrito 



1*B" 



Harsa-Carita. 

S4!i 1. 11 da^dhalihutyft paru^lkf- 

tan rAjavallahhiln: 
cf. also p. 13S I. 7 for pun on 

bhUti. 
S14. I6~I9 

45 . 4 — 5 k^auiAhliAjnbi Äyritiiiwu- 
danali 



28 



F. W. Thomas. 

page 



cf. p. 30 . 3 ft^ritanandano 

p. 76 . 2 ksamäbhäjal.i präi^ino 

22 . 2 — 3 Pi-thur api gotrasarau- 

tsäraijavistäritabhümanijalalj 

27 . 2 mahabhärataraoayogya^ 

V. pun. 

31.2 madhur iva nänärämänan- 
dakaral,! 

V. pun. 

40 . 1 utkalikilsahasrasafikulä 

52.2 utkalikäbahuksu 

v. pun. 

41 . 5 karatalatäijanabhltair iva 

muktähärair payodarapari- 

saro muktab 

51 .4 niandäksa 'shame, modesty' 

L'f. 211.3 mandak^amandä 

54 . 1 jaghanamadanapuratoraije- 
na 

5H . 1 lobhaniyacakraväkAbhyäm 
. . . payodharäbhyäm 

61.1 nayanasamndrasetnban- 
dhena — näsävaiii9ena 

66.2 stambanacürnam ivendri- 
y.'inäm 

67.4 pritivisphäritena caksHsfi 

77.1 jaghanyakarmalagno hre- 
puyari sfidhün 



233.10—11 Pfthur iva pilhivlpa- 
ri9odhanävadhänasabkaIitasa- 
kalamahlbhrtsamutsäraoah 
84.10 mahäbhärataranayogyam 

V. pun. 

107 . 3 — 4 nänärämäbhirämakusu- 

magandbaparimalaBubhago ya- 

uvanürambba iva bbuvanasya 

V. pun. 

42 . 9 utkalikäbahulena 

V. pun. 

203 . 1 5 nirdayakaratalatä^anabhi- 
yeva kvftpi gate hfdaye 

30.10 mandak^m . uparodham 

9 . 6 — 7 niadananagaraturaiia- 

stambhavibiiramam bibhräpä 

jaflghädvitayam 

2b . 8 — -9 küntoccakucacakravä- 

kayiigalavipulapuUnenorati- 

stlialcna 

24 . 15 ayatanayananadisimänta- 
setubandhena — ghoijävai|i- 
9ena 

26.12 svasthävewacürpam iven- 
driyänäm 

41.6 pritivispliäritena cakau^ä 

249 , 8 — 9 jaghanyakarnialagnam 
ätmänam tä<Jayuta).i 



■ 


SirUAHDBU 


jtxu BÄKA. 29 ^^^^1 


P 1*V 




I'*«* ^^^^H 


^^ »2 


3 MhapAip(ukn<-jaiiA8auw- 


l!f . 6 »atjHpAi|ii;iiki-ldupum-ayu- ^^^^| 


^t 


du^tkhasakho 


pc^lah ^^^H 


130 


A AnaiKlitasahAeranolrfi — ta> 


1 49 . 3 eahu;iraiietradar(iUUiyogy- ^^^^| 




iiavft 


&ni — lEiiIiiuram ^^^^| 


Ul 


S ■jlmflkAra.iniiitH — (Mithika- 


SSit.ii -tAAkiVrnkmaniAoakaroa- ^^^^| 




jiiimsaüjVAra 


vam ^^^^H 


U4 


2—3 kaivartft ivabatldliarftj- 


30 . 1 t&i-ak&rAja iva riljlvjilarano ^^^^H 


^P 


Ivotpatiiijülulj 


v. pun, though not llir ^^^^| 




V, pun in rftjiva 


^^^^1 


I4T 


S pt^QiJiiputrA ivAk;ah|'da7&- 


98 . a Nalaiii ava^-Akitahrdayaip ^^^^| 




JDftnHlii'takfamAl; 


kalir abhibhutavjtn ^^^^^ 


ua 


S yauvunas&gnratarariga 


l&a.l< — 15 biratitaiu iva yauva- ^^^^| 
iiododhim ^^^^| 


Kl 


S dvijakulaiii tvn ^ruttpraQB- 


10. il — 4 vfiilipratiHyibbilj praija- ^^^^H 




yi tadlk^auayii|>a1nin 


vftir iiiadbiiknrakiilHir ^^^^| 




V. pun ill vi'uli|"'i> V^yi 


V pun ill vriilipra|>ayi ^^^^| 


p ~ 


6 pu^yilrii nduiilk^rftvi 


•29 . 2 pui^yabbüiiji liliujanty ubbt- ^^M 
khy&in ak;artl;ii ^^^ 


^^ 165 


. 1 — 3 luartcimall Uii|i vi'tUlii- 


1 f) . 7 — 8 -vftrttAm ivK kalbayituiQ ^^^^| 


^K 


tnm iva kiittiuyitum ma- 


miidltyaiimiii lokuni avatatn- ^^^^H 


^^ 


dliyumulokairi iivutatiira 


^^^^H 


^ ~ 


.3 vAsarutäiiira{-ü<iacii4d> 
cf. iafra suli 263.3 


lH}.i cf. inl'i-a aub. 20.3. ^^H 


[ ~ 


.4 -viLliramani bildiräü«» 
('causing the illusion or) 


9.7 -vibEiraniani biblin^iil ^H 


1 107 


. 1 niadhiipflnmkap&lapjltrani 


249. 17 —IM nidrabbik^AdiinavHU- ^^^H 


^^ 


ivn kfllakapillino 


ijtjapuraiiuLtbaiiaituiktamuit)- ^^^^H 


^^^^ 


— blia^avHii dituuuttoil 


«JaviränüiiirudtiirupQroako ^^^^| 
jiiflg kap&lakai'paru ivu pai- ^^^^H 


^^^p 




^^^^ 




Uimahat' (ravir) ^^^H 


1 181 


. 3 5aiiiIliyfttäi;;i(}arA(Jani1*aroc- 


17 . 2 — S tirltuddhßladhflrja^jslH- ^^^| 


^^ 


cliatitatnatiaiiatAJa^ljiilnkata- 


taviktiiajakujmidftuikarani- ^^^^| 


I 


-kiiVitavivaraviTartitajnlmu- 


bii« — tjirAgavc ^^^^| 



30 

pige 



F. W. Thomas. 



kanyäväridhärfivindava iva 
. . . tärakab cf. 165.5 

191 . 1 bälukapulinain iva ni5äya- 
muDäyal.1 . . . grahapatir 

]8i.4 ucchväaa v. pun. 

215.4 — 216.3 siiratabharapariyra- 
makhinnapulindaräjasundarl- 
svedajalaka^ikäpahsrii;!! pra- 
yäti säyantane tanlyasi ni^ä- 
nifväsanibhe nabhasvati 

S22 . 1 nidbanam iva kautukasya 

286.2 täräm iva gurukalatrayo- 
pa9obliitäm — Väsavadattfim 

248 . 2 akulinaTaip^^m v. pun. 

250 . 2 ^arayantraka 

252 . 2 spburadarupataru^acuda- 

cäruvadane — vAsarakrkavä- 

kau 
cf. 1G5.2 
270 . 3 suni'pam iva Bajjanakrama- 

karain . . . jalanidhim 

284.1 — 3 pun on käla and tbc 

cliess board 
285 . G — 289 . l A description of ya- 

ratsamayärambha 

291.1 kaptbärakara 'bag" 
295.4 — 5 tyagina iva danavanto 

margai;iasampatam asabantal.i 
— . 7 nigft iva naksatraraülopa^o- 

bbita — mabamrgäb 



1 7 . 8 — 9 -kälindikulabälapulinä- 
yamäne yätakratave ki"9ayati 
timiram äfämukbe 

Introd. Qi. 10 ucchväsa v. pun. 

129 . 4 -vanadevatakucaip9uk)ipa- 
haranaparihasasvedialTa sä- 
vayyaya^lkare . . . vanäniie 
17.1 säyantane tanlyasi niyäni- 
9va5anibbe nabbasvati 

159.15 nidbana iva sukbasya 

108.11 pj-tbukalatra^rlyo — pra- 
madab 



152 . 8 akullnab v. pun. 

95 . 4 -^ara^alakSyantrake 
20 . 2 jaratki'kavakucüdäruQäru- 
i^apurabsare virocane 
239 . 3 — 4 klc^ababulam api tapab- 
karapam iva krainaküripatp 
kalyäoänam — katakam 
10. 10 — 12 pun on käla and tbe 

cbess board 
92 . 1 — 93 . 6 A description of 9a- 
ratsamayarainbha modell- 
ed on tbe VSsavadatta passage 
229.12 ka^tbälaka 'bag 
320.18 karipäni iva dänavatam 

upari stbitab 
161.4 — 5 naksatraniälrimai?<jitam- 
ukbiqi karipii;! ni9akara iva 
FaurandarliTi di9am ürüdbab 



^^^^^H^ ^VP^P^ 


AHD Baka. 81 


■ 


W t««" 


vx* 


^^^H 


^^^ 29e.3 sam&llikfik^u — tiiraAgJÜ.i 


1 6{4.1d luallikilkQaivca — luraA- 
gftib 


H 


W 297.9 ^aratntpngato bhlnoia iva 


31 1 4 baliti^rara^-iiyauaäuptotlbito 


^^1 


^^H V. pun on f ara 


'pi hasaiin iva QAntanavam 

V. pua on vara 


■ 


^^P Some of ihc sboTo pai-allels extend also to the KAtlatuliarl, 


^H 


whence may mid tlie rollonring Ton* detailed resotabtancos between 


^^H 


the Vflsavad&ttfi aud this book: — 




V 


VÄBÄvadatta 


Kädainbarl (ed.* pRrRKBOx). 


^^ 


PH» 


PK« 


^^^^H 


56 1. 4 -vidhfthir atipltjayatat; &c. 


11 1.22 — 12 1. 2 


^^H 


&\ . 2 «knllno 'pi sadvaiii^'abhn^i- 


It. IT) diryayogitam iväkuIlnAm 


^^H 


lat 




^1 


^m cf. 248.1 — 2 amlflnaiaiibhOsi- 




H 


^^H tAiu apy ukitlinavni]H;tLm an<i 




^1 


^^^ 249.9 — 2 dvijakiilnliliilnitAni 




^^1 


^^H apy akuUnavnrii^'Aiu 




^^M 


W 98.1 bhimo 'pi kkvikasiilii'fi — 


20.11 viratsoaganira kicaka^- 


^^M 


^^^ Viiulliyab 


tAvit« — Viudliyfl|iivl 


^^U 


^^H cf. lOii . 3 virA!alak.?niyr>V]innn- 




^M 


^^H ditaklcaka^'jitayA vltidliyfita- 




^^M 


^^H 




^^H 


W lis. S— 9 yAjakenova suratartliiaa 


IS. 8 — 4 asura^rlr it« satalaain- 


^^H 


^^K V. pun. 


ditaHuratfi v. pan. 


^^1 


^^H cf. Ü32.1 mftnuRyakam iräblii- 




^^H 


^^V naiiJitHKurnrAin 




^^H 


L 1 2G , 8 jätihlnalA dunkuleNu iia |tu- 


1 1 . IT madhiinuutakHbiiinAftan])-- 


^^1 


^^B ^pamalAsn v. pun. 


ddhim iva vijatiiii v. pun. 


^^1 


^^ cf. 133.2 du9kulaivajätihlDaii 




^^B 


1 l&l.ii alio praJApate nl|>aniriD.1p- 


11.20 — 1 aho vidliätur astbftne 


H 


B akauval&iu idain 


rüpanispädaiiaprayatiia^i 


H 


^ S3&.S uiukluiratA v. piiD. 


Ü . 7 nupuix-^u uiuklmrulA 


^^1 


1^ 


T. pun. 

i 


] 



32 F. W, Thomas. 

page psge 

23G.4- 



238 . i yadi nablial.i patrayat6 &c. 
280 . 2 Tlie heavenly voice 



170,11—12, 317. le The heaven- 
ly voice 



It will not fail to be observed that the above parallels illustrate 
a most reiuarkable feature of Subandhu's style, which is this. The 
same ideas and the same exprcssioiis, puns and the like are in very 
many cases repeated, and this not seldom on succeeding pages and 
in the same sentence. We may refer to the parallels pp. 15, 165, 
181, 91, 92, 115, 163 contained in the above lists. But there are 
many similar cases. Thus we find no less than four references to 
the defeat of the Jain and Buddhist tenets by the orthodox schools: 
these are as follows : — 

p. 93.2 — 3 mimäipsanyäya iva pihitadigambaradar^anal,) 
p. 144.3 — 4 jaiminimatänusärina iva tathagatamatadhvaiiisinalj 
p. 187.1 — 2 ^Tutivacasam iva parihrtadigambaradar^anal^ 
p. 297.3 — 4 mlmäijisakadar^'aneneva tiraskftadigambaradar^- 
nena 
So also we find 

p. 38 . 1 janitäniruddhalitasya 

p. 02.4 usäm iväniruddhadar^anasukhäm 

with the same pun. In one sentence (pp. Iß5.2, 166. 3) wc find two 
compounds endiug with -cakräkärah: ki'Hiiavartmevrikhilakü- 
^tbäpahilrakam p. 176 . 3 is echoed by mahädävänala iva saka- 
lakäHthoddipini p. 256.5 — 6 (v, 1. -äpahärini); in p. 182.2 and 
183.2 we have the stars twice compared to -phenastabakah; ku- 
rusenäm ivärjuna^arapariväritäm p. 246.3 — 4 we meet again 
within three lines in the modified form kurusenfim ivolükadrona- 
^:akunisanätham p. 247.2. 

When wc consider how very short a work the Vflsavadattä 
is these repetitions certainly betray a great poverty of imagination. 

It may be asked whether from the above considerations there 
can be derived any evidence either confirming or weakening Car- 
TELLiEKi's proof of thc pnoHty of Subandhu. This question must be 



StniAtavnu AMr> Baka. 



88 




answered in the ncgaliT«. Fur, nltliougli some of Uie parallels seem 
ratVicr more suited to one passag« than tlie otlior, yot the Harga- 
Carita passage U oftim tlic inure appi-opriutu of the two. Generally 
the long imiitiing vompotindB fit hotli works cqunlty, and in some 
ca8«8 we muy Kuspect that Loth autliurs hnvu hon-owcil froiii their 
predecPSBors. Some of tlie pou« and other peciiliaritieg of these hooks 
we ßnd instanced on insLriptiouB of an earlier dale. We may note 
the use of the wurd pÄdaeftrin ('persoLilied' H. C. p. 1 1 1. IS), which 
recurs CLL ui p. l(iS L H {A.D. 571 — 2) aad the description of 
the sun as stumhting on Mount Udaya and red as an intoxicated 
woman's check (C. /. /. m p. 81 II. 3—8^ ILC. p. 19 1.13, p. 102 hl3). 
These correspondences are however more frequent on later inscrip- 
tions, vrherc Ihcy are extremely close ; thus the first of the Introduc- 
tory (lokss to the Uar^a-Carita is verbally repeated oo the in- 
scription Ind. Ant. xiii p. ()ä. A remarkable lexieo^aphical correspon- 
dence exists between the llar^a-Oarita and the Rfljataraftginl 
and Kathisaritsfigara. 

For these reasons the ((aestion of priority must be decided by 
such considerations as l>r. Cahtbt^libbi has addaced In coaoection 
with the list of rnyal sinners in llarRa-Carita c, in. In tliis con- 
nection wo muy make two small not^^s: (I) Subandhn ha« a second 
short list of kings pp. 21 — 2, and here his moral is, lik« BfUja'sj that 
his king sur^mssus them also; (S) in sentence no. x (Cartrlliuri 
p. 127) Suhandhu'H omission of ava^akifahrdaya, oo the supposi- 
tion that he copied the Harija-Carita, might be explained by the 
fact tlial ak»ahrdayüjnflnaht'takHama has alrrAdy occurred p. 147 
I. S. But Üiiä would not, a» we have neen, liavc jirevcnted Suhandhu 
fram roitorating the idea. Uence we must still acquiesce in Cartbl' 
UBKi's explanation of tlie relation between tlie two works. BA^^a ont 
nf Ilia great wealth of idea» can afford to have some part placed to 
the erodil uf Subandhn. But it is certainly remarkable under the 
circimuilanecs lliat he aliould havR vnnturcd «pou a denunciation (In- 
troduction, ^loka6} of the poet-thief. 



WlUM Zetliebr, t. il. Kuiul» i. Suriiml, Xtl. DJ. 



Zur Erklärung der köktürkischeii Iiisuhrifteü. 

Tm 
W. Bang. 

Uater ilcm reichen, in den letzten Jahren Ti>r>ifTf-ntlIc-hten Ma- 
terial zur Kuiitlc der lUui&clion Spnichea nehmen die küktOrkischQO 
loschrinen, ihrer linguisljschen Bedeutung wegen, ohne Zweifel die 
erste Stelle ein.' Lussen wir immlich ciuige, von classischcn oder 



' Di« kShUirkiiithuti iTudirifluii wuriteii tiiin cnloii MhIo mit liarvemigeodor 
ptilloloflaclier Akribie v«rCfft>iitllcht in dorn Workti: IiarripLimu dt iOrkkon rceueil- 
tiu par l'exf^itUiim jfnnoüe Ifi9(> tt jm&lUta par la Saritli ttnnti-Ouyriemte, Ualaiaf- 
Ion 1803, xux, 4» $)j , m TT , I K«rt<>. ^r. I' I>i« Venli&iwW Jita«r Aii^ckb» 
pbOhren A. Heikel und U. Ucikhbr; m« imiIIi&Ii niixanr duti cpuoi«!! vnn HoniBB 
ha»ius«ffebeaeu Texton : Ukt^ki» Tnuucriplion, mudytt H troduMun ile* fngmenU 
eUnoIi Ju MOtni el dn tr»Litt>ie manumcnt (npnter bvlintidnll. run Wf h»i.\ijtorv iiiiil 
«ndlich VAU ScfltXORI., TK" rhiiu^in^if. hucfiriß. ou/' ifent Mi<i«riire}itH V-ütikvutt in Kara- 
BiUjiumn, Hulninilfurt l8Uß. xr. Ul, 1 Tuf. gr. H") et Atoxi (Ii9 lum fgttMMa TliBile 
vnrfelilUH Amfithriiiii;0ii ('iiavas»:» im Joiim. ta , Sxiit. 1807), vox im Qk»a.xn%, 
CabeTMlsuug d«r cliitiesiacliuti liiKbril\ ku Eliicu Kül TÜKiiit (cf. i)cuij;aEk, Im Stik 
/imtrairt du T^/hin GiegK, Jaim, Soe. Finna-Ovgr., Lud« 1811'.', i>T (•|i., I Tnb.), und 
gftijB boROuilum IIkixku KaUnlie rieht und votaelitDdoim ämdien Ubor dia Tllrk. 
Ulgaren u. s. «r. 

Auf Onin'l ')ii.<*M W»rk««, üt «« dem 8<'bHrl»iiii> uiid <lcr Aundmiur W. 'rii';>Ksniii 
go^tUckt, den Si^hllluel icu d«m Hchriftnj'irliMii der Kiihtllrk m finAf<n {Hull. Armd. 
Sny. /MnM)., 1893, pp. ^8&— 399). G««tatit nur die biet niedergelegten Ruuluie 
und briediolie MhltieUuncun k>eaiiu tiuii aucIj ^uutrr die EiitEHfonini; «n ftlnlem. 
lu doD Jahrftn 1893 — ttU, nind vodfluii. io Liofortinf^u cnichiouon: W. I'sotum, Aw- 
»cription* dt rOrkhmi, \\r.\^\tlf,iart^ 8S4 pp. und W. KAW^fr, Vir nlHUrkUfhen Tit- 
MArirten der Uongolti, SI, Pal^aburif, xi, ■ifiu. 3 T»f- (lUm.iii'rii W(-rk eiiUiIU niidi 
diutSniintlicbt'u Iiicclirifttni vom JvoiMvi). luiniirlicti hntlc die kaliwrllclie Aknilrmir 
der Wiiwoi>i'liBft«n in St. P«tonhntg KADLorp die Mitt«! (ii «itier£x)>ediliuii aii den 



Zvn EltKI^KirXO KRK EOKTORXISCIIBN ImtCUKU'TEM. 36 

chineeisfheii Schriflsteliern in mohr odftr weniger corniiuitirter (JesUiIt 
(tbcrlicfcrto Wörter ausser Betracht und sehen wir überdies vorlSaüjf 
vom Japan im- ti on, ilc^sun frtlhesti} Denknifller allerdings einige De- 
ccnDiün Älter »ind, ab, so liegen uns in tien kilkhirkisrlir-n Inschriften 
die ersten altaisehpn Sjirachxeugen vor.' Steht nun audi tXvr g^jrach- 
wiaacnachuflliche Wurth «lieser Tvxto sehnn jctiit gauii ausser Krage, 
so kann er doch nur emt dann voll und gan« gewUrdigt werdeu, 
wenn wir die InmThrii'tcn bis in dto klcinnton DetAÜs werden rer- 
staiiJen habi-n. 

E» sv'i Zweck der folgenden Seiten, uns diesem Ziele um cinigo 
Schritt«- zu «ftliörii. Der Wcf,', den ich dazu uingeHchlagu» habe, ist 
ein sehr einfacher; leider bringt seine Einfachheit aber auch grosse 
Schwierigkeiten und grosse Gefahren uiit aieli. Denn da die chine- 
Biacho Inschrift auf d«m KtU Ttigin- Denkmal ihres voUsUlndig ab- 
weichenden WonUutc» wegen zur philologischen Interjiretation des 



Orhlion bowilli^. Di&Mir Sipeiliiion vonUiiken wir; Artteilmultr Or-hfion-Kxpedüüit; 
AiUu der ÄlierliiHmer iler Afinuiolei, im AiilXraj^ der kniierltcli'eii Ahodeinlo ilcr 
WUMiiHcLiafltin lior«ii>i;u|fobi.-ii viiu Ur. W. ItAi>Lorr, 61. PotenburK lb4>3 fT. B» jetit 
eruhienen drei Liefnrung^u, dio auuot nniloroTi AllATthUinctn, bMondor* dia IcCk- 
IUrkiw!li«ti iniH'.litirieii in einfaulier und rctauchirter PhoU)t^|iie, die DenkmElpr vn» 
Kara-IlalgaMiin, TtUKliAii BüibUi und Kiu yunj; kann eiithaltciii für die ältaUcIie 
l'liilalojfio witr« <« iKWonilem <Allnfla)KMiswi;rtli, diUB ilic iinl' Tut. xu, St-v und u mit- 
gvtheiluii iDM'-h rifun j, riolloiikt niii'l) nat Uniiid von AbkUUi-.bmi odar grtiRMran 
PhoiographlBu bearlietiel wilnläu. — Uelier dio IlBfkuuft de* kOkUlrklMlieu äcbriftr 
oyttUiiiiH liat TiiouoKK, l c pp, U— fi4 ^bnndrlt; dcrArlbn GvgviistAtiil Imt kÜiuHcb 
»oti I)«inrEH «in* oingelioiidern HrbniidliiTig gofunduu im Jmim. Set. FUmo-Otigr., xiv, 
lieft 1. — Dr. HAadtAHT listu dlo Ofll«, mir die «rabltoliou NaoUrictitsn Ober die 
Turk xiir Vt^rfütriioK *■" ■toUun, C« »Aru milir ui wUaiKhoD, daM xudi Nämmlliche 
chlüflalaclicji Kuvlifielilou oiua niMiu tiudeiti4'Glioiid« UcUnudluugerfQbreu; iiu lutwowa 
der Saclie Icann ich mir wODschen, dam Doväau, Umta odor Sl-blsau. dieaslb« dooh 
nncb tu Atitjritr iiabiucii. 

' Di« KitMteu lllrki»clit)ii Toil« bat Graf GAka Kein Im Vorwort %a Miner 
Aii»g*b« diW' CWai: QiintantFiu, p. uuau siiMltiiinviif;urt«Ilt; cf, auuh R*Iil.OPr, 
Tethnurt Zeittfhi:, 1, 3MU; Unei/eL Brit,, IXItl, CA"!. Uaiia «tAlll aieli honto die uign- 
riflche Inncbrift von Knra Bitl^iutiun, die um 830 |i. C. gMcbrieben ist. Die Sfirnchen 
der Juden. Moiigolen und MHndncliu «raulieiueu eriib naobdeiu die Je«reillt;e Dy- 
iiiutio duu Tlirou vun Ciiioa ciug-caijiuntuu hatte (tarn Moog. vgl. Usit», DettUc/f: 
LiltMlunttlung, isaa, 1006—07, nun Mandadin, HncLLnDOSVM E—ay, p. 4 3.). 



W. Bamo. 

kdktUrkincbea Textes nivbt herangczogca werden kann, so sind wir 
einzig utuI allein nuf niiBt-rc eigene Kraft angewiesen. Ivli habe dalier 
Bämmtliche Texte wieder und wieder durchgearbeitet und niitcinandcr 
verglichen; ausserhalb der Inschriften habe ich im Uebrigen das Gate 
dort geuommen, wo ich es zu Hoden gl&ubte — dass ich dabei Misc- 
griffe getfaati, ist selbstverstäadlich nicht ausgeschlossen. 



toh b^nne mit einer Stelle uns i E 31 — S3, weil dieselbe Air 
das Verständniäs der hier tn esteoso behandelten luschrift i N von 
gewissem Werthe ist: 

31. Tabgai Oix tutuk büi tUmän sU kälti 39. Kul 

l^ägiH jadag'yn opylajit tügdi, Ofi Uituk joryi-yn jaraklyg ältg-in 
tutdy, jarakly^dy, kaganka ania (T) tilady. ol sü-^ anda kyidymyx. 

Was /.ii nächst opylaju betrifft, so liest ItAiu^orf- aplnju und ver- 
gleicht dazu das Aag. oframak ,zGrschUgen, zerstückeln' (VambCrv, 
Cag, Sjtracfut., p. 224, Eiym. Würterb.^ p. 47), wiihreiid TiiUMsrif offen 
eingesteht, dass er das Wort nicht versteht. Ganz abgesehen von den 
lauüiehcn Schwierigkeiten, wird IIadloffs Auffassung auch dadurch 
Hiiwahrech ein lieh, iIhbs das üeruudiitm auf -ju entweder absolute 
(ileicli zeitigkeit oder etwas eben VcrganguniM) bexciclmet, nie aber 
zum Ausdruck einer Folge gebraucht worden kann; da jadngya in 
I E S8 ,za Fuss' bedeutet, wird insii ihm diese Bedeutung auch an 
unserer Stelle Kulegen mllsscn. leb lese opylaju (vielleicht such opa- 
lojit) und halte dieses Vcrbum fflr ein Denominativ auf -/o von einem 
kükttlrkisclien *02'y, *opa, wcklios ich mit dorn mongolischen oho 
flau, munceuu' vergleiche, ' (Dazu hui »chon Kow. s. v, diu) osm. **j' 
,tente', <lag. oha, ova ,Zelt', VambSuv, p. )il!>, gestellt.) Zu diesem kUk- 
tllrkibchen *opy verhült sich das moagolieche oh^ wie apa au aba 
,pfere'.* Wie nun neben aha die durch -gha erweitert« Form ahagha 
steht, so eteht neben oto die Form oboyha ,ta9, mon^cau', von der 
vermittelst -Sa das Verbuia obogha-la-khit ,mettre cn tas, aufhilufeii, 

> Kamkirgii. »T«, PrfiAm. v, SI6: xlt. SK, oM, ifiii.. t. 1B8; liiiyiii. «Im, itdd.. 
Ill, SSti. 

■ sf, Ttnnis J\e, vii, äSB; WZEM, ii, p. 1»9. 



ZtlK EltKLAHrXQ D£R ROKTCKKISCRBX iNBCBAirTKN. 



37 






sich anliHufen' gebildet ist. FUr Jan kliktUrkisch« opy'ta- nehm« ich 
dieselbe Bedeutung in Anaprucb: opt/laju iügdi bedeutet also ,or 
niAchte den Angriff, indem er seine Tru]>pcn sniunieltc, ziuammeiv- 
zog' oder ,Da.chden) er sich gesammelt Itatte', d. h. ,mit go«rdacteo, 
gesotiloHsenen Haufen'. Zum Sai-IiHchen vei^Iei«he man die schon von 
TnoHBE» zu anderem iCweeke angezoguno Stelle dos Kudatku Biitk: 
jWenn der Feind . . . sich iiiOiert . . . mua» in gleicher Kcihe 
gefochten werden . . . sammle dich, besiege ihn . . .* (VAMBtRV, 
pp. 126—27, n». 144, 1«). 

Ehe ich wettergehe, bemerke ich, dass ich Tnnussxs Ansicht 
her Oft ttitiik (Note Sa und p. 197) vollkommen tlieilc; demnach ist 
der Eigenname und fntnk der Titel; O« als Eigenname findet 
siel» «. B. im Sanang Setsen, p. 8ß — 87: ,0h kfiaghan von den Kerait'i 
steht neben dem chin, wang, wie z. B. otSir und mtUir neben 
WUlikr. vadjra steht (cf. Scrüidt in den ADmcrkungen zum Sanang 
Setsen, pp. Slrt, 40«); vgl. sonst Sanang, pp. IT.'j, 179, 197, 237 et«. 
Ucher tuttik vgl. Jetzt auch Schlkoel, C'Atn. Inschr. au/ dem uigur. 
Dtnkm. in Knra Jialt/aitun, p. t6. 

Im Uchrigen liegen die Schwierigkeiten besonders in joryiyn, 
jaraklygdjj und anfu ulady. Da nnla ohne «iislnutendes a geschriehen 
ist, 60 liest TiioKsux zweifelnd iinf-^ wenn er änf: uludy durch ,proeura 
la paix(V)' Übersetzt, so mtiNS irh ge.<itehen, dnss ich keines der beiden 
Wörter genau in der von Thouhrs angenommenen Bedeutung kenne. 
Waa mich aber am meisten gegen diese Uebersetsiing einnimmt, ist 
der Umstand, daSH sie den KricdenBsehluBs vor dem siegreichen Aas- 
gange der Schlacht erwähnt. Was jaraktygdy anbetrifft, so bietet 
RADtofp in seiner Umychrifl jaraklukta, was er zuletzt durch ,he- 
waffnct (vereinigte er sich mit dem Chane}' Übersetzt;^ Thosibes» ,p»r 
la force des armes' beruht wohl auf einem Vergleich mit Formen wie 
kak^gdy ete. Auf jeden Fall lassen sowohl KADi>opr als Tromse^ hier 
etwas erzilhlen, was vollkommfn belbBtvt^rBt.Hndlicli itil; denn wenn 
Kill Tögiii «inen Angriff macht, mit bewaffneter Hand irgend Jemand 

' Vul. ab«r ■m-Ii iifi. 2JJ3 und 40ft, wonxch inrafftygdjf Adverb i« (cf. Tnomwra 




98 



W. Raso. 



fRSÜifllt {ttttdtf) — nun, dann winl cr ja woM bewaffnet gewesen 
Bein! Ich glaube vielmehr, ilaas jortiklijijdt/ parallel zu tft^dt, lutdy 
und ulady stobt, also als Vcrbuin aH%vfas»t werden luoss. Es ivt 
von jaraklyij gt^bildct, wie fcaganai/rfityS voa kagansyt; die BedeulUDg 
kann also sein , bewaffnet sein, beTraffncn^ sich bcwaffucn'. * Dio 
letzte Bcdeutiinfj kann, wio wb" sahen, nicht in Betraclil kommeD, 
da KtÜ selbstverständlich bewaffnet war. Die Tluitigkeit des Prinzen 
kann sich alao nur auf jonfi-jpi bexiehen. Thomsex lUsst das Won 
ganz unerklärt, wahrend RAnr,f>pp, der wohl an da« factitive joi'tfi 
und die b(_>i VambSky, Ett/m. Würterh.^ p. 134 «iigcftlhrten Ableitungen 
gedacht hat, CS frdber als .Anführer (?)', hcittc aU Eigenname oder 
nomen agentU ,Jortsc.hyn('?)' deutet. Ich glaube auch, das» der in 
dem Worte steckende Stamm daa allgemeiu türkische JQr ist, za dem 
ans dem Mongolischen dzorHikhtt ,tnarcherj aller, s'en aller, partir^ 
(^ dzor- ((El) iiiul una dem Mnndaehu jummdi {jur-n-n-hi) ,w^gchen, 
fortgühcn, abreisen, aufbrechen' und ihre Ableitungen gehören. IcU 
habo eine Zeit lang geglaubt, dsss j*>r}/f ein Synonym des köktUrki- 
Bchen Jadag aü {u S I) ,Fussarmee, Infanterie' sei; seit ich aber 
jnraklytjdy besser vcRtehe, glaube ich, das» wir es mit einer ganx 
bcsondereu Giiltun^ von jGfliig^cni, Läufern' zu thun haben, die ehen 
von Kill Tttgin erst wieder howaffnet werden mus-ston: die üobcr- 
iHiifer. Indem ich nf nothgedrungen = in?« setze," tibersetze ich: 
,Klll Titgin ^'Htf XU Fuss an, indem er seine Truppen Jtusarameiizng; 
er hielt die Ueborläufer (aus dem Heere) dea OA Tiituk mit bewaff- 
neter Haud (Gewalt; t^f. osniRn.) auf, bewaffnete sie und vereinigte 
sie 60 mit dem (Heern dps) Khan(6, unseres Onkels), Jene Armee 
vernichteten wir dort, dHUiaU.' 

Ich will jetKt im Zusammenhang meine Auffassung der Inschrift 
iN 1 — 11 (Thomücv) = Kb I — 11 (IUDi.orp) gehen; mit dem Texte 



' Cf. BBinxntOK. Jak. Gramvt ifl 490 ff ; ZraKrn-KwuitBiM, %% tU ff. 

' Di« ßeU|iielQ, lUe Rdtm.on- {y. ISO) für iIrii Amfxll 4«« End-a gib;, trini! 
Miunragt eirii H>cl)&r; in i t^ 2^ kanD daa niif ilou Tnrdn uneichtb&rc S von älMä 
g«nida in don ilitm do« ^(»inn« golioninieTL M>iii — Pljiti (;«nnp war Muf jp'len Fttll 

Torhanilon. 



ZdR EkKLÄRUNO RBR XAKTfRKItWIIKM IxSCRRIPTeN. 



39 



dieser laschrift lautet uE29— 33 zum grossen Tli«ilo gleich. Wie 
die sclion bearbeiteten Texte, so habe ich auch dieson nach Miuem 
sachiiclien Inliatt genau »iialyairt und theile Üjd in ftlnf Alsclmiue: 
g 1. Die Kflmpfe mit dem Karluk; §2'. Kttmpfe mit dem ixgl budun; 
% 2^ Känipfe mit dtu Twkuz Oguz und Tod KtU Turins; § 3. Klagen 
ura den Bruiler; § 4. Leielienfeierliclikeiten (nicht behflndelt). Hin- 
sicbtiicb meiner Textgeslattung und meines VerhßJtnbaea zu RAULOFr 
und Thomben etc., kann ich aucli hier nuf T^ouny Pao, vu, pp. 326 — 87 
bin weisen. 

/. K\ll Tägin jUii ofuz jaSjfAa Karlwk tmdun ärUr harur BrJtH 
jagy holdy, Tnniag ydttk bnSda sMUSdimiz. 3, Kül Tägin ol sUMi- 
da iituz jaSajur Hrii. alp-ialiy ak-yn iiinip opylaju lägdi, üki (!) 
är-ig udjfiru »anSdy. Karluk-ug fitUi'dmis, nltymyz. az budnn jagy 
katdy. Kara köl-tä aUii^idimiz. Kül Tägin bir kyrk jaSajur lirU. 
atp-iatiif ak-;/n. 3. hinlp opylaju tügdt, az ältäbär-ig tutdy. az buditn 
aada jok boldy, 

Ucbor äk! Ur-iij, wie Thomsbn ganz bestimmt liest, kann ich 
nichts sagen, da die Abclrlluke nicht sehr klar »ind: Radlopp retou- 
chirt ( (gutt.), was sicher verkehrt ist, da dan Wort ja nach ihm 
mit k (palat,) beginnt.' Ob jagy kaldy oder boldy ku lesen ist, kann 
ich chcnfalU nii:bt mil HoDlinimtheil «.iinmachcn. solange ich die Ab< 
klatsche nicht einHulieii kann; soIltK zwluchen jagy und dem folgenden 
Wort wirklich der Doppelpunkt stehen, wie Tiiohsbk« Druckwctse 
und RAOLorra retuuchirler Text annehmen k»ien und wovon ich 
selbst Spuren zu sehen glaube, 80 ist hoHy jedenfalls zu hing; in 
beiden Texten glaube ich httdy zu sehen. 

In Z. 1 ist jät! ntuz (3") ohne jeglichen Zweifel Hn Fehler ftlr 
ti jägirmi (371. Dass die Steile so. wie sie um vorliegt, nicht ganz 
in Ordnung ist, hat offenbar auch IIaoi-opp «chon bemerkt; wenigstens 
zieht er in seiner neuesten Uebersetzung jäti otut jaiyM zum Vorher- 
gehenden. Das ist aber kcineafalh statthaft, da jafyda nicht am 



1 Dia finniaeho Anngftlm linit (p. lOJ Jy, w*» icli n^jy, iiji leaen wUrdc; «f. 
du nnt«n p. 49 (lb«r afj/ alpaguti/ Bemsrlcie. 



40 



W. B^txo. 



Schliisse stehen und in der Luft bSngcn kann. Whs das ne-ip« in 
Tbomsbms Ucbcrs«tzung bedeuten »oll, vcrtjtolic ich nicht. Die Lag«i 
war offenbar diese: als K(Ü Tttfrin 37 Jahr« alt wsr (etwa 713), begai 
die Emptining der Korluk; wie auch «onst, bq fand bis zma Jahre SQ-l 
des Kttl Tu^n und 31 d(!s RilgA Khan (uf. ii K, 2») kein Gefffcht 
statt; erat in diesem Jahr« (71&) kam e« Tamag bai-da zur Hchlavht, 
infolge der^n dio Kartuk die Ober^ioLeit des Khan anerkennen 
mussten. Sic habmi dann big isitm Jahre 41 tlc& Kül Tügin Elube 
gebalten; ein kleiner Theil iUt Karliik (m tmduTi; vietletcht auch 
,die nicht mehr jsahJreich waren') emparto sich in diosem Jahre wieder 
und wurde am Kara K')l geHchlaji^n. n!(>rnEch ist die LUcke in 
II E 29 offenbar dttrch filii Icyrk oder Icyrk artuky riki (^ 4S des 
Bil^K Khan) zu ergänzen [HG). In! az haritin als ,dB8 nicht mehr 
zahlreiche Volk' Aiü»afa$scn (cf. ölfirtimis), so kann Tbouskn-s Er- 
gänzung ffildüni in ii E 29 richtig »ein: ,das ganze, noch Uhrige 
Volk*. Die Ausdruck© altirtimis, jok boldy etc. sind übrigens nirgends^ 
ganz wörtlich ym nehjacn. 

Dadurch, dass das in beiden S^hlaelitcn gegen die Karluk von 
Köl Tägi« guritteiie Pferd Alp Scliiiltschi hii-»s^ kllnnte man tnch 
daau verleiten lassen, anzunehmen, unter diesem Alp Schaltschi sei 
ein einziges Pferd zu ver»tcheii, und weiter, dass die beiden Schlachten 
nicht 11 Jahre auseinander liegen könnten, da ein 710 kriegstUchtJger 
Gant im Julm; TSn kaum noch mit »einem inzwiKchen auch itlt^T und 
sUrker gewordenen Besitzer eine Attaque hätte reiten künneo. Man 
kßnnte dann ferner schliessen, dass Itlr kyrk in i N 2 ein weiterer' 
durch jiiti ottu i N 1 verarilafiater Fehler filr fiir otux sei, aumal da 
auch in ii K 29 die Lücke in der That lt:tehter dureh otuz artitky 
äki auBziinillen wFire. Alledem iüt aber kaum so, da Kfd Tügin offenbar 
zwei AI]! Schaltjichi besessen hat: einmal den ;;uerät gennniitcn aus 
I N 2, d«r nach i N 4 im Jahre 71G bei und dann den in i N 2 an 
letzter Stelle im Jahre 72f> aufgeftVhrten, der wohl mit dem in i E 40 
genannten identisch war. Kine Jahreszahl iüt f)lr diese in i £ 4Q[j 
erzHhlten KlLmpfe um KüiigärUä nicht angegeben; sie fallen aber 
offenbar nach dem 3t>. Jahr des Kul Tägin (721). 



Ztm EftKLARtrm DER KAKTfRKtSCIlBM biKCDRirTEM. 



41 



Was unter (iltäbär odor tiUMir »ii vcrsloheti ist, kann nicht 
mit Toiler Sicherheit ausgcmai:lit werden, «olacigc das Wort nicbt 
anderweitig beK-gt ist. Gegen Tuomsejj (Note 102) halte ich itltilbär 
ganz ctntMchiodcn filr einen Tit«l, dor »ich mit ül-tärH* in i E 1 1 und 
äUältir' in dem AuBzug aus Almlgu/.y (bei Raül.os'i', Kudatku lUlik, 

üvuckrift, [». xxjix) vergleichen liisat; üUubHrlig in u E 8ft steht 
sonach auf einer Stufe mit kaganlt/ij iu i E 8, Lader ist u E 3T — «1 
u^ KCt-sliiniinclt: soviel scLc-int jedoch siclier, dass uutcr den boidcD 
mit itUiihUr versehenen Völkern' die Tataby und Karhik zu verstellen 

^d. Beide !.tanden über zu jener Zeit in einem VerhäJtni&3 ganz 
onderer AbhÄngigkeit von den Chinesen.' Da nun durch den 
Sats o £ 11 kara budun ^ka^nnym kälW täp ... ein Gegensatz des 
Khans KU den Altnbftr impHcirt wird, so g'laiibe ich, dass unter 
Altäbtlr ein chinesiRcher Beanit(<r, wenigstens ein vom Kaiser von 
China ernannter und rinRrsetxtur Beamter zu vcrMchan ist DaBu 
stimmt ja auch ganz gut, was nnn von n E 40 — -t! erhidteii ist, und 
ganz besondere die kleine Notiz am ächlusse von i NE, die Altttbär 
hätten im Vereine mit den Tolgun {'?) die chineflischcn Steinmctze 
komnir-n lassen; sit; munstcn demnach in besonders nahen ßcsiehungon 
zum ehinesifichen Hofe stehen.* 




* Zur «Kiliien Oritjijse g'^^'^'f *"«'> *!<' ^^ i/Qhwox, (, p- 309 Kugonihrto 
Eigeniiamu lletmUf^h (= kSktOrk. a/-iitniiJ). 

' Uki cuIiOrt doch burner su biiJua aln »n Hltä&ltr, wie RuitiOrr wioilfir in 
s^ii«r IaIiUhi Ucb<^rr>AUiing annimmt (^f. «lueli du» QlAMkr); «f. at äUMUtr in ■ N 3. 
RiDLorr sieht «lleriling» in diesem os ein Volk A%, von Hern man lonBt nlahts welw, 
«eich wEtc a merkwürdig, da» immer nur ox budmt TorUine, nio dai[CKe>i <■> ulleiii, 
«lo Kjud, Ofu*. TUrk (ii S U)). 

* Du geht AUS •ioni gMUUtunWii W<irtlAuI van t E 38 ff. troU An» aehlecLtan 
ZiiiUiiilei de* Texte« deutlicli hervor und wird an« fUr die Karluk euid L'eberiliua 
Docli durch r-hinc*i*c]io Narhrirliteii ktvUltiyt; cf. Sauxun, f. f. p. 88. 

* 9iii<l dl« abi^u AutiU)iriii]e«n bejtrilixlet. »o ISoM aleh weg«u tSUij- ut das 
cumanliohs ifia .li|funeD crtninin' {lint (SIxa Kvtm, pp. S)iS und b«<nnd«n IIU, 
AniQ. ^ <i 4) dfiikni). ilim m)1)»i windMr xii monjr. lUhSr-(kll .embrmor, mMr-. mrUftttj* 
und SU maod tfti/iiyen .Umarmung', (ehriiffemhi .umarmen, umfaawu', WM^dru .MoaMr- 
adieid«' ^li9r«n darft«. Cf. täbUg in i £ 4. 



42 



W. Bum. 



3. (FortMtxung). äii-m luigan fli-i* hamahjg hoUuk-ynda. hutlun 
öUigi äkigi hoituk-ynda, it agil (J) budun btrlä sünüidmit. Kill 7'ägiu 
alp 6<tUy ak-yn binip. ■*. opylaju tägdi. ol at anda tUtdi, it ägiX (}) 
iudun Siti, 

Die Stelle ist von Toomses (cf. jsulctzl in den Verbesaerungen, 
p. 191—98) Hud RiDi-orr (im Glossar 8. v. Iml, sodann pp. 146—47) 
•ehr vencliicdcD anfj^cfasst worden. Die bedeutendste Schwierigkeit 
liegt in den Zeielietj, die vor dem zweiten loltukynda ntehen. Das 
auf bndun folgende Wort lese ich iflil^f, allei-dinpö ist das erste 
Zeicbcn auf den Tafeln bei weitem nicht so wundfi'bfti- deutlieh, wie 
SUigi in I N 9. Im ganzen ist auf den Tafeln mir Igik deutlich sichtbar 
(das, was Radlofi- in seinem retoiichirten Texte gibt, ist werthlos); 
TnousEH (Note 52) sagt, da«s auch g noch zii sehen sei und dass nur 
das scidicsaende i zwtifdhaft erscheinen künne.' 

Auf jeden Kall tsl soviel sicher, dass die beiden boltukgnda mit 
ihren respectiven Subjeetcn parallel zu einander stehen : zu dem ersten 
gcbdrt dann das Adjectiv kamni-yg, sum zweiten das Oenindium- 
Partieip SlUgl, zn dem die Formen Sltigi und tirigt in i N 9 zu ver- 
glriehrn wnd; liegt aber in dem ersten Theile eine Form in -gi vor, 
60 ist 69 sehr wahracheijilioh, dnss im zweiten dieselbe Form zu suchen 
ist; und dies stioimt zu den Angaben TnousENs. Ich schlage daher 
vor, iikigi zu leiten; wie Radi^pf {p. HT") mrtchte ich Hnrin einen 
Verwandton des nigpjr. ik sehen, jedoch nehme ich die Bedeutung 
in Anüprueh, welche z. B. in aning heklxkt iklur ,de<tsen Herrschaft 
geht dem Vorfall nahe',' (Vamiiäry, Knd. IUI., p. 1^4) vorliegt; 
cf. eoman. ekaiklic (Kiius, p. 141) .defeetus', uexittivi {ibid., y. 20) 
fdiminui* vte.^ kamaiyg faKse ich als ,helhürt': dio ^anze hier kurx 
berührte Lage wird ausAlhrlich in i E 22 — 21 geschildert (zu kamasgg 



' Cf. nucli die finoittiihe Aiu|rnbe, p. 10, wo nor das cratu Zoichon, »Is ', von 
moincr Liunn^ Abwoicht-, Anf dnn TAf<Rlii int nur «in Mnkr«clittif Strich ^an« dantlieh. 

• Cf. KM. Bi!.. p, II«— Itt, Nr. «4»; finklfk ültir! 

* 0»jti. ^yLj— Jl, ^^y.^.m,S\ «ic; mand. rfijiranfii (= rt-t-ye-w&i') .wejfiielimen, 
verminiinm. aliTiphnnni, bi>chiUH(:''-ii. "ilm-i'Mi. """iniw Amb^.* *-nlj"r;(i«n*, rkifttam 
iiDtujcelli&ft, weuic«r, Mung«!' (??<A<-iT> ,hSMlich, Ab8chouli«k', ^hm ^bK-h«ulicli') . 



ZdR GlUCI.AItU»lä DBK KOKTCnKIKL-Ht-M IxSCURIKTK». 



43 



spccicll etwa bilmüäek üfün i E S4 ; tvt Slu^i etwa kamjfi $ubia 
jU^rti; ariatt/ in i E 38), womit l S und bcüonders Z. 7 Schluss zu 
vergleichen ist. 

Ni^bon diefion melir äusaerliclien Schwierigkeiten hiet«! ili« Stelle 
noch einft ainioro;, violloiclit grösBcrc: warum steht der fiinQxe P«ra- 
grnph genide im dit-ser Stell«? Nachdem iu i E 1—30 in grossen 
Ztlgen die Oeschicht« der KtfktUrk erzählt worden iet, «Hhlt Bilgfi 
Khnn alle diejenigen TeldzUge und SchkcKleii auf; au denen sieb 
ecin Bruder Kill THgin in hervorragender Weise bcüieiligt hatte. 
PiORp Aiifzilhlung int slier Ntreng (-hronolopisch: bei den Zilgen^ tttv 
welche ein Dftlura nicht ausdrücklich ungcpcben ist, müssen wir 
ftunehmcn, da«» sie mit den ntther bestimnilftn Kämpfen mehr oder 
weniger gleichzeitig stAttfiwiden; die ainzige, sofort in die Augen 
springende Ausnahme macht i N 1 — 2: aber auch nur, weil liier 
sttmintliehc Kriege mit den Karluk in einen einzigen PAragra|)hcn 
zusamuieugeüügen sind »nd chronologisch unter dem Datum des 
letzten Zugos (11. Jahr de* Klil Tägin) aufgefiUirt werden. Die IctJtto 
Episode bilden dann die aweijahrigen Kflmpfe mit den Tokm Ogim, 
in deren letztem KaJ Tägin fiel. Zwischen die Kampfe mit den 
Karluk und Tokuz Oguz schiebt sicli nun unser Paragraph, in welchem 
auf die letzten Zeiten von Bilgli KhnnB Vorgilnger zuriickgi^griffon 
wird. Es bietet sich, wie mir acheint, mir eine Erkißrimg: imscr 
Paragraph gehört zu dem folgenden, d. h. mit anderen Worten, das 
izgt intdun tat mit den Toktu Oguz identisch; die zeitlich weit aus- 
oinandcr liegenden EreignisBC werden zusammen hehandeit, wie es 
auch bei dfu Karluk der Fall war. 

Eine ilhnlicbc Ueberlegung mus» RAtttorr veranlasst haben, «u 
schreiben: Jigit. Gewiss ein lllikiscbcr Slumm'. Aber von diesem 
Stamm wissen wir gar nichts — und TnoMSESs Erklärung (Note bS) 
ist doch nur der Schatten einer solchen. Und wamm ist in n E 29 — 80 
von diesen Kämpfen gar nicht dic> Uede, wlihrend doch in i N 3 
iMKidimiz steht? OfTcnbur weil sie in anderem Zusammenhang im 
weiteren Verlaufu der Inochrift erzllblt werden sollte», und zwar, 
nach meiner Ansicht, in iiB84— 8fi, wo von AbzQgen der Tokaz 



W. Bano. 



Oguz etc. die Rede ist. Dies« AuszUgo fallen nach a E 34 — 85 in 
die jllmmcrlichstc Zeit des fiiim kagath was und durch i £ S3 B*. be- 
8liltig:t wird. 

Ich Wzwuiti«; also, dais in itgl budun der Edgcnname ii'genil 
cine« Slamuies zu suclien ist — weil eben dieser Stamm ohne Zweifel 
auch sonal noch, sei c.» in dvn Iiiscliriftcn, sei es in d«n uhincaiaclieQ 
NnchrichlfD, f^OHHunt worden wilro und weil nach den ohigcn Aus- 
führungen offunbar von der Gcsiiinraliaassc der Tokua ORUit, des 
kri)i(U buduti^iii, die Rede itiL. Icli schlage daher vor. ix Hgil zw losen 
und ,da8 die Fussspur wendende Volk' = ,imjtctreu, abziehend et«.' 
zu Ubentetzcu (cf. xa iz epcciell V'ambükt, Kvd. liil. a. v.); Hgit halte 
ich für eine Ableitung des unten noch za beBpreeherden Stammes 
äg jWendcii, drehen etc.'; « Hg bedeutet demnach etwa dasselbe aU 
dae meng. i»i«r g«gfkH (=^ die Spur verUssen) ,retourner eur aea pas, 
se retircT, il^camper', und ungeiiihi- das üegentheil des iiigur. iz urdi 
(VAisatatt, Kud. Bil, p. ir>r,, Nr. 8). 

4. (Fortsetzung). Tokux Oguz bvdtvn käatU budun-ym ärii; 
tiUtri jlir bal^ak-ipi ilHln jogy boldy. bir jyf-ka hilS jnl-y tÜftUSdimiz: 
iifiiUk Tagti-bnlykda xiüiUidimiz; Ü, Kill Tflgin Azman ak-tjg binijp 
optflnjii Ulgdi, atttf '^'" iy ganUdt/; »iL tilgh-indll jUtinf ür-iij kylyilady. 
äkinli Kitilytj-Ak-da Ädiz birlä sühUädimiz; Kill TUgin Az jagifz-yn 
biaip opylaja täifip bir är-ig sanfdy; ß. toktiz är-ig ägirä tokydj/} 

Adiz buditn anda Vit!. tUini B-a -da Oguz birlä sliliUSdimiz; 

Kill Titgin. Azman ak-yj binip ISgdi, gantd*fj aü$in aanr.dtjmtfz, lil-in 
aliymifz. ifirtiiii Cii,k hai-tfada aÜüüSdimiz; 'i'Ürk T. biidnn adak 
kamaStdy, jablak boldafy ärti; oza kUlmii tii »in Kül Tiigtn agyfyp, 
TcAra lir ugyi, alpagu ob är-ig ToAa 7^ägin jug-ynda Ugirip SlUr- 
timiz. bmini Azgänti-Kadazda (nie!) Oguz birlä »ütitiidiiniz; Kül 

Tägin Ä. Az jfiejys-yn hinip lägdi; äkt är-ig tanidy ; 

ol 8\i anda ölü. Magy-kurgan kyälap, jazyiia Ogttz-garu sü taiykr^ 
dgmyti KUl 7'ägin bUg hai-laju kytijmyzf Oguz jagy ordtt-g bazdyp 
Kül TUgin 9'. Ögglz ak-yn ftinip tokuz Ur-tn tanidy, ordu-g bärmädit 

ögä-m katun ulaju Sgä-lärim äkä-lärim käUüiin-im kun^jti- 
larim bunia jämä tirigi kilii holdaty ürti (gtz), ötügi jurt-da jobta 



Zus. ErKLAKUKU der RAfCTdRCIRUHICX ImkOHRIPTBX. 



45 



jatu katdaSy ärtiffi: W. Kül Täpn jok änär, kop öltUci Urtip*/ 
i'ni-m Kül Tägin kiinjiik holdy! 

Statt Thohhbn» Koucliligsk und Radloccs KuscLlaii^ak lese ich 
li«ber kuiltfff ak {Ktiili/^ ^f^)i ^u kuiiyg vg\. uigur. kui ,Falk«' 
(Vawbbkv, p. HUT), cümüii. kua .avis' (Kuijn, p. äßO), karakirgis. kuS 
,Vogel, FhIUl-' {pTobeu, v, pp. 3», 123 etc.), kirgis. ku» , Vogel' (i'frirf., 
Vit p. 91) etc. Es wird unter kuältjg ak wohl ein FeUen, Berg oder 
Oebirgazu^ xu verstrlicn sein (cf- zu ak etwa I*robeti, v, pp. 293, 
848>; sclbstvcrsULndUoti kann ich denselben nicht identiticiren. 

RAnw)Kr ündort ntliz ohntj jugliubwii finmil in Ogun: in seineui 
rctouchirtcn Teste bietet or an cretor Stelle dz, an zweiter nur s; das 
erst« ädiz ist vullkuiutnvu »licbcbar; vgl. uueh die tinniäehe Aufgabe. 
Zu ädis vgl. ausser Tiiomsbn auch Schlbobl, Knra-HaUjatiun, p. 1. 

Das sowohl io unserem Paragraphen als iii dem Diiplieat ii E 
vorkonimpnde ft^rit, fijirip, welches von Radlopp z. T. ganz will- 
kfli'iich geändert wird,' will Thom8iu4 mit ,changer* l^bcrselzen; in 
Note TjB firklftrt er dies nnher: ehnnger In mode de combat, en cessant 
d'eniployer la lance et )a rcniplarant pnr lea anae» de laille (cf. notes 
43, t3).* Ks scheint mir, dnsa die Stellung, welche ä/jirä und Ugtrip 
im Satxe einnehmen, diese Autfassnng vollkommen immiigHch macht; 
es würde dann heisüen: ägirip tokuz Brig toh/dy etr.! Vielmehr moRS 
gerade wegeu Ugirä, die durch Äjtr aasgodrücktc Thätigkeit mit 
tokfidy, resp. ölüriimiz im engsten Zn.«animenhaiLg stehen, ja sich auf 
ärig bczinlion. Ala vorzüglich paasond bietet sich eine Bedeutitng des 
identischen moiig. egerekü (^= eg-er-e-n-bui) ,Ioumer, fouIüt, filer, 
etttottrer, -ntettre autQur, umringen'.' 

Obwohl die in WZKM., n, p, 276, Anm. 3 und yowng Pao, vn, 
pp. 938 — S9 von mir kurz berührte Fnign bisher eine eingehende 

' ]n Z. 7, s. B. in HHji, viiktonA in nllwi Tafeln ilfui Wort mit Aaa bei 
PftlxliilAn itebeadaii ali mm haften Oiitlurai b«glRiit; aucIi von • fliiilel licb keiue S|iiir: 

* Ich liüRwcillu «uc^h, dam ä^r «.'iigfAcli .chniiEUr (ac ulintiEcir)', liciloiiU^n knnni 
dip Bbtili II K 3, mit' de-T ■nnilDrluroi UVIito TTi<r>M>Ri» AutTnioimg fuaul, int iiirUt 
maiwgfllianil, lia vor ij noch irtwiui g«btiindoD liabea Itatiu. 

' Um äinipicx Ul tgekii .reculer, i« il^nouroer, futr. unihehriiu' etc.. Bsdaa* 
tan^n, dio nich leicht nu* <l«in alteiflclion Stamm ty «ntwiokolton. 




46 



W. Baho. 



Behandlunia: vou andcmr Seite nicht gcföndeo hat und obwohl ich 
noch nicht zu einem niivh gaiix bf!frißc1ig(indt>n Rexultatc gekommen 
bin, muss ich doch bemerken, dii&s in dem Kütti-ik-Texte- {Probtu, ii, 
pp. 693, 695 — 9T, 708) «in ähirip, ähirä vorktimmt, welche» 'RjtOiXirr 
durch ,uniziiig«?ln, einen Krci« bildon, rmid lierutu' etc., übereetaL ' 
Der Wechsel von tt und g läsMt steh nun «itimal nicht w«gleugn«n, 
so schwierig für uns soino Erklärung auch sein mag. Zu diceem äy, 
ah stellt sich von selbst nion^. ehlmjtlr ,ourdi8Si>ir d« tissurand', tbkekil 
,rou]ci-, incltrc cn i-oulcuu, phcr', burjÄt. tbleo-ep ,»ich vcccinigOD, sich 
&ltKn' etc. Nebe» köktürk, _yujf (cf. uiitcu, p. li) atthl luonß. dzogk- 
oikhu ftbor auch dzolamui (= dmb-a-n-bui) ,8ouffrir, avoir de Tin- 
qui^tudu, de hl peine, du chagrin* und seine Verwandton, sowie mund. 
johomhi (= job-o-nhi) ,tn»uern, leiden* etc., johocun {= job-o-eun) 
,Traucr, Hcrgc, Leidrii* nnd ändert; Abli^tlungcii; im Mandschu ist 
die Form mit auslautendem Uutlural Tollatiliidig verschwunden. 

Im Allgpincinen gextaltct sich daK KriegHWcäCR der KiiktUrk 
nach den Angaben dieses Paragraphen etwa folgondcrmossen: Hatte 
d«r FtÜiror im Angesicht ilv« Feindes seine AUlhuiluiig xusiiuunen- 
gezogeri und geor<l»ot {opylii), bo griff er zunächst persönlich an 
(tag); US goht dies au» «tt tägisiudä in i N 5 deutlich hervur; fUi' die 
Mongolen i»t un» diese AngrilVswoise ausdrScklich boücugt." Haupt- 
Kwock des nun folgenden aligentcincn AngrllFes war, den einzelnen 
Keiud mit dor Lanze zu durchbohren (4/triJ) und die fuiiiiUiehon 
Reihen lll^r den liaiifcn ku reiten und r.ii diirchbrnchen; fUr diese 
letzte Action wird ebenfalls snnS gobrauciit, z. B. in Z. 6. tägdi, 
»aiiidif; aüein taii^d^mt/z; Thomhkk Übersetzt an lelKtf-ir .Stelle durch 
,nous vainqutmea*, wie Vahbbhv das häufige uiguriBche »ani- überall 
wiedergibt, fn der That war der Feind, sobald seine Reihen eininnl 

> Cf. aueh l c, pp. 679, 676. Wen» fUouwr «Im /V«im, ii, p[i. 3t, 96 vor- 
kommende äbiir (fOfüp) an enter äl«]K> dureh .liuli um wu ml und' Qbeneiil, m iät 
dJ» nicht gnnn «xact; da« riclitiira »l ,iicriiTiigeli«nd' k. um dan Pferd, wie lUuLorr 
aelkftl an sweilür Btelle tiborsetsl. Uuiaollta cill vou Mr (L c, p. 189 fsg^i p. S17, 
Vom ISeG). 

■ er. aiioU &a%'ii in Z. S; mr STiglin j^cür, Kud. Bii. Vkunbir. p, 117 
und tu. 



I 



Zim ExKrJtRUKG UBK KäKl'CRKlSCHeN iHSCKRirTKM. 47 

duTclibrocfadn waren, auch bosivgt. Nur in verli^tnisamttssig 8«IIoucd 
FlÜltin wird es xu einem langtlauL-niilcn KaiiipAr gckutinnen sein, bet 
welchem die Feinde umringt {fißir] und bosondcw die Schlftg- und 
Hicbwaffca {tokydy, kytyitad^) in Oelirjiucb gesetzt wurden. War 
der Kciiid einmal geworfen {sant, ot), m wurde er möglichet micb 
■Heu SeitCH Kerajireiigt (Jaj) und «uf der Flueht umringt, geatellt 
(ägir) und nicderg<?machl (HlUr). 

Dio sohwierigsle und bisher um meisten missverstitridene Stell» 
unseres ParftgrapLcn ist i N 7. Da das Dupiical u K 3U — Sl fUr die 
Interpretation von Rrossem Wertbe ist, so actzc ieli es gana her; Tilrk 
fmdun adak kuniniti/, jablak hollattj iM\; osa jajn kiiligim/i tiltin 
ag^lym; UktiJi tiUMi nndn tUrilti. anda Tuhra ajy (1) aipaguitf, bir ugyi- 
yg Tofta ' Tilgln jtiijtpidii itijirit tokt/ili/iii. 

AuB kavttütdif und dem l in kamaHy gebt mit genUgunder 
SicberLeit liervor, dass wir es biei- mil deui FacUliv des schon be- 
kannten Aamu« £U tliuu bahcui' das äuLjuet ku kamaii und su Urii 



' Kill TS|;iiiK Oukol lifttt« inulirons Sdbii»; nm-li Jctinx. atial., V&vemhn ISM, 
{1. 4.')ä, hU)*« nüiiir denullx'ii Yniy-'o-leM [vr nUl = Ja Auf ji), «tui a.i)^urer iiavli I.e., 
p. 4M. TlWy'a (i)R Mailu, lliit. Ohi. dt la CIthte, vat. ri, ]>. XOl, uni*clirc)bl 1\t»g- 
njw]i IM int kaum xweift^lliutl, ilivw >li(Sniw TluMty'o Iniitlkii luit ioiu kllktUrk. lofio 
idOailUvh int; vgi. Jniim. aiiac, Aoritü(i|it. lUSi, jt tW: Thongio — kilktUrk. ta*ra. 
I.&, p. 329: Clia-iM-lo = ii'ikiajk.»abra(tnni'iin(\ vnin Oiigin, 2.4). Pn iliw«r Tfiong-'o 
jeducli im Jnhrts TH fiiil, ini Ul hu uiuo IdoiitiUl der l'crsuniM) nur «Ixun nii ilenlieu, 
vKinii wir jiiffi/nda nU ,ll«äiia\itn'tMiMw fiuwon vrolteu. Diircli •!(» obig«» ZuMmmen- 
iilelliiii(;en wirri fllinpfn" imiin Viinfloirli vn» kfJkliJrk tipi/l mlt/p'« {SUdteice, p. 3) 
liiiLfSIliE, dünn clniii kaWllitk. ajiaHarkan in ii C 13 aiiuprielit lu der cbliictisclioa 
TiniKurlptkn a-pota-kKan. b. U. Jifuru. aiiat., Unis-Ävril IHM, p. 366 eU-.; fUr oi^yt 
|>li>itit iloiiiiincli III1T ilcr Villi IStam. JeuKK mä, von )^onI.l:^l:u l^mt goluionu Titel = 
kckl. npift. AutTalloiid bleibt e« ja, dawi ia diesain Folio <tie Sclind gar iikhl erwühnt 
werden; doch fehlen nie anvh bei iler AiiIxIIIiIuiik aiil«r iloii Tncig. Nur uuter de» 
Boul (/»urTi. atiat., AWt-Avril 1064, [j. 361) Lit div H«ih«nrol^e dgr Imchrirteii 
{jahgu lad) «iii^lialloii: ,lai ma^Utnibi siip^ours sont Im Cfao-hou; wi«nita vionneiil 
Im Che-tol«' (e ind %<»). 

* kh lieliallc Sil dar Uebcrsctsan^ ilSo mohr llliuitrafunt' BiKl<.'Uttiii|; tlpn utini. 
AaraaJmak («^Iro Jbloui) uud k-fmaiti/rtiLak iViblunir) bei, Mu'iti« MHlcrUliBti rciclien 
aiir val1«iJln<lig<>n ßoiirlhvilung lim Htainnai noi-li iiiotit au» V|fl. uigur. Xijt ^nm-a-r 
(V«MUt»r, Kud. Bit., p. 92. Nr. 9} uud daxu mutig, khamtäkhu .fcnnur i>. vx. Ia hoiiche, 
Im yvni' niid mnnil. hanJäinfii ,(lie HIIIhcii niuI «och fMcblaiMtn', Aantitfm&f ,dflD 





UKQ. 



üt 'l^rk budun. Utbcr die wahre Bedautung voajablak ,flchle«ht, feige' 
kann uns der ganze Inhalt von i E hclohi-cn. Wenn also Tho«sbs 
Uborsotzt ,1c pt-iipt« tiirc tonilinit Ac fntigitu et se il^monilmäir, und 
tiADfjurr .des Tllrkouvolkcs K\ias crmaltrte und da es fuigc war', 
so sind beide Uob(!r8Pt%i)ngon viul zu Ki^hwauh, vcvmi tuau sie ntcbt 
lieber als schit-f bfÄcichnL-n will. ,l>aB Türkcnvtjlk buthürto seinen 
Fnss tind war im Begriff schlucbt zu wurden' kann lu. &. nur soviel 
heiBsen, als das9 die TUrk nicht mehr weiter wollten, vicEinehr im 
Begriff' waren za revoltirun. 

Die Worte oza jaja ote. übersetzt Tuohsbk Jo laiseai dono 
ächapjier leur nrm^e qui nuuH avait dcvaiic^s ea (nous) dispersanl', 
was doch nur bedeuten kann: ,dio feindliche Armee hatte uns zwar 
zerstreut, wir aber waren »u gütig »ie nicht zu verfolgen'. Es wire 
das eine gann besonders läehcriiebe Rodomontade, die ans bei Bilgll 
Khan, der ganz gcwisstnibali erzählt, daSM sein Bruder einen Feind 
gQtüdtet hat, büebliehet verwundern müsste, zumal da er sonst nie 
etwas zn beschiinigen sucht. Tkouxbn hat A»x auch seibat gel^lüt, 
und sagt daher: ,L'cxpo84J est en lui-m6mc pcu cl&ir.' 

Raulof^s AuOassuug. die uueh souät des Zweifelhaften genug 
bietet, scheitert an ffi»in gegen agyfym. 

Ic!i erklüre und übersetze die Formen o»-« und jaj-a nach 
BöUTUMOK, Jakut. Gramm. Sg 624— S6; 7Ca ff. Üanach kann osa jaja 
ktlltgimä ail nur bedeuten ,du8 xur Besiegnug und Zerslrciiung, »um 
Besiegen und Zerstretieii gckumiueiie Heer' = ,dfis Heer, welches 
wir schon besiegt und zerstrout halttu'. Dazu stiiuml denn sowohl 
das Vorhergebende, aU das Folgende: ,Daa TUrkvolk verweigerte 
uns den Oeborsam und so mussten wir die feindliche Armee, die 
wir seboD in die Flucht geseblagen Iwtten, cntkomnicD lassen, anstatt 
unseren Sieg uHSÄiiuUtaen, Indem wir, wie gewöhnlich, eiue möghehst 
grosse Anzahl von Feindon zu tödten »ueblon. Trotzdem wurden 
jedoch viele Sterbende (Feinde) gesammelt', TnoMasN» Auffassung 
dieses letzten TheilcR ,benueoup d'eutit; enx s'y rdanircnt, pour y 

Uaud oder di» An^u acLliMoeu' etc. (cf, VambAhy, Btj/n. H^Orterfi., Kr. 8t); kii^U. 
katnaily {Prebn, iir, pp. I&7, IfiU) = nmringaa. 



Zu» EsklXuuxg ukr köktOrkischkh IxSCBIltrTBli. 



49 



trouvcr la rnort' ist mir ganz unvcrsUltKilich; sein ,eiitre eux' soll doch 
wohl auf die Torher »«rstreiiton Turk sich beziehen — wie können 
aber dioso den Tod gefunden haben, wenn Bilgä Khan die Feinde, 
von denen t-r »ach Tmiu^Rx besiegt worden wäre, entwischen licss? 

Zu 02' ,sup«ruru' vgl. ausser dum Cagataischen, beäuiiilurs ii K S8 
hiibalgk any Hctin ozdtf ,BisphbAlik wnr deswcj^n (ihrc-twcgcn) aJeg- 
rcieh', woxu die chtneetäuhen Nachrichten stiuimen. Za €i^t/t ,6nt- 
kommcD lunsen' vgl. ag ^entkommen' in ii K 87 jySka agdif. 

VVio süniit, HO bedeutet vgyi auch hier ^Verwandter, Geacblechts- 
genösse' (uf. l''ottn^ Pao, vii, ji. .117, Anni. 3^; zu Tofira cf. Schmhibl, 
t. c, p. 1. Da in i N alp und nur alp gelesen wcrdeu kann, eo dUrfen 
wir auch in ii E nielit anders lesen; atutt j'ul^, Jjflp lese ich daher 
ajy ttlp; zu ujy, iiji vürgleiche ich das uigur. aß, dem die Bedoulungon 
,gut, uusehiddig' etc. rigni^n. 

Ad aly, das Thomsbs zweifelnd vursL-hlfigl, ist nicht zu denken, 
du at-y in der Laut hitngen wArdc. Zu alpayu stellt eich ungcnwun- 
gen die mongolische n-Fonu albaijhtm ^ujel, csciave, dornGstique, 
sutle'f in n G tcao ich dann alpaguty, in dem da« z. B. im MougoU- 
scheu so ungemein httulige ÄufSx tu den SeLIuss bildet; im Mongo- 
lischeu hat alhatu die ItiHleuluiigm ,HUJut, qui payo les iinpöts. tri- 
butaire, enclave dti tisc'.* Die lautliche Entsprechung atpa" gegen 
tuoDg., uiand., tamntschi etc. albait ist einfach, da aacb l im Kfiktüi-- 
kischen der Sliiuinloae einzutreten pflegt.' 



' Im Rirfirisijclien ouiiln (Pn^im, in, lltl) in iler Heileuliiiijr .einliolon, tiber- 
holmr Tuii Pf^nlou, L&ufvni, Kulim groliTAudil {I.e., pp. 6S, 72, 136, 151, 91&). Du 
knkL M ÜAf^ ft-TTiar v-abl tax in ilotn NHinnn ilea Klinni, dan ilio phinsKiwhnn An- 
iialrii Oit-nou'Vit-rlii = mitijf/ .Victor' umhiimi (Jaum. nnof., Dßu". I>*t34, p. 478^ 

* Im Maiidschu bat aitabt aiiioii älinliclion I3«(l«utaugiiwe<:tivol tltirdigentiaclit. 
«i«(lA« mhJ. itVperftWi; aJ'rotu ,nii, wilil, «nwtKWiiii, iL[«tmeiii'. Dot Hngrilf ^m nrnng. 
u/td/M wird ini MnntlBcliii -^liircb har/tng^a miitt karaiu (-— m<»ij;. kliari^atu) stiigedrGpkt. 

* III d»r Iiiwclirift vom Kurs JtU (RAnLorr, p, Mfi) «rliuinl lüpaffu mit SÜU 
vumtkummnn. - En iat. llbrigons nirlit vnllkoinm«» suvkuouIiImsmo, dun in atpastUy 
ein mit d«m frnnniDiniilMiilix ver>[>}i«i)«T PliirJil nnf -1 vorliAgt; cf. oglS/n~o^tg. Dlft 
l)A:iinliiii)g Jtn Tm'ira wüte tlaun diiirli -j niia|fed rückt f)iwn AiilTas'iiiiK bielet au 
ami dir Rieb iiUlibi uit<ir»lincli«inlicb<u; ich w>g« aber iiictit. nii* fst Aaa KaktUrkJroko 
auf&untibnivn I et die AiifxUMungen !n n K 11 k<MU-tn, a B 12 <bara jfciU-fB. 

WioDM SvIlMbr. t il kiinilr) il, Itainanl XIL IM. 4 



so 



TV. Bako. 



Zur Construction bemerke ich, ilaes nach meiner Ansicht in 
1 N von Blür die btiidea Accusative Toitra bir u^^i und atpogu on 
är afahiogen; syntactisch steht aipagu on Ur pßnau uuf derselben 
Stufe, wie Totira btr urjyi. In ii K cntH|irvu)i«n die lieidcii Accuealivu 
2'<fitra ajy alpaguly und hir ugyi. Der ciuüigc Unterschied »i also 
der, dan in i K die Znlil der geU^dleteti Luule genau angegeben wird, 
wäbroud sie iti ii K durch du& Adjcetiv ajy, ttß ersetzt ist. Dftr 
Gebrauch diesc-s Kjtilhetons ist uns «in neuer ßt'wuis dafür, wie eelir 
UilgU KhtiQ ^eiicifirt war. Tiicbtigkcit und Tapferkeit auch bei den 
Feinden anzuerkennen, cf. z. H. aip är-in iilürip in ii S 7 und üt-ür 
barvr ärkli jagy ia i JM 1 und o £ 211 — die eleiücntarstcn Gesetze 
der Staiitakbi^hml geboten ihm ja auch, die kaum benihiglcn ver- 
wandten StJlminc mit einiger Au^iKi^iehnung sii behtindoln. 

[iu Ucbrigcu scheint mir ilie Constructio» keiiR- besonderen 
Schwierigkeiten zu boreitenj duss der Genitiv bei Tofira nicht näher 
beaseichnet ist, könnte hart erscheinen;' vgl z.B. PäritäinttU padÜa- 
ßnih HuUnhtr diip hir Hri {Prohtn, vt, p. 90); mit nnchstehendem 
Genitiv: SfUptil MUltik diU/iln hir patüaniii otjli (Und., p. 99). 

In der Erklärung von ju^ynda schlicsfic ich mich Radlopp an 
und vergleiche noch dus uiong. dznghotkhu .sanglotcr, pousser des 
sanglots', sowie dioghoülakhu ,fntrc la ei^rönionie en allant k la sepul- 
ture, aprfes le septi%inc jour de la niort du parent' etc. 

Ueher die Stelle Syfim-ÜHiyiz habe ich schon Toung Fco, \-u. 
p. 330— Sl gehnndell; zu Icnnfuju vg). ibid., p. 344. In i K 81 be- 
xeiclitiet HilfTÄ Khan seine Mutter aU die umajtäg, die UuiuigEeielie, 
Da iiu Mong. umai die Bedeutungen ,uuiitriee, sein, dancs, uterus* bat. 



' Gbanso lal der Oonltiv unbuBekliiiM tfoblleliari in i E 31 oyänt kaimi kitci/iia 
nitn Kai J^giti ar at boldi/, wub iuli nur Ibenetsan Icbdii: ,7,'im lilüvlt iTir mcina 
Hiittur liaiu uiuiii jilugviw ItruHor Kill Tügiii Louto iiiiA Pfenlu.' Uiiur Krklllruii^ 
iat ftllenlinfs Niigvineiii vinTacli, si« •tlmiiit iitiur iti deu tbiiiuHlicbeii Kkcliricliieii 
{vi. ijcHUKiiBL, SiHe /nnirairo, pp. S3, hi, in Mnilln, ri, j>. SOS!). Zu W mit G«iii- 
tiv, Vf t. /V»^i, IV, p. 1 : o/ Jtan-njpA Uc H/m piUgatn, ifiid., ]>. hi; anyii Sc dt» polyplf 
(cf. Mi'fi, vn, p. D9). Dor Gonitiv nnb^Kckhoet >. B. fVnAm, i, p.T:pir käjöm\ üf. 
mdä poi^im; aucli die Cuiistriii'üou mit Ana Suffix -fto Budet jidi: /Vvbni, i, |t- Bfi, 
Kr. »ui, %. 



'AVK RhklAkiinr DKK KÖKTfiXKISaUmi [tiscmtirTKK. 



51 



so iRt (1i(> AnnaliiDR, Umai Sßi A\e GOttin der Frut^htburkeit gewesen, 
ntelit itilzu küliu. Kowalbwhui fttlirt s. v. deiekei (p. III8') eine Gott- 
heit auf mit den Worten ,däi'»B(> üv In tcrre, h laqiieilo les anciens 
Mongols ofTraleut du lait, da koum^'S et da the; on lui a adressi^ des 
priores pour la fertiÜtil, la föiiondite, raccroisseraent des troupcaux*, 
rtc* KowALEwäKJtt Quelle iäl mir leider unbekiiuiil. In der Inschrift 
vom Aiiyn-Kwl, Z, S, kommt ein Umai B*?g vor (Radloff, p. 832). 
Die Altaicn vergleichen heut« DOck die Erde mit emer Muttor, cf. 
t)robm, I, p. I3B. 

JO. (FortsctKung). üzim takyndyra; kürtir hSs-im lüfrmätt&g, 
bilir bitig-im Inlmäz-tUg hoJdy. Usiw nakyndyvi. nd täfiri jatar, kiii 
ogltf kup Slyäli tSrtimii. II, anSa »nktfndym. kfiz-dü JaS kttUSr, kyda 
kiiiiiihUi »Jfuyt kähtliVf janduni saki/niir/m kati/gdt/ Kakyndym, ilkt ind 
ulajn inxjigäu'im ogUm-ym bäglär-tm budun-ym, kUc-i kaS-y jablak 
boldafy täp nakyndyml 

Tbdkshn, dem ich mich im Wesenttichon anschliesse, ULersetzt: 
X-o ciel dis]io8e du leinps, mnis les nombreiix tiU des komme« aunt 
n^s tuoi*tels.' RAUUjrr, der . . . jaiar^ kiii ogt;/ akup ÖlÜtjU tirimii 
li«et (p. *il7), tibersetzt: ,Kv\g labt nur der Ttimmel, der Mensclitin- 
aoliii luht aber, um im Kriege su sterben.' Fllr mich ist gerade diese 
SlfUc die VeranlasHung geworden, kojj durch .»Hmmtlieh, alle, ins- 
gosummt* zu (Iberaetaen (cf. T'oung Pao, l. c, \>. 329: Südteitt, p. 4; 
WZKM., II, p. 199). Mit dem pRrsiachen hemp, hat kn-p, meiner Uebor- 
zengoug nach, nichts zu schaffen, obwohl liAuLorp sieb in AUi. 
lagehr., p. SIT (cf. Phonetik, % lüh) dafür ausKprichl; diese gauso 
Annahme ist besonders dcswcj^en unwahrscheinlich, weil x. B. im 
Tarantschi küp, hUm(H) etc. und tola wechseln, oft auf deraelbL-ii 
.Seite neben einander stehen! Die Stelle Proben, ui, p. 337, Nr. ti, 
Vera S — 4 wird iitan mir nickt emstlit-ii entgegen halten wollen, da 
d«r ktTKisitüche Dichter siob eine poetische Ltcenz erlaubt, die — 
leider — dum Laufe der Well nicht cntaprieht. 

TtiousKK und Kadum-f halten, jeder auf neine Weise, iJd nir 
einen AccuiuLtiv, woge^^cn vom rein grammatischen titanilpunkt nichts 



> Tgl. Knu, OA Oiaum^ p- SOH unJ Anm. ß. 




52 W. Bakq. 

einzuwenden ist, obgleich die Auslassung gerade hier hart erscheineo 
kann. Ich bin geneigt, öd und täüri zu coordiniren : Zeit und Himmel 
lenken; zu tSrümü vgl, mong. türUkü ,naitre, venir au monde'. 

Zu jasa (teleut. jaza, Proben, i, p. 204, 217) vgl. das mong. 
dzasamui (dzasa-n-but) ,gouverneur, ordonner, statuer, i-^ler* und 
wohl mand. jasak ,AnfUbrer einer Fahne'. 

Radlopp und Thombbn haben schon zur Genüge festgestellt, 
daes der Complex t-i-d-a einen Fehler enthalten muss; Hadloffs 
Ansetzung thut den Zeichen zu grosse Gewalt an. Ich möchte an- 
nehmen, dass das anlautende t ein Schreibfehler fUr k ist — wie 
leicht ein solcher Fehler ist, kann man am besten aus Radloffs Glossar 
8. V. kylyn ersehen, wo unter drei Fällen zweimal das Falsche steht. * 
Ich lese demnach kyda (zum Stamm vgl. wohl kyd in i S 6, i N 8) 
und vergleiche das tschuwasch. kida ,hart, fest, stark, sehr' (Vambäry, 
Etymol. WörUrh. Nr. 87). 

Raoloff übersetzt da in kös-dä s. v. sygyt durch ,von', s. v. käl 
aber durch ,ia'; letzteres halte ich fUr das an dieser Stelle Passendere.' 



Uebersctzung. 

I. 

Als Kül Tägin 27 Jahre war, wurden die Kariuk ein in jeder 
Hinsicht tapferer Feind. Wir kämpften bei der geweihten Quelle* 
des Taraag. Kül Tägin war bei diesem Kampfe 30 Jahre alt Auf* 
seinem Schimmel Alp-Schaltschi griff er mit geordneten Haufen an 

' Ebenso im Glossar s. v. kagan, katgan, hob, kyl (zweimal). 

* da als Ablat. t,. B. in i S 11, i N 12—13. 

* Da hai sowohl .Quelle' als ,Qipfel' bedeuten kaun, so hat Tbohben seine 
Zweifel — es scheint mir wenig wahrscheinlich, Abm sich zwei ReitervUlker {cerade 
einen Berg^pfel zum Kftrnpfplatz ausgesucht haben sollten. 

* WOrtl. : .bestiegen habend'. Die sonst in allen türkischen Dialecten nehen 
dem AccQsatiT vorkommende Constrsction von bin (min) mit -ka ist in unseren 
Texten nicht belegt 



Zui ExKMiiitHa DEji KÖKrtRKiKTitex Inbthriptex. 



»3 



i 



und erstach zwei(?) Manu . . .' Wir tüdteton die Kiirluk and uiiter- 
wai-fen sie. Ein kleiner Tlioil des Volkes blieb feindlich. Wir kilrapften 
am Kara Köl. Kul Ttlgin war 41 Jaliro alt. Auf seinem Scliimuiel 
AI|)-t^^4iiilui'lii grifl" er mit georilneten Haufen an. Er niaclite wenige 
AlHibHre «u *.Jcfnngenvü. Um wenig »alili-eiche Volk wurde dort 
Temicht«t. 

U'. 

Als die Ale meines Onkela, des Khans, hothlirt waren, uls 
urser Volk nin St^rbt-n und am Verfallen war, kätmpftfit wir gegen 
das abzifliL-udL' (?) (tri^idose V) Volk. Kül TH(|;i(i griff uuf »«inem 
ScKiuime] Alp- Schal Uic hi mit geordnclpn Haiifcn an. Diosus I'ferd tiul 
damals; dag abziehende (treulose) Vtilk starb. 

n». 

Das Volk der Teku» Ogius war racio eigenes Volk. Oa Himmel 
und Krde in Aufruhr waren, so wurden sie feindlich. In oinoin Jahre 
kämpnc^n wir fQnf Mal: zum f-rstcn Male kämpften wir bei der f^ladt 
Togu. Kül Tägiii griff auf sfineiii Schimmel Axnian mit geordnfttii 
Haufen an und crubkch eccbe Mann. Alt* die Heer« »um Augriff ge- 
kommen waren., säbelte er einen siebenten Mann nieder. Zum zweiten 
Slalo kämpflen wir bei Ku»cb1yg Ak mit den Adiz. Nachdem Kttl 
Tftgin auf seinoui Braunen Az mit geordneten Hänfen ange^lffen 
hatte, erstach er einen Manu; neun 3Iftnii «rschlng er, indem er sie 
umringte. Das Volk d^r Adix starl» dainal» (dort). Zum dritten Male 

kämpften wir mit den Oguz bei liu ; Kül Tngin griff auf 

seinem Schimmel Azman an und durchbrach den Feind. Wir durch- 
brachen ihr Heer nnd unterwarfen ihre Ale. Zum vierten Male 
kJImpften wir an der Quelle des Tscbiisch. O.is Tftrk-Vulk bethOrte 
seinen Fuss und war im Bepriffe achleehl (aufrilhivmeli) üu worden. 
Nachdem dahiT Kill Tügin ihre idur Ogiiz) schon bcairgtc Armee 

t ' HUr ttt du AiliF«rlt iMly/ru oiiixufllg«B, Qbsr da» ich okbtt Uortiinnito» 
wftiwi; viollaiolii int «> mit ,i<iii vom' >u 41 be mal sen, wOrtllob ^cb |fe{;eanitig etit- 
ga^n*. .fftce i f«co'? Es ontajKllcli« an i»w« ilnm aUhfn, wie t» in Profim, v, p. G3, 
Vor» 73 und p. 847, Var» 120* varWvgt, oder dein kirgii. ft«r*^ (»«ib. 9>&,U]; d. 
•tofH*" '<*i*if*^" t*o^ Unten' {Preitn, m, p. 763). 



54 W. Bamq. Zub Erklärunq etc. 

hatte entkommen lassen, tödteten wir, sie umringend, bei den Trauer- 
feierlichkeiten des Tonga Tägin einen Geschlechtsgenossen und zehn 
tributpflichtige Leute der Tongra. Zum fünften Male kämpften wir 
bei Äzgänti Kadaz gegen die Oguz. KUl Tagin griflF auf seinem 
Braunen äk an und erstach zwei Mann . . .; diese Armee starb damals. 
Nachdem wir in Magy Kurgan t\berwintert halten, rückten wir im 
Frühjahr mit unserem Heere gegen die Oguz aus, Kül Tägin als 
Führer an der Spitze entsandten wir. Die Oguzen-Feinde machten 
einen Angriff auf die Ordu. Kül Tägin ritt seinen Schimmel Ogsiz, 
erstach neun Mann uud übergab die Ordu nicht! 

Oh, meine kaiserliche Mutter, ihr anderen Frauen meines Vaters, 
meine älteren Schwestern und Schwägerinnen (?),* Ihr, meine Prin- 
zessinnen, allzumal würdet Ihr lebend zu Sklavinnen geworden sein, 
würdet sterbend in der Jurte und auf dem Wege Hegen geblieben 
sein; ja, wenn Kül Tägin nicht gewesen wäre" würdet Ihr sämmttich 
gestorben sein! Doch er, mein jüngerer Bruder Kül Tägin starb! 

m. 

Ich selbst trauerte; sehend sah mein Auge gleichsam nicht, 
wissend war mein Wissen wie unwissend: ich selbst trauerte. Zeit und 
Himmel lenken, und die Sühne der Menschen sind säramtlich sterblich 
geboren ! ' Ich trauerte so sehr. Da mir Thränen in die Augen kamen, 
gar sehr in mein Herz der Jammer kam, trauerte ich wieder und 
wieder, trauerte ich von ganzem Herzen {katygdy), da ich mir sagte : 
,die Augen and Brauen der beiden Schad, meiner jüngeren BrUder (?), 
meiner Oglane, meiner Bäge und meines Volkes werden verderben', 
so trauerte ich! 



' Eb ist schwer, diese Verwandtschaften amen gonBii zu bestimmen; zu kältn 
vgl. mand. hdi ,Schwflger'. 

' Zur Construction vgl. Proben, vi, p. 76 unten: *än bolmuan ogriUv kämämizni 
ÖUiiräUi ,wenn Du nicht gewesen würeet, so hätten die Räuber mis alle getödlet'; 
ibid., p. 60 : agri jok boUa. 

* = .der Himmel hat es nun einmal so eingerichtet, dass die Menschen 
sterblich sind.' 



Die Einleitdnj^ zum Ganjpslulyagän ans dorn PahliiwT 
ins Deiitstilie übersetzt. 



Von 

Friedrich MüUer. 



Die Einleitung zu dem rdijfiys - moralischen Wcrkchen .Ganje- 
stiiyagAn* ()«™-uu ■» str) ist rin typisches Muster lies höhernn kunstvollen 
Pahlawl- Stiles. Du« Werk, dessen Orundtext 21 Octavseiten ausfüllt 
(,(luvun r.\yc\ Rcilcii diu f^lnlcitung), wunli; von dum DMlur Peshutam 
Behrahji Ha^ijaka im Jahro 1885 (125-t) mit noch drei andere» 
I'alilawj-T«;xttn nebst riiuT Ouiarilti- und rincr «rngliKchen Ueber- 
sctxung herausgegeben.' 

Diese «Migliscli« UulKüTfetzung, welchr mit der Ouiaratl-Üeber- 
setaung sieh völlig lieckt, iät Bahr frei gehalten^' und kHiiii blos für 

' QjinjwhAyii^jlii, Aiidjirze Alrajxil MArä«[>&RilAn, Miiligiliie Chultiiiig, and 
Andnrse Kliubruu KarAlAii. Tli« iin);iiial T'i'lilvi btxl; tbe smiiic triui^litL-riitiMl in 
Zuiiil chttnutnr* nnd trnii*Ul«<l int« (loJAmli nnil GnEli'li Inngnaf^n; « Comravaurj 
nn4 H OloBünry of »el««) words. By Pkühttam DiBTCn nBiiit*«Ji ftMuxv*. BonihAjr 
Uufliir AitikHra Pro» In tli« jMi 13M of V«>cit<>unl »iid 1»HI> uf Cltrial. — Mit 
dun PKlilnvil.Tltel: t ("fltJ'f iH3tö"rf WöiiW il*f r^'tXi ' «r ' 5")W)0» fr 



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* Zar Ikuftlioilnn^ <l«< kritMcIicn Sinnen doa sonst lioutiv«r>li«iitei) D«<«lur'« 
m»fi Ai« fnlf^nd« Nut« auf S 1 d*r nnglindion trtbciTdnlxnng dientm: ,Tlie pool 
rinlnuK), »[leakinir of him (Xttsraiv Anülin-nwtii) tu bis 'Shahaainiih', give» him 
tho Muafl of ^ ,..n< (Kiwri) and not nf Ktii(»n». ami irtlivr P«r»iau wriier* bsTe 
fblloned lim in llü point. Tlie title of K*"ri, giToii to the Wiiir« of Pcni«, wiw 
form«cl from ttio luUnB of .-w^ (KbuHro). Tht Bmpwort «/ ^om nJopW the vwd, 



56 Friedrich Müller. 

denjenigen Leser des Original-Textes von Nutzen sein, der durch die 
langjährige LectUre von Pahlawi-Texten eine Uebung und Sicherlieit 
im Verstehen derselben sich erworben hat Um nun auch dem 
weniger geübten Leser von Pahlawi-Texten die l^lGglichkeit zu ge- 
währen, das interessante Werkchen ,Oanjeshäyagin', welches in 
katechetischer Form abgefasst ziemlich leicht zu verstehen ist, zu 
Btudiren, erlaube ich mir meine üeberaetzung der Einleitung, welche 
so viel als möglich wörtlich gehalten ist, nachfolgend mitzutheilen: 

Einleitung. 

Ich Wazurgmitr, Sohn Bö^tak's, erster Minister des geheimen 
Rathes des getreuen Landes^ Xusro's, des Herrn der Arier, habe 
dieses Memoriale mit der Hilfe und der Kraft Gottes und aller 
übrigeil guten Geister, zugleich auf Befehl Xusro's, des Königs der 
Könige, um eine gute Lehre sein zu können* für diejenigen, welche 
zur Erlangung dessen, was die GlUckfälle bescheren, nach guter 
Schöpfung und Würdigkeit geschaffen worden sind — verfasst und 
im königlichen Schatze niedergelegt.' Obschon der Besitz der Welt 

loith tUifht alUrativn» and in tke new form of . ^-.S (kaiter) or Caesar, a» their lilh, 
and lince tktn have alhcaya been called tke Caesars. The title uf 'KaiserM-Hind', 
ASiiumed by our fortunate Empresa Victoria of England, also owes its origin to the 
name either of tbe Ke/ani kin^ Kaikliusro ur of the Sassanian king, Noshervan 
the Just.' 

I ifti^'» J^»j" J r"?*r * IHÜIJ ' r<f*Ö'Ü * ?Ofrt, wörtlich: .miniatrorum- 
prlncepa consilii-privati imperii fideli.'simi Chosroia Ariorum-printipis'. — Vielleicht 
bewet ?«I^J'" 'T'r ' r'r'r I ii«XJ ' rV'O-^ ' vorn ,erster Minister des geheimen 
Rathea dea Reiches und getreuer Diener Kbtisro's, des Herrn der Arier.' — TOrp 
Ton rn , experienced, knowing' (Dinkart, Bd. vi, Glossar S. 5). — ffO-^ = ueup. 
- Iv.ir, - ii'^i , Schlafgemach', dann npeciell ,das Schlafg-emauh und die geheime Rnth- 
stubedes KOnigs'. — In BetrefT von l"*T*r vgl. HfuscHMANs, Aiitien. Oi-amm. i, S, '_'15. 

■ «j 7^-HX) 11?)) J'»o-ti ' 'fvr^ti ""'S** '" "^ ii<f**-'ou ii?n ^'ais ■> ■'«j'^ö 
corriglrt werden. Man sagt nämlich «»•KJÜ "TiJ ^^«H9 * -»IV^O = ^j^ jjUi jJL^^ 
jolii). — Demgemäas mnas bei der Verwandlung des Satites in einen tntinitivsatx 
1&HX3 in II?*'-SX) verwandelt werden, 

* Der Deatur trennt den letzten Satx ,und im königlichen Schätzte nieder- 
gelegt* von dem vorhergehenden und beginnt mit ihm einen neuen Ahsat::. indem 
er übersetzt: ,1 have give» it the name of 'Ganjeah&yigftn' (or powerful wealth).' — 



Die Eiklhitvüo zvh GA?ijr.9HAvAoA.i( etc. 



57 



hugesämmt Vi-rgitngliclikoit, Voriiichtung und Wandülbarkeit ist, eo 
sainmch docli dcijonigc, dem (lies Qott gestattet und ihin diu Gabe 
in Saide Hand gibt und Arbeit oline groeee Molio ihm diibui liilft, 
gcwaltigi-.n Itcichllmiii und gotnngt zu ffroRsrr That niid 1 Ii'j-rschaft, 
nimmt den hüclistt^n Platz ein und etrelit iiau-h dem grßKfitt'ii Namen 
und voIJftlbrt die (»roiswUrdigc That, nümÜch die (durch das An 
zUnden d«B heiligen Feuers verunnK-htf^) r.rleiichtung den Hanticii 
der Magier. Und dann langet) Leben und Vennebning der Kinder 
nnd citii^r Fainilie, welche xa grossop Hoffnung bererhtigt, und die 
gute Natui', welche sich in den Thäten der (^ei-cchtigkeit und in 
dem Nutüun der Alrn^iThcn zeigt und die UehUtitng des (guten) 
Namens und diu Ausübung der Hcrrschall:. Und alle die anderen 
Wcrkllhnngen, ' wuUbe in der Welt eine Hit* die andere zeugen und 
miteinander QbLTcinstimmen in Betreff der (eigentlich ou) WcrtbloMg- 
kcit itrrsirlben (der Welt) sind Dingi% diu von der grösstcn Fem- 
sieht K'gleitet sind.' — (Denn) wenn ee Bohr lang ist, gölit in dem 
Zeilmuni von lOO Jahren der Rttrpei' isu Ende und die Hernüchuft 
verschwindet;* in dem Zeitraum von 300 Jahren geht eine Familie 
zugrunde ; der (berühmte) X&mo wird vergessen und man erinnert 
sich Boinor gar niohl; dor Tempel der Magier wird vorwllstet und 
entweiht, Enkel und FaiiiÜirn kiimmcn herunter und verschwindiiö,* 
die Mulie wird fritebtlos und. Anstrengung und Labn geben leer aus, 
und die Herrschaft bleibt nicht den Herren der Jctatzoil und der 



Dioio UobonetxuBj itt oiclit ricä.lig. tm Texte jibIiI ?ihC!» r)^-Oü ■» a^r »O »; 
MU die UebcnotMiiifc dm Dcnlurs ritbtifc win notltr, inn&itP ili>r Tvat ' ^ p3 -HJO* 
«••fffr f^MiO Lauwn. 

' Dor DMtiir IIgk tsnro = "»jfj-Jg, womit er «ahnclipinlitli ^iw im 
GloMar S. 16 Teratiicliitete W»rt uivirit. Uli luo 'IV'Ü- 

* Incofnrn ilo Mnam bobcron Zwecke, dor in neihir Zukuaf) eelojrcn i^t, 
dienen. 

■ Stau 'Olby leaa niAn 
leten }M, 

• hh Im« M*n ttW, welche« iler Dcfiur mit »*-<üö'*UJ'» jiJTSncoincnl ot 
ranililinii, |^iiliH<sB, |>ir(i«|ierilir* 11 much T«i lit iitid luil ili-'m i'"1;.'l-ii<!''ii t'0't}''m v#r> 
biiM«!, Itmr'V nnd iiAh» ditttei tu dem Torhor^tidideo ^yWrO ^>- 



^ütOx ,Nicht««in', wie aarfi dor D«»tur {^t'*r) ge- 



58 Friedrich MOllbr. Die Einleitunq bto. 

Reicbthum nicht jenem, dem die Zeit des OiÜckes * in diesem Äugen- 
blicke geschaffen worden ist. Aber die Dinge der Wiedererweckung 
bleiben, geben nicht zugrunde und das Wort der Reinheit und 
die Geschöpfe* der Wiedererweckung und die gute That kann durch 
Kiemanden beseitigt werden ! Und nun, da es mein Wunsch ist, 
meine BemUhung auf die Ausübung der Reinheit und das Sichhüten 
vor der SUnde zu verlegen, bin ich zwar, so viel dies in meiner 
Hand steht,^ ausser Stande,* die Herren der Jetztzeit wegen ihrer 
schlechten Regierung von dem Anbefehlen der (schlechten) Thaten 
abzuhalten, jedoch stehe ich da als einer, der selbst vor der SUnde 
des Zuschauens nach meinem Wunsche, sofern ich davon weiss, be- 
hütet dasteht; ich glaube an die Existenz Gottes und die Nicht- 
Existenz (die blos scheinbare Existenz) der Dßw's, an Religion, die 
Seele, das Paradies, die Hölle, die Rechenschaft am dritten Tage 
nach dem Tode, die Auferstehung und den letzten Körper; daher 
ist mein höchster Wunsch, die Reinheit und Wohlfahrt, welche vom 
Körper, von der Seele und von dem Lebensgeiste ausgehen und 
alles Gute der Erde und des Himmels — und ich habe demzufolge 
zum Besten der Geschöpfe* der Welt einige Worte in diesem Me- 
moriale niedergeschrieben. 

» Der Deatur iieat -1)1^0 -.•"^'^it, welches er im Glossar (S. 15) ah ,good 

TirtnoiiB, happy' erklärt. Ich lese ■W^'ö entweder = ,j^Zi oder ^j.iü.ti, wo dann 
das ^ mit (lern vuran geltenden t^ verbunden werden muas. 

* Der Deatur liest j>(*|mJq i im : v?('EV'V^d '* (t-^ it^^ g'ery appertaining 
to frasokant'. Icli lese fO nicht == er, Rondern dilm = awest. dävian-. 

■ Der Destnr liest (OifCl* f" \Ji: Iftfl?«'' ""!{«) ■ V't^^ tt"^- 

* Der Deatur Heut (ff kloo' : ^{■(■O' ■ H'"t}'. 1<^'> ^^^^ arärak hawehtm. 
y-ty, 'on Pahl. ;J-«, neup. »jla^- 

' Der Destur fasst fO ^= ev und Übersetzt ^ a monument of my life in 
this world'. Ich fasse fH = awest. daman-. 



Babylouische Leiclienfei^Tlii^hkcitoa. 

Bruno Meissner. 

Von babylomsclien und asayrisclien Ortlbern und Todtcn- 
coromoniun wiucn wir, gaiix im Oeg:eiiBatze zu den IL^yptiäcben, Lis 
jetzt leider sehr wonig. Willirend man in dem Grossstaat «m Nil deu 
VcrslorUrm^n sorgsam iniimificirto, ilim iirltclititp!, imvürniiatlicJtc 
OrJibor baiilc, und nein Aiidoiik«« JulirlmiiilorU- liin^ örhiüll, li«( man 
im Zwciätromlande den Ti>dtrrn nicht diese 8^)rgfalt luigcdelliun la^seii. 
Und auch in der Literatur haben sich nur so ^cHiigfili^ge An- 
düuiungun Bbnr die Fragen, wie man Todte bügrtib und welche 
Fcicrliohki'iien daboi ßtattfaiidcn, erhiiltt-n, djias «s unmöglicli ist, sich 
ein klares Bild duvun zu rnarhviu Uas Wenige wax mir bckunnt, 
Will ich im Kolgenduii Kiuaminenzustellen Buchen. 

Nach dum Todu einea Menschen erscholl Klage und Wuh- 
geschrer im Haus«, IkstttdHtc KlngcmltnnGr and Klag(>frauen (E^5» 
rc»|>. V"|]r<y»^l halfen dm Angchringen mit (Jrschrei und Jlusik 
ihre Trauer üuiu AuBdruek ku hringon. Starb der K^nig, bo trauerte 
nalUrlich das ganze. I^and. Das liicraiif hozHglJche CerümonieL er- 
fahren wir aus dem Briefe 81, 3 — 4, 6.% aus dem Bhxold, Cat. 1758 
AluzUgo gegeben hat: äarr» mt-e-ti (al) Äiur-ai i-ba-ki-u (am.) i(t- 
kin iitu Ithht ShttU «iimi^rn-ju ti-»i-fi-a uni^u (geschr. LU-SU-KÄR) 
ium-(tt-lu \am.) riittiu a-na (am.) fja-xa-nuH untie-ib {am.) rSic-ht 

n<iir-ti' ta-bti-iiu iemiri- ^uräift ta-ak-nti i'mci pa-an (am.) i^a-za-ni 

* B» «ieliorUnh mi Iwen nach r R. S9, 10 ab. xn Ollt-^aiUni a. r K. 31, 
19 er.; 2A. ix, S19. 



60 Bruno Meissner. 

i-za-zu Ki-sa-ai (am.) LUB itti nttirdti-iu ina pa-niriu-mi i-za-mu-ru. 
,Der König ist gestorben, die Bewohner der Stadt Assur weinen. 
Der Gouverneur hat aus dem Palaste seine Frau entfernt. Ein Opfer- 
lamm ist geschlachtet (?). * Seinen Officier hat er in der Stadt- 
präfectur* Wohnung nehmen lassen. Seine Beamten haben Trauer- 
kleidung angelegt. Goldene Spangen tragend werden sie vor dem 
Stadtpräfecten stehen. Risa'i, der Musikdirector, wird mit seinen 
Sängerinnen vor ihnen Musik machen.' 

Herodot berichtet uns, dass der Leichnam jedenfalls zum 
Zwecke der Conservirung in Honig gelegt wird: Ta^ai Ee a^i it 
}ti\vzi^ öpijvot 3e T:apctxÄ-^c[Oi toiüt ev Ai-j^ir:«.» (i, 198). Ebenso Strabo. 
Diese Nachricht scheint richtig zu sein; aber neben dem Honig wird 
auch Salz und Gel zu diesem Behufe gebraucht. So legt Ummanaldas 
den Leichnam des Nabö-bel-Sumäti, der, um nicht Asurbanipal in 
die Hände zu fallen, sich von seinem Knappen hatte erstechen lassen, 
in Salz und lässt ihn nach Assyrien bringen (Asurb. vu, 89: (am.) pagar 
Nabü-bel-Su7ndti iuatu ina (äbti uS-ni-il-ma a-di kajckadi (am.) ki- 
zu-Su Sa u-ra-aS'Si-pu-Su ina {i§) kakki a-na (am.) mär Sipri-ia iddtn), 
und ein Prinz, der uns die Leichenfeierlichkeiten bei dem Begräb- 
nisse seines Vaters erzählt, sagt: In königliches Gel legte ich ihn fein 
säuberlich (K. 7856, Col. i, 4 f. ina Samni Sarru-t[iJ fa-biS uS-ni- 
ifl-maj). Dieselbe Sitte scheint auch der Hymnus iv R. 25, Col. iv' 
vorauszusetzen, den ich als das Gebet eines Priesters bei einem 
Leichenbegängnisse auffasse: 



* ium-tu'lü ist uiuicher. Die Würzet des Verbums ,weit sein' ist gewisa Vic, 
Bildern ist sonst uniku fem. gen. Möglich ist auch die Lesung lafr-tu-lu; aber ein 
Stamm Süp sclieint mir trotz der von Scheil in Maspebo, Rec. ix (S. 2 und 3 des Se- 
paratabzuges) publicirten Texte nicht sicher erwiesen. 

* haeaniilu ist hier als Abstractum aufzufassen. Der Gouverneur hat jedenfalls 
zur Verhütung eines Äufstandes diese Massregel ergriffen. 

* Besonders wegen ina dUpi hivUti, das nicht übersetzt worden kann: Zu 
Honig nnd Milch, und sich nicht auf die Gefilde der Seligen bezieht (su Hai.^vy). 
Der Hymnus, dessen Anfang nicht erhalten ist, besteht ans je zwei zu einander 
gehörigen Versen, deren jeder drei Hebungen hat. Eh srheiiit, als oh dieses die 
Form des Klageliedes in Babyloiiien gewesen sei. 



HABrt.O»TRCnK LKICHKNrRIRKI.ICKKKtTI!». 



(11 



I 



m*-e eltßti ki-ribia lUt-la 

(ii) Niii-sadim cadim-gat ia (it) A-nu 

ina ^td-iv. eltiti u-kan-ni-ka 

(il) E-a ana a-iar te-Ul-ti it-bal-ka 

aun a-iar tg-Hlti -it-hitl-ka 

ina ^ai(i-iu elteti Hfialka 

ina dii-pi hime-t& it-baltka 

«le-e Hp-ti ana jw-fca id-dt 

pt-ka ina i-itp-pti-ti ip'ti 

AN-Om. Kiom. HAQANGIM. EME HVL-GAL. 
.Klares WaMor bst t?r liereingebniclil. Nin-zadiin, tier Ober- 
juwcticr Anus,' Iial dich mit 8i;incn rctueii iliintlcn bereitet. £u hnt 
dici) xoin Ort der Reinigung liiiiweggeDommcii, xnm (>rt der Rei> 
nipung hat er dich hirwepgcnommcii. Mit seinen reinen Hönden hat 
er diL'h hinweggenniiimen, in Honig und Riihnt Imt t^r dich hinweg- 
^iioniitw^n. VViisiter ricr ReüRhwßning hat er in di'.inun Mnnd {^etlian, 
Heiiien Mund li»l er mit der Beacliwöniiigskuiisl geöffnet. Wie der 
Himmel sei rein, wie die ßrde sei klar, wie de« Himmels Mitte 
glttnoe. iJie hISse Zunge müge »iir Seite weichen.' 

Von sonatif^en Ceremoiiien bei der Beisetzung wissen wir fttis 
der Hitllenfahrt di^r Ititar nur, dnss diesrr Afttm unter Klageimisik 
und Vcrbreuuen von Käut-diorwerk vor sicli giiifj. I>ie tv R. 26, 
Col. IV, &8 folgcMidcn VorschrifWn fUr l>»rbringiing»n beiiivhen sich 
jedenralU schon auf das Folgende. Zudem sind sie so fragmtiutJiriäL'li 
erluilteii, dniss sichere Krgcbnisdo aicli daruus nicht fol;;urii laesnn. 
Ebenso hi nicht sicher, was Z. 57 bedeutol und worauf sie sieb 
bezieht 

Nach den Feierlichkeiten wü'd das Grab daiui vermittelst »Ines 
Vorflchlosasleiueft geechloaaen und versiegoU. Der oben crwühnte 
Priua crzHhll uns dartlber (Col. i, 6): {ahan) a-m-n« fl-*nr ta^af-UI^tfi] 
ina ti-i dan-ni hdh-ia ak-nn-vk-ma u-dan-ni-na i!-pat(f)m u-nu-vt 
^urdfi kagpi minima ha»'Bi-il ffima/iln »i-mat lie-tu-ti-iu ia i-ram-niu 

* Die Krxfhaffan^ (l«u Monnehan vrini tiSor mit Am Athtit olnM GoMftrboittn 
Torgllfhon, Aiidettwo fiinifirl Arnra als BIMnerln der MenaHiou. 



63 Bruno Meissmbr. 

ma-^ar (it) SamaS u-kal-lim-ma it-ti abi ba-ni-ia a-na kimalj^i aik-un 
^f-5a-ö-tt a-na mal-ki (il) A-nun-na-ki u iläni a-Si-bu-at lfimahki[tt]- 
^aai-iS. ,WaB den araiiu-Stein, ' den Ort seiner Ruhestätte' betrifft, 
so habe ich mit fester Bronce seinen Eingang versiegelt und seine 
Beschwörung* (?) fest gemacht. Geräth von Silber und Gold, alles 
mögliche,^ was zum Grabe gehört, die Zierde seiner Herrschaft, 
welche er liebte, habe ich vor Samas gezeigt und mit dem Vater, 
meinem Erzeuger, ins Grab gelegt. Geschenke gab ich den Fürsten, 
den Anunnaki und den Göttern, welche das Grab bewohnen.' Die 
mitgegebenen Gefässe bestanden zum grössten Theile aus KrUgen 
für Getränke und Schalen für Speise als Wegzehr fUr den Todten.* 
Aber auch noch später wurden ihm allerlei Lebensmittel dai^ebracht, 
da sonst seine Speise in der Unterwelt aus Koth und Gewürm be- 
stehL Von den Contracten aus der Zeit der zweiten Dynastie von 
■ Ur, welche in Tello gefunden sind, enthalten viele Listen von den 
Spenden, welche meistens am 15. des Monats für Dungi, Gudea etc. 
dargebracht wurden; vgl. Maspero's Äec,, zvni, 65 ff; 185 ff. An be- 
stimmten Zeiten im Jahre, den Todtentagen (bubbulu), hatte die 
Priesterclasse der Wasserspender (naj; me) ausserdem die Verpflich- 
tung, das Andenken der Verstorbenen durch Wasserspenden und 
Gebet zu ehren; vgl. Jeremias Leben nach dem Tode 53. Nach 
Asurb. 4, 72 scheinen auch blutige Opfer hierbei dargebracht zu sein. 
Von dem Begräbnisse ausgeschlossen zu sein, galt als das 
grösste Unglück. Daher ist es das Zeichen des allerhöchsten Zornes, 
wenn Asurbanipal die Gräber der susischen Könige zerstört und ihre 
Gebeine nach Assyrien schleppen läset, so dass man ihnen nicht 

' Sonst nirht bokftiitit. Die Apposition aJar taflUti läast aber keiDeii Zweifel 
darüber, Arum es eine BezeicbnUDg für Qmb ist. Vgl. piM, 

* H-pal-ta ist nicbt ganz sicber. Wegeit des «i darf man aber tiic-Jit an eine 
Lesung H-gar denken. Man muss annehmen, dass man die Oeffnung des Grabes 
durcb eine BeschwOruag besonders fest sdilieRsen zu kennen meinte, um dem 
Schatten den Weg zur Oberwelt unmUglicli zu machen. 

* Vgl, dazn nit'tnma hatnt (Meissneh, Suppl. s. t,}. 

^ K. 7866, Col. II sind die Gegenstände aufgeiShlt, welche dem Todten mit- 
gegeben warden. 



BAKrrX>MBCnit LxiVnKNKKIKRI.irKXBITBN. 



«3 



o|ifci-n k&nn (Asurb. 6, 16). Dor Scliatlon^ der keinen KUmoi^er 
ha^ ii^rt nihelos uuihcr unil luus« die Ucfe äcs Qluscs, die UeW- 
bleibael der Speise, die auf der Sti-assc liegen, meon \ß. E. xii, Col. vi, 
7 fl'.). Ko«li schlimunir fllr die Lebenden Ut aber der Unwlmid, das» 
diese Seliatten, welehe kein Begriibiiis« gefunden huben oder aus der 
Untemetl nach Pussirung der »tel»:ii Tliirru und der Wasser des 
Todes unbemerkt entwischt sind, die Mens<'liea behexten und gie 
krank mnehlea. Kiti Kranker beklugt sich bitter, diise der Zsubcrcr 
und die Zauberin ihn einem »oleben umhcrirrcndgn' i-timmu Hher 
geben bab<>n (Maql. 4. 2<l), und ein anderer schwer tie[ila{;1er \%'\\\ 
sieb des Sohatlend <!rludif^en, indem er ihm Kluidvr und WE!g7.chr 
weiht; dann soll ihn »bcr auch der Oberpn>rtnor der Unterwelt fest- 
halten, dasit er nicht nueh eiiimul antkomnie (ZD.VG. A(>, 7^0 f.). Ein 
i*nest«r tro&tet den Kranken, er liättv die Führe zur Untervrcll 
xurllrk^eli alten und d<-n M:)iicr({iiai iihjii^Kpirrt und so die Be74iuhe' 
rung der gauzen \V«lt g*;hindi:rt (Ma(|l. 1, &U if.).* 

Der Verkehr zwiseben Lnhendün and TudtBn war tlbriguns 
nicht absoUit »«»geschlossen. Diesen vermittelte die i'riesterclaase der 
Todleitbeschwörer; vgl. .lereinins a. a. <X 102 f. 

Uaretelliin^eii von BestHttung^feiertichkeiteu haben »ich erhalten 
iu d«o sog. Hades- Itelidts,^ die, wie ich glaube, den Todtfu mitgegeben 



' Hiar i»i autitttTliAjiViwe'if ff Aß- KtU-Dtf noch King bH, niir^p-pi-ilt m 
loian. V^I. nir iliF> elÜifUHH uixh iv H. 1*, IM<: td. fib; v K. (Ml. 4(1 a. Bbml», CW. 
IMifi wiril MrwäliTit, ila.<i i-iii iMst »ii* ilutii Ürabt' aiif<l«lit (iirti Imtirän iUofa). 

' Diu»cltK> AntchBimiig voo der UuIenvclufJUirc ttmlDt Hidi nuvli Ms(|t. 3, 8, 

* U«it «rmlti wnnti) tuwit vnrnffentlichl von CLuiii<>ii'i-(i«x!)iuii in der Stvmr 

areh. L>«ccuitter Ib7il und wiedorltull lioapnMiliun vmi t*KKiMr Ciiirm, Jkbhmia» uixi 

HxspiM). Daa xwelLc hat ScHSit In UAftPKHO« Itte. ii ($. 5 Aet Se|<aMUbiiigw) 

^blkirl. Kill ilritTi». iliw nur d» ntitontii Fulrl wiwl«7gibl, liiiil«t Kivli Luab» 

.Setltaxha mr U mlU . . . de Vititu pl. xvu. DoMiclbo Ulgt Aiif ilrt itflckiieitv 

•inn n^uiiituilisi-' K«il»t'linflle|fVii<1«, <liv aber »•> «vliWt.'Ut *vr>ilfo>itlicl>l i>t, Jau iiinn 

nnr tn Anfnng J "■^ (~ ^•pf^) ■>"'' oMgo OHiUirniLxntin erkuniien ksnii. Lajjiii) 

ngl dArHlmr; (-Vi ]«rtil dncunieiit, dikoiirnrt dntiK Im riiitit« ila llabyloue, fiit acqiiii, 

,k U vonU) (IcB c^ullecliüuii ile feii M. Roiaauu, voiudI gin^rai do Frauco i Alep, 

' pAr f«u Id birvn Ibjoui. foiUDueur uvtuel non oonnu. Eb wlra Mdbr wUnM-hoiwu^rlh, 

Wftiii Buui 0twu llbor dun Varblaib ilioMir ininrnniiimn Tafel ertelireti bünnle. 



64 Bruno Meibsker. 

wurden. Es sind dies Tafeln, welche auf der Rückseite den Körper 
eines geschwänzten Ungethüms zeigen und vorn eine bildliche Dar- 
stellung tragen. In dem obersten Felde stehen allerlei Embleme für 
Sternbilder, jedenfalls die Constellation der Todesstunde anzeigend. 
Es folgt dann eine Heihe thierkOpfiger Gestalten. Im dritten Felde 
sieht man in der Mitte eine Bahre mit dem in Tüchern eingehüllten 
Leichnam. Merkwürdiger Weise hegen seine Arme nicht am Körper 
an, sondern die Unterarme sind in die Höhe gerichtet. Dabei steht 
ein Kandelaber für das Käucherwerk. Um den Todten stehen mehrere 
thierköpfige Personen. Im untersten Theile des Reliefs sieht man 
eine Göttin mit einem Löwenhaupte (jedenfalls AUatu' darstellend) 
in einem SchiflFe den Todtenfiuss* durchfahren. Sie sitzt meistens 
auf einem Pferde, hält in den Hunden zwei Schlangen, an ihrem 
Busen saugen zwei Löwen. — Eine andere Darstellung der Bestat- 
tung ist auf der altbabylonischen sog. Geierstclle erhalten (de Sarcbc, 
Dec. en Chaldte, pl. 3). Man sieht dort entweder mit den Köpfen 
oder Füssen nebeneinander gelegte Leichen, zu denen Kameraden 
mit Körben auf den Köpfen hinzutreten, jedenfalls um ihnen Todten- 
spenden darzubringen. In der Luft fliegen Raubvögel mit einzelnen 
menschlichen Gliedern. Auf späteren assyrischen Reliefs sind be- 



' Allat, jedenfalls eine Form der BSIit (s. iv K. 27, L'6a), heisst RUcIi Nin- 
kignl oder Eriä-kigal (für NIN^=EEES, s. Brlnnow I1Ü12). Sie ist die Uemalin des 
Nerval oder Nin-azu; vg^l. Jeremias, Leben nach deni Tnde 66 und iv R. 15*, 36 b, 
aber auch NE. xii Col. i, 43. Wie er sie sich zum Weibo gewinnt, orzühlt nns in 
aelir drastischer Weise die aus Ämarna hors tarn inen de Legende von Eriä-kigal. 
Ihren Mofataat lindeD wir ziemlicL vollständig aufgezählt iv R. 1, 4'2 b. Dazu gehlirt 
vor Allem Üir Solin und Hole Namtar, dor nebst vielen Dämonen und doii Anniinaki 
Krankheit und Tod verbreitet. Zu diesen gesellt sich der OberpRlrlner der HUlle, 
Gott Nedu (iv R. 1, 49 b; King Mag, 53, 26) und die Herrin der Wüste, Bülit-^yri. Sie 
lieisst nach Surp 8, 7 jedenfalls auch Zizanu und war ursprünglich die Beherrscherin 
der im Westen sich an Babylonien anschliessenden Wüste (King Mag. 53, 23; Maql. 
1, 63. 4, 20; iii R. 66, Vs. 13 c). Daneben scheint sie auch bei der AUatu Schreiber- 
dienste getban nu haben; Haupt, NE. 19, 47 ist jedenfalls zu ei^änzen: [ßeiü]-#<Vi 
dtiptarrat irfitim maharia kantal. 

* Die im Westen liegende Unterwelt (King Mag. 5.3) wird von der bewohnten 
Erde durch die Wasser des Todes (auch Maql. 6, 12G) und die Wüste getrennt. 



IJASTLUKI&CBE LBICRRKPEIERUCnEEtTBK. 



Hb 



xeichtiendcr Weise iiie Leichen «ssyrisclwr Kri^er Jibgcbildct, daLer 
anch keine Bc«taUun^. 

Die Kiirhliufc werden wold, wie Im Iieutigcn Orient, gewCKiilioIi 
vor der Stadt gelegen liftbon. A«8genoninien waren die Grabdenk- 
mäler lind Mausoleen der Könipp nnd KUrsten; diese lagen aueli 
mitte« in der Stiidt Z. B. erfahren wir vom König Sanherib, dnss «n 
dem kleinen Flusse Tebilti, der die Stadt Ninirc durclistrOrate, 
tnehrer« Klinigsgrabdcnkniilli^r gulnguii hätten, welehe durch eino 
lliichfliit so gi-llndlicli xerstUrt oeien, tUa» der .S«innei)g«U ihre ver- 
borgenen Särge hittte sehen küntien. Vgl. Mkiühnwi-Küst, Bauin»eJir,^ 
A'iunA. f. Der altbaliy Ionische Künig Oudca baute sogar in oiacui 
Tempel ein fjignnü au» Ci'demholz (^KB. ui, 1, 33), ebcntu> liessen 
sich einige Kaesilenkönigc ,im Pultisto Siirguna* biüsctzen (Chron. 8, 
Col. V, 3, 6, 10, 18), ein Anderer wiedi-riira in den Siinipfgegendon 
von BM-Uafimar (ib. 7,. S).' Dazu stimmt der Itcrielit Arrians (vn, 23), 
dass Al<!xander auf dwr llüekkebr vom I'allafopas an dem riralinial 
eines alten »bsyrisehcn (.d. Ii. babylonischen) Kßnig» vorbeil'ulir. Er 
fügt hinzu: luv S; ^aaChiiav 'mv *AQ«i>f){oni ■x\k ■^fsvg ev txii iijjivat; ts 
■tvxi Toü; :»X/.»ü> x» <v nl{ Sassi iiii-fiq'^Vii. Herodots ICrzählutig von 
dem Grabmal der Süniiramiti über dem Hauplthur vtin Babylon 
(i, 187) nnd Uiodors Besehreibiinp vom Maufioltiiim di'.s Ninyas (u. 7) 
Ubergehe ieh hi<.T, weil beide Nachriehten zu wenig gut bvxeiigl sind. 

Zum Sehluäd novh cid paar Worlc über die in Mesopotamien 
aufg«;deckteii Orilbor. In Aiisyrien h»t man biüher, trotz eifrigen 
Sucbcns, noch kein Grab aufgedeckt, dos In das Alttirthum zurUck- 
n^icht. In BabyloHicn sind Wsoudors bei Mughclr eine gruaßo Menge 
Orttbcr gefunden, aber sie sind aAmmÜich ohne InschritteD. K» ist 
daher aueh hier uieht ganz sicher uuszunmehvn, ob sie wirklich 
alten BabyloDiorn angehörten; doch ist oe nicht unwahrHoheinlich, 
besonder» da, abgesehen von anderen fndicien, die Todten immer 
di*' Arme. so gekrümmt bniten wie sie es auf den eben behandelten 
Keltüls thuu. Am mciaten kommen die Gräber in Fonu eine» oub 



* Vm g««obah jodcafsll», um den Lvichnnm vor AajplOudsmaK und I'r»- 
fanadMi an wbOttMi. 

Wlrner Zelbdir r. i. Kncid« d. HorgBol. XII, Ild> 6 




66 Bruno Muissner. Babylonische Lkichbnfkieklichkbitbn. 

Ziegelsteinen erbauten Gewölbes vor. Anderswo hat es die Gestalt 
einer halbkugelförmigen Bedachung, welche sieh über einer mit 
Ziegelsteinen gepflasterten runden Tenne erhebt. In ihnen haben sieh 
bis jetzt ausser den Gerippen nur GcfUsse für Speise und Trank, 
sowie einige Schmuckgegenstände gefunden. Vgl, Pbrrot et Chwiez, 
Hist, de l'Art 11, 347 ff. Ob die von Koldbrby ZA. n, 403 ff. unter- 
suchten Feuernecropolen von Surghul und El-Hibba hierher gehören, 
wage ich nicht zu entscheiden. In den Inschriften hat sich bis jetzt 
keine Andeutung von Feuerbestattung gefunden.' 

* Die Anweudung der Leichenverbrennung kann Qud. B. Col. v, I f (KB. lu, 
1, 33) nicht beweisen, d& die Stelle noch ganz dnnkel ist. Ebenso wenig kann mitn 
AUS der SelbstverbrennUDg des Sainmuges (Asurb. 5, 4G ff.) Bchlieuen, daas die 
Leichen verbrenn ang in Assyrien heimisch via. Das spricht eher für das Gegentheil. 



Kanipana in tho Rujatarangini. 

Br 
M. A., atdtn. 

Geheiinrfttli 0. vtw BOiitlikok in hi« ,Kritia(;hp Beitr%e' recently 
preBfiTilfld tu thfi Royal Saxonian Sofiuty of Sciences* \\w done mo 
tbe honnr of r»forrint( to a %'i-t1jiiI oominutiit'utioti I hnd made to liitu 
some years agu pt'gapdiug llic intorppetation of tlie topui kampana 
frequently fQund in Kaluanas imBütra6giol. The word lius been 
genepally supposed to desiguato a tepritorj- in or nl>out Kafimlr, but 
on closep examination of tlic nutny pussa^ccs in «'liii'li it occur», Una 
proved to m>(.'au »iiuplv 'army'. I liad »rrivcd at this intcrprot^itiou 
when preparing my text cditiuii of the Chronitlo (piihlishud isys) and 
liad found it coutirmed by the refcpcnces to the kampmHipati or fcora- 
jNtiiadhipati which occur in the curious Koän known m K^zuEKUitAs 
LoknpraJcaia. Gfheimralh vox Rohtuxok now indicates thcBe referen- 
ce» on tlic basis of tlie valuable extracts which Professor A. Wxukk 
has recently published from the work." 

The above explanation and the OTidcnce on which it ts baaed, 
have been set forth in the note which accompanies the paH.<)age, 
Räjatar. v. 417, in my traDsIation of the Chronicle.' llie tirst volume 

' Sea , Kritische UoitfttjiiQ' von O. BiinTLivoK. Koailerftbilrnck aui d«ii Berichten 
■1*1 pbil. -Iiinl. Uliuwii (lor k>"niEl. -Ktii^hR. lintdWliAft ilar Wisuaniicliaflnn; Hitxiinji 
». November ISHT, y. 138, 

* Hee ,Zd KnintmiiA) lokftprakAtu*, Indhr^« .^Iwüm, vol. inn, pp. 308, 
Am m|. 

' To be piibllihett by Mewra. A- ComrARUi ft Cu., Londun, in two Tolunim 4". 

»• 



68 



M. A. Hteib. 



whicli coiiuiiiii this jia«sagu, lias aln-iKly l)e»n printed anil vra» pre- 
sented to tlio last OricDtaLst Qoagresa. But it« publitation must he 
postponed until the printttif; of tlie whole work inclnding a Kecond 
volume and & ItUtoricai introductioa is completed. 

As one of the Nestom of Sanfkrit SiiulieH in Eiirop« has now 
been pleased to uall attc-ntion to the point I inaj be allowed to antl- 
t'iputc that piibliQuUoii hy reproducing hen- niv note in quüätioii. It 
may serve bs an illustration of tho numerous instances in which the 
truo bearing tif Kalhaua's account has been aljacnred I>y word» of 
ordinary menninp hnving previously been taken for locnl nnnifs or 
vicf versa. Like (lie supposed 'pruviiice Rampana', a number ufotJier 
ima^nary localities will hv- looked for in vain in my map of Ancient 
RaJutlr. 

The note referred to run» ns follows: — 

Tlie tenn kttnipana or kampanti, which is contnined in kam- 
panadhipati ani[ in similar dosifinntinnR of frequent oecunTUee in ihp 
following narrative, has liitbcrto by »11 interpreters, froiü Wilson 
{Hitiory, p. as) to Du'rr, be«n taken as the name of n terrtory in 
or near KaAralr. The synonym expreBsions, hampanäxlhipati, learn- 
panadhlpa, kampanddfilia, kampanapatt. kavipaneia, have accordingly 
been interpreted as referring to tlio governor or feudal lord of this 
supposed leiritory. Tkovkk, liddjat., iii, p. 589, prupuHcd to identify 
'Kampana" with llic Ki-pin of the Chinese, or tlio valley of the Kftbul 
river. Laskkk, Ind, Alt., in, p. 1049, connected the name with the 
river Kanipanft mentioned in the Maliabhäruta, and looked for 'Kam- 
pana' siiniewhere 'in eastern KabtilistJin'. No mention of till» supposed 
territory has been found outside the Chronicle, nor has any evidence 
ever been adduced a» to tlie term kampana in the ItAJat. being rea.lly 
used as a local name. 

An exoininaliun of alt passages furnishes coiivlnciiig praof that 
kWKpaua and '\\B cquivnbnt kantpanfl is a tcnu for 'army', niul lliat 
by kampanadkipati kampauöLpati, etc., is meant the kind's eommander- 
iu-chief or general. Tbc pa^eages in which tho simple kampana (mase, 
or. neat) occuni, indicate for it cither directly tlie meaning 'army'j 



KaMPAXA IN' THB RAJATAKAXGIXI. 



69 



as, e. g. TU, 365, 1319; nil, blO, or meatioo it as an imporUmt orttcial 
cliargc side by sidi! with the dcAra (see note v. V14), the rajtuthana, 
and other great oftices: comp. e. g. vi, 359; vn, 887; Tin, 180, 101», 
1624, ld83. 

AiDODK' the passages in which the kvmpanadhipati, fcampaneia, 
et*.*., is refeiTed to, vii, 1362 — fi6 i», prrhaps, the most instructive. 
Wlien King Har^a i» hard pressed by the pretender Ueeala and his 
relatives^ no mini»t(>r ventures tu take charge of the 'kanijmna'. At 
last CandrarAja accepts it, and leada the king'» troops against tfao 
enemy. H« is then directly spokt^n nf as ttnapati, and compared to 
Drauyi, who took the leadership oflh« Kaurava» in their Bnal struggle. 
Th« leader of tlie rcbtd foit't: whom Candrarflja. defeats, U referred 
to as eipokfakumptmtiiit, 'the enoiay'« gonoral". 

In VIII, 1070 we rewl of the king reinforcing the kampaneia's 
camp by frcüli troops. In viii, »iHg a precipice (i-enbhra}, which hau 
caused the dt-jith of a rclHil leader, is jestingly spoken of aa the 
victorious 'general {kfimpaneM) i^anhhra. In the grcnl mass ut' the 
pusaageä the Kuiupaiiüdhipati, etc., figures as, what his title really 
indicntos, the leader of the royal troops in expeditions, Bghts, siegQs, 
etc.: comp. «. g. vii, 221, iHl, ft79; vm, 509, 6Sy, 627, lifii, «69, «98, 
H)3i», ir.iii, iriBd, 1GJ4, i«i(), 202:t, aiso, 2aos, etc. For other re- 
ferences, see the Index. 

lo the LoKApRAKAftA, IV (coiumencemcnt), the kampanapali is 
toentioned in a list of llie great slate-ofßcers 1>etween the dcürapati 
(i. e. 'til« Iiird of the Gate', sr« note v. S14) and the nJtvapati, 'the 
general of horkc'. The te.xt is corntpt, but seems to describe the 
kanipauApati as: praj/tnaiU purnnmlt kampo mohakampatSi nivAraijet, 

It is curious that the term knmpana has not yd been found 
in any of tlie published Küias. 



Anzeige. 



Georg Huth, Dr., Geschichte des Buddkiamue in der Mongolei, aus 
dem Tibetischen (Jes 'Jigs-med nam-mk'a herausgegeben, über- 
setzt und erläutert von — . Erster Theil: Vorrede, Text, kritische 
Anmerkungen; Strasaburg, Kahl J. TrObnbr, 1893. — Zweiter 
Theil: Nachträge zum ersten Theil, Uebersetzung, ibd. 1896. 

Seit Ä. ScHiBFNBRs Äusgabc und Uebersetzung von Taranätha's 
,Oesch)chte des Buddhismus in Indien* ist dies das erste umfang-, 
reichere Werk der sogenannten historischen Literatur Tibets, welches 
uns in deutscher Bearbeitung vorgelegt wird. Der tibetische Verfasser 
ist der Lama 'Jigs-med nam-mk'a (seine Lebensgesehichte wird im 
Werke selbst erzählt 225 ff.; ii, 356 ff,), welcher es im Jahre ISia 
in bKra-Sis dga-ldan biad-sgrub gliA verfasste, auf Veranlassung seines 
Vorgesetzten Zam-ts'a. Wenn das Werk somit ein junges genannt 
werden rauss, so beruht es doch auf alten Quellen, und ist durchwegs 
im Stil der kirchlichen Tradition geschrieben. Die Quellen sind alte 
Biographien tibetischer Grosslamen, Missionäre und Sektenhäupter; 
flir den politischen Theil verschiedene mongolische Geschichts- 
schreiber, darunter der wohlbekannte Sanang-Setsen. Historiach ist 
dabei freilich nicht in unserem Sinne zu fassen, sondern in Buddhistisch- 
kirchlichem. Von Kritik über den Werth einer Relation ist keine 
Rede; legendenhafte Erzählungen finden sich massenhaft neben sicher 
correcten, positiven Daten; ganz gleiehwei-thig sind die Biographien 
bedeutender und unbedeutender Personen nebeneinander gereiht, mit 



CrBBL-HICRTB DIB Bu»»iril}UtI8 IS UER M0.SOOI.U. 



71 



Bieter ßcrufimg auf Prophezeiungen, die sich an der Person, welche 
am Werk« der Bekeliniiig den Mongolenvulkes Anlheil hatte, huthlltif;- 
tcn. Auf diese Weine ist eine reiche AusWute voi» Uäthä'M (Sprueh- 
vcrse il«s SH-»kyfl'i)api}iUi uikI de» von den Mun^uIeD huehvvrtihrteu 
,zwcit«n Bndrlhas' NägÄrjuna) in daslJueh cingcs-trcut worden. Ja mati 
könnte das Werk selbst eine Beweisführung für eine derartij;« Pro- 
phezeiung (n, 103 f.) nennon, eine Kigcnthllmlirhkeit, welche ja auch 
die slldh'ehvn ('hroniketi theüen, x. B. der Atahnvaijian oder die Chronik 
von Pegu (vf^]. F. \V. M(ii,i.ER, EtknoU>tjhc.kfs Notizhintt 3, 17 ff.). 

HiittiiriHch wichtige Peraont-n, welc}i(^ etwa niehl in die Sekten- 
nnsichtcn passen, wie der eigentliche Begründer dea LamaismusFndnui- 
eamhhttVB (/oitgenusKe deü Klliiigs K'n-srong Ide-btsnn, ftchles Jahr- 
himdert) mit dem joder europäieche Ucschiehtsschreibor beginnen 
mllsste, werden entweder gjir iiielit uder nur so nebenbei erwlUint. 
Jeder glUubifjo Chmnifil wird aber so verfahren müssen; denn da die 
Kehgiun von vyriiehereiu «lie Wahrheit benitxt und des Fortschrittes 
nicht mehr bedarf — uhunikteri&tifieh ist in dieser Beziehung, was 
'P*ag8-(>a u, 1Ä5 (20) dem Ral-gri antwortet ~- so gibt es keine Mo- 
dificirung des historischen Ganges, ab die durch die Wicdci^eburten, 
idso dadurch, dass nachgewiesen wird, welche Wiedergeburten die 
cinüolncn hirtoriächcn Personen sind, welcher Wiedcrgcburtcu SehUlcr 
sie waren, welche hierarischen Werke aie lernten und lehrten oder 
selbst prodiicirten. 

Hierin liegt aber der grosse Werth des Werkes. Wir erhalten eine 
iingohcnre Menge liiernriRcher Notizen Über die H«U|itwerke der einzel- 
neu Ilierarchen und ihre Quellen, ihren Leiirgang, ilirc AbliJtngigkeit 
von einander, Mittheilungen llhcr Beeinfliisaungen durch fremde, au-iser- 
tibetische Schalen, deren Namen und Wohnsitze tine kaum bekannt 
sind (z. B. Bir>wfl-pa, 8a-ra-lia-pa, Nä-ro-pu), ferner die Titel, Kluster- 
und Gchcimnanien der einzelnen Heiligen, sowie gewisse Unterwei- 
sungen, Bannungen und Weihen; im rein politischen Theile viel« 
neue Namen zur Ocnealogie der mongolischen Fttrstengcachlcehler. 
Ans dem Gesagten geht hervor, daaa eine riee^ Arbeitskraft, 
verbunden mit ausgebreiteten Sprach- und Litcrattirkenntnisgcn daxn 



73 



geliört, am eine solclie Arbeit zu bewültifion. Es ist hier ilurdiaati 
ungezeigt »ii beloDon, welche Öcbwiorigkoiten ilcijcnigc zu Ubcrwiadcn 
hat, welcher i» Europa eint solche Arl>cit übernimmt. iJa ^bt es 
keinen Lams-Pap^i^ <icn <Q'>n t'ibci' die Literatur oder schwierige 
Stellen fragen kann, und wus diiB hcisst, kann jeder bciirtheilcn, der 
e« Dur einmal versucht hat, ein too den vorhandenen tibetischen 
Wörterbüchern nicht Wrilclisichtigte« tibetisches Werk anxufajisen. 

Die UebersetKungsmethodc wird immer darin bestehen, dass man 
zunitchsl, üo gut eti gehen will, vorrllekt, Zweifellmftes hvpothetiseh 
gibt, bis itu Laufe der Arbeit der Uang dor Handlung dio Ltk-ke 
klärt, oder die TCrinisate Phrasu durch eine «prachheh reicher acut- 
gostattete oder durch .Svnonymen orsi^tzte Gruppe gel5Ht wird. Erst 
Bin Sehlusso der ^noKen Arbeit wird man ein« neue Tebcrarhcitung 
vnn Anfang nn vorncIinic>n, dip Ilärlfin und l>itrvrenKen ausxugieichon 
bcniUht sei»; Jn» i»I aber alles erst müglieh, wenn daa Glossen lexicon 
des Ucbcrsetscrs aus seinem Text so sicher steht, dass er es mit 
gu(em Oewifisen ala ge-sicherlen Boden betrachten kann. Bleibt j« 
eine Lllcko oder Versphen Riehen, so werden dio Fnchpenossen ihr 
IJrtlteil um so lieber der {cnnzon Leistung schenken, als sie ja äelb&t 
nberall Belehrimg erhalten und alles Geleistete ah Gewinn (Ur ihr 
eigene« KUstKOug ansehen. Die UruekfchUTsehnütTtcr und Silben- 
stecher stellen .-«eh ja Immer erst dann «n, wenn die Hauptarheit 
gelhnn ist und sind doeh meist Leute, die mit der eigentlichen Enite 
nicht* Positives anfnngen künnen. 

Was die geschilderte Jlethodo betrifft, so ist dio uns vorliegende 
Ueherselziing eine groitsarlige Leistung. Wenn wir auch gerne aner- 
kennen, dass das massenhafte Alatcrial, dae in des Ueborseizers Noten 
zu8am mengestellt ist, erst des in Aussicht gestellton Indexes bedarf, 
um allgemein und rasch benutzbar zu sein, $o iBt doch fltr den, der 
mit der Sache vertraut ist, äusserst durchsichtig und chrücli gear- 
beitet Besonders wohlthuend berühren, um Kleines »u erwähnen, die 
Citate der WiJrtcrbllcher. M'Vhic doch auch auf anderen Gebieten 
das citAÜose Ausphlndem der WörterbUeher endlich einmal ein Ende 
nehmen. 



0e8CBICIITB des BvODUIÜlIt;» IN DBH MoKOOLBt. 



73 



Gelten wir auf Ei» Feinheiten llber — ich mtfchte nur Einiges 
anfahren — so ist iJie mythologische Seile, besonders was die niedrigen 
GOUer, die Dliarmii|iäla')i, die Landesglitter, wpich« ,B^^'^^'^^)'^'' ^"^ 
Gloubrna' werden wollen und sollen, merkwürdig in mehr als einer Be- 
ziclmtig. (^'iva und sviiie .Sippe (Oaoeva i'tc.) zeigen sich als Anbahntr 
der Ilnlichriing besonders rilhrig, V'^"» '1*'" '" ^^^ Vorrede angerufen 
wird, kenitmi wir ja auch sonst, vgl. Hnnang-Stittien 117, Kuppen n, 97, 
eine Stelle, die ein interessantes GegensUtck xu (.'iva's Inspiration der in- 
discbun Grammatik und der des Kflrtikeya (Kätantra-örammalik) bildet ; 
«r ist jfi immer dabei, wo «'s eieli um Schrift. Literatur und Grammutik 
handi'll; ilWr Gjiijcyfl vgl. n, IS.'i, 1.19 — 14ii, Interessani ist ferner das 
Vordringen der llindidsirung der Nalionalg9tter, so des ,Gandhar%'»'- 
KtinigM, detwun Niime aul* tibc^tisch 7 Nam-sde dkar-p« beisst, ferner die 
-Stellen II, 20-1, 217 ff. IJei dieser Gelegenheit möchte ieh nicht uuor- 
wAlint lanKcn, dasa das noch im Dniek bufindlii^lie tibetiselie Wörter- 
buch des Chandra-däe für ,I*f-dkar* nur die von Jäscukb angegebene 
Gleichung mit kye-p'afi reproducirt, ohne etwas Neues zuzufllgcn. 

Wer eicli mit buddliietisclier Kunslgefichiehte abgibt, findet eine 
Interessante Krktürung de» noeb Ii;ilbaiitikeii Falten würfe» der Buddha- 
Statue des Udayana üuf S. in:". (Vgl. zur .Sacbe des Uerichtcrstatt«r8 
Ilamihuf.h der huffUkiatischen Kunti, S. 132, I3G.) Kin anderer (durch 
den Hindniemus allerdings) vermittelter Kcst einer antiken Kunetform 
Bteekt in der Stelle S. 3ß, Z. 7, wo die .Liebesgöttin* (im Text: T. 
ö'a-8rin rgynl-mts'an) orrvilhnt. wird; es iet Knti oder KAnia mit dem 
Beinamen lunkaradhviija ,init ihren Genossen' (T. 'U'or bcas) (Iber 
welche Whrkr hingst das Nöthige gesagt hat, fn/ltMcM LiluraUir^t- 
schichte, S. 2ßÖ. 

Ueber Frenidvölker, wirklii-ho und mythische, ontlifilt das W»^rk 
manche» Merkwürdige. I(;h niüolite nur auf das S. 81 erwähnte Volk 
Indiens hinweisen, das Kliiiliibii noch unter seines Ultureii Bruders 
MUAkc Aiitirag unterworfen haben seil und das ,ani Gösch lechtägüed 
mit KdeUteiiien goeehmUel<t war*. 

Feldxilge des Khubilai gegen Flinterindien erwühnt Marco Voim 
(YuLB II, 40); die angegebene Sitte besrhreibt d« Bnr, .Siebenter Tlietl 



74 Georg Hüth. Qebchicute dbs Buddhismus btc. 

der Orientalischen Indien, Frankfurt 1605, Cap. xixvm, S. 94, wo die 
Sitte, eingeheilte Gold- und SilberkUgelchen zu tragen, mit der Täto~ 
wirung der Männer in Zusammenhang gebracht wird. Marco Polo's 
jBangala' ist aber nicht Bengalen, sondern Pegu (Ydlb n, 91); so 
wäre also von der Unterwerfung der Mon die Rede. Ausserdem wird 
die Sitte (mehr oder weniger modificirt) erwähnt bei malaiischen 
Völkern (zu PGtäni, Maläka nach de Ery, Achter Theil etc., S. 36), 
den Batak (Dairi) Sumatras (etc. vgl. Wilkbn, Handleiding voor de 
vergelijkende Volkenkunde van Nederlandsch IndÜ, Leiden 1893, 
S. 233). Die Bewohner Sumatras aber sollen nach Marco Polo (Yule ii, 
227 etc. vgl. Index) sich ebenfalls Unterthanen des Grosskhans ge- 
nannt haben. 

Wir wollen nur wtlnschen, dass der verdiente Verfasser, ungestört 
durch andere Unternehmungen, Zeit und Muse finden möchte, den 
versprochenen Commentar und den Index fertigzustellen und wUnschcn 
ihm dazu alles Glück. 

Druck und Ausstattung des verdienstvollen Werkes machen der 
OfHcin der Gebrllder Umobr (Grihu) in BerHn alle Ehre. 

Albert GrCswedel. 



Kleine Mitthoiln ngen. 



U'<»rJ» fyQtn Aivka» Edicts found in Pall. 

\) ai/aputa. 

In my «dition of tlie .SiddÄpiini edicts {Ejii^raphUt Fudtca, 
vol. Ill, p. 137') I trnnslnttid tiic a"«; /.r^ipiivsv nyafiMta by 'iho Friaco' 
and, following Mr. L. Kick, I maiutHiiied tliiit tlie personage intended 
was a member of the royal fftinily wh», assisted by a council of nii- 
nisloni, was entrii8tc<l wilh the (Tovcrnment of tlie Koftkao and of 
aka'ti poascssions in the Dckhaq, just as tho kumOla, itieiuioned 
the second Sep. Kd. of Dliniili was tlie viceroy of Kaliftga. In 
support of my inlcrprntntion of aynpuln I pomtnd t« the use of tJiG 
Sanskrit arijnpulrn, which, as tho quotations in BRW and BW aliow, 
occasioniilly means 'a prince'. A perusal of vol. vi of th« Jatakos, 
published (»ncre the appearance of my article, has furnished ran with 
the prnijf tliat in liteniry Pali tho exactly corpcspondion aifyaputta 
has the game meaning. 

The KhnQ^ahüln .Jfttnkn (No. R43) narrates the toaching story 
of prince Canda (CuHdnkaniilra), whom, at the instigation of the 
wioked Rrahinnn minister Kha(,i(Jnliflin. his own fathur king Vasavatli 
of Piipphavall-Beoarc.8 intended to offer as a victim at a .Sabbaca- 
tukkn Hncrittcü. When (J'anda and his brothers, who were destined 
to undergo tho Ham« fate, liad been conducted to the gaj&at>a(a, the 
ioliAbitants »f ihe town asitnni))!«! near the prince's pnla<?a and loudly 
bewailed hi» and his brotliere' fate. Kfu:h of ihc ßrst olevcii verses 
of the dirge {op. ci(., p. 146, 6ßS — 73) ends with the words: — 



76 Kl-BDIB Mn-THBILDNOBN. 

te döni ayyaputtä cattäro vadhäya ninnitä \\ 
"Those four princes have now been led out to slaughter." 

2) hramanibhya, etc. 

In the fifth Rock Edict we find among the persons, to whom 
ASoka's Dhariimamahämäta estended their care (vapa(a), bramani- 
hhya in Mansehra, hahhanihkiyd, in KMsT and hramanihka in ShSh- 
bazgarhi. The three forms have been recognised long ago as repre- 
sentatives of a compound of hrdhmana, and ihkya 'Brahmans and 
VaiÄyas'. 

The MahänSradakassapa Jätaka offers several times, Jät., vol. vi, 
p. 228, v. 1000; p. 229, v. 1009 and p. 230, v. 1014, the correspond- 
ing form of the literary Pali bT&hmanihhhä, and the wording of the 
last two passages is closely similar to that of the Rock Edict, as 
both offer the locative plural, governed by vyävafa: — 

Akain pi pubbe kalyd'^o bräkmanibbhesu vyävafo \ 
and 

na cäpi brdhmanibbkeau attke kismiiici vyäva(o \\ 

In the . commentary on v, 1009 the explanation is brahmanesu 
ca gakapatikesu ca, fully agreeing with that adopted by the trans- 
lators of the Edicts. 

March 5, 1898. O. Bühlbr. 

Altperaisck janaij. — Diese Form erklärt Bartmolohae {Grund- 
rias der iran. Philologie, Bd. i, S. 237) als ,ubi', aus dem IS. *janä 
gebildet, wie J.-Aw. Öin^m aus Sina. — Es gilt ihm demnach _;anay 
für einen Local Singul. — Gegen diese künstliche Erklärung habe 
ich mich in dieser Zeitschrift, Bd. xi, S. 2bH ausgesprochen und 
daftlr die Emendation adaSaij vorgeschlagen. Nach den von meinem 
Freunde E. Wilhelm brieflich dagegen erhobenen Einwendungen, 
habe ich über janaij neuerdings nachgedacht und glaube nun eine Er- 
klärung bieten zu können, welche einwandfrei sein und von den Mit- 
forschern angenommen werden dürfte. Ich erkläre nämlich janaij = 



Kt.EINK M ITTHEII.ITNoey. 



77 



jonait = _;ciiid + it iinrt «he iu jana das griochische hx. — 
Griech. ?va ist demuAi-h uicht, wie ltKi;o«ANK, Bd. ii, S. T70 lehrt, an» 
tv« etitslnnden ,mit iSpiritii» aspor iiach dem Wolati\'tun i-', eondt-rn 
Bein Anluut ist aus altem j bervorKL'guiigcn. 

Wird granfUprachlichtt ji ini Aiilaute »or Vocalen im Armetiü 
arhen ausnakmaJa» »jy — Es wird allgcmoiii Lohauptot, dass dns 
grundäprachliclie p iiii Anlaut ror Viicalcn iin Armenischen aus- 
nalim!>li)>i «n -^ (dann aiu*h ,/) geworden ist. Infülge duss^n führt 
HfiBscHMAxx in eciiicr «nueniftc-hen Grammatik in der Liatt- dirr eclil- 
ariiieiiisfheii Worte kein einzige« Wort nii, welches mit «y auluutet. 
Alle Etymologien, in denen anlanle&dcs f als — ^ruridsjiraehlicht^m 
p aiigenommi-n wird, wRrdttn von KPiiRcnMAKx als unrichtig verworfen. 

loh brauche wohl nicht ausdrücklich üii bemerken, dam das, 
was wir eiii ,Ijimt>{e.wtit' npnnon, «u» der Reihe der evidontoii und 
uns sicher scheinenden Ktymologicn abatrahirt ist und dann so 
lange ausnalimsliwe Oellun^ hat, bis die Ktyniobgien-Ueiheu durch 
neue, mit dem angenommenen Lautgesetze niclit harmoiürende Ely* 
mologicn vermehrt werden. — Dann innss das ,aiLsnahm8lose' Laut- 
gesetz eine wesentliche Moditit-ation erleiden. Wie die Laulgeaetse 
nach fünfzig oder hundert Jahren angestrengter, etymologischer Durch- 
forschnng de» indogirmanischcn Sprachschatzes aussehen werden — 
Trer kann das im Vorhinein sagen t* 

Hei der Beurtheilang des Falles jedoch, ob gniudspraehliclies 
fi im Anlaute vor Voealen im Armenischen aui'nahmülo» zu ■» wird 
(eventuell auch xii j, wo es als A AtilUlien kann), möchte ich Fol- 
gendes zu bedenken gobün: 

Dnter den Conaonanten des Armenischen kßnncn vor allen die 
drei Laute A> ^< ,7 als ocht-armenisch hexeichnct werden, i kmnmt 
blos in drei dem Pahlnwi «ntlwlinten Komion vor, nllmlieh ppfi-i. 
ftAi (dazu auch 'l'»'"!'^'*'^) und «vtA^; in awei FilUcn, nilmlich ^«f 
und "V'/^ besteht der Verdaclit der Kntl«hnuiig sun dem iJemitL8uht.'U 
und •Aif—fi, flpi«.j, •i^Xjifi, Ja.p^^^, ^«r^rl möchte ich als zweifel- 
haft (ob eoht-anuenisch oder dem Pahinwi entlohnt) bezeichnen. 



78 



KutixK MtTTUKiLtncaiui;. 



DagOg«n lassen sich a und s >Q keiueiu dem pAhlawi cDtltiliDlen 
Worte nachwciHKn. Wenn alüo Worte nich 6nd6i), die mit «y anlfluten 
und den Ituchstabcn ^ ontbalten, so siod sie uclier eclit^anaenisch 
und VM bleibt dann der Furschung, welche diese Können »bcis im 
Augo btibalttin ninss, rlie Kntsetiuidung der F^^^<^ Hbrij;, ob das an- 
UiitiMidc «y auf grundspraeldiehes ^ oder i (diese« kommt bri Hnnacn- 
BANN in der Laut 'Tabelle, S. 407 gar nicht vor) zurüekj^'hl. 

Diese Fülle, auf wtikhe ieh hiftinit hinweifie, sind: 

t, iyiiif>&, ttfmp^im^mAi, nfniplt tiAijt, t^aip^/iiC •yw^^'i'f, •y*Hfi!t>».il!K ' 

S. 'Y^»«<f das wie ein dem Palilawi (.-uilehntea Wort aussieht, 
aber ein sulirhtis nicht scmii kniin: 

4. "Y^vif davon "^7*^^^ •y^A"'^^'*; 

5, HffiMJl iffiAoili/ii/* (jtlr jjurUem, jniriaaiitm vgl. -.f»«/iA in A»- 

Der CurioBitÄt halber und damit der geneigte Leser dieser Zeit 
«chrift einmal sieht, wie ein berillimter praeceptor Qenuaniae xu pole- 
miiiiren pflegt, mOchle ich hltlen, »ich die beiden Noten 1 and 4 anf 
tS. sriO des VIII. Hundes der .Indofjermani-ichen Frirschungen' anzu- 
neben und mit ßd. ix, H. 76 IV. und Hd. x, 8. 178 ff. dieser Zeit- 
stbi-ift, gegen widehe »ic gerichtet sind, äh voi'gleichen. Ich bleibe 
bei dem, wae ich iui ßd. x ge(ie1inu1i(>i] habe: Wenn Jemand das 
HoRN'tschc Duell genau corrigirt und dabei eine Menge armenischer 
Sehnitzer darin stehen gelassen hat, dann sind xur Erklilniitg dieser 
Thatsacbu nur zwei Mtigliehkcilcn vorhanden: 1. der gelehrte Cor- 
relator hat die Scliniliter nieht erkannt, lu diesem Falle befindet sich 
Aein armcrischcs Winsen hloü auf dem Papier (er hat os aus den 
Tei*sehiedeneii spraehvergleiehenden Abhandlungen gesammelt) und 
nicht im Kopf (er bat unm&glich irgend einen armeniacbco Text ge- 
lesen); 2. der gelehrte ('orreertor hal die Sehnitiftr erkannt, die- 
selben aber aus .Sciiadciifreiide dorn Autor nicht mitgetheill. In 
diesem Falle darf er sieh nicht als Fautor und Mären deK Antom 
gerircn und aoUte die ihm von diesem dargebrachten Huldigungen 



Kl.SI>'K MlTTHRILtiXORN. 



w 



hblL'Imon. E8 steht dein bctruffwnilcn Hvrrn Corrector guDit frei, 
%wiach(-n lUeaeii beiden Mogliehkrltrn zii witlilcii,' 

(J«Wrlmupt meine ich, da«s der l>ctrctTeti<ic grosse Meister 
lieascr gctliati liUtt«*. Kf^itieii Fiimulu» aiiF d'lK Selmitzer aufmerksam 
zu mnclien, »is iliin ■;iuik iiimöttiigcr Weise ofi'oiibarc i>|irael)wi8s«n- 
ecliafdicjie SpHsB« (win m;np. >^^ ^^ iLltiiiil. eikatii, awest. fcamnrt^a- 
ist eine Vcrmiiipliiiii},' von Ttlnf Wiirlcrn, »Smlich a)t)D<l. kakubh-, ka- 
kad; ka/iMa., lateio. cnptit uud ultiiiil, mnrdfian- u. 8, w.) luitzuthcilcn. 

Zum Selilnssc noch die Bemevkiirg. dJnBs ieh kein worlbrllohi- 
gor Mnnn bin, wie der vir doetissiiiitts zu meine» sehcitit. und dnw 
ich mirh {jtmi mit der Bil. vin, S. i»ia abf^egeUcncn ICrkhlning Ijb- 
^nlif^t ItMboii wUrdc, won» nicht dor IjQtrcQunde llorr in den Jadu- 
gerniauLselioii Farseliiiitj^en'j Bd. v, S. 227, Note 2 dnn Kohl jiiif- 
gewärmt Kitte. Darauf musst» ich ihm JId. x, S. 17tf antworten und 
ich wi'rd« es .iiieh künftig ge;;eUen«n Falles iiuiuer tliuen. 

FbISOIUCII MflLLBR. 

Vthtr die tjenrtjhrht Hnvdschrifi 17 der f^artter National' 
biUiothisk, — Im ItelVe des Mvamhe vom .läiinur IM'.t», u, 1 — 20 findet 
»ich ein Artikel v<in A. L'HAcmAKOw: ,l)i« georgiselien tlandsehriften 
dar Pariser Natiuiiutbihliotbck.' Kr uliarakturistrt dicdclbcu, Ü6 an der 
Zaiil, zuiiKchst j^anz kurz und heKchrulht äiu dann in der j^luii-liun 
Reihenfolge mehr oder wcoij^cr (--iu^ehiMid. Da «r sich um ijchlussc 
eine weitere Wtirdigun}! dieser Man dach lifteii ftlr später und einen 
anderen Urt vorbehält, so würde ich, dor i*h davon nur eine einzige 
(die in der ZüUch: x, 309 ff. ausführlich hcdiandelte) jjesebeu habe, 
keinen Anlusä xu Bemerkungen darüber haben, wenn nicht ciu be- 
sonderer Umstand ins Spiel kttme. Voa Hundschrifi. 17 lieisst es S. 2: 
,Hynaxar-Fn8tcnntit«l' (ImEjJljAn.ajAbgjEn). Dio HnndBchrift iat hi« und 
da Palliujjaest (217 Blätter); aber S. lö: ,Kanii in der Bibliothek nicht 
gefunden werden*. 

' DtMM iVutweJQr — oilei' bonioht *icb tiiclit auf ^jJvumJ»i "ia ^i* oben 
beieiv.Ijiieiii liulelirlt] iU>n Ln«arti iIi'T ,lnd<>gorin»iiiiic.lHiii Kiirncliiiiifi^if veut niiK^lion 
mDclite. sDudeni nuf ihn eelb*l, ilei ilnrcl) die CorrectiiT dm IIuiuc>cI>bii liiirlint oiil- 
weder :ipin Wi:««ii oiler Miinrn Clinroktnr in hmli'iiklichBr Weine ltIo*p<w>lelli liAt 



80 



KlBIXE MnTHKILUItOKK. 



Ucrr Lkon Fbbr hat mir im vorigen Jalir« mit der Hebens- 
vllrdigsten nereitnnllif^keit jede nur drnkbxr«^ Auskunft ü\n:r die gc- 
or^iscliCD Handsel) riflen der Pamcr NuUonalbibliotliek gegeben, soweit 
dabei keine IvBiintniM lies Georgischen crfortiffrlich war. Da keine 
der Handscliriften in Majnekelclmtanri (in Uncialon) geöeliriubi'ii ist, 
die llnndKcIiriil IT aber dem KatJtlog zufnlge theilwrisr. I'alinijmest 
itt, BO conoi^ntTirte «ich mein Interc^te auf diosc». Herr Fbbr sobncb 
mir darüber im Oanxcn (""ulgundcti. Die Hnndscliril^. ivelcbc von 
ViCTüH Lasoloib roilgoliraeUt wurden ißt, enthalt 392 Blatter (die 
An^iibc riiAC'iiAKnwü tienilit demnach auf einem IiTthum); Anfang nnd 
Ende fcihleu. Der erste Theil, Bl. I — an; mid der zweite, 111. an— a92 
müssen aus uraprUiiglich vcmelitcdvnon HAmlscIiriAun lifirrUlireii, da 
mit Bl. 816 der Text nicLl zu endigen selieint, mit Bl. SI7 aber ein 
neues Werk oder Cuiület beginnt, und da buide Titeile zwar dieselbe 
Schrift, aber nicht dieselbe llnnd und dieselbe Tinte aufweisen; nncli 
sind die Randnolcn %'on Bl. 1— SIG ^ehr selten, von Bl.yU au aber selir 
zahlreicli. Auf einem großen TItcilc der Bl. 217 — iSÜ hat Herr Fxrr 
eine mehr oder weniger deutlielie Untersebrift in Uuciulen und in 
zwei CoIumncD walirgeromnien. Auf Bl. SIT tmt er die kaum bemerk* 
baren Spuren einer alten .Selirill fcslßcstellt, welche die gleiche zu 
sein scheint wie die neue (MinuskclclmUiiri). ebenen auf den folgenden 
Blittteru. Erst spitter ti-itt die UnciaUvbrift auJ', in der er zunächst 
Annenisch vermnlbcte. Auf meine Bitte lieas er die S. 218' photo 
grapbiren und ecliiektc mir — schon im MSriE vorigen Jahres — die 
IMiotugraphie in zwei Exeniplarcn. Ks ergab sieb mir, dass die Unter- 
echrift georgische Majnskclcliutsuri ist (wolil nicht jünger als das 
10. iJulirli.) nnd daas ihr Text dem Neuen 'IVstamenl angehört, worüber 
ich Herrn Fbek versländiglo. Von der mir guwjlhrten Kriuubniös diese 
Pbutograpbic zu rcprudueiren, gedenke ich dcmnHchst in einer Ab- 
handlung, die sieh mit der gcorpschen Paliicographie bcBchäfU^ft, 
Oebrnucli zu nmclicn. 

UUQO .ScnnCHAKUT. 



Heilmittelnamen der Araber. 

Ton 

HoritB Steinachneider. 

(Fortoetssnng von 8. 20.) 

Buchstabe >. 

788. ^_s>^> A. 158; Dadi (granum quoddam etc.), Ser. 24; I. B. 
an vier Stellen. — L. 326. 

789. ij'i-:^ j\>, s. Ä-*«S j\>. 

790. Ql*-i.-Jij jlj A. 157 (uncorrect), ed. Bulak 257; Darsis- 
haaum, Ali 332; Darsesahan, Dj. 56; Darzizan 2, 0a.; ÄBpalthe, 
K. 239 = JjJ-iS und türi üH); I?iE^ttm Salt 93; Darsilaha (!), Ayroch, 
aspalath, Ser. 26; I. B. 842, 1830. — L. an drei Stellen. 

791. ^j>y^ ^> Dar cuz, cinamomum 19, Qa. 

792. c**t«o jli, B. Gl. Mond. 125, wo lies Dj. 40 (Daraeni); Cin- 
namome, K. 224, auch ^-U-i^ **r*; aber ly*-^'» (_»**«> j^, Quinquine, 
K. 235 = Ä.i*i-US; Salt 304 und hinter 53J ; minder correct 'rrn, 
n. 110; I. B. an vier Stellen. 

793. jiü jb A. 159; Dalsulfulum oder Dulfurfurum, AH 395; 
Dar fulfel (so) Dj. 40; Poivre long, K. 236; Salt 436; I. B. 845, 1696. 
— L. 318. 

794. Ä— -S jb A. 162 (falsch tj»-*«^), ed. Bulak 197, hebr. 199 
nop-nn; I. B. an vier Stellen. — L. 86. 

795. J>.> Danig, piper albus 9, Ga.; I. B. 847 hat nur Jj^\ Jb. 

796. o>*y^ pastinaca, Salt 469, 510, Samen vonjijb, s. unten IjSj^- 

797. bj Courge, K. 242'= ibji» Aeyi und ^Ss'^^^ £j*, auch 
i; I. B. 851. 



Wiener Zcitsclir. t. d. Knnda d. Horgeol. Xn. Bd. 6 



83 Moritz Steinbchneidsr. 

798. ,j^,> Estrait, K. 248; I. B. 850. — L. 126. 
199- li^? A. 167; Dabach et Uiabach, viscus, Ser. 167; I. B. an 
drei Steilen; vgl. L. 267 und 268. 

800. c^> (und jOj) A. 158; Digiz, gallina 7, Ga.; Poule, K. 249; 
Digedi, gallina, Ser. 418 (428); I. B. 854. 

801. o*^* A. IGO; Dutä (für Ducan), fumus 6, Ga.; I. B. 859. — 
L. 123, 422. 

802. ^y^\ •> Fumus terrae, Ga. f 31. 

803. c^> Dafon, milium 7, Ga.; Dochon, milium, Ser. 104; 
I. B. 460, 858. — L. 101/2. 

804. jjJI C«j^^) Perla, Dj. 14 b. 

805. e1J> A. 162, ed. Bulak 297, hebr. 298; Caille, K. 252 = 
oU-; I. B. an fUnf Stellen, 

806. j\>j> (Dardar und Dirdar), s. Gl. Mond. 176; Orme, Frfene, 
K. 241; bei I. B. an vier Stellen. 

807. ^>j'), 8. Gl. Mond. 199; Lie, K. 247; I. B. 863. 

808. v^\^l ') Fex hebeheli (!), Ali 332. 

809. cj^j> (?) Salt 238 und: 

810. (_,^»-i«j> ib. 541, Dragan, Draganti, Tragakant, vielleicht 
nur als Fremdwort (apanisch)? 

811. yJjJ, 8. lyJjj. 

812. .y, 8. yj'i, 

813. ^j-jjlkjjjJ Ä. 162 (falsch ^j-JjUm^jj), ed. Bulak 297, hebr. 
200 DiBDi-i-T; I. B. 269, Dryopteris. 

814. ^.jJ (persisch nach Dj.); A. 157, cd. Bulak 289, hebr. 
176; Darunueig, Dj. 47 b; Derumcgum, Ali 435; Dauronig, zeduariuml, 
Ga.; Salt 289; Haronigi (so!), doronicum, Ser. 325 (335); ^^yU bei 
ScHLiHHBR 141; also sicher = ^jjJ bei I. B. 862 (wo ^j^, scor- 
pioides); Doi-onic, K. 245, radix von j^f'>^. 

815. ij-'jjJ Thapsia, K. 244; die männliche heisst ^^ii, die 
weibliche ,ToufaIt, OJ-üJjj' (sie); s. auch i_>j^j>1. 

816. ^J A. 158; Desele (lies Defeie), i. e. lotho, Ali 191; *Iij 
Defle, Dj. 54; Dafle (auch Baladre) 8, Ga.; Laurier rose, K. 246; 
I. B. an ftmf Stellen. — L. 138, 300. 



n 



BILMnrSLNAUKK DER 



Ar 



:ABBR. 



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817. ^^>, 8. Gl Mond. 101, vgl. 135 (foritui); I. B. 116. 

818. t^'y Diila, AdiUa (mnü-Dulln), cilriilms 20, Qa. — L. S61. 

819. L-*lj A. 168, ed. Biiliik 293, li«br. 1»3 zxhi; Dabc oder 
Uulbe, Ali 179; Dulb, Dj. 12; Dulbe a, Oa.; Platane, K. 240 = ^>; 
Dulb, Suffelrc-, Ftislet, Ser. U2; I. B. 523, Slb. — h. 1Ü7. 

820. ^^^^J Dalbu6 1, cuais corvi, Om.j L B. au aeolts St&Uen. — 
L. 273. 

821. r> iBIat), ö9 wird das Blut vcwcbioduner Thiere behundelt 
bei A. 160, AJi 508; Ga. (Dam) sanguis 13, I. B. 881. — Zusammen- 
eetzungen haben F&£yrAQ uad Doxy tiicbt uuter diesem ScUlagwort. 

822. cji>i-"^l t>, s. Gl. Mond. 16D; Dem elacuin, DJ. .'iS; Dam 
xay«]i, saaguis dracoois bS, Ga.; iSang. drao., K. 250, ein Lxtraet aus 
(pen.) o^^r einer Art vou ^^'i ,_^ (joubarbe); bei 1. B. an fltnf 
Stellen. 

828. oW-^1 *J bei DJ. 58 = cj^.»*."*» f>. 

824. fci-J A. I58i Dimac, cerebrum 'i2; Dimag, oerebrumj Ser. 
Ul (i&l)i I. B. 863. 

98A, ,_yJL»i>lij bei Dj. &G b (rumiseb) boII offenbar eine Trans- 
atription des Jatciniscben Dictaminnm sein; vgl, unter _^2-i-«l_rl»i—^. 

826. M> A. 160; dnntiieb ist aucb 11=, Sa. 62, 2U eineudirou; 
Dant, catapucia 21, Ga.j Dend, Ser. 848; I. B. öö6. — i^«-* -wj 
L. 170. 

827. g^>««A}, gen-Jibnlich w««»»3 (persisch), DJ. 48 b; Grmne 
de laurier, K. 248 = jlAJ\ w-^; I. R. flS6, 1«I0. — L. 89» und 
DoaT T, 467. 

828. ^i (Oel, 3. Gl. Mond. 76), Sali 385-, Ali «teilt Oclc zu- 
eamnicti (Kap. SS); I. B. hat nur .SperiivlaTtikul flir die Arten n. SSsbis 
£tS4, also 71 lolder nngeordneti- Kajiitel. 

889. JM,J^ ; Petroleum, Dj. 53. 

«30. *i»J (j^) i'i" Stein, Dehenig, Dj. 67; Daaeg 10, Ga.; 
Jade, K. 251, eine Art von jVj; I. B. 9«6, 2313. 

8S1. >j> (K«rme«Wurtu) A. 157, liebr. 179; a. die beiden Fol- 
genden. 

S82. ,.)*-Jl '> Dut iilbakal, venues de gramiae 8, Ga.; I. B. 972. 



84 Moritz Stbinschneider. 

833. >yUl 'i Dut alkarmaz, l c; I. B. 971. 
884. jjjjs, B. ^yji. 

835. j^y>, 8. GL Mond. 22; diese Form hat A., ed. Bulak 193; 
V-»y I. B. 9G9. 

836. ^}> Eau ferröe, K. 238; I. B. Gib, 982. 

837. yi^J oder Vy (Daucus, s. auch »*j^, A. 160, ed. Bulak, 
p. 294, hebr. 142 'pn; Doco, Dj. 42 b; Ducu G, Ga.; Graine de carotte, 
K. 237 == ^j^\ j)L\ jyt^ auch ^-.»jjJ» Ä^j^iÜ; I. B. 983, 1193. 

838. fj>, 8. unter JJi-«. 

838'. L7-j*l— ^.J oder ^»»L-JbJ I, B. an filnf Stellen; Dipsacus 
ist (^t_pi k.£^, s. dieses; Dipsacus, spina, Ser. 106. 

839. ,_,^l ji-> (oder ^j?) Pideisami, Ali 284. 

840. ^i Dan (!) 5, Ga.; Dis, juncus, Ser. 103. 

841. ÄjjjUjj A. IGl, ed. Bulak 195; hebr. 196 corrupt — !>». 
und '^j)j; ebenso I. B. 666, 989; Freytao ir, Gl unter y> ohne Quelle! 
DozT I, 464 liest ^jjjUjj! 

842. jb^Ji (persisch, Dämonbaum) A. 159, ed. Bulak 193, 
corrupt hebr. 189, Plempius 107; Dinarum (!) Ali 415; I. B. 986, 1289. 

Buchstabe >. 

848. J-i.1 ---Jlj Prfele, K. 937, auch ^y^\ ^^'^, 9- unten wO>. 

844. i— j'ji Zubeb, muscaloncs, bibiones, m. 64, Ga. ; cf. Ädehib 39; 
I. B. 994. 

845. cb^j P'""*. ^.}x'! ^- *^'- Mond. 186, wo lies Dj. 36; c. 97, 
Ga.; Cantharides, K. 926 als plur. von caj^j I- ^- 3''''- 

846. sji Dj. 23 b, nach Dozy i, 486 für sr^. 

847. »Jj, vulg. *j>, Zurra, miUum (paniz) 63, Ga.; Dora, species 
mihi, Ser. 102; I. B. 996, 1447. — L. 101, 102. 

848. »^jj A. 276, 'JJl i_«a» (hebr. nsp) culamus aromat-, Salt 
385, 643 und hinter 583. — L. 342. 

849. Jmu')J1 *-r^^ Zanapalaset, cauda leonis 94, Ga. 

850. J-i.^ wöi (s. auch oben >-f^lJ), s. Gl. Mond. 169; I. B. 1000, 

851. iwJ;-**^* '-r^^ Zanap alatra (Hes alacrab), cauda scorpionis 
96, Ga.; I. B. 1001. 



HsiLUnTELKAUKM DER AkABER. 



«5 



M2. ■-*•> Ä. 276; Dj. 8; Zahap, aurum 76^ Gm.; Dclieb, Ser. 
41i {1S6); I. B. 1007, 

863. i*^ *— »-jj Peiitepliiloii 4, Qa.; I. B. 1013. 

Buchstabe j. 

6bi. ^\j [l. a. hat auch ^^o,)^ s. GL Hond. 130; Ri^inc da 
pin, K. 779 ^^ *-^*yj "*'^'' 1- ß- C""^'" Stell«!]) jiy^"^^ fr»-*. 

854". i^jV' ('r***)» gratncn Dacliac, Ali 178. 

886. ^Wjl^ A. 263 (vgl. Gl. Mond. 99); {J->\ ^>^ Corlicea rn- 
dicutn) Ali iOB; Kasi^me, Dj. 31, Razicnig, fcniculum 27; Fcnouil, 
K. 773 = ^l-— *, Grainc de _,U-i»; :rn (so), Siilt 141, 891 und 
hinter 581; Kainiegi, feniculum, ijcr. 314; I. B. an vier Stelion. — 
L. 882. 

886. ^J*^i£^\ '^ anieiim, I>j. 50 b. 

8Bt. ^j A. «ÄS (s. Gl. Mond. 94); Rasin, Oj. 89b; Racume, 
ala 79, Ga.! Hrlenium, K. 802 = ^^ [FKlgon; Jeain {]), Ser. S98 
(388); I. B. an rtliif Stellen: Alphita r.3, hi, 2V2. — L. 39, 281. 

858. U-a.\j Rosine, K. 787 = \^j und i-^c^j; bei I. B. I08S: 

869. b;*lj Mentlio, K. 791 = j^Jü. 

860. jX-lj A. 253 (^, liebr. fl8fi), 8. jcdoc-b cd. Bulftk 130 
(vgl. Frrttao tr, 19Ä); Ramec, Ali 328; Kamiuh, I>j. 21; Raniftk, K. 
Sfllj ,ime Composition' de jX-i; KBmich, galia, »ivc lutttcri« qua fit 
galia (gnllia), Ser. 230 (340). — T... 873. 

861. JJj^j A. 253, falsch JJVj, tcbr. 684 tS-O^, richtig cd. 
Bitlak Jö9; Rannt. Dj. 19 b; Reuharbariw (ohno arab. ÜmBcbreibung) 
11, Üa.; Rhubarb«, K. 771; Itaucnd, reu, Salt 127; Sur. 806; LB. 
1018. — L. 170. 

862. t*-!-*'* 'j (chines. Rhub.}, Salt 139, 3T8 uncorrect. 

863. ^^ Saft, Extract von verschiede ufn Pflanzen. 

864. f^-a^l k-jj (Saft von sauem Trauben), so ist offenbar bei 
Salt 45 filr 'isn (ileutlicb im m.i.) zu «mendiren; s. I. B. 679, 1645. 

8Gri. t?->— Jl 'j Roba&us, ritiaUicia (.succua liquiritiaej, Oa. Sil. — 
L. 379, ». ^y^. 



86 Moritz Stbinbchnbidek. 

866. J»y>J\ 'j Gomme d'acacia; K. 790. — t.yUl bei L. 197. 

867. c4H) CO Sbraba, hypocistis, Dj. 50. 

868. U*ij (ein Stein, ähnlicb dem o^A)> ^- diesen), A. 255 
U*ij, hebr, 701 rra-i; ed. Bulak 453, wie I. B. 1025. 

869. t'—rfj (ein Stein wie ^U.^-J\, Krebs?) A. 265, in ed. Bulak 
der letzte Artikel im Bucbstaben, hebr. 698 wm; fehlt bei Fbettag 
und DozY. 

870. cii^j Ligusticum, Dj. 56, nicht bei Dozy i, 502. 

871. fSj Genit, K. 806; I. B. 842, 1029. 

872. ijj, falsch *-,, A. 262, AJj ed. Bulak 428, np-i hebr. 683, 
latein. Ruba = ,>>-^Jl 3^, s. I. B. 1028 (lOS, 358). — L. 45, 49. 

873. ■-röj'Jl ,J^j Rahyal (lies Radjal?) alarnap, pes leporis 57, 
Ga.; I. B. 1033, 2002; Alphita 17. — L. 221. 

874. >1^1 'j A. 254, hebr. 690, Plempius 271, latein. 516; pes 
locustae; Kage[l] algerat 56, Ga.; I. B. an drei Stellen. — L, 222; 
vgl. Gl. Mond. 194 f. 

875. fUi-1 'j oder Ä-.Ui-l, Pes columbarum, meretrical 56, Ga.; 
Anchusa, K. 781 = j^**" (wie schon Ga.); bei I. B. an drei Stellen; 
8. auch unter ^;^Ui-ij, 

876. s-'lr*^' j A. 254 (s. Gl. Mond. 194 e); Rage[I] algerab, 
pes corvi 55, Ga.; Ptychotis, K. 780 = jl^l Jä-^, auch OU^l oder 
O'^tl»; Simon Jan. 12', 49; Alphita 140: pes corvi; I. B. an fünf 
Stellen. — L. 222. 

87T. *Jl»-_, Ragla, portulaea 54; I. B. 313, 1035. 

878. c^*r*v (etwas aus Milch), A. 255, ed. Bulak 433; fehlt im 
Hebräischen; Rayc (Rahic) 18, Ga.; I. B. 1039. 

879. Ä^-j A. 254 nicht ganz correct, ed. Bulak 132, hebr. 695; 
I. B, 1038, nach Lbclbrc: Vautour percnoptfere. 

880. ^P^jj Fenouil, K. 796 = ^^J*j- 

881. J-^l—j Gingembre, K. 794. 

882. CUÄ-'^ Balauste, K. 784. 

883. j.^c*'-*'^ Grabe, K. 788 = ij:,;*^* o^j^i i^ach Lbclbrc 
anderweitig unbekannt. 



Heiluittkijcahen dkii Aiuber. 



87 



884. ^L-j A. S54-, Dj. 27b; Hasas, pltinibuia 5», Ga.; Ploiub, 
K. 805; Kasas, plumbuilij Ser. 409 (419); I. B. 1042. 

885. ^^j, Collcctivnaroc, nonien unitntis, *^j (Fivitaj: ii, 160), 
irische Datteln, s. 01. Mond. 102; üb ;iuch Koilltab, Imiiiidjij tier. 88?; 
I. B. 1043, 1684. — L. 1S3 (vgl. 134». 

886. i>j, A. 255 falsch »jiij, s. ed. Bulwk 433, PIcmiJms 273 
(mcdicn), lat. 595, hebr. 700, eJac VerweisitDg auf o^^; Uutaba, Ali 
21; Luzerne, K. i82 = A-aä^ und ■— »»; I. B. &q drei SIbIIüd. — 
L. 95. 

887. jUj oder <>U,, wie A. 265, ed. Buluk 432, heW. 696 und 
(Torpille) K. 804; Rshat 19, Gii.; Thoad (!), torpedo, Scr. 427 (437). 

888. (Ji'iJl) ^■^\ ^j bei A. 252 mit dem folgendcu ArtikeJ rer- 
handen iiiul zwar hinter dfimsi'lbnn, in cA. Btilnk V2H getrennt, ln^br. 
682 nur der folgende, nber mil dem Latein, flir beide; Ridmiilj-bil, 
cibiis comcloruin (I) vel cprvoruin IS, Ga.; Klmihoboscon, K. 799; I. B. 
beide Lcdarten an vier Stellen. 

fUl-\ ^j (s. vor Artikpl), Rabn alfnmrm, i. e. cibtiB polumba- 
rnm 18, Ga.; Verveine, paturage deu colombes, K. 708 = fUi.1 ji— •; 
I. B. nn drei Stellen. — L. 86Ii. 

88». ,;5*J-l ;, Chardou d'&ne, K. 808 =,rt*^' '^y^- 

890. c^'^j A. äftfi, j-5l*_j ed. Bulak 4B8; fehlt im Hf>brfli.scliBn, 
angeblich ein pcrsisclies, EwiebclillmliiOjes Heilmillel ; bei L B. 1054 
,,,«Sl»^; nach Lkclrrc = •Hj''^ C - t^ . 

891. tj-ÜIj oder ^^l*j Raclia 15, Ga. plant» de feris. 

8H2. t^j Noix vomiqne ?, K. 733 = j^l jj»-; nach Lbcijihc 
scheint hier eine fulsiOie Ziisauuuenfitösimg der beiden jj^, nänilif-h 
jjBl und i*»jjl bei t. B.| rgl. niieh i*», bei L B. 1067. 2290. 

88S. o^-^Ti Sabine, K. 795, Frucht von /■^. 

894. ^Uj fij = Figue indienne, ,>>^1 ^r^ imd ^j.Ü^\ ^^j-^, 
K. 786; Lit'XKKC hczweifelt jedoch diese Idcntiticirung. 

895. Jl-.^ (Agche), s. Ol. Mond. 21.1; T. B, lOtil, 1074. 

896. o^^ Liliagi (90) hei Ah 4U8; s. Gl. Mond. 169 (Arten in 
Fbeittac'« L«J!i4on 11, I9fi); I^^raa^, mala granata 54, Ga.; Grenade, 
K. 776; I. B. lO&S. 



88 Mobitz Steinschneidbk. 

897. ^j^\ J Melogranata silv., Dj. 35 b. 

898. >U. -j Grenade douce, K. 777. 

899. ,rÄ*-^' j Melogr. mascolin.; Dj. 36 b. 

900. «-i^j Caroxillon (articulatum), K. 800 ; I. B. an drei Stellen. 

901. ffj für ^.^ ji^ (persische Gattang?) bei den Bewohnern 
Syriens, Dj. 55 b. — L. 307. 

902. vjX-, A. 253, B. jX-*j. 

902'. t_y*«j Quenqumesum (?) oder CeremeBum, Ali 149. 

903. J-j = Jcz...-^, Dj. 14; fehlt bei Dozy i, 558; Ri- 
moch, Razi. 

904. J-j Ramal (arena maris) 17, Ga.; I. B. 1062. 

905. jöj (griechisch) Rant, Dj. 43b; Laurier, K. 785 = ^^Jf 
jU»j I. B. 1065, 1619. — L. 171, 300; fehlt bei Dozy i, 561. 

906. ^j^sj oder yißj, Rhubarbe, K. 793. 

907. cj^Sjf 8. Gl. Mond. 172, wo lies: Av. 255, Ga. locusta ma- 
rina 37 hat Rubi; Homard, K. 807 = it^-JÜ; I. B. 59, 1068. 

908.^JJJIofcJJ, berberisch, Hypericon, Dj. 54; fehlt bei Dozti, 566. 

909. ijj Rose, K. 797 = Jjj ; sollte das nicht ein graphischer 
Irrthum sein? 

910. bjj, Salt nach n. 621, also ohne Angabe einer Bedeutung. 
%11.- j:i^}j Sulfure de ciwvre, K. 778 = ^^ji''^ sjo..^». und 

,_jj*w3l t^V«-iJl; I, B. an drei Stellen. 

912. tr-jisj (ij-'yj), Plural von ^-l), capita piscium (!), Ga. 85; 
I. B. 1069 OlJl>*i-( 'j, Thierköpfe überhaupt. 

913. ^Ujj, 8. Gl. Mond. 7 (129); Eheum ribes, K. 803; Salt 5; 
I. B. an drei Stellen. 

914. o^^:j Reihana, Dj. 12 b; Raha, myrta 1, Ga.; Basilic, 
K. 773 = JJc-^. — L. 151, 252. — I. B. Hat nur Zusammensetzungen. 

915. Üj A. 254, ed. Bulak 436; Ria, pulmo 59; I. B. 1073. 

916. ^»^1 Hj Reizat albay 16, Ga.; I. B. 1044 ^ IIve'Vwv öa- 

917. üi^jb^jj Reubarbarum, Dj. 19 b. 

918. ö^;^ 'yi.j (Reum ponticum) idem ib. 

919. M>yi.j A. 252, s. JJjlj. 



IlBILMtlTEUtAUBit PER ÄlUBKB. 



BucbstB.be 



920. glj, 8. Ol. Mond. 157; Vitriol, K. 383, eine Species ist ^IWüS; 
aiich E^j Salt 53S; I. B. 1080. 

»21. t>l^l '_3, so lies bei Dj. 66 b. 

922. ,>SL-'gi j pj., l. c. 

9S8. Jijj, 8. GL Itfond. 113; Ziib[(l]butiruTn 34, unci Znm<!n, Ka- 
mel 32, Oa.; Bourrc, K. 289, gesell molzuae hcisst cr*^* !• I^* ll^SO. 

924. ^«-J 'j A. 267 (cf. Gl. Mond. l«fl), Plompiu» 131 (AIc^^o- 
niuml. liit, IU3, hcbr. 232; Zaniut nlbiilir, spunia maris 17, Qn.; AI- 
pyoniuiii, K. 285: Zübotli ar (1. al)ljahiu*, spuma maris, Spt. Slü (-H»»); 
I. B. aii drei Stellen. 

92B. ii;-*i-)l '} Zanat(!) albaor, spuraa m&m 18, O*.; I. B. 1087. 

S26. J-^_Hj (/^) ThaWriat (1), l>j. 35 b; Zabargct, maraRdiis 
10, Ga.; Tupase, K. 292, cf. >^j; Zabargad, lupis smaragd, Ser. 374 
(384); ]. IJ. an drei Steiler. 

927. Jjj, B. Gl. Mond. 144; Zaval, stercus 19, 6a. ; Ficnt«, K. 293; 
I. ß. 312, 109S. 

928. j^LaaJI '^ Fierile de passerau, K. 293. 

929. s»?j Olivier »auva^, K. 808. 

930. '-r***j. 8. Gl. Mond. 127, vro bei Ga. Btaphis agria 21 walir- 
Kchrinlich Zibib ag[rc«tt&J zu i««en ist; Kaisin i>oc, K. 290; I. B. 1094. 

930'. ^jiU«-Jl »-«j; Sebibnni [h]orluIamiin, Ali 2Si. 

931. Jt4-^ '} Staph isaigre, K. 304 = ^»^l ^--^; üiqc Art davon 
ist cj*»**; I. B. an drei Stüllon. 

932. r^j. 8. Gl. Mond. 201; Vitrura, Ali 102; Vcrrc, K. 286; 
I. B. 1094; s. auL'b glj. 

9S3. '>^3^j^, a. Gl. Mnnd. SO; Zantimodum odor Zaitimcdum, Ali 
n. 417: Zaranoul, aristoluciliia 29, Oa,; Arisioloche, K. 272 = {J»^^ 
oder (-^^^ oder ^^^^j «j*^, Sialt 327; I. B. au ftlnf Stellen. — 
L. 131, 280. 

934. -J^jj, s. Gl. Mond. 24; Bcrborie, K. 281 = j-*jb^; 
1. B. ÜB drei Stellen. — L. 189; 8. auch jy';. 

935. o>»y Azarcon (Sandys) 18, Ga.; LB. 74, 1109. 



90 Mobitz Steinschmeidbb. 

936. w*Jj3 a. 168; Zaraab, Dj. 9; Zaramb 2, Ga.; Zemeb, K. 
288; Zurumbeth, Ser. 261 (27l); Razi, n. 370 nicht abgetrennt von 
Cenobrum, b. Faeaq's Glossar; Razi, n. 353 secundum quosdam pes 
corvt ot secundum quosdam pes locustae; I. B. 1098. — L. 222, 

937. J^j_lj A. 166; Recembatum, Ali 436; Zeronbee (lies Zeron- 
bed), Dj. 48; Zurumbet 5, Ga.; Zerumbet, K. 282; mit und ohne Vocal- 
buchstaben bei Salt 303, 621; Zurumbet, zedoaria, Ser. 172; I. B. an 
fünf Stellen. — L. 139. 

938. irr'jij» s. Öl. Mond. 183; Dj. 59, Azamec 31, Ga.; Arsenic, 
K. 279; I. B. 1100. — L. 288 j^\ 'j. 

939. iJU:^j> ^.jj A. 170, ed. Bulak 358, hebr. 242 sind die zwei 
Wörter durch das lateinische Wort getrennt. 

940. j)j^j, s. Gl. Mond. 15; Azerote, K. 296; I. B. an sechs 
Stellen. 

941. olr**J, ß- Gl. Mond. 87; Safran, K. 27; Salt 467; I. B. 898, 
1119. — L. 216. 

942. tyV^'j (Lilium), s. Gl. Mond. 118. 

943. cuij, B. Gl. Mond. 180; Foix, K. 276; I. B. 1114. 

944. ^ji^ •) Ceft ratab, Dj. 53. 

945. .j*^tJ*jCeft ichis (lies jabis),Dj.53; Hyssope.K. 277=äJijUJI. 

946. f>*j K. 291 als unbekannt, auch von Leclerc nicht über- 
setzt; I. B. 1117, 1434 und eine andere Art 944, 1118. 

947. ^j (?) Salt, nach n. 621. 

948. e»*V* *J^J A. 172; I. B. 1124, 2116; s. ^>-. 

949. >j^) Zamarat, smaragdus 10, Ga.; Zimarad, lapis sraaragdus, 
Ser. 374 (384); I. B. 1092, 1123; vgl. J^^> 

950. J^j Huile de jasmin, K. 295; I. B. 916, 1129. — L. 265. 

951. jVj, s. Gl. Mond. 177; Znnar (lies Ziniar), Dj. 63; Zingar, 
vii-ide eris (aeris) 15, Ga.; Verdit, K. 280; das natürliche ist <**^i 
I. B. 73, 1131 

952. J^^j A. 166; Elecdori (!), Ali 436; Zarnabil, Dj. 39 b; 
Zanzavil, zinzibere 3, Ga; Gingembre, K. 274 — ^^— ä*-*^; Gingiber, 
Salt 170, 435, nach 621; Jengibel, zinziber, Ser. 326 (336); I. B. 
1125. — L. 25, 138. 



HBlLUITTBUtAMBN DXR ArAAKR. 



91 



«63. i^yJ-äJ» 'j Helenium, K. 808 = c>**\> und c^j I- B. 
1127. — L. *28S. 

Sbi. ur^'^'j A. 166 (getrennt vom Vorigen); Zanzavil citiiiimm4, 
Oft.; I. B. ua«; v'-l^* *j Poivre d'cau, K. 802. 

885. ,7*»^^ A, !58; ZuitKafur, veniulium 14, Gii.; _,>Ä«i'j Ciimlirc, 
K. S84; CcuabruiD, Kazi 370 (Ziiigefar bei Farau 352); 1. B. aa 
(Irui StollcD. 

9Ö6. ^;, 8. 5^;. 

967. UU.,^1 (p,^), s. 6—. 

958. »jjfc3 A. 172; I. B. 1133; vgl. folfrende Artikel. 

»59. jUJl (y»j) Flour du Kci, K. aoO; 1. U. 1134. 

960. ^IäJI (yfcj) A. 1G9, hobr. 210 uiu-üireet; Zarflcharacas, 
Dj. 158; Zaraz vol (lios iil-)anna», flos eri« (aeris) 8, Oa.; Pleiir de 
cuivrf, K. 301; Salt 591; I. B. 1134 fciV 

SHil. Ej*j Fifl. >i- B. Eyj L>t* (s. diesee) Fiel dYWphant, K. 806; 
nach D'aud al-Anlaki ist «s = ,^«i ,Gift'. 

yii2. o^jj A. 176, I'Iciupiiis 129 (Zivian), latein. 756 Zizania, 
wonai'h hebr. 366 ku beriühtigen; Zenel (!), Dj. 66; Ivi"ai, K. 299 ^ 
i^ji, auch •_'^ und J'^j r^^; Zeven, lolium, sizania, Ser. 70; 
I. B. an fünf SlHllen. — L. an vier Stellen. 

ÖHi" t.lt,;, 8. c*— . 

903. ^s), es gibt feuchte (i--A>jJl) nml trockene (w»-m»jIj), hei 
A. liiG beide, im bcbr. 235 (wo die arab. nähere Bezeichnung felilt) 
und 226; alle spJiteren Autoren slellen die Arten ganz auseinander; 
DJ. 44 gibt (als perBiflcb) Zafe sehlcclilweg und Supha huiuida, 
f. 56; Oa. hat Tiur Zuffe 8; das feuchte ist ,Oe»ype' in K. 278, das 
trockene llyesopc, K. 277; ohne Adjectiv; Eaopo, Salt 22; Cyfe. 
hiMHitpus sicca, 8er. 260 (27o), SeiifrrraUh(!) himaopiis humide, n. 442 
[152); 1. B. bat jedes von boidcn an zwei StcUen. — L. 134, 183. 

96a^ s^ji\ Lijj Zufa hiunida, Ali 327. 

•J«4. \jis} A. US; Livi-che, K. 307 = graine de f-ÄW oder l>a.; 
I. B. an Kec-hs .Stellen. — L. 396. 

965. Jj-J, 8. öc^. 

966. iS^j A. 166; AU 501; ab persisch, ftlr Zanc (Jjj?), Uj. 




92 Mobitz Stbinbchnbidbs. 

67; Zaybac, argentum vivum 32, Ga.; Mercure, K. 287, auch j'jj; 
Zaibaz, argentum vtvum, Ser. 375 (385); I. B. 1082, 1143; schon im 
arabischen DioskorideB steht es fUr Hydrargyros. 

967. c^j Azait, oleum 6, Ga.; Ser. 5; Salt 500; I. B. 1141. 

968. j'^'»" 'j Huile d'olivea vertes, K. 297. 

969. LjjWpi 'j Huile de transport, K. 298 = j_^V:-«; I. B. 1146. 

970. ov^j A. 171; (fol.) Lehembre (!) oder Liembre, Ali 204, 
Arsanega 285; Zaytin, olive 5, Ga.; OHve, K. 273; Salt 500; Zaiton, 
oliva, Ser. 5; I. B. 1140, 1415. — L. an vier Stellen, dann Composita. 

971. >>jj Zatz 6 (animal parvum, Ga.; Zeide, augmentaliones in 
cruribus animalium maiorum, Ser. 444 (454). 

Buchstabe ,_y>. 

972. ÄajUo Capillairc, K. 849 =^l V>S «nd J^\ jl— ; I. B. 
1155. 

973. o^j^jLo (nicht o'jiJj'-**) Zeduruden, Ga. 11 ; Gomme, K. 836; 
Saderuam, in lingua persica nigram cadaha . . ., Ser. 121; I. B. 
1152; B. auch Ci'jji^-y^. 

974. EJ*— A. 218 (hebr. falsch stnn), Sadecum, Ali 180; Viola 
vel Folium, DJ. 30; Zedig, folium, Ga 28; Malabathrura, K. 812; 
Sedig, folium indum, Malabathrum, Ser. 53: I. B. 120, 1150. — L. 
269, 385. 

975. JU-Uj, ^yiy-l^l^^ 8. j_^l— .-J. 

976. ij«*»'— » Sagapenum, K. 860 = ^-rsr^-"- 

977. ^^ JU. Tiges sauvages, K. 852 ^ ^j^, fourre d'arbres. 
977*. 1_,j-UVUj, 8. IjJ-U^A-». 

978. i^l^ Sauges, K. 872 = ij-y^^ l^Ij-j (Zahnstocher des Pro- 
pheten); vgl. n. 83 ._^Lä-jI, wo bemerkt wird, dasa die Juden in 
Magreb (,chcz nous*) es als Äufguas, wie Thee gcniessen. 

979. ^j^\ fU, A. 225, hebr. 540 p3DM ; I. B. 1154, 2285 (ein 
Thier). 

980. o^j^^^'-T"' Saclerundium, Ali 316, ist offenbar o^i^^- 

981. ^ry" {j^, Stein) Ebeyg, Dj. 17 b; Zabag 28, Ga.: I. B. 1158. 
981». j-Srr-" CO Sa. hinter 628. 



Ukiuuttblxamex OEn Aradbk. 



988. ^Um.m» a. 224, hfibr. fiStt fklsch der Ncbeniiam« Kn'33 
(s. '^^c^), der ia bei<len arabischen Auegaben hier nicht genannt ist; 
ed. Biiink 3.S9 h'est falscli ^V-^^; l>j- m? Sebesten 27, On.; ebRnso 
Ser. 8: 1. B. an drei Stellen. — L. 68, im Indes, Ö. 480 nur o*-^^—?-*. 
d. i. die persische AussprAche, bei Schlimmkr, Ö. 156. 

983. ii\^ Limailie, K. 858. 

984. jj— Ä. 220 nur Vürweisiing iiuf i5-J ; Sadar, Ser. 120; I. B. 
an f\iol' SteUcQ. 

985. ,,^JJ^\ y— Salt. 217, 

986. '.^IJ-^, seltener ^Iju- (Fbeytao u, 398), K. 810; Soudab 
:^ c^*^, wovon xwet Gattungenj und * — **^, aiicli .^l o'™''^' 
(lies A-£™i^) lind .u*;*, L. 871, s. Gl. Mond. 187j dajsu noch Sa- 
dabiim, Ali 62, vgl. 08; Sateb, Djezzar 63 b; 1. D. an (tint HtolJen ; 
persisches Sie, Salt &01. 

9e~, v'j^**J' tlr-' A. S2ü, ed. Bulak 381, hebr. ril8 pwo(!); ""i 
Index rc-p*?«. Siradj al-Kotrub, K. 834, die Wumcl = i.>j*JLjf; I. B. 
an vier ötellcn. — L. 200. 

988. J^l c'^ Dive«, K. 877 = n. 948; nach anderen Bern- 
stein. 

989. '^~^.r^ (3. Gt. Mond. 107 ,^i~X-.t), Serapinnm, Dj. f. 4eb. 
!)£10. ..r**-^ A. 21«: i^arazg, fohum 28, üa; Lihgge, Ali 296, 

aber mit dem Inhalt von ^}*LiH« Fougt're, K. 833 = ^iJ'y^jii Samx^ 
filis, Ser. 56; 1. B. an miif Stellcu. — L. IC7, 266. 

9!*1- cr^r"' fi^^t©! ftwuier, K. 8G1, auch c«^/*'- 

992. ^M,j^ Crabe, K. 822. 

Ö93. ijj^ O^^r*** '^"i'tii" bnhrij cancer maris 89, Ga.; Cancer 
marinus. Ah 478; s. Folgendes. 

B^4. kÄr#^ O^j-" Ziai'ntan nari, oancer flutniiiiB 90, Gn.; A. 219 
hat zuerst diese n., dann n. 9fii; I. B. 1171, 1172 in alphabetise hei- 
Ordnung wie hier. 

99&. w~ii^, j^jM, auch C~ü^l5, Zaraganl, Znragotit, cii-la- 
men 88, Ga.; Telephiuni iinpcmli, K. Hf..! ^^j-JI jji?; I. R, 2riO, IlIO. 

990. *JL«S^ (Var. ÄiUJy«i) Zartasana (sie) 28, Ga,, welcheo 
I. B. 11«9 citirt. 



94 Moritz Stbinschneider. 

997. ,j-iÄ»j-u)j 80 ist offenbar zu lesea fUr ,j»J^j--», SarcocoUe, 
K. 851 ^ *^i)>*« und '--'5iH^' 

998. cxiV", 3- c^j^- 

999. (S-j-" A. 225, hebr. 539; Semacum, Ali 58, semen Sarmaci 
131; Zarmag, Carmaeb (lies Qarmach), atriplices 69, Ga.; Arrocbe, 
K. 320 = i_ii»», auch ^^, **^^ *^ und *o^-*J^' *^i !■ B. an 
drei Stellen. 

1000. Jj^ A. 222, bebr. 526 (Syring); bei L. 238 in anderer 
Bedeutung. 

1001. ^j^ Cypressus oder 6alla, pomus cypressi, s. Gl. Mond. 
164; bei Ga., g 14 Zabar; Cypres, K. 617 = Jj^, auchj^l; Salt 92; 
I. B. an drei Stellen. 

1002. *-fij^ Marrube, K. 856 = OÄ*"'.;»- 

1003. o**f^ Chicoree, K. 846, eine Art von bj-öb ^Qyu*Li._^ 
(Taraxacon). — L. 87, 

1004. ._rHj*-> A. 228, ed. Bulak 895, nicht hebr. und nicht latein., 
bei Plempius 229: Aphodill; fehlt bei Frbytaq und Dozy 648, 650. 

1005. JU»^ Xixeloes (sie) = zuzel 4, Ga.; JI*jUm, .^yJUuUd 
Cecelius, Dj. 34b; SisaleoB, Si^alios, Siseleos, Ser. 190; I. B. 1178 
(vgl. 180) citirt Gafiki; s. auch unten (j-jaJI— *-». 

1006. ,j-*i.U»-o I. B. an drei Stellen, s. zu tSjl^jS- 

1007. ,j-i»y^\jL^ Zartartiuraz, Zartartinataz 22, Ga; I. B. 1181 
(Stratiotes). 

1008. Q>*jj,i>*», ^j^ji^k*o. Letzteres bei A. ed. Bulak 387 (ed. 
Rom 220 ,jj)jj^k*j, eine Confusion); I. B. unter ^^A^j^Xid, im Ganzen 
vier Stellen, s. unter o^^^-^S. 

1009. o>i^.j>^**" Satyrion (!), K.865 =^j)^. und jSissan'; Leclerc 
vermuthet mit Recht eine Confusion; s. folgende Nummern. 

1010. o>i'j>'**" (0 Centaur^e, K. 859 = ^j>jj>xi*. Sollte hier 
nicht Q»Jj>ii - ' .■■ ' zu lesen sein? 

1011. o>i;>^'*' Satyrion, K. 870 nach Dioskorides bei Avicenna 
unter i^'^^r^ (so) trifol. (Leclerc verbessert den Fehler nicht); also 
:^ ^^L»-L*o (diese Confusion rügt Leclerc; vgl, oben, n. 1009). 



HaiLMnTHLKi.UBM DUB ArARRII. 



ds 



1013. t^tji-M A. SS3, liebi-. SSO; IlcrW tiiKsir-ariiv, crb» &, Qa.; 
I. B. 118Ö = 0«*=*; *!*« Tasclidiil hat I. B. 

1013. yüi-o A. 121, hobr. 583; Serriette, K. 886 = >=«j, 8. 
audi _jJU-«. 

1014. AÄ--, »ucli i>j«— udd t^**—, Cyperna; s. 01. MoDd. 
I&f); Soucliet odonwt, K. 811; Sftlt 402, hinter 644 und ftSI, GTS; 
I. B. 118C. 

lOUi. bywj Zaat 16, Ga.; I. B. 1187. 
1018. >- (y»-«»)V Salt 321. 

101". Ja.ji« (Mftla citonia bei Scr.), s. GL Mond. 14; Going, 
K, 832 (bei dan Rnbylen ÄaJ^jhäj = cydonia); Sail 498. 

1018. jJJ^y jJÄAo A. 33tlt, auch ed. Biilnk 394, heW. O&X 'Wfio 
[ao), also offenbar zu (runncn; .x- * . -' und >"■ ■ ■• ' *, erstcres bei L. 39fi, 
letjtlcros bei I. B. 650 (1. 4-25 untcp J-«p-'l; J-Ü-»! Tlnnael, IC. 94; 
Fkkitta« I, ZT) J-.- '«"' l ct ■>■• * ■■ ' Sinnjji album; Dozv i, 22 Hue aauvage, 
pcgannm, Imruiala Saug.; es foblt abw J-Ü»« ao seiner Stelle sowobl 
bei FaiiTTAO als bei Dosy. 

1013. ^^jj-i-» A. 888, ed. Bulak 391 = nach Dioskoridc» 
^Ui.1 '^Jji- Don* 6B0 ^j-lL.-, berichtigt Sowtiieimbh, I. B. n, 23; es 
fftlilt in dcrTliat das Sclilagworl in der arab. Ansgal»e 11, 16, 1. Z. und 
bei Lecijcrc. Allein K. 8S9 list ^._r:uL« Elaterium = jUX\ 'LiS^ und 
Iäclbrc leitet es vom giiecb. sicuÄ agrios ab; dann wllre o-jir:!*-' 
zu erwarten. 

1020. iiSLi*. (rumisoh) Dj. 12 scheint Secacul, Cardo panis, 
Yringi iiringi, s. Gl. Mond. 200); »nm syrisclien Namen vgl. L. 414. 

1021. oJi'j*-*» oy^Äf^^t o'iV^^ (o^'j»*-"' l"=i Fkkytaq i, 35); 
A. 219, hebr. 5i3, Intein. 630 Scordeon ngrestis, Pleinp. 213; Dj. üi; 
Scordeon 48, Ga.; AU, K. 8iH grioch. (Scorodon, Lbcubbc), os^-'j*^ 
AU »auvago, n. 974 = ^jJ fjS, auch OjjjjiA n. 973, ob richtig? 

1028. u-'A^, s. w^iX. 

1028. Ui>,i— A. 22L', h«br. 624; SaramonJa, Dj. 11 b; Si-amonea 
44, Gn.; Scaminonöe, K. 82" = >y*^ i*>y*^ bei 1. B. und Daud); 
l. B. II93. — h. 148. 



96 Moritz SxaiKSCHNBtDBR. 

1024. o^sJ^^-^Ä*» nach LB. 1191: Spondylion = ^> -If; A. 
227 Q>*UjJJi-.», besser ed. Biolak 394 qjJjJ-üL-Ij hebr. 551 irS-injiSD, 
Druckfehler. 

1025. jji-ili) Ä. 224 Druckfehler j^*-**-), s. hebr. 537 und ed. 
Bulak 389; Zantator, sconcor 47, Ga.; Scinque, K. 843; Salt hinter 
n. 611; I. B. 1197; s. auch jyLÜL«!. 

1026. CiH>j>^^, s. osiV'-"- 

1027. ^jjj^j-ü^lyi-o Scolopendrion, falsch ^J5JJJ-üi53yL« A. 228, 
auch ed. Bulak 38fi, hingegen hebr. 529 fniiiBlb);» (i für '); auch Ali 
86 Scolocondrion und arab. j; Scolopendrion 34, Ga. ; Scolopendre, 
K. 809 =5 o^;**; Scol., scolopendria (U*»*Jlj lj>>-a>J>i-> I. B. 1195), 
Ser. 193; I. B. an vier Stellen. 

1028. Ji£^ Ä. 219, hebr. 514, wo latein. Galia und G. muscata 
(Freytao IV, 332 citirt Av. nicht); Seccum, Ali 399; Souk, K. 824 
unterscheidet vier Gattungen: j^— ^1, ^\^\, i^\ und 'UJl; Such, 
galia etc., Ser. 54; vgl. Simon Jan. f. 29^: Galia muscata (Gattungen, 
citirt Av.); Mayer, Gesch. der Bot. m, 377; I. B. 1201, 2211; wonach 
L. 378 zu ergänzen ist; vgl. auch .jX-ilj, 

1029. f^-y:^^ (persiach fUr a^j^^ b. unter diesem, A. 222 etc.) 
Segnebigum, Ali 353; Serabibeig (lies Sekab.), Dj. 46 b; Zacabemg, 
sagapinum 42, Ga.; Sagapinum, K. 841; m':k3B Serapinum, Salt 11, 
»■SDC n. 224 und hinter 581; I. B. 1200. 

1030. jSJa A. 225, hebr. 543 mit Vocalbuchstaben, Sucre, K. 829 
= i_^».«JtJt jX^, der Candi = J-^J'* (= Jr^^ ?, Lbclbrc) = >jj^; 
Zuchar, sucharum; I. B. 1198, 1800. — L. 125. 

1031. j-iJiJlyi« A. 225, hebr. 644; Sucre d'Ouchar, K. 830, 
vgl.^ 682; I. B. 1199. 

1031». Lii^ (syrisch) Amine, fUr arab. Aä^ü^ Dj. 42 b, 6nde 
ich bei Low nicht. 

1032. ^y^-» («**>ä— ^) Cicer imperatoria, Dj. 17, Dozt, p. 669. 

1033. J-, 8. J-i. 

1034. »jj-i-y— Salamandrus 48, Ga. ; bei I. B. 1153 Ijj-i-'VU», 

1035. i«l«i (i«JLi) Salvia 4, Ga. 



HBILlinTBI.KA)(KS 1>KK AlUUR. 



M 



1086. oa-j (vgl. Gl. Mond. 2l) Xult, Kiligo 13, Ga.; Salt, apelta, 
Ser. 132; I. B. 1SI}9. Den ZusiiIk h::^!^^ aiitor jr^ boi A. S€0, uucli 
e<l. Bukk 4-10, bat h«br. 730 nicht. 

J037. ilAiU. A. 22&, ed. Biilak 389, hebr. 5*1 Kfirr^ ; Zidafo, 
tybera (tubcra) 24, Ga.; Tortuc, K. «28 = ^^/i. 

1038. «J— ('i') Salt hinter 681; ob für ^? 

loas. j»«Ui, 5. (»aLi;'. 

1040. ^ Sararac (so), fel animalium, Ser. UQ (469). 

1041. Ä*i-1 jl— >, eine Verweisung auf i^*a» »lebt nur tu A. ed. 
Bulak 382 am Eude des Art. o^j^-"- "'■■■''t '" "^d- ^^o"' '*'^*'> '>«'^'". 
620 (Utein. B])oliuiu serpenüs) verweist auf rnj, gciuuinl ist n-n n. 290; 
Zalcolhollinya (so) 46, Ga.; Peau de serpent, K, 644 und noch ein- 
mal 873; Salcbalhnkali, spol. serp., Ser. 4S2 (4li2); I. B. 1210. 

UI42, J-;4I ^jUJ— . Sultan algabal, Xalmia (Ä*i^ aljfedi 2, Oa.; 
L B. 1216, 1335. 

1048. jir A. 228, hcbr. 685; Ssik, blcttt 30, Go.; Betl«, K. 
»36; UX«> Salt 251; Docka (!). bleU, Ser. 14»; 1. B. 1206 (^faUcb J^^ 
bei SosTOBiKBB 41). — L. au drei Stellen. 

1044. £9.#JL«' CliauKse-trape, K. 846 = ,hnnak', s. jcdocb 316, 
wo »iSp— *■; nach Lecleuc kommt c» sonst nicht vor. 

1045. o^'V— A. 228, ed. Bulak 396, fehlt im Hebr. auch bei 
J'bei't.^o und Üonv 671 oder GBO; nach Dioskurides sollen es die 
Sj-i-cr Oj-iUe ISpinnawcb) nennen. Ich rermuthe ein griccliim'Uc» 
Wort. 

1046. ÄäiH-«, 8. Ol. Mond. tSS; Quintniina nntl Rindo von 
JU*S^sS, K. «lU; »c'w Salt 3«! und bintiir 581; 1. B. 17U5, 1879. 

1047. ^»i^J— (i-uuiibch) f\ir f^^, I>j. 33 b. 
1046. oy'tA-' Celicou, lutarkon 18, Qa.; eandix; bei Dosv 680 

(so) mini um. 

1049. ^ Setnain oder Sensemum, Ali 117. 
lO&O. ^UJI (►— Arsenic, K. 3Ö3 = j*j, auch jVÄ» ^j- I. ß. 

itaS, 1336. 

1051. 3^^, a. Gl. Mond. 25; »yrisch tj'.;,'' ■■■'. 1^- 23; Sumac, 
K- 316, larkisch J*^>»; L B. »n vier Slt-llen. 

TiKWi Eail«l>f r i. Kttui» d. Saifoul. XU. litt. 7 



98 Mobitz Steihbchnbideb. 

1052. j^JU*» A. 225, ed. Bulak 389, hebr. 542 ikcd; Zamen 31, 
Ga. (coturnia vel piscis); I. B. an drei Stellen. 

1053. t>^i^ (Jasmin?), s. Jp-.—. 

1054. J^^,^•-" (Ein Wort?), rumiach, fUr Capill. veneris, Dj. 11. 

1055. ^^y^J~,^J 8. ^jjAJj^^-o. 

1056. Jf-***— Samsuccus, majorana 20, Ga.; I. B. 1230, 2100. — 
Zu L. 135. 

1057. f-r*^ A. 226, hebr. 549; Zizft, iuiulen 18, Ga.; S^ame, 
K. 618 ^ o^J4^- lod J^; das Oe! heisst auch e>:j-^* cr*^; Semsem, 
sisamua, Ser. 86; I. B. 499, 1218. — L. 176. 

1058. oV-T^ cAv-»-^ (Symphyton petraion), Zantalon 19, Ga.; 
I. B. 1219. 

1059. ii^*-u A. 227, hebr. 550; Zamat (zamac, species piscis 
salsi) 30, Ga,; Ser. 453 (463); I. B. 1222. 

1060. i3^-*-^, wahrscheinlich verderbt aus i 3 c— ** Sambueus, 
Jasmin; vgl. Zambach, Ser. 176, s. meine Erörterung in ,Monat8- 
schrift', herausgegeben von Beann und Kaufmann 1896/97, S. 322, wo 
meine Correcturen theilweise nicht ausgeführt sind. 

1061. cj^ (Öel), s. Gl. Mond. 104, wo lies: Ser. 449 (459), 
Menim uxaham (s. ^*^); Salt 342; I. B. 1224. — L. 18. 

1062. *-U-u (»---A-), (gramen) Semeadie oder aicemene, Ah 169; 
Zamana 21, Ga. ohne Erklärung; Souchet, K. 330 ^= U^^LoJ»; 
I. B. 1227. 

1063. Ci^jy*^ A. 228 (fehlen Punkte), a^^r^ ed. Bulak 394, 
hebr. 564 pniDD ^= i_5^' ^j^/\ ™^ S c^iüpv.ov, K. 868; I. B. an drei 
Stellen; die Schreibung bei Sontheiuer ii, 57 berichtigt Dozy i, 689, 
aber die vollere (j fUr griecb. u) ist an ihrer Stelle nicht berücksichtigt. 

1064. J^v*-» Simoule (grobes Mehl); K. 855, 

1065. U-. (^j,) Sene, Ah 196 (umgestellt); Senö, K. 823 = 
,i^\X^ (^= ^Ci s. L. 384), auch ,^^*- oder p^ Uw; Salt 70; Sene, 
Ser. 58; I. B. 1236. 

1066. E>L;-i-. {yf) Sunbedig, Dj. 34; Zandeyak, Zandegang 
29, Ga.; I. B. 1241; Dozt n. 689 hat auch eJUi*» . 

1067. J-a-> A. 225 etc. (vgl. Gl. Mond. 62 spica); Sebelnm, 



nß]LtinTBr.NAllEN ORR ArABP.R. 



«9 



ÄÜ üb-, Zombal, spies 40, Ga.; Salt 3S4; Sumbel, spka, Ser. 59; 
s. ViKCHow'8 ArrMv, Bd. 57, S. 97: I. B. an lUnf «teilen, 



L. an 



drei f^tellen. 



^SJ^l 



i** DJ- 9; Nanl indien, K. ftl4 =_rt^UMOl,^^*X^. 

1069. c*-3jJ' J-?-*" Yrlili et Ncriden. Dj. 9 b; Nard celüque, 
K. 8i3 = >-^~^W\ J.;-^, auch ,.jM»* '"' untl f>^wJ' «JS, 

t070. ^_»*5jl>-Uj hat zwei BeHPUturpen, hIs Giirarai wird «8 mit 
^^ (Bernstein, verois) identiticirt, als Mineral (iaadnrnca) ist es 
auri pigm^ntum, arseniciim*, aiisillhrliclie Nachweisunj^en in OL Mond. 
159; dazu: Zaiidaroz, cinssn 87, G&.; Sandaraquo, K. 821 eine ,r^- 
sine'; 1. B. 1238. 

1071. _,«Lij.>-i«» (oder .j~-*bijj-w ) Zandaricos. frnUitritum ifi, 
ßa.; Sidoritis, K. 871 = t>*' J*! I- B- «« «■'«i Stollen und eine 
andorc Art 1240. 

1075. ^Uj^Uj Sandeli&entn, f. c. lignum indicnm (^S'*-^ ^)i 
Ali 383; fehlt hei Früttag. 

1073. cj^-*"^ Chatte. K. »39; I. B. 1244. 

1074. Jtj'Jl o'tt-»-^ Mnmibe, K. 840 = ,^jy^\j»; \. B. 1245. 
li>iö. U*i*j (riimiscli), Ciuttme (Cintirae?) ftir **?U, Dj. 4Äb. 

1076. ,^U— Vinaiffi-e, K. 867 = ISj-- und Ji-. 
11)77. JU«< (V) Assoiia, Ali 84. 

1078. ^l^j>~i, s. Gl. ihmi}. 191, wo lies: Zurungen, ermodat- 
■tili 14, Ga.; dazu Surf^raia oder Hourcnlanuin, Ali 430, in 662: Suiito- 
Dianiim; Colchique, K. 8!ii r= ^j— «j^ Ci^' ; Sali 8 [;*^^ fiiaeli Low 
filr jwri'C); I. B. an fünf Stellen. 

1079. ^v« A. SSI falsch j^y^ l, richtig ed. Bulak 884 und 
hebr. bii; rad. Susani (!}, AJi 413; Sus^ Dj. 7b; Zuz (lifjuiritia) 17, 
Qa.j R^gÜBse, K- 8S6 = tf»^^ Jy; ^^ßl. unter i--^'; Sus, liquir,, 
Ser. 14"; I. B. an tlrci Stellen, vgl. oben ^j-j-Jt i-jj. — L. 878. 

1080. o^>- A. 2-iQ, hcbr. r.27 jkm. lat. 447, Plcmp. 213; Sus- 
Banam, Ali 201 und !2!>l, Susatnum, a. 231; Suaan, Dj. 25; Zuzan, 
iUiiim 88, Oa.; Soscn, lilium, Ser. 189; I. B. an Alof Stellen. — Im 
Index L., S. 489 ist S. 319 iJ^y^a. 



100 Moritz Steinschneider. 

1081. o>**>'>-' A. 223, o>^P^>-' ed. Bulak 387, puipo hebr. 533 
(lat. Sucutum), eine Art Sempervivum oder c*-*^- 

1082. o"^»*" A. 219, hebr. 511; I. B. 1252. 

1083. j^ytyS-j«!, 8. o?^»»?-'- 

1084. Öij-J A. 226 verweist auf Äk«».; Tisane d'orge, K. 837; 
^\ ^**-i-^lj ÄkiLl öJj—, I. B. 1255 und 2068. 

1085. oV^^'-r-' A. 220, obV^'-" ed. Bulak 382, kebr. 521 jXTiinKio 
(jlatein. i-wu'-tb'); Ali 316; s. ^^l^^ljU-»; o'sj^^ Gomme, K. 862, Le- 
CLBRO verweist auf o^^j'''-"; Saderuam in Hng, persica nigrum ca- 
daha, Simon. Jan. 53*: Sadeguaram sie acriptum est in 2. Canonis 
Av., sed in arabico saduria . . . Haliab. (Ali b. Abbae) scribit sade- 
rudum in cap. de succis plant., ap. Ser. vero saderuam, ibique notifi- 
catur . . . medicina valde pelegrlna. 

1086. U--«o Siehe, K. 874, ein Fisch (nach Leclerc/b-J\ joj); 
bei I. B. viermal. 

1087. j'D V ,<-- oder Jj— , Salt 328 fUr Cadmia. 

1088. ^fjl^^-yLj A. 223, ed. Bulak 386, hebr. 531 corrupt piDKBO; 
Cherris, K. 686 = }^y^; nach Leclerc ein Irrthum bei Avicenna, 
Daud und Abd al-Razzak; es ist Sissarum des Dioskorides; I. B. 1257. 

1089. j-^ A. 223, ed. Bulak 387 hat c>!Kr", hebr. 332 fehlt das 
arabische Schlagwort, im Index -isD, latein. DiK'tsi© (im Text ck'Cip); 
,:j^^ *j»; so auch K. 864 Cresson, wo noch iJ'V^.' das Wort fehlt 
bei Freytag, auch in I. B., wenigstens unter jenen beiden Formen. 
Simon Januensis f. 20: Corrat al hani (lies athain, h ftlr *) vel planta 
fontis, vel senetion, die Pflanze pupilla oculi ,propter quam equi- 
vocationem forte erravit translator Ävicennae in 2*, wo er pupilla 
oculi anstatt planta fontis übersetzt. Die Ursache des Irrthums konnte 
auch die sein, dass die Araber, wenn sie den Frauen schmeichelten, 
sie ,raein Augapfel* nannten; die Pflanze werde aber mit verdoppel- 
tem r (ip) geschrieben und gesprochen. Ders. 51' Pupilla oculi ap. 
Ävicennae est senation sed apud Arabes vocatur planta fontis et 
corat (lies corrat) alba (so!) quod est equivocum ad pupillam oculi 
et plantam fontis, et in hoc erravit translator Avicenna ut supra in 
corath alhä. Kin anderes Kapitel des Avicenna Über dieselbe Pflanze 



Heiluittslnahen der Araber. 101 

finde sich unter eiuninm (also las auch er c>y^^)i vielleicht meine 
er, wie Dioskorides, aenectlo, et dicit ibi quod est eruca maris; 
Dere. 59* Sunium (so), nach Avicenna corat (so) Alhani, id est 
senation nt snpra in pupilla oculi. ,Senecion' ist nach Fbbttag i, 75 
ripifepov, ^jjjUj^l. — Vgl, Sium, bei L. 223, 225. 

1090 o>*K^ Minium, K. 853 ^ o>*Tir^ und ,, »^1, auch 

1091. ,:^^l-~«o A. 221, ed. Bulak 384, hebr. 524 DrirDttD; vgl. 
.j-jVU--«) Salt 508 und 529, vgl. 318; ffeoäXeu; L. 36 und s. ^L— . 
Ob ,_,rf>*JU*d Zimaeclata, in aliis Zurizaedacum, Ali 5 (?). 

1092. jjL-«-w), s. jjU---^. 

1093. j-y^—^-" {_ry-"ir^) Zinzambar 18, Ga., wofUr ; ■«■.*•■ -.w Sen- 
sanaubor bei Dj