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Full text of "Wirtembergisches Urkundenbuch; hrsg. von dem Königlichen Staatsarchiv in Stuttgart"

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V. 11 



WIRTEMBERGISCHES URKUNDENBUCH. 



WIRTEMBERGISCHES 



URKUNDENBUCH. 



HERAUSGEGEBEN 
VON DEM 

KÖNIGLICHEN STAATSARCHIV IN STUTTGART. 



ELFTER BAND. 



STUTTGART. 
DRUCK UND VERLAG VON W. KOHLHAMMER. 

1913. 



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SEINER MAJESTÄT 



DEM KÖNIG 




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IN TIEFSTER EHRFURCHT 



GEWIDMET. 



VORWORT. 



Auch der elfte Band des Wirtembergischen Urkundenbuchs ist von dem 
Unterzeichneten und dem Archivrat Dr. Mehring bearbeitet. Er enthält 616 Num- 
mern mit 634 Urkunden von 1297 — 1300. Davon sind 302 Urkunden, worunter 
138 deutsche, im Wortlaut wiedergegeben, 332 in Regestenform. Bisher ungedruckt 
oder nur in kürzeren Regesten bekannt sind gleichfalls 332 Urkunden. Dazu kom- 
men als Nachtrag zu sämtlichen Bänden 174 Urkunden von 832 — 1296, davon 
98 Texte, 76 Regesten, worunter 122 nicht oder nur in kurzer Fassung gedruckt. 

Der üblichen Übersicht der in diesem Bande enthaltenen Urkunden folgen 
chronologische Zusammenstellungen aller im Wirtembergischen Urkunden- 
buch gedruckten Nachträge und die Überlieferung betreffenden Berichtigungen *). 

Mit dem 11. Bande schliesst, wie schon im Vorwoi't des 10. angekündigt ist, 
das Wii-tembergische Urkundenbuch. Wenn auch gewichtige Stimmen nicht fehlen, 
die eine Fortführung bis mindestens 1350 für erwünscht halten, so gibt doch die 
Erfahrung, dass die Berücksichtigung des ganzen heutigen Königreichs eine zu bunt- 
scheckige Sammlung schafft, und die Tatsache, dass die Grundsätze für die Heraus- 
gabe von Urkundenbüchern sich seit dem Erscheinen unseres ersten Bandes ganz 



, 1) Die in dem Verzeichnis der Nacliträge in Bd. 7 aufgeführten Urkun.len vom Kl. Kreuzungen von 125!) 
Mai 11 und Juni 1 wurden niciit aufgenommen, weil für die Deutimg des Namens Wiler bei dem Fehlen aller 
sonstigen Anhaltspunkte die alle wohl noch dem 13. Jahrhundert angeliörende Dorsalnotiz auf der Urkunde vom 
Juni 1 maßgebend sein mußte : pro Wiler ultra Turam. 

Auch auf die Urkunde des Kl. Kaisheim von c. 1221 (Bd. 7 S. XII) über Zinunern haben wir verzichtet, 
weil die Deutung dieses Ortsnamens äußerst unsicher ist. 

Die Urkunde von 1270 (s. Bd. 7 S. XII) üljer die Schenkung eines Guts in PIeß bair. AH. Babenhausen 
durcli Ritter Andreas von Langwaid an Kl. Ochsenhausen konnte nicht aufgehmden werden : eben.so in München 
die ElUvanger Urkiuule über Obemdorf von 1273 Okt. 11 (ebenda .S. XIII). 



VIII Vorwort. 

wesentlich geändert haben, den Ausschlag für das Aufhören. So sicher es ist, dass 
eine diplomatische Bearbeitung von Urkunden den Stoff grösserer Landschaften ver- 
gleichen muss, so sicher ist auch, dass für den Historiker die Urkundenbücher ge- 
schlossener weltlicher oder geistlicher Territorien wertvoller sind, als mehr durch 
Zufall bestimmte Sammlungen. Die Herausgabe von Territorialurkundenbüchern hat 
für Württemberg die Kommission für Landesgeschichte als ihre Aufgabe über- 
nommen. 

Volle 64 Jahre hat das Wirtembergische Urkundenbuch seit dem Erscheinen 
des 1. Bandes gebraucht, bis es das Jahr 1300 erreicht hat. Die Anfänge liegen 
noch weiter zurück. Kein Geringerer als Ludwig Uhland hat in der Sitzung der 
Kammer der Abgeordneten vom 30. August 1833 verlangt, dass bei den Archivaren 
die Ausbeutung des ihrer Obhut anvertrauten Materials einen Teil ihres Berufs 
ausmachen soll und dass eine Urkundensammlung erwünscht sei, wie sie aus 
bayrischen und rheinpreussischen Archiven zutage gefördert worden sei ^). Der 
eifrige Geschichtsforscher Prälat v. Pf ister stimmte dem bei und verkündigte, 
dass ein Privatverein zusammengetreten sei, der alle Urkunden bis zum 
Anfang des 14. Jahrhunderts drucken lassen wolle. Sofort beantragte Albert 
Schott einen jährlichen Beitrag von 500 Gulden zu diesem Zwecke. Zwar trat 
die erste Kammer dem Beschluss der zweiten aus dem formellen Grunde nicht bei, 
weil die Regierung die Summe nicht gefordert habe; aber ein königlicher Erlass 
nahm das Angebot der Abgeordnetenkammer an. Die Verfügung über diese Summe 
bekam das Staatsarchiv um so mehr, als beim Tode v. Pfisters 1836 noch nichts 
Erhebliches in der Sache geschehen war. 

So erscheinen von 1833—1876 die 500 Gulden, von 1876—1899 dafür 800 Mark 
in dem Etat der Archivdirektion; 1899 wurde die Summe auf 1400 Mark erhöht. 

Zwar die Stände mussten lange auf die Erfüllung ihres Wunsches, dass der 
1. Band möglichst bald erscheine, warten. Immer wieder wurde die Regierung um 
Auskunft über den Stand der Sache angegangen. Im Dezember 1844 wurde mit- 
geteilt, dass der Druck begonnen habe; 1849 legte der damalige Verweser des 
Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, Staatsrat Archivdirektor v. Roser, 
selbst das erste Exemplar des ersten Bandes auf den Tisch des Abgeordnetenhauses. 

Man hatte sich freilich die Arbeit zu leicht gedacht. Immer wieder wurde 
davon geredet, dass der erste Band bis zum Jahre 1268 gehen solle. Tatsächlich 
reichte er bis 1137 und nicht weniger als sechs stattliche Bände waren nötig, um 



2) Gemeint sind die Regesta boica, 1822 ff., die Monumenta boica, 2. Serie 1829 ff. und der Codex diplo- 
maticus Rheno-Mosellanus, 1822 — 1826. 



Vorwort. IX 

bis 1268 vor/udringen. Nicht unbemerkt soll bleiben, dass 1847 der 2., bis 1268 
reichende Band von Chr. Fr. Stalins Wirtembergischer Geschichte erschienen ist 
und dass das Zusammenarbeiten Stalins mit dem Herausgeber des Urkundenbuchs 
olme Zweifel die Zeit des Erscheinens beeinilusst hat. Dem 1. Band folgte 1858 
der 2., 1871 der 3., 1883 der 4., 1,889 der 5., 1894 der 6., 1900 der 7., 1903 der 
8., 1907 der 9., 1909 der 10., 1913 der 11. 

Bearbeiter der ersten drei Bände war Eduard Kausler, des 4. — 6. Paul Sta- 
lin, unterstützt von Eugen Schneider, des 7. dieselben mit Gebhard Mehring, 
des 8. — 11. Schneider und Mehring. Dankenswerte Unterstützung fanden die 
Bearbeiter durch die übrigen Archivbeamten. Für die Deutung der Ortsnamen 
leistete D. Dr. Bossert gute Beihilfe. Eine wesentliche Förderung brachte für den 
7. und 8. Band ein Geldzuschuss der Kommission für Landesgeschichte. 

Aufgenommen werden sollten von Anfang an alle Urkunden, „in welchen in 
Beziehung auf irgend einen Bestandteil des Landes in seinem heutigen Umfang eine 
(rechtliche) Bestimmung sich findet". Demgemäss wurden, entgegen der ursprüng- 
lichen Absicht, Angaben über das sonstige Vorkommen der Grafen von Württemberg, 
etwa als Zeugen in Kaiserurkunden, und chronikalische Nachrichten über das Land 
weggelassen, jedenfalls weil sie in Stalins Geschichtswerk zu finden waren. Diese 
alten Grundsätze für die Herausgabe sind im Wesentlichen beibehalten worden; 
im 5. Bande wurden zum ersten Male einige schon sonst gedruckte Urkunden nur 
im Auszuge wiedergegeben; mit dem 7. tritt die gegenseitige Verweisung auf die 
Urkundenbücher der Kommission für Landesgeschichte statt des vollen Abdrucks 
ein; von demselben Bande an werden auch solche Urkunden berücksichtigt, die nur 
in Auszügen vorliegen; die Ortserklärung wird mit dem Register verbunden, ein 
Glossar wichtigerer Ausdrücke wird beigefügt; immer weniger werden ganze Texte 
gedruckt, so dass seit Band 8 die Regesten an Zahl überwiegen. Die Regestenform 
wurde so ausgestaltet, dass sie mit Wiedergabe wichtiger Stellen im Wortlaut den 
Bedürfnissen der Geschichts- und vielfach auch der Rechtsforscher genügen und den 
Abdruck ersetzen kann. Auf Merkmale der Urkundenkanzleien wurde mehr geach- 
tet,- wenn auch hier im Zusammenhang mit der ganzen Anlage des Werks nicht alle 
Forderungen der Diplomatiker befriedigt werden konnten. 

So sorgfältig die Nachforschung nach den vorhandenen Urkunden gewesen ist, 
so wird es doch an Nachträgen nicht fehlen. So hat vor kurzem die Kgl. Biblio- 
thek in Berlin aus englischem Besitz hällische Urkunden erworben, über die in den 
Württembergischen Vierteljahrsheften für Landesgeschichte Dr. Schillmann-Berlin be- 
richten w^ird. In denselben sollen nach Bedarf auch sonst Nachträge mitgeteilt 
werden. 

XI. II. 



X Vorwort. 

Zum Schluss seien die Archive und Bibliotheken aufgeführt, die in zuvorkom- 
mender Weise uns zum Teil schon bei früheren Bänden, und besonders beim letzten, 
durch Beihilfe unterstützt haben: das fürstlich Leiningische Generalverwaltungs- 
archiv in Amorbach, das bischöfliche Ordinariatsarchiv in Augsburg, das 
Kirchenpflegearchiv und das Spitalarchiv in Biberach, das Vorarlbergische Landes- 
archiv in Bregenz, das grossherzoglich Hessische Haus- und Staatsarchiv in 
Darmstadt, das fürstlich Fürstenbergische Archiv in Donaueschingen, das 
Spitalarchiv in Esslingen, das Archiv des Kantons Thurgau in Frauenfeld, die 
Pfarrregistratur in Fridingen, das gräflich Quadt-Isnysche Archiv in Isny, das 
grossherzoglich Badische Generallandesarchiv in Karlsruhe, die gräflich Esterhazy- 
sche Ilentamtsregistratur in Kirchheim u. T., das königlich Bayerische Allgemeine 
Reichsarchiv, die königliche Hof- und Staatsbibliothek und die königliche Universi- 
tätsbibliothek in München, die fürstlich Thurn- und Taxissche Rentamtsregistratur 
in Neresheim, das Spitalarchiv in Nördlingen, das Germanische National- 
museum in Nürnberg, das fürstlich Hohenlohische Archiv in Ohringen, das 
Archiv des Museums des Königreichs Böhmen in Prag, das fürstlich Thurn- und 
Taxissche Archiv in Regensburg, das Armenpflegarchiv in Reutlingen, das 
gräflich Erbach-Erbach und von Wartenberg-Rothsche Archiv in Roth, das bischöf- 
liche Ordinariatsarchiv in Rottenburg, das Stadtarchiv in Rottweil, das Stifts- 
archiv in St. Gallen, das Stiftsarchiv in St. Paul, das Stadtarchiv in Saulgau, 
die königliche Landesbibliothek in Stuttgart, die königliche Universitätsbibliothek 
in Tübingen, das Stadtarchiv in Überlingen, das Stadtarchiv in Ulm, das 
Stadtarchiv in Waldsee, das fürstlich Öttingen - Wallersteinsche Archiv in Waller- 
stein, das fürstlich Löwenstein -Wertheim -Rosenbergsche Archiv in Wertheim, 
das fürstlich Waldburg -Wolf eggsche Archiv in Wolf egg, das königlich Bayerische 
Kreisarchiv in Würzburg. Ein Stück ist im Privatbesitz von Professor Dr. H. 
Günter in Tübingen. Ob die Heggbacher Urkunden sich noch in Buxheim befinden, 
entzieht sich immer noch unserer Kenntnis. Alle Urkunden, bei denen eine Quelle 
nicht angegeben ist, liegen im königl. Geheimen Haus- und Staatsarchiv zu 
Stuttgart. 

Stuttgart, im August 1913. 

Direktor Dr. v. Schneider. 



• • 

Übersicht der in Band 11 gedruckten Urkunden 
nach ihrer Zusammengehörigkeit. 



Seite 

Kl. Adelberg. 

1) 1268. 520 

2) 1297. 1 

3) 1297. Fehr. 2. 18 

4) 1297. Mai 30. 49 

5) 1297. Sept. 15. 75 

6) 1298. 100 

7) 1298. März 21. 125 

8) 1298. Juni 1. 145 

9) 1299. Apr. 7. 227 

10) 1299. Juni 20. 266 

11) 1300. Jan. 0. 351 

12) 1300. Jan. 20. 360 

13) 1300. Febr. 20. 374 

14) 1300. Apr. 28. 394 



Kl. Allerheiligen. 

1) 1284. März 6. 



550 



Kl. Alpirsbach. 




1) 1297. Febr. 1. 


17 


2) 1297. Febr. 5. 


21 


3) 1297. Aug. 5. 


66 


4) 1298. Mai 15. 


143 


5) 1299. Apr. 22. 


233 


6) 1299. Sept. 13. 


315 


7) 1300. März 24. 


385 


8) 1300. Mai 8. 


396 


9) l.SOO. Juli 19. 


417 


10) 1300. Nov. 19. 


443 


Kl. Amorbach. 




1) 1298. Okt. 17. 


167 


2) 1298. Nov. 2. 


171 


3) 1299. März 25. 


221 


4) 1299. Apr. 3. 


224 



Augsburg. 
1) 1297. Aug. 13. 68 

Markgr. v. Baden. 

1) 1297. Mai 5. 45 

1297. Sept. 5. s. Gr. v. 
Wirtemberg. 



Seite 
Kl. Baindt. 

1) 1267. Dez. 24. 519 

2) (1268.) Juni 13. 522 

3) 1297. März 17. 31 

4) 1297. Apr. 10. 40 

5) 1298. Juli 6. 152 

6) 1298. Sept. 30. 165 

7) 1208. Dez. 29. 185 

8) 1299. Jan. 30. 205 

9) 1299. Apr. 22. 234 

10) 1300. Juli 14. 414 

11) 1800. Sept. 29. 432 

Bamberg. 

1) 1243. 474 

Kl. Bebenhausen. 

1) 1246. Jnui 30. 477 

2) 1246. Juni 30. 477 
8) 1297. Jan. 28. 15 

4) 1297. Febr. 24. 24 

5) 1297. März 26. 37 

6) 1297. Apr. 29. 44 

7) 1297. Mai 15. 46 

8) 1297. Juli 23. 61 

9) 1297. Okt. 26. 84 

10) (1298.) 101 

11) 1298. Jan. 3. 106 

12) 1298. Jan. 25. 115 

13) 1298. März 7. 123 

14) 1298. Apr. 23. 131 

15) 1298. Apr. 28. 133 

16) [1298. Nach Apr.28.] 135 

17) 1298. Mai 27. 144 

18) 1298. Juni 7. 146 

19) 1298. Aug. 13. 156 

20) 1298. Sept. 29. 164 

21) 1298. Nov. 6. 173 

22) 1299. Jan. 13. 198 

23) 1299. Apr. 6. 226 

24) 1299. Apr. 21. 232 

25) 1299. Mai 18. 243 

26) 1299. Juni 22. 269 

27) 1299. Juli 7. 284 



Seite 

28) 1299. Juli 7. 286 

29) 1299. Juli 24. 294 

30) 1299. Juli 27. 295 

31) 1299. Juli 28. 296 

32) 1299. Sept 1. 313 

33) Um 1300. 339 

34) 1300. .342 

35) 13(10. Jan. 12. 353 

36) 1300. Jan. 12. 353 

37) 1300. Febr. 5. 370 

38) 1300. Febr. 25. 378 

39) 1300. Mai 31. 406 

40) 1300. Juli 17. 415 

41) 1300. Sept. 1. 425 

42) 1.300. Okt. 16. 433 

43) 1300. Okt. 18. 434 

44) 4300. Okt. 26. 437 

45) 1300. Nov. 5. 440 

46) 1300. Dez. 5. 446 

47) 1300. Dez. 5. 447 

Kl. Berau. 

1298. März 7. s. Beben- 
hausen. 



Kl. Berchtesgaden. 

1) Zw. 1138 u. 1152. 454 

2) 1258. Sept. 30. 497 

Biberach. 

1) 1297. Mai 11. 46 

2) 1298. 102 

3) 1298. Sept. 24. 163 

4) 1299. Aug. 25. 312 

5) 1299. Dez. 21. 338 

6) 1300. März 4. 382 

7) 1300. Juli 11. 413 



Kl. Billigheim. 

1) 1225. Nov. 9. 



467 



Kl. Blaubeuren. 

1) 1108. Nov. 7. 449 

2) 1254. Jan. 30. 486 



Seite 

3) 1268. 521 

4) 1297. Sept. 1. 72 

Boplingen. 

1) 1299. Zwischen .Jan. 25. 
u. Juni 15. 203 

Brackenheini. 

1280. Mai 29. s. Ess- 
lingen. 



Stift Buchau. 

1) 1264. Okt. 31. 509 

2) 1264. Okt. 31. 510 
1299. AprU 9. s. Salem. 
1299. Juli 15. s. Siessen. 
1299. Nov. 26. s. Isny. 

8) 1300. Jan. 22. 360 



Stadt Buchhorn. 
1) 1299. März 18. 



219 



Crailsheini.Pfarrkirche. 

1) 1.300. Mai 20. 398 

Kl. Denkendorf. 

1) 1274. Apr. 27. 535 

2) 1297. Mai 16. 48 

3) 1299. Aug. 24. 311 

4) 1300. Juli 29. 420 



Deutschorden. 

1) 1282. Apr. 22. 

2) 1297. Jan. 6. 

3) 1297. März 5. 

4) 1297. März 12. 

5) 1297. Juni 24. 



6) 1297. 

7) 1297. 

8) 1297. 

9) 1297. 



Juli 4. 
Aug. 24. 
Aug. 24. 
Dez. 21. 



10) 1298. .lan. 9. 

11) 1298. Febr. 14. 

12) 1298. März 13. 

13) 1298. März 27. 



548 

9 

28 

29 

59 

59 

71 

71 

98 

108 

121 

124 

127 



XII Übersicht der in Band 1 1 gedruckten Urkunden nach ihrer Zusammengehörigkeit. 



Seite 




.Seite 




Seite 




Seite 


14) 1298. Apr. 25. 132 


12) 1297. Juli 25. 


68 


Kl. Heggbach. 




6) 1297. Jan. 


7 


15) 1298. Juni 15. 148 


13) 1297. Aug. 1. 


64 


1) 1233. Dez. 23. 


469 


7) 1297. Jan. 


8 


16) 1298. Juni 15. 148 


14) 1297. Nov. 28. 


95 


2) 12.50. Juli 27. 


481 


8) 1297. März. 


27 


17) 1298. Nov. 16. 175 


15) 1298. Apr. 25. 


133 


3) 1266. Mai 


514 


9) 1297. März. 


27 


18) 1299. Jan. 22. 201 


16) 1299. Juni 11. 


252 


4) 1267. Dez. 24. 


519 


10) 1297. März 7. 


29 


1299. Jan. 23. und 26. 


17) 1299. Juli 31. 


299 


5) 1277. Febr. 10. 


538 


11) 1297. März 27. 


37 


8. Salem. 


18) 1299. Aug. 21. 


309 


6) 1282. Dez. 6. 


548 


12) 1297. Juni. 


51 


19) 1299. Febr. 9. 208 


19) 1299. Sept. 19. 


316 


7) 1282. Dez. 6. 


548 


13) 1297. Juni 30. 


59 


1299. Apr. 9. s. Salem. 


20) 1299. Okt. 4. 


818 


8) 1285. Okt. 31. 


553 


14) 1297. Dez. 


95 


20) 1299. Apr. 12. 230 


21) 1299. Nov. 15. 


330 


9) 1297. Okt. 3. 


78 


15) 1298. März. 


122 


21) 1299. Apr. 13. 230 


22) 1300. Jan. 12. 


354 


10) 1298. Apr. 30. 


136 


16) 1298. Apr. 


127 


22) 1299. Mai 21. 245 


23) 1300. Mai 4. 


395 


11) 1300. Mai 23. 


399 


17) 1298. Mai 12. 


142 


23) 1299. Juni 21. 268 


24) 1300. Mai 11. 


397 


12) 1300. Mai 23. 


399 


18) 1298. Aug. 


154 


24) 1299. Juli 22. 293 

25) 1299. Okt. 30. 325 


25) 1300. Juni 9. 

26) 1300. Sept. 13. 


408 






19) 1298. Aug. 

20) 1298. Nov. 


155 


428 


Kl. Heidenheim. 




171 


26) 1299. Nov. 23. 332 

27) 1299. Dez. 1. 336 


27) 1300. Okt. 22. 


437 


1299. Apr. 23. s. 


Kom- 


21) 1299. Jan. 

22) 1299. Apr. 


192 
223 






bürg. 




28) 1300. Febr. 20. 376 

29) 1300. Juni 11. 409 


Kl. Frauenalb. 

1) 1197. Apr. 4. 


460 






23) 1299. Mai. 

24) 1299. Mai. 

25) 1300. Febr. 28. 


238 


Heilbronn. 




239 
380 








1) 1298. Jan. 25. 


116 


Kl. Heiligkreuz in 
Donauwörth. 


Kl. Frauenthal. 

1) 1299. Juni 16. 








26) 1300. März 25. 

27) 1300. Apr. 


386 


255 


Kl. Heiligkreuzthal. 


387 


1) um 1250. 480 






1) 1246. 


476 


28) 1300. Apr. 


387 










Fridiiigen, Pfarrkirche. 


2) 1267. Dez. 24. 


519 


29) 1300. Apr. 


S8S 




ooo 


Freie Leute in Eglofs. 


1) 1278. Juni 6. 


540 


3) 1297. 


2 


30) 1300. Apr. 


389 


1) 13Ü0. Jan. 27. 363 






4) 1297. Apr. 25. 

5) 1297. Juni 23. 


44 
58 


31) 1300. Sept. 1. 
82) 1300. Okt. 19. 


426 


Gmünd, Stadt 


und 


435 






Kl. Ellwangen. 


Klöster. 




6) 1298. Mai 20. 


144 


33) 1300. Dez. 


446 


1) Zw. 1188 u. 1217. 459 






7) 1298. Aug. 12. 


156 






2) 1253. Dez. 21. 485 


1) 1256. Apr. 20. 


492 


8) 1298. Sept. 6. 


160 


Kl. Hirsau. 




8) 1262. Juni 16. 505 


2) 1288. Dez. 13. 


562 


9) 1298. Nov. 17. 


178 


1) 1268. Nov. 10. 


525 


4) 1297. Jan. 13. 10 


3) 1300. Nach Jan. 22 


. 362 


10) 1299. Febr. 6. 


207 


2) 1268. Nov. 10. 


526 


1297. Sept. 17. 8. Kais- 






11) 1299. Juni 6. 


248 


8) 1297. Okt. 15. 


81 


1 • 


Kl. Gnadenthal. 
1) 1298. Juni 3. 




12) 1299. Okt. 8. 

13) 1299. Dez. 5. 


320 
336 






1299. Jan. 13. s. Neres- 


146 


Herren von Hohenlohe. 


heini. 


2) 1298. Aug. 1. 


155 


14) Um 1300. 


339 


1) 1299. Juli 16. 


292 


1299. Sept. 17. s. Kirch- 


3) 1299. Aug. 12. 


305 


15) Um 1300. 


340 


2) 1300. Nov. 9. 


441 


heim a. R. 


4) 1299. Okt. 6. 


319 


16) Um 130Ü. 


340 






1800. Apr. 11. s. Neres- 


5) 1299. Nov. 12. 


329 


17) 1300. 


842 


Hohentwiel. 




heim. 
5) 1300. Okt. 29. 439 


6) 1300. Febr. 28. 


379 


18) 1300. 

19) 1300. Jan. 4. 

20) 1300. Febr. 14. 

21) 1.300. Febr. 24. 

22) 1300. Apr. 24. 

23) 1300. Aug. 24. 

24) 1300. Dez. 19. 


343 
350 
874 
377 
393 
423 
448 


1) 1300. Febr. 16. 


374 




Kl. Gotteszeil. 

1) Um 1250. 

2) 1266. 

3) 1288. Juli 30. 

4) 1297. März 29. 


480 

512 

561 

37 




Herren von Erbach. 
1) 1298. Juli 1. 152 


Johanniterorden. 
1) 1251. 

1291. Jan. 25. s. 

bürg. 

1297. Jan. 6. s. De 

orden. 


483 


Esslingen. 
1) 1247. Okt. 15. 478 


Kom- 
utsch- 


2) 1268. Apr. 29. Sept. 8. 

Sept. 9. 522 

3) 1280. Mai 29. 541 

4) Um 1288. 560 


5) 1297. Apr. 4. 

6) 1297. Okt. 31. 


38 
86 


Kl. Herbrechtingen. 


7) 1298. 

8) 1300. Nov. 21. 


102 
443 


1) 1226. Nov. 9. 

2) 1256. 


467 
491 


2) 1297. Jan. 29. 16 
1297. März 5. s. Deutsch- 


5) 1296. 569 

6) 1297. Jan. 15. 11 






3) 1299. Apr. 8. 
Kl. Herrenalb. 


228 


orden. 

3) 1297. Okt. 27. 

4) 1298. Jan. 24. 




Kl. Gutenzeil. 




85 
115 


7) 1297. Febr. 3. 19 


1) 1267. Dez. 24. 


519 


1) Vor 1263. 


506 


1298. Aug. 16. s 


Lich- 


8) 1297. März 8. 29 

9) 1297. März 15. 31 


2) 1299. Jan. 28. 


204 


2) Vor 1263. 


506 


tenstein. 








3) 1297. 


2 


5) 1298. Okt. 26. 


169 


10) 1297. Apr. 1. 38 


Hall. 




4) 1297. Jan. 


7 


1298. Nov.l6.8.Deutsch- 


11) 1297. Mai 10. 46 


1) 1298. Sept. 21. 


162 


5) 1297. Jan. 


7 


orden. 





Übersicht der in Band 11 gedruckten Urkunden nach ihrer Zusammengehörigkeit. XIII 



Seite 

1299. Apr. 12.8.Deut8ch- 
orden. 

6) 1299. Apr. 27. 286 

7) 1299. .luni 3. 246 

8) 1299. Vor Juni 7. 249 

9) 1300. Febr. 1. 3G6 

10) 1300. Febr. 12. 373 

11) 1300. Juli 10. 412 

12) 1300. Juli 20. 418 



Isny, Kloster u. Stadt. 

1) 1205. Dez. 10. 461 

2) 1297. Febr. 4. 20 

3) 1299. Nov. 26. 334 

4) 1300. Sept. 13. 428 

Kl. Kaislieim. 

1) Zw. 1214 u. 1229. 462 

2) 1228-1239. 468 

3) 1240. 471 

4) 1262. 503 

5) 1268. Jan. 24. 521 

6) 1297. Sept. 17. 77 

7) 1297. Okt. 7. 79 

8) 1298. Febr. 1. 120 

9) 1298. Mai 17. 143 

10) 1298. Okt. 1. 1()5 

11) 1298. Dez. 17. 184 

12) Um 1300. 340 

13) 1300. Nov. 25. 444 



9) 1300. März 20. 
10) 1300. Okt. 21. 



.Seit« 
884 
437 



Kl. Kir 

1) 1297 

2) 1297 

3) 1299 

4) 1299, 
6) 1299 

6) 1299 

7) Um 

8) 1300 

9) 1300. 

10) 1300. 

11) 1300. 

12) 1300. 

13) 13(X), 

14) 1300. 
1.5) 130O. 



chberg. 

. März 22. 

, März 13. 
. Juni 5. 
. Nov. 25. 
1300. 

Febr. 20. 
März 18. 
Mai 3. 
Juui 2. 
Juni 24. 
Juli 19. 
Dez. 7. 



2 
33 
186 
215 
247 
333 
341 
343 
375 
382 
395 
406 
411 
417 
448 



Kl. Kirchheim u. T. 

1) 1297. 3 

2) 1298. Okt. 26. 168 

3) 1298. Nov. 19. 178 

4) 1299. .Tan. 1. 193 

5) 1299. Nov. 25. 334 

6) 1300. 344 
Ti 1300. Jan 17. 359 
8) 1300. .lau. 30. 365 



Kl. Kirchheini am 


i Ries. 


1) 1272. Juli 7. 


533 


2) 1298. Juli 10. 


153 


3) 1299. März 28. 


222 


4) 1299. Juni 10. 


250 


5) 1299. Juni 10. 


251 


6) 1299. Okt. 22. 


322 


7) 1299. Okt. 22. 


323 


8) 1299. Okt. 22. 


324 


9) 1299. Nov. 17. 


330 


10) 1299. Dez. 3. 


336 


11) 1300. Febr. 1. 


369 


12) 1300. Juli 29. 


420 


Kl. Kuiebis. 




1) 1297. Febr. 26. 


25 


2) 1299. 


187 


3) 1299. Juni 23. 


270 


4) 1299. Sept. 23. 


316 


Kl. Komburg. 




1) 1186. Sept. 3. 


454 


2) 1241. Dez. 29. 


473 


3) 1256. Juni 13. 


493 


4) 1257. Jan. 22. 


494 


5) 12r>7. Sept. 29. 


496 


6) 1262. Mai 7. 


504 


7) 1266. Febr. 1. 


513 


8) 1282. Jan. 13. 


546 


9) 1283. Febr. 5. 


549 


10) 1286. Juni 13. 


555 


11) 1287. Mai 11. 


557 


12) 1291. Jan. 25. 


.566 


13) 1297. März 13. 


30 


14) 1297. März 15. 


31 


15) 1298. Apr. 14. 


130 


16) 1298. Aug. 18. 


158 


17) 1298. Sept. 19. 


161 


18) 1298. Okt. G. 


166 


1298. Okt. 17. 8. 


Amor- 


bach. 


1 


19) 1299. Apr. 23. 


234 


20) 1299. Apr. 25. 


235 


21) 1299. Mai 25. 


245 


22) 1300. Sept. 27. 


431 



Konstanz. 

1297. März 21. s. St. 
Georgen. 

1) 1297. Mai 25. 48. 

1298. Juni 8. s. Wein- 
garten. 

2) 1298. Juli 30. 153 

3) 1299. Juni 20. 267 

4) 1300. Mai 25. 400 



Seile 

Konstanz, Stift St 
Johann. 

1) 12[67J. Okt. 25. 670 

2) 1268. Juni 24. 523 

3) 1269. April 16. 526 

4) 1280. Nov. 23. .545 

5) 1297. Nov. 5. 87 

6) 1298. Jan. 8. 107 

Kl. Kreuzlingen. 

1) 1271. Mai 19. 532 

2) 1299. Mai 17. 243 

3) 1299. Juni 15. 254 

4) 1299. Juli 2. 280 
6) 1299. Juli 7. 287 

6) 1299. Juli 31. 299 

7) 1299. Aug. 17. 307 

8) 1299. Aug. 23. 310 

9) 1299. Aug. 23. 311 
10) 1300. 844 

Kl. Langnau. 

1297. Juni 15. s. Wein- 
garten. 

Kl. Lauffen. 

1) 1299. Juni 28. 279 

2) 1299. Okt. 25. 325 

3) 1300. Sept. 18. 431 

Kl. Liclitenstern. 

1) 1255. 488 

2) 1255. Okt. 11. 490 

3) 1256. Juli 1. 494 

4) 1258. Nov. 29. 498 

5) 1259. Mai 2. 499 

6) 1262. Mai 5. 504 

7) 1265. Jlärz 4. 512 

8) 1267. ,Tuni 8. 517 

9) 1271. 631 

10) 1274. Juni 11. 536 

11) 1276. 537 

12) 1286. Juli 14. 555 

13) 1291. März 15. 567 

14) 1295. Juli 2. 569 

15) 1298. Aug. 16. 157 

16) 1298. Aug. 16. 157 

17) 1299. Aug. 14. 306 

18) 1300. März. 381 

19) 1300. Apr. 23. 892 

20) 1300. Apr. 23. 392 

21) 1300. Sept. 5. 426 

22) 1300. Nov. 25. 445 



Kl. Lindau. 
1) 1267. Apr. 



12. 



518 



Seile 

Gr. von Löwenstein. 

1) 1298. Dez. 13. 183 

2) 1300. Mai 24. 400 

KI. Löwenthal. 

1) 1260. Juli 10. 501 

2) 1268. Nov. 3. 525 

3) 1290. Juli 20. 571 

4) 1297. Juni 12. 56 

5) 1298. Apr. 2. 128 

6) 1298. Nov. 10. 182 

7) 1299. Juni 13. 253 



Kl. Lorch. 

1) 1218. 463 
1297. Aug. 13. 8. Augs- 
burg. 

2) 1297. Aug. 13. 69 

Hen-en von Lupfen. 

1) 1299. Dez. 17. 337 

2) 1299. Dez. 19. 337 
1300. Nov. 3. 8. Herren 

r. Zimmern. 

Kl. Marchthal. 

1) «1297. Febr. 14. 22 

2) »1297. Apr. 13. 41 

3) »1297. Apr. 18. 42 

4) *1297. Aug. 11. 66 

5) 1297. Sept. 28. 77 

6) 1298. März 9. 124 

7) 1299. 187 

8) 1299. .luli 29. 297 

9) *1299. Aug. 3. .HOO 

10) 1299. Aug. 10. 303 

11) 1299. Aug. 19. 308 

12) 1300. 345 

13) 1300. 346 

14) *1300. Jan. 15. 356 

15) 1300. Apr. 9. 390 

16) 1300. Juli 20. 419 

Kl. Mariaberg. 

1) 1297. Dez. 26. 99 

2) 1299. Juli 12. 289 



Markgröningen.Stadt 
und Spital. 

1) 1297. Apr. 7. 89 

Maulbronn. 

1) 1245. Juui 27. 475 

2) 1257. Febr. 13. 495 

3) 1259. Juni 27. 499 

4) 1297. Sept. 1. 72 

5) 1297. Nov. 13. 89 

6) 1298. 102 



XIV Übersicht der in Band 11 oedruckten Urkunden nach ihrer Zusammengehörigkeit. 



7) 1298. Nov. 29. 

8) 1299. März 21. 

9) 1299. Mai 5. 

10) 1299. ,Juli 6. 

11) 1299. Juli 11. 
1299. Sept. 23. s. Speier. 

12) 1299. Okt. 11. 320 

13) 1299. Nov. 13. 329 

14) 1300. 346 



Seite 

181 
221 

241 

281 
288 



Kl. Mediingen. 
1) 1297. Dez. 20. 



98 



Kl. Mehrerau (Bre- 
genz). 
1) 1290. Nov. 23. 564 



Mengen. 
1) 1261. Okt. 6. 



502 



KI. Mödingen. 
1) 1250. Febr. 13. 481 



Kl. Murrhardt. 
1) 1300. Jan. 4. 



350 



Kl. Neresheim. 

1) 1246. Sept. 26. 478 

2) 1297. Jan. 18. 13 

3) 1297. Apr. 22. 43 

4) 1297. Okt. 7. 80 

5) 1298. Jan. 13. 109 

6) 1299. Jan. 13. 199 

7) 1299. Jan. 13. 200 

8) 1300. Apr. 11. 391 

9) 1300. Juli 29. 421 
10) 1300. Juli 30. 421 



Herren v. Neuneck. 
1) 1300. Aug. 1. 422 

Klause Neunkirchen. 

1) Vor 1267. 515 

2) 1299. Juni 23. bis 1300. 

Aug. 17. 271 

Spital Nördlingen. 

1) 1259. März 3. 498 

2) 1270. Dez. 8. .530 

3) 1300. Nov. 26. 445 

Oberndorf. 

1) 1272. März 15. 632 

2) 1300. Sept. 10. 427 

Kl. Oberstenfeld. 
1) 1300. Febr. 8. 373 



KI. Odenheim. 
1) 1247. Okt. 21. 



Seite 



478 



KI. Ochsenhausen. 

1) Um 1128. 450 

2) »Zwischen 1135 und 

1141. 450 

3) *Zwischen 1135 und 

1141. 453 

4) Nach 1143. 455 

5) Um 1265. 611 

6) 1299. Febr. 13. 214 

Herzoge von Österreich. 

1) 1299. März 23. 221 

2) 1300. Febr. 5. 371 



Gr. von Öttingen. 
1) 1299. Juli 23. 



293 



Kl. Offenhausen. 

1) 1299. Nov. 29. 835 

2) Um 1300. 342 

3) 1300. Apr. 15. 391 

4) 1300. Juli 14. 415 

KI. Ottobeuren. 

1298. Mai 6. s. Kl. Koth. 

KI. Petershausen. 

1298.Dez.29. s.Baindt. 

1299. Juni 13. 8. Löwen- 
thal. 

Kl. PfuIIingen. 

1) 1255. März 8. 489 

2) 1299. Mai 10. 242 



Ravensburg. 

1) 1299. März 16. 



218 



KI. Eechentshofen. 



1) 1297. 


Febr. 3. 


19 


2) 129S. 


Mai 1. 


138 


3) 1298. 


Dez. 18. 


184 


4) 1300. 


Aug. 24. 


424 


5) 1300. 


Okt. 19. 


437 



Kl. Eeichenbach. 

1) 1300. Jan. 22. 361 

KI. Reuthin. 

1) 1297. 4 

2) 1297. Jan. 17. 12 

3) 1297. Mai 31. 51 

4) 1297. Dez. 24, 99 

5) 1298. 103 

6) 1298. Jan. 7. 107 



7) 1299. Juli 8. 

8) 1300. 

9) 1300. Nov. 9. 



Seite 

287 
347 
442 



Reutlingen. 

1) 1297. März 23. 33 

2) 1298. Apr. 12. 129 
1299. .Juli 31. s. Ess- 
lingen. 

KI. Roth. 

1) 1223. Juni 28. 464 

2) 1223. Juni 28. 466 

3) Um 1240. 470 

4) 1297. Apr. 5. 39 

5) 1298. Mai 6. 138 



Rothenburg. 
1) 1261. 



502 



Rottenburg. 

1) 1268. 521 

2) 1294. Jan. 15. 568 

3) 1298. Nov. 8. 174 

4) 1299. Nov. 23. 332 



KI. Rottenmünster. 

1) 1225. 466 

2) 1248. 479 

3) 1260. 500 

4) 1263. 506 

5) 1297. 4 

6) 1297. 4 

7) 1297. 4 

8) 1297. 5 

9) 1297. 5 

10) 1297. Apr. 11. 41 

11) 1298. 103 

12) 1298. Okt. 20. 168 

13) 1299. 188 

14) 1299. Apr. 3. 225 

15) 1299. Nov. 6. 327 

16) 1300. Apr. 27. 393 



Rottweil. 

1) 1267. Jan. 6. 516 

2) 1297. Okt. 9. 81 

3) 1298. Apr. 30. 138 

4) 1299. Jan. 19. 201 

5) 1299. Juli 6. 283 

6) 1300. Nov. 17. 442 



KI. Salem. 

1) 1240. Sept. 5. 472 

2) 1260. Febr. 25. 500 
8) 1265. 511 
4) 1267. Dez. 24. 519 



5) 1282. 

6) 1284. 

7) 1286. 

8) 1287. 

9) 1287. 

10) 1288. 

11) 1297. 

12) 1297. 

13) 1298. 

14) 1298. 

15) 1298. 

16) 1299. 

17) 1299. 

18) 1299. 

19) 1299. 

20) 1299. 

21) 1299. 

22) 1299. 

23) 1299. 
1303. 

24) 1299. 

25) 1299. 

26) 1300. 

27) 1300. 

28) 1300. 



März 5. 
Dez. 1. 
Okt. 18. 
Febr. 23. 
März 20. 
Jan. 4. 
Aug. 19. 
Dez. 5. 
Aug. 21. 
Aug. 26. 
Nov. 28. 
Jan. 12. 
Jan. 15. 
Jan. 23. u 
Apr. 9. 
Mai 1. 
Juli 14. 
Aug. 30. 
Sept. 3. 
Febr. 17 
Nov. 11. 
Nov. 11. 
Apr. 1. 
Juni 17. 
Juli 18. 



Seite 
547 
551 
556 
556 
557 
561 
70 
97 
169 
160 
181 
198 
200 

. 26. 202 
230 
240 
290 
312 

und 
314 
328 
328 
389 
410 
416 



KI. St. 

1) 12,54. 

2) 1255. 

3) 1256. 

4) 1258. 

5) 1270. 

6) 1277. 

7) 1278. 

8) 1287. 

9) 1293. 



Blasien. 
.Sept. 30. 
Juli 16. 
i'ebr. 3. 
Sept. 1. 
Sept. 22. 
Juni 17. 
Febr. 3. 
Juli 28. 
Sept. 28. 



487 
490 
492 
496 
530 
538 
539 
559 
567 



KI. St. Gallen. 

1) [1297.] Juni 21. 57 

2) 1298. Juni 30. 150 

3) 1298. Okt. 26. 170 

4) 1298. Nov. 16. 177 
ö) 1299. Apr. 14. 231 



Kl. 


St. 


Georgen. 




1) 1297 


März 21. 


32 


2) 


1300. 


Juni 8. 


408 



Saulgau. 

1300. Jan.22.s.Buchau. 

1) 1300. Jan. 25. 363 

2) 1300. Mai 15. 398 



Kl. Schäftersheim. 
1) 1300. Febr. 24. 377 



Kl. Schönthal. 
1) 1248. 



479 



Übersicht der in Band 1 1 gedruckten Urkunden nach ihrer Zusammengehörigkeit. XV 



2) 1268. 

3) 1297. 

4) 1297. 

5) 1297. 

6) 1297. 

7) 1297. 

8) 1297. 

9) 1298. 

10) 1298. 
1298. 

11) 1299. 

12) 1299. 

13) 1299. 

14) 1299. 

15) 1299. 
1299. 

16) 1299. 

17) 1300. 

18) 1300. 

19) 1300. 

20) 1300. 

21) 1300. 

22) 1300. 



Seite I 

Apr. 29. 522 

Jan. 23. 13 

.Jan. 81. 17 

Juni 11. 55 

Juli 14. 61 

Okt. 8. 80 

Okt. 30. 86 

Fel)r. 22. 121 

März 8. 123 
Apr. 16. 8. Kl. 
Ziiiimeru. 

Jan. 10. 197 

Jan. 28. 204 

Jan. 30. 205 

Apr. 23. 235 

Juni 8. 249 
Okt.30. s.Deutsch- 
orden. 

Nov. 6. 826 

Jan. 1. 350 

Jan. 10. 352 

Jan. 14. 355 

Jan. 30. 366 

Sept. 16. 430 

Nov. 30. 445 



Schorndorf. 

1) 1297. 

2) 1299. 



5 

188 



Kl. Schiissenried. 

1) 1281. März 21. 545 

2) 1298. Jan. 10. 108 

3) 1299, Juli 9. 288 

4) 1300. 847 



Herzogtum Schwaben. 
1) 1246. Mai 3. 476 

Stift 8indelfin<fen. 

1) 1238. Juni 11. 470 

2) 1297. Nov. 13. 90 

3) 1298. Mai 8. 141 



Kl. Siessen. 
1) 1299. Juli 15. 



291 



Kl. Sinsheim. 
1) ♦1186. Jan. 29. 



456 



Kl. Sirnau. 

1) 1297. 6 

2) 1297. 6 
8) 1297. März 15. 30 
4) 1297. Auir. 3. 65 
6) 1297. Sept. 16. 75 

6) 1298. 105 

7) 1298. Juni 30. 150 

8) 1299. März 10. 215 



Seite 
1299. Sept. 15. s. Ess- 
lingen. 
9) Um 1300. Mai 10. 397 



Kl. Söflingen. 

1) 1255. März 8. 489 

2) Nach 1297. Juli 25. 63 
8) 1297. Dez. 1. 96 



Speier. 
1) 1299. Sept. 27. 



817 



Speier, Kl. z. hl. Grab. 

1) 1297. 1 

2) 1297. Febr. 13. 21 

3) 1297. März 24. 35 

Kl. Stein a. Rhein. 
1) 1299. Juni 11. 252 



Kl. Steinheim. 




1) 1297. Aug. 11. 


67 


2) 1299. Aug. 19. 


308 


3) 1300. März 1. 


381 



Tübingen, Pfarrkirche. 
1) 1300. Mai 90. 398 

Herrschaft u. Her- 
zoge von Teck. 

1) 1152. Vor Juni 1. 456 

2) 1299. Apr. 29. 237 

Stadt Tettnang. 
1) 1297. Dez. 1. 97 



Ulm. 

1) 1269. 

2) 1297. 

3) 1297. 

4) 1297. 

5) 1297. 

6) 1298. 

7) 1298. 

8) 1298. 

9) 1298. 

10) 1299. 

11) 1299. 

12) 1299. 
1300. 
1300. 

13) 1300. 



Dez. 9. 


529 


Jlärz 22. 


32 


Juli 25. 


63 


Nov. 15. 


92 


Nov. 25. 


95 


März 23 


124 


Juni 8. 


147 


Nov. 2. 


172 


Nov. 2. 


173 


März 7. 


215 


Juli 28. 


296 


Aug. 5. 


802 


Jan. 25. s. 


Saulgau. 


Mai 15. s. 


Saulgau. 


Juni 17. 


411 



Kl. Urspring. 

1298. März 23. .s. Ulm. 
1) 1300. Juli 10. 413 



Seite 

Stadt Waldsee. 
1) 1298. Sept. 13. 161 



Weikersheim, 
kirche. 

1) 1300. 



Pfarr- 



848 



Gr. V. Vaihingen. 

1) 1298. 



104 



Kl. Weiler. 

1299. Sept. 19. s. Ess- 
lingen. 

Kl. Weingarten. 

1) 1266. Okt. b. 515 

2) 1269. Okt. 27. 528 

3) 1286. 553 

4) 1290. Okt. 8. 564 

5) 1297. 6 

6) 1297. Febr. 24. 24 

7) 1297. April 16. 42 

8) 1297. Juni 15. 56 

9) 1297. Nov. 16. 93 

10) 1297. Nov. 19. 94 

11) 1298. Jan. 105 

12) 1298. Jan. 2. 105 
1298. Jan. 10. s. Schus- 

senried. 

13) 1298. Juni 8. 147 

14) 1298. Aug. 23. 159 

15) 1298. Sept. 20. 162 
IG) 1298. Sept. 28. 164 

17) 1299. 190 

18) 1299. 190 

19) 1299. Febr. 5. 207 

20) 1299. März 17. 218 

21) 1299. Apr. 8. 229 

22) 1299. Mai. 239 

23) 1299. Mai 2. 241 

24) 1299. Juli 4. 281 

25) 1299. Jnli 12. 289 

26) 1299. Aug. 1. 300 

27) 1299. Aug. 8. 302 

28) 1299. Aug. 12. 306 

29) 1299. Aug. 20. 309 

30) 1299. Okt. 4. 818 

31) 1299. Okt. 14. 821 

32) 1299. Nov. 29. 335 

33) 1300. Jan. 29. 364 

34) 1300. März 23. 384 

35) 1300. Apr. 12. 391 

36) 1300. Juni 5. 408 

37) 1300. Okt. 10. 433 

Herren v. Weinsberg. 

1) 1297. Nov. 12. 89 

2) 1298. Jan. 17. 111 
8) 1298. Jan. 18. 112 
4) 1300. Febr. 5. 872 



Seite 

KI. Wei.ssenau. 

1) 1253. Juni 18. 484 

2) 1267. Jan. 7. 516 

3) 1272. Dez. 31. 534 

4) 1273. S.pt. 13. 534 

5) 1274. Dez. 17. 537 

6) 1283. Jan. 13. 549 

7) 1284. Okt. 3. 550 

8) 1286. Jan. 14. 554 

1297. Jan. 15. s. Ess- 
lingen. 

9) 1297. März 25. 85 

10) 1298. Mai 6. 139 

11) 1298. Juni 18. 149 

12) 1299. 190 

13) 1299. Febr. 10. 211 

14) 1299. Febr. 11. 212 

15) 1299. März 13. 217 

16) 1300. Aug. 24. 424 

Westgart sli ausen , 

Pfarrkirche. 

1) 1300. 848 

Kl. Weissenburg. 

1298. Mai 12. s. Herren- 
alb. 



Wimpfen, Spital, Stift 
und Predigerkl. 

1) 1299. Jan. 8. 195 

2) 1299. Febr. 12. 212 

3) 1299. Okt. 7. 319 

4) 1300. Mai 25. 402 

Kl. Wiblingen. 

1) 1300. Okt. 28. 438 



Stift Wiesensteig. 
1) 1300. Aug. 11. 423 



Gr. V 

1) 1250. 

2) 1251. 

3) 1254 

4) 1298. 

5) 1298, 

6) 1298 

7) 1298, 

8) 1298, 

9) 1299, 

10) 1299 

11) 1299, 
1299 

12) 1299 
18) 1299, 
14) 1299 
16) 1300, 



Wirtemberg. 

Okt. 23. 482 

Apr. 4. 484 

Mai 15. 486 

Mai 7. 140 

Mai 10. 142 

Nov. 19. 178 

Nov. 19. 179 

Nov. 21. 179 

Jan. 2. 194 

Jan. 30. 206 

Febr. 14. 214 

. Apr. 27. 8. Jo- 
hanniterorden. 

Mai 18. 244 

Nov. 18. 331 

. Nov. 18. 831 

Jan. 29. 365 



XVI Übersicht der in Band 1 1 gedruckten Urkunden nach ihrer Zusammengehörigkeit. 



Seite 
1300. Febr. 1. s. Jo- 
hanniterorden. 

16) 1300. Mai 26. 408 

17) 1300. Mai 26. 404 

18) 1800. Mai 26. 405 



Worms. 
1) 1300. Juni 15. 



409 



Wtirzburg. 

1) 832. Zw. 12. Nov. und 

81. Dez. 449 

2) 1220. Okt. 21. 464 

3) 1234. Nov. 21. 469 

4) 1263. Nov. 6. 507 



Seite 
1297. Jan. 28. s. Schön- 
thal. 
6) 1297. Febr. 27. 26 
1297. Okt. 8. 8. Schön- 
thal. 
1299. Jan. 10. s. Schön- 
thal. 

Würzburg, Stift Neu- 
münster. 

1) 1245. Mai 26. 474 

2) 1267. Apr. 14. 519 

Herren von Zimmern. 

1) 1300. Nov. 3. 439 



Kl. Zimmern. 

1) 12.54. Nov. 27. 

2) 1262. 

3) 1297. Nov. 11. 

4) 1298. Apr. IC. 



Seite 

487 

503 

88 

180 



Stift Zürich. 

1) 1188. Mai 80. 460 

2) 1207. Juli 20. 461 
.3) 1209—1233. 462 

4) 1240. 472 

5) 1264. Febr. 11. 508 

6) 1264. Febr. 11. 509 



Seite 



Kl. Zwiefalten. 




1) 1297. Juni 7. 


58 


2) 1297. Nov. 17. 


94 


3) Vor 1298. Jan. 28. 


117 


4) 1298. Jan. 28. 


118 


5) 1298. Jan. 28. 


119 


6) 1299. 


191 


7) 1299. 


192 


8) 1299. Apr. 20. 


232 


9) 1300. 


349 


10) 1300. Jan. 7. 


352 


11) 1300. Jan. 13. 


. 354 


12) 1300. März 18. 


388 


13) 1300. Sept. 18. 


429 



n. 



Chronologische Übersicht der Nachträge und 

Berichtigungen. 

Vorbemerkung: 

Die Tabelle A enthält sämtliche in Band 1 — 6 und Band 11 als Nachträge gedruckten Urkunden (Band 7—10 
enthalten keine Nachträge). 

Tabelle B enthält diejenigen Stücke, für die nachträglich noch andere Überlieferung (neu aufgehindene Originale 
u. a.) verglichen und über deren Abweichungen unter „Verbesserungen" oder „Berichtigungen" in Band 1 — 11 berichtet 
worden ist, 

A. Verzeichnis der Nachträge. 



Murbach . 








760. Aug. 8 . . . . 


1,407 


Reichenau . . . 


887. April 16 . 








4,327 


St. Gallen 








766. Juni 7 . . . . 


4,317 


Elhvangen . . . 


887. Nov. 27 . 








4, 329 


St. Gallen 








768 


4,317 


Reichenau . . . 


895. Febr. 17 . 








6,432 


St. Gallen 








770. Sept. 5 . . . . 


4,318 


Lorsch .... 


902. Jan. 25 . 








4,380 


Fulda . . 








779. März 9 oder 10 . 


2,437 


Lorsch .... 


903. Nov. 21 . 








4,331 


Fulda . . 








780—803 


6,496 


Lorsch .... 


904. Juni 14 . 








4,331 


St. Denis 








782. Sept. 16 ... . 


6,429 


Lorsch .... 


906 








4,382 


Beuron 








786. Juni 29 ... . 


6,429 


Lorsch .... 


915. Febr. 8 . 








4,332 


Lorsch 








787. Juni 7 . . . . 


4,318 


WUrzburg . . . 


923. April 8 . 








2,438 


St. Gallen 








798. Juni 9 . . . . 


4,321 


St. Gallen . . . 


933.Okt.23— 942.April6 


4,333 


St. Gallen 








799. Juni 23 ... . 


4,321 


St. Gallen . . . 


956. Aug. 7—957. Aug. 6 


4,334 


St. Denis . 








801 


11, 577 


Reichenau . . . 


965. Febr. 21 ... . 


4,334 


Üttobeuren 








801-814 


4,321 


Konstanz, Domstift 


970. März 12 . . . 




1,411 


St. Gallen 








803. Dez. 11 ... . 


4,322 


Kempten .... 


972. Aug. 25 . . . 




4,335 


Fulda . . 








808-817 


6,497 


Ottobeuren . . . 


972. Nov. 1 . . . 




4,336 


St. GaUen 








805. Juni 26 ... . 


4,322 


Reichenau . . . 


990. AprU 21 . . . 




4,337 


Fulda . . 








815. März 27 ... . 


1,408 


Amorbach . . . 


996. Dez. 18 . . . 




6,433 


Fulda . . 








816. Mai 2 .... 
819 


1,409 
6,498 


Pfäfers .... 
Einsiedeln . . . 


998 




1,414 


Weissenbnrg 


998. April 28 . . . 


4,338 


St. GaUen 








824. Juni 20 ... . 


4, 322 


Reichenau . . . 


1024.Sept.8— 1027März2C 




6,434 


St. Gallen 








824. Juni 20 ... . 


4,323 


Augsburg . . . 


1028. März 20 . . . 




5,369 


St. Gallen 








827. Sept. 8 . . . . 


4, .323 
4, 323 


Reichenau . . . 


1056 




4,339 


St. Gallen 








831. Mai 14 ... . 




(Vgl dazu 6', 489.) 




Kempten . 








832. März 28 ... . 


4, 324 


Weissenbnrg . . 


1056-1098 




6,499 


Würzburg 








832. Zw.Nov.l2u.Dez.31 


11, 449 


Ottmarsheim . . 


1064. März 1 . . . 




5,370 


Fulda . . 








835. Mai 12 .... 


5, 368 


Lorsch .... 


1071 




6,500 


St. Gallen 








837. Aug. 9 . . . . 


4,324 


Hirsau .... 


Zwischen 1086 und 1091 




5,372 


Kempten . 








838. Juni 14 ... . 


4,325 


Zwiefalten . . . 


1092. Mai 




5,372 


Würzburg 








846. Juli 5 .... 


3,461 


Schaffhausen . . 


1094. Dez. 29 . . . 




4,839 


St. Gallen 








849. Mai 23 ... . 


4,325 


Schaffhausen . . 


1095. Okt. 8 . . . 




4,340 


St. Gallen 








861. April 24 ... . 


4, 326 


Sinsheim .... 


1099. Nov. 9 . . . 




4,340 


Balingen . 








863(?) 


6,430 


Blaubeuren . . . 


Um 1100 




4,341 


St. Gallen 








868. Mai 5 


4, 326 


Zwiefalten . . . 


Um 1100 




5,374 


Keichenan 
XI. 








883. Okt. 9 .... 


6, 431 


Komburg .... 


saec. 12 ... . 






lU 


4,341 



XVIII Chronologische Übersicht der Nachträge und Berichtigungen. 



EIhvangen 

Alpirsbach 

Hirsau 

Esslingen 

Lorsch 

Schaffhausen 

Blaiibeuren 

Bamberg . 

Schaffliausen 

St. Blasien 

WUrzburg 

Schaffhansen 

Zwiefalten 

Schaffhausen 

Zwiefalten 

Zwiefalten 

Ochsenhansen 

Neuniünster 

Hirsau 

St. Gallen 

Ochsenhausen 

Ochsenhausen 

Wiirzburg 

Komburg . . 

St. Georgen . 

Lorch . . . 

Berchtesgaden 

Würzburg 

Berchtesgaden 

St. Georgen . 

Schöuau . . 

Odenheira 

Ochsenhausen 

Berchtesgaden 

Neresheim 

Schaffhausen 
Lorsch . . . 
Lorch . . . 

Lorsch . . . 

Schaffhausen 

Schaffliausen 

Zwiefalten 

Ellwangen 

Kreuzlingen 

Neresheim 

Teck . . 

Kreuzlingen 

Schneidheim 

Schaffhausen 

Sinsheim . 

Zwiefalten 

St. Blasien 

Bamberg . 

Hirsau 

Würzburg 

Würzburg 



saec. 12 .... 
1100—1116. Jan. 10 
1103. Jan. 18 . 
Um 1106 . . . 
1106 oder 1107 
1108. Juni 6 . 
1108. Nov. 7 . 
1111—1125 . . 
1111. Sept. 4 . 
1113. April 7 . 

1119 

1120—1124. . . 
Um 1121 . . . 
1122. Um Nov. 11 

1123 

1124 

Um 1128 . . . 

1130 

1130-1143. . . 

1135. Nov. 20 . 
Zwischen 1135 und 1141 
Zwischen 1135 und 1141 
1136 

1136. Sept. 3 . . . . 

1138 

1138. s.u. [1147.] März 30 
Zwischen 1138 und 1152 

1140 

Um 1140 

1141-1165 

1142 

1143 

Nach 1143 

Um 1144 

1144. Nov. 15 ... . 
(Zum Datum vgl. 5,464) 

1145. (April— Mai) . . 
1147. Jan. 30 ... . 
[1147.] März 30 . . . 
(Zum Datum vgl. 4, 486) 

1148 

1149. Jan. 28 ... . 

Um 1150 

Um 1150 

Um 1150 

1151. Juli 10 ... . 

1152 

(1152. Vor Juni 1) . . 

1152—1166 

1153 

1154. Febr. 26 ... . 

(Vgl. dazu 4,490.) 

(1156.) 

1156 

Um 1160 

1163. Nov. 27 ... . 
Um 1164. Sept. . . . 

1164 

1169 



6,435 


5,373 


6, 436 


1,412 


4,342 


4,343 


11,449 


5,375 


4,343 


4,344 


5,376 


4,345 


4,345 


4,346 


4,846 


4,347 


11, 450 


5,378 


4,348 


4,348 


11,450 


11, 453 


4,349 


11, 454 


6,455 


11,454 


5,379 


4,350 


4,852 


3,467 


3,469 


11, 455 


4, 3,53 


3,470 


4,854 


4,355 


3,466 


4,355 


4,356 


4,356 


4,359 


3,472 


2,439 


5,381 


11, 456 


3,473 


4,359 


4,361 


2,441 


6,456 


4,863 


5,382 


4,364 


4,365 


4,866 



Salem . . 
Salem . . 
Ottobeuren 
Salem . . 
Schaffliausen 
Lorch . . 
Reichartsroth 
Kaisheim . 
Berau . . 
Zürich . . 
Sinsheim 
Roth . . 
Zürich . . 
Ellwangen 
Bebenhausen 

Maulbronn 

Weingarten 

Weingarten 

Isny . . 

Salem . . 

Odenheim 

Bebenhausen 

Maulbronn 

Marchthal 

Neresheim 

Neresheim 

Neresheim 

Neresheim 

Frauenalb 

St. Blasien 

St. Gallen 

Beuron 

Weingarten 

Schussenried 

Bebenhausen 

Isny . . 

Weissonau 

Augsburg 

St. Blasien 

S tauf er 

St. Georgen 

Zürich . . 

Marchthal 

Zürich . . 

Herrenalb 

Denkendorf 

Bruderhartmannszell 

Kaisheim . 

Herrenalb 

Oehringen 

Ellwangen 

Weingarten 

Weingarten 

Bruderhartmannszell 

Weingarten 

Weingarten 

Lorch . . 



480.) 



1171. März 15 
1171. März 31 
1171. Mai 7 
Um 1175 . . 
1179. Mai 25 

1181. Juli 8 

1182. . . . 

1184. März 4 
Um 1185 . . 

1185. April 10 
118[6]. Jan. 29 
Um 1188 . . 
1188. Mai 30 
Zwischen 1188 und 1217 
Um 1190 . 

(Vgl. auch 7. 
Um 1190 . . 
Um 1190 . . 
Um 1190 . . 

1190. . . . 

1191. . . . 

1191. April 20 
Um 1192 . . 

1192. . . . 
1192. . . . 
Um 1194 . . 
Um 1194 . . 
Um 1194 . . 
1194. . . . 
119[7]. April 4 
1198. April 15 
Um 1200 ff. . 
Um 1200 . . 
1201. s. u. 12[6]1. 

1204. Mai 11 
Nach 1204 . 

1205. Dez. 10 

1206. März 10 

1207. Mai 10 
1207. Juli 20 
Um 1209 . . 
(Zum Datum vgl. 4,486) 
1209—1233 . 
1209-1233 . 
Um 1210 . . 

1212. . . . 

1213. Aug. 24 

1213. Sept. 27 

1214. Mai 16 und 17 
Zwischen 1214 und 1229 
Um 1215 . . . 
Um 1215. Dez. 22 
1216—1250. . 
Um 1217 . . 
Um 1217 . . 
1217. Jan. 8 

1217. Nov. 12 
1217—1232. . 

1218. . . . 



4, .367 
4,368 

4, 369 
4,371 
4,371 
2,441 
6,501 

5, 383 
4,376 
4,377 

11,456 

5, 885 

11,460 

11, 459 

4,378 

4,379 
4,380 
4,380 
3,476 
4,381 
4,381 
3,477 
2,442 
8,478 
8,478 
5, 385 
5,386 
3,479 

11,460 
2,444 

5,387ff. 
6,457 

4, 385 
3,481 

11,461 
4,386 
5,405 

11,461 
3,488 

4,887 

11, 462 

5,407 

4,387 

4,388 

5,408 

i 5,408 

: 11, 462 

''•■■ 6,457 

5,409 

4, ,389 

8,486 

3,487 

5,410 

3,484 

3,488 

11, 463 



Chronologische Übersicht der Nachträge und Berichtigungen. 



XIX 



EUwangen 
Weissenaii 
Herbrechtingen 
Salem . . . 
Ursberg . . 
Ottobeureii . 
Wilrzburg 
Konstanz . . 
Kaishc'im . . 
Würzburg 
Neumünster . 
Rottenmünster 
Hirsau . . 
Neresheim 
Koth . . . 
Koth . . . 
Hirsau . . 
Komburg . . 
Salem . . . 
Schussenried 

Speier . . 

Speier . . 

Rottenmttnster 

Elchingen 

Billigheim 

Marchthal 

WUrzburg 

Ulm . . 

Weissenau 

Weissenau 

Herbrechting( 

Weissenau 

Hirsau . . 

Söflingeu 

Marchthal 

Herrenalb 

Weissenau 

Wiesensteig 

Weissenau 

Bebenhausen 

Kaisheim . 

Neresheim 

Weissenau 

Weingarten 

Backnang 

Baindt 

Baindt 

Heggbach 

Schonthal 

Baindt 

Frauenthal 

Isny . . 

Zwiefalten 
Frauenthal 
Frauenthal 
Frauenthal 



1218. Dez. 9 
1219-1232. . 
1220. . . . 
1220. . . . 
Um 1220 . . 
1220. Jan. 4 

1220. Okt. 21 

1221. . . . 
1221. April 27 

1221. Nov. 10 

1222. April 29 

1222. Okt. 11 

1223. . . . 
1223. April 3 
1223. Juni 28 
1223. Juni 28 

1223. Dez. 1 

1224. Aug. 16 

1224. Sept. 9 
Um 1225 . . 
(Zum Datum vgl. 

1225. . . . 
1225. . . . 
1225. . . . 
1225. Aug. 16 

1225. Nov 9 
Zwischen 1226 und 

1226. . . 
1226. Aug. I 
Um 1226. Nov. 6 
Um 1226. Nov. 6 

1226. Nov. 9 

1227. . . . 
1227. Jan. 16 
1227. März 15 s. u, 

1239. März 15 
1227. Juni 5 

1227. Juli . 
Um 1228 . . 

1228. . . . 
Um 1228. Febr. 
1228. Febr. 1 
1228-1239. . 
Um 1230 . . 
(Um 1230.) JuU 

1230. Dez. 29 

1231. . . . 
1281. . . . 
1231. . . . 
1231. . . . 

1231. Dez. 21 
Um 1232 . . 

1232. . . . 
(Vgl. auch 7 

1232. Jan. 7 

1233. ... 
1233. April 11 
1233. Juni 19 
1233. Okt 10 



5,467; 



13 



1229 



484.) 



5,411 
4,390 
4, 391 
4,392 
5,412 
4,393 
11,464 
4,394 
5,413 
4, 395 
6,502 
4,396 
5,414 
3, 489 
11, 464 
11, 465 

3, 490 
4,397 
6,458 
4,462 

4,397 

4, 399 
11,466 

5, 415 
11, 467 

5, 420 
4,400 
4,401 
4,402 
4, 402 
11, 467 
4, 402 
4,404 



4,405 
4,406 
4,407 
4,407 
5, 420 
3,491 
11,468 
5, 422 
5,423 
4,408 
4,409 
4,410 
4,411 
4, 412 

4, 413 
4,414 
6, 459 

3,491 

5, 424 
5,424 
5, 425 
5, 426 



Heggbach 

Heggbach 

Baindt 

Backnang 

Backnang 

Wald . . 

WUrzburg 

Bebenhausen 

Fraueuthal 

Frauenthal 

Salem . . 

Weissenau 

Bebenhausen 

Allerheiligen 

Blaubeuren . 

Zwiefalten . 

Frauenzimmern 

Frauenzimmern 

Zwiefalten 

Sindelflngen 

St. Georgen 

Roth . . 

Herrenalb 

Heggbach 

Weissenau 

Schussenried 

Frauenthal 

Söflingen . 

Amorbach 

Söflingen . 



Allerheiligen 

Seligenthal 

Söflingen 

Ellwangen 

Roth . . 

Weingarten 

Baindt 

Kaisheim . 

Zürich . . 

St. Blasien 

Kirchberg 

Herrenalb 

Baindt 

Salem . 

Baindt 

Ursberg 

Baindt 

Baindt 

Baindt 

Komburg 

Langnau 

Konstanz 

Bamberg 

Maulbronn 

Lorch . 

Baindt 

Neumünster 



1233. Dez. 28 

1234. April 4 
1234. Juni . 
1235-1246. . 
1116—1246. . 
1234. Sept. 4 

1234. Nov. 21 
Um 1235 . . 
1236. Juni 8 

1235. Juni 8 

1235. Sept. 27 

1236. . . . 
1236. . . . 
1236. Febr. . 

1236. Mai 27 

1237. . . . 

1237. Mai 21 

1238. . . . 
1238. Juni 1 
1238. Juni 11 
1238. Juni 12 

1238. Sept. 17 
Um 1239 . . 

1239. . . . 
1239. . . . 
1239. . . . 
1239. Jan. 1 
1239. Febr. 2 
1239. Febr. 3 
1239. März 15 
Zum Datum vgl. 6,513.) 
1239. April 8 
1239. Sept. . 

1239. Dez. 1 
Um 1240 . . 
Um 1240 . . 
Um 1240 . . 

1240. . . . 
1240. . . . 
1240. . . . 
1240. Jan. 13 
1240. März 11 
1240. März 25 
1240. Aug. . 

1240. Sept. 5 

1241. . . . 
(1241.) . . 
1241. Jan. 3 
1241. Juni 17 
1241. Okt. . 

1241. Dez. 29 

1242. . . . 

1242. Juli 11 

1243. . . . 
1243. März 9 

1243. Juni 12 

1244. . . . 

1245. Mai 26 



4,415= 


11, 


469 


4, 


416 


4, 


417 


4, 


418 


4, 


420 


5, 


427 


11, 


469 


5, 


428 


5, 


429 


5, 


429 


ö, 


430 


5, 


430 


4, 


422 


6, 


459 


4, 


423 


5, 


431 


4, 


424 


4, 


425 


5, 


432 


11 


470 


4 


427 


ö. 


433 


4, 


428 


6, 


460 


6, 


461 


4, 


429 


4, 


430 


4, 


431 


5 


434 


6, 


487 


4, 


432 


5, 


435 


4, 


432 


5, 


436 


11, 


470 


4, 


433 


4, 


434 


11, 


471 


11, 


472 


4, 


435 


4, 


436 


4, 


437 


5, 


437 


11, 


472 


ö, 


438 


5, 


439 


5, 


440 


4, 


439 


4, 


440 


11, 


473 


6, 


441 


4, 


441 


11, 


474 


6, 


462 


4, 


442 


4, 


444 


11, 


474 



XX 



Chronologische Übersicht der Nachträge und Berichtigungen. 



Maulbronn . . 




1245. Juni 27 








11, 475 


Odenheim . . . 


1250. Febr. 15 










4, 463 


Weiler .... 


1245. Sept. 9 . 








5,442 


Odenheim , . . 


1250. Juni 25 










4, 465 


Weiler .... 


1245. Sept. 9 . 








5,443 


Heggbach . . . 


1230. Juli 27 










11,481 


Konstanz .... 


1245. Sept. 23 . 








6,463 


Odenheim . . . 


1250. Aug. 10 










4,466 


Heggbach . . . 


1245. Nov. 6 . 








4,445 


Gr. V. Wirtemberg 


1250. Okt. 23 










11,482 


Baindt .... 


1245. Nov. 15 . 








4,446 


Odenheim . . . 


1250. Nov. 5 










4,467 


Bebenhausen . . 


1245—1262. . . 








4,444 


Odenheim . . . 


1250. Dez. 3 










4,469 


Baindt .... 


Um 1246 . . . 








5,443 


Odenheim . . . 


1250. Dez. 3 










4,470 


Baindt .... 


Um 1246 . . . 








4,448 


Odenheim . . . 


1250. Dez. 4 










4,471 


Baindt .... 


1246 








4,447 


Ingersheim . . . 


1250. Dez. 11 










6,473 


Weingarten . . . 


1246 








4,450 


Odenheim . . . 


1250. Dez. 16 










4, 472 


Heiligkreuzthal 


1246 








11, 476 


Johanniter . . . 


1251. . . . 










11, 483 


Backnang . . . 


1246. April 3 . 








4,449 


Lorch 


1251. März 6 










4, 472 


Schwaben . . . 


1246. Mai 3 . 








11, 476 


Oehringen . . . 


1251. März 28 










6,504 


Berkheim . . . 


1246. Mai 21 . 








6,465 


Gr. V. Wirtemberg 


1251. April 4 










11,484 


Grafenberg . . . 


1246. Mai 21 . 
(Vgl. dazu 11 


,57 


'8.J 




6,466 


Baindt .... 
Frauenthal . . . 


1251. Nov. 22 

1252. März 30 










4, 473 
5,449 


Bebenhausen . . 


1246. Juni 30 . 








11,477 


Einsiedeln . . . 


1253. . . . 










5,450 


Bebenhausen . . 


1246. Juni 30 . 








11, 477 


Baindt .... 


1253. Jan. 31 










5,451 


Neresheim . . . 


1246. Sept. 26 . 








11, 478 


Weissenau . . . 


1253. Juni 18 










11, 484 


Nusplingen . . . 


1246. Nov. 22 . 








6,467 


Elhvangen . . . 


1253. Dez. 21 










11, 485 


Baindt .... 


1247. Febr. 22 . 








5,444 


Limpurg .... 


1253. Dez. 24 










5, 451 


Blaubeuren . . . 


1247. Mai 7 . . 








5,445 


Zwiefalten . . . 


(1254.) . . 










5,452 


Gr. V. Wirtemberg 


1247. Mai 10 . 








6,467 


Güterstein . . . 


1254. Jan. 30 










11,486 


Hirsau .... 


1247. Juni 12 . 








6, 503 


Gr. V. Wirtemberg 


1254. Mai 15 










11, 486 


Ellwangen . . . 


1247. Okt. 3 . 








5,446 


St. Blasien . . . 


1254. Sept. 30 










11, 487 


Esslingen . . . 


1247. Okt. 15 . 








11, 478 


Klosterzimmern 


1254. Nov. 27 










11, 487 


Odenheim . . . 


1247. Okt. 21 . 








11, 478 


Lichtenstem . . 


1255. . . . 










11, 488 


Rottenmtinster . . 


1248 








11, 479 


Zwiefalten . . . 


(1255.) . . 










5,452 


Schönthal . . . 


1248 








11,479 


PfuUingen und 














Gr. V. Wirtemberg 


1248. Febr. 5 








6,467 


Söflingen . . . 


1255. März 8 










11, 489 


Augsburg . . . 


1248. Febr. 10 








4,452 


Baindt .... 


1255. April 2 










5,453 


Ottobeuren . . . 


1248. Febr. 22 








4,463 


Westgartshausen . 


1255. April 27 










5,454 


Gr. V. Wirtemberg 


1248. März 6 








5,447 


St. Blasien . . . 


1255. Juli 16 










11,490 


St. Georgen . . . 


1248. März 11 








4,454 


Lichtenstem . . 


1255. Okt. 11 










11,490 


Eingingen . . . 


1248. Mai 13 








6,468 


Herbrechtingen 


1256. . . . 










11, 491 


Gr. V. Grieningen . 


1248. Mai 15 








6,468 


Zwiefalten . . . 


(1256.) . . 










5, 454 


Heggbach . . . 


1248. Juni 26 








4,455 


Denkendorf . . . 


1256. Jan. 23 










5,455 


Adelberg .... 


1248 und 1287. 


Ma 


i 


11 . 


4,451 


St. Blasien . . . 


1256. Febr. 3 










11,492 


Isny 


Um 1249 . . 








4,456 


Gmünd .... 


1256. April 20 










11,492 


Zwiefalten . . . 


(1249.) . . 








5,447 


Komburg .... 


1256. Juni 13 










11, 493 


Gr. V. Wirtemberg 


1249. Jan. 21 








6,469 


Baindt .... 


1256. Juni 18 










5,455 


Gr. V. Wirtemberg 


1249. Jan. 27 








4,458 


Lichtenstem . . 


1256. Juli 1 










11, 494 


Kirchheim u. T. 


1249. Jan. 27 








6,470 


Komburg .... 


1257. Jan. 22 










11, 494 


Kirchheim u. T. . 


1249. Jan. 27 








6,470 


Maulbronn . . . 


1257. Febr. 18 










11, 495 


Gr. V. Grieningen . 


1249. Jan. 29 








6,471 


Komburg .... 


1257. Sept. 29 










11, 496 


Gr. V. Grieningen . 


1249. Jan. 30 








6,471 


St. Georgen . . . 


1258. . . . 










6,474 


Denkendorf . . . 


1249. März 1 








5,448 


St. Blasien . . . 


1258. Sept. 1 










11, 496 


Neresheim . 




1249. Mai 4 








4,459 


Berchtesgaden . . 


1258. Sept. 30 










11, 497 


Oehringen 




1249. Juli 27 








6,503 


Lichtenstem . . 


1258. Nov. 29 










11,498 


Mehrerau . . 




1249. Sept. 17 








4,461 


Kircliberg . . . 


1259. Jan. 21/22 










6,491 


Donauwörth . 




Um 1250 . . 








11, 480 


Neumünster . . . 


1259. Febr. 13 










5,456 


Gotteszell 




Um 1250 . . 








11, 480 


Nördlingen . . . 


1259. März 3 










11,498 


Marchthal 




Um 1250 . . 








6,471 


Lichtenstem . . 


1259. Mai 2 










11, 499 


Schussenried 




Um 1250 . . 








4,462 


Frauenthal . . . 


1259. Juni 9 










6,475 


Weissenau . 




Um 1250 . . 








4,463 


Baindt .... 


1259. Juni 23 










5,457 


Weissenau . 




1250. . . . 








6,472 


Maulbronn . . . 


1259. Juni 27 










11.499 


Marchthal 




1250. . . . 








5,449 


Gr. V. Wirtemberg 


1259. Okt. 9 










6,476 


Mödingen 




1250. Febr. 13 








11,481 


Steinheim . . . 


Um 1260 . . 










6,476 



Chronologische Übersicht der Nachträge und Berichtigungen. 



XXI 



RottcDinUneter 
Salem . . . 
Eothenburg . 
Heggbach 
Löwenthal 
Weingarten . 

Rothenburg . 

Mengen . . 

Klosterzimmern 

Lichtenstem 

Komburg . . 

Ellwangen . 

Herrenall) 

Herreualb 

Rotteumiinster 

Salem . . . 

Heggbach 

Würzburg 

Sirnau . 

Zürich 

Zürich 

Rottweil 

Buchau 

Buehiiu 

Buchau 

Ochsenhausen 

Salem . . , 

Lichtenstem 

Ellwangen . 

Komburg . . 

Heggbach 

Tübingen, Aug.-kl. 

Weingarten 

Neunkirchen 

Rottweil . 

Weissenau 

Neumünster 

Lindau 

Neumünster 

Lichtenstem 

Konstanz, St. Johann 

Baindt, Gutenzeil, 

Heggbach, Heiligkr, 

Adelberg 

Blaubeuren 

Rotteuburg 

Kaisheim . 

Esslingen 

Schönthal 

Baindt 

Eonstanz, St. Joliann 

Löwentha 

Hirsau 

Hirsau 



466.) 



1260. . . . 
1260. Febr. 25 
1260. März 22 
1260. Juni 23 

1260. Juli 10 
12[6]1 . . . 

(Vgl. dazu 6 

1261. . . . 

1261. Okt. 6 

1262. . . . 
1262. Mai 5 
1262. Mai 7 

1262. Juni 16 
Vor 1263 . 
Vor 1263 . 

1263. . . . 
1263. März 4 
1263. Juni 4 

1263. Nov. 6 
1263 (?). Dez. 20 

1264. Febr. 11 
1264. Febr. 11 
1264. JuU 6 
1264. Aug. 28 
1264. Okt. 31 
1264. Okt. 31 
Um 1265 . . 
(1265.) . . 
12[65]. März 4 
1266. . . . 
1266. Febr. 1 
1266. Mai . 
1266. Juli 31 bis Aug, 

1266. Okt. 5 
Vor 1267 . 

1267. Jan. 6 
1267. Jan. 7 
1267. März 28 
1267. April 12 
1267. April 14 
1267. Juni 8 
12[67]. Okt. 25 

1267. Dez. 24 

1268. . . . 
1268. . . . 
1268. . . . 
1268. Jan. 24 
1268. April 29, Sept 8 

Sept. 10 . . 
1268. April 29 
[1268.] Juni 13 
1268. Juni 24 
1268. Nov. 3 
1268. Nov. 10 
1268. Nov. 10 



30 



o. 



11,500 




11,500 




6,506 




6,478 




11, 501 




4,384 




11,502 




11,502 




11, 503 




11, 504 




11,504 




11,505 




11, 506 




11, 506 




11,506 




6,479 




6,480 




11,507 




6,481 




11,508 




11, 509 




6,506 




6,507 




11,509 




11,510 




11,511 




11, 511 




11, 512 




11,512 




11,513 




11, 514 




6, 508 




11,515 




11,515 




11,516 




11,516 




6,509 




11,518 




11, 619 




11, 507 




11,570 




11,519 




11, 520 




11, 621 




11,621 




11, 521 




11, 522 




11, 622 




11,522 




11,523 




11, 526 




11, 525 




11,526 





Konstanz, St. Johann 
Weingarten . . 
Reichenau . . 
St. Blasien . . 
Nördlingen, Spital 
Lichtenstem 
Kreuzungen . . 
Kl. Oberndorf . 
Kirchheim a. R. 
Weissenau . . 
Weissenau . . 
Denkendorf . . 
Lichtenstem 
Weissenau . . 
Lichtenstem 
Heggbach . . 
St. Blasien . . 
St. Blasien . . 
Fridingen . . 
Esslingen . . 
Konstanz, St. Johann 
Schusseuried 
Komburg . 
Salem . . 
Deutschorden 
Heggbach 
Heggbach 
Weissenau 
Komburg . 
Allerheiligen 
Weissenau 
Salem . . 
Heggbach 
Weingarten 
Weissenau 
Komburg . 
Lichtenstem 
Salem . . 
Salem . . 
Salem . . 
Komburg . 
St. Blasien 
Esslingen 
Salem . . 
Gotteszeil 
Gmünd, Augustiner 
Löwenthal 
Weingarten 
Mehrerau 
Komburg . 
Lichtenstem 
St. Blasien 
Rottenburg, Karmel. 
Lichtenstem 
Esslingen 



1269. April 16 
1269. Okt. 27 

1269. Dez. 9 

1270. Sept. 22 

1270. Dez. 8 

1271. . . . 

1271. Mai 19 

1272. März 15 
1272. Juli 7 
1272. Dez. 31 
1278. Sept. 13 
1274. April 27 
1274. Juni 11 
1274. Dez. 17 

1276. . . . 

1277. Febr. 10 

1277. Juni 17 

1278. Febr. 3 
1278. Juni 6 

1280. Mai 29 
1280 Nov. 23 

1281. März 21 

1282. Jan. 13 
1282 März 5 
1282. April 22 
1282. Dez. 6 

1282. Dez. 6 

1283. Jan. 13 

1283. Febr. 5 

1284. März 6 
1284. Okt. 3 

1284. Dez. 1 

1285. Okt. 31 

1286. . . . 
1286. Jan. 14 
1286. Juni 13 
1286. Juli 14 

1286. Okt. 18 

1287. Febr. 23 
1287. März 20 
1287. Mai 11 

1287. Juli 28 
Um 1288 . . 

1288. Jan. 4 
1288. Juli 30 
1288. Dez. 13 
1290. Juli 20 
1290. Okt. 8 

1290. Nov. 23 

1291. Jan. 25 
1291. März 15 

1293. Sept. 28 

1294. Jan. 15 

1295. Juli 2 

1296. ... 



11,526 

11. 528 

11. 529 
11,580 
11.580 
11, 581 
11,582 
11,582 
11,533 
11,534 
11,534 
11,535 
11,586 
11, 537 
11,587 
11,588 
11,588 
11, 589 
11,540 
11, 541 
11,545 
11,545 
11,546 
11, 547 
11,548 
11,548 
11,548 
11,549 
11,549 
11,550 
11,550 
11,551 
11,553 
11, 553 

11. 554 

11. 555 

11. 565 
11,556 

11. 556 
11, 557 
11,557 
11, 559 
11,560 
11, 561 
11, 561 
11, 562 
11, 571 
11,564 
11,564 

11. 566 

11. 567 
11, 567 
11,568 
11,569 
11,569 



XXII 



Chronologische 



Übersicht der Nachtrüge und Berichtigungen. 



B. Verzeichnis der Berichtigungen. 



St. Gallen 

St. Denis . 

St. Denis . 

St. Denis . 

Eeichenau 

Buchau 

Würzburg 

Wimpfen . 

St. Gallen 

WUrzbiirg 

WUrzburg 

Einsiedeln 

Hirsau 

Weingarten 

Hirsau 

Weingarten 

Blaubeuren 

Sinsheim .. 

Ochsenhausen 

Lorch . . . 

Schaffhausen 

Schaffhausen 

Alpirsbach 

Neresheim 

Lorch . . 

Neresheim 

Komburg . 

Weissenau 

Neresheim 

Lorch . . 

Weingarten 

Maulbronn 

Kreuzungen 

Weissenau 



Roth . ■. 

Weingarten 

Schönthal 

Marchthal 

Kreuzungen 

Roth . . 



Adelberg . . 
Berau . . . 
Weissenau . 
Bebenhausen 
Bebenhausen 
Adelberg . . 
Isny . . . 
Bebenhausen 
Manlbronn . 



708. . . . 
777. . . . 

777. . . . 

782. Sept. 16 

816. Dez. . 

819. Juli 22 

823. Dez. 19 

856. Aug. 20 

879. Mai 1 

889. Nov. 21 

889. Dez. 1 

972. Aug. 14 

Zw. 1086 u. 1091 
1090. Juni 11 
1095. März 8 . 

1098. April 30 

1099. Jan. 25 . 

1100. Jan. 6 . 
1100. Dez. 31 . 

1102. Mai 3 . 
1116 

1122. Jan. 6 . 

1123. Jan. 23 . 
1125. Nov. 27 
1136. April 24 
1144. Nov. 15 . 

1149 

1152. Mai 19 . 

1152. Nov. 27 
1154 

1155. Sept. 28 

1156. Jan. 8 . 
1162—1182. . 
1164. Nov. 1 . 



1164. 


Nov. 15 




1170. 




1171. 


. 




1171. 


Mai 1 




1179. 


Dez. 25 




1181. 


Mai 5 





1181. Juli 22 . 
Um 1185 . . 

1186 

1188 (nicht 1227). 

1188 

1189. April 25 
1189. Mai 3 . 
Um 1190 . . 
1192 



gedr. 


bericht. 


1,2 


4,475 


1,17 


11, 577 


1,19 


11, 577 


6,429 


11,577 


1,83 


1,412 


1,94 


1,412 


1,101 


3,461 


1,148 


2,445 


1,181 


5,459 


1,190 


3,464 


1,192 


3,464 


1,218 


1,413 


5,872 


7,482 


1,290 


5,459 


1,305 


6,484 


1,310 


5,460 


1,318 


6,484 


1,318 


11, 572 


1,321 


11, 573 




(2,446) 


1,334 


6,484 


1,341 


4,480 


1,347 


4,481 


1,354 


10, 557 


1,367 


3,465 


1,383 


6,485 


3,470 


5,464 


2,52 


3,471 


2,61 


11,573 




(4,482) 


2,67 


3,474 


2,77 


6,485 


2,83 


5,461 


2,100 


6,485 


2,138 


3,475 


2,147 


11, 573 




(3, 495 




4,482 




6, 485) 


2,149 


11,574 


2,158 


6,485 


2,160 


7,477 


2,164 


6,486 


2,204 


2, 449 


2,212 


11, 574 




(3, 495 




4,482) 


2,217 


7,478 


4,376 


11,576 


2,247 


2,450 


3,208 


6,486 


2,252 


7,478 


2,263 


7,478 


2,264 


3,475 


4,378 


7,480 


2,442 


4,383 



Bebenhausen 
Weissenau . 

Kreuzungen 
Kreuzungen 
St. Blasien 

Weingarten 

Herrenalb 

W^eissenau 

Marchthal 

Maulbrorm 

Salem . . 

Weissenau 

Wangen . 

Weissenau 

St. Blasien 

Weissenau 



Ulm, Wengenkl 

Ulm, Wengenkl 

St. Blasien 

Marchthal 

Neresheim 

Weissenau 

Esslingen 

Esslingen 

Esslingen 

St. Blasien 

Esslingen 

Schussenried 

Tübingen . 

Weissenau 

Weissenau 

Weissenau 

St. Blasien 

Weissenau 

Bebenhausen 



Herreualb 
Zwiefalten 
Salem . . 
Frauenthal 
Weissenau 

Neresheim 
Frauenthal 
Zwiefalten 
Herrenalb 
Wimpfen . 
Allerheiligen 
Salem . . 
Anhausen 
Isny . . 



1193. Juni 29 
1197. Juli 30 



(1198.) . . 
(1198.) . . 
1199. Mai 28 



1201. . . . 
1213. Aug. 24 
1215. . . . 

1215. April 28 

1216. . . . 
1216. . . . 

1216. . . . 

1217. Febr. 13 

1218. . . . 

1219. Jan. 26 
1219. März 13 

1219. Nov. 15 

1221. Mai 10 

1222. April 15 

1222. Mai 28 

1223. Mfirz 14 

1224. Mai 9 

1225. . . . 



1225. . . . 
1225. . . . 
1225. Juni 7 
1225. Juli . 

1227. Febr. 15 
1228 (oder 1236), 

1228. Febr. 25 
1228. April 15 
1228. April 26 

1229 

1229 



1229. März 8 . 

Um 1230 . . 

1231. AprU 2 . 
1281. Aug. 9 . 
1232 

1232. Mai 1 . 

1232. Sept. 25 

1232. (Okt.) . 

1233 

1283 

1233. Juni 4 . 
1233. Aug. 16 

1234 

1286. März 18 
1288 



gedr. 

2,296 
2,320 

2,325 
2,325 
2,331 

4,384 

4,383 

3,14 

3,18 

8,37 

3,38 

3,39 

3,63 

8,67 

3,75 

3,77 

3,88 

3,125 

3,132 

3,134 

8,144 

3,155 

3,179 

4,397 
4,399 
3,175 
3,176 
8,212 
3,239 
3,222 
3,226 
8,227 
3,240 
3,244 

3,252 

3,263 
3,282 
3,290 
6,459 
8,307 

8,312 
3,313 
5,424 
3,321 
3,330 
3,338 
3,337 
3,375 
8,407 



bcriclit. 

6, 486 

11,574 

(4,482) 

3,480 

3,481 

11,574 

(6, 486) 

5,466 

5,466 

4,483 

4,483 

6,486 

4,483 

4,483 

4, 390 

4,484 

11,574 

11, 574 

(4. 484) 
4,390 
4,395 

11, 575 
4,484 
7,478 
4,484 
4,484 

u.7,478 
7,481 
7,481 

11, 575 
4,484 
4,485 
6,487 
4,485 
4,485 
6,487 

11, 575 
5,462 

(4. 485) 
6,487 

u.7,479 
5,463 

11, 575 
4, 485 
7,484 
5,463 

(4,485) 
4,415 
6,487 
7,482 
6,512 
4,485 
6,488 
6,488 
4,486 
3,492 



Die als Anhang gedruckten Texte. 



XXIII 



Rotli . . 

Gnadentlial 

Wimpfen . 

Scbussenried 

Salem . . 

Weingarten 

Salem . . 

Hohenlohe 

Hohenlohe 

Gnadenthal 

Hohenlohe 

Backnang 

Johanniter 

Gr. T. Wirteraberg 

Schäftcrsheim 

Weissenau . 

Beuron . . 

Komburg . . 

Kirchberg 

Reielienbach 

Pfullingen 

Lichtenstern 

Lichtenstern 
Miuilbronn . 
Weissenau . 
Frauenthal . 



1238 

1238. April . 
1238. .Tnni . . 

1240. Aug. 

1241. Febr. 2-7 
1241. Juni 17 
1241. Aug. 29 
1243. Febr. 
1243. Febr. 
1243. Sept. 18 

1245. Mai 15 

1246. April 3 
1249. . . . 

1249. Jan. 27 
Um 1250 . 

1250. . . . 

1251. . . . 

1251. Sept. 24 
Um 1252 . 

1252. . . . 
1252. Okt. 21 

1254. Dez. 12 bis 
1261. Mai 25 

1255. . . . 
1255. Febr. 2 
12,56. Jan. 4 
1257. Mai 13 



gedr. 


boricht. 




3,410 


11, 575 




8,416 


4,427 




8,422 


4,486 




3,455 


4,486 




4,12 


4,487 




4,25 


4,487 




4,85 


4,487 




4,52 


7,480 




4, .53 


7,480 




4,62 


6,512 




4,94 


6,512 




4,449 


11,576 




4,185 


4,488 




4,458 


6,489 




4,204 


6,512 




6,472 


11,578 




4,232 


4,489 




4,279 


5, 465 




4,281 


6,489 




4,290 


6, 489 




4,308 


11, 575 




5,75 


11, 676 




5,89 


11, 576 




5,92 


6,490 




5,145 


11, 577 




5,207 


6,491 





Herrenalb . . . 
WUrzburg, Stift Neu 

mllnster 
Deutschorden 
Schönthal 
Kirchberg 
Weissenau . 
Oberndorf 
Frauenthal . 
Lichtenstern 
Gnadenthal 
Gnadenthal 
Gnadenthal 
Weingarten 
Kirchberg 
Lichtenstern 
Salem . . 
Lichtenstern 
Zvviefalten 
WUrzburg, St. Haug 
WUrzburg, St. Hang 
Gr. V. Löwenstein 
Ellwangen . . 
Herrenalb . . 
Gr. V. Hohenberg 
Gr. V. Helfenstein 



1258. 



1259. 
1259. 
1262. 
1263. 
1264. 
1264. 
1264. 
1265. 
1268. 
1268. 
1268. 
1270. 
1273. 
1275. 
1280. 
1283. 
1285. 
1286. 
1286. 
1288. 
1291. 
1292. 
1292. 
1295. 





'•edr. 




6,228 


Febr. 13 . 


5,456 


April 6 . . 


5,296 


Aug. 1 . . 


6,73 


Juli 25 . . 


6,125 


März 11 . 


6,141 


Mai 27 . . 


6,14« 


.luni 18 . 


6,149 


März 26 . 


6,193 


April 22 . 


6,391 


April 22 . 


6,392 


April 22 . 


6,393 


Nov. 13 . 


7,119 




7,225 


Febr. 5 . . 


7,352 


Juni 9 . . 


8,227 


März 12 . 


8,387 




9,5 


Juni 2—8 . 


9,86 


Juni 14 


9,87 


AprU 26 . 


9,206 


Febr. 23 . 


9,437 


Jan. . . . 


10,8 


Febr. 10 . 


10,19 


Sept. 30 . 


10, 398 



barlcht. 

6,491 

7,483 
7,482 
7,483 
7,488 

11, 577 
7,483 
6,494 

11,577 
7,484 
7,484 
7,484 

11, 578 
8,493 

11. 578 
11, 679 

11. 579 
11, 579 
11, 579 
11, 579 
11, 579 
11,580 
10, 559 
10, 659 
11,581 



III. 



Die als Anhang gedruckten Texte. 

Band 1, S. 389 — 405. Das Komburger Schenkungsbuch aus dem Anfang des zwölften Jalirhuuderts. 
Band 2, S. 389—419. Das Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach. Vgl. dazu Baud 6, S. 439—454. 

S. 420 f. Schenkungen an das Kloster Zwiefalten 1137 (vgl. S. 450). 

S. 421—424. GUtererwerbungen des Klosters Ottobcuren (1182 und 1198). 

S. 426. Heberegister des Klosters Ellwangen. (Anfang des 13. Jahrhunderts.) 

S. 426 — 435. Die Bestätigungen der angeblichen Schirmbriefe Kaiser Friedrichs I. fUr das Klosters Weingarten 
durch spätere Kaiser. 

S. 436. Rege-steu einiger längst verlorenen Urkunden nach dem Wortlaute der Repertorien, in welchen sie 
nachgefUhrt werden. 
Band 4, S. I— LXXVI, Zwei Weingartener Codices aus der zweiten Hälfte des 1.3. Jahrhunderts. 



4936. 

Esslingen 1297. 

Elisabeth, Wittce Diepolds von Bernhausen gibt dem Kloster Adelberg 60 ff> Heller. 
Dafür soll ihr das Kloster ihr Lebenlang jährlich 4 ffi geben. 
Actum Esslingen. 
Regest bei Gabelkhover, Kollectaneen (Hdschr. d. StA. n. 48 8)4, Bl. 1332''. 



4936. 

Der Edle Gerlach von Breuberg beurkundet zugunsten des hl. Grabs in Speier, kein 
Recht auf bestimmte Einkünfte in Güglingen zu haben. 

1297. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Nos Gerlacus nobilis de Bruberg recognoscimus pro nobis et nostris heredibus 

universis publice per presentes, in redditibus sex librarum Hallensium de censibus 

in Gugelin||gen in festo beati Martini solvendarum et in redditibus perpetuis duarum 

carratarum vini solvendarum de tertia parte vini crescentis annuatim in vinea dicti 

Kude et in || vinea dicti Stumink que site sunt in monte dicto Richenfurth et, si 

in vineis predictis esset defectus quod due karrate predicte uon possent solvi, tune 

ille supplendus || erit de vino meliori quod dicitur erbeimer in marca Gugelingen 

integre et complete, nichil omnino nobis aut heredibus nostris dominii vel iuris com- 

petere, sed eosdem redditus fratribus donius sancti sejjulcri Spirensis ex venditione 

nobilis viri ßudolphi de Niphen annuatim deberi et solvendos esse iuxta formam in 

instrumento super hoc confecto*) contentam absque quolibet impedimento nostro aut 

heredum nostrorum pro eo, quod redditus antedicti cum iure patronatus ecclesie in 

Gugelingen et eiusdem ecclesie iuribus et attinentiis universis dudum, antequam pro- 

prietatem seu dominium opidi predicti essemus adepti, ad predictorum fratrum sancti 

sepulcri proprietatem atque possessionem liberam fuerant legitime devoluta, sie quod 
XI. 1 



2 1297. 

rutione'') dominii dicti opidi ad nos postmodum devoluti nichil iuris nobis debebimus 
aut de iure poterimus vendicare in bonis omnibus prenotatis in sepedictorum religio- 
sorum preiudicium aut gravamen. In cuius nostre recognitionis testimonium bas 
litteras nostri sigilli robore communimus. 

Datum anno domini MCC nonagesimo VII. 

Ital. Pei-g. Bruchstück eines Reitersiegels an grünen Seidefäden. 

a) Nach confecto steht ein überflüssiges et. 

b) Nach ratione ist seu gestrichen. 



4937. 

Markdorf 1297. Ohne Tagesangabe. 

Ulrich von Weiler, seine Frau und deren Sohn Konrad von Bitzenhofen verkaufen 
an Kloster Heiligkreuzthal einen Eigenmann. 

Deutscli. — Abdruck: Heiligkreuzthaler ÜB. 1,43 n. 153. 



4938. 
1297. 

Herzog Konrad von Teck freit das Kloster Herrenalb vom Zoll in Bretten (quicquid 
in civitatem nostram Brethaim duxerint). 

Gabelkhover, Kollektaneen (Hdsehr. d. StA. 48») 1, Bl. 14'-. — Regest: Württ. Jahrb. 1846 S. 138, ebenfaUs 
nach Gabelkliover mit Tagesdatum : August 23. 



4939. 

Kunz Ebelins Sohn überlässt dem Kloster Kirchberg alle seine Lehen und seinen Hof 

in Hardt gegen Kachlass aller seiner Schulden. 

1297. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Alle, die disen brief sehent aide horent lesen, die ""süln daz wizzen, daz ich 
Kunze Ebelinz || sun mich verzigen han mit allem reht der lehen die ich hete von 
minen frowan || von Kilperc und swaz ich mit in ze schaffenne hete und och ininer 
eigener hoveste||te, die ich ze Harde hete, die sü umme mich haut geköfet. Und 



• 1297. 3 

dar umme hant si'i mir vani gelaii sechzehen malter rocken Ti'iwinger mez, dii uf dem 
gute stunden, und drizzeg Schillinge TiWinger und sehzelient zins und dritelialp 
hundert feiger und sechz hünr. Und vergihe an disem brieve, daz ich noh dehein 
rain erbe nüzenet me ze schaffenne haben mit den frowan von Kilperc. Gezüge, die 
hier an warn, daz waz herre Wernher Zimmerli, herre Heinrich der Dürre, herre 
Heinrich der Bi'iringer und Friderich sin brüder, Wernher Fulhaber, Berhtold der 
Esel und Wolf von Heigerloch, Benze der voget von Harde und Berhtold Zobelli 
und unser bruder drie, bruder Künrad der gastmeister, bruder Heinrich der Nater, 
bruder Heinrich der Riter und ander biderbe lAte, die diz sahen und hortan. Daz 
diz war si und stete blibe, dar uinine henket der vor genante herre Wernher Zimmerli 
sin insigel an disen brief. 

Diz beschach do man zalte von gottez gebiirte tusent zwei hundert nünzec und 
in dem siibende jar, in dez alten schultheizzen huz. 

Siegel abgegangen. — Abdruck: Schmid, Monum. Hohenberg. 133. 



4940. 
Diepoldsburg. 1297. 



Wolffjaiiy roll Altensteig schenkt nin seines und seiner Vorfahren Seelenheils willen 
mit Ztisfimmimf/ des Herzogs Hermann von Teck, dessen Ministeriale er ist, dem Kloster 
Kirchheim einen Weinberg. 

Siegler: Herzog Hermann von Teck. 

Testes : harr Conrad der Münch von Tettingen, herr Conrat der Rüsz von Kirchen, 
herr Marquart von Liechteneck, herr Hainricli von Thomnau, heiT Heinrich von 
Randeck ritter, magister Ulrich von Neidlingen ducis Hermanni scriba, Heinrich 
Ratz und Rudolf der amman von Biszingen. 

Factum zu Diepolsburg MCCLXXXXVH. 

Regest in Excerpta Cnisiana, Handschrift der Universitätsbibl. Tübingen, sign. M. h. ;5G9, S. 7+4. 



1297. 
4941. 
1297. 



Berthold Lötho, Vogt von Bulach verkauft an Kloster Beuthin den halben Teil des 
Schlosses und Dorfs Unterschivandorf. 

Eintrag im Repertorium Reutliin nach dem verloren gegangenen Original. 



4942. 
1297. 

Eberhard von Lupfen Graf zu Stühlingen eignet dem Kloster Rottenmünster nach 
Heinrich Cunin seligen Wirtin Tod einen Äcker ob Rottenmünster in dem Vollabrunneu 
neben Blödelins akher. 

Siegler: Der Aussteller. 

Dokumentenbuch des Kl. Rottenmünster S. 358. 



4943. 
1297. 

Johann der Junge von Schiltegg und Werner sein Bruder verkaufen an Rottenmünstei- 
ihren Teil der Äcker hinder Hohenmuren um 32 Mark Silber und geben die Lehenschaft 
den Herzogen von hsUngen auf, die darauf die Äcker dem Kloster zu ainer rechten 
gift und seelgeräth eignen. 

Siegler: Die beiden Herzoge von Irslingen, die Aussteller und die Stadt Rottweil. 

Dokumentenbuch des Kl. Rottenmünster S. 3B8. 



4944. 
1297. 



Werner von Zimmern ein frey empfangt von Rotenminster 30 S und begibt 
sich aller ansprach an des kellers mile zu Oberndorf; item umb den hof zu Hardt- 
hausen, so Walther Banas baut, umb den hof zu Staig, umb ain hof zu Tautmoringen, 



1297. 5 

dergestalt das frow Hiltrud von Wartenberg ain closterfrow die niile zu Oberndorf 
ihr lebenlang zu geniessen habe. Nach ihrem tod mög er dieselbe inner 3 jähren 
wider an sich lösen mit 12 marck silbers, die andere gieter aber sollen dem gotts- 
haus verbleiben. Besiglen neben ihme die herren der stat Rottwil. 

Dokiimenteiibucli des Kl. Rotteiimünster S. 283. 



4945. 

Graf Hermann von SuJz verkauft an Berthold und Heinrich von Justingen um 
25 Mark Silber folgende Güter zu Gönslingen: die hub da Luitold und der maier von 
Zimmern bawen, giltet 12 schofel kernen 12 schofel haber, halbe hub die Albrecht 
Löchli baut, giltet 2 malter kernen, halbe hub die Conrad und Burcard die Ruwel 
bawen, 5 schofel kernen. 

Siegler: Der Aussteller, Heinrich und Reinold die Herzoge von Irslingen. 

Dokiimentenliuch des Kl. Rottenmünster S. 277. Eine zweite Ausfertigung, ebenda verzeichnet, nennt als 
Gült der ersten Hube 6 Malter Kernen, 14 Scheffel Haber, die erste halbe Hube ist nicht erwilhnt, die zweite 
gültet 3 Malter Kernen, 7 Scheffel Haber. Die Herzoge von Inslingen sind als Oheime des Grafen bezeichnet. 



4946. 

1297. 

Änselm und Konrad von Wartenberg geben Burkhard Holberspach einem Bürger zu 
Rotttceil die Eigenschaft eines Guts zu Dürbheim genannt Höwelinsgut. 

Dokumentenbucli des Kl. Rottenmünster S. 145. 



4947. 

1297. 

Fünfzehn Krzbischöfe und Bischöfe verleihen allen tcahrhaft Bussfertigen und Beich- 
tenden, die an den höchsten und andern Festtagen des Jahres die Pfarrkirche in Schorn- 
dorf (Schorndorfensem ecclesiam fundatam in honore sanctorum Basilidis Cyrini Naboris 
Nazarii atque Celsi) besuchen, Messe oder Predigt darin hören, die dem Priester der mit 



6 1297. Januar. 

dem Sakrament zu Kranken yeht, auf dem Hin- oder Rückweg andächtig das Geleite geben, 
zum Bau, Lichtern, Gewändern, Schmuck oder atidern Bedürfnissen der Kirche Hand- 
reichung tun, auf dan Sterbebett etwas für sie vermachen, nee non quicunque ad reve- 
rentiam et honorem beate Marie in pulsatione campane ad completorium salutationem 
angelicam ter dicerent mente devota, einen Ablass von 40 Tagen für Tod- und von 
einem Jahr für lässliche Sünden, tmter Voraussetzung der Zustimmung des Diözesatibischofs. 

Auszug von Gabelkhover in Hdschr. 136 des StA. = Crusius 3, 3, 13 S. 184. 



4948. 

1297. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Der Konvent von Sirnau leiht dem Konrad Fogel, seiner Frau und seinem Sohn 
eine Wiese zu Altbach. 

Esslinger ÜB. 1, 122 n. 288 nach dem Orig. in Esslingen. . 



4949. 

1297. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Schwester Guta die Luzmannin und Schicester Summertvunin vermachen dem Kloster 
Sirnau ein Pfund Gült zu einem Seelgeräte. 

Esslinger ÜB. 1, 123 n. 289 nach dem Oiig. in Esslingen. 



4950. 

1297. 

Abt Hermann von Weingarten belehnt den Kimrad Gandener, Burggraf auf Tirol, 
mit einer Wiese und einem Acker zu Naturns in Schirnan, welche dem Stifte zwei Hühner 
Zinsen. 

Eintrag im Schatzarchiv-Register des K. K. Statthaltereiarchivs in Innsbruck, abgedruckt im .4rchiv für 
Geschichte und Altertumskunde Tirols 2, 1865, S. 381 n. 282. 



1297. Januar. 7 

4951. 
Ohne Ortscinyu/jc. 12U}. Januar. 

Heinrich von Hüfinyen (Hevingen) der Sohn Ritter Reinhards beurkundet, dass die 
Grafen (illustres domini — — comites) Heinrich und Otto Söhne Simons von Zwei- 
briicken von ihm den Fronhof in Merklingen (curiam in Merckelingen dictani fronhof) 
den Graf Simon seinem Vater um 70 B> Heller verpfändet hatte, um die Ffandsumme 
ausgelöst haben (redemerunt), und verzichtet auf alle Ansprüche. 

Siegler: Die Stadt Weil und der Aussteller. 

Datum anno domini MCCXCVII., mense Januario. 

Ital. Perg. Siegel 1) bescliildigt, Stadt Weil, s. Bd. 7 S. 3(i3. 2) schildtönnig, 40,40 mm., Topflielm mit drei- 
mal, oben und 7.11 beiden Seiten, wiederliolter Figur, die wohl als Topf (scluväb. Hafen, Mf'lirznlil Uiifen) zu deuten 
üst ; Umschrift : -|- . S . HEINRICI . DE . HEVINGIN . - .-Vbdmck : ZGORh. 2, 4Ö7. 



4952. 

Ohne Ortsa)t(/abe. 1297. Januar. 

Die Brüder Heinrich und Otto von Gottes Gnaden Grafen von Zweibrücken ver- 
kaufen (vendidimus) dem Kloster Herrenalb um 450 U Heller das Dorf Merklingen 
(villam Merckelingen et omnia que ibidem habuimus vel habere visi sumus) und ver- 
pflichten sich, falls etwas von dem verkauften Besitz Lehen sein sollte, die Freilassung zu 
bewirken (per restaurum melius vel equivalens absolvamus). 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum anno domini MCCXCVII., mense Januario. 

Ital. Perg. Siegel s. Bd. 10, S. 408. - Abdruck : ZGORh. 2, 458. 



4953. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Januar. 

Berthold der Sohn weiland Ritter Konrads genannt Vogt von Remchingen verkauft 
(vendidi) mit Hand und Zustimmung seiner I*fleger der Ritter Schweneger von Remchingen 
seines Oheims und Hermann von Königsbach sein Dorf und Mark Auerbach mit Vogtrecht 
und aller Zubehörde (villam meam et marchiam l'rbach, ins advocatie dube frevel 
stiure bete einunge census redditus usufructus pullos liAbetreht hertreth cum 



8 1297. Januar. 

Omnibus hominibus propriis, qui tunc mihi attinebant et ibidem tunc temporis mora- 
bantur, et omnia iura ibidem herberge et utilitates in campis silvis agris pratis 
aquis viis inviis alraendis communitatibus et commoditatibus universis besüht et 
umbesüht, exceptio sex hübis que fuerunt obligate domine Adel . de Elgeslieim 
ratione sponsalium cui successit filia sua Kunegundis coniux Hugonis de Bernnecke 
ratione hereditatis, super quibus solummodo habet consuetam pensionem frumenti 
Hallensium et pullorum, reliqua vero omnia iura ins advocatie dube frevel her- 
berge et cetera que omnia ad me spectabant vendidi monachis de Alba) um 380 S 
Heller an Kloster Herrenalb, inif dem Recht die sechs Hüben um den achtfachen Ertrag 
(quamlibet marcam reddituum pro octo marcis) zurückzukaufen. Die Bauern von Auer- 
bach haben 'Teil an der Nutzung und Weide, die auch den Bauern von Nöttingen, Darms- 
bach und Muschelnbach zusteht, und können innerhalb ihrer Markung Bannwarte aufstellen 
wie jene. Sie haben ferner das Recht Brenn- und Bauholz in dem Wald in der Rannen zu 
schlagen wie die von Nöttingen, ohne Einsprache von diesen oder denen von Singen und 
Wilferdingen, die angeblich dasselbe Recht besitzen. Da diese Besitzungen Lehen von 
Rudolf von Rosswag sind, gibt er sie diesem auf und macht ihm zum Ersatz seine Güter 
in Wöschbach (Wesebach) und seine Weinberge in Königsbach zu Lehen. Rudolf von 
Rosswag bekundet seine Zustimmung und eignet Auerbach dem Kloster. Der Verkäufer 
stellt Bürgen in certitudinem venditionis et pagationis secundum viam iuris und alse 
ein reht ist: die Ritter Schweneger von Remchingen, Ulrich von Wössingen, Hermann von 
Königsbach und Albert genannt Bube von Neuweier (Negenwilre), mit der Verpflichtung 
zum Einlager in Pforzheim oder Bretten. 

Siegler: Rudolf von Rosswag, der Aussteller und die Bürgen. 

Acta sunt hec anno domini MCCXCVII., mense Januario. 

Druck in ZGORh. 2, 459 nach dem Orig. Perg. in Karlsruhe mit fünf Siegeln. — Früherer Druck : Jleichsner, 
Decis. camerariae 4, 668. 



4954. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Januar. 

Rudolf von Rosswag Albere condicionis homo beurkundet, dass weiland Ritter Kon- 
rad genannt Vöt von Remchingen mit seiner Genehmigung seinem noch minderjährigen 
Sohn Berthold als Träger seiner Lehen den Ritter Schweneger von Remchingen und Albert 
genannt J3übe von Neutceier (Negenwilre), seine Brüder C. und Dietrich Söhne weiland 
Bertholds des Altern von Remchingen, ferner Hermann von Königsbach, H. von Höfingen 
und C. von Hornberg bestellt und dass er gestattet habe, dass Bertholds Schwestern Adel- 



1297. Januar 6. 9 

heid und Gertrud, wenn sie ihren Bruder überleben und dieser keine lehensfähigen Kinder 
hinterlässt, in seine Lehensrechte eintreten. Nach Erlangung des lehensfähigen Alters 
(cum — — annos ad recipienda feoda attigisset) hat Berthold seihst die Lehen emp- 
fangen und nun das dazu gehörige Dorf Auerbach an Kloster Herrenalb verkauft, indem 
er dafür zum Ersatz seine Güter in Wöschbach und seine Weinberge in Königsbach zu 
Lehen gemacht hat. Rudolf von Rossiväg bekennt, dass dieser Ersatz ausreichend sei, über- 
trügt das Dorf Auerbach mit aller Zubehörde dem Kloster und verzichtet auf alle Rechte. 
Adelheid und Gertrud die Schimstern Bertholds verzichten mit Hand und Zustimtnung 
ihrer Ehemänner H. von Rodeck und Konrad von Böckingen auf ihre Rechte und übergeben 
durch die Hand Rudolfs von Rosswag ihrerseits das verkaufte Dorf an das Kloster. 

Siegler: Der Aussteller, der Ritter Schweneger von Remchingen, Hermann von Königs- 
hach und Albert genannt Bube von Neuweier, ferner Berthold von Remchingen, H. von 
Rodeck und Konrad von Böckingen. 

Acta sunt hec anno domini MCCXCVII., mense Januario. 

Dnick in ZGOHh. 2, 461 nach dem Orig-. Perg. in Karlsruhe mit 7 Siegehi. 



4955. 

Bischof Mangold von Würzburg beurkundet, dass er mit vier Würzburger Domherrn auf 
ihre Stellung als Schiedsrichter für den Deutschorden in dessen Streit mit den Johannitern 

in Mergentheim verzichtet habe. 

Würzburg 1297. Januar 6. 

Manegoldus dei gratia episcopus Herbipolensis tenore presentium publice profi- 
tenmr, quod cum in causa que inter || viros religiöses . . commendatorem et fratres 
domus hospitalis in Mergentheim ex una et . . commendato||reni et fratres Theuto- 
nicos domus ibidem ex pai-te altera vertitur, in nos et VIII personas videlicet ex 
parte hos||pitalariorum Lupoldum de Wiltingen prepositum ecclesie sancti Johannis 
in Hauge, Heinricum de Rannenberg archidiaconum et Hermannum de Liebesberg 
nostre ecclesie cunonicos ac magistrum Gerwicum iamdicte ecclesie in Hauge canoni- 
cum, ex parte vero fratrum Theutonicorum Heinricum de Weclimar prepositum 
maiorem, Albertum de Lewenstein scolasticum, Andream de Gundelvingen prepositum 
Onolspacensem et Wolframum de Grumbach prepositum ecclesie Novi Monasterii 
dicte ecclesie nostre canonicos de voluntate et consensu utriusque partis esset tam- 
(juam in arbitros compromissum ipseque partes intricare dictam causam disputatio- 
nibus et allegationibus variis niterentur, nos arduis nostre ecclesie prepediti negotiis 

XI. 2 



10 1297. Januar 13. 

(liftinitioni dicte cause intendere non valeutes compromisso de quo predicitur in nos 
et dictos IUI ex parte fratrum Theutonicorum predictorum electos facto omnique 
iuri et potestati nobis ex eiusdem comproinissi vigore competenti una cum ipsis IUI 
personis renuntiavimus et renuntiamus simpliciter et precise ipsasque partes ad iura 
sua priora remittimus ac fideiussores ex utraque parte super pena qua vallatum fuit 
arbitrium per nos promulgandum solvenda dattDS absolvimus et presentibus dicimus 
absolutos. In quorum premissorum testimonium hoc scriptum nostro et predictarum IUI 
personarum ex parte fratrum Theutonicorum electarum sigillis est diligentius robo- 
ratum. Nos quoque H. prepositus, AI. scolasticus, Andreas prepositus Onolspacensis 
et Wolframus ecclesie predicte Kovi Monasterii prepositus supradicti ex parte sepe- 
dictorum fratrum Theutonicorum electi premissa omnia sie recognoscimus esse facta 
sigilla nostra in eorundem evidentiam presentibus appendentes. Testes autem qui 
hiis prelibatis interfuerunt sunt: frater Gotfridus de Hohenloch preceptor ordinis 
fratrum Theutonicorum per Alamaniam, frater Engelhardus in Horneke, frater Her- 
mannus Lesche in Mergentheim, frater Albertus in Swinfurte commendatores, frater 
Volpertus, frater Reinhardus, frater Eberswinus ipsius ordinis fratres, nobilis Crafto 
de Hohenloch, Engelhardus de Bebenburg, Hermannus Lesche, Lupoldus de Wil- 
tingen, Andreas dictus Zobel, Gotfridus dictus Betelman milites et plures alii clerici 
et laici fide digni. 

Datum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo VII., VIII. idus Januarii, ponti- 
ficatus nostri anno IX. 

Fünf spitzovale Siegel an roten und blauen Leinenfäden : 1) des Bischofs, von grünem Wachs, s. Bd. U 
S. 358. 2) 6B,42 mm., über gotischem Baldachin Brustbild des hl. Kilian mit Stab und Buch, unten ein stehender 
Geistlicher mit erhobener Rechten ; Aufschrift oben : S • KILI||ANVS, Umschrift : S ■ HENR • DE • WECHMAR • PPÖI • 
EGGE • HERBIPOL. 3) des Albert von Löwenstein, beschädigt, c. B5,38 mm., oben die Steinigung des Stephanus 
(der Heilige kniend zwischen zwei stehenden Personen), darüber der geöffnete Himmel nach Acta 7, 5.5 angedeutet 
durch Mond und Stern, zwischen denen wie es scheint, eine Türe ; unten der kniende Siegelinhaber mit einem 
Wappentier, dem Löwen auf Dreiberg hinter sich ; Umschrift : . . . RBIPOLEN • et • PPOITI • [MOSJBAGEN • 
4) 60,40 mm., stehender Heiliger im Bischofsornat mit Stab und Buch ; Aufschrift : S • GVNRADVS •, Umschrift : 
t • S ■ AN • DE ■ GVDILVIGE • PPTI • ONOLSPAC • ARCHID • HERBI • 5) des Propsts Wolfram von Neumünster- 
stift, s. Bd. 10, 154. — Regest: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 41G n. 58G. 



4956. 
Born 1297. Januar IS. 



Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Abt und Konvent von Elhoangen alle seine 
Privilegien und Indulgenzen. 



1297. Januar 15. U 

Datum Rome apud sanctum Petrum, idus Jaiiuarii, pontificatus nostri anno 
secundo. — Solet annuere. 

Ital. Peig. An roten und gelben Seidefäden die Bieibulle. Auf dem Umschlag rechts A. Romann M. (?), links 
unter demselben Kostenvermerk, zwei wagrechte Striche nebeneinander, darunter Sic böv, oben rechts in der Ecke N, 
zweimal durchstrichen. Auf dem Rücken oben in der Mitte : J. d" • Ancön., danmter flüchtig geschrieben cü ni (?), 
vielleicht der Vermerk des Korrektors ; links in der Ecke : b. 



4957. 

Die Laienschwester Mechthild Hellekünin in JRetälingett bestätigt das Vermächtnis 
ihres Vaters an das Predigerkloster in Esslingen und das Kloster Weissenan. 

Reutlingen 1297. Januar 15. 

Üniversis presentes litteras inspecturis soror Methildis conversa in Rütlingen 
dicta Hellekünin notitiam subscriptorum. Noverint omnes et singuli, quos nosse 
fuerit oportunum, quod cum pater mens Walther dictus Helleküne pie memoria 
fratribus ordinis Predicatorum domus Esslingensis anteriorem domum nostram in 
RiUlingen iuxta domum H. dicti Fronemaiger sitam, fratribus vero Augie Minoris 
ecclesie sancti Petri domum nostram posteriorem ibidem cum orto eidem domui 
attinente et horreo ac via a latere domus ducente ad horreum de consensu meo in 
remedium animarum nostrarum donaverit adhuc vivens post mortem nostram paci- 
fice et libere possidendas, ego ad future litis calumpniam que super hiis posset 
accidere precavendam eandem donationem sie factam utroque conventuum predictorum 
innovavi sub protestatione et testimonio fide digno ipsamque presentibus iterum 
approbo et confirino, hoc adiciens et ordinans de consensu conventus ecclesie Augie 
Minoris supradicte, quod tertia pars orti superius memorati et iter seu transitus ad 
eundem ortum fratribus Predicatoribus predictis debeat pertinere. Quod si dein 
[injopia mea magna exegerit aut paupertas volo, ut non obstante tali donatione pre- 
dictas domos vendendi liberam habeam facultatem. Verum et hoc pie memorie pater 
mens tempore donationis huius in })acto posuit et ego id ipsum volo et ordino per 
presentes, ut fratres Augie Minoris in preiudicium fratrum Predicatorum nullum edi- 
ficium erigant circa stupam ipsorum eiusdem lumina obfuscando. Volo insuper ut 
iam dicti fratres ecclesie Minoris Augie de ovibus et peccoribus meis que tempore 
obitus mei in Bernloch eorum curia remanserint aut recipiantur ibidem quartaui 
partem habeant nomine testamenti. 



12 1297. Januar 17. 

Acta sunt hec in Rütlingen, anno domini MCCLXXXXVIL, in die sancti Mauri 
abbatis, presentibus et vocatis in testimonium fratre Bur. priore et fratribus Balde- 
maro, H. de Urach et Eticane ordinis Predicatorum domus Esslingensis ac fratre 
Walthero converso de Bernloch nee non et civibus consulibus seu iudicibus civi- 
tatis Kütilingen Walthero de Haigingen et Cunrado de Husen, in quorum omnium 
presentia hec sunt facta, ac sigillorum conventus ecclesie Minoris Augie sepedicte et 
universitatis civium in Rütlingen munimine roborata. Ceterum nos abbas totusque 
convenlus ecclesie sancti Petri Augie Minoris formam donationis ac ordinationis pre- 
habite acceptantes in signum ratehabitionis sigillum nostrum presentibus duximus 
appendendum. 

Esslingen. Kopb. P des Predigerklosters aus dem Anfang des 15. Jaliiii. auf Perg., Bl. 3.Ö'' Nr. 91. — Regest: 
Esslinger ÜB. 1, 123 n. 290. 



4958. 

Hug von Hochdorf genannt Bischof verkauft seinen Besitz in (Ober-Jlettingen tmd Stein- 
berg an Kloster Reuthin. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Januar 17. 

Ihc Hug von Hohdorf der Bischof gehaizzen dun kunt allen den disen brief 
II sehent alder hörent lesen, daz ihc alles min gut ze Ütingen und ze Stainiberge || 
hüs und hof garten hölzer wisa und akker zinse allez min aigen daz ihc hette || in 
dorfe und in velde claine und gros han gegeben ze koffen den vrowen von Rüthi 
bi Wilperk, die da sint in Bredier orden, mit allem rehte und wirt ohc dez mines 
iht mer ervorschet dennoch über zehen jar, daz sol ohc der selben vrowen sin ledec- 
liche an alle Widerrede. Ihc vergib och da bi, daz ihc daz selbe gut vertegan sol 
von allen minen erban und ez verstau sol von aller meneglichen. Ihc han och ze 
bürgen gesezzet Eberharten minen brüder, Gumpolten und Gözzen mine süne, die sich 
sin och verzigen hant, daz ihc ez vertegande si von minen kinden, die nohc ze iren 
tagen nit komen sint, und geschehe, daz got verbiet, daz die vor genemetten vrowa 
imer dehan kummer angeviel von dehainer schlate crangel, so süln siu mich und min 
vor genemeten sun manen ze laistenne ze dem besten wine ze Wilperk. Daz haben 
wir gelobt bi unser truwe in aides wiz und brechen wir, daz got verbiete, so sol min 
brüder Eber, laisten an unser stat al die wil, biz daz ze verte wirt braht, dez ihc an 
disem brieve verjehen han. '')Dirre rede ist gezüg: H. der cappelan, pfaffe Tregeli 
von Ütingen, pfaffe Burchart von Rüthi, AI. der schulthaiz, Renzze der widmer und 
sin brüder H. und AL, Ber von Mezzingen, H. Stephan und sin sun, AI. der wirt, 



1297. Januar 18 und 23. 13 

AI. der Thalluiser, Wal. der Betterer, AI. diu Vorhenne, Eppeli und sin brüder, 
Bur. von Nider Ütingen und ander erber lüte vil. 

Diz geschähe, do von gottez gebürte waren zwelf hundert jar nünzeg jar an 
dem subenden jar, an dem nehesten durnstage nahe sanete Hylarien tage. Daz disiu 
rede stete blibe, dar umbe han ihc disen brief gevestenat mit mines herren insigel 
grave Bur. von Hohenberk, dez tegandez von Eshelbrunnen, der stette insigel von 
Horwe und mit der burger insigel von Wilperk. 

Ital. Perg. Beschädigte Siegel 1) des Grafen Burkhard von Hohenberg, s. Bd. 7 S. 103 und 331. 2) des 
Dekans von öschelbronn— Thaiifingen, s. Bd. 9 S. 345 f. 3) der Stadt Horb, s. Bd. 8 S. 386. — Abdruck : 
Schniid, Monuni. Hohenberg. 130. — Im allen Repertorium des Kl. Reuthin wird noch eine nicht mehr vorhandene 
Urkunde erwähnt, nach der Hugo de Ohdorf nobilis iunior dictus Episcopus dem Kloster 1294 den Stephansbof 
(zu Oberiettingen) verkauft. 

a) Von hier an andere Schrift und andere Tinte. 



4959. 
Rom 1297. Januar 18. 

Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Kloster Neresheim alle päpstlichen, königlichen 
und sonstigen Privilegien und Freiheiten. 

Datum Rome apud sanctum Petrum, quinto decimo kalendas Februarii, ponti- 
ficatus nostri anno secundo. — Cum a nobis petitur. 

Abschrift des 17. Jahrh. auf Papier. 



4960. 

Bischof Mangold, das Domkapitel, die Äbte und andern Prälaten von Würzburg beur- 
kunden, dass die Stadt Würzburg dem Interdikt verfallen ist, weil sie nicht aufhören will, 
die Klöster des Zisterzienserordens (die Besitz in der Stadt haben) mit erhöhten Abgaben 

zu belasten. 

Würzburg 1297. Januar 23. 

Manegoldus dei gratia episcopus ecclesie Herbipolensis, Heinricus prepositus, 
Arnoldus decanus totumque capitulum, . . abbates ceterique prelati eiusdem civitatis 
tenore pre||sentium confitemur et constare volumus universis, quod Heinricus dictus 
Weibeier, Eckehardus Lebarthe senior, Eckehardus Lebarthe iunior, En||gelhardu8 de 
Kotenburg, Conradus de Inferno, Fridericus Gyer, Johannes Hane, Heinricus Zan, 



14 1297. Januar 28. 

Heinricus Babenbei'g, Heinricus Jozer, Merkel! (|- Buzzigel et Aplo de Wigenheim 
ceterique cives potiores et universitas predicte civitatis Herbipolensis, cum serenissimo 
domino Adolfo Romanorum regi in aliqua summa pecunie tenerentur, dilectis in 
Christo . . de Ebera, . . de Haylsprunne, . . de Brunnebach, . . de Lancheim et . . de 
Schonental abbatibus ac . . de Celiporta, . . de Meidebrunne ac . . de Heiligental abba- 
tissis eorumque monasteriis Cysterciensis ordinis prefate nostre et Eystetensis diocesium 
imposuerunt onera gravia in nostra civitate iam dicta ipsos talliantes et ab eis collectas' 
et exactiones importabiles exigentes, videlicet de quolibet modio siliginis sex denarios 
valentes duodecim Turonenses ac de qualibet carrata vini libram Hallensium valentem 
libram Turonensem extorquendo, nam pulsata campana publica communi habito consilio 
et populo convocato in dicta civitate cum dicti religiosi constanter assererent cum ex 
privilegiis sibi a sede apostolica concessis tum propter constitutionem sanctissimi 
patris ac domini pape Bonifacii nuper editam et universaliter propter ecclesiasticam 
libertatem se ad huiusmodi non teneri nee velle aliqualiter consentire, ipsi cives 
curias ac domos eorum vi introierunt confringentes seras et ostia diruentes vina 
eorum et blada ac res alias venditioni publice exponentes immo vendentes claves 
eorum detinent et in huiusmodi maleficio usque hodie perseverant comminantes se 
inantea facturos eisdem similia vel maiora, super quibus dampnis iniuriis et violentiis 
notoriis per nos et capitulum nostrum primo deinde per alios prelatos ac plebanos 
nostre civitatis publice commoniti sunt in ambonibus ecclesiarum, ut ablata resti- 
tuerent et alias satisfacerent congruenter. Ipso vero animo indurato monitionem 
predictam non solum contempserunt verum etiam in nostra capitulique nostri ac 
multorum prelatorum et religiosorum ac aliorum ad hoc vocatorum presentia pu- 
blice responderunt, quod dictos religiosos et eorum monasteria nollent habere in 
contributione tallia et exactione sepedicta aliquatenus supportatos. ünde nos con- 
stitutioni novelle supradicte reverenter obedientes omnes concorditer cessavimus 
a sollempniis divinorum servantes generaliter interdictum secundum quod clare pre- 
cipit constitutio memorata. In quorum omnium evidens testimonium presentem 
paginam super hiis conscriptam fecimus sigillorum nostrorum munimine roborari. 

Datum apud Herbipolim, anno domini MCC nonagesimo septimo, X. kalendas 
Februarii. 

München. An weissen, roten oder blauen Leinenfäden 11 teilweise beschädigte Siegel, luid zwar des 
Bischofs, Domkapitels, Dompropsts, Domdekans, des Abts von St. Burkhard, des Propsts von Neumünster, des 
Abts von St. Stephan, des Propsts von Ansbach, des Domscholasters, des Archidiakons und des Scholasters von 
Neumünster. — Abdruck : Monum. boica 38, 160. — Regest : Reg. boica 4, 637. 



1297. Januar 28. 16 

4961. 

Graf (iottfried von Tübingen heurkundet den Erbvertrag zwischen den Brüdern Burkhard 

und Konrad von Lustnaii. 

Tübingen 1297. Januar 28. 

Wir grave Götfrit von Tüingen tun kunt allen den die disen brief ansehent 
ader || hörent lesen, daz Burchart und Cünrat von Lüstenowe haut gemachet ir gut, 
swas aigen und || lehen ist, ieweder dem andern nach sime tode ze erben als sin 
aigen gut und haut daz beide ain dem || ädern vor mir ufgegeben um järichlichen 
zins ain Schilling Tüinger, den ieweder dem andern sol gen von sime gute di wil 
er lebet. Wil aber bi lebendem libe gesunt ader siehe ir aine selgeret almosen ader 
sime friunde gäbe gen nach gewonlichen dingen, daz sol er tun als zimelich ist und 
redelich ane geverde und sol in der ander dar an nit irren. Wil aber ir aine den 
anderen an solchen dingen irren, daz sMn ir friunde dise vire man Lödewic von 
Lüstenowe, Machtolf von Gilsten der junge, Friderich und Eberhart zwene bruder 
von Lüstenowe erkunnen und wenden, dem unrecht si und wider disen brifen, wan 
si dar zu erweit sint mit naraen von in beden. Dar nach so künden wir och, daz 
vor dirre besetzunge, di an disem briefe gescriben stat, Cünrat hat uzgenomen und 
gegeben siner wirtinnun . . von Erenvels z ainie lipgedingde, ob si in überlebet, dri 
ame wins in sinen wingarten jßricliche und zwaier manne mad an den wisen in der 
Sülze und in [Gramjphen lehen. So hat Burchart siner wirtinnun von Rieth uz- 
genomen und gegeben z ainer morgengabe zen mark silbers, ob si in überlebt, daz 
siu di sol han uf sinen wingarten der haicet Studach und uf zwaiger manne mad 
an den wisen in der Sülze und in brüiel zem Wiger, und suln der zwaiger manne 
Cünrats und Burcharts erben gewalt han daz vor genante gut von der vrowen ze 
lösent ob si willent. Uin-e besetzunge und gedingd sin gezüge dise erbar manne, 
der namen hie stant gescriben: Lüdewic der rietter von Li'istenowe, phaf Dyter der 
Herter, Pridrich von Ulme und sine süne Fritze und Andres, Otto und Fritz von 
Wrmelinge, der Herter von Tuscelingen, Machtolf von Gilsten, Dieze des von Ulme 
tochterman, Conz Ebervirt und F. sin bruder von Lüstenowe, Walter und Welzelin 
sin brudersun, Ekkers süne dri H., Eber, und Gh., Henz Engelfrid, Conz Colke, AI. 
der münzer, Müilich, AI. und Albrecht Ezzelinger burger ze Tüingen. Daz dise 
berichtunge und die vor genante besetzunge stete und [unjverwersalet ') blibe, des han 
wir grave Götfrit und di bürger von Tüingen unser insigel und der stete insigel durch 
der vor genanter zwaiger manne bete Cünrats und Burcarts gehenkt an disen ciegen- 
wortigen brief. 



16 1297. Januar 29. 

Der wart gegeben ze Tüingen, do man zalte von gotes gebürte zwelf hundert 
jar siben und niunzic jar, an deme nesten mäntage vor unser frowen liechtmesse 

oder kercce wige. 

Siegel abgegangen. — Abdruck : ZGORh. 14, 444. 

a) un fehlt im Text; verwersalet würde verwirrt bedeuten (H. Fischer, Schwab. W.Buch 2, 1412). 



4962. 

Heinrich Unmass Schultheiss der Stadt Hall vertauscht mit dem Johanniter spital eine 
Wiese am Kocher gegen ein Gut zu Rückertshausen. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Januar 29. 

Wir her Heinrich Ummaze scultheize der stat ze Halle und alle unser erben 
allen den, die disen brief sehent oder horent lesen, virjehen wir oifenliche unde 
gemeinliche alle mit einander, daz wir han gegeben bruder Rügere von Schefauwe 
dem commendiure des heiligen liuses des spitales sante Johannes orden ze Halle und 
den brudern des vor genanten huses unde allen irn nachkumen eine wise die da 
lit") ame Kochen bi der müln, die da heizet die nuwe müln, die da ist der bruder 
die hie vor genant sint, ze rechteme eigen ewiclichen ze besitzene gesuht und unge- 
suht zu alleme rehte, unde geloben auch an diseme brive die vor genante wise ze 
verrihtene von allerleige anspräche alse eigens reht ist nach rehte unde nach 
gewonheit des landes. Gein dirre wisen gebent uns bruder Rüger von Schefauwe 
der commendiure des vor genanten huses von Halle und die bruder alle gemeinliche 
ein gut, daz ist gelegen ze Rickartshusen gesuht und ungesuht zu alleme rehte, und 
daz selbe gut giltet gergelich zwei phunt Heller geltes, uf deme selben gute sas ein 
man der hiez Uolrich, unde geloben uns auch daz selbe gut ze vertigene von aller- 
leige anspreche alse eigens reht ist nach rehte unde nach gewonheit des landes. 
Dis weissels und dirre anderunge ist gezug bruder Ruger der commendiure der hie 
vor genant ist, bruder Conrat von Spire, bruder Burchart von Halle, bruder Uolrich 
von Halle, bruder Heinrich [von]*") Schefauwe, die da bruder sint des vor genanten 
huses von Halle, her Conrat der alte munzemeister der da sitzet an den staffeln, 
her Walther von Kunzeisauwe, her Heinrich von Tulauwe, Conrat unser sun und 
Heinrich sin bruder, die da burger sint ze Halle. Und daz diz stete und veste 
belibe ewicliche, des han wir disen brif besigelt mit des abtis ingeseP) vom Kam- 
berg unde mit unser selbes ingesigel. 



1297. Januar 31 und Februar 1. 17 

Dis geschach, da von gotes geburte waren tüsent jar zwei hundert jar nünzig 
jar in deme sibenden jare, an dem funthen dage vor unser frowen dage kerzewige. 

Abdruck in F. I). (iriUers Idiinmi iiiul Hermode für 181G, S. 180, offenbar nach einem Original, das jetzt 
verschollen ist. 

a) Vorlage: lic. h) In der Vorlage wohl ans Verseilen ausgelassen, c) So in der Vorlage. 



4963. 
RoiH 1297. Januar 31. 

Papst Bonifazius VIII. beauftragt den Dekan von Öhringen (Orengeu), das Kloster 
Schönthal gegen seine Schädiger zu schützen (quod nonnuUi iniquitatis filii, quos pror- 
sus ignorant, decimas redditus census terras domos vineas prata nemora instrumenta 
publica et nonnulla alia bona ad monasterium ipsum spectantia temere ac malitiose 
occultare et occulte detinere presumunt non curantes ea prefatis abbati et conventui 
exhibere in animarum suarum periculum et ipsius monasterii non modicum detri- 
mentum, super quo iidem abbas et conventus apostolice sedis remedium iinplorarunt). 

Datum Rome apud sanctum Petrum, II. kalendas Februarii, pontificatus nostri 
anno tertio. — Significarunt nobis. 

Ital. Perg. Die Bleibulle, die an Hanfschnur hieng, ist abgegangen. Auf dem Umschlag rechts Jac. G. E., 
über dem letzten Buchstaben einige kleine unkenntliche Zeichen ; unter dem Umschlag links Kostenvermerk, zwei 
wagrechte Striche nebeneinander. Auf der Rückseite oben in der Mitte: Petnis de Asisio. 



4964. 

Alpirsbach 1297. Februar 1. 

Abt Johann und Konvent von Alpirsbach erlauben ihrem Maier Albert in Frommen- 
hausen die Ablösung einer auf seinen Lchengütern ruhenden Gült (de communi consensu 
nostri capituli Alberto villico nostro de Frumerhusen vendidimus iusto titulo vendi- 
tionis redditus sex maltrorum siliginis et tritici, quos quidem redditus ipse AI. et 
frater suus de bonis nostris seu nostri monasterii predicti sitis aput Frumerhusen 
ad ipsos feodaliter pertinentibus nobis et nostro monasterio singulis annis solvere 
consueverunt et de iure hactenus persolverunt) um 20 % Heller unter Wahrung ihrer 
sonstigen Rechte (iuribus eorundem bonorum videlicet censuum et herbergiarum) und 
mit dem Vorbehalt eines Rückkaufsrechts (quod, quandocunque nos dictam pecuniam 

post receptionem dictorum reddituum primi anni per dictum AI. factam a festo 
XL 3 



18 1297. Februar 2. 

sancte Walpurgis proximo venturo ad spatium sex annoruin infra festum beati Mar- 
tini et dictum festum sancte Walpurgis spatio quatuordecim dierum ante ipsum 
festum sancte Walpurgis prenominato AI. reddiderimus, dictus contractus totalitär 
rescindetur). Ferner soll Albert jährlich auf St. Andreas 30 Käse (triginta caseos 
quorum quilibet tribus denariis monete Hallensis circa festum beate Walpurgis in 
valore equipollere debet) liefern, diese Lieferung aber aufhören, sobald dieser ganze 
Vertrag durch die Zahlung des Klosters rückgängig gemacht wird. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum et actum aput Alperspach, anno domini MCCXC septimo, in vigilia 

pui'ificationis beate virginis. 

Ital. Perg. Siegel abgegangen. — Regest: Glatz, Alpirsbach 273. 



4965. 

Die Herren von Urhach eigne^i dem Kloster Adelberg die halbe Mühle zu Miedeisbach. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Februar 2. 

In gotes namen. Amen. Ich Walther von Urbach ain ritter und ich Diether 
von Urbach ain ritter und ich Fxidrich || von Berge ') ain ritter und ich Bernolt 
hern Walthers brüder ain pfaffe und ich Walther und Sifrit und Bernolt || wir dri 
gebrüder und ich Ulrich und Johannes hern Walthers süne tun kunt allen den die 
disen brief lesent oder || hoerent lesen, daz wir allen den gewalt und allez daz 
reht, daz wir von alter han gihebet an der muln da ze Mütinspach, die Cunrat der 
Zinser von Urbach und der Koelner von Mütinspach von uns ze lehen hetun und 
noch der Koelner von uns daz halptail ze lehen hat, frilich und aigenlich dem pro- 
bist und der samenunge dez gotezhusse ze Madelberc haben gigeben ze ainem rehten 
aigen und gesüchet und ungesüchet swaz rehtes zu der selbun muln hoeret und 
sunderlich daz reht, daz der vor genante Cünrat der Cinser an dem halptail der 
muln tehtes hete, daz ich der vor genante Walther der ritter von Urbach von 
Msehfrit von Husen ume zwainzek pfunde Haller gikouphet han, ze ainem rehten 
selgirsete unsir und aller fordrun und unsirre nahkomen. Daz diz ewecliche stsete 
und veste belibe, dar über gip ich Walther Diether Fridrich die ritter, ich Bernolt 
der pfaffe, ich Walther von Hertenegge vur mich und mine brüder unsir insigel an 
disem brief dem probist und der samenunge dez vor genanten goteshusse ze Madel- 
berc ze aime Urkunde und ze ainer festenunge für uns und für alle unser nahkomen 
anspräche und irresalin. 



1297. Februar 3. 19 

Dirro brief wart gigebeu, do von unsirs Herren geburte waren tusent jar zwai 
hundert jar und suben und niunzek jar, an unsirre frown tage der kerzewihi. 

Von fünf Siegeln fehlen das dritte und vierte. Die erhaltenen sind schildförmig und haben gespaltenen 
Schild. Umschriften 1) • • S • VVALTHERI ■ DE • V • • • AC • 2) * S • DIETHEHI • MILITIS • DE • VRBACH ■ 
5) i • S • WALTHERI • DE • VRBACH • 

1) Friedricii von Urbach Sohn Ritter Friedrichs wird 1288 genannt (Bd. », S. 220). Vielleicht ist hier der- 
selbe gemeint, der nur nach seinem Sitz (? in Beig bei Stuttgart) bezeichnet wäre. 



496(5. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Februar 3. 

Dekan Hertwiy von Esslingen entscheidet einen Streit des Spitals zu Esslingen mit 
Konrad Lang von Deizisau. 

Regest im Eßlinger ÜB. 1, 124 n. 291 nach dem Registraturbuch des Spitals in Eßlingen. 



4907. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Februar 3. 

Getrud die 'Tochter weiland Schwiggers genannt Feischer von Gemmingen überträgt 
mit Zustimmung ihrer Erben und Verwandten dem Kloster Bechentshofen (Recliensltoven) 
zur Ausstattung ihrer Töchter Engeltrud und Getrud (cum filias meas — — religioni 
(hixerim mancipandas, ne omnino vacue domum domini introirent) 2 Höfe in Riehen 
(curiam in Kiechen quam tenet Hartmannus dictus Kercher, de qua singulis annis 
undecira maltra siliginis duodecim maltra spelte Septem maltra avene et duodecim 
solidi Hallensium in nativitate domini debent eidem monasterio integraliter provenire, 
item curiam ibidem quam Heinricus dictus Ungestüme tenet, de qua annis singulis 
novem maltra siliginis novem maltra spelte octo maltra avene et quadraginta Hal- 
lenses in nativitate domini, quadraginta etiam denarii in festo beati Georgii dicto 
monasterio debent similiter provenire). Um nicht den Schein des Geizes zu erwecken 
(ne nimis ])arce — — de rebus meis suspicer vel videar contulisse) fügt sie noch 
Gülten in Damtnhof hinzu (de curia mea in Damme quam Ludewicus tenet Septem 
maltra siliginis quinque maltra spelte et undecim maltra avene. 

Siegler: Der Propst Siboto (Si.) von St. Wido zu Speier (sigillo puplico), die Aus- 
stellerin (sigillum quondam patris mei quo modo utor), ihre Söhne, dazu Eberhard und 
Diether genannt von Gemmingen und Bitter Beinbot von Klingenberg. 



20 1297. Februar 4. 

Actum anno domini MCCLXXXX septimo, in crastino purificationis beate Marie 



virginis. 



Ital. Perg. An weißer Leinenlitze noch das letzte Siegel, das Reinbots von Klingenberg, stark beschädigt, 
rund, c. 52 mm., im linksgeneigten Schild ein lialber Adler, auf dem linken Obereck der Topfhelm mit Schirm- 
brett ; von der Umschrift nur wenige Buchstaben erhalten. — Abdruck : ZGORh. i, 353. 



4968. 

Abt Heinrich und Konvent von Isny Urkunden über das Leibgeding und die Jahrzeit- 
stiftungen des Notars Rudolf, Schreibers bei Herzog Otto von Kärnthen. 

Isny 1297. Februar 4. 

In nomine domini. Amen. Nos Hainricus permissione divina abbas et conventus 
monasterii de Isinina ordinis sancti Benedicti Constantiensis dyocesis tenore presen- 
tium profitemur universis presentibus et futuris declarantes, quod recepimus a Rudolfe 
filio magistri Waltheri Fabri de Isinina notario domini Ottonis ducis Karintliie comitiB 
Tyrolensis quadraginta libras Constantiensium usualis et probate monete, quas in 
usus et utilitatem nostri monasterii convertimus renuntiantes exceptioni non numerate 
pecunie. Pro qua quidem pecunia promittimus dare ac solvere omni anno eidem 
Eüdolfo pro tempore vite sue pensionis nomine de prediis nostris in Denchelshoven 
sibi ad hoc specialiter deputatis quatuor libras Constantiensium videlicet in festo 
sancti Jacobi libras duas et in festo sancti Martini libras duas. Post obitum vero 
ipsius Küdolfi dabimus sorori sue Güte relicte quondam Bertholdi de Niderhoven 
de predictis quatuor libris tantum duas libras pro tempore vite sue, de residuis vero 
duabus libris in anniversario ipsius Rüdolfi omni anno libram unam inter pauperes 
in pane distribuere tenebimur et libram unam dare conventui pro exequiis eius 
decenter, prout expedit excolendis in vigiliis missis et aliis, que in anniversariis fieri 
consueverunt. Post mortem vero dicte Güte, si frater eius Rüdolfus ante defunctus 
fuerit, de ipsius duabus libris Constantiensium anniversarios dies ipsius Güte et 
Chünradi fratris eius iam defuncti prout de anniversario sepedicti Rüdolfi dictum 
est debebimus in perpetuum celebrare, videlicet ut in utroque anniversario decem 
solidi Constantiensium in pane pauperibus erogentur et decem solidi in conventu 
pro excolendis exequiis expendantur. In quorum omnium testimonium et roboris 
firmitatem presentes literas dedimus scilicet abbatis et conventus sigillorum penden- 
tium munimine roboratas. 

Actum et datum in clatistro Isinine, in presentia domini Hainrici militis de 
Rordorf, Chünradi Goeswini, H. Trubonis, Hainrici et Hainrici dicti«; Phender, Cün. 



1297. Februar 5 und 13. 21 

Trubonis, Cün. dicti Albharzeegge, Andrea filio scolastici, Lip. dicti Bösen, Hainr. 
et Cün. dictis Huber, Herrn, et B. dictw Lellen, Hainr. et Cün. iratvibus dictis 
Ropht*), Wernhero dicto Benolt, Hainrico Bitterlino, Hainrico scriptore dictö Longa 
Ora et alit*' pliuü^MS fide dign/s, anno domini niillesimo CCXCVH., pridie nonas 

Februarii, indictione X. 

Neuere Abschrift nach dem verschollenen Ot-iginal, an dem das Siegel des Abts von Isny hieng, bei den 
Schmidschen KoUektaneen im StA. Nr. 47. 

a) Mit Abkürzungsstrich über op. 



4969. 
Alpirsbach 1297. Februar 5. 

Ritter Renher von Reute (Küti) verkauft für sich und alle seine Erben dem Kloster 
Alpirsbach Güter in Betzweiler und Vogelsberg (bona subscripta sita aput Betziswiler 
et aput Vogelsperg, que quidem bona colunt seu feodaliter possident Cönradus dic- 
tus Crafto et frater suus Rüdolfus dictus Fiurste de Betziswiler, Heinricus dictus 
Weheli, Bercht. filius dicti Weheli, Rüdolfus filius dicte Hermannin, Bercht. dictus 
Üdech*), Heinricus dictus Lehenman ac vidua dicta in dem Hove aput Vogelsperg 
cum Omnibus suis attinentiis iuribus et appeiidiciis universis vendidi — — tradidi 
dictorum bonorum possessionem) um 33 S 'Tübinger Münze, verspricht Gewährschaft 
und leistet die üblichen Verzichte. 

Testes dominus Otto et dominus Hugo de Rüti ac dominus de Welalingen 
monachi in Alperspach et Heinricus dictus Weheli de Betziswiler. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datiun et actum aput Alperspach, anno domini MCCLXXXX septimo, in die 
sancte Agathe virginis. 

Kopb. des Kl. Alpirsbach aus dem 15. Jahrb., Bl. 610. — Regest : Glatz, Alpirsbach 274. 

a) Üdech mit Abkürzungsstrich über der zweiten Silbe. 



4970. 
Rom 1297. Februar 13. 



Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Prior und Kapitel der Kirche zum hl. Grab 
von Jerusalem ausserhalb der Mauern von Speier auf Bitten das von dem Edlen Rudolf 
von Neuffen und seiner Gemahlin Elisabeth geschenkte Patronatrecht der Kirche in Güg- 



22 1296. Februar 14. 

lingen (Gugelingen Warmaciensis diocesis), nachdem auch der Bischof von Worms seine 
Zustimmung dazu gegeben hat (prout in patentibus litteris inde confectis*) plenius 
dicitur contineri). 

Datum Rome apud sanctum Petrum, idus Februarii, pontificatus nostri anno 

tertio. — Cum a nobis petitur. 

Ital. Perg. An roten und gelben Seidefäden die Bleibulle. — Auf dem Umschlag rechts F. R., links unter 
demselben Kostenvermerk, zwei wagrechte Striche nebeneinander, darüber ein Häckchen ; oben in der Ecke rechts : 
N, zweimal durchstrichen. Auf der Rückseite oben in der Mitte auf einer Rasur von drei Zeilen zweier ver- 
schiedenen Hände: Ludewicus Palatiolen (einer der ausgetilgten Namen war: Thomas de Aquamunda), rechts, 
von unten nach oben die Adresse: Prioris et CapU. ecce| sei sepulcri Spiren, damnter: VII • R (mit Abkürzungs- 
zeichen) II II st'. 

a) Die vier Worte auf Rasur. 



4971. 

Herzog Albert von Oesterreich befiehlt seinen Bürgern in Munderkingen von Belästigmigen 
des Klosters Marchthal abzustehen, eignet diesem die von Albrecht von SteussUngen er- 
worbenen 20 Morgen im Herzogenbuch und bestätigt ihm einige besondere Freiheiten. 

Passau 1297. Februar 14. 

Albertus dei gratia dux Austrie et Styrie, dominus Marchie et Portusnaonis, 
de Habspurg et de Chiburch comes lantgravius Alsacie universis presentium inspecto- 
ribus et auditoribus salutem et presentia credere bona fide. Cum insulsorum et 
ineptorum hominum incorrigibilitas, qui nee deum timent nee homines reverentur, se 
erigat super sorteni iustorum, ut apponant iniquitatem super iniquitatem, ut de libro 
viventium deleantur, proinde equum est et salutare ut disciplina et virga furoris 
domini eorum malitia animadversione celeri prosequatur. Cum igitur cives nostri 
in Mundrechingen se elevent et glorientur in lesione et multiplicibus iniuriis mona- 
sterii de Marthello ordinis Premonstratensis Constantiensis dyocesis auferendo ei 
sua et precipue ligna et nemora sua succidendo et exhibendo se semper valde in- 
iuriosos monasterio antedicto, licet nobis vel progenitoribus seu etiam heredibus 
nostris nullum ins competat in monasterio memorato neque sub aliqua iurisdictione 
vel comitatu aut dominio nostro connumeretur vel concludatur, ad petitionem predi- 
lecti nostri specialis reverendi in Christo H. dei gratia Constantiensis episcopi 
precipimus sub obtentu gratie nostre indigenis et civibus nostris in Mundrechingen 
predictis presentium per tenorem, ut a lesione dicti monasterii retrahant et cohibeant 
temerarias mauus suas nee aliquod gravamen vel dampnum ipsi monasterio inferant 
quoquomodo, nichilominus forestariis et venatoribus nostris iniungendo ,et precipiendo 



1297. Februar 14. 23 

precise ne aliquam consuetudinem iniquani vel ius qualecumque sibi vendicent aut 
usurpent in rebus dicti monasterii intus et extra aliquatinus loco nostri. Quod si 
qiiisquam de hominibus loci predicti vel alibi nostre iurisdictioni subiacentibus 
quicquam huic instrumento et concessioni contrarium attemptaverit, liceat fratribus 
dicti monasterii qui i)ro tempore fuerint iuris civilis vel canonici desuper auxilium 
invocare. Preterea viginti iugerum agrorum, que Egylolfus de Stiusselingen in 
nemore quod vulgariter des herczogen buch nuncupatur vendidit monasterio sepe- 
dicto, Proprietäten! donanms et confinnamus pure propter deum ipsi monasterio 
iugiter possidendam, districte omnibus nostris vasallis et prefectis iniungentes, ne 
predictum monasterium in aliquo perturbent, cum advocatia ipsius solummodo tam 
temporali quam spirituali iure subsit Constantiensi ecclesie pleno iure et nos dominum 
H. episcopum Constantiensem predictum non solum in hoc set etiam in omnibus velimus 
iugiter honorare, hoc ex speciali gratia ad intercessionem eiusdem domini episcopi 
predicti superaddentes, ut homines utriusque sexus residentiam in dicto loco Mund- 
rechingen ac in aliis locis nostris habentes omnia iura que diversis nominibus nun- 
cupantur predicto monasterio debita non obstantibus aliquibus exemptionibus et liber- 
tatibus sine omni contradictione persolvant monasterio memorato. In huius rei 
testimonium presens instrumentum nostri sigilli munimine roboramus. 

Datum Patavie, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo septimo, XVI. ka- 
lendas Martii, indictione decima. 

Nach der Bestätigung des Herzogs Albert von Oesterreich von 1362 November 11 mit anhängendem Siegel. 

Das Vidimus ist ohne Zweifel echt, dagegen ist die vidimierte Urkunde, von der ein Original nicht erhalten 
ist, eine Fälschung. Sie gehört nach ilirer ganzen Anlage imd Ausdrucksweise zusammen mit den andern 
gefälschten Königsurkunden Marchthals, besonders dem Privileg Heinrichs VI. von 1193 April 6 (Bd. 2, S. 286) 
und dem Rudolfs von 1276 Oktober 8 (Bd. 7, S. 393), UbertrifTt dieselben allerdings in stilistischer Unbeholfenheit. 
Die polternde Art der ersten Hälfte erinnert ferner an die gleichartige Urkunde Hugos von Tübingen von 1180 
Juli 29 (Bd. 2, S. 206). Vermutlich besaß das Kloster von Albrecht eine Bestätigung des Kaufes des Walds 
Herzogenbuch (1296, Bd. 10, S. 427 f.), die in der obigen Fälschung aufgenommen ist und von der das Datum 
und das Siegel des ehemaligen Originals herrühren würde. Aber es scheint dabei insofern ein Irrtum vorzuliegen, 
als nach der Verkaufsurkunde von 1296 das Herzogenbuch und 20 Morgen, die hörent in Widelöches hof, vom 
Kloster erworben wurden, während hier nur das Eigentumsrecht der 20 Morgen übertragen wird ; und doch ist 
aus dem Namen Herzogenbuch zu schliessen, daß auch der Wald ursprünglich österreichischer Besitz war. Als 
Anlass zur Anfertigung der Urkunde kann wohl nur ein Streit mit Munderkingen angenommen werden, von dem 
sonst in der Überliefemng nichts bekannt ist 



24 1297. Februar 24. 

4972. 

Hettingen 1297. Februar 24'). 

Graf Heinrich von Veringen und Wolfrat sein Sohn eignen (omne ius proprietatis 

dominii seu aliud quodcunque contulimus et conferimus) mn ihres und ihrer 

Eltern Seelenheils icillen dem Kloster Bebenhausen einen Hof oder Güter in Tigerfeld 
(in curia sive bonis sitis in Tygerveldt, que a nobis Bertholdus dictus Wertwein ") civis 
in Veringen uxor eius et heredes eorum a nobis iure homagii quod vulgo dicitur 
manlehen, resignato nobis iure quod H. nobilis de Gundelfingen a nobis aut nostris 
predecessoribus vel parentibus in predictis bonis habere potuit, in feudum tenuit 
quamque curiam seu bona Sifridus de Tigerveldt filius quondam Sifridi nunc incolit). 

Siegler: Die Aussteller. 

Actum et datum in Hetingen, presentibus testibus Petro videlicet milite de Horn- 
stain cum sex servis nostris, C. de Munderchingen tunc ministro*) in Hettingen, 
Petro filiastro ") eiusdem, fratre Joanne de Constantia qui dictorum bonorum proprie- 
tatem recepit nomine monasterii sui, anno domini MCCXCVII., VI. idus kalendas^) 

Martii, indictione decima. 

Fehlerhafte Abschrift im Kopb. des Kl. Bebenhausen, sign. K, Bd. 2, Bl. 545''. — Der Hof wurde 1317 vom 
Kloster wieder verkauft und kam an Zwiefalten. — Regest nach Gabelkhover: HohenzoU. Mitth. 4, 12. 

1) Oder März 10. 

a) Vorlage Wertuern. b) Vorlage iifö. c) Vorlage filiaster. d) so ! 



4973. 

Ritter Burkhard von Tobel gibt ein Gut zem Öle als Zinslehen aus. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Februar 24. 

Ich Burchart von Tobel ain ritter tun kunt allen den die disen brief sehent 
ald horent || lesen, daz Cünrat der Bok ain gut haisset zem öle hat von mir 
enpfangen ze rehtem zinslehen || im selber und allen sinen kinden, da von er mir 
vor genemtem Bur. und minen kinden git || allu jar an sant Martins tage fiunf 
Schillinge pfenninge Costenzer munse ze zinse. Ist aber daz er Cünrat ald kain sin 
kint wirt fluhtik ald kumt uz der gnoschaft wider minem willen, so sol mier und 
minen kinden daz vor genemte gut zem Öle ledik sin. Dirre getat sint gezüge: 
der tegan von Ravensburg, herre Cünrat der schenke, herre Ül. der Wildeman ritter, 
Priderich der amman von Ravensburg, H. der Wiener, H. Müsor, Cünrat Saetelli und 



1297. Februar 26. • 25 

sin sun Cünz. l)az tlisii getat craft haben niüge, so vjerscriben wier sin uiitlcr iiiiiieiTi 
insigel und dez . . auinians von Ravensburg. 

Diz beschach, do von gottis geburt warent tuseut zcwai liuiidcrt und suben und 
nunzich jar, an sant Mathias tach. 

Siegel abgegangen. 



4974. 
OhriP Ortmngahe. 1297. Februar 26. 

Walther von Ortenberg der Schtdtheiss und der Rath von Offenbtirg beurkunden, dnsu 
vro Mehtliilt diu Vicgellerin vor ihnen dri juche aggerz berhaftigez in dem banne 
ze Offenburg an den stetten so har nali underscheden ist, und dar zu zehen Schillinge 
Pfenninge zinsez uf eine brotbancke under der brotlöbe ze Offenburg, den Cön- 
rat Stival von ir ze rehteni erbe hat, dem Propst tind Konvent von Kloster Kniebis 
(uf dem berge ze Knieboz in dem Swartwalde) geschenkt hat, das ihr die Acko- als 
Leihgeding auf Lebenszeit gegen einen, Zins von 4 Pfenning auf Martini überlassen hat. 
Den Zins ron der Brotbank dagegen hat sie gemeinsam mit Mehthilt Friderich Aspehen 
seligen tohtere als lebenslängliches Leibgeding gegen 2 Pfenning Zins. Die beiden haben 
ausdrücklich auf alle Ansprüche und Hechte für sich und ihre Erben verzichtet. 

Siegler: Die Aussteller. 

Der" vor genanten juche ligeut zwo uii ein ander bi Kaltbruiinen und zieheut 
oben an dez Salmen acgere und nidewendig an Heinrihz dez Mutzerz acger und 
gat da von ein pfenning Metzelin Rudolf Mochelinz swester. So lit diu dritte juche 
in Sinzen lache an Huge von Althein und git man da von dem gothuse von Gergen 
siben pfenning zinsez jergelichen. Har an war ich Walther der schultheiz der vor 
genant und wir Abreht uf dem huse, Reneher Lise, Sifrit der Halbsestere, Heinrih 
von Acher, ßertold der Schultheize, Heinrih der Bockeller, Heinrih Ribestein, 
Burchart Holdelin, Rudeger Rohart, Conrat der Mutzer und Reinbolt dez schult- 
heizen sun, der rat von Ott'enburg. 

Diz geschah vor der vastnaht, do von gotz gehörte warent tusent jar zwei 
hundert jar nunzik jar und in dem sibenden jar. 

Karlsruhe, Orig. Ital. Ferg. Beschädigtes Siegel, rund, 68 mm., Burg mit zwei Türmen und oftenein Tor; 
Umschrift: | . SIGI . . . ATIS . DE . OFFENBVRG . - Auf dem Rücken der Urkunde steht von einer Hand des 
IG. Jahrhunderts: N'ota. Diser hier inn bestimbter zeins usz dem brotbank zu Offenburg gefallend ist vor vilen 
jaren denen zu Offenhurg verkauft worden, derowegeii dis>er brief dem doster uit mehr taugenhch oder nutz. 



XI. 



26 • 1297. Februar 27. 

4975. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Februar 27. 

Albert von Löwenstein (Lewenstein) Domscholaster und ArcMdiakon zu Würzbunj 
und Propst zu Mosbach (Mo8ebacensis) trifft in seinem Testament anno domini MCC 
nonagesimo VII., feria quarta proxima ante dominicam Invocavit unter anderem fol- 
gende Bestimmungen: item [lego] capelle in curia Crutheim decem libras Hallensiuni, 

ut sibi cum eisdem redditus annui unius libre Hallensium conparentur, ita quod 

perpetua mee anime memoria habeatur. — — Item lego Alberto de Wolfseiden 
equum meum. — — Item Alberto dicto de Lewenstein famulo meo quinque libras 
Hallensium. — — Item lego Alberto de Ebersberg filio sororis mee concanonico meo 
curiam meam claustralem Kulenberg et oblationem meam hereditariam Otelvingen, 
ita quod solvat ipse exinde seu süppleat defectum si quis fuerit in solutione debito- 
rum et legatorum de quibus superius est premissum. Item lego eidem Alberto meos 
lectos et lectisternia. Quodsi eundem Albertum infra decem annos nunc proximos 
decedere contigerit, volo quod extunc dicta curia Kulenberg ad — Cunradum de 
Nideke concanonicum et consanguineum meum libere devolvatur, ita sane quod ipsius 
curia Crutheim vendatur quando carius vendi poterit pretiumque exinde receptum in 
constitutionem vicarie in choro ecclesie Herbipolensis pro remedio anime mee integra- 
liter conferatur. Quodsi idem Cunradus curiam suam sibi reservare voluerit ipsamque 
vendi noluerit extunc ipsa curia Kulenberg est vendenda pretiumque in vicariam modo 
qui premittitur convertendum. Collationem quoque dicte vicarie prout beneficium 
postulat et requirit conmitto et trado scolastico Herbipolensi qui pro tempore fuerit. 
— — Volo etiam et statuo, quod curia mea Schonental post decessum Cunradi de 
Maguntia vicarii chori Herbipolensis vendatur pretiumque ex venditione receptum vicarie 

supradicte in subsidium tribuatur. Item lego vasa mea argentea magno cypho 

argenteo dumtaxat excepto quem [lego] Kunnegundi sorori monasterii in Clara Stella 
germane mee dilecte cui etiam conmitto omnia bona mea reposita in civitate Hallis, 
Sinderingen, Widerin et claustro Schonentayl, ut de ipsis faciat in conscientia sua, 
prout eidem conmisi viva voce, quidquid anime mee noverit salubrius expedire. 

Siegler: Der Aussteller (sigillorum meorum munimine). 

Datum et actum ut supra. 

Kreisarchiv Würzburg. Liber copiarum A (Corpus regulae seu kalendarium domus S. Kiliani Wirce- 
burgensis) S. 154 f. — Abgedruckt durch Wegele in Abhandlungen der historischen Klasse der K. bayer. Akademie 
der Wissenschaften Bd. 13, 8, 1877, S. 105. 



1297. März. 27 

4976. 
(h'uf (lui/fiied von Tübingen veraprirht dem K/os/cr JJerrenalh .seinen Sc/infz. 

Ohne Ortsangabe. 1297. März. 

Gotfridus dei gratia conies de Tuwingen religiosis viris . . abbati et convpntui 
de Alba Cysterciensis ordinis Sjjirensis || dyocesis suain benivolam gratiam cum 
Salute. Sicut per dilectum nobis fratreni Hugonem de Hohenheim mo||nachum vest- 
rum supplicastis, ut vos et bona vestra vellenms defendere ac tueri, quandocumque 
II duxeritis requirendum, ita nos ob reverentiani virginis gloriose et ob dilectionem, 
quam ad domum vestram et personas ibidem constitutas habuimus et hal)emus, 
tenore presentium profitemur et super iuramentum nostrum jjromittimus atque tidem, 
quod contra omnes vos molestantes vel iniuriam inferentes vobis erinius presidio pro 
viribus verbis pariter atque factis, ac si nobis vel bonis nostris iniuria inferretur. 
In cuius facti memoriam sigilluni nostrum presentibus est appensum. 

Datum anno domini MCCXCVII., mense Martio. 

Beschädigtes Siegel, s. Bd. 8, S. 226. 



4977. 
Ohne Ortsangabe. 1297. März. 

Heinrich von Gottes Gnadefi Graf von Zweibrücken verkauft an Kloster Herrenalb 
sein Dorf Spielberg (villam nostram Spielberg nobis iure projjrietatis attinentem cum 
marchia tota et campis sylvis agris pratis aquis etc. besucht und unbesucht et 
ins advocatie et dube frevel stewer beede einunge cum censibus redditibus et 
hominibus propriis qui eisdem bonis attinent vel que nobis attinebant et tum temporis 
in eadem morabantur, cum omnibus iuribus et utilitatibus ac attinentiis universis quo- 
cunque nomine censeantur) um 100 S Heller, verzichtet auf alle Rechte und überträgt 
dieselben dem Kloster, verpflichtet sich auch zur Gewährschaft. 

Siegler: Der Aussteller und sein Bruder Otto. 

Datum anno 1297, mense Martio etc. 

Verkürzter Abdruck bei Meichsner, Decis. Camer. 4, 668. 



28 1297. März 5. 

4978. 

Papst Bonifazius VIII . befiehlt dem Dekan, Kantor und Scholaster des Domstifts Würzburg, 
für Anerkennung des zivischen Deutschorden und Johannitern in Mergentheim geschlossenen 

Vergleichs Sorge zu tragen, 

Rom 1297. März 5. 

Bonifacius episcopus servus servorurn dei dilectis filiis . . decano . . cantori 
et . . scolastico ecclesie Herbipolensis salutem et apostolicam benedictionem. Sua 
II nobis dilecti lilii . . commendator et fratres domus sancte Marie Theutonicorum 
Jerosolimitane petitione monstrarunt, quod cum inter ipsos ex parte || una et . . 
magistrum et fratres hospitalis sancti Johannis Jerosolimitani de Mergentheim Herbi- 
polensis diocesis ex altera super eo, quod iidem magister et fratres || quosdam la- 
pides terminales consistentes in quibusdam terris ad domum sancte Marie Theutoni- 
corum eiusdem loci de Mergentheim eisdem commendatori et fratribus pleno iure 
subiectam spectantibus, qui merkestein vulgariter nuncupantur, effoderunt et quod 
eis alias iniurias irrogarunt, orta fuisset civiliter materia questionis, fuit tandem super 
hiis a partibus in Engelhardum de Bebemburch, Gerwicum de Saxenvlur, Hermannum 
dictum Les^hen, Conradum de Vinsterloch et Reimarum de Luden milites tanquam 
in arbitros arbitratores et amicabiles compositores sub certa pena concorditer com- 
promissum et, licet iidem arbitri equum super premissis tulerint arbitrium inter partes, 
iidem tamen magister et fratres illud quod quidem aliquandiu observarunt nunc ob- 
servare indebite contradicunt. Quocirca discretioni vestre per apostolica scripta 
mandamus, quatinus si est ita predictos magistrum et fratres ad observationem ipsius 
arbitrii sicut provide latum est et ab utraque parte sponte receptum monitione 
premissa per penam in compromisso expressam appellatione remota previa ratione 
cogatis, proviso ne aliquis auctoritate presentium extra suam civitatem et diocesim 
ad iudicium evocetur nee procedatur in aliquo contra eum. Quodsi non omnes hiis 
exequendis potueritis Interesse, duo vestrum ea nichilominus exequantur. 

Datum Rome apud sanctum Petrum, III. nonas Martii, pontificatus nostri anno 
tertio. 

Ital. Perg. An Hanfschnur die Bleibulle. Auf dem Umschlage rechts : J. de Fractis, links unter demselben 
der Kostenvermerk, vier wagrechte Striche nebeneinander. Auf dem Rücken oben in der Mitte: Thomas de 
Aquamunda, unten Adresse, von oben nach unten laufend : Hec littera presentetur in domum hospitalis sancte 
Marie Theutonicorum Jerosolimitani ap\id Mergentheym. 



1297. März 7. 8 und 12. 29 

4979. 
liom 1297. März 7. 

J'apsf BunifaziuK VIII. verleiht dem Kloder Herreualb das Hecht, zur Zeit eines 
itUyemeinen Interdikts bei verschlossenen Türen mit Ausschluss aller (iebannten ohne 
Glockengeläute mit (/edämpfter Stimme Gottesdienst zu halten, sofern das Kloster nicht 
selbst zu dem Interdikt Anlass gegeben hat. 

Datum Rome apud sanetuni Petruin, nonas Martii, pontificatus nostri anno 
tertio. — Devotionis vestre precibus. 

Ital. Perg. An roten und gelben Seidefäden die Bleibulle. \\\i dem Umschlag rechts Jordanis, links unter 
demselben Kostenvermerk, zwei wagrechte Striche nebeneinander, damnter Jäc bav. Auf der Rückseite oben in 
der Mitte, fast ganz verschwunden, stand Thomas de A([uamimda. Links im oberen Eck ein kleines b. — Aus- 
zug: ZGORh. 2, 463. 



4980. 

Esslingen 1297. März 8. 

Der Spital in Esslingen (magister totaque congregatio fratrum et sororum hospi- 
talis pauperum) verkauft an Sigfried von Backnang genannt von Hall und seine Schwester 
Luitgard Güter in Erbstetten. 

Regest im Esslinger ÜB. 1, 124 n. 292. 



4981. 

Ulrich von Schönegg Domherr zu Augsburg quittiert dem Deutschordenshaus Mainau über 

40 Mark von der Kirche in Jettenhausen. 

Konstanz 1297. März 12. 

Allen den die disen brief ansehent oder hörint lesen, künde ich her Ulrich || 
von Schönegge korherre ze dem tum ze Ogespurch, das mich brüder || Ulrich von 
Jestettin kumendiir des Tuschen huses ze Maienowe und die || briider des selben 
huses gewert haut der vierzich march lötiges silbers Kostender glötis, der si mir 
schuldich warent von der kilchun ze Jetinhusen, und enphiench das vor genant 
silber an miner stat und von niinen wegen her Bertolt von Dietrishoven der priester 
von hern Bertolt von Arnsperch bn\der des vor genau tin huses. Das dis wäre si 



30 1297. März 13 und 15. 

und State belibe, so an diseni brief geschriben stat, da von gip ich her Ulrich der 
vor genant von Schönegge min insigel an disen gegenwärtigen brief ze ainer stäter 
warehait. 

üier brief wart gegeben ze Kostenze, an sancte Gregoriun tage, in ir herberge, 
in dem jare do man von gottes gebürte zalte zwelf hundert jare und in dem siben- 
din und nunzigostim jare, da zegegen waren brüder Burch. der Haller, her Cünrat 
der Tottenaich, Walther Ezzich, Ulrich Tuggewase und Johans von Bottinchoven. 

Karlsruhe. Orig. Perg. Beschädigtes spitzovales Siegel mit dem Schild, in dem drei (2 : 1) aufgerichtete 
Holzhämmer ; Umschrift : . . . ANORICI . DE . SCHV ... — Vgl. Roth v. Schreckenstein, Mainau 335. 



4982. 

Born 1297. März 13. 

Papst Bonifazius VIII. nimmt das Kloster Komhurg (Kamberch) mit allen seinen 
Besitzungen in seinen Schutz. 

Datum Rome apud sanctum Petrum, III. idus Martii, pontificatus nostri anno 
tertio. — Cum a nobis petitur. 

Ital. Perg. An roten und gelben Seidefäden die Bleibulle. Auf dem Umschlag rechts : C, darunter I. de 
Asisio, links unter demselben Kostenvermerk, zwei wagrechte Striche nebeneinander, darüber ein Häkchen. Auf 
der Rückseite oben in der Mitte Angl Interampn., fast unleserlich. 



4983. 

Esslingen 1297. März 15. 

Kloster Sirnati, Uzo genannt Claus, dessen Schwestern Gisela und Mechthild mit 
ihren Männern Remo tind Walther genannt Gramer übertragen die Entscheidung ihres 
Streits um Wiesen im Gehai an Schiedsrichter. 

Regest im Eßlinger ÜB. 1, 125 n. 293. 



1297. März 15 und 17. 31 

4984. 

Tübingen 1207. März 15, 

Ffalsgr.af Guttfried von Tübingen verkauft ov den Spifa/ in PJsslingen sein Dorf Vaihingen. 
Regest im Eßlinger ÜB. 1, 125 n. 294. 



4985. 

Rom 1297. März 15. 

Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Kloster Komburg (Kamberg) die Inkorporation 
■der Kirchen in Steinbach und Künzelsau (presentata — nobis vestra petitio continebat, 
quod dudum quondam Burkardus Rüggerus et Heinricus comites de Kamberg beati 
Johannis Baptiste in Steinwag et beate Marie Magdalene in Küntzelzawe ecclesiarum 
patroni — — iuspatronatus, quod eis in eisdem ecclesiis competebat, vobis et mona- 
sterio vestro concesserunt intuitu pietatis, venerabilis quoque frater noster Berhtoldus 
episcopus et capitulum Herbipolenses postmodum concessioni huiusmodi suum presti- 
terunt assensum, prout in patentibus litteris inde confectis predictorum episcopi et 
capituli sigillis munitis plenius dicitur contineri). 

Datum Rome apud sanctum Petrum, idus Martii, pontificatus nostri anno III. 

Unbeglaubigte Abschrift des 14. Jahrhunderts auf Pergament. 



4986. 
Altdorf 1297. März 17. 

Ritter Heinrich genannt Schenk von Ittendorf (Utendorf) verkauft vendidi tradidi 
et donavi) dem Kloster Baindt als Meistbietenden drei Eigenleute (Burchardum dictum 
Srüben, . . Annam uxorem suam dictam Fischarin et Hainricum filium dicte Anne 
iure proprietatis michi pertinentes) um 6 ffi und 10 Schilling Konstanzer Pfennige 
(monete usualis) und verpflichtet sich zur Gewährschaft und Eviktion. 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum aput Altorf, anno domini MCCLXXXXVIL, XVI. kalendas Aprilis, testi- 
bus: domino Alberto })incerna, Hainrico scriba de Capelle, H. dicto Hüzen, dicto 
Murdonc, fratre H. mercatore, fratre Petro, fratre C. Thiifunhulie conversis in Biunde. 

Wolfegg. Orig. Ital. Perg. Siegel s. Bd. 10, S. 471. — Regest: DiiizASchwab. 1891, S. 7, Nr. 141. 



32 1297. März 21 und 22. 

4987. 
Konstanz 1297. März 21. 

Dompropst C. von Freiburg (Friburch) tmd Kajyitel von Konstanz einersdts und Alt 
und Konvent von St. Georgen im Schwarzwald andererseits tauschen zwei hörige Frauen 
(Adelhaidim sororem Ber. dicti sub tilia de Husen prope Lupfen ancillam prepo- 
siture Constantiensis ascriptitiam seu annexam curie in Husen pertinenti prepositure 
Constantiensi cum Adelhaidi filia Küd. villici de Obernvlaht ancilla monasterü Sancti 
Georii). 

Siegler: Bischof Heinrich von Konstanz und die Aussteller. 

Die Stellvertreter des abwesenden Bischofs (episcopi agentis in remotis), die Magister 
Walther, Domscholaster und C. Pfefferhart Domherr zu Konstanz bestätigen die Abmachung. 

Datum Constantie, anno domini MCCXCVII., XII. kalendas Aprilis, indictione X. 

Karlsruhe. Orig. Perg. An leinenen Litzen fünf teilweise beschädigte Siegel. 1) des Bischofs Heinrich 
von Konstanz, s. Bd. 10, S. 166. 2) spitzoval, c. 58,32 mm., stehender Mönch, die Märtyrerpalme in der Linken, 
ein Buch in der Rechten haltend, im Siegelfeld links eine Lilie, rechts eine Rose ; Umschrift : •[■ . S . CVM . DE . 
FRIBV . . . . TI . ECCE . OST.\NT . 3) des Domkapitels von Konstanz, s. Bd. 6, S. 165. 4) spitzoval, 56,37 mm., 
der sitzende Abt mit Stab und Buch; Umschrift: f • S . BERTOLDI . ABBATIS . SCI . GEORGII . 5) rund, 
39 mm., der hl. Georg, auf einer mit Polster belegten Bank sitzend, in der Rechten das Rad, in der Linken die 
Palme ausgestreckt haltend ; Umschrift : i . SIGILLV . COVENT' . SCI . GEORGII . - Abdnick : Gerbert, Hist. 
Nigre Silve 3, 239. — ZGORh. 7, 158. — Regest: Reg. episc. Constant. 3026. 



4988. 

Amman und Richter von Ehingen beurkunden den Verkauf eines Gartens in Ehingen an 

das Predigerkloster in Uhu. 

Ohne Ortsangabe. 1297. März 22. 

Wir Cünrat Zeehe der amman unde die rihter von Ehingen, der Hainger, Alber^ 
Eberhart Schevolt, Hainrich || Sanze, Wernher Nöte, Cunrat Zsehe unt der Tukel 
tüin kunt allen den die disen brief sehent oder horent lesen, || daz Liuggart des 
Dodus tohter Biirtlins dez smides sseligen wirtinne hat gegeben ze kofunne rehte 
unde rödiliche den || Bredegaren von Ulme dem . . prioi und dem kofente vier 
unde zwainzig schuhe ir garten umbe fiunf phunt Haller. Disen garten hat siu vor 
uns üf gegeben den vor genanten Bredegern unde hat sich vercigen beidiu von iren 
wegen unde öch an ir kindes steten aller anspräche gaislicher und weltlicher, wan 
wir daz ürtailtun uffun unsurn ait an gerihte nah unsurre stt^te rehte, daz siu den 



1297. März 22 und 23. 33 

vor genanten garten wol moyite mit rehte furkofen und an ir kinde stete ufgen, 
(las iru kint kain anspräche umbe den selben garten ni6htin han, wan siu in von 
rehter nöte müste furkAfen. Daz das wäre si, daz dirre kof mit gerihte geschähe, 
so heinkin wir unserre stete insigil von J]lnngen an disen brief ze ainer Urkunde 
durch ir beider bete willen beidiu unserre herro der Bredeger und öch der vor 
genanter Liuggarte. 

Dirre kof geschach unde wart dirre brief gegeben do man zalte von gotes ge- 
burte tusunt jar zwai hundui-t jar niunzig jar dar nach in dem sübundun, mornum 
nah sant Benedicten tage an dem fritage. 

Ulm. Oiig. Perg. Siegel der Stadt Ehingen, s. Bd.!», S. 475. - Abdruck: Ulinisches ÜB. 1,236. 



4989. 

Haigerloch 1297. März 22. 

Wernher von Zimmern genannt Freienzimmern verzichtet auf sein Recht an eine dem 
Kloster Kirchberg verkaufte Wiese. 

Abgedruckt Bd. 10, S. 456 n. 4813 unter dem falschen Datum 1296 März 2. 



4990. 

Mechthild die Tochter Peters von Entringen übergibt all ihr mütterliches Erbe an Gütern 
in Eningen, Pfullingen und Oferdingen dem Reutlinger Bürger Wigmann. 

Reutlingen 1297. März 23. 

In dem namen gots uiisers heiTen. Amen. Ich Mehthilt herren Peters tohter 

von Änthringen vergihe offenlichen mit aim Urkunde dis brieves vor allen || luten, 

die in sehent und hörent lesen, si leben nu in dirre zit oder werden noch gebom, 

die billiche wizzen suln daz hie geshriben stat, daz ist, daz ich || tvlliu diu gut, 

diu mich angevallen sint nach erbe rehte von miner müter Gerdrude von Bernhusen, 

daz ich diu han geben Wigmanne ein burger von Kuthelingen || umb ain gut, daz 

er mir vergolten hat, also daz er und alle sin erben diu selben gut haben besizzen 

und niezen eweclichen als man aigenlichiu gi\t han besizzen und niezen nach allem 

gewalte sol. Und beshit, daz der selbo gute ainz oder me oder älliu samt ansprechig 

werdent, da sol si herre Peter min vater der vor genante verstau und im daz uf- 
XI. 5 



34 1297. März 23. 

rillten nach der stete reht ze Euthelingen, daz ist stseten ain jar und ainn dag. 
Disiu gut jelliu, als si hie mit namen geshriben stant, han ich Wigmanue ufgeben 
in sine hant an offem gerihte ze Ruthelingen und han mich verzigen aller der rehte, 
diu ich hete an den selbon guten oder mich duhte daz ich iemer gewinnen möhte 
nach allen rehten gaistlichen und weltlichen. Diu gut sint: der hof ze Einingen 
Wernhers des Maders, den mir min müter lie als öch diu anderen gut, diu ich 
hernach nemme; Eberhard Bitterolfes gut, da er uffe sizzet und swaz dar zu höret; 
diu muli ze Phullingen mit ir rehte; des Vochelers gut öch ze Phullingen mit sime 
rehte, daz giltet ain pfunt; des Gebures gut öch da, ain hus und ain garte und 
swaz dar zu hört, ez sigen aecger oder ander gut, und ain wise lit in rehtem phade, 
da von git er ainn shillinc und zwai pfunt; daz güteli, daz Wigman selbe het, daz 
lit in dem Aigerbache bi Hönlines huse, da von er mir gab des jars zwelf shillinge; 
der Winmerinun gut ze Overdingen, da von gant dri shoifel roggen und zwai sum- 
mei'iu, und Veshe güteli ze Phullingen, da von gat ain shillinc. Die lancgarbe von 
den wingarton an Loshen berge ez si win oder pfenninge, daz wart mir halbes und 
Johans von Bernhusen und Cünzen von Überlingen daz ander tail. Diu lancgarbe 
von Hainriches des Fronmaigers wingarten an Achalmer berge, der wirt daz vierde 
tail Johans von Bernhusen, diu driu tail wrden mir. Disiu gut selliu samt, als ich 
si hie genenmiet han, mit allen den rehten, diu zu in horent, han ich Wigmanne 
geben ufgeben und offenlichen verzigen, als da vor geshriben stat. 

Diz beshach und wart geben ze Ruthelingen in des Bebten des burgermesters 
huse, an dem samzdage vor mitterre vastun, in dem jar do man raite von Cristes 
geburte zwelf hundert jar in dem subeniu und niunzegostem jar. Der lute vor den 
ich dl vor genanten gut ufgab und mich ir verzech, als da vor geshriben stat, der 
was vil, da von nemme ich nit wan ain tail. Da was bi her Rumpolt der shultaiz, 
AI. der burgermeister, AI. Hurnbogen, Eber, der Ungelter, H. der Teverner, Ber. 
sin brüder, Wal. von Hagingen, AI. Valros, C. von Husen, Liutold, Ernst Witige, 
Eber, der Wahsmanger, Rüd. von Waibstat, "Walt. Kistrich alle rihter, Walther 
Gütunsun, C. der Maiger, AI. der Zindel, Ber. Rüpli, H. Eppe, H. von Egelingen, 
C. Wolvart, AI. der Wagener alle zumphmaister, H. der Fronmaiger und ander 
gnüge erber liute. Und daz disiu dinc ganz und staete an allen widercrieg eweclich 
beliben Wigmanne und allen sinen erbon, so henkent di burger von Ruthelingen ir 
stete gemain ynsigel an disen brief und dar zu min vater herre Peter öch daz sin 
zu ainer waren geziucnusse aller der dinge, diu hie geshriben stant. 

Siegel: 1) der Stadt Reutlingen, s. Bd. 8, S. 389. 2) schildförmig, c. 42,36 mm., mit drei rechten Schräg- 
spitzen gespalten ; Umschrift, im linken Obereck begiimend : SIGIL . PETRI . DE . ENTRIN . 



1297. März 24 und 25. 35 

4991. 
Giiglingen 1297. März 24. 

Der Edle Rudolf von Neuffen verkauft mit Zustimmung seiner Gemahlin Elisabeth 
an Prior und Konvent vom heiligen Grab zu Speier eine Scheuer in- Giiglingen, deren 
Grund und Boden zum Widdum der dem Kloster früher von ihm geschenkten Kirche in 
Giiglingen gehört, um 12 Pfund Heller (cum nobilis quondam matrona . . felicis recor- 
dationis mater nostra in fundo dotis ecclesie in Gugelingen dudum orreum edifica- 
verit arfque construxerit — — nos recognoscentes funduni seu aream horrei preno- 
tati ad prefate ecclesie in Gugelingen dudum ex donatione nostra ad religiosos 
viros priorem et conventum sancti sepulcri Spirensis legittime devolute dotem 
liberam pertinere, omnia edificia sepedicti horrei cum omni iure nobis in ipso cora- 
petenti — — vendidimus) und verspricht Gewährschaft unter Stellung von 5 Bürgen 
(obligantes — pro fideiussoribus Wlricum uobilem de Magenhein, . . militem dictum 
de Herbortsheim, . . militem dictum Hevener de Zimmern, Reinbrehtum dictum 
Gerre, Heinricum dictum Rossehübit scultetum de Gugilingen, qui fideiussores pre- 
scripti si ammoniti fuerint a dictis religiosis commessationes facient in uno hospitio 
in Gugelingen secundum ritum et consuetudinem civitatis). 

Actum coram iuratis oppidi Gugilingen, anno domini MCC nonagesimo septimo, 
in vigilia annuntiationis beate Marie virginis et sigillatuni nostro sigillo et sigillo 
communitatis oppidi in Gugilingen prenotati. 

Schultheiss und Geschivorene von Giiglingen bezeugen, dass die Hofstatt der Scheuer 
zum Widdum der Kirche gehöre und hängen ihr Siegel an. 

Datum anno et die prenotatis. 

Ital. Perg. Siegel abgegangen. 

4992. 

Abt Johann von Wei,^senau beurkundet die Stiftung, die ein Konrad dem Kloster gemacht hat. 

Ravensburg 1297. März 25. 

Universis Christi fidelibus ac singulis presentium inspectoribus Johannes divina 
permissione abbas ecclesie Augee Minoris ordinis Premonstratensis Constantiensis 
dyocesis nee non || conventus eiusdem orationes in domino devotas cum notitia sub- 
scriptorum. Cum obliviosa sit humana memoria, providum est ea que geruntur 
scripturarum testimonio peren||nari. Noscat itaque tarn presentium quam futurorum 
etas per presentes, quod quidam Cünradus divino amore succensus recognoscens quod 



36 1297. März 25. 

elemosina in sinu egentium abscon||dita coram deo pro delinquentiuin transgressio- 
nibus interpellat, curiam dictam Wanbrehzwat quatuordecim modios utriusque farris 
usualis mensure Ravenspurchensis, octo solidos denariorum Constantiensis monete 
et centum ova annis singulis rezentem, cum agris pratis silvis nemoribus pascuis 
cultis et incultis viis aquis aquarumve decursibus iuris dicionibus et aliis utilitatibus, 
quocumque nomine censeantur, pro quatuordecim marcis puri et legalis argenti pon- 
deris Constantiensis cum dimidia comparavit et eam ecclesie predicte libere tradidit 
et donavit possidendam perpetuo interposita condicione talis pacti, quod predicte 
ecclesie abbas sive conventus memoratam curiam non debent obligare vendere aut 
aliqualiter ab ipso monasterio alienare, sed is qui })ro tempore officium cellerarii 
gesserit in eadem de predicte redditibus curie memoratis ad infirmariam canonicorum 
sex modios cum tribus solidis, ad infirmariam vero fratrum laycalium quatuor modios 
et tres solidos et ad infirmariam sanctarum monialium in Maisuntal Christo famu- 
lantium quatuor modios speltarum et duos solidos denariorum, sicut obinde deo 
rationem reddere voluerit, debet fideliter annis singulis ministrare. Ova autem ad 
coquinam dominorum in communem usum sunt omnium presentanda. Si quid autem 
extra proventus antedictos predicte curie residuum habeatur, hec idem H. dictus in 
der pfliistri debet ad infirmariam dominorum et fratrum laycalium dumtaxat equali 
portione dispensare et similiter is qui post eum cellerarius extiterit in ecclesia 
memorata. Si quis abbas autem quod absit sive is qui pro tempore dicti zenobii 
gubernationem habuerit turbine mentis commotus iam dictam constitutionem infringere 
seu violare presumpserit, ita quod singulis infirmariis predictis ut premissum est 
suam portionem non donaverit, dominus . . Rottensis aut suus successor quicumque 
extiterit memorate curie proventus sive redditus per duos annos predicto abbate et 
conventu minime requisitis sibi debet assumere et distribuere prout expedire vide- 
bitur anime donatoris, donec predictus abbas Augee Minoris reversus ad cor domi- 
bus singulis prenotatis partem predictorum proventuum sibi deputatam integre decre- 
verit assignare. Ut autem ista constitutio sive ordinatio robur debite obtineat firmi- 
tatis nee in posterum valeat aliquatenus infirmari, sigillorum venerabilis domini patris 
nostri . . Rotensis ac nostri nostrique conventus robore presens instrumentum duxi- 
mus roborandum in evidentiam premissorum. 

Datum Ravenspurch, anno domini MCCLXXXXVII., die anunctiationis beate 
virginis, indictione X., presentibus discretis viris C. dicto in Curia, Ber. fratre suo, 
Her. dicto Regnolt et Johanne filio suo. 

An weißen Leinenfäden drei Siegel. 1) spitzoval, 63,34 mm., der stehende Abt mit Stab und Buch; Um- 
schrift : . . . IGILLVM . . . ATIS . DE . ROTE . 2) des Abts von Weißenau s. Bd. 7, S. 334. .3) des Konvents 
von Weißenau s. Bd. 10, S. 280. 



1297. März 26, 27 und 29. 37 

4993. 

Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Abt und Konvent von Bebenhausen alle ihrem Kloster 

verliehenen Privilegien und Freiheiten. 

Rom 1297. März 26. 

Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis filiis . . abbati et conventui 
monasterii de Bebenhusen Ci8ter||ciensis ordinis Constantiensis diocesis »alutem et 
apostolicam benedictionera. Cum a nobis petitur u. s. w., wörtlich wie Bd. 6, S. 397, 
mit der — abgesehen von unbedeutenden Verschiedenheiten — einzigen Abweichung, dass 
es heisst: vobis et monasterio predicto indultas. 

Datum Kome apud sanctum Petium, Vll. kalendas Aprilis, pontificatus nostri 
anno tertio. 

MUndien. Universitätsbibliothek. Orig. Ital. Perg. An rot- und gelbseidenen Fäden die gewöhnliche 
Bulle dieses Papstes. Auf dem Umschlag rechts Sy. T. mit einem Häckchen über T. ; links unter dem Umschlag 
Jac. bäc., darunter Kostenvermerk : zwei wagrechte Striche nebeneinander. Oben rechts in der Ecke N. zweimal 
durchstrichen. Auf der Rückseite oben, in der Mitte Ths de Aquamunda, links in der Ecke b. 



4994. 
Rom 1297. März 27. 

Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Kloster Uerrenalb alle seine Privilegien und 
Freiheiten. 

Datum Rome apud sanctum Petrum, VI. kalendas Aprilis, pontificatus nostri 
anno tertio. — Cum a nobis petitur. 

Ital. Perg. An roten und gelben Seidenfäden die Bleibulle. Dieselben Kanzleinotizen wie bei Nr. 4979. 
Der Name des Prokurators Thomas de Aquamunda deutlich zu lesen, sonst keine Zeichen auf der Rückseite. 
- Auszug: ZGORh. 2, 464. 



4995. 

Rom 1297. März 29. 

Papst Bonifazius VIII. beauftragt den Propst von Adelberg (Madelperch), dem 
Kloster der Predig er nonnen in Gmünd (priorissa et conventus monasterii de Gamundia 
per priorissani soliti gubernari oi'dinis sancti Augustini secundum instituta et sab 



38 1297. April 1 und 4. 

cura fratrum Predicatorum viventes Augustensis diocesis) zur Rückgewinnung ent- 
fremdeter Güter, Einkünfte und Rechte behilflich zu sein. 

Datum Rome apud sanctum Petrum, Uli. kalendas Aprilis, pontificatus nostri 

anno tertio. — Ad audientiam nostram. 

Ital. Perg. Die Bulle fehlt. Auf dem Umschlag rechts T de Murro, links unter demselben Kosten- 
vermerk, zwei wagrechte Stricke nebeneinander, darüber ein Häkchen, darunter Jac bäc. Oben in der Mitte 
supl, zweimal mit hellerer Tinte (derselben, mit der in Zeile 3 in ausgesparter Lücke das Wort Augusten nach- 
getragen ist) durchstrichen ; ebenso mit heller Tinte rechts oben in der Ecke n, dunkel zweimal durchstrichen. 
Auf der Rückseite oben in der Mitte J de Ancona, durchstrichen, dai-unter N Waldini, von einem doppelten Viereck, 
über dem ein Kreuz angebracht ist, umgeben. 



4996. 

Esslingen 1297. April 1. 

Schultheiss, Geschworene, Ratmannen, Schöffen und Gemeinde von Esslingen überlassen 
dem Marquard im Kirchhof einen Platz an der Neckarbrücke bei der Pliensau zum Bau 
einer Mühle. 

Abdruck im Esslinger ÜB. 1, 126 n. 295. 



4997. 

Albrecht Crucelin und seine Frau kaufen von Kloster Gotteszell ein Gütlein zu Brainkofen 

als Leibgeding. 

Ohne Ortsangabe. 1297. April 4. 

Allen den, die disen brief anesehent und lesent oder horent lesen, den tun wir 
Albret Crucelin und Lucgart sin wirtin kunt und verge||hen offenliche, daz wir haben 
köfet ze einem libgedinge daz gütelin da ze Brunikoven, dar uffe sicet der Lubinc, 
umme die priorin und den || convente in demme closter ze Gemunde der Predeger 
Ordens, also daz sie daz gelt, daz der von gat, suln in nemen und sond es uns ant- 
wrtin, die wil wir leben, || und der convente sol es in siner hant und gewalt han 
besezen und enzezen. Und koment Adelheyt und Irmgart unserre toter kint in daz 
closter, so sont sie daz vor genent gut han und, nach unser beder tot, stirbst der 
kinde enis, so sol es halbes vallen an de convente. Kumet aber nun Adelheyt in 
daz closter, so sol es des gutes das halbe teil han. Stirbet daz selbe kint Aldeheyt 
user halbe des closters, so sol daz vor gene[n]t gut halbes an den convente vallen 



1297. April 5 und 7. 39 

und daz ander teil daz sol stan in unserr hant. Üaz dis stäte beliben dar umme haben 
wir der priorin und demme convente, der vor dikke genennet ist, disen brief gegeben 
mit herren Cünrates des Langen von Rechperc und öch mit des conventes insigeln') 
versigelt. 

Dirre brief wart gegeben und gescriben, do von gotes geburte warn tusent und 
zwai hundert und siben und niunzich jar ergangen, an sancte Ambrosien tac. 

Zwei Rundsiegel. 1) 40 mm., im Schild zwei abgewendete aufgerichtete Löwen; Umschrift: f . S . CVN- 

H.A.DI . LON DE . HOHEN HEHPERCH. 2) des Kl. Gotteszeil, s. Bd. 8, S. 190. 

a) Text: insigenl. 



4998. 

Berthold von Trauchburg erneuert dem Kloster Rot seine Schenkung der Kirche in Oye, 

deren Urkunde verloren gegangen ist. 

Laupheim 1297. April 5. 

In nomine domini. Amen. Que geruntur ne simul cum tempore transeant, ex- 
pedit ea scripture subsidiis perhennaii. Eapropter ego Bertoldus de || Druhburch 
notum fieri cupio universis presentium inspecturis, quod venerabiles domini . . abbas 
et conventus monasterii in Rot mihi tristi vultu demon||strarunt litteras meas, quas 
pro ecclesia sancti Michahelis in Oye ante XXX atinos ipsis tradidi, aut diuturnitate 
temporis vel sie ignoranter ami||sisse. Quare predicte ecclesie sancti Michahelis 
donationem cum iure advocatie dote et aliis sibi attinentiis a proavis meis heredi- 
tario iure possessis predictis dominis in Rot volens innovando contradere pro reme- 
dio anime patris mei et ob salutem meam lucidius declarare, quia fratrueli raeo 
Cünrado de Hohentanne due curie apud castriun Ruemsberch site cedebant in parte 
et michi ecclesia sepedicta in Oye, cum bona nostra distribuissemus. Ut autem pre- 
dicta innovatio sive donatio prefatis dominis firma et inconvulsa permaneat, presen- 
tem cedulam meo sigillo feci communiri. 

Datum in Lauphain, anno domini MCCLXXXXVIL, nonas Aprilis. 

.Siegel s. Bd. 8, S. 17. 



4999. 

Markgröningen 1297. April 7. 

Bischof Bonifazius von Knin (Tynensis) cooperator Bischof Mangolds von Würz- 
bvr<i rcrlciht allen Besuchern und Wohlfäfern des von ihm geweihten Spitals in (Iröningen 



40 1297. April 10. 

(qui ad hospitale ordinis sancti spiritus in Groninggen per nos consecratum causa 
devotionis accesserint) am Tag der Weihe, an den vier Marienfesten, an Christi Geburt, 
Auferstehung und Himmelfahrt, an Pfingsten (spiritus sancti missione), an den Tagen 
Juhannis des Täufers, des hl. Kreuzes, der 12 Apostel und während der Oktaven aller 
dieser Feste einen Ablass von 40 'Tagen für Tod- und von 100 Tagen für lässliche 
Sünden, unter Voraussetzung der Zustimmung des Diözesanbischofs. 

Datum in Groninggen in eodeni hospitali, anno doniini MCC nonagesimo septimo, 
in die palmarum. 

Siegel spitzoval, c. 66,45 mm., der sitzende Bischof mit Stab und Buch ; Umschrift : . . . BONIFACII . EPIS- 
COPI . TINNENSI ... - Abdruck: DiözASchwab. 1891 S. 75. 



5000. 

Schenk Konrad von Winterstetten überlässt alle seine ihm entflohenen Eigenleute beiderlei 
Geschlechts mit gewissen Ausnähmest dem Kloster Baindt. 

Baindt 1297. April 10. 

Omnibus Christi fidelibus hanc literam inspecturis Cunradus pincerna de Winter- 
steten subscriptorum notitiam cum salute. Noverint igitur presentes et futuri, quod 
cum multi homines utriusque sexus michi pertinentes propter gravamina et indebitas 
exactiones, quas eisdem intuleram, se fuge in diversis locis ac provinciis commen- 
dassent et cum nullam de ipsis utilitatem consequi potuissem, quia nullus certam 
pecuniam dat pro re incerta, ego dictos homines in quibuscunque locis seu provinciis 
sunt ac morantur venerabilibus in Christo abbatisse et conventui monasterii in Biunde 
ordinis Cisterciensis tradidi ac donavi ab ipsis ipsarumque monasterio in perpetuum 
libere possidendos ob gratiam et familiaritatem, qua omnes antecessoi'es mei eidem 
monasterio fideliter adheserunt, octo tarnen personis exceptis, quas sibi patruus meus 
Cunradus pincerna de Bigenburch asserit pertinere, et una muliere aput Offenpurch 
penes Argentinam, quam mihi cupio detinere. In ceteris omnibus renuntio iuri, 
quod mihi in eisdem corapetiit seu competere videbatur. Et in evidentiam omnium 
premissorum presentes dedi mei sigilli robore communitas. 

Datum aput Biunde, anno domini MCCLXXXXVIL, IV. idus Aprilis, subnotatis 
testibus presentibus domino Burchardo viceplebano ecclesie sancti Johannis, fratre 
H. mercatore, fratre C. de Roggenburron, magistro H. de Berngarruthi, Hermanno 
filio meo, Dietrico Brunon de Ravenspurg, et aliis viris pluribus fide dignis. 

Wolfegg. Kopialb. des Klosters Baindt S. 154. — Regest: DiözASchwab. 1891, S. 7 n. 142. 



vidi. April 11 und 13. 41 

5001. 
Hottenmünster 1207. April 11. 

Eberhard roii Lupfen (Luphen) Graf von Stählingen (Stülingen) verkauft (vendimus 
vt tradimus vendidisse et tradidisse nos presentibus confitemur) der Äbtissin Udelhild 
und dem Konvent von Rottentnünster (llubei Monasterii iuxta Rotwil) ein Gut in Tu- 
ningen (bona seil possessiones nostras proprias in Tainingen dictas Wernhers dez 
Kamerers gut solventia annuatim sejjteni niodios tritici septem modios avene quin- 
(pie solidos denarioruni Brisger iinuni quartale ovoruni et quatuor pullos cum omni 
iure et pertinentiis seu a})pendiciis suis videlicet in agris in pratis in pascuis vir- 
gultis aquis aqueductibus viis et inviis et ceteris iuribus universis) um 12 Mark 
Silber Rottweiler Gemchts, verspricht Gewährschaft und leistet die üblichen Verzichte. 

Sieyler: Der Aussteller. 

Actum aput Rubeum Monasterium, anno domini MCCLXXXXVII., tertio idus 
Aprilis, indictione X. 

Abhängendes Siegel, s. Bd. i(, S. ;!(>!». 



5002. 

Bischof Heinrich von Konstanz bestätigt dem Kloster Marchthal die ihm von seinen Vor- 

(/ä}i(/ern Heinrich, Eberhard und Rudolf verliehenen Freiheiten wegen der Kirchen zu 

Kirchbierlingen und Wachingen und der Kapellen zu Ammern und Rcufh'nf/en. 

Konstanz 1297. April Vi. 

H. dei gratia Constantiensis ecclesie episcopus universis Christi tidelibus pre- 
sentes litteras visuris seu audituris salutem et veram in domino caritatem. Cum 
venerabiles domini et patres || H. videlicet, Eber, ac Rudolfus*) nostri predecessores 
Constantienses episcopi monasterium Martellense, quod nostre Constantiensi ecclesie 
tam temporali iure subiacet quam spiritali, multis bene|(ficii8 et indulgentiis ac pro- 
motionibus sint prosecuti ecclesiam suam in Bilringen a danda quarta exlionerando 
et novem solidos Hallensium a decem et septem solidis bannalium || quos ecclesia 
in Wacliingen quondam persolvebat remittendo, capellam etiam suam in Ambra ab 
omni iure episcopali absolvendo, capellam quoque suam in Rutelingen et fratres 
inibi divinum officium celebrantes multis libertatibus honorando, ut littere desuper 
confecte plenius attestantur, nos dictas libertates et exemptiones predictarum eccle- 
siarum et cai)ellaruin renovare et confirmare cupientes easdem, sicut a nostris prede- 

XI, ,} 



42 1297. April 16 und 18. 

cessoribus sunt late et concesse, auctoritate ordinaria cum consensu nostri capituli 
in nomine domini confirmamus. In cuius rei testimonium presentes litteras nostri 
sigilli munimine et nostri capituli fideliter roboramus. 

Datum Constantie, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo septimo, idu« 

Aprilis, indictione X. 

Siegel abgegangen. Die Urkunde, die sich ausschließlich auf gefälschte Bischofsurkunden beruft (Bischof 
Heinrich von 1245 Juni 22 wegen Ammern und Reutlingen Bd. 4, S. 101 ; Rudolf von 1279 Jan. 17, Bd. 8, S. 158 
betr. Kirchbierlingen und von 1292 Nov. 28, Bd. 10, S. 81 betr. Wachingen; unter den erhaltenen Urkunden Bischof 
Eberhards findet sich keine die hierlier gehört) ist von einer Hand, die auch in andern Marchthaler Fälschungen 
erscheint, und ist selbst auch eine Fälschung. Der angebliche Ausstellungsort Konstanz erscheint jedoch nicht 
unmögUch, da der Bischof am 13. April bereits von Wien zurück sein konnte und am 24. in Konstanz urkundet. — 
Regest: Reg. episc. Constant. 3028. 

a) Die drei Namen auf Rasur. 



5003. 
Weingarten 1297. Ajml KL 

Die Brüder Ulrich und Friedrich von Ried (Rieth) iihertragen dem Kloster Wein- 
garten auf dessen Bitten um ihres Seelenheils willen das Eigentumsrecht ihres Hofs in 
Edensbach (curiam in Edispach iure proprietatis nobis pertinentem quam Hermannus 
Virggo a nobis in feodum dinoscitur possidere — — — cum Omnibus suis perti- 
nentiis agris videlicet pratis et virgultis — — - — libere transferimus per presentes) 
und verzichten auf alle Rechte daran. 

Siegler: Die Aussteller (sigillum nostrum). 

Datum aput Wingarten et actum anno domini MCC et XCVII., XVI. kalendas 
Maii, indictione X. 

Ital. Perg. Beschädigtes rundes Siegel, c. 45 mm., fünfmal geteilter Schild, von aufgerichtetem Löwen über- 
deckt ; Umschrift : f . S IS • DE • RIET . 



B004. 

Bischof Heinrich von Konstanz gewährt dem Kloster Marchthal die Vergünstigung, dass 
die Brüder, die die Klosterpfarreien Kirchbierlingen, Ammern., Marchthal und Wachingen 
versehen, keine bischöflichen oder gerichtlichen Mandate auszuführen gebunden sein sollen. 

Munderkingen 1297. April 18. 

H. dei gratia Constantiensis episcopus . . dilectis in Christo universis ad quos 
presentes pervenerint salutem et notitiam subscriptorum. Noveritis quod cum mona- 



1297. April 22. 43 

sterium 11 Maithelleuse ordiuis Premonstrateusis nostre dyocesis ex iiostrorum ante- 
cessorum et nostra donatione parrochias videlicct Bilringen Ambra Marthel Wac|| längen 
ipsorum indigeutie deservientes per suos confratres in divinis procuraret et iidem 
fratres plebem regentes per nostrum et nostri . . officialis || seu per delegatorum 
vel subdelegatoruni a nobis iudicum niandatum sepius compellerentur citare et 
excommunicare personas cuiuscuniqiie Status aut condicionis in aliis parrochiis resi- 
dentiam liabentes, cuius mandati occasione frequenter iniurias vituperia ac etiam 
gravamina intollerabilia incurrebant prefatique monasterii prepositus et conventus 
super huiusmodi incomodo nostram humiliter requirerent paternitatem, nos adten- 
dentes quod decani rectores plebani viceplebani sou vicarii per süorum advocatorum 
pi-incipuni aut universitatem civium vel civitatum potentiam ab huiusmodi grava- 
minibus satis tuti ac defensati ad huiusmodi mandatum sufficiunt prosequendum 
quodque multi sub habitu Christiano in vanum nomen doniini confitentes occasione 
nulla vel modica contra claustrales excitati res ipsorum diripiunt et in ipsorum in- 
iuriis debachantur, ad reprimendos huiusmodi insultus dictis fratribus ut mandatum 
huiusmodi exequi non teneantur indulgemus presentium per tenorem, nisi forte ali- 
({uorum malitia se erexerit nostre ecclesie in iacturam, in testimonium premissorum 
nostri secreti sigillo presentibus roboratis. Litteras insuper domini Alexandri pape 
(i[uarti huiusmodi litterarum tenorem continentes indultas predicto monasterio per 
nostram dyocesim inviolabiliter volumus observari. 

Datum in Mundrichingen, anno domini MCC nonagesimo septimo, XIIII. kalen- 
das Maii, indictione X. 

Faksimile des ehemals in der Gutsregistratur von Ammern, spilter beim Hofkameralamt Herrenbei-g ver- 
wahrten, jetzt verloren gegangenen Originals. Von der Urkunde, die eine Fälschung ist, gilt dasselbe, wie von 
der vorhergehenden von 1297 April 13. Die am Schlul5 ei-wähnte Bulle Papst Alexanders IV. ist wohl das 
Bd. 5, S. 3-J4 gedruckte Privileg von 1260 März 25 (das allerdings nur von i)äpstlichen Mandaten redet) ; es ist 
nicht wahrscheinlich, daß das Kloster eine Vergünstigung von solchem Umfang wie die vorliegende, vom Papst 
erhalten hatte, so wenig als die Verleihung durch den Bischof glaubhaft ist. 



5005. 

Rom 1297. April 22. 

Papst Bonifazitis VIII. bestätigt dem Abt und Konvent von Neresheim auf ihre 
Bitten die Erwerbung des Dorfes Ummenheim (quod nobiles viri Hainricus de Hoestetten 
et Hainricus nepos eius ac Mathildis eiusdem nepotis mater — villam Ummenheim 
tunc ad eos communiter jiertinentem cum silvis pratis prediis ac omnibus iuribus 



44 1297. April 26 und 29. 

et pertineiitiis venerabilis fratris nostri episcopi Augustensis ad id accedente consensu 
dictis abbati et conventui vendiderunt pro certa pecunie quantitate, prout in paten- 
tibus litteris inde confectis ipsius episcopi sigillo munitis plenius dicitnr contineri). 
Datum llome apud sanctum Petrum, decimo kalendas Maii, pontificatus nostri 
anno tertio. — Cum a nobis petitur. 

Absclirift im Clironicon dipl. Neresheimense des Paters Magnus Sterr von 1730, Teil 1, S. 137 f. 



6006. 

Mimderkingen 1297. April 25. 

Äbtissin Agiles und Konvent von Heiligkrenzthal beurkunden, dass Burkhard von 
Dietershausen und seine Frau Maihilde dem Kloster all ihr Gut zu Dietershausen für die 
Aufnahme ihrer Tochter Mazzili gegeben haben. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1,44 n. 154. 



5007. 

Der Ofp'zial von Konstanz entscheidet in dem Streit des Klosters Bebenhausen und des 
Pfarrers von Reusten gegen H. genannt Villice von Horb. 

Konstanz 1297. April 29. 

. . officialis curie Constantiensis omniljus presentium inspectoribus salutem in 
domino cum notitia || subscriptorum. In causa mota inter religiosos viros . . abbateni 
et conventum monasterii || in Bebenhusen ordinis Cisterciensis patronos ecclesie in 
Obernkilch nee non Hainricum rectorem || eiusdem nomine ac vice ipsius ecclesie ex 
una et H. dictum Villice de Horwe ex parte altera coram nobis super eo quod 
predicti abbas conventus et . . rector asserebant prefatum H. Villice Erlwinum villi- 
cum prefati monasterii in Böndorf, . . dictum Totzzeler de Utingen ac alios quam 
plures homines censuales ipsi ecclesie Obernkilch indebite compulisse et compellere 
ad solvendum stüras munera Servitutes exactiones et census illicitos prout hec in 
libello super hoc confecto plenius continentur, lite legitime contestata prestitoque 
iuramento calumpnie a . . procuratore . . abbatis et conventus predictorum utpote 
patronorum et ab ipso H. rectore seu eins procuratore utpote ipsius ecclesie rectore, 
prestitoque predicto iuramento ab ipso H. Villice quoad prefatos abbatem et con- 



1297. Mai 5. 45 

ventuiu patronos predictos ipsoque H. Villice iuramentum caluinpiiie qxioad ipsuni 
rec-torein prestai'e recusante, licet Bei)e et isepius ad illud prestandimi hiiniiliter fuerit 
monitus et requisitus, queiiiadmodum de siia contuniacia et recusatione fides etiaiii 
nobis facta fuerit per litteras viri discreti H. incurati in Sülchen, cui a nobis iniiinc- 
tum fuit 8ub commissione speciali ad recipienduiii a H. N'illice prenotato calninpnie 
iuramentum, })rout hec per acta plenius liquent — quia inveninius exhigente iustitia 
ipsum li. N'illice pro convicto fore liabendum ideoque ipsum liabentes pro convicto 
in quantum tangit personam rectoris predicti, in hiis scrijitis Bententialiter condemp- 
namus eundeni ad desistenduni imposterum a conpulsione seu impositione sti'iraruni 
munerum servitutum exactionuni ac aliorum censuuni illicitorum quoad predictas 
persona« seu alios de quibus constiterit ipsos fore predicte ecclesie censuales, ipsis 
super premissis quoad personam ipsius rectoris i)erpetuum silentium imponentes. 
Reservamus nichiloininus prefato rectori exj)ensas litis, que taxatione nostra prehal)ita 
de iure fuerint refundende. 

Datum Constantie, anno doinini MCCXCVIL, 111. kalendas Maii, indictione X. 

Itul. Perg. Siegel s. Bd. 8, S. 418.— AlKlmck: ZGORh. 14,445. 



5008. 

Ohne Ortsa )>(/(( he. 1297. Mai '>. 

Dietrich tind seine Schwester Adelheid von Freudenstein verkaufen (vendidimus) ihren 
Anteil an der Biir(/ Freudenstein (partem castri nostri in Freudensteiit cum uuiversis 
suis pertinentiis) mit Hand und Zustimmung Friedrichs von Gottes Gnaden Markijrafen 
von Baden als Lehensherrn (ad quem ius infeodationis predicti castri i)ertinet) an ihre 
Schwester Elisabeth von Freudenstein und deren Erben um 160 U Heller und verzichten 
auf jede Einsprache. 

Siegler: Markgraf Friedrich von Baden, der seine Zustimmung zu dem Verkauf gibt 
und die Belehnung Elisabeths bezw. ihrer Träger Hermann von Königsbach und Wilhelm von 

Freudenstein vollzieht (infeodationem in manus discretorum virorum Hermanni 

scilicet de Kungesbach militis et Willielmi de Freudenstein tamquam in manus fide- 
liuni per nos commissam et pro tempore predicte Elizabethe gerendam). 

Datum anno domini MCC nonagesiino septimo. dominica proxima post inventionem 
sancte crucis. 

Karlsruhe. K()|)l). Nr. .")1, MI. 2!). — Regest: Reg. der .Markgr. von Baden ü4(t. 



46 1297. Mai 10. 11 und 15. 

5009. 
Esslingen 1297. Mai 10. 

lütter Konrad von Bernhausen verkauft dem Spital in Esslingen seinen Wald 

Katzenbach. 

Regest im Eßlinger ÜB. 1, 128 n. 29« nach dem Oiig. in Eßlingen. 



5010. 

Munderkingen 1297. Mai 11. 

Albrecht*) genannt Schedel von Steusslingen (Stiisselingen) eignet gemeinsam mit 
seinem Sohn um ihres Seelenheiles willen dem Spital in Biberach einen Hof in Winterreute 
(proiirietatem curie solius in Winderütin site mihi ab Kuedegero pannicide civi in 
Biberach resignate et vendite hospitali sancti Spiritus in Biberach eidem hospitali 
donavi dedi), der jährlich 12 Malter Korn (frumenti), 12 Schilling Konstanzer, 8 Hühner, 
100 Eier und 3 Schilling Konstanzer für Dienste (ratione dicti vulgo dienst) reichen muss. 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: dominus Hermannus de Anmerkingen, . . minister in Mundrichingen 
dictus de Stain, [Hainricus de Haingen,] . . dictus Virrer, C. dictus Sinnikman, Her- 
mannus dictus [Sinnikman, Hainricus dijctus Hüpman, Berhtoldus dictus Munsar, hü 
duo cives [de Biberach]. 

Datum et actum Mundrichingen, [anno domiui MCCLjXXXX septimo, V. idus Maii. 

Abhängendes Siegel, s. Bd. 9, S. 494. Die Urkunde i.st stellenweise unleserlich, der Text wurde nach einer 
älteren Abschrift ergänzt. — Regest: Württ. Vierteljahrshefte 1897, Mi n. 16. 

1) Der Vorname ist im Text ausgelassen, ergibt sich aber aus dem Siegel. 



5011. 

Der Streit zwischen Graf Rudolf dem Scheerer von Tübingen und dem Kloster Beben- 
hausen wegen der Güter in Heimsheim wird verglichen. 

Weilderstadt 1297. Mai 15. 

Noverint universi presentes pariter et futuri, quod omnis questio seu contro- 
versia que vertebatur inter nos videlicet Küdolfum comitem de Tuwingen dictum 



1297. Mai 15. 47 

iScliH'ii'i' t'X Ulla tst no8 . . abbateiu et conventuiu uioiiasttTÜ in Bebenliusen ordinis 
Cisterciensis dyocesis Constantiensis ex parte altera supei" bonis seu possessionibus || 
iam dicti mouasterii sitis apud Haimejshain dyocesis Spirensis, doraibus scilicet liorreis 
areis agris pratis decimis censibus redditibus et rebus aliis || quocunque titulo cen- 
seantixr ac earundem rerum iuribus pertinentiis condicionibus seu libertatibus talis 
compositio de maturo ti'actatu providaque deliberatioiie unanimiter intervenit, quod 
omnia bona possessiones seu res memorate ipsius monasterii gaudere debent plenaria 
libertate, adeo quod nee nobis comiti prefato nostrisve heredibus seu successoribus 
quibuscunque noc aliquibus nostris scultetis seu niinisterialibus licet exquirerc de 
pretactis rebus stiuram munus servitium exaetionem aut aliud aliquid huiusmodi 
a dicto monasterio vel eius sindicis aut colonis, nee id ab eisdeni offerri debet quo- 
modolibet vel exsolvi, excepto tantum censu viginti et octo denariorum Hallensiuiu 
de domo et liorreo sepefati monasterii infra muros ville Haiinesliain pretacte sitis 
una cum censu consueto de bonis ipsi monasterio per Cünradum dictum Maier de 
Wile donatis nobis annis singulis a prefato monasterio persolvendo. Nicliilominus nos 
nostrosque successores presentibus obligamus, quod, quotienscunque stiuras exactiones 
vel servitia incolis dicte nostre ville Haimeshain imponi contigerit, horum imposito- 
res ordinatores vel collectores inducere tenemur quod promittant sub protestatione 
iuramenti, ne colonos seu incolas bonorum ipsius monasterii predictorum ratione 
vel respectu eorundem ampliori stiura vel servitio presumant aliqualiter pregravare, 
immo si secus egerint, tenemur talibus presumptionibus districtius obviare. Nos quo- 
que abbas et conventus de Bebenhusen prenotati notorium reddimus in hiis scriptis, 
quod bona nostri monasterii pretacta infra limites decime ville Haimeshain sujira- 
dicte nobis in posteruni ampliare penitus non licebit, sed potius si qua bona ad 
nos inibi ratione testamenti donationis vel aliis modis devoluta fuerint, illa vendere 
tenemur personis quibuscunque" exceptis comitibus et religiosis cenobiis infra unius anni 
spatium, si competenter potuerimus sine fraude. Super hiis igitur omnibus et singulis 
tarn nos comes Rüdolfus quam nos abbas et conventus predicti prehabita soUempni- 
tate verborum et gestuum debita et consueta presentibus pro nobis nostrisque suc- 
cessoribus quibuscunque renuntiamus omni questioni seu exceptioni iuris cuiuscunque 
consuetudinis cause vel occasionis, per que dicta compositio seu presens ordinatio 
posset aliqualiter irritari. In quorum robur indeficiens presens instrumentum nostris 
sigillis effecimus communiri accedente testimonio viri discreti Craftonis rectoris ecclesie 
in Kuppingen, Malitolfi de (jrilsten et Cünonis dapiferi de Urach militum, Mahtolti 
filii predicti Malitolfi, J^er. quoque filii Anshelmi, C. dicti Trutman et C. prefati 
dicti Maier consulum seu iudicum in Wile, Eber, dicti Werkman. Hermanni dicti 
Schottier de Haimeshain et aliorum fid»' dignorum jier omnia plurimorum. 



48 1297. Mai IG und 25. 

Actum et datum in Wile, anno domini MCOXCVII., idus Maii. indictione 
decima. 

An Perganientstieifeii das Siegel des Grafen, s. Bd. 9, S. 270, und an leinener Litze das des Abts, ». Bd. ö, 
S. 256.'— Abdi-uck: ZGOHli. 14,440. — Auszug: Schmid, Pfalzgrafen, ÜB. 75. 



5012. 

Born 1297. Mai 16. 

OttoboH/ib- von Piacenza päpstlicher Auditor (domini pajje subdiaconus et capellanus 
ac litterarum ipsius contradictarum auditor) vidimiert die Bulle Urhatts 1 V. für den 
Orden com hl. Grab von 1263 Juni 1 '). 

Siegler (in — visionis testimonium) : Der Aussteller (audientie contradictarum sigillo). 

Datum Kome apud sanctum Petrum, XVII. kalendas Junii, i)ontificatus domini 
Bonifacii pape VIII. anno tertio, anno vero domini millesimo ducentesimo nona- 
gesimo septimo. 

Zwei Exemplare. Ital. Perg. Auf der Rückseite des einen zwei verschiedene Aufschriften von derselben 
Hand des 14. Jahrhunderts: Exhibitum est istud instrumentum in niodum probationis prime feria quarta post 
octavam epiphanie et probabitur secundo feria ([uarta post conversionem sancti Pauli. Actum anno XXXVIII. 
— Hec tria instrumenta una cum instrumento prius exhibito et una cum testibus productis et producendis 
exhibita sunt in modum probationis per H. procuratorem doniinorum dominici sepulcri feria lertia post Udalrici 
episcopi anno XXXVIII. F2s folgen zwei Zeilen mit großenteils unleserlichen Namen (von 4 Personen), dann : 
magister C. de Herbipoli, Jacobus de Moguntia und wieder unleserliche Abkürzungen. An gelben und weißen 
Leinenfäden je ein stark beschädigtes Siegel aus mit Mennig gefärbtem Wachs, darauf rechts ein sitzender Geist- 
licher hinter einem Pult, einem vor ihm (links) stehenden Geistlichen ein Schriftstück reichend ; oben in Wolken 
Gott (Brustbild), darunter Sonne und llond ; Umschrift unleserlich. 

1) Gedruckt nach dieser Vorlage Bd. ö, S. 121. 



5013. 

Die Stadt Mengen nimmt das Domkapitel zu Konstanz mit seinen Personen und Besitzungen 
in ihr Bürgerrecht und ihren Schutz auf, wogegen dasselbe auf seine Schadensersatz- 
ansprüche an die Stadt verzichtet. 

Mengen 1297. Mai 25. 

Omnibus presentes litteras inspecturis minister consules et universitas civium 
oppidi Hängen diocesis Constantiensis subscriptorum [notitiam] cum salute. .Noverint 
universi tarn posteri quam presentes, quod nos unanimi consensu accedente honora- 



1297. Mai 30. 49 

bile ciipituluni maioris ecclesie Constantiensib et personas eiusdem recipimus harum 
literariim contextu in nostros concives dictumque capitulum et personas eiusdem ac 
canonicos dicte Constantiensis ecclesie nee non possessiones eorundem et bona in 
nostram specialem defensionem recipimus et protectionem, promittentes eisdem scrip- 
tis presentibus per stipulationem sollempnem*) sub virtute per nos super hiis prestiti 
sacramenti, quod ipsos, possessiones et bona eorundem ab invasionibus et gravaminibus 
quorumlibet ac oppressionibus tarn efficaciter et tam fideliter defendemus, quemad- 
modum alios nostros concives ab liuiusmodi iniuriis et gravaminibus defendimus et 
tenemur defendere ac preservare, hoc adiecto, quod dictum capitulum ac canonici 
Constantiensis ecclesie predicte non teneantur nee sint astricti pretextu civilitatis et 
iuris eiusdem defensionis et promissionis predictarum aliqua subire onera realia vel 
personalia collectarum vel contributionum quarumcuuque, que omnia exnunc in per- 
petuum remittimus ipsosque absolvimus ab eisdem in recompensam dampiiorum per 
nostros concives ipsis irrogatorum, pro quorum refusione nobis iam dudum actionem 
moverunt et oppidum nostrum Mengen procuraverunt sub])oni'') ecclesiastico inter- 
dicto, cum et capitulum supradictum ac canonici Constantienses pretextu iuris civili- 
tatis et promissionis defensionis premissarum dampna predicta et actionem, quam 
pro hiis contra nos habebant, nobis remiserunt nomine suo et ecclesie Constantiensis. 
In cuius facti evidentiam presentes literas supradictis capitulo et canonicis Con- 
stantiensis ecclesie tradimus sigilli nostre universitatis robore communitas. 

Datum et actum Mengen, aimo domini MCCXCVII., VIll. kalendas Junii, indic- 
tione decima. 

Karlsruhe. Kopb. d. Konstanzei- Domkapitels, sign. öOü, fol. 18*. 

a) Nach soUempnein ist das in der Folge richtig stehende quod schon zum Voraus geschrieben, b) Ver- 
schrieben subpono. 



5014. 

Der Streit zwischen Kloster Adelbery und Eberhard dem Vogt von Aich tcird durch 

Schiedsrichter ausgetragen. 

Kirchheim 1297. Mai 30. 

Alle die disen brief anesehent oder hoerent lesen die suln wizzen, daz diu misse- 

hellunge diu was ume die dri man || Walthern, Albrehten und Bertholten von E 

zwischen dem probist und der samenunge des closters von || Madelberc ainhalp und 

Eberharten dem vogete von E anderhalp mit beider tail willen und mit schaitluten, die 

II sie dar über hetun genomen, maister Hainrichen den probist von Furndowe und maister 
XI. 7 



50 1297. Mai 30. 

Ulrichen den scriber von Tegge, alsiis ist berihte und verslihte, daz der drier 
manne ieglicher iecliches jars die wil er lebet Eberharte dem vor genanten vogte 
sei ze dieniste geben an sante Micliels tage zehen Schillinge Haller und sehs hünere 
und sei er mit des probistes und der samenunge vrillen von Madelberc ir voget und 
ir schirmer sin und wider ir willen sie niuznit fürbaz zwingen alder nöten, und sol 
der probist und diu samenunge von Madelberc von den selben drin mannen, wan sie ir 
ziuser sint, nemen zins houbetreht und vaelle, als sit und gewonlich ist. Disiu 
schidunge sol ewecliche steete beliben, alse der probist von Madelberc an siner stat 
und der samenunge uf den ait gelobet hat und Eberhart der voget ouch uf sin ait 
hat gelobet. Dise beslihtunge und disen schalt suln behalten an allen dingen alse 
hie vor geschriben stat bediu des probistes nahkomen und Eberhartes des vogetes 
erben. Aber ume daz daz die selben dri man Eberharte dem vogete verbürget 
haut, daz sie von im nit varen, ist also berihte, daz diu burgschaft also sol beliben, 
ez si oder gischehe denne, daz Eberhart der vogit diu lute furbaz wider ir willen 
ze dieniste noete, denne hie vor geschriben ist, er oder sin erben. Ciagent sie daz, 
so sol der probist von Madelberc swelhe denne probist ist den voget oder sine erben 
manen dar ume und sol der voget oder sin erben von dem tage alse er gemant wirt 
inrthalp vier wochun daz selbe wider tuon. Ist aber daz er ez lougent und zwivel 
dar ume ist, so sol der probist ainne erbern man und der voget ouch ainne erbern 
man dar zuo geben, die daz ervaren und berihten inrthalp aines manodes. Tuot ez 
der voget nit oder git ainne dar nit der ez helfe usrihten, so suln die dri man und 
ir bürgen ledic sin der burgschaft. Geschiht aber daz der probist ainne erbern 
man dar zuo nit git und ez an im belibet, so suln die bürgen der burgschaft haft 
beliben. Daz alles, daz hie vor geschriben stat, also si und stsete belibe, so ist dirre 
brief gesigelt mit dez probistes und der samenunge von Madelberc insigeln und mit 
Hainriches des degans von Kirchain an Eberhartes stat des vogetes von E und mit 
des probistes von Furndowe und maister Ülriches dez schribers insigeln, die schait- 
lute warn. 

Dirre brief wart ze Kirchain gigebin, do man zalte von gotes geburte zwelf 
hundert jar siben und niunzec jar, an dem nsehsten durnstage nah sante Urbans tac. 

Von fünf noch vier Siegel. 1) des Abts und 2) des Konvents von Adelberg, s. Bd. 10, S. 235. 3) des 
Dekans Heinrich von Kirchheim, s. Bd. 10, S. 172. 4) spitzoval, die untere Hälfte abgebrochen, Maria stehend 
mit Jesuskind auf den Armen, zu beiden Seiten je ein Stern; Umschrift: f . S . HEIN VRNDOWEN. 



1297. Mai 31 und Juni. 51 

B015. 

Hu(i der Vogt von Wöllhausen, seine Frau Gertrud und seine Söhne Hng und Albrecht 

eignen dem Kloster Reiithin das Gut Monhardt. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Mai 31. 

Ihc Hüg der vogt von Welnhuson (jerdiut min wirtiiine llug und Albiet min 
sün tun kunt || allen den disen brief selient alder hoerent lesen, daz wir den vrowen 
von Riiithi bi || Wilperk, die da sint in Jiredier orden, han gegeben mit unsers 
herren hant grave Bur||cliartes von Hohenberg Monhart daz gut, daz Tierberg und 
her Walprellt von uns hant gewnnen, mit holze wisan ekker waide und wasser vür 
ain reht vries und lediges aigen und alliu diu reht diu zu dem selben gute hoerent. 
Ihc und min vor genantiu wirtinne und min si'm verjehen ohc da bi, daz wir niemer 
kain anspräche gewinnen an daz selbe gut weder mit gaischlichem gerillte nohc mit 
weltelichem gen den vor genanten vrowen. Daz disiu rede immer stete blibe, dar 
umbe haben wir disen brief gevestenat mit unsers vor geschriben herren insigel 
graven Burchartes von Hohenberg, mit unserm insigel und mit der burger insigel 
von Wilperk. Dez sint geziug Dieterihc von H-aiterbach, C. der Zimmerer, Peter 
der schriber, Wern. der Hemelink, Wem. der Ungewerlich, pfaffe Bur., Hainrihc 
von Lidenvels, der vogt Löt von Büla, H. der Herer, Wern. der schultliaiz, Tier- 
berg, Ber. von Pforzhain, Lüp B. und Ni sin bruder, ])faffe Jifip hern Wal. sun 
burger von Wilperg. 

Diz geschac do von gottez gebürte waren zwelf hundert jar nhuzeg jar an dem 
subenden jar, an dem nehesten vritage vor dem pfingesten. 

Drei Siegel. 1) des Grafen Burkhard von Hohenberg, s. Bd. 7, S. 103 und 331. 2) des Vogts Hug von 
Altensteig-WöUhausen, s. u. bei der Urkunde von 1297 Dez. 2t. 3) der Stadt Wildberg, s. Bd. 10, S. B29. 
— Abdruck: Schmid, Monuni. Hohenberg. 131. 

5016. 

Graf Heinrich von Eberstein verkauft an Kloster Hcrrenalb sein Dorf Loffenau. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Juni. ' 

Noverint universi presentem litteram inspecturi, quod nos Heinricus dei gratia 
comes de Eberstein tenore presentium publice protitemur, quod nos villam nostram 
Jjöfenowe || nobis et nostris antecessoribus ab antiquo attinentem cum marchia tota 
et campis silvis agris pratis aquis viis inviis almendis communitatibus et conimodi- 
tatibus universis || besüht et un besäht et ins advocatie dube frevel stiure 



52 1297. Juni. 

bete einuiige liöptreth hertretli et usum glandium quod dicitur d eherne cum 
censibus redditibus pullis || et hominibus propriis qui nobis attinebant et tunc tem- 
poris in eadem villa et marchia cum domiciliis morabantur cum Omnibus iuribus et 
utilitatibus ac attinentiis universis quocumque nomine censeantur, hec inquam omnia 
vendidimus et attestatione presentium vendimus claustro monachorum in Alba Cyster- 
ciensis ordinis Spirensis dyocesis pro trecentis sexaginta libris Hallensium, quas nos 
integraliter recepisse profitemur per presentes, renuntiantes et abdicantes pro nobis 
et nostris heredibus coheredibus et successoribus universis omni actioni et iuri, quod 
nobis et nostris in huiusmodi competebat vel competere quomodolibet videbatur 
transferentes eadem omnia in monachos antedictos libere perpetuo possidenda. 
Hoc adiecto quod cives nostri de Genrespach ius liabebunt secandi ligna ad com- 
burendum in omnibus locis ubi villani in Löfenowe ad comburendum ligna secant 
exceptis lignis quercus sive eichwalt, que ligna si secaverint dabunt einung e sicut 
villani quecunque tunc temporis a monachis fuerit constituta. Quicunque vero pre- 
dictorum civium nostrorum in Genrespach domum seu aliud edificium edificare voluerit 
ab ipsis monachis ligna petere debet nee ipsi petenti huiusmodi denegabunt. Pre- 
terea predicti cives nulluni ius habebunt ligna cuiuscumque generis in predicta silva 
Löfenowe secandi vel abducendi ad vendendum. Insuper tempore glandium sive 
quando predicta sjlva fructus habuerit, qui eckern nominantur, sepedicti cives nostri 
de Genrespach ius habebunt pascendi porcos suos ibidem ita quod singulis noctibus 
ad sua domicilia cum porcis suis revertantur et sie nicliil de eo. quod dicitur deheme 
dabunt monachis prelibatis. Si vero propter suam utilitatem pernoctare vel morari 
voluerint in villa predicta Löfenowe sive in marchia eadem, tunc de singulis porcis 
censum qui dicitur deheme dabunt monachis prelibatis secundum quod iidem monachi 
instituerint rusticis ville supradicte. Obligantes nos et nostros ac nostra ad veram 
et plenam warandiam et evictionem faciendam secundum viam iuris super eisdem 
bonis ubicunque sepedictis monachis visum fuerit oportere. Preterea Eudolfum 
marchionem de Baden avunculum nostrum, Cunradum de Windecke dictum Mornhart, 
Bertoldum de Scöwenburc, Wolfdrigel de Owenshein et Herbrandum de Sickingen 
milites una nobiscum nostros in solidum constituimus fideiussores, ut sine laboribus 
et expensis dictorum monachorum proprietatem eiusdem ville eisdem optineamus 
infra spatium istius anni, sub sigillis reverendi domini nostri . . Spirensis episcopi 
et ecclesie Spirensis dato restauro unde eandem villam hactenus possidebamus titulo 
feodali. Si vero aliqua alia impetitio suborta fuerit in iudicio seculari vel spirituali 
aut alias et nos ammoniti a monachis nobis die placiti prefixa si non absolverimus 
infra mensem, aut si aliquis fideiussorum medio tempore decesserit si alium infra 
mensem equivalentem non substituerimus, extunc predicti fideiussores una nobiscum 



1297. Juni 7. 63 

obstagio iacebunt in civitate Genrespach quilibet cum equo, quousque omnia pre- 
missa fuerint adimpleta. Si auteni aliquis fideiussorum predictoruin in alio obstagio 
fuerit repertus sine dolo et fraude, servum ydoneum cum equo ponet quilibet loco 
sui. In cuius rei evidentiam et robur präsentem litteram sigillo nostro una cum 
sigillis Bepedictorum fideiussorum prelibatis monachis tradimus communitam. Nos 
igitur fideiussores prenominati profitemur prescripta omnia esse vera et in evidentiam 
premissoi'um sigilla nostra presentibus duximus apponenda. 

Acta sunt hec anno domini MCCXC septimo, mense Junio. 

Ital. Perg. Von sechs Siegeln noch die beiden ersten beschädigt erhalten. 1) Heinrichs v. Eberstein, 
s. Bd. 9, S. 265. 2) des Markgrafen Rudolf lU. von Baden, s. bei v. Weech, Siegel an Urk. im Großh. bad. General- 
landesarchiv Taf. 4 Nr. 7. — Abdruck : Meichsner, Decis. Camerar. 4, 569. — Grund- und Aktenmässige Infor- 
mation 1754, Lit. C S. 17. - ZGORh. 12, 21B. 



5017. 

Rudolf von Emerkingen verkauft die Vogtei über das Kloster Zwiefalten und seine Dörfer 
Breitenfeld, Atfenhöfen, Brunnen und Baach an das Kloster. 

Konstanz 1297. Juni 7. 

Omnibus presentes litteras inspecturis Rüdolfus de Emerchingen Constantiensis 
dyocesis subscriptorum notitiam cum salute. Ut contractus bone fidei consensu mutuo 
II celebrati sub stabilitate incommutabili perseverent, scripturarum indiciis debent 
tenaci et perpetue memorie commendari. Noverint itaque universi tarn posteri quam 
pre8en||tes, quod cum ego oppressus essem gravibus oneribus debitorum et ab eisdem 
non possem nisi per venditionem bonorum meorum aliquatenus liberari, considerata 
II mea et successorum meorum in hac parte evidenti circa relevationem onerum 
debitorum predictorum utilitate advocatias monasterii de Zwiveldea ordinis sancti 
Benedicti predicte Constantiensis dyocesis nee non villarum et possessionum Braitvelt 
Hattenhusen Brunnen Bach omniumque aliarum sitarum ex alia parte dicti mona- 
sterii versus Aljjes et hominum residentium in predictis villis et possessionibus ipsis- 
que pertinentium cum redditibus iuribus consuetudinibus bannis iurisdictionibus et 
pertinentiis dictarum advocatiarum tam corporalibus quam incorporalibus universis 
quocunque nomine censeantur vendidi pro me meisque heredibus et successoribus 
quibuscunque in perpetuum honorabilibus in Christo Eberhardo divina permissione ab- 
bati et conventui monasterii predicti in Zwiveldea nomine et vice eiusdem pro sep- 
tuaginta marcis argenti puri et legalis ponderis usualis michi per ipsos dandis usciiic 



54 1297. Juni 7. 

ad festum beati Jacobi apostoli, de quibus michi sufficientem fore ab eis recognosco 
prestitam cautionem, et in ipsos ipsorumque monasteriura venditionis titulo rite et 
legitime transtuli et transfero per presentes cum omni iure consuetudine iurisdictione 
et honore nee non utilitate et cum omnibus pertinentiis et iuribus eorundem tarn 
corporalibus quam incorporalibus universis quibus easdem advocatias ego et prede- 
cessores mei hucusque habuimus tenuimus et possedimus, obligans me meosque qui- 
eunque pro tempore fuerint successores et heredes scriptis presentibus per stipula- 
tionem soUempnem memoratis . . abbati et conventui ipsorumque monasterio et suc- 
cessoribus eorundem ad plenam warandiam singulorum et omnium premissorum et 
ad subeundum "pro ipsis in premissis et in quolibet premissorum omne periculum 
evictionis et nicliilominus de observatione inviolabili supradictorum omnium et singu- 
lorum in presentia honorabilium in Christo Küdolfi decani ecclesie Constantiensis, 
Eberhardi abbatis monasterii predicti, magistrorum Waltheri de Scaffusa scolastici 
et Cünradi Phefferhardi canonicorum ecclesie Constantiensis gerentium vices venera- 
bilis in Christo patris et domini H. dei gratia Constantiensis episcopi in absentia 
constituti corpoi-ale prestiti sacramentum adhibitis per me in premissis omnibus et 
singulis verborum ac gestuum sollempnitatibus debitis et consuetis, renuntians pro 
me meisque heredibus et successoribus quibuscunque circa premissa et quodlibet 
eorundem beneficio restitutionis in integrum litteris a sede apostolica vel alia quavis 
auctoritate impetratis seu etiam impetrandis auxilio consuetudinis generalis et pai"- 
ticularis ac deceptionis ultra dimidiam iusti pretii omnibus constitutionibus et statu- 
tis tam editis quam edendis omni auxilio legum et canonum actionibus impetitionibus 
exceptionibus et defensionibus quibuscunque et generaliter omni suffragio tam in 
specie quam in genere, quo mediante ea que premissa sunt vel ipsorum quodcunque 
ullo unquam possent tempore violari. Et in evidentiam omnium et singulorum pre- 
missorum ipsorumque incommutabilem firmitatem presens instrumentum sigillorum 
honorabilium in Christo Rüd.. decani, magistrorum Waltheri scolastici et Cünradi 
Pheflferhardi canonicorum ecclesie Constantiensis gerentium vices venerabilis in Christo 
patris et domini H. dei gratia Constantiensis episcopi in absentia constituti, qui sigillo 
episcopali utuntur, Hermanni fratris mei rectoris ecclesie in Cella et Waltheri de 
Emerchingen fratris mei petii robore communiri ipsumque meo sigillo proprio robo- 
i'avi. Nos Eüd. decanus, magistri Waltherus scolasticus et Cunradus Phefferhardus 
canonici ecclesie Constantiensis gereutes vices venerabilis in Christo patris et domini 
H. dei gratia Constantiensis episcopi in absentia constituti utentes sigillo episcopali, 
Hermannus rector ecclesie in Cella et Waltherus de Emerchingen fratres prefati 
Rüdolfi de Emerchingen ad petitionem eiusdem Küdolfi presentibus appendimus sigilla 
nostra in evidentiam premissoriim. 



1297. Juni 11. 65 

Datum et actum in aml)itu ocxU'bi»' CJoiistaiitit'Usih, pichiiitibus supradictit» iiobi- 
libuB viris et magistris Walthero scolastico et Cönrado Phefferhardo canonicis ecclesit« 
Constantieusis vices gerentibus venerabilis in Oiristo patris et domini H. dei gratia 
Constantiensis episcopi in absentia constituti, Hermanno fratre meo supradicto rectore 
ecclesie in Cella, Wernhero dicto Murer sacerdote canonico ecclesie sancti Stephani 
Constantiensis. . . dicto de Hermenstorf monacho monasterii predicti Zwiveldensis, 
. . dicto de HaitnAwe monacho monasterii in Stain, Hainrico dicto Stoldericli de 
Constantia sacerdote prebendario altaris sancti Sebastiani Constantiensis, Berchtoldo 
rectore ecclesie in Overdingen, Rüdolfo rectore ecclesie in Gengingen, Walthero clerico 
dicto Preco, Rüdolfo ministro de Sancto Monte. Walthero de Hornstain et aliis fide 
dignis, anno domini MCC nonagesimo septimo, VII. idus Junii, indictione decima. 

An y;iünen Seidenlitzen nocli das erste, zweite und fünfte Siegel. 1) des Biscliof.s, s. Bd. 10, S. lüG. 
2) des Domdekans Rudolf s. Bd. 9, S. 177. 6) Rudolfs von Einerkingen s. Bd. 10, S. .524. — über den Siegeln 
steht auf dem Umschlag der Name der Siegler; domini episcopi Constantiensis, domini decani, rectoris in Cella, 
Walteri de Emerchingen, R. de Emerchingen. — 



5018. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Juni 11. 

Bitter Hermann genannt Lesche, seine Frau Mechthild, sein Sohn Gottfried nnd 
dessen Frau Alheid verkaufen (vendidimus et tradidimus) dem Abt Walchun und dem 
Konvent von Schönthal all ihren Besitz in Hirschlanden (omnia bona nostra que in- 
presentiarum possidemus in Hirszlande, videlicet curiam quam colit dictus Helt Septem 
maldra siliginis unum maldrimi pise quatuor maldra spelte tria maldra avene duas 
aucas quatuor pullos estivales et unum carnisprivialem singulis annis solventem, item 
curiam quam colit Conradus dictus Marschalch quinque maldra siliginis preter tres 
sumerinoB Septem sumerinos spelte unum maldrum avene unum solidum Hallensium 
et duos pullos caruispriviales annuatim solventem, item bona que colit Ermenrich 
Septem sumerinos siliginis viginti unum sumerinos avene et viginti Hallenses solventia, 
item bona que colit Hezel septem sumerinos siliginis viginti octo sumerinos avene 
et viginti Hallenses solventia, que ad nos tytulo proprietatis pertinebant cum Omni- 
bus iuribus suis et attinentiis quesitis et inquirendis) um 58 S 13 Schilling 4 Heller 
unter Verzicht auf alle Rechtsmittel und Versprechen der Gewährschaft (werandiam seeun- 
dum consuetudinem terre cum interesse). 

Siegler: Kraft von Hohenlohe (incliti domini mei) und der Aussteller. 



56 1297. Juni 12 und 15. 

Testes: Bertoldus railes dictus Sützel et frater suus Lesche, . . dictus Grener, 
Heinricus et C. filius suus dicti Rindervelder, Fridericus dictus Watmanger et C. de 
Uffingen gener suus. 

Datum anno domini MCOLXXXXVIL, Barnabe apostoli. 

Kopb. des Kl. Schönthal von 1512, Bl. 312». 



5019. 
Löwenthal 1297. Juni 12. 

Priorin und Konvent von Löwenthal (Lewental) Predigerordens verkaufen (vendidimus 
et tradidimus ac — — transtulimus) um ihrer Schulden willen (in exonerationem gra- 
vium debitorum que ex ignis voragine incidimus) an Kloster Salem einen Hof in 
Haberstemveiler mit Zustimmung der Inhaber (curiam sitam in Habrehtswiler iure nobis 
proprietatis pertinentem quam Hainricus dictus Howiz et . . uxor sua nostro mona- 
sterio iure proprietatis pertinentes a nobis dumtaxat pro vite sue tempore possidere 
debebant, de consensu ipsorum voluntario libero et expresso) tim 7^1^ Mark Silber 
ponderis usualis und 5 Schilling Konstanzer Pfennige und verzichten auf alle Rechte. 

Siegler: Der Predigerprior in Konstanz und die Aussteller. 

Actum apud Lewental, pridie idus Junii, anno domini MCCXC septimo, testibus 
domino Rüdolfo sacerdote plebano in Escliöwe, Hainrico incurato in Lütkilch, fratre 
Hainrico de Stadeln et fratre Walthero conversis in Lowental, dicto Wanner et fratre 
Dietrico de Bermetingen monacho in Salem. 

Druck : v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 528 n. 973 nach dem Orig. Perg. in Karlsruhe mit zwei Siegeln. 



5020. 

Aht und Konvent von Schaffhauseti und der Propst von Langnau beurkunden einen Tausch 
von Eigenleuten zivischen den Klöstern Langnau und Weingarten. 

Weingarten 1297. Juni 15. 

. . permissione divina abbas et conveutus monasterii in Schafusa, . . prepositus 
monasterii in Langenowe uni||versis presentium inspectoribus subscriptorum notitiam 
cum Salute. Cum dilecti in Christo . . abbas et || conventus monasterii in Wingarten 
Bertoldum de Baelderichswiler iure censuali suo monasterio pertinentem trax||issent 



1297. Juni 21. 57 

in causam ipsum excomniuui(;atioiiis vinculo seiitentialiter innodantes pro t!o quod 
idem B. extra sue condicionis liiieam in salutis sue dispendium cum Adelhaidi filia 
Alberi advocati de Slise, que monasterio nostro in Langenowe iure prenotato dinos- 
citur pertiuere, matrimonium contraxisset, prenotatus AI. advocatus pro satisfactione 
Ber. generi sui Hillam tiliam quondam Hainrici de Eriskirche et Hainricum filium 
i'ius' iuit' proprietatis et sei-vitutis sibi pertineutes in recompensam memorato nosti'O 
monasterio in Langenowe loco Adelhaidis memorate libere resignatione consueta inter- 
posita tradidit et donavit. Nos vero iamdicte doiiationi et permutationi ad petitionem 
ipsius advocati instantem asseusum nostrum et consensum plenius adhibemus, Adel- 
liaidim filiam sepedicti AI. advocati ad monasterium in Wingarten iui'e censuali deiii- 
ceps pertinere, prefatam vero Hillam cum H. filio suo eodem iure ad monasterium 
nostrum in Langenowe pre8entiV)U8 publice protestantes, presentem singi-aphum in 
evidentiam premissorum sigillorum nostrorum karaktere munientes. 

Datum et actum apud Wingarten, anno domini MCCXCVIL, XVIL kalendas 
Julii, indictione X. 

Ital. Perg. Siegel abgegangen. 



5021. 

Propst H. von St. Gallen klagt im Namen des Klosters vor dem Konstanzer Offizial 
gegen C. von Grünhur g wegen Entziehung von Zehnten in Mundelfingen, Thuningen, Weig- 

heim, Hochemniingen, Pfohren und Wesdorf. 

Konstanz [1297]. Juni 21. 

Dicit et proponit in iure coram vobis domino officiali curie Constantiensis H. 

prepositus monasterii Sancti Galli de consensu venerabilis domini Wilnhelmi dei 

gratia abbatis monasterii Sancti Galli presbiteri ') et conventus eiusdem contra C. de 

Grünburg, quod cum decima sita in Munolvingen que vulgariter dicitur der mer 

z eh ende abbatie, et decima in Tainingen decima in Wighain in Emingen in Pforren 

in Wesdorf que vulgariter dicitur bortzehende') et census quadraginta malterorum 

communis frumenti singulis annis solvendus de curia abbatis predicti in Munolvingen 

et ius quod dicitur vihlosi reddens singulis annis 1 lil)ram monete IVisgauensis, que 

omnia predicta in universo estimantur ad summam centum malterorum et decem, 

iure dominii vel quasi pertineant monasterio Sancti Galli memorato et prefatus C 

predictas decimas et census et ius predictum sibi usurpaverit recipiendo singulis annis 

redditus dictarum decimarum et census cum iure predicto per viginti quinque annos, 
XI. 8 



68 1297. Juni 23. 

quorum summa se extendit ad duo milia malterorum et quingenta meusure in iS'ide- 
lingeu et 25 libras denariorum monete supradicte, quare petit prefatus prepositus 
nomine monasterii predicti, quatenus memoratum C. mediante vestra sententia per 
censuram ecclesiasticam compellatis, ut eidem monasterio prefatas decimas libere et 
aljsolutos dimittat cum censibus et iuribus predictis et nichilominus iuxta estimationem 
predictam percepta restituat. Hec dicit et petit salvo sibi iure beneficii in omnibus 
addeudi minuendi corrigendi etc. Petit expensas factas in lite et protestatur faciendas 
sibi fore salvas. Nee astriugit se ad probandum omnia premissa, sed ad ea tantum, 
que sibi pro sua intentione fundanda sufficere videbantur. Huic libello respondendum 
est proxima feria sexta ante festum beati Jacobi apostoli hora prime. 

Datum Coustanti«, XI. kalendas Julii, indictione X. 

Fürstenberg. ÜB. 6, 241 n. 278'» nach einer Offizialatskopie von 1299 März 27 bei weiteren Akten des 
Prozesses in St. Gallen. Im Verhör vor dem Offizial (ebenda n. 278, 1) sagt der Propst H. über die Zehnten in 
Thuningen und Weigheim aus: Item de decimis petitis in libello vulgariter dictis de Tainingen cuius redditus 
estimat ad quatuordecim maltera communis frumenti spelte et avene, de decima in Emingen cuius redditus simi- 
liter estimat ad quatuordecim maltera dicti frumenti, de decima in Wighain cuius redditus estimat ad sex maltera 
dicti frumenti, dicit quod iure proprietatis pertinent diclo monasterio et dicit quod dominus Ber. de Emingen 
tenuit dictas decimas ab eodem monasterio pro annuo censu et, quia neglexit solvere eundem censum, eedem 
decime per huiusmodi neglientiam devolute fuerant ad monasterium sepedictum et quod bone memorie AI. .Augie 
Maioris tunc prepositus et portenarius monasterii Sancti Galli dictas decimas commisit uni ex personis de Grün- 
burg predictis, quam personam nescit specificare. Requisitus de tempore quo solutio census dictarum decimarum 
est neglecta, dicit quod sex anni sunt elapsi. Die Aussage des C. v. Grünbui-g (n. 278, 2), dessen Vatersbruder 
und Vater Maier des Klosters in Mundelfingen gewesen wareii, lautet betreffs derselben Einkünfte ; De decimis 
vero in Tainingen Emingen Wighain Pforren et Wesdorf dicit quod habet in liberum feodum a monasterio Sancti 
Galli predicto et quod non intellexit, quod dicto monasterio •>) aliquid esset solvendura de decimis antedictis. Auf 
die andern strittigen Besitzungen behauptet er ein Pfandrecht zu haben und darüber Urkunden zu besitzen. Die 
unter n. 278, 3 abgedruckten im Jahr 1299 vernommenen Zeugenaussagen, erst die des Klosters, dann die des 
Beklagten, sind dem letzteren günstig. Sie sind nicht vollständig erhalten, ebenso fehlt das Endurteil. 

a) Wohl verlesen für : predicti. b) Vorlage : dictum monasterium. 

1) In andern Stellen portzehende, d. h. die dem portenarius und seinem Amt zugehören. 



5022. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Juni 23. 
Burkhard von Liebenstein verkauft an Heiligkreuzthal einen Eigenmann. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 44 n. 165. 



12{t7. Juni 24 und 30 und Juli 4. 59 

6023. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Juni 24. 

lütter Diether von Sternenfels schenkt zu einem Seelgeräte für sich selbst, seine Frau 
Elisabeth und ihrer beider Vorfahren dem Deutschordenshaus in Heilbronn (Heilpronnen) 
das Patronatrecht der Pfarrkirche in Kürnbnch (Quirenbach). 

In cuius rei testimoniuni ad perpetuani rei memoriam et roboris tirmitatem 
sigillum nostruin duximus presentibus appendendum anno domini MCC nonagesimo 
septimo. in die Joannis Baptiste. 

Abschrift einer Abschrift des im Bauernkrieg verloren gegangenen Originals aus dem Jahr 1553. 



5024. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Juni 30. 

('. von Gottes Gnaden Graf von Vaihingen schenkt (conferimus donatione inter 
vivos) dem Kloster Herrenalb aus Verehrung der Jungfrau Maria und um seines und 
.seiner Vorfahren Seelenheils tvillen (in remedium aniniarum parentum nostrorum, qui 
eiusdem claustri benefactores exstiterant ab antiquo — — — ut ibidem nostri et 
nostrorum memoria perpetuo habeatur) das Viertel des Zehnten in Hochdorf, das sein 
Getreuer Eber, genannt Stampf von Söllingen (Seidingen) ihm aufgelassen hat und das 
von diesem die Brüder Heinrich und Wernher genannt Hopfen als Afterlehen innegehabt 
haben (ex consequenti similiter ab ipso habuerunt titulo feodali). 

Siegler: Der Aussteller, dessen Siegel auch Eberhard Stampf und die Brüder Hopf, 
da sie kein eigenes haben, mitgebrauchen. 

Datum anno domini MCC nonagesimo septimo, dominica post festum apostolorum 
Petri et Pauli. 

Hai. Perg. Siegel s. Bd. 8, S. («. — Abdruck : ZGORh. 2, 464. 



5025. 

Rittei- Rüdiger Pfal und seine Frau Alheit vermachen dem Deutschen Hause zu Mergent- 
heim ihre gesamte Habe. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Juli 4. 

Wir Rüdiger Pfal ein ritter und vrow Alheit unser Übe wirtin bekennen offen- 
liche an disem brieve und tun kunt allen den die in ansehen lesent oder hören lesen. 



60 1297. Juli 4. 

das wir eiiimütecliche mit gesamptur liant durch unser sele heil uud aller unser alt- 
vordern geben und lian gegeben den ersamen geistlichen lüten den brüdern des Ordens 
sente Marien von dem tutschen huse zu Mergentheim und irm ordene alles unser 
eigen und unser erbe, das wir von gotes gnaden han und besitzen, lüterliche durch 
got und durch unser vrawen ere zu eim ewigen almusen nach unser beder tode, und 
opfern es uff unser vrawen altar des vor genanten huses und geloben zu einem 
bekentnisse dizze") gäbe jergeliches ein pfunt Avachs zu gebene ulf unser vrawen 
tac liechtmesse also bescheidenliche, das wir das selbe gut inne sulen haben und es 
niesze zu allenie rechte und mit aller herschaft, alse wirs bis her gehabet han, die 
wile wir leben. Ist aber das got unserm entwederme hernach kint zu erben gibet, 
so sol alle dise vor genante gäbe gentzlich und gar abe sin an aller slahte Wider- 
rede und hindersal der vor genanten brüder. Wer auch, des got niht enwolle, das 
uns beide oder unser eins hernach sulch not und kummer anegienge, da von wir 
das selbe gut gar oder ein teil verkeufen oder versetzen müsten, des sule wir gantzen 
gewalt und vrie willekür haben zu tune, die wile und wir leben. Über das setzen 
wir und orden gote zu eren und unsern seien zu tröste, ist das wir on erben ver- 
varn, so suln die vor genanten brüder von dem gute, das in von uns uf gevellet, 
zu eim ewigen almusen geben drittehalp hundert marc silbers zu eime selgereite vür 
unser sele, swar so wir die bescheiden und orden, und innewendic vünf jaren jerge- 
liches vunfzic marc bis das die summe der drithalphundert marke gar ervüllet wirt, 
und suln auch unser beder jargezit beschriben und begen erlichen alle jar mit sei- 
messen und mit vigilien alse man pfliget das ampt der toten zu begende. Wir Alheit 
die vor genante geloben und han gelobet und gewillekurt offenliche au disem brieve, 
ob das got wil das wir den vor genanten Rüdiger Pfal unsern lieben Avirt überleben 
suln, si das wir denne nach sime tode keinen andern wirt nemen, das wir dekeinre 
slahte recht haben au dem vor genantem gute. Das dis alles stete und unzerbrochen 
blibe, so han wir gebeten und gevlehet unsern herren bischof Manegolden von Wirtze- 
burg, das er sin insigel hat gehenget an disen brief, und haben in auch heisen 
besigelt mit insigel des herren hern Cunrads Eips techandes von Mosebach und 
pfarrers von Grünsveit, und mit unserm eigen und mit des ersamen geistlichen mannes 
brüder Johannes von Nesselriet'') meisters der vor genannten brüder zu tutschen 
landen und mit des huses von Mergentheim. 

Dizze") brief ist gegeben von unsers herren geburt tusent jar zwei hundert jar 
und siben und nunzic jar, an dem dornstage in der octave der aposteln Petri und 
Pauli. 

Abschritt des Deutschordensarchivars Breitenbach aus dem 18. Jahrhundert. Auf demselben Blatt Abschrift 
einer Urkunde von 1317 Febr. 24, worin Ritter Konrad Pfal von Grünsfeld bekennt, durch den Komthur Arnold 



1297. Juli 14 un<l 23. 61 

vou SeüiHlieim und die Brüder zu Mergentheim die 26U Mark Silber erhalten zu haben, die sein Vetter Rfldiger 
Pfal und seine erste Frau (siner vordem wirtinne) Adelheit ursprüngHch dem deutschen Haus vermacht, Rüdiger 
aber nachher vor seinem Tod zu >!;leiclien Teilen an seinen Beichtiger und an Koiirud Pfal übertragen hat. 
a) Lies dirre. b) riet auf Hasur. 



5026. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Juli 14. 

Der Edle Etcpert von Dum beurkundet, dass mit seiner Zustimmung sein Lehens- 
mann Hermann von Lobenhausen Güter in Leibenstatt (quedam bona in Lübelstat singu- 
lis annis libram Hallensium solventia, que a nobis feodali titulo possidebat) dem 
Kloster Schönthal als Eigen verkauft hat, bestätigt diesen Verkauf und überträgt das 
Eigentumsrecht (transferimus — ■ — omne ins et dominium) dem Kloster und freit die 
Crüter für alle Zeiten (perpetue — ipsa bona — tradimus libertati). 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini MCCLXXXXVIL, in crastino Margarethe virginis. 

Kopb. des Klosters SchOnthal von 1512, Bi. 303. 



.5027. 
ßnrg Weiler 1297. Juli 23. 

Graf Heinrich von Eberstein freit zu Ehren der Jungfrau Maria und um seines und 
seiner Eltern Seelenheils tcillen dem Kloster Bebenhausen alle früheren und künftigen Er- 
wet'bungen aus seinem Besitz in Oberkirch und Reusten (ut quidquid donationis legationis 
emptionis seit quovis alio titulo a quibuscunque nostris seu a nobis infeodatis de 
possessionibus seu feodis infra terminos et limites decimarum Oberkilch et Rüsten 
nostro dominio pertinentibus ipsis obvenit ac in posterum obvenerit, id nostra dona- 
tione libertatis possideant pleno iure) und behält sich keinerlei Rechte daran vor. 
'Siegler: Der Aussteller. 

Actum et datum apud castrum Wiler, anno domini MCCXCVII., X. kalendas 
Augusti. 

Siegel s. Bd. 9, S. 265. - Alidruck : ZGORh. 14, 448. 



6'2 1297. Juli 24. 



5028. 



Dös Spital in Ulm sendet einen Almosensammler ans und gibt ihm ein Verzeichnis seiner 

Ablässe. 

Ulm 1297. Juli 24. 

Universis Christi fidelibus abbatibus prioribus decanis plebanis et eorum vicariis 
presentem litteram inspecturis Hainricus sacerdos dictus Zieglar magister hospitalis 
II sancti Spiritus aput Ulmam totumque collegium sanorum et infirmorum ibidem 
decumbentium orationes in eo qui est omnium vera salus. Albertum latorem presen- 
tium nostrum || fidelem nuntium et dilectum ad vestre pietatis clementiam duximus 
transmittendum aflfectuose ac humiliter vestram misericordiam in eo qui nos suo 
pretioso sanguine dignatus || est redimere deprecantes, quatenus ipsum cum pro 
petenda elemosina vos accesserit benigne recipiatis pro ipso et nobis populo verbum 
exhortationis fideliter proponentes, ut nostra necessitate inspecta oculo compassionis 
thesaurizent sibi iuxta doctrinam ewangelicam thesauros in celo ubi fures non eflfo- 
diunt nee furantur. Nos vero dicto latori presentium testimonium nostre vere peti- 
tionis et legationis presentibus litteris sigillorum munimine videlicet nostrorum vera- 
citer roboratis perhibentes omnibus vero, qui dicto hospitali et pauperibus illic 
commorantibus verbo vel opere manum porrexerint adiutricem, omnium missarum 
quarum apud nos quolibet die ad minus unam consuevimus devote celebrare et 
ieiuniorum elemosiuarum nee non omnium bonorum que aput nos die noctuque fiunt 
concedimus plenariam partieipationem. Insuper sanctissimus pater Honorius dei 
gratia summus pontifex perpetue omnibus benefactoribus nostris XL dies eriminalium 
et annum venialium et vobis sacerdotibus si qua peccata ex obmissione divini officii 
seu negligentia perpetrastis misericorditer relaxat. Preterea eontirmat generöse omnes 
indulgentias et gratias quas venerabiles in Christo domini episeopi subnotati nostris 
benefactoribus fecerint et eoncesserint salutares. Item venerabilis in Christo dominus 
et pater noster Hainricus dei gratia Constantiensis episcopus XX dies eriminalium 
et dimidiam carrinam de iniuneta penitentia misericorditer relaxat. Item Wolpliardus 
dei gratia Augustensis episcopus XL dies eriminalium et annum venialium miseri- 
corditer relaxat. Item quondam . . episcopus Ratisponensis tantum. Item Reinboto 
episcopus Eystetensis tantum. Item Emelio Frisingensis tantum. Item C. dei gratia 
episcopus Argentinensis tantum. Item . . episcopus "Wormatiensis tantum. Item . . 
episcopus Spirensis tantum. Item Bruno quondam episcopus Brixinensis tantum. 
Item Pirtholomeus quondam episcopus de Sardina tantum. Item Curiensis episcopus 
tantum. Item Albertus episcopus Vallis Sanete Marie de Bruscia tantum. Insuper 



1'297. Juli 25. «:} 

onines episcopi prenotati relaxant omnibus iiobis suas eleniosinas devote tribuentibus 

peccata oblita vota fracta si ad ea redierint offensas patruin et matrutn sine iniectione 

mauuuni violenta trausgressiones fidei et iuratnentorum sine capitalibus. 

Datum Ulme in hospitali, auuo domiui MCCLXXXXVU., in vigilia beati Jacobi 

apostoli. 

An blau-weiß-roter geflochtener Hanfschnur zwei Siegel. 1) beschädigt, rund, c. ;fö mm, Taulie mit Nim- 
bus sitzend mit ausgebreiteten Flügeln; Umschrift: t • S . HOSPITALIS . . . N • VLMA • 2) spitzoval, c. 40,24 mm, 

Verkündigung Mariil; Umschrift: -[■ • S • HENR • MAGR PA\Per\'m ■ XVnl) ■ VLM • - Abdruck: Ulmisches 

ÜB. 1, 23i> mit Varianten einer ähnlichen Urkunde von 130(j. 



5029. 

1297. Juli 25. 

Ulrich und Hedwig von Sondelfingen vermachen dem Spital zu Esslingen all ihr Gut 
zu einer Messe und behalten die Nutzniessung gegen 1 U Wachs von einem Weinberg am 
Ölberg zu Untertürkheim. 

Regest im Eßlinger ÜB. 1, 129 h. 299 nach dem Auszug im Registraturbuch a in Eßlingen. 



5030. 

Ritter Gerwig der Giiss von Güssenberg gibt dem Kloster Söflingen all sein 6rut in Söf- 

linger Bann. 

Ohne Orts- und Zeitangabe. Nach 1297. .Juli 25 '). 

Ich Gerwic der Gusse von Gussenberc ein ritter vergihe unt tun || cunt allen 
den, die lebent oder cüftic sint, daz ich miner frawen der || abtessinne unde dem 
convente von Sevelingen des ordens sante Cla||ren han gegeben da z Sevelingen alles 
daz ich da han es si leut oder gut accer oder wise holz oder velt waszer oder waide 
gesuocht oder ungesuocht, das ich daz gegeben han, swaz in dem bannen lit da 
z Sevelingen, miner frawen der abtissenne unt dem convente von Sevelingen unde mit 
namen die accer die min aigen sint gewesen bis an den tac, das ich si gap miner 
frawen der abtessenne unde dem convente, die hie vor gescriben stant, die der Samer 
het von mir ze lehen unde Nötlin, an diseu vor genanten acceru Samors und Notlins, 
da si an irret hern Liuprandes frawe hem Hainrihes des ammans muter von Ulme 



64 1297. August 1. 

unt des alten hern Gewarlihes kint, die uns") auli irren an den vor genanten acceren, 
die herre Otto am Stege der amman von Ulme cauft ze sime libe unde siner elichen 
wirtenne unt das die vor genanten accer nah ir tode ummer me ewiclichen sun 
hiliben dem closter ze 

Siegel abgegangen. Die Urkunde ist auf ein kleines, 17 : 8 cm großes Blättchen Pergament geschrieben 
und bricht ohne Schluß ab, weil zur Fortsetzung kein Raum war. — Abdnick : Ulmisches ÜB. 1 , 247 mit Zeit- 
bestimmung 1297 oder 1298. 

1) Die Zeit ergibt sich aus der Erwähnung des Ammans Heinrich, der in datierter Urk. zuerst 1297 Dez. 1 
erscheint, aber ohne Zweifel seit Jakobi des Jahrs, dem Tag der Neuwahl des Ammans, im Amte war. Otto am 
Steg erscheint als Amman zuletzt 1297 Mai 8 (Ulm. ÜB. 1, 237) und ist 1298 Nov. 2 tot. 2) Hier scheint das Kloster 
gemeint, von dem vermutlich die Urkunde ausgegangen ist. 



5031. 

Berthold Roseli von Schmiden Bürger in Esslingen schenkt dem Spital in Esslingen seine 

ganze Rabe. 

Esslingen 1297. August 1. 

Presentium litterarum inspectoribus universis Berhtoldus dictus Koseli de Smide- 
hain civis in Ezzelingen Constantiensis dyocesis rei notitiam subnotate. O quam felix 
industria, que terrena didicit pro || celestibus permutare. Cupiens itaque cum domino 
dominorum et cum virgine virginum nee non cum inclita virgine Katherina omnia 
raea bona pro celesti premio permutare, cunctas meas possessiones apud Ezze||lingen 
in Bytun sitas, item omnes possessiones meas apud Waibelingen intra muros et par- 
rochiß constitutos, item sex agrorum iugera apud Smidehain in loco dicto Widach, 
agris . . dicte Klinchartin ab uno || et agris . . dicti Herzoge a secundo latere inter- 
sitorum, item duo iugera vinearum apud Korbe in monte dicto Hohrusche vineis 
Alberti dicti Sigeli ab uno et vineis . . dicti Goze a secundo latere intersitarum, 
item unum iuger vinearum apud Obernheggebach vineis . . dicte Lerarin ab uno et 
vineis . . dicte Kiverin a secundo latere intersitum itemque universa bona mea mobilia 
et immobilia presentia pariter et futura in nomine sancte et individue trinitatis sub 
lionore dominice genitricis nee non ob venerationem virginis et martiris Katherine 
liospitali pauperum in Ezzelingen sana mente ac robusto corpore per donationem 
inter vivos contuli tradidi et simpliciter erogavi cum verborum et gestuum sollemp- 
nitate debita et consueta et nichil iuris facti cause vel occasionis michi aut aliquibus 
heredibus meis reservans in huiusmodi erogato ipsum hospitale facio ipsa donata cum 
Omnibus suis fundis areis edificiis domibus hoiTeis ortis agris pratis plantis vallis 



1297. August 3. 65 

silvis aquis acjuarum usibus viis iuviis iuribus iurisdictionibus et pertinentiis quibus- 
cunque iusto titulo et bona fide perpetiin possidere ac etiam obtinere uec licebit 
cuiquam liominutn öpe legis vel canonis vel auxilio cuiusvis exceptionis vel defensionis 
quicquam in contrarium attemptare, presertim cum in genere renuntiationes tum de 
iure communi tum auctoritate civilegii Ezzelingensis hinc iiide fecerim debitas et 
consuetas et cum in specie voluntati döambulatorie renuntiaverim super eo. Ceterum 
nos Ruggerus decanus, Marquardus magister civium in Ezzelingen guberuatores hospi- 
talis predicti nosque frater Johannes magister, frater Cünradus cellerarius totaque 
congregatio fratrum et sororum eiusdem hospitalis non immerito duximus adverten- 
dum, quod liiis esse debemus obnoxii, a quibus noscimur beneficia recepisse, omnia 
memorata donata ipsi donatori in censuale feudum contulimus eo pacto, ut idem 
donator unam libram cere vigilia festi beate Katherine anno quolibet census nomine 
debeat exsolvere incunctanter et quod universa donata statim ad prenarratum Hospi- 
tale transeant post obitum donatoris. Nichilominus ex mera gratitudine per sollemp- 
nem stipulationem promittimus firmiter ac districte, quatenus Elizabet filiam donatoris 
recipiamus in sororem et familiam liospitalis inibi per sue vite spatia remansuram, 
quandocunque a donatore vel ab ipsa Elizabet fuerimus requisiti. In quorum om- 
nium evidentiam presens instrumentum hinc inde confectum sigillis universitatis 
populi de Ezzelingen et predictorum gubernatorum placuit communiri et virorum 
discretorum Friderici sculteti dicti de Hallis, Rudolfi dicti Hasenzagel, Hugonis dicti 
Nallinger, lluperhti et Cünradi fratrum dictorum Rupreht, Truhliebi dicti do Hallis 
et Alberti dicti Gerter iuratorum de Ezzelingen testimoniis roborari. 

Datum Ezzlingen, anno domini MCCLXXXXVII., kalendas Augusti, indictione X. 

Von drei Siegeln noch das erste, das der Stadt EBlingen. — Regest: EBlinger ÜB. 1, 129 n. 300. 



5032. 
Ohne Ortsamjabe. 1297. August 3. 
Die Priorin von Sirnatt beurkundet die Seelgerätstiftung des Berthold Roseli. 

Deutsch. Abdruck im Eftlinger ÜB. 1, 130 n. 301 nach dem Orig. in EBlingen. 



XI. 



66 1297. August 5 und 11. 

5033. 

Graf Albert von Hohenberg erlaubt dem Kloster Alpirsbach die Erwerbung seines Eigen- 
manns Walter von Bittelbronn. 

Rottenburg 1297. August 5. 

Honorabilibus viris abbati et conventui monasterii de Alperspach Albertus c[omes 
de Hohenberch quijcquid || potest dilectionis et amoris. Dilectionis vestre constan- 
tiam dux[imus presentibus rogandam, ] quatinus || pueros seu filios relicte quondam 
Ottonis de Büttelbr[unnen qui nobis titulo projprietatis || pertinere dinoscuntur iure 

bonorum suorum in Bütelbrunnen Volumus enim, quod vobis 

hoc facere liceat Waltherum filium relicte [memorate nobis titulo] proprietatis per- 
tinentem libere vobis et monasterio vestro donare, rogantes ut [iam dictum Waltherum 
d]e bonis in Bütelbrunnen, que quidem bona pater predicti Waltheri possidebat, in- 
feudare curetis. In signum vero donationis antedicte presentes litteras vobis damus 
sigilli nostri munimine roboratas. 

Datum Kotenburch, anno domini MCC nonagesimo VII., in die beati Oswaldi. 

Siegel abgegangen. Die Urkunde ist teilweise nicht mehr zu lesen. — Abdruck : Schmid, Monum. Hohen- 
berg. 131. — Regest: Glatz, Alpirsbach 274. 



5034. 

Bischof Heinrich von Konstanz vidimiert die Urkunde seines Vorgängers Heim-ich für 

Kloster Marchthal von 1245 Juni 22. 

Konstanz 1297. August 11. 

Datum per copiam anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo septimo, 
III. idus Augusti, indictione decima. H. dei gratia Constantiensis episcopus u. s. w. 
Es folgt die Bd. 4 S. 101 gedruckte Urkunde. 

Nos igitur H. dei gratia Constantiensis episcopus cum consensu nostri Constan- 
tiensis capituli predecessoris nostri H. bone memorie litteras presenti cartule insertas 
nullius vitii iacture subiectas salvis et integris sigillis munitas auctoritate ordinaria 
in perpetuum confirmamus in evidentiam et robur firmitatis presens instrumentum 
tarn nostro quam etiam nostri capituli predicti Constantiensis sigillo evidentius 
muniendo. 

Datum Constantie in palatio nostro, anno et die supra memoratis. 



1297. August 11. 67 

Fälschung wie die vidimierte Uikunde, die übrigens zum Jahr 123ö gehört (Weller in Württ. V'jh. f. Landes- 
geschichte 1895 S. 182 Anm. 1). Die beiden wohlerhaltenen Siegel des Bischofs und des Domkapitels zeigen 
deutlich die Bd. 7, S. 397 geschilderte Marchthaler Methode der Befestigung alter Siegel. Zeit und Ort des 
Datums stimmen mit dem sonst bekannten Itinerar des Bischofs nicht überein, der von 2. Juni 12f)7 bis Febr. 
1298 in Böhmen und Österreich weilte (,Keg. episc. Constant. 30.38—3052). — Regest: a. a. O. 3044. 



5035. 

Dietrich von Iiujersheim genannt Gänsebüttel verkauft dem Kloster Steinheim eine Gült 

auf Gütern zu Ingersheim. 

Ohne Ortsangabe. 1297. August 11. 

Ich Dietirich von Ingershein zi aname Gensebütil künde allin den die disin brief 
ansehint, daz ich verkoupht han zwei phunt geltis minre vrowin || dir priorin und 
dim convente dir swester von Stainhain Prediar ordins um ahzehindehalp phunt 
Haller uz mim vriin eigin und han daz gisezzit || uf ein morgin wiugartin, heizit di 
clinge, und uf ein wisun, da get uz sibin Schillinge geltis und zwei hünre, und uf 
anderhalbin morgin || der heizit Wicmannis wingarte obirhalp dis doi-fis. Daz gelt 
sol ich gen alliu jar an sante Martins tage, swen ich des nit tun und mich des nit 
verrihte mit min vrowin biz zem wizin sönnuntage, so süln die wingartin die hie 
ginant sint und diu wisi ledic sin dim closter und süln sie die vrowin in ir giwalt 
ziehin. Diz gut han ich ufgebin zi Stainhain vor dim venster minre vrowin dir 
priorin und din vrowin. Da bi was min ohein herre Berhtolt von Schoubek und 
herre Abreht sin brüder und brüder Cünrat dir hovimeister und brüder Appli dis 
clostirs brüder. Min wirtin vro Demut von Berlichingin hat ez ouch ufgebin, da 
was bi phaffe Herbrant von Ingershein, herre Friderich von Gomaringin, min vetir 
Cünrat der junge Latschier, dir vogit von Ingershain, herre Hainrich von Hessinkain. 
Min swester Güte zi Basinkain und ir wirt Cünrat von Bunninkain hant ez ouch uf 
gebin"), da bi was Hartman von Marpach, Hüsinc Stahilli, Sibot, Cünrat dir Zoller 
rihtar von Basinkain. Min swester Erlint von Bakenanc und ir wirt Gernot von 
Wallinzin hant diz selbi gut ouch uf gebin, da bi was dir Vürdirar, Albreht von 
Eppingen, Sivrit von Halle, Ulrich dir phystir, Albreht dir Rote, rihtar von Bakenanc 
ane din jüngistin. Dirre sache bürgin sint min ohein von Schoubek und Abreht 
sin brüder, der hat iewedere gisazt zwen morgin wingartin zi Botebor die haizint 
die Schindar, aso daz sie daz gut uf rihtin jar und tac swen ez ansprachic wirt. 
Tünt sie des nit, so süln die vier inorgin zi Botebor ledic sin dir priorin und dim 



68 1297. August 13. 

convente zi Stainhain. Min vetir der junge Latschier ist oucli bürge, daz er diz 
gut verrihtin sol jar und tac, aso swen ez anspräche wirt und in di vrowin mant 
mit ir botin zi hant, so sol er leistin swa min vrowin wellin zi Stainhain oder zi 
Marpach oder zi Basinkain. Wil ich diz gut ouch verkoufin, so sol iz min vrowin 
von erst bietin, wen si ez nit kouphin, so sol iz nieman gen zi kouphin der übir 
mich si, wan die under mir sin. Des ist giziuc: min ohein Berhtolt von Schoubec, 
Abreht sin brüder, min veter der junge Latschier, phaife Herbrant von Ingershein, 
herre Friderich von Gomaringin und alli die, vor den diz gut ist uf gebin zi Ingers- 
hain, zi Basinkain und zi Bakinanc. Wan abir ich nit eigins insigils han, so han 
ich disin brief givestint mit mins herrin dis marcgravin insigil und mins oheimis 
von Schoubek und mins oheimis dis marschalkis von Basinkain. 

Dirre brief wart gischribin, do von gotis gibürte was tüsint jar und zwei hundirt 
und niunzic und sibiniu, an dim nahistin tage nah sante Laurentiin tage''). 

Mit Tinte liniert. Drei beschädigte Siegel : 1) des Markgrafen Hesso von Baden, abgebildet bei v. Weech, 
Siegel an Urk. im Großh. bad. Generallandesarchiv in Karlsruhe Tat. 4 n. 5. 2) des Marschalls von Besigheim, 
s. Bd. 9, S. 428. 3) stark beschädigt, rund, c. 45 mm., rechtsgeneigter Schild mit Schräglinksbalken, auf dem 
rechten Obereck Topfhelm, worauf, wie es scheint, 4 durch eine Spange zusammengehaltene Fähnchen ; Umschrift : 
. . . TOLDI • MILITIS • DE ■ S — Regest : Regg. der Markgrafen von Baden 642. 

a) Die Worte hant ez ouch uf gebin stehen am Ende des Satzes hinter Basinkain und sind durch Zeichen 
(= -[-) an die richtige Stelle eingewiesen, b) Das Datum steht oben auf der Rückseite der Urkunde. 



5036. 

Äbt Gebzo und Konvent von Lorch schenken dem Domstift Augsburg das Patronatrecht 
der Pfarrkirche in Gmünd mit der Johanniskajpelle. 

Augsburg 1297. August 13. 

Viris honorandis T. preposito, E. decano totique capitulo ecclesie Augustensis 
G.") divina permissione abbas et conventus monasterii || in Lorch sinceram in domino 
karitatem. Cum in officiis karitatis illis teneamur obnoxii, a quibus cognoscimus 
beneficia re||cepisse, dignum quippe est, ut a qua matre honoris benedictionem acce- 
pimus illi reverentiam omnimodam inpendamus, || equitate suadente et iure man- 
dante cogimur omnibus intendere, que vestrum respiciunt commodum et honorem. 
Quapropter diligenti tractatu premisso ad diem statutum omnibus quorum intererat 
convocatis omnium unanimi accedente consensu ecclesiam parochialem in Gamundia 
cum capella sancti Johannis et omnibus suis pertinentiis, cuius ins patronatus nobis 



1297. August 13. 69 

competit, vobis pia liberalitate concedimus et donamus et ius in vos transferimus, 
quod nobis competere videbatur. In quorum evidentiam presentes vobis damus 
nostris sigillis roboratas. 

Datum et actum Auguste, anno domini millesimo CCLXXXXVII., idus Augusti. 

Zwei stark abgeriebene Siegel. 1) spitzoval, c. 54,36 mm., der sitzende Abt mit Stab und Buch; Um- 
schrift: . . S • GEBZONIS • ABBATIS • DE • LORCHE. 2) rund, 45 mm., thronende Maria mit dem Jesusl<ind, 
rechts ein Stern, links ein zunehmender Mond; Umschrift: f • S • PKIORIS • ET • C ... ENT • DE LORCHE ■ 
— Abdruck nach späterer Abschrift in Gmünd: WUrtt. Vierteljahrshefte 1902, S. 262. — Regest: Württ. GescliichU- 
quellen 12, 1911, S. 9 n. 24. 

a) Text: C. Der Abt heisst nach der folgenden Urkunde Gebzo. 



5037. 

Bischof Wolfhard von Augsburg inkorporiert dem Kloster Lorch eine Pfründe der dortigen 
l^arrMrche, zu der die Pfarrei Lorch mit der Kapelle in Alfdorf gehört. 

Augsburg 1297. August 13. 

Ne falsitas veritati preiudicet aut iniquitas prevaleat equitati, expedit queque 
pietatis intuitu canonice gesta scripturarum declaratione memo||rie coramendari. 
Huius rei causa nos Wolfhardus dei gratia Augustensis episcopus notum facimus 
presentium inspectoribus universis, quod venientes || ad nostram et capituli nostri 
presentiam Gebso divina permissione abbas et quidam de fratribus ex parte conven- 
tus monasterii in Lorch nobis || humiliter supplicarunt, quatenus rei per eos diutius 
affectate paterne pietatis intuitu consentiendo unam prebendarum in Lorch eorum 
provisioni seu collationi ab antiquo pertinentium, eam videlicet cui ius funerandi 
seu parrochiale ibidem scilicet in villa Lorch cum capella in Altdorf annexum esse 
dinoscitur, cum obventionibus seu fructibus suis in ipsorum usus perpetuo convertendos 
ad divini cultus ampliationem cui fideliter intendebant largiri seu concedere digna- 
remur. Nos igitur attendentes, quod iusta petentibus pius non est denegandus assen- 
Bus, eorum votis prout videbatur tam rationabilibus et iustis annuere satagentes 
deliberatione sedula nee non tractatu diligenti prehabitis adhibita etiam sollempnitate 
iuris,' que in huiusmodi donationibus exigitur, de consilio et consensu dominorum 
ide capitulo nostro nee non Johannis dicti Bölan reetoris eeelesie in Altdorf ac 
voluntate singulorum quorum intererat plenius accedente prefatam prebendam cum 
Omnibus suis attinentiis scilicet iure parrochiali et ecclesia prenotata in Altdorf ac 
Omnibus obventionibus et fructibus suis quesitis et inquirendis eisdem abbati et con- 
ventui immo monasterio in Lorch ibidem mense eorum sine diminutione qualibet 
perpetuo servitnram sub testimonio presentium in nomine domini cedimus tradimus 



70 1297. AuguHt 19. 

et donamus episcopali iure ac archidiaconi nobis salvis, reservata etiam sustentatione 
debita et consueta vicario per nos vel successores nostros ad eorundem abbatis et 
conventus presentationem cum sepedictam prebendam seu beneficium in Altdorf 
vacare contigerit instituendo, qui eadem beneficia, que divinis obsequiis more solito 
impendendis in nullo casu defraudari volumus, auctoritate a nobis data favente domino 
reget feliciter et gubernet. Testes autem huius sunt: dominus Fridericus de Zolr 
prepositus, dominus Rüd. de Hurnhain decanus, magister Eberhardus custos, magister 
Crafto scolasticus, magister Wolframmus cellerarius, dominus Hainricus de Beringen 
canonicus ecclesie nostre Augustensis et alii fide digni. Ad huius autem donationis 
seu largitionis robur et debitam firmitatem presentes ipsis abbati videlicet et con- 
ventui sepedictis tradimus sigilli nostri et capituli nostri munimine fideliter com- 
munitas. 

Datum et actum Auguste, anno domini millesimo CC nonogesimo septimo, in- 
dictione X., epacta XVIII.'), in crastino festivitatis beate Hylarie et sociarum eins. 

Die Siegel, die an roten, grünen, gelben und weißen Seidefäden hingen, sind abgeschnitten. — Unter dem 
Text ist noch freier Raum für 3—4 Zeilen. — Regest : Monum. Zoller. 8, S. 25 n. 68. — Württ. Geschichtsquellen 
a. a. 0. n. 25. 

1) Die Epakte für 1297 ist XXV; XVIII ist der Sonnenzyklus. 



5038. 
Ratzenreute 1297. August 19. 

Ulrich von Königsegg (Kiungesegge) verkauft (vendidi tradidi et donavi) um seiner 
Schulden icillen (cum ego oppressus essem oneribus debitorum) an Kloster Salem seine 
Höfe hl Ratzenreute^) (curias meas sitas in Rawzenriuti quas Eber, dictus Bart excolit 
iure mihi proprietario pertinentes cum suis pertinentiis appendiciis ac iuribus tam cor- 
poralibus quam incorporalibus universis agris videlicet cultis et incultis pratis pascuis 
silvis virgultis et aliis omnibus et singulis pertinentiis ac iuribus tacitis et expressis 
quocumque nomine censeantur intus et extra eisdem curiis pertinentibus) um 24 Mark 
Silber Konstanzer Gewichts, verzichtet auf alle Rechte, besonders iuri quod ehafti dici- 
tur, und verspricht Gewährschaft. 

Siegler: Stadt Saulgau (Ber. minister ac universitas civitatis in Sulgen) und der 
Aussteller. 

Actum apud Rawzenriuti in strata publica, anno domini MCCXCVII., XIIII. ka- 
lendas Septembris, indictione IX., testibus: Cünrado de Stubun milite, Jo. dapifero 
de Waltpurc, C. dicto Moshain, R. dicto Wehter, Friderico ministro de Kiungesegge, 



1297. August 24. 71 

Ber. dicto Funden niinistro in Sulgen, C. dicto Kroel, H. dicto Offenburger, R, de 
Hittenriuti, Ber. dicto der Wiscesuter, Ber. dicto Bolsterer, C. et Eber, filiis suis et 
"Werhero dicto Stiurzel civibus in Sulgen, fratre mercatore in Salem. 

Karlsruhe. Cod. Salem. 2, 322 n. 304. — Regest : v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 529 n. 975. 

1) V. Weech a. a. O. liest Banzenriuti = Banzenreuthe bad. BA. Überlingen. Neue Vergleichunp; der Vorlage 
erp^t deutliches Ranzenriuti. Für n in der ersten Silbe ist vielleicht richtiger u zu setzen ; so steht in einer 
deutschen Übersetzung der Urkunde aus dem 14. Jahrhundert: RauzenrAti, d. i. Ratzenreute Gem. HUttenreule 
OA. Saulgau. 



5039. 
Ohne Ortsangabe. 1297. August 24. 

Der Edle Kraft von Ilohenlohe eignet (daraus dedimus — — iusto proprietatis 
titulo — — proprietatem — — cum pleno rerum dominio transferentes) gemeinsam 
mit seiner Frau Agnes und mit Zustimmung seiner Söhne Konrad und Kraft dem Kom- 
thur und den Brüdern des Deutschen Hauses in Mergentheim Güter in Eberbach und Atzen- 
rod (bona sive redditus in villa Eberbach et in Otzenrode sitos octo libras Hallensium 
et quinque solidos annuatim solventes et a nobis feodaliter procedentes), die durch 
seinen Lehensmann Ritter Konrad genannt Reiz Burgmann in Langenburg (militem nost- 
rum castrensem in Langenberg) gemeinsam mit seiner Frau Hedwig und mit Zustimmung 
seines Sohnes Walter dem Deutschen Hause geschenkt worden sind, verzichtet auf seine 
Rechte daran (omne ius et dominium), setzt den Orden in den Besitz ein (facientes 
— — veros dominos et legittimos possessores) und beurkundet, dass Konrad und 
Hedwig mit ihrem Sohn Walther ihm dafür ihren Hof in Regenbach (villa Regenbach) 
zu Lehen gemacht haben. 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: dominus decanus de Orengeu dictus Reiz frater prefati C. militis, Got- 
fridus de Sachsenflur miles, Otto Lesche, Theodericus de Elpersheim. 

Datum anno domini millesimo CCXCVII., in festo Bartholomei apostoli. 

Kopb. des Deutschordenshauses Mergentheim aus dem 15. Jahrhundert, Bl. G3. — Abdruck : Weiler, Hohenloh. 
ÜB. 1, 417 n. 589. — Auszug: Wirt. Franken 1848 H 9. 



5040. 

Ohne Ortsangabe. 1297. August 24. 

Der Edle Kraft von Hohenlohe eignet gemeinsam mit seiner Frau Agnes und mit 
Zustimmung seiner Söhne Konrad und Kraft dem Komthur und den Brüdern des Deutschen 



72 1297. September 1. 

Hauses in Mergentheim die Güter in Eberbach (bona sive redditus in villa Eberbach 
annuatim octo libras Halleusium minus octo Hallensibus solventes et a nobis feoda- 
liter procedentes), die sein Getreuer Gottfried von Stetten (Steten) gemeinsam mit seiner 
Frau Hedwig von Rechenberg dem Deutschen Hause geschenkt hat und beurkundet, dass 
sie ihm dafür ihre Güter in Vogelsberg und Hitels (bona sua proprietaria sita in Bogels- 
perg et in Hitels) zu Lehen gemacht haben. 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes :. Zurch de Gabelstein et Markolfus de Steten frater suus, Luppoldus de 
Seideneck milites. 

Datum anno domini MCCXCVIL, in festo beati Bartbolomei apostoli. 

Kopb. des deutschen Hauses Mergentheim aus dem 15. Jahrhundert, Bl. 41. Die Urkunde entspricht im 
Wortlaut vollständig der vorhergehenden. — Abdruck: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 418 n. 590. — Auszug: Wirt. 
Franken 1848 II 9. 



5041. 
1297. September 1. 



Ulrich von Gottes Gnaden Graf von Helfenstein gibt dem Kloster Blauheuren an die 
Kapelle Unser Frauen die Landgarben von den 3 Jauchert Acker am Berg unter Ger- 
hauser Schloss, genannt in dem Hage, die Adelheid von Herrlingen (Horningen) dem 
Prior Wernher für die genannte Kapelle übergeben hat. 

Siegler: Der Aussteller. 

Gabelkhover, Miscellanea historica, Handschrift der K. Landesbibliothek Hist. 0. Nro. 16, fol. 82 b. 



5042. 

König Adolf befiehlt seinen Landvögten, das Kloster Maulbronn zu schützen. 

Schlettstadt 1297. September 1. 

Adolfus dei gratia Eomanorum rex semper Augustus universis sacri Romani 
imperii || fidelibus ad quos presentes littere pervenerint gratiam suam et omne bonum. 
Ordo II nobis suggerit rationis, ut eum in suis membris specialiter honoremus, qui 
nostris || non exigentibus meritis ad hoc regali solio nos prefecit, ut cunctas personas 
miserabiles defensionis et tuitionis presidio foveamus. Eapropter universis et singulis 
advocatis nostris provincialibus auctoritate regia mandamus et precipimus per presentes, 



1297. September 5. 73 

quatenus cenobium in Mulenbrunnen Spirensis dyocesis, qiiod cum uiiiversis rebus 
et personis in defensionem nostram et tutelam recepimus specialem, non permittant 
deineeps indebite molestari, ut fratres ibidem domino famulantes protecti privilegio 
regie maiestatis contemplationis quiete gaudeant inolfensa et pro bono statu regni 
nostri dei clementiam deprecentur. 8i vero qnisquam ausu temerario personas vel 
res predicti cenobii ledere presumi)serit, indignationem nostram incurret et nichilo- 
minus volumus et iiibemus, ciuod predicti officiati nostri et eorum substituti consilio 
et auxilio usque ad satisfactionem condignam assint et assistant fratribus memoratis. 

Datum apud Sletzstat, kalendas Septembris, ' indictione decima, anno domini 
millesimo ducentesirao nonagesimo septimo, regni voro nostri anno sexto. 

Zerbrochenes Majestätssiegel. — Abdruck : Besold, Doc. rediv. 809 = Petrus, Suevia eccl. 576. — Re(j[est : 
Böhmer, K. Adolf 360. 



5043. 

Gi'af Eberhard von Wirtemherg und seine Gemahlin Irinengard, Markgraf Rudolfs von 

Baden Tochter, bekennen, für ihre Ansprüche an das Erbe des Markgrafen Hesso durch 

Abtretung der Burg Beichenberg befriedigt zu sein. 

Hochdorf 1297. September 5. 

Datum per copiara sab sigillo illustris matrone . . relicte quondam insignis viri 

Hessonis de Baden marchionis. Nos Eberhardus comes de Wirtenberc et nos Irmen- 

gardis eiusdem comitis collectanea quondam || illu[s]tris Rüdolfi marchionis de Baden 

filia notura fieri volumus omnibus ecclesie filiis universalis, quod cum Utes secundum 

legales et canonicas sanctiones sint restringende potius quam laxande, nos mediante 

ordinatione et || compositione infrascripta") omnibus iuribus actionibus litibus motis 

coram quocunque iudice a nobis aut nostris substitutis illustri viro quondam Hessoni 

marchioni de Baden suisque heredibus in publica strata regia bona et libera 

voluntate coad||unata manu viro egregio Cünrado marhschalko de Besinkain ad 

hoc 'de . . relicta prenominati Hessonis et eius heredibus deputato nomine ipsius 

. . relicte ac heredum resignavimus et tenore presentium resignamus ita, ut quoad 

bona ipsorum tantum super petitione hereditarie successionis ac etiam dotis a preno- 

minatö Itftdolfo quondam marchione in Baden nobis promisse nobis non competat 

actio inantea quoquo modo, nisi forte quod deus avertat sepefati Hessonis heredes 

sine successoribus penitus demigrarint. Acceptamus enim quod castrum Kichenberc 

cum omnibus iuribus iurisdictiouibus possessionibusque universis quocunque nomine 
XI. 10 



74 1297. September 5. 

censeantur aquisitis et inquirendis nobis et nostris successoribus pro iiiille marcis, 
que pertinent nobis prefate Irmengardi in reconpensam hereditatis ac dotis pro rata 
bonorum tantum heredum suprascripti quondam Hessonis fraterculi nostri, et trecentis 
ac decem marcis legalis argenti consueti ponderis que pertinent nobis iam dicto Eber- 
hardo comiti de Wirtenberc et nostris heredibus ex eo quod debita pluries dicti 
Hessonis marchionis heredum in nos excepimus ad estimationem trecentarum decem 
marcarum, nobis legali titulo pignoris hoc adiecto pacto remanet obligatum, quod 
nulli omnino hominum liceat redimere et recolligere castrum Richenberc'') cum sibi 
pertinentibus antedictum nisi memorati quondam Hessonis marchionis heredibus cum 
pecunia propria et sibi sine dolo quolibet retinendum. Si autem iidem heredes in 
hoc usque ad decem annos a festo beati Martini episcopi proximo instanti continue 
numerandos neglientes extiterint, tunc transumpto titulo pignoris incipimus dictum 
castrum cum sibi attinentibus proprietatis titulo possidere nee ipsi heredes ad recol- 
ligendum dictum castrum ulterins admittuntur. Si vero contigerit nos aliqua bona 
dicto Castro alienata in dampno nostro recolligere, valorem et estimationem huius- 
modi dairipni mille et trecentis decem marcis connumerabimus tempore redemptionis 
castri nobis prenarrato Eberharde comiti de Wirtenberc et nostris heredibus persol- 
vendam et que gratis recolligerimus gratis ad heredes sepefati Hessonis quondam 
marchionis recuperato castro redeant et accedant. Nunc demum duximus subiungen- 
dum, quod littere et processus iudiciales habiti hucusque in ipso negotio inantea 
illustri matrone pluries dicte . . relicte Hessonis marchionis eiusque heredibus non 
debent esse aliqualiter preiudiciales, nisi forte, quod non speramus, ipsa relicta si 
quid iuris habet in dicto Castro nobis recusaverit libere resignare et nisi ipsi heredes 
cum legitimam maioritatis devenerunt ad etatem") omnia premissa ratificare noluerint''), 
tunc omnis supranarrata ordinatio tamquam non facta et processus et littere iudiciales 
tamdiu pro non cassatis habeantur, quamdiu ipsa relicta iuri suo in dicto castro 
non renuntiavit et ipsi heredes in etate legitima constituti omnia supradicta ren- 
nuerint ratificare. Ut autem ista universa et singula maneant inconvulsa presentes 
litteras nostris et nobiliuni virorum Alberti dicti Humel de Liehtenberc et Cünradi 
fratris eiusdem de Liehtenberc nee non generosi viri Cünradi marhschalki de Besin- 
kain, qui istorum fuerant mediatores, sigillis fecimus commuuiri. 

Acta sunt hec apud Hohdorf, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo 
septimo, proxima feria quinta ante nativitatem beate Marie virginis, fide dignorum 
turba") presente nimium copiosa. 

Das an erster Stelle zu erwartende Siegel der Markgräfin ist abgerissen. Noch fünf Siegel an blauen 
Leinenfäden. 2) Graf Eberhards, s. Bd. 8, S. 191. 3) der Gräfin Irmengard, spitzoval, e. 38,24 mm., im gegitter- 
ten Feld ein geneigter Schild, wie es scheint, ebenfalls mit den drei Hirschstangen ; Umschrift : . . . MINGAR . . 
COM . ü' . WIR . . , ßC . 4) All)recht Hummels von Lichtenberg, schildförmig, c. 38,82 mm., drei Ballen, 2 : 1 



1297. September 15 und 16. 75 

gestellt; Uiiischiift abgeritbeii. 6) rund, 48 mm., im Schild drei Bullen; Umschrift: t ■ S • lANKADI • MILITIS 

EHENBC d. h. Liehenberc. 6) des Konrad von Besigheim, s. Bd. 10, S. dSSi. — Abdruck : Sattler, Geschichte 

WUrtenberRS unter den Graven, I.Teil, Beil. Nr. 22. — Hegest: Reg. der Markgr. v. Baden 643. 

a) Über der Endsilbe ein überflüssiger Abkürzungsstrich. b) Hier ist antedictum gestrichen, c) Verschrieben 
etatatem. d) Korrigiert aus vnluprint. e) Nach diesem Wort ist presentibus copiosa gestrichen. 



5044. 
Ohne Orfsangabe. 1297. September 15. 

lütter Friedrich von Gingen (Gingen), seine Mutter Liucgard und sein Bruder Eber- 
hard verkaufen (vendidinius seu venditionis titido dedimus) uon necessitate vel utili- 
tate suadente sed potius pietatis causa tmd um ihres Seelenheils willen dem Kloster 
Adelberg (Madelberc) 4 Eigenleute (homines nostros subscriptos videlicet Msehtildim 
uxorem dicti Sigeloch de Beringen cum tribus filiis suis scilicet Hainrico Cunrado 
Eberharde) um 5 % 5 Schilling Heller. Gleichzeitig verkauft ihr Schwager (sororius) 
der Edle Friedrich von Deggingen (Teggingen) zwei weitere Eigenleute (quia frater et 
soror predictorum filiorum videlicet Sigeloch et Maehtildis nomine dotis in personam 
Fridrici de Teggingen nobilis mariti sororis nostre nomine vie') fuere translati) dem 
Kloster um einen Eimer Wein. 

Siegler: Graf Ulrich von Helfenstein (Helphenstain), mit dessen Zustimmung der 
Verkauf geschehen ist. 

Testes: dominus Fridericus viceplebanus in Siezzun, dominus L. rector ecclesie 
in Slat, Dietricus de Husen, Cunradus de Aelchiugen, Johannes scultetus de Ezzlingen, 
de conventu vero interfuerunt . . claviger et sacerdos, Cunradus dictus Celler convereus. 

Datum in octava nativitatis beate virginis, anno domini MCC nonagesimo VII. 

Beschädigtes Siegel, s. Bd. 10, S. U\. 

a) So! 



5ü45. 

Schiedsrichter entscheiden den Streit des Klosters Sirnau mit Uz genannt Claus und 

Genossen um Wiesen im Gehai. 

Esslingen j im Predigerkloster. 1297. September 16. 



Presentium litterarum inspectoribus universis magister Cunradus rector ecclesi 
in Obernezzelingen, magister Cunradus doctor puerorum in Ezzelingen, Erlwituis d 



76 1297. September 16. 

Bernliusen olim || rector ecclesie in Talvingen et Cunradus dictus Huser de Ezzelingen 
Constantiensis dyocesis rei notitiam subnotate. Hiis scriptis notum et notorium 
facinms omni homini fide digno, || quod cum in causa que inter venerabiles . . 
priorissam et conventum monasterii puellarum de Syrmenowe ordinis sancti Augustini 
regiminis Predicatorum predicte dyocesis super pratis || in fundo dicto zu dem Gehaie 
sitis ex una, Üzonem dictum Claus, Giselam et Mehtildim sorores predicti Uzonis, 
Kemonem de Wendeliugen predicte Gisele et Walterum dictum Kramer prefate Meh- 
tildis maritos ex parte altera diu foret non sine gravi scandalo coram diversis iudi- 
eibus litigatum, tameu eedem partes de prefatis tantummodo pratis et eorundem 
pratorum accessoriis scilicet super in ins vocationibus, arrestationibus et super offen- 
diculis ac iniuriis quibuscunque in nos volentes tamquam in arbitros seu arbitratores 
conpromittere curaverunt et idem conpromissum certa pena scilicet cautione refusionis 
expensarum totius litis periculo vallaverunt. Recepto itaque in personas nostras 
huiusmodi compromisso per compositionem amicabilem disposuimus et presenti pagina 
disponimus ordinavimus et hiis litteris ordinamus, diffinivimus et tenore presentium 
irrefragabiliter diffinimus, quatenus antedictum monasterium in loco predicto duo- 
decim diurnatas pratorum que vulgo dicuntur Griuntwise iuxta fundum dictum 
Hagewise, item dimidietatem pratorum dictorum an dem agger que attingit antiqua 
prata monasterii supradicti itemque prata dicta Sigewartes agger fundis monasterii 
de Wiler iuxta Neckerum contigua perpetim debeat obtinere et quod omnia prata 
residua quondam Ülino dicto Zeller de Ezzelingen in supradicto loco zu dem Gehaie 
pertinentia Üzoni et suis coheredibus pertineant et permaneant sine quovis obice 
contradictionis, ita ut expense litis per compensationem reciprocam defalcentur et 
quod omnes iniurie cum offendiculis univer'sis de religiosa patientia remittantur. 
Sane in omnium premissorum evidentiam presens instrumentum hinc inde confectum 
sigillis domus Predicatorum in Ezzelingen memorati monasterii de Syrmenowe et 
universitatis populi de Ezzelingen effecimus communiri. 

Facta est hec ordinatio et ipsius ordinationis pronuntiatio in ambitu memorate 
domus, anno domini MOCLXXXXVII., XVI. kalendas Octobris, indictione X. In 
quam revera ordinationem nos predicte partes consensimus et in ipsam per hanc 
subscriptionem tam efficaciter consentimus, ut eadem ordinatio inter boni viri arbitria 
debeat computari nee umquam ad melioris viri arbitrium reducetur. 

Eßlingen. Orig. Perg. Drei Siegel, 1) des Predigerklosters in Eßlingen, s. Eßlinger ÜB. 1, XXXII und 
Bd. 10, S. 505. 2) des Kl. Simau, s. Bd. 6, S. 26. 3) der Stadt Eßlingen, s. Bd. 5, S. 189. — Regest: Eßlinger 
ÜB. 1, 125 n. 293 ^ 



1297. September 17 und 28. 77 

5ü4ü. 
Eyhuch 1297. September 17. 

Abt Eckehard von Ellwanyen eiynet dem Kloster Kaisheim den ihm von Graf Ulrich 
von Helfenstein verkauften Weiler Dietzliuswiler (cum dominus Ulricus inclytus comes 
de Helfenstein oppiduni dictum Dietzlinswiler solvens in annuis redditibus VIII m.ildra 
spalte XIIII maldra avene et tres libras Hallensium cum dimidia — — vendere de- 
crevisset nee idem oppidum in eosdem transferre libere potuisset eo quod ipsius 

proprietas a nostris manil)U8 dependeret ipsum oppidum approprietavimus 

transferentes — omne ius proprietatis ac dominii cuiuscumque quod in sepedicto 
oppido suisque pertineutiis omnibus prenominato comiti vel suis heredibus nobis aut 
nostro monasterio competebat), nachdem der Graf zum Ersatz sechs Mansus in Steinen- 
kirch (sex mansos in Steyninkyrche sitos quorum quilibet duo maldra sp.elte solvit 
duo maldra avene IUI solidos Hallensium et duos pullos) von Ellwangen zu Lehen 
genommen hat. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum apud Ybach, anno domini millesimo CO nonagesimo septimo, XV. kalen- 
das Octobris. 

München. Orig. Perg. Siegel abgegangen. — Regest : Reg. boica 4, 663. 



5047. 

Pfdff Ulrich der Schiemer von Beutlingen verschreibt dem Kloster Marchthal 1 S und 
6 Schillinge ewiger Gült, insbesondere zur Ausbesserung ihres Münsters. 

Ohne Ortsangabe. 1297. September 28. 

Kunt si allen luten, die disen brief sehent und hörent lesen, daz pfaff Ulrich 
der Schiemer von Rüthelingen, do brost || Hainrich von Marthel dem selben Lirich gab 
ze köfenne sin huseli, daz da stat in der herro hove von Martil, niuu umbe || alite 
pfunt lialler, und daz daten also willecliche, daz dem selben pfaff Ulrich do daz als 
danc nseme was, daz er des || selben dages den selben herron von Martel sazte und 
ergab sehs Schillinge und aiu pfunt ewiges geltes nach sime tode ze habenne imd 
eweclichen ze niezenne und tet daz beidiu durch got und durch liebi, und zu aller- 
vorderost zu ainer widerlegunge den herron von Martel, daz si des vor genantes köfes 
des huses als da vor geshriben stat etewenne an schaden mohteu uzgan und ir 
munster da mit gebezzerod wrde. 



78 1297. Oktober 3. 

Disiu dinc beschahen in unsers herren jar, do man von siner geburte zalte 
tusent jar zwaihundert jar und subeniu und niunzig jar, an sante Michels abende. 
Und daz disiu dinc beidentlialp ganz stsete und an lögen iemer beliben, so geben 
wir, daz ist ich Heinrich der dechan von Bemphelingen, an disen brief lienche oder 
gibe min ynsigel unde dar zu ich Ulrich der kyrcherre von Haigingen henke ouch 
dar min ynsigel zu aim waren Urkunde und zu einer endelichen geziucnusse. 

Abhangend zwei spitzovale Siegel : 1) zerbrochen, 48,83 _mm., oben die Steinigung des Stephanus (2 Figuren), 
unten ein kniender Beter; Umschrift: . . S • HENRICI • DECANI • DE LINGEN. 2) 44,26 mm., in drei- 
geschossigem architektonischem Aufbau oben Brustljild mit Krone (Gott Vater?), in der Mitte das Osterlamm, 
unten kniender Beter; Umschrift: . . S • VL ■ RECTOH'. ECCLE ■ IN • HAIGINGlN. 



5048. 
Warthausen 1297. Oktober 3. 

Triichsess Walther von Warthatisen schenkt um seines Seelenheils willen nach Resig- 
nation seines Lehensmannes Andreas von Lanquat dem Kloster Heggbach ein Haus mit 
Hofstatt und Garten in "Wahsdorf nehst mehreren Eigenleuten (domus cum area et ortw, 
qui vulgo dicitur bivend, in Wahsdorf site et horum hominum videlicet Wille dicte 
Blümenschinin, Else filie eins, Adelhaidis filie eius dicte Ketennarin et Irmengardis 
•filie eius uxore Waltheri dicti Ulmar cum omnibus pueris earundem et Ruesoni dicti 
Wiselar cum tribus pueris qui sunt filie Velwarii molitoris, Jacobi filii domini ple- 
bani in Hochdorf et Hainrici dicti Svarttlin). 

Siegler: Der Aussteller. 

Zeugen: Waltherus de Tanne, Coczo dictus Hagiar, Johannes et Hainricus de 
Büzenkoven, Puggo dictus Shevolt. 

Datum Warthusen et actum anno domini MCCLXXXX septimo, feria quinta 
post Michahelis. 

Buxheim. Orig. Perg. Siegel abgegangen. — Regest : Württ. Jahrbücher 1880, S. 216. 



1297. OktolMT 7. 79 

60t9. 

Graf Ulrich cun llelfenstein verspricht dem Kloster Kaisheim Eviktion des Weilers Erpfen- 
hausen und Eignung der Ostermühle in Lfingcnnii und verpfändet ihn r{ Mühlen in Rorgensteig, 

Kaisheini 1297. Okiober 7. 

In nomine domini. Amen. Nos Ulricus dei gratia comes de Helfenstein tenore 
presentium recognoscimus et publice || protestamur, nos viriß religiosis doniino . . ab- 
bati et conventui de Cesarea corporali iuramento prestito firmiter promisisse, quod 
eis II villulam Erpfenliusen ab omni irapetitione seu impedimento quo inpediuntur vel 
etiam inpetuutur aut possent in posterum inpediri a domiiio || abbate de Lorch et 
suo conventu nee non ab Alberto dicto de Gersteten ac a quadam relicta . . dicta 
de Durn vel ab aliis quibuscumque iufra epyplianiam domini presentis anni penitus 
absolvemus et eam reddamus cisdem in parte qualibet absolutam, promittentes sab 
eodem prestito sacramento, quod molendinum in Nawe dictum Östermül eisdem ap- 
propi'ietari procurabimus efficaciter a domino . . episcopo ecclesie Augustensis infra 
termiuum epiphanie domini prenotatum. Sub eiusdem quoque promissi tenore con- 
fitemur nos ipsis fratribus de Cesarea predictis tria molendina nostra superiora iuxta 
Rorgensteige sita debere eis tanto esse tempore sine inpedimento quolibet obligata, 
donec centum libras Hallensium et IX libras percipiant integraliter de eisdem, ita 
ut singulis annis XX libras percipiant que ipsa molendina annuatini solvere dinos- 
cuntur. Preterea nos ad lioc ipsis fratribus sub iuramenti prehabiti vinculo duximus 
obligandos, ut si ratione pecorum, que Amlungo de Gersteten abstulimus, a quoquam 
liominum fuerint inpetiti nos ab eorundem inpetitionibus integraliter absolvamus. Et 
ut hec prescripta orania servemus eisdem firmiter inconvulsa, fideiussores subscriptos 
scilicet dominum C. de Blochingen, dominum H. de Ramungen milites, AI. ministrum 
nostrum in Giselingen, Si. dictum Schönen et R. dictum Vetzer eisdem taliter obli- 
gamus, ut si singula pi'emissorum non fuerimus secundum quod promisimus efficaciter 
prosecuti extunc iidem fideiussores, quandocunque ab ipsis fratribus commouiti de 
hoc fuerint, infra VIII dies in obstagium apud Ulmam vel Giengen se recipient ex- 
pensas in dampnum nostrum facturi, donec se recognoverint de singulis expeditos 
integraliter atque plene. In quorum omnium testimoniura preseutem litteram sigilli 
nostri munimiue duximus roborandam. 

Datum in Cesarea, anno domini MCCXCVII., nonas Octobris. 

München. Orig. Perg. Siegel abgegangen. — Regest: Reg. boica 4, 65.5. 



80 1297. Oktober 7 und 8. 

5050. 
Orvieto 1297. Oktober 7. 

Papst Bonifazius VIII. bestätigt den Kauf, wodurch das Kloster Neresheim von 
Graf Ludwig von Öttingen für eine bestimmte Summe seine Besitzungen und. Vogteirechte 
in Kuchen, Auernheim, Neresheim, Ohmenheim, Hagenbuch und Breitenbuch samt dem 
Wald Wecenloch erworben hat (quod nobilis vir Lodowicus comes de Ottingen quas- 
dam terras et possessiones census quoque ac redditus vogetheige vulgariter appel- 
latos et quicquid iuris in Kochein, in ürenhein, in Nerenshein, in Umenhin, in 
H[a]genboch et in Breitenboch villis pertinebat ad eum nee non silvam Wecenloch 
ipsius comitis vobis vendidit pro certa peeunie quantitate, prout in instrumento 
publico inde confecto plenius dicitur contineri ')). 

Datum apud Urbem Veterem, nonas Octobris, pontificatus nostri anno tertio. — 

Cum a nobis petitur. 

Regensl)urg. Orig. Ital. Perg. Die Bulle fehlt. — Auf dem Umschlag rechts F. R., links unter demselben 
Kostenvermerk : ein Häkchen und darunter zwei wagrechte Striche nebeneinander, aber keinerlei Namen ; oben 
in der Mitte At, einmal schief durchstrichen. Auf der Rückseite oben in der Mitte in doppeltem Viereck: N. 
Waldini; darunter nach rechtshin schief verlaufend drei Zeilen: pro petitoe II Tiir. pro not. unus Romari^ pro 
gross. II Rom. et dimid. pro correctione II Tur. Item pro grossa II Romano et dimid. Item quia fuit iterum 
rescripta II RomaiT et dimid. Item pro buUa . . Roman, et XVI dem — Regest: Grupp, ütting. Regesten 392 
(fehlerhaft). 

1) Diese Urkunde scheint nicht erhalten zu sein. 



5051. 

Würzburg 1297. Oktober 8. 

Bischof Mangold von Würzburg erneuert den Cisterzienserklöstern Ebrach, Ueilsbronn, 
Bronnbach, Langheim, Bildhausen, Schönthal (Schöntal), Himmelspforten und andern des- 
selben Ordens die hergebrachte Zoll-., Handels- und Gewerbefreiheit in Würzburg (res 
suas quocumque nomine censeantur ad civitatem nostram Herbipolensem sicut ab 
antiquo consueverunt facere libere adducant et in illa conservent seu de eis ibidem 
in vendendo operando seu alias prout eis visum fuerit expedire negotiando et fa- 
ciendo disponant secundum quod eorum placuerit voluntati). 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum [apud] Herbipolim, anno domini MCC nonagesimo VII., VIII. nonas") 
Octobris, pontificatus nostri anno X. 



1297. Oktober 9 und 15. 81 

München. Orig. Perg. An blauen und weißen Leinenfaden das bischöiliche Siegel, s. Bd. 9, S. 868. — 
Abdruck: Monum. boica 38,174. — Regest: Reg. boica 4, 655. 
a) Offenbar verschrieben für idus. 



5052. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Oktober 9. 

Schultheiss Jakob genannt Wirt, Bürgermeister (magister civium) Ulrich Bletz und 
die Ratmannen von Rottweil (Rotwil) beurkunden, dass vor ihnen in figura iudicii Hein- 
rich genannt Smideli und seine Frau Katharina durch die Hand und mit Zustimmung 
Wölflins des Schuhmachers (sutoris) und Burkhards genannt Smidelin als der Pfleger 
(tutorum) ihrer Kinder Wernher Berthold und Mia (liberorum dictorum Hainrici et 
Katherine) an Konrad genannt Stainlin Bürger von Rottweil eine Gült von 1 ffi Rott- 
weiler Pfennigen (redditus unius libre denariorum Rotwilensium percipiendos annuatim 
nomine census de domo et area abbatis monasterii de Petri Domo Constantie sitis in 
Rotwil) um 14 U und 10 Schillinge Breisgauer (Brisger) Pfennige iuxta iura et con- 
suetudines nostre civitatis verkauft (vendiderunt et tradiderunt), Gewährschaft nach 
Recht und Gewohnheit ihrer Stadt versprochen und die Gült dem Verkäufer cum omni 
iure et dominio übertragen haben. Die Pfleger der Kinder bekunden auf ihren Eid, 
dass der Verkauf für diese vorteilhaft sei (longe meliorem et utiliorem fore, quam si 
eadem venditio fuerit pretermissa). 

Siegler: Die Stadt Rottweil. 

Actum anno domini MCCLXXXXVII., feria quarta proxima ante festum sancti 
Galli, indictione XL 

Rottweil, Kirchenpflegarchiv, Orig. Perg. Siegel abgegangen. — Regest: ZGORh. 30, 177. — Rottweiler 
ÜB. 1, 18 n. 64. 



5053. 

Papst Bonifacius VIII. befiehlt dem Domdekan ., dem Propst von St. Peter und dem 
Scholaster von St. Thomas in Strassburg die Untersuchung und Entscheidung des Streits 
zunschen Kloster Hirsau und dem Speirer Domherrn Witego wegen der Kapelle in Pforzheim. 

Orvieto 1297. Oktober 15. 

Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis filiis . . decano maioris et 

preposito sancti Petri ac . . scolastico sancti Thome Argentinensium ecclesiarum salutem 
XI. 11 



82 



1297. Oktober 16. 



et apostolicam benedictionem. || Sua nobis dilecti filii . . abbas et conventus monasterii 
Hyrsowensiö ordinis sancti Benedict! Spirensis diocesis petitione monstrarunt, quod, 



licet ipsi in capella sancti Martini in 
Phor||cheim predicte diocesis, quam in 
usus proprios ex privilegio apostolice 
sedis canonice obtinebant sicut adhuc 
obtinent, per vicarium perpetuum prout 
per idem Privilegium compete||bat eisdem 
facerent deserviri, essetque tunc in ea 
huiusmodi perpetuus vicarius canonice 
institutus, tarnen Witegone canonico Spi- 
rensi hoc ex malitia supprimente ac sug- 
gerente mendaciter venerabili fratri nostro 
. . archiepiscopo Maguntinensi, quod dicta 
capella metropolitica sibi lege subiecta 
tunc vacabat et tanto tempore iam va- 
carat, quod eins collatio erat ad eum se- 
cundum Lateranensis statuta concilii legit- 
time devoluta, idem archiepiscopus vene- 
rabili fratri nostro . . episcopo Spirensi 
suis dedit litteris in mandatis ut si esset 
ita dicto Witegoni eandem capellam 
conferre et assignare curaret ipsumque 
in possessionem ipsius capelle induceret 
et tueretur inductum, contradictores per 
censuram ecclesiasticam compescendo. Ex 
parte vero ipsorum abbatis et conventus 
fuit coram eodem episcopo, ad cuius 
fuerunt propter hoc presentiam evocati, 
excipiendo propositum, quod cum ipsi 
dictam capellam in usus proprios ex pri- 
vilegio apostolice sedis canonice obtine- 
rent et in ea per'') vicarium perpetuum 
prout per idem Privilegium competebat 
eisdem facerent deserviri, essetque tunc 
in ea huiusmodi perpetuus vicarius 
canonice institutus, ut superius est ex- 



licet ipsi capellam sancti Martini in Pforz- 
heim predicte diocesis || ad ipsum mo- 
nasterium pleno iure spectantem, in qua 
iidem abbas et conventus faciebant per 
vicarium ydoneum deserviri, in usus pro- 
prios canonice obtinerent essentque in 
pa||cifica possessione ipsius, tamen Wite- 
gone canonico Spirensi mendaciter sug- 
gerente venerabili fratri nostro . . archi- 
episcopo Maguntinensi, quod capella ipsa 
metropolitica sibi lege subiecta vacabat 
tantoque tempore iam vacarat, quod eins 
collatio erat ad eum secundum Latera- 
nensis statuta concilii ea vice legitime 
devoluta, idem archiepiscopus ad huius- 
modi falsam suggestionem ipsius Wite- 
gonis ex arrupto prefatam capellam quam- 
quam sibi de vacatione ipsius aliquatenus 
non constaret prout nee constare poterat, 
cum id non esset notorium neque verum, 
prefatis abbate et conventu non mönitis 
nee citatis sed absentibus et non per 
-contumaciam dicto W. de facto cum de 
iure nequiverit contulit pro sue libito 
voluntatis, venerabili fratre nostro . . 
episcopo Spirensi sibi super hoc execu- 
tore per ipsius archiepiscopi certi tenoris 
litteras deputato, idemque episcopus me- 
moratum W. in possessionem corporalem 
dicte capelle de facto induxit pretextu 
huiusmodi litterarum in eorundem ab- 
batis et conventus dictique monasterii 
non modicum preiudicium et gravamen, 
propter que ex parte ipsorum abbatis et 
conventus cum ea ad eorum pervenerunt*) 



1297. Oktober 15. 



83 



notitiam, fuit ad sedem apostolicam ap- 
pellatum. 



pressum et erant coram eo legitime 
probare parati, dictus episcopus ad pro- 
videndum dicto Witegoni de eadem ca- 
pella, que nee de facto nee de iure 
vaeabat et in cuius possessione huius- 
modi dicti abbas et conventus pacifice 
existebant, dictarum litterarum pretextu 
procedere de iure non poterat nee de- 
bebat, at°) dictus episcopus predictos 
abbatem et couventum audire super hoc 
indebite denegans predieto Witegoni me- 
inoratam eapellam de facto, cum de iure 
nequiverit, contulit pro sue libito volun- 
tatis, propter quod ipsi abbas et con- 
ventus^), sentientes ex hoc indebite se 
gravari, ad sedem apostolicam appellarunt. 

Quocirea discretioni vestre per apostolica scripta mandamus, quatinus vocatis qui 
fuerint evocandi et auditis hinc inde propositis quod') canonicum fuerit appellatione 
postposita decernatis, facientes quod decreveritis per censuram ecclesiasticam firmiter 
observari. Testes autem qui fuerint nominati, si se gratia odio vel timore subtraxerint, 
censura simili appellatione cessante cogatis veritati testimonium perhibere, proviso 
ne aliquis extra Spirenses et Argentinenses civitates et dioceses auetoritate *) pre- 
sentium ad iudicium evoeetur nee procedatur in aliquo contra eum. Quod si non 
omnes hiis exequendis potueritis interesse, duo vestrum ea nichilominus exequantur. 

Datum apud Urbem Veterem, idus Oetobris, pontificatus nostri anno tertio. 

Ital. Perg. An Hanfschnur die Bleibulle. Auf dem Ital. Perg. An Hanfschnur die Bleibulle. Auf dem 

Umschlag rechts: Bonusanus, unter demselben links Umschlag rechts: J. Cotin, links unter demselben 

an Stelle eines ausradierten Kostenvermerks mit Namen Kostenvermerk, vier Punkte nebeneinander. Oben in 

vier Punkte nebeneinander, ebenda auf der Innenseite der Mitte cor, zweimal durchstrichen, rechts in der 

des umgeschlagenen Stücks kurze Notizen des Kor- Ecke n, ebenfalls zweimal durchstrichen. Auf dem 

rektors, aus einzelnen flüchtig geschriebenen Buch- Rücken oben in der Mitte: Thomas de Aquamundulä. 

Stäben bestehend, mit anderer Tinte zweimal durch- 
strichen, ebenso links oben, nicht durchstrichen ; oben 
in der Mitte : cor. Auf dem Rücken der Urkunde 
oben in der Mitte : Thomas de Aquamunda. 

a) B: Sua 11. b) Rasur von obtinerent bis per. c) at auf Rasur, d) Rasur von propter bis conventus. 
e) B: in pervenerunt stehen neni auf Rasur, f) B: quod auf Rasur, g) Rasur von Spirenses bis auctori||, in 
B von extra bis civitates. 



84 1297. Oktober 26. 

5054. 

Johann des alten Schultheissen Sohn von Herrenberg und seine Frau Irmengard verkaufen 
an Konrad den Schultheissen genannt von Gültstein ihren Fronhof in Nebringen. 

Hildrizhausen 1297. Oktober 26. 

In dem namen des vathers und des suns und des hailigen geistes. Amen. Wan 
diu dink, diu niht gevestent werdent mit brieven, dikke von der || lengi der czit us 
der liithe gehuknusze kument, da von so vergib ich Johans genant des althen scbult- 
haiszen sun ains burgers von Herrenberk und Irmen||gart^) min elichiu frowe an 
disem brieve allen den, die gegenwertik oder kAftik sint und in lesent oder horent 
lesen, daz wir mit gesamenther hant und || mit gesundem libe han ze koufenne ge- 
geben hern Cünrade dem schultliaiszen genant von Gilsten und allen sinen erben 
unsern fronhof ze Neberingen und die fothay mit allem dem gute, das wir da hethen 
gesüht und ungesülit umbe viunf und hundert phunt Haller mit zolichem gedinge, 
das der vor genant her Cünrat der Haller sol inne han viunzek phunt, bis das ich 
Johans oder Irmengart') min wirthin ob ich enbin das gut geverthige jar und dak, 
als ich ze den hailigen gesworn han. Belibet dar über das gut ane anspräche bis 
zu unser frowen dak der jungern, so sol der vor genant her Cünrat geben zwainzek 
malter rokken von den viunfzek phunden. Wirt aber das vor genanthe gut von 
mir oder von Irmengart*) miner wirthin geverthiget von nu santhe Marthins dag über 
ain jar, so hat der vor genant her Cünrat dennoch cyl umbe die viunfzek phunt bis hen 
umbe ze mitlehr vasten. Diu zwainzek malther rokken und swas der Haller ist, die 
umbe den hof kument, die ensol man nieman gen wan hern Hainrichen genant von 
Holtzgerringen, der mag ouch den bürgen di im geseztzeht wrden an miner stat 
umbe das gut cyl gen swie er wil. Ververt aber her Hainrich von Holtzgerringen 
ee das jar us wirt, swen ich der vor genant Johans denne setze an sine stat, dem 
sol man das gut antwrthen mit der vöutht aime von Wellenhusen hern Hugen oder 
hern Albrehten. Geschith es aber, das der vor genant hof nit geverthiget wirt, als 
gelobet wart und ee vor gescriben ist uf diu vor genanthen cyl, so ensol her Cünrat 
der vor genant schulthais weder corn noch Haller gen bis ime das gut geverthiget 
wirt. Wer aber, das der vor genant her Cünrat spreche mit geverden oder durch 
aine verziehunge, das der vor genant hof nit were geverthiget, als ime gelobet wart, 
swas dar über her Hainrich von Holzgerringen und her Eberhart genant der Eber 
von Gilsten und her Cünrat von Custertingen sagent uf irn aiht, des sol in begnügen. 
Swelher aber der driger ainer abe get in dem jar, so suln die andern zwen nemen 
ain andern uf im ait an sine stat. Swa aber ich der vor genant Johans bedarf 



1297. Oktober 27. 86 

dage ze laistenne ze verthigen den vor genanthen hof, so han ich fride libes und 
güthes vor dem vor genanthen hern Cünrat von Gilsten und vor allen sinen frunden. 
Dis horthen und sint geziuge: her Wernher der deChan von Holtzgerringen, her 
Berhtolt der liutpriester von Husen, her Hainrich von Holtzgerringen, her Eberhart 
genant der Eber von Gilsten, her Cünrat von Kustertingen, her Walther des Bessers'') 
sun von Herrenberk, her Eberhart der Eber von Herrenberk, her Albreht der Herter 
von Gilsten, herr Hainrich Rirthersman") von Altdorf, her Eberhart von Husen und 
her Hainrich der Wirt von Husen und ander '') erberre lüthe gnük, die dis sahen 
und horthen. Und das dis vesthe und stethe belibe, dar über ist dirre brief ge- 
geben, der gevestent ist mit hern Wemhers des dechans von Holtzgerringen ynsigel 
und mit hern Cünrats des dechans von Eschelbrunnen ynsygel und mit dem ynsygel 
der stethe von Herrenberk. 

Dis geschach ze Husen vor dem kirchdor, an dem nehsten samstage vor aller 
hailigen dage, do von gotes geburt waren dusent zway hundert syben imd nyunzek jar. 

Zwei Exemplare, in der Orthographie stark abweichend, mit je drei beschädigten Siegeln, 1 und 2 spitz- 
oval, 3 rund. 1) c. 48,30 mm., ein Eselskopf, darunter ein V, im Siegelfeld und auf dem Hals des Esels Punkte; 
Umschrift : S • WERNH'I • DECANI • I • HOLZGERRING. 2) des Dekans Konrad von Öschelbronn, früher in 
Thailfingen, s. Bd. 9, S. 346 f. 3) der Stadt Herrenberg, s. Bd. 9, S. 274. — Abdruck : ZGORh. 14, 449 (nach B). 

a) Der Name ist in beiden Exemplaren nachgetragen, und zwar beidemal von der Hand des Schreibers 
von B, in A mit hellerer Tinte, b) B : Besserers. c) In B wohl richtiger Ritthersman. d) In gleicher Weise ist 
in A hier unnötig ein Abkürzungszeichen für er über die Endsilbe gesetzt. 



6055. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Oktober 27. 

Bruder Gottfried von Klingenfels (Clingenvels), Komthur in Rexingen und Rohrdorf, 
belehnt mit dem zum Haus Rexingen gehörigen Zehnten von den zwei Äckern des Wernher 
genannt Stokkär in Fulstetten die Witwe Irmengard genannt Noppenouerin und ihre Erben 
gegen einen jährlichen Zins (pro annuo censu videlicet pro uno modio siliginis quando 
siUgo in predictis agris crescit, quando vero avena ibi crescit dabitur modius avene 
pro decima, quid autem ibi crescit propter") siliginem vel avenam, illo anno dabitur 
modius avene pro decima, quando autem nihil crescit sibi illo anno nihil dabitur 
pro decima). 

Testes: f rater Wigandus scriba, f rater Burchardus de Horb, f rater Bertholdus 
dictus Empfinger cellerarius conventuales in Rexingen, Ber. dictus Schürer, C. dictus 
Prior senior, Albertus carnifex dictus Mesner, Waltherus carnifex dictus Murarius. 



86 1297. Oktober 30 und 31. 

Siegler: Der Aussteller mit dem Siegel des Hauses Rexingen. 

Datum anno domini MCCLXXXXVII., in vigilia beatorum apostolorum Simonis 
et Jude. 

Sammelband der Kommende Rexingen von 1696, Bl. 328''. 
a) Wohl verschrieben für preter. 



5056. 

Mergentheim 1297. Oktober 30. 

Der Edle Konrad von Boxberg (Bokkesberg) verkauft dem Kloster Schönthal (Schön- 
tal) seine Mühle in Schweigern (molendinum nostrum situm in Sweigern quod nobis 
titulo proprietatis attinebat cum omnibus iuribus et attinentiis suis quesitis et in- 
quirendis) um 100 U Heller, verspricht Gewährschaft und leistet die üblichen Verzichte. 

Siegler: Kraft von Hohenlohe der Oheim (avunculi) und der Graf von Wertheim 
Schwiegervater des Ausstellers und dieser selbst. 

Testes: Crafto filius predicti avunculi nostri, frater H. de Castel commendator 
domus Teuthonice, Hermannus Lesche, Wipertus de Cimern, Hiltebrandus dictus ßüps 
de Grünsveld, Bertoldus dictus Sützel milites, Hugo dictus Langerhunt de Sweine- 
burg, C. de Uffingen scultetus. 

Datum et actum in Mergentheim, anno domini MCCLXXXX septimo, die pre- 
cedenti vigiliam omnium sanctorum. 

Kopb. des Kl. Schönthal von 1612, Bl. 228''. — Regest: Hohenloh. ÜB. 1, 420 n. 692. 



5057. 

Schultheiss und Rat von Gmünd sprechen Urteil über ein Wasserrecht zugunsten des 

Klosters Gotteszell. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Oktober 31. 

*)"Wir herre Heinrich der schultheisse ze Gemunden von Rinderbach unde 
der rat ze der selben stat tun kunt allen den die disen brief || sehent lesen oder 
horent lesen, daz ein urteil wart gegeben von uns wider Johansen den Sitelich unde 
den Mulneren, die an || daz wazzer sprachen ob der Erlemulin biz an die Schindel- 
mulin wider der rechtekeit ze der priorin unde des conventes || schaden und be- 



1297. November 6. 87 

swerde. Unde da von daz selbe wazzer behüben diu priorin und der convent ze 
Gotes Celle mit der rechten kuntschaft und mit unserem urteil. Ze einem ewigem 
uikunde dirre urteil geben wir versigelt dison brief mit der stete insigel von Ge- 
rn unden. Die diz urteil sprachen, waren Sifrit der bürge rmeister, Sifrit der alte Tum, 
Sifrit sin sun, Durink der Vezer, Fridrich uf dem Buhel, Cünrat der Schalksteter, 
Eberwin Knur, Eberwin in dem Kirchove, Cünrat und Walher beide Taler, unde 
gegenwertik derbi waren, da man daz wazzer zwischen den zwein mulin durch recht 
vahen sol, Gezuge dirre vor genanten geschihte sind: bruder Walther der Eiühart 
unde bruder Heinrich von Pfhorzhein der Predeger ordens schaffener des klosteres, 
bruder Cünrat des klosteres hovemeister unde Heinrich in des Wolfes mulin unde 
yil anderre lüte die gagenwertik waren. 

Dirre brief wart gegeben von uns, do ergangen waren von unseres herren ge- 
burte zwelf hundert jär unde siben unde nünzik jär, an aller heiligen abende. 

Beschädigtes Siegel der Stadt Gmünd, s. Bd. 8, S. 414. 

a) Vor dem Text steht ein Zeichen wie ein auf die seitUche Rundung gestelltes C, vielleicht Chrismon. 



6068. 

Propst Walther und Kapitel von St. Johann zu Konstanz beurkunden die Verfügung des 
bischöflichen Notars Nikolaus über Gülten in Obertheuringen und Güter in Ennahofen. 

Konstanz 1297. November 5. 

Waltherus prepositus et capitulum ecclesie sancti Johannis Constantiensis uni- 
versis ad quos presentes pervenerint salutem in domino.|[ Noverint universi, quod 
Nicolaus notarius domini nostri . . episcopi Constantiensis, qui de suo apud superiorem 
villam Thu||ringen unius marce argenti annui redditus comparatos titulo proprietatis 
ab . . priorissa et conventu monasterii || de Lewental salva sibi ordinatione eorun- 
dem in nostram transtulit ecclesiam, per manum et consensum nostrum eosdem red- 
ditus Adelhaidi et Mechtildi sororibus dictis Kochin, quas induxit, quod et ipse 
possessiones suas apud Enehoven proprias predicto titulo reservato sibi et predicto 
notario earundem usufructu in nostram ecclesiam transtulerunt, legavit ad vitam 
ipsarum si eidem supervixerint in solidum possidendas eisdem redditibus salva ordi- 
natione seu testamento, quod in nostra ecclesia in remedium suarum animarum sta- 
tuerint de eisdem ad predictam nostram ecclesiam libere reversuris. In cuius rei 
testimonium nostris sigillis presens scriptum fecimus sigillari. 

Datum Constantie, anno domini MCCLXXXXVIL, nonas Novembris, indictione XI. 



88 1297. November 11. 

Karlsruhe. Orig. Perg. Vom Siegel des Propsts Walther von St. Johann (s. Bd. 9, S. 376) nur ein Bruch- 
stück. Das zweite Siegel, spitzoval, c. 54,34 mm., unter einem Spitzbogen Brustbild des hl. Johannes des Täufers 
mit dem Lamm in der Scheibe, darüber auffliegende Taube mit Spruchband, rechts und links ein Stern; Um- 
schrift: . . . S • CAPL'I • ECGLIE .... lOHIS • I • OST AN . . . Abbildung in Beyerie, Gesch. d. Chorstifts St. Johann 
1908, S. 67. 

5059. 

Konrad von Katzenstein Kirchherr zu Dattenhausen schenkt dem Kloster Zimmern einen 

Hof zu Weilermerkingen zu einem Seelgeräte. 

Ohne Ortsangabe. 1297. November 11. 

In dem namen gotes. Amen. Ich Cünrat hem Hügs sun von Katzenstain der 
kircliherre ist || ze Tatenhusen tuen kunt allen den die disen prieph gesehent oder 
hoerent lesen, daz ich mit || verdahtem müete und mit miner friunde rate han gegeben 
hin ze Zimmern in daz kloester || nach mime toede durch got und durch miner und 
mins vater miner müeter mins brüeder und anderre miner geswistergid und auch 
aller miner vordem und nachkomen sele willen den hof ze Wiler Merkingen den da 
büet Cünrat der Rote, der schol alliu jar gelten ahtodhalp malter roggen ahtodhalp 
malter habern vierzehen Schillinge Haller zwen Schillinge für wisat und vier hüenr, 
mit der selben gulte sol man kaufen alliu jar biz an den jüngsten tac ze disen 
vier ziten in dem jar, ie an den nehsten tagen nach den vier unserre frauwen tagen, 
ie ze dem tage ainen aimer wins und sol man den selben win den frauwen gemain- 
lich in das kloester geben ze tririkenne an den selben tagen die hie voer benennet 
sint, daz sie miner und miner voer genanten friunde sele getriulich gedenken gein 
got. Da nach schol man wizzen, daz ich daz voer genante güet niezen schol die 
wil ich lebe und schol diu abtissin und diu samenunge in dem voer genanten cloester 
den voer genanten hof mit mir schirmen so sie beste mugen. Furbaz sol man auch 
wizzen, swanne mir diu samenunge in dem voer genanten cloester daz brichet, daz 
hie voer gescriben stat, so schol der voer genante hof hoeren hin ze Kaishain in 
daz cloester und schol diu selbe samenunge ze Kaishain mit dem güete tun als hie 
voer gescriben stat durch miner und miner voer genanten friunde sele willen. Daz 
diz veste und stete belibe, dar über gib ich dem voer genanten cloester Zimmer disen 
prieph mit ir selbes insigel versigelt. 

Diz ist geschehen, do von Cristes geburte waren tusent jar zwai hundert jar 
niunzik jar und siben jar, an sancte Martins tage. 

Wallerstein. Orig. Perg. Abhangend spitzovales Siegel, 42,30 mm., stehende Äbtissin mit Stab ; Umschrift l 
i • S . ABBATISSE • SCE • CRVCIS • IN • ZYMBERN. 



1297. November 12 und 13. 89 

5060. 

Konrad von Wemsberg beurkundet, dass mit seinem Willen Wolfram von Kottspiel neun 

Nutzen eines Zehnten zu Erlenbach gekauft hat. 

Limpurg 1297. November 12. 

Wir Conrat von Weinsperg thün kunt allen die disen briefe ansehent oder horent 
lesen, das Wolfran von Kottspuhel hat gekaufet mit unserm willen und mit unsere 
wissende newn nutze weins und korns gesucht und ungesucht klein und grosz pfaffen 
Wolfrannes seligen zehenden ze Erlbach, den nun hand seine künde, und han im 
gelobet und seinen erben, daz wir den vor genanten Wolf rammen von Kotspuhel und 
sein erben sollen schirmen an dem selben kauf und an den nutzen mit allem vleis, 
das in wider dem rechte dar an kein leyd geschehe. Ist aber, das im yeman oder 
seinen erben kein leyd oder kein irrunge wolte thün, so sullen wir im beholfen 
sein mit trewen on alle geverde und auch seinen erben. Und das dieser kauf und 
unser schirm dar an ganz beleybe, so geben wir im und seinen erben diesen brief 
besigelt mit unserm insigel. 

Dieser kauf geschach zu Limpurg, au dem nechsteu tag nach sant Martins tag, 
do man zalt von gottes geburt tausent und zwey hundert und neunzig jare, darnach 
in dem sybenden jare. 

Limpurger Registraturbuch aus dem 15. Jahrhundert, Bl. 176. 



5061. 

Ohne Ortsangabe. 1297. November 13. 

Btcrkhard von Nussbaum (Nusbon) verkauft (vendo trado et dono) mit Zustimmung 
seines Bruders Albert und mit Hand und Willen der Lehensherren, der Ritter Kuno, Symon 
und Hermann von Königsbach (Künigspach) und Hermanns genannt Fese, dem Kloster 
Maulbronn (Mulenbrunnen) seinen Zehnten in Zaisenhausen (Zaizenhusen) mit aller Zu- 
gehörde um 25 E Heller und stellt sich selbst mit seinem Bruder Albert und mit Johann 
von Stein (Stäin) als Bürgen für Gewährschaft auf Jahr und Tag. Sein Lehensrecht gibt 
er in die Hand der Herren von Königsbach auf und macht ihnett gewisse Eigengüter in 
Stein (quedam bona apud Stäin sita videlicet unum iuger prati et viginti iugera ag- 
rorum ad aream dicti Brenner pertinentia) zu Lehen (iure proprietatis — — eis a 
me assignato tradito et collato), damit sie dem Kloster den Zehnten eignen. 

XI. 12 



90 1297. November 13. 

Siegler: Die 4 Herren von Königsbach, die ihre Zustimmung ausdrücklich hindgeben. 

Datum anno domini MCCXC septimo, feria quarta proxima post festum beati 

Martini episcopi. 

Ital. Perg. Drei beschädigte schildförmige Siegel, je mit zwei gestückten abgewendeten Bogenpfählen ; 

Umschrift des ersten : . . S • KVNO IS • DE • KVGES ... 2) . . S • SIMONIS • DE ... VN 8) . . . S 

. . M.\NNI KVNGES ... 



5062. 

Statuten des Stifts Sindelfingen. 
1297. November 13. 

Venerabili in Christo patri ac domino . . Hainrico dei gratia Constantiensi 
episcopo Wernherus prepositus totumque capitulum ecclesie in Syndelvingen de- 
bitam reverentiam et honorem. Cum nos || capitulum predictum propter conmunem 
utilitatem dicte ecclesie nostre in Syndelvingen quedam statuta infra scripta in pos- 
terum valitura iuri consona nee contraria equitati religiosorum ac prudentum virorum 
II consilio conmunicato ediderimus statuerimus et fecerimus, quibus statutis peractis 
prefatus dominus noster prepositus suum favorem adhibuit et consensum, supplicamus 
una cum predicto domino nostro preposito || vestre reverentie, quatinus eisdem nostris 
statutis singulis et universis consensum benivolum adhibentes ipsa de vestre benigni- 
tatis gratia dignemini confirmare. Quorum statutorum tenor talis est. 

Anno domini MCCXCVII., idus Novembris. Nos canonici singuli et universi, 
qui representamus totum capitulum in Syndelvingen ecclesie, convenientes in ipso 
capitulo et conmunicato consilio religiosorum aliorumque prudentum virorum pro 
conmuni utilitate ecclesie nostre statuimus infra scripta statuta in posterum inviola- 
biliter observari. Statuimus igitur, quod quandocumque in ecclesia nostra Syndel- 
vingen prepositus de novo canonice eligitur et confirmatur, canonici singuli et uni- 
versi debent sibi promittere manuali fide obedientiam et reverentiam debitam exhibere. 
Item statuimus, quod prepositus electus j)romittere debet corporali prestito iuramento 
statuta ecclesie inviolabiliter observare et ipsam ecclesiam et totum capitulum cum 
Omnibus rebus et iuribus ipsis annexis et coniunctis pro suo posse per omnia defen- 
sare. Item statuimus, quod nullus canonicus recipiatur nee confirmetur, nisi prius 
iuret statuta nostra et fidelitatem ecclesie observare. Item statuimus, quod prepo- 
situs qui pro tempore fuerit debet habere, sive sit presens sive absens, redditus 
integre prebende in frumento et denariis sicut alius canonicus et tertiam partem vini 



1297. November 13. 91 

tantum crescentis in Korntal et in Walhain quod contingit suam prebendam et non alias 
pro omni portione ipsum contingente. Kesidue vero due partes vini inter canonicos 
conmuniter et equaliter dividantur. Item statuimus, quod censuales census et mor- 
tuaria altari beati Martini ecclesie nostre in Syndelvingen pertinentia totaliter magistro 
censuum ibidem presenteutur, ut in usus ipsius ecclesie convertantur. Item statuimus, 
ut prepositus solus liabeat auctoritatein conferendi irrequisito capitulo ecclesias seu 
beneficia curata videlicet in Syndelvingen in Vögingen et in Darmshain*). Item quod 
capitulum solum irrequisito preposito habeat auctoritatem eligendi seu presentandi 
vicarios ad ecclesias apud Lewenberg et apud Wile in Glemesgowe, que ecclesie 
specialiter deservivmt capitulo nostro. Item statuimus, quod redditus universi prebenda- 
rum absentium canonicorum in conmunes usus nostre ecclesie convertantur. Item statui- 
mus, quod molendinum dictum Rietmiili ad conmunitatem libere pertineat. Item cum 
prepositus qui pro tempore fuerit habeat curiam in Syndelvingen sitam continentem cul- 
turam trium aratrorem vel plus, statuimus ut etiam habeat curiam totaliter quam colit 
Reinhardus de Boltringen et stramen quod provenit de decima frugum eiusdem ville, ut 
ipse prepositus pro ipsis canonicis onera hospitalitatis valeat facilius sustinere. In 
reconpensam vero huiusmodi perceptionis straminis tenetur prepositus omnes manipulos 
decimarum sine omni dampno et iactura capituli in curiam suam deducere et in minori 
horreo coUocare, quod ad hoc est cellerario deputatum, qui cellerarius collectoribus 
decimarum earundem et trituratoribus de conmunibus rebus capituli respondebit et in 
vectura et aliis nullum aliud dampnum sustinebit. Item statuimus, quod cum unus- 
quisque canonicorum habeat suam curiam specialem quasi prepositure annexam, salvo 
Huo iure nemoribus utantur almediis et pascuis more solito et consueto. Item statuimus 
quod granarium ecclesie in Syndelvingen ad conmunitatem in omni parte tam superiori 
quam inferiori funditus et totaliter pertineat, ita quod nullus idem granarium inhabitet 
neque locum habeat aut quicquam de eo ordinet vel disponat nisi de consensu totius 
capituli. Item statuimus, quod unusquisque cellerarius qui pro tempore fuerit 
assumptis sibi duobus de canonicis vel imo ad minus omnes possessiones et bona 
fratrum et anniversariorum ac alias omnes res ad capitulum pertinentes locet con- 
ductoribus et aliter ordinet et disponat pro utilitate ecclesie redditusque ipsorum 
et proventus distribuat prout distribuenda fuerint temporibus oportunis et constitutis. 
Statuimus insuper, ut cum cellerarius fuerit assumendus in ecclesia nostra, quod 
unus de canonicis residentibus tantum communiter a preposito et capitulo concor- 
diter assumatur, qui in colligendis redditibus et proventibus ipsius ecclesie et distri- 
butione ipsorum sit sollicitus et attentus, et quod de receptis et datis ipsius ecclesie 
idem cellerarius coram capitulo terminis ad hoc ipsis prefigendis rationem facere 
teneatur, et ratione sie facta et prel)endis rite expeditis si quid residuum inventum 



92 1297. November 15. 

fuerit illud in conmunes usus ecclesie pro conparandis possessionibus convertatur. 
Si vero in distributione prebendarum ipse prebende ad plenum prout moris est non 
potuerint expediri, illud quod haberi poterit proportionaliter distribuatur et quilibet 
illa portione sit contentus, ne possessiones ipsius ecclesie aut redditus futuri anni 
pr[o] eo quod haberi non potuit aliquatenus alienentur. ' Item statuimus, quod cellera- 
rius qui pro tempore fuerit adiunctis sibi duobus de canonicis vel saltem uno resi- 
dentibus habeat auctoi-itatem instituendi et destituendi mansionarios ipsius ecclesie, 
prout ipsis et utilitati ecclesie visum fuerit expedire. Et adicimus, quod idem celle- 
rarius in reconpensam laboris sui medietatem omnium reddituum unius prebende 
que debetur canonico resident] singulis annis quamdiu in officio suo fuerit habeat 
et recipiat more solito et consueto. Item statuimus, quod idem cellerarius potest 
institui et destitui a capitulo, quandocumque et quotienscumque ipsi capitulo aut 
maiori parti videbitur expedire, et etiam corrigi si excesserit iuxta delicti quali- 
tatem. Item statuimus, quod prepositus ipsi cellerai'io in expediendis et defen- 
dendis rebus universis ipsius ecclesie prestare debet sine dolo et fraude consilium 
auxilium et iuvamen, quando et quotiens ab ipso cellerario fuerit requisitus. Item 
statuimus, quod si aliquis casus questio vel factum quocumque modo emergat, 
que respiciant tani prepositum quam capitulum conmuniter, pro quibus necesse sit 
expensas et sumptus facere qualescumque, quod huiusmodi expense et sumptus de 
conmunibus bonis prepositi et capituli prout rationi consonum fuerit iuxta quantitatem 
reddituum proportionaliter persolvantur. Et ut premissa statuta singula et universa 
inviolabiliter in posterum observentur, sigilla nostra presentibus duximus appendenda. 

Zwei runde Siegel. 1) 58 mm., der lil. Martin zu Pferd, dem Bettler seinen Mantel teilend; Umschrift: 
t • S • WERNHE . . . POsITI ■ ECCE -DE ... . LVINGEN. 2) 65 mm., der h. Martin als Bischof mit Stab und 
Buch, Brustbild; Umschrift: f • SIGILLVM • ECCE • S • MARTIN . . . INDELVINGEN. - Regest: Reg. episc. Con- 
stant. 3049. — Die erbetene Bestätigung erfolgte erst 1303 Dezember 13 durch die Vertreter des Bischofs Heinrich, 
Magister Walther den Scholaster und C. den Propst von St. Johann, Domherrn zu Konstanz ; Regest a. a. 0. 3344. 

a) Vorlage Darsmhain. 



50Ö3. 

Bischof Mangold von Würzburg verleiht dem durch Brand und Hagelschlug in Not ge- 
kommenen Spital in Ulm einen Ablass und erlaubt Almosensammeln in seiner Diözese. 

Würzburg 1297. November 15. 

Manegoldus dei gratia episcopus Herbipolensis universis ecclesiarum rectoribus 
nostre dyocesis ad quos hee litere pervenerint salutem || in omnium salvatore. Cum 



1297. November IG. 93 

hospitale sancti spiritus in Ulma Constantiensis dyocesis. in quo cottidie recipiuntur 
et foventur || pauperes et infirmi, curam agens undique confluentium egenorum et 
peregrinorum operibus karitatis per incendiuin || poiiitus sit destructum et adeo 
destructum, quod dampnificatum est per incendium et per grandinem ad ducentas 
libras et ultra, et ad predicta recuperanda propri(! sibi non suppetant facultates, 
nos ipeum hospitale prosequi volentes speciali gratia et favore universos vos singu- 
los monemus rogamus et hortamur in domino vobisque in remissionem iniungimus 
peccatorum districte mandantes, quatinus nuntium ipsius hospitalis cum vos presen- 
tibus accesserit benigne recipientes ipsi locum in vestris ecclesiis tribuatis ad peten- 
dum a Christi fidelibus elemosinas ad hospitale memoratum et cum ipso et pro ipso 
verbum exhortationis ad populum proponatis, ut per hec et alia bona que inspirante 
domino feceritis vitam eternam consequi valeatis. Nos enim de omnipotentis dei 
misericordia et ea qua licet indigni fungimur auctoritate contisi omnibus deo devotis 
vere peniteutibus et confessis, qui prefato hospitali manum adhibuerint adiutricem 
vel alias eidem inpenderint subsidia karitatis, quadraginta dies criminalium et aunum 
venialium in domino misericorditer relaxamus, ratas habentes et gratas alias ab aliis 
episcopis dicto hospitali concessas indulgentias vel etiam concedendas, presentibus ab- 
hinc usque ad festum beati Andree apostoli et ad annum deinde tanturamodo dura- 
turis*). 

Datum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo septimo, XVII. kalendas Decemb- 
ris, pontificatus nostri anno nono. 

Ulm. Orig. Perg. Siegel des Bischofs Mangold von WUrzburg aus grünem Wachs, s. Bd. 9, S. 358. — 
Abdruck: Ulmisches Uß. 1, 243. 
a) Verschrieben daturus. 



5064. 
Ohne Ortsangabe. 1297. November 16. 

Schenk Konrad von Bigenbury verkauft, (iusto venditionis titulo contuli rationa- 
biliter ad emendum) dem Kavensburger Bürger U. genannt Wiener dem Altern einen 
Hof in Weiler samt dessen Maier (curiam in Willei- dictam Stritenberc cum Bertholdo 
villico desuper residente et cum omnibus sibi pertinentiis pascuis pratis viis inviis 
nemoribus silvis cultis et incultis quocumque nomine censeantur sibi spectantibus) 
um 23 S Konstanzer Pfennige und verzichtet auf sein Recht daran (omni proprietati 
seu iurisdictioni) unter Verpflichtung zur Gewährschaft. 

Siegler: Der Aussteller. 



94 1297. November 17 und 19. 

Acta sunt hec anno domini MCCLXXXXVIL, in die sancti Othmari, indictione 
undecima, presentibus discretis viris Alberto et H. pincernis, . . ministro Möselino 
de Tetinanc, F. ministro in Eavenspurg dicto Holbain, H. Götfi-it et C. dicto Wekerlin. 

Abhängender Rest des Bd. 9, S. 102 beschriebenen Siegels. 



6065. 

Zwiefalten 1297. November 17. 

Ritter (strennuus miles) Anselm von Wildenstein und der Edle Anselm von Justingen 
eignen gemeinsam um ihres und ihrer Vorfahren Seelenheils willen dem Kloster Zwiefalten 
die Lehen, die Wolf vom Stein in Emeringen von ihnen innegehabt hat (omnibus proprie- 
tatibus feodi quas strennuus vir miles Wolf dictus de Lapide in Emeringen de nostra 
gratia a nobis dicitur recepisse in toto vel in parte communiter aut divisim — — 
conferimus deinceps perpetualiter possidendas) unter Verzicht auf alle Rechte daran 
(omni iure ac rehabitioni). 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum in Zwiveltün, anno domini MCC nonagesimo VII., XV. kalendas Decem- 
bris, indictione XI. 

Reste von zwei Siegeln. 

5066. 

Illingen 1297. November 19. 

Propst Konrad und Konvent von Ittingen (Ittingen) überlassen (damus et presentibus 
tradimus) nach reiflicher Erwägung, me sie den kanonischen Vorschriften entspricht, und zum 
Vorteil ihres Klosters in einmütigem Entschluss dem Kloster Weingarten ihr halbes Recht 
an einer Hörigen (Katherinam natam Bertoldi de Horwn ancillam nostram coniugem 
Cünradi sutoris dicti de Öningen servi monasterii in "Wingarten pro parte tantum 
dimidia — — perpetuo tenendam et iure servitutis quod nobis et ecclesie nostre 
conpetiit in eadem possidendam pro parte dimidia eiusdem). 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum et actum aput Ittingen, anno domini MCCLXXXXVII., XIII. kalendas 
Decenbris, indictione XI. 

Ital. Perg., auf der Haarseite beschrieben. Abhangend noch ein Bruchstück des ersten Siegels mit stehender 
Figur eines Märtyrers mit Palme. 



1297. November 26, 28 und Dezember. 96 

6067. 
Ohne Ortsangabe. 1297. November 25. 

Konrad genannt Mülich und seine Frau Judenta widerrufen alle ihre seitherigen 
Abmachungen und Schenkungen gegenüber dem Predigerkloster in Ulm und geben demselben 
durch Schenkung unter Lebenden eine Hofstatt in Ulm (aream in qua nunc residet sutor 
dictuB de Fröudenegge solventem siugulis annis tredecim solidos Ulmensis monete), 
deren Nutzniessung sie sich jedoch auf Lebenszeit vorbehalten, mit der besonderen Be- 
dingung, dass evidens et probabilis necessitas seu paupertas sie von Erfüllung der 
Schenkung befreit. 

Siegler: Das Predigerkloster und die Stadt Ulm. 

Datum anno domini MCCLXXXXVII., in die beate Katherine virginis. 

Ulm. Vidimus des Abts Ulrich von Wiblingen und des Propsts Johann von Wengen von 1320 April 25, 
Orig. Perg. mit zwei Siegeln. — Abdruck: Ulmisches ÜB. 1, 244. 



5068. 
Esslingen 1297. November 28. 

Konrad der Sohn des Edlen Schwigger von Gundelfingen des Langen verkauft dem 
Spital zu Esslingen alle seine Güter in Brie und verschreibt an ihrer Statt seiner Frau 
Elisabet von Niefern für ihre Mitgift das neugekaufte Dorf Sonderbuch und die Brühl- 
voiesen bei der Maisenburg. 

Regest im Eßlinger ÜB. 1, 131 n. 302. 



5069. 

1297. Dezember. 

Johann der Sohn Ritter Eberhards von Schmalenstein ') beurkundet, dass seine Mutter 
weiland Petrissa von Eberstein dem Kloster Herrenalb um ihres und ihrer Eltern Seelen- 
heils tmllen 2 S Heller Einkünfte in Conweiter (Cunenwiler) vermacht hat und weist 
cum manu et consensu seines Vetters (consobrini) und Pflegers Heinrich von Rosswag 
und Reinbots von Wurgental') seines Oheims (avunculi) detn Kloster bestimmte Gülten 
an (predictas duas libras reddituum in locis et terminis subscriptis in villa Cunen- 
wiler determinavi, videlicet ut prefati monachi singulis annis recipiant prescriptas 



96 1297. Dezember 1. 

duas libras reddituum in festo Michaelis et Martini super bonis Enselerin bette 
XVIIVit Hallenses, item Sigewinin et Waldeckerin bett IX Hallenses etc.) Diese 
Güter resigniert er dem Kloster. 

Regest in Gabelkhovers Kollektaneen, Hdschr. d. StA. 48«, Bd. 3, Bl. 1147. 

1) Gabelkhover, der die Urkunde bei den Herrn von Schmalenstein verzeichnet, schreibt hier in offenbarem 
Versehen Eberstein. Er bringt unmittelbar nachher die Grabschrift Johanns von 1323. 2) Ein Herr von Niefem 
(ZGORh. 5, 213 Anm. 3). 



5070. 

Ulrich Gwärlich der Junge, Bürger von Ulm, verkauft an Kloster Söflingen eine Wiese 

zu Fischerhausen. 

Ulm 1297. Dezember 1. 

. . In gotes namen. Amen. Ich Ulrich Gwserlich der junge ein burger von 
II Ulme vergihe und tun kunt allen den, die disen brief ansehent, lesent alder hörent || 
lesen, daz ich minen lieben vröwen . . der septissenne und dem . . convent des 
clösters II da ze Sevelingen sant Ciaren ordenes minen wise da ze Visherhusen be 
wasen und be zwi besuchet und unbesüchet ze einem vrigem eigen geben han und 
verköfet umbe zwse und zwaenzeg phunde Haller und sol öch des selben gutes wer 
sin nach rehte, und vergihe öch, daz ich in dis ersame man, daz sint Heinrich der 
amman, Liuprant der burgermsester, Rudolf und Otte mine brüder und Hainrich 
minen sün han ze bürgun unvershsedenlich gesezzet viir alle min erben und gemsen- 
lich vür alle anspräche nach der stet rehte da ze Ulme. Und über daz so veijehen 
wir Heinrich der amman, Liuprant der burgermsester, . . der rat und alle die burger 
von Ulme, daz wir von der vor geseiten wise nimber kein stiire noch keinen dienst 
gevördern siilen, wan si in unserem banne nit enlit. Diser getaete sint gezüge: 
Ulrich Gwserlich der alte, Wernher Sumerwnne, Ulrich Strölin, Herman der Welser, 
Liuprant von Halle, Otte der Röte, Ulrich der Röte und vil anderer biderber lüte. 
Und daz disü getset stsete blibe, dar umbe und dar über so geben wir disen brief 
gestseten mit den insigeln des ersamen mannes bröpst Cünrates in den Wengen und 
mit des vor geseiten Heinriches des ammannes da ze Ulme. 

Diz geshach und diser brief wsert geben da ze Ulme, nach gotes gebürte zwelf 
hundert jare nünzeg jare in dem siibendem jare, an dem nsehstem tage sant andres 
des zweifboten ünsers herren Jesu Christi. 

Rest des zweiten runden Siegels, kopfüber anhängend, mit einem Pfau im Schild ; es ist das des Ammanns 
Heinrich von Ulm genannt von Hall. — Abdruck: Ulmisches ÜB. 1, 245. 



1297. Dezember 1 und 6. 97 

5071. 

König Adolf gibt der Stadt Tettnang Lindauer Recht. 

Frankfurt 1297. Dezember 1. 

Adolfus dei giatiu Romanorum rex semper augustus universis imperii fidelibuB 
presentes litteras inspecturis gratiam suam et omne bonum. Supplicavit nobis vir 
nobilis Hugo comes de Montfurt, quod cum opidum suum de Dethenant hactenus 
non sit sub certis iuris et consuetudinum legibus gubernatum, nos illud faceremus 
sub eisdem legibus de cetero gubernari, quibus opidum nostrum Lindawe gubemari 
consuevit. Nos itaqne eiusdem comitis devotis supplicationibus favorabiliter inclinati 
sibi de liberalitate regia concedimus postulata presentium testimonio litterarum nostre 
maiestatis sigilli robore munitaruni. 

Datum apud Frankenfort, kalendas Decembris, indictione XI., anno domini 
MCCLXXXXVIL, regni vero nostri anno sexto. 

Notarielles Vidiniiis von 1574 Oktober 11, darin außer dieser Urkunde noch weiter die Tettnanger Privi- 
legien K. Albrechts von 1304 Mai 19, K. Ludwigs von 1330 November 19 und K. Sigmunds von 1429 August 17 
enthalten sind. — Abdruck : Vanotti, Gesch. der Grafen von Montfort 539. — Regest : Böhmer, Addit. II, K. Adolf 4ö3. 



5072. 
Munderkingen 1297. Dezember 5. 

Der Edle Albert genannt Schedel beurkundet, dass Konrad genannt von Kirchen 
(Kilchain) seine Lehengüter in Grötzingen (possessioues suas universas sitas in villa et 
prope villam (Irezzingen dictas des Velwen gut, quas Cunradus dictus Ernst excolit 
quasque dictus C. de Kilchain a me iure tenuit feodali) an Kloster Salem um 8 U 
Heller verkauft hat und eignet dieselben auf Bitten des Verkäufers und nach dessen Resig- 
nation um seines Seelenheils loillen dem Kloster. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum et actum apud Munderchingen, anno domiui MCC nonagesimo septimo, 
nonis Decembris, testibus honorabili viro Rftdolfo rectore ecclesie in Stüzelingen, 
Eglolfo filio meo, Walgero de Bernhusen, Hainrico de Kilchain, Hainrico de Almen- 
dingen, Cunrado dicto Walh, fratre Cunrado medio cellerario, fratre C. dicto Biederer 

(•t fratre H. de Altmanshusen conversis in Salem. 

XI. 13 



98 1297. Dezember 20 und 21. 

Konrad von Kirchen erklärt sein Einverständnis unter dem Siegel des Edlen Albert 
Schädel, da er kein eigenes führt. 

Karlsruhe. Orig. Perg. Siegel Albert Schädels von Steußlingen, s. Bd. 9, S. 494. — Rege.st: v. Weech, 
Cod. dipl. Salem. 2, 534 n. 979. 



5073. 
Ohne Ortsangabe. 1297. Dezember 20. 

Konrad von Katzenstein (Kazzeinstein) eignet dem Kloster Mediingen (Medelingen) 
einen Mansus in Sachsenhausen (mansum situm in Sahsenhusen, quem Fridericus dictus 
Grashei civis in Werda a me nomine feodi habuit et possedit vendens — — quic- 
quid in ipso iuris habere et sui heredes dinoscebantur). 

Siegler: Herr H. von Höchstädt (Hohsteten) und der Aussteller. 

Testes: frater Sifridus de Hohsteten, dominus H. Speto de Vaimingen, H. Mun- 
strarius miles de Gundolvingen, Rupertus civis in Werda. 

Actum et datum anno domini MCCXCVII., in vigilia Thome apostoli. 

München. Orig. Perg. Abhangend noch das zweite Siegel, das Konrads von Katzenstein, stark beschädigt, 
schildförmig, mit einer linksschreitenden Katze auf Vierberg. — Regest : Reg. boica 4, 659. 



5074. 

Rudolf von Klingenstein und seine Söhne und Töchter verkaufen dem Deutschordenshause 
zu Ulm ein Gut in Themmenhausen und eine Sold in Bermaringen. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Dezember 21. 

Wir Rudolf von Clingenstein Wernher min sün und Cünz min sün und Adel- 
heit min tochter und Margret tun künt allen den, die disen brief sehent oder hörend 
lesen, das wir mit gesamenter hant haue gegeben ze kofen das gut ze Immenhusen 
und die seid ze Bermaringen den erbern herren des Tütschen hus ze Ulm umb niun 
pfund Haller, die sie uns dar umb gaben, und das gut geben wir in für ein fryes 
eigen mit allem recht und geben es uff, das ich Rudolf und miniu kind kein recht 
noch anspräche niemer dar an haben noch kain min erben, und diu gut gelten alliu 
jar zway ymmen roggen und zway ymmen habern und VII Schilling Haller und 
hundert eyer und sehs hünr. Des ist gezüg: brüder Eberhart der priester, brüder 
Engelhart von Nyperg, brüder Bgen, brüder H. der Barschperger, brüder Markwart, 



1297. Dezember 24 und 26. 99 

bruder Küdger uud bruder Küdolf von Clingenstain, Wernher sin sün, Liubrant von 
Halle, Ulrich der Rot, Conrat Hochpein und Ott der Rot burger ze Ulm. Das dis 
war und ganz sie, des geben wir Rudolf von Clingenstain disen brief besigelt mit 
unserm insigel. 

Dis beschach do man zalt von gotes geburt zwelf hundert jar und LXXXXVÜ 
jare, an sant Thomas tag des heiligen zwelf botten. 

Kopb. des deutschen Hauses zu Ulm aus dem 14. Jahrhundert, Bl. 20. — Abdruck: Ulmisches ÜB. 1,246. 



6075. 

Hug der Vogt von AUenstaig verpfändet dem Kloster Reuthin einen Wald. 

Ohne Ortsangabe. 1297. Dezember 24. 

Ihc Hug de vogt von Altenstaige vergib offenlich an disem brive, daz ihc 
schuldik bin || der . . priorinun und dem convent von Riithi min pfund Haller, die 
siu mir geliuhen || hant. Dar umbe han ihc in gesezzet minen walt an Monharter 
staige, daz siu den han || uud niezen suln vür reht aigen und ist also gerret, daz 
ihc in dez selben waldes sol gen ze rehtem aigen viir die vor genanten pfenninge 
als vil als mihc zwen erber man haizzent, die siu dar zu erweint und sol der ainer 
sin der vogt von Bi^lah üb er der bi gesin mag. Ist daz er da bi nit mak gesin, 
so suln siu ainen andern der zu nemen an sine stat und sol ihc in dez gehorsam 
sin ze volle laisten, swen siu ez an mihc vorderant. Daz disiu rede stete blibe, dar 
umbe henke ihc min insigel an disem brief. 

Dirre brief wart gescriben, do von gottes gebürt warn zwelf hundert jar nilizeg 
jar und siiben jar, an dem hailigen abend ze wihnahten. 

Ital. Perg. Abhangend rundes Siegel, 38 mm., geneigter gespaltener Schild, mit Querbalken belegt, auf 
dem rechten Obereck Topflielm mit zwei gegeneinander gekehrten halbkreisförmigen durch Querstäbe gegitterten 
Schirmbretteni, das Siegelfeld mit Ranken belegt; Umschrift: f • S • HVG • ADVOC • D . . . . — Abdruck: Schmid, 
Monum. Hohenberg. 132. 

B076. 

Graf Eberhard von Wirtemberg bestätigt die Schenkung von Gütern in Truchtel fingen und 
Steinhiilben durch seinen Vasallen Schtoigger von Truchtelfingen an Kloster Mariaberg. 

Wirtemberg 1297. Dezember 26. 

Nos Eberhardus comes de Wirtenberc universis ac singulis tarn presentillbus 
(juam futuris rei notitiam subnotate. Noverint igitur, quos nosce fuerit oportunum, 11 



100 1298. 

quod nos donationem factam sanctiuionialibus monasterii in Berge ordinis sancti 
Benedict! || Constantiensis dyocesis per Swiggerum quondam nostrum vasallum dictum 
de Trühtelvingen in bonis et possessionibus ibidem sitis ac etiam in bonis et posses- 
sionibus in Stainhulwe sitis sive a nobis in feodo tenuerit vel etiam proprietatis 
tytulo possedisset, ratam et gratam tenere volumus et inviolabilem observare in 
nuUo volentes donationi seu permissioni facte per nobilem virum Albertum comitem 
de Hohenberc socerum nostrum karissimum prefatis sanctimonialibus derogare. In 
cuius rei evidentiam sigillum nostrum presentibus duximus apponendum. 

Datum et actum in Wirtenberc, anno domini MCCLXXXp^JVIII. '), septimo 
kalendas Januarii, indictione XI. 

Abhangend ein Rest des bei v. Alberti Tafel II n. 6 abgebildeten Siegels. — Abdruck : Schmid Monutn. 
Hohenberg. 133. 

1) Die Verbesserung des Fehlers im Datum ergibt sich bei Annahme des Jahresanfangs mit Weihnachten 
aus der Indiktion zusammen mit der Tatsache, daß Graf Albert von Hohenberg in der Urkunde bereits als socer 
d. h. Gegenschwiegervater des Grafen Eberhard bezeichnet wird. Die Verlobung von Alberts und Eberhards 
Kindern fand erst am 18. Dezember 1291 statt. 



5077. 

1298. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Heinrich genannt Hezze vermacht (contuli ac legavi) um seines Seelenheils willen dem 
Kloster Adelberg (Madelberc) all seinen Besitz in Schlechtbach, Spariviesen und Böhringen 
(tertiam partem curie quam redemi ab egregio viro domino Walthero de Urbach 
dicto de Liebenstein milite pro viginti libris Hallensis monete sitam apud oppidum 
quod vulgariter Minnerslecbach appellatur quam tenet Heinricus dictus Waige, simi- 
liter dimidiam partem cuiusdam feodi apud Sparrenwisen quod tenet Heinricus dictus 
Rübar quam redemi pro XVI libris Hallensium a Cünrado dicto de Durnnen nee 
non dimidiam partem cuiusdam hübe apud Beringen quam redemi pro XX libris 
Hallensium minus XV solidis quam tenet dictus Sigeloch der lange nee non Cun- 
radus dictus Tizenbach). Er behält sich die Nutzniessung auf Lebenszeit vor, nach 
seinem Tod aber soll im Kloster sein Jahrtag begangen und im Gebet seiner gedacht 
werden (ut recognoscant omnes ibidem deo famulantes diem defunctionis mee agere 
et suis orationibus deinceps deo fideliter commendare). Propst und Konvent non 
immemores sui beneficii ab ipso nobis facti erklären sich für verpflichtet ihm jährlich 
den dritten Teil der Einkünfte von einer Kelter, einer Wiese und einem Weinberg in 
Schlechtbach zu liefern. Etwa notwendige Veränderungen an den Gütern können durch 



1298. 101 

den Prälaten mit Zustimmung Heinrichs vorgenommen werden, den Schaden oder Nutzen 
davon hat Heinrich mitzutragen oder zu gemessen. 

Siegler: Propst und Konvent von Adelberg. 

Acta sunt autem hec anno doraini MCC nonagesimo octavo. 

Siegel des Propsts von Adelberg, s. Bd. 10, S. 235. 



5078. 
Ohne Orts- und Zeitangabe. (1298)'). 

Elisabet die Wittve weiland Ritter Friedrichs genannt Herter von Dusslingen (Tusse- 
lingen), tamquam coram competenti iudice confessa, beurkundet den Verkauf (ob in- 
tolerabilem uecessitatem — — — vendidi absolute mittens — — in possessionem 
— — corporalem adhibitis verborum et gestuum sollempnitatibus debitis et con- 
suetis) aller ihrer Besitzungen in Pfrondorf (onines possessiones meas in Phlundorf prope 
Lustenowe sitas michi ex dote seu donatione propter nuptias aut alio quovis titulo 
pertinentes cum earundem possessionum curiis mansibus decimis censibus fundis areis 
domibus horreis agris pratis ortis pascuis silvis aquis aquaruni usibus viis et inviis 
immo cum omni dominio vero et utili ac earundem rerum iuribus iurisdictionibus 
et pertinentiis quibuscunque) an Kloster Bebenhausen gegen eine bestimmte ihr ausbezahlte 
Geldsumme, wozu Pfalzgraf Gottfried von Tübingen und ihre Söhne Herter und Herter 
ihre Zustimmung geben. Sie verspricht Gewährschaft, wofür sich mit ihr Kirchrektor 
Diether von Waiblingen und Ritter Diemo genannt Herter die Oheime (patrui) ihrer 
Söhne und diese selbst verpflichten. Auch leistet sie die üblichen Verzichte. 

Siegler: Da die Ausstellerin kein eigenes Siegel hat, Pfalzgraf Gottfried von Tübingen 
(quo presentibus utor cum proprio cai'eam), ferner Dekan Berthold (Ber.) von Tübingen, 
Kirchrektor Diether von Waiblingen, 7'hesaurar H. vom Stift St. Johann zu Konstanz und 
■ Ritter Diemo genannt Herter. 

Pfalzgraf Gottfried und die beiden Söhne der Ausstellerin bekunden ausdrücklich 
ihre Zustimmung. 

Siegel 1) des Pfalzgrafen GoUfried s. Bd. 8, S. 226. 2) des Dekan.s Berlhold von Tübingen, spitzoval 
44,28 mm., über einem KleeblaUbogen Maria mit dem Jesuskind, unten knieender Beter; Umschrift: f • S • 
B • DECANI • IN • TVINGIN. 3) S. Bd. 10, S. 211. 4) des Thesauras H. von St. Johann, spitzoval, c. 48,31 mra., 
Johannes der Täufer, neben ihm eine fünfblättrige Rose ; Umschrift : f • S • H • CVSToRIS • EGGE • SGI • lOHIS • 
OST AN. — Abdnick : ZGORli. 14, 360. — Die Urkunde ist nicht fertig, es ist unter dem Text noch etw?a für 
sechs Zeilen Raum. 

1) Die Datierung folgt in Ermangelung weiterer Anhaltspunkte dem Ghronicon Bebenhusanum. Vergl. 
Cnisius, Annal. Suev. 3, 3, 14, S. 186 und Württ. Jahrbb. 1855, S. 184. 



102 1298. 

6079. 
Aichelberg 1298. Ohne Tagesangabe. 

Die Brüder Diepold und Ulrich Grafen von Aichelberg eignen dem Heilig geistspital 
in Biberach den Wasacherhof, den es von den Herren von Essendorf gekauft hat (pro- 
prietatem curie dicte Wasachherhofe, a qua proventus procedentes sunt XIIII maltre 
frumenti et XIIII solidi Hallensium "), cum Omnibus suis pertinentiis quod vulgo z e 
wasen oder ze zvie nuncupatur vendite et date hospitali sancti spiritus in Biberach 
a domino Walkuno et Helwico dicto Ego fratribus de Essendorf nee non ab Omni- 
bus heredibus eorundem, qui omnes de Essendorf curiam eandem a nobis in feodum 
rettinebant proprietatem prefatam curie iam dicte dedimus donavimus et presentibus 
resignavimus hospitali sancti spiritus prelibato in remedium animarum nostrarum 
et salutem. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Aichilberc, anno domini MCCLXXXX octavo. 

Abhangend an zweiter Stelle Bruchstück vom Siegel des Grafen Ulrich von Aichelberg, s. Bd. 10, S. 414. — 
Regest: Würlt. Vierteljahrshefte 1897, S. 46 n. 17. 

a) Der ganze Relativsatz ist (iber der Zeile nachgetragen. 



5080. 

1298. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Abt Gebzo von Lorch (ecclesie Lauracensis) vidimiert dem Kloster Gotteszell die 
Bulle des Papsts Bonifazius VIII vom, 29. März 1297. 
Siegler: Der Aussteller und Kloster Gotteszell. 
Datum anno domini millesimo CC nonagesimo octavo. 

Siegel 1) des Abts von Lorch, s. o. S. 69. 2) des Klosters Gotteszell, s. Bd. 8, S. 196. 



6081. 

1298. 

Der Edle Konrad von Strahlenberg freit dem Kloster Maulbronn die Güter, die von 
ihm Lehen waren und jetzt im Besitz des Klosters sind'). 

Gabelkhover Kollektaneen, Hdschr. d, StA. 48«, Bd. 1, Bl. 286 b. 

1) Zu Unteröwisheim ? Möglicherweise ist das Datum falsch und die Urkunde von 1296 Oktober 10 (Bd. 10, 
S. B38) gemeint. 



1298. 103 

5082. 

Graf Burkhard von Hohenberg gibt dem Kloster Reuthin das Weiderecht auf Wildberger 
Feld und erlaubt ihm die Annahme von Schenkungen mit der Bedingung, dass es liegende 

Guter in Jahresfrist verkaufen muss. 

1298. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Allen den sol kunt sin, die disen brief sehent alder hörent lesen, daz wir grave 
Burchart von Ho||henberk den vrowan ze Rüthi bi Wilperk, die da sint in Bredier 
Orden, die vrihait und daz reht || han gegeben, daz allez ir vih ciain und groz, daz 
siu ze Rüthi hant gewintert, sol ze waide || gan uf Wilperger velt und swa der 
burger vih gat mit allem reht, und wellen ohc, daz kain vih ez si der burger alder 
ander lüte under ir vih ze waid gang. Wir verjehen ohc an disem selben brieve, 
daz unser wille guter ist und in wol gunnen suln, swer den vor genanten vrowan 
dur got üzzit git ez si luzzel alder vil, wan also verre swer in git ligend gut, daz 
suln siu verkoffen irn ainer jarsvrist. Und daz disiu red stet blib, dar umb haben 
wir disen brief gevestenat mit unserm insigel. Dez ist gezüg: her Menloch von 
Thethelingen, sin sun Johannes, her Volmar von Haiterbach, sin brüder her Berhtolt 
und Peter der scriber und ander erber lüte. 

Diz geschähe do von gottez gebürt warn zwelf hundert jar nünzeg jar und aht jar. 

Siegel abgegangen. — Abdruck : Schmid, Monum. Hohenberg. 13G. 



5083. 
1298. 

Ulrich von Erstatt') verzichtet auf alle Ansprüche an die Güter in Denkingen, die 
Kloster Rottenmünster von Feter Crelle dem Langen und Berthold von Balgheim gekauft 
hat. Dafür soll ihm das Kloster einen ewigen Jahrtag halten. 

Siegler: Der Aussteller. 

Dokb. des Kl. KoUenmünster Bl. 161 '>. 

1) ? Ehrstätt bad. BA. Sinsheim oder Erstellen üem. Pappelau OA. Blaubeuren. Ehrenstellen bad. BA. Staufen 
heißt nach Kiieger 1, 474 alt Ori- und Öristetten. 



104 1298. 



5084. 



Gräfin Agnes von Vaihingen verkauft an Mechthild von Ingersheim und ihren Sohn Konrad 

eine Korngült zu Ensingen. 

1298. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

In gottes namen. Amen. Ich Agnes diu grevin von Vähinge tun kunt allen 
den, die disen brief lesent oder hörent lesen, || daz ich Mehthilt Cönrats seligen von 
Ingershein wirtinne und irm kinde Cünceli han verköft viunf malter rokken ewiges || 
geltes Vähinger messes uf minem hove zu Ensingen, also daz Mehthilt oder ir sun 
Cunrat oder ir gewisser botte daz selbe körn || nemen und enpfhahen suln an unserre 
vröwen tage der jungem in dem selben hove zu Ensinge, umme zwelf pfunt Haller, 
der ich vergihe, daz ich sie enpfangen habe, also öch daz sie der vor genamten 
viunf malter roggen gelt mugen bi ir leben oder nah ir tode geben oder sezzen 
svem si wellen. Ich tun öch kunt, das dirre kouf geschehen ist mit miner kinde 
Cünrats Heinrichs der graven von Vähingen und Adelhait von Tuingen wissen und 
willen. 

Dirre kouf geschach, do von gottes geburte waren tusent zvai hundert jare 
und ähte und nünzek jare. Ist aber daz ich den hof verkoufen oder durh got geben 
wil, so solen si des geltes warten uf der nuwen wisen, und wellent sie das selbe 
gelt verkoufen oder durh ir sele geben, so sol man mir daz gelt umme als vil 
Pfenninge geben, als ich dar umme enpfienk. Daz öch dirre kouf stete si, so han 
wir grave Eberhart von Thuingen und Cunrat und Hainrich graven von Vaihingen 
unser insigel an disen brief geleit. Hie bi sint gewesen und sint geziige: brüder 
Hainrich von Durlach und brüder Dragbot Prediger ordens von Phorzhein und 
Berhtolt Soteli ain burgär von Vaihingen. 

Die drei bekannten Siegel an leinenen Litzen, zerbrochen, eingenäht. — Auf der Rückseite Aufschrift von 
1322 : sabbato ante Nicolai oblatum est hoc instrumentum in contumaciam partis ree in modum probandi primo 
anno domini MCCCXXII. Die Gült war 1322 und 1323 zwischen dem Priester Konrad von Ingersheim und seiner 
Mutter Mechthild einerseits und dem Bauern Berthold Zimmermann von Ensingen strittig. Sie wurde 1340 für 
die Frühmesse in Horrheim erworben und gehörte nach einer Dorsalnotiz aus dem 16. Jahrhundert später der 
dortigen St. Annapfründe. 



1'29H. Januar 2. 106 

5085. 

1298. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Priorin und Konvent von Heiligkreuz (Sirnau) bekennen, dass sie der Laienschwester 
Adelheid von Altbach ein Leibgeding von 18 Siniri Roggen schuldig sind. 
Deutsch. EßUnKer ÜB. 1, 131 n. 303 nach dem Orifi;. in Eßlingen. 



5086. 
Schenk Konrad von Bienburg verkauft dem Kloster Weingarten einen Acker zu Althach. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Januar. 

In gottes namen. Amen. Ich Cünrat der sh^nke von Bigenburc ger ze wiessen 11 
alle die diesen brief lesent, daz ich den 6rbgren herron dem . . abbet und der || 
samnunge von Wingarten han aigellich ze k6ffenne geben den akker zem || Alpach 
umbe ain phunt ph^nninge gewönlicher munse ewich ze besizzenne für ain reht aigen 
als ich und mine vorderne ien unz an dieze zit besezzen han, und vergiehe, daz ich 
und alle min 6rben d6s selben akkers und der aigenshaft r^delich wem siilin wesen. 
Diz sint geziige: herre Alber von Spilberc und der von Ybach herren d^s vor 
genanten klösters, Hainrich der Shacher, H. der Engel, Bri'ine min amman und ander 
erb§r liute. Und fiir künftigen kriec han ich min insigel an diesen brief geh^nket. 

Diz geshach, do von g6ttes geburtlichem tage warent tusent jar zvai hundert 
jar und aht und nünzec jar, in dem manode der Gönner ist genant. 

Das Siegel, das an weißleinener Litze hing, ist verloren. 



5087. 

Ulrich von Königsegg verkauft an Kloster Weingarten seinen Besitz in Uaggenmoos. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Januar 2. 

Wan menslich gehugede kranch ist unde die lüte schiere vergessent swas si 

under aiii||ander werbent, so lerent uns die wisen maister, das wir verschriben allez 

daz wir || under ainander mit werken vurbringent. Da von so tun ich Ulrich von 
XI. 14 



106 1298. Januar 3. 

Ki!ingez||egge ze wissende allen den die disen brief sehent lesent oder hörent lesen, 
das ich den erbseren herren dem apt unde der samenunge dez gotzhuzes ze Wingarten 
han gegeben ze köfende nach rehtem köfe umbe aine unde sehzech marke lötigez 
silberz min rehtez aigen ze Habchmöze an aekern an wisen an wasser an holze an 
wasen unde an zwie mit allem dem daz dar zu höret gebwens unde regebuwens, wie 
ez si genant, mit allem dem rehte alse ez mine vordem unde min vatter herre 
Ulrich aigenlich an mich hat braht. Ich vergihe öch an disem brieve, daz ich daz 
vor genante silber han bewent in minen nuz. Ich verzihe mich vur mich unde alle 
mine erben allez dez rehtez svie ez si genant, daz ich oder mine erben msehten 
gehan an dem vor genantem gute ze Habchmöze, unde binde mich unde öch mine 
erben, daz wir dez selben gütez sulen werer sin nach reht an allen stetten, sva daz 
götzhuz ze Wingarten angesprochen wirt, ez sie an weltlichem oder gaistlichem 
gerillte. Dar über gibe in disen brief ze Urkunde gezaichent mit minem waren insigel. 

Dize geschach, dö man zalte von götz gebiirte zwelf hundert jar unde sehte unde 
nünzek jar, an dem nsehsten dunrstage vor dem zwelften tage. 

An weißleinener Litze stark abgeriebenes Siegel, s. Bd. 8, S. 203. 



6088. 

Heinrich von Eberstein freit dem Kloster Bebenhausen alle schon erworbenen oder noch 
zu erwerbenden Güter im Zehnten von Oberkirch. 

Pfalzgrafenweiler 1298. Januar 3. 

H. dominus de Eberstein universis Christi fidelibus presentem paginam inspecturis 
salutem et subnotatis fidem plenius adhibere. Quidquid religiosis deo iugiter famu- 
lantibus pie inpenditur, expers celestis premii nullatenus reperitur. Hinc est quod 
nosce volumus universos tam posteros quam presentes, nos ob honorem dei gloriose 
virginis Marie salutemque animarum tam nostri quam parentum nostrorum religiosis 
viris nobis in Christo dilectis abbati et conventui monasterii in Bebenhusen Cisterciensis 
ordinis dyocesis Constantiensis presentibus et futuris contulisse et presentibus gratuite 
conferre, ut quidquid donationis legationis emptionis seu quovis alio titulo a quibus- 
cunque nostris seu a nobis infeodatis de possessionibus seu feodis infra terminos et 
limites decimarum Oberkilch nostro dominio pertinentibus ipsis obvenerint ac in 
posterum obvenerit, id nostra donatione libertatis possideant pleno iure, nichil iuris 



1298. Jauuar 7 und 8. 107 

nobis aut nostris heredibus (juibuscumque seu successoribus reservantes, quo mediante 

nostra donatio posset aliqualiter irritari. In cuius testimoniura presentem cedidam 

dedimus prenotato monasterio sigilli nostri robore communitani. 

Actum et datum apud castrum Wyler, anno domini MCCXCVIIL, III. nonas 

Januarii. 

Neuere Abschrift einer notariell beglaubigten undatierten Kopie. 



5089. 

Heinnch Lup von Herreriberg verkauft an Kloster lieuthin eine Gült vom Fronhuf zu 

Sulz und von einer Wiese. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Januar 7. 

Allen den sol kunt sin, die disen brief sehent alder hören lesen, daz ihc Hain- 
rihc Lüp II von Herrenberg den vrowan von Riithi bi Wilperk, die da sint in Bredier 
orden, mit || mins Herren hant grave Burchartez von Hohenberg und mit aller miner 
erban wizzent || und willen vünfzehen Schillinge Tiiwinger, die mir alliu jar wrden 
von dem vronhove ze Sulz ze rehtem gelte und süben schillige Tuwinger von der 
Ripoltinun wis han verkofet vür ain stet gelt. Und daz dirre vor genant kof war 
und stet blib an disen gegenwertigen brief mins vor genanten Herren grave Burchartes 
und der stete insigel von Wilperk Henk ihc an disen brief ze ainer bezüknust dez 
kofez, der da vor gescriben stat. 

Dirre brief wart gescriben, do von gottez gebürt warn zwelf hundert jar ni'inzeg 
jar und aht jar, an dem nehsten zistag nah dem oberasten tag. Dez sint geziig: 
her Hainrich der capelan von Rüthi, Her Ber. von Pforzhain, Lfip burger von Wil- 
perk und ander erber löt. 

Ital. Perg. Siegel 1) des Grafen Burkhard von Hohenbergr, s. Bd. 7, S. 331. 2) rund, 48 mm., der Hohen- 
bergische geteilte Schild; Umschrift: -f • S • CIVIV • IN • WILBERC. — Abdruck: Slonum. Hohenberg. 18*. 



5090. 

Konstanz 1298. Januar 8. 

Die Magister Domscholaster Walther und Propst Konrad von 8t. Johann zu Konstanz 
vices gereutes — — H. dei gratia Constantiensis episcopi in absentia constituti 



108 1298. Januar 9 uud 10. 

beurkunden, dass in ihrer Gegemmrt am 8. Januar (l'eria quarta proxima post festuin 
epiplianie domini) der Kirchrektor Burkhard von Gornhofen (Gailenhoven) bekannt hat 
von Abt und Konvent von Weissenau 20 Mark Silber Konstanzer Gewichts empfangen zu 
haben. Dafür hat er vor ihnen auf alle Rechte an die Besitzungen des Klosters in Torken- 
weiler (in possessionibus apud Dornkwiler ipsarumque pertinentiis universis nee non 
in pratis que vulgaliter dicuntur Rucpruöle et Wagenbrüle ') ac in usufructu utilitate 
et proventibus ac redditibus possessionum et pratorum predictorum) verzichtet. Die 
Urkunden, die er darüber von selten des Klosters etwa noch in Händen hat, werden für 
kraftlos erklärt. 

Siegler: Die Aussteller mit dem bischöflichen Siegel. 

Datum Constantie, anno domini MCCXCVIII., die predicta, indictione XI. 

Siegel des Bischofs Heinrich von Konstanz, s. Bd. 10, S. 16G. — Regest: Reg. episc. Constant. 3051. 
a) Über der Zeile nachgetragen. 



6091. 
Rom 1298. Januar 9. 

Papst Bonifazius VIII. bestätigt dem Komthur und den Brüdern des Deutschen 
Ordens in Heilbronn die Erwerbung des Patronatrechts in Kürnbach von Diether von 
Stemenfels (quod nobilis vir Dietherus de Sternenfels gerens ad domum vestram spe- 
cialis devotionis effectum ius patronatus. quod tum habebat in ecclesia de Quirem- 
bacli Spirensis diocesis vobis et domui vestre pia et provida liberalitate donavit 
prout in patentibus literis inde confectis ipsius nobilis sigillo munitis plenius dicitur 
contineri) '). 

Datum Roma apud sanctum Petrum, V. idus Januarii, pontificatus nostri anno 
tertio. 

Abschrift einer Abschrift des im Bauernkrieg verloren gegangenen Originals aus dem Jahr 1553. 
1) Urkunde von 1297 Juni 24, s. o. S. 59. 



5092. 

Weittgarteti 1298. Januar 10. 

Propst und Konvent von Schussenried^) vertauschen Eigenleute mit dem Kloster Wein- 
garten (Chünradus dictus "Wesscher et Willibirgis uxor .... 'jeorundem . . dicta 
Pötschin cum pueris suis et C. privigno suo, qui sunt novem in numero iure pro- 



1298. Januar 13. 109 

prietatis ac servitutis monasterio [in VVJingartuu pertineutos, nos in recompensam 
— — Elizabet uxoreni Berclitoldi dicti Pischof cum pueriH eorundem qui sunt Sep- 
tem in immero tradidimus loco prescriptorum). 

Siegler: Die Aussteller. 

I)atum in Wingartun, anno domini MCCLXXXXVIII., Pauli primi he[remite]*). 

Siegel abgegangen. 

1) Der Name, der durch die Beschädigung des Pergaments bis auf den Anfangsbuchstaben ausgefallen 
ist, ergibt sich aus einer gleichzeitigen Dorsalnotiz. 

a) Die Urkunde ist durch Mäuse und Feuchtigkeit stark beschädig^. 



5093. 

Fapst Bonifazius VIII. bestätigt dem Kl. Neresheim seine Besitzungen und seine Ordens- 
privilegien. 

Rom 1298. Januar 18. 

Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis filiis . . abbati nionasterii 
sanctorura Uodalrici et Aufre de Nernshein eiusque fratribus tarn presentibus quam 
futuris religiosam vitam professis in perpetuum. || Keligiosam vitam eligentibus 
apostolicum convenit adesse presidium, ne forte cuiuslibet temeritatis incursus aut 
eo8 a proposito revocet aut robtir quod absit sacre religionis infringat. Eapropter, 
dilecti in domino filii, vestris iustis || postulationibus clementer annuimus et mona- 
sterium sanctorum Uodalrici et Aufre de Nernshein Augustensis diocesis, in quo 
divino estis obsequio mancipati, sub beati Petri et nostra protectione suscipimus et 
presentis scripti || privilegio communimus. In primis siquidem statuentes, ut ordo 
monasticus, qui secundum deum et beati Benedicti regulam in eodem monasterio 
institutus esse dinoscitur, perpetuis ibidem temporibus inviolabiliter observetur. Pre- 
terea quascunque possessiones quecunque bona idem monasterium impresentiarum 
iuste ac canonice possidet aut in futurum concessione pontificum largitione regum vel 
principum oblatione fidelium seu aliis iustis modis prestante domino poterit adipisci 
firma vobis vestrisque successoribus et illibata permaneant. In quibus hec propriis 
duximus exprimenda vocabulis: locum ipsum in quo prefatum monasterium situm 
est cum Omnibus pertinentiis suis, in prefata diocesi Augustensi ecclesias sancte 
Marie in Nerenshein et in Ebenoet cum omnibus iuribus ac pertinentiis suis, quas 
quidera in proprios usus habetis, item ius patronatus, quod habetis in . . de Ummen- 
hein, in . . de Cliuechon maiore, in . . de Chuechen minore, in . . de Urenhfin. 



110 1298. Januar 13. 

in . . de Baltranishoven et in . . de Zurtten ecclesiis, item oppidum de Nernsliein 
cum pertinentÜR suis, item Ummenheiu, Ebenoet, Clmechen maiorem et Chuechen 
minorem, Urenhein, Baltramshoven et Zurtten villas predictas cum iuribus et perti- 
nentiis suis. Item omnia iura, que habetis in Elchingen, scilicet in hertschaft et 
in fluerzreht cum omnibus pertinentiis suis. Item quicquid iuris habetis in Dos- 
singen, in Holenstaine, in Dehlingen, in Merchingen maiore et in Merchingen minore, 
in Ruffingen, in Buren, in Affalterwanch, in Hohensol, in Braitenbuech, in Sisenwiler, 
in Hubolzwiler, in Nioseze, in Harthusen, in Branzolfshusen, in Hagenbuech, in 
Dieprehstezbuech, in Nithein, in Hagen, in Leurn, in Stetehein, in Zurtten, in Natten, 
in Haedorf, in Gebsteten, in Zoschingen, in Steinbrunnen, in Husen, in Flien, in 
Knobershusen, in Nanshusen, in Maedelingen, in Sailhein, in Husen iuxta Dilingen, 
in Dilingen, in Lindach, in Schabrage, in Witeslingen, in Merezlingen, in Mittelhein, 
in Medingen, in Koepphingeu, in Tuemingen, in Kesselhof, in Ahmerdingen, in Forren, 
in Buechbrunnen, in Tisschingen, in Hohenstat, in Igenhusen, in Ederhein, in Müllen, 
in Balghein, in Zizewingen, in Osterwiler, in Vessenhein, in Wengenhusen, in Mun- 
zingen, in Froenitingen, in Sehtenhusen, in Bopphingen, in Mittelhoven, in Wtzingen, 
in Wiler, in Hauenhoven, in Grazwanch, in Rimshart, in Shnuttenbach, in Burkholz, 
in Oberndorf, in Kezze maiore et Kezze minore villis. Item de Berchholz, de Wechel- 
loche, de Nithaimerbuech, de Wakraine et de in Flien silvas cum pertinentiis suis. 
Item ins piscandi seu piscarias, quod et quas habetis in fluminibus de Egewan, de 
Witezlingen, de Zurtten, de Baltramshoven, de Frenze et de Üfhusen. Item in dio- 
cesi Herbipolensi ius quod habetis in villa de Saveshein cum terris pratis vineis 
neraoribus usuagiis et pascuis in bosco et piano in aquis et molendinis in viis et 
semitis cum omnibus aliis libertatibus et immunitatibus suis. Sane novalium ii. s. w. 
wie die andern grossen Benediktinerprivilegien, z. B. Urbans IV. für Zwiefalten von 1263 
April '22, s. Bd. 6, S. 112. 

(Rundzeichen^).) Ego Bonifacius catholice ecclesie episcopus subscripsi. (Mono- 
gramm für Bene valete.) 

■j- Ego Gerardus Sabinensis episcopus subscripsi. -j- Ego frater Matheus Portuensis 
et sancte Rufine episcopus subscripsi. -j- Ego frater Thomas tituli sancte Cecilie 
presbiter cardinalis subscripsi. -f Ego Johannes tituli sanctorum Marcellini et Petri 
presbiter cardinalis subscripsi. -f Ego Nicholaus tituli sancti Laurentii in Damaso 
presbiter cardinalis subscripsi. j- Ego frater Robertus tituli sancte Pudentiane pres- 
biter cardinalis subscripsi. f Ego Matheus sancte Marie in porticu diaconus cardi- 
nalis subscripsi. -f Ego Neapoleo sancti Adriani diaconus cardinalis subscripsi. 
j- Ego Guielelmus sancti Nicholai in carcere TuUiano diaconus cardinalis subscripsi. 
■f Ego Franciscus sancte Lucie in silice diaconus cardinalis subscripsi. 



1298. Januar 17. 111 

Datum Home apud sanctum Petrum, per manum magistri Riccianli de Senis 
säncte Romane ecclesie vicecancellarii, idus Januarii, indictione XI., incarnationis 
dominice anno MCCLXXXXVIII., pontificatuH vero do/aii Bonifacii papc VTII. 
anno tertio. 

H^eiisburg. Ürig. Ital. Perg- Bulle abKe^iangen. Weder auf noch unter dem Umschlag ein Kanzleiver- 
merk. Am linken Rand in der Höhe der Unterschrift des Papstes der Kostenvermerk: V, darüber drei wag- 
rechte Striche übereinander, darunter M. de AdrT Oben links p. coe. or. s. BeiT P. Gen. (d. h. Privilegium com- 
mune ordinis sancti Benedict! mit dem Namen des Schreibers). In der Mitte oben ascultetur, zweimal schief 
durchstrichen, daneben aud' post dati^ Im rechten Obereck zwei N übereinander, je zweimal schief durchstrichen, 
daneben links ein kleines a, unter diesem : P. Geii. Auf der Rückseite oben in der Mitte Petrus de Asisio, 
darunter von anderer Hand cü m. 

1) Mit f Domine deus in adiutorium meum intende. 



5094. 

König Adolf beurkundet, dass Konrad von Weinsberg dem Reich seinen Besitz in Tiifer- 
roth und Dewangen überlassen hat und übergibt ihm dafür den Besitz des Reichs in den 

Dörfern Reihen und Biberach. 

Oppenheim 1298. Januar 17. 

Nos Adolphus dei gratia Romanorum rex semper augustus ad universorum 
notitiam tenore presentium volumus pervenire, quod nos iusta et rationabili de causa 
ad hoc nostram maiestatem inducente rogavimus et induximus nobilem virum Con- 
radum de Winsperg fidelem nostrum dilectum, quod ipse nostris precibus inclinatus 
omnia bona sua iura possessiones redditus et proventus ac ius patronatus cum Omni- 
bus suis pertinentiis et iuribus que habuit et hactenus titulo proprietatis possidebat 
in villa et in ecclesia dicta Afrenrot nee non etiam ad hoc decimam laycalem quam 
habuit in villa dicta Denewagen nobis et imperio dedit tradidit donavit et libere 
resignavit et iegittime cessit eisdem ideoque nos eiusdem Conradi de Winsperg puram 
fidelitatem benignius intuentes sibi suisque heredibus et successoribus universis in 
reconpensam supradictorum bonorum et iurium nobis et imperio per eum ut predi- 
citur traditorum omnia bona iura possessiones redditus et proventus cum universis 
et singulis suis iuribus et pertinentiis cultis et incultis quesitis et inquirendis in villis 
dictis Rihen et in Byberach et in eorum marchia vel extra sitis, que hactenus ad 
nos et imperium spectabant auctoritate regia dedimus tradidiraus donavimus et pre-. 



112 1298. Januar 18. 

sentibus legittime donamus tradimus et assignamus habenda tenenda utenda et titulo 
proprietatis perpetuo possidenda et in ipsum Conradum suosque heredee et successores 
libere transferimus pleno iure ac eisdem nostro et imperii nomine renunctiamus et 
totaliter ab eis recessimus et recedimus pure simpliciter et in totuin omni iure modo 
et forma quibus melius valere potest, nil iuris nobis et imperio in eisdem penitus 
reservando dolo et fraude in Omnibus circumscriptis, decernentes exnunc prout ex- 
tunc irritum et inane et pro non facto, si quid imposterum per nos vel alium seu 
alios contra premissa aut quo[d]libet premissorum factum vel attemptatum fuerit 
scienter vel ignoranter publice vel occulte in iudicio vel extra iudicium quoquomodo. 
In quorum omnium testimonium et debitam firmitatem presentes litteras nostre maie- 
statis sigillo fecimus communiri. 

Datum in Oppenheim, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, 
indictione XII., XVI. kalendas Februarii, regni vero nostri anno sexto. 

Öhringen. Vidimus und Bestätigung K. Karis IV. von 1348 prima nonas Januarii, Orig. Perg. — Abdruck : 
Böhmer-Ficker, Acta imperii 524. — Regest : Böhmer, Addit. IL, K. .4dolf 464. 



5095. 

König Adolf bestätigt dem Edlen Konrad von Weinsberg alle seine alten Privilegien, freit 

ihn und seine Erben von Landgerichten und seine Untertanen von fremden Gerichten und 

verpfändet ihm 1500 % von den Reichseinkünften in Heilbronn, Hall, Wimpfen, Mosbach, 

Sinsheim und sonst innerhalb der Landvogtei Schwaben. 

Oppenheim 1298. Januar 18. . 

Adolfus dei gratia Romanorum rex semper augustus universis sacri Romani [imperii] 
fidelibus gratiam suam et omne bonum. Ad hoc in solio regie dignitatis constituti 
sumus divi||nitus, ut cunctis subiectis et fidelibus imperii ad augmentum honoris et 
comodi sui regalis munificentie benivolentiam prebeamus, tunc quoque salubriter et 
iuste presidere nos credimus, || dum quod iustum est et honestum devote postulanti- 
bus elargimur et eosdem in suis iuribus favorabiliter conservamus. Ulis tarnen 
ampliorem gratiam ac maioris gratie plenitudinem dig||num ducimus impertiri, qui 
a nostris et sacri imperii servitiis nullis adversitatum turbinibus avelluntur. Hinc 
est, quod nos benignius attendentes preclara devotionis obsequia, que nobilis vir 
Conradus de Winsperg fidelis noster dilectus suique progenitores et antecessores ab 



1298. Januar 18. 113 

nntiquo tempore pre ceteiüs Romano exhibuerunt imperio tarn fideliter quam devote 
et qualiter adhuc istis temj)oribu8 idem Conradus pro nobis et imperio non desinit 
üxponere res et personam, idcirco ipsum non immerito amplexantes uluis gratie 
libertatis*) et beneficentie specialis ad eius votivam instantiani omnia privilegia 
donationes feoda libertates iura gratias et obligationes sibi ac suis antecessoribus a 
divis imperatoribus et regibus Romanorum prerogative memorie douata concessa et 
concessas approbamus innovamus ratificamus et presentis scripti patrocinio confir- 
mamus. Ad hoc etiam nos ex plenitudine regie potestatis eundem Conradum de 
Winsperg et oranes suos heredes ac successores imperpetuum duximus specialiter 
libertaudos ita quod exnunc litteris presentibus legittime statuimus decemimus et 
ordinamus, quod iidem Conradus de Winsperg suique heredes et successores in ali- 
quibus iudiciis secularibus aut provincialibus vel coram aliquibus iudicibus in eisdem 
iudiciis presidentibus cuiuscunque sint vel fuerint dignitatis auctoritatis preeminentie 
vel potestatis et quocuuque nomine censeantur ubicunque constitutis de cetero parere 
aut super quocunque facto causa vel negotio respondere minime teneantur aliquibus 
personis cuiuscunque Status vel condicionis existant, nisi voluntarie non choacti nee 
citati in aliqua speciali causa ad tempus ibidem se offerant responsuros. Concedimus 
etiam prefatis Conrado suisque heredibus et successoribus pleuariam potestatem, quod 
ipsi vel eorum alter non obstante dicta sua libertate valeant et possiut convenire 
ad iudicia et iudices predictos et pretacta omnes et singulos eis iniuriam aut violen- 
tiam facientes quando et quotiens ipsis videbitur expedire, et per hoc nolumus nee 
intendimus eis in dicta sua libertate aliquod imposterum preiudiciura generari, sed 
semper volumus ipsam nostram gratiam et libertatem in suo robore permanere, prout 
superius est expressum. Mandamus tamen et volumus, ut sepe dicti Conradus sui 
heredes et successores solumodo in curia regali aut imperiali coram nostris vel suc- 
cessorum nostrorum in imperio vicariis aut iudicibus ibidem auctoritate nostra pro 
tribunali presidentibus iuri pareant ac per se vel eorum legittimum procuratorera 
exhibeant et faciant omnibus ipsos impetentibus iustitie complementum. Super hoc 
ad humiles ipsius Conradi de Winsperg preces statuimus per presentes, quod dein- 
ceps omnes et singuli sui burgenses castrenses cives et opidani et suorum heredum 
in castris opidis et villis ipsorum nunc et in futuro commorantes ab aliquibus per- 
sonis aut iudicibus secularibus extra iudicium suum ad iudicia '') extranea provincialia 
compelli non possint quoquomodo, quamdiu ipsi parati sunt coram ipsorum dominis 
aut eorum advocatis vel scuitetis stare iuri et querelantibus facere quod dictaverit 
ordo iuris. Et si vero, quod absit, contra premissa vel aliquid premissorum ex qua- 
cumque causa et quacumque auctoritate aliquid imposterum factum vel attemptatuni 

fuerit scienter vel ignoranter publice vel occulte in iudicio vel extra iudicium, hoc 
XI. 16 



114 1298. Januar 18. 

de nostra auctoritate i-egia ipso facto decemimus irritmn et inane et legittime repu- 
tabimuH pro non facto. Insuper tenore presentium recognoscimus et ad universorum 
notitiam volumus pervenire, quod iios antedicto Conrado de Wiusperg in quindecim 
milibus librarum Halleusium bonorum et legalium existimus obligati, quas in uostris 
et imperii legittimis necessitatibus pro nobis exposuit excepit et in se recepit, prout 
idem Conradus publice probavit rationabili computatione ac legittinao et laudabili 
testimonio coram nobis. Et quia paratam peccuniam non habemus ad jireseus nos 
eidem Conrado et suis heredibus pro dicta peccunie summa dedimus deputavimus 
assignavimus et presentibus assignamus mille et quingentas libras Hallensium bonorum 
singulis annis in festo beati Martini de omnibus sturis iuribus redditibus proventibus 
et obventionibus procedentibus de civitatibus et opidis nostris et imperii in Heilig- 
brunnen in Hallis in Wimpina in Mosebacli in Sünnesliein et aliis villis nostris et 
imperii ibidem in provincia et advocatia existentibus per eum et suos heredes tenen- 
das colligendas recipiendas et sine impedimento ac contradictione cuiuslibet in usus 
suos proprios libere convertendas tamdiu, quousque prefato Conrado de Winsperg 
vel suis heredibus de supra dicta peccunie summa videlicet de quindecim milibus 
librarum Hallensium per nos aut nostros in imperio successores integi'aliter fuerit 
satisfactum, et de perceptis medio tempore in sortem principalem minime compu- 
tandis, superflua tamen parte dictarum sturarum iurium reddituum proventuum et 
obventionum de dictis civitatibus opidis et villis pro^edentium, quam nobis et im- 
perio specialiter reservamus, dumtaxat excepta. Nulli ergo omnino hominum liceat 
hanc nostre confirmationis approbationis gratie ac libertatis nee non donationis seu 
assignationis paginam infringere vel ei in ausu temerario contraire, quod si facere 
presumpserit, gravem nostre maiestatis offensam se noverit incurrisse. In quorum 
omnium, premissorum testimonium et evidentiam pleniorem hoc presens scriptum 
exinde fieri mandavimus et sigilli liostre maiestatis appensione muniri. 

Datum in Oppenheim, XV. kalendas Februarii, anno domini millesimo ducente- 
simo nonagesimo octavo, indictione XL, regni vero nostri anno sexto. 

Öhringen. Orig. Perg. An roter geflochtener Seidenschnur das beschädigte Majestätssiegel. — Aljdruck : 
Hanselraann, Weiter erläuterte Landeshoheit des Hauses Hohenlohe, 1757, Beil. S. 133. — Regest: Böhmer, 
K. Adolf 891. 

a) Ob verschrieben für liberalitatis? b) Vorlage iudicicia. 



1298. Januar 24 und 25. 115 

5096. 

liixchof Man(/ol(l von Wilrzlji(r(j vereinigt die Juhrtcuje der Weihe der Johanniterkirche 

in Hall und ihrer drei Altäre auf den Sonntatj nach Trinitatis und setzt die Kirchtceike 

von Gottwollshausen auf den dritten Sonntag nach Pfingsten fest. 

Wto'zburg 1298. Januar 24. 

Manegoldus dei grutia episcopus Herbipoleusis inspectoribus presentiuni recog- 
noscimus publice || universis, quod nos ad petitioneui religiosorum virorum . . con- 
mendatoris et fratruni hospitalis || domus in Hallis nostre dyocesis anniversaria 
dedicationuni ecclesie sue in Hallis et || trium altarium in ea existentiuni, que hucus- 
que divisim non sine difficultate modica dictorum fratrum celebrabantur, cum Omni- 
bus indulgentiis suis counimus et in octavam sancte trinitatis in hiis scriptis trans- 
ferimus statuentes annis singulis illas in ipsa octava simul inantea celebrandas, 
oninibusque Cbristiani nominis professoribus vere penitentibus et confessis, qui ad 
dictas dedicationes sie counitas contluxerint annuatim propitiationis veniam petituri, 
nos de omnipotentis dei misericordia et beatorum apostolorum eins Petri et Pauli 
nee non iDretiosorum niartirum Kyliani sociorumque eins meritis et auctoritate con- 
fisi XL dierum criminaliuni et anmim venialium addentes indulgentias et misericorditer 
in domino relaxantes, quas siquidem indulgentias ob reverentiam dictarum dedicationum 
per octo dies continuos annuatim volumus perdurare. Preterea ad eorundem fratrum 
suplicationera anniversaria dedicationum parrocliialis ecclesie in Gotboltshusen nostre 
dyocesis et unius altaris in illa existentis similiter cum suis indulgentiis counimus et 
in tertium diem dominicum post festum pentecostes transferimus in illa die singulis 
annis inantea celebrandas. In quorum premissorum testimonium hoc scriptum nostro 
sigillo fecimus roborari. 

Datum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo VIll.. in die beati Thymothei 
apostoli, pontificatus nostri anno X. 

An riitPii nnil lilauen Leineiifiiden das zerltrocIiPiie Bischofssiegel, s. B(1.9, S.368. — Hegest: Wirt. Franken 0,80. 



5097. 
Der Komthur Johann von Opfingen und die Brüder des Deutschen Hauses zu Altshamen 
nehmen von Heinrich • und Adelheid von Lichten feld 7 Mark Silber auf und verschreiben 
dafür als I^eibgeding Gülten in Luditsiceiler und Ebersbach im Betrag von einer Mark Silber. 

Ohne Ortsangabe. 129>^. J/nni'n- 25. 

Ich bruder Heinrich von Opphingen des ordeus sancte Marien des Thiizeu hus 
von Jerusalem comendür zu || Alshuson vorjihe und alle die bruder von Alshusen 



116 1298. Januar 25. 

mit mir allen den die disen brief ane sehent oder horent || lesen, daz wir mit 
gemeinem rate umbe den nütz unsers huses haben ingenömen siben marc lötiges 
silllbers von unserme lieben vründe dem ritter Heinrichen von Lietenvelt und von 
siner wirtin vröwen Adelheite. Wir haben ouch inan zwein dar umbe gegeben ein 
marc geltes zu eime rehten lipgedinge und umbe die marc geltes han wir sie gewiset 
uffe unser gut zu Lüthartzwiler, do der Asspachere uffe sas, und uffe daz güthelin 
bi dem vallethor zu Ebersbach, daz wir umbe Ulrichen von Stuben köftent und ouch 
dri Schillinge phenninge sol man in geben alle jar user deme gütelin zu Ebersbach, 
daz uns von Kün und von Resschin von Küti wart umbe ein ros, da mitte ist die 
marc geltes ervollet. Dise zwei vor genante guter und dise dri Schillinge user dem 
drietten sullent sie niessen und lian von unseren wegen die wile si lebent, und swe- 
deres under in zwein vor stirbet, so sol es daz ander niessen und han üntz an sinen 
thot und sol danne uns und unsem orden wäder ane vallen. Daz dis stete und war 
'belibe von uns und von unser nachkämen, so henken wir unsers huses ingesigel an 
diesen brief zu einem Urkunde. Dis sint gezuge : bruder C. von Blümenvelt luprister 
zu Alshuse und bruder Eberhart von Kiltzharten ouch ein prister, bruder Johannes 
Eeinbot, bruder Eichart der Rage, bruder Hiltebolt von Rudelingen, lierre Johannes 
von Rinkenburc der ritter. Eberhart von Bossen und Friderich der schuler von Als- 
husen und ander erber lüte gnüge. 

Dis geschach in dem Jenner an sancte Faules bekerde thac, do von gotes geburte 
was zwelf hundert jar und ahthe und nünzic. 

Beschädigtes Siegel, rund, 35 mm., links Maria mit dem Jesuskind sitzend, rechts vor ihr kniend ein Beter ; 
Umschrift: f • S . . . RM (d. h. fratrum). THEVTHVNICOR • IN • ALSHVSEN. 



5098. 

Heinrich Kajyelan, Bü7'ger von Heilbronn, verschreibt seiner Frau Irmentrud von Ehren- 
berg 40 Mark auf Gütern zu Burkhardswiesen, Kirsenbach, Dahenfeld und Odheim. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Januar 25. 

Es sollent alle die wissen, die diesen brief ansehent oder horent lesen, das ich 
Heinrich Capelan ein burger von Heilbronnen vergihe, das ich mit freiem mute han 
gegeben vran Irmendrude von Erenberg miner ehelichen vrowen vierzig marke uffe 
zween morgen Weingarten zu Burkarteswiesen unde zue Kirsenbach uf ein gut sech- 
zehen schillinger und vier Haller und ein acker zue Dahenvelt und dar zue do han 
ich ir geben und gemachet minen hof zue Oedeheim mit allem dem das dar zu 



1298. Januar 28. 117 

gehört, es sey gros oder klein gesuecht oder ungesucht also, swenne ich nit enljin, 
das sie da mit schaffen soll, das sie dunket das ihr aller beste fuget, unde alle die- 
weil unde ich lebe, gelanget mich denne daz selbe gut zu verkaufen bas den andere 
gut, daran soll sie mich nicht irren noch ensoU mich dar an mit nichten wenden. 
Des seind gezeugen: herr Heinrich der landvogt, herr Brusse der Schultheis, Hein- 
rich von Gemunden, Conrad Wichmar, Heinrich Wichmar, Harmut Lenibelin, Heinrich 
Lembelin sein brueder, herr Albrecht Gottegalle, Gebwin unde herr Hainrich Wibech, 
die richter und burger seind zue Hailbrunnen, und ander erbar lute gnuge. 

Unde das dis war und stete belibe, das thet die statt zu Hailprunnen, versiegelt 
disen brief zue einem warn urkundo, do man zahlt von gottes geburt tausent zwey 
hundert neunzig und acht jähr, an sant Pauls tag. 

Kopb. des St. Glaiaklosters in Heilbronn aus dem 18. Jahrhundert, Bl. 36. — Regest: Heilbronner ÜB. I,23n.ö0. 



5099. 

Ritter Wolf vom Stain verkauft den Kirchensatz zu Emeringcn an Kloster Zwiefalten. 
Ohne Orts- und Zeitangabe. (Vor 1298 Januar 28). 

In gottes namen. Amen. Ich herre Wolf ain ritter genant von dem Staine 
tun kunt || und vergihe offenlich an disem brieve allen den, die in lesent sehent 
oder hörent || lesen, daz ich den kirchensaz zu dem dorfe ze Emeringen mit anderem 
gute, daz och || da gelegen ist, ze kofende geben han dem erbairen herren . . abbet 
. . Eberhart und dem convente gemainlich von Zwiveltün umbe fiuf und trizzeg 
marke silbers mit selchim gedingede, swenne es der vor genante . . abbet . . Eber, 
und der convente ze verte bringent mit dem lehenherren, daz ich und miniu kint 
den vor genanten kirchensaz") mit dem vor benenten gute*) uf geben sulen dem 
vor benemten herren . . abbet . . Eber, und dem convente von Zwiveltün. Ich vergihe 
och an disem brieve, ob daz geschith, daz diu vor benemte kirclie ledig wirt, e si 
daz ze verte bringen mit dem lehenherren, daz ich noch miniu kint mit der vor 
benemten kirchen niht sulen tun, wan daz mit dez vor benemten lierreu willen 
geschult . . abbet . . Eberhartes aide sines nachkomenden und mit dez conventes 
willen gemainlich von Zwiveltün. 

Unausgefertigtes Original; unter dem Text noch Raum für etwa 8 Zeilen. — Von Sulger, Annal. Zwiefalt. 
3, 1, 3 S. 250 in das Jahr 1295 gesetzt. Da der eigentliche Abschluß des Verkaufs erst 1298 Jan. 28 erfolgte, 
(vgl. Sulger 3, 1, 4, S. 254) nehmen wir obige Datierung an. 

a— a) Auf Rasur. 



118 1298. Januar 28. 



5100. 



Ritter Wolf vom Stam verkauft an Kloster Zwiefalten all seinen Besitz zu Emeringen 
mit dem Kirchensatz, behält sich aber das Vogtrecht vor. 

Zwiefalten 1298. Januar 28. 



In gottes namen. Amen. Allen den die disen brief sehent lesent oder horent 
lesen, tun ich herre Wolf von dem Stain an ritter ain wares Urkunde aller der 
dinge, || der an disem brieve hie nachgeschriben stat. Ich vergihe aigenlich, das 
ich den erbferen herron . . abbet Eberhart dem convente und ir gotteshuse ze Zwiveltün 
ze kophen||de gegeben han umme hundert marke silbers Esselinger gewäges ewec- 
lich ze besizzende alles das ich an dem dorfe ze Emeringen hete mit dem kirchen- 
sazze der kir||chen ze Emeringen mit akkern mit wisen mit holze mit velde und 
mit dem laien zehenden den ich och da hete mit allem dem rehte, so ich zu den 
lüten hete, die an die kirchen hörent, und mit der ehafti und mit allem dem 
rehte so ich da hete, allaine an die fogtai, die ich da haben sol von in über 
das vor benemte gut und über alles das, das si iemmer da gewinnent ze dem 
vor benemten dorfe, da sol ich und min erben das fogtreht nemen, das hie nach 
geschriben stat: von ieglichem hove aht viertail habern und ain vasnaht hün, von 
ieglicher hübe vier viertail habern und ain vasnaht hün, von ainer halber hübe zwai 
viertail habern und ain vasnaht hün, und von ainer selde ain vasnaht hün, und fur- 
bas kainen nuz nie weder von lüten noch von dem gute. Wair aber das ich furbas 
gut oder lüte schadegeti oder kain min erbe, das sol ich oder min e[r]ben wider 
tun in zwain manoden swenne wir sin ermant werden nach gnaden oder nach kunt- 
schaft. Tätin wir des niht, so suln wir vallen von der fogtaie. Wir ensun och ich 
noch kain min erbe die vor genanten fogtaie weder verkophen noch versezzen noch 
kaine wise tun, das wider der samenunge und dem gotteshuse sie. Tat aber ich 
oder kain min [erbe] iht anders mit der fogtaie, denne hie vor geschriben stat, so 
hete ich noch kain min erbe noch der, dem wir si gäbin, kain reht zu der selbun 
fogtaie. Wir sun och da nemen ich und min erben alle die fräveli halbe, si sien 
ciain oder groz, die da geschehent. Ich vergihe och, das ich des silbers gänzlich 
gewert bin. Und das der vor genant kof gän[z]lich und luterlich dem gotteshuse 
ze Zwiveltün an allen kriek beliben muge, so hat herre Egelolf von Stüzelingen an 
frie uf gegeben in mine haut, swas er rehtes hete an den kirchensazze ze Emeringen 
und han ich den kirchensazze mit aller der vor genanten ehafti an das gotteshüs 
braht, als hie vor geschriben stat. Das och alles das, das an- disem brieve geschriben 
stat, dem gotteshuse stäte belibe, so verzihe ich für mich und für min erben aller 



1298. Januar 28. 119 

der dinge, da mit der vor genante kof bekrenket möhte werden, und ze ainer waren 
sicherhait alles des hie vor geschriben stat, so henche ich min insigel an disen brief. 
Ich Egelolf von Stftzelingen der vor genante vergihe aigenlich an disem brieve, das 
ich in hern Wolfes haut von dem Stain, der da vor benemte ist, frilich uf gegeben 
han alles das reht, das ich au dem kirchensazze hete ze Emeringen, und ich für 
mich und für allen mine erben gänzlich verzigen han alles des rehtes und aller der 
anspräche, so ich an dem vor genanten kirchensazze ie gewan. Ich vergihe och 
gezöge mit dem vor benemten hern Wolfe von dem Stain, die hie bi waren, da dis 
geschach: herre Hainricli von Velbach, Hainrich sines brüder sun, Berhtolt und 
Cftnrat die zwene gebruder von dem Staine, Hainrich von Kirchaiii, Ulrich von 
Bächingen, Hainrich Birchihart, Burchart der Ganter, Hainrich Sälzeli und ander 
biderbe lüte. Und ze ainer ganzer sicherhait der selben verzihenuste so henche ich 
der vor benemte Egelolf von Stüzelingen min insigel an disen brief. 

Dirre brief wart geschriben in dem vor benemten closter ze Zwiveltün, do man 
zalt von gottes gebürte zwelf hundert jar, nünzek jar und aht jar, am ahtoden tage 
sant Agnesen. 

Zwei Siegel: 1) schildförmig, 48,37 mm., drei gestürzte Wolfsangeln; Umschrift: * S • WOLFRAMI • DE • 
LAPIDE • 2) nmd, lö mm., im Schild rechter Dombalken ; Umschrift : t • S • EGLOLFI • DE STHVZELINGGEX. 



'-^■ 



5101. 

Abt Eberhard und Konvent von Zwief alten nehmen den Ritter Wolf vom Stein zinii l'nf/t 

über ihre Güter in Emeringen. 

Zwiefalien 1298. Januar 28. 

Wir Eberhart von gottez genaden abt ze Zwiveltün und dii sajineuunge geimain- 
lich dez gottezhtis ze Zwivelti\n künden || und verjehen und erkennen unz an diesem 
brlve daz wir hern Wolfen vom Stain den ritter dienzman grave Eberhartez von 
Wir||tenberch über als daz gut, daz wir haiben z^ Eienmeringen oder noch giewinnen, 
ze vogt genümen haben und sin erben mit solcher || giedingde: er sol niemen ze 
vogtrehte von igezlichem höve ahte viertael habern und ain vaznaht hün und von 
igezlicher ganzer hi'ibe vier viertal habern und ain vaznaht htm und von iegezlicher 
halber hübe ziewa viertal habern und ain vaznaht hün und von iWler selde ain vaz- 
naht hün und sol fürbaz kain nüz niemen noch liütte noch gut fiirbaz niezen oder 
schaidegfln • und sol beidi'i Hütte und gut schirmen so vierre als er mack mit allen 



120 1298. Februar 1. 

dingen. Weer aber, daz er fürbaz gut oder liütte schäidegtti er ader kain sin erben, 
wan als daz vogtreht ist, so sol er und sin erben wider tliün in zf^wan manöden, 
swenu erz wirt g^mant von ünz ader von der ssemenunge nach gienaden ader nach 
kuntschefte. Theitin si dez niht, so sol er und sin erben vallen von der selben 
vogtse und sülen numme vogt sin. Er sol noch enmack noch kain sin erben als ßi 
sunderlich bedinget sint, di vor gienantten vogttse verkwffen noch verseizen noch 
von in dikain wise enpherwmden noch kainer slaht dinch mit ir thün, daz wider 
ünz ader wider der ssemenunge si. Wolt aber er ader kain sin erben iht anderz 
thün mit der selben vogtse, denne mit wortten beischaiden ist, so heit er noch kain 
sin erben kain reht zo der selben vogttae noch dem siz gieben. Swaz och v^rafelin 
da gieschit grüz oder klain, die sol er niemen halbe und wir halbe, swederz ampt- 
man z^ gierihte siezit. Daz diz als veist und steit belibe, so gieben wir disen brief 
dem vor gienantten hern Wolfe vom Staine biinsigelten und b^veistent mit unserm 
insigel und och mit der ssemenunge insigel. Dez ist g^ziuch her Cünrat der priol 
von Göingen, her Eberhart von Hermzdorf und her Swigger von Wildenowe erbser 
priester von Zwiveltün und her Hainrich her Wolfz brüder, her Bertholt sinz brüder 
sün, Cünrat von Tathüsen, Berthol von Esenhaen sin brüder und ander vil biderb 
liütte, den billich ist ze glühende. 

Dirre brief wart gegeben ze Zwiveltün, do man zalt von gotez geburte zwelf 
hundert jar, niunzech jar und ahte jar, am ahten tage san Agnesen. 

Siegel abgegangen. 



5102. 

Graf Ulrich von Helfenstein verzichtet dem Kloster Kaisheim gegenüber auf die Vogtei 

über ein Gut in Oberweiler. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Februar 1. 

"Wir graf Ulrich von Helfenstain thun kund allen denen, die disen brief sehent 
oder hörent lesen, dasz wir uns haben verzigen der vogtei zu Oberwiler an dem gut, 
das herr Burkhart von Giengen der ritter den herrn von Kaisheim zu einem seel- 
geret hat gegeben. Disz dinges sind gezeugen: Ulrich von Scharnsteten, Ulrich von 
Hofsteten, Rudolf von Nallingen ritter. 

Datum in vigilia purificationis sancte Marie, anno domini MCCXCVIII. 

Donaueschingen. [Oswald Gabelkhovers] Gesch. der Grafen von Helfenstein, Handschr. d. 16. Jahrhunderts, 
fol. 512. 



1298. Februar 14 und 22. 121 

5103. 
Wörth 129H. Februar 14. 

Gerlach Herr von Brettberg (dominus de ßruberg) verkauft mit Zustimmiimj seiner 
Gemahlin Luckardis, seines Bruders Arrosius und seines Sohnes Eberhard an den Komthtir 
und die Brüder des Deutschen Hauses in Meryentheim sein Dorf Schmachtenbery (villani 
nostram dictam Hmachtinberg titulo proprietatis ex successione patema ad nos devo- 
lutam cum omuibus attinentiis pratis pascuis silvis terris cultis et incultis iurisdictione 
ac aliis, quocunque nomine censeantur, decima homagio et hominibus nostris ibidem 
manentibus dumtaxat exceptis) und verspricht Gewährschaft unter Stellung von Bürgen 
(frater noster Arroys, filius noster Ebirhardus predicti, Kudolfiis dictus Cisechin, 
Senandus, Wilhelmus dictus Ulner, Dieterus Rufus de Heidebach milites et Bertoldus 
advocatus in Werde), die zum Einlager in Miltenberg (oppidum Mildenberg) verpflichtet 
sind, tamdiu super nos fideiussorie commesturi donec per nos defectus — restauretur. 

Siegler: Der Aussteller (sigilla nostra). 

Datum in Werde, anno domini MCCLXXXX octavo, XVI. kalendas Martii, pre- 
sentibus domino Arrosio, domicello Ebirhardo, Willehelmo dicto Ulner, Senando, 
Dietero Kufo de Heidebach, Rudolfo, plebano in Werde, Bertoldo advocato ibidem, 
Eigelone de Rolbach. 

München. Orig. Perg., bei Urkunden des Erzstifts Mainz. Vier Siegel, davon das 1. und 3. stark beschä- 
digt. 1) rund, 62 mm., der Siegelinhaber auf rechtssprengendem Roß, in der Rechten das Schwert, am linken 
Arm den viermal geteilten Schild, auf dem Topfhelm einen breiten Wulst oder Kissen, wie es scheint oben in 
eine Spitze ausladend ; Umschrift : . . SIGIL .... RLACI . . . BRVB ... 2) spitxoval, 48,32 mm., stehende Dame 
mit breiter Haube, auf der rechten Schulter ein Eichhörnchen ; Umschrift : f • S • LVGARD ... DE • BRVBERC. 
3) i\ind, 68 mm., auf linkssprengendem Hengst der Siegelinhaber, in der Rechten das Schwert, am linken .\rm 
den viermal geteilten Schild, Helmzier unkenntlich, am Kopf des Pferdes ein Federbusch ; Umschrift : . . GIL .... 

ROYS' • DOMIN 4) rund, 38 mm., viermal geteilter Schild ; Umschrift : t • S • EBERHARD! ■ D • BRVBERG. - 

Abdruck : Gudenus 4, 979. — Regest : Reg. boica 4, 663. 



5104. 

Würzburg 1298. Februar 22. 

Bischof Mangold von Würzburg beurkundet, dass Sefrid von Sindringen den von 

Würzburg zu Lehen gehenden dritten Teil des Zehnten in Emsbach aus Not an Kloster 

Schönthal verkauft (cum Sefridus de Sinderingen tertiam partem decime in Ernspach 

anuis singulis (juatuor libras et duos solidos Hallensium solventem, quam siquidem 

tertiam partem nobilis vir Conradus de Winsperg a nobis et ecclesia nostra et deinde 
-M. lü 



122 1298. März. 

ipse Hefridus immediate ab ipso nobili in feodum tenuerant, urgente necessitate 

de consensu ipsius nobilis vendiderit) und der Würzburger Kirche zum Ersatz 5 S 
Heller Einkünfte in Sindrim/en (in villa Sinderingen) übergeben hat (nobis et ecclesie 
nostre ac ipsi nobili tradiderit et donarit). Er eignet, da der Tausch der Würzburger 
Kirche zum Vorteil ist und der Zehnte dadurch für fromme Zwecke wiedergewonnen wird 

(ad usum pium immo divinum reverti), den Zehnten dem Kloster (donamus cum 

pleno rerum dominio transferentes) und belehnt mit den Einkünften in Sindringen den 
Edlen Konrad von Weinsberg. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo VIII., VIII. kalendas Martii, 
pontificatus nostri anno decimo. 

Kopb. des Kl. Schönthal von 1612, Bl. 440. 



5105. 

Ohne Ortsangabe. 1298. März. 

Bischof Friedrich von Speier beurkundet, dass sein Oheim (avunculus) der edle Herr 
Graf Heinrich von Eber stein ihm das Dorf Oberöwisheim zu Lehen gemacht hat (villam 
in Obernöwensheim zu der N'iwenburg ad eum iure proprietatis libere pertinentem 
nobis nomine nostre ecclesie resignavit et ius eiusdem ville in nos et ecclesiam 
nostram irrevocabiliter transtulit — — et nos eandem villam sibi et lieredibus suis 
consensu nostri capituli accedente contulimus tytulo feodali) und gibt, da auf solche 
Weise für Schadloshaltung seiner Kirche gesorgt ist, die Erlaubnis, dass der Graf das 
Dorf Loffenau, das er bisher von Speier zu Lehen gehabt hat, als Eigentum (cum ius 
et proprietatem dicte ville Loffenöwe nobis et ecclesie nostre competentes transtu- 
lerimus in eundem) verkaufe. Er bestätigt auch den Verkauf von Loffenau durch den 
Grafen an Kloster Herrenalb, presertim cum ipsa venditio non sit facta in nostre 
ecclesie preiudicium et iacturam. 

Domdekan Wernher und das Domkapitel geben ihre Zustimmung. 

Siegler: Der Aussteller und das Domkapitel. 

Datum et actum anno domini MCC nonagesimo octavo, mense Martio. 

Ital. Perg. Nur noch das zweite Siegel, ganz zerbröckelt, eingenäht. Ein Duplikat in Karlsruhe. — Ab- 
druck: ZGORli. 12, 217. — Der Abdruck eines deutschen Textes bei Krieg v. Hochfelden, Gesch. d. Gr. von 
Eberstein 18.% S. 366, geht trotz der Angabe über Besiegelung nicht auf ein Original zurück, sondern gibt eine 
spätere deutsche Übersetzung. 



1298. März 7 und 8. 123 

5106. 
St. Blasien 1298. März 7. 

Prior, Propst und Meisterin des Fruuenkl osters Berau (lierowe) verkaufen (vendi- 
dimus — transtuliinus) mit Zustimmung des Abts und des Konvents von St.' Blasien im 
Schwarztcald , denen ihr Kloster unmittelbar unterworfen ist (quibus immediate subiectum 
esse dinoscitur iiionasterium preuotatum) an Kloster Behenhausen von Not gedrängt 
alle ihre Besitzungen in Echterdingen (oinnes possessiones nostras apud ^chtertingen 
ubilibet constitutas cum universis earundem possessionuin fundis areis domibus horreis 
septis pratis agris pascuis silvis viis inviis iuribus iui'isdicionibus et pertinentiis qui- 
buBCumque, ob urgentem necessitatem nobis et ipsi monasterio ex causis licitis et 
legittimis imminentem) um 16 % guter Heller und verzichten auf alle Rechtsmittel. 

Siegler: Der Abt von St. Blasien (sigillo — — quo et conventus eiusdem mona- 
sterii utitur), der mit seinem Konvent seine Zustimmung ausdrücklich kundgibt. 

Actum et scriptum Ezzelingen, sigillatum et datum in monasterio saucti Blasii 
memorato, anno domini MCCXC octavo, nonas Martii. 

Abliangend beschädigtes Siegel, spitzoval, c. G0,38 mm., sitzender Abt mit Stab und Buch ; Umschrift : 
ERTOLDI S • MON • SCI • BLA - Abdmck: ZGORh. 14, V)l. 



5107. 
Ohne Ortsangabe. 1298. März 8. 

Der Edle Konrad von Weinsberg erlaubt seinem Lehensmann Sefried von Sindringen 
auf dessen Bitte, dass er pressus gravi onere debitorum dem Kloster Schönthal den dritten 
Teil des Zehnten zu Ernsbach verkaufe, da der von Sefried angebotene Ersatz mit Ein- 
künften im Betrag von 5 % Heller in Sindringen für ihn vorteilhaft ist, und überträgt 
dem Kloster all sein liecht an den verkauften Zehnten (transferentes in sepedictos abba- 
tem et conventum manus nostre translatione vocis renuntiatione et pura confessione 
omne ius libertatem et quasi possessionem qua predictam decimam nos et sepedictus 
S. possedimus tenuimus usi fuimus) unter Vei-zicht auf alle Rechtsmittel. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini millesimo CC nonagesimo VIII., VIII. idus Martii. 
Kopb. des Kl. Schönthal von 1512, Bl. 4.'»''. 



124 1298. März 9 und 13. 

5108. 
Munderkingen 1298. März 9. 

Rudolf von Emerkingen (Anemerkingen) verkauft (vendidi — — transfundens omne 
ius et dominium) dem Propst Heinrich und Konvent von Marchthal mit Zustimmung 
seiner Frau Petrissa, seiner Brüder Hermanns des Kirchrektors in Zell (Celle), Walthers 
des Ritters und von dessen Kindern seinen Zehnten in campo Vogelsgehai ') dicto, den 
er von seinem Vater ererbt hat (que in meam iurisdictionem devoluta est ex paterna 
hereditate) um 12 % Heller und verzichtet auf alle Einsprachen und Ansprüche, ivie auch 
Eberhard genannt Cuoni auf sein vermeintliches Recht verzichtet hat (omni iure insuper 
quod Eberhardus dictus Cuoni in prenominata decima se habere asseruit, quod quasi 
nullum fuit, per predictum Eber, resignato et per manus extensionem precise renuntiato). 

Siegler: Der Aussteller, seine Brüder Hermann und Walther , der Edle Albert von 
Steusslingen und die Stadt Munderkingen. 

Actum et datum in Mundrichingen, anno domini nonagesimo octavo, VII. idus 
Martii, indictione undecima. Testes: Albertus de Stuzzelingen nobilis et Egilolfus 
filius suus. Wolframmus miles de Bernhusen, . . advocatus de Fri dingen, Ruggerus 
de Lihetenstein rector ecclesie in Anegestingen, Bern, de Damiat, ßudigerus de 
Damiat, Dietherus de Ingirhingen, Bartholomeus, Her. Sinnicman, C. Virrer. 

Regensburg. Orig. Perg. Von 6 Siegeln nur noch das beschädigte erste, Rudolfs von Emerkingen (s. Bd. 10, 
S. 524) und Reste des vierten vorhanden, eingenäht. 

1) Die Urkunde war im alten Klosterrepertorium, nach der Dorsalnotiz aus dem 18. Jahrhundert, bei Unter- 
wachingen eingeteilt, woraus sich die Lage dieser Örtlichkeit ergibt. 



5109. 

Ohne Ortsangabe. 1298. März 13. 

Der Edle Konrad von Boxberg (Bockesberg) beurkundet einen Gütertausch mit dem. 
Komthur und den Brüdern des Deutschen Hauses in Mergentheim, bei dem er diesen Güter 
in Schwabhausen (in Swabehusen bona in quibus resident Cunradus faber et dictus 
Türtel Cunradus Koch ad nos ex paterna successione et iure hereditario spectantia) 
überlassen (dedimus tradidimus et in hiis scriptis tradimus atque damus) und dafür 
von ihnen einen Hof in Schilling statt (curiam suam in Schillingestat) erhalten hat, sicut 
in instrumento ab ipsis nobis desuper dato et tradito plenius continetur. Er ver- 
spricht Gewährschaft und stellt als Bürgen dafür den edlen Mann Graf Rudolf von 
Wertheim, Ritter Konrad genannt Clinchart und seinen Schultheiss Konrad in Uiffingen 



1298. März 21. 12B 

(Uftiugen) mit Verpfiichtung zum Einlage}' in Mergentheim (opidum Mergentheijii non 
exituri intrabunt more fideiussorio tamdiu inil)i comesturi donec predicta omnia fuerint 
per no8 iutegraliter adimpleta). 

Siegler: Graf Rudolf von Wertheim und der Aussteller. 

Datum et actum anno domini AICCLXXXXYIIL, in crastino (iregorii pape. 

Abäclirift des DeutschordenisarchivHrs Breitenbacli aus dem 18. Jahrhundert. 



5110. 

König Adolf bestätigt dem Kloster Adelbery die Schenkung, die ihm weiland Graf Ludmg 
von Spitzenherg mit dem Patronatrecht in [Gross-] Süssen gemacht hat. 

Ulm 1298. März 21. 

Adolfus dei gratia Romanorum rcx semper augustus universis sacri Komani 
inperii fidelibus pi'esentes || litteras inspecturis gratiam 8uam et omne bonum. 
Regalis excellentie dignitas tunc vere laudis titulis sublimatur et emillnenti decore 
prefulget, cum fidelium suorum devotionem clementer adtendit et eis confirmat que 
a suis antecessoribus || et aliie Christi fidelibus sibi sunt collata ac religiosis mona- 
steriis et ecclesiis de sua liberalitate de novo beneficia elargitur. Cum igitur nobilis 
vir quondam Jjudewicus comes de Spizenberc consentiente quondam Eberhardo filio 
suo honorabilibus ac religiosis viris . . preposito et conventui de Madelberch in 
remedium anime sue et suorum remissionem peccatorum ius patronatus ecclesie par- 
rochialis in Siezzen quod ad ipsum spectabat contulerit pleno iure, nos predictorum 
prepositi et conventus nostram clementiam inplorantium devotis supplicationibus favora- 
biliter inclinati dictum collationem utpote rite factam et provide de plenitudine 
potestatis regie innovamus i-atiticamus confirmamus ac eisdem preposito et conventui 
et ipsorum monasterio ius patronatus ecclesie supradicte ac omne ius si quod nobis*) 
et imperio in ecclesia memorata conpetiit seu conpetere videbatur, damus et dona- 
mus in ipsos eorumque monasterium liberalitate regia transferendo dantes lias litteras 
sigillo nostre maiestatis signatas in testimonium premissorum. 

Datum in Ulma, XII. kalendas Aprilis, indictione undecima, anno domini MCC 
nonagesimo VIII., regni vero nostri anno VI. 

All roten und gelben Seidefäden das MajestiitssieRol. — Kejfest : Böhmer, K. .Adolf 39(5. 
a) Nach nobis ist et in perio (so!) gestrichen. 



126 1298. März 23. 



511], 



Propst Konrad und Konvent des Wengenklosters beurkunden vom Kloster Urspring gegen 
Güter in Hausen solche in Grimmelfingen eingetauscht zu haben, die sie dem Konrad 

Kummerlin von Einsingen zu Lehen geben. 

Im Wengenkloster 1298. März 23. 

In gotis namen. Amen. Wir Cünrad von gotis ordenunge ein probest*) unde 
aller der conventhe der herrun in dem || closter sancti Michels in der Wengun bij 
Ulme santi Augustines ordens, die man haiset cörherren older reguläres, verjehen^ || 
gimainlichen und tuen kunt allen den die dizen brief sehent lezent oder horent lezen. 
daz wir frilichen unde mit gutem || willen haben gitaun einen wehsei gein den 
erbaren fröwen . . der maisterinun unde der samenunge dez closters zi Urspringen 
bij Schalkelingen also, daz wir in und irem closter haben gigeben unser gut, swaz 
wir hetun zi Husen, mit allem dem rehte als wirs und unser gnantes closter hetun 
vogtbsers, unde dar umbe older da wider haunt sie uns und unserem gnanten closter 
gigeben williclichen ir gut swas sie hetun zi Grimolvingen mit allem dem reht als 
sies und ir vor gnantes closter hetun aigenlichen unvogthebsers. Und daz selbe nu 
unser gut zi Grimolvingen haben wir geliuhen Cünraten Kummerlin von Ensingen 
zi sinem libe also daz er unserem closter zi santi Michel sol geben jarlich fiunf ymin 
winteriges kornes fiunf ymin sumeriges, ziwelph shillinge''), zwai hüner und ein 
vasenaht hün und swenne er da vone vert lebend oder tote, so sol er viunf shillinge 
zi wegelose geben und ist ouch daz gut ledic unserem vor gnanten closter aune 
allen criec. Dez ist giciuch: Liuprand Arlapuz, Ul. Copprel, C. sin brüder, brüder 
Albreht von Urspringen und vil ander biderber lute. Daz aber diz war und stseti 
bilibe, so geben wir den vor gnanten fröwen und irem closter zi Urspringen dizen 
brief verinsigelt mit unserem insigel. 

Diz bishach in unserem gnanten closter zi santi Michel, do nauch gotis giburte 
waz ziwelph hundert jar niunzich jar in dem ahtoden jar, an dem sunnuntage so 
man singet ludica me. 

Siegel zerbröckelt, eingenäht. — Abdruck: ZGORh. 23, 61. — Ulmisches ÜB. 1,250. 

a) Das e in der letzten Silbe über der Zeile, ebenso nachher in conventhe, Augustines, regelmäßig bei sie 
und mehrfach sonst, b) Hier folgt eine Lücke für ein Wort. 



1298. März 27 und April. 127 

5112. 
Rom 1298. März 27. 

Papst Bonifazius VIT f. bestätigt dem Komthur und den Brüdern vom Deutscheu 
Hause in Mergentheim das Patrouatrecht der Kirche in Bödigheim, das ihnen der Edle 
Gotfried von Schlüsselberg geschenkt hat (quod nobilis vir Gotfridus de Sluzzolberg 
gerens ad doinuni vestram specialis devotionis affectum ius patronatus quod tunc 
habebat in ecclesia de Bectenkeiu Maguntine diocesis vobis et domui vestre pia et 
provida libcralitate donavit, prout in patentibus litteris indc confectis ipsius nobilis 
sigillo munitis plenius dicitur contineri). 

Datum Kome apud sanctum Petruni, VI. kalendas Aprilis, pontificatus nostri 
anno quarto. — Cum a nobis petitur. 

München. Orig. Ital. Perg., bei Urkunden des Erzstifts Mainz. An roten und gelben Seidefäden die 
Bleibulle. Auf dem Umschlag rechts: P. Reat, links unter demselben J. laur., darüber Kostenvermerk, vier wag- 
rechte Striche nebeneinander, oben in der Mitte cor., zweimal durchstrichen, in der rechten Ecke N, ebenfalls 
zweimal durchstrichen. .\\\i dem Rücken oben in der Mitte : Ths de Aquamunda. — Abdruck : Gudenus 4, 978. 



5113. 
Ohne Ortsangabe. 1298. April. 

Heinrich von Gottes Gnaden Graf von Eberstein freit dem Kloster Herrenalb seinen 
von Eichelbach nach Mtiggensturm verlegten Hof (dum nos villam nostram in Eichelbach 
in Muggensturn transferri iussissemus, abbas et conventus monachorum in Alba 
curiam suara in predicta villa Eichelbach sitam suo monasterio attinentem ad nostram 
Petitionen! et instantiam in predictam villam Muggensturn transtulerunt, unde omnem 
libertatem et immunitatem ius et utilitatem quam in prescripta curia tunc in Eichel- 
bach sita habuerunt — — exnunc ac deinceps in predicta etiam villa et marchia 
Muggensturn habebunt). 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini MCCXCVIII., mense Aprili. 

Karlsruhe. Orig. Ital. Perg. Siegel des Gr. Heinrich von Eberstein, s. Bd. 9, S. 266. — Auszug : ZGORIi. % 466. 



I 



128 1298. April 2. 



5114. 



Kloster Löwenthal und Burkhard von Hohenfels übergeben ihren Streit wegen der Kirche 
in Ailingen dem Fleban Symon und Chorherrn Konrad Pfefferhart von St. Stephan in 

Konstanz zu schiedsrichterlicher Entscheidung, 

Konstanz 1298. April 2. 

Universis Christi fidelibus presentes litteras inspecturis . . priorissa totusque 
conventus monasterii in Löwental nee non Bartholoraeus || de Sumeröwe sacerdos 
presentatus ab ipsis ad ecclesiam Aylingen ac Burkardus de Hohenvels ac Chünradus 11 
dictus Rüber a prefato Bur. ad eandem ecclesiam Aylingen presentatus subscriptorum 
notitiam cum sincera || in domino caritate. Noverint omnes et singuli quos nosce 
fuerit opportunum, quod nos pro nobis et nostris successoribus seu heredibus com- 
muni consensu et voluntate expressa de omni iure nobis competente communiter vel 
divisim tarn in iure patronatus quam in ecclesia Aylingen antedicta et expensis ac 
Interesse nobis hinc inde competentibus occasione litis inter nos super dictis iure 
patronatus et ecclesia diutius ventilate communi consensu et expressa voluntate com- 
jjromisimus et liberaliter compromittimus per presentes in discretos viros Symonem 
plebanum et Conradum dictum Pfefferhart canonicum ecclesie sancti Stephani Con- 
stantiensis et in ipsos consentimus tamquam in arbitros compromissarios arbitratores 
et amicabiles compositores volentes in se arbitrium seu compromissum suscipere 
prenotatum, dantes eisdem plenam et liberam potestatem eandem causam servato 
iuris ordine et non servato diebus feriatis et non feriatis partibus presentibus vel 
absentibus prout eisdem visum fuerit amicabiliter decidendi et finiendi per formam 
iuris vel amicabilis complanationis, ita tarnen quod dicti arbitri seu amicabiles 
compositores sedendo stando omni hora et omni loco possint dictam causam per 
suam sententiam vel ordinationem semel aut pluries in scriptis vel sine scriptis 
terminare et ipsam ordinationem seu pronuntiationem interpretari corrigere et 
declarare quotienscunque eisdem opus fuerit faciendum, promittentes adinvicem 
per stipulationem sollempnem pro nobis et nostris successoribus seu heredibus fide 
data nomine sacramenti et sub periculo cause ipsorum ordinationem et decisionem 
absque dolo et fraude firmiter observare et in nullo contravenire de iure vel de 
facto verbo vel opere per nos vel per interpositas personas quodque nullum Privi- 
legium impetrabimus aut rescriptum vel exceptionem opponemus et quod non 
utemur aliquo iuris beneficio quod vitiat vel vitiare posset compromissum seu arbi- 
trium sepedictum sive ex personis arbitrorum vel compromittentium seu ex rebus 
et iuribus de quibus compromissum est, renuntiantes ,expresse beneficio omnium 



1298. April 12. 12'.) 

j)redictoruiii et (luibuslibet aliis beneficiis iuris generalibus et sp'ecialibus nee non 

c'onsuetudinariis pretextu quorum predicta possent in totuui vel in aliqua sui parte 

impugnari irritai'i vel alicjuatenus violari. Ut autera hec omnia et singula supra- 

dicta in suo robore perpetuo perseverent, nos . . priorissa et conventus monasterii 

prefati nee non Bartholomeus et Bur. de Hohenvelse predicti sigilla nostra cum 

sigillis venerabilis patris ac doinini H. dei gratia Constantiensis episcopi et arbitronun 

predictorum in premissorum evidentiam dicto eomproraisso duximus appendenda, 

quibus sigillis et ego C. dictus Küber sigillum proprium non Habens utor et con- 

tentus sum in hac parte. Nos vero H. dei gratia Constantiensis episcopus et arbitri 

predicti ad petitionem dietarum partium et in evidentiam nostri consensus ac testi- 

monium predictorum sigilla nostra presenti cedule duximus appendenda. 

Datum Constantie, anno domini MCCLXXXXVIIL, IUI. nonas Aprilis, indictione 

undeeima*). 

Siegel abgegangen. Die Urkunde ist durch Feuchtigkeit teilweise schwer zu lesen. 
a) Tagesdatum und Indiktion scheinen später mit hellerer Tinte hinzugefügt zu sein. 



5115. 

Die Pfieyer der Siechen vor dem Tor zu Reutlingen verkaufen an Bruder Heinrich deti 
Riher, Bruder Konrad Fhauwelin und dessen Schwester Lugard eine Wiese als Leihgeding. 

Ohne Ortsangabe. 1298. April 12. 

In gottis namen. Amen. Ich Walther von Haigingen, Hainrich der Frone- 
maier unde Burcart, die phleger || sint der sieichon lüte zi Rütlingen vor dem dor, 
tagen kunt allen den lüten, die disen brief seh||ent oder hörent lesen, daz wir liabin 
mit gemainem rate zi küfende gigebin brüder Hainrich || dem Riber, bruder Cünrat 
Phauwelin und Li'igarde siner swester umbe ahte phunt Haller die wise zi Raboldes- 
ofen, also, swenne diu seibin driu dot sint, so sol diu selbe wise wider vallen an 
die sieichen dez husez zi Rütlingen. Wir brüder Hainrich der Riber brüder Cünrat 
Phauweli und Li'igart min swester habin ouch gidingot, das man nach unserre drin 
dode daz gelt, dar umbe man die vor genanton wise verlihen mag, den siechen h'iten 
gen sol umbe kerne durch got und ouch durch unsen-e sele willen. Ez ist ouch 
gidingot also, ist daz daz diu selbe wise abe gat von dihainen dingen, so sün sie 
als vil geltes han, als man umbe ahte phunt giküfen mag, uf unseren hof ze Sigen- 
husen. Diz dinges ist gezüig bi-üder Swiger, herre Walther von Haigingen, Hainrih 

XI. ■ 17 



130 1298. April 14 und lü. 

der Froneraaier unde ander biderbe lüte. Daz aber diz stsete und sicher bilibe, dez 
henket diu gemainde von Rutlingen ir insigel an disen brief z aim offenen urkünde. 
Diz ding bischach, do man von gottes giburte zalt zwelf liundert jar nikizig 
jar und in dem ahtoden jar, an dem nsehesten samsdage nah dem osterdage. 

Reutlingen, Armeniiflegearcliiv. Orig. Perg. Abhängend Brnclistück des Stadtsiegels. 



511(). 

Ohm OyUanyahe. 1298. April 14. 

Abt Seifried von Koniburg beurkundet, dass Konrad genannt Huselein voti Bretzingen 
mit seiner Zustimmung an Heinrich genannt Bart Güter (partem suam agri sui quem 
idem Conradus cum Seifrido de Hesenthal sororio suo habuit sito apud viam que 
dicitur sant Gilgen stege et pratum suum quod vulgariter dicitur Michelbacher awe) 
verkauft hat, unter Wahrung des Zinses für das Kloster, nämlich jährlich eittes Herbsthuhns. 

Testes venditionis: Conradus de Steinbach apud pontem, Conradus dictus Lengers- 
heim, Albelinus et Conradus dictus (!) filius suus, Conradus Weckenrieder, Conradus 
Merbot de Michelnbach. 

Datum anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, proxima feria 
secunda post dominicam qua cantatur Quasi modo geniti. 

Kopl). 'des Kl. Komburg von 1572, Bl. B. — Regest: Wirt. Franken 6, 281. 



5117. 

Abt Walchun und Konvent von Schönthal verkaufen an Kloster Zimmern ihre Weinberge 

in In gel fingen und Criesbach. 

Kaisheim 1298. April 16. 

In nomine domini. Amen. Nos frater Walchüuus abbas et conventus Speciose 
Vallis Cisterciensis ordinis || Herbipolensis dyocesis notum fieri volumus presentium 
inspectoribus universis quod*) nos de communi cousilio et consensu matura || delibe- 
ratione prehabita omnes vineas nostras in tei^minis Ingelvingen sitas, que ad viginti 
iugera se extendunt, || item viueas nostras in Chriegspah sitas ad quatuor iugera 
se extendentes venerabili domine Agneti abbatisse et conventui in Cimberii sancte 
crucis predicti Cisterciensis ordinis Augustensis dyocesis pro trecentis viginti libris 



1298. April 23. 131 

Hullensium rite vi ratioiiabiliter vemlidinius tradidiiiuis et ar^ni^iiuviuius ciiiu (jimiibus 
ipsarum iuribus et pertinentiis iusto proprietatis titulo perpetuo possidendas tenendaai 
et utendas cum pleno et utili doniinio ))ro ipsoruni libitu voluntatis, ita ut ex pacto 
perpetuo loco predictarura CCCXX librarum Hallensium nobis singulis annis triginta 
duas libras Hallensium infra dominicara Invocavit et festum beate Walpurgis aHsig- 
nent integraliter atque plene, alioquin. eosdem denarios in dampnum ipsarum debemus 
recipere ad usuram et ijjse predicte domina abbatissa et conventus de omni dampno 
et interesse, quod ex contractu huiusmodi usurarum incurrerinms, tenentur nos et 
nostram ecclesiam indempnes per omnia conservare. Nos etiam versa vice predictin 
dominabus promittiraus et presentibus nos artamus, (juod torcular nostrum per nu- 
de nostra peccunia singulis annis bene expeditum pro eliquando vino ipsarum jjro 
portione consueta concedemus et in eodem torculari scilicet in Ingelvingen a tempore, 
quo vinum ipsarum eliquari ceperit, aliquod vinum alium non eliquabitur donec vinum 
ipsarum totaliter fuerit eliquatum. Similiter domum et horreum nostrum pro vasis 
ipsarum reponendis et equis pro vino ipsarum transvehendo stabulandis annis singulis 
aput Ingelvingen sine difficultate qualil)et concedemus. Et in horum omnium robur 
et evidens testimonium presentem litteram ipsis dedimus sigillorum venerabilis patris 
nostri domini Heinrici abbatis de Cesarea ac nostri mmiimine roboratam. 

Datum et actum in Cesarea, anno domini MCCXCVIll., XVI. kalendas Maii. 

Öhringen. Oiifr. Perg. Zwei spitzovale Siegel, 1) iSßl mm., der stehende Abt mit Stab und Buch; 
Umschrift : i • SIGILLVM • ABB.MIS • DE ■ CESAREA. 2) des Abts von Schönthal, s. Bd. 7, S. 120. - Unvoll- 
ständiger Abdruck : Wibel 2, 126. 

a) Von hier an andere Tinte, aber dieselbe Hand. 



5118. 

Ritter Liuhciij tun Lnsfiinit und seine Fntu cerkaufen an Kloster Bebenhausen eine Giilt 

zu l'frondorf. 

Ohne Ortsunijabe. 1298. April :'■!. 

Ich Ludewig von Lustenowe ain ritter und mit mir min elichi'i wirtin des Koten 
Hchulthaizsen tohter || von Hen-enberg verjehen an disem brieve vrilich und mit 
gesundem libe fi'ir uns und für alle unser || erben und tun kunt allen den die disen 
briet' lesent sehent alder horent lesen, das wir haben || gegeben ze kfiijfenne den 
eft'berren gäislichen lüten dem . . abbet und dem convent von IJebinhusen des ordens von 
Citels Costenkzer bistiimes zehin malter roggen geltes Tüwinger messes, diu man in 



132 1298. April 25. 

ewiclichen gen sol us unserin hove ze Phrundorf von den ersten nützzen, die da 
gevallent, und haben das getan mit worten werken und geberden, die zu äinem 
redelichen unde rehten koife horent, und sin oich von in gewert des gutes, des uns 
dar umme gelobet wart. Were aber, das an den niitzzen des vor genanten hoves 
brüst alder gebreste wrde, das die vor genanten gäislichen lute des geltes nit gewert 
möhten werden, alder ob si an dem selben gelte von iemanne in dehaine wise 
geirret wrden ald in enphrommet wrde, das si des geltes nit volleclichen wrden 
gewert, so haben wir in zu ui'stat und zu ewiger werschaft gesetzzet alle unser lant- 
garbe, die wir uf dem üsterberge haben an wine an körne an zinsen, alle unser 
nützze und zinse, swie si gehässen sint, die wir haben ze Stäingebosse und zu Phrun- 
dorf, die in eweclich haft sullen sin umme allen den gebresten und den schaden, 
den si an dem vor genanten gelte in dehaine wise nement, als da vor geschriben 
stat, und verzihen für uns unser erben und alle unser naichkomen alles des trostes 
und der helfe, die wir von gäslichem oder weltlichem geriht da wider haben mohten, 
und won wir des nit getün mohtin noch solten an unser rehten herschaft willen, in 
der graveschaft und gebiet öch diu selben gut gelegin sint, dar umbe so geben wir 
in disen brief besigelt mit unsers edelen herren graven Götzen von Tüwingen insigel, 
under dem ich der vor genamte Lixdewig und min elich wirtin in allem dem rehte 
und craft verjehen, als ob wir unsem äigenn insigel daran gehenket heiten, wan ("»ich 
unsern insigel uiBme diu vor genanten gut ane unserre herschaft insigel kaine craft 
heten. Wir grave Götze von Tüwingen haben unser insigel durch Ludewiges von 
Lustenöwe des ritters und siner elichen wirten bet an disen brief gehenket ze ainer 
ewigen gezugnüste aller der dinge, diu dar an geschriben staut, zu den öch wir 
allen unsern willen günst und haut haben gegeben. 

Dirre brief wart gegeben, do man zalt von gottes geburt tusent jar zvai hun- 
dert unde nünzeg in dem ahtoden jar, au sant Georigen dag. 

Siegel des Grafen Gottfried von Tübingen, s. Bd. 8, S. 226. — Abdruck : ZÜORh. 14, 453. 



5119. 

Ohne Ortsangabe. 1298. April 25. 

Der Edle Kraft von Hohenlohe verkauft gemeinsam mit seiner Gemahlin Agnes von 
Wirtemberg und seinen Söhnen Konrad und Kraft zur Bezahlung einer Schuld von 530 U 
Heller samt Unkosten des Einlagers dem Deutschordenshans Mergentheim Güter in Rieden- 
heim, Tiefenthal, Insingen V7id Bolzhausen um 577 U Heller. 



1298. April 25 uml 28. 133 

Abdruck im Hohenloh. LB. 1, 422 n. 69+ nach dem Original im St.\. .An «weiter Stelle häng:t das Siegel 
der Grälin Agnes, rund, 45 mm., das Osterlaram ; Umschrift : f ■ S • AGNETIS • C.OMETISSE • DE • liOHEN'LOCH. 
Es ist abgebildet bei Albrecht, die Hohenloh. Siegel des Mittelalters (Arch. f. Mnhenloh. Gesch. 1, 1867) S. 122 
Nr. 9 und bei Fr. K. Fürst zu Hohenlohe-Waldenlnirg, Sphragist. Aphorismen N'r. 130. 



6120. 
Mmilbronn 1298. April 25. 

Ahl Kunrad von Muulhronn vidimiert anno domini MCCXC octavo, in die beati 
Marci ewangeliste (für das Autjustinerinnenkloster in Esslingen) das Steuerprivileg des 
Fapsts Bonifazitis VfJI von 1297 Juli 18 (XV. kalendas Augusti, pontificatus nostri 
anno tertio). 

Datum apud Mulenbrnnnen, anno ac die prenotatis. 

Siegel abgegangen. Hegest der päpstlichen Bulle: Potthast 24551 unter Juli 23. ~ EßUnger ÜB. 1, 129 
n. 297 (nach dem Orig. in Eßlingen). 



5121. 

Graf Eberhard der Scheerer von Tübingen verkauft sein Vogtreckt in Dettenhaiisen an 

Kloster Bebenhausen. 

Vaihingen 1298. April 28. 

No8 Eberhardu« comes de Tinvingen dictus Schaerer publiee recognoscinius in 
hiis scriptis, quod acce||dente consensu omnium quorum intererat ins advocaticium 
ac redditus Servitutes ac omne ius quod nobis ac nostris prode||cessoribus in 
oppido Tetenhusen sito in nemore nostro dicto 8cliaienbi\ch et incolis eius seu 
colonis fiiudorum ad ipsum op||piduni spectantium ratione predicte advocatie tenui- 
raus seu possedimus de iure vel consuetudine cum eisdem libertatibus iuribus per- 
tinentiis ac condicionibus universis et singulis, cum quibus nos et nostri memorati 
predecessores premissa tenuimus seu possedimus, religiosis viris . . abbati et con- 
ventul monasterii in Bebenhusen ordinis Cisterciensis dyocesis Constantiensis pro 
octoginta libris deuariorum monete Hallensis, quas nos integre percepisse et in 
evidentes nostros usus convertisse presentibus profitemur, vendidimus et in ipsum 
monasterium transtulimus absolute interposita verborum et gestuum sollempnitate 
debita et consueta nichil etiam iuris dominii vel utilitatis nobis aut nostris heredibus 
seu successoribus reservantes in premissis venditis. Protestamur presentibus ipsi 
oppido Tetenhusen seu incolis eius vel colonis omnia iura seu libertates quas hac- 



134 1298. April 28. 

tenus ratione pi'edicti iuris advocaticii seu servitutis eidein annexe in secationibus 
seu usibus lignoruin in predicto nemore nostro Schaienbüch in pascuis etiam ac aliis 
usibus quibuscunque consuetis sibi fore salvas et de eisdem dicto monasterio et 
oppido colonis et incolis prefatis conservandis seu salvandis nos et nostros successores 
({uoscunque warandos legittimos secundum bonam terre consuetudinem constituimus 
et presentibus obligamus. Unde non inmerito pro nobis et nostris heredibus seu 
successoribus prenotatis renuntiamus presentibus omni cause questioni seu occasioni 
litteris quoque seu privilegiis a sede apostolica inpetratis vel inpetrandis beneficio 
restitutionis in integrum exceptioni deceptionis ultra dimidiam partem iusti pretii 
et generaliter omni defensioni legum et canonum quibus mediantibus de iure facto 
vel consuetudine predictum monasterium de Bebenhusen dictum etiam oppidum 
Tetenhusen et ipsius incole vel coloni in premissis venditis seu eisdem annexis liber- 
tatibus et usibus possent aliquatenus prepediri. In quorum robur indeficiens presentes 
conscribi fecimus et sigillorum nostri ac dilectorum levirorum nostrorum comitum 
illustrium Cünradi et Hainrici fratrum de Vaihingen munimine roborari. Nos vero 
Cünradus Hainricus comites prenotati in evidentiam omnium premissorum nostra 
sigilla ad instantiam dilecti nostri sororii Eberhardi comitis supradicti duximus pre- 
sentibus apponenda. Nos quoque Adelhaidis de Vaihingen comitissa nobilis viri 
Eberhardi comitis de Tuwingen nostri thori legittimi consortis karissimi presentibus 
confitemur et protestamur nichil iuris unquam nobis ex donatione propter nuptias 
dote vel alias in advocaticio iure oppidi Tetenhusen predicti vel redditibus seu ser- 
vitutibus eidem annexis conpetiisse vel in posterum posse conpetere. Quare de Omni- 
bus premissis consentientes in hiis scriptis renuntiamus cum sollempnitate debita et 
consueta omni exceptioni seu questioni que nobis circa premissa aut nostris suc- 
cessoribus conpetere posset de iure vel consuetudine qualicunque, unde et predictorum 
Eber, consortis nostri Cünradi et Hainrici fratrum nostrorum de Vaihingen comitum 
sigilla quibus presentibus utimur hiis scriptis ad nostram instantiam sunt appensa. 
Testes horum sunt Bertoldus viceplebanus de Wihingen, Cünradus miles de Wildenowe, 
Ülricus nobilis de Staine, Dietmarus quondam scultetus in Vaihingen, Ber. dictus 
uf dem Markte, Anshelmus de Tamme, Cünradus Faber de Nusdorf et quam plures 
alii fide digni. 

Actum et datum in Vaihingen, anno domini MCCXCVUL, IUI. kalendas Maii, 

indictione XL 

Drei Siegel, 1) Graf Eberhards von Tübingen, s. Bd. 9, S. 169. 2) Gr. Konrads von Vaihingen, s. Bd. 8, 
S. 68. 3) rund, 40 mm., im Schild gekrönter Löwe auf Dreiberg ; Umschrift : f • S • HENRICI • COMITIS . . . 
RICI • DE • VEIHING: - Abdruck: Schmid, Pfalzgrafen, ÜB. 68. - Regest: ZGORh. 14, 454. 



1298. April 28. 135 

6122. 

Abt Gottfried und Konreut von Hirsau gehen ihre Zustimmiiny zu dem Kauf der Vogtei 
über ihre Güter und Leute in Dettenhausen durch Kloster Behenhaiiseu. 

Hirsau [1298. Nach April 28/. 

Nos Gotefridus ilivina permissione abbas totusque conventus et capitiilum inoiia- 
sterii Hirsaugeusis ordinis sancti || Benedict! Spireusis dyocesis ad luiiversorum cupi- 
inus notitiam pervenire quod cum nobilis vir Eberhardus comes de || Tuwingen 
dictuB Scherer cum suis progenitoribus ex tempore cuius non extat memoria ius 
advocaticiura in oppido Tettenhusen || nostro iam dicto monasterio proprietatis titulo 
pertinente habuerit ac eiusdem iuris occasione quasdam Servitutes in fundis infra 
terminos ipsius oppidi coustitutis ac eins incolis seu colonis nostris optinuerit, cum- 
que idem advocatus nonnunquam sicut et eins predecessores supra inetas consuete 
servitutis de eodem oppido seu nostris colonis antedictis plura exegerit et extorserit, 
per que ius nostrum seu utilitas attenuabatur, nos utilitati prefati nostri monasterii 
nostroru'nique colonorum prefatorum quieti soUicite intendentes prehabito niaturo 
consilio et tractatu super huiusmodi necessario et consueto presentibus recognoscimus 
de nostro consensu unanimi et voluntate libera processisse, quod viri religiosi abbas 
et conventus monasterii in Bebenlmsen ordinis Cisterciensis Constantiensis dyocesis 
ideni ius advocaticium ac Servitutes, quas idem comes et eins progenitores iam dicti 
in terminis seu fundis dicti oppidi Tettenhusen ac eins incolis seu colonis nostris 
[)retactis hactenus quomodolibet tenuerunt vel vendicaverunt sibi de iure vel consue- 
tudine qualicunque, ab eodem comite pro certa ([uautitate pecunie comparaverunt 
et quod nostri villici seu coloni memorati oppidi prefatis abbati et conventui in 
Bebenhusen oCto libras denariorum Hallensium in recompensam pretii quod in emp- 
tione sive redemptione huiusmodi exspenderunt, quatuor videlicet libras in festo beati 
Georgii et tottidem in die sancti Michahelis, viginti etiam pullos in autumpno et 
totidem in carnisprivio annis singulis, prout in se suosque successores voluntarie 
susceperunt quicunque pro tempore fuerint, persolvere sine exceptione qualibet tenean- 
tur, ita quod predicti abbas et conventus in Bebenhusen supradictos nostros villicos 
aut colonos ad aliquas ulteriores Servitutes cogere aut compellere non presumant. 
Ut igitur sepedicti abbas et conventus monasterii in Bebenhusen predictos reditus 
et Servitutes quibus contenti esse debent ut diximus ad quorum solutionem annuam 
se dicti nostri coloni cum suis posteris legitime obligarunt sub hiis scriptis de nostro 
consensu expresso iuste et licite recipere debeant. ac valeant et ne quis eosdem reli- 
giosos ex parte nostri monasterii prenotati in premissis universis et singulis ])ossit 



13G 1298. April 30. 

aut debeat prepedire, renuncciamus presentibus et cum sollempnitate debita renunccia- 
vimus omni iuri privilegio et exceptioni, quibus mediantibus quicquam de facto iure 
vel consuetudine posset a quoquam in contrarium attemptari. Unde et ad instantiam 
dictorum noötrorum colonorum et in robur omnium premissorum nostra sigilla duxi- 
mus presentibus apponenda. Specialiter etiam protestamur, quod per nostrum con- 
sensum premissum nichil nobis preiudicare poterit in perceptione reddituum nobis 
de eisdem colonis vel oppido debitorum, etiamsi religiosi de Bebenhusen predicti 
sibi aut bonis suis quemcimque instituere decreverint advocatum. 

Acta sunt hec et data in Hirsaugia presentibus nobis*) et Liupoldo cellerario 
medio in Bebenhusen, fratre Waltliero et fratre Eberhardo de Wile monachis eius- 
dem loci, presente etiam Friderico priore tunc nostro et Cünrado cellerario nostro 
iiec non Alberto preposito nostro in Gilsten et Cünrado capellano nostro de Hohen- 
hen et Cünrado de Steten et Bertoldo custode sancti Aurelii de Horwe, Hugone 
cantore et Heinrico custode monachis nostris, presente etiam Marquardo notario 
nostro, Bertoldo quoque nostro villico et H. fratre eins presentibus et aliis pluribus 

fide dignis. 

Ital. Perg. Siegel 1) des Abts Gottfried von Hirsau s. Bd. 10, S. 387. 2) des Konvents von Hirsau, 
s. Bd. 6, S. 346. — Abdruck : Schmid, Pfalzgrafen von Tübingen, ÜB. 70. — ZGORh. 14, 455. 

a) Von hier an andere Hand und Tinte, mit der vor nobis auch domino Gotefrido a geschrieben, aber 
wieder gestrichen ist. Keine der beiden Schriften ist mit der des vorhergehenden Stücks identisch. 



5123. 

Die Grafen Hartmann von Brandenburg und Otto von Neuhaus übergehen der Äbtissin 
Irmengard und dem Konvent zu Heggbach das Eigentum der Güter in Sulmingen, die 
der vor ihnen damit belehnte Heinrich genannt Hartmann von Stdmingen um 50 Mark 

Silber dem Kloster verkauft hat. 

Brandenburg 1298. April 30. 

In dem namen des herren. Amen. Das die milte ordenung umb vergesslich 
menschlich gedächt und umb hell vergenglichkeit der zit in ir sterk abnehmen, so 
ist diss gewiss mit schrift und gezügnüss hilf zu ewigen. Zu Massen sie allen und 
besunder gegenwirtigen und künftigen alle anseher diser gegenwirtiger, das wir ich 
Hartman gräf von Brandenburg und ich Ott gräf von dem Nüwen Hus gemainlich 
nach ufgebung aller guter und besitzing mit aller zugehörde mit wälden hölzern 



1298. April 30. 137 

wisen waiden wegen wüstinen wasser wassergäng und anders allem anhangenden, das 
zu tütsch ist gehaissen /ü wasen und zu zwi, gebuwez und ungebuwez und rechtes, 
das zu tiitsch ist gehaissen ehaft, Hainrich genannt Hartman von Sulmingen daselbs 
ligent verkouffent den erwirdigen in Christo Irmengard äbtissin der hailigen nunn und 
convent zu Heggbach ordens von Citele von demselben für fünfzig mark silbers 
luters und gütz im hsln geben und damit von uns was belebet, von demselben Hain- 
rich von Sulmingen vorgenant uns gemacht aigen der guter besitzung mit aller siner 
zftgehörde gewouheiten und rechten, das zu tütsch haisset ehaft, hAn geben und geben 
und durch diss gegenwirtig ufgebung den erwirdigen in Christo fröw Irmengart 
äbtissin der hailigen nunn und dem convent zu Heggbach vorgenant Costenzer bistöm 
aller guter gelegen zft Sulmingen eigentlich und fridiklich zu besitzen mit allem rechte, 
das Hainrich von Sulmingen hat besessen in ain arzeni und hail unser sei, und ouch 
aller gebing derselben aigenschaft aller guter und besitzing vorgenant mit diser 
Schrift genwirtigen wir uns für alle gevärde pene nach der ordenung des rechten 
verknipfet, als es gewonlich ist dörfern und land äne argelist. In dem allem in 
warem friem willen so verlougeu wir alles rechten hilf lehens rätz Verbindung aller 
gaistlichen und weltlichen list und alle ander frävel haben ussgenommen durch welich 
die oder ettlichs darunder die geschehen sind und geschriben in dem vor verlassen 
mügen durch uns aber einen oder vil mer sie sin mit welcherlai wis, nü oder in 
kiinftigen ziten etlicher mslss gelestert. In des dings gezügnüss hän geben disen 
gegenwirtigen den erwirdigen frftwen Irmengart äbtissin der heiligen uunneu und 
convent zu Heggbach dick vorgenant mit unsern insigeln, min Hartmans und min 
Otten gräven zu Brandenburg und im Nüwen Hus, mit Warnungen gesterket. Des 
sind gezügen: herr genant Gryss ain priester und ain münch zu Rot, Conrad genant 
Gütwill, Conrad von Herbigeshofen, Eberhart und genant Gerstunacker desselben 
sün, Herman von Süglingen, Bernhard von Rieden, Hainrich Keiner, Märklin von 
i!<iderhaiii und ander gar vil gläplicher. 

Geben und geschehen zu Brandenburg anno domiiii MCCLXXXXVIII uf den 
äbent der sftligen Philippi und Jacobi apostoli. 

Kirchheim u. T. Gräflich Esterhazysche Rentamtsregistralur. Übeiset/.niitr auf Penrament aus dem 16. Jahr- 
hundert.' .Das Pergament ist durch Hitze teilweise eingesclirumpfl. 



XI. 18 



138 1298. April 30, Mai 1 und (J. 

5124. 

Bottweil 1298. April 30. 

Schidtheiss, Bürgermeister und Richter von Eotttceil heurkunrhn, dass ihr Mitbürger 
Eng Rintflaischer den Siechen im Feld zu Rottiveil eine Wiese bei ihrem Haus zur Haltung 
zweier Milchkühe geschenkt hat. 

Deutsch. Rottweiler ÜB. 1, 18 n. 56 nach dem Original in Rottweil. 



5125. 

Der Kleriker Graf Heinrich von Vaihingen überlässt seinem Bruder Konrad seinen Teil 
am Fatronatrecht der Kirche in Kleinsachsenheim. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Mai 1. 

Nos Heinricus clericus comes de Veihingen ad notitiam omnium tarn presentium 
quam futurorum cupiraus pervenire, quod nos fratri nostro Conrado comiti de Vei- 
hingen omnem iurisdictionem quam habuimus in iure patronatus ecclesie in 8achsen- 
heim Minori et omne ins quod ad nos iure hereditario et proprietario spectare 
dinoscebatur in iure patronatus predicte ecclesie viva voce sana mente et bona volun- 
tate ac optima deliberatione fraude postposita et dolo quolibet remoto et abiecto 
dedimus et presentibus assignamus. Ut autem liec donatio et assignatio per nos 
prefatum Heinricum firma permaneat et sit illesa, nos prelibatus Heinricus predicto 
fratri nostro Conrado comiti de Veihingen presentes litteras dedimus caractere sigilli 
nostri roboratas. 

Actum et datum anno ab incarnatione domini millesimo ducentesimo nonagesimo 
octavo, in festo beatorum apostolorum Philippi et Jacobi. 

Kopb. d. Klosters Rechentshofen aus dem 15. Jahrhundert, Bl. 1. — Auszug: ZGORh. 4, 448. 



5126. 

Kloster Ottobeiiren tauscht Güter mit Kloster Roth. 

Memmingen 1298. Mai 6. 

Universis presentem paginam inspecturis Conradus dei gratia abbas totusque 
conventus monasterii Ottenburensis fidem adhibere credulam infrascriptis. Cum 



1298. Mai 6. 139 

lioininum etas iii centri Bui puncto sie sedulu se retorqueat revolutione, quod e futuri 
temporis successione oblivio preteritorum suprepit, expedit ut acta digna memoria 
Bcripture amniiniciüo permaneant incorrupta. l'ateat ergo universis et singulin pre- 
Bentem paginam inspecturis, quod nos unaninii consensu animo predeliberato ac 
saniori ducti consilio cambitmdo permutavinius bonum quoddam quod nos contingebat 
in Berchain dictum in der Kammer honorandis in Christo dominis . . abbati et 
cenobio in Rotha ordinis Premonstratensis Constantiensis diocesis pro bonis quibus- 
dam dictis zum Verzlisgi-aben nobis magis apte locatis et fructuosioris provisionis. 
Ut autem predicti boui plena et libera deincej^s gaudeant possessione, präsentes 
nostrorum sigillorum nmiiimiue roboratas eis dedimus in testimonium super eo. 

Datum Maemmingeu, anno domini MCCLXXXXVIIL, IL nonas Maii. 

Stadelhofev, Hist. collegii Rothensis 1, 138. 



5127. 

Der Offizial der Konstamer Kurie heurktindet die Schenkung eines Harnes und eines 
Weinbergs und Gartens in Ravensburg an das Kloster Weissenau. 

Konstanz 1298. Mai 6. 

Officialis curie Constantiensis etc. Constitutus coram nobis Cünradus sacerdos 
dictus Häteler incuratus ecclesie sancte Kristine || apud Raveuspurg confessus est 
se donasse et de novo donavit dilectis in Christo . . abbati et conventui monasterii || 
Augie Minoris ordinis Premonstratensis domum unam lapideam sitam in Ravenspurg 
cum pertinentiis suis, || quam contingit ab uno latere domus . . dicti Heller ab alio 
latere domus Balneatoris, et vineam dictam in der Bannegge et ortum situm an der 
Egge cum actione quadraginta octo librarum et dimidie, pro quibus Hainricus dictus 
Paier, Fridericus dictus Diemüter et Nicolaus frater suus luwere debent dictam domum 
a Kawerschinis in Ravenspurg adhibita in predicta donatione qualibet verborum ac 
gestuum sollempnitate debita et consueta. Postea vero predicti abbas et conventus 
donationi domus et orti supradictorum et donationi actionis quadraginta octo lib- 
rarum et dimidie prefatarum renuntiaverunt reservata sibi et suo monasterio dona- 
tione vinee dicte an der Bannegge supradicte cum suis pertinentiis universis et 
retenta, quam etiam donationem quoad ipsam vineam et quoad ea que pertinent 
eidem predictus incuratus ecclesie sancte Kristine apud Ravenspurg innovavit eis- 



140 1298. Mai 7. 

dem . . abbati et conventui iiicommutabiliter inter vivos adhibitis in hiis debitis 
sollempnitatibus et consuetis. In cuius facti evidentiam sigillum nostrum presen- 
tibus est appensum. 

Datum Constantie, anno domini MCCXC octavo, II. nonas Maii, indictione 
undecima. 

Ital. Peig. Abhängendes Siegel des Konstanzer OfKzials s. Bd. 8, S. 418. 



5128. 

Herzog Albrecht von Oesterreich verspricht dem Grafen Eberhard von Wirtemberg die 
Burg Berns und das Städtlein Neuwaiblingen zurückzugehen, icenn er König werde. 

Bei Strasshurg 1298. Mai 7. 

Wir Albrecht von gottes gnaden herzog zue Österreich und ze StejT, [herre von 
Chrain]") von der Windischen March und von Portenowe verjehen und ton khont 
allen luten [den ez füget]'') ze wizzen, daz wir loben mit guten triwen unserm lieben 
oheim greffen Eberharten von Württenberg, ob wir von gottes gnaden Komischer 
kunig werden, daz wir im wider lazzen sulen und wellen die purch ze Kams und 
daz stättelein daz Neu Weibelingen, daz der könich von Rom inne het. Wer aber, 
daz wir in thädinch chemen") mit dem kunig, in der taydinch sullen wir in nemen 
also daz in der kunig umbe die vor genanten purch und statt gemeines rechtes 
geweren soll. Daz ouch daz stet beleihe, des geben wir dieszen brieff besigelt mit 
unserm insigel. 

Der brieff ist gegeben bey Straszburg, nach Christes geburt zwelffhundert jar 
in dem achte und neunzigisten jar, an der mutichen nach sant Walburgen tag. 

Abschrift, beglaubigt von Niclaus Zerzer, Oberösterreichischem Regiments-Secretarius und not. publ. zu 
Innsbruck 27. Oktober 1637. Das damals nach Innsbruck verschleppte Original ist verschollen. — Einen Auszug 
nach Gabelkhover (Cod. hist. Fol. 22 S. 822 f. der K. Landesbibhothek zu Stuttgart gibt Stalin, Wirt. Gesch. 3, 90 
Anm. 3. Darnach Regest : Böhmer, Addit. secundum S. XXXVIII. 

a) Vorlage : Steyr, Kerrendten, darauf größere Lücke ; der beglaubigende Notar gibt an, das Original sei 
hier und im folgenden schadhaft. Die Ergänzung nach Lichnowsky, 1, CCLXXXIX, Nr. IX. b) In der Vorlage 
Lücke. Ergänzt nach der Urkunde K. Albrechts von 1298 Nov. 19 s. u. c) Vorlage: myddinch und undeutliche 
Korrektur des folgenden Worts ; die richtige Lesung ergibt sich aus dem oben erwähnten Auszug Gabelkhovers. 
Auch im folgenden stand Mydinch, ist aber vom Notar wie oben korrigiert. 



1298. Mai 8. 141 



5129. 



Graf Rudolf der Scheerer von Tübhujen freit des Stifts Sindclfimjeu Höfe in Sindelfingen 
und dessen Riethmühle von allen Diensten und Abgaben. 

IVeilderstadt 1298. Mai s. 

In gotes nameu. Amen. Wier grave Rudolf der Scheirer von Duwingea dfln 
kunt allen den, die diseu brief ansehent ader hörent lesen, daz || wier durch got 
und unib unser sei heil in sant Martins ere und um solich liebi, alz uns die chor- 
heren von Syndolvingen hant getan, ier pfrönde höfe || ze Syndolvingen und ander 
zwen höfe, der nemet man einen dez Hafeners hof und den anderen Kün hof, und 
ein mülin heiset Rietmuliii || und allez daz zil den höfen höret inwendik dez zehen- 
den ader uswendik, swa ez lit, gesüht ader ungesftht mit gutem rat han fri gelan 
vor allem dienst und vor aller betd und vor allem reth, daz wier heiten zu dem 
selben gut, und geben in ein steit friheit über die vor genantden gut mit allem 
frigen reth, als ein ieclich reth fri gut daz von alter fri ist gewesen sol sin und 
geben hier über gezüge her Friderich de Leteni von Nippenburch, hern Eberharden 
von Stöffelen zwen ritder, Albrehten den Hemelinc von Cuppingeu, Bertholden und 
Gerlachen sin sün, Bertholden, Ansheln, Alberethen von Calwe, Burcarden von Syn- 
dolvingen, Gerlachen den shultheisen, Cünraden Drutman, Luzen Ubelaker und Cün- 
raden den Behein burger') von AVile und geben den vor genantden gezugen unser 
genozschaft zu einer gezugnüst in dir sach. Und ze merre festenunge so geben wier 
disen brief mit unserm insigel und mit dez abbetes von Hyrsawe und mit der steidte 
insigel von Wile fersigeltt. Wier der abbet von Hyrsawe und wier die vor genantden 
bürger von Wile fergehen disen brief mit unserm insigel sin fersigelt. 

Dierr brief war gegeben ze Wile in der jar zal von gotdes gebi'irtde dusunt jar 
zwe hundert jar ehtdu und nunzek jar man zalt, an dem hahtoden dage nach sant 
Walburg dag. 

t) Reitersiegel Graf Rudolfs von Tübingen, s. Bd. 9, S. 276. 2) Siegel des .\l)ts von Hirsau s. Bd. 10, S. 387. 
Das dritte Siegel abgegangen. — .\bdruck : Schmid, Pfalzgrafen, ÜB. S. 84. 
a) Vorlage bürgen. 



142 1298. Mai 10 und 12. 

5130. 

Herzog Albrecht von Oesterreich verschreibt dem Grafen Eberhard von Wirtemberg für 
seine ihm zu leistenden Dienste 1200 Mark Silber. 

Im Lager bei Strassburg 1298. Mai 10. 

Nos Albertus dei gratia dux Austrie et Stirie dominus Camiole Marchie ac 
Portusnahonis || promittimus tenore presentium spectabili viro Eberhardo comiti 
de Wirtinberg avunculo nostro || karissimo pro exhibendis nobis per ipsum obsequiis 
et prestandis auxiliis mille ducentas marcas argenti || legalis ponderis nos daturos, 
quingentis marcis in festo nativitatis beate Marie virginis venture proxime et sep- 
tingentis marcis in purificatione sancte Marie sequenti finaliter persolvendis, consti- 
tuentes fideiussores et debitores usque ad presentiam et adventum predicti Eber, pro 
eadem summa argenti venerabilem dominum H. Constantiensem episcopum spectabiles 
viros Burcliardum de Hoenberch et Hugonem de Werdinberg comites avunculos 
nostros dilectos harum testimonio litterarum. 

Datum in castris apud Argentinam, VI. idus Maii, anno domini MCC nona- 
gesimo octavo. 

Bruchstück des Siegels. — Abdiuck : Heß, Mon. Guelf. 268. — Regest : Böhmer, Reichssachen 232 und 
Addit. II Hz. Albrecht S. 495. - Lichnowsky 2, CCVI n. 96. 



5131. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Mai 12. 

Abt Wilhelm und Konvent von Weissenburg Benediktinerordens beurkunden, dass 
Markgraf Friedrich von Baden ihrem Kloster seine Stadt Kuppenheim übertragen (civi- 
tatem sive oppidum in Cupenheim ad eum iure proprietatis pertinentem nobis — 
resignavit et — — transtulit) und von ihnen zu Lehen genommen hat. Sie geben des- 
halb, weil dadurch ihr Kloster schadlos gehalten ist, ihre Zustimmung zum Verkauf des 
Dorfes Maisch, das ihnen gehört hat und Lehen des Markgrafen ist, und bestätigen diesen 
Verkauf durch den Markgrafen an Kloster Herrenalb. 

Siegler: Die Aussteller. 

Actum anno domini MCCXCVIII., feria IL ante ascensionem domini. 

Meichsner, Decisionum diversar. causar. in camera imperiali iudicatar. t. IV p. 569 mit Jahr 1398. — Regest: 
Reg. d. Markgr. v. Baden 644. 



1298. Mai 15 und 17. 143 

5132. 

Die Schenken Konrad und Burkhard von Schenkenzeil verkaufen an Hug von Thalheini, 
Vogt zu Sulz, alle ihre Rechte zu Hinterröthenherg. 

Sulz 1298. Mai 15. 

Ich Cüurat der schenke unde Burcart min l)rflder her Eberhartes schenkten 
selif^en süne tun kunt || allen den die disen brief sehent alder hftrent lesen, das wir 
Hugen von Talhain voget ze Sülze || und allen sinen erben haben gegeben ze koufende 
rehte und redelicheu und für aigen ellü du || reht, du wir haten in deme dorfe ze 
Rötenberc, das da lit obe der staige ze Keinehartesowe, l)oidü lüte und gut und <la 
zu aine vrowen dii sizzet ze Schönenberc. Ich vor genanter Hug der voget spricht' 
das, das mir der vor genante Cünrat unde Burcart gebrtidere das vor genante gut 
verstau sun an allen den steten, so es ansprechic wirt, nach rehte unde ouch minen 
erben. Ich vor genanter Cünrat unde Burcart gebrudere sprechen, das es war si 
und ouch vor biderben liiten gelobet haben ze stünde. Hie bi was her Gelfrat 
kilcherre ze Sülze, her Burcart Salzvas, Johannes von Rüti, Hainrich der maier von 
Wassenecke, Cünrat von Altdorf, her Herman der lütpriester von Sülze genant Lüder, 
her Herman lütpriester von Emphiugen, Jacob der scriber, Albreht und Herman 
gebrädere von Mezsteten, Friderich der Güte der junge, Wemher Fulhal)er, Berhtolt 
Ungeriht, Cünrat Tüsseli, Hainrich Ungeriht, Hainrich der Swager, Hainricli von 
Rüsier unde andere hite gnüge. Das dis war si unde ouch von uns vor genanten 
gebrüderen stete belibe, dar umbe henke ich Cünrat, wan ich der elter bin und 
ouch Burcart noch nit ingesigeles hat min brüder, min ingesigele an disen brief ze 
aime Urkunde der warhait. 

Dirre brief wart gegeben, do man zalte von gotes gebürte tusent zwai hundert 
unde nünzic jar und in deme ahtode jare, an der ufferte tage, ze Sülze vor des schult- 
haissen huse. 

Rundes Siegel, 38 mm., im geteilten Scliild oben ein wachsender Adler, unten ein erhöhter Sparren: l'ni- 
schrift: f • S • C • PINCERXE • DE • SCHEmKENZELL. - Regest: Crusius, Annal. Suev. 3, 3, 14, S. 18G. 



5133. 

Esslingen 1298. Mai 17. 

Aht und Konvent von Kaisheim übernehmen die Versehung der Kapelle, die Meister 
Trutwin der Arzt in Esslingen neben dem ihnen im .fahr 129 H geschenkten Haus erbaut 



144 1298. Mai 20 und 27. 

hat, und bekennen, dass im Fall ihrer Nachlässigkeit der Aht von Salem das Recht haben 
soll, einen tauglichen Priester dafür anzustellen. 

Abdruck : v. Weech, Cod. dipl. Sal. 2, 539 n. 984 nach dem Orig. in Karlsruhe (mit April IG). Damach 
Regest: Eßlinger ÜB. 1, 132 n. 304. 



5134. 

Saulgau 1298. Mai 20. 

Äbtissin und Konvent von Heiligkreuzthal verkaufen Güter in Friedingen als Leib- 
geding an die Pfarrer Berthold von Saulgau, Ul. von Einzwängen und C. von Andelfingen 
für Lebenszeit der drei Klosterfrauen Anna, Hailwig und Clara, der Töchter weiland 
Herrn H. von Neufrach. 

Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 45 n. 156. 



5135. 

Peter von Entringen verkauft an Anselm von Hailfingen seinen Teil der Burg Entringen. 

Entringen 1298. Mai 27. 

In gotes namen. Amen. Allen den sol künt sin die disen brief sehent alder 
horent || lesen, das ich Peter von Entringen ve[r]gihe ains köufes gein Ashalme von || 
Halvingen swas ich an der bürge han ze Entringen und alliu diu reht || diu da zuo 
horent, diu han ich im gegeben in allem reht as ichs han und min vater het, 
ume zvk^aizg und hundert pfunde Haller und han das gut ufgegeben Hug von Hal- 
vingen und Hainrich von Kemchingen, die haut ouch lehen von dem von Zolre, 
das selbtetig guot sol ich vertgan swie im nuzze und gut ist dem vor genanten 
Anshalme und sol im das vertgan swiene er michs manat an golt und ane silber 
und han im des gesworn zen haieligan. Das dirre kouf stete belibe, des gib ich 
mine brieve und min insigel und Anshaln von Halvingen sin insigel und her Wolfran 
von Altunstaieg sin insigel und Hüg von Halvingen sin insigel. Dis koufes ist 
geziug: her Hainrich von Mügenegge, Hainrich von Remchingen, Peter von Halvingen, 
Hainz und Kraft sin sune, Hainrich von Erlhain, Erice Goltstain, Hannes diu Krot, 
Lutwin Ulrich des kneht von Altunstaieg, pfafe Volmar der kilchere von Entringen 
und ander biderb lut. 



1298. Juni 1. 146 

Dirre kouf beschac ze Entringen. Dirre brief wart gegeben do von gotes 
geburt waren zwelf hundert jare niu/ig jare und aht jare. an dem cinsttag in der 
])fiiigst wochun. 

Drei Siegel. 1) Feters von Entringen, s. o. ö. 'M. 2) Anselms von Hailfingen, scliildförmig, c. 4*2,% mm., 
mit vier Unken Spitzen gespalten ; Umschrift fast ganz unleserlich. 3) Hugos von Hailtingen, s. Bd. tO, S. 246. 
— Abdruck: ZüORIi. 1 i, 4ö«. 



5136. 

Urkunde über mehrere Jahr zeit Stiftungen im Kloster Adelberg. 
Adelberg 1298. Juni 1. 

In nomine domini. Amen. Ea que fiunt in tempore ne simul cum tempore per- 
transeant, expedit ea scripturarum ac testium || subsidiis adiuvari. Cuius rei causa 
noverint universi tarn presentes quam futuri, ad quorum notitiam littere presentes 
pervonerint, || quod dominus de Gerstetin duas libras Hallensium, domina de R6sen- 
stAn I libram et V solidos Hallensium, domina de Horninggen unam libram Hallen- 
sium, II item soror domini prepositi H. in Madelberch partem vinee, quod vulgaliter 
dicitur kn morgen, situm in monte Synche dictum am 8tige iuxta Scliörndorf ex pie 
devotionis aflfectu, quem erga conventum ecclesie Madelbergensis specialiter habent. 
pro remedio animarum suarum bona memorata solvenda in pitantiam dominorum 
supradictorum annuatim utenda tenenda perpetim libere contulerunt. Loca igitur in 
quibus census predictos valeant domini memorati omni occasione remota habere 
annuatim duximus specialiter nominare: in Bertenanch H. dictus Rex X solidos Hal- 
lensium, Size Slierbach unam libram Hallensium et HI solidos, item Albertus Epis- 
copus XIX solidos, item Kiigerus dictus Wagener XIII solidos, item in civitate 
Schorndorf de predio dictum Mütelin situm iuxta fluvium Rames I libram Hallensium. 
Ut autem testamentum iam dictum valeat inviolabiliter permanere, presentes litteras 
exinde confectas sigillorum venerabilium dominorum de Ursperch, Roggenburch, Madel- 
berch prepositorum duxit conventus prefatus in Madelberc munim[in]e roborandas. 

Datum et actum in ecclesia Madelbergensi, anno domini MCC nonagesimo VIII., 
in die sancte trinitatis. 

Siegel abgegangen. 



XI. ,9 



146 1298. Juni 3 und 7. 

5137. 
Ohne Ortsangabe. 1298. Juni 3. 

Der Edle Kraft von Klingenfels (Clingenvels) und seine Gemahlin Herburgis verkaufen 
(vendidimus) an Äbtissin und Konvent von Gnadenthal (Gnadental iuxta Hallis) einen 
Hof in Eckartshausen (curiam nostram sitam in Oggershusen quam colit Heinricus 
dictus Brochsiler cum omnibus suis attinentiis cultis et incultis quesitis et inquesitis) 
um 50 S Heller und versprechen Gewährschaft. 

Testes: dominus "Wernherus rector parrochie in Hallis, Wolframus miles, Hein- 
ricus de Tullauwe, Cünradus Veldener, Trutwinus, Walterus Kolman cives in Hallis, 
frater Dietricus et frater Cünradus ordinis Cysterciensis, Sifridus de Michelvelt, Hein- 
ricus dictus de Rote in Michelvelt, Walterus dictus Weizze de Otterbach et Jacobus 
famulus prefati Craftonis de Clingenvels. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini MCC nonagesimo Vni., proxima tertia feria post octavam 

penthecostes. 

Öhringen. Orig. Perg. Beschädigtes Siegel, schildförmig, c. 55,50 mm., im Schildeshaupt rechtsschreitender 
leopardierter Löwe, unten zehnmal geteilt ; Umschrift : . . . . FTON'IS -DE ... . INGEN VELSE. — Abdruck : Wibel 2, 127. 



5138. 
Bebenhausen 1298. Juni 7. 

Der Kirchrektor Wernher von Plieningen vertauscht zum Nutzen seiner Kirche eine 
dieser gehörige Wiese gegen eine andere von Ritter Wolfram dem Jüngern von Bernhausen 
(quod ecclesie mee de Blieningen predicte condicionem cupere faciens") meliorem 
pratum dictum diu Made cum strennuo viro Wolframo de Beruhusen milite iuniore 
de consensu venerabilium . . abbatis et conventus monasterii de Bebenhuseii — ad 
quos ins patronatus ecclesie memorate dinoscitur pertinere, pro certo fundo sive prato 
in loco dicto Kainbrunne iuxta silvam dictam Brunnehalde doti ecclesie mee predicte 
assito permutavi. Nee obstare poterit si forsitan antedictus fundus dictus diu Made 
per supradictum militem vel eins heredes aut per colonos quoslibet vel etiam inqui- 
linos efficiatur utilior quovis modo, presertim cum ipse fundus dictus diu Made non 
posset permutationis tempore conferri ad maiorem utilitatem ecclesie ac honorem). 

Siegler: Der Abt von Bebenhausen und der Aussteller. 



1298. Juni 8. 147 

Abt und Konvent von Bebenhausen geben ihre Zustimmumj ausdrücklich kund. 
Datum Bebenhusen, anno domini MCCLXXXXVIII., VII. idus Junii, indictioue XI. 

All erster Stelle beschädigtes Sieg;el des Abts von Bebenhauseii, s. Bd. 6, S. 25ü. An zweiter ein Riind- 
Kiegel, iJü mm., St. Martin zu Pferd, dem Bettler seinen Mantel teilend; Unischrift: f • S • WEKNHEKI • FLEB . . . 
BLIENIGE. - Abdruck: ZGORh. 14, 1ö7. 

a) So! 



513Ü. 

Augsbunj 1298. Juni 8. 

Bruder Heinrich Bischof von Rodosto ') (Redestonensis) verleiht allen wahrhaft Buss- 
fertigen und Beichtenden, die die Kapelle der hl. Blasius, Sebastian und Katharina an 
Sonntagen, an den vier Marientagen, den Aposteltagen, dem Tag der Weihe der Kapelle, 
fei'ner an Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten, an den Tagen ihrer Patrone 
und in den Oktaven aller dieser Feste besuchen, und den Sondersiechen (fratribus ibidem 
leprosis) Almosen geben, einen Ahlass von 40 Tagen für Tod- und von einem Jahr für 
lässliche Sünden, unter Voraussetzung der Zustimmung des Diözesanbischofs und mit unbe- 
grenzter (iüUigkeit. 

Datum Auguste, anno domini millesimo CCLXXXXVHL, VI. idus Junii. 

Ulm. Orig. Perg. Bruchstück des spitzovalen Siegels aus mit Mennig gemischtem Wachs; der sitzende 
Bischof, in der Linken den Stab, die Rechte segnend erhoben ; von der Umschrift erhalten ; f • S • FRIS • HEI .... 
ONEN • ECCLIE • EPI. - Abdruck: Ulmisches ÜB. 1, 251. 

1) Nach Eübel, Hierarchia cathol. Med. .\evi 1, 443 n. sufTraganeus archiepiscoporum Coloniensium 12i)H— 1312. 



5140. 
Konstanz 1298. Juni 8. 

Propst K., Dekan Rudolf und das ganze Kapitel der Konstanzer Kirche tauschen 
(permutamus — et tradimus) zum gegenseitigen Nutzen mit dem Kloster Weingarten einige 
Eigenleute (Mehthildim filiaiii Cilnonis de Wille nobis iure proprietatis pertinentem 
cum sua posteritate pro Adelhaidi filia quondam dicti Trumpler iure proprietatis per- 
tinentem cum sua posteritate predictis . . abbati et conventui monasterii supradicti). 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Constantie, anno domini MCCXCVIIL, VI. idus Junii, indictione XI. 

Siegel abgegangen. 



148 1298. Juni 15. 

5141. 

Konrad von Schifferstadt Komthiir und die Brüder von Altshausen verkaufen an Heinrich 
Brucher ein Gut zu Mieterkingen als Leibgeding. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Juni 15. 

Ich bruder Cünrat von Schifferstat bruder des spitales sancte Marien des Thuzen- 
huses commendur || zu Alshusen und alle die bruder des selben huses tliün künt 
allen den die disen gegenwärtigen brief || ane sehent oder horent lesen, das Heinrich 
der Brücher hat kouft umbe uns das gut zu Müter||chingen, do Heinrich Büze uffe 
sas, umbe aht naarc silbers und ein halbe zu eime lipgedinge vünf liben, ieme selben 
und vier kinden Albrelit Benzen Cünzen und Ulrich, und alle die wile das der vünf 
libe einer lebet, so sullent sie daz vor genante gut nissen einer nach dem andern, 
und swenne die vünf libe niht ensint, so sol das vor genante gut uns und unserme 
huse ledic sin. Das dis stete blibe von uns und von unsern nachkümen, so henken 
wir unsers huses ingesigel an diesen brief zu eime warn Urkunde. Dis sint gezuge, 
die es sahent und hortent: der herre bruder Cünrat von Blümenvelt luprister von 
Alshusen, bruder Eberhart von Stekebrünnen, bruder Arnolt von Langenstein, bruder 
Hiltebolt von Rudelingen, Ulrich der Nüber von Sulgen, Rüdeger von Hagenöwe, 
meiger Ulrich der Rüde, meiger Heinrich von Hagenöwe und ander erber lüte gnuge. 

Dis geschach, do nach gotes gebürte was thüsent jar und drü hundert jar ane 
zwei [j]ar, an sancte Vites thage. 

Beschädigtes Siegel der Kommende Altshausen, s. o. S. HG. 



5142. 

Heinrich der Brucher kauft von dem Komthur und den Brüdern zu Altshausen für sich 
und seine vier Söhne als Leibgeding ein Gut zu Mieterkingen. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Juni 15. 

Ich Heinrich der Brucher thün künt allen den, die disen brief ane sehent oder 
horent lesen, daz ich || han kouft umbe den conmendur und die bruder des Thüzen- 
huses zu Althusen daz gut zu Mütter||chingen, do Heinrich Büze uffe sas, umbe 
nündehalbe marc silbers zu eime rehten lipgedinge || vünf liben, mir selben und vier 
kinden Albreht Benzen Cunzen und Ulrich, und süUent daz vor genante gut niessen 
einer nach dem ander alle die wile, daz under uns einer lebet, und swen wir \ünf 



1298. Juui 18. 149 

libe iiilit ensint, alse wir do vor genant sin, so sol liaz vor genante gut ledic sin 
dem vor genanten conmendör und den brudem des vor genanten huses zu Alshusen. 
Das*) dis stete und war belibe, so henken wir vröwe Adelheit appetissen zu Böchöwe 
durch die bette des vor genanten conmendürs und der bröder von Alshusen und ouch 
durch die bete des vor genanten H. Bruchers und siner kinde unser ingesigel an 
diesen brief ze einem warn Urkunde. Dis sint gezuge, die es sahent und hortent: 
Ulrich der Nüber, Cünze Kröwel, Heinrich Bockelin, Ulrich und Heinrich die Heren, 
Rudeger von Hagenöwen, meiger Ulrich der Rüde und Heinrich von Hagenöwe und 
ander erber lüte gnuge. 

Dis geschach, do nach gotes geburte was thüsent jar und drii hundert jar ane 
zwei jar, an sanete Vites thage. 

An braun- und weißer Leinensclinur spitzovaies Siegel, 50,80 mm., sitzende Heilige, in der Linken die 
Märtyrerpalnie, in der Rechten einen unkenntlichen Gegenstand haltend ; Umschrift : f • S • AÜELHAIDIS • 
ABBE • BVCHAVGENSIS. 

a) Von hier an andere Hand und Tinte. 



6143. 

Ravensburg 1298. Juni 18. 

Amman Friedrich, Ratmannen und ganze Gemeinde von Ravensburg beurktmden, dass 
am 18. Juni (feria quarta proxima ante festum beati Johaunis Baptiste) vor ihnen der 
Kirchherr (rector ecclesie) Burkhard von Gornhofen (Gailenhoven) bekannt hat, von Abt 
und Konvent von Weissettau 20 Mark Silber Konstanzer Gewichts empfangen zu haben. 
Dafür hat er vor ihnen stipulatione soUempni interposita zugunsten des Klosters auf all 
sein Recht an die Besitzungen Torkenweiler (in possessionibus dictis Dorenkwiler ipsa- 
rumque pertinentiis universis nee non in pratis que vulgariter dicuntur Ruprül et 
Wagenprül nee non in usufructu utilitate et proventibus ac redditibus ipsarum pos- 
sessionum et pratorum predictorum) verzichtet und alle Briefe, die er darüber vom 
Kloster hat, für nichtig und kraftlos erklärt. 

Siegler: Die Aussteller (sigillo nostre civitatis). 

Datum in Ravenspurch, anno domini MCCLXXXX octavo, die pi-edicta, indic- 
tione XI. 

Siegel der Stadt Ravensburg, s. Bd. 7, S. 117. 



150 1298. Juni 30. 

5144. 

Sirnau 1298. Juni 30. 

Friorin und Konvent von Sirnau beurkunden, dass der Pleban Ludwig von Owen 
(honesta persona L. plebanus dictus in Owen) ihnen 30 E Heller übergeben hat, wofür 
sie ihn jährlich auf 15. Juli (in festo beate Reginsindis virginis) 3 E Heller bezahlen 
sollen. Nach seinem Tod ist dieser Zins an Johann den Bruderssohn des Plebans zu ent- 
richten. Nach beider Tod geht Kapital und Zins (peccunia prenotata atque redditus 
pretacti exinde provenientes) in das Eigentum des Klosters über ex donatione libera 
earundem (seil, personarum), eo etiam iure quod fulgariter dicitur libgedinge. Dafür 
werden die Geber der guten Werke und Gebete der Schwestern teilhaftig (nos quoque 
ipsas participes fecimus et esse volumus bonorum omnium, que per sorores nostri 
conventus et in nostro monasterio dominus fieri dederit, et pro ipsis orationes funde- 
mus sicut pro sororibus nostri ordinis facere consuevimus). 

Siegler: Die Aussteller und der Pleban L. von Owen. 

Actum et datum apud Syrmenov, anno domini MCCLXXXXVIII., I. kalendas Julii. 

Eßlingen. Orig. Perg. Zwei spitzovale Siegel, 1) des Klosters Sirnau s. Bd. 6, S. 26. 2) 30,45 mm., eine 
ausgerissene Pflanze mit 7 Blättern, auf dem obersten Paar je ein Vogel; Umschrift: f • S • LIVD'ICI • PLEBANI • 
DE • OWN .»♦.. — Regest: Eßlinger ÜB. 1, 132 n. 305. 



5145. 

König Adolf verpfändet dem Kloster St. Gallen Gericht und Vogtei des Reichs über Kloster 
und Stadt St. Gallen, über Wangen und Altstätten. 

Im Lager bei Heppenheim 1298. Juni 30. 

Nos Adolfus dei gratia ßomanorum rex semper augustus recognoscimus et pre|| 
sentibus profitemur quod venerabili Wilhelmo de genere comitum de Monte Forti || 
abbati monasterii Sancti Galli Constanciensis dyocesis et in persona sua eidem mona- 
sterio in II trecentis marcis argenti sumus nostro et imperii nomine ex causis infra 
scriptis debitores et legittime obligati. Nam cum nobili viro Heinrico de Ffrouwem- 
berg fideli nostro dilecto propter grata sua servitia presentia et futura, ad que 
facienda idem se nobis et imperio obligavit, centuin et quinquaginta marcas argenti, 
cumque ex eadem causa strennuo viro Gerwico dicto Güssen de Gussemberg fideli 
nostro dilecto quinquaginta marcas argenti pro uno dextrario comparando promiseri- 
mus nos daturos, nos dictis Heinrico et Gerwico prefatum abbatem principem nostrum 



1298. Juni 30. 151 

dilectuiu pro huiiana picuiiie supradicte ad ducentus marcas asceudente delegavimu» 
debitorem et constituimus solutorem accedente eonindeni hinc et inde unanimi voluii- 
tate, sie igitur ex hac causa in ducentis marcis tenemur abbati et suo raonasterio 
meinoratis. Preterea cum idem abbas nobis duos dextrarios et quedam arma pro cen- 
tum marcis argenti vendiderit, trecente marce argenti in summa resultant, in quibus 
dicto abbati et suo monasterio nostro et imperii nomine dinoBcimur obliguti. Pro 
qua quidem pecunia eidem abbati et suo monasterio iudicium et ius advocaticium 
antiq[u]um nobis et imperio quoad ipsum monasterium et civitatem Sancti Galli nee 
non quoad opida in Wangen et Altsteten homines res bona et possessiones ipsiuts 
monasterii in quolibet suo territorio et districtu pertinens cum redditibus et obven- 
tiouibus universis ad idem iudicium et ius advocaticium ab olim spectantibus et annexis 
eisdem pignori obligavimus, proventibus eorundem quos dicto abbati et suo monas- 
terio donamus in sortem minime computandis, tamdiu tenendum et titulo pignoris 
pacifice possidendum, quoüsque dicte trecente marce argenti dicto abbati vel suis 
successoribus et ipsi monasterio plenarie fuerint persolute. Verumtamen quia quos- 
dam certos redditus dicti iudicii et iuris advocaticii strennuo viro Walthero villico 
de Altsteten pro quadam summa pecunie dicimur obligasse, promisimus nos facturos 
quod dictus Waltherus villicus renuntiabit et cedet obligationi huiusmodi sibi facte, 
quod si non fecerimus et ipsum abbatem data pecunia cessionem huiusmodi contigerit 
ordinäre, eam pecuniam quam idem ob causam huiusmodi dederit premissis trecentis 
marcis argenti ipsi abbati ut premittitur debitis sub omnibus pactis et condicionibus 
obligationis pignoraticie supradicte volumus cumulari adici et annecti. Ceterum dicto 
abbati et suis successoribus duraute obligatione pignoris supradicti damus auctori- 
tatem et liberam potestatem ponendi et statueudi iudicem qui presideat iudicio supra- 
dicto cui iudici taliter statuendo exnunc damus auctoritatem exercendi merum et 
mixtum iraperium, hoc est animadverteudi in facinorosos et mittendi in possessionem 
ac alia exercendi que ad huiusmodi spectant iurisdictionem et iudicium ab antiquo 
cum siraplici cohertione, sicut huiusmodi auctoritas a pro tempore presidentibus imperio 
per iudices huic iudicio presidentes consuevit exigi et concedi, presentium testiraonio 
litterarum nostre maiestatis sigilli secretorum robore munitarum. 

Datum in castris apud Heppenhein, anno domini millesimo ducentesimo nona- 
gesimo octavo, indictione undecima, iL kalendas Julii, regni vero nostri anno septimo. 

St. Gallen. Orig. Perg., abweichend von der gewöhnlichen Form der Königsurkunden mehr hoch als breit 
(c. 21 : 32 cm). An grünen Leinenfäden ein Re.st des Siegels, eingenitht. — Abdruck : Kopp, Urkk. z. Gesch. d. 
eidgenöss. Bünde 1, 48 n. 30. — Wartmann. FB. d. Abtei St. Gallen 3, 297. — Regest: Bühmer, K. Adolf .<»9. 



152 1298. Juli 1 und 5. 

6146. 

König Adolf verspricht dem Burkhard von Erbach für seine Dienste 100 Mark Silber und 

verpfändet ihm dafür Einkünfte in Sulmetingen, 

Im Lager bei Wiesoppenheim 1298. Juli 1. 

Nos Adolfus dei gratia Romanorum rex semper augustus ad universorum notitiam 
volumus pervenire, quod strenuo viro Burchardo de Elrebach fideli nostro dilecto 
propter grata servitia sua que nobis impendit ad presens et impendere poterit in 
futurum centum marcas argenti promittimus nos daturos, obligantes eidem pro pecunia 
huiusmodi in opido nostro Sulmatingen annue decem marcarum redditus tamdiu colli- 
gendos percipiendos et habendes de bonis imperii, quousque sibi vel suis heredibus 
feodorum capacibus per nos vel nostros successores in imperio prefate centum marce 
integraliter persolvantur, quibus solutis ipsas convertent in predia a nobis et imperio 
feodali titulo perpetuo possidenda, presentium testimonio litterarum nostre maiestatis 
sigilli robore cZignatarum. 

Datum in castris apud Oppenheim, kalendas Julii, indictione XI., anno domini 
millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, regni vero nostri anno septimo. 

Böhmer-Ficker, Acta imperii selecta 1, 388 n. 525 nach Abschrift Chr. Fr. Stalins, deren Vorlage, ein Vidimus 
der Stadt Ulm von 1447, nicht nachgewiesen werden konnte. — Regest nach derselben Quelle : Böhmer, K. Adolf 400. 



5147. 
Baindt 1298. Juli 5. 

Schicester Bertha die Äbtissin und der Konvent von Baindt (Biunde) beurkunden dem 
Rudolf genannt Klein von Riebgarten (Eüdolfo dicto Clanen de Rübugarton) und seiner 
Frau Gertrud eine Gült von 4 Scheffel Spelt Ravensburger Mess jährlich auf Martini 
schuldig zu sein, wofür sie elf S Konstanzer Pfennige erhalten haben. Nach dem Tod 
der beiden erlischt jede Verpflichtung des Klosters zu tveiteren Zahlungen. 

Siegler: Die Aussteller. 

Actum aput Biunde, anno domini MCCIXVIII.*), in crastino beati Ödalrici epis- 
copi, presentibus Bur. plebano sancti Johannis ecclesie parrochialis in Biunde, fratre H. 
mercatore, fratre Her. quondam mercatore conversis in Biunde. 

Wolfegg. Orig. Perg. Abhängendes Siegel s. Bd. 9, S. 218. — Regest: DiözASchwab. 1891, S. 7 n. 143. 

a) So! 



I20R. .luli 10 und :J0. 163 

5148. 
Bopfirnjen VJQ8. Juli 10. 

Bertholil yenannt Üfchircher Bürger in Bopfingen verkauft (vendidi et vendo tradidi 
et trailo) f/emeiitsam mit seiner Frau Mechfhild und mit Zustimmuny seiner Söhne Konrad, 
Berthold und Heinrich an Kloster Kirchheim (Chirchein) Cisterzienserordens eine Wiese 
an der Sechta (pratmii situm apud tluvium dictum Sehtan quod iniclii proprietatis 

titulo attinebat quod circiter tria iugera sive tagwerc plus vel minus cou- 

tinet) um HO U Heller dapsilis monete, vcrzichfcf <iiif alle Un-hfi' dnrnu und rcrs-iirichf 
Gewährschaft secundum consuetudinem terre. 

Siegler: Stadt Bopfingcn, quia sigilhun propriuui uutenticum non habeo, 

Testes: dominus Cliuuradus decanus in Bo2)hingen, dominus Chunradus plebanus 
in Walthusen, dominus Waltherus de Bophingen miles et minister civitatis eiusdem, 
Gotfridus civis in Bophingen, Sifridus dictus ^inchurn. 

Datum et actum in Bopliingen. anno domini MCCXCVllL. VJ. idus Julii. 

Wallerstein. Orig. Perg. Siegel abgegangen. 



5149. 

König Albrecht bestätigt dem Bischof von Konstanz die Encei'htaig der Burg Summerau, 

Vogtei Langnau und Burg Baumgarten. 

Frankfurt 1298. Juli SO. 

Albertus dei gratia Bomanorum rex semper augustus universis sacri imperii 

Romani fidelibus ad quos presentes pervenerint gratiani || suam cum notitia subscrip- 

toruni. Ktsi regalis benignitas ad universos imperii Romani subiectos consueverit || 

eftectuö extendere gratiosos, debet tarnen singulai'ibus et precipuis illorum respicere 

merito muneribus gratiarum et favoris prerogativa || specialis peramplius commendare, 

(|ui tractu temporis longioris obsequia devota continuarunt imperio et sincere fidei 

studiis evidentius adheserunt. Eapropter cum venerabilis quondam Ebirhardus Constan- 

tiensis episcopus castrum in Sumerowe advocatiam in Langenowe et castrum dictum 

Böngarten cum suis pertinentiis universis a quibusdam niinisterialibus imperii, ad quos 

eadem castra et bona jiropiüetatis titulo sicut audivimus pertinebant, nomine Constan- 

tiensis ecclesie conparaverit, ex quo nobis et imperio ius competere posset et com- 

petebat aliquale, cumque venerabilis Hainricus nunc Constantiensis ecclesie episcopus 

memorate princeps et secretarius noster dilectus dictum ius sibi et ecclesie sue predicte 
XI. 20 



154 1298. Juli 30 und August 



o"- 



per serenitatis nostre beneficentiam devote petiverit condonari, nos ipsius Hainrici 
episcopi meritoria et accepta que per devotionis et fidei sue constantiam non sine 
gravibus laborum et sumptuum fatigationibus nobis et imperio dudum fecit obsequia 
et exhibere poterit in posterum gratiora, precibus inclinati ius in castris et advocatia 
ac bonis prefatis nobis et imperio competens ex quacun({ue ratione vel causa seu titulo 
qualicunque in eundem H. episcopum et Constantiensem ecclesiam de consensu prin- 
cipum nostrorum et imperii quorum creditur aut dinoscitur interesse exnunc inantea 
donatione perpetua et dono transferimus liberali contractum emptionis factum de 
castris et bonis huiusmodi per supradictum olim episcopum Eberhardum sicut premi- 
simus ratum habentes et auctoritate regia de certa scientia huius scripti patrocinio con- 
firmantes. In cuius rei testimonium presens scriptum nostro sigillo iussimus communiri. 

Datum Frankenfurt, 111. kalendas Augusti, anno domini MCC nonagesimo octavo, 
indictione XL, regni vero nostri anno primo. 

Karlsruhe. Orig. Perg. An Pergamentstreifen das Majestätssiegel. — Regest : Mone, Anzeiger f. Kunde 
der deutschen Vorzeit 1837, S. 372. = Böhmer Addit. I, XX (mit Juli 201) — Reg. episc. Constant. 3066. 



5150. 

Ohie Ortsangabe. 1298. August. 

Albert von Beinchingen, Proi)st des Dreifaltigkeitsstifts zu Speier schenkt (conferimus 
donatione inter vivos) um seines Seelenheils willen und aus Verehrung der Jungfratt 
Maria dem Kloster Herrenalb dreizehn Malter dreierlei Frucht von einer Hube in Wilfer- 
dingen, die tveiland seiner Schwester Adela von Elchesheim als Heiratsgut gehörte (redditus 
tredecim maldrorum siligiuis spelte et avene annui census super huba sita in Wülvir- 
/fingen perpetuo possidendflHi; quam nunc colit dictus Slote, quam inquam hubam 
comparavimus ab Rudingero et Künnigunde sorore sua natis condam sororis nostre 
Adele dicte de Elgesheim, quam hubam Bertholdus senior et Cünradus advocatus bone 
memorie et Swenningerus de Remichingen fratres nostri predicte Adele sorori nostr« 
ad onus matrimonii sustentandum cum suo legitimo marito Sifrido dicto de Elgesheim 
contulerunt et donaverunt, singulis annis solvend« in nativitate Marie virginis). Er 
verzichtet auf alle Ansprüche und bestimmt noch, dass von dem Ertrag der Gült sein 
Bruder Heinrich., Mönch in Herrenalb, mit Kleidung versehen um'de und sie erst nach dessen 
Tod in usus claustri verwendet werden darf. 

Siegler: Der Aussteller, das geistliche Gericht in Speier und der Abt von Herrenalb. 

Druck in ZGORh. 2, 465 nach dem Orig. Perg. in Karlsruhe mit 3 Siegeln. 



1298. August 1. 155 

5151. 
0/iiie 'OftsiuKjabf. 129H. Aiujust. 

l'ioji.sf AUitii (1)11 h'riiii/iiiiijni (^iiatiune de IJeiiiichiugen) rom iJirijaltnjIn'ilsstift zu 
Speier schenkt donatione inter vivos «fem Kloster Herrenalb zwei l'fimd Heller jährlicher 
Einkünfte von dem Hof dicti Hachelinger in Grünwettersbach ((in'inenwctcrspach) mit 
der besonderen Bedingung, dass die Gült auf Maria Geburt alljährlich durch den Bauern 
des Hofs zu bezahlen ist und wenn der Termin versäumt wird, alsbald am Tag darauf 
[der Hof] in den Besitz des Klosters übergeht (quod quocumque anno in festo nativi- 
tatis beate virginis predictam curiani colens censuin sive redditus duaruni libraruni 
solvere neglexerit, extunc in crastino ad ius et i)ropi-ietatem predicti claustri omni 
contradictione postposita perpetuo devolvetur). Kr verzichtet auf alle Einsprache, 
bestimmt aber, dass der jeweilige Abt des Klosters seinen Bruder H., der dort Mönch 
ist, vom Ertrag der Gült mit Kleidung versehen und erst mich dessen Tod das Kloster 
selbst in den Gemiss eintreten soll. 

Siegler: Der Aussteller, die Richter von Speier und der Alt von Herrenalb. 

Datum et actum anno domiiii MCCXCVIII., mense Augusto. 

Ksu'lsmhe. Orig. Ital. Perg. Siegel 1) des Propsls Albert vom DreifaltigkeiU?stift zu Speier, s. Bd. 10, S. 223.. 
2) der Spcirer Richter, s. Bd. 9, S. 151. .3) des Abts von Herrenaib, s. IM. <l, S. 151. — .Viiszug: ZGORli. 2, «Xi. 



5152. 

Äbtissin Hildegund und Konvent von Gnadenthal beurkunden die Stiftung Heinrichs und 

Hedwigs von Eisingen. 

Ohne Ortsangabe. 12'Jl->. August 1. 

ich swester Hilteguut du ubbtissin von Gnadental und alle du saraeiuinge ver- 
jehen mit disem briefe allen den || die in sehen, daz uns her Heinrich von Isigen 
unsers hovemannes Cünrade,s stiefater und sin wirtin ver || Hedewig mit gesamenter hant 
geben hant uf ir eigime gute zwene Schillinge geltes die wile si leben, und alle ir 
eins II stirbet, so soll daz ander vier Schillinge geben, und swenne sie beidu ensin, 
so sol ez dem closter gelten ahte Schillinge und ein vasenaht hün immer ewekliche. 
und swolhera ir erben 'man daz gut immer mer ze rehte lihen sol nach ir beider 
tode, die sulen dem closter daz selbe \(ii genante gelt ahte Schillinge geben und 
ein vasenaht hiin, und sulen ze haubetrehte sitzen. Des sint gezuge unser brudere 
vome closter brüder Cunrat und brüder Gerlach und auch brftder Cänrat und Cönrat 



156 1298. August 1, 12 und llj. 

des vor genanten Heinriches sun und sin stiefsun her Cünrat unser hoveman und 
vern Hedewige brüder her Herman und sin sun Cun;ze Gerwer und her Heinrich der 
smit von Retershein und her Cünrat der Milte. Und daz dirre brief kraft habe, so 
han wir in versigelt mit unser selbes insigel. 

Dirre brief wart geben in dem jare, do tusent und zwei hundert und achte und 
nunzik jar von unsers herren geburte waren, an sante Peters tage in der ernde. 

Öhringen. Orig. Perg. Siegel abgegangen. Auf dem Rücken gleichzeitig : De bonis in Isingen. — Au.szug : 
Wibel 2, 180. 



5153. 

Ohne Ortsangabe. 1298. August 12. 

Graf Urich von Berg genannt von Schelklingen beurkundet, dass sein Getreuer Heinrich 
von Neufrach ihm seine Burg Zusdorf mit dem dazu gehörigen Hof und dem Patronatrecht der 
Kirche zu Lehen aufgetragen hat, und belehnt auf seine Bitten damit die Brüder Ludwig 
und Mangold von Hornstein, die Heinrich zu seinen Erben eingesetzt hat. 

Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 46 n. 1.57. 



5154. 

Hechingen. 1298. August 13. 

Graf Friedrich von Zollern (Zolre), Schtciegersohn des edlen Mannes weiland Grafen 
Alberts von Hohenberg, tutor legittimus seiner jüngeren Brüder Friedrich und Friedrich, 
bestätigt dem Kloster Bebenhausen inspecta vendentis et nostra utilitate communi. den 
von seinem Vater tceiland Grafen Friedrich von Zollern vollzogenen Verkauf des Fronhofs 
mit dem Patronatrecht in Entringen und aller seiner Güter in Breitenholz (ob urgentem 
debitorum necessitatem sibi et nobis liberis suis iam dictis communiter incumbentem 
curiam suam dictam fronhof apud Antringen iuxta cimiterium ecclesie ibidem sitam, 
quam nunc incolit "Waltherus dictus Waltsche, cui etiam curie ins patronatus seu pre- 
sentandi eiusdem ecclesie annexum fore dinoscitur, nee non oraues possessiones suas 
apud Braitenholz ubilibet constitutas cum Omnibus earumdem curie et possessionum 
iuribus iurisdictionibus et pertinentiis quibuscumque immo cum omni iure et dominio 
vero et utili), dessen Kaufpreis mit 450 U Heller bezahlt ist, verzichtet auf alle Ansprüche, 
überträgt (transferimus) alles Recht auf das Kloster und verspricht Gewährschaft, wofür 
er sich, seine Erben und seinen ganzen Besitz einsetzt (reddimus presentibus obligatas). 



1298. August IB und lü. 167 

bieylvr : Der O/iciin (patruus) (Ich AiL^-sIrl/crs Dompropsl Frifilridi um Aiiyxhiirfi 
tmd der Aussteller. 

Actum et dutuni m Haecliingen. presiiitibus Walgero milite de Bisiugen, Hiltt*- 
boldo nobili de Werstain, Wernhero notario profati cornitis do Zolre rectore ecclesie 
in Gossolvingen. Cünrado dicto Walh sculteto in Haechingeu, Alberto fratre suo. 
. . dicto Zohende, Burkardo dicto Sezzenakker. anno domini MCC'XOVIII.. idus 
Augusti, indictione XL 

Monum. Zoller. 1, 107 nach dem Uriginal im K. Preuß. Flausarcliiv in CharloUenbiirg. 



B16B. 
Ohne Ortsangabe. 1298. August 16. 

Schwester Gerla, Äbtissin, und der ganze Konvent von Lichtenstern (Clara Stella) 
beurkunden den Tausch von Gütern in Affaltrach, den sie mit dem Komthur und den 
Brüdern des Johanniter spitals in Hall und in Affaltrach gemacht haben (bona subscripta 
sita in Affaltrach, videlicet bona bey deme steege versus "Wiirispach que colit et 
tenet Burkhardus et curiam sitam retro coemiterium que dicitur Wolzen hof cum 
prato sito sub monte qui dicitur der Hundesberg sibi attinenti, pro bonis sitis in 
superiore parte ville versus Wyler que dicuntur der Sarsen guet et pro uno prato 
sito supra villam uff dem mühlgraben). 

Actum et datum anno domini MCCLXXXXYIIL, XVII. kalendas Septembris. 
Testes: frater Heinricus de Hallis sacerdos, f rater Cunradus de Krutheim plebanus 
in Affaltrach, frater Cunradus de Eschenawe fratres hospitalis jjredicti, frater Heinricus, 
frater Cunradus et frater Adelhelmus fratres nostri ordinis, Rudegerus de Eschenowe, 
Albertus advocatus in Affaltrach et Sichelingus de Eschenowe milites. Heinricus faber, 
Syfridus faber, Cunradus Albus, Waltherus Bernhart, Gottebolt Munge. 

Kopb. der Johanniterkom. Hall-Aflaltracli von 1Ö85, Bl. 113'*. 



5156. 

Der Komthur und die Brüder des Johanniterspitals zu Hall und Affaltrach tauschen Güter 

zu Affaltrach mit Kloster Lichtenstern. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Angiixf Kl. 

Wir bruder Eberhart zu Büle der commendiure und ander die bruder des spitals 



168 1298. August 16 und 18. 

sancti Johannis zu Halle uud ze Affaltrach tun kuiit allen den die disen brief ansehent 
oder horent lesen, das wir mit gemeynem rate han gegeben zu widerwechsel und auch 
geben an disem brieffe den frawen zu dem Liechtensterne eine wisen liget obe dem 
dorf zu Affaltrach an dem mulgraben und ein gut das da heiset der Süwsin gut 
das da liget oben im dorf gein Wyler vor recht fryes eygen umbe das gut das da 
liget zum ende des selben dorffs by dem stege gein Wilrispach da Burkart uff 
sasz und umb das gut das da liget by dem kirchoff das da heiset Wolsen gut, da 
höret in ein wise liget vor den bergen, eigenliche und frylich zu haben ewiglich. 
Und zu eyner stetunge so geben wir inen disen brieft' versigelt mit unsers husz 
insigel zu Halle. 

Dirre brief ist geben nach unsers herren geburte tuset zwey hundert und acht 
und nuntzig jare, zu mitteme Ängsten. Des sint gezugen bruder Heinrich von 
Salle, bruder Conrat von Crutheim der pferrer von Affaltrach, bruder Conrat von 
Eschenawe unsers ordens brudere, "bruder Heinrich und bruder Conrat und bruder 
Adelhelm von Liechtenstern, her Rudiger von Eschenawe und her Sichelinc sin sun 
zwen ritter, her Albrecht der vogte von Affaltrach ein ritter, Heinrich der smydt, 
Sifrit der Schmidt, Conrat Alber, Walther Bernhart, Gotebolt Munge und ander erber 
lute gnüg. 

Kopb. des Kl. Lichtenstern um 1500, Bl. Gl. 



5157. 

Ohne Ortsangabe. 1298. August IH. 

Abt Sifried von Komburg überträgt (contulimus in perpetuum possidendum) 

dem Konrad genannt Storer, seiner Frau Mechthüd und ihren Erben einen Weinberg und 
andere Güter in Nagelsberg (vineam sitam in Nagelsberg in monte qui dicitur Spieen, 
medietatem torcularis et pomerium ibidem in Nagelsberg situm). 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum et datum anno domini MCC nonagesimo VIIL, in crastino octave beati 
Laurentii. 

Öhringen. Orig. Perg. Abhängendes Siegel des Abts Sifried von Komburg, s. Bd. 10, S. 27. — Abdruck : 
Wibel 2, 127. 



1298. August 21 uud 23. 159 

5158. 

Mengen 1298. August 21. 

Ritter Eberhard von Rosna (Koseuöwe) eignet mit Zustimmung aller Beteiligten dem 
Kloster Salem die Güter in Jettkofeti die Eggehard von Ostrack von ihm zu Lehen gehabt 
hat (possessionibus in Utkoven, quas Egghardus de Ostrach a me tenuit iure feodi 
quasque excolit Hainricus dictus Sti'irme extendeutes se ad culturam trium bouin vel 
pauk) amplius) und verppichtet sich und seine Erben zur Gewährschaft. 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum in Mengen in orto Hainrici de Swarzach civis ibidem, anno doniini 
MCCXC octavo, in crastino beati Bernhardi abbatis, testibus Kftdolfo de Kischach 
milite, Hainrico de Swarzach prenotato, Berhtoldo de liandöwe, Wern. cementario, 
Cünrado dicto Löcheier sutore et Hainrico de Bürron civibus in Mengen, maiore 
cellerario, Alberto pistore, Dietrico de Nüfron monachis in Salem. 

Hegensburg. Orig. Perg. Siegel rund, 4.S mm., der Scliild mit Widder, in den drei Ecken des .Schild:» 
je eine Rose; Umschrift: f • S • EBEHHAHUI • DE • ROSEXOWE. — Regest: v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 645 
n. 990 nach Cod. Sal. IV in Karl.srahe. 



5159. 

Ohne Orfsangabe. 1298. August 23. 

Ritter Burkhard von Tobel eignet (proprietatem — — libere donavi) dem Kloster 
Weingarten das Gut in Buggenhausen, das seine Lehensleute die Brüder Heinrich und 
Friedrich von Winterbach dem Kloster verkauft haben (quod Hainricus et Fridericus 
germani dicti de Wintterbach mei feodales bonum in Bucchenhüsen situm ipsis com- 
petens iure beneficii feodalis michi vero proprietatis cum omnibus suis appendiciis 
areis curtibus agris pratis vallibus virgultis viis inviis et si qua sunt alia eidem bouo 
pertinentia mea super hoc obtenta permissione et licentia . . abbati et conventui 
monasterii de Wingarten pro decem libris denariorum Kavenspurgensis monete dederunt 
ad emendum). 

Siegler: Der Aussteller. 

Die Brüder von Winterbach bekennen ihre Übereinstimmung, verzichten auf alle Rechts- 
mittel und bestätigen den Empfang der Kaufsumme. 

Datum anno domini milesimo CC nonagesimo Vlll., in vigilia Bartholomei, 
indictione XH'). 

An weißleinener Litze das beschädigte schildförmige Siegel Burkhards von Tobel mit zwei gekreuzten Leitern. 
1) Vielmehr XI. 



160 1298. August 26 uud September G. 

5160. 
Langenstein 1298. Aiiyiist 26. 

Bitter Ulrich von Bodman (Bodemen) beurkundet, dass sein Eigenmann Eggehard 
von Ostrach (Eggehardus de Ostrah, qui mihi proprietatis titulo pertinere dinoscitur) 
detn Kloster Salem alle seine unbeweglichen Güter mit der Abmachung verkauft hat, dass 
die Einkünfte davon geschätzt werden und das Kloster für jede Mark Einkünfte 14 Mark 
Silber Konstanzer Geivichts bezahle; er bestätigt den Verkauf auf Bitten Eggehards (nee 
tarnen huiusmodi contractus sine meo consensu utpote veri domini ipsius Eggehardi 
posset legitime consumari) und überträgt (transtuli et transfero per presentes) dem 
Kloster sein Recht an die Eigengüter Eggehards zu Jettkofen (quicquid mihi ratione 
dominii iuris competiit in possessionibus, quäs quidem Eggehardus proprietatis titulo 
sibi pertinentes habet in Ütinkoven ad culturam duorum boum se extendentes) soioie 
nach vorausgegangener Auflassung auch die Güter in Kalkreute (possessionum quas habet 
in Galgrüti ad unius tantum bovis culturam se extendentes), die Eggehard von ihm 
und seinem Oheim (strenuo viro et patruele) Ritter Johann von Bodman zu Lehen gehabt 
hat, wozu Ritter Johann seine Zustimmung gibt. 

Siegler: Der Austeller und sein Oheim Johann von Bodman. 

Acta sunt hec in Salem, anno domini MCCXCVIII., in die beati Läurentii, pre- 
sentibus Rüd. de Sulzburg, Hainrico dicto Gremiich militibus et Rüd. ministro de 
Sancto Monte. Datum vero in Langenstain, eodem anno, VII. kalendas Septembris, 
presentibus Hermanne de Sulzberg milite, Rud. de Rosenberg genero eiusdem, Johanne 
filio meo, Wern. de Riethusen ac Bur. dicto Bodenzaphe. 

Ritter Johann von Bodman bekundet seine Zustimmung und hängt sein Siegel an. 
' Ego vero Eggehardus prelibatus prescripta queque et singula me agente et quanto 
potui diligentius procurante profiteor fore gesta, sed quia sigillum proprium non 
habeo, sigillo domini mei Ülrici de Bödmen prelibati hac vice sum contentus. 

Regensburg. Oiig. Perg. Zwei runde Siegel, eingenäht. — Regest : v. Weecli, Cod. dipl. Salem. 2, 546 
n. 992 nach Cod. Sal. II in Karlsruhe. 



5161. 

Ohne Ortsangabe. 1298. September 6. 

Ritter Eberhard von Jimgingen eignet dem Kloster Heiligkreiizthal einen Acker in 
Langenenslingen. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler LB. 1, 50 n. 162 mit Jahr 1299.. 



12{»,s. St'ptt'mber 13 uikI 1!I. 161 

0102. 
Köiiiij AIhnrht rerleiht der Stadt Wnldxnc. Hfn-enHhuryer Hecht. 

Ilnl:hlrrli( II l'J'Js, Srji/niilnr l:i. 

Albertus dci «rratia Homunoruin i«'x scniptM- aiigustus iiniversis sacri iniperii 
KoiiiHui lidolibus piesentes litteias inspecturis || gratiam snam et onine boiimn. Dignuni 
iudicat nostra sevenitas et decernit, quod fidelium nostrorum coniniodis tauto gi-atiosius 
intendamus (iuaii||to iidem sacrosancto Romano iinpt'rio rt uohis iniperii atquc 
rei publice curaiu gerentibus tidelius coniunguntur. Cum «'uim sul)ditorum coiu-|| 
modum et conimoditatis augmentum nostra procurat serenitas, dilatationeni honoris 
regii et dignitatis iniperii promovemus. Quapropter ad universitatis vestre notitiam 
tenore presentium cupimus pei-venire, quod nos nobilium virorum fratrum dt- W.ilsf 
dilectorum iiostrornin lidelium precibns favorabiliter inelinati prudeiitibus viri> . . 
sculteto consulibus t't universis civibus oi)i)idi de Waise, quorum dcvota fidelitas ot 
Hdelis devotio erga nos et Konianum iinporiuni fervere dinoscitur, oinnes libertates 
gratias et iura ab inclite recordationis ini])eratoribus et legibus Komanorum nostris 
predecessoribus civibus de Kavenspurch Hdelibus nostris et eorum oppido traditas 
et concessas ipsis civibus et oppido in Waise <le lil)eralitate regia duxinius perpetuo 
concedeudas, ut eisdeni libere et quiete gaudeant et fruantur, sicut dicti cives de 
Ravenspurcli gratiis perfruuntur huiusinoili »t liactenus sunt gavisi. In cuius n-i 
testiinoniuiu presens scriptum exinde conscribi et niaiestatis nostre sigillo iussimus 
comniuiiiri. 

Datum aputl Holtzkirgen, idns Septembris. indictione XL, anno doniini millesiino 
ducentesimo nonagesimo oetavo, regni vero nostri ainio primo. 

Walilsee. Ori«. Peig. Siegel abKeKaiiRen. — Aluhuck: \Viiikelniaiiii. At-la im)), iiieil. 25<i. — Resesl : 
Böliiiier. Ad.lil. II. K. AllirPiht (JKi. 



5163. 
Könnj Albrecht bestätigt dem Kloster Ktnuburtj alle seine Priri/effien. 

Hiifhcnhuni l-J'.ls. Septnithcr ]'.». 

Albertus dei gratia J^uiianoruni rcx semper augustus universis sacri iniperii 

Romaiii tidelibus presentes litteras inspecturis gratiam suam et oiiiiie bonuni. Licet 

regalis nostre cleinentie benignitas ad qnoslibet qnos Romanum ambit imperinm sue 
XI. ..,, 



162 1298. September 19, 20 und 21. 

defensionis et niagnificentie dexteram pi'otendere teneatur, tainen illorum qui divinis 
iugiter vaeantes obsequiis deo pro nostra nostrorumque fidelium salute supplicant inces- 
santer dispendiis precavere et commodis intendere nos delectat. Sane religiosorum 
virorum abbatis et conventus ecclesie sancti Nicolai in Camberg, quos afi'ectibus sinceris 
prosequimur, devotis et liumilibus supplicationibus inclinati universa privilegia iura 
libertates et gratias a divis imperatoribus et regibus Homanis nostris predecessoribus 
eis rite et rationabiliter concessa et concessas approbamus innovamus ratificamus et 
presentis scripti patrocinio confirmamus. Kulli ergo hominum liceat lianc nostre 
approbationis innnovationis ratificationis et confirniationis paginam infringere aut ei 
in aliquo ausu temerario contraire sicut gravem nostre indignationis offensam voluerit 
evitare. In cuins rei testimonium presens scriptum exinde conscribi et maiestatis 
nostre sigillo iussimus communiri. 

Datum aput Rotenburg, XIII. kalendas Octobris, indictione XII.,') anno domini 
millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, regni vero nostri anno primo. 

Kop]). des Kl. Kombuig von 1457, Bl. 13. — Regest : Böhmer, K. Albieclit 49. 

1) Demnach scheint die Urkunde erst nach dem :24. Septemljer ausgestellt zu sein. 



51G4. 
Weingarten 1298. September 20. 

Johann von Irrenbery (Irrenberch) verkauft (venditione legali — — transtulisse) 
an Kloster Weingarten einige Eiyenleute (antiquam . . edituam in Berge, Wiibirgim 
filiam snam. Hainricum dictum Wirt et fratrem suuni iure proprietario mihi perti- 
nentes). Der Edle Konrad V07i Wartenberg bestätigt a/uf seine Bitte diesen Verkauf, der 
mit seinem Willen geschehen ist, und macht ihn auch für seine Erben verbindlich. 

Siegler: Konrad von Wartenberg. 

Datum et actum aput Wingarteu, anno domini ]\ICC1jXXXXVIII., XII. kalendas 
Octobris, indictione XI. 

Abhangend ein schildförmiges Siegel mit aufgerichtetem Löwen ; Umschrift abgebrochen. 



5165. 

König Albrecht bestätigt der Stadt Hall das von König Ricdolf ihr verliehene Privilegium 

de non evocando. 

Rothenburg 1298. September 21. 
Albertus dei gratia Eomauoruin rex seinper augustus nniversis et singulis sacri ßo- 
mani imperii fidelibus || ad quos presentes pervenerint gratiam suam et omne bonum. In 



*i 



12nH. September 21 und 24. 163 

nostie iiiaifstatis itr«*si'ntiii lonstitiiti i»rii||(I*'iiters viri rives ilf llallis tiiK-les iiostri 
dilecti quoddam i)rivilejij:iuiii ipsis per dive recordationis Rudolfuin quon||dan) regeui 
Romanorum «^eiiitorem et jiredecessorem nostruin üoncessum et trnditum iiol)i8 exhi- 
buerunt humiliter supplicantes ut idem ipsis privilej^ium indulgere innovare et con- 
firmare de benifiiiitate regia dignaremur. Ciiius (piidem privilegii tenor ])er oninia 
talis est: l{iidolfiis imw. Es folgt der ßd. 7 S. 417 (jedruckte Text. 

No8 dictoriuii civiuin propter sue tidelitatis obseqiiia (piibus nobis et imperio 
astringuntur gratiost; })rec'il)us aiimientes prenotatum Privilegium et contentas gratias 
in eodem ipsis concedimus aj)probamu8 innovamus et scripti liuius i>atrocinio contir- 
mamus, nolentes ut aliquis liauc nostre eontirmationis paginam sicut indignationem 
nostram evitare voluerit ausu tenierario violax'e presumat. In cuius rei testimonium 
has litteras maiestatis nosti'e sigillo fccinius communiri. 

Datum apud Kotemburcli, XL kalendas Octobris, anno domini MCCLXXXXVIII.. 
indictione XII.,*) regni vero nostri anno prinio. 

An roten und gelben SeidenfiUieii das Majestätssie^el. — Hecesl : Böhmer, K. Allirndit öt. 

1) Wie bei Sei)tt>nil)er lit. 

öl 0(1. 
Kl reit heim 12'.>S. SepteiiiOer '24. 

Die Grafen Diepold inid Ulrich von Aiehelbery (^'f^chelberc) eignen dem Berthold 
genannt Schach von Biberach ihre Hechte auf Gidern in Wasach, mit Ausnahme derer, die dem 
Spital in Biherach gehören (in omnibus bonis iitpote mansis nee non agi'is cultis et 
incultis ac nniversaliter in omnibus aliis in Wasach sitis, solum illis que ad hospitale 
sancti spiritus in ]?ibracli pertinere dinoscuntur exemtis, a Hehvigo de Essendoi-f 
Berhtoldo dicto Schach de Bibrach prius nominato veuditis ac actenus ad nos habito 
respectu ab eodem Hehvigo iure feodario possessis ipsi Berhtoldo antedicto (juicquid 
iuris habuimus donamus — — proprietatis tytnlo possidenda). 

Siegler: Die Aussteller. 

Testes: . . minister in Bibrach sepe tacto dictus (i neter, Cunradus dictus Schillier, 
Hainricus dictus de Menbrehzwiler, . . dictus Sahs, Li'idewicus deMenbrehzwiler, Hainricus 
dictus Schach, Cunradus dictus Schach, Wernherus dictus Schach, Hainricus dictus Maister. 

Datum Kirchain, ex procuratioue discreti viri . . rectoria ecclesie in Scldierbach. 
anno domini MCCXCVIU., proxima feria quarta post festum sancti Mauritii. 

Allhangend 2 Siegel, 1) des (!i-afen Ulrich, s. Bd. 10, S. 415. 2) des Grafen Diepold, s. Bd. 7, S. liö. -- 
.Abdruck: Dir.zASchwab. 18H9. S. 70. — Res^st : Wiall. Vierteljahrshefte 1897, S. 46. 



164 1298. September 28 und 2!). * 

51(57. 
Ritter Burkhard ron Tohel überträi/f dein Kloster We'ttKjarten dos Gut Vunkeiihove. 

Weingarten 1298. Septemher 28. 

Universis presentium inspectoribus Burchardus miles senioi- de Tol)el et Hur. 
filius suus iunior salutem || cum uotitia subscriptorum. Petitionern honorandi viri 
H. dicti Blässinch recepimus contineutem, quod pre(|dium dictum Vunkeiihove iure 
proprietatis iiobis pertiuens, quod idem H. apud nos propria pecunia comparavit, in 
mo||nasterium honorabilium dominorum . . al)batiH vt conventus in Wingarten per 
donationem transferre dignaremur. Cuius precibus inclinati prefatum predium cum 
Omnibus iuribus suis et appendiciis quibuscunque donatione libera njauu choadnnata 
in monasterium transtulimus memoratuni, renuntiantes pro iiobis nostrisque heredibus 
universis omnibus iuribus et actionibus, que uobis in suprascripto bono sive possessione 
conpetebant aut etiam in futuro conpetere viderentur. üt autem nostra donatio 
libera maneat firma et illesa, presentem cartam memoratis'dominis nostris . . abbati 
et conventui in Wingarten sigilli nostri munimine tradidimus communitam. 

Datum et actum apud Wingarten, anno domini ^ICCLXXXXYIIL, 1111. kalendas 
Oktobris, indictioue XI.') 

All Haiif.schnur spitznvales Siegel, c. iJ4,"25 inni., zwei gekreuzte Leitern; l'ni.-icliiift : f • S • H . . . (-HARDI • 
MILITIS • U . . . BEL. (Kleinerer Stempel als nlien S. 159). 
1) Nacii der indictio Roniana. 



5168. 

Graf Ulrich von Helfenstein gewährt dem Kloster Bebenhausen Freiheit roiii DurchgangszoU 

für Wein in Geislingen. 

Geislingen 1298. September 29. 

Xos Ulricus dei gratia comes de Helfenstein tenore ])resentium publice profitemur, 
quod nos monasterio ac fratribus in Bebenhusen Cisterciensis diöcesis donavimus et 
donando perpetuo remisimus causa divine retributionis nee non ob ipsorum fratrum 
amicitiam seu gratiam specialem tlieloneum quod in strata nostra Giselingen de trans- 
vectura vini ipsorum nobis ex antiquo iure seu debito solvi vel dari deberetur. Et 
ut hec donatio seu donationis gratia robur et firmitatem obtineat, presentem chartam 
memoratis fratribus dedimus sigilli nostri munimine roboratam. 



1298. Septoiiiber 29., 30. und (>kt<)l).r 1. HiT) 

J)at;i «ii.sliiijfrii. iiiiiio doniitii MC'C'XCN 11 1.. in dw bcati Michaeli» archanjjreli. 

.Ahscliritt von .Viulteas HiitU-l. Dariiacli KC^Iruckt im Ulmiüclien Uti. l,iX>%. — .\lirinii'k rmcli ilcin <>ri:;iii»l: 
Crusius, Annal. Suev. !), 3, 14 S. IHÜ. — Besohl, Doc. rediv. !Wf>= Petm«, Supv. eccl. i:K 



51()9. 
Waldsee 1:^'J8. Sepfeinhrr HO. 

Kberhurd von Junghujen beurkundet für seine, Ansprüche auf die Güter des Klosters 
Baindt in Kuniinhuz (cum ego in causam traxerim venerabiles in Christo . . abba- 

tissam et conventum monasterii in Biiuule super possessionibus dictis Ki'uiuuhu/ 

michi ac raeis liberis easdem asserens ex parte domini Wolfgandi quondam de Walchsee 
iure hereditario pertinere) von Äbtissin und Konvent H g Komtamer Pfennige erholten 
zu haben und überträgt sein Recht (dictam iurisdictionem sicpia in dictis possessionibus 
mihi ac . . uxori mee seu liberis nostris pertinebat — — — tradidi et donavi) 
dem Kloster. 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum a])ut Walclisec, anno domini MCCiX\'lll.,") in crastino Michaheli.s, prc^en- 
tibus (lomino Ülrico milite de Walchsee, domino . . de Krilx'irh, domino Hainrico 
preposito de AValchsee, Manigoldo ministro ibidem. 

Wolfepfj. Orifr. Perg. Siegel Eherliards von Jungingen, s. Bd. 7, S. 177. — Hegest: Diöz.ASchwab. 1S91, 

s. 7 II. \n. 

■.\\ .So! 



5170. 

Ohur (h-lsung(.il,e. 7V.''S'. Oktal, n- 1. 

Heinrich von Gottes Gnaden Markgraf von Burgau eignet (aipproprietavimus 

transferent«s omue ins proprietatis possessionis ac dominii) dem Kloster Kaisheim 

2 Hüben in Illingen, die Adelheid von Asselfingen demselben geben will (cum Adelheidis 
dicta de .\slabingen uxor Ulrici dicti Fulhin duas hübas sitas in Ellingen quaium 
una vulgo dicitur des Kurtzen hübe, alteram vero . . dictus Sneiter incolit — — 
vendere vel legai-e in anime sue remedium decrevisset). nachdem deren Trager Albert 



1Ü6 129H. Oktober 1 und (1. 

(jenannt von Sonthe.'tin (qui nomine ipsius Adelheidis ipsas tenebat a nobis titulo feodali 
existens baiulus bone fidei earundeni) sie ihm aufyelassm hat. 

Sief/Ier: Der Aussteller. 

Datum et actum anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo Vlll., kalendas 
Octobris. 

München. OiiR. Perp;. Siegel abgegsin}>en. 



5171. 

Abt Sifried von Komhiircj beurkundet den Erbvertrag der Töchter Hugos [von Nagelsherg] 

mit vier Schivesterti [von Künzelsau]^). 

Ohne Ortsangabe. 1298. Oktober 6. 

Nos Sifridus dei gi'utia abbais monasterii in Kanberg ordinis sancti Benedicti 
Herbipolensis dyocesis recognoscimus tenore presentium litterarum et ad notitiam || 
omnium presens scriptum intuentium cupimus pervenire, quod lOlizabet et Jutha 
sorores tilie Hugonis bone memorie bona ipsarum videlicet partem castri || Xagilsberg 
vineas pomeria prata agros et generaliter omnia bona, que Hugo predictus quesita 
et inquisita culta et inculta a nobis et a nostro monasterio || habuit iure feodali, 
commiserunt Sifrido filio Ereuvridi de Velliberg sub fidei commissaria tenenda et 
quod prefata Elizabet et Jutha sorores Mehthildis (lerdrudis Adelheidis et Elizabet 
inter se mutuo legaverunt omnia bona ipsarum quesita et inquisita culta et inculta 
hoc modo, ut quecunque predictarum domicellarum sive dominarum moriatur, quod 
bona illius domine que moritur ad dominas predictas superstites devolvantur. Et 
ista predicta sunt acta nostro et Sifridi de Velleberg predicti consensu et voluntate 
benivole accedente. Testes huius ordinationis sive donationis sunt : Zuricho de Gabeln- 
stein, Volchardus et Volchardus de Velleberg, Lupoldus de Velleberg, frater Burchardus, 
frater Wernherus de Libesberg de domo hospitalariorum in Hallis, Heinricus dictus 
Lecher civis in Hallis et alii quam plures fide digni. Et in testimonium predictorum 
nostrum sigillum et sigillum predicti Sifridi filii Erenvridi de Velleberg presentibus 
sunt appensa. 

Datum anno domini MCCLXXXXVIH., K. nonas Octobris. 

Ohi-ingeii. Orig. Perg. Zwei abhängende Siegel, 1) des Abts von Komburg, s. Bd. 10, S. 27: Umschrift: 
i • S • SIFRIDI • ABBATIS ■ DE • KAMBERK. 2) nnid, 32 mm., im Schild ein Flügel und rechtes Obereck : 

irift: i • S • SIFRIDI • DE • VELLEBERG. - 

1) Vergl. dazu OABeschr. Künzelsau S. 723. 



1298. Oktol.fT 17. 167 

6172. 

Alii Frirdiiili lind h'oiinnf roii Aiiiorhach orneumi die Konfrateniitüt mit dmn 

Kloster Ko»il)iirff. 

Ohne Ortsangabi: 12'J^. Oktobir /;. 

In nomine saucte et individue triiiitatis. Amen. Fridericus miseratione divina 
abbas totusque couventus monasterii Amorbacensis ordinis sancti Benedicti Herhi- 
polensis diocesis omnibus tani presentibus quam posteris abl)atibu8 qui pro tempore 
in Camberg fuerint successive ac universis eiusdem ecclesie confratribus qtii nunc sunt 
vel fuerint in futurum orationum munus in caritatis vinculo nolidatum. Licet ad 
omnes fideles Christi hortemur per apostoluni observare in domino caritatera, eis 
tamen specialius astringimur et tenemur obnixius, qui familiari vicissitudine mutun 
se nobis compensationis vinculo astrinxerunt. Hac igitur consideratione nos deside- 
rantes venerabilibus in Christo domino abbati predicte ecclesie in Camberg ac uni- 
versis sue ecclesie confratribus nee non et omnibus eorum successoribus confraterni- 
tatem inter nostram et ipsorum ecclesias hactenus habitam innovare litteris presentibus 
eam ad indicium firmissime amicitie in nostro capitulo unanimiter et concorditer ex 
puro cordis desiderio taliter duximus ordinandam, ut si quis de ipsorum ecclesia 
ad nostram aut de nostra forsitan ad eorum devenerit ecclesiam quamdiu affectaverit 
ibidem quietem ducere caritativam refectionem et comodum sicut filius ecclesie plenarie 
recipiat in prebenda. Ceterum cum (juis de eorum ecclesia migraverit ad dominum, 
eidem exhibebimus idem omnino quod ecclesie nostre filio in officio defunctorum, in 
simili casii reciproco devotionis obsequio nostris cupientes mortuis respondere. Preterea 
si de utralibet quod absit ecclesia de confratribus quis sui abbatis ingratitudinem 
inciderit in altera tamdiu caritative fovebitur quodum sui patris et domini favorem 
et gratiam i)er filialem reverentiam plenius assequatur. Ut autem hec confraternitas 
Hrma et stabilis perseveret inter nos sicut eam oretenus in capitulo denuo firmavimus 
sie ad perpetuam memoriam eam conscribi fecimus et sigillorum nostrorum muni- 
mine dedimus communitam. 

Datum et actum anno domini millesimo dueentesimo nonagesimo octavo, sedecima 
kalendas Novembris. 

Kopt). des Kl. Komlmrf,' von 1457, Bl. 83. 



1G8 1298. Oktober 20 und 2(J. 

5173. 

Ulrich von Eichsfetten verzichtet zugunsten des Klosters Rottenmünster auf seine 

Ansprüche an ein (hit zu Denkingen. 
Freiburg 1298. Oktober 20. 

Allen die disen brief selient oder li6rent lesen, kiinde ich her Ulrich von PJistat, 
das ich alle die an||sprache und die sache die ich hatte oder han mohte wider 
die ereberen frowen . . die aptischinne || und den convent des closters ze Kotenmünster 
von des gutes wegen, das si köften umbe Peter Grellen || den Langen und umbe 
Berhtolden von Balgehein, das lit ze Denkingen, durh der vor genanten der apti- 
schinne und des conventes bette luterliche und willecliche han vam gelazen vir mich 
und vür alle mine erben und han mich verzigen vur mich und vür alle mine erben 
alles rehtes und aller anspräche, die ich dar umbe an si oder an das selbe gut 
hatte von dekeinen Sachen, und hant Ach die selben du aptischinne und der convent 
durh got und durh mine bette mir gelobit willecliche, das si und alle ix'e nach- 
komenden min und mines vatter seligen jargezit iemerme began sun mit ganzen 
dienisten als in irem closter sitte und gewanlich ist ane alle geverde. Har über ze 
einem Urkunde und das dis stete belibe, han ich min ingesigel an disen brief 
gehenket. Hie bi waren dise gezüge: brüder Gottebolt von Blümenberg des ordins 
von sante Johannese, her Johannes SneAvili ein ritter, her Burkart der Turner von 
Friburg, Walthere preco von Costenze und ander erber lüte gnüge. 

Dirre brief wart gegeben ze Friburg, in dem jare do man zalte von gottis 
gebürte z^velf hundirt nünzig und aht jar, in dem selben ahtoden jare, an dem 
nehisten mentage nach sante Gallen tage. 

Abhängend rundes Siegel von dunkelgiünem Wachs, 34 min., Schild mit Lilie; Umschrift: -;■ • VL • N'OBILIS • 
DE • EISTAT (d. h. Eichstetten ])ad. BA. Emmendingen. Vergl. Kindler v. Knohloch, Oberbad. Geschlechterbuch 1, 
289 f. V. Alberti 1, S. 175 bringt die vorliegende Urkunde samt Wappen irrtümlicherweise unter Erstat). 



5174. 

Esslingen 1298. Oktober 26. 

Fridericus scultetus in Esselingen et Hugo patrueles dicti de Hohenhaim Con- 
stantiensis diocesis bona sua in Winterbach vendunt gen Kirchen ins closter. Testes 
discreti viri capitaneus lludolfus dictus Hasenzagel, Hugo dictus Nellinger, Rupertus 
Cunradus et Rudiger fratres dicti Ruprecht, Truilieb dictus de Hallis, Albertus dictus 
Gerter, Walther dictus de Rinderbach et dictus Ramser. 

Datum Esselingen, anno domini MCCXCVIH., VH. kalendas Xovembris. 

(ndielkhover, Collectanen, Handschr. des StA. 48=. II, Bl. S6-<. — DaiJiach liegest: Eßlinger ÜB. 1, 133 n. 3l)7. 



12\)H. Oktober 2(5. Ki!» 

r.iTr). 

Die Ritter Hildchraiid und (iottfried von Scinsheiin und iliir Srhwegturn ijeben ihre %u- 

stihDuun;/ zur tbertrayung der Friedhofkapelle in Aferf/entfifiui und ihres Altars und der 

Geheine ihres Vrc/rossrafers in die dortif/e l*f(irrkirche. 

Au/> l-^ÜS. Ohfohn- JC. 

Xos Hiltebrandiis et (iotfridus fratres uiilites de Samvensheim nos (iiioque Klizabet 

relicta (luondam . . iiiilitis de Espenveit nee iion M('r|j<>fardi8 Lezschinne sorores 

eorundem harum recognoscimus serie litteraruni, quod cuiii Heinrieiis de H6tingen 

hone memorie dilectus noster proavus || partem aliquant renun suariim tenipüraliuiu 

viris religiosis hospitalariis domus sancti Johannis in Mergentheim contulisbet, iit . . 

eonniendator et fratres ibidem || altai'e in caj)})ella cymmiterii sui constructiim priore 

niissa diei cuiuslibet ofHciari perpetim procurarent, considerantes quod cum non suluni 

in ijjsa ]iarrochiali ecclesia Mergentheim largiente domino divina laudabiliter instau- 

rentur ofücia vei'uni etiam propter dicte capelle sanctitudinein Christi üdeles qui in ea 

conveniunt minus comode missarum sollempniis valeant interes.se, nobis placuit singulis 

nostrisque heredibus et fautoribus consultum videbatur et utile ut idem altare destructum 

cappella funditus eversa in prefatam ecclesiam cum exhumatione dicti nostri proavi dignis 

obsequiis transfen-etur, cui translationi consensum nostrum a(lliil)uimus et presentibus 

adhibemus ita tarnen quod predicti . . conmendator et fratres hospitalarii qui pro 

tempore fuerint altare in eadem ecclesia constructum nee non ad honorem sancte 

crucis sancti Nycolai et sancti Martini dedicatum priore missa cuiuslibet diei sonantf 

campana ut prius consuevit fieri officiar/ perpetuo debeant et procurent et nichilo- 

minus elemosinam annis singulis ad unius maldri et dimidii valorem siliginis in dicti 

cari nostri proavi aimiversario scilicet feria VI. post omniuni sanctorum festum 

tenebuntur pauperibus perpetualiter erogare et eins memoriam cum vigiliis de vespere 

et cum missis de mane et candelis honestis tideliter adimplere, quo peracto oft'icio 

. . conmendator ibidem pytantiam sive cons«lationis beneficium fratribus tenebitur 

anipliare et insuper sepedicti . . conmendator et fratres coram dicto altari supru 

sepulcrum nostri proavi lumen quod die noctuque ardeat debeant sine termino pro- 

curare, promittentes ante omnia et sine omni captione doli nos ad ea i)resentibus 

obliganms, quod, si ])refatam domum seu fratres prelibatos successive per <piempiam 

hominum seculari ])otentia dumtaxat exempta vel per heredes nostros ex hac trans- 

latione iniuriose fatigari contingerit aut eam vel eos impedimentum aliquod contin- 

gerit sustinere, nos eosdem fratres et domum ab impedimento Imiusmodi iuris auxilio 

relevabimus et bona Hde eximere tenebimur nuUi posterorum nostrorum contra prt- 
XI. 2a 



170 1298. Oktober 20. 

scriptam translationeni veuiendi causandi seu litigandi sci'upnluiu reliiitjueiites. Ad 
quorum igitur prosecutionem omnium premissorum sigilla iiostra una cum appensioiie 
sigilli viri nobilis domiiii Kraftonis de Hohinloch huic irrevocabiliter publico apponi 
fecimus instrumento, testibus inferius subnotatis presentibus Cunrado videlicet de 
Tetelbach, Cunrado dicto Übel, Haiurico dicto Strez militibus, Heinrico de Bruekeberg, 
Heinrico de Hasefürte, Cunrado dicto ünrüge, Gotzone dicti Gotfridi de Sauwenslieiin 
filio, Erkengero quoque filio . . monachi de Stokenecke, item Martino Bertoldo et 
Heinrico fratre suo dicto Lesche militibus de Mergentheim nee non Kudigero Divite, 
Arnoldo Grenario, Heinrico de Kiudervelt et Bertoldo Scheuber et quam pluribus 
aliis presentibus tarn clericis quam laicis fide dignis. Et nos Krafto de Hohinloch 
ad petitionem dictorum Hilt. et Got. ac sororum eorundem predictarum El. et Mer. 
sigillum nostrum presentibus recognoscimus appendisse. 

Acta sunt hec Augia, anno domini MCCLXXXXVHI., die dominica ante festum 

apostolorum Symonis et lüde. 

Drei Siegel. 1) Ivrafts von Hohenlohe s. Bd. (i, S. 241. 2) nind, 48 mm., siebenmal gespaltener Schild: 
Umschrift : f • S • HILTEBRANDI • DE • SAVWENSHEIM. 3) rund, 47 mm., geneigter siebenmal gespaltener 
Schild, auf dem linken Obereck ein Topfhelm mit zwei je mit sieben Pfauenfedern besteckten Büi^'elhörnern ; 
Umschrift: S • GOTFHIDI • DE ■ SAVENSHEIM. - Rejre.st: Hohenloh. ÜB. 1, 430 n. 598. 



5176. 

Kempten 1298. Oktober 26. 

Abt Konrad und Konvent V07i Kempten bestätigen von Abt Wilhelm von St. Galleu 
die ihnen laut Vertrag geschuldeten 100 Mark Silber durch Vermittelung des Ammans 
von Ravensburg und des von Kempten empfangen zu haben (presertim cum discreti viri . . 
minister in Ravenspurc et Albertus minister Campidonensis, qui nostro et nostri monasterii 
nomine dictam peccuniam receperunt, nobis eam noscantur integraliter assignasse). 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Campidone, anno domini MCCXCVHL, \'il. kalendas Novembris, in- 
dictione XI. '). 

St. Gallen. Orig. Perg. Siegel abgegangen. 

1) Nach der indictin roniana. 



1298. ^iovember 2. .171 

5177. 
Ohne Ortsangabe. 1298. Xovember. 

Zeisolf von (rronihach ((irunhach) schenkt (contuli — — donatione inter vivos 
— — cum omni iure et utilitate) mit Ztistimmwuj seines Herrn, des Ritters Gerhard 
von Ubstatt (Ubestat) und seiner Söhne Dietrich und Schwigger dem Kloster Herrenalb 
Weinberge in Grombach (vineas subscriptas in marchia (irunbach sitas ex quibus 
Cunradus dictus Brant liabet diniidiuni iuger uf der steige versus Heidolfeshein, 
item Adelheit Friderichin dimidium inger ibidem, item Drutmannus II iugera minus 
uno quartali, de hiis datur ([uarta pars sine dampno. Item ibidem under dem wege 
I'/ii iuger der Müsin mit, hoc dedit Ebelinus scultetus nomine ypothece sive under- 
phant. De quibus omnibus idein Ebelinus et sui lieredes dabunt singulis annis XXX 
solidos Hallensium in festo Martini iure hereditario nomine census, (juod si neglexerint 
diem Martini sequenti die dabunt XXX solidos Hallensium nomine pene et deinceps 
post XIIII dies secundum consuetudinem dicte ville (ilrunbacli tantumdem). 

In cuius rei evidentiam et robur quia proprio careo sigillo predicti domini mei 
Gerhardi in ])resenti littera usus fui, (pio nos Dietliericus et Swickerus ])redicti sumus 
contenti. 

Datum anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, mense Novembri. 
Testes: Emehardus scultetus, (ierungus et Anshelmus iurati, Emehardus dictus Monachus, 

Karlsruhe. Orifr- Ital. Per<r. Siegel al)S'effangen. — Auszug : ZGORh. 2, ¥i7. 



5178. 

Die Edlen Rupert, Vater und Sohn, von Dum schenken dem Kloster Amorbach eine 
Hofstatt in Forchtenherg und freien diese von allen Lasten. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Xovember 2. 

Fidelis est literarum custodia, que rerum seriem eloqiiitur evidenter et emergen- 
tibus calumpniis firma || obviat veritate. Xos igitur domiims Rupertus et Rupertus 
filius noster nobiles de Durne pre||sentis carte indicio patere volumus universis, quod 
ob honorabilium ac in Christo dilectoruin vi||rorum domini . . abliatis et conventus 
monasterii Amorbacensis nobis quam plurimuin impensa merita gratiosa et ob ani- 
marum nostrarum salutis perpetue incrementum ipsis ac monasterio eorum aream 
quandam in opido nostro Forthynberg ibidem nunc ex una parte estuario adiacentem, 
quam olim Heinricus dictus Fryderün possedit, de consensu . . iudicum singulorum 



172 1298. Kovember 2. 

et omnium ({ui de iure vel facto debent vel possunt consensum presentibus adhibere, 
donavimus et in hiis scriptis donamus sine quolibet iure vel onere excubiarum 
exactionum vel quarumlibet servitutum que in dicto opido tain ex iure quam ex 
consuetudine requirentur, immo proprietatis nee non oranimode libertatis pro suis 
utilitatibus edificandam et vere donationis titulo perpetuo possidendara. Cuius dona- 
tionis testes sunt: Eberwinus plebanus in Fortinberg, Conradus dictus de Sjnderingyn, 
Gerungus carnifex, Conradus dictus Wirt et . . dictus Burgere cives ibidem cum aliis 
fide dignis. In cuius facti perpetuam firmitatem prefatis domino . . abbati et con- 
ventui hanc literam dedimus sigilli nostri munimine roboratam. 

Datum anno domini MCC nonagesimo octavo, IUI. nonas IS'ovembris. 

Amorbcich. Urig. Peig. Bruclistück des Siegels. — Abdruck: üropj), Aetas mille annorum inonasterii in 
Amorbach 1736, S. 203. 



5179. 

König Alhrecht verleiht dei- Stadt V/m olle FreHieitcu der Stadt Esslingen. 

i'lin 1:^98. Xoreiiil>er 2. 

Albertus dei gratia Ilomanorum rex semper augustus universis sacri Romani 
imperii tidelibus || presentes litteras inspecturis imperpetuum. Considerantes quod 
maiestatem decet regiam ad eorum vo||ta perficienda, qui Romano imperio tanquam 
membra capiti coniunguntur, fideliter inclinari eorumque iustis || petitionibus tam 
benign nm tamque favorabilem prebere consensum, qnod ex specialis gratie prerogativa 
cognoscant specialius se dilectos. Noverit igitur presens etas et successura posteritas, 
(juod nos attendentes dilectos nostros cives in Ulma eam fidem semper Romano 
imperio observasse, quod dilectionis specialis a serenitate regia mereautur signa 
specialia reportai-e, ipsorumque devotis snpplicationibus inclinati iura ipsis concediraus 
omnia et presentis scripti munimine confirmamus, que dilectis civibus nostris in 
Ezzelingen a divis imperatoribus et regibus inclite recordationis nostris antecessoribus 
sunt indulta tradita et concessa, statuentes sanctione regia et volentes ut nulla 
cuiuscunque condicionis persona alta vel humilis ecclesiastica vel secularis hanc nostram 
concessionem et conürmationem audeat infringere vel ei ausu temerario contraire. 
Quod qui facere i)resumpserit gravem nostre maiestatis indignationem se noverit 
incurrisse. In cuius rei testimonium presens scriptum nostre maiestatis sigillo duxi- 
mus roborandum. 



1298. JS'ovember 2 imd (5. 178 

Signum domiui (Monogramm) Alberti Roraanorum regis invictissimi. 

Datum in Ulma, IUI. nonas Novembris, anno domini MCC nonagesimo octavo, 
indictione XU., regni vero nostri anno primo. 

An «ifrünen Seidefitden das MajestätssieRel. — Abilnick : Ulmisclies VK. 1, 254. — Regest: Blilimer, 
K. Albrecht (i7. - Kßlinger ÜB. 1, \m n. .SOS. 



5180. 

König Albrecht bestätigt die Übertragung der Ffandschaft des Eicheimers in Ulm 

an Ulrich Roth. 

Uhu 1298. November 2. 

Nos Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus publice profitentes 
scire cupimus universos, quod cum honesta matrona Hedwigis relicta quondam Ottonis 
ministri Ulmensis Obligationen! factam ipsi Ottoni per memorie recolende dominum 
Rudolfum Romauorum regem predecessorem et genitorem nostrum de urna in Tlma 
(![ue dicitur iclieimer pro viginti marcis argenti, sicut in instrumento regio super 
eo tradito expressius continetur, in Ulricum dictum Roth eo iure, quo ipsa obliga- 
tionem eandem tenuit, et in hseredes ipsius duxerit transferendam, nos transactionera 
eandem ratam habentes et gratam eidem consensum nostrum benevolum impertimur 
harum litterarum testimonio sigilli maiestatis nostre robore munitarum. 

Datum Ulme, anno [domini MCCXCYIII., IV. nonas Novembris, regni nostri anno I.]. 

Ulm. Abschrift des Prälaten Schmidt im Sammelband 6403 — öö84, nach einer Abschrift. Er schreibt oben 
über die Absciirift: 1298, Ulmae 4 Non. Nov. Regni nostri a. 1., und gibt unten das Datum: Datum Ulmae anno etc. 
ut supra. — Abdruck: Ulmisches ÜB. I, 255 (die dort als verglichen erwähnte Urk. K. Karls IV. von 1348 Jan. 27 
ist kein Vidimus, sondern die wörtlich übereinstimmende Bestätigung derselben Übertragimg, gednukt im Uliaisclien 
ÜB. 2, 1, 314 i>. 310). 



5181. 

Die Stellvertreter des Bischofs Heinrich von Konstanz beauftragen den Propst von Denkendorf 

und den Dekan von Kirchheim, dem Kloster Bebenhausen zur Erlangung der Erbschaft des 

verstorbenen Pfarrers von Oberesslingen behilflich zu sein. 

Konstanz 1298. November 6. 

Magistri Waltherus scolastictis maioris et Cunradus prepositus sancti Johannis 
ecclesiarum Constantiensium gereutes vices venerabilis in Cliristo patris ac domini 



174 1298. November G und 8. 

H. dei gratia episcopi Constantiensis in absentia constituti dilectis in Christo . . 
preposito in Deukendorf ordinis sancti sepulclu-i et . . decano in Kircliain saluteni 
et in domino karitatem. Actiones et iura, que de iure scripto et consuetudine 
laudabili hactenus approbata ordinariis locorum in bonis competunt decedentium 
clericorum ab intestato, nos auctoritate et expresso consensu dicti doniini nostri epis- 
copi religiosis viris . . abbati et conventui raonasterii in üebenhusen ordinis Cjster- 
ciensis in universis rebus seu bonis quondam magistri Cünradi rectoris ecclesie in 
Oberezzelingen, specialiter autem in curia dicta Winzun iuxta Bütelsbach sita, in qua 
tantmn usufructus sive usus ad eum dum viveret, ad ipsum autem monasterium 
dominium pertinebat et adhuc sicut per litteras suas patet pertinet pleno iure, nichi- 
lominus quoque in domo sua infra muros ville Ezzelingen sita in qua ad eum habitatio 
sola ad illos autem spectabat et adhuc spectat proprietas, prout dicti . . ablias et 
conventus per testes vel instrumenta docere intendunt^ recepta ab eisdem certa 
pecunie summa cessimus vice eiusdem domini nostri episcopi et integre cedimus in 
hiis scriptis mandantes vobis firmiter et districte quatenus detentores seu invasores 
earundem rerum quoscunque ad liberam restitutionem illarum eisdem . . abbati et 
conventui faciendam plenarie vice nostra ecclesiastica censura cogatis, subductis tan- 
tummodo eisdem rebus seu bonis, que Ulricus de Rehberg auctoritate sua invasit et teme- 
ritate propria apprehendit. super quibus nobis iura contra illum et actiones in poste- 
rum volumus esse salvas, exhumantes nichilominus seu exhumari iubentes corpus illius 
defuncti, si facta vobis fuerit plena hdes, quod idem quondam magister C. in vita 
sepeliri elegerit ajDud monasterium Bebenhusen prefatum, illudque ibidem cougrue 
sepeliri faciatis, contradictores et rebelies ad id censura simili si oportuerit com- 
pellentes. In premissis autem omnibus et singulis exequendis alter alterum non expectet. 

Datum Constantie, anno domini MCCXCVIIL, Ylll.ydus Novembris, indictioneXII. 

Nach der Urkunde von 12i)9 April (i an die Pfarrer von Obereßlingen und Waldstetten. — Abdruck: ZüORli. 14, 
459. — Eßlinger ÜB. 1, 4.S n. 14«". — ReRcst : KeR. epi.sc. Constant. :W77. 



5182. 

Graf Albrecht von Hohenhery belehnt Heinrich den Diirin;/ mit einem Haus in liottenburg 

und einem Gut in Bidtl. 

Ohne Ortsangabe. 129H. November 8. 

Wir graf Albreht von Hohemberg tun kuiit ollen den [die]") disen brief ansehend 
oder hörend lesen, daz wir Hainrich dem Düringen amraan Hainrich dez ammans 



129H. November 8 und 16. 175 

«uu von Kotemburg ain hus, duz dez von Kingingen waz, und daz gut zu Biihel, 
daz der vor genant Hainrich köft umb den von Ringingen, geluhen haben ze rehtem 
leben in allem dem rehten alz er ez von unserm vater ze lehen hett. Wir haben im 
öcli zu rehtem lehen gelühen daz er an stiir und an waht in der statt ze Eotemburar 
sitzen soll. Wir verlihen im öch, daz sin hofstatt da er ufif sitzet und daz vor genant 
hus doch sol sin'') allez daz hie vor geschriben ist, daz sol sinen erben von uns 
stiir [tri]'') beliben alz Ach im. Dez dinges sind gezügen: her Bertolt von Eüti,°) 
her Chünrat der Lamp von Witingen, Ulrich von Wähingen, Hainrich von Wäliingen, 
Peter von Totingen, Rennhart von Rüti") und sin bruder Peter. Dar über haben 
wir ze einem urkimd unser insigel an disen brief gehenkt. 

Der brief wart*) gegeben do man zalt nach unsers lieren gottez gebürt zwelf 
hundert jar und in dem Aht und nunzisten") jar. an dem nehsten samstag vor sant 
Martins tag. 

Fehlerhafte Abschrift aus dem 15. Jahrh. — Abdruck : Monuin. Hohenherg 135. 

a) Fehlt in der Vorlage, b) So ! c) Vorlage : Rum. d) Vorlage : wirt. e) Vorlage : zwaynczisten. 



5183. 

Der Deutschmeister und der Johanniterprior für Oberdeutschland bestellen Schiedsrichter 
aus ihren Orden zur Erledigimg ihrer Streitigkeiten über Rechte und Besitz zu Mergentheim, 

Hornegg und Hornberg. 

Nürnberg 1298. November Ki. 

Cum iiitt^r nos fratrem Sifridum de Fühtewangen preceptorem ordinis sancte 
Marie Theutunicorum per Alemaniam ex una et fratrem Helwicum de Randesacker 
priorem || ordinis hospitalis sancti Johannis Jerosolimitani Alemanie superioris ex 
parte altera nee non fratres et horaines ordinis utriusque in terminis Mergenthem 
Hornegge et Hornberg || super diversis articulis rebus et iuribus exorta fuisset 
materia questionis et aliquanidiu disceptatum inter partes, atteudentes religiosos 
debere in concordia confo||veri honorando et religioso viro fratre Gotfrido de Hohen- 
loch summo magistro dicti ordinis Theutunicorum presente et consensum expressum 
prebente de consilio fratris Hermanni dicti Lesch provincialis per Franconiam, fratris 
Wernheri de Luternberg commendatoris in Marburg, fratris Engelhardi pincerne de 
Limpurg commendatoris in Hornegge et fratris 1'heodrici commendatoris in Cobelenz 
ordinis Theutunicorum, fratris Heinrici de Bibelriet commendatoris in Heinbach, 



170 1298. November 16. 

fratris Hugonis de Werdenberg commendatoris in Bübinkoven et in W^diswiler, 
fratris Waltheri pincerne de Limpurg commendatoris in Hemmendorf et fratris Her- 
nianni de Westvalia commendatoris in Columbaria ordinis liospitalariorum et aliorum 
plurimorum eorundem ordinum commendatorum et fratrum apud nos existentium fide 
dignorura in religiöses viros fratrem Burkardum de Tannenberg commendatorem in 
Münrichstat et fratrem Johannem de Herbipoli commendatorem Spirensem ex parte 
fratrum Theutunicorum, fratrem Gotfridum de Clingenvels commendatorem in Bech- 
singen et fratrem Paulum de Hohenstat commendatorem in Rotenburg ex parte dicti 
hospitalis sancti Johannis tanquam in arbitros arbitratores et amicabiles compositores 
conipromisimus fide data et compromittimus per presentes, ita sane ut dicti arbitri 
plenam et liberam potestatem liabeant super premissis articulis rebus et iuribus et 
quolibet eorum pronuntiandi diffiniendi vel etiam componendi die feriato vel non 
feriato staudo vel sedendo nobis presentibus vel absentibus omnibus exceptionibus 
altercationibus privilegiis et indulgentiis procul motis per quos arbitrium eorum pro- 
nuntiatio vel statutum in parte vel in toto impediri posset vel etiam anullari. Placuit 
etiam nobis quod predicti arbitri seu compromissarii in die beati Andree apostoli 
nunc proxime venienti in civitate Spirensi se recipient per quindenam inibi moraturi 
ad terminandum predicta vel etiam componendum et si prelibati ai'bitri quod absit 
infra terminum statutum non componerent possunt et debent ibi vel alibi inswmul 
commanere pro testibus audiendis inquisitionibus faciendis et aliis ordinandis ad ipsum 
negotium necessariis per quindenam proxime subsequentem, termino ([uo transacto 
ad civitatem Spirensem prefatam redibunt inde non recessui'i donec predicta omnia 
concorditer terminentur, et si infra triduum post predictam ipiindenam ultinumi 
numerandum ipsi arbitri non concordarent, nos frater Sifridus de Fühtewangen et 
frater Helwicus de Randesacker supradicti in opido Wimpinensi ad monitionem eorun- 
dem arbitrorum nos recipiemus familiam tantam et talem habituri ibidem sicut ipsi 
arbitri decreverint et eis visum fuerit expedire, demorabimur etiam tamdiu in loco 
eodem, donec omnia inter nos usque ad hec tempora exorta eorundem arbitrorum 
sententia terminentur. Ad omnia et singula supradicta nos obligamus et compro- 
missum presens sub penis vallamus quascunque et qualescunque iidem arbitri duxerint 
apponendas, quod eorum relinquiinus potestati. Et si unum sepedictorum arbitrorum 
cedere vel decedere ex cpiacunque causa inevitabili contingeret quod absit, superstites 
partis adverse de ordine cedentis vel decedentis fratrem eligent quem voluerint ad 
complendum numerum arbitrorum pretaxatum liabentem potestatem per omnia ut 
predicti. Et ut omnia sine impedimento procedant, ipsos arbitros nunc electos vel 
in futurum eligendos ab obedientia nostra exnunc absolvinms in omnibus et singulis 
hiis (pie poHsent predicta negotia impedire vel eorum diffinitionem ali([ualiter retardare, 



1298. ^'ovember IG. 177 

iu quibus uullain potestatem nobis penitus reservamus. In quorum premissorum testi- 
monium presens scriptum eximle confectum sigilloruin nostroruni niuiiimine duximus 
roborandum. 

Datum apud Nürenberg, anno domini MCCLXXXXVIII., die dominico post 
festum beati Martini episcopi tempoi'e hyemali. 

Zwei leicht l)escliildifi;te Rundsiegel mit lotein iuif gelbem Wachs. 1) iJö mm, Brustbild der Maiia mit dem 
.Jesuskind, in der Hechten einen Lilienstengel ; [Jmschrift : i • .S . . . PRIORIS • ALLEMANNIE. 2) ;58 mm, Johannes 
der Täufer barfuß im härenen Gewand, in der ausgestreckten Linken die Scheibe mit dem Lamm, liarüber ein 
Kreuz, rechts und links im Siegelfeld Blumenranken ; Umschrift (^deren letzte drei Buchstaben im Siegelfeld 
unter einander stehen) : | ■ S • PRIORAT • DOM ■ HOSPITAL • FRM ■ SVPw lORIS ■ ALElfANIE. - Regest : Hohenloh. 
ÜB. 1, 534 n. 728, 24. 



5184. 

Albrecht der Aiiiinait von Kempten bestätigt für sich und den Amman Friedrich von 

Ravensburg den Empfang von 100 Mark Silber, die ihnen Abt Wilhelm von St. Gallen 

von des Abts Konrad von Kempten wegen schuldig war. 

Lindau 1298. November IG. 

Ich Albreht der amman von Chempthun tun kunt unde vergihe an disem briefe 
allen, die in selient oder horent || lesen, daz min herre abbet Willehelme von gottes 
genaden ze Sante Gallen mir und Fridericlie dem amman von || Ravenspurch, got 
helfe der sele, schuldig waz hundert marke silbers Lindoware gewages von unsers 
lierren || wegen abbet Cünrates wegen von gottes genaden dez gotteshuzes ze Chemp- 
thun. ])az ich Albreht der vor genante amman von Chempthun und Friderich der 
vor genante amman von Ravenspurch der vor genanten hundert marke silbers ge- 
weret sigint, dez vergehint war an disem briefe und daz ez w^are sige umbe daz, daz 
wir von unserem abbet Willehelme gewert sigint der dikke genenten hundert marke, 
so gibe ich Albreht der amman von Chempthun unserem herren abbet Willehelme 
ze Sante Gallen disen brief besigelten mit minem insigel ze ainem waren Urkunde. 

Dise brief wart gegeben ze Ijindowe, in dem jare do man zalte von gottes 
geburte zwelf hundert und ninzech jare imd in dem ahtoden jare, an sante Othmares 
tage, indictione XII. 

St. Gallen. Orig. Perg. Siegel eingenäht. — Ajidrnck: Wartmaim, ÜB. der Abtei St. (Jalleh 3, 298 n. 1107. 



XL 23 



178 1298. November 17 und 19. 

5185. 

Ohne Ortsangabe. 129H. November 17. 

Graf Heinrich von Veringen und Wolflin sein Sohn eignen dem Kloster Heiligkreuzthal 
auf Bitten Konrad Schiltung s des Ammans von Scheer einen Hof in Friedingen. 
Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 47 u. 158. 



5186. 

Herzog Hermann von Tech bekennt, dass die Schenkung von Gütern in Kirchheim und 
Wangen durch Diether, Wolfram Keners Sohn, an das Kloster Kirchheim mit seinem 

Willen geschehen ist. 

Ohne Ortsangabe. 1298. November 19. 

Wir herzog Herman von Tecke verjehen und tüien kunt an disem brieve allen 
den die in sehent lesent || oder horent lesen, daz daz gut, daz hie nach geschriben 
stat, sehs und drizic juchhart segger ze Kirchain xmd || zwaier manne mat wiso, die 
an dem bach gen Wangen ligent, die Diether Wolframes steligen dez Keners sun || 
unser dienstman der . . priorinne und dem convente und dem closter ze Kirchain 
zu sinen swestern hat geben, daz daz mit unserr hant und mit unserm willen und 
gunste gishehen ist, und geben in dez disen brief ze ainem Urkunde mit unserm 
insigel versigelt. 

Dirre brief wart geben in dem jar do man zalt von gottes geburte zwelf hundert 
jar niunzic jar und in dem ahtoden jar, an saut Elsebeten tage. 

Siegelrest. — Regest: Württ. Jahrbb. 184« S. IS«. 



5187. 

König Albrecht verspricht den Grafen Eberhard von Wirtemherg bei allem Recht in seiner 
Herrschaft und an seinen Gütern in Esslingen und anderen Reichsstädten bleiben zu lassen. 

Nürnberg 1298. November 19. 

Wir Albreht van gotes genaden Romischer chunich ze allen ziten ein merer 
des II reiches verjehen und tun chunt allen leuten, den ez füget ze wizzen, das wir || 
unsern liben ohem graven Eberharten van Wirtenberch lazzen und furl)az lazzen || wellen 



November 19 und 21. 179 

bei allen dem reht in siner herschaft und an sinem guet, swa ez gelegen ist, bei 
l<]zzlingen oder bei andern des riches steten, als ez sin vorderen und sin vater her 
praht habent und wellen im gemains rehtz gunnen ob imman auz den steten gegen 
im ze sprechen hat. Dar zu sulen wir im über dis sache der fursten gunst und 
willen gewinnen. Daz aucli daz stet beleib, des geben wir disen prief versigelt mit 
unserm insigel. 

Der i)rif ist gegeben ze Xurnberch, nach Christes gepürt zwelf hundei't jar in 
dem aht und neuntzigestem jar, an sand Elspeten tag, unsers riches des ersten jares. 

Das Siegel, das an grünen und roten Seidefäden liing, fehlt. — Abdmck: Sattler, Geschichte Wirtenbergs 
unter den Graven, Bd. 1, Beil. Nr. 24. — Regest: Senkeiiberg, Selecta iuris et hist. 2, 247. — Bnlimer, K. Albrecht 77. 
— Lichnowsky 2, n. 130. — Eßlinger ÜB. 1, 133 n. :J()t). 



5188. 

König Albrecht gibt dem Grafen Eberhard von Wirtemberg die Burg lienis und das 

Städtchen Neuwaiblingen zurück. 

Nürnberg 129^. Xovember 19. 

Wir Albreht von gotes genaden Römischer chünch ze allen ziten ein merser des 
riches verjehen || inid tun chunt allen lüten, den ez vüget ze wizzen, daz wir unserm 
lieben öheim graven Eberhart || von AVirtenberch haben wider gelazzen di burch ze 
Kams und daz sta^tel daz Niuwe Waibe||lingen haizzet, daz chünch Adolf unser vorvar 
inne het. Daz aber daz stsete belibe, des geben wir disen bi-ief besigelt mit unserm insigel. 
- Der brief ist gegeben ze Nürnbercli, nach Christes geburt zwelf hundert jar in 
dem aht und neunzigistem jare, an sant Elspeten tage, unseres riches des ersten jares. 

Das Siegel, das an grünen und roten Seidefäden hing, ist abgegangen. — Abdruck: Sattler, Gesch. Wirten- 
bergs unter den Graven Bd. 1, Beil. Nr. 23. — Regest: Böhmer, K. Albrecht 70. — Lichnowsky 2, n. 135. 



5189. 

König Wenzel von Böhmen gibt als Kurfürst seinen Willen zu diesen königlichen Verleihungen. 

Nürnberg 1298. November 21. 

Wir Wenzeslaus von gottes gnaden kung ze Behaim herzöge ze Kracgowe und || 
Zudmir und margrave ze Merheren verjehen und tuon kunt allen luten, den ez fuget 



180 1298. November 21. 

ze II wizzen, daz wir unseru willen und unsern gunst mit andern forsten, die zuo 
der kur des || Romichen riches liorent, han gegeben und getan dar zu, daz unser 
herre der Romische kung Albreth von gottes gnaden dem ahbern herren sinem und 
unserm lieben öheime graveu Eberharte von Wirtenberg hat gelazen und vurbaz 
lazzen wil bi allem dem rehte in siner herschaft und an sinem guote, swa ez gelegen 
ist, bi Ezzelingen oder bi andern des riches steten, als ez sine vordem und sin vatter 
her braht liabent, und im wil gemeines rehtes gunnen, obe ieman uz den steten 
gegen im ze sprechen hat. Ez ist ouch unser wille, daz der vor genante unser 
herre der Romische kung dem selben graven Eberharte von Wirtenberg hat wider 
gelazen die bürg ze Rams und daz stettelin daz Niuwen Waibelingen haizet, die der 
Romische kung Adolf sin vorvar inne hete. Dirre rede aller vurjehen wir alse sie 
geschriben stat an den briefen, die der vor geschriben unser herre der Romische 
kung Albreht dar über gegeben hat. Daz aber daz stete blibe, des geben wir disen 
brief besigelt mit unserm insigel. 

Der brief ist gegeben ze Nürenberg, nach Cristes geburte zwelf hiindert jar in 
dem aht und nuzigestem jare, an dem nehesten fridage nach sancte Elsebeten dage. 

Das Siegel, das an grünen und roten Seidefäden liing, ist abgegangen. — Abdruck : Sattler a. a. O. Nr. 26. 

Gleichlmäenden Willebrief stellt aus Rudolf von Gottes Gnaden Pfalzgraf am Rhein, 
Herzog zu Baiern. — Datum ivie oben. 

ki\ grünen und roten Seidefäden das beschädigte Reitersiegel des Ausstellers. — Hegest : Koch-Wille, 
Reg. d. Pfalzgr. am Rhein 1415. 

Ebenso Otto von Gottes Gnaden Markgraf von Brandenburg mit dem pfile geuant. 
Datum wie oben. 

Besiegelung wie ol)en, Siegel fehlt. 

Ebenso Hermann von Gottes Gnaden Markgraf von Brandenburg. — Dattmi ivie oben. 

Besiegelung wie oben ; Brachstück des Siegels, worauf oben ein Adler, unten ein Pfau. 

Ebenso Boemunt Erzbischof von Trier (Triele) oberste kanzeler dez hailigen 

Romischen riches durch welsche lant. — Datum wie oben. 

Besiegelung wie oben ; Reste des Siegels. 

Ebenso Gerhard Erzbischof von Mainz (Menze) oberster kanzeler dez hailigen 

Romischen riches zu Düchem lande. — Dirre brief ist geben zu Hailbrunne, nach 
Christes geburte drizehen hundert jare, an dem nehesten fritage vor sante Gregorien 
tage (1300 März 11). 

Besiegelung wie oben. Bruchstücke des Siegels. 



1298. November 28 und 29. 181 

5190. 

Ehingen 1298. November 28. 

Graf Ulrich von Berg oder von Schelklingen (de Berge sive de Schtelklingen) be- 
urkundet, dass Eberhard genannt Wintholz und, Konrad sein Sohn gewisse Lehengüter an 
der Schmiech (possessiones suas infrascriptas videlicet clivim cum silva et fundo dictam 
Rietlialde et' agros cultos sive incultos eidem contiguos usque ad tiuvium dictum 
Smiehe sitos et agruin unum a superiori parte dicte clivi contiguum, item clivim 
sive silvam cum fundo dictam Landolzcelle et agros cultos sive incultos eidem con- 
tiguos usque ad agros sive possessiones . . dictorum Hiltpolt et . . villici de Sundernach 
se protendentes, quas a nobis in feodum possidebant) tun 6 S 8 Schill. Heller an 
Kloster Salem verkauft haben und überträgt sie diesem auf ihre Bitten mit Eigentumsrecht 
(predictas possessiones — — transtulimus et transferimus — — iure proprietatis 
perpetuo possidendas) unter Verzicht auf alle Ansprüche. 

Siegler: Der Aussteller^ dessen Siegel die Verkäufer., die kein eigenes haben, mitgebrauchen. 

Datum et actum apud Ehingen in domo . . ministri, anno domini MCCXCVIIL, 
1111. kalendas Decembris, indictione XII., presentibus C. dicto Za?he ministro, Bur. 
et H. tiliis suis, H. notario nostro, . . dicto Ül. quondam ministro, . . dicto Ruhe 
ministro nostro. Eber. AA^intholz iuniore, C. dicto Walh, Kraft dicto Balzholz, H. 

dicto Vesunherre. 

Karlsruhe. Orig. Perg. Zerbrochenes Siegel des Grafen Ulrich von Schelklingen, s. B. 6 S. 400. — Regest: 
V. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 547 n. 994. 



5191. 

Der Edle Konrad von Strahlenberg eignet dem Kloster Maulbronn seine Güter in 

Unteröwisheim. 

Ohne Ortsangabe. 1298. November 29. 

Noverint universi presentium inspectores, quod nos Cunradus nobilis de Stralen-|| 
berg ob favorem gloriose virginis Marie et in remedium animarura nostre et proge- 
nito||rum nostrorum monasterio in Mulenbrunnen ordinis Cysterciensis Spix'ensis 
dyocesis manumit||timus omnia bona que usque ad hec tempora particulariter . . 
abbas et conventus eiusdem monasterii conquisiverunt et quocunque titulo hactenus 
possederunt apud villam Euwensheim inferiorem, ita quod si qua ex eisdem bonis 



182 1298. November 29 und Dezember 10. 

sunt vel fuerunt feodalia deinceps retineant et possideant iure proprietatis, quam 
Proprietäten! eis conferimus in hiis scriptis. In cuius rei testimonium sigillum 
nostrum conlitemur nos ex certa scientia presentibus appendisse. 

Datum anno domini MCCXCVIIL, in vigilia beati Andrea apostoli. 

Karlsruhe. Orijr. Per«;. Beschädigtes Siegel Konrads von Strahlenberg, s. Bd. 8 S. :$8i. 



5192. 

König Albrecht bestätigt dem Kloster Löwenthal den Besitz aller Güter, die es von 
Beichsdienstniannen erworben hat^ und erlaubt ihm iveitere zu eriverhen. 

Nürnberg 1298. Dezember 10. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus universis sacri Romani 
imperii fidelibus presentes || litteras inspecturis gratiam suam et onine bonum. Eas 
que per habitum religionis deo devotis suis orationibus cu||piunt famulari sub nostre 
maiestatis et sacri impeiüi umbraculo tenemur manutenere et earum i)romotionibus || 
intendere ex affectu. Igitur religiosis dominabus devotis nostris dilectis priorisse et 
conventui monasterii in Lewental Constantiensis dyocesis ordinis fratrum Predicatorum 
ipsarumque in evum successoribiis ac ipsi monasterio in Ijewental tarn pro iiobis 
quam pro nostris successoribus scriptis presentibus lianc libertatem ad instar divorum 
imperatorum et regum predecessorum nostrorum concedimus ac etiam auctoi'itate 
regia indulgemus, ut omnes possessiones seu predia in ([uibuscumque locis consistant 
seu quibuscumque nominibus censeantur per quoscumque vel (juemcumque ex nostris 
et sacri Romani imperii ministerialibus dictis })riorisse et conventui monasterii in 
Lewental ac earum monasterio donatas seu venditas nuUo de hoc a nobis vel a nostris 
predecessoribus consensu habito, easdem possessiones seu predia i'etinere valeant et 
de ipsis disponendi habeant plenam facultatem pi'o sue libito voluntatis et quicquid 
de ipsis possessionibus seu prediis cum ipsis in contractibus (iuil)uscumque actum est 
ratiticamus et auctoritate regia approbamus et eisdem consensum nostrum benivolum 
impertimur. Indulgemus etiam eisdem priorisse et conventui ac suo monasterio 
predicto et hanc eis auctoritate regia plenam concedimus libertatem, ut quecumque 
possessiones seu predia ipsis ac suo monasterio per quemcumque nostrorum et sacri 
imperii ministerialium vendite fuerint de cetero vel donate easdem possessiones seu 
predia possint et debeant perpetualiter retinere ac etiam possidere. Et ad perpetuam 



1298. Dezember lU iiiul 13. 183 

firmitatem omnium premissorum präsentes litteras ipsis damus sigilli nostri minii- 
mine roboratas. 

Datum apud Nurmberch, IUI. idiis Decembris, indictione XII., anno domini 
millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, regni vero nostri anno primo. 

Siegel abffeKansen. — Rejrest: Böhmer. K. Allirecht 99. 



5193. 

König Albrecht bestätigt seinem Bruder Albert Grafen von Löivenstein alle Verleihungen 

seitens ihres Vaters des Königs Rudolf. 

Nürnberg 1298. Dezember 13. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustu« universis sacri Romani 
imperii fidelibus presentes litteras inspecturis gratiam suam et omne bonum. Licet 
ad omnes fideles uostros quos Romanum ambit imperium benevolentiam et clementiam 
regiam expandere debeamus, tarnen dignum iudicat nostra serenitas et congruum 
arbitratur, quod ratione suadentft personas illas quas nobis sanguinis unit affectio 
gratiosiori affectu pre ceteris prosequamur. Hinc est quod constare cupimus uni- 
versis, quod nos ad personam nobilis viri Alberti comitis de Lewenstein germani 
nostri charissimi ramos nostri favoris et gratie latius expandentes omnes libertates 
donationes concessiones et gratias per inclite recordationis illustrissimum dominum 
Rudolfum Romanorum regem predecessorem et genitorem nostrum charissimum de 
consensu principum imperii sibi concessas et factas ratas habemus et gratas ipsas 
et omnia ipsius feoda cum iuribus ad dominium in Lewenstein jjertinentibus in 
Omnibus et singulis suis articulis approbantes innovantes confirmantes et de novo ex 
liberalitate regia concedentes ac presentis scripti patrocinio munientes. Nulli ergo 
imperii fidelium liceat eundem comitem Albertum germanum nostrum contra dicte 
approbationis innovationis confirmationis et concessionis nostre tenorem molestare 
aut aliqualiter perturbare, alioquin indignationem maiestatis nostre incurret graviter 
et offensam. 

Datum apud JS'urmberg, idus Decembris, anno domini millesimo ducentesimo 
nonagesimo octavo, indictione XXL, regni vero nostri anno primo. 

Schöpfliii Hist. Zaringo-Badensis 5, 312 ex tabulario electorali palatino. — Regest: Böhmer, K. Albreclit 1(X). 
— Lichnowsky 2, n. 1,51. 



184 1298. Dezember 17 und 18. 

5194. 
König Albrecht bestätigt dem Kloster Kaisheim die Freiheiten seines Hauses in Giengen. 

Nürnberg 129<^. Dezember 17. 

Albertus dei gratia Romanoruni rex semper augustus universis sacri Romani 
imperii || fidelibus gratiam suam et omne bonum. l^ensat nostra serenitas quod 
serenat serenitatem || regiam vota religiosarum personarum sereno vultu respicere 
ac eorum votiva precamina || pio favore et exauditione gratuita prevenire. Quapropter 
constare cupimus omnibus quos nosse fuerit oportunum, quod nos honorabilium et 
religiosorum virorum Heinrici abbatis et conventus de Cesarea ordinis Cysterciensis 
Augustensis dyocesis devotorum nostrorum dilectorum, <[Uorum ordinem divina emu- 
latione complectiinur et ulnis gratie amplexamur, piis supplicationibus favorabiliter 
annuentes libertates ipsis concessas et gratias factas per prudentes viros ministrum 
consules et scabinos oppidi in Gyengen de domo ibidem sita quam nunc tenent et 
possident cum suis attinentiis, prout in ipsorum civium litteris expressius est expressum, 
ratas habemus et gratas easque memoratis abbati et conventui suo ex benignitate 
regia de novo concedimus et donamus, volentes ipsas in suo robore in omnibus suis 
articulis et condicioni])us inviolabiliter permanere presentium testimonio litterarum 
sigilli nostri munimine signatarum. 

Datum apud ^Jürenberch, anno domini niillesimo ducentesimo nonagesimo octavo, 
XVI. kalendas Januaini, indictione XII., regni vero nostri anno primo. 

München. Orig. Perg. Das Majestätssiegel, das an roten und gell)en Seidefäden liing, ist abgeschnitten. — 
Abdruck: Böhmer-Ficker, Acta imperii inedita .532 nach Kai.sheimer Kopl). in München. — Regest: Böhmer. 
K. Albrecht (HIS. 



6195. 

Graf Konrad von Vaihingen schenkt mit den Seinen dem Kloster Rechentshofen den 

Kirchensatz in Kleinsachsenheim. 

Ohne Ortsangabe. 129^. Dezember IH. 

Allen den die disen brief ansehent oder horent lesen, ger ich graf Cünrad von 
VAhingen kunt sin und gewissen, || das min frowe min müter diu gravin Agnes von 
VAhingen und ich, min swester Adelhait graf Eberhartes frowe || von Twingen und 
min sun Cünrad der junge grafe von ViUiingen mit gesamentem rat mit friem willen 
und mit || gemain verhengguii iriit gesundem libe und mit versinnetun trjihtung 



1298. Dezember 18 und 29. 185 

luterlich durch got und durli unserii fordern sei und durh unseru selbes luid unser 
nahkonient sei haben gegeben und geophert dem closter der frowen ze Rechenshoven, 
da wir liaben unser begrebede, den kirchschaze ze Saehsenhein zem Minnren zu 
einem ewigem almüsen als uns unsers bihtares brüder Berhtoldes des Goltmannes 
von Phorzeheim lere und wis geraten hat, und allermaist swa unsern fordern sei 
gerät an dem kain daile gesuraet si ader vergessen ader ob ^\■ir gen dem selben 
goteshus ader kain unser forder ie missedet, das unser herre got und die selben 
closter frowen gnadeclich das verkiesen wellen, und maiii und wellen an dem selben 
almüsen, das der selbe kirhsazze dem selben closter eweclichen und ganzelichen 
volge mit allem sinem reht gesucht und ungesücht und swie kirchsazzes reht haiset 
und haisen sol. Dar über ich graf Heinrich von VAhingen und kirchherre ze Sachsen- 
heim dün kunt und vergihe, das ich minen gunst und minen frien willen und swas 
ich rehtes hete an dem selben kirchsazze minem brüder ganzelich han gegeben stete 
ze liaben utkI feste swas da for gesriben ist. Das aber dis almüsen und diu gab 
des kirchsazze ewig kraft habe und stetin, so han ich der vor genant graf Cünrat 
von Yi'ihingen min insigel an disem brief gegeben und han oucii erworben, das der 
abbet von Mulnbrunnen, der brobest von allen heiligen ze Spire'), Heiniich min 
brüder der kircherre von Sachsenhein und der declian von Haselach ir insigel hant 
gegeben an diseii brief. 

Dis geschah, clo man zalt von gotes geburte dusent jar swai hundert jar niunzig 
jar und alit jar an dem durnstag nach Lucie. Und des selben dages so sol man 
singen alliu jar ain sei messe vor die herschapht singen von Vaihingen. 

Ital. Perg. Das 1. und 4. Siegel abfiegangeii. 2) des Abts von Maulbronn, s. B. 7 S. 15i(. .3) des Propsts 
.\lbert vom Dreifaltigkeitsstift zu Speier, s. Bd. 10 S. 223. 5) des Dekans Walter von Flohenhaslach, s. Bd. 9 
S. 117 (der Vogel hat stark gekrümmten Schnaliel und dürfte als F'alke zu bezeichnen sein). — Auszug: ZGORh. -t, 448. 

1) In Wirklichkeit siegelt nicht dieser, sondern der Pro]ist des Dreifaltigkeitsstifts, in dessen .Archidiakonat 
Kleinsachsenlieini lag. 



5196. 
Fetershauseti 129S. Dezember 2d. 

Abt Diethelm und Konvent von Petershausen (de Petri Domo) gestatten aus Liebe 
zu der Äbtissin . . mid dem Konvent von Baindt und verfügen in Übereinstimmung mit 
denselben, dass die Kinder des Baindter Eigenmannes Ger. Mors^) von Arnach (Ger. dicti 

XI. 24 



186 1298 Dezember 29 und 1299. 

Mors de Arna) und seiner Frau Guta, der Tochter des Maiers Her. dicti von (Jinlins, 
die dem Kloster Fetershausen gehört, beiden Klöstern zu gleichen Teilen eigen sein sollen. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum in Petii Domo, anno domini MCCXCIX., IV. kalendas Januarii, in- 

dictione XII. 

Wolfegs. Kopb. des Kl. Baindt, S. 157. - Hegest: Diöz.A. Schwab. 1»)! S. B n. 148 (unter 1299). 

1) Die Überschrift der Urkunde im Kopl). und darnach das Regest des Diöz.A. fassen diesen Namen als 
eine Übersetzung des deutschen Namens : Tod (Thodt), zugleich unter Deutung des Ger. als Gebhard, doch kennt 
das Ravensburger Bürger-Aufnahniebuch von 1437—1549 (Eben, Ravensburg I S. 524) den ähnlichen Namen Mursch. 



5197. 

Die Brüder Albrecht und Volkart von Ow stiften in Kloster Kirchherg die Jahrzeit ihres 

Bruders Hermann. 

1:^99. Ohne Orts- und 'Tagesangabe. 

Wir ritder Albreht und Volkart sin brüder von ()\ve vergehen an disem briefe, 
das wir haben || gegeben den frowen ze Kilberc und deme gotzliuse dur got und dur 
unsers brüder seligen || sele willen hem Hermans zwä phunt geltes Haller von sineme 
aigenne gut ze knem sele || gerate und ze i'inem jargezit, des lit ze Eangadingen 
drizzek Schillinge die git mau von dez Tonnerz mfilin und von Blezez gut ze Hur- 
ningen zenhen Schillinge, und swenne das vor genante gut unsers bnider seligen 
kint hern Hermans wen wider kofen, so su denne den vor genanten l'rowen fünf 
phunt gegent, so suln sii in zenhen Schillinge ledik lan, und so st'i aber fiinf jiliunt 
gegent, so suln sü in aber zehen Schillinge geltes ledik lan, und dis sol alles geschehn ze 
fier ziln, und suln denne die frowan die selben phennge an ain gut legen, da mit man 
sin jargezit begange iemer nie an dem ahtoden tage vor sancte Gerien tage. Das 
dis war sige und ümmer me stete belibe. dar um henket die vor genanten ritter ir 
bäder insigel an disen brief. 

Dis geschach, do man zalte von gottes gebürte ninii'i und ni'tzek und zwelf 
hundert jar. 

Abhangend Bruchstück des 2. Siegels. 



i:J99. 187 

5198. 

Esslingen: 12 i) 9. 

Bischof Heinrich von Konstanz erlaubt den Mönchen in Kloster Kniebis, Beichte zu hören. 
Datum Es/elingen, MCCLXXXXIX. 

Exceipti\ Crusiaim, Handschrift der Universitiitsbibl. Tübingen, sign. Mb. 'Mi'.), S. 072 aus Horber Annalen. 



5199. 

Adelheid die Mesnerin stiftet ein ewiges Licht in der Kapelle des Marchthaler Hofs zu 

lieutlingen. 

1299. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

In dem namen gottez. Amen. Ich Adelhait gesprochen diu Meseuairin künde 
allen den die disen brieph lesent || und horent lesen, daz ich aiii phunt gulte 
iargelichz han ergeben miner vrown sancte Mariun und alle gottez haligun || und 
den herron von Marchthel, die dinent sint ze der capelle ze Riutelingen, mit ur- 
schadunge und gedinge daz die selben || herren mittem dem phunde kophent öle an 
ain lieht jargelichez und daz brennint statechelich vor dem altar in dem chore der 
vorgesprochen capelle in heren miner vrown sancte Mariun und aller hailigun und 
zaineni selgeraite miner sele und och miner vordero und aller miner l'i-uode. Dez 
selbez phundez gant zehen Schillinge uzer ainer wize da ze Eningen und ist ursaze 
ain huz Wer. gehaizen der hüber von Eningen, daz ist in der stat ze Riuthelingen, 
die ander zehen Schillinge di git Geben von Phullingen und zewo nunna sine thotra, 
die gant uzer zewain wizon und uzer ainem garten, der zinz aller vallet ze [sajntez") 
Johannes miz dez dophaerez. Dar nach han ich Adelhait die vor gesprochen vrowe 
gedinget und [hat]") mir der brobest uiul die herren vestekeliche gelobent. daz si 
daz lieht ewechliche brennint und daz nimmer [us]") gange noch von dem brobste 
noch von dem pheleger der da ze der chapelle ist der herro ze Riutelingen''), und 
swer daz abe brichet ader änderet ader daz lieht nit enziundet staitecliche an 
gevairde, daz daz got vordere, der uiht ungerochen lat, vodere") an sine sele und 
an sinen lip an dem jungestem tage und an alle di ez wizen ader wizzent sint und 
ez niht wendent. Daz diz dinch in der wise alz hie gescriben stat ganze staite 
[und]^) unveweiret belibe, so henchet der brobest von Marchtel sine insig an 
disen brieph. 



188 1299. 

L)iz beschacli and wart gegeben von gotte/ gebiuthelichem tage tliuzent jare zewai 
liundert jare nüzege jare und niün jare. Diz sint geziuge ersanie l'ite, die da bi 

warent ... 

Abhängend Siegelrest. 

a) Loch im Pergament. 

b) Die Stelle lautet in der Vorlage : noch von dem der (übergeschrieben ; von) pheleger der da ze der cliapelle 
di (übergeschrieben : ist) der herro ze Riutelingen. 

c) So! 



5200. 
1299. 

Berthohl von Aixheim verzichtet mit seinem Sohn gegenüber dem Kloster Eotfenmünster 
gegen Bezahlung von 1 Mark Silber auf alle wirklichen oder vermeintlichen Ansprüche 
an des Nordwins hicupos und an den aker so ligt im Bursental, an die wis so ligt 
zur hofstätten bey Täfern, an die wis zu Aixheim im nideren doi-f bei dem steg, 
item an die hofstat zu Aixheim darauf Albrecht von Wildenstain wohnet. 

Siegler: Die Stadt Rottweil. 

Dokb. des Kl. Rottenmünster S. 1. 



5201. 

Schultheiss Engellih von Schorndorf und seine Frau Elisabeth stiften und begaben eine 

Kapelle in Schorndorf. 

Schorndorf 1299. Ohne Tagesangabe. 

In nomine domini. Amen. Ea que in tempore geriintur ne propter oblivionem 
hominum que labilis est cum tempore dilabantur, convenit scripture testimonio sigillis 
et testibus perennari. || Noverint igitur universi presentes litteras inspecturi, quod 
ego Engellinus scultetus in Schorndorf et uxor mea Elizabet legittima de scitu et 
expressa voluntate et libera per||missione illustris domini nostri Eberhardi comitis 
de Wirtenberg capellam sitam et constructam infra muros* opidi in Schorndorf cum 
Omnibus possessionibus nostris infra scriptis preci||pue in remedium et salutem anime 
domini nostri supradicti et in remedium animarum nostrarum dotavimus, ita quod 
tempore vite nostre unum sacerdotem in expensis nostris habebimus sine preiudicio 
ecclesie parrochialis et sibi procurabimus necessaria jjrout nobis nostre subpetunt 



1299. 189 

facnltates. Xobis auteui ambobus decedentibus iiulices iurati in Scliorndorf ad iiie- 
moratam capellam sacerdotem de consilio et voluntate sepefati domini nostii presentare 
debent et, si talis presentatus propter mores distortos vel propter aliam causam 
iustam eis non placuerit vel non expediat, ipsum quandocumque volueriiit possunt 
absque contradictione cuiuslibet removere. Insuper volumus si redditus infra scrip- 
tarum possessiouum se exteiidere possunt ad summam quadraginta') librarum Hallensium, 
in ipsa capella duo sacerdotes ydonei promoveantur, quorura uterque missam debeat 
cottidie celel)rare. Taxatio autem predictorum reddituum sit in lionorando domino . . 
preposito in Madelberg, qui tunc temporis fuerit, et in ipsis iudicibus iuratis in 
Schorndorf sive conpletum numerum iui'atorum habeant sive non. Sunt autem liee 
possessiones nostre: tria iugera vinearum sita an dem lindern Sindichen. Item in 
Winterbach iuxta viam que dicitur hertweg duo iugera vinearum, (jue aliquando 
fuerunt . . dicti (lul, item ibidem iuxta hertweg duo iugera vinearum. Item duo 
iugera et dimidium vinearum in Hebsach. Item apud Schorndorf in Ramsperge 
unum iuger et dimidium vinearum. Item in übernschornbach de vinea sita .in monte 
(licto Olberge et de prato ibidem vinee eoniuncto una urna vini census annui. Item 
viginti (Uio iugera agrorum sitorum in campo supra civitatem versus quercum. Item 
ibidem in campo dicto Azelunrütin et in campo versus Wiler viginti iugera agrorum. 
Item ibidem in campo iuxta clivum qui ducit ad Madelberg et in campo iuxta Winterbach 
viginti iugera agrorum. Item ibidem decem iugera pratorum in termino dicto Eams- 
bach. Item ibidem dimidietatem annui census de estuario sito extra muros. Item 
ibidem (juinqiie solidos Hallensium annui census de domo . . dicti Schorndorfer. 
Item ibidem quinque solidos annui census de domo . . dicti Brsendelin. Item sex 
solidos annui census de domo . . dicti Junchart. Item ibidem decem solidos annui census 
de tribus iugeribus agrorum et duabus particulis pratorum sitis in termino dicto Aichibach. 
Item ibidem domus et area cum omni structura et duo orti. Item in Winterbach triginta 
Hallenses annui census de bonis Mserkelini dicti Notkouf. Has universas possessiones 
dominus noster de Wii'tenberg sepefatus et tota communitas civium in Schorndorf de 
ipsius voluntate domini nostri absque omni stiura et absque omni exactione ac Servitute 
et contributione liberas penitus proclamarunt. In huius rei testimonium presentes 
littere sigillo memorati domini comitis et domini . . prepositi in Madelberg ac 
sigillo universitatis civium in Schorndorf sunt munite. 

Datum Schorndorf, anno domini MCCLXXXX nono, indictione XII. 

An prünen und rosa Seidefäden noch das 1. und 3. Siegel. 1) des Grafen Eberhard von Wlrtemberg, 
s. Bd. S S. 101. 3) der Stadt Schorndorf, s. Bd. 10 S. 258; Umschrift: t • SIGILLVM • CIVIVM • IX • SHORXDORF. 

a) Die er.ste Silbe ist teilweise ausradiert, offenbar um daraus oclo zu machen. 



190 1299. 

5202. 
1299. Ohne Orts- und Tcujesumjabe. 

Der Edle Berthold der Ältere von Trauchburg (Druhburc) Landrichter (iudex pro- 
vincialis autoritate regia constitutus) schenkt mit Zustimmunfj seiner Söhne Heinrich und 
Berthold dem Kloster Weingarten ob reverentiam dominici sanguinis all sein Becht an 
der Kirche zem Hellengers (omne ius proprietatis sive advocaticii quod in ecclesia 
zem Hellengers dote et aliis attinentiis eius uuiversis mihi competiit vel competerc 
videbatur) und verzichtet auf alle Einsprachen. 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: dominus Jacobus prior monasterii prescripti, magister Rüdolfus notarius 
de Missen, magister K. scriba de Isenina, C. minister civitatis Ravenspurc, Rüdolfus 
dictus (lalraif, H. dictus Engel civis in Altdorf. 

Datum et actum anno domini MCCLXXXXIX., indictione XII. 

An brauner leinener Litze bescliädi}rtes Siegel, s. Bd. H, S. 17. 



5203. 
Weingarten 1299. Ohne Tagesangabe. 

Schenk Heinrich ron Tttendorf (Uttendorf) verkauft (vendidi) det)i Kloster Weingarten 
einen Eigenmann (Hainricuni fUium H. dicti de Bunde possidentem feodum dictum 
Shüssellehen) um 4 ff Pfennige. 

Siegler: Der Aussteller. 

Aftüerunt huic contractui dominus H. scriba de Capelle, dominus Manstokkus 
miles, C. Rlthusen minister de Tanne, Fridericus dictus Züzel civis in Altdorf. 

Datum Wingarten, anno dominice incarnationis MCCLXXXXVHn., indictione XII. 

Brnchstück des Bd. 10, S. 471 beschriebenen Siegels des jüngeren Schenken Heinrich von Ittendorf. 



5204. 

Abt G. von Fremontre und das Generalkapitel seines Ordens bitten um Gaben für das 

geplünderte Kloster Weissenau. 

1299. 

Uuiversis ('hristi fidelibus ad quos presentes littere pervenerint G. dei patientia 
Premonstratensis abbas et abl)atuni eiusdeiii ordinis capitulum generale salutem et 



1299. 191 

orationes in domino || salutares. Qiioniaiii ut ait apostolus") onines stabinius ante 
tribunal Christi receptiiri prout in corpore gesserimus sive bonum fuerit sive malum, 
oportet nos diem messionis extreme misericordie operibus || prevenire atque eternorum 
intuitu Seminare in terris, quod reddente domino cum mnltiplicato fructu recolligere 
debeamus in celis, tirmam speni fiduciamque tenentes quoniam qui parce seminat 
parce et || irietet et qui seminat in benedictionibus de benedictionibus et metet vitam 
eternam. Cum igitur ecclesia apostolorum Petri et Pauli Augie Minoris, quam in 
tanta bellorum rabie devastavit armorum crudelitas, ornamentum cuius absorbuit 
hostilis impietas, quod vix adiciet ut resurgat, nisi dominus mediantibus elemosinis 
Cliristi fidelium eidem maiium misericorditer porrexerit adiutricem, in merore suo vestris 
et aliorum Cliristi tideliuni elemosinis expectat adiuvari, universitatem ergo vestram 
monemus rogamus attentius et in domino propensius exhortamur, quatenus de bonis 
a deo voV)is collatis pias elemosinas et grata subsidia eidem ecclesie karitatis intuitu 
misericorditer erogetis. Nos autem devotioni vestre vicissitudinem nostram quam pos- 
sumus rependentes omnibus qui dicte ecclesie et maxime confratribus eiusdem ecclesie 
suas elemosinas duxerint transmittendas seu ibidem fraternitatem recepturis pai'ticipa- 
tionem orationum et omnium bonorum spiritualium, que in toto ordine nostro fiuut et 
deinceps fient, benigna concedimus karitate optantes ut eundem fructum consequantur 
ex illis, quem nobis ipsis desideramus retribui qui in illis transigimus dies nostros. 
Datum in capitulo generali, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono. 

Von 2G an leinenen Schnüren befestigten Siej^eln sind 18 in Resten, eingeniilit in Leder nnd zerl)röcl<elt 
erhalten. 

a) Nacli Römer 14, 10. Die ganze .4renga ist identisch mit der in päpstlichen Ablaßbriefen üblichen Formel 
Vol. /. R. Bd. 5. 420 und 4-2!l ; (i, 405. 



5205. 

Straif der Kirchherr und Konrad Straif sein Vater der Kirchenvogt von Metzingen beurkunden 
die Kundschaft ehrbarer Leute, dass der Tausch zioeier Wiesen ihrer Kirche vorteilhaft sei. 

Metzingen 1299. Ohne Tagesangabe. 

Ich Straif der kilcldierre ze Mezingen unde Ciinrat Straif min vater dirre 
kilchun voget tüeien kunt allen || den disen brief ansehent unde hörent lesen, 
daz wir unde unser veter Ernst von Stöpheln haben gewihsselt || ain wisun diu 
lit ze "Wangen diu an unser gotzhus höret umme ain wisun diu lit im dem gründe, 
diu da II haisset der Weberinun wise, diu unser rieht aigen was unde unsers vetern 
Ernst, unde dar tiber haben wir genomen erber liite das sint dise: Eber, von 
Helmsdorf, Albrieht von (linningen. Alber. von Trohtelvingen, Her. der Ginninger, 



192 1'299. Januar. 

Cüniat der Rorer, Cüöo der suter, Wernher der Gerüste, Hainrich der voget, 
Eber, der Wiehter, Eber, (iutuu sun unde GAzo des rihters sun, die namen nferi 
ir ait, das es der kilchun besser wer getan denne vermitten. Unde disen brief liaben 
wir gesigelt zu ainer vestenunge dirre getate mit unseren aigenen insigeln unde mit 
unsers vetern Ernst insigel. 

Dirre brief wart gegeben unde geschriben in der zit. do di'iuzehen hundert jar 
ains jars minr warn von unsers herren gotes geburte, in dem dorf ze Mezingen. 

Siegel 1) des Kirchherrn Straif von Metzingen, stark beschädigt, rund, stehende gekrönte in der Recliten 
eine Lanze haltende Figur, links wie es scheint ein knieender Beter. 2) Konrad Straifs. s. Bd. 9 S. 408. :}") Ernsts 
von Stoffeln, s. Bd. 10 S. 516. 



5206. 

Ernst von Stoffeln und Konrad Straif tauschen Wiesen in Metzingen mit der dortifjen 

Ffarrkirche. 

Metzingen 129'J. Ohne Tagesangabe. 

Ich Ernst von Stöphehi und Cünrat Straif tüien kunt allen den disen biief an- 
seh||ent unde hörent lesen, daz wir ain wehssel haben getan mit der wisun ze Wangen, || 
diu da höret an die kilchun ze Mezingen, nmme die wisun diu da lit in dem gründe, 
II diu da haizet der Weberinun wise, diu unser rieht aigen was, unde ist daz diu 
wise ze Wangen von dem kilchherren aide von ainem andern abgat, so sol man diu 
wisun in dem gründe au iern wisun stat zu ainem ursaz gen gem gotzhuse Zwiveltün. 
Unde disen brief haben wir gesigelt mit unseren aigenen insigeln zu ainer merrun 
vestenunge dii-re getate. 

Dirre brief wart gegeben in der zit, do driuzehen hundert jar ains jars minr 
warn von unsers herren gotes geburte, in dem doi'f ze Mezingen. 

Zwei Siegel. \) Konrad Straifs, s. Hd.il S. 41)8. 2) Ernsts von Siörteln, s. Bd. 10 .S. öKi. 



5207. 

Ohne Ortsangatie. 1299. .Januar. 

Friedrich (IT.) von Gottes Gnaden Markgraf von Baden entscheidet den Streit 
zwischen dem Kloster Herrenallj und den Bauern in Rotenfels super cui-ia liberii mona- 
chorum in Winkel in der Weise, dass das Kloster künftig nur 2 Bauern auf dem Hof 
haben soll, die. nni allen Lasten frei sin'l, dazu I'ferde und Ifiiider sorirl für 2 l'fliige 



1299. Januar 1. 193 

erforderlich sind und weiter so viel Tiere, als sie mit dem Heu, das auf dem Hof erwächst, 
nähren können. Die Bauern geben von ihren eigenen Schweinen keine deheme, nur von 
denen, die sie zur Zeit der Eichelmast einstellen oder kaufen, und zwar in derselben Höhe, 
tcie sie den anderen Bauern in Rotenfels angesetzt ist. Wenn das Kloster den Hof selbst 
bebaut und mit Mönchen oder Laienbrüdern besetzt, sollen diese mit ihren Tieren dieselbe 
Freiheit haben, tvie auf andern Grangien hergebracht ist. 

Siegler: Der Aussteller und der Abt von Herrenalb. 

Datum et actum anno domini MCCXCVIIII., mense Januario. 

Druck in ZGORli. 2, 408 »ach dem Orig. Perg. in Kai-lsnilie mit 2 Siegeln. 



5208. 
Herzog Hermann von Teck bestätigt dem Kloster Kirchheim einen Güterkauf zu Kirchheim. 

Kirchheim 1299. Januar 1. 

Wir herzog Herman von Tecke vei'jelien an disem brieve und tüien kunt allen 
den die in selient lesent oder || horent lesen, daz disiu gut, diu hie nach geschriben 
stant, vierzehen juchhart aggers die hindan uf Hungerberge ligent, || zw juchhart 
aggers die uf der Rietegerdrun, ligent, siben juchhart aggers uf Hungerberge die uf 
die llüti ziehent, || vier juchhart aggers die von Tetinger wege ziehent uf Juchern, 
sehs juchhart aggers die ob dem Eergbrunne ligent, ain juclihart aggers hinder dem 
closter, ain juchliart aggers liinder Zeggerlins huse, vier juchhai"t aggers zwischan 
den wegen gen Etelingen und sehs juchhart aggers die under den boumen gen 
Lintdorf ligent und zwaier manne mat wiso an dem bach in der Gissenowe Rufen 
Singen gitailit, diu Cünrat Hoppherebe und sin sun Diepolt unser burger von Kirchain 
mit ir erben willen der . . priorinne und dem convent und ir closter ze Kirchain 
ze koufenne liant geben umbe hundert phunde und eht und zwainzic phunde Haller, 
daz daz alles mit unserr haut und mit unserm willen und gunste gischehen ist, und 
geben in des ze ainem Urkunde disen brief mit unserm insigel versigelt, daz diz 
alles ganz und stete und an allen zwifel belibe. 

Dirre brief wart geben ze Kirchain in dem jar, do man zalt von gottes geburte 
zwelf hundert jar niunzic jar und in dem niunden jar, an dem ewihe tage. 

Siegelbnich stück, s. Bd. 8, S. 445. 



XL 25 



194 1299. Januar 2. 

5209. 

Nürnberg 1299. Januar 2. 

Graf Ludwig von Oettingen, der zu den Vollstreckern der Anordnung König Rudolfs 
von 1283 Juni 1 über die Erbschaft seiner Söhne^) gehört, ernennt an Stelle seiner ver- 
storbenen drei Genossen die Grafen Burkhard von Hohenberg, Eberhard von Wirtemberg 
und Otto von Strassberg zu seinen Mitschiedsrichtern für die Bestimmung des auf Rudolfs 
Enkel Johann fallenden Anteils (Nos igitur ex potestate nobis prout in superioribus 
est expresum tradita et concessa sjjectabiles viros Burcliardum de Hohemberch, Eber- 
iiardum de Wirtenberch et Ottonem de Strazperch cornites quos inter consanguineos 
illustrium Eudolfi Friderici Lupoid! Alberti et Heinrici ducum Austrie et Stirie, 
Serenissimi domini Alberti Romanoruin regis filiorum nee non illustris Johannis nati me- 
morati domini Rudolfi memorie recolende fratris eiusdem domini Alberti nunc Homanorum 
regis excellentissimi magis utiles invenimus et communes, in mortuorum loco vide- 
licet nobilium virorum Friderici burgravii be Nuremberch Alberti de Hohemberch 
et Heinrici de Furstenberch comitum pie recordationis bona fide et sub debito 
iuramenti elegimus et eosdeni presentes et in se huiusmodi suscipientes moderaminis 
seu taxationis arbitrium eligimus et recipimus per presentes, ita videlicet ut in nostra 
et ipsorum resideat Providentia taxatione atque moderamine, quantum per memoratos 
duces Austrie et Stirie supradicto domino Johanni sub pena pretaxata in numerata 
pecunia dandum sit aut etiam exsolvendum). 

Testes: honorabilis dominus Chunradns abbas monasterii Campidonensis, dominus 
Eberhardus cancellarius vice venerabilis domini Gerhardi sancte Maguntine sedis 
archiepiscopi sacri imperii per Germaniam archicancellarii, spectabiles viri Rudolfus 
comes de Werdenberch, Egeno comes de Friburgo, Johannes de Liechtemberch, Otto 
de Ochsenstein, Anshelmus de Rapoltstein, nee non strennui viri Marquardus de 
Schellemberch, Hermannus marschalcus de Landenberch, Hartmannus de Baldecke, 
Heinricus Waltherus de Ramswach, Dietegeno de Chastele. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum et actum apud jSuremberch, IHI. nonas Januarii, anno domini MCC 
nonagesimo nono, indictione XII. 

Et nos Burchardus de Hohemberch, Eberhardus de Wirtemberch et Otto de 
Strazperch cornites supradicti prefate electioni et receptioni per nobilem virum 
Ludwicum comitem de Ötingen de nobis facte consentientes in nos huiusmodi taxa- 
tionis seu moderaminis arbitrium et potestatem recepimus libere et expresse et 



1299. Januar 2 und 3. 195 

sigilla nostni presentibus appendi fecinius in testimouiuni et evidentiam premissorum. 
Datum loco anno die et indictione proxime prenotatis. 

Wallerstein. Beglaubigte neuere Abschrift nach dem einen der beiden Originale im K. K. Geh. Hausarchiv 
in Wien. Das Duplikat hat nach Lichnowsky das Datum: nonis Januarii. — Abdruck: Lichnowsky, Gesch. d. 
Hauses Habsburg 2, 1837, S. CCXCIV. — Regest: Grupp, Oetting. Regesten 403. 

1) Vgl. Böhmer-Redlich 17H!). Die Urkunde ist hier wörtlich eingerückt. 



5210. 
Meister und Konvent des Spitals und Schidtheiss Rat und Bürc/erschaft von Wimpfen 
beurkunden die testamentarische Verfüfjunfj des Bürgers Gttmpert über ein Viertel seines 

Hofs in Kochert/iürn. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Januar 3. 

Nos magister Walterus totusque conventus hospitalis Wimpinensis ordinis sancti 
Spiritus nee non . . scultetus || consules et universi cives Wimpinenses notum esse 
volumus presentium inspectoribus universis tarn presentibus || quam futuris, quod 
constitutus coram nobis Gumpertus civis Wimpinensis compos sui nientis et corporis 
recogll novit et publice confessus [est] se contulisse et dedisse spontanea voluntate 
quartana partem curie sue in Kochindurne cum omnibus pertinentiis pi-o illa parte, 
quocunque nomine censeantur, Elisabete legittime Cünradi dicti Parcefal") civis Wimpi- 
nensis et suis pueris seu liberis utriusque sexus cum omni integritate iuris hereditarie 
post mortem suam in perpetuum possidendam. Quam quidem curiam Willehelmus 
pictor frater suus et pater Elisabet predicte sibi vendidit in hunc modum videlicet, 
ut ipsa Elisabet sepedicta et sui pueri ipsum Gumpertum succederent partem quartam 
dicte curie hereditando, dum ingrederetur ergastulum carnis universe. 

Acta sunt viris lionorandis presentibus in testimonium super his vocatis videlicet: 
Henrico de Guntebuer prespitero, Ulrico^ Gozzoni de Harthein, Johanni de Romers- 
hein, Johanni de Spira, Waltero de Gardach, Johanni de Cronenberg fratribus eiusdem 
hospitalis, Henrico sculteto, Tromaro, Hermanno dicto Lobelin et Willelielmo pictore 
fratribus, Cunrado dicto Parcefal'), Hugoni iuniori, Henrico dicto Schosario, Hartlibo de 
(jardach, Eberhardo quondam Volperti filio, llicholfo dicto Horant iuratis civibus Wimpi- 
nensibus. In cuius rei testimonium et premissorum firmamentum sigillum magistri predicti 
Walteri et conventus una cum sigillo civitatis Wimpinensis presentibus est appensum. 

Datum anno domini MCCXC nono, sabbato post circumcisionem domini. 

München. Orig. Ital. Perg. Von ehemals, wie es scheint, 3 Siegeln nur noch das 2. erhalten, spitzoval, 52, 36 mm., ein 
Patriarchenkreuz, dessen sämtliche Enden in Lilien ausgehen ; Umschrift : f • S • HOSPITALIS • SCI • SPIRIT' • I -WINPINA. 
a) Vorlage pcefal mit Strich durch p, wie bei partem. 



196 1299. Januar 9. 

5211. 

König Albrecht nimmt das Kloster Denkendorf in seinen Schutz und erneuert seine 

Privilegien. 

Nürnberg 129V. Januar 9. 

Albertus dei gratia Konianorum rex semper augustus uuiversis saciü Eomani 
imperii fidelibus in perpetuum. Dum divorum imperatorum et regum Koraanoruiu 
illustrium inclite recordationis predecessorum iiostrorum pia gesta mente revolvimus 
ac interne considerationis oculis })erspicimus diligenter, ut eorum iustis exemplis 
nostra coaptemus vestigia, in voto gerimus atque desiderio pleniori sperantes quod 
ex eo, quod ecclesias et ecclesiasticas personas divino cultui deputatas pleniori pre 
ceteris gratia confovemus, concessa nobis a supremo rege regeute et gubernante 
omnia salus et gi^atia debeat ampliari. Noscat igitur presens etas et futuri temporis 
successura posteritas, quod nos exempla eorundem nostrorum predecessorum quantum 
is annuerit qui dat omnibus affluenter sequi in via largitatis clementie et rectitudinis 
cupientes lionorandam cunctis ecclesiam dominici sepulcliri in Denkendorf ordinis 
sancti Augustini Constantiensis djocesis a divis Friderico et Friderico Eomanorum 
imperatoribus et inclite recordationis Heinrico Konianorum rege nostris antecessoribus 
raultis donatam libertatibus et lionorum titulis insignitam amplexautes quemadmodum 
iidem nostri antecessores ulnis gratie et beneficentie spiritualis ipsam in nostram, et 
sacri imperii tuitionem et protectionem recipimus specialem cum personis liominibus 
et rebus omnibus attinentibus ecclesie supradicte, approbantes insuper innovantes et 
confirmantes omnia omnino iura donationes libertates et gratias a predictis Friderico 
et Friderico imperatoribus et Henrico Romauorum rege nee non et ab aliis divis 
imperatoribus et regibus Komanorum illustribus ipsi ecclesie traditas et concessas 
prout rite et provide sunt tradite et concesse et quas eadem ecclesia habet et habuit 
ab antiquo, mandantes nihilominus omnibus et singulis regio hoc edicto ne quis 
imperii fidelium dictam ecclesiam vel personas deo famulantes ibidem presumat ali- 
qualiter molestare aut iura ipsius infringere seu libertates concessas quomodolibet 
violare. Nulli ergo omnino hominum, cuiuscunque condicionis Status seu preeminentie 
fuerit, liceat hanc nostre maiestatis approbationis innovationis et confirmationis paginam 
infringere vel ei ausu temerario contraire. Quod qui facere presumpserit gravem 
nostre indignationis ofiensam se'noverit incurrisse. In testimonium premissorum presens 
scriptum sigillo maiestatis nostre regle iussimus communiri. 

Signum domini Alberti Komanorum yegia invictissimi. (Monogramm)"). 



1298. Januar 9 und 10. 197 

Datum apud Nuerenberg, V. idus Januarii, anno domini niillesinio ducentesimo 
nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

Nach Besold, Doc. lediv. 1, 4G9 = Petrus, Suevia eccl. 2G5. — Hegest: Böhmer, K. Albrecht ICJ. — Lich- 
nowsky 2, n. 166. 

a) In der Vorlage am Schluß unter dem Datum nachgebildet. 



5212. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Januar 10. 

Der Rat und die Bürgerschaft von Wiirzhurg (Heinricus AA'eibeler, Fritzo Gyr, 
Sifridus de Kebestog, Johannes Hane, Eckehardus Frezzer, Marquardus de Beierruthe, 
Merkelinus, de Wigenheim ceterique consules ac universitas civitatis Herbipolensis) 
bekennen die Klöster Ebrach, Heilsbronn, Bronnbach, Langheini, Schönthal (Schonental) 
und Himmelpforten Zisterzienserordens entgegen ihren Privilegien zur Beisteuer für eine 
Kontribution gezwungen, aber nimmehr ihnen vollen Ersatz geleistet zu haben (licet perversorum 
suggestionibus stimulati conati fuerimus — — — ad contributionem seu collectam 
nobiscum faciendam minus rationabiliter coartare res eorundem arrestando vinum et 
bladum ipsorum impediendo ac ipsos prohibendo vinum et bladum ac alia eorum 
bona inducere inducta vendere pro sue libito voluntatis, de predictorum tamen 
religiosorum libertatibus iuribus consuetudinibus postmodum plenius informati timentes 
nedum divinam verum etiam temporalem offendere maiestatem dictis religiosis resti- 
tutionem fecimus taliter ablatorum). Sie erkennen zugleich die alten Privilegien der Zoll- 
und Handelsfreiheit dieser Klöster in ihrer Stadt an, widerrufen alle Verordnungen, die 
diesen Privilegien im Wege stehen und versprechen dergleichen auch künftig nicht zu erlassen. 
Für den Fall eines Bruchs dieses Versprechens sollen die Bürger Eckehardus Lebarte senior, 
Engelhardus") Lebarte, Fritzo Gyr, Johannes Hane, Heinricus Zan, Heinricus de Baben- 
berg, Sifridus de Kebestog, Cunradus de Inferno, Herbordus de Nicht, Heinricus l'etri, 
Heinricus Virnekorn, Wolvelinus Brunlini, Heinricus Weibeier, Engellinus de Heppchn- 
heim, Engelhardus de Rotenburg, Bertoldus de Abiete, Conradus de Rebestog, Conradus 
de Ysenburg, Ortliebus Buzkorber, Gotfridus de Meiningen, Heinricus de Novo Cellario, 
Johannes de Ariele et Conradus Weibeier, die eben erst aus dem durch den Bischof 
von Eichstätt im Auftrag des p>äpstlichen Stuhls über sie verhängten Bann gelöst sind, 
ihm alsbald wieder verfallen sein. Einzelne Personen, die den Klöstern in Ausübung ihrer 
Rechte hinderlich sind, soll die Stadt nicht hausen noch hegen (talem vel tales non tene- 
bimus vel fovebimus), sondern dem bischöflichen Gericht überliefern. 

Siegler: Die Stadt Würzburg. 



198 1299. Januar 10, 12 und 13. 

Datum et actum anno domini MCC nonagesimo nono, sabato post epiphaniam 
eiusdem, testibus honorabili viro Heinrico de Wechniar preposito maiori, Wernhero 
de Tanneberg cantore, Andrea de Gundelvingen Onolspacensi ac Orengowensi preposito 
archidiaconis, Wolframo scolastico preposito jSIovi Monasterii canonicis Herbipolensibus, 
Johanne, Heinrico de Katzenstein notariis domini episcopi canonicis Novi Monasterii, 
fratre Bertoldo de Gebezstein donius Theutunice. 

München. Orig. Perg. Beschädigtes Siegel der Stadt Würzburg, rund, &i mm., der Würzburger Dom, 
umgeben von gezinnter Mauer, in der Portalöffnung Brustbild des hl. Kilian mit Stab und Mitra ; Umschrift : 
t . . . LLVM • CIVITATIS • H . . . IPOLENSIS. — Abdruck : Monum. boica 38, 209. — Regest: Reg. boica 4, 681 (doppelt). 

a) Nach der Urkunde von 1297 Januar 23 : Eckehardus iunior. 



5213. 
Salem 1299. Januar 12. 

Der Edle Schtoigyer von Degf/enhaiisen (Teggenhusen) eignet alle seine Besitzungen 
in Jettkofen (in villa Ütkoven), die Eggehard von Ostrach von ihm zu Lehen gehabt 
hat und Heinrich genannt Hartman baut, dem Kloster Salem, wofür ihm Eggehard 
25 Schilling Konstanzer Pfennige bezahlt hat, und verpflichtet sich und seine Erben zur 
Gewährschaft. 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum et datum in Salem, anno domini MCC nonagesimo nono, II. idus Januarii, 
indictione XII. 

Regensburg. Orig. Perg. Das runde Siegel Schwiggers von Deggenhausen, abgebildet bei v. Weecli, Cod. 
dipl. Salem. 2, Taf. n. 117. — Regest: v. Weech, a. a. O. 2, 54« n. !WG nach Cod. Sal. IV in Karlsruhe. 



5214. 

König Albrecht gebietet den Städten Esslingen, Reutlingen und Ulm, das Kloster Bebenhausen 

nicht wider seine Freiheiten mit Steuer, Bede, Zoll und anderen Auflagen zu belästigen 

und bestätigt alle Verträge der genannten Städte mit dem Kloster. 

Nürnberg 1299. Januar 13. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus prudentibus viris . . scultetis, 
. . consulibus et universis civibus in Ezzelingen, || Rutelingen et in Ulma dilectis 
suis fidelibus gratiam suam et omne bonum. Cupientes regie benignitatis affectu 



1299. Januar 13. 199 

honorabiles viros || . . abbatem et conventum monasterii in Bebenhusen ordinis Cister- 
ciensis Constantiensis dyocesis devotos nostros dilectos, quos ad imitationem recolen||de 
memorie progenitorum nostrorum eiusdem loci f undatornm et ibidem requiescentium divina 
emulatione complectimur et ulnis gratie amplexamur, favore prosequi gratioso, fidelitati 
vestre firmiter precipiendo committimus et mandamus vobis nichilominus districtius 
iniungentes, quatenus memoratos abbatem et conventum contra iura libertates et 
privilegia ipsis a divis imperatoribus et regibus llomanorum illustribus nostris ante- 
cessoribus tradita et per nos presentium testimonio confirmata in stura precaria 
theloneo seu quo vis exactionis vel servitutis genere in rebus suis et aliis quibuscumque 
növis statutis gravare vel molestare deinceps nullatenus presumatis, sed eos tanquam 
concives vestros et devotos nostros et imperii frumenta vina et alias res suas quas- 
cumque vestra municipia seu villas introducere educere ibidem deponere vendere 
et conservare ac etiam necessaria comparare sine impedimento et reclamatione quorum- 
libet libere permittatis pro sue desiderio voluntatis, eisdem nichilominus conventiones 
pacta et indulta per vos ipsis sub instrumentis vestris publicis concessa ratificamus 
presentibus et volumus inviolabiliter observari. Alioquin qui secus facere presump- 
serint, gravem nostre maiestatis indignationem se noverint incurrisse. In cuius re. 
testimonium et evidentiam pleniorem presens scriptum sigillo regio fecimus communirii 

Datum in Nuremberg, idus Januarii, anno domini MCC nonagesimo nono, 
indictione XII., regni vero nostri anno primo. 

München, Universitätsbibliothek. Oiig. Perg. Au roten und grünen Seidefäden das Siegel des Ausstellers, 
am rechten Rande abgebrochen. — AbiU-uck: Besold, Doc. rediv. 1, 390. — Regest: Böliraer, K. Albrecht 111. 



5215. 

Abt Friedrich und Konvent von Neresheim vertauschen Güter ihres Klosters in Fremdingen 

gegen elhvangische Güter in Kuchen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Januar 13. 

Nos Friderichus divina vocatione abbas totusque conventus monasterii || in 
Nernshein singulorum notitie presentibus declaranius, quod nos cum || bonis nostris 
sitis in Vrömtingen perspecta utilitate monasterio nostro ex || hoc surgente permuta- 
tionem fecimus cum Hermanno dicto Hover de Haheltingen pro bonis suis sitis in 
Chüchen que idem Her. a domino abbate ecclesie Elwacensis feodali tytulo possidebat, 
ita dumtaxat ut eadem bona in Chüchen de consensu et voluntate domini abbatis et 
conventus ecclesie in Ehvangen in nos nostrumque monasterium pleno iure trans- 



200 1299. Januar 13 und 15. 

ferantur proprietatis tytulo, volentes etiani ut bona in Vrömtingen in dominum 
abbatem et monasteriuni in Elwangen proprietatis tytulo transeant pleno iure, que 
prefatus Her. ab ipso domino abbate et ecclesia in Elwangen feodali tytulo possidebit. 
In huius rei testimonium sepedicto Her. presentem dedimus litteram sigillo nostro 
consignatam. 

Datum anno doinini MCCXCVIIII., in octava epiphanye domini. 

A])hangend spitzovales Siegel, c. 62, 39 mm., stehender Abt mit Stab und Buch ; Umschrift :... FREDERICI • 
ABBIS • DE • XERNSHEI . . . 



52 1(?. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Januar 13. 

Abt-Ekkehard roii VAlwangen bestätigt die Abmachimg zwischen Hermann genannt 
Hover von Hochaltingen und Abt und Konvent von Neresheim, wornach jener dem Kloster 
die von Ellwangen zu Lehen gehenden Güter in Kuchen gegen die Neresheimischen Güter 
in Fremdingen überlässt (cum Hermannus dictus Hover de Haheltingen fecisset permu- 
tationem bonorum suorum, que sita sunt in villa Cucheim, que a nobis et monasterio 
nostro tenebat titulo feodali, cum domino abbate et conventu monasterii de Neresliain 
pro bonis ipsorum sitis in villa Vroemtingen), eignet die Güter in Kuchen dem Kloster 
Neresheim und gibt die Güter in Fremdingen dem Hermann Hover zu Lehen. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono, idus Januarii. 

Regensburg. Kopb. des Kl. Neresheim, das sogen. Grüne Dokumentenbuch, aus dem 15. Jahrb., Bl. DS*». 



5217. 
Heiligenberg 1299. Januar 15. 

Graf Hugo von Werdenberg und von Heiligenberg beurkundet, dass Heinrich der Sohn 
iceiland Bitter Heinrichs von Neufrach (Nüfron) alle seine Lehengüter in Haberstenweiler 
(Habrestwiler) dem Kloster Salem um H5 Mark Silber Konstanzer Gewichts verkauft und 
ihm mit Gütern in Zussdorf Ersatz geleistet hat (curia dicta in der Htirwi sita in 
Zusdorf quam excolit Bur. dictus üwer, curia dicta in der Hürwi quam colit Cünradus 
dictus Boke, curia Hermanni dicti Burrer et curia Johannis dicti Bok sitis il)idem 
iure sibi proprietario pertinentibus) und überträgt (transtulimus et transferimus) dem 
Kloster die Güter in Haberstenweiler zu Eigentum unter Verzicht auf edle Ansprüche. 

Siegler: Der Aussteller. 



1299. Januar 15, 19 und 22. 201 

Actum in Sancto Monte, anno domini MCC nonagesimo nono, XVIII. kalendas 
Februarii, testibus viris strennuis dominis Johanne de Bödmen, Hainrico de Sigeberg, 
Ortolfo de Hasenwiler militibus, Jacobo de Dornburron, fratre Dietrico de Nüfron 
monacho in Salem. 

Heinrich von Neufrach bekundet seine Übereinstimmung , verzichtet auf Einsprache 
und hängt sein Siegel an. 

Karlsruhe. (Jrig. Perg. Zwei runde Siegel aus mit Eisenoxyd gemischtem Wachs. 1) 35 mm., im Siegelfeld 
linksgewendeter Helm mit Kleinod (? Flug, ? Schirmbrett mit S Federn bestockt), links davon die Kirchenfahne, rechts 
ein Schild mit Dornbalken; Umschrift: f ■ S • HVGONIS • COMTIS . DE • WERDEIBERCH. 2) 41 mm., dreimal 
geteilter Schild; Umschrift: f • S • HAINRICJ ■ DE • NVFRON. - Regest: v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 551 n. 999. 



5218. 
Nürnberg 1299. Januar 19. 
König Albrecht befreit die Stadt Rottweil von fremden Gerichten. 

Abdinick im Rottweiler Uß. 1, 19 n. 67 nach dem Orig. Perg. in Rottweil. 

5219. 
Ertingen 1299. Januar 22. 

Graf Konrad von Landau (C. de Landowe) überträgt (tradidi et trado et in ipsos 
transfero) für sich, seine Erben und Nachkommen dem Komthur und den Brüdern des 
Deutschen Hauses zu Altshausen (Alshusen) um 16 Mark Silber seine Vogtei auf den 
Gütern in Ertingen und Hegheim, die ihnen von tveiland Konrad von Hegheim übertragen 
worden sind (advocatiam que mihi competiit in possessionibus quas iidem . . conmen- 
dator et fratres habebant et possidebant apud Ertingen et Hegehain in ipsos translatas 
per quondam Cünradum de Hegehain cum omni iure ac omnibus pertinentiis advocatie 
predicte iuribusque eiusdem et appendiciis tarn corporalibus quam incorporalibus 
quibuscunque et quocunque nomine censeantur). Er bestätigt den Empfang der Kauf- 
summe, die er zur Erleichterung seiner Schuldenlast (in exonerationem debitorum per 
nie contractorum, quibus in usuris et obstagiis dampna gravia accreverunt) zu ver- 
tuenden verspricht, leistet vollkommenen Verzicht und setzt noch ausserdem seine ganze Habe 
zum Pfand für Erfüllung des Vertrags (ad observatiouem singiüorum et omnium pre- 
missorum me meosque heredes scriptis presentibus per stipuhitionem sollempnem 
Obligo sub expressa rerum meorum omnium ypotheca). • 

Siegler: Der Aussteller. 

XI. 2(> 



202 1299. Januar 22, 23 und 26. 

Datum et actum apud Ertiugen, auno domini MCC nonagesimo nono, in die 
beati Vincentii martiris, testibus honorandis viris Egenone conmendatore et fratre 
Hiltboldo doraus in Alshusen, Hainrico vicario in Ertingen, Rüdolfo de Hittenrüti, 
Ludwico dicto Grul, Li'itrammo de Ertingen, Walkone et Eer. dictis Murzel fratribus, 
C. Ortlieb, H. Giitjar, C. Lüben, C. Dietolf, C. Scliihting, C. Krügeli, H. fratre suo, 
H. dicto Lutze, fratre C. medio cellerario, fratre Alber. pistore monachis in Salem, 
fratre Gerungo et fratre Wetzelone mercatore conversis ibidem. 

Regensburg. Orig. Perg. Siegel eingeniiht. — Regest: v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 553 n. 1002 nach Cod. 
Salem. II, 327 in Karlsruhe. — Holienzoll. Mitth. 4, 13. 



5220. 
Ertingen 1299. Januar 23. Konstanz. Januar 26. 

Komthur Egno und die Brüder des Deutschordenshauses zu Altshausen (Alshusen) 
verkaufen um ihrer Schulden willen (cum donius nostra — oppressa foret gravibus et 

intolerabilibus oneribus debitorum vendidimus transtulinms et presen- 

tibus transferimus) an Abt und Konvent von, Salem als die Meistbietenden ihre Besitzungen 
in Ertingen und Hegheim (possessiones nosträs sitas in Ertingen et in Heghain cum 
advocatia earundem et cum ipsarum pertinentiis et iuribus tarn corporalibus quam 
incorporalibus universis) um 90 Mark Silber Konstanzer Gewichts, bestätigen den Empfang 
dieser Summe, die sie zur Schuld entilgwig (in exonerationem debitorum — quibus in 
usuris et in obstagiis dampna intolerabilia accreverunt) verwendet haben, versprechen 
Gewährschaft tinter Verpfändung aller Besitzungen ihres Hauses und verzichten auf alle 
Einsprachen. 

Siegler: Bischof Heinrich von Konstanz und die Aussteller (sigillum nostre domus, 
quo uti in singulis causis negotiis et contractibus consuevimus). 

Actum apud Ertingen, anno domini MCC nonagesimo nono, X. kalendas Februarii, 
testibus fratre Hylteboldo de Alshusen, Rüdolfo de Hyttenn'iti, Ludewico dicto Grül, 
Lütrammo de Ertingen, Berhtoldo et Walkone dictis Murcel, Cünrado dicto Ortliep, 
Hainrico dicto Gütjar, Cunrado dicto Schihting, Alberto pistore, Cünrado medio 
cellerario, Dietrico de Nüfron fratribus monachis in Salem, Gerungo et Wezelone 
conversis ibidem. 

Consummatum vero apud Constantiam, anno predicto, VH. kalendas Februarii, 
presentibus Hainrico cellerario maiore, Dietrico de Bermetingen, Johanne de Solodoro 
monachis in Salem. 



1299. Januar 23 und 26. — Januar 25. 203 

Bischof Heinrich von Konstanz bestätigt die AbmuchiDiy und hängt sein Siegel an. 

Regeiisbiirg. Orig. Perg. Siegel des Bischofs Heinrich von Konstanz und des Deutschordenshauses Alts- 
hausen, dieses zerbrochen, beide eingenäht. Ebenda eine undatierte, offenbar gleichzeitige Bestätigung des com- 
mendator provincialis fratruni Theutoniconim ordinis hospitalis sancte Marie Jherosolimitane, von ihm besiegelt, 
ebenfalls Orig. Perg., Siegel, anscheinend zerbrochen, eingenäht. — Von dieser zweiten Urkunde Regest : v. Weech, 
Cod. dipl. Salem. 2, 551 n. 1000 nach Cod. Salem. II in Karlsruhe. Vgl. Reg. episc. Constant 3090. 



5221. 
Rom 1299. Zwischen Januar 25 und Juni 15^). 

Bruder Egidius der Patriarch von Grado (Gradensis), Bruder Heinrich Erzbischof 
von Zadar (Jadrensis), die Bischöfe Roderich von Mondonneto (Mindoniensis), Thomas 
von Coron (Coronensis), Bruder Maiirus von Amelia, Bruder Jakob von Chalcedon (Cal- 
cedonie), Bruder Monaldus von Civita Castellana, Bruder Nikolaus von Cajrri (Capritan.), 
Bruder Nikolaus von Tortiboli (Turtibulensis) und Johann von Olenus (Olenensis) ver- 
leihen allen wahrhaft Bussfertigen und Beichtenden, die die Kirche des hl. Blasius in 
Bopfngen (Bophyngen) am Tag ihres Patrons, an Geburt^ Auferstehung und Himmelfahrt 
Christi, an Pfingsten, den vier Marien festen, den A2)0steltagen, Allerheiligen, den Tagen 
der hl. Nikolaus, Martin, Georg ttnd Pantaleon, Katharina, Margareta, Cäcilia, Agatha 
und Lucia, am 'Tag der Kirchweihe und den jeweils atif diese Feste folgenden 8 Tagen 
besuchen oder für Bau, Lichter, Schmuck und andere Bedürfnisse der Kirche Handreichung 
tun, oder ihr bei guter Gesundheit oder auf dem Sterbelager von ihrem Besitz etwas 
vermachen, jeder je einen Ablass von 40 Tagen, unter Voraussetzung der Zustimmung des 
Diözesanbischofs. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Rome, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono, pontificatus 
domini Bonifacii pape VIII. anno quinto. 

Ital. Perg. An braunen und weißen Leinenfäden Bruchstücke von 9 Siegeln aus rotem Wachs, das zweite 
ist ganz abgegangen. 

1) Für die Datienmg ist der Anfang des B. Pontifikatsjahrs des Papsts Bonifazius VIII., 25. Jan. 1299, und 
der Todestag des Erzbischofs Heinrich von Zadar, der 15. ,Juni 1299 (Eubel, Hierarchia catliol. 1, 292) massgebend. 



204 1999. Januar 28. 

5222. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Januar 28. 

Schwester Gerdrudis Äbtissin von Gutenzell (Gütencelle) vnd der Konvent daselbst 
verkaufen (vendidimus et vendimus ac vendendo tradidimus proprietatis titulo — — 
possidenda) dem Kloster Kaisheim eine öde Hofstatt in Lindenau (quandam aream 
desertam in Lyndinawe sitam cum agris quibusdam ibidem que ad nos proprietatis 
titulo pertinebat) um eine bestimmte Summe Geldes. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum et actum anno domini millesimo CC nonagesimo nono, V. kalendas Februarii. 

München. Oiig. Perg. Beschädigtes spitzovales Siegel, 43, 28 mm., oben Bnistbild der Maria mit Jesus- 
kind, darüber abwärtsschwebend 2 Engel, unten knieender Beter ; Umschrift : . . . ABBATIS . . . DE ■ CELLA • 
DEL — Regest: Reg. boica 4, 681. 



6223. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Januar 28. 

Der Offzial der Würzburger Kurte beurkundet die Abmachung zwischen Abt und 
Konvent von Schönthal und dem Würzburger Bürger Engelhard von Rothenburg (Rotenburg) 
über das Erbe von dessen verstorbener Frau Adelheid: Engelhard hat vor dem Offizial 
freiwillig auf alle Rechte an die Güter verzichtet. Der Abt hat mit Zustimmung seines 
Konvents dem Engelhard den lebenslänglichen Genuss von 2 Jauchert Weinbergen in Graz 
(vineti siti in Graz iuxta vinetum Wolfelini Walkiine civis Herbipolensis) eingeräumt 
mit der Bedingung, dass, tvenn Engelhard vor dem 1. Mai (ante festum sancte Walpurgis) 
stirbt, der Ertrag des darauffolgenden Herbstes dem Kloster gehört; dagegen kann er, 
wenn er nach diesem Tag stirbt, den betreffenden Jahresertrag vermachen, wem er nu'U. 
Trifft er keine solche Bestimmung, so tritt das Kloster alsbald in den Genuss ein. Solange 
Engelhard im Genuss des Weinbergs steht, hat er auch für dessen Bau zu sorgen (colet 
dictum vinetum culturis debitis et consuetis). Beide T'eile versprechen die Verabredung 
einzuhalten. 

Siegler: Der Aussteller (sigillum officialatus curie Herbipolensis). 

Datum et actum anno domini MCC nonagesimo IX., quarta feria ante ptirifica- 
tionem beate virginis. 

Siegel abgegangen. 



1299. Januar 30. 205 

5224. 

Würzhurg 1299. Januar 30. 

Der Offizial von Würzhurg entscheidet mit dem dortigen Bürger Engelhard von Rothen- 
burg als von den Parteien erwählte Schiedsrichter^ deren Entscheidung von den Streitenden 
bei 50 U Heller Strafe (eadem pars relique parti nostrum arbitrium — — servanti 
prefatara penam videlicet quinquaginta libras Hallensium persolvet) anzunehmen ist, den 
Streit zioischen Abt und Konvent von Schönthal einerseits und den Schwestern Elisabeth 
und Jutta nebst der letzteren Sohn dem Kleriker Thomas andererseits um das Erbe 
weiland Adelheids der Erau Engelhards von Rothenburg (super tertia parte curie dicte 
zum Seiler in Herbipoli et super undecim iugeribus vineti in Grasz et in marchia 
Heitingesvelt et controversiis seu litibus que inter iam dictas partes suspicabantur 
seu timebantur posse verisimiliter suboriri, ex eo quod iam dicte mulieres et Thomas 
predictus et eorum heredes asserebant, quod Adelheidi quondam uxori legitime 
Engelhardi de Rotenburg civis Herbipolensis que soror ipsarum mulierum seu germana 
fuerat, in predictis bonis que ad ipsarn tytulo proprietatis spectabant succedere 
hereditario iure deberent, prefatis abbate et conventu respondentibus et affirmantibus, 
quod ipsi seu eorum monasterium prelibate Adelheidi succedere deberent utpote 
heredes propinquiores et legitinii in bonis prescriptis, eo quod Eckehardus et Hein- 
ricus fratres carnales ülii legitimi et heredes sepedicte Adelheidis premortue ipsorum 
ac monasterii in Schöntal commonachi existerent). Das Kloster soll den beiden Frauen 
20 ff Heller bezahlen und kommt dafür in den Besitz der strittigen Güter. Die beiden 
Frauen und der Kleriker Thomas beurkunden ihre Zustimtnung, nehmen die Entscheidung 
an und bekennen die 20 U erhalten zu haben. Sie verzichten denigemäss auf alle Ansprüche. 

Siegler: Der Offizial. 

Datum et actum in predicta curia zum Seiler, anno doniini MCC nonagesimo 
nono, sexta feria ante purificationem beate virginis, presentibus fratre Milone, fratre 
Wolfmaro monachis predicti monasterii, Conrado notario domini prepositi Novi 
Monasterii, Gotzone et Eckehardo de Meiningen civibus Herbipolensibus. 

Kopl). des Kl. Schönthal von 1512, Bl. 2B0. 

5225. 

Ravensburg 1299. Januar 30. 

Truchsess Johann von Waldburg (Walchpurch) eignet dem Kloster Baindt zu Ehren 
der Jimgfrau Maria (proprietatem — — michi pertinentem ob honorem et laudes 
beate virginis dei genitricis Marie cuius laudibus dictus conventus continue invigilat. 



206 1299. Januar 30. 

prefatis de Eiunde tradidi ac donavi) den Wald H^zmanz bei Einthürnen (Ondurnun), 
dm Heinrich genannt Büze von ihm zu Lehen getragen und nun um seines Seelenheils 
willen dem Kloster in der Weise vermacht hat (legavit), das er sich die Nutzniessung für 
seine Lehenszeit vorbehalten hat. 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum apud Rawnspurch, anno domini MCCLIXVIIIL"), III. kalendas Februarii, 
testibus Cünrado iuniore de Teggeuhusen, domino Ulrico milite dicto Wildeman, 
Ber. ministro de Marchdorf, H. dicto Mosuhain, Eberhardo fratre suo, Friderico 
dicto Holbain, H. dicto Buzen, H. dicto Hafunar et aliis viris pluribus fide dignis 
qui reticentur propter prolixitatem. 

Wolfegg. Orig. Perg. Siegel des Truchsessen Johann von Waldburg, s. Bd. 10, S. 4(j. — Regest : DiözASchwab. 
1891, S. 7 n. 14Ö. 

a) So! 



5226. 
Nürnberg 1299. Januar 30. 

König Albrecht stellt dem Grafen Emich von Nassau (Nassowe) und seiner Gemahlin 
Anna für die 500 Mark Silber Nürnberger Gewichts^ die er ihnen schuldet, als Bürgen 
den Grafen Ludwig von Oettingen, den Grafen Eberhard von Wirtemberg, Konrad von 
Weinsberg, den von Schellenherg und Heinrich den Küchenmeister von Nordenberg (nobiles 
viri Ludewicus comes de üttingen per se aut per tres milites, Eberhardus comes de 
Wirtenberch per se aut per . . tilium suum, Cunradus de Weinsperch per se aut 
per tres milites, . . dictus de Schellenberch per se ipsum aut per filium suum cum 
uno milite et Heinricus magister coquine de Norttenberch per se aut per duos milites), 
die zum Einlager in Nürnberg verpflichtet sind, wenn die Gläubiger oder Burggraf Johann 
von Nürnberg sie dazu mahnen. 

Datum in Nurenberch, III. kalendas Februarii, anno domini millesimo CG nona- 
gesimo nono, indictione VII.'), regni vero nostri anno primo. 

Monum. Zoller. 2, 257 n. 425 nach einer gleichzeitigen, von Gräfin Anna von Nassau, Schwester des Burggr. 
Johann von Nürnberg, besiegelten Kopie in München. — Ältere Dnicke : Falkenstein, Nordgauische Altertümer 
4, 98. — Oetter, Gesch. d. Burggrafen v. Nürnberg 3, 157. — Regest: Böhmer, K. Albrecht 122. — Reg. boica 4, 
683. — Lichnowsky 2, n. 173. 

a) Schreibfehler für XII. 



1299. Februar 5 und 6. 207 

5227. 
Ulrich von Königsegg eignet dem Kloster Weingarten seinen Hof I'Jgg. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Februar 5. 

Allen den die disen brief sehend alder hören lesen, den künde ich Ulrich voa 
Kunggsek und vergihe oftenlich an disem brief, das ich die aigenschaft des hoves ze 
Eegge die von alter an mich unde an mine vordem horte, den Hainrich der Heller 
von Altorf umbe mich kouft, han gegeben dem gotzhus von Wingarten frylich und 
lediglich, das du selb eigenschaft ^.ymmer me das gotzhus sol anhören, und verzihe 
mich und für all min erben aller der aigenschaft unde alles des rechten unde aller 
der ehafti, der ich aide mine erben an dem selben hove haton alder hon mochten, 
und vergihe ouch, das ich des vor genanten gotzhuses recht wer sol sin für mich 
und für all min erben umb die selben aigenschaft des vor genanten hoves an allen 
den stetten da siu bedürfend. Diss sind gezuge: der von Justingin der junge min 
öheim, herre C. von Stubon der ritter, herre Fridrich von Richenbach der ritter, der 
Bonritter, der Wechter, Fridrich der amman von Kungsegge, Jo. der Heller, H. von 
Hoszkilch und lut gnüg, die hie nit stond geschriben. Und das diss alles sicher 
und stat blibe, so gib ich dem vor genanten gotzhuse von Wingarten disen brief 
besigelt mit minem insigel zu ainem urkund aller diser vor geschribnen ding. 

Der brief wart gen in dem jare, do man zalt von gottes geburt zwelf hundert 
jar und nun und nuntzig jar, an dem nesten donstag nach unser frowen tag ze der 
liechtmess, indictione XII. 

Kopb. des Kl. Weingarten aus dem 15. Jahrli., sign. Kustoreibuch, Bl. 72. 



5228. 

Konstanz 1299. Februar 6. 

Bischof Heinrich von Konstanz befiehlt allen Geistlichen seiner Diözese den Schutz des 
Klosters Heiligkreuzthal auf Grund der Bidle Gregors IX. von 1238 März 4, deren 
Wortlaut in der Urkunde aufgenommen ist. 

Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 4« n. 159. Die inserierte Bulle steht Bd. 8, S. 414. 



208 J299. Februar 9. 

5229. 

Der Edle Konrad von Boxberg verkauft an den Landkomthnr in Franken und das 
Detttschordenshaus in Mergentheim alle seine Güter in Uif fingen, Schillingstatt, Schwab- 
hausen, Neunstetten, Egglingen und Bobstatt. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Februar 9. 

In nomine domini. Amen. Cum humana memoria labilis sit et cadiica, convenit 
ea que in humanis actibus perpetue sunt memoria commendanda scripturarum testi- 
monio perennari, ne ignorantie mater oblivio ex processu temporis labi faciat ab 
humana memoria que geruntur. Nos igitur Cunradus nobilis de Bockesberg recog- 
noscimus presenti scripto ad notitiam tarn presentium quam futurorum transmittentes, 
quod viris religiosis et honestis fratri Hermanno dicto Lesche pi'ovinciali Franchonie 
commendatori domus sancte Marie Theuthonicorum in Mergentheim ceterisque eiusdem 
domus fratribus infra notata bona ad nos iure proprietatis spectantia in diversi 
generis annona Hallensibus pullis anseribus caseis aliisque pensionibus redditus triginta 
librarum et octo solidoruin Hallensium minus IUI Hallenses annuatim summarie 
solventia cum eorum usufructibus obventionibus et attinentiis omnibus, iudiciis vide- 
licet pascuis pratis virgultis silvis nemoribus aquis aquarum decui'sibus viis inviis 
aliisque, que in eisdem bonis singulis et universis quesitis et inquirendis nobis com- 
petebant iuribus, provinciali et fratribus memoratis pro trecentis libris Hallensium et 
quatuor libris minus XL Hallensibus venditionis tytulo de verbo et consensu expresso 
nobilis viri Krafthonis de Hohenloch cari avunculi nostri, quem successorem sive 
hereditarium possessorem post obitum nostrum omnium bonorum nostrorum condiciona- 
biliter si absque liberis veris et legitirais inori nos contingeret fecimus et substituimus, 
tradidimus dedimus et in hiis scriptis donatione libera tradimus atque damus iure 
meri propra perpetuo possidenda. ümnia quoque iura cum rerum dominio, que nobis 
in eisdem competebant bonis aut que iam dicto nostro avunculo Krafthoni de Hohen- 
loch ratione hereditarie successionis ut predicitur competere poterant, in provincialem 
et fratres sepedictos translatione libera transferimus ipsosque in eorundem bonorum 
singulorum et universorum vacuam et quietam possessionem misimus et mittimus in 
hiis scriptis a nobis nostroque avunculo predicto et ab omnibus suis lieredibus omne 
ins quod in ipsis nobis competebat bonis in hiis presentibus pure et liberaliter ab- 
dicantes excepto iudicio quod ad nos spectare dinoscitur in quibusdam subsignatis 
villis. In bonis autem memoratis provinciali et fratribus venditis et donatis que sita 
sunt villis in eisdem in quibus iudicium habe/;/mus nullam iudiciariam potestatem 
habebimus de eetero exercend^', sed a (lualibet nostra iurisdictione enmt lil)era et 



1299. Februar 9. 209 

exempta promittentes insuper et in hiis nos litteris firmiter obligantes menioratis 
provinciali et fratribus de predictorum bonorum proprietate iuxta niorem et ius terre 
plenam warandiam nos factiiros. Quam siquidem a comniendatore vel fratribus re(i[ui- 
siti non fecei'imus, extunc nobiles viri dominus ßudolfus comes de Wertlieim «ocer 
noster dilectus et Conradus lilius prefati avimculi uostri Krafthonis de Hohenlocli, 
Fridericus de Vlache et Cunradus dictus Clinchart railites, quos super eadem facienda 
warandia tideiussores dedimus atque damus, a supranotatis provinciali vel fratribus 
moniti infra quatuordecim dies post amnionitionem proxime nunierandos civitatem 
Herbipolensem intrabunt per se vel duo ^eivi nobiles cum quatuor equis vice et 
nomine predictorum uobilium videlicet comitis Rudolti de Wertheim et Cuiiradi de 
Holienloch cum predictis duobus militibus tamdiu se ibidem in obstagio recepturi, donec 
warandia huiusmodi fuerit pleue facta. Notandum preterea quod si unuui vel plures 
predictorum tideiussorum ante wai'andiam et renuntiationem non factas cedere vel 
decedere contingerit, alium loco cedentis vel decedentis infra mensem a tempore eins 
([ui cessit vel decessit proxime numerandum substituere tenebimur, quem ipsi commen- 
dator et fratres duxerint acceptandum, aliter cnim fideiussores superstites in obstagio 
se recipient per omnia ut est dictum, donec eadem substitutio compleatur. Sane 
sciendum quod antedictam summam trecentarum et IUI librarum Hallensium minus 
XL Plallensibus sepenominatos provincialem et fratres nobis in pecunia numerata 
dedisse et assignasse recognoscimus et constantius profitemur, renuntiantes precise 
in hiis scriptis exceptioni non numerale non habite et non solute j)ecunie et breviter 
omni auxilio iuris canonici vel civilis. Hec autem sunt bona nominatim specificata 
«pie commendatori et fratribus sive doniui in Mergetheim predictis in proprium ut 
predicitur recognoscimus nos dedisse: In villa Uftingen Cunradus dictus Kosenpüscli 
solvit unum maldrum siliginis unum maldrum avene X uncias') cum dimidia uncia 
Hallensium YI pullos estivales quatuor caseos. Item dictus Tobekatze duas libras 
Hallensium. Item Cunradus scultetus solvit novem solidos Hallensium minus duobus 
Hallensibus. Idem de quibusdam bonis unum maldrum siliginis unum maldrum avene 
et decem solidos Hallensium, Idem de curia sua quinque solidos Hallensium. Item 
domina dicta Zebengerin unum maldrum siliginis duo maldra avene octo uncias 
Hallensium sex pullos estivales. et quatuor caseos. Item domina dicta Ulrichin solvit 
dimidium maldrum siliginis quinquaginta Hallenses duos pullos et quatuor caseos. 
item dictus Wizze solvit (juator uncias Hallensium et duos pullos. Item dictus 
Lutwin solvit dimidium maldrum siliginis quinquaginta Hallenses duos pullos et 
im caseos. Item fabrissa solvit XL Hallenses et duos t)ullos. Item bona iuvenis 
Heroldi solvunt I maldrum siliginis et dimidium maldrum avene quatuor uncias Hallen- 
sium sex pullos et dimidiam aucam. Item domina dicta Langin solvit dimidium 
XI. 27 



210 1299. Februar 9. 

maldrum siligiuis dimidium maldrum aveue quatuor uncias Hallensium «ex pullos et 
I aucain. Item in villa 8cliilingestat dictus Hoveman solvit de curia sua noveni 
maldra siliginis novem maldra avene duos iiiedios sumeriaos olei sive pajjaveris 
unum solidum denariorum pro wisunga et decem pullos estivales. Item bona dicti 
Jungerman solvunt unum maldrum siliginis unum maldrum avene XVI uncias Hallen- 
sium unum pullum carniprivialem et unam aucam. Item Cunradus dictus Hobach 
solvit VII maldra siliginis et sex maldra avene. Item Sifridus Mere decem uncias 
Hallensium. Item pueri Heroldi de Steten solvunt unum maldrum siliginis unum 
maldrum avene XVIII solidos Hallensium XII pullos et unam aucam. Item bona 
dicti Vrunt solvunt decem solidos Hallensium et duos pullos estivales. Item faber 
solvit 1111 uncias Hallensium. Item Irmengardis dicta Gözin solvit quatuor uncias 
Hallensium. Item in villa Swabehusen Hermannus filius Vugelerinne solvit XVI 
uncias Hallensium et sex pullos. Item in villa Nuwesteten Ebelinus solvit septem 
maldra siliginis duo maldra avene sex pullos unam aucam et dimidium sumerinum 
olei sive papaveris. Item Schellin solvit quinque solidos et IUI pullos. Item in 
villa Eppelingen Sifridus Isenluit solvit quinque maldra siliginis unum maldrum ti'itici 
sex maldra avene sex pullos duas aucas duas urnas vini vel octo solidos Hallensium. 
Item in villa Bogstat domina dicta Höngerin solvit unum maldrum siliginis XVI 
uncias Hallensium decem pullos et unam aucam. Item Heini'icus dictus Henne et 
Heinricus filius Volperti solvunt unum maldrum siliginis decem solidos Hallensium 
quinque pnllos et unam aucam. Item Heinricus dictus Hellerman solvit decem solidos 
Hallensium et quinque pullos. Item Woltze et Heinricus dictus Drigel solvunt quinque 
solidos Hallensium et duos pullos. Item Hedewig dicta Eitterolfin et Cunradus dictus 
Torliaupt solvunt quinque solidos Hallensium et duos pullos. In quorum omnium 
et singulorum que premissa sunt testimonium et robur inconvulsum nos Cunradus 
nobilis de Bockesberg predictus presens scriptum cum appensionibus sigillorum nostri 
et predicti comitis de Wertheim soceri nostri fecimus communiri. Testes sunt 
fideiussores predicti, frater Reinhardus commendator domus Theutonice Herbipolensis, 
frater Heinricus dapifer vicecommendator in Mergentlieim, frater Eberswinus, frater 
Hermannus de Meiningeu, . . notarius predicti comitis de Wertheim, Cunradus scul- 
tetus noster de Uf fingen et alii quam plures fide digni ad hoc vocati testes et rogati. 
Acta sunt hec anno domini MCC nonagesimo IX., in octava purificationis beate 
Marie virginis gloriose. Nos quoque Kraftho nobilis de Hohenloch predictus vendi- 
tionem de iam dictis bonis provinciali et fratribus prefatis et supra notatis factam 
de nostro verbo et consensu expresso diciraus processisse, in singulis etiam clausulis 
et articulis de nobis supra in specie vel in genere mentionem facientibus pure et 
expresse consentientes recognoscimus omiiia et singula que de nobis dicta sunt 



129i). Februar 9 und 10. 211 

veraciter ita esse. In (juorum ouiuium tostiinoniuni evidens lias literas cum a])))ensione 
nostri sigilli duxinius muniendas. 

Acta sunt hec anno domini et die prenotatis. 

Al)schrift des Deutschonlensarchivars Breitenbach aus dem IS. Jalirli. Damit ist verglichen eine Absciirift 
im Kiiph. des Deutschordenshauses Mergentheim vun 1.Ö55, Bl. 10 til". und eine deutsche Übersetzung ebenda 
Bl. 127 ff. Keiner der Texte ist ganz korrekt. — Regest: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 432 n. («1. 

1) Im Kopb. ist hierzu die Randbemerkung von gleichzeitiger Hand jremacht: thut vermeg des Zinsbuchs 
26 d. V-' Heller und also 1 untz 2^l-> d. 

5230. 
Rurenshurg 1299. Februar 10. 

Ulrich von Königsegy (Küngesegge) verkauft um seiner Schulden willen (urgeutibus 
me debitis et ere me alieno premente) dem Kloster Weissenau mit Zustimmung seiner 
Freunde^ besonders Attselms von Justingen und des Ritters Johann von Bodman (Bödmen), 
seinen Weinberg bei Ravensburg (vineam meani prope ßavenspurg sitam vulgariter 
dictam der wingart an der Egge que olim iure proprietatis pertinuit monasterio 
antedicto) um 64 Mark Silber Konstanzer Gewichts und erlangt dazu die Zustimmung 
des Lehensherrn Grafen Hugos von Werdenberg und ileiligenberg (cum dicta vinea fuerit 
feodalis seu feodum a nobili viro Hugone comite de Werdenberch et Sancti Montis 
derivans feodaliter seu descendens ab eo et ita ego tamquam feodatarius seu vasallus 
memorati domini Hugonis in premissa vinea tantum utile dominium haberem directo 
domino eiusdem vinee apud predictum dominum Hugonem residente), nachdem er 
diesem als Ersatz sein Vogtrecht in Wald (cum iure advocaticio meo quod habui et 
tenui in villa dicta Walde) zu Lehen aufgetragen hat. Ulrich bekennt die Kaufsumme 
empfangen zu haben, verspricht Geivährschaft und leistet die üblichen Verzichte. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum et actum apud Eavenspurg in domo Her. dicti Regnolt, sub anno domini 
MCCXCVilll., im. idus Februarii, indictione XIL, testibus: fratre H. priore, fratre 
Johanne de Ijietdenfelt, fratre R. de Eggarskilcli, fratre H. de Merspurch cano- 
nicis, fratre C. dicto Brunner converso, Anshelmo de Justingen, Johanne de Bödmen 
milite, C. de Stubun milite, Ulrico et Eber, de Mölibrunne, C. ministro de Ravens- 
purg dicto Humpis, C. dicto Wolveger, Her. dicto Regnolt, Joh. filio suo, Ber. de 
Laimowe, Ber. dicto Zinsmaister, Ber. filio suo, C. dicto Setelli, Johanne dicto 
Bischof, Ny. dicto Gotfrit, H. dicto . . .*) C. dicto . . .') Cunrado dicto 8pilman et 
quam pluribus aliis fide dignis qui reticentur propter prulixitatem. 

Au Leinenfiiden Siegel Ulrichs von Königsegg, s. Bd. 8, S. 203. 

■A) Durch Flecken unleserlich. 



212 1299. Februar 11 und 12. 

5231. 
Buchhorii 1299. Februar 11. 

Graf Hugo von Werde,nberg und ReiUgenberg beurkundet den Verkauf eines Weinbergs 
bei Ravensburg durch seinen Lehensmann (feodatarius seu vasallus) Ulrich von Königsegg 
an Kloster Weissenau und überträgt dem Kloster das Eigentumsrecht, nachdem er mit dem 
Vogtrecht in Wald Ersatz erhalten hat. 

Siegler: Der Aussteller und Ulrich von Königsegg (Kiiigesegge). 

Datum et actum apud opidum dictum Büchoru, anno domini MCCXCVIIIL. III. 
idus Februarii, indictione XII., testibus ad hoc specialiter vocatis et rogatis fratre 
H. priore monasterii Augie Minoris dicto de Phaffikoven, fratre H. de Merspurg 
canouicis, Johanne de Rüdibercli, Hainrico dicto Müriz militibus, Eber, de Möli- 
brunnen, H. dicto Müriz, Ülrico tilio suo, Jacobo dicto Dorenbürron et Cünrado 
dicto 8pilman et quam pluribus aliis fide dignis qui reticentur propter prolixitatem. 

An braunen Leinenfiklen ilas erste Siegel, rund, 35 nun., im Siegelfeld ein Toiifhelm, link.s gewendet, mit 
langem federnbestecktem Schirmbrett, links vom Helm die Kirchenfahne (ohne Schild), rechts ein Schild mit dem 
Dornschrägbalken ; Umschrift : f S • HVGONIS • COMTIS • DE • WERDENBERCH. Abgebildet bei von Weech, 
Cod. dipl. Salem. 2, Nr. 191.. 2) An weißen Leinenfäden das .Siegel Ulrichs von Königsegg, s. B. 8, S. 203. — Die 
Urkunde folgt im Wortlaut der vorhergehenden Ulrichs von Königsegg, ist auch von derselljen Hand geschrieben. 



5232. 

Abt Konrad von Maulbronn, Ritter Reinbot von Neipperg und Heinrich von Neipperg 
genannt von Lauffen entscheiden als Schiedsrichter den Streit um das Erbe des Reinbot 

genannt Jeger von Neipperg. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Februar 12. 

><'os frater Cunradus abbas de Mu]enl)runnen, Reinboto miles de Nyperg et 
Heinricus de Xiperg dictus de Lofen arbitratores seu ainicabiles compositores electi 
communiter a partibus in causa quam . . prior || et . . conventus fratrum Predi- 
catorum domus in Winpina moverunt seu movent (lerdrudi relicte quondam Rein- 
botonis dicti Jeger de Niperg super quarta parte unius domus seu aree site in 
Xiperg, super quarta parte unius iugeris || prati et super dimidio iugere prati in 
Zimerin sitis ac super uno iugere et dimidio iugere vineti sitis iuxta lacum et super 
duabus quartis partibus duarum vinearum ibidem sitarum nee non et super dimidia 
parte agrorum in villa Swegern sitorum || ac super aliis quibuscumque cognitis iure 



1299. Februar 12. 21B 

et volimtatibus partium saua etiara deliberatioue arbitrando proimntiainus et pronuntiando 
arbitramur in liiis scriptis sub periculo cause et sub pena quinquaginta librarum Hallensiuni 
in corapromisso expressis, quod videlicet predicta relicta bona prescripta debet pro tem- 
pore vite sue possidere pacifice libere et quiete adiectis condicionibus subnotatis, videlicet 
quod sepedicta relicta fratri Cunrado de Niperg ordinis Predicatorum domus predicte 
viginti quinque solidos Hallensium in festo beati Joliannis Baptiste et vigiuti quinque 
solidos in epiphania domini quamdiu idem frater C. vixerit tenetur annuatim fideliter 
presentare nomine pensionis et unam libram cere prefatis Predicatoribus antedicta 
relicta in anniversario mariti eins singulis annis presentabit. Sane prefato fratre C. viam 
miiverse carnis ingresso relicta predicta a decem solidis Hallensium predicte pecunie fratri 
C. presentande erit penitus absoluta, ita quod dictis Predicatoribus duas libras Hallensium 
dumtaxat, unam scilicet libram in die anniversarii mariti ipsius reliquam vero libram 
in festo beati Johannis Baptiste prenotato pro annua consolatione conventus fratrum 
Predicatoi'uni predictorum sine contradictione qualibet assignabit pro tempore vite 
sue. Cum vero eadem relicta de medio fuerit evocata sepedictis fratribus bona 
superius annotata cedent et cedere debent fi-aude et dolo penitus circumscriptis. 
ßecognoscimus etiam et arbitrando pronuntiamus et pronuntiando arbitramur quod 
prefate partes non per interpositas personas sed per se in nos tamquam in veros 
arbitros et compositores compromiserunt sub penis antedictis, (juod ratum habeant 
utrobique quod per nos fuerit et est pronuntiatum seu etiam arbitratum. Alioquin 
pars nostro arbitrio arbitrationi seu pronuntiationi contraveniens nobis arbitris jjreno- 
tatis quinquaginta libras Hallensium persolvere tenetur nomine penarum prescriptaruni. 
In cuius rei testimonium et evidentiam firmiorem nos prefatus frater C. abbas de 
Mulenbrunnen et lieinboto niiles de Niperg prenotatus") una cum sigillis predictorum 
virorum religiosorum prioris et . . conventus Predicatorum in Winpina presentibus 
duximus apponenda. Ego vero H. de Niperg dictus de Lofen antedictus cum pi'oprio 
sigillo caream sigillis predictorum domini . . abbatis de Mulenbrunnen et Reibotonis 
militis sepedicti sum contentus. Nos quoque frater . . prior et . . conventus Predi- 
catorum domus Winpinensis nostra sigilla presentibus duximus apponenda in testi- 
monium similiter omniuni premissorum. 

Datum anno domini MCC nonagesimo nono, feria quinta proxima ante festum 
beati [Vajlentini. 

Itrtl. Perg. Siegel abgegangen. Die Urkunde ist am unteren Hand Ijesicliildigt. 

a) Fehlt: sigilla nostra. 



214 1299. Februar 13 und 14. 

5233. 
Ochsenhausen 1299. Febrnur 13. 

Bischof Wolfhard von Äitf/sburg beurkundet, dass Bitter Walcho von Essendorf 
(Essindorf) mit Willen seiner Frau Adelheid und aller seiner Erben freiwillig dem Kloster 
Ochsenhausen (Ohsinhusin) 2 S Gülten in Mittelbuch (in villa dicta Mittilbücli super 
duabus curiis et uno mansu quod vulgo S(^lda vocatur) um seines Seelenheils willen 
geschenkt und ausdrücklich bekannt hat, dass er von diesen Gütern jährlich nur 1 Malter 
annone als Vogtrecht zu beziehen habe. Der Bischof bestätigt auf Bitten des Stifters 
diese Schenkung. 

Siegler: Der Aussteller. 

Acta sunt hec in Ohsinhusin. anno domini MCCLXXXXIX., idus Februarii, 
XII. indictione. 

Ital. Per^. Briuhstück des bischöflichen Siepjels. 



5234. 

Herzog Hermann von Teck räumt dem Grafen Eberhard von Wirtemberg seinen Teil an 
Grafmberg, Nürtingen, Ebersbach, Plochingen und Beichenbach wieder ein. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Februar 14. 

Wir herzog Hernian von Tegge verjehen und tun kunt aücn den disen brief 
sehent oder hörent lesen, daz || wir unserm öham graven Eberhai't von Wirtenberg 
ledklich wider lazen und haben wider gelazen unsern || tail an den guten, si sin 
lehen aigen oder vogtai, du liie nach gescriben stant: den Berg und swaz dar zi'i 
hört, Nüwer||tingen und swaz dar zu hört, Eberspach und swaz dar zft hört, Bh)chingen 
und swaz dar zu hört und Richenbach, daz sin vatter und sin J)rüder und er da 
hetten und swaz dar zu hört, ane daz gut daz unser vatter uns da liat gelazen, und 
verzihen uf du selben gut uiul verschriben uns aller der rehte, die wir dar uf er- 
kobert und gewunnen hetten vor gerihte mit urtail oder mit brieven, daz wir noch deliain 
imser erbe nach den vor genanten guten nümmer süln gesprechen vor gerihte oder 
an gerihte. Wir verzihen och uf unsern vor genanten öham graven Eberhart von 
Wirtenberg alle ander vorderunge und ansprach, die wir uf in uiul uf sinu gut 
erkobert hetten vor gerihte und lazen in der ledig, also daz er uns an den guten 
zu Stetten und zu Kumoltshusen niht vurbaz söl irren, wan als sie sin . . bn'ider 



1299. Februar 14, März 7, 10 und 13. 215 

an in braht. Dirre vor geschribenen red haben wir gesvorn uf den hailigen, daz 
wir sie «taete lazen und wellen öcli daz sie unser erben staete haben und geben dar 
über unsern brief gesigelt mit unserni insigel ze ainem Urkunde. 

Daz geschach an sant Valentins tage, do man zalte von gottes gebi'irte zwelf 
liundert jar nünzig jar und in dem nünden jar. 

Siegel abgegangen. — Alidmck : Sattler, Gesell. Württembergs unter den Graven 1, Beil. 26. 



5235. 
Ulm 1299. März 7. 

Bischof Sifried von Chur verleiht allen wahrhaft bussfertUjen und beichtenden Be- 
wuchern der Katharinenkapelle in Ulm (capellam beate Katherine extra mufos Ulmenses), 
die dort divinum officium hören und den Kranken Almosen spenden, einen Ablass von 
40 Tagen, unter Voraussetzung der Zustimmung des Diözesanhischofs und Beschränkung 
der Gültigkeit des Ablasshriefs auf 3 Jahre. 

Datum apud Ulmam, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono^ 
nonas Martii. 

Ulm. Orig. Hill. Peig. .\bliangend beschädigtes spitzovales Siegel, c. 54, 37 mm., ein stehender Möneli, 
mit beiden Händen vor der Brust einen unkenntlichen Gegenstand haltend ; Umschrift fast ganz abgebrochen. — 
Abdnick: Ulmisehes ÜB. 1. 258. 



5236. 

Esslingen 1299. März 10. 

Die Beginen Gertrud und Emsa von Fellbach schenken dem Kloster Sirnau ihre Äcker 
genannt Kegelbrett bei Fellbach und behalten die Nutzmessung auf Lebenszeit. 

Regest im Eßhnger ÜB. 1. 1.% n. 311. 



5237. 

Horb 1299. März IH. 

Schultheiss Hugo in Horb, Heinrich der Maier (villicus), Wulther der Sohn weiland 
Sifrids und Albert genannt Daukolf der Jüngere entscheiden als erwählte Schiedsrichter 
den Streit zuüschen Burkhard genannt Noppeier Bürger in Horb, und der l'riorin und dem 



21 G 1299. März 13. 

Konvent von Kirchberg wegen eines Hofs in Baisingen (curia sita in Eössingen quam 
colit Burkardus villicus): Burkhard Noppeier lässt den Hof auf in die Hand der 
Klosterfrauen und verzichtet auf alle Rechte daran. 

Acta sunt hec Horwe ante domum Hugonis Leimelin, anno domiiii MCCLXXXXIX., 
sexta feria proxima post dominicam Invocavit. In cuius rei testimonium nos cives 
nostrum sigillum duximus presentibus litteris appendendum. 

Kopl). des Kl. Kiichberg aus dem 15. Jalirli., Bd. 1. Bl. (il''. 



5238. 
Mengen 1299. März 13. 

Anselm der Ältere von Justingen und sein Sohn Anselni übertragen dem Burkhard 
Huter (dictus Hüter) Bürger in Mengen aus Liebe zu seinen Mitbürgern (burgensium in 
Mengen suorum conciviuni) und zu ihm das Eigentumsrecht der Rentersiviese (pratum 
quod vulgo dicitur Kenterswise) und eines an sie angrenzenden Stückes Land über 
der Mühle des Otto (supra molendinuni Otthonis), die er seither von ihnen zu Jjehen 
getragen hat. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum et actum in Mengen, anno domini MCCXCVllil., ILI. idus Martii, indic- 
tione XII. , coram domino Eber, milite de Rosenowe, doraino Berhtoldo milite de 
J]berharzwiler, Berhtoldo et Cünrado dictis Löclieler, Her. dicto Huntübel seniore et 
Waltero filio, Ebelino de Diengen, Cünrado dicto Rallen, Waltero dicto Huntübel 
seniore, Hainrico villico trans Ache in villa, C. molitore, C. dicto Marstecke et Burge- 
lino dicto Hüter suo consobrino astantibus aliis plurimis fide dignis. 

Regensburg. Orig. Perg. Siegel: 1) .\nselms d. .A. von .lustingen, s. Bd. 8, S. 255. 2) Anselms d. J. gen. von 
Wildenstein, s. Bd. 9, S. 6. — Regest: v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 555 n. 1()()5 nach Cod. Sal. 2, n. 342 in 
Karlsruhe (unvollständig; insbesondere die Zengenreihe ist mit Hcrniamio dicto llunti'iljel seniore abgebrochen). 



5239. 

König Albrecht befehlt seinen lieben Getreuen Ulrich und Marquard von Schellenberg das 
Kloster Weissenau in seinem Besitzungen in Eisenbach und Amtzell zu schützen. 

Ravensburg 1299. März 13. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus strennuis viris Ulrico et 
Marquardo || fratribus de Scliellenberch dilectis fidelibus suis gratiam suam et omne 



1299. März 13. 217 

bonum. Cum regalis || dignitas omnium religionum genera sub dextera sue protec- 
tionis manutenere debeat et || specialiter defensare, honorabiles et religiosos viros . . 
abbatem et conventum Augie Minoris ordinis Premonstratensis devotos nostros dilectos 
tanto debemus perfectius nostro communire presidio, quanto magis eorum inbecillitas 
noscitur iudigere. Eapropter fidelitati vestre firmiter et districte precipiendo com- 
inittimus et mandamus precise volentes, quatenus predictos . . abbatem et conventum 
in bonis suis in Isenbach et in Annencelle contra iniuriosos insultus quorumlibet 
manutenere et tueri ac in omiiibus iuribus suis defendere sagaciter studeatis. 

Datum apud Kavenspurcli. III. idus Martii, indictione duodecima, anno domini 
MCC nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

An grünen und roten Seidefäden das Majestätssiegel. — Regest: Böhmer, K. Albreclit 150. 

5240. 
König Albrecht bestätigt dem Kloster Weissenau das eingerückte l'ririlegiitin König 

Friedrichs II. von 1218 Dezember 11. 
Ravensburg 1299. März 13. 

Albertus dei gratia Romanorum lex semper augustus universis sacri imperii 
Romani fidelibus presentes litteras inpecturis gratiam suam et ome bonum. || Regalis 
dignitatis sublimitas tunc vere laudum preconiis gloriosius sublimatur, dum ea qua 
per inclitos dive memorie imperatores et reges Romanorum suos predecessores 11 
sunt tradita et indulta pio alTectu ex liberalitate regia innovat et confirmat. Sane 
nuper veniens ad nostre maiestatis presentiam religiosus vir . . abbas Augie Minoris 11 
Premonstratensis ordinis devotus noster dilectus nobis humiliter suplicavit. quod nos 
Privilegium quoddam suo cenobio ab inclito quondam Friderico Romanorum rege 
nostro predecessore traditum et concessum et per clare recordationis dominum Ru- 
dolfuni regem Romanorum genitorem nostrum karissimum confirmatum dignaremur 
ex benignitate regia confirmare. Cuius tenorem vidimus et audivimus in hec verba: 
Fridericus usw. Es folgt die Bd. 3, S. 72 gedruckte Urkunde. 

Nos auteni dicti . . abbatis devotis precibus favorabiliter inclinati predictum 
Privilegium de verbo ad verbum sicut superius est expressum innovamus confirmamus 
et presentis scripti patrocinio communimus. In cuius rei testimt)nium presens scriptum 
maiestatis nostre sigillo fecimus roborari. 

Datum apud Ravenspurch, III. idus Martii, indictione duodecima, anno domini 
millesimo ducentesimo nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

Das an grünen und roten Seidefäden befestigte Siegel aus dunkelgrünem Wachs ist abgelöst und liegt bei 
der Urkunde. — Abdruck: Lünig, Reichsarchiv 18, 752. — Regest: Böhmer, K. Albreclit 149. 

XI. 28 



218 1299. März 16 und 17. 

5241. 

Köh'kj Albrecht verleiht der Stadt Ravensburg auch die neuen Freiheiten, die er Ulm 

gegeben hat. 

Konstanz 1299. März l(i. 

Albertus dei gratia Komanorum rex semper augustus uriiversis sacri Romani 
imperii fidelibus || presentes litteras inspecturis gratiam suam et omne bonum. In 
regle maiestatis specula divino || munere constituti libenter ad fidelium subditorum utilitates 
et commoda procuranda nostre benignitatis || inclinamus intuitum, ut ceteri ex eo 
devotionis et fidei ad nos et Komanum imperium suscipiant incrementum. Noverint 
igitur tarn presentis etatis hoinines quam fnture, quod nos grate devotionis obsequia 
providorum virorum civium de Kavenspurch dilectorum fidelium nostrorum benignius 
intuentes ipsis presentibus et futuris ac eorum civitati omnia iura libertates gratias 
et honestas consuetudines, quas civitati nostre et imj)erii de Ulma de novo sub sigilli 
nostri impressione concessimus, de regali dementia concedimus et donamus habendas 
inantea et perpetuo possidendas. In cuius concessionis et donationis nostre evidens 
testimonium et memoriam sempiternam presens scriptum exinde conscribi et maiestatis 
nostre sigillo iussimus communiri. 

Datum apud Constantiam, XVII. kalendas Aprilis, indictione XII., anno domini 
MCC nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

An grünen und gelben Seidefäden das beschädigte Majestätssiegel. — Abdruck: Liinig, Heichsaichiv 14, 212. — 
Moser, Reichsstättisclies Handbuch, 2, 468. — Regest: Lichnowsky 2, Nr. 104. — Böhmer, K. Albreclit 151. 



5242. 

Konstanz 1299. März 17. 

König Albrecht bestätigt dem Kloster Weingarten den wörtlich eingerückten Schirmbrief 
Kaiser Friedrichs 1. von 1155 September 23. 

Abdruck Bd. 2, S. 431 ; Text A 1). — Regest: Böhmer, K. Albrecht 153. 



1299. März 18. 219 

6243. 

Könia Albrcrht (jestätiyt der Stadt Buchhotn ihre Rechte und, verleiht ihr das Hecht ven 

Uberlinc/en und einen Wochenmarkt. 

Konstanz 1299. März ]H. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus universis sacri liomani imperii 
fidelibus gratiam suam et omne bonum. Dignum iudicat nostra || serenitas iit illorum 
vota gratiosius admittamus et eorum desideriis beuignius occurramus, qui sacri imperii 
Romani principibus divine recordationis imperatori||bus et regibus tidelius adheserunt 
nee ab eorum servitiis se aliqiiatenus averterunt. Cum itaque dilectos fideles nostros 
et imperii cives de Buchorn tales || fuisse et nunc esse fide cognoverimus occulata 
eademque experimentis certioribus sint probata, nos eosdem prosequentes attectu 
gratie specialis iura et libertates eisdem tradimus et traditas huius nostri decreti 
munimine confirmamus. Damus itaque dictis civibus pro munere gratie specialis 
et statuimus, quod nullus iudex publicus nee dux neque comes aut quilibet ex iudi- 
ciaria potestate ipsos super possessionibns iuri forensi ipsorum civitatis subiacentibus 
et alüs eausis secularibus quibuscunque nisi coram suo iudice poterit aliquatenus 
eonvenire. Preterea proscriptio ducis eomitis vel alterius iudicis ratione iudicii euius- 
cumque ipsorum civium intrare non debet vel attingere eivitatem. Item si aliquis 
homo advocaticius in ipsorum eivitate est residens, advocato de sua persona aliquod 
servitium facere non tenetur. Si autem idem homo advocaticius viam earnis ingressus 
fuerit universe, eeclesie ad quam speetare videtur quicquid iuris eadem ecclesia in 
hiis, qui sunt eiusdem eondieionis, habere videtur dabitur sine dolo. Quicunque etiam 
aliquod ad forum pex'tinens predium eiusdem civitatis ratione emptionis vel hereditatis 
per spatium unius anni et unius diei in quieta tenet possessione, ita quod si infra 
terminum predictum secundum iuris formam non contradicitur reclamando, illo non 
reclamante in provincia existente de cetero id ])redium pacifice possidebit. Xullus 
etiam miles nee monachus predium aliquod in eivitate predietorum civium iure 
hereditario acquirei-e poterit nee teuere, et si aliquod predium alieni cenobio vel alüs 
personis religiosis dabitur propter deum, infra terminum unius anni vendere tenentur. 
Quod si facere neglexerint, extunc proprietas eiusdem predii ad heredes tradentis 
suecedet libere et (juiete. Quicumque etiam puer cum rebus propriis a suis parentibus 
separatus sine carnali berede de hac luee emigrabit, eadem hereditas in patrem vel 
matrem eiusdem cadet evidenter. Si autem ibi parentes esse non videntur, tune in 
proximum heredem, sive ille sit ex parte patris vel matris, de iure cadet hereditas 
antedieta. Volumus insuper, quod universi et singuli in ipsorum oppido residentes 



220 1299. März 18. 

tarn in precariis quam in aliis servitiis cum ipsis civibus laborem portare communiter 
teneantur. Addimus etiam eisdem civibus de gratia speciali liberaliter concedentes 
omnes gratias libertates et iura universa et singula quibus gaudent dilecti fideles 
nostri cives de Überlingen, et (juod millus extraneus civem aliquem eiusdem civitatis 
inpignorare debeat ex causa miuistri dicte civitatis aliqua exigente. Et si libertates 
dictorum civium de Überlingen in aliquo articulo contrarii fuerint alicui articulo 
libertatis predicte, que superius est expressa, in contrarietate huiusmodi predicti 
cives de Buchorn quantum ad illum articulum in quo contrarietas fuerit suas liber- 
tates per nos ipsis traditas, prout expresse sunt superius, observabunt. Insuper eisdem 
civibus forum septimanale videlicet feria quarta de liberalitate regia duximus conce- 
dendum, volentes quod omnes qui ad dictum forum conHuxerint et abinde ad propria 
redierint plena pace gaudeant et forensium iurium libertate. Demum indulgemus et 
concedimus civibus prenotatis, ut nullius civis aut hominis civitatem Biichorn inhabi- 
tantis occasione obligationis facte nobili viro Hugoni comiti de Werdemberg avunculo 
et fideli nostro dilecto per inclite recordationis dominum Jludolfum Romanorum 
regem illustrem genitorem et predecessorem karissimum pignora capi debeant aliquo- 
modo vel teneri, mandantes universis ac singulis nostre gratie sub obtentu firmiter et 
districte, quatenus nullus alicuius civis aut hominis de ßüchorn pretextu debitorum 
vel inimicitiarum competentium sibi in comitem supradictum pignora capiat aut 
teneat quoquo modo. Predicta omnia et singula ob favorem civitatis et civium de 
Buchorn confirmamus et roboramus perpetuo duratura. Nulli ei-go omnino hominum 
liceat haue paginam nostre confirmationis et innovationis infringere aut ei in aliquo ausu 
temerario contraire. Quod qui facere presumjiserit, gravem nostre maiestatis oifensam 
se noverit incurrisse. In [cuius] rei testimonium presens scrijjtum exinde conscribi 
et maiestatis sigillo iussimus communiri. 

Datum in Constantia, XV. kalendas Aprilis, [indictione] XII., anno dömini mille- 
simo ducentesimo nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

Von der Besiegelung nur nocli die rot-gelb-grün-blauen Seidefäden vorlianden. Die Ui'kunde ist stellenweise 
beschädigt. — Abdnick: Lünig, Reichsaichiv 1,% 308 mit falschem Datum: Ajjiil l(i. — Auszug: .1. .1. Jfnser, 
Reichsstätt. Handbuch I, 1732, 263. — Gengier, Deutsche Stadtrechte 1Hö2, 142. — Ders., Cod. im. nnmicip. 1, 
1863, 432». — Regest: Böhmer, K. .\lbrecht 154. 



1299. März 21, 23 und 25. 221 

■ 5244. 
Im Lateran 1209. März 21. 

PajJst Boiiifaziiif! VITI. beauftragt den Scholaster des Allerheilü/enKtifts in Speier, 
dem Kloster Maulbronn zur Wieder erlanguncj entfremdeter Güter behilflich zu sein. 

Datum Laterani, XII. kalendas Aprilis, pontificatus nostri anno quinto. — Ad 
audientiam nostram. 

Vidimus der Speirer dichter von 130S) A()iil 23. 



5246. 

Truchsess Walther von Warthansen verkauft an die Herzoge Rudolf und Friedrich ro7i 
Oesterreich die Stadt Sauig au und die Vogtei diesseits des Buchaiier Sees. 

Zürich 1299. März 23. 

Ego Walherus dapifer de Warthausen tenore presentium profiteor et publice 
recognosco, me oppidum de Soulgen et advocatiam ex ista parte lacus de Bocliowe 
cum omni iure, quo hactenus dictum oppidum et advocatiam tenui et possedi, illustiibus 
dominis Rudolpho et Friderico fratribus ducibus Austrie et Stirie et eorum colieredibus 
pro duobus millibus marcarum argenti Constantiensis ponderis vendidisse et eadem 
ad manus Serenissimi domini mei domini Alberti regis Romanorum nomine dictorum 
ducum Austrie resignasse, promittens bona fide dictis priucipibus Austrie et eorum 
coheredibus de dictis oppido et advocatia certam et securam exhibere guarandiam 
secundum terre consuetudinem hactenus observatam. In cuius rei testimonium sigillum 
meum duxi presentibus apponendum. 

Datum in Turego, decimo calendas Aprilis, anno domini millesirao ducentesimo 

nonagesimo nono. 

M. V. Pappenheim, Chionik d. Truclis. v. Waldbuig 1, S. 47. 



5246. 

Ohne Ortsangabe. 1299. März 25. 

Fleban Eberwin in Forchtenberg (Fortinberg) schenkt im Vertrauen auf künftige 
Vergeltung quasi j)er inspirationem divinitus infiammatus dem Kloster Amorbach sein 
Haus in Forchtenberg (domum quam inhabito cum areis adiacentibus spectantibus ad 



222 1299. März 25 und 28. 

eandem quam apud . . heredes quondam Sifridi pellificis de Fortinberg rationabiliter 
cum propria pecunia comparavi, donavi — — cum omni iure quod miclii competiit 
in eadem proprietatis titulo perpetuo possidendani ac in ipsorum usus utiles et 
necessarios per donationem venditionem seu locationem ad personas alias transferendam, 
salvis iuribus opidi Fortinberg de domo prehabita exigendis). 

Siegler: Die Edlen Kraft t^on Hohenlohe (Hohynloch) und die beiden Rupert von 
Dum (senioris et iunioris') dominorum Ruperti et Ruperti de Durne), die als Vögte 
der Stadt ihre Zustimmung geben (qui in eodcm opido iure advocaticio dominantur). 
Die beiden Herrn von Dum bekennen, nur ein Siegel (sigillum unicum) zu haben. 

Datum anno domini MCC nonagesimo nono, VlII. kalendas Aprilis. 

Amorbach. Oiig. Ital. Perjj;. Siegel aligegangen. — Abdinick : Gropp, Aetas mille annorum inonasterii in 
.\moibacli 1736, S. 204. — Wibel 2, 131. — Rege.st: Weller, Hohenloli. ÜB. 1. 433 n. 604. 

1) Die beiden Worte sind durch deutliche Interpunktion von Hohynloch getrennt und dem folgenden zu- 
geteilt. Danach ist Weller a. a. O., der Gropp folgt, zu korrigieren. 



5247. 

Graf Ludwig von Oettingen eignet dem Kloster Kirchheim 2 Höfe in Kirchheim. 

Wallerstein 1299. März 2H. 

In nomine domini. Amen. Mos Ludewicus dei gratia comes de üetingen notum 
fieri volumus pre||sentium inspectoril)us universis, quod cum felicis recordationis 
karissimus pater noster quondam comes de ()etin||gen venerabilibus et in Christo 
dilectis domine . . abbatisse et conventui sanctimonialium in Kyrchein Cisterciensis 
or||dinis Augustensis dyocesis ac monasterio earundem, cuius ipse pater noster fundator 
exstitit primitivus, duas curias, unam earum in superiori Kyrchein sitam scilicet curiam 
villicalem et alteram in iuferiori Kyrchein, que ambe in annuis redditibus ad XX 
libras Hallensium reddituum dominorum se extendunt, pro ducentis libris Hallensium 
cum universis iuribus suis et pertinentiis rite et rationabiliter vendidisset proprietatis 
tytulo perpetualiter possidendas, hoc salvo dumtaxat ut earundem curiarum reemptio 
sive requisitio pro eadem summa pecunie sibi et suis heredibus libere remaneret, 
nos in remedium anime Marie karissime quondam nostre coniugis viam universe 
carnis nuper ingresse et apud idem monasterium terre matris gremio commendate ac 
prefati karissimi patris nostri et omnium progenitorum nostrorum duas curias preli- 
batas, quarum reemptio et requisitio nobis ac nostris heredibus ut prediximus compe- 
tebat, domine . . abbatisse de Kyrcheii} et conventui menioratis ac monasterio earundem 



1299. März 28 uud April. 223 

accedente pleno consensu filiorum nostrorum exnunc tradimus ac tradidimus dedinnis 
atque daraus cum universis iuribus suis et pertinentiis agris pratis pascuis hortis 
aquis silvis viis et inviis terris cultis et incultis quesitis et inquirendis proprietatis 
titulo perpetuo possidendas renuntiantes simpliciter et precise exnunc omni iuri 
reemptionis requisitionis proprietatis possessionis ac dominii cuiuscunque, (]uod in 
predictis curiis et eorum pertinentiis ac iuribus omnibus nobis vel nostris lieredibus 
competebat aut competere poterat quovis modo, renuntiantes nichilominus omni actioni 
rei et legi, per quam vel per* que presens hec nostra donatio confirmatio seu renun- 
tiatio inpediri quoquo modo poterat vel etiam inpugnari. Et in horum omnium 
prescriptorum testimonium et notitiam pleniorem 'presentem litteram prenotatis 
domine . . abbatisse et conventui dedimus sigilli nostri munimine roboratam. 

Datum et actum apud Walrstein, anno doniini millesimo ducentesimo nonagesimo 

nono, V. kalendas Aprilits. 

Wallerstein. Orif;;. Perg. Siegel, s. Bd. G, S. 119. A\if der Rückseite des Siegels ein Eindruck von einem 
Sclimuekstück (Gemme) mit dem Kopf einer alten Frau in Haube und Schleier. 



5248. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April. ' 

Der Freie Rudolf von Rosswag (libere condicionis homo) bestätigt den durch Ritter 
Gerhard von Ubstatt und seine Söhne geschehenen Verkauf eines Zehnten in Bruchsaler 
Mark an Kloster Herrenalb, nachdem ihm Ersatz mit Gütern in Untergronibach geleistet 
worden ist (quod tertiam partem decime utriusque frumenti in marchia Eruclisellensi 
habebamus ab illustri domino nostro Eberliardo comit/ de Katzenelnbogen tytulo 
feodali, quam inquam partem decime (lerhardus miles de Ubestat et filii sui Dietricus 
Swickerus et Gerliardus ex consequenti etiam a nobis habebant tytulo feodali, qui 

predictam decimam . . abbati et conventui de Alba pro ducentis viginti libi'is 

Hallensium vendiderunt et in reconpensam — — novem iugera prati que dicuntur 
l)rü\vel in Niderngrünbach et sex iugera vinearum ob der staige, item curiam Zeisolfi 
quondara antiqui sculteti ibidem et duo iugera prati et unum iuger vinearum ad 
manus nostras resignaverunt, recipientes iterato eadem a nobis tytulo feodali et 
debitum nobis fidelitatis homagiuin prestiterant sicut prius), übertrügt dem Kloster den 
Zehnten und verzichtet auf alle Ansprüche. Eberhard von Gottes Gnaden Graf von Katzen- 
elnbogen, der Rudolf von Rosswag seinen Getreuen nennt, bestätigt Verkauf und Tausch, 
eignet den Zehnten dem Kloster und verzichtet auf Einsprache. 



224 1299. April 3. 

Siegler: Graf Eberhard von Katzenelnhogen, der Aussteller, Gerhard von Ubstatt 
und dessen Söhne. 

Datum anno domini MCOXC Villi., mense Aprili. 

Ital. Perg. Zwei weitere OrigR. in St. Paul. Siegel 1) rund, tiö mm., im Schild ein aufgerichteter Löwe, das 
Siegelfeld mit Ranken verziert; Umschrift: f • S • EBIRHARDI • COMITIS • DE • KATZENELINBOGE. 2) Rudolfs 
von Roßwag, s. Bd. 8, S. 326. 3) des Ritters Gerhard von Ubstatt, s. Bd. 8, S. 202. 4) schildförmig, 36, 28 mm., 
drei gestürzte Sparren übereinander; Umschrift: f • S • ÜIETRICI • DE • VIBE ... AT. 5) 32, 28 mm., wie 4); 
Umschrift , im linken Obereck beginnend : f • S • SVIGG ... DE • \VB . . . TAT. 6) stark beschädigt ; Bild 
wie 5. — Abdruck : Gerbert, Hist. Nigre Silve 3, 240 (nennt als Lehensherrn Gr. Wilhelm von Katzenelnbogen). 
— ZGORh. 2, 469 (auf Grund des Vidimus einer dritten Ausfertigung, die als I^ehenslierrn den Grafen Diether 
von Katzenelnijogen nennt, Orig. Perg. in Karlsruhe). 



5249. 

Bischof Mangold von Würzburg inkorporiert dem Kloster Amorbach die Kirche in Roigheim. 

Würzburg 1299. Ajml 3. 

Manegoldus dei gratia episcopus Herbipolensis viris religiosis in Christo dilectis . . 
abbati et . . conventui monasterii in Amorbach || ordinis sancti Benedicti nostre 
dyocesis salutem et sinceram in domino karitatem. Religiosam vitam gerentibus 
congrua nos || oportet consideratione prospicere, ne cuiusdam necessitatis occasio aut 
desides faciat aut robur quod absit religionis || infringat. Eapropter nos provide 
considerantes, quod mense vestre redditus et proventus propter diversarum gwerrarum 
discrimina et pacem terre communem hactenus perturbatam sunt plurimum diminuti, 
propter quod divinorum obsequiis ut consuevistis- intendere non potestis, ex affectu 
sincero vobis subsidium postuUintibus prout presentis teniporis status patitul- decre- 
vimus inpendendum, ut in monasterio vestro predicto per vos divinorum obsequia 
liberius valeant exerceri, parrochialem ecclesiam in Rohenkeim nostre dyocesis cuius 
ins patronatus ad vos ab antiquo dinoscitur pertinere cum omnibus iuribus et perti- 
nentiis suis vobis de consensu expresso honorabilium virorum . . prepositi . . decani 
et capituli ecclesie nostre pleno proprietatis et possessionis iure pro sustentatione 
communis mense vestre donamus et tradimus in hiis scriptis, eandem ecclesiam de 
eorundem . . prepositi . . decani et capituli conniventia cum omnibus suis iuribus 
pertinentiis et libertatibus in vos et monasterium vestrum predictum cum pleno 
rerum dominio transferentes. Ita tamen quod cura animarum eiusdem ecclesie 
minime negligatur quodque ipsa ecclesia perpetuum habeat vicarium, cui tantum de 
ipsius proventibus relinquatur, quod sedi apostolice eiusque legatis et episcopo ac 



1299. April 3. 225 

archidyacono loci qui pro tempore fuerint de suis valeawt iuribus respondere. Ut 
autem hec nostra donatio cum predictorum . . prepositi decani et capituli consensu 
facta omnibus patefiat et robur obtineat firmitatis nee ulla super ea in posterum 
questio vel dubietatis scrupulus oriatur, presentem paginara exinde conscribi iussimus 
et sigillorum nostri et prefatorum . . prepositi . . decani et capituli appensionibus 
fecimus communiri. Nos quoque Heinricus prepositus Arnoldus decanus et capitulum 
supra dicti premissa omnia de nostro consensu recognoscimus esse facta sigillum 
nostrum in eorundem evidentiam presentibus appendentes. 

Datum et actum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo nono, III. nonas Aprilis, 
pontificatus nostri anno XI. 

An roten und gelben Seidefäden Bruchstücke der Siegel des Bischofs und des Domkapitels von Würzburg. — 
Als 1687 das Kloster seinen Besitz in Roigheim mit dem Patronatrecht an Württemberg verkaufte, wurde die 
Urkunde mit anderen übergeben. 

a) Vorlage : Ronikey. 



5250. 

Eberhard der Alte von Lupfen Graf zu Stuhlingen verzichtet auf sein Recht an den Hof 

des Klosters Rottenmünster zu Dautmergen. 

Rottenmünster 1299. April 3. 

Allen den die disen brief gesehent oder gehörent, tun wir her Eberhart der 
alte von Luphen grave ze Stülingen || kunt, daz wir den erbaeren vrowen . . der 
abtissinne unde der samenunge von Rotenmiinster grawes ordens umbe den || sunder- 
lichen gunst, den wir ze in umbe ir tugentlich leben haben, maier Cünen hof ze 
Tutmeringen, den in her || Hainrich selige unser vatter gab unde wir in ie sit 
besasicent unde entsascent, daz selbe reht ze besetzzenne und ze entsetzzenne uf geben 
haben ledig unde Isere luterlich ainvalteclich unde ane alle geva^rde, also daz siu unde 
alle ir nachkomen den selben hof hinnen für iemer mere besetzzen unde entsetzzen 
sülnt unde der mit tun unde schaffen sülnt swaz siu waenent daz in wol kome unde 
nützze si unde daz wir noch denhain unser erbe hinnenhin denhain reht der zu haben 
sülnt sus noch so, unde verzihen uns der umbe alles rehtes unde schirmes gaistliches 
unde weltliches gerihtes. Hunderlingen aber so haben wir gedinget, daz Burcart unde 
Hainrich die Maier von Tutmeringen, die nu den selben hof buwent und in von den 
vor genanten vrowen ze rehtem lehen enphangen hant, der ufte sitzzen sulnt untz 
an iren tot alle die wile siu jsergeliches iren zins verrihtent, swenne siu aber er- 
sterbent oder wsere daz ain zins den anderen erlüffe oder daz siu den selben hof 

XI. 29 



226 1299. April 3 und 6. 

hinnen ze sante Walpurg dag deme na^hesten der nu kumet niht bezimmeretin als 
er durch rehte sol bezimbert sin, so sol in dirre hof ledig sin danne und Isere unde 
sülnt in besetzzen mit sweme siu went unde sol enhain ir erbe dehain rehte me 
der zu haben. Unde daz diz war si unde stsete belibe, der umbe han wir unser 
ingesigel an disen brief gehenket ze aime urkünde. 

Der wart gegeben ze Rotenmunster von der samenunge an deme vritdage nach 
mittervasten, in deme jar do man von gottes geburtte zalte zweihundert jar unde 
nime unde niinzig jar. , 

Siegel s. Bd. 9, S. 369. 



5251. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April. 6. 

Der Propst von Denkendorf und der Dekan von Kirchheim executores seu iudices 
auctoritate ordinaria deputati gebieten (discretioni vestre iniungimus per virtutem 
sancte obedientie firmiter et districte) auf Grund des von den Vertretern des Bischofs 
Heinrich von Konstanz erhaltenen wörtlich inserierten Auftrags^) dem Pfarrer (plebano 
seu viceplebano) von OberessUngen, dass er den K., den Diener des verstorbenen Magister 
K. Pfarrers in OberessUngen, und dem Pfarrer von Waldstetten (plebano seu viceplebano 
in Walhstetten), dass er den Friedrich von Winzingen ermahne, die aus der Erbschaft 
des Magisters K. stammenden Güter ^) bis zum 22. April (usque ad feriam quartam post 
dominicam pasche proximam) dem Kloster Bebenhausen zurückzugeben oder sich vor dem 
Propst und Dekan oder einem von beiden am 28. April (feria tertia post dominicam 
Quasimodo proxima) in der Dionysiuskirche in Esslingen zu verantworten (suam inno- 
centiam si poterunt ostensuri). 

Datum VIII. ydus Aprilis, anno domini MCCXCVIIIL, indictione XII. lieddite 
litteras. 

Ital. Perg. Siegel abgegangen. — Abdruck: ZGORh. 14, 459. — Hegest: Eßlinger ÜB. 1, 44 n. 148"'. 

1) s. die Urkunde von 1298 Nov. 6, oben S. 173. 

2) In der eben zitierten Urkunde näher bezeichnet. 



1299. April 7. 227 

5252. 

Die Abmachungen zwischen dem Dekan Hermann von Göjipingen und dem Kloster Adelbenj 
über das Leibgeding des Ersteren werden von den beiden Teilen beurkundet. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April 7. 

Noverint universi presentes litteras inspecturi, quod Hermannus decanus de 
Geppingen vineam sitam apud Schorndorf dictam Frowenberg || ad quatuor iugera 
estimatain iure proprietatis pertinentem honorabilibus viris . . preposito et conventui 
monasterii de Adelberg ordinis Premonstratensis || a dictis . . preposito et conventu 
comparavit pro certa pecunie quantitate videlicet pro quadraginta octo libris monete 
Hallensis. Item apud Wernherum || eiusdem vinee colonum ius suuin quod vulgaliter 
dicitur lehenschaft eiusdem vinee scilicet comparavit pro sedecim libris dicte 
monete cum omni iure quod ad vineam pertinebat eandem et pro tempore vite sue 
ipsam vineam possidebit et tenebit cum omni utilitate et fructu et de ea disponet 
eamque locabit si voluerit pro sue beneplacito voluntatis. Et nicliilominus annis 
singulis . . prepositus et conventus memorati vinum quod sibi crescet in vinea ante- 
dicta suis vecturis et expensis sibi usque ad monasterium Adelberg ducent et duci 
procurabunt. Post mortem vero Her. decani supradicti ad ipsos . . prepositum et 
conventum eorumque monasterium dicta vinea libere revertetur et pleno iure et ipsi . , 
prepositus et conventus ipsius Her. anniversarium annis singulis celebrabunt. Preterea 
una urna vini mensure Ezzelingensis annis singulis et perpetuo percipienda de vinea 
dicti Grellen sita apud Schorndorf in monte dicto Ramsberg cuius urne redditus pro 
predicto Grellen iuxta modum suprascriptum idem Her. pro decem libris comparavit, 
post mortem suam ad . . prepositum et conventum antedictos ipsorumque monaste- 
rium devolvetur, quam hoc modo ipsis pro sue anime remedio deputavit et legavit. 
Insuper quamdiu ipse Her. vixerit, illam urnam anno quolibet sibi ducent usque ad 
monasterium Adelberg suis expensis pariter et vecturis. Nos Hainricus pi'epositus 
totusque conventus monasterii de Adelberg premissa onmia et singula recognoscimus 
et etiam profitemur, renuntiamus quoque exceptioni non numerate pecunie, sed con- 
fitemur nobis ipsam pecuniam integraliter persolutam et in usus monasterii nostri 
xjonversam et renuntiamus beneficio restitutionis in integrum et generaliter omni 
exceptioni iuris et facti, per que posset contractus huiusmodi infirmari vel predicta 
aliqualiter violari. In testimonium itaque omnium premissorum ac evidentiam atque 
robur sigillis nostris . . prepositi videlicet et conventus monasterii de Adelberg una 
cum sigillo Her. decani sepesepius nominati presentes littere sunt mimite. Ego Her. 



228 1299. April 7 und 8. 

decanus de (leppingen antedictus premissa confiteor et meum sigillum iuxta quod 
predictum est presentibus appendendum decrevi. 

Actum et datum anno domini MCC nonagesimo IX., VII. idus Aprilis. 

Noch das zweite Siegel, beschädigt, s. Bd. 10, S. 235. 



5253. 

Albrecht von Bernau bekennt^ dem Kloster Herbrecht'mgen jährlich von seinen Gütern in 

Bernau ein Malter Ro(/gen schuldig zu sein. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April 8. 

In dem namen gotes. Amen. Ich Albreht von Bernav tun kunt und verjeh an disem 
brief allan den, die in sehent odei- horent lesen, die iez lebent oder her nauch 
kumphtig werdent, || das ich sol gen und auch alle min herben oder swer das gut 
ze Bernav inne haut eweclich immer mere alliu jar ain malter roggen Gienger messes 
von allem dem gute, || das zu Bernav höret dem gotzhuse sancte Dyonisius ze 
Herbrehtingen, das sol man geben jergelichs an sancte Michels tag. Und ist aber 
das, das das vor genante malter || roggen ie des jars nit gegeben wirt uf das zil 
als hie vor geshriben staut von mir oder von minan herben oder von den die das 
vor genant gut danne inne haunt, so sol des gotzhus H.*) probst oder geistlicher 
phleger einen boten senden her zu mir oder zu den die denne das gut inne haunt, 
dem sol ich danne das malter rokgen geben, also sun auch tun alle die, die nauch 
mir das gut ze Bernav niessende sint. Tun ich des nit oder ander min nauchkomen, 
die das gut inne haunt, so haun ich und auch sie frist das koren ze gebenne bis uf 
sancte Mertins tag und danne aller nehste ie kumet. Gib ich aber und auch alle 
die, die das gut niessent, niht daz koren uf sancte Mertins tag, so sol des vor genanten 
gotzhuses probst oder geishlicher phleger mir sinen boten senden und auch allan 
den die nauch mir das gut besizzende sint, und w^irt der selbe bot des korens danne 
nit gewert, so sol der selbe bot, er si ritende oder gende, ze Giengen varen in die 
stat hin z eim erberen wirte der vailes haut und sol da leisten bis ich oder alle die, 
die nauch mir Bernaw erbende sint, das malter roggen dem gotzhus ze Herbrehtingen 
gegeben oder den die da danne phleger sint und auch bis der bot von dem wirte 
ze Giengen derlösit wirt ane allen sinen shaden. Ich verjeh auch mere, das ich dem 
vor genanten gotzhus und auch allan sinan phlegeren aller der aiuung shuldig bin 
immer mere, ob ich sie vershulde mit rehte, diu da ze Herbrehtingen mit rehte gesezzet 
wirt, also sint auch alle die, die Bernav nauch mime thode inne haunt, sie werde 



1299. April 8. 229 

vershuldet von knehten oder von vili oder swie siu mit rehte vershuldet wirdet. 
Das diz also war si und stete belib immer mere, des ist geziug: prüder Ulrich von 
Khamloch ein komentur ze Giengen, Cunrat der singer, Cünrat Lewe und sin prüder 
der jung Lewe, Albreht Shope und Dureng sin prüder purger ze Giengen, Hainrich 
der Bekke, Bezze der Loffeler, . . der Klokker burger ze Herbrehtingen und ander 
biderbe lute die da bi waren und es sahen und horten. Z einer stetekeit und veste- 
nunge aller dirre sachhe und hie vor geshriben staut so haun ich Albreht von Bernaw 
mit der gunst aller miner kinde disen brief dem vor genantem gotzhus ze Herbreh- 
tingen verinsigelt gegeben mit der stet insigel ze Giengen, dar under ich und allen 
min erben der vor geshribenen sachhe mit williger gunste verjehende sian. 

Do diz geshach und diser brief geshriben wart, do was von Kristes geburte 
thusent jar zwei hundert jar niunzig jar und geshach da nauch in dem niundem jar, 
an der nehsten mitchhen vor dem balmentag. 

Siegel abgegangen. 

a) H. ist nachträglich eingefügt : deshalb die folgenden 4 Worte auf Rasur. 



6254. 
Weingarten 1299. April 8. 

H. genannt Wildenman verkauft an Kloster Weingarten um 6 Mark und 3 fertones 
Silber Ravensburger Gewicht seinen Hof in Richlisreute (in sublevationem debitorimi 
meorum, in que incidi per choemtionem castri Vildeneck, curiam meam in Richilisruti 
titulo proprietatis michi pertinentem ab omni exactione ab omni exquisita impetitione 
absolutam — — dedi ad emendum) und verspricht sub ypoteca rerum mearum für 
sich und seine Erben Gewährschaft. Ritter B. genannt vom Stein als Pfleger der Mitgift 
seiner Schwester (dotis sive sponsalium sororis mee uxoris memorati H. tutor deputatus 
gibt seine Zustimmung, da der Kauf vorteilhaft ist, und hängt sein Siegel an. H. Wilden- 
mann verzichtet für sich und seine Erben auf alle Einsprache. Ad que verificanda presens 
scriptum est') mea conscientia conceptum et confectum et proprio sigillo roboratum. 

Datum et factum apud M^'ingarten, anno domini MCCLXXXXIX., VI. idus 
Aprilis. Testes H. plebanus de Berngartruti, Her. de Biberse, Y. Wildenman, F. Scucel, 
H. dictus Accent. 

An Hanfschnüren zwei beschädigte Siegel. Das erste rund, das des Ritters B. vom Stein, mit drei ge- 
stürzten Wolfsangeln im Schild. 2) schildförmig, c. 38, .35 mm., zwei Schrägleisten ; Umschrift, im rechten Obereck 
beginnend : | ■ SIGIL . . . EINR • • • OMITI • VIR! d. h. indomiti viri. 

a) Ursprünglich e, woran später aus Missverständnis ein x gesetzt wurde. 



230 1299. April 9, 12 und 13. 

5256. 
Kloster Buchau 1299. April 9. 

Äbtissin und Konvent von Buchau (monasterii Büchaugiensis) überlassen die Be- 
sitzungen in Ertingen und Hegheim (possessiones universas quondam Cünradi dicti de 
Hegehain sitas in Ertingen et in Hegehain), die der Komthur und die Brüder des 
Deutschordenshauses von Altshausen seither gegen einen Jahreszins von 1 U Pfeffer von 
ihnen innegehabt und nunmehr an Kloster Salem verkauft haben, diesem Kloster gegen den 
gleichen auf Martini zu entrichtenden Zins iure feodi censualis — — possidendas et 
in quemcunque locum vel in quascunque personas sub onere census iam dicti volue- 
rint transferendas. 

Siegler: Die Aussteller. 

Actum et datum in monasterio nostro predicto anno domini MCCXC nono, V. 
idus Aprilis, testibus Hainrico dicto Greter monacho in Salem et fratre Hainrico 
dicto Veser converso eiusdem monasterii, Sigebotto canonico memorati nostri monasterii 
Büchaugiensis et Cunrado [rectore] ecclesie in Canza. 

Regensburg. Orig. Perg. Zwei Siegel, eingenäht. — Regest: v. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 559 n. 1010 
nach Cod. Salem, in Karlsnihe. 



5256. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April 12. 

Kraft von Hohenlohe beurkundet, dass durch ihn die Deutschordensbrüder in Mergentheim 
mit den dortigen Johannitern und den Bürgern wegen der gemeinen Hölzer verglichen 
worden sind. 

Deutsch. Gedruckt nach einer Abschrift des Deutschordensarchivars Breitenbach aus dem 18. Jahrh. mit 
dem falschen Datum 1259 April 6, Bd. 6, S. 296. Neuerdings nach dem Original: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 434 n. 606. 



5257. 

Bitter Otto von Berg verkauft dem Komthur zu Ulm einen Hof in Ellingen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April 13. 

In dem namen gotes. Amen. Ich Otte von Berge ein ritter tun kunt und 
verich an disem brief allan den, die in sehent oder horent || lesen, das ich mit 



1299. April 13 und 14. 231 

williger gunste Hedwig miner wirtenne und auch alier miner erben minen hof, der 
da lit ze Ellingen und den da maiger || Ulrich bwend ist. han ze kaufenne gegeben 
dem komentur ze Ulme für ain rehtes aigen also das ich gewer sol sin uf || den 
selben hof nauch landes reht ob er iender anspreche wrde, das ich in im vertegen 
sol als hie vor geshriben stet. Dar über so han ich im gesezzet dri bürgen, hern 
Dyemar von Kaltenpurgk einen ritter, Otten von Eselspurgk und Hainrichen von 
Horningen. Ob ich im das nit leiste nauch des landes reht als hie vor mit besheidnan 
Worten benenet ist, so sol der vor genante komentur dar nauch über ainen manot 
der bürgen ainen manen, und swenne der geleistet ainen manot, so sol er die andern 
zwene manen und sun sie danne alle dri laistende sin, bis ich im alles das gevertegen, 
das hie vor an disem briefe geshriben staut. Und wer auch daS; das der vor genanten 
bürgen ainer nit enwere, so sol ich im in einem manot ainen anderen derstaten 
ainen alse shidlichen als iener gewesen ist, und tun ich des nit, so sol der 
bürgen ainer invaren und sol der leisten bis ich im ainen andern derstat, in 
allem dem rehte als hie vor geshriben staut. Das diz also war sie und auch stete 
belibe ane allen krieg, des ist geziugk der komenthur ze Giengen und herre Cunrat 
Trutwin ain priester, Cunrat Lewe und der junge Lewe sin prüder, Albreht Sliope 
und Durengk sin prüder und auch ander biderbe lute, die da bi waren und es sahen 
und horten. Z einer stetekeit und vestenunge aller dirre sachhe und hie vor ge- 
shriben staut so han ich dem vor genantem komenthure und auch allan sinen prüderen 
ze Ulme disen brief verinsigelt gegeben mit mim eigem insigel. 

Do diz geshach und diser brief geshriben wart, do was von Kristes geburte 
thusent jar zwei hundert jar niunzg jar und geshach da nauch in dem niundem jar, 
an dem nehsten mantag nauch dem palmentag. 

Ulm. Orig. Perg. Rundes Siegel, 38 mm., Schild mit Widderhom; Umschrift: f • S • OTTONIS • DE • 
BERG. — Abdnick: Ulmisches ÜB. 1, 259. 



5258. 

Steckborn 1299. April 14. 

Ulrich der Maier von Wangen verzichtet gegenüber dem Abt Wilhelm von St. Gallen 
auf sein halbes Recht au einen Eigenmann in Wangen (medietatem iuris mihi in Johanne 
dicto in dem Hove de Wangen competentis), das er von dem Kloster zu Lehen hatte. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum Stekboron, anno doniini MCCXCIX., XVIII. kalendas Maii, indictione XXL 

Wartmann, ÜB. der Abtei St. Gallen 3, 302 n. 1113 nach dem Orig. Perg. in St. Gallen. 



232 1299. April 20 und 21. 

5259. 

Anselm von Justingen beurkundet die schiedsrichterliche Entscheidung verschiedener 

Streitigkeiten mit Kloster Z wie falten. 

Justingen 1299. April 20. 

Wir her Anshaln von Justingen vergehin offenbaer an disem gegenwartigen || 
brief, daz Avir unser liehenschaft und unser ehaftin, die wir heiten zo dem gote ze 
Emeringen, || daz her Wolf vom Stein heit an ackern au wisen an holze an velde 
und geimseinlich swaz || dar zo durch reht gehöret, uns verzihen mit disem brief und 
ganzlich uf geiben dem erssemen closter ze Zwiveltün unz zei anem seil geraiht und 
ünserr vordem umb daz, ob wir ez ie geschadegetin mit kainer slahte sache. Mit 
Worten ist och beschaiden, daz wir mit dem vor geinantten closter Zwiveltün sün 
gemain hän erschaze välle beseizen und entsezen dar über wir vogt sigen ze Justingen 
ze Ingesteten. Man sol och wissen, als mit Worten bedinget ist, daz . . der abbte 
und diu samenunge dez selben closterz uns und useren erben aigenlich geiben han 
den berch und die halden, diu geimanlich genemmet ist diu Langhalde. Dez sint 
gezüge und schaitlütte gewesen: her Swigger der Lange, her Cünrat, her Berhtol 
gebrüder und eirbar ritter, die von Gundelvingen sind genant, und gnuch anderr 
erbar liite den billich ist ze glühende. 

Dirre brief wart geben ze Justingen, do man zalt von güttez geburtte tusen jar 
zwai hundert jar nüwnzich jar und nüwn jar, an dem majntag in der osterwochen. 
Und daz diz veste und steit belibe vor allen unsern nach kümenden, so geiben wir 
der vor genantte her Anshaln von Justingen dem vor genantten . . abbte und der 
samenunge ze Zwiveltün disen bi-ief beinsigelten mit nnserm insigel. 

Bmchstück des Siegels, s. Bd. 8, S. 255. 



5260. 
Bebenhausen 1299. April 21. 

Graf Rudolf von Tübingen genannt Schserer bestätigt den durch seinen Bruder Graf 
Eberhard vorgenommenen Verkauf von Rechten in Dettenhausen (orane ius seu iurisdictionem 
que sibi competiit vel competere potuit in oppido Tetenhusen et eius pertinentiis 
quibuscunque) an Kloster Bebenhausen und überträgt diesem auch sein eigenes Recht hieran. 

Siegler: Der Aussteller. 



1299. April 21 und 22. 233 

Acta' sunt hec presentibus Craftone de Cuppingen canonico in Sindelvingen, C. 
de Wildenowe milite. H. de Nufron, Hurgero notario nostro, Friderico de Brande, 
Eur. de Lustenowe, . . dicto Besserer de Herrenberc. 

Datum in Bebenhusen, anno domini MCCXCIX., XI. kalendas Maii, indictione XII. 

Siegel des (irafen Rudolf von Tübingen, s. Bd. 9, S. 270. — Abdruck: ZGORh. 14, UM). 



5261. 

Graf Albert von Hohenberg beurkundet die Stiftung eines Altars und einer Messpfründe 
in der Kirche in Weildorf, deren Besetzung dem Abt von Alpirsbach zustehen soll. 

Haigerloch 1299. April 22. 

Nos Albertus comes de Hohenberch scire volumus omnes tarn posteros quam 
presentes has litteras intuentes, || quod Berhtoldus de Welelingen miles et Cunradus 
frater suus nostri ministeriales ob laudem et honorem di||vine magestatis altare in 
ecclesia sancti Petri apud Wildorf construxerunt seu construi procuraverunt || ac 
dictum altare pro salute animarum suarum nee non ob remedium animarum omnium 
suorum pi'ogenitorum suis possessionibus dotaverunt ita, \\i per easdem possessiones 
sacerdos eidem altari specialiter deputatus sollempnia missarum perpetuo amministret, 
nee tamen ex hoc dicte ecclesie in Wildorf parrochiali aliquod debet preiudicium 
generari. Statutum est etiam circa premissa ut, quamdiu prefatus Cunradus de Wele- 
lingen rector ecclesie prenotate in Wildorf in hac vita fuerit, institutio sacerdotis 
dictum altare officiantis ad ipsum et nullum alium debeat pertinere. Postquam vero 
idem Cunradus viam universe carnis fuerit ingressus prefata institutio sacerdotis 
sepedicti altaris ad monasterium Alperspach perpetuo pertinebit ita, ut quandocumque 
dictum altare sacerdote caruerit, abbas dicti monasterii in Alperspach qui pro tempore 
fuerit sacerdotem ad ipsum altare instituet seu instituere debet quemcumque ad hoc 
duxerit eligendum. -Premissa igitur omnia rata habere volumus et grata ac eisdem 
nostrum consensum et voluntatem attribuimus per presentes. In eorundem etiam 
evidentiani et firmitatem perpetuam sigillum nostrum presentibus duximus appendendum. 

Datum apud Haigerloch, anno domini MCCLXXXX Villi., X. kalendas Maii. 

An braunen Leinentäden das stark abgeriebene Siegel, an der Urk. von 1 2f)!) Aug. 23 beschrieben. — .Vbdruck : 
Schmid, Jlonum. Hohenberg. 136. 



XI. 30 



234 1299. April 22 und 23. 

5262. 
Waldsee 1299. April 22. 

Eberhard von Jungingen (Jungingin) verkauft (iure proprietatis iuste vendi- 

tionis tytulo tradidi ac donavi) dem Kloster Baindt als Meistbietenden mit Zustimmung 
seiner Frau Adelheid, von der dieser Besitz herrührt, alle seine Güter in Künliuz um 
4 U Konstanzer Pfennige und verzichtet auf alle FAnsprachen. 

Siegler: Der Aussteller. 

Acta sunt hec aput Walchsee, anno domini millesimo CCICIX."), XI. kalendas 
Mali, indictione XII., testibus domino Eberhardo plebano in Celle, Manigoldo ministro 
in Walchsee, Petro servo domini de Jungingen, fratre Hainrico mercatore de Biunde. 

Adelheid gibt ihre Zustimmung kund und hängt ihr Siegel an. 

Wolfegg. Orig. Ital. Perg. An Leinenfäden 2 schildförmige Siegel. 1) Eberhards von Jungingen, s. B. 7, 
S. 177. 2) 37, 30 mm., geöffnete aufrecht gestellte Schere ; Umschrift : f • S • ADILHEIDIS • IN • IVNGINGIN. — 
Regest: Diöz.A.Schwah. 1891, S. 8 n. 146. 

a) So! 



5263. 

Abt Ulrich tmd Konvent von Heidenheim erneuern die Konfraternität ihres Klosters mit 

Komburg. 

Kloster Heidenheim 1299. April 23. 

In nomine domini. Amen. Ülricus dei miseratione abbas totusque conventus 
monasterii in Heidenheym omnibus hanc paginam inspecturis in posterum*). Quia 
per temporis et hominum malitiam id quod rationabiliter agitur sepe patitur reci- 
divam, nisi scripturarum testimonio posteritatis memorie commendatur, ideo tenore 
presentium universitati fidelium duximus intimandum, quod nos venerabilibus abbati 
in Camberg et conventui propter honestatem ipsorum multimodam totis cupientes 
affectibus couniri, ut ad contractum unionis huiusmodi via possit efficaciter inveniri, 
fraternitatem et caritatem mutuam communi consilio deliberavimus renovandam, que 
inter nostram et ipsorum ecclesias viguit ab antiquo. Statuimus igitur ut, si penuriam 
habuerint et in temporalibus habundaverimus, quotquot et quamdiu poterimus in 
ecclesia nostra de confratribus reservemus et frater qui causa deductionis in levitatem 
exierit vel certo proprio vitio deiectus fuerit ad nos veniens chorum capitulum et 
refectorium frequentabit, quoadusque gratiam domini sui recuperet et sie letus ad 
propria revertatur et excommunicatus ab uno ab altero absolvatur, et ut prescriptum 



1299. April 23 und 26. 235 

est reservabitur nisi sit excessus eiiormis vel irregularitas et pro suis excessibus 
unanimi consensu fratrum et consilio sit eiectus et hunc per litteras ipsorum et 
certum nuntium intellexerimus non servandum. Tunc tarnen pro ipso scribemus 
petitorias litteras si forte adipiscende gratie sibi locus pateat aliquis et facultas. 
Mortuis ipsorum fratribus que et nostris per omnia faciemus. Et in hiis omnibus 
que prescripsimus reciprocam ab ipsis vicissitudinem accipiemus. Ut autem omnia 
rata permaneant et ordine quo prescripsimus inconvulsa presentem paginam sigillis 
nostris ipsis dedimus roboratam. 

Actum anno domini MCCXCIX., IX. kalendas Maii, in capitulo nostro Heidenhin. 

Kopb. des Kl. KomburK von 1457, Bl. 84. 
a) So! 



5264. , 

Ohne Ortsangabe. 1299. April 23. 

Rupert von Dum und sein Sohn Rupert genehmigen auf Bitte ihres Getreuen Albert 
des Altern , von Aschhausen den Verkauf eines lehnbaren Guts in Westernhaiisen (bona que 
colit Heinricus dictus Bucheimer de Westernhusen) an Kloster Schönthal, übertragen 
diesem das Eigentumsrecht (omne ius et dominium quod nobis — — ■ competebat) und 
verzichten auf alle Ansprüche. Zum Ersatz hat Albert ihnen Güter in Merchingen über- 
geben, (bona quedam in Merchingen sita que colit Conradus dictus Liite solventia 
annuatim libram et maldrum siliginis), die er von ihnen als Mannlehen nimmt (pro 
homagio recepit titulo feodali). 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum anno domini MCCLXXXXIX., in die sancti Georgii martiris. 

Kopb. des Kl. Schöntlwl von 1512, Bl. 360 ^ — Ausztig: Wirt. Franken 1, 26. 



5265. 

Ohne Ortsangabe. 1299. April 25. 

Kraft von Heiniberg (Heineberg) und seine Frau Petrissa vermachen (legavimus 
tradidimus et assignavimus) dem Abt und Konvent in Komburg (Kanberg) Gülten in 
Rappoldshofen (sexaginta libras Hallensium in bonis suis in Rapolshoven que solvunt 
annuatim sex libras Hallensium et quatuor Hallenses preter sex solidos), behalten 
aber die lebenslängliche Nutzniessung. 



23(5 1299. April 25 und 27. 

Testes: Heinricus dictus Ummasze, Heinricus de Tullauwe, Cunradus dictus Vel- 
dener, Heinricus dictus Lechere, Heinricus dictus Sulmeister, Egeno Lettenher, Ulricus 
de Geilenkirchen, Cunradus monetarius dictus an den Staflfelen, Cunradus filius monetarii 
iuxta valvam, Hermannus Butinger, Heinricus de Utindorf, Heinricus dictus Schele. 

Siegler: Die Stadt Hall. 

Datum anno domini MCCLXXXXIX., in die beati Marci ewangeliste. 

Abhängendes beschädigtes Siegel, schildförmig, c. 60, 55 mm., zwei Pfennige übereinander, auf dem obern 

ein Kreuz, auf dem untern ein Handschuh, in den Ecken des Siegelfelds Gleven ; Umschrift : f VNIVE 

.... IVM • IN • HALLIS. — Auszug: Wirt. Franken 6, 2, 282. 



5266. 

Bruder Helwig von Bander sacker, Prior des Johanniterordens in Oberdeutschland, verzichtet 
auf alle Atisprüche an Graf Eberhard von Wirtemberg und die Seinen aus Anlass der 

Schädigung der Ordensburg Lohrbach. 

Mergentheim 1299. April 27. 

Xos frater Helwicus de Randersacker prior domorum hospitalis sancti Johannis 
Jerosolimitani || superioris Alemannie harum tenore litterarum recognoscimus publice 
protestandum, quod || omni actioni, que nobis competit vel competere posset contra 
nobilem virum dominum Eberhardum || comitem de Wirtenberg et suos occasione 
dampnorum nobis et ordini in castro Lorbach cum suis attinentiis illatorum renun- 
tiavimus et renuntiamus in hiis scriptis, promittentes, quod nee eundem dominum 
Eberhardum comitem aut suos in hac parte complices conveniemus in iudicio eccle- 
siastico vel seculari super dampnis eisdem, quorum dampnorum refusionem providentie 
ac donationi committimus domini comitis supradicti, recognoscimus etiam sub sigillo 
honorandi viri domini . . decani ecclesie sancti Gwidonis Spirensis una cum strennuo 
viro Cunrado milite de Altdorf eadem hie scripsisse. In cnius rei testimonium lumc 
cartam exinde conscriptam sigillo nostro fecimus communiri. 

Datum Mergenthein, anno MCCLXXXXIX., feria secunda post dominicam Quasi- 
modogeniti. 

Siegel mit roter Siegelplatte auf gelbem Wachs, s. Bd. ,9, S. 283. — Abdruck : Sattler, Gesch. Württ. unter 
den Graven 1, Beil. 27. — Senckenberg, Selecta iur. et bist. 2, 270. 



1299. April 29. 237 

5267. 

Graf Hermann von Sulz, Hofrichter König Albrechts, beurkundet die Abmachung icegen 

schiedsgerichtlicher Schlichtung des Streits zwischen Herzog Hermann von Teck und seinen 

Neffen, sowie wegen vorläufig iingetrennter Verwalfting des Besitzes der letzteren. 

Hagenau 1299. April 29. 

Ich grave Herman von Siilze der hofrihter mines Herren dez Romschen küniges 
Albrethes tiün kunt daz solich missehelle als ist gewesen zwishain dem herzogen 
Hermanne von Tecke an || ainem teile und dem herzogen Symon von Tecke Cünraten 
Ludewigen und Friderichen sinen brudern an dem andern taile umbe solche gälte 
und schaden, die der herzöge Herman von Tecke || von der vor genanten brüder 
und von ir vater wegen hate, daz haut sie beidenthalp mütewillecliche gelaizen an 
mich graven Hermanne von Sülze, an Heinrichen Stainbizen von || Ezzelingen, au 
Marquart den burgermaister von Ezzelingen und sol ietweder taile ainen sinen diener 
dar zu geben und suln die vier Heinrich Stainbize, Marquart der burgermaister imd 
die zwien, die zu in werdent geben, ervarn die gülte und den schaden als vor ge- 
schriben ist, und swaz die vier man oder der mere teil under in dar umbe ervarnt 
und haizent, dez suln sie beidenthalp gehorsan sin. Ist aber daz, daz sie zerhellent 
und weder alle vier noch der mere teil über ain koment, so sol ich grave Herman 
von Sülze dar zu komen und an swelhen dingen die vier oder der mere teil under in 
niht sint über ain komen swaz denne wir viumf oder under uns viunfen der mere 
teil dar umbe ervarnt und haizent, dez suln beidiu teile gehorsan sin und suln ouch 
dem herzogen Hermanne von Tecke und sinen bürgen da von helfen beidiu von 
gülte und von schaden. Ez ist ouch geteidingete, daz da diu vor genanten kint 
oder ir bürgen haft sint umbe hobgüte oder umbe schaden vur den herzogen Hermanne 
von Tecke, swa daz ist, da sol in der herzöge Herman von Tecke von helfen, als die viumf 
man oder der mere teile under in sprechent oder haizent. Und haut dar umbe die vorschri- 
benne kint gesezzet ze rehtem phande dem herzogen Hermanne von Tecke die bürg ze 
Gütenberg und die halben bürg ze Tecke und dar zu sol er warten uf diu kint und uf allez 
ir gute, daz sie in und alle sin bürgen ledegen und lösen ane schaden und swenne daz 
geschitte, so sol in herzöge Herman von Tecke ir bürge wider antwurten. Und hate herzöge 
Herman von Tecke den vor genanten kinden dar umbe ze bürgen gesezzet graven Gozzen 
von Thuwingen und graven Cünraten von Landowe. Die vor genanten kint hant ouch 
gelopt und verjehen, daz sie biz zant Martins tage, der nu nahste kumet, und dännan 
aber viumf jar bi anander suln sin, daz siu ir liute und ir gute nit tailen suln und suln 
ouch ir liute und ir gute ainem oder zwein, die der kinde diener sin, enphelhen nach 
dez herzogen Hermans rate von Tecke und graven Gozen von Thuwingen, und suln die 



238 1299. April 29 und Mai. 

selben phleger von der kinde gute uud von ir gülte gelten der kinde schulde, swa 
ez aller nötest ist. Die phleger suln euch wider rechenen herzogen Hermanne von 
Tecke und graven Gozen von Thuwingen und den kinden zwierunt in ieclichem jar, 
ze ainem mal umbe sant Martins naht und zu dem andern mal umbe sant Gerigen 
tag, und swenne denne herzogen Hermanne von Tecke und graven Gozen von Thu- 
wingen dunket, daz die j)hleger den kinden niht rehte tiün, so suln diu kint us ir 
diener ander phleger nemen nach dez herzogen Hermans rate von Tecke und nach 
graven Gozen rate von Thuwingen. Und daz allez, daz hie vor geschriben stat, kunt si 
und State belibe, so han ich grave Herman von Sülze der hofrihter dez gerihtes insigel, 
wan ez vor gerihte verjehen wart, an disen brief gehenket und herzöge Herman von 
Tecke sin insigel von sinen wegen und herzöge Symon von Tecke mit siner brüder willen 
von sinen und siner brüder wegen sin insigel ouch dar zu an diesen brief gehenket. 
Dirre brief wart geben ze Hagenowe, an der nahsten mittewochen vor santWalbui^ge 
tage, do man zalt von gotes gebiurt zwelf hundert jar niunzig jar und in dem niunden jar. 

Nur noch Reste des zweiten und dritten Siegels vorhanden. — Regest: Württ. Jahrbücher 1846, S. 139. — 
Eßhnger ÜB. 1, 135 n. 312. 



5268. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Mai. 

Ritter Gerhard von Ubstatt (Ubestat) und seine Söhne Dietrich, Rudolf, Schwigger und 
Gerhard verkaufen (profitemur nos vendidisse) an Kloster Herrenalb ein Drittel des 
Kornzehnten in der Mark Bruchsal (tertiam partem decime utriusque frumenti in 
Omnibus tferminis et marchia Bruchsellensi preter Forst, Nithart et Büchelnowe) um 
515 U Heller, übertragen es (resignamus et assignamus) cum manu et consensu des 
Lehensherrn Rudolf von Rosswag auf das Kloster und verzichten auf alle Rechte und 
Ansprüche. Zum Ersatz machen sie dem Lehensherrn 9 Morgen Wiesen in Niedergrombach 
und andere Güter (novem iugera prati in Niderngrünbach, que dicuntur Bruwel, et 
sex iugera vinearum ob der steige, item curiam Zeisolli quondam antiqui sculteti ibidem 
et duo iugera prati et unum iuger vinearum) zu Lehen. 

Rudolf von Rosswag bekennt, genügend entschädigt 'zu sein, überträgt (conferimus) 
dem Kloster doi Zehnten und verzichtet auf alle Rechte daran. 

Siegler: Rudolf von Rosswag und die Aussteller. 

Datum anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono, mense Maio. 

St. Paul. Orig. Ital. Perg. ü beschädigte Siegel. 1) Rudolfs von Roßwag, s. Bd. 8, S. 326. 2) Gerhards 
von Ubstatt, s. Bd. 8, S. 262. In Form und Größe entsprechen dem Siegel des Vaters die der drei Söhne 
3) Dietrich, 5) Schwigger, 6) Gerhard. Das 4) Rudolfs ist rund, c. 32 mm., alle haben das Wappenbild : drei Sparren 
übereinander. — Abdruck: Gerbert: Hist. Nigrae Silvae 3, 241. 



1299. Mai. 239 

5269. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Mai. 

Bischof Friedrich von Speier bestätigt auf Bitten seiner Getreuen des Ritters Gerhard 
von Ubstatt und seiner Söhne den zwischen ihnen und dem Kloster Herrenalb abgeschlossenen 
Verkauf des Drittels vom Kornzehnten in Bruchsaler Mark (cum dilecti nobis Gerhardus 
miles de Ubestat et filii sui tertiana partem deciine utriusque frumenti in marchia 
Bruchsellensi alienare decrevissent nostrum super hoc consensum humiliter requirebant 
et quia vos et domum vestram speciali favore prosequimur animus noster gratiose 
est inclinatus ut ad vos ipsa decima transferatur. Quapropter ob reverentiam.virginis 
gloriose et ad petitionem predictorum fideliuna nostrorum de Ubestat considerantes 
etiam pium esse et coram summo deo acceptum ut iura spiritualia de manu laycörum 
bono modo ei'ipiantur et ad personas ecclesiasticas auctoritate pontificali per modum 
canonicum transferantur — — confirmamus). 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini MCC nonagesimo nono, mense Maio. 

Nach dem Vidimus des Speirer Gerichts von 1351 November 8. 



5270. 
Weingarten 1299. Mai. 

Schenk Heinrich von Ittendorf (Uttendorf) verkauft dem Abt Hermann und Konvent 
von Weingarten eine Hörige (Annam de Wolgarzwiller dictam Shaiderin que mihi iure 
proprietatis dinoscitur pertinere) um 2 % Konstanzer Pfennige, verspricht Gewährschaft 
und leistet die üblichen Verzichte. 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: dominus H. de Cappella; minister dictus Hüsse, H. dictus Shöne, Nycolaus 
dictus Göttefrit, H. de Hiissekilche. 

Datum Wingarten, anno domini MCCLXXXXIX., indictione XII., mense Maio, 
primo anno regni serenissimi domini Alberti regis ßomanorum. 

Das Siegel, das an weißleinener Litze hing, ist verloren. 



240 1299. Mai 1. 

5271. 
Kirchheim 1299. Mai 1. 

Herzog Hermann von Teck verkauft (vendidimus ti^adidimus donavimus) um seiner 
Schulden ivillen (cum nos oppressi essemus oneribus debitorum nee ab illis nisi per 
distractionem rerum nostrarum possemus aliqualiter liberari) an Kloder Salem als 
Meistbietenden alle seine Besitzungen in Steinbach (possessiones — in Stainbach omnes 
et singulas nobis pertinentes cum iure patronatus ecclesie in Stainbach ipsis posses- 
sionibus annexo et curia dicta Vritaghove et hominibus subnotatis iure nobis proprie- 
tario pei'tinentibus, videlicet H. dicto Gerloch, Diemüt et Judela sororibus ipsius 
Gerloch fratruele eorundem et Cünrado villico curie dicte Vritaghove supradicte ac 
hominibus universis iure nobis advocaticio et ecclesie in Kilchain iure proprietario 
pertinentibus et tempore dicto in Stainbach residentibus, ac aliis attinentiis universis 
agris videlicet cultis et incultis pratis pascuis silvis virgultis nemoribus uno dicto 
Snait altero dicto Birkach et aliis si qua nobis specialiter ibidem pertinebant ac 
aliis ibidem ville seu oppido in Stainbach attinentibus viis inviis aquis aqueductibus 
agris sitis prope Blochingen in ulteriori parte tiuvii dicti Vilse et citra et pratis 
ibidem et in ulteriore parte dicti tiuvii sitis cum paludibus dictis Altahe iam vel in 
posterum in eisdem pratis existentibus que navigio attiugi nou possunt et nobis 
pertinentibus que quidem prata et agros homines ville in Blochingen a nobis tenuerunt 
et coluerunt ac aliis iuribus universis bannis iurisdictionibus iure quod dicitur ehafti 
ac aliis intus et extra tacitis et expressis, eisdem possessionibus in Steinbach et curie 
prenotate pertinentibus) um 1800 Mark Silber, tvovon er 1000 Mark bereits empfangest 
hat, 800 auf Johannis Baptiste fällig sind. Er leistet die üblichen Verzichte, verspricht 
Gewährschaft und behält sich die Fischenz in der Fils (piscinas in tiuvio dicto Vilse) 
ausdrücklich vor. 

Siegler : Der Aussteller, dessen Siegel sein Sohn Ludwig, der kein eigenes hat, mitgebraucht. 

Actum in Kilchain, anno domini MCCXCIX., kalendas Maii, indictione XII., 
testibus nobili viro Cunrado comite de Landöwe, honorabili viro magistro Ul. notario 
canonico sancti Mauritii Augustensis, viris strennuis Marquardo de Lichtnegge, Wolf- 
rammo dicto Hohschlizze militibus, Marquardo capitaneo et H. Stainbiz, Rüperto et 
Eüdgero Rüperto fratribus, AValthero de Rind[er]bach civibus in Ezzelingen ac nobili 
viro Cünrado duce iuniore de Tekke, Marquardo dicto Keener, Eber, de Schambach, 
Diepoldo de Kilchain, fratre Dietrico de Bermatingen, C. medio cellerai-io, Dietrico 
de Niufron monachis in Salem, fratre Ber. provisore domus in Ezzelingen. 

V. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 559 n. 1012 nach Cod. Salem. II in Karlsruhe. 



1299. Mai 2 und 5. 241 

5272. 

Wernher von Raderach eignet dem Kloster Weingarten einen Hof in Ällmishofen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Mai 2. 

Allen den die disen brief sehent alder hörent lesen, den künde ich Wernher 
von II Kaderay unde vergihe offenlich an disem brieve, daz ich die aigenschaft, die 
ich hate an || dem hove ze Alwishoven den Cünrat unde Hainrich von Macalmshoven 
haut in ge||walt unde gewer unde den ir vater Cünrat der amman von Macalmshoven 
kouft umbe dem Ruhen, han gegeben . . dem abt unde dem convent des gothuses 
von Wingarten mit allem dem daz der zu höret es si aker aide wise holz aide velt, 
es si gesuchet aide ungesüchet gebuwen aide ungebuwen, unde mit aller der ehafti unde 
mit allem dem recht daz zu dem selben hove höret aide von alter hörte, unde verzihe mich 
für mich unde für alle mine erben alles des retlies unde aller der aigenschaft unde aller 
der ehafti, der ich aide mine erben an dem selben gute baten 41de han mothen, unde 
sol der selben gift für mich unde min erben des vor genanten gotzhuses von Win- 
garten recht wer sin an allen steten swa si sin bedurfent. Unde daz dis alles sicher 
unde stete belibe, so gibe ich dem . . abt unde dem convent des vor genanten gotz- 
huses von Wingarten disen brief besigelt mit minem insigel ze ainem waren Urkunde 
aller diser vor gescribene dinge. Dis sint geziuge: her Burchart von Tobel an ritter, 
Bur. sin sun, C. der Wolfegger, Ber. von Laymö, Ber. der weber in der Gassun, 
der Hüber, Arnolt von Metenbüch sun, H. von Hüssekilch unde ander lüte vil. 

Dis geschach in dem jare, do man zalt von gotes geburt zwelf hundert nüniu 
unde nünizic jar, an dem samstage nach sant Walpurc tac, indictione XU. 

Abhängendes Siegel, s. Bd. 10, S. 308. 



5273. 
Ohne Orfsangabe. 1299. Mai 5. 

Der Abt Bruder Konrad und der Konvent von Maulbronn (Mulenbrunne) beurkunden, dass 
ihnen die Ehegatten Dyezo und Hedivig von Neipperg (Nyperg) aus Liebe zu ihrem Kloster 
(ob favoris affectum, quo domum nostram amplectuntur gratia speciali) und um ihres., ihrer 
Vorfahren, Verwandten und Wohltäter Seelenheils willen alle ihre beweglichen und unbeiveg- 
lichen Güter vermacht haben. Sie versprechen dafür, die Ehegatten in ihrem Besitz lebens- 
länglich nicht zu irren, auch wenn eines von ihnen stirbt, den andern Teil im Genuss zu lassen. 

Siegler: Der Abt von Maidbronn, dessen Siegel der Konvent mitgebraucht. 

Datum anno domini MCCXCIX., feria tertia proxima post festum beatorum Phy- 
lippi et Jacobi apostolorum. 

Ital. Perg. Abhängendes Siegel, s. Bd. 7, S. 159. 

XI. 31 



242 1299. Mai 10 und 15. 

5274. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Mai 10. 

Graf Ulrich von Berg und seine Söhne Ulrich und Heinrich eignen um ihres und 
ihrer Eltern Seelenheils tvillen dem Kloster PfulUngen alle Güter in Mittelstadt, die es 
auf irgend eine Weise erworben hat und versprechen auch künftige Erwerbungen dort dem 
Kloster zu eignen (possessiones in Mütelstat quarum ins proprietatis ad nos pertinere 
dinoscitur quasque a personis quibuscunque hactenus emerunt — — vel eis intuitu 
divino gratis oblate fuerint, que a nobis quibuscumque tytulo feodi sunt concesse, 
— — libera donatione contulimus cum omni iure et omnibus attinentiis proprietatis 
tytulo perpetuo possidendas, ita quod in eisdem suis possessionibus pro libitu suo 
instituere restituere construere destruere census augere aut minuere valeant et omnibus 
iuribus uti debeant possessionibus in eisdem sicut proprietas libere possidetur. Si 
autem deinceps aliquas possessiones sitas in Mütelstat predictus conventus in Pfullingen 
comparaverit aut ad eum a personis quibuscumque propter deum fuerint devolute, 
harum cum proprietate ipsi conventui in Pfullingen ad arbitrium religiosi viri domini 
Alberti comitis de Chirchberch gardiani fratrum Minorum in Ezzelingen nostri avunculi 
dilecti nee non nostri Ülrici comitis de Berge iunioris prius dicti debemus in omnibus 
suis iuribus complacere). Sie verzichten auf alle Rechte und Rechtstnittel. 

Siegler: Graf Ulrich der Ältere von Berg. 

Testes: nobilis vir Swiggerus de Gundelvingen, Johannes de Muswanch milites, 
Cunradus de Bach, Götfridus de Wihsel, Ludwicus de Griesingen, Gerwicus dictus 
Halder, Cunradus dictus de Wihsel, Götfridus frater eius dilecti nostri fideles. 

Acta sunt hec anno MCCXCVIIII., VI. idus Maii. 

Zwei Exemplare. An beiden das Siegel des Grafen Ulrich von Berg, s. Bd. 6, S. 400. 



5275. 

Stockach 1299. Mai 15. 

Graf Eberhard von Neuenbürg eignet Konrad und Berthold den Lochelairen einen 
Hof in Völlkofen. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 48 n. 100. 



1299. Mai 17 und 18. 243 

5276. 

Küzli von Pfäffingen verkauft zivei Wiesen an Kloster Kreuzungen. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Mai 17. 

Allen den sol kunt sin die disen brief sehent alder horent lesen, das ich Kiizeli 
von Phelingen und min huswirt||enne Adelhaiet mit niiner brüder Häinrihs und 
Luzzen günst und mit ir gutem willen zwaier manne || mat und an wenig me, ze 
den Winggel aiens und ains das da haieset ze den Liissen, für ain frie algen || ver- 
küfet hab und gegeben minem herren dem abte von Cruzzelingen und sinem convent 
ze Costenze umme zwelf phunt und zehen Schilling Haller für ain fri aigen ze haben 
ze besezzen und ze besizzene imme me an irrunge und an ansprach aller unser erben 
die nu sint alder immer me werdent. Ich hab ouch ze werschaft mine vor genemten 
brüder ze bürgen geben ume das selbe gut, ze werschaft ze vertganne jar und tag 
nach des landes gewonhait und as man ain frie aiegen ze rehte vertgan sol. 

Dirre kouf geschach an dem sunnuntag Cantate domino, uf dem vor genemten 
guot. Da bi was her Hainrich der liupriester ab Wrmelingerberg, Wemher der 
phafe von Jesingen, der Blak von Phefingen, Abreht ab dem Berge,. Cunrat der Boner, 
Rudolf Tritenweg, Eberhart Inhart, Abreht Kummerli, Rotnagger der brotbegge. 

Dis geschach, do von gotes geburt waren zwelf hundert jar niuzig und niun jar, 
an dem vor geschriben sunnuntag. Und das dirre kouf stete belibe und stete sie, 
des henkke ich Cuonrat Ludwig und Hainrich wir vor genemten brüder unser insigel 
und der burger von Rotenburg insigel an disen brief zuo ainer küntschaft und ze 
ainer geziugnuste der warhaiet, diu an disem brieve gesriben stat. 

Frauenfeld. Orig. Perg. Abhangend 1) rundes Siegel, 40mm., Vehkreuz im gitterartig damaszierten Schild; 
Umschrift : t-S-H-C-ET-L- FRM • DE • PHÄFFINGEN. 2) Bruchstücke, eingenäht. — Auszug : Regg. der 
Schweizer. Eidgenossenschaft. Kreuzungen Nr. 114. 



5277. 

Tübingen 1299. Mai 18. 

Mechthild genannt Fraischlichin kauft, um für irdische Habe himmlische Güter zu 
erwerben, dem Kloster Bebenhausen Gülten [in Tübingen und Bernhausen] (de pretio meis 
laboribus conquisito comparavi redditus infrascriptos, videlicet unius libre denariorum 
Hallensium de vinea Alberti villici filiastri Dietrici dicti Fuhs aput Hasenbuhel sita, 
redditus etiam unius libre de molendino et domo Bene dicte Spiserin, redditus quoque 



244 1299. Mai 18. 

decem et Septem solidorum de vinea Hainrici dicti Elssezer sita in Ursrain, redditus 
insuper decem solidorum de vinea sita iuxta torcular dictum Clutterliartes kelterre 
ac de 'pomerio et agris eidem vinee contiguis nee non de agro in Snarrenberg sito, 
redditus etiam quindecim solidorum sex quoque pullorum in autumpno et sex in 
carnisprivio debitorum de pomerio dicte Walkerin et duobus hortis eidem contiguis 
nee non redditus decem solidorum de prato quondam Ülrici fabri de Bernhusen ibidem 
versus Ahtertingen sito annis singulis debitos), behält sich aber die Nutzniessung auf 
Lebenszeit für sich und ihren Sohn Albert, falls dieser sie überlebt, ror. Nach beider 
Tod fallen die Gülten an das Kloster. 

Siegler: Dekan Berthold von Tübingen und Heinrich incuratus ecclesie in Sülchen. 

Datum in Tuwingen, anno domini MOCXCIX., XV. kalendas Junii, indictione XII. 

Abhangend zwei spitzovale Siegel, 1) des Dekans Bertliold von Tübingen, s. Bd. 9, S. 346. 2) c. 50, 33 mn»., 
der hl. Martin zu Pferd mit einem Bettler; Umschrift: f • S • HAINRICI • IN'C . . . TI • IN • SVLCHIN. — Abdruck: 
ZGORh. 15, 85. 



5278. 

Graf Albrecht von Hohenberg verschreibt dem Grafen Ulrich, Eberhards Sohn, von Wirtem- 
berg als Zugeid die Burg zu Helmsheim, dazu Gondelsheim und Bonartshausen. 

Speier 1299. Mai 18. 

Wir grave Albreht von Hohenberch tun kunt allen den, die disen brief [sejhent 
alder horent lesen, daz wir unser || gut die burch ze Helmetsliain. den walt ze 
Helmetshain, Gundolfhein und Bonhartshusen und alles daz daz || unser feter her 
Berhtolt von Mulhusen inne hete von unseren fater graven Albrehten seligen, ez si 
lüte II alder gut gesuchte und ungesuchte, versetzt haben ze ainem rehten zugelte 
Ulrichen graven Eberharts sun von Wirtenberch uf rehte rechenunge, swez wir im 
noch schuldik sien, mit der beschaidenhait, daz wir und unser brüder der vor genanten 
burch und der gut sulent wer sin nach rehte. Und das daz graven Eber, von 
Wirtenberch und sinem sun Ulrichen unserem swager steite belibe, dez geben wir 
im disen brief besigelt mit unserem insigel, daz dar an hanget. 

Dirre brief wart geben ze Spire, do man zalte von gotes geburte tusent zwei 
hundert und niun und niunzik jar, an dem meintage nach sant Pancratientage. 

Siegel rund, 88 mm., geteilter Schild ; Umschrift : f • S ■ SECRETVM • MEVM . » . — Abdruck : Sattler 
Gesch. Wirtembergs unter den Graven 1, Beil. Nr. 28. — Schmid, Monum. Hohenberg. 137. 



i299. Mai 21 und Mai 25. 245 

B279. 

Graf Ulrich von Helfenstein gibt seine Zustimmung dazu, dass Otto von Berg dem 
Deutschordenshaus zu Ulm seinen Hof in Ellingen verkauft. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Mai 21. 

Wir der edel graf Ulrich von Helfenstain düen kunt sunder dem komentur und 
den II herren des Düschen hüsse von Ulme und allen vurbas, die disen brief hören 
sehent oder || lesent, daz wir Otten dem erberen- ritter unserem diener die aigenschaft, 
di II wir haben aigenliche gegeben in sin haut und in sin gewalt ze tunne gen in 
und gen iedem man, und swas der selb vor genant ritter Otto von Berge mit dem 
hove ze Ellingen tut, daz ist unser wille und gunst. Das disiu rede stet und ganz 
belibe, des geben wir disen brief versigelt mit unserem insigel. 

Dirre brief wart gegeben, do von unsers herren geburt waren dusent jar und 
zwai hundert jar in dem nun und niunzegostem jar dar nach, an dem nehsten 
dunrstag vor dem ufertdag. 

Ulm. Orig. Perg. Abhangend beschädigtes Siegel, s. Bd. 10, S. 341. — Abdruck: Ulmisches ÜB. 1, 260. 



5280. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Mai 25. 

Abt Sifried von Komburg beurkundet, dass Johann von Nagelsberg an Albert von 
Künzelsau und seine Erben einen dem Kloster lehenbaren Weinberg in Nagelsberg (vineam 
sitam apud torcular Nagelsberg que vulgariter dicitur Tumonis vinea) um 9 % und 
5 Schilling Heller verkauft hat und belehnt damit den Käufer in demselben Recht, ivie ihn 
der Verkäufer innegehabt hat. 

Testes : magister Petrus plebanus in Kuntzelsauwe, C. dictus Kuno de Küntzelsauwe 
et Cunradus filius suus, Heinricus dictus Prohirmme, Hartmannus de Stoken. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini MCC nonagesimo IX., in die sancti ürbani. 

Kopb. der Johanniterkommende Hall-Affaltrach von 1685, Bl. 80. — Regest: Wirt. Franken 9, 80. 



246 1299. Juni 3. 

5281. 

Der Freie Wernher von Zimmern verkauft den Johannitern in Kottweil einen Hof mit dem 

Kirchensatz zu I singen. 

Rottweil 1299. Juni 3. 

Allen dien die disen brief gesehent oder gehörent thun ich Wernher von Zymbern 
ain fryge kunt, dasz ich verkauft han, und vergyhe dasz ich verkauft habe minen 
aigen hof zue Ysingen den mayer Albrecht buwet, da der kürchensatze zue Ysingen 
einhöret, lute unde gute mit allem rechte und mit aller zugehörde by wasen und 
by zwinge fundene und unfundene es sy an velden oder an holze an wasser an waide 
an wege an strasze mit allen nutzen unde gewalt, als ich und mine vordem den 
selben hof [innenjgehept unde genoszen hant, den erbarn unde gaistlichen mannen 
brüder Conrad von Egentshaim dem commendure und den brüdern von sanct Johannes 
haus ze Rotwil umb sibenzig mark silbers Rottwiler gewages, und vergyhe, dasz ich 
des selben silbers von in gewert bin genzlich und gerlich unde mir ouch ze nutze 
komen ist, und han in Sonderlingen ane allen kouf durch got und durch miner und 
niiner vordem sele gegeben mutwilliglich unde unzwungenlich den vor genanten 
kürchsatze zue Usingen die lut und die valle und was rechtes dar zu höret, luterlich 
und ainvalteclich den hofe mit dem kürchensatze ze haben ze nieszen und ze besitzen 
für recht aigen und vor allem zinse sture unde "dienste ledig und läre, und han in 
den selben hof unde den kürchensatze zu Usingen ufgeben mit allem rechte aigenschaft 
und gewaltsame, die ich dar an hette oder haben möchte sus oder so, und hon 
gelobt by minen guten treuwen für mich und für mine erben, das ich sy und ir 
nachkommen disz hofs und kürchensatzes ze Usingen weren soll für recht aigen 
gegen aller mengiUch nach rechte, Sonderlingen der vil genanten välle die an die 
kirchen zue Usingen hörent, die ich in gegeben han unde gibe mit disem briefe, bin 
ich und min erben allaine wer unde soll sy in versten mit gegen Bertholt von Luphen 
minem öheme dem kürchher von Fützen die wile dere die selben kürchen ze Usingen 
nüszet unde sie beseszen hat. Ich han mich ouch gegen in Verzügen alles furzoges also das 
ich nimer furgeziehen soll vor gerichte oder der ane, das mir der vor genante hof unver- 
golten sy oder mir das silber ungewegen sy oder in minen nutze nicht komen sy oder 
das ich an disem kouf icht betrogen sy über halb oder mit dhainer gevärde, unde alles 
rechtes und schirmes gaistliches und weltliches gerichtes gemains und sonders, aller gewün- 
hait aller gesetze und aller briefe des bapstes und anderer herrn, damit ich disen kouf 
widerziehen oder dehain ding geirren oder wider werfen möchte, das hie vor geschriben 
stat. Und dasz diz war sy und stet blybe, dar umbe hon icli min ingesigel an disen brief 



1299. Juni 3 und 5. 247 

gehenket zue ainem Urkunde und dar zue so ist durch mine bette und mit minem willen 
mit minem ingesigel der stat insigel von Rotwil an disen brief gehenket ze ainer 
zeugnusze. Wir Jacob der Würt der schulthaisze, Ulrich Bletz der burgermaister 
und die richtere von Rotwil verjehent, dasz alle die ding*) die da vor geschriben 
stand vor uns beschehen und bejatzet sint, unde hant dar umbe durch junker Wernhers 
betten von Zimern unsers burgers und mit sinem willen mit sinem ingesigel unser 
stette ingesigel an dise briefe gehenket zue ainer gezeugnusze. 

Der warde gegeben ze Rotwil, an der nehesten mitwochen vor pfingsten, da 
auch die kaufe geschah in der vor genanten brüder hus, in dem jare do man von 
gottes geburte zalte zwelf hundert jare und neune und nunzig jare. Und warent 
dar an: herr Hainrich der alt herzöge von Urselingen, Hainrich von Luphen der 
junge, bruder Bethold der prior, bruder Burkhard an der Waldstrasse, bruder 
Johannes Hagge von Oberndorf, bruder Bethold der Spangol, bruder Bethold der 
Furste, bruder Alber von Wehingen, bruder Bethold von Telcoven, bruder Johannes 
von Straszpm-g, bruder Abrecht Spörli, bruder Abrecht Trotze, Jacob der Würt der 
schulthaisz von Rotwil, Conrat an der Waltstrasse, Conrat von Giselingen, Dieterich 
Hagenbach, Conrat von Riethain und andere biderber lüte gnug. 

Abschrift des 16. Jahrh. auf Papier. 

a) Vorlage : vergeltent, dasz alles dasz ding. 



5282. 

Irmengard die Witwe Walters des Maiers Bürgers in Horb vermacht ihren Töchtern in 
das Kloster Kirchberg bestimmte Einkünfte in Baisingen, Thailfingen und Altingen. 

Horb 1299. Juni 5. 

Ego Irmingardis relicta quondam Waltheri Villici civis in Horwe profiteor publice 
presentibus litteris et protestor, quod ego coram schulteto et consulibus civitatis in 
Horwe in manifesto iudicio pure simpliciter propter deum in remedium anime mee 
Waltheri quondam mariti mei iam predicti ac omnium antecessorum meorum donavi 
filiabus meis nunc in monasterio Kirchperg existentibus vel in posterum futuris ac 
conventui monasterii eiusdem hos redditus hie subscriptos cum meorum heredum 
beneplacito et consensu et per sententias iudiciarias sententiatum fuit coram predictis 
schulteto et consulibus, quod viva et sana possem meam hereditatem donare filiabus 
meis meis heredibus nolentibus et invitis. Donavi enim eisdem redditus annuos 
videlicet decem maltra siliginis quinque maltra tritici imum modium pise Xl/i solidos 



248 1299. Juni 5 und 6. 

Tiiwingensium denariorum quinquaginta ova unam aucam et duos pullos in bonis 
meis sitis in Bössingen que colit dictus Vögelin. Item dedi eisdem filiabus meis et 
conventui supradicto redditus qui solvunt annuatim septem modios siliginis tres 
modios avene sexaginta ova duos solides Tüwingensiuin denariorum duos pullos et 
unam aucam in bonis meis sitis in eadem villa Bössingen que colit dictus Stähelin. 
Item donavi eisdem redditus qui solvunt annuatim novem maltra siliginis et tritici 
per duos annos et in tertio anno octavum dimidium maltra eiusdem annone tres modios 
pise quinquaginta ova et unam aucam ex curia sitä in Taulfingen quam colit villicus 
dictus maiger Hainrich Haime. Item ex eadem curia dedi eisdem sex maltra siliginis 
annuatim in parte dominorum in Rexingen. Item in Altiugen ex curia quam colit 
dictus Gemich sex maltra siliginis. Tali tamen apposita condicione quod filie mee 
predicte utantur predictis bonis pro temporibus vite sue ad procurationem specialem 
in emendationem vestium suarum et aliarum rerum eis necessariarum et post obitum 
earundem predicta bona serviant conventui et monasterio supradicto. Item statuo 
ut cum predictis bonis anniversarium quondam Waltheri mariti mei et meum annis 
singulis peragatur. Item statuo ne predicta bona vendantur vel obligentur nee per 
modum precarie ad tempus vendantur nee quocumque modo a monasterio Kilchperg 
alienentur sed eidem perpetuo servient et ministrent. Testes liuius facti sunt isti: 
frater Cftnradus prior Rotwilensis, frater Philippus, frater Hainricus dictus Hudeme, 
frater Volmarus de Isenburg ordinis Predicatorum, dominus Cünradus plebanus in 
Ergestingen, magister Hugo de Nüwnegge, Hugo schultetus dictus Leimelin, Hainricus 
villicus, Waltherus filius quondam Sifridi, Hainricus dictus Gebhart, Wernherus de 
Althain, Berchtoldus de Ergastingen senior et iunior, Eberhardus Welker, Waltherus 
et Hainricus fratres dicti de Thalaham, Berchtoldus villicus de Svendorf, Sifridus et 
Albertus fratres dicti Dankolf, Berchtoldus Dankolf, Cünradus dictus Schorpe, Hainricus 
dictus Bürtzing cives in Horwe et quam plures alii fide digni. In cuius rei testi- 
monium petivi has litteras roborari sigillis nobilis domine Elizabett comitisse de 
Eberstain ac civium in Horwe. 

Datum et actum in Horwe, anno domini MOCLXXXXIX., sexta feria proxima 
ante festum penthecostes. 

Kopb. des Kl. Kirchberg aus dem 15. Jahrh., Bd. 1, Bl. 65. — Regest: Hohenzoll. Mitth. 11, 79 (lies 96). 



5283. 
Langenenslingen 1299. Juni 6. 
Graf Eberhard von Landau verkauft an Kloster Heiligkreuzthal zwei Hörige. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 49 n. 161. 



1299. Juni 7 und 8. 249 

5284. 

Berthold von Lupfen, Kirchherr von Isingen, verschreibt den Johannitern in Rottweil 
12 Malter Kernen als Vogtrecht von seiner Kirche. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Vor Juni 7. 

Allen den die disen brief gesehent oder geliörent lesen tliun wir Berchtolt von 
Lupplien der kilch[er] von Usingen kunt, dass wir verhenget han willeclich und 
unbezwungelicli dur Wernhern bet von Zimbern herrn Wernhern seligen von Zimbern 
unsers öhaimen son, dass bruder Conrat von Egenshaim der comendure des huses 
zue Rotwil von sante Johannes orden und ander des huses brüder und ir nachkommen 
niessen sun und nemmen ze rechtem vogtrecht an alle symonie, diewil wir leben und 
die vor genante kilcli ist in unserm gwalt, zwelf malter kerne Rotwiler mesz vorusz 
ab allen unsern widemen, die da hoi-ent an den alter zue Usingen, inen zu niessene 
und ze behabenne fritlich an alle ansprach und verzihen uns und haben uns verzigen 
mit disem brief alles des rechten und aller der anspräche, so wir möchten han an 
das vor genante vogtrecht, und globen an guten truwen sie niemer dar an als vor 
geschriben stat zu ierren noch ze beschweren noch anzusprechenne weder mit gaist- 
lichem oder mit weltlichem gerichte. Und dasz disz alles inen war und stete belibe, 
so haben wir disen brief besigelt mit unserm insigel. 

Disz geschach, do man zalt von gottes geburt zwelf hundert und neun und 
neunzig jar, vor der pfingstwochen, und waren hier an vil gezeuge. 

Abschrift des 16. Jahrii. auf Papier. 



5285. 

König Albrecht bestätigt dem Kloster Schönthal die ihm von König Heinrich VII, 

verliehene Abgabenfreiheit. 

Oppenheim 1299. Juni 8. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus omnibus imperpetuum. 

Totiens regle celsitudinis sceptrum extollitur altius et ipsius status a domino [a] quo 

datur omnis potestas || felicius gubernatur, quotiens loca divino cultui dedita benigna 

consideratione reguntur et ad ipsorum libertates servandas et facultates augendas 

gratiosa protectio princii)is invenitur. Noverit igitur || presens etas et successura 

postei'itas, quod nos Privilegium clare recordationis Heinrici Romanorum regis prede- 
XI. . 32 



250 1299. Juni 8 und 10. 

cessoris nostri nobis exhibitum vidimus et inspeximus sub hac forma con||scriptum. 
In nomine u. s. w. 

Es folgt die Bd. 3 S. 198 unter 1226 September 7 gedruckte Urkunde. 

Nos igitur eorum devotis supplicationibus favorabiliter inclinati predictum Privi- 
legium et omnia in ipso contenta ad instar dive recordationis domini ßudolfi Koma- 
norum regis predecessoris et genitoris nostri karissimi de benignitate regia confirmamus 
innovamus et presentis scripti patrocinio communimus. Hoc tamen articulo declarationis 
adiecto, ut de illis tantum bonis, que prius quam ad manus fratrum devenirent 
supradictorum alicuius servitii seu precarie [onere gravata non erant, nulla servitia 
seu precarie]') penitus exigantur aliis oneratis cum suo onere transeuntibus ad eosdem. 
Kulli ergo omnino hominum liceat hanc nostre confirmationis et innovationis paginam 
infringere aut ei in aliquo ausu temerario contraire. Quod qui facere presumpserit 
gravem nostre maiestatis oifensam se noverit incurrisse. In cuius rei testimonium 
präsentem litteram maiestatis nostre sigillo iussimus communiri. 

Datum apud Oppenheim, VI. idus Junii, indictione XII., anno domini MCC 
nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

Das an roten und j>;elben Seidefäden befestigft gewesene Siegel fehlt. — Abdnick : Böhmer-Ficker, Acta 
imperii 543. — Regest: Böhmer, K. Albrecht 185. 

a) Die Worte sind im Orig. ausgefallen ; sie sind ergänzt nach der Urkunde K. Rudolfs von 1274 Nov. 29, 
Bd. 7, S. aS7. 



ßl286. 

Amman, Rat und Bürgerschaft hi Bopfingen beurkunden einen Verkauf von Wiesen und. 

Ackern an Kloster Kirchheim. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Juni 10. 

In nomine domini. Amen. Nos Waltherus minister in Bopfingen miles consules 
et communitas civium ibidem notum fieri volumus presentium || inspectoribus universis 
quod Gotfridus dictus Zysze concivis noster in nostra presentia constitutus coadunata 
manu . . uxoris sue et filiorum suorum pratum quoddam || situm in Unkental circiter 
duo iugera continens et agrum quendam tria iugera cum dimidio continentem ac 
pratum quoddam continens unum iuger sita || in Mseistersttal venerabilibus et in 
Christo dilectis domine . . abbatisse et conventui de Kyrchein Cisterciensis ordinis 
Augustensis dyocesis pro XXIIII libris Hallensium, quas etiam receptas in usus suos 
utiles expendit, rite et rationabiliter vendidit atque vendit cum universis suis iuribus 
et pertinentiis perpetuo possidenda. Et quia dicte possessiones de manu domini . . 



1299. Juni 10. 251 

abbatis ecclesie Elwacensis feodali titiüo dejjendebant, idem Gotfridus se ad hoc 
astrinxit et firmiter obligavit ut, si infra carnisprivium non procuraverit aut ipse 
vel sui lieredes aproprietari bona prefata omnia a domino . . abbate Elwacensi domine 
abbatisse et conventui prelibatis datis eis super hoc firmis et validis instrumentis, 
extunc, quandocumque infra nativitatem domini et dictum terminum carnisprivii 
presentis anni prefatis . . domine . . abbatisse et conventui prenotatas XXIIII libras 
perceptas ab eis restituerit in pecunia numerata, bona seu possessiones universas 
prescriptas libere rehabebit. Elapso autem carnisprivio prenotato ad aproprietandum 
predictis doniinabus et earum monasterio possessiones omnes prescriptas erit simpli- 
citer obligatus et extunc, si aproprietare neglexerit aut nequiverit ipsa bona quem- 
admodum est predictum, quandocumque ab ipsis dominabus vel earum certo nuntio 
de hoc commonitus fuerit, ab ipso monitionis die infra VIII dies in civitate Bopfingen 
tam ipse Gotfridus quam Cünradus suus privignus extra domos proprias in obstagio 
se recipient expensas in dampnum ipsorum proprium facturi tamdiu, donec apro- 
prietata plene fuerint bona seu possessiones prefate dominabus sepedictis a domino . . 
abbate Elwacensi secundum quod superius est expressum, datis eis scilicet firmis et 
validis instrumentis ipsius domini abbatis suique conventus sigillorum munimine 
roboratis. Si vero aproprietatione predicta nondum eftectui mancipata alterum 
predictorum Gotfridum videlicet vel Cünradum mori contigerit, alter superstes alium 
equipoUentem sibi assumet expensas facturum modo simili, donec aproprietatio memo- 
rata secundum formam prescriptam plene fuerit expedita Gotfrido id ipsum vel suis 
heredibus procurante. Et in horum omnium robur et evidens testimonium presentem 
litteram ad petitionem Gotfridi prefati sigilli nostri munimine roboratam dedimus 
domine . . abbatisse et conventui supradictis. 

Datum et actum anno domini millesimo CG nonagesimo IX., IUI. idus Junii. 

Wallerstein. Orig. Perg. Abhangend das Siegel der Stadt Bopfingen, s. Bd. 9, S. 435. 



5287. 

Bopfingen 1299. Juni 10. 

Ritter Walther der Amman in Bopfingen^ Rat und Bürgerschaft daselbst, beurkunden, 
dass vor ihnen ihr Mitbürger Gottfried genannt Zysze gemeinsam mit seiner Frau Adelheid 
und mit Zustimmung seiner Söhne dem Kloster Kirchheim Cisterzienser Ordens die Erlbach- 
tciese (pratum quoddam dictum Erlbach quod sibi iusto proprietatis titulo attinebat 
situm inter fluvium Sehtan et vivarium domini . . incliti comitis de Oetingen) um 



252 1299. Juni 10 und 11. 

62 U Heller dapsilis monete verkauft (vendidit — — transferens — — possidendum 
perpetualiter) und auf alle Ansprüche verzichtet, auch Geivährschaft secundum terre 
consuetudinem et iuris civilis debitam rationem^) versprochen hat. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum in Bopfingen anno domini millesimo CC nonagesimo IX., IUI. idus Junii. 

Wallerstein. 2 Origg. Perg. Siegel abgegangen. 

a) Duplikat : secundum quod civilis dictaverit ordo iuris. 



5288. 

Esslingen 1299. Juni 11. 

Die Meister (magistri seu provisores) des Spitals in Esslingen beurkunden, dass 
der Laie Heinrich genannt in dem Hove zu Vaihingen und seine Frau Mechthild dem 
Spital ihre Güter überlassen haben und verschreiben ihnen dafür ein Jahrgeld. 

Regest im Eßlinger ÜB. 1, 135 n. 313. 



5289. 

Abt Friedrich und Konvent von Kloster Stein und Ulrich von Neunegg zu Glatt einigen 

sich wegen des Klosterhofs in Ifflingen. 

Konstanz 1299. Juni 11. 

Omnibus Christi fidelibus presentem litteram inspecturis Fridericus divina per- 
missione abbas totusque conventus monasterii in Staine ordinis sancti Benedicti 
Constantiensis dyocesis || ac Ülricus de Niwenegge residens in Glatte*) subscriptorum 
notitiam cum sincera in domino caritate. Noverint universi es singuli quos nosse fuerit 
oportunum, quod || orta inter nos diutina questione super curia in Ufeningen et suis perti- 
nentiis tandem conmuni consensu fuimus complanati quod facta copia instrumenti sub- 
scripti et II presenti cedule annotati cuius tenor dinoscitur esse talis: Wernherus divina 
permissione Constantiensis dyocesis abbas in Staine omnibus presens scriptum intuen- 
tibus notitiam subscriptorum. Litteras antecessoris nostri vidimus non cancellatas 
non abolitas nee in aliqua sui parte vitiatas in hec verba: Quoniam ea usw. 

Es folgt die nach dieser Vorlage in Bd. 4 S. 115 gedruckte Urkunde von 1245 
November 4. 

Nos videntes rem monasterii nostri utiliter per hoc esse gestam factum ante- 



1299. Juni 11 und 13. ' 253 

cessoris nostri de communi et unanimi conventus nostri voluntate et consilio appro- 
bamus. In linius rei testimonium presentem cedulam sigilli nostri munimine et 
conventus duximus roborandam. Acta sunt hec in claustro Staine, anno domini MCC 
quinquagesimo quinto. 

Nos Fridericus abbas predictus nomine monasterii nostri eundem Ulricum de predicta 
curia et suis pertinentiis omni eo iure quo predecessores sui tenuerant iuxta formam 
instrumenti predicti investivimus et tenore presentium investimus recepto ab eo 
iuramento fidelitatis more debito et consueto, hoc tamen adiecto, quod nos abbas 
et conventus deinceps de portione frumentali dumtaxat nos contigente et quartali 
reverendo in Christo patri ac domino nostro . . dei gratia Constantiensi episcopo 
solvere debemus quartam et ego Ülricus de Niwenegge similiter de portione quartali 
me contingente de fructibus quartalibus percipiendis de curia prenotata deinceps 
exsolvere debeo domino nostro . . episcopo prenotato. In cuius rei testimonium 
presentem litteram sigillorum venerabilis patris ac domini nostri H. dei gratia Con- 
stantiensis episcopi et nostrorum muniminibus petivimus et fecimus communiri. Nos 
magistri Walt, scolasticus et C. prepositus nee non canonici maioris et sancti Johannis 
ecclesiarum Constantiensium gereutes vices predicti domini nostri episcopi ad petitionem 
partium predictarum sigillum episcopale presentibus duximus appendendum. 

Datum Constantie, anno domini MCC nonagesimo nono, feria quinta post festum 
pentecostes proxima, indictione duodecima. 

Ital. Perg. Siegel des Bischofs Heinrich von Konstanz, s. Bd. 10, S. 166. Für weitere Siegel sind nicht 
einmal Einschnitte im Pergament vorhanden. — Regest: Hohenzoll. Mitth. 11, 79 (lies 95). — Regg. episc. Constant. 3114. 
a) e übergeschrieben. 



5290. 

Priorin und Konvent von Löwenthal überlassen dem Kloster Petershausen eine Hörige, die 
sich mit einem Eigenmann dieses Klosters verheiratet hat. 

Löwenthal 1299. Juni 13. 

Omnibus presentium inspectoribus . . priorissa et conventus sanctimonialium 
monasterii in Leontal dyocesis Constantiensis || subscriptorum notitiam et sinceram 
in domino caritatem. Cum Hainricus de Altmanswiller servus monasterii || de Petri 
Domo se cum Mehtildi filia quondam Cünradi molitoris que nobis ancillari iure 
pertinebat matrimo||nialiter copulasset et propter hoc disceptationis materia inter 
nostrum monasterium et predictum monasterium de Petri Domo suboriri timeretur, 



254 ' 1299. Juni 13 und 15. 

nos receptis tribus libris denariorum Constantiensium ab ipso monasterio de Petri Domo 
et eisdem in maiores nostri monasterii utilitates totaliter conversis prefatam Mehtildim 
et eiusdem filiam unicam Elizabetam nomine, quam ante predictum matrimonium per 
alium virum habebat, sepedicto monasterio de Petri Domo de scitu et consensu 
honorabilis in Christo . . prioris fratrum Predicatorum domus in Constantia rite et 
legittime vendidimus et easdem corporaliter transtulimus cum omni earundem peculio 
in id ipsum, servata circa hoc omni sollempnitate iuris et consuetudinis que in talibus 
servari est debita et consueta, in evidentiam omnium premissorum presentes dicto 
monasterio tradentes sigillorum nostri monasterii quo communiter utimur et dicti 
prioris robore communitas. 

Datum Leontal, anno domini MCC nonogesimo nono, idus Junii, indictione 
duodecima. 

Karlsruhe. Orig. Perg. Stark abgeriebene und beschädigte Siegel, 1) des Konvents von Löwenthal, s. Bd. 10, 
S. 633. 3) des Predigerpriors von Konstanz, s. Bd. 8, S. 437. 



5291. 
Konrad von Pf äf fingen verkauft eine Wiese an Kloster Kreuzungen. 

lesingen 1299. Juni 15. 

Ich Cünrat von Phäffingen tun kunt allen den die disen gegenwärtigen brief || 
sehent alder hörent lesen, daz ich mit Hainriches und Ludewiges miner brüder || willen 
und gunste mine wise an dem marktwege gen lesingen bi der Helbe||linginun 
lehenwisen han gegeben ze köfenne . . dem abbet und dem convente von Criizelingen 
an des selben gotzhusez stat für ain ledig aigen umbe drizeg Schillinge Haller, der 
ich öch von in gewert bin, und son wir die vor genanten gebrüder alle drie des 
vor genanten gotzhusez weren sin, daz wir in die vor genanten wise vertigen für 
ain friez und ain ledig aigen, alz sitte und gewonlich ist, des vergehen wir alle drie 
gemainlich an disem briefe. Und daz diz wäre si, dar umb geben wir die vor ge- 
nanten drie gebrüder unser gemain insigel an disen brief. 

Dis geschach ze lesingen uf der vor genanten wise, und wart dierre brief geben, 
da ze gegen waren: her Hainrich der lApriester ab Wurmelinger berge, her Wernher 
der mietphaffe von lesingen, Albreht ab dem Berge, . . der marschalk von lesingen 
und . . dii vor genante Helbelingin ain wittewe und ander erbäre lüte genüge, die 
ez sahen und horten. Dar zu bat ich der vor genante Cünrat die burger von Koten- 
burch, daz si öch ir stat insigel gäben an disen brief z ainer Urkunde der warhait. 



1299. Juni 15 und 16. 255 

Wir die vor genanten burger geben ünserr stat insigel an disen brief z ainem urkiinde 
durch des vor genanten Cunrates bette. 

Diere brief wart geben in dem jare, do man zalte von gottes gebürte zwelf 
hundert jar niinii und nünzeg jar, an dem nähsten mäntage nach uzgänter phingestwochen. 

Frauenleld. Orig. Perg. Siegel 1) der Herren von PfäfHngen, s. o. S. 243, 1299 Mai 17. 2) der Stadt 
Rottenburg, s. Bd. 8, S. 319. — Auszug: Regg. der Schweizer. Eidgenossenschaft. Kreuzungen Nr. 115. 



5292. 

Der Offizial der Würzburger Kurie entscheidet den Streit des Klosters Frauenthal und 
Eberhards von Ellrichshausen tvegen der Güter und Einkünfte des Klosters in Neusess 

und Igersheim. 

Würzburg 1299. Jnni 16. 

In nomine domini. Amen. Coram nobis . . officiali curie Herbipolensis comparuit 
procurator . . abbatisse et conventus dominarum in Vrowental ordinis || Cysterciensis 
contra Eberhardum de Elricheshusen libellum offerens infra scriptum: 

Coram vobis domino . . officiali curie Herbipolensis || proponit in iure frater 
Conradus procurator . . abbatisse et conventus dominarum monasterii in Frauwental 
ordinis Cysterciensis nomine earundem dictique monasterii || contra Eberhardum de 
Elricheshusen, quod ipse contra iustitiam occupavit et detinet occupatos mansos seu 
redditus infra scriptos cum suis pertinentiis spectantes iure dominii vel quasi ad 
monasterium prelibatum et siti sunt in Nusezze et in Igersheim: Bertoldus Hovelich 
solvit LX denarios quatuor caseos tres pullos unum scilicet carnisprivialem et duos 
estivales. Item Wolzo Rubesame unum maltrum siliginis LX denarios quatuor caseos 
et similiter tres pullos. Item G. filius Merkelini LX denarios quatuor caseos et 
similiter tres pullos. Item . . dicta Richgart XXX denarios duos caseos unum pullum 
carnisprivialem et unum estivalem. Item heredes seu pueri Sikelmanni tan tum ut 
Riggardis. Item Heinricus Gickel octo solidos Hallensium quatuor caseos unum pullum 
carnisprivialem et duos estivales. Item Conradus Reizer octo denarios duos pullos. 
Item Conradus Merze VII denarios. Item Conradus Langraann sex denarios. Item 
Sifridus de Harthusen LX denarios IUI caseos unum pullum carnisprivialem duos 
estivales. Item Irmengart relicta quondam Ludewici quatuor solidos Hallensium 
duos caseos unum pullum carnisprivialem II estivales. Item Erenbi'eht IUI solidos 
Hallensium et unum pullum carnisprivialem. Predicta omnia si necesse fuerit oculo 
demonstrantur. Quare petit dictus procurator nomine quo supra, quatenus prefatum 



256 1299. Juni 16, 

Eberhardum ad restitutionem dictorum bonorum cum fructibus perceptis ad X libras 
Hallensium estimatis senteütialiter compellatis. Hec dicit salvo iure addendi minu- 
6ndi etc. Petit etiam expensas in lite factas et faciendas astringens se ad ea tantum 
que sibi sufficiunt. 

Lite itaque super huiusmodi petitione legittime contestata prestitoque a partibus 
liinc inde calumpnie iuramento factis positionibus et responsionibus subsecutis testibus 
ab utraque parte productis et eorum attestationibus publicatis exhibitis etiam multis 
et diversis exceptionibus replicationibus et rationibus hinc et inde et tandem concluso 
negotio partibus prefiximus terminum ad diffinitivam sententiam audiendam, cumque 
in assignato termino procuratores partium essent in nostra presentia constituti, nos 
visis auditis et intellectis attestationibus rationibus et iuribus partis utriusque et super 
hiis deliberatione prehabita cum peritis, quia nobis constitit quod . . abbatissa et 
conventus dominarum in Vrowental ac earum procurator intentionem suam plene 
probaverunt, predictum Eberhardum ad restituendum dictis dominabus bona sive 
redditus in libello contentos nee non ad solvendum eis octo libras Hallensium pro 
expensis in lite factis, quas dictus procurator iuramento suo taxatione nostra premissa 
docuit se fecisse, condempnamus per diffinitivam sententiam in hiis scriptis sigillo 
curie Herbipolensis in testimonium roboratis. 

Lata est hec sententia anno domini MCC nonagesimo Villi.'), feria tertia post 
octavam penthecostes, presentibus domino Andrea de Gundolvingen archidiacono, 
domino Hermanno de Liebesperg, domino Wolframo de Lynach, domino Alberto 
de Wilnowe canonicis ecclesie Herbipolensis, domino . . abbate de Brunnebach, magistro 
Conrado de Fuhtewang, magistro Alberto de Bopphingen, magistro Gotschalko ad- 
vocatis, Heinrico de sancta Katharina, Gotfrido tabellione, Conrado de Crutheim ac 
aliis quam pluribus fide dignis ad hoc vocatis testibus et rogatis. 

Abhängendes Siegel des Würzburger Hofs, s. Bd. 9, S. 299. — Auszug dieser Urkunde und der folgenden 
Stücke bei Bessert, Urkk. des Kl. Frauenthal, in Württ. Vierteljahrsh. 1889, S. 226 ff. Darnach im Hohenloh. 
ÜB. 1, 425 n. 595; beide mit Zeitangabe 1298. 

1) An dieser Zahl ist mit anderer Tinte und wie es scheint, von anderer Hand eine (bei genauer Unter- 
suchung deutlich erkennbare) Korrektur vorgenommen worden, die aus VIIH durch Ansetzen eines abwärts gehenden 
Hakens an die dritte I eine VIII zu machen bezweckte, veranlasst wohl durch das Datum des nachfolgenden 
Verhörs der Zeugen des Beklagten. Allein da die Replik des Klosters zeitlich nach diesem Zeugenverhör von 
1298 Febr. 21 anzusetzen ist und dort ein Termin auf Freitag nach Kyliani =: Juli 11 bestimmt ist, so kann das 
Urteil nicht mehr im Juni 1298, muss vielmehr im Juni 1299 gesprochen sein. 

Verhör der Zeugen des Klosters. 

Officialis curie Herbipolensis. Datum per copiam. Intendunt probare . . abbatissa 
et conventus dominarum || in Frauwental contra Eberhardum de Elricheshusen, quod 



1299. Juni 16. 257 

bona sita in Nusezze et in Jegersheim de quibus [questio] || est spectant ad dictum 
monasterium. Item quod dicta bona Peti'issam de Markolsheim sororem monasterii 
predicti || pro parte portionis hereditatis mateme contingebant. Item quod tantumdem 
bonorum equivalentiuni Fridericum de Elricheshusen fratrem dicte P. ratione matris 
pro parte sua in dictis villis similiter contingentem ipse Fridericus vendidit. Item 
quod dicta Petrissa assignavit dicto Friderico usufructum dictorum bonorum sub ea 
condicione, quod ipso Friderico sine heredibus decedente bona petita ad dictam 
Petrissam seu ad dictum monasterium libere devolverentur. Item quod dictus Fride- 
i'icus promisit restituere dicta bona monasterio predicto et Petrisse si sine heredibus 
decederet. Item quod hoc fecit de consensu domini H. de Brunecke. Item quod 
Eberhardus reus bona predicta contra iustitiam abstulit dominabus et monasterio 
predicto et fructus de ipsis percepit. Item quod de hiis est publica vox et fama. 
Astringunt se ad ea tautum que sibi sufficiunt. Queratur a quolibet teste, unde sciat 
quod bona de quibus questio est spectant ad monasterium et quomodo ad ipsum 
monasterium pervenerint, si viderint et audiverint quod donata fuerint monasterio, 
quibus presentibus in quo loco et quamdiu est et quo tempore anni. Item super 
secundo articulo queratur, unde sciant quod dicta bona contingebant ad Petrissam 
pro parte portionis hereditatis, si interfuerint divisioni hereditatis que facta fuit 
inter ipsam contingente-S'. Item que fuerint bona que vendidit si interfuerint venditioni 
et cui vendiderit et quamdiu est. Item super IUI. articulo queratur, si interfuerint 
huic condicioni et si viderint vel audiverint et quibus presentibus facta fuerit condicio 
et si ipse F. eandem condicionem revocaverit vel non. Item queratur. quomodo 
dicta bona ad Eberhardum devenerint, si Fridericus dederit sibi vel si in iudicio 
seculari obtinuerit, et si dicunt, queratur unde sciant. Item super V. articulo queratur 
unde sciant, quod Fridericus promisit dicta bona restituere monasterio et Petrisse si dece- 
deret sine heredibus, si hiis interfuerint et viderint et quibus presentibus et quamdiu 
est quod factum fuit et unde sciant, quod de consensu domini H. de Bruneck factum 
fuerit. Item queratur, cuius condicionis sint testes et cui attineant, si deliberaverint 
et de aliis circamstantiis secundum quod videbitur expedire. 

Otto de Nusezze testis iuratus rogatus de primo articulo, qui est quod bona 
sita in Nusezze et in Jegersheim de quibus questio est spectent ad dictum monaste- 
rium, dicit secundum quod sonat et hoc ex relatione domine Petrisse et aliorum 
didicit. Kequisitus de secundo articulo, qui est quod dicta bona Petrissam de Markols- 
heim sororem monasterii predicti pro parte portionis hereditatis materne contingebant, 
dicit sicut sonat et addit, quod bona non fuissent divisa, et hoc ideo seit, quia novit 
patrem et matrem domine Petrisse et avum et avam ipsius a quibus bona processerunt. 
Requisitus de tertio articulo, qui est quod tantumdem bonorum equivalentium Fridericum 

IX. 33 



258 1299. Juni 16. 

de Elricheshusen fratrem dicte Petrisse ratione matris pro parte sua in dictis villis 
similiter contingentem ipse Fridericus vendiderit, dicit sicut sonat. Requisitus unde 
sciat, dicit quod quibusdam emptionibus et venditionibus interfuit, quibusdam non. 
Requisitus quibus emptionibus interfuisset et quibus non, dicit quod Ludewicus dictus 
Busch emit redditus in Cimmern X solidorum Hallensium et unius pulli carnisprivialis 
cui emptioni ipse testis interfuit. Item dicit quod Wolzzo de Nusezze emit ibidem 
scilicet in Niusezze dimidium mansum solventem X solidos Hallensium IUI caseos et 
III pullos, cui emptioni non interfuit, sed tarnen seit quia ipse emptor secum sedet 
in villa. Item dicit quod miles dictus Sutzel emit in Jegersheim redditus IUI un- 
ciarum denariorum unius maltri siliginis et IUI pullorum cui emptioni interfuit. Item 
dicit quod Sivridus filius Arnoldi emit redditus XVIII denariorum et unius pulli in 
Jegersheim cui emptioni interfuit. Item dicit quod Rudegerus Snurre emit in Jegers- 
heim redditus XX denariorum et unius pulli, cui emptioni non interfuit. Item dicit 
quod Wisse de Marckoldesheim emit agrum in marcliia Goltbach pro tribus libris 
cum dimidia Hallensium, cui emptioni non interfuit. Item dicit quod Petrissa Svellerin 
emit agrum in eadem marchia pro libra cum dimidia, cui emptioni non interfuit. 
Item dicit quod H. Kircher emit vineam in marcliia Jegersheim pro X unciis dena- 
riorum, cui non interfuit. Dicit etiam quod bona vendita fere tantum valeant quantum 
residua. Requisitus de quarto articulo, qui est quod dicta Petrissa assignavit dicto 
Friderico usufructum dictorum bonorum sub ea condicione, quod ipso Friderico sine 
heredibus decedente bona petita ad dictam Petrissam seu ad dictum monasterium 
libere devolverentur, dicit sicut sonat. Requisitus, unde sciat, dicit quod vidit et 
interfuit cum actum fuit in villa Marckolsheim in curia claustri que prius fuit domine 
Petrisse et quod vix obtinuisset aput dominam abbatissam dictam de Stophen. Re- 
quisitus de V. articulo qui est quod fecit de consensu domini H. de Brunecke, dicit 
quod sie, quia ipse dominus de Brunecke petivisset pro famulo predicto. Requisitus 
de sexto articulo, qui est quod dictus Fridericus promisit restituere dicta bona mona- 
sterio predicto et Petrisse si sine heredibus decederet, dicit sicut sonat, dicit etiam quod 
non audivisset quod ipse Fridericus premortuus unquam revocasset illam condicionera. 
Dicit etiam quod nemo vivit ut credat qui interfuisset condicioni nisi ipse et domina 
Petrissa. Dicit etiam quod tunc fuisset colonus curie predicte in Marckolsheim et quod sint 
XXV anni quod factum fuit. Dicit etiam quod nesciat qualiter bona predicta venerint 
ad ipsum reum, sed dicit quod detineat contra iustitiam. Liber est ut asserit, non est etc. 
Dictus Winter de Jegersheim testis iuratus rogatus dicit, quod ex relatione 
patris sui audivit quod predicta bona magis de iure spectent ad dictum monasterium 
quam ad ipsum reum, sed nescit specificare unde hoc sit. Aliud nichil sibi constat, 
proprius est domini K. de Hohenloch, non est etc. 



1299. Juni 16. 259 

Götze de Nusezze testis iuratus rogatus concordat cum dicto Winter, sed quod 
audivit ab ijjso reo, quod frater suus premortuus commiserit sibi quando ivit Misnam 
cum domino H. de Brunecke ut preesset eis usque ipse veniret, sed cum redivit 
resumpsit bona sua et postea nulli commisit et dixit: si deinceps me contingeret 
transfretare nulli ego committerem bona mea. Liber est, non est etc. 

Ecclesiasticus de Jegersheim testis iuratus rogatus concordat cum predicto G., 
sed addit quod interfuit cum F. premortuus commisit ipsi Eber, bona predicta cum 
ivit Misnam. Proprius est domini de Brunecke, non est etc. 

Bertoldus de Nusezze testis iuratus rogatus concordat cum Gotzoni, sed audivit 
ab aliis quam a reo. Liber est, non est etc. 

C. vinitor dominarura de Gnadental testis iuratus rogatus concordat cum primo 
teste in condicione et hoc audivit ab ipsa domina Petrissa. Aliud nichil sibi constat, 
attinet sancto Kyliano, non est etc. 

Domina Petrissa a qua processerunt bona testis iuratus rogatus de primo articulo 
et secundo et quarto dicit sicut sonat, quia per se fecit, sed de aliis articulis con- 
cordat cum primo teste et hoc seit ex relatione primi testis. 

Elizabet de Altheim testis iuratus rogatus concordat cum primo teste de con- 
dicione et hoc seit ex relatione ipsius primi testis. 

Hedewigis de Gattenhoven testis iuratus rogatus concordat cum dicta Elizabet 
et hoc seit ex relatione domine Petrisse et aliorum. 

H. de Jegersheim testis iuratus rogatus dicit quod noverit patrem et matrem 
domine Petrisse a quibus bona de quibus questio est processei'unt et ideo dicit quod 
maiori iure pertineant ad dictum monasterium et dictam Petrissam quam aliquem 
alium. De aliis articulis dicit sicut sonant et ex relatione aliorum seit. Dicit etiam 
quod reus per potentiam intromiserit se de bonis et violenter ea detineat cum nullum 
ins habuerit nee adhuc habeat in eisdem. Proprius est domini K. de Hohenloch, 
non est etc. 

Abhängendes Siegel des Offizials. Auf der Rückseite gleichzeitige Aufschrift: Testes actricum. 

Verhör der Zeugen Eberhards von Ellrichshaiisen. 

Ohne Ortsangabe. 1298. Februar 21. 

Officialis curie Herbip olensis. Datum per copiam. Coram vobis domino . . officiali 
curie Herbipolensis in causa, quam . . procurator || . . abbatisse et sanctimonialium cenobii 
in Frauwental nomine earundem movet Eberharde de Elricheshusen, idem Eberhardus || 
super falsitate quam proposuit et proponit contra testes productos ex parte dictarum 
. . abbatisse et sanctimonialium probai'e intendit, quod || frater suus Fridericus quondam 



260 1299. Juni 16. 

de Elricheshusen bona sita in Igersheim et in Nuseze pro quibus contenditiir donavit 
et tradidit Eberharde predicto. Item quod idem Fridericus fuit in possessione ipsorum 
bonorum pacifica et quieta. Item quod idem Eber, se intromisit de eisdem bonis 
ij)S0 Friderico fratre suo adhuc vivente sciente et consentiente et mandante. Item 
probare intendit idem Eber, quod dictus Fridericus non usufructuarius sed proprie- 
tarius sive dominus fuit bonorum predicto rum. Item quod utebatur ipsis bonis dum 
vixit tamquam propriis. Item quod de eisdem bonis et ad ea pertinentes agros prata 
et redditus distraxit vendidit et alienavit pro voluntate sua. Item quod in hoc nee 
per dominam Petrissam aut ipsas dominas de Frauwental vel alium quemquam pro- 
hibitus fuit. Item quod alienationes facte per Fridericum predictum et venditiones 
de bonis que debebant contingere eum pro sua portione hereditaria, ut asserit pars 
actricum, super quibus etiam alienationibus et venditionibus testes earum deposuerunt, 
facte sunt citra proxime transactos tres vel quatuor quinque aut sex seu ad maius 
octo annos. Protestatur nichilominus prenominatus Eber, inter eum et partem ad- 
versam super rebus seu bonis supradictis exceptionem de re finita, quam si necesse 
fuerit se ofFert loco et tempore probaturum. Item quod domina abbatissa predicta 
pro se et sororibus promisit data fide stare diffinitioni domini de Brunecke. Item 
quod Eber, hoc similiter data fide promisit. Item quod dominus de Brunecke super 
eo pronuntiavit sive diffinivit. Item quod hanc pronuntiationem sive diffinitionem 
neutra partium contradixit. 

Queratur super primo articulo, si ius donandi habuerit, unde habuerit ius donandi 
et si pura sua fuerit proprietas et solida bona et in solidum sua fuerint. Item super 
secundo articulo queratur, si suo nomine solo possederit vel soror partem habuerit 
prioris matrimonii. Item super tertio articulo queratur, si tanquam ilie cui res 
committitur conservanda vel tanquam proprietarius aut donatarius cui donatur. Super 
quarto, si soror Friderici habuerit aliquid iuris in bonis vel competebat. Super 
quinto queratur, qualiter reputabant ipsum Eber, recepisse et si presentes fuerint 
tempore receptionis bonorum. Super sexto queratur, si iure potuerit alienare. Super 
septimo queratur, si sciverint domine alienationes. Item queratur quomodo sciant, 
visu vel auditu, item de loco, quibus presentibus. 

Heinricus dictus Kirchener testis iuratus rogatus de primo articulo intentionis, 
videlicet si Fridericus quondam frater Eberhardi rei donaverit et tradiderit Eberhardo 
predicto bona sita in Igersheim et in Nuseze, de quibus questio est, dicit quod sie. 
Eogatus unde sciat dicit quod presens fuit quando Fridericus premortuus voluit et 
debuit ire ad terram Misenensem, tunc donavit et tradidit ipsi Eberhardo dicta bona 
sub tali condicione, quandocunque rediret quod restitueret ei ipsa bona donatione 
huiusmodi penitus revocata. Dicit etiam testis, quod cum dictus Fridericus reversus 



1299. Juni 16. 261 

esset de terra Misenensi non repetiit dicta bona sed dictus Eberliardus tenuit eadem 
bona usque ad mortem fratris sui tamquam proprietarius sive dominus eorundem 
bonorum. Rogatus, ubi donatio bonorum facta fuerit, dicit quod in Igersheim in curia 
dicti Weisen. Rogatus, quamdiu sit, dicit quod sit oblitus. Rogatus de die et de 
mense et de tempore anni dicit quod fuerit in yeme una die circa sero. De aliis non 
est memor. Presentes ibi fuisse nominat . . dictum Weisen, . . dictum Luene de Nu- 
sezze, Bertoldum de Reno et alios quam plures quos nominare nescit. Item rogatus, 
si Fridericus habuerit ius donandi dicta bona et unde habuerit ius donandi et si sua 
in solidum fuerint, dicit quod credat sie, quia ex successione materna ad ipsum 
eadem bona pervenerint. Dicit etiam se ab aliis audivisse quod soror Friderici 
monialis nuUam partem habuerit in dictis bonis quia alia bona equivalentia fuerunt 
ei ad claustrum tradita et donata. Item rogatus, si Eberhardus distraxerit vendi- 
derit et alienaverit agros prata et redditus ad dicta bona pertinentes dicit quod non. 
Item rogatus, si alique aligenationes et venditiones facte fuerint per Fridericum pre- 
mortuum, dicit quod sie, quia presens fuit quando vendidit partem bonorum pro 
XVIII libris Hallensium avunculo suo dicto Sucel et filiis suis ac aliis hominibus in 
eisdem bonis residentibus et istam venditionem dicit factam fuisse citra IUI annos 
vel sex proxime transactos. Rogatus si per dominam Petrissam aut ipsas dominas 
de Frauwental vel alium quemquam proliibitus fuerit vendere, dicit quod non. 
Rogatus dicit quod venditio bonorum facta fuerit pro parte in Igersheim et 
pro parte in Mergentheim. Domino de Brunecke attinet, propter cuius partici- 
pationem excommunicationis vinculo est ligatus. Negat se instructum nee subor- 
natum etc. 

Conradus dictus Luene testis iuratus rogatus per omnes articulos intentionis 
dicit se presentem fuisse quando Fridericus donavit et tradidit fratri suo dicta bona 
sine omni condicione, quia non putavit se de terra Misenensi rediturum. Dicit etiam 
testis quod reverso Friderico nichil intellexit de receptione vel de restitutione 
bonorum, sed vidit Eberhardum in quieta possessione eorundem bonorum usque ad 
mortem fratris sui. Rogatus de tempore de die de hora diei de loco et de presentibus 
concordat plane cum primo teste preter hoc, quod dicit donationem factam circa 
festum beati Jacobi. Item rogatus dicit se interfuisse quod Fridericus vendi[di]t 
partem dictorum bonorum pro Septem libris Hallensium et quod nuUus ipsum in 
venditione huiusmodi impedivit et quod viginti anni ab illo tempore sint transacti. 
Dicit etiam quod postea vendidit partem bonorum et hoc relatione aliorum didicit. 
In aliis concordat cum teste primo, non est excommunicatus nee instructus, nulli 
dicit se attinere. 

Conradus dictus Weise testis iuratus rogatus dicit se donationi interfuisse et 



262 1299. Juni 16. 

addit, quod Fridericus postquam reversus fuit de terra Misenensi utebatur dictis bonis 
sicut hoc etiam dicit se vidisse. Rogatus de die de loco de presentibus de hora 
diei concordat cum primis testibus preter hoc quod donatio facta fuit ante hiemen 
nee horam diei in memoria retinuit. De aliis articulis rogatus dicit de relatione 
sibi constare. Domino de Brunecke attinet, non est instructus etc. 

Eckehardus testis iuratus rogatus dicit, quod donationi predicte interfuit et 
narrat per omnia sicut secundus testis, preter hoc quod post reversionem Friderici 
nescit quid actum fuerit inter fratres, nescit etiam quamdiu sit et qua die et hora 
diei fuerit, sed de presentibus et de loco concordat cum testibus antedictis. De 
alienatione seu venditione facta per Fridericum dicit sibi constare de relatione veridica 
aliorum. Non est instructus, dominis de domo Theuthonica attinet. 

Bertoldus de Reno testis iuratus rogatus dicit et concordat per omnia de visu 
et auditu cum Eckehardo proximo- teste. Istos testes iudex absolvit ab excommuni- 
catione donec deposuerunt. 

Dictus Crumelin miles testis iuratus rogatus dicit quod una dierum venit ad 
dominum Got. de Brunecke et invenit dominam . . abbatissam de Frauwental et 
Eber, de Elricheshusen apud eum contendentes mutuo de possessione de quibus questio 
est et quelibet partium dixit se esse in possessione dictorum bonorum. Tandem 
promiserunt stare sententie quatuor militum quorum ipse testis uuus fuit, alios non 
nominavit. Qui milites diffiniendo pronuntiaverunt quod vicinia que vulgariter kunt- 
schaft dicitur requiri deberet super eo et quam partem ilhi vicinia diceret esse in 
possessione quod illa pai'S gaudere deberet de ea, quousque alia pars evinceret ab ea, 
et tres viri de consensu partium fuerunt deputati ad predictum ius videlicet kuntschaf 
perscrutandum, quos ipse testis non noscit, qui dixerunt quod in dicta kuntscaht 
percepissent quod ipse Eber, fuisset in possessione. Diffinitioni super eo facte testis 
non interfuit, nescit etiam si dominus de Brunecke fuerit quatuor unus nee ne aut 
si in ipsum solum fuerit compromissum. Dicit etiam quod de proprietate nichil ibi 
tactum fuit. Rogatus, ubi hec facta fuerint, dicit quod in opido Auwe in stupa pre- 
positi. Rogatus de tempore dicit quod sit minus quam octoginta annis, hoc sciat 
pro certo, aliud nichil dicit sibi constare. Non est excommunicatus etc. 

Dominus Gotfridus de Brunecke, cui partes iuramentum voluntarie remiserunt, 
dicit per omnia sicut sonant articuli intentionis, excepto eo quod dicitur quod fide 
data partes promiserint stare arbitrio, quia nescit si fidem super eo dederint, et 
addit quod cum predicti tres qui electi fuerunt super kuntschaf scrutanda sibi 
retulissent quod Eber, esset in possessione dictorum bonorum, ipse pronuntiavit dictum 
Eber, debere gaudere de ea quousque alia pars evinceret ab eo, et si domine aliquid 
haberent proponere contra ipsum, quod hoc facerent ubicunque ipsis placeret. 



1299. Juni 16. 263 

llogatus ubi hoc pronuntiaverit dicit quod in opido Auwe predicto. Non est excom- 
municatus. 

Ludewicus de Cregelingen miles testis iuratus rogatus dicit quod vidit et audivit, 
quod quidam inonachus ex parte dominarura de Frauwental concordavit in Heinricum 
militem de Cregelingen et Eber, in Heinricum militem de Markolsheim et ambe 
partes communiter consenserunt in dominum G. de Brunecke et militem dictum 
Crumelin testem supradictum promittentes stare arbitrio seu diffinitioni dictorum 
quatuor super possessione dictorum bonorum, qui quatuor diffinierunt quod kunt- 
schaft deberet requiri super eo, ut testis dictus Crumelin deponit. Item dicit, quod 
ipse testis deputatus fuit de consensu partium cum Andrea de Markolsheim et Theodrico 
dicto Vocke ut irent ad villam Igersheim et experirent, quod kuntschaft dicitur, super 
dicta possessione. Qui cum venissent ad villam Igersheim, XII rustici iurati dixerunt 
quod Eber, esset in possessione dictorum bonorum et hoc ipsi tres domino de Brunecke 
retulerunt, qui pronuntiavit prout superius in dicto suo apparet. Non est etc. 

Rapoto de Igersheim testis iuratus rogatus dicit sibi nichil constare de omnibus 
articulis intentionis, nisi quod una die venit cum domino H. de Brunecke ad villam 
Erlach et invenit ibi dominam . . abbatissam de Frauwental et Eberhardum apud 
dominum G. de Brunecke et dixit dominus H. de Brunecke ad patruum suum: patrue, 
bene videas si possis concordare dominam abbatissam et Eber. Qui respondit quod 
nollet se intromittere, tandem precibus ductus dixit, quod utraque partium unum 
pro se eligeret, ipse vellet ad hoc laborare ut reconciliarentur secundum iustitiam 
vel amorem super possessione predicta. Tunc Eber, nominavit illum de Tanne vel 
dictum Rizzel, quem de hiis posset habere, et domina abbatissa dominum H. de 
Cregelingen, et dominus de Brunecke prefixit eis locum placiti in Frauwental, sed 
quomodo ibi placitassent ignorat et dicit quod postea veuerunt quidam milites ad 
villam Igersheim missi a domino G. de Brunecke volentes experiri, que partium esset 
in possessione dictorum bonorum, et illi dederunt possessionem Eber. Aliud nichil 
constat sibi. 

Wolzo de Nuseze testis iuratus rogatus dicit quod ipse testis emit hereditatem 
dimidii mansus apud fratrem suum et ius hereditatis sive feodi recepit tam a dominabus 
in Frauwental quam a Friderico fratre Eber, nunc mortuo et postea emit proprie- 
tatem a Friderico nullo contradicente. Rogatus quomodo bona pervenerint ad Eber, 
dicit quod videbatur sibi possibile quod ei succederet cum fuisset frater suus. Addit 
etiam quod ordinatum fuit inter predictum Fridericum nunc defunctum et dominam 
Petrissam, quod si ipse Fridericus intraret aliquem habitum quod tunc bona debe- 
rent sibi cedere, sed si ita moreretur sine heredibus quod tunc bona deberent cedere 
claustro in Frauwental. Aliud nichil sibi constat de omnibus articulis intentionis. 



264 1299. Juni 16. 

Rudegerus dictus Snurre de Igersheiin testis iuratus rogatus dicit quod emerit 
redditus XX denarioriim apud Fridericum premortuiim nullo contradicente. Aliud 
nichil sibi constat. 

Sifridus filius Arnoldi de Igersheim testis iuratus rogatus dicit quod emerit apiid 
Fridericum premortuum redditus III solidorum denariorum et unum pullum nullo 
contradicente. De aliis concordat cum Wolzone teste predicto per omnia. Isti IUI 
testes dicunt, quod oporteat eos participare domino H. de Brunecke excommunicato, 
alias non sunt vitiosi. 

Theodricus Vocke testis iuratus rogatus dicit, quod Ulricus*) de Cregelingen et 
Andreas de Markolsheim nunc defunctus una cum ipso teste inquisitionem fecerunt 
super possessione bonorum de quibus questio est, quia tam actrices quam reus dicebant 
se possidere. Tandem a rusticis tam in Igersheim quam in Nuseze veraciter intel- 
lexerunt, quod Eber, reus esset in possessione et ipsi domino de Brunecke Got. dictam 
inquisitionem retulerunt, qui una cum ipsis testibus pronuntiavit ipsum reum in pos- 
sessione et debere gaudere de illa, quousque evinceretur ab eo. Dicit etiam, quod 
rustici predicti sibi dixerunt, quod Fridericus de Elricheshusen Eber, fratri suo dederit 
bona de quibus questio est in potestatem suam sed nescit quo iure. De aliis nichil 
constat sibi nisi ex relatione. Excommunicatus fuit, sed examinator auctoritate sibi 
commissa ipsum absolvit et postea retrusit. 

Heinricus de Markolsheim miles testis iuratus rogatus dicit, quod lis et questio 
vertebatur inter actrices et reum super possessione bonorum de quibus questio est, 
cum utraque pars dicebat se esse in possessione, tandem partes compromiserunt super 
dicta possessione in sententiam domini Got. de Brunecke, dicti Crumelin militis et 
ipsius testis, qui unanimiter diffiniendo pronuntiaverunt super dicta possessionis 
questione, quod illa pars deberet gaudere possessione, quam rustici sive kuntschaft 
dicerent fuisse in possessione tempore mote litis et ad hoc deputati fuerant testes 
prenominati videlicet L. de Cregelingen, An. de Markolsheim, Th. Vocke, sed secunde 
sententie non interfuit. Rogatus ubi ista facta fuissent, dicit quod in Baldolsheim. 
De proprietate et de iure utriusque partis aliud nichil sibi constat. Excommunicatus 
fuit, sed examinator ipsum absolvit auctoritate sibi commissa et iterum retrusit. 

Istis attestationibus publicatis anno domini MCC nonagesimo VIII., feria sexta 
ante dominicam Invocavit, ad excipiendum contra eas feriam tertiam post dominicam 
Reminiscere proximam pro termino assignamus. 

Abhangend beschädigtes Siegel des Offizials. Auf der Rückseite : Testes super exceptione rei, ijue est 
quod testes monasterii falsum dixerint et quod res finita fuerit per sententiam. 
a) Vielmehr Ludewicus.. 



1299. Juni 1(5. 265 

Replik des Klosters. 
Ofticialis curie Herbipolensis. Datum per copiam. Coram vobis domino . . 
officiali curie Herbipolensis ex parte dominai'um monasterii in Frauwental replicando || 
proponitur contra exceptiones per Eberhardum de Elricheshusen propositas et primo 
ad hoc quod dicit excipiens, quod Petrissam nulla portio hereditatis contingat || nisi 
actualis divisio sit facta, in hoc male et contra iura allegat et quod idem dictum 
sit contra iura probatur: Codicis de iure dotium lege ante divisionem et Digestorum ") || 
familie herciscunde per totum**), et per se patet sine allegatione. Ad hoc autem, 
quod dicit excipiens, quod Fridericus quondam frater Petrisse donaverit ipsi reo bona 
de quibus agitur et ex hoc intendit quedam concludere ut in exceptionibus sequitur, 
videlicet quod reus per lianc donationem iustum titulum et ius iure habeat et etiam 
quod testes falsum dicant, respondetur quod si donatio facta esset et probata reum 
non relevat, quia dictus Fridericus portionem hereditatis Petrissam contingentem alii 
donare non potuit, quia pro non dato habetur etc., et quod dicta portio ipsam Petris- 
sam contingat sufficienter est probatum per testes, qui de falsitate per determinationem 
loci et temporis ut iuris est non arguuntur, prout dicit glossa ordinaria de proba- 
tionibus: licet"). Item quia etsi petita bona non essent portio hereditaria, quia tamen 
probatum est quod dicta Petrissa dicta bona commisit ipsi Friderico sub ea condicione, 
quod si ipse sine liberis legittimis decederet ad ipsam bona eadem devolverentur 
seu ad dictum monasterium, et, cum condicio nunc exstet, patet quod ipse Fridericus 
dicta bona alienare vel donare non potuit. Licet confiteatur reus quod plures res 
dicte hereditatis ipse Fridericus vendiderit, per quam confessionem testes actricum 
iuvantur et eedem res alienate in suam hereditariam portionem merito inputantur. 
Ad ultimum quod dicitur quod non solum fuit usufructuarius sed proprietarius et 
quod de eisdem hereditariis rebus vendidit et distraxit pro voluntate sua, dicitur 
quod ad hoc supra responsum est, videlicet quod eedem res vendite et distracte in 
portionem ipsius F. hereditariam debent merito inputari et quod ultra debitam por- 
tionem distraxit restituet et idcirco quod pro se allegat contra se recipiat. XIX 
distinctio: Si Romanorum ^). Sic etiam probatum est per hanc confessionem, quod 
Fridericus habuit portionem hereditatis predicte et ultra. Ad falsitatem autem testium 
probandam, quam pluries obicit, dicitur quod non est admittendus cum proponatur 
sine determinatione loci et temporis ut supra dictum est. Preterea quod testes dicunt 
de XXV annis non respicit venditiouem dicti Friderici sed illura articulum intentionis 
qui sie incipit: item quod dicta Petrissa assignavit dicto Friderico usufructum dic- 
torum bonorum sub ea condicione etc., et lioc apparet cuilibet intuenti. Et idcirco 
petitur ut non obstantibus premissis exceptionibus per iura reprobatis reum ad 

restitutionem petitorum sententialiter condempnetis. 

XI. .S4 



266 1299. Juni 16 und 20. 

Ad dupplicandum parti rei feriam sextam post festum beati Kyliani") pro ter- 

mino assignamus. 

a) Vorlage : ff. Über diese Abkürzung für digesta vgl. Kämmerer, Über die Sigle ff. Rostock 18.34. 

b) Corpus iuris civilis I. 16 C. de iure dotium 6, 12 und D. 10, 2 familiae erciscundae. 

c) Glosse zu Corp. iur. civ. 1. 22 C. de probationibus 4, 19: licet actor dielt se iion posse probare, onus 
tarnen probationis non refunditur in reum etc. 

d) Corp. iur. can. c. 1 Dist. 19 des decretum Gratiani. 

e) Vgl. dazu die .\nm. 1, S. 266. 

Aufzeichnungen des Offzials über sein Urteil und seine Gründe dafür. 

Quia nobis constitit quod abbatissa et conventus in Froental ordinis Cisterciensis 
intentionem suam plene probaverunt, ipsum Eburhardum de Alricheshusen ad restitu- 
tionem predictorum bonorum ipsi monasterio faciendam per diffinitivam sententiam 
condempnamus salva ipsis petitione expensarum. 

Item prima causa que me movit ad sententiam proferendam : quia ipse Ebur. 
confessus fuit, quod ista bona processissent a matre Friderici et Petrisse et quod 
successissent in illi« matri. 

Item secunda causa, quod cum ab utraque parte testes essent producti, VI remanse- 
runt concordes pro intentione actricum quod donatio quam dicunt Fridericum fecisse non 
fuerit pura sed condicionalis et ideo adveniente condicione cessat, dummodo sit possibile. 

Item tertia causa fuit, quod III testes, qui videbantur dicere de donatione Fride- 
rici ipse E. nuda fuit") nee aliqua causa subiciebatur quare donatio facta fuerit, non 
est verisimile quod frater det fratri bona sua et careat precipue pauper. 

Diese Bemerkungen stehen auf der Rückseite des Zeugenverhörs imd sind offenbar vom Oftizial selbst 
geschrieben, jedenfalls von anderer Hand als die Urkunden selbst. 
a) So! 



5293. 

Konstanz 1299. Juni 20. 

Bischof Heinrich von Konstanz vidimiert und bestätigt dem Kloster Adelberg die 
Urkunde Graf Ludwigs von Spitzenberg über das Fatronatrecht der Kirche in Süssen von 
1267 Januar 4'). 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum Constantie, anno domini MCCXC nono, XII. kalendas Julii, indictione XII. 

Abhängendes Siegel, s. Bd. 10, S. 166. — Regest: Regg. episc. Constant. 3116. 

1) Gedruckt Bd. 6, S. 288. 



1299. Juni 20. 267 

5294. 
Bischof Heinrich von Konstanz inkorporiert seinem Domkapitel die Kirche zu Cannstatt. 

Kastei 1299. Juni 20. 
Hainricus dei gratia Constantiensis episcopus universis Christi fidelibus presentes 
litteras inspecturis subscriptorum notitiam cum salute. Quamvis ex conmissi nobis 
regiminis officio promotionem et utilitatem omnium ecclesiaium nostre diocesis 
affectemus, capitulum tarnen ecclesie nostre catliedralis, quod tanquam membrum suo 
corpori nobis est speciali vinculo copulatum, et promotionem ac utilitatem eiusdem 
prosequi debemus singulari gratia et favore pre ceteris speciali ipsumque prerogativa 
amplecti gratie specialis. Cum itaque ius patronatus ecclesie in Kannstat nostre 
diocesis dicto capitulo ecclesie nostre Constantiensis pertineat inmediate et dinoscatur 
cum suis pertinentiis sine quovis dubio pertinere, nos iugi meditatione intendentes 
augmentationi reddituum prebendarum canonicorum ipsius ecclesie nostre Constan- 
tiensis et eiusdem capituli augere redditus, ut liberius et conmodius ac desiderabilius 
per augmentum prebendarum canonicorum et confratrum divina in ipsa ecclesia nostra 
Constantiensi celebrent officia et horas affectent canonicas libentius Interesse, ad 
petitionem instantem dicti capituli ecclesiam predictam in Kannstat, in qua ut pre- 
missum est ius obtinent patronatus, deliberatione preliabita diligenti et tractatu 
sollempni premisso ipsius ecclesie nostre Constantiensis mense camere et usibus per- 
petuis pro nobis nostrisque successoribus quicunque fuerint et pro nostro episcopatu 
Constantiensi realiter in perpetuum presentibus inconmutabiliter et irrevocabiliter 
deputamus annectimus et applicamus, ita quod vacante ecclesia predicta ipsum capi- 
tulum nobis presentet ad eandem perpetuum vicarium per nos de cura animarum 
ipsius ecclesie deputandum ") et redditibus congruis, de quibus iura episcopalia per- 
solvere, hospitalitatem sibi conpetentem teuere et congruam sustentationem valeat 
obtinere, ab ipso capitulo investiendum tamquam perpetuum vicarium ecclesie prenotate, 
aliis redditibus et obventionibus universis ipsius ecclesie — proventibus vicarie perpetue 
duntaxat exceptis — mense usibus et camere perpetuis capituli memorati ecclesie nostre 
Constantiensis debitis et cedentibus et perpetuo applicandis ac recipiendis et perci- 
piendis ab ipso capitulo sine cuiusvis contradictionis obice et inpedimenti, quos etiam 
redditus universos, ut est premissum, vicarii perpetui sustentatione congrua duntaxat 
excepta, dicti capituli ecclesie nostre Constantiensis usibus et camere tam pro nobis 
quam pro nostris successoribus et pro nostro episcopatu Constantiensi realiter in 
perpetuum scriptis presentibus annectimus et irrevocabiliter applicamus, retentis tamen 
nobis nostrisque successoribus in perpetuum et speeialiter reservatis iuribus ei)is- 
copalibus in ecclesia prenotata. In omnibus itaque et singulis supradictis per nos 
recognoscimus et confitemur adhibitam fore verborum ac gestuum sollempnitatem 



268 1299. Juni 20 und 21. 

debitam et cousuetam. Et ut ea que premissa sunt aut quodlibet eorundem sub 
stabilitate et firmitate inconmutabili perseverent, renuntiamus circa ipsa et quodlibet 
eorundem tarn pro nobis quam pro nostris successoribus nostroque episcopatu Con- 
stantiensi realiter in perpetuum beneficio restitutionis in integrum principaliter vel 
etiam incidenter, litteris a sede apostolica vel aliunde inpetratis et in posterum 
inpetrandis, auxilio defensionis non adhibite sollempnitatis, Omnibus constitutionibus 
et statutis tarn editis quam edendis, omni auxilio legum et canonum exceptionibus 
impuwgnationibus actionibus et defensionibus ([uibuscumque et generaliter omni suf- 
fragio tarn in specie quam in genere, quo mediante premissa vel ipsorum quodcunque 
ullo unquam possent tempore violari. Et in evidentiam ac fidem incommutabilem 
singulorum et omnium premissorum presens instrumentum supradicto capitulo ecclesie 
nostre tradimus sigilli nostri robore communitum. 

Datum et actum in kastro nostro Kasteln, anno domini MCC nonagesimo nono, 
XII. kalendas Julii, indictione duodeeima. 

Karlsruhe. Kopb. d. Konstanzer Domkapitels, sign. n. 506 fol. 26». — Regest: Reg. episc. Goustant. Hll.ö. 
a) Verschrieben: deputandis. 



5295. 

Ritter Konrad Lesch von Uissigheim und seine Frau Alheid von Bachenstein überlassen 
dem Deutschordenshaiis zu Meryentheim ihren Hof in Bolzhausen als Unterpfand für 

versessene Gült. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Juni 21. 
Ich Cunrad Lesch eyn ritter geheiszen zu üssickem und Alheit von Bachenstein 
sin wirtin bekennen offenlich an diesem brief und thun kunt allen den, die in lesen 
sehend oder horent, daz wir den erbern geistlichen luten bruder Herman Leschen 
unserm lieben oheim lantconiethur der bruder des Tutschen huses sanct Marien zu 
Franken und comethur von Mergentheim und andern bruder des selben huses von 
Mergentheim verkaufen und verkauft haben vor etlichen jaren usz unserm hof zu 
Boltzhusen sechs und zwentzig malter korngulte zu rechem eygen jerlichs ewiclich zu 
enpfahen und in zu gelten, als an andern brief en die wir in dar über gegeben haben 
genzlichen geschriben stet. Wan aber wir von kommer und not, die uns von groszer 
schuld wegen swerlich ufflag, den vor genanten lantcomethur und brudern die gulte 
der sechs und zwenzig malter koms etlich jar versaszen und versessen haben, daz in 
ir gulte nicht geviel, daz es gerechent und geachtet wart uf achtzik malter korns 
on zwy malter, dar umb sie uns beclagten und ansprachen vor geistlichem gerichte 
und uns in die baut des swersten bands brochten, so sin wir nu solichs krieges und misse- 
hellung, die zwischen uns von beder syt vor etlicher zyt bis her gewert hat, zu 



1299. Juni 21 und 22. 269 

ganzer und fruntlicher sune und Verrichtung kummen. also daz wir bede eymuticlich 
mit gesamenter hant für uns und für alle unser erben den vor genanten lantcomethur 
und brudern ufgeben und in antworten den selben hof zu Bolzhusen mit allem recht, 
also wir in bisher an diesz zyt vor recht eygen besessen han, zu setzen und zu ent- 
setzen lediclich und geruelich als ander ir fries eygen, und verziehen uns alles des 
rechten des uns ader unsern erben dar an gevugte ader gevugen mochten mit hande 
und mit halmen nach des landes gewonheit also lang, bis daz den vor genanten lant- 
comethur und bruder« die achtzig malter korns an zwy malter über ir rechten gult 
der sech und zwentzig malter genzlich und gar ingenemen und dar nach für basz 
mer den selben hof mit allem recht als lang sollen inne haben und besitzen, 
bisz daz wir den selben lantcomethur und brudern für die vor genanten sechs 
und zwentzig malter korngulte, die in ewiclich gefallen solle, sollen steitunge 
und gewiszheit thun, die sie genamen und gewert mügen sin. Dar nach so sol der 
selb hof lediclich wieder an uns und an unser erben gefalle als da vor, die weile aber des 
nit geschieht nach gescheen ist, so sollen die vor genanten lantcomethur und bruder 
den hof inne haben und waz nutz über ir gulte der sechs und zwentzig malter 
und über alle kost die wietder uf den hof gen mag wie die genant were jerliches 
gevellet, den selben nutz sol man uns zu Wickersheim ader zu Phutzege antworten 
an geverde. Daz diese vor genante dink alle und igliches sunderlich ganz und un- 
zubrochen blyben, so haben wir gebeten unsern herren hern Gräften den edeln man 
von Hohenloch, den erbern herren meister Burchart von Tierberg richter und official 
von Wirzpurg, daz sie ir beder ingesigel zu eyner gezugnisze gehenkt han an diesen 
brief. Der ding sin gezug her Cunrat und her Graft des vor genanten unsers herren 
süne von Hohenloch, her Wipprecht von Zymern eyn ritter, Arnolt Grener, Hertwig 
Scheuber schultheisz von Mergentheim und Heinrich Zolner von Mergentheim und 
ander erber lute gnug, die daz sahen und horten. 

Geben nach Christi geburt dusent zwy hundert jar in dem nun und nuntzigisten 
jar, an dem nehsten sontag vor sant Johans tag des Teuffers. 

Kopb. des Deutschordenshauses Mergentheim aus dem 15. Jahrh., Bl. 86''. — Auszug: Wirt. Franken 1848, 
2, 10. - Regest: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 435 n. 608. 



5296. 

Elisahet die Tochter des Ffatzgrafen Konrad von Tübingen und Witwe Ottos von Eberstein 

verzichtet auf eine Gült, die sie und ihre Vorfahren seither von der Kirche in Oberkirch 

oder Poltringen bezogen haben, und freit die Kirche von allen Dienstbarkeiten. 

Esslingen 1299. Juni 22. 
Presentium litterarum inspectoribus universis Elizabet Gönradi quondam palatini de 



270 1299. Juni 22 und 23. 

Tiiwingen filia || nobilis viri quondam Ottonis de Eberstain relicta Constantiensis dyo- 
cesis rei notitiam subnotate. Cum nonnulli nostri || progenitores cum per se tum 
per alios ab ecclesia de Oberkilch sive Boltringen pretextu cuiusdam con8ue||tudinis 
hactenus quadraginta maldrorum tritici et siliginis mensure in Herrenberg annuam 
receperint pensionem et cum omne ius et factum competens memoratis nostris pro- 
genitoribus in ecclesia memorata in nos hereditario sit translatum, cumque per in- 
spirationem religiosarum ac secularium personarum in iure videlicet peritarum didi- 
cerimus incunctanter, quod laicis in rebus ecclesie disponendis vel recipiendis nulla 
facultas regulariter est tributa, nos generaliter quecunque genera servitutis et specialiter 
pensionem maldrorum predictorum hiis scriptis remittimus pure propter deum ecclesie 
memorate et eandem ecclesiam cum omnibus suis rebus a quavis laica subiectione 
exactione ac servitiorum prestatione reddimus liberam et solutam omni exceptione 
seu defensione legis et canonis, que de iure vel consuetudine per nos aut per aliquos 
nostros successores possent in contrarium attemptari, penitus circumcisis. In quorum 
omnium evidentiam cunctis et singulis clausulis memoratis sollempnitatem adhibuimus 
debitam et consuetam et presens instrumentum inde confectum nostro sigillo fecimus 
communiri. 

Actum et datum Ezzelingen, anno domini MCC nonagesimo nono, decimo kalendas 
Julii, indictione XII. 

Ital. Perg. Rundes Siegel, 42 mm., zwei Heilige ; es scheint eine Darstellung der Begegnung der Maria 
Magdalena mit dem Auferstandenen nach Johannis 20, 15 zu sein: die rechtsstehende grössere Figur, hinter der 
ein Baum steht, hat die Rechte mit 2 ausgestreckten Fingern (segnend) erhoben und hält in der Linken einen 
Spaten (als Hinweis darauf, dass ihn Magdalena für den Gärtner hielt), die andere erhebt beide Hände flehend 

ihm entgegen; Umschrift: S .TE . DE . TIVGfGN • ET • DE • EBIRSTAf. - Abdruck: ZGORh. 15, 86. - 

Schmid, Pfalzgr. v. Tübingen, ÜB. .56. 



5297. 

Eberhard von Ehningen testiert zu Gunsten von Kloster Kniebis. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Juni 23. 

Notum sit omnibus presentium inspectoribus, quod ego Eberhardus dictus de 
Öndin||gen animadvertens humane condicionis fragilitatem nolens igitur intestatus || 
decedere et cum pio motus sim affectu maxime erga fratres seu dominos || domus 
sancte Marie de Kn^bus — noverint inquam quod ego animo premeditato de consensu 
Adelhaidis uxoris legitime legavi atque tradidi cunctas res quas actenus possedi seu 
de cetero possidendi sumus mobiles seu immobiles. In evidentiam premissorum, ne 
predicta valeant suffocari, sunt hec que expressa sunt concessa pro tempore vite 



1299. Juni 23. 27] 

nostre uobis tlumtaxat pro censu annuali videlicet sex denariorum Tungensium exsol- 
vendorum dictis fratribus. Huius rei testes sunt: Hermannus sacerdos de Sülze dictus 
Müge, Bar. dictus Ungeriht, H. dictus Swager, Hermannus dictus Burrer, Wernherus 
dictus Vulhaber et H. dictus Ungeriht. In huius facti evidentiam sigillum predicti 
Hermanni sacerdotis quoi'um porrochiani sunt dictus Eberhardus et Adelhaidis pre- 
sentibus est appensum. 

Datum anno domini MCCLXXXXIX., in vigilia Johannis Baptiste, indictione XII. 

Abhangend spitzovales Siegel, c. 34, 22 mm., auffliegender langgeschwänzter Vogel ; Umschrift : f • S • H • 
VICEPLEBANI • IN • ENDINGIN. 



5298. 

Frozess der Klause Neunkirchen mit Burkhard von Roth Chorherrn in Öhringen. 

a) Bischof Mangold von Würzburg beauftragt den Doinherrn Friedrich Speth den Streit 

zu untersuchen und zu entscheiden. 

Würzburg 1299. Juni 23. 

M. dei gratia episcopus Herbipolensis honorabili viro Friderico dicto Speyte 
nostre ecclesie canonico salutem || cum aifectu sincero. Causam quam dilecte in 
Christo Giitha et sorores inclusorii in Nuwenkirchen || movent seu movere intendunt 
Burchardo de Rode canonico ecclesie Orengeuwensis tibi committimus per || presentes 
mandantes, quatenus partibus vocatis eandem audias et fine debito decidas faciens 
quod decreveris per censuram ecclesiasticam firmiter observari. Testes autem qui 
fuei'int nominati, si se gratia odio vel timore subtraxerint, cogas eaäem censura veritati 
testimonium perhibere. 

Datum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo IX., in vigilia beati Johannis 
Baptiste, jiontificatus nostri anno XII. 

Abhangend Reste des Siegels. 

b) Klagschrift der Klause Neunkirchen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August 19. 

Coram vobis domino Friderico Spete canonico ecclesie Herbipolensis iudice delegato 
a reverendo in Christo patre domino M. episcopo Herbipolensi proponit in iure 
Gutha magistra sororum inclusorii in Xüwenkirchen pro se dictisque sororibus et pro 
inclusorio earundem contra Burcardum de Rode canonicum in Orengaw, quod licet 



272 1299. Juni 23. 

ipse sorores diutius fuerint et adhuc sint in possessione pacifica et quieta unius aree 
cum suis pertinentiis, que sita est in dicta villa Nüwenkirchen, cui confinat ex una 
parte ortus decani ibidem ex alia strata publica ex tertia pratum dietarum sororum 
ex quarta domus dicti Helblinc, prefatus tarnen Bur. reus ipsas sorores in possessione 
dicte aree inquietavit et perturbavit nee non inquietat graviter et perturbat in dietarum 
sororum dictique inclusorii preiudicium et gravamen. Quare petit dicta magistra 
nomine quo supra, quatenus ipsum Burcardum, ut ab inquietatione et perturbatione 
predicta desistat et de dampnis et iniuriis ipsis per eum propter hoc illatis ad duo- 
decim libras Hallensium estimatis satisfaciat, sententialiter compellatis. Hec dicit 
salvo iure addendi minuendi etc. Petit etiam expensas in lite factas et faciendas, 
astringit se etc. 

Oblatus est iste libellus anno domini MCC nonagesimo nono, feria quarta post 
assumptionem virginis gloriose. Cui respondebitur in crastino decollationis beati 
Johannis Baptiste. In quo termino omnes dilationes proponentur, et si dies fuerit 
feriata etc. 

Aufgenommen in der Ausfertigung des Urteils, s. u. h. 

c) Domherr Friedrich Speth setzt Termin an zur ersten Verhandlung. 
Ohne Ortsangabe. 1299. August 31. 

Fridericus dictus Spethe canonicus Herbipolensis ecclesie iudex a reverendo patre 
II domino Herbipolensis ecclesie episcopo delegatus in causa quam sorores inclusorii 
in Nuwenkirch || et Burchardus de Orengoe in presentia nostra movent, lite con- 
testata ad iuramentum || de calumpnia et ad positiones faciendas et respondendum 
eisdem nos dictis partibus de earum consensu proximam feriam quartam pro termino 
assignamus. 

Actum anno domini MCC nonagesimo IX., in vigilia beati Egidii. 

Abhangend spitzovales Siegel, 35, 24 mm., oben die hl. Margareta, gekrönt, beide Hände erhoben, in der 
Rechten ein Kreuz, zu ihren Füßen der Drache, unten kniender Beter ; Umschrift : t • S • FREDERICI • ü • 
FEMIGE • GAN • AVG. d. h. Augustensis. 

d) Beweissätze der Klause Neunkirchen mit Hinzufügung der Entgegnungen Burkhards von Roth. 

Ohne Zeitangabe. 

Ponit iuramento suo et probare intendit H. de sancta Katarina procurator 
magistre et sororum || inclusorii in Nuwenkirchen nomine earundem dictique in- 
clusorii contra Bur. de Rode canonicum Oren||gowen8em, quod dicte sorores nomine 



1299. Juni 23. 273 

suo et (licti iiiclusorii fuerunt in pacitica possessione aree || de qua questio est cum 
pertineutiis suis: coiifitetur (i[uod aliquando possidebat. Item qliod ipsam aream et 
ipsius pertinentia A'III annis pacilice possederuiit et si negaverit descendatur : dicit 
quod uon pacifice possederunt. Item quod dicte sorores earumque inclusoriuin adhuc 
stmt in possessione bonorum: negat. Item quod eo tempore quo fuerunt in possessione 
dictorum bonorum dictus I5ur. cum suis complicibus manu armata se de dictis bonis 
intromisit: dicit quod auctoritate iudicis. Item quod dictus Bur. ratione dictorum 
bonorum phiries inpignoravit colonos eorum nomine earundem: confitetur. Astringunt 
se ad ea tantum que sibi sufüciunt. 

Abhangend Bnichstück des bei c beschriebenen Siegels. Vor Item regehnäßig c-ffirmige Kubiikzoichen. 
Auf dem Rücken der Urkunde gleichzeitig: positiones dominarum. 



e) Beweissätze und Verhör der Zengen Burkhards von Roth. 

Ohne Ortsangabe. 1,299. November 7. 

F. dictus Spete canonicus Herbipolensis iudex a reverendo patre Herbipolensi 
episcopo delegatus. Datum per copiam. Intendit probare Bur||kardu8 de Rode contra 
. . magistram et sorores inchisorii in Nuwenkirchen, quod bona in libello posita 
videlicet aream cum suis pertinentiis || pater ipsius Bur. in feudum tenuit ab episcopo 
Herbipolensi qui tunc temporis fuit ratione ecclesie Herbipolensis, a qua huiusmodi 
bona in feudum processerunt et || procedere debent. Item quod Gerwicus de Sachsen- 
ttüre et Wipertus de Zimmern et Zurcho de (labelstein et Got. de Sassenttür et C. 
de Winsterlocli milites, in quos predicte partes compromiserunt feria secunda 
ante festum beati Johannis Baptiste proxime transactum, ad presentiam domini epis- 
copi Herbipolensis venirent ostensurc' coram eo quicquid utraque pars iuris in eisdera 
bonis haberet, cum ipse Bixr. predictus assereret se feodaliter esse investitum de bonis 
ipsis ab episcopo, . . magistra autem et sorores affirmabant quod de consensu ipsius 
episcopi, a quo quondam pater Bur. in feudum tenuit ipsa l)ona, nunc essent earum 
propria facta, quia Bur. dictus Siizel ipsis bona illa propria fieri procurasset et 
ordinasset, et cui parti dominus episcopus recognosceret dicta l)ona pertinere eadem 
pars ipsa bona a parte altera evicisset. Item quod iam dicta feria secunda partes 
coram domino episcopo Herbipolensi compararunt et quod dominus episcopus recog- 
novit dicta bona Bur. pertinere quia eum de eisdem investisset. Item quod dominus 
episcopus ratione iam dicte recognitionis et sententie ipsum Bur. misit in possessionem 
dictorum bonorum. Item quod in scriptis commisit domino Craftoni de Hohenloch, 

quod ipsum Bur. in ipsis bonis defenderet nee sineret ei a predictis sororibus vel 
XI. m 



274 1299. Juni 23. 

earum amicis aliquam molestiam irrogari. Item quod dictus Bur. intravit dictorum bono- 
rum possessionem et corporaliter eam apprehendit auctoritate iudiciaria scilicet domini 
episcopi Herbipolensis, scilicet jjulsatis campanis ville in Nuwenkirchen et intimatione 
facta rusticis illius ville qui tunc präsentes fuerunt quod apprehendere vellet possessionem 
bonorum in libello contentorum, qui responderunt consuetudinem esse ville, quod quis 
per pulsationem campanarum precedente agrorum scilicet et pratorum sitorum in 
marcliia ville predicte [possessionem apprehendit]. Item quod est consuetudo illius ville 
quod [per] intimationem et campanai'um pulsationem rusticorum predictorum possessionem 
quis apprehendit. Item coram quibusdam rusticis constituit Heinricum vor dem Hove 
dictum eorundem bonorum possessorem. Nee astringit se ad probanduni omnia predicta, 
sed si qua ex eis probaverit sibi prosint tamquam plura non fuerint proposita quam 
probata. Queratur a testibus utrum bona de quibus agitur nunc procedant in feudum 
a domino episcopd Herbipolensi vel si sint propria. Item que ex sororibus compro- 
miserint et quot sorores presentes fuerint. Item si ille sorores que dicuntur com- 
promisisse liabuerint ad hoc mandatum et potestatem ab aliis sororibus absentibus, 
et unde omnia ista sciant. Item queratur quid fuerit factum coram domino episcopo 
et utrum magistra habuerit mandatum procuratorium ab aliis sororibus vel si aliquis 
procurator ex parte ipsarum sororum comparuisset coram episcopo feria il. ante 
festum beati Johannis Baptiste et qualiter utraque pars ibi ins suum ostenderit et 
qualis fuerit ibidem petitio ipsius Bur. et responsio sororum et unde omnia ista sciant. 
Item super omnil)us articulis de loco tempore visu auditu et omuibus circumstantiis. 
Protestatur etiam quod omnia probata reum non relevant. Cetera suppleat examinator. 
Dominus Zurcho miles de Gabelstein iuratus rogatus de j^rimo articulo intentionis 
dicit quod nichil constat ei. Rogatus de II. articulo dicit quod Mergentheim in 
presentia domini K. de Hohenloch sorores inclusorii in Nuwenkirchen elegerunt 
duos milites sive duas personas, Bur. reus etiam duas, dominus de Hohenloch dedit 
dominum C. militem de Vinsterloch pro quinta persona, in quo partes consenserunt 
et compromiserunt quod quicquid ille quinque persone pronuntiarent haberent latum 
et firmum, que convenerunt in unum seu concordaverunt quod vellent pronuntiare 
quod partes deberent venire ad presentiam domini episcopi Hei'bipolensis dominww; feodi 
et cuicunque parti dominus episcopus recognosceret dicta bona pertinere eadem pars 
ipsa bona a parte altera evicisset. Sed antequam pronuntiarent illam sententiam, dominus 
Wipertus de Husen frater de domo Theuthonica loquebatur quod cum predicte domine 
haberent litteras domini episcopi super predictis bonis vellent venire ad presentiam 
domini episcopi et cuicunque parti dominus episcopus recognosceret dicta bona quod 
ille [e]vicisset ea. In quo consensit dominus Bur. cum ipse etiam haberet litteras 
super eis. Testi nichil plus constat de negotio supradicto. 



1299. Juni 23. 275 

Dominus C. de A'insterlocli testis iuratus rogatus dicit") (juod credit firmiter 
quod coiicordaverunt in sententiam sive in arbitros sed neu pronuntiaverint"). Con- 
cordat per omnia cum primo teste, sed dicit quod audiverit tantum dnas sorores loqui 
et ignorat quot fueriut presentes, sicut et primus qui dicit quod fuerint tres vel 
quatuor presentes. Nescit de die quia oblitus, primus dicit quia in ebdomada pente- 
costali aut feria tertia vel quarta. In aliis concordat. 

Heinricus miles de Bartenstein testis iuratus rogatus concordat cum antedictis 
testibus nisi quod uou fuit unus de illis quinque personis quia casu venit ad locum. 

Sifridus dictus Helbelinc de ^Nuwenkirchen testis iuratus rogatus de primo articulo 
intentionis dicit quod sciat ex vera scientia quod procedant dicta bona in feudum 
a domino episcopo. De secundo articulo nichil constat ei. De tertio dicit quod 
audivei'it tantummo<,lo a famulo domini Bur. et a deciino in Xuwenkirchen qui legit 
litteras domini episcopi super pi-edictis bonis coram ipso teste et quibusdam aliis. 
Item dicit quod quodam die dominico dictus Bur. venit Nuwenkirchen et interrogavit 
de consuetudine ville qualiter quis deberet apprehendere possessionem aliquorum 
bonorum, qui responderunt per omnia secundum quod continetur in intentione, et 
sie predictus Bur. apprehendit possessionem per pulsationem campanarum, sicut dieitur 
in intentione. Hec testis vidit audivit et iuterfuit, dicit et quod pulsatis campanis 
dominus Bur. dixit Heinrico dicto vor dem Hove: Heinrice tu es mens, tu debes te 
intromittere de l)onis istis, qui respondit: vos domini de villa istud bene auditis, hoc 
consideretis ne contingat me incurrere indignationem dominarum mearum quia oportet 
me obedire domino meo. Sed domine receperunt frumentum et annonam in campo isto 
nesciente quia procurator sive scultetus dominarum dixerat ei quod nollet ea colligere 
ante festum sancti Jacobi, sed statim per duos dies vel tres collegit. De aliis ignorat. 

Heinricus dictus vor dem Hove testis iuratus rogatus concordat per omnia cum 
Sifrido teste precedente et est proprius domini Burkardi. 

Rudegerus dictus in dem Hove testis iuratus rogatus dicit quod dominus Bur. 
interrogavit eum quali iure sive quali consuetudine ville illius deberet se intromittere 
de possessione bonorum, cpii respondit quod deberet paleam recipere de domo vel 
stramina extrahere de tecto, hoc videretur sibi esse iuris. Nichil aliud constat sibi 
de facto nisi quod audivit ab aliis ([ui interfuerunt et audiverunt et viderunt quod 
dominus Bur. intromisit se de possessione ut est dictum. 

Preterea ego Petrus camerarius in Kuncelsowe citaveram quosdam alios testes 
ad perhibendum in causa eadem testimonium veritati qui non comparerunt, et quia 
domini mei sum negotiis occupatus ita quod non sum certus quando possim in domo 
propria inveniri. ideo vobis negotium remitto et istas attestationes sigillo domini mei 
de Rannenberg sigillatas. 



27<; 1299. Juni 2B. 

Publicate sunt iste attestationes anno domini MCCLXXXXIX., sabbato ante 
Martini, et prefiximus parti dominarum inclusorii supradicti feriani 11. ante Katerine 
ad excipiendnm in dicta et personas testium supra dictorum. 

Al)hangend das Siefjel des Donihenn Friedricli Speth wie an c. Die am Anfaiij; einzelner Ah-schnitte stehenden 
c-förmigen Rubiikzeichen sind im Abdruck weggelassen worden. — Regest: Weller, Hohenloli. ÜB. 1, 430 ii. (111. 
■^ — a") Die Stelle von ((nod bis in die Mitte de.s Wortes |ironunt — iaveriiil auf Rasur. 

f) Friedrich Speth setzt Termin zur BepHh an. 
Ohne Ortsangabe. 1299. November 2:>. 

Fridericus dictus Spete de Feimigen ecclesie Herbipoleiisis canonicns iudex a 
reverendo || domino Herbipolensi episcopo delegatus in causa quam sorores inclusorii 
in Xuwenkirclien || Bur. de Orengowe in presentia nostra movent piiblicatis 
attestationibus partis utriusque || ad replicandum contra exceptiones sor(n-um pre- 
dictarum et ad excipiendum conti'a personas et dicta testium ipsarum proximam 
feriam seeundam post circumcisionem domini pro termino assignamus. 

Datum et actum anno domini MCC nonagesimo IX., proxima feria secuiida ante 
Katerine et eodem termino pars dominarum excipiet contra unura testem Bur., contra 
quem antea nou fiiit exceptum, Hermannum scilicet filiuni quondam Thierolfi. 

Abhängendes Siegel wie bei c. Auf der Rückseite der Urkunde gleichzeitig: Iste terminus eodem iure 
continuatus est ob spem compositionis uscpie ad feriam se.xtam i)ost inuilicationem. 

g) Einrede gegen den Zeugen des Beklagten Hermann den Sohn weiland Tierolfs. 

Ohne Zeitangabe. 

Coram vobis domino F. Spete canonico || Herbipolensi iudice a domino episcopo 
Herbipolensi || delegato ex parte inclusorii in Xuw'en||kirchen excipiendo proponitur 
contra personam et dicta Hermanni tilii Tierolfi testis domini Hur. de Orengau, quod 
dictum suum non relevat producentem. Xam etsi dominus episcopus mandasset ijisi 
Bur. dai'i aliquas litteras, lioc non prodesset, cum hoc factum esset ijjsis dominabus 
non citatis non confessis non convictis et iuris ordine penitus pretermisso. Katio : 
ipso iure quoad ipsas dominas tales Httere nulle sunt: Extra de constitutionibus 
ecclesia, de probationibus quoniam contra, 11 questio I Nos in quemquam") cum 
multis similibus. Ratio: si jirincipale scilicet missio non valuit nee accessorium 
videlicet si se occasione talig littere de dictis bonis intromisit: Extra de fide instru- 
mentorum inter''). Nee obstat quod ex parte dicti Hur. dicitur, quod occasione 
cuiusdam compromissi dicte domine tenerentur coram domino e])iscopo coin])aniisse, 



1299. Juni 23. 277 

quia. illud compromissum nulluni fuit nee doraine inclusorü ([ue tunc presentes erant 
habebant ad hoc l'aciendum aliquam potestatem a sororibus inclusorü nee erat 
aliqua pena vallatum, imnu) nee aliquid actum fuit ibi quod possit ipsis domiuabus 
preindieium generare ut patet cuilibet intuenti acta. 

Das Pergamentlilatt, worauf diese Ausfühi-ungen geschrieben sind, ist mit einem l^eri;amentstreifchen an f 
befestigt. Es ist zum zweitenmal verwendet ; unter der Schrift sind nocli Spuren einer ausradierten Adresse zu 
erlvennen, wie auch von ursprünglichem Briefverschluß (i Einschnitte vorhanden sind. Auf der Rückseite steht 
folgender Text, der mit dem Prozeß keinerlei Zusammenhang hat, dessen Adressat aber, Magister Konrad von 
Feuchtwangen, offenbar als Beisitzer des Richters (s. ii. die Zeugenreihe von h) in dieser Angelegenheit tätig war: 
Frater Bnrkardns comendator Theuthonicorum domus in Munrichstat viro sapienti magistro C. diclo || de Fuht- 
wangen amico suo speciali cum obnixis orationibus ad sua beneplacita se paratum. || Intellexi ({uod Juta relicta 
quondam H. dicti Scrinph nunc uxor dicti Strima |{ dominam Adelheydym ab agendo corani (jfticiali repellere 
nitatur propter excommunicationis sententiam cpiam in eam ex parte sui per dominum Herbipolensem asserit 
promulgatani. Ipsa vero domina A. nulhs est adhuc gravata sententiis proiit ex patenti predicti domini episcopi 
littera potestis colligere, quam vobis lator presentium exhijiebif. (^uare vestrain exoro diligentius honestatem, 
([uatenus sabbato nunc venturo in iudicio comparere dignemini si ((uid contra prefatani proponatur dominam 
audituri, certum ad me respectum habentes quod pro servitiis habendis i)ro ea vel habitis secundum vestrum 
beneplacitum respondebit. Formam libelii presens vobis nuntius intimabit. Qui si plenarie vobis instillare ne- 
quierit i])sius libelii responsum suspendatis quoadusque personaliter introeam, ([uo<l ebdomada propono facere 
nunc instanti. Cetera lator. 

a) Die zitierten Stellen des tlorpus iuris Canonici sind: c. 10 x de constitutionibus \,2-, c. 11 x de pro- 
bationibus 2, 19; c. 1, C. "2, qu. 1 des decr. üratiani Teil 2. 

b) C. G X de fide instrumentonun 2, 22. 



h) Domherr Friedrich Speth spricht in dieser Sache das Urteil. 
Ohne Ortsangabe. 1300. Juni 8. 

In nomine domini. Amen. Fridericus dictus Spete canonicus et plebanus maioris 
ecclesie Herbipolensis iudex a reverendo in Christo patre ac domino Manegoldo || 
Herbipolensi episcopo delegatus in causa, que inter . . magistram et sorores inclusorü 
in Niwenkirchen ex una et Burcardum de Rode canonicum Oren||gaAvensem ex parte 
altera eoram nobis hactenus vertebatur, . . procurator dictarum dominarum libellum 
obtulit infrascriptum : Coram vobis ti. s. w. Es folgt der oben unter b mitgeteilte Text 
der Klagschrift. 

Super qua petitione lite legitime contestata prestitoque a partibus ealumpnie 
iuramento factis positionibus et responsionibus subsecutis pars utraque super intentione 
sua fundanda testes produxit, quorum attestationibus i)ublicatis et exceptionibus aliquibus 
contra [personas] et dieta ipsonim exhibitis partes in dicto negotio concluserunt. Tandem 
terminum prefiximus ad diffinitivam sententiam audiendam, quo termino veniente parte 
utraque coram nobis comparente et diffinitivam sententiam pro se ferri cum instiintia 



278 1299. Juni 23. 

postulaute nos visis et intellectis cause meritis plenius et discussis nee non delibe- 

ratione prehabita diligenti quia nobis constitit, qu(Hl prefate sorores aream prenotatam 

cum suis pertinentiis legitime possederunt quodque intentionem suam sufficienter 

pi'obaverunt, ijredictum Burcardum ne easdeni magistram et sorores ipsarumque 

inclusorium in possessione predicte aree inquietet de cetero aut perturbet et ad 

solutionem duodecim librarum Hallensium pro dampnis et expensis litis, (j^uas pro- 

curator dictarum sororum ipsas habuisse et fecisse suo iuramento nostra taxatione 

prehabita declaravit, in hiis scriptis sententialiter condempnamus, salvo iure proprie- 

tatis partium hinc et inde. 

Lata est liec sententia anno domini MCCC, feria quarta post octavam pentecostes, 

continuata a feria tei-tia precedente, presentibus magistro Gotschalko, magistro Cunrado 

de Fiuhtwang advocatis, Heinrico de sancta Katherina, Friderico de Ruhsteten clerico, 

Cünrado notario nostro et aliis pluribus fide dignis. 

Abhängend spitzovales Siegel, c. 53, 34 mm., der hl. Georg stehend im Schuppenpanzer und darüber ge- 
zogenen ärmellosen Hemd, in der Rechten die Lanze mit dreilappiger Fahne, auf der ein gleicharmiges Kreuz 
angebracht ist, die Linke auf einen mit Leistenkreuz belegten Schild stützend ; Aufschrift : SANC.TVS • GEORIVS ; 
Umschrift: . . S • FHIDER • IV • VEIMIGEN • GAN • ET ■ larchidiaconi) MAIORIS • EGGE • HERBIPOLEN. 



i) Domherr Friedrich Speth beauftraijt den l'leban run O/iriiifjai, den Chorhcrrn Burkhard 

von Rot zu ermahnen, dass er die Klause Neunkirchen in dem ihr zin/esprochenen Besitz 

nicht weiter störe und die Prozesskosten bezahle. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Juni '.). 

F. Spete canonicus et plebanus maioris ecclesie Herbipolensis iudex a reverendo 
patre domino M. Herbipolensi episcopo delegatus . . plebano || in Orengowe sinceram 
in domino karitatem. In causa, que inter . . magistram et sorores inclusorii in 
Nuwenkirchen super area || una cum suis pertinentiis sita in Nuwenkirchen iuxta 
ortum . . plebani ibidem coram nobis ex tma et Burkardum de Rode canonicum || 
ecclesie Ürengouwensis ex parte altera vertebatur, nos cognitis ipsius cause meritis 
I)refatum Bur., ne predictas sorores in possessione aree prenotate inqiiietet de cetero 
aut perturbet, nee non ad solutionem XII librarum Hallensium pro dampnis et expensis 
in lite factis, quas procurator ipsarum sororum taxatione nostra prehabita et iura- 
mento suo ipsas sorores habuisse et fecisse legitime declaravit, sententialiter condemp- 
navmmus iustitia exigente salvo iure proprietatis partium hinc et inde, quare vobis 
firmiter precipiendo mandamus quatenus prefatum Bur. cum diligentia moneatis, ut 
prefatas sorores aream suprascriptam permittat de cetero possidere pacifice et (luiete 
nee ipsas in eadem inquietare presumat aut etiam perturbare, ipsisque sororibus 



1299. Juni 23 und 28. 279 

predictas XII libras Hallensium infra liinc et feriam tertiam post octavam Johannis 
Baptiste solvere non omittat, alioquin contra ipsum durius procedemus. 

Datum anno doniini MCCC, feria V. post octavam pentecostes. Reddite litteram. 

Abhaiifiend das Siegel wie an c. 

k) Scholaster Burkhard von Neumünsterstift iveist die Appellation des Burkhard von Roth ah. 

Ohne Ortsgabe. ISOO. August 17. 

Burcardus scolasticus Novi Monasterii Herbi^jolensis iudex appellationis a reverendo 
patre domino M. Herbipolensi episcopi delegatus in causa que || inter Burcardum 
de Rode canonicum ürengawensem ex una et magistram et sorores inclusorii in 
Nüwenkirchen ex parte altera vertitur procuratoribus || partium comparentibus coram 
nobis in termino a nobis ad respondendum libello prefixo, quia prefatus Burcardus 
dictis sororibus libellum non obtulerat, nos procura||torem ipsarum sororum ab instantia 
nostri iudicii absolvimus salva eis petitione congrua expensarum. 

Datum anno domini MCCC, feria quarta post assumptionem virginis gloriose. 

Abhängend ein Bruchstück des iiniden Siegels, worauf noch 2 vor dem Lehrer sitzende Schüler zu er- 
kennen sind. 



5299. 

Schwester Mechthild von Westheim stiftet ihre Jahrzeit im Kloster Lauff'en mit Äckern in 

Thalheimer und Laiiffener Flur. 

Laufen 1299. Juni 28. 

Ich swester Metlitilht von Westhen tun kunt allen den, die disen brief horent 
lesen, das ich hau || geben den vrowen von Loufen Brediger ordens vierdihalbeu 
morgen akkirs, der coufht ich zwen morgen || umme Harthmüth Engel, die ligent 
ienhalb Nekkirs in Talhemmer üoir, einen morgen umme Diemin den || Haiden, 
der liet dishalb Nekkers uf Stetvelde, unde den halben morgen der liet och 
uf Stetvelde da bi, den cauflit ich umme Ludewik den Knappen. Die ersten 
zwen morgen coufht ich umme nun phimt Haller, den drithen als da vor 
binant ist umme drie Schillinge und driu phunt, den halben umme vinf Schillinge 
und swei phunt, imd aller der vor benanten Haller werthte ich die vor benanten 
drie man, als ich gelobthe, und dar umme gaben si die vor benanten agker uf jnit 
gesamenther haut ir wirthin und ir kinde. Do ich der vor benanten affker ffewaltik 
wart, do gab ich si uf den vor binanten vrowen und enphenk si andirwab ') von den 
frowen, die da vor dikke binant sint, allii jar, die wile ich lebe, umme ein vierdunk 
wash, den sol ich geben an unserre vrown abent zu kercewilii. Und swenne ich von 



280 1299. Juni 28 und Juli 2. 

dirre werlth gescheide, so sol swel vrowe denne virbas priorin ist des cloisters immer 
nie allu jar von den vor binanten vierdihalben morgen, die nach mimme tode ledic- 
liche dem cloister vallent, sechs Schillinge Haller geben der sammunge zu ainer pitancii 
und miner sele zu hilfe. Were aber, das ich des vor benanten giites zu rechtter not 
bedorfte oder in der schulde were, die ich von varindem gute nit vergelten mochte 
und man billiche gelten solte, die schulde und not sol du priorin usrichten und sol 
denne das uberige ledicliche vallen als da vor gescriben ist. Dirre saclie gezuige 
sint: schulteis Dieme, Wernher Boil, Conrat der Schoiber und Coininc der Mezciler 
und der Mane und Herman Ludewigis Sazces tothterman. Das aber dis ganz und 
steti bilibe, des") han wir schultez Dieme und die richtter der stat zu Loufen unserre 
stette iusigil dur der vrowen bette geleget an disin brief. 

Dis gescach zu Loufen, do von Cristes geburthe waren tusent und zwei hundert 
und nun und nuncik jar, an sant Peters abent. 

Beschädigtes rundes Siegel, 45 mm., Schild mit leclitsbhckeiidem Reichsadler, im Siegelfeld Akantlms- 
blattverzierimgen ; Umschrift : f • SUilLLVM -CA ... . LOFEN. 

a) Von hier an, wie es scheint, von derselben Hand später hinzugefügt. 

1) Vgl. Fischer, Schwab. Wörterbuch 1, Sp. IHK: anderwarbe == zum zweiten Mal. 

5300. 
Krenzlhigen 1299. Juli 2. 

Abt (ieniiiy ((j.) und Konvent von KreuzUnyen extra muros Constantienses gehen 
die Güter der verstorbenen Laienschwester Häzze von Uirschau (bona quondam Häzze 
converse de Hirsöwe filie quondam . . dicti Inhart nostro monasterio pertinentia, 
videlicet vineam dictam Slengerre, agrum dictum Wegelanger, agrum dictum Kiirze, 
agrum dictum du Wise, agrum dictum uf dem Raine, agellum situm ufen Muren, 
dimidium iuger agri situm in banno Wurmelingen, quartam partem iugeris ufen 
Muron sitam, item unum iuger agri situm ibidem, dimidium itiger agri situm ufen 
Hohenwison, item aliud iuger agri situm ibidem, item dimidium iuger agri situm in 
der Owe, item dimidium iuger agri situm iuxta pratum . . ministri et curtim sitam 
in villa Hirsöwe) den Brüdern Burkhard und Heinrich genannt Inhart und ihren rechten 
Erben zu Lehen gegen einen Zins von 12 Schilling Heller auf Martini. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum et actum in monasterio nostro predicto, anno domini MCCLXXXX nono, 
feria quinta proxima post festum beatorum apostolorum Petri et Pauli, indictione XII. 

Frauenteid. Orig. Perg. Siegel eingenäht, zerbrochen. — Regest : Regg. dei' Schweizer. Kidgenossenschaft. 
Kreuzungen \r. 116 (wo der Name des Abts fälschlich (lonradus gele.sen wirdl. 



1299. Jixli 4 und (5. 281 

5301. 
Ohne Orfsangabe. 1299. Juli 4. 

C. der Sohn des ireiland B. von Riedhansen (lliethusen) verkauft (dedi ad emendum) 
seine Güter in Lengenweiler (curiam meain in Lengenweyler apud Ringenburg et mansum 
dictum liueba cum duabus areis sive curtilibus dictis selda situatis ibidem iure 
proprii omni conimoditate et usnfructu incontradicibiliter milii pertinentes) an die 
Brüder genannt Mistfürer, Bürger von Überlingen inii 10 Mark Silber Ravensburger 
Gewichts und schenkt sie ex apposita condicione mit allen Zugehörden (vallil)us agris 
pratis virgultis pascuis viis inviis ingressibus et exitibus) Gott und, dem hl. Martin in 
Weingarten in Gegenwart vieler Mönche und Laien und mit Verzicht auf alle Rechtsmittel. 

Et ut memorata faciam tirmitatis robur habere (proprio careo sigillo) hoc sci'iptum 
sisrillis meorum avunculorum Manstochi militis et H. de Rüti laici si<>:nari petivi. 

Datum anno domini MCCLXXXXIX.,' IUI. nonas Julü. 

Kopl). des Kl. Weingarten uns rlein Ui. Jahrli., sign, nocnnipnta (lescri]ita trans Scliussen. i']senlniser Aiiil)! I!l. V. 



5302. 

Hedwig die Witwe Heinrichs von Kajtfenhart und dessen Bruder Friedrich von Enzberg 
als Vormund ihrer Kinder verkaufen dem Kloster Maulbronn die Burg Kapfenhart und 

10 Morgen Weinberg hei Zaisersweiher. 

Ohne Orfsangabe. 1299. Juli iL 

Allen den die disen l)rief sehent oder hörent lesen dün icli Hedewi" liei'ii Hein- 

riches seligen von Kaphenhart elichiu wirtenne unde ich Friderich von Enzeberg des 

vor genanten Heinriches se||ligen l)rüder und siner kinde ain v(jrmunt kunt, daz wir 

mit gesameter hant und mit gemainem rat willen und wissent haben geben ze 

köfenne und ze aim rehten selegereit den eirberen heiren || dem abbet und der 

samenunge gemeinlicli von Mulenbrunnen grawes ordens Spirer bisten die bui-g ze 

Kaphenhart mit allem dem gut, daz der zu höret, walt waide velt wasser wisen 

ftcher II zinse li'ite gesüchet und ungesüchet und zehen morgen wingartes gelegen an 

dem berg ze Aichelberg bi Zaisolfswilre reht und redelicli mit allem dem reht als 

der voi' gnante Heinrich selig daz sell)e gut hat besessen, also daz die vor gnanten 

heiren von Alulenbruiiiu'n solen") mir der vor gnanten Hedewigen geben alliu jare 

z aim libgedinge die wile ich lebe zewainzig malter roggen und zewainzig malter 

dinkels zi"i unser vrowen dag der jüngeren und zewainzig malter habern ze sant 
XI. - m 



282 1299. Juli 6. 

Gallen dag und zewai füder Avins von Haselach Spirer messe ze sant Martins messe 
und zeAvainzig phunde Haller, ie zer vronvasten fünf phunt, und solen mir das selbe 
körn den win und die pheuninge entwürten mit ir kost ane allen minen schaden 
über fünf mile von ir closter swar ich wil. Und swenne ich nit enbin, so solen siu 
des vor gnanten libgedinges ze gebenne ledig sin gen alrmengelichem imd sint nieman 
gebunden noch schuldig ze gebenne das vor gescriben gelt. 8iu solen öch minen 
drin kindeu iegelichem sibenzig jjhunde geben ze closter, SAva siu wellen invarn. Ist 
aber daz ir kains ze closter nit weit varn, so solen sin im sibenzig jihunde geben 
und solen von ihm ledig sin. Ist öch das ir kains stirbet so sint siu aber ledig, 
ünde ich der vor gnante Friderich von Enzeberg vergihe och öffenlich, won ich und 
die vor gnante Hedewig den vor gnanten heiren von Mulenbrunnen die vor gnanten 
bürg mit allem dem gut, daz der zu höret, haben geben z aim rehten köfe und z 
aim rehten selegereit, so haint mir dar umme die selben heiren von Mulenbrunnen 
geben hundert phunde Haller und vergihe, das mir die selben phenninge gar und 
genzelich worden sint und das ich siu an minen nuzze habe geleit. Ich die vor 
gnante Hedewig und ich der vor gnante Friderich vergehen öch oft'enlich, das wir 
den vor gnanten heiren von Mulenbrunnen haben geben alles daz reht, daz wir an 
der vor gnant bürg und an dem vor gnantem gut baten oder haben mohten, also 
das wir noch enkainer unser eirbe enkain reht haben sol noch enmag an dem vor 
gnanten gut, und vergehen öch, das wir die selben heiren noch ir nahekomen niemer 
solen ansprechen noch bekümmern umme daz vor gnante gut weder an weltlichem 
noch an gaischelichem geriht. Siu solen öch daz selbe gut iemerme eweclich und 
aigenlich besizzen eirben unde niezen als anders ir aigen gut, unde ob wir und unser 
eirben kain reht möhten haben an dem selben gut, des verzihen wir uns für uns 
selber unde für unser eirben an disem gegenwertigen brief. Unde dar umme daz 
dis alles wäre si und stet belibe, so schüfen wir ich die vor gnante Hedewig und 
ich der vor gnante Friderich disen brief gescriben und mit unseren und mit liern 
Heinriches von Enzeberg, mit liern Rüggerus von Talhein, mit hern Heinriches von 
Rossewag, mit hern Conrades des Glatz von Lomershein ritter und mit phaö'e Hein- 
riches von Nyefern insigeln besigelt ze ainem Urkunde und z ainer vestenunge alles 
des hie vor gescriben stat. Wir Heinrich von Enzeberg, Ri'igger von Talhein, Heinrich 
von Rossewag, Conrat der Glatze von Lomershein ritter und ich phaft'e Heinrich 
von Nyefern, won wir gegenwertig w'aren an disem köfe und an disem selegereit 
und öch dur der bette willen der vor gnanten vrowen vro Hedewagen und dos vor 
gnantes Frideriches von Enzeberg willen, haben unser insigel gehenkeit an disen 
brief ze ainer vestenunge und ze ainer bezügunge alles des hie vor gescriben stat. 
Des sint gezüge: brüder Swiger von Hemertingen, brüder Heinrich der keller von 



1299. Juli 6. 283 

Nyper<>', bruder Heinrich der mittel keller von Kalwe niünke von Mulenbrunnen, brnder 
Berhtolt und brüder Steinhart laigebrüder von Mulenbrunnen, herre Walther der 
decan von Haselach, lierre Gossolt der phaffe von Pforzehein, und die vor gnanten 
ritter, die ir insigel an disen brief haint gehenkeit und öch vil ander biderber liite. 
Dis geschähe und dirre brief wart geben, do man von gottes gebürte zalt zewelf 
hundert jare unde nünzig jare in dem nündem jare, an dem ahtendem dag nalie sant 
Peters dag. 

Sieben Siegel. 1) schildförmig, c. .52, 42 mm., drei Sparren übereinander, auf jedem ein Vogel (Fasan?); 
Umschrift: ■[- • S ■ HEDEWIGI . . . E . CAPFENH.4RT i). 2) Friedrichs von Euzberg, Bruchstück. 3) Heinriciis 
von Enzberg, s. Bd. 8, S. 394. 4) Kuggers von Thalheim, s. Bd. 9, S. 211. 5) Heinrichs von Rosswag, s. Bd. K, 
S. 394. ö) des Konrad Glaz von Lomersheim, s. Bd. 10, S. 184. 7) spitzoval, c. -10, 20 mm., über einem Kleeblatt- 
bogen Maria mit dem Jesuskind, darüber ein Stern, unten kniender Mönch: Umschrift: f ■ S • H-AIN ■ RECTOR 
. . . LIE • I ■ NIEVERN. 

a) Hier und im Folgenden ist solen regelrtiäßig mit über das n gesetztem e geschrieben. 

1) Hedwig gehört wohl zum Geschlecht der Herren von Ubstatt, die drei Sparren führen; vgl. z. B. Bd. 8, 
S. 262. Die Vögel wären dann persönhche Zutat, wie etwa in dem Lichtenbergischen Wappen bei w. Alberti Xr. 1651. 



5303. 

Hiig von Wehingen verkauft an den Spital in Rotttveil Gülten in Wehimjen. 

Hohenberg 1299. Juli (i. 

Allen den die disen brief gesehent oder gehörent, tun ich Hug von Wa^hingen 
hern Berhtholdes saeligen von Wajhingen sun kund, daz ich verköft han unde vergihe 
II daz ich verköffet habe mit mins herren graven Albrehtes von Hohenberg unde 
aller . . minre brüder hand unde willen . . deme maister unde den phlegern || dez 
armen spittals von Rotwil an dez selben spittals stat vierdehalben schetfol kernen 
geltes, ainen scheffol habern Rotwiler mes, drige Schillinge phenninge || Brisger, zwai 
hünre unde drissig aiger us deme hove den ich selbe buwe, der bi sante Ülriches 
kirchen ze Wsehingeu lit aller nahost, da ouch deme selben spittal jArgeliches als 
vil geltes us gat als dez vor geschribenen geltes ist, umbe zwelftehalb phund der 
phenninge die ze Rotwil gengeme sint, ze habenne ze niesSenne unde ze besitzzenne 
von in unde von allen iren nachkomenne für ain reht aigen lediges unde laere, unde 
han in diz giat ufgeben reht unde redelich unde ane. alle gevserde unde han gelobt 
bi guten truwen für mich unde für mine erben, daz ich siu unde ir nachkomenne 
diz gutes wern sol für reht aigen gegen allermengelich nach rehte unde siu niemer 
der umbe angesprechen oder der an geirren sol mit gerihte oder der ane. Ich vergihe 



284 12J)'J. .Juli () und 7. 

oucli, daz ich der vor genanten plienninge von in gewert bin gentzelich unde gerlich 
unde mir ze ni'izze konien sint. und han mich der umbe verzigen allez rehtes unde 
Schirmes unde iurzoges, also daz ich niemer turgeziehen sol. daz mir die vor genanten 
phenninge ungezalt sient oder in rainen nutzze iht konien sient oder daz ich an 
disem kAft'e iht betrogen si i'iber halb oder mit dehainre gevserde, unde allez schirmes 
«raistliches unde weltliches yerihtes unde aller briefe dez . . babestes unde auderre 
herren da mit ich disen kAf widerti'iben oder daz vor genante gut widergewinneu 
oder dise handvesti oder denhain ding daz hie vor oder hie nach geschriben stat 
Widerreden mohte sus oder so. l'ber daz, war-re daz aiu ziiis den andern erliitfe, 
ez si der zins den sin enmls uft' deme hofe liettent oder den siu nu ntehest gekött'et 
haut, so sol in dirre hof ledig sin unde si'dnt siu in besetzzen mit swem in wol 
kumet. L'nde daz diz war si unde sta-te l)elibe, der umbe so ist durch mine bette 
unde mit mime willen unde der zu minre brüder aller dez vor genanten mins herreu 
graven Albrehtes von Hohenberg unde der stette ingesigel von Kotvvil an disen brief 
gehenket ze aime urki'mde. Wir grave Albreht von Hohenberg vergehent, daz adliu 
diu ding, die da vor gescliriljen stant mit imserre band und mit unserem willen be- 
scliehen sint unde hiessent der umbe durch Huges bette von Wsehingen unser ingesigel 
an disen brief henken ze aime Urkunde. Wir ouch Jacob der Wirt der schulthaisse, 
. . der burgermaister unde die rihter von Kotwil vergehent, daz wir durcli Huges 
von Wcehingen unde sinre brüder bette unserre stette ingesigel mit dez edelen herren 
graveTi Albrehtes ingesigel von Hohenberg an disen brief gehenket hant ze ainre 
geziigmiste aller der dinge, die da vor geschriben stant. 

Der wart gegeben ze Hohenberg, au deme mendag nach saute Ülriches dag. in 
deme jare do man von gottes geburte zalte zwclf hundert jare umle niine unde 
nunzig jare. 

Rest des Siegels (Jraf All)rechts von Hohenberg und stark lieschädigtes dei' Stadt Hottweil. — Alidiuck: 
Scliniid. Monum. liolienlierg. 138. — Regest: RoUweiler UH. I. 20 n. öS. 



5304. 

Herreiiherff 12d',K Jii/i 7. 

(Inif Tiurlolf von Tübingen (jemtnnt Scha^rer verkauft (dedimus vendidimus tradi- 
dimus et — — transtulimus) mit ZtistimnnuKj seiner Gemahlin Li/n/ard Gräfin von 
Schelklingen (Hchselkelingen) und ihrer Brüder Ulrich und Heinrich Grafen von Schelklingen 
und aller andern Beteiligten an Kloster Behenhniisen Güter in Altingen mit dem l'atronat- 
recht der dortigen Kirche (curias nostras in Altingen sitas dictas Oberfronhof et Nider- 
fronhof, quibus ins patronatus ecclesie il)idern est anuexiim. curiam etiam nostrain 



1299. Juli 7. 285 

(lictain ßüdegersgüt et bona dicta Amerveldershof in eadein villu sitas, agros etiam 
dictos usakker ibidem sitos montes quoque sive lialdas nostras predicte ville et silve 
ville oppositas uec non vineas agros prata silvas sive boschos et oiiiiies fimdos cultos 
et iiicultos in earundem lialdaruin terminis contentos in latitudine scilicet inter vineam 
dictam Zitewans wingarte et clivuin dictum Altingerstaige, sursum vero usque ad 
superciliiun montium et haldarum ])redictaruni ubi jirimo notatur earum declivitas 
versus campesti'ia ville eiusdem, deorsum vero omnia que in dictis montibus sive 
luddis nostra hactenus extiterunt, areas quo([ue nostras deceni in ipsa villa Altingen 
constitutas nee non homines iure servitutis nobis ])ertineutes ac etiam censuales 
quoscunque inibi residentes, immo prorsus quicquit apud Altingen possessionis seu 
dominii in quibuscunque rebus quesitis liabuimus vel habere potuimus cum omnibus 
earundem curiarum et possessionum seu bonoi um iuribus iurisdictionibus usu actione 
et requisitione fundis agris pratis silvis aquis aquarum usibus domibus horreis areis 
pascuis plantis cultis et incultis viis et inviis) um 700 U Heller, die er empfangen und 
zur Schul denzahlung verwendet hat (in summe necessitatis redemptionem nobis et dicte 
consorti nostre ex gravi debitorum onere communiter incumbentem). Er bestimmt 
ausdrücklich, dass mit den Gütern (cum curiis prenotatis ac universitate predictorum) 
das Fatronatrecht der Kirche an das Kloster übergehe, setzt dieses in den Besitz ein (in 
possessionem mittentes corporalem bonorum ac iurium singulorum et omnium pre- 
missorum) und versjn'icht Gewährschaft iuxta terre consuetudinem generalem. Aus- 
drücklich verpflichtet er sich seine Kinder Ulrich und Liugard, sobald sie mündig sind, 
zur Bestätigung des Vertrags zu veranlassen und setzt dafür unter Verpflichtung auch seiner 
Nachkommen seinen ganzen Besitz zum Pfand. Seine Gemahlin Liugard, der die Güter 
dotis titulo gehörten, verzichtet darauf zu Gunsten des Klosters propter inevitabilem 
debitorum redemptionem nobis ac domino nostro Rudolf o comiti memorato commu- 
niter incumbentem iind bekennt, dass ihr von Ihrem Gemahl als Ersatz dafür das Dorf 
Sindelfingen (in villa Sindelvingen et omnibus pertinentiis ipsius iuribus et iuris- 
dictionibus universis quocunque nomine censeantur) eingeräumt worden sei. Beide Ehe- 
gatten verzichten auf alle Ansprüche und Rechtsmittel. 

Siegler: Auf Bitte der Gräpn Liugard der Bischof Heinrich von Konstanz, der Aus- 
steller und die Brüder der Gräfin Konrad, Ulrich und Heinrich, Grafen von Schel klingen, 
deren Siegel die Gräfin, die kein eigenes hat, mitgebraucht. 

l'rotestamur etiam nos Rüdolfus comes predictus, quod si aliqua sigillornm siipra 
nominatorum, que appendi debent presenti instnimento, aliquo casu aut causa apposita 
non fuerint seu appensa demolita extiterint, ex hoc non minus vigoris habeat sed 
ubicunque etiam solum nostro sigillo munitum ostensum fuerit tanti roboris et virtutis 
existat. ac si omnia que apponi debent forent ap])ositii et appensa. 



286 1299. Juli 7. 

Acta sunt hec apud Herrenberc, presentibus subscriptis testibus advocatis : Hugone 
de Halvingen, Alberto dicto Hamelinc militibus, Hainrieo dicto Grosbrot, ülrico 
tiliü schultet! de Wile, Cünrado schulteto de Gilsten, Wolframmo dicto Siler. Cünrado 
dicto Viheli, Friderico dicto au dem Markete, Cünrado dicto Murer, Volmaro vice- 
plebano in Herrenberc, Johanne medio cellerario, fratre Johanne de Constantia, fratre 
Rüdegero de Calwe, Zutelmanno de Nivirtingen monachis in Bebenhusen, Hurgario 
notario, anno domini MCCXCIX., nonas Julii, indictione XII. 

Noch 4 Siegel. 1) des Biscliofs Heinrich von Konstanz, s. Bd. 10, S. 166. 2) des Grafen Rudolf von 
Tübingen, s. Bd. 9, S. 276. 3) spitzoval, 66, 40 mm., oben Brustbild einer jugendlichen männlichen Figur, in der 
Rechten, wie es scheint, einen Becher haltend, unten fünfmal schräg rechts geteilter Schild : Umschrift : f S ■ C • 
CANONICI ■ I • AVGVSTA • COM' • DE • B'GE. 4) nmd, 32 nmi., fünfmal schräg rechts geteilter Schild; Umschrift: 
t • S • VL • COM • IVwIORIS • DE • BERG • — Abdruck: ZGORh. 15, 87. — Auszug: Schmid, Pfalzgr. v. Tübingen, 
ÜB. 76. — Regest: Reg. episc. Constant. 3121. 



5305. 

Dietrich der Sohn Jtas von Altiiigen reserviert sich gegenüher Kloster Bebenhausen wegen 

der ih»i geliehenen Höfe in Altingen. 

AUingen 1299. Juli 7. 

Universis presentium inspectoribus ego Dietricus filius Ite de Altingen facio 
notorium || per presentes, quod cum ex parte venerabilium in Christo . . abbatis et 
conventus || monasterii in Bebenhusen ordinis Cisterciensis institutus sim colonus 
curie ipsorum || dicte Niderfronhof et curie dicte Amerveldershof in Altingen sitarum 
ad vitam meam, ego me stipulatione sollempni obligavi et presentibus astringo, quod 
nulla bona cuiuscumque alterius preter duo iugera strennuo militi Hugoni de Hal- 
vingen pertinentia colam nee fimum de predictis curiis provenientem ad aliena bona 
convertam sed bonis dictarum curiarum legittimam ac debitani culturani impendam, 
alioquin si secus egero dicte curie a me seu mea colonia penitus absolvuntur, ita 
quod nee ipsis religiosis seu colonis eorum in dictis curiis aliquam molestiam inferam 
ullo modo. Super quibus observandis et exequendis fideiussores et warandos dedi 
Hainricum de Cuppingen et Cünradum scultetum de Gilsten, qui se ad hoc voluntarie 
obligarunt. In quorum evidentiam sigillum spectabilis domini R. comitis de Tuwingen 
presentibus ad meam instantiam est appensum. 

Actum et datum in Altingen, anno domini MCCXCIX., nonas Julii, indictione XII. 

Abhangend das Reitersiegel des Grafen Rudolf von Tübingen, s. Bd. 9, .S. 276. — Abdruck: ZGORh. 15. 92. 



1299. Juli 7 und 8. 287 

5306. 

Konstanz 1299. Juli 7. 

Der Offizial von Konstanz entscheidet einen Streit des Klosters Kreuzlingen (de Cru- 

celino) mit dem Kirchrektor in Ehingen um ein Zehntrecht (decime solvende de prato 

dicto Brungers wise redacto de novo ad culturam frugum, quam quidera decimani 

proponebant dicto monasterio pertinere) zu Gunsten des Klosters. 

Datum Constancie, anno domini MCOXCIX., nonas Julii, indictione XII. Reddite 
litteras. 

Frauenfeld. Oriir. Ital. Peig. Abhängendes Siegel des Oflizials, s. Bd. 8, S. 418. — Regest: Regg. der 
Schweizer. Eidgenossenschaft. Kreuzlingen Nr. 117. 



5307. 
Hug und Albert von Altensteig verkaufen den Wald Weissenhalden an Kloster Reuthin. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Juli 8. 

Allen den sol kunt sin, die disen brief sehent alder hoerent lesen, daz ihc Hug 
und Alber hern || Huges sün von Althenstaig haben ze köpfen gegeben Wizzenhaldun 
von dem dail als ez vor getailet || wart biz an Bernegger staig den vrowan von 
Riithi umb driu und zwainzeg pfund Haller in || allem dem reht, als ez unser vatter 
hat gehebt und bralit biz an uns, und verzihen uns dar umb gaisliches gerilltes und 
weltliches. Wir verjeheu ohc, daz wir daz stetegan suln und vertegan von allen 
unseren erban also, daz wir und unser erben die vor genanten vrowa niemer geirren 
suln nohc niemer kain ansprahc suln gwinnen an den vor genanten walt ez si holz 
alder boden ciain alder groz, und ist diz allez geschehen mit unsers herren hant 
grave Burchartes von Hohenberk, der sin insigel hat geleit an disen gegenwertigen 
brief durhc unser bet ze ainer steti und ze ainem urkund allen den daz wizzen wellen, 
daz hie vor gescriben stat. So han ohc ihc der vor genant Hug disen brief gevestenat 
mit minem insigel, so vergib ihc der vor genant Alber, daz ihc mihc aller ansprahc 
han verzigen umb den vor genanten kof und uf han gegeben das selbe gut under 
mins herren und mins brüder insigel, wand ihc selb kain aigen insigel han. Dirre 
red sind gezug: her Dietrihc von Haiterbahc, her H. der cappelan von Ri'ithi, l'eter 
der sriber. Billunk, Lüp, Wern der schulthaiz, Luzze der Spiler burger von Wilperk 
und Ber. der Anderer. 

Diz geschähe do von gottez gebürt warn zwelf himdert jar nunzeg jar und nun 
jar, an sant Kilians tag. 

Siegel 1) Graf Burkhards von Hohenberg, s. Bd. 7, S. 831. 2) Hugos von Altensteig, s. o. S. 99. — .Abdruck: 
Schmid, Monum. Hohenberg. 139. 



288 1299. Juli 9 und 11. 

5308. 
Ohne Ortstaif/ahe. 12ilV. Juli 9. 

Truchsess Johann (J.) ron Waldhnrg Ministeriale des Königs (de Walpurk Bouui- 
iioi'um regis ministerialis) eignet dem Kloster Schussenried (ecclesie sancte Marie eximie 
virgiiiis in Schuzzenrietli) 2 Güter in Haidgau (duo prediola sita in Haiggeü quorum 
unum dicitur des hirtiu lelieii alterum vero [Vinken]') lelien quorum })roprietas ad 
me pertinebat), die sein Lehensinann Rudolf von Sclilegwidon dem Kloster geschenkt hat, 
weil dort dessen Sohn Jo. als Mönch aufgenommen icorden ist (respiciens etiam in hac 
parte benivolentiam quam religiosi viri et discreti ecclesie memorate prepositus et 
conventus ex sua gratia predicto K. impenderunt filium eins Jo. ad suum collegium 
et ordinem eorum recipiendo). 

Testes H. et Wi. de Sclilegwidon, Ciinradus et i3ur. et H. dicti de Jviirnbach, 
Helwigus de Bustetten. 

Acta sunt hec anno domini MCCXCVIIIL, indictione XIL, Yll. idus Julii. 

Wolfegg. Orig. Perg. Abhängendes schildförmiges Siegel, 5(), 40 mm., drei Leoparden quer rechtshin über- 
einander; Umschrift: •]- • S • lüHANNISb) . DAPIFEKI • DK • WALPVRC.H. - Hegest: DiözASchwab. 1891, S. 8 n. 147. 

a) Der im Text ausgelassene Name kann nach einer Urk. von 1:M2 Okt. 10 ergänzt werden. Vgl. 
Di(iz.\Schwal). 18f>1, .S. 35 n. 187. Der Besitz ging demnach sehr früh an Kl. Haindt über. 

b) Durch Fehler des Siegelstechers ist das I teilweise verdoppelt. 

5309. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Juli 11. 

Die Brüder Wolfram von Neipperg und Heinrich genannt von Lauffen (Wolframus 
et Heinricus dictus de Lofen fratres de Nyperg) verkaufen dem Kloster Maulbronn 
(Mulnbrunne) zwei Hörige (Getrudim relictam quondam . . dicti Jeger de Xyperg et 
Conradum fratrem eins qui nobis proprietatis tytulo pertinebant) um 16 % Heller 
(ad habendum tenendum utendum et possidendum omni et) iure quo ipsos tenuimus 
et possedimus temporibus retroactis), bekennen den Empfang des Kaufpreises, versprechen 
Gewährschaft und verzichten auf alle Rechte und Einsprachen. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum anno domini MCCXCIX., sabbato pro.xinio ante festum beate Margarete 
virginis. 

Ital. Perg. Schildförmige Siegel: 1) 87. 37 mm., drei (2:1) Hinge; Umschrift: -;- • S • WOLFHAMI • DE • 
NIBEHC. 2) c. m, W) nun., wie 1) ; Umschrift : . . . . INHICI • DE • N'IPERC. 



1299. Juli 12. 289 

51310. 

Graf Heinrich von Veringeii beurkundet die Vercjleichung seines Streits mit Kloster 
Mariaberfj um Rechte an Eigenleuten und Grundstücken. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Juli 12. 

Wir grave Hainrich von Veringein tuen kunt feilen den die disen brief sehen lesen 
oder huorent lesen, daz wir mit der samen||unge der vrowe zein Berge und mit dem 
abt von Zwiveltün. der ir ansprach fürt gen unz, sien geshaiden mit solchem gedin||gde, 
daz wir iielle die vfelle die wir bizher genuomen haben von den liuten die zinsba^r 
sint uf den alter sant Michels ze Gamertingen || und zem Berge, uf geben ain alle 
anspräche unserr erben und swa siz mügen beseizzen der vor gnantun sseranunge zem 
Berge und dem vor gnanten abt von Zwiveltftn dar umbe, daz si aigenlich verzigen 
sich hant der aigenshaft und der ansprach an den ackern und an den wisen, die be- 
griffen sint mit unserm wiger ze (iamertingen. Daz diz veste und steit belibe, daz 
hie vor gescriben stat, so geben wir disen brief der vor gnantun ssemnunge zem 
Berge und dem vor gnanten abt von Zwiveltün biinsigelten mit unserm insigel und 
mit unserz brüder insigel grave Wolfrats ains Chorherren von Chur. Dez sint shaitliut 
und geziug gewesen: her . . von Jungingen kii'cherre ze Inneringen, her Ulrich Spete 
vogt ze Aclialn, her Peter von Hornstain, her Hainrich der Bachritter, her Bilgerin 
von Bach ersaim ritter, her Anshaln, her Bertholt, her Cünrat die brüder sint und 
genemmet sint vom Stain, Herman der Toggeller, Hainrich von Eschisteten, Ebei'hart 
der Behain, Hüg Spete, Hainrich sin brüder, Cünrat sin brüder und ander wil biderbe 
Hute, den billich ist ze glühende. 

Diz geshach an dem iifehsten sunnuntage vor sant Margaretuu tag, in dem jar 
do man zalt von gotes geburt zwelf hundert jar niunzig jar und in dem niunden jar. 

Siefjel: 1) bfscliiidigt, Graf Heinrichs vini Neu-Veringen, s. Bil. 7. S. 77. 2) Graf Wolfrads von Veriiifreii, 
s. Bd. 7, .S. 177. 



5311. 

Abt Hermann von Weingarten gibt den drei Brüdern Mistführer von Überlingen die von 
C. Riedhausen gekauften Güter in Lengenweiler als freies Zinslehen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Juli 12. 

Her. permissione domini abbas et conventus monasterii de Wingartin omnibus 

presentis scrip||ti auditoribus in auctore salutis salutem. Facile in causam dubii 

revocatur hoc quod pre oculis vel || firmo memoriali infixuni non habetur. Nos 
IX. 37 



290 1299. Juli 12 und 24. 

denique hiis dubietatibus provisuri fatemur, quod . . || . . et . . germani cives in 
Überlingen a suis concivibus dicti Mistfürer ') servi nostri cenobii curiam et man- 
sum et duas seldas cum suis curtibus in Lengenwiler aput Ringenburc localiter 
situata a C. dicto Riethusen nato quondam R. de Riethusen cum omnibus suis apen- 
diciis iuribus seu pertinentiis legaliter ac omni excluso dolo pro decem et novem 
marcis argenti venditam seu vendita emerunt et hoc pretium dicto venditori fideliter 
testamur in continenti apensum et solutum. Ante dicta vero bona propter disparem 
conditionem inter dictum Riethusen et prescriptos fratres ex apposito condicto cum 
omni iure suo absolute in nostri monasterii iurisdictionem sunt devoluta, que bona 
cum omnibus iam expressis commoditatibus utilitatibus in liberum feodum censuale 
pro fertone cere in festo Martini nobis presentando singulis annis semotis omnibus 
impedimentis contulimus dictis fratribus et heredum suorum successJowibus dicta libertate 
in perpetuum possidenda, quibus si voluerint ante habita bona sub titulo friges 
cinslehen alienare in extraneas personas nullus e nobis vel nostris successoribus 
obsistat vel impedire presumat dicto censu nobis salvo. Huic tenoris continentie 
nostri testimonii fulcimento suffragamur hanc relationem sigillis nostris in cautelam 
consignantes. 

Datum anno domini millesimo CCLXXXX nono, quarto idus Julii. 

Überlingen. Orig. Perg. .auffallend altertümliche Schrift. An weißen leinenen Litzen die Siegel des Abts 
und des Konvents von Weingarten, s. Bd. 8. S. 182 bezw. Bd. 6, S. 292. — Abdruck: ZGORh. U\ 4<i2. 

1) Vgl. die Urkk. von 1295 Juni 1.5 (Bd. 10, S. 363) und von 1299 Juli 4. oben S. 281. 



5312. 

Konstanz 1299. Juli 14. 

Dekan Heinrich, Kirchrektor in Kirchheim (Kirchain), überträgt (nomine permutationis 
transtuli) mit Zustimmung Bischof Heinrichs von Konstanz und der edlen Männer Herzog 
Hermann (H.) von Tech und seiner Neffen (patruelium) der Brüder Si/mon, Konrad, 
Ludwig und Friedrich als Patrone seiner Kirche dem Kloster Salem Eigenleute seiner 
Kirche^ die in Steinbach sitzen (condicionem ecclesie mee predicte cupiens facere meliorem 
homines subnotatos utriusque sexus eidem ecclesie iure proprietatis seu censuali et 
nobili viro Hermanno duci de Teke iure advocaticio pertinentes et in opido Stainbach 
residentes videlicet Ber. dictum Raideler et uxorem eins Mgehthildim, Liutgardim 
dictam Birerin, Albertum dictum der Kotteler, Adelhaidim uxorem eiusdem, Wal., 
Erwigum et Albertum filios Waltheri dicti Kotteler ac sorores ipsorum, Adelhaidim 
relictam dictam Hiurrerin, R. dictum Schüzze ac uxox'em ipsius Maehthildim, Wal. 



1'299. Juli 14 und 15. 291 

dictum Kotteler, Cün. dictum Burger et uxorem eiusdem Irmengai'dim. Cristinam et 
liberos ipsius, Albertum dictum Hegelli et uxorem eiusdem Adelhaidim, Yrmengardim 
uxorem C. sutoris et liberos ipsius ac Marquardum fratrem eiusdem, Liutgardim 
relictam dictam Liuzzin cum liberis eiusdem, Hedewigim de Nidelingen et liberos 
ipsius ac soroi-em eiusdem Liutgardim, Eber, filium Bur. et Adelhaidim uxorem eiusdem, 
Ber. dictum Götze et Hedwigim uxorem eiusdem ac liberos, Kenzen pastorem et 
uxorem ipsius ac liberos, Mehthildim dictam Siuterin cum liberis eiusdem, C. dictum 
(xriube et Msehthildini uxorem ipsius ac liberos, Eber, dictum Griube et Msehthildim 
uxorem eiusdem, Eber. Kaphenhard et Hiltrudim uxorem eiusdem, H. sacristam et 
Agnetem sororem ipsius, Germut dictam Siinerin, liberos C. dicti Eggehard cum 
omni prole ipsorum omnium genita et in Steinbach tunc existente vel etiam in posterum 
gignenda ubicumque extiterit) und erhält zum Tausch dafür durch den Herzog Hermann 
von Teck Gülten im Betray von 3 'S zugewiesen (cum redditibus trium librarum, unius 
videlicet comparate pro Kraft dicto Kener qiie dari debet de molendino ipsius et 
agro prope Wangen sito inter duas stratas in loco dicto under Schüttengranshalden, 
alterius comparate pro ministro dicto Griulich que dari debet de sex iugeribus 
agrorum uf Hungerberc, tertie vero comparate pro C. dicto Hoppherebe que dari 
debet de vivario ipsius et prato eidem contiguo), wodurch nach Aussage dreier Männer 
der Vorteil seiner Kirche gewahrt ist (C. dicto Trüber, R. dicto Scliiutze et Walthero 
dicto Kottelser hominibus ecclesie mee prenotate per sacramentum dicentibus — — 
ecclesiam ipsam per predictam permutationem melioratam et nuUatenus fore lesam). 
Er leistet für sich und seine Kirche die üblichen Verzichte. 

Stegler: Bischof Heinrich von Konstanz, die Herzoge von Teck und der Aussteller. 

Actum Constantie, anno domini MCCXCIX., pridie idus Julii, testibus honorandis 
viris Hainrico preposito de Fiurendöwe, magistro H. Pfepferhardo, H. de Altorf, 
Jo. dicto Swerteli, Jo. dicto Stengger, Wernhero dicto Rogwiller, H. dicto Mutschelle 
civibus Constantiensibus, Dietrico de Bermatingen, Bur. de Biurgtor fratribus monachis 
in Salem, C. dicto Apishuser clerico. 

Bischof Heinrich und die Herzoge von Teck erklären ihre Zustimmung und siegeln. 

Karlsnihe. Cod. Salem. 2, '^h\ n. 339. Darnach gedruckt: v. Weecli, Cod. dipl. Salem. 2, 5()2 n. 1013. 



5313. 

Buchau 1299. Juli 15. 

Äbtissin Adelheid, Konvent und Kapitel des Klosters Buchau beurkunden, dass Priorin 
und Konvent von [Habsthal ]") den Hof in Husen (curiam dictam Husen sitain aput 



292 1299. Juli 15 und 16. 

civitatem dictam Sulgeu), den sie von ihnen als Zinslehen innegehabt, freiwilliff aufgelassen 
und gebeten haben, ihn der Priorin und dem Komment von Siessen (Siisen) in (ßeichem 
Hecht zu überlassen. Sie geben deshalb den Hof dem Kloster Siessen in rectum feodum 
quod vulgo dicitur cinslehen secundum consuetudinem terre gegen einen Jahreszins 
von einem halben Pfund Wachs Saulganer Gewichts. 

Siegler: Die Aussteller. 

Testes: honorabiles sacerdotes scilicet Higbotus jirefati nionasterii canonicus iiec 
non Ber. frater suus, qui etiam liuic collationi interfuerunt duhii obice retropulso'. 

Actum et datum in })alatio Bücliaugensi, anno domini MCCLXXXXIX., i[n] die 
l)eate Margarete virginis. 

Nürnl)erfr, German. Museum. Orig. Perg. Siegel abgescluiitlen. 

a) Der ursprüngliche Name ist ausradiert und von einer Hand des 14. oder 15. Jahrli. Siisen eingesetzt. 
Die noch vorhandenen Reste der alten Scln-ift machen die Lesung Habstal wahrscheinlich. 

1) Husen ist nicht Hausen am .^ndelshacli. hohenzoU. (")A. Sigmaringen, sondern offenbar abgegangen in 
der Umgebung von Saulgau. 



5314. 
Würzburg 129 V. .Juli 16. 

Bischof Mangold von Würzbiirg beurkundet die Schenkung des Pafronatrechfs der 
Kirche in Freudenbach durch die Strezen an Albert von Hohenlohe (quod strenniii viri 
Heinricus niiles, Cünradus JVIarquardus Erkengerus et Fridericus fratres dicti Streiz 
in nostri presentia constituti pro se et Kunegunde ac Elyzabetli soror^/«( eoriindem 
nobili viro Alberto de Holienlocb et suis lieredibus ins i)atronatus ecclesie jxirrochialis 
in Fritembach nostre dyocesis donatione inter vivos, sicut ad eosdem. pertinehat, 
gratuito tytulo sponte et libere donaverunt) und gibt auf Bitten der Schenker dazu 
seine Zustimmung. 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes Imius donationis sunt: honorabiles viri Andreas de Gundelvingen pre- 
positus ecclesie Onolspacensis, Philippus de Tannenberg, . . de Brunecke et Gregorius 
canonici ecclesie nostre niaioris. magister Theodericus scolasticus ecclesie sancti 
Johannis in Hange et Bertholdiis canonicus ibidem, magister AValwanus et Heinricus 
de ivatzenstein notarii. 

Datum Herbipoli, anno domini MCC nonagesimo IX., XVll. kalendas Augusti, 
pontificatus nostri anno XU. 

Siegel abgegangen. — Abdruck nach dem Kettenbuch des Stifts Hang im Kreisarchiv Würzburg: Weller, 
Hohenloh. ÜB. 2, 690 n. 823. 



1299. Juli 22 und 23. 293 

5815. 
Mergenthe'mi 1299. Juli 22. 

Konrad Lesche genannt von Uissigheim (Üssenkein) bekennt deni'Komthur und den 
Brüdern des Deutschen Ordens in Mergentheim 10 % Heller zur liückzahlung auf Martini 
desselben Jahrs schuldig zu sein und verschreibt ihnen dafür als Pfand eitie Gült von 
seinem Hof in Bolzhausen (in curia mea Boltzlmsen redditus trium inaldroruin siligiiiis 
et unius sumerini) mit Zustimmung seiner Frau Adelheid von Bachenstein und seiner 
Kinder (heredum meorum videlicet puerorum • istius uxoris et prioris). 

Testes frater Hermannus provincialis Franconie, frater Heinricus dictus Dapifer, 
frater Arnoldus de Elpersheira, Arnoldus dictus Grener et Heinricus dictus Hoffmau 
civ/s in Wyckersheim. 

Siegler: Der Aussteller. , 

Datum Mergentheim, anno domini MCCXCIX., in festo sancte Marie Magdalene. 

Kopb. des deutschen Hauses Mergentheim aus dem 15. .laliili., Bl. GO. — Au.szug: Wirt. Franken 1H48, 2, 11. 



5316. 

Graf Ludivig von Oettingen beurkundet den Spruch einer Kundschaft vor dem Gericht 

zu Alfin gen. 

Alfingen 1299. Juli 2H. 

Wir grave Lud. von ütingen tiin kunt, daz ein knntschat Hifrit der Ainkuren. 
Marquart von Vezzenhen und Rudolf dez Andiers dotherman von Giselingen selten 
uf ir Ait, da wir ze gerillte sazzen ze Ahelvingen, umme ein waide zem Hartrisach, 
die Offingen und Enslingen und Bülingen in gemainer uutzunge hant lierbraht. und 
selten daz sie si gemain suln haben evclichen"). Des geben wir in disen brief zem 
offen urchimde gevestent mit unserm insigel. Des sint geziuge: . . der maier von 
Ramstain, E. der Same von Elrichspruune, Conrad der Hugebutel von Ruochsteten, 
. . der Franche von Fremtingen, . . Sceheliu von' (iiselingen, Hainrich der raaier 
von Biilingen, Diepolt von Bi'ilingen, Cunrad der maier von Minnern Offingen, Renhart 
von Minnern Oftiugen, Hainrich der niaier. Bertholt Strölin von der Habermul, Bertold 
bi dem Brunnen. Haintze der Vuramm von Enslingen und Ruprecht von Enslingen, 
Bertolt uf dem Aschen, Hainrich der Deppler von Offingen. 



994 1299. Juli 23 und 24. 

Dirre brief ist geben ze Alielvingen, an dem nebsten dunderstage nach saut 
Marien Magdalenen tage, da man zalt von Cristes geburte zwelf hundert jar niunzik 
jar und in dem niunden jar. 

Wallerstein. Abschrift des IH. Jiiliili. von dem iuischeinend schwer leserliclien jetzt verschoUenen Ürif^inal. 
Drei weitere Abschriften derselben Zeit Rel)en den Text und insbesondere die Namen so ungenau und verderbt, 
auch teilweise unvollständig, dass sie für die Herstellung des Wortlauts nicht zu verwenden sind. — Die Urkunde 
ist, obgleich ihr Inhalt keine württembergischen Orte angeht, deshalb hier aufgenommen, weil sie die älteste 
Nachricht von einem Landgericht zu Ailingen enthält. Es ist nicht ausgemacht, welches der drei Alfingen die 
Stätte dieses Landgerichts war. — Vgl. Lang, Materialien z. einer Gesch. v. Oettingen .5, 58. 
a") Die Lesung des entstellten Wortes ist nicht sicher. 



5317. 

Die Ulmer Bürger Otto liofh, Liuprand Arlapüz und Rudolf Gwärlich geicähren als 
Inhaber des Zolls in Ulm dem Kloster Bebenhausen gegen Bezahlung von 60 S Heller 

volle Zollfreiheit in Ulm. 

Ulm 1299. Juli 24. 

Presentium litteraruin inspectoribus universis Otto Rufus, Liuprandus dictus 
Arlapüz ac Rüdolfus || dictus Gwterlich cives in Ulma rei notitiam subnotate. Hiis 
scriptis tamquam in iure confessi || recognoscimus et cunctis notorium facimus fide 
dignis, quod nos, quia per nobilera virum dominum || Ulricum de Aichain in theoloneo 
Ulmensi infeodati existimus, legitime omni iure pari consensu communi deliberatione 
ac voluntate unanimi honorabilibus in Christo . . abbati ac . . conventui monasterii 
in Bebenhusen ordinis Cysterciensis Constantiensis dyocesis accedente pio consensu 
consulum iuratorum in Ulma nomine et loco universitatis ibidem nee non omnium 
quorum intererat bona voluntate in omnibus requirente huiuscemodi et taleni pro 
sexaginta libris Hallensium, quas nos recepisse ac in utilitatem propriam scriptis 
profiteraur presentibus convertisse, iuste venditionis titulo donavimus vendidimus et 
concessimus perpetuo libertatem, quod iidem viri religiosi prenarrati seu ipsorum 
procuratores quicumque seu qualescumque de rebus suis universis ac singulis quo- 
cumque nomine censeantur per contractus fori cuiusvis emendo vendendo commutando 
seu alio quocumque transiendi titulo alienatis nobis nostrisque heredibus sive etiam 
successoribus quibuscunque plane nulluni debent theoloneum elargiri. Renuntiamus 
igitur pro nobis nostrisque heredibus et successoribus universis onmi actioni inpetitioni 
defensioni exceptioni non numerate pecunie non tradite non solute exceptioni doli 
per obiectum deceptionis ultra dimidium iusti pretii omni consuetudini loci et patrie 



" 1299. Juli 24 und 27. 296 

omni iuri tarn in genere quam in specie canonico vel civili et generaliter omnibus, 
per que ea que premissa sunt omnia vel aliquid ex eis posset in posterum quovis 
ingenio violari, adhibitis nicliilominus in premissis per nos verborum ac gestuum 
sollempnitatibus debitis et consuetis. Huius facti teste« sunt: Heinricus minister in 
ülma, Liuprandus capitaneus, Üh'icus dictus Gwserlich senior, Wernheirus Sumerwune, 
Ülricus Strölin, Ülricus Gwserlicli iunior, Liuprandus de Hallis, Ülricus Rufus, Ülricus 
Cünzelman, Hermannus Welser, Cünradus Huntvüz iunior ac alii quam plures fide digni. 
Sane in premissorum evidens robur et testimonium presentes sigillis universitatis civium 
in l'lma et predicti Ottonis Rufi placuit veraciter roborari. Et nos quidem de premissis 
tam in presenti quam in futuro prout ordo iuris expostulat certam prestare tenebimur 
warandie cautionem. 

Actum et datum Ulme, anno domini MCCXC nono, in vigilia Jacobi apostoli 
maioris. 

Siegel: 1) der Stadt Ulm, s. Bd. 7, S. 201. 2) schildförmig, stark beschädigt, mir die untere Hiilfte des 
gespaltenen, vorn achtmal schräglinks geteilten, hinten ein aufgerichtetes Einhorn zeigenden Schilds : von der 
Umschrift noch:, . . .' TTONIS • RVFI . . . (Abbildung bei v. Alberti Nr. 2249). — Abdruck: Ulmisches ÜB. 1, 2<il. 



5318. 

/Mark-] Groningen 1299. Juli 27. 

Adellint die Witwe weiland Friedrichs von Liebehberg (Li'ibingsberg) bekennt dein 
Kloster Bebenhausen von ihrem Hof in Ror bei Hemmingen 9 Malter- Roggen jährlich schuldig 
zu sein (teneor novem maldra bone siliginis mensure in Grüningen nomine census 
annui de curia quam nomine prefatorum religiosorum sul) annuo censu possideo in 
Ror apud Hemmingen Spirensis dyocesis sita ac de eiusdem curie agris pratis iuribus 
et pertinentiis quibuscumque ad civitatem sive oppiduni (irüningen predictum in 
domum quam ad hoc religiosi memorati elegerint sive nominaverint sub meo dampno 
et periculo singulis annis usque ad festuin nativitatis beate Marie virginis presentare). 
Ist sie in Lieferung dieses Zinses nachlässig, so fällt der Hof ipso facto dem Kloster 
heim, das ihn ohne weiteres in Besitz nehmen kann (propria auctoritate apprehendere 
ipsius possessionem ingredi corporalem et de ipsa quidquid placuerit ordinäre) ; doch 
muss der fällige Zins nachgeliefert werden. Sie verpflichtet sich auch mit einem Eid (fide 
corporali nomine iuramenti) den nicht bezahlten Zins der letzten 6 Jahre (de quinqua- 
ginta quatuor maldris siliginis mensure predicte que per sex annos iam transactos 
solvi debebant de curia antedicta sed minime sunt soluta) nachträglich dem Kloster 
noch zu entrichten. 



29Ü 1299. Juli 27 und 28. 

Testes: dominus Hainricus decanus de Kannestat, AI. viceplebanus de Haimer- 
tingen, Reinhardus dapifer de Hevingen, Hainricus de Schekingen, Cünradus scultetus 
dictus Suineri, H. scultetus, H. filius eiusdeni, Eberhardus de Tamnie, AI. scultetus 
cives in (Irüningen. 

Siegler: Die Stadt [Mat-I,-] Groningen (Ceterum nos C. scultetus, H. scultetus, H. 
ülius eiusdem, Eber, de Tamme cives memorati predictis interfuimus et sigillum 
civitatis nostre presentibus litteris appendi fecimus in testimonium veritatis). 

Actum et datuui in Grüningen, feria secunda post festum beati Jacobi apostoli, 
anno domini MCCXC nono, indictione XII. 

Bruchstück des Siegels mit liniisschauendem Reichsadler. — Abdruck : ZGORli. 15, 93. 



5319. 
Rottenburg 1299. Juli 28. 

Heinrich der Amman von Rottenlmrg beurkundet, dass er noch zwei Jahre die Nutz- 
niessung der beiden Fronhöfc und des Amerfeldershofs in Altingen und einer Weingült in 
Kagh habe (quod ego usufructus curiarum in Altingen sitarum videlicet Oberfronliof 
et 2siderfronhof et mansus dicti Amerveldershof, quos ad octo annos ab illustri viro 
comite Rüdolfo dicto Schserer de Tuwingen una cum redditu unius plaustri vini in 
vineis suis in monte apud Gehai iusto emptionis titulo comparavi, adhuc duobus annis 
cum dicto plaustro vini percipere teneor integraliter et quiete cum meis heredibus 
succedentibus quibuscunque). Nach Verlauf der zwei Jahre fallen die Höfe und die 
Gidt an das Kloster Bebenhausen. 

Siegler: Die Stadt Rottenburg. 

Datum in Rotenburc, anno domini MCCXCIX., V. kalendas Augusti, indictione XII. 

Siegel, s. Bd. 8, S. 310. — Abdruck: ZGORh. 15, 94. 



5320. 

Augsburg 1299. Juli 28. 

Bruder Philipp vom Predigei'kloster Rottweil (domus Rotwilensis) imd Bruder Benedikt 
von Gundelfingen vom Predigerkloster Ulm vollziehen den Auftrag des Provinz ialkapitels 
zu Worms vom Jahr 1298 und setzen im Konvent zu Augsburg den Bereich des Klosters 
in Ulm fest (quod civitas Kemptun cum villis magis vicinis Ulmensibus et villis prope 



1299. Juli 28 und 29. 297 

Danubium videlicet Medlingeri et Medliugen, Memmingen, castrum Hageln et villa 
Bechingen et Bedungen et Nanneshusen nulla limitatione preterita obstante cedant 
fratribus Ulmensibus antedictis). Diese Entscheidung, mit 2 Stimmen (jegen die des 
Vertreters des Klosters zu Augsburg getroffen, soll zu Hecht bestehen gemäss dem Beschluss 
des Provinzialkapitels, quod duorum sententia firma et rata haberetui'. 

Acta sunt hec in conventu Augusteiisi, anno domini MCCXCIX., proxiraa feria 
III. post festum beati Jacobi apostoli. 

Siegler: Bruder Philipp von Rottweil und der Konvent in Ulm. 

Ulm. Kopb. des Predigerklosteis Ulm, vor 1514 angelegt von dem Prior Ulrich Kellin, S. U. Es ist die 
Handschrift, die als Vorlage der Abschritt des Präl. Schmidt ebenda diente; sie trägt jetzt den Titel: „Einkommen 
des Gotshauß zu den Predigern" und ist so am unten a. (). zitiert. Von späterer Hand ist der Text einer Ver- 
fügung des frater Thomas de Vio Caietanus sacre theologie professor ac totius nrdinis Predicatorum humilis 
magister an die Konvente in Ulm und Augsburg von 1512 Mai 24 nachgetragen, (he zur Beendigung der fort- 
währenden Streitigkeiten aufs Neue die Beobachtung der alten Entscheidung einschärft. Dazu schrieb eine dritte 
Hand: Campidonense oppidum est finaliter conventui Augustensi assignatum anno 1308 feria quinta ante quinqua- 
gesimam. De hoc sunt littere in Augusta. — .Abdruck: Ulmisches ÜB. 1, 262 (nach der fehlerhaften Abschrift des 
Präl. Schmidt). 



5321. 

Schiedsrichter entscheiden den Streit zwischen Kloster Marchthal und den Herren von 
Emerkingen über die Vogtei in Unter- und Oberwachingen und andern Orten. 

Uottenacker 1299. Juli 29. 

Universis presentium inspectoribus Swigerus de Teggenhusen iudex provincialis 
a serenissimo domino Alberto rege Romanoruin constitutus, Ber. || de Eberhartswiler, 
H. de Lihetenvelt, Wal. de Mungoltingen milites et C. minister de Shera dictus 
Schiltunch arbitri communiter electi a vener||abilibus in Christo H. preposito et 
conventu monasterii de Marthello IVemonstratensis ordinis ex una et Wal. mili- 
tem et Rud. fratre/« smim. de Ane||merkingen ex parte altera salütem cum notitia 
subscriptorum. Noverint igitur universi, quos nosce fuerit oportunum, quod nos 
predicti arbitri a dictis partibus electi in causa, quam memorati . . prepositus et 
conventus movebant fratribus antedictis de Anemerkingen, proposita (juestione coram 
nobis ex parte eorundem prepositi et conventus contra iamdictos fratres de Ane- 
merkingen, videlicet quod, licet iidem fratres advocatias, quas habebant in posses- 
sionibus dicto monasterio de Marthello pertinentibus videlicet in Wachingen, in Ober- 
wacliingen, Husen, Billenbrunnen, Undrahun, Buhel, Wiler, Hundersingen et in mo- 

lendino dicto Sulkai't, pro sexaginta tribus libris denariorum Hallensium dictis . . 
XI. 38 



298 1299. Juli 29. 

preposito et conventui titulo pignoris obligaverint et eisdem . . preposito et 
conventui liberam dederiut facultatem redimendi et ad suam iurisdictionem redu- 
cendi ius, quod Hermannus de Salkenwiler per obligationem sibi factam in villa 
Wachingen habuit, sicut in instrumento super hiis confecto et sigillis venerabilis in 
Christo patris et domini H. dei gratia Constantiensis episcopi, eorundem fratrum, 
Her. de Anemerkingen rectoris ecclesie in Cella fratris ipsorum, universitatis civium 
in Mundrichingen et nobilis viri AI. de Stusselingen conmunito plenius continetur'), 
ipsi tarnen fratres de Anemerkingen supradictos . . prepositum et conventuin in 
su})radictis possessionibus inquietarent perturbarent et inpedirent et dictum ius in 
villa Wachingen a prenominato Her. de Salkenwiler, quod eis nullatenus licuit, rede- 
missent in ipsorum preiudicium non modicum et gravamen, audita etiam defensione 
ipsorum fratrum de Anemerkingen sententialiter decernimus unanimi consensu, ipsos 
fratres de Anemerkingen de cetero prenotatos . . prepositum et conventum in dictis 
possessionibus non debere inquietare perturbare nee inpedire nee advocatiam unius 
villule seu possessionum predictarum redimere sine altera secundum formam instrumenti 
memorati. Item sententialiter decernimus consensu unanimi omnium nostrum accedente, 
quod sepedicti . . prepositus et conventus pro redemptione iuris prelibati in villa 
Wachingen fratribus de Anemerkingen supradictis restituant et persolvant tantummodo 
illam peccuniam, quam iidem fratres persolverant Her. de Salkenwiler prenotato pro 
redemptione iuris in Wachingen supradicti dicto instrumento in hiis et in aliis in 
suo robore perdurante. In (juorum omnium et siugulorum premissorum testimonium 
et roboris firmitatem ego Swigerus de Teggenhusen supradictus iudex provincialis 
sigillum meura, quo et nos Ber. de Eberhartswiler, H. de Lihentenvelt, Wal. de 
Mungoltingen milites et C. minister de Schera dictus Schiltunch arbitri prenominati 
usi sumus, presentibus ad petitionem partium antedictarum et coarbitrorum meorum 
predictorum duxi litteris presentibus appendendum. 

Datum et actum apud Rottenagher, anno domini MCCLXXXXIX., feria (juarta 
proxima post festum beati Jacobi apostoli, indictione XII. 

Testes sunt : Kudolfus decanus de Utinwiler, R. rector ecclesie in Ügindorf, 
C. rector ecclesie in Tuwingen, Swigerus miles de Gundelvingen, C. frater suus, 
Swigerus de Gundelvingen dictus Burger liberi, 0. minister de Ehingen et Her. et 
Bur. filii sui, H. de Mungoltingen, C. de ilngenwiler miles et H. dictus Goldli et 
alii plures ad hoc vocati specialiter et rogati. 

Regensburg. Orig. Perg. Das Siegel des Schwigger von Deggenhausen, s. Bd. 9, S. 30. 

t) Diese Urkunde ist nicht vorhanden. Vgl. dazu die Urk. von 129() Aug. 23, Bd. 10, S. .521, Kr. 4892. 
Eine Verpfändung um eine höhere Summe s. ii. S. !{()3, Nr. 5328. 



1299. Juli 31. 299 

5322. 

Esslingen 1299. Juli 31. 

Die von Esslingen teilen der Stadt Reutlingen die bei ihnen geltenden Gewohnheiten 
und Rechte hei Wahl von Richtern und Zunftmeistern, Bestellung des Büttels und die 
Geschäftsordnung des Rates mit. 

Abdruck: Reutlinger Geschichtsblätter (i, 37. — Eßhnger ÜB. \, \m n. ai6. 



5323. 

Dietrich der Märehelt von Wurmlingen verschreibt für seinen verstorbenen Bruder Benz 

dem Pfarrer auf Wurmlingerberg eine Weingült. 

Wurmlingen 1299. Juli 31. 

Allen den die disen gegenwürtigen brief ane sehent alder liörent lesen, künd 
ich Dietrich der || Märehelt von Wurinelingen, daz ich habe gesetzet und setze an 
diseni briefe, daz man jürgelich || uz minem wingartoii ze Hirsc^we, der bi dem 
wingarten lit, dem man sprichet der Costentzer, Mr || die gülte, der Benze sälige 
der Märehelt min briidei' schuldig waz an sinem tode, geben sol und äntwurten zwai 
füder wines 'J'üwinger messes hern Hainrichen von Sumbri dem lüpriester uf dem 
berge ze Wurmelingen ald ainem andern erebären man, ob er da niht wäre. Unde 
wäre, daz er ald swem man den win äntwurten sol der zwaier fuder niht möhte 
gewert werden in dem vor genanten wingarten, so sol ich ald mine erben den ge- 
bresten ervollen uz minen zwain wingarton an l'haffenl)erge, der ainen biWet Hainrich 
Wishait und Albreht der Schritteherre den andern, untz daz di'i vor genante gülte 
mines brüder säligen wirt vergolten. Und ist daz ich du vor genanten zwai füder 
wines an dem herbest kftfen wil, so sol ich zehen phunt Haller gewissen umb den 
win uf sant Michelz tag ze geltenne. Tun ich des niht, so sol man den win aime 
geben, der denne aller maist drumbe git, swem man wil und luib i(;li uf den hailigon 
gesworn stäte ze habenne alles daz, so vor geschriben ist, und daz ich niemer in 
ald swem ez bevolhen wirt dran geierre. Und daz dis war si und stäte belibe, 
dar umb gib ich der vor genante Dietrich min insigel an disen brief und bat die 
erebären herren hern Bertolt den tegan von Tüwingen und den vor genanten hern 
Hainrichen von Sumbri, daz si Ach irü insigel gaben z ainer vestenunge an disen brief. 



300 1299. Juli 31, August 1 und 3. 

Der wart geben ze Wurmelingen in dem jare, do man zalte von gottes gebürte 
zwelf hundert jar nünzeg jar und in dem nünden jar, an dem nähsten fritage nach 
sant Jacobz tult des zwelfbotten, indictione XII. 

Frauenfeld. Orig. Perg. Siegel 1) rund, 38 mm., halber Drache im Schild; Umschrift: S • DITERICI • DE • 

WRMELING. 2) spitzoval, 45, 30 mm., über einem Kleeblattbogen Brustbild der Maria mit dem Kind, darunter 

i 
kniender Beter ; Umschrift : ■{• • S • B ■ DECANI • IN • TVINGIN. 3) spitzoval, 48 mm., auf einer Konsole ein kniender 

Geistlicher mit erhobenen Händen betend, oben aus Wolken eine segnende Hand, hinter dem Beter zwei Buch- 
staben (?D G = dei gratis); Umschrift: | • S • H • S.-VC'DOT • ET • REGLARIS • DCI • S'VBRI. — Regest: Regg. 
der Schweizer. Eidgenossenschaft. Kreuzungen Nr. 118. 



5324. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August 1. 

Schenk Konrad von ßigenbnrg (miles et pincerna de Bienburc) verkauft an den 
Kustos in Weingarten einen Eigenmann (Aluwigum meum servum iamiam ad Cholen- 
husern iuxta Guglunberc residentem custodi vel sacriste monasterii de Wingartin 
pro duabus libris huius regionis numismatis vendidisse, quem Ahvigum liac die et 
deinceps libern manumissione resignavi a mea Servitute absolutum nee quidquam molu- 
menti futurarum exactionum testor in dicto michi reservatum). 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini millesimo CCLXXXXIX., intrante Augusto, indictione XII. 

Ital. Perg. Das Siegel, das an weißleinener Litze hing, ist abgegangen. — Wenig spätere Dorsalnotiz : 
littera C. pincerne de Bigenberch pro Alwigo quondam rustico sibi pertinente, ([uod tradidit eum oflicio sacristie. 



6325. 

Bischof Heinrich von Konstanz bestätigt, unter icörtlicher Anführung der Urkunde Bischof 
Diethelms, dem Kloster Marchthal die Inkorporation der Kirche in Wachingen. 

Konstanz 1299. August 3. 

Heinricus dei gratia Constantiensis episcopus universis Christi fidelibus, ad quos 
presentes littere pervenerint, salutem et notitiam geste rei. || Noverint universi et singuli 
quod nos litteras predecessorum nostrorum Diethalmi Heinrici Eberhardi Rudolfi Con- 
stantiensis ecclesie episcoporum || resjaeximus non concellatas non rasas non abolitas nee 
in aliqua sui parte vitiatas de verbo ad verbum tenorem et processum huic || pagine 



1290. August 3. 301 

insertum et annotatum plene et evidentissirae continere: Diethalmus u. s. w. Es folgt 
die Bd. 2, S. 339 gedruckte Urkunde von 1202 Februar 23. 

Nos") igitur Heinricus dei gratia Constantiensis episcopus predictus pie memorie 
Diethalmi Heinrici Eberliardi Küdolfi nostrorum predecessorum vestigiis inhärentes 
beneficium donationis quod predicti patres et domini cum consensu sui capituli Con- 
stantiensis suis litteris et sigillis roboratum prenominato monasterio Martliellensi pia 
liberalitatis devotione contulerunt auctoritate ordinaria in perpetuum confirmantes 
in evidentiam et testimonium premissorum presentes litteras nostri sigilli munimine 
roboramus. Cum igitur dominus Diethalmus noster antecessor primus donationes 
istas cum consensu sui capituli sepefato monasterio Marthelleusi liberaliter contulerit 
et venerabiles patres nostri antecessores videlicet Heinricus Eberhardus Kudolfus suis 
litteris et sigillis easdem donationes roboraverint ratas et gratas habentes easdem, 
ßanctissimi quoque patres et domini Celestinus et Innocentius Romani pontifices pre- 
dictorum nostrorum predecessorum donationes per suas litteras confirm averint et 
modo nostris temporibus predictum monasterium Marthellense ecclesiolam in Wachingen 
superius expressam a fundatore suo palatino comite de Tuwingen in initio fundationis 
ipsi monasterio collatam sed a . . inilitibus de Anemerkingen iniqua usurpatione et 
sine omni titulo legitime aliquanto tempore sibi vendicatam sed nunc per prefatum 
monasterium indebita vexatione prece et pretio propulsa ex nostra et nostri capituli 
Constantiensis concessione et donatione cum omni iure et omnibus fructibus ammodo 
percipiendis libere et quiete possideat, nos domine et pater sanctissime pro predicto 
et cum dicto monasterio petimus humiliter et devote, quatinus, cum redditus et pro- 
ventus prenominate ecclesie ad Septem marcas argenti vix vel nunquam attingant, vestra 
sanctitas veneranda ad relevandam et consolandam suam et hospitum et peregrinorum 
supervenientium penuriam sepenominate ecclesie fructus per nos et per nostrum capi- 
tulum ut predictum est ante nominato monasterio collatos dignetur misericorditer confir- 
mare. Ut auteni hec nostra petitio, domine et pater . . sanctissime sacrosancte ßomane 
sedis summe pontifex, vera et de nostra vera cognitione concepta a nullo malivolorum 
impulsetur, presentes litteras nostri sigilli munimine roboramus in testimonium nostre 
petitionis et in evidentiam omnium premissorum. 

Datum Constantie, anno domini MCCLXXXXIX., 111. nonas Augusti, indictione 
XII., nostra petitione usque ad effectum petitionis iugiter perseverante. 

Die Urkunde ist eine grolje Fälschung. Als Husschlaggehendes äußeres Merkmal ist die Art der Be- 
siegelung zu nennen, die ganz der Bd. 7, S. 397 geschilderten Marchthaler Methode entspricht. 

Die Schrift, die auch auf andern Marchthaler Fälschungen sich flndet, weist in den Anfang des 14. .Jahrh. 

Die Fassung des Textes ist mindestens ungewöhnlich. Sie vermengt zwei verschiedene Urkundenarten, 
die Vidimierung und Bestätigung einer älteren Urkunde und die Supi)lik an den Papst. Daß die Anrede an 
diesen erst am Schluß erscheint, erweckt den Eindruck, daß der Schreiber ursprünglich gar nicht die .\bsicht 



302 1299. August 3, B und 8. 

hatte, sich an den Papst zu wenden. Andererseits erwartet man nach den Eingangsworten die Wiedergabe 
mehrerer bischöflicher Urkunden, nicht nur der einen von Diethalm. Die Naivetät der Supplik zeigt sicli ain 
stärksten in der Siegelerklärung und den Schlußworten. 

Zu den äußern kommen noch innere Gründe. Die Urkunde Diethalms ist Fälschung, ebenso die auf In- 
koiporation der Kirche in Wachingen bezügliche Urkunde Bischof Heinrichs von 124ß Jimi 22 (Bd. 4, S. 101) und die 
Rudolfs von 1292 Dez. 11 (Bd. 10, S. 83). Eine Urkunde gleichen Inhalts von Bischof Eberhard ist nicht vorhanden, 
ebenso fehlt eine entsprechende Bulle eines Papstes Innocenz. Die echte Bulle Cölestins III. von 1192 Nov. 22 
(Bd. 2, 281), nennt nur einen Hof in Wachingen als Besitz des Klosters und erwähnt überhaupt keine Kirche 
als dessen Eigentum. Fälschungen sind ferner die angeblichen Stiftungsurkunden des Pfalzgrafen Hugo von 
Tübingen, von denen hier die von 1171 Mai 1 (Bd. 2, S. 164), 1171 Juli 9 (Bd. 2, S. 1(55), 117!5 Juh 21 (Bd. 2, S. 176), 
1174 Juli 8 (Bd. 2, S. 177), 1179 Juni 27 (Bd. 2, S. 202) in Betracht kommen. 

Die vorliegende Fälschung steht offenbar in Beziehung zu der gleichfalls und zwar auffallend plump ge- 
fälschten Urkunde von 1312 April 10, in der angeblich Papst Clemens V. dem Kl. Marchthal die Kirchein Wachingen 
mit ihrer Tochter in Emerkingen bestätigt und für die Kapelle in Reutlingen einige Vorrechte gewährt. Tatsächlich 
war es so, daß das Kl. den Besitz der Kirche lange Zeit vergeblich erstrebte, daß es ihn 1292 endlich erhielt 
(Bd. 9, S. 63 u. 66) und nunmehr bestrebt war, mit allen Mitteln auch die Inkorporation zu erlangen. Erreicht 
ist dieses Ziel spätestens 1368, als Bischof Heinrich von Konstanz die angebliche Verfügung Rudolfs bestätigte. 
Reg. episc. Constant. 606B. — Regest: Reg. episc. Constant. 3125. 

a) Auch in der Vorlage neue Zeile. 



5326. 
Konstanz 1299. August 5. 

Bischof Heinrich von Konstanz bestätigt dem Spital in Ulm den wörtlich eingerückten 
Ablassbrief von 1286, März 19 (s. Bd. 9, S. 69) und fügt selbst einen Ablass von 
40 Tagen hinzu. 

Datum Constantie, anno domini MCCXCVllIL, nonas Augusti, indictione XII. 

Siegel des Bischofs, s. Bd. 10, S. 166. — Regest: Reg. episc. Constant. 312(!. 



5327. 

Eberhard, und Jo. von Moosheim verkaufen an Kloster Weingarten ein Gut zu Sieberatsreute. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August H. 

Allen den die disen brief sehent alder hörent lesen, den künden wir || Eberhart unde 
Jo. von Mosehain unde verjehent offenlich an diseni brieve, || daz wir den erberen 
unde beschaidenen herren . . dem abt unde . . dem || convent von Wingarton C. des 
suters gut von Sigebrehsrüti, daz unser zinslehen waz von dem selben gotzhuse, daz 



1299. August 8 und 10. 303 

habint wir in recht unde redelich gegeben ze kofende umbe driu pl'uut pfenninge' 
unde fünf Schillinge Costenzer münse unde fürzihen uns für uns unde alle unser erben 
alles des rethes, des wir unde unser erben an dem selben gute haton aide han mothon, 
unde verjehent des, daz wir der herren wern sohl sin des selben gutes an gaistlichen 
aide an weltlichem gerithe, swa es in ansprechic wirt aide swa sin bedurfent. Unde 
daz dis alles sicher unde stete belibe, so gebont wir den vor genanten herren disen 
brief mit hern C. insigel von Moi'chdorf besigelt ze ainem Urkunde aller diser vor 
gescribeno dinge. Ich C. von Marchdorf lege min insigel an disen brief ze ainem 
Urkunde diser dinge. 

Diser brief wart gegeben in dem jare, do man zalt von gotes geburt zwelf 
hundert jar nüniu unde nünzic jar, an dem nehsten samstage vor sant Laurentien 
tac, indictione XII. 

Ital. Pevg. Siegel abgegangen. 



5328. 

Ritter Walther von Evierkingen und sein Bruder Rudolf verpfänden dem Probst Heinrich 
und Konvent von Marchthal die Vogtei zu Unter- und Oberwachingen, sowie an anderen 

Orten um 87 U Heller. 

Zwiefalten 1299. August 10. 

Daz dirre brief allen criech vertribe unde diu warheit stete belibe"), dar umbe'') 
scriben wir disen brief in gotes namen z ainem Urkunde, daz diu falsheit") verlieze alle 
ir funde''), || damit siu welle crenken") die warhait, die uns^) dirre brief mit gancer 
truwen^) sait. Da von wir herre Walther der ritter'') von Anemerkingen unde Rudolf 
min brüder') verjehin'') || allen den, die') disen brief sehent alder horent lesen, daz 
wir beide samt mit aller unser kinde") gunst unde willen unde mit unser husfroun") 
Annun unde Petrissun") gemainem || rate unde verhengede '') mit ganzer bethradunge ') 
habin die vogetai '), die wir von unseren vorderun habin bisher rueclich besessen 
über Wachingen unde') Oberwachingen, über Husen, Undrahun, Bühel'), Billenbrunnen, 
über die müli") ze Sulkart, iiber Wiler unde über Hundersingen versezcef^) brost 
Heinrich von Marthel unde siner samenunge") umbe suben und") ahzech phunde Haller 
mit allem dem rehte, als wärs hatun besessen von unseren vorderun, unde verzihen') 
uns mit disem briefe^) alles*') dez rehtes, daz wir hetun an disen vorgenanten''') 
guotern also verre, daz wir noch kainer unser kneht"') alder bot kainer schlath''') 
dienst noch rehte''), ez si gros alder'') dein, swie es^") si genemt alder swie man es 



304 1299. August 10. 

kunne genemmen, suln vorderun alder nemen uf den vor genanten niun guotern, . . 
verjehin oucli dez, daz wir die vor genanten suben unde azech phunde Haller habin 
an Hallern und an ir werd*"') volleclich enphangen unde vercert in unserm nuce'') 
nach allem unserm willen. Man sol ouch daz wissen unde merken'''), daz wir von 
des bropstes und siner samenunge willen habin nit'') mer unsers alten rehtes uns 
unde unseren erbun usgenomen, wan so vil die ehafti uf den vor genanten guotern, 
an Niderwachingen, wan da habin wir nith'') mer ze scaffende, es si so diz alder daz, 
wir noch kein unser erbe""') biz an die stunde unde an daz zit, daz wir aide unser 
erbin die vogtai mit anander gemänlich"') mugin aide wellin losen. Wan wir verjehin 
des"') an disem briefe^), daz wir vernamens noch kein unser erbe ain gäf') an daz"*') 
ander nimmer gelosen mugin noch ensuln, wan es sol alles mit anander ""') stan alder 
alles mit anander'') werdin gelösit'') an alle geveirde'') unser unde unserre"') erbo"'), 
wan es vesteclich ist verdingot mit beschaidenlichen Worten, swenne aber wir 
wellin aide so stathaft werdin aide unser erbin, so suln wir es losen'"'') unibe siben"') 
unde aczech phunde Haller, und'') mach noch ensol uns daz nieman wern. Die 
wil ouch disiu vor genantiu guter'") stant dem closter ze Marthel, so suln wir noch 
keiner") unser erbe'''') den imzce, den daz"''') vor genante closter unde"'') daz vogtreht, 
daz ez von den gütern'') enphahet, ab dem hobtguote '■*) sclahen, wan ez*'') ist verdingot 
mit fünzehen'"') phunden Hallern und mit'") alizech schefeln corns Ehinger messe, 
die Haller wir enphangen haben''*) unde daz corn vercert. Wan das selbe'") corn 
und diu vor genanten '°'') fi'mzehen"'') phunt suln Ach"'') wir noch keiner unser erbe**') 
dem cloester nit mer widergen, wan so vil siben''') und aczech phunde**") Haller, als 
hie vor ist gescriben. Unde daz diz gedinge von uns unde von allen unseren ^rbun'") 
steite'') blibe baidiu für'") criech unde fiur'") alle geveirde"'), darumbe henken'") wir, 
ich Walther von Anemerkingen und ich Rudolf") von Anemei'kingen und ich Herman 
kircherre von Celle genant von Anemerkingen unseriu triu^') insigel an dise^") hant- 
vesti und") z allervorderost unseres*") herren biscof Heinrichs von Constence'') und 
ouch unsers herren grafe Ulrichs'"'') von Berge unde des edeln herren Albrethes"^) von 
Stuzzelingen unde der stete''') insigel von Mundrichingen dar zu'") ouch an dise'*) 
hantvesti z ainer ewigun steitekait*') dar nach als dirre brief ist gescriben. Wir*') 
von gotes gnade biscof Heinrich von Constenze und ich grave Ulrich von Berge 
und ouch ich Albreht von Stuzzelingen henkln z ainem steiten Urkunde unseriu insigel 
an disen brief und dar nach wir die burger von Mundrichingen henkln öch unser 
insigel hiran. Wir die hie vor gescriben stant von des bropstes bet unde der same- 
nunge von Marthel und der baider samt voii Anemerkingen habin unseriu in- 
sigel gehenket an disen brief. Diz sint gezuege'"): biscof Heinrich von Costenze 
und'") grave Ulrich'''') von Berge, abbet Eberhart von Zwiveltün"), Ulrich""') von 



1299. August 10 und 12. 305 

Cliugenberch, Eberhart von Eberharswiler"'), Egelolf von Stuzzelingen, Swiger von 
(xundolvingen, Ber. und C. von dem Staine"*), Cunraf') der vogt von Heringen und 
anderre*"') liute gar vil. 

Dis beschach'') in dem closter ze Zwiveltün ''), an sant Laurencen tag'"), do man 
zalte'") von gotes gebiurte dusent jare"'), szwaihundert"') jare, niuncech"') jare und'') 
niun jare"'), alse Romerzal was gevallen indictione XII"'). 

Regensburg. Oiig. Perg. Siegel 1) des Bischofs Heinrich von Konstanz, fehlt. 2) Graf Ulrichs von Berg, 
s. Bd. 6, S. 400. ;i) Walthers von Emerkingen, s. Bd. 10, S. 8. 4) F-tudolfs von Emerkingen, s. Bd. 10, S. 524. 
5) Hermanns von Emerkingen, s. Bd. 10, S. 8. 6) Albrechts von Steußlingen, s. Bd. 9, S. 494. — Eine wenig 
spätere von Propst Burkhard (urkundlich 1300, s. Register) und Konvent von Marchthal besiegelte Ausfertigung 
(Stuttgart, Orig. Perg.) weist die in den folgenden Anmerkungen angegebenen Abweichungen auf. — Regest : Reg. 
episc. Constant. Nachtrag 24. 

a) steil hübe, b) darumb. c) falschait ||. d) Hunde, e) crenkein. f) unz. g) triwen. h) ritther [|. i) bruoder. 
k) verjehen. 1) die fehlt, m) kinde jl. n) husfrowen. o) Peterssun. p) verhengde. q) bethratdunge. r) vogtai 
s) Nach unde folgt noch über. 1) Buhel. u) niueli. v) versezet mit übergeschriebenem c. w) samnunge. 
x) unde. y) vercihen. z) brief. a"-) allez. b^) vorgeuanteren. c') kneth. d^) schlaht. e') reht. f^) aller. 
gl) ez. hl) werde. i^) nuzce. k^) merkin. 1^) niht. m^) rrbe. n^) gemaenlich. o') dez. pi) guot. 
qi) das. r^) mitainander. s^) geloset. 1^) geveirde. u^) unser, v^) eirbo. w') losin. x^) suben. z^) guoter. 
a-) kein, b-) irbe. c-) dis. d-) und. e"-*) guotern. f-) liobtguol. g^) es. h^) fuincehen. i^) mith. k-) habin. 
1-) daz selbe, m*) vor genantiu. n-) funzehen. o-) ouch. p-) eirbe. q^) unde ahzech phunt. r^) eirbun. s^) steit. 
t-) für. u^) geverde. v-) henkln, w-) Rudolf, x-) triu fehlt, y^) dis. z^) unsers. a^) Costenze. b^) graf Ulriches. 
cä) Albrehtes. d') stet, e'^) dazu, f') die. g*) staedigkait. h-^) Von hier an bis gehenket an disen brief fehlt B. 
i^) geziuge. k^) graf Ulrich. F) Zwivillün. ra*) Ulrich, n^) Eberhartswilere. o*) vom Steine, p^) Cünrat. 
q') ander, r'^) Diz bescach. s^) dage. t') zalt. • u'^) jar. v'') niunzech. w*) B hat nur indictione XII. Da- 
gegen hat es noch folgenden Zusatz : Wir bropst Burcart von Jlarthel und diu samenunge henkin unseriu insigel 
an disen brief, daz dis gedinge gar steile blibe für criech und allen fals. x") A: Vor diesem Wort ist niun gestrichen. 



5329. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August 12. 

Konrad genannt Kummer der Schultheiss und Konrad genannt Waltman ein Bürger 
von Wiesloch (Wizzeloch) entscheiden als Schiedsrichter in dem Streit ihrer Mitbürger, 
des Berthold von Büchelberg (Büchelberg), seiner Frau Alheid, seiner Söhne Konrad, 
Heinrich, Berthold und Rüdeger und seiner Töchter Guta und Mechthild mit Kloster Gnaden- 
thal (Gnadental) in der Weise, dass das Kloster jenen S'-Ii E Heller sofort und 3^li U 
auf Maria Geburt bezahlen soll, ivofür sie versprechen das Kloster künftig unbehelligt zu 
lassen (ut ex utraque parte firma pax et amicitia in totum reliquum tempus maneat 

inconcussa, sepedicti viri cum mulieribus coram nobis et scabinis nostris fide data et 
XI. 39 



306 1299: August ! 'J und 14. 

iuramento corporali prestito promiserunt ut numquam prescripto monasterio vel 
hominibus eorum per se seu per alios malum inferant vel procurent, sed pro suis 
viribus ubicumque potuerint in Omnibus locis et temporibus tueantur. Si vero secus 
probabiliter facere presumpserint, sententiando pronuntiamua ut in rebus et corporibus 
predicti omnes ubicumque fuerint comprehensi sine stre})itu iudicii puniantur). 

Siegler: Die Stadt Wiesloch (sigillo nostrorum civium). 

Testes: dominus Dietherus Gabel, dominus Hugo Seter, Heinricus dictus Antluzze, 
Cünradus faber, Cünradus pistor, Gotfridus dictus Schabengast, Hugo faber, Gerhardus 
filius sculteti scabini nostri et Burchardus dictus Giel. 

Datum et actum anno domini MCCLXXXX nono, feria quarta post Laurentii 
martiris. 

Oehringen. Orig. Perg. Rundes Siegel, 68 mm., im Siegelfeld ein aufgerichteter rechtsschauender Löwe ; 
Umschrift: ♦ • S • CIVIVM • DE • WISSENLOCH. - Abdruck: Wibel 2, 129. 



5330. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August 12. 

Bitter Konrad Schenk von Bigenburg (Biegenburc) verkauft (dedi ad emendum) dem 
Kloster Weingarten eine Wiese (pratum meum dictum Stürlinges wiese sine ullo medio 
proprie michi pertinens cum omni sua circumstantia vallium maceriarum et lucorum) 
um 5 % Pfennige. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini millesimo CCLXXXXVHn., pridie idus Augusti, indictioneXII. 

Ital. Perg. An weißleinener Litze Bruchstück des Bd. 9, S. 102 beschriebenen Siegels. 



5331. 

Oraf Albrecht von Löwenstein und seine Gemahlin Lukart verkaufen dem Kloster Lichtenstern 

gewisse Besitzungen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August 14. 

Wir graf Albrecht von Lowenstein und unser ehliche wirtin fraw Lukart die 
grefin vergehen und thun kunt allen den, die disen brief lesent oder horent lesen, 
das wir mit gesamenter hand gegeben hant den frowen zu dem Liechtenstern das 



1299. August 14 und 17. 307 

da uusei' was ze unsern kinden und was wir ansprach hetten umb sollich gut, das 
wir selten geloset han oder was es sei, gesucht und ungesucht, dar uff wir ansprach 
hetten, das geben wir inn für hundert mark, also das weder wir noch kein unser 
nachkommen nimmer dar uff gewinnen kein ansprach, sonder das sie gerüweclich da 
mite sitzen als wir gesessen sin. Dirre ding sind gezuge: her Conrad von Weyler 
ein ritter, her Rudiger von Eschenaw ein ritter, her Albrecht Brennenmule ein ritter, 
her Bernger von Newhausen ein ritter und vil ander. Und das disz stete und veste 
beleihe, so henken wir grave Albrecht von Lewenstein und unser ehlich wurtin fro 
Lukart die grefin unser beeder insigel dar an. 

Disz geschach do man zalt von unsers hern geburt thausent zwai hundert und 
neun und nuntzig jare, an unser frawen abend alz sie ze himmel für. 

Abschrift von Andreas Rüttel in der Handschr. Nr. 43 des Staatsarchivs. 



5332. 

Die Kinder Wolframs von Pfäfßngen verkaufen an Kloster Kreuzungen eine Wiese zwischen 

Ffäffingen und Poltringen. 

'Tübingen 1299. August 17. 

Allen den die disen gegenwürtigen brief sehent alder hörent lesen, künden wir 
Cünrat Elisal)eth || Hailwig und Irmengart geswistergit Wolframez säligen kint von 
Phäffingen, daz wir mit Hain||riclies Cunrates und Ludewiges linserr vetterren, die 
linser vögte und unser ptieger sint, willen und || gunst und mit ir hant unser zwene 
morgen akkerz, die entswiischen Phäffingen und Boltringen an der Ammer ligen und 
unser reht aigen waren, gegeben haben ze köfenne willeclich und gemainlich den 
erebären herron . . dem abbet und dem convente des gotzhusez von Crüzelinsren 
und geben in si an disem briefe. Dar umbe haben wir enphangen von in fünf phunt 
und fünf Schillinge Haller und haben die an ünsern nutz bekeret. Wir die vor 
genanten gebrüder Hainrich und Cünrat von Phäffingen verjehen des an disem briefe, 
daz wir des vor genanten köfez und der äkker des vor genanten gotzhusez wern sin 
sölen ze vertigenne jar und tag nach des landes gewonhait für ain lediges und ain 
friez aigen, swa si sin bedurfent, für alle anspräche, die si von ieman mugent ge- 
winnen. Und daz alles daz war si und stäte belibe, so vor an disem briefe geschriben 
ist, dar umbe baten wir du vor genanten geswistergit Cünrat Elisabeth Hailwig und 
Irmengart die erebären herren hern Bertolt den tegan von Tüwingen, hern Hainrich 
von Sumbri den lüpriester uf dem berge ze Wurmelingen, daz si irü insigel, und die 



308 1299. August 19. 

vor genanten unser vettern, daz si ir gemainez insigel geben an diseii brief / uiiier 
rehten stätekait alles des so vor geschriben ist. Wir die vor genanten Bertolt der 
tegan und Hainrich der lüpriester geben linserü insigel, und wir die vor genanten 
gebrüder Hainrich Cünrat und Ludewig geben unser gemainez insigel an disen brief 
z ainem waren Urkunde alles des, so vor geschriben ist, durch der vor genanten 
geswistergit bette. 

Diz geschach ze Tüwingen, da ze gegen waren: Rudolf Trittenweg, . . der 
Blanke von Phäffingen, Herman Muschhart, Albreht ab dem Berge und ander erbäre 
lüte, die ez sahen und hortou, und wart dierre brief geben in dem jare, do man 
zalte von gottes gebürte zwelf hundert jare nünzeg jar und in dem nünden jare, 
an dem nähsten mäntage vor sant Bartholomez tage des zwelf botten, indictione XII. 

Frauenfeld. Orig. Ital. Perg. Die Siegel des Dekans ßerthold von Tübingen und des Leutpriesters Heinrich 
vom Wurmlinger Berg s. o. S. 300, das der drei Brüder von Pfäffingen o. S. 243. — Regest: Hegg. der Schweizer- 
Eidgenossenschaft. Kreuzungen Nr. 119. 



5333. 
Emerkingen 1299. August 19. 

H. der Weber (textor) in Emerkingen und seine Frau Adelheid schenken (contulimus) 
dem Propst H. und dem Konvent von Marchthal (de Marthello) 12 % Heller, wofür ihnen 
diese ihren halben Zehnten in der Flur Vogelshai *) zu lebenslänglicher Nutzniessung über- 
lassen. Stirbt eines von ihnen, so fällt die Hälfte, nach dem Tod des zweiten der Rest 
des Zehnten dem Kloster heim. 

Siegler: Hermann von Emerkingen Kirchrektor in Zell (Cella) und sein Bruder Rudolf. 

Actum et datum in Anemerkingen, anno domini MCCLXXXX nono, XIIII. 
kalendas Septembris, indictione XII. 

Nur noch das zweite Siegel, eingenäht, ganz zerbröckelt. 

1) In Emerkingen, s. o. S. 124. 

5334. 

Esslingen 1299. August 19. 

König Albrecht übernimmt die Vogtei des Klosters Steinheim und setzt seine und des 

Klosters Rechte fest. 

Datum in Ezzelingen, XIIII. kalendas Septembris, anno domini millesimo ducen- 
tesimo nonagesimo nono, indictione XII., regni nostri anno primo. 



1299. August 19, 20 und 21. 309 

An blauen und gelblichen Wollefiiden das zerbrochene Majestiitssiegel. Die Urkunde ist abgesehen vom 
Königsnamen und Datum sowie einigen et ganz wörtlich übereinstimmend mit der Urkunde König Adolfs von 
1294 Juni 26 (Bd. 10, S. 254). Die Schrift weist auf Fertigung im Kloster hin, woraus sich auch die Abweichung 
in der Formel des Datums erklären würde. Die Besiegelung ist einwandfrei und an der Echtheit der Urkunde 
nicht zu zweifeln. — Abdruck : Besold, Doc. rediv. 2, 388 = Petrus, Suevia eccl. 768. — Wibel 3, 97 (nach einem 
Vidimus Karls IV. von 1370 September 2 und der darin aufgenommenen Bestätigung Heinrichs VII. von 1309 
August 27). — Regest : Böhmer, K. Albrecht 198. 



B335. 
Ohne Ortsangabe 1399. August 20. 

Der Ritter von Hohentann (Hohentannin) verkauft um seiner Schulden icillen seinen 
Weinberg bei Ravensburg an den dortigen Bürger Ber. von Laimnau und überträgt das 
Eigentumsrecht daran dem Kloster Weingarten (cupiens me aliqualiter pondere debitorum 
exhonerare vineam meam minorem sitam in saltu castri Ravenspurgensis que quondam 
exstitit Manstoci cum sua proprietate vallium et maceriarum legalitate seu aliis 
appendiciis suis Ber. de Lamnowe civi opidi in Ravenspurc pro IX marcis et uno 
fertone argenti fini et legalis ponderis eiusdem opidi dedi ad emendum et ex condicto 
ipsius contractus deo et sancto Martino*) proprietatem ipsius fateor me obtulisse, 
quam memoratus Ber. statuit censuale feodum sibi et suis heredibus ac aliis eorum 
successoribus dumtaxat singulis annis fertonem cere in festo Martini prefato monasterio 
solvendo). Er bestätigt den Empfang des Kaufpreises und verzichtet für sich, seine Frau 
und, Kinder auf alle Einsprachen. 

Hec et alia cassantia impedimenta arbitratus su mut sigillo meo sint prorsus preclusa. 

Datum anno domini millesimo CCLXXXXIX.. XIII. kalendas Septembris, in- 
dictione XII. 

Nur die Hanfschnur, an der das Siegel hing, ist erhalten, 
a) Von anderer Hand übergeschrieben : Wingarten. 



5336. 

König Albrecht erlaubt dem Esslinger Bürger Marquard im Kirchhof den Bau einer Mühle 

bei der äusseren Brücke. 

Esslingen 1299, August 21. 

Albertus dei gratia Komanorum rex semper augustus universis sacri Romani 
imperii fidelibus presentes litteras || inspecturis gratiam suam et omne bonum. Volentes 



I 



310 1299. August 21, 22 und 23. 

providum virum Marquardum civem in Bzzelingen devo||tum nostruni dilectuin filium 
quondam Marquardi dicti in Kirchof propter sue devotionis merita benignitate regia 
ali||quali gratia prevenire concedimus et indulgemus eidem ut unum molendinum 
construere valeat in loco qui iuxta pontem exteriorem Ezzelingen ad hoc magis fuerit 
opportunus tenendum habendura et perpetuo ijossidendum per eundem Marquardum 
et suos heredes utriusque sexus a nobis et imperio titulo feodi hereditarii sine 
calumpnia qualibet pacifice et quiete. Et ut idem Marquardus de devoto devotior 
habeatur omnia feoda, que a nobis et imperio seu a nostris predecessoribus de iure 
hactenus habuit et liuc usque, sibi innovamus approbamus et auctoritate presentium 
confirmamus. In premissorum evidens testimonium et memoriam sempiternam presentes 
litteras sigillo maiestatis nostre regie iussimus communiri. 

Datum in Ezzelingen, XII. kalendas Septembris, indictione XII., anno domini 
millesimo ducentesimo nonagesimo nono, regni vero nostri anno primo. 

An roten Seidefäden das Majestiitssiegel. — Abdruck: Lünig, Reichsarchiv 12, 213. — Regest: Böhmer, 
K. Albrecht 199. — Eßlinger Uß. 1, 137 n. 316. 



5337. 

Ulm 1299. August 22. 

Aufzeichnung des Ulmer Stadtrechts für das durch König Albrecht damit begnadete 
Saulgau durch Amman, Bürgermeister, Rat, Richter und Gemeinde von Ulm, 

Abgedruckt Bd. 7, S. 297 ff., Text B. 



5338. 

Graf Albrecht von Hohenberg schenkt dem Kloster Kreuzlittgen einen Eigenmann zu Wurmlingen. 

Rottenburg 1299. August 23. 

Wir grave Albreht von Hohenberch künden allen den die disen gegenwürtigen 
brief ane sehent || alder hörent lesen, daz wir frilich und willeclich Hainrichen 
Cünrates sun Akkerganges von Wur||melingin, der unser reht aigen waz, gegeben 
haben und geben an disem briefe dem gotzhuse Orü||zelingen bi Costentz luterlich 
und ainvalteclich durch got und dur ünserre und unserre vordem sele hailes willen 
und gaben den vor genanten Hainrichen und alles daz recht, so wir an im hetton 
ald gelian mohton, willeclichen uf in hern Cünrates Mördelinz haut ains priesterz 
an des vor genanten gotzhusez und des . . abtes und des conventes stat. 



1299. August 23 und 24. 311 

Und daz diz war si, dar umbe geben wir unser insigel au disen brief, der wart 
geben ze Rotenburch, da ze gegen waren her Cünrat von Witingen ritter und Hainrich 
unser animan von Rotenburcli und ander erbär lute, in dem jare, do man zalte von 
gottes gebürte zwelf hundert jar nünzeg jar und in dem niinden jare, an sant Bartho- 
lomez abent des zwelfbotten. 

Fraueilfeld. Orig. Perg. Abhängend beschädigtes Siegel, 74 mm., der Graf gewappnet in der Rechten das 
Schwert schwingend, am Unken Arm den geteilten Schild, der auch viermal auf der Decke des Pferds angebracht 
ist, auf dem Helm ein mit Stäl)chen fächerförmig belegtes Schirmbrett (ungenau abgebildet bei v. Alberti 1, 
331 n. llöö); von der Umschrift nur einige Buchstaben. — Rege.st: Regg. der Schweizer. Eidgenossenschaft. 
Kreuzungen Nr. 120. 

5339. 

Konrad Blänkeli bekennt für den minderjährigen Hartmann Ackergang getreuer Träger 
der Lehen des Klosters Kreuzungen [in Wurmlingen] zu sein. 

Rottenburg 1299. August 23. 

Allen den, die disen gegenwürtigen brief sehent alder hörent lesen, kund ich 
Cünrat || Blänkeli unde vergihe des an disem briefe, daz ich Hartmans Hermans 
säligen suns || Akkerganges getrüwer trager bin und sin sol an den lehenn, dii er 
von dem gotzhu||se ze Crüzelingen het, imtz er ze sinen tagen kunt und niht fürbaz, 
und swenne er ze sinen tagen kunt ald des vor genanten gotzhusez wibe aine nimet 
zer e, so sol ich du lehen uf geben und sol er sü selbe enphahen. Und daz diz war 
si, dar umbe bat ich . . den amman und die burger von Rotenburcli, daz si ir stat 
insigel gäben an disen brief. Wir der amman und die burger von Rotenburch geben 
unserre stat insigel an disen brief z ainem Urkunde alles des so vor geschriben stat 
durch des vor genanten Cftnratis bette. 

Dierre brief wart geben ze Rotenburch, in dem jare do man zalte von gottes 
gebürte zwelf hundert jar nünzeg jar und in dem nuuden jare, an sant Bartholomes 
abent des zwelfbotten. 

Neuere Abschrift nach dem zur Zeit in Frauenfeld nicht auffindbaren Original. 



5340. 

Der von Straubenharf pfändet dem Herter einen Eigenmann in Beihingen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. August 24. 

Allen den si kunt, die disen b[rief lesejnt. daz her [ — der Herter] || ainen 
gebur zu Bihingin hat, der ist genant Burcart Lob, den hat gejjphandet . . der von 



312 1299. August 24, 25 und 30. 

Btrubeiihat, den selben gebur zi\ nizene in alle||me rehte als der vor genante Herter, 
an daz daz er in nit schetzen sol, umbe driu phunt Haller. Unde wan der Herter 
den gebur lösen wil, so sol er dem von Strubenhart vircen naht vor sagen. Daz diz 
stete si, des hat der Herter sin ingesigel an disen brief gehenket und her Hug der 
kirchherre von Bihingin öch daz sine an des ingesigels stat von Strubenhart. 

Dirre brief wart geben an sancte Bartolomeus tage, do man zalte von gos^ 
gebürte dusent jar zwai hundert jar und niune unde niunzeg jar. 

Zwei Siegel. 1) Bruchstück eines runden Siegels mit dem geteilten Schild der Herter. 2) spitzoval, 
3B, 24 mm., über gotischem Baldachin Maria mit dem Jesuskind, unten kniender Beter; Umschrift: f S • HVGON . 
REGT .... BIH ... N. 



5341. 

Ehingen 1299. August 25. 

Johann genannt Griffe überlässt (dedi donavi — resignavi in remedium anime mee 
et salutem nee non pro quadam pecunie parva summa) dem Heiliggeistspital in Biberach 
das Eigentum von Gütern in Leufrizweiler bei Mettenberg (proprietatem rerum et pos- 
sessionum dictarum Liutfrizwilar apud Metenberc sitarum, quas quondam dominus 
. . dictus Wilin miles meo') patri pie memorie in feodum rddinebat*"). 

Siegler : Ulrich von Gottes Gnaden Graf von Berg genannt von Sehelklingen. 

Testes: dominus . . de Brihsen miles, Ruodegerus de Sphingen. Gretarius, 
Gretarius dictus Ungereht, Ber. C. C. fratres dicti Schillier, Johannes, C. de Mammingen. 

Datum Ehingen, anno domini MCCLXXXX nono, feria tertia post Bartolomei. 

Beschädigte.s Siegel des Grafen Ulrich von Berg -Schelklingen, s. Bd. 6, S. 400. — Regest : Württ. Viertel- 
jahrshefte 1897, S. ¥i n. 19. 

a) meo auf Rasur. 

b) .So die Vorlage. 



5342. 

Rottweil 1299. August 30. 

König Albrecht befiehlt den Städten Überlingen, Ravensburg, Pfullendorf, Saulgati, Mengen 
und Aach (strennuis ac prudentibus viris in Überlingen, Ravenspurch, Phullendorf, Sulgen, 
Meingen et in Aha advocatis officiatis scultetis ministris consulibus scabinis ac civibus uni- 
versis fidelibus suis dilectis), das Kloster Salem (Salmanswiler), das er mit seinem ganzen Besitz 
in den Schutz des Reichs genommen habe, wie einen ihrer Mitbürger zu schützen (tamquam 
vestros concives ac si in quolibet opidorum vestrorum predictorum ius civile haberent 



;;»»- 



1299. August 30 und September 1. 313 

auctoritate regia defendentes non permittatis eos ab aliquo indebite molestari, ut 
sub vestre protectionis umbraculo respirantes pacis auctori pacifice deserviant pacis 
humiles proffessores et pro bono statu regni nostri inperturbati iugiter divinam clemen- 
tiam deprecentur, scientes quod si secus in aliquo presumptum fuerit, vestram arguemus 
neglientiam in hac parte et molestatores huiusmodi iuxta suorum exigentiani meri- 
torum nichilominus puniemus). 

Datum in Rotwil, III. kalendas Septembris, regni nostri anno secundo. 

V. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 5()4 n. 1014 nach dem Orig. Perg. in Karlsruhe. 



5343. 

Die Stellvertreier des Bischofs von Konstanz bestätigen einen Gütertausch des Klosters 

Bebenhausen mit Hugo von Hailfingen. 

Konstanz 1299. September 1. 

Magistri Walterus scolasticus et C. prepositus nee non canonici maioris et sancti 11 
Johannis ecclesiarum Constantiensium gereutes vices venerabilis patris ac domiui H. 
dei gratia || Constantiensis episcopi in absentia constituti religiosis viris in Christo 
dilectis . . || abbati et conventui monasterii in Bebenhusen ordinis Cysterciensis 
salutem et in domino caritatem. Cum vos ad tollenduin omnem conscientie scrupulum 
et ad obstruenduni os loquentiuni iniqua quosdam fundos vestros seu domos apud 
Entringen sitos Hugoni de Halvingen iuniori de consensu strennui militis Waltheri 
pincerne de Andegge tutoris et soceri sui pro curia dicta vronhof ibidem sita cui 
ius patronatus ecclesie in Entringen pertinere dinoscitur legittime permutationis 
titulo assignaveritis, quorum possessionem sicut et vos dicte curie est ingressus, nos 
eandem permutationem tamquam iustam et licitam auctoritate ordinaria confirmamus 
et Serie presentium approbamus. In quorum robur indeticiens sigillura episcopale 
presentibus duximus apponendum. 

Datum Constantie anno domini MCC nonagesimo nono, kalendas Septembris, 
indictione duodecima. 

Siegel des Bischofs Heinrich von Konstanz, s. Bd. 10, S. 166. — Abdruck: ZGORh. 15, 95. 



XI. 40 



314 1299. September 3. 

5844. 

Amman und Bat von Mengen gewähren dem Kloster Salevi zur Sühne für den ihm in 
Ostrach zugefügten Schaden Freiheit für .sein Haus in Mengen. 

Mengen 1299 September 3 und 1303 Februar 17. 

Universis Christi fidelibus hanc litteram inspecturis Eberhardus minister dictus 
de Rosenöwe miles et consules civitatis in Mengen fidem pre||sentibus adliibere. 
Omnis culpa meretur veniam, que reum non detinet in spiritu pertinaci. Eapropter 
presentes noverint et futuri, quod cum nos et nostri concives || proprie salutis in- 
memores venei'abilibus in Christo . . abbati et conventui de Salem ordinis Cyster- 
ciensis Constantiensis dyocesis ac suis hominibus dampna gravia in villa || dicta 
Ostrach eisdem de Salem pertinente per incendiiim intulissemus, tandem ad cor 
reversi in restaurum eorundem dampnorum omnium inter alia que ipsis fecimus pro- 
misimus eisdem et promittimus in hiis scriptis, quod domus ipsorum quam nunc 
habent in Mengen vel alia si quam ibidem habebunt in posterum magis utilem eis 
et placentem, nna tamen dumtaxat, cum inhabitantibus eam nomine dictorum de 
Salem ac rebus universis quas in ea duxerint reponendas in quacunque materia consi- 
stant pondere vel mensura tarn in vendendo quam alias de iam dictis rebus suis 
prout voluerint ordinaiido ac omni exactionum genere, que vulgariter dicuntur stüre 
zol ungelt wahte vel quocunque alio nomine censeantur, libera esse debeat et 
inmunis, ita sane quod persone ipsam domum inhabitantes de rebus suis propriis 
mercatum nequaquam debeant exercere, sed si alicpiem prefatam domum inhabitare 
contigerit qui mercatum sicut ceteri cives exercere voluerit talis de rebus suis et ad 
eum pertinentibus servire tenebitur et servare per omnia quicquid aliis nostris civibus 
de bonis suis fuerit institutum. Adiectum est insuper, quod si ipsi de Salem plures 
domos in civitate nostra habere voluerint vel si alique ad ipsos per donationem 
devolute fuerint, de omnibus preter unam tantum quam libertate et exem])tione 
prescripta gaudere volumus sicut alii cives tenebuntur consueta servitia exhibere. 
Promittimus etiam, quod predictos de Salem ac homines ipsis iure proprietatis perti- 
nentes cum rebus eorundem tamquam nostros cives apud nos corporalem residentiam 
facientes, quippe cum ipsis ius civile per presentes concesserimus et in protectionem 
nostram specialem ipsos receperimus, semper de cetero defendemus. Ut igitur premissa 
libertatis et exemptionis concessio robur perpetue firmitatis obtineat, obligamus nos 
nostrosque qui pro tempore fuerint successores per presentes ad omnia supradicta 
inviolabiliter observanda et in huius rei evidentiam presentem litteram conscribi 



1299. September 3 und 13. 315 

fecimus et sigillo venerabilis in Christo domini abbatis de Salem predicti et nostre 
civitatis communiri in testimonium omnium premissorum. 

Actum in Mengen, anno domini MCCXCIX., III. nonas Septenibris, liiis testibus 
presentibus et rogatis, videlicet reverendo in Christo domino H. dei gratia Constan- 
tiensi episcopo, Ülrico de Clingenberg advocato milite, Häinrico de Swarzah, Wernliero 
dicto Murer, Walthero dicto Huntübel, Eberharde dicto von der Scher, Häinrico dicto 
Bezeli, Berhtoldo de Landöwe civibus in Mengen, Häinrico cellerario maiore, üietrico 
de Niifron fratribus monachis in Salem aliisque quam pluribus fide dignis. 

Datum vero ibidem anno domini MCCCIIL, XIII. kalendas Martii. 

Xos f rater Ülricus abbas et conventus in Salem prenotati omnia et singula 
prelibata vera esse protitentes absolvimus et absolutos pronuntiamus tenore presentium 
cives de Mengen omnes et singulos de illatione dampnorum nobis et nnstris hominibus 
tantum in dicta villa Ostrach facta pro nobis nostrisque qui pro tempore fuerint succes- 
soribus servatis tarnen nobis omnibus condicionibus antedictis. In cuius rei evidentiam 
hanc litteram sigillo quo nos . . abbas et conventus utimur fecimus conmuniri. 

Regensburg. Orig. Perg. Zwei Siegel, eingenäht. — Die Urkunde ist allerdings erst 1303 ausgestellt. Allein 
sie gibt den Wortlaut einer schon 1299, offenliar duicli Mitwirkung des Bischofs Heinrich von Konstanz, zustande 
gekommenen Abrede, der eben der Abt erst vier Jahre später seine Zustimmung erteilte. Die Unterhandlungen 
zogen sich nicht nur so lange hin, sondern es scheint nach dem Wortlaut der Bestätigung des Abts, daß auch 
mit dieser noch nicht aller Streit beendigt war. — Abdruck : v. Weech, Cod. dipl. Salem. 3, 49 n. 1067 nach Cod. 
Salem, in Karlsruhe. 



6345. 

Abt Albert und Konvent von Alpirnbach bestimmen ihr Gut zu Reichenbach für das 
Krankenamt ihres Klosters zur Speisung von 100 Bettlern an Allerseelen. 

Alpirsbach 1299. September 13. 

Nos Albertus iniseratione divina abbas et conventus monasterii in Alperspach 
scire volumus omnes tarn posteros quam presentes has litteras intuentes, quod nos 
unanimi consensu et solempni tractatu*) prehabito predium nostrum seu nostri mona- 
sterii situm aput Kichenbach cum omnibus suis appendiciis seu iuribus ad intirmariam 
nostri monasterii contulimus et assignavimus donasse et deputasse presentibus profi- 
temur, tali condicione apposita, quod procurator dicte infirmarie singulis annis in 
die seu commemoratione omnium animarum peracta prioris misse sollempnitate centum 
mendicos ad nostrum refectorium introducere debet et ipsis ibidem refectionem 
denariis'') ministrare, videlicet unum ferculum de carnibus et alteruin de sorbicco et 



31 H 1299. September 13, 19 und 23. 

isti") binis cum binis unus ricarius vino repletus ad potum rainistretur et hiis premissis 

panis triticeus apponatur etc.'') et fieri decrevimus in salutem nostram et omnium 

benefactorum nostrorum ac ob remedium omnium fidelium animarum. Et ut hec 

rata et inconcussa perpetuo permaneant presentes litteras desuper confici fecimus 

sigillorum nostrorum robore ' communitas. 

Datum aput Alperspach, anno domini MCC nonagesimo nono, idus Heptembris 

indictione XII. 

Kopb. des Kl. Alpirsbach aus dem 15. Jahrh., Bl. 481. — Abdruck: Crusius Annal. Suev. 3, 3, 14, S. 187. — 
Regest: Glatz, Alpirsbach 274. 

a) Vorlage caiitate. 

b) Vorlage den. Crusius (s. o.): deinde. 

c) So die Vorlage. Crusius : ibi. 

d) So Crusius. Vorlage tc. 

5346. 
Esslingen 1299. September 19. 

Bürgermeister Marquard genannt im Kirchhof, Rüdiger vormals Schultheiss, litipert 
sein Bruder von Esslingen und Friedrich genannt von Hohenheim verteilen gemäss des 
Testaments des Konrad genannt Bambaist dessen Weinberge zu Heppach und unter Burg 
Wirtemberg an den Spital in Esslingen und die Klöster Sirnau und Weiler. 

Regest im Elilinger ÜB. 1, 138 n. 317. 

5347. 

Esslingen 1299. September 23. 

Erzbischof Gerhard von Mainz sacri imperii jier (iermaniam arcliicancellarius 
verleiht allen wahrhaft Bussfertigen und Beichtenden, die den Brüdern auf dem Kniebis 
Handreichimg tun (qui ad sustentationem et subsidium fratruin de penitentia residentium 
in monte Cniebuz Constantiensis dyocesis provincie Maguntine manum porrexerint 
adiutricem cum iidem fratres zelo karitatis succensi circa quoslibet transeuntes hospi- 
talitatem voluntariam observantes in necessitatibus magnani indigentibuH faciant 
pietatem), einen Ablass von 40 Tagen und bestätigt gleichzeitig alle Ablässe, die dem 
Kloster von Erzbischöfen oder Bischöfen verliehen sind oder werden. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum Ezelingen, anno domini MCC nonagesimo nono, nono kalendas Octobris. 

An grüner Seidenschnur das stark beschädigte erzbiscliiifliche Siegel mit RUcksiegel. 



1299. September 27. 317 

5348. 

Testament des Konrady iveiland Kellermeisters des Speirer Kanonikers Helferich von Thalheim, 

zu Gunsten des Speirer Domkapitels und des Klosters Maulbronn, sowie seiner 

Schwester Hildegund. 
Ohne Ortsangabe. 1299. September 27. 

In nomine domini. Amen. Anno a nativitate eiusdeni millesimo ducentesimo 
nonagesimo nono, quinto kalendas Octobris, indictione tredecima, regnante domino 
Alberto rege Komanorum, in presentia mei notarii infrascripti et testium infra- 
scriptorum Conradus cellerarius quondara domini Helferici de Talheim canonici 
Spirensis sanus per gratiam dei mente et sensu licet corpore debilis omniura 
bonorum suorum mobilium et immobilium potens disposuit per presens nuncupa- 
tivum testamentum sub hac forma: In primis legat ecclesie Spirensi duo iugera 
vinearum sita in Wiszenloch, que sibi nunc dominus dux Bavarie vel eius substitutus 
indebite usurpat, quibus evictis per ecclesiam Spirensem predictam primo anno pro- 
ventus seu fructus eorundem cedent Hiltegundi sorori sue et post hoc perpetue cedent 
fructus cum fundo ad ecclesiam memoratam, et ipsius Conradi peragent persone ipsius 
ecclesie anniversarium singulis annis in die sui anniversarii, et ut vino percepto 
venditoque pecunia, que provenit de illis fructibus vini, presentibus et choro ligatis 
ad presentiam ministretur. Preterea legat Hiltegundi sorori sue tres agros campestres 
sitos in Rutdelingen, item unum agrum viniferum in Schindelbach, item domum suam 
iuxta domum dicti Kelbermül cum omnibus suis utensilibus ad utendum et fruendum 
quamdiu vixerit et post mortem eius cedent exceptis utensilibus abbati et conventu[i] 
monasterii in Mulenbrunne ad communem refectionem in remedium anime domini 
Helferici predicti et anime sue, qui abbas et conventus extunc memoriam sue anime 
habuerint prout crediderint eis melius expedire. Voluit etiam et disposuit, quod si 
qua debita fuerint solvenda pro eo, dicta Hiltegundis si fuerint notoria persolvet. 
Item legat Hiltegundi sorori sue predicte debita, que sibi debentur, que se extendunt 
ad decem et septem libras Hallensium, de quibus dicta sua debita persolvet. Et 
hanc voluntatem vult esse suam ultimam, quam valere vult iure testamenti. Facta 
est hec dispositio testamenti per dictum Conradum anno et die prenotatis, presentibus 
fratribus Minoribus Jacobo dicto Kuppeln, Conrado de Wormatia, magistro Conrado 
rectore puerorum Spirensi et Wolfgero fi'atre eiiisdem testibus ad hoc vocatis et rogatis. 

Et ego Ernestus clericus de Spira publicus notarius imperialis aule presenti testa- 
mento interfui, rogatus scripsi et in publicam formam redegi meoque signo solito signavi. 

Karlsruhe. Kopb. n. 264 (Liber oblig. Spir. II) fol. 219 a. 



318 1299. Oktober 4. 

5349. 
Beutelsbach 1299. Oktober 4. 

Der Kleriker Heinrich^ sein Bruder Wolfram dicti Phawen, und ihre Schwestern 
Uedtvif/, Adelheid und Kunegund gehen nach erlangter Volljährigkeit (consensum — — 
nunc facti annis maiores merito adhibemus et ipsam venditionem inter contractus 
bone tidei computamus) ihre Zustimmung zu dem Verkauf von Gütern in Baltmannsweiler 
und Ffauhausen (silvam iuxta Balteramswiler in nemore dicto Slihtun silve qua vocatur 
Staingeböze assitam nee non agrum intra villain Husen et villam dictam Tizensowe 
situm qui vulgo dicitur Phawengerüte cum Omnibus eiusdem silve ac etiam agri fundis 
plantis usibus iuribus et pertinentiis universis), den weiland ihr Vater Heinrich ob 
urgentem necessitateni mit dem Spital in Esslingen abgeschlossen und dessen Kaufpreis 
von 10 E Heller er zu ihrer Erziehung verwendet hat (quia ideni noster pater nos cum 
adhuc essemus annis minores per venditi pretium educavit et in necessitatis articulo 
enutrivit). Sie ve7'zichten für sich und ihre Erben auf alle Ansprüche an die verkauften Güter. 

Siegler: Propst und Kapitel von Beutelsbach (Butelspacli). 

Eorundem prepositi et capituli nee non magistri Ulrici dicti de Tecke, magistri 
Eberhardi canonici ecclesie de Bolle dicti de Tetingen, magistri Cunradi rectoris 
scolarum in Ezzelingen et Cunradi dicti de Ogolteshusen testimoniis. 

Datum Butelspach anno domini MCCXCIX., IUI. nonas Octobris, indictione XII. 

Eßlingen. Ürig. Perg. Abhängend 2 spitzovale Siegel: 1) 40, Ü2 mm., oben ein Bischof mit Stab und 
Buch (der hl. Nikolaus?), unten ein kniender Beter; Umschrift f • S . lOHIS • PRRPOSITI ■ DE • BVTILSBACH. 
2) beschädigt, c. 50, 32 mm., stehender Heiliger in langem Gewand und mit Tiara, die Rechte segnend erhoben, im 
linken Arm einen kurzen Hakenstab tragend ; Umschrift unleserlich. — Regest: Esslinger ÜB. 1, 138 n. 318. 



5350. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Oktober 4. 

Schenk Konrad von Bigenburg (C. miles et pincerna de Biegenburc nominatus) verkauft 
an Kloster Weingarten zwei Eigenleute (Berdoldum fabrum de Alidorf et uxorem suam . . 
quam nunc habet cum universa prole sua genita et adhuc gingnenda condicione proprie 
servitutis a meis progenitoribus michi pertinentes in servos et ancillas jjro V libris 
denariorum vulgaris numismatis sanctis patronis Martino et Oswaldo in Wingarten fateor 
me vendidisse et libera manumissione a mea Servitute absolutos resignasse), verzichtet 
auf seine Ansprüche, bekennt den Kaufpreis empfangen zu haben und leistet Gewährschaft. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini millesimo CCLXXXXIX., IUI. nonas Octobris. 

An weißleinener Litze das Siegel, s. Bd. 9, S. 102. 



1299. Oktober 6 und 7. 319 

5351. 

Abt W. von Schönthal bittet den Bischof Mangold von Würzbtirg, dem Kloster Gnadenthal 
die ihm von Konrad von Kraiitheim geschenkten Zehnten zu erhalten. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Oktober 6. 

Reverendo in Christo patri ac domino suo M. dei gratia Herbipolensi episcopo 
frater W. abbas Speciose Vallis || cum orationibus devotis reverentiam subiectionem 
debitam et honorem. Litteras reverendi quondam patris ac domini || Iringi episcopj 
predecessoris vestri felicis memorie non abolitas non cancellatas nee in aliqua sui 
parte vitiatas || vidimus et recepiraus in hec verba: 

I. dei gratia Herbipolensis episcopus u. s. w. Es folgt die Bd. 5, H. 225 gedruckte 
Urkunde von 1257 November 20 über die Belehnung Gnadenthals mit den von Konrad 
von Krautheim geschenkten Zehnten. 

Harum igitur litterarum seriem, quarum copiam hiis faciemus, quorum interest, 
cum in iure fuerimus requisiti, de verbo ad verbum vobis transmisimus petentes 
humiliter et devote, quatenus propter deum et ad parcendum hinc inde litibus et expensis 
predictas decimas prefate ecclesie filie nostre rite datas et sollempniter confirmatas 
nulli alteri forte vobis supplicanti in feodo conferatis, de vestre siquidem discretionis 
moderamine confidentes, ne iura vel bona memorate ecclesie illicite distrahatis, immo 
potius sicut vestram decet magnificientiam misericorditer foveatis. 

Datum anno domini MCCLXXXX nono, sexta die mensis Octobris. 

Öhringen. Orig. Perg. Abhängend das Siegel des Abts von Schönthal, s. Bd. 7, S. 120. — Abdruck: 
Wibel 2, 132. 



5352. 

Dekan und Kapitel des Stifts Wimpfen beurkunden die Stiftung der Laienschtvester 

Irmingard in Kleingartach. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Oktober 7. 

Decanus totumque capitidum ecclesie Winpinensis Irmingardi converse in Gartach 
sub Limeburc commoranti salutem in eo, qui est vera salus. Exigente pie devotionis 
affectu, quem ad nostram vos didicimus habere [ecclesiam], petitioni vestre assensu 
favorabili concurrentes concedimus plenariam vobis participationera omnium bonorum, 
que fiunt in nostra ecclesia predicta, ut prosint vobis in vita pariter et in morte. 
Preterea quia unam libram Hallensium anniii ceiisus (juam dat singulis annis festo 



320 Oktober 7, 8 und 11. 

sancti Martini Diethericus faber in civitate Lüneburg") residens de vinea in Eanholz 
sita et prato sito in loco qui dicitur (Iruppenbac quod quondam fuit Wicelini nobis 
recipiendam assignastis pro anniversario vestro et Heinrici ac Adelheri in crastino 
sancte Gertrudis post vestrum obitum celebrando, ut predicta libra Hallensium inter 
präsentes in [clioro] dividatur, promittimus etiam, quod procurator nostre ecclesie de 
predicta libra Hallensium recepta vobis XV solidos ministrabit pro tempore vite 
vestre, quia id vestra poscit intentio, V vero reliquos in signum donationis nobis 
facte reservabit. 

Actum et datum anno domini MCCXCIX., nonas Octobris. 

Darmstadt. Älteres Nekrologium des Stifts Winipfeii im Tal aus dem 13. Jahriiundert. — Abdruck: ZGORh. 11, 
165 n. 87. 

a) Offenbar verschrieben für Gartach sub Lüneburg, da Lüneburg ein castrum, keine civitas war. 



6353. 
Mengen, am Landtag 1299. Oktober 8. 

Schwigger von Teggenhausen Landrichter in der Grafschaft Sigmaringen beurkundet 
das Urteil des Landtags, dass das Kloster Heiligkreuzthal um seine Güter nur vor dem 
geistlichen Gericht in Konstanz oder in Rom angefochten uvrden kann. 

Deutsch. Abdmck im Heiligkreuzthaier ÜB. 1, n(l n. 163. 



5354. 

König Albrecht erlaubt dem Kloster Matdbronn alljährlich einmal auf dem Rhein ein 
mit Wein oder Getreide beladenes Schiff zollfrei tal- und bergwärts führen zu dürfen. 

Esslingen 1299. Oktober 11. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augiistus universis sacri Romani 
imperii fidelibus imperpetu||um'). Si ecclesias et ecclesiastica loca, in quibus deo placens 
religio noscitur militare, nostre mentis oculis intuemur') || et ea votive promotionis 
et libertatis muiiimine ampliamus, officium nostri regiminis, quod ab ipso bonorum 
omnium largitore") || sumpsit exordium, liberaliter exequi et ab ipso propter hec 
merita nos premia consequi credimus sempiterna. Hinc est quod nos religiosorum 
virorum . . abbatis et conventus monasterii in Moulbrunne Cisterciensis ordinis 
devotorum nostrorum dilectorinn vitam honestatem '') et religionem laudabilem qua 



1299. Oktober 11 und 14. 321 

refulgent attendentes zelo congrue pietatis pro reverentia regis regum de ciiius raunere 
vivimus feliciter et regnamus et eterne retributionis intuitu ac pro remedio divorura 
augustorum imperatorum et regum Romanorum predecessorum uostrorum nee non 
pro nostra et liberorum nostrorura salute dictis . . abbati et conventui suoque mona- 
Rterio memorato, ut iideni fratres uuaiii navini oneratain vino aut blado vel rebus 
aliis quibuscumque in alveo Reni deducere et reducere per oninia loca theloneorum 
nostrorum et imperii possint libere sine quovis theloneo, anno quolibet una vice, 
donatione perpetua concedinius indulgemus et scripti huius privilegio nostre maiestatis 
sigilli munito roboi'e contirmamus. Nnlli ergo liceat hanc nostre concessionis infringere 
paginam vel eidem ausu temerario contraire. Quod qui secus attemptare presumpserit, 
indignationem regiam graviter se noverit incurrisse. 

Datum in Ezzelingen, V. idus Octobris, indictione XIII., anno domini MCC nona- 
gesimo nono, regni vero nostri anno secundo. 

Zwei Exemplare. Orig. Perg. Das Majestätssiegel hängt bei A an grünen und roten, hei B an gelhen und 
roten Seidefäden. — Ahdruck : Besohl, Doc. rediv. 1, n(f2 == Petrus, Suevia eccl. 577. — Regest : Böhmer, K. Alhrecht 217. 

a) B imperpetuum ||. 

b) B intuemur et ||. 
1',) B omnium j|. 

d) B honestam. 



5355. 

Egelolf der Blarrer von Knöringen verkauft an Kloster Weingarten einen Hof in Stockheim. 

Augsburg 1299. Oktober 14. 

In gotes namen. Amen. Ze furkomende künftige arbait unde ze ainer gehüge- 
nVisse der beschenne || dinge so ist durfte, daz man si ewic und feste maclihe mit 
briefen und mit geziuge. Dar || umbe so tun ich Egelolf der Blarrer von Knöringen 
kunt allen den, die dise brief sehent le||sent oder hörent, daz ich mit wol beschaidnen 
Worten reht und redeliche für mich und für alle min erben han minen herren den 
erbairen in got . . dem abte und dem convente da z Wingarten sant Benedicten 
orden han geben ze kaufende min hof ze Stochkain und swas dar zu gehöret, us 
dem hof sie vor hetton ain phunt geltes, umbe zwelf phunt niwer Augspurger, und 
han in daz selbe gut geben für ain reht aigeii und ft'ir ain rihtic gut und bin des ir 
rehter gewer nah des landes rehte ih und alle min erben und han in dar über gesezzet 
ze bürgen unverschaidenlichhe hern Ciinrat von Gabelnbah ain ritter, Ci'inrat von 
Knöringin min brüder und Cünrat den Halder, die ir triwe dar umbe liant geben 

.XI. 41 



322 1299. Oktober 14 und 22. 

on aides wise also: ist daz daz gotsliusse hie vor genantes kain arbait dar nmbe an 
gat, so sont sie sih laisten und antwurten swenne si werdent gemant ze rehter 
giselschaft in rehtiu lithuser oder ander an ir stat, die als vil zeren an alle gefserde in des 
richhes stet ain, swelhe si in danne nah dem lande oder ze der zit aller beste füget, 
nimmer von der giselschaft ze körnende, e daz daz dem goteshusse hie vor genantem 
werde gerihte und gebessert. Dar nah so tun ih fro Sophie Egelolfes wirtinne hie 
vor genantes kunt, wan daz vor genant gut waz min rehtiu morgengabe, daz ih daz 
uf gap uf des richhes strazze mit gelerten worten imbezwuugen dem vor genanten 
gotshusse und den herren die da waren an ir stat und swur dar über ain gelerten 
ait, daz ih daz selbe gut nimmer an gesprechhe mit kainrlaige sachhe. Des auh sint 
bürgen die hie vor genanten bürgen in allem dem rehte als hie vor geredde ist. 
Daz daz war si, so han wir disen brief gefestent mit hern Hainriches insigel des 
marchgraven von Burgöwe und mit mim insigel Egelolfes des Blarrers und mit Cunrades 
von Knöringin, under diu sih bindent die andern bürgen, wan si aigenre insigel nit 
enhetton. Des sint geziuge: her . . der abte von sant Ülrih gehaissen von Hugenanc, 
her Gerunc von Wasserburch, herre Ulrih von Schönnegge zwen korherren von Auspurc, 
her Bertolt von Dietrihshoven, her Ülrih von der alten Schönnegge, Herman von 
Agewanc, H. von Li[r]hain, her Hartman der Langemantel, Cunrat der Uwentoler 
burger ze Auspurch, Rudolf Galraif, Bertholt der shülmaister von Memmingin und 
anderre ain michhel tail den wol ist ze gelaubende. 

Daz beschah ze Auspurc uf der grede mit tsedinge und wart voUefüret ze Hibelspurc 
in dem jare, do diu zal was von gottes geburte zwelf hundert jar in dem uiunden 
und niunzigüstem jar, an der nächsten mitchon vor sant Gallen tac. 

Das erste Siegel ist abgegangen. 2) und 3) rund, c. 40 bezw. 38 mm., im Schild ein Hing ; Umschrift 
unleserlich. 



5356. 

Fremdingen 1209. Oktober 22. 

Liupold von Weiltingen (Wiltingen) der Ältere verkauft (vendidi atque vendo tradidi 
atque trado) yemeinsam mit seiner Frau Margarete an Äbtissin Sophie und Konvent von 
Kirchheim Cisterzienser Ordens um 689 W und 30 HelUr monete dapsilis alle seine Be- 
sitzungen in Ehringen (universas possessiones subscriptas sitas in villa Eringen iuxta 
castrum Walrstein scilicet quinque hübas ac XIII areas cum dimidia cum dominio ipsius 
ville et iure iudiciarie potestatis ac iure pastorie quod vulgo hirtschaft dicitur et 
iure quod vulgariter flurschaft nuncupatur cum advocatia dotis ibidem ac aliis 



129!). Oktober 22. 323 

iuribus et usibus oinnibus (juibuscuinque seciinrlum ouine ius (i[iio hec predicta omuia 
et singnla raichi ac dilecte luee coniugi Margarete ibidem attinebant, (^ue et universa 
in simul computata ad (juadragiiita (piinque libras Hallensiuni cum dimidia et quatuor 
solidos cum diniidio redditiium dominorum in annuis redditibus estimantur). Verkauf 
und Üheryabe vollzieht der Landrichter (irnf Ludwiy von Oettingen auf kaiserlicher Strasse 
(venditionem et reriim translationem — — — per manum domini Lndewici incliti 
eomitis de Oetingeu iudicis provincialis in solo seu strata imperiali manuali seu 
corporali donatione exnunc jjlene et integraliter contiteor nie fecisse). Der Verkäufer 
verzichtet auf alle Ansprüche und Rechtsmittel und versjiricht für sich, seine Frau und 
deren Erben Geioährschaft bis zum Eintritt der Verjährung (donec eedem domine adversus 
quoslibet liomines prescriptione legitima potuerint se tueri). 

Siegler: Graf Ludirig von Oettingen, der Aussteller und Rudolf genannt Hacke. 

Testes: dominus Ludewicus inclitus comes prefatus de Oetingen, Rüdolfus dictus 
Hacke predictus, Fridericus de Mayngen, Ulricus dictus Taube, Albertus de Crawelshein, 
AValtherus de Bopfingen, Liupoldus de Wiltingen tilius mens karissimus milites, item 
Heinricus Taube, Fridericus dictus Taube, Cünradus de Crebsperck, Heinricus minister 
de Nordelingen. 

Datum et actum in Frömtingen, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo 
nono, indictione XH., XI. kalendas Novembris. 

Wallerstein. Orig. Perg. Siegel abgegangen. 



5357. 

Fremdingen 1299. Oktober 22. 

Margareta die Gemahlin Herrn Liupolds von Weiltingen des Alteren beurkundet, dass 
mit ihrer Zustimmung ihr Gemahl die Besitzungen in Ehringen (possessiones quasdam 
sitas in villa Bringen michi attinentes videlicet quinque In'ibas ac XIH'/n areas cum 
aliis iuribus et usibus omnibus quocumque nomine censeantur, (jue ad nie ibidem 
pertinebant) mit Einkünften im geschätzten Betrag von 45^ 1-^ % 4'li Schilling Heller Herren- 
gidten um 689 S imd 30 Heller an Kloster Kirchheim verkauft und durch Graf Ludwig 
von Oettingen übertragen hat (vendendo manuali seu cor^jorali donatione facta per 
manum domini Ludewici incliti eomitis de Oetingen iudicis j^rovincialis tradidit) 
und dass er ihr zum Ersatz die Dörfer Ober- und Unterampfrach (duarum villarum 
Arapfrau scilicet superioris et inferioris) und Besitzungen in Aschbach, (iutenhoven und 
(ierigshoven, die 100 U Heller und mehr ertragen, zugewiesen hat. Sie verzichtet deshalb 
auf alle Ansprüche an Ehriinjcu. 



324 1299. Oktober 22. 

Et quia sigillo proprio careo, loco sigilli proprii sigillis domini Ludewici incliti 
comitis.de Oetingen et mariti mei karissimi prenominati et ßüdolfi dicti Hacke fratris 
inei dilecti presentibus usa sum. 

Testes: dominus Ludewicus inclitus comes de Oetingen predictus, Küdolfus dictus 
Hacke frater mens karissimus predictus, dominus Fridericus de Mayngen, dominus 
Ulricus dictus Taube, dominus Albertus de Crawelshein, dominus Waltherus de 
Bophingen, dominus Liupoldus de Wiltingen iunior milites, item Heinricus et Fridericus 
dicti Taube, Cunradus de Crebsperck, Heinricus minister de Nordelingen. 

Datum et actum in Frömtingen, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo 
nono, indictione XH., XI. kalendas Novembris. 

Wallerstein. Orig. Perg. Siegel abgegangen. — Regest: Grupp, Oetting. Regesten 417. 



5358. 

Fremdingen 1299. Oktober 22. 

Ludwig von Gottes Gnaden Graf von Oettingen der Altere beurkundet, duss TAupold 
der Ältei'e genannt von Weiltingen heim Verkauf seiner Güter in Ehringen (cum Liupoldus 
dictus de Wiltingen senior — — universas possessiones et singulas sitas in Eringen 
tam sibi quam Margarete uxori sue ibidem attinentes cum universis iui-ibus suis et 
usibus ac attinentiis quibuscumque quesitis et inquirendis pro sexcentis et LXXXIX 

libris Hallensium et XXX Hallensibus vendidisset) an Kloster Kirchheim ihn mit 

acht Rittern (nos ac subscriptos omnes milites strennuos videlicet Eüdolfum dictum 
Hacken, Fridericum de Mseingen, Ulricum dictum Tauben seniorera, Waltherum de 
Bopfingen, Liupoldum de Wiltingen iuniorem, Ottonem et Sifridum fratres dictos de 
Pfalhein et Eberhardum de Gruenberck seniorem") nobis consentientibus singulis) und 
sich selbst als Bürgen für Leistung der Gewährschaft gestellt hat. Die Bürgen müssen auf 
Mahnung des Klosters innerhalb 8 Tagen sich zum Einlager in Nördlingen einfinden ex- 
pensas in dampnum eiusdem Liupoldi aut heredum suorum facturi, bis die fremden 
Ansprüche auf den Besitz abgewiesen sind und das Kloster Ersatz seiner Unkosten erhalten 
hat. Die Bürgschaft bleibt in Kraft, bis zu Gunsten des Klosters Verjährung eingetreten ist. 
Wenn einer der Bürgen ivährend dieser Zeit stirbt oder ausser Landes geht (exire de terra 
ita ut infra anni circulum ad propria nequeat remeare), muss in Monatsfrist ein 
Anderer für ihn bestellt werden, widrigenfalls die Bürgen zum Einlager verj)flichtet sind, 
bis es geschehen ist. 



1299. Oktober 22, 25 und 30. 325 

Siegle)-^}: Der Aussteller, Lhfpohl von Weiltingen der Ältere und Ihidolf yeuamd 
Hacke,- deren Siegel die übrigen Bürgen mitgebrauchen, als ob es ihre eigenen wären. 

Datum et actum in Frömtinj^en, anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo 
nono, indictione Xll., XI. kalendas Kovembris. 

Wallerstein. 2 Origg. Perg. Drei Siegel, eingenäht, zerbröckelt, bezw. am Duplikat abgegangen. — Regest : 
Grupp, Oetting. Hegesten 418. 

a) Duplikat : et vor Eberhardum fehlt, nach seniorem folgt et und Lücke für einen weitern Namen. 

b) Im Duplikat sind Siegelformel und Datum nachträglich mit dunklerer Tinte beigeschrieben. 



5359. 
Ohne Ortsangabe. 1299. Oktober 25. 

Marqnard von Cannstatt Chorherr in Sindelfingen beurkundet, dass ihm die Priorin 
Susanna und der Konvent von Laiiffen (Laufen) zum Ersatz seiner Unkosten in einem 
Prozess für das Kloster (propter expensas quasdam factas in comodum claustri eiusdem 
in lite pro iure patronatus parrochie in Huczingen recuperando michi aliqualiter 
restaurandas) ihre Weinberge in Cannstatt (Cannestat) auf dem Berg Kembach (in monte 
Kembach) zur Nutzniessung auf Lebenszeit eingeräumt haben und dass sie nach seinem 
Tod an das Kloster zurückfallen. 

Siegler: Der Aussteller, der Konvent von Lauffen und der Ordensvikar Bruder Kraft 
von Boxherg (fratris Kraftonis de Bochesberch ordinis Predicatorum vicarii). 

Actum et datum anno domini MCCXCIX., in die sanctorum martirum Crispini 
et Crispiniani, presentibus Johanne de Laufen canonico in Mosebach et Thoderico 
de Wurmelingen et priore et lectore Winpinensibus. 

Drei stark beschädigte spitzovale Siegel. 1) Marquards von Cannstatt mit einer Kanne. 2) des Konvents 
in Lauften, wie es scheint, mit dem kreuztragenden Jesus (der Kopf ist abgebrochen ; an beiden Siegeln nur 
einzelne Buchstaben der Umschrift erhalten. 3) von rotem Wachs, c. 38, 20 mm., in gotischem Aufbau oben Maria 
mit dem Jesuskind, unten kniender Mönch; Umschrift: . . S . FRIS • KR.4FTOIS .... (or)D • P(re)D . . . 



5360. 

Komthur .Johann und die Brüder des Deutschordenshauses zu Heilbronn verkaufen an 
Kloster Schönthal Güter in Enslingen und Bernsbach. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Oktober HO. 

Wir bruder Johann der comentur und die brt'ider gemeiiilich des Teuschen hüses 
von Hayligprunnen thun kunt allen den disen brief sehen oder hören lesen, das wir 



326 1299. Oktober 30 und ^soveinber ü. 

mit gemeinem mute den geistlichen lierrn dem abte und der samenunge gemeinlich 
von Schontal und dem erbern man herrn Wolfram des alten Wolframes söne von 
Bilriet sogetan gut, als uns geben ist von herrn Albreclite von Amerbach und von 
seinem süne die da bruder sein unsers ordens und von seiner eelichen wirtin zu eira 
seelgerete, das da leyt zu Enslingen das sie für ein fryes eygen hetten besessen, und 
zu Berolfesbach das lehen was von nnserm herrn dem schenken von Lirapurg, das 
er hat geeigent mit seinen briefen gesiicht und ungesiicht zu eim freyem eygen als 
es her Albrecht und wirtin und ir sün an uns hant bracht, haben geben zu kaufe 
umb funfthalb hundert pfunt Heller ewigliche zu besitzen und sollen sie des weren 
nach eigens rechte. Und zu eyner Sicherheit der selben werunge han wir ine gesetzet 
zu bürgen herrn Heinrichen den Lecher, herrn Heinrichen von Elchingen den alten, 
herrn Heinrichen sein sun und Hermannen der frawen sun von Creweisheim den jungen. 
Ist auch das das gut anspreche wurt, das sollen wir ine an allen stetten uszrichten 
one iren schaden und sollen sie des gutes weren als eigens recht ist. Ist das wir 
des nicht entliun, wan die vor genamten herrn die bürgen manen, so sollen die 
bürgen invarn und leisten also lange bis es ine usgerichtet würt. Über das alles zu 
einer Sicherheit sollen wir ine unsers landcomenturs brief gewinnen mit seim insigel 
versigelt hie zwüschen und ostern. Thün wir des nit, wann sie dan die bürgen manen, 
so sollen sie invarn und leisten bis ine der brief geben würt. Zu einer Sicherheit 
diser sache und des kaufs haben wir ine geben disen l)rief versigelt mit unserm und 
der brüder insegele des hüses von Heiligprunnen. Disz kauffes sein gezeugen die 
vor genamten bürgen und herr Conrad der Münzmeinster an den staffeln und lierr 
Heinrich von Tüllauwe und herr Bertolt Mülin. 

Diser brief wart geben do man zalt von unsers herrn geburte tusent jar zwei 
hundert jar und nun imd nünzig jar, an dem nechsten frytage vor aller heiligen tage. 

Kopb. des Kl. Schönthal von l,öl2, Bl. 4«7 ». 



5361. 

Ohne Ortsangabe. 1299. Xovonher 6. 

Schenk Friedrich von Limpurg und sein Bruder Virich verzichten auf Bitten des 
Deutschordenkomthurs Engelhard von Hornegg (Hornegge) und des Komtkurs und der 
Brüder desselben Ordens in Heilbronn (Heilprunne) auf alle Rechte (omni iuri et actioni 
nee non infeodationi) an ihren Gütern in Bernsbach und Enslingen (cum nos olim ex 
patemo successu bona in Berolfisbach et in Enslingen situata iure proprietatis dudum 



I 



1299. November ü. 327 

poösiderimus, que qiiidem bona Albertus de Amerbach a nobis in feodo tenuit) und 
übertragen die Güter und alle ihre Rechte daran auf Abt Walkun und den Konvent von 
Schönthal und Wolfram den Sohn Ritter Wolframs von Bilriet (Bilriet) unter Verzicht 
auf jegliche Einsprache. 

Testes: Johannes rector ecclesie in Helenbiunde, Wolframus uüles de Bilriet, 
Sifridus et Cunradus lilii eins, Heinricus senior de Elchingen, [Jlricus de Geilenkirclien, 
Heinricus Lecher, Cunradus Bierman, Crafto Tronman, Walkünus Birker, Cunradus 
et Ulricus et Cunradus filii Monetarii senioris, Hermannus iunior filius quondani 
Wernheri de Crewilshein et Waltherus Kolman. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum anno domini MCC nonagesimo IX., VIII. idus Novembris. 

Zwei Exemplare. Siegel abgegangen. — Abdnick: Wirt. Franken 6, 2, VII. — Regest: Heilbronner ÜB. 1, 
24 n. 61». 



.0362. 
Kihiig Albrecht bestätigt dem Kloster Rottenmünster die Freiheiten seines Dorfes Lauffen. 

Esslingen 1299. November 6. 

Albertus dei gratia Komanorum rex semper augustus universis sacri liomani 
imperii fidelibus preseutes litteras inspecturis gratiam suam et omne bonum. Ad 
universitatis vestre notitiam deducimus per präsentes, quod nos volentes ob dei reve- 
rentiam honorabilium et religiosarum personarum devotarum in Christo abbatisse et 
conventus in Rotenmünster ordinis Cisterciensis votivis conmoditatibus providere con- 
cedimus et indulgemus eisdem, ut in villa sua Lufen ea libertate iure et gratia, quibus 
sub inclite recordationis domini Rudolfi regis genitoris et predecessoris nostri karissimi 
et abinde usque ad hec tempora sunt gavise, inantea ex nostra concessione et gratia 
gaudeant et fruantur presentiuni testimonio litterarum sigilli nostri regii munimine 
signatarum. 

Datum Ezzelingen, Vlll. idus Novembris, indictione XIII., anno domini millesimo 
ducentesimo nonagesimo nono, regni vero nostri anno secundo. 

Kopli. fies Kl. Rottenmünster aus dem 15. Jahrb., S. 51. 



328 1299. November 11. 

5363. 

Albrecht der Schädel von SteussUngen und EgeloJf sein Sohn eignen dem Kloster Salem 

eine Wiese bei Thei(ringshofen. 

Burg Marchthul 1299. Xoreinher 11. 

Ich Albreht von Stuzzeliugen genaut der Schede! imde Bgelolf min sun tugin 
kunt 11 allen den die disen brief sehent alder horent lesen, da/ ich die aiginschaft 
der wize. 11 die abbet Ülricli von Salmanswiler unde sine samenunge koftiin umbe 
(jotfridin*) 11 von Miiswanch umbe funfe unde seschech phunde Haller mit dem gütilin 
da der Snurrer uf sizcet ze Turingeshoven under Stuzzelingen habin luterlich durch 
got gegebin an alle voixlerunge und irritün unserre erbo dem vor genanten closter 
ze Salmanswiler. Unde das dar nach keiner slath criech gange, so henkin wir unser 
insigel an disen brief z ainer ewigun stetikahet, wan es alles von uns nit lehen was, 
des wier hie mit disem briete verjehin, wan niun etlich tail. 

Actum anno domini MCCLXXXXIX., in Castro Marthel, in die beati Martini. 
Dis sint die geziuge: Heinrich von Kirkain, Heinrich der Ruhe, Heinrich von Rote, 
Heinrich Vocko, frater*") Heinricus canonicus ecclesie Marthellensis, Rudigerus dictus 
de Haigingen, C. dictus Walch civis de Ehingen et alii quam plures ad hoc vocati 
specialiter et rogati. 

Karlsmhe. Orig. Perg. Abliaiigeiules Siegel Albrecht Schädeln von SteulJlingen, s. Bd. 9, S. 494. — Abdruck : 
V. Weech, Cod. dipl. Salem. 2, 56B n. 101«. 

a) Vor Gotfridin ist liei- diircli Radieren getilgt, 
bl Von hier an andere Hand. 



5364. 
Burg Nieder mar chthal 1299. November IL 

Der Edle Albert genannt Schedel von Steusslingen (Sti!izzeliugen) beurkundet, dass 
mit seiner Zustimtnung vir discretus Gottfried von Mitschwang (Muschwank) seine Lehen- 
güter in Theuringshofen (possessiones quasdam in Thüringeshoven sitas in loco dicto 
Rübtal videlicet aream unam et pratum ad tonsiones quinque virorum cum agro 
unius iugeris ipsi aree contiguis, que a me iure feodi possidebat) um 65 ffi Heller an 
Kloster Salem verkauft hat, und übergibt auf Bitten des Verkäufers, der ihm die Güter 
aufgelassen hat, und mit Zustimmung seines Sohnes Egelolf und anderer Beteiligten um 
seines und seiner Vorfahren Seelenheils willen das Eigentumsrecht dem Kloster unter den 
üblichen Verzichten. 



1299. November 11, 12 und 13. 329 

Siegler: Der Aussteller iiitd sein Sohn Eylolf, zugleich für Gottfried von Muschwa/ig, 
der kein eigenes Siegel hat. 

Actum in castro meo !Nidren Martel, anno domini MCCXO nouo, in die beati 
Martini, presentibus Hainrico de Kilchliain, Cünrado de Rote, Cunrado dicto Walch, 
Hainricü dicto Ruhe, Hainrico dicto Vokke, fratre Cünrado dicto Riedrer converso 
monasterii supradicti. 

Gottfried von Muschwang und Eglolf von Steusslingen bekunden noch besonders ihre 
Zustimmung. 

Karlsruhe. Orig. Perg. Siegel 1) Albrecht Schädels von SteulMi]igeii, s. Bd. 9, S. 4;)k -1) Eglolfs von 
Steußlingen, .s. o. S. IIG. — Regest: v. Weecii, Cod. dipl. Salem. 2, öfiö n. 1015. 



5365. 
Ohne Ortsangabe. 1299. November 12. 

Hermann genannt von Krautheiin (Ci'uthein) perpetuus vicarius Herbipolensis verordnet 
in seinem 'Testament, zu dessen Vollstreckern er Philipp von 'Tannenberg Domherrn zu 
Würzburg und Heinrich genannt von Krautheim seinen convicarius ernennt, unter anderem 
zugunsten der Kirche und Kapelle in Westernhansen : Item do et lego parrochiali ecclesie 
in Westernhusen et capelle ibidem duas casulas quas habeo in cista mea. 

Siegler: Der Offizial von Würzburg (sigillo curie Herbipolensis). 

Datum et actum anno domini MCC nonagesimo IX., in crastino beati Martini 
episcopi. 

München. Oiig. Perg. Siegel, s. Bd. 9, S. 29f}: Umschrift: . . . OFFICIALIS . . . BIPOLEX. — Regest: 
Reg. hoica 4, 70.S. 



536G. 

König Albrecht erlaubt dem Kloster Maulbronn, die Kosten, die ihm der Durchzug des 

Königs verursacht^ auf seine Dörfer umzulegen. 

Esslingen 1299. November 13. 

Nos Albertus dei gratia Romanorum rex sem})er augustus scire cupimus univer||so« 

ad quos presentes pervenerint, quod nos laboriose hospitalitatis attendentes obse||quia 

sumptuosa, que per viros religiöses . . abbatem et conventum monasterii in || Mulen- 

brunne devotos nostros dilectos dum regius exigit transitus commodis nostris decenter 
IX. 42 



330 1299. November 13, 15 und 17. 

et hylariter exliibentiir, ipsis abbati et fratribus ad sufticientiam ampliorein de gratia 
speciali et regalis potestatis plenitudine duximus indulgendum, ut expensarura, si qiias 
nobis per eosdem fratres contigerit aut oportunum fuerit ministrari, de villis suis 
subsidium competens preter servitia debita recipiant et requirant. In cuius rei testi- 
monium has litteras iussimus nostre maiestatis sigilli robore communiri. 

Datum in Ezzelingen, idus Novembris, indictione XIII., anno domini millesimo 
ducentesimo nonagesimo nono, regni vero nostri anno secuudo. 

An roten und grünen Seidefäden das Majestätssiegel. Auf dem Rücken gleichzeitig: De subsidio villanonim 
dum rex nos gravaverit hospitalitate. — Abdruck : Besold, Dnc. rediv. 1 , 81 1 = Petnis, Suevia eccl. 577. — Regest : 
Böhmer, K. Albreciit 231. 



5367. 

Esslingen 1299. November 15. 

Meister, Keller und die Versammlung der Brüder und Schivestern (congregatio fratrum 
et sororum) des Spitals zu Esslingen verkaufen an den Priester Heinrich genannt von 
Windsheim, Sohn des Marschalks von Backnang, an Siefried von Backnang genannt von 
Hall und Adelheid die Schwester Heinrichs Weinberge zu Marhach auf Lehenszeit um 
46 Pfund Heller. 

Regest im Elilinger ÜB. 1, 139 n. 319. 



5868. 

Ellwangen 1299. November 17. 

Abt Eckhard von Ellwangen übertrügt dem Kloster Kirchheim das Eigentumsrecht des 
Hofs in Ehringen, den Liujmld von Weiltingen seither zu Lehen gehabt und nun an Kirchheim 
verkauft hat, nachdem Liupold dafür seinen Maierhof in Frankenhofen (quandam curiam 
dictam villicalem sitam in villa Vrankenhoven) von Ellioangen zu Lehen genommen hat. 
Er vei-sjjricht seinerseits dem Liupold Gewährschaft für den Hof in Ehringen. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum in Elwangen, anno domini MC(J nonagesimo nono, indictione XII., quinto 
decimo kalendas Decembris. 

Wallerstein. Orig. Perg. Siegel abgegangen. 



1299. NoVember 18. 331 

5369. 

Bitter Friedrich von Urhach ischenkt und überträft dem Grafen Eberhard von Wirtemberg 

das Fatronntrecht der Kirche in Zuff'enhausen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. November 18. 

Noverint universi presentes litteras inspecturi, quod ego Fridericus niiles de 
Urbach || ius patronatus ecclesie in Zuffenhusen ad me pertinens, quod in feodum 
tenui a nobili viro || Cunrado comite de Vahingen, de consensu et voluntate eiusdem 
Cunradi comitis de || Vaihingen aliorumque quorura intererat sive videbatur interesse 
donavi pure et simpliciter nobili viro Eberharde comiti de Wirtenberg suisque succes- 
soribus et in ipsum seu in heredes ipsius transtuli supradictum ius patronatus et 
omne ius quod in ipso michi competiit sive competere videbatur et nichiloniinus 
secundum ius et communem terre consuetudinem sibi plenam prestabo warandiam 
que vulgariter werschaf dicitur et ad hoc me obligavi et Obligo per presentes 
ipsumque ab impetitione quorumlibet tarn in foro ecclesiastico quam civili liberabo 
et indempnem reddam, ad que nie presentibus ut predictum est obligavi et per Stipu- 
lationen! solempneni promisi. Renuntiavi etiani et renuntio presentibus omni exceptioni 
et defensioni et auxilio iuris ecclesiastici et civilis, per que possent premissa aliqualiter 
iniirmari vel modo quolibet violari. Ut autem premissa rata et iudubitata permaneant 
eidem nobili viro Eberhardo comiti de Wirtenberg suisque successoribus dedi presens 
scriptum sigillo meo publice roboratum. 

Actum et datum anno domini MCCLXXXX nono, Xllll. kalendas Decembris. 

Abhangend Rest des schildförmigen Siegels mit gespaltenem Schild. 



5370. 
Ohne Orfsangube. 1299. November 18. 

Graf Konrad von Vaihingen bestätigt die Schenkung des ihm lehenbaren Fatronatrechts 
der Kirche in Zuffenhausen durch Bitter Friedrich von Urbach an Graf Eberhard von 
Wirtemberg und überträgt seinerseits dem Grafen das Eigentum, und alles sonstige Becht daran. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini MCCLXXXX nono, XIIII. kalendas Decembris. 

Abhangend das Siegel des Grafen Konrad von Vaihingen, s. Bd. 8, S. (i8. — Die Urkunde ist von derselben 
Hand wie die vorhergehende. 



332 1299. November 23. 

5371. 

Berthold von Gundelpiu/eii der Unterlandvogt zu Wimpfen beurkundet, dasti Rüdif/er Pfal 
von Grilnsfeld eine Schenkung an. das Deutschordenshaus Mergentheint vor seinem Gericht 

erklärt hat. 

Ohne Ortsangabe. 1299. November 23. 

Ich Berhdolt von Gundelfingin der undir lantfogit zi Winphin saz zi giriljti au 
dem lantdagi zi Winphin, do kam für girihti her liüideger Phal von Grünszfelt unde 
ürjah da vor girihti, daz er unde fro Adilhait sälig^ sin elich wirtin hant gigebin zi 
ainim almuisin durch ir sei willin diu guit zi Diddibur zi Künigishofin zi Begistain 
mit gisamitir hant, unde hat auch firgehin, daz er diu seibin guit zinsi den brüidirn 
von dem Duhzhin [huse] zi Merginthain sit dem mali. daz sie ez gabin den seibin 
bruidir Herman Lehschin dem lantkommtdur unde den brüidirn gimainlich von dem 
Duhzhin hus zi Merginthain. Dar umbi gip ich disen brief zi ainim urkundi mit 
dez lantgirihtis insigil zi Winphin gisigilt. 

Der brief wart gegebin an dem nahistin mandagi vor sancti Katherinun dagi, 
do man zalti von goddis giburtt zwelf hundirt jar nuinzik jar in dem nüindin jar. 

Al)schrift des Deutscliordensarchivars ßreitenbacli aus dem 18. Jalirli. ex oriffinali. 



. 5372. 

König Albrecht bestätigt den Erben des Grafen Albert von Uohenberg die Verpfändung 
■ der Einkünfte in Rottweil nach dem Vorgang König Rudolfs. 

Hagenau 1299. November 23. 

NoH Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus presentibus protestamur 
nos litteras clare recordationis Serenissimi domini || Rudolfi Komanorum regis genitoris 
et predecessoris nostri karissimi vidisse et legisse de verbo ad verbum sine suspicione 
qualibet tenorem huius|(modi continentes: Kos Eudolfus u. s. w. Es folgt die im 
Rottweiler ÜB. 1, 13 n. 44 gedruckte Urkunde von 1285, Ende September. 

Volentes igitur heredum quondam spectabilis viri Alberti comitis de Hohemberch 
predictiavunculi nostri karissimi, quosnobis sanguinis unitydemptitas, providerecommodi- 
tatibus et dispendiis diligentius precavere dictam Obligationen! ad ipsos iure hereditario 
devolutam in omnibus et singulis suis articulis expressis superius ratam et gratam 
habentes ipsam auctoritate presentium confirmamus dantes eisdem heredibus has 
litteras sigillo nostre maiestatis signatas in testimonium siiper eo. 



1299. November 23 und 25. 333 

Datum Hagenoye, IX. kalendas Decembris, indictione XIII., anno doniini MCC 
nonagesimo nono, regni vero nostri anno secundo. 

An roten und gelben Seidefädei) das Majestätssiegel. — Abdruck : Sehmid, Jlonum. Hohenberg. 11-1. — 
Regest: Böhmer, K. Albrecht 216. — Hottweiler ÜB. 1, 21 u. Ol. 



5373. 
Haigerloch 1299. November 25. 

Burkhard von Wachendorf und seine Söhne Berthold, Burkhard, Albert und Heinrich 
verkaufen (vendidimus seu nomine venditionis dedimus) der Priorin und dem Konvent 
von Kirchberg (Kyrchberg) alle ihre Güter in Zimmern (universa bona mea seu nostra 
sita in Cymmern quesita et non quesita cum omnibus suis pertiuentiis pratis pascuis 
silvis terris cultis et incultis iurisdictione iudicis et cum omnibus proventibus que 
nunc apparent vel in posterum apparebunt) um 60 S Heller mit Atisnahme der Eigen- 
leute icnd zweier Wiesen (hominibus qui michi iure homagii sunt astricti et duobus 
pratis ibidem sitis, unum dictum der hayligen wysa, reliquum Underwasser). Er ver- 
spricht Gewährschaft (quod memorata bona pretacto (;onventui in omni tempore et 
loco quacumque instantia contiugenti dato vinculo fidei sub thytulo corporalis iura- 
menti nulla occasione previa secundum ius civile teneor seu tenemur libere reformare) 
und verzichtet auf alle Einsprachen. 

Siegler: Graf Albert von Hohenberg. 

Testes: Wernerus miles dictus Cymmerli, Vftlzo dictus Lamp, Bertuldus miles de 
Thetynge, Fridericus dictus Thyeser, H. antiquus scultetus de Hay gerloch, Fridericus 
dictus Burrengere et frater suus Haynricus et filius suus H., Ber. Asinus, Benzo dictus 
Gannsser, Hulricus et H. fratres sui, Wernerus dictus Vüihaber, Alberus et filius 
suus Wer., Thytericus dictus Lenge, H. dictus Nater. H. dictus Ryther, H. procurator 
et Jollannes fratres predicti conventus. 

Datum in Haygerloch, anno domini MCCLXLVIIIL"), ipsa die beate Katherine 
virginis. 

An weißen Leinenfäden das eingenähte zerbröckelte Siegel des Grafen Albert von Hohenberg. — Abdruck : 
Sehmid, Monum. Hohenberg. 142. 

a) Vorlage XLLVIIII. Die Bemerkung Schmids zu dem Datimi, dessen letzte Zahl er als VIII liest, beruht 
auf dieser falschen Lesung. 



334 1299. November 25 und 2ü. 

5374. 

Die Brüder Herzoge Symon, Konrad, Ludwig und Friedrich, Söhne Heizoy Konrads von 
Teck, eignen dem Kloster Kirchheini Güter daselbst. 

Teck 1299. November 25. 

Wir herzog Symon, Cünrat, Ludewig unde Friderich gebrüder herzogen Cünrates 
seligen sune von Tacke tüien kunt allen || den die disen brief sehent alder horent 
lesen, daz wir dis gut, daz hie nach geschriben stat: sehs und drizig juchhart aggers 
ze Kirchain || und zwaier mannemat wiso, die an dem bach gen Wangen ligent, daz Wolf- 
ram selige der Kener und Diether sin sun von uns ze || lehen heten, daz der selbe Diether 
der . . priorinne und dem convente und dem closter ze Kirchain zu sinen swestern hat 
geben, der aigenschaft und alles des rehtes, daz wir an dem selben gut heten, uns willec- 
lich verzigen haben und ez dem vor gnanten closter ze Kirchain für ain fries aigen ledec- 
lich gigeben haben und geben mit disem brieve. Unde das dis ganz und stete und an 
allen zwifel belibe, so geben wir in disen brief mit herzogen Symons insigel vei'sigelt. 
Wir herzog Symon von Tecke henket unser insigel an disen brief für uns und für unser 
brüder die vor gnanten, wan sie noch nit aigener insigel hant, ze ainem gwissene 
Urkunde alles des, daz an disem brieve geschriben stat. Diz dinges sint geziuge: 
unser veter herzog Herman von Tecke, grave üozze von Tuwingen, der . . Harter 
von üswil, harr Cünrat der Munich von Tetingen, herr Cünrat der Rusze, herr Ulrich 
der Munt ritter, Hainrich der Kivar, Craft der Kener, Heinrich von Eschisteten, 
Bertolt der Vlache, Bertolt von Mannesperc, Isenli, Hainrich Swenzeli und ander 
erber lüte genüge. 

Dirre brief wart geben ze Tacke, in dem jar do man zalt von gottes geburte 
zwelf hundert jar niunzig jar imd in dem niunden jar, an sant Katheri[n]en tage. 

Siegel abKegaiiRen. 



5375. 

Ohne Ortsangabe. 1299. November 26. 

Die Äbtissin von Buchaii (Bochowigensis acclesie) beurkundet die Umwandlung der 
vom Kloster Isny (Isenine) ihrem Kloster geschuldeten Abgabe eines Corporate in einen 

Wachszins (quod singulis annis da bonis ipsorum dictis Benzanwillaar ad divinum 

officium corporale nostro cenobio pei'solvere tenabantur, quam solutionam ad voluntatem 
et petitionem ipsorum sie parmutavimus, ut dimidiam libram cei^e loco corporalis de 



1299. November 2() und 29. 335 

bonis predictis et de quadaiu curia in minori Tüssen dimidiam librani cere singulis 
annis in perpetuum in die beati Cornelii nostro cenobio — — persolvant). 

Testes: dominus Marquardus de Tjutenberc monachus ibidem rector ecclesie in 
Sülgen, Cün. subdyaconus dictus Maentelli, Wernherus Stiirzel et Cnn. Alperzegge 
cives de Isenina. 

Siegler: Die Aussfellerin. 

Acta sunt liec anno domini MCCLXXXXVIIIL, in die beati Cunradi confessoris. 

Isny. Orig. Perg. Siegel abgegangen. 



537(5. 
Ernd genannt Streif von Winberg gibt dem Kloster Off'enhaiisen einen Acker zu Metzingen. 

Ohne Ortsangabe. 1299. November 29. 

Ich Ernste von Wirnberc genant Straphe tun kunt allen liHen die disen brief || 
sehent oder horent lesen, daz ich minen vrowen von Offenhusen geben han || ain 
strängen acgers ze Meziugen der lit an der selben vrowen acger von Offen ||husen 
umme") seh schilliun Haller die ich von in emphangen han"). Daz aber dis*") dinc 
stäte und sicher belibe, des hencke ich min insigel an disen brief ze airae offen Urkunde. 

Dis beschah, do man zalte von gotes geburte zuwel hundert jar nunzic jar und in 
dem nunden jar, au sant Andres abent. 

Abhängendes beschädigtes Siegel, s. Bd. 10, S. B16. 

a— a) Von umme bis han durchgestrichen. 

b) Vor dis ist disiu gestrichen. 



5377. 
lieichenau 1299. November 29. 

Bischof H. von Konstanz als Pfleger von Reichenau (giibernator monasterii Augie 
Maioris) tind der Konvent daselbst überlassen auf Bitten des Müllers Albert von Laimnau 
(Laimftwe) sowie ob reverentiam domini nostri Jesu Christi ad laudemque sanctorum 
quorum reliquie in monasterio in Winegarten sunt recondite et servate dem Kloster 
Weingarten die Tochter Alberts, Gertrud, die selbst dafür ihnen eine Mark Silber bezahlt 
hat, und verzichten auf alle Anrechte und Einsjyrachen. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum et actum Augie Maiori, anno domini MCCXCIX., III. kalendas Decembris, 
indictione XIII. 

Siegel abgegangen. — Regest: Reg. episc. Consf. 3139. 



336 Dezember J, 3 und 5. 

5378. 
Im Lateran. 1299. Dezember 1. 

Fapxt Bonifazhis VITI. befiehlt dem Dekan von Aschaffenburij (ecclesie Ascaft'em- 
burgensis) die Klage des Komthurs und der Brüder des Deutschordenshauses in Mergent- 
heim gegen Konrad Vende, Schidtheiss in Grünsfeld (quod Conradus dictus Vende scultes 
in Gruen/velt laicus Maguntiue diocesis super quibusdam decimis terris debitis posses- 
sionibus et rebus aliis ad domum ipsara spectantibus iniuriatur eisdem), zu untersuchen 
und zu entscheiden. 

Datum Laterani, kalendas Decembris, pontiticatus nostri anno quiiito. — Con- 

questi sunt. 

Ital. Perg. An Haiifschnur die Bleibulle. Auf dem Umschlag leclits C, darüber 2 Punkte, links unter dem 
Umschlag kein Vennerk. Auf der Rückseite oben in der Jlitte : Johannes de Aquamunda. 



537!). 
Heilbronn 1299. Dezember 3. 

Ludwig von Gottes (hiaden Graf von Oettingen beurkundet, dass in Heilbronii Schenk 
Konrad t)on Stein (de Lapide) in seiner, seines Oheims (avunculi sui) Rudolf genannt 
Hafcken] und anderer Biedermänner Gegenwart auf alles Recht an die Besitzungen in 
Ehringen verzichtet hat, die seine Mutter und deren Mann Liupold der Altere von Weiltingen 
an das Kloster Kirchheim verkauft haben. 

Siegler: Der Aussteller und. Rudolf Hack, da Schenk Konrad kein eigenes Siegel hat. 

Actum in Heilcprunne, et datum anno domini millesimo CC nonagesimo nono, 

III. nonas Dec[em]bris. 

Wallerstein. Orig. Perg., von Mäusen angenagt, Siegel abgegangen. — Regest : (inipp, Oetting. Regesten 420. 



5380. 
Mengen 1299. Dezember 5. 



H. von Gundelfingen beurkundet den Verkauf ihm lehenbarer Güter in Beuren durch 
Ulrich genannt Celler von Indelhausen an Anselm von Beuren. 

Auszug im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 51 n.lG4. 



1299. Dezember 17 und 19. 337 

5381. 

Eberhard von Lupfen der Alte, Graf zu Stühlingen, und seine Söhne Eberhard und Hiig 
geben ihrem Vetter Heinrich von Lupfen ihre Güter in Schura und Thuningen. 

Rottweil 1299. Dezember 17. 

Allen den die disen brief gesehent oder gehörent, tun wir her Eberhart der alte von 
Luphen grave ze Stiilingen, Eberhart unde || Hug sine süne kunt, daz wir Hainriche 
von Luphen unserem vetteren, gegeben haben unseriu guter ze Schurhain unde ze 
Tai||ningen mit allem rehte unde mit aller zügehöri bi wasen unde bi zwige fundens 
unde unfundens, mit aller ehafti. swaz || wir aigens da hettent, für reht aigen, unde 
haben die lehen Peter Grellen deme Langen, Bertholt von Emmingen, Hainrich deme 
Jaeger unde Cünrat deme amman von Luphen ze rehtem lehen gelühen rehte und 
redelich unde ane alle gevserde, unde hant gelobt bi guten truwen selliu diu ding ze tünde, 
der uns Hainrich unser vetter mutet, umbe disiu guter ze vertigende, ez si mit uf- 
gebenne den lehen herren oder mit bette ime ze lihenne ze lehen ane alle Widerrede 
unde ane allen fürzog. Unde daz diz war si unde stsete belibe, der umbe haben wir 
alle drige unseriu ingesigel an disen brief gehenket ze ainem urkiinne. 

Der wart gegeben ze Rotwil an deme dunstag vor sante Thomasdag in deme jare, 
do man von gottes geburte zalte zwelfhundert jare unde nüne unde nünzig jare, unde 
warent der an her Cunrat von Wartenberg, her Rudolph von Hewen, her Swigger 
von Gundolvingen, her Hainrich der alte herzöge von Urselingen, Rainolt sin brüder, 
Wernher von Zimmern vrigen, her Peter von Bolle ain ritter unde anderre biderber 
liite gnuge. 

Drei runde Siegel, 1) Eberhards des Alten von Lupfen, s. Bd. 9, S. 369. 2) 40 mm., Topfhelm mit Schwanen- 
rumpf zwischen zwei Fedeibüschen ; Umschrift : f • S . E • DE • LVPPFEN • IVNIORIS • . 3) 50 mm., dasselbe 
Bild; Umschrift: f • S • HVGONIS • NOBILIS ■ DE • LVPHEN. 



5882. 

Eberhard der alte und seine Söhne von Lupfen verkaufen an den Rottweiler Bürger Konrad 
von Balingen vier Güter in Deisslingen als Erblehen. 

Rottweil 1299. Dezembrn- 19. 

Allen den die disen brief gesehent oder gehörent, tun wir her Eberhart der alte 

von Luphen, Eberhart unde Hug sine siine kunt, daz wir verköft || hant, unde vergehent, 

daz wir verköft habent unser hübe ze Tiiselingen da Cünrat von Husen uffe sitzzet, 
XI. 48 



338 1299. Dezember 19 und 21. 

unde unser Schübbossen da Cün||rat Rainbolt uffe sitzzet, unde die schübbossen da 
Hainrich Stolle uffe sitzzet, unde die schübbossen die Hainrich der Emmingen buwet, 
mit II allem rehte unde mit aller zügehörde bi .wasen unde bi zwige fundens unde 
unfundens Cünrat von Balgingen aime burger von Rotwil umbe fünfe unde drissic 
marc silbers Rottwiler gewseges, unde vergehent, daz wir dez selben silbers von ime 
gewert sint gentzelich unde gerlich, ze habenne ze niessenne unde ze besitzzenne von 
ime unde von sinen erben in allem deme rehte als wir die selben hübe unde schüb- 
bossen ennenther gehebt unde genossen hant unde also daz er unde sine erben die 
hübe unde die schübbossen von uns unde von unseren erben ze rehtem lehen han 
sülnt. Wir vergehent ouch, daz wir ime siu ze rehtem lehen gelühen hant, unde 
hant ime die selben hübe unde schübbossen ufgegeben mit allem rehte unde gewaltsam! 
rehte unde redelich unde ane alle gevserde, wan so verre daz er unde sine erben die 
selben hübe unde schübbossen von uns unde von unseren erben ze rehtem lehen han 
sülnt als da vor geschriben stat. Unde hant gelobt bi guten truwen daz wir ~in 
unde sine erben dirre hübe unde der schübbossen wern sülnt gegen aller mengelich 
nach rehte. Wir hant uns ouch gegen ime verzigen allez fürzoges, also daz wir 
niemer fürgeziehen sülnt, daz uns daz vor genante silbers ungewegen si oder in 
unseren nützze niht komen si oder daz wir an disem köffe iht betrogen sient über 
halb oder mit dehainre gevserde, unde allez rehtes unde schirmes gaistliches unde 
weltliches gerihtes unde aller briefe dez babestes unde anderre herren, da mit wir 
disen köf widertriben oder wider werffen mohtent dise gegenwertigen handvesti sus 
oder so. Unde daz diz war si unde stsete belibe, der umbe han wir alle drige von 
Luphen unseriu ingesigel an disen bi-ief gehenket ze ainem Urkunde. 

Der wart gegeben ze Rotwil, an deme samstag vor sante Thomas dag. in dem 
jare do man von gottes geburte zalte zwelf hundert jare unde nüne unde nünzig 
jare, unde warent der an'): Hainrich Vocke, Hainrich ze Brügge, Bertholt von Balgehain, 
Cünrat der Stültze, Cunrat Bletz zem Adelar, Otte der suter, Bentze Ruman, Bentze 
Irring burger von Rotwil unde anderre biderber lüte gnüge. 

Siegel 1) Eberhards des Alten von Lupfen, s. Bd. 9, S. 369. 2) Eberhards des Jungen, s. o. S. 337. 

a) Die Namen der Zeugen nachträglich beigesetzt. 



5383. 

Konstanz 1299. Dezember 21. 

Bischof H. von Konstanz bestätigt dem Spital in Biberach (hospitale sancti spiritus in 
Bibrach) die Ablässe die ihm die Bischöfe Waldabrun von Avlona und Glavinitza, Hermerich von 



1299. Dezember 21 und 1300. 339 

Coimbra, Leo von Calamona, Bruder Romanus von Kroja (Eroh.), Thomas von Acerra 
(Arrecen.), Stephan von Lisboa (Ubrecbonen.), Bruder Egidius von Tortiholi, Perronus von 
Carino, Leoterius von Veroli und Johann von Lamego verliehen haben^) und verbietet das 
Herumtragen dieser' Urkunde durch Almosensammler (nolumus autem ut präsentes littere 
questuariorum manibus deferantur, alioquin ipsas decernimus irritas et inanes et 
sacerdotum eas exponimus manibus lacerandas). 

Datum Constantie anno domini MCC nonagesimo nono, XII. kalendas Januarii, 
indictione XIII. 

Siegel, s. Bd. 10, S. 166. — Regest: Reg. episc, Constant. 3140 (ungenau). 

1) Es ist der Ablaßbrief von 1287 o. T., s. Bd. 9, S. 110. . 



5384. 
Ohne Orts- und Zeitangabe. Um 1300. 

Der Edle Konrad von Stoffeln (Sthofeln) beurkundet, dass Konrad genannt Gnibeler 
dem Kloster Bebenhausen einen Wald beim Grossholz (nemus suum sive silvam sitam 
apud Grosholze) um 10 U und 5 Schilling verkauft hat (vendidit sive tradidit) und 
überträgt dem Kloster auf Bitten des Verkäufers seine Hechte (omne ins libertatis ad- 
vocatie sive dominii quod in prefato nemore sive silva nobis competebat). 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: Cunradus de Wildinowe, Bur. de Liustenowe, Cünradus f rater suus, Fr. 
de Liustinowe filius sororis Bur. predicti. 

Abhängendes Siegel Alberts (nicht Konrads) von Stoffeln, s. Bd. 8, S. 428. — Abdruck : ZGORh. 15, 96. 



5385. 

Ohne Orts- und Zeitangabe. Um 1300. 
Kloster Heiligkreuzthal kauft von Berthold Bunkoven eine Hörige Ella Richterin. 

Abdrack im Heiligkreuzthaler IIB. 1, 53 n. 167. 



340 1300. 

6386. 

Ohne Orts- und Zeitangabe. Um 1300. 

Äbtissin Irmengard und Konvent von Heiligkreuzthal geben ein Gut zu Marbach als 
Zinslehen aus. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 54 n. 168. 



5387. 

Ohne Orts- und Zeitangabe. Um 1300. 

Gisel und Rudolf von Inneringen kaufen von Kloster Heiligkreuzthal ein Gut in 
Friedingen, worüber Äbtissin Irmengard urkundet. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 56 n. 171. 



5388. 

Ohne Orts- und Zeitangabe. Um 1300. 

Heinrich von Gottes Gnaden Markgraf von Burgau (Burgowe) eignet (douamus 
tradimus appropriamus et ratificamus pro mera et absoluta proprietate — possidenda) 
dem Äbt Heinrich und Konvent von Kaisheim die Güter in Rammingen, die Hertnid von 
Rammingen, sein Lehensmann, dem Kloster verkauft hat (cum Hertnidus dictus de Ram- 
mungen quibusdam necessitatibus compulsus quasdam possessiones suas sitas in Rani- 
mungen ad XI libras Hallensium in annuis redditibus se extendentes, quas a nobis 

tenebat titulo feodali — — vendere decrevisset nee approprietare posset sine 

nostro nutu et consensu eo quod dominium et ius proprietatis predictorura bonorum 
ex nostris manibus dependeret), und überträgt demselben alle seine Rechte (nihil nobis 
in eisdem bonis iuris vel dominii reservantes, sed omne ius quod nobis in predictis 
bonis ratione dominii vel servitutis vel consuetudinis vel quocunque modo competebat 
. — — corporali translatione manuum nostrarum transferimus). ' 

. Siegler: Der Aussteller. 
Testes: Heinricus dictus de Hohsteten, Eglolfus dictus Schräg, Chunradus dictus 
de Berge milites, Eglolfus dictus Blserrer, Arnoldus dictus de Gernberch, Chunradus 
minister in Risenspurch, Ulricus dictus Schriber. 

München. Orig. Perg. Rest des Siegels. Die Zeit der Urkunde ist zu bestimmen nach dem Tod des 
letzten Markgraien Heinrieh von Burgau (t vor 1301 Okt. 9; vgl. Lichnowsky, Gesch. d. Hauses Habsburg 1, 
CCXLVHI) und dem des Abts Heinrich von Kaisheim (f 1303; vgl. Joh. Knebels Chronik von Kaisheim, hg. von 
Fr. Hüttner 1902, S. 106). — Regest : Reg. boica 4, 727. 



1300. 841 



5389. 



Die Schwestern Willebirg und Adelheid von Schwenningen stiften ihre Jahrzeiten im Kloster 

Kirchberg. 

Kirchberg. Ohne Zeitangabe. Um 1300. 

Alle [die] disen brief zelient aide horent lesen, die suln daz wissen daz swester 
Willebirc von Swennigen und ir swester, swester Adelheit hant geköfet ein güteli 
ze Butelbrun||nen umme fünf phunt, daz koftan sü umme einen der hiez der vrie 
von Erlhein, daz giltet allii jar drü malter rocken und zehen vierteil habern Heiger- 
locher mez II und zwei hiinre. Von disem gelte git man sante Peter gen Wildorf 
jergelich zehen phennige. Do koftan och dise vor genanten swestra ein malter rocken 
geltez, II daz -gat uzzer Buben gut ze Rordorf, umme Heinrich in dem Hove der 
da gesezzen ist ze Rordorf umme einen und drizzeg Schillinge Tüwinger. Do koftan 
sü och umme die Bübinün und umme iriu kint zwo juhart agkerz die waren ir aigen 
die ligent in Sala da man hin vert gen Ütingen, und lühen — — *) in dez gut 
umme an malter rocken jergelich. Do koftan och dise swestra umme die priorin 
an hüseli, daz RiUimanz waz, umme zwei phunt Tüwinger und garten dez drittail 
und soll Rütiman in dem hinder gademme sin undenan, die wil er lebet, und so er 
stirbet, so ist allez ir. Diz vor genante gut suUen sü allez han die wil sü lebent 
unde so einü stirbet so sol ez du ander han die wil si lebet und so sü beide tot 
sint so sol ez der samenunge ze Kilberc allez ledig sin und sol man ir beider jargezit 
iemer me began an einem tag mit einer lageile winez und sol die gen an dem abent. 
Gezüge die da bi waren, daz du zwai malter ze Rordorf wurden gekoffet, daz waz 
maiger Hiltebolt von Wittingen und du Bübin und ir sun Heince und Cunce ir 
thoter man der müller von Horwe, bruder Burkart von Rüti, bruder Herman von 
Wurnvelt. Do wart daz ander gekoffet ze Kilberc an dem venster, do swester Heilwig 
von Althain priorin waz. Da bi waz bruder Cunrat der Rat und bruder Dietrich 
der Lenger. Daz diz wäre si und stete belibe dar umme henket du samenunge ze 
Kilberc ir insigel an disen brief. 

Siegel abgegangen. — Es scheint, daß zwisciien den Gült- und Güterkäufen und der Beurkundung der 
Stiftung eine gewisse Zeit verstrichen war. Hailwig von Altheim wird als Priorin in Kirchberg 1293 (Bd. 10, 
S. 94) und 1300 (s. u.) genannt. Die als Zeugen genannten Laienbrüder Heinrich genannt Rat und Dietrich der 
Lenger sowie Heinrich Rütimann sind in andern Kirchberger Urkunden 1300 und 1803 genannt. 

a) Unleserliche Stelle, etwa 6—7 Buchstaben. 



342 1300. 

5390. 

Urkunde über eine Stiftung Schwiggers seligen von Gundelfingen an Kloster Offenhausen. 

Ohne Orts- und Zeitangabe. Um 1300. 

Wir Urkunden an disem briefe allen den, die disen brief lesent oder horent 
lesen, daz her Swigger seli||ge von Gundelvingen zwai pfunt geltes hies gen zem 
closter ze Offenhusen us einer mulin ze Gundelvingen || und sol daz iemer weren 
und swas diu mulin giltet, gat daz alles abe, so sol daz niemer abe gan diu zwai || 
pfunt. Und daz het Swigger sin sun der elteste ufgeben vor dem Langen von Gundel- 
vingen sim enin und vor hern Cünrat sime veter und vor dem von Strazburch sime 
veter und vor hern Heinrich von Gundelvingen hern Cünrat seligen sun und vor 
allen Gundelvingen und vor den von Stopfein. 

Abhangend beschädigtes rundes Siegel, c. 42 mm., Schild mit Domschrägbalken ; Umschrift: f . . . VM (d. h. 
sigillum) • SWIGERI » . — Schwigger der Lange wird bis 1304 in den Urkunden genannt, Domherr Heinrich 
von Straßburg z. B. 1296 (Bd. 10, S. 532) und ebenfalls bis 1304; mit seinem Bruder Konrad 1291 (Bd. 9, S. 503). 
Der verstorbene Konrad ist ein Sohn Schwiggers des Langen, der 1297 genannt wird. Vgl. Pfaffs Regesten, Cod. 
bist. 739« Bd. D der K. Landesbibliothek, S. 20 f. und Nr. 165. Aus diesen Daten ergibt sich die ungefähre Zeit 
dieser Urkunde. 



6391. 

1300. 

Graf Gottfried von Sigmaringen (Simeringen) schenkt dem Kloster Bebenhausen einen 
Weinberg im Hecklinsberg [bei Entringen]^). 
Actum MCCC. 

Regest in Excerpta Crusiana, Handschr. der Universitätsbibl. Tübingen, sign. Mh. 369, S. 85. 
1) Crusius bemerkt dazu: Ea vineta nunc vocatur Münchsberg. 



5392. 
1300. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Wezel von Ändelfingen und seine Söhne Konrad und Ludwig verkaufen an Kloster 

Heiligkreuzthal ein Gut in Ändelfingen. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 56 n. 169. 



1300. 343 

5393. 
1300. Ohne Orts- und Tagesangabe. 
Äbtissin Irmengard von Heiligkreuzthal verkauft mit Zustimmung des Konvents zwei Güter. 

Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 65 n. 170. 



5394. 

Priorin und Konvent von Kirchberg beurkunden das Leibgeding der Schwestern Ita und 
Mechthild von Rosenfeld und ihre Jahrzeitstiftung. 

1300. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

In gottez namnieu. Amen. Alle die disen brief sehent ald horent lesen, die sun 
daz wis||sen, daz wir du priorin und aller der convent ze Kilberc vergenhen offenlich 
an disem |[ brieve, daz wir von zenhen phunden Hallern allü jar süln geben swester 
Itun unde || swester Mehthilt von Rosenveit vier malter vesan von allem dem uns 
ledig ist worden von Wernher von Lideringen, fünf malter uf dem spicher und von 
den akkern die Zimern in dem hove ligent, die och sin warn. Mag man in dez 
geltez nit gegen von den akkern, so sol man ins gen du vier malter gen allii jar 
US dem hove ze Zimern und sehzenhen Tüwinger von ainer wise, was och sin. Und 
so ainü stirbet, so sol ain malter ledik sin, und so sü baide tot sint, so sol man 
zwaiger selan jargezit began mit ainer legelle wines an sancte Johannes tage ze 
wihennahten, die man dez nahtez gebe. An disem gelt wen") su gemainen schaden 
nemen an hagel als die andern die in den hof gewiset sint. Gezüge die hier an waran: 
swester "Willeburc von Uvenugen, swester Hedewig von Zimern, swester Hedewig von 
Balgingen, swester Adelhait von Gomeringen, bruder Kunrat der Rat, bruder Hainrich 
der schafner. Daz diz stette belibe, dar um henket du samnuge ir insigel [an 
disen] brief. 

Diz geschach, do man zalt von gottez geburt drüzenhen hundert jar. 
Ital. Perg. Siegel abgegangen, 
a) wen = wollen. 



344 1300. 



5395. 



Friedrich, Diepolt Velschelins seligen Tochtermann von Kirchheim verkauft 2 U Heller Gelt 
aus einem Weingarten im Trubenbach zu einer Jahrzeitstiftung [im Kloster Kirchheim] . 

Kirchheim 1300. Ohne Tagesangabe. 

Alle die disen brief sehent lesent oder horent lesen, die sulen wissen, das ich || 
Friderich Diepoltes Velschelins seligen tohter man von Kirchain ze koufenne han || 
gigeben frowen Peitersen hern Hainriches seligen des Stainbissen wirtinne von Es||8e- 
lingen zwai phunt geltes us minem wingarten der da lit ze Trübenbach der dri 
morgen sint, und haisset das niugerute, die selben dri morgen sint min rehtes zins- 
lehen von Sant Peter durch Walt, da von ich jargeliches gibe driu hüner ze zinse. 
Diu selben zwai phunt geltes sol man alliu jar gen an sant Michels tage dem closter 
ze Kirchain, also das ain phunt Haller sol gihoren an das lieht und daz ander phunt 
Haller sol gihoren daz der convent da mit sol bigan mines wirtes seligen hern Hain- 
riches des Stainbissen jargezit und frowen Peiterssen ir wirtinne. Disiu vor gnanten 
zwai phunt geltes sol ich vertigen nach rehte, ob sie ansprechig werdent. Das dis 
ganz und stete belibe so gibe ich disen brief besigilt mit der stet insigel ze Kirchain. 
Geziuge die hie bi waren: Cünrat Norre, Cünrat Hoppherebe, Eberhart Hoppherebe, 
Albreht Morli, Cünrat Morli, Diepolt Morli, Hainrich Senge, Hainrich der Vezer und 
Eberhart Hamerli. 

Dis gischach ze Kirchain, do man zalt von gotes geburte driuzehen hundert jar. 

Bruchstück vom runden Siegel der Stadt Kirchheim mit einer halben Kirchenspange in der rechten Hälfte 
des Schilds (vgl. die Urkunde vom 30. Januar 1300). 



6396. 

Rom 1300. Ohne Tagesangabe. 

Die Erzbischöfe Ranutiiis von Cagliari und Bruder Basilius von Jerusalem und Bischof 
Nikolaus von Tortiboli verleihen allen ivahrhaft Bussfertigen und Beichtenden, die die 
Kirche zu St. Johannes dem Täufer in Wilhelmskirch (Wielantzkilch) am Tag ihres 
Heiligen und an Christfest, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, den Marientagen, an den 
Festen der hl. Johannes des Täufers^) und des Evangelisten, Petrus und Paulus und aller 
andern Apostel, Stephanus, Laurentius, Nikolaus, Martin, Katharina, Margareta und aller 
Heiligen, an ihrer Kirchweihe und in den Oktaven dieser Feste causa devotionis peregrina- 
tionis seu orationis besuchen, zu ihrem Bau, zu Lichtern, Gewändern, Schmuck oder 
andern Bedürfnissen beitragen, ihr etwas vermachen oder den Priester, der das Sakrament 



1300. 345 

zti Kranken bringt, andächtig begleiten, jeder für jedes dieser Werke (quotiens premissa 
vel aliqua predictarum devote peregerint) je einen vierzigtägigen Ablass, vorausgesetzt, 
dass der Diözesanbischof seine Zustimmung gibt. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Roma apud sanctum Petrum, anno domini millesimo trecentesimo, ponti- 
ficatus domini Bonifacii pape VIII. anno sexto. 

Ital. Perg. An Leinenfäden Siegel aus mit Mennig gemischtem Wachs 1) spitzoval, c. 65,42 mm., in gotischem 
Aufbau unten der thronende Erzbischof, in der Linken den Stab, die Rechte segnend erhoben, oben Brustbild 
der Maria mit dem Jesuskind; Umschrift: S • FRIS • RANVTII ■ D'I • GRÄ • ARCHIEPI ■ CALARITANL 2) des 
Armeniererzbischofs Basilius von Jerusalem, s. Bd. 10, S. 443. Vom dritten nur noch ein kleiner Rest. 

1) So! 



5397. 

Propst Burkhard und Konvent von Marchthal beurkunden die Stiftung eines Pfunds Heller 
jährlicher Gülte aus einem Hause zu Reutlingen an des Klosters Siechhaus. 

Reutlingen 1300. Ohne Tagesangabe. 

In gotes namen. Amen. Wier probst Burchart mir der samnunge ze Marhtel 
tüien kunt allen den, die || disen brief sehent und hörent lesen, daz uns phaffe 
Wernher sselige hat gegeben dur siner sele hail ze Rutelingen || ain phunt geltes 
Hallser munse in unser siech hus den siechen ze tröst und ze besserunge ir phründe 
US dem huse, || daz da haizzet des Itenhussers hus, und also mit dem gedinge, daz 
wir daz selbe gelte niemmer verkoufen suln, wan daz es eweclich in daz siech hus 
hören sol, es si danne daz uns die burgaer dar zu twingen, daz wirs verkoufen müzzen, 
80 sol man danne die selben phenninge an ain ander gut legen, daz hinnan für in 
daz siech hus diene ze ainer gehugde, daz man sin da bi gedenke und och sin jargzit 
erlich und loblich begange. Das nu diz stsete und ane kriek belibe da han wir 
unser und der samnunge insigel an disen brief umb gehenket. Diz geschach ze 
Rutelingen, do von gotes geburte waren duzent jar') driuzehen hundert jar. 

Mit zwei Siegeln. 

1) Die Worte duzent jar sind von derselben Hand unter der Linie mit einem Zeichen, daß sie hier herein- 
gehören, hinzugefügt. Bei dieser Korrektur vergaß der Schreiber gleichzeitig das nun überflüssige zehen im 
folgenden Wort zu tilgen. 



XL 44 



346 1300. 



5398. 



Adelhait, Bruder Hermanns des Schaerers Wirtin, vermacht dem Kloster Marchthal eine 

Hellergülte zu Reutlingen zu einem Seelgerät. 

1300. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

In gottez namen. Amen. Ich Adelhait bruder Her. dez Schersez virtinne tun 
kunt allen diezen brieph sehent und || horent lesen, daz ich minen herron von Marchtel 
han ergeben vier Schilling und ain phunt Hallser gult jargelichs nahe minem tode || 
ze ainem selgeraite und ze häle miner sele und minez wirtez und aller miner vordero 
mit der vrsaedunge und mit gedinge, daz || die selben herren sunt die phenninge in 
nemen ze Riuthelingen daz si ze cinse stant und sunt miers antwrten swar ich wil 
die wil ich lebe. Nach minem tode sunt si ledich sin unser vrown und den vor 
genanten herron. Gat aber mir an dem zinse von ungeluche iht abe, so sunt si 
mir niht gebun sin ze geltende als vil mier danne ze schaden beschiht. Der phenninge 
gant zehen Schillinge uzer Renzen hüs dez hovmessers, nun Schillinge git . . gehaisen 
Hatze von sinem gute. '')Diz sint geziuge: . . der tegan von Thüingen, ßer. Gelait, 
. . der lange Ezlingen rihtser von Thüingen. Wan ich niht agenz insigels han, so 
henkent wir minez herren dez theganz insigel an dizen brieph ze ainer gezügennuste 
für allen chuphtigen criech und schaden. 

Diz beschach, do von gotez gebiurte waren thuzent jar triu hundert jar. 

Abhangend spitzovales Siegel, s. o. S. 300. 
a) Im Original größere Lücke. 



5399. 

1300. 

Rudolf von Rossivag, libere condicionis homo, patronus der Pfarrkirche in Rosswag, 
übergibt mit Zustimmung seines Bruders Burchard, veri pastoris eiusdem ecclesie, und 
seiner Frau sein Patronatrecht dem Kloster [Maidbronn] , quia liberi nostri in eodera 
monasterio sub regulari disciplina enutriti domino famulantur. 

Regest in Gabelkhovers KoUektaneen, Hs. d. StA. 48», 1, 263''. 



1300. 347 

5400. 

1300. ■ 

Graf Burkhard von Hohenherg gibt den Hof zu Monhardt an Kloster Reuthin, dass 
die Nonnen ihn propter receptam Halewigim Tochter des Vogts Löthe messen sollen. 

Regest in Gabelkhovers KoUektaneen, Hs. d. StA. 48« 1, 70. 



5401. 

Fünf Brüder von Kürnhach beurkunden die Beilegung ihres Streits mit Kloster Schussenried 

wegen einiger Güter. 

1300. Ohne Orts- und Tagesangabe. 

Wir C, Ulrich, Bure, H., Rü. gebröder von Kiirnbach tögin kunt allen den die 
disen brief lesent oder hörent || lesen, daz wir becregtun daz closter und die samenung 
ze Schuzenriet und sprachen also, daz Truzen lechen || bröder Ulrichs lechen und 
swester Eggelun lechen und ain holz daz da haiset der Kilchsach, daz diu gut unser || 
soltin sin und unserm veterren bröder Ulrich von Kürnbach, dar umbe daz wir 
wandun, daz diu ägenschaft dem kloster nit wseri geverteget als recht waz. Do dirre 
criek ze rede und ze tägedinge kon, do wrden wir des bewiset, daz bröder Ulrich 
salige unser vetter mit dem geerten herren von Wartenberk der vor gescribener 
gute aigenschaft dem kloster ze Schuzenriet verteget als er solt. Wir verjegin och 
daz aller der criek den wir hetun gen dem kloster, daz wir den abe [liezen] und 
da von stunden in selcher gedingede, daz wir von dem vor genemmetem kloster ieder 
man sunderlich zechen [schillijng phenninge inphiengen, die uns mit tagedingen wrden 
geschaiden. Wir geluptun och daz das [wir der burger von] Sulgen brief und insigel 
über dise Sache sulin gen und gewinnen ze ainer sicherait und vestenunge. Wir der 
rat und die burger von Sulgen verjechin an disem brief, daz alles, daz der brief da 
vor hat, daz daz ist ain warehait und die von Kürnbach des verjachent vor uns, als 
der brief da vor hait, und baten uns daz wir unsern brief und unser insigel ze ainer 
vestenunge gabin Aber die selbun sache. Dar umme so geben wir dem kloster ze 
Schuzenriet als wir sigin gebetten von baiden tälen, daz ist von Kürbachern und von 
der samenunge von Schuzenriet, disen brief mit unserm insigil gevestent ze ainem 
ewigen Urkunde unde ze 4ner stseter sicherhait. 

Do dis beschach, do was von gottes gebiurtlichem tage tiuzent und driu hundert jar. 

Rest des abhängenden Siegels. 



348 1300. 

5402. 
Bom 1300. Ohne Tagesangabe. 

Die Erzbischöfe Basilius von Jerusalem., Ranutius von Gagliari, Adenulphus von Conza, 
die Bischöfe Nikolaus von Nikastro, Jakob von Chalcedon, Bervardus von Badajoz (Pacen.), 
Thomas Etesien., Manfred von San Marco, Antonius von Chanad, Nikolaus von Tortiboli 
verleihen allen wahrhaft Bussfertigen und Beichtenden, die die Herrgottskapelle in Weikers- 
heim (capellam domini nostri Jesu Christi in Wikersein Erwipoleusis dyocesis) an 
bestimmten Festtagen (in singulis festivitatibus seu diebus subscriptis videlicet ipsius 
domini nostri Jesu Christi in cuius honore capella est consecrata nee non nativitatis 
domini nostri Jesu Christi, ressurrectionis ascensionis et pentecostes, in omnibus festis 
gloriose virginis Marie beatorum Petri et Pauli et omnium aliorum apostolorum 
sanctorum Johannis Baptiste et Evangeliste Nicolai et Martini confessorum sanctarum- 
que Catherine Marie Magdalena Margarete et in dedicatione ipsius capelle et per 
octabas festivitatum octabas habentium) zti Andacht, Gebet oder Wallfahrt besuchen, für 
die Bedürfnisse des Gottesdienstes Handreichung tun oder eine Schenkung oder ein Ver- 
mächtnis für die Kapelle machen, jeder einen Ablass von 40 Tagen, unter Voraussetzung 
der Zustimmung des Diözesanbischofs. 

Datum Rome, anno MCCC, pontificatus domini Bonifacii octavi anno sexto. 

Öhringen. Orig. Ital. Perg. An blauen und weißen Leinenfäden Reste von 10 Siegeln aus mit Mennig 
gemischtem Wachs. 



5403. 

Rom 1300. Ohne 'Tagesangabe. 

Die Erzbischöfe Ranutius von Gagliari und Basilius von Jerusalem und der Bischof 
Nikolaus von Tortiboli verleihen allen wahrhaft Bussfertigen und Beichtenden, die zur 
Marienkirche in Westgartshausen (Wskershusen) an Christfest, Ostern, Himmelfahrt und 
Pfingsten, den vier Marienfesten, an den 'Tagen der Apostel Petrus und Paulus, der 
Heiligen Stephanus, Laurentius, Nicolaus, Martinus, Katharina und Margareta, an allen 
Fest- und Sonntagen, an Michaelis und hi den Oktaven dieser Feste, soweit solche begangen 
tcerden, causa devotionis orationis seu peregrinationis kommen, zum Bau, Lichtern, 
Gewändern, Schmuck und anderen Bedürftiissen Handreichung tun oder für bestimmte 
Personen dort beten (qui pro salubri statu Henrici molendinarii de Jakesam et uxoris 
sue Adelaydi et animabus patris et matris sue Radulfi et Egnidis et statu Craftonis 



1300. 349 

de eadem et coniugis dicti Craftonis et domini Sifridi pastoris in eadem dum vixerint 
et animabus eorum post obitum et animabus omnium in Christo quiescentium devote 
oraverint) jeder je einen vierzigtägigen Ablass unter Voraussetzung der Zustimmung des 
Diözesanbischofs. 

Datum Rome, anno MCCC, pontificatus domini Bonifacii pape octavi anno sexto. 

Ital. Perg. Das stark beschädigte Siegel des Erzbischofs der Armenier Basilius von Jerusalem ist abgerissen 
und liegt bei. — Am oberen Rand ist im 15. Jahrh. beigeschrieben : Dedicatio parrochialis in Wesehershaussen est 
dominica proxima ante Jacobi, idem consecratio facta est feria secunda ante ascensionem domini anno domini 
MCCCCXLIIII., idem episcopus dedit XL dies de iniunctis penitentiis sibi. 



5404. 
Rom 1300. Ohne Tagesangabe. 

Die Erzbischöfe Adenulfus von Conza, Bruder Basilius von Jerusalem (Jerosolimitanus 
Armenorum), Bruder Ranutius von Cagliari, die Bischöfe Bruder Nikolaus von Tortiboli, 
Ramboctus von Camerino, Bruder Jakob von Ghalcedon, Bruder Antonius von Chanad 
(Chenadien.), Nikolaus von Nikastro und Manfred von San Marco verleihen allen wahrhaft 
Bussfertigen und Beichtenden, die die Michaelskirche in Grafenberg (Grawenberge) atz Christ- 
fest, Ostern, Himmelfahrt tmd Pfingsten, an Maria Geburt, Verkündigung, Reinigung und 
Himmelfahrt, an den Tagen der hl. Michael, Johannes des Täufers und des Evangelisten, 
Petrus und Paidus und aller Apostel, des hl. Kreuzes, der hl. Stephanus, Valentin (Valenti) 
und Laurentius, Silvester, Nikolaus und Martin, Katharina, Margareta, Lucia, Maria 
Magdalena, aller Heiligen, an der Kirchtceihe und in den Oktaven dieser Feste andachts- 
oder gebetshalber besuchen, zu ihrem Bau, Lichtern, Schmuck und anderen Bedürfnissen 
beitragen, bei guter Gesundheit oder auf dem Sterbebett ihr etwas vermachen, den Pfarrer, 
der das Sakrament zu Kranken trägt, andächtig begleiten, oder abends beim Glockenläuten 
das Ave oder drei Vaterunser beten (qui orationem beate Marie semper virginis seu 
ter pater noster reverenter dixerint quando ad laudem et gloriam ipsius virginis de 
sero pulsatur ibidem) jeder je vierzigtägigen Ablass unter Voraussetzung der Genehmigung 
des Diözesanbischofs. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Rome, anno domini millesimo trecentesimo, indictione quartadecima'), 
pontificatus sanctissimi patris domini Bonifacii VIII. anno sexto. 

Ital. Perg. Die Siegel, die an Leinenfäden hingen, sind abgegangen. 

1) Die indictio Bedana ist vom 24. Sept. 1300 ab 14. Es kann offen bleiben, ob diese oder eine der beiden 
andern Indiktionsberechnungen hier gemeint ist. 



350 1300. Januar 1 und 4. 

5405. 
Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 1. 

Der Edle Rupert von Dum bestätigt auf Bitten seiner Getreuen (fideles nostri et 
dilecti) Ritter Johann von Bachenstein und Sifried und Walther Gebrüder von Enslingen 
(Enselingen) den Verkauf eines Mansus in Belzhag (quendam mansum situm in Beltzhage 
solventem singulis annis libram Hallensium et quatuor pullos), den Sifried und Walther 
von ihm zu Lehen getragen haben, an Kloster Schönthal und überträgt diesem omne ius 
et dominium, das er selbst daran gehabt hat unter Verzicht auf alle Einsprachen. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum anno domini millesimo trecentesimo, in circumcisione domini. 

Kopb. des Kl. Schönthal von 1512, Bl. 483. — Auszug: Wirt. Franken 1, 26. 



5406. 
Saulgau 1300. Januar 4. 
Albrecht genannt Pfaffenhofen eignet dem Kloster Heiligkreuzthal ein Gut in Binzwangen. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 5G n. 172. 



5407. 

Abt Heinrich und Konvent von Murrhardt verzeihen dem Grafen Albrecht von Löwenstein, 
ihrem Vogt, die Anfechtungen ihres Klosters, tiachdem er ihnen eine jährliche Gült in 

Siegelberg angemesen hat. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 4. 

Nos Heynricus divina premissione abbas monasterii sancti Januarii in Murhart 
ordinis sancti Benedicti Herbipolensis diocesis totusque conventus ibidem tenore 
presentium profitemur et ad notitiam omnium presens scriptum intuentium cupimus 
pervenire, quod de unanimi consensu capituli nostri domino Alberto comiti de 
Leuwenstein advocato nostro ad petitionem eiusdem nostri domini prelibati, scienter 
vel ignoranter manifeste vel occulte quidpiam dampni ecclesie seu monasterio nostro 
vel molestias qualescunque intulit vel nos in personis propriis vel in aliis nostris 
subditis verbis seu operibus offendit, propter deum purissime relaxamus et presen- 
tibus indulgemus tali ratione federe adiecto, quod iam premissus dominus noster et 



1300. Januar 4 und 6. 



351 



advocatus in recuperatione predicti dampni ecclesie nostre ab ipso illati vel offen- 
sionis suprafate et pro remedio anime sue duas libras Hallensium in redditibus 
monasterio nostro singulis annis pie et libere contulit perhenniter possidendas, que 
videlicet duo libre Hallensium in villula Sigelber^ de curia sunt perpetue recipiende. 
In cuius rei testimonium presentem litteram sigillorum nostro rum appensione duximus 
roboranda[m]. 

Datum anno domini MCCC, secunda feria proxima ante epiphaniam domini. 

Karlsruhe. Pfälzer Kopialbuch Nr. 866, Bl. 157 •>. 



5408. 

König Albrecht vidimiert und bestätigt dem Kloster Adelberg die Privilegien Kaiser Friedrichs I. 
von 1181 Mai 25 und König Heinrichs VII. von 1228 August 22. 

Ulm 1300. Januar 6. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus universis sacri llomani 
imperii fidelibus imperpetuum. Constituti in nostre maiestatis presentia honorabiles 
viri . . prepositus et conventus monasterii || in Adelberch devoti nostri dilecti quedam 
privilegia ipsis et monasterio suo a clare recordationis Friderico imperatore et 
Heinrico septimo Romanorum rege predecessoribus nostris concessa petiverunt humi- 
liter et devote de benignitate || nostra regia innovari et approbationis nostre muni- 
mine confirmari. Est autem prime littere tenor talis: C. In nomine sancte u. s. w. 
(s. Bd. 2, S. 216). Item secunde littere tenor talis est: In nomine sancte u. s. w. 
(s. Bd. 3, S. 264). 

Nos itaque Albertus Romanorum rex predictus religiosorum virorum . . prepositi 
et conventus monasterii in Adelberg devotis precibus favorabiliter inclinati supra- 
scripta privilegia et omnia, que continentur in eis, approbamus innovamus confirmamus 
et presentis scripti patrocinio communimus. Nulli ergo hominum liceat hanc pagi- 
nam nostre approbationis innovationis et confirmationis infringere vel ei ausu teme- 
rario contraire. Quod qui facere presumpserit, nostre maiestatis offensam se noverit 
incursurum. In cuius rei testimonium evidens et memoriam sempitemam presens 
scriptum maiestatis nostre sigillo iussimus communiri. 

Datum apud Ulmam, in epyphania domini, anno domini MCCC, indictione XIII., 
regni vero nostri anno secundo. 

München. UniversitätsbibHothek. Orig. Perg. An roten und grünen Seidefäden das bekannte Siegel des 
Ausstellers beschädigt und zerbrochen, jedoch wieder zusammengefügt. — Abdruck: Besold, Docum. rediv. 1, 41. 
= Petrus, Suevia eccl. 6. — Regest: Lichnowsky 2, CCXXV., Nr. 260. — Böhmer, K. Albrecht 251. 



352 1300. Januar 7 und 10. 

5409. 

Schwigger von Deggenhausen Landrichter in der Grafschaft Veringen beurkundet ein Urteil 
des Landgerichts zu Riedlingen für den Abt von Zwief alten. 

Riedlingen 1300. Januar 7. 

Ich Swygger von Teggenhusen lantrichter in der gräfschafte ze Veringen tun 
kunt allen den die disen brief lesent sehent oder hörent lesen das min herre abbt 
Eberhart von Zwifeltün kam für mich für gerichte ze Rüdelingen, da ich sasz ze 
gerichte in der gräfschafte ze Veringen, daz er da für bracht, daz er sin anlaithi 
hat besessen try tag und sechs wochen ufF dem gute ze Haigingen, waz her Cünrat 
des langen sun von Gundelfingen da hate, und ze Sunderbüch waz er da hat und 
uff den hüsern ze Erenfels vor der bürge und uflf dem wasser das dar under fluszet 
und was er da het, wan der vor genant herr abbt Eberhart von Zwifeltün das für- 
brächt mit rechte, do ward im ertailt daz er in satzti« in gewer. Da ward im ze 
schirmer geben Friderich der vogt vom Bussen über du vor genanten gut und 
geschach das da von, wan er in verbot in der schranne vor gericht vor dem vor 
genanten lantrichter hern Swigger von Teggenhusen in der graveschaft ze Veringen. 

Dirre brief ward gegeben ze Rüdelingen, an dem donersctage nach dem öberosten 
tage, do man von gottes geburt zalte drüzenhen hundert jaure. 

Kopb. des Kl. Zwiefalten auf Pergament, sign. A, aus dem 16. Jahrh., Bl. 24 b. — Abdruck : Fürstenberg. 
ÜB. 5, 254 n. 284. 



5410. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 10. 

Abt Walchun und Konvent von Schönthal (Schontal) bekennen dem Domstift Würzhurg 
von ihren beiden Höfen [in Würzburg] jährlich auf Jakobi ein Malter Weizen als Zins 
zu schulden (quod nos honorandis dominis nostris canonicis maioris ecclesie Herbi- 
polensis de duabus curiis uostris que dicuntur zu der Eich und zu dem Eichhorn 
maltrum tritici, quod de sola dabatur curia que dicitur zu der Eich infra festum 
beati Jacobi et epiphaniam domini dare tenemur singulis annis noraine censuali) mit 
der Bestimmung, dass die Höfe an das Domstift fallen sollen, tvenn der Zins an drei 
aufeinanderfolgenden Terminen nicht geliefert wird. 

Siegler: Die Aussteller. 



1300. Januar 12. 353 

Testes magiBter Burchardus officialis curie Herbipolensis, f rater • Milo quondam 
ubbas in Murrehart, frater Heinricus de Hartheim, Heinricus scriptor capituli Herbi- 
polensis, Cünradus de Hunvelt civis Herbipolensis. 

Datum anno domini MCCC, in die Pauli primi heremite. 

München. Orig. Perg. Siegel des Abts von Schönthal, s. Bd. 7, S. 120. — Regest: Reg. boica 4, 707. 



5411. 
Owen 1300. Januar 12. 

Die Brüder Simon und Konrad von Gottes Gnaden Herzoge von Teck übertragen 
(per cessionem donationem ac approbationera largam et legittimam transtulimus) dem 
Kloster Bebenhausen all ihr Becht an die Besitzungen, die es in Ichetihausen bei Aglishardt 
durch Kauf oder Schenkung erworben hat (ius proprietatis seu dominii prorsusque omne 
ius corporale et incorporale quod nobis competiit seu corapetere potuit in fundis 

possessionibus seu rebus quibuscunque apud Ichenhusen prope Adelungshart sitis 

a quibuscunque personis venditis seu donatis sive alias qualitercunque ipsi monasterio 
pertinentibus). 

Siegler: Die Aussteller. 

Actum et datum in Owen, anno domini MCCC, pridie ydus Januarii, indictione XIII. 

Abschrift im Bebenhäuser Kopialbüchlein .Nr. XVIII aus dem 15. Jahrh. — Regest: Württ Jahrbb. 184ö, S. 140. 



5412. 

Hahnenkaimn 1300. Januar 12. 

Hermann von Gottes Gnaden Herzog von Teck überträgt (per cessionem legitimam 
pro salutis eterne premio per dei gratiam affuturo transtulimus) dem Kloster Beben- 
hausen all sein Recht an Ichenhausen bei Aglishardt (proprietatem sive omne dominium 
omne ius omnem iurisdictionem et homagii seu cuiusvis alterius honoris subiectionem 
nobis apud Ichenhusen iuxta Adelungshart in quibuscunque fundis vel rebus corpora- 
libus et incorporalibus quomodolibet pertinentes) und bestätigt demgemäss alle Erioer- 
bungen, die das Kloster dort von anderen Personen gemacht hat. 

Siegler: Der Aussteller. 

Actum et datum in Hannenkamp, pridie idus Januarii, anno domini MCCC, 
indictione XIII. 

Abschrift im Bebenhäuser Kopialbüchlein Nr. XVIII aus dem \h. Jahrh. — Regest: Württ. Jaliibb. 1846, S. 140. 
XI. 4Ö 



354 1300. Januar 12 und 13. 

5413. 
Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 12. 

Die Brüder Heinrich und Albrecht Truchsessen von Urach belehnen Sifried von Heppach 

mit Weinbergen bei Mettlingen. 

Deutsch. Eßlinger ÜB. 1, 140 n. 322 nach dem Orig. in Eßlingen. 



5414. 
Bitter Kuno von Greifenstein verkauft Eigenleute an Konrad den Maier Bürger in Reutlingen. 

Reutlingen 1300. Januar 13. 

In gottes namen. Amen. Ich Cüno der ritter von Grifenstain künde und ver- 
gihe II offenliche allen den die disen brief ansähent oder horent lesen, daz ich mit 
miner Glichen || wirtinne und aller miner kinde wissende willen und gemainem gunst 
han vercoufet rede||liche8 und rechtes coufes Berhtolt den Salwen genant, Liigart 
sine eliche wirtinne des Werzelers tohter von Husen und Hainrichen und Cünraden 
des vor genanten Berhtoldes brüder und swester Lügart die nunnen ir swester, du 
mine vordem alle samet vir reht aigen lüte unz her an mich braht hant und dii 
ouch ich und minü kint vir reht aigen lüte haben besessen und gehaben vur reht 
aigen lüte unz an disen hütigen tag, und han die gegeben und vercoufet Cünrat dem 
Maier ainem burger von Rütlingen und allen sinen erbon umbe zehendehalp phunt 
Haller, der ich von im gewert bin, und han in die selben lüte gegeben mit allem 
dem rehte als sü an mich braht sint und als ouch ich und minü kint sü unz her 
braht haben. Ich künde und vergihe ouch an disem brief, daz ich mit miner wirtinne 
und miner kinde ui-lobe wissende und willen dem vor genanten Berchtolde dem Salwen 
han gelühen daz güteli ze Oütenbrucke daz siner wirtinne zu im wart gegeben, daz ain 
manlehen haiset, und han im daz ouch geluhen mit allem dem reht als man ain 
manlehen ze reht lihen sol. Daz aber dis alles samet sicher und stäte belibe und 
ane allen criech dem vor genanten Cünrade dem Maier und allen sinen erben umbe 
die lüte die hie benemmit sint und die von in komment und ouch dem vor genanten 
Berhtolt dem Salwen umbe das manlehen, des gib ich in disen brief gevestenot und 
bestaitet mit minen insigel und mit der gemainde insigel von Rütlingen ze ainem 
offene Urkunde. 

Dis beschach und wart der brief gegeben ze Rütlingen in Gängelmannes huse, 



1300. Januar 13 und 14. 355 

do man von gottes gebürte zalte zwelf hundert jare und in dem trizehenden [hujndert*) 
jare an sant Glärius tag, da Rüdeger der Bondorfer, Eber, der burgermaister, [Albreht] '') 
Valros, Walt, von Haigingen, H. der Täverner, Alber. Zindel, Ül. der Maier, Hugeli 
der alte, — — '') Brüli und ander biderbe lute zegagen waren. 

Siegel abgegangen. 

a) Die ersten beiden Buchstaben abgerissen. Das Wort ist mit anderer Tinte, wohl von der Hand, die 
auf den Rücken 1214 schrieb, durchstrichen. Schrift und Zeugen weisen jedoch mit Sicherheit auf 13(X). 

b) Abgerissen. 



5415. 
Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 14. 

Der Würzburger Offizial beurkundet den in seiner Gegenwart zwischen dem Abt von 
Schönthal (Schontal) für sich und seinen Konvent einerseits und Konrad Hünfeld (Hunevelt) 
und seiner Frau andererseits abgeschlossenen Tausch- beziv. Kaufvertrag über zwei Höfe 
in Würzburg (dominus abbas et conventus predicti vendiderunt et venditionis ac per- 
mutationis titulo tradiderunt dictis Conrado et suis heredibus curiam dictam zu dem 
Seiler, idemque Conradus et sui heredes eodem titulo sive iure transtulerunt in dictos 
abbatem et conventum ac eorum monasterium duas curias dictas zu dem Eichorn et 
zu der Eich cum ducentis libris Hallensium, cuius pecunie mediara partem dicti 
coniuges promiserunt dare et solvere dictis abbati et conventui infra dominicam 
proximam Invocavit et reliquam partem infra festum beati Johannis Baptiste proxime 
subsequentis). Für Geicährschaft (de warangia que vulgariter dicitur werschaft) 
stellen beide Teile Bürgen, und zwar Konrad von Hünfeld (de Hunevelt) und seine Frau 
ihre Brüder Heinrich und Berthold., Burkhard genannt von Schönthal (Scontal) und Ecke- 
hard den Sohn des Fusselin, alle Bürger zu Würzburg, der Abt hingegen den Ritter Konrad 
von Neudenau (Nidenawe), Rüdiger von Nagelsberg und Wilhelm von Pleichfeld (Bleichvelt) 
den Bürger von Würzburg; die Vertragschliessenden und die Bürgen bekennen ihre Zu- 
stimmung, versprechen den Vertrag zu halten und verzichten auf alle Einsprache. Jede 
der beiden Parteien setzt die andere in den Besitz ein. 

Testes: Bertholdus Heuber, Heinricus Munzer, Ekehardus de Meningen, Ekehardus 
filius Frizzonis Gir. 

Siegler: Der Aussteller und Abt und Konvent von Schönthal. 

Datum et actum anno domini MCCC, in die Pelicis in Pincis. 

Siegel abgegangen. 



356 1300, Januar 15. 

5416. 

König Albert erneuert und bestätigt dem Kloster Marchthal alle seine Privilegien und 
vidimiert die Stiftimgsurkunde von 1171 Mai 1. 

Ulm 1300. Januar 15. 

Albertus dei gratia Komanorum rex semper augustus universis sacri Komani 
imperii fidelibus, ad quos presentes pervenerint, gratiam suam et omne bonum. || 
Justitia exigit et ratio ipsa postulat, ut ecclesiis dei longe lateque in imperio nostro 
constitutis vigorera consilii et dexteram auxilii benigne impendamus illis maxime,^ 
a quibus omni liora omni tempore sanctarum orationum || percipimus suffragia, et si 
nos in tabernaculo dei offerentes aliquid supererogaverimus, ab illo vero samaritano 
cum redierit nobis centuplum esse reddendum credimus et speramus. Imperialis enim 
maiestas clipeo sue protec(|tionis illos tenetur tueri quibus materiali gladio se ipsos 
defendere non est datum. Eapropter cognoscant universi fideles Christi et imperii 
presentes et futuri, quod nos inclite memorie Friderici imperatoris primi invictissimi 
Heinrici quoque sexti imperatoris illustrissimi ac Friderici secundi imperatoris glorio- 
sissimi nee non et Philippi Romanorum regis piissimi, sed et Rüdolfi") regis Roma- 
norum nostrorum predecessorum vestigiis inherentes, qui monasterium Marthellense 
ordinis Premonstratensis Constantiensi diocesi tam spiritali quam temporali iure 
subiectum nobilissimis privilegiis exaltaverunt et sublimaverunt, omnes libertates, quas 
predicti nostri antecessores prenominato monasterio contulerunt et liberaliter aucto- 
ritate imperial! et regali donaverunt, presenti privilegio innovamus ac nostra regali 
auctoritate perhenniter confirmando stabilimus. In primis siquidem statuimus, ut 
ipsum monasterium Marthellense prenominatum cum rebus et personis intus et extra 
sit inmune liberum et exemptum ab omni iugo humane servitutis, decernentes et 
donantes eidem tam loco quam rebus et personis foris et intus talem libertatem et 
exemptionem, quam alicui loco in imperio nostro constituto nostra regalis excellentia 
de iure conferre potuerit et donare. Possessiones quoque ipsius monasterii videlicet 
Bilringen cum universis suis attinentiis, curia in Ambra cum vineis agris et universis 
suis pertinentiis, predium in Lustenowe et universa ad se pertinentia, possessiones 
in Anemerkingen et in Wachingen et in Smalstetin, in Wilere, curia in Dathusen, 
villula ante portam ipsius monasterii eiusdem nominis alieque possessiones universe 
predicti monasterii dominium respicientes quocumque nomine nuncupentur resque 
possesse in presentiarum et inantea possidende empte vel emende a quocumque 
fidelium cuiuscumque condicionis fuerit pro devotione sponte oblate quesite et in- 
quirende omniaque, que iustis modis prefatum monasterium prestante domino adipisci 



1300. Januar 15. 357 

potuerit, ab omni exactione et quolibet servitio temporalis commodi sint libera penitus 
et exempta, ita quod a presidibus et procuratoribus regni, a ministerialibus quoque 
et universitatibus ac consulibus civitatum, a castellanis et ab omnibus aliis nostro 
imperio deservientibus ac omnibus aliis cuiuscumque condicionis fortune vel officii 
extiterint sepedicto monasterio intus et extra nulla perturbationis molestia aut cuius- 
cumque dispendii iactura in rebus et personis aliquatenus inferatur vel ab aliquo 
inferri procuretur, sed quies et pax ipsi monasterio ubique et in omnibus rebus suis 
intus et extra perhenniter conservetur. Si vero quisquam quod absit contra hanc 
nostram regalem sanctionem et libertatem hie expressam quicquam contrarii perpe- 
traverit, ab omnibus pacis violator et transgressor iudicetur nullaque pax sibi suisque 
rebus ab aliquo hominum conservetur penamque luet sibi debitam tamquam criminator 
et offensor lese maiestatis fiscoque nostro pro sua transgressione centum marcas 
argen ti puri et probati, lesis vero fratribus quinquaginta eiusdem ponderis et metalli 
cum dampno ad plenum resarcito componat, nisi fratrum monasterii sepedicti inter- 
cessio placatos sibi iudices regios procuraverit et dementes, monitione tamen de 
omnibus hiis per mensem prius prehabita competenti, que monitio si non profecerit 
et fratres antedicti monasterii ad plenum placatos non reddiderit, universitates civium 
nostrarum regalium civitatum vicinarum ac alii nostri iudices malefactoribus et trans- 
gressoribus istius libertatis penam tenentur infligere personalem et peccuniariam per 
litteras antea prenotatam et tamquam patrie proditores sunt ab omnibus iudicandi. 
Preterea ex regali decreto et edicto statuimus, ut nobiles si qui fuerint advocati 
possessionum monasterii memorati sua sorte et suo iure sint contenti taliter quod, 
si amplius de advocatiis suis vel de rebus sepedicti monasterii quicquam extorserint 
vel res monasterii contra iustitiam preoccupaverint, 'omnem penam superius scriptam 
se sentiant meruisse. Quod si aliqui nobiles sibi vendicent iura advocatiarum in 
possessionibus monasterii sepedicti et monasterii fratres contradixerint, privilegia 
ipsorum nobilium et instrumenta monasterii diligenter perspiciantur et examinando 
perscrutentur et ius secundum dicta privilegiorum pronuntietur et abprobetur, non 
obstante iniqua et pessima consuetudine quam temporis longinquitate vitio rapacitatis 
infecti fatentur nobiles se habere. Ceterum nostra regalis celsitudo sepenominato 
monasterio de speciali gratia indulsit, ut homines qui iure census aut proprietatis 
dominium monasterii memorati recognoscunt, , qui in civitatibus imperii aut in aliis 
civitatibus quibuscumque residentiam habuerint, ipsi monasterio omne ius suum quod 
nominibus diversis censetur integraliter persolvere non omittant, non obstantibus 
libertatibus et exemptionibus civitatum quarumcumque vel consuetudine habita ex 
antiquo, quas consuetudines et libertates a nostris predecessoribus vel a nobis civi- 
tatibus et locis traditas et donatas quantum ad predictos homines presenti privilegio 



358 1300. Januar 15. 

revocamus et irritas decernimus et inanes. Volumus etiam et memorato monasterio 
indulgemus, ut valeant liomines utriusque sexus fratres ipsius monasterii citare et 
trahere ad iudicium canonicum et ad forum spiritale excommunicationis quoque 
sententias in eosdem promulgare, nee ipsi homines monasterio dicto iniuriantes ali- 
quarum civitatum imperii vel quarumcumque aliarum libertatibus consuetudinibus et 
exemptionibus ne id possit vel debeat fieri aliquatenus defendantur, quoniam tales 
libertates non dicimus consuetudinem abjjrobatam sed potius corruptelam et iniuriam 
manifestam. Curiam quoque prenominati monasterii in villa Uutelingen et omnia 
que infra septa ipsius civitatis ac in confinio eiusdem possidet vel deo dante iusto 
et legitimo titulo possidebit in nostram regalem suscipimus protectionem litteras per 
presentes decernendo, ut prefate possessiones annuatim triginta solidos Hallensium 
sicut hucusque factum est pro stipendio ipsi civitati et nichil amplius persolvant pro 
intersigno omnimode libertatis, taliter quod, si scultetus qui pro tempore fuerit 
universitas aut consules vel dominus castri in Achaln seu etiam maiores dicte civi- 
tatis in Rutelingen amplius aliquid exigere presumpserint vel alicuius servitii incomodo 
predictas possessiones molestaverint, omnem penam prenotatam se sentiant totaliter 
incurrisse privatosque esse omni officio dignitatis in quocumque loco regiminis a nobis 
vel a nostris procuratoribus fuerint conslituti, quantum ad officium et regimen dicte 
ville. Preterea omnibus nobilibus cuiuscumque condicionis fuerint seu ignobilibus 
nostro imperio subiacentibus liceat se in propriis personis ad monasterium memoratum 
transferre vel res suas mobiles vel inmobiles devotionis intuitu vel venditionis titulo 
ex nostra speciali licentia libere conferre et ipsas res idem monasterium sponte oblatas 
vel peccunia mediante conquisitas ut dictum est cum omni iure sine quolibet ob- 
staculo liberaliter possidere, illud superaddentes ut fratres dicti monasterii mercatus 
suos in Omnibus civitatibus imperii nostri sine qualibet thelonei ac oinnis pensionis 
exactione libere exerceant nichilque persolvant, lignaque in silvis ac forestis nostris 
pro suis utensilibus fas et licitum sit eis succidere ac ex eis sua utensilia fabricare. 
Insuper statuimus ut quicumque hanc libertatem litteris premissam violaverit nisi 
monitione per mensem prehabita monasterio sepedicto ad plenum satisfecerit secun- 
dum quod nostri antecessores tam imperatores quam ßomani reges suis instrumentis 
statuerunt per nostrum cancellarium coram nostra niagnificentia recitatis omnem penam 
pretactam tam personalem quam peccuniariam experiatur denudatusque sit omni 
pinvilegio dignitatis et libertatis ac procurationis officio si quod habet, presenti 
instrumento in evidentiam et eternam memoriam premissorum ac inconvulsam stabi- 
litatem omnium liarum libertatum nostre maiestatis sigillo eternaliter roborato. 

Litteras '') quoque quondam Hugonis comitis palatini de Tuwingen fundatoris 
prefati monasterii non rasas non abolitas non cancellatas nee in aliqua sui parte 



1300. Januar 15 und 17. 359 

vitiatas vero et salvo sigillo roboratas per cancellarium nostrum vidimus et legimus 
in hec verba: In nomine u. s. lo. Es folgt der Bd. 1, S. 164 gedruckte Text. 

Nos") igitur Albertus dei gratia Romanorum rex predictus libertates nostrorum 
predecessorum videlicet Friderici Heinrici et Friderici imperatorum, Philippi et Rüdolfi*) 
regum Romanorum litteris presenti instrumento insertas de nostra regali auctoritate ratas 
et gratas habentes cum privilegio fundatoris superius notato nostre maiestatis sigillo 
sepedicto monasterio Marthellensi confirmamus edicto regio decernentes easdem liber- 
tates et Privilegium Hugouis comitis palatini de Tuwingen fundatoris ipsius monasterii 
litteris hie notatum, ut dictum est, in sue firmitatis robore eternaliter permanere. 

Datum apud Ulmam, XVIII. kalendas Februarii, indictione XIII., anno domini 
millesimo trecentesimo, regni vero nostri anno secundo. 

Siegel abgegangen. 

Die Urkunde ist eine Fälsciiung, die nach Form und Inhalt große Verwandtschaft mit den ebenfalls ge- 
fälschten Privilegien Heinrichs VI. (Bd. 2, S. 286), Philipps von Schwaben (Bd. 2, S. 821) und Rudolfs (Bd. 7, S. 393) 
zeigt. Mit der letzteren hat sie noch außerdem gemein, daß beiden das Vidimus eines der sogen. Stifterbriefe 
von Marchthal unmittelbar angehängt ist. Was Bd. 7, S. 396 ff. über die gefälschte Urkunde K. Rudolfs gesagt 
ist, gilt großenteils auch für das vorliegende Stück. Die Schrift ist in den gefälschten oder verdächtigen Urkunden 
Marchthals aus dem Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts mehrfach anzutreffen ; sie ist auch verwandt 
mit der des echten Dokuments von 1292 Sept. 7 (Bd. 10, S. 63). Die V^achsreste, die an den Siegelstreifen noch 
erhalten sind, widersprechen nicht der Annahme, daß hier der Bd. 7, S. 397 geschilderte Kunstgriff zur Anbringung 
eines echten Siegels verwendet worden ist. Dabei ist darauf aufmerksam zu machen, daß die Anwendung von 
Pergamentstreifen statt der üblichen Seidenfäden bei Kaiserurkunden, vollends bei einem so feierlichen Privileg, 
sehr auffallend und ungewöhnlich ist. Als mutmaßliche Zeit der Fälschung wird man nach der Schrift die ersten 
Jahrzehnte des 14. Jahrb. annehmen müssen. — Abdruck: Lünig, 18, 350. — Hugo, Ord. Praemonstr. Annales, 
prob. 88. — Regest: Böhmer, K. Albrecht 254. 

a) Der Name auf Rasur. 

b) Am Rand ein Chrysmon. Im Text neue Zeile. 

c) Im Text neue Zeile. 



5417. 

Kirchheim 1300. Januar 17. 

Adelheid genannt Pflugerin von Esslingen verkauft an drei Beginen daselbst die Hälfte 
ihres Hauses, dessen andere Hälfte sie dem Kloster Kirchheim geschenkt hat. 

Regest im EßUnger ÜB. 1, 140 n. 323. 



360 1300. Januar 20 und 22. 

5418. 

König Albrecht bestätigt dem Kloster Adelberg den Besitz der von Graf Ludwig von 

Spitzenberg ihm geschenkten Kirche in Siessen. 

Ulm. 1300. Januar 20. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus universis sacri Romani 
iniperü fidelibus, ad quos presentes pervenerint, || gratiam suam et omne bonum. Si 
iusta devotorum petitio facilem et benignura assequatur de favore regnantis assensum 
II et in eis devotionis debite crescit affectus ac per eorum orationes devotas, quibus 
assidue insistunt, regalis solii titulus raelioris || fastigii suscipit incrementum. Sane 
cum, sicut honorabilium ac religiosorum virorum . . prepositi et conventus monasterii 
in Madelberch nobis insinuatio patefecit, quondam nobilis vir Ludewicus comes de 
Spitzenberch quondam Eberhardi filii sui accedente consensu provida deliberatione 
in ipsos et per eos in eorum monasterium Madelberch ius patronatus ecclesie par- 
rochialis in Siezzen Constantiensis dyocesis cum omni iu^e et titulo, quibus ad 
ipsum spectabat, transtulerit et donaverit pro suorum remedio peccatorum, prout 
in litteris dicti comitis, quas super eo se habere asserunt, est expressum, nos pre- 
dictorum . . prepositi et conventus nostram clementiam implorantium devotis suppli- 
cationibus favorabiliter inclinati dictam donationem et translationem ratam et gratam 
habentes ipsam de plenitudine potestatis regie approbamus ac presentis scripti patro- 
cinio confirmamus. NuUi ergo hominum liceat hanc approbationis et confirmationis 
nostre paginam infringere vel ei ausu temerario contraire. Quod qui attemptare 
presumpserit gravem nostre maiestatis oifensam se noverit incursurum. 

Datum in Ulma, XIII. kalendas Februarii, anno domini MCCC, iudictione XIII., 

regni vero nostri anno secundo. 

An roten und grünen Seidenfäden Bruchstücke des Majesliitssiegels. — Regest : Böhmer, K. Albrecht 200. — 
Lichnowsky 2, 2G5. 

5419. 

Die Herzoge Rudolf und Friedrich von Oesterreich und Amman, Schultheiss und Gemeinde 

von Saidgau beurkunden^ dass die der Stadt durch König Albrecht verliehene Freiheit den 

Eigentumsrechten des Klosters Buchau keinen Eintrag tun solle. 

Ulm 1300. Januar 22. 

Universis Christi fidelibus presentem litteram inspecturis Rüdoll'us et Fridericus 
dei gratia duces Austrie et Styrie, . . minister . . scultetus || et universitas civium in 



1300. Januar 22. 361 

Sulgen rei geste notitiam cum salute. Cum res geste mandantur litteris, universa 
calumpnie materia ampu||tatur ac litis occasio subtrahitur successori. Noverint igitur 
universi et singuli quos nosse fuerit oportunum, quod propter libertatem nuper con- 
cessam || oppido nostro in Sulgen a serenissimo domino nostro Alberto dei gratia 
Romanorum rege semper augusto nulluni intendimus preiudicium generari venerabilibus 
in Christo . . abbatisse et conventui monasterii Büchaugensis, quibus fundus dicti 
oppidi proprietatis titulo dinoscitur pertinere, inmo publice profitemur, quod non 
obstante predicta libertate ipsum monasterium libere uti debet et persistere in omni 
iure quod prius liabuit in oppido antedicto, videlicet officiis theloneis concedendis 
mortuariis censibus et hereditariis iuribus ac aliis quocunque nomine censeantur, que 
dictum monasterium usque ad hec tempora de iure vel consuetudine tenuit in oppido 
prenotato, promittentes bona fide pro nobis et nostris heredibus seu successoribus, 
quod nullum impedimentum prefatis . . abbatisse et conventui in possessione usu et 
perceptione libera predictorum inferemus aut inferenti consentiemus, quodque nichil 
imposterum faciemus per quod dictum monasterium iuribus sibi competentibus destitui 
valeat aut modo aliquo defraudari, sed ipsis sua iura conservabimus et conservari 
procurabimus illibata. In cuius rei evidentiam nostra sigilla huic carte duximus 
appendenda. 

Datum et actum Ulme, anno domini MCCC, XL kalendas Februarii, indictione XIII. 

Das Orig. ist fast ganz durch Feuchtigkeit zerstört und unleserUch. Es hängt daran an grünen und roten 
Seidenschnüren das beschädigte Reitersiegel des Herzogs Rudolf von Österreich, rund, c. 90 mm., der gewappnete 
Herzog auf linkssprengendem Pferd, in der Rechten die Fahne mit einem Löwen, der auch in einem Schild 
hinten auf der Decke des Pferdes erscheint, am linken Arm einen Schild mit Querbalken, auf dem geschlossenen 

Helm einen Pfauenfederbusch; von den drei Reihen der Umschrift noch erhalten: f • RVDOLFVS lOLE • 

MARCHIE . AC • 1 PORTVS NAON • COME .... IBVRCH . LANTi|GRAV . . ALSACIE. Vom zweiten Siegel nur 
unbedeutende Reste. Der Text der Urkunde ist wiedergegeben nach dem Vidimus des Konstanzer Offlzials von 
1348 Juni 5. 



5420. 

Altensteig 1300. Januar 22. 

Albert der Sohn weiland Bitter Hugos von Wöllhausen verkauft an Prior und Konvent 
von Reichenbach (Eichinbach) einige Hörige (Benam de Hodorf dictam Hartliben uxorem 
Wimari, uxorem Hainrici Coler, uxorem Hajnrici dicti Weber, uxorem Benzonis dicti 
Cnopheli, dictam Chechinlandin cum eorum liberis et Craftonem dictum Vitrarium 
mihi iure servitutis pertinentes vendidi) um 1 U 8 Schilling Heller mit Vorbehalt des 
Rückkaufs um dieselbe Summe in Jahresfrist, vom nächsten Tag St. Walpurgis an gerechnet. 

XI. 46 



362 1300. Januar 22. 

In cuius rei testimonium cum proprium sigillum non habeam sigillum patris 
mei duxi presentibus appendendum. 

Datum Altunstaige, anno domini MCCC, in die Vincentii martiris, indictione III 
decima, presentibus sculteto Lindenfelsi et aliis fide dignis. 

Abhangend Siegelrest. 



5421. 
Rom- 1300. Nach Januar 22^). 

Die Erzbischöfe Bruder Rannutius von Cagliari (Calaritanus), Basilius von Jerusalem, 
Ademdphus von Conza (Consanus), die Bischöfe Bruder Antonius von Csanad (Cenadiensis), 
Bruder Jakob von Chalcedon, Manfred von San Marco (Sancti Marchi'), Rogerius von 
Ascoli Puglia (Esculanus), Nikolaus von TortiboU (Tortibulen.), Nikolaus von Nicastro 
(Neocastrensis) verleihen allen ivahrhaft Bussfertigen utid Beichtenden, die die Johannis- 
kirche in Gmünd (ecclesia sancti Johannis Baptiste in Gamundia Augustensis diocesis) 
an bestimmten Festtagen (festivitatibus — ipsius sancti Johannis Baptiste et Evangeliste, 
inventione et exaltatione sancte Crucis, in quorum honore dicta ecclesia est fundata, 
nativitatis circumcisionis epiphanie resurrectionis ascensionis domini et pentecostes, 
beatorum Petri et Pauli et aliorum apostolorum nee non nativitatis annuntiationis 
purificationis et assumptionis beate Marie virginis gloriose, commemoratione omnium 
sanctorum ac in dedicatione ipsius ecclesie et per ipsaruni festivitatum octaöas) be- 
suchen oder den Priester, der mit dem Sakrament oder dem hl. Ol zu Kranken geht., 
begleiten oder zum Bau und zur Ausschmückung der Kirche Schenkungen machen (qui- 
cunque sociaverit sanctissimum corpus domini nostri Jesu Christi quando portatur ad in- 
firmos vel sacerdotem euntem ad eosdem cum sacra unctione vel qui ad novam structuram 
fabricam reparationem luminaria ornamenta seu alia necessaria ipsius ecclesie manus 
porrexerint adiutrices aut qui in bona sui corporis sanitate seu etiam in extremis 
laborantes quicquam suarum predicte ecclesie dederint vel legaverint facultatum) 
jeder je einen Ablass von 40 Tagen unter Voraussetzung der Zustimmung des Diözesanbischofs. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Rome, anno domini millesimo trecentesimo, pontificatus domini Bonifacii 
pape VIII. anno sexto. 

Ital. Perg. An braunen und weissen Leinenfäden Reste der Siegel aus rotem Wachs. 

a) Sancti schließt die zweite Zeile, Marchi beginnt die dritte, ist aber wegen der großen Initiale am .Anfang 
der ersten Zeile etwas eingerückt. In den dadurch freigelassenen Raum ist der folgende Käme : Rogerius Esculan. 
von anderer Hand nachgetragen. 

1) Bonifazius VIII. beginnt seine Pontifikatsjahre mit dem 23. Januar. 



1300. Januar 25 und 27. 363 

5422. 

König Albrecht verleiht der Stadt Saulgau Dimer Recht. 
Ulm 1300. Januar 25. 

Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus universis sacri Romani 
imperii iidelibus presentes litteras inspecturis gratiam || suam et omne bonum. Decet 
benignitatem regiam subditorum ac fidelium profectibus et saluti eo serenitatis gratia 
intendere, quod devoti exem||plo eorum, quibus favoris et gratie commodum est 
impeusum. ceteri in devotione sacri imperii fortius animentur. Eapropter universi- 
tatis vestre notitie || presentibus declaramus, quod nos dilectorum fidelium nostrorum 
civium in Sulgen devotis supplicationibus favorabiliter annuentes ipsis et eorum opido 
in Sulgen auctoritate nostra regia omnia libertatis iura concedimus et presentis scripti 
patrocinio confirmamus, que dilectis civibus nostris et imperii in Ulma a divis impera- 
toribus et regibus nostris predecessoribus et nobis sunt tradita et concessa, statuentes 
ut nulla cuiuscumque condicionis persona alta vel humilis hanc nostram concessionem 
et confirmationem audeat infringere vel ei ausu temerario contraire. Quod qui 
attemptare presumpserit, gravem nostre maiestatis olfensam se noverit incurrisse. In 
cuius rei testimonium presens scriptum exinde conscribi et maiestatis nostre sigillo 
iussimus communiri. 

Datum apud ülmaui, in conversione sancti Pauli apostoli, anno domini millesimo 
CCC, indictione XIII., regni vero nostri anno secuudo. 

Saulgau. Stadtarchiv. Orig. Perg. Siegel abgegangen. — Abdruck : Württ. Jahrbücher 1827, 1, S. 170. — 
Regest : Lichnowsky 2, CCXXVI Nr. 267. — Böhmer, K. Albrecht 263. 



5423. 

König Albrecht verspricht die Freien in der Grafschaft Eglofs niemals vom Reich zu 

veräussern. 

Ulm 1300. Januar 27. 

Nos Albertus dei gratia Romanorum rex semper augustus scire cupimus universos 
ad quos presentes pervenerint, quod cum olim tempore divorum imperatorum Roma- 
norum hömines comitatus in Egioffs ad Imperium devotum gereutes affectum se 
suosque posteros ac comiciam predictam ipsi sacro Romano imperio peccunia propria 
compararint, nos hominibus dicte comicie qui liberi dicuntur presentibus et futuris 



364 1300. Januar 27 und 29. 

fidelibus nostris pro nobis et successoribus nostris in regno vel iinperio Romano 
permittimus de gratia special!, quod iidem a nobis et imperio, quibus ad servitia 
perinde fortius astringentur, alienari non debent obligationibus venditionibus seu trans- 
lationibus aliis quibuscumque, dantes has literas nostras ipsi[s] in testimonium super eo. 
Datum Ulme, VI. kalendas Februarii, anno doraini MCCC, regni vero nostri 
anno secundo. 

Beglaubigte Abschrift von 1605 nach einem Vidimus von 1530. — Regest: Böhmer, K. Albrecht 64 nach 
Mitteilung Pfaffs. 



5424. 

Abt Friedrich und Konvent von Weingarten beurkunden ihre Abmachung mit Berthold 

von Bnnkhofen. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 29. 

Fridericus dei gratia abbas et conventus monasterii in Wingarten omnibus 
presentium || inspectoribus subscriptorum notitiam cum salute. Suscitata materia 
questionis super iure per||sonali relicte quondam Berte Bertoldi de Bunkoven") omni 
vexatione et impetitione cessante || sopita extitit materia questionis tali condicione 
adiecta, ut idem Bertoldus curiam nostram in Ankenrüti dictam Schevolts hof iure 
personali quiete possidere deberet, ita sane quod prelibatus B. possessionem equi- 
valentem nostro monasterio propria peccimia compararet. Nos vero onere debitorum 
onerati eidem Ber. curiam nostram dictam Schafmagers hof pro quinque marcis 
angenti et fertone vendidimus quoad vixerit similiter possidendam. Ego B. prefatus 
multis debitis irretitus una cum Wernna uxore mea legitima Johanne filio meo et 
Katerina liberis meis legitimis receptis decem et Septem libris denariorum Constan- 
tiensium renuntiamus omni iuri quod nobis in prefatis bonis competebat vel competere 
videbatur, resignantes in manibus domini abbatis supradicti et conventus presentibus 
viris fide dignis, videlicet domino Gerungo preposito seniore, domino Hermanno 
cantore, domino Hanrico cellerario, domino Bertoldo dicto Heller monachis monasterii 
prefati, domino Cünrado incurato in Altdorf, Cünrado dicto Trolle, Johanne dicto 
Heller, Friderico dicto Züzel, Hanrico dicto Walkun et aliis quam pluribus fide dignis. In 
quorum evidentiam sigillum communitatis civitatis in Büchorne presentibus est appensuni. 

Datum et actum anno domini MCCC, indictione tertia decima, quarto kalendas 
Februarii. 

Siegel abgegangen. 

a) Zwischen Berte und Bertoldi ist vielleicht matris ausgefallen. 



1300. Januar 29 und 30. 865 

6425. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 29. 

Wernher der Nothafte und seine Söhne Albrecht und Wernher verkaufen ihren Zehnten 
zu Stuttgart an Graf Eberhard von Wirtemberg. 

Deutsch. Abdruck im Stuttgarter ÜB. S. 9 n. 28. 



5426. 

Hedicig die Kenerin von Kirchheim vermacht ihrer Tochter im Kloster Kirchheim eine Gült 
und bestimmt diese nach der Tochter Tod zu ihrer Jahrzeit. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 30. 

Alle die disen brief ansehent lesent oder horent lesen, die suln wizzen, daz ich 
Hedewig diu Kenerin von Kirchaiu han geben und gemachet || mit mines sunes 
Craftes hant und miner erben willen und gunst nach minem tode durch miner sele 
willen miner tohter swester Liuggart, diu da || ist in dem closter ze Kirchain, ain 
phunt Haller geltes die man allewege sol gen an sante Gerien tage us minem hove 
ze Etelingen da da uffe || sizzet Kiselinc, und swenne min tohter nit enist, so sol es 
gemainlich dem closter und dem convent ledeclich werden daz selbe phunt geltes 
und sie suln da mit min jargezit began. Und swenne min sun Graft oder min erben 
nach minem tode daz selbe phunt wider wen koufen umbe daz closter, so suln sie 
umbe daz selbe phunt geltes gen zehen phunt Haller und sol daz closter und der 
convent mit den selben zehen phunden ain ander phunt geltes koufen us ainem 
vrien gute, daz nit vogtbar si. Man sol ouch wizzen daz ich diu vor gnant Kanerin 
han ouch us dem selben hove ze Etelingen geben und gisezzet mit der vor gnanten 
erben willen sehs Schillinge geltes dem vor gnanten closter, die man allewege sol 
gen an sant Domans tage vor wihennahten durch mines sunes Bertoldes seligen sele 
willen da mit ze begenne sine jargezit. Und ist daz min erben nach minem tode 
die selben sehs shillinge Haller wellen nemen ab dem selben hove, so suln sie die 
selben sehs shillinge uf ain ander gut sezzen da sie dem closter gwis sien. Daz dis 
alles ganz und stete und an allen zwifel belibe, so han ich dem vor gnanten closter 
geben disen brief und besigelt mit hern Craftes von Kirchain und mit der stet ze 
Kirchain insigeln besigelt. Wir die vor gnanten her Graft und die stat durch ir 
bot beidenthalben haben unseriu insigel an disen brief gihenket. Geziuge, die hie 



I 



366. 1300. Januar 30 und Februar 1. 

bi waren: herr Friderich der Nus, Bertolt der Vlaclie, Griulich der amman, Diepolt 
Cünrat Albreht die gebrüder und haizzent die Moriin und ander erber lute genüge. 

Daz dis ganz und stete belibe so han ich in disen brief geben an dem samestage 
vor der liehnnesse, in dem jar do man zalt von gotes geburte driuzehen hundert jar. 

Runde Siegel. 1) 46 mm., geschachter Schild, geneigt, auf dem linken Obereck Topfhelm mit wehender 
Decke, Helmzier abgebrochen; Umschrift: . . . RAFTTONIS • DE • KIRCHHEI ... 2) 58 mm., gespaltener Schild, 
rechts halbe Kirchenspange, links die teckischen „Wecken" ; Umschrift : S • CIVITATIS • IN ■ KI . . . . AIN. 



5427. 
Ohne Ortsangabe. 1300. Januar 30. 

Die Edlen Rupert, Vater und Sohn, von Dum verkaufen ihren Wald Katzenloch und 
2 Lehen in Büschelhof (fundum nostrum qui dicitur Cazzenloch cum lignis nunc et 
in futurum extantibus cum prato adiacenti et duobus feodis in Buselberg sitis que 
solvunt singulis annis octo solidos, que nobis titulo proprietatis attinebant) um 30 U 
Heller an Kloster Schönthal (Schontal) und übertragen sie mit allen Zugehörden und mit 
ihrem Obereigentum (cum iure et dominio que nobis in omnibus predictis competebant), 
versprechen auch Gewährschaft (de evictione sive warandia quod vulgariter dicitur 
werschaf t). 

Testes: dominus Eberwinus plebanus in Vorthenberg, Cunradus de Northeim, 
Cunradus scultetus, Sifridus burgensis, Heinricus dictus Snevberer, Cunradus carpen- 
tarius, Heinricus Buselberg, Otto et Cunradus fratres de Buselberg et Cunradus dictus 
Holzafphel. 

Siegler: Die Aussteller (unicum sigillum nostrum quo content! sumus). 

Datum anno domini MCCC, tertio kalendas Februarii. 

Ital. Perg. Siegel abgegangen. 



5428. 

Graf Eberhard von Wirtemberg und sein Sohn Ulrich vertauschen dem Johanniter orden 
den Fronhof mit der Kirche in Ilsfeld samt der Kirche in Wunnenstein gegen die Burg 
Jungingen mit Zubehör, die Kirche in Kettenacker und Güter in Oferdingcn und Mössingen 

und König Albrecht bestätigt diesen Tausch. 

Esslingen 1300. Februar 1. 

Quoniam humana natura quotidie machinatur novas insidias contra legum scita et ca- 
nonum, propter quod necessarium est dicta contrahentium et scriptura authentica roborari. 



1300. Februar 1. 367 

Ad perpetuam ergo rei memoriam noverint") universi presentiuin inspectores, quod nos 
Eberhardus comes de Wirtenberg sive dominus et Ulricus filius noster permutavimus 
et tradidimus magistro sive priori superioris Alemanie suisque fratribus sacri ordinis 
hospitalis sancti Johannis Hyerosolymitani curiam nostram conductitiam sitam in 
villa Ilsfeld, que vulgariter apellatur der fronhof, iure proprio et liberam et ab- 
solutam ab omni tributo et Servitute cum Omnibus suis appendiciis, scilicet iure 
patronatus ecclesie parrochialis in Winnenstein et Ilsfeld predicte ville cum officio 
sacristie dote et aliis capellis suis ac communibus iuribus habendum tenendum possi- 
dendum et, quicquid predicto magistro suisque fratribus deinceps facient*") faciendum 
perpetuo • cum omnibus et singulis attinentiis curie sive exitibus") vel introitibus, 
que hac predicta curia super se vel infra se in integrum continentur, omnique iure 
vel de facto sive pro eadem curia expectante, cum agris et vineis pratis silvis aquis 
sive aqueductibus et aliis rebus quocumque nomine censeantur sive quacunque re corporali 
vel incorporali consistant exceptis agris suis dictis in der Spreith et vineis ibidem 
sitis an dem Strauftenberg et in Halehleih, quas nobis et nostris heredibus reservamus. 
Resti'inximus etiam per pactum legitimum, ut nulli liceat in cimiterio Winnenstein 
erigere vel construere aliqua edificia que nostro Castro ibidem constituto suspecta 
fuerint vel nociva et roborantes huiusmodi permutationem misimus predictos magistros 
et fratres in possessiohem corporalem liberam nudam et vacuam, quam permutationem 
fecimus pro aliarum rerum permutatione nobis facta a sepedicto magistro et fratribus 
suis, qui nobis in concambium dederunt et tradiderunt castrum suum Jungingen et 
omnia bona ultra Hechingen per vallem ascendendo versus Jungingen et in summi- 
tatibus vallis ad ipsum castrum spectantis et ultra cacumina montium, que vulgariter 
esse dicuntur an der Scherre und an der Alb usque ad Danubium, cum bonis et 
iure patronatus ecclesie ville in Kettenaclier et bonis in Ofertingen et in Messingen 
cum omnibus suis attinentiis exceptis domo et area et capella in Jungetal et duodecim 
libris Hallensium in redditibus, quoa domini fratres ad predictam capellam elegerint 
de predictis bonis nobis traditis ubi capelle magis fuerit oportunum, quam domum 
et aream cum capella sepedicti fratres sibi liberam reservarunt ita quod sacerdos qui 
tunc pro tempore inhabitat pro se et familia sua et ipsa domo ac suis pecoribus 
in pascuis nemoribus et aliis communitatibus fruendis ins habeat. Exceperunt et 
supradicti fratres omnes liomines suos, quos predicte capelle de Jungental cum dominio 
contulerunt, qui siquidem homines ad prestationem annui census scilicet duorum 
denariorum et ad dationem mortuariorum ipsi capelle remanent obligati, verum tamen 
eosdem homines advocatie nostre seu dominio taliter subiecerunt, ut unus quisque 
virorum ad ipsam capellam spectantium habens residentiam unum modium avene et 
unum pullum gallinarum nobis solvere teneatur nomine advocatie et nihil amplius 



368 1300. Februar 1. 

annuatim. At si quis ex hominibus prenotatis residentiam fecerit in bonis fratrum 
predictorum aut in civitate seu oppido se cum residentia reperei4t ubicunque, illius 
hominis residentiam non debemus impedire nee licebit nobis tali durante residentia 
quicquam ab eodem servitii extorquere, si vero alibi residentiam fecerit in quocunque 
loco, tenebitur ad servitium memoratum. Renuntiantes et non permutate et non 
tradite ipsis fratribus et non recepte rei exceptioni et deceptionis ultra dimidium 
iuste et legitime permutationis omnique iuris auxilio canonici et civilis consti- 
tutionibus editis et edendis iuri municipali consuetudinibus quantumcunque rationa- 
bilibus vel etiam de scientia principum contra leges inductis sive etiam in contra- 
dictorio iudicio attentis a tempore cuius non extat memoria litteris apostolicis 
impetratis vel impetrandis sive privilegiis etiam si expressam mentionem vel prohi- 
bitionem facerent de permutatione inter nos facta, renuntiantes insuper omni exceptioni, 
per quam sepedicta permutatio inter nos habita forte ex'^) defectu forme permutationis 
vel liuius instrumenti seu rerum permutatarum aut personarum permutantium posset 
aliquatenus impugnari in quibus cavetur generaliter renuntiationem non valere, obli- 
gantes et nos et heredes nostros nostrosque successores solenni stipulatione inter- 
posita predictam permutationem firmiter observare nee contra predicta vel aliquid 
de predictis vel per nos vel per alios aliquo tempore facturos [esse] sive venire ratione 
alicuius sententie omneque damnum et litis expensas ac Interesse in integrum ipsis 
fratribus integrato promittimus resarcire, qui vel quis unus occasione alterius sine 
culpa in iudicio fatetur vel extra ad hoc experto voluntarie volumus obligari, obli- 
gantes et nos nostrosque heredes nee non successores nostros predicto magistro et 
fratribus suis sive ordini ipsorum de evictione prestanda de rebus supradictis permutatis, 
ut supra scriptum est, prout exigit ordo iuris vel ins statuit et requirit. Ne autem 
hec permutatio ex eo valeat inpugnari vel etiam aliquatenus vitiari, quod predicta 
curia nostra llsfeld excepto iure patronatus ecclesie parochialis ibidem et excepta 
area castri dicti Winnenstein preclare nostre uxori Irmegardi comitisse de Baden ex 
nostra donatione propter nuptias pertineat, nos ei dem uxori nostre curiam nostram in 
villa Wellbach sitam dictam Ruprechthof cum omnibus suis attinentiis in huiusmodi dona- 
tionis propter nuptias tradimus recompensam. Ceterum nos predicta comitissa Irmegardis 
sive uxor comitis memorati in predictam permutationem et recompensam non coacta 
non seducta non decepta nee allecta voluntarie consentimus nee curiam permutatam 
coram iudice vel extra iudicium repetemus, ad quod per nostre fidei loco sacramenti 
dationem sumus irrefragabiliter obligata, presertim cum ex recompensa conditio 
donationis propter nuptias nobis melior sit effecta. In cuius recognitionis evidentiam 
sigillum nostrum hiis litteris duximus appendendum. Ut autem maior hat solemnitas 
contractus et legalitas instrumenti, domino nostro Alberto Romanorum regi invictissimo °) 



1300. Februar 1. , 369 

supplicaviraus, ut dignaretur hoc presens instrumentum constituere- publicum per 
appensionem sigilli et regiam maiestatem'). Nos vero Albertus dei gratia Romanorum 
rex et semper augustus presentibus confitemur, quod ad petitionem Eberhard! comitis 
de Wirtenberg nee non üirici filii sui nepotum nostrorum sumraaria cause cognitione 
habita invenimus, permutationem esse factam per eosdem debita solennitate iuris 
adhibita inter eos et raagistrum sive priorem nee non suos fratres sacri ordinis sancti 
Johannis Hyerosolymitani per superiorem Alemaniam de rebus omnibus prout expresse 
in hoc instrumento superius plenius continetur. Ea propter hoc instrumentum, ut 
virtutem ac robur publici autentici instrumenti habeat et pragmatice nostre sanctionis 
perpetuo non solum inter contrahentes sed in omnibus iudiciis ordinariis delegatis 
subdelegatis conservatoribus auditoribus arbitris sive etiam executoribus a quocunque 
deputatis, per cancellarium nostrum sigillo nostro precepimus sigillari in testimonium 
veritatis et omnium supra scriptorum. 

Data est hec in Esslingen, feria secunda proxima ante purificationem beate 
virginis anno domini MCCC, presentibus hiis testibus subscriptis et a nobis rogatis 
ut Interessent universis et singulis dictis et actis inter nos et predictos fratres habitis 
de permutatione facta suprascripta, videlicet Wolframo milite dicto von Stein, Ulrico 
milite dicto Speer advocato in Urach, Marquardo notario predicti comitis dö Wirtten- 
berg, fratre Jacobo comendatore in Rinowe, fratre Henrico comendatore in Toroltsheim, 
fratre Eberhardo comendatore in Hallis, fratre Burchardo comendatore in Duttingen 
et fratre Johanne de Mülbach. In cuius rei testimonium nos sepedictus Eberhardus 
comes de Wirtenberg et prenominatus filius noster Ulricus fratribus hoc instrumentum 
tradidimus sigillorum nostrorum caractere una cum aliis consignatum. 

Datum et actum loco die et anno domini ut supra. 

Fehlerhafte Abschrift des 17. Jahrh. auf Papier. 

a) Vorlage: norunt. b) So! Wohl verlesen für visum fuerit. c) Vorlage: Xutibus, mehrfach korrigiert, 
d) Vorlage: et. e) Vorlage: invictoriosisimo, vielleicht für invicto gloriosissimo. f) Lies: sigilli sue regle maiestatis. 



5429. 

Liupold der Altere von Weiltingen bekennt den vollen Kaufpreis für die Besitzungen in 
Ehringen von Kloster Kirchheim erhalten zu haben. 

Klosterziinmern 1300. Februar 1. 

Ego Liupoldus senior de Wiltingen notum fieri cupio presentium inspectoribus 
universiS; quod cum ego anno domini millesimo CG nonagesimo IX., || XI. kalendas 

XI. 47 



370 1300. Februar 1 und 5. 

Noveinbris venerabilibus et in Christo dilectis domine . . abbatisse et conventui de 
Kyrchein omnes possessiones sitas in Bringen michi ac || domiue Margarete dilecte 
mee coniugi attiuentes pro sexcentis et LXXXIX libris Hallensium ac XXX Hallen- 
sibus rite et rationabiliter vendidissem, ab eisdem domina . . abba||tissa et conventu 
scilicet super solutione eiusdem pecunie facienda michi fideiussoribus pluribus obligatis, 
eedem domine sabbato proximo ante Martini eiusdem anni per fratrem Heinricum 
conversum suum de supradicto emptionis pretiotrecentas libras Hallensium cum XXX 
Hallensibus apud Nordelingen domino Liupoldo plebano in Wiltingen nostro certo 
in hoc nuntio solverunt in pecunia numerata, feria vero quinta festum idem sancti 
Martini pi-oxime subsequente prelibate domine de Kyrchein per dominum . . abbatem 
Speciose Vallis aput Hallis memorato domino Liupoldo item trecentas libras Hallen- 
sium tanquam certo nostro nuntio persolverunt, in vigilia autem purificationis virginis 
gloriose eiusdem anni") apud Cymbern monasterium per fratrem Heinricum dictum 
de Giselingen monachum de Cesarea Friderico ministro nostro dicto de Ullingeswanc 
LXXXIX libras tamquam securo et certo nostro nuntio eedem domine persolverunt. 
Et quia predictum emptionis pretium scilicet sexcente et LXXXLK libre Hallensium 
cum XXX Hallensibus a domina . . abbatissa et conventu predictis in moneta dapsili 
michi perfeolutum est integraliter atque plene, omnes fideiussores michi obligatos ab 
eisdem pro solutione pecunie memorate ab omni obligatione fideiussoria qua michi 
obligati fuerant quoquomodo, exnunc absolvo simpliciter atque plene, pronuntians 
eos presentibus penitus absolutes. Et in huius rei testimonium presentem litteram • 
ipsis dedi sigilli mei munimine roboratam. 

Datum in Cymbern, anno domini millesimo CCC, in vigilia purificationis virginis 
gloriose. 

Wallerstein. Orig. Perg. Siegel abgegangen. 
a) So! 



5430. 

Entringen 1300. Februar 5. 

Hugo von Hailfingen der Sohn weiland Heinrichs tauscht mit Zustimmung nobilis viri 
seines Herrn Grafen Gottfried von 'Tübingen und seiner Pfleger der Bitter Hugo von 
Hailfingen seines Oheims (patrui) und Walther des Schenken von Andegg mit Kloster Beben- 
hau^en Güter in Entringen (omni iuri, quod in curia sita in Entringen dictafronhof 
quam Walterus dictus Walsche inhabitat michi competiit vel competere potuit unde- 
cunque, libere renuntiavi dictaraque curiam cum omni suo iure pure et simpli- 



1300. Februar 5. 371 

citer permutationis tihilo ab omni Servitute liberam et perpetuo iure proprio possi- 
dendara in ipsos transtuli et monasterium eorundem, receptis ab ipsis sub dicta per- 
mutationis forma areis infrascriptis, videlicet Hainrici dicti Kiseling, . . dicti Bierli, 
Ber. dicti Phsedeler, Ber. textoris, Hugonis dicti Malter, Cunradi dicti Baldenweg, 
Hermanni dicti Swarze, . . femine dicte Wolvin et prato . . dicti Kegeris). Er 
behält sich dabei ausdrücklich die Ilofreiten und anderes was zu dem Hof gehört vor 
(areas agros prata et quecunque bona alia que hactenus ad predictam curiam spectabant 
cum Omnibus iuribus eorundem michi meisque heredibus evidentius reservavi) und 
bekennt, dass er an das Patronatrecht der Kirche in Entringen, das ehemals in den Hof 
gehörte, nie ein Recht gehabt hat, da der Hof ohne dieses Recht (subducto iure patronatus 
seu presentandi) an ihn gelangt sei. Auch leistet er die üblichen Verzichte. 

Siegler : Der Offizial von Konstanz, Graf Gottfried von Tübingen (der Hugo seinen 
ministe rialis nennt), die beiden Pfleger und der Aussteller. 

Actum et datum in Entringen, testibus: Volmaro plebano in Entringen, Johanne 
plebano in Obernkirche, Petro sacerdote celebrante in Entringen, magistro Hugone 
de Nuwenegge, Anshelmo de Halvingen, Johanne dicto Goltstain, Alberto dicto Kegeris, 
Alberto dicto Basunsun, Walthero dicto Walsche predicto, anno domini MCCC, nonas 

Februarii, indictione XIII. 

Vier Siegel. 1) des Grafen Gotfried von Tübingen, s. Bd. 8, S. 226. 2) Hugos des Altern von Hailfingen, 
s. Bd. 10, S. 245. 3) des Schenken Walther von Andegg, stark beschädigt, schildförmig, mit Zickzacklinie belegter 
Querbalken, oben und unten je ein rechtshinschreitender Leopard; Umschrift: .... THE • PINCERNE • DE . . . 
4) Hugos des Jüngern von Hailfingen, rund, 36 mm., drei rechte Spitzen; Umschrift: SIGILLVM • HVGONIS • DE • 
HALVING. Das Siegel des Offlzials hing nie an. — Abdruck: ZGORh. 15, 97. 



5431. 

Ulm 1300. Februar 5. 

König Albrecht gibt der Verlobten seines Sohns des Herzogs Rudolf von Osterreich 
und Steiermark, Blanka der Tochter des Königs Philipp [IV.] von Frankreich, zur Morgen- 
gabe die Grafschaft Elsass und das Gebiet von Freiburg in der Diözese Lausanne, ferner 
die Grafschaft Veringen (comiciam in Veringen cum hominibus districtibus villis 
forestis nemoribus pratis pascuis piscationibus et possessionibus honoribus iuribus 
iurisdictionibus emolumentis utilitatibus et suis pertinentiis universis), die Herrschaft 
Krenkingen und die Städte Waldshut, Aach und Zell in Konstanzer Diözese und befiehlt, 
dass in diesen Gebieten schon vor dem Eheschluss die Huldigung (fidelitatis et homagii 
iuramenta) durch alle Einwohner (nobiles universitates et incole terrarum districtuum 



372 1300. Februar 5. 

civitatum opidorum castrorum et villarum insignium) in die Hand des Prokurators der 
Bianca abgelegt werden solP). 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: venerabilis Heinricus ecclesie Constantiensis episcopus, illustris Heinricus 
dux Karinthie, spectabiles viri Burchardus de Hohemberg, Ludewicus de Oetingen, 
Eberhardus de Wirtemberg, Rudolfus de Werdenberg, Menhardus de Ortenberg comites, 
strennui viri Heinricus et Ulricus fratres de Walsse, Hermannus marschalcus de Landen- 
berg, Marquardus de Schellemberg, Dietdegeno de Chastel; Ulricus et Albertus fratres 
de Chlingenberg, Waltherus et Heinricus fratres de Butichon et Pilgrimus de Wagenberg. 

Datum Ulme, nonas Februarii, anno domini MCCC, indictione XHL, regni vero 

nostri anno secundo. 

Druck bei Winkelmann, Acta imp. inedita 2, 192 n. 275 nach dem Orig. des Pariser Arclüvs. — Regest : 
Böhmer, K. Albrecht 266. 

1) Die Huldigung wird in der Grafschaft Veringen durch den Konversen Philipp und den Kleriker Peter 
von Monciato eingenommen, wie am 14. Febr. 1300 Ulrich von Klingenberg Vogt in Sigmaringen und Mengen 
beurkundet. Winkelmann a. a. O. 754 n. 1081. — Regest: Böhmer, Reichssachen 244. 



5432. 

Bischof Wolfhard von Augsburg belehnt den Ritter Konrad von Weinsberg mit Gütern, 

die zur Burg Haldenberg^) gehören. 

Ulm 1300. Februar 5. 

Nos Wolfhardus dei gratia ecclesie Augustensis episcopus presentium de||clara- 
tione profitemur et constare volumus universis presentes || litteras inspecturis, quod 
de bonis ad castrum Haldenberch *) 8pec||tantibus que nobis et ecclesie nostre Augustensi 
dinoscuntur pertinere, egregium virum dominum Cunradum de Winsperch militem 
infeodavimus et investivimus presentium testimonio litterarum. 

Datum Ulme, anno domini MCCC, nonas Februarii. 

Öhringen. Orig. Perg. Abhangend beschädigtes Siegel, der thronende Bischof mit Stab und Buch ; von 
der Umschrift nur Bruchstücke erhalten. 

1) Jetzt Schloß Haldenbergstetten bei Niederstetten OA. Gerabronn. Zu dem dortigen weinsbergischen 
Besitz vgl. Württ. Vierteljahrsh. 1906, S. 281 und Weller, Gesch. d. Hauses Hohenlohe 2, S. iSW. 



1300. Februar 8 und 12. 373 

5433. 
Im Lateran 1300. Februar 8. 

Papst Bonifazins VIII. beauftragt den Domdekan von Wor7ns (ecclesie Warmaciensis), 
der Äbtissin und dem Konvent von Oberstenfeld (monasterii in Obersteynveld ') ordinis 
sancti Augustini Spirensis diocesis) zur Wiedererlangung entfremdeter Güter behilflich zu sein. 

Datum Laterani, VI. idus Februarii, pontificatus nostri anno sexto. — Dilectarum 

in Christo. 

. Ital. Perg. An Hanfschnur die Bleibulle. — Auf dem Umschlag rechts : Sy. T. mit Häckchen über dem T. 
In der Ecke oben rechts n zweimal durchstrichen. Auf der Rückseite oben links: R. de Argentin., links unten 
verkehrt : Pro magra Flockarde. 

a) Der Name ist fast ganz ausradiert. Er scheint auch mit hellerer Tinte geschrieben zu sein, doch von 
derselben Hand. 



5434. 

Der Gros^prior und die Brüder des Johanniter ordens in Deutschland versprechen, dass ihr 

Pfarrer in Wunnenstein und Ilsfeld dem Bischof von Würzburg und dem Archidiakon ihre 

Gebühren entrichten und ihnen gehorsam sein wird. 

Würzburg 1300. Februar 12. 

Nos . . prior et fratres hospitalis domus sancti Johannis Jerosolimitani per 
Alemaniam tenore presenti nos || ad hoc obligamus et astringimus, quod rector a 
nobis ad ecclesias in Wunnestein et Illesvelt || et capellas sibi annexas quarum ins 
patronatus ad nos pertinet Herbipolensis dyocesis reverendo patri || et domino . . 
episcopo Herbipolensi presentandus de iuribus episcopalibus et archidyaconalibus nee 
non contributionibus consuetis pro tempore imponendis respondere et satisfacere 
debebit sine contradictionis obstaculo quolibet expedite ac ipsi domino episcopo et 
archidyacono loci pro tempore in omnibus consuetis et licitis sicut aliarum ecclesiarum 
rectores obediet et intendet nee ipsis ecclesiis renuntiabit domino episcopo inconsulto, 
nisi aut per se aut per litteras patentes renuntiationem huiusmodi faciat canonice 
ut tenetur, ut extunc alter ydoneus a nobis presentandus a domino episcopo pro tem- 
pore investiatur de ecclesiis supradictis. In quorum premissorum testimonium hoc 
scriptum predicto domino episcopo dedimus nostri prioris sigillo diligentius roboratum. 

Datum Herbipoli, anno domini MCCC, pridie idus Februarii. 

München. Orig. Perg. Siegel in roter Wachsauflage auf gelber Platte, s. Bd. 9, S. 283. — Auszug : Monum. 
boica 38, 231. 



374 1300. Februar 14, 16 und 20. 

5435. 
Landau 1300. Februar 14. 
Graf Konrad von Landau verkauft an Kloster Heiligkreuzthal ein Gut in Waldhausen. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 57 n. 173. 



5436. 

Ulrich von Klingen genannt von Twiel verkauft die Burg Ttviel und seinen übrigen Besitz, 
doch ohne die Leute am Banden, an Bitter Albrecht von Klingenberg. 

Konstanz 1300. Februar 16. 

Allen den die disen gegenwurtigen brief sehent older hörent lesen kunt || ich 
her Ulrich von Klingen den man da sprach von Twiel, daz ich min bürg || ze Twiel 
und alles andür min gut es si äigen older lehen vogtai oder || urbor gesucht oder 
ungesücht mit lAten und mit guten an allain die liite am Kanden, daz mir ze tail 
wart von minen brüdern, han vurköft recht und redliche hern Albrecht von Klingenberg 
aim ritter umb vierzig und nun hundert mark silbers und bin och des selben silbers 
von im älleklich und gänzeklich gewert. Ich viirgiche och an disem briefe, daz ich 
mich und min erben und nachkomen han gebunden dem vor gesprochen hern Albrecht 
sinen erben und sinen nachkommen wer ze sine der vor genanten bürg lüt und guter 
an allen den stetten da süs bedürfen old gerunt an mich old an min erben. Und 
z ainem Urkunde dis vor geschriben dinges so gib ich der vor genante her Ulrich 
von Klingen disen brief dem vor genanten hern Albrecht von Klingenberg und 
sinen erben besigelt mit minem ingesigel. 

Dis geschach und wart dirre brief gegeben ze Kostenz, do man zalte von gottes 
geburte tusent und dru hundert jar, an dem cistag nach sant Valentins tag, indictione XIII. 

Abhangend rundes Siegel, 36 mm., im Schild ein Eichbaum; Umschrift: | • S • VLRICI • DE • CLINGEN- 
MILITIS. 



5437. 

Ln Lateran 1300. Februar 20. 

Fapst Bonifazius VIII. bestätigt dem Kloster Adel berg die ihm durch Graf Ludwig von 
Spitzenberg gemachte Schenkung des Fatronatrechts in Süssen (quod nobilis vir Lude- 



1300. Februar 20. 375 

wicus comes de Spithanbercli senior Constantiensis diocesis gerens ad monasterium 
vestrum specialis devotionis aifectum ius patronatus quod tunc habebat in ecclesia in 
Siezzun eiusdeni diocesis monasterio vestro — — donavit). 

Datum Laterani, X. kalendas Martii, pontificatus nostri anno sexto. 

Ital. Perg. An roten und gelben Seidefäden die Bleibulle. — Auf dem Umschlag rechts: P. Reat, links 
unter demselben Kostenvermerk, drei Punkte nebeneinander, danmter M. Rie (?) ; im rechten Obereck N, zweimal 
durchstrichen. Auf der Rückseite oben in der Mitte : Thomas Nicolaus de Aquamunda (die beiden Vornamen 
untereinander gesetzt). Im linken Obereck C. 



5438. 

Ritter Marquard von Ehingen und seine Söhne geben ihrer Tochter und Schcester Anna 

eine Aussteuer in das Kloster Kirchberg. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Februar 20. 

Ich Marquart von Ehingen der ritter und mine sün Reinhart Wernher und 
KudoH tun kunt allen || den die disen brief ansehent alder horent lesen, daz wir 
gemeinlich und mit gutem willen haben gegeben luterlich durch || got unserre tohter und 
unserre swester junkfrowen Annen und den frowen in dem closter ze Kirchperch || 
umbe ein phrunde vier morgen wingarten uf Braitenhart von der fürhe dez Herters 
wingarten unze an Heinriches seligen Graftes wingarten, swaz da enzwischen ist 
gelegen, für ain fries und ain lediges aigen alse wir ez haben her braht. Und ist 
auch geredet und .gedinget, daz wir die vor genanten vier morgen wingarten vertigen 
sulen den vor geschriben frowen von Kirchperch nach dez landes gewonhait, swa 
wir dez nilit entun. da sulen die vor genanten frowen von Kirchperch Hainrich den 
amman von Rotenburch, den wir ze bürgen und ze wern haben gesetzet umbe die 
vor genanten vertigunge, maneu und sol der laisten in der stat ze Rotenburch, biz 
wir daz ufrihten und gevertigen alse da geteidinget ist. Ez ist auch gedinget, daz 
ich Marquart von Ehingen und mine süne die vor genanten bürgen und wern sulen 
ein, swenne ander mine süne und anderiu miniu kint, die zu iren tagen noch niht 
sint komen, ze iren tagen koment, daz si sich danne der vor genanten vier morgen 
wingarten verzihen sulent und uf geben ledik und lere nach dez landes gewohnhait. 
Und daz daz den vor genanten frowen von Kirchperch von mir Marquart von Ehingen 
und von allen minen erben steite belibe und unzerbrochen, dar umbe so gibe ich 
in disen brief ze ainem waren Urkunde besigelt mit minem insigel und mit mins 
herren insigel graven Albrehtes von Hohenberch, mit dez willen und mit dez hant 
ez auch geschehen ist. Diz sint geziuge, die hier an warent: Otte von Wurmelingen, 



376 1300. Februar 20. 

Marquart von Firste, Hainrich der schultheiz von Haigerloch, Hainrich der Staheler 
und Engelhart der Herter sin bruder, phaffe Hainrich der liutpriester von Ehingen, 
Walther von Durenkein und Albreht Eraphink und ander ereber lüte, die ez sahen 
und horten. 

Dirre brief w£(!rt geben an dem samstage vor sant Mathias tage, do man zalte 
von gotes gebürte driuzehen hundert jar. 

Schildförmiges Siegel, c. 42, 35 mm., ein Sparren ; Umschrift, im linken Obereck beginnend : S • MAR . 
MILITIS • D . . . HINGEN. — Abdruck: Schmid, Monum. Hohenberg. 144 nach dem Kirchberger Kopb. 



5439. 
Ohne Ortsangabe. 1300. Februar 20. 

Der Edle Heinrich von Brauneck verkauft (vendidi tradidi dedi) mit Zustimmung 
seiner Gattin Alheid von Ziceibrücken und seiner Söhne, Konrads des Domherrn zu Würzburg, 
Gottfrieds und Gebhards, dem Komthur und den Brüdern des Deutschen Hauses in Mergent- 
heim seine Besitzungen in Neusess (possessiones meas proprias in Nuweseze quesitas 
et inquirendas sex libras et duos solidos Hallensium annuatim in annona et Hallen- 
sibus solventes, quas equidem infra notati homines ibidem sub certis redditibus possident) 
um 61 U Heller, verzichtet mit Gattin und Söhnen öffentlich manibus et calamis auf 
seine Rechte und überträgt die Besitzungen cum eorum dominio et universitate rerum 
auf die Käufer. Er verspricht mit seinem Bruder Gebhard Gewährschaft und setzt sich 
mit diesem und seinen Söhnen Konrad und Gottfried und dem Ritter Gottfried von Sachsenflur 
als Bürgen mit Verpflichtung zum Einlager in Mergentheim unter der besonderen Bedingung, 
dass die edlen Bürgen famulos nobiles an ihrer Stelle schicken sollen, Gottfried von 
Sachsenflur famulum quem habere poterit expensas eque magnas sicut unus famulorum 
nobilium facientem. Die Verpflichtung zum Einlager gilt auch für den Fall, dass einer 
der Bürgen während der Bürgschuft stirbt und nicht in Monatsfrist für ihn Ersatz gestellt 
wird. Werden die Güter dem Orden mit Recht abgewonnen, so sollen an ihre Stelle gleich- 
wertige in Igersheim, Markeisheim oder beiden Apfelbach gegeben werden.. 

Testes: f rater Hermannus Lesche provincialis Franchonie ac commendator in 
Mergentheim, frater Heinricus dapifer vicecommendator, frater Eberswinus, frater 
Eberhardus pincerna, frater Arnoldus de Elpersheim, Heinricus miles dictus de Mar- 
koltsheim,*) capellanus predicti fratris mei Gebehardi de Brunecke, Arnoldus filius 
predicti militis Gotfridi de Sahsenvlür, Eberhardus de Elricheshusen, Heinricus theo- 
lonarius de Mergentheim. Hec autem sunt nomina hominum redditus predictos de 



1300. Februar 20 und 24. 



377 



possessionibus huiusraodi solventium: Waltherus filius Gotzonis solvit de bonis suis 
annuatim sex dimidios sumeriuos tritici et LXX denarios. Item Siboto dictus Zehender 
solvit de bonis suis annuatim sex dimidios sumerinos tritici et LXX denarios. Item 
Siboto filius dicti Zehender solvit de bonis suis unum maldrum tritici et octo uncias 
denariorum. Item Cunradus dictus Stopf solvit de bonis suis tres medios sumerinos 
tritici et XXXV denarios. Item domina dicta Versbechin solvit de bonis suis unum 
maldrum tritici et quinque uncias denariorum. Item feodum Stolzelini solvit unum 
maldrum tritici et unam libram Hallensium. 

Siegler: Der Aussteller. 

Datum et actum anno domini MCCC, proximo sabbato ante festum kathedre Petri. 

Gebhnrd von Brauneck verpflichtet sich zur Gewähr- und Bürgschaft und hängt sein 
Siegel an. Alheid von Ziveibrücken und ihre drei Söhne beurkunden ihre Zustimmung 
unter dem Siegel Gebhards (patrui nostri). 

Datum annis domini et die prenotatis. 

Die Siegel Heinrichs und Gebhards von Brauneck, abgebildet bei Albrecht im Archiv f. Hohenloh. Gesch. 1, 
1867, S. lB3f., Nr. 84 und 86. — Abdruck: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 438 n. 614 mit Februar 21. — Auszug: Wirt. 
Franken 4, 121 (mit Jan. 16). 

a) Lücke für den Namen. 



5440. 

Heiligkreuzthal 1300. Februar 24. 

Die Grafen Konrad und Eberhard von Landau beurkunden, dass ihre Mannen die 
vier Brüder von Andelflngen dem Kloster Heiligkreuzthal die Güter zu Andelfingen auf- 
gegeben haben, die sie vom Kloster zu Lehen trugen. 

Deutsch. Abdruck im Heiligkreuzthaler ÜB. 1, 58 n. 174. 



5441. 
Heiich und Jutte von Röttingen vermachen dem Kloster Schäftersheim ein Gut in Lenzenbronn. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Februar 24. 

Ich Heiich und Jutte her Otten tohter fon Rotingen tun chunt allen den die 
disen brife sehent oder horent lesen, daz || wir daz gut zu Linzenbrunnen ') haben 
gemachet dem closter zu Scheffersheim durch unser sele willen so bescheden||lichen, 
daz wir daz gut die wil wir leben schollen besezen und ensezen. Ist aber, daz wir 

XI. 48 



378 1300. Februar 24 und 25. 

daz gut for armut || furcauffen muzen, so schul wir den for genantten frauwen"^ daz 
gut for andern luten bieten, sie aber, daz sie daz gut niht cauflfen wollen, so schul 
wir daz for gesprochen gut ledeclichen furcauffen und scliol uns nieman dor an niht 
irren. Die wil aber unser einu lebet, so schul wir nieman fon dem gute niht gebe 
den alse wir wollen, ist aber daz unser einu die ander überlebet, so schol du andru 
sogetan") reht habe glicher wis alse wir bede lebten. Wer aber daz wir bede niht 
enwern, so schölte unser fater ob er lebte fon dem for genantten gute gebe alle jor 
an unser ieslicher jortage dem closter zehen malter chorns zu eme dienste, Ist aber 
daz wir ellu dru niht enwern, so scholt daz forgenantte gut an daz closter gehorn 
mit sotam**) rehte alse wir ez inne haben und schölten auch die for genantten frauwen 
an unser drier jortage gebe an iesliches jortage dem closter zehen malter chorns zu 
eme dienste. Wer aber daz wir die aht malter chorns niht derloesten, so scholtens 
die frauwen glicher wise gebe alse wir fon dem gute bis siez erlosten. Zu eme 
urchunde gebe wir alle jor en phunt wasses. Dis diuges siht gezuge min frauwe 
für Elsebete . . fon Hohenloch di mesterin, min frauwe für Alheit . . fon Bochesperc 
die alte meisterin, für Agnes . . die alte Leschin, für Alheit unser base fon Rotingen, 
her Bertholt und Johan die capplan, her Wortwin fon Rotingen, her Heinrich fon 
Schofloch, her Otte unser fater, her Ruduger fon Boltshusen unser feter, her Chunrot 
der Schorendorf und ander frume lute. Unde daz du rede stete unde one crig blibe, 
leget min herre her Craft fon Hohenloch sin insigel an disen brife und der convente 
zu Scheftershaim. 

Dirre brife wart geben, do fon gotes geburte woren tusent jor unde dru hundert 
jor, an mines herren sancte Mathies obent des heiigen swelifpoten. 

Öhringen. Orig. Perg. Siegel 1) Krafts von Hohenlohe, s. Bd. 6, S. 241. 2) des KI. Schäftersheim, s. Bd. 10, 
S. 221. — Abdruck: Wibel 2, 243. — Regest: Kerler in Wirt. Franken N. F. 5, 7 (nach deutscher Übersetzung). — 
Weiler, Hohenloh. ÜB. 1, 441 n. 616. 

1) So deutlich das Original. Es ist Lenzenbronn bair. AG. Aub. Die an den unten angeführten Stellen 
gegebene Lesung und Deutung auf Leuzenbronn bair. AG. Hothenlung ist falsch. 

a) Vorlage: so gegetan. 

b) Für sogtam, wohl nach der Aussprache, die das g nicht liören iiess; vgl. im modernen Dialekt: sottem. 



5442. 
1300. Februar 25. 



Die Grafen Heinrich und Gottfried, Sohn Graf Wilhelms seligen, von 'Tübingen be- 
urkunden, dass sie dem Kloster [Bebenhausen] um bona, die weiland Graf Heinrichs 



b 



1300. Februar 25 und 28. 



379 



Vater Graf Gottfried und Graf Wilhelm selig, auch Graf Gottfrieds Sohn ihm schuldig 
geworden, folgende Bürgen gesetzt haben : Herrn Friedrich Sturmfeder Ritter, Wolf von 
Steineck (Stainegge), Friedrich von Urbach, Uz den truchsaisen, Johann den Kenlin von 
Erdmannhausen (Ergemershusen) und Johann Dechlin. 

Regest bei Gabelkhover, Kollektaneen, Hs. d. StA. 48« 1, 481''. 



5443. 

Der Edle Boppo von Eberstein beurkundet die Beilegung seines Streits mit Kloster Gnaden- 
thal um das Erbe von dessen Stifterin Kunigunde von Krautheim. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Februar 28. 

In nomine domini. Nos Boppo dei gratia nobilis de Eberstein notum fieri 
volumus presentium inspectoribus universis, quod cum domine Kunegunde dicte de 
Crautheim quondam nostre consanguinee predilecte tanquam heres in linea consangui- 
nitatis et proximus in bonis ab ea relictis succedere deberemus, domine abbatisse et 
conventui sanctimonialium monasterii Gnadenthal Cisterciensis ordinis Herbipolensis 
diocesis super universis possessionibus quas reliquit tempore mortis sue taleni movimus 
questionem videlicet, quod quamquam eadem nostra consanguinea tanquam fundatrix 
principalis monasterii prelibati una cum marito suo bone memorie Conrado dicto de 
Crautheim uuiversa bona sua et singula donatione solempni inter vivos facta dederint 
et tradiderint eidem monasterio proprietatis titulo perpetuo possidenda usufructu 
bonorum ipsorum reservato sibi dumtaxat pro tempore vite sue, quia tarnen domina 
Kunegunda eadem usque ad suum obitum in possessione bonorum eorundem fuisse 
videbatur, nos eidem in ipsis bonis succedere non inmerito volebamus. Cumque 
questio eadem fuisset per nos aliquando spatio temporis mota, tandem mediantibus 
viris honorandis subnotatis, videlicet domino Walcuno venerabili abbate de Schönthal, 
domino Gernodo de Stetten, Ludewico de Bachenstein, Beringero de Clepsheim militibus, 
Conrado de Törtzbach et Conrado de Mulfingen sufficienti deliberatione et maturo 
ac sano consilio amicorum nostrorum et hominum preambulis et predictorum virorum 
consiliis inductivis ad hoc moti acceptis a domina abbatissa et conventu predictis de 
Gnadenthal centum libris Hallensiura in peccunia numerata et decem libris Hallensium 
reddituum annuorum in villis subscriptis sitorum") scilicet in Clepsheim in Gins- 
pach in Marlach et in Newenstetten cum uno prato sito iuxta Crautheim in prato 
dicto Brühel eidem liti'') actioni seu questioni cessimus voluntarie plene simpli- 
citer et precise, ita sane ut cum ratione donationis predicte") cum etiam actionis 



380 1300. Februar 28. 

nostre memorate renuntiavimus omni'') iuri nostro si quod nobis in ipsis possessio- 
nibus competebat exnunc renuntiamus integraliter atque plene. Domina abbatissa et 
conventus predicti ac monasterium earundem possessiones") universas et singulas in 
quibuscunque locis sitas seu bona mobilia vel immobilia quelibet in quarum posses- 
sione vel usu fuit eadem domina Kunegundis tempore mortis sue vel que ad eam 
dum adhuc in carne viveret quomodolibet pertinebant cum universis iuribus suis et 
pertinentiis quibuscunque scilicet agris pratis aquis silvis pascuis ortis viis et inviis 
terris cultis et incultis quesitis et inquirendis possideant et possidere quiete debeant 
in meram et absolutam proprietatem perpetuo pleno iure. Renuntiamus igitur per 
presentes omni iuri actioni seu questioni, que nobis vel nostris heredibus in eisdem 
possessionibus vel bonis predictis omnibus et singulis ratione predicte successionis 
vel ex quaeunque causa alia aut iure quovis quocunque vocabulo aut nomine valeat 
comprehendi competebat vel competere poterat quoquo modo, renuutiantes nihilo- 
minus omni iuris auxilio canonici et civilis et omni exceptioni privilegio vel rescriptis 
ab apostolica sede vel ab imperatoribus regibus et principibus impetratis vel etiam 
impetrandis omnique rei et legi per que hec nostra renuntiatio et domine abbatisse 
et conventus sepedictarum in bonis prenotatis quieta possessio posset aliqualiter 
impediri vel modo quolibet impugnari. Et in horuni omnium prescriptorum robur 
et evidens testimonium presentem litteram ipsis dedimus sigillorum domini Craftonis 
de Hohenloe nostri consanguinei, Heinrici de Eberstein patrui*^) nostri karissimi et 
nostri munimine roboratam. 

Datum anno domini MCCC, tertio kalendas Martii. 

Kopb. des Kl. Gnadenthal von 1511, Bl. S*». — Abdruck: Hanßelmann, Dipl. Beweis S. 428 nach Kopb. in 
Öhringen. — Wibel 2, 248 (unter 1303). Beide unvollständig. — Regest: Weller, Hohenloh. ÜB. 1, 471 n. 617. 

a) Vorlage: sub serpas vicorum. b) Desgl. eadem siti. c) Desgl. predicto. d) Desgl. renuntiationis 9t. 
e) Desgl. possessionis, f) Desgl. patrini. 



5444. 

Ohne Ortsangabe. 1300. Februar 28. 

Hugo von Berneck (Bernecke) und seine Frau Kunegund geben dem Kloster Herrenalb 
zu lösen (dedimus ad redimendum) Güter in Auerbach, die von Adelheid von Elchesheim 
auf sie übergegangen sind (omnia bona nostra in Urbach que nobis cesserunt ex parte 
domine Adelheidis de Elcheshein besuoht unde unbesuoht, quocumque nomine 
censeantur), wofür ihnen das Kloster 28 S Heller bezahlt. Ausserdem wird es jährlich 
an Kunegund 2 U Heller bezahlen, mit denen nach ihrem Tod ihre und ihrer Eltern Jahr- 



1300. Februar 28 und März 1. 



381 



zeit honorifice cum piscibus in conventu begangen werden soll. Sie verzichten auf alle 
Ansprüche und übertragen dieselben auf das Kloster. 

Siegler: Der Aussteller, dessen Siegel seine Frau mitbenutzt, da sie kein eigenes hat. 

Datum et actum anno domini MCCC, dominica Invocavit. 

Druck in ZGORh. 2, 471 nach dem Ori};. Perg. in Karlsruhe, dessen Siegel abgegangen ist. 



5445. 



Im Lateran 1300. März. 



Die Bischöfe Thomas Etesien., Bruder Angelus von Fiesole (Fesulanus), Bruder 
Monaldus von Civita Castellana, Nicolaus von Butrinto (Botrontinus) wid Bruder Nicolaus 
von Tortiboli (Turibulen.) verleihen allen wahrhaft Bussfertigen und Beichtenden, die die 
Kirche in Heimbaeh (filialis ecclesia sanctorum Georgii et Nicolai de Hainbach Herbi- 
polensis diocesis) jährlich an Weihnachten, Erscheinungsfest, Osterei, Himmelfahrt und 
Pfingsten, an Maria Geburt, Reinigung, Verkündigung und Himmelfahrt, an den Tagen 
des Petrus und Paulus und aller andern Apostel, Johannis des Täufers, Michaels, Georgs 
und Nicolaus, an den drei Tagen vor Himmelfahrt (diebus rogationum) und allen Frei- 
tagen, am Tag der Kirchweihe und in den Oktaven dieser Feste andachts- oder gebetshalber 
besuchen, zu ihrem Bau, Wiederherstellung, Schmuck und Lichtern und andern Bedürfnissen 
hilfreiche Hand leisten oder in gesunden Tagen oder auf dem Sterbebett ihr ettvas ver- 
machen, jeder einen Ablass von 40 Tagen, unter Voraussetzung der Genehmigung durch 
den Diözesanbischof. 

Siegler: Die Aussteller. 

Datum Laterani, anno domini millesimo CCC, indictione XIII., mense Martii, 
pontificatus sanctissimi patris domini Bonifacii pape octavi anno sexto. 

Ital. Perg. An Leinenfäden fünf stark beschädigte Siegel aus mit Mennig gemischtem Wachs. 



5446. 

Priorin Adellint und der Konvent von Steinheim beurkunden den Kauf eines Ackers. 

Ohne Ortsangabe. 1300. März 1. 

In gotis namen. Amen. Wir swester Adellint von gotis gnade diu priorin 
und II allir dir convente dir swestir von Stainhain Prediar ordins kiindin allin || den 



382 1300. März 1, 4 und 14. 

die disin brief sehint odir horint lesin, daz wir ein akir kouphthan, des 11 ist ein 
wenic me den zwene morgin, um hern Ulrich des wirtis sun um sehstehalb phunt 
Hallar vür ein vriez aigin. Des ist giziuc min herre dir dechan von Blidolfishain 
und brüdir Cünrat unsir hovemaistir und vil andir erbar lüte. Daz disiu rede state 
bilibi und zi eim Urkunde dis kouphis, dar um han wir disin brief gischribin und 
givestint mit dem insigel mins herrin dins dechans, der da vor ginant ist, und ouch 
mit dem insigel des capitils gimain. 

Dirre brief wart gischribin, do von gotis gibürte was tusint und driu hundirt 
jar, Albini confessoris. 

Abhängende Siegel 1) des Dekans von Pleidelsheim, stark beschädigt, spitzoval c. 42, 27 mm., stehende 
Figur in langem Gewand und wie es scheint mit Pelzmantel, der Kopf ist abgebrochen; von der Umschrift nur 
wenige Buchstaben erhalten. 2) Bruchstück der oberen Hälfte eines spitzovalen Siegels, im Siegelfeld IHS, 

darüber ein Abkürzungstrich, auf dem ein Kreuz aufsitzt ; von der Umschrift : . . . ONF MAR d. h. Sigillum 

confratium capituli in Marbach. 



5447. 
Biberach 1300. März 4. 

Marquard von Erolzheim (Erolzhain) schenkt (donavi et presentibus presentavi 

pro quadam summa pecunie et in remedium anime mee) dem Heilig geistspital in Biberach 
einen Eigenmann (Cünradum dictum Helwe de Löphain qui mihi tytulo proprietatis 
persone pertinebat). 

Siegler: Der Aussteller. 

Testes: Ber. minister de Biberach, Gretarius, C. Vx'iigo, Ber. et C. dicti Schillier, 
H. Sappar, H. Hüpman, C. de Mammingen, Johannes procurator hospitalis. 

Datum Biberach, anno domini MCCC, feria sexta ante Keminiscere. 

Biberach, Spitalarchiv. Orig. Perg. Abhangend rundes Siegel, 35 mm., Schild mit sechsspeichigem Rad ; 
Umschrift: f . S • MARQVARDI • D' • EROLSHAIM. - Regest: Württ. Vierteljahrshefte 1897, S. 47 n. 20. 



5448. 

Wernher von Zimmern verkauft an Kloster Kirchberg einen Eigenmann. 

Rottweil 1300. März 14. 

Allen den die disen brief gesehent oder gehörent, ti\n ich Wernher von Zimmern 
kunt daz ich || verköft han unde vergihe daz ich verköft habe minen aigenen man. 



1300. März 14 und 18. 383 

Hainrich den Glimmer von Sultze, || den erbseren unde gaistlichen lüten . . der priorin 
unde der samenunge von Kirchberg der Pre||dier ordens umbe vünf Schillinge unde 
driu phund phenninge Haller, unde vergihe, daz ich der selben Haller von in gewert 
bin genczelich unde gerlich, unde faan gelobt bi guten truwen, daz ich siu diz mannes 
wern sol vür aigen gegen allerniengelichem nach rehte unde siu niemer umbe in 
angesprechen noch den selben Hainrich den Glimmer umbe denhainen dienste niemer 
gemügen noch getwingen sol mit gaistlichem noch mit weltlichem gerihte oder ane 
gerihte sus noch so. ünde daz diz war si unde stsete belibe, dar umbe han ich 
min ingesigel an disen brief gehenket ze ainem Urkunde. 

Der wart gegeben ze Rotwil, an deme mendag nach sante Gregorien dag, in 
deme jare do man von gottes geburt zalte driuzehen hundert jare, unde warent dar 
ane: Günrat Bletz zem helfande, Günrat von Giselingen, brüder Hainrich der Riter, 
brüder Hainrich der köfman von Kirchberg unde anderre biderber lüte gnuge. 

Siegel zerbröckelt, eingenäht. 



6449. 

Die Brüder Straiph und Ernst von Winbery beurkunden die gütliche Beilegung ihres 
Streits mit Kloster Zwiefalten wegen der Fischern zu Neuhausen und überlassen dem 

Kloster eine Hörige. 

Ohne Ortsangabe. 1300. März 18. 

In gottes namen. Amen. Allen den die disen brief sähent oder liorent läsen, 
künden und v