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Full text of "Würzburger naturwissenschaftliche Zeitschrift"

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WÜRZBÜRGER 



MTUBWISSENSCHAFTLICl ZilTSCHRIFT. 



HERAUSGEGEBEN 



PHYSIKALISCH-MEDICINISGHEN GESELLSCHAFT. 



REDIGIRT 



J. EBERTH, F. SANDBERGER, A. SCHENK. 



FÜNFTER BAND. 
Mit sechs lithographirten Tafeln. 



WÜRZBURG. 
Dniek und Verlag der Staherscben Buch- imd Kunsthandlung. 

1864. 



INHALT. 



Seit« 
Baadbexger, F., BeobachtaDgen im mittleren Jura des badischen Oberlandes . 1 
Bberth, 0. 1,, lieber den feineren Bau der Darmscbleimhaut. (Mit Tafel L) . 23 

Broneff, Alex., und Eberth, Zur Kenntniss der Epithelien 84 

Sberth, 0. J., Ueber die Milz- und Mesenterialdrüse des Crooodils .... 41 
MUer, Heüixieh, Bemerkungen über die Epidermis von Petromjzon .... 43 
üeber einige der rhätischen Formation angehörigo Pflanzen .... 53 

Xmil, Ueber das Lungenepithel. (Mit Tafel II.) 66 

Sbertlif C. J., Zu den Controversen über das Lungenepithel 84 

J^aaghMLBM, Beiträge zur Histologie des Sehnengewebes im normalen und patho- 
logischen Zustande. (Mit Tafel III.) 86 

Miller, H., Brach, Ueber vergleichende Osteologiu des Ebeinlachses, salmo 

salar etc. 115 

0mm, 0., Ueber die mannigfaltigen Streifen, welche bei der Verlängenmg 
des prismatischen Farbenspectrums heryortreten. (Mit Abdrücken von gal- 
vanisch geätzten Zinnplatten) 121 

BabuddB, Aleocander, Vergleichend histologische Studien. (Mit Tafel lY.) . . 127 
Krmas, Ghregor, Mikroskopische Untersuchungen über den Bau lebender und 

vorweltlicher Nadelhölzer. (M:it Tafel V.) 144 

Saadberger, F., Beobachtungen in der Würzburger Trias. Ein Vortrag in der 
mineralogischen Section der deutschen Naturforscher -Versammlung zu 

GKessen 1864 .201 

KSUiker, A., Kurzer Bericht über einige im Herbst 1864 an der Westküste von 
Schottland angestellte vergleichend -anatomische Untersuchungen. Ein 
Schreiben an Hrn. Prof. Allen Thomson in Glasgow. (Mit Tafel VI.) . 232 



Beobaetiloi^eo in mitllereD Jura ites badisebeii 

Oberlandes. 



Von . . 
F. SANDBERGER. 



Der BrebgaiMr Jura ist Eoerst vtau dem um die Greologie Bad€DS 
hochverdienten Framherz^) ia Freiburg beschrieben worden« Die Auf- 
schlüsse, welche zu seiner Zeit Torhanden waren, genügten nicht völlige, 
um Profile su eihalten , welche mit anderen Gebenden genüu vergtiche n 
werden konnten, und auch der Mangel literarischer Htilfsmittel hat otffien- 
bar auf seine Arbeiten hier und da einen hemmenden Einfluss : geUussort. 
DemaageadUet liat Fnm^uf% scihoD ia seiner ersten und noch prftcisjer 
In der iweken Abhandlung die wesentliche Ahweiehong des Breisgauer 
Jora'a in seinen mittleren nad oberen Gliedern von dem schwäbischen 
und die UeberdnstimniQng mü dem schweizerischen hervorgehoben, als 
dessen nördliches Ende ^ Bseisgauer Schichten und die ihnen gegenüber- 
liegenden des Elsasses betrachtet wnrdea müssen. Im Jahre 18&6 ,vnd 
1857 wurde Ich veranlasst, den Theil desselben, welcher auf die jBectiari 
MOUbeim der topographischen Kart» von Baden föllt, su untersuchen, und 
evoiittelte dahek et»ige Tbatsachen, welche E#gänBung6n uad Beriehtigiffn- 
gen 4er Frimiher%*UQ\mi AnsUfaten nöthig machten, ßo fand ick unmü- 



<) C. FromherXf die Jura-Formationen des Breisgau's. Karisruho, 1838. Ders. In 
Gost. Leonhard'i B^ttrSgen zur geol. Kenntnis« Badens. I. B. 52 If. 

WOixbvrger utiirwiM6BtchaftI. ZeltsehrlfU V. Bd. i- 



2 SANDBERGER: Beobachtungen im mittleren Jura des bad. Oberlandes. 

telbar über dem s. g. Hauptoolith constant eine etwa 4' mächtige barte 
Kalkbank y aus welcher sich bei der Verwitterung eine grosse Zalil von 
Nerineen (N. Brucknori 2%t«rm. oder N. Dufrenoyi D'Arch.) und kleineren 
Gastropoden in zollgrosse Oolithpuppen eingehüllt, herauslöst und welche 
eine sehr scharfe Gränsse des s. g. HauptooÜths nach oben bildet. Ueber 
dieser Bank entdeckte ich in grauen Mergeln, welche besonders häufig 
Terebralula subbucculenta Chap, Dew., intermedia Sow, und Trigonia costata 
Sow, enthielten, zuerst den Ammonites Parkinsoni Sow, (Jahrb. 1857 S. 
133.) Hiermit war der Beweis geliefert, dass der sogenannte Hauptoolith 
noch dem Unteroolith angehöre und nicht mit dem englischen Great-Oolite, 
der erst über dem Niveau jenes Ammoniten liegt, identisch sein könne. 
Ita der gleieheir AJ^haAiThiBi; i|rur<)e 9ie«M dH völlige TTebanfluisiittttifeiig 
des From^^ers^sühen Bradfordthons von Yöigisheim und Riedlingen mit dem 
englischen Cornbrash auf Gruad dnes grosseren Materials gezeigt und 
dieses Resultat durch die gleichzeitig von Oppel^) veröffentlichten Ergeb- 
nisse seiner Beobachtungen in denselben Gegend bestätigt Ebenso voll- 
ständig war die Uebereinstimmung zwischen meiner und OppeVs Anschau- 
ung in Bezug auf die Stellung des FromJut^schQtM Oxfordthons. Im Herbst 

1857 bot der Bau der Strasse von Niederweiler nach Badenweiler auch 
die Gelegenheit, die unter dem Namen ;,Eisenkalkstein^ von Fromhcrz 
zusammcngefassten unteren Abtheilungen des braunen Jura^s anstehend zu 
untersuchen and Profile au&unehnen, welch« die unterst« eiseateichen 
rothen Kalk-Schichten d^m Niveau des Ammonites Mureliisonae. des oberen 
Theil aber dem des Am. Humphriesianns zuzuweisen veranlassten. Die 
Thone des Ammonites opalinus, »lecst von ppp«Z bei Kandera erwähnt, 
wurden zwisoben diesem Grit und Badenweiler, bei Sehringea, wiederg«- 
fünden. Es eigmb sich ailmähUoh also eine fast unuuterbfocfaene «ad isü 
wichtigsten Zonen andertt jurassisohenSdiichtenfoigeii coaforme GUederuDg 
des Bretsgauer Jora's, welche in meiner von der badisolun Regierung 

1858 herausgegebenen ^»Geologischen Bescinreibung dar Gegend von Ba- 
fcnweiler^ zuerst hn Zusammenhange veröffsntlicbl wordtn ist' Mehrai« 
Fragen blieben aber ungelöst. Der s. g. Hauptoolith, welcher zwteeh^n 
den anderorts unmittelbar auf eiaand«r liegenden Zonen des AramonHes 
HumphriesianuB und A. Parkinsoni als mehrere hundert Fuss mädtölge 
und petrographlseh durchaus selbsIständigeZwisehenbildnng anflritt, fconnfe 
ohne Zwaiig i« kein« der beiden Zonen eingeriHit wsi^den und fibeff^es 
war es lestgeslellt, dass hi^, also unter dsm Nivaad des Am« Parklnsom, 
bereits mit wenigen und meist seltenen Arlen^ welche sonst ebenfalls unter 



<) Der Jart in En,si<^^> Frankreich und dem. BüdwestUchen Deutschland S, 463. 



demBdben liegen, z, Bi Am^ fi^fdft))| , . ekie jgfiMsere Aasabl anderer in 
Masse auftritt, welche sonst überall der über Am. Parkinsoni liegenden 
Etage des ächten Great-Oolite und Cornbrash angehören, z. B. Terebra- 
tula inlermediä Sow,y Ostrea acuminata Soiv. , Avicula ecbinata Soip» 
u. 8. w. Wenn ich demungeachtet den s. g. Hauptoolith einstweilen noch 
bei der Zone des Am. Humpbriesianus einreihte^), so geschah es, weil 
ich niemals einen anderen Ammoniten als den A. Blagdeni^Sou;, im Haupt- 
oolith und zwar mitten unter jenen Arten der Bath-Gruppe bei Mördingen 
finden konnte und auch durch das Vorkommen von Lima pectiniformis 
and HeslonC; Pinna cuneata,. Belemnites giganteus u. a. A. neben dem- 
selben in dieser Auffassung bestärlct werden mussie, welche ich gegen- 
wärtig, namentlich im Hinblick auf das Ueberwiegen von Formen der 
Balh-Gruppe nach Arten- und Ihdividueu-Zahl aufzugeben veranlasst bin. 

Auch die 2iQrlegung der Mer gelscbichtep ^ welche Ammonites. macro- 
cephaluB an der oberen Grunze, A. ParkioMni an dqr, unteren und 
eine unzweifelhafte Co^nbrasb-Fauna in der Mitte füllen , in einz^e 
Zonen konnte damals noch nich^ mit voller Sicherheit durchgeführt 
werden. Es blieb spUteren Entdeckupgen vorbehalten, diese Gräiizen 
schärfer zu ziehen ^ wie es io dem Verlaufe dieser Abhandlung gesche- 
hen «oll 

Beit jener Zeit (1859) habe ich mich fortwährend «üi dem Gegen- 
stände beschäftigt und aiisser eigenen Beobachtungen i^d Aufsammlung^n 
auch an deneyi früherer Zuhörer aus der dortigen Gegend eine sehr ec- 
wfinaeUe Untentützung gefunden. Das von mir benutzte Material liegt 
in mehreren Sammlungen zerstreut, besonders in der des grossh. Handelst 
MinisteriuQifly d^ gr, polytechnischen Sdiqle und des gr, Nataralien-K^binets 
zu Karlsruhe, des Hm. £. Blanhenhom zxx Müllheim u^ a. 

Ich hielt es desshalb ftir nützlich, meine bis 1864 erlangten Besnl*- 
tate zu veröffentlichen, obwohl ich sehr gewünscht hätte, sie noch durch 
eine gtnaiiere llDtefMieluiiig der Gegend von L6rrach su vervoUständSgen, 
wozu mir aber jetzt die Zeit fehlt Die Darlegung des jetzigen Standes der 
Kenntniss dee mittleren ,nnd oberen braune Jura'a ist der Haupt^en- 
stand dieser Arbeit; ee ßp^eint aber; zuj|^ V^^tändnisse dersdben noth- 
wendig, die unter und über ihm liegenden Schichten, wenn auch weniger 
eingehend, mit zu ))^pjrechen; wx)bei natürlich auch Bekanntes wiederholt 
werden mnas. 



^ leonh. vu ^rqiin, J«)irl>. 1869. S. 134. 



1. TiMie Vit ABBMittes <4»alÜii8; 

Die tiefsten der mittleren jorassischen Schic))ten des Bceisgau's ruhe^ 
tiberall, wo ihre Unterlage nicht durch den oft sehr mächtigen Löss oder 
Tertiärschichten verhüllt wird , auf dem Lias. Dieser erscheint an einigen 
Stellen fast mit seiner vollständigien Schichten folge eutblösst, z. B. bei 
Obereggenen und Freiburg, und setzt nach Norden in einer Kcihe von 
eitizelnen Fetzen bis Kitiin^en fort^ welche vor der Zerstörung, der ein 
grosser Theil des Jura's im lilieinlhale zur Tertiärzeit anheimgefallen ist, 
durch zuniflige giin^iige UiustHnde geschützt geblieben sind und . früher 
unzweifelhaft mit dem wostlielisten Busen des schwäbischen Jura's bei 
r«angenbrü9ken zuäarumeJihiii^en. Yon Freiburg abwärts sind solche Fetzen 
bekannt bei Mahlberg ^) ^ Edenbad bei Achern ^ Bürgerhof, Jagdhaus und 
Iserwald bei Baden Badini, Walprechtsvveier bei Ettlingen^). Nur an einem 
cK^ef Orte, bcfi Erlenbad habe ich auch das unterste GHed des braunen 
Jura*9, die Thone mit Am. opaliniis, gefunden, welche dort ausser die- 
sem Atnmbniten reichlich Posidonia Süssii Opp, und auch ein Exemplat- 
von Thecocyathus mactra GMf, sp. enthielten. 

Ich habe sie dann zuiiächst 1S59 wieder sehr steil aufgerichtet an 
der Sehwttrze bei Baden wei 1er mit denselben Fossilien in emer Lettengrube 
wahrgenommen, von wo sie über den bereits oben erwähnten Punkt, 
Sehringen, nach Kt^ndern durchsetzen. Auch in dem lehrreichen Profile 
von Obereggetien zwischen beiden letzteren Orten müssen sie die oberste 
Decke deid Lias bilden, da ich dort Thecocyathus mactra Qoldf. i»p. and 
Turbo subduplieatus UOrb. lose im Schutt nahe an dem Hofe St. Johannas 
Breite brhfelt 

Bis jetzt ist im Breisgau kein Aufischluss an der Gränze zwischen 
diesen Thonen und den Schichten des Am. Murchisonae gemacht worden, 
ihr Yorbalten daher unbekaoAt 

2. SiadsteiBf ud dischlssige lUlke Hit AmoiltM MmtUsMiAe. 

. (Unterer Eisenkalk Frmnk€r% 1863 ia Leonli. Beitr» £L &7.) 

Der nördlichste Punkt, an welchem diese Bänke im Breisgan auf^ 
treten, Ist Kenzingen, wo ein über 20' hohes Profi! in unnfittelbarer NHfae 



t) PlaU Geogn. Bescbreil>UDg des unteren B^isgtu's %, 19. Bei Kenzingen habe 
ich 1862 keinen Lias zwisclien dem Sandstein mit Pecten pumilas Lam. und dem Mil<- 
schelkalke gesehen. Doch kann er sehr wohl unter der dicken Lössdecke verhüllt yor- 
handen sein. 

t) Die letztgenannten Vorkommen sind dpecieller in metner „Geologischen Beschrei- 
bung der Gegend von Baden'' S. 19 geschildert. 



SANPBERGER: BatbafiUuQfea Im inMD«r«D Jura 4ec bai. (^fkoAM. 5« 

deg Städtchens graugelbe Saiidsltii««^MiboMioMl, »welche nahezu petrefac- 
tenleer sind. Eine donkelrotke Bank von: ^iacBschUssigeni Kalkslein, welche 
darin eingelagert ist, enthUt abar ^Ulose Exemplare der Leitmuschel, 
Pecten pumilus Lanu Ebenso arm an ATeMeineningen sind auch die Übrigen 
Orte, an welchen diese Bildung als Satadalieiii auftritt , Nieder-Rimsingen 
und Niedcreggenen. In din höheren. iStbichidn verschwindet der Sand- 
stein, es treten Eisenoolithe un4 bade/blMie Kalka an seine Stelle. Der 
EisenooIHh ist nie sehr mächtig und eisenreich, aber dennoch so intensiv 
gefiürbt, dass er selbst schon von Weitem an der Farbe der Felder zn 
erkennen ist, wie ^bq JPeaerhi|cb b^i Kwidern ui|id ^erderep bei Freiburg. 
Seine Zusammensetzung ist nach zwei Analysen, welche im Karls- 
ruher Laboratorium «ntemommafi woMkn aind: ^: m 



a) FeMbvirg bei MUbaiiu 


, ^> asvnerq bairSUufea 


Kohlensaurer Kalk 60,10 


44,04 


Thon W,a« 


■. t ,- 8«,64. 


Eisenoxy<}^ .^l^jl^/ 
Phospliorsäure 0,47 ^ 


26,12 
Spur 


Wasser 0,00 


2,55 ; 



99,90 , 99,35 , , 

Der harte blape Kalkstein mit Pecten disciformis aus dem oberen 
Theile der Schichten folge von Hömle bei B^enweiler bestimd dase- 

Kohlensaurem Kalk 88,37 ^ ,. . 

— Bittererde 4,44 

.T- .', 'Eisimxjrds» 2^7>'. • ...'. n 
, • . . .. TWmKchBtiMMl r >-. M ..a^a- '' .- . ! >: i'--! 
,. „ .. Pbq^phoiaäuie • - • >- Oyll i ;i • i ../ ..> .. i 

■r, , ,.. .'.'. •::9«y9A. i.H, / - : I-.: 

Bei Badenweiler ^) war 1858 ein jetzt wieder verschüttetes Profil an 
der Strasse' 'nktih Niederweiief aufgc^siiildosä^en'; ^^l^hä föU^hdb 'sdh'iehten 
v«tt unten ri^fch kben berterken Ifefei: ' ' ' ' .: / .; : ,, , . 

.1 ,' . .• ,,i, ; ,., , vy Ai irOMtv >ßatf€itf.i .'11. (,; , ' il „.t >.l j- • - » 

-'•" "i'..'^-J- -'"•' i:"Ei«^ndöl<th'' - •'*"' ^"-' " ''"•* '"■ '•' ■' ' 

• ''^•-^'•- 2:^aäbir KÄikhbjii' 'ä' "•'•-- -i •=•-- •" • ' 

■^ ' ' •" ' •»; Lehetibank"' t.> • • i' -• - ". " • ' 



1869 deu rothen Eiseuoolith auf der nordlichsteu Forisetzang der Badenweilerer Erzlager- 
sOtte gelagert anijieschlosseo, welche dort aus sehr hartem Quarze mit Barytstructor be- 
stand und fAhnXm iNIfafMid dtn Ablager«« datiEi^fMuMka sin «Mkiget MIT g^MldM hat. 



»SANDBEROEÄ: B«<*aclitüDgen tm mfttleireii Jura <ke b«d.'0b<!t1aiide8 



4. n«uer Kidkiteiii 


»/»' 




S" 


6. Blauer Kalkstein 


'A' 


7. Letteubank 


2" 


8. BtRoer Kalkstein 


3«' 


9. Lettenbank 


l" 


10. Rother Katketci* 


2" 



B. Obiere Lagen (i3Hganieui-Thone ^üinsij. 

11. Brauner Tfconeisentteiii 9-*^b" 

12. Brimllcbgrauer SchidTerletten S-^iS' 

i ' ' 

Die Bänke 1 — 10 enthielten folgemte Versteinerungen: 

Belemnites splnatus Quenst. Avicula elegans Miin9t. (sehr häoflg) 

Ammonites Murchisonae Sow. Pecten pumilus Sow. j^ „ 

Pholadomya fidlcula Sow. — discitormiB Schübl. „ \ 

Trigonla eostata Park, (sehr selten) Lima pectini^orniis SchlotK sp^ 
Gresslya zonata Äg. _ Grjphaea caiceola Quenst (selten) 

Leda Üesloiigchampsi Opp, 
Gerrillia subtortuosa Opp. 
— oolithica Ovp, 

sämmtlich den Schichten des Ammoirftes Murchisonae. angehörig. In der 
Bank 11 kam Pholado'm3ra Heraulti Ag. ttnd= I^anepaeil subovalis Goidf. 
sp., in Nr. 12 Belemhiito giganteus Schloß: r^, .ale' js^hören also den 
Schichten des Ammoiiile» Humphriesianus an. 

,, . D^ Fapi^a der Si^l^cUten, des AmmonUes Murcbisooaejat.iii g^^ei^ 
oder geringerer Vollständigkeit noch von Hecdcreq bei Fr^ ibi^g,i)| , NMn- 
burg, Hugstetten, Grunern, Feldberg und Feuerbach bei Kandem, Hiibner- 
berg bei Lörrach bekannt, ich habe tnfohnicUt specieller mit ihr beschäf- 
tigt, da im Gänsen nur w^ige gute,'Au.()$cbl(ifse| durch Steinbröche vor- 
handen sind. Bemerkenswerih i^^a^^yop f'romherz und Schill^) erwähnte 
Auftreten der Gryphaea oi^ceola in eim^r ,^ifen«n Bank bei Zähringen, 
welcher auch Ammonitee Sowerbyi MüL angehören wird und welches dann 
die 6^«rsch«'8ubftane des Adunoftilea. SMoei htt Brelegso airfewlto Würde. 



«) Behm «e«l«g4ffebe fieselireRMiig ^•f^iiiCIoa FMborg IM» 6!r M^* 



SAItiro^KGISR: Beobachtongen IIb mHilciren Jtira des ba«l. Oberlaadei. 7 

. (Goronat6Q-4Ulk I'romherz 1853. a. a. 0. & 58.) 

Die Thoi^e de$ (A^en erwähiUen Profiis., welche Belemnites gigapteus 
Schloth. ?nt)iaUeQ, w^rjden nach oben^ von blaagraue^ Kalken überlagert,, 
welche bei beginnender Verwitterung hellbraun, bei weiter yorgeschrittener 
aber tiefbraun gef^irbt sind und öfter auch Körnchen von braunem Lin- 
sener« enthalten. Unmittelbar unter dem Hauptoolith aber treten wieder 
fast reiod Thone auf» wie das bei Kandern und Siteenkirch über Tag, 
bei Bnrgheim unweit Lahr und bei Lörrach durch Grabungen ausser Zwei- 
fel gestellt wurde« Die Gesteine unterscheiden sich in keiner Weise von 
dem schwäbischen nnd fränkischen Ty^uB des gleirlien Niveaus und selbst 
die Trennung in 2;wei Bänke, die s. i^. . Giganteus-Thone und d^Chtreen- 
Kalk lässt sich deutlich beobachte. Die Fauna, welche ich an einigen 
Aufschlüssen am Hörnle, wo auch P|>p€{ gesammelt hat, bei gitzenkirch 
und in nächster JNähe von Kandern zusammenbrachte, i^t auch ganz die- 
selbe , wie Opp^l s. Zeit schon bemerkt hat. Mir wurde bekannt : 
Beifmnite^ gigiinteus 3eAM^ Hömle, Badenweiler, Feldberg, Burg^ 

BeLeufiite^ ^anaüculatus SchUah. 2ii>aile^ 

NaAlUus,.UBC«tus Saw. . , Höotle 

Ammpnttes Humpbrie(^ianais Sow. Hörnle, Sandern 

' ~ BlagAei^i 8mv. Höfffle 

Bhola^omya H^rauHi Ag, Baflenweiler 

-7- sil^qpa i4^« Höraie 

, Fanopaea, soboraUf Oqläf. sp. . Badenweiter : • . 

T^igoniA cosAnta S&w. PöpiUl . 

Qgtyi»r /fgylanaia GMf, Böje^^ Foldhc^ > 

— , flabfsUpid^ jAtf^n Hömle, JB^n^eÜei}, fiil^e^irck 

-T^ auleifevA PhilL Höi»ila 

Lima pQ^timfonnis. $ef^U>th. H^nie, Sitzenfcjrch 

jpSnn« eui^eata jPAi{^. \ Kfm<}ei:n 

. Mo<{)qUt(Cune^% Sof^./ JSaiidQa^ ^Hjsanl^h . j . 

AvicuIä MüjastefJ.:i&?(mn, = ; ' ,H&ni^ . , : - i : . « 

Xerebri^t^ jlieroiralis j/S^tp. ^Oörnlei Kaadwn, l^taankirch 

— Waltoni Davidson Hömle 

Rhynchonella subtetraedra DavitfiL Hömle 
Qi«..FiiiiA>r^ der. Gtf^od voa Freiburg siad in Schiü^G oben «fwäboter 
Schrift nachzusehen. 



4. Weisser Otfhtfe' Wt «streft tcvBiliilM mt ISdliiöliitsfiis Beiggeri. 

(HauptooUtb von' Fromherzy aber nicht gro&t OoHtc TÖn iSmi<A.) 

't)ie ersten KalkbSnke, welche auf die oberen Thonlagen der Schich- 
tcn des Aniinonites äumpliricsianus folgen ; siiid nach ÄcAttt's *) Beobach- 
tungen fast massig, gelbbraun^ enthalten nur hie und da OoHthkSmer und 
von Versteinerungen nur Aggregate der Serpula socialis. tch habe sie 
nirgends selbst aufgeschlossen gesehen, sondern meist nur die etwas h5her 
liegenden harten gelblichen, nahezu peirefactenleeren Oollthe , in denen 
ich einmal, 1^58 bei Riegel ein sehr grosses l^xemplar des Ammonites 
Blagdeni ISow. fand. Weiter nach' oben werden die OoKthe blendend 
weiss 2), oder wo sich Bitumen in Masse einfindet, blau und nur bei tief- 
greifender Verwitterung nimmt das Gestein unter bedeutender Auflockerung 
eine braungelbe Färbung an. In dieser Zone liegen überall Muschelbänke, 
welche fast immer überwiegend aus Ostrea acuminata Sow,j Terebratula 
intermedia Sow., Pehtacnnus crlsta galll Quenst. oder Avicula echinata 
Sow. bestehen und in welchen an einzelnen Orten auch Limea duplicata 
MUrisi., Belemites würtembcrgicns ppp. und EchlhobrissusBenggerl D^sor. 
massenhaft Yorkommen. Dies^' Bftnke sind sehr schön zu Burgheim bei 
Lahr, Uerbolzheim, Uffhausen bei Freiburg und MÖnRn^ bei Brelsatch 
aufgeschlossen. Zu Burgheim sfnd Ate Conchylien am Sch9nsten erhalten, 
an den anderen Orten If^e^ ganze Stücke unter abgerollten und tetit^m- 
merten. £s handelt sich also hier 'in den meisten Ftfkh tim eine Abla- 
gerung an felsiger brandeiicTer 'Kttste, womit auch das Aäftrct^n vbn 
Korallen übereinstimmt. Zu M^rdingen tritt ein^' v6tt Lithodomas inclu- 
sus PhiU. angebohrte Bank auf, auf dereh Oberfläche Ostrea AcmihiAta 
und costata, sowie Serpula flaecidfa in Masse aa^ewadisen fririd. Aikh 
bei Herbolzhelra kommen KöraHen (Microsolena) doreh den gteldlteil iMb- 
dombs'i/tfgebohrt Vor. -Koeli weiter aufwärts wird dits GfesteiiV bei gleich- 
bleibendem petrographischem Chärat^er wieder ärmer an Verstc/lnerungen ; 
ich habe in diestfr obersten Kegion besonders Lima eardiiformis 8&k., 
L. Hesione UOrb. und Apioerlnud elegans Defr. bei Bade(fii#^itef utid 
Riedlingen und auch dort immer ni!ir einzeln getroffefn. Von dtol näm- 
lichsten Punkte,'- B<urgh^im b^ei Lahr an lässt sich der w^fM« O^litli fi6er 
Herbolzheim, den Scliönberg, Örunern, Müllheim, Bad^nWeiler,'6i(9enklrch, 
Kanderif^, Rfm^h Ulid' Stellten ber Lörrach, Cbriscflolka lli ^ Kanton 



1) Geologische Beschreibung der Secdöu Freiburg S. 25. 
' ij'DlMeQitt^ieioe dttd fkst «h«iÄch,;Miti«yklhl*tt*u^^K|tlk ttüi dOür' iHr mknü» 
Gewerbe von bedeuteDdeiu Werthe. - !• • i ,i ,\{ ' .-* 



SAM)B£R6EB: Eeobachtuu^en im miltieran Juva des hui, <H»esiflifka8. i9; 

Bneh^) ( Waiifb6i|^ bei Mttll w Ui) Iwiiüii f ciftilgcii; r m wu er I M WlltCllBt 
Richtung in den Aargau, in südwestlielier aber in den Hemer Jura (Dels«- 
berg) fortsoUi und zwar mit überaus constant^r pcCrographiscfaer Bescbaf- 
fenheit und als eines der prographisch wichtigsten Gesteifte der Kette. 
Die Verbindung mit der identischen Ablagerung des Elsasses ist trots der 
grossartigen Zertrümmerung und Erosion des GesleipS)^ welches den igrösstea 
Theil des Materials zur Bildung der oligocänen Kittlkhandsteine geliefert 
hat 2), noch jetzt in sehr augenfälliger Weise durch ^ie mitten In der. 
Rheinebeue gelegenen Fetzen des Uunnenbucks^ Tunfbergs, r6n Biengen 
u. s. w. zu erkennen. Die Mächtigkeit der ganzen Ablagerung, betüägi 
an den meisten Punkten über 500^ 

Die Versteinerungen, welche ich in den Jahren 1856'-r64 untersjiichte,. 
sind in der nachfolgenden Liste vereinigL 

Ich hatte dabei ein reiches, besonders von Bouchard und Qfpd 
freundlichst mitgetheiltes Vergleichungsmaterial zur Verfligung;. Die Be> 
Stimmungen der Seeigel ging Ich schliesslich noch einmal mit n^eiucm 
hochverehrten Freunde, HVn. Desor^ durch. Er überzeugte mich, das^ die 
Form, die ich als Varietät bei Echinobrissus clunicolaria belasfen hatte, 
davon verschieden sei und dem nach weil schlechter erbalteneti Stücken aus 
der gleichen Schicht im Aargau von ihm aufgestellten E» Renggeri anger 
höre. Ich habe ihm das beste Stück desselben zur Beschreibung über- 
lassen. Die wenigen neu benannten Arten erklärte aucb Oppd nach 
Revision seines überaus reichen Materials übeffeiustimmend als nicht be- 
schrieben. Sie sind sämmtlich Seltenheiten. 



Lifttc der Ver^teineningcn d«a welBsoii 
OoTltliR mit 0?tppft »ruinfnntA und 

Hiiriptnolith,) 


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^ Bemerkiingeti. ' 


1 
2 
3 
4 
6 
6 
7 
8 


BelemDites gig&nteiis ScKloth, 
— canalicalatui ScMoth, 

AmmoDites BUgdeDi 8ow. 
Nerinea punctaU VoUz 
Pk^ladomy« Schuleri Opp. 
Asiarte detriU Oolif. 
Opii calva Sandb, n. sp.S) - ,, 


* 
* 


• 

• 
• 


* 
* 


* 




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Attc^ lu StHten Ui LörracliJ 

Aaell Sil Riogri. . </ > ! 
iitel M SckliMiBMi« » t 



.<) I^ ,KaDton Ba«4 ist der OoUih se^r «^m. ,ai]^ Versteioerangeu , wie sich «elbst 
D«eh MW 4er neiiefliBii^ZttaeinaieDslellQii« ¥oo JMr., MüiUf ergibt. MtUge« zur g«ele-f 
gUebeo Kart«! derfMliimls I. Hfl 18#3: 8; »7: ' / .. 

[ fc) ^)oi[fi|efi:e BeeiilitiHBupii^ ^ert^enenii^^oh' Bad Weiler jj. *• ., ', ' 
S) Dia Beecliiei^iui^ l^lgt im ^oUu^lg. *,,i„. ,^ > 



tO SANimSROlflR: Beeba6htiMi|[eQ im tnlttlerou Jura des bad. Oberlandcts. 



^ LlBte'deiiy0^tdB«rtmieii dtis in\»m 


9 


1 


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QolUhs «lit Ostrea acumlua^ vnd 
£chinobr!s8us Renggeri (S. G. 


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bctaertrangeti. 


1 HanytoolUk). ' 


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1 


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Macrodob hirsonensfs D^Ardh. sp. 


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10 


Area subkßWgau DtOrM- 




* 










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11 


Trigonia angulata Sqw. 


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* 










12 


— cortata Pa^k, 


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• 




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-^' B«uchardl Oftp.^ 
















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MytUns helveticus Opp. 
LlttiodoBiiis iiKilQstis PtUU, sp. 




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15 




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1 . _ . _, 


16 


Pinna cuneata PhUl. 


* 










1 


; 


17 


Limea dupUcata Sow. 
llma HeWono D'Orb. 


* 


♦ 




• 








16 










• 


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19 


— cardiirormiä Sow. 










* ! 


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• 


20 


— pcctloiforipis ScMoth, sp. 




« 










. . 


21 


AtlcuU echltnita 8öw. 


♦ 






• ' 


* 




'■ 


22 


' — ' cpslaU Sßw^f , • . ■ 




• 








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t , ; , 


23 


Gervillia be-ithonica Morf Ly,-,, 


# 














24 


P«nia qifadrata Soti>;' •' 


• 






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26 


Hiowites tflU<*i» ÖW^sGf. afk ; 


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26 


Pecten Saturnus D'Orb, 


• 










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27 


Ortrea ««mhiikat« 3Mjp. ' • ' 


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'•/-'. ' ; . • ' 


28 


^; ooataU.Äwi», ■, . • ' 


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n - , •' 


29 


Exogyra reniformls (/oJct/". ex p.») 


* 














90 


Ittynob^ntlla sen/fgfobtma Bmäb'. 






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tu sp,«) , 


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31 


Terebratula intermedia Sow.*) 


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• — ^ (WaWheimia) bttsineta 


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33 


Rhabdocidaris n. sp.B) 




• 












34 


Pieudodiadema homostigma i4^. sp. 


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90 






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36 


Clypens ainuatus Le«ike sp. (var« 
Osterwaldi D4$.) 


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* 












37 


HoleaiypaB d4»pi66sus Leake sp.') 


• ■ 












1 * • 


38 


Pentacnuus crista galll Qitenst. 


* 


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• 




» 


Auch zu Gottenbelm. 


39 


Apiocrlnui elegans (Df/r.) D'Orb. 
(Kelch) 






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• 






40 


Serpula flacclda Ooldf. 




• 












41 


— i trlMlIftata G^Uff. 


* 












' ' ( 


42 


— socialls Qoldf, ex p. 


» 




• 


• 








43 


Isastrea tcnulstriata £:du>. et Haime 




• 






1 


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44 


MierosoleH^ po^o§a Lmtix 








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4b 


Gladophym* Babema B*Orb. 






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46 


Diastopora verrucosa Edw. 


* 


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47 


— Endeaiana Edw. 


• 












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26 


231 


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7 


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1) Die Identitit des einzigen Stückes wurde durcli Yergleicliung mit einem Abgusa 
von OppeVs Origlnalst&ciL constatlrt. *) Genau mit der Abbildung \pn Gold/usi iiber- 
einstimmend, welcher ausser Buchswditer kb«r änch otier|uras<ds<^e #unfforte ciCfrt, 'Exogyra 
auHfovmls Moff: Lye. Voa GoMtf.Hst ^MsellMi Art* ' ^ DI« B«9B<ir«H1lin^ s. tm Anhang. 
4) Wiederholte Vergleichungen mit englischfH uiidKft««zQ«l«cli»nSlidiendir TiiaCenMdii^ 
von mir und Oppel ancestellt^ n^^p^Ai^ ^yWM yfbeyio^.inf^mung».iwia| jioh.tqh^ 1857 
anftkhrte. ») Die Beschreibung im AnhMjg. ''O Oi«i^'d^Jura Taf. Liü.Fig, 11, »).Nur 
eiUf aber sehr wohlcrhaltencs Stflck, von mir gefofi(Tefif^ammf. det polyt. 'lieh, zfi Carisruhe). 



SAXDB£ROEKt BeobaclitiiDg«ii im niittlervD Jura d«s bad. OVerlandeis. H 

VoB 47 Arten der Fauna sind nur 4^ nämlich Bohinobrissos Renggeri 
D€8.j Opis calva, Waldheimia bicineta und Bhynekonolla* slemi|^ob0fa dem 
weissen Oolithe eigenthtimlich und bis jetzt nicht in anderen Schichten 
gefunden. Voiiüil' üftrig i^kibctidcn 4S^*A»fWii''elijd,' Bo^it ich nach 
lueinen HiUfsinitteln urtbeilen kann, 13 bisher ausschltessUcb im Unter- 
ooUth, d. h. in ^en Zonen des Amnckonites Humphriesianus und Parklnsoni 
gefunden worden, 14 in diesen und zugleich in der Bath-Qrnppe (Bradford^- 
Forest'Marble , Great-Oolite und Combrasb) und 16 in leteterer Gruppe 
allein, wow namentlich die sehr häufige Tcrebratula intermedia 8oto. ge- 
hört. Ein solches Resultat der sehr sorgßltt^n Verglcichung überraschte 
im Hinblick auf die Xhataacl^e, dass Ammonites Parkipsonl, mit dessen 
Lagerstätte man seither allgemein den Untcroolith nach oben abgränstc, 
von Albr. Miäler 1855 bei Basel und Oppd l^J^l bei Delaberg in der 
unmittelbar übei: den höchsten Schichten des Hauptoolithf gelegenen Ne- 
rineen-Bank und kurze Zeit vorher 1850 von mir bei Niederweiler direct 
iJ^ber dieser in den Mergeln mit Tercbratula subbucc^ilenta gefunden wurde ^). 
Bag^gei liease sich eine Yermiacbung von Formen . des UnlerooMtb? und 
der Baih- Gruppe ehei begreifen^ wenn, wi^e vor ^icht lapg^r Zeit gemel-, 
det wurde^ An^. Parkio^ni schon m tieferen Bfi^ken des Hauptoolitbs im 
Aavgau getroffen worden ist. Dasa zwei unmittelbar übereinander liegende' 
Zonen eine Anzahl Arten > mit einander gemein haben, wäre sehr yio\A\ 
denkbar und der Erfahrung völlig entsprechend. Immerhin aber bKeba 
die Tbatsache steh^i' dass im Breisgau schon in bedeutend tieferem 
Niveau eme Anzahl von Arten auftritt, wclciie in Frankr/uicb und Engend« 
erst in der typ^ch^n Bath-Gruppeivork^mu^n und d^s.;^iackeii Untier- 
ooltth. und dieef^r eine ganz scharfe, Graupe zu ziehen unaSgUch ist- Wo^Uir 
man .veiaueh?n, den Hauptoolitb in ein^ unsere, an YersteinerungMi sehe 
arme und einp obere daran reiche ,Abtbe;lupg au «erreisspn imd die untere 
Qocli den gchich^^Q de^ Amix^ites tiumphriesiaiiuf ?}qsutjhei)^ , am derr 
oberen, aber ^^ wvl^ Zwisc^henzone zwischen, (}er .d^ . Eiunpbri^^ps) 
UBd dea 4^xn. Parkinsoni zu bilden , t^o würde . einer \ sQl<;fm),. Au(Efisi|uo|^ 
der Umstand im Wege stehen, dass ^mo^p^ea B)agd<^ upd d#^ i|i^j|ig€«i 
mit der Zone des Am. Humphriesianus gemeinsamen Arten auch noch 
oben, mitteil|fftit6ri«tov«f%dffdilli l^t1Äni^dfer'^fiMi£;i14ii{^e^'1^koiimen. Die 
weitere Verfolgung di^e« £iegenataAdee ist alelMtf \fm grossem Interesse 
u|id Jch werde ihm auch feriper Aufmerksamkeit zuifrenden. Um. Ver- 
wechslungen mit . Great ÜolitQ zu vermeiden, geb|e ich den Namen ;Haupt- 



^ Aadh ift^emttm (Jdra 8i tM) 165» «rMmt^^ Um AaÄieiliei ParMa^at im 
,Abraame* des HanptoolUhs im Breisgau yon ihm selbst gefunden wordeitf'*i»t.^ \* "'*'- 'i 



12i SANBBEBOER: Be(d>Achttaiigfii Im mittleran Jura des bt«. OlwrUiide*. 

ötlHh «ItfinUv auf und'sttse a* die Bidlo ^Weisser Oölfth init Osirea 
aeotnmftla Md'ficbitiobftesuS'Benggeri.^ ^ 

, M d. erossfctarigvr •oHtk Bit RerincA BnckMl ' 

Blei NiecIcrweHer slclit man folgendes Profil, welches sich fast geAaä 
be^ Riedliiigeh an der Strasse nach Kandem und andern Orten in der 
Nähe dieses ßlSdtchens wiederholt: 

' 1. Blauer klelnliömiger Oolilh 6' ' ' 

2. Weisser kleinkörniger Oolilh 4' 

3. Weisser oder gelbUclier harter Kalkstein mit zoll- ' '^ 
grossen Oolttliptfppen, welche Nerinca Bruekuerl ' ' ' 

' odeip kleinere Gastropoden umschliessen ^). '4» - ' 

' ' 4. Aschgrauer Mergel ohne oolithische Structur mit ' " ' 

Am. Parkinsoni, Trigonia costata, Limea duplica^a," 

sftmmtlich selten, Terebratula subbucculentä . und 

*r. Intermedia Überaus häufig ' •' 2^ 

Noch ht^r' Hegen lose Brocken eines oorichisch^n' Mergels, dier hier 

nieht, dagegen in geringer Entfernung auf dem nach küllhefih'abrähen^ 

den Bergkopfe von Hm. E. Blankenharn wenige Pnsi tfber dem t^tissen 

kicinkömigeh Oolithe anstehend und wenig verwittert getrolfen wurde! Be^ 

Riedlingen sieht man ihn deutlieh Über einer schwachen Lag'c nicht bot!-' 

tblscher Mergd aufliegen. ■ .i . 

In ' dem grosskömigen Öolitfa habe ich ausser NeHnea Brückner! noch* 

liHüdg 'Jkern^ von Lucina Bellona D^Orb:, dann Trigonia costkta ^öü),y 

schfetllt erhaltene Arten von Trochus, Turbo lind Delphinula urid Cidafis- 

Warzen und Sfadifeln gefunden, in dem ifberlagemden Mergel nur' die 

oben erwähnten Conchyfien. Am Wartenberg bot Miittenk wird die Fort-' 

settün^ der Banl ausdrücklich von Albr. Müller 1863 ^rwUhnV, *t)M 

D^lsbefjg: wird s!e schon 1^58 Von Öppd citlrt.' Es wirrf von wcfit*ten' 

UüWrsu^hmigen'der tieferen Öolithir abhängen, ob die'Nbtfneeh-b^irik äDi 

ollere tühi niiüdere Lage der Zone dea Ammoniles Parkinsönl 4ntuseli^n' 

üt, mir irt li^rferes wahifscheinlWhie/. ' ' 

(' ■■ n ' . \, , / ' (1. 1. iti .' , i ' ' • ^ M ' <■ ' ii '\ ' ;• 1: 

M .1 tk /Mar §t|yf: (iolitt Mit »— niilteg A»igiiim.a>^ ^ 

Aus dem Vorhergegangenen ergibt sich, daiss über der Kerineenb^nk' 
Euerst Mergel ohne Oolithk^^mer , dann deutlich oolithischer folgt. Dieser 



f> EiMoiergdif» Zwliektnka» «M aur Tfdn uAUofta tafUipMttM 4tt Lkaet- du- 
pUeaU gel^Udet». ' !i 



SAUMWOai: BMbMktliBitli ÜB nitUMMi Jan 4* tod. OkttlMidei. 16 

bestobi im firifdien ZiMtaade aus mteh gi i iwto i.ttber ili»6nkolagcos8en Kör- 
nern in einer gleichfarbigen Grandmasse', biei der VerAiriUering geht d|e 
Farbe in Gelbbraun über« Die oolithisclie Slmete bleS>t aber auch dann 
erhalten und es war daher sicher gftfchtfart^y iB»Fromher% in seiner 
ersten Arbelt diese Lage unterschied , was er spätar «aufjg«!) und worin 
ich ihm bis zur Auffindung der unten zd «rwähpeiidcB 'Faiioa beistimmte. 
Anstehend Ist das Gestein ausserdem inoeh vont Schloss Rütteln beliannt, 
ich fand dort Ammonites Parkinsoni^ aadere Petrefiteten waren sehr schlecht 
erhaheu. Tertiürsandstein mit> Oslrea. call^era Lam. ist den dortigen 
Binken direct aufgelagert. Unter «ton zahllosen Fossilien, welche an dem 
ergiebigsten Fundorte d^ Brdsgaa^s, Vögisheim, gesammelt und zum 
Verkaufe geboten werden, befinden sieh «uiaer solchen, die aus dem ftchten 
Combrash und den Schichten mk Ammoiiites macrocephaius stammen, 
auch Stficke aus der in der Nihe vorkommenden Lage des Ammonites 
ferragineus, welche sich durch die ooUthisehe Suictwc des anhängenden 
Gesteins stets leicht von den andleraii unt^rtcheid^ laisen. Schon 1859 
hob ich hervor, dass Ammonitae Farkinsoni und Clypeis ahMiatus an der 
Basis des Combrash's in oolÜhiscl^B MergelA< liegen {Leonh. u. Bronn'n 
Jahrb. 1859 S. 134), wagte, aber nicht, jene osterito, petrographisch 
eigenthfimlichen Lagen abzotreünen. IMess ist jetzt unerlääsUch , da von 
Hm. E. BlankenhQrn in der anstehenden Bank . zwischen Niederweiler und 
Mfillheim die folgende Fauna geteiden wurde, welche von der des eigent- 
lichen Combrash bedeutend ahw^iefat. Als die gemeinsten Arten derselben 
sind Terebratniga globata.» Gresalya o\«ta, Hyboclypus gibberubMi upd 
Anunonites feuugipeus zq bezetchnenk 



Li$U der Ventäni^vingm 4^ (killth$ mii Ainmwmie$ ftrrug'uMm Opp^^ 



1. 


, Bdenntte». MnalUaUuu SMoth. 


2. 


■ AmnpniifB fenrngiaew Qpi». 


3. 


'— tisiudoides O^. , 


i. 


,NMJ«a Lotiwi ffOth. 


5. 


Pie»rotonuiria ornat« S«w, 


6. 


■— «onoidm De»h. 


7.' 


— frags DetL 


8. 


— P«nndriiü i)'Gfb. 


9. 


— Smmmi* JXOt*. 


«), 


Q)tesalya,,ov«tii uly. . : , 


U. 


-^ .p«t^rtiM|i PNU» Wi> 



14 &iSa>UaGfift: B«oUoUuii9Mi in ■atHtraa Ion 6m Mi. OMifto^et. 

. 12. PfaAdMlira.SditiUn.On». n . ' 

13.. Afltafrte dekiüBi QoUlf, * 

.14« Trigoma cosiat«: S&w. 

. . . 16. Linea djU|^Ücata..A#cto^. 

16* Ltma belretiea Opp. 

17. Ptma quaclmta Sow. ■ ' 

. 18. Pecten Dewalquei Opp, i . . ' 

19. Ostrea acumlaata ^oti'. 

20. Rbynihonefia spinoBa Sot», '■ ■ ^ 

21. — aabtetraedre Davide, 

22. Terehniiula subbuccakata Ch^ Drw. 

23. — globata Soto. 

24. — intermledia .£>ou7. 
. ' 2S. \ ^ PhillipeJi if#rr. 

26. S«rp1ila qoadrilatera Qi^^df. 

27. Holeeiypu« d^»ef8M /laiiEe sp« i 
2t. Clypeas «inaatas. Ledu sp. . 

. 29* ' r^ DaFotuMfaniui CM. 
. 30. :£ebiiiobriMiis (danieulavis JJwydd Bp, 

M. . — crepidula l>nof% 

32/ Hyboclypttg gibbertiliift Ag. . 

38. MiefOsalena poriMsa Lanuu 

34. MonÜiTaltia orbUolit«» Z>'0^6u 
Die bedeateode Zahl von Arten ^ welche mit solehen identisefa sind, 
die anderwärts mit Ammonites Park4Deön{ vorkonimeii , veranlagst mich, 
die Mergel über den Kalken mit Nerinea Brackneri, soweit sie Tcrebra- 
tula buccalenta und globata, Am. Parkinsoni und ferrugineus, sowie 
HjrboclypuB gibberalus, aber nfeht Terebratula lagenalti, RbjrnchoneHa 
varians, Ostrea Knorri, Ammonites Wagneri und arbustigerus führen, als 
eigene Ablheilung wiederherzui^tellen. Qleich dem weissen Oolith ist auch 
diese, soweit ""ich bis jetzt urtMIen kann, ganz ttbertinstimmend nur in 
der angränzenden Schweiz vorhanden, im Elsass habe ich sie nicht selbst 
gesehen und die Litteratur gibt keine Orientirung dhrüber.' Wie die Sache bis 
jetzt liegt, scheint es mir naiurgemässer, sie als obererteh Theii des Unter- 
ooliths (Im Sinne OppeTs), als als üefete Schicht der Balhgruppe zu betrachten. 

7« . Bu Comhrash. 

(PugDAcMiwlfittgel §^romkar» 1858 z. Tb.) 
Auf den mergeligen Oolith folgt Mi RiedKngeM dtrect eine mächtige 
Mergelbildung ohne Oolithstmctur) In iv«Mief «nehrere harte, im frischen 



SANBBEBC^: B«ob«o|^tuat«n im aittimn.Jv» ißt t«d. fltivbiD^e». 



1^ 



bänke liegen und welche bei Vögisheim unmittelbar von dunkelbraunen 
eiseoschüssigen Thonen mit Ammonites macrocephalus überlagert werden, 
wie diesfl von OppeO) und übereinstimmend auch von mir 1857 beobach- 
tet wurde. Eine scharfe > Gränze des dunkelbraufiei^ ^ergols sah ich fuch 
1859 in einer Mergelgrube bei Badenweiler^» dngegen. würde ich sie bei 
Niederweiler nur sehr schwer ziehen können^ yro das Gestein mir. im 
Trischen Zustande als dunkelblaugrauer harter Mergel au Gedcht kftro^ 
dessen Petrefacten ausser der Rhynchonella varians schon sämmtlich An- 
flüge von Eisenkies bemerken Hessen , w<eicher neben bedeutenden Mengen 
bituminöser Körper durch die ganze Masse vertheilt auftrat 2wei(ellos 
ist die Zersetzung desselben zu Koth- und Brauneisenstein die Hauptur- 
sacbe der dunklen Färbung der verwitterten Bänke. Mit Pholadoipya 
deltoides und Modiola imbricata trat hier schon AmmonHes Araalus, soviel 
ich sehen konnte, in gleicher Höhe auf, dagegen Am. modiolaris^ Am. 
macrocephalus und microstoma erst höher, wo Rhynchonella vairions und 
die erwähnten Pelekypoden verschwinden. Dmo Bäukc trenne ich. jetzt 
mit Oppd von dem eigentlichen Cornbrash ab^ Welchem also sämmfUche 
Mergelschichten von der oberen Gränze der Bank des Ammonites ferru- 
gineus bis zur unteren des Am. macrocephalus verbleiben. Ich habe auch 
innerhalb dieser mächtigen Thonbildung angefangen, die Niveaus der ein- 
zelnen Arten schärfer zu bestimmen, was Jn den meisten Fällen durch 
die grosse Verwitterbarkeit des Gesteins sehr erdch>f crt Ist, bin aber noch 
nicht zu Resultaten gelangt, welche ioh als genügend betrachten kteinn 
und abstrahire daher für jetzt davon. Die Zahl dor Arten ist durch fort- 
gesetztes Sammeln bis auf 65 angewachsen»' 'iCin Btamm einer neuen 
Cycadee von Riedlingen, welchen ich ia deni gr. Naturalienkabinete in 
Karlsrahe niedergelegt habe, ist der einzige, als Beilenh^it hi der L4ste 
nicht angefühlte Pflanzenrest, der Art der Erhaltung nacli zu schliessen, 
ein Treibholz. ■ ' ' 



Liste der Versteinerungen des Cornbraah; » 


1 ' 


1 


«1 


1 
2 
3 
4 
5 
6 


• 
Eryma Groppini Opp, 
BelMDDltes canaliculatus ScMoth. 
AmmonHes aspidoldes Opp. t 

— Waterhousil Morr. 

— Wa^rnerl Opp. 

— arbostigerns IT Ort. 

1 . . . I . . . . ; 




• 


♦ 



1) a. a. O. S. 464. 



16 SANDmatOtRt BdobteHtofigen Im vAt^ttm Sttn d^s Imd-Obnlfttides. 



, . ..../. 


P 


1 


1, 


Liste der YersteiDeruDgen des Cornbras^. 


'■• i 


Anmooltes Mörrlsi Opp. 


' '♦ ' 






. ' » 


.NitutUb« dkpMsos Morr. 




in 


, # 1 


9 


Pleurotomari« disparitexU Sandb. <) 


• 






" lOf 


Pattopaea Uaüeri Opp. 


♦ 


' 




11 


rMadonya, ac««|oosta Äw, 


* 






12 


— deltoidea 8ow. sp. 


* 


♦ 


# 


18 


Gtesslya ovata As^. . « . 


'• • 


•• 


' • 


.; U 


auBfilj»») poregrina n*U. ip. . 


■• 


t , 




15 


GoDiomya proboscidea Ag. 


» 


* 




' 1« 


Ceratotnya plicata Ag! 


,» ' 






17 


— tieDtfni ^0«; 8p, ... 


» 


•. 




18 


TtMTM'ia.iens Ag, sp^ 


♦ 


• 




' 19 


■i- Älta ^jf. sp; ' 


' •■ • 


<• 




,80 


JSiHtmh TttiabUit /^oi«^ 


« 


. • 




„1^. 


— saevlct ^Ovp. 
Astartc puUa A J?ö«m. ' ' = 


* 






l.. «3 


. ^CyprldaidU ro«tn«« ^Pif . 8p. . 


# 


♦ 


■' ». ,.. 


24 


Tri^Dia imbricata iSoi9. 


» 






• 2i ' 


' — interiacTigata Quenst . " 


- # -• 


. •• < 




, 20 


. iMnimh df99ßH$> Morr» ly0. 


• _ 


\» ,,. 


^ 


27 


Cardium, semicostatum Ly^. 




• 




" 28 


Area obfonga Ool^f. ' 


«> 


i . , , 




. .i^^ 


-^ liit«rlMvitai« D'^K 


•.. 


• 

V 




80 


ModloU Sowerbyana D'Orb, 


• 


» 




81 


— ' imbricata Sow. t < i 


• 


• • 


» 


.• -w. 


. -1- upeia Sp0* ... 


♦ . 


» 


, 


83 


— pnichra Sow. 


» 


* 




' 84 • 


Lima belvetica Opp. 


♦ ■ 




.)■ 


. M 


,-^ paotioifonnit SelU4$h. lip, . 


* 




j.i ,.ii 


36 


Avicula echluata Äov. 




» 


. 


'' 87 '■ 


— eostat« Bou>, . 


■ 


-• 


■ 1 i:.. 


...Mi, 


GhvUIIa mMotU JTom. X#fl. . 


1 




, .# 


89 


Pecten Yagan« Äow. 


« 


♦ 




40 


' ~ s^micosutin Jfbrr. £yc. ' ' 


• »' « 


♦ 


4 ) ) 


41 




• 


, ♦ 


; 


42 


— Rypheus D'Orb. 


» 


« 




48 


OsiirM Marshii Saw. ' 


•• ' 


' •' ' 


• •' 


44 


— costat* 8ow, 




« 




45 


- Knorril Zk/. 


♦ 


• 




*" 46 


terebratola lagenaiis Schloth, 


• 


» 




47 


— . oboTita 8ovD» 


• 


» 




48 


— Fleischeri Opp. 


# 


• 


• 


49 


— diptycha Opp, 


• 


* 




50 


— Bentleyl Harr. 


» 


« 




51 


Rhynchonella variaDs Schloth, sp. 


• 


• 


» 


52 


— badensis Opp, ^ 


t 


t 


1 


58 


— splnosa ScMoth, sp. ' 


.• 


f 




54 


— Royerian« D'Orb. 


• 


^ 





<) Di4 BMchNibang dieser Art folgt im A^bai^g. 

S) DfhagtB tadelt mit Recht (Descr. Anim. saus yert. du bass. de Paris L p. 959) 
die Anwendang des Namens der nur lebend und tertür gekannten Gattung Lyonsia aof 
Jorassiscbe Formen, welche daton ganz Terscbieden sind. 






T* 



Liste der YerBteinfningett des <3orfibra8li. 



55 
66 

57 

59 
SO 
€1 
63 
67 
64 



T?*= 



SerpnU qMdrikiera Ool^ft» 

— Tertebralis Sow. (ex p.) , 

— conformis Oo^f. 

Stomechiniis bigranuUrif /;ai9^ %^ 
Pyguras llicheün! Cotte'mi.' " 
EchinobriMDs ampltw Ag* 
Clypeopygus Hagii Ag» sp. 
Holectypus depressus Lt$ke sp. 
CoUyrites analis DetmauU sp. 



't')i I.*) --«li.' , .hi J' .• ti t ii *»'.! J; 65 



ti ! ' 






3. 



-...? 



* 



46 



iT=^ 



..i 



Die ganse Faona enthält nar Formen, welche anderwärtB der Bath- 
Gnippe angehören, sie stimmt namentlich ausgezeichnet mit der des nord- 
ashrflktriiehin f OondMtaah in den Cait tne a Baicf. fin<l..AiM(g4iH iabei) auch 
aül d^ d« «allmitett» Qigimd foü Oetoberg* Leider Mi 9mk Wfir M^ 
«ttkte.¥vg)6iiktini asf Otimdlage dar «dthor inoröipntlii^litfo Vevvciebr 
riüft dar Sama üniillsait (B«ebtfwaii0r)jnö^idi, livielraekc eine IfieyMiw . cter 
.¥Ute'fldii».HlMiit Tfinüiehaisaoy.wekbe A«u|ir^4)'faat imveränd^rt wie^ 
dergibiV dra«^ d m «finicbe». 



<j' II 



1 



.'. .[ Ui 



Das yorko^^^n des Am^Qnitqs pi^'c/occphalus ,inr) l^rcis^au wur(|^ 
flcboa Top -fVcwiÄers 2) entdeckt, und ist bis hellte durch meine Unter;- 
Buchnngen- nur i^n die beiden oben ^njrlSLhnten iocalitäten Nietjierweilef 
and Badpifwfiiler bei;elchert word^.^ Keiner, dec Aufßchlüsse gin^ über 6' 
MichMgkeft hlpaus und im ßai^zen ware^i die Bänk^ ausser Am^oniten 
sehr arni. aif Vef^teii^^ru^^n. . Ich habe folgend^ keijnen.geleijnt;^ ^ . 
..^mmonUes fqnaius 0^. ^Niederi^^eU Vögisheim. . ^ , 

,f— ynaGrocej^hal]?^, /ScUo^« J^iedcFweiler, Yö^isheim^ Badenweilef. 
' -7-, . tomidus Rein. Vögisheim... 
, .,— . buUftua D'0r6. jVöjjisheimj^ ^icderwcil^r, . ^ 
, ,—1 ^ microstoma D'Qrb. Vögisheim, , , . 

, ^i .TT... nfifvßjij<np: X9Sk}ff^^^^ • v.V, ;.'.'\r '.';;.:: / 

9 Davbrit Description g^logique da Dep. dn Bas-Rhin p. 161. 
Winrbwter wOwwlieffuolMAl. ZeltMkrifl. V. Bi. S 



ig fi^ÜMibGltl: ^MtodMoBgM tM «fHlvM Im ^m b^a. ObwiMte. 



Amiuonitee calvm /Sotr. Vögisheim. 
AiK^loceras ealloviense Momr, Vagiaheiiiu 
GreNlja per^iu P^. tp. V(>gi8heim. 
Terebmtula snboAMiBeQkta On>. Badenwaltor. 

— donopUcata iSöit« VögisbelBi. 
RbynobonelU spathiea Lam. sp. VöglslieiiB. 
Diese PauDa genügt indessen YoUkommanY nm die Idenülit mit an- 
deren 'bekanaten YOTkommen der Zone des Ammonttes macrocephalas sn 
beweisen. 



t. Me TteM HttAMMittM CMdaltt. 

(Fholadomyen-Merftl JProm^ers 185S. •• a. 0. S. 61.) 

Bis jetkt ist im Breisgaa noeh Mne der Fonnett der •« g. OmalkH 
thone naekgewiesen worden, obsdioA es nicht wahisebeinllck ist, dase 
.dteseiben fehlen, da sie In dem nachbaiHchen Ganktt Baed gahs dsut« 
lidi entwickelt sind '), Ib den meisten FlUen ist daa Terratai iwisebrä 
Cembrash and den Tbonen mit Am. cofdatas dnch Utes veiMIHt oder 
tiefgründiger Horaosboden und dessbalb nirgettii anfgescUeei«!. A«di> M 
einem über den Schiditen des Am. macrocephalas gdegraen Thon mit 
Eisenkiesknaoem bei Müllbeim habe Ich vergeblich nach Fossilien aus 
dieser Gruppe gesveht, er war v oH s i Mi i di g teer, itinnite aber petrograpiiisch 
nicht mit den Tbonen des. Am. eordatns liberein* Diese aeöhgrauen Bftnke, 
welche in Masse kleinere und grossere Linsen eines etwas heller gefirbten 
Steinmergels enthalten, sind auch stellenweise sehr arm an PetreCseten, 
welche nur in Jenen Linsen in grösserer Menge Hegen und allmählich 
darauf herauswittem , doch wird man an keinem Aufiichlusse lange nach 
Ammonites cordatus und Rhynchonella Thurmamii au suchen haben und 
dadurch rasdi orlentlrt sein. Die ergiebigsten Fundorte sind ,,B($schetse" 
bei Kaadem, der LIeler Feldstollen bei Schltengen und der Steinacker 
bei Auggen; am Schdnberg bei Firelburg habe Ich nicht gesammelt. Die 
Venteinerungen sind verkalkt und nur an ehisdnen Stücken von Kaadem 
kommt eine Yerkieselang durch Ringe vori Wie sie im Terrain 1 obailles 
der Schwell so hSufig und charakteristisch auftritt Die folgende Liste 
enthält alle mir bis 1864 bekannt geVirordenen Arteü. Es wird auffallen, 
dass sich darunter auch Ammonites athleta PhäL befindet. Ich habe die 
Wohnkammer ehHs sehr grossen Indivldtnims In der Sammlung der poly- 



<) AIhr. imUr in BsiUis« ws geolosifchfu HuU der Sc^rtis. L 1M8. B. h%. 



gjHWfcttOtft: 



t6 



ü c fcnb Ate Schute at Kiwa teuto htotorliUi^ wiMm iobmnr attf. 

iMafM Zooe.ttfdMrIgt Art hoiigiiiii lMu»k Sie wttrdtc 1859 fo« 
taMlU Vdnitorb«Mi AMtotaaüB Dr..iJ.D. SiiMdUaite ihn. flMpn 
Arte» zimmmm mi 1a fWiber EitoMnm. Ili^ Uekr F^MitallMi geAm- 
dw. lateiM i0i Mdi »n miicg t a Orttm^ &. B. im Aaiftiier Jitta die 
Trmmmng d«r Zoae iet AiMMmMat. ntUH« von dBife liWritgeii« Ovftrd- 
•ebvlifif ii«d iMi w«Mttirtb«ff <). . . 



Wäf^W* 




• 




-1 










fi 


AawioiiHti eocdutos Soi», 




♦ , 


♦ . 


8 


— pllcatilis Sow. 




« 




4 


^ p«rarmttiM d&%0^' 




• 




& 


-^ »iUtt^FhUL 




* 




6 


• Pholadomy^ caiiidicul«U Botm, 








7 


— parcieMtt Af, 






• '. 


8 


-. exti$^^. 






« 


9 


PaDopa64 variaDii Ap, sp. 






• 


10 


Trigonia BiMillifera Af. 






1 


11 


Am Ud»iA%t^ l>'Ork. 








IS 


Pinna laneeolaU iSow. 








IS 


ModloU VfOefsmiftts Opp, 


♦. . 






14 


Pcmia mytiloldat Xomw 








15 


Lima pectiniformii ^cAlo^A. (var. borrida Merian.) ' 




» 




1^ 


pMün rabfibroms DHM. 








X7 


Of]^ylw«a 4il«tat» iSoM. 






•' 


18 


Exo£7ra aurlformia Qoläf. (aon Jforr. Xyc.) 
TiM^atoIa (Wäldbelnia) Delmontana Off. 








1f 








21 


^ . (WakÜL) iarnntaa Bfo$m, 
~ OaUlenel D^Or». 




• 


• 


92 






' ♦ 


. » 


23 


CoOgnUa» litoordata Xeak« nu 

HU^riertnus ecbiuatns Gol^, sp. 






• 


24 




• ' 


» 


26 






• 




26 


Saipik ^«t^braUf Sw. <ex p.) 










24 


9 


10 



Die neo au^efundeiien Arten bewiricen lieipe Aenderong in der frOber 
(1857) Ton mir begründeten PiuraUeliBirong mii dem oberen TbeUe von 
llareou*« Argovien oder Oxfordtbon. Die Cebereinstinunn^ mi^ den Bipken 
dee Canton'e Basel nnd Bern ist auch bier sehr. ai|ffil}end. 



Auf die an Pboladoipyen sebr reichen Schiebten dee AmmoaUes cor- 
folgten in dem Eisenbahndurehstich bei Efringen nadi den Ton den 



t) Oppel a. a. 0. 8. 62e. 



iS» »AMUBnOHC: ll»o U « Miiw gi» B toi MU llwi n Obn ^&tk Md. 'ObMliilte. 

Jngtnlwnin te fr. fiaimmltefl-EiMiielt Idei^ntiibm^MickM tunM»! Ml- 
«naibirt» Kalke, wdoiM fi«wr WmteMWte alneB«^ ApioeriiMn »ier 
tlQBeficriMs «nlMeMni^^ daftn Us mt Otiftze' des afil|pelagertM TeiMt^ 
wdiee oder UaMgeWIeie Kattw lohtte Sehlefatengy wd^he m der SUAUtn 
iOeMtens -gtf^ieete und «klelnerebrodlllnDlge und k«(<eli|[8 AmtelietduHfeli 
iron Wfe i Miw Jaepit föMbny der*!« IiHram salilreielie Foüainltiifefeti ent- 
hält Diese sind immer nur in so tclilechiev Brlnltongr cu. eHangen^-^M 
man w naiwww me Qit W Bg c u bemaniwu immr. :Aticli tite UMg^ IreM» 
wegs arme Fauna Ifisst sich nur ausnahniiNRreiae.ia .beatfo^inliac^ Zui^t^nde 
erkalten, da das Gestein sehr hart ist und dfe meisten Fossilien in sprö- 
den Kalkspath verwandelt sind. Die Eorallen seheinen Tonngsweise Ca- 
lamophyllien and Thecosmilien au sein , unter den Seeigislii . erkannte 
Oppel Gljpticus hleroglyphicus Ooldf. sp. und Desür eine neue Art von fie- 
micidaris; Cidaris florigemma P?iiü. (Bluqdenbachii) war schon Froniberz 
bekannt und kommt zuweilen schön auf der ObeHIXche des Gesteins bei 
Kandem ausgewittert vor. Die Brachiopodea sind Terebratula buceul^ta 
Sötv. und T. i^ignis var. Maltonensis Davide. Die bis 1858 gefandene 
Fauna veranlasste OppeP)^ das Gestein mit dem oberen Theil des Ter- 
rain ä chailles zusammenzustellen, 1862 wurde ab^i^ von S^Ül ^in wohl- 
erhaltenes Exemplar von Diceras arlethium getonden, weLofaea -auf eine 
höhere Zone verweist. Auch dfe Kerne von Pholadomya, Lima, Pecten, 
Opis, Nerinea, meist sehr grossen Arten, wakshe ich bei wiederholtem 
Sammeln gefunden habe , geben keine weiteren AufUSrnngen .über *den 
Korallenkalk des Markgrafenlandes^ da sie saünrntlich sehr seUedit erbal- 
ten waren. Es muss also die FeststeHung des geologischen Alters desselben 
neuen Entdeckungen vorbehalten bleiben. 

Jurassische Schichten, welche zur Kimmerlctg^Bildung gehören könn- 
ten, sind im Breisgau durch Petrefacten nirgends angedeiOet 

Im Ganzen genommen sind also hn Br^isgau folgende mittel- tmd 
obißijurassische Schichten bekannt: 

i« Thone mit Ammonites opalinus. 
t ^* Randsteine und eisenschüssige Kalke mit Ammo- 
'HtfeerooliUi' \ „itcs Mu'rchisonae. 

3. Kalke mit Ammonites Bumphriesianus. 

4. Weisser kleinkörniger Oolith mit Ostrea acuroi- 
Bajocien 1 näfai^toi AdUnvWissttrf Renggeri. 

jyOrb. f 5. Grosskömiger Oolith mit Nerinea Bruckneri. 

' ' *' ' V 6.' Mergeliger (ioFith mit Ammonites" ferrugmeus. 

•. / »1 ■) il t' ! iif .. I • i li-,-''. ,ji. ;i > i »,.,'. '•» II.; . • 



«) a. A. 0. S. «50. 



SAKWKB6BIU BMb«fbtaqi«a im. amUtm .^wn to^.b«4f K)ik)BtWM^ 2.1. 

Canovien' { ** KfeW^Wwi«» Mergel, mit, Apim^ptt«; mficfoce-. 
"D'^Orti' ' 1' •iPb*^^ •' • ' • .'♦!.■ .•'%-.;/. ■ *■•■'-. 

n*nmh i,^^' ^icrgd mit Ammomtcs coraa(i|i8^ ^ . 

A*ii- h '« üi ff. •'•■'' ■• '"•■'* -": • •* 

Bachreibung einiger neuen Arten. 
. 1. , Wi^dh^iQ^ hlcipc^i Smdf^* Q^^Pr? P^? Totalfo^U., der Schalj^ 

Mitte gegen die §(^««^4, ^.{^fpk^r J»§{(p)kf; yu(},..,8Qi,fin^Wcf(sJft-«ifilS 
aacb. fxsi; y9i^,^ri,f^ mu i^uinpfe Kiele ^ .ifR^flia S|i9..in dcq i^i^flbr 
gklclibreite Theile tbeilen. Von scb^^ci^ .^ji|f)j^,Anr|fd ^^ck d^ .^ij^^ph 
«lU^rk. üUfoeliiftDUJtfi- kleioe 3i»to4^v#r T jiaj yh yjj^ aj e lusfib. ^ß^fm be- 
grlnzt, während das Schlosa/eld flach aasgeböhlt, das DoltidiuDii»,|^|>C}| 

ifeM «««e^Diio^r >rg^4^f> ^Ipi^char^iDgW/ kofl^tj. |^if^ "^f^f^i^^nvß FP"S 
Die Pi8)illen,faiii4 fla^^^ S5»b|rq|lch apd sfj^; kjbiiw ;, ;, .., . ., ... „ .. 

Mördii^gflq. .f ^^pffre.Wa jete^.gef^^dp^ „ ., r. i/ ,» .>!.-( 

Waldji^p^ia Lgi^pencUcii^a ßyi^ fie^jt^eftko^fiBt^i^y duj^jj|l^i^, 
de, Montr^uU^ißelliiy M^m. ^oc. Linfu de. ^It^ffiandiej^T., ijf^ jk ,34nJPV 
IV4 Fig. 1—7,4^ ^br, «ji^jjidli, fM^ifX %9lF?^, if^^öibt, f(s|rti<* jW*^"^*^^'' 
gi^ddlclU und auf der ^ttp.,der .Sticn ^fgeran#t^ ^ ¥fpsßh/ß)(k • die,.Jj)ckfi9 
ab ^^lartige ForWUsse,. der gchal^ .ewqj^gu)^) . yw? .}](pi,.iy. ^^rvq^ i|»e^ 
YorkomnU.. „ .. , .,, ., . .,..,. i .,. .- --/.v ,,(,. ,,.,_.;, ,.>.'.;....,) 
^ ift3rnri]ORfUa(.flei»i|l<}bo#af,j|«<Ai. 9ir'«9H i <^t'tf«<e«Miie,,3qM^ 
«eiMt gimite iBi^ derHShes.g^Ml.ilt, {»ofti^btri^M etimitaf^lMmtSmeti; 

einfache kantige Falten tragen, die dar^k t0(^alfre} A^-iNeoilicdb.ttM» 
Fnehfett ^igieMedMX iMrieni^.vA^ dlM »b ^ Dplifttele » : Stlni. grMfiw)5— 7 
liBt«redMMiiMitan4M iW^dbir Wlitet]io|)||«|||iMin<I^QMl)hiepitwiirt^ wii4 
UII*3iieiM€M#rlM«aimgider^^^ vf n.d0« Modim pa<^ A^rMMte 

itf «fhdfejm dMMf 1y|erd^l|clellF^lv»H^.-Pei}^«0to•bq)4lfflfißa«N^^ 



Bargbeim, Mördingen, Badenweiler ^ Riedlingen, etwa 12 fCienaplare 
bekannt. Sehr Mhnlidi ist R. concinna 8ow. {Davidson bHt. oolk. Bräehiop. 
p. 86 Pr. Xm. Flg. 6^12)) ai(t welcher feh frtther dipse Form als Va- 
rietät vereinige sa Ic5nnen glaubte, namentUeh in Besng auf die ungleiche 
Waibting'de^ hMtm Klappen, welch« ab«v aikseer der 'Bildung eines bei 
R. semiglobosa nie deutlich ausgebildeten Sinns. bei R« contiwina erst In 
spitem Alter, bef R. semiglobosa aber schon bei ein<»r Gröise auftritt, 
wo beide Klappen der R. concinna fast noch gleich wenig gewölbte sfaid. 
Die tM iSer Rippen beirägt bei aosgewachseneti I^IXiclLen der IL semi- 
globosa 22, bei R. concinna 82. 

8. Opis calva SanM. n. sp^ Die aUebi bekannte rechte Klappe Ist gerundet 
trapesf&rmig, nicht sehr stark gewölbt, der hintere Theil (Flflgel) stösst 
mit dem vorderen imter einem nicht sehr stumpfen Winkel umd ohne 
Bildung eines Kiek 2usamthen; DM Öberflkche der Sdiale Ist glatt (viel- 
Mcht etwas sibgerieben), das Moitdchen klein und nur schwach vertieft, 
dei^ Hauptzahn bildet ehien rechten Winke! mit dem Torderranä^, der 
Oäterfand Ist ihit grobeh gerundeten^ Kerbi&lirten foes^tst 

DM Total^tetitlt uitd die SteUnng des Hauptsahnes untenTchelden O. 
calvA Mcht von allen b^iknten Arten. 

HCfWngen 4 Etentptere, fmmer etwas abgerollt und utit recbte 
Klappt. 

4. Heurtttomaiia dlsparitexta Sandb. n. sp. Schale kt^lseUttrmig ihK 
Itech gewölbter Gtbndflkdre, von 5V) ^st ebeneh Umgängen gebildet, 
deren breites und tIeM Bchlitthand oben von einem einC^dien , ffein ge^ 
kerbten^ unten aber von dbiem grol) gekerbten Doppellciele eingefasst wird, 
wtHirend audi das Band selbst noch swcfi weit schmMlere lind wenig her- 
vorragende kiele trlgt t)ie Oberseite der Umgänge ist durch ein an^ 
biretten, fkst rhombische Maschen gebildetes Netswerk versiert', wdch^i 
Von ilut gldch statken bogigen Quer- und geraden tiSngsleisten gebildet 
wird', die auf den DurchschnKtspunkten grobe Knötchen bilden. Auf Üt 
Grundfi&che liegen sehr sahlrelcbe LSngsleisten , welche von matt aosge^ 
pifiglteh, aber dldit afiiolnandev gereihten und dun oberen totgt^gengesetst 
g^kHüiiflil^ Qiiefleislrtien unter Blldluig äussert schinaMr Ketsmasebefi 
tod tihni' b«^eHcbarer KnöiMito iuf den teMecbnlllspiiArteni durdiliMM 
werden. Vöiffsheftt 8 -Simsplare. •' ' '-•-!.;( ' 

Uüter dert PlluMMMultfrH weMhe ÜOept «tut E^' BmUmg$Mmij^ 
autr tde« CUloiieii von IMMMtt^BlMay' beseÜfelbeii («osritoe db Mmi^ 
tt«t«i-BelU)r EM. (M YA. ¥ «fo BHA. «oe. LbW; KnlmimdtaO «eteHW 
M^^ sm U ütsr^ ^ thnHdi v«»4lerta'f onMn, ' «. B. Hr WSUbj' euMeavati) 
cavovittau, tfMu^fil^slaU wf Lafs^ttes KMi uütiHihiiWeu ^mm Akt ieMM 



in WQrzburg. 



Ich nehme biemit ein Thema wieder auf, das ich schon früher in 
eSmeliien Ponliten behandelt und weiter aOszuführen versprochen habe. 
Die Denen Beiträge genügen freilich nicht yoUkoQimen^ zn ergSnzenj wa^ 
damals noch lUckeqhaft blie|[)| aber sie werden immer Qber einige bisher 
noch nnÜare Terhältnisse Aufschlösse bringen. Fragen, wie die nach der 
ioaseren Begrensnng des Zottengewebes, nach der Gestalt der Epithel- 
wfß/m^ aoeh ihrer* Terbinthing unter sich ond dem Sdileimiiaotstronia, wie 
aneli der SEntnAehnin; der I^hleidik5rper, sollen diirin aulls Neue Be^ 
spredrang finden.' 

Die Mmvjßfei^Heid€nhitdi$$, diuis dl^ Ep^tfaekellen der Zott(^ äprch 
AmUMat mit BMageWebeicSrperebeil ihntfdken Z^eü Im Zottenge- 
webe nMflimeiriilttgeii) d&rlUr dürdi eitle Reihe neuer Beobachtt^ngen 
wld0tl0gt'Mfi. Dieae habeü ei^tebeto) ikm das €hroiidgerQste der ZoitefH 
warn groasen Tbeil aaa einfachen BindefewebsbSlkehen besteht, die nur 
•MUmweiM Kern» lObrea wmi nrit atemMfvigeny 4en BfodigewebsbKrper- 
dM Atfiebeiri Bdtav iH VeibMhIttg stehen. Bei *m Yagehi Bndet ekii 
fmUmmmmMntL TWleti 4er<Utteo ein aus nirtea abfepiatieten BÜk* 



24 EBERTH: lieber den feineren Bau der Darmschlei rohaut. ' 

eben bestehendes Gerüste, das nur selten Kerne oder Bindegewobskörpern 
äbnlichc Zellen fübrt, mehr gegen die Aebse der Zotte trifft man auf ein 
Gerüste aus feineren Fäden und erst gegen den Grund der Zotten zwischen 
letzteren auf sehr zierlich verästelte und süemlich zahlreiche Bindegewebs- 
körper. 

Etwas anders sind die, Verhältnisfle bei den Säugethieren. Die blati- 
artigcn Zotten der Ratte bestehen nach Rindfleisch in der Achse um das 
Chylusgefäss herum aus spindelförmigen mit Ausläufern zusammenhängen- 
den Bindegewebskörperchen, darauf folgt nach Aussen eine Schichte homo- 
gener Grundsubstanz mit in dieselbe eingelagerten isolirten Zellen und 
endlich eine äussere schmale eine einfache Reihe von Bindegewebs- 
körperchen enthaltende Schichte. Letztere schicken Ausläufer su einander 

stanz scuneskt die Zotte nach Aussen ab. 

Ich kann dieser Schilderung niAt vollkommen beipflichten. An Prä- 
paraten, die ich längere Zeit In der MüUer*achea Augenflüssigkeit conser- 
virte, dann nach kurzeU VöhiriiJ^ -in -^lyceirin mi Anilin imbibirte, und 
in Wasser zerzupfte, oder in feinen Schi||tten untersudite^ erkannte ich die 
Darmzotten nach Aussen von einem feinen aber doppeltconturirten hellen 
Saum begrenzt, an dessen Inneirfläcke) nitanleE Kerne lagen, und an den 
sich sogleich das feine weiche Balkengewebe der Zottensubstanz anschloss, 
welches nirgends deutliche Bindegewebskörper führte. Das Gewebe der 
Zotte ist so g^ringi dass.man leict^t mit IlüLfc der Nadeln die gaiis^e Zotte 
unter dem /einfachen Microscop in 2 Latucllen ^pol^cu kaiui^ wobei auf 
dnroal iclie gröisste Masse d^r s£wtscticn beiden Ektlern bcßndllii^tien Ljmph^ 
korpej^ licräusfallt^ Diese filät^er sind ungettiein ^iinnj uijd mua ijcdarf einer 
intensiven Ifmbibiiion, am besten mit ADUlnröÜi, ulü ilirc Struktur gejiaii 
zu erkennen. ,, . 

: , Etwafl.FJeJcfier a|n Bi^go>|r,ebAzeIIeA ,^nd ,4i^ S^n. d^ ^^^^pinolifliiK 
difi 80ff3»/grpfm^ Apf^i^licpsit mi^ ^9»9fl.;d|BrÄat^..zeigw, Pisr (Ji4firsc||M 
liegt besonders in der stärkeren Entwicklung des feinen QerÜQt^Sv. lU.!;- 

,j,.,,[lJ9jHif ^a^.tZv^ngieYrc^ -^der^. l§lb««rtbiÄrÄV-hafc»nj to öei, tetzten 
Zja>..y^chf^^cufi .^i^tofiotgie^p^psrMiA^^ '^liil^fimgi^P. 

jf^filH h^ndcwi fi|rjW*05weiVi*eil m^tk^.^püt^r.folg^ilAen .M^h^iliHigm 
<J^i;auf:f})a8V[pU». - n • ' ./• •<-'i • "'.. !•«.;;! n mS t.I. •.;••. vi (r ,rr 4r*-.-ni.> nw\ 
1 .(.Al»MMlwrii<tt>n'i4eafSäiise» tetidiKö^i^ dnäHdieifittiMnoilttin 
jämß t^c(Datiipemciaiiatt;TbclMflto^O|iMiftdm 
BiUMam^^dki^iplA^Mntißmsoh amn »DleiMiiMäi DatafifltwtJietliliev^ki« 



a« dWf h eiri wMHm dyt^goioii Gevribey 'SOnActnUaiuil «iner' fisaieiem 
BittdeßiibsUiius, SiO'ih^ei: «ach AissßA vUtA tohaif. mArkiKor Bifidego* 
wMcakm ^b&gnamM die iBebMoaliaittfliltan. Daniitter Mgm mt Sbt^m 
iMmgtit^damtaMr >drai\ BrdicdivdMpMker i ditf FAltctt piraldi Uufegd« 
•jrfiwteHSrtftigt^toie imd) DM <h tfi webfeka^n Au€bdieDiamiflcU«iiobädt dfv 
FUcfto*((>fpduw*ca4M>>toilihttfiMUi wa dem ttii^eMlieli.-^togMtti,: se*« 
im foliMHi' tetsniii Atedegswob» Jttil' eBfen^ UWusn^ JUi-dar /SchiUfctöto 
iiü'dar Da«fonku)Mi''dM ü^ergangifafftn .terieiü ejto* 
«Mtebdi m difr teleptnJünttMli» £iiidoadbfertaae. «ZwiMbeor An Ffh 
WUtai der latetinn Itogen.'fiWlHilt iA alolilidi^ groii^tti« Meiif^ di^ hytnpißr 
kCip c pc i wa. ' «sd dmete» »oiA JKmne udd: eüsiltle: BM^^iweblzeUtti« 
Ich habe gezeigt, dass jene Elemente, aof weiche aieh HSienMM 
rtffiftwiwig itf tza^4ie* stiNEVfimHg^ Bffvl^gew^slcöiy^r} bei maaoben liieren 
«ohr .fronig: uad ..diwcbiius »lueht s^/ «ntvkkftk 3^« wie pan.apa^hmei) 
liftwlfi^ wffip jfflde yeybjpidttPg tgwiw^ea; iM^n U9id,:d9a;£pkl|e|iei| wirklieb 
«lisiki». «Vm «jmn .pbj»M^giiflh.nvicbMg^ y«!MM4«rUi0t sich Mk» 
iKKfhi»») :4|i»8jdi(B8ffl> w^fil ^kMae iModitoitonw #b^ iMa sp Sfp«<^ 

XQ4M:.bln9aA tflefiU Jtliübf»^« Kfl^, ^ 4i«9iua J(,«i»U;mf^)» .b9bau|^q^, ^44i| 

longewssbecibfiatebif dioffü i»«>6iu^f.|indei»,«.#ls ii#c..v^ J^sü^^^^liA^ni fni^ 
fMfillM^ KflU^iW H^dfi'J^owAt . '. . -Ml/ '* .1 • •» ..: 

Bis jetzt wurde nar kurz jenes Grenzeaums der Dani|9^9M9Q.gvrf^€hi^ 
dßR.flpr ,dip, F^i^ge jp^ ^ y^rj^p/öft der. Ii;Rl^fizellpj nift^^funi^r De- 
00^ T^jil^ S»«W.,gr#§ftp ;^lfiq^^ti4^glt i^^t,| .ui^d, ^ 4VjTbftt .^cho» pft 
G^ep»t^d.w9nigf,,ipi;foljjj^c|i0r^ . r. i 

, , . ^Il|u;i^4 , dip,. jElin^o . si^b f(|r , f^^^^, 89lcbeQ, ai/ii^fl^cficheq ^ ,. s^ten ibif 
dagcgfsn diie ^ode|nqifi vpUk|[}^<|[i^n iii v),l{red^^.|i|||fi Bf^tZ|ten c^ct^.bij^rbef ^oi 
4te.v.fJCgpl>li«b^,JaoJJ/c|ip^frye|rsu<;b^ Yf!^. *W^ :<Ji^ ö%fS .H^^jß^timipte u^ 
gezackt/? ß^5gl:^^?lg.^]f,^}^tt^^«4)ef^pi}JK EiiffYMe !f^rtS":!?wuDjiL.ifveij;^ 

Gewicht, als man sicli unter jenem Saum wohl keine ganz selbsiständige, 
dem unlerliegendeu Gewebe nur lose ' anliäftende' iVIemblrau' dachte/ son- 
dern' in i^m vielmehr 'dj(! aüsserste, etwas yerdicÄicte Sffiic^te' der 'Zotten- 
grundsabstanz sab, die nach innen mit'(Ycm''ät)rlgcn 6cw6bt!?'ztfsatäimen« 
WlrngJ-^ AAeb BiMetii mui^ih '^dcrMlae xit« ^m^ttiijha' Vebvcfate gidkacht 
wmMtkM, jotmißjftdm |petnMUit tHum^eil^a.'. > < - " ^l-'-'l^ 
: : *<Esfa«M - elM lyhrbMba^^ dir**iB#fiMelM*NP''Bh^ *dinv"ZottMigewMo^ 

^Mkfm^Mst knmmM >^dg^2to«nnL-y»»cnl niftpiawi (MhNNii^<ln.ridM 
t^^-rikm^gMgiwta Mb S)Mw "detlBifitMwMoniAtalffQilli« 



tB BBBMH: Wbm 4m Mnem Bm d«t DmudMtflMli 

mMUny bai mihmBrikke^ MeMagB nur mm ihitmMadmm firiiidaB «■!§•* 
nommea. Mir ist es v'or elwa 2^1 «Mircn aum «rgteaiaal ^aglttikt, 4li* 
•ribmi im Ifoliiten GrernuaiuB der Ckms su sebt^^ uad Uk hAm 
fclK>n daoialB M^rmif bgsOgllche Pri^rafce Hrn. Urimr. Müikr vorfdfigt 
mtid Hm. JVey ndilen Fund miMiich »ttfühgUt. SeÜ.dUMr Ml nmi% 
dfeser Ckg^nttwid wMetfaok vefgleiidwiid iMMknniach vqb «rir reilDlg^ 
nnä M«h vor Sdüuss diäser ArbeÜ oMine «nie BofllmhlMig,' ymi 
Mt^ tlMÜwMM bMllili0t Bo bcfatupM F^ iü sdiatr 
Teeboik S* a04^ das« ^ ifam ror Kirnen geloagea eei, m den OeaDMüep 
dtc V9ga füM ddalüek iieiettU9e AaMcnfliche (nie m im ObecflieU 
eIneB LymphdKtoeiifoHikels) diit gvUnter flieiKriMÜ lov 4nifhiieit 9^ 
brecht e« beben. 

Zor DartCelhing däe perferirtcn SreMmrame wibUe ieh, nne M eii 
vereeMedene Metboden erfblgtos vereocfat worden, roebrere Mooete In der 
JfiiO^ecben Plftesigkeit eoneerrirte Dmnstdebe frieeb oder nelf wn i lg e n 
Stunden getMteter Thiere. Klehie Scbnltle daran wnrd^ dMin Mn dae 
EpMtel sn entf e hien hr Olyeerin abgespfih, ^bffavf inlt AmiliafMli oder 
Garmin tief tniMblrt, nnd unter dem einfacben Mlofoeeop der Santn ImaXb^ 
Bei denTigehi gelingt dlei eehr leieht, bot b«atelit ein Ueitter Kmmn^ 
darin, dass man an der Zoftenbaali, wo diese 'm die «br^ (BeUettthant 
sieb fortsetst, aeeret trennt, worauf man dann lefdM des Baikn wie elM 
lose aufsitzende Miitse von der ganscn ^der den gHtosten JMi im ZeMe 
abetrcHAsn Icsmi« - 

Meistens isöUrt sich mh dem Grenzsaume die Ihm anllq^ende CapH^ 
larsdhicht; die Lymphkörpercben, welche da und dort noch an eniteren 
haften, lassen sich zum grossen Thell durch Hin- und Herschleben im' 
Präparates auf dem Objecttrfiger entfernen. Torher ausgepfnselte Zotten 
geben ungemehi saubere Bilder. Dieses Verflihren habe Ich jedoch nur 
^enig angewandt, um sicher zu sdn, dass die In dem Saum beobachteten 
Lücken nicht etwa durch Ausplnseln gemachte Kuns^rodukte sefen. 

Die schönsten Präparate des Grenzsaums hat mir die Ratte geliefert, 
die sich ausserdem auch durch die Leichtigkeit mit der sich derselbe 
topliren Ifisst, besonders empfiehlt 

jii Die Akmdntfng derOefiinngen nd ihre Gröne ist bfer oiehl üheMdl 
dieselbe. So gleicht der Saum bald nebr «laer dnreU5eh«rten Meadbraa^ 
bald dnen von grdflaeien ted kletninren M mebe a dtfrdrinochanSto MeU- 
wefk« In erstell Falte sind die 0eflbm«en meist gMdigrtsa von a/)0^ 
Mfan. Dorehneaser} ond durch, cbenaograa^ ZMscheMftnse r6m einitidnfc 
in-aireiM Frfle weahMlfk dur Dncchas^sser.Ar GMkmiSB toü 



EBlUtTH: üaber dm fWnlrm Ba« der DanMoUtatnUtt 21 

0,OM--0,Of&^lfhD^ die tretuiendeB FMdbeo «ted Mn 0,008— 0^^» lün. 
8liKk wid itoaien init«Bft«r in grösseteil Knotenpanlilen aoMamieiiy wtlcha 
«Heriings liSufig die grosseren OettBu^gea «n Aindeimmg moik ülMrMifeiL: 
Ueber§[inge dieeer beiden ForoieDr skid giewOMick Abgesehen- i*ob 4eit 
LQelren ist det Saim fest gMtt beologen «nd edthMt nur KasserU eeHet 
Kerne. — Fig. 1. Ttt I* 

Weniger grose mü «ehlreiei^ sind &k Oettvngen bei de« EanindieQ, 
der Kalie, dem Wnd nnd IfeneelMnl. Bei dem eieleim stehen sie. Itosii 
nidit so diiAt ebd werden^ wie es inir. seliiea,' dstdt feibpetöee Septe 
gebreBMl. Aoeb die B4ise bat etemüofa riele mmd bfi bsi ab e OeAiangen^ ron 
denen »ea fib rigene niebt eo Ueidit eaabere Pfipnrato etUHt, weil dk 
gr6eeei« DOnne wrf Zartbdt des €(renttai«n und dessen festerer Zoseui« 
nMnhai^ adt dem Mefer bürgenden ZoHengtwefae die IselfarMig a«f eine 
g rt faser » Strecke etwas ersdi^Mt* Wiederfciiier ond Menscb stebeb in die^ 
sen Verfailtntoen ers^fenannten Thieren nadw 

Es kOnme Swaüsl entstelvsKy ob dfei scbeinbateo Oeffoni^pin wifklleb 
die gmnie Diebe des GkenseauBUdttticbselsen und niebtt viefanebr nur dnreb 
stel knw sie e aber nmsehriebenr ¥eMintrang den 0a«ns betfa^t sbid. Um 
ibwveogt «leb Jedoish leieht vonnGegentiMfl «nden Bindcm, womeliieie 
dieeer Oeflhnn^en angerissen ebni UelMraM «M sie gani sebarf begienat* 

Bei den FIsohen (Karpfen), den iiep^ep ond jkmf^bibien (Sdiildliritei 
nnd Proeeb) babe icb ifM tteratt ebiea aalten Saam, jfedeeb nie «rif 
jener DesftUchlceit ' nie sonst ericannt ond anefa ^yergebens dsnosttilcn yeiw 
snAl. Bei den Fiscben Ist eewoU die Obeiflicfie *^er ans dhshterem Oewcbe 
beete bem d en SeUeMiaälfelten wie die gfobetana. der/^tateren Ton ^^uf^ 
Bebe» nodkieinen Lüciten darebbroebeo nnd bei dem Fresob brsfeebt die 
Moooea ans einen festeren €kwebe <diao. erkennbare Ifaacben. 

Z«r Unterancbong der fipitbebBeUcn biina<|i(e leb gleiehfeüe' lifaigeffe 
ZM (mefanre; Weieiien und 1^2 Jähre) in der Mdtter^scfaen FUistfgkait 
anfbewalirte, Dannstileke fiiscb oder seh ehiigen.84nnden getödteter l^erei 
Eine gewbse Brflebigkeit, weM» die Gkwebe nach lingerem Verweilen 
in jener Lösong erhielten, wnrde dareh läge* und w«ebenlangea Anfb^wabi» 
fen in Glyeeifai besdsigt, weldiea de» Tlieiien wieder ein» gewisse €ie^ 
s chaseidighe ft veiiteb. 

¥üt gew9bn&eb werdsn die EfdOnlbeHen des Danas ais schmale 
Kegd'g o s thÜ ds it , deren brdte Basis naeh innen, deren fipliae nach 
aaasen geHeblet' M. Dies faaat .^do^ nnr ifir einen Uelnen TbeH 
deMdben. Man tritt ebenso Maü^ das Urngd^ebatv dnd endlleb Zb\im 
mir wdisbo c^eieheaa Qnessebnitto. <Fig. 3i Taf. L A) Bei IWeren Mt aMiup 
o^ndHedien: B)e»in a. Bi/ Mk* Fl^ieAfeskseini (Kate) sind aüa diese 



3B KBRUTBt lieber deB fetaeren Bmi der" Derdi^chlelmllMil. 

Fot mei vMretdn, ^Umiid M müdreo nlt mehr blattariift« 2kAteii (IbiHe) 
dte wiehjr «ylMrisclMii «faerall Jialmii ghiobboeüoi KeHw übttmiefait 
Di« KtrM li^gien darcfam i^At m gMdiein Nivtao und di^^dtetM 
«nr'ibreir SMIe nft leichl aagesdiwottsii mrf es ' mag «bidurdi dio IMgord 
ÜBtagemir und Yerbkkdung 4cr ' £phMc7iittder oft wesealRcli iMdfaigjtl 
werden. (Pig. 6. Taf. I. A) Dasselbe ergab anch'dibc (Frosdi* Ich yrÜtsi] 
^mcbe bufrMit Wt^andl ddr 8. 18 behau|^iM, §qwMi& an olark. gekMImm- 
tto FlMebm mft mm dtn* Spitecn der 2oMen> ^ ancb «tt. den m^ptonett 
Soiletiflliohen rd^r Ivtetetea mr eonkofa» Zeiten btAaehtetiu haben. YfBm 
dies dtfr Fstt^ so misMchi sieh «iHsohen «tnasfalen flMleaftpIttsen' eslwcder 
nA ZwischensdbstaMi od« ZeHen ansgMÜlte BMmat flnski» Eisiciresi hat 
frÜMT /£eii%0 angüBoitamett fMd- Ws^antft^ wieder i>eiiMpiet Ich. hab« 
■ikh w6% hiennett ibenseugHi Irömien.. Betradiiet %«müi griissera iMif Mmtw 
6nindAtolie gel0gene<ir ZeUenreibeonnd steUt auf die ftossecen finden alii^ 
so sieht man allerdings mituntclr go5aaere trenDewIe 8]^iltchen,> dU i«di j^dod» 
in Vtegleiofa müdsn 6eii«DanaidhAen äuvä Tbeii Or Kuofl^Mlakta^aiteii.maas 
hfenrorgdbracfct dah;h idte DouelD .des' Jftftokgkaes^ Da die BaMi : dar t^lim 
dnidi deihGiitaciilairsasMb ftiniger «arbmiden sM)' so whri eisK^OiaiiNrasÜo» 
w» oben' die ^g«j|pllllkitig.vlMi||iBr')adbät)rall^ g^ttenfcpita^.ivtm lein an d ir 
etülefneri , - wkB mm so. letcht« aii In^össercB. gevfiHbCcn Epithel Laanfr 
hm^M.' B.' imi der iZ6t*ana|ritae, .(gaacfaeben miss, irmiä m^ Mf der 
Basniiirbe gelegen^ nnter den Detikgbis die utsprüiiglioh^ WMbang t«»* 
Heren) wedaecb dieZtiktt/Tifeii eidandek irefehen tmd^iaich: ab^kl*ea: i f .; 
A4I gut lofliXiMen ^Pid^ahiten alehfc man < Im PvOtt ^: iuasfMn 
Zdlpnenden sneisl glenau aaahiaikdisr aohrNtose») atid imm .übeoufeigiislal^ 
daas die ib toddort «ich* fiiidendcn Ltteiden dwoh Dlruali betiv^agehaadhl 
werden könnoD^ - in Folge rdessen leibht difr eini9 oder andere mit; ihrem änaaeffiM 
breiton Ende awiscbon 2 9fS^ endendcf ^j^inlder eingaacbobenci ZeitOv zum 
Aoä&dl gebracht werdet kalin^ Für dito Epiiiel der ZbAteMspitM'bahaltell 
die bUher iib AUgemeiiien angenommenen TwfaKltnisse ilne fGelMag. * .: 
I : Sowolii beiSüug^m^ Vögeln* und' Anlphibieni eitdMi dfi naA ^usaen 
viiechfbäl^rfeen wie die vesbreiterten Zollen bald .attiititif gierünflet «jdei 
quor abgeatutsl, bald tragen, dd an* ibioii* Ende .eftii» adtlieh.odei iil des 
Mitte aufsitzende von dem übrigen ZcUkörper nur s^hiywwfa i.giaiihiaiiahe 
htasQ! Spitte odtr UufMi in eitnilze. Spitisn .nie. (Fig^Sünd & Taf.f I. A) 
Hiebt s^t^ ist das finaseir^ Bnie starü abgeplattett/so «dito mjBLtAjiei 
Kahte atebend wie ein . feines Fafl«i^80haii^t,'^M je4dcb 4fe benaofabuH 
ten Zelten niehtt iberngti'^^ellheri bndiili'iiie JMIe ftheiMri' feinen umUt 
fjfbMddnhenr Adflünlir And 4kbu:;i8ti die Mehl «Hmm^ Ün^Bih'iilsi MmeMm 
ii»itlicgbndob.rC7BflAat(i Dieimgafty' haeb: Arfisea abee(aalteaft.BttlleD 



BUSIB: MM Ml tMetm Bm (kn DtamMÜMmiMxi. ff 

im noMihed tiiiü&en attf der fijuite tlebtsd nidi .faSiifif ec ilortsäd^ Tor. 
Afc«r.«bM so bäntg tritt man^abch. fato fipitMi^a Mit dutbrenii breüas 
«ig«0tlnr411«MB EndeitielMn ittldrai; «Ue.iiMi «iiwr kutacn V.tiwclwniil»> 
noig mit einer Uftttetigen Ini OMhrcire gmm&rB und kletnefe Zifrfel gespritenen 
Verbratenii« mim. (£igi S. TaAL A) Hiebt überall iit bei dam FiMdi die 
HlSba des £pitbeUag«ir» glaieb^ «ober «&:«» Tbdl b^maMfn nMg, daai 

das Y^ehomiiMti va» AiiaÜbif em Sk mkt T«fbt^teMt jmaafaBiV ab 

wkkUeb ist..: Der AlMthein ipto» Forteätaeii wird ooeli:. dadurch be* 
diBft) dast ditf'jhuaeren ' Endea aabrig zur ZottOMbeiiieii^' geatdlier 
l in y i w r Zetten aeülieb ^bbi^fea, ..was. aacb sehen Eimdfbfimh benterLlei 

Für die 8äil|:ethie^e (Ratte tmd Hond) oad die^ ¥«gel aebmo ieb 
keinen Aastaad das VoriuMakaea fciiftw^ spüäar Aüsttafer aa «Irisablerii 
ZeUeaaa bdhaai^en', diesa aiad jedoch' stell an derMladerzaliL -^^ 

Die Toa yVtbmr mitar deh Ofliodem beobachtet^/ and.* als jonga) 
oaeatwiek^te J^Mietiea «afgefnwtfa raadeo Zdlen 'seheinen • darebaos 
aocb nkbi alle Ifiatologep für erwiteea^ au balten« 

^latat habte< sich HeUUmkdn ^aad JKadjfktraft. ftry H^dad^ Md! 
XMfter gegen jeae Bildiifigan erkUrt Rrstete* w« aaf .Magssehnit^ 
iea erfaMaür Zotten oater den- aonfschan EpIdMtteo idebt nvie WAor 
ergab, eine «ialkcbe^ sondern aieadkh lafiebtige Ikige vaader aad 
ecUger^ diebc aaelaander liegeader ond dareb imiig i^wi scbt n t nbstana 
getrenmer SeDen oricanni haben. AM/Micft -erwäbht niirksrE dha V<Mrv 
konaaen solehet rander ZaUab mter dea EpHliellea) ao dass dian^achHetaea 
darf, er hitbe erstere nar Id besilirSaktbr Ausdebnaag beottaohtet 

Wiegandt sah die Lücken swischen den Spitsen der Epitbelieii mir 
?m Mief lamee lManilibataaa oad ala von äUUan aaageftUt^ 4md^^eiitet 
die von Heidetihatn bAaaptete mächtige ZeibcUdil fßr dia:;uti«eiien.lBern^ 
baMgca fttdea baai K ibbar te t CptAekaa, de sehrägb t<om Mesia» «etroffia 
wnitieB/): 

jmttkr bat glelokMls' nie>^ WeM-^scbte Ztilen^g^aadea. 

i>ai''dta MaMiade Hädemikaififn^ wegen der- naP^yltotHndifeb Treiikani^ 
der dhEäkitä Zeltoi für Ijateiaaehaag der 'betrefbädea Frage (ketneipwegs die 
aiiierste ist, babe> ich es^ voigeflo^a aaf dam' ObjecttrMger dai Bpitbtf 
der Hl ebreaisäarett ' Kauf aaflkwiArten Därmstüeke* van' dea tsaUH«a Zot- 
fea in Qlyeei^ abKQq)tt^^ dteibei werden oft gaase Zotten von ^itbel 
M «od maa^ erbUt bltafigin efaar tteibe gtiegene*, aosammenhingande 
Oftfader, .swisehea-dönim ktüläe nindli<^e ZeUie» noth >in MMPer nrspfürtg^ 
Udiin Lagie (Mi^inAdn. • WP allea' blerimf >un«6r*bciMli 'Thierea ^Canlo* 
diens SttHe^^ Rtttz^i'Htantf nfid' a«m> tst^ mir df^ a^ni6^ biwobdaro^ SobWte^ 
tigklit gdaigiiti*' - ■ •*'- •■ ■■•" ''■ • 



tO BMMBc Oite «ii Mmm ita te 



«iM itrtar Hülle iHid Kani Tenaben. Di€Mr M cle«AMfer, te Z«tttA- 
inbak gBtoüllfitr, der Dutcfameiter dar g«iiMB ZeBe etwi» kletocr «b 
bei den SehleimkUrpeniv doob iaden sidi amL Uefaeifaiigeiörvan« Omm« 
AahttHehkeit »igen ik mit dem fan ZoUengiwebe UegesdeB LjnpUiSti^er- 
ehn. Der SUki «ad Lege.asch kann man aia wadarak ama h iio a d an 
SahMiAa itoeli ak aobapithelkk ZaUaa beBakbnaft. Ikäk Omä ak ^«nadar 
Bafaltakh gmkwg^ noah liefeii ak k fWcber JBBbe. So tritt rium ak WU 
twkdMn dah leaaeten, baU zwiaaban de» koere» Eodan dar Gyikdor 
etalaeh «id dappaU in aeltenareft Fttkn a — 4Jbdi In einer, kal «MMMbetr 
btacbaoeBReibe liktaeainander plagen» (6I9« da« Tai L A) WadinmlhaniMaii 
Mkn,hMblainnMdlkfaer,nobarfanndMiabaaarBM«z^ 

Diese Gebilde iaaaan rieb aehr vereobkde» ckokB. Mm kann dk 
Ikkr liagendaa ZeUen füg jaaga fikmania hüte% die an EpiÜMika beran- 
raltei aoUem So viel Wahnfheklicbliiii mr diese Anuhtte ki» ao Ütoai 
aie sich docb nicbt dmcb pofüifia Baobacbtongon atiUeo^ 1^ es bk 
)abiC niabt gahingaM ki^ baaüaintta Uebaiigiiiiga dar mndaii ZeUan aa den 
(^Utukm imfaiiinaen. bb aali aUecdkfs aiabt adtea stau der mdaa 
■>riir ,\wMmgattets . ejittwignfiinaigfc Zdkn^ dio ▼iaUakfal ak aolAe Uebact 
gangtlannaB a» deuten «rüaea , aber nie kannte ieb dk Air den Bawek 
aitedarlkbe taBatitaHKfa Bntrtrianngat«ibn finden» Tä^aabongan alnd Wer 
an leiabt mSglinb, an dnaa : aJM gevlssa BOakbaliai« yollboininfn..ani 
Pktaa kt. DOnna ateUaMflka aiaik raiaakMkiAa .^Htbdkn Wmm% 
wenn aie an den diinnen Siaikn bnadiato, aebr kiebt aakba Uebargkifa 
nortinaeben. 

Man kann ftmer. aa«ebnon> daaa von dkaen ZaUan, wann wir ak .ala 
IMiaxktkind gakan laaaen wettei, ein Tbeil nacb Auaaan dnaobbriabt, aaff 
dk SeUeisAaiitobarttiebe g^n^ wmi ao Sobktaköfpanehan wb^ Man 
kann wdter obne dk Prilexktens eiaselner dieaer Gebilde voükonuaaa. a» 
längnaa, eiMn Tbatl derselben fär Blemank baküit dk vom Dmtm oder 
den Zelfian bereingedmncenakd. Im arstaii Falk Uaaae akban Paafoapaffiiea- 
tenen danken» dia in jttaffinfe EntwieUunflanknlbn in dar Tbai oft etan 
ffoaaa Aabnliabkett mit Jeoan aei^an«. Dialogen mtksbk jadadi ibrcoqaMHIki 
Vofffcawnien beiao ^lamchiedenan TUaran apreeben. VklwabmcbaipiUcbar kt dk 
takt^ Hypotb^aa» da ja 4k SehkfanbantaberflJkba faga» den Dar« bk 
kekeawcvi #0 ahgeaobloaaan ist, wie bw^ siidi daobie, riehnebr die Lfickai» 
im Greossam» mit Lajcbtigkijt den Dorahtrill der im ZatkapareaATm 
gakgmien Zalk» gaatattan» Lalalare AoffiMsung flodat In den nanen BfK»^ 
baabloagan ,Jt0Min$kammf$ w» wandamdan KSiffrQ im , BkMkfewaba 
und den Bewegungen der Sehleim- und Lymphkörpercben eine «tebtgariiv* 



l^^M ^^Wi^VV^WS J^^BV ^^Ä^ BMK^HV^^^^^WIl^^^^ftVa vX 



MkM. Pir «• «ogüMiiiMi &ptUbak(kpetAmk hat a*cli fW^f «Ib Ur- 
brodiene OUiiäehe daa Dorditrelen der Lymphkörperchen leklil«ni%* 

fdlluiiii diu Ctogenstand nMH ▼•rlMseiit oIhm voiIm» eM§t YerUbalade 
«er tcika^HiMlgm DrflMO beftfut u lüAm. Die bkiliee ümOA 
riHremelB mgcnoanMoe) toh ima ttbiigen Bindegewebe geee«derte bm«* 
iNPfli» pteyile der Drfieen tot in te neoMen SM* yea Fr^ ^^^ ^ 
gw ii fd giMgeii we n to », wihrend MmU^) degefen i^en den Lebdcisen des 
DMit flor eine bue e a d e ee Wand, aoadeni fti dieter sager aaek 
oftit Kemea veiertieae SMIen bes eht i e b ea hal, die et Ar 
MerreiiceUen haltan «tdoirte^ wemi er eineft ZosemnieilhftBg mit Hervear 
fas t ra kätie Auffinden kiRMieib 

Will nun sieli reo der fixistens einer besonderoo, gegen die Umge* 
bong abgesetaten Wand dte DrUeeoecIriibseke fiberaeagen, se emplebton 
Heh hiertk sowohl frieehe SchnUte aas dem Colon des Kanindiens, wie 
in chromsaureui Kall eoneerrirte Darmstlfeke der Katae. An eenknaehten 
SehniUen gelingt es hier sehr leicht dfe Mneosa n^ den IMten losan^ 
heben , nnd man erhttt oft auf greeee Strecken die yo» i^iUkel Iselirten 
mU admrf nmsekriebener Wand Tersebenen Dtiliensehliiieke. Aneh bei 
Am Dainwhtieeu der Onns ond den Btannemeben Drüsen des Blndni 
Isi mir dis» gekmgen. Auf den ernten BMek eischeint die Wand nar ans 
einer stmktnrioeen Membran goblklct., bei anfmerksamtr Betradtang etf 
keiml man Jedoch da nnd dort in M ovale gegen das Lumen Stadler 
▼erspringende y von einer MnkdmigeD Masse uaegebene KenKk Bei dem 
Blnd be eimd em bildet die tetitereumiagerndeSnbslann hi nl lg i ^fna siernftrasige 
fifnr and es entstehen dadnrcb die TOnHeii^ tu^rst brnshäebensaBUdeiv 
<He wiegen ehisr gewimin AehnHehkek mit Ner^enaettea iiir eolebe 
werden ktaNo, wogegen jedoeh dia Lage an der ianenilehe 
Wand, Ae an onbeetimmte Begrenseng and der Mangel wrtietendet' 



Nach diesem besitsen die offeneii Darrndfüsen eitie mit eingelagerten 
Kernen tersdiene amt lüeht yonkommen strakturlose Membftma proprla^ 

Wie weit diese als Produkt der Drüsenzellen selbst, oder des um^ 
gebenden Gewebes oder beider aufzufassen sei, darüber dürfte sdiwer sich 
entsdielden lassen. 



t) Ctnitttti Jskreibarioht Ar 1809 S. 84 nnd detten micro6e<^ltclie Tedmik S. 804. 
t) Hiodl^eeli d. Anatomie S. 40. 



st umaüt ObM «tu MtteM Um 4m Vmmm\Mmkw% 

Nadidcto ilcb dl» Detalt. dftf BerfMM^ 
9«in «uf dto: BwMnNlge» <ler BiiAMim.idMi TtoniM^qwt» üMb« «litf»#l 
surücinMkomnieri. M -. ,{...' 

Es wurde nachgewiesen, dass nur einzelne Epithelil» Um» k«l«l 
Foiisllfe träges mi4 dass der ereoaeaMi 4er. ZotüD i iKu) Ttfrflckieden 
groMon und verscfaUdendieiit MtheMten LödMti* iduneU>MdiiB. Mt Dim 
bewdst, d«89, wenn über*kaupt^ mtr vM9d§ EäUn AiMtto t» lü^iiZfiMt 
hhiehi ndtM^m) die^ daoü g«iHs8 nielM itnmtfr -.m . d<n . Biiidffeii|eb«h0it 
pem, sonderri In dte IfaMbetirätitte 'des GMttebeti IreHn, waU ja Atefr 
kavpt M fnanelitn «biere»' die Biad«gew6bMaUto;Jä» den« oinrilgdiMdMti« 
netten 4er ZeAc Bn^mMln 4pMltli «iodi «den gans MMi. Der DmatiunaMii 
nfaKeber LOcber des ^hrenssaam» ist oft .fovdentaftder ah der QaeaMMM 
des unteren Endes einer Epititelsellc , woraus her i^orgitiit, daas oftjaakf 
reie- ZelkiR 'B^^-4 ao einer s^lohen Liioke partiaipiKii könneBt iodetn sie 
mi« eMm TfaeU der näheren- Enden, io dieLüAen UttilnEa^etty mit etaaan 
andesen dagegen auf der Ungebaag derariben tuhen. Die i^ÜbelaeMeB 
werden 'dan» noch tbeiiwtoise ve» den tgkicikfiaUa in den OeffiuNigeii; ga* 
togenen LyiBi)blidrparohca getWiges. . t.,.- .i c 

Fdr'dle üeatrptlott des' Felles ist det: Naahwdto eines AiiibbrodiiiM 
ek^nasa^s v>in'Wlcliligfceil, weM nmi^ bteück^icbtigt, dasa faai idailfialla^ 
der Katca ufld d^ ¥i^;eln .a«t«mhr ein. DrittOeil .*r . '<T<il<iarfiwm^hi 
perfovirc Uu Ks ^xisüreii akolSMlle^ia» wakheo die-iBattmolekala lascha« 
und mtkmy Ah dsaw aia langaatner lia das iaatea dec KotteiJtiafdb'iagaii 
and es wM das Verbitaiss, in wekfaean diese Paaktdza ^fiataieat atekaa 
•b* Oedanlcea «ii Difctaaen 4n ;dcr E^HanfmAme ibeiif einaaUaMtiTfaiaveB 
fülle legaii. Aeh^ar wM es- aUardiaga sein., faieüibar gaaa* hasUdiniM 
AuMhlüaav^W'.bfiiigeii, die 'w^\ allam de* £biibsia.liiicna nisaMi, iidaM 
iMe Kpitiielzellei^ weleha. das.iFafi lingetf hehiakai^ 4en.Jiicht.jpiprf»rirMi 
«leHef» M Of^naufl»: dmsjkacbea. Die Sohwieriginit dee .Uaang>>dMM| 
fVflge 'tolleteilt- -ciliznaehen:} -. •' • • .<., - 1.» .i.ii.-v i i, 

Wenn es mir auch nidit gelungen ist mit dieser AtUit.^fdleiiaoak 
aebwebendea Fn^gep zu beaiMw<irten, ;|o iglaulie .^ d^^li^imf^^ii^iMBchen 
einigea: aath. . entgegenstehenden . Awiedten^ eine t Y f^H^n^P : ^&4>Ah# 
zu. haben. . i 



EBERTH: ütber den üsiBwren Bm der DArmsdüeimhaiit 33 



ErklAnmg der Abbildungen. 

VergröMening 500fach. 



Flf; 1. (JranxMaB dar Damuottoii der Ratte; a) antkingende Oapülaren, b) Lympb- 
kSfperelieD, e) ^irllek eingelagerte Kerne. 

Fig. S. Darmepithelien der Ratte; a) Terllngerte Zelle, b) Zelle mit kurzem Fortsatz, 
e) solcbe mit breiter iateerer Basfp, r 

Flg. 4. Stark abgeplattete Zelle desKanincbens; a) Ton der breiten, b) Ton der schma- 

.Ml;iHi;ia|BMe...(; ! .. •...•, .j /: i . '1 I i i< ^Xl . !/. -jl 

Flg. 6. Epithelien der Ratte; a) mit lingerem schmalen, b) mit breitem Fortsatz. 

Fig. 6. Eine Reihe Ton Epithelien der Katze mit bald schmalem , bald breitem iasseren 
Ende. 

Flg. 7. Epithelien des ätradä iait g^fat Idrifg aoefbaiidMl sehliesUnden äusseren Enden. 

f%, »...Uli Vgi/li^t^(m*ih^»»ah^W, «ffifhW #tfjfln,.xi^^e^:^),«wMEpiftrtteUen, 
z^rischen d^en a^ §telle der ausgelülenep runden Zelle ein scVaxf umscbrielHh 
' ner Hohlraum sich findet, c) Epithelzellen vom Hund' mit pnglei9iien $u8- 
seren Enden. 

Fig. 9. a) ikpitheli'en des Frosches mit thei^s yerschmilerten, theils verbreiterten i^sserep 
' * «ttd4h,'b)' in' 'i grössere ^i^ft^kespÜtetie'Zimnl ^ "* ' ^ ' ' * - *' * 

,11- . . . rl./ \\- ii -"' ." ' p > unl II '* ti» -'i ifii. "i II .1 ' . .1 . |.l 1 'l* 

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,• I A 4 .-i .. 'i '. -.: •: 'i-ir-' li . ,•• ii >Jil- . .Ii .t .1 •;'! I : "'I .11 '.'i'n.J 

n* . < ;.,.i i.-./I • -.1' '.-•■.., V .. j( •'.'», 1.0.. „. 1 ., ,' ,1 < -1-. I. i .1 .» 

• ., . i HU (I -ijir. < ,i!i" ■ . '1. ! •■ I . i .-• -* • I .{» 'u « II \! •,(' 1 1 I •/ r !i 

I .1* . •.» - .]! , ■ i i A -j-.li j„ - .'.n» -l '/''l M.ii'iii» ' • ■•III* ;.! .1 

M ..11... f, -i.. .; .< i: ...•!. T . . '. / I .'..'■»*• j. !. I i 't i..i . ]ii> < . / . » lii ,i I 

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: ' - ■ •( ,•»'!• jl .1 ,iii "ii '/ ,i!!j,I IUI r.ii .".l.w.' iJ *!' j » i»*! 

I-- ' ■. ' 1,. J ..:..■/ ! »!.'•!. • intifi.'» - ..".1 •' 1' : ••'' Ol -1 • * i'i . 
• II Hl ,,i , 'l jtt m J i'. • .1. ii/i itii.I Im -* 'i.i I , H '. i*ii> if » Ji »li- t^ 
> MtanrwiaNMehalU. XeltMhrIft. T. Bi. ^ 



■ ■ t. 



Zur Eeimtiiiss der Epithelien. 



Von 



Dr. Alex. BROÜEFF aus Petersburg und Dr. EBERTH. 



Vth^ te9 AwdosifItM 4ar Kitzjs. 

Bei gemehiMiiii vdrgenonmiteiicAi Uutersuchtmifeii ftbenr den' Bia' M 
ffiterlscben fühSate, trafen wir bei der KäUe auf K5chst eigenthfiiiiliebe 
und noch nicht bekannte Yerhältnisae des Amniosepithels, 

Die erste Beobaehtnn|; machten wir an nahes^ reifen , seit etwa 80 
Stunden getödteten Eatzenepibirypneo« Hier zeigte sieh die freie. Fllcbe 
der Epithekellea nnanterbroehen mit circa 0,008—0,01 Bllm. hohen, glia- 
lenden, stdUsn, stacheiaitigen Haaren bededct, die so didit neben einan- 
der stunden, dass zwischen ihnen nur kleine Lücken ron der Breite ihres 
grössten Durchmessers freifolieben. Sie glleben spitzen, nach unten rer- 
breiterten Stacheln, die sich bald unmittelbar Ton der Zellmembran, Kudd 
TOB kleineren und grösseren leisten- oder rlffartigen Yerdlckangen dersel- 
ben erhoben. Bei FlMcfaenansicblen erschienen sie als glinaende runde Körner, 
die Leisten als saddge Figuren, die oft auf grössere Strecken mit einan- 
der verschmoken waren. Das starke Lichtbrechungsvermögen und ihre 
nicht unbedeutende Dicke besonders an der Basis, Hess sie sdbst In 
lelnfm Qlyeerin und bei drea 270facher Yeigrösserung noch ungewöhnlich 
scharf und leidit erkennen. 

Der erste Oedanke, der uns kam, war natürlich der, dass hier 
ein sur Buhe gekommenes Flimmerepithd rorllege. Um darüber Ge- 
wissheit zu erlangen I untersuchten wir alsludd frisdie Katzenembryo- 



BSOOKSV m. EBBR1S> Zor.KMaMM der llpttbeUelu Si 

1MB iMM 3 Yenofaied^Bcn Batwickkiigfliitareii« Ak MedkuM wurde 
AnnriorprMMr benütet Wir war^n nidit wenig überrascht bei dem niebstea 
Olijcete^. iäB ner um wenige Tage jOngor war ala da^.evste, statt der 
Fttnaenelloi stete nar eki uiiMiteebnMhen mit dea stbobelartigen^ eteitai 
Haaren bedtektee E^hel okmt jede Spm einer Bewegung «u flad«k. 
Ausser einer gewissen Ziartheii der leistenartigen Yerdiekungeü der ZeU- 
■Mnbran und 4er Haare bestand kein benMrkensweitiier Untersehied. 
Modi jüngere Embsjonen «rgaben, dass die AusbMung der Haare umI 
Lebten gl^efa^itf SWtItt USt rliit der Emwieklnng ^^ Ewltty^y dMa ste 
bei jungen 3-r^ Oentlmeter grossen Bmbryenta noeh veUstMndig leUeni 
nndhier andi keine bssondbreOntienlasiehMtcbweisen Iftsst». dls man etwa 
als Anlage jener betracbten könnte* 

Die Gtrenze des Nabelstrangs gegen den Embryo war stets die Grenze 
des eigenthümKchen EpiUiels und an keiner Stelle der Körperoberflftcbe 
fiinden sieh Shnlidie Zellenformen. 

Der Versuch durch verdünnte KalilSsungen die Haare in Bewegung 
sn bringen, ergab ein negatives Resultat. 

Betreffii der Entstehung dieser Haare lassen sich verschiedene M5g- 
lichkeiten denken: Einmal, dass sie herrühren von einem zerklüfteten Cu- 
ticularaaum, dass sie als direkte Auswüchse der Zellmembran sich bilde- 
ten, das3 sie entweder bereits zur Ruhe gekommene , oder vielleicht erst 
später in Bewegung gerathende Ciiien sind. 

Welche Yermuthung die richtige, wird sich vorderhand ans Hangel 
griMserer Beobachtnngsreihen nicht bestimmt entscheiden lassen« Gegen 
die erste Annahme und für die zweite dürfte der Umstand sprechen, 
dass die Haare durch grössere Lücken getrennt werden, als wir sonst 
zwischen denei»,fi0den, die ans. Zerfall eineaCuticiilaffSiMiias hervorgegangen. 
Ancb sind letztere m^hr gleichmüssig cylindrisch, die des Amniosepltbels 
mehr konisch. Eine solche Entstebungsweise würde nur dann plausib^ 
sein, wenn; man etwa noch annehmen wollte, dass die allerjüngsten Haare 
4nreh nene- ^ohstansaiifnabme in die Länge und zugleich in die Breite 
wnehseni wühcead di^b FUchenwacbstbum der Zelle selbst die Zwis^henr 
linBie jiwii^cbflii Jenen sich vergrössecten« 

Alk die beiden Msten oben wgedenteten UögVchkeUm mnss g^da/ob« 
I, da. wie JEMi^ neigte, boi d#n. BNnddXmen einiger Vögel z^ einer 
Zeit an Sielle des Mbesen C^ltndesepüheln FlimmeneUen anf^ 
die alsbald, wieder. depnnrsprüngMien EpitlMf weidwn. 

Mag nun die Bildungsweise der Haare gewesen sein, weldie sie wioUe, 
Mlg i fa *leürtete Wfter nioii bewegt: haben odbr esst fam spfü.in Beweg- 



tt BROüBFP a. EBttTH 9 ' Zur KnhMm td«« BpiOtlUki; 

otig IconiMeby oder inögfoi aie iniber steif und «l*nr bleiben, lir J«M 
müsäeä wir ^«19 ' begntgen eiv beionderes >E|^thd mil rstocMatt^^ 
Haaren' auf dem AmDios der £ätze nachgewiesen s« t habnn., iGeriii 
Mite& wir untfevi <Bedbalchtiingen anohanf; ^' übrigen Oarainnren tiid 
andere SXnger weitet aoi^edeiHie, aber IM<Rir! fbUiii nas^ dba ( MnUc lA 
NinMMischen ^ 4Skhweine und Rindeenib^otien inNTtttsehiedenenEnliriek- 
Ibttgsacadlen, soiHe ganz junge Meei^cUwni&eiibiTOiidU winrdto 'untarännh^ 
bei denen! kiM aber Metli g^wöimliebe« PimtteepitlMli {mLlRaA M^rW¥^ 
tlwitang Y4mDm tOM* Moiee (üMttf^'a Arebir 1863 Ifieft VL) Metal flM^ 
gen* 4aaAmttkM' de» Hunde» 4äind Eigntfafimliehkeileiv ^b». '- 
i i As^ SehlniMi ; ansever ' fieobäeblHngen erbiahen' wü AU ArbeÜi trän 
üfoa: Schtdize über Stachel und Riffitllen in dem Epitbeü dar :2angei^ 
Upp^ QQi4m(i^v^ uud Kpi^^miiA. £cAti2<9^^ Zellcu uni^ffSi^bßidm sich 
von, irier.uofMco fl«r .fjui* g)rpgl|p^^,.y^rJ)wi^u»ft md,]^ßr^^ 4^ ataphelt: 
artigen Fortsätze, bei diesen ist die freij^ beijefie^ 4ie gf^lze.;Qbe)l;)a4l^ 
daplt bed^clfi^t. Passdie Fortsätze nicl)t a,lleip durch Zer/all eines Cutipularfaums 
in Folge der Maceration entstanden sind, bey^eist i)ir |[neinandergreifen , 
wie in unserem Fallß ihr deutliches Wacbstbum. m 

Die von letzterem Forscher und uns beschriebenen Zellen wurden den 
schon von andern Autoren beschriebenen und ^ Stac^elzeljen unterschie- 
denen Bildungen, aus der Haut der Mollusken, auc[ den Seitenkanälen der 
Haie (!F^digJ und dem inneren Ohre verschiedener Wirbeltliier^ (Scfnd^-e^ 

Leydig. KolMker^ Deiters und Andere)' an die Seite gestellt werden messen. 

i '• i T^ ■ •• ; . 1' i-. ' . . .•«_' ' ii .- . ■•• / 'Mt . . ,'/ 

li V J' ' I - ■ i i « ' i . i.i.... i . I ^i! r 1: '...*'. -1: 1.' I ' 1 : 

,' m) ! ; i .|. .'-*.. I i','. '. . , ;. ,,\ .» -.•.! : ,, ..... '1 .,; /'.... •! 

'/ VtJeber Äiekatiir der natihHWleh^telAbehariaiuri^ In diiri'Lyttt^ 
und'%mphgerässen erschöinendcti, eigenth^lfdheil ttösklk' Wifld'bil H^üü 
äie' Ansichten noch so voDstSndfg g^thelft',' 'dasä 1^ geboten erscHerlit,' "uni 
dem 4aUgen Streit ein'Ende za ttiabheii,' iio6h beäd'^e'Böwdfse'itür dfi ^ine 
oder 'andcrö" Meinung aofzusücftiön: Es hat ztiBtsi i). 'R^dähigJiäus^^J^tkli 
rigikn fcr Epithdlert , die* 'schwant öfler 'braonbrt Cöiitirenf inii dl^eftbM 
für die gefärbte Kittsubstanz, dife ^fter^' v^ährtiehmbarck Körne für 'jldne 
^^fläliitt ^d^blL 'Wetin >«»' fhnruMtt ttti((gli<Ai ^r^ ^«tt^reiavlbolircm 
tn^ ah ititien^ aRe ' "d^ EfpilhelKeli^n ' «aldeminaiiden E^sAaftta «<* >i9- 
iMHhjMHt^', #d^^iWJirdi0'*ier:dute1i''ehic^tirsifgMicbtiiiig''d^ liitumKimm 

ähnlich behato^fen; dnbwefTelhattefi ^MiehnKM^räfi^tt In^ »eMr AfMaMln« 
.odebridehribeBlficfaf;-' f.- •a-**:. •••'! '-.'. •• : ./ i u.u\ -!, n n • u\f 

. ffifiihal.fiidi.ipiUs, tribigleiA.^flri nns ^aalten in ^j(iB«.Figiii^i il^^ 



BMnfBBf u. EBBSTBr Ztt9^K«ftälbl84 (der BffilMlMii 87 

ith ttiut bei selfite l8ölft«fig«v«MiielMNi mit ^ prooe«ligMi'KaR'4Leine 
Zeiten, donidem iM9 Flfte^ daer dÜiMMn Hiembvan mit der'cihavaliteriiMi-« 
leben ^olaNiitgtremien>it«toite, v.SeckUngH(tu9eH kt der Dei^tunfp jener TheHe 
TtffetfinA|rMjg;^bl(»86D. Ifati bMlMMe falenvüeR^eUnlieiiigkeitderMMdian 
«nd der ttbertU gleleherI)bt^meBflinr'diir8ie omedüiosee&den^l^^ 
fke betie ä6eh eeuet den Mnetfs^n ^keemÄoPteen fAiümy smtie aine Yerg^M«^ 
üDg mit anderen Epithelien z. B. dem der membrana Deeöea4eti;' <AüoU 
ToiknmAi§nß9tTteAch 4»dtijafti dterAyrOen. SamMkaMOehen eiticlMfliiendea 
Rgoraiy obwohl er sie nicht isoliren koQ»4^:KilnfMfibaifemflim0ienA>««M 
den.I^4en.l^ten/Fow€bprp..j ,,., ^^ ,.„;. ,.....„ ;..^ ...j 

. ,J5^ ilM^u^^nicbt WiwJer/ n^«\en, .w^na .bei,dei?i Mangel ,e^8<5jift|d«ff3, 
ki Beweis^ fiijr ib^ ^Uibeliale) Na^fic die . frag^cben Bildfingeni ^9^ fif^: 
^eicb lüUaeitign.An^epiK^g %i,den. Wählend JFr^y ^me l^^inipg; vf^t 
snrflcUiält^ bringt Ifeifde diß filß, Zellengrenzen gedeuteten Linien,, in dei^ 
Verdacbl ^ti«Qh^. Fasern qnd Adler j^ defc «u^to>,,4^ jGregensfani)i auf- 
merksamer zn . verfolgen socbtej erklärt sie ,|n einer yorlfiufi^en l^ittbeijiM^ 
wenn auob oicht direkt fur^olchje, doch ^^igjstens f^ ä^iinUch^BUdui^eiif 
(Zeitschrift fUr raUoneHp Medicin, XXL Bf ^. Bit) ; ; j . . 

Er ]bewe}pt d»s :folgepdeifn;ias8ep., . , , ,. . . „, . . , j ., 

Im. Ipnern der gezackten Figu/ren sah. er nj.e Kerne, i^iid endlich h(Lt^ 
Kali^uX ^as T^meipUjehe Epithel gar ke^ne liV^i^kung^ denn .^i^p^t her 
bandelte Räckenjoecve^ des Freschcis jiesise^j ^eh^irig ausgewichen nn^ 
itm nut ^i^rsalpe^pr bj^hs^^delty anf ihrer, ,Ob^Tfl^cl^ die bekiinntp Zeiphy 
irang wiedet auftreten« 

Ec^te Bemerki^ng weil negatlr, ist ganz, ^erthlos. Ueber die Ict^lei^ 
wollen wir, da ähnliche von 9i^Qapg^8t,ellteyer9uehe, zu k^ciga Ziele flibr- 
ten nicht endgültig aburtheilen. Nur sei erwähnt, dass bei nicht voll- 
Ifändig ausgewaschenen Präparaten i^ilberniederischläge oft in ticstatt von 
Fasern auftreten^ die sich jedoch durch die wechselnde Dicke, und wcnii 
4!e auch öfters auf kl^nc Strecken miteinander verbunden scheinen^ Äurcli 
die Cnregelitoässigkelt ihrer Masche^ von dem nach einfacher Silberbehand- 
lobg anftretenden Netz leiäki unterscheiden. Wir glauben niclrt'zu wieiit^ is6 
^en, wtort iHr Met 'ehien ieobachtringsfchler von Seite' -Atf/^W ver- 

DA"AM'Au:Mk ^Hlber !iervorgei*ufeile Neti selbst nach Behandlung 
arit*etwä#mti0m''Kall aidit ^ertehwand, äo sdiloss Aähr, dais es iätik 
i&ßi cdK"^tf elaMtoeheit vierwandte ' Fasern handle , von denen bir eÄ 
»ri^^irnodi zWelfMhaft l2UAf, ob sfe als feines 'Net2; ffet rie tniferllegelhi^ 
ikxi Ctewebe flberzilsheh ode^ eiher besonäerfen Membran eltigebMtet' sitidl 
Letzteres schien ihm wMrsefaei^lfeheK '' ' 



M WI&WS9 «. EBSBTfi: Zur Ktvrtpftii der BfMhfHm 



ilAr bH flMMi nur das YorbtaämMte ^imb NqMmi coMUirlf w^ 
ittber maa ttbngeiii icbon Uogst ioKlanm war, aar ad« dam Unlenübfad^ 
daM maD Tan Attlu« an daaselba I« dAe.ZwiBehaaiäoiae der GpHMaallMi 
variafi^, and mk der SittidMaiia idaallAciricu Dia Bkbiigk«tt dlaiaf 
AaffiMdiuaf MmI üA nicht adiwer bawakaoi oad wenn da« bia jetat nlahA 
gilMg, 00 lag daa im dar ZaviMi dar baUafltaidaA TUfOa and aaM^tf** 
baftan Methoda. 

86hff laicM wM nia» die walMn VerUttteÜM bai Mgttidiai Va«^ 
MMrett wt Amcbauttar biiii0«k 

Dia Rtfckennervea eines firisdi getödteten BVosehas werdcfn eiafgi^ 
Stunden in reines Gl/ceiin gel^ darauf in Waaser unter denr MltfMeap 
bei wtederlioltem Zusatz Ton yerdfinnter Essigsäure betrachtet AMaid 
sieht! nan von den rerschiedensten Stdlen der Renren eine sehr aarte^ 
wie äs anfangs scheint , strukturlose Membran sich blasig abhei>en, di6 
sich bei lingerer Einwirkung der Zusataflttssigkeit in Gestalt zarter memr 
branöser Fetzen isoHrt Schwieriger ist es, dieselben fllchenartlg aosge* 
breitet zu erhalten, da sie ]n Folge ihrer Dünne bei leichtem Druck' und 
geringer Verschiebung des Deckglases zu feinen Fasern sich zusammen* 
falten. Hat man diesell>en aber einmal glatt vor sich liegen, so ^^ennt 
man bei einiger Aufmerksamkeit und Anwendung starker Linsen auch schon da 
und dort in ihnen runde und orale bis 0,0175 Mhn. grosse Kerne mit 
feinkörnigem Inhalt und deutlichem Eemkörperehen und zart gezackte; 
leicht wdlige, helle Linien um erstere, welche miteinander in Verbindung 
stehend, ein Netzwerk von ganz demselben Aussehen bilden, irie die mii 
Höllenstein hervorgernfmen Linien. Färbung mit Jod, Carmin oder Anilin 
l&sst all diese Theile noch deutlicher herrortreten. 

Haben die Nerven längere Zeit in Glycerin gelegen, und sind dann 
|d)wechselnd mit Glycerin und verdünnter Essigsäure behandelt worden^ 
isoliii man in der Regel nur kleine membranöse Platten mit deutlicheifi 
Kern, deren Umrisse vollständig den nach SUberbehandlung auftretenden, 
Tpn dunkeln Conturen eingefassten Feldern entsprechen. » 

Hat man die Nerven oder die Wände der Lyasphriame. naeh Tatt^ 
ständiger Höllensteinwirkung einige Zeit der Wirkung von fl5proz<pflgpin 
Kiüi auagesetzty so gelingt es eb^laUs eine Meqobran mit d^m figen- 
thämlichen Netz zu isoliren« Wie man an Faltaq^Bstellen sjal^f 'gahtftf 
letzteres der Membran allein an. In jeder Hasche desselben findet ii<4i 
an gut gelungenen und vollständig ausgebreiteten Fartiaen ein heUar Kam 
von der varbln beschriebenen Grösue und Gestalt und aeharf abgaseM 
von der diffus gelb oder braun gefärbten Umgebung. 



NKWBfV V. BMatTI!r2tar^K^^tbl0^ <der BpHb^ltetti ffi 

Wilitt KaHMBltr eki<M4 UM mm' Mm ig^effi^B^ea Dmlr airf dlur 
Deekgliscben aus, so treten bald in den dnnkehi Linien feine Spältekieti 
mdf ikm riU^ M fehdänmideuDrvA Tevittti^f^m ntid ^erweliern, md ent« 
Um SpakangallHM aeii&Nt di<» gatiz^Henibran kk \Mn€y weHig 
.geiiMlir«B4ige jid «Anett K«» ^Mialteode Püttehen. Da Setter dee 
Fwnmeteca f»*diki«n Mck l irtlfcp,- so Ist ilire B^;Ten5iinc *>« 
sdiarfe. 

MM' dburf anei^ M'dMÄer Behanfflimg die IMbe uldit scheuen, toU- 
kommen glatt aosgebreitete Sttteke der Hembran ildi ka Tersiftaffen« 

Nadi Zosats rerdinnten Kalis sa den Ton den Olyeerinpriparaten 
isoHrtea kemlialtigen Platten, erblassen diese, ibr Kern quillt etwas aaf, 
■nd xnra Sebloss rersdi windet das Ganze, ohne^ dass aneh nnr rorttber- 
gdiend eine besondere HiUle sichtbar geworden ist. Während der ganaen 
Daner der Kaliwirkong bewahren die kernhaltigen Platten bis an ihrer 
ToUstindigen Auflösang das membranöse Anssdien. 

Letztere lassen sich mit nidits besser vergleichen als mit den Epithel- 
sdlen der Tritonlonge, von denen £6ert^ gezeigt hat, dass sie im Znsam- 
menhange als eine kernhaltige Membran sich isoliren lassen, die man auch 
erst dorch 35prozentiges Kali oder durch Garmin und Jod in einzelne 
kleinere, kernhaltige Plättdien — Zellen — aoflösen kann. Aach hier gelang 
es nie eine besondere HäUe nachzuweisen, das Ganze ist solid, der 
ZeBeninhalt mit Ausnahme des Kerns verloren gegangen, welcher letztere 
dagegen noch vollständig seine Bläschennator bewahrt hat. 

Mit den oben erwähnten Methoden wurde auch das Epithel der 
die Hodenkanäle umziehenden Lymphräume demonstrirt. Man sieht den 
mit Gljcerin und Essigsäure behandelten isolirten Kanälchen glänzende, 
sdieinbar spinddförmige Körperchen aufliegen, die bei einer geringen 
Yersdilebnng des Präparates als ungemein zarte, kernhaltige, membranar« 
tige Plättehen ohne weiteren Inhalt sich ergeben. 

Wir hätten somit bis jetzt gezeigt, die UoUrte Meimbran tmJt dem 
dmücdn FoiemdZy zerfällt enttpreOtend den Matchen des letsUren tu 
kemhaitige PUOUn m Folge der LängsepaUung der ämtdnem Fa$em. 

WdAe Uedentnng haben diese? dass es nicht dastiscbe oder mit 
diesai verwandte sind, beweist ihr Veriialten gegen verdiinnte und con- 
MBtrirte Kalilange, das man allerdings bisher kaum einer näheren Be- 
rfieksiAtigung gewürdigt hat Nie gdingt es mit verdünntem Kali ein 
ähnliches NeU kervoraorufon , während conzentrirtes (35 %) nie dastt- 
sehe Fasern, wohl aber die Kittsubstanz zwischen den Zellen löst. 

Das Yorausgeschlekte dürfte wohl beweisen, dass das Fasemets 



flto4^ ■•..., ^ .' . . • ••'••' ! 

. . 4<a<T sri|o4«4 :iMoh, dar^ ««üridie «vob.iffie L^m^wü Jw 
Fn^cbe«^ si^cflid^ :N#n9ni gMotifftU« fia IMm itiginj wüi t« tsMü 
^, Qfreoflifiifii ;rci^ {{pitboliMi Mgemnuiea narde^ tnifl dMhwMn 
am Mffim U|«it> dw bei .AMvbiUMi, «ad B^^UHt» «0 leinMoMi 
Organe In Lymphräumen yerechiedeiiBten Kaliben liegen. Wd» lag ««Ümi 

schlQ^ncm 0]^f,i(e,ai«h,jroj^(^if^ . . i ... - t .. < , - ,. i > , . . i 

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' ' r" Dr, a J.EßERTH/ ' ' / '' 

■ ■ : ..■:...',•' • *' ! ' i , .. .. ;■ .": » 

fis tat e(M «dir 'Verbteit^ Angabe,: ääM von Aed' Amt^Ublen' iind 
Rqitilieti tinr cbis OocodlP im ausdebllefl^cfteii Seftitk^ äner tfgtofiföbcn 
Cymplidktfe sei.''' •.••."■ 1 .. l ".' .: . .\ 

Owefi^ bat ein^'soMHe tneist rön' CröcedfliA atciitnil JModh' 6htt# 
ireltere Details über den feineren Bau beschrieben. Bfs ji^ Bcbctiitl Nie- 
mand dlfe Saebe g^kiAaer niiteVsucbt zcr faabeik. ^ ** '' 

2iwiet kützBch Tön *dem tootomfseben Ihstüdt aüqdtrirte, gfdch^osse 
C^ocodile (Crocodil cmd Alligator^), von denen das Ersteire'nooft MiemHdi 
frisch von dner in der Nähe Würzbargs verweilenden Menagerie , das 
Andere eingep5ckelt von einem Nataralienhändler erworben war, gaben 
mir die erwünschte Gelegenheit Owen^ß Angabe in prüfen. 

Ich flbensengte mich, dass Owen nicht nor besOglidi der Lymphdrüse, 
sondern anch betrdls der Mili vollkommen im Irrthnm war. 

Erstore sollte etwa die Grösse der Mils haben nnd an der Wurzel 
des Mesenteriums liegen. Ich fiind an dieser Stelle einen ovalen, dunkel- 
rochen Körper, der bei dem Alligator circa 5 Centim. Länge, 2Y2 Centim. 
Breite nnd Dicke hatte, bei dem Crocodil um etwas kleiner war. Eine 



<) Proceedins« of ihe zoologlcal Society of London Part. L 18S0— 81. 8. 141. 
*) Die Alten konnte ich am Mangel der gekörisen Ltteralor nickt genau betttmmen. 



43 RBERTH: Ueber die Mih- und MefenterUldrüse des Orocodllt. 

g«iiacie UDtersnchang ergab, dass dersdbe käne LymphdrüBe^ sondern 
die Mü% war. Letztere sollte naeh Oweti auf der rechten Seite des Abdo- 
men, nahe dem rechten Leberlappen liegen, mit dem Dnodenom durch ei« 
membranöses Ligament, das sahlreiche Geilsse ftthrt^ rerbonden sein 
undeineLXnge von27a^'-und lV3'^reitebe8itEen. Bei dem von mir onter- 
sochten Crocodil fand sich an derselben Stelle ein gelblicher Ton dem 
Peritoneum umgebener Körper, der oben an der Leber, links am Duode- 
num dorch je eine Banehfellfalte befostigt war. Seine Länge betrog ^Va» 
seine Breite dVtY fl^ne Dicke iVa Cratimeter. 

Bei dem Alligator hatte dieses Organ eine mehr riHhliehe Farbe, vm 
die Hfilfte kleinere Durchmesser ui^ einen flarch kleine Falten gerunselten 
Peritonealüberzag und glich im Aedsseren sehr einer atrophischen Mils. 
Lage nnd. Befestigung stimmen. sooacli aqflallend • jnlt, dem als i Mils von 
Oii^efr iHBKMmetai TMAk^ so'dass kkum an der IdentitHt oeMefben ge- 
awdfelt werden kann. 

Dieses Organ besteht aus ei'ne^ Meti fibrösen Bindegewebes mit 
eingelagerten sahireichen JReitapl^ , B|)i d^ a^phisdien Alligator sind 
die Bindegewebsbalken Verhäitnissmässig stark, die eingelagerten Zellen 
klehi und enthalten neben dem Kern nor kleine Fetttropfen. Bei dem 
Crocodil dagegen sind die Bindegewebsbäikchen von dem mit einem oder 
iptefire^ ..gjr/Dnieif. J^e^ppfei^. prall g^dUten Z^Ufn .fi^eiMhar fastr sum 
l^cbwimid gpbcaqht t^ Orfum «it »onach eifk Feükürffr u(ad häm MUm^ 
Zahlreiche kleinere Fettkörper, lusserlich oft gans von dem Aus^eli^i^ 
grftwer^ i:^^:mpbdr(ise% ]k«en, in d^r Achsel m^ L^t^ngf^ge^ / 

/ Dfpr stark entwiekelie Fettiköqpex bei kleiner Mäs in dem eyfeiii }/mi^ 
das umgekehrte Verhältniss in de|m andecen j^alle ^notciQ,. wew Pffll^. 
Artuntetachieck hier yorlieceai fiir einen gewissen Cjonne]| awisohfa leiden 
ftWPW »rechen- 



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BEMERKUNGEN 

' ■ ■ . • ■ * . ■' i 

Epidermis von Petr omyKon. 

. HEi:8fRiOH MpEpu:^ .; 

(Hierztf Taf: 1 B IHf . 1-e.) 



Die Epidermis der PetrcooTzoiitan iel Iti d«r iMMmen ZeHw&deriiMi 
fikgmali^ : taMendelw FutsohfeufpIfeiMideRi. Hadrien & ££mähmf den 
«M^Meiehii^teA^ poliMen AauiD Aa dei fipetenfliliAi« 4er oberste» Alhü 
M^fotedeR haMe^ s^^te MUmer gMdk inmtm^ dmm Aoiierdett^ MM 
grosse ZeUen sui 1~2 Kennen und Aiidmiftisiiseü einsr Odbumg «b den^ 
ioanre» £ode veikslMMi, uretecMttKch ^SehMosseHen'' im Steie Zc^ 
äV$ (WürBbarger TeAandlaAgea* YU. B4. 1«67. 8. IM) «iid |^ ebeftr 
daselbet Bd. YHI. Taf. Hl. Fig. 81 eine Zelehnnag davon. SpiUir lieferte 
gWair ekM gcaamtsc B^sdlreibimg de« bei, den Ten»thMelM» Pettomy- 
a ^ i t e n rotkovommibai Mlenformen, nnd Miecschied ncfbrn ißä geifMMi- 
Hebe» EpUsrmisbellen : nadk awd Artsn^ ttimlkb K^meiarileii, wsidtf 
isveh knge üsdcaftMiigfc Eoitsfttse amgeteicbaii lin^ and keide*Akn%^ 
segeMMte .»SAleiMeUeaJ» (Diese £eitsArift Ad. L 8; 1.) . 

Endücb bat M, SdMM O^eisheil md du SolaAtehlv iB61) äeli 
msfObrÜcb mit diesen ZeUen besdittltigt, und dabei. efauMl nmhgsithiiegii| 
«MM jraHfter sieb (thsttwtlto^I fi»er di^ L^pe dcrsdbeo c«lM balt% Indem 
sie Diehi «e^iwM^ aMidem die Intteitf JttAe 4ar igesbaMto .^Msmii 



44 MÜLLER: Bemerkongen ftber die Epidermis Ton Petromyton. 

d. i. dfeCods berühren^ sodann sehr eigentitfimliciie Polarisationserscheinangen 
an denselben entdeckt nnd genan erläotert. Er kam dabei sn der Ansiditi 
dass die kolbenförmigen Zellen mit den Nerven der Catis in Verbindung 
stebn. 

Eine gelegentliche Untersuchung bradite mich bald eq der Ueber- 
leugung, dass unsere Kenntnlss der letiteren jedenfalls sehr interessanten 
Gebilde auch von anatomischer Seite noch keineswegs yoUstindig ist, und 
will ich desshalb auch einen kleinen Beitrag in dieser Richtung liefern. 

Zunächst bei Petromyion Planer! kommt eine grosse Maonichfakig- 
kelt hl Zahl, Form und Lage der keulenförmigen ZeUen vor, und swar 
theils bei Untersuchung yen9eb|e4e^i| Ef&ipi|)^r^ jthetls an demsdben Exem- 
plar. Es findet diess in der Art statt, dass es sehr nahe liegt ^ efae 
Ähitassung der Qdnlde mü oder oJitu Wiederersat* anzunehmen. 

kann man an aekselbeh Schnitte die folgenden Stufen finden^ welche i« 
Fig. 1 so nebeneinander gestellt sind^^wie sie der Entwicklung nach wohl 
als jünger und Slter b^saichnet Wferden .mlia^: ... 

Gans in der Tiefe aer Epidermis sitsen mit verhiltnissmlssig breiter 
Basis auf der Cutis kleia^ZeüM, wakhe- als junge Kolben bereits mit 
Sicherheit %u erkennen sind dtucli i)ii;e. ^rei^, durch eine ganz blasse 
helle Kuppel gegen die freie Seite der Epidermis, mit swd blXschenförmi- 
gen Kernen darin, endlich durch das starke Lichtbrechungsvermdgen des 
Basaltheils, in welchen sich in der Mitte eine zugespitzte Fortsetzung des 
Milhi^RlNiiilfc-:^»'««* BuppU'hiitelniMt'N '•>•<-'( .. .. .: ,- i .'i 

I' Diebe 2elMn «wäelBMi nun anftagliai'M'dlefBnite «n««BHw^ ^voM 
«ef Basis noehbetvficMiehlbaekeit isty ak (tte> Kuppet {NMi" bwduoli 
ibi»rwlci|[t dIe'HIk» imintr'Wihr «ber^die Breiü, uni^ies« #ird ' oberhalb 
dtriaof der Outtt s Itew ndMi >BMli^'bMtotondery als m tdiMr sdbtft. Wi«v 
der Vi»'aiideni( ist^ttese' Baals zu'efawMf Imfaier jsh ia iin n ' Stiel oder Hals 
a»||bBo|ro»,)>4ir;jMbob uiiiülteMr an'dwr eulls iMedbr <twa^ TettHroltqrt 
M-M* pifogt; .'. '-".i' .'■ •«;'( M< '..ii !,. .. \ .j ...!..'/.!,: .' 
' Datf stoitt^iFofmen^^ welfche sidnaii die bü Pelmi^on-flwtamtt 
geiHHinMclN*^ md vonOK SfMU^ abgebMeieit mIi nShbataa ai»chli«lPSiw 
M ist' der 4btm geitfölbMiOnieil der ZeHa 4mibevi nedi-dee« biasHstei, ^eg 
slei«'ridi>Hiori Rm dMMhfeMdl «ebr deatlleli, maichmt Mriatog^deittei «M 
kanalartiger Katui in AeVlefil^iln ^^^Mmm B, msttfehwd. a>'KeiM><HeeHiy 
I* ad<if -t(*seHUMMfiflbhai^ hMchnU tMgekiAMer gjWdrtattt oUmtiimal 

m'^i*nAb«t««daSnbi» fai4ft''W> >W >s«i W i e«rti tttutfgtsii ^wWterv.^Mälln mm 

iVi(|Defi'>lNiriideresC8lls 'jMMhdavFoäs'^acbnHipll'. zineiMm ^^tf<^( Jeae^ 



MDuxtU^mßi^lamgm 4lMc<dW. J^Ubri^. iMPeMDi^ttMi Af 



u n m^ f immr 4mph -iri«^^ oMit mohr, fufhirlwirt^ r««Mta leb«, i«Jb i 
Mi .mimmt^, lim Utbifgonr y^oUkmimflii JtaM8«lH%;.Z«Us» ift^iM. dar 

fVtKWpsoft Pk^eri» a|)9ebttd#miKoUMii((Ta.>i¥I«.£lg. 4) Jfl^nWwMil^ 

«Mriimi .biM. iiraNi^r Md^wteaai^ b«l. WMniif^.iS^tettl^iJCeiiNa^ ifb« 

fvonat B^Uncbtimg ftpob «imsfc Jc^te». /ZviiAkt iPt» ihfcinwi» mhmiA 
longiiadinal gotlrotfte. Jlnd« ^M >Z(iUt.i8ld«fc .MBt».!9l«ltt>.; cbfti.iitark ilUitii 

Hoto jmt^^/feff^ iVt. G«lfe,: Ihr h»lte.^n»» ii»rW»lrfcain dio-KMI« 

8Ml8,i49rt«iWll;Qt«M(emßiKirU Aege» 4iii:'WMfl ¥iid0.«di«.wrir.lMdi 
na ikia FftMütrn»« dkwg8>B»oii>>^ «iwf h t^ difiii^MMttel^tllitaafttfcAiciMi 

welche zadem die Oberfläche nicht erreicht. .tnlr.:r.i ^a 

.Uie^^^tlüm idt xaj|gp.iiwc>i(t: ehie>. Jti<ytdfalini^ .:jti». SOMmi .rtWUthet, 

iMdMt'^hpc eiaii.i^tf*Altaii^#r#oriteki9M: ,.<.:., 1 .; . u v^t , ... i.'.r. >^! 

.. £a8Aew:b«tte.wbtif^ «eselM,).^ »beitVf^^ 
.TMdfiMpoib /vvf»k^ iegei».!die;irebiriEUWiQ.lito 

Jetligii k hft Hit n» ,Mhmi;eii i^i4iek;9MMi. S|Me«pifl..9lnft »iiiilwM^. h$m 

IHfc. ,.)8eftMMMi^b%lter 9«ififkeih^.t4ft8t.4M^ia>9Mimd«li8^{A^ 

der Cutis abge^dfitils^illOll ^itfqm.e«« ^kmtf^ ^i^ g m M i fM m^ KyH 

W f*WlWJ''Ä''ii'l> II 'M'./! ii'f.- 1 II. .Iiiif ■»•j.f 1/ i>r:!,im iii 'i'U u .', .• x ii.n 



IfOunt B«Mffkin^ «MT 4t» IBpli^tnM ^tm^^^Mmiü^. 



lü yfuuhir mI hthniBtelkv, Ami 4m mk&K, nA* S«MdM«rfeilui vci icia it 
Bad^ jtMVi 4m luKerai fincte ttieht 4«r gtaaim Zril^, sMdem Mnr daft 
«rig8»ifci»iM—eti ob^wft TbeA {«BtvpfMit, nvMiei», Mb «. B^ Wigi 1i M 
MMto^ oft4Bl«; dtoteMbwfichldMatreiini i^efMlien ivtl D«r lang« BkM, 
«iur» FMsy «it mUmi «eZeUe iMd F. fl«Vj die Ootfo m^dit) fcMt 
jeUt dort^ war «b«r ^IrMer 0ft ^ivhaiMl^, mir metol In geringerer tJ^lgfs 
«rk die «ken luifgedÜMle Veto^gMigsrelhe MMrdM. Ich wM nur' nodi 
biBwrIteDy daae dkve äiokleo «tt TereCebeft Mj atft ^ |ede ^SeHe^ dte 
gaoM Femfolfe darahinaekeb nikil«. Bei ««ttieheii eeheHtt es nlt' so 
der BilduDg einee dttanen Fortsatses gegen die Gatie zu konrnen« ■ 

Mm eMgerDeutattg «dMaen AiuAi die Poktisatiomer^riieliidBgeB- roll- 
ilMfldif MMMMne». MMb^ hat tMitlg angegeften, daee aiiaa dae Mterö* 
sei^ HM P. fluviaMle in dielfilte dei< eiferen FUtehe derKolb« ekietell^ 
ikmiy «lai da Ten tiun -enideeHe, ecMne Kie«c a* eeken, #a«8elhe also 
bMaer. Ton der ttoeeeteit, äle Ten der Innere» Klieke der Epidermii Im 
walumlRunt Genau beetimoit ist ee^' weniger die -blasM OberflielMi äli 
dev'Udt den lidton Baani iiiit> den Kernen lier geäcMebtete nnüre Thell 
iae aägesclnrailinett Koliem , weMnr dae Kreiit bedingt Derselbe Begl 
abJBr hier imnef noak der Obevflilefae nkher^ als der Ontli. 

' ' Anden bei den itnten abgeüindeien Solbito dee Felio&iyioii Phnetfl^ 
■tertefies 4m wlere> Ende, wekilies dae Knm% eneugt, wl0 tium lieli 
bi* BeMchMilg ¥cln «der Seile nnd aHinibHg mehr ven der n«b», «id 
dweh FoeaMnüetthng ttbeMseng«. 0a fei d^nidae KiMb nadi Mbr aioKi 
bd MuaehMflf ^r ganaen' Eptderüta^ von d^ ttoiaeiwPlidie^ iHe^ bU 
9i €irviaiMla «nd* aMrfarar/ sondern iNm deir üneiren ifiM GatlsOMbe^bae 
denüicber. -■: i f 

t Wibrend bM ehilgen' Btemplatan ve» t^eiriHnyadft Ftanerl^ ^^ die 
gearbilderie, I8r BegeneraHon q[>reehendet Uebeifingereiie sebip' deam a b 
imr^ dir flalil dar KolbiBn^iin Ganaensebr gMosaiirar/'ao äaaa diede last 
dUbt gädirkngt Itandoa, waren sie l>el arideren >£kea^kMar*8elrifHwiani^ 
MflsivariewbhrtwiftaNNkiytan'abi tm /^laniaeoetes J^laaaiiJ Btetst h lsna n 
aaadie<j«tti^PeVftMna«lbM0»| die'ftadhM dareb^gi^iMtottgw Iüüh a n i 

rSü^e getroMateat SoHmu aber standen «um Tbail <tet(Mh üa^baelier Baats 
Mf^^^latis, groMakhaW aber war das «Mera Ende i<M 4Keee^ eiftleifl^ 
abgebaadety metoi eh»^ t^ettsais gegen die Oatia« {¥%g. %,y 

'•' *W1eder andere, 4rebl äusgdblAdete Exemplaife Oes klehi^'Pebfo^ 
ton lelgten die in mittlerer Heaffe vorliandenen Kolben dureb'jtfttgci} lai^ 
^ei^ntd %elleh' roM Akt CuH^ TthrdMngt^ tmrd m effgerifhttmllcbeh lärmen 
iMi^mayt ' diu iixB l^. S ilfcli IMbt ^tgd>M. lMlei'"tt»nateiir'köibe4 
btaM ^^ /ni«0' aSeHe, deiim öW^d^gflMiMMe^ tidf^b 



xOliUe»}^ »mmtkmmm met 4\^ fllMAwmlf vVMi^^trMjM« 41 



UditbreelieiMie itetin: Aaa'KolbeiMi te 9 i8fiiüo».,Mkeii der jmi((MI Mk 
cjfN, SiMk» Hi^it b«r«b4 . (UAHr ii«de^» :S<4Nli» bMii4ab J»hjr jef^ässig 

aoch h^ 4tei «Mige SfitjE« «ntM M» ¥^QitMi»vioAi9 fI«Mm !wfir» <l«ndi 

ürifhwlw Z%llm;m mimm mttmf^ Ende ann^gtlmliiif. md, jniMidl 
W f gübft ri itp t; , JOki KoUm /«mm.. d«M VM isibi;. lE^^en^admiii, ^Mmi 

Dißm Wormm htBen tkuwi ei^d/wdfw.D^iuMwc iw,: ^ i^Mf Jto 
Kolhw.Tait:j«iwB.S^e».Men4KlN$.w«c4eE« ^fkl^aw^iulMW «WN^.dif 
Foim huM , fiU9' 9io)i «^QAft lui jut|g)in. Kolbw fiaM^ iE«i«liehl^n 8^1^ 
W^r die Kft]|>ei| I9& bedoptflBite Abii«hM btfitffeQ.Jia «ahu/ 1.1. : ./ 

Sndliob kfux^nf atiec- luic^ vor, (bri> Aw wB o^ft j lw^ . diM» die.«iüimflt 
HcM» KoU^Oi a^vksl; i<i|i sabe» koMl«, mit ibrer A^to dto GkiftMt.b#c(ibf- 
t«ii. Hi^r wvfi« a^im dei (Ntar üledrigw E» td( Wp ai»..j>»äarig i^hl « piy li #» | 
ümMiB vA^AtJigßn VMbm timili mÜ etww ven^lHBätaiteri ^^eih >«Nr 
»vcb sebr beMiobtVcb vüyEbr^itetar B^uMs v^m^bepp jii^4 ^(ia Wf^gj^ 
durcb ba0oi4^M starke BcbMUsteeifmig aii8g#)i€iiqhi^t, (f^ ^ , D^ic^ 
fffcbU)« fiuit wi» dftccb ^eoi.F^di^ h^cyarg^bffmiM nitd.gi^g:, a^ t^i^ 
b&i an .dfi8 ob^^ hier filmte; genpr^lUe £«de. . .I>e|^H>^ f«^ di#^B8, ß^df 

io welebam. die Jü^hm ijegm^. eiwei erweitert, di^ CH^r^Dd^ ;^reicbti^ 
j^ocbt Vit e« mkpvtj .dHi^. ninfl ^äi»M> sMipbritfiWcMgf) Sda(di(:fdwf . \^ 

fib«w»d^t«iw.ftM( >8<rt^b)btptff^ iMk^ /aki^^,^9g!afi^ 

Vir. ae'iilbiterefidHUfeg üei jfMcUUetien wnflhkdtote EtitoeftNdei 
MbenflkiiigeBiBUIea Jifct andorei^ 41^ .«e/ JFVftenf >elü Mbr 

btqoiiptiKÜatoriigüiaMiiibiiUal^i dei .fawfliliiteriifchei BMdar li^hrt.) Anttli 
(Facbsni) O&rbt die stärker liebtbrediende SiriMin|s jd« KWbmiSMdbiMi 
fi wiBi/dkgOirMnlklMA EpMenaMeUas «d Aft CM». HOetl fast 
I .iriad. .Bchw di^ aehrf.klfitoin KiOk^nSUtm, hßkm iiffot^yietallii 
Bäiiaj .DDcb M aa «MtiMpra bkes ;:dl^ ; dappeM>gwbm4ejiS *ba (l <nn 
«dchi bWi ifrcaüih ISrbt^ iMad^rn^MAhidiaiKAln^Dadieiij IMMie.iiM# 
dappalbbMahtti^iiiahkKoaii.aieaii giahrtpg TheU» i V^ <Wi ft i^°N< <Mi i« 
besoaden dUTeremirteD Zellen , oder wenigsteni dlia.'M»jin«i#Ml<dlieiMT 
^kilfiä TMIkealßmktaa^^^ itdiftirefttei ZeH m bi tH W ber- 

vMttU. QMBiMiii üb: Ai«Msatai)llibft die lopiMreiM^ SataMna« dep. XMbai 
a^ atlMrafefa)^ ImI ^Maiil^ .die :toft> FiBcbiia .IM .MHabeiHiii MffirbtW 
JH^:dte.a(M^ialutl&rfh0ii die £lilb .dic^lin iiM. riiiA l(^ 



49 MCuni SiMrkttiito Über ^di« %MNmM ym'^^^iMtjM^. 



Toft de» Md«m I^MrcMiysoikeii- iMMe kk Inichi Mi MMreldw SveMi^ 

tolbät Imi AUgtm^hen «O'Wie^iflle* üMMta^ Md' X. «6MM "^b^sMlMkiNl 
baJ^« DlHP' Ib Lmgftf iMä Dtete UM ttuMrar^Mb l)ledeMeikl'tiiMtrW»cfr* 
selndy als es die Ton dem Letttereo abgebUdeüb ^rtwk 'seilgeÄ diMMd 
fttand ein ^r'groMev Kalben- mit' 9 g^Mttiltei PrieMn luif ier'iditlay 
iMrla^Aea iretehen <eliwl Ompp^ ^v g^MhiilMietf Bp)id«ttM^^ bei 
fimd. > Ati filfleaA • PeOrömyzen fltf^. 'dagegett^, %i6Mieir elitljge Eefl w" det 
TOD mir fQr Aitgea >etei Mgeweiidetett PlilMä|fkdr g^l^e« luitfe, (HaM 
bMivefflietitn' mit Na^ntor MNftriÄita) fkiide^' flfch> Porrifien^^' ^^^ ttü eine 
VetäHh»ffm^ ^ XMHen dter^ ^»«Mi()ft6örar£M{^' spret^ ^At 

itiiieti angegeben, dluni'iaaneb^ darcb denf)rack beaMieiibatler2elleri^kart^ 
WMeiii biea l^t BCf' weit, #a68 mluiehe K(AbMi utv^' (gegen ^dt^-OMO) 
i^Kitt^ fi^äü Bincl,' '^nd' «qMM doM^birocbeb Verden' Ton Lltcken, deHHi 
ftttitter sb Süaterster iKbme tageaehüHtf dind^ iSoMlie LüAm Unmefi am 
Rknd «er flkdien' Kelbenbaela oder ^eg^ klie 'Ihtte Mr' Attltr^eA «nd Utf 
Ikatfcn' Fall ateht'dartn derselbe ebeotelfo : vm fi Fitosed > anf disr 'Cottoj 
iH^^eti deoito sieh andete Ketten fatnsdif^beb. '(Flg. ^.) "Daftei in* dteM 
Baste oft tuebr ode^ mhide^ tief gekerbt o4Hx ges|mllefl. Aridere Hahi 
liWd^dM KOben In bineti rniidllcben ikdetilbiMg^n F^rtfaais Milgelio^^ 
^eldM mit einem Kiiöteben an derOnfin aiisitat'(f1g. B)^ Mors äber'^fodi 
fiat seMIt^ AiMKüfeiJ besftet, in^Q^tätt voti FiUeh' od^teeii^^ 
F^Stsen« ^Ebilishitlcaiiito^aochf Ueinev ««ten 'glatt tiäbgeraiiddte' KoUmü ror, 
nbv iiMl>•■Ml^A»Mogie •des'i^. Pkndlrr'isbfaallMtiitttaeB .flUMa^.i-dlM 
sie die Cutis nicht mebt'berikriihabeai: DWi. ihl^^lak ala InntiisotlB^ 
iMitila-ait«, wM dort gesdien; ->•' •• »"■ " '< ''-i.^ .u j.*:.. m.mi ..{ 
* ' • Bei 'PetÄMnysen «uarinos habe Uk hosesh i wnh'fchieait* 
|lln%**%lSHian'Hä«<BttekeB^>'ifUeileji^^ M< derldbenti 

nttMlftMt Mb^aiit Mateny (die «rt^ 

feMds deMIch' voi»''*fe-'Oiifes'i^eii<ltoitn g-i« Mi de iiy>%oht-r.abaf iSin^i fai 
nB0h< diwheinrflIwrteiif'ZUleft <hMI^ ■it>«achen< o4dr.4leiBntar«hi«eqqah 
d(»^ÖberiMie>ireiMhflBi» -...-....„'■.:) .1. .: \ u ..*....:.. m.. . j.. ...1 
>"I WeAMi'>twm'<n«Mi'^dki>Bed(Mtahg'«a^ 

hei(^videA''bdl «I^tbmyMi'nm» gelhMina«i>¥wAiedenhisilsA> la'Sten 
ititf^Iib^e 4Wr ÜolMnliMiigtat (Bielteln Ar fl ^idaw u i u kdbep'häMtanyiiiao 
4^ ilM'dMsst<w>«Mii'ttBA«sa Yew<fcidBeMrJartwiilrMn#rfowiis»>shr 



Wem edcr der JaWMfeH iMUti. In der eratan Ebiaidkt niase Ich flltfaD, 
tew leb die seUreiAeif joogett ForaMn foti Keibeii Idoee bei den Peteer« 
»yvMleiH oiehl bei dem sogpeMiuilen Ammoeeelas geiehenbabe« Bei diMem 
wI m Mn die Kolben f^bmSsülg eo£ der GuÜSi eder wimn unien «bge- 
mndet oder elwiM. >A€kig, dwch gewöbnllcfae kleine Zeito verdiingt 
Beidee aber k$m Ifl deiMlbes Weite bei anderen Exemplven dne ansge^ 
biUhten PeMmyton Ter, end bit naf weitere Erfohnmgen ist nnr dacnn 
u denken I diu» die leMen Esenplace 4e«i. Larvenstadiiini (Ammoeoelee) 
nneh lifther «leben mod^n, nie die «rsteren, was bei einem wenigslene 
der Fall an sein! ecbien« SoUte tkk diae weilerbin bestiiligtn, an würde 
cifl bei den aosgebildeien PetrOmjrsonten eine ctarke.Nenbfldnng Ton 
K^ibea x« ebier gewiäsen Zeit siaitfinden. 

Wen dte^ nfahreszai iietrift^ ao sind wenigstens did meisten ExeaB|ilain 
des P. Planeri im Herbst gefangen, die Exemplare i^on Petromyzdn Ann 
nnd inaiMtBs nfaec las l'rMi^hr. Doeh. worden die P. Planeri smn Theii 
fittigam ZeU (bis IV) JMire) g^fengcn gehAhen, uAd ieh kennle diesn 
jetat nicbt mebr nntecseheidaiy firiscfae aber noidi nicht arhal&en. £a wire 
also immerhin miSglieh ^ daas hier eine Qnelle der Versehiedenhek ISg*. 
Anssetdem aber ikönnte num altpnftdh noch daran denken , dass din Qe-» 
fuifensehaft anf die normalen Yeshültnisse der Ef^ideraiis osediAeirand 
eiagewiikt h9Ue, so. lange niehi dieselben ebeneo an notorisch frisch gn« 
iuigenen Eatemplatfen beobaehlet sism]. Auch der oben heschdebene Peiro- 
myton. AdYiatilift fiimlicb imit dieilw«f8e.iaodificlrten Zellenformen war etwa 
eine Woehe gefangen gehalten. Doch ist kaum wahrsebeinKch^ dass dies 
Or aUe nntefsnchten Exemplare yon Pelromyaon Pbmeri glH. 

M5gen nun die oben beschriebenen YemohiedenheiteR In Form und 
I^ge.der KoHieil^Zellen in dem Berekh derNoim liegen, ab nothwendige 
Entwicklongsaustände oder mehr anfällig Ton besonderen Umständen be* 
dingt sein, ao würden sie ontet der VoEansseuong einer ner?ösen Function 
Zellen ein liesondeits Intereise Terdiinen» 

SApu Jraiätcr hat a. a. 0. die Frage einer Bea|ehong dieser Zellen 

NerTsasjstiän anfgeworien; wieweU er diesdben fllr SecretionsaeUen 
an Imlten geneigt war. M* SdiuUxe dagegen hat sich für jene Beslehnng, 
wenn auch nicht ganz liestimmt, ansgesprodien. Er stfitst sich dabei 
hanptafidilkh darauf, dass adt den Edlben der Epidermis FVisem in deut- 
liche Terfalndnng treteii, welche durd^ «Be Cutis aofrteigen. DIeiBe Fasen 
hält Schidtse zwar für ursprünglich bindegewebig nnd in der That sind 
sie offenbar denen entsprechend, welche ich aus der Haut des Frosches 
beschrieben nnd mit den durchbohrenden Fasern des Knochens Tergliohen 
hatte. Aber im Innern jener Züge , eisfitieint öfters nine Faser, weleha 

WSratars« MtvwiMaMelMftL ZtltMlurlft. Y. B4. 4 



8# MÜl4l3Mfl»'B«nerkäii|«a Ober idia Bp HwBi ii >¥«iB' Peth^tn^onJ 

mfd'»ttitfi'^i»<iaitWcfiMMiift/halter, tmßrml steb'OQcli ^ekatlM übksivgt di 

hiibeBt)gl4iib^>>dksB"vJele 'jener Fa0^> «iuMke» -den Holben/ «nytaMiiereM 

StiUeDtid^iiEpItfwttid endigen) to katm Uli >4M Anweeetiheft ' de8*fM«Mv 

Fftdenä'in in^«Ki''«ien'iTiel^n nur bestütif^. IMe durebbelireia^Fabera 

do iSnoeibne letgen 'aIleHln|^'mit4in«er fii ihiUicfae^ Weiee «ineb ceriirä^ 

lenufJaden im fnnemieinet ftoheidey «nd 'eJei ABt.nairüi4ieh< idotft' Vonielfi^ 

Ita^enfiiMff/ilielie^Ki» Rede^laMeh ioh'Vtkiite dünlof hitrmchti'dertAn« 

itcbfe.T«w//S0ibitttiei ehtge^entMtc» nndilialte dieselbe für äefar ib<i«ehiemH 

ftettb bei fofneran Ubteiewehiiagen^' K«f da» möolrtei ichHepiiiaerti^ idtsb 

aaeh ^ckuUse y /wl^ jaes dem iGaneep • bevi/torgebt ^ tigentiich : nieh< Üae 

'„YerbinduDg" oder einen „Zusamkaenbaag^ der Fäaern mit «dea BpMer^ 

Biidqeibenl ^eeeben hat, eondeni «dr:«ine ^yBariÜihriiag^ wl^et isieli ander- 

wi*t8i«elbefr «nÄdrüekt.- "..:<.■•' 1 -''• ..i- ". . . ;-W,,i: ui. i..,-. '/ .'( i. 

li>.!lTiw'tlen<>Fall^ dbse. die Hypothese > von einier Verf>iB#dNig 4ler'Ko1beH 

Briti'NerfanCiseto sidu weHevfain beetitigt^ h9t Sdkulisk^ jenb mh cweleriel 

Dingen t vefgUtrfito^ Biamia rah'qdergeslrel^ Die iw^ 

äcMZ^air dntieäUteiQüerstreifbng'.deS'Haleee aa> den K-elbett' toii Pj >fluvia»< 

tnis» eiittit gelehen ki> «er «That >^ehr AaMehy besondeva iä\t 4mi V^hxkfd* 

tioataf^Mt. üimaf k9nntd (fiefe'AefcnKcMtit dadureh tioch iv ei g rt fe aaii 

fiodeily lAisä »Bkanebmai (an* ehieaiiEKedipte tob P.< marioae) idieeev^Hala 

gana'baoh (Ajrtieifi^i'ans f^fbrUlen' zdsamme^ipeeetiteni MaelielbttnMs detf 

Lliageioacli' gesttvMI Dad) ge6|UJ«en' isty bie nnd d» tntti gleidhceitlgcf 

QiterstaMivig>^)u< Abet es >aeheln« iniip demangeaiebtet dfteKoiVnung^ mh 

dem InductidieappaiBt ' OMitrfustieiieh i«u «vKaiten,: wie SehMii -ttieial/ 

haagniaifdi igenag^ änn eirietweilea da^oh'iabaihselN*. • > ni m u ./ 

*' M MiMeAfihatl. wohl die». Bwdto Yömaifaluag niti sieb, dasb eb laiefar'iml 

EiMgebiide ao* iknjifindoagsMfven handle» > * ^ . . > l 

h .1 »In^l SWlsleb dies bewabrbeilcn #{irde^i mttsefe aoöh hier eine Fragil 

erhoben werden, welche sieb .In üfanHelien PUlea. aalgadtängt Aräi, iiämlieli 

ob: I diese lib 4er > Epi^Unnia gdegeteai Bildungen iarbprönglieh £pidermi8- 

aellea aiAd)^ »^ekbe.a^r eine : V^rimidong. mü Nerren tebigej;aagen' alod^ 

odeMeh feie».iajDs.i tieferen: 'Sfehiebten icwitfoblBn dfe eigentlidhen ;EpideriQl9t 

kellen ebigeadu^ben, resp. liiae|Bgewachsett.6ind#' • > •• / 

u Für (die bei vielen Thierbni in det £|ndeiaiif irorbaocMen: eObtiabtOed 

eteraRrDugie* FigmentzeUen ist «Ifo Fra^e -dar •etwaigen Eiqwänd^iAg MI 

t.fi '. .: !' ' I.; ! ji ; . , ! .1(1 '1 ' ^ I. . . ...... - • . » * u> A 

■ 1 L ' I? ' »" ' ' y ' *' \ '* 

1) Bei P. marintifl tn chröms. Kall fand sich öfters ein doppeltes iSystem sich krou- 

^hfefr ufeMeföf Strtlftitjg, 4bii'Vletiön^nÄt XMIwlsatldh düs elAe Ifei "Dtlrtidüfe ttri 'M* 

^«iMebwai^ 'Wihreadria» tdjlvre ttTMlheiK > * J>^ < *i> ' -t- h.u i.u i.'; .'•ii..if 



to; Catj^ 4iireli: ^ Beobaclrfimgea lüoWfcerV an KbinoorypOs/ aogMgl 
pwdaQ, EVer kompne» itKoilich.SMkakSrpei in dtr Cutis ydt^ weldk« mir 
ihre Affrtäpftr ia 4i0 Epiderwfs $eii4eQ, und 4a Jeae . ia der Et^dertuto 
fdegmm 2WleB tSM.yiel; gp&istre, AtbnUchKBit: mü BindMabstattarile^ 
9I1 mit den,iiMge«:£pjtoi»iflKeUen.iidb)9» 40 liegt der Vefdadkl «iaer 
<tah i^ C9«tfiioiüit«t.T0n»tUdteii.W<ifi4Qmi«g. n»b^ D^b liefen diielite 
Beobacbtangen über eine solcbe nicht vor, nnd m%ntbe Kebenmatäade^ 
afi#i lA »Ichiwflifttr Üi^eiiivriUy köMen digcgbil angeOhrft werden. 

NälMir «ar4^ , «Mr idcbr Y^rifKMfila— g eiM» /ZneamnaeriiaagiB dar 
Keibea mH üerveDy jene den NecireneiMngnngen aiehny welAn: man dureh 
fie BeabaekUn^ni /m>n JQdeAari^ JSdXMry nnd bedoodera M. SOUHte und 
j<l E. Sohub» In iPtanBehiedenon EpUbelien: keut, (äeroefaaofgan,. Gehdr^ 
aigao; SeUeimkAnSle)* ZU. bier überall. a^cken den /Epttbaballen eigeftr 
tbfiiidkdie Elemenlci Tiarbanunen^ weMie üa £*d»rgaAa derlÜBcran «^ufr 
laiaasen sind, so liegt auch hier die von JT^IMIrir Aenetta betonte Mögllcbkeit 
fliaw Be«eii|wa0b«mi! 4er leMefati swtocbeb die EpUkdlaell«! /var. < 
' EalHMi tvrfr aut 4aa KpUtanrnst ron Vettuw^jmm sairfl^k, ae miMl ein 
Gia^riiagaoi dw Eolfarnivon des Coils kep; aehp anwabcMhüalidi igenannt 
pardea^ DieiGr^Ma nnd /Form ;a«ch der jingaten.^ obent baaeiiriebeMMi 
feraien amicbt 4ag«(geHi, «emi auch die früheste SntwiokelQng ans gar 
wohnlichen i^idetmiaffelhwinoeh: niebi naebgewlesen iit. Aiiaserdci)i kann 
fOr ihre Bedeotnng ab .niüpiüDgUdi ^piderm^idaLe ZeUen noch felg^des 
aagafUirt irerden; din übrigeu DpidiermiesalleB sind unter sieb ungemein 
yera^biedan, and die Unteraebiede kaum gecinger als awischen den Kolben 
aad dpn andern. Epidannisaellan. Unier «diesen sind aii unterscheiden; 
ik tieferen^; oft Iapggea|re<^n Formen, idiß.oberQä^diMebeii,, oft sehr platten 
Zellen mit dem ausgezeichneten porösen Saum, dann £e Köoiebepui^n» 
welche wie die Kolben einer Regeneration zu unterliegen scheinen. Wenig- 
sfms liegen sehr oft unter den ausgebildeten Körachenzellen in verschie- 
dener Tiefe (kleinere; ktalse, Wel^le ^idkniiilSg weoigar von den gewöhn- 
Hdiefi Epidenpiazellen au unterscheiden aind. i , 

Zadem gehen aehr hfinfig Eriken and KomerseUea in ihten Vorkommen 
nit einaader, so dass, wo die einen sparsam sind odter fehlen, dies auch 
bei äeA atidern der Fall iiit, z. fi. bei Petrom. Planer! an manchen Theilen 
der Flossen, der oberen und unteren Mittellinie, der nächsten Umgebung 
der Kopfes- und Seitengrübchon« 

Endlich stimmen die Kolben . immerhin in Manehem mit den übrig«! 
Epidermiszellen fibercin. Sowohl di^ Kömchcnzellen als die porösen ZelleA 
sind meist nach abwärts mit einer Spitze versehen, welche das Llofai stärker 
(aber nicht doppelt) bricht, und sich darin der Substanz der J^olben 

4» 



li MÜLLm^ B#iii«rk«igMi ttto 4i« Bpidwnoit Yen PtÜ^uayurL 

htthert.' Wttibei diesen eltzen ftatfa bei den gew5hnIiehon Epfdeni^lMellefl 
tll€$efifi|ifeir^ w«leha di^ ^lÜsUi Lage bMen, mit üirer ganied ftkUe Mi, 
«vüfarin^ 'die höber gelegeilen Zellen bSafig in einen inner längeren) dll«^ 
iwMi Fms'aiuigeBeg^ifiind^ wdehk, sehon M KMäcsr enrUbnty 4m 
CMls mit eineir etwas Terbreitefirten Baife «ufekst,. «und noch • Iknge^ A« 
fiMIhruog inii deiteelbeai^failk, bi» sie enIHefa, wie anob M' vielen Sl<^ 
)Mnv geWit ifitd. .(Flg* 6.) ■ ' i 

n • AUee dies spricht jUbeiÜdi Jagegen ^ die Kolben al» In Ae fipfdet« 
mis gfiwnehsene Nei^venenden annieeben,' eher diflfr, 'sie nur alb eigen- 
tbümliehe EpidermiflseUen^ voriäufig nnldarer F^nctieii ini betrachtenl 
Auf der andeto Seite ist da« Wenige wae Über; die fiitwiddimg' der 
peripherischen Nerven bekannt' ist^ d^ Vorsteliiing im AÜgemcInen nictk 
entgegen^ daes Nervenfiisera (d. i. wohl KdlenforlsäUse) mit «nderh ZMen 
in Verhfaidang treten, w^ekhe ^dadurch erst eigentllehr hi den Bmiefa dcii 
NerVentjretenM gebogen werden» . • r . \ 

WeMereiForsehnrigen weiden nnn darattf au^ikblen eeinj' votAnem 
die Beaiebmig der Kolben tu' d^n NerVenCMern naeh b-gend einer Ach- 
tung'' zu •enisebeiden, dann die BedeuUing der^hlier bescbrtebeneüi'Veri» 
fldrtedehbetten in Form und Lage zu'erairen. Wenn ticb eine Absitistnnig 
und Regeneration von Zellen ergeben würde, welebe alt KerrenendlgungeA 
dienen, so wtirde «fies ein sehr bemerkenswertbes Seeukat sein« 

Endlieh darf wohl der Umstand, daes an demselben Objekt' zwrf der 
aiMgeselchnetsten Beobachter hintereinander von Vollkommen rfcbtigenBe^ 
obachtungen aasgebend über etwas so Einfaches, wie die Lage der l^beile^ 
ktt einer irrigen Folgerang kamen, sobald sie die unmittelbare Beobaehtimg 
verlle&tsen, als ein eindringlicher Fingerzeig- zur Yorsicht von Jedermann 
angenommen werden» 



( 



Eridftrung der Abhüdaagm. 

Fig. 1. Kolbenzellen ans der Epidermis toti Tetrortiyton Mafwri. a) vitegst« TöttAtiti 
•( h) att8|ftblld«(w KoUmd mU breltor BmIb ftstsÜbMöd; c) KolbMi. mit Mkinalea 

,. . Sljlele. pqr «afder ObtU 8i|«|nd} d) c^a di^ luit Meankmiaum Stfe^i-^ i^r 
b^n mit einem Fusse auf der Cutis - sit^nd ; f) ^n ^oo -der Cotif 4^1&»jtef 
Kolben mit einer kunea Spitze am tiefen Ende; g) bocb in der Epidermis, g^ 
legener l^olben. Die gerade Linie bezeichnet die Grenze der Cutis. 
Fig. 2. Epidermis Ton Petromyzon Planeri mit einem die Cätiu nicbt bettthrendeii IC-oIbeÄl 
Hg, 8i VersiDhifeitai0 Foiraim von<K*lb«ii'^on Patrömyion PlanevL ' .1 

Jtig, 4. Zwei andere Formen von demsi^l^a TWrp, i 

FJg. 6^ Zwei Reiben von Petromyzon fluviatili^, ; / .4 i . 

Fig. e., i^inige Formen von Kpidermi^zell^n \op Petromyzon Planeri. ^ . 



I.. 



lieber cünfge der rhfttlsehen rormatiota angehört- 

geo PflanzeD. 



Von 

Professor SCHENK. 



Die naobfolgenden' Bemarkiingen; betiehan si^h fampitfohlich Mi thAg^ 
hUbcTy wie ich' gladw, nicht gan£ richtigaii%eraaiiePflanBtDrettedBrfffaXti^ 
8dMi Pcpnbalion IViuikeiMi nhd aind vpringaweiat datehdie ÜBlefsudunigiM 
reiehen Materiales der paläontologifichen StnDtnlutig zn MUnchtm bcgtüMUl^ 
wobei' die TO» Bergrotli Pi^feMOr Dr. €ümbd beirafii der geogaosttichen 
UtüewiielMtDg BayeroB geaammeltea lasaifen :Bflaii£en. und soweit dies daa 
MateHal nVgiid» maoble, dfe* Samdiil«6g«i deif hiesigea Uii;yei8ität be«^ 
nakt wvrdMb« .',.■••,-. ..•'■' 

Unier den Cycadeen der Flora 4tt riiWichen Fondation itft Zlumtef 
üHam Pral eine tfer vevbreiteiateD Arten. V«Uttfia4ig eriialtene Blätter 
flbtd >edocii aolten, ittflat 'finden* äioh nor die iosgetremiten Se^ente de^ 
fffiederlen JMlU^oderBrbehifiickederfifettiftietenift einadnenaoehaHüaeo^ 
«kn B^ieeaiten. . . .! ^ ,!'''",' i! •.' 

Die Btättto ditser Art aliid gefi^dert^ fUe/ Segmeotoi Alteroirend, iUdg** 
Heb, gamrabdlg'^ Ipt^raspiVsig) an der 'Basis ttwai| zutfammenigeBOgen/mit 
Hese^'defai BiikttsUei aMhae^d. Linge and BhceHe dei Si^paente sind .aekr 
Tencbiedep^; «isterd wechsdl «wiseben 2'* bis ,Vy Üt JMäe awiscböi 
i*^ bU Sf''. Kttweika skid :die Segnleolte etwas geicrOuati; ebne jedoch 
mit vevqeUMeti zo stl^. 8ipd die S^mente nodi mit d^aii^ BkItstieM 
'm ZtiMflsnenbanfSy so scbdliMni sie mantbinal mit stitnpfer «bgervndeleV 
Basis iaeanstee*. : 4MISIS risl jcHeeh die, der 'F«at^ sondern dleiB^s dea 



54 SCHENK: Ueber einige der rhaUschen Formation angehSrige Pflanzen. 

Segments Ist dann verschoben und liegt entweder auf oder unter dem 
Blattstiele. 

Die Nerven verlaufen, nachdem sie die verschmälerte Basis des Seg- 
mentes verlassen, parallel durch die Fläche desselben und convergiren 
gegen die Spitze. Sie scheinen einfach^ allein ich glaube mich mit Be- 
stimmtheit überzeugt zu haben, dass sie dicht über der Basis des Seg- 
mentes dichotom sind. Allerdings lässt sich aber dies Verhältniss nur in 
seltenen Fällen deutlich ericennen. Je nach der Breite der Segmente sind 
gewöhnlich 12 — 14 Nerven vorhanden, selten einige mehr. Mit der Loopei 
aber auch mit unbewaffnetem Auge lassen sich öfter noch feine, mit den 
Nfc^s .p^raUel (.veri^loade Jtr^n' er^^antn, .wpich^i ..YAOf^ ^.'ffif^l 
deutlich 'ausge|)rägt sind, fdr Nerven gehalten werden \ödneül' Bei näherer 
Untersuchung zeigen sie jedötlr IHpeil 4liüälerbrochenen Verlauf, noch 
finden sie sich auf allen Segmenten. Es sind dies durch das Austrodinen 
des Blattes entstandene Hautfalten ^ Wie sie bei den Blattsegmenten von 
Zamia in gleicher Weise* ejphajt^n y^ordep, können« r 

Sämmtliche verschieaene Formen der Segmente kommen auf denselben 
Platten vor, und an mehr oder weniger vollständig erhaltenen Blättern sind 
nicht immer alle Segmente gleichgestaltet Bei den Cjcadeen der Jetztwelt 
hoAm iioh iganz äkidloiefVerhäJInW; wede^istnd toilemdlbdu; Blatt die 
Siegibentle alle ^von ^Ikicher'Oföney. nechi sind sie. atai'dfaiyeif&hiQdfMil 
bdividtteB deraelbeh Artiimmer. ganz. gleich, ebeato^ mitfd/tsieMiMMA rdctei 
Alte der Individueii verschiMen. ; * : • ' ,i> i ; Y u » i •• n 

Die mk dem Typoi voii ZänätesditimBFt^VroAiMkmmadmlJ!^^^ 
infl Segmente gähOren' desdiälbt «nzv^eifelhalil dbenfalb etneir ^nalgeii Ars 
an<j sie^eBtsptefehen entvriedeif^ ver&iMdBatt AUerasialniodclr >0irachiedeMtaL 
Anheftungsstellen des Blattstieles oder sind Segmente, welctoir«i):iitQ 
nohnal^ :£V>nn'abweKhendi€iaiiHcktlt «indl ^ > n> -m /) (n!« i i. 1 
I >:: Diese VeisehieJhnhtikrf sIikI Äbtr < Umtohtt 'gewteen^- »elntitfeiu >di^ 
Ali mit.r'ATteni mi> vierwediMlD; '(«rdlbhe flbeihnipt' des- Viigclatio^i Idcir. 
iMliiidnnlFomatiba'nicIUiaiseWiM^idde^ As habeh. rarAufiMlhmf btiief^ 
Arten geführt, welche sich nicht als haltbar erweisen. Zui/tkn* erstoiA 
gOihHZaniites'kindecila^yvk dvr PfaimtUBie ilibiiBaittutivt (üV^^lBracm 
iü ..Mtester ;Beitiv > VL pi /fi9), dähn IZamitea /a(emk^ dt li liteitoschM 
Simnfluhg. &tt^{^» lanMiC^ .<£nrHMi {MoeoMb .lUndL i«l 

Huttr «MS. floiia ilL Tsb. 194) ^usi 4dai OoliOi vonHatbuni W|rlto «ntet 
• sbhäidi^t->4hMrch)'iiMare, an der Basis und SpÜBe^ vemchnSierte flegUente^ 
Mff: MMZmrHtei falMiui igt nach Sttmbergs AbWMung üfaMutopfr^aokoiik 
Zflnftlori,^«^dem'•in IktdoiMniim im BinB8iBdfnenni|W:odot,ieift;4Mtoah 
9f<la<^'-Was^ Münster daflkl hielt, ist toatbi dm <Mt^inafoieiai:^Mhit«di 



SOBBIDB: <OeMr eüii«»iiw vUtlMlmit FVurmätiou angtMt i^e BtUUrd:'. 55 
«UkdfSMHf.lgtkrfiiMBrteff'BsgineKtieiiiM wriehoiTsonst 

sär al»<cUb eUm^ lOiwettbeiid eaiitickUteä SegttieBi dieieil Ai^lanl^flAoq 

I. \ Zu. *ii.: wmZmnilks dkMas Fdoai' ^gejMMaten A^tir ^]s«li6re»iii(gMü 
jntli-idie /tOQ J^; ^rotih i. «. ^ 118. S9J Mueo , Jtdocft iiiotal JUbnaiihtoA 
AfftaKtvoü PoA^f^mift» /¥0D der ,TlwU mid ftantJuklei bti ^ Bdy^^utU ( fbH 
JMT iptWft kieber Zän^M 'Hawai SMägMkumk (OUttbteraMin^Abb. Idci 
fiologw BeMttiioBt. Bd. L Abtli.:mj p. a. täbwiS. 'Fl|r^ 5);< Ettii^^>a«Beb 
tefandMidet/dliM Att dmriiii dii vmdiniimeBW^Baatei'iiBa «Mer bUnnpft 
SptoBidef SefMqtS) davth «eMeiriiigft''Zabi .deo ;K;ärYMiv(iiiii M8< fikOm) 
TOD 2kmwU$ ditUmsVttA. Dieser soll ander Basis mehr zugerundete^'^ltri 
iUhe SogtaieBte Vqnd se&k cahlrskihe i£AievNeDmii:luM6l jDds* Original 
der »;AU>iU«4r;iroli Zmuia^ iiataM M. .EttingslMmseMtkenae' «ebvioht} 
wn JaomOor Hkluem beritat? die p^Kootologisohe tS«dimhiigicq tllüncbe» 
eU Sflwmplar; drehbes ni^^ / det UebeittiilstiihmonJB;) vbA^^^ iem>i(AmU 
Theile det' titiitea Abläldung lEtUngslutiilBeiia baam ''etwivaad«ro»i>MM| 
katd, «tfr die Oe^tbplEtte des- Originales; disvBciAkttiUiaiig; DM^Eiebplar 
iü jedocL )r9ll8Ü(bdiser| teaiNBiUt .s6chs.<SiignieflEte^ 'idaai>Oi4glMlli>£Uii^gtli 
lUMMdös fv«ir; M.b^idad £imtiplaien 'tst dfieiBasfs-' d«t>B«g^i«ttt(9> ««i^ 
sdiiAllkstii, dl* Spit2e^4Hd»htitfltiiaipf''.ab8erimdfa(i>i entebwdili^M^^^ 
d»* Bxttnplar dtskMtinduMrfiamtnlangfenausry soi'erbeiinMnäAt die* &ai«i 
8pto0 whr dacitliiU odd ukenedgt sioU; dass die Btumi^e St>ttie^iiler dtmOl 
an^eiragesM FaiÜMi.iifsettgi ist, em bd :Mdiiüterr»^«iq>lAK>e4 )ii«lrt 'lin^ 
^ölmlteliet FUI. Karvco laWia iok bafrdeBi'£icHipla#> dev'Mttnohtfli^^SaMdi 
lOBC^^wUlibi» visfklebo; ^ die Hantfallen süid sebPUMbütttoh. Dfe AbbUdufi^ 
iiM StliiHlBb<teeni|9tt>t:ifcD:dles Veidiftita^ Wtt'ntm 

die bei Zamües dUtcM heryorgsiraheDe TerseiitfdeM AdMImii^ 4e#| 8l^^ 
meate amBiattstiefe ^bettiSb, So i ist disM i^^eMslloB «ot^ dur^ Veibchie- 
bm^ ist BMls:disr Segm^vie i^edhigt^' Die:>&diL 4tr MeirVoir fisir beii'kllek 
r^ ndriiMt^iiaAteil* fiJemplsiceni ionZtImUks idimhk dtteelbld, -l^^ 'bial 
Awittes. Hauerij eberifaUsuzwöir Us risik^kaiu eänüUt HkuM^ kanmi dess^ 
luOb :;Bicbt:äbiisigeMS Art .b«thtGUetweMen|!^igebört>EiiijKls»^^ 
md>«nt«!8cbiadbt sieb \M)n 4sr orspiltihgUobigikaiiiitito Feirin didbd»' Ai^ 
i w tei it r . atingdiaastns Zämämi diskmi nfiiieDtatebt«^ f mb äbreh i'bvtettffb 
80gnieiite;ifiS'Sipd dito «Ua> BlfitlM^ #d](M Tessehladeneii AlkwMftstttftMi 
der Pflanze entsprechen. . ^ ^ / \ n; mü nl": 



56 SOHEIIK: U«ker «iiMge der rb&OBckHi Ftenullioa «ngriiMge FflAOMiK 

la «iiier AbhmdkiDg über einige oMe oder wenif gekasHl» AMm 
der LiAa^ tud Oolitbfloca (Abb. der geoUg. BeiebsaMt Bd. L Abth; IH. 
p. 3. iL Tftb. L Fig. 4^-8. Tab. IL f^ 1--3.) gibi Etttogahaoaeii dKe 
Besebreibungen und Abbilduligen einer neuen finwUen PAanzengattung nk 
ihren Arten, Thiwnfeldia, welche er sa den Coniferen bringt nnd.-der 
Oatiung ^^4>dadua analegp glaobt Andtä iii aebien Betragen zur 
fotfiilen Floca Siebenbürgens und des Banatea (Abb. dec ge<dog% ReidisättBft» 
Bd. II. Abth. IIL p. 43.) vereibigt Tkinufddia mit PocA^ptoHli BrtngnimH 
«nd bringt aie gMchfaUs wm den CSonifereB. EMingAau^sä verebiigt wü 
nkmfddia auBaecdem no<di aua PreaFs Taxädüeä Mündmtktta dei( 
Gegend tob Bamberg. EUing$hau$m^s Exenlplate atammea von Stetedorf 
im Banal nsd von Bayreuth, Anehü uiiteffMichle> Exem^e von «rateem 
Fundorte« 

. Dieselben Pflansenveste wucden von Fr. Braun (VwieiehBlas det 
Kreianatnralienaammfamg in Bayreuth) als Arten «einer Gattaag Kinkneria 
aafgefiibrt; splUer, 1854, lieferte er in einer besoodeia Abbandlang (Bei^ 
tiXge aur Urgeschidite der Pflaniea N. YIL) die Beadireibung aad AJ^ 
bHdung ¥on seoha Arten dieser Gattung. Er erkllrl sie ür Fatae. 

leb l^oante diese Pianaeareste und »rar aäBMUtUcbe ^otm'adbe Aftea 
in Exempiarea aua der Sammlung der GeaeralrBergirerkfl- und. Salioen- 
adminisiration aus dem Steiabrudie von Ferst bei Bayreath aatemuchetti 
Die pal^atologisebe Sammlung an Müach«i bctftat tou te Pbantaisie 
bei Bayreuth zwei fiiempla^, Toa weichea ebiea der Abdrnbeli dea Ort* 
ginales der Spitae des voa Braun Taf. L Fig. 1. nhgebiUeteti EMmptures 
iat Beide gcliöctep ursprOngUcb der üft^uter'scben Bamailung an* Aüsaec- 
dem Uegen mir aas den Sammlaagto au MibMhen und Weirzbulg nocb 
Exemplare ron Veitlabm v^r. Ob dieae mit im Fn Braun nater JPcMftt 
yipieris verstandeaen Pflanaeareste sämmtUch tdentiadi siasly'isti ttibr «ua 
seinen Aeusseruagea aidit klar gewortoi. 

Dass mdnnfaUUa Eüinfihamm umi Kirckikoia Fr. Bitaun voUsMa* 
dig identisch sind, darüber Itann nicht der geringste Zweibl aeia; Die Ver^ 
gleichung der AJribildaagen beider und noch mehr die Ycrglekhutii 4ef 
Exemplare mit dea Abbildungen beweist dies uMürlderl^licb. Fr. Bpmai 
spricht sidi «och in seiner Abhandlung ia diesem Sinne aicmlkh beatiiamt 
uns und gescUeht diea vea ibm nicht mit aUer Bestimnitheit, «o aiöBaa 
ihn daau wohl die von ibm bemeriOen Unteasduede ivisdien *d^ Blute»« 
lamn uad EUmgdiüuseH'a Abbildungen veraaUBst babcB, sowie die Be^ 
Schreibungen EtUngshauseris. 

Die Abbildungen von Fr. Braun sind sehr getreu und geben ein 
vollständig wahres Bild nicht bloss der Ncrvenvertheilung bei dieaen 



SfiBBNK. VeMir «faü«» dnr ibUMMd Ftefluttiott M«A(W|e PftiaMB. SV 

M«ix«inml6ii^ sonApni auch fler liäirnffOllIgkeli derMattfonnto, «Welche 
üeM QnUimg auKtfidiiiB. Die AhbMmgmi itm Eüimffihmtmä ab.wle 
AmMs Blui ebenfoHs im Oanse» gtoau^ aber sie heften das ChutBUM" 
riMeahe in dev Nerrtevertlielliiiig nidM adt der Ttene henw, wü jei^ 
Bramdn. In jeten ßegoseiite ist^ #it diee a«eh JBiraMii. gais rhsMig 
danteUt, ein aCMLerer bis faiit ivr Spitk» teiditodan Mttttiiienii ifoHiln« 
dfB. Ana dieiem treten oäter apüieni WlnlEel BtheaaerM atu,' i^elche 
äch gffbeh* Jeder disr aof dieae'Wtiee ehtatimdeiwn AaaU friMÜt ii^dH 
Mris md endUeli in der Nttlie dee Ramke tritt Boehmi^' aina «MbdlM^ 
^mg m. Aof der Uaterselta dev Blitter ood den AUriekeifiderOnteiiialli 
tritt dieae Vertl^Hinif der MerrenbaiKmkfra daatttob terroty waalger deot' 
lieh tat ale auf dar Olwraei^ waa bei der aienilch dhdmi Mdmrtige&Setim 
darBhUter^ auf mMhe dte KaUaiitinde scbttesaen UU^ «ächatkllrltch icti 
Bei den Exemplaren ron Veitlahm bemerfit man stets nor Sf^än ' dat 
aaa dem MiHeiuerveii <iMeiretekidan'8<ellafinerien| zmraUenaiiidalettbeAatipt 
nMn an erireitfnen. Die E^mplare ven IVoart beiBayfanth lasaeb- ai» 
dageges tmmar de«Clich erfcänoe«. EtHngAdmm'B AbWkhnpgata Stellen 
die Nervatur dai^ l¥ie sie tob darOberMite geseheh wftrd;' den von-JÜiidM 
Tab. 18. Flg. 7. L c. abgebildatmi Nervfenreilatif habe Ibb nfe biaieirUi 

Das Blau der Kirefanerien Ist tief fledertheiüg, die Liappeal s|kI T«n 
iwfsdiied^aer Lange, stimpf oder apita^ di^ AMDappeä cUa' BliUlfo leW^ 
geaefaiiittenry gelappt oder gekel-blj Der BIMatiel tot dmch dao'adimaMi 
dte KattabBcbiiltlo ^erUbdandea 9hdl' der BlIiltflMie gUM^^ M die 
Kohlenrfttde erhalten, so ist er qtfergerippt, wie dfea^ «mch üel; Aem^ 
ph i ßut H SraknikMum tfdfpert der WM UL Hiair Vie dort l»iiMl dietQsai^^ 
Hppen Fe%e des EHvschnimpfiMiii dea Oembes^ Aneb dle/Blatllappeii 
Beigen die Spuren dleaes Vorganges durdb VeriiandbnselB Tan 'Boiadh^ 
in anderen fWüm Ahlen die Qiieivifppen, obaa' dasa abdr sonst Dntei(« 
achiede^ ro^änden wä^en« 

AndM and BM/^skouaen erlrlSreli die Kirebneriea für Gontfcreb nnft 
rerglefeben sie nitt P?tyil^(uh8. Anchä Verruf gt Sie lidt' Aiöf^fldM 
Btengniart nnd gründet diese Anetdit «af die' Ueberaitistimianng dea Ne^ 
venTerlanfes der Kirobae/iett insbeaend^ jeties '^otPMckjfp täi e WiktiifMi 
Andrä {TfUnnfiidia rhombmäaUB Emngth. mit PeKhyftdHk Umkkolata 
Bbngn. {Sphtn^pkri^lmeeaktta IWl^^^ ^t^ldk^^gMlMyhkt JMf^ia»ik 
aalner Abbildtfng die ülervatar «berhaopt nüebt itditig iraf^^sst; rank hat 
^nk%<€Hls (<mdaM0 Brongtt. Jene MrmiTertlielhing^ #elcha^ ale wtfch d^ 
AbbtkUng liai PhiMf$ (IKosiv. of g^leg. YorfcMK IW. 1^ Flg.' 0.) Mi 
allai, ao ist istemll^ jener der Klrchn«»rien nicht idanitaah uitd^dl^ ▼eaai^ 
aignng mitf Pnal^ifjlfafo tieia ntiaiAir Analagii3(inMMfstn*hafll* i: :l V 



18 SeBBMB: -lMl»*>^«i«i9»tier«tttlMfcMi)SlvBum<«i«l^;dWbl|e 

stmdi, iii^^^aihr >8dliihrf8i0Big;fii»A;tei '4Ar OUat .(qM^bfeMoancbes Ük» dMb 
AiikAilj idajdieffiittfaiieHenj^erdiii^^m ¥ifiltt BtaMidiigtBito aehY iMbe 
Beqjehhmg.wn 4fen ifotUett I belwiMMiLP^ftWift^ haäitaita. ddtei) 

gIftttM klii^jliatt^^tichiltil» ^MgleidkaDgi^t}dteQr^«tU*l9. Bhd üe Ettt- 
Mifaiiiy d«r iBkiMeriehithiH 4en^><)Df^^ viAtrtbcbüi&mgmjii* ..h 

vtf f Bd. Me^^iModri« aihritdGdtViicb taffder^ohtfiL «kiM UilfeaMiir scb«^ 
iMtfand^ftei! Bhtte8f!«kl iZmif, lv«fehM idiO) biwifeBQ «kylloAtt ,^trigii 
Dkb^ (telkstidlebia.ttbnfaUfiiiii. dur; Achitol »AokUpiH^ttrmigtfRrBlittflr bnd 
«erdentdeasbalfc^iitt bfa(ltaB<ig6(Zweigc .4^^ Ski iMitsQM: eipMl 

MiMtlnerTM/^ aus /ralchieili oUtern cpiMDi iWiafcd emMh^ . B^itmütatm 
mtiMmi twAMaf kUn^m Kaode itoUdifeBi / Am aide ^ jedäs JSittigtft di^ 
ftidel >iMi ;«lnii jEnospe/ wm^ «cOidiet 'KmOi : iMöi ncilei) WkAd ; iv^om » flMtfgoti 

MlwkMt4i iiifi J- ";.'-', fi! fti j/i>/i;'.I 1« ' '<! - / i"W II 11. "iv l 1. '* '\'{ 

jM HMfV^hkkwmaBlimtt.^dla i»mh«di)i^ Utidtdr all» 

gtanciMiEiaBiMk.^ liiMtiiM'dbmfl^^^ IL oMa 

mäjiK.iin9MiiäUU3rWoaiAe^ ji^^ iZ^^g^ >mm\^Pf^ßUQAtdm: «dir 

tttolkbui EM) i|Sh^ rPcflfoi^ tiigttMU'Abtr wneollkb« Untiirsahitdo^ ^£Mlh 
auti Mdt jMeilAndckiMing» ielQeß]£iidtai90|)a:, «ttodi^eil mlis^e.iiingeiiOim««^ 
mrdtet d«M| taidh iffie .^iMlnriaili iria f»2^ibs«ifttl« OitwiokfliüabMH So- 
düMi faabi^l ieUt M |^«lkMr! £lprA^Mh{« fitie Spw .^einoa. faUtMM^eii Uittr 
chteaiifindMihUhmdii lUnd* Awobadkavou ii^^aAM«^; it^t^ jm Wllidff^' 
gtigebctaentAMNqngto atdkn «dlcbe UlthA dwTM J>la'«Neiirailiir lüd^tffriaiH 
9ifMdlcU jfen^^.TOD i%ifaMM«4>::aift.ie»^PTicH rialoieju jAoATi einar igsfanei 
AüflahlfMiTCfai! FaroDn« : /Icb.ikaM iftftef diat afnalchl^ vg»,JEMil^«toUfai| 
dainfdia !;^Blfiuftiig^ der UaMfontiga« Oügftifen^in ^en Z^igt^^ «S^ffA 
dMDJknfibhmfir eificarKainlMra^tetfl ef^rM^^ moht. ibfUeo;) ,«f- U&kiqI, bei 
dm/iFhraeM..iiidbti;aeka0t.yaftf daaa i^leirJ^em nmudtttB^i^ dioa^BIatM 
entfernter, an der Spltse genähert stehen. EbepMhiweii^MfSit^e/ i^^^itta 

)ieh^l^^«cterh^ y^nnq(hoii ,li^a^ ^ die/M «elbat .Mtfttjgt ; MU i^{(y(fa^ 
«ioA^'iitiipBiiinitegfitMi .wieder i49rj,euig/»lrai»4i> dpa 3if|tteUale(ir,fitoi»U| 
W«rt^»\dle,efcust9laea\S(8gpnei^ ;, . >.., ,^ 

s>\N ^v^£i»Aaete «^eaeallfchi».. Bfamopit zar Baailb^Hung- «1^ Tt^rUegandm 
BflBtevfrtid^.diatlTaxiwi iiMl SMubtur danelfaea bUdaiu^JDfa eu^e.,(yfftfl|it 
hei 4ap<3aeQha|taib^:4fi!i KpUBiir|adA)> wlflha M. dan fymvi^iffisk >wm 
Jfmi\imym^i9^ |$R;*etoei!darbeiMaaaitig^.iBaHhaieMiaa4^datvBU^^ 
Dit SlmkMif l(a« ^Mri^ariieaev ^fm^iwi jMhBebafKHimg i«ofit;.eU(Mii^ 
reoaj^aUi.midi'SidiMilMBMuQai i^raUgKab dM^8taHe^4•M^^«a:l(tel i^dlfam^iMi 
Verhalten d0r.ilKir$l«iMfi^;,«OiRift 4fmmmii ;da«i «a^^M^lBÜittfhii^ 



SOUWl QMi'*tteig«<4bt.iUIMite: VürnnAM: MfMÜg» FtMttM>> M 

iWdiiii »jVferhiltaHimii^ri^ dM-vEÜchlMriMi; im iBflaMotor^Miiei tüichi'fthlen, 
«brin lob adhIiMMil 8ift> diMta 4aai>4ife JUnimiäiiy.EUiter.ifaiQlitiiafe^ 
SmifitMe lud. / WeMeniJjalbiUe 4te a«feMiiiii;i wtodi dvfbh 'di*I«tnditi 
MMtiirbiatii«0eiBiyi;«iM9«> WUtool^^ 

IMm diiM ledMirtiilo.Besditfei^Mt t^rMAi^iMMt aioht filr/di*)S*MMr 
sMftftemsiift^ dto-OycadML .fio iiah^IidiellflnvIitiir.Jeiierifdiii'rAmeiiHalttt 

iH Sfigmm^t^ !ilni:ddtt iU•«lt4M9&^ heiidiUnft \QnA;;iHie».T 8«hm«tln JfMgeJl 

w^ VM-^l^nfMm i*mnkoidtft$'rnxA <Eh;Adi^iu^^ Olab^Mtfi.M dm 
tarnffiBttn tan FqmI .Jbei.Ba^veuth :/dl6'.£ttid#iilü* .müfwhm .fcganf » » 
iMHM«n:>T#riM.'ldl0iKotyteitolte^«tt chb>iiiMiffflii »Ktli; iuiul Si%»QiBr9iii«^ 
li^kandeltf ivordaoi wac 4^b erh|di^ Hufü dia«e^v>W«t«6 VanOgltebe EMIi^ 
nMy-^^Ma d«. Q|)erT:«nd iüiUMdiftider.fiefiiMtii^viioge^^ j^ll 
alter J»4HdMQUfißllib«teibBrincM]:attf aiMn fidf|riieii > Sf btiM» udle SlvakIM 

] ilHaijEpidatms )MM«niklw[bes^ AW'iaiif d^.üntaaeitB 8|toltäKA 
otti^eo^ (auf id«tf Obatseit^ /eUw 8hi Bei 'ThkMfddia»\rhomk9Ualm MaA 
«fiei Ji|iUmliiaeHeD tfemlioh dioki^andigs laMf^^^^roekl, iiimrtgafaMiaaft 
aeUg,. die.fpabSMEhitogte Mßritaant> li^^ KeUed.jvOn aiienticl^a 

Qi^aiie t«ni ieiilalB WälU lMDgeb«ir| Üe.iatt timgaiMadaüiaiilaii.eeigeV 
ktee aiiffalli^ttde: YeittdrfedeBM^ <»' <^^<tb^^ jXk ddCfUraH^l^hui 

die i EpfackatDiszettnil • dObimabdig, . dia^ /^lt0iBBi«nEaUMi> Uaia^, i ia^ >4m 
BagBl/T<mi>eMr. AnsaU.welM^e]: ianggaalreiditaff «ond imnEMsaigaordoekt 
EpidaffDiazblleil iasigabtoi Dar .Bau iarJHpidaiiBia feAi;>iaftv4an.i€airi^^ 
▼i^febetty llMiDft AajpMririnail ,1 abtelowvedlgnabar auahniaii !dtof ^aoiei^ 
wtaiicb>iiie8(iaaa>itfM [YetfiMdiiaiir aMtaiclMi> Btftpaaate ,fdeft .BpUtenKkl 
beider FamiÜeaMsafav j^tag^pui oalahli. ^yvitid Mtf »fdam, filnodei)i'S|Afai^ 
■i» Eaaaildi G3rlMdaab,<aowiiil.:fMMii |ebaiidar .atiir. Mlia; «od vtafalJan/ijenen 
ctef Qatta«ig:3Mäi nintac «Ul^ M»ealea iC|(aadeeD.i iLagiavI^i idar Viai^ 
glaMmfigi tfeivortaeffliiobQli AllbiMiaigea -AomaaidHtfi^iaetGbn«^ ai^r#tahl 

Ton 17^ trapexoidiAU dagegen iat In ibrer Siniktur deri S|Hi(daaM9(isvail 
Zanda fUrfi^frav^iA anaiag J iyit\ 'JMmfMi^ 

BiHi JDZnkaAftilu^ gleite J^itelhCycAdaaft «ndftA Obv^ «eaalben «mIi 
6^^o<vi^!pUi«^ aigno (fdaatiaAi dlB&, wieKanai dat> Diagtoaaa^t^raM i i het MyBtf 
de»,kaatti^ ilaflsä idi;dalDni;8aBtdU.i <Sab«rt(t2«tfnsl|Mt'8;iy€iMyief«#.^^ 
MMHisitt C^ omSbg k$ im^x dldn». ukMite .diaH iday^iitohr.i«ahiiaMittait>ii^ 



j 



«0 SOmiyCi U«M «tBlge 41* iMUmUb ViunAoD uig«lMg« PUnMi. 

,. WAii juiit Sfe Af«tB der O^^hrog' jQ^Mertf« betem, sd hkt Motm. 
jMikmk rnnwiää Anim mbm isdto er EntwickfamgbBufliBite 

■■cl TMle 'dcvielbfiir BttHer ate «fgene AtUo trotte. EtUnff^tamefü^ 
b«gffeMeidiwclben/vat«rtdäed iiedelbeti yiel natvrgfcaifiMar nttd es wM; 
im» Scb'vonl irfim iMiBer AMn pibsdiei QMr ifeloiw 4eh jedodi «nl 
•l^tieF UnlißnNiishQag' kelti Uftfaeil iXUeft kaim, jrichts f ^gm afo so eiin- 
»eni Bell. ' JTtrMiwHa cfc^rifrefM Fr.' j^nrhm ift etne woU «Hftenchidden» 
Art, la wrf^hur aber «uA das aof Taf. 1. Fig. 5 abg«bild^ Vra^oMit,' 
Weleb^ Srauh zn feiner Kii^f^n4aHatru^t09'$MfMdmtl^t^ geMrt Zo' 
KMmeria dmtf¥au mA iwar aii Baefs des Blattes« ig^obSlc^ aech TabJ 
lir. Fig. % der Abhmidhing 'Froim's, 'wetcbe er mtt setuec R poisffnbrpka 
vtweMglL <i^iMj»ikmt»€iibal diese Art ^n^ lt. ft^icAc^mandiife« mF. J?Niii» 
(9ab. 1. Hg. 4)il8t>eiAe «weite gut aiüertdilede*^ Arti Blfttier detsettem 
Ft^mk sind Jß^irs^neHa oMtis • uhd impiMuüÜs Ft. irrbtn» (Tab; n^i 
llgL 1 i^d). SM^Ihr geMvt aber auch ^ Tab. HL Fig; 9 dei J^^^iAtn^sehtei 
Jfir^^kM9ta fntafttMbydle Spitte ehies Blatt«. Mit! Üht ist fUi^ilkniMM^ 
mnnfddia rhomboidale identisch. Kirchneria pölymorpha und J& mulb*) 
bm» JK ^mii cbtUUten nkfat bloss Bestahdüieae; imlohe: iübetbaupt 
üeht EU Ibn^ ^^ren , «ondern ' sind anckl sehr winktifarltch • begrenat^i 
Abgesehen von Tab. S. Ftg; 6 mA 9/ ist Tab« 8. Flgi^ 7 niobto Anderes 
als eliie Blattbasis voa iL poTymorphawkä idevUscb mit Ifig. 1* 2. der 
Tab. ilL Di^ BhiMbrm von Tab. ^^ Fig. S iHedeth^It sieh. ini'F^. a^5) 
der Tab» 8, ebeäblls JCwckmHaipol9mqrphai i^ttfarei^d Fig. 7. 8. alif 
Klt€hmeri(»miaäbiti$ mUeraehied^k sind. . Heines ErachCeas geM^n diese 
thwik)KbeB Attdwdeh-abfigen Arten 'ah ,' vmd sind entlreder die ßpitaeti 
vmk'liii^netia'^kicUmicmoi^ 3rmiii, oddr es sind abwcdchetid gestalt«M 
BMlcer,'weleh6f^nmi Jüngern dastand tdÖD Pflanbw aagehört* fasft>ett. Jeden^ 
11^ tS«iien Me flieht lät der von J^onis be^ Weis» in awel Arten 
g«s|Mftkif-'irenMi,i>sdndem aAüsseft* in ^eiae rvereialjift wbrd^ai 
:< iWas nofi/ aea Ni^nen-derOatliteg belriflit, «o liiai der Bffomlsam 
NMte^dbn Vbnng IderPffioffHm,' ila derselbe sehon Iv^A^^ gegebeaJ iaii 
DkitndesafiNiiini^ie'beliMt «Ren seinen Pikblllca^^ -den (NatBei^ 

alehtikwr^^aif Biiehi«tbong g^eben hat) so isl EtHligthaus&nfM Besfeiehh 
SMtgy.^HffOh^^ÜBSsin AbluMidhtog dr(i3e. Beate erst i bekannt wurden^ 4to 
Vorzog au'tg^iUeiu • ^ -' » '; r' . " , ■ *./../ 

Yen AHeli «dieser ^QaUdnf 4M bb jetaBt bekanat: Thinnfg^dün thtms 
i^MS/' m HioMoicMh EMhi^:^ Tk^nfMia $peäoia JßMnjishiS IIb 
Mmuü»4äma^Bti!kf9$h. Dasu' konmen ^Mkldtit n^dii V^nfdä^^ 
m^ha <T«b; HL 9ig. ul*^j 7J%> ider AbhandMgl&nfam'i^ lind fhJpar» 
¥ifMa i'JSMmjtkulmm.ul grai4so. Hailso shbiwoU: n^ ie^ Eaag^' ia ^d&eae^ 



6fligf9iswi|p UBiAdtOB) ^bfe FoUttitoilltem -BKinidare 'cBn Madnrtlsr über 
ihie Seib«Miti«0ktft lifiOhif ietstan» mrM.iile idie» BtatditnEMmifiMmm 



088 Voflr<Hbiiimi nta Oatt»Ag«il der l'erHInseR Iti FMiiatIdiieh ro« 
dem Alter der AltSschen Fdrmotio« i< wenn Mck^daMelbe iHiVB^ttnnii^ 
Mt iDr soldie GattMgeil tediw^UealilMt^ Welche- nVehtS^mmelgAtMig^ 
sind, TOD hohem Interaide.' i>aB Tcfikbmmen rm'IMöMcri^j weicht 
EtHngikamen In den AbÜAodTimg^in 'der geolorgieeften Relch6fttet«K Bd. I. 
AM. HL 1^. $. ^h. ir. PIg. 4' als' B. bartäkinä TÖti Veilttabtki be^ 
sehrdbt und athNdiet,' wirl, wentl eich die zu dieser Artf g^ecjhneteti 
Keete ah> dieser Qulttm^ angehMg eirwetsen hk8sen,''fQr dVe £iit#lek1an^ 
der Fkmr der iMtfsolien^^^WmMieil beise!(Anehd eein. •: ^ * * 

•I>le palfiMloiegteehie SatAfnlung ta MMiohen besittt Vetf Wes^ Art 
iwei Ejcempfaf«, i^n weMien das eine- ahihfrelt^afl die 'Oegenpffatli^ dlE^ 
Orlghiala Von Eiih^hmis^n ist, aUgeklitetihe AMMdalig tXiinffikamh^ 
Kleiner Irt^ alsldas Ekemplär der'MtaebenereaiamTa^;- ei stfuiBit-abeir 
alles Uebrige «e Tollstfkidlsr illM^inj diles i^h utebt im' delr RlebÄgkeH 
»tiner Anirtcb):^^elfle. Aöeserdem' entfaftlt dieselbe neiefa' zwei FV^gmente 
einer Ibssile« PAdze^ w^lebe, wie lA glanbe, ebetfislfei «n 'der 4rt' Redi) 
Btehetiden Art gehCreii. * ' :...•r.^■. i .. ■!.;' .. ■ ' . ".i 

Die AtbUdmigi ton fÜ^V^^üAiMMei^ gibc deii HMütuS deb PtfamteftlesM 
getreu wieder,' abei> dte Bxeii)[4are Aer Hfincbiiereiiiiinilatig lassmi dfe jflf^ 
H^iMloHi ebarafcteristieobeii MerkaMle, welche^ EUifßiffsf^linMn \tt ieinüt 
Beecbveibnng erwfthnt , 'niebt' erkeMen. 'i ' ' i " . ' . '. 

SAe foenpULre «der HCbiehtteiMNnailnig slRd>Stlfmnifra)gnfteiile/iui*w«l^ 
eben Aeete mit uterkdrsMi fotemodlen stehen;' iMsse XeSt^ trage« 'BVseliel 
tnearar gannrandlger eunier?%ef Bllttef tkiif kdkt^ als awe^ Zkill Mnge: 
D«a, wo die BlftHer an den Verktfraten Sirttenteteü fikilen/ laMseti Wict 
zmn Tliette sehr dendlcb, Narben abgeMlener eiMt<^' erkenti^.'^ Efnift 
Andentottg ved SebelOen an der Aasis dev^BlAter liabie leli' Mi ItehMite 
der Exemplaps eriteiinea kdkinen^ * : >. • i i i ^ ii 

Die •beiien a»dem finsfliflate 4ev MinefafidfMfllndMg,' imii WeMle^ 
ich glaabe, daes sie mit Holoehhns banOklM fdentiseb ^sAid^' Mn# ^ebea^ 
falls Stammfiragroente mit Terkflrzten SeltenSsten. Diese sind almmtffdi 
beinahe blattlos, nur an der Spitze einzelner befinden sich nocn ftest^ 
büschelig gestellter Blatter. Dagegen sind die Nai-ben abgeiaUener Blätter 
sdir deutlich I diese aiod rhombisch mit einier cantraien GeiXesbAndelspait 
AaA dl^ OuiptaAe hisseii söMbe Naiben^ 4nid eine vmi Ihden vi 
gehendes Blattkissen erkennen. . * ^ • 



; i Id»/i^lfe iiAhV.. 8fw.die» Bi0töJ4iii deo^l^^ 
mmi^ köm]kn4 mnietik ätms.Mnmh:^ Stoillmgiidcir.MiMr tmd d6t 
Entwicklang ihrer Axen.iU'denJ.ChiriiBreB .m «tdlin 4lhdi'>m^ 
Entwieidang mit der Abtheilung Larim mid Cedrug unter den Abietinen 
^f&^tfß^Aßß^l^ f^USfSf^r AWrtf^-MiliWenbef iMdW^ttbiiier/ Zweige 

f^^ffy^.Ceffr^^^ «BigM fiiiie<AbfMrva«aheiidil 

^^nUchboUb mU dpp .pflan^ewÄlitf!» yon Veit^hai» .i i; :! „ ,/ .> ; 
1 ;^e^^ jewu^an PIWim^ welche jh^ 4»**' (A bhv d«t igeolog. B e i i lhwaft 
B4 n* Ahtlv W, lu *J. Tftb^.LO,. Mg, 9) 9ll .Ä«fc«»pÄ«.ww 
t)e$cftiM>tti iifvi ^ibgf|bild($t wwr^en^ Idum icj^..«on, :4hi JUStter» jdhc.ftf 
p|H^9tf|«i ]PitRgpßn^i:ni(^.jiptmc^^ iqiibs »le.dfsqMli mtt ibneil 

für identisch halten*).; JSi^ .(c^^mp^ leipMl^ritV^h .bta Vifitf^ . 

yj W^f^ Wi> #fa -B^itip!, ipr|9 tcb v#riwilli0^ 4#f,<3nw* 4er CSei^fercn 
aogeh^Kei^r M;frl^ f$i>ic)i| v/tkh^ Geltung«« »derf.Jet^tmk;.«^ ^nultf 
iM» P» JMniheiii, »ionUf|ke..jiiiid..weibiMie^t im Zmwttmenbaage; ii»n 
4eBj Zn^tiftagBi^nteft ti^A^aMt w:^Di99len(i »oeh nicht igaaehet^worden oindi 
ffxpai^pfn 4«l> lM)>li4t^i^n:9weig^a]4t;A4di^ . ; ^ i: 

W ^^y!tff^ßim }m^9^ SaUßtufHß,, VMimn b«id^£omc«w&Mi iwh 
nach die fraglichen Reste zu vergleichen« Bei Lari$, nni CMru» M<9ibl 
die ]^iA,4Pf BMtttM: Mn Xw^ige atAbea^ d^ Norb^.iBtJiii^ 
M SMi^fimß i^t «^'NuBbe buMinwd, 4«; W»it8tt<* immt fteb ▼oHatia* 
4ig vo« dim Zveigvu ^ Dio Abdcttefc» d^r Fflunac tm Yiliit1abm\ JisIm« 
Narben 9 welche jenen von Larix ,,fmA' OedrH9\i\wtit niber Atohe«: i»4 
ejb^^Us, ,9rMu^BUMi(i«P Imwi^ adKtem, 4eMi >Bl^lft aü Zlreige 
9tAep.ibJMVri An jdea SfaiuptiUt«! ,»1«. MtfMitatdHNideB/ Hitttra /«sei^üa 
8ie,,^j| den: 2^ff^igeiii.v9»..Jt<«i9 qii^ ettwiokelieii. AxongUadem anal#«fff 
Yf)diMlaat! Aiüdifscipi QKniMk mücteeJeh aieiiUitiJtaalf ans^der GrupH 
duriAbj^nmha)!««) iwcmi4. mch^dieliMire .Foim. Aer.Bttttar «|yei«Hi( 
Miwmn iliriMciy ]9fikb9 .4m\0ßßpp^ l)^ 'BtLiiüem t^mA m^ <rtM?oU ea 
nicht ausser dem Bereidie der Möglichktft Kge^ ,daa»i dtei^eate leiiM» 
(fQHUm matk^ftUmt wM^ (dWiTafflaeeft «i«dMrig 4b^F<Mi des. Blattes 

l! '" IIIllI J ?■■' ■ ■.-. .'l .; .- i-'< ;. - ,1 .' *■... . ' .1 

^) 4*^^ ^^^ ^^ StfliardQrf 7'M4Uef ^ermari JPmiiJ^ auf. Was er fls solchaa 
1. c./i|b. 12. flg. 1-^6 abbildet/ ist zum Thdl sicher PfdUsya'Braunii Endlicher, 
tikitk uAderÜ'ThkXie da§ iron ünger it>ge1>t]dete BracAJüpA^V^Ium äpeHoiwn Matr. Mit dek- 
A^ laW 'AMiJ Wf«ld^n' ' Mal ' «esei Ri0flle entstAleden • nfhht iaMf}8<^lii Das reAointÄen 
4«n.T^MM:eai|HimifMABna«if li>>Arir/iteieMMto^zii»ilriWftr>fcfaj»t»ftbabe IcKcWto 
lebte Oolltbpflanie ans der rbltii^ien Fomatten S<«f4(<)f^)^',j n > iJ...;.! -. 



k mUä ««lalgt-dMP'iMUfeltei V^miAoii «BfeMMgfe FlttiMÜ^ M 

Riad, im Zasammenhange mit den Zweigen gcfuii4^'irttrdenJMlMero4iitaiiV 
lMMi»BiiRhnkäfaio/iM>bii :J8M tediiidhtk lüfl ab- 

fakMct «ndBOlUiiiäii im Br^iBra^^^Vlrnü^ 1^^; ip^'Sd). ytitliitMtef 

dieseftBMtheiwtändtoMnrfeWl li^BsIild AiiÜieäeB^4erea G.^BMUnteiFaGlMft 
«irfctori'S9te»'«iikB"TrJ(iim^tebeo, .iind^«i\ eitter almilltk langen ^pind^ 
Hae^'Aelir« MNMi > Mü dloaao «iteäam^iii UMMMitidäM ibm BUil^ 
Xincto irorV ^wWchafVarf loiSti n i h iig/Flöw; denVoryelt.IL.p.iaOtutflM^J 
Mi F^ 10. ab JPtwitor ^mkho it atkfß t ibtt^rMbta mtl äbgdbildf^^Iiati 
Math dal» bisbar iT^ii' iiiniaiitiirBiiabteiicfiieHipUrte . nikm^^ich MekAi^ 
»tand)' Mieb tbar-- dJesribbni.baafaMnt iaiMnaflptedieniy tdft.jdia.;fiMMAtiui^ 
dimlbin'itiaadito.m'^AsdMii'tibiig'liWl.'/ .M'> >i. : .. 1 ii. • c .iii,..ii 
'" I flaaae Ml mlkea'biflber beaeiMe ladBamaMiy ao.>dgito am .diowa>Reiia« 
eine <iWae ' GodlfareagaMMf > vofHefen ^ wtdcb»^ idfe^ =gq <am »ih# aM i4gbBil 
dev mSrnUkUe» iBUMheMsttiid^ ml« ' 4em.Zwiiei«Mg«Mitf» l vmiuiagaeeiBiy: ein«» 
latoMaanta eombtaatiofh M OUvahCara «e«' Abf^Unto .laM TfninaaaiÜa^ 
MM« - lA wttMa^r ate dw NiMMi {DaKafily*ifr<Maohlagei; u^-mu><'A -.uu 

.1» ' ■■•..'I . w ' ^ *'\ ' ' "'\ ' ' i-i iii i i jii iii; ; m / 

Die Gattnng i8pA€nop^mt beeitat nach dem von Gäppert gegebenen 
Okimlttai piiaktfürrolg« JftmdithiafciMi odei nriiMdsüindiglB FtUctlMAtlonen, 
lere» VoUiaDdanflain iau9 Idem^vtedi^lanit Fi4deBhiiid9>^igel Arfiii|»tgaA 
iMbea^h ^^ßMj Unter den'^lfk€W9pUiH8*Atllm MrnBonbbadtdifebiMi: i«mI 
Baoibaf« liäd Bayr^otlk aüd BpfielHip^rk tu4cäilftar^äfpJuAi>^Kis^imii 
HDd '&t XihAiferj «Kffip« ifte GtpjffeH <Oany fogf;>!Pfl. Ual'IS^ 4.v<|ii>7«i 
9M; 14i Figv 1-*S) b«filcbftaben Mid «bgi^büd^t * A^omf^niäri^ (AtiniOaa 
aas^aaiciMii nUtim'Ser.IIL /fem. Ili.>p.ta0(^) Mddtnaiia. iKi| #rwfthntil» 
0%«rAchaii Aitkn^iamer^. fltiUHiMiktiM Ari^ 5^vAn|Mt{\6fl^., Si 
pHkeepk Q9ff^''4M fo^MBsMa GöppJ «laa baoe Oatttttigr ItfowiiiiK^ic 

Bie^Moiitoiaglsdia« Saduiilai« si* MflncbeB' tblkUt) ifinriaÜiBUetoda 
WaitMragoMiia oikoa Hanikftatea, iraldi^i^mnMMhalt xAM^^I^phmmpkM 
fat&mimhmMi\'C»j^p€if4 UaBlUdr My i<sraer MfitaaqdiM. 'VoiL Bhiüte (mÜ 
FfaiEMkAicaan!) )vMahe»'iiacbi der<Fonii ^iort siMtont MÜtM fawM! iflMi 
Bfhenoptmis Bt^i^Q^M «U trennen aeltf !?Rrei>den^oPaivWbMai Untet«> 
saclimg der'FhiMdicIiilionea der Mflen Aften ekglbt>8folit^ daesi di^se M 
Qj i^atitaiMnm QOfp^i*^ ^ru^^ «ba« dl^ ganae «UataiAcb^ -d^ti'SMff*« 
üeote verfliBiU* alttdv •ätedicb, ivlaijteb vatv "inNMMrilKiwto MiAmt^ 



M SOHMIKt llitM tlnife te 2kiH«riita fi«iflMiaoft MSgeWMg» V9tmm* 

AoroitkUtü Wmammmi, <^Uigi8gai rhol a Bmmmii üOppeti. alA^b sie 
in jmiHUklite Ettttfoheo iUb/t niiftiiiidetai Auatcblftle der S#i»eiU« mi 
vmiämAMm tiohviiidit weeenfUdi^ * wie Idi^i^tuibet tos jenen 4er, & 

lOMmH mtd & Mecmpm. 

> »et cMer YertcUedinihelt delr J'ruktK|kall4>nia wird dec ren ür^HH 
^mde^ aifgeeteUto Gi|ttitiigeiuBe AeolaUa nidil md' idle Aulen eageiMtt4e| 
werden Uteneä« Bron^mmrÜM Qatliing OIoiiMfMeH» diifte «m .imeekitlieiif» 
Btett die Axtmi O. Sjmeimeri, G. Mcumpä «bd .Btumm nofeeeeo; 
S^^hewfteru pakmHiekna ficfßpcrt dagegen wäide «r oU wegeit 4ert «A 
AyegJtVftito «befeiaetiflMMnd^ BeednCoBhek der Ftttktifiluilieiea jftitf dienw 
Onüiinlr niTerainigen etfln. SMbetventfndUdi. sind von AeroMiekiUB 4m 
in SüptstttipCerit igeiogenen . Arteti nriegos ehl iee o en» Die Verelnigoi^; mk 
AetoiUMies recbtimigt sieb seda^a aüeb duceli die, Verwendteehlft «K 
den AcMtiehaceen der JeU^fcmU^ bei »elehen tdüifiporaiiiien ebenfaUe -die 
Unterfläclie der Fiedera entwedee getoe odec jmfl AMiinboie< der PtfmlUh 
and Seenndfimerren . einnefamen.. Bei SpbmofiUrü p0aMüi$ima li^d an 
ieoi Abdcttefeeniübertkaoi^ ximt die einseluien ßpofnngien.wahmelmlMiry.^e 
dagegen^ wie diea bei einnelneft FuigMenlen. der Fail irt» die Fieder «elbet 
eiHakeD'ieft, sibken die S|paraiigien awieehitn dm Morrea....& SMcMemir 
ana Brongniari tat von mir nip mit Fdtehien gesehen werdtni i(e müsetfli 
Toriftafig der Gattung Sphenapieris rerbleiben. 



. Unlev den bei Veiifadim ▼oriuibaMndm: Oycndeen ia4 (Mot»nuie$ 
hw^ifoHuk Fr. Brom ^die kfiufigete, aber nftshi die einaige Art dtoMr 
Oattung^ Neben, ibr findet sieh noeh eine aweite, wie es scheint bis jeiat 
nni.in England fi| der^leieben FormaAion bei PoldtonbiU, beiBri^gavalef 
in8<weiietiliüMbtobatbtete Art^ OiQ% am ii a tMusuf Brd0§ntart, UndlcQfi 
nnd Hatten bilden diese. Ari (Fees. Ftera Tab. 188) als OtßpkrU \objlM9 
ab^ ¥on G'öppmt wurde nie spIMer mit Odot^opferis .^r^tW^. und aaleM 
ihr, von Brmgtlkui dia iiebtii^ fiteUe iU«ewkMn.,. I>i# bei Yetllahai 
yerirepMnetiden filättttr ebid ndft Fig^ 9 dct eitirten AbhiUhingr Lmdbt^ 
«iMi HtäMm identisch «kI: nntarseheidaa eieh iron a br^äHm 4^. Braun 
nicht, nn^ dtunh' die fttficlKr siehdffiraiig gekcHwaftten fiegmente^ adndem 
nneh dnedt die /enlM^Mehandea S^gmeitek Bmi dritte ^ft ^diemr Galtnng 
acbeint mir bis j4MEti n*efa nicht Aesdirieben^ Sie steht dem Ote«en|aM 
omminntes Brbf/ki^ {OUpt^rii aeummata Ux^^. et Hutt. /oss^ Flora 
Tab. 132) niis dial OoUtb Ton Gnsthoipe bei Scarboredgh nabe , «nier- 
sfIMdet isioh; aber jron dieser Atft dnreh diea|»iisan, i^uade» behiabe bodn 
fiemal absühenflen fisgitiente^ Iah Indbe sie <Hmaniiki$ QppMgenwnk 



SCHENK: Ueb«r elui^ der rkütsolieii Formation tiifeh5rig« Pflancen. 65 

Unter den an der Theta und Phantaisiebei Bayreuth vorkommenden Arten 
flUirte Proun in Ifön^ter^Beitr.p. 29 eine neue PterozanUtei'ATtunä PUraza- 
mUe$ vUUüa, P. ovaUsj Pt. major aus seiner Untergattung Taeniopteridei, 
aas der Untergattung Nüsoma P. cantiguuSj P. eleganUsrimus, P. ifUer- 
medhu, P. tpedosm und eine neoe Art auf. Unter den ans der Münster- 
seben Sammlung stammenden fossilen Pflanzen ron der Tbeta ond Pban- 
talsie bei Bayreuth befinden sich in der palftontologischen Sammlung zn 
Mfincben Blätter einer neuen Taenwpteri9j welche wahrscheinlich jene von 
BrauH erwähnte ans seiner Abtheilung Taeniopteridesist. Der T<i€mopUri$ 
iemdnervis Braum (Palaeontogr Bd. IX. p. 50. Tab. 13. Fig. 1—8) 

Ton Sei^Btedt verwandt, unterscheidet «le sich yen dieser durch die ent- 

* 
femter stehenden 'feinen Neirven utid die lanzeitHche elfSrmige l^rm des 

Blattes. Ich habe sie T. ttenoneura genannt. Die Blätter sind zuweilen 

kleiner und der T. ovaUi Brtmgniart ähnlich. Dieser Form entsprechen 

Tidleicht jene Blätter, wekbe •Arav» als PUfWMmUes ovaUs erwähnt. 

Die ächte Art dieses Namens kenne ich von Bayreuth oder einem andern 

fränkischen Fundort so wenig, wie Tctemopierii viUata Bnmgniari und 

T. major Lindl. et Hutt 

Von den aus der Abtheilung NÜsoma erwähnten P. eonUguus und 
P. deganässimus und P. specio^us Icenne ich die in der paläontologiscfaen 
Sammlung zu Mönchen befindlichen Originalexemplare. Diese drei Arten 
gdiOrai, wie leir glaube, iäamtlleh einer Art an, welebe iüi Qfippdrt ab 
MBmnda tpeäoim besehiiebim wordmi ist; HidesB kömiiii si« nldit inft 
ÜVmMs ▼«rei«lgi:bleB>en, da sie gteMwlafke Nertm berttiaü, nd fU 
angeblichen starkem Nerven nar HaotfaHen sind. Ferner fehlen an* der 
TbeU nk^idie bei Bambteg vofteoimeüdeii Acten: P^&K^kyUüm^ Mün- 
9UH, PUrcph^um aoUminaknn und ehiie Zweifel findet iioh aueh doit 
«in TkeÜ tfer Von Boer Mumateft Cj^oadein, «bei welche Ich jedoek 
Mgen Mangds ron OrlglnaleiEeBiplareft kein enisckeidendes Uirdiell Ar 
jetzt anispreohen katm« 

in der Liasfornlailon ^n Bayreoth wkd aock ZamMm SOtmedM 
flto nt aiy angegeben. Das Stemb^f^adtie Origlnakaceaiplar stammt ans 
4er Mfinstessdien SatMnldng .imd< befindet ekk jelct iii der paläontologb 
aihtti SMMnhmg an Mfinihen^ Bs Ist aUMIigs ein'Abdrock In HecnsleiK, 
aber dieser Homstein stammt aus dem benachbarten Jnra und Ist ein 
Rtadllng) dl« efgeridldie FundstiMCe des Zarnitw OehmkOM ist denmaeh 
der JitrA und zwar der weisse Jura. ^ * 



Wanbmrs« Mlv%rlMM«litftL Ztitothilft. T. B4. 



V^I^er da9 LungenepitheL 

Von 

Dr. EMEL ELENZ 

ans Wiesbadeiu 
(Hitna TaM IL) 



.. Die efgcttditUUohtii. SehkkMae, die im Luagoi^ilM ite Lanf der 
flUtett eafaltten htli, iin4 sdion so «ft wMerhirii woideiiy dM0 Mi iriM 
liter> utr.Beseielttiiiiig ies gogmW9ittigeA Süindee der Ikage^ ledlgBeli a«l 
liii nenestoD einiehligfgen Arbeten^ beichdfaikea kann« 

> . Naehdete jE&ert^A) jdirch die «anae Wirbehhi^nreihe (V^ aaage- 
HommeB) eia LiMi|feaepilllel, saefagewleeeii hatte^ kennle die Eziitens dea 
letaleren wohl rm ketoem ' Vetnftheilatekni aaelnr ilnger in ZweM .geao** 
Igifei 'Wdrdeb nnd dteri nat sa wieni^er ak die Aog^aben J§6«rtik^ bUd dvaah 
die UntersQchangen von Hertz^, Arnold^) and fWgr^) für die SingetMer: 
laiige vV>HkoBBBMn Nbeatiligt iTarden. Wtan nun aoeh inaefem, dai Sein 
oder Nfiditein betreffend, der kn^jilitige Strett Ober das Langen^llMI 
m eiMiBiei(frealicfato ^^bscMlKS i^MUeten an aeinjeUeii; so wnrden daA 
MOd mMm, birf||Mch der BtelMTeaheiti des i^Mielat tob de« oU||ea 



p, 509 und Ueb« den fainenn B«e der LoAgfw Zoitsohr,. t urlmutfchtfrllfh» Zaol«^^« 
lt. Bd. 1862. 

*) Zur Histologie dee Lnngengewebet von Dr. ff, SerU. VUrehow^% ArcliiT Se. Bd. 

I) Zqt Histologie der Lunge. yifcho%ti*% ArcMy 28. Bd. p. 438. 

«) Du Mikroskop. Leipzig 1863. p 844« 



ELWZ: Uater lUft LtmgtaoplilMl. 67 

abwticheDde Stinunen laut Eberlh nad die andeni ABgefllbite« Autoren 
hatten sich nach ihren Untersachungen bei den Sliaf ethieren fQr ein anvoU- 
stindiges Epithel aosgeaprochen, das die C^iillannaschen aqsfUle, die Gar 
piUareii idbtt suUten naelct sein. 

Dem g^^iber behanptete sunlichat Colberg^ dass die Zeilen dm 
Ef^thelrohrs , welches beim Fötus die Alreolen auAleidet» noch vor dar 
Qebnrt an einer aosammenhängenden strukturlosen Haut einer Membrana 
epithdica susammenflössen , in der nur noch die Kerne der elMmaligeii 
Zeilen au sehen seien. In der Lunge erwadisener SSugetbiere finde man 
Aese Membrana epithelica ebenfalls die ganze Alveole ausldeidend, dem-, 
nach die CapiUaren nicht freiliegend. Da Cdlherg in seiner Arbeit so gut 
wie gar keine Beweise fBr sdne Ansteht bringt, so kann man sie tnr als 
Hypothese hinnelunen, die schon den fibereinstimmenden Beobachtungen 
der obigen Forscher gegenüber alle Wahrscheinliebkeit Teriierty denn man 
darf wohl diesen Autoren antrauen j dass sie nkht Fetaen der Membrana 
cpitheliea ifir Zellen gehalten haben, wie Cotberg" meint Ich weirde später 
noch einmal auf (Mberg zurückkommen und zeigen» dass dUeidings Zelr 
lenrerwachsangen bei Bäugethiereo yorkommen, aber durehaus nidit In 
der Ansdehnwng, wie dieser Forscher es annimmt. 

Sin anderer Beobachter Omamxatew^ ^), der das Lungenepitbel dnrdi 
Imbibition der Lnnge mit einer HQllensteM^saog au demonstriren sndilai 
flaubte, anf seine Beebachtangen an Ttrsdiiedanen S&egethiedangen gar 
stützt t sich IBr ein ToUatündiges, gleichmXasigeat die ganae Alveole a«B- 
kleidendes, aas polygonalen, kemhalUgen Zellen bestehendes Bpithel aus- 
q^rechen au müssen. Diese Angaben mnasten um so mehr . Ins Gewicht 
iaUen, als die HSUensleinimprfignaaion , nach den Eeankateo, die jBm^ 
UnghcMen und HU damit beim£|^thel der I^ymp hg efltsi e erzielt, so ziem«- 
lieh als das feinste Beagens anf £piibel angenosHnen werden dürfte, indem 
ein Epithel, das niciht mehr naoh dieser Methode naehgewiesen werden 
kann, schwerlich überhai^t je zur Anschauung gelangen wird. 

Von allen das LuDgcnepithelnegprenden Angaben, die natttdidi bxiA 
kk der neusten Zeit nieht fehlen, sehe ich hier ganz ab 1) wcU dieeeMMn, 
den erwähnten positiven gegenüber, 9chon ohnedies jeden Werth reriieren 
and 2} weil sie sieh ao aiemlfch alle anf nnaweckmüsslge Untersndinngs- 
metboden oder -Objekte (Menschenlnngen a. B«) oder ohefflichOehe Untere 
snehnng«a znrfieklUiren lassen. 



1) ObscrTtCIoncs de penitiure pulmonam ftructnn et phytiölogict «t pathok>|;ie#. 
Hdb 1863. 

1^ üaber dMEpftM 4w LmnrenWielieii d«r SiagetMe re. W^rt^rg. med. 2eitschrlft. 

lY, 9d. p. ^0« 4. ^9M. 

5* 



$g ^fiNZ: Ueber das LunTgenepitfael. 

* 
Ss numden «teil demnach gegenüber t unvotlstSiidiges Epithel; gldch- 
nttssiges volhtXndtges Epithel und Membrana epithelica, afs Ich vor eihem 
Jähr« meine Untersuchungen begann, hauptsäehlich auf die Anregung des 
Herrn Dr. Eberihy und zunächst um die mit den Übrigen nicht hd Einl- 
Uang- stehenden Angaben CkHioniiuxewiiktfn fiber ^ie SSngethierivnge zu 
pcilfen.' Dea Verglei^s halber dehnte ich darm bald meine ArbeH anck 
«vf dte andern Wirbelthiere aus mid erlaube mir nun die gewonnenen 
Resultate in Folgendem ^kursulegen. 
... . • * -^ 

IntersiichiiMSsmthoile. 

Um WMarhohmgen zu vermelden, schicke ich hier zunüchst Einiges 
über meine Untersnehungsmethode voraus. Ich bediente mich, aus -^h 
•ehon oben angeHthrten Gründen, durchweg* der Imprägnäthm mit H51I\ett- 
ateinlOBong und verfuhr dabef folgend^raiassen. Die betrcfflenden Thler^ 
tödHte leb meist cNnch- Del^apitatit^rr und liess sie gehörig ausbhiten , 44 
aiob mir mebtmala bei Am]^biblen> die grossen, in den Capillareri befind^ 
ISchen, kernhaltigen* Blntkörperehen als sehr störend bewiesen hatten. Dann 
präparirte ich die Lunge frei und band in dfe Trachea oder einen Bronchus 
dU» Eftntlle einer gewöhnlichen kleinen Glasspritze , aus der der Solben 
entfernt worden war, ein. Fir Ffille^ wo die Tradiea fS^'die KanQl^ 
ttjtiner Spritze cu eng war, hatte ich mir OlasrShrchen in fehie Spitzen 
avsgeflogen und setzte diese mittelst einer Caoutchoucröhre mit der Spritze 
\m Verbindung* Durch Saugen ma dem oberen, oflfenen Bnde der Spiltzö 
twnrde die Lull mögttchst vollständig ans der Lunge entfernt, danü in dte 
Spritze Hölknistelfiiösung gegossen und, wenn nOthig, durch Blasen weiter 
befördert. War doreh dies Verfahren die Lunge auf den grösstmÖglichsteA 
C^ad der Ansiehnung gebracht, so wurde die Trachea oder der Bronclius 
tnHerbnndan, die Lange frei angehangen utid deiii Licht ausgesetzt» Dem 
direkten SonitenMcht darf man ehie solch<d injicirte Lunge nicht aussetzen, 
Indem sich dann geWöhnMcb Silber in den Alveolen niederschlitgt und 
keiM Wirknng auf das Gewebe eintritt, oder wenigstens letztere dur(Ä 
dtn Bilbemiedersehlag verdeckt "Wird. 

Man bringt demnoeh dl^ Lange am besten hi das verstreute Licht 
«IBM hellen Zimmers. Wie lange die Lunge dem Lichte ausgesetzt bld- 
ben muss, bis die gewünschte Wirkung erzielt ist,' Ifisst sich'^nldht !tö 
Voraus bestimmen. Bei einiger Uebung orientirt man sich leicht nach 
der Farbe, die die Lunge annimmt; es soll diese gegen das Ende einf 
dunkelbraune sein; wjrd dagegen die L>uage achwarz oder donkeigra«, so 
ist das ein Zeichen, dass sich Silber in den AlveolentdelergeBChlagto häi 



Wit8 die CoDceoimtiOD, der aazimeodenden BKUensteiidCstiiig bebrift, 
» habe ieb mich gewöhnlich einer balbproeeoUgen bedient uad damit sehr 
schöpe Wirkungen erJEtolt^ so daea ieb mich ni^ yeranlasst sehen konttte 
davon absngebea. 3teUenweise habe ich allerdinga aach mit stärkeren 
(bia 2%).ond sdiwäcbaren (bis VeVo) L^^ui^en Yeisuohe gemacht und. 
4abei stets braocUbare PriEparaiie bekommen, nur sdiien tA . mir ala ob di«, 
stSrkeren l4^sungen ungleichmS^iger wirkten und die schwäeheren Iftnger 
JKif die gewikiaehte Wirkung warten liessen. 

Bei LiungeBy ^ gan» oder tbeHweiae so diüm waren, dass dieHi^l- 
k&steinlösng schnell transsudiite^ (namentl. bei Lungen Fon Tritonen und 
ScUangen) in Folge wessen sie bald coilablrtan, ging ieh in so. fem too de« 
fescbildeiten Verfahren ab, als ich die ssnsajtom^geiallenen Lungen aul^ 
»^utt, in eine HöUensteinlösaag breehte, sie darin die innere Flttohe 
naeli oben geehrt atfsbreilete und wettsr demUcbt anssetste. Sie blieben 
so immer noch mehr ausgedehnt, als wenn ich sie gleich von yom beruft 
in die Lösung gebracht hätte. 

War auf die eine oder andere Weise die beabsichtigte Höllenstein* 
wirkM^ eitielt, SU spfllte ich dib aufgesehhittenen Lungen ron Amp^bien 
und Reptilien in etwas kochsalsbaltigem Qlycerin ab, brachte sie dann 
in reines Glycerin und untersuchte sie stückweise (zuweilen nach 70r- 
hergeg&Dgener Kanninimbibition) mit Essigsänrezusatz. Von den Säuge- 
thierlungen machte ich peripheri^he Schnitte, entweder sofort, oder nach 
Torgängiger Erhärtung in absolutem Alkohol. 

Chrzanszczeiosky verfuhr mit seinen Säugethierlungen andws. Er blies 
dieselben auf, injicirte die Blutgefässe mit einer Leimmasse und tauchte 
dann die ganae Longe in ein^ HöUeneteitilösnng. Später maebte er von 
den in Alkohol erhärteten mä auf die genannte Weise behandelten Lungen 
Scbnitte. Die Vorzüge nle«ale^ Methode vor der Chrzontxcxewsky's sind 
vobL einkncfatend. Während nach mdnem Verfahren die Höllensteinlösung: 
dkekt mit dec Innenfläehe der Alveolen in Berührung kommt, wo sie wir- 
ke« soUy so mxm nach dem Chrzonsmsewitky^B die Hauptwirknng zunächst 
anf die Fknta atattfiAden, was mir auch die Versuche, die ich anstellte, 
b^atitigteo« Bei Lun^pen namentlieb, die nur sehr wenig Flüssigkeit dtnrdi 
die Pleura« transaudiren lisssen, hatte iek nach meiner Methode oft gar 
ketve Wirknilg aof die Pleaia, dagegen die schönste in den Alveolen and 
nmA «lar M^hode von, Oh^jumtsieaeuakif umgekehrt oft eine sehr sdiöne 
Wirkong auf der PJenra uad gar keine oder nur eine nnvoUkodamene inr 
den Alifeolen.: •; i 

Weitet IHM man bei fUn Chrtwtstesewtkyl'Bch^ Verfahren, weno 
fiberivMp^ eiaa Wiriiuig in den Alveolen ^tseten seil, Ae Lunge seh? 



70 ELENZ: IMMt dM LmifenepiAd. 

ba^.fti der HSlinsteiiilKsciiig lassen ond dabei iminer deid LMit aas* 
setzen. Es s^etst sieh dann gewöhnlich der Höllenstein, es schlingt sich 
Sii^r am GHas oder aof der Lnnge nieder nnd bindert die weitere LUM- 
dnwirlcang. Macht man schliesslich von der 24 Standen In Alkohol gt* 
legenen Longe einen Schnitt, so eoUablrt sie and man Itann nur mit 
grosser Mtthe weitere, hinreichend feine Schnitte belcommen. Ausserdem 
bat man noch Terschiedene andere Unannehmlichkeiten, wie das Ehitaa'* 
eben der Infthaltigen Lunge in Ftfisslgkeiten ond die vielen LaflMasen in 
den Objekten, die alle nach mehier Methode vermieden werden* 

Eine Inl^Etion der BlotgefUsee braudite idi nicht vorzunekmen, da 
bei gehöriger Höüenstelnwirkang die CapÜlaren so seliön hervortraten, Wie 
wenn eie injicirt wSren. Ancb ist, wie leicht einansehen, die Injfektion iet 
BhitgefÜsse mit der gleichzeitigen Infektion der Alveolen nicht wohl ans- 
znAlbren. Es misslangen mir wenigstens derartige Versnche meist voll- 
alindtg. 



IMmickiissresilUte ni Vergleich tosdbei att dem aaimr 

Aitorea. 

Betrachten wir jetzt die mittelst vorstehender Methode gewoimenen 
Resoltate, indem wir von den einfocheren zu den compliairteren Verhält-, 
nissen fortschreiten. 

1) Amphibien. 

a) TriUm. (s. Fig. I--8.) Untersucht man eine anf die angegebene 
Wdse behandelte Tritonlunge, die fDgllch eine einzige grosse Alveole 
darstellt, so findet man ttber den GapiUaren ein sehr schönes, voUstXndf- 
ges, einlaches Pflaster^Miel (Fig. 1). Dasaelbe besteht ans grossen abg^tteten 
Zellen, deren ebenfalls grosse Kerne stets in den Gapillarmaschen liegen 
md die mit ihren Ecken meist anf den CapiUarea zusamasenstoesen. Dasa 
die, in den CapiUarmasehen sichtbaren Kerne wirkileh^ dem Epithel ange-^ 
hören ist leicht darzothon: erstens entsprechen dieselben der Zahl naeh' 
den E^iitbehMlien ond zweitens findet man sie wieder in der feinen strak- 
tnitosen Membran, als weldie rieh das Epithel bei frischen Lugen (wle^ 
Merth sehen aafegeben) isoliren läss^ währeud man in den Maseben der 
vom Bpittd befreiten ciqiiHaren keine Ken» mehr sieht 

Eberth hat bekanntlich auch die isoUrte, anscheinend. stnActarleee^ 
Bphhehnembran duceh 85prooent. Kau in kttmhaltige ZeHen zerlegt, es 
Ist Am aber idcbt «ekmfen die Bjprftbdidlen in situ lo. «emomMfm. 



ELKNZ: lMi«r 4m LiMi||Ml«piti«L ^ %f 

B«dglMi 4ar Kme habe leb mA ^Hm BigetrtMliBlkiricelt eu W* 
Man fiiidel ntaliofa soiveiktt K^rne, die nlcfat getttv die Zellen-^ 
gnaze eMwUea, soadem mebreien ZeBeii ansog^öreii sdieiDeii, wie dlei 
nch die AbUUkuiff tm eM^an 9%lgt. Die 'BrfclkniHg dieser im entöii 
AegeiMidc asfiaUetideo Sraofepeteuflg ergibt eich leiebt ans der sonderbaren 
BeKbaAoieH dar £plAeUriieiL Leiateve sind nSniUeh nam gH>86teii TM) 
ibia labali lUniUcb wie die ^idemiszelleft abgeplattet, nar da, wo aicf 
ibar Ae OftpÜlaniiaaebeD w^gebe», haben ale in leutere hinein eine eaelc^ 
artige Atsboditoaig, £e den Kirn enMflt Es kann nan bei P)ScheB«n-^ 
aiditen diese Ansbnehtung nnd mit ihr der Ken» über die dareh die HM«' 
JcistidDis^ko^g aiehlbar gewMdene ealtengreiiae hervorragen nnd 'so za 
den erwShnten Bildern Yeranltissnng^ geben (s. Pt^. ^ n* S). t)a sdioii 
Sberth dieaa YeihiMüsse, namentlich das knopJartlge Totspringen der 
Kene aof der Aaesanseite der isoBrten, gefalteten E^thehnembran be* 
sdurisben nnd shgablldet hat, so glanbe leb mich mit dem AngetOhrten 
begnfigen an kennen. Eine IsoHrang des '^^els, In Form einer Mem- 
bran, was bei frisehen Langen so ieidit ist, wollte mir bei den, mtt HOi« 
lenstahi hehanddten, nicht geUiigen. Ich erhielt bei solchen Versüßen 
stets nnr gani klefiae Fetaen, die aossetdem noch meist snsammengerollt 
waren^ sa .dass man ni^its Ten den ZeUen an ihnen wahrnehmen konnte. 
Es sdMnt demnach ala ob das EpIdMl nach der AMlensteinbehandltm^ 
Mer hnliiiBa ah toiIi^. 

b) JFVomA (s. F^;. 4 — 7)« In derPresehkmge kommen zweierld Ver^ 
hiknisaa Tor. Am hinflgsten findet man In allen Alveolen fiber den Ca^ 
pUlarenain gMchasMssiges, voUstXndiges, einfhches Piottenepithel (^. 4e.5), wie 
batasTiiten, nor ai sa s e n hkr die abgeptatloten Zellen mit Ihren Ecken fast 
danhgifigig in den Oapflktnnaaoben so^arnmen. Die Kerne der Epithel^ 
saUen Hege» aneb U« eenatani ito den CaplHarmaschen, excentrisch Hk 
dsn £die& 4n ZsHen. Mit Sicherheit kann fch weiter behaupten, dass 
die nMlalea Zetten einen Kern enämlten, ob idle, cMer ob hfe ilnd da 
chie nariir ab einen Bern enthüt, vermag ich nicht anzugeben, da die 
Seme aehr oh In I>elge dier H$lknstebie^n>friiknng ondbufllch geworden 
waren. Der Beweis, daas die Kerne, weiche man hi den Maschen sieht; 
wftridicfa ten I^ftÜd ihngdiöreii tet auf BbiÜlcbe Weise sn fRhren ttfe belnik 
fUean« 

Bato snraltan seHanereb VeiMknlss steht man, «nsser den bekannt^ 
abgaiilatiatan Zallea» In elbaainen Gapfflarmasehen (dbrchans nidht in allen) 
fitappet' hMnaiBr Zefien, dte 4b«r die Haaehe nie gaaa naifBMn; so dass 
hHMr «ech TheUe der gr9ssei# ükMn In «die l^a^che hineinragen (^i^. 6). 
Es benHaan diese kldoaren ZeUeQ ^bm Wm Xtati Inhalt «IM i^eftl^ 



79 BLEN2.3 IMer 4ai LQac«iwrltM. 

•iih iomU einer voUkomneaeii behe&aHhigkftit m eifte«*, w«ht ia< leU- 
lere den gröatereii Zellen jedenfaUi wir in eebr beschrinktem Maast sih 
kommt ^ da dieselben mm grSMten TheU Tollstiadif abgeplattet onl 
Inhaltslos sind und nur innerhalb der Capillsnnasrhen. nm den. Kern heNn 
soweilen noch etwas Inhalt «eigen. leh kann ancb Mer nicbl mk Be- 
stimmtheit angeben, wie es sieb mit den Kamen der grösseren ZeUen ver« 
hXlt, jedenfalls ^nden sie sUh te der Mebrsahl der Zelkn vor. Um mUk 
gegen den allenfallslgen Yorworf a« schfitsen,. ich hüte das l^Hthel des 
Plfora als LnngemiiHhel beschrieben, so habe leh das entere ala Beweia 
des Gegentbeils im Fig. 7 abgebildet« 

Wor«nf die beschriebenen Yerscbiedenbeilen im Lnofen^pitbel 4esrf 
Frosches boruheni Termag ich niobt ansugeben. 

Eberth ^pd AtnM, welche die Frosohlnnge ebenMs in Bezog anC 
das Epithel der Alreolen genauer ontecsucht haben imd in ihren Resnlta* 
ten Tollkommen ttbereinstimmen, beschreiben Inseln kemhakiget ZeUsn, dia 
die OapiUaonascben vollst«iidlg ausfiUlen» Mach Eberik sitaett diese anf 
einer strukturlosen CutioidaY welche die ganae Alveole auiUeldei, ala« 
auch die Capillafon tbenridit. Yerglekhl nma tma die AUiildMiigen di« 
Eberth wb4 AmM gegeben (nameatlieh die Toa Armti^ EtmiKt AbbU* 
dang ist mehr scbematieoh gslialten, da er die nassere ZelieMOBloar 10m 
der Concor der CapHIarmasehe trennt) mit den meinigent so wird man 
bemerken^ dass sich erstere aus meinen ableiten lassen, wenn matt sieh nioft- 
Uch die Zellenoontouren über den d^laren wegdenkt; Die .MoneiptUdien 
ZeUen, welche . £bertft und ArmM abgebildet haben y etttd demnach jutf 
di^enigea Theiln der wirklichen Zellen, die in den Masdben liegen and 
die, wie oben bemerkt, ausser dem Kern noch etwas Inhalt besitaen. Dass 
die genannten Forscher nicht etwa bloss die von mir bssehriebenen Inseln 
kleiner ZeUen gesehen haben, Ist leicht darsnthun. 1) Kommen dleaolben 
überhaupt seltea vor, 9) finden sie sieh, falls sie^ vorhanden -smd, nicht ia^ 
allen CapÜhirmaschen, und 3) iUllen sie die Ca^llarmasehen nie. gana. 
Der Grund, wesshalb die verehrten Autoren das Epilhel niobt la 
Yollstindigkeit gesehen, ist einfach der, dass keine aadofc Methode 
der EUUlensteinimpriignation die ZellooAteuren weiter als imiethalb der 
CaplUarmaschen uur Darstelloag bringt. Am auffaUetMlston dösfte es er^ 
scheinen, dass AmM auch mit der Höllensteinbehandlung nicht aNihr 
erreicht hat} es erklärt sieh dies übsigens leicht ans emer Mm>lktMadigen 
HUlensteiiiwirkang. Es Ist n^ seihst apteiga iMbinials buepsgMtt wottn 
ich die Longen dem H^Ulenstein und de^n Uebt niehi lai^ «mug auagti^ 
setai hatte, dass meine Priparate .fSM djseaibsn YerMiintina 4srbo(bsi^ 
wie die von 4iiioW heeehiiehenm, . 



BLMZt Wbat ^ iM^imjßtt^ f| 

Dwi die .fkrAMie Cota^a eiftbUldi äkht 4bLi8tfrl toi da» das, 
WM Eberth an MichMi Ltogan als iolcbe atM das AlTOotai isoUrte, 
siafadi das Epithel war, ist hieroach wohl elnleocfateDd. Wenn Eberth an 
diesem isollrten Epftfael Zellen beschreibt, so hat er entweder die selteneren 
Ckttppen kleiner Zellen gesehen oder er Hess sich täuschen durch die oft 
sAarf begrenzten nm cBe Kerne hemm liegenden körnigen Massen , (der 
eben erwXhnte spärliche Zelleninhalt in den CaptUamiaschen) die bei so 
inrdislditigen Präparaten Idcht Zellen vorspiegeln können. Ich habe an 
dem aas frischen Lungen isolirten Epithel stets nur Kerne nachweisen 
Unnen. Dfe IsoUrung des Epithels aus mit Höllenstein behandelten Lungen 
Ist mir hier so wenig, wie befan Triton gelungen. 

3) Reptilien. 

a) SMangen (s. ng. 8). Die Schlangenlunge zerildlt in ehien respi- 
rlrenden und einen nicht respirirenden Abschnitt Im oberen respirirenden 
AbsdniHt sind Bekr Mb trtcbteil^fmlge Alveolen , welche nach unten zu 
Inmer flacher werden und so allmlMig in den irfcilit respirirenden Theil 
der LdBge fibeif eben. Am besten eignen sieb sur Untersuchung die flache 
ren Alveolen , obgleich man auch von den tieferem mitunter ganz acböne 
Prüparate bekommt ' 

Bei der Unlersncbung der nrft Höllenstein behandelten Lunge ilnd€l 
man in den Alveolen e4n gans eigeuACImliebes,* vollstSndiges^ einfaches, 
migIdeiRnSsStges Plattenepithel. Dasselbe besteht aus zweierlei Zellen aijks 
klefaieren, kernhaltigen, die stets gruppenweise in den CapiDarmasdiei 
Segen und aus grösseren, kernlosen (wenigstens gelang es mir nie dnen 
Kern su demonstriren) abgeplatteten , welche die Inseln der kleineres 
Zellen verbinden. Die erwähnten Zelleninseln fOUen fast nie die Capillar' 
maecben vollsUtadig aus, so dass in letstere auch noch grössere Zdlen 
gaos oder theilweise sn liegen kommen. Hie und da bemerkt man Oaplllar- 
maschen mit awel Inseln, die durch abgeplattete Zellen getrennt sind, 
•eHener trifft man Maachen, dfe nur ' gtOssere ZeHen enthalten. Die 
Chmppen kleinerer Zellen hi den Masehen bUden oft ganz sonderbare t^ 
l eg wiiBM S B lge Ffgwren mtt meist aehr spHawinkligen ficke», wie es die 
AbbÜdung gans getreu wiedergibt In seltenen PMlen findet ttian ^te In* 
selii aweler benachbarten Maschen durch ttber die Cap IMar en weglatrfiBnde 
kMnere ZellMi verbunden. Die ZaU der Zellen , die eine BmoI »nsam* 
Mensetsen wediselt ca< von S— M. 

Der mtaft Bkbt lea p likcade AhsehalH. dst «cManfenhmge besitat 
shsafliHB ein nngtniebmMsrtgiiw elnlMfato PliMmepÜhri ans fesdn van S*^ 
&Uan md daanlsciiflii Uegaad^iL grümren 



b) EiSak9^ Ma» Sid^t hier in d«ii AhraoMi «r Lafig« *g«ns 
dieselben VecbMokM) nie wit «fo Atn 90H)liild«ft. . :^ 

c) SchüdkröUnp . Auch die ScbildkröteDluiig« v^MU alcb bedlgUc^ 
des Epithels im Wesen tllehen ebenso wie die Scblangenlung^} mw, siebl 
Inseln kleinerer Zellen in den Capillarmaacben upd dfizwisch^ iil^ef flen 
CapilUren grössere, nor sind dia, Grössenunterscbiede beider Ze^en4rtm 
nicht so bedeutend wie bei der Schlange, ao da^s. ^ Epithel ein mebi; 
|;lelchmäs8iges Aussehen besitzt Letzteres wlfd noch dadurch . recyiehrl^ 
dass die Kerne der kleinen Zellen durch die HöUensteinbehaadhing. m^ 
undeutlich geworden sind. Immerbin lassen sich aber die beldea %eUeii^ 
arten noch ganz gut von einander trennen. Da die Capillarmaschen bei 
der Schildkröte fast durchgängig sehr eng sind, so werden sie gewöhnlich 
von den kleiperen Zelle;n g»ni auagefUUt; mituntet sind^ die Zelleninseln 
«Pgajr grössep als die Maschen# - , 

Ich will bl«r übrigens aiicjbt Yemfitm^itemf dais man ;bai imäbtm 
Lunge wi^?Mt SteHoi y4tfge)ioouB«Q «lud an danaa leb ant ianUsn Im 
d^ CapillanBaich«!^ <AaehweiaeQ komt^i wo die GapUlarai^ atoo aahekibat 
nackt lagen. Pädia Lunge gaaa frisch dw HWei«iteinbehapdhuig «ntae-i 
worfen worden war, nnd da die Epithelzellen bei frischen Lungen ao jiinig 
fuaammenbängei^ dasa sie «ich in Fenn einer Menbran «na den Aliseolen 
isoliren lassai», da ten^ nach dar HöUeasteinbeliandlung die SMlen feitaa 
aobltaen als vcffbar^ a^ konaie nicht daran ged^t werden, Aua die 
gnSaaerea Zellen abgettdlen und , die kleineren geblieben würeo. Ea htfA 
demnach nor übrig de;B Qmnd der erwälinten Erscheinung enctweder ii| 
fa^er nnvoUatändlgen HöUenstainwirkung oder in eine« VeracbmolaeaBaia 
der gröaseren Zellen zn ehier Art Membran an aucbeo. Letctarer EiMiM 
fungaweise miöchta ich um so eher eine Berechtigung auartbeileii ak wie 
wir apMer aahen. «erden diese Thataache nichi rereinaeU daatdien wM^ 
Fftr eine unvollständige HöUenstdnwirkuag könnte ich dag^gopi auch wjar 
doD anfliJurcn, dasfi die Wirkoag bei der Schildkiöte fberbaupl nicht teiaht 
eioautcaten scheint i ea hat mir wenigstens k^ine andere Longe. aoMm 
SiOhwiarii^ite« gemaaht ala grade diew. Ec^ bca Unteaenoliung im vier* 
im Lunge bekam ieh Priiparate mit unaweUieUiaft veUatändigem EfUM, 
m^M hatte ieh. entweder. g«r keine Widmung in daa Alveolen. #der «ine 
h»cbat unvoOkommene» .W««^ Maqgel an Material musete Ich von 4w 
weiteren Verfolgung des beregten Punktea abstah^L.. ., 

YeifMdm wir jetst Klie bdi 4et Reptilianimige gewoBaeaan Miultate 
istt deaaa voaJKcri^ deia eiaaigtoFiMBBher, jbr dteae^^RlMUMaae 
ialla genaoüi.naiinäcktihai . AcH*^ beaehüal i «fei .4mvettaliäditae 



lUJßlZ: VdMr to IvDgenepi^«!! 75^ 



i^MWwaigc n ItfSkttgmppm in den CAnpUlarmMchen IbeitAedkb »i/.mi«., 
das wie Mm FmmioIi auf eiiier BtraklarloB«n Gutteala aaMtaen Mite. E« 
U^ mni auf der Hand, daas Eberth rom Epitliel ntir die Eelleiiin«eln 
md nidit die grOeMren abgeplatteten Zellen gesehen ba^ weit doreh die 
Ten ihm befolgte Methode nur entere siehtbar gemacht werden. Der an« 
sdidneDd Btmktailoee Thett des isollrten Epithels cwfeehen den Zellenin- 
aehi, den Eberth als freiliegende Outlcula anffasste, besteht, wie die H9U 
lenstdabehandtmig nachweist, ans innig susamfnenhängenden, grossen, ab* 
geplatteten bellen. Wenn Eberth die Capillarmaschen ganz mit Zellen 
aosftilH, was wie wir gesehen haben bei den Schlangen dnd Eldechseh 
mir höchst selten der Fall kt, so hat das seinen €hrnnd daifo, dass er 
glaubte, die Zellen seien bei der Präparation theilweise ton der Caticnla 
abgefiülen, in welcher Ansicht Ihn die beim Frosch erhaltenen Bilder 
Bodi bestlAen nmssten. 



B) Sängethiere. 

Unteisucht wurden die Lungen von Camiyoren (Eatsei Hund), Her* 
bivoren (Schaf, Kaninchen, Kalb) und OmuiToren (Schwein). Da Ich Überall 
die nSmlicben Verhältnisse fand, so trage ich kein Bedenken, dleT gewon- 
nenen Resultate auf die ganze Sängethicrgruppe, also auch auf den Men<> 
achen so tibertragen. Bei der Mensdienlonge seibat gelang es mir zwar 
nicbi mit Höllenstein ein Epithel nachzuweisen , ich erhielt nie eine Wir- 
knog in den Alveolen. Es war dies indessen schon a prioii nicht andeca. 
m erwarten I da die Lungen von Erwachsenen and Meogeborenen, die ich 
erhalten konnte alle erst 36—48 Stunden nach dem Tode aus der Leicha 
entnommen, zum Theil auch pathologisch Tcrändert (ödematös) waren und 
da, wie schon BecldinffahauBen gezeigt hat, die Silbermethode n«r l>ei 
frischen Geweben Resultate liefert. i 

Zui Unfcemuqbung empfflUe ich besonderv die Eataenlmige and «war 
#os folgenden Ortinden: 1) Besitzt dieselbe ▼erfailtnfasmMHig groase Alyeo*t 
lan, 2) besteht sie aps einzehMn Lappen, die sieh leicht feüe&nt hijieiffati 
hlMen, d) Utet sie nqr wenig Flüssigkeit dureh dte Pleura tranasadiven, 
Ueibt also aoböa anagedehnt Bei der Kaninahenlonge is4 ao ziemlich daa 
Qetanibeil der Fall, wesslialb sie sich am wan^fsten von allen atir M^ 
tarsodwng eignet^ 

Pei^lAietisoho BeimMie tob der anf Ae bekannte Weise behandelte» 
eiwndiaenen ßäageüüerf gewttren nun In den Ali^eelen gantf 
JUidttv * >Mtt an «Ana Waitina nkbtiinekt 4euleft kann» 



7(r BUSNZ: Ueb«r dMlMC«a«pl«Mi 

tbasMit iaMi^{F|g. 9} In dep CftpÜlwimchiip Ckuppen kWmr, keitthal^j^^ 
Hipdlieh po]|cgODJileir ^elU», «wischen di^oq üher.idi« CapIllurBa in^laih 
ißud qnd die ZeD^oinstlo Ferbindend dunkle GootouEfiii di^ ab^n^ihlteiwa. 
(wie bei dea Reptilien) wieder grOsjiere Zellen Boadem gam anreg^jbtlMg^ 
grosse platten begrenzen. Die Zahl der klewen 2elk9i, die ei^ke. Ii^ 
EU8aiBXKien9et2en, istai^hr wecbaeL^d und beträgt eitwü 1—14. {Zaiw^aA 
(Ulien die loBeln die PapUlannasQhen yelbtändig aas, in aaderfk FäUen 
nur UQFollstHndig und schliesslich findet wan auch CapiUiamasahan, dia^ 
fßi keiae kleine Z^le enihalten. Im AHgemeinen aind 4ie AlyaqliiN^ der 
Fleischfresser yerhältniBsniHssig an reicUichsten mit kleinen Zell^i^ yer* 
sehen, während letztere bei Pflan^Ecnfresseicn bedc^tei^d spigrUcher TOiiian'^ 
den sind. Beim Kaninchen z. B. fand ich öfters qnter den allerdings sehr 
kleinep Alveolen solche^ die im Ganzen nur 2 kleipe 2^11j9|i enthielten« 
(Es ist dies auch noch ein Grand mehr, wesshalb ich die It^ingf {Ton, 
Fleischfressern vorzugsweise zur Untersuchung empfehlen möchte.) Wenn 
eine der Inseln in den Capillarmaschen nur von ehier Zelle gebil- 
det wird, so findet man diese häafig nur durch eine der erwähnten 
Contouren mit einer der nSchsten Inseln in Verbindung und es sieht dann 
ans, als ob die Zefle wie an einem Stiele befestigt wSre. (s. Fig. d— 11, d.) 

Auf den kapillären habe ich nie kleine Zellen gesehen und ebenso sah 
ich keine Zelleninsel, die nicht wenigstens durch eine Gontour mit einer an- 
dern verbunden gewesen wSre. 

Um Über die Bedeutung der oben erwähnten Bilder in*8 Retne 'zu 
kommen blieb nichts anderes übrig als die früheren Zustände des Epithelr 
in's Auge zu fassen und es glückte mir auch be? der Katze die versdiie- 
denen Entwicklungsstufen genau zu verfolgen. Der fVühste Znstand der 
Epithels ist schon aus der Entwicklungsgeschichte bekannt Man findet 
h) Lungen der betreffenden Embrjonen ein ganz gleichmSssIges einßiches 
Epithel BUS kleinen, rundlichen , kernhaltigen Zelleh die kolbenförmigen 
Endungen der Bronchien auskleidend. Dieses glelshmässige Epll!bel ver- 
indert sich im weiteren Vettanfe (wahrsidiebilith iib Znsammenhang 
bH d^r Eatwicfclitag der Alveolen und der Oftpillairgefässe) so, dASS ein 
Thall 4er ZaUea hi die Breite wi^st, die Zellen Ihr^n Kern veilieveti, 
skh abplatten,' während ein anderer Tbeil in Gestalt* v^n Ins^n unv«rän-^ 
den bleibt Wahmelnittliieh kommen auch Ven/ehmehntigefi theAn^ereir Iclei^ 
net ZiMew an einer gröaseren vor, wenfgsiem glaube leh Andentmigen' 
hiervon gesehen zu haben. Den Zeitpunkt, wann diese Dli^nüüitief ito' 
1ff\ä»l aillMitt»Jta«fi kfe^aJwiil genau M«eb«n. GesehttilMhe iah^AsB g^neMlder- 
tan Zqs4aad bei beMkah« aus^eimgenen Kataen («.Fii^ ll)>twMllaBgftlrnMito[ 
ifm\^Mim i P fhui» .Pieht.baaundni htim, weil am Aüut danMaanlis 



tiodt Am tirspirüii^Uciie, gleichmSssTge lüpltbel zu sehen war', 'die KelleA 
der Inseln auch notih Ihre frühere tnndlfche Gestalt bcsassen and die ab- 
geplatteten Zelten noch theilweise sehr k!eln wäre»; B^i B Cm.' langen 
Kattenembryonen fand Ich' nur glelchmässiges Epithel. ' 

Bei der neugeborenen Katze (8.Fig. 13) treffen wir dann beinahe dieselbi^tt 
TetMßtttisse, wie bei den Reptfffen t Ihseln'* von rundHch polygonalen "Zellen 
In den Capillannaschen und dazwischen Tottlconiinen abgeplättete; kemlo^ 
Ztilwy nur sind hkv dte Ineehi kleiner, die mb^la(iteieii''Zeiieii grösser. 

Deaken wir uns nun weHisr, das» die abgepkrtteien Zelea mi grÖsseiPMi 
«lemlCTaMHrtigeA Platten* iMMDinehtreAen und di6 Z^eulsaeln traverindeit 
U^lben, so balMb wir gena» das oben für üe erWad^sene Lnbge beseMeF- 
faMM j^itbeL Daas es sieb dabei wirktioii «m line theülweiM yerselMkelmif 
«nd rneht vm ein exoessiires Waebtihmn der griteseren Z^en hand^lt^ gtabbe 
iA geni^nd loweiseb zn ktemen. EiMns bsJbe lehr Priparal« gesebe«, 
wo die Ckrenze awisdwn 2 .Z^IleB nur nmh hnU^ ' oder nur kaum - ang^ 
imatetfmsr, wkt bei der soastigen ßchttrlb d4r Bilder niekt Aof Bedmttg 
«iser <Nra)tMüidlgmi HidlensteInwIrkBaig gesetat weisen konntet. Zweitens 
mgibtder Yer^^eiob der £pitbeli<n Tom FMi», Tom- Neugeborenen n»l 
Tom firwächaenfB eine in Ae Aogen spriagende Veminderiing ^r Cotf- 
touren (der abgeplatteten Zellen) zwischeo de» Zelienins^iii.beitt Krwaelh- 
seoßi^j gelobe Sj^h^aibüa;^, Neugeborenen bcfitinU lob vtmobA .hier! noch 
be^en^^p 4wc9^( anteerksiun ^ daais beini Fötus und N^ugebAnifiea ejite 
.^Uenii^el st^ i^it m^r^en ..baMi«hheirt9n dureli Contouren* TAcbwde«! 
ist, wKbrend beim Erwachsenen Inseln yorkommen , die nur mit Eignet 40f 
;nSchsten ^ureh eine- dwkle Linie in: Yerbindunj; steheuM Qan« ^jfloUrte 
ZellenUjseln babe ich beim Erwachsenen Jiie ^eseheii, ^ scheint ä^a^t^ 
<^n\e Verwachsung, aller abgeplatteten Z^len zu einer henogenefi ^klembri^ 
nie stattzufinden^ . . , • / 

In seltenen Fällen, bekommt ^an i\uch ^ei der l^i^ £rwacbs.enef 
Bilder ) wo (wie bein» Neugeborenen) anscheinend sehi; V^^W ^^^^^ ^^f 
sehen den Inseln liegen (s. Fig. 14)j dass abe;^ auch hier mefirfa|che, Yeit^ 
wachspngen unter den abgeplatteten Zellen eingetreten sein müssen, er- 
gibt * sich . sofort AXfä dem Vergleich mit aem fötalen Epithel. ^ 

Was das Verhalten des Epithels an den Scheidewänden der A^lveolen 
betrifft, so kann man sich darüber leicht Aufklärung verschaffen^ wenn 
inan dfi'lm ^Alkdliöl ^el^genen Lungerl 'etw4s' eintrocknen lässt und c(>nn 
^hniite senkrecht' zur iP^eripherle ttfadit Man sieht an solchen Schnitten, 
tal boliet''E)rüste'nüng', Wlä <Ae Ööntöuireii der grö»teren blatten bis ah 
den Band der Seheidewand yeiiaufien und bei tiefer vrie sie i<df cfir 'bnte- 
mt Mite WMMr ZM^ VdüKaiHti HüwmM. Efetisi deuul^ ä^' SOnitte^ noch 



^7% nUßHZ: Heber 4m J^rngm^lM. 

jftwm im J^pk^ <HIS| 90 dnokain rie nadi und num kann rieb dam Mcltf 
übeneogeiii ditfs auch in den tieferliegendea Alveolen dieselben YerhlUt- 
QiMe hecrefhen wfe in den jperipherischea. AUecdiqgs edUÜt bm« bier 
weniger acböne and deuiliehe BUder weU die Alveolen bümA gescbroiApft 
f^ ... 

. Wir kommen jeist aom Verglaicb der d>en gi»wonn^en Beeqttctft 
B^ denen der FJnyngi erwlpmim Forschei. 

Zanlkkat bennche icb wobl knnm nodi weiter anefloittlifien, den daa 
WToUsÜndige EpMMl ven Ebaetk, Ik0% AstmM^ Frtit nor deije^e Theil 
des virkUdien E^Mlbelft iat, den ich «k ZeUeftineehi in den CnplUnimaeeliea 
btfdurkben bnbe. D4e CootMren der grtomn PlatUn kemiteii nntü^eb 
fochi von dieeea Antoten geedken werden , wett ibre Melhodeo sie nkhl 
•ftcbdwr mnebte». IHm mM die ZeUeniaedn n. B. nacb CSniniDimUblttea 
wirklidi w^aUeiii siebt, davon iMbe icb mMt aelbsi mebilaob Meraengt: 
Man sishti sie. sogar sebon ohne weüere Pdparation an friseben, aafg#- 
Uaeaaeaiand geirackneten Langen von Sataan vnd EundaB,.w«in nuai 
die JSsboitk mit etwas Essigsäure vntersttcht» Allerdhigfl mnss auMi dann 
das Epitbel sehan genau kennen^ nnd wissen was man sehen soU, acmsl 
würdet man kaum fai Versoebang kommen diese Yersehnimpften kemartigen 
QabiMe fiir EpitbckeUen n halten. 

Die EftsrCMcbe Hjpotbes» itber das Zosfandekomnen des OttVoÜBtSir- 
digen- Bpithela dnreb Eerreisseif deis nrspHingltoh voliständigen nnd Her^ 
▼ortMlen der OapUlaren mit den Beginn der Achmottg mnss natOriidi 



Was die CbZb^rp'Bcbe Ansicht betrifft, so flbide sich allerdings in dem 
Verschttkeken mehrerer Zellen sn grösseren membranartigen Platten etwas 
dersdben Entsprechendes. Es ist möglieh, dass CcÜberg die beschriebenen 
Vorgänge beim Fotos auch beobachtet hat, er mass aber dann fibersehen 
haben, dass ehi Theil der ZeHen sich nicht abplattet, wahrscheinlich hielt 
er dieselben (Qr Kerne. Dass beim Erwachsenen die Capillaren nicht nackt 
liegen, ist richtig, obgleich CMerg keinen Beweis daffir gebracht hat. 

lächliesslich haben wir noch das vollständige, gleichmässige Epithel 
vfm Chr%on$zczewfiky zu besprechen. Wenn wir nun folgende Punkte in's 
Äuge' lassen ; " 

l) Dass, obj^b nach meiner tfetbode die LuQga viel vollkoagm^enef 
und gleicbmässiger imbibirt. wurde i als nach d^ ViOn Chr%Qnnfsif€Wfi% 
mir doch nie in den Alveolen (in d^rartigj^ gleidunäfffif^ E^tbel voi|;c^ 
komm^ ist; . ' j. . , : .: 

ii Dam- iah. auch ein TtHstindigts aber uftgMrhm BTT^tff Entthal Mt 



Hbm Mie, «p data mao mk tiAi elir« Mn Abgtiritaisein dar.Zdhto 

S> Dmb OArsoitisesiet0% angibt, m ml Ifam nläii gehmgeii In Mm 
Alvertm saia ToUaüdliges fipMrd 'iNMbaoweiseD, in der IMiriahl der- 
Mbmkjibe er äa «nteAroebenes Dpicbel geaeNii] wUMAd leb b^ aUen 
tongvft and iwjütt Alye^^^wenti uttr iberhaupc eltee HSUenstektwirkuRg 
Torhaiiden war, die beschriebeneft VeiMttntSM imbrgenMMDen habe; 

.^Daee eki gMchnÜaBlgoe LunfenepidM, wie es Chi^aewsicxnosky 
beM^nib^, an» kurtar yeSkeaimeB l ob en D<ihlg e M Zdlen {voH Ketä und 
iDfadt) beüehend, bei Ifeineiii Whb^Miietr ▼orboomitj -da eelbst dfe'kern- 
lialMgea. EpithriartJeit bete Froiieb nsdlMen »mn gtSBetio» Olh«» iokaHi^ 
loa, abgepfeuetf «ind; . / 

S) Data Ttm FfOaeh an aofwttrte sieb' übetbairpt Iceki gleMunfcsf^cd 
BpÜM naebr te der WkbehUeikHige voi^ndet; 

i) Dam bei den Aiagelblereii eSefa eebon wShrend dee F^MIebene 
das nispränglicfae, embryonale, gleichmSesige Epithel in dn un^eichmSesi- 
gea umwandelt; 

7) Deal bei allen Wirbemdereo, w^ ans meinai Unte|rpiu4iangen 
kenrorgeht, das Epithel der Alveolen eine gewieae ^i^ehe Lag^rw^ .«« 
den Gapillamn elnhllt» (bei den Amphibien Ifc^n stete die Kenie in den 
Capillarmaechen, bei den Reptilien and Slugethieren die kleinen k^imbulT 
tiga» ^Uep) was das von Chrsonnesifumkif beachiiebena imd .einbildete 
£|i|tbel diucduu« Qi(;ht thut| indei)» ee einUcb üM« C|tpltt«cen nndMaecb«!« 
wcig^eht^ "., ,.......„ 

ßo mOss^n wir mit NotfawiQQdJgkeit. «a dem ^driiflw komme% .da^ C»ß9öm^ 
nesicwAy'n vollständiges Epithel Qb^fbanpt gar kein I,i M? > gw iayW> e l ^#el. 

Das was der genannte Autor abgebildet und besc|i^iabei|, taMW dnuia ftflü» 
bar nnr. das i^ithel der Pleuira sein : ^1) uteU ^ deit j^eid^tpri» d^r Lange 
(die gegeb. Abbild« sU^U p^r^pherisc)^ Alveolar ,dar) kato ii^Herw FipiiM 
TorkAmm^ npd 2) wei} si^ Epithel, wasFora^ nnÄ Vedmltefi aniangt 
gansB genao mit depi Pleiir^api|hel ül^^tinMiit (vif map .«{dl Mdbt 
an Präparaten von peripherischen Alveolen tiberzeugen kann, voransge- 
geeetst, dass tiberiiaopt eine ^jT^rbung: afif ^r Pleura vorhanden ist; es 
bedarf dann nur einer gana geringen Veränderung der Einstellung, um das 
iJeiehmassige PleuraepiUitt' abttt^Üsal lüageWo^el sur Ansehanung su 
bfi9gw)f Es wM dies noeb nmaa wabischeinUiAer, ide, wie wir schön oben 
gesahen. haben ^ bei dem tC^raonamMMttjr^iehen imUbiliansvecfaluMki Um 
fianp^wfckmiff dea fLSUoastelM juif die Planta stattfindet^ wShrtnd dfoiWk^nng 
anl dfca »Wsi.tQPgeuad adbsltairfdie^aktrakUehaiea 
QBVi^osmiene Ist Es erUMren dch sonach die Besultate Übsnir Autark aafct 



M MLSmz Wb%t dt8 Lu^e^tttnl 

«iiilRtt ««s der M«iig*ili^ilrifke^ Meüode: da wo er ToHidirfligei 

Epithel sab, war mir eine Wirkung auf der Pleura vorhailAMi ufld ketae 
Ind^B.AlyeoUni (ei, bKtt^ ibm aomi i$» doppelte EpUbel äufiallea' iirflsseii) 
da wo et f ia a^rfatpebeiM» EjpiUkd beohaebtele» halle er wakrecheMieh 
eine qpmoUkpUMOiyB» W^irkwig in dea Alveokii «nd weM « etohlleaalMi 
aoeb ▼<¥» Alyeoleii apcichi iii dtoen kein Epithel su etohen^ geiwesmii 14 
hatte er gai; keine Bäüenetehiwirkiaif vor eich. 

Besfii^ der AUrfldtii^ die Cknmmmtwtl^ gegeben hake Ich noch 
na beneiMii, daaa hiar entaAtedmi' eine opUache Tittaehnng nnterfelaaliNi 
sein rnoas. Ealweder lag aimlieh der beU. Sehaiti aitf der fMioKen fieite^ 
dM {(lear««tth^l eheo, dann mMrtea anoh die Suheidewinde der AtpeMan; 
wie die Capillaren nnter dem Epithel gesehen werden, oder ea. lag de# 
SehnUt aal der diuseni Seite und daa Epithel i^lgUeh «mte den OaplUaren 
und den Scheidewiinden. Beiein«? geaaaea RerialonderPrlipanUa CMtimt 
WjWPtwiyi wird eieh dieeer BUebadManctfeUar >edea<aUs heranaatelien. 

B e a u m d. 

Wenn wir Ae in der vorliegenden Arbeit 'gewonnenen Resolute su- 
temmfenfiftBsen, so Imben wir etwa Folgendes: * 

' 1) EXn voHständig^ LungenepiAä hei cXUn unterstkhten WiV5^- 
tkienn. ... ' - • * 

^) IhMtXbe M ein gUiehmä88ige$ üüs ffroisinj abgeplatUien ZtOek 
beHdmides'M tkn Aifiphibien^ dagegen ungleickmäisig bei den ReptlKen 
und Säugethieren. Bei den Reptilien besteht es aus Inseln kleinerer Zetten mit 
ffdttMfidigein fnhtO» und aus grösseren abgeplatteten tnhaltstosen t,dUn\ 
bei 4m QäagtMeiren aus ZdUninsefn und grösseren, menAranartigen, 
wstegdknäsiigen FMten. 

i) Das ^pUM' fUOt immer eine fypUdie Lage tu den CapiOai^eti dri, 
tmäembei den Amphibfen die ZdUnkeme in ckn Capdttarmasehen Hegen, 
Atf den EepdKen und Säugetfäeren die Z^Uninseln. lieber den CapQlareh 
MM UegensteU abgepUs»ete, MketMoi^ Zdten oder ZeUenäietle. 

' A 11 h a 11 g. ' , 

r: EHd HfiUeaateudliehaiidlong weiet aa deai teapirireaden Abeehaft^ 
«tischen den iroa iOiv^A. bkaehriebeaeny ta den Oaptllarnnaschen "befind^ 
Uebea Inaela Utönec Cylindersdlea ^ «raaeere Phrttenepithellen «her 4e4 
fli^iUeieB(iikeh(.to:dadaikMi hier alch-aia -ivHatiodlgee än^irteluattsigei 



Ich handle die Vogelldnge, die in ihrem Bau ron den übrigen 
Langen belianntlieh sehr abweidit, hier im Anhang ab, weil ich mit der 
UVit^soehiing derselben nieht bis «im cndgiltigen Abechlass gekommen 
bhi imd well ich mir die Reihe d^r überehtsUmmenden Beilttide bei den 
Qbrfgen Wirbelthieren nicht dadurch stehen wollte. Es ist sehr schwer 
dieser Longe mit dem Höllenstein beissuicommen. Die Injektion der iso'^ 
lirten Longe durch die Trachea ergibt kein Resnhat, weil die Höllenstein^ 
Idsang dnrch die an der Oberfläche mündenden grösseren Lnngcnpfeifen 
sofort wieder heraasßiuftf Die ImbilHtion von Anssen, darch Elntancheii 
der Lunge in eine Lösung von Arg. nitric, erwies sich als so ungenü- 
gend, dass noch nicht einmal auf der Innern Seite der oberfiXchlichsten 
Schnitte eine Wirkung vorhanden war. 

Zuletzt gelang es mir die Lunge dadurch zu imbibiren , dass ich sie 
im Thier sammt allen Luflsäcken durch die Trachea injicirte, nachdem 
die Lufl vorher durch Saugen möglichst entfernt worden war, hierauf die 
Trachea unterband und das Thier einige Stunden uneröfTnet liegen Hess. 
Wenn ich dann die Lungen herausnahm, sie etwas dem Licht aussetzte 
und in Alkohol erhärtete; so hatte ich zwar bei der Untersuchung an 
allen oberflächlichen' und tieferen Schnitten (letztere wurden noch nach- 
träglich dem Licht ausgesetzt) eine Höllensteinwirkung und konnte auch 
mittelst derselben ein einfaches, vollständiges Plattenepithel auf den durch- 
brochenen Wandungen d^r Pfeifen nachweisen, das sich in die Mündungen 
der klemeren Kanäle fortsetzte, allein ich war nicht im Stande über den 
Capillaren der feinsten Luftwege etwas Entscheidendes darzuthun. Von der 
weiteren Fortsetzung der Untersuchung war ich genöthigt vorläufig abzu- 
stehen, weil ich diese Arbeit zum Abschluss bringen musste. 

Da sich nun über allen andern Capillaren, die der Respiration dienen 
(Lungen der übrigen Wirbelthiere, Darm von Cobitis^ Kiemen der Wirbel- 
thiere nach Eberth) ein voUttändiges Epithel nachweisen lässt, so dürfte, 
trotz meines vorläufig negativen Befundes die Vermuthung viel Wahrschein- 
lichkeit für sich haben, dass sich auch in der Vogellunge noch ein vollständiges 
Lungenepithel, wenn auch ein eigenthümlich modificirtes, finden lassen wird, 
besonders, da, wie die Entwicklungsgeschichte lehrt, die Anlagen dazu 
beim Embryo vorhanden sind und bis jetst uns niebts «ii der Annahme 
berechtigt, dass dies embryonale Epithel im späteren Verlaufe vollständig 
zu Grunde gmge. 



leh erlaube mir schliesslich zunächst nochmala darauf hinzudeuteoi 
daflB msiae ResulUta mit des Aagaben . deijeiugea Fofsdier^ die sich am 

WGnbvgor natanrlM^aflchaltt. ZtltfohrUt. V. Bd. 6 



ti BLENZ: Derber du Lan^eD^fUlh«! 

eiDgebendsten mit der LungenepithcMo^pe beschäftigt {Eberih, Hertz j Ar- 
nold) iD ToUkommenem Einklaqg stehen, indem ich gezeigt su haben 
glaubq, dass diese Autoren nach ihren Untersuchungsmethoden ein unvoll^ 
Ständiges Epithel uod »war so finden mussten, wie sie es ai^egeben« 
JBläBtirta dag^ea ein v^Uständiges Epithel, wie es ChrtfinncsiaDsk^ be* 
sehrieben und wie man es irüber annahm, so hätten diese Herrn noth- 
wendigerweise in einxelnen Alveolen auch ein YoUständiges Epithel, oder 
wenigstens öfter Zellen auf den Capil)aren sehen müssen. 

In physiologischer Besiehung ergibt sich, dass das beschriebene voll- 
ständige Epithel, dem nach physikalischen Gesetzen stattfindenden Gas* 
austausch in den Lungen kein wesentliches Hinderniss entgegensetzt, da, 
wie wir geliinden haben; über den Capillaren, bei allen (iUngen stets nur 
Inhaltlose, abgeplattete Zellen oder Zellentheile liegen. Ob und in wie* 
fern die kleinen Zellen in den Capillarmaschen den Gasaustausch modifi- 
ziren, wollen wir den Physiologen zur Erörterung überlassen. 

Wenn ich mir auch kaum schmeicheln darf, die berühmte Lungen^ 
epithelfrage durch die vorstehende Arbeit eadgiltig entschieden zu habeni 
so hoffe ich doch, dass ich sie dem Abschluss um einen guten Schritt 
näher gebracht, da ich diejenige Untersuchungsmethode verfolgte, die hin- 
sichtlich der Feinheit mit def sie Eplthellen nachweist, jedes andere be- 
kannte Verfahren übertrifft. 

Am Schluss dieser Arbeit angelangt, sage ich Herrn Dr. Eberth 
meinen herzlichsten Dank für die freundliche Unterstützung, welche er 
mir bei meinen Untecsuchungen zu Theil werden liess. 



TaMiDTklArang. 

(Sätimtliche Abbildungen repräsentiren eine Vergrösserung von ca. 350.) 



Fif. 1. Ltinf«aepllk6l v«a TritMi (Trit. critUtns) a) Otpillsren, b) Cootonriii A^t E^ 

theUeUeo, c) ^Kerne der £pithelzel]en , d) eia Kern, welcher 2 ZeUen anzu^e^ 

boren scheint. 
Fig. 3. Capillarmasche \oni Triton mit 2 Zellen (d) und 2 Kernen (c), von welchen der 

eine Ober die Conloaren seiner Zelle hinausgeht. 
Flg. 8. Schema des senkrechtim l^urchscfanttts obiger Gapillarmaaiche fu der Richtung 

der Linie s 1» (mi^ Brilottnuif das Tcorktftnftlsts de« Ssnie m 4tm äBsBei^ ^ 



ELENZ: Ueber das LaDgenapltliel. 83 

Capillaren, b) Z«llaiigreiize, c) die knoptSrmig aofiitzenden und ia die CaplUar- 
masche hiaeioragenden Kerne, d) die abgeplatteten Epithelzellen. 
Fig. 4. Lungenepithel Tom Frosch. Die Abbildung zeigt das gewöhnlichere YerhUtniss, 
ein gleic^mässiges Epithel, a) Capillaren, b) Gontouren der Zellen, c) Kerne 
der Zdlen. 
Fig. 5. Gai^Uannasche vom Frosch mit 5 in ihr zusammenstossenden Zellen and 5 
Kernen. Man denke sich die Zellcontooren nur innerhalb der Masche sichtbar, 
um genau dieselben Verhältnisse zu haben, wie sie Eberth und ^Lmold, be- 
schrieben. 
Fig. 6. Lungenepithel vom Frosch mit dem selteneren Vorkommen kleinerer Zellen in 
den Capillarmaschen. a) Capillaren, b) Contonren der grösseren, abgeplatteten 
Zdton, e) Kerne der grösseren Zellen, d) Capillarmasche mit einer Insel von 5 
kleinen Zrilen. 
Fig. 7. Epithel der Pleura vom Frosch. Besteht wie das Epithel der Lymphgefisse aus 
eigenthümlichen , ausgebuchteten Zellen und ist demnach gar nicht mit dem 
Lungenepithel zu verwechseln. 
Flg. 8. Lungenepitbel von einer jungen Schlange (Coluber natrix). a) Capillaren, b) Zel- 
leolnseln in den CapiUatmaschen , «) CoiiIoiu«b der gt^inrnta ZeHen. Bei d) 
stdiea die Inseln zweier Masohen durch kleine, tbec dk CafiBaKn weggeiwB^ 
Zellen in Verbindung, e) Capillarmasche mit 2 Inseln, f) C^pAÜarmasche ohnii 
Insel. 
Flg. 9. Lungenepfthel von einer erwachsenen Katze aus einer peripherischen Alveole, 
a) 0«paiareii, b) Inseln kleiner, kernhaltiger Zellen, c) die über die Capillaren 
weglaufenden Contonren der grösseren membranaHlgen Platten, d) Kelle, die nur 
durch tine Contour mU einer der umliegeDd^n Inseln verbnndeft i4t* 
Fig. 10. Eine peripherische Alveole der Katze, mit dem Epithel alteuL Im Epithel mehr 

einzeln stehende kleine Zellen. Die Buchstaben wie in Fig. 9. 
Flg. 11. Peripherische Alveole von demselben Thier. Im Epithel grössere Gruppen der 

kleinen Seilen, b, o und d wie in Fig. 9. ' 

Fig. 1%, LongenepiAel von einem ziemlich ansgetragenen Katiesiötiis. Bei a) am ICand 
der Alveole noch das nrsprängliehe, gleichmiseige, embryonale Epithel mit Uei*r 
neu rundlichen Zellen, b) Inseln derselben kleinen Zellen in d^ Mitte der Alveole, 
c) zwischen den Inseln liegende grössere, zum Tbeil schon ganz abgeplattete 
Zellen, zum Theil erst im Begriff sich abzuplatten (d). 
Wf. 1%. Peripherische Alveole von einer neugeborenen Katze, b) Inseln kernhalttger 
ZelkB, c) OoniMuen der aby^laMetoii ZeUen, die schon «im TheU ea grösseren 
PlaOejn -verachmohsn sind. 
Fig. 14. Lungenepithel von einer erwachsenen Katze, die kleineren kernhaltigen Zellen 
(b) stark geschrumpft (in Folge Ungerer Einwirkung des Alkohols), zwischen den 
kleinen Zellen Contonren (c), die hoch ziemlich deutlich abgeplattete Zellen be- 
grenzen (die Verwachsung dieser Z^n zu grösseren, membranartigen Platten 
nkbt seclit ansfsprigt). Es «ntspiOehe dies TethUtniss «ageühr dem Epithel 
dec Ijunge einer ntuge)>oreoen, KMfte« 



6» 



Zu den Conlroversen Aber das Longenepithel. 

Von 

Dr. C. J. EBERTH. 



Meine bidiedga Stellung sa dieser Frage mag es mir Angesichta 
■eoar UittersadivngeB gestatten, noch einmal das Wort In dieser Angele- 
genheit zn ergreifen. Ich beabsichtige hiermit weniger eine eingcheude 
Widerlegung entgegengesetzter Angaben , als eine karze Erwähnung jener 
Punkte meiner früheren Beobachtungen, welche auch die neuen Unter- 
suchongen beetlttigt haben. 

Nachdem eine Reihe von Forschem bei Anwendung des Sfibersalpe- 
ters theüs mit den meinigen übereinstimmende, theiis ganz entgegenge- 
setzte Resultate erlangt hatten, forderte ich Hm. Elenz auf, besondere 
dieses Reagens zu benützen, daa mir bei meinen Unteisocbungen noch 
nidtf bekannt war, uid dessen Vorzüge ilir die Darstellang tob Ephhelien wit 
erst spiker doreh txm Reddinghetusen kennen gelernt haben. Man wh'd es darum 
auch verzeihlich finden, wenn Ich mit ungenügenden Methoden arbeitend, 
einige der schwierigeren Verhältnisse übersah. Dass es mir weder bei 
der Säugethierlonge glückte, die über den GeOiaseo Uegepden grosses ab^^ephitT 
teien Zell^ %u unterscheiden, noeh bei den Reptilien and dem Frosd^die den 
Gapillaren aufliegende scheinbare Cuticula in ihre einzefaien Zellen zu zerlegen, 
Ist ebenso natürlich, wie unsere bisher vollständige Unkenntniss von dem 
Epithel der Lympbräume, dem an Zartheit jene Theile vollkommen gleich- 
atebe^ und das man auch zuerst dnreh die VersUberuog darxw^llen ver- 
mochte. Doch rmt ich^ soweit es die. damaligen Methoden erlaubten, in 
vielen Punkten der Wahrheit näher gekommen als d^ anderen Untersueher, 
wie eine Vergleichung der eignen und fremden Angaben zeigen wird. So 
habe ich bei den Säugetbieren das Vorhandensein kleiner Zelleniuseln in 
den Geiässmaschen constatlrt, bei den Reptilien and Amphibien die Be- 
schränkung des bisher als einzige Auskleidung betrachteten Flinunerepithels 



EBERTH: Zo den Gontrovenen fiber das Luugeoepithel. 35 

aaf einfache oder yerästelte, scbmale Flimmerleisten, und grössere Inseln 
Ton Plattenzellen zwischen den GefSssen bei ersteren nachgewiesen. Von 
der die Geflsse überkleidenden, wie mir schien, strukturlosen Membran, 
habe ich in meiner zweiten Abhandlung S. 16 erwähnt, dass man da und 
d(^ in ihr feine Linien wahrnimmt, welche polygonale Felder, aber von 
grösserem Durchmesser als die ansitzenden Epithelien einschliessen , und 
sie als die Grenzen von Zellenresten oder Abdrücke früher bestandener 
Zellen gedeutet. Es waren diese Linien, wie Elenz nachwies, die Grenzen 
der grossen, auf den Gapillaren liegenden abgeplatteten Zellen. Die Schwie- 
rigkeit zarte Linien In einer dünnen, leicht faltbaren Membran auf grössere 
Strecken ^n verfolgen, erklärt diese Tfios^hutig, 

• Meine llesultate betreffs der Tritonlunge hat letzterer Forscher voll- 
kommen. bestütilBl Jene tkber FroeoBUnge tut ttuti TbeO; InMn er ein 
viel beschränkteres Vorkommen von Zelleninseln zwischen den Gefössen 
nachwies, als ich es früher behauptet:' 

Der Versuch endlkh die filieren Angaben Über einyoUständiges Epithel und 
auch ^eChnonazczewsky'BUU&Colberg*!^ mit denen von E!en% in Einklang 
bringen zu wollen, wenn derselbe etwa gewagt werden sollte, dürfte wohl 
von vornherein als ganz missglückt zu betrachten sein. 

Obwohl Cölberg'B Behauptung, wonach die Epithelzellen zu einer Mem- 
bran mit noch erkennbaren Kernen zusammenflössen, in einer gewissen Ceber* 
einstimmong mit den SeanUaien von M^n» iteblv ^o >erweckt sie doch nicht 
geringes Misstrauen, weil sie gerade eines der am leichtesten kq b9ot>ach- 
tenden Verhältnisse, wie das Vorhandensein ganz distineter 21elleQln den CapHf 
larmaschen erwachsener Thicre, vollkommen unerwähnt Iftsst. Eine Verschroel»- 
ung einzelner Zellen, die aber ohne Höllensteinbehandlung kaum wa^aunehmeoi 
sein dürfte, scheint nach Eknz allerdings vorzukommen. Die einen grossen 
Zellenkörper ^um Theil trennende Scheidewand, die geringe Menge grösseren 
den Gefössen aufliegender Zellen in erwachsenen Thieren und das; umj^e-t 
kehrte Verhältniss bei Embryonen, selbst bei der vollständigsten HöUeui 
Steinwirkung, könne^ kaum anders erklärt werden. Aber diese Verschmelz- 
ung erfolgt erst nach der Geburt und fehlt der fötalen Lunge , auch trifft 
sie nicht alle, sondern nur einige Zellen. 

Chrz^mszczewsky hat, wie ich mich an dep Piäparaten des Hqi. Mem. 
ulierzeugte, das Fleuraepithel für jenes der Alveolen genomi»en. 

Es mag mir jgenügen, wenn auch nur einige meiner früheren A^ga^ 
ben vor den neuen Metboden die Probe besiai^den, nachdem die verscl^ier, 
denen Gegenbemerkungen zum Theil als auf Täuschung beruhend, zum 
Theil als jeder factischen Begrüpdung entbehrende Widerspräche »tch er- 
wiesen haben. 



Beitr&ge zur Histologie des Seboeogewebes im 
lornaien nnd patbologisehen Zostande. 



Von 

Dr. med. LANGHANS 

aus Wiesbaden. 
(Hiena Tftt IXL) 



i) Bis lonudf Schieigewdif. 

t)to yfdfachen, mit dem Wechsel unserer Ansichten in der allgemeinen 
Hhtologie auf das Engste verflochtenen Streitigiceiten über den Bau dos 
Sebnmigewebes vom geschichtlichen Standpunicte aus an der Spitze dieser 
kleinen Abhandlung su betrachten, ist nicht meine Absicht. Wollte ich 
in die Efnzelnheiten eingehen, so würde dieser Theil unverhältnissmässig 
mehien eignen Untersuchungen gegenQber anschwellen; der Umriss dieser 
Ge^falcbte aber ist zu allgemein bekannt, um ihn nochmals zu wieder- 
holen. 

Die unbedingt wichtigste Streitfrage auf diesem Gebiete betrifft das 
Vorhandensein von ZeU^n, Während der bei weitem grössere Theil der 
Histologen sich ftir dasselbe ausspricht, nnd manche wohl diese Frage 
als im Grande vollstitndig erledigt, vielleicht auch jede weitere Discussion 
darüber für (Iberflassig halten, ward Henk in seiner Opposition gegen die 
Z^n^n nbr von Wenigen, wie bes. Bruch ^) und Bawr^) unterstützt. Liest 
man aber auftnerksam die Literatur unsers Gegenstandes durch, so ergibt 



f) Zeitsclirift Ar wiBBenscbaM. Zoologe YL 146. 
>) me Entwlcklimf der Bindeeubstanz. 1866. 



LAN6HAN8: Boitrige z. HiBtologie d. Sebne&gewebes im normalen etc. ^7 

«eil leioht, das« die Grüsd«, die man von ^beiden SeÜoi in's Feld führte, 
eigentliefa weniger die Existeos der Zellen, als ihre Gestalt kt Frage stelleB» 
£8 kottimt ^es, wie aoch KoUiker in seiner neuesten Abhandlnog über 
diese Streitfrage benrorgehoben hat^ daher, dass die entwiciilungsgesehiobi- 
Mebe Untersuchung auf diesem Gebiete sa s^r vemaehlfissigt wurde. Die* 
ser Vonrurf trifft meiner Uebeneognsg nach Vitekow in höherem Orade, 
tÜBHenUf dem er yoradgUeb gemacht zu werden piegt. Ans den Abband^ 
ioogen jenes Forschers^) geht durchaus nicht hervor, daeJs er, wenn er 
auch dae eBtwkkkmgsgescbicbtliche Princip auf den ädiM ^bob, wirhiieli 
Untersncbnngea über das normale Bindegewebe in seinen Arittieren Stadien 
gemacht hat; seine Angaben beliehen s^h blos auf Erwachsene oder Neu»- 
gebome. Henk dagegen hat in seiner ersten- Kritik der Vlrch^to-^Dfmdets*' 
stboi Lehre 2) genaue Angaben über Sehnen 'von Embryonen gemacht; 
doch treten dieselben freflieh in seiner späteren bedeutenden Arbeit^) etwas 
in den Hinlergrund; und man kann beim Leeen derselben kaum den 
Zweifel mterdrücken, ob nicht die Körpercben , welche HeMe für die 
eigeirtliehen BindegewebskUfpevchen , für Kerne erklibrt, nkht doch Zellen, 
etwa im gesdnumpfton Znetande seien. jBour, welcher sie ZeHen nennt, 
stimmt in der anatonisdien Grundlage vöUstündig mit BerUe tiberein, und 
•eiireibt den Kernen blos die physiologische Bedeutung von Zeßen z«. 

Da cKe bisherigen StreitIgkeHen, wie gesagt, an relativ älteren Sehnen 
ausgefoebten worden sind, und mit Hilfe derselben über diese Frage noch 
kebie Einigung erzielt ist , so erscheint es zweckmässig , die embryonaW 
Sehnen zu Hilfe zu nehmen. Was nun die Untersnchungsm'ethbden än^ 
belangt, so muss als die erste Hauptforderang hingestellt werden, jedes 
Gewebe unter denselben Bedingungen, unter denen es sich ün thierischen 
lebenden Körper befindet, zu untersuchen, d. h. so frisch wie möglieh 
arid in der Flüssigkeit, welche es normalerweise umgibt, namentlich wenti 
man die sarteren Elementarthelle, wie die Zellen, beobachten will. Der 
erste Tlieil dieser Fordenmg, d. b. die Gewebe ganz frisch zu untersuchen, 
Üsst sich aber gerade bei entwiddungsgeseücbtüchen Untersuchungen ohne 
Aufopferung zu grossen Materiales nicht immer erfüllen; und was den 
zweiten Theil betrifft, so kennen wir ihm in den meisten Fällen noch 
weniger naclikommen, namentlich bei den Sehnen, die nicht viel Flüssig- 



9 PU IdeolHät Ton Knochen-^ Knorpal- und 3ind^ewebsk5ip. Wünb. Yerh. II» 
160. 1861. Die Bindegewebsftage. Arohiv f. pathoU Annt. XYI, 1. 1869, CeUularpUho- 
logie. S. 38 u. 86. 1862. 

<) Canttaft'ff Jahresbericht fllr 1S51. S. 9i u. ff. 

1^ jMmbdridit mr ie»8. 8. S6 n. ff. 



gg LANQHAKS: B«itri|fe z. Hisiologie d. Sehnetigefwebes Im n^jnmiaii e(c 

Mt 6DtIuilieB. Maa moss sich daher in ilieaeiB Falle def Surr^^ale b#- 
dtaien, wie der GfaiomatriuintöBUBg (72 — 1 %X EiwetestömMf ^ dte Ash 
nioswaMert, humor aqueus» Blotf^asItta8 ond andrer FliisaigkeiAea' dee 
Tliierkörper& Schreitet man nun unter Berüoksiehtigwig dieser Vorsichfes- 
maasregehi asttr Unteraudiung der Sehiiea frieoher, den Leil>e der eheü 
getödteten MuMer entnommenen fiMhryonen durch üainee Zeraopfea', ee 
wird man finden^ dase gerade nach dieeer Mtlhoila ein im Ganaen aehr 
vertehiedenee £r|^iU88 gewonnen wird. Die eo ieaürten Eteaenie fl aha a 
4iirdia«8 nieht immer Zellen ähfiUeli, . sondern sind ebenso täiufig, vielL^iebt 
Meh häafig«r hlos fiteie Kerne. Letatiere sind oval, blAsebeiiffiiii*ig> grai- 
Mlbrt mit 1 y 2 aaeh 3 KemlEÖrperohen^ im Durchschnitt 0,005-^^^OOS 
lfm. breit und 0,01—0,02 Mm. lang. Nickt sdten sind sie nicht y^ 
stXndJg isolirt, sondern liaben as ihren beidfl» Enden Anhänge, die m 
der Richtung ihrer Liingsaxe fortlau£en. Dieselben sind oft dofipell so 
lang als der Kern, doch nicht immer ron gleicher BreÜa^ weaA-audi der 
Unterschied ein geringer ist. In weiterer Kntfetaung vom Ken wevtoi 
sie schmäler und enden suküst sich zu^^itnend« £ine Liiagsstceifung. dtf^ 
aeUben habe ich bei dieser Behandkng nie hemerl[t; sie sfeiiea Tsehnehr 
kömig ans und unterscheidea sieh daduich dautliek Vam« laser^n Gawabe» 
Noch diedUeber zu dieser Unterscheidung iat die GtirmAnimbibitite , wetm 
man blos äa]^l(}sang benutzt hat; ist dagegen eine eiweissbidtige Flüssig- 
keit zugesetzt worden , so werden Grundsubstanz an4 Kellen oder. Keraa 
fast ganz gleidimässig inibibirt. Die Kerne, welche die spindelförmigen 
Zeilen da, wo sie liegen« ganz ausfülleni liegen nicht immer in derMitta 
derselben, sondern meistens an dem einen Ende, so dass der eine Fortsatz 
dem andern gegenüber unverhUtnissmüssig lang ersdieint. Dies ist die 
gewöhnliche Form der Zellen, doch nicht die einz^e; nsmsntlicb bef 
Katzen, Embryx>nen spwobl als schon geworfenen Jungen, sah ii^ dia 
Zellen nicht selten von einer mehr oder wepiger unreg^lmUsstgeui drein 
oder viereckigen , quadratischen Form, welcher dar ovale Kern, aU! aioec 
Seite anliegt; körnigies Aussehen, sowie Verbaltea gegen EssigfÜMra laasen 
diese Masse deutlich von dei Grundspbstanz sich abheben. (Figur 5») W<^ 
von nuA dies so verschiedene Resultat, dass man bald ^eme, bald ZeUaa 
siebt, abhängt, ist nicht genau zu ermitteln. Es liegt nicht, an d^ ga» 
ringeren oder grösseren Frische des Präparats, noch blos an der Natur 
der ZusatzflUssigkeit. Der Grund scheint viehnehr in den einzelnen Zellen 
selbst oder genauer der Matur der den Kern umgebenden Zeüsnbstknz zu 
Fiegen, dass sie in einzelnen Sehnen beim Zerzupfen gar nicht, bei andern 
immer oder doch meistens mit den Kernen iq ^sam^ienbaag bleibt, Doch 
sind vielleicht die Rcagentien nicht ganz ohac EinAuss, so bamarkta ich 



LAKOBANSs IMtrIge z. Histologte d. Self!iMg«we%e» Im nonnaltii etc. 89 

ni der fiebm einer jongen Katee, das» eie^ die im friecken ZvsUsie beim 
Zersupfen ia lialbprecentiger ChloTDatriumlOeung die eeMfnsten' Zellen gab^ 
■ach etwa anöertbalbaCfindigem Liegm in dieser sogenannte hidültrenten 
minigiceit sie mehr Zellen sondern blos freie Kerne xeigtei Der sehr 
rersehiedene Ex§üg also, den tnan apf «Heee Welse erbftli^ wtfrde nielil 
goii^iBDf JemMMtky der ren der Exlslens der Zdien niebt ttberseugt tsty 
davon aa 1i>imflibtf<»i ■ Mm mass eine Prhparalionsmetbode soeben , bei 
dar -die flellen iü gsdeserer Aegelmässigkeit isollrt wcvden klonen. 

£»' ist mir non aidit m^^ieh, eine bessere anaogeben, als das eMge 
Vige laage Liegen der Sebnen' in der bekannten Httller'seben Augen«* 
Üs sig k e it, Ten der wir ja schon wissen, dass sie die cartesten Elemente, 
wie die der Reüika^ aelMr gut erbüt. Sie kann aaf dof peke Weise wirken, 
aaeni den die Fibrillen sasaasmenhaltendeM' KMt Wsen, so dass das Aus« 
eteaadunq^ftiD dera^imii md das Isolirto der awisdien Hmen gelegenen 
Elemente eikichtert wird, und femer die aarte ZeUsnbstans so ertiirten^' 
dass sie - mit dem Kern In Znsammenbang Meibt An s<^eben Sehnen 
kabe^ki nie beim ZerauplMi TergeUiob nmdk Zellen gesucht und, ick 
»bebte fast sagen , nie einen gutta fireleii Kern gesehen. Die meisten 
lae li r tto liSiementA eelgen' -einen dentliehen , ovalen , granullrten Kern von 
der oben angegebeben Grösse; Derselbe bat awel disuülebe AnltUnge, dio 
in der Richtung seiner Längsaxe verlaufen ; aUmäbUcb sieb versebmäiemd, 
f s bw sia der ganken Zelle ekie SplndeMmn^ auch hier sind beide An- 
bingsi rem ongleicker Länge, msd der Kern liegt 4em ekMh Eiida 
der ZaHa bedeutend nkker als dem ändern; 4ass jene Oft al^erlssen er-> 
sefaefaien, Ist naUirUeb. Re^entien, «m die fäserartig^ Anhänge' ausser 
dorcb ikr gewMmüeb körniges Aussehen noch durch vefBcUedenes Ver*- 
bähen gegen dieselben von der Imerigen GrundsobsianB au uifterscheiden, 
lassen sieb neben der Oarmln«- oder AnUinImbibition kaam anwenden} 
Mureu, namentttek EmigsilDre tiben kefaie Wirkung mebr. Dte Imbibition 
ist dagegen sehr nüaiicb, ja sogar niMbig» um die bbissen längHehcn ZeHew 
kiebter ariBenneü.au Inrnnen. Neben diesei^ Methode kann leb noch ehi^ 
andoe anfiibren, wefebe ebenislls und schon ohne Zersupfeu die Bxisteni 
vmn Zellen ^arthut Es ist ^es das Behandebi der Sehnen mit sehr 
vafiHinnt«^ (Oßf^/^f) Essigattare. Dia GtundsobstanE qitfllt bei llngerem 
Verwetten In Ihr/ ungemein anf , wird In hohem Grade ^urefasieM^ und ist 
kl dinnm Stlficbten «nf dem Ok^ctglas katiih noch «u erkennebt dabei 
bbahan die Zeilen «leMMi; sie werden «war gepresst und erscbekMW 
badentend icbmttler als imt fnidMn Zustande; allein Kern und ZaHinbalaniJ 
smd sowohl unter einander scharf abgegrenzt, als vom umgebenden Ge- 
webe durch kömiges Ansaeiien .deatlicii an uatersebeiden. Dnreh Anilin- 



fO LAKQHANS: Mtrige z. Histologie d. MiiioBgewakM im notttalaii «4c 

inAibilioflii irelobe luieb der Anweiidoiig «dbtt itibrlctrar SäoMn Bodi g^ 
lingLj was bei CarmiD nicht der Fall ist, kann man dias noch aürker 
hervortreten lassen. Weniger eignen sieh sn diesem Zweeke andre in 
gMchem oder noch höherem (0|1%) Grade verdünnte Sttuien, wie Sak* 
vnd Salpetersäure. Das Gewebe qniUt dabei starker anf und inresst die 
Zdlen so ansammen» dass an den nnnmeiir mdstens donUea, stfbehen* 
föimigen Eörperohen Kam und ZeUsnbslana nMii-mihivjuii datofanäietden 
sind; dod sieht man auch hier noeh bie und da mehr blasse ittd breite 
s^^ndelfSrmige Elemente, mit noch deutlieh sldilbareB Kam. Auch so 
bemerkt man, was ich schon oben erwähnte, dass der Kern nicht in 4^ 
Mitte, sondern«! dem einen Ende der Zelle Hegt, so dnss man die beim 
Zenuplen gewonnenen Bilder nieitt etwa für Kunstprodticte, durch Ab» 
reissen eines iaserartigen Anhangs orUälpen kamt Durch dieass Verhaken 
gegen Essigsäure, welofaes man ebenso an gana frischen, isennpilen Sehnen 
beobachten kann, wird, wie mir scheini, der Einwarf beseitigt, als aeie* 
die iaserarttgea Anhänge der Eeme nur Orundsubstans, und dulch dia 
Möglichkeit das IsoUrens desselben kn frischen Zctttande «fer aadm, daaa 
hier iii einer spindeirdrmigen L^teke der Inhalt gesonnen sei« Dass ea 
sieb hier nieht etwa um eine sehleimige, ladenaiehendie Garnndsuhrtiaa 
bandelt, wird dtfreh die später anaafährenden UntersuehmifeQ von Kalhar 
und Ochsensehnen widerlegt 

Nachdem wir so die Zellen im embsyonalen fiehnangeweba kiaas» 
gelernt beben, müssen wir an die Beantwortung einer aweiten aad s ch w ia « 
rigeren Frage gehen, die am so achwieffger genägend nu befaaMMn. iai, 
ohne Altes und Längstbekanntes au wiederholen, als der ganxa 8mU 
über das Sebtiengewebe hadpisäoblich hier ansgefochtea worden. Ist. leh 
meine da$ Sihkksal dieser ZeHen und nametUlich ihre OtstäU in tpätirm$ 
SUfdUm der StUwiddunff. Wir müssen in dieser Besiehong mehrere An* 
siebten genau trennen. Virdi9W, welcher zuerst dieseTrage ancegtei sieht 
in den stecalönnlgdn Figuren des Querschnitts der Sehne ZeUea, die aaf 
dem Längsschnitte nur scheinbar spindeU5rmig seien. Dia Durchsehnitia 
der dastisefaen oder Kemfasem, wekhe sieh aaf dtoi Sehnenctuerachnitfta 
als Pünktchen nnd Kreise darstellen^ erklärt er erst in einer spätecaa 
Abhandlang fiir Qaerscbnitte der Ausläufer seiaCs anastomosirenden Zdiea« 
netzea. Dmdttt^ welcher knra nach Virchaw'§ erster Abhaadlnag seiae 
UatetrsuchungenO TcröffentUehta, hält dte elastiscbea oder Kecnfiueia dee 
Sehas Ük betvorgegaagen ans Zellen; die UngHchen stäbchenföimigeB 
Körpeh)hjen also, wokhe auf deau Längsashaltta erseheiaaa, häagea mit 



i) ZeMiolttlA nu Wiwttedi. Beolsgle HL S. 8M. Iaa7. 



LANQHAMS: Beltd^e z. Hietologle 4. S^aeiig«wrt>a9 iii^ nomalni etc. 9 t 

4eii eUatitehea Futem bi der Art ^MMmneo, dass cBe jene Elkpureteii 
als Kern« eng unflcblieMeikile Mtmbhin sich zu jenen Fasern forttetst, 
mid die ZeUea also ebeitiaUs aki aaasiomosifendes Nets bilden. Die 
stemffirmigen Figoren des Queraehnitts itommen dabei nicht in Betracht ; 
vMmehr ist es kiar^ dass ale im Shtne EemX^^s aalj^efassl werden mOsseo. 
Uaterseheidet skh ja auch die Dondenfs^ia» Ansohanong von der fi^üheren 
fl^fi^sehen aar d<idapeby dass dto Kenie und Kerofosem HrnMn m ZeUeii 
und ZeUiBfiuein b^ Dm<kr$ werden. HisnU nunmehr trat den ebeii 
entwickelten Aiwichten solott enigegen mü folgend^ Bdwaptni^en: Im 
SebneDgewebe finden sich nur Kerne, keine Zellen; die stäbehenförmigeB 
Körperohen des Lingsschnitts sind diese Kerne; die sternförmigen Fignren 
des Qaesschnitts steHen blos Lücken awlschen den Üdit aneinanderliegenden 
randüeben Bttndcdn 4et Grundsubstanz dar; in ihnen liegen die Kerne; die 
elastischai oder Kero£sseni eadlieh stoheü weder mit den Kemei^ wie er s^st 
frfiber bebanplete, nodi mit Zellen in Verblndmig; sie gehören vielmehr der 
Gronduhstania an nnd Bind YerdiehtmigeB oder Ablagenmgea hi dieselbe« 
WSbreed Ungeie Zeit die Mehraahl der Foveekerdie VirehaW'Danders'sehe 
Lehre in der Weiae i«rscbmolaen adoptislen, dass sie sowohl die stem^' 
löfBiigeD Flgnren des Quersduiitts Idr den Ausdruck ehtes anastoroosiren- 
den ZeUennettiaa ansah, als aueh die elastischen Faserti ab aus Zelleii 
hefv«rgegasgen betrachtete, hat in neuerer Zeit KoeiUher^) avf ^neute 
Unteranehiuigen hki ehw andre Assii^t aasgesproefacn ; sie ISsst sieh dahi» 
fBsammenfiiasan y dass die dastisdien Fasern aus der Orundsabstane ui»d 
nicht ans Zeifc* hdrvorgegaiigen seien, da^ die Zellen dag^^n glelebsam 
caoettirt init sebeidenartigen Fortsätsen iwisohen die Bündel der Sehne 
UndofageB, auf dem Querschnitte der Sehne als stcmförmtgie Zeichnung 
ecsebeinea, auf dem Uüigssehnitte aber die Fortsitie wegen deren Zartheit 
Teitöffen. Es liegen idso hier «machst zwei sdiarf au sondernde Fragen 
ve«: wekhie Oestalt haben die Zellen ki erwa^enen Sehnen, wdehe Be- 
deatniig aUbm die stenförmigen Figuren des Querschnitts , und welches 
ist das YeshattM der Zellen zu den efostiseken Fasern? 

Ich gfAe zuBücfast an die Beantwertung der ersten Frage* Auf die 
F«heftacD'sehe Aask^t hi dieser Hinsicht, auf die Wlderq>rttche, in die sie 
sldi hea^^Ueb der YeM^M^dialt des Längs* nnd Quersdmitts, der Sehne 
verwlckalt, Jiäher etezngekan, Ist nach der ausMiriiefaen ITsni^schen KriUk 
unnStkigy attmal da anrii JSüWßsr, welcher früher der VtreAoto'schen An- 
sMit sjMBif die BerecbtigQag der HmMeihm PoleiA Insofern yoMkonmen 



<) Heue Untenuchiingen über die Entwlcklimg des Bindegewebes. Diese Zeitschr. 
n. 141 n. t^. ISSl. 



92 LAKGSANS : B«itrige z. HMdogle d. Stka&ngew^bed iiä nonmütm ^t<i. 

aii^kwit Jtk vttrwdse um fo lieber alaf den HemU'MÜke^ JalifeeberMA 
für 1858 S. 54: u^ ff./ als.ioii auf die flaoptaethode, a«f die sich VMhm» 
sliitzt, aiiBfQhrlicker zil sprechen luNnmen werde/ und fasse aunäclist die 
Ansieilt Von K&lUket insAuge^ Dieser fonnnlir( dieselbe folgendenuassen*): 
^Die BindegewehskörpeBcben selbst steilen ein durch die gaikzen seeun^ 
däreoi Bündel sus^nmeBlitittgendes ZeHenn^tz dar. Die !£eilefikl>rpeT sind 
hesoOdefs in d^r Längarichtttlig der Sehne vei4Mngert und bflden In ihre^ 
Veteinigong unregelmässig^» platte und zarte BXhder oder BtretiRdn, di« 
ebenfalls platte cnndliefae oder langgestreckte Kerne endialteh; und durch 
nnregehnHssIge, meist haut- oder bandartige, seltner faserarlige seitliche 
Fortsätte unter einander sich rerbinden. Solcher Seltenausläufer gehed 
von den kernhaltigen Theilen dei< Zelleanetzes an 2^ 3 — 5 ab and erzeu- 
gen dieselben . auf Querschnitten ein Bild, das deutlich einem Netze stern- 
förmiger Zelien gleicht. Auf Längsschnitten erkennt man jedoch von 
diesem Netze nicdits, sondern auf den eniten Bliok nur die der Länge 
nach verlaufenden Zöge der ZeUenkörper, die bald wi» schmale dunkle; 
stellenyreise diciLere Züge foA aufnehmen) die an elastfsc'he Fasern erinnern^ 
bald daa Bild narter blasser Bänder gewähren, fis bedarf schon einer 
genaueren Untersuchung namentlich mit verddnnten Aänren behandelter 
lind gekoditer Sehnen, um zu sehen> dass von diesen Bändeirn auch^ viele 
zarte Nebenausläufer abgehen etc;^ Neben dieser Methode: hat JSTMM^ 
MHih hesondeis dasIsoUcen der Zellen mittelst Salpetersäure benutzt. leli 
habe mich viel ,mit Sehnen,, die ntits^r verdünnten Säuren, gewdlmlieh 
Bsaigsäure, Salzaäuve und Salpetersäure z« 0^2%, bdialnddl waren ^ be- 
schäftigt, und zwar, sowohl erwaehseneiv als junger und eibbryonater Sehnen. 
Doch, kann Ich nicht hehauptisn^ dnas ich mich yon der ZusaaraiengehtM 
rigkeit der Zellen mit den Scheiden dCf Bindcigewebshündel ~ denn dieen 
stellen, die band- und hautartigen Fortsätze KbOSktm dar *-- überzeugt 
hätte, zumal da letztere ditrehaiM nicht immer, nicht einmal in den meisten 
Fällen sichtbar sind« Die zelligen Elemente, die man wenigetene hei 
Essigsäure noch als soldie erkennt, sind, wie oben auseinflndergesetit^ 
eaifaoh spindelförmig ohne Quemusläufer ; selbst mb die Lähg^uiisläufer 
anastoonosiren, bleibt zweifelhaft) und manchmal oder sogar iheistiens werden 
soldie durch elastische Fasern^ die den ZcAlto dkht floUegeb^ v^rgetänstibt,^ 
wie das sbit Langem bekannt »ist Aueh die amieni Methoden, inrch die 
man die ZeUan von der Intercellularsubstaaii 8u> unterseMden pflegt^' 
bleiben auf die. Schien der Bindeg^wabshiinM ohne Gininsei.; Di» 
Salpetersäure zeichnet sich vor der Essigsäure dadurch aus, dass sie die 



1) Gewebelehre 4. Aufl. ISS. 



ZeUeQ ^ gvtblkh iSibt idd die GneiiMn ^tofMtten gegi^i cKe GruidBabatMis 
aahSrfer beryortMte» Utet AUeftn aueh biei. tbr sieht, maa nur die lUng-i 
ttcheiv Blark gepntoetttif «täbebenfümigea K^rpeidiea mit üimkeln^ mbarfeti 
OmAoaMiy idMff durohaoB JteiAa Aasiakifer in dleQa^e od^ Anastamoeeh 
ist UtaffBaasUCato. Bett Bü iiat man rar UolersofaeidiRig von Zelten 
geio d«i Ho^aaBig angiawanck; dieser hat 4ie Wk^ung der Eeeigsltare 
Wftd den Yorsag vor. ihr, daes er die zeU%cn Eleamate Ib dem dtirdi« 
aiditlge* äeweba kräanlidi filvbt, wie man 4ies. bei* der Hornhattl scfa^n 
h a a b a ch b eo kaiw^ Der Erfolg nttv den.ina^ M de» Sehnen damit ersielt, 
iat gaax deiftelbe .wie. tei den andern gwaannten Säuren. Man sieht an 
LliBgeaelmitten die dnaldan,' stibefaeDfömiigen Kön^erehen, die obecittch^ 
Uebeft aoa ihrer Lage.gebra^, iqnetiliegead toad S^fönaig gelcrilmmt, jedeoh 
«hupekaiMs ehitd QoeranaÜofer uad LüagscmaelomMen. Der Holaesslg fiftrt 
«OS an. der Tiiko^nsinatbode', beseaden £u der mit Camin. Anch hier- 
wit erhält man diea^ien -Resultate wie «It Htdaessig; auf 4^m Querschnitt 
sitbt man bald.diaaebSnaieB sierafikniigeD^ danbel Imliltoteh Seiehnungön, 
bald siueh wur die rundlkken Kdrperefaen ohne die (kernförmigen LOcicen 
aii4 die'Ab^reniiHigen der primären Bündel; aof dem LKngseehnitle aber 
neben den dunkeln, stäbdicnförmlgen Körjperdien immer nur eine gana 
l^ohmäasige Imbtbiilan. dea Gkwebes, ilb dem man nicht die Sdüdidea 
der piteären Bändel etwa önreh stärkere Färl>inig erkennen kann. 

Als Hauptbeweisflifttel fär-die Exietena sterta förmiger ZMm gfft 
überall das Isoiken dertelbeni Ibeils dorch Köehen> thefls durch chemische 
BnagentieiL Dusch Koeben wird Imieescto so siAir die ähssere Gestalt der 
Sabnaa .vtfändart, es ist eia a« eiagreifiMUtes Mlttd, dikss man es gewiss 
mift.Beohi als^ ein für. die Kntseheidnng so Mnen Fragen nn^urelcheiiäea 
baüWiroin. JCmw^ ich fihesfebe ea daher, ^as jedoch ida» IflioÜre» durch 
cbemischefReaglnitien^ dnsoh starke Säoreii anlangt, se muss es in unsrem 
hiitiseben.Zaitnkari eriaobt «ein, in sweieriei* Hinsicht vomiohtig tu selnj 
snemt binskirtliehi der Fsage, ob die imereellularBubstans wirklich * au<^ 
galäit Sat, und. dam ab die isoUrlen EleaeMe wirklich Zellcfn sind, mi 
eMla\Fni^ nuJM skAi jedem nnwHlkärtteh aufdrängen, welcher unter der 
AnaaU iFte Saaten; die T^frcAotb hl ielner eiatea Abhandkmg sn diesem 
Sireeke .empfahli, Essigsävre und IBolsissIg auKj^eMirt findet. lA\t ist es 
nie fdungen^' j&itlelBt sakher biAwarfier Säi^rm nur «ine'FIbfflle mofm- 
läsen y und. mir ist aueb kehse derartige Angabe bei andern Autördn be^ 
katont. Besottdem beliebt ist in naaerer Zeü seit Ptrstet^tt ^npfehlimg 
die Salpetersäure. Ich muss gestchen, dass mich diese Säure auch in 
der stärksten Ck)ncentration im Stiche gelasaeii bat; weder m der Sehiie noch 
Mher an der Hornhaut gelang ee mir, biermUdie IntaseeUukrswtotiuM aalsu- 



94 LANGHAUS: lUitriie c. Histologi» d. MuMBgewetos itk utfeumkn Me. 

Vkttü. lA steh6 dabei g^ttUiolierweise nicht alMo. »Am y<n F9/NUt 
hatte UtnU^) aal dies Mittel hingewiesen und «eine Wirkung sehr gena« 
besobrieben, wobei er bervoriiebt, daas eine eigentUdie Aofldsting dee 
iasrigen Gewebes ntefat stattfindeu Und aoeh Kmäcet seheint damit «leht 
weiftet gei^onmien an sein; dem er sagt darüber Folgendes^): ^Behandelt 
man eine kindlidie Sehne iiach Forster'a Methode mit Salpetersivre «td 
Glyetfin, oder, was ich eben so zweclcnU&ssig finde, mit ceneentrIrMv 
SahBsSme nnd. Glyceda, so töst sieh nadi IS Tagen die fibriUltre 
Sobstana «o aol, dass sie dmroh gelinden DruA in einielne Fragmente 
serflttlt. Unter diesen findet man leicht gana isoHrteThdle des firagüehen 
Netcwerl^es mit den stomfönnigoi Figorea, wenn es ein Quersehnltt war^ 
mit den membranartigen Bildungen heia Ijtagsschoitle^^ VolHrammen 
anfittsMi liest sich dagegen das Gewebe nach meinen Erfkhrungea dareh 
Schwefelslure und die schon von Köüiker benutata Salsstture, beide im 
eonoentrirten Zustande, aUein sowohl als untereinander gemisefat Jedeeh 
gelingt es adch mit diesen Säuren nidit an jeder Sehne, mid feth er, ab 
ich die Horahatttkörperdien dadnrch an isoliren Iwnte, hatte ich diese 
Veisueltö an Sehnen rergeblich angestellt In der Begel jedoch gelingt 
ih Auflösung des Gewebes in 1 — 2 Tagen. Man sieht dann^ wenn es 
ein Qoersdmitt einer Kalbs- oder Ochsensehne war, jene sternförmigen 
Zeichnungen isolirt^ darch faserartige Gebilde untereinander veriboadeo« 
An Längsschnitten dagegen sieht man auch hie und da stemflirmige 
Figoren , die dnrdi eine dnnidere iSlelle aasgeseicfanet sind und gana den 
EIndnudc Ton Zellen machen; ich habe einige dersdben natniigetreu ab*> 
gebildet I wobei ich aber bemeiken muss, dass diese wenigen Formen antt 
mehrere PxSparalen h etan sg elesen sind (Fignr 7.); im Ganzen haben 
ab«r die isolirten Elemente mehr ein nnbestinuntos, membnmigrmiges Ana* 
sehen, weldies eben KSUiker bewog, seine frühere Ansicht T^en siem* 
IBiaolgen Zellen fallen und £e Zellen mit bandartigen Foitsiltaen cwisebeii 
die BfUidel hineinwachsen au laasen. Es geht bierans hetviery wie dieser 
Forscher sagt, dass die stemRifmigen Figuren keine äfHdten, sondern im 
Zusammenhange Isolirbare BUdangen aind» Dem gegenfiber imt BmUe 
$Aou friiher efaigewendet, dass aoeh Lficlien, ron den wktowtandsfliMgereii 
Scheiden der Bündel amgeben, sieh isidUraa laeaen asfissteni. de spHrfndIg 
dieser Einwaad auch Manchem auü VirAow emehelaen oMg, so werden 
wir 4ach dadareh geawnagen, die isolirten Biklungen nodi: nShei ins 
Auge au fassen. Man muss aUoidinia gcatehen, dasa sie an und für sich 



■) jyiTMbericM f. 1668. B. S7. 



LANGHANSi B^ltiifs s. Hlstologift d« Setnettgawebe» Im noranltn «tc. 95 

nUbi» /Ur ifa« ZeUennatiir beweisen f si« soheo ifdstefis homogen aus, 
•Iwe irgend eine Anschwellimg, wekbe man als Kern deuten köiü3te4 sie 
find eben nur ineinbianförnii^. Dies beweist aacb fireilieh nichts gegen 
jene; denn ein-gleichei Yethnken xe^en die Hoinhavtkdrperoben» Elastischet 
Natur sind sie nicht, da sie gegen Kali niebt resisüven. Ferner: bebao* 
deh man eine embryonale Sdwe auf dieselbe We&s«, so findet man an ihr 
nach Anflösung der fasrigen Grundeubstana, welche gewöhnlich sdiwieriger 
erfolgt als an erwachaenen Sehnen, ebenfalls solche unregelmässig geformte 
membranförmige Blldongen, oft mit zaUreiehen kleinen Kügelchen (Fett-» 
tröpfohen) besetzt (Pignr ^). Fügen wir noc^ hinza, dass in den erwach-^ 
aenen Sehnen nicht blos jene membranföimlgen Bildungen, ooBdnm auch 
die Sehfliden der secondären und tertiären Böndel ongdöst bleiben, s6 ist 
es durefaaos nötUg, dasa w» eine andre Methode suchen mitosen, vm uns 
iiber die Gestah der Zellen zu rergewisaem. 

Zu diesem Zwecke habe ich anch bei erwachsenen Sehnen mich nüt 
gresaem Nntzen der schon oben gerühmten MöUer'schen Augenflüssigkeit 
bedient Zenn|>ft man eine Kalbs- oder Ochseasehne, welche, so firisoh 
wie möglich in dieselbe gelegt, einige Tage oder selbst Wochen ihr ane« 
gesetSBt waren, so erhält man die schönsten spindelförmigen Zelten (Fignr 
S u. 4) mk dentllcbem oralen Kern, wekbe sich l>ei Oanninimbibition 
noch besser gegen das faserige Gewebe herroirhebeo. Sie sind in der 
Ochsenseime seltener als in der KaUbssehne, weil sie weiter auseinander* 
geiüekt sind, mmh ihre Fortsätze In der Regel kleiner und kürzer; doch 
sieht man nach beim Oehsen noch an manchea Zellen längere Fortsätze, 
dann aber aodi hloa einen; der grobkörnige Kern, noch von derselben 
Orüsse und Bseite wie beim Kalbe, ÜUlt beun Oehsen meist den grösslea 
TheÜ der Zelle ans. Die schalte Contouren, welche diese länglichen 
GkUkk seitlieh begrenzen, der Mangol jeglicher Reste abgerissener seit* 
Ueher faser^ oder blattartiger Auslänler lassen in det That jegiicben Zwei/el 
an. der eInfiMhen Sphidelform deradben yerschwinden, und ich glaube fest, 
dnss sieh an solchen Sehnen Jeder leicht von der Eadstenz einfacb^pindet* 
flbnugei und nicht ysräsieker Zellen ftberzengen wird« IVocknet man 
dagegen Ae nämliche SAne nnd behandelt sie mit Salz- und Schwell 
sinre^ so wird man jene stem* oder membranfürmlgett Bildungen isolken; 
Es ist klar, dass idi diese nor als der Interoellularsubstanz angehörlg be* 
trachten kann, als widerstandsfähigere Scheiden der prunären Sehnenbündcl, 
welche durch die Säuren bei längere Zeit fortgesetzter Maceration eben- 
falls zerstört werden. Und es kann nur die Frage sein, ob diesen Gebil- 
den etwa die Bedeutung von Kapseln um die Zellen zuzuschreiben sei 
oder nicht. So sehr auch diese Ansicht durch die Analegie mit Knochen 



96 LANGHANS: B«itrl«e z« Histologie d. Sehatittgewoboa tfli: ueittiüOD etc. 

und Sjioipel sieh einpfiehU, und so viti Oewiokt man geeäde jeUt iMtf 
sdche Analogieen la Jeg^n pflegt, so muss dagegen doeh eingewaadt 
werden, dasa, wie nan sich leicht an jedem Eeaigsäuridpi^arat übeiteugeB 
kann, die sIemfönDigeB. Figoren dee QueiBduiitte doi^aofl nicbt immeff 
Köipercben oder 2Mlen enthalte. 

Ich k(Hnme nnnmehr zu dem Verbäümisi der ekuUathen ^det Kern- 
foitm zu dm reuigen EUmmUn, > Die Ansieht, dass jeiw ans'ZelleK 
hervorgegangen seien, ist lange Zeit die geltende gev^eo trets Heml^B <) 
und .Kodl^'s Binsprache, welche ihre extraceUuläro Entstehinng retthei- 
digten. Doch hat gerade dieser Theil* der. Vtrehaw-DQnder^eohen Lehre 
hl den letalen Jahren den grösaten Stosa erlitten, aotrst durch H. JtfitfHtr^ 
welcher schon Tor 4en genannten Autoren^) den Qedanken ihrer eitra-* 
eeihilfiven Entstehung ausgesprochen hatte und ihn nunmehr dnrch aus" 
gedehnte Untersuchungen ^) genaner begründete, und dann hesonderB dordb 
KiHUker^), weicher, suerst ein Anhänger der VtVcAoto-JDoiu^ers'seheD Lehre, 
hei ementen Untersuchongien sich von ihrer Unrichtigkeit Meneagiet 
Wenn auch diese In einer so vielftich angeregten Frage seltene Ueberehi^ 
sthnnning dieser Forscher, welche, hinsichtlich ihrer allgemeinen Ansehau* 
nngen aul einem gams verschiedenen StasdpimJae stehen, uftddle grade^ 
wie H^nUj Mülkr utid ' KWäter.j diese Frage am genauesten sUidirt habe% 
von vornherein die Riohtigkett ihrer Ansicht nicht beswetfeln lisst, sei 
will ich doch auch hier einiges Wenige erwXhnen und awar eimnal, wei) 
die obigen Forscher weniger die Sehnen akias Kaekehhandior Omnd^ 
läge ttirer Untersuchun|fen gewählt haben und dann, weil grade die Sehnen 
und das lockere Bindegewebe beim Erwaehsenen Anläse <n Tlosehuflgett 
geben. Die elastischen Fasern liegen in den Sehnen bekanntlich aaeh in 
den Lücken^ welche die Bindegewebsbfladel swisdien sich lassen^ susao^ 
men mit den Zellen, und so entsiebt hesonders an EsäigBäurq^Kpaaited 
getrockneter Sehnen, din' man baüptaXohlich zom SteBam dieser WriiXlt^ 
nissc benutz^ der Anschein, als ob dieselben mit den geschrumpften Zeilen 
hl oonlinoirlichem Zösämnienlunge stftndeB, die Zielten in Anaehwelinngen 
der Fasern ISgen. Das beste Beagens indessen , um Aese Bilder auteH 
Uiren, ist kochendes Kali und kwnr fti der Forin einer 15-**-20pro€eolifett 
Lösung« Die Zdlen verschwimden dabei sofort, und man sieht in der 
übrig gebliebene» adileimigen Masse deütlioii dia elastiseheB Fasern, Mcfai 



t) Can$tatt'% Jahresbericht iUr 1851. S. 22. 
S) Bau 4er Molen. 1846. S. C2. 
I) Würzb. Verhimdl. X. S. 132. ' 
A) N^oe ^oteiMMk. etc. 



LANGHANS: Beiträge z. HiBtologie d. Sehueugewebes im normalen etc. 97 

geeehwungen, anter einander anostomosirend, ohne jeglicbe AnBcfawdluDg^ 
Ton ganz gkichmässiger Breite, welche bei 21 Cm. langen Rindsfoetus 
0,0002-~0,0004 Mm. betrügt An Kalbs- und Oohsensehnen iSsst sich 
oft schon ohne Ka£ das richtige Verhältniss erkennen ; Carmin. ist manch- 
mal hierzu sehr dienlich, und man sieht an einer in Carminlösung einge- 
trockneten Sehne nach Esdigsäurezusatz oft sehr schön die elastischen 
Fasern an den Körperchen vorbeiziehen, hie und da mit einer leichten 
SchlSngelnng. Uebrigens wird jeder, der sich nach der früher angege- 
benen Methode von der Existenz spindelförmiger Zellen in der Ochsen- 
oder Kallbssehne überzeugt hat, wohl bezweifeln, dass diese breiton Zellen 
mit den fein^ elastischen Fasern in irg'end einem Zusammenhange ständen. 

Was nun zuletzt die feurige Grundmbstanz des Sehnengewebes an^ 
langt, so will ich für diejenigen, welche nodkk an der Reichert sch^ Homo- 
geneitätslehre festhalten, bemerken, dass wir in verdünnter ChromsSure 
und doppelt chromsaurem Kali, letzteres sowohl allein als in Gestalt der 
3fü2^*8chen Flüssigkeit, die vielleicht besten Mittel haben, die einzelnen 
primären Bündel in Ihre Fibrillen zu zerlegen, wie es mir mit diesen 
BÜbea Reagentien aneh an der Hornhaut gelungen ist, deren homogen 
erscheinende Lamellen In feine Fibrillen zu spalten. Diese Reagentien 
haben vor dem Roüet^schen Kalk- und Barytwasser den Vorzug, dass ein 
Schütteln nnnöthig Ist, und vor dem von mir nicht benutzten üechtrit&^acben 
übermangansauren Kall den andern, dass sie leichter zu haben und schon 
lange in nnsem Schatz von Conservirnngsflüssigkciten aufgenommen sind. 
Schon ohne Zerzupfen siebt man an Sehnen, die nur einige Tage in 
diesen Flüssigkeiten gelegen, die einzelnen feinsten Fasern so deutlich und 
kann auf in reines Wasser gelegten oder mit Salpetersäure aufgehellten 
Querschnitten so scharf die Durchschnitte der einzelnen Fibrillen als eine, 
ganz feine Granulirung oder Fnnktirung wahrnehmen, dass bei einem, 
solchen Anblick jeder Gedanke an künstliche Trugbilder verschwmden 
moss. Diese Flüssigkeiten wirken ebenso wie Kalk und Baryt dadar^, 
dass sie den die Fasern verbindenden Kitt auflösen^ was sich auch daran 
zeigt, dass sich solche Sehnen viel leichter zerzupfen lassen als lirische. 

Was die auf dem Querschnitte sichtbaren sternförmigen Figuren betrifft, 
80 habe ich schon ausgesprochen, dass ich mich hierin ganz der Heny sehen 
Ansicht anscbliesse. Noch Köüiker schreibt diese Figuren blos den Zellen 
zn, die mit ihren blattartigen Fortsätzen die Sehne In die einzelnen pri- 
mären Bündel abtheilen sollen. Auch nach den andern Autoren ist das 
Verhältniss dasselbe. Allein diesem widerspricht die von denselben über- 
sehene Thatsache, dass sich diese sternförmigen F4guren schon zu einer 
Zelt finden, wo bis jetzt noch Niemand «ternförmige sondern blos spindel- 

Wünboiger natarwUteiischaM. Z^ltsehrlft Y. Bd. 7 



93 LANGUAMS: Beiträge z. Histologie d. Sehnoxigewebes im normtltn etc. 

(innige Zellen goftehen hat. Henle^) bat sie schon bei 3 — 98öU!gen 
BhidsfoetaB beobachtet, und mit ist das Gleiche bei RIndsfoetub ron 
10 — 12 Gm. Länge gelungen ^ deren Sehnen mit Qummi getränkt and 
dann gctfocknet worden. Die primären Bündel haben bei solchen jungen 
Thicren naturlich keinen grossen Durchmesser, und die Körperchen in den 
Knotenpunkten der anastomosirenden Linien liegen sehr dicht bei einander, 
noch bei Rindsfoetus von 21 Cm. in gegenseitiger Entfernsng Ton kaum 
mehr als 0,002^0,005 Mm. (Figur 8). Besonders schön und täuschend 
treten diese scheinbaren Zellennctze auch bei Embryonen nach Essigsäare* 
ausatz, bei längerem Behandeln mit Salpetersäure, beirii Eintrocknen der 
Sehnen in Carminlösung herror; dass auf dem Längsschnitte dieses Bild 
verschwindet, brauche ich kaum zu bemerken. Und doch hat an so jungen 
Embryonen noch Niemand an stemrörmige Elemente gedacht, weil man 
eben das Verhalten des Querschnitts nicht beachtet hatte and so ohne 
Vorurtheil die durch Zerzupfen gewonnenen deutlich spindelförmigen Zellen 
betrachtete. KlMker zumal lässt das Auswachsen der blattartigen Fort- 
sätze der Zellen im ersten Lebensjahre yorsichgehen, und doch kann man 
sich kicht überzeugen, dass die Sehnen von Neugebornen auf dem Quer- 
schnitte die schönsten sternförmigen Figuren zeigen. Aof die sie verbin- 
denden Linien legt man zn viel Gewicht, wenn man behauptet, dass sie' 
erst in einem gewissen Alter auftreten ; ob dieselben an getrockneten Sehnen 
sichtbar sind oder nicht, scheint mir vielmehr von andern nabekaanten 
Bedingungen, die etwa während des Trocknens selbst einwirken, abzu- 
hängen. Ich habe sie an Neugebomen nicht vermisst und an Rindsfoetus, 
wie erwähnt, so deutlich und schön gesehen, wie an der Ochsensehne. 
Indessen will ich allen denen ^ welche trotz dem eben Angeführten sich 
nicht entschliessen können in den sternrörmigen Figuren nur Lücken zu* 
sehen, die Untersuchung von Sehnen empfehlen, die längere Zeit, bis einige 
Monate lang, in sehr verdünnter Chromsäure gelegen habep. Ein Quer- 
schnitt einer solchen Sehne Itisst, in blosses Wasser gelegt, nichts Be- 
stimmtes erkennen. Setzt man dagegen Salpetersäure zn^ so wird das 
Gewebe klar und durchsichtig, und man sieht im Beginne der Einwirkung 
in den Bündeln die Durohschnitte der einzelnen Fibrillen als eine feine 
Punktirnng. Die Bündel sind vollständig durch scharfe Contouren umgrenzt 
und durch Zwischenräume von einander geschieden. Letztere, von ver- 
schiedener Breite, oft sehr fein^ oft 0,004^-0,008 Mm. breit, hängen 
untereinander zusammen und bilden ein kanalartiges Netz, dessen ver- 
schieden breite Maschen von den Bündelf^nerschuitten ausgofüllt werden« 



<) CanstatVt Jaltre&bericlit för 1651. 



LAN6HANS: BeitrSge z. Histologie d Sehnengewebes im normalen etc. 99 

Beim Umlegen des Schnitts verschwindet dies EanaUystem zum Beweis, 
dass es kern System von Zellen mit erweiterten Ausläaferrt vorstellt, wie 
ich dies an ähnlichen Präparaten cier Hornhaut gesehen habe. In dem- 
selb^, sowie im Inneren der Bflndel ^befinden sich die Dnrchschnitte der 
elastischen Fasevn. Bei längerer Einwirkang von Salpetersäure ändert 
sich das Bild anmShlich; euerst verschwinden die Querschnitte der Fibril- 
len; die B£hidel werden heller, quellen auf nnd bringen die sie trennenden 
Zwischenräume zum Verschwinden, zunächst die feineren, dann die brei- 
teren; es bleiben nunmehr noch ^ Knotenpunkte derselben als die be- 
kannten sternR^rmigen Figuren übrig, in manchen von ihnen sieht man 
die rundlichen, 0,004 Mm. im Durchmesser betragenden Querschnitte von 
Körperchen, jedoch nut durch einen scharfen Contour und nicht durch 
Lichtbrechnngsverei&gen von der Grundsnbstanz ausgezeichnet, fiel noch 
längerem Liegen verschwinden auch diese sternförmigen Figuren, nnd dann 
sieht man in der gleichmässigen Grandsubstanz neben den elastischen Fa- 
sern noch hier und da die Körperchen, von einigen Falten umgeben oder 
auch ganz frei. 

Gleichsam als Anhang will ich noch eine Untersnchungsmethode kurz 
erwähnen, welche man seit BeckUnghaustn und His gern zur Unterschei- 
dung von Zellen und Grundsubstanz anwendet, die Behandlung mit SH- 
berlösung. Ich habe damit zahlreiche Yersuche angestellt, und im Wesent- 
liclien meine obigen Kesultate bestätigt oder wenigstens nicht widerlegt 
gefanden. Die Sehnen sowohl von Embryonen als jungen und erwachse* 
nen Thieren wurden ganz frisch in 2, ^l2^T0ttnWgQ oder noch verdönntere 
Lösung gelegt, von •^ Stunden bis mehrere Tage lang, bis sie schwach 
bräunlich, dunkelbratm oder ganz schwarz waren. In allen Fällen war 
die Wirkung nur eine melir oder weniger oberflächliche. Das Gewebe 
war gewöhnlich gebräunt und zeigte auf dem Längsschnitte helle, durch- 
sichtige, spindelförmige Stellen mit einem schwach körnigen Inhalt, der 
h!e nnd da dunkle Niederschläge enthielt: An andern Stellen, wie mir 
schien, mehr in der Tiefe der Sehne, wo die Wirkung des Höllensteins 
schwächer war, fanden sich im hellen Gewebe dunkle stäbchenförmige 
Körperchen ; Querausläufer derselben waren nirgends zfa sehen ; befand sich 
im Gewebe ein kömiger Niederschlag, so verdeckte dieser Alles. An 
Querschnitten der nachträglich getrockneten Sehne sieht man in dem etwas 
bräanUchen, doch durchsichtigen Gewebe die sternförmigen Figuren mit 
den anastomosirenden Ltoien schön braun gefärbt; kömige Niederschläge 
sieht man nur zwischen den Bändeln. Solche Bilder, wie EedcHnghdttsen 
sie In seiner Abhandlung über die Lymp*bgefässe gibt, hAbe ich nichc 
gesellen. ' 



liQO LANGHANS: Beiträge z. Histologie d. Sebneogewebes im jpormaleii etc; 

Nachdem ich sjo n^j^ i^nsicht,^^?. A.u^ührllQhePen hegründet hahe, 
üoße ich 8i^ ^9ch elBmal ||i Kun^^m ;i\^ßaffmen, v^ob^l mir Gelegenheit 
geboten sein, lyird, hie., und da nf^ch J^fanch^fl) irfts in dem polemischen 
Tbeil seme Stelle i^chtfand, ]^jpzuzi|fggßiL, j^tir mich besteht ateo eben- 
falls das Sehnengewebe ^us ^ell^a und Ji^terceUulacsubstanz, wie (Ues seit 
Virehow und Donderi ,di^ m^eiste^, iUstologen aufgefasst haben ; dagegen 
halte ich jx^\X Htide^ MülUr und Kolliker die elastischen Fasern fUr her- 
Torgegan^eu ajus der Intercejlulfirsubstanz , und sqhUesse mich, was das 
YerhäitnisB der Intercellularsubstaiiaa und Zellen betrifft, der Ansicht Heide'% 
^, wenn ich die Aenderimg anbringe^ dass ich an die Stelle der Kerne 
dieses Forschers spipdeKormige Zellen, setze. Diese Zellen bleiben, wie 
erwähnt;^ auch nach dcrj Qeburt spindelförmig und werden alhnählich 
kleiner, ^hne Ausläufer, weder Cader- opch bandartige auszusenden. Ob 
sie vielleicht gan^ verschwinden, >yiü im . N/acivenband , bleibt künftigen 
Unlersuchungeq vorbehalten. Der Kern Hegt nicht in der Mitte der Zelle, 
sondern meist am eiipei^ Ende d^fseljbeji^. Er |st pval , an der Peripherie 
der Sehne, in der Sehnenscheide rundlich, enthält 1 — 3 Kernkörpercben 
und zeigt oft bei Embrypnen, j^elbat jo^g^n /Thi^ei;^ durch mittlere Ein- 
schnürung, ' Bisquitform au, dass er in Tbeilung begriffen ist. Er ist stark 
wasserhaltig uufl schrumpfl beim Trocknen au8se)rordentlic|i , in der Rich- 
tung der Breite um mehr alsdie.Qiilftaeln, so (^ass er, |m frischen Zu- 
8tai»de naehr; rundlich^ 97^^ bläschenförmig, nunmelir stäbchenförmig^ von, 
unregelmäissigep Contouren umgeben üst^ Poch, ist pr ,^ucli in^ getrockne- 
ten Zustande noch ßtark imbibiüonsfähig , falls d^r Sehne etwa nicht zu 
lange das Wasser entzogen war, unfl quillt durch Behandeln mit mehr 
oder wenig|cr eoncentrirtcr, 3Q-7-5Pprocentiger Kochsalzlösung auf das 
doppelto Vplum und mehr auf.. Nqctt leichter ist. er $m frischen Zust|inde. 
zum. Aufquellen zu bringenj er ^ird dabei heil und durchsichtig und nimjjAfcr 
selbst die; run^e Form ap ,. was ,ich . einigemal deutlich beobachtet habe. 
Spricht schon seiti ganzes Aussehen ^pd dtes;e letztere Tliatsacke für die 
bläschenföfjipige Natur d^s Kerps, so lässt sich dieselbe noch .sicherer 
nachweisen, wenn man solchen ^ i^ fi|iscb^n Zustande mit Chlornatrium- 
l$sung behpmdpltien j^emen Salpetersäure .ifMsetzt. jpiese machi den «iwciscH 
artigen Inhalt derseU)en gerinnen ; letzterer zieht sich von der äusseren 
verdichteten Schiefst oder l^embran zurück und auf dasjenige oder ein; 
noch kleinefe^ Volum ^ii^anunep, als < der ganze Eiern im getrockneten; 
Zustande einnimmt. Duroh einen )va0serhellen, durphsLchUgen breiten Hot 
zeigt er sich deutlich von einer ziemlich (jrcken, mit doppelten Contouren 
Yi^^eiiefi Meq^ibraii getrennt,; welche dio Form dos fj^lhcren äusseren. 
Kemcontours wiederholt. Man sieht dies an vollständig isolirten Kemeo^ 



2iJ%N6fiAIf&: B#itrig« z. HisiotogI« d. Sehn^bgewebes im normalen ete. lOl 

wie iti«h Bl&»Ul«bt adS fridcli^nfeMRKJd! MrMi 'Ztfteup^ti g^witoen ' k«nn, 
idckt bkB ttiEi den R«me«r/ di« trocli' ih Zdlen ii^jg:cnv besondenr gut bd 
gMu^jimigtn Tltfct^n; doch habe ich es >atibh notb iin ausgewacfasehcin 
Katzen im Alter 'V<hi e^i 1^2 J^^r^ii g^^eheA; nur hatte der wasser«- 
Imlle Hei an Breite verloven, *^ne d^alss dtis Yölam des Kerris abgenotn"- 
man bade) trieraus ergibt slob) ddas'dief 'Keme>im Alter eltion grösseren 
PvMentgelialt an- festen Beständtbeflea bebitt^n. Ebenso gerinnt der Ibhalt 
des Sems'maiMhibali^bJiDi Kodieu;' abcft in einer gänif' ei^enthtfmKchen 
W>else. £^ ievfällt mknllch dabei — so' habe ich'es anf einer Kaibssehne 
liaeb' SAMihdigem Kieehen geeebetr '— ^ in einzelne (jf^eHieg^nde Beheiben, 
die häufig -v^ie ^re«sef%e) kie!n6,e^hniate Keile «Ich ausnehmen und mit 
der ®iide<'ian der Ifembräh attlfegen. Diihilit tiefle ^wiscbenrSume tön 
ilnahder getyennt, geben sie dem 'Kerne ein seiir «ierlicbes qaergestreiftes 
Aliseben / iv^eieftes oft lebhaft an Windting^ ein^i* elastischen Faser erfn^ 
utfit' 'Bei^khiigei'em Kobhen ' versehwindet diese' Zeichnunfg wieder.' Kali 
mäWt dii Keni^ ebebftüle aufl^uellen, b^or sie gelöst werden , selbst 
belmJ^echen; sie werdeA dabei hell nnd durebsichtig und nehmen sich 
in dem acinst homogenen Oewi^be ' wie LÜckiBii aas ; durcfh Nentrallsiren 
tnh Bssigsbiire k^nn man die «tepriingiichen Kerne wiedefrherstcllcn, wobei 
aneb oft die Oontonren ider ^eHen selbst wieder berrortreten. 

Weniger ah tiber den Kern wUeste ieli tiber die Übrigen Theile der 
ZiBlle Ell Migen, über den Zeliidhak oder das Protoplasma änd die etwa 
voiAism4mtt Membran. Jener* ist iticbt in däm €hra(de inibibftionsfahig, wie 
Hr K^m^ mit KochBalst^sting behandelt; halse' ieli keine Verftnderung an 
de« frivehen Inhalt bemerkt , sowie er auch getrodcnet gegen dieses Re»^ 
ge&9 T^lletftndig nntoipfindlich ist. Dasa er stark wasserhaltig Ist, wie 
der K€m,<eleht man an getrockneten Siehnen, fn denen er zn faaerartiger 
Dtttme gedohwnnd^ ist. Oft> si^bt man Ober die Zellen hin einen scharf 
imd donkel eontuorirten BtrefAm lattfen, welcher ganz das BÜd einer der 
Helle anihiiilsettden Faser' gibt; es ist immer, wie man sich leicht behn 
lAoadtfebeoi derZeHe tibeiteögen kann, -hl os einer vorhanden., welcher^ 
w«iin «r auf die eine &eite deir Zelte' zu liegen konimt, derselben einen 
viel schüferen und dnnkleren dontotir, als der anderen, verieiht. HmU^ 
hat auch- diea YirhSkinss gesehen und erktört es aus dem Vorhandensein 
elgenthÜmHcber epithellehatttgev Memhrafnen; diese / als Umhüllung voü 
Seinien uiid Sehnenafothellungen bei Embryonen; tSoschen d^rch Zerfallen 
in RnichstÜbks! i»it 1 und mehr Kernen ^aserzellen voi*, welche den Baum 
der betvilfeaden Mbmbran als jenen' Streifen zeigen; Ich musa g^tehen, 



<) Canstatts Jahresbericht für 1851. a. a. 0- 



109 LANGHANS: Boitrige z. Histologie d. Sehuepgewebes im uemalen etcu 

da» i^ir j^ne epidMlienartige Ifembrifien olobt bu Geikshte gekommao 
8incl| dass ich überall in embryonalen Sehnen nur gleiche Elemente^ d. b» 
flpindeirörmige Zellen gesehen habe, und ferner dass ich auch jenen Strei- 
fen an den Sehnenzellen des Ochsen öfler gesehen habe, als an denen 
vom Kalb und von Embryonen* Dass die Zellen durch Ihre Lfikigsaua* 
läufer anastomosiren , scheint mir nicht wahrscheinlich; eher machte loh 
das Gegentheil behaupten. An Essigsäure-, Holsesslg- und Salpetersäwe« 
Präparaten, wo man die Zellen m situ erblickt , kann man sich tiberse«^ 
gen, dags die meisten derselben vollständig isolirt li^en und keine Ver- 
bindungen mit den benachbarten eingehen, wenn man sich niohi dorch 
etwaige elastische Fasern täuschen läset. Meistens liegen die Zellen, 4 — 8 
und mehr, in der Art hintereinander in einer Reihe, dass sie ihr# Ittngon 
Fortsätze in gleicher Richtung abgeben^ so dass das kerohaJdge Ende 
der einen Zelle mit dem langen Fortsatze der nächsten zosammenatösst 
Aus diesen Auseinandersetzungen ergibt sich sofort auch manelMa 
nicht Unwichtige hinsichtlich der physiologischen Bedeutung der Zellen 
und Interoellularsubstanz. Ueber die Entstehung der letzteren zunächst 
ist diejenige Ansicht die verbreitetste, nach n^cher sie als ehie Ausschei- 
dung der ZeUen betrachtet wird. Inwiefern dieselbe begründet ist, ergibt 
sich aus dem Geständniss KSUücer^s ^) dass dieselbe an diesem Orte durch 
keine bestimmte Beobachtung gestützt ist, indem die Grundsubstanz auch 
unabhängig von den Zellen sich ablagern könnte. In der Tbat bemerkt 
man bei der ersten Anlage der gleichförmigen Grqndsubstanz nickts von 
dem Einflttss der änzelnen Zellen, nichts von Zellenterritorien. Es it^ 
immerhin möglich, dass diese Anlage unter dem mehr oder weniger direkh 
tenEiafluss der Zellen vor sieht geht; aber nichts lässt sich anch-dagegen 
anführen, das die Intercellularsubstanz einmal gebildet, vollkommen selbst- 
ständig sich weiter entwickelt, dass sie, ursprünglich aus einem der Prot 
teingruppe angehörigen Körper bestehend, sich selbstständig weijter zu dem 
cbondringebenden fer^gen Bindegewebe umbildet nnd sich in die leaazelnen 
Fibrillen spaltet NamentUch bei der Bildung der letzteren liest sich ein 
Einfluss der einzelnen Zellen nicht nachweisen. Nach allen übeieinstitt* 
menden Beobachtern, die diese Stadien untersucht haben, — mir selbst 
war es nicht möglich — treten die Fibrillen sofort als ganz vollständiga 
Bildungen, als lange, feine Fäden auf, die an den einzelne« Zellen vor- 
beilaufen^ ohne anzudeuten, dass sie zu diesen in irgend einer Beziehung 
stehen. Sie theüen sich in Bündel zu einer Zelt, wo nach Aller Ueber- 
omstimmung die Zellen noch keine Querauslünfer haben, welcha beina 



<) Neue Unters. 157. 



LANOflANS: B«itri^ >' Histologie d« Sebiieng«webes im normaleii Ha, 108 

ErMachsenen diese SoMlecuDg^ itewkken solle». AehnlklMS giU tod der 
£Dt8tefaang des elastieclien Geirebes. Es tritt zuerst ausserbalfo der Zelkii 
in Form sehr fylntf, anastomoshender und gegen Kali remstenter Fasern 
auf, irelcfae sidi schon dureh ihren Verlaaf von den Bhidegewebsfibrilien 
QBterscheideti. Auch sie ersohefnen also yon Anfang an zusammenhäng* 
ead, wie die FibrUlon, und nicht stückweise im Bereiche der einzelnen 
ZeUen^ steh ersi spater ontereinander retbiiidend. Freilich könnte man 
behaupten, dass das letetero doch der Fall wäre, dass sie aber erst dann 
den Charakter des elastischen Gewebes analhmen, d. h. ffir uns siehibar 
würden, wenn die einseinen Fasern sich schon verbunden hätten. Dies 
liest sich zwar nicht widerlegen, aber auch ebensewenig bevv^en. Immer^ 
hin ist es wahrseheUillch , dass die Zellen sich in irgend einer Weise bei 
der Bildung der elastisohen Fasern bethelHgen; denn in dem Nackenband, 
das später blos aas elastischem Gewebe besteht, finden sich In den ersten 
Stadito der £ntwiddang Zellen oder Kerne (nach Henk), die etst nach 
der Gk^ort TerBchwindeD. 

Nicht viel mehr Bestimmtes kann man über die Rolle sagen ^ weldie 
die Zellen Im fertigen Gewebe spielen, welchen Einfloss sie auf die In- 
tercdlularsubstanz haben. Hier bat Virchow Ihnen eme doppelte Bedeu- 
tung zugeschrieben. Die sternförmigen anastomosirenden Zellen und die 
aus solchen hervorgegangenen elastischen Fasern sollen zur Leitung der 
Emährungsflüssigkeit dienen und femer dieselbe unter die Intercellularsub- 
stanz vertbeilen; zu diesem Zwecke wird die letztere in einzelne Zellen- 
territorien zerlegt , von denen jedes unter der Vormundschaft einer einzel- 
nen, In seüaer Mitte gelegenen Zelle steht. Was die erstere Fuiiction 
anlangt, so fallt sie mit dem Beweis, dass es keine anastomosirenden 
Zellennetze'im Schnengewebe gibt; und für die elastischen Fasern fehlt 
noch gänzlich jeder positive Nachweis, dass sie hohl sind. Die Thatsache, 
dass sie 1^ Wirklichkeit aus der Intcrcellularsubstans hervorgehen, läset 
dies keineswegs wahrscheinlich erseheinen. Noch Manches Hesse sich ge- 
gen diese Theorien anführen^ selbst wenn wir die Existenz eines Zellen- 
netzes zugeben. Schon IJenle hat hervorgehoben, dass die Lücken Im 
Gewebe ganz dieselben, ja noch bessere Dienste leisten würden, je wen!« 
ger sie von zelligen Theilen erfüllt seien. Es lässt sich femer diese dwh 
chanische Function der Zellen nicht gut mit ihrer dynamischen in Einklang 
bringen, denn dadurch, duss die Zellen ein Cannlsystem bilden, in denen, 
wie In den Gefässeii das Blut, so hier die Emährungsflüssigkeit der Sehne 
circoUrt, verlieren sie ihre einzelne individuelle Bedeutung, sie gehen als 
Zellen zu Grunde, wie Mar Schiätze betont hat, und sind in diesem 
Zustande schwerlich geeignet, noch selbst den Ort eines lebhaften Stoff- 



104 LANGHANS: B«itrS^ z. Histologie d. Seimengewebes im nonAslea etc. 

wecbselB darziibieteD. Mimmt man nodb hinau, dass sie, wi« jede*Boo- 
bachtung lehrt, von Kern und fester Inhaltsmasse, jede einzelne Zelle a» 
einer, das ganse System an vielen Stellen ganz ausgefüllt sind, so wer* 
den sie zur L^ongsapparaten noch UMtauglkher. Zndem existirt bis jetzt 
nirgends ein Beispiel von Zellen, die neben dem Kern und festen Inhalt 
oder Protoplasma noch eine zweite Art flüssigen Inhalts besässen. Die 
eben erörterte Hypothese hat denn auch in den Aogen vider Aatoren 
nnsrem Gewebe plötzlich einen sehr lebhaften Stoffwechsel veriiehen, nach«* 
d^n derselbe bis d^hin aus dem Grunde als ein sehr geringer gegolten 
hatte, weil cBe Sehne. keine besQnders hervorragende physlologischo Fune- 
tton verrichtet ui^d keine starken pathologischen Veränderungen zeigt. Es 
wird sich aus meinen Experimenten über die Entzündung der Sehnen er^ 
gebeti, dass die alte Ansicht über den Stoffwedisel der Sehnen vollstindig 
richtig Ist, und dass sie in der That in dieser Beziehnng eine sehr nie* 
dere Stufe einnehmen. Ans diesem Grunde möchte ich es auch nidit für 
wahrscheinlich halten, dass in demselben solche eolossale Hohlräume sieh 
fi^en, wie Retktinghausen sie abbildet 

Auch der andere dynamische Theil der Virchoto* sehen Lehre lässt 
sich an unsrem Gewebe nur schwer begründen. Es lässt sich darüber 
freilich auch nicht an einem Gewebe mit Erfolg streiten; man muss dabei 
sein Augenmerk auch auf andre, wie Knorpel und Knochen, richten. 
Allein immerhin lässt sich, wie ich vorhin gethan, aussprechen, dass, 
selbst wenn die Entstehung der Intercellularsubstanz ans Zellen bewiesen 
wäre, diese, einmal gebildet, durchaus nicht auch Ihr ganzes Leben hin- 
durch ihr Emährungsmaterial bloss durch die Zellenthätlgkelt erhalten 
müsse, dass sie von einer gewissen Entwicklungsstufe an der Zellen nicht 
inehr bedürfe sondern vollständig unabhängig von denselben und selbst- 
ständig fortwachse. Dass dem wirklich so ist, lässt sich für das elastische 
Gewebe durch den Hinweis auf das Nackeuband beweisen. Denn hier 
verschwinden die Zellen oder Kerne (Henle) kurz nach der Geburt voll- 
sündig, während das ganze Band und besonders das elastische Gewebe 
in ihm noch zunimmt. Dies scheint mir der einzige auf einigermassen 
festem Boden stehende Schluss zu sein, welchen die bisher beobachteten 
Thatsachen erlauben. 

Man ersieht hieraus, wie wichtig es für die Cellularpathologie Ist^ an 
der Entstehung der elastischen Fasern aus Zellen festzuhalten \ um so auf- 
fallender erscheint es, dass bis jetzt von jener Seite kein Versuch gemacht 
worden ist, den übereinstimmenden Angaben von Henle ^ IL Müller nnd 
Kolliher gegenüber die alte Ansicht von Neuem zu begründen. 



liAKOfiANS: B^itrSge z. Htstotogle d« Sehnragtwebeg tm normalen ete. 105 

2) Das entzündete Schnengewebe. 

IHe Tliatsache, dass zur jetzigen Zeit histologSsche Erfahnragen 
leichtet in die Wisaensehaft Eingang finden, wenn Bie an der Hand von 
Beobaditmifen ein allgeiMineres Interesse gewonnen liaben und nament* 
lieh fSr die pathologische Anatomie nutzbar gemacht shtd, bat mich zn- 
gielch mit der Yermtithung, dass sieh aoeh auf diesem Gebiete Manches 
sar EntBcfaeidoag des seit Langem schwebenden Streits Über die anasto* 
moislreüden Zellen ergeben würde, bewogen , Über die Entzdndmg der 
Sehnen UBtersuchtiDgen anzustellen. Mein Haaptaiigearaerk war dabei auf 
die Entstehung der £iterlD5rp«rche» geriohttt. Die Ueberzengang , diese 
Frage gelöst zu haben , veranlasst anch allein die Mittheilong dieser Vor- 
Sache ; deren UnvoUkommenheit in ihren übrigen Resultaten mich selbst 
sehr wenig bSfMedigt hat. 

Ich benutzte hiezu , wie überhaupt auch zu allen bisher mitgetheilten 
Untersuchungen die Achillessehne^ hier speciell die des Kaninchens. Sie 
wurde sowohl an der Insertion des Muskels, als auch in ihrer Mitte 
zwischen Muskelinsertion und Ansatz an den Knochen durch einen durch- 
gezogenen Faden gereizt Was die FrSparationsmethoden solcher Sehnen 
anlangt, so hat man vor Allem im Auge zu behalten ^ dass es sich hier 
hauptsächlich um Verändemng der Zellen handelt, dass man daher die- 
jenige Methode wählen muss, welche die Zellen am besten conservirt Es 
ist dieS| wie erwähnt ^ das Liegen in der üfü^^^r'schen Flüssigkeit Allein 
von so behandelten Sehnen lassen aich keine Lingsschnitte machen, und 
beim Zerzupfen erhält man begreiflicherweise die einzdnen Formen nicht 
In der Reihenfolge, in der sie in der Sehne in zu- oder abnehmender Ent- 
fernung vom Reizungspunkte sich finden. Ich habe daher solche ßehneq 
getrocknet, nachdem ich sie zur Verhinderung des Schrumpfens mit einet 
einige Tropfen Glycerin enthaltenden Gummilösung getränkt hatte; eine 
Methode, die ziemlich hübsche Präparate liefert, doch auch noch viel zii 
wünschen übrig lässt Namentlich ist Anilin — - Carmlnimbibitlon gelingt 
nicht — zum Deutlichmachen der Zellen unentbehrlich. So wurde die 
Mehrzahl der Sehnen behandelt, welche an der Muskelinsertion gereizt 
waren; die andre Reihe von Sehnen wurde meist get(ock»et{ Hokeisig 
habe ich ebenfalls benutzt. Auch bei diesen Präparätlonstnethoden ist tä 
im ADgemeinen nicht so leicht, ein Bild der vorgehenden Prozesse bei 
Reizung der Sehne zu entwerfen, wie an andern Organen^ z. B. an dei; 
Hornhaut Die Ursache hiervon liegt in den ungleichen £mährungaver<> 
hältnissen der einzelnen Theile der Sehne. Die Qefä«e verbreiten sich 
sowohl in der allgemeinen Behnensdieide , welche nach Reitung immer, 



106 LAI^GHANS: B«itri^ i. Histologie d. Sehnebgewebes im normalen eto. 

wenn auch nur in beschränkter Umgebung des Fadens, lebhaft injicirt 
erscheint, als auch in den Scheiden der tertiären und secundären Bündel. 
In ihnen finden eich, wie wir sehen werden, die stärksten Veränderungen, 
und gerade sie eignen sich im Ganzen weniger zur Entscheidung der hier 
zu lösenden Fragen; der nnregelmässige Verlauf der Bindegewebsbtindel, 
die unregelmäsafg« Gestall der Zellen, die Scheiden der einzelnen Bündel 
und die zahlreichen elastischen Fasern tragen gleichmissig hierzu bei. 
Femer findet sich ein bedeutender Unterschied zwischen den Emährungs- 
verhältaissen der Sehne in ihrer Mitte und in der Nähe der MuskeMnser»- 
tion, so dass wir zuerst die Sehnen, in der Mitte gereizt ^ and darauf 
diejenigen an der Muskdinscrtiön gereizt^ betrachten wollen. 



A. Sehnen j gereizt in der Mitte %vnschen MiuikdinaerÜon und Amotsi 

an den Knochen. 

I. Die Sohne wurde 51/3 Stnnden gereizt, in der Axt, dass der Faden an der 
vorderen Fläche der Sehne noch einige Muskelbündel traf. Doch gehört sie ihren Er- 
scheinungen nach an diese Stelle, wenn letztere auch schon etwas stärker sein m5gen, 
ais Ah den iblgenden. Sie wurde getrocknet. Soweit der Faden in der gefSssreichen 
Scheide Hegt » ist schon Vermehrung der zeUigen Klememte eingetreten. Naeh der Mug* 
kelinsertlun zu siebt man in einiger Entfernung von dem Faden bedeutende VergrSsse* 
rung uni Anschwellung der Körperchen, die nach dem Reizponkte zu ihre Form ver-r 
Sndem, rundlich werden, 0,005 Mm. im Durchmesser; manche wieder mit einer mitt- 
leren Einschttfimng (ßisquitform), längliche KSrpcrchen, deren Inhaltsmasse in t dunklere 
Parthicen an den beiden Enden, durch eine hellere sdiuudo Mitt(4^one geschieden, ver- 
fallen ist; oder kleine rundliche K9rperch^n von dem o^n erwähnten DnrchmmMn 
Diese liegen zumeist noch einzeln, doch hie und da schon zu 2 oder 4 dicht neben- 
oder hintereinander; eine sie umhüllende Membran lässt sich nicht erkcnneuj sie sind 
in den meisten Fällen scharf umschrieben und deutlich von einander geschieden. Unter- 
halb der ReizungstteRe nach der unteren Insertion der Sehne hin ist ebenfalls lebhafte 
SellenbildUDg in 6ift Scheide eingetreten. — Da wo das eigeBtliche längsfkserige Sefc-* 
uengewebe getvoffea ist) zeigen sich aueh schon bedeutende Verilndetungep. Die nor^ 
maler\('else nur als dunkle Linien sichtbaren* Korperchen nehmen an Breite zu; sie 
bleiben spindelförmig, bis 7u 0,004 Mm. breit, mit körnigem Inhalt, welcher in einz^jlne 
rundliche oder quadratische Stöckchen zu zerfallen scheint, wie eine deutliche Quer- 
streifüng der Kdiperchen zeigt. Zugleich tritt Trübung der Grnndsubstanz ein, welche, 
Boek bei fisstgsian! deutlich, auf einem stärkeren Zerfallen derselben in die elnzelneti 
Fibrillen beruiit. Dadurch werden auch die querterlaufcnden FaA«rn dec SohcideH siift^ 
barer, lassen Jedoch durchaus keine Verwechslung mit etwaigen Quer$usiiäulern . der Zellen 
zu; solche sind nirgends zu sehen. Dabei Anden sich feine Fetttropfchen zwischen den 
Fibrillen. In der Scheide erstrecken sich die Veränderungen weiter, als im eigentlichen 
Sehnengewebe, wo wiederum die Scheiden der secundären etc. etc. Bündel stärker er- 
grifien sind. -^ An^der Muskellnsertion , soweit sie rom Faden berührt wird, Ist eben- 
ftfi» lebhalte ZellenbUdiuag yorhanden, besonders zwiscjben den Nuskelbündeln, Hier 



LANGHANS: Beitrige z. Histologie d. SelmaBgewebes im normalui eta lOT 

Riad keine ODroHÜen Binll^ewebskdrpercheQ mehr za sebeii. Die Formen, die Ihnen 
am nSoktten stehen , sind 0,006 Bim. breite ,* längere und kürzere spinddfSrmige K5r*> 
perchen, die entweder einfach sitih abrunden zn mnden, 0,005 — 0,006 Mm. im Dnreb» 
messer htltenden, granulirten nnd toUstlndig Tereinzelt liegenden K5rperchen oder sich 
tbeilen, worauf jedes einzelne Stück sich zu einem runden KSrperchen entwickelt. 
Naben ihnen finden sich viel Fetttropfeu. In den Muskelbtindeki seihet fehlt Je^ 
ZeUeabUduDf oder Eemtermehrung» Ebenso wie das intermnsoulire .Bindegewebe ist 
an der Insertion du die Muskelbündel umfassende Sekuengewebe stark durch ZeUen- 
blldung veriadert; hier finden sich im längsfasrigen Gewebe schon mehrere mndllehe 
KOfperehen, hintereinander in einer Lücke liegend« Die elastischen Fasern sind überall, 
wo sie deutUch sind, ganz normal. 

11. Sehne, 24 Stunden gereizt, getrocknet. Die Scheide ist an der Reizungsftrlle 
■tarfc verlndert; sie enthält zahlreiche grosse, 0,008 Mm. im Durchmeeser haltende, 
rundliche oder lingliche, in der Mitte eingeschnürte KOrperchen. Die elastischen Fasern 
sind normal weit und laufen an den Körperchen ohne nähere Verbindung mit i)mcn 
vorüber. Auch hier geht der Znllenbildung Anschwellung der normalen Zellen vorher, 
und man sieht letztere in Spindelform hier und da noch inmitten der EiterkSrperchen, 
doch nur sehr wenig^; an den meisten Stellen sind sie ganz verschwunden. — Was das 
eigentliche UngtlSuerige Gewebe betrUTt, so ist hier die Verinderung bei weitem nicht 
so weit gediehen, wie in der Scheide. Während in dieser lebhafte Zellenproduction 
besteht, aind in dem von ihr umschlossenen Gewebe kaum VergrSssemngen der K5p* 
perehen zu bemerken. Die erste bei dieser Präparatlonsntethode sichtbare Veränderung 
scheint darin zu bestehen, dass die kurzen, dunkeln Stäbchen, welche, in gewisser gegeiw 
seitigrr Entfernung liegend, die zusammengeschmmpften normalen KQrperehen vorstellen, 
deutlicher hervortreten, indem sie sowehl an dunkeln Contouren als an Breite zunehmen. 
Haben sie eine gewisse Breire, 0,002—0,004 Mm., erreicht, so erscheinen sie granullrt 
und etwas quergestreift, mit dunkeln Contouren umgeben, an beiden Baden in ein« 
feine Spitze aualau/tod. Ob sie dabei auch in der That verlängert sind, wie sie «s oft 
scheinen, ist eben nicht zu ermitteln, da die elastischen Fasern von den Fortsätzao der 
Körperohen nicht zu unterscheiden sind und eben so leicht solche wie Anastomosen 
derselben vortäuschen kSnnen. Auch hier finden sich, im Gewebe zerstreut, FetttH^fchen* 
Die feineren Seheiden sind auch hier am stärksten ergriffen, die dastischen Fasern 
ganz normal. In der directen Umgebung des Fadens ist das Gewebe sowohl der Scheide 
als der inneren Sehnensubetanz undurchsichtig, trübe und lässt sich durch Essigsäura 
weder aufhellen noch zum Anquellen bringen. Im eigentttchen Sefanengeirebe ist dieser 
dunkle Tkeil um den Faden etwa 0,0S6— 0,05 Mm. breit und vereinigt sieh am Ende 
der durch den Faden verursachten Lücke von beiden Seiten her zu etnern etwa doppell 
so breiten Streifen, der ebne Essigsäure undeutlidi längsgestreift erscheint. Mit einet 
leichten kernigen Trübung verliert er sich in das angrenzende durohiiehtige Gewebe; 
in dem helleren Thefl zeigen sich bei Essigsäure kleine, länglidie spindelförmige K9r- 
perchen, scharf begrenzt, meist einzeln^ hie und da zu 2 nnd 8 hintereüunder liegend. 
Anf dem Querschnitt zeigt sich, dass die Veränderung sich nur ganz in der Nähe des 
Fadens hält; ^an demselben ist das Gewebe nndnrehsiehtig, risdg, die Schaidenr der be<* 
nachbarten Bündel sind breit nnd deutlich /isserig; in ihnen tedrn aioh Kärperchen im 
Qnersahnitte; diese breiten Scheiden gehen allmählich in die narmakn sehmalen über; 
nn den Bündeln des längsfasrigen Gewebes kann man die Fibrillen als feine Graonlim^ 
erkennen. — An der MnekeHnsertiou sind die ipindeH^rmigen Zellen zwiHhen und in 
dar Nähe der Muskelbündel verbreitert uud etwas quergestreift. 



108 LANGHANS: Beiträge z. Histologie d. Sehnengewebes Im normalen ctc^ 

tlL Sehne, 2 Tage gereizt; ge«roc]nwt. In der Sokeide ist lebkafte MlcuMdnng, 
und auch die unter ihr liegenden TheUe des Sehnengewebes zeigen Teirgrös^rte K9r»» 
perehen. Die EntzOndung reicht hier viel weiter als im Mgentlicben Sehnengewebe. -^ 
In diesem ist der Faden von einer viel breiteren Masse imdurchsichtigen rissigen Q^ 
webes umgeben als in der vorigen Sehne, welche Sich bei Essigsäure liaum aufheUt und 
nichts Deutliches erkennen ULsst. In einiger Entfernung ist 'eine Zone, vo fn einem 
sonst durchsichtigen Gewebe einzelne, wenig nmfangreicke Stellen dunkel' und nudUKh^ 
sichtig, deutlich lingsf aserig erseheinen, die allmihlioh in das' anch bei Essigsäure devtlieh 
die Fibrillen zeigende umgebende Gewebe fibergeben. In der Mitte solcher Stellen slehi 
man öfters deutlich die terjgjösserten Kt^rperdien, 0,0026 Mm. breit und 0,015 Mmi 
lang, kSrnig und nicht immer durch scharfe Contouren von dem umgebenden undurcb- 
siclitigen Gewebe deutlich abgegrenzt. Sie seigen ihre Gegenwart oft nur durch eine 
stark ausgeprägte Qu^streifun^' an, die ven dem schon erwtiinten 2Ierfallen herzürahnAi 
scheint: oder es finden sich daselbst blos Ueine dunkle KSrnchen (Fetttr^pfchen), die 
man, anch hie und da in den Kdrperchen sieht. Dicht an dem undurchsichtigen , den 
Faden vm^ebenden Gewebe linden sich 0)005 Mm. breite , blSsse , ^spindelförmige K5r^ 
pereken uäd n^ben Ihnen selbst runde von 0,005 Mm. Durchmesser. Der Querschnitt 
zeigt ganz dasselbe Bild wie an voriger Sehne; nur sind die Yertnderungen elwas 
weiter ausgedehnt. — Tom Retepunkt nach dem Muskel hin i^t das Gewebe im GaniMi,' 
normal; «n tibigen Stellen sicJht man Fetttröpfbhen an den Körperchen, di# auch in 
weiterer Entfipmung noch vergrfissert erscheinen. Die Ausdehnung des undurchsichtig^ 
Streifens ist sehr -^pfsohieden ; wo eine secundäre Sclieide getröffen ist, da erstreckt etf 
sich weiter; in diesen erstreckt sich auch die Zone der tergrOsserten und zerfkUenen 
K5rperchen weiter als im längsfksrlgen Gewebe ; auch rundliche K9rperchen von 6,009 Mm. 
im Durchmesser finden sich daselbst. — Da der Faden tief unterhalb der Muskelfnsertion 
eingeführt war, ist an letzterer kaum etwas zu sehen als hie und da ein Rbnorm brelt^ 
Bpindelf5rmtfti KOrpercben. 

iV. Sehne, S Tage gereizt, Holzessig, hi der Scheide bedeutende ZelTenbndunjg } 
min wicbt naiientHch tehr viel^ vereinzelte rundliohe bellen, die ganz dei^ £iterk5rperchen 
gleichen, Jedoeh auf ^sigsäure nicht reagiren; diese liegen vollständig isoltrt. Ihre 
Vermehrung Au^cb Theflung, sowte ihr Hervorgehen aus angeschwollenen Btndegewebs- 
kdrperchen lass«^ sich schOn beoba<Jhten. Die letzteren sind bis auf 0,005 Mm. vei'-^ 
bnitert, wisnige terlSügert unA bilden sich entweder direct in ein Eitert Srperchen odct* 
durch Theilong in^. Selten in 3 um, welche vor der Theilnng sich durch 2 bder ^ 
dnnklere Parthieen des ZellkSt^ers, sowie durch 1 oder 2 Elnschnarungeii äer Zelle tu 
erkennen geben* Wie weH Kern und Inhalt sich an diesen AbkSmmlitigen betSfaeiligen, 
ist nicht zu erkennen. — ' Der Faden ist im längsfUsrigen Gewebe von einer sehr bhitten; 
nndurehidcbtigen Z«ne umgeben, in dclr sich nur kleine Fetttropfshen erkennen lassen. 
In weiterer Entibrnung sind die K5rperchen bis auf 0,005 Mm. verbreitert und llass, 
noch die Spindelfarm innehaltend; diese finden sieh In einigen Längszfigen nnrh in 
ziemlicher Entiirnnng von der Reizungsstelle, wthrend In den diesen LängszOgen be- 
nachbarten Bündeln sich noch die normalen,' dunklen, stäbchenfSrmigen K^perchen'ohne 
jeglidie Veränderung finden. Auch FtftttrOpfohen in Lklogsreihen zwlscht^n den Faserd 
finden sich in einiger Entfernung tom Rerizpunkte sowie in dessen Nfiie. In der Näh« 
des letzteren sehelneu die breiteren und blassen KSrperchen oft in einzelne, 8 — 4 klein«,' 
viereckige öder rtinällclie St&^k<Aen zerfhilen zu sein, die hinterefuander Ifegeii uted an 
denen mcn eine sie umsohtte8setido>'M«mlmm nleht mclhr «rltennen Kann, und zwar findet 
sich dies auch direct in dett tmdtT«hsicM|gen > dda Fadto uingebendim Öewebe. Audi 



LANGHANS: Beiträge z. Histologie d. Selmoiigowebe« im normalen etc. 109 

ia der Nihe dieser zerfiJlenen Körper erscheint, wie an der vorigen Seime, das Gewebe 
«(was rissig twd nicht so durchsichtig, wie das «brige, Areilich nicht in demselben 
Grade, wie an jener. — An der Muskelinsertion ist Niofats zn bemerken. 

y. Sehne, 4 Tage gereizt, getrocknet. Soweit der Faden in der Scheide liegt, ist 
das Gewebe in setner n&chsten Umgebung anoh nach fissigaorezusatz undurchsichtig, 
was von dem st&rkeren Hervortreten der einzelnen Fasern herrührt In diesem kann 
man weiter nichts erkennen, als eine Menge feiner FetttiSpfchen und anscheinend ein 
k&miger Detritus. In einiger Entflsmung« wo das Gewebe durchscheinender geworden 
ist, lassen sich randliche Eiterkörpercheu deutlieh erkennen, die zahlreich zusammen 
oder in Eeihen hintereinander liegen, sowie etwas weiter ihre allmihliche Hervorbildung 
aus den anschwellenden Bindegewebskörperchen. Ob sie aber endogen oder einfach durch 
Theilung entstehen, ist nicht zu erkennen. Sie sind stark granulirt vnd entiialten kleine 
dunkle Pünktchen, sowie deutliche FetttrSplbheu. Diese nehmen nach dem Faden hin 
i», wahrend die K5rperoben ihre scharf umschriebenen, deutlichen Contouren veräeren. 
— Soweit der Faden das langsfaserige Gewebe berührt, ist dieses in seiner nächsten 
Umgebung undurchsichtig. Dann folgen stark vergr5sserte und namentlich bis auf 
0,005 Mm. und mehr verbreiterte Bindegewebskörperchen, sie sind etwas quergestreift 
an der Oberfltche gerunzelt und mit feinen Fetttropfchen bedeckt. Von Lingsanasto- 
Bosen oder gar Qoerausläufem ist gar nichts zu sehen. Diese Zone breitet sich in der 
Lingsriehtung der Sehne weiter als in der der Dicke ans. Die elastischen Fasern sind 
normal. Die secundaren Scheiden sind stärker affilcirt, und selbst mit rundlichen Zellen 
bedeekt. Der Querschnitt zeigt das oben bei II. erwähnte Bild. — An der Muskelin- 
sertion Yerbreitemng der Bindegewebskörperchen und viele grössere und kleinere Fett- 
tropfen zwischen den Muskelbüudeln. 

VI. Sehne, 10 Tage gereizt, getrocknet. In der Scheide bedeutende Eiterbildung; 
in einiger Entfernung von der Beizungsstelle nach der Muskelinsertion zu sind Fett- 
trÖpfchen um die nur wenig vergrösserten Korperchen angehäuft. — Das längsfaserige 
Gewebe bt in der Umgebung des Fadens undurchsichtig, rissig; wo es durchsichtig er- 
scheint, sieht man angeschwollene spindelförmige Körperchen, die auch hier eine Quer- 
steeifung zeigen und oft an beiden Euden abgerundet sind. Daselbst viele Fetttröpfchen 
von verschiedener Grösse, wie auch im rissigen Gewebe selbst, sie liegen öfters in spin- 
delförmigen Spalten von der Grösse der breiten Bindegewebskörperchen. Der Querschnitt 
zeigt dasselbe wie an den vorigen Sehnen. Koch in einiger Entfernung von der Reiz- 
ungsstelle sind die Körperchen vergrössert; sie nehmen dann allmählich an Deutlichkeit 
und Breite ab, und schwinden bis zur Grösse der normalen stäbchenförmigen Korper- 
chen; in und an ihnen, die hänflg noob quergestreift sind, sieht man auch hier Fett- 
tröpfchen verschiedener Grösse, in deren Umgebung selbst das Gewebe noch rissig und 
faserig erscheinen kann. Diese Tröpfchen liegen auch zwischen den Fasern in Spalten, 
ohne dass Korperchen sichtbar sind. — Zwischen den Muskelbündeln linden sich schon 
£ittrk5rperchen , nur wenige, 2 — 8, selten mehr nebeneinander; auch in den den Mus- 
kelbündeln zunächst liegenden Schichten sind die Körperchen etwas breiter als gewöhnlich. 

VII. Die beiden letzten Sehnen rühren von jungen, 8 — 4 Monate alten Kaninchen 
her, die benutzt wurden, um die Lücken der bisherigen Beobachtungen auszufüllen. 
Die obige Sehne war 5 Tage gereizt und getrocknet ; sie zeigt fast alle bisher beobach- 
teten Stufen der Entzündung. In der Scheide ist lobhafte Eiterbildung, und die Ent- 
stehung desselben läset sich schön beobachten, wie ich sie schon an den andern Sehnen 
besehrieben. — Im längsfaserigen Gewebe ist um den Faden das Gewebe rissig, undurch- 



110 LANGHANS; BeitrSge z. Histologi« d. Sehnengewebes im normalen etc. 

skhtig, die Lingsfuserong deutlich; die benachbarten Körperchen sind angeschwollen, 
in die Breite bis zu 0,004—0,005 Mm., weniger deutlich in die Länge; da die Körper- 
chen im normalen Zustande sehr schmal sind, so IXsst sich eben nicht beurtheflen, ob 
sie wirklich Tsrlangert sind oder nur so erseheinen, weil sie auch in ihrem torher 
schmalen Theile breiter und dettlicher geworden. Sie erreichen die Länge Ton 0,01-* 
0,015 Mm., sind au den Enden somrohl zugespitzt (spindelfSrmig) als auch abgerundet« 
Granulirt, oft etwas quergestreift, liegen sie an manchen Orten so dicht hintereinander, 
dafls man nicht beurtheilen kann, ob sie zusammengeflossen sind oder nicht. An einigen 
Stollen, besondeffs wo die Körperchen Doch schmller sind, kaum 0,009 Mm. breÜ, sind 
ihre iusseren (3ontouren unregelmissig eingekerbt; sie sind dabei etwas qHefgestretft, 
und einige, die jedoch nicht sehr deutllcb sind, mache« den Eindruck, als ob sie in 
einzelne Stücke zerfallen wären; in ihrer Fortsetzung liegra kleine, dunkle K5mchen 
(Fett). Diese Tergrosserten Zellen thiden sich besonders zwischen dem Faden und der 
ganz benachbarten oberflächlichen Sehnenscheide. Nach der andern Seite, der inneren 
Sehnensubfttanz hin gehen die breiteren Körperchen allmählich in die normalen ron kaum 
0,001 Mm. Breite über, indem auch hier sich manchmal ein Längsstreifsn tou breiteren 
Körperchen mitten im normalen Gewebe zeigt, oiTenbar eine seenndäre Scheide. — An 
einer andern Stelle, wo der Faden noch in der Scheide lag, doch dem llngsf^serlgen 
Gewebe sehr nahe, sind die Veränderungen etwas weniger weit gediehen. Die Körper- 
ohen des letzteren sind schon breiter als gewöhnlich 0,0015 — 0,002 Mnu, von einer 
körnigen und faserigen Zone umgeben, welche in das umgebende normale Gewebe all- 
mählich tH>ergeht; dabei sind die Körperchen undeutlich, scheinen in Stückt zerlallen 
zu sein, und hie und da sieht mau in ihnen Fettkörnchen. — An der Muskelinsertion 
sieht man nichts als bedeutend viele Fetttropfen zwischen den Muskelbündeln und im 
Sehuengewebe. 

y Vill. Junges Kaninchen. Sehne 25 Tage gereizt, getrocknet. lu der Scheide leb- 
hafte Eiterbildung. — In dem längsfaserigen Gewebe dagegen ist selbst dicht an dem 
Rcizuiigspuukt in dem rissigen, duukchi Gewebe kein EiterkÖrpercheu zu bemerken. Die 
Körperchen in der Umgebung sind breiter wie im uormalen Zustande; sie liegen 
auch viel dichter, deutlich quergestreift, spiudelformig; sie theiien sich und es entstehen 
Reihcu von länglichen, stäbchenförmigen, an den Euden abgerundeten Körperchen, die 
dicht hintereinander liegen. In einiger Entfernung vom Reizungspunkte gehen sie in 
die normal breiten Bindegewebskörperchen über. 



B, Sehnen, gereisU an der MuskiUnsertion* 

I. Sehne, 2 Tage gereizt; Liq. Muell., Gummi und Anilin. In der Scheide ist 
reichliclie Bildung von Eiterkörpereben vorhanden, 0,006—0,01 Mm. im Durchmesser 
die ^nz isolirt oder zu mehreren dicht aneinander, aber nicht in Mutterzellen liegen* 
— Im läogsfasrigen Gewebe direkt am Faden, welcher dicht an der Muskelsabstanz 
liegt, ist eine ganz undurchsichtige Zone, mit Anilin stärker zu imbibiren, als die Um- 
gebuug, die nur au besonders guostigeu Stellen rundliche, etwas dunkel imbibirte Kör- 
perchen, wenn auch undeutlich, erkennen lässt. Zwischen dem Faden und Muskel liegt 
ein schmaler durchsichtiger Streif längs faseriger Sehnensubstanz; hier liegen EiterkÖrper- 
cheu zwischen den Fasern, einzclu oder zu mehreren dicht hintereiuauder, oft 2 konische 
Zellen, die Basis einander zugekehrt, oder noch durch eine dritte, rundliche getrennt; 
die rundliche Körperchen haben einen Durchmesser von 0,005—0,006 Bim., sind also 



LAKGHANS: Beitrage i. Histologie d. Sehnengewebee im norraalen etc. 1,11 

bedeatend kleiner, als in der Scheide. Auch ISngliche, an den Enden abgerundete Korper 
0,003—0,005 Mm. breit, 0,012 Mm. lang, solche mit spitz zulaufeoden Enden (spiii-^ 
deliSrmig). Während die runden Körperchen bei weiterer Entfernung ^om Rekpunkt^ 
aufhören, nehmen die spindeliormigen immer mehr an Zahl zu und gehen allmählich 
in die normalen, selir schmalen und stäbchenförmig erscheinenden Bindegewebskdrper 
Ober, die an dem Keizungspunkte ganz fehlen. Nirgends zeigen die dunkel imbibirteu 
breiten körperchen Querausläufer oder nur Andeutungen davon; sie sind immer »ehr 
scharf contourirt und in dem Gewebe, das seine Fasern durchaus nicht deutlich hiervor- 
treten lässt, vielmehr mehr homogen aussieht, genau zu erkennen. An und zwischen 
den Mttskelb&ndeln laufen noch gefüllte GefSsse, sowie daselbst ebenfalls Eiterbildung 
stattfindet; doch lässt sich die Art derselben nicht erkennen, da sie schon sehr weit 
vorgeschritten Ist. In den PrimitivbQndeln selbst lassen sich keine Eiterkorperchenl 
nachweisen. Die ganze Entzündung ist nicht weit ausgedehnt; wenige Linien von der 
Reizungsstelle nach dem unteren Ende der Sehne zu hört schon Jede Veränderung auf, 
aufwärts an der Muskelscheide hin geht sie etwas weiter. 

IT. Sehne, 4 Tage gereizt, wie oben behandelt. An der Moskelinsortion sehr be- 
deutende EitarbüduBg, die sich zwischen die MMskelbftndel erstreckt. Massenhafte Eiter- 
körperchen, Jedoch durchaus nicht endogen sondern alle iaollrt; viele in Theiluug bc^iffien, 
bitquitlormig etc.; in der durchschnittlichen Grösse von 0,008 Mm. In den Musl^elbün- 
delu selbst findet sich nichts, wie man besonders am Querschnitte sehen kann, in dem 
längsfasrlgen Gewebe lässt sich deutlich die Entstehung der Eiterkörperchen aus den 
BindegewebskÖrperchen verfolgen: diese werden, während das umgebende Gewebe sich 
oft stärker mit Anilin imbiblrt und das Bild etwas undeutlich macht, breiter und 
stellen zuletzt kleinere oder grosser^ spindelförmige Zellen dar, 0,006 Mm. breit und 
0,016 — 0,026 Mm. lang. Die kleineren bilden sich durch Schrumpfen der Längsaus- 
läufer zu einem Eiterkörperchen um, die grösseren theilen sich in 2 oder 3 Stücke, 
von denen Jedes durch Abrunden zu einem Eiterkörperchen wird. Die Entzündung hat 
keine grosse Ausdehnung; die vergrösserten Korpereben gehen abwärts in der Sehne 
bald bi die normalen Ober, während in der Scheide noch lebhafte Zellenbildung stattfindet. 

IIL Sehne, 8 Tage gereizt, wie oben behandelt. An der Muskelinsertion zwischen 
den Piimltivbündcln ganz bedeutende Eiterbildung, doch sieht mau Jiier im lockeren 
Gewebe durchaus keine endogenen Rörperchen, mehrere oder viele von eiuer Membran 
umschlossen. Im längsfasrlgen Gewebe zeigen sich ebenfalls zahlreiche Eiterkörperchen, 
die aus vergrösserten Bindegewebskörperchen hervorgegangen sind. Manche der letz- 
teren scheinen mit den benachbarten dnrch Lflngsanelänfer verbunden m sein; sie 
s^d kömig und lassen sich deutlich in die normalen ichmalen Bindegewebskörpcrchen 
verfolgen. Die Art der Eiterbildung ist ganz die bei den vorhergegangenen Sehnen 
beschriebene. 

IV. Ich Obergehe die Darstellung einer Sehne, die 10 Tage gereizt war und ebenso 
wie die andern behandelt wurde. Sie ergab dasselbe Resultat ^te die vorhergehenden; 
von. ihr stammen die 3 Abbildungen (Figur 10 and 11). Zum Schlüsse erwähne loh 
noch die S^hne eine» jungen Kaninchens, die 25 Tage gereizt war und getrodinel wurde. 
Hier findet starke Eiterbildung statt; man sieht Beihen von rundlichen Körperchen, ohno* 
von einer gemeinsamen Membran umschlossen zu sein, deutlich hervorgegangen aus ver- 
grösserten spindelförmigen I^orperchen, die ihrerseits wieder in die normalen Sehnen- 
kÖrperchen übergehen. DIef mndlichcji Körperchen sind hell, granulirt, geben aufEssig- 
Bftoi« flieht die Reaction der EiterkSrperchen* Auch hier findet man den grossen 
Untetichled zwischaB den ReiZtWigsziiständen in den benachbarte Modeln, indtm in 



113 LANGHANS: Beiträge x. Histologie d. Sehnengewebof im normalen etc. 

dem einen unter starker Zellenbilduug alle Bindegewebskorperchen untergegangen sind, 
iu dem zunickst Yiegeuden nur vergrosserte spindelfSrmige ZeHen sich finden. Die 
0^5 — 0,006 Mm. breiten spindelförmigen ZeHen theflen sich in 8—4 Stücke, die sich 
SU rondlichen Zellen umbildeB; an andern Orten entstehen letztere direct aus den 
spindelförmigen KSrperchen. Auf Querschnitten sieht man deutlich die sternfSrmigen 
Figuren wie ein schönes dichtes Zellennetz in dessen Knotenpunkten rundliche Körper- 
chen liegen. In den Muskeln findet auch Eiterbildung statt, doch nur zwischen den 
Bändeln. 

Das erste in die Augen springende Ergebniss der mitgetheilten Un- 
tersuchungen ist der scbon erwähnte, in dieser Grösse nicht erwartete 
Unterschied^ «wischen der Sehne , die an der Muskelinsertion und derje- 
nigen, die in der Mitte gereizt wurde, sowie zwischen den oberflächlichen 
und tieferen Sehnenscheiden einerseits und dem eigentlichen längsfasrigcn 
Gewebe andrerseits. Während die an der Muskelinsertion gereizte Sehne 
oder die Sehnenscheiden schon 2 Tage nach Reizung Eiterung zeigte, war 
dies bei den andern Sehnen in dem lüngsfasrigen Gewebe nach 10 Ta- 
gen nicht der Fall, und erst bei einem jungen Thier^ hatte sich da- 
selbst nach 5, ja selbst nach 25 Tagen Zellenbildung in nur geringem Masse 
eingestellt. Ferner zeigt sich, dass die einzelnen von ihren gefössreichen 
Scheiden umschlossenen Bündel In ihren Emährungs Verhältnissen ein ge- 
schlossenes Ganze bilden, dass eben die Veränderungen sieh im Längs- 
schnitte der Sehnen leichter und weiter ausbreiten, als im Querschnitt. 

Was die einzelnen Stadien der Entzündung anlangt, so sind diese 
im Ganzen sehr einfach; die Hauptveränderung betrifft wie in andern Ge- 
weben, die Zellen; die Intercellularsubstanz wird weniger betroffen; si6 
zerfallt deutlicher in die einzelnen Fibrillen, was in mehreren Sehnen 
(III, IV. B. II.) in der Umgebung der vergrösserten Zellen der Fall ist 
(Zellenterritorien?); auf dem Querschnitte treten die Fibrillen und die 
Scheiden der grösseren Bündel deutlicher hervor. Die Veränderungen der 
Zellen lassen sich hier bei weitem nicht so deutlich verfolgen, wie bei 
der Hornhaut; die Sehnenzellen sind zu schmal, um hü älteren Sehnen 
im getrockneten Zustande oder selbst nach Behandeln mit IfüZ^'scher 
Flüssigkeit noch Kern und Zellsubstanz deutlich hervortreten zu lassen. 
So kann ich namentlich nicht angeben, welche Rolle die einzelnen Theil« 
der Zelle, besonders Kern tmd Inhalt, bei der Eiterbildung spielen. Um 
dies gaiauor zu erforschen, müsste man ganz junge, wo möglich neuge- 
bome Thiere benutzen; solche standen mir aber nicht in hinreichender 
Zahl zu Gebote. Ja selbst über die Natur der gebildeten rondlichen 
Körperchen, die ich oben oft mit dem Namen Zellen oder Eiterkörperchcn 
belegt habe, vermag ich nichts zu sagen, als dass sie im äusseren An- 
sehen den Kiterkörperchen gleichen ^ wedM Mmnbran, Inhalt noch Kern 



LANGHANS: BeitrSge z. Histologie d. Sehneogewebes im normaleu etc. 113 

unterscheiden lassen, auf Essigsäure aber nicht wie Eiterkörperehen rea- 
giten. Dafür übrigens, dass sie Zellen sind, spricht die Art ihrer Ent- 
Btehmg, ihr Hervorgehen ans Zellen. 

Die HaaptrerXnderangen der spindelförmigen ZeUen nun besteben da« 
rin, dass sie durch vermehrte Aufnahme des Enährungsmaterials anschwel- 
len, ihr Volum vermehren, besonders in der Breite Bun^imen und nun- 
mehr in einzelne Stücke zu zerfallen scheinen. Dieses Zerfallen muss 
Kern und Inhalt betreffen, da die hintereinander aufgereihten Stückchen 
scharf von einander geschieden sind. Welche Bedeutung demselben zu- 
znschrfiben ist, ist nicht klar; dass sich aus jedem dieser Stückchen ein 
Eilerkörperchen entwickelt, der Vorgang also als eine Theilung betrachtet 
werden kann, möchte ich desshalb bezweifeln, weil er der eigentlichen 
Zellenneubildung in Raum und Zeit wdt vorangeht und er auch weniger 
breite (0,002—0,004 Mm.) Zellen betrifft, während die neugebildeten 
Zellen im Allgemeinen aus 0,004 — 0,005 Mm. breiten, keine Spur eines 
Zerfallens tragenden Zellen hervorgehen. Diese Veränderung scheint eine 
Eigenthümlichkeit derjenigen Sehnenzellen zu sein,, die in der Mitte der 
Sehne, zwischen Muskelinsertion und Ansatz an den Knochen in dem 
längsfasrigen Gewebe liegen; ich habe sie weder in den Sehnenscheiden, 
noch an der Muskelinsertion gesehen. Was aus diesen zerfallenen Zellen 
wird, ob die Stücke sich wieder vereinigen oder zu gründe gehen, wage 
ich nicht zu entscheiden, da mir hierüber Beobachtungen fehlen; das 
letztere scheint mir indessen nicht wahrscheinlich zu sein. Neben diesem 
Zerfallen habe ich im Beginne der Veränderungen in und an den spin- 
delförmigen Zellen öfters eine Menge Fetttröpfchen bemerkt; auf diesen 
nicht sehr regelmässigen Befund würde ich kein weiteres Gewicht legen, 
wenn ich denselben nicht in ausgeprägterem Maasse an der Hornhaut 
gesehen hätte. Ueber die Entstehung der neugebildeten Zellen oder Eiter- 
körperchen kann ich mich bestimmt dahin aussprechen, dass dieselbe in 
keinem Falle eine endogene ist, sondern dass die Körperchen direkt oder 
durch Theilung aus den spindelförmigen Zellen hervorgehen, wie dieses 
Virckow^) im Allgemeinen für das Bindegewebe annimmt, und wie ich 
es an der Hornhaut beobachtet habe. Auch C. O. Wdfer^ welcher in 
den Muskel- und Gefässscheiden eine endogene Entstehung annimmt, gibt 
fUr das straffe Bindegewebe des Periosts, der Aponeurosen und des sub- 
cutanen Gewebes neben der endogenen Entstehung noch die durch Theilung 
der Bindegewebskörperchen zu. Was das subcutane Gewebe anlangt^ so 



1) CeUukipathologie. 8. AtüL 419. 
t) Arebiy für pathol. Asat XV. 489. 
Vrünbiirsor oAtvwlsMnsehaftL Zeitaolirift. V. B4. 



114 I4ANGHANS: Beiträge z. Hütologie d. SelmeBgewebeg im nonnslen ett, 

haben mir einige wenige Beobaebtungen darüber, die leb bei Gelegenheit 
meiner Experimente gemacht habe, die Thatsachen ergeben, dass jnan 
daselbst allerdings oft in Zweifel kommen kann, 0b die Körpercbeo in 
Muttec&eUen Hegea^ welches letztere aber Ton Weber nicht bewieien ist, 
dass femer viele £iterkörpercben offenbar nicht in MotterzeUen eingeschlos- 
sen sind. Da &an in dem unregelmässig gebauten Unterhautbindegewebe 
viele Veranlasstingen zu Täuschungen vorliegen und Weber namentlich 
aiueh die elastischen Fasern an der lüiterung Tbeil nehmen lässt, so wird 
es wohl erlaubt sein, an der Richtigkeit dieser Beobachtungen hinsichtlich 
der endogenen Entstehung des Elters einige Zweifel zu hegen. Für die 
Muskelscheiden und das die einzelnen Muskelprimitivbündel umgebende 
locki»re Bindegewebe aber muss ich entschieden der We^er^schen Behaup- 
tung von der endogenen Entstehung des Eiters entgegentreten; hier habe, 
ich nie etwas derartiges sehen können. Ebe Betbeiligung der Muskel- 
kerne an der Eiterung fand an meinen Objecten, obgleich der Muskel, 
durch den Faden getroffen war, nicht statt — 



Eiidftnmg der Abbildtmgen. 

Sämmtliche Abbildungen beziehen sich auf die Achillessehne. 
YergrSflgiiruiig 400— öOOfach. 



1) Spindelförmige Zellen aus der Sehne eines menschlichen Fötus von 12 Cm. Länge. 
Gewonnen durch Zerzupfen der in Müller^Bcher Flüssigkeit aufbewahrten Sehne, 
und mit Carmin imMbirt 

2) Kellen ton der S^ine eines RindsfStiiB von 12 Cnu Ebenso gewonnen, 
d) Zeilen ais einer KaJbs$ebne; ebenso gewonjien. 

4) Zellen ans einer Ocksensehnej ebenso gewonnen. 

5) Zellen aus der Sehne einer jungen Katze, welche mit 0,2 O/q EssigsSure behan- 
delt war. Auilininibibition. 

6) Stern- und membranfSrmige Bildungen, durch Scbfrefel'- und Sakslure ans dem 
LSng98chnitt der Sehne eines 2' langea RindsfStus isolirt. 

7) t^eesglcichen aus einer KalbasehiMt. 

8) Querschnitt der getrockneten Sehne eines Rindsfotus tou 25 Cm. Linge; mit 
Essigfäure behandelt. 

9) Kerne aus der Sehne eines Rindsfotus von 61 Cm., mit concentrirter Chlorna- 
triumlosung und SalpeterBäure behandelt; zum Thell voUstHndig isolirt, sum Theil 
mit ISngsf^serigen Anhingen. 

10) Längsschnitt der Sehne eines Kaninchens, die 10 Tage an der Muskelinsertion 
gereizt war. Beginnende Eiterbildung. 

11) Von derselben Sehne. Stärkere Eiterbildung. 



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Vergieiehende Osteciogie des SheinlcK^e», $tümo solar ^ mit btsimderer 
Berücksichtigung der Myologie nebst einlotenden Bemerkungen über 
die skeletbildenden Gewebe der Wirbelthiere ^ von C Bruch, vor- 
dem Professor in Giessen. Mit 7 Tafeln. Mainz. Verlag von 
Victor von Zabem. 1861 

Vorstehendes Werk \erdient die Aufmerksamkeit der Fachgen ORsen zunfichst als 
eine ToIIständige Darstellung des Skelets eines Fisches in fk'ischem Zustand. Man hat 
mehrfach hervorgehoben, wie einseitig und unvollständig osteologische Darstelhingen 
dadurch zu sein pflegen, dass sie die »Skelete trocken, d. h. ohne die zu den Knochen 
in wesentlicher Beziehung stehenden Weichtheile, insbesondere Knorpel und Perio«rt, be- 
handeln. Aber nur ausnahmsweise ist man dieser Erkenntniss gemSss verfahren. Je 
mehr von dem knorpeligen Primordialskelet noch vorhanden war, nm so unvollstSndiger 
Ist natQrlich der knöcherne Rest nach der Maceration, so dass oft wesentliche Theile 
verloren gehen. 

Dies ist aueh an dem Skelet vieler KnocheuAsche der Fall, und es ist die mono- 
graphische DazateUung aller Knochen ainea solchen^ wobei sie in natürlicher Lage und 
Verbindung gezeichnet sind, eine wesenUiche Bereicherung des vergleichend anatomi- 
schen Materials. 

Aber die hauptsächliche Bedeutung der SchrMt Hegt In einer andern Rlcbiung. 
Bmch hat bekanntlich s<tit langer Zeit die durchgreil^de VerschledenhMt des verkalkten 
Knorpels, von ihm sogenannten primordialen Knochens, und des Sehten, togenairaten 
secnndiren Knochens behauptet, und zu vergletHiend-anatonischeB Polgertingen benfttzt. 
Bier ttkiteh« er ttnn den Verbuch, an einem ganzen Skelet darz^hun, „inwieftmi sich 



116 BRUCH: Vergleichende Osteologie des Rbelolachses, salmu stUr, etc. 

die histologische Sonderong derTheile in primordiale and secandire neben dem Schlnss 
aus der Aussenform als morphologischer fiintheilungsgmnd bewährt.^ 

Mit Rücksicht auf diese allgemeine Tendenz gibt die I. Abthell ang des Textes 
„Einleitende Bemerkungen über die skeletbildenden Gewebe der Wirbelthiere." 

Unter Hinweisung auf v, Baer^s bekannte Ideen in dieser Richtung werden Knorpel, 
Knochen und Fasergewebe als glelchwerthige Constitnentien des Skelets hingestellt, so 
Jedoch, dass letzteres nie das Skelet allein bildet, vielmehr als ernfihrende Hülle und 
Verbindungsmlttel dient. 

Der Knochen, für welchen nicht die .sternf5rmigen Zellen charakteristisch sind, 
sondern die Schichtung durch Apposition, entsteht in den yon Sharpey aufgestellten 3 
Hauptformationen, als Periostauflageruug an der Oberfläche knorpeliger Theile, als innere 
Auflagerung von den Markr&umen aus, endlich als sogenannter Deckknochen, rings von 
Periost umgeben. Viele SkeletittQcke aber sind VenehmeUungsprodukte und zwar kom- 
men hier vor 1) Primordiale Fusion zwischen den Anlagen knorpliger Theile, 9) Pri- 
mordiale Synostose zwischen VerknScheruugspunkten im Knorpel, z. B. Epiphysen, 8) 
Secundftre Synostose, wobei primordiale Theile durch Auflagerung verbunden werden, 
4) Seeundire Synostose duroh Nahtveiknöcberung. Dais das von KöUiker am Unterkiefer, 
von Bruch selbst am Schlüsselbeine beobachtete secundäre Anschiessen von Knorpel 
ausschliesslich zur Gelenkbildung diene, ist wohl im Hinblick auf die Geweihe, und 
vielleicht andere Stellen, nicht durchaus haltbar. 

Die n. Abtheiluug, AÜffemeine 0$Uologic dci Lachsa, hebt zunächst die geringe 
Massenhaftigkeit der Periostauflagerungen hervor, während an allen primordialen Knochen 
t»eCrlo]itilebe Theile in knorpeligem Zuatand verhatren. Da ferner ausser am floliidftl 
die meisten Knochen nur ein Ossiflcaiionscentrum haben, so ist das Skolet jenes Fisches 
besonders zu Studien über diese geeiguet. 

Bei der Schilderung der histologischen Eigenthümlichkeiten des Knorpels und 
Knochens wird die bedeutende Markraumblldung in beiden hervorgehoben, wobei im 
Innern der Deckknochen nicht, wie in primordialen Markrännen, ehe neue Auflagerung 
stattfindet, (was bei höheren Wirbelthlereu allerdings der Fall ist. Ref.) 

Eine VersclimeUung von Deckknochen hat nachweislich nur zwischen den Wirbel- 
domhälften und vielleicht am os nasale statt. Die Verbindung der Skelettheile wird meist 
durch das Periost, resp. Fasergewebe, und Knorpel bedingt, seltner durch Gelenke, zu 
denen indessen mancherlei UebergSnge vorkommen. 

Die 111. Abtheilung, 8p6cUlU Osteologie und Myologie des Laeh$es gibt nun eine 
ausführliche Beschreibung sämmtlicher Skeletstürke mit Rücksicht auf Muskulatur ^ die 
in den Canälen gelegenen Nerven etc. 

Auf den Schädel, wo eine Lösung der manch/achen Schwierigkeiten durch den obßB 
erwähnten Nachweis der histologischen Bedeutung der Knochen am wünschenswerthesten 
ist, wird der meiste Nachdruck gelegt und der Verfasser hat die für die Wirbeltheorie 
des Schädels sich ergebenden Schlüsse noch in einer besondem Abhandlung ausgeführt: 
Die Wirbeltheorie de$ Schädels am Skelet des Lachses geprüft, mit 10 Hohschnitten 
Frankfurt 18<(8. Dieselbe ist In den Abhandlungen der Senckenbergischen GeseHschaft 
in Frankfurt enthalten, deren Unterstützung wissenschaftlicher Bestrebuogen der Ver^ 
iksser wiederholt dankbar hervorhebt. 

Unter den Knochen, welche aus dem durch primordiale Fusion des Knorpels her- 
vorgegangenen Schädelkaorpel hcrvongehea, sind beim Lachs 3 Wirbel zu erkennen: Der 
MisOerhaupttwirbel mit seinen bekannten 4 Theilen, enthält aUein einen eigentlichen 
knöchernen Korper. Das sog. Occipital« e&tarnum wird für das (übetaU pvioMirdiale) 



BBUCH: Vergleichend« Osteologie des Rheinlachset, lalmo salar, etp. X17 

Mastoideum erkl&rt, das Mastoideum Cktvier's aber, welches eio „integrirender'^ , d. h. 
aus Knorpel herTorgpgangener Knochen ist, für das Petrosum unter der Vorausset^^ung, 
dass eine daran befindliche schuppenartige Auflagerung mit Schleimkanal firüber selbst- 
st&ndig und dann = Squama sei. 

Die Ala magna Cuviers wird für ein ganzes aus zwei seitlichen HSlften bestehendes 
hinterei Keilbein erklärt mit RQcksicht auf den einem solchen ganz entsprechenden 
Durchschnitt, die Anwesenheit einer Grube für die ITfpophysis und das Hindurchgehen 
der Chorda nach Vogt. Das bei andern Fischen (Karpfen) ebenfalls paarige vordere 
Keilbein dagegen besteht beim Lachs aus einem Körper und paarigen Alae orbitales. 

Das Orbitale (Frontale) posterius und anterius sind primordiale Knochen, welche 
dessbalb dem Frontale nicht zuzurechnen sind; das erstere wird durch die beträchtliche 
Entiv'icklong des Schadeis an dieser Stelle erklärt, das htztere ist einem peripherischen 
Theil des Kiechbeins verglichen. 

Als DtckitUcke der Schidelkapsel ersclieinen: Frontale, Parietale, Occipitale poste- 
rius Agassis, welches ebendosshalb nicht mit Cuvier als Petrosum gedeutet werden kann, 
femer Nasale nnd Yomer, welche Stannius für corticale Ossiflcationen des Knorpels 
genommen hatte, endlich das sog. Sphenoideum basilare, dieses wird als ein den Fischen 
und Amphibien eigenthümlicher Knochen (unterer Dom des Hinterhaupts, in der 2ten 
Abhandlung) oder als verschmolzenes Pterygoideum gedeutet. (Der Form, aber nicht der 
Lage zu der Nasenhöhle nach, würde hiezu das verschmolzene Pterygoideum der Cro- 
codile passen.) 

An den Sch&delknorpel reiht sich der eingehend beschriebene Scleralknorpel an, 
bei dem das Verb&ltniss der primordialen und secundären Yerknöcherong in fast sehe- 
matischer Form veranschaulicht sei. Ref. i^t in der That seiner Zeit von der Sklera 
der Fische ans auf das Studium der Entwickelung der Kiiochensubslanz überhaupt ge- 
kommen, und hat über die dort vorkommenden, fast alle Möglichkeiten verwirklichenden 
Formen eine kurze Notiz gegeben. Würzb. VerhandL IX. Bd. S. LXV. 

Das Ki^er4u»pen8orium besteht aus 3 Stücken mit 5 primordialen Ossiflcationen. 
Das Articulare sap. Meckel kann somit nicht mit Cuvier als Temporale gelten, das Ar- 
iiculare inferlus nicht als Jugale oder Quadratojugale, das Tympanicom Cuv, nicht dem 
Tympanicum der Säugethiere gleichgesetzt werden, welches wie Jene ein Deck- 
knochen ist. 

Da das Palatinum Cuv. primordial ist, so setzt es Bruch mit Cuvier dem Ober- 
kieüer der Knorpelfische gleich, während er mit Bojanus das Pterygoideum Ouvier*i 
dem secundären Palatinum der höheren Thiere gleich setzt. Da der Oberkiefer sonst 
überall ein Deckknochen ist, so kommt Bruch zu der Folgerung^ zweierlei Oberkiefer 
anzunehmen, einen primordialen, welchen die Knorpelfische allein haben, und einen 
sMundären, welchen die Knochenfische neben Jenem besitzen. 

Am VnterlAefef ist ausser dem Articulare auch das Angulare primordial, nnd da- 
her nieht dem der Vögel entsprechend, welches ein Deckstück ist. 

Die Knochen des OrhitaMngi werden als wahre Deckknochen bezeichnet, da sie 
nicht, wie die Schuppen, in blossen Taschen der Haut liegen, und die Schleimröhren 
durch Knoehen aller Arten, auch primordiale, irerlaufen. 

An der WirheUäule werden ak Theile eines vollkommenen Wirbels bezeichnet i) 
der eeenndäre Wirbelkörper, 3) 4 primordiale Bogen, 3) 2 paar secnndäre Dorustücke, 
welche synostotisch mit den Bogen verbunden sind, 4) Anhänge, primordiale Bippen 
und secundäre Fleisohgräten. Die ersten 3 Wirbel gelten als Halswirbel, Ton denen 
der erste bloss aus 2 Bogenschenkelu ohne Körper besteht. Wenn der Verf. dabei an 



118 BRUCH: Vergleichende Osteologle des Rheinlachses, salmo salar, etc. 

den Atlas der hohem Wlrbelthlere erinnert, so ist ansser den von ihm selbst hervor- 
gehobenen Punkten vor Allem daran zu denken, dass hier ein Atlask5rper als ^roc. 
odontoideus (oder os od.) in der That vorhanden Ist. Unter den 33 Rückenwirbeln , an 
welchen die in Krenzform eingepflanzten obern und untern Bogen ablösbar sind, zeich- 
net sich vom 28. Wirbel an ein Abschnitt durch die auftretende Synostose der Bogen 
und die Bildung einfacher Dornen als Lendenwirbel aus. Der Anfang des Schwanzes 
wird (vom 36. Wirbel an) durch das Auftreten unterer Dornstücke bei vollendeter Sy- 
nostose aller Wirbeltheile charakterisirt ^ 

Die sechs letzten Wirbel der Schwanzplatte tragen wieder die Bogen mit knorpeli- 
gen Apophysen gomphotlsch verbunden, wie am Rücken. Der Verf. hebt hier hervor, 
wie seine seit längerer Zeit gezeichnete Tafel mit der inzwischen erschienenen bekannten 
Beschreibung KöUiker's im Wesentlichen übereinstimmt, während er die Deutung der ein- 
zelnen Stücke mehr auf die typische Wirbelbildung zurückzuführen sucht. Die Scheide 
des Endes der Chorda trägt nach ihm eine Reihe knöcherner Plättchen , welche als 
rudimentäre Wirbelk5rper anzusehen sind, während ein Knorpelstttck die Andeutung 
von Bogen enthält. 

An der vorderen Extremität werden die durch Synchondrose vereinigten 3 primor- 
dialen Stücke: Humerus, Radius, Cubitus Agassiz zusammen dem Schulterblatt gleich- 
gesetzt. Von den Deckstücken ist nur die Clavicula (Humerus Cuv.) einem Knochen 
höherer Tblere vergleichbar, da bei diesen alle andern, insbesondere das Coracoideum 
primordial sind. Arm und Vorderarm fehlet; die als secundär anzusehenden Flossen- 
strahlen sind auf 11 früher übersehenen Kuorpeln befeijtigt, welche, wie bei Knorpel- 
fischen den Metacarpus bilden. Hierüber, wie über eigenthümliche Knorpelstreifen an 
der Wirbelsäule ist auf Bruch's Mittbeihmgen In der Ztschft. f. wlss. Zoologie XI. Bd. 
S. 165 zu verweisen. An der hintern Extremität ist das Os innominatum dem primor- 
dialen Gürtel entsprechend, woran vermittelst der, 3 von Spix und Brühl beim Karpfen 
beschriebenen Tarsusknochelchen die Strahlen befestigt sind. 

Die vorstehende summarische Uebersicht des Inhalts zeigt, an wie vielen Stollen 
des Fischskeicts das xon Bruch angewendete histologische Princip sich geltend macht. 
Das Werk wird aber für alle künftigen ähnlichen Arbeiten einen wichtigen Vergleichungs- 
punkt abgeben, und nur diejenigen, welche solche ausführen, werden die Blühe wie den 
Werth hinreichend zu schätzen in der Lage sein. Es wird dabei, wie der Verf. wohl 
weiss, unerlässlich sein, die Entwicklungsgeschichte in den Kreis der Untersuchung zu 
ziehen. Denn wenn der Kundige auch an dem Entwickelten noch viel über den Ent- 
wicklungshergang zu erkennen vermag, so wird doch die nSthige Sicherheit nur durch 
die unmittelbare Beobachtung erzielt. 

Ausgedehntere ähnliche Arbeiten werden dann auch zu zeigen haben, ob Brach's 
Voraussetzung überall stichlialtig Ist, dass die histologische Entwlckelung eines Skelet- 
Stücks für dessen Bedeutung überhaupt massgebend sei, oder ob eine gegenseitige Mo- 
diflcirung, oder wie man etwas naiv auch wohl sagt, StSrung durch andere Momente 
vorkommt, wie man dies zwischen der morphologischen Homologie und den mechanisch- 
functionellen Verhältnissen des Skelets so vielfach beobachtet. Gerade die innige Ver- 
wandtschaft von Knorpel, Knochen und Fasergewebe, das Vorkommen von Uebergängen 
zwischen denselben, lassen auch in Beziehung auf das histologische Moment der Ent- 
wicklung Schwierigkeiten voraussetzen. Zwischen der an einem Knorpel (z. B. eines 
Röhrenknochens) auftretenden, durch die Gränzschicht des Knorpels anfänglich getrenn- 
ten Knociienschicht und der .\nlage eines einem Knorpel benachbarten Deckknochens 
ist der Unterschied nicht gar gross, wetin die Verschmelzung der letzteren zn einer Zeit 



BRUCH: Tsrgleichende Osteologie des Rheinlachses , salmo salar, etc. 119 

stattflBdet, wo noch kein Periost gebildet war, wie Bruch von den Dornstücken an den 
Bogen der Wirbel angibt, und es werden leicht verschiedene Anschauungen auftreten 
können. 

Aber darüber kann schon jetzt kein Zweifel sein, dass die Wichtigkeit des histo- 
logischen Moments auch für die Deutung der morphologischen Verhältnisse des Skelcts 
in der Ton Bruch angegebenen Art eine sehr bedeutende sein muss, und sich derselbe 
durch die consequente Verfolgung dieser Bahn auch fernerhin den Dank aller Zootomen 
verdienen wird. 

Die 7 dem Werk beigegebenen Tafeln hat der Verfasser selbst auf Stein gezeich- 
net, und wenn unter solchen Umstanden die Süssere Eleganz leicht etwas leidet, so ist 
dadurch um so grossere Bürgschaft für die richtige Darstellung des Wesentlichen 
gegeben. 

Der Verlagshandlung macht die Herausgabe eines solchen, der Natur der Sache 
nach für einen kleinen Kreis bestimmten Werkes alle Ehre. 



H. Müller. 



. 1 



' , lieber die 

iiiinl^ltl^cM MeOv yre^^^^ bei der Verläager- 
ttii^ ik prismatiscbeii Farbeusperlruus 
' bervortrcieu. 



.f', 



;./ 



'1 






..1 .[. 



Auwer der volUUcben ß«ble dürfte es sciiwerlicb einen Gegenatatid 
la'idei^PliyBfkigetetl) UMäier nitch so verschiedeoe« Richtungen hin wissen- 
•diMUdh vetfolg«: wenMn Ikami, als das prismaUsche Spectrum. Nächst 
dei(lBefciiMibgV'WfllclMiter Gegenstand in rein optischer Beziehung hat, 
eiMbil «kk «nocÜ dfan FeM Ar thermische und chemische Forschungin, 
(etwkt lliiP' Unierftuefannge» iber Pho^phorescenz und Fluorescenz und nach 
M^Mdni^ auch' *ir iiagnetlsdle Erscheinungen. Nicht unerwähnt will ich 
blerbd-^e V«rmditt'von 'Z>(iper lassen über Absorption der Kohlensäure 
ymäipmm Pflatuseatheilett anler Kinwirknng des Lichtes und Ausscheid- 
ua« TM SÜimristdlbaB/ welche' er der Helligkeit proportional fand^ die 
bM %^im wni 4er Wämte'nöeh van den sogenaonten chemiachen Strahlenj 
dfli liMen' dee gpackuin^ aMUn^j^ gefunden wuidtiu Wir würden hif^r 
iMiA' 8irei«rlei KrMieiiUiNler'Zo' nmeröcheidenile chemisch wirltende Strahlen 
infrSpecinHtt'beeitieii. EfM l^ankt, auf welchen meines Wissens dJe Anf^ 
DMlttaoikAr-'dejf Pordcfaer nioch nitht gerichtet worden ist, 

> Ich: bäM fiiil'eftteb 'lieft des vierten Bandea unserer naturwissen- 
scbaftUchen ZeitMkdft <efiQ'' einfaches Spectroscop und einige damit an- 



122 OSANN : Ueber die mannicbf. Streifen d. Spectrums b. Verlänger. desselben. 



gestellte Beobachtungen mitgetheilt. Mit diesem Apparat habe ich weiter 
gearbeitet und will jetzt die hauptsächlichsten Ergebnisse meiner Forsch- 
ungen hier veröfTentlichen. Zum VerstSndniss des Nachfolgenden sei 
zuvörderst erwähnt, dass das Speclroscop aus einem cylindrischen Zer- 
streuungsspiegel besteht, welcher Licht auffängt und in der Form einer 
vertikalen Linie mit Dispergenz zurückwirft. Der zurückgeworfene Strahl 
geht durch einen länglichen vierseitigen Kasten und wird am Ende des- 
selben von einem Flintglasprisma au/gefangen. Hinter demselben steht 
ein zweites Flintglasprisma in schräger Richtung um das Spectrnm noch- 
mals aufzufangen und ihm eine grössere . Farbeuzerstreuung zu geben. 
(4. Bd. 1. Heft S. 2.) Ein Ali'^e JiinW diesem Prisma, gewahrt jetzt 

einFarbenp^ecyum |in.w,lchw 
■ « .... r • f I 'ir i yi« 'l,1hien'uifd'noch einige darüber wairgenom- 

i;'l"eM't((^t>:MMi^iil|-Al^el^iyon der 
Einf^heit dieses Apparats betrachte ich 
'-'c^' äl^'^fii Vortneil, dass man das Spectrum 
mit ißu Linien ohne Vergrösserangsmittel 
sehen kann, und dass sich dasselbe in seiner 
' ^nz^n ' Ausdehnung dem Auge darstellt 
. Ich fiihre es daher aiiol^ hier als das pri- 
märe Spectrum auf und werde mich bei 
der ferneren Beschreibung meiner Versuche 
hier^f.be^^l>ea.,i ..:,;, ,■«./ » .' •• •' 
. P^igeg^bftn^iAWWWflÄg.^Fig. IH). ^U. 
^ uns.^as JarJ^iiQ)^mm. miA.iidoQ liUOUcto" 
; Linier): in ,der priofirM Eormu ..Bei. 46tlBeri' 
,o ach|reiitil<^tfidQ«aelk4ai Willi Jck^n^ i«tai rtllMi* 
Eniie dea l^p^eMnMS ^ .Jhieri>viOAi tinliii,ibch) 
gini>fin,( Die StreiAfi -Aa.iPcialiid die Uv< 

; ^1 pst,., der chur^t^mtia^i i^ntte filiei%Bi 
in Qel|).,.Ppi;inll(i(li«». fQl«e«^ lM0rQii^iSeUi.t 
Zwischen idioam,. uiMl.dm, beideoi »SMlf«^' 

schwa<* uimJ. ilafcer e^wmk aAwiülw-«» 
erkepneipi,i9^0d„ JE wd *..«tocl ifUi* ihar««^- 
tretend. Nqch pi^r ^,. W^obus IM«ü*itigeT 
Witteüuttg. ; jlfl(ppelt, \ »rsi l iti M»! \ u ' 

Ei i0t m iHin: «sgUiAly efai¥«rfahien 




08ANN : üeber die mtfnidohf. StreifSeu d. apeetramb bi Yerlänger. desselben. 123. 

ainfaiifiildeny. «odarek daiEt Speotram. bedeutend verlängert and. die darin 
eotiialtenen Sirelfen breiter^t deutlicher uad in igrösserer Anzahl vor das 
Avg^.febntcbt. wOEden können. Es betohtdai Verfahren mi einer Ver- 
Ifiogertmg des BpeelriuBfl) welebe: anf feigende Welse zu Stande gebracht 
wird« . Himer das: zweite Flintglae. (num sehe die Abbildung B. 4^ H. l.< 
& 2)..iwfrd..etn hoUcs oylindrisches Giaa, welches mit Wasser gefüllt ist, 
g)9Mllt,!uqddaiQit. das .Farhenspectriuu aufgefangen^ Man kann nun leidht 
d4S. GUiacbfin. SD weil von dem FJintglaspriama. entfernen, dass man eia 
ongelaehrtes.iBild des.Speetroms erhSlt. Hat man den Fcismea die Lage. 
g^^sben, dals das s^ibe Ende des Sj^ecirunis rechter Hand Jiegt, das blaue • 
li»ka, se< aielit man jcrfat fin umgekehrtes prismatisches Farbenhiid« Zur 
g^tieli i^wiahrt miui'. eine imgemeinei Yesliingerung des Spectrams und eine 
htmWtoHphft. Aw^t von ifaiibjigea undt dunklen Linien. Man kann das 
Bild, ütelAe» sich jttsit dem Auge darstellt, uh ein Panorama Jes Spec- 
ttitipfi beilMhteti. . I>#r Crrund diesor f'^schciniuigcn Mi ^ilcabar zu«ani- 
m(Bllgef#Utec Natur« ;Da die JßiUhre auf beiden Seiten glt'tcb gekriinimt bt, 
so gfhw liehtstraW^n uaveiändert üureh; ps niiU^en s^icb ferner LieLi- 
slM^ft TOq faeiden .S^itm des Farbenbildes kommt nd vor der HÖbrc 
Sfb«i|i^,ii4}e . dftAil ui^ei - einetn , sebr siurnpfen Winkel auf die inneren 
Mf[imin»ißß Mt 61eßJri%re faUeii und eine totale Rellexion erleiden. Aiuli 
i^l eifie MreifaebOt jbotale Reflexion, wie in tleti Wasserstropfen bei ilrr 
QUdwC d«f|,. Be^enbogei)^ möglich. Em Auge, weiches sldi hinter 
dem fU^eh^n he4ndeti,, siflht imn in s^^^Ur schrüger Kiehtun;^' die von 
hitf^(3eiteq^s .,8peqtrvi9s kQmnienden Liclitstrableti , woraui mdi ^Ui 
Uq^N^MW undi.VeriSngeniRg .erUärL Begrei Sicher Welae milason |m/t 
auch Im Verhälttifss der VflrJUiigoruAg des Spectrums die dnrtn onthaltem n 
S#r<)if(^:breilfiir duyd .Jii^rduKli ßicbtbarer eracUolüen. Wemi c^ sieh bki3 
dagmqi hi^delt^ qu^dita^7 diese E;rfchelnuag€ti za Stande zu bringen, ohne 
meiseiidif , V^jrpiK^e anzustellen, ki^pn man ein gfewohiiHches Heugentlcn- 
OWßd^.d^U gebrätelten. Das iveinigc, weklies jcli duatn anwende hat 
ei«ep, D.^rc^|Besser i^oa 7'^^ ,Um, es bequem zu dickem 5&w€ck hand 
haben zu können, dient folgende YorridUnng. AM c^ncm Brettebrm von 
uog^fVhr 4,^/.;i|^:Qu|i4ifit wird in der Mitte eine PapprfJIi*^. angebrncbt, in 
we)c|H)8.das,,^gf^Mepgfita(Aei\SQweit hineingesteckt winf^ das es vertikal 
stehjLi. .^n. cjem« Q)f(8cl^en ii:ird f^ Papierätreifen an einer Btelle aijfge- 
kU{>t,, fl|^,d§^f ,. ,^epn.die> Bj^lji^ eingesteeki wird^ der Pafiterstreifeü i\n 
avfil^ji ^f|..d'e,,I^f|iprgbr^ anf|ii|g|,, Man mscbt jet^ mit einem ßleislit't 
eine» Sjbrich üj|^er, dei^ Papic^alri^fl^ und PappBtreifen in verlikaler ßichtting 
updi.hf^ |)ie^flff|Bli e^^.Miarke hff^Qoiuien. Mittelst dieser kann mau die 
QhpprUure, Stearin ^epcsell^en Rjc^luQg vor das Speetrutn bringen. 



1 24 08ANN : Ueber die' mahniolil. •Straifeul d, Sptctrunift h, Verl&tiger. desaelbeii: 



.. iBetriachteti man unter ^ün8llg6n<Uiiittälide|r d^Ji. ftei beüerem HümM 
dad Spe€tmkn\d^ /Tageslidites, isoi sieht hdan* eine < grosse iMeiig0>TOil'<elo«> 
fachen oiid*d<»ppeltenTaTb%eii'Bttcrifeahiiidi zugleiok^benieAjt'natij dank > die* gie^ 
riiigste Drehung .des Gläselienä lode«! den Prisinen ein« *Aen]d^niiig imBÜde' 
härYörbringt; Main dUiss ^daher- bei uiiTiiandielrter> StcllfMilg de« IPrisifatnf^ 
einen; lAnhaltspuolt zin gewinnen tfuch^n. E8!Jaip>i;ehr nlaUe ideni Punkt zu^ 
wählen^ weicher: im i^riinliren SpeotriH» den. Slireileh D'eniaprlebili'Iitlid^Ul' 
veörlängerteB' ftpeclram sieht maii an • dieser Stelle drelv Streifen nebenei-i' 
nand^r, tos wedchen der. n&oh den» iTOtben< Ende > 1 2u ^e^ciMne^giiW'iilV 
der mittlere. icfcrth Dnd4}erdem bktue«) Ei^deizogeWendeie gittn-iit'. Aa^ser": 
deih siebt man kiacfa dem . PoAen < Knde des iSpeotrmns Bagt^rendet, «Ibei' 
links vom Beobachter, isinen iireiten i^othen und nooh weiter -e^Cferat hni^. 
dunkle lebenradfls bveite ßtreifen.* Diese entsfÄMhen 'offenbar intflpHMMft' 
, Spektrum ded donklen Linien e 6'^m Auf! 

der anderen S^te ^s Pttsma^s i^tei' Hatld 

vom Beobachter/ heig^ sieh ewei fif^br tha^> 

rakteritotisehe Doppelstr^ti , ' < Weich« ' 'Hiiktt * 

rotb tknd^ rechts grub ^ind, daiwfschen einen 

ebenso' gefärbten Doi^lsfrelfen von f erlii|^r 

Intensität Diede bdiden ^uenlt (»rvHl^tttü' 

'Doppeistreifeny ^ind 'offefy|)iar' dto Sftöifetri 

B und iim primS^n Spedtruoi'j Bmäüf < 

komifietf dv^ (^fihvvaoH *geÄit4i)te']!)loppehli^' 

^ fen, 'tbUlfgriirt / danh> i^ihe AeiUe^'siShMlÄ^r^ 

l>liJusoh wärz^r Linien Und dulkm M %irefter < 

iSchWftrfcet «Str^ltetiy ' '•" -'- ' *• ' ^ "''^ •' "^ 

" Ich ' -habe • \t^ ieinein » Wrti^a^ , « * Öäi 1«* ' 

«'am SÖi' J<iK 1. 3. in der'.hi^Älgttt'plsy»-^ 

k^ltdch'lhedieihischen GeselUdiäfKiif^ 'df«^«> 

' lies V^tfafhreh ^a»'SfifeÄrüHl zü^V^ÄrÄrt^/ ^ 

I» 'hielt, ein«' Abbildung' des»^öett^' Wichrt^ • 

b^rtleii'8iyectifUtiiftVoifg(?ii6igt' •'*•»••'* »'- " "' " 

'Öa- jfedod^ ine i^el' Streifen*, Vri<Jh«" 

v>- dm ' piifAt D ^ktiti^m^ ^iAt ' so ' wlck" 

«•äuitttiHndfcfri ilHd, •i\i^ dJfe^ bwdfenf' feop^^l-»^ 

'sir^^n'L^ Wid' 6, ^o''1isfl5e!(lh'^dfese^jihl'* 

'•N0VrAilsti«Wii''artg^tl6*iniin;'^^utrt hiftfVÖb' 

b«' VitgleKhfettden VeVsächeri Aiit^' V^rScHY^i. • 

l'^^den^lMlit^ attii^h^b/ 4^k'4iiab'!aibd" 

'das''01ä«^al^öy^n''»dl-di6s <'id^' AJi^^'K^ > 




dtotbuc^m bli .CrQ«Dk|6fißM>;di0 t)el<k» J^pp^buaifen ß und« & zpg^kebiEt 
.flMi»((4^ M4i4M»et)i4ieiStr0lfep.;iQ,4VsF^^«wi^l^.«^ die ..b^eg«^- 
bene Abbildung, Fig. IV giebt Wir seb«9i^J^tUA. v/oip irotb^ S#4e,d« b- 
ii^ii/^b^,ltor^riwig^f«i4 diAiidifiikle xoiim ^^\k9^y\Awnv^ms^ nrothen, 
JiieiwCiAmii J6ttligrflpav; di«^ £f(>r«i«j8tretfeQ,..fntf|i|r|scbeid gnd b hierauf 
«iM Q^MPPfli äi^w^iiCff:ißtreUte^> voD wf^obeiv dßr tflHta#c#.4Qr. JMcritwie 
M, i[)Mileiii0D 4i^ai!bM Strafen • « t. « 

it tii./f:8..ifav .«« lMiiQerluiwMertb!r^i«tee,,.Versiiebe mit Ftanunw a«* 
iflOiifiUiMim Z|»ii.deQii £»4^1 wiiidei.Anii.offi39^>>£|ide;46d schw^rzeA «KaaleiMs 
fiH» iWeingmaUMfe aUfieiUdVttinnA mC i|ii^ Seit«» PappscjM^qe, .^ 
tgQilpäi^'CiDfatt9lide4liMit'ab«ttb«Ueii^(^ ^;vi^ hM»i«r dfp FLiami« .qid 

adlw/irzßr^Sdiiniiii4)efii»dKeb.; Shiieiflti. w^ m VejrsqcKipait ejoeriWeia- 
t wt< bdip. 6 i0gmMbtt' Der DcKbl wa^>)ifarhv inH ^Msor aaegelaii^ 
und AfookeftiC^ro^elft.i^aflieiw . Poi MW^ilkig^i iwa^; eip,{{)ea|illat .des j^ 
«eb^Mt^Huiidiiiatleieioe-SiitrMvY^ aa^B.; Ras S|wqtrura baUe. dqceh- 
JMUr «BI».ige)lMJo*M»li "KiHi». NftQhdei» :daf. (Slaaröbrehe«. jp.'g^steUt war, 
'4eeftiitte'beWeiii£ijlreifeik;i: imd-t» igcn^d^ Hix.Qe9ic|itfitfd.d uraffen, ikooDten 
>iioc||«ilMge«d4 iWabiM^iwin9eii.i>gQin<««ht!.w<9r(|efa'. Die beiden xeiiwilMeii 
Streite mrnren.^dtmbilr d^to .«# rep^iei^oH^d^^t^rkeir, beide /^e Parb« 
liinkß ^Mi^tMii deiti..mihed>pri9niiiti4^b^[JKnd^j augeU^ drei Bilde 

sichtbar, welche der Gestalt der Flamme nicht unähnlichfjyareiti vo« Aassefi 
titoiik iJ, . iliD . lQH»m : beil^ .Dto(formide9'I>f|UeQ wart breiter «n^,, niedriger, 
tri einigan IS«4ferMng ihieumA^ JaiMd.mf^v ^iWiglQicbßa BUd , «oiapreeheod 
idin ibeidfiBtemten^i. siall« ww bi^trä^Mieb /^iedAieer* : >Dieee: Seite.« wvri^ 
dMlf .einto novedrigen! achwArz«^ SÜneifea (»fgreAzi,. •: J>ie 9ndete durdi 
br0ite'dmlkl«iS«r)elfei».'l : . .-. . -. -i. (.-!• .'....., : ; .1 .. .- j 
M . n£|[> wdrde» Jetalt ,etoi Versag. »ngffsteUt vfAi ej«icr bei igewOhnlicheii Tem- 
peiatiuigeMtligten l4e$iiog ^on ^alp^^csaureiD N^ron< iix^ WeingBiai^von 
obiger Stärl^e* rDal Salsi warnetbl^Hen «Ktrd^n duroh Sättiginig vteoicheiiHsch 
<rQiattla)kidile»9«ui1stii: Natrp* «mI ebenmch reiner SiU|»eteraaure. ::E>ie Flüs- 
isigkMI) wiAfdett^itraiiC .Mf.'Ki^f^talUsailiQn- geJwm^liti /DHs.iSalz,. wurde' in 
aiHeaa irvatecbUeciebacen GUäseiieli ppiittobigfin .Weingeist Uibergesso« luad 
oitm Ta|^ i^ii^, UinMWitMlo dantitnitviBerAbning gi8laß<»eQ< DsJ^ite sic^ 
iBivshl.^lUeaiSRlaiiaufgeUist. DieFMtos^keU wurde abfiUnri and das.FUtmt 
zam Gebrauch aufbewahrt ,XH»x^l^fKmß 'flf^ folgondea >Speokrum^ der 
Ton desselben war gelb. Die Normalstreifen waren fast gleich dunkel, 
Ikiks davon fand sich eine breite verschwommene dunkle Stelle olme Farbe, 
dann ein dankler Streifen, hierauf zwei dunkle Streifen nebeneinander und 
in noch grösserer Entfernung zwei einzelne dunkle Streifen. Auf der rechten 
Seite des Normalstreifen fand sich ein dunkler, dann mehrere nebeneinan- 



12lS OSANN : U«ber die maimklif Streübn d. S^toiiifiiit %. Teriiiig»r.'d6dfell^. 

der uBd zwar in aagc^beMr ReilieiiMgei dülidd/ gMii, foMi| gi% MMMf 
am Ende des Spectruois ein breiter dailkler Stteifeajuid itteMreM «MuBÜtte 
iiadh dem Ende hin v«rla«f^iide. f . ; .. 

Beinerkemwerth war es mk die Mihnme von Ühknmallrfatti In' WM- 
geist dabit zu vergleicben. EinisAaflötoag von- diesem fläte Wtede te e bod ä 
mit keblensaarem Natron yersetst, um daliei befindKdie'Kalk* litid' IMk- 
erde eu flilen. Die FlOssigkelt wmde bMatif filtrib Mi 4«* FIMa, A«r 
KiystalllsatioQ gebracht. Von diesem^ OMematrlimi' wwde eine iPortloa 
gmomtneii nH obigem Weingeifet/ BdMmtteti gfdbtfadit mMl oi^kiM^lii 
eine Lampe gethan. Hiermit eHtielt ich IMgenA«i Sj^eett^m. "Mr ftp- 
benton des Spectmm war gelb. Vki beiden NomkktMf^n war«« nMtt 
einfach, sondern bestanden jeder aU0 BWei iMihwahi^'SlMfen, wekhe 
einen gelben eingescht^ossen hatten. Abf'beidäik SeMen Itor «dtwmon 
Streifen, rechts tind links beAmden lilch noch i<wei''h^lle; Units toM Be#- 
bachter war ein breiter nach oben spitzer werdender dnnkter Stteifen, hie- 
rauf drei schwache dunkle, dann drei stärke dunMe StreltMi'in'ldeMHdMn 
Abstand von einander, auf der rechten Seite ', waren dM'Siish betibveirfe 
Streifen, nämlich gelb, roth and grün, dann Iw grttaier^r äalferMng ein 
dritter schwacher Streifen, darVor eh ^sdimaleb seh^fttrter «nd mnt der 
anderen Seite mehrere schmale slcbwsfrse nach • deni Ende ' des fipcetlunis 
hin sich verlaufend. . . : . • . i. ■ 

Wenn man die letzten Sp^tra mit ehander Vet^Mdit,^Q>eiek nnkn 
einen wes^tllchen Untierschied z^Arisdhen beiden; "£$ Ist dies- om-^My fed- 
meekenswerther, well man geVrMiMlih itnillimttit, dM die 0ti«ifili' vnh dkk 
Basen der Verbindungen ode^ bei binären Verbindungeft von «ditt eMkiro- 
positiven Körpern ausgehen. Hier haben wir einen Fallj Wb biUd0*Verbhid- 
Ubgen dieselbe Base haben, allein doch wesentMche VersiMedeiheiten 
'vorhanden sind. Es würden also «iltielst diesem« Yerlahren atidi di« aMh 
tronegativen Körper spectralisch untensdiiMlen"werclen Mlilnen** i .^ 

Schliesslich erwähne ich, dass die bei den AbbJldongwii'beimiMflfcen 
Nummern HI und lY in kdner unmittelbaren Beziehung ara^ihmn ffMiteen 
Aufsatz über das Spectrose^ steheiy, daas di^e VersncUe «oehmeh^ 
mit einem Flintglasprlsma geMngbn'urid dass in DmanlafelMig* 4MiL "Cjftt^ 
drischen Zerstreuungsspiegels eine dünnri ihnen viirailberte^ GlastWir^ ' Mf 
schwarzem Grund angewendet werden' kanfa. " ' i' • • ' 

..'...-: :.,),./, I. ^ ,i\ 

" '• 'fi . '.' tili'»«'' H[^ I • ! 

. ' t . I « ., .> J -M (. 



■H "t. 



;Tergleiclißiid IiistolQgi^Qlie Studien 



Di-; ALEXANDER IIABÜOTN 

aus Moskau. 

1 . ' : 

Hieran Taf. lY. 



, L jPctM^ if» Jlu 4er. QqH^ 

Dlfe Netzhaut der Cephalojioden h^t schon läng'sl die Aiirnierksam- 
kidt der Förtche^^ (y^ie ßdmmering^), SlcahviÜe^j Cuvurj Trevii'anus^) 
Krohn^j Wharion jQncs% Valerain^), Patiiii) auf sieh' gelentt.— Nach 
yerschiedenen Controversen, hinsichtlich der Lage des Pigmentschichte 
sogar^ hedfn^t durch dte Schwierigkeit der Untersuchung, öteflte J. AfnUer y 
fest, dasä die innere Schicht der Netzhaut der Sepia aus aufrecht stchcnclen Cytin- 
dem zusammengesetzt Ist, zwischen welchen Pigraent-FUdcn verlaufen, und 
verglich sfe den Stäbchen im Auge der höheren Thiere.' IL MiUler hat, 



^ XH oisulcrr. li^m. ' animallamqÄe ^ect horizdüt. 1818." '' ' 

4) Mttt^ek d^BüoiBk eummr^ UM». 

9) Biologie. Bd. YL a. yfmM4p tbh«if|«ii4 Bd* 8. 8. H5. 

^ Beitrag mr niheren Kenntniss des Auges der Cepholopoden 1833 u. nachträg- 
liche BetracbtQDgen 1848. 

») FrofUp'% 'Kotken 183*. Nr. 1036. 
* •) Reptftoiom Ar AMtomiet Bi^ % Abtb/ 1. 

^ JfMtor's Arekir 18S8. 



128 BABUOHIN: VerglMeheiul bist^dogitehe Stndtra« 

die Süse J. MiÜier'Bj aach ßir andere Gephalopoden bettätigt. Er sagt 
nimHchy dass die Net^aot der Geplialopoden zonädist an der Hyaloidea, 
ans einer Scfaidit g^aslieller, smn Tlieil röliriger, senlireeht stellender Cj- 
linder besteht, wie die Stäbchen der Wirbelthiere. Die darauf folgende 
Pigmentschiebte werde von spindelAmnigen Fortsetsimgen der Stäbchen 
durchbohrt Dann folge eine Schichte, welche der sogenannten Kömer- 
schichte im Baue entspräche, Tielleicht auch der Gangliensellenschleht der 
höheren Thiere, und zu äusserst li^^ dann daran die horizontale Aasbrei- 
tung des Sehnerven ^J. Diese Entdeckung war eine sehr widitige Bereiche- 
rang der Wissenschaft, und vor Allem zur Entscheidung der Frage, welche 
Schicht der Netahaut bei den höhere^ ,Wiri>el|hi?ren, : a]9 s^^ibj^ ^parat 
für objectives Licht diene, wichtig. ' l!tach dem Gesag^ctt besitzt die 
Retina der Gei^iaiopeden alle die wesentlichen Elemente, welche sich bei den 
höhoren Thieren vorfinden, es ist ganz dieselbe, aber blos umgekehrte 
Retina; von allen 'Afisa^ Elementen aind nur d^| radiär, ^tehenden Gylinder 
dem Lichte zugänglich, folglich sind sie zweifellos die sensiblen Elemente 
für Licht und da die Schichte dieser Cylinder in ihrem Baue, der Stäb- 
chenschichte bei den höheren Thieren ganz analog ist, so muss auch bei 
ihnen diese Schicht, als ein äusserlich für die Perception der Lichtein- , 
drücke geeigneter Apparat betrachtet werden. Einige Autoren, wie z. B. 
Ludtoig, weisen auch wirklich auf das angeführte Verhalten der inneren 
Retinaschicht bei den Cephalopoden, als auf den unwiderstreltbaren Be- 
weis für die physiologische Bedeutung der ätlftc^elurcA/cbt der Wirbelthiere 
hin. Demnach, n^usste eine genauere y^tersuc^u^g (i|l>er d|en ^^ der 
fraglichen Schichte und über ihr Verhalten zu den anderen ;NetEh|iuV 
Elementen der Cephalopoden, sehr wttnschenswerth .se|n'. Die? wurde ip 
neuerer Zeit von VinUchgau^} versucht, yrelcher c|ie , Sl^tze /. Mul^r'p 
und H. MüUer^Bj an der Retimi des Octopus, yulg., Lol^go .vulgv ^i^d ^^ 
Sepia offic. im Wesentlichen bestätigte. Ausserdeip.^rwähnt er|; dasf ^w^- 
schen der Stäbchenschicht dicht an ^ler Membrana l^aloide^ . Sfihicl^t^ 
besonderer Zellen anliegen, welche jedoch in durchaus kejpefn JSuijf qimen- 
hange mit der Netzhaut stehen. Statt Cylinder gebraucht er die Bezeich- 
nung Faser (Abre). Was die Beziehungen des Pigments zu den anderen 
Elementen betrifft, so äussert, er sieh; il pigmento in qqestp punto .ddia 
retina non sta racchiuso in cellule , ma* ^ un pigmento molecMlart Mbero 
e solo attacato alla superficie ^terna di täti flfere. > ^ ^ 



, . . j > • ■! 

<) Zeitschrift für wisseDschaftliche Zoologie. 1963. Bd. lY. S. dA6. 

*) SitxuDgsbeHcbte der Acad. zii Wiilii. ISöÜ;' Bd.* Xk Rioireh« «iIUa fttrutttarA 



die, beschäftigte ich mich unier AiideieiniT«Qeb' nätiiJoi UvteffüieiMHlfe^ 

Bexiekungen zu dem Pigmente durchaus eigentkilmUehe sind fmd mif (f^^f^ 
Im den Säugethieren qar kchve Äthidiehki^ haft^h M,-n i * • 

,, ^Uin ,deii TOf^ mir gewotincjicn HefiiiUaten ein& grüäBere RMföiikfalt 
sa ^verleihen, wünsche Ich (|en ShcH verhalt genau in jcne^ AufciomitlerColge 
sqs(^ld^il wieder sjcli iiiir,^li€i den Unt erst ichnn gen dargestellt hat. l€)i 
will bauptoächiich ^le NotstImiU des Oc^opug viüg. besprechen, weil Ihr 
Bau einfi^cher ,als^ boj tU^a üiukren ,Crphn1opaden hi und biq aiieb <lli 
tjpisc)^ fjir die anderen Tlik^re dif^ier Clu^i^e genamtt ivcrden kann, tmd werde 
Ton deiv. übrigen Cephalu^^den vf>rÄiigfl weife nur (li<j bepierkftn^vvRrtheHtqn 
fbwei^i^enden Verhaltnisa^ berühren. , . , , , , , 

. iPle I^tzhfuit. des, Oc^opus vulgaris. stelU ..sich an senkrechten 
Schnitten in der Mehrzahl der Fälle scheinbar, aus folgenden Schichten 
bestebeod, dar. 

' '''))<'ny^'^si^^t^ dbrihefo Bi^hicMe tlei^teM 'äul'«^ »taWed niskm,— 
'dhrÄnrfel^'' ' •'""^^"''^ ''' • '• "^: '■■■>'■ -a ••••" nny ■„i ,.mi: I •/!'. -..,1. 

• S) «hie Whr' Üüdilöj f«lh"^fäliul!M^ Schl^fct. ' ' ' ' •»•*■' "* 

"'*S)'F!lh^ rkdWi^ geitniifte 'S^M iMi mg<^b^(cnf <Ket>hcn:' 'r :* !i 
' ' 4>' ^e'ä^chMHt •tiel^M^hWiirzd^ i^l^'önll<^; das ah deh feihsl^ 
«blihltt^fe^ MgAt \ihke toA^ädCj ihid'^^ dAs^Litilfit^rtfifieaWfe'Miüs^ «ai^ 
'MdK, ivM^^' ah diär Sd^ären , WMer noch' tÜbh^W d^t imfKJten bMftf<- 
fflicM ilicAt siAarf von' detl ititSfabarsNÄtehteri' äb^^rienin! ät^'^iMert» fA 
W^elb^ '^inA^bgt, iiMteih ri4 atMiklllij^ ati' Dhhch^dtfii^k^ g«4!iki<. < ' 

" ^yi^ii'Scbidrt Voti Pi^fcii^tKl^iM^^ W eUh)r^£^It^ii'ilM^^ii* 
M^."' Z^scbbn'^ dtWer n^d d^t'SdiicIirt^'MV. '4f »^' U« 'ddKtl'Uft 
ganie fünrie Scilichi; '«Üssih»^ fethe' xtM t^UMJlel^^^knt^»^ ^nktnWMitr^. 
ehenJ^ Ueber* der iMtetti.P^nml^lhiehAaiial bei.aiteM^ ein 

Mtk y#itffiiplMli^B baiehrieblm^echiilaletaMfMT^TiMif^ -iiaiehh 
bar, welcher sich der Oberfläche der Retin»piifMI<iftliiiiiWi ii iii< li «i i i e men i to pBfi 



fSD B^mmra« .- Vo^^lchMid hMilotiBolM'dltdlMl. 



imt'diMM BiBiSchMi kteBen.denitay 

' ^HiglUlä' hemtkt^ m 'üieMtkai d^r OeifMrotloä^ M der' TUM 6»^ 
fidhicMe Mlbiihei^v ein« ikVmcfr- od^ NetVehtdlMiftchiliiM tind* lAfte HetVeth- 
f^M^diKsW,'-- also hak Üe äAe dfe wetimiHchen BwtttidtHdl«'«» R^ 
Utial^der b^bereti Tbiere, Hüf 8M8 Mer dfe StIb(ihen8ehfehte;"dA8 intieMte 
BtfatQtn thlder, tmd^^htMAeii Ihm and Ven tibri^ flelriebMr efnel diäito 
lag^ ngm^td ' efrigekcÜälfer tirt, Wache das Binwirtten 'diis LfdM^ attf 
letet^ gAizIiä * Utideri V ^ ^^^' d^M^ MsO' ' )Ae^ EMbte«» dieaer 
ScMctiten duriOiäufl nlc^t aT6 dH' lidi^p^ölpirend^ Tbeif betrachtet ^t9^ 
"Mhtien. • ■ a v. . 

Von den früheren 66Öt)acht6rn hat aucli nicht Einer nur ^ie geringste 
Aufmerksamkeit auf jenes VerhUltniss gerichtet, dass hiclil clie innere Ober- 
QSche allein^ sondern auch die Süssere der StÜbclienschichte von einer dichten 
Lage t'igments Überd'eckt wird, dem unmittelbaren Einwirken des Lichts aJso 
unzugHnglich' istj wie Solches denn Jäncli aus der von mir beigelegten 
^Teicbnung (Fig.* 1) deutlich eu' ersehen ist. hieraus wird es klar, class 
das Vorkommen von Pigment zwischen der ^täbchenschicdte und den an- 
deren Schichten der Retina, schon jede l^eweiskraft ^e^en die Perception 
der Lichteindrücke . letzterer verliert, indem die ' äussere Schicht sieb 
in derselben Lage befindet, wie die verineTntlicnen ^tfibcl^en ' die gleichfalls 
mit Pigment bedeckt smdl ' *' ' 

dass die Einen die von mir gesehiiderto innere Pigmentschich^ ja^.jii^ 
beobachtet, Andere bingeg^ f ii» ft^^,.|;fl^^„, dppbnilic.ieiiie, 49^^ Be- 
deutung als die,;|]e wi];kU^ beslM^ti gie^ien haben.. Ujqter. df^ipi Riaflusse 
,4^ Idee y(^ ßet JdjsntitAfc .der .Forifi iind,: dfui B^qe«,; .der §|^c]^^, bd 
de« Qei^loi^den und df^ . Wipbelltl^ereD« suqt^ffii)..i|je«^i|s,dem Oef]i(f^ 
4^ Ptfi^e^, überdecke, (i^jcl^t die ,iiiq|ßren, Eudkn di^r §täh9)bifii^ soi^eip 
)ififS^ leiden .Zwiachenr|impen i^firaelbeiii, .^fij^ ^^Vw^^*^ ^^W^^rrr 
Es i8^,jf|i|p^ «enügei^a,..fiJ^liftpete.;Ql^PTflä<4« /9lWi. i^,MnM*^'A^^ 

O^gentbeil überzeugt zu werden. Wir bekommen dort nändicfai oi/^^ 
4ndem;Pq.^r^i^i,^.dAe pi*r pd^,,wif^qr rj^lvn^fqigeii,^ enge 

5»«l«W.fT9ft,«>Wrt« CTlrc^tcfli Pi«insi^QrBsr,, ,J^ hi^iffffb 

«e^ i^VigW i^'^l^wfl^ ^ ;« 

' ^'fMi^'CmM^mimfiii di*'fMlMreH't9H>bMbl6nl mtä^ 9H lerada* g^ 



•BMüOHSf: TargMchend M»tolosU6ln SiMM. 13) 

'Affigen lifisaiilttoMiUaifg« bietet vfielfoftfrt weit grötfsWSläiWierigMfeii^ th 
h^ tai liMlereii Tbiefrentrtid"' Vor Allem* deshulb,' M^eilJteMi bei d^ 
^dngeMÄ nedliMliksh^ Eitfgrdlf^ 4ie' Retfnli iW swei Scfaffchliett' aerilM. 
Dieses ZeMklMti eriUUft flh'>«ler'](MMIlbr der'FMBe' {geiitra an d^ Orl^ 
wo dfe l'^e» «li^ otMm Mg*eflilft^1t*r^niraiJgMnie e(Mi hiitelebt, üni' hierbei 
bMbr ^ iMbidieMieMebte ha gogatinttittft a iig» ndk Aeii t^Mei^ Lajfen 
Tfiitaf^tB. ' «Mreileii genMiiAt e« lemtiH, flii^s^'Ae'SISbdyehselitdiit t^h lA- 
i^nL«,' lei^ da^ Xoeaere StirMtaid' ^jfmM» >a^ deA 'tlfa^^ RettmufcOitdi- 

•teil-ldWWrtt "' ''''' " " ' ' ^» .a'.h..-.i .-. i-v . v* ..! . ! <• i. . 

Zirtmpft'-rtaft cNe kdf'fidldite Wetee ^O^tf^t^Witefitink^beiMd^id^^^ eo 
kinm matt bieifa tA>eiiie(igei^, dass Sf^'in Hei'Tliiit baa gliitoglSnzeiideiiStSb- 
cbenäbnlicben Gebilden bestebt, an deren innerem Ende eine Pigmentan- 
liädfQng in FettB ^dteeb nindlichen Hlumpetta,' an deren*' Xnsäerein ein 
i))hiddf5iMg«»Tlgfl&enlhmmpeh^ If6gt, 1^ den beidch tftfrdi 

die gaiitte Linge des SlXb(ihena 'und eetner Achae' parallel sich mehrere Uns* 
ttnü' leine Mit^btocbene ptgihenHrte'FMen tieften (Fig. K). Bei einet 
clberMkMlcfaen'UnterMieh<ingf umf bei elti^r ge^Viät^ Stfmmnnjg 'der Drrter- 
«uMieni sMbftt 4tttto m^^tetehi tu ä» Bebluasfolg^rung gelühgct^, fliis iti 
Kede afeAend^ 'CfeUlde kefen' tovi an sie' haften 'gebllebetiem Pigmente 
bMMtle'C^lhld^rv welehee Pigmettt ^onsi vemt^ithlibh in itn durdi rfe 
gcbatfeten'»wi§ebetirfamen liege: I ' i .« . .. j 

•^JiktelMHt man Jedodi Mle die i^elirtto El^ente' eitler glatten PHh 
Ybng; 80 frlMl "tean aäeli iletttMch «wei Arteii tortterechddeif i:önfieii: 
die Blnen 'And^ bMte, homogen^dtardntehtige, ^Atigs wdffller ikh' pigmeri- 
'litte <nMMttlftl»^'unMrtv^Men«F^ «fefreih, die anderen '^htd^sli^htnll^r 
md l^on' mehr eompNeArtem BM; ' Sie ahid nieht «bomdgeA-dlit^b^ld^ 
bM fll^e MMltfr'beMebbnyos Sweffth' fl^ba^'^nyatliiiier, )[^l^ll«r^ btM: 
riebfeMShetfdet' 'SbbÄtan« (Fig. 4tt); swi^hetf W^^fN^t e!» «Klnner nramtlr- 
9ihkh^tkr^^ gMtbi^Pätenib^ Mi ddh to d6h 

4MlW'#er Mi6«lfenAilt!<tieff Btem^t« lieg^ndeA'PfgmtfMkltlitiptiheit Vci'- 
#Anflttl:' ÜRl MMieMH» SWetW 'tfnd* M d^ Mftttf *<det 'StWl^^^gl^- 
MUMlf M«lfi>lMMI liräfei^ palrallel} Mi tfett'Bttdeni fttilfaett sie' WMte)r vdn 

«tfeMpNctaeni' (ng/4,^'d> ^^etit mim aber dt^'BlettfeMe fn Bew#- 
'IfiDfc flo' Wird' nttM bleh «MtBOif dvrbn üb^eageii ttfrnieo, 'da9s"diit Vo 
tibü 'toh 'kUr* geiebMette UBtersdAed* 'iMschen ilineti tiicftt Üi"def"Tbat 
JbM ag ig tot Von eiMa Mltklleli MTeMMMM Man, awfederii MlgtH«' «WHti 
Begt,' d«eti fli« iilt"V0M)IMMien 8^IMi''dei^ Adge 4e» BeobUdUttd ang<^ 
'iekfiilMi''' ' • ' "^ 'i "J .!-*'•• "^ »^ 



menten der Retina zu ergründen. Die horisonUlen Dürch8el|m^Mlhg«h9P 
.mir iQifi.,wb|;,|n^piie9nHlM^«Mlf:'fagfinUi%^ W/^W{ )9i^ jedes- 

nMa,afi4^9v«fyitiiA(ete,,.Je,A9fh, ^ey Hi«ie, i^ \ff6lp|ie^ 4fr,6phi^„gfAilhrt 

V^^* 'f 'uu-i -Im 1 .11 'IM 1- r v^. '. '• - "t .: •-'•■» i"i-i'!{ 'i «-' ■ 

,., , .^aiteH^phndie, ol^ifläj^<^,PRne^,(3fiiuc)»^ al»«r»gw Kafl, d«i;,^ii^ 

•p^ec ,g|?|i:wi^«iPigl?W)('.^a«fftP/(P«-. 2>nBai tMpf< Vi^^m ,(f^ 4« S*«l!ß 
b.pig. 3)1 geJ^irU^n S<*pt^n,4i|fif licfc ,«M«,j4flr. ruMMdw» WaJ« P|gi|lfliil(- 
hwff^^ TOi^ , «WIW-. iw^r i pder . wj^iger ^sfÄ*««. , Wip^ge^ , wnpr. ,6i«M«9ii , 4W- 
^gebop, der^^ Uehttu^^d^p^es. (Mwn$g«nr yo)Ik/?«fnwou gWf* iWfr «Ht.Mw» 
ifßv .seiMi<?h^B @trffi%»nW.|den. 8j^qt^SI^Gbe« iQ9tyfl(}fi||.H(lfiit ** *i- 
Aa^s^4em,,Mrfi8,,:s^rM^linfUM. lß% iW^^f^\d\ß>f^ff^n^äi^!l^fn.%)m^ 
regelmässig angelegt, indem sie mit ihrem . jäftgfwr^. Omrc)HPft»?^r ^ ^vkftfi f ka 
fn^efiMu^. standen.. f^w|i|Liy 1 cl^ no^li -weiter i»0ii#n,,4WfiiJ^rtW^Srt»>^n 
.(rF4«f!;* 9) ß^lte. ^W> 4MTPigw^ ^chon in f^m 9f^tm$^ »itfihn 0^ 
fip|;elffpr,; grasig ,an«eeiw , Qifafiiißü^iKm »ml 

.^VmMt^.wf^^ g)^fall8 iiTPn ,mem «^ehn oder.' w^pM^ic vei^iMirtMifOfAifp 
JW?gft!#r frtibW 4ngffgl*eHW SiA8taw;|O»gfl)^^,:,d0r igWphjMMP 1*W 
^VffBi ^)timQ9ciniwigW.iHlH(^ M^i^ .iJ)i€^,Fto«HHit¥»ll«M|z 4lgl4^ 
.IjViJp^^ 5iq9r.|yni|Bß TiMrtit v^i^ti ß^9\ WM>ß«i f09,,(|if(i(,iRel|r,iii»)rflm<ilMh 
,^gf/|e|fi9 imurewn PMr^lwßsafi» ,bin|((|i^k,v<^4¥ßiiVlirt)4MlPi^^v4Rlr 
ifMtiit^ ,fbl|^^^. i^KfiEiM^' mi bil40t,iiein( Vi^nrnku^mMm-i k^nfiiM^ 

>^rvI4fi^cb€t..7ier hall^iii^n^rSriiHgcbaiqiit lliffl» ^wWM«*e|^<Fläi?||Wlir#|lr 
iim^ef .|üwekffbrt^r,^rp(^' Qnüilb; A« 4PIP. 4fi^ ilDi fllM^fliPt slfimAiA- 
migm;«|Siqicb^nHiii^^<^#M k^m^ j^imdeo^nt«, ^M^wriltb^^ lApt. dM 
iMipbrSA9Um.jW(0^igar.Win.eign^l4fV«f^^ isJ((Flg,.|6^jl)|) 4MfflMls 
,VeilmltaDHi4er «QftlOflP ^il^^^)m ftewlb^Wd»* ßmi m9^ne|HfifOo«^<(i^c 
jillffm,.Jjiiwerfvi^H Pfffi^efvmf ) Mlk^^^Jh^i gOfiefi #iiMm49r>fefAlMibTUflliin; 

ao« »wei balbmondförmigen Köipom gebildet sind, deren End6i|b||||h|fMt 





di«bt 'MriOifMi^' ^bl^eft^ After «och ntdit <H)iafrd<^ en^pi'Mfliefti'^n^.^ 

6 '*to1;»'' ■'^' " ■ '' ■' 1 • •' • 'i' 1 ti , . ... '.! '. '. " ■ .1' * ' A .■. •. i 'DJ '. V' ' 

' AffS ÄltoM d^m hfeher €leS8gteti lassre^ s/lcli 'drei 'Fot^fÜh^eh'^Mi^^ 
' f^ySi«' b^MMk' wf^ die deffcrebsl^ ^ d^rt'Krj^tähkbriMrtfkbtUMten; 

<• 2>>9l0^fA ttilä -tinbetifSnuigeri R5ri)elrn ^yiAldlM'; w^Tehe £^ 
zu f^^ekMtöÜgeti €lnfppen v/M 6hiAtader' V^dnden titfd' Adrctr ^gfoi^lit 
vmeiiilaidir ^Mimt siik^, wobei' Jedei' ^Ihzelna linnenÄ'rmYge IKr^ dl^' 

BoMe «Me8'«lA»dUng «dk höhten Witoc hat;' • *'' • ^' " ' -'^''* 

'•• a)i«S4' iiff a«8 'toMdhf edei* wenf^ ftn^fen/ hohieh MäHciiil^firia^ 
OtBWlWrf'igud<imtndöigf^0««t, deWir'f^^ * * " "' J^-*^'** 

^ VlMDi'WMeito ««Mh(8t>tetikt^ äüd Mti^ dief Rielina^ d^ Cbt^^lldH^' 
deibigeliitpyatp««^^ld6r «MtlMfKyd^ii 'iHVk ansdtli^sslsii, debd^ti Med^ficktTiitx ' 
8le Mfdeli».'* «ille'MMte 'ÄMdiälMMgiVrd^e l^Mnh $^ 
GfOiiden tik;bl>'isa«etatMk' 'Werd<^ti. >'bfe dtM)^, ^ Kty^umOit>ef ^ 
SnMi ii^aimneinlBtiebd^ ^ii^icö'^ltfd* cfai^edeV gar i^tbht;''d4<jr'tid^ W^* 
8cliw«r ife^Mttl*!' iMfJr '^dlbsrW d^m' Vbr^i^^^' 2iettapf(ii la^'^st)^ 
^h! tfWi gftll^pIM^is^ fakd •%'^iHrek'' j^e^Mettfg^n ^^^rbh^idom)^ -iiitJi fH^^' 
nteiite'diri|reftehiidar9t<^/'W«br^d bW dem OceopiÄT niäfoWi^ «fe elö-^ 
zelMtt:^'BlefiMgMe')eiiH^ «Jtedett Orui^p<^ iilAi 'v«n 'st^lbh trbiinJib 'u^d jeÄ^^ 
rftmblMnlKto' fitemkit 'W^hietfn''eijgen ^^ariiiiitnliiitige'iMi' dMi ^biii ' W-" 
8^riN!lMMd(M BRinmte^d^ beltäelAärfeW Ofhipti^'«!^, ^^AMl^'dik PigÜH^' 
«wfjtehett Ameii ^öHialiwi Melbt, ^örrfi ilo> tle^* Veitftllchimgfier Plji. 8 wiir* 
n^.' S' ttbd « fot es '!felir' klar; dksV'IM^' eteit^he/^vi^ ^ii^^^ 
Körper raft dem in fbm liegenden PignMiifie als iWiMnick 'diS'^trvtl^Vijif-' 
8al«ti Ml^i^cMmes Melbe» ifttbeh^ttihi^^ (Pt^: 8).^ 

'^''^a^»'dl^'!\rttb«räit.AuioW}n 'l^'UtT^^' e^ C^^lttdief oMt* »tri Votl 

aiilS^n>'^miKi^Uend«M'f»(g^^ tetten; 'flies 'i^^^'dsdsiahhÜtiligM-' 

sMiMf ihtieii pl^beiitMer''^U)ri)er, 'wbblel dte |>aMIMIet^ |iigth)ehtfrMW 
Fto^j «bvAM sl« 'dl^''gaiM^'l!(r^ittf''Vr;Mi otitBeii^ vbeH^^^'d^ 
eftM^hAieti, ^bM^itler' ^cinehiscIi^ftrididi'^Fiitdhe^llf^eh mftäsiAi, '^ii' diireftr' 
dcW llMjjf8ltatfM^niMi&ir''detf'E^ 'Abb" diet^ötn «TcVlbdb' 'ei'^' 

PM ««'ifr^iiflfl^eir E^^/' wetni 'üle mii ibr^f i^rrftöfdn 'ObbMtdKä 
"A«g^'d#s B^ba6M^>'zi<tt^lc«H »ifad/ Von vMbu yAraMdv^Aur^ttdeW" 
FMm biddetlkt^ ^i#hi\ ' U>ldtf' cfiri filrpi^i' aber abf üAüts^ 
i«ell»ll4jt,'" «0^ «bli'kK^'^'PIgitt^ Hl l'T>i*i'eirtei'*dlMbW 
nid t iw wfa litc fci Figte^nbM^cMbra^'dkr. 'O^en dh^'M^leHi'4\M$abiue*spridir 
aioh*sdbMr*jclB^ Om^ttild/i«l8i taatt da^'Ttrr^ 



li4t BABUCiHn^f Yerglflekand kittoloflsoh» gtviüaji. 

Gr^n^eif, ..mv; .^i äem. O^UVf^ vulg^ms^ hpobßi^lUm taf»r,'. B* ,^. 
Sepia und dem lA)ligo stellen die borisonUlen Darchschnitte der Stäbchen- 1 
scli^dite. wo)4 rfg^^n^igfi JBMg||reii da^, doeii» i^. itur ri^Mives VerWÜtniss 
ein mehr compliciirte^, ;EIiei; >^nA oMihgtoJiehljAHaiiu^gUQh^iw^ pigmeaM. 
rOhnej^ß^ Kingie Ueff^p,, ifoyfb^.sUuI di|(^^,tl^oge mebr anffi^zqgen, 4I9 bei 
dem Octopus vuHg. — ' Aifs^rdeu si^.aip.aucb d^Foh ,%^ .<}^8Aa 'vei*» 
scjb^i^exi: . (Jie prös^er^p; JJipge„^jcjgÄ9i fpU i^n^n I^Bgeri^p ^ly^iineBsera 
s^nkxech^ g^^n einander, g|($r^^et i^nd. /bilden auf ß^be W/afse,^ QiMt4* 
r^f, (]bu9 4f dei^ JcJ^io^^ gleicbfoll« «ephceiQht su. d^gioesem .ntabeiide 
Ringe einschliesst. Manchmal befipd<^ »iqI^ ii| d^ja. Qpadotle Uos »ini 
Bf^,„JiJi^^e||ei». »uch flr#i,;.W>W yjwx 44^m gcö^fDi;^ ««teF^.ibpeiiy das 
Quadrat in zwei Häiaj^n gf|^flt,fsr«([^ft;, vi deoe» >dAc..QfHilik4ihViU(9hle() 
l^g,,,»ft «|ejqe^^.lä^gw»»n,;Pul^p^^ «u; 4«p.,g^lPAa»ei)^. aankiftoli^ ge- 
ricb^.iie^ Mijtunter; erBcbeioeu 9(^eb |4ifA«,J4^i^^eii..lUi^igi(iiil.kriiM 
r^^ iA41e,^^C8fl ypf^liUni«se i^^^ i^m,[4^m/leiefaMiien jwoi d«t Ffi» 7,- 
we^he ,,^ioQa ,bpfifoi;i^len DKrcihscbii^tt (fi^i; g^ib^boosehlobt^i d(W JMi^P 
t?|4te(ifV /ian^pllt, , y^a^pbeif-, , Opr lilB|er8(5|iij^ ifi 49c iGiFftiw*. der Bi^^i 
epUpcicbt, igc^mi d^r yiirscb^^npp; (^üMs^i.de^ .«tSbcjbf^DähAMq^. idfiUih- 
barji^ P^en)be b/Bi.4y 4$q?u]( upd den» ^^^. \ llfoti, kt^ßß^^mßß Mußri^- 
Ar^pp i^tens^dioid^: 9ehr, brpifß (F»g< .9),;.^r (^cluyvd^ .un^'il^iU^ 
dp()b y^rl^lt^,^ie.8icb :^le„w;e ,!4i« gty y b y^ äf^ ig eii Ih^i, OofqpM w^g ß ^^ 
dasj^ejwf, fiM^Jpd^ Vflu iIu|üwi.3t#t,8K5b virt*i5wd,.id§^^ 

Kjorpqr daf. EndUcb M^p. K^^ tbei, Pc^ns viilc^ pe)^ f|ft g^AfiMh^i^t«!. 
di^e OY^ K^S? Jteins, y< ^ ae )m jlyi i |ep l'iguTpn hüfimy ^onfeiy ;<^era)iN 
Ol;4l>^^^fc beijflnülsg^.^Fig«. 6,,^.,..M .. . . ir, ,m > /.. - - . \ 

£f W4C)& «Keiler adw . pmgg)fc|i , ; da^ flas^ ir«s .fWM AülMl .Alft- 
aUer^i^acbftf Elj^ni^ppt ^,ß4li^cl^^ftSp|iM^ej»d <3yUil^>JirdMPii^ tl«^^ 
ein .fiiMmmftngeeetzter ^i^is m^ ^ii^i^fämMim hieltM, ,Rii^eiit,,«iiiTr 
scWieis«pndei|. K^PffFY.. besti4>end«/i..GehU(|« J|st^, und 4aif j^dw, 4iOM« 
Köiper ,^as eig^^c|i|s Uci^^^^^üpbwd^ Giemei^ vontelM, wMm diMieiii 
f^nfprm^ For^^tz/e ^t jpU; td^fi {2^iqUiw und duve)« J^ne ,411^.14^1* 
NerveiMa«^f9 sich verbindet., Für eine ,«e)phe Antiebl^ «^MitaMMüUwt« 
stipd m pptf(f;ili^px^iaaß «^ 4pp hj(^r4z^^^^nS^|te«^.l)lM^v^iei6tl^^ 
sfhJMcbte^ sehr, oft, «fie ^prijc, es bereits gff^W habei^ niebl vpUUmiMiHi» 
g^c|ilps8|ei)e| ap# zi^f^^ g]i|ioiidertfip mUftm^^besMAefi^« Btefsi ▼« 
yiT^ap .o^an fe|:?apr 1 dji^ ;ispJ^rt^; s(#b^hwäbnliebe Klement dem 
ejper $5 «/if.^^keA Aft^lM^lÜJifW auttf|Uty.«ta«J|Mbt AUM MM'ifMirhdb.. 
dessen U^ende^iPigfU^i^fjfbMsfeo, :^^^ ^ffiwm Pifl4 df^Sh^niMi selbal* 
sich.lp.i^liiei ^Jif4iilH9 fiwMw« • JSWf ?E#NiM3ek9MNmw^ 4^ nMffti 



eiMdiA^ rionmiröiiiiige £ttip#r «ine^ -iUifliufQr besHiik. «nd- «Mi «Ubtt- 
sMMig >Altl^ .4mi in. 4Mk ttaa39ffen BiHikiMthiQhceD Mgoadüi jMkA. vtt itoi tL 
AInk 4ei;v.Xeiim€h, bioMxKewaise w biing^o^t bhibi olHM.CiMg^. Wie^ 
es an der Fig. 4 zu sebea ist, divergiren die inneren Enden dtt bMü^. 
atitigm j&tVflMim n^iuMfüD« lie Au P%mMilkUto|iclMb. arniUbt, und sidi 
«4,QH«^ 8|^eA,^i^ ^rUtagoKi iHMMn, \iabei aben aeg ar nit idtm «Uri. 
ii»liia4ig«ilii\I{<ir<fi^ 10^ es aleht .mdgUok jst,^ wir It ^ fi äd i 

^iMm.woq.Jhnwi ^üdg^ndea. flMtoifinni0tti^AMilii4ite w^ >na|daafaen^ ^4afi 
die Vermat)MiAgv^ldi«il«i€^\diw..ge«ag(ia^.Slrette aich adbaAnÜAdig .nüt J«ai 
N^K^as^m.T^WMkBli. .ütir.^taM s4lehfei»«Ailatti£Mr .loMl >dnrehMMr/aueli 
k^ prt. yoclMuid««^,fleiii,,;dii 4te.nii«|)Uaten EMea am Smifm aMii 
graf«,.4« PJgmMUJtoWciM iiiitscUbge».iMlvdQlrt .radieren. . i . 

Ioli>.lMrfMi. schon * ingführt^ iaiS' (die Isalliriitig «e» ReCklädeMiefitetlii 
ihrem gegenseitigen Zosammenhange bei den Gepbalopodfiip - -iMr • 0^ - 
selMMK ipaling% we» -«a> 8ll«»lieRe wMkrend des PHIparfreiis' sieb 

ro9t4%n tmdnm SkkUhÜa dftf f^ ^Amv iceMt. Deimspcb glQekt es» an*^ 
einer Retina, welcbe nicht länger als blos einen Tag in der ilfötf^r'sclieit - 
Hfi9s^;iuitigaiiB«» Uo^ilund/ in.>«ohAam JVdW Inuh man sieh dann fest 
davon tibeneugen, dass die stMehMillidKdien.>€MMUey dte^ PlgmefilkMtnp^ * 
chte^iMMi 4Ha ZaUoHy 'tfvddio^iiAch''aQsMt Mege», dn'^^iMMb Mlden, 
wianes. anl^ UmV¥.^ .^tmA Id, den VF. ^ m« '4 eiHspredilend^ 
dargethan ist. Die Zelle a ist mit eteenft lAMMMufer ^v^^^iseim^, 'weleber- 
sieh^ äl&aslihlig in eiiw dOmie^f'aser dmUMa^ >dle^0leh in* der Kervenlaser- 
adüdite w^AiaHy frta sakM»^ ki'der Fig. |i)^ iv^heii ist^ d»t ttM^nrei^ 
pinhtlkben eeäaalgk^t naab des Küar aW||«io*iÄen j^^dlesiA \hm 
eiimdhen^filelMnte^BMUleniD KdfMtnoMait daMellb^^An der eal)|egeiH 
«Malaie «aite'ijettMi Zelle inM sieft« ein hrUter A««liiaM<)^ weldM 
i» ^das 'FigirienthMaspiai^ Obepgeht^ Tt>fa dott sM'dttrcb *w LiHiieii' 
des stäbchenihnMie* 0«Wld^ *hi> »mm \(Mm\ VMt^* fQVMtfal, mA/ iitf* 
dem inneren Ende des Letateren wieder als ein Pigmcntlcliimpchen 
aa&utreten. 

An der nämlichen Figur kann man auch sehen, dass die Kömer- 
Schicht gar keine sonstigen Formelelemente, als die geschilderten Zellen 
mit den radIMren AoslMufem besitst, folglldi sind diese Zellen als die ein- 
sigenVeimittler' i^s(A«n «er mbdliM- nt^d' i^i Me^d^fa^mscMcMe eq 



schein« aacb, der Ttrilrenden Breite der Stibchca su entepreehen sclielnt* 



U6I BABVOHBI i Ve^gMdbMi M g^g g tudie !g«fii«Ai. 



I .^a» dein tebwOMagim ktfhaeii «btti nMiMn wlv'^ljfMM «MlMiM;' 
j J]^il8Ulf6M€iiMiriiM <2m> eS^^ lieht imiOymtahk/ 

Mmiifkmetin £wckn und dm fatM/^fMfnigm^ Au^ikkl^erH iÜ6 PigtH^h^ 
äkUt*ß nkht, ^<Mhm im 'GepentheO, t9 m'ak dkn ^MiMn'^BMitk V&' 
hiikcüt'' mjiit kä€imh)et'f^ dUin Sinddii dA) >^"pleMi^' 

WShe :Uigai^ 9o in^Kktn wk dm Eind$ttA emef' PiffmmMidMl • ' ^ ' 
il i':W«Mi wbtofroUeii MdiwirklMiii ntlMmt, <(la8 P^gM^ntMge kttMr^' 
Ulfe an cta» imMre» SttdemitoriMntti, so rlibn > Aesl«!' Mm daTÖA h^r, 
dass bei einemi gMben i PffijM^M dM bOMlMwMfti ''P^^iMnULlittiMien 
plAta^n m4wUm DebarreetQ 0h deaiiEndes denmTtndiil'erhalKiiei^Bab- 

M ,DiAMaffd^^ng^dm>ä^ 

j I VMMQkt bilden dioM Waftdqngdninine« Art HOIM «hr SdiliuiUi) ^\ 

i^mimm^m dw eifeOriUlebft Stllbdkeii.!UAgi. . . . v ; .. / t. 

., DU S$äbd^mt:0ieh€fk i^mikrätM tmüiiiktitmiObtnflätkm ^e^dn Wwntwh»' 

: ihk*.^ni\ihn$f^i.Mn0i§iebd^tUiiBe%khim^ Stäkchai 

d^iCefMop4dm^ifehtti\mm.^»<ikh€f^^^ s küh n m M dt$ 

d«Mi M q u imt ltnifi „iwdr^ld^*. wttidM Vk^tuH^n AUa-lkähiAin^iaUkm^m- 
<MMr ^w^yj gn iffc d n i fcM»! umt l . m il g i#i til fcn> > «i VeiMiMfcmf iMl>JdbiiiAMMi' 
tifirfifarc^ idi09e>fmif dmümetm» cA».>SdHlfirii€n -r\ rad^ij.deiluüb iMmm« 
Bi^^MM^i idf. ein otiienstfitsender iBeweia ifiii «die iAdiiininngt><hr StttbiiMkt 
<Vie WMkHbimi ala>0bii Lkbl.ipenriiMendeft^ iDtgM^ dieitinu.i • <i . . . (. 

II •' 1) . .im: 



'iJ.ii.'H 'iiii > . '• .11 m1 ' iit ^ /! il " . / I M '.i ..IM. f . ■' '' 

ti ' N iitl»'. 1'.' „ '»if» 'tj. . !i .11 <! ! .jM' i II ij' '. 'Hl'* '(!ui*>' 

, •• .'tii. t.. r. .!-.X t- **i i '■ i'.*;^.' ,i\|!'mI ?••■,.■.: ■•/ .1- ... ." Jiiti 

elidge DeUile beEÜglich des Baues der Retina bei den Geplv^ef^Mt^^d 
binsttiufligen. 

AHe Elemente der Retina sind darch eine ZwIscbensubsUnf mit ein- ' 
ander ..uMtandMki ufa» im .»e ffinf < i i nn ldd »n .,bi sH( » «i«. in AmMhen 



BABUOIIUI: Yfiflatebend U«|plo^8<dir iätu«««. Hf 

mwsr (bin mdeeiiläfeo Miübc and i#t in 4er KimerscIiicAit^ wo sie.Neat«t 
bild«^.. in. denen clie ZelLsn aiiMny btia^deM. eotiriekAlt. An horisMitalen 
DttchsdNihien können die 2Mlen «He ibmüNeetem liegamgefaH» •eio» 
und akdann eischejut die S^UchenüilieUns in Fonri einer dofcUöeterleii 
^mbren mk felnköiioigen' und feinfaaerfigen Balken (F^. 12). In 4ieMi 
Belkte ist es nickt nn^icb^. irgend wekhe bock enliilicbdlcl iMffpkehh 
giBcbe Eleewnte.akifzi^ttleo. In der Sebickle def SObebciiiund de» fig* 
BMttts, Irat die ZwiscihentuhsUfts . daa iWnMcfken ^elner einlkehen elruktinr- 
Uieen Messe; Moigeiens :an den kerizot^alen Dnreiwebnkteii .dieeteiSfibickle, 
welche sogar an einer frischen Retina aosgefübrf wurden, kann maai..be* 
danleode Zwisehentäaiiie . blee von einer i d«ffobskktigen. Masse aaBgefttllt^ 
vieefinden^ llkr jias Vorhandensein ekier besonderen Eitlslihstaitt in dieser 
Schichte spricht aber die schwere IsoÜsbarhüt ihcer Eieseenieu 

Nachdem icboiefaMlIntenMieboBgen tiber die Retina <der aasgebildeteil 
Thiere beendigt, hatte ich noidi, Dank den .OoßUUgkeit des Herrn ProlBSSor 
KÖlUker, der mir einige Embryonen des Tremo€topu$ .uto f assu s «ikl der 
ArgamnUa argo zukommen iiess , die Geleg c nii e i t , ^niige' Phasen 
ihrer Entwickelung zu beobaditen. Leider konnte ich tiei diesen EMIbryo- 
nen bioe zwei. Entwieklungsslufeti iluer Netefuuu finden. . Bei • ünigen 
Wüir 4kt SIKbobensdiidit sekeo* gani asMgeblMety obwehi dar ganze fim^ 
bryonieht meiir als^eiben Mui ytagetbiOTw, ImI Anderen iraf ieh d^n 
Moment der beginnenden BOdung derSübelien^ Beisotoben/EniMjwnen 
bestand die gnbizö Idetina ans Kusserot leimni; linglkdMn^ senkfeehtistih* 
enden' KörpsMdieni wie die embryonale Metzhaut der Wkrhelthiere; «Es 
kMnten in Ihr cwei Haopbelikikten (Fig. a^),i eine pigmenlkte nnd* leine 
"farblose unterschieden -weiden. Die^pifBsenttrteiSehichtibnBtand ans zwei 
r^elmHssigen Reihen Ton Körperchen, von denen die inneren etwas lang- 
liclier als die äusseren waren. Die farblose Schichte zerfiel in zwei Abtheil- 
ungen und beide bestanden aus einförmigen Zellen, wobei sich zwischen den 
beiden Abtheilungen ein Streifen feinkörniger Masse, welche sich durch Karmin 
nicht fUiben Dess^ befand. £inem jeden äneser^n Körperdien in der Figmenl- 
sekichte antsprach.eiii inneres Kttrpereben nnd beide standen inielnem engen Zu- 
iMmmenhange ntft einander, sei dais sie unbestreitbar daa AeqntmAenl 
tioee Släbeh^as.der WirbeltUere mit sisinem Kerne repriistotiren nnd sieli 
Meh naiOi denselben Oesttzen emwiekekif weit aber das iinsserd Körper^ 
oben bei den anagebiMeten Gephalopodea isieb in ein Kgmentkiimpiilitin 
nlnbllden* «hiuss^ «« ffod. didse Kifimpdienieüeo, Oder wie es in dert.kerg»- 
kneUen TemkKdogle hdisst, ^ ifis iOmsr Ar AMc^m «Mi die Pir 

Wllrsbwgtt MlwwiaMBMUm. ZsilMkrlll. V. Bd. 10 



18$ BABUOHiH: VeviMehend kittolfigisclM Siudlfil. 

Mihkrm; daas •da» PigiMAt M«r nitbt amsefbaib dev SMU, .sondeni in 
ihr geÜMBt liegt, davon Icalm man tieh an den borasoDtatoO' Dnmhaehiititai 
ttbanaogm;- . Dia voa- mir beachriebme TrennongsÜBia iet oorvwikeiiibar 
di6!ZWi8cii€iik$niericliiehtb;"'die SUibaiieni- und die Pigolkeiitschiclite lösea 
aiebditi^ ebenso icicibt,' ^e boi den andere« -WirbeMii^ven von den üb^ 
ri^ii iSeMcblen der Retina gerade llags dea •Verlanfi: dieser Zwiaeheu« 
sthiclit ab. DMo Leichtigiceil der Ablöaiing aelttitit davon aMiängig so 
sehi^ daas die ^Ausläufer der Zeilen der Piginenlaeldchte und KerrenseUen 
jtM einander venvMhseil^ indeni aie sieh Mi der 2«tfieebeiiiL$iBeiaduciitie 
treffen.-« •" -i ■ i .s- -.-t ,. i . * . . .- . 

A«f« Gnmd^ali' deaGeBi^muftrc «a der mofphokfgi*ehen B e l mt»n |f 
dernElenieatei lehf atogenicfeaen^ 'in der NetahäiU der Gephalopoden .nur 
folgende Scbleklen zu mteraelieidcia.: - >. w i 

Weii die Stübchen- und Körnerpigmentschicbt ein organisches Ganze 
büden^ so iiönntte'«ie beide die CottactiWMnennbng ^änät^^SiäbehemUUen' 
MAMe eirlnkeb. tAn dieae aeblieasen. sieh. die.) > . . : : .* i 

• • S&prisehaaaeUenaohkhte^vw.v 
'. • ••NerranaeUenscInehle, > ••> 

MekrrenfiatoeiBcfaidhte; >>• >.( i->M>.i i. -..' ./ 

Biei I einigea .OephaL^kidän i <^ B...ifafn Tnetnoetopu^' VHilMmtt\} 
habe ick die ]lM>tiachDMig QiMMichi^ daaa die .Ne0?c(oadlenadiiekia 
«ieieUialla in swei iSchMhten larOUU^idadqnib wird man ge*äUiigt> anetMt 
der «mto INer¥iettaeliettbcbicirte,M'ktt>cli «ino < mitlleaej luiaefe« NArFCKpeUan^ 
sdlüehtitind eine ZNtifleheaselieMeiiiciite ejnzafiigen> * «hd 4% wir im die* 
a^m Falle ab^ awei^ScIiiehten itit einfirand derselben/ Bfweümqgcrhaltem 
ao. iLÖnnte'nian aie (|adiireh.\^b einiloder'Uliti9liehpHlea,;¥reBniieiaji, d«#.«jn# 
«liff ^MBsre^. UBd'die adderoitdfa'SMttiftf i&enneB wüNJei : i 



M'tl» 1, i -• ,' il '-: I ,1 . . .. , . .lit s'-' ! ., . .,1 : , 

■<»'"'.'' ' . "l! , -• • , .'. . . ' ,. , . - . . . . .■ . .1 ' ' ' 

I . nich iwili Dodi: qini^e Worte, iüiar, Jene .Zellen . »hinannigensi. iwaieha 
nacli'der Bcaohmibong von Viaiseh^an^ Midi awiachem det- .Meoibralna 
hfiioid^w und wie er atek auadrilelDt der Meinbnaütt lünitaiia :(l^) >«mI 
der SiBbe^nadiichte beindeB. Ausser dMen aeilenühnHah^n. Gebttdan 
habe ich auch aach eine Menge von Fasern jgeaekni«, welche aieii 
(reiä^etn. und sUh iki stobraebtaf. RfelMUnur in diei BMUwfaeMbhieltt .^eihr 
wnradin^ Bämliek in dte JnUratHien.si^rJB^^c^ «Ifi* SAiibebenf 4iberdiea bdhe 
iebvnoeh eonische Gebilde^ weleha den ianei» iKdde* JfitfflfWadherFaBei« 
aate ähHUch ^raren^Agesahtttt Was j6doA dia. iaUeniMiBliehta fiebHde aBr 



httftttgtj.iso Itönnten einige ion.'MHiaii wfttUch Zelle» seiR^^-^ sie haben 
eltiei».|eiaiiMk«idHfeB Zellbiikörperuiii) gliiittende R6nidith> doch ist das Vefe** 
faaltoriidletteFi'ZiEaienMZU ^toipiiKatrnÜo sdnr iei^ntMinlicb; iodett eie Bchr 
ieigaeiD^ schitoch nrid diSas '^[ofirU '^fiörden und einige anter . Urnen 'pig^ 
flwnlift-jifuL /Diei^tandeiiiu ...Tod dieien €tebilden miiis^n entedhieden ita 
der Clddse «ler-iGAlflUng^in' ^^ohiict^werAtn^ es 'Siwl die8»nnide Körper^ 
ebne die |(«riogtten Andeutungen feine» Kernes, lind ' 'denen!, welche sidi 
swisdhen d^t lisMtia und. der Memforaait byaloidea bei den Wirbekhieren 
voHindtn üttil nn erhärtete Pri|i«niten • efai Produkt ier Gärinnung biMen, 
Tellkoniueil: ^nlMu. .Die conischenf Körper können an allen crhärftetea 
Pripatwteti angetriifibnjiirerden, <A} selbige «her präfbmirte Elemente oder 
ebfüfalla hurProdiftte ielner QMinmng sind, dieses habe ich, des Man4^ 
gdsi'hnn Machen. Präpteatea' wege%. Hoch wn^i entscheiden können, nnU 
bttelte)leaitbii^[bi6);BU. einen, akidliien Qelegeiibeit' voh Dochi hhi ich fest 
dMDn>ühiifaeug%ndpili dtlrt gtöisl^ Tbeii Von ihnen.^eip ikinbtlich.erzeugtes 
rrodalot ist:. Atackihabei kh beohnchtet,' das« der Inliält ^r Stjibchei^ 
inlibeaoadebeiibei der ßepitiy ao^wie. aach 4ae 2t«(iachempabstanB aAt leicht 
anfjdieüitanefe.lObelrfläche der JtetiiaiHlberlrettik und rerscbiedeab Formen 
nnd lQct<Houreii>ilnefakncn, wodundi esiden Atuchein hnt, dGB.MIbcbfin bei 
4ler ^$i|naiseicln imohöcbsteni O^ad^ unjtegekMUülg^ doch f> kann iiaDlsich 
iflrimerM ü(»l»aeug|a^ daea dieser iBafutidMUoa Kuostprodoki. ist .>DfBilib«cb 
iil. ed Bobr Ulchl hni^Keh, dast «üfth-zwlsebeti . der (Memlbraaä bjaloidea; nkid iü 
atftbchensciäeht/, : ii^^cod' iivlehe.ala Stiitelspparat der; Retina dienepdeitf, 
oder !ein..Ajequl^alebt ..der .Pigbientsohiehlei der WirMlthiere y nur ahto 
k^ine[j|^igm«ntir*ft.6clu6ht)'#|)ttäBeDtkrendenr Element wierdtok 



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Bei der Vergleicbung der Zeichnungen anderer Beobachter mit mei- 
nen eigenen Präparaten, war ich durch die Widersprüche hinsichtlich des 
Vorliandensetns einer äusseren Pigroentschicht überrascht. Bei Vint8C?hgau 
z. B.y ist auf der, einen senkrechten Durchschnitt durch die I^etina der 
Sepia reprSsentirenden Zeichnung, gar kein Pigment an der Stelle, wo ich 
es beständig vorgefunden hatte, angegeben; auf der Zeichnung der Netz- 
haut des Loligo hmgegen, ist dort das Pigment dargestellt, wo ich es 
immer vermisste. Dieser Umstand hatte mich veranlasst^ mich speciell 
mit der Aufklärung solcher unbegreiflichen Widersprüche eu beschäftigen. 
Ich habe in der Folge gefunden, dass das Vorhandensein oder das Fehlen 
des Pigmentes an den inneren Enden der Stäbchen, seine bedeutende oder 

10» 



tid BABUOHIN: Yergletehend hislologischd 8tuA«a. 

geiin^fet^ Dich^gkeiA, auf ZifäHigkciMn. -beruht. ObwoUl die SUlb- 
ch€h d6r Sepia beinäfae* biestlindig;^ von. ehi^Bchichte Pigmenti. überdeokt 
siAd, 80 ttiesfl. ich qaiMr. desnobh aiH.fixfemplMre^ ^wo di^e Schiclit gat 
Qiö)it' volliaiiden war;< dieselbe Eescheittang ^Wiederholte eioh' aaoii bei 
demi L^gOk Der Grund liegt abetf. darin, daes* <lie PigmeiitsabitaMi 
mnpf DislooBtion föhig: ist, und ans ddc einen Atithettulig^ der-Zelle in 
diile aridere ühergiheli. i kann. , Davon habe loh niiott an^der ^Retina eines 
See^flaei^i /(Conger Vulg.) voJlkdaunim !fiber£eu||;t Da^! diä SiÜbeiirn 
überaiehende: Pigment.. b^eht iiei dieeeip ffiseke .a«t8> oyliridrlscheb/tmit 
aifiaerekdentlidk langen lund ielpetr! Auslaufen vieisehenenMZelkayuRirelche 
ti^ jn.i^iStäbcheaeebioh|t eindringen« Als tiefa. nur «den ' einen Tbeil fineir 
frisdien «ReUna «ni' Untetauchnng v^etnalnn), ;fand iA, 'diiss. der Eürpär 
der PigMentizeUen und.'diegrSBSti^ Länge devAttsläaf^ viollfcelBmenKdurUv' 
Sichtig ; wäiienlf niir die zwisidteo den [8(äl>eiient gelegenaiiErideir-deitiAM- 
iädfer waren: idabäi pigmentiirt«' .Daaii llaghiei; das PifmeAtnodi'isoiidloht 
«edbräiigt^ dass < dilo. Stäbchen von ^ dem Übri^n Tiieilei d^r Retinal Aireft 
einisil sohwanen Btseifl-voUkomaien Molkt' erschienen. «Der andtk>e<4n der 
Jf^tferTscIna FHiesigkeit eiiiürtete^ Theü d^ ' fHsohen NeC^haat bot> gana 
die lanigiUcelirten Essclieiriungto' dar: 4oc Körper stet* iPIgmentsetteit War 
darcban» 8oliv^ark<^ 'die Rndeii der AbsUifer Uaseeri ifis* i8t^> kelnein 
ZirdMtunterwodciy daBS> 4lie näiiiliofatf ! ErschMnoag sMii aaeh« bei dea 
Cepiaiopoden widdeihott :Der Inhalt derStäbchedzeUen jstftel ihtaei |ieiclii- 
falfeipigmentirtnnd die Zellen siQd^nlit aus^rordeiitlichkuigen AMslltt>fi3m(Stäh- 
tüM) versehen^ ! .Bei deiner I>lslocati08i nkatib eich ^daa Pigmtot an ^«^ 
sdiiedenen-Stillen} lölihanfeni entWedei annäht, kka inneren »fiB^ett'de^ 
Stäbchen, oder an den äusseren, oder endlich an deren Mitte. Doch 
der grösste Theil davon häuft sich beständig an den äusseren Enden, wo 
er spindelförmige Körper bildet, an. 

I'int .».II . .)il i ■• M ..' .' fi ■ . • I' . ' , I- I ' M.ifl ». ;. * / i'i i-Ii 
'•)•■ I .iliii >i f"'l i;'.' i-| i. - '• i! I '. .: i »M'i'l n »ii'* i il i'i 

■j !■ i.'l.r-'A •■ . }!'-/^ J 'h:! ,' 'i i. ..' !• it:ii» ,t-I» li f, l-l .\\ 

i! .. . ,1 ."1 -t" . .:» iij , ' '1 -. . .,1. .1.1 .i »^ r 'r -rM'»-!*!*,- .J - 

s\'i/ f.i . (1.!, .^^ •■•,.; . .-,.. '..:....!■•'• i ..! » 

<•» ihi ■ ,. . i • - ■. iJ.I ji •. . :M •• 1 : .j i-t . : . ,. m'.I 'i> i- • I 

Il .. /t»|- t- ■ ■ ' - 'iP !•»/ 1 ;..' .' , .' •". 5 ii ' . 'I .'iJ ''i.;t ' ' » >M. '.' 

..I .■ .-i; I ■>-... •.<! ,1'.^ . '/ • .' . . 'i,' r. ' ' -JH-.'M!'/ ■ ■! ti.-J 

HM»! i ! !• ' - . m:, ! IM. ..i* ' :.: Il .1 ■' ': • '• • 'I j '• iri 'ji'i il r! I 

T.'< . .( j- " .ui i til ..!• '-' i .'. ri i (I M Mini ir -t. ';/' -'^•H' '*: ,.'i .-i;! 



BABUCHIN: Vetigleidli^iMl histologiscKä • ßtiMf em 141 

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z« den Bf itrige zur, EntwickloDssgesr hichte df r Retina ^}. 



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Bei dieser GelejB^enheit .will Ich noch einige Ergebnisse meiner fort- 
gesetzten Untersachungen über die Entwicklung des . Auges vorläufig 
mittheiien. 

1} Das von mir hinsichtlich der Ausläufer der äusseren und der in- 
nei;en Körners cbkhlen Gesagte, lint sich auch nn der Retina aller Süugc- 
thiereembryoneiij wclthü ich nur die Gelegenheit hatte zu untersuchen fan 
denx Foetus des HundeSj der K^tze, des Kaiilnchcnsj des Mcerscliweiti- 
Cheney der Maus und des Kalbes), bestätigt. Ich habe nämlich gefunden* 
dass bei den Embryonen dieser Thiore jedes sogenannte Korn (Zelle), 
auch i^it zwei langen nnd llus^erst dünnen Ausläufern, von denen dtir 
äussere bis zur JiUE?seren Oljer5ächo der NetxlmtU, der innere bis zur Nerven- 
zellen: und d^ Nervcnfaserscbifhlereiclienj vergehen ist (Flg. 15), Es versteht 
sich Aber von selbst, dass digenigcn Zellen (Körner^j welche unmittelbar 
der äusseren Obcrflitclic der Retina anl legen, keine äusseren Ausläufer 
besitzen. Gapz ilasaellie Verhüllen kann man auch nach der Entwick- 
lung der Stäbeben nntj nicbt blos zur Zeit des uleTinen Lebens der 
Frucht, sondern aucli wiihrend eines gewissen Zoitraumcs sognr gn dctif 
neugeborenen Thieren beobachten. In isolirtem Zustande sind diese Aus- 
läufer (hauptsächlich jener Theil von ihnen, der die Molekularschichte 
durchsetzt) von den feinsten an sie kleben bleibenden Kömchen, in welche 
bis zu einer gegebenen Zeit die Molekularschichte zerfällt, überdeckt« 
Später verkleben diese Körnchen inniger mit einander, verschmelzen und 
bilden die von Max SchuUze geschilderte schwammförmlge Bindesubstanz. 
Mit dem Heranwachsen des Thieres nimmt auch die Cohäsion dieser 
Substanz mehr und mehr zu, in Folge dessen auch die sie durchziehenden 
faserigen Elemente In derselben Progression schwerer zu isoliren sind. 
Nur bei dem erwachsenen Triton taematus zerfallen sie unter dem Ein- 
flüsse verdünnter SO3 ziemlich leicht^ und an diesem Thiere kann man 
am sichersten sich davon überzeugen^ dass bei erwachsenen Individuen 



«) Diese ZeitschrlfU 1864. B. IV. 



142 BABUCHIM: Vftgleldhettd histologlscKd gludltfu; 

die Körner der inneren Körnerschiebte, ganz dieselben Verhältnisse, wie 
auch bei den Embryonen^ bieten (Fig. 16). 

2) Bei der weiteren Untersuchung über die Entstehung der Stäbchen 
bei Hühnern und Säugethieren (Katze, Hund, Kaninchen, Kalb)^ habe ich 
mich überzeugt, dass sie nicht allein i^nmittelbar auf die von mir geschil- 
derte Weise aus den Zelleiikorpe^n , ' ' sdÄdern auch aus äusseren schon 
präformir^en .Ai^läuferi^ ,je9er Zellei^,, YrelcUe mehr o^.ei;. wci|iger tief in 
den äusseren iSchicIiiten aer embryonalen Ketina liegen," sich entwickeln. 
Dabei wachsen die xXusläufer bis über di,^ von mir beschriebene bpgren- 
zi^nde Substanz (membrana Iimitan^ externa} hinaus, d^r hmau^ewachscne 
Theil derselben bildet mehr oder weniger eine Ansl)rcitung uud nifia|npr- 
phpsirL BJch 2T1 SlUbdicii (Tig. lij). 

*^) Gct dem Fo^ius der ßäiigetliiorc hübe ich hlchl selleii kerne' dcut- 
licfic j^w^*^'^^'*^^"^'''^®*^^*!^^^^^ nachweisen können, obglelcli die Stäbchen 
scnow^ bcdeulcnd erUwJckdt w^ren, m , 

i) Da^ von mi^ bewiestnie KntvyicktungijesetK ftir üic^Lln^^e, habe 
Ipb, für ailQ, voo mir untersuchtet] SiingcthLcrembryoneu i(ff atze, fiund, 
Kalb, Schaft Knuinchenj Meer^chwcinclicuj Maus) gültig gcfunciciK die die 
hintere Wand der Linscnbla.^e bildenden Zellen verwandeln sich in fasern, 
diejenigen aber, we|che das vordere Gewölbe bildcnj werden zur epithel- 
ialen Schirhle, der vorderen Wand der LiuscnkapseK Als Boi&pie| kph 
die von mir beigelegte Zetdmung des Durchschi)iU^ eines foetalcn Mause- 
aiigca ^lencn (Pig, H). Einige Wrgchiedi^nHchen in dem Auswachsep 
und in ijlein Umbiegen der Linsenfasern bei verschiedenen Thiercn, werde^ 
in meiner Ausrührliclicn Abbandluug ühiT Üie Ktitwicklung des A^S^ß 
mit^ethciit werden. 



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Uli. 



BABUCHIM: Vergleichend histologische Studien. 143 



Erklärung der Abbildimgen. 

Fig. 1. &)eDkrechter Schuitt d«r Netzhaut des Octopus vulgär, a Nerveofaserschicht und 
feinmoleculäre Masse, b Körnerschicht (NerTeuzellen). c Treunungslinie 
(Zwischenzellenschicht), d Pigmontschicht (Körnerschicht), e St&bchen- 
Schicht (die beiden letzteren Schichten .bilden die einzige StäbchenzeHen- 
schiebt). 

Flg. 2. Ansicht der inneren OberA&che der Retina des Octopus vulgaris. 

Fig. 3. Ein isolirtes Element der Stabchenschicht des Octopus vulgaris (Stäbchen auf 
der breiten Seite Hegend). 

Fig. 4. /Dasselbe Element auf der schmalen Seite liegend, a seitliche Streifen, b Pig- 
mentfaddn, d^ etPf^ontklfinipch«!. 

Fig. 5. Horizontalschnitt der StSbehenschicht durch die inneren Enden der Stibchen 
(in der Udhe b der Fig. 3 getrpflen). 

Fig. 6. Weiter nach aussen geführter Horizontalschnitt durch die Stäbchenschichte in 

Fig. T. Höri'zonfa!8<Jhnitt der Stibth^nscMclit des loligo vulgrfr.* -^ m |I*^' 

Fig. 8. Ein breites Stäbchen der Sepia vulgär. 

Fig. 9 und 10. Elemente der Netzhaut deS' Octopus vulg. in Zusammenhang, a Körper 

der Zelle mit Kern, b Ausläufer, welcher in die Nervenfaser übergeht. 
fif. 11, Nervenzellenschicbt d^s . (7c<}(^tis \iilig4ti$, ;44i)b$ einzelne Elemente theilweise 

isolirt, in Verbindung mit Pigmentklumpen oder eigentlich Reste der 

pigmentirten Stäbchcnzellon. 
Fig. 12. Horizontalschnitt durch die Nervenzellenschicht von Loügo vulg. 
Fig. 13. Querschnitt des Auges eines Embryo von Tremoctop. violac a die aus zwei 
. . ..[,,,( Zellevfi^hfemen V^^l^Il^i^e | Jj^tinß. . {ßyi\%vm. 7 Qe^la^ ^ . ^aiftuacK}« | 
Fig. Jl^» .,puer8chni^tt des AqgeseijQes Embryo dey Maus^a J^ina^ b Cflaskörpfr. jC pe^ 

, , t}na, d Pigme;itschicht dßr Retina. (System 6 Ocular. 2 Hartnact(.). 
Fig. 15. Ein Stück einer zerzupften Retina vbu einom Huncleembryo ' aus der Periode 

der StfibchenbiMung. a) Anlage dW Stäl>chen8chlc*»te. b) KWij^JWlW, d^ 

■ : reiiiä088«rer Aosl&tffar anm Btäbdiea wird, c) Die Kfirnertile^ Inoe^ 

.. (. ,1 , ,' Kol^ariehii^ jivU Aualfu^m tef#eh^. ;,d) Unz)fe!fi)h|/|t. 9^ pA4ialf«a«f. 

Flg. Iß. , Jifn|StOclt der, zerzupften 3«tina von. einpm friton^ aX^ayfen?eUe. ' b) Stäl^ 

, c^nzelle. ,p) Körner ^er iunereq Körners(;hicht ^it Ausläufern, veirsphep. 

dV^iue Radfaifaser. 
Fig^l, 4, 8, *,'10, 11, 12 bei Sydtem 8 «. Ocul. 8 vV)n Hartnaök nWh dert kidf öscö^- 

'bildidvr ■l)Batll«hk)dtf'ire(|«n ftf^igrösteri .,!».::. i i . ; 

Fig.: 3» 6>ifi, 7 Sfsteoi Kr. 9 Immerlioa y, 2 OcqlfF* v. Ua];tua«k.,| ,: ' , . > 
J ■/ ■. . :. i , ' ' « .'. ' -.1: ' ■ 4 . ' ,: < ' . 

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..i, , .,1, ,: j. '. . .-,':! ■ ' • - 1 -/'.'. - KM •■ ■ '1 . ' 






Mikroskopische Untersuchungen 

I .ti 

Über den 

Baa Jebeader and vorweltlicher Nadelhölzer 

von • • 

GREGOR KRAUS. 



EHe fblgenden Untersnchuogeii sind auf Anregmig meines hochverehr- 
ten Lehrers, des Herrn Professor Schenk entstanden, der mir die llii hie- 
sigen botanischen Garten befindlichen Braunkohlen von der Rhön zur 
BesUnnrnng übergab. Dazu kam ein reiches Material durch die Güte des 
Herrn Professor Sandberger — die sehr inteitessante, aber artenarme Samm- 
lung von Braunkohlen der Rhön und der nassattischen Werke, welche dem 
mineralogischen Kabinet der Universität gehört. Für die südbäyerjsche'n 
Kohlenlager verdanke ich das Material der frcundliplien .Mittheilung des 
Herrn Bergrath Professor Dr^ Gümbd in Müncbeii« .-r-o Für aUe.dleae 
Unterstützungen erstatte ich hier gerne meinen anfiriehtiffsn Dank. — 

Obgleich ich in Vorliegendetii ein bisher unbearbeitetes Gebiet durch- 
mustert habe, konnte ich dennoch nur eine neue Gattung mit einer Art 
(Glyptostrobus tener. m.) und einen neuen Piniten (Pinites Schenkii ra.) 
entdecken. Weit wichtiger scheint mir jedoch das Resultat , welches ich 
in Bezug auf den WeHh der Spedes bei den Hölzern erhalten habe, die 
den Baa der Cypressen und Tannen (Gupressineen und Abiesarten) haben : 
— was bisher als verschiedene Species betraclitet wurde, sind nach unsem 
Untersuchungen theils wirkliche Species oder Species- und GattuogsgrappeB, 



KRAUS: Mikrosk. Unters, dber d. Bhu lebender u. vonreltl. BfeddhVlzer. }4$ 

ttieils Aeste und Wurzeln, theils Airch Vennoderang und Fätihifea^ dder 
chemische Agentfen .vertindeTte HSkbr. — 

Trotz der schönen Untersuchungen über den Bau Idbenäer CbnlAsMii, 
welche IJartig, Göppert und Mohl geliefert häbei), schien es mir nothwbn* 
dig; eine vergleichende Untersuchung über dieselben nach dem verhanclenen 
Matcriale im hiesigen Garten und der dtüfugehtf Hg^' Höhssantohmg änieu- 
stellen^ theils um Torhandene Lacken auszufüllen, hervorgerufene Disisidiea 
zu schlichten, theils durch Autopsie zu entsclieiden, wie Weit in ^r Be- 
sUmuHing der HiHser nach dem: microsoöfdsoben Bi^« Hoffnungen gehen 
k^meM, di€i ton verschiedenen ß^ten in so versehiedenem Grade gnbegt 
wurden. ' In Bezu^' auf die GkOdungem b'm leb g«»aa zu 6(>pperf$ Reeul* 
taten gekommen , während betreffs der ßpeeks, soviel Unterschiede auch 
bei den Pinnsarten herrschen^ in ikm gHissteB Theil. der Übrigen Qnttiinf en 
und FamlHen ' eine soiebe Uebereinstimmung 4es Baues herrsoht| das« nicht 
allein ihre Untdrsoheidung unmögikh) sondern auch die AnliteUang wissen* 
sefas^ftltdh! gegründeleff Species untere vorweltlichen HöÜMin aoa Mangel an 
sicheren dfiagnoatisoben Mitteln fast unaasfiihibar wird) wenn wk nicht 
zugeben- wollen , dass zwiaehen den lebenden und vorweUUehen ßpeciei 
Jede Amilögie fehhi -^ i ! • 

Dkfse UniersDchiing lebender Nadelhölzer ^ vbet' mehr als 90 ArtQO 
sich erstr^hendj gelil dem Thette ober die Braonköhlen-BSume Locher. -^ 



> ' * L Jlte tebei4eii Goniftra. 

' • ■ ■ ' ', 

Jfet Holakörper der Nad^l|bäume<stelk in seiner Gesammtheit 2, sehr 
•eblaiiJI&e, yerz^^igte*, nut den Grundflächen, auf einander gesetzt^ ^cgel 
dar« Jeder besteht aus scl^alig si^h nmfassc^nden. Jahreslajgen (den Jahr- 
ringm)' Beide, sind am^tomisch. im Ganzen gleich, morphologisch weseut- 
]k)n yeracbiedenp ^^ Das IfoJz säuiuntli^her Nadelhölzer — die Gnetacecn 
(Ephedra und Gneturo) ausgenommen, die hier ausgeschlossen wurden — 
und eines Tbeijes der Magnoliaceen (Drimys, Tasmannia, und nach Lind- 
/^^ Sjphaerostcma) besteht aus einem System senkrecht leitender Elemente 
eiperlei.Art (den floizzelten) und einem zweiten, nähfuügsftfhrender Ele- 
mente, die meist gruppirt horizontal fMarkstrahlenJ^ spUrlich und zerstreut 

senkrecht verlaufen (Hiüzparenchym). ' 

• • • ' '.,..; 

%. Wie JMuMtk^eu 

Es ist schon von Mohl bemerkt woi-den (Bot. Z(g. 18W p. 22Ä, 
Anm.), dass die Zählung der Jahresringe in manchen FälleA ihreSdiwYe- 



146 KRAVSr Bfikroik^ Unters. iXber.d. B«u lebeoder u. yonreltU JC^adel^ö^er 

n|^i\bilbe, 4er^nQrund in. einem yareiW/^n Aui^seU^ndlorse}^ We^e. 
Dieser Erscheinung mass hier Erwä^u^g g9^|(;b^^,M). w,eU daa^ tptßle. Au^- 
ae49on der Jiüvrcinge in jiingst^r Zqt Gegenstand einer Dlscu^sion zwischen 
SchfitfAi'.W^ Göpperi ^^e^otji^n iftt. Schcicht bfttte in feinem Lehrbuch 
den i^Q^((u;ni§ u^d Pf^y^siologle (Bd. IL p. 62) bphaujptet, Araucaria braai- 
Ijen^s 'V<9aU;G k^ine JiS^rlilgp, .upd auf Gcqp^^rt's Einspruch (Die versteiu- 
A«Q iWiilflec im nii^dUchen Bühn^Qii fin^ Schlesien p. 5) dieselbe Behauptung 
wi#d(ji*oU; (Pot, Ztg. .1862 p, 410). . . .. ^ 

In der SammlMig des hkß)gan> b^tanisKttien Garleas :inddi eieti.i»ivei 
Btimraiabschnitte der Araucaria bradiliensis von U/^^-^*^ Dorchm^srat, 
jeder - sseigt schdne cMi^emrisehe Riiige.< Uatorsueht man dieBelben mkrosr 
ddpisch, ^0 flndelt 6ich> bei dem eindn keine Spur einer JabceegieiiEQ; e« 
t^)^M^ die 'aüinKhlieh an ^Wanddicke atmehmenden Zellen der ^miMler^n'^ 
ßlchicht allmilblloh wieder'/ ohne eine .„ttussere^ Schiebt gu bUdCAi In die 
^innei'^^ des da^uflblgenden Jahres Über, wie es Schacht (1. c. ip. 4tQ) 
Msschri^n -h^t.'D^r andere dalgegüD bat durchgebends fa. seinen Hl Jahc* 
läg^h efn dQlmwai]pdlg«8 Fitthlinfshok , das gegen 4k$- Aomali giebildet« 
IferbsfliolK 'd«s^ ¥or)ithbe0 scharf äbgegiiBnxt is(. -r- .Einaichef/ ^äbc^er 
Zweig von Araucaria imbricata zeigt nur 2 Jahrringe ; einiswejJMlliig^r von 
A. excel^a keine' Andenitang vonl Differeniirang. doatCrewehes!, wie! auch 
Link bereitt'tinen .10jlU>Hg«n Ast dersdbcti PRanse niit ;,dur 3 »Sdt'wbtw'' 
gefunden hatte {Meyen, Pfl. Phys. I, 361). 

Unterliegt es demnach keinem Zweifel, dass bei den Araucarien das 
Fehleu der Jahrringe cbM nfeUl^ sffl^h ^6^kbkhmt^ so darf es für dieselben 
ajber nicht als charakterislisch betrachtet werden. Der Weisstannenwurzel 
hat Jdohl schon erwähnt (1. C); Hartlg (Vollst. Naturg. dier 'foirstl. Cul- 
turpfl. fteutschlands p. 86)" erwShnt cSne's 15— 20jährigen Astes Von Ob- 
pressus' semperviirens mit 3, eines 25jÜhTlgen mit 9 Jahrringe». Ans eige- 
ner Erfahhing zlAle' töh welter anf: Jahrrmglose Aeste von Catthrfe 
'quadrivalvis Vent. , Salisbuffa ädfantffolfa Sm. und Widdringtonlä jonl- 
peroides Enal. ' > J ' , => 

Nach, diesen; sicher beobachteten Fällen müssen wir behaupten, da§s 
ein, F^hl^ der j[alirripge^,bei verschiedenen Conifcr^ngattungen (vH&Ueicht 
,be^)a|l^ in Wmreel, Ast und Stamn^ unter noch unbekannten Ursachen 
vorkommen kann, und dass es bei der Gattung Araucaria Juss. sogar gerne 
der Fall zu sein pflegt —- Bei Laubhölzern kommt Aussetzen der Jahr- 
ringe ebenfalls vor, wie id^'Yon £wiis be8t4^en kann; im Stimme des 
Caeaobauffi^, der i\listel uucj^ derBaumbeide, die Schacht anch ayffiihrt> 
Jt^f ic^je^i w^h^g^ildete Jahrringe {jiyieheD. , 



KJULUfri Mtkhf Alui Untejsw -über d. B*u Icbeiiier u^ TDr«tltl^' m^^mmi I4T 

Z4rei VerhähMOflfifrieB Jalitrfngfi. mtts^e» Uet/ nacli,',«biidifigiioMi9cb 
werthvoll, betrachtet *1f erden t ' :di6> Ohne nDionsvwüdliQdfahsit^ii ; dorcfolbe^ 
n»ok ' Äklor;^ Oi^aneoy i AitoiV'tiiid t k ftc M^t tem; dann ibc« Zodaimi^nseiz- 
iiog'7iiimtiSdikb«toAt«nd deren: (BedfifUM£^.il : - • . i um 

*" Mari findet *bWI 'geiiatier BetVae'hliiiig' leicht, dass weder diri 'Jkliirriiig« 
für sich, noch nriiteiDander im nemlichcn Stamm oder an Stfimmett* ' "^f^ 
rfdHierfcWV 'kWen ünd^tftmgtBn' V^rgfi'chefl/iaoÄiametrt^ijh'^ö^^^ E« folgen 
hi* effilgtf'firiWfthrrt^n'^äärtiB^, iiöw^eit "slfe dbs rti^atadiW MätbfiÄi'tö* 
attfftWftaVt^ dt^Zäüi^ dfffreH'rtlHit'ils ^^rfdWbe m1t*eröWelrth<?, sondem 
mir als Beiträge -daWft^//acHtct Verden. ' '' -' - '' ^ ' ' ' 
Wenn ein Jänrrihg In seinem Verlaufe nicht gleichen Durchmesser 
halV, so 'bildet die desymmlfigar desselben iiictit einen Kreis, bonderti' mÄ 
fellipsej' oder' eiiie linreäelmasslge 'von'CurVeii' begrenzte !rt^iir,'ifrle' es faät 
an jedem S*tamöi' ein ' öder das ahderö Jahr' iu' finden Ist. iSriftdier' y'i^ech- 
sel der Weite in einem Itin^e Sehr rasch' hinter* einander ein;' so ^ntsteheh 
die sog.* wetiigen .tahiringe (öSppefi/ Sfönographlö der fcötiiTeren Tafi^'l 
Pig.' 10, u. 11 von tinus tafix). tch' habe ' sie ' W Thtija örlentaWs 'tJy 
besonders schon aber'' aii dem 'vörWehircheti Wni'Äerh'oli ^üpYeäsliitoJcyiöil 
riodosum'Ölipp.' beobaclitet'. ' .li^de ' Wfeife eines' solchen 'Jahrringe^' tfesleht 
aus einem Bogen, der mit dem äll^enzendeW u^tef ein^mi ethsj)ringwdc<i 
spitzen 'Winkei'st^ts ah' eSierii Marlcstir'ahl zusammentrifft. " iSAfchi'* bogige 
Jabresrjnge sind de\i C^ntfereri Vid' sefteki^i" üridj' V^leea schötht, iiüe ÜSti- 
stanl eigen, wie gfeWissen 'LaubhWzirn:' 'Casuarina, Carpünus , Fhgus und 
Quiercus etc.," woÄi'ef sie siih gerne an die wahren oder falschen gro^s^ 
Idarkstrahlen 'halten. —'* " ' '• • ..,-<- 

Die, , Jahrringe eines, Stammes imter stcÄ zej^en sehr wechselnde 
Durchmesser, die aber, wo sie mit denii Lebensschicksal des Individuums 
(Boden und Klima) zusammenhängen, ausser . all^r Bcrechnunjg liegen. Es 
findet sich aber ausserdem, ein pjcriodisches An- upd Abschwellen d^r 
Jahreslagen, welches durch das Alter des Indiyiduunis bedingt, von dia^- 
nositischer Bedeutung i^t: wäbreui^ nämlich m den ersten Leh^nsjahi:9n die 
J^inge eine . ui^be,deutepdc. Weite i)e8|tz^n,'j)e]imen diesdben allmähliqb s\]f 
Durchmesser bedeutend zi^ und erhalten ßich so bis ins jppStp Alter ^, wo 
eine Remission d^s AVachsthums abermals eintritt. 

Einige Beispiele: 

i!„. B\o^.sij}ibtigniTkHini^d^m<Uisii44,^^ pm^DmOmmd^r hat 

jü d0ii ^«rst«ih 4^ Jlabim m^H gm^ i'/* MfmmmtUv^uikvB^m^y flfo 0,25"' 



I4S KRAUS i lAktötk. Untm. 6b«t d. B4u lebtoder n. ^rMreltl.* M^däUGÜtri 

mittlere jAhrribgwette, wXhrevd die der äbti^n Jabniago O^&O''^ beträgt, 
wobei eine AltekvremUvioii oooli nicht eingetreten' fet.* : * ' • 

Junipcnfs eweelia L., ein i^eknäeiiigi gewadUener 37jtfhrigehf'St«nim 
mit 1" 9'^' par. Durchmesser hat «Seht gkos 0^4'^ miMiBlre Jahresweit»^ 
während dieselbe in den ersten 5 Jahren 0,25''' beträgt 

Einö 45jährige Pinta LasHäo L/ hat 6" 8'" Stammdurchmesser , in 
deif 3{. ersten Jahren Oy3^ im Ganzen 0„5/" mi^eren DurchmessiQr des 

i.£ine Taa:u»;^accato li. ,mjt 99 JabningiQQ iet ; ausaev^^ntUqli un- 
gleich, ^ntiriek^li(4if 13 letaten Jahrringe Bind die,,weiiten^ t^n.cler. engr 
sten Stelled, An der weitesten 14'"^usaq9in^i bfeit; vain ung)MchffteQ 
Jahrring ist die gröaste Enge Y27 ^^ grösate Weite. 2Vd'''- . i 

Pass awiscben Wurzd und Stamm in Bezag auf die Weit^ der 
J^^rrjnge ein Unterschied in (^er Art obwaltet, d^ss d^e Ringe d^ Wui;a^ 
äi^sserst eng sind.an.^ oft nur aua.2 — 3 radialei^ Zellreihen bestehen, ha^ 
MoM berelta bewiesen (1. c. p. 226; 237—39). Ich habe nur Pinps syi- 
^irestris, Picea, 3trQbos, Larix und Abies L. in dieser Hinsicht . vergleichen 
ftö^p^n. — Die Frage über die relative Lagerung der.e^centrischen Schlch- 
tep bocl^^ontal strejehender Wurzeln und Aestcf, die Mohl angeregt hat (|. 
c* p.. 273 f.), ^ist noch nicht erledigt; es kann dies auch nur durch ein 
sehr reiches Material geschehen; ihre Beantwortiin^ bat, ült)rig^ns für die 
Pia|;nQ9tilv fossiler Hölzer wenig Werth, ^ , 

Die; ewigeren Jahrringe der Cupre^slneen gegenüber. den im Allgeinei- 
i^ lyeiteren der Abietinee9 hat »chonQofpert znr Bestimmung fossiler 
Goplferen .benutzt. (Monographie p. 173). Auch nach unseren Erfahrungen 
/^ind.flle, Jahrringe der Cupressineen im Aügemeinenf von geriii^ereiy 
Durchmesser als die der Abietineen; es kommen aber in den eiijiKeln^ 
Gattungen dabei zahlreiche Ausnahmen vor, — DIjb Taxineen und Podo- 
carp^en schliessen sich an di^ Cupressineen, Salisburia an die Abietineen. 

Einige Messungen : 

Thuja orientalis 1^2; TIi. occiäentalis 0^7; Juniperus excelsa 0,4; 
Taxodium distiqhu^ 0,3 ; Chaniaecjparis thurifora 0,4; Cryptomeria jafionica 
0,3; Giyptostirol^us heterophyllus 0,3'" par. mutiere Jahrringweite. 

Pinus Cedrus 0,9; P. halepensis 0,3; Larix 0,7; P. Smühiana 1,1'; 
P. If'insapo 'tJ,i '; I*. Pich ta" 1^3; P. Laricio 0,fe; P. ceplialonica 3,2;' P. 
palustris 0,4; P. pinaster 0,6; P. Lambertianfi 0,9'", 

b) ZaiamiDeDsetEiiDg der Jahrringe. .1 > ; . 1 • 

' - ^Oibhätfid unbewafiTneteki Au^e zeigt sieh jede^ Ring^anfa zwci^ rich- 
tiger drieiTheilen Ms^untn^ngesetklf: aas eiti^d '«MM^d(MI^'&ellNi«i weMierM 



KEAW: MlkDoftk. Unten. Mw d. Bili kben^er u. v^nmlti. 1Kd#lb6lMr. |4f 

Tfaail^ iflei* ifoMi einM .f7l«aer<n TMl «UiittUeh ia •inea 4iink)erctai här- 
tereD, äussern übergeht. 

> . Det tttft^rei TiUU,- 4er iiadi MWU's UBtetsoobuiigei (tcwfKJld) auch 
W 4kt Wurael Botb FHjyingabolz gOMBiit iretden darf, «ird voo dünnt 
wandigen, im Querschnitt meist yiereckigen, nar radiaUviirts getö^felieB 
Zdlea gcUUel^jer.gefat^.gabz.aUmähUoh ki'den' mietidfvf» VhA des- 

sen ZeDen mekt^l|ig4nal (5-*^66ckig) *an >Wanddioke< flach, aussen hin 
immer- mehr ou^^i an radialem Dunchmessec mehr und roeht abnebnem 
D9i ätmet^i Theü ^ dasiHevbsMia -* hat Aek«atld%e, rad&al stisam- 
MengttdHMte, «flsserielneMiiMKale» aods einä tangeadala TöpMang he- 
sitnenda- üMlenv i f. . , ,. ' 

Diese Schichten sind^ wlei aokoo AfaM bewieient bati (L c p« ^^9)^ 
einem Wechsel bei der Dimensionsänderang der Jahrringe nnterworfen, so 
aber, dass im Stamm und Wurzel eine besondere Schicht beim Anwach- 
sen der Jahrringe sich Vergrössert, lind im entgegengesetzten Falle 
schwindet. 

:,J)k vßriMeriiaht;, dehiebt dita ^^t^/wm, dArCositoeii ist die innere, 
sie ißt. bei sehr ^ei^ea Jahrnngep fast p4ef gamp^ gesphwanf!««» und, es ba^ 
stehe» dieselbe» nur au# müderer mi4- äiufserer Scbiqh]t,i B^i w^ittti J/obr- 
ringen dagegen bildet sie den überwiegenden TheiL. Es erkiÄrt .Bich dA^ 
rA«a «diei.lliirle. spgr und die: W^^bi^t wfi|itd^giger. HVbBtr. — Dies 
Oesetz^igUt «ibDlLob nacb i^qaieiw (Sriabfingen; sowohl l)m Weiteändecu«f 
desNRifige innerMbi Jl|res:ep|geneii.fUmraiiges u^i de^selb^n.ßtammes,. ajis 
für verschiedene Species und Gattungen. — Besondem scbö« hab^ leb es 
beobaebteti in den ^ng^BIng^n .depr GMpi^saineea.; Cbs4iaA<^pa^ >thuri- 
fiirsi,. Juniperusi fofitkMßsioui,; nm^ nmcrooiupa, Biota penduLsi: OljptpstrobMs 
beAerophyllaa-H bei Podo€»vp«s macvroiriiyttaj bei Pi«(us iMgra^ sylfesürip 
Md PcMaUio etfl^; ^ für. die weiUa Jahrlagen bei P. cei^alQpiea, Picbt^ 
iHnsapo^ bakamea:, canadensis, Ced«ns ;U'. s« w. ^nebea unsem deuts^be^ 
von MM lOtersBabten Axteq^ 

I Ln G^easato duz» äoderi aieb in der Wurzel die nriUi^re Schiebt, 
so dass in ihre» gewöhnlich sehr engea Jahrriagen kiaeve und üussece 
Bdiitht, iM^barf eoatrasUread , neben eiiandec liegen: an sehr weiten, im 
QueisUmitt quadratischen, ja >olt radialwetteren, dünnwandigen Zelle» dielt* 
wändige, radial" sehr verengte, r- Veto lebenden Hölzem hab« ieh .nur unr 
sere deutschen Nadelhölzer hiefür untersuchen können; dagegen -hab^.siift 
an>diea^Aferkmal unter vorwdtliohen HSlzem das CoiMressiiiebcfkMi nodosom^ 
aöp|».,.Pel]ce Hoedliana Ung. und em auch im Stammholz vorhandenc|f 
MoerPinit v»o.dto bcMiscbenftanktohlelifwetkLadwigthUitier als W^nel- 
hMs) MhMisnrM 



150 KiULVB'i'XlikfoslK' Unters, •fttor d. BAU lebeMler a. rdrwMtl. IHd^ftfileiri 

1 . Ptte Aefliiltafto^i:weUho >eav .ikkeiklMnlg^vTon Hölsatvo. ani de* Jabri;Uigäil 
einigen Werth haben, sind demnach: , i. i . . \ . .n ü.. .. 

M... :(. Dei^llcbo JabnungeiiBfKteB'.^llfe ßonirerai ; • eih; Fehl« detlelben 
flndel iroter unbekannteaiUinstttndQB) wahrsebeiMlid]: b^l dlM^^ Miufig^ 
iten-'l^ei 'den' AraiuUirien' statt ii '^...i- -I s . ^ i un '• '.'-.'-hi ^u; ivrj)*'^,// 
'• 2i;> DüeiiDimtnakHiderUTaiirfflnge hHiigt\tMl9<lv^ «n^ielibibtenij IIK 
«ätischeii und BodeiiveihiäMsioQ ab^ theUsv mU'defn'Alt^-^Qi fiei^chM»^ 
denen Orgam^ny-oderbeslimmteo ArtennUhd GeaefaleobternisuLoainmen^u t: 
d» lotten- undiMittelsAiebt des 3üukmg8 erleiiden bcA dtob Diraensionft^' 
änderangoq.de88ttl»ii>^JIodifio«tioaiQB; in Sl»imn «iehst «ttd . oiriunti «brtdui 
Innenschicht, in der Wurzel die Mittelschicht. Engringigei tü^nk-^ end 
.Wttteel)iähsei} sind! deshalb leidil' voo^ einander za.ihakeai i.i -; * ! 

'• II 'li' .'-ii..: ..i.-':!i i. - M •_'■ •[■•;•''.-,.-,.-. • I 1 4' .1 1;-i'v''"m' ii' »ui'. 

il -:.'''. ij.i;l ..; 1.* ' '• .1 •■ ■ • iniii 'i; Fj;-: iir -.. [i ,i 'Ii; 

2. Die Holzzellcn. . 

a) Relative Dimensionsunterschiede. ,, .i.//ii> 

' ^ Abacünte-OH^s^^estimthungefr l^r e}tt£el^e(>^if^dliiefaHMn«e Wi^Wur-^ 
£c1- i^nd<etaAmilH)hi hat^M^^t ^6^en;> Ifler eM)^ BeaierkiiAgen Abbi^ die 
g^nstef«^^ VifirhMntss^ detr Ektrchtnbsft^^r In der^i^e1le>, «m< Jüdfrriefgy In 
yietsAledctifeii- Orgaiien-ü.' d. W:'"-' '--i^ •;'■*<; - *»' »i- J-'-i"» 'i.jy.-flj : ,- i 
• In der'Z^Iii' fUr iim Ut' dfts Wlf^detifche der 'tang^Ml^l^ 'DuMh«- 
itf^öer'; ef nhnttit^ gegen'^i«r biMen I^kd«M^ biti stetig äb^j • «116 äMl^ kettt 
i/M\ also, t4nt^titiii[l ^e^hren, aus. t)^ radiale Ik^Mwi^ciMW 4«r'%eMe 



(»i'.i 



'i 



lyleHyi fa^ 'gMtf^ 'j^cnau derselbe. ^ 
'1 ' '^GiJh4 .itiatt M' Jahri<ing*'Veh' CniteM na^ äos^en^ so' findet iaan deÄ 
ra^leADüHrbh^eÄd^ i veräiidertMi', • den > taligetitiafeti nleht. ' B^t^ lättgfenllftM 
(>erelMil^saeimiler Hf der 'Mitte . qiiotr ' dureMehnitteneii "^röhlilt|fs<0lie>i>id#^ 
hüt'&tcb iom tWiiäldn wie< 1 : ly oder, *i9\o ^in der Wuriel (büei^i ^ 
«ftdtel« übefMligf den< tangentialen efrka^. Ist; die^Zelle gegisn' ihviRndi 
hin durchschnitten, so erscheint sie tangential gaiiz •selifautt.i • DaMuij das« 
<dll^e fangenlial abgeptatt^icn -Quers^bfritte 1n>^H*diklreiheii^ gelegt sind, 
miiss >man''Bch]4eBMn,dMB!dtelHie)saellen' (ivahrecMsinlici) k mt kQ ryHftffodieh 
^m-Rtikm gkkhhach liegen; >-^ Der radiale DovelMoeseer der' HerbtoeU^ 
dJEigegeii Ist^ •'dem'^tangenüalan'ig^eriiibev^ :iiehv vetkdrstif >iim ;so-iniiBlirjiij^ 
nOhe« tfiieb det^' Grenzei der JäiMrei{Mradii^tton . kommt', tin^i All^^^emeioeniiM 
»Verliiltfaldls von' li-: '\fi*^%0^6ifi.'r %-■ M v.^: .r->ir v, h-mI ,-,. -.1. . i». 
ji'>< iSünmidto^ EletioWti» Vines Kkeigds)j JiVstes /m lutiWviübeAaopit leines 
jiigdndlidien Organe "gogeiHibertieinem iiitercn,*isind«{igovin^ererj'BfineNROtti 
Aiisiivl^leit wli!iHeiQiileis))id'9sBeIi)eltoviTkiiMiihÄM«f8ieU von liitbis.«» 
90. Jahre der radiale Darchmesser der FrOhlingszeUe lw*'isiaidM*l>Qpp4)M 



vergrossert, d^r tangetliielTe filcAt gatit tint die Hfilfte. Bei efaier 21 uud 
emer 40jälii1gpen Plmis La^ieiö verhtellen sich die HadMduFcbinessor .l?ie 
'r : 9, die tattgetitliftien wie^ 7:8, Vgl. ilf<>W 1. c. p; 4W Aiwn. i 

Das. Verhälliiiss des Durchmessers dei* Wbrrzefeeilen xti derf SUmitn- 
Zellen ist durcFi Motil auf 5 : 4 festgestellt worden; zatilrefch angesteTltd 
Messungen gcT)'en im Mittel älleirdhigs diese Zahlen, wShreriä elHzelhe Et-' 
treme sich verhalten wie Schacht angegeben. -*,:*.. , ^ 

b) QrAtaHiar'HobMlle. * t m .. 

'^ Wir Tiaben oben gesehen, dasö die tangentialen Wände jöcfei«' ZeilW 
sich nach untcii rtnd oben verjüngen, innerhalb eines Jttlii'rlngg Jedoch fri^ 
neh und aussen so gut als gleich sind. " Da nun"' atier' bcS BIMmig^''Ö^ 
Holzes mit Jedcif nenangeleglen IZdlläge die Peripherife des Kreistis tyüih^f, 
so müssen 'wenh die" tätigentiellen Dütdittiessct dir Zellön nicht WslcftsetF, 
hoihwendig lieüe raäiilci Zellrefhen eingescboben #cfdetli -^ Danlit Mfi^ 
die Gestalt, welöhö die Holzzelleti eines JaWrtttgs ftuP^ dem' <}uö*«ömWt 
geben, 'en^ zusamnien. ' Die ersten FrüfalShgsi^lW slttd getHSifnlJcK tSer^ 
eckig ^(quadratisch öder In der Bichtmig de* Riwiltö ' teiöhtecKfg) ; 'cinigii 
Lagen weiter riachAusseil'werden dieZeHen polygöhafl (5*^ odöi^GeeWgjf/ln^erh 
die heüen, eingeschobenen Radialreihen mit ihren Wänden gegen die Natft- 
barcn älteriiireö. ' Dieses 'Aftcrnitcn glelcfat sich' öftfeebhr zA de?n äbsskn 
Lägen wieder' aus und es treten hi der Tangente TediteckJge ZefH*A auf. 
Aus deni Vorhergesagten erbellt auch , dass' ' aic Fruhlingszellc nach 
beiden ^nden hin kelirörmig isi (in der Ta'ngciile gesehen sich zuspitzt, 
im Badialßcbnitt gleich breit bleibt), die Herbstzelle' aber nach oben und 
unten sich zuspitzt (radial und tangential gesehen)."*— 

G'i^p^i (L c. p. 44) erwähnt einer eigenthümüchen Erscheinung des 
£inbiei^ep9 dei^ Zellwände nach Innen und gibt Abbildungen davon Taf. ^ 
Fig. 3 U.S. w. Ich habe es fast bei allen Con^fcren hier und da, gesehea, 
bespndm in älterem^ etwas verkientem Holze, oder auch an Schnitten, die 
mit weniger scharfen Messern gefertigt waren; es, ist aber nirgends eine 
Ausfüllung des dadurch entstandenen Raumes durch Intcrcellularsubstanz 
vorhanden gewesen, der ganze Proeefss n^i ein physiologischer, sondern 
eip pathologischer bei der Verwandlung der Cellulosc in Harz ^), od^r eine 
du^ch die Präparationsipethode hervorgerufene Erscheinung. . 



"it.i * f ,1. / . . , , , . ., * \, \ 

1) Ich k^ou Wigand't Beobachtung von der Bildung des Harzes innerhalb der 

liorzzelif^ (CfebJpr' Öio l>eso^gaiiliatlon ' der l^rt.-J^elle." Pringsh. Jahrb. Hl, Ufi—iÜ^)' tut 



lös KRA.Ü0: Nikmk. Unters» i»m d. Bau lelitei^^r u. vprwelti. Iif^delhSlz^r, 

Das jMzUre gUt 4Qcb' vpfi Qiiier »deren Beabachtung Göppert's: 
Tftf. 2 Fig^ 2 oad 3.:u. p. ^7 1. c.: ^fo4^nrdi;inig^n, aufh iqit Poren und 
manchmal mil zackigon, knptigeii Auswücbsen, v^sebenßn, Fortsätzen ^^ die 
voQ einer MaijcstrahkeUe zur anderen verlaufep, — Fast auf jedem Ra- 
dinUchnltt l^aan man zwischen je 2 Markstrablen „r^ortsätze*^ schief über 
die Holzzellwftnde laufen sehen. Sie legen sich entweder an die einander 
zugewendeten Wände der untersten Zellrelhcn etwas gebogen und öfter 
verdickt an, oder aber gehen diffus in die Zellwände des Holzes auf einer 
Seite über. „Poren *^, d. h. ilirer. Länge nach aufgeschnittene Porenkanäle 
und den dazwiseb^n befindlichen linsenförmigen Raum sieht mfini^ den- 
selb^ ^n^ wei^n sie gerade im Herbstholz liegen; ^zackige Ränder^, 
w#tin ißfm unscharfe Schnitt^; maclit; was besonders in dem weichen 
W^rselgewebe,;gerp yorkomm^. ßucht man diese Din^^e ^urch das Mace- 
tatiooBv^r^ren vor.8|chl*^ zu isolifen, so kommt m^n leicht auf ihre wahre 
Nl^^tfr: :peU|ilose-BaU^efi| welcti^ zwei Marks traben verbänden^ finden ^ich 
^gfudsi, dagfsgen. sieht ^^^ /diese veroieintUchen Fortsätze ilirer Ljin^e 
na<^ sicb.fpftlt^ Qf^l l|)^ yif eitere Präparatlon efschj^i^j^p sie als die Pro- 
jectiOQ einer scfnb^cbi; )gegeo den Beobachter stehendf^n Holzzellwand^ die 
^h an dei^ Anaatz an die horizontal liegende Wand durchpcbnitten wor- 
den AbL D^s die Holi^^ellp hie^ ^twas etgentUimliph durcjbisphnitteu wird, 
)ißi seinfin* einfachen Grund im Folgenden:, es müssei» nemlich selbst bei 
einreimgen Markstrablen die di^ran liegenden Holzzellen mit einer Bij^un^ 
ym dieselben sUjh herumacblingen , um auf dem darunter liegenden 
ihre öfter fussartig erweiterten, oder geknickten, mit Poren versehenen plat- 
ten Enden aufzusetzen. Zur Folge liat dies, dass^ wenn man horizontal 
In der Richtung des Radius schneidet, die Holzzelle gewöhnlich niclit in 
ihrer ganzep Länge aufgeschnitten, sondern nur ein Stück aus derselben 
genommen wird, welches bei den eben erwähnten Ei|;enlhüm]ichkeite'n der 
Zellenden die von Gappert beschriebene tlrschelnung därsteAt! Ünmögtiiin 
ist jedoch nicht, dass auch die von Schacht gesehenen ' unregelmöäsrgt^d 
Zellen, die von einem Markstrahi zum andern ziehen (Bot.Zt^. lä62'Tafj 
13 Flg. 15), mitunter diese Erscheinung begründen. ' ' * '^ 

c) "Wandl^iMtlugefa. ' * • i, .. . ., i i / 

Die Dicke der Wand bleibt in derselben Zelle im Allgemeinen' gl^iti ; 
hin und wieder finden ilch Schwankungen, die aber ztifttUig sind. ' Auf 
manchen Querschnitten von Salisburla findet man einzelne, oder radial ge* 
reiht auftretende Zellen > die auffallend stärker verdickt find als die um- 
gebe^i^en^ Bei näherer Üntcr3»ic}iupg auf dorn RadÄalsf^ni^t i^eigt slcj^ 
dass es am Ende stärker verdickte Hokzellcn der gennölmU^tii .Art, aindl 



^ JEtoti;pBr^U0 dar ZttlUoiniadgibt.*^, die^^.jemilai^ dicker ist, üiMi der 
4brig«.tT^i 4m ZieHe.: dfec TbeiL 4er supkredU ^;8^ die MaiiBgirahlrkib^l 
Uylg;)i^belldflil;.be^eftl Zlrilwlede ;dcr iHoteeßea)i der uamittelbäräiifiMe« 
die JlarkiHrftlta^UAo^ bigtSnseiide Wand ^itet • «fiS^ßp^/ hat lUee cu^H 
a«0i|gdbeni(|ind. aJI>febUdelt TaL.ti R|^ 5; T«r/l.F(gb l^S ui Ujt-^vSeft^M^i 

J.niPi^iiprpgnMiire jaHühnbe/ deffiiWanidiokei- iatiideii)ZeUeii>:elM»*vfak^ 
r^ngs.y^ jDiteiijiuietii;Ai]0im;iu bt b^öuvt^ hek veräebiedeiien Fieae^ 
i4li8iQ jieinttali vem^illdMn i Am. aütowimdigetc» bieibett ^ die ^«yinglgeg 
"fKwEeA^tM^ 4ie ZÜim Bcüiiweilrii^eigen Pinii8artiR..(€e|>lMle«{eai »PM««^ 
PWH^pi^tp. s. Wk). A« den JrittlilH«st6lkiR..dies^.H«iiKeriAAde| Mttii ITo^ 
pi^«, J}4!ff€Milif»q^ ^genielf ikunteietev «^mtoiie^ aiMierMM^^ 

IWb. »ß\um9ttt^ üCbttrdDlMcittlicil idüBiMrmdig iiati dbii Gewebe d^ «M^- 
tg^liebnaf .[die vdMeeiwiaiiigeii * IkUm.äm i 6%!per(fBcbin • G«p«<iMResyleiii 
leptotichum dOrfeu hier nicht erwähalfe iwilrdeWjMsk.geMIraiit i^'i-dM' Oapite) 
dM.i^LewhebevMMMutt^en^« -^ 2ilTden. stMuti ^nendlckneii Kdlett recboen 
lüfoh die .\i6ii Taxai); eüiU^ daM dberidas Z^iUanen Ut radlider Ritlir 
tnog iaiitiieiilnoeh heknei^iiewerth and..fcbi9fodet nivg^nd^gfliialkb) wie ia* 
dei). (bBaUeo HiUsemi der .äöpper^acban: S^cies: Cupreaslaoxykm paehy-» 
deanaay PinltoB pood^roflüs tmd TaiitesipaÄdecosas, wetehe oaaefer Anaicfal 
nadi ia.iScbir^fehäblre^ die dqrch Keraeteung der Mvmfelfcleae der Bmioii« 
IttiUeniagtf'enIbtaiideni IM, irörqQoUan eiod, 

-« ; l^eUaaB die wiehtigste aller DiffereDkifangen der Waad \Bi dnt.Tüpfli^ 
Diieae inericwüMUgen Bildapg^en sind von den ^rHen Anlingen eiBer-Pflan^ 
aeüaiiüeme (Uäi^ghiy. opp. Lugdi Bat 1697^ Anat plasi. Taf« Vi 9\g.' 
2h) . bijf.ia .dl6:jttag8te^ZeU fiegebetand der Foveebung «iid dee Streites^ 
gew«aMfe..: Eitte Geäehlohte ihrer Erkenntniis 8. 6dppett h c. p. S4^-^^- 
Itee EDtatelmi^ i^t ioini^ nech niohc endgMftig entschieden {S^shmeht, Sot.« 
Ztg.. 1859 p; SaSj Minroaiii p* 97 Fig. 18^ Simio^ 1. <x 18ta St OT}- 
IMti0 L.<i^ lU2p. IG«; s<di«oiati8dMMi Btld l\kt III FSg. 1> 

• Die iW«» deä TüpfelinbMbt bdi alha Conifeim^ die Araiumien^ aUe^' 
genommen, gleich. Der Hof, wie der Porenkanal sind kiieiernnd, eeltefeMT, 
abtTüiilrg^ad eoastant, ^was. elliptiwih mit der groasen Axe in der Richtung 
decijdürkafacahko.^: Der Porenkamd /Wird aber an «einer fimem Mündiieig' 
iaa) Herbat touJsnafainiloai ovaliHlev lapialtei4oriiiig> echle%eBt6llt, stets Mnks*- 
weildfg^' . Da^ we die inlen nibev za evörteräde sptralige, ebenfaila atete« 
IMdsIffMigtt Str«a{bng derHerbstseUe» aUtt findet, iat die EimttiyMhing* 
doa Portbkuuda In das ZeUliünen fast üneal und S-föradggeaebwaiigoii. -^^ 
Dur /AtiOuca^nHlpftl Ist. dadurch. aniageBelekiiet, daaa «^ U^ iü der Be^ 
gA.^üff AbpliOtaig heaitstc ^o^ wie im jusgte B#B^ru, dittfipM «w^ 

WInbvser sAtiirwInaiMhftfU. Zeitoohrlfl. Y. Bd. H 



oiiireiHig 3telitti^nät \Mni98()on&>:die.eber6i4]i^d iinteHeSelmde^ l^pMU^ 
p]MiiiiiKm'tbQt{ wie meätt^ J(ii«iTüplel^8{)iiJdHi:i stehen^ <bNsii^ dl«Mben>ftii 
alMn (AeiübMiftaitollciii geoadlinig Ibegvönzt' uädliddr /PtpfdlMirr^i»! tpbly«i6^' 
Oftl-juvio^ lU^i jSQ( Yiekfi^dlchtgetiipfehen /GonUsdnti^n'LailUv&tee^fi'^^ 
Qi«i»>VftigUiut^ Btefe<fca|p}^i, iRbifi, ,^iQliabftrot»äv.Eng^ld->»tb;)J 'iDjtt'lnM^ 
müiidung des Porenkanals habe ich "selbst: livicIen/EiAibliin^si^itlleii Mf^ 4M^ 
b«ifJ)aaMildrav^iif(ölchebniiti dtikiAiraa<]ISi(ritii() vgAlitiwilfe Jgiiftimt<j i<tiie^' (rund, 
8t«iuiijtttlgUoh)Bolkiofig«siQUt güMhciDi' lEsnkönnleti/datittfiiiiJMd idn'den ^MP 
(wMfetiibgttplftileUBVI Aüanebaji^lMqveayrfaitarrf. TüprlbUid^ /sefoil'tfline' d)«' 
<;MilUältQust)ioiM(^Uliiiairv "die 'ton mjSq^^ /inlt>fUiiredil aüget^f^ti^^mril 
(IVt t£ 1M2 |)4>4]tlXM.4lidl„iVcaiicaMdiirF<yntfi^.;eir^ mhidi^i ^ !Deri9\m'-l 
g l ll d a WtB fdr.derMBfte^^ ^egeiti «leiiiiUtdWt(|pMfihiibHr«iileiel^ 

eifväHl 44vrclil 8«to KibinIfeüVJMewiseiii ttoliiiaw^riM ^Hälftb.^W' PAdib*^ 
km /m^t^<(46nniiibhrehve^i^^ faet: > aMJHainatos. i tiiMcgwgBaig'Btihief ^giiMlk- « 

li itilndciAiiwk 0«^ KiortAeihihp. doriTüjO'el auf> ^ Kel*w«nd' iitt4Uhl«^* 
g^i^eUi^ifuMage itiiMMg/iU^f jäei . yta debol TaA^6iiti«lt(ipM'ilei€li beitiefk<s 
(lAs^:iinhimkQn^(ibppeKtii{Mäm^ti p.i49 li. 6^ alsitin* JeniHevbflxeMetit 
gaitssi>^lIg0it)£uniiiiMrJufmineiid> .ei|kaii»l( bätf ^iiMffl denficibeili MmMohCi^ 
Yonwwf inioliti^! d^ad.^r eine Ei^gcpthünnJitiikeU des .WaivplbohosI dwran^ 
gfliiMt(At,s4u h«t^i0etaMer(IBQk( Ztg« l«G2.!pi 2^7). *Eted Awriiafame iean 
dieser Kegel des Vorkommens dbr. Taagientfahtipfd^ inaöb« der StumtD vbn^ 
I^H» ^yikeaUis! JL //K«hi.BdQbaohter i(ä^£»pp. .de.*<äaiif*'»tra€tt. anat* p'. 19 ; 
MoM LiiUi'SthQehiiil c« f.,42ß) hat Ahkt hiet/g^^ki^bptif^hl ater.ikainfti 
et i|niWKTftQlhQbus;,(dQiMll».en viH)rj Ob (^.M j^tfimihvy^vpi «oaatteiakiy^ 
wQ,}k\y.smlMSiAa^iU !v^jiai)s8i.baC,, ual. von P« PatnilioiiHkö. vörkohimV 
isik :3m4 «w^feili^fit \ gftb(i^abeu« Ini i oUt^ ibrigdn ruh iak ilntMstachMi €o^ 
ntff«(eQfitii«il«venfii4t. dejrs«U)d te; ^Herbtft^^ iGewöhhileh isteW 

deraelbe: aonireiH, ^I^mii^t^ sßbeneii geleibt loditraroffigleidiftr Ht>he«dot)p4Ml^ 
— Der i?adk'a;<t^4ißteb£ti[üt8tajniikik<ig6«iehpl^ OfneeÜitg ;. >dU ItoihiAi 
bald. looh«m« ibaM dietiieif^ mattfhm^lt'gnlti^nvtoi^ labffetlviU} oMr er 
slehtMF/sr^jMelf^'jbtt: lund da*i ..: 'i '•>'> >i// ;.'h jd .Hm .t .......lu..,. 

1. Alief dkaeiiM^difißaümen dQr..8UlliUDg ftiiui< abcDid «jd äaduinanl^. 
hm Jhklß,ii0k,m( i€ifumi&cha»li to.finAcMv -uod lür^i kaMy.als/dlaj^no^* 
stiHdUcsMUtcljibiHivUt wecitokii icb.kpibe Idieto/Erliihiniiig.lMi fail'Uleiii 
Siifttimtitk.igtaiAch^i./ieUfst ibfik den Toxhßdppeei.iketölkim^ w^elülbbaw 
QMIHilAtfiMitylori i aeqiialQM iati . difi ' aersAr^iLte] ^^ 

nen .liiipfel^4rtv»r; nietet^; labdr.iilditiiihiiBcr Terbiuidtef ^^ Jat twn^bUerdliifi« 
dieiSieUui« tut fitamwtolztäpM 4ii> dei. iaegol»dinteihSg^ s^^ darf dmi yo«4 
hmnMI^idPpftitcviiTilpUrcU^ jni0ht>^m .^sohUän.ßeUiilfei 1 ^^ Witn^^ 



Mki n^eMeni ^Schia^My Ai$»h^ if:»f^(iys.}:M, 1441). ' <9ä|$p^' hat ^Mi €^^ 

Kk(^^^foi^^0t'^rbeffli6ll6» AjM^nftndeVsetziirtgen^^^ 8^ ff.)* bleM > äa^ 

rMw!tiHlMsfMi«hrsu.^l^n)ifllir4g; f-^i fM Üet Wll^zoi abCfr^fet da« i^ttj^ 
t«i)NW^rt>'ll^*a*tepf^lhän1tege»^*>öobÄth^ 

st)tr«lig<^ Mtat^MTf wtMl/ von iSii^^i^l '#r 'ITie ^ iitlrdbetitWoir^el'' 1M{t«g^h 
(tor^ »g..iMil(^ «ll> fiinfe'>^)WM%eiR«lll«U^ Vier If^pi^l^ ht^ ditg^^ir ^M 

(I, e. 57 — 58). .'' .lo jli.'li w n.\ initl-)^ f-v^'i/c.-^'i,! :_... i« M / 

Herbstholzzellen gefunden worden, mit Ausnahme derer, die eine unten zu 
beschreibende Splr^^l- und Ringfaserbildong besitzen (Abiesarten) ; sie fehlt 
selbs^vcrsfäii^llicl^ If^per ,ai]ep ^kh Sjpiraliger Tertiäninembran der Holzzellea 
ver^eheiMN» Ta}^in^n;..,iM)rflai^ls]iiab6.loh sie ap^ bei Salisb^ria. und den 
AfaücaH^; 'laste Aer Mir VOrkbnmien hiff dabin^eatsUi; G9ppeH trWÜmt 
sie andi ate alljjfeiheiti (li (-. 46j. Ahbikhingch daron Taf.'^ Flg. 4 bei 
PWns sylvestris -'Tat 10 Flg. I von talrix; Täf. 13 vbm ÖJitIcgo; Schacht, 
Baum p. 201 von Ab^s pectinata DC. — sie hat an unsern Exemplaren 
die weUigeiQerbsithioIvWLdMagl -^ Hßrti^\, Naturg. T^, 5, d, vqu PIbu« 
FttnUWK ^^ Uisberall habt i<Ai 4lt8cllb)& Unk^wen^ig ^etoidcn; aie ist nidit 
c<mst^f fn Jäd^tn'JährHng' (FPtzroytf' patagdnica Hook'.) dntf findet sich 
bfeieli^<fn' Jahrringen ßcbon ii^ t^rdhling (]llittelschichtzellen !) : Juniperuis 
commqnis L. , p ' : ; . . 

Diese eigentMimlicbie 3iWMng der TettiMnnembrnn, der Eerbsls^llen, 
tiüt M «Iner'Beiii^ T^ti CcMftren' ihaii^ei^ Weise Uuf:, AI« Bei6pieV 
ditetle' f^{m9^6rletitali^ L. ^Sfeltt ibati hfer in ehiem Radial- oderTiangen- 
tthl^chtiiti ' ti'nt' den durchschhlttfnen Rand der Cell utosemembran ein, so' 
zeigt sich der^elb^ gegen das Lumen der Zelle cigenthämlich gezackt, 
wie ai^g0fr^9«en„ i eil,wii in der A«Tt des atiaifeecbweifien Blattes {SMmdsnyx 
Gmadcj *4i Anfl.. i^7, Fig. VH, r^ Bei gjQ^stlger Beleuchtvng finde« 
m«i,'' d»Äs ^dte'Äun' ölchtbüteit Schtchten der Membran von Irincn nach' 
A6ä^en in dtetä abnehmender* GrjSssc diese Form! nachahmen, indem sie, 
sich wellig erlicbcn, A^trd es an einem einfachen Schnitte nicht deutlich 
gfupugyi soi llißst abfr di^BehmrikiDg idesselhen mit kaltem oder ko^ehendsm 
Kali keinen Zweifel mel» iSMiy^mi «s efeh Mer um sin» Welten* odsn 



f'pjl^enlitUung; d^r^Mombram hünd^lt. Wfnn^ loaü/imn* auf xlen« K«tap^ Mieif 

3Mk^;wnsebarf Jbeg^eiisstQ^, an (hnen Kindern. .VieisobwoiDiiiene, bald br^Mere, 
kfüd mhW'dhM^, iriogrürnolga und r«oblUivifig. 9pfr^]g0> VierdidfungAn^ di^.iti 
^npi\m^ F4llw'i.~T>.ani* W» Rtnus Dongla^ü-HiKt.. .T-riV(«n.4iiir8pwMn 
fa3W/d^r;3:äÄi|ieenir»it|ht..m9bp;( «w< unAertcheJclen Bintf^irj^^ f)|esell»Qi BtUang} 
fand ich bei P. alba, nigra, Pindrow, Menziesi, Picea J<i|i£kn^ii|tfa.JbiiBij^. 
Wl4 itMii^. rr^Jäf^ «fiWiit.:<fti|t,^!als. flb. P'.lP«^^. U «ew/zwi^dlÄÄivOrher- 
gOf^df rt.er,RiMawi ^biR^ahfteM bfi«K(»^> fMr^mifinana&eh . »idiliobi'awr (flj^ 
A^bildii/i^n, y^lQU^ßQnudfrf riWclete vJ^Adiesttr. (AMö» pfifitü»i^ £)$li^ilV 
AUe^iGlu Rpi.). b9i i^V^OcM {vBlHim:il AdOn ^201 ,Fig.( 49| Mitar. .^Ik Aoi., 
)M>aFig./.43) gog^bvem^^iKencleii^ M ^vMnn^ ^km^ßmimm M<id^*&> 
scheinang besonders schön zu verfolgen^). — . »r. .. . > ,i 

V ..Bi^dlickijB^I .ppofc einer Waiidbi|490gi.<#daAhty ,diet^hMfiii//«iiwigf^^ 
an .^new ifoßflN^n; (dorob Seb^ßla^r^ sehr vQrqmxU^Mii Kotee ?onl^Blfljml^ 

A. j i; ':..ti jt '.'i I -il' 1 ■ ' ' ' i.:l',,i * / }i, li ■' . ' ' ml ■ . t» II** . v"\*!l - n*- 1 f 

:i.i . i' 'iii.Jii ...' .' ■ ! i.'j.. ..i .! -i . '.'■.: ■ . ,'f ' . i 

>) WcQQ man so von eiuer kaum wahrnehmbaren Erhebung der Membran eine stu« 

fenVveise Aißbtldun'g* bis zui'' vollständigen, "^äu^^^*''eH 15^1 rat- ''»Infi llingfaser verfolgen 

Jtänö, '^4 tk rf<slr böf mt>hrereii' der' g«nänntet)-'Pflfsti£eii> thun-^lSA^l! '-slI %l^fbt' Mtr 

Slweilel oiehf). ^ns^ wenigstens die Sf^lfasMn. dir Täxinten (Va»w^' [O^Üot«ti»^ 

a(j dufc^ Fß^una ^er Tcrtiäfm^n^anen antstandtn bein^htet ««rdea müfisen. Ausn 
gedehnte Untersuchungen über ^den Bau der Laubhölzer haben mich gelehrt, dass die 
spiratigfe'*T'ertläritierabran öin'cir grossen Anzanl 'vön'GoJf^sen lind llolzzeHe^i 'ebe'i^falls 
ift' ffir* FWUenbilduDg ddr*lb«n begrün dAt l8t,^ ko dass «§ h«blil'w*hrt<Aeililf*h'Mt, da««' 
cllib^$pit€lig^\0der.iithgfXhmig miftmtduiA IlMHimenktawÄ .tili srtlf<UieU MaMmmm 
zff.,b/tr^phfftf, 8^f^ DU J':Hge. i«»|ör diejijnt^mi^ ^^in\\f^T:}ipd f^^ü^^^^ffi^^ 
därfnembrfnm,vix^ hiemit. nl{:h^ boantwor^et. Man vergl., HarH^j 1. c., Ijaf. J^Z )fig. 4' 
u.'ö; ^fiS. 35 t^g.' 8— io, und' die 'firki&r'ung ier kupfertafeln iW ä'iFifc 5, und -F.' 
Thomas in Pringshcim's Jahrb. Bd. IV, Heft I p. 40— 41. — Cohn hat in seiner .^Wio-' 
iif*ntAbl»aiidWiig^Zui''l^lw*ft<öAiiiWBbhsthtnn dw^lilJLZrfll'«' (At«?. Acad. Lto|>J tarol. 
VoLqa;XII fu ir. p;t'611-H-H(iy m^ N4geli (Limi^.lSMa. j^. 948) dUii«rfitmfV«r(feltüttg. 
dw Me.^V^<^.ltuii^,^l«^t, M|V^.k^n.s^9|i Jf^f; df|f<;^: Anw(fld^9g,4l^,Ma|?fyf#fn .)|it«. 
des kochenden Kalij bessei; als .es dortn^als ge8chehei),.flbier7.ttu£ei}, dass man ia.doil. vpn 
den genannten Beobachtern angegebenen' PÄanzen Membranialtungen vor ^ich .hit. Dje 
Bl'altdiachymzellc'il von Hnus IJArtdo I^oir, z' 'ß. ' werden 'Öurch die MaceVatl'on , indem 
di» <?«ll'dWfaHBn' sfiii IRseh / '«t Zdl«ti mit »eirisj^ring^ttd^ti WTnk^ln '»der,- t^Win m.-iri* 
}4^ iftomfifimig« AabnHoh dl« . fipidermlszeljen Mi BluinetiblüfteiL'det:.G^raiAacetb^:fdie> 
WfeH^^ffPV ?^oRi««J}?!>Pr«» (nig<Tf «*?ff« ^>fi,fi- ^if^mus,,,4fix.j\\^ht^)ifflBhfl^, 
fticus). £benso linde ich. es bei Epidermis^llen der, .Obe^eite des Blattes vom Schnee 
ballciibauui (Viburuuin Qpolus L. var. roseum). weitere Wellenbildungen der Cellulqse 
u^d'^dMorch' enfeta'nddh^ srheintJard Verdickungen" vgl. bei Caspdry „'ftber die Schutz- 
8^IMii# <Bfe.«'^ P*higili/rfAftfb.Jld. rv; Herft'I^ l4lft, tkf. IX Pl^. 1;'S]'*lO; L^'»W;. 
jQbili»b«;fW9yV(r<M««achiMWit pere«itf.I.^li«<«^ : 'w/X .....^ i;,.yl 

•rr 



KRÄü!S(^. lÄlltrosk. Üntfw. tüh^t 'd.'Biir'lebeiiflefr^tf. VortreW. MadelhÖlith 15^ 

Kcfff'aW aei*'«h8d g^^öietidi hkW; Ös ' f«nÄ rieb an tfbn VAi^ Bbr^ptlliiaM 
Membi-äti tfi^äi/'iibgiöhoberien'äbimdaifrWie^ e^eht»ii(tTfchc, aeB 

fctnc, eetitripda/l^ Sti^tong^ (Im Njoci^chiiiit)- offenbar &^^ Wii 

Sät(Mt mit Hia*örtrtom''Maf(rifirTOD l?ih«^' canafiöilsfs bfeobaclrtbt feit 
(MÄTofet p. li!^ 'Plg.''28V'B.)'\md an Piriui' Abics L. ffir'^Hbil/st zrfrfi 
WrentiättälÄ^ wkllirt (Akikt u- Phy». i; 44C, Taf/'H rtg. W): '-•^' ' 
''" lös 'mi!is« auch iJrWttnt'i^rertleh; dass bei' Irelfter'xlefr i^'Wi^^h«if- 
sMMed Clihiifdireil feid^ cblhincbyfatkk'ti^ la^^iseb^irae Terti9rtii^hib^kn ^tf ailf 
krt göhilfden Wlrrde, wlfe silB iSnmo be! rerichlödeileh' fii^bWaunien '^Mi^'' 

den^i(«6t: -fc^j-ise» pl';2al'u?^ '' ';' ■"'•; ■■' 

'Biörtzcb Werft afc ^HblBztellen imterÜcH aosnahmslos^Hit)!^ '(bieB^W 
Pdreh), ko'iiiiid ^ '^e^' &le lii'arkstt'aliizellen theils, nild zwa^ mdisl^ mft 
Mnirachen Poren versehen '(Cupresstnleeh, Podöcarpeen, iPäiinecn Ahne Au^^ 
tialin^c; vW den Atrfetiheen Scqtibia, 'Plrt^ö Webbiäna',' Cuön!nfehatolj<| 
Araticiirla nttd Dammaraj dnd dfe ittiten Äufisnfdlirencfen Abidsarten'n.l^'b^i 
WeiW ab^ 'öfrta';di6 $egk 'Vfife nntöreh 'uhd öberei Zellrelhiri ' d^r M^rfci 
BtraM^Jrt mit ISipfelii Versehen' i' ki' den 'inlttkrfen Eeihen 'diagigeii poi^ 
(Abiesarten n. 10—12 and die gesammte fthdi-Grappe). -^ ' • j l 

lieber den Iiihalt der Holzzelle nur dieses : Bei den KeräholdRellen 
hl ^ bekannäieb LiM,« Stürlce führende Hoiznelleii Anden sh^ bei keiner 
(kkhkst^i dagegen findet; man ntcfat iseken M den Seil«»: <Qndrbtflli%hi t<on 
rdrMl|iedbn«r i)l«k6,'Toiv nnm^Mbarer (Feinheit bM' )(trrf>icke'dor^Zellivmiid 
miA Mtäh^^ «n 'd<^n'andltisendeh IlähOefn dkker, i^lleri sie bei tiik^rer 
Cntc^nclMing" bieoilcaVe Qirerplatten «n 4ei* Z«lief dat. **<^fipp^t ' gibt'\iiici 
MMMng Tafr 7 Flg.-4v erwiChilrt '^dMelben über meines Wlaeemr* nleift 
Im Text Durch Kochen des Schnittes ntft' W^iftg<^S9t^ Aether Oid^ Saiv 
ptetoüRove rersdhwhiden 0ler^- offenbar hahsarH^er«Niattir. Aehni1(Aes':findot 
sich auch bei Laubhölzern in Holzzeüenr und! Q^ncbseh, 'wabribbeihlich' als 
erhIrMe Schiebt leber-FiassigkeSt, ^cb^ n^th Hofmäite^ im'iW1n4iör die 
gPMMi LuftMa0en der' deföeM^ und B^tzssellen titAgi%l« -^•Si^ ^heueUefai 
oft: seVfitidsclMrid giCloheile HohäMllen, laMWi steh Abev durch gi^nawktei 
VetfcbE*^ • untMchdideA ; dlne^ Wirkliche •Q'oditehsellMIdiing, wie 'biö (Or 
BMrkd ftthr^ii«» Hohszellin der LaabbttQme bikanht ist^ Ist bisher bei €o- 
niferen nicht zu finden^ gewesen« In dem H>6lae der ' Araubnifionwvra^ 
kommt noch eine Querfaltenbildung der Tertiärmembran vor {Schacht, Bot 

Ztg. isai;f;tKff,:^iifji^.,^fi. W). - ., .„ ,...,, ,,,.,. ,. -, .,. 

Harz als Inhalt der Holzzelleu lässt sich in jedem etwas verkientcn 
Hdli'ö^rfdiri' iOi habe-ldesdcii fiiWung böl vidrsckiifedettön Cbilife^cA ver- 
folgt i'Piiüs'a/ylvfestirid, 'Abics, tidlii, besonders kch^ an «ncm'das^iÄ 
C^ucäUülr^stiiinm^fad^ €»Ü^«ren8^ane: tin Iiltoerst' feifaetBJtk'^llieie^ tritt 



eirCilllei^ Qleiijchipö^jg wird ^^ei die. ,Ze^w,ÄIld,,fite^?.ilül^^^J,:Aft i^ach^^ 
ßUf^ ^e> SecuufilärsckJiehteQ , rii^ voi^^ der <pc;Hu,är6a Jde^)w:ai) i^eUiat^.]|ji{u 
In^ ^Auctii in y;ori|reltlffhen^fJ^4>)zmi ^deipan^-diei;^ {If^rsbjildpu^gVT^*^ 
cess in dei^ . verjw^e^^nal^ ßMien foi^U» ^e.w9ir4|e;i^ ^Ajtj /sfMi-^^tfif^ f^ 
df^^;^w4 d/i^^^Uwi^dp Äuf,d«|r eipm.^t^.i^elii^ r^c>ifl(IWit, ftflt Jbfs auf 

Sf^^teo ,jdie ,H> /JiBri ^ftr,amö>fr^diu^! ^^gfjjfeiie W^ft. KfW'W.IiWtf^fW^ 
war. — Besonders bei dieser Gel$genlfp|t. fipdqi^sielij ^»^ b^>(o8fj^ ^vji^ 
latte^den H^iO^r^n die werten(?)/inij;^ Abl?^l?u»gi d^r .«(^i^^r^ ^^d^phteu, 
#9 OäppfT^ biepbachtet upd ,^b»geb|tldet tiai>^ .,o|iq^ sl^ i^rfiD^os »I»,,p|9^ 
ai|^erb^Jl> , dßa ZpliUebena atebendep , Froce«? ffi , , be^plii^n» « ; Ep , ilf pfifjcf 
kap«itdpTJKwräln;i\mgi,dii«s i(ib. wieb jäfirct ^bljOtii^jod ,g^9n^lJ^ .veoffjifl^ 
babf, 4(^ sijcbyiolpM färb#i»d«.,TefMHfi>ieinbf^fl yoi; mn ,n^ }^l]^m^,ßi^ 
bfJ^t'Äiql» nifp^ittcb bei Laubt^äqi^fin ,f)fffl?^ y^n ^Wl Se;cii|i^^9b^g^uif;^ 
^, (^opiUiuys jyr^daKs, ni^raf,7i.,^.w^ iii^ t^tcj^ ^^f f^ ^e^eicbwtftp 
Erscheinang täuschend Hhn|if^ .,„ .. . j„ , .ii*^ : » 

, r 1. (f/<r^NtMm£ FffiAJMti^oM rlMmt, sjeti tiei^M roo finand^n vntffr 
•clieid«ili: ilie flffslMceUe ifür 4ei(i^fitbl»igw#U9>i0q;eii«i»ef idiobtNlMiA 
tiadta) sdcbniftlec, xtgeaplia, mitTnnfMiiUilMiprel» yepvebst i«nd' 4|MMiUf 
gefiUtift oder scbwucb 3puid% (D^tollufig^i.odflr ,fingA$iniiig y«fdiokA. Iftrr 
Iptftda.Bind die Wandungen ,90^ 4kfc, Ao^th 00 cWan aj« bei |;ewtaito'(ihtnik 
SdfawclehMow veiquolienaQ. oder durdi 4eti Verip#doroigipiW^» YiHMttlr 
täii) Zttten it^weltUebaiüfftflseR« ' : u i , t/ i mi 

! .n2. lWifi^ote;«nteFadieid«l eticb.vomStanmlu^jdortfbgrösaQre W«ikf 
lind mebcreibige Ttjpfelviig i|ei:,Holfl2el)ßi|. • ' • ; t! 

3. OMpressinaen^ Podo^rpeen^ TaxiiMenund tüieAbiotinisto oHi.^iis'i 
aabme.der Qattungea Aiwiteaiäa and tX^noMic« haben «teorfklge; aoUimr 
HiahrMikig9:iiebeoeinaqd6rgesteUte,.(leU(ere apiMiUggmteUU' T4tpfdi> SNi 
Theil der AbiatiBiiHai bat im Herbst sah waobe . RIngT: oder, rechtifcafige 
SpkalfiMeiyerdickuag; die T«xine6n*QaUangeu T^xna, jCe^MobiKus'and 
jQmy% links- (selten reebl6-)Jinfig)Q SpkaKaaern. ^ ; v j.: ,: ; 1 

-.'•:. ' . ' . •-. . .... -r, -:'■, i: .• . . ..^ 

8. Bas MolspareBchym, die Harz- und iifell^Snge. 

. Ple LagerMpg91^erhi^tnis9e.. des Holaiiarenehyins sj^d dffi;f;U yS^i^'s 
Umtersuchji^^gen lUr jdfjs Lauht^lzer, bek^imt (Uq^er die Zal)en ^ea^dicoty* 
leo, Holzköipfors, ??^<4c1i|B, aif^er den lyiajdu^B^ ffp,,^j^ agpUiMlir^ 



hältnitse bei den Nadelbäumen aasserordentlicb einfach. Es liegt! tj^i^t 

»,^ ,UBtW /MW«fiWwt«W ZuFftcMlmng Jfti^^ ^ F^etf^l^m^^wek^ 
^fit^y^e^.-ft^gÄiff. d^f,.l^oJft|^rfln^ m- M-iMif.:. .• -f 

I|fHief^tMj?^,//(p;to. s»W8t.,«el^hrt b^^i :(ß<]rt. Zjg., Jl3i^,/?Ä<wtiie ,*öh df^ 

^^^^OflW^iiWjN*^ ^M; aWWflO i^mf^l sa;^8fpi;fp:4«^Üicft ^jrfr^i^i.Sftia 
dass es leicht übersehen werden kann. So wiiff|^.;9ri ^ .FqnhPfWSu^bjfyi^ 
I^Mrqi r,(4^e8,i|gfl^jlJAU,i(0£3i|, aMfl»me>n «WMlffi^ii ^fm <^^r\4ftlPol«- 
pWPphyi^.(eh^,X5^A^<,,IJaHjff:.,p,,,?^^ ^P^ Zig- Jß# .p^l^li 

CcMfe/^ rl. iC; Pf. m..»*: l,l?^.ji Al^pri i«iit ,U;v^P^t„ ÄJ[^.. £inrtet^,>99flB^<?r3 
iiA HnrbflfM?|jMfW^iqV öftfy;. ci;$|l^^fiacfr Jpngflrajßnqhpo ;JP^«q>9hjrp|i; ^: ,ypj:- 
t^^ ef,McK.;^»fjh,,^itji>inußiq«^al^ifi^ J?ip8«iQ,.iPßq^jfra,. N.cfl^- 

nHfinj\^9Jiai jcjf9g?j8J9, «iüqjca,. b^me^,:icamwieojij^ l)ind,.Ced^fl9H ,^^ft. m.üi 
SHW PWÄfWr/^'fi:rBw?«.»i?g^.'bpsifzen (fi^asa^eq), ^^i^s^Qf, ^ip,i^,-F;pr^,j 
ijqJ^ültB^^pässig häufig i5t.e8„i^/?^,^,^,,^^n^;,.^,,|v^^n^^^t.,^^,^^ 
siel^r ^]i(?he y^<>r^Lf)miftCfl dcjs Hfll2|>^^enjc^ynjp^,J[j.ei ^qwi^pn,|^ji|^ljp.|^?j[» 
(Saljpifteae ajlgw^iiH Pfui^9?aftfiM,u.^;e,,>\v)j p-o ,Y>el bU^fig;cfl,J^co^;^lp,ep ff\^ 
eijyiaQhen parjs^Spgf sc^oa Jl^ei (f^n^ , i^p^^gverdj(;lf te Ho|^Äz;?^l^p li^itspqpdiji^, 
[^'«?PPP C"^?^,»!?^ /'l'Pffeyf ^ QSphif^9l,9;p^),flfla /Vf^v/^^i ; p^bst. Dflpmf^r.^^ 
vor. Eigentlich zahlreich sind sie aber erst bei CfL^j^^^eo^^^il^^^ P^,^^^,; 
SWPlW.<^'^.'A"sp|j}in}p^ ^i'P^V^ipc^^^ tfi^ SQquoia, 

p^^ingjiaHMft \f»i p^nffs Wp|^|)i{^ift,iW41.,.f^^ l^f^t^f^^vif^^^ich^^flH^^MSft: 

THrfri. "tl-.,. '? ,' 't- M' .( w ; . II.)! iJ '. I. I ('»h; , 'IIÜ IM"M»*) tu* f t«l »U l'li 

1 rf^jß'. J^f^KW. Jea ^9^iPW^%WS ..jflp^^;^ ^dQp,,^^h^f^8^,,^(}jjie 
Anordnung in kurze Tangentialreiheu , oder in Gruppen fip|de^..^^^,,^^yAf 
^ ve^efle^Q Ar4eii.fpitftptpr,,yeppbij^e^;.,,^^.J.at,|ib^^,^^^^^ nur 

lJ^fU^ig^,. Jvlpe. ,9pn8taqtc f^pgefjJl,!^^^ i^?'^*'»i5; >>»? S*®. f* P^i'.<J|eiu, ^oja^- 
j|irci^flflrji^,4ffjEjpb(?^ U;Ä^tai}jf ^.qjehr.eije^i I^Qipac^^pi^^u. ,ft. W^„^i|:ef};.Wff 
pj^^^,g^r^i(^(e /Vj(^9;[dnuj)g. ÄfisaelboH ii> Gr^^ppe^ ynd ^i^d^n, wi^j ^),ei||d^ 
EfftÄipup^fte^,. P.^iHplM^fieen, C^eaa^ipl^^ii^^ Hrticf(^lf, u. .?•. w. fin^^pt, ^;c^ 
^WÄfBflfM ^i,GW5^«fl»8y*W>.*^^«'^?W/.fiöp|f.'H'^ ;)ekaflfltlich, ^ät/^ 



160 KRAUS: 9Kik4^^. UtitetsJ HVer' ^. Bau leb^der t^.* VirwvHI/ iKid^n^zeri 

IhiTxb«ll«n '(^pp. Mimögr. n. Oft). In ^db^ iiiei/tglsif* UttiVersilätoirtanafohg 
iMet Bidi •«& «ivietti ganis nomiAlett'tejte^lafr dfei»b« fiM%e^''dn''}biiger 
Ast, dM HarzMlI^ti In grosset M^nge uAd mei^t eonfeentritfeli' K^rMft' 
sci^i' ; ''•'■■ ,'!'•■■-/. s ;' . -i-jiMi 

Die ZMm^nnoYi der 'H^rsselten ^ enCspilcht fau Gänsen 'tld^ diek'' ariMf^ 
genden ti^liiaiile, w1« nii'ht anders liu cirwarttin M^'t^ da sfe liiH/ elncli^Mil^ 
Hotetf^len gl^idieü '^ctli eiflsteheri. Bie bind alstf im H^rbäf fwKal eti^: 
Ihr Ltmien ist da^jotcito, ^ä sii^ dObttWabdi^er alK die HoliMieh aUidV <il* 
W^ Weitet AM das der ätilÜ^nden'Htrkzelle; IcH habe von Weä^ BegH 
bei sahireichen Lanbhdlearten' ebenrafUr Itelne AnsniEihmo geftmdbnf. Üo^ 
hat in seiner Eintheilofig vorweltlicher 0ypressönh(H£er ' viel Q^wictit aof 
&i^' Fahn und Wate der Zellen gelegt Es hat Sfch sdtön OSpj^'Ai^ 
g^gen erklärt^ und ich welSB ans allen, von n^t^ ühter^tichteh' "dofei^^ 
keÄi^'zti uenfAlen', de^^ Halspari^nchyissMe In tÜetü delr bekan^elti''dk^ 
ßtbhhit^e' efne Besondetlieit Ute. Üanift stimmt auch VäUkotaAien ^^oiiM^ 
Ätoij&be Wr-dife Larf)h6h5cr. . . , , ,, , , .., m. . -, .| 

ibrt Entstehung anlängend'; so ^tlmnit dieselbe eböhMltf mli der ^b^ 
den Ldubfa()l£em. Alle Holzfmrenchynu^elfen entsteh'^h'duriib Qnersefaei^-i 
wandblldting aus ^iner an ]^onh den Uols^sellen yollkohitnen"gldchen Fä- 
s^rselle. So theilt sich z. B. bei Pod^carpiis nubigena LIndt. eine 't^^^ 
zMe d-^imal duröih quere oder sdiiefe VTHndc, die fcJn poH)^' shid. f)fo 
gegen die Holz- oder Markstrahlzelleh gewendeten Sdten sind init 'atuehn^ 
lidhen qnerovalen foren vcrseheb. -^ Bei Widdrfngtonia JtinTperoide^ Endl; 
bestehen die 'dünnwandigen Parenchymzellen aus 3 — 5 quer- öde^'schfer^ 
^estüia^ien Einzelzellen ; auch' hter ^ndP d^e gcgeh die äolzzellcn gcWenci^' 
teh Poren qoer-oval. — Öle Faserzelle' von Pinüs Webbiana Ist 7gllfedörigl 
und wie die vorigen gebaut. — Bei Cephalotaxors'FoHnhei ist die Fäs^r- 
zelle aus 3— 4 Gliedern zusammengesetzt, die wie die vorigen gebaut ihm 
ohne Sp^rälfasehi tXnd, ' * ' 

6o die Fotm md Rntätiehung wabrsehehilteh bei allen 'i3oUlfiifi^: 
Ktanebthal siebt mib die Pore der Holzparekichymzelke geht^ft^ in/' i'dlirl 
dies nicht von eineoi linsenförmigen Hohlraum zwisdien den Porenkan^h, 
sondern von ehi^r Eh/(r(jitertihg des Porcfiksi^als j^^n das Luibeii der 
t^afönchjrmzelle. — '■''"'' ^ . ■ .' i .-: , • •■:! .'/ 

' ' Der Inhält Jugendlicher' Holz|)aren<ihymzbUeti ist iStIMcetttiehr/ M^ 
&dppeH berelis'iür einige Art^ti atigegeben, urid Ich' giibz allgemein an- 
gebeh kann; In altern, Verharzten Hölffsm sehr gerne Harztf^opfeti.' tt 
fossilen Hölzern wurde von Stetig tbssHes BlSitemeUl atf^geften. 0^^ 
hat sich dagegta lichon ausgesprochen; w^r stimmen (3b^et% v^llätlfhdi^ 
bei. *— Abgesehen von d^ Bed^ken, weleKe kian ge^en'die Erhaitnng 



«^^'BK^ei<<ie^tiber''fl^'Vft4kiU^ Jull^^^ tMJi^üIEI^kttM^ ebbt 
dtfiarentcr Agentien (SO3 1) hegen muss, spricht das Ausaefif^b #rich* ^^fMI^Ie^ 
lAEütttebeli?^"' "dtMhati^ > ^i^ht fUr ^ söUAkisi' 'Eä «ind bekdiiaiileh lÜeiAei^ uud 
gr5s§ei^e^Ku^,'^ier btfn wbh^ fSr Stfirlt^to^bl MftUsehen l?9nlile. > 'AlMn 
M^In^ 1«!^ '^uM «liHtti^ 80 vei«^»^d^lltfr' QrtMe , wk' tfet^SttlrbeitJehli- 
WHi^ Bbetoi^l:'€öii^ren iii6' Toriottiint; ataiAAm^'ftMd flelbst'4ltt(4ckiriidtett 
fi^irVdtV'd^'GH^ d^iVöiiMto der SÜirt^eiii«Httftm^r'Mend<^»^ 
dafkW ikiabmi\n'iii^''Ee^ l^b^ttde MOtn^ ttttet 

IRdit- Wffg^rrol^' AiUttU Miin«l>ff attcfr flhdefC^tiMii •MAleh klrgoildk ZlrflJfing«^ 
oder BriftJngsItSrnfaiP; Wie" 96 hlMfi^ frei l^betidenf; --^ Am'faUttfigsten'fittdM 
lieh die fd8äif)tB-ääris^aMi6'llM eHMMtid^ mebt ?M 

T^ciiotett'''fthi^dien^^üm€h durtffciettl:, g^ftiUi ihtAtch« wl» dsn «ie lA 
J^ilil^i^, preloplaehiäi^icllbd ZellMi (PoMetv'Bp^i^/BAne u« s. ir;) 'bei deb 
B^aditoti^ u^ter'^W^di^ kttftatit^n '«(^hU*^ •'! - •• v' ^''■ 

„I ,Bei,;deij,,fprj^ic|)^Sd(M^.]^f4fft(;hta,pg jjiJ^r.Hafz^Bge fallen z^unächat 
2 jUptei[^ie^e;m'^ Ai^e-'^jci^ Theil^ dqrse^bcn .jst von sehr zartwandigen 
XeUe^.bjeg^zjl^ w4hrefl4 ejn ^ndcrjpr i\U8 djykjvandigen, j)Qrcj^n gellen 
sui.t^stelfenfBpbeint, ;;In dei: ^Tlv^t aber l^sien pich Aur<?h Aftzkijp auch 
hier die dünnwandigen Zellen wieder aufquellen und sichtbar machen. Dof 
Unterschied zwischen beiden liegt alaq nur daijiif^ ^a^s im zweiten, Falle 
;KMsqff;.,(|l^i^,,,^oiiwan4ig<^ ^.eUei\,flOQU ein^K^ftqaj .^ickvf^p^ige^ Parepphym- 
f^f^fp . vpf J^^^en ; kf- ; j: If fi^Bf 6 Aisigab^a - fibej^. yorkpqipien, fpjgen unten. 
JVS Mi*hfi! fffit^S^ ti c\b,,JbeÄ4Pi%dipca^oa,cif,,cojÄ^^i,ut 9>^^ durch eine 
^bhi^^^f^ ij^tif!^ (Na^u^g. Taf,, ,1§ F}^ 2 ^\i^)} \^^^ welcbcr Pinus 
sylves^is , iiiijt porösem dwjfcw^digpip.Parenchym: auf^ittj w^ iphni^^^e- 

tmi^n m)<;.. ;.; .., , ,.i..j.,^ ; ,* ,,^ J^.,^ „.„.;, ,^:\^^ ' ,.^„ 

' ' Hilft kSmite 't\^giH,'^V Awiiti^gähgh (tiitHtJ^kiM\seimiwnihifitiijt 
O^pp.) Üichi' als grnppirte^ l^öizpärenchym- zii Vetrtfchtet/ ^i^; '¥Niti 
Kiin'fn'ldM' BegHYT dißs'HöIti^äft^chymd dlld BeaUmminijr ^dfnllimits dabs 
stäffile^ZijllW jMis einer den* Holztieiien gleichen ^«ser« entstanfiden^ ' ^iti s^leo; 
!io-mfif8&^dflii''Frä^b^ reVüehit ^t^erdtih.'' leih iikbc^ bei Pitm ^IveAlris' dib 
lik«b']äaf«gann^ begrenzenden Zöllen' iiliemafe in'4P)Eiser«d]eft nobösen -köÄne^, 
wofSr anch ihre Form nicht spricht. Aber modi' Kh '^Ki diidtWiHidli;««, 
piorthien ZeTfen, 'difb ^liJWtizaWife Äcf rfflWnWatidIgferi' oto^in,^ und YOtt'^denon 
dAs T^rdbthi^g ^geifitilchen'lT^l^areMchymli äebt' tiKh^' liegt, blab^ tdi biA 
wtedei-liölter ' Isölatton derseiü^ ati^ dem' tkrch^tih6\tts' nirgeridii; selbst* 
'n/feiüi ifeh Öiic ünU^eibtödtreiic' »ätktcAtc'R*^^ 8--li Zellett tin 



j:«eoi;«clleB.,gft89jMü«. ../ ,;i. j.! mm .■ .m. ,. . .:■!,(»-, i .p.lrn .■./: ..,m. ^ii.l, 

iWAF<k«iJimsv^44mB>)fl^r:igS«g^ M .gew^u\PQfi;(9ri9P')afiAfp(m Www» 

filö«en„DfkÄ «qgwb|i*U<*;:^kawt| ßcrfbiiWim^p ,1^^ ^^ 

HarHg (Bot. Ztg. 1. c. p. 123jlj,w4 i (KfePfW^ i(*Iw?gi^ ,P^/ f^ijiBWWt« 
haben. In der „Naturgeschichte^ (p. 37) gibt sie HarHg fiir denselben 
Baum nicht an. — Wir dürfen hier nicht als falsch^ Beobai^hti^ be- 
trachten, was sich bei genauerer Untersuchung ab Varianten Bildung in 
(ier';]^afur W^tit.' -*6li'hn«e b'fei ^ihriWtti^fl&uiriöH' 'd^e' Hark^n'fe'Ä^ nicht 
gesetien/'Wöhraber b6i ahdirfen' bd Gelte^eWtieit eih^r blihWÄ!ehJ"^äni)e* 
achteten Bilrfi^^;' die wli^ liier bisp>6chöfciiitissyH^'''(AWoW '^giShtik-ü 
ziim iiia'rke^ gehurt!: 'die 'IXetl^äng^^ H'm0, "jMafkflcitkche«'^'^ Äfef* 

•Ihre' bisherige G^sckiyM^ i«''ktir2't ' "-^ '■''" ' '• '^f- '■'•'^^ ".- 'iH'-i •"! I 
•^Öie ersten yrf^eiiWrf*^^ ^NttcWlcJhlferi' ^Ibi^ »(fi^-t^. 'E^ ft^ 
^m IVurzelsticii; del^ ßifS(( ils^'boMixkitf^gt^i^' ähAncW i^m^ 
weit in'die ri'i'iij[)t^Ä, 'diWife(?fe i^Ö "FtJ^ k*'aen'fetkW\ Hrffai/ bteji 
gendie Ö'Snge, 6Wehenä*a(Ä dicttftutigeny 

gefidlien^iBlIen;' döfcn stch''^tmtgc,'klijängit'fl'liii^rich;'iü BefeHltei^ir ifties 
unbekannten braunen Stoifes erweitem; zwischen den äussembli ^ttiltifili 

^^heri|. :äa >>'<mi^j Mnd,,vAlHphol.üRJl$^U;(rtpe|[,ßt9ff,..ml^^^^ (^^i» 

Mw8qn„ftbi„fl€ff alfit^ vfo^^.6^ itt,deft^^i^l^j<T?^fJn,wfW^ei?i ^f^.ip.^^jj 
fiJeftoieRi7yia4#rft(id*,:{B. ,^i^6„l, cX ~.ilw,iv^iii»^t^cjfi.,vp|^ ^^^wyj^- 

»i.JSg- ,3»- :-M Wtfrj!^^l|sit^^,yon .gi^^ ^ea(^RjU>rt jt^ 

„ >n-]MßßmifM€r,,{y^^m^\^,.fU^e|^ WÄ^>fpi«^eÄ,Cai<tf^tewtiliH ,#^ n^i»WMFf 

f«r«|| der«<wfchtig^eqf4pu^ea Päuw^iTflrt ißt^iUi^^ 

.18M) Mittle un«fp^,^jflSM^| nwA sehr ri9)bLtjg. (öp „Jtf»fjwyi^d^bqlpfigei|% 



aasser den vorbergehenden noch bei: Bcliila davurica, populifQ)Mi^;;}Pra(f|4Br 

4SMparjui^.awftn gwe^.. A»«ft^i)iB^^Wvipizt,r,'W*<>t-^,.v d^m^WÄ,;., .8^1t^per„^p 
Zablj bfMnt 4lW#»e . .%j}M»«^^a .? ^ ,A|n¥^iiVVl(J*^,.i,B«»»WU;i<?^ll^I^t/ WWf 
>i»fr«^ra,?,pf,:J^i^ ptjri^(i^^U^2,,,>Mafii)ft|i4V.^tt|niu»^, . P.QP9I1« tre- 

rauk (geschwUnEt gegen Inneij)^,tPrm^ *Wmn^,.PjrH« ^Bti?F»»e^^?r^lff 

^;tttM vf^4'gihtwiw^n*#MfiP«*nJttKm^ ij.ffto.^*» :9i^ti*^:«lhft!:p- W.f 

Meine eigenen Beobacbtnngen, die bier folgen, ziel^^f^ fievB^*Zm&;lißef 
^l^f*i ««>8§??.ÄVr |^f^firfe^,,.fjli«fl^stwql^^;;W^th,^flV »¥^UgMPg^r Es 
musiCen die Fragen behandelt werden, ob und wie weit dieselbef^jjl^,^ 
fWm«Wn r#»«9!n^W«ijoV 'fhf,Ba^..^eM^#e:.Jirfpil^,^ fi#|ibhöi- 

sern, and ob sie das gemeinsame Scbicksai pareni^iapti^fbiir^ ,'I'hei)^,AV9 
#<dspi5u4^r„Jil»4ell^Jz^^. m,^^r^ fw ?wM«P> 'rteUWi ' A Ai,.;0|Äxdftrph sie 
#^W*n»fl-)WMM^^J[^.*önnia. ,j;. ,..;-.. ,1, „,:,.; ;[.,.,, j.;. .. .1,:. i,^,,^^ 

Y09 .^^,lBq^9^^flge^InJitfJ^J^s^9^l,A^g^,f^a,;IS9:?:^^ #q))( 

*I|P .FJkfc^ HP(|.„Strqifen.,i .üft..iii^ Qo1«b 4i^„ifeffiQlMje(li^p^a ,Piirbf90> YW 
>^5eis^ ^ifÄb G#, .ftpljb^/9rÄ«o.bift £ast «um^ij^iiv^i^, ^^c^tba^i m^r rm 
vf^ki^cl^^ Miffkf^^fff^n ^^rmht^ ■ W^ NP»^ /tojgiende; DiMfr i^s ,VfA 
aap|)Mi ^o^Ci^He^ Jflecken ifi^ §MM g^«nd^* ..Ir» m ■ ' ? . ' ...l 
},i V l,^)^\j3fiß^r.('tianj^ Hol»' 

W4 Alwkß^lpi^fiittjbjfi^jj^ija ßeraise) , nvt eifieip, ^bjicl^^ qd^ ,byr)iuar 
Jff^bfift i8f*»WSWf*fiWß^e»#^.Sti?ft?. jSo.l^^i AJWH» iijfic^w^.Wqffidgi»- 
Jhff) 8<y,i;^f«fl«% S4lf;K;-.v;jbl^fJ^)a, SpUapa ^Xffmh ,D.a8. jGIfl'^*« TT^r.^Jf^- 
ifi. seiner f^fgis^m^gi^eiti j^^eoda ^M^jV(?^^1^n>; >^^^ CelJ|i|]o^ifpnem|bxAneii 
g||^ic)|.,|^,jy9bf/ia9lt^r|(ui.| .nur^^^ Mod^wie^ftii; schiepiBn 8|^,«igepl^ün^}|c|| 



^^idiV' (^oü^c^alN^HA'^^).' Det infflMrtd Stoff ><#ar,'' wie' fliii Hot^ 
Hartig in den Zollgängen angibt, In'WadBer-Md Alllöhcl «tilMttb>,^ 
!d^reb Jod' uncl ChlansfnkJodlMang Jil^erlgelb,' yeklBeh#iälld Jtäf Kochen 
iah Sälp«t($rkStire' <md 'duHdi das Mbcemtionmrfahtea. — ^' F8r' AlfHi« In* 
cana habe ich mich (iberzeagt, dasa ^i^A' ieHtid sbldir '.ItiMf^l'Mtm 
^neh Fttsa^lbn^ ^^rlbl^eti' ffi«st, blihe Idaito mati aikf >«iti^n wMflclie^ Zell- 
^ilfc'itieÄie.' '"i i f'-'-':''-! •:-<;.:'. ■: >: :.i'ri.^.N',. / ..'^ -,. ^u. 

^ ' '^ 2. Bei Tfat^iK'^ik^iiitflJlia/'Stinipeni^ exveläa: *ihM Phiüa l^tD^apo wai^ 
eA ^A^fiHäufUHff^' rbn lf6«4Hife9tf(i%biA;{te7^'fe g^iHn^liehim AH, ^ ab^ 
iidrniei'''We£Be geschäiärt anfftt^ten. i«:a M 'di^ kbcf^mtirrs ^eln B^i^eis, d^M 
tiian di^ Gnippfrimg^ta- zerat^aften Holspiär^ch;^ "^fOlf di<s mä^ne dct 
HSlkeV von Cönlf^cn Bicbt, odei^ nor hSlkshst törtliAtlg b^nhlien *darfl 

' 3J''Sirctfenartig hngeordtiäte Horz^^^ bei ¥inttB SVaftbianaV AbttoM 
In gtossfek' Mfen^ö auf eitlen Plcck cWi^eii^^^ '• ' ' ' ' • ' " 

4. Bei Pinus alba, balsamea, Pichta^ Ounnlnghamia sinensis and'Oi^ 
I^k^cffdt^-'ÄieMpcfh^i^r^ war^^ eonfeintH^che duiMcI^reV 'J^^£»^ii Übliche 
9trcffbü'is(i^';sehlBft,^dlii, cfine ÄW' M^nl)!;^ Lfi^ieti^labg:, nach beideh S^dtf^A 
iiin ttllhiUhliilb WracbWallden^.' i^i'd^n 'niitth>^Op{sdien U^ersiKiban^ 
fand ich die Zellen allmählich dickwandiger werden,- ohne dässt'slf^ F<>riA 
TJtld 'Tfit^fislütig gcätidett hMien; i^Kcd der Cftfge^eilgesetzten Sehe war in 
gleicher Weis« m l^bsk^WeÄeh* ijei>'^l^wänddfck« V^ Vgl. MM 

i: fe.'^p.'-2'2S,'''*Anm:''^ •■■'• • '"' " •' ■'••;-'■''!■••■- •'! n u . ■ ' .;-' 
' ^^'Endifißh Wkreh^' wirWichiei «a%f*n^^ in ^ä*r ÄW, wie si* IRM^ 

bi5&cb*4ibt ■*■' *''■> '"'■' *'" ' ■• '" ■ •-'■''"■ '''''" '•''' 'M.. ■! 'M.. .....'Hl 

''•' 'Wrir fceWafdrteri'deW Bau (fetseftett m^ efn^ 'Nä^I-', danti'^Wl 

*'' 'ith z#öitöii Jahrring Wnös SJthirigen S^äh^mOkCxä von hnm hal^amih 
fand sich gleich nach Beginn desselben ein dunklerer,' rOthRcfaet, e\^ü 
tthr^ittltö^get^,'nieht4chaTf 'abgegrenater concenlrischer khig;' litid 'etwas 
tikdH Atisöen davon eitl Bo^^ vdh eb^n sofcher BesehaMnfieftj Mide Wk- 
t'M riät" durch da^ o6en bnt^ii' NK 4' angegebene! An- und Abs^^hWclfen der 
K^Tlwkhddfeke hervotgertiibh. Dagegen War atiffanenc^, iMi (^ih'Thefl der 
M^rkaerahM 'dös Vötheii^^^eftertden Jahres ganz nforotäl' " !h' ' dis ' Pf8h- 
lingsholz des jetzigen Jahres 'übergeht, '€\i\ dhrdei'er Tfaell abei^ hi der (JeW^ 
gan^t^Ui^iH^'Z^en uhr^getriJä^ig ansch^elH, maincWal W W Zahl 
V^^d^^ptit^sdri^kek' ytirdiäet lirld'mit einetn braühleh' Stoffe l'Httj^'flbri^^ 
sKh'ibg^riifd^'RidltuWgj'wie er eingetreten fst, fbrtscizt B^\ eün^' i. 
Tli^e eüdR^H 'K^t kk d^' Eltitifttbitidle v6m' Vorjahre in ^dlesöJ OtH 
gröteöre' YWto Heinere Gtupiiö 'flitkwahdiger, irtiiltk poröser ^Zelteii mit gdl^ 
beüi'fti^Ti'äiid gielb''^efmAier ^ättd, 'ans welcher netfe M!^tkbtrk&ien, MI 



Mriit 'die I Fiurteeiiiivg. rOfoShnp^t /«M» * ienhifMilifeBiw i . Ii« ; a. Jalihritog sfieltr 
liMiiiigleiieMaUi», (iiilitk/H(|^» ^dts WkähUtgshohepj i^ine» / voUständ^^eii/ 
bnmiQii^ dookkA Ring;: Das liikrosfeop sfilgt,ldassi;e8i:iu^ tfacJ» hieffmuiK 
aUie £iBla«effdDg /iMrSlidii^oU£n :i*iti>»ii8i|<6rrWiuMdkl»;: 
geMb^.ihattMt^i wtilMnl«l^.aiaiei|/uieÜnd <;df« ltiirlUllraUto,i oh|M «ditoa* 
eiMi .¥elinehrM9' jltalt^'^^efiiftflenjilMil, Teibfacb.;Miii\M>li^beniI26Den, •^«seti 
8«faMMUti^iiaft^li^eitäito'£tdHtiif» aiad^«b «uioKMI^rapitofrifltogfMhsffllleiiiimtilN 
Die amgeb«Bd«»Holjuratt6ü JivcrdtlBfleMNm: dkdri^andjgeivi Am >W«M>Jbnitsd^ 
tiiid cnUmltcn vuwn ^^imikln^u 6wiL der sich ab Uarzkrijmtnci niit.Lnrt 
gvmengt herausstellt Im LfingsscIimU zeigen sie itbrigetis Ihre doppette^^ 
TüpfeL bie^^ MarkÜecl^ehen eeigen^^lni^ LlingsscIintU keinen Ünterscfiie^^ 
voifi Querschniltf die Mark^^ tr ah) z eilen ilnd dagegen öfter seiikrecht langer 
gcwoi^en^ — ^ Im 4, und 6. Jahrring finden Bifjli, hin und wieder nocl[^^ 
Anschwellungen 4er Jlarkstrahlzellcii zu solclien uiire^ehmtssi^efi ^^eljefi^^ 
¥om G, Jahrring an i.^t die Erscheinimg verschwunden, ,u;;iL^j: , ,j, ^ 
Aehnlidi fand ich es bei Juniperus excclsa, Pinue orientalii. Pin- 
dröW; FMkva Picea li*., Diödalta, Und' h^tix liabiö ich Hui" hilt Ah^iffwell- 
lirn^en ' d'ei^' lllarkstrabl^n', 'ohne wirkllchf Mäirkfl^cktih^Vi gesehen: 'lAtiV 
d'er letetgeftannteti , ^aubö ich, Icft ükbdr die Unregclrtikseügkeit d^s Gc-^ 
weböb, wdchc 'Ööpp^'ei^Mhnt; äu ''leiten I es 'findet Weh* tlberalV, wo 
Mär1:fleckchcn adfttcien, Aeliir Mef weniger, di^s das onVgebiJhdfe 'OeWcbc 
^#Ä^ In dek» 'kHBM*KAi^*nnd 1n air'Fdrth 'de^^rflk^'^etötAo^VfyWJraJ^-; 
Die VöfhfreStting'dfer' Markaeckchetf innerliilb ^thti^ liidlvlÜuübö' tonrilö' 
ich bA dföhtfer^h hTcht ünlersücftcn. — ' • '^^ ' ' " "{ 

'- 'Elh'dtkiÄmch^n Von P^as tormin^ll^ FJhvIi. '8*^"dtcit'*tn -V2'"l*h<'/ 
dha 4*'nkng, Ifcel^t itn Qberdchtiitt Älif Vi' «öhe ll^jihfriii^Ö 'ttttd'in -id^in' 
ifUsiieiren 3' tfäirkfleckdieh ah brStin'tiche Piiricte; 'Öiircli "dää Mikii)8k6i)' 
dk^gi Bicli Jb^c Po^ ellf<)tiifeh (f Vflj; fhrd S!Ö8A(itinildÄ^feüirt% iaiis' 
grAfeseri^; änre^elrtili88<^öYi,*'t)bröseh'2/kli^«,* welchöV wfö 'WarRTö' ^iTl /ttilt 
Mighlkb'rheb gefdlK sihff, 'g^ädb' Wie dt^'AfdrkBti^Jilblen und da^'lköh^A-: 
retic1iyn>*' Die tJtagebang dertidbeh Ist braun g^ßtirbt nhä es' zlBlgt' steh 
„zwischen den Sussersten Zellen der Gänge nnd den Holzfasern' 'ch^ Ih' 
Wnggeoi lurf .ükobol inlösliebe^^x braunei) ßtoff/^ liA«f eavteniSchhittcn 
sidift na» aber.isdwn/deuttksh, '4aMl .Ale^or auf) e^i^is.dlekärel^^ 
cialäehigelhi cndnMade»i8tbff äufli cominrimirtdn Jdhr iBwMiiidigldn r iZoinc 
leir beüebt^i ««fch dentttoUer iber. dHveh .r«a.ifiehänfUiiR|r Mb kMhMwtaii 
Salpetertfidnei; es. v^rfälbtririck iäabeiitfter bimneStöff mMt iiind mclW mUil 
mrMHrindet. dndnell' TbUständig;! Dayl wo'i ^:Mi> Skaten abgelagdrti ich: 
8^Mii^<<6ndct iriaAlnmi selvr «AttmiManiH^t^'giMM zwtmtetsagepMSte-^Sbllcto^i 
die dareli Chtorainkjodlösnng gerade wie die umgebenden HotzzeUe»/ 



MbiikfledcdiM. WeiiiHiiol«ttttM*riM«r)frHedv>i^Kte^ V!0tlier-tliir IroihbHlaw 

waN^nj »fibo/ vcrliolet (WurlBnl -.ißbiönleMl^eMlWfvsMhn .dlMiZaßeiKiMif 
jMSLtm r^odiiietidBali^ »In- tifelptfcnf dfi^ GejdrMbc i^dillLfH^ JkoiwiMHlerati.fiilel^ 
lenillefdingsi finieit :MQh//aocl|i'«Rf0eriilNraune >&töff<aM6iii «elir>wi0i)|^ «li« 
geki^ertvI^^r.wiM t^eÜidM BUifiirdh]ngolMhScl|i«tfl»Kow lnttMf/ihdiMer. 
fao^ig,!! doK^hii Ohlorzinkjod^i.äber . gJb.noftt«a->:yäi6 t i gv ( Hi idM k unkMelli»tt 
k^nleiirafCilaar^tAnsiolitiim^ileifeiiv das^>«b. diifAiZatfiilitioUgtind^tUMPAb^. 
dif^riieMuy/eiitaiebei :HM/:iMMLäiig«MiflM'iSiigli')^ h« I 

■ Die uailfeLüii(it;rrAlarLütrülil(.u Äiiid an KjiIU ut»d' ju dtr KittiUiUg d*?ll 
aü^ii&^nilcn ikür ^leiA ;' tili" Aültfi^^toii''^tric!i'^ft''^twa!i ' ^ 

d^r Aimälieriibg deV'kl^lcat^aTitiil aVi' "y(^"kiirli(iifcltdten^^<^-erdrL*n die ZelTeii 
tilii^ejl\UrWeltdf,' im natftaTsf^lmiit'gesdien Ijnödrö'lfich WtiJ' Wi gttiheM 
Nähe allmUhUcli ode^ i)lt(tilil>h üiu^^lhiäfesl^;^ *""' '" "' '^'^^^*'*^ '" «"^ 

sich ;kre;ia^^ji^d„,Mn<} ^a^ .^ipt^^^]-.! j^efUftel/^d,, pn 4pn ]i5^^9JVfp^eif^fpn.^^H?14, 
h|ji)d undfilipp K^jYciterfjn^ ^^9ffiJ a^ findig. , l^r. Yprg^eiq^ nfif^-^Ojri 
kenkärergängen ist ganz vortrefflich. — ,lnpimer ßfär^ieh^ir ,l*;?i;4?/^^) «itfitefWi 
sie,..<f|fwä|t8„ynd| jfrerduji ^U|i{l| iji>w|ttelbar unUf ^ Qf|ii<i^,pi,ol)|..v^fipi8st. 
ijch:k^f}n,,fjflch.f)v;?f|j[i|e^ji^.^j^^ wo.ßie l)i» ,J^> <j^^ {iM^r«i;j^p,ZYre^ft, 
\;pn: mjr jefuji^eiji \yi^^dcn,; Prupiis apin^a Ufld ^f^fFH?, R9Wn!"¥'*(( /§^*W: 
S9l}Jce_d|9|rj{ filjoicl jfi^i.fll^ ^l^ zahllose ^^^iecHenip «^)len^^,>yfigf5i\{pin^,grof5^ 
Stf^ucb^; ^au ej^je(u^zieiTfJM?Ji ji)ejabH!Cii;Bji;nb^^ pttle^%/(i|9^fi iq, g^ffl^. 
i^mf} {^"^Vß^^ ;H l}}^m 1?*»«»!?«^., K^^eog^i ha^fi^.8i«i,^^i^ „WMWf/: 
S}Pjiähr/g|?p, y9^^^e^er]^afim,(Sf)ffr^^^ ai^ci|paii;i^,^i,) in 4.^|), ^^fs^^^ften.^^^p^e/:, 

W®!Ä^"'fv.'. .\:. it •r,\> Imiii ')-(!].•. •. '.. n,. y ". • .'.' j.'i-, ii'M' fj«<.- //••. 
. M So istiidafl :ii(Mitfale iterhaltenider' ^(eB^oge.i.Bel liaiid«ildMäleiii'.BIIü^ 
me* nü»'^(0ottSferÜn,'Lk)aid«inbmr)-)An(iBit.Iaber{ <eitie'!Ab«id6hiin|f. tow Mhr^' 
niUfoiiBi|ii<äbdwÖh stiOl, (dassMKafae^ einThiiai^eii AcnrdiM sMb iniE^ 
ooihnMiMl aiid iladtirohif Antäm ilavüretmOe fiiariigiMgeifenchcfitai; Sbi 
hiftbe kbriesrbei Flniis (Piühtainind i^KalMcä <imd'b(ftiIiq«ld|»biU^'iily0K^ 
ciibatib«iibaokei9 }wählffiiolMinlkh> feböi^ hiebet ftiich dleiFiilfe,}«iki "vveioiittt/ 
bel>!id«^ !»t€Mni^..md oderx «Mist«ril»uH«nljB|Sngb knnEMBei beMiaeklH^ 

llDMldeft^l."V.\Iiin ii'»l)ii'»(l'.)yrrin oih 'li// ••in-iOij ^^(ifrM!()*»i^;iM'.\pH:r> fl-, .1''. 'tili 



S >'ii«ir>a*>5i JAhnrinii^ ^elHes^ l^MblfckiiBtMAittes t'fH)tt^Q^ta^ tritt 

aHtnüliltfiK vcüMMhWfnto;*^» idiieitiiinH« b<)i|f^Virdrh%4iu6^ik}ellM 
desseK ^Hlürbstselldti i^chm «erfe 'difeifitemakii ^g^bauti ilndii >'ilb deq[ii datkyr, 
iMifMddn' '4ftMHihi6äigim'H0i£0i^ 

ifMi Kartoimhlgrifeti> 1 a H gi eMw i^ GiotiJMrtt { Uefbhatfii«ii!'itibiM)ibisitftpbdtn^ 
etwas unregelmfissig gestalteter Zellen, die zwischen sich einen pJffgohtM^ 
Okmg \mnA j ^nn^'i^ev'üvös^ eJnwudfctfyttntaetU} biif'zu);rWMl«tBeilL'nor- 
mtflenliHUFzgMnge, id^sKtviKai« )wl0/(ik}ci)ZUirmgUM|i^i^ «Ml)d)9>siel«on^H«l 
dünnwandig gewordenen! «irgreÜMi|4eiki^clU^*b««^lse)i,< »AurcUl'iSerMi^'tl«»^ 
umgebpiidiQli ett<bten4iiDiistJ'>4^GiMi« il»«lMfr4ittVe '4«h>MMlb«t^jPhvf) öepha- 
lonlfea ^s««iiUn'i]i|dIidiiiiH> ghdk<4iÜciceiiis«irinitendi'l)ei iBi(}«ldiimtittti^^ 
flua>) Ha «cig«e etehiMcii-»lii/el«braiuKhWirtge J0i^^ kleine (l>H/4aii|^e) is^^u 
cedlrUcfae /LinU^li^tnlaBi bnlifevfft ^irum^ilergltiqiiFWüMIfilf^liolze^idto Omgi^ 
nungen waren schon riiHdev Lnpe/siblitbiwji »^üv ü.m) hhIi n ..j.i J .< 

i.iriEsi folgen Bdeh 'die Naihcn. de# J^atTztit, UeTwelclieri iW M4rkBeck- 
ohen gJBfiwdariUhabe^ UmIIs, ab 'Bestätigung jithäilsi'BriMtbnmg niHerer 
Kenntniss von der Verbreitung derselben. .i...M ji! 

Ausser den genannten Coniferen habe ich 4 fossile Coniferenartcn mit 
Markfleckchen gesehen: 
oxylon fissum' 

omMdi ndieriiPinileoi i :^ -'ii. .-i.':. WrA c !i!' :! .'. i^ • \[) m l'-' / .1 
. .< - Bei.fidgieiid^n.iLMbiM^zartfih': . •;•>; ; i.:-''k .. l . .i^^ i!.' ;;» ,ui;-ii 
li .i'Abas ittC2ii]ftiiitod<9l*tnitoa häii%)^ SaKx 'CapTdai eahr hlMg»^! S;!bM 
eolor Ehrh., Rhus Cotinus, Cotoneaster <iiiier(ipihylki^>'AiDy|:diihi8 «omAottkili^i 
CäHmiitTMg«ilB,I>PN]mka spAiMa^Oiitaogilaikno'nogyna^lDXfiimteliia', cor- 
data y ßorb«0iiaHa/ Pyrue pffuhifarlia^^Wißdj^tCI)ridon4a'ivtilgai'i9y->F$terd<mr}*ai 
owtfcaßkyiv ^«(KcimuiDMIrrillttisV^tox inclsav ^'Btelle ich 'scbHeisIich dtet 
B«tf ubaii' ^DBrarameti^ M ai» lioelien i(JbtenueMUgcb liervoygebeivrs '-(^ 

in 1. )Die:M&rkflcbk€hen odei ZeUgän^ ^Infd Hiv'Quei^chnltt^l^ek^ tS^i^'A 
Streife», -seliahof.i^oMäBii^efllnge «buBleUe»da.lOomi)leie«: dMcwandi^g^K, 
poAter, iOnregUnilsälir >|estälteür, inil Sttrkie ge(tillt«p 23lr1l^ -die'Vvdtvidetli 
MavMrallleri JMis ^^iitit!aHien,::ofl anr eine Ansohwellung der MtlrkstF^dilishi- 
zcilen davifelkfllyl MJi'mit^^lentdben wahrscheinliclx'lt» ^tml|;<(^m''L6beitszO-' 

8aaM»lAlMlgr«t^ltnii'iJvnlr.iil>;u ,. i. '. : ...-'a ■ .:■» -1 :i .// .-. .' ••!/ "i<^ 

II 1.2..\Sie)fvdrU^toi'sleh gjingartigibtomdors i^era' in den ^'li^tiit ' ^6l 
HalUßSy /dlenkaw ilä>er/ «ier iditer dar Eii4e Jle^tiV 4^erl(ef«ti:^fclv(lieft!i< 
in der Wurzel, und auch allmählich gegen oben,ii>eiA«eil Mkht'tfartmbr. • •' 

>i • t i)iifilei ttotninen :.aowblil'l bei LaoU« ah^ tMMhblteini V0t~vin4ii^iehen 
btiletätdrnidAci ciiniRbiNTmen BAdang irtnt Harfegliigto AilAMbi^ '^ ' •' 



1 gesehen: Cup ressin oxylon aequale Göpp. einmal, Cupressin- 
n üöppl 'sechsmal*,*' xaxU*es''Äyti^ ^^^ und einmal bei 



tea KBMI8:' Mikmk., 0Qte».Tmier.<4. Bmi )«bMi4ir.j(.;?vorwakL {W«Ui%fr*! 



... I 



i] , . Daa»(lR»iitei4le ;HoI«pikiisfiebj«i iehAsidkleri8iffcäi»rdbi#eimaH$«er!»ff4ei^ 
gehöten;« ^eiehIictori:is^.68>chMi.m«lmikkn M 4mi i^r^ii^nwaiMtfl QPaxM. 
apkalige T^rtilffmemhnWide» >HoUs^lfax;beAiMd«iii;TaiüttMniiJllid'.ftW9Hli 

l#iebt.g«ei cc^mUaAe Typeiii:M^.BXuMeftrketuieQji>Jllde»>bM .ei|l^^TMllQ Oiai 
üMisdeeo Z^Umirfies.iGUtti^c^idkikivMidig^piwösi^wieffdfo^^iM ./ _ ;• •i;.//«!^ f 
(.«ii[3« I>9A'(gl^h«eiUg)S'>y0ifcoMlMtat yifOfjzer^treUtmifcMiialMii (gitiqipiolCMif 
Holf^iencllinii: la^ifllr; kleide AnltaindoUlAsalioli aeAiIlaII;ue8tik/taini ftUenl 
n^r odcnr iwenfgec« HüJ Oa^gcaifibkittenitdjid Aiten )*hi aosampbongelBcUteii! 
HauBi^geftiiciQe .t)aMaf<l6i6luppe)i diQiinir durchiidatiEiilstdiiBii. ivad Mavk'- 
fleckchen in ihren Grenzen maoohtiilili'y6r|mdeolMwitdi ti.».!^ <' u// li^.fin.f 
iij M^rkflecboUeh .(ZaUgäiige)i,;^d Tiic keiöe GofMereDad: iconbUnt, 
in am veundiiadeii^n iTbeileo. nbtttv^däto'g iiäd ^ DhiriiMMttifc mii' 
brauchbar. j; * . / . • / i» .. ' ,.. : A 

:,. . i 'J ; ,. . ;. ; • , ' : - ..■-,.. 'u,\.i.U 

f. Ble iHarks^rf^lüeii iumL Harkschelde. 

Es werden die Markstrahlcn hier zuerst als Ganaeijniiiieh'' ihrer ifiltn^ 
figkeity Gleich- oder Ungleicharligkeit , rifaorlQr AuMMuluiig in Breit^i und 
DTitka^ bettSKOhtet iwenekn; daran^ reibt sich diei Betradrtting d«s einzelnen 
Qaeb. Fon» -uildi Bau /seini^p'S^leiiieBte. v'' 1 • • *• 

1 Ni^Minfer (L ot p« 5). hat- «uersitvertodit, die. Zaiil ^er.Harkalmk-» 
l^Q'Mf-eMeio^ he^tiromtan iR^m'd^sf^Qüenbbn^ «il bertlinnKii^ Vir^ar** 
fahren,. 4asQi .auf. feinäri^reito. Von 5 ;19M.'ibei Lärai}>haio^& Süf.h^* 
Abies peftii(ala<37>J)(^ AMsiieKoeläa.44;*ebeBSO bei BlnnB li^hui^ MA 
Ifi^aiiB Strobt^s i&i, bei P^Cddrüs 4^) wiK fodi Taxüa! bdüobitä ; J^i.Pinus 
s^rlvi^Blm i8i b^i^ PjnudLariciO ausfriaoadSfi, bcWi^GInkg«» :54^ bei» ge^^. 
^^einqp, /W^dib^det; 63 ,hhai Tteja .oüentaki:6& Madu&iiyentisu .^aüeni 
»ndl. (1h c, p«v6-^9), I Er JitU ,. jedoch seihst die MftdHide »ndi-dtfs .lUtatttw 
tutva^ iii(htiiSu.Y«iiS«0iC geftidden; «laa kann sichKabcii ieidiK übeneiigte, 
wie Alter u. s. w. hier eine ziemliche MannichfaltigkeÜJib^tT^lfashiadMAA' 
luimMw heK^orr^fen^idie, abgaaehen roa^der fikbwMBiljgfk^tt ^eitf 2ittilens 
bei .fiiniethigon Markstrable«; alkbi .hbfiraiohl, jvte VflrMiclMMi^n dSesar Hlai4 
siebt abatc)beii< an iuiitbtn^. >. ii*'^' >. i'> «•'. . i,:m .i.sn:// > \ «• 

. Gti|iAlig«.aiQidle.JRtfflHhat^.y dto. Jbali iadOanigiaafoGleieharUgkeit 
and Aosdohalüg whjllt^ Galistciaki fiiri4l)d viOBtnailjiintersaditiea Jabeiidaa' 



KRAUS: MIkrpik. Unters, übex 4. Bftu lebender «« van(MÜl^».:N«delhe)zii^ 149 

GenVereo allgeaiein gOltiger fiaU.^ daa» 4Ue mit Harsgäpgep vi0r«4b(l«» 
Hölser ungleieharügo Marfcsirahlb^ b^iUeoi 4. h. .es. finiton .ßicii nfiliea 
dea sog« einreihigen MaiiLitriLbleii atieh in«bri:eibtgbv die, iO^IMtlEMit, einen 
wagrecbten Haragang eiiuohllesaeD. . Ja idsr Vorwelt is^Mnt in, 4iwei; 
Bezietiung eine reichere Abwechslung geherrscht zu haben», MiM^/fiwieft 
4a Bänme, die, ahm Hartgänjge, deimoch nicht aelteo 2reiUge Karkf trah- 
len neben einreibigeiL besassen (Cupreftsinlotylon fiaaum Göpp^); feitier. 
Tannen, denen bei vorhandenen senkr^DhtebiHarsgängat i^ wiigr0cbtm 
kiilen.imr ärdhigeti HailcaMhlen fohlen; daaa komnien ft^cb^Aranoarien 
mki mehrreihigen Märkatrahlea. r— DfeiZahl der .neben biniiiider Ueg^^^p. 
Zellen ia den mehrreihigen Markstrahlen der Jetatjweltpiil so: wenig vpxn 
schieden, dass daranf auch nkht im enlfeiritestei^ ^«Sa üntefscbied, ^grÜQ;^ 
det. werden könnte; die. tob Hartig auf die Zähl wagrechter 'Zellveihen 
gegründeteta Arauearien: Pit&s, Rettnodendron und Mednlloxylon «ind ifm:\ 
hnlb aikfib von Göppert nicht aafgettoouiM»! wordeii. ^^ in iihnlietiertW^Me 
wie die Breite ist auch die Höhe der Märkstrahlen/ die. 2;aht der eenkrepl^ 
ttber einander stehendenZelkn, zur UnteraeheidQng von Hölzern iinbriiqph^ 
bar, .weil sie attteerocdentlichJachwankendiist für ein uüd idaaaelbe. lod^yin 
iuum nach dem Altar, dir dieselbe Speciei beim Yekrgleich: teracbJM^pef 
IndiTidJuen, und eriidlitih weil die einzelnen. Asten ond^ GaUun^n UnU ^ei 
im dieielbe Zahl .variren. Es lässi sidi tibrigetas hierüber nur dufxh 
Untersuchung an nur gleichalterigen Stämmen tliie Edtsebeidudg .b(»toii 
fübren^wesshalb ich dia:unten bei der. Copresshieenfontt gemachten; Ut)ter"> 
«btheüuttgen nicht all bmdend betra^hted kann. . ; , / i. .. ( . .. 

Für den einzelnen Markstrahl müssen die ihn bildenden Zelle»,' Uk 
BaU| und 4S% Ant ilirer Züsammenfiigiuig betrachtet werdeii. . ;(l 

Die F0rm der regelmäseigen IjflarksUähk^ im ^dlalsthpit« .iai.Ai9i 
aUen Goniferen das. Rechteck oder das Shomboid« wobei die Ittngore SMt« 
in der Bkhtung dea Badiua an li^ea konuni; das Verhältiijula. deri ^io-t 
leinen. Seiten unter sich und za der Weitet der HokseUenn ist Yiiiabd) 
jedoilh lEeine YarietiU cönstant. Ausnahmsweise werdea die( ZeUtdiian.lBe-i 
streckten Hexagonen (Araucaria, SaBsboiia u. a. w.), eine AanSbenMig. Ml 
die qqadKMischjB Fcorm findet sieh hm und wieder in ^er uhtereannd cfceh 
len, Leget der Zellen; hier können atith; was wi^ swar nicht biobaehtel 
habe^i aber für wahr halten , die Zellen: eine. unregelmäs8lgki:^;laet.§teinTt 
(ermlge Gestalt annelunen und von einem Markatrahl zum ander 
9icb verlängern (&Aac^^ Bot Ztg. 1862 TadlXUI Fig. 15). ~ Hler,<i 
in noch yiel höherem Grade bei den Laui^bölzern, kdnn man fetb (im .dei^ 
Gxeeae des Jahrrings eine Abnahme das, Radialen 21ellda«ehmei6erB ieh^tl^ 
Ihnlicli wie bei. den HokzeUm. ~ Im Qoenehnitt enKhetnsü alle iMadKH 

WQnlmrg« nMurwiMenichiftl. Zeiteohrift. T. Bd. IS 



I,t0 KKAÜB: Mlkrdslr. ütiters. Über d. Bau lebender q. vorwelti. KadfttiSlzer. 

MVatilzelten <taiigeiitl«I 2— 4nHil eng^r ab in radialer Raehtiing; im Ttm- 
IfentiiÜsÄniU im Allgemetnen oval/ mit plkttgedrücl^tct oberer und mitere^ 
HoH^oätalwAnd, Jedoch mftunteit abeh auffallend rundlich, iirörüber untern 
NiAieresi-'—Dfe' Grösse der Zellen^ ist im Gänsen gleich und Ifisst sieh 
Äf^^v^rwerthen; » 

' " Ebenso bleibt die WandtiMce überall ziemlieh gleich, Araucaria und 
Saliaftuila ausgenommen^ 'welche besonders «arte Zelicn besitzen; nirgends 
erreicht sie die» l>iclce der HolzBelle. . .! 

*'''' 'BleSichtimpüet tangenlüal gestellten Wände i^t bald soAdcrechty imU 
äd^ief, uiid bald alternlrend mit den fiölszcllwähden, bald: denselben ioppö«^ 
nkt'; ich kann darin keinen' Unterschied' der. Contferen von den gelSsslodeii 
M'agnoliaeeea «eben (tf^efi^ ünaaea^ ßd/ XVI p; 138X • ' ••' 
^' üie ^Bildungen der Wand hdk den MariEstrablaeUen sind beterrdedb 
manhigftlltig unter dentConiferen; unter den Laibhöleem ist die Wiiiid*^ 
^tru€(6r'lm Gäiizea ao übereinstimmend^ dass älch. daraus ausserordentl^ 
#eni|^- für die f^la^ostik nehmen lüsst, dagegen sind bei ihnen aus dieseir 
gleichförmigen Bausteinen s^ mannigfaltige. Harkstvafalen aufgebaut Bei 
dett Ooniferen- sidd die äusserlich gaaa gldehgobaut^ mehrreihigen Mark-' 
gtrtthim iU' sich diiroh veraefaiedeii eonstruürte Zellen «ehir different. Do^ 
h^ehem sieb diese Yecschledenheiten fast nur auf die den H^lziellen au-» 
|^e>^^^deten Seiten; die Wände der Mnrkstrahlen^ die sie ge^n sich selbst 
kehren^) sind nur bei einer Anzahl Pin^arten sehr charakteristisoh , un« 
r^geli^Sssig' ausgezackt; die horizontalen und die tangential gestellten senk-« 
rechten Wände derselben siad alle mit Poren verseheiy die aniGrSese «nd 
2Ülbl Ta^iren^ a(ber hiebt constant smd. 

Die radialen, senkrechten Wände zeigen bei allen Cupressittcen, vlelei 
Allie^artenj' Podooa:iipetn, dadi hei Sequoia^ Cunninghamia , Phyllocladus^ 
Saxegoffaaea^ Sälisbariar u« s« w^ kurs bei allen Conlleren mit zerstreutem 
^klMrrenehjm (wenige Ausaalunen) eine ausserordentliche Glciiohheit der 
Aldttbgf sie sind' mii 1> 2 — 4-— 6 Poren versehen, die zu 2^-*4 auf eine 
Hoiziellbvtit^ kemmen. Ihre Form ist rundlich oder o\raI, mitunter läng^ 
lUb,^ hMiAllfemehien im Herbst mehr länglich werdend. Besonders gebildet 
süid'dienur beiGljptostrobus, dör daran auch im fossilen Zustand erkannt 
W^rBen' kdnhiy and vielleicht bei Pliyllocladus; sie erreicheu hier 'eine 
aossergewöhnHche Grösse^ Bei einigen ^Abietineen ohne Harzgänge (Pinne 
bdhaiMa, caMdensiS; Oedras) und bei allen mit Harzgängen versehenen- 
rnkt^n- idie: untere und obere Reihe detf Strahlsellen nicht Poren , sondern 
wttkliohe Tüpfel, mit IlnsenHirinigem Kaum zwischen den PorenkauTalen ; die 
Tüpiblung eisteeckt sich dabei auch auf die'wagveohten imd tangenäalen Wände.' 
Büi Une4^ 'Uielle^ der ttdiien FhinsHForm andlleb kommen dazu In ^ 



KRAU5;: MtkEOfili. Unters. iAer ä: BaH lebender. n.>Tor\««lt). Nkdolholz«r. ' 17] 

iin(ißr«h.UDd obor^ lioilien !»ocH zdokige Terdickungon der Wand^ in d«n 
tmltlcren Zellen aber , grosse Eippren ^ eitto odeö^ mehreM naul dje BroHe 

eliieip Holzselle. :. ' . r ; . ' .■->'. 

' In Betreff der Mar^schside (primäres: Hob Ca^ca^) der* Conller^ 
erwftlliie ieh nur einds -einzigen Pimcteä^ ilber den bfoimidie neneste Zeil 
venichiedeoe Ansichten berrschteni. dieii daselbst ^i^igetodeDiBpIräl^: undRing»« 
faserbOdangen. t^ werdch von: einem TBaile der Forscbct' Zelle») voU 
einem anderan- Gafflasd.geMuinlj ijv '. .1 i 

MoUy Yon dem unser bisherigpec Qefüaobegriff begönnet hat^ nennt fd« 
überall Q^fOsae (Vermischte ?cUriften p. 199 ; ^p, 324 ; YfgcU. Zellß p, .188); 
Qbenso Uart^g, (I^aturg. ^^^.12)., Schacht npint sie Zdlen (Aoat. a. Phys. I, 
237 u, 338; Mijcrosk» p. J^28]|. . . r ,, . , 

bipf)€l (Bof. Z;tg. 1862 Stück 22) bezeichnet sie überall, als Ö€/<3w»c/ 
seinq Abbildung .Taf. yi Fig. 2 beweist Nichts;. Fig. 21 isf/ eii^e Zelley 
Fig. 5 acheint ein Gefass.. ^ ,. , j ii •. i ) 

Alle Späteren (ßchachtj Bpjt. zig. 1862 p. 410 Anm., sowie -prcw^, 
BoU Ztg, 1864 p. 158). sprechen wir von^ Z^tt^Uj, ; was sie denn in^ der 
Xliat anch ajnd. Icli haX^e sie l)ei Pinus. sy^Iyestris yn^ Juniperua coipmjin;s 
wiederholt Isolirt; und wenn hie^ durch die Kleinheit der Jülemente ein 
Zweifel bleiben, koni^te,. so, nahm ihn Sali^bHria vollständig,, ^ ist jedoch^ 
leicht möglich^ dass hif und wieder., ein wirklieb durchbohrtes Ende ein^ 
Zelle vorkommt, obwohl ich' nirgends solche gesehen habe; fneine Unt<^r-^ 
suchnngen über die in den Nerven der Kelch- und Blumenblätter vor- 
handenen Elemente) die in obigem Sinne beantwortet wurden, haben mich 
überzeugt, dass solche Scbwailkfmg«n Voriominen (vergl. auch Caspary, 
lieber die GefUssbtindel der Pflanzen, Monatsb. der Berl. Aca4- V0< Juli 

1862 p. 46;):.— . ; ' " ' ' ' ' 

Aus dem Vorhergehenden resultirt fiir die Eri:enQtniss der Coniferen- 
holzcr : . . , , , 

^1'. Alle ,'Coniferen besitzen meist einreihige Mafkstrahlen , nur bei 
Pinusfirten sin^ sie mehrreihig; die Höhe derselbeh ist, da sie mit dem 
Alter wecjbselt, ni^r sehr vorsichtig zu gebrauchen. 

2.' Die Wandbildung der Markstrahlzellen ist bei der grossten Mehr- 
zahl der Arten gleich; nur die Gattung Pinus L. erhält dadurch eine 
reiche Gliederung. GrcJssb, Fortn dbr ^ellÄ undf fticfitung der Wände ist 
gleichgültig. — 

Wennl Mh es nun mit dto im . Vchrh^ehendtn a;i«ii^t(^teB alil^oiiei- 
nen Säben unterftebmie, ffie uatersuohtco CMnifetenhölaer' £« griq)piB6n und 
li^h dep vörhaidenedMezkmaleoi. ZU: sichten; so mag es vielleitfit kefrem- 
den, dass aus der grossen Men0e: i#ii lArtBD, dia. fn 6 Bai^t^Mb^ ungen 

12 • 



172 KRAUS: Mlkrosk. Unters, ftber d. Bau lebtnder n. irotyiM. Nadelhdlcer. 

Stehen, hanm eine oder die andere sich charakteriairen lägst, vielmebr fast 
ntir Groppen entstehen j die Gatiangen , ja Familien , umfassen. Es wird 
besonders den wundem, der nach einer Bemerlcung von SehadU orthdlt 
(A^nat u. Phys. II, 66), welcher die. Gattungen, Ja die Species unterschie- 
den hoffte; allein iScA^io^ wurde durch die Untersuchung einiger Stflnune 
df}r glfederiieidbaten Gruppe der Pinosarten su dieser Anetchd Terleitet 
Bei Pinos k{)ni!i^ witf in der That wenigstens Artengruppen unteraeheideB, 
Es hatte aber Oöppert schon 1841 gezeigt^, und HarUgt 1848, wie w«it 
titisare' Hoffnungen iiberhaupt gehen dürften. 

Mi> war dad Resultat um so weniger auffallend, nachdem ich inzwi- 
sthen Über 200 Laubholzarten in den Arten kaum, ja manchmal In den 
Gattungen nicht sicher unterschieden fand. Es fUllt nun aber für die 
Nadelhölzer ein Element hinweg, welches durch Grösse, Form, Wandbil- 
dung und AH seiner Vertheilung ausserordentlich charakteristisch Ist: die 
GefSsse« Die Holzzellen sind bei ihnen alle gleichartig und lassen 
nur 3 Bildüngsmodificatlonen zu ; das Holzparenchym bietet 2 Unterschiede, 
die Markstrahlen sind bis auf wenige Fälle einreihig und äusserst einfach 
im Bad. Die relative Lage, Häufigkeit, Grösse u. s. w. darf gar nicht, 
oder nur sehr vorsichtig herbeigezogen werden, wie schon Mohl in seiner 
Wichtigefa Abhandlung Scharf betont hat (1. c p. 271 u. 273 Anm.). — 
Wir beginnen mit der einfachst gebauten Gruppe und schliessen mit der 
cömpUcirtesteti. 



L Bit AbUttoMB-Fem. 

Die Jahrringe dieser Hölzer verhältnissmässig sehr weit^ übersteigen 
manchmal einen Zoll und sinken unter eine Linie. Die Holzzellen sind 
gross und bilden ein sehr regelmässiges Gewebe ans, mit einreihigen, 
grossen Tüpfeln versehenen Holzzellen ^ ohne Spiralbildung. Holzparen- 
chym zerstreut, sehr spärlich, fast fehlend. Die Markatrahlen einrelhlgi 
bald gleichartig (sämmtliche Zellreihen mit rundlichen oder ovalen Poren 
veKse^en), bald ungleichartig (untere und obere Zellreihe mit Hofporen). 

, 7 1. Markstrahlen gleichartig« 

a) MarkstraLlzellea unter sich wenig porös. 
'1) PSnus eephaloiika findl. Harksir^üzeUen gegen die Bokcelle mit 
schief gestellten, ovaloi Poren, 1«^2 auf der Breite eimtf Holczelle, 
' f—^ auf ihrer eignen Höhe, im Tangentialacbniti rundlieb; i^lS 
" : KeDeb im Mittel bauen eioea Strahl 



KRAUS: Mikrosk. Untere, über d. Bau lebender u. Torwelt). lüadelhdlter. 173 

S) PioM Pfdita Fkdk Poren gegen die HdsseUen , in ZaU wie die 
▼origen; Zelle Ungential oval, so 2—24, im Mhtel 10^12. — 
Tangentialttipfel der Herbstzelle. 

3) Pinus Frmseri Pursh. Poren der Zelle oval, sie selbst tangential 
oval — Herbstzellen spiralig gestreift und tangential |[etüpMt 

b) Markstrahlzellen sehr porSs. 

4) Pinas Picea L. Abbildung in SchadU^ Baum p. 200 Fig. 48. — 
Wird fölschlich ohne Harzzellen angegeben. 

5) P. Pinsapo Boiss. Poren o?al, sonst wie oben ; tangentiell runde Zelten, 
zu 3 — 30. Linlts wendige spiralige Streifung und TangentiaUüpfel 
im Herbstholz. 

6) P. Deodara Roxb. Zellen mit rundlichen Poren, im Tangentialschnitt 
oval, im jungen Zweig zu 4 — 7. Spiralige Streifung linkswendig. 

7) P. Nordmanniana Stev. Zellen mit rundlichen Poren, tangential oval, 
zu 1 — 10 (7jährig), Reiche TangentiaUüpfel. 

8) P. jezoSnsis Sieb, et Zucc. (Sehr junger Zweig). 

9) P. cilicica Ant et Kotschy. Zellen zu 1—^6 einen Afarkstrahl bil- 
dend (jung)> ovalporös. 

2. Miirkstrahlen ungleichartig. 
•) Ihre ZeHen unter sieb wenig porös. 

10) P. Cedros L. Poren condlicb, sonst wie N. Jl. — 1—50 Zellen «i 
einem MariLStrahl vereinigt^ manchmal zweireihig! 

b) ZeUen sehr porös. 

11) P. balsamea L. Zellen rundporig, tangential oval, 2 — tS. 

12) P. oanadensis Duh* ZeBen ovalporig, tangential oval, 2-^15. 



n. Bit Araaearisa-Fona« 

Ausgezeichnet durch mittelweite, öfter verwischte Jahrringe; HolaieUen 

mit spiralig gestellten, mehrreihigen Tüpfeln, deren Hof öfter gedrüokt ist, 

ohne Spiralfasern; Holzparenchym spärlich; Markstrahlen gleiohartig, ein* 

leihig, vielporig gegen die Holzzellen, dttnnwandig. 

13} Araoearia brasiKensis A. Rieh. Markstrahlen mit 2—3 linkswendigen' 

Spaltporen auf der Breite der Hf^tzdle and ihrer eigenen Höhe« 

l-~6 einen Markstrahl bildend. — Harzzellen vorhanden {Hartig^ 

Bot Ztg. 1848 p. 123 gibt sie ohne Harzzellen an). — 

14) Araucaria imbricata Pav. Poren der Markstrahlzellen linkswendig. 

15) Araucaria excelsa R. Br. Wie die vorigen. 



174 K&AU8: Bfllatbk. UotBrs. ftlwf d. Bau lebfuder n. > voTwtfltJ. NAdeHiSkMr. 

16) DaniiHira;orifiiiiilM LäiDb^ Zeigt; wxMbegrfentlb Jahrtfnecb Tüpfel 
der Ho]taieltenMjtaeM.2rölhigv, geddin^^ tHof polygonal;. Markstrahl 
au0 6 — 10 vielporigen Zellen. .lidh: find« KÜie Poren nicht zahlreicher 
als bei Arauearia 'Und känh deuhalh diese Gattung von= der Torigen 
jBkfat trennen, «(16 ilorli^igetbai^ i. c. • 

m. Die Taztu-Form. 

Die Familie der Taxineen zerfällt in 2 yon einander unterscheidbare 
Grup|)^n|. von denen Phylloc^dus, gaxegpthaea mi( den Qup.ressii^ee^ (Sa- 
llsburia ebenfalls jedoch unterscheidbar) zusammenfallen, die übrigen in 
diese Abtheilung gehören. Holzzellen mit einreihigen Tüpfeln i|nd Spiral- 
f^serp; Parenchym zerstreut, Rassig jpärlicbj ^ Markstrahlen gleichartig, 
einreihig, wenig ^.orig. . ^ i u > - . 

17) Taxus baccata Lf Hartig'a Abbildung (Naturg. Taf. 9,Fi^. 2j, 3 u. 
4) gibt an den Markstrahlen Hofporen an, was-^iicl^t richtig ist. 
Markstrahlen 2~30^11ig. , . ; . , 

18) Xorreya Jiucifera Sieb, et Zucc^ Ich finde in den Hplzzellen nujr eine 
Spiralfaser, während Göppert (Taf. 15 Fig. 4, a) 2 angibt. Mark- 
strahlzellen oval porig und linkswendig, wie bei der vorigen. 

19) Cephalotaxns tardiva. Sieb, et Zucc. 

20) Cephalotaxns Fortunei Hook. 

IV. Form det Cu^rbwineen und *o4ocarpeen. ' ^' * 

Vereinigt die Cupressineen und Podocarpeen ausnahmslos, einen Theil 
der Abletineen (Cunninghamia, Sequoia), Phylletcladus und Saxego(ha6a und 
Salisburia »ns den TaxitHien. . ; i \ r id .'1 i 

Jahfrlnge meist m&ssig. qng bis eng; .Holezelki»:ohne> fipiralen} Oia- 
reihig getüpfelt; Holzparenchym zerstreut, sehr zahlreich; Markstrahlen 
einreihig, gleichartig. 

Diese Gruppe, in welche die gröss^ere Zahl der vorweltlichen Nadel- 
hokstämme gehärt, ist In der Structur so übereinstimmend, 'dass es kaum 
möglieh ist, ein Unterscheidungsmerkmal za finden, nachdem man die grosse 
Zahl der Arten nur einlgermassen abtheilen, kann. Vielleicht geht es mit 
der Zahl der Markstrahlzellen, aUein es gehört dazu eine Untersuchung an 
yöUig gleich^Uerigen ^tgmmen. Iin Folgenden werden die Altan nach ?der 
Zahl fdefi gefundemn Markstrahlzellen geordnet -^ . 

-^ "\ , * ■" ' '- . ■ . :■[ . . . • ;• : 

a) Markstrahleu 1— ßzellig. 

21) Callitris quadrivalvis Vent. Undeutliche Jälirrlnge. — Die von Ilar- 
iig (Bot. Ztg. I. c. p. 124} angegebene eigenthümlichc Riu^^bildung 



KRAUS: Mikrosk. Uuters. über d. Bau lebender u. vorwelU.. Nadelholxfipf (^^ 

in der Nihe iw l^fel habe iük ificbt ^ebekk .— %iroIigM Strei- 
fung. MaricatraUenzeUen kommen vod 1-^7 vor, laelftt dbttf!! — 3. 
23) ChanuMoyparia thiuifera Endl« AaMergeMröhnlioh zahlreiche l.B(aife- 
zellen. Markstrahlzellen 1 — 6, wenig porös. :< f 

23) Juniperas rofescens Lk. Zellen l*—6y. vnsiüg pdrigl , J. 

24) J. foetidissima Willd. 1— Tzellige Markstrahlen« t v,' .,/ . .i. i 
26) J. nana Willd. Spiralige Streifung. . i ^ J. i I 

26) Widdringtonia juniperoidcs Endl. Undeutl. Jahrüngot' ^.i; .1 ')(, 

27) Cupressus fastigiata DC. HarketraiUzellen 1— r4zelirg,' «unsb yile ^- 
wöbnlich. ] u ( <. 



28) Thuja plicata Don. j 

29) Th. gigantea Nutt j """^ ^'' ^^' 



30) Biota pendula Endl. Markfleckchen. : ;:.•;., 

31) Podocarpus ferruginea Don. Markstrahlen zu 2-^j ovalpoHg, 
wenig porös, dünnwandig. *: .. . / . . *. 

32) Podocarpus macrophylla Don, ] . • . .: i 

33) Pod. nereifollä R. Br.. I wie^l« 

34) Pod/eaücifolia Kl. et Karst. ' 

35) Fodi njubigena Liadl. i ' . ' > : i 

36) Pod. oleifolia Don. [ sehr zahlreidie Haraselkn. 

37) Pod. chilina Rieh. ^ 

3&) Phyllocladns trichomanoides Don. Die Markstrahlen zeigen gewöhn- 
lich 1, seltener 2 grosse Eiporeh auf der Höhe einer Kelle j die idn 
Herbste schmäler werden. Charakteristisch? 

39) Saxcgothaea consplcua Lindl. Tangci^ialtüjf^rcl , Markstrahl^n mit 
schiefen, o?alcn Poren, dünnwandig, ziemlich' porös unter sich. Harz- 
zißllen. Catribire rechnet siö zö den Pödocarpeen, Wozu der Hölzhäa 
genau stimmt ' 

b) Maristrahleö 2— feifemg. ' ■ " " 

40) Xrceuthos drupacca Ant et K. Tabgentlältüpfel ~ I-^7zellige 
Markstrahlen. 

41) Cryptomerla japonica Doö. Mittelgrossc eifontaige Poren zii mehre- 
ren auf der Breite einer Holzzelle. Charakteristisch? 

42) Fitzroya patagonica Hook. Tangeataltüpfel und spiralige Streifung. 
^^ Die wenig, porösen Markstrahlep mit ovalen Poren^ . .; ,. \ 

43) Frenela ericoides Hort ) ,, ,^ 4, , . , ., 

44) Fr. rhomboidea E»dl j M*"«™«^«« '>-«'?'>''«; , , 'J 

45) Glyptostrobus hcterophyllfis Endl. Eine unter allen Cypres^ohvl^Qrii 
ausgezeichnete Gattung: Hplfi^ieiJen . sehr dünnwandig , selbst inai, 



17i KRAÜÖ: rfikrosk. Unters, üb« d. Bau lebender u. vorweltl. NadelhöUir. 

i I* Herbfll nur weirig' dieker^ <bo M arkArählaelhä null groaäcn rundlicben 
iPotes, B^^ auf dem Raum einer HolzBelle (vgl Fi^. 12). 

46) ^ JaiiipertaB coiimiaiiis L. MA^kstrählröllen ovalporigi ITaiigeiillaltilpfel 

und spiralige Streifung. 

47) J* excelsa BfeÄK; Vfi^ vorigel 

48) J. Oxycedrus L*' ' 

49) J. Sabina L. 

50) J. virginlaiiatli.^1 ' 
^1) J; Gednis Webb. \ ) Wie N* 46. 

52) J. macrocarpa Slbth. 

53) J. phoenicea L. 

54) J. bermudiana L. 

55) Libocedrus chilensis Endi. : • 
,M)'|L./«xcelfea. ' i-^ .. '- ■■ ; i/; .< '. , 

57) Taxodinm distichum Rieh. 

58) Tbuja occidentalis L. ^ .n 1 ;.'; 

Sämmtliche vob viüigen nicht unMrscbcidbar« i. < 

59) Sequoia gigantea Endl. MaricstrabUellöik mit rundlicben Pdron. ' 

60) Pinus Webbiana Wall. Sehr zahlreiche ^Hateielen« MAvlastmhfeeUen 
mit massig groaaen Eiporen« ' 



.^ c) J^ks^Mhlen 2i— lOzeUig. ' .\ i . 

6J) ^uprasg^s Bepth4ini Endl. Oyalpore^. — SpiraUge gtreiffing.. 

62) C. horiÄontalis Mill. . J „ 

^3) C. aeqiper^räyrens L. , I Ebenso. . 

64) Biotin Orientalis i;ndU« 1 , 

fib) Cpnnipghamia ^ine|[^9is R. ^r. Spiralige Streifnng« Von den vorigen 
nicht unterschieden. 

66) Salisburia adiantifolia Sm. Gharakterisirt durch sehr weite Jahres- 
ringe, weite, im Queraebnitt manchpid rundliche Holzzellen ^ deren 
. Tüpfel ein-, seltener 2relhig sincj, ^arkstrahlen weltzelligi dünnwan- 
dig, öfter mit erweiterten, Krystalldrusen führenden Zellen» Göppert 
. bjBLti darauf sein physematopitys salisbqrioides gegröndeh 

T. Kagndtesien-Ffnn. 

Undley hat behauptet, das Holz „aller harzffihrenden Pflanzen^ sei 
wie das der Nadelhölzer gebaut (Flora. ^838, I, 140). Göppert hat die 
Ton ihm angeführten Beispiele mit Ausnahme von Sphaerostema untersucht 
(Linnaea Bd. Xtl p. 134—140) und die Tasmannia, und Drimys aller- 
dings gieiSsslos gefändieti, aber zahlreiche Unterschiede vom ConifercnhohEe 



KRAUS: Mikrosk. Unters, über d. ßnu lebender a. vorweltl. NadelhClzer. ]77 

Iteftich ^Qseinandergeeetzt. Für Drlmys granatensis L. M. bestätigt es 
Coipary (1. e. 450). 

lefef habe dM Angabe LincUey^B an Vielen harzffifarenden Hölzern ge- 
prüft^ aber ausser Drimys und Tasmannia kein gefSssloscs H0I2 gefunden ^) ; 
elneSphaerostema stand täU nicht za Grebote; Kadsnra hat Oefksse. Ausser- 
dem Magnolia (grandiflora, tripetala, Copns), Lir^odendron, lillcium parvi- 
florufii von den Mäguoliaceen. Gkfösse besitzen ausserdem von harsfSh- 
renden Bäumen und Verwandten: 

•' Camphora, Lauros, L!(|ttidambflr, Pistaeia (vera, Therebinthns, Lentls- 
eus), Como^ladia, Rhas; Botryceras, Astronium, Proti^umj Elaphrium, Bal- 
samodendron, Marignia, Icica, Bursera, Amyris, Styraic (officinale' und cam- 
pbrbm), Gopaifera (eÜSptica und nitfda), Hymenaea, Canella (alba), Croton, 
CSnnabemam. — ^ ' 

Der Unterschied dieser Hölzer (Drimys and Tasmannia} von den 
Oonifetenhölzem ist folgender: 

Sehon im Qlierschniti nnterscheiden die Markstrahlzellen ; sie sihd fast 
von dem Durchmesser der Holzzellen , jedoch mehr in radiale^ Richtung 
gestreckt, auf 2—3 Holzzellun kommt ein einreihiger, auf 15 — 20 ^in 
Äreiter, mehrreihiger; im Radialschnilt erscheinen sie quadratisch oder 
senkrecht länger; die senkrechten Wände sind sowohl altemirend, als op- 
ponlrt; im tangentialen Schnitt erscheinen sie Tsodiametrisch, oder senk- 
recht gcistrecfkt'polygtma). Die H^lesellen haben entscUeden kldni^ro aber 
viel zahlreichere Tüpfel als d)e Conifefrenholzzelfen, «ie stehen meist zwei- 
reihig.' Ihre mnete Hüadting stets crpaltenn^rmig, Irnksirendig. — '■ Man 
kann also schon an den Holzzellen, noch vielmehr aber an den Mark- 
strahlen diese Hölzer augenblicklich erkennen. 

Tosmannhi (aromatica) unterscheidet sich den DrimysarCdn gegenüber 
(Dr. granatenais und (ihilensis) durdi breitere, ans mehr nindlich polygona- 
ten Zellei^ tlbsammengesetzte grosse MarkstraMen, die bei den Drfttiysarien 
viel länger, schmäler sind und aus senkrecht langen Zellen bestehn. 

VL Sie Pimti-ronii. 
Gegen alle vorhergehenden Gruppen charakterisirt durch zusammen- 
gesetzte Harzgänge^ und stets ungleichartige (einfache und zusammengesetzte) 
Markstrahlen. 

a) Obere und ontere Zellreihe der Markstrahlen gegen die Holzsellen 
und unter sich mit gehöften Poren versehen, die dazwischen lie- 



^ EieUef hat noch Tfochodendr(m araUoides Sieb. etZncc. hinzQgefanden (Flora, 
19U, V. 2», p. 451 ff.). 



X78 KUAUJ5: Mikrosk. Unters, über d. Bau lebender ii. vonveltl. Nadelhoteer. 

gendem ungeliöft (porös) ; die einreihigen Markstrafhlen 1^-12 Zollen 

hoch^ die mehrreihigen von der höchsten Höhe der einreihigen^ 

3^4 Zelleii breit, in fler Mitte steta einen Haizga^g; ein- 

schliessend. 

. . a) Da$ die Harsgänge umgebend^ Paieiichyin verhole und wird 

. ; dickwandig, pori)8. Die Herbstsellen erhalten die eigenthHm^ 

• liehe schwBQbe Bing- m)d Spiralbiidung der Tefti^p« 

membran. 

6*7} Pinun alba Ait Die mittleren MarkstcaUzellen mit scbiefgeitellten, 

> ovalen Poren, unter sich sehr poröa. -^< Tangeotta^tüpfel. . 
ISS) Pinus nigra Ait, ebenso. / , 

$^) Pinos'Larix. L* MarkstrahlzelleQ unter «ich wenig porös; Im H;e9:bsi- 
holz gerne zerstreutes Parenchym ; Gewebe durch angedeutete Marki 
0eckcfaen etwas unregelmjis^ig. 
70) Pinus Menziesi Kl. et K. Markstrahlzellen mit eohmal-ovalen Poren, 
unter sieb sehr porös , manchmal in den unteren and oberen Zell- 
reihen etwas zackige Verdickung. 
:7J) PinuB Picea Du lioi. Markstrabizellen sehr porös. 

72) Pinus Smitbiana Lamb. Im Tangentialschnitt die Zollen auffallend 
rundlich; sehr poröa. 

73) Pinus Pindrow Royle. 

:74) Pinus Dottglasip Hort. Beide zeigen die . f ng^gebane Ring- und 9pi* 

ralCoaerbildung der Herbstzellei[i sehr sdiön.. - > , 

, 75) Pinus Lari^ Poir. Sie bildet den Ueberg:aiig 8ur AAg^^^Q Gruppei 

es felüen ihr diecluMrakterjstiacheu HorbsliboUbildHngcvydie gotüpfel-t 

ten Reihen der Markstrahlen sind mehrfa^^h» 

ß3 Das Parencbyxn der Harzg^uMSe ist sehr zart,- verbolztes 
• Pareocbym febU; die Harbsizallen zeigen spiiaUgf^ StrelAing* 
,7G) Pii^UiS Pinea L. Die mitlleren M^rMirablzellen mit kleijUeiik ];undljch(w 

bis? eiDöinugen Poren zu mehreren. 
77) Pinus Lambertiana Dougl. Ansehnliche rundliche Poren zu mehreren. 

Sehr zahlreiche, fast kranzTörinig gestellte Harzgänge. 
783 Pinqs canariensis Sm. 1 — 3 grosse Eiporen auf der Breite .einer 

Holzzelle, Fehlen die Tangentialtüpfel (?). 

79) Pinus Cembra L. Mehrere Eiporen wie bei der vorigen. 

80) Pinus Strobus L, Eine gsosse Eipore auf dem Räume einer Holz- 
zelle. 

81) Pinus balepensis Sm. Die mittleren Zellreihen mit kleinen, rund- 
. liehen, bis länglichen Poren, die untern und obern tbeils hofporig, theils 

hofporig fmd zackig verdickt. — Uebergang zur fotgenden Crruj^^ 



KBAUS: MUkro^k. Unters, ub^r a. Baii lebeuder u. vorwda Nadelk^lzor« 179 

b) Obei^ und juntere Zollreilia der Miurkstcablen mit Hofporcii und 
einer eigen thümiichen zackig - knotigen Verdickung, die mittleren 
Eeilien mit .ßiporen; Parencbym der Harzgänge zartwandig. 
a) Mittlere Zellen mit einer Eipore auf dem Kaum einer Holzzelle^ 

82) Piuus sylvestris L. Abbildung in Schacht II, 66., 

83) Pinus Pumilio Hke. Abb. Ilartig (1. c. Taf. 5 d— b u. n). Er gibt 
• an den Mark^trabkielleB dreierlei WandbiMungen an? ' i 

84) Pinus uBctnata Rani. Von den 2 vorliergehead^ im Bau nickt 
ontersebieden«, . : : > , > 

^5) PItius MassonSana Lamb. Naeh Göpp, l t^ Taf. ^ Fig. 5 u. 6.' 
^'6) Sciadopiiys ycrtloillata SieK et Zacc. Nacb eben donisolbcn Taf. 2 
..'Fig. 7. : ' ' . 

I ' ^ Mittlere Zeilen mit mehreren grossen Poren versehen* > 

87) Pinna brutia Ten. Mittelgrosse , mnde Poren, 2 — 3 auf der Höhe^ 
der Markstraltlzelle. 

88) Pinds abchasiea L. Ebenso. 

89) PInns maritima Lamb. Ebenso. 

90) Pfnus palustris Sei. Göpperi (1. c p. 49 und 56) hat keine ]&aekige 
Ve^diokung finden können, unser Exemplar zeigt sie. Variabel? 

91) PiMi» ponderotfä Dongl. Wie die vorige. 

^2) Pinus Pihäst^^ol. Zackige Zellreihen tinlen und oben mehrfach. 



Nach der im Vorhergehenden gegebenen Uebersicht ^) fallen, nicht un- 
teracheidbar, folgende Species und Gattungen zusammen: 
1) N. 1—3; 4—9; vielleidrt 1— d: kbet^o 10—12. 
2) . Alle Araucarien nebst Dammara. 

3) Alle Taxineengattungen mit spiralig- verdickten üolzzellen. 

4) Alle Gattungen und Arten der Cupressineen, Podocarpeen, nicht spi- 
ralig verdickte Holzzellen besitzende Taxineen, nebst Sequoia, Cun- 
ninghamia, Pinus Webbianu, N. 21—66. Ausgenommen sind nur, 
als deutlich nach dem Holzkörper charakterisirt: Glyptostrobus,N. 45, 
iPhyllocladus, N. 38, und Salisburia, N. 66. 

5} Die Pinusarten sind am besten charakterisirt. Man kann wenigstens 
Artengruppen unterscheiden : 

a) N. 67 — 75, wofUEter vifeUeidit P. Laitx, Menziesi und Larioio 
dur^h die aqgegebeoen Merkmaie q^whs kenntlich ajfid^ 

b) N,, 76^81 sind fast alle in der ^t erkenntlick 



1) YgJ. attc^-Sd^cW, Z^e p. 435—488. -7 



180 KRAUS: Mikrosk. Unters. Ober d. Bau lebouder u. vorwelti. NadelhSIzer. 

c) N. 82— '84 fallen unbedingt zusammen. Ebenso 87—89. 

d) N. 90 — 92 lassen sich trennen. 

(Alle Merkmale, die sonst noch bei den einzelnen Arten angegeben 
sind, dürfen nur als specielle Angaben zum vorausgegangenen allgemeinen 
Tbeile betrachtet werden.) 

Das von unfl durch eUge Classification erhaltene Besuhat Ist für die 
^6>0$en Ahthetttmgm bereits von Gäppert gefunden worden, den wir bie- 
mit bestätigen ; fast alle Einzelangaben über Untergruppen und Arten sind 
erst durch diese Arbeit gefunden. Man sieht aber, wie selten aus dem 
vorhatldeneti HolzlU>rper — und dieser ist meist nur rinddoe vorhanden 
— auf Arten geschlossen werden kann. Es ist das obige Resultat um so 
misslicher, als gerade idie Gruppe, deren grosse Aüzahl von Arten und 
OatlRlngen fast vollständig untrennbar Eusammeafällt, auch diejenige Ist, 
die in der Yorwclt, wenigstens der BraunkohlenformatiOfi, am meisten ver- 
treten ist: die Cupressineen. Bei dieser voUständigen OleichheU der Cn- 
pressinunstämme — Podocarpeen tu $• tö. mcht dnmäl angeseMagen — 
ist nidU aUein die MögUchkeU abgeschnUten^ vortodükhe Holzer verschie- 
dener Arten tmd OaUungen (Juniperites, Widdringtonites, Frenelites, Calli- 
trites, Libocedrites, Tbuitea, Cupressites, Taxodites u« s. w.) Oimdnander 
zu kaifysn^ 90Hderu auch jeder Versuch y dieselben auf lebemde Anaioga 
suriickiußihren, oder den Werth aus ihnen gebildeter Species zu bestim- 
men^ ausgeschlossen. 



U. Die fossilen CoBlferei. 

Wir gehen nun zur Anwendung der im Vorhergehenden gefundenen 
Resultate auf vorweltliche Nadelh51zer Über, und beginnen mit derXJeber- 
sieht der bisherigen hauptsächlichsten Clussificationsversuche. Daran reiht 
sich die Betrachtung einiger bei der Untersuchung von Braunkohlenhölzem 
zu beachtenden Veränderungen, welche diese Stämme erlitten haben, und 
eine Vergleichung des Baues vorweltlicher Stämme mit jetzt lebenden. Den 
Schlnss bildet die Bestimmung des uns vorgelegenen Materials und eine 
vergleichende Uebersicht der bisherigen Fundorte unserer Arten« 

Bisherige ClassUleatloiieii. 

Wir begtnnen mit Harfig, obwohl, chronologisch, Oöppert zuerst ge- 
nannt werden müsste. So vortrefflich audi die Untersuchungen sind, auf 
welche sich Hariig^s Classification der norddeutschen Braunkohlenhöteer 
stützt (Bot. Ztg. 1848, p. 166 — 190), so müssen wir dennoch Gdpperfs 



KBAUS: Mikrosk. Vnitn. Obec d. Bau labender u, Tprwf)^ ^»ddhj^ber. 18f 

Urtbeil über 4)i^elben bo^treien (Monogr. p. 160— 166>. Ea ist o)>flp 4m 
allgemeinen Thcile wiederholt darauf aufmerksam gemacht word^, .dass 
die von HarUg gefundenen Unterschiede ni einselneq Coniferengattungcn 
and Arten nur zuföllig oder inconatant sind, uq4 dass darauf hin eine Apfr, 
Stellung so sahlreieher Gattungen nidit gerechtfertigt werben kam|. So 
wenig man daher Hürti^s Gat^ugen anerkenpen mag, so sehr muas auf 
der andern SeitfO herYorgebobea werden, wie xicbtig Hartig diejenigen 
VerhSltnisse beurtheilt hat, welche vielfach von Oöppert zur Charakteristik 
der Species benutst wor4eq sind: „Ple Breite def Jahriinge, ,diSf Ver-. 
hSltniss der Breitfasersofaicht «uv JUrndfasersohicht id der Breite jed^ Jahr-« 
läge; die Dicke der ZellhKote, die Gri^sse und die GritoaenrechHltnlsse der 
einxelnen Clementarorgane eM in ein u«d derselben Holzart, selbst in. ein 
und demselben Baum auaseverdentlkb refsehieden»^ (L eu p. 137,) Dies^fo 
Satze folgend hat Harüg das Aufstellen von Species. g$0alieh unterlassen 
und alle gefundenen Unteracbiede zu generiscben geomcht, was ffir die 
Ckipressineen sicherlich richtig ist Er hat mit Recht alle relativen Merk- 
male zur Cbaarakterkirung verworfen; leider I aber bei dei: AaswahLder at^' 
soluten Merkmale zu minutiös verfahren. 

Dem gegenüber hat Göppert mit Meisterschaft in der Aufstellung der 
foesilen QtOtungak die liehtige Mitte gebalien; wir können seiner Ansicht 
nur beitieien» Da wir \m dcf BestiimnuBg des* uns voigelegenen Materials 
ihm ganz gefolgt sind, ao heben wir hier die von ihm aafgestieUten oder 
angenommenen Gattungen aua und bezeicboen zogleicfa den W^^ der* 
selben gegenüber den lebenden, soweit ea aus uaflem Materiale möglieh ist 

SSmmtKcbe Cupressineen-StSmme fasst Göppert unter Ae Gattung 
Oupremnaxylon ; sie ist nach seiner eigenen Bezeichnung nur eine atlge^ 
mehie Rubrik, unter die nach unsern Erfahrungen alle Cupressbeen (Glyp- 
tostrobus ausgenommen), Podocarpeen, Gunninghamieen (Dammara Ausge^' 
nommen), ein Theil der Taxineen (Saxcgothaea, Phyllocladus?) fallen. 
Ungers Thojoxjlon darf davon nicht getrennt werden. 

Die Gattung PinUes Göpp. et With., so weit sie sich auf Höker be- 
zieht, ist enger als die Gattung Pinna Endl. Es schehit uns aber in der 
Bezeichnung dieser Gattung gegenüber der vorigen eine Inconsequenc zu 
liegen. Wenn man für gerechtfertigt hält, die vorweklicl^n Cupressineen- 
stiome, weil sie die Gattungen JuniperiteS, Widdringtonites, Frenelitea^ 
Callitrites u. s. w. umfassen, unter eigener Bezeichnung von Cupressite^ 
zu trennen; so sollte das Gleiche auch für die Abietlneen geschehen, da 
die Gattung Pinltes, so weit sie sich auf Hölzer bezieht, sicherlich auch die 
fossilen GaUungen Piceitea, Laricites, Palaeocedrua u. s.- w. umtiast uud 



iSi KTCkV^i M\kroik, Unters. Über d. Bau lebeöder n. Torwelfl. NädelhWzer. 

itikß^i' Qattitnig PiitUes, insofeme sie ftlätler tmi Zapfen Angeht, nlfchf 
glei^hwerthig' ist. — '* i : ! ' 

Aräutmitei iPrcel. et i&öpp. ist in Bezog auf Stämirte der Ootnplex 
dt^r b'ef'den Gatfuffigen Armiearia «nd Dammara.- " 

Tastkes livmgn. et G»pp. umfasst Taxus> Ceplmlotaxtis ttnd ToiTeyd. 
' Ph^ematopitye Qöpp. ist "Saliebdrla der Jeti&tweh. 
" Prt>tüpily8 nn& Piiiiuiendron ttabeti %«4 Wns keine' AnnlOga; -^' • 

* ^ Anders nun Verhfilt es sich mit den unter die Gattung Üupresslnoxy- 
Ion ^cMellten ä^G^^ae«r^ und'dcm Tbeile der P!oit^sdf^€7i, die dtjrdelbeh nähcf 
terwftndt sind (Monogi^. n. Ä9— 92; n; *4-^124). Wir mtissdn eur rloh- 
figeit WütiHgung dei^elben vorbev 2 Verhäkti$«se betra^bten^ die «Mlnos* 
WMsents bisher bBfbeacbtet gebheben eind, obwohl^ sie auf die Eleihent«, 
welchG nur ßelstimmung der Hi^I^er beniiiet werden (Hokzoflen, Mark- 
strahlen), einen' sehr auialfenden Einfiuss tfben« Wir meinen denl* T^a^^ 
fnüditnififfiprocess tind die Ekiwirkuiig ^hemischkr Agentien, die durch 
ZersetEong der in der Lagerstätte vorhandenen Mitteralien enletehen: > 

Was ieh darüber gebe, darf aioht als eine vollständige Untersuehbng 
aber diesen Process angesehen werden; es sind eiSnaelne' Data ^ soweit sie' 
(üt unsernZweek dienen; nach Massgaibe des Materials sunäclisl an («aub- 
hohem «n^c^ellt, JTtir dfi«^ Nadelhölzer jedoch besIKÜgl. = 

Das Holz von Sorbas aaeuparla ist bekamiUicb weiselich, nofässig 
SQhw^f, ; Mikf oskopisch besteht es aus mäai^ig zaUri^icl^Q^ P^fUf^9 zec^ceuten 
GefltfLsen, die i;nit müssig grossen Tüpfeln und feinen reebtsl^^figen Spiralpi^ 
gegen die Holzzell^in, gegen das Parenchym und die Mjtrkstrahlen gefel,- 
deü <^val-po4g sind. Zwischen ihnen liegen die dickwandigeii Holzzellcn 
und spärliches zerstreutes Holzparenchym. — An einena etwa 30jährigen 
Stamme war an einem Aatabhicb ein Theil deß Innern „weiss faul"^. ^n 
Stück desselben zeigt sich auffallend iticiss und leicht, fühlt sicli dabei ausser- 



1) Er«t als die vo'rliegehde AbHaudlung zuiri "Drucke • Kerelt lag/ erhielt Uh Wiemer^i^ 
ATbeSt „Ueber di^ Z^ntBning der Höleer an der AtmofipbAre^^ ,* SHtttnigeb. der kaHtMAt 
Atsad. dmr Wisseatch« Bd^ XLIX. Es. fölU die v<m mU.bedchrlobene VtvmodenMg.^«: 
Haltet «nter Jf^iuner'» ,,yergraiiiipg d£s Holzes'^ (p. 5). Meine Besoltato stimmen gapz. 
iplf d^n seiDigen (vgl. p, 14 .u. 18). — Aach Schachfs Aaf»atz „üebcr die Voräude- 
ruDgeu durch Pilze io abgostorl^euen Pflanzouzellcn'^ Pringsh. Jahrb. Bd. III enthält hie- 
be r gehörige, mit meinen Angaben zusammetifallende Notizen. ' fliehe p'. '4C4, besonders 
nber p. 465 fiber die Rosslcft^tanl« 0/ p. 469 bei Pkea vulgaris' ^lü ^^ . . *I 



KRAUS: Mlkrosk. Utiters. Ühm 4. Bin- lebender u« YOPtreltl.' KadelUSlzM'. lg| 

ordentlich zart An and sßij^t bei einemr mgenthUmHchen neidenatitist^d^ Gltmu 
auf dem R«dkribruch dio Uafikstrahlen- auffallend 'dmiUek %md zaMreict^ 
Das Mikroskop ergibt vor Allem eine grosse £>(lnnu7(>iM{i^Ke<9i( atf<9r £^ 
näher folgendes: Im exquisiten Falle sind H«btzellcn, GNihfebo^MarkstrahU'und 
Parenohymsellen ausserordentlich zar^wandig, fast genau ab ob um noch 
die primSre Membran und InterceUalartabstans vorhanden wtie, 'IhtolieK 
den -Bildern^ wie man- sie nach BehMadlung (von Holzsämitteti ibit txmo; 
BehvmfelsXmre erhäh. Chlorsinkj^d weist ^ selbst nach dem .lEodien <mlt 
Salpeleesftare' oder dein Schtib!Bt\mk Verfahren' keine Gellulose.nidir ni&eb, 
wie auch' Scbwefelstture keine weHei?e'Vefdünnong der Wände b«ivivktv 
£» Ist demnadhi die Cäluloee bis ai^f x^InteroeüolärsubstenB gtMimrdnden'; 
in^mamben ¥1dlen iässt sich nech die PrimärmembrMi fiMeny' in anderen 
eine mebr oder wenigser ge^h^nd^e SemindiirljGigtB. ^ Demgeinlis« 
«eigen lAcK' auch die Wandblldungen ^der Elemeote angegrifien: Ah itfm 
Hoftüpfeln der Gefässe und Ha^si^Ilen ist dei^ Porus Telistärtdig gesciiwinw 
den niid man sieht senkrecht auf 'denselben nur «tn^ Kvefs, demHofent- 
spve^hbnd, der ein wirkliches Loehidcr ZeHwand davetelU. W« dii TO^ 
nahe stehen, shid die' daewischenlfiegende« trennenden Membranen öfter 
ebenlanB dnrehgebroc^ien' und die Zollwand selgt sich unregelmässig wm^ 
fressen; nur der Ort eine» früheren, untergegangenen TtipMs wifd hie und 
da durch ein scharfb^^rinztes Ereisstüok angezeigt. Wo die CeUaloso 
noch weniger geschwunden ist, xeigt sieb auch der Perus noch,' aber stet«« 
grösser und gW5sser werdend, bis endlieh seine Conturen mit denen des 
Hofes xäsämmenfalleii. -^ Oefter sind in den im Zerfall begriffenen TheU 
len die ZeVwfinde mit feinkörnigen Dietritusihassen ^esetat^ die 'aber, im 
vollendete» iZt^and rersehwondeä sind, so ^s dämi die Wunde gtait 
erscheinen (Fig. 6 a,*). . . : : , 

Gans ähnlich zeigte sich die Erscheinung, sowohl im Aeussern^ als 
Im Innern, bei Tüia parmfoUa^ obwohl hier, der Diinnwandigkeit der Ele- 
mente wegen, das Bild nicht so frappant wird, als oben ; dagegen dicsetbc 
Leichtigkeit, Weichheit und der eigenthömliche Glanz des Holzes. Hohiniä 
Pseudacada L. zeigt viel schöner als die vorige genau das Verhalten von 
Sorbns. Ebenso Buchenholz (Fagus sylvatica L.) von einer verfaulten 
Wasserleitungsröhre, dia.lS Jafaie unter dem Bedegu gelegen hatte; und 
cip weissfauler Ast von, Q^erows pedtmculata. j. 

Von Coniferen habe ich nur Phiüs sylvestris in passenden Stöcken 
gefunden; sie zeigen genau das Verhalten makro* und mikroskopisch Me^ 
es oben Iraschrieben iwordem ^ Andere ErscMinungen an den-SelM sol- 
cher Höker, Imonders eine iigent^imliihe Zerfaserang dar 2ellwttnde,:die 



184 KRA:U8: Mikroik. Dnteri» Obw d. Btu lebMider u. Torw«lti. If«delhdlcer. 

Hkon SlaHiffyg^AAen und Abgebildet hat (Bot. Ztg. 1 862. p. 109, TaMII 
Fig. 4), übergeben wir als ntelit hieher gehörig (rgl. die Aoktt. oben). 

Kacb diesen Beaerkungea wird es nnachwer seliii ähnliche Zustände 
anoh am fossilen Holse wieder zu erkennen. — In der Sdmmlufig dec 
hiesige Universität befindet sieb eine AncaU BraonkoblenhöUer von 
Wesieiburg.ond! den Groben liassa« und Gottessegen bei Marienberg: alle 
astgeseicbnet dureb „auffallend gelbbraune Farbe^, grosse „Letcbtig|£ek^ 
und einen 4i9eBthüDiUthen ^GlanB^. . Die Markstrahlen ebischettAen im Bai 
dialbrufib ausserordeutliob dendicb und „Kabhreieh^ ; alle ;,in eioeniigewiaieii 
Zustand der. Yerrottung^*. Ihre mikroskopische Unteisucbutig. efgibt di(9 
oben.tbeASluriebeneB ErsdieiMngeii d^ Verdttnnnng de» Wände; .dabei ab<i 
erscheinen: die Wände aehr schön ghitt, Ferra then keine Spftic eines Anf 
gfi&y niuian den Tüpfeln .aeigen sieh die erwähnten Ersebeinungen bald 
•Mhr bdd minder ausgeprägt — Die Diagnose des Hobes labtet gena« 
wie die des Gupressiaoxylon. lq)totichnm. G^pp; 

Etf iwird demoach kein Zweifel sein, dass Q^ppert solche Tennoderte-( 
HMaer bei der AulMlIung dMsier Species vorgelegen haben; es atimaMn 
die ph|rsifcalisehen Bigenschaftea, die er angibt, sowie das mikroAopiaidia 
Yethalten gani. Da. nun gerade aber die „dünnwandige»! laxcli Hobael- 
left" und die ^gresee Zahl der Markstralilen^ aeben den physikaliseheii 
Eigenachaften die Charakieriatik dieser Species bilden sollen , diese abes 
nicht Eigenschaften einer Species , sondern jedes beliebigen Holi^es untev 
bestimmten Verhältnissen sind : so wird Gupressinoxybn I^>totiohum kaum 
als etwas anderes denn als eine Rubrik der fossilen Cvpresshieenbölaer be- 
trachtet werden dürfea, die ;yin einead gewissen Zastande der TelrcHtUng^ 
sich finden. Die äbcigen angegebenen Merkmale dieser Bpecies köfmen, 
wie ich unten zeigen werde, ebensowenig für sie, als lUr ehie andefe, ala 
specifisch betrachtet werden. — 

äaben wir nun im Yermoderungs- und Fäulnissprocess eine Potenz 
kennen gelernt, die Verdünnung der Zellwände hervorbringt, so müssen 
wir jetzt eine durch Einwirlcung fremder Medien hervorgerufene Verdickung 
(Quellung) der Wände betrachten. 

ty) fiiiiwiBkwig fireSer SolMvsefeU&tire» 

Oöppert hat schon vor langer Zeit, bekanntlich zuerst, auf den zcf- 
setseoden Einfluss auffnerksam gemach«! welchen aua Minerali^ (Scfa7?efel- 
lu<^o} frei gewordene SchweCilsäure auf die Kohlen übt. 

kb wurde auf ein Meduim, welches Quellun^ dar Membraacn liervor* 
mfea musa^ saeist ducch m^rere E&eiapkM von Braunkohlen vom Bauers- 



KRAUS: Mikroek. Uuters. ffber d. Bftu lebettder u. vIc^nreH!. f^d^lhdlzer. 18(| 

b«tfg;e 1^1 BiscIldMhdkl a. RhHti aufmerksam^ ^ie Ctrafc didit iMbeneiniitActe^ 
in dem Herbstboke desselben JfldinriBgs bis ZQmY^scfaWSiicIen des' Lumens 
v^rdiekieZeNefi {^yCelTQla^.cralssisBfmiiey.Tlx exearaläe^) cefglen-n^eti den 
Herbstbolzzdlen gewöhnlicher Dielce (;,ccUulae pächy'tiehae"). Diese Ev-^ 
fM^rafng liess dlid Vtrin^thcing niiiht auftommen, dassi andere Höle^, Welche 
bet seimiger Gleichheif diese beidi^tt Zellen gesondert seigten, versÄiedeKiy 
Species angehörten; eine weitere Beobachtung, dass'ein fit6listüclc inäeitf 
müssig dielee , aussen bis zum Verschwinden des LnineDs verdickte Zell^ 
wände besass, liess des^halb ebenfalls die Annahme eines Altersnntersdtie^ 
des nickt za.' ^-- Es blieb nur übHg, diesie anss^rordentfich Verdickten 
Herfostho)zisellen akP darch Süssere Ehiwhrkung ^Istandene ^^LciöhenerSchel« 
ilonl;^ za betn^chtHn. •- - 

Da die Einwirkung von Schwefelsäure auf die Bramikahle zum Be-^ 
hufe der Pechkohlenbiiduhg anerkannt ist; und gewöhnliche Braunkohle 
vom Bauersberg beim Ausk<^chen mH Wasser durch Chlorbaryam eine 
ziemfiche Menge von '8chwefölsäu^' zeigt, so wird die Einwirkung vM 
Sehwefelslhife auf dieäeZeHen sehr wahrsdicinlichc, i^umal, da sich sehlfess^ 
lieh ein Exemplar fand; desisen Zellen alle Erscheinungen boten, wie man 
b\6 durch 2Misattt von fechweMsüuire zu Holzschnitten hervorrufen kann? 
vofr d«r einfachen AufqneHung der Wand bis zur theilwelsen und voll«' 
ständigen Lösung derselben bis auf die LitercellnkMnlwtanz. Directe Ytr-^ 
mhe mit Kiefemhotz in Wass^, das firefeSehwefblsSüre hi Verschiedenen 
Qttantitfiten enthäh; bei g^wötmlicher und erhöhter Temperatur, haben bi&' 
jeM -^ sie sind vor-S Monaten unibrnotntiien — noch kein* hiebet sprc 
chtndes Begultat gegeben.' Will man nun die Ehi^Htknng von freier 
Schwelslui^ nicht ^als sichergestelit betrachtet, so tlarf nach' OMgem doch- 
nicht beanstandet werben ^ dass die genannten ^ckhäutigen Zielien ehi 
„pathologisches^ Prodnct eind, was für unsem Zweck das Wichtigste ist 

Es ist nämlich bei der Aufetellung der ßpedes: €upFe0sittoxylon pa- 
ehydfirma, Plnites ponderosus^ Taxites ponderosus GÖpp. auf das Vorhan^ 
denaein dieser Zellen ziemlteh viel' Gewicht gelegt Wie viel von ihnen,' 
wie von andern Merkmdefei zu halten Ist^ mag folgendes Beieplei^ 
lehren: • • * . - .: 3 ' ./ 

Ehi scbönes Stemmstiiek eines verweltiidven Baumes vom dauershM^e ' 
hat einen etwas donneren' Ast > 

8€in£[efe ist rWOksh^ bpäun, %cHfti»dHsh lädu und •ebarafete'rieitf 'sieh 
nach det gebräuchlicheft TenninMegie I7»i§e»*«'0e: 

Gupressinotyton eiratls eoncenirteie' Ifistinclis, angnstat&s; strtrti tfena' 
elfterlere m^fuMMnm^ iHx 4ktii9aa^ interlofe Uahre; cellulis prosendiy^"' 
mMsle iubpaekffüdhk,, porie ekrdm diaeifomidbQS, anisttiatftae; "Mdiiiy' 

Wünlmrt« MtanrifMuchaftL 2«ltMlaiA. V. Bd. 18 



lÜ^ I^BAU^c üikroftk. Unters. 4lber d. Bau lebender u, vorwoUJ, I^adeU^^l^. 

r^mW^^ifl^mM^^^ptW^rXf^^'^ ivglr. Fjft(.i.-TTl9). h .hl!, ü ..iL iil 
, :, Pna Hol« i4^ Siaamf», Ißt, tief brgti^^ grpbfoßptig, ,un4^ Hhr.in^im^, 
d^ 9e»Ql»reibaQg. lachet:. : , ., . . s: .1. ., 

|ft^«,;fj^iii?i|C<if«m cra^«it»M (vix CfCHVaü«) forPI^Uj i^iori^cfl 

e,.,f^))ulM {^f>to^if conaposiU; ppris magnis, l-3i^rialibu9. disciformibus, 
rfidiiB m0diilUribii^>.«i|ii{lari(>as sjoipJUcU)!» ^ e ceßii^if 1—40 founatb; ducn 
übiw reslnUßris 8iai|dicibu«| ^«d mm (vgL Fjg, 4—5). 
,, £6 QDierljiogt keinom Zw^fel, f)«t8 bior A^t und Stamm , ^wSrfn^ sU 
gieffoii^ejrt {gßfundeo w^jrden^ »vei vorttefüi^ SppcUa abgegeben üitttpii I ; 
Betrachten wir hieran schliessend, die übrigen wx Aufsti^lliiiig- ypn; 
Speciea benuia^oii Merkmale. 

. . Jährfing€. Dei|tlichkeit oder IJodemtljplikeit darf nnr. mikfo^kopiipb 
nnipraebieden werden;, ausser der. Uosicberb^itdi^ecf Merkmales aas ofm^ 
lUDigefiihrtiyi» gründen (Ao^et^n d^r Jahrringe) komnit, nocb ille Y^wo^ 
dtfoiig) die EiEwirkiHi^ ^ Schwefels^uri^i InfiUration mit. fremd)» S^feA 
(^iÄ^eUiiur^), Yerkiequng u, s; w. hier in ßetrachif alle di^i^ M^meiit^' 
h^^ i^ie. Jabi^i^itfe, verwi^piV Die 3roite der Jabrringe hat ^jbi^jhre 
Efflejdigong gefunden; ebenso, die relativen VerilMUtnisfe d^ Ail48^n 91)4 

I^nensctMcht des JabxoAg^! . . 

Von den Bobsxdlen (ceüolae prosancbym^tosae) ist über dijQ .Tüpifi 
(pari) X((4gendes zp bemerken. Qben ist; qrwStot wordpn» da^s .dec.Pffmi;. 
kanal bei seiner Einmündung, ijn di^i, Lumep .d^r Holcselle, in der Aussei* 
ifc^cbty öfter avdi in der Miltelschiebt lif^wendig schiaf ge^lelU wfl 
iBi^tenförmjg wird. Bei engen Jahrringen , wo dia looen^eblcbt gltislif^h 
filblen l^a^, und bei stark aecytöirten Hölzer^ wo mwi bf^ictor.UQt^sqqbTi 
upg d^r Tüpfel anf die resisten^ren HerbstseUen ttegßirieaen wir4 >.ig^ 
schiebt es bi|iifig|. dass man ntr schiele , spaltenförmige Vorep eteM,^ die 
man leicht für das £igenthümliche eiper Speeles halten k$|ipt^».^SyiMk. 
kommt au^, dl»s bei den dünnwandigen MarkstraUipeUeQ an einem etWiM« 
weniger) gut erhaltenen Holze der Innenmund des Forus der MarkstralUzelfo; 
und der Holzzelle fast nicht unterscheidbar von einander sind, und,j4lc 
8pa)tan|6)Dmlg0 Ka^at 4eY IMwciUe kiicht in d|ß M^di^rahlzeUe veisetzt 
wird. — Diese beiden Ffille scheinen uns bei füuprcis^lnpxykm, 4s4<mi v^iri 
gekonMB4B W sein. — Di^ SpiiraUMejr der XaximNin) .so weotoib^ laben- 
den Hölzern ein Zweifel Ut^ fifi .s^in kami ip^eltf ,bfll fawUefl Bttlafm 
m^, 3ebwierigkeit| als. f^iw, !9rw49tet , Bei ri^niHHiert^i odiar durch 
Schwf^&Mivre. aof^riffenen S^iii^^ei» Iwvi mao jre<^.,fkiRiUe)lui|t smimf^ 
etb vm^ ^gtmSgß GterbatatrQtfme;. od^r .J'/uOcmii-SpjQitan ,Y«f u^aich IvmUi 



RKAdS; Vikroük^ .Uot^rs, fiber d. Bfiu>b«ii4eT it, TpnfieUI. HaO^lhaiien I8T 
^db«t,die^oben.al>gel|andelie recbtsläqSgeMrbs^ifheSpjjrfJjbiMQng kwtMl 

Die scbwankende Hßhe fUr Marhßtf^lilcH iUih^r^Uk ^TffVu^t; «UgM 
Bftiiipi^i..wie der Hinweifi auif .^e nied^re^i M^rkftraWeo: j^90iWclietiHlttH 
fer,ge||^g^ die GeWtrKc^ktH dieses d^gnostja^A^: MH¥^ daiMttim* -r^ 

Die J^i^ffn/ der U,a^9^i^,eU^ im Tangenti^lbiM .idi»r4 piioh. > i i tiw i n 
Erlabruiigeii an lebci^ .ß^uo^ien (Sa)U|)uria, Ai^VCadria q; iß. mJ^ w^ al« 
eftJiraa aafiaUeiM^ bietet, ^ api^ifiaiii^ l|ntercieheldiui0HnflAinid: bewiM 
we^devu . , i\ n'- . . 

l][eber Frequen .oi|4 Vei^oiluag <far, ifa«wie{(tfti. ist oben heüDila ge- 
sprochen $ hier nuna noob erwähnt werdeni daas bei geqnetachten 8ti|nmea 
die Har^fieilen oft so weit ecsdielnen, 4is8 /man: sie bei , obskitfcfalkh^K 
Be^a^tung (Ür Harsglbfige hXkt Es kämmt, dies Ibeik daher, .^aaa dl» 
niwQ^f^n, H^h^eUendnr^ die.QwetscbjQBg hn Lamen. ?erengtf siiid.i«ii4 
daher geringerer Dimension zu sein scheinen; dann aber aach 4alter^. dMM 
die Harsmassen der Zellen öfter auf einen Punct der Zelle gepresst sind, 
wodurch sich diese Stelle übermässig ausgedehnt hat — Eine genape 
Untersuchung der umgebenden Wände lässt über ^einfache'' oder ;,zi^am^, 
mengesetzte'' Harzgänge keinen Zweifel. 

Schliesslich noch die Diagnose eines Astes, der an einem Salzhauser 
Cupressinoxylon nodosum Göpp. sich findet. Das eigentliche 3tück bat diie 
Diagnose von G&ppert (Monographie p. 203 n. 6ß}; der Ast folgende :< 

Stratis concentricis distinctis angmUs; zona , exteriore et interioce e 
eßUulis «u6pacAytu^ formata; poris portn«,. rotuDdls^ l-seriätibus*^ radils, 
medullaribus simplicibus, e cellulis i— 4, raro — 7 formatls ; dqctlbiis res!- 
niferis simplicibus, creberrimia, cancentrice serHs, 

Ich denke, es sind dies Beweise genüg von der Unsicherheit — fo^- 
lich Gefährlichkeit relativer Merkmale. Indem wir dieselben verdächtlg^i 
diirfen wir uns jedoch nicht so weit hlnreissen lassen , sämmtUche l^crk^, 
male dieser Art als gewissen Arten eigenthtimlich zn läugnen. Es. isf 
z. IB. allerdings wahr, dass gewisse Cupressineen selbst im 4Her sehr ^ior 
dere Markstrahlen besitzen, z. B. Junipems rufescehs Lk., Arcenthos 
dmpaeea Ant et K. gegenüber den beträchtliefa höheren* von Cdpressos 
sempervirehs und Biota orlentaHs Endl.'; aUein' letztere Pflanzen z6Tgen In 
der Jugend ebenso niedere Markstrabled, ald obige. ' — Plnus^ sylvestris 
baeüit weit« JaWriiwge, wie im* AllgemeliKiii die Pkmsarten; hi einzelnen 
Fällen, die zudem noch ausser . aller BereAnftng liegfen^ dagtegeri sehr eiigel 
^wMögea hier noob cKe Worte, ilfMPsstAea, die demelW naefa/ geaanen 
Uotaravciiiuige» tikec die Verindertuigeii de^ KoUbüHes von SiMMi imM 

18« 



IBS KßAÜBt tfikriMAt. üiii^; Üb«r d. B^u lebender t/.' vörw^. Kadelh^zer. 

Wmn^ aue^sptMb^n hat (Bbt. Ztg. 1863 p. 978 Atom.): 'JtÜi karin 
mi^ des Bedenk^s 'nicht erwehren,' dass Unteittachunlfen' eJn^elfrer Th^le 
von uns wenig oder auch gar nicht bekannter 'I^dnzeh ithä ^t^ Etim- 
pknr^; Obc^ deten^VegbtattonsverhliUnlsse wir gar nichtd wfssen, hinsicht- 
Uehider- Siehe Adt dev •an^'ifanei^'abgisleitcten Schiasse -fiber Identität :oder 
Versal JAefthät - v^röchiedefter^ Sorten , über Äbstammang ron dfter oiit 
vovseMedbdeti Pflanzen n. b: w. grösseren 2<we?feln imterworfön lidin ihögen, 
«li (He ilieisten Beobachter annehmen werdeto. Ii^ wenigstens gestehe gäms 
Mfen) dasB' ich, et»* ich dfi^e Üntersmshüngen übet das Wwzeühdlt ahge- 
stellt hatte, gar keine Ahnung davon hatte, dass das H0I2 eines und des- 
selben ßanmies^ je nach den Verhältnissen des Wachsthums der einseinen 
Bxemplare so* grosife Verönderungen hi seinem Bau erleiden könne , als 
Ich' «8* wMelich 'eintreten sah' mld dass Ich im Anfonge meiner Uhter^ 
stibhmigen die Absiftitrtdang von manchen AbXnderöngen der Wurtel von 
Manien d^ gleSchon Art für eine Unmöglichkeit hielt und an Yerweehs* 
kngen daehte ^^— *** 

So zweifelhaft auch manche Species von Cupressinoxylon un() Pinltes, 
sowie TaxTtes werden mögen ; ich bin weit entfernt darüber, ohne Ansicht 
de^ Ö'rlginalexeniplare ein Ürthcil fällen zu wollen. Es ist möglich, äass 
alle aufgestellten Species verschiedenen Arten der Vorwel^ zugehört haben ; 
allein aus den gegebenen Diagnosen, die auf eine Menge von unhaltbaren 
Merkmalen, besonc^ers auf den gänzlich gleichgültigen Querschnitt des 
Jahrrings soviel Gewichi legen, ist das nicht bewiesen. Wer sich mit den 
ganz unglaublichen Aenderungen des Holzes ein und desselben Baumes 
anter verschiedenen Verhältnissen bekannt gemacht hat, dem werde ich 
Ich nichts Unerwartetes aussprechen, wenn ich behaupte^ dass sämmtliche 
bis jetzt gefundenen Cupressinoxylon -Species nebst einem Theil der Flni- 
ten äer Diagnose nach ebensogut Hölzer ein und desselben Baumes als von 
100 Verschiedenen Species sein können 1 Es wird zwar aus anderen Grün- 
den Wahrscheinrich, dass die verschiedenen Hölzer mehr Species angehören, 
als man datäus bilden konnte; der anatomische Bau derselben aber gibt 
dazu keine Anhaltspuncte. 

Ni^pl^ n^em Erfahrungen miLBsen wir die bis jetzt anfg^fl^Utw Sipff 
9ies vorvfreltlicber Bäume, di& auf Holz gegrüj^det sindj(,als sohl? ui^ßeich' 
ti?^riAty« Dinge, betrachten; sie ; sind: 

. ,, 1)1 wirklWI^iSpedi^ oder^aoifls- oiid.Gattiingse^iiipltok g«&Pittil«fl 
Bae^anoa G^pp^, T, rq^lnosttaySikeiaciM u. & w^ 
i d) iVü* uiii^W^arEelhölMr versehiedenor oder derselben Speeies. Alt 
WarzaiMa isl «ntachiefan Cupressinoxylon nodosum und PMt0fr HMiUMmi 



KBAU6: Mikroak. Unt«rs, über d.Bau l6bei)4er.u. vorwdO. IktdeU^^LifTf i^^ 

sa nemien. Gapressiooxylon fiasam? jedenfalls aber C. aeqnale sind 
Aeste. .1 .•..;; 

3) Coinplejce vonH^Joern eiaor oder rembMme^ ap^Qs^.Jiii» gleiche 
AeoderuDgeii d«rcb Kinwirkuog fremder Ag^ntiisii erKttßp, Uabeii^ Oupceaw^ 
noxylon leptotichom durch F&ujnist oder Vetmaä^u^g entataoden; mi 
4ofc|i,Sdiw0feUi»re gequollene H$lzer: CqpFe90iiie<j{lo»,|i«chjrd^nm, Pi- 
nltes pondero8U3, Taxites p^nderoaiiB. ; 

in den Befttimnai^eD der foMileo H^iipr hübe ich mieb Mn^Oepffmt 
gehalten, dabei aber über«U} wo das Maiedal EkwettenuigeQ.gestatletei die 
Diagnosen erweitert, besondors die Angaben über VerhlUUniss dcnr Aussen- 
»ur IiMUCi^bicbt, di# 4adarcb aber avch als «peciftichesf MeftuDfJ iQbßl^ 
Qüiaig. wurdeni indem es #ich bald zeigte,, daas hier bei einem BoIm ^ttl 
möglichen Modificationen yorlcommen können.. Sie^ sind, nur defMh belr 
bebalten worden v weil fttr eine Auv^ v^u ^peeiea^ die^ Breite ; ihrer 
^iebwankungen noch nleht gefunden wurde, SpeeteUe. Sep«ickungan übe« 
eviiselne Arten unten« *^ 

Bevor wir-^ur Aufsäblung der Ton uns gefundenen A^r^^n «übfiirgebei^ 
einige Worte über den Bau vorweltlicher Nadelhöker der Braunkohlen- 
fonnation im Allgemeinen. Der Bau des Holzes ist zur Zeit der Braun- 
kohlenformation derselbe gewesen, wie jetzt. Die Bildung der Jahrringe, 
die Aussen- und Inuensebicht, die Veränderung der Innenscbicht im Stamm^ 
der Mittelschicht in der Wurzel bei Dimensionslinderungen der Jahcringei 
der 3au der Horbettirile gegenüber der FrüblingsseUe des HeJaeS) der Ban 
dea Tüpfels, der MarkstraUen und der Haregänge — allei ist genau da»- 
selbe geblieben. Wir finden die Tertiärmembran der HerbsbuU^ noch wie 
dortmals linksltti^ gestreift^ den Spiralfaden der Taxineen ebenso in yor* 
weltlichen wie in lebenden. Und wenn es erlaubt isl| die Cellulosekapsel 
(den selbs^ebauten „Stag der Zelle'') als Abdruck des ZeUlebebs an be- 
trachten — dem nach bisherigen Erfahrungen nichts entgegen steht — ao 
dürfen wir aus diesen mikroskopischen MonnmeAten auch lesen , dass daa 
Leben der Zelle seit Jahrtausenden gleich geblieben ist und folgern, dasa 
die Gesetze des Zelllebens ebenso stabil sind, als die grossen Gesetze, die 
in den Himmelsväumen wirken. — Nur die Markstrablen soheintn an 
Stelle einer äussern Hannichfaltigkeit (mehrreihige Markstrablen ' bei ror^ 
weltlichen Arancarien) , eine innere gesetat ra beben (unsere Pinnsnrten, 
denen gegenüber eine solcbe Maimichfaltigkeit in der Yorwelt noch «lebt 
naebf ewiesen itoidon i»U 

Wir fehftt will Wf spedellen AufltthnnQr der iion nna «nteraoebtaii 
ArAenw 



196 KRAül^f Miktösk. UuMn. Obet d. Bsa lebender n. vonreltl. Nadelhölzer. 



<' ' l>id losilOieii Ocqpr^ivM^enhMEer amtosen aile j^ne Stfimänfe, diis unter 
iMiMfe Ouj^tidfiMBeötiförm fkll«n; sSoamtliche CupressinMl and FDdoica(rpe€lii 
Ik/t J^tetifiBlt, einige Abietineen nnd Taxhiecn. 

> • Aodge^diftef ^ötch meist enge Jahrringe, mSflUig dlekwandtge, '^itüt 
spiralig verdickte Holzzellen, die 1-, selten 2reihfg getüpfelt sind; 4\e 
TOpfbl nl« sp^tttüg gesltell^ Holzparenehym zerstreut, «ehr sahlrcAcSi, ' Hark- 
Bfirableri ^nreiblg, gleichartig; Harzgänge fehlen. 

Stratis coneentricis plerani<i«e angustis, anffuiH88imi$v&$ cellnii« pro* 
s^nbhyUnaitOBis, nee poro usqnam spfraliter disposHe lee ^iralHms instrüe-. 
tfis; doctthatf i^esiniferis i^f^bui cf^bris Tel trdxirtimU; radlür medaUtt- 
iflH^s shtaflaribos, HmpUdbus. 

^ Bisher utafesste- die FamfÜe nnr tine Oattcmg von Hölzern, Offpperfn 
Cnpreslsitioxyleii'i ich habe unter den Stimmen der hessischen •Braoiihohlen-' 
gnibe Ludwigshatte einen prächtig erhaltenen Glyptostrobas EimH; ge^ndett'; 
#er ntfti als* zweite Gattung fossiler Girpressfneenstänfme auftritt. 

i * 1. Cipressinoxylon G5pp. ' 

Fodi^. Goüif. p. 1^6; Thajoxylon Ung. Rtidl. gdn. plant. Supl. II, 25. 
EJüSd. Sju. Cöulf. p. 281. ^ HaHig (Bot. Ztg. 1. c.) hat daraus 11 
Gattungen gebildet, die nnhahbar shid^ — 

Die bisherige Diagnose, welche dem Pämtliencliarakter ontspf ach, mass 
durch dies Auffinden einer zweiten Cupresshieengattung enger werden. 
Oupressittoxyioi^ 6$pp. ist Glyptostrobus gegenilber durch dickwandige 
Hohs^len^ insbesondere aber durch kleine, ovale ^ spärliche Poren der 
Ifai^strahlzellen charakterisirt. 

Stratis conc^tris plerumque angustls angustissimisve; e^ihdis prosen^ 
diymatoSis st^bp(U!hytiU^i$'packf/tidiifr} ductibus resiniferis siniplicibus, crisbrts^ 
creberrimis; radils mednllaribus similartbus; pom ttmmi ovMbms, piSftvk^ 
pautis. 

1) Ouprosslnoxylon fissum Gt)pp. 1. c p. 200 n. 61. Taf. 25 
Flgj 3—5. Unaere Tafel Fig. 1^5. 

Diese- Spedes ist to» Oöppert auf die bald runden, bald scfaiefgesteik 
spa!tenf9rmigen Tüpfel, auf die geringe ZaM der HarkatraUzelleu und die 
schmalen schlefgestellien Poren derselben gegründet. iMe Betrachtang des 
lO^gebildeiMnf radialen LängseMttes ifisst uds Wx»m ZmkM ttbrig, dass 
hier nicht der eigentliche Tiipfelhof abgebildet ist, sondern der Porenkand 
mit seinen 2 Mündungen : der spaltenförmigen gegm daiT Lumen der Zelle 



KRAUS: Mikfosk. VuUn, ßber tt Bmi lebeodfir u. yorwdtl. NadeIfa6le^fJ %$i 

gerttihteteii^ btid der rttadMi gegen 4en Tfipiltimtitn genietideteii.' IHe 
s(>ältenrörmfg6tl Pötieaf def MarkslMlilstHetf ' babö idi an' Viele» 'H(>]sern 
ebenfalls zu sehen geglaubt, an ganz günstigen Stellen dagegen geAmd^^ 
d^^s sfe &tt Holza^le otilgeli&ren, uod dass Akt ptortts der MaifcstmhLBelle 
dieser Höteer, wie überl^^iapt bei Cupressmeen/rwidHeb-oirttl Ist (vghftg.2)k' 

Nach diesen ' Efttltrongen i%ibreii wir auf 'diese SpecAesehie'' AnsdM 
Yon SfMmen mi^k, die In ihrem JugendeusUind äof die von G&pperi 
gegebene Diagnose genau passen, und mit den Abbildungen stimnien>' deipett 
altere Exemplare dagegen GspressinoKjlon paeb^erma oder Pinfles pon- 
deitostts' Und Pfotolaris GÖpp. oft nfibor steben, als Irgend einem -beschrieb 
benen Baume. leb habe oben bereits das fi^esmplar In Ast und Stamm 
besekdeben , welchee die Erweitemeg der Diagnose nothwendfg maelit. 
Zwischen den beiden gegebenen Besehroibangen schwankt die gröseite Balil 
der von der Bbön atammend^t) Holzer« Einzelne scheinen auf den ^steii 
Aogefeiblick himmelweit verschieden zu sein. Man findet da: W^ite und 
enge Jahrringe, scharf begrenzte nnd diffuse; dickwandige, lumenlose 
Herbstzellen gegenüber dünnwandigen Frühlingszellen und kaum von eman* 
der zu untersdieSdende Frühlings* und Herbstlagen ; Harzzellen reiclilich 
nnd sp&rlieb, ofl eehr weit, Harzgltnge slmulirend. — Alles dies an ver- 
Mhiedenen Exemplaren, aber auch an demselben Exemplare an v^rsekie^ 
denen Stdlen. Wer die Proteusnatur aller dieser rdoHven Merkmale 
kehnt , de^ kann eine solche I'Xbhning nicht befremden ; es gibt ehimd 
hnnsrbalb'dee Hoizringa niohfts Stabiles als die absatHten Merkmale, «mter 
denen zu nennen sind: Anzahl und Form der vorhandenen verschiedenen 
constituirenden Elemente (bei den Nadelhölzern Holzzellen, Holzparenchym 
und Markstrahlen, und bisweilen Harzgiingc — bei den Laubhölzern die- 
selben, und dazu die Gefüäse) und der Bau der Wände derselben (Tüpfel, 
Foren, Spiralen u. s« w.}. Alle übrigen Merkmale sind mehr oder weniger 
onittverlflsslg , insbesondere Zahl, Grösse, Weite, Dicke und Lage vonf 
Elementen oder Complexeil derselben! Das sowohl (^1 Nadel- als Laub- 
b&umen ; für letztere soll anderswo der Beleg gegeben werden ; für erstere, 
insbesondere dit eben angegebenen Aenderungen habe ' ich beweisende 
PrSpartte. — ; 

Die Charakteristik dieses Holzes lautet nun: 

Cupressmozyfon strafls cdnc^trids dfotinctis angustatis et angustiMi- 
mis; strati zona exti^H^re modo angusta, ntodo interiore latlore, e celhilis 
subpachyUchis vel crassissimis (vix eotcavatis) formata; interiore e cellulis 
IqHoilchis vel snbleptotleliis formata ; poris uniseriaübus, modo alternls re- 
motis, modo appronmatis disdformibos (Tel in strati zona exteriore et medio) 
dongsffisobrrqtfis, uttinqoeatteailatis; rAdlismedtdlarlhus eceihillsl— 15«--40 



li% KBi|.Uß:, MikroBlu Unters. jU>er 4. B«u lebender u. vfrweltL JKadelhai^fra 

QHttier^ forro«l|9, simplMibttSi Biwtitribusy h\m Me.compociti^;; duoMhiifl 
le^biferU .modo, mriMibu8;|^asyU» liio^ wqu& firel>i^ pi^heif- 

Ktfiroihige Tüpfel 4Qr Qobuielleni d}e giyfsa« H4)^ der Madcg te ahU o, 
di^ bi8!weileii ^weireibig «ad», sind wobi di« oiwgeo M^fcmiüe, . i¥elcbe 
ffir diese Species aU. ohamkleriBtiflch «u(j|efübrt werden kj^ftneo. U^brigeDs 
ist 016 HUP ^ebt nebe an Cupr. paohyderm« 6<^p. und. npiUlradiaftaai Q^pp» 
«eiiiekt 

Verkommen. Die Wüldei;, wdtfce aar Zeit der Bmimkoblenfonniitioii 
die RUiii bedeckten, beslund^ der HtfafigkeU des Holaee vacb, fast aasr 
«ebllassltob a«i9 dem. Banne,, von dam dfea Halziianmit Dia Sxempbisa 
yeim Bai^eisberge bei Bischo&beim sind mit Auanahme kweiei (Cupfessi* 
ooiylQn leptoticbnm und aequale) sHmmtlieb GypressanbNter dieeet Art{ 
nur einen Taxiten babe Uk geftindeo (T, A;kii Göpp.)^ £!benao v^häk 
es eich mit I^itckers mi Eladungen. — Merkwürdig Ist^ 4a68 naeb den 
Zweigen zu urtheilen Glyptostrobus die liÄufigste Genifere, dec JEUkId aeiA 
sollte (vgl. Würzb. Nel. Zeitsdu Bd. I p. 193 £), neben der nur Ubo? 
oedrne sa)icornioidBB Ung. au nennen wäre. In der Bestimmung des .Hol- 
zes, kann die Qudle des. Widerspruchs kaum gesucht werden, da sieh das 
Hubs des Glyptostrobus augenblicklioh von allen andern QypressenhdiaefA 
unterscheidet. — r Ausserdem fbidet sieh das Cupressinexyloa fissum aus 
der Grube Nassau, Salzhausen, PuUenreuth im Naabthal, Baaforst bei 
Bagensbui^ Steinheim bei Hanau, Pfiinktrchea bei P^ssau, Sied im Inn-* 
yievtel. 

2) Oupressinoxylan aequale Göpp. 1. c n« 65. 

AusgezeiebBet ist diese Art dureh müssig weite, fast nur duceh gaoa 
dünnwandige Zellen begrenzte Jahrringe, fast vollständige Gleicliheit der 
innen* und Ausaenschicht derselben, in welchen die HarzzeUen mä«^ 
spärlich liiegen; besonders aber durcb kldne, zerstreute Töpfe! und weiNg-* 
reibige (niedere) Markstrahien. 

Diese Merkmale sind eigentlich nur die eines. jugendUchea Holaes^ 
womit auch Göppert*B Angabe von seinen Exemplaren und unsere nur ah 
Aeste vorhandnen Stücke stimmen. Wie das iUter« Stammholz aassehen 
mag, und ob diese Species wohl zu einem andern schoyi basebriebenen 
Stanune gehört, zu entscheiden, hatten wir kein Material. 

Die. etwas erweiterte Diagnose ist: 

C. ^tratis concentricis modo amplis modo angustis, distin/otia aut y\x 
disElinptis} zona exteriore vix distincta, e ceUolif amplla,. subleptotiahis, ad 
stfati liinitem piarum angustioribns, forniati^; membrana earnm vix ioeras- 



KSAUS: mkfMlk Unters, fiber 4. Bftu leboddar n. virweML MdelliSlMr, 193 

remotis , yix pnqoain Tcy^Jbrfftei; r sef^; .rf^dUs ,,Di;Q4athiilb«9 .fteftteotfbvs 
plerumque e cellulis 1 — 3, subrotundis formatis; dactibiu resiniferis 
siroplicibus. ..>..«*.. , ' ^ t 

'Vorkomrhen. BanerBbetf^^ QcubeiNiiMAU bisi Murieftberg inKkssan, 
vai Lvd^igBkfilte bei NMer^tSktadtim GtoaiBllefSo^ Dwiistalt. 

3) OtipreMinoxyfam UptoUfihmn Ofipp, L e. p. SKtt» n. M. Ta& 
S6 Fig. 8. 

Die Onaciieii, dtoen dtae B^et Hu« EMsMmidc Tordaiiltt) sind 
oben BdKkB angegeben. Hier tioeb vte' erweiterte Diagnose^ wie sich iiaek 
unsem Hölzern heraassttlUc • - i. .. > 

0: Mratfs eoneentrfcls ämplls-angiistis ; %ona exterf6r($ angnstissiilia, e 
cellttlis rectangtilaribuB 1«^6, sableptotichis, atit leptofldiis formata; mteriore 
lirtiore, e celluRs tcnolssintls, amplisfidmis, laxis formata; poris rottnidis, vd 
parviSi sparsis, remotis, vel 1 — 2 serialibas; radiis medullaribiis simplicibus, 
e ceDulis tenttls^mis, similatibtis ^ ovaito-pördsis, 1—15 ntnnero formatis; 
ductibus resiniferis simplidbös, band raris. '' 

Häufig in den Graben Nassau und Gpttessegcn, Westerburg^ mehr- 
mals auf dem Bauersberg, einzig im Aschaflcnburger Thon {KüUiy Geogn. 
ßeschr. von Aschaffenburg p. 56— f?); ausserdem bei PuIIe^ireuth undWci- 
ding im NaabtbaL 

4) Otq>re$simxyton nodosum Q9pp. 1. c. p. 208, n. 68 Taf. 28 
Flg. 1—4. 

Der frappante Unterschied zwischen jüngerem und älterem Holze ist 
oben gegeben. 

Eb charakterisirt «ich diese Species, die das Wmnelko^ irgead eSnec 
Copreesinee ist, durch sehr weite, Öfter wellige Jabrriiige des äUero fiMz^ir 
deren äpsserer Theil sehr dickwaii4ig iat ; sehr weite, mit grossen doppelt- 
reibigen Tiipfeln yertehene Holzzellen; hohe HarkstiaUea and fp|f)ife|ie 
Harzzellen, Das jüngere Holz hat enge Jahrnoge^ und in der Jdjtte ^fSK^. 
selben sehr, zahlreiche^ meist gereihte Baczzellen,; niedere Markitrahlen,. , 

C* atratis coneeatriM distlnctis angnstis — ampttsslnif ; sttati lonä 
ea^eiiore iDodo pamm, modo mathne dietineta cellvlls pAchytidlis; tülerioffe 
e oellnlis ifteiMas aiaylieslmif, iepftotWite fiDfnNM*( poris magnis, l-r^S 
seHiHbiM roloscy«; radile mednUaribue aimpüeiibua^ e ceifalia sitniteiibai^ 
l<--30 nwooro formsiüaf dnet&ee leeiftUbris simrllcibiiB, iitis,1ii^ligio jaaloit 
cuebendnis, medio In atnio e^oentis^ tef^B; 



t^i KRAtJS: lllk^tbk. Unters, ftber 4. Jlaa lebender o; v^rweM. RftdeltiSlz^r; 

f^hd^^dh SU l^ihiliättMta Qnd kitt Lndwtg^ite M'NitedefvHillslätft 

5) CupremnoxyUm tmirodiatum G'öpp* 

Ein jügendttehes Hiik (A8t),''clai^ räüBsetUiA gantf mit de» von Qöp- 
p€ri\hA OuprewisoiBjlQQi IbptodchMi iktagegebeHeR ^hyBikaÜsc^csi YerhaRea 
stimmt, innerlich die oben entwickelten Zeichen der Vermoderang hat; 
^ebSrt den iibk4^n Eigenschaften 'nach su' 6'&pper^^' G. uniradiatumi 
1. c n. 70. • 

' Mäaalg weitf^. dtotinete Jabrnoge^ dünnwandige Holszellto, l^-<SrMhige 
TtifileV iast stets Irr-fivZeUon hohe MartaMrahlen; die ih der Taagtote g^ 
sehen rundlich erscheinen, sind seine Eigenschaften. *^ * if 

jCi, stratla CQpcen^cis , amplis , distinctisj c^plis. prosenobymatosis 
leptQticbis^ poriß magnis uni^vel biaerialibnit| jpemoäa 99iptiguiave; MiiA 
iq^dullaribii^ e celluli? 1 — %, forroafis; (|!aqtibu8, repi^if^ris: . haud cr^l^ 

SiippUcibuS, ,, . ./ .;:. -^ :"'-\. . .: t w . '■: ' . ^ -i' 

Diese .Sp/sqjes r scheint ■ init,C9|ire98inoij)Qn ,l£pto|Uchum, m. aequale 
Göpp. sehr nahe verwandt 1 Fundort :< Baipernh^m {Wettarau). : . 

' '^ ' Ö)'Ölyploslrobu8 Eüdl.' ' " ' " 

Pünnwandig^e Öoizzellen, die im Herbst radial gedrückt| kaum dick- 
wandiger, den Jahrring scharf begrenzen; niedere Markstrahlen ^ die eiu^ 
reihige, gleichartige mit charakteristisch grossen runden Poren gegen die 
tlolza^n, yers0he^,wZe)len besitzen {■ mid XQit 4^ m«Niig zahlreichen 
HarzzcUen ein sehr regelmässiges Gewebe bilden — stellen dast diferent 
zieUe Bild dieser Gattung dar (vgl. Fig. 12). , 

' Cupr^siBinea stratis contcntricis pleromque angus'tis ; cellüfis pr'osei^- 
chymatosis UptoHchU-sttbleptotichis ; ductibus resiniferis simplicibus, st^creh- 
rtftjr 'radifo medtttlaribas similaribns, sihipliönras , Subaltis ; ;>oH^ ehrum 
majiM, rohmdi$j conjfMis. ' "' ' 

Det In der hii^iifen UniVersitStssammTung befitidfidie, 'schtokeldic^e 
8taiiih! >on Ludwigshtftte bei NiederwöHstadt stimmt tiiit dem leb^den 
G'ly|)tost)robus heterofphyllos Endl. so getiau, dass er davon nidit zu tren- 
nen i)it^ Von fossilen Giyptostrobusarten ist der Gl. oeningensis A! llr., 
Me^B Ok Ungcrl, in Suhhausen gefunden worden ((Jnger, leonogrkphia 
plent. üMs;, Denksehr. der k« k« Aoad^ der Wisseasch« NatorwisseMcii: Klasse,' 
Bd. IV p;' 99) and köbnte vielleicbt dar 8taiDiiib«a«i «nMMe flokeei Mn;> 
Da jedoch betefta ehi swefler 'Qlyptoa<fe«ww — Öl. europaeue If«^ (Tör- 
tlKvflnra «hriSidiwtl» M. I> 51, TäL XIX'iü/'XX F4g; 1) ei^irt, der 
mit dem lebenden Gl. heteropbylltts EMh üus GMlia so grosse AehnlMH 



KKAUS: MIkrosk. Unters, über ä. Bau tebender u. vorweHI. NAd«lh(nzer. t9S 

keKhai; so wird die Ztirttckflrtirim|^ «af einen vom 6^i^i schweb' mög- 
lich, und eine Trennung de« Holsee von eonefiigen iPiiRghfienteii Itife i9t>ede», 
wief bei den Übrfgen Gattungen gereehtferttgt 'sein. ' ^ 

1) €flypiirtrobu9 imer mOd. S%p 12. ' : 

' Gl. nimÜB concentrfeis distinetis, angosti«, atrati sona «^rlore angtt« 
aüssfnia; eelluHs prosenchjmatoBis leptotfefais; porii tparum rotinvdia, mA- 
scrialibns, confertis; radiis medallaribus aimplleibos, Siinilärlbua, e oeKäM 
1^8 formatls; poria earam niagnia reltuHlis coi^lertfe; dactibua resiiliferia 
Biitiplldboa, crebrte. 



II« Abietineae* 

tHe fossilen Abietineenhöker lassen sich nicht alle als solohe erkeuneu ; 
erkenntlich sind nur diejenigen, welche unter dl6 oben aalJB^iflHiAea Foraieü 
der Abletlneen, Pinmarteii und Araucaritea falieti^die öbdgeto. werden ab 
CypressenhSteer beschifcbenl < 

Die Abfes-Form ist durch das fast vollständige Fehleii der HarsaeUenj 
weite Jahrringe, einreihige, gleich- oder ungleichartig« Miarhatrahfeit 
charakterisirt. 

Die Pinus-Form bat HarsgSage, mehrreihige MarkstcahlffL 

Stratls conoentrlds plerumqae amplU ampliaainiisTis ; diicühoa resini*» 
feris aut 8t^ulH$ aut comporiUs sUnplicibusqae; radiis modo mtplicibusj 
modo compcmtis, simüoribus disrimüaribusve, . I 

Von den hieher gehörigen Gattongen findet sich UoiS Wmit^ With. 
Qt Göpp.. maer unsrem Hateriale. 

1. Pinites With. et Q5pp. 

1. c p. 204. £ndl. Syn, Conif. p. 77— iB«: Peuoe Uog. 

Die foeeilen Hdlaer 4lieser Gattung änd gegen die Arwcadleii durch 
fnkhitpiridiff gestallte mA elorelMge Tüpfel, gegen ProtepÜysGi^pp. d«i«b 
runde TfipM eharakteriairt. 

Stratts concentricis amplfs amplissimisve; cellulanim proscnchymiafo« 
samtn porfs rotuncUs, nu$qi(ttm spiraliter dSifpasiksj ductibus • rcflinifeftt 
subruOis aut eomposütt; radiis medafiaHbus simpltcibus äut eoiiipositii; 

similaribos ant dissknüarOmB. * 

• , . ■ ,/ 1 

• 1) PMie$ Beedlianm 'G9pp. 1. o. n. llf $ Peoee fieedMana Ung. 
Chlor, prot Taf, X Fig. 2 — i. 



19f KJUUSr MikriNk. Unters, ttbec |I. Bt^u Aebcmder u. .vorweljtL IfudeUi^ls^N 

Dlem' SpActa0i.,i8t|, wie. d|e geoamO^ Abbildowg ^\g\f i^n Wureoih^;! 
ausgeseioko^-dm^iflehv engi^ ab^.sduirf.igeselphiieti^ a^ 3,-t-8>riifliateii 
Reiben toq Zellen bestebaade* Jutorrkige; di^mwandige^ wette, iin;IIerb8t 
plötzlich dickwandige, in 1 — 2 Reiben die Jabriage scbliessende Holseellen; 
die Tüpfel meist 2reihig, MarksftraUdn 1*^1 & Zellen hoefa» HanBellen 
8elt«ii und ißhef die CiieUung oaier die Abtotineen gerechtfertigt *^ Die 
^^diictua veainUSed aimpKcea^ heiaaen iiv der Diagiioae „copioei^, wovoa die 
AbUldang nlohto'aaigt, nocb imaere Exeniiiara. 

P. atratls eöncentrieia angoatfaslmia; lona oxtertere angtwUaainia e 
cellulis 1 — 2 paebyticbis formata; interiore latiore, e. teUnlis. l^otichia 
composita; poris magnia, rotnndia, 1— 2-Berialibus; radiis meduliaribas 
simpliclboa aimilaribus, e cellulis 1 — SOformatls; ductibus resiniferis sini- 
plicibos, raris. 

Unger sägt (Fosi* Flor. Von Gleichenbtrg^ DenkMÜr. der kaiserlichen 
Aesdenile iet Wlssenaob* Math, nat Klasse Dd. YU p. 160): 

^Daa niebal yerilNiDdte Naidelfaobi dersfitbea (Peuce Iloedikna Uog,) 
dürfte Pinufl Laricio c. Palassiana Endl., ein in der Krimm elnbeimlaeher 
Bomb tofal.^. Das Mon dns. untersuchte Etemplar von P. Laricio Poir., 
To*'d0m' eihe VaHetXtenangabe fehlt; zeigt sieh von dieaem Holze ver? 
schieden: ^ 

1) durch Vorhandensein zosamiviengesetzter Harzgünge^ 2) darch mehr- 
reihige, luigleiobartige Markstrahlen, die einen Harzgang einschliessea. 

Ea findet sich häufig bei Wackersdorf, bei Fronberg, Sauft)mt bei 
Regensburg, Thumsenreuth, Pilgramsreuth. -^ 

Ehi TOH Salzhausen statomendee, sehr schto erhaltenes , aartfoserigcs 
Exemplar^ das parallelepipedlsch zugehobelt ist, zeigt sieh in allen Clemoa* 
ten viel grösser, ausserdem aber ganz gleich. 

2) PkiiM Sehenkii mffd. Fig. 8—11. 

Ea ist die /erste Speeies fosaüer Pflanzen^ von der Wurzel« und 
Slantmhplz bekaivit wird; beide in eineai sehr guten £rh«ltiiog8zasUttd% 
in allen wesentlichen Theilen gleich, nur durch die «hhi emittalteo UaterT 
schiede zwischen Wurzel und StiMBm untersehieden. Das Wurzelbolz ein 
pi^rfUelepipedjsch zngehobellas Stück vpn Salzbausen, tief braun , JchlHrer, 
mit sehr weiten, V*^ breiten JabrrlB^en; groaazelllg, Suaaerß Schicht bein- 
hart — Das Stammholz ist ein dicker Stammabacboitt von Ludwigsbütte. 
Dass Wurzel und Stamm verschiedene Fundorte haben, hat bei dem 
gfel^hen. Altic'beidev Or^ imd ihrer geognapUachea Nike kum e\m Be- 
deutung. 



KRAUS r Mlkrosk. tJutors. Über d. ISliu lebender u. v^rweTtl. l^adelb^iifl f^i 

Dieser PinU'gfeHöh in; dte A^tlienntig'Vbpp^^ l"ti t^rmf und 
crteht dism'Pinites tdiltiofsns-Ga^p:^' ßesstn Ifeimat'tihba^cMUj am iiä<^^ 
sten/ unttfrtPChdddt sich jMiclr '' r • '^ . • ' ^ > ' 

1) durch «ehr deatBdie J&hrnngfe. r ' ^ . .^:.. . :...: . :: . > 

2) dukh' gfoiw, l^afreilAgir Tü|rtel, ' ' • ^ .i • .i. 

3) durch sehr zahlreiche, kranzärttg^ 'gevdhie, im Wutzelhdlt g^fwCMr^*' 
lieh tu deribn^lage befindliche '^iia)^(!i^^^,^^en sehr ttMtlAchen, 
tangential gereihten HarszeUen* 

P. Btratis concentricls distinctissmis , Intis-büssimtä; zona extcnore c 
cellulfs pachyiicliis '/ inleriore e leptotichis umplls fornmU ; porls maguis^ 
rolundls 1 — SiserlaUbus; rädiis inedüllaribud, ßimüiiribiis, simplicibus, 1 rarins 
S-serialibus, e cellulis 1 — 40 ovato-porosia fonnatis, ductum rösinUcrum 
nullibi inclndentibus; ductibud resinlfcris aljnpltulbtiB , eri;bcrrlnu3f aerüe; 
composjtisque creberrimis seriia, plerumqne in sirati zona interiore. 



in. Taxlncae. 

Die fossilen Taxineenhölzer umfassen nur jene, welche spiralig- ver- 
dickte Zellen haben (Taxineen-Form). Diese, die einreihigen Markstrahlen 
neben spärlichen Harzzellen charakterisiren diese Familie. — Dazu kom- 
men noch^ wohl unterscheidbar, aus der Cupressineenform Salisburia-äbn- 
liche Hölzer (Physematopitys GÖpp.). — 

Stratls concentricls amplis — angustis, distinctis; ligni cellulis sae- 
pimme poroso-spiraUbus; ductibus restniferis simplicibus, subraris; radiis 
meduUaribns simplicibus, similaribus. 

1. Taxites Bnmgn. et Göpp. l a p. 243 Taxoxylon Ung., Endl. 
Syn. Conif. p. 308. 

Diese Gattung ist kurz charakterisirt durch spiralig-Tcrdickte, getOpfelte 
Holzzellen. 

1) TaxUes Aykii Gopp. 
Wir stellen die von uns beobachteten Taxiten unter diese Art, weil 
sie mit ihr am ehesten zusammenfallen ; es bestehen kleine Abweichungen, 
die aber zur Aufstellung neuer Species unserer Ansicht nach nicht berech- 
tigen. So zeigt ein von Wackersdorf stammendes Exemplar: sehr weite 
und enge Jahrringe, die Herbstzellen bald „subleptotichae'', bald „crassissi- 
mae^, Harzzellen fast fehlend, an andern Stellen häufig. Die Markstrah- 
len sind dagegen constant 1—8, seltener 12 Zellen Jioch, und tangential 
gesehen rtmdUch. 



\ff^ KEilüß: UlkKwk. Unters, aber d. Bau lebencler u. verwelH NadelkSlzar. 

; ip Tv%i4 sUat'fs c<|^ceQtr^ifli iMpplis l^igu^tisv^; »trftti zopa ozteriore modo 
vh;^i8tjU^^ta^^4^^Q^^ cdlulis cr^isflimis paefiytichUqMe fofina^; interiOEe 
e cellalis subampliB, sabieptotichis cooiposita; ports TO(un4i8|.:mto spiraleB 
dlspositls, aniserialibus et sertU et Bpareisi jaAii» laj^fluUiuribtts,, e.cellolis 
similaribus in sectione taogentiali rotoodalU, l^yrlO npinero foiin^tia; 4uc- 
tlJ^;X^«i^^f^4 s^liäbasy rariB.crebrUve. ': . . . ,i 

,, ,K Paversb^rg^ Ealtennordheüo, Wackersdorf und Grube y(^a»9au. 



Zum Schlüsse folgt die Uebersicbt aller bisherigen F4]ndorte unserer 
Pflanzen , vergleichend zusammengestellt mit den neuen Fundorten* Zur 
^nfertifung dieser Tabelle wurde Gopperfa „Tertiäre Flora auf der Insel 
Java" 1854 p. 106—108 zu Grunde gelegt . , 



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20t HBAUB: BfiktdslL Unten. QMt d. Bia leVraiar m vonrdtt« W«MMIiD#. 



Erklärung d^r TafeL 



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Fig. 1—6. CupressinoxyloD Qssmu Gopp; ^;, 

Fig. 1—8. Sflhnitt« im dem Jttagtrwi, wsn Siliwtftliiofe «44)lil mg e g r iff e i ic w HJlze: 
Fig. 1. Querschnitt, bei a die Jahresgrenze. 

Fig. ). Radiabchnitt , der dlhinere Theil des Sehnig (Ituks) zeigt die 
Poren der Markstrahlzellen in ihrer eigentlichen Form-^runillich). 
Fig. 8. Tangentenschnitt — MarlEstraM nieder. 
Flg. 4—6. Schnitte ans demselben Exemplar, einer älteren und dnich ScbweMauit 
verquollenen Parthie entnommen. 

Fig. 4. Querschnitt, Herbstholzzellen bis zum Schwinden des Lumen» ves^ 

quollen (cellulae crassissimae , rix excavatae GCpp.). Frilhlin|Bholi^ 

— — tMm d« te h d en Dw c k , we lch e n dwHote inrKwMenliger-ef litten, 

unregelm&sstg zusammengepresst. 
Fig. 6. Tangentialsohnitt — hohe Marfcatrahlen zeigend. 
Fig. 6—7. Zellen aas dem Hol^ des Yogelbeefbaumes (Sorbus aucuparla L.) tm Qaer» 
schnitt (vergr. 460rach). 
Flg. 6. Aus dßm frischen Holze. 

^•■lF*ww ^■^^■iW ▼^•■i^l^l^^^^W^M •■■^^^■V» 

Fig. ^11. Pinites Schenkii mihi. 

Fig. 8. Querschnitt des Stammholzes. 

a, Harzg&nge. - 

b. Hokparenchym (Harzzelleu), beide coucentrisch gereiht. ". 
c In Harz sich umwandelnde Cellulose-Bfembran der Holzz4Ilen, 

Fig. 9. ICadialw Mngssiahnitt deeselben. Die lUrkstfahlsellen- «eigen baÜ 
^ ' runde, bald spalteniSrmi^ Poren, Je nachdem der Schnitt, 4lnncaf 

oder dicker, den Spaltenporus der Hohzelle mitzeigt cder .nlcfa^.. 
— In den Zellen „fosidles StirkmebV* — Harakngebi. < • 
FJg» KL. Qnanfthnitt des Wurzelboliee, - 
-- a. Aensserste Lage des Herbstholzes. 

b. Ein Harzgang, quer durchschnitten. * r . 

Flg. 11. Radialer Lingsschnitt desselben. Die npflsl ^reihlg, lelteiier 3? 
relhig — Charakter des Wnrzelholzes. 
Fig. IS. Badi^er LSngenschnitt von Gl^ptostrobus tener mihi, nJA J)||r|c||rtf^ii^ mit 
den charakteristischen, grossen und zahlreichen Poren. 

I 
SlmmUcke Zelchaungen Bind mit dec Cameu ludda von Mti$$ in Jena , bei glei- 
chem AbStande , ntit SSOmaUger. Yeigrossarnng (Oenlar t und ^System 7 eines beuen 
mittleren Martn€iek^c)um Inftrumente«) entworfen. j 



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Beobachtungen in der Wüi«bQr|^eir Trias; 

Ein Vorixag 

' Briifralögl^rlifii Sertton An devtsehrn NAtnrrorschfr-Yer^AnRihiig 

' ■■■' ^ ztf'Cl^stD 18«4," •" " ' "'" • 

.. . ' . . . . •■ ... . . .... • . .. * -i '.-. ' .'/ 






Schon seit langer Zeit hat der Reichthum an wohlerhitltbnen fosfillefi 
Pfladzeri, Welcher in deth Lettenköhlensaiidstein uhd dem Schilfsanillstein 
Unterfrankena begi^abeti l\e^ die AnAnörksamkeit der wls^enschafineheii' 
Welt a^af such gezoget). Einer der bedeatendsten fk^^ren iJehrei*' dier 
Wiinsbnrger' Hocfascfaale, der küriüich vctrstorbene ißeh. UaÜi SM^)fU€ifi' 
stoimeltii 6. Z. mft groi^sem Eikt ih den Steinbrüchen und tüetit^ diU* 
snlrätaini^ngebrachtc Material zuetdt thell weise an Aä. Sraiigniart' ünit 
fi^ ' beatmfcheigCe spEier dasselbe sehr Vervollständigt iti ^hibm dlg^'- 
mm Werke zu verdffentltchen. Die TAfelu, mit bekannter Melsterschail' 
v^h Höhe ^!<eichnety liegen Vollendet vor und weirden'hoSbnÜich bald, 
den WGnsciien' des Verstorbenen entsprechend, von Prot ScAietiA hbrausge- 
g^tren w^deHj welche durch jahrelange' Studien, deren InteteMaütä Ite-' 
sultate er theils in dieser Zeitschrift, theils in den Palaeontogri^hica mit- 
getheilt hat, ^) besser als irgend Jemand daau vorbereitet ist« ; Er yfAt , 



«) Ueber eimn fossflm' Vftrtist&mm (Dies« Z«ltschr. IS67. S.912.) Beitr. kar Keflüt- 
nüs 'd^ fosa. Fl^ra' ▼. UntQ^rAnken (dM. 186S 8. 191). Uebsr die •MgMMineh Ver- 
hiltniMe der Flora d. Keapen and des Bonebeds (das. 1864 S. 66). Beitritte cur 
WVnbvftr lütorwifMBMlMftl. g tl tMhrilt Y. Bd. 14 



202 SANDBERGER: Beobachtungen in der Würzburger Trias. 

auch der Erste, wenn man von einer sehr fleissigen, aber unklaren Arbelt 
von Hoffmann ^) absieht, welcher sich in eingehender Weise mit der Er- 
forschung der geologischen Verhältnisse der Gegend von Würzbarg be- 
schäftigte. Ausser den geologischen Bemerkungen, die durch Notisen 
des verstorbenen Professor Rumpf vermehrt, in der Einleitung sa seiner 
„Flora von Wiirzburg 1848^ abgedruckt sind, veröffentlichte er eine geo- 
logische Uebersichtskarte der Gegend (Mainz bei Kauze), aof welcher 
Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper unterschieden sind. Eine weitere 
Unterabtheilung dieser geologischen Gruppen lag nicht in der Absicht des 
^^^r;,^ «^ 4(ap[i!tf tfd^oli dahin ging ,ffdi9V«fbrfitfag 4er m \i^ 
Flora wesentllcb^ Abweichungen bedingenden Bödenarten (Kalk- und 
kieselhaltigen Boden) in seinem Geb)eto auf geologischer Basis festsn- 
stellen. '^'^ ' ''* ^ 

Keine der vorhandenen Arbeiten, so treffliche Anhaltspunkte fKr die 
fossilj^.]fjipra 4arin^g|sbQ^^^^ pind, hatte also <|ie,L^emi;|^,e[(hSlUii6^ und 
die thierisclien Uebeirreste eing^epd^ir bolyiif.delt. Die Untersuchung der 
Würzburger Trias in dieser Richtung erschien mir daher als erste und noth- 
wendigste Arbeit an meinem neuen Aofenthaltsorte. Auf einer Reihe von 
Ausflügen, welche ich meist in Begleitung meines Assistenten, Hm. Dr. 
Niesj in der nächsten Ümgeb'iihg' cte'r Stadt unternahm , ergaben sich 
schon nach Jahresfrist soviele zum Theil auch (Ur weitere Kreise interes- 
sante Resultate, dass ich nicht anstehe, darüber hier eine voriXafige Mit- 

^ i^ei E^rlsta^ijlt Jehifp^n sich rzuerst an ^en. yopi 3pteßSAft hejr bi? dal^n 
tf|)i|p^|rbrocl|^ii ivfk Ifai^thale f<^rtziehenden p^nts^mdst^oJA^i di^ 8f;hichtei^ 
<^^r^ W^el^nj- ^ncl J^Mscbe)I^a|k^u{)()^ aiu 3ie bild^z.i^isohjmr di^mOrte 
1^. Reizbaff), eine |Zi^mliQh breite^ Mulde^, deren, Ost^ü^el ge^ Thüngera? 
hj^ifjk ^\9i^ff jaijptejgt^ B^i l^hi^erail^im sclbßt, wie aj»^ a^ 4ein,|gfig^- 
ü^;^i^^|^den Ei^abrunner Berge erheben sie sich zu einem fliM&hen ßatt^l^ 
a^, i^esijen, tiefsten Stellen der ^untoandstein bis halbwegs Veitfib^c^eim^ 
wiei^r an diQ, Oberfläche tritt« Gegen ; Veitsh<)chheim bilden die, jin)i^. 
steilere^. Wiifke|n e^nschiesaienden Schichten eine zweite Mulde, erbeben,' 
si(;h aber dani> ^11^, ^tein, in der Stadt Wür;Bburg und am Marienberge 
v€iii,I{p^^m, zu einem Sattelj aber nidit niehr ao stiuk^ dass iiuph hier 



F^tk dW Yoi'welt (F'aUeontograph: XI. S: 2^6 Taf. 46—49). Eine amfMseode mono-* 
grapbisclie Arbeit über den frinkischen Keuper einscbliesslich des Bonebeds Ton B«mbergr 
ist,^^fi^i^ yerbA^dlu|»|p^n^de« Bumberger Vereins in Publikation beff;lffen. 
..^/) ,(Ji?aaM9ll8n ^m ^^Iner Qetd)io|ite Am .Crinkisoben Keiper.<r QeUrges^ Wünk 

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! SANDBKROfiR : 'UeoUachAuugfil irl Mr WilnMiilif^f rfrias. %0S 



der Bontsandstein wieder heiTOi;ti;itt. . Vielmfihr kommen an 
Punkten nur noch die unteren "Bänke äes Wellenkalkes zu 



den tiefsten 
Tage. Die 

9ltftdt ^ll^ifgli n^fj Aflwahme^.Hl^r h^l^«^^ ^^l^^j^^ ß^lgosö .jiftd pfiift,^ am 
((Jl^i9fß »iffisqben dm Frfedbofe ^und jR^nnwger .^^or^^j^ wek^q yo.n ,flf<5 
Anhydritgruppe gfjbilde^, wqri^en,.,?!:^ deip 8jBh^ach,5fUi(fl^f?ji}f}q^(5ni^^ 
' kfl^Le,.)der bei verschiedenen YeMip}|Wiaui»geflii^,(^er^n^i((e^gi^e^ 
gasse, SpmJ-;Pi;omei[iade tff^ .deo^ i^euen ^abif^ofe.sehr, deat)iqh e^tblöst 

Die ^k|l^htig]f|^ij; df^r J^if)^e^eu ^btbeiJjUfij^n, f)er Tri^ di;|[,,^fh^en 
Nähe frqn Würzburg ist ausserordentlicli verschieden, die grössl^^j^twi^ji^OlP Mtr. 
besitzt der Wellenkalk , eine sehr geringe die AJif|hydfitg|rpi:y;)^;,,i^;^ der 
Mwcl?|?lM.*^ .?^ i]^W «cb, J^^s^ W iS^»^.i^l??rze^igpn J^p,^;ilf^ der 
¥.?to^^Po"?M. der gi)Äq8Äfi^.jn,Jie.j9l?fl^^^ ^\^ 

«»^Ä,J5;prnpi^ d^D lljljrftp^iqfi^. pi;bi<wJvi§,.ß^ 

Hber<,^ift:.St^^ :gchon:di^;??WfP#ip^^ ip^p .^flhi^Wu^?il(1*^^oWm- 
»fHPW'.^»fl*>ß<iiP>ndv iPcjf, Griiii|i|.JPalonM(t.,dei;.le]ü;|ter^ gpg^n^J,^^^^^ 
^Bflr Wr|die>q(^f^,.,:üb^)rf>aup(t jß, der ,iü^(^f|i Ij^ähe. von. .^firiibfl^g) 

IM fi^titittdimiti «btebbupfii^utf diesem Oebkle ynitreiai:. :^ . , n ^ <; 
.'7 r I. v!'> :<i/( .i.iBriataawdstein.^ • J'^ r> .w -. ■: ;:,,- 'i,;/.. j^-n .1 

„l9lM^a^li||^#ft;L;f}>vPQtl^pr:S^^ ., ,, . .,..,.. .; ,.. „;...,.,, 

,r. :..M... .1, ..i.'f'. ,, .K-^öfhO. .;. .. . , ' ,r-:,\ - u.U.. .... 

i..-.-J<. ../. vii. M-fu^k-Wey^n-Oalomitj.;. , .. ..o.,,.;. . i,,.. in. u-^.. -. 

•ii7,Ai^-j..j*« ; .4/ ** Unterer Wellenkalk,. . v . 

• •.. IVrttelkaSte. .-^^ j). Schaumkalk-Slnke/' ' ^^' ^ "* ' " 

i>lM;l.i t,M.>.r>if -•■-•c: Oberer Wellettkalk. •'^'-' •^«» •'* -'''"'^ 

ABhKdKit-GcQpnB . 5. Gypsn^ergel. 

^'^^'^^^^''^^ I Ö/ZeUeil-Dolotiiil/^^ ^ ' '" ' .. ... :r .r r ., 

w i_\i_ IL '( '^' ^' Kriniten-fecliichtem 

Muschelkalk | y^ Ceraüten-Schichten. ' • :> •= ■ i 

8. a. Bairdienschicht, 

b. graue Tbone. mit Iffaunen Dolomitbänken, 
c weisse S^lüefbithorie, 
d. Widdringtonien-Sandistein; 
ö; Drtisen^DdlMrtt, = 

)^ LoMeiikdhto ^ !f. . rdthbcaionet SbndslelQ^ : 

kI .11 : . . f ) g. gelber HaoptsandstelUi ; , 

lu pflanzenführende Schieferthope, 
V^uner Dolomit, 



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**'^ * ' ' '' ' ki öberö graue Schieferthone, '^ 



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1. GrtM-Dolomltl >'» •: ■■ ■ II - ii -. '. iA' n*. 

14* 



t04 . .MNI>BRII6£B/: .BtoobAchliiDgfii in, ^r mMmgW TrUs. 

, |. Buntsindsfein. 



ihönf^Ä ßtthkd' deif öl/er^n- Abtheihing re|iräsentlrt. '''In dem iiefeteu'dör 

ditt l/^tHöbcriciAr' Brüche siefit löafn von iintenn^^^^ • ' • ' *' 

ll r/ickgesthicfiteten tllonigeti Bausandstein '* ^Ö;9 lÄtf: 

2. Glimmerigen S&ndstdtt, 1h etwa 0,08 Mtr. starke Plaiteti ' ' - 

zerklüftet und wiederholt mit Sebieferthon wechselnd 6,9'^';," 

*^ S^. Dftirie' Plätten mit «ähfreichen GflmmtsrblMttchcn '^öd'''^ 

-^ Wellchrürchen. '1,J „ 

*' Groben: DauvialHe». ' ' — • ' -^ 

' ' Das Piro^i gäbt nicht bis ^u den btmten BtM^ir&iönen^ dem s6gl 

It^^ het^kuf, doch' steht' m^n diese an tahlreteheit fitbllett swfsetten 

Tfaüngetsheim iind^ TeiteHttdvlielnt Von 6bfen herntitM bis tili 'einiBf gfrm^ 

lldieii mit Leidti^nnetzen ted^ckten ^ahdst^inbank abg^grabto, dit iie 2uf 

Terb^^serirhg" der W^inbetgii sehr g<Mhtftzt werden.' In di6r= grtftoten 

Gf abe 'llisst ' sich ^^ HXchtfgkeit* adf 16 Mtr. bestifn'mcfn. Dier untet« 

Tfacül "Mbteht ledigActt iSh knr^klttftfifen dUmkMrothen, ^liwiHfeh gHIng^ 

streiften Schieferthonen, weldie nicht selten von Trttmmemeleeh Von ^^aser-^ 

kalk durchzogen- itodmud amgefdein salu driiuiipj kleine HaaeiMni^ mit 

Braunspathkrystallen ausgekleidete Mandel» emhalteA. ^Erst etwa 3 Mtr. 

unterhalb der graugrünen sandigen Mergel ded 'Wellen-I>6klAi1W Vi^i in 

den rothen Schieferthonen eine ca. Ö,03 Mir.' dicke grünliche dolomitische 

Sandsteinbank, deren Oberfläche mit jsahireichen liidiVidf en der Myophoria 

vulgaris Schloth. bedeckt ist. Ü^ ist. dfees dl^ Förraj v^ J<HM*r.^ippe> 

welche in den obersten doloi^ij^i^chfai; Z.w)sqheh|agen qerselben 8chfefer- 

thone der Pfalz (Zweibrücken) und des Krasses (SuJzbad u. a. 0.) so hSufig 

gefunden wird. Ausserdem scheint nur npfh ,M. lajävitat* tar. cattÜ^tf^ 

des ASJbtrH in dieser Bank vorankommen , welche. Qr. Ztlger auch be 

Erlabrunn gefunden hat« .. ; , ;,., , ,, ' ■ > ••' 



Ö, Wcllei^BoIamlt \, \ 

lieber den rothen Schiefertboeen. folgen. grau^ unq schwärzliche san- 
digere, die nach oben vof» «iiier hell oekergelben. Bank eüte faMleoi dolo- 
mitisehen Mergels von flachmnschdTgem Brnehe bedeckt werden. Die 
Mächtigkeit dieser Abthcilung, welche ich dem WelleilDolomlte in Wür- 
temberg und Baden pwljfil steÜe, beträgt bei, Thünge^eim ca. 7 Mtr,, 
wovon 2,17 auf den gelben Dolomit Jkommfn. 



8ANI>B£II0£R'! BeobadbtungBn iti te WOt^burgtiMVUs'. 



WB 



1 Veff8teifi(^nNi0eit sind Mitjettt Migliicft in ^ÜeBem jgieflmclin #4rden, 
▼OD Mdscbelti tioir Myopfiöria vulgaHs in dab gleichen ¥ari6tätv'?did'8€bta 
enfir£hnt worde «Dd «Bue Achtecht erhaltene ModMa, weldhel tieMcbtitcki 
iL hiroditiifofftnis ^Motirw getöUt :vetden' imiss, .danb 'Bi|)penv(WiUliBl 
und iZMiM VfQH Notfaasalmod, vMlnndilkh' Ib SKAIinp«ii«L\il^^ uA 

lieb der OüfniMiudMi ^ einte «ebr kkhmi; LepidcHiM'7 «ii'Je«oeii inäberBf 
Beetiimu^ gMldi^UBfMXsb.nwbr MMerial: beBcbftflt wecdea umaaC > • i.j 



m. WellenkAlH , ; , 

I ■*»,,'•■-♦ 

An der StrafiBe von Thüngerslicim nach Veitsböcbheim 9ietit' liian.dle 
GrSnze des Wellen-DolomiU gegen den Wellenkalk in einem behulfs des 
£lsenbabnbaus angelegten Steinbracbe in folgender Art von anten naeb 
oben kdi]^eBChlossen: 

Mir. 

1,50 



Wellen - Dolomit 



Unterer 
Wellenkalk 



1. Scb warzer Sehiefertbon 

2. Gelber bartev Dolomit; mit Myopb. vulgaris 
und Modiola 

8. Blau^ dichte'ffalkbaiflt ' ' 

4. Wtrisrtger iTalki/töin, aus wcitchem ÄyApboria 
laevigatr, Gervüliä bo6M\H {i^W klein) ond 
Pecten dlscites auswittern' . " ' ■ 

5. CMmglMrieratartfger barter K^ifStfefn (die Ge- 
Yölle blab, dicbt, das BitidemfCtd sfitttbiger 
Dolomit) mit Lima linisäta, selfMer Gervillia 
socialls,- Hyö^AoHa laevTgtita, gnik elbzelne 
GÜediert votf Ehcrinns «p. ' » ' 1 

6. Gei^dsdiietriger''afl[ciigraaef ikergel Ük ein- 
zelnen sebrgirtwseAtexerrtpWi^n von Myopb. 
laevigata und zidmiicb ^oss^h Von Getvillia 
socialis ' • ^ 

7. Dicbler blauer Kiüt ' ' ' ' 

8. Wie No. 6 , ''^ • ' '' 

9. Wie No. 7 

10. Wie No. 6 

11. Wulstiger Kalkstein w1*' Na. 4 

12. Geradsebie^iger Mergel wie Na. ^ ' ' 
13.' Wulstiger Kalkstein . . , j 
li. Dichter Kalkstein i ; , 



2,17 
0,08 

0^28 



0,30 



0,60 
0,02 
0,21 
0,07 
0,58 
'1,30 
1,00 

v,aö 



iOQ 



SAJNDBERGBRe Beoftachtimgen i* ^isr WüMuv^er fTrUff. 



,f( «Dre i'Beiriteetitaig^, tiweAAb M dar; FMrätmssef imi intflageAheiui 
■Mb ReiEsttiatiaDtestrilt: thirdrä, viadieDi es tsehrTraihfecheiDlichl'datA 'dl« 
Banid >IUu 14, aibrndeoi öbememtflniten PiMievocogtiigMeh wär,'«lii» 
iioWVtaU f äipti^i-hcit 4axirt «werden . koant^' der. dort fn ^ leioliei? ' UMe üb^ 
de» fWoUeu^DolonütO'i'ärifStiietdftdäii: zweiten Bank nilt^sehf siilfirMcheN 
Stttcken ron lAmu, linelrtä ßntsprcohe, auf'welcliar' znätoli0l'>l'BiCtrrHru)itif^ 
ger KaUcsteinyi flana äloö dritte Bämlc ulll; <zllMMie&ißri'!Ltl^ nmiW>>mi 
0,08 Mir. Mächtigkeit folgt Von hier an erreicht man etwa 3 Mtr. 
höher eine zwar nur höchstens 0.06 Mtr. dicke harte Kalkbank, welche 
jedoch fast ganz von Dentalium törquaium Schloth, und Natica gregarla 
Sc/Uof/u sp.^nebst einigeQ anderen seltener auj[trQten^ei^Formi^^geb|l(^p^ wird 
uad piit welcher eine grossentbeils tiefer nicht beob^chtQt^ Fauna auf^ 
tritt. Es schien mir ^aher passend, d|e in den .9,eitjbier geschildert^ 
Bänken gefundene Fauna in der nun folgenden Liste zu, yerQipig^i^i,iW^|.cIf]i} 
demnach die Fauna des untersten Wellenkalkes repräsentirt. 






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«'J,,'i 






!•<- :'- • , -. 
1. Colobodus Yßx'm^ Oi^b.ß. ^.% 
\^,JVQlope)ia Scblott^eio^! Qu^nst, ^Pf b.jb. 
^; AiHlplopbpint fassaeivü« Wt^^... ßp. h. 

4. Paaopaea.Altwtii VoZ^ jp..^. . j 

5. J^F^^pbojpft Uevigata 4ilb. var, oardiwoiies 
t. €« Afyopboria fiügaris SMat^. var. s. 
, 7.:Hi^^ Qo^ptus 0^^,,sp« B. a.. 

:^. ?i^eii .difljcUas fiMUof^.. wp., b. : 

9. Lima lineafa >$(?Mq^4 ^P^viuV; ;rftdlata.;s 

r^K.J^yidiM vetusia, Gol^. ßp. s« 
;ia-,0atoi*.c(3impJBc^ GoW/; 0^ 

13. Gidaris grandaevna Golc^. s. b. ; 

14. Pentacrinus dajMasi Qk4<9**' s» 9,, .: ! 

15. Encrinus sp.^ s. 8. . ' 



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(.' f<) 8. s. sehr geltet^ s^ 9e1ti)^,h. h»q%, ^ b. sehr hinflf« « 
(; . ,S) Schon bei ^er.^d^r^P Veratd^sapg h^l>ej«h n^f oh gegen die Anwendung des 
^men Encr. lUiiforniis fär SäuleugHc^er ^us.dom Niveau^ des Wellenkalks erklärt, da 
alle aus demselben bekannt gewordene Kronen ai^f anderu Arten hindeuten, nach Sänlen- 
gliedern aber selbst die Gattung nur aiiitialimsw^ise ein^tttelt* werden kann. 



nW Wt^Wm JUIViV |n^«lr% VMIiy WPWW IWBPtiW» Kn W^vVWVW^ ^^^■IVilWWiWW'Tl^W 

Wönbarg.lö Arten. gefunden worden sind, von welchen nur Limalineata 
sehr, häpfig, GerviUia social Anoplopbora fassäensis^ Mjbphoria laevigata 
var. cardissoides und Pecten discites hEufig genannt werden dürfen, alle 
anderen sind nur yereinzelt vorgekommen. 

Die oben als Gränzbank des wterstetiWellen^lk(k g^^fendei^^m^^^ 
angenommene blaue dichte Kalibaük/ die beiitallei/-:6äyilt'; lil' U^^^^ 
Denlalium U>rquatum, Natica gregaria, .Pleurotomaria Alberttnflk^uWd'' '@[olo- 
pella Hauer! in Masse vorkommen, IsV beil^htiDgershcii^l iii b6rfb K^tz- 
badi und au Erlabrunner Berge seh\r schbti entwictcelt.^ tfebbrifirtverden 
die wulstigen .Kalke bis zur Grätize einer haüpUSchfecb'^ Von' Te^ö- 
bratula vulgaris, T, angustä und einigen anderen Bracbiopod^n gefüll. 
ten Muschelbank, die etwa 30 — 35 Mtr. aber der DentaTien-Bank liegt, 
nur noch durch dünne Krlnlten-Bänke Unterbrochen, deren 'Mächtigkeit 
selten über 0,09 Mtr. hipausgeht, und wdche wahre t^entacriniten-^reccien 
darstellen, indeoi ausser Stiel- und Armstücken ' des Pentacrlnus dübius 
Schlath. nur noch wenige Stielstücko eines Encrinus und ganz vereinzelte 
Exemplare von Lima striata in ihnen vorkommen. Wie überall, sind auch 
diese Kriniten-BSnke krystallinischer Kalkstein. 

Es erschien mir passend, die Fauua der Dentalien-Bank wieder in 
einer eigenen Liste zusammenzustellen. Den Vorkommnissen der Gegend 
VM Wfirzburg sind in eigener Spalier di^t^enigen Irinnifäfügl, ^Wekbi» sich 
«06 der glelehan Bank. von AbtorodeiaHi^ derBMa in dgt toa HeUse mm ^^ 
lOBAmttMtigebraehUn Suite /dieser Gageid fattedeni die ieh 184^ ikäie 
k. academiscbe MlneraUen<43ammhuig angdkMift liab^. li r u 

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808 



SAKDBEfiOERf Beoba^tiis^en in dec Wflrtbuti^r üVias. 



Dantallen-Bank. 


Gegaad 

von 
tVÜrzburg. 


BhöD, 


Im uhUtBAf 

WellenkalVe 
bei Würzburg. 


1^ Holopelb Hauen ökb. sp. Ii, . 






» 1 


% Pleurotom^ria Albertina GqWSf^ vat. Ha,us; 






1 , . . t 


manni s. h. , , j ,. 


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3. Natica gregaria ScMoth. &p. 9. b. 


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4. Dentalium torqnatum BchlolL 0» h. 




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5, Myophoria aculeata Uasuncamp s. fi. ^ 




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6. Pecten discites Schlotk, ep* s. 




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7. Lima striata SchhtK sp. s. 


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8, Geryillia aociatis SrMotK sh. 


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9. Gerrinia subglobosa Credn. 3, t?. 


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10* Pentacrinus dubios Goldf. e^ 


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11- Encnnus sp. e. 


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Von 11 in dieser Liste aafgezXUten Arten sind mir 4 in dii 4es 
nnteren Wellenkallui aufgelQhtt, Weklie überdies in dem eben gesebttdertwi 
Nireiii sehrhäiij^, Jn dem ersterto aber selten oder sehr selten simk Von 
bescfnderem Interesse isi das Auftreten deriMy^phori» aenleata //oMencomp 
(M. curvirostris Schloth. ex p.) in dieser Banlc, welche mir bis jetzt in 
keiner anderen der Würzburger Trias zu Gesicht gekommen ist. 

Die Terebratelbank ist ebenfalls wieder ein wohl unterscheidbares 
Niveau des Wellenkalks, welches an den Gehängen des Mainthals zwischen 
Retzbaeh und Thüngersheim die erste schwerer verwitternde und desshalb 
vorspringende Bank im Wellenkalke bildet, auch bei Retzstadt und Erla- 
brunn, aber weit reicher an verschiedenen Formen an der Karlsburg über 
Karlstadt und bei der Ruine Homburg ob der Werrn vorkommt. An 
letzteren Orten hat besonders Hr. Inspector Zelter gesammelt und mir 
seine Ausbeute zur Bestimmung übergeben. Ein dunkelgrauer bis 0,9 Mtr. 
mfiehtiger Kalkstein ist von zahllosen grösseren und kleineren Individuen 
der Terebratula (Waldheimia) vulgaris Schlath. var. parabolica Sehauroth 
(Krit Verzeichniss d. Trias im Vicentinischen Sitz.-Ber. der k. Academie 
d. Wissensch. zu Wien Bd. XXXIV. S. 283 ff.) und T. angusta 



SANOBfiBGBRc J)cobAc)itiiB9en in dfir.'V^üri^rgcr ^1)^^ 



899 



sind, Kl B. rSpiHfsHila hirmm 1;^ Alb. m^ der.fEarbkxi]^. - Vk», die^e? ß^nk 
wAlcheii^Mi itt w^ tigrOßatria}« M^Mtäbo ^Uageboiitet Mieifd^ ^In^ 

Bdr i^mg^oStüoke .toi «tevnMiöit do Ider rH«Miio$mp?ficbeii SiMmwl«?« 

In diesen liegt aber neben der.^altehubt&K&dstaAiTfCMrlMUidenemr d^k 
Aeif ir^ bänfigemf'^pirifotfnlirit/raglti^ eide bia jeWütibefiAriQbODBi Bra- 
dbiopodeilrForni; wddi« mit/dcv ifalfiozoisdien Spii^gilriHa »{/Urypa) leUr 
cnlaris /fioWoeAc Bp^ einie dt> gro^aeiAiebnlichkeitbebitieH 4(136 jdiei Ai:!tm\|fiiT 
scUäd« schon. 8Cbw«r ^'fixlteniisiod; Ich werde 9ie[ gelegßntUobl ^e^cM^ir 
beny Itn GiMitän hat.die Bank dot Tetebratiila TfUlgaris u^d T, ungmU 
bei Würtbnrgf bis jetat folgende it Alien eingeben: 



Bank der Terel)ratula vulgaris und angusta. 



■i.M l it'* JHH ' i imi^urtui- irii i U'Kj rin i li i jj^ .f i irnnj i ) 

1, Anoplöpbora tassaensis üVisim. vp. k: s, * 
'2. Myophoria elegkns .bunß. s.' s. 
S. Area triasina F. Itom. s. * 

4. Pecten Albertli GM^. h. 

5. Pecten aiscites SdhioiH. sp. h. ' ' 
6. 'Lima Itheala Sc^otft. sp. b. 

't. Lima striata Scfkoih: sp. h. 
B. Lima costata Üoldf. is. 
9. Ostrea complicata Öotdf. s. 

10. Ostrea liscavlensis Gte&. s. s. 

11. UyalinÄ retdsta GöTcy. sp. h. 

12. Terebratola vnlgaris var. parabolica Schentr, 

8. h. •"'' _ ' ^^ ' ' ' '■' '' ■' 

13. Terebrattila atogns^ ScÄ/öiÄ. h. ' ' 
14:'Rhynichonella decurtata Oirdtd. k. ' " 
15. Spiriferina hirsiita AlAerU. *) h.' 

19. ^Vri^erina fragjlis SMoth. sp. s. 

17. Pöio^crjnu^ däÜlUs ööM|f. s. h. 

18. Encrinas sp. s. 

-- .11'/ . . .!■ ■" AW/ ..' ;. ■ ' .' '^-, , , . 



In ddr Denis* 

)ien-P4nk. 



Im .oatareir. 
Well^nl^aiLe. 



^^==f^ 



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1) Uebf^bhok Aber dk Tri*»»; 166. Taf. VI. .Fi«.8>ifi die ^¥k3i^ sefthflTHUs 
WeUentdM»lomlie ^n ^iieteiBSQbaek in WflrlMbbeiy bektoMt gcüvordeot BUKliuliale 



dem 



910 SA^BEBOEB: Beobachtungen in der WariVui^er THas. 

> Ü«b6r ili B^dMfliig, welote dertTerebntteliBaidc f^mofY^t^Utsh^ 
ung der frfinIciVcheii ']frtM^niit der 6Qihle8isdie& und alpihjöB .^lukoniinty 
Werden am :SeMiM386 der ' Abhaiidlüi^ 'if^eitvre fiequetlcaDgett folgen»' Dto 
^rt^n, W^cbe '0ie mit tteferim Schiditen ^toA hat, träten gegen xlie ilia 
eigenthümliehen entschieden zurück and sichern ihr volle BeaclrttaBg:als 
idtjfsti^tSttd^s CIKed -dtM ^elldnltallM. > >: ^ . i <i v •' * ^ > ' 

''^ Ui^i^r Hder'^eiretMfatßMBaiik folgten 'bei j^hQngershelm aiid Retebadi 
itleder wdlö^igeSaitirtiilke von 8— 9 If tv. MAcktigtrit bis euI der ^etch 
Dttük'des Sihantek^l^iioder Mehl^teine: Bs ist diqse ^ti beHer odeo 
dnnlteler^ braäiige^i^^r poröser Kalktteiny'iirsprttriglkii offenbar: ein o^Btiki« 
^eh^r Kalk, '4e3sen Oolithkönter aber grdssentheilsadsge wittert sindi AooU 
die meisten Muscheln haben' ihre Sokale' 'yerlt^reB' mit Amnkhme' der 
bentalien , des gemeinen Pecten' Schmiederi und einiger Myophorienr 
Stylolithen' sind in di^en Gestcip€|n sehr häufig, welche einen trefiflichen 
l^ic'ht zu behauenden und trockenen Mauerstein liefern. Der Schaamkalk 
ist stets in zwei Bänke getrennt, zwischen welchen aschgraae mit schma- 
len Wellenstreifen bedeckte, lelcli^ yerwltternde Mergel,. «uftcjetei^^ j^r- ragt 
über die übrigen Wellenkalk-Bänke überall 3imsaj;tigJ)ßnrpr, wie amn.jdiesa 
zwischen Retzbach und Thüngersheim an dem ober9teq^ Theil^ der s^re^ 
in das Mainthal abfallenden Wände und auc|( ee^r gut knie ypr Veits- 
höchhftim und am. Stein an der Felswand (^nter der Strasse) J^jeobaohten 
kann.; Er bildet also einen schon aus weiter .Ent^fi^ung ke^ntlich^ Ho- 
rizont im oberen Theile des Wellenkalks, zu den(i die Weinfj^erge weg^ 
der Schwierigkeit der Bearbeitung des Bodens ^icht mehr hinaufreiehev, 
wo vielmehr Oedungen oder Wald an die Stelle derselben treten« 

Die Lagernngsverhältnisse der Schaumkalkbänke ergeben sieh aoa 
folgendem an der Grenze der Weinberge ^ oberhalb, TbfiQgersheipi aufge* 
nommenen Profile. . ,,^ . i: :. , . , i . : . 

1. Untere braungraue Schaumkalkbank mit Dentalium 
torquatum, Pecten Schmiederi und zahlreichen StyjLoli^en, ^ben mit 
labyrinthisch gekrümmten Wülsten bedeckt ,;, 1,52 Mtr« 

2. Aschgrauer dünnblätteriger, welliger Mergel ^mit .einzel- ,, 

nen Petrefacten 4>P0. ^ 

3. Zweite Schaumkalk-Bank, der eisten g9X^^ ^R^c^ P»99 a ( 

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gebildet v, Seebaeh Zeitschr. d. deutschen geol. Gesenscb. XIII. S. 564. Taf. XIH. 8. 
564 Taf. XIY. Fig. 2 Mldet ein etwas ToHsandigeres Stftek tob Hetsdibarg in Thil- 
lingenäns demselben 'Niveau ab, in welobem die Art bei Wfinburg vorlLommt , bei 
welchem aber die im Alter stets sehr dentUch dichotomirenden Falten noeh ein&ch sind. 
Ich kenn«, die Ai>$(.diV(dk dleOat^ dei Hn.: v.Sthamr^A ;jettt auch voti Reccaro'und 
wsBde -sift 4^ilitefl itaritTfutem iliiirtile voüstindl^OT ■ b^sdiwibea ufidi«bbiMUa kABnen. ' 



SANDBBRGERe Beobachtungen in der WOrzbni^l Trfos. 



Sil 



.4. GelBe dfinnblStterffee Mergel 



0^55' Mir: 



'5.tHfiirtej blaue In wellige Lagen getheiltß Ealkbank 
mit vicfeb Myophorien^nach unten mit sackartigen Anhängen in 
den gelben Mergel eingreifend und von sehr ungleicher Mächtig- 
keit, itn Mittel ^ ^ , . , ,, ^.^_,., 0^16, ^- ^ 

Darüber blaiie Mergel mit Myöpbpria .orbicplaris oa^ 7 }i\;t, ipä^chüs 
bis, zur kränze d^ Dolomite der Anhydn^gnijppe,^ . ,. , r 

Der Schaarokalk ist die petrei(^ctenr^chs<e Qank; des Weiieokalke^g 
ausgezeichnete Fundorte desselben sind das Plateau des ErU^rii^mec Bergsf, 
Thtingersheiui-Retzbach wad die Ruine Homburg o^ fdec. WeiTi.'» Di« 
sämmtllchen Arten sind In der folgendep Listd mi^ denen; zuaanm^nge* 
stellt, welche aus ganz identischen Gesteinen der) Rhön bei Pielersh^usen 
und GroBsbach von Ilassencamp gesammelt wurden. i, ' 



^'cbanmkallc. 


Gegend 

von 

WÜTzbnrg. 


Rk9n. 


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Dent 
Rank. 


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h Colobodus.varfus ßüb, s. s. 

2. Macrochilus ^) Kneri Oieb. s. s. 

3. Holopella scalata Goldf. sp. s. , 

' 4. Pleurotomaria Albertina GoMf, var, 
Sausmanni h. 

5. Euomphalus vetustus Zerik, sp. h. 

6. Dentalium torquatum Schloth. s. h, 
. 7. Myophoria cleg^s Dunk,'8. 

8. Myophoria orbicularis Bronn h. 

9. Myophoria laevigata var. cardiss. 
Alb. h. 

10. Myoconcha gaMoehaettia'ZK^. sp. «. 

11. Nucula Goldfnssii Alb. s. 

12. Cuculladä 'Beyrichii Strombr. 9. 

13. Dicton' S^iitüfederi Gkb. 9. h. 
'14. 'Pcct^il''älscMes Sddoih. sp. h. 


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I' >^ ^«tiatieb V^tgWfllMBi«" lüt^ Äen kleinertn, Yon'Jfe Ktm/kidk^nk^ nitt aus pik^Ü* 
QxoiscbeD ;8^ck^q ^^^hriebef^ra Arten dec Gattung MathrodWli^a (bB.M. lootuimiSow. 
j^p,[A|[jj.Tetfric|i)^m Q^W:}^» «' A. m..) baben ergeben, dass diese nn^ eiu%e,a^^fff 
\ya (jfitbel zu Litorina gezogene Gastropqden des Scbaamkalka mit dieser CUttiui£ besser 



übereinstimmen. 



«ist 



■SAMDBBKfiRRr'JBeobaofatungeii fu der W<Mzbut^«r ttlhr. 



Schaumkalk. ' 


von 
Wünburg. 


Rhön, 

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15., Lima lineata SchlotK sp. s. s. 


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16. GervillVa mylilbides i^cÄ/o^Ä, sp. s. ' 


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17. Gervillia socialls SMoth. sp. s: h.' 


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38. GeWHIa cosrtaU ScÄfoifÄ. öp. s; b. 


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19. ^yaKna vetinta GoZ(^. sp. s. 


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*0i Ostirea complicata GoUf, s. 


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21. Terebratula vaTgaris Schhth. s. s. 


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22. Fctitacrinus dubius Goldf. s. 


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23. Encrinns sp. h. 


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28 


13 


7 


5 


8 



Von 23 Arten sind die meisten dem Schaumkalke eigenthümlich; der 
Zusammenhang mit den tieferen Faunen aber durch eine Anzahl gemein- 
samer hinreichend constatirt. 

Die obersten Bänke des Wellenkalks, blaugraue wellig gefaltete oder 
ganz geradschleferige Mergel, enthalten vorzugsweise zahllose Steiiikerne 
beider noch zusammenhängender Klappen der Myophoria orbicularis ßroimy 
seltener ^odiola gibba AlberU und Gervillia costata oder socialis Scfdoth. 
sp. Sie sind am Besten auf der Höhe der Strasse, welche über den Stein 
fiihrt, aber auch an vielen anderen Orten der Gegend aufgeschlossen und 
etwa 7 Mtr. mächtig. 



I?. Mf Gesteine 4er AibyMNiivpp«. 

Die Mergel mit Myophoria orbicularif ipdien nn vJtlen Qtß\\m der 
Plateau's oberhalb Retzstadt, Thüngersheim nnd Yeitshöch^iin und im 
Kuhbach-Thale Ewischen Wfirzburg und Söchberg gan^ a|lmi(ltg unter 
Verlast der Schichtung in braungelbe dolomitiscbe Mergel über, hi denen 
sieh noch welter nach oben eigeothümliehe eckige HohtrSmne entwickeln, 
die entweder noch mit -staubigen Mei^riMkstKiideA geAHU oder mü Kalk- 
spttth nnd BriMinsphtbDraiBen ÄDsgekletdet ijitid. TiCtztere kamen vor 
Jahten besonders sch5n bei der Ausgrabung des Kfthler'schen Bf^rk^lera 
vor ddtti Rennweger Thore zum Vorschein und es wurde dort aucti die 



«wiiMäbarerUAedlif eraai^ 4eitaU&eD. ckirdi .den ,w<itMa pol}l b i>t l i ft | ^ iU>kh 
aMh aüd idifit. kalten, blauen plaAteuföiiitiige HoniaMlnNier«» -föhc^ndi^n 
Kalke der untersten Abthelhmg des ächten Maschelkalk^/fint^Hidt.. ii. liii^ 

Während nun weiter westlich von Wttrzburg bis jetzt keine Andeut- 
ung einer Einlagerung von Crjpsn^ergeln in den Dolomiten gefunden wor- 
den ist, tritt eine solche in dem RcFn'sChen IVeinberge am Stein in der 
Nähe des weggerissenei^, S^ec^^phai^s^s,. in, se^ .characteristlscher Weise 
und mit ca. 7 Mtr. Mächtigkeit zu T^ge und ist i|i weit geringerer auch 
an der t^eistc beobaphtQt yorden, 'so dass man auf eine linsenförmi^ei 
sich nach Ost auskeilende Einlagerung von Gypsmergel in dem tiefsten 
Thcile der Anhydrit- Gruppe zu sctiliessen bereclitigt ist. ' Der Austritt 
n^ehrereir Quellen unter dem Niveau' des Zclieri-Dolomits an der Strasse 
von Wiirzburg nach Heidihgsfeld beweist, dasd auch hier, wie in so vielen 
änderen Gegenden' die "sich in jenem Gesteine anhäufenden QuelV&sser 
durch eine wasser^iichte Unterläge desselben am Versinken in die kliine 
des 'Wellenkälks verhindert werden. 

Im Kein'schißn Weinberge sind die Gypsmergel äp einer senkrechten 
Wand von 7 Mtr. köhe blosgelegt. ',Es ist ein flacher, auü duniicii grauen 
Mergelbänken ^ welche nach allen ' Eichtungen von FfiÄcr^ypsachniiren 
durchzogen werden, gebildjßter Sattel, in dessen halber Höbe sich eine 
co^ipactö äanlc yon weissem, kornigem Gypse äns^chcldet , In weleheiTi 
Rosetten von bituminösem ,grauen^ Gypsspafh 'fiberans Imuüg auftreten, dfc 
auch pndcrwäirts i^u ien charactenstischen Merkmalen der Gypse der An- 
liydrit-Gruppe gehören. Der Mergel besteht aus ^'incm sehr innigen Ge* 
menge von bituminösen\ Thonc mit Dolomit und Gyps^ ausserdem entkalk 
er feinverAeilten Eisenkies und aus den. zahlr^clien weissen mcfitigcn 
Ausblflhungen^ welche ich ags Gemenge^ von Glaubersalz^ Bittersalz tind 
Chlorcalcinm bestehend fand, darf mit äiclierheit aueh auf einen geriugen 
Steinsalzgehalt in . dem ' unverwitterteii Gesteine geschlossen werden* 
Gelbe Ausb^ühiihgen von basisch 8ch;wefelsaurem Eisenoiyd (Mlsy) Bind 
ebenfalls' nicht gelten, sie entstehen aus dem Eisenkiese, ilcr bei der Zer- 
setzung wohl auch freie Säure für die Bildung von mtersaÜE aus dem 
dolomitischen Bestandtheil^ des Mergels abgibt. Der Dolomit und Eisen- 
kiesgehalt des Gypsmergels macht es leicht erklärlich, dass bei dem An- 
bohren desselben und Zndringen Inftbaltigen Wassers die Bikhmg freier 
Sdmefebänr« durch Oiydation d«a Ries^, und eine EoU^niftuce- £]|twick- 
long «M dam DolMbiid ttaUfiiidc«, ^nde nan «ia in BohrbklMii dar An^ 
hydrit-Gruppe öfter, in der neueren Zeit z. B. tn Qnincaeh b«« BmcI 
beobachtet, hat. Ebensowohl erklärt es sich aus der Wadserdichti^keif 
der Gyp§iE»erge^ welche nur, ein. sehtjoberflliichnche^ lupÄnngeii .des', Oxy- 



m SAl^DBBRGntlleobkcMuDgaiiM der WQe«IAif|J8f Slöb^^ 

g^hv'kikfie l&eitiMtöM'mi die>Hiöi&ni»g^ ;aiif eio^n.iethisianldn Säneriiag 
sich als.'inrt)^'tervret9l^*' ■; • >' "^..i ■. ■•, •. .i .;.•;/ !:.':,.ü.. •;-.. ' .>l 

V. Der JMlnsclielkalk. 



• l.Kriniteti.Btyhiihtenl ' ^ 

liifii. o" .il ' ■' ■ ' "' : .\ «"'•-'•<■•"'••'' -■'' '• » -w ■' *'i« ^"i" 

ScQOD oben wurde erwähnt , dass über den stets petrefactenleercn 

Z-'*!'! ■ r: . ■'*'■*'/■'*■ '• •»'#'•'' 4I • 

geU)en Dolomiten d^r Aiiliydrit Gruppe ein scibr feinkörniger yreißser 09U- 
tltischer Kalkstein mit Uonisteinplallen, dann ein blauer eben spaltende^^^^ 
Kalk folgt, welcher ebenfalljä noch Horosteit^lagei? enl^lt,^ In i^^ 
letzteren fanden sich häufig gri^ssere und kleinere. Ausscheidungen hell- 
brauner Blende, Die Vers t eine nmgen bcschräpken sich iq diesw Kegion 
auf die Honi3teJnc, welche s Lei len weise eine, grosse Menge von Bruch- 
stücken von Zweischalem und eiiuelne Gastroppden . ^nthalten^ doch kann 
maii sie säramtlkh nicht näher bestimmen*). Bis Z14 . den , Bänken, welche 
Äuerst wieder geschlossene Aggregate von Muschpln (TTerebratula vulgari^ 
typus) darbieten^ folgen nun auf dlei tlornsteinkalke rauhe, wulstige,, blauA 
K^ke^ in welchen nur vereinzelt Lima striata, öervillia socialis, Gruppen 
von Corbuta gregarja und als sdir grosße Seltenheit ein Jüxemplar der 
Holopella scalata Schloüt, BD* getroffen worden ist. Der Beschaffenheit dea 
Gesteines nach zu schiiessen , rührt wohl aucU von diesem Niveau .die 
:\spidura aculellata Btumcnb. sp» her- welche in zwei sehr schönen Exem- 
pjarcii aus der Blank 'ächeii ^Sammlung in die der Universität ü|[)ergegangen 
ist und mit .AViirzbuig'^ aber olme näheren Fundort bczeiclinei war. Sie 
]ßi aeildem nicht wieder beobachtet worden. , < > , 

In dem BaUneiuscUnitl am Friedhofe sieht man die wulstigen Kalke 
zuerst wieder von einer 0^2 Mtr. inäcbtigen Muschelbank unjterbrochen^ 
welche Terebralula vulgaris (in der von Älberti'm ;,Ueberblick über , die Trias'^, 
TaL VI, Fig, d, c. f. abgebildeten Varietät, die ich sonst ja der Würst- 
burgcr Trias nicht gefunden habe), ausserdem Pecten laevigatuSji Myaliiia 
vetustaj Hiuniieä comptus, GervUlIa socialis und Lima striata führte Auf 
sie folgt in kurzer Entfernung eine , mächtigere (ca. 1,0) ebenfalls Vorzugs- 



' '<)['Ibtt üebm« bielr liin^o inMlr UmgAng'vaft eifMm ietsufShe^Mn, tift der Uttt^n 
J!tk4n rm Alifentode äofider. RMn In «rosstar Mi«b. BmobitlM« d«iBe||iMl> a«lf»e^n-* 
4icer L^B^rstSttA ^nthiUl, 46ren' jBau)>er a))ge.wittoi?t«,|Db«ra un4 unter« Fl»chQ oi|ie ^.5^-< 
MXfiZM v;oa Arteiv zi| erkeo^QeQ gestattet, ßis jetzt fand ich ^arin Mypcoacha Thie- 
laui Stronß, sp., If y;op)iQria Tuigaris Seh^oth*,^ GerviUia sociatiSi G. costäta, Cforbula gre* 
garia (mtt ScÜofts), mtltia oolUhtca Zchk., HblopelU sp.V Spitbrbit >filVliÜ KaFoUÜT; ' ' 



SANDBB90ER7 KeoUtchiungen M d*r WüitfUitilef . Tkliilr 



ftl& 



#«18» ion 'Otoi^efartktall^ Yolgtids.' i^rfUikeBank » ! iwi /deren iOborflicVe <thlü^ 
reiche! >Sohtipp«n voiii'€olcftlodDsyi.8owi«( Zfline .voalB^bodos jAcatittB Iset« 
strcdt ilef;ea,:>daibi\^iiied^) Woe^iietfefactti^ Ibühe tfis wäii4kti(hf4 
mAclilgm Qank Mt Eneiibn li^oritttt^^ welche Ja ihoctai IiyiHtKren TMk 
vorBdg8#elM avaiStielgüadBrn desselbenibieitehty nach bbttiiaber wieder eine 
iiiim0f>Lage vbn ;TerMH?«tnla ; rrtifaris i nhd .an ;d6ri'0bMiUkAe=< eine < vet^ 
berirsohte^ attt^ Lbna * striaiK und L. leoatetay zeretreoten .Kiiiiiteo|^edem und 
Warxen iuid SiachÜii Fon aiatik grandiievua g^iMetc ILa^ ehttiilt 

Ausser dem Bahneinschnitte ist die Erinitenbank noch am Nikölaas* 
berge, dem Schenkenschlosse und sehr ausgezeichnet in den Steinbrüchen 
b«*! Oberzefl entblöst. Im Gänsen wutdea id ,dei8dbea. Ae in der nach- 
folgenden Liste verseichneten Arten gefunden: 






./ .f 



...illl *' 

> I,. ii; 



Enkriniteu'^Calk. 

1. Hybodus major Ag, 's. 

2. Hybodoa tenuis Äg. b» 

3. Acrodus lateralis Äg. 8.8.. \ 

4. Gonchorhynchus aviröstris Blwnenff. sp. 

5. Pieurotomaria Albertina' Cro2df/V s. ^ 

6. Myophoria elongata öübd sp. s, , 

7. Myophoria laevigata Alb, s. 

8. Hinnites comptus Goldf, sp. s, '^ 

9. Lima striata Schtoth., sp. s. h^. ^ 

10. Lima costata Ooldf. '\i,'' /. 

11. Ostrea complicata Goldf. %-^''^^ ^ j 

12. GerTillia socialis Schloth. Bf\ h. 

13. Gervillia costata Schloth, sp. s. 

14. Hyalina vetusta Qoldf. sp. 8. 

15. Pecten Alberüi Goldf. s. 

' ' Ifi.'rfer^brÄtnhi röi^artt /SMoOt. tfpl h. ' '^''[ 

17. Spiriferina fragilis ScMöth.^ sp. s. ' ^ ,' 

18. Ret£ia trigonella SMoÄ, sp. s. s. 

19* Ofdaris grandaevtis GcMf. h. * ' 

20* Encrinus «lllforflils Sthloth. sp. 5. h. ' ' ' ^ 

Es euthUt demnach die EnkrinitenBank fast jBlä jMitewMfl» ää» 
ihr erwähnten Formen. In geiiHf «r B$be i fiber ihr liegt eine sehr harte 



■ / J..I.I. f •f. 



.1 r 



'i) Bis jetzt nur' in dem £nkriniten*Ka]ke am Schenken3chlQ^e,| wo dia Art von 
\.tiü4. ^hi\, i^ärei aüs'Wttrzburg Zuerst auf' ihrer nrspröng^fichen Lagerstätte 'au fge- 



ibnieiK truf de. 



.,A Tl 



21« 



aAJniBBfiCffiftt' Beolfecbiungen lii d^ WftttBtMgtklTH«^ 



vfitd «hd. 4i^ wat^ tiiue Enkdnrteaimehv.if^otil iabeot^ie ni^dn der ste 
keglaüen^en liusfiiitlii eadOAUi Uelferwie^endf W' ZsU;> der iB^vidaaiF 
itüti fiier • If^bphoria : volgarlsi Schlotki ipi bmI Bwfan ;die f «j^sdie i^oha 
auf, fa6t i^eioh hädfigiüst OärTilUa. oöaüüä, etfusAliftettigsr Mufig^Lin« 
Btfiata ihid Pedleii^Allwtiiv Nätiim hirbttma^ gp., bildet Hin un4l 

Ivkder.kldncfeMOülppenaaf der rtmst. fallt gutsLi.wonEtitkfp^iUa beA 
decktoK OberOM^ der Bapk.: ; Sttmmdicbe Aiftem enthik die teßhfolgend« 
Lififte: / ,,,, ..,,. ,1 ,j, !f. ..*..i . \j . . 1'!'- ' uui. 'i .,!;•,■ / 



ItttDli 4er Myopkoritt vulgttis i (tn^it). 



piten^&nkep.. 



1. Natica turbilina ScJüoth. sp. h. 

2. Holopella Schlotheimi Quensi. sp., 8. 
8. Anoplophora sp. 8. 

4. Mjophoria volgaris Schloih, sp. s. 

5. Pecten Albertii iffölclf. e. hV 

6. Pecten diacites Schloth. sp. s. 

7. Lima striata Schla(fi, sp. s.^b. 

8. Lima cosUU Goldf. h. ,' ; ' 

9. GerviIIia costata SchlöthiJ sp: s.h, 

10. GerviIIia socialis Schtath. sp. ^.. 

11. Myalina yetusta Goldf. sp. ,b*. 

12. Ostrea oomplicata Goldf: hr 



h. 



I ' I ,1. 



1 l.l 
> .1 ' 



j.'ii; .; • .• u 



Die grosse Uebercinstimmuiig, welc^; die F^uiui. Im Ganzen mit den 
Enkriniten? Bänken besitzt, veranlasst micbf dfese. Qank.rioch derselben 
Haaptabtheilang des Muschelkaliks iiisurecbpen, d^ph bal^e [ich für nöthig 
gehalten, ihre Eigenthiimlicbkeileo bervor^nbeben. Die Q^sammtmächtig- 
keit der unteren Abthejlni^g dc^^Musoh^ll^alki kan^ aan^rnd auf 12~- 
15 Htr. geschützt werden, eine directe Messang war an den jetzigen /Vuf- 
scfalfiaaeüAiiBilNBÜidli. i . . i . ^^ i 

djiCe^rättrieU-dsli'lehten. ' ' ' 

Auf die meist geschlossenen oder wulstigen dickeren Rallcbänke , des 
unteren Muschelkalks folgt ni|cli oben ein System fielst .dünnarer pliittWi 
förmiger Kalke, welche mit zahlreichen gelben Lettenbanken weehAsIn. aadi 



SANDBERGEB: Beoba^tungen 1o der Würzburger triat. 2l7 ' 

nur vereinzelt dickere Bänke eines conglomerat- oder breccienartig er- 
scbeinenden krystallinischen Kalkes mit netzartig vertheiltem Braunspath 
enthalten. In diesen kommt Torzugsweise Ceratites nodosus Brug. sp. an 
zahlreichen Orten nnd in Masse vor, ist aber meist in diesen Lagen 
weit schlechter erhalten, als wenn er an der Oberflfiche dünner Kalk- 
bünke, welche von einer Lettenschicht bedeckt sind oder ans einer der 
zahlreichen, oft sehr grossen Ealklinsen in den Lettenblnken herauswittert. 
Auch eine in dem oberen Theile der Scfaichtenfolge z. B. am Schenken- 
schlösse und am Wege nach Gerbrunn entwickelte dünne Ealklage, welche 
fast nur von Pecten discites gebildet wird, verdient hevorgehoben zu wer- 
den. Nach oben wird das Niveau des Ceratites nodosns von einer an 
vielen Orten z. B. bei Unterdiirrbach und am Sclicnkenschlosse entwickel- 
ten 0,3 Mtr. mächtigen Bank begrenzt, welche fast nur aus 0,03 — 0,045 
grossen Individuen der typischen Terebratula (Waldheimia) vulgaris SMoth, 
sp. besteht. Ceratites nodosus und Nautilus bidorsatus kommen zwar ver- 
einzelt in dieser Bank noch vor, aber Ceratites cnodis ist darin schon 
nicht selten und auch Lingula tenuissima darin einmal gefunden worden. 
Die übrigen spärlich eingestreuten Muscheln^ Gervillia socialis, Lima striata 
und Ostrea complicata haben als Formen, welche in allen Niveaus des 
Muschelkalks vorkommen, keine weitere Bedeutung. Die so begrenzte 
Schichtenreihe, welche man als Kalke mit Ceratites nodosus bezeichnen 
kann, wird nach den bis jetzt studlrten Aufsclilüssen höchstens 11 — 12 
Mtr. Mächtigkeit haben. Aus ihr stammen die Yersteinerungen der nach- 
folgenden Liste, welche vorzugsweise in der Umgebung des Dorfes Hoch- 
berg gesammelt wurden. 



Kalkbanke mit Ceratites nodostis. 

1. Ceratites nodosus Brug. sp. s. h. 

2. Nautilus bidorsatus SMoth. sp. s. 

3. Holopella Schlotheiroi Quenst. sp. h. 

4. Macrochilus ^) sp. s. s. 

5. Natica Gaillardoti Leufroy. s. 

6. Myophoria simplex Stromb. h. 

7. Myophoria laevigata Alb. s. 



S) Nur ein grosser Steinkern bekannt, welcher dem des paläozischen M. arculatum 
Schloth. ßp. auffallend nahe steht. 

WfifAburger natarwiMeu^chafil. Zelttobrlft. V. Bd. 15 



219 SA^BEBGKR: Beobacktungen I& d^ Wäpriburger Xrini. 

8. Nucula eUipticä Gddf. ». h, 

9. Nucula Goldfussii Alb. s. b. 

10. Pecteii laeyigatus Schloth. gp. b^ 

11. Pectea diacites Schloth, sp. lu 

12. Pecten reticulatus ßchkfth. sp^ s. s. 

13. Lima striata Schloth, ap. b* 
14.. GeryilUa aocialisi Schloph. ^p^ lu 
15. Ostrea cojuplicata Gol<ff. 0. 

1$. Ostrea spondyioijdes Goldf, s. s. «^ 

17. Ostrea liscavionsl« Gtefr« s. s. . 
• 18. Ostrea subaqomia Goldf* b. 

Ueber der Banlc mit grossen Exemplaren der Terebratula vulgaris 
folgt in sehr geringer Höiie eine von sehr kleinen Individuen derselben 
gebildete, welche ich bis zu dem seither noch nicht gelieferten Nachweise, 
dass es sich bloss um Brut der grossen handelt, als Bank der Terebra- 
tula vulgaris var. cycloides Zenk. unterscheiden will. Sie enthUlt 
ausser der Terebratel nicht selten Wirbel und Knochen von Nothosaurus 
mirabills Münst, ganz einzelne Fischschuppen (Colobodus) jnd Lima striata. 

Ueber dieser Bank tritt wieder ein fortdauernder Wechsel von dünne- 
ren und dickeren Kalkbänken mit zahllosen Lettenbänken auf, unter erste- 
ren ist etwa noch eine zu Pflastersteinen gesuchte feinkörnige harte Bank 
von 0,17 Mtr. Mächtigkeit, welche an dem Wege nach dem rothen KreuZ| 
bei Dnterdürrbach und Höchberg sehr gut aufgeschlossen ist und etwa 3 
Mtr. darüber eine petrefactenfreie dickere (0,28 M.) zu unterscheiden! 
dann folgen zahlreiche aus dichterem, beim Anschlagen klingendem Kalke 
zusammengesetzte dünne Platten mit algenartigen Wülsten, zahllosen Exem- 
plaren von Corbula gregaria, Nucula cxcavata und Leda Schlotheimensis 
nnd Fischschnppen und Zähnen bis unmittelbar unter die Bairdien-Bank 
der Lettenkohle. Auch liier siod Bruchstücke des Ceratites enodis noch 
überall gemein, nach welchem ick die ganze Abtheilung Kalk mit Cera- 
tites enodis benenne. Die Mächtigkeit der gesammten Schichtenfolge scheint 
6 — 8 Mtr. nicht zu tibersteigen. 

Die Fundorte Krainberg, das Plateau über Unterdürrbach, Höchberg 
u. a, haben die nachfolgende reiche Fauna geliefert , welche sich gemss 
durch fortgesetztes Sammeln noch vermehren wird. 



9ANt>BBR0ER: B<oba«lltiMig«n Ai der"Witfi!))ni^ef trhl 



9tf 



;' ' ■ ' , . , t 


IndemKalke 


In dem Bair- 


Kalk mit Ceratites enodis. 


mit Gerat. 


dienkalke d. 


^ ' • . . / , 


tiodosus. 


Leiteifkohle. 


■■ ' " " '1 '" ■ ■■! ■ ■ , . ' 

\i Nothosnartifl Utiosteii v. Mekj^ d. 




« 


d* Placoiitts .gigttB Ag4 s. . 


, 


. 


. - a^ Palteobatea an^tissiimM Ag. i^. 8« 


•■ 


1 '' 


.. 4, %b6das obttqaii* A9, tp. .s. 






-6) A)f9od[4is, 6aiHardoti .d^. 8. 




« 


'6. Ad^Mhis Ute^alia '^^. 8. • 


) . 


t 


' • ! ' 7; ßawriciiAys apUalis/ jipi 0. 


. ; ■ 


^> 


8j Saurlohthyg admülMUnB I^\k. 






9. Sawiobthys MoQgeoti Ag, a. 






lOv Colobodiia varius 6m6. h< 




f 


> 11. Peaaphix Sneuriii Deim. 8p. 0. 8« 


' 




12. CSerathes eDodis Quente. sp. 8. h. 






. la. H0lopella Sdilotkeimti Qti0»i8t sp. 8. . 


.* 


. » . 


14. Natica Dunkeri Schaur. sp. h. 






15. Dentaliam laeye ScMotK 8. h. 






16. Corbula gregaria SMoth. sp. s. h. 






17. Paoopaea muscaloides Schloth^ ^)^:^' 


f 




18. Myophoria Goldiussn Alb. s. s. ' 


• 


» 


19, M^iophoria aiiif)!^ Stromb. h. 


# 


I 


20. Myophoria pes aoseria Scfdpth. s. s. 




■ • 


21. Nucula GoldfossU Alb. h. 


# 




22. NQoola elliptica Goldf. h. 


« 




23. Nucula excaiVata Goldf. s. h. 






24* Leda Schlotbeimensis Picard sp. s. b. 






25. Lima striata SMoth. sp. a. 


# 




26.. Pecteu discites Schloth. sp. b. 


# 




27. Gervillia socialis ÄcAZotA. sp. h. 


« 




28. Gervima subs^ata Credn. s. s. 






29. Piacunopsis obliqua Gieb. s. 






30. Ostrea decemcostata Goldf. s. 






31. Ostrea subanomia Goldf. s. 


# 




32. SpiriferiDa fragilis Schloth. h. \, 






. i . . . . ■ -, . i • . 
, ' ' r • ' ■ 


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6' 



u* 



330 SAMDAEBQER: Btubaofatoacto in 4er Wttnbafliger TtIm. 

Dolomit mit Trigonodas. 

Ib der unmittelbareo Umgebung und westlich toq Wänburg liegt auf 
den obersten dfinnen Platten der Region des Ceratites enodis unmittelbar 
die spliter zu schildernde Bairdien-Bank der Lettenkohle. Anders verhält 
es sich 2 Stunden östlich von der Sudt, zu Lindelbach bei EibelaUdt, 
wo in grossen Steinbrüchen ein grauer pesöser Dolomit lu Werksteinen 
flir Staats- und Privatbauten gebrochen wird. Durch das VoAommen 
von Trigonodns^) Sandbergeri Alb.^ mehrerer Nueula-Arteui Myophoria li- 
neaU Goldf.y M. rotunda Alb.y M. Goldfussii Alb., Terebratok vulgaris 
Schloth,j die häufig wahre Muschel-Conglomerate bilden, wkd er auf; das 
Deutlichste als Vertreter der ZwischenbiiduAg charakleriair^ weiche v. Älberti 
als unterste Schiclit der Lettcnkohlen-Grappe betrachtet Aus wdlier nördlich 
gelegenen Gegenden ist sie bis jetzt von Niemand wieder erwähnt worden, 
dagegen setzt sie bis an den äussersten südlichen Rand des w^deutschen 
Triasgebiets fort und wird daher später bei den Vergleiefaungen der 
Würzburger Schichtenfolge mit der schwäbischen und norddeutschen wieder 
zur Sprache kommen müssen. 



n Me LetteikoUc»-6nippe. 

An zahlreichen Puncten in der Gegend von Wirtburg, z. B. an der 
Rothen-Kreuz- Steige, wo sie das Plateau erreicht, am Krainberge, wo die 
Schweinfurter Strasse gegen das Plateau ansteigt, oberhalb des Dorfes 
Höchberg an der Strasse nach Kist, vor dem Faulenberge an der Strasse 
nach Rottendorf lagert auf den Piattenkalken mit Nncula, Corbitia ^regaria 
und algenähnlichen Längs- Wülsten ein schwarzgraner harter splitteWgcr Kalk- 
stein mit zahlreichen Puncten und grösseren Ausscheidungen vdn seladbngrflnem 
Glauconit von 0,30 Mtr. Mächtigkeit, der Bai rd ien kalk. Der Glauconit ist 
in demselben oft sehr fein vertheilt und dann nur mit einer scharfen Lupe 
oder sicherer durch Auflösen von Gesteins-Splittern in Salz-Säure nachweisbar, 



f) In der Ohatakleristik der Gattuog in v, AlberWs trefflichem Werke „UoberbUck 
aber die Triae'' 8. 126 ist ein Irrtbum untergelaufen, den ich zu berichtigen tfit nothif 
halte. Trigonodus hat in Jeder Klappe nur einen langen scharfen Seitenzahn, dessen 
Gestalt nebst der des dreieckigen breiten Hauptzakns die Gattung wesentlich von Gar- 
dinien (und Antbracosien) unterscheidet. Cardinia proUematica JRip«f. sp. von Baihl 
ist ein ichter Trigonodns. 



8ANDBERGRR: Beobaehtungen In der Wttnbarger Trias. 321 

bei wekbem Prozesse er stets in Menge sarückbleibt Ebenso sieber trifft man 
in Aesem Gesteine, welebes bei der Verwitterung eine braungelbe Farbe 
tind oolithNhnliche Stractur annimmt, die SebSleben eines Itleinen Sehalen- 
Krebses, Bairdia pims v, Sedxxch^ welche ieh nicht nur an allen Anf- 
sehlüssen iber Tage, sondern sach in den ans dem tiefen Bronnen der 
sog. KnochenmQblo in der Hübe des Fanlenbergs herausgeforderten Brocken 
ohne Htthe aoffiMid. Klebst Bairdia plras ist Myopbofia Ooldftissii flberw 
ans tafttffig, von Myophoria intermedia t>. SehauroA nnd in tieferen Theilen 
der Bank aueh ronCardinia keoperina Ber^. sp.(LiidnaRonianiil^.)begleilet, 
wthrend nach oben oft die ganze Schidit nor eine Breocie ron Schuppen, 
29Anen nnd Knochensplittern ron Fischen, seltener auch Sauriern und 
Koprolithen derselben bildet. Die sahireichen Fossilien, weldie in der* 
selben entdeckt worden, sind in der nachfolgenden Liste Terseichnet 



« 



BAirdlen-Kalk. 



1. Nothosanms Mfinsterl v. Mey. h. 
3. Masiodonsanras Jaegeri v. Alb. s. s. 
8. Saorichthys apicaUs Äg. s. 
4L Acrodus Oaillardoti Ag. h. 

6. Acrodos lateralis Ag. h. 

%. Colobodos yarios Oieb. s. h. 

7. Bairdia pirns y. 8ed>acK. s. h. 

8. Estheria minota QMf. sp. b. 

9. Holopella oblita St^OMr. sp. s. s. 

10. Corimla^ triasina sJ^. sp. h. 

11. Anoplophora n. sp. s. s. 

13. Myoidioria Goldfussii Aih. s. h. 

13. Myophoria intermedia Sehamr. h. 

14. Cardinia keuperina Berg. sp. s. 

15. Gervillia snbstriata Credn. s. 

Von der Balrdien-Baok aufwärts folgen in den Durchschnitten an den 
oben erwähnten Orten kurzklOftige leicht zu breiigen Thonen, verwitternde 
sebmnuig graugrüne Schieferletten von 7 Mtr. Mächtigkeit, in welchen 



<) Sebelot mir nacb dem gansen Habttoa niid den SchlosstheiUn von Tancredia 
getrennt nnd der in der Trias wiederholt mit voDer Sicherheit nachfewletenen Gattung 
Corbnla xngetheiH werden zn mikfeen. 



i2i SAWBERGJ$R: BeobacJjtungen ,fca djer .WftrxJbfVfgfK fri^k 

Pttir 0iiuelDe Mrtere ' BgnkDhen Petrefaqtea fiihreq. Anopilf pb<Mra: Iqltic» 
Qmmt. sp. erscheint bis jeUt auf ^diesaU^eo beschräBkt, währ 
r^iKl ' Estberia miDuUt' auch in der Bair4ieD - Bapk qod in jb^fi^ 
Schichten irorkoromU Diese im ^Sraazea 7 .Mtr. mlichiigeii SeliiefeddUi^i 
werden in ller UiUe.der Btöhe duroh eise ,0|89 Mtr. ^Icl^e Bank eioea 
blaueu : feiiUi^nlgen barten Dolomlts imtecbr^chea, der mit ockergelber 
Fajrbe verwiUert und VenHeijnera^geD Jn gfffsser Zahl ein^elilies^t* lAosa^ 
cJenBUnfeen an. 4et. Steige naeh^ dem Boihe» -Kf^nse wnr di^ Haldq 4ß8 
Kisenbahn-Einai^bniM duccb: den Faolenbarg eine sehr eegiebiffsFundgrpbe« 
Sehr häufig und auju Theil Au^ge^iobnet erhalten eind MyophoriaiGoUr 
fussi 4/^.^ M. transyersa) i^om«mb^): und- Gervill^ subeostgta GM4f-} dft 
übtigen Artein Bind. aeUenfr« ... •• . 7 

Im Ganzen wurden folgende Arten aufgenommen: 

Gervillia snbcostata Ooldf. Cardinia keuperina Berg. sp. 

Gervillia lineata Ooldf. ' " Anoplophora Mttnsteri Wisam. sp. 

Modiola n. sp. Mypphoria Goldfuifil iAlb. 

Placunopsis plana Qieb,, . Myophoria,.teaQ8Y^f«a Bamem. 

Myoconcha gastrochaena Dun/?^ sp«; ' . - * 

Alsdann folgen wieder schmutzig graugrüne X#eitien, welche noch höher 
abermals durch einen 0,37 Mtr. mächtigen thonigen Dolomit unterbrochen 
werden, welcher streifenweise kaum papierdicke I^^en- fAMt Fischschuppen- 
Breccie mit sehr zerdrückten CarfUnien und. zabUostn EjKemplaren von 
Lingula tenuissima enthält, w.&brQnd andere ans isabllOsBii Scbälchen der 
Estheria roinuta gebildet wec^n, deren Jtavptlag^Ultte »hier- ist. 

Ueber dem Dolomitmergel tritt unmittelbar eine reichlich 2 Mtr. mäch* 
tige Bank weissgrauer harter Schiefer auf, welche am rothen Kreuz, 
am Krainberg, Faulenberg und bei HÖchberg ganz Identisch anstehen und 
Versteinernngen besonders in ca.'0,Od dicken Zwlschehlagen eines 'sehr 
feinkörnigen kieseligen Sandsteins enthalten. Die Oberfläche der Bank ist 
ganz mit Cardinia keuperina bedeckt, Myophoria transvera und Bairdia 
pjrus kommen ganz vereinzelt, Estheria minuta schon etwas häufige^ vor. 

Sehr bäuQg sind ferner dünne dichotomirende Stiege!, welche UQ In- 



^) Die EutdeckuDg mehrerer Schlösser und uuch zusammeahSogeuder Klappeu recht- 
fertigen aufs Neue die Trennuqg dieser auj[ die Lctteukohleiif-Gruppe l)(»öC^äuk|6U Art 
\uu der immer Doch hier uud da mit ihr verwechselteu M* \u|g|^r^.,. f>.. ,, ■, ■■ . 



SAia)B£RQ£R: BeobaditaDgea iu der Wbtzburger Trias. 

D^fu eine grteszeUigc Strueliir zeigen , die aA Aigen z. B. Sphaeroeoccns 
lichenoides erinnert Die grosse Beständigkeit der Formen an allen Fund- 
orten würde der Annahme, dass es sich um zufällige anorganische ^Bil- 
dongen handelt, nicht günstig sein, doch wird wohl noch hesäeres Material 
abgewartet werden müssen, ehe eine definitive Entscheidung über die Na- 
tur dieser Körper erfolgen kann. Die weissgrauen Cardinien-Sdiiefer, welche 
überall aus den Feldern ausgebrochen werden, um auf die gut verwittern- 
den tiefaren Thone zu gelangen, bieten durch ihre äuifailende Farbe einen 
aosgeieiehneten Orientirungspunkt in der unteren Lettenkohlen-Gruppe. 

Auf ihnen liegt direct eine kleine Lage von Knochen- und Zahn- 
trtimmem von Hybodus plicatilis Ag. in einem schmutzig gelben, im Gan- 
zen ca. 3,3 Mtr. mächtigen thopigcn Sandstein, welcher weiter nach oben 
plattenförmig wird, sehr häufig Widdringtonites keuperiuus Heer enthält, 
d«r von vereifizelten Exemplaren von Equisetnm arenacenm Jag. sp., Cala- 
miles Meriani Brongn, sp. und Myophoria transversa Barn, begleitet 
wird, lieber der Hälfte der Höhe lagert eine dünne c. 0,#9 dicke Dolo- 
mit-Bank^ im frischen Zustande aschgrau, im verwitterten rostgelb, welche 
besonders in dem Durchschnitte des Faulenbergs mit prachtvoll erhaltenen 
Stücken der Cardinia keuperina Berg, sp. erfüllt ist. Die Schlosstheile, welche 
hier und sonst in der Umgegend von Würzburg gefunden wurden, erlauben 
ihre Stellung bei Cardinia (subgenus Anthracosia) als definitiv zu bezeichnen, 
welche schon von v. Schauroth vermuthet worden war. In derselben Bank habe 
ich auch Nenropteris Schoenieiniana Schk., SclerophylMna furcata Heer und 
Pterophyllum longifolium Brongii entdeckt. Mit dem Hauptsandstein der 
Lettenkohle ; von dem sehr bald die Rede sein wird, darf diese Bank 
keinenfalls zusammengeworfen werden, da dieser keine Cardinien und über- 
haupt keine Muscheln enthält und die Pflanzenlagen desselben von dem eben 
geschilderten Widdringtonien-Sandstein durch eine hellgelbe petre- 
facten freie Dolomitbank von 0,3 Mtr. Mächtigkeit mit zahllosen Drusen 
von Bitterspath und am Faulenberge auch von wasserhellem spiessigem 
Aragonit getrennt wird. Auch diese Bank ist sehr constant. Auf sie folgt ein 
braunrother thoniger und glimmeriger Sandstein von ea. 
2,5 Mtr. Mächtigkeit, welcher die tiefste, jedoch ganz petrefaetenflreie Lage des 
Hauptsandsteins bildet und am Faulenberge ausgebeutet wird. Nach oben geht 
er unmerklich in den schmutzig gelben Hauptsandstein der Lettenkohle über, 
dessen Mächtigkeit sich an den seither gemessenen Aufschlüssen im Ganzen 
nahezu auf 4 Mtr. beläuft. An keinem der Fundorte fehlte Equisetum arena- 
ceum, aber die grössere Zahl von Arten^ die Professor Schenk mit grosser 
Sorgfalt untersucht hat, kommt nur bei Estenfeld von Die gröss^rep 
Stänmie und Cycadeenwedel liegen am Reichlichsten in dem mittleren, die 



224 8ANDBERGER: Beobachtungen in der Würzburger Trias. 

kleineren Aststücke, FruohtstiUide und Samen in den oberaleft durefa Kahr^. 
lenpulver geschwärzten und glimmerigen Lagen. 

Im Ganzen kennt man die folgenden Arten aus dem Würzburger 
Lettenkohlensandstein : 

1, Equisetum arenaceum Jäger Bp, 1 1 . Chelepteris strongy lopeltis^A^nilr. 

2* Calamites Meriani Brongn. sp. 12. Chelepteris macropeltia Schefok. 

.3. Neuropterls Schoenleiniana 13. Schistotachyam tbyraoldeum 
Schenk. Schenk. 

'4. Neuropteris remota Pre$l. 14. C^cadites Humpfil Schenk. 

5. Schizopteris pachyrbachis/SoAenlc. 15. Dioonltes pennaefori|)is Sche^0 

6. Sphenopteris Schoenleiniana 16. Pterophyllum longifoHum 

Presl. Brongn. 

7. Danaeopsis^marantacea Pr6«Z.8p. 17. Carpolithus keuperianus ^cAeiik 

8. Taeniopteris anguAlifolia jSc^ttJIr. 18. Carpolithus amygdaliniis i8c)^«nJc 

9. Chiropteria. digitata Kurr. 1 9. Scytophyllum Bergeri Brongu. 
10. Aletfaopteris Meriani j^ron^ sp. 20. Voltzia coburgensie Schaur, 

Diese auffallend reiche Flora hat wenigstens in Franken mit dem 
Schilfsandstein, der weit höher liegt und an dem westlichsten Vorbergo 
des Steigerwaldes, dem Schwanberge bei RQdelsee, ausgezeichnet vertretes 
ist, nach den in der Würzburger Sammlung vorliegeuden Stücken nur zwei 
Arten ^} gemein, Eqnisetum arenaceum Jäger sp. und Voltzia coburgensis 
Sehaur. 

Aus dem Schilfsandstein des Schwanberges enthält die academiscbe 
Mineraliensammlung in sehr zahlreichen Stücken: 
Equisetum platyodon Brang. Pterophyllum Jaegeri Brongn. 

Equisetum arenaceum Brongn. Pterophyllum breyipenne Ktirr. 

Camptopteris quercifolia Schenk. Voltzia coburgensis Sehaur. 

Eine scharfe Unterscheidung des Lettenkohlensandsteins und Schilf- 
sandsteins ist also nicht bloss vom Standpuncte der Lagerungs -Verhältnisse, 
sondern auch von der Seite der Flora her nothwendig und würde beson- 



1) Nach den Müniter^achen Etiquetten in der Münohner Sammlung würden noch 
einige hinzukommen ^ diese Quelle ist aber sicher keine zuverlässige, wie das Original 
der Voltzia vom Schwanbprge beweist, welches factisch in Echtem Schilfsandstein liegt. 
der dort Ober dem Kevjaergypte vorkommt, nach v, Müruter {Leonh. Br(mn's Jahrb. 
1884. 540) aber aus dem dort gar nicht vorhandenen Oyp$ der Anhydritgruppe stamm* 
man loUl 



SAKDBjytOBR: Beobachtöngnt in der Würzbai^r TriM. S26 

ins die endlicbe PttbUelratig der '8ttt«fen flbef beide Floren in Wirtem- 
berg von Kutr aucb Mr Fraiikea dafs grösste InUrtese iiaben. 

• Ueb^ deiB Lettenkoblenaaiidatein Iblgt bei EstenfÜd Qtid am Faiilenbergei 
besonders sdiön aber bd Biicbbrnnn unweit Kitziogen , eine eng mit ihm 
trerbondene, im onverwttterten Zustande dunkelschwarse , im verwitterten 
btöalieh und schHessUcfa gelbgtaii erseheinende , mit verkohlten Pflansen- 
Resten überfüllte Schieferletten-Bank von fast 1 Mtr. Mäehtigkeit, die 
LettenkohU (im engeren. Silin). £st Ist diese Bank, weiche gelegentlich bei 
Brunnengrabungen od^r Eiseftbahn-Durchsehnitten entbkSssi, immer von 
Neuem Hoffnung auf Steipkoblen . erregt , die schon mehr als einmal zu 
grossem finanziellem Schaden der Getäuschten lange Zeit hartnäckig fest« 
gehalten worden sind. Im Ganzen sind in guter Erhaltung ans dieser 
Bank und vorzugsweise von Buchbrunn bekannt: 
Calamites Meriani Brangn. sp. Cbiropteris dlgitata /jCtirr. 

Neuropteris Sdioenleiniana Schenke Carpolithus keuperianus Schenk. 
Danaeopeis marantacea PreaL sp. Voltzia coburgensls Schaur. 

nur Pflanzen, aber keine Muscheln. Der Schieferthon ist also, wieder 
Hauptsandstein, höchst wahrscheinlich eine Süaswasserbilduag, während alle 
unter dem Hauptsandstein liegenden Bänke nach ihren Conchylien für 
Meeresabsätze erklärt werben müssen. 

Ebenso sind auch die unmittelbar über den Schieferthonen gd^gerte 
blaue, rostgelb verwitternde Dolomit-Bank von 0,6. Mir. Mächtigkeit und 
die bis zu dem Gränzdolomit gegen den Keuper noch folgenden, im Gan- 
ten gegen 6 Mtr. dicken grauen und violetten Schieferthone mit Cardinia 
keuperina, Estheria minuta, Acrodus minimus A^. und Amblypterus de- 
cipiens Crte6. als meerische Absätze zu betrachten. Es sind diese Bänke bei 
Estenfeld, am Faulenberge, bei Buchbrunn und anderen Orten ganz constant 
der schwarzen Bank über dem Hauptsandsteine aufgelagert. 

Der Gränz-Dolomit gegen den Gypsmergel des Keupers ist das letzte 
unmittelbar bei Würzburg entblösste Glied der Trias, grauer, harter mit 
runden und eckigen grösseren Höhlungen erfüllter^ bald dichter, bald mehr 
oder weniger durch ausgewitterte oolithlsche Körner poröser Dolomit. Von 
Versteinerungen kann neben Saurierknoohen nur eine Gervillia und Myo- 
phoria GoMfussli, die ich auf der Höhe des FaUlenbergeä reobis vom £isen- 
bahn-fimschtfitte traf, erwtähnt werdetL Die MKcbtigkeit 4es Gesteins ist 
bedetttend, ilber nicht genau messbar. 



826 SAKDBEKOEB: Beobathtmcmi tu der Wtttzbiltl^f TrÜLt. 

Di6 «if'den fporkei^eheiideik Seiten dargelegt«! Untertiiduuig«!! übclr 
die Gliederniif ond die organieohen Reste der Wörzburger Trias wüidea 
nur eine geringe Beadhtuog beampraoheR ittrfen, wen» sidi nteM daran 
einige rcrgleichende Benerkangen übev die Trias in den nächst angrSnieQ* 
Gegenden schlössen, darch welche die Stellung der WürEbocger Schiebten 
innerhalb der Formation näher besttmmt wird. Ich gehe daher jetzt su 
solchen VergloichuDgen über, die mhr nm so näher liegen, als ich mtell 
unmittelbar vorher jahrelang mit dem Studium der Trias in Baden und 
einigen Theilen von Wtirtemberg und der Schweiz beschäftigt liatle. 

Das unterste Glied der Formation bei Würzburg, der Bantsandstein 
ist don nur mit seinen obersten thonigen und glimmerigen Sandsteinlagen 
entwickelt, welche sich in Schwaben unä Thüringen nicht wesentlich unter- 
scheiden. Würden aber auch noch die tieferen Schichten der Formation 
am Spessart in eine solche Vergleichung hereingezogezogen, so würde der 
Thüringer Typus selten dadurch leicht zu erkennen sein, dass der Bunt- 
Sandstein über den obersten Gliedern der Zedistetn-Gruppe oder nnmitteU 
bar auf dem Gnmdgebirge nioht mit weissen arkoseartigen grobkömigen 
und rotfaen Kieselsandsteinen, sondern wie in Thüringen mit s^r mächti- 
gen rothen Schielerthon-Massen beginnt 

Die oberen rothen Schieferthone stimmen der Hauptsache nach mit der in 
Baden, Würtemberg und der Schweiz rorkottimenden Entwickelung über- 
ein, wenn auch dort in der Oberr^on dolomitische Sandsteine mit Pelre^ 
facten nicht häufig sind, so shid sie doch an mehreren Orten, z. B. Eon 
mendingen im Breisgau, nachgewiesen und werden sich vieHeicht bei 
genauerem Studium dieser seither so wenig beachteten Schichtenreihe auch 
an anderen finden. 

Die Thüringer Entwickelung des s. g. Roths ist aber noch viel mäch- 
tiger, als bei Würzburg und enthält eine graue Dolomit-Bank mit Rhizo- 
corallium und Myophoria fallax S€€b,j die seither wohl weiter nach Nord- 
osten in Schlesien^), aber nirgends im Süden bekannt geworden ist. 

Der Welien-Dolomit ist in Thüringen nirgends vorhanden^ wenigsten« 
nicht durch mit den schwäbischen petrographisch tibereinstimmende 
Schichten repräsentirt, wie bei Würzburg, sondern vielleicht dorch Cred^ 
fUr^B^) Trigonften-Bank. Bei Wttrzbnrg ist er höchstens 7 Mtr. mächtig, 
bei Karlsruhe 27 — 30 und wenigstens hi der Oberregion sehr reich an 



1) V. SeebMh Zeitechr. d, deatsch. geol. GMeUsch. Xm. 8. 554. 
>) Oedner ZeitKhr. d. deutsch, geol. Ge8eUg<^h. UI. S. 365. 



.8ANDB£RG££: Beebacktiingeii lii der 'WttRbwegra TriM^ 227 

¥er8leiiiennigea^ £alifi6t- und FisfehreBte Mnd aach in Bftdeoniohi selten 

Der WeJlenkalfc beginnt bei Würzbnrg (vgl. d. Profil S. 20Ö) ebenso, 
wie nach Credner (h. a. 0.) und Schmid fn Thüringen mit geradschiefrl- 
gen Mergeln, in denen jedodi bei Wöreburg bis jetzt weder Ooelestln noch 
Ceratites Buchli' Alb., welche dort charalcterisfiech sind, sich gefonden 
haben. In Mittel-Baden Regen flcfer den letzten Bänken des Wellen* 
Dolamfts'fiOfbirt gi^walMige Kadice, Welche erst in der obersten Region 
^eradsdiieMg ond mergelig wenJin. Bis jetzt bat dort Niemand den 
Tei^ncfa machen können, den Wellenkalk in ehnsehe Horizonte zn theilen 
und moch' in den letzten Jahren habie ich selbst [bei Karlsruhe nur eine 
regvlmissige, sehr dünne Muschelbank geAinden^), welche ich mit den 
I^ma-BäHken "des Wijrzbtirger ratteren WeHedcalks verglefchen darf. 

Von der Dentalien-Bank^ welche in Thüringen so weit verbreitet ist, 
nnd deren directe Fortsetzung in die Gegend von Würzburg über die 
Bkön dttroh' Bimeneamp'ä Slüeke anMer ZwelftI atebt^ kennt nfin in 
Mtttel-Baden und WQrtMnberg NiehtB, während: sie in Sobleeien und b4i 
Büdenld«f irorhjuNlett ist and in Norddeotscbland eine wette Verbreitung 
beiitit. ßeinUsi erwfthlit in seinen asht genanen . ProAlen (Baiirig siir 
SwMniM das ihiking« Huscbdkilkgebir«« S. 18) awisAhen ihr .und dec 
Teiebiatalbanhauoh einer Krinilenlage, wie.iaie oben voti WUrzbnrg be- 
•dmebea wurde* . - 

Ebensowenig als diese ist in Mittel-Baden und Würtemberg die im Norden 
weit rerbreftete Terebratel-Bank Vortianden, welche nach den schönen Profilen 
roir Sehmid^ bei Jena die eröte weither sichtbare,' vorspringende Bank im 
Wellenkalke bildet, atif die genau wie bei Würzburg, dann höher 
die noch stärker vorspringenden und auch durch eine fast gleich mächtige 
Zviachaolage getronnteo Schaumkalk-Blüike folgen. Die Terebratel-Bank 
ima^liesst eine tiberaus interessante Fauna, welche ich nach Entdeck uotg 
der ShynchpneUa decqjiata nnd Tarebratuia. angpsta in derselben bei 
Würzbuig nnd von Sternkorallen durch Emmrich^) bei Meiningen eher 
all jede andere dem Mikultschützer Kalk In Schlesien parallelisiren möchte« 
Hp Eck^ gibt in seinen neuesten, die früheren Miitheilungcn ver« 



. , ,}) \Ft ßandilfctfgcr iu Verhundlungeu d« iiatu^his>^ Yareios zu Kariiruhe h S. 22 IT.. 
* «)'a. a. 0. S. 2^ • . 

'•) Schmid und SchUiäm Geoguost. Verh. des Saalthals bei Jena Taf. II. 
' "^'Programm d«r' Re'alsch. in Bfclnlngon l86e. S. 26. 
I ^ ZSlUokn d. deuüdh. geql. Oeselllcbaft XV. 8. 400' «od 64». 



238 SANDBERGEK: Beobaohtungen tn der Wtebntger TriM. 

bessernden Notiz an, dass er Über derDentalien-Bank and in onmittelbarelr 
Nähe des Schaumkalks lagere. Die Terebratel-Bank ist eine speciisdi 
nordostdentsche Sebtcht^ denn bei Rttdersdorf, Brannschweig and Kassel, 
also im westlichen Theile von Norddeutsehland ^ fehlt sie. Bei Wtin- 
burg wird sie wohl schwerlich enden, sondern wabiscbeinlicher sieb 
im badischen, bis jetst nictit untersuchten Taubor-Thale aariLcilen, 
wie wohl, auch ^e Sohaumkalk-BUnke. Keine von beiden BXakoM 
wird aus dem d urcb v. ÄlberU vu A. so vollständig ontersuehten WQrtem^ 
berg, namentlich auch nicht ans dem Taubertbale bei Bfergeniheim citirt, 
wo jahrelang ein mir pers^lioh bekannter selur eifriger Sammler, der ver^ 
storbene Oberamtsrichter thtchs, den Muschelkalk von unten bis oben ans^ 
gebeutet hat Selbstverständlich müssen die in den Alpeo vorkommendeii 
Aequivalente des mikultscbUtser Kalkes nun auch in dem olUtleren Wdleo«- 
kalke eingereiht werden, was aach weder ihren petrographischen noeh 
ihren Lfagerungsverhältnissen widerspricht. 

Die G«gend von Wfirtburg beieichnet also das sfidlicbe Ende 4ar 
tbOrtnglschen, überaus reichen Entwiekelung des Wellenkalks ^ den t). AI- 
berti seiner Mächtigkeit und seiner reichen Fauna weg«n mk Recht dort 
„Hauptmosehelkalk^ Norddeutschlands nennt Wenn man aan himgU 
iwisehan einer sehwibischen und b ur gi in dt s c h *schw eia trie c heD Siitwlek«bnf 
einzelner Abtheilungen des Juras unterschieden liat, so darf man gtwise 
mit gleichem Rechte eine nord- und süddeatsche des Wellenkalks und, wie 
sich später ergeben wird, auch theilweise des Muschdkalks unterscheiden 
und dieWürzburger jedenfaUs der ersteren znsählen. Uel>er dem sowohl dem 
Gesteina, als der Fauna nach mit dem norddeutschen gana identischen 
$cliaumkalke liegen dann die im Norden wie hn Süden ganz identisch 
entwickelten aschgrauen Mergel mit Myophoria orbicularis. 

Die Anhydrit-Gruppe bietet keine AnMtspnnefte zu wiobtigeni Ver* 
gleichungen dar, da sie im Norden zwar im Gkinzen nur in sehr ge r i n ge r 
Mächtigkeit, aber doch stelleoweiBe mit Qypslagera ond selbst Steinsala*- 
Lagern (Ootha-Erfurt) entwickelt Ist, wie Im Süden. Nnr im Vorbeigehen 
möchte ich mir die Bemerkung erlauben, dass es mir nicht passend er* 
scheint, den Dolomit des Rauhthales bei Jena mit Homstein, Sauriern 
und Endolepis (die ich für eine Voltzia halte) der Anhydrit-Gruppe zuzu- 
weisen. Wenn diese überhaupt als eine Ablagerung angesehen werden 
muss, deren Gyps- und Steinsalz-Lager und petrefactenfireien Dolomite 
einem hohen Grade der Concentration der Salze des Heerwassers ihren 
Ursprung verdanken , welcher organisches Loben , wie allgemehi bekannt, 
nicht zulässt, so ist es gewiss nattfrllober, te petreAiMenfMirettden Dolo- 



SAMDBEROER: Beobachtnsgeii in der Wünlborger THai. 299 

mite Bdion In das stets voa Hornsteinlageti begleitete ontetste Niveau de^ 
Sehten Musehelkalks oder Kalksteins von Friedrichsball £u stellen. 

Charakteristisch für Thüringen und beiWiiraburg ebenfalls sehr deut- 
lich bemerkbar ist alsdann wieder die geringe Dicke der nur aus Enkri- 
niten bestehenden Bänke und das Ueberwiegen von Terebratelbänken in 
diesem Niveatf. Die obere krinitenfreie Bank mit Myophoria vulgaris habe 
ich hasonders ans dem Grunde eigens au^eiuhrt, weil sie möglicherweise 
kl Schwaben oder Thüringen später einen Anhaltspunct zu specielleren 
Vergleiebongen bieten kann. 

Die Cecatiten-Schicbtcn mit ihren zahllosen Zwischenlagen von Letiear 
schichten and der überaus charakteristischen Bank der Tetebratuia vulgaris var« 
cydoides ^), über welcher sogar noch die swei thüringischen harten dickeren 
Bänke (Glasplatten) liegen, haben sehr wenig Aeholichkeit mit der schwä* 
bischen Entwickelung , die schon im oberen Tauberthaie, wie ich selbst 
gesehen habe, wieder vollständig an ihre Stelle ti:itt. Doch ist zu bemer- 
ken, dass ein in Thüringen häufig vorkommendes und auch bei Büdera« 
dorf sehr deutlich entwickeltes Glied zwischen der Cycloides-Bank und den 
Glasplatten, der glaukonitisclie Kalk mit Saurier- und Fischzähnen bei 
Würsburg ganz fehlt. Eine glaukonitische Bank, aber mit wesentlich an- 
derer Fauna, liegt vielmehr hier erst unmittelbar über den Glasplatten 
oder wie ich sie nach deoß Leitfossil nenne, den Schichten mit Geratttes 
enodia« 

Ueber diesen Bänken des Geratites enodis findet nun bei Wtirzburg 
wieder eine sehr merkwürdige Erscheinung statt. Während bei der Stadt 
und westlich von derselben die unterste Bank der Lettenkofale Ihnen di« 
reet aufgelagert erscheint, findet man schon 2 Stunden Östlich bei Un* 
delbach oberhalb Eibelstadt den Trigonodos-Döbmit in grosser Mäehtigkdt 
eingeschoben, der von Rothenburg an der Tauber, also der würtembeigisehen 
Grunze her über das von der Ansbach-Würzburger Eisenbahn dwchkrenz^ 
Phtean bis auf das linke Malnufet - durchsetzt. Ich habe dieses Gestel» 
vom Westrande des- Schwarzwaldes bei Badenweiler Über den Dinkelfoerg 
bei Lörrach und das gegenüberliegende nordschweizerische Plateau längs 
dem Ostrande des Schwarzwaldes bis Rottweil verfolgt. Von dort ^ 
ist es in dem grössten Theil von Würtemberg gefunden worden 
und hat bei mir stets als ein äusserst charakteristiches Glied der süd- 
deutschen Trias gegolten, von welchem in Norddeutschland keine Spur 



i) OHnitt «. t. 0. S. 6 ff. gibt von dieser AbibeHung Hi Tbürinsen die genausten 
ProSle, welche ick den spitareu entschiedez vorzi^M» 



280 SANDBEBGER: BeobaclituBgeB In der VfmAmketItlu. 

ndchgewiei»enlBt. Die Gegend Von Wiriburg Ut vennuthHch4ep£ndptiBct dw 
Entwickelfifig desselben, doeh muss Ich mir iiulürHcb ein d^fiiikiTes Urthea 
darüber yorbebaiten, da ich die VerbrehaDg deiBäelben von fiibektadt aus 
nordwärts erst noch welter studiren muss. Ob dieser Dolomit scboli d^ 
Lettenkohlen-Gruppe oder noch der Muschelkalk-Gruppe amgerei^net wer* 
den muss, ist für mich noch offene Frage. Di<^ Fauna iitt Gancen würde 
eher für Lettenkohlon -Gruppe sprechen, wietp. AlberU gezeigt hat^ lA 
darf aber nicht unterlassen, hervorsuheben» dass iofa auch schofn mUat dcM 
Niveau des Ceratites enodis, welches man bei RotiMkibucg mit der gröasterf 
DeutlieMcelt von dem' Dolomit überlagert siebt,. -an avirei Stellen bei Karls- 
ruhe^) und schon früher 1S^7 bei Stein gegtoübei 8äeking«o (Cantbn 
Aargäu) eine ganee Bank voH von Myphoria Goldfussiiy begleitet von GervlUia» 
subcostata und 8ehr selten auch Trigonodus geCniden habe. Diese wich* 
tigen, mit Ausnahme des Trigonodus bis aur Keupevi^Gränse reichenden 
Musehein der Lettenkohle treten also an einzelnen Stellen auch schon 
tief» auf. ' 

Was endlich die Lettcnk^hlch-Gruppe selbst betrifft, so findet sich 
bei Würzburg sicher die vollstäodigste und petrefactenreichste Überhaupt 
beschriebene Entwicklung derselben. Während an änderen Orten entwe- 
der die Bänke über oder unter dem Hauptsandstein nur sehr ärmlich ver- 
treten erscheinen und selbst dieses ' leitende Niveau' zuweilen fehlt , wie 
man sich aus zahlreichen von v.Alberti^Jj Cr. Leonhard^), Brtuikmattn^% 
Credner^) und Eek^} au«i Sqbw«abeny Thüringfoi , und Qclileslep mitgotheil- 
ten ,Pr<^en übenieu(gei> kann, bietet Würsburg, eine ebenaa vollständige 
als regelmässige Schichtenfolge, welche unterhaU» des Hav^tsaodsteins di^ 
v^on Sekawothy und Seebach^) geschilderte meerische Fauna def thüringi- 
schen Lettenkohlen-Gruppe einschliesslich der Bairdien und die leitende« 
Pflanaenforroeo dieses tieferen Niveaus an der Neuen Welt hei Basel 
eotb&lt nnd im Hauptiandsteine selbst woU die.reichhiJtigste, ttberb^upt 
an« demselbsn gewonnene Flora bieteti von welcher Vxol*ScUnk in «einet 
Arbeit j^Mbec die allgemeinen YierhäitnisBe dec Flora des JKa^^eoi «ind 



1) Yerbaiidip d. natarh. V^ ,sa. Kar^rahe. L S. 27« 

5) Monographie d. Triai S. 112 ff. Halurg. Geol. S. 422 ff. 
*) Beiträge zur geol. Kenotn. Ba^en \, S. 80 ff. 

^ Die neaäten artesischen Brnnnen' tu Hellhrotm S. li ff. 

6) Deutsch, geol. Gesellsoh. m. S. 366 f. 
•) Deotseh. geol. GesellMh. XY. 8. 40i tU 

7) DentMh. gM>l. QeseUMb. DL & 84 ff , 

8) Deutsch. geoL OeseUschaft XUL S* 686. 



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SANDBERQER: Beobachtungen in der Würzburger Trias. 231 

Bonebeds^ ein so anziehendes Vegetations - Bild entworfen hat. Der 
Gränz-Dolomit ist in Schwaben und Thüringen ganz übereinstimmend ent- 
wickelt, er bietet also keinen Gegenstand für eine weitere Besprechung. 

Aus der vorliegenden Darstellung ergibt sich, dass die Untersuchung 
der Würzburger Trias nicht bloss ein locales Interesse in Anspruch zu 
nehmen berechtigt ist, dass vielmehr die Fortsetzung der Arbeiten auch 
für die Lösung von Fragen über allgemeine Verhältnisse der Trias und 
der in ihr begrabenen organischen Reste von Wichtigkeit werden kann, 
wie sie jetzt schon über einige früher sehr anklare Puncto Licht ver- 
breitet hat 



Kurzer Bericht 

über 

einige im Herbst 1864 an der Westküste von Schottland 
angesteDte vei^leiehend-anatomisehe Untersnehnngen. 

Ell Sckreibei ai Hern Prell AUea Thensoa ia Glasgow. 

Von 

A. KÖLLIKER 

Hiena TafU VI. 



Als ich, meiD lieber Freand, Kode Septembers nach einem 6wdcbeiit- 
lichen Aufenthalte Ihren gastfreien Landsitz Morland bei Skelmorlie am Firih 
of the Clydc verliess, hatte ich die beste Absicht, einen ausnihrlichen Bericht 
über die bei Ihnen angestellten Untersuchungen abzustatten, nun finde ich 
aber bei genauer Ueberlegung, dass meine durch andere Verpflichtungen 
in Anspruch genommene Zeit für eine solche Arbeit nicht ausreicht. Um 
nun aber doch einigermassen Wort zu halten, sende ich Ihnen hiermit 
wenigstens eine kurze Darstellung des von mir Untersuchten^ indem ich 
ausführlichere Schilderungen auf eine andere Gelegenheit verspare. 

Wie Sie wissen bezogen sich meine Untersuchungen wesentlich auf 
die Histologie der Hydrozoen, Ctenophoren und AnneUden und möchte 
Folgendes das am meisten Erwähnenswerthe sein. 
L Hydrozoen und Ctenophoren, 

Die in Skelmorlie und im Hafen von Millport auf der Insel Great 
Cambray, dessen Schätze, wie Sie wissen, durch die Güte des Herrn 
David Robertson aus Glasgow mir zugSngig wurden, gefundenen Thiere 
aus den genannten Abtheilungen sind folgende: 



KÖLLIKER: Kurzer Bericht Qber einige vcrglelch.-aiiatom. Untersuchung. 233 

1. Dyncttnena pumäa gemein auf Fucus. 

2. Camparmlaria gmicuUtta gemein. 

3. Campanularia spec. hSufig. 

4. Clava mtdäcoridSf ziemlich häafig anf Fucns. 
5: ItydracHma echinata, In Millport nicht selten. 

6. Ccryne pustUOj am Pier Ton Skelmorlie. 

7. Tubulctria spee,, in Millport häufig. 

8. Agtüma spec., in Skelmorlie ein einziges ganz junges Exemplar. 
9* Tktra octcna Ag. {Oceemia episcopaHis Forb.) sehr gemein in 

Skelmorlie mid Millport Findet sich in verschiedenen AlterszustSnden mit 
4, 8 mid 12 langen FangfSden. 

10. Pandea glöbtäosa Ag. {Oeeania globulosa Forb.) In Skelmorlie 
selten. Hierher ziehe ich mit einigem Zweifel eine Oeeania von 3 — 4^'^ 
Grösse mit 34 Fangföden, von denen jeder einen braunrothen Pigmentfleck 
tfXgt, und smit rotben Eiern in der Magenwand. Die Gestalt ist kugelig, 
doch niefat gaai so, wie sie Forbes abbildet. 

11. WüHa tUOata Forbes. Ziemlich bänfig m Skelmorlie. Diese 
zierlich Qualle scheint nach Forbes nur von Wenigen gesehen worden zu 
86», nnd bemerke ieh daher, dass Ich die Beschreibung von Forbes dBroh* 
a«t bestätigen kann, nur dass ich in den Ocelli der Fangßiden keine den 
aogeoauaen Gehörbläschen ähnliche Bildung auffinden konnte. Die Scheibe 
trägt im Epithel der convexen Seite nahe am llande in grösseren und 
kleineren Haufen Messelkapseln, von denen aus an bestimmten SteUen 
gegen den Rand Zellenstreifen herablaufen, Bildungen, die, wenn mich meine 
Erinnerung nicht trügt, auch von Ooese irgendwo erwähnt werden. Ein 
kleines Exemplar von iVs^^' Grösse hatte nur 6 ausgebildete Fangfäden 
mit 6 kurzen Warzen (rudimentären Fäden) zwischen denselben, und nur 
6 einiache Radiärkanäle. 

12. Eucope spec, sehr gemein. 

13. MeUeertum pusittum Esch. {Stomobrachium octocostcUum Forb.) 
In Skelmorlie seltener. Die Abbildung von Forbes ist ganz getreu und habe 
Ich nur hinzuzufügen, dass, wie schon Ehrenberg meldet, zwischen den langen 
FangfXden kleinere sitzen. Gehörbläschen fehlen. 

14. Euphysa aurata Forb. In Skelmorlie in 4 Exempl. gesehen. 
Die von mir im Firth of the Cljde gefundene Meduse ist unzweifelhaft die- 
selbe, die Forbes bei den Shetlandinseln fing, und kann ich Forbes^ Be- 
schreibung nach einigen Seiten ergänzen. Die rudimentären blass gelb- 
rothen Tentakeln sind nicht frei, wie sie F. zeichnet, sondern am Rande 
der Scheibe ^tgewachsen und bestehen wesentlich aus einer Anhäufung 
von Messelorganen. Der lange Fangfaden ist hohl, gelbroA an der Basis 

Wlntargw n>torwiMimch>nL ZeitMhriA. V. Bd. 16 



234 KÖLUKEK: Kurzer Bericht Ober einige vergleich.-an«tom. Uiii^r«|i9lifM. 

mit einem kleinen gelben Fleck, sonst roth und ^ai fil^ae^i^oeit dicht 
besetzt Die Geschlechtsorgane liegen in [der ganzen Lunge der Magen- 
wand , als eine zusammenhängende Lage . imd sind , ^euig9teu9 idl^ Eier, 
farblos. Der Dotter der Eier ist von grösseren und k^eljaeren Fetttfopfen 
gebildet. Magenepitbel gelblich bis braun. Am l^^^de eui, Kranz Ton 
Nesselorganen. Im Magen grosse gelbe Fetttropüen von ei^m /verdauten 
Krustcr herrührend, bei Forbea fölschlicli jüs Gescblechtazellen gebeutet. 
Radiärkanäle und Ringkanal zart, fljmmerudi letzterer mit Richten Erwei- 
terungen in der Gegend der Tentakeln, deren Epithel geldlich iH* Scheibe 
aussen out spärlichen Nesselkapseln besetzt« — Na<^h dic^e^;Jdittb^aBgen 
über die von Forbes gesehene Qualle wird vielleicht £• Bökel sich ver- 
anlasst sehen, seine Kupliysa.mediterranea ^) falleiii ^9^ la^^e^ 4a dieselbe 
nur in der Färbung, welche bei diesen Thieren bekanntlich sehr varürt, 
von der nordischen Form sich zu unterscheiden scheint 

15. Steenstmpia rubra Forb. [n SkelmorUe 1 Indtviduim. Die Be- 
schreibung von Forbes kann ich dahin ergänzen, dass die Gesdilechta- 
Organe (ich hatte ein Männcheh vor mir) in der Magenwand eingebettet 
sind, wie bei Euphyaa, so dass sie das unterste Httd obemte Ewit des 
Organes frei lassen. Das Magenepithel ist gelbrdthlieh und die d nkli- 
mentäBon, so wie der ausgebildete Fangfaden, stro4ien von Nesaelkapscfa. 

16. Lizsda Mandina Forb. In SkelmorUe hSufig. Diese Medfme wurde 
in zahlreiefaen Formen beoinichtet, die ein neues Lieht avf die Gattung 
Liana werfen« Ich fand Individuen: 

a) mit 8 einfachen FangHiden mit Ocellen, 4 Knospen am Magen, 4 
cin/VzcÄcn Tentakeln am Mundo. Grösse Y^ — Vi'"} 

b) mit S einfachen Tentakeln, 4 Eierstöcken am Magen, 4 einfachen 
Tentakeln am Munde. Grösse Vi"'» 

c) mit 4 doppelten und 4 einfachen Fangfaden, 4 Knospen am Magen, 
4 einfachen Tentakeln am Munde. Grösse Ya — Vi"^» 

d) mit 15 langen einfachen und Einem kurzen Tentakel, Sperma oder 
Eiern in der Magenwand, gabiig getheilten Mundtentakeln. Grösse 3'^^; 

e) wie vorhin mit 16 langen einfachen Tentakeln; 

f) mit 8 langen einfachen Tentakeln mit Ocellen und je 2 — 3 kürzeren 
einfachen Tentakeln zwischen denselben, an deren Basis Pigmentflecken 
fehlten oder kaum angedeutet waren. Im Ganzen 26 Fangfaden. Ge- 
schlechtsorgane entwickelt, Mnndtentakeln einfach. Grosse 3'"; 

g) mit 22 — 26 langen einfachen Tentakeln , ausgebildeten Geschlechts- 



1) Jeoai»che ADmUea Ueft S St 93a. 



kOlUKEB: Kurzer Bericht üK einige vorgleich.^natom. Untersuohiingen* 235 

orgfmeD^ uod zwei-, drei- bis vierfach geibeilten Tentakeln am Munde. 
Grösse 4—5'". 

Diesem zafolge hat die ausgebildete lA%^a blondina keine Tentakel- 
biUchdy vielmehr finden sich diese nur im nnentwickdten Zustande. Doch 
scheinen auch im Auftreten dieser Büschel Schwankungen vorzukommen, 
denn ich sah nie Büschel mit 3 Käden, wie sie Fcrhe$ abbildet, und 
beobachtete ein Hervorsprossen neuer Fäden sowohl am Scheibenrande als 
an der Basis der ursprünglioben 8 Ffid«n. Im Allgemeinen geht aus mei- 
nen Erfohmsgen heti^r, 1) dass, wie auch schon bekannt, die Einrei- 
hung von Medosen n^t «nentwickelten Geschleehtsorganen hi das Systam 
Ihr Mlssliebes .bat und 2) dass selbst Medusen mit Qesefakohtaorganen 
bedenkender Sehwanknngen &Mig sind, eine Thatsache, die flir di« Bchöpf- 
ungstbeorieen nicht ohne Belang ist^ 

Eine Entwicklang der El^r meiner Lizssia unmittelbar zn Medusen, 
wie sie Claparide bei einer Uxaia von Arran, die ich für L. blotuUna 
hatte, wahi;geDOinmen bat, (Zeitschr. f. w. ZooL Bd^ X» St. 401) habe 
ich nieht .gegeben, vielmehr waren alle Eier au(^ der grossem Thiere 
unentwickelt» Auf der uideni Seite stimmen Claparhde'B junge Medusen 
in Ei so sehr mit den Lizziaknoi^ien überein , dass loh die. Frage mir 
erlaoben mUehte, ob nicht ahgelöete Knospen für Eier gehalten w«»r- 
d^ sttid» 

17. Äequorea spec. fo Skelmorlie nur Ein Exemplar. 

16. Stomobrachium Brandt (von^or&e«) spec.? In Skelmorlie selten. Hierher 
ziehe ich mit Zweifeln eine Aequoride, die nur in jüngeren Exemplaren 
gesehen wurde und sich daher nicht genau bestimmen Hess. Scheibe halb- 
kogelig, 6 — 8^^' gross, sehr zart. Scheibenrand gerade, mit 96 — 100 langen 
meist stark spiralig gerollten, am Ursprünge hohlen und flimmernden Ten- 
takehi, von denen etwa die Hälfte einen klejneo schwarzen Fleck an der 
Basis trägt Zwischen den aasgebildeten zahlreiche unvollkommene Ten- 
takel Gehörbläschen fehlen. Velam massig entwickelt Magen rundlich 
eckig eher klein, Mund weit ohne Tentakeln oder Lippen* Gbymiis-Eanäle 
S — 15, von denen jedoch bei heinem Individuum mehr als 7, bei den Mau- 
sten nur 6 den fiir^^lcanal erreichen. Die unvollkommen ausgebildeten 
Kanäle sind verschieden lang und messen Ys — Vi ^^ Radius der Scheibe. 
An dUn Ki/mälen ungefähr in der Mitte lange schmälere OesMechtsor- 
gerne, die jedoch nur bei denen, die den Ringkanal erreichen, so aui^ebiir 
det sind, dass man sie mit unbewaffnetem Auge sieht Beobachtet wur- 
den nur Weibchen, deren Eier an den ausgebildeten Radiarkanälea z. Th. 
inversctiied^ggy»!! Stadien der Furehung vorkamen. Aiiiser an den Tan- 
te* 



236 RÖLLIKEB: Kurzer Bericht fib. einige verglei^-uiatoiD. Untersocihangen. 

takeln findet sidi noch eine gelblidie Färbung am Rande vom Epithel 
des Randkanales and der Toitakelbasen herrfibreod. 

19. Aurdia aurita, hlnfig. 

20. Bhisoitoma Ckwierij seltener. 

21. Oyanea eap&UOa, bioflg. 

22. PUarobrcuhia päeuBj sehr lilofig. 

23. T€fyia cuewnisj bäofig. 

24. Botina norvegica, in Skelmorlie sdten. 

Meine hitUjlogiidien Untersudiangen dieser Thiere besogen sich rot- 
seglieh aaf ifie BindemStUxnx und ist das Resultat in Kfirse folgendes: 

£s fimteo sieb bei den Hjdrozoes und Ctenopboren m^irere Formen 
der BiHäe9ub9tafniZj die sieh in folgende Abtheilungen bringen lassen: 

a) ^ZeUige einfache Bindesubstanz. 

Die Tentakel aller oben genannten HydreidpolTpen und alle soliden 
Tentakel von Medusen enthalten eine aus schönen Zellenrefhen gebildete 
Axe, wekbe ich als einfache Bindesubstans betrachte. Die Zellen stehen 
in Einer, 2wei oder mehr Reihen, haben deutliche Membranen, ein den 
Kern cinscbliessendes Protoplasma^ von welchem meist sternförmig FMden 
nach verschiedenen Gegenden der Zellenwand ausstrahlen, und neben den- 
selben noch eine helle Fldssigkeit als Inhalt Oontractititit foesitsen' diese 
Zellen wohl kaum, da Tentakel, in denen dieselben sehr schön entwiokelt 
sind (Aeginido Gegbr. und Tracbynemido Gegbr.) sUrr gefunden werden, 
und in solchen, die ContractilitSt besitzen, ohne Ausnahme eine Längs- 
muskellage zuHschen dem äusseren Epithel und der Axe sich nachweisen 
iHsst Demzufolge betrachte ich diese Zellenaxen als dasOsche Bildungen, 
die, wo Muskeln da sind, durch ihre Ausdehnung nach vorheriger Com- 
pression die Verlängerung der Tentakel bewirken. 

Die genannten Zellenaxen sind dne Fortsetzung des innern Epithels 
des Jjeibes, d. h. des Epithels, das (Hydroldpolypen) die verdauende €a- 
vität oder (Medusen) den Randkanal auskleidet, und entstehen als solide 
Wucherungen dessdhen. In vielen FSlIen besteht auch das innere Epithel 
hohler Tentakeln oder des Stammes von Hydroidpolypen aus ganz ähn- 
lichen, grossen^ einem Pflanzenzellengewebe ähnlichen Zellen und dient 
wohl ebenfalls z. Th. als eine elastische Sttitzsnbstanz der betreffenden Theile, 
was nicht befremden kann, wenn man bedenkt, dass q3 sich hier um 
Geschöpfe handelt, bei denen die histologischen Differenzirungen auf der 
niedersten Stufe stehen. 

b) Homogene gallertige Bindesubstanz ohne Zdlen, 

Diese Bindesubstanz zeigt sich ohne Ausnahme in der Scheibe aller 
einfachen Quallen (und auch In der Gallerte der Schwhumstäeke und 



KÖLIJKEB: Knner Bericht ftb. einige vergteich.-aaatom. Untenachnngen. 237 

DeckblSttar der Siphonophoren), doch finden sich hier zwei Varietäten. 
Bei den einen Quallen iat die Gallerte ganz stiucttirlos , bei den andern 
dagegen wird die Scheibe in der Richtung der Dicke von Feuern dorch- 
setst, die durch Chrorosäure besonders deutlich hervortreten und dann 
ela^iscben Fasern gleichen. Solche Fasern fand ich einfach bei Etusope 
und Tiiara octona Ag., am Ende verästdi aber ohne Anastomosen bei 
Aequorea. Die leiste Qualle hat auch eine hübsche isoürbare Basement 
membra9U unter dem Epithel der convexen Scheibenfläche, an welcher die 
geiianqten Fasern enden, eine Haut, die ich sonst bei keiner Meduse ge- 
sehen. — In Betre£f der Deutung und Stellung der genanntMi homogenen 
BindcsDbstana ist von Wichtigkeit ihre Entwieklttng and da kaan es dann 
keinem Zweifel anterliegea» dass der von Olcm» liir di» homogene Binde* 
aubsiana der Schwimmstücke der Siphonophoren gegebene Nachweis, das« 
dieselbe als Anssoheiduug zwischen der äusseren und innei«ü Epüheliage 
derselben aich bildet, auch fUr die Galleitscheibe der einfincben Medusen 
giit. Qb bei diesen Tbieren beide den Leib ursprünglich allein zusam* 
mansetzeiide Epitbelacbichten an der Ausscheidung der Gallerte betheiligt 
sind, oder nur Eine derselben, ist vorläufig wohl nicht zu entscheiden, 
inmerhio ipt soviel gewiss, dass auf jeden Fall das äussere Epithel eine 
Hauptrolle dabei spielt, denn die Gallertscheibe folgt in ihrer Form genau 
dem äussern Epithel und seigt femer das Vorkommen einer Basemeni 
membrane unter dem äusseren Epithel bei Aequorea und der Bau und 
die Entwicklung der Nesaelknöpfe von Phnsaphoray dass dlese<} Epithel 
entschieden im Stande ist, structurlose Ablagerungen zu liefern. 

Dem Bemerkten zufolge steht auch diese Form der Bindesubstanz 
der Hy^rozoen in der innigsten Beziebnng zu den Epitheliallagen dersel* 
ben und ist, wenn auch dem Volumen nach viel mehr ausgebildet als die 
zellige einfache Bindesubstanz, doch mit Besug auf ihre Bedeutung eigen t* 
lieh untergeordneter und weniger selbständig und eigentlich nichts ande- 
res als eine mächtig entwickelte Basement membrane. 

c) Einfache gallertige Bindembstanz mit Zeilen. 

Die höheren Medusen zeigen in ihrer Gallertsubstanz eine höhere 
Organisation als die Siphonophoren und einfachen Medusen, doch gibt es 
auch hier Ausnahmen, indem Cyanea capiüata, wie schon Virehaio seiner 
Zeit richtig angf^eben, keine Spur von 2^eUen m ihrer Gallerte zeigte 
was nach Agassiz^) auch für PolyeUmia frondosa zu gelten scheint. Bei 
Aurdia und Bkizottoma dagegen finden sich in der Gallerte nicht nur 



1) NfttnrAl bUtor. of tb« imited StU. YoL IT. pi«. 14yB. PI. XUU Flg. 8. 



2S8 KÖLLIKER: Kurzer Bericht Ab. einige yergleich.-anatom. Utttergnchongen. 

Fasern, die auch bei Cyanea xmd PotydorUa sich finden, sondern aueb 
zahlreiche wirkliche Zellen. Die Fasern, die durch M. Schtdti^s Unter- 
sucbangen hinreichend bekannt sind, sind thefls einfach, theils Sstig und 
anastomosircnd, und was die Zellen anlangt, so sieht man dieselben rnnd, 
sackig oder in verschiedenen Graden sternförmig. Dagegen ist es mir, wie Vt/*- 
chow, nicht gelungen, die von Af. 8ch. beschriebenen Anastomosen derselben 
SU sehen, obscfaon ich hSufig genug Stöcke von lebenden Quellen untcfr- 
sQchte. Es scheinen somit in dieser Beziehung wechselnde ZnstSnde vor- 
zukommen, und die fragliehen Zellen bald untereinander zusammenzuhSngen 
mid bald niofat. 

Uebrigens habe kh Netse sUmßrmiger ZeUen bei Aurdia, SMso^- 
tama und auch bei Cyanea an Einem Orte bestimmt beobachtet, doch 
seheint M. SehiätKe bei seiner Schilderung diese Zellem nicht im Auge 
gehabt zu haben, indem er sonst gewiss ihre Lage genau Mgegeben bitte. 
Es sind dvess Zellen, dte in einfacher Lage in der gleiehen Ebene mit den 
Radiärkanttien (Chy m ueg efl tesen) liegen und somit nur durdi eine dünne Lage 
von Oaliertsnbstanz von der coneaven Seite der Scheibe getrennt sind. 
Das Netz dieser Zell^ macht oft täuschend den Eindruck ehtfes CapIMar- 
netzes vonGefSssen^ doch habe ich vergeblich nach Verbindungen dersel- 
ben mit den Radiärkanälen gesucbt, deren Ltteken dasselbe überall erffiilt, 
und ist mir schliesslich der Eindruck geblieben, dass dieselben anatomisch 
doefa als Bindesubstanzzellen der Gallerte anzusehen seien, wenn Ihnen 
auch physiologisch die Bedeutung zukommen mag, die Säfte, die die Ra- 
diärkanäle führen, weiter verbreiten zu h^lf^n. 

Bei den Ctenophoren ist die Gallerte des Leibes wohl In manchem 
derjenigen der höheren Schirmquallen Hbnlicb, Immethin erbSlt dieselbe durch 
das zahlreiche Vorkommen von Mtakelfaeem ein anderes "Gepräge nüd eine 
höhere Stellung. Die verschiedenen In dieser Gallerte vorkommenden 
Elemente sind folgende: 

1) Sternförmige Zellen. Finden sieh bei PUurobrachia und BaUna zahl- 
reich, jedoch ohne Anastomosen der Ausläufer. Bei Idyia sind dieselben 
spärlicher, haben aber zahlreiche und z. Th. sehr lange Ausläufer hie und 
da mit Varicoritäten , durch welche sie auch in einzelnen Fällen unterei- 
nander zusammenhängen. 

2) Spindelförmige Zellen mit kleinem Zellenkörper und sehr langen 
^f^nen, auch wohl varicödcn Ausläufern, durch welche hie und da zwei 

Zellen sich vereinen. 

3) Feinere und stärkere geschtängelte Fasern ohne Kerne, die bei 
Idyia durch Anastomosen zusammenhängen und den kernlosen Fasern der 
Scheibenquallen zu entfl|k*ecfaen scbeinen» 



KÖLLIKER: Knner Bericht fib. eloige vergleich.-ftnatora. Untersnchnngen. 2B9 

4) Kernhaltige Mwkdfcmem oft mit imlireren Kernen in Einer Faser 
und hSvig mit einem lehmigem Protoplaemastreifen in der Axe. Verlau- 
fen in der obcrflScIiliehen Körperlage longitudinal und transversal, um die 
TevdJknende HSble lierutn transversal, efneelne audi radial von aussen 
nach innen. 

In Betreff der Entwicklung dieser Bindesnbstanz mit Zellen der 
h^erefn Medusen ui^d Ccenophoren fehlen annoch alle Untersuchungen. Ent- 
weder wird eine besondere Zellenlage des Embryo zur Bildung derselben 
und somit der Gallertsnbstanz des Leibes verwendet oder es lösen sich, 
während die Gallertc Jn ähnlicher Weise, wie bei den einfacheren Medusen 
Voih Ej^fthel aus' sich ausscheide Zellen der innem oder Sussem Epttheli- 
aHage ab Und kommen in die Gallertc zu liegen, hi der sie dann .Selb- 
ständig sich weiter Vermehren könnten. Bei der letzteren Anpassung würde 
ffie Kluft 'siwlscSien den einfacheren und höheren Coelcnteraten geringer 
ei^cheinen und empfiehlt sich dieselbe daher vorläufig als die wahrschein- 
lichere um so mehr, wenn man bedenkt, dass die zellrge Bindesubstanz der 
Hydrofdpdlypen und einfachen Quallen ein Abkömmling der inneru Epi- 
theliallage ist. 

Mit Bezug auf den Bau der Ctcnophoren empfehle ich späteren Beo- 
bachtern noch folgende Wahrnehmungen zur weiteren Verfolgung. 

1) Bei BoUna fand ich an den Chymuskanälen von Stelle zu Stelle 
Stigmata von ßmmemden ZeUen begrenzt^ deren Haare nach aussen und 
qacb innen gerichtet waren. Da diese Beobachtung an ganzen lebenden 
Thieren gemacht wurde, so war es schwer sie zu einem bestimmten Ende 
zu fuhren, um so mehr da nur einige wenige Individuen dieser Gattung 
mir zu Gesicht kamen und so muss ich es leider unentschieden lassen, 
wohin diese Stigmata führen. Ich vermuthe, dass sie mit den Schläuchen 
zusammenhängen, in welchen die Zeugungsstoffe sich bilden und vielleicht 
zur Ableitung derselben dienen. Leider fiel diese Beobachtung in die 
letzte Zeit meines Aufenthaltes am Meere und konnte ich nicht mehr nach- 
sehen, ob die fraglichen Stigmata auch der Gattung P^ro6rac/Ma zukommen, 
dagegen habe ich sie bei einer kleinen Jdyia bestimmt gesehen. 

2) Bei Bolina machte ich femer die bestimmte Beobachtung, dass 
Üt sogenaMMen Gmngtimi und Nervenstränge onter den Rellien der Wimper- 
plittabett ee^f^traetÜ sind. Beide Theile machten bei lebenden, ganzen, 
im Absterl)en begrHfenen Thieren seht deutliche zudcende Bewegungen 
(wihreiid die WimperpUKttelKn mfaig waren), welche viele Male hlnterei- 
«flnder sieh wiederholte». Die sogenannten GiKnglien beslaaden wie aus 
eckigen, reibenweise angeordneten Körperchen, die sogenannten Nerven 



240 KÖLLIKEB: Kurzer Bericht üb. einige ver^icll,--aDatonuUDtor81lellllI^fD. 

aas mefar läDglicbeD kleinen G«bUdan^ der^ Bedeotaug n^ nicht klar 
wurde. Demzufolge gehören diese Theile kauia dem Nerven^steMe an* 
//• AnneUdm* 
Bei meinen mehrmaligen Besuchen in Milipori bei Herrn D. E^ber^ 
8on zeigte sich, dass das Meer zwischen den Inseln Cumbray sehr reick 
an Anneliden ist, doch bin ich noch nicht dazu gelangi, alle gefundenen 
Formen zu bestimmen und mache ich daher hier nur einen Theil und vor 
allem die selteneren unter denselben namhaft. K» sind folgende; 

1) Glycera alba E.j häufig. 

2) Myrianida fasciaia M. E. 

Das einzige gefundene Exemplar stimmt mit der Beschreibung von 
Milne-Edwards, nur waren die Rtickenstreifen roth und nicht schwefelgelb. 
Am hinteren Ende fanden sich zwei junge Thiere, die Eier enthielten, 
doch fand ich auch in den hinteren Gliedern des MuUertbieres in den 
Stummeln der Rückencirrhen Eier. 

3) Psammathe fusca Johnst. Sehr gemein. 

Die Gattung HaUmede Rathke stimmt genau mit meinem Warme, 
nur hat dieser am obern Cirrhus ein zartes Bündel Haarborsten. Die ver- 
wandte Gattung CastaUa Oerst. hat diese Haarborsten, dagegen zwei 
Zähnchen im Schlünde, die meinem Thiere bestimmt fehlen. 

4) Chaetopterus n. sp. Selten. Diese von Herrn Robertson entdeckte 
Annelide wird von Herrn Baird in London beschrieben werden, daher 
ich mich weiterer Bemerkungen enthalte. 

5. Aonis foUosa Aud.-Edw. Nur 1 Exemplar im Sande vor dem 
Hause des Herrn Robertson, 

6. Sphaerodorum peripatus Gr. Nicht selten. 

Die von mir in Schottland gefundenen Sphaerodoren stimmen ganz 
mit denen Claparhl^B von St. Vaast und den Hebriden und füge ich 
seiner Beschreibung (Beob. u. wirfoell. Th. 1863 St. 50) nur folgendes bei: 

a) Der sogenannte kugelige BUdcendrrhus (Fig. 1.) ist ein hohler An- 
hang der Haut, welcher eine gewisse Zahl scM<nichförfmger Drüsen 
enthält, von denen jede für sich in der Nähe des papillenartigen 
Anhanges der Kapsel mit einer feinen Mündung ausgeht. Die ein- 
zelnen Drüsen sind am Ende spiralig eingerollt und beeteben schein- 
bar ganz und gar aus randlich eckigen dunklen zeUesftholkahen CMiildeB. 

b) Von Botiten fand ich nur zusammengesetite Hackenbersien, wie 
Claparhdey die jedoch das kleine Glied leiokt verlieien« 

c) Die eiförmigen Anhänge des QangUewtruifes (Olapttrhde) sind 
die GaagUen selbst und fand ich dieselben kücser uad breite als 
Claparide sie schildert. 



KÖU*IK£B: KorzM fierich* Ob. einige verg^ck-eiietom. Untenuelrangea. 241 

d) Die Ueineii PapUlen der Haut siad niefai von Draa^ dordibobrt, 
fliOiidem enthalten Nenreaenden. 

e) In den Fusestammeln fand ich nicht 9^ sondern S drfiäige Säekchen, 
deren Inhalt genaa so war^ wie Olapatilde ihn beschreibt 

f) Bei einem grösseren Thiere trar ich die Bancbh^le voll Eier und 
neben ihnen mit Fttden besetzte körnige Kugeln (Samenfäden in der 
Entwicklung?). Bei andern sah ich die von Cl beschriebenen zelli- 
gen grossen platten Haufen , und ausserdem noch kleine el^tische 
Zellen mit gelben ESrnchen. 

7.- Ophelia ätdogtuter Gr. (AmriwUrypcme mdogasUr ^thkt). Ziemlich 
selten. 

8. Travisia oestriüides Gr. Ammotrypane oestrioidis Rathke, 2Vat?wta 
Forbesti Johnst). Ziemlich selten. ' 

9. SiphonoiUm^um c^plochaitoi» In den Nestern der Lima scabra 
gemein, 

10. Siphönot^mmm pimnosttm Gff.(Trophonia Goodairii Jofaait). Zien- 
lieh httafig. 

Die zwei schlauchförmigen Drüsen, die am Kopfe der beiden Arten von 
Sipfionosiomum ausmtfnden (Speicheldrüsen einiger Autoren) enthlten einen 
besonderen Inhalt, der den Gedanken an harnbereitende Organe rege 
macht. Es shid grössere nnd kleinere Zellen mit SecretblSschen gefüllt, 
von denen jedes eine einzige runde weisse Concretion enthXlt. a löst 
diese Concretionen langsam auf, doch Ist es mhr bisher nicht gelungen, die 
charakteristischen Hamsäurekrystalle zu erhalten, woran vielleicht die SpSr- 
lichkeit des Materiales Schuld war. Die fraglichen Zellen sind die JBpithel- 
zellen' der Drüsenschläuche und tragen bei Biphonostomum plnmosum unge- 
mein lange Cilien je 1 — 3 an der Zahl. 

11. Ammochares Ottmiut Grube. Hieher ziehe ich eine in Millport 
nicht seltene Annelide, die der von Orube besdiriebeneu so nah^ steht, 
dass sie kaum eine besondere Art begründet. Hervorzuheben ist folgendes : 

a) die Aeste der Kopflappen enden alle in Einer Höhe abgerundet. 

b) am ersienuad aweiten Qliede fand leb bei «ein^ Thiere Bündel 
von Haarboffstan und keine k^oLaiiflßmifgen Lipfehep, wie sie Ortibe 
beschreibt, im deren Stella er jedi^ aach Plnsei von Haacborsten 
fand. Femer steht vor dem ersten Wobta von Hackenbocsten noch 

, ain Uainar Pinsel, van Baa^horaftaiay so. dasa. wohl 3 Qliader ohne 
Hackenborsten anaimahman iind. 



242 KÖLLKER: Kuner BerMrt ftk einige vergfelck.-ftneton/UBtersuelntiigita. 

o) Df6 HaekÄMraleH, v6n dev€l68U)^ dieiChtib« flBidhiiet(Wiegm.' Areb. 
1846 Tat V.), stehen auf queren WHIeten in regebnXssig^n Längs- 
leiben nit, 18—19 Hacken in einer Reihen 

d) Die Haarkiorsten der hinteren Glieder sind länger als der Leib breit 
ist, doch feUea dieselben an den leteten Ringen, an denen noch 3 
Paar verktimnierter Wübte von Hackeüborsten ^ch finden, ron denen 
der letzte nur noch 1—2 Hacken enthält. 

e) Das Blut ist roth ohne Zellen, der Darm gerade. Die Büschel am 
Kopfe sind gelbroth und flimmern ium Thel). "In jedem GIfede finden 
sh^h zmi lange schlauchförmige Drüsen^ die in der Nähe der Hacken- 
borsten ansmOnden, mit einer hellen Gallerte gefüllt sind und ohne 

.Zweifei das Gehäuse au^cheidea, in welchem diese AnneVde lebt 
12. Phoranis Mppocrepia Wright? 

In MMj^ort 'brachte das Schleppnete ans geringer Hefe häufig eine 
Phoronis herauf, die abgesehen davon, dass sie wie Ammochares in einer mit 
Sttidpartikeleken gäna bedackten hantigen Röhfe kiht, niit d«r Ph. k^^po- 
crepia von Wright übereinzustimmen scheint, und auch Ton der Orepma 
gradUe Yon Vafi Beneden kaum abweicht, so weit sich dies nach den 
kunsen , vorliegenden Schilderungen ermitteln lässt. Ueber den Bau dieser 
merkwürdigen Gattung habe ich leider nur wenig angemerkt. 

a) Die Kimmen und der gansa Leib sind mit Wimperhaaren bedeekt. 

b) Die r<»(A^ BbättdlGa Bah ich wie die früheren Beobachter innerhalb 
der Blutgefässe. Di^e)ben messen 0,004--*0,005 mm» emd kug«l^ 
rond oder, mif ,Excav|^onf|i;i und mtenyiv ro(b« Waaaec vnd Kailg- 

.^ure bringen, eine Halle und einen, Jj^leinea runden dnnUen . Keca 
sehr d^icl^.snm Y,orscheiai^^ Bei dieser Gelesenheit erwähne ieh, 
dass ich, wie schon früher £, WagtUTj rothe elliptisehe BlntieUen 
auch bei einer nicht l>esiimmten Art von Ter^eUa gesehen habe, 
so dass man, wenn man die Beobachtungen von Fr. MMÜer an GUffemde 
und von QiuUirefa^ an swei Species von Glyeara dacn nimmt, mm 
ScUusae koomit, dasa der alte Sats, dass das rothe Blot der Anne-* 
liden seine Farbe nie Zellen verdanke, nicht länger haltbar ist 

c) Es finden sich auch farblose 2iellen mit amöbenähnlichen Bewegungen 
und eiiiigen gelhliehen Körneiien hn Blnte, aber aehr spSriidi. 

d) Die Qtfäs$t sehe ich wie Wright und kann ieh erj^en, dass hn 
hinteren Leibesende, Rücken- und Baochgefitoee durch \Me Anasto- 
mosen snsammenhängen. 

ie) Den Darm sah ich gerade Md koniMrf ieh von eftiem aaiEi^pfe ans- 
mündenden Mastdarme (Z>ystar) >Ai(ftta ^ttderti' " 



KÖLLIKER: Kurzer Bericht üb. einige Tergleich.-aD«toin. Utttersnchnngen. 243 

f) In der notern MHteilhife finclet 8i«h ein Längikanäl TOn Rosenkrans- 
ionn oder stark boebllg, der !m Kopfe blind endet, einen hellen 
InliaH hat and seiner Bedeutung nach gSndieh sweifdhafl 
blieb. 

g) In der Ldbesh5ble fand ich bei allen Individoen eine gewisse Menge 
runder Büschen von 0,004 — 0,005 mm. mit dunlilen fett^hnlichen 
K5mem. — 

13. 8o(Mregma Rathke spec. In Mfllport ein Exemplar. 
' Unter diesem Namen hat Bathke eine Annelide der norwegischen 
KGste mit vier Paar Kiemen am 4: bis 7. Ringe beschrieben, die atisser- 
dem noch durch andere Kigenthümlichkeiten ausgezeh^hnet war. Eiik Shn- 
lldies Thier schilderte dann später Sars unter dem Namen OUgohranchtis 
roseus] bei weldiem 4 Kiemenpaare am 2—5. Ringe sidi befanden 
{Fauna HttNotveg I p, 91 Tab. X Pig. 20—27). Grube betrachtet (die 
FartiiBeii det* Annciliden S. 71) befde Tliiere als identisch und hält den 
ilteren Kamen von Kaffücc SccMöregma inflatum fest. — 

Das Ton mir in MiHport gefundene Individuum dieser Gattung war 
leider riicht ganz ausgebildet, doch stimmte dasselbe in so rielen Puncten 
mit den Oligöbranchtis roseus von Sars öbcrein, dass ich kaum bezweifle, 
dass es das nämliche Thier war. Vor Allem war der Kopf genau so^ 
wie ihn Sars in Fig. 21 und 22 abbildet und fielen auch mir die Organe 
b (bei Sars) an der oberen Beite desselben auf, in denen ich ebenfalls 
keine Augen zu erkennen im Stailde war. Die Kiemen meines ThicreA 
Sassen am 2., 3., 4. und 5. Rinj^e und waren schöne Bäumchen mit: 
rothem Blut gefMIt, wie sie Sars schildert. Abweichend von 8ats^% Be- 
Mhreibnng war 1) die Farbe At» Thieres, die nicht roth,' solidem gelMIcb 
war, i) dass mein Thier kehie bemerkbare Anschwdln/ng im mittleren 
TfaeÜe des Leibes besass und 3) dass am hintern Leibef ende nur zwei und 
nidit Tier CIrrhen sieh beftihden. Es follen jedodi möglicherweise dieäe 
Dntersd^e auf Rechnung des Alters, denn mein Thier war nur -etwa 8'^' 
lang, das von Mrs «er 27''^ 

Ausser diesen AnneHden fknden sich nun noch, wie leicht begreiflich, 
ziihlvef6he andere wie besondere Pdfynoe in 3—4 Arten, Phtßodöce iti 
mehrere^ Arten, Nereiden, > Terebelien, OirrhatuJbuSy TomopterUf^ Sagitta und 
Hadere, 'über dfe fch vorläufig in BtetrefT des Zoologischen' noch ntoht be« 
rtefaten kann. •— ' Von meinen histologoischen Untersnchnngen hebe idi 
felgendcfB heraus. 

Ä. lieber die grosse Verbreit^mg"' toh stabfdrinigen ' 'Körpern bä 
Anndiden, — 



^44 KÖLIJKEB: Khtux Bericht Ab. einige ydrg)eioh.-aaatoiD. Uiit6i9iMAiui|eii« 

Seit^itf. Müller im Jahr^ 1852 sUbförmice Körper . aus der Ha«t Fon 
&wei AnnelidlarveD und roo Chaeft^^terus beachrieben bat (De veraiibua 
quibusdam maritimi« pg. 29 Tab. II Figf . 30, 81), sind solche QeUUe ron 
Zeit zu Zeit auch von andern Beobachtern gesehen worden, habim jedoch 
eine verschiedene Deutung erfahren, indem sie auch für Inhalt von Drüsen 
und für Samenladen genommen wurden. Wright fand an den Tentakeln 
von Spio seticomis spitz auslaufende kleine Papillen, denen ein Sack im 
Innern entsprach, der viele kleine nadelförmige Körperchen eoibielt (Bdmb. 
new. phiL Joum. VI [1857] pg. 90). Fr.Müüer Uaf in den Rudern von 
Cherusca Fr. M. im oberen Theile gewisser Ruder ein Säckchen mit zal«* 
reidien, losen, in Masse goldglänzenden, sehr sarten kurzen Borstchen, die 
bei jedem Reize in Menge entleert wurden und mit dem aus dem vorde- 
ren Theile des Ruders austretenden Schleime das Thier umgaben (Wiegm« 
Arch. 1858 St. 217). Bei SecHibregma inflatum fand Domdtsm in den 
obern und untern blattförmigen Cirrhen, die vom 15« Fussstummel an vor* 
.kommen, viele lange kolbige Schläuche, welche am Rande der Anhänge 
nach Aussen münden und in ihrem Innern Fäden ontwickehi, die D. für 
Samenfäden hält, während in den meisten Segmenten in besonderen j,Seg- 
mentalorganen'^ Eier sich entwickeln (Det Kong. norske Vidensk.-SelBk 
Skrifter 4. B. 2. H. 1859). Aehnliohe Schläuche, In denen aber keine 
Fädai gesehen wurden, traf Keferttein bei NereU agiUs (Zeitschr. f. w» 
Zool. Bd. XII 1862 St. 98). Claparhk verdanken wir die zahlreichsten 
Beobachtungen über die stabförmigen Körper der Anneliden. Derselbe 
traf bei Sphaerodarum im Fussstummel und nahe am Rficken cirrhus 
Kapseln mit gewundenen Schläncfaen gefüllt, die von kleinen Stäb- 
chen strotzten (Beob. ü. wirb. Thiere 1863 St* 52. AehnUche Stäbchen 
beschreibt er von SfhaerotyllU hyitrix (pg. 45) und sdieint soldie aoch 
hei andern Syllideengesebenzu haben (pg. 52), ancb zieht er wohl mit Becbt 
eiue ältere Beobachtung von Duiardmy der bei Esoogofu pumUa in den 
Klickenciirhen Samenfäden, die sieh nicht bewegtmi, gesehen haken wlU 
(Ann. d. sc. nat 1851 XX pg. 296) hierher. Femer meldet Oßparid^ 
dass alle Arten von PhyUodoce in den Cirrhen mit Stäbeben gefällte ZeUen ent- 
tialten, wie Carpenitr und er sie andt aus den Flossen einer To mo pt mii 
beschrieben (Linnean Transact Vol. XXIII P. I pg. 59^ und gtanbt eadUch 
auch Kf^pseln mit verwickelten Knäueln ,^ die er. bei mebrerm Ner^den 
fand, hierher ziehen zu dürfen. Endlich erwähnt auch noch EkUr$ die 
von Clapar^de beschriebenen Gebilde von PJtyüodoee und glaubt die Stäbchen* 
Zellen für Drüsenschläuche erklären zu müssen, die den Schleim erzeugen, 
der die Thiere oft maaseiOiaft einhüllt 



KÖLLIKER: Kurzer Beilelit ftb. einig» yerg1eleh.-anatotn. Untersachungen. 245 

&0 yie) von den bisfaertgen Fonehcragen. Ich selbst miiss nach mei- 
nen Erfahrnngen, die ich hier kurz namhaft mache, fast ganz an Clapar^de 
mich ttiM^essen. 

1. Bei Sphaerodonim peripatm &ndeu sich in jedem Fussstummel ein 
oberes mid swei untere SKckchen vbn gelblich-rother Farbe. Jedes ent- 
hftit lange gewundene Schläuche von 0,006—0,007'^' Breite ond 0,04— O.Oe''' 
Länge, die ganz mit starren feinen Nadeln von 0,02'" gefüllt waren. Oeff- 
nungen der Säcischen wurden nicht gesehen, doch waren Andeutungen 
eines Ausfiihrungsganges da. 

2. Bei Aonis föUosa bestehen die vorderen Kiemen, obschon im Gän- 
sen einfach, aus zwei im Bau verschiedenen Theilien; der nntere enttiäU 
alldn die Blutgellsse, während der obere mehr blattartige in der Rich- 
tung serner Breite streifig ist und im Innern eine Menge von runden und 
länglichen Zellen zeigt. Die erstem schliessen runde dunMe Körnchen 
ein und sind wahrscheinlich die Vorläufer der letzteren, in denen 0,002 — 
0,008''' lange, leicht halbmondförmig gekrümmte, duniclere, unbewegliche 
Stäbchen sich finden. 

3. Bei allen PhyUodocen (Fig. 2.) enthalten die blattförmigen Cirrhen 
bald in grösserer bald in gerlngererZahl runde oder bimförmige, oder ganz lang 
gestreckte Zellen, die mit spindelförmigen geraden oder leicht gekrtimmten 
Körperchen, die bis zu 0,015"' erreicheii, ganz gefällt sind. Wasser und a 
machen diese Stäbchen aufquellen und wandeln sie zu zarten runden 
Bläschen um. Kali causticum löst dieselben rasch auf. 

4. ScäUbregtna spec. enthält in den an den hintesen Leibesgliedern vorkom- 
menden Cirrhen ^indetförmige Zellea, die lom Theil wie AisAhruBga- 
gänge im Epithel zu besitzen scheinen, die mit starren spindclförnigen 
Körp^rchen von 0,01—0,012'" Länge %9m gefällt sind (Fig. 8). 

4. P^ammaihe fkma zeigt im oberen niid unteren Anhange der dretge- 
theilten Ruder eiaeOruppe von Scblioeben, in denen Ich emzMge DrüBtn 
mit lanfen sebaialen Ausliibrungsgängen zu erkennen , gktn^ , die an der 
Spitze der genaanten Anhänge aueoiindaniv Der Inhah dieser SAläveke 
war hMDOgea. 

6. Bei einer kleinen^ nicht genauer bestimmten Nereide fanden ' sich 
ibrilche SchKucbe fn 5 Ofüppen in jedem Fussstummel und zwar je 
eihie Gruppe in einem oberen und einem nnteren kegelförmigen Anhange 
des efgentHchen Ruders, zwei Oroppen an der Basis des RGckencirrhu^ 
mid eine fünfte Omppe in der Wurzel des Fussstummels mehr nach dem 
Rficken zu. — Auch hier schieneti tofr die Schläuche entschieden' Drüsen 
za sein ond fand ich keine Spur von stabfömdgen Körpern in ihnen. 



246 KÖLUKEB: Kiin«r Bcridrt Ab. MnlfB T9i|^ekliw-«iiatoM. UotenurlmeeB. 

7. Bei mehreno P^dynoen^ tedeasicb StaHdie Orgape wie eteellif^ 
Drüaea bei d» einen an der B«iis des Ueineo BaQchdrri^QSy bei 4en mo- 
dern an der oberen Seite der Basis des Rndeis selbst A^idi hier ; mt^ 
keine Spar von stabfonnigen Körperehen zu sehen. 

Dem Gesagten anfolge geltören webl nicht alle Apparate^ die man 
als Bildangssütteii stabförmiger Kdrperdien hat anfttellen wollen, hierher^ 
Tielmebr schdnt ein Theil deradben die Naior gewöbnHdier DrOaen m 
haben, in welcher Besiehang jedoch auch noch in seigen sein wird^ daaa 
die betreffenden Organe nie ond unter keinen UrastJinden einen gtfonnten 
Inhalt föhren. Die s^falormig^ Köiperdien sind, wo sie, sich finden, im- 
mer in Zellen enthalten, ond werden wohl dadurch frei| dass diese Zellen 
aeitenweise nach aussen sich öffnen« Somit klmnte man dlesq Gebilde 
wohl auch als einzellige Drüsen bezeichnen. In Betreff der staUSrmigen 
Körperchen selbst bemerke ich, dass es mir nie gelungen Ift, einen Faden 
in denselben zu entdecken, und wird daher für einmal nichts anderes mqg- 
lieb sein, als dieselben jenen anderen Körperehen der Nemertinen etc. 
von zweifelhafter Bedeutung anzureihen, die ebenfalls derFSden entbehren, 
und mit ihnen auch noch das gemein haben ^ dass sie ebenfalls in Zellen 
sich entwickeln. 

B, üeber UäoruUre Bwneaxppmr^tU der Mmd hä dem Aimdidm^ 

Die zuerst von Sehddler bei Acanthocercas rigidus und nach ihm von 
vielen andern Autoren bei den Grustaceen gefundenen Sinnesapparate der 
Haut scheinen aodi bei den Anneliden eine grosse Verbreitang zu be- 
sitien und liegen schon mehrere Mitteilungen iber solche Organe vor. 
=80 Cind OUq>€trhk bei Pöfynoe impar Johnston auf allen Cirrhen be- 
sondere kleine Anbftoge, die am Ende ein BSschel starrer Haare tragen 
nnd venanthet, dass dieselben. NervenendigiMigen seien. Aach auf den 
Eljtran Unf er ähnliehe „TastpapiUeo^, wie er sie neoni, nur dass hier 
die Haaae fehken (L a. c pg. 60). In gleieher WeiM besehreibi Keftr- 
9km diese Ofgam vom Pölynoe, and meldet msseriem noch von den 
Kopfföhlom von N^rm, dass sie mit starren Härchen besetat seie», dfe 
er al3 Endigung der Nerven ansieht, deren pndringen in die Fahler leicht 
|Hi sehen ist (Zeitschr. Lw. ^ooL B4 XII S. 99). EJdm sdiiidert eben- 
jfalls 4ie Oigaiie an den Glrrben von Pal^ßno^ an denen er jedodi keine 
Haarbüschel fand und liesclpreibt ansserdem noch die Nerven In den S^- 
.^CQ dieser Thiere, deren En^en in die klfoineii papiUenar^ge« ABhUntfe 
dersetfien eingehen, ^ßad^ob verdiene» aoeb.;£rwäbniing die tkmpeu Här- 
chen^ weicl^ verschiedene Beobachter an der HantohctflUehe too Anncdli- 



KÖLLIKER: Kxiner Beriebt |lbw «iRlgf) Tf!rg|6V})i.Huaiiianu Untempekung«ii. £47 

den wahigenoo^neo und ^uim Th^U betUaunt mU dan^Tustgerabl ki Ver- 
bindung gebracht haben (Müne-Edwarda in Ann. d. &Ci nat. 1845 PI .2 
fig4 16 yo;i TereheUa QUscbVioh fUr üesselorgane gehalten; Qitua^eftiges 
In Ann. d. sc. nat 1850 T. U PI. 5 Fig. 10 a; rfl7(fofc«m> In Hltt. 
natqr» du Ttdtifex des niisseayx Taf. I Fig. 7 — von Tnbifac und den 
Oligochaethen ; Clapqr^h a. c. pg. 41 , 42, 43 von iLXOgone^ Microsyilk, 
Syllis clavata; Ehlers 1, c. pg. 71 von Euphrosyne; J^ydig Ttile^nz^Ycrg], 
Anat. Taf. 11 F Fig. 6 von Chaetogaster diaphanuSj Taf. II Fig. G von 
l^ranchiobdeJla), 

,,, Die von mir gamaiehteii ^^i^bficb^Bgen bebieheo «ich auf foifcndb 
Annetiden: ; . . 

1) Bei allen Bpeefes von Pölynöe dringt, wie Ehleti richtig angibt, 
In dte Efytren ein starker NervenMararo, der imter ^alreichen Verästelangen 
dem Rande ond der freien Fläche der Schnppe zirdtrebt und hie^ in 2wei 
etwas verschiedenen Welsen endigt. Sind äU Schuppen^ wie bei vielen Ar- 
ien, mit freien langen und schmalen Papiilen beisetzt, so dringt in jede 
d«ffBelben ein Nervenende, durchtäufl die Tastpapille in ihrer ganzen Länge 
und koaanit am Ende derselben mit einem Biisdhel feiner starrer Här- 
cbcii frei zum Vorschein. (Fig. 4, i. u. 2.) Besitzen die Elytrcn keine freien 
Anhänge, so- enden die Nerven im Epithel der Elytren mit kleinen zellen- 
artigen Kolben oder flaschenförmigen Verdickungen von 0,0 1''* Länge, 
in denen ich jedoch keinen Kern wahrnehmen konnte. (Fig. 5.) Auch im 
ersteren Falle, wo die Nerven in. Tastpapillen enden , benltxen sie an der 
Basis der Papille eine oder selbst mehrfache hinterpinanderlißgqftde An- 
schwellungen. 

2. Alle Polynoen, die wie die Pol. ^T^ezr Johnst (s. CU^arMe I.e. 
Tab. XIII Fig. 1) oder die Pd. «pm/era Ehlers (I. c. Tab. III.). an den 
Tentakeln und Cirrhen mit kleinen Papillen besetzt sind, zeigen dieselben 
Verhältnisse wie die Elytren. Diese Anhänge sind Tastpapillen und habe 
Ich vom Nervenstamme der Cirrhen die Aeste zu diesen Papillen verfolgt, 
die an der Basis derselben ebenfalls eine zellenartige Anschwellung haben. 
(Pig. 6i^ Der Nerv läuft andi hier dnrch dte Tastpapille und entlet mit 
einem Büschel feiner Härchen an der Spitze derselben. 

3. Bei der Gattung Nerd9 flndii Ich die grossen dhd kleinen Fühler 
ebtBMgehavt, mi^Kefkrstein (1. e.) die» gMchfldert hat und' IM es 'tiament- 
Ikh aa dan grossen Fiblem nMl schwer, jede» Nerrenendftstchen ztf einem 
ganzen Böschel feiner starrer Härchen zu verfolgen. Aber auch itlle Cirrhen 
tnga« foVAe Häne^ny doch habe kth ^Menden ZvmnMieahang nitdem 
centralen Nervenstamme nicht gesehen. • /i • . 



248 KÖLLIKER ; Kurier B«rlo1it ftb. einige yer|^ich.-anatom. Uotersochungeiv. 

4. Bei Spttaerodartan peHp<itu8 ist die ganze Haut nüt kleinen rand- 
lichen und länglichen WXrzchen beeetEty die aas einer Chitlnbekleidang 
and einem Innern Nerrenende bestehen und ebenfalls den Namen Tast- 
wUrzchen Terdienen. An einzelnen SteOen meiner Exemplare hatte sich 
die Coticula von den tieferen Schichten getrennt und da kamen dann die 
NervenflidcbeA auf lange Strecken drei zam Vorschein. 

5. Die eigenthümlichen ISngstbekannten HautanhSnge von Svph(mo$- 
iomum (sog. Haare) sind meinen Untersuchangen zufolge keine Drüsen, 
sondern cölassäU Tastpcqnllen. (Fig. 7.) Es bestehen diese Anhänge 
1) aus einer Oaticala und 2) aus einer Fortsetzung der zelligen Epidermis, 
die jedoch nirgends ganz deutliche Zellengrenzen zeigt und in den Stielen 
der fraglichen Bildungen nur aus einem scheinbar gieichartigeo Strange 
mit weitabstehenden Kernen besteht. Im kolbenförmigen Ende dieser Fft- 
den nun habe ich in günstigen Fällen eine scharf gezeichnete feine 
centrale Faser gesehen und in den Papillen mit mehr länglichen, flaschen- 
förmigen Endanschwellungen war diese Centralfaser am Ende zu einem 
Knötchen verbreitet, von welchem ein Büschel feiner starrer Haare ans- 
gilben, die frei das Ende der Anschwellung krönten. Diese Fäden und 
Haarbüschel dürfen wohl ohne Bedenken als dem Nervensysteme angehörig 
gedeutet werden, doch will ich nicht verbergen, dass es mir bis jetzt 
nicht gelungen ist, einen Nerven in diese Hautanhänge eintreten zn 
sehen. — 

fiel SiphtmoHomum plutnosum finden sich viel kürzere und einfachere 
Hautanhänge, in denen ich ziemlich bestimmt einen Nerven wahrgenommen 
habe. 

6. Starre Härchen, jedoch ohne dass es bisher möglich war, die 
Verbindung mit Nerven nachzuweisen, sind von mir gesehen: 

a) an den Kiemen am Serpida, wo sie prachtvoll ausgebildet sind und 
nur an der convexen nicht flimmernden Seite der Stämme und Aeste 
sich finden (Fig. 8), 

b) an den blattförmigen Deckeln der Augen von Branehyommß DäUftttü 
mihi. 

c) an den Girrhen und Fühlern von MyrianidOj 

d) an den FiiUem von P^ammatke fmcc^ wo die HMire wie carte Cjr« 
Underchen sich ausnehmen und an «Ha Taatpapillen gewisaer Kruater 
ecinnem. 

e) aa den Kopllappen von SeäUbregma^ wo die Härchen In Bttscheln 
auf niedrigen Wärzchen stehok 



RÖXiLIKEB: KiucurjBttricht 0l>4 einige Teigleiclu-ao^tem. Uritefs^i^KDgep. $4Q 

f) Bei Serpida endlich finde ich oin merkwürdiges, noch nirgends er- 
wfthnley Oi^iry dasrWoJil>j|||^.;:j(f.j^ S^iOßesai^gAi^ Jj^rt (Fig. 9). 
Es ist dasselbe ein kleines, gestieltes, paariges, aus einem eigenthtim- 

* lidi fer^lUen und ge&aaslMi Blatte beotebandes «Oebild», dsts i&neB- 
htflb "ä^'KüpIktägeiiä mu' hM^ Seiten der di^ Kiemen tr^enden 
Blätter seine Lage'hkt.* Dfeses Organ trSgt nahe an seineta Ende 

, . 49 ^iner tiefen Grqbe (eip j^os^ßa^fifchel s^hr lajpg^r, fciinster^ starrer 
. ... Häc«iK9)M4ie deu^i^ :iVit(V 4i#i Qii|i«^^ d<^n aber 

nicht weiter zu verfolgen waren (Fig? Ä, «tr-^Si}* * 



Würzborg^ Ende November 1864., 



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WOnbufer nfttorwiMensehaftl. Zeitiohrlft. Y. Bd. 17 



S50 KÖLLIKER: KorMT Bericht Ab. «iDig« ▼•rgleieh.-tnttdm. UntoftadioiigoiL 



Brklftnmg det Abliildungen auf Tat VI. 

leif. i. Ein MfeBtutter kuftlifer RtttkBucirrkiM v«i ^haawMmm fer^paiu» SOOmal 

. T«rgröMert. ' InnerbAl^ elaer Ktpsal Jkiegtn gewu^M |>iQ«fiiteWu9lM , die M 

M «Qsmfinden« b waixeiif9rmlf»r Anhaog dtt lUpsel. 

Fig. 2. i. Blattf5rmiger Rttckancirrlius (Eljtre) eluBr'PhyUlodoct, Dar zur Häl/U «uig«- 

teichnet, SOOmal vergr. a a Ungliche und randliche Zenea, dia die ^tabfOrmi- 

' gen KSrperehen Enthalten, b* gcilbgHtaie KOrner im Innern der Bf;ftre, e branne 

kSmige Streifen zwisehev deotelbeB* . . 

2. a £ine Zdle mit den itabiCnnigen Kdrpercben ieolirt, b die ttaMSrmiftn 
Kdrper tnU Yergr. 360. 
Fig, 8. 1. Ein Rückeneirrfaus einee hinteren Qliedea von Scalihre^ma Rathke SOO- 
mal Tergr. a Epithel und Gnticnla, b b die Zellen mit den etabförmigen 
KSrperchen. 
9. Die 8tali(5rmigen KSrperehen iaoUrt. 
Fig. 4. 1. Eine Elytre einer Mynoe imfar Joknat. bei geringer VeifrGsaemng. a Stelle, 
wo die Sl/tre festsaat, b Nerrenatamm der Schuppe, c TastpapiUen am 
Rande, in denen faat alle Nervenzweige enden. 
9. Ein Theil dee Randes einer aolchen Elytre, 300mal Yergr. a Nerrenstiam- 
ohen, b b unregelmissige AnachwdloBgen an den Enden deieeiben, e Baden 
ton Moen Fisercben, die die zwei Lmnellen der Elytre verbinden und Ana- 
Iftnlbr von Bindegewebakftrpercben sind, d TaatpapiUen mit feinen HIrohen 
an den Enden, e Caticula. 
Fig. 5. Nervenenden ans den Elytren einer andern Fdfnoe mit ganzrandigen Blytren. 

800mal vergr. 
Fig* %m Ein Theil einet Sckwaazeirrhua von Fdfnoe knpar, SOOmal vergr. a Nerven- 
stamm, b Aeste zu den Taetpapillen, die in zellenartigen Anachwellungen e en- 
den, d Taetpapillen mit feinen Hirchen am Ende, e feine FaeerbAadiel (Binde- 
•nbetanz), die den Girrhnt dnrckaetzt. 
Fig. 7. Taatorgane an der Oberfllehe der Haut von SfpAefioitfemiim. 1. Eine ganae 
Taatpapille, SOOmal vergr. a Wurzel derselben, b Stiel mit 8 Kernen, einer 
Guticula und einem besonderen Inhalte, c kenlenfSrmiges Ende mit einea 
j Axenfaden (Nerv). 

9. Ende einer Taatpapille mit flaachenfSrmiger Anschwellung, 860mal vergiw 
a Guticula, b Inhalt mit zellenartigen KOrpem und gelblichen Pigmentfleekeo, 
e Axenlkden (Nerv) mit einer Ansehwellnng am Ende, von der etn Büschel 
feiner Hirchen ausgeht. 
S. Ende einer TastpapUle mit keulenfSrmigem Ende, SOOmal veig . Buchstaben 
wie bei 2. 
Fig. 8. Nebenstrahl eines Kiemenfadens vonSerpu^ 400mal vergr. aTaathaart, bWia»- 

pem, c QeOss. 
Fig. 9. 1. Eigenthttmliches Organ am Kopfe von Serpula^ geringe Yergr. 9. Spitze die- 
ses Oiganes, mdir vergr. a die Bucht mit den starren Hirchen. 8. Die Kirchen, 
400mal vergr., a streUlger Theil der Haut (Nervenenden?), b die Hirchen, 
c Guticula. 



Sitzungsberichte 

der physikalisfh-iiiSaiciiisHiei GeseHsehaft. 

Mr du Jabr 1864. 

I. Siiimg am 19. December 1863. 

lalialt. Sandberger: über Phosphorite. — U. Müller: über Regeneration des 
Rückenmarkes. — Eberth: über Darmzotten, Schleimkorperchen. — H. ▼. 
Schlagintirfit; ül>fQ?.JC#$$ung iruMi^r UIUIl).^ ittibcldung. 

1. Herr Sandberger spricht über das Sombrero-Phosphat und weist an zahl- 
refchen, von Hrn. Director Dr. K5nig zn Kaiserslautem mitgethellten Stücken nacW,' 
daas dasselbe ^ine ausgezeiefanete Umwandlung eines der neuestt^n Zeit angehorigen 
Korallenkalkes, wie er schon lange von Gnadelupe bekannt ist, repräsentire. Der Kalk 
ist nfimlich durch die durchsickernden I5sltchen Salze des ihm aufgelagerten Guanos 
-vollständig und mit Erhaltung der Petrefacten in Fhosphorft umgesetzt worden. Der 
Vortragende knüpft hieran Bemerkungen über andere neugebildeto Phosphate und deren 
Vorkommen, namentlich Waveüit und Vivianit, und bezeichnet als fast ausschliessliche 
priüiitWe Quelle der Phosphorsäure In Gesteinen den Apatit oder phosphorsauren Kalk 
verbunden mit Chlor- und Fluor-Calcium. 

t, Herr H. Müller spricht im Anschluss an einen fHlheren Vortrag über Rege- 
neration des Rückenmarks und seiner Umhüllungen bei den IMtonen und ftlgt hieran' 
eine Beobacbtung Von monatelang retardirter Transformation von Trito'nenlarven. 

3. Herr Eberth theilt Untersuchungen über die Struktur der Darmzotten und' 
ihren Zngamm^abang mit demEpit^l, dinn ttbef das'Frelwcnrdeii v6n ßdilelnikSi^ercheu 
auf der Darmseihlelmhatrt lält. 

4, Herr H. v. Scklagintwei-t legt ein kleines Instrument aeiner Erfindung tnt' 
Messnng von krummen Linien vot ud besj^rieht dessen Amreridbirkeit tu terschiedeiken' 
Zwecken. 

WOnbwrgw naturw. Zeitsokzift. YI. Bd. (Sitsssgsberiehte pro 1864.) 1 



II Sitzungsbericht« Ar (Us Jahr 1864. 

5. Von Herrn Textor wird Herr Bezirksarzt Dr. Hindern acht zur Anfüahme 
als ordentliches Mitglied angemeldet 



11. Sitziug an §. Jainar 1864. 

Inhalt. Marcusen: über Brauchiostoma. — Förster: Ober Medizin der Chinesen. — 
Wahl; Anmeldung. 

1. Herr Marcusen hält einen Vortrag über Brauchiostoma, referirt über die bis- 
herigen literarischen Leistungen, bei welcher Gelegenheit er besonders scharf die Arbeit 
Yon Quatrefagos kritisirt, und bespricht sodann divers«, «trittige Punkte in der 
histologischen Structur Jenes Thieres, so über die Chorda, das centrale und peripherische 
Nervensystem, GefSsse und Muskeln mit Berührung vieler iuteressanter Details. 

2. Herr Förster hiU einen Vortrag über 4ie Medkln di>r Ohtneara auf Basis 
der socialen Einrichtungen und wissenschafilichen Yorstellnngen dieses Volkes. 

8. Herr Hin dem acht wirdzim ordentlichen Mttgliede gewählt. 
4. Von Herrn Schiernberg wird Herr ObHst Gerstner zur Aufnahme als 
ordentliches Mitglied angemeldet. 



lil. Sitzeig an !23. Jaauar iS«4. 

Iiüudt Osann: über Ozonsauerstoff; über Thallium. — y. Franqne: über Ovarien- 
cysten. — Weber: über Verknocherung eines Bruchsacks« — Wahl. 

1. Herr Osaaji spricht über die neuesten Entdeckungen im Gebiete der Allotropie 
des Sauerstoffs, des Ozons. Die Zerlegung des Sauerstoffs in Ozon und Antozon durch 
die positive Elektrode und durch den Phosphor bringt er in Verbindung mit den elek- 
trischen Ansichten über die chemischen Erscheinungen und stellt die Ansicht auf, dass. 
sowie man die elektrische Anziehung benutze zur Erklärung chemischer Erscheinungen, 
man auch die Abstossung hierzu mit Vortheil gebrauchen könne. — Er zeigt, wie man 
mittels dieser Ansicht die Erscheinungen der prädisponirenden Verwandtschaft erklären 
könne, und macht auch noch Anwendung auf andere nicht genügend erklärt« Erschei- 
nungen. — Der Vortrag war mit experimentellen Demonstrationen verbunden. — Zu- 
letzt zeigte er noch die Thallium-Linie im Spektral-Apparat 

S. Herr <▼. Franquo betriebt im Ansebloss an eimen früheren Vortrag Tor^chia- 
dene operative Behandlungsmethoden der Ovariencysten. Kr hebt beaeoders die Vor- 
züge der Pnnctlon dnreh die Scheide hervor, dl« sich übrigens nur für eiae basebrinkt« 
Reihe kl«iB«rer, «infaoher Cyst«B eignet* Zum Bekca referirt denalba ansflUtflich über 
einen selbstbeobachteten, mit Heilung endenden Fall. 



fittxoBgtbefkht» POtt das J$kt IBU. tÜ 

Ben Vogt Agt ebeelkUs eiDtti Pill aos sainM* Prasl« bei, ier nar^ tHdi«tioii 
durch die Scheide im OesesuDg überging. 

3. Herr Weber demonstrirt den verkaScherten Bruchsack einer Kah. 

Die Herrn Förster und Tex tor nehmen Yeranhissiniir sieh Über das Vorkommen 
nnd den Voigaog toü Verkalkungen an serdsen Hinten aufzusprechen. 

4. Herr Obrlst Oerstner wird als ordentiiiches Mitglied gewählt. 



IV. Hiiirng an 13. Februar 1864. 

Inhalt. Forster: über Ossiflcation. -~ H. v. Schlagintweit: über Isatherm^q» *-r 
Kulliker: über die Katstehung der Arten« 

1. Herr Förster fügt Einiges Über die mikroskopische Untersuchung des in der 
letzten Sitzung demonstrirten Bruchsackes bei. 

2. Herr H. y. Schlagintweit überreicht der Gesellschaft eine Reihe von Tafeln 
der Isothermen von Indien und erörtert einige hieraus sich ergebende, allgemeinere Ver-' 
b&knisse. 

3. Herr KöUiker legt das Skelet eines weibüehen Oorilla vor, nimmt Voran-' 
lassuug, die Theorie von Darwin einer näheren, eingehenden Besprechung zu unter- 
ziehen, und entwickelt schliesslich ausAUirUeh als einen, winigitens inaertialb genisser 
Grenzen denkbaren Modus der Bildung der Arten eine e%ene HypotlieBe dar heterof»» 
neu Zeugung, zi^ deren Begründung er sich vornehmlich auf mannfehfaltigeThataaeheB 
des Generationswechsels stützt. 



Y. SilzttDg am 27. Februar 1864. 

Inhalt V. Tr ölt seh: über Katheterismus der Tuba. — Discussion über Entwicklnng 
der Arten. 

1« Herr v. Tröltsch beschreibt die Technik des neuen Verfahrens nach 
Politzer zum J^lnblasen von Luft in die Packenhöhle mit Auisehlose des Katbetata 
durch Verdichtung der Luft in Nasen-Rachenhöhle bei gleichceillgeni Behliagakte des 
Patienten, bezieht sich auf die zu Grunde liegenden physiologischen Verhältnisse, ver- 
gleiaht die Anwendbarkeit dieser Methode, wie ihren 'Werth mit der Katheterisation de 
Tuba and dem Valsalva'aehen Experiment, heb« ihreVereüge für die Selbstbehandlung' 
hervor und entwickelt sehliessliok eine Reihe von Indieatfonen, für weli^e d^r Kathe- 
terismns dorch das Politier^eehe Veifshren »tcht ersetet werden kann. 

2. Ueber den in voriger Sitsung gehaltenen Vortri^ Herrn KÖIHker^s wird eilte 
Discnssioil eröffnet. -I ' . 

!♦ 



\J SUsoflCibetlidit» IUI dAs J«kr 1864. 

Zimiclitt eDttpricki Han Saadberger der AufforderoBf zur BetheUifunf an der 
Besprechung über die Darwin'sche Theorie, iDdem er in einer Mogeren AuefUirong 
die grossen Schwierigkeiten hervorhebt, welohe Beiraohtimgen dieser Art in dem £t^ 
haltungs^ostande pftlaontologischier GegensUnde finden, sowie die grosse Unsicherheit, 
welche bei der Identifioirong iusseilieh sehr ähnlicher Formen ohne Kenntniss des 
inneren Bau*s Torkommen mtose» wie dies z. B. sehr schlagend die ftSher unter dem 
Namen Terebratula trigonella vereinigte, innen völlig abweichend beschaffene Retzia des 
Muschelkalks und Megeslea des weissen Jura's beweise. Er geht dann eine Anzahl von 
Gattungen durch, welche von den ältesten petrefactenführenden Schichten ohne wesent- 
liche Formänderung fortbe3tehen, z. B. Lingula, weist sodann nach, dass vielfach neben 
sogenannten embryonalen Zuständen von Abtheilungen gleichzeitig schon die höchsten 
und ausser Zusammenhang mit erstereii vorkommen, z. B. Cystideen, Krinoiden iiud 
freie Asteriden, dass andi bei hONrei QmppMi deh anschMnendeb Uebergangsformen 
schon andere vorausgehen, wenn auch nur sehr vereinzelt, welche die vollkommen aus- 
gebildeten höchsten Typen repräsentiren, z. B. Säugetbiere (Microlestes und Dromathe- 
rium) im Bonebed vor dem ersten Pterodactylus u. A. Er ist daher der Ansicht, dass 
die Paläontologie vor der Hand keinen Stützpunkt der Parwin 'schon oder Kölli- 
ker 'sehen Theorie, welche letztere er der ersten vorzieht, bieten könne, die Aufttellnng 
solcher Theorien aber als Veranlassung zur Beleuchtung der Formen von neuen Stand- 
punkten aus gewiss Nutzen bringen werde. 

Herr KoUiker glaubt in Bezug auf letzteren Punkt die Bedeutung der von der 
Geologie gebotenen Daten lue eine aUmälige Entwickling organischer Formen hoher 
schätzen zu dOrlen. 

Herr H. Maller charakterisirt die Frage, um welche es sich handle, als eine solche, 
welche AUesdings an sich durch Beobachtung und Ferscbuug beantwortet werden könne, 
snahi Jedoch fem neigen, daes die Dar wi nasche Theorie trotz ihres reichen Materials 
nicht in der Lage sei, eine Umwandlung wirklicher Species zu beweisen. 

Herr Schenk schHesst sich den Anschauungen Herrn Sandberger's von der 
Schwierigkeit in den Bestimmungen von B'ormen nach dem vorhandenen Material auch 
bezüglich der fossilen Pflanzen an. 



YL Sitzung am 1^ Mftrz 1864. 

lahnlL Schenk: über fossile Pflanzen. — Bin eck er: (Hrar Df phtherie. — H. M ü 1 1 e r : 
Mstetogischa Nbtii. 

1. Herr Schenk trägt nach V<ttla|^ einiger bMhend^n Ememplare von Saxifraga 
Bursiana über die fasfik Vegetation daa Kenpera vor, in wel<dier Equiaetitea arenaiius 
det Zahl wd Vefrbreitnng nach bei weitem die grSsate Bolle spielt. Don zweiten Rang 
nehmen die GicadMO «iAi namentlich des Pteitpl^llum Jaegeri und ein bannuortigeB 
Farrenkxaut, gegen wal^e drei Formen alla übrigen an Zahl ciucüokitraten. Vortragen- 
der behauptet nach »einen eigenen Untersnchnngen die gänzliche Verschiedenheit der in 



Sitsuigsberiolit« f&r das J«hr 1M4. T 

Bonebsd und K«uper vorkemteMidtii Firmen, wiewoM \n beiden Kryptogameii, Etjuise- 
tiden und FarrnkrSuter die Hauptmasse, Jedoch {q dUferenten Arten bilden. 

Herr Sandborger stHnmt den von Hm.lSohenk als Resultat seiner mebrj&hrigen 
Arbeiten über Keuper- und Bonebed-Flora vorgetragenen Ansiehten in der Hauptsache 
vollstindig bei, erwShnt aber, dass die Veränderungen der thierischen Bevölkernng vor- 
zugsweise auf dem Festlande mit Jenen der Vegetation parallel geben, z. B. sehr auf- 
fallend in der TertiSrzeit und Kreidezeit, die meerische Thierwelt aber nicht selten erst 
weit später eine wesentliche Umgestaltung erfahre, wie die Mollusken und Fische des 
Bonebed's noch einen ganz triasischen Habitus besitzen, welcher der Flora nicht mehr 
zukommt, und bei den Kreiddbildungca der Beghm dis tertiSren Habitus der Flora dem 
Untergange der secundSron Gephalopoden-Fauna und der Saurier lange voraus eile. 
Schliesslich empfiehlt er eine sorgfaltige Untersuchung der fränkischen Lettenkohlen- 
Gruppe, welche im Verhältniss zu den schonen Entdeckungen im eigentlichen Keuper 
bis Jetzt zu wenig beachtet worden sei. 

2. Herr lUneoker retairt avsfübrllch Ober den Fall einer rasch t5dt1ioU > er- 
laufenden Li^mung der SoUingmaskeln bei einem 8iebenr)ihrigen Knaben, die aller 
WahrsoheiAlichkeit naeh in Folge einer Diphtherie sich entwickelt hatte, knttpft hieran 
eine genauere Uebersicht und Kritik der gegenwärtigen Anschauungen über dieee Ktenk'* 
beit und spricht eick zumeist für die Bedeutung der Diphtherie als Mlbottois-Krank- 
heit ans. 

Herr Förster aehUesst sieh der leteteren Ansicht aus pathologledfr^anatomfiehen 
Gründen au, wie sie für den Befund bei ähnlichen, allgemeinen Infoctimts-Krankheiteo, 
vorzüglich dem Typhus gelten, und wonach also doch luniehst an ertliche VerindennigeB 
der Muskeln zu denken wäre. 

3. Herr H. Müller gibt eine Mittheiluog über gewisse histologische Verhältnisse, 
4er Nennaugenhait* 



VII. Sitzung am §. April IS64. 

Inhalt Kolliker: Kritik. — Schenk: über fossile Flora. — Babuehin: über 
Entwicklung der Retina. — H. v. Schlagintweit: über die Eiszeit. 

1. Herr K5lliker bespricht Duche^nne's Werk, Mecanisme de la Physlonomie, 
AXkvm mü M von ihm selbst aui^enoamenen photographiechen Bfldem, die Wlfflnmg 
der verschiedenen Gesichtsmuskeln daarstellend, sehr anerkennend unter Voiteigung und 
Erläuterung der betreffenden Abbildungen. 

2. Herr Schenk hält anschliessend an Früheres einen mit Demonstrationen be- 
gleiteten Vortrag über die Flora des Bonebed mit besonderer Beziehung auf die 
Eigeuthttmlichkeiten derselben gegenüber den benachbarten Schichten. 

Herr Sandberger bebt die Wichtigkeit solcher Untersuchungen für die Geologie 
hervor. 

3. Herr H. Müller theilt die Resultate der in seinem Institute vorgenommenen 
Untersuchungen des Herrn Dr. Babuehin aus Moskau über die Entwicklung des 



yi SMsaiigtberichte Air das Jähe 1364. 

AugM mit, n«B)60lUek mit Bezog: aof 41« Hitlol«§i« der KetiuA uod der 
Linse. 

4, Herr H. t. Schi agiot weit gibt über die Phünomene der Biszeit eiaige 
3emeckiuigeD zur Di«008sioa der D a r w i n 'seheb Theorie. 



Vlil. SitzuHS m 23. April 1864. 

Inhalt Sandberger: über die Kohlenformatioo. — ßamberger; über Harnstoff 
und Vraemie. — H. Müller: Vorlage. — Schiller; militar-chirurgische 
Erfahrungen, 

1. Herr Sandberger trägt über die Resultate seiner im Regierungsauftrage vor- 
genommenen Untarsuohujngeu der Kohlenlager Badens vor und erllutert unter Vor- 
weisung yon Karten und Petrefacten das Vorkommeo der dÜferenten Flora der Kohlen- 
fotmationen. 

2. Herr Bamherger hilt «inen Vortrag tber das Verkommen von Ilarnstof- 
ausschei düngen auf der Haut bei Cholerakranken und Agonisirenden , bespricht die 
Unterseheidungsmerkmale dieser Ablagerungen und referirt über den Fall einer an 
Garcinoma uteri verstorbenen Frau , bei der er Jene Ausscheidungen hi reichlichem 
6rade beebachtete. Hieran knüpft er eine Krörterung der verschiedenen Ansichten über 
daa Wesen der Uraemie, in welcher Beziehung er sich für die Frer Ich 'sehe 
Ansicht ausspricht 

3. Herr H. Müller legt der Gesellschaft ihre von ihm verfasst« Qratulationssohrifl 
zur Sicularfeier der Schenkeuberg'schen Stiftung vor. 

4. Herr Schiller schildert in ausführlichem Vortrage seine in Schleswig gewon- 
nenen Erfahrungen in niilitär-sanltätlicher Beziehung, dann seine Beobachtungen über 
die Wirkung der verschiedenen ProJectUe, die Verwendung von Verbänden und die 
Behandlungsweise in den Spitälern. 



II. Sitzung am 7. Mai 1864. 



K611iker: über Entetehirog des Oesehhnshtes. -^ Eberth: Oistologisclles 
und Vergleichend-Anatomischee. -* Anmeldung. 

1. Herr Kölliker hält einen Vortrag über dieEntstehung des Geschlechtes durch 
die Zeugung, bespricht die bisherige Theorie von der ursprQnglich geschlechtlichen In- 
differenz des Embryo und erörtert die entgegengesetzte, vor Kurzem aufgestellte Be- 
hauptung von Thury, wonach schon in den frühesten Epochen nach der Lostrennung 
des Eies eine solche Dlfferenzirung beginne, und 'zwar das Geschlecht sich nach dem 
kürzeren oder längeren Zeitraum richte, der verfliesst, bis die Spermatozoen mit dem 
Ei nach seiner Trennung in Berührung kommen , so dass im ersteren Falle weibliche, 
im zweiten männliche Individuen entständen. Vortragender gibt hiebei eine eingehende 



Bitznngsberklite fttr 4at Jahr 1864. YH 

Krhlk der von Thury und Pagensteoher angeAhrtmi Thatsachen und naoMlbtlicfc 
der beigezogenen, iutereesanten Erscheinungen der ParthenogeneeU. 

Hert T. Franque deutet die Möglichkeit an, dass Extrauterinaobwa^gemehaften 
etwas Kur Beantwortung der Frage beitragen liSnntea* 

Herr Vogt Hihrt statistische Belege über zahlreiche m&nnliohe Ckburten aaeh 
/yuchtbaren Jahren an. 

Herr Fdrster hebt djis wichtige Factum hervor, daM ntemalf in einem doppelt 
befruchteten £i verschiedene Gesdileefater gefkindea werden. 

2. Herr Eber th erstattet Mittheilung über seine Beobachtungen von Flimm«r- 
epithelieu auf dem Amnios von Katcenembryonen ; ferner über die fragliche Lymphdriae 
an der Wonel des Mesenteriums bei dfm Krokodil, welche Vortragender filr die Mils 
erklaren muss. Endlich legt derselbe unter erlluternden Bemerkungen den Sohädelalh- 
giee von ChiromjrB vor, 

Herr K o 1 1 i k e r fügt eiuige Notizen aus seineu eigenen Wahrnehmungen besfiglich 
der ersten Mittheilung bei. 

3) Von Herrn Saudberger wird Herr Professor Dr. JDahu zur Aufriahme als 
ordentliches Mitglied angemeldet. 



I. Sitenss ani 21. Mai mi. 



lahntt. ei gel: über Therapie der LungeaentzÜBdung. -<- Osann : über RednetloB 
von Metalien; über das Spektroskop. — Wahl. 

Vor Eröffnung der Vortrage gedenkt der Vorsitzende, Herr Förster mit einigen 
warmen Worten des Verlustes, den die Gesellschaft durch den seit der letzten Sitzung 
eiugetretenen Tod ihres Mitgliedes, des Herrn Professor Dr. H. Müller erlitten. 

1. Herr A. Geigel versucht in einem auf mehrfache praktische Belege gestützten 
Vortrage eine kritische Beleuchtung der verschiedenen bei Lungenentzündung einge- 
schlagenen Heilmethoden. 

An der hieran sich knüpfenden Discussion betheiligen sich die Herrn Bin eck er 
und Vogt. 

2. Herr Osann bespricht zuerst die Einwendungen, welche Herr Professor 
Brunner in Bern gegen die Ergebnisse seiner Untersuchung über die Wirkung des 
Ozon-Wasserstolb in einer Abhandlung (über die Einwirkung des Wasserstofl^ases anf 
die Lösungen einiger Metallsalze^ Btmet MittheilungaD No* 665 und 656) erhoben hat. 
Hr. Prof. Brunner handelt im ersten Tbeil seiner Abhandlung über die Zersetzung des sal- 
pet«»rsauren Silberoxyds durch gewöhnliches auf chemisc h em Wege ausgeachiedenea Waa- 
serstoffgas und zeigt, dass das Silberoxyd hierdurch redozirt werde. Zuletzt erwähnt 
er, dass auch essigsaures und schwefelsaures Silberoxyd sich ahnlich verhalten. Was das 
schwefelsaure Silberoxyd betrifft, erklärt Herr Osann dieser Beobachtung widersprechen 
zu müssen, da er sowohl bei gewöholfcher Temperator als auch bei einer Temperatur 
von 85* der Mischung, durch wekhe das Gas geleitet wurde, während einer Stunde 
bei starkem Gasstrom ketne Zersetzung wahrnehmen konnte. — Auch stimmt hiermit 
eine Beobachtung von Favre (Gomptes rendos 01.827. 1027) Überein, weicherfand, dass 



M eliMai Draoke ^wi 90 MmsrngkimL tdiwafflMiiffts SilberoxT^ darch gewShahck« 
Wasf entofl^ zersetzt werde. 

Die Beluraptuiig Oeann'S) dMs ivr Derstellmg det OtomraeserBtoflisase« eine 
frigebe MiiehoDg Ton einem DestUUC Ton Nordbioser Sehwefelgiare mH Wasser ani^e- 
weadet werden nllMe, sncht er dadurch zu widerlegen, da« er durek Natrinm aus 
Wasser dargestelltes Wasserstofli^ anwendete. Der Erfolg war aber derselbe, Als wenn 
^ mütelit 2tnk Wasientofllics dargestellt batce. Dieser Versnob ISstt sieb Jedoeb dem 
▼on Osann angestellten gar nfeht gegfenttbersteHen. Btwas anders ist auf gewShnlfche 
ehemisebe Welee erbalipnes Wasserstofljias und elektrolytiscb ausgeschiedenes. — In 
seinem Anlhate ist nicht ein elnriger Yersncb mit elektrolytisc^ ausgeschiedenem Was- 
serstofllias enthalten. Herr Brdnaer b^iftdet sich daher t>ei seiner Untersuchung auf 
einem ganz anderen Boden, als H^ Osann. Bei letzterem Ist die Wirkung des 
elektroljtisch ausgeschiedenen WasserstofTs gerade der Schwerpunkt der ganzen ArlwÜ. 

Herr Osann spricht femer von einer praktischen Anwendung, die man von dem 
elektrolytisch ausgeschiedenen Wasserstoffgas machen k5nne. In -der analytischen Chemie 
kommt der Fall Sfters vor, dass schwere und leichtoxydirbare Metalle in ihren Sali- 
15sungen von einander zu trennen sind. Man kann nun die schwer oxydirbaren Metalle 
dadurch herausfiUlen, dass man StSngelchen von leichtoxydirbaren, wie von Zink, Eisen 
u. s. w. in die Lösungen bringt. Dies sei nun aber der Naehtheil, dass an die Stelle 
des ausgeschiedenen schwer oxydirbaren Metalls ein Aequivalent des leichtoxydirbaren 
tritt und nun die neue AuCgabe entsteht, dies auszuscheiden. Dieser Uebelstand kann 
umgangen werden, wenn man priparirte Kohlen-Elektroden, wie Herr Osann sie in 
seinen Aufsätzen in uniewn Veibaodlingea baschtMMa hat, als negative Elektroden 
in verdfinnter Schwefelsäure anwendet. Sie nehmen dann eine grosse Menge des elek- 
irelytiseh ansgesckiedenen WassecsteOs in ihre Poren auf und sind nun in Stand t^setnt 
mittelst dieses Wasserstoffs die scbweroxydiibanen Metalle in den Lösungen zu re- 
dnziren. 

Schliesslich spricht er noch über farbige Weiogeistflaromen und glaubt aus den 
Spektren dieser Flammen auf die Bestandtheile schliessen zu konneu, welche dem Wein- 
geist beigemischt sind. Ein hierher gehörender Versuch mit einer Flamme von einem 
Lithion haltigen Weingeist wurde vorgezeigt 

d. Herr Dahn wird als ordentliches Mitglied gewählt. 



U. SHzimg am li Jimf i8«i 

Inluat. Eberth: Kritik; aber Spinalganglien. — Förster: über Weichsehcopf; über 
Gallensteine. — Geigel: statistische Notiz Über Pneumonie. — Innere Gesell- 
sohaftsangelegenbeiten. 

1. Herr Eberth gibt ein kritisches Beibrat der Arbeit v. Sie hold 's über die 
SüBswasserllsche von Mitteleuropa. — Femer theilt derselbe die Resultate der unter 
seiner Leitung von Herrn Schramm angestellten Untersuchungen mit über die Strao* 
tue der SpinalgangUen bei den Wirbelthleren. 



.8kstiDg»torieli«e' Ar 4«« JiAr 1M4. IX 

2. Herr FSrster schildert den unter Volk nnd Geistlichkeit von Polen vor- 
breiteten, ja theilweise noch von Aerzten getheilten Wahn vom Weichselzopf, 
weist nach, dass wed^ Ktkraoikpiigcn« .der Haare noch 4^ H^ajFbodens oder pflanzliche 
Parasiten, sondern dtsss lediglich'' Künstprodiicte voi1iegen,'trad demonstiirt einen in 
hiesiger Gegend vorgekommenen WeichselzopC, dessen Entstehung durch mangell^Ae 
Pflege der Haare constatirt ist. 

Sodann bespricht derselbe unter Vorzeigung einiger besonderer Gallensteine die 
Veränderungen, welche durch solche in den Gallenwegen und den benachbarten Theilen 
hervorgerufen werden kSnnen. 

3. Herr A. Geigel knfipft an seinisn in der vorigen Sitzung gehaltenen Vortrag 
über Pneumonie eine kurze Notiz über absolute und relative im verflossenen Jahre tn 
Wftrzburg beobachtete Sterblidikeit an dieser Krankheit. 

4. Als BlitgUed der Redactionscommisston für die Würzburger Naturw, Zeitschrift 
wird Herr Eberth gewShIt. 

5. Die Kosten für eine überschüssige Tafel der Würzburger Med. Zeitschrift im 
'Betrage von 72 fl. werden von der Gesellschaft übernommen. 



IUI. Sitzunii; am 24. Jon! iS64, 

Inhalt V. Tr51tsch:, über Garies des Felsenbeins. — Dehler: über Harnrohren- 
strilcturen. — R in eck er: über Syphilis. 

!• Herr v. Trdltsch legt das Felseiibeinpraparat eines an Oehimbseess unter 
der Form einer acut verlanfssden Meniigitis verstorbeneii Mannes vor, sehlldert die voi^ 
gefundenen Verander angeo, unter denen eine Perforation des tegmeu tympani die vor» 
aiglichste büdet, «nd besticht die hieraus sich ergebenden 'Folgerangea. 

Herr Fdrater fügt einige ErgJhitungen aus dem luuitomls^wn Befunde bei. 

2* Uwe Dehler bSh eftnea Vortrag über die Folgeausande und Therapie der 
Harnrührenstriktuien, iikletn derselbe über eine Reihe von ihm beebachteter Fiil^ 
leferiftb 

8. Herr Rinecker kritisirt in umfassendem Vottnge die aeonten Bi^gebnisse 
MW der Lehre der Gentagiosittt dir s«biindBren Syphilis^ hebt dieGrinide hervor, welche 
gegen die Ansteckungsfiihigkeit physiologischer Secrete sprechen« und vevbreMet sich dann 
über die Einwendungen und experimentellen Thatsacheu, welche gegen die Lehre von 
der Duplicitat des Schankervirus erhoben werden können. 

Herr Vogt vertritt mit Bezug auf eine vom Vortragenden aufgestellte Meinung 
die Ansicht, dass durch den unvermischten Vaccine-Eiter Syphilis nicht übertragen 
werde. 



SMiniigalMriekte Ha Om Jahr laM. 



im. Sitznng am 9. Jnli 1864. 

Inhalt. Eberth: über LuDgenepithel ; Ober Steinwaffen. — Sandberger: über 
Knochen aas Pfahlbauten; über Trias. — Bamberger: über Vergiftung durch 
Schwefelsäure; ober Messung der Harns&ure. — Anmeldung. 

1. Herr Eberth spricht über die durch die bisherigen Uatetsachungen gewonne- 
nen. Resultate hinsichtlich des EpiiheU der WiihelthierJunge. — Sodann l«gt derselbe 
einige in Unter Craaken gefundene Steinwaffen vor. 

2. Hieran knüpft Herr Sandberger einea Vortng über verschiedene aus dem 
Feuerbacher Moor, einem vertorCindeB See, stammende Knochen, welche Sfuren mensch- 
licher Bearbeitung zeigen, und vergleicht diese Reste mit den aas den Pfahlbauten 
bekannten Formen, in welcher Beziehung sich eine aufllallende Uebereinstimmung zeigt. 

Ferner bespricht derselbe die Leistongen Alberti's über die Triasformation und 
erörtert den gegenwartigen Stand der betreffenden Untersuchungen) für welche sich 
gerade in Unterfranken ein sehr reichheltiges Material darbietet. 

Herr Eberth führt mit Bezug auf die vom Vortragenden vorgelegten Knochen die 
Eigenthümlichkeiten an, welche den Schädel des Torfschweines auszeichnen. 

8. Herr Bamberger referirt über einen Fall todtlich abgelaufener Schwefelsäure- 
vergiftiiug und bespricht mit Bezug auf Aühere Beobachtungen namentlich die an den 
Nieren während des Lebens und nach dem Tode wahrgenommenen Erscheinungen. Von 
den interessanten Eigenthümlichkeiten des Urins in dem betreffenden Falle ist die 
Gegenwart von Eiweiss, Hämatiu und Schwefelsäure in grosser Menge, letzere an Basen 
gebunden, hervorzuheben. Herr Bamberger hält den ganzen Vorgang, entgegengesetzt 
der bisherigen Aiisicht, für einen einfach otenisehen, indem die aofgenommeoe Schwefel- 
sivre direet eUe gewisse BlutoMoge zersetce und deeen Derivate durch die Nieten a«s» 
geschieden werden. 

Ferner bespricht derselbe die Nachtheile der bisherigen Methoden der Haras&orebe- 
stlmmubg und theilt neck Angabe seiner Beobachtangen über Am Verbalten der Harn- 
säure su den Quecksilbersalcen eine von ihn gefundene Methode znr apprc^ximatlven 
Bestinunung der Hamaiui« am Krankenbette mit, die sich darauf gründet, dass letztere 
durch Quecksilberchloridl5sung gefällt und dann mit Salzsäure versetzt wird, wodurch 
sie SfSgleleh ansgeeehieden wird. 

4. Dofdi Berro Sandberger wird Bnt Dr. Hilger snr Aufnehme als ordent- 
Ikhea Mitglied angemeldet. 



UV. Sitziig an 39. Jidi 1864, 

Inhalt Osann: über Spektroskop. — Textor: über Exostosen. — Förster: über 
Exostosen. — Wahl. 
' 1. Herr Osann spricht über ein Verfahren, dem prismatischen Farbenspectrnm 
eine grössere Ausdehnung zu geben. Es besteht darin, dasselbe in einiger Entfernung 



SitEnBt8berich4e f&r da« JOnf 1864. Xl 

hinter dem Spektroskop mit einem mit Wasser gefüllten Reagenzglas auftnfiiigen. Die 
Frauenhofer'schen Streifen treten mit grösserer Breite hervor und man gewahrt noch 
Zwischenstreifen. Herr. saun legt 4bbi)dvngeu hierüber Tor, 

2. Herr Textor legt eine ungeMröltnlfch grosse fi^ostose d^s Stirnbeins vor, die 
er bei einem JuBgen Mädchen exstirpirte, bespricht das interessant« DetaiHerOpemliM^ 
die Ton Heilung gekrönte Nachbehandlung und einige hiecan sich knOpfende, allge- 
meinere Folgerungen. 

8. Heir Förster erläutert die pathologisch-anatomischen Verhältnisse der vorge- 
legten Geschwulst und der Exostosen im Allgemeinen, deren gewöhnlichen Sitz um die 
Augenhöhlen herum, ihre gedoppelte Ausdehnung nach innen und aussen und ihre ein- 
fache histologische Stroctur. Derselbe legt Abbildungen der bisher beobachteten, her- 
vorragenderen Fälle vor und knfipft hierau einige Bemerkungen über die allgemeine 
Hyperostuse des Cranium und die neuesten Beobachtungen i\ber dieselbe. 

I. Herr Hilgcr wird als ordentliches Mitglied gewähU. 



VI. Sitzung am 29« October 1864. 

latelt. t. Ftanque: übet KaiflenchnUi nach den Tode. -^ K411iker: Aber Oala^ 
barb«kiM$ Bindeaabstanz bei dea Quallen. — Anmeldungea« 

1. Herr v. Franque trägt Ober die Lehre vom Kaiserschnitte nach dem Tode 
der Mutter vor, bestimmt als deu äussersteu Termin der Lebensfähigkeit des Kindes 
nach dem Absterben seiner Mutter auf 10—15 Minuten, erörtert aus Analogieen bei 
vorgefallener Nabelschnur, dass mit dem Aufboren der Circuiation in der Plncenta nicht 
der unmittelbare Tod der Frucht nothwendig verbunden sei, und zeigt, dass die Aus- 
sicht auf ginckliche Resultate zumeist von der Todesart der Mntter abhänge, dann von 
der Zeit der Schwangerschaft, in welcher Beziehong nur die letzten drei Monate etwas 
versprechen. Unter solchen Verhältnissen erscheinen aber auch alle anderen vorgeschla- 
genen Operationen contraindicirt. Zum Schlüsse referirt Vortragender Ober die von 
V. Breslau angestellten Versuche an Thieren bezüglich des Ueberlebens des Fötus. 

An der hieran floh knapfendeu Di^^assiun. betheUig^n sioli -d^ Herren Vogt, 
J. B. Schmidt, Förster und P. Müller. 

% Herr Kölliker legt die Oalabar^Bohne vor and bespricht defen physitrf«9ische 
Wirkung auf das Muakelsystem. Sodaan thailt de^Mlbe unter Vorweiauog Mitspcediea- 
der Exemplare die Beobachtung Fräser 's mit, dass Jene Bohnen sich nicht selten von 
gewissen Ranpen verzehrt finden, wobei der giftige Bestandtheil der Fracht sich in den 
Excrementeu der Raupe nachweisen läset. 

Sodann spricht Herr Kölliker über die einfachsten Formen der Bindesabstanz, 
welche sich bei den Quallen findet. 

3. Von Heua Förster wird rferr Viotm$^ Dl*. K^fi^ik, toö Herrn Müller 
Herr Dr. Seuffert, von Herrn v. Franque Herr Dr. D ob n er zur Aufnahme als 
ordentliches Mitglied vorgeschlagen. 



Xn Sits«B«tlM(l«hto fBr dM 3At 1664. 



XVI, Siizoiig am 12. November 1864. 

Deklerr tib«r Atresfa airi. — EbertYi: fiber deu feineren Bau der Nieren. 
— ^ Anmeldung; Wahlen. 

1. Herr Dehler spricht fiber die angeborene Atresla anl und referirt nach 
Anführung der Literatur fiber zwei von ihm beobachtete Falle, wovon der Eine mit dem 
Troikart operirt wurde und nach 14 Tagen starb. Ein zweiter wurde durch Incislon 
und nachträgliche Anwendung des Trollcarts operirt und endete nach langer und schwie- 
riger Behandlung mit günstigstem Erfolge. Hieran knfipft derselbe eine Darstellung der 
verschiedenen Formen der Atresie und die ihnen zu Grunde liegenden Entwicklung»« 
phasen des Foetu», sowie der bei ihnen sich ergebenden chirurgischen IndicaUonen. 

Herr Textor erörtert die Vorzfige der Golotomie für gewisse FiUe. 

2. Herr Eberth trigt fiber den feineren Bau der Nieren vor mit Bezug auf die 
Untersuchungen von Bownrann, Henle, K911iker, Ludwig n. A. Seine eigenen 
Beobachtungen an den Nieren von Miusen ergeben, dass die schleifenfSrmigen Kanäle 
der Pyramiden mit den geraden Kanälen durch leicht gewundene, in der Peripherie 
der Niere verlaufende fichaltsticke > wie sie von JSchweiggoT -Seidel genannt 
werden, verbunden sind. Dagegen erscheinen auch die allerdings ihrer QrSsse nach 
bedeatenderen gewundenen, die Glomeruli tragenden Kaaäicken gleieUüls durcli «ekf 
kurze, enge Röhrchen mit den SchaltstOcJEen verbunden, su dass die AmmImm He nie 's 
von einem doppelten Kanalsystem sich nicht bewährt 

8. Von Herrn Forster wird Herr Dr. Burkhard t zur Aufnahme als ordentliches 
Mitglied vorgeschlagen. 

4. Die Herrn Dobner, Koppen und Seuffert werden zu ordentlichen Mit- 
gliedern gewählt. 



XVn. Sitzung am 19. November 1864. 

Herr KSlliker hUt die Gedftchtoissfede zu Eliren des ihm Laufe des Jalires ver- 
stoi^nea Mitgliedes, de« Herrn Pr^issftor Dr* Heinrich Milller. 



IVni. maug am 2«. November 1864. 

lahalt. Kinecker: über (}ehirnhypertrophie. — Krause: über fossile Hölzer. — 
Förster: über Wirbelbruch. — Anmeldung; Wahl. 

1. Herr Rinecker theilt die ausführliche Krankengeschichte eines wegen Hydro- 
cephalus aufgenommenen, anderthalb Jahre alten Kindes mit, bei dem er Hypertrophie 



des Oehirns diagnosticirte » was nach d«m durch Brechdurehltfl raaeh nJtrtimtniirn 
Tode durch die Section Tollkommen best&tÜKt woicde. 

Harr Dressler nimmt Veranlassung eines von ihm beobachteten jiLindes p^ de» 
geschilderten ähnlichen Erscheinongen zu erwähnen. 

Herr Förster fOgt die Ton ihm gefondenen Resultate der nii](rAs|(afis()hen 
Untersuchung der Gehirnrinde bei, welche Vermehrung der Bindsfewebsgruiidfiibstanz 
in flbrillirer Weise und iu extremen Orade, also Sclerose erwiesen. 

2. Herr Krause tragt seine Untersuchungen fiber den Bau lebender und vor- 
weltlicher Nadelhölzer vor, deren Resultate sich in Folgendem gruppiren: 

1. Die lebenden Goniferen (mit Ausschluss der Gnetacoen) zerfallen dem 
Holsbau nach in 6 Typen: 

l)Form der Gupresslneen und Podocarpeen, diese beiden Familien nebst 
einigeii AbttÜnaan «nd Tarxlneen nmftissend. — Einzelne Arten und Gattungen der- 
selben sind nicht unterscheidbar — ausgenommen Glyptostrobus. — 

9> Form der Abi es* Arten ausgezeichnet, voriger gegenüber, durch /ast gänz- 
lichen Mafigel des Holzparenchyms. 

8) Form der Aranearien. (Araucarla und Dammara.J — Es fehlen öfter die 
Jahrringe. 

4) Form der Pinns -Arten — liest Artengruppen unterscheiden. — 

5) Form der Taxineen. — 

Diese Untersuchung, an mehr als 90 Coniferenarten angestellt, sowie die von 230 
Laubholzarten der verschiedeusten Familien zeigen, dass die Arten einer Gattung 
amBan des Holzes nicht, oder nur sehr selten erkannt werden können. 
Gattungen, Ja guilz« Familien faUen d«tti Hoiff&a^ na'cti'unterschieds- 
los zusammen. 

Die bisher unter den fossilen Hölzern unterschiedenen Ari^n sind auf Merk- 
male gegründet, . . , 

1. wie sie wirklichen Arten, Arten- und Gattungsgruppen zukommen (Gupressino- 
xylon peniradiatum?, Pinitesarten vom Typus der Pinus-Form); 

2. sie sind verschieden wie Hölzer desselben Individuums in Wurzel und Stamm, 
oder in jüngeren und älteren Theilen desselben Organs (Ast — Stamm) — Cupressinoxylon 
nodosum Göpp. — Peuce Hoedliana Ung. — Cupressinpxylon aequale Göpp.; 

8. es sind Hölzer, die nach dem Untergang des Individuums verändert worden 
sind. 

1) Durch Vermoderung — Gnppressinoxylon leptotichum Göpp. — 

2) Durch Einwirkung freier, in den Kohlenlagern entstandener Schwefelsäure — 
Oupresalnoxylott paehyderma, Pinites ponderoaus, Taxltes ponderosus. -^ 

2. Die untersuchten vorweltlichen Nadelhölzer gehören der Braunkohlen- 
fotmaüon an und zwar der Rhön, der nassau'schen, und südbayrischen Kohlen werken. 
Gefunden haben sich daselbst folgende Arten und Gattungen: 

I. Gupressiueae. 

1. Gupressinoxylon Göpp. 

1) Gupressinoxylon nodoanm -^ Wetterau. 

2) Gupressinoxylon laptotielKim — Naaaau, Sfidbayern, HMv. 
8) Gupressinoxylon aeqoale -^ Nassau. Rhön. 

44 Cupzaasiaoxylon flsanm — Rhön (varbrtilalater Baum) iAdbiiyeni. 

5) Cupressinaijtoa nnifadia*iuü -» Bauarnheim ia dar W^tteia«» — • . t 



XIV StttutigsbMioirtie für dM Jftlif 1664. 

5^ Qlyptettrobut Eh^ 

1) Glyptostrobus tener Kraus. — Wetterau. — 
n. AU«tineae. ' 

1. Pinites With. et G5pp. 

1) Plnites Hoedlianus G9pp. Südbayern, Rhön. 

2) Pinites Schenkii Kraus — Wettorau. » 
m. Taxineae. 

1. Taxites G5pp. 
1) TaxitM Aykit Gopp. Rhön, Südbayern. 
Herr Sandberger erwähnt zur Bestätigung der mitgethtUten Foraohifiigen aBalo« 
ger Thatsacheu. 

3. Herr Forster demonstrirt das Präparat eines geheiltem KOekeawkbtlbnMlMa 
Ton einer Frau. 

4. Von Herrn Eberth wird Herr Brandinspektov Zeiger aur Aufnahme als 
ordentliches Mitglied vorgeschlagen. 

5. Herr Burkhardt wird aU ordentliches IfitgUed gewählt. 



HI. Sitzoiig am 3, December 1864. 

laluüt Wahl. — Innere Gesellschaftsangelegenheiten. 

1. Herr Zeiger wird als ordentliches Mitglied gewählt. 

2. Die Herren 

De Bary Dr. in Freiburg, 
Eisenlohr Ho()rath, Dr. in Karlsruhe, 
T. Martins Geh.-Rath, Dr. in München, 
Skofitsc Dr. in Wien, 
Spiegelberg Prof., Dr. in Königsberg, 
Syme Prof., Dr. in Edlnborg 
werden auf Antrag dos Ausschusses zu correspondirenden Mitgliedern gewählt. 

3. Herr Rin eck er erstattet als Quaestor Rechnungaablage für das . verflossene 
Jahr, welche von der Gesellschaft genehmigt wird. 

4. Zur Beschaffung von Tafeln für die NaturwissensehalUiQhe Zeitochri/t werden 
80 fl. für das kommende Jahr bewilligt. 

5. Wahlen des Ausschusses für das Gesellschaftsjahr 1865. 

Erster Vorsitzender: Herr Schenk. 

Zweiter „ „ Rinecker. 

Erster Schriftführer i « Eberth. 

Zweit« » , Roaeiitiial. 

Quaestor: „ A. Geigel. 

6. Unter Ansdniefc die Daiiket der Oeaeibcbaft wird die Ponetfon des Heim 
Textor als Gonserva4«r der Btblioliiek für daa kommMide Jahr l^ettitigt. 



SatmiitlMridite Ar das Jahr 1864. XT 

7. Wahlen der Redactions-CommissioneD Pult das GesellschafUjahr 1866. 

a. Die medicinische : 

Die Herren: ▼. Bamberg er, Förster, Scanzoni Ton LichlenfeU. 

b. Die naturwissenschaftliche^ 

Die Herren: Eberth, S4nd^«rgejr, Schank« 



Die feierliche Jahressitzung mit Festessen wurde am 7. December 1864 
abgehalten, und dabei der Jahresbericht vom Ersten Vorsitzenden Torgetragen. 



A. Geigel, 
z. Z. L SchriftfDhrer der Gesellschaft. 



XTI y«nctehiiiM dar Ar «• flirnftnihrtt ilmih^iwn Werke. 



Verzeicimiss 



der 



im 15. Gesellschaftsjahre (Dez. 1863 bis Ende Nov, 1864) 
für die GeseUachaft eingelaufeneii Werka 



I. Im TauBche: 

1) Von der kgl. bayer. Akademie der Wissenschaften in MQnchen: Sitzungs- 
beHchte, 1868. II. Band. Heft 1—4. 1864. I. Band. Heft 1—6. H. 
Heft 1. 

2) Von der Redaction des ärztlichen InteUigenzblattes : 1863. No. 49—52. 1864. 
No. 1—48. 

3) Ton der Redaction der medic-chirorgischen Monatshefte: 1863. Junl-Dec. 1864. 
Jan.-Jani. 

4) Von dem zoologisch-mineralogischen Vereine in Regensburg: Correepondeozblatt, 
17. Jahrg. Regensburg. 18C3. Sß. Abhandlangen. 9. Heft. Regensbnrg 
1864. 8». 

5) Von der naturhistorischen Gesellschaft In Nürnberg: Abhandlungen. III. Bd. 
1. Hilfte. Nürnberg. 1864. 8«. 

6) Von der naturforschenden Gesellschaft in Bamberg: VI. Bericht, tHr das Jahr 
1861—62. Bamberg. 1863. 80. 

7) Von dem naturwissenschaftl. Vereine der bayer. Pfalz (PoUichia) : XX. u. XXt. Jah- 
resbericht. Neustadt a/H. 1863. 80. 

8) Von dem historischen Vereine von Unterfranken und Aschaifenbarg : Archiv 
XVU. Bd. 1. Heft. Würzburg. 1864. 80. Die Sammlungen des historischen 
Vereins. 3 Abtheilungen. Würzb. 1866. 60. 64. 80. 

9) Von dem polytechnischen Vereine in Wüizburg: Gemeinnützige Wochenschrift. 
1868. No. 49-62. 1864. No. 1—48. 

10) Von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften InW^: Sitzungsberichte der 
mathematisch-naturwissenschaftlichen Glasse: Abth. I. Bd. 47. No. 4—8. 
Abth. n. Bd. 47. No. 6—9. 

11) Von der k. k. geologischen Reichsanstalt in Wien: Jahrbuch 1863. XIU. Bd. 
No. 3. Juli-Sept. — 1864. XIV. Bd. No. 1. Jan.-März. 

12) Von dem k. k. Thierarznei* Institute in Wien: Vierteljahrsschrift für wissen- 
schaftliche Veterlnirkunde. XX. Bd. 2. Heft. XXI. Bd. 1. und 2. Heft. XXU. 
1. und 2. Heft 

13) Von der Redaction der Ssterreichischen Zeitschrift für praktische Heilkunde: 
1868. No. 48. 49. 60. 62. 1864. No. 1—20. 22-24. 26-47. 



Verzeichniss der für die Gesellschaft eingelaufenen Werke. Xvn 

14) Von der k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien: "Wochenblatt. 1863. No. 45. 
Ai. 50. 51. 62. 1864. No. 1. 4. 6. 7—26. 28.-32. 85. 36. 41—46. Medic 
Jahrbücher. 1868. 5. u. 6. Heft. 1864. 1.-6. Heft. 

15) Von der Redaction der Wiener Medicinalhalle : 1863. No. 49—52. 1864. No. 
1—48. Medic.-chirurgische Rundschau. 1868. Nov.-Dec. 1864. Jan.-Juli. 
Sept.-Oct. 

16) Von der k. k. geographischen Gesellschaft in Wien: Mittheilungen derselben. 
VI. Jahrg. 1862. 

17) Von der Redaction der Prager Vierteljahrsschrift fQr prakt. Heilkunde: 1868 

IV. Bd. 1864. I. II. III. IV. Bd. 

18) Von dem I. R. Tstituto di scienze, lettere ed arti zu Venedig: Atti, T. VIII. 
Heft 8 u. 9. T. IX. Heft 2. 3. 4. 

19) Von dem R. Istituto lombardo zu Mailand: l)Atti Vol. HI. fasc. 1—4. 9—18. 
2) Rendiconti, classe di scienze raatematiche e naturali. Vol. 1. fasc. 1 u. 2. 

20) Von der societa italiana di scienze naturali zu Mailand: Atti Vol. IV. 1—4. 

V. 1—5. VI. 1. 2. 3. 6. 

21) Von der k. preuss. Akademie der Wissenschaften zu Berlin: Monatsberichte aus 
dem Jahre 1863. Mit 7 Tatein. Berlin 1864. 8«. 

22) Von der Gesellschaft für Geburtshilfe in Berlin. Verhandlungen. 16. Heft, Mit 
2 Tafeln. Berlin 1864. 8». 

23) Von der physikalischen Gesellschaft zu Berlin: Die Fortschritte der Physik im 
Jahre 1861, redigirt von Dr. E. Jochmaun. XVII. Jahrgang. Berlin 

1863. 80. 

24) Von der Schles. Gesellschaft für vaterländische Cultur in Breslau: 1)41. Jahres- 
bericht. 1863. 2) Abhandlungen: Philosophisch - historische Abtheilung. 

1864. Heft 1.^ Abtheilung für Naturwissenschaft und Medicln. 1862. 
Heft 3. 

25) Von der naturfurschenden Gesellschaft' in Danzig: Schriften derselben, neue 
Folge, I. Bd. 1. Heft Danzig 1863. gr. 80. 

26) Von dem physikalisch-oconomischcn Vereine in Königsberg: Schriften desselben. 
1863. IV. Jahrgang. 1. u. 2. Abth. Königsberg 1863. 4«. 

27) Von dem natnrhistorischen Vereine der preujss. Rheinlande und Westphalens in 
Bonn : Verhandlungen, herausgegeben v. Prof. Dr. C. 0. Weber. 20. Jahrg. 
1863. 80. 

28) Von dem naturwissenschaftlichen Vereine für Sachsen und Thüringen in Halle : 
Zeitschrift für die gesammten Naturwissenschaften, red. v, C, Giebel und M. 
Litwert. 22. und 23. Bd. Jahrg. 1863 und 1864. Berlin. 80. 

29) Von der naturforschenden Gesellschaft in Halle: Abhandlungen. VH. Bd. 3. Heft. 
VIII. Bd. 1. u- 2. Heft Halle 1864. 40. 

30) Von der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresden: Jahresberichte 
1861/62, Dresden 1863. 80. 

31) Von der k. sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig: ^erichte 
über die Verhandlungen. 1863. I. u. II. nebst zwei Monographien v. W.Weber 
u. P. A. Hansen (s. 2. Verzeichniss). 

32) Von dem Vereine für Naturkunde in Stuttgart: Württembergische naturwissen- 
schaftliche Jahreshefte. XIX. Bd^ 1.' Heft. XX. Bd. 1. bis 8. Heft. Stuttg. 

' 1868. 8«. ' ' ' 

Würsbarger natorw. ZeiUchrlft VI. Bd. (SitoVDgtberichte pro 1864.) 2 



XYUI Yeneichnlss der fOr die OeteUschaft etngeUpfenen Werke. 

33} Von der Senckeober^'scben natarforschenden OeseUschaft in Frankfurt a. M. : 

AbbandluogeD, V. Bd. 1. q. 2. Ueft mit Tafel 1-^31. Frankfurt. 1864. 4«. 

Nebst Beriebt über die Säcularfeier und Festscbriften von Lucae, Kriegk und 

Schmidt (s. tweitei Verzeicbniss). 
34) Von dem ärztlichen Vereine in Frankfurt a. M,: Jahresbericht über Medicinal- 

wesen, Krankenanstalten und GesundheitsTerhältnisse von Frankfurt a. M. V. 

Jahrg. 1861. Frankfurt 1864. 80. 
36) Von der zoologischen Gesellschaft in Frankfurt a. M.: Zoologischer Garten, 

herausgegeben von Professor Dr. C. Bruch. 1863. No. 7—12. 1864. 

Ko. 1—6. 

36) Von der Wetterauer Gesellschaft für gesammte Heilkunde; Jahresberichte über 
die beiden GeseUschaftsjahre 1861—63, Hanau 1864. 80. 

37) Von dem naturh.*medic. Vereine in Heidelberg: Verhandlungen. 111. Bd. No. 
2 u. 4. 

. 38) Von der uaturforscheoden Gesellschaft in Freiburg i. Br.: Berichte über die 
Verhandlungen. Bd. III. Heft 1. 2. Freiburg 1863. 64. 80. 

39) Von der kGnigh botanischen Gesellschaft in Regensbicrg: Denkschriften« Bd. V. 
Heft 1. 

40). Von der Schweizerischen oaturforschenden Gesellschaft: 1) Verhandlungen der- 
selben bei ihrer 46. Versammlung, Sept. 1862, zu Luzern. Luzern. 80, 2) Ver- 
handlungen bei ihrer 47. Versammlung, August 1863, zu Samaden. Chur. 80. 

41) Von der naturforschenden Gesellschaft in Bern: Mittheiluugcn derselben aus dem 
Jahre 1863. No. 631—652. Bern 1863. 80. 

42) Von der naturforschenden Gesellschaft in Zürich : Vierteljahrsschrift, red. v. Dr. 
Rud. Wolf. VL VU. u. Vm. Jahrg. Zürich 1861—63. 80. 

43) Von der naturforschenden Gesellschaft in St. Gallen : Bericht über ihre Thätigkeit 
während des Verein^ahres 1862/63. St. Galleu 1863. 80. 

44) Von der Soci^t^ de Physique et d'histoiro naturoUe zu Genf: M^moires, T. VI!, 
pr^miire partie. Genöve 1863. 40. 

45) Von der Redaction des Archivs flir die Holländischen Beiträge: Archiv für die 
holl. Beiträge zur Natur- und Heilkunde, herausgegeben von F. C. Donders und 
W. Berlin. Bd. 111. Heft 4. Utrecht 1864. 80. 

46) Von der kgl. Akademie der Wissenschaften in Amsterdam: Vcrslayen en Mede- 
deelingen, Afdeeling Naturerkunde Dcel XV. u. XVI. Amsterdam 1863. 80. 
Afdeeling Letterkunde Deel. VIL Amsterdam 1863. 80. 

47) Von der Akademie royalo de M^decine de Belgique: Bulletin 1868. T. VI. 
8-11. 1864. T. VH. 1—7. 

48) Von der Soci^tö royale des sciences zu Lütticfa: M^moires. T. XYIH. Li^ge 

1863. 80. 

49) Von der Red. der Gazette m^dlcale de Strasbourg: Gazette med. 1863. No. 12. 

1864. No. 1—11. 

50) Von der Soci^te imp. des sciences naturelles zu Cherbourg: M^moires T. IX. 
1863. 

51) Von der Redaction der Gaz. medicale de Paris: Gaz. m^d. 1863. No. 6. 9. 

29. 43—62. 1864. No. 2—24. 29. 36. 36. 
52; Von der Redaction der Gazette hebdomadaire de M^docine et de Chirurgie: 

Gaz. heb^omad. 1863. No. 49—52. 1864. No. 1—3. 6—47 u. 49. 



y«r?^hiuss der /Or d^ GeiMiUfchall eiogelAiifoDin W«r)i0. Xtlt 

(^8) Von der Socüte anafomiqi^e de Paris: BaUetiD« 37. ndnie. 1862; Par 1«> 
, Dr. Edio. Simon. Paria 1869. 86. ; : . / .. / / 

64) Von der Royal Society ot London: 1) Philosophical Transactiona for the year 
1863, Vol. 163. Part. I. u, II. Londan 1868« 64. 40* «) Proceed*ngs. Vol. 
XU. No. 57. Vol. XUI. No. 68. London 1864. S6v< 3) Tiie B4yal Soc. of 
London, 80«Npv. 1868. ,4<\ i) Clark H«, Skalotk of tha €«lony afBiarra I>one. 
1868.' 8P. : . ;■ L I //..' ./!/.' . 

65) Von der Liuiean Society of LtqndQH: 1> Tkß TnulaaaAiMia. Voi. XXiV. > IL 
London 1868. 40. 2) Journal of fhe Srocee^nfac a)<.Zoolagy. VoLiVIL No.27. 
28. VoJ. V^n. Nq, 29. London I864w 8». b) Botany. Vol. VU* Noy 27*. 28. 
Vol VIIL No. 29, 80. Lo^d9U. 8». .8) .Addips» of tbs BresideBt. < 1S56. 60. 
61. 68. 64. 4) List of the Linnean Society lajSd, 86. ; • : . 

66) Von der Redactlou des British medical Journal i» Londoi^. BHt. (med. Journal 
1868. No. 153— 156. 1864. No. 157— 204. / 

67) Von der Natural histoiy Society in DuJMia: Frooeedin^ for Um session 
1862/63. Vol IV. p. I. Dublin 1864. 8«. 

58) Von der Bedaotion. dea Edinboorgh oedieal Joomal: I86a Ntfv. u. De«. 1664. 

Januar — November. 
69) Von dar kgL dänischen Gesellschaft dar Wisaensohallan' au £ofenäa^n: Overaigt 

1862 u. 1868. Koj^nhagen. 80. . • : < 

60) Von der kgL Akademie der Wissensch^Aai^ zu Stoekhelm: DHandUngar. IV. Bd. 
1. Heft. Stockholm 1862. 40. 2) Öfvecsigt 1862. Stockholm 1868. 80. 3) 
Meteorologiska Jakttagelser i Sverige. IlL 1861. querfoUo. 2) öfversigt XX. 
No. 8. (6o^ A. Cmstaven Sueviae) 80. 

61) Von der schwedischen Gesellschaft der Aerzte zu Stockholm: 1) Hygiea 1868. 
No. 8-12. 1864. No. 1—8. 2) Register über Band 11—22 der Hygiea 
(1849—60). 8) Foerhandlingar STonska Laekar^-^SiaeUskapets . Somuakamator^ 
Oct. 62. — Sept. 68. Sept. 68. Stockholm 18^8, 8^. ^ 

62) Von der mediciuischen GeseUschaft zu iQhzistiaaia; Novsk.Magajiu XVIL (ia68) 
Heft 5—12. XVm. (1864) Heft 1—10* 

63) Von der kais. Akademie cier Wissenschaften zu St» Petisrätmig/: BuUetin T. IV. 
No. 7—9. T. V. No. 1 u. 2. 

64) Von der kais. uaturforschendeu, Geaellscbaft zu Moskaus BuUetia (1363. No. 
1—4. 1864. No. 1. ' .. 

65) Von der Finnischen Gesellacfiaft der Wiaaenschaften zu. Halsimgidrs *: 1) Acta- so- 
cietatis scientiarum Fenniqae. T. VJI. Htlaioff. 1868« 40. JB) Örvepigt af 
Finska Vetenskaps Societeten Foerhandlingar. V. 1867—63. Hehringr 1963. 80. 
3) Bldrag UUKaenuedom af Finland« Nator ooh Folk. 6., 6., 8. u. 9^ Heft. Hel- 
singf. 1862 u. 63. 80. 4) Förtecking 6fyM Socie^atea BoksanaKng. 1862. 80. 

66) Von der Smithsonian Institution zu Waahington: 1) Smitbsonian Contriboüons 
to Knowledge. Vol. XIH. Wash. 1864. 40. 2) Smithfeon&an/ Report 1862. 
,Wash. 1363. 80. 8) Smithsonian Misoellaneona CoUections. VoL V. Wash. 

1864. 80. 4) Sickness and mortality of the ü. S. Army during the Arst year 
of the war. 80. , .. ^ • 

67) Von dar Academy of natural Science zu Philadelphia: ProOBedlags 1868. Philad. 
1864. 80. , . i 

68) Von der Ohio State Agricultur Society zu Columbus: Ohio agriciütmr Report 
1862 (17. annual Report). Columbus 1862. 80. . . i. 

2* 



XX V«naicliiilu der fOr dl« GMeHsehaft elngelaureodH Werke. 

69) Von der S«eiety of iMtorel histofy zu Boston r 1) Boston Journal of natoral 
history, Vol. VII. No. 4. Boston 1868. 8t. 2) Pfoceedings. Vol. IX. Bogen 
19—20. 

70) Von der naturfottcbenden GesellscbAft Oranbttndens in Chnri J^hresberfcjit, 
IX. Jahrgang. 1862/6d. Ch«ir 1864. 80. 

71) Von der Redaetion der ZeICeehrift fBr rationelle Medirin inGCtttngen: Zeitschrift« 
Bd. XIX. 9. 8. XX. 1. 9. 8. XXI. 1. 2. XXII. 1. 2. 8. XXIII. 1. 2. 

:, 79) Vea der RedactSoa der Schweizerischen Zeitschrift fQr Heilkunde: Zeitschrift, 
Bd. II. Heft 4 u. 6. Bd. IH. Heft 1 n. 2. 
78) Von der AedacUon der pharmaceutlschen Zeitschrift für Kussland: Pharmac. 
Zeitschrift. 186». No. 7- 18. 16— 24. 1864. No. 1-11. 

74) Von der Redaetion der Abeille midicafe in Paris: Ab. m^d. 1863. No. 38— 
62. 1864* No. 1—10. 18-28. 

75) Von der Redaetion der aligeteeinen medtc. Cenfralzeitung iu Berlin : Allgemeine 
med. Centralaeit«ng. 1868. (82. Jahrg.) Complet. 1864. No. 1—94 (mit Auf- 
nahme der No. 82. 41 u. 45.). 1 

76) Vom der Redaetion der Zeiteehrift für praktische Heilkunde und Medicinalwesen 
von Dr. Bernhard Schuchardt: Zeitschrift 1864. Heft 1—6. 

77) Von dem Wemer->Verelne zur geolog. Durchforschung von MIhren u. Schlesien . 
1) Statuten. 2) 1. 4. 5. bis 18. Jahresbericht. 3) Hauptbericht Über die vom 
Vereine im Jähre 1862 ausgefüfarten Arbeiten. 4) Kovistka, Hypsometrie von 
Mähren und Sohlesien. 6> Derselbe, Bericht flbor Höhonmessungen. 



n. Geschenke. 

1) Von den Herreu Verfassern. 2) Von den Herren: KoclWccr, Marcusen, Ro^tn- 
thal, V, ScoMOnt dahier, Biermer In Bern, ZurNedden in Nürnberg, Zieimun in Er- 
langen. 8) Von den Veriagsbuchhandlungen : Ihrd. Enlee in Eriangcn, Krmt Günther in 
IJssa, Ed, Hampt in Bremen, JuUva HBHig in HettstSdt, Ed. Kummer in Leipzig, 
J. O. Wei$i in München, C. F. Winter iu Heidelberg und Leipzig. 

1) Appia, L., les blees^s dans le Schleswig pendant la gnerre de 1864. G^neve 
1864. 80. 

2) Begttckwünaehangesehrift zur Sendkenberg'schen SScularfeier vom Frankfurter 
physikaL Vereine mit Beitrigen von den Herren Boettger und Oppel. 
1668. 40. 

8) Bericht des t?eirtralvereins deutsfher Zahnärzte über die Verhältnisse der Zahn- 
h^kunde In Deutochland. Wien 1869. 80. 

4) Berioh* über die Ö. Jahresversammlung des Central Vereins deutscher Zahnärzte. 
> 1868. Wien 1868. 80. 

fr) Bericht über das hnndbrtjibrige Jubelfest der Senckenberg' sehen Stiftung. Frank- 
furt 1868. 40. 

6) Biermer, A., Krankheiten d<*r Bronchien und des Lungenparenchyms. 1. Lie- 
ferong. (Handbuch der Pathologie und Therapie Y. 1.) Erlangen 1865. 80. 

7) Bruch, Carl, Uutersuchungen über die Eutwickelung der Gewebe beiden warm- 
blnligen Thieron. 1. Lieferung (mit 6 Tafeln m^d Holzschnitten). Frankfurt 
1868. 4P. 



VfrzMchniaB der Oz die GeteUsohait eingelaufeueo Werke. XXI 

a^ Glairk, R., 31ietehes of the Golony of Sierra Leone. London 1863. 8«. 
9) Corvisart, Luden, Collection des M^moires sur une fouctJon incouuue du 
Pancreas. Pari» 1867—63. 80. 

10) Dreizehnter Jahresbericht der naturhistorischen Gesellschaft in Hannover 1862/63. 
HannoTer 1864. 8^. 

11) Erhard, .J., Vademecum für clinische Otiatrie. Lissa 1864. 8*. 

12) Desaisne^ des Moyens d'eviter les amputatlon». Bruz. 1865. 8®. 
ld)D0Dckt, Ign. Fr. yan der, des convulsions puerpurales. Bruxetles 1864. 

14) Falok, C. Ph., Wörterbuch der speciellim Arznei-Verordnungslehre. Erlangen 

1864. gr. 80. 
1&) Festgabe der Wetterau'schen Gesellschaft für gesammte Naturkunde (zurSendcen- 

berg*schen Säcularfeier) mit Beiträgen von G. W. RÖder und v. Möller. 

1868. 80. 

16) Ffnckenstein, Raph., Dichter und Aerzte, Breslau 1864. 80. 

17) Geinitz, H. Br., das kgl. mineralogische Museum zu Dresden. Dresden. 
1868. 80. 

18) Goes. A., Crustacea decapoda podophthalroa marina Sueciae. 80. 

19) Greifs walder medlointsche Beitrage. U. Bd. 1. u. 2. Heft (herausgegeben 
von Prof. Dr. H. Ziemssen). Danzig 1868. 80. 

20) Greift walder medicinische Beitrüge. TU. Bd. '1. Heft (herausgegeben von 
Prof. Dr. Rühle). Danzig 1864. 80. 

21) Hansen, P. A., Dartogung der theoretischen Berechnung der In den Mond- 
talbfal angewandten Störungen. 11. Abth. Leipzig 1864. gr. 80. 

22) Hern mann, A„ Notices cliniques relativement k Taction cnrative des eaux ther* 
males de Schinznach. Aa'rau 1862. 80. 

28) Herr mann, Th., zur Lehre vom Kaiserschnitt. Berlin 1864. 40. 

24) Hirsoh, Aug.. de collectionis hippocraticae auctorum anatemia. Berol. 

1864. 40. 
26) ^ Handbuch der historisch-geographisehen Patbelogie. IL Bd. 2. Abth. 

Erlangen 1864. 90. 

26) Jahresbericht ' Aber die Verwaltung des Medicinalweeens , Knnkenanetalten und 
Gesundheitszustand des Gaptons ZQrtch im Jahre 1861. Zürich 1862. 80. 

27) Joeig, Bd.. Anwei^ng, die Tropenkrflnkheiten zu verhtkten und zu heilen. 
Leipzig 1864. 80. 

28) Käan, Helnr., Tersnoh einer topographisch*medlciniichen Skizze von Meran. 
Insbruck 1861. 80. 

29) Klftsel, €mK Handbueh der speciellen Pathologie and Therapie. H. Bd. 
Erlangen 1863. 80. 

80) Kleneke, H., die pfaysimihe Lebenekuntt. 6. Lieferung. Leipzig 18$4. 80. 
31) Koristka, Carl, Hypsometrie von Mähren und österr. SeUeeien. Brunn 

1863. 80. ^ 

39) ^ -^ Bericht Aber einige im nieder» Qe^nke und imBIangebitge «vgefAhrte 

HÖhenmessungen. Wien 1861. 80. 
38) Ktafft-Ebing, R. v., die Slnnesdettrien. Erlangen 1864. 80, 
34) Kriegk, L., Aerzte, Heilanstalten, Geisteskranke im mittelalterlichen Frankfürt 

^estgube). Frank/. 1863. i^, , 



KXfl V^nf^chnist d«r (Ür d/h Oe^ellsdisft e4itgelati/bn«n Werke. 

85) Rürstelber; J. U., (J. D.) Beitrag zur CasniBÜk der ßeckengeschwfllste. Zftrich 
186B. 8«. 

36) Levi, M. R., la Patologia rellufarp. Vene£iaJ868. B». 

37) Lippert, H., le cUma de Nice. Nice 1863. 80. 

38) Lucae, J. Chr. G., die Skelettmuskeln von Phoca vftulHna Linn. Mit 8 Ta- 
feln. Frankf, ld63. Fol. 

39) Maren sen, M. J., Note gnr Tanatomie et Thistologie du Brancbiostomi hibri- 
cum. (Rxtr. des comptes rendus des s^nces de PAcad. des sciences, Imtitot de 
France.) 1864. 40. 

,40) Meissner, E« A., der Kencbhnsten und dessen Beziehungen zum 6ehSh>rg4ne. 
Leipzig 1863. 80. 

41) Mömoires de la Sor. Dunkerquoise pour Tenconragement des seieneee, des lettres 
«t des arts. 1861/62. Vlll. 1862. 80. 

42) Mittheilungen aus dem Osterlande. XV. Bd. 1.— 4. Heft. Altenbnrg 
1860. 61. 80. XVL Bd. 2. u* 8. UefU Altenbnrg 1868. 80. 

43) Müller, H«, Beitrage zur MtfrpholOgHi des Ghylnt und Eilers. (T.»A.) Wttrz- 
burg 1845. 80. 

44) über den Bau der Molen. Habilitationsschrift. WArzbutg 1847. 8«. 

46) NederUndsch Laneet., 11. Herie 1. Jalirgang. 1845/46. 80. 

46) Pfeufer, K., Zum Schutz« wider die Cholera. Heidelberg 1849. 8*. 

47) Politzer, Adam, die BeloucbtungsbUder des Trommelfells' im gesunden und 
kranken Zustande. Wien 1865. 80. 

. 48^Reekaage1, 0., Lambert's Phot^netrie. MAnohtn 186L 80. 

49) — — tbermomeirische Versuche. Habilitationsschrift. Mflneheo 1M8. 80. 
. fiO) Reinhard, Uerrman', das Mikroskop. 2. Aufl. Leipclg u. Heidelberg 1861. 80. 
51) Rick er, Ed., die SeelenstSrungen In ihrem Wesen und Behandlung für das 
gebildete. Publicum geschildert. Erlangen 1864^ 80. 
. 52) Rupprecht, B., die Trickln^nkrfnkheit im Spiegel der Hettstildter Epidemie 
betrachtet. Hettstädt 1864. 80. 
68) 6 Chat r^ Fr., cÜAatolbglscke Skizse über Pau. Bremen 1864. 80. 
54) Schenk, Aug., Beiträge zur Flora der Vorwelt. Mit 4 Tatf^bu 8^ 
. 65) Bc^blegiiUv.eit, H. ▼., die mittlere Testperatur des Jahres vnd der Jaloes- 
leitea «to. ifl iBdien u. Hecbtsieu. 80. * 

56) meteeirtologische Resultate aus hwlien und Hochasien, (aus den IfüBohner 

Sitzungsberichten). 80. 
67)/ *^ -- flhif Kartea bu den isotfaermel Lines of lodia (ans den Pkfloseiph. 

Transactlons). 
'68).dchIose^ E. , (Th^). Importance pratique des cAaeflMcaMiois natonUes des 
affections cutan^es. Paris 1856. 40. 

59) Soltmidt« Mtx, über Hftlttuig nud Zaeht der Bmt^Ente (Atx spoDse). Freakf. 
a. M* 1868; 40. i < 

60) Spencer, Herbert, the classillcation of the Sciences. London 1864. 8^ 

61) Sj^englevs L.,:'über die InlMaatiion der; Emser Tbernalfaee. Neuwied 1864. 80. 

62) Spoendli^ H., die unschidliche Kopf^MMüge. Zürich 1869* 80. 

68) Stoelker, (Ji^l , (L-D.), über angeborene Stenose der art polmoo. Bern 
18p4. 80. 

64) Syme James, Exciiion of the Scapula. Edinb. 1864. 8^ . 

65) Tilt, Edw. Job., Handbuch der Oebinnnttertherapie. Erlangen 18i4. 80. 



Yenefchoiss der für die Gesellschaft eingelaufenen Werke. XXIII 

66) The Journal of the Society of arts. No. 574. Nov. 20. 1863. 80. 

67) Troeltsch v., de Ziekten van het Oor. In's Holland, übersetzt von J. H. de 
Haas. Rotterdam 1864. 80. 

68) Ullerspefger, kurze Notizen über einige Quellen und Bäder Spaniens. 80. 

69) Wagner. G. R. (I.-D.), Beiträge zur Lehre von den Luxationen und Frakturen 
der oberen Halswirbel. Zürich 1863. 80. 

70) Weber, W., Elekrodynamische Maassbestimmungen. Leipzig 1864. gr. 80. 

71) Wildberger, 10 photographische Abbildungen geheilter veralteter spontaner 
Luxationen im Hüftgelenke. Leipzig 1863. gr. 80. 

72) Wittmack, C, noch ein Beitrag zum Menschenwohl. Hamburg 1868. 80. 

73) Wolff, P. H., 6. Jahresbericht des Züricherischen Vereins zum Schutze der 
Thieie. 1861/62. Zürich 1862. 80. 

74) Vortrag bei dem Thierschutzcongress in Hambnrg 1862. 80. 

76) Wundt, Wilh., Lehrbuch der Physiologie des Menschen, i. u. 2. Lieferung. 
Erlangen ^864. 80. ' , - 

76) Zangger, B., Denkschrift der Gesellschaft schweizerischer Thierärzte zur Feier 
der 60. Jahressitzung, Oct. 1862. Zürich 1862. 40. 

77) Zeissl, Herrn., Lehrbuch der constitutionellen Syphilis. Frlangen. 1864. 80. 

78) ^iemsivn, Hugo, die Elektricität iu der Medloin. ^2. Aufl. . Beriin 1864. ^0. 

79) ZusanmtnsteHung einiger Urtheile über die Gas-Inhalatienen. Neui^ed 1864. 8^1 



Fün£sehnter Jahresbericht 

der 

physicalisch-medidnischen Gesellschaft in WfirzlNirg 

vorgetragen am 7. Deoember 1864 

nun üem BBtiHfenlren 
AUGUST FOERSTER 



So wie* für den Einzelnen der Schluss eines Lebensjahres Veranlaasang giebt zu 
einem Rückblicke auf den verflossenen Abschnitt, welchen das letzt« Jahr umfasste, so 
bringt auch im Lebenslaufe einer (iesellschaft , wie die unsrige ist, der Schluss des 
Geschäftsjahres das Bedürfniss mit sich« eine Uebersicht zu erhalten Ober die iusseren 
und inneren Erlebnisse, Ober die Wirksamkeit der Gesellschaft nach innen und aussen, 
um nach dem Ausfalle dieser Uebersicht den Plan für die Zuknnft neu zu entwerfen 
oder im wohlbewährten Gleise fortzufahren. 

Was die Erlebnisse der Gesellschaft betrifft, so wurde im Mai des vergangenen 
Jahres der ruhige, altgewohnte Gang der Dinge auf tief erschatternde Weise gestört 
durch den plötzlichen Tod eines unserer theuersten Mitglieder, des Professor Dr. Hein- 
rich Müller, an welchem die Wissenschaft wie unsere Gesellschaft einen schweren und 
fast unersetzlichen Verlust erlitten hat; zur Gedächtnissfeier des Verstorbenen hielten wir 
erst vor Kurzem eine feierliche Sitzung, in welcher dessen langjähriger Freund und 
College, Herr Kolliker, die Denkrede vortrug. Die Gesellschaft wurde in diesem Jahre 
auch noch von einem zweiten Verluste betroffen durch den Tod des Hrn. Batailbns- 
Arzt Dr. Pfeiffer, welcher im März dieses Jahres erfolgte. 



FOnftehnter Jahreeberleht. XXV 

Verlaste darch Abgang aach aussen erlitt die Gesellschaft in diesem Jahre nicht, 
dagegen traten 9 einheimische Mitglieder neu ein, die Herren: 

Dr. Ph. Hindernacht, Bez.-Arzt, 

Moritz Gerstner, Christ am Generalstabe, 

Dr. F. Dahn, Unlv.-Professor, 

Dr. A. Hilger, Assistent am ehem. Laboratorium. 

Dr. F. A. K5ppen, Üniv.-Professor, 

Dr. L. Senffert, Assistent an der chir. Klinik, 

Dr. DSbner, Assistent an der gynäc. Klinik, 

Dr. F. Burkhardt, Assistent an der path.-anat. Anstalt, 

Carl Zeiger, Brand-Inspector. 

Die Zahl der einheimischen Mitglieder beträgt nunmehr 85. Die Zahl der aus- 
wärtigen Mitglieder betragt in diesem wie im vorigen Jahre 53. Zu correspondirenden 
Mitgliedern wurden in diesem Jahre gewählt die Herren 

Dr. De Bary in Freibnrg, 

Hofrath Dr. Elsen lohr in Karlsrahe, 

Geh.-Rath Dr. von Martins in München, 

Dr. Skofitsz in Wien, 

Professor Dr. Spiegelberg in Königsberg, 

Professor Dr. Syme in Edinburgh. 

Die Zahl der correspondirenden Mitglieder beträgt demnach jetzt 65. 

Die innere Thätigkeit der Gesellschaft entwickelte sich in einer langen Reihe 
grösserer und kleiner Vorträge nnd Demonstrationen in den Sitzungen, deren In diesem 
Jahre 19 abgehalten wnrden. 

Vortrige worden gebalten von den Herreu 

Bamberg er: Ueber Harnstoflfausscheidangen auf der Haut. — Üeber einen 
Fall von Schwefelsänrevergiftnng. — Ueber Harnsäurebestimmung. 

Dehler: Ueber HamrShrenstricturen. — Ueber Atresia ani. 

Eberth: Structur der Darmzotten. — Flimmerepithel auf dem Amnion von 
Katzenembryonen. — Lymphdrüse im Mesenterinm der Krokodile. — Schädel von 
Cheiromys. — Slebold's Werk ober die Slfeswasserflsche Europa'?. — Structur der 
Spinalganglien bei den Wfrbelthieren. — Lnngeiibläschen-Eplthel. — Keltische Stein- 
wafTen. — Feiner Bau der Nieren. 

Förster: Medicin der Chinesen. — Weichselzopf, '— Gallensteine. — Exos- 
tosen und Hyperostosen am Cranium, — Wirbel fractur, — 

von Franqne: Operation der Ovariencysten. •*- Kaiseischnitt nach dem Tode. 
Geigel: Therapie der Pneumonie. — Mortallt&taverhäHnitse der Pnenraonie. 

Kölliker: Da^^vinVhe Theorie der Entstehung der Arten. — Duchenne's 
Atlas physionomique. — Thury's Theorie der Entstehung der Gesclilechter. — Calabar- 
bohne. — Einfachste Formen der Bindesubsianz bei den Quallen. 

Krause (Cand. med., eingtnihrt von Herrn Schenk); mikroskopisohe Untep- 
sochnng foeiiJer HöUer« 



XXTT FODftthnter Jahresbericht. 

Marcasen: HUtelogfe tod Branchiostoma. 

H. Müller: Regeneration der Wirbelsiule bei Trltonen. — Histologie derNeuih- 
augenhaut. — Histologie der Linse nach den Untersuchungen von Babiichin. 

Osann: Ozon Sauerstoff. — Spectralanaljse. — Reduction der Metalle darch 
den galvan. Strom und OzonsauerstofT. — Neues Verlhhren dem Farbenspfktrum eine 
grössere Ausdehnung zu geben. 

Ri neck er: Paralyse bei Diphtherie. — Contagiositat der sec. Syphilis. — 
Hirnhypertrophie. 

Sandberger: Entstehung der Phosphite. — Kohienlager Badena, — Kno- 
chen aus dem Feuerbarher Moor. — Alberti's Leistungen über die Triasfor- 
mation. 

Schenk: Fossile Kenperflora. — Fossile Ronebedflora. 

Schulen Chirurgische Erfahrungen in Scldeswig-Holstein. 

H. Schlaginweit: Neues Instrument zum Messen von Curvea. — Isothermen. 
— Eiszeit. 

Textor: Exostose des Stirnbeines. 

Tr ölt seh: Technik des Einblasens von Luft in die Paukenhöhle. — Hirn- 
abscess und Perforation des tegmen tympani. 

Weber: Verknöcherter Bruchsack einer Kuh. 

Viele dieser Vorträge und Mittheilungen wurden von Demonstrationen begleitet 
und es kamen so den Mitgliedern der Gesellschaft eine grosse Reihe interessanter Ge- 
genstände aus dem Gebiete der Naturwissenschaften und Medicin zu Gesicht. Die 
Sitzungen wurden meist zahlreich besucht nnd an einzeHie Vorträge knüpften sich 
längere Discussionen. 

Die ThStigkeit der Gesellschaft nach aussen trat in der Heransgabe ihrer Zeit- 
schriften hervor. Von der naturwissenschafti ichen Zeitschrift erschienen das 
2. und 3. Heft vom vierten nnd das 1. und 2. Heft vom fünften Band; die Beiträge 
wnrden wie früher fast ausschliesslich von Mitgliedern der Geaellschaft geliefert und 
schliesst sich diese Zeitschrift also in dieser Hinsicht eng an die früheren Verhand- 
lungen der Gesellschaft an. Von der medicinischen Zeitschrift erschienen das 
5. und 6. Heft des vierten und das 1—8 Heft des fünften Bandes ; die Beiträge wurden 
wie in den fHiheren Bänden grSsstentheils von solchen geiiefirtY die mit der GesellscbafI 
in keiner näheren Verbindung stehen und trägt diese ZeÜsohrift daher ihren Namen 
„Würzburger" mcdic. Zeitschrift mehr nach dem Ort der Herausgabe, als nach dem 
Orte der für dieselbe wirkenden wissenschaftlichen Thätigkeit An die Stelle des Ter* 
storbenen Redactionsmitgliedes der natnrwissenschaftlichen Zeitsohrift, H. Müller, 
wurde Herr Eberth gewählt. In der Schlusssitzung wurden wie früher 80 fl. für Ta- 
feln der uaturw. Zeitschrift gewährt. 

Der Tausch-Verkehr der Gesellschaft mit anderen in- und auswärtigen Gesellschaften 
nnd Redactionen stand auch im vergangenen Jahre unter der umsichtigen und auf- 
opfernden Leitung' unsres zweiten Setretürs in grosser Blüthe und findet sich nnsre 
BiblU>iME daber in einon Zualande, welcher den Mitgliedern einen reichen Schatz für 
ihre Studien und Bestrebungen gewährt. Es haben auch in diesem Jahre viele Gesellschaften nnd 
Redacti4)nen den Tauschverkehr nicht fortgesetzt oder den angekündigten nicht begonnen; 
dahin gehören der Verein für Naturkunde zn Pressburg, der botan. Verein für die 
Provinz Brandenburg in Berlin, der Verein für wissenschaftliche Heilkunde in 
Königsberg, die natnrf. Gesellschaft in Görlttz, der pfaysicalische Verein in 
Frankfurt a. M.; die Vereine mr Naturkunde in Offenbaeh, Wiesbadeo, 



Fftnrz«huier Jahreebeticht. XXVIt 

Gieiseo, Paeaibti, ^sel, Lauftanne, Strassbutg, Oharleston, Ne^icliatel, 
B r ü n D , die zoologisdie QeseUscbalt in Amsterdam, dk Aoademie des scienoeä iu B r ü s s e 1 , 
die Soc. de Biologie in P ar i s , die deutsche med. Oeselisehaft in P ar i s , Genera] board of bealtb 
in London, Literar. and pbilosopb. soc. inMancheste r, dieflnnieche Gesellscbaftder 
Aeizte in Helsingfors. die Academy of science in ßt. Louis, die physic. med. 
Soc in Erlangen, die klinischen MoQttsbl&tter fOr AngenbeilkuBde in Bern, das 
Archiv fßr Ophthalmologie in Berlin. Mit den Oeselhchaften und Redactionen, von 
denen aqch im folgenden Jahre die Zusendnegen ausbleiben, wird der Tausehverkehr 
aueb unsrerseits aufgehoben werden. 

Ausser durch den Tausch wurde die Bibliothek durch zalilreiche Ueschenke von 
Mitgliedern uttd Freunden det Oeselisehaft vermehrt. Würden sich die Mitglieder zu 
Berichterstattungen ober zu dleSPm Zwecke eingeschickte Werke in grösserer Zahl her- 
beilassen , so würde hierdurch unserer Bibliothek ein reicher Gewinn an werthvoUen 
Werken zuwachsen. 

Das Vermögen der Gesellschaft gestattete wie früher ausser der Bestreitung 
der Miethe der Loeale der Gesellschaft und anderer solcher Ausgaben nur die Unter- 
stützung der Zeitschriften durch Zahlung der Kosten für einige Tafeln. Es gestaltet 
sich nach der in der Schlusssitzung genehmigten Rechnung des Herrn QuSstor in 
folgender Welse: 

Kassenrest vom vorigen Jahre 224 fl. llVt kr. 

Einnahmen 362 fL — kr. 



Summa 576 fl. llVs kr. 
Ausgaben 389 IL 34Vs kr. 



Activer Kassenreat 186 fl. 87 kr. 

Hierzu Kapitalvermögen 224 fl. — kr. 



410 fl. 37 kr. 



Die Wahlen für das Jahr 1864/65 ergaben als 

I. Vorsitzenden: Herrn Schenk. 

n. Vorsitzenden: „ Rlnecker. 

L Secrettr - „ Eberth. ' 

IL Secretir: „ Rosen thal 

Quistor: „ Gelgel. 

Redaction der medicinlscben Zeltschrift: 

die Herren: Bamberger, Förster, Scanzonl von Lichtenfels. 

Redaction der natorwitsenschaftlicheD Zeitschrift: 

die Herren: Eberth, Sandberger, Schenk. 
Herr Professor Textor wurde wie fHkber als Conservator der Bibliothek neben 
dem zw«Hen Secretär beetitigt 



XXVIU Ffinfeehnter Jahresbericht. 

Ziehen wir uun am Schlüsse die Summa desseD, was uns die Gesellschaft im 
vergangenen Jahre gewesen ist, was sie uns geboten und was sie geleistet hat, so wird 
f^ilich der Einzelne jo nach den Erfordernissen , die er an eine solche Gesammtheit 
stellt^ manches anders, aianchei besser wQnschen und werden wir wohl auch in Zu- 
kunft genug zu ändern und zu bessern haben, aber Eines wird doch Jeder, der mit 
wirklicher Theilnahrae an der Gesellschaft hingt, auch ans diesem Jahre mit Befrie- 
digung und Erhebung davontragen: das ist das Gefllhl, dass Jeder, wenn er nur den 
rechten Willen hat, in einem solchen wenn aach kleinen und beschränkten Kreise 
besser als allein für sich an dem grossen Ziele mitarbeiten kann , welches uns Allen 
bei unsrem Streben und uusren Bemühungen vorschwebt und uns begeistert, das 
ist die wissenschaftliche Erkenntniss der Erscheinungen der Natur und Ihrer Organisj 
und die Verwerthung derselben zum Heile der Menschheit. 



Zur Erinnerung 



HEINRICH MÜLLER, 



ein 



in der feierlieben Sitzong der phys.-med. Gesellscbafl vom 
19, November 1864 gebaltener Vortrag 



von 



A. Kölliker. 



Hochgeehrte Anwesende! 

Wochen und Monate sind vergangen, seit der theuere Freund, dessen Andenken wir 
beute feiern, vms entrissen wurde, und noch immer können wir es nicht fassen, dass er 
nicht mehr unter uns wirkt und lebt. Wenn ein reiches edles Leben erlischt, so em- 
pfindet selbst der Fremde ein GefQhl der Trauer, diejenigen aber, die einem solchen 
Geiste nfiher standen, oder gar sich Freunde nennen durften, ergreift tiefe Wehrauth und 
BekOmmerniss, denn es wird ihnen mit einem Male wie eine Fiber ihres eigenen Wesens 
»ralort «nd ein tiefer Riss in ihr ganzes lieben gemacitt. Sie alle haben unseren dahin- 
getehiedenen H. Mtller geliebt und geehrt, Sie können somit ermessen, was derjenige 
fliblen mvift, d«r wfthrend mehr als 16 Jahren in täglichem Verkehre mit ihm stand! 
Wenn man so kioge Zeit in roUster Eintracht und nach dersdbcn Richtung miteinander 



XXX Zur Erinnerung an Heinrich Müller. Vortrag von A. KoUiker. 

gewirkt hat, wenn man sich gewöhnt hat, nicht nur die grösseren Ereignisse des Lebens, 
sondern auch alle kleinen tiiglichen Leiden und Freuden des Forschers und des Menschen 
einander zu vertrauen und miteinander zu theilen, wenn man dazu gelangt ist, ohne 
den Freund nichts ganz zu empfinden, dann fOrwahr verliert man einen guten Theil 
seines eigenen Daseins, wenn derselbe plötzlich scheidet, und ist es schwer den Qed*nken 
zu fassen, dass das was so lange war, nun nicht mehr sein soll. 

Doch wir sind nicht hier, um von uns zu reden und unsere Trauer voranzuitellen, 
was wir wollen, ist unserem viel zu früh dahingegangenen Freunde ein recht herzliche 
Denkmal der Anhänglichkeit und der Liebe setzen und aller Welt sagen, was er war und 
wie mächtig er wirkte. Und sollte auch der Versuch, dM so reiche Gemfith und die 
segensreiche Thitigkeit unseres H. MO 11 er denen zu schildern, die ihn nicht niher kann- 
ten, nur unvollkommen gelingen, so wird doch hoffentlich Jeder wenigstens eine Ahnung 
der Wahrheit zu erfassen im Stande sein. — 

Heinrich MQlier wur<l0,at« |7, Dißt^mh« l^.tu Castell in Unterfranken ge- 
boren als der Sohn des gräflich CasteH'schen Kanzleidirectors Qottlieb M Aller und 
seiner Frau Philipp ine, gebome Meyer yon München. MQlier's Vater stammte aus 
einer fränkischen Familie, doch ist von derselben nichts weiter zu ermitteln, als dass der 
QrojsvMe» H. MüHet's in >faii|itb^t zu Htus« ^r. usd jroy efnjr Hbtirgiordiieten 
SteÜu^g dtreh seinen fleiss ftnd siine Talentd 8<fcon z« ^m lUngt einel Kamleiliree- 
toTi und tiehcfmenrithes in gräflich CastelVschen Diensten sich emporgearbeitet hatte. 

Den ersten Unterricht bis zum 14. Jahre erhielt H. MG 11 er zu Castell im elter- 
lichen Hause und ist aus dieser Zeit besonders hervorzuheben, dass während der 8 letzten 
Jahre dieser Periode ein naber Verwandter ui^d aui^i^zdchn^ Philologe, A^l^ JfUige 
Rektor des kgl. Gyrmiasium^ in ErFangch, Professor von Jan, die Erziehung Müller*s 
leitete und Überwaehto, Mwie .das» doraelbe schon «dsmals seinen Sinii fQr Naturwissen- 
schaften durch Anlegung einer Insectensammlung beurkundete. Im 14. Jahre bezog 
Müller das Gymnasium zu Schweinfurt, woselbst er während vier Jahren sich immer- 
fort der väterlichen Fürsorge des Herrn v. Jan zu erfreuen hatte, der mittlerwelle dort 
Professor der alten Sprachen gewordep. w^ .uKl Miller in seine Wohnung aufgenom- 
men hatte. Von MG11er*s Flcisse am Gymnasium geben die noch erhaltenen Zeugnisse 
Kunde, denen zufolge er in den 8 oberen Klassen stets der Erste wAr und zuletzt mit 
der Note I zur Universität entlassen wurde. MQller's Vater war mittlerweile im Jahre 
1837 gestorben und so blieb fortan seiner Mutter die schwierige Autjgabe allein überlas- 
sen, die weitere Ausbildung ihrer zwei Söhne zu (Iberwachen, welcher Pflicht sich dieselbe 
mit einer Liebe unterzog, die über jedes Lob erhaben ist. Welchen Einfluss diese Auf- 
opferung der Mutter, die ihren Söhnen mehrere Jahre hindurch auf 5'er^iedenen Uni- 
versitäten zur Seite stand, auf die Entwiclclung derselben hatte, ist für den Uneinge- 
weihten schwer ganz zu ermessen, was jedoch unseren H. Müller betriflt, ao unter- 
liegt es wohl keinem Zweifel, dass er seiner Mutter einem guten TheUe naph die Erhal- 
tung seiner korperlichc;i Gesundheit verdankte. Müller war nämlich schon als Ki^^. 
eher von zartem Körperbau und oft leidend gewesen und schwere ^rfcrMkkungen beflclen. 
ihn leider auch während seiner Universitätsstudien und mussten ihm die UebeToUe Pfl^e 
der vortrefflichen Mütter doppolt erwünscht machen. 

Die erste Universität, die Müller im Wiiter 1^8/39 bezog» ww MOnthen, nsd 
betrieb er dort während eines Jabrea besondere naturgMchisMüehe ,uo4 JiisloriaA f l U tol»*» 
gische Studien, indem er TorzfigUoh Xhieraeh, Schubert, Koeii) JKaataer mid 
R. Wagner hörte, w9raittf er denn mit firfolg «eia A44UMioMe^i«MB besttod. kn. 



Zur ErinneruDg an Heinrich MQlJier. Vortrag von A. K^liker. XXXI 

Winter 1889/40 schert besonders DOUinger ihn wieder nach MUn^^n gezogen zu 
haben, bei dem er das Studium der Anatomie begann und von dem er auch in spateren 
Jahren stets nur mit Verehrung spraoh, doch war es ihm nicht vergönnt, den Unterricht 
dieses berühmten und immer noch anregenden Forschers länger zu geniessen, denn schon 
im Frühjahre 18i0 befiel ihn eine schwere Erkrankung der Lunge (Haemoptoe), welche 
ihn zwang, seine Studien vorläufig ganz aufzugeben. Auf den Rath von Geheimerath 
V. Walt her suchte er das mildere Klima von Baden-Baden auf und verweilte daselbst 
in Gesellschaft seiner Mutter, die ihren älteren Sohn in demselben Jahre verlor, vom 
Juni 1840 bis zum Mai 1941, während welcher ganzen Zeit Müller einzig und allein 
seiner Gesundheit lebte. Als dieselbe dann ziemlich wiederhergestellt wart durfte er 
nach dem Rathe von Walther nicht nach Mönchen zurückkehren und wandte sieh 
daher nach Freiburg, wo er während dreier Semester vom Sommer 1841 bis zum 
Herbst 1842 dem Studium der Median oblag und vor Allem bei Arnold eine liebe« 
volle Unterstützung und Förderung seiner Studien fand, für welche er diesem grossen 
Anatomen und vortreffilchon Lehrer sein ganzes Leben hindurch dankbar blieb. Im 
Winter 1842/43 ging Müller nach Würzburg, hörte hier während zweier Semester 
besonders practische Fächer, vor Allem Marcus, D'Outrepont und Textor und 
promovirte dann am 14. October 1843, nachdem er das Examen mit der Note I be> 
standen hatte. Nach der Erlangung der Doctorwürde hatte der Mediciner in Bayern da- 
mals noch zwei Jahre hindurch practische Fächer zu hören, bevor er das Staats- oder 
Schlussexamen bestehen durfte, und so finden wir dann, dass Müller erst noch ein 
Semester in Würzburg blieb, dann im Sommer 1844 die Universität Heidelberg 
und im Winter 1844/45 Wien bezog, um im Sommer 1845 wieder nach Würz bürg 
zurückzukehren, woselbst er im Herbste sein Schlussexamen machte. Während 
dieser zwei Jahre widmete sich Müller thcils den practischen Fächern, theils und mit 
Vorliebe dem Sl^udium der mikroskopischen Anatomie bei Henle und der pa- 
thologischen Anatomie bei Rokitansky, welche beiden ausgezeichneten Lehrer 
einen entscheidenden Einfluss auf seinen weiteren Entwicklungsgang hatten. Durch 
Henle wurde Müller zuerst in den Gebrauch des Mikroskopes eingeführt, und bei ihm 
arbeitete er dann auch seine erste Untersuchung und Dissertation, die Beiträge zur Mor- 
phologie des Cbylus und Eiters aus, deren Tafel Henle selbst zeichnete. Auf der an- 
dern Seite lernte Müller bei Rokitansky die auf eine grossartige Naturbeobachtung 
basirte neue pathologische Anatomie an der Quelle kennen, in die er schon in Würzburg 
durch den vortrefflichen Bernhard Mohr eingeführt worden war. 

Nachdem Müller im Herbste 184Ö, freilich seiner Kränklichkeit halber erst nach 7 
Jahren, alle seine Studien mit Ruhm und Erfolg beendet hatte, scheint er eine Zeit lang 
unschlüssig gewesen zu sein, ob er der practischen Laufbahn oder dem Lehrfache sich 
zuwenden solle. Im Winter 1845/46 war Müller 6 Monate lang freiwillig Assistent 
am Juliusspitale (bei Hofrath v. Marcus) und führte während dieser Zeit zahlreiche 
mikroskopische Untersuchungen für die medicinische Klinik aus. Nach und nach aber 
überwog die Liebe zum Mikroskope alles andere und wandte er sich aus diesem Grunde 
noch einmal im Sommer 1846 zu Henle in Heidelberg, wo dann der Entschluss, in 
Würzburg sich zu habilitiren, in ihm reifte, wobei wohl Henle's Rath als besonders 
massgebend sich erwies. Unter Henle's Augen wurde nun die Ausarbeitung seiner 
Habilitationsschrift: „Uober den Bau der Molen'' begonnen, und am 27. März 1847 fand 
in Würzburg die Habilitation statt, bei der er mit grosser Gewandtheit in lateinischer 
Sprache seine Habilitationsschrift gegen Kiwisch, Rinecker und Münz vertheidigte 



XXXII Zur ErfuneruDg au Hehiricfa Mttller. Vortrag von A. KGUlker. 

und einen Vortrag ffber das von der Faeultat ihm gegebene Thema: „UAor die Natur 
der GeechwQlste, insbesondere des Krebses und Blutschwammes' hielt. Ueber die ganze 
Habilitation und die Habilitatfonsschrift liegt ein Referat von Ki wisch bei den Acten 
der Facult&t, welches sich im vollsten Masse anerkennend ausspricht, und so wurde dann 
Mfiller am 18. Mai 1847 unter die Zahl der Docenten der Alma Julia aufgenommen. 

Wie aus dem Mitgetheilten zu entnehmen ist, war H. Mfiller durch Henle's und 
Rokitansky's Rinfluss vor Allem zum Studium der mikroskopischen und patho- 
logischen Anatomie gekommen and so begann er auch sehie akademische 
fjaufbahn mit diesen Fiebern. Schon im Sommer 1847 las er „pathologische Hi- 
stologie^ und „allgemeine Pathologie *" und diesen Disciplinen blieb er dann 
auch wlhrend der ersten Jahre treu, indem er auch noch fortwShrend die mikroskopischen 
Untersuchungen fOr die Klinik von Marcus ausffihrte. 

Als der Prof. der pathologischen Anatomie, B. Mohr im Sommer 1848 in Folg« 
einer schweren Erkrankung, die dann im Winter seinen Tod herbeiführte, seinen Func- 
tionen nicht mehr vorstehen konnte, übernahm Mfiller auch die pathologische 
Anatomie, die er schon vorher in den Ferien als Kepetitorium gelesen hatte, und leitete 
nberdiess vom Octobcr 1848 bis Juli 1840 die klinischen Leichenöffnungen. — Unter 
solchen Verhältnissen konnte er wohl einige Hoffnung hegen, bei der Wiederbesetzung 
der Professur der pathologischen Anatomie BcrOcksichtigung zu finden und in der That 
stellten ihm auch die Mehrzahl der Professoren der FacuUät ihre Vota bestimmt in Aus- 
sieht. Als dann aber in der entscheidenden Sitzung drei andersdenkende Facultätsmit- 
glieder mit einem wohlmotivirten Antrage fürVirchow auftraten, stimmten sie alle an- 
dern um und wurde mit Umgehung MOllcr's Virchow einstimmig vorgeschlagen! 
Diess war der erste herbe Schlag, der Müller in seiner akadcmisclien Bahn traf und 
wurde derselbe, wie der Vortragende sich noch wohl erinnert, von ihm tief empftinden, 
jedoch weniger desshalb, weil er sich Virchow gewachsen glaubte, als weil er zum 
ersten Male die bittere Erfahrung maclite, wie wenig Vcrlass auf sogenannte Gunner und 
Freunde sei, und dann auch besonders aus dem Grunde, well er von nun an keine 
Hoffnung haben konnte, auf der einmal betretenen Bahn der pathologischen Anatomie 
and pathologischen Histologie zu einem erfreulichen Ziele zu gelangen. Seine gedruckte 
Stimmung wurde noch durch körperliches Unwohlsein vermehrt, denn im Frühjahre 1849 
hatte er in heftigem Grade die Masern und hierauf einen acuten Gelenkrheumatismus 
zu überstehen gehabt. Im Winter l849/ö0, zu welcher Zeit Virchow schon da war, 
las er zwar noch allgemeine Pathologie und pathologische Gewebelehre, allein im FrQh- 
jähre 1850 war er gcnöthigt, in der Kaltwasserheilanstalt bei Boppard am Rheine der 
Herstellung seiner Gesundheit zu leben, und im Sommer desselben Jahres benutzte er 
dann ein von der kgl. Staatsregierung erhaltenes Roiscstipendiura zu einem dreimonat- 
lichen Aufenthalte in Nizza. Hier reifte dann wohl zuerst der Gedanke in ihm, die 
bisherigen Fächer mit der normalen und vergleichenden Anatomie und Ge- 
webelehre zu vertauschen, und benutzte er die Zeit seines Aufenthaltes am Meere 
theils zur allgemeinen Orientining, theils zu ciulässlicheren Studien über die Salpen und 
Cephalopoden. Nach Würzburg zurückgekehrt las er dann zum ersten Male, dem Aner- 
bieten des Vortragenden entsprechend, im Winter 1850/51 ein normal anatomisches 
Colleg, nämlich Osteologie und Synd esmologic, und im Sommer 1851 mikro- 
skopische Anatomie, kündigte jedoch daneben immer noch allgemeine Pathologie 
an, ohne dieselbe jedoch mehr als einmal wirklich vorzutragen. 



Zur Erinnerung an Htinrkh MfUler. Vortrag toq A. KWiker. XXXm 

Mittlerweile hatte sieh seine Oeeiradbeit wieder befettigt nii4 zUUto «in inviter 
Aufentfaaft in Italien vom Juni bis Endo October 1861, den er ebenfalls ans dem <6r- 
w&hnten Reisestipendium bestritt, und den er unternahm, nm die begonnenen Untersadi- 
ungen einer grosseren Vollendung entgegenxuf&hren, zu den angenehmsten Erinnerungen 
seines Lebens. Nicht nur fand er in Messina bei den deutsohen und SchweiaerCami- 
lien J&ger, GonEonbach, Grill u. a, eine äusserst liebevoUe Aufnahme, sondern e»: 
waren anch seine Forsehungen von schönen Erfolgen begleitet and war namentlieb die 
Entdeclcnng der Xchten minnlichen Argonaut« mit ihrem Hectocotylvsarm geeignet, die 
Hoffnung zu erwecken, dass es ihm auoh auf dem neubetretenen Gebiete gelingen werde, 
sieh eine geachtete Stellung zu erringen. 

Von nun an änderte M fi 1 1 e r seine Studien ganz und gar nnd wandte sich vor 
Allem der Anatomie, z. Th. auch der Physiologie zu, um so lieber als nun auch seine 
äussere Stellung sich verbesserte und er im Frühjahre 1852 Extraordinarius wurde 
Zwischen dem Vortragenden, der die Gesammtheit der anatomisch-physiologischen Fächer 
zu vertreten hatte, und H.Müller bildete sich nun nach und nach ein Verfaäitniss aus, 
das in dieser Weise wohl nieht häufig an einer Universität zwischen zwei Forschem be- 
standen hat, die wesentlich dieselben Fächer betrieben, und das zuletzt zu einer Theüung 
gewisser Disciplinen und zu einer gemeinschaftlichen oder abwechselnden Vertretung an- 
derer führte. 

Vom Jahre 1858 an las Müller im Winter abwechselnd Osteologie und Neurologie 
oder Osteologie, Gcfässe und Sinnesorgane, während der Vortragende die flbrigen Systeme 
behandeRc. 

Dann wurde in 4 auf einander folgenden Sommern gemeinschaftlich ein physio- 
logischer Experimentalcursus gegeben, über den zwei Berichte in unseren Ver- 
bandlungen veröffentlicht sind. Vom Sommer 1853 an las MQller die Histologie 
ganz und gar, und vom Sommer 1856 an gab er je im Sommer und der Vortragende je 
im Winter den practischen mikroskopischen Cursus. 

Als M filier im Jahre 1858 eine ordentliche Professur erhielt, wurden ihm als No- 
minalfächer die vergleichende Anatomie und die topographische Anatomie 
zugetheilt, doch änderte diess in dem gegenseitigen Verhältnisse wenig nnd las er von. 
nun an ia jedem Winter die eine Hälfte der menschlichen Anatomie nnd öie Histologie 
und im Sommer vergleichende and topographische Anatomie und den mikroskopischen 
Cursus. 

Abgesehen von diesen Oollegien hatte sich aber M fi 1 1 e r gleich vom Beginne der 
Betretung der neuen Richtung an einen besonderen Lehrzweig und ein Specialobject der 
Forschung in der Anatomie und Physiologie des Auges geschaffen, das ihm 
zufolge einer stillen ücbereinkunft der Collegen auf der Anatomie bald ganz allein Ober- 
lassen wurde und bei dem er die grössten Erfolge errang. MOllor's erste Studien Über 
das Auge, d. h. die Retina, datiren aus' dem Winter 1851/52 uhd im Sommer 1852 las 
er zum ersten Male Anatomie des Auges, worauf er dann anfangs abwechselnd Anatomie 
und Physiologie des Auges vortrug und später wenigstens je da* zweite Semester ein 
das Auge betreffende CoIIeg las, in dem aucii meist die p&thologische Anatomie de^' 
Auges und z. Th. auch die Pathologie dieses Sinnesorganes und die Anwendung derf ' 
Augenspiegels ihre BerOcksichttgung fand, letzteres namentlich seitdem «r Ostern 1854 
drei Wochen bei v. Graf fe gewesen war, um Erfahrungen im praktischen Gebiete der 
Ophthalmologie za sammeln. 

Wttwburgor naturw. Zeitsehrift VI. Bd. (Sitzungiberiehte pro 1864.) g 



XXXIV Zur BriimeriiDg aa Hoiarieh MikUer. Yorto^g von A. KQlUlrer. 

I 

Wihrthf] Bieter ftwMtaa Periode »«iaer ftka^kmiiclMii Thitigkei^ besudite Meiler 
nocli lireim»! dia Seeküsie. Im WUi und April 1852 verweilte er einige Wochen in 
Tiieet Im> Aoguat desselben Jüabrea ging , er mit dem Vortragenden nach Meteina, wo 
beido bis lum Ootober verweilten, während der spater eingetroffene Gegen bau r den 
gattaeo Winter fiber dort blieb. Im Herbste 1866 endlich trafen sieb Müller, Häckel, 
Kupffer und der Vortrmgende in Nizsa, wo sie aueh, das Vergnügen hatten, Jobannes 
Müller £tt linden. Als Fnucht dieser Reisen ist ausser einer Keihe besonderer noch ui 
erwähnender Arbeitee: - noch ein .gemeinschaftUofaer Berioht der in Messina angestellten 
UntersuchoBgen ven Müller, Oegembaur und dem Vortragenden veri>frcntlichl 
worden. — 

Nachdem ich Ihnen, geehrte Anwesende, hiermit einen gedrängten Ab)[;i;5s der äusseren 
Schicksale unseres Freundes gegeben habe, wende ich mich nfin zu der schwierigeren 
Aufgabe, der Darstellung von-^üUer's Leis^mgen als Forscher, als Lehrer und als Mitglied 
unserer Gosellschaft. 

n. Mfiller^s Arbeiten alle so namhaft zu machen, wi« sie es verdienen, würde 
weit üfyer das hicrr gesteckte Ziel binansfShren und beMhränkt sieh dabH> der Vortragend^ 
auf «ine kurze Sehilderutig des Bedeutendsten. 

Schon fl. Mülle r*8 Dissertation über den Chylus und EKer zeigte, wess Geistes 
Kind er war und erkennt man in derselben leicht den durch und durch sorgfältigen und 
gewiflienhaften Beobachter. Führte dieselbe auch nichit zu entscheidenden Ergebnissen 
in Betreff der Bildung der abgehanieltcn JBt^.ente, so gi|M sie doch die erste genaue 
Schilderung d^r Fettmoleküle des Chylus und des so wechselnden Verhaltens der Chylua- 
und Eiterzellen. Ebenso trefflich ist seine Habilitationsschrift über den Bau der 
Molen, die für immer der Ausgangspunkt jeder feineren Untersuchung der pathologischen 
Verhältnisse des menschlichen Eies sein wird und ausser^^em auch noch die ersten Be- 
obachtungen Über die Uterindrüsen ini nicht schwängeren menschlichen Uterus (St. 52) 
und über die Entwicklung der elastischen Fasern ohne Vermittlung von Zellen und 
Kernen (St. 62; enthält. Ausser diesen beiden Arbeiten hat Müller in den ersten 
Jahren seiner Tliatigkeit als Forseber nur Weniges verixffentlicht, um so zabheicber waren 
dagegen die Schltze aus dem Gebiete der pathologischen Histologie, die er in seinen 
Tagebüchern auftpeicherte, ohne sich entschliessen zu kSimen^ dieselben zu veröffent- 
lichen, unl entsiimt sieh der Vortragende noch sehr wohl, wie oft in den Jahren 1847 
auf 60, wain Virchow und Andere wieder etwas Ne>iie« verüflbntlicfaten, Müller ihm 
sagte, das habe er auch schon gesehen. Die oben geschilderten Verhältnisse verhinderten 
ihn auch später, etwas von seinen pathologisch-anatomischen Studien zum Drucke zu 
bringen, und so ünden wir ihn dann vom Jahre 1850 an vor Allem im Gebiete der Hi- 
stologie, vergleichenden Anatomie und Physiologie, und zuletzt fast ausschliesslich in dem 
der Anatomie und pathologischen Gewebelehre des Auges thätig. 

MüUer's vergleichend-anatomische Studien, die von seinem ersten. Aufent- 
halte in ^izza im Jahre 1850 her datiren und während der spätefen viermaligen Reisen 
ans Mittelmeer mit dem grösslen ßifer fortgesetzt wurden, fiezogen s|ch vor allem auf 
die Salpen und Cephalopoden, doch weiss Keiner der nicht seine umfangreichen 
Manuscripte gesehen oder wie einige FreuAdo Zeuge seiner Untersuchungen war, dasa 
er in dieser Zeit ein reiches Material zu einer vollständigen anatomischen und histolo- 
gischen Monographie dieser Thiere gesammelt hat, denn er gelangte leider nicht dazu, 
diese Arbeiten auflzuführen^ und liegt in dieser 'Beziehung Nichts von ihm. vor ab ein 
Bericht in der Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie (Bd. IV.) .und einige Notixen in 



Zur Erinneniiig aa Heini'ich MtUler. Vortrag y<m A. RSIliker. XXXV 

den Würzburger Verhaadlssgen (Bd. HI.), so wie eine halbe Tafel Abbildungen Qber 
Salpen in den loones zootomicae von V. Cftrus. Nur der schSne Fund der minnliclien 
Argonasta argo, der ihm im Herbste 1851 in Messina gelang, veranlasste ihn doch zu 
einer aasfQhrUchen Abhandlung Ober die Hectocotyli/eren in der Zeitschrift fOr wissen- 
schaftliche Zoologie, Bd. IV. Was Müller sonst noch von vergleichend anatomischen 
Arbeiten veröffentlicht hat, ist theils von geringerem Belang, theils bezieht sich dasselbe 
auf das Auge und "wird noch weiter unten erwähnt werden. 

Im Gebiete der Physiologie war Müller nar gelegentlich thitig, da seine akade- 
mische Laufbahn ihn mehr zur Anatomie gefdbTt hatte, doch bewies er durch die wonigen 
Untersuchungen, die er vornahm, wie die Beobachtungen über die entoptische Wahrneh- 
mung der Netzhautgefässe, den Einfluss des Sympathicos auf glatte Maskeln, und die Ein- 
wirkung der Wärme auf die Pupille, dass er auch nacli dieser Seite Vortreffliches zu 
leisten im Stande war. 

Uebiigens ist nun noch zu erwähnen, einmal dass Müller wahrend 4 Jahres 
gemeinschaftlich mit dem Vortragenden den physiologischen Experü&entalours leitete und 
die über diese Ourao erschienenen zwei Berichte herausgab, und zweitens, dass er, seit 
seine anstomiachen Studien ihn auf das Auge geführt hatten, auoh die ichwierige Phy-* 
Biologie dieses Sinnesorganes mit dem grdsaten Eifer betrieb und in sehr besuchten Vor^ 
lesungen mit grosser Klarheit vortrug. 

Am meisten haben mikroskopische Untersuchungen H. Müller berühmt 
gemacht und sind es vor Allem seine Arbeiten über die Retina aus den Jahren 1861 bis 
1856 gewesen, durch die sein Name in der gesammten wissenschaftlichen Welt einen 
guten Klang erhielt. Diese classischen und wohl von keiner monographischen Arbeit 
übertrofiTenen Forschungen, deren Anfang in das Jahr 1850 fällt, führten ihn zu weiteren 
anatomischen Studien über das Auge, und so kam es dann durch eine Verkettung ver- 
schiedener Umstände, unter denen der Besuch bei v.Q raffe im Frühjahre 1854 wohl am 
schwersten wog, nach und nach dazu, dass das Auge sein Lieblingsthema wurde. Je 
ausschliesslicher nunMülfer in diesem Gebiete arbeitete, umso schwieriger wurde es na- 
türlich für Andere, es ihm in demselben gleich- oder gar zuvorzuthun, und so gestal- 
teten sich dann In Folge einer theils freiwilligen, theils natürlichen Enthaltung seiner 
Collegen die Verhältnisse bald so, dass das Auge gewissermassen als seine Domaine an- 
gesehen wurde, in der er allein zu schalten und walten berechtigt sei. Von dieser gün- 
stigen Stellung machte Müller den besten aber zugleich auch den bescheidensten Ge- 
brauch und weiss Jeder, dass er nicht nur die Anatomie des Auges nach Kräften förderte, 
sondern es sich auch angelegen sein liess, Andere mit seinen Kenntnissen zu unterstützen, 
und dass er überhaupt Jeden, der zu ihm kam, mit grSsster Liberalität in seine Unter- 
suchungsmethoden einführte. 

Mülltr'iLeislangeii in der Anatomie des Auges wArea von der umfassendsten 
Art und bezogen sich theUs auf das normale mentdiliGhe Auge, theils auf daiyemige der 
Thiere, endlich auoh auf die patholQfisohHnatomisohen Verhältnisse beim Menschen.. In 
Bezug auf das menschliche Auge hörte er nieht auf, immer und immer wieder alle Ge- ' 
genden zu prüfen und gelangen ihm so eine Reihe hübscher Entdeckungen, wie die einer 
Ringfaserschicht am Ciliarmuskel , von Gnnglienzellen und glatten Muskeln in der 
Chorioidea, von glatten Muskeln in den Augenlidern und in der Orbita fOrbitalmuskeI]| 
u. a. m. — Vor Allem aber war die Retina, wie sie der Ausgftngsponct der Studien 
über das Auge gewesen, so auch später das Lieblingsthema, zu dem er immer wieder 

8« 



XXXYI Zur Erion^ruBg an Heinrich MQUer, Vortrag von A. KfiUiker. 

zurückkehrte. Obgleich seit seiner ausffihrlicheren Arbeit über die Batina keine andere 
erschienen war, die mit der seinigen auch nur von ferne sich messen konnte, so Uess 
er nicht ab, den Bau dieser so schwierigen Haut immer von Neuem zu prOfen «ad war 
eben damit beschäftigt, eine neue Ausgabe seiner Schrift zum Drucke vorzubereiten, ab 
der Tod ihn abrief. 

War das menschliche Auge dasjenige, das mit HOcksicht auf die pathologische Ana- 
tomie und das Interesse der Augenärzte in den feinsten Einzelnheitcn von Wichtigkeit 
erschien und das er daher mit Vorliebe bearbeitete, so wandte sich doch Möller auf 
der andern Seite immer von Neuem auch an dasjenige der Thiere, wenn es ihm darauf 
ankam, das eigentlich Ges.etzmassige im Baue der schwierigeren Tbeile zu erkennen, und 
mit dem besten Erfolge. Schon in seiner ersten grosseren Arbeit hatte er eine ausführ- 
liche Darstellung der Retina der niedern Wirbelthiere gegeben und etwas frOher auch die 
wichtige Netzhaut der Tintenfische untersucht. Hieran reihte sich dann später die vol- 
lendete Beschreibung der Retina des Chamaeleon, aus der mit Bestimmtheit die Thatsache 
hervorging, dass in der Retina zweierlei radiäre Elemente, nervGse und indifferente, sich 
finden, ferner der Nachweis des ausgedehnten Vorkommens einer dem gelben Flecke der 
menschlichen Retina entsprechenden Stelle bei den Säugero, Vj>geln und Amphibien, so 
wie die wunderbare Entdeckung dass gewisse V9gel zwei foveae centrales oder 
Stellen des schärfiBten Sehens besitzen, von denen die eine dem monocularen, die andere 
dem binocularen Sehen entspricht. Im Interesse der Physiologie wandte er femer auch 
dem Vorkommen von Muskeln im Innern des Auges eine besondere Aufmerksamkeit zu 
und ist in dieser Beziehung besonders der Nachweis des verbreiteten Vorkommens eines 
quergestreiften Dilatator pupillae bei Vögeln und eine vollendete Untersuchung des Acco- 
modationsapparates der Vögel hervor zu heben. — Besonders ausgedehnt waren endlich in 
den letzten Jahren seine Forschungen über einen bisher sehr vernachlässigten Theil der 
vergleichenden Anatomie des Auges, nämlich über die Qe fasse gewesen, doch ist sehr 
zu bedauern, dass die ungemein wichtigen, von ihm gesammelten Erfahrungen, von denen 
auch eine reiche Zahl von mikroskopischen Präparaten Zeugniss ablegen, wohl grössten- 
theils für die Wissenschaft verloren sein werden , indem Müller bis Jetzt nichts als 
einige kurze Notizen veröffentlicht hat. Von seinen Erfahrungen in diesem Gebiete sind 
besonders zu betonen, erstens dass die Retina der drei niedern Wirbelthierklassen gefäss- 
los ist, was später auchHyrtl bestätigte, ferner dass auch bei den Säugethieren gewisse 
Gattungen (Kaninchen, Pferd, Gürtelthier) vorkommen, bei denen die Retina nur an 
einer kleinen Stelle, in der Nähe des Sehnenden eintrittes, Gefässe enthält, so wie dass 
die Gefässe der auch hier ursprünglich gefässlosen Retina sehr versdiieden rasch sich ent- 
wickeln, endlich dass der Glaskörper ausser der durchtretenden Art. oapsularis zu keiner 
Zeit Gefässe enthält. — Alle seine anatomischen Untersuchungen über das Auge gedachte 
Müller in einer ausführlichen Monographie darzustellen, die der Schlussstein derselben 
sein sollte, zu deren Ausarbeitung er leider auch nicht mehr kam. Ein Anderer mit 
mehr Ehrgeiz und weniger Gewissenhaftigkeit hätte schwerlich so lange gewartet; allein 
Müller war immer noch nicht mit dem zufrieden, was er wusste, und so ging unter 
dem Bemühen, eine immer grössere Vollständigkeit m erreichen, schliesslich vieles ver- 
loren, was mit dem grössten Danke aufgenommen worden wäre. 

Von besonderer Wichtigkeit für die Ophthalmologen waren H. M ü 1 1 e r's Studien 
Über die Erkrankungen der Augenhäute, die er im Frühjahre 185i, während 
seines Besuches bei v. G raffe begann und von da durch eine Reihe von Jahren unab- 
lässig fortsetzte, so dass er bald auch in diesem Gebiete, ebenso wie in der normalen 



Zitr EvioMroD« an fl^orioh llttller. YortrAg tau A. KSUlker. XXXVn 

Axntomie des Auges die erste Atttoriai wurde. Diese Üntersuohtmgra, die v. OrSffe 
und Bf Ster auch stuiere Augenirxte dadiuroh sehr wesentlich forderten, dass sie Ihm alle 
wichtigeren pathologiseh^anatomisohen Objocte, vor Allem auch exstirpirte ganz« Aagon 
'zusandten, erdflnete M filier in erfolgreidier Weise mit einer Schilderung der Veränder- 
ungen der Glashättte des Auges und des Kapselstaares, nach und nach aber dehnte or 
dieselben auf alle Theile des Auges, ver AHem auf die so wichtigen innem Hiute, die 
Retina und die €horioidea und Iris aus und legte so die Basis zur neuen fdneren patho- 
logischen Anatomie des Auges. 

Unsere grossen OphthalsMlogen t. Gräffe, Dondi^rs, der selbst mit Erfolg in 
diesem Gebiete gearbeitet hatte, und Arlt schenkten den genannten Untersuchungen 
von Mfiller die grösste Beaditung und bald strömten auch Ton aHen Seiten die 
Schüler derselben in Wfirzburg zusammen, um bei M 1 1 e r in die schwierige patholo^ 
gische Anatomie des Auges sich einweihen zu lassen. So wurde Mfiller der zweite 
Attractionspunct, um den die zahlreiche Junge ophthalmologische Schule gravitlrte, wie 
sich diess auch die beiden Male zeigte, als M fi 1 1 e r an dem Ophthalmologen -Congresse 
in Heidelberg Theil nahm, bei dem man ihm von allen Seiten mit derselben Liebe und 
Verehrung entgegenkam, die die Gründer des Congresses und vor Allem v. Griffe von 
Jeher fQr ihn empfunden hatten. — Bis zu seinem Endo blieb diese Stellung Mfiller's 
wesentlich dieselbe, doch sah er sich später genSthigt, die pathologisch-anatomischen 
Studien über das Auge etwas in den Hintergrund treten zu lassen, was um so eher an- 
ging, als nach und nach jüngere Forscher, die bei ihm in die Schule gegangen waren, 
dieses Gebiet selbständig zu bebauen anfingen. 

Das Auge war übrigens nicht das einzige Organ, an dem Müller sein grosses 
Talent für mikroskopische Untersuchungen bethätlgte, vielmehr leistete er auch in an- 
deren Gebieten der Histologie sehr Bedeutendes. Ohne zahlreicher kleinerer Arbeiten zu 
gedenken, seien hier nur noch seine ausgezeichneten Untersuchungen über dasKnochour 
gewebe namhaft gemacht, von denen die berühmteste die über die Entwicklung der 
Knochensubstanz ist, durch welche die Frage über die Entstehung des ächten Knochen- 
gewebes bei der Vcrknöcherung des Knorpels zuerst entschieden zum Abschlüsse gebracht 
wurde. Würdig reihen sich dieser Arbdt die über Verknücherung der Sehnen, fiber die 
Beste der Chorda dorsalis, fiber fötale Rachitis, die Sharpey'schen durchbohrenden Fasern, 
und über die Regeneration der Wirbelsäule von Eidechsen und Tritonen an. — 

Hat Müller durch seine schriftstellerischen Arbeiten in einem weiten Kreise ein 
unvergängliches Denkmal hinterlassen, so ist doch auch nicht zu vergessen, dass für uns 
die Erinnerung an seine Forschungen noch in einer anderen Weise erhalten bleiben 
wird, und zwar durch die von ihmangelegte anatomische Sammlung. ZwarhatMfiller 
in den ersten Jahren seiner Thätigkeit in dieser Beziehung nichts geschaifen, indem efl 
um diese Zeit in Deutschland, noch kaum gebräuchlich war, mikroskopische Präparate 
aufisuheben, dafür war er aber später nur um so thätiger und liegt Jetzt eine sehr werth- 
voUe Sammlung von über 2000 Nummern fiber alle von ihm durchforschten Gebiete vor, 
die hoffentlich der Universität erhalten bleibt und für immer eine Zierde derselben sein 
wfirde. Vor Allem ausgcseichnet sind die Präparate fiber die Retina des Menschen und 
der Thiere, dann diejenigen fiber pathologische Zustände der Augen und die Gefisse der 
Retina. &tAa zahlreich ist ferner das andere Lieblingsthema Mfiller's, der Ossifications- 
process vertreten, welche Seite noch im letzten Jahre seines Wirkens einen bedeutenden 
Zuwachs erhielt. Ueber die Regeneration der Schwänze von Eidechsen liegen ebenfalls 
mdirere hundert meist ausnehmend schöne Schnitte vor, und so findet sich ausserdem 
noch manches andere, das sich auf seine späteren BtiuKea boaieht. ^ 



XXJLWm Zur Ednaerosg tn Helnriflli lODltf. Vortcae von A. KBIIlker. 

Wie.Als SchriftsteUer und Fon6ber, to wirkte If All er auch als «kademlaoher 
Lebrar mit entschiedeBom Erfolge. Scäne YertrSge waren ausgezeichnet durch KlariMH 
und Gediegenheit und bSuflg durch attische Feinheit gewüttt, wie er Aberhaupt, 
wenn er sprach, sich mehr gehen liess, als wenn er ichrieb. Die Gründlichkeit, mH 4tr 
er alle seine CoHegien TorVereitete, mdehte kaum ihres Oleicben finden, und kann, um Dir 
B&nes herrorEuheben, bemerkt werden, dass M&lier, obschon er kein beeondereB Talent 
lum Zeiehnein besass, es doch durch anhaltenden Fleiss dazu brachte, dass er nileixt im 
Stande war, alle menschlichen Knochen, Ja selbst die Schldel der Haupt^pen der Wir- 
beltbiere an die Tafel su zeichnen» Seinen Schülern konni^ der grosse Eifer, mit dem 
er sieh bestrebte, ihnen Belehrung ni Tcrsohaffiiil, nicht vei^orgen bleiben, was Wander, ' 
dass er sich bald einer allfemeinen Liebe und VeMhrusg erflreute, die durch sein huma- 
nes imd beseheidenes Wesen nur gesteigert wurde. *^ 

Ausser auf deUi Katheder, war ihm aber auch noch eine andere Wirksamkeit als 
Lehrer beschieden, in der er nicht minder erfolgreich war. Durch seine anatomischen 
Untersuchungen über das normale und kranke Auge war Müller, wie oben schon ge- 
schildert wurde, in eine innige Beziehung zu den hervorragendsten Ophthalmologen 
getreten, und von diesem Augenblicke an wurde sein Arbeitszimmer auf der Anatomie 
in Würzburg der Sammelplatz von Jungen Forschern fast aller Länder, von denen keiner 
unbefriedigt ihn verliess und manche durch ihn die Anleitung zu einer ersten wissen- 
schaftlichen Arbelt erhielten. Es ist dem Vortragenden unmöglich, Alle zu verzeichnen, 
die so bei Müller über das Auge oder über andere histologische Gegenstände arbeiteten, 
doch werden auch die Namen derer, die noch in seiner Erinnerung leben, hinreichen, 
um zu zeigen, wie gross Mülle r's Einfluss auch nach dieser Richtung war; es sind die 
Herren Althof, Babuchin, J.Becker, Borsenkoff, Broueff, Eberth, Junge, 
Iwanoff, Knapp, Langhans, Niemetschek, Odenius, A. Pagenstecher, 
Pope, Saemisch, Schelske, Schneider, Schweigger, Seuffert, Stüdc und 
V. TrÖltsch. 

Bei solchen Leistungen als Lehrer und als Mann der Wissenst^ft stand zu erwarten, 
dass auch das, was man gewöhnlich unter äusserem Erfolg versteht, nicht gemangelt 
hätte, allein in dieser Beziehimg leuchtete ihm sein ganzes Leben lang kein Iteundlidier 
Stern und bewahrheitete sich von Neuem der Satz: „Nullus propheta in patria.^ Wäh- 
rend Andere, die ihm nicht von ferne vergleichbar waren, sich einer steten Theilnahme 
der akademischen Behörden efDreuten, wurde er meist ühergangen, und hatte er, als er 
starb, einen Gehalt, den öffentlich bekannt su machen, der Vortragende sieh nieht ent- 
scbiiessen kann. Durch eine Verkettung von Zufalligkaiten erhielt Müller auch nur 
einmal eine Anfrage von auswärts In Betreff einer Professur der pathologischen Anatomie, 
und diese benutzte er — ein seltener Fall — aus Ehrenhaftigkeit nicht, da er von 
vorne herein nicht im Sinne hatte, eine solche Stelle anzunehmen. Wenn femer Andern 
Auszeichnungen aller Art in reichlicher Menge anströmten, ging er meist leer aus und 
waren seine ganzen Errungenschaften nach dieser Seite £e, Mitglied von 6 Geaellsohaften 
zu sein, von denen die deutschen aui)gezeichnst su werden verdienen; es sind die 
Seokenbergiscbe Gesellschaft in Frankfurt, die naturforschende GeseHschaft in Halle, und 
der mikroskopische Verein in Giessen. — Wer möchte es Müller verargen, dass er 
manchmal über diese VerhKltnisse sich ärgerte, doch dachte er auf der andern Seite viel 
zu gross, um sich bleibend dadurch stören zu lassen, und fand seine Befriedigung in dem 
Bewttsstsein seine Pflicht zu thun und in der Liebe und Verehrung seiner Schüler and 
seiner näheren Collegen von n^k «nd fem. 



Znt SriniMrtiBg ^ H«hiriok MÜer. V^Hr«^ itott A. K^SDiktok. XXZK 

und eine sbl^hel Li^bb «nd Hocbsohtmig l«t ihoäf ^u^ unter mntf ztt f Ml g^wortai 
und wind MÜlter's Ntme fl}r immer unter dent^ ^äfiz^n, die in unterer bedoheiAetien 
und doch manches gute Korn ausstreuenden Ges^llsebafl wirkten. M C ll e r %ar schon 
unter den 24 Universitätsmitgliedem, die am 2. Deeember 184i^ unsere G«s<ltt«luift 
frQndeten, und von dieser Zeit an blieb er einer ihrer treueftteaAlihänger,> der mit Be^ 
'«msstsein die Ziele verfolgte, die wir uns gesteckt hatten. limen, geehrte Ihwünde, 
braucht nicht gesagt zn werden, mit welchem Bifer et an uns^^en Sftzttngeu TlMil ititai 
und weldies belebende und "wohlthueRde Element «r aueh bei uiu^eren gM«llig«A 2a«Ani^ 
menkOnften war, und was fernerstebende betrifft, so 'ftdnnen dieselben aus Ml^eü BahK 
reicben in unseren gedruckten Verhandlungen niedergelegten Arbeiten ersehen, wie elfHg 
er tat das Wehl der GeseUschsfl wirkte, die ihn dann aueh sveimaL tun .V#rsitcenden 
w&hltt, in welcher Stellung er alle seine trefflicheii Bigieqsehafllsii ; Mtfi Beste «BtT^lteie. 
Bei VBs wird MfiUer'i Andenkeu niemals uotergehsD uad d^n geleiteten ITamen toi 
K 1 wi f c k Und TJ r cb w wfirdig sieh jmreihein. 

Wer Müller in unserer Gesellschaft gekannt, för den ist eine Schilderung seines 
Cbaracters überflflssig, gestatten Sic jedoch dem Vortragenden, da diese Worte doch 
in einem weiteren Kreise Verbreitung finden werden, die Befriedigung, auch in dieser 
Beziehung der Wahrheit Zeugniss abzulegen. 

H. Müller war der erste College, der im Herbste 1847 nach seiner Ankunft in 
Wflrzburg den Vortragenden begrfisste, und s«H dieser Zeit hat sieb eitte Freundschaft 
geknüpft, die, nie d\yrch eine ernstere Wolke getrübt, mit den Jahren stets inniger wurdtt. 
Sfebenzebn Jahre sind eine gute Zeit, in der m«n wohl Gelegtoferelt hat) sich kennoi su 
lernen, und so wird es dann auch dem überlebenden FVeunde erlaubt sein tu sageÄ, 
dass ein Character von grosserer Lauterkeit und BlMertceit als der H. Mfiller'S nidht 
gefunden werden kann. Ebenso ttiht wie dorcfa seine Ehrenhaftigkeit ' zelohnete stell 
Iffiller aber auch dadurch aus, dass sein Gemfliii für idles Edle und Schöne empOng- 
Hch war Und dass er im Leben stets die hüchsten Ziele im An^ hkite. In alkn 
Stellungen, mochte er nun als Mensch dem Menschen, als akadoniseher Lcihrer der Unf^ 
versifXt, oder als Bürger dem Gemeinwesen gegenüberstehen, hatte er immer das Wahre 
und Gute als Endziel und suchte unbekümmert durch Nebenrücksichten oder den iu^ 
'seren Vortheil stets nur für das zu wirken, was er als richtig erkannt hatte. So konnte 
es nicht fbblen, dass er auch manchmal bei solchen, die an innerem Werth ihm niebt 
Ebenbürtig waren oder ganz andere Grundanschauungen hatten, anstiess, um so mehr 
als er auch meist mit grossem Eifer für seine Ansichten kSmpfte und nichi; selten 
wenn er keine Hoflhung hatte, durchzudringen, einer gewissen bitteren Stimmung sich 
hingab. Allein auch in sdtcften FIHen blieb er tmmev seiner selbst HMr und kam der 
gemütbfiche und liebenswürdige Kern, der zu seiner innersten Natur gehürte, bald wied* 
zu Tage. Unter diesen Verhältnissen war es begreiflich, dass er in weiten Kreisen Li^e 
und Anhänglichkeit und allgemeine Achtung sich erwarbt und zu den seUfnen Menschen 
gehörte, ven denen man sagen kann, da&s sie keinen Feind besitzen. 

Ebenso schöne und vielleioht die schönsten Seiten seines Wesens entfaltete Müller 
im Kreise seiner Familie. Mit welcher treuen und anfopfbmden Liebe seine gvte Muttw 
ihn noch in seinen Stiidienjahren pflegte und fürsorglich mit den AnnehmiichkeHen 
des eigenen Heerdes umgab, wurde früher schon gemeldet, ebenso dass er sicherlich ihr 
vor Allem es verdankte, dass seine Gesundheit aus tiefer Zerrüttung wieder sa sich erhob 
und kriltigte, dass er ruhig seine fernere Bahn verfolgen konnte. I>afür hing aber auch 
Müller mit unglaubficher Zärtlichkeit und Hingabe an <ler edlen FVau und suchte Alles 



aXXZ ZqrErinner«!!« m HAlurloh Miller. Vortrag von A. KUWkm. 

BBftfUckst sa loba«B, wa0 si« 9r ih» cetMn- -^ AI» er dum im August 1853 in glüdL- 
iMbfiier Walil mit seiner Base Fried^ike, der, Tochter des verstorl^esen Herrn Begier- 
uni^ireotor Meyer in Hüncheo, sioh verheiratbet hatte, bildeten aUe drei den gl&ck* 
liohtttn Familienkreis, 4em bald ftuch der Segen zweier lieben JUnder, eines Sohnes, 
CArl (geb.' 7. Juli L$64)» und einer Tochter, Philippine (geb. 16. November 1856), 
in Thett wurde. Wa«. Müller seiner an Gemuth und Geist gleich ausgezeichnet^ 
jOattUiJ und »einen Kindern war und mit welcher Liebe und Aufopferung er an ihnen 
hing, davon waren nur Wenige , Zeugen, erraUen .aber konnten es Alle, die wussten, dass 
sr in jedem Kreise und in Jeder Stellung stets der Besten einer war und stets das Besto 
ersInBbte. . • \, 

So toblM AUet miteinander 9kk su TerbindeD, vm Möller n^ek ein langes 
-sSgenSTiiches Wirke» und ein gKUkliebes Lebte au verapreehen. Seine Oesundkeit hatte 
sich in seinen splleran Jahrta ziemlleb befestigt, so dass er, -wenn auch nicht beaonden 
kr&ftig, doch im Stande war, den Anstrengungen der akadamischen Thätigkeit und der 
stets mit dem grössten Eifer betriebenen wissenschaftlichen Untersuchungen die Spitze 
^u bieten, um so mehr da er in den Ijetzten Jahren die Herbstferien meist in Gesell- 
lohaft seiner Familie zu einer längeren Erholung auf dem Lande benutzt hatte. Da 
kam plötzlich und unerwartet der Schlag, der ihn seiner Familie, den Freunden und der 
Wissenschaft entriss. 

Am 4. Mai hatte Müller mit seiner Familie bei eher unAreundliehem Wetter eine 
Spazierfahrt nach dem nahen Guttenbergor Walde geipacht und hier, wie er glaubte, eine Vorhal- 
tung sich zugezogen. Am Tage diauf brach eino wenig ausgebreitete Gesichtsrose bei ihm aus, 
die in den ersten Tagen ganz nnbedenklloh sohlen. Aber schon am S. Tage trat, trotz der 
umsichtigen und liebevollen Pflego dea ihn behandelnden Arztes und Frou|idesDr. Herz 
senior, eine Besorgen erregende Mattigkeit, Schlaflosigkeit und Eingenommenheit des 
Kopfes dasu, verbunden mit einer tictfsn Depression der Psycha, so dass Müller achen 
an diesfm Tage sisl^ &usserte^ er verde diese Erkrankung nicht überlebjsn. Am i. Tage 
steigerten sich aUe diese Sjmptome in bedonklidbster Weise und trat Küte der Extremi- 
titen und grosse Sohw&che der Eierzthätigkeit ein, so dass v. Bamberg er, der an diesem 
Tage zugezogen wurde, schon nicht mehr in der Lage war, irgend eine HofiCnung auf 
einen günstigen Ausgang zu erwecken. Am Morgen dieses Tages ordnete Müller noch 
vorsorglich Alles für seine Familie an, verfiel dann aber Nachmittags in einen tiefen Col- 
Upsus mit Sopor und leichten Delirien, und entschlummerte sanft Nachts 3 Uhr am 
10* Mai, nachdem er noch vorher von den Seinen Abschied genommen hatte. Die 30 
Stunden nach dem Tode durch Förster vorgenommene Seotion ergab eine enorme Dis- 
solution der Säfte und Zersetzung der Gewebe, dagegen mit Ansnabme einiger alten 
Tuberkel in den Lungen keine einzige wesentliche Störung eines inneren Organee^ 
namentlich auch keine Entzündung der Hirnhäute. 

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von Müller*s Hinscheiden durch 
die Stadt, und war die Bestürzung um so grösser, weil die Meisten die Kunde von 
seinem Tode gleichzeitig oder kurz nach der von semem Erkranken erhielten. Die 
Trauer war eine ganz allgemeine, sslhst in Kreisen, an die man auch nicht von ferne 
gedacht hatte, und lernte man erst jetzt kennen, welch' ailgemetoe Achtung und Liebe 
der Verewigte genoss. Auch hat Würzburg seit vielen Jahren keinen solchen Trauerzug 
gesehen. Alle Studirenden der Universität, die Ck>rporationen in festlichem Aufzuge an 
der Spitze, die Universitätslehrer mit dem Herrn Rektor, die hohe Begierung, die itSdti* 
sehem Beamten, das Ofücierscorps in voller Yertietung, und viele Freunde und Bdcannte 



Zar Erinnerung an Heinrich MOUer. Vortrag Ton A. K511iken XXXXI 

aus anderen Kreisen geleiteten Müller's irdische Beate zu Grabe, an dem der protettan- 
tische Stadtpfarrer, Herr Neu big, und als Vertreter der medicinischen Facultit Herr 
Ri neck er, einige wenige, aber warme und tiefgef&hlto Worte der Erinnerung sprachen, 
da Müller in seiner Bescheidenheit Jede Rede an seinem Grabe schon bei Lebzeiten 
sich verbeten hatte. — Die Trauer seiner Familie und seiner näheren Freunde zu schil- 
dern, ist jede Feder zu schwach. Fand dieselbe auch in der allgemeinen und ungetheilten 
Anerkennung der Verdienste des Hingeschiedenen einen gewissen Trost, so vermochte 
diess doch die Bektimmemiss um den grossen Verlust nicht zurückzudrängen^ Mag nun 
auch die Alles lindernde Zeit auch diese Wunde nach und nach zur Heilung bringen, so 
wird sie< doch nie die Erinnerung an den edlen Geist tilgen, dessen Andenken wir 
heute feiern. Heinrich Müller war unser treuer Freund, und treu und dankbar wollen 
wir die Erinnerung an ihn im Herzen tragen bis zur letzten Stunde. 



Friede sei mit ihm! 



^ i 



Verzeichniss 



der 



schriftstellerischen Arbeiten 



von 

Heinrich Mflller. 
1846. 

Zur Morphologie dei Cbjluf und Eiters. Wfirzburg 1845 mit 1 Tafel. Dissertation. 

1847. 

Dcbw den Baa der Molen. Vfinbnrg 1847. HabilitotionHehrirt. 

1850. 

Deber «inen Ftll ron Ichthyosis congenita in W. V. Bd. L St 119—189. 

185L 

Zur Demonstration der Nerven im eloctriscben Organe in W. V. Bd. ü. St. 21 — 34. 
Eine Eidechse mit zwei übereinander gelagerten Scbwänzen. Ebendas. St. 66—70. 
Ueber den nervösen Follikelapparat der Zitterrochen und die sogenannten Schicimkanftle 
der Knorpelfische. Ebends«. St 134—149. 



V«R«lcbUi88 4er sttlMTHtsteHirtoehtfn Arbeiten Ton H< UWk/t, XXXXffl 

Ueber Bternförmi^ Zellen in der Retina. Ebendas. St 216—218. 

Ueber den Hectocotylus Argonautoe. Ebe^dtt« St. S84. 

Zur Histologie der Netzhaut in Z. f. w.'Z. Bd. ni. St. 284. 

1852. 

Ueber einen Fall von Ichthyosis Cornea. ■ W. V. Bd. III. St. iO— 4Ö. 

Ueber das oberste Armpaar Von Tremoctc^ns. Ebenda St. 48. 

Ueber die anatomische Verschiedenheit der zwei Formeh von Salpen. Ebetida St. 57—64. 

Bemerkniig^n Ober den Bau und dh Function der Retina. Ebenda St. 386—840. ^ 

Ueber einige ZuitSnde der mensehlichen Dterindrtlsen. Ebenda Bd. lY. St. 64. 

1868L 

Ueber einige Verhältnisse der Netzhaut bei Menschen und bei,Xhieren. W. V. Bd. IV. 

St. 96— IfO. ' . y 

Ueber Salpen, Chromatophoren bei Cjmbulia, Entwicklung von Poeuniodarmon, Bau der 

Phylirrhof, der Cephalapoden ua^ übac 4ie Hefto^t^ilen in Z. f. w. Z. 

Bd. 4. St. 999. 
Ueber das Minnchea von AngMla«!» argo und die Heotocoiylen. Ebenda St 1—85 mit 

1 Tafel. 
Note sur la structure do la r6tine humAiu« ( gem. mit K ö 1 1 i k e r ) in Compt rend. 

T. 37. 



1854. 

- i 

Benchi über einige an der Leich« «infls Enthanptelen aoigestellt« Untersuchungen (ge- 
meinsch. mit Gegeabanr) K&lliker, Leydig und Virchow). W. V. 
Bd. V. St 14—26* 

Notiz Aber das Minnehen von Argonauta argo. Ebenda St. 882. 

Ueber die entoptische Wahrnehmung der NetzhautgeHUse mit 1 Tafel Ebenda 
St 411—447. 

Bericht Ober die im Sommer 1853 und 1854 in der physiologischen An sUlt der Univer- 
sität Wfirzburg angestellten Versuche (gemeinsch. mit Kölliker). Ebenda 
St 218—286. 

Ueber PhyUrrhoe bucephalum, mit 1 Tafel (gemeinfch. mit Gegenbau r) in Z. f. w.Z^ 
Bd. V. St 855. 



1855. 

Ueber krankhafte Ablagerungon an der linenflaobe der Cberieidea. W. V. M VI,. 

St 280. 
Zweiter Bericht Ober die im Jahre 1854 und 58 in der phydolofriiBiien AnslaU dW 

üniveraitii Wfiraburg angeftulUen Versvoka (gemeinsch. mit KSlHkar). 

Ebenda St 485—548. 



XXXXIV VtaMcbniM dtr sehriltoMlttbehiin kAtUea von H. MflOM. 



1856. 

Ucber den Sjtz des Kapselstaars in W. Y. Bd. YII. St 282. 

Ueber Veränderungen der Chorioidea bei Morbus Brightii. Ebenda St. 293. 

Ueber Anastomosen der Vena portarum ' und Vena cava beim Hunde (gemeinsch. mit 

KülUiker)* ^enda SUzuogsber. I^t, VII., 
Ueber einen Fall von metaatatiscber Ophthalmie. Kbonda. St. ZI. 
Ueber Glaucom. Ebenda. St. XXVI. 
Ueber ,4ie Augen eipier Amaurotiseben und Ober die Augen ein«8 sehr alten Huiide«^ 

Bb^da S^. XLV. 
Observations sur la structure de la r^tine de certains animauz in Compt rend. T. 43. 

pag. 748. 
Anatomisch-physiologische UntersuchungeA Über die Retina des Menschen und der Wir- 

belthiere, mit 2 Taf. Leipzig 185<(. Auch in Z. f. w. Z. Bd. 8. 
' pag. 1-122. ' ' ' 

Anatomisclie Beiträge zur Ophthalmologie mit 2 Taf. im Arch. f. Ophth. Bd. IL 2. Abth. 

St. 1—60. 

1) Untersuchungen üfber die Glashäut« der Augen, insbesondere die 
Glaslamelle der Chorioidea und ihre senilen Veränderungen; 

2) Ueber die Att bjaloidea als opMuteeseopiichas Objeol. 

1867. 

Ueber die Entwicklung der Knochensubstanz. W. V. Bd. VIII. St. 150. 
Anatomische Beiträge zur Ophthalmologie ^rt$etzung) mit 1 Taf. Arch. f. Ophth. Bd. III. 
1. Abth. St. 1—98. 

3) Ueber eiaen rtngfSimigen Muskel em Ciliffrkdrper desMenich^ und 
über den Mechanlsnutis der AecemmedatioD« 

4) Ueber den Accommodationsapparat im Auge der -Vogel, besonders der 
Falken. 

5) Ueber die anatomischen Verhältnisse des Kapselstaarps. 

6) Anatomischer Befund bei einem Falle von Amaurose mit Atrophie 
des Sehnerven. 

1858. 

lieber glatto Muskeln an. den Augenlidern des Menschen und der Thiere in W. V. 

Bd. IX. St. 244. 
Ueber die elliptischen Lichtstreifen von Purkinje. Ebenda. Sitzungsber. 
Ueber eine hintere Polarcataracte. Ebend«. Säzungsber. 
Ueber die Retina eines Gallenblasenfistelhundes. Ebenda. Sitzungsber. 
Ein l^atl von MetzhiAiteffeeCion bei Morbus Brightii. Ebenda. Sitzungsber. 
Fin Fall von pigmentirter Netzhaut. «Ebenda. Sitzungsber. 
Ifiiii Fall von Stt^yliMia postldum. Ebenda. Sitzungsber. 
Bildung stark«, knöeberoec Schalea in den Algen einer 102 Jahre aHen Person. Ebenda. 

Sitzungsber. 



y«i2«iohQlg8 der sohrillBtelkrUcbeii Axbeiten tob H. MBHer. XIKXKV 

Ein Fall von Ablösung und Yerdieknng der Netzhaut. Ebenda. Sitzungsber. 

Ueber Knoohenbildungen an der Sciera des Tbierauges. Ebenda. Sitzungsber. 

Ueber den Musculus orbitalis hominis. Ebenda. Sitzungsber. 

Ueber die Entwicjclung der Knochensubstanz nebst Bemerkungen ül^r den Bau rachiti- 
scher Knochen, mit 2 Taf. in Z. f. w. Z. Bd. IZ. St 147—234. 

Anatomische Beiträge zur Ophthalmologie (Schluss) in Acch. f. Ophth. Bd, lY. 2. Abth. 
St 1—54. 

8) Ueber Niveauveränderungen an, der Eintrittsstelle des Sehneryen. 

9) Ueber Hypertrophie der Nervenprimitivfasern des Sehnerven. 
Einige Bemerkungen über die Binnenmuskeln des Auges. Ebenda. St. 277—285. 
Ueber das Vorkommen von Besten der GhordA dorsalis beiin Menschen nach der Geburt 

i^nd Ober ihr YerhSltniss xu den Gallortgescbwülsten am Clivus, mit 1 Taf. 
in Z. f. r. M. 1858. Bd. 2. St. 202. 

1869. 

Ueber Ganglienzellon im CiÜarmuskel des Menschen. W. V. Bd. X. St. 107. 

Ueber eigenthOmliche scheibenförmige Körper und deren Verhaltniss zum Bindegewebe. 

Ebenda. St. 127. Taf. I. Fig. 1—11. 
Anatomische Untersuchung eines Microphthalmus. Ebenda. St. 138. Taf. II. 
Ueber die anatomische Grundlage einiger Formen von Qesichtsfeldbescbränkung. Ebenda. 

St. 147. ; , 

Nachtrage über den Kapselstaar. Ebenda. St. 151. 

Eigen thümliche Form von hinterem Polarstaar. Ebendf. St. 16». 

Ueber glatte Muskeln und Nervcngefleohte der Ohorioidea. Ebenda. St. 179. 

Ueber Innervation der glatten Augenlidmuskcln durch Fasern des Nervus sympathicus. 

Ebenda. Sitzungsber. S. XIII. 
Ueber ramificirte Pigmentzellen im Conjunctivalepithel der Ratte. Ebenda. St. XXIII. 
ChoroidealafiTection bei Morbus Brightii. Ebenda. St. XXIII. 
Ueber die Linse von Salamandra und die angebliche verknöcherte Zungenpapille von, 

Anguiii fragllis. Ebenda. St. XLV. 
Ueber die Wirkung des Halssympathicus auf die Augenlider. Ebenda. St. XL1X. 
Ueber die Bewegungen der Iris an ausgeschnittenen Fisohaugen. Ebenda. St. L. 

1S60. 

Üeber dunkelrandige Nervenfasern in der Retina. W. n. Z. Bd. I. SjL 90. 

Ueber verkalkte und poröse Kapseln im Netzknorpel des Ohres. Ebenda. St. 92. 

Ueber die elastischen Fasern im Nackenbande der Giraffe. Ebenda. St. 162. 

Bewegungserscheinungen an ramiflcirtcn Pigmentzellon in der Epidermis. Ebenda. St. 164. 

Ueber Sbarpey's durchbohrende Fasern in Knochen. Ebenda. St. 296. 

Pupillarmembran bei einem 9 Monate alten Embryo. Ebenda. Sitzungsber. St. XVI. 

Erkrankung von Chorioidea, Glaskörper und Retina bei Morbus Brightii mit einer eigen- 
thOmlichen Form von Embolie in W. m. Z. Bd. I. St. 45. 

Ueber die sogenannte fötale Rachitis als eigenthumliche Abweichung der Skelettl>ildung 
und Ober ihre Beziehungen zu dem Greiinismus bei Thieren, sowie zu der 
Bildung von Yarietäten, mit 1 Taf. Ebenda. St. 221—277. 



XXXXVI VnwiMiDUg der MbriffMeUwiacbc* AAeMra von H. MUtor. 



186L 

Ueber den fiinflüss des Sympftthicus auf einige Maskeln und Über das ausgedehnte Vor- 
kommen von glatten Hautmuskeln bei SSogethiereh. W. m. Z. Bd. IL 
' St. 64* 

Notiz Qber die Netzhautgefässe bei einigen Tbieren. Ebenda. St. 64. 

Ueber MUBkeln in den Lungen Von Triton. Ebenda. St. 131. 

Ueber die Einwirkung der Wirme auf die Pupille des Aaleis. Ebenda ßt. 233. 

Ueber das ausgedehnte Vorkommen einer dem gelben Flecke der Retina entstitedienden 
»teile bei Tbieren. Ebenda. Sf. 189. 

Bemerkung^ Ober die Zapfen am gelben Fleck des Monscheb. Fbendä. St. 218. 

Ueber die Netzhantgefässe von Embryonen, Ebenda. St. 222. 

Ueber das Vorkommen von Störungen des SehvermOgent neben solchen der Leberthitig- 
keit (gemeinsch. mit H. Althof} in W. m. Z. Bd. 2. St. 349. 

Ein Fall von Absperrung des Conjunctlvasackes mit dauernder Hombautflstel (gem. mit 
Bk Pope). Eb^d». 3l. 354. 

1862. 

Ueber das Auge dM Cliamaeteon mit vergleichenden Bemerkungen. W. n. Z. Bd. TU. 

St. 10. mit T. II. 
Ueber den unmittelbaren Uebergang der Art. radiaflft In die Vena cephaticA bei Fleder- 

mausen. Ebendn. 8t 168. 
Bemerkungen zu Herrn Pope's Abhandlung i)ber Retinitis pigmentosa. W. m. Z. Bd. 3. 

St; 26i. 

1863. 

Üeber Verknucherung, eine Erwiderung an N. Lieb erkühn in W* n. Z. Bd. IV. St- 29. 
Ueber die Regeneration der Wirbelsaule und des Rückenmarks bei Tritonen. Ebenda. 
St. 62. 



1864.^ 

« 

Ueber Regeneration der Wirbelsaule und des Rückenmarks bei Tritonen und Eidechsen, 

mit 2 Taf. Frankfurt 1864. (Aus den Senkenb. Denkschriften.) 
üeber die Epidermis von Petromyzon in W. n. Z. Bd. V. St. 43. " 



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U£ii*r7lri*onlr1i£kit£kTi Krankheiten des Herzens und der Aorta von Stokes'. 

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Sitzungsberichte 

der ifhysikaliseh-mediciiiischeo Gesellschaft ia Wirzbarg 

für das GeseUachaftqahr 1864/65. 



I. SttzDOf am 17. Deeember 189i 

Zahalt Förster: ttber ayphilitiaebe Gesobwülflie. — Osaiin: tR>er dM prifm»* 
tische Farbenbfld. 

1« Vorlage der eingegangenen Sohriften« 

2. Herr y. Franque achl&gt die Herren Wilhelm und Friedrich K^Aig^ 
Fabrikbesiteer in Kloster Oberzeil bei Würzbarg, vor AnfiaahniA als Bfilglleder Tor. 

8. Herr Förster spricht über die syphilitiachen Geschwülste famerer Ovgaae. 
Er beginnt mit einer historischen Binleitong Überdieseiben und Terbreitet sich dan» 
aosführlicher ttber die neuen Forschungen in dieser Richtung'. Herroigehobffn wh\ 
dass die Untersuchungen Yirohow's den Nachwek lieferten, die sypUlitisdifiii Qih 
schwülste entbehrten eines syphilitischen Characters, während jetst Wagner das 
Gegentheil behauptete. Nach ihm böten die Kerne der die TunKwen zusammen- 
setienden Zellen, sowie diese selbst nichts Bemerkenswerthes, junge Zellen, farblose 
Blutkürperchen, sowi<! BpindeUellen. Charakteristiseh sei aber die Lage der Zellen 
und Kerne im Bindegewebe, wo jede einselne ZeUe getrennt von der anderen in 
einem Hohlräume dsis Blidqgewidbet li^« fiietmll est jedech eins spätere Be- 
merkung Yolktfbidig im Widerspruch, nach welcher grössere Zellengruppen und 
Mienreihen die AWeolen ausfüllten. Z» irerwvndena sei danim nicht die fiöluflgkeit 
inneter sjphiUtiseher Tumerea^ die Wagner gefimdeai haben wffl. 

Die eigenen Untersuchungen des Vortragenden führten su den Resultaten: Die 
syphilitischen Geschwülste- gehörten sur Gruppe der L y m p fag eeehwülste ; sie charak- 
terisirten sich durch die jungen sie sQUunmensetaendeai Bkmewle^ wefehe die grösste 
Uebereinafomnng mit jungen Zellen (Eitev-LymphaeUen) aeigen. Die weitere Ent- 
wicklung sei eine doppelte: s) Massenhafte Froliferation, weiche 
Wlnlmrgw MtvwiaaaaMk. SaitMfczttt. (Sitsw^tbOTMite pro 1S66.) 1 



U Sitmiigsberklite für das Jahr 1864/65. 

b) BeschrKnkte Proliferation, Fefiierwerden der Grondtubstanz durch Auftreten von 
Bindesabstanzsellen, fettige Degeneration, später Narbenbildung. Der Vortragende 
erklärt zum Schluss, dass der syphilitischen Geschwulst jeder syphilitische Character 
fehle und dass man zur genauen Diagnose den übrigen Befund zu Hilfe nehmen 
müsse. Zu unterscheiden sei das Syphilom von dem Tnbcroel durch die Grosse und 
feste faserige Grundsubstanz, welche ersterem fehle. Die Lupusknötchen seien klein 
und kämen nur in der Haut Tor, seien weich und sehr reich an jungen Zellen, last 
zerfliessend. Leichter sei die Verwechslung des Syphiloms mit Sarcom und gewissen 
Formen des Fibroms und Scirrhus, namentlich mit gewissen Entwicklungsstufen die- 
ser Geschwülste. Grosse Aehnlichkeit böten diflUse Entzündungen mit dem 
Syphilom. 

Vortragender bespricht dann die Looalitäten des Syphiloms. 

Im Gehirn gehe es aus Ton der Dura mater, wo es in Form platter Tumoren 
auftrete, auch In^r^iafa^^rfkKfnr^f tnttuiCIir 'Vin>/'lKrMgfll' ^f^ Im Gehirn selbst; 
auch im RückenmarK und den^ Nerven erschiene 'es nicht selten. Die Respirations- 
orffan^ besonders 4ie Lui^gea sind ^n Lieblingsert ides Syj|hilojns bei lifredit^fr 
JC^cisUlifliiinym«» niid Thyreoidea ^ef«i noch keine' Syphilome beobachtet; find- 
und Pericard z'eigen weniger prägnante Formen. Von Gefös^syphüom sei erst ein 
Fall beobachtet; in dei/ liyn^drllseb^f^<en xHeT^imor^ni'iti der Lippe, dem Zun- 
genfleisch finden sie sich sehr oft, bei Syphilis der Leber als diffuse Infiltration; 
als kleinere und grössere Knoten. Im Pancreas fehlen sie bis jetzt, in den Nieren 
und Nebennieren kommen sie bis jetzt in je einem Falle vor. Der Hoden zeigt 
oft diffuse syphilitis<^^iiflltri^|vNCi,; ,a^ph -Ifi jOvariwsi nof; 'Uterus sind SyphUome 
nachgewiesen. In der Brustdruse, der Vagina und den Tuben kamen sie noch nicht 
zur Beoba^htunji;. . , . i . ^ t. -^ ^ , . 

Herr Bin eck er hebt herror, dass die Schmer^losigkeil der-, 6|e8ph;v$l8te und 
ihre Consistenz bei Lebenden sicher constante Eigenschaften der ßyphilome seien 
und dass er schon vor mehreren Jahren ' syphilitische Tumoren ' in den Sehnerren 
bebbaohtei habe; • 

1 ' 4. ' £ttlir''OBAnn sprieÜt Ober sein Verfahren dem prismatischen Farbenbild 
ei*«- i^äVere' Ausdehnung tsu ^'eben durch Auffangen deisseHbeü mittelst eines mit 
Wato# gelülfteti' Glaseylinders. I^t zeigt durch Versuche die hierdurch erhaltenen 
iVa«eäh^ibW6h^ii Linien in aikffallender Stfirke auf gelbem Grond, hervorgebracHt 
durdtf fitieHiiibblifiaibme und attf faCrbf geiii 6htind mittelst einer Flamme Von Solirm. 



JMMf*,. Gf;i§4l,;, D i »nwn ntMi ti^ea; . Tiwt . Maimnuthskndahen. t- KSlUkers Befttfi 

über Unt^n«c])iingis|i FOn Bou4«9ovsky an gafatf enem Bi>e kattm a A > - 

^,i ßl^hepk: Qtmoiwtrfttiop «oaaüw JZquiiets^ — ▼, TrÖltAoh; Fall tob 

u U». Gast •B^ i««f>M«Bd Heirr Dr. Jt^^u^vi^o^rsky aus ^nii-TsIMlMk in^AftifteB. 
).. 1 L.Viafkg6:<der.eiiigegäagi^«ttiSdiHlten'u«d Vklestuig cfo« I» e K i?e » def'A«^ 



a n w teg hbq i ia ite für. da« Jriv* -we^f^n. m 

i' »^ Beh^0tt&^t>«rg;0i' tfolill&gt ü&tto'Joilt ▼: Oirsdh zvBAaftntlMirie alri Mit- 
glied ''fOP.;fie]9r Oeigel'HefmOSa«)8, i^EbfeaM^ «n ;ier €kf#eitec)uile daMer. 1/ 
^ IMe in^dw letMen 6llBiili|^ 'T«r|iMdklmgenen Eet^n Ei il»d.W. SLötiig^ wctf- 
deii^dwkAi RogK^ilg^ aU Mil|pH«4er'aii46B«mm^ . .. , ) 

•I ' 4«' HerrO^'eig^el to fceit sfai r t oiehnre in dav NiUM Wttirilmg« fiötgelimdeMa 
Kttoebenr d^ fiffdünMtli n&d eine bat AMbertrfiatsem in einer ^oeaigielir WkiU'^afaib- 

i ' Berr 8an^1^eirg*ev beinMt diMiif Biluvoa tibet ü» ikaben deA •veiyefniwtijli 
Knochen gefundenen Conchylien und erinnert an den Reichthum dea UdternakiddtaB 
«R Kaonhea .und'Ovwbyjyien^ die Bicb'tbiA>j«tat#ll6i«aHf ^dß^ppiea 'g;ir<ieseMirWluere 
nad ^ f9^il«q MoUwkea bel|^«Ct| ; ,1 . 1,. ., ^ . ./ / , 

i, , ^H Hen^ JlCölUker referift.über die Yon;J>r. .S^o^da^oii^al^y an geCroipi^m 
E^^emaark «nd ^^^ehicix angeatoMten Unteraoabungao« H^err Marb^UJeA spnoi^t 
■iqbiKU daa.VorksfpiiQßn von AnaJitoo^oßan awiaebei^ QiiagUeBiaidllen. auS| er will Aier 
ffi^UNigi a«l daa J@(e8tiinmte9te ^eaeben l^aben, , ..1 . v. ,, .a 

. j HfEvs ISbertb MUt anapbyaiokigiaobepGirüiiden ^plQba Anaa^om^t^n üir b$obcit 
W^HBIcMvliob. £r b^r^iMdei.dJleaea fn4t ei|»igei» , Sefw«^. üb^.;die Entvio^iuf 
dcianNevY«liairileina. Qa^ dia Aiyalttutodar JjieryioDzeUeco :die,iCtetralQr9aii6 laU dar 
Fani^beiie. YAcbinden, aoi ^üaae bei vallatibadiga« Thmlfi9g.'dar.\^Bryaa«aUfi» ^^a 
aa^nder dAe Jj«ita^ notbwemdÄg.ei&e UnteRbretlbuag ^tMucm^ 'v(aakaiua<daiibbar/ $^. 

6. Herr Schenk deoM>nAtrii}t ilesaile £^iu«at«il tdea tBonebed .Koat ckeia BHiwbieQ 
yoijL j^trpUendorf bei B^ber^.., Pi^ yeij^efeKtef^ ,ßtüpk^ sind pfx^ien fU3geaeich- 
net^ dnrcb die yerttoV^denen EntwicklQng8zu3tän4^ , W9)9he sie regräsentiren« | 

7. Herr y* TröUflct trägt einei^ Fall, vpn, Cariea des Felsenbeins . vor mit 
nachgefolgtem OebirnabscesSi dei; rasch tödtlich verlief und empfehlt ia iiif^cbtriig; 
lieben Beinerkungen besoi^de^e Vorsicht bei Ai^j^abme von ^ Otophoe - Leidendei^ in 
Ltebensyersicherungs-Ge^ellschaftea. , t ; , , , . , ,. ' , . - 

Herr Vogt bemerkt, dass Ohrenflüsse nicht so. selten ^eien, er habe erst kürz- 
^cb unter 800 Conacriptionspfiichtigpn ß u^it dieaen^ Leiden getrpffei)^ 



' in. !SI(2iiog am 2i Janiiar 1865; 

taikn. Hllgör: Analyse zweier Fahlerz'e. -^ Vc^^tt Übe* ÄifcÄpWl^eö. 

Ala Gast anwesend Herr v. Dungern aus Wiesbaden. 
"'" i: 'Vortage der elngegaiigeiien Sdffiften üna''Verle8tm^ deiJl*rotokdlIs defj^'leta- 
f an «tittÄg. '"' • ' "' " *" ■''■''""■ '■'■' ■"" ' ••■'-• 1 * ' ' ^'i' 

«. 'Herr^Stiiaj Krau-s tHt^'al« MtgHdd durch Hferm Scbe»Ic*>drgeMiiIi4r<ibi 

8. Die Herren v. Hii^ach' uikd Hesr i^ierden durch lCtigehx% als Mif|l{)&4car 
äti%enottim«i.' '' ' •' ;" '• ' ' ' •" '"'* ' ' '..!..■ ■- « 

4. »lierfÄilget theilt die' Ä^öttfly^te *#e!fer Falfkrte mit, Ae ihm Mr. datttf^ 
bcirg^r «ttf qfoaitetätiVen üntMtieliting 'ffber^ben l/at(e, (tad fit welol^ timUt 
ätük gewöhnlich Torkommettdem ßtfhwefMtiJetyilen ^o€b ^Vi^elcobslt' AM Sdiwefef^ 
whMttB' tathaften wvf. -IMe RbattAktie' de^ <^admattveä Iftiätyse ^f^bdn'd«8 T^* 
fitdfttW-d^ Bc»#efsll Aei'BWibhk^' M"S«AKMU*e' -^ HH ixad^^Bs YldiliUtiäab 
der Menge der Sulfobaaen an den Bu^fosfturen ingeaammt wie 4: f/'"^' ' -'''^ ^'/'.^' 



' BU im JüuJtyw» tallMt imrd» der Zctlegtiig ttiftteltt CUoffM dMAdütean des 
Minerals in Sslp«teniwe YDVgMo^ea. Die ^putfkütetiive Bettitumuif Aw eiaMluMi 
MetoUe ^esohak nach den Allgemein bekaanAea IMbodMu Bei dut Baatttttnoog dea 
CobaltB dagegen wurde die als ackweMaaiiraa (MaHexjndnl ToqpoMfaik Pia Am* 
Ijrae eines fiaplerwiaimitlienea ans dem fiehttaaawald Ueleri keinS Beimeaganf tob 
metaUis<aieB Wisrnnlh, was in den MkaieA AAalysatt v<m 8ok.eak iu|d Sioknai« 
der in einer Menge von etwa 9,6 pOt. geftmden wnrde. Nach der yrpoantiaoK e a 
Zasammsnsetanng ergab aioli die Fwmli 3. MnreiBlk»plei nnd MiweMeiaia auf 
i Sohwelelwisinirth. 

Herr Sandberger bemerkt: Wie die Anatyse des 'vetH melalliwftem WismoAk 
freien Wismuthkupfererses scb&rfer denn je die Fermel Msft««llt, dase Ktt pfen >is 
maHierK ein Sulfosal^ irt, in welchem sich die S^nifobiM^iii (batb* Bcb#eMlkapfer und 
einfiMh S<^wefelei8en)' m der SulfbsSttre (Arei^Mli 'fi^wefelwlsmuth) wie »:1 
Terbalte, so widerspridit' '^dieser Formel coeh' der einzig unToUkommefi messbare 
Krystall nicht, indem er eine Isomorpbie mit den Ifitrigen Bnlfoaalxen , bei deaea 
das gleicbe YerhKltniss zwi^en ßlnre nnd Bwls heivscbt, «»adenten sebsint In 
Beang auf die amalysirfeen Fahlerae ist von besonderer -minen^ogiscber Wfiektigkeit 
daa Avftreten Ton Schwefelcobah als Snlibba^lft nnd des dtelfsoli Bdbwetfetwismirtli 
als Snlfosiiire, indem hIerduMb die isomorphe Iteihe dei^nigen 8iil^)Salae, In äaa^ 
dohwefelanümoB und Sohwefelarsen als SnlfesSnren aallrefeen, ein aeaes Verbiadaag*- 
gMed in der Beihe der Sehwefelwismntlisalae erhalten hat 

Betreffs der Umwandlungen, denen Fahlerze nnterliegen können, iXsst sich ein 
JSztractionsprocess und ein OxydationäpröCess unterschöiclen. Der erstcre wird rer- 
mittelt durch basische FlQsBigkeiten unter Absohluss der Luft. Das Endresultat wird 
ein Zerfallen des Fahlerzes in seine basischen und sauren Bestatidtheile sein, die 
dann getrennt auf den Qftngeu gefühden werden (s. B. Kupferkies, Antimonglanz). 
Sowohl durch das Umsetzen der Schwarz wiUder Fahkrr.gSnge in solehe, bei de^en die 
im Fahlerze maskirt auftretenden Mineralien getrennt vorkommen, ab durch Psea- 
domorphosen (9ilberg1anz nach RothgÜltl^) ist das wirkliche Auftreten eines solchen 
Proeesses in der Natur bewiesen. Der Oxydationsprocess wird unter Mitmrkung 
der atmosphärischen Luft eintreten und je nach der höchst verschiedenen Zusammen- 
setaung der Fahlerze ein anderer sein müssen. So wird sich ein Cobaltgehalt sehr 
leicht durch das Oxydatbnsprodakt aus dem Arsen und CobfUt, die Cobaltblüthe, 
rerrathen. 

5. Herr Vogt fpsioht über MUchprol^en, eine neue chemische üilolyroba upd 
über den Eiweisskörper der Milch« 

.In der Einleitimg wird der Wasserausato aur Milch als hit^ptsäohUche Ursache 
der Darmcatarrhe der Kinder und für durchaus verwerflich erklärt. Die A^llfMaeter^ 
pcpbe hält yprtfag^der naph vl^en mit reiner Mil«l» augeatalllfun Yfraii(chea für 
gana geeignet, Wassejcznsg^ von v^^ als Vi *^ ^rkejyien* 

Die neue chemische Probe beruht auf dem Nachweise der schwefeUau,ren Salsa 
dea der Milc)i zugesetzten QoeHwassers, weklM Sake in; den Mdkeif, ^ reinen 
Milch nicht vorkommea. 20 Oub. Ctm. Milch werden mit 5 Oub« Ctau ooncaatniiei 
Salzsäure versetat und flltrirft, das FUtratzom Sieden eihitat, wieder dUEWtf dann 
nach dem Erkalten etwi|0 SahMiure und Chloibadam aageaetat. Trilbwig IMwt 
den Nachweias s^g^aetaten Q^ieUwafKaä, natürlicb l^^r i« Q^gmtüßj^t- w daaaslbt 
Qypa ele. enthält^ 



SiäningiA>6rieiit« für du Jabf 1664/65. T 

t>BM EiweiBS soll in der Milch alt Kitronallmminat nnd fifweiae- Albumin Tor- 
kommen, lettieres soff schon beim Sieden der Bfiloh gerinnen und einen wesent- 
liehen Bestandtbeil der Molkon bilden. 

Das Lactoprotein Millon^s soll Eiweiss- Albumin sein, welches in organisirter 
Form, in unmessbar kleinen BlXschen in der Milch suspendirt ist. Letatere gehen 
durchs Flher, werden durch Mineralsfturen nur gotrübt, durch Gerbstoffe, Metall- 
ozjde niedergeschlagen. 



IV. Sitzong «n 4. Feirnar 1865. 

laluih. Förster: über Yolksmedioin der alten Deutschen. — Schenk: Demon- 
stration fossiler Pflanaen. 

1. Vorlage der eingegangenen Druckschriften und Verlesung des Protokolls 
der letiten Sitaung. ^ 

2. Her Kraus wird durch Kugelung als Mi^ied aufgenommen. 

3. Herr Förster hält einen lungeren Vortrag über dio Volksmedicin der alten 
Deutschen. 

4. Herr Schenk demonstrirt Früchte tragende filätter eines fossilen Farren- 
krautes Alethopteris Boesserti, das über die Stellung einer im Bonebed sehr yer- 
breiteten Art einen gana unerwarteten AufschlosS gibt. Während man früher 
nur randstttndige Fructifioation yermufthete, aelgt das yorgelegte Exemplar die 
FruchthUufchen an der unteren Blattfläche, wie dieses bei dtm lebenden Asplenien 
der Fall ist. * 



V. SitzBiig am 18. Fdirnar 1805. 

iBhalt. T. Tr9ltsch: Referate. — Schmidt: über Hebelpessarien. — Eberth: 
über den feineren Bau der BIntcaplltaren. 

l. Vorlage der eingegangenen Schriften und Verlesen des Protokolls der 
letzten Sitzung, 

^> Herr y» TrüUseh referiit über Schw«nie> praktifohe Beitdige, aur Okrea- 
heittwnde, Pflitam^s Belw^tangahrtdec des TfoiwAelfciUes upd über Emil Apollo 
MeasfWMr*« Kenohhusten und deoscn Beaiehuaipen zum Qohürongaii. 

' 6. Herr Bahnaldt d ou ie iisifif t yersohieteie Hebeipessaiien aus flartgu— nt 
ynm Utown in PhüaMpÜiA und «eikt dahm «eftse eigenen aalt dieeen Peesaffltik in 
M FXHtt gemaditiBa firMmngen? er spricht aieh sehr ginslig über die Anwettdttog 
desfilbeft bei yersehStdenen B angingen und Heigungan dea Utvua ans, >edbQh wiB 
9m±ae ^egani geaehlnawfle» t lbalr i uiHMite »angewandt wisäen, wihfend er die vom 
oAsnen, hufisisenf&rmige yerwirft 



4, Umf Kbetih 9fmki jil>er 4«a fixeren Bimij^w Blo t ci^ ^lig g> P> jJcrea Wand 
niMsh 4en ueoMton Erlatau^en irfeht mehr ab i^ii etner ftgraoiNucloftQaMtDibiin, Min- 
dern aus s^lbstständig gebliebenen Ze(len «inimunfwi e»i<IM /b^tmohigt woidcp. 



VI. Sitzung am 4. N&rz 1865. 

Inbalt. Bineoker: Sektionsresiiltat — G ei gel: über Insufficienz der Trious- 
pidalis. ^ Scherer: über Paralbnmln, Metalbtimin, Madn nnd Colloid- 

1. Vorlage der eingegangenen Zeitschriften nnd Verlesen des Protokolls der 
l^tojteviSitsiiDgM .••.*].'■'•'', <-,: ' * - \ . . -- 

2. Herr Jaccond, Prot agreg^ de la facu^t^ .de' ^ari»- wird au^ Vorschlag 
d^s Herrn Bamberger als correspondirendes Mitglied aufgenommen, Qbeqso Herr 
tV. tiaidinger, 'Director der kk. geologbchen Reichsanfftalt auf Vorschlag de«. 
Herrn Sandberger. , . ,, ; 

3. Herr Jlin e.cl^er theilt 'äen Se^tionsbcfiimd eines an lieuingi^s g^torbenen 
Kindes mit) die eine feste, butterärtige äxsud'atmasse in dem Kleinhirn und ^en^ 
Rückenmark ergab und erinnert darauf an das. gleichzeitige Vorkommen von Menin- 
gitis cerebro-spinal^^ an verschiedenen Orten und die besonders früher in Frankreich, 
beobachtete günstige ^Wirkung des Opiums in solchen epidemischen Meningititen. 

. 4. Herr Gel gel theilt im Anschluss an einen früheren Vortrag weitere Be- 
obachtunjgen juber Insufficienz der Tricuspidalis mit und bespricht ausführlicher dai| 
häufige Vorkommen einer Pulsation der unteren Öohlvene, die vermehrte Hal^pul- 
sation bei Druck auf die Cava inferior, die Bedeutung der durch den Sphygmograph 
erhaltenen Venencurven mit Beziehang auf die neueren Untersuchungen von Marej 
nnd endlich das Vorkommen von relativen Insufficienzen. 

5. Herr 8 eher er spricht über Paralbnmin, Metalbumin, Mucin und GoUoid- 
Substanzen. 

Eine vor nicht lif^§^ 2^iy-^^'^mp:^ fjjStoaafefMo^lOvai^ entleerte, etwa 4 
Maass betragende Flüssigkeit enthielt ersteren Stoff in so reicher Menge, dass es 
dfmr Vortragenden, ;nöi^ch ifar»,abei;malilge Untersuchnng^fa .ü^r .^iese; inlereflmfptf 
£iweissmodification anzustellen. Es murdei^ 4fbei;,i^ Ganzen dieselben' Erschein- 
Tmgen beobachtet, wie sie bereits früher von S oberer beschrieben wurden. Das 
Paralbumin llSst sich ^öwoh^I, wie es' aus der nativen' l^Üssi^^it, aucli wie es 
aus der mit wenig Essigsäure neutralisirten durch Weingeist gefällt ' worden war, 
Vi^ofaimen Hnd leicht wieder in ^^^^issfer auf, «wenn dcfr Weftifgeisi Ifi^-^ Stibden 
atif dasselbe ctogewhM luMte; #X]iirikd fiüRB^t«iitaÜ0 'voti ^leiA^ CinoetHiiMlMl 
dadurch unlöslich ffentfrden S^at* .' BMntfo' könnte nie* eihii v«AUrlftlidi|i«4;oftgtlMM^ 
^aUmbLtmA Zaaati«vM'^Bpiri^silirey.einicai'«r«rdBü^ wem tdi« hdÜ'WatterrMiasif ver- 
dttMMa.BarälbwnliüÖMig wmm Kodkm «MUUdtwt^ . Alte lte|s«t*ie*,'«Utt>aif 9» 
vakülaDhetf Elweisi filUMd' ehiwirkefei, Wim «Bcifc dia 'BiMUumitd6fl«Bg« atl^. feiat 
(U* Itftetto^n.i^äU«!^^ ak M^fSh «ie» diei.e«t«ffmji SMridm<(iMv iittkMUBpigl} 
gallertig wd taeiiiien aUk^ Meh^^alz ■uMaHmiiigstMÜI iiiMwMii v«» am thK%eaiklav 
werdenden Flüssigkeit nTrv/T»T iiimoin-arötirf ct9it**T^<> 



SttBiiagib«id4*te.|lii| das Mur 1864/15. TO 

differente Verhalten des Paralbumins durch die Anwesenheit eine&-«Bdte9iii4Mfl^ 
(Fett» ^ucin, iMetalbamin, balji u,ia.-w.) 6rkl]|flkli m nrnehe^v ergAtKt i&miMUch 
negatWe R^oltate luid ist Schttr^r daher ^«nelgt, dss Vdraohisdeakelt dtt'Panii-^ 
biUBixis 7on gewöbnliehflm £iwfMe I* molekidäten' V^rfaHÜniibii he^t^oA^-' «um* 
n^men«, . 1 ... 1. - 

Weiter theilte der Vortragende eine Aiiaahl Toa Be4d»*chtiii««i; ttker 'Maoiiif 
Metalbumin und Colloid8id>8tans toit, asm dene» brerrotgeht; <lafts' dieie B SuMabzen 
in einem analogen Verhältniss sn eiBandflr stehen, wie^iUMiiiif Altamfia voA Fibfcuul 
Pasi gelöste Macia ist wie das lösliche Kasein, «tefts 4ui iJkalleji gietmttd«», iünd*wird 
durch Stturen ans diesen Yerbindongen abgeMl>M«& BÜBisraMtiren Sn*U<beiMhtiMr 
lösen den Niederschlag wieder auf, ebenso ist derselbe löslich in £odhiak»s^ plioä« 
phorsanrem nnd essigsaurem Natron u. s. w. 

Das Metalbumin kommt gelöst vor und cbarakterisirt sieh durch die eigenthüm- 
lieh faserige Fällung, die es durch Alkohol erleidet. Das durch Alkohol faserig 
gewordene Metalbamin löst sich, im Falle der Alkohol nicht Monate lang einwirkt, 
Tollkommen in Wasser. Üß ÜetfiiA-ch'^cMhlbi M4b»'fi^ sUl doch nach Zusata zur 
Gerinnung zu bringen. Es gibt mit den Beagentien, welche Eiweiss fällen, keinen 
Niipder9<^lag^'mit Ansnabme das Millou-selien Reagen» undl eim4t avustOnUkaliatiritf' 
Bleilösung. Tannin erzeugt nur in ganz neatMle» Lösungen dsMfelbeift diait flockige 
Aussch.eidun|g, ausserdem eins egale Tfü^upg dßr. FlQsatgke^ , die. ua^ ei^gen 
Wochen, im Falle die Flüssigkeit nicht zu ^erdün^t i^t» dickfl^ss^ i/drd. ^ehi^iche 
Erscheinungen bewirken in d^i^ con^sentrirteu Lösungen auch Mjneri^laänrfff , Ferro- 
cyankalium und Essigsäure und endlich viele Metallsalze. Dasselbe VerhaU^iZ^^ 
gen endlich auch die Auflösungen der gallei^dgen, in Wf^^ jop^ösl^hen, da§|egen 
in ganz Terdünnten Lösungen Ton Ae^kali oder besser kohlensaorem Kali Ij^sl^chen 
sogenannten CoUoidsubstanzen , von denen Bcherer mehrjere aus Oyariencijvten Q^d^ 
aus dem Cöcum vorzeigt . = - 1' ^ 

Muoin, Metalbunin und Oolloidsubstana farbe^ sich beifn Kochen mit kpnpe^- 
trirten kaustischen Alkalien goldgelb bis bierbraun. £s rührt dieae» voi| ^i^er Z^- 
Setzung derselben her, in Folge welcher sich in den kaliscUenXö^ungen ein Kohl^i^t 
hydrat abspaltet und andererseits ein die Beaktionen de^ Eiweisses . darbietenden 
Stoff löst Mit verdünnter Schwefelsäurer gekocht zerfallen. aUe 8 ö^^bstamKen^U^ 
Zu^cker und albuminöse SubstAUzen. Für M)icii\ hat bereits EiohwaJd diese 
Spaltung constatirt. Der Vortragende ist der Ansicht, dass dieselben als mit K^bj 
lenhydrat gepaarte Eiweisskörper anzusehen sind, und beabsichtigt, 4cmnächft Vei^- 
suQhe darüber anzustellen, ob eine solche Paarung nicht auch künstlich berror^Cr 
bracht werden kann. x . -h . -♦ 



Vn. Silzwig am U. März 1861 

Inhalt Eberth: über den Bi^ de^ Blutcapillaren., — Köllike^fj über den Baii 
der C^rallexy, ., ,^ , . _ . r.; .1 • .- -. 1 n> 

1. Vorlage der eingegangenen Zeitschriften und Verlesen des Protokolls der 
letaten Sitanng. 



Tm SlimgsbMMiie m dai Jdtf 1864/6«. 

3« Herr Schiller MhUli^ Herrn Dr* FAehm^yer, XJnterArzt, mt Auftimhine 
all Mitijiad TOT. 

6. Heir EbertJi yenrollitSiidigt seine MUtheiliuigeo ttber den Bau der Blai- 
cipiUaren. Dme früher bei dem Froseh und der Kstee Beobaebtete gilt auch fOr 
die fienMUedeBen KlaaeeD der Wirbelthiere. De münen zweierlei Gaptllaren nnter- 
sehieden werden, schmale, die aas sehr TerlXngerten spindelförmigen nnd weite, die 
ans mehr polygonalen Zeilen znsanrnM^fesetat sind. 

Femer demonstriri deraelbe einen Acephalos der SRege, bestehend aas einem 
BeokenmdimeBl «nd damii^verbandenen 9 hi nte r en Bxtremitilten. 

4. Herr KSlliker hält einen längeren Vortrag Hber den Ban der Corallen 
imd eriSntert dentelbMi doreh Zei^nongen and eine grosse Zahl nudnro^ and mlkro- 
sko^foher Olijedto. 



Vm. SItziif m 8. AprH 1865. 

liilller: über Lageweehsel des FfHas. -- Sandberger: Über die Ver- 
breitvng des gediegenen Geldes. 
1. Torlage der Draokschriften and Terlesen des Protokolls der letzten Sitzang. 
8. ])r. Paohmayer wird doreh Kagelang als Mitglied an^nommen. 
8. Dr. med. Schramm aas Dorpat wird Ton Herrn Eberth als Mitglied Tor- 
geschlagen. 

4. Herr Mttller berichtet über einea Gebartsfall, wo anter aaffallenden Symp- 
tomen im lotsten Monate der Schwangerschaft innerhalb 8 Tagen eine sechsmalige 
Locomotion der Fracht eintrat, knüpft daran eine Besprechung der Aetiologie and 
des Mechanismus dieser Erseheinnng nnd kommt sam Sohlasse, dass in vielen FlU- 
len Contraktionen des Uterus und actire KJndesbewegungen als ätiologische Mo- 
mente der Lageverändernng beschuldigt werden müssten. (Ausführlich in Wün- 
bniger med. Zeitschrift Band VI pag. 140.) 

Herr Seanzoni t. Lichten fels reiht daran einige Bemerkangen über die La- 
gemng des Kindes In utero. 

5. Herr Sandberger spricht über die Verbreitung des gediegenen Goldes. 
Das Vorkommen desselben auf seoundärer Lagerstätte Ist als ein Concentratlonspro- 
eess zu betrachten, bei dem ein grösseres Territorium als Gold liefernd in MUlei- 
denschaft gesogen wird. Aber auch das Auftreten des Goldes auf Gängen Ist be- 
reits in sofame als seoundär au bezeichnen, als das wahre primäre Vorkommen das 
yTsrlarrte' in yersohiedenen Mineralien (z. B. Elsenkies und Fahlen) Ist. Während 
ein Gold ans Fahlerz ausgeschieden leicht silberhaltig sein kann, indem beide im 
Fahlerse (einfach Schwefelsilber und dreifach Sohwefelge^d) enthalten sind, Icann ein 
Gold ans Elsenkies krystallinischer Schiefer deshalb nicht ßilber führen, well aur Bild- 
ung desselben das Voriiandensein TOn SehwefeUAlkallen nothwendig ist, mit denen 
drei&eh Schwefalgold Tcrbunden sein kann, während Ton Silber eine höhere UMicbe 
iSchwefSelstufe nicht Torkommt Das Zersetzangsprodukt eines goldhaltigen Eisenkieset 
wird Brauneisenstein sein mit eingelagerten Blättohen cheralschreinen Goldes. 



8i«raiifib«iMt« Ihr Üu JUkr iM^TW. 



n. Sitzong am 29. April 1865. 

laliaU. Dehler: über Tracheotoaiie ; über Harnröhren-ätriktoreiu — Rosen* 
thal: Fall tod Meningitis cerebrospinftlis. — Osann: über einen Bliti- 
seblag; über da^ prismatische Farberibild« 

1. Yorlage der Zeitsefailften nnd Yerlesea des Protokolls der letzten BHcung. 
t. Her? Professor ▼. Besold wird reb Herrn Rehenk als Mltglfed Torge- 



5. Dr. S h r a m m wird durch Kng eltnf als Mitglted aufgenommen. 

4. Herr Dehler sprieht über Traeheotomie. 

Vortragender empfiehlt als TorsügUch die ans Silber verfertigte eomprimirbare 
Kanüle Ton Wjs in London, welche ans 2 mit einander an einer Stelle yerbnnde- 
nen gebogenen Halbring^ besteht Eine Modifikation dieser Canile stellte Herr 
Dehler durch VeTbindong mit der Lacr*8chen Doppelk^nül« mit der Torigenher. 

Hieran reiht Vortragender einige Mittheilnngen über Striktaren der HamrShre 
unter Vorlage yerschiedener Instrumente sur Hebung derselben. 

Anknüpfend an einen KrankheHifall , bei d^m sieh eine weit hinsiof ragende 
Verengerung der Harnröhre, yollständige Retention des Urins und Ausdehnung der 
Blase ^d, spricht sich Herr Dehler für die Operation k la boutonl^re (ftusserer 
Utethralschnitt) aus* Betont wird, dass bei der Operation keine sccundäre Strictnr 
entsteht, indem durch den concentrischeu Zug des Narbengewebes die eine Wand 
der Harnröhre abgexogen wird, Herr Dehler verwirft den forcirten Ghateterismns, 
weil oft durch denselben das normale Gewebe zerrissen und nicht die Striotur be* 
hoben wird. Femer entstehen hierbei starke Blutungen und weitere unangenehme 
Folgen. 

Die Cauterisation mit dem Mitteldorpfischen Apparat ist, abgesehen von der Un- 
bequemlichkeit in der Praxis und des langsamen Erfolges, nicht empfehlenswerth. 

5. Herr Bosenthal theilt einen Fall von Meningitis cerebro-spinalis mit. 
Der Fall betrifft einen 76Jftliiigen M*nn, Die Krankheit begann mit Sohmenen 
und Steifigkeit der Glieder, doch war letstere nicht vollständig.' Als Grund der Er- 
kriuikiuig gab Patient sein GBchtleiden an. Urin rothi molkig; Puls 190, voll, weieh; 
Bewnsstsein nicht getrübt Therapie: kühle GetrSnke, Klystier, Noch am selben 
Abend kleiner harter Puls, Sopor, Kljstier, N^obt unruhig. Am folgenden Morgen 
Puls unregelmüssig, Zittern der Hände, Hyperästhesie der Extremitäten, Steifigkeit 
des Nackens. Convulsion und unter denselben Tod. Sektionsbefund: Eiteriges Ex- 
Sttdat auf der oberen und unteren Fläche des Oehrms, Hyperämie der Meningen 
des Bückenmarices bis sum 6. Halswirbel, vonda an eiteriges Exsudat "atrf dem ROeken- 
m«rk bis rar Gaoda equifttk Vortragender h^H im Gegeinatz ra den übrigen Ffilen 
das Fehlen des Kopfschmerxes, Erbrechens und Anschlages herror. ' * 

' Herr Qeige> findet an diesem Fälle besonders das FMmi des KopiM^hmerzes 
interessant, ebenso die Pnleverlangsamuag and eAlirt, d«BS namantHdk die Dtttbren^ 
«eil In den^Symptomeneoniplexen und der T«rs«hiedetie Verlauf ihn für Jstat «nm dev 
Aonakme einer Bpidemie «bhnlte. Oünstig» Wiritnitg sah Hett Gel|^el In einiget 
Fällen Ton O^lom und dem HasvseU. Barr Bosenth«! 'y^rwMt Mb gegeiii dl« 
Beaalohnung diesea FaUes als epiaemtlrtu 



6. Herr sann spricht über den am 6. Januar 1865 stattgefondenen BHtiBohlaf 
in den Thonn der NeubaQ^ir«be. ynt^f^ 4en mancherlei Srscb^nungen, welche den 
Blitzschlag begleiten, hebt er besonders den stechenden Gemch hervor, der sich in 
den Räumen d^ Thurmes verbreitet hatte. Er yrurde von den Beobachtern mit dem 
dcis Oton für identisch erklärt. Herr Osann hftlt femer daifOr, dass der sieh ver- 
breitende Nebel Antozon gewesen sei, 

Herr Osann theilt weiter eine Fortsetsung seiner Yersuche über die Streifen 
im priffnatisohen FarbeaUlde mit Seine Versnobe habcfti ihn an. der eiMn Thai- 
s^ohe geführt, dass man auch dunide and farbige Streifen erhIUi, wenn man Licht 
aus einer engen Spalte auf einen mit Wasser geftlllten Glas-Oylinder fallen JiMW 
Er erklärt 4ies0 Streifen für InflectioasstreiCeB. 



1. SUzong m 13. Mai 1865. 

Inlialt Seufferti über BlephanMaais der Oütoria. 

1. Torlage der Druckschriften und Verlesen des Protokolls der letzten Sitzung. 
^. Herr Professor v. Bezold wird als Mitglied aufgenommen. 
' 3. ' Herr Seuffert theilt einen Fall von Elephantiasis des Präputiums derCIi- 
toris mit und hält anknüpfend an diesen Fall einen längeren Vortrag über Elephan- 
tiasis. (Die beabsichtigte ausführlichere Veröffentlichung dieser Beobachtung wurde 
durch den Tod des Herrn Seuffert vereitelt) 



II. SiteBBS am 27. Mai 186& 

Inhatt. Kölliker: über die Muskeln der Süsswasserpolypen ; über den miereskoid- 
sehen Befund eines 10 Va Fnss langen Mammuthszahnes. -^ Rineeker: über 
den heutigen Standpunkt der ByphBis. 

1. Vorlage der Schriften und Verlosen des Protokolls der letzten Sitzung, 
3» Herr Markuseii erklärt wegen seiner Uebecsiediulig nach Odessa seinaa 
Awkattt als ordantUohea Mitglied, sprioiit jedoch augleich den Wunsch aus, der Gk- 
fplliffh <^ft aooh femeihin als oorresfondirenfleB Mitglied .aasugehören , welchen^ die 
Gesellschaft nachkam* 

^ . d, Hanr.K^illi^M «prioht über die Muat^ela der SüaswMaeiQpc^ypeii, dli ihm 
k«ii«li«h aii$Ei«»dan gelai^ X%0a Mioakeli^ sind Fäsereban ^dmeSpv «was Ke»* 
mm wid FibriUben und .bU4mi mmobeo dam Endo* «nd Ektodum mt» voUs t äad%f 
MHgjfastrsffhigbi Diestlhua milMs^fm in. b^o^nderer 3eaieh«Bg aqpn iMliseceA.Ep^ 
«kalMs^eliMt AmJEUlUker glapH^^venigftoM.^inlgismia. 
inneren Ende der Epithelien beobachtet zi\'M)iMi^ ' - r' ^ ^m.a ; ^m. p ^n,:<iu>{>.v ü 



^ Hgpr ]^<$Uikpr thelH weiter mit, dM» die Zointblnen (ZoittAa«» Palythoa) 
in ihrer LeibeswAnd überall dieselben BrottluningiltaniUe baaÜMn, die 4k Ak^iNtf 
rien aiiflfleicbi\en, i^b^r bisher b^ keiner Qatlang derActkiarU uiid Mate^p^yrasia ge- 
sehen sind. Die lacniAtinuig der Leibetwand! mancher Palytboe« riibtt ^a K<toem 
von koblensanrem Kalk oder Kieselerde (Quan) her, welche jedoch aioht nur «ft 
der Oberfläche haften, sondern «of dem gainaen Ipnern d^ Iidb^wand anÜBHzeny 
nichts destowaniger nnr znfiUUg eingedrnagene Köta>ar sind. 

Feiner macht Herr Kc^Uiker Mitlheilang üb^r eioeü bei Wümbnrf in* elaea 
LS9a^ru\>e gefundenen lOVi Fqis Isogen Mammathiaahn, welcher daroh VermitÜwig 
des^Hen» Qeigel dem «ooWmischea IbstitiUe überliefert "wurda. Die mikroecopleehe 
ynter^uchang des Zahnes ergab, einige «igenthümliche VetfiUtolaee. Ee ergab eieb 
ifonülchst eine auffallende StrokturTetiladerung des Zahnes, so wiar ▼otra og ewei eo itt 
der Rinde die Struktur Yollstttndig yerloren gegangen, weniger im lAueni» FOt dai 
fireie Aßige s^igt si<^ sogleich ouie anffaUende BrieUgkei* .der BlfenbeiUiubstanz, 
w^Q^che. wohl auxüokzuführen ist auf einen hochgradigen Sehw«nd der oiganiiche* 
Grundlage. 'Aus dem Zahnbein gelang es noch die Zahnfasefn su isoliren. 
^, ^usaerdem landen sioh noch an einaehkan Stelleti Pfleflide», 4ie gröasieiitheila 
in ;Mmröhrßheu site^en« Die veKtodecten Partien des Elfenbeins zeigten elgenthtm* 
lach siümföxmige krTSstallifchQ Köcper. Unter dem Polarisationeapparat ersdieineo 
die; Yerl^idertcn Partien in schönen Parbeo, dep^pelbreehend. Yortrageafler erinnert 
iaxa^a dass krystalünisohe BildongeA, wie sie sonst bei niederen Thitreii Torkömment 
doppclbrechend sind; An Mammuthsknodien ton denselben Ftiadorte sah Hen 
Kölliker gleichfalls unter normalen Kneoheti|>artlBn die ob^t erwithiten stera- 
$kmgßn Krjrstallbildvngen* . . 

, 4. Herr RineekeT beantai einen ven ihm beebaehteten Krankheitsfall, u« 
finsge' Anfechtungen xU bespreehen, die in aeueaier Zeit dem sogenannten Dualis* 
np^ua vn der Syphilis au Theil geworden, naehdem develbe Ton der MAizAl 4et 
Aerzte bereits seit mehreren Jahren' als i^hi weHer bestreitbar« Thatsaefae 4ne#- 
kai^nt .!wor4en.: Prof. B. maefat beeondera iuf dieIi«pf-V4rsuoheK5biier*i in Bres- 
lau »it-verdüiinlem,>getrookBeteBl und fihrirtem Eher anfmbrksam, wie auf die ' 
gelungenen Auto-Iuokulationen^ (d. i. Im^fbag auf den Kranken kdbe^ mit 'derii 
Sekrete des speciBath-indurirten OeeohwUrs, Ai auteer Ton Kli>'biier -audh toU 
Bidenkap in Christiania, Robert in Marseille, Rodet tu A«^ nnt Erfolg un* 
ternommen wurden und glaubt/ dass eine nnbeCangtoe Würdigung sekher Y«r> 
suche wie manohec ttut ihnorii im:£iiiklaBg stehender klhiüaeher BeobAohtungeti naeh 
längerer oder kürzest Zeit dahih aurttckführen wiorde, sieht in det* Annahme zweier 
abaolut veibchledeBelr Gifte ^ sondern in cBe unendlich wandelbaip» Differbns de! 
iVitien< Yirtts die Brktiirtmg fir die^ Morsckiedene fitsoheumags^Mise der eyphili« 
tischen £skitmkuBg'*ztt iinden^ 



in. SitzoBS am 17. Jani 1S65. 

Inhalt Sandberg er: tfber die Entstehung gewisser Serpentine. — y.Franque: 
über die Wendung auf den Kopf. — Schenk: über die Flora des unter- 
sten Lies. 



Xn BitfciingsbeHeKie für dai Jahr 1864/«6. 

1. Herr Hdhitti Hai Finger spriebt durch Herrn ßchenk seinen Dsnk f&r 
die Bmennmig sum oorrespondlrenden llftgISed ans.' 

S. Vorlage der Zeita^rlften nnd Yerleaen des Protokolls der Ictiten Sitzung. 

3. Der Amsehnss fet gegen das Taoaehanerbieten der Gesellschaft „PhUoma- 
thle« in Nelsse. 

4. Herr Sandberger besprieirt anter Vorwtis einer Beihe hieiher gehSrea- 
der Handstücke die Entatehnng gewisser k<$m!ger Serpentine ans OHvinfels, idlh- 
read andere sicherlich AngH- und Homblendegestelnen ihre Entstehung verdanken. 
Einen Haoptstttti^ankt findet diese Theorie in dem Anftreten einer besonderen 
CkaaatTarietJit, des eHromhaltigeii Pyrops nnd anderer Minerale, sowohl In OUrinliBla, 
als im Serpentin, wXhrend ameh der ehemlsehe Prosess der Umwandlang der OUrln- 
Ms-Snbstana in Serpenthi-Sabstias sehen dareh Pseodomorphosen von Serpentin nadi 
Oryselitfi erwiesen Ist 

5. Herr t. Franqae sprieht über die Wendong anf den Kopf. Nach Ansieht 
iee Vortragenden wird diese Operation seltener ausgeführt, als si^ autaufilhren Ist ; 
die Wendung auf den Kopf ist in jeder Besiehung günstiger, als die Wendung auf 
die PUsse, namentlioli IMr das Kind, was durdi Zahlenangaben bewiesen wird. Herr 
T. Franque sieht im Abg^6ossensein des Fruchtwassers ebensowenig eine absolute 
Oontraindication der OperAtton, als im Vorhandensein tod WehenschwMie und 
Vorfall der Kabelscfanur. Centraladiei#t bttit er die Operation nur da, wo eine 
augenbUckliche Beendigung der Gebnrt nothwendig ist und wo die tJterttswtndungen 
an ffest um den Kindeskörper oontrahirt sind, aber selbst im letzten Falle gelingt 
die Operation oft noch gegen alles Erwarten. 

Herr P. Müller ist cbenfslls der Ansicht, dass der Wendung auf den Kopf 
besüglich der Indicationen und Contraindicationen der Wendung auf den Fuas 
gegenüber zu enge Orenaen gesetat sind und erlMutert in H Fällen, wo bei beMen 
Frauen bei aufeinanderfblgeoden Geburten beide Wendungsarten ausgeführt wurden, 
die Vorttwile der ersten Operation tot der «weiten. 

R. Herr Schenk spriebt über die Flora des untersten Lias, die mit der des 
Benebed aleht nur sehr nahe rerwundt, sondern theihrsfee Mtntiseh Ist Vortragen- 
der legt einige Pflanxea aus dem franadsisehenlnfraHas tot. Er bemerkt ferner, 
dass die Grenssöhlditen awisehen Ldas und Keuper NorddeutscÜlands durch eine be* 
sondere Taenkpteris^Art ausgeaeiehnet sind, und entwedei dieselbe oder eine $thr 
nahe stehende Art auch im Infralias Torkomme. Als interessant wird das Vorkom- 
men einer Conüere (Arauearites) im Iraasüsbdien LIas hervorgehoben, wihrend man 
bis jetat im deutbdien untersten Lias rergebens nach einer sokhea suchte. Er hebt 
femer die InIcntitSt des Otosamites broTifelius Braun, der Clatfaropterls 
platjphyller Brongnlart^ der Sagenopteris elongata Brann des Infrallaa 
mit den gleichen Arten der Grensschichten zwischen Lias und Ktuper henrbiv 

Unter den Pflansenresten Ton Hetanges bei Metz finden sich Fragmente tou 
weiblichen Blüthenständen der Gjcadeen, den BlüthcnstXnden von Cycas ceroinaiis 
yerwandt und Beste, welche kaum von jenen der Gattung Thinfeldia (Th. 
rhomboidalis) su trennen sind. 



a^mafrikttUtt«.«* Am M« IMVfV W 



IIH. Sftzug an i. JvH 18«&. 

IDüialt. S e li e n k : Vorlage foflsller Pflansen und SchSnleins Abbildungen foMÜeic 
Pflanten Frankens. — llineokdr: Über das Othaematom. — Ebertb: 
über den Bau der Fllnonertellen. 

Als Qaat anweaend Herr Qebdm-Rath Martina Ton Münohoiw' 

1. Vorlage der Schriften und Verlesen des Protokolls der leisten iSittong. 

t. Herr Prof. Jacooud in Paris dankt für seine Ernennung cum ^correspon; 
direnden MitgUede. 

8. Herr Schenk demonstrirt ein Stück eines Equisetites Mougost! Schimper 
(d. h. Holskörper desselben.) Es ist dieses der erste Fand eines Equisetites aus 
dem Buntsandsteine Frankens. 

Herr Schenk legt ferner der Gesellschaft die von ihm herausgegebenen und 
mit erläuterndem Text erschienenen Abbildungen fossiler Pflanzen des fränkischen 
Keiq»ers, welche der t erstorbene Dr. ScbSnlein hinterliess, voL 

4. Prof. Rinec&er steNi einen noch ziemtfeh frischen Fall Ton OtiiSmatom 
Tor, dass einen recht sprechenden Commentar für die traumatische Entstehungsweiae 
dieser QeschfwuJat lieferte Ein l^Ihriger Bttckeijunge ^atte nftalieh ahne aieinlich 
darbe Znrathtwedbung von einem AUgHtaBen miUelst Zenntng deitf Unken. Ohrmosobel 
erlitten. Die Schwellung und dadurch gesetste Vemnitaltnug war betriohtlicb, di4 
Fhiktu&tion bei sonst talgiger Beschaffenheit des Tumor deutlich, die übersiehende 
Haut noch tief gerüthet und bei Druck schmerzhaft. 

Das Vorkommen der Ohrblutgeschwulst bei nicht geisteskranken Individuen 
wurde ih neuerer Zeit mehrfach beobachtet und war dieselbe dann immer die un- 
zweifelhafte Folge traumatischen Eingri^s. Dennoch ist die Entstehung auf diesem 
Wege nicht so leicht möglich und die einwirkende Gewalt häufig nicht im Stande, 
ein normales Perichoudrium abzulösen und den Knorpel zu zertrümmern, yie dies 
gerade auch die von G ü d d e n vorgeführten Fälle von zum Zwecke des Experiment^ 
absichtlich unternommenen Quetschungen der Ohrmuschel beweisen (S. Allg. Zeit- 
schr. für Psychiatrie Bd. XX. 4. Heft S. 423) 

Ist audi nach den von Gudden beigebrachten Argumenten der traumatische 
ürsprut)^ kaum mehr zu beattreiton, so möchte doch für die Hehrtahl der Fälle noch 
ein disponirendes Moment zu statuiren sein, und glaubt Herr B. in dieser Bezieh- 
ung weniger Gewicht auf eine vorglingige krankhafte Beschaffenheit des Ohrknor- 
pels legen zu sollen, als vielmehr auf öfter Wiederkehrende und endlich habituell 
werdende Hyperämien und daraus hervorgehende Suceul^nz ^d Lockerung der ver- 
schiedenen, die Ohrmuschel bildenden Gewebe ~- ein Zustand, wie er bei Paraly- 
tikern, Blödsinnigen, und an sogenanntem Stupor leidenden Geisteskranken an Ohr 
und Nsäo häufig bemerkt wird. Auch da« öftere Vorkommen des Othaematom in 
der heiasen Jahreeaeit wurde hiedurch erklärt, während anderseits für den heute 
vorgestellten Fall iß» begünstigende Moment ohne Muss in d^r hohen Temperatur 
der Backstube, in der der Angriff- auf die w<olil ungewöbnlifli heisse Ohrmuschel 
stattfand, gesucht werden dürfte. 

lißn. T« Tr0ltsi«h bam^kt, diNW daii,hMilga VorkommeQ des OOuMMMatom'.M 
Mosern in Bn^and gleicbMa ffU, 4aa EnMahen deaaelben dufch T/anmfsi.r spreche» 

Herr Dehler theUt 3 FäUe von Otiutema«m. nit, die w felM ^eakftohtete. 



5. Herr Eberth sprieht über den feineren Ban der FUmmersellen, die er aa 
dem Epithel des Darii^.v^n j^fdonfa f^/^ii^^ i9if^]Qhje^\l fiaa wie kein anderes 
sich hierfür eignen dürfte. Vortragender spricht sich auf das Bestimmteste für eine 
Fortsetzung der Flimmerhaare fns Innere der ^^llei^^ans. ^ B^i 4^wendang;iehf rstf^ 
ker Systeme überzeugt er sich, das^ feine in deir^erlängerup^d^ FUx|ua(yhaare ge- 
legene glänzende Streifen bei den yerschi^^ctu^t^i^, EipSjteiiiuigfdn im Z<^lenproto- 
plasma sichtbar vrurden. 

Herr Köllilt er bestätigt das' eben Mitgetl^eUte. i - ^'. - • -- 

Herr Schenk bemerkt, dass b^i den SchwSpaeUefi der Pfliuixep dif iWimper- 
haare die secund&re Membran durchsetzen, Fortsätze der Rindensckiobte ^e^ ^elleiir 
Protoplasma sind. - ., . • ' - . >l a > A :i 

,. . ... ; ... . . ; - . i I . .• ; '...., /-a' -:i ' i 



UV, SHzwig am 29. MlSßä. 

L. Vorlage der ZeitBofcriflen* Wegen Abme^heitf des X und f t. ' S^kfetSnr 
konnte das ' ProtokoU 4ev letzten Sitmmg vktkt - verlesen -vi^erden. tfr: 'ifttfl^r uttd 
Pr. N^ies fSkren das BrodekoU. < 

' ' 2. Herr Dr. Maf« #ird als Mitglied aüfgenommfeü: - * ' * ^ 

8. Herr Kölliker bespricht, das Allgemeine und 'Wissenswerth^ der Buenen- 
zuoht Yorausseizend, im Allgemeinen die BeschärtiguDg der 3 Bienenarten ,. ergeht 
sieb etwas weiter in der Besprechung der {Physiologie der Königinnen) der anatomi- 
schen Beschaffenheit ihrer Genitalien, Cohception'und der langjährigen Ethaltaa|^ 
der in der Samentasche injicirten Samenfaden, geht dann auf die Beschäftigung der 
Arbeitsbienen über, beschreibt den Darmkanal derselben und, dessen Funktion als 
Houig und Wachs bereitendes Organ und gelangt zum Schlüsse zur äesj^echung 
der Parthenogenesis der Bienen. , ' 

4. Herr ^andberger seigt ein FlussspathrofrluHi^en yom jQJieisJfQgfrielp am 
Fiohtelbei|g ¥or und erläutert, wie das Fluorcaloium nur dem (jH}i](imi9r,,QKitBtaiipap[»ei| 
kann, der sich in dem ^^t^^S^ Zustand als eiui weisser sogenf^iuter Kalig)iinnyn 
oharakterisirt, während früher ein s^hr eisenre^^er. Glimmer, Totgplfi^pa ht^ßn .fnm^ 
wie anch das gleichzeitige Ac^tr^ten yon Eise^fj^yd bew^se, d«^ sic^^Uch ebeov 
falls dem QUmme^ en^ptammt.^ . 7. . 



h,.,i 



IV. Sttzwig an 4. Wefflber 18^. 



.1 t 'U 



iMkalt, 'ft»41lk9r« »«KMntfaäon^«^ -EMMma; ^ ¥«f4:'W^ii l>ebinfe<MMiBmit. 



8IHiüigAbWli&t0 imr dait ilAlir' 1804/95. Xf 

>i^ f. Tclrisge eines Theilaf derwlhretid derP«Heo ftls^toeolieiike'tnid imTamtolM 
cAl1g«hiiifletfeii Wefke. 

2. Das Verlesen des Protokolls der letzten vSitzung musB unterbleiben, da durch 
den plötzlichen Weggang des gewesenen I. Secretärs Herrn Eber th naoh Zürich 
dasselbe noch nicht vollständig bereinigt ist. 

3. Folgende. Herren werben aU MitgUeder Tovgeschlagen x HaupänaluiT. HS»- 
uftnu von Herrn SekieroAberg; Prot Dr. ▼. Reeklingekauf en» Dr. Foiel 
und Dr. Scbeffer yon. Herrn Kölliker^ Dr. Köder von Herrn Dehler. De» 
YotnABinde seigt des Anetrift des Dr. Eieenmann an. 

4', Der Torsft^ende fragt , wie es mit der Neuwahl eines I. Secretärs für den 
hach Zürich Abgegangenen Dr. Kberth sei. Auf Vorschlag des Herrn KOlIiker 
sieht die Gesellschaft, in Anbetracht, diiss dieselbe anif eine heute vorzunehmend^ 
Neuwahl^ nicht vorbereitet ist, und andererseits die Neuwahl des Gesammint- Aus- 
schusses im Anfang December stattfinden werde, von dieser Wahl ab und' übemitonlt 
der n. SecretSr Dr. Rosenthal die Geschäfte des I. Secretärs für die Dauer des 
laufenden Gesellschaftsjahres. 

5. Herr Kölliker spricht unter Vorzeigung einiger Knochen über das Soelett 
eines im Torfinoore bei Zürich gefundenen Cervus palustris und kömmt zu dem 
Schlüsse, dass der9eibo4^üa^.befK>pdere Art bilde. « , , 

Derselbe legWerner den Schädel eines im' Grauimschatztfr Walde von ihm er- 
legten Behbockes vor , in welchem sich ausser den sonst beim Reh -vorkommenden 
Backs und Schneidezähnen noch zwei Eckzähne finden, wodurch diedö ZähnbilAnng 
sich der des Hirsches nkh^rt 

6. Herr Vogt spricht in Bezug auf eine von derk. Sanitätsbehörde empfohlene 
Desinfection durch £i9envitriol, gestützt auf angestellte Versudhe', Üeh dahio/ aus, 
dass er Eisenvitriol für besagten Zweck nicht für geeignet halte, weil die Keimzellen 
der Hefe dadurch nicht zerstört Werden ; ' mehr Vertrauen hätte er zu äim Chlor- 
kalk. 

Herr Kölliker hält diese Frage gerade in der gegenwärtigen Zeit für zu 
wichtig, um unvorbereitet eine Debatte darüber einzugehen, um so mehr, als er in 
der nächsten Sitzung; über das neueste Werk von Pacini über die Cholera referiren 
will, Worin der Verfasser ganz neue und eigenthümliche Ansichten au^sApr^-cbt?. 

, Hetrr Wag^ner glaAbtydfss zi^n Zwiecke einer Deainfeo^on die ijbcrdl Ukbc 
jmd biUig au h#b.ei|de Carbol/UUire sloh vor Allem empfehle j wie sie uuch in dar 
That in Frankreich und England schon häufiger und mit Erfolg, s. B. in ^chlaeht- 
käuaeJCQ Anwendu^ g^^funden. habe. Ihre Wirkung ist,, dass di» damit behandelt« 
Subetana, in eiiien ooagulirten Zustand übergeht und sich ^cht weiter z.eri^etzoci kann. 

7. Herr v. Bezold erklärt unter Voraalgang det Inatramentes den Bl««well«l^ 
Zeichner von ¥*ick «nd gibt ihm 'den Yotwg vor allen QueckailbermaiMmeleni. i :^ 

Derselbe spricht ferner über die Einwirkung des Morphiums auf die Baä^isAtioq» 
tind CHrctt^tioiii-ApfMirale, g«^M Auf vi^ aa KanlnoheD angeülaUtea Untetsuch- 
ungen. ' * / ■ . : i . . 

Zunächst zeigt sich, dass erafgffaures Morphium towoVl li^podenkaiiMk alfc 
durc^ direkte Einspritzung Tn die Venen angewandt, wtöH titie Afbäiii^rttng ^n iSKfr 
Athmun^ bedingt und swar im ersten Augenblieke Acftt iMit^ *ttt <MllllMitet ^yiA" 



lYI 8Hni«pb6iii|it» Ar4M J«brl8M/ift. 

plbfB eine sek^aotie BfttflMon niymgr ^^ Aikmwm, dafftfeil aki ^oUitihidif omntan- 
tes Symptom gilt, daM unmittelbar nach der Aawendnng oder iiaeh der erftan Ba< 
«fihleanigung die Athmungsfrequena bedeutend alnkt und nimmt die Schnelü^eit dee 
Sinkeits mit der GrÖaae der Dosis za ; es wirkt so, als wenn die letzten Endigongen 
des Vagus anästhetisch werde: bei der Durchschneidung des Vagus ist das Sinken 
der Schnelligkeit des Athmens nicht so rasch als bei intaktem Vagus, andererseits 
wirkt aoeh dw Oentralorgan durch HJerabaetauug der Erregbarkeit. *- CompUoirter 
sind die Untersuchungen der Einwirkung des etoffei a«f die droulvttonsorgane. Da 
durch die ertfto Wiricnng auf die Bespiration , dureh die Verlangaaanaig der Eeapi* 
ratioa eine Veränderung des fichtigen Gaswechsel stattfindet, so das« der Sauentoff* 
gehalt des Blutes vermindert, der der Kohlensäure vermehrt ist^ so müssen, um die 
Wirkung des Agens auf den Kreislauf selbst au beurtheilen, die Untersuchungen 
bei künstlicher Respiration gemacht werden, so dass die bei Einwirkung des Mit- 
tels auf die Respiration auch im Circulationsapparat mittelbar auftretenden Veräi^ 
derungen nicht auftntteo. 



IVI. Sitznug SOI 18. November 18<{5. 

Inhalt. Kraus: über ein Braunkohlenhok von Imberg bei ßonthofen. — Sand- 
berger: über den Orthit im Spessart — Schenk: über die Flora des 
schwarzen Schiefers von Eaibl. 

1. Vorlage von Zeitschriften und Büchern und Verlesen des Protokolls der 
leisten Sitzung. 

%, Herr Dr, Stöhr wird von Hm. Müller, Herr Dr. Bossbach von Hm. 
Geigel als Mitglied ^orgeschlsgen. 

8. Die in der letzten Sitzung vorgeschlagenen 5 Herren werden durch Kugel*' 
ung als Mitglieder aufgenommen. 

4. Von Seiten des Präsidiums wird ein Schreiben des Herrn Prof. von Welz 
mit einer Urkunde mitgetheilt, in welcher letzterer der Gesellschaft eine Aktie der 
lombardisch-venetianischen Eisenbahn k 500 Francs zum Geschenlc anbietet, von 
welchem Capital die Zinsen zu Gesellschaftszwecken verwendet werdtti soUoa.' Das 
Aktenstück theilt femer die näheren Bedingungen und Bestimmungen der StillM 
ung mit. 

Herr Bin ecke r steOt auf die Anfrage des Vorsilaenden, eb' ^ie Abstlmniung 
Über die Annahme der Schenkung sofort vorgenommen oder auf eine spätere Btta« 
qng vettdlloben werden toU, den Antragt .die Abstimmung auf d|e nächste Sitzung 
au vertige»» in der doch die ükenosaischen Verhältaiase der GeaelJUchitft zur 
lifracke kämen. 

Hant Sahl«reiib«rg atsUt dagegstn» in der Erwägung, da^ es wohl paps^nd 
•ei, Hm. v. Welz sofort über die Annahme oder Zurückweisung seines Gkaehenkfii 
iPttVpahing au machoQi fsmer in Erwägung des Umstandes, dass die Schenkungs- 
«lite, keine Uix die GeteUsj^haft l&ltigQ Bedingu^tgeii enthalte, den Antrag, sofort 



Siteugsberidrte ür das Jahr 1S64/66. XYU 

PrMdiain bringt beide AntrSge aar AbatimmwBg» wobei der Antrair ^ Herra 
Bineoker in der MiDoritSt blieb, der des Herrn Sehierenberg da^^egen ange- 
nommen wurde. Die nun Yorgenommene Abstimmung über die Annahme des Ge- 
schenkes ergab das Resultat, dass dasselbe einstimmig aooeptirt wurde; ebenso der 
spätere Antrag des Herrn Bineoker, dem Geber den Dank der Gesellschaft aus- 
zusprechen. 

5. Herr Vogt k9mmt auf seinen in letzter Sitzung Über die verschiedenen 
Desinfeetionsmittel gehaltenen Vortrag zurück undbest&tigt die Ton Herrn Wagner 
erwähnte desinficirende und GShrungspilze zerstörende Wirkung der Carbolsäure, 
setzt jedoch an derselben den höchst unaogeaehmen hödist penetranten Geruch aus 
und schliesst mit der Erwähnung weiterer Ton ihm ausgeführten Experimente mit 
yersohiedenen chemischen Präparaten und ihres Einflusses auf die Gährungspilse und 
lobt die rasche Zerstörung derselben durch Chlorkalk , woraus er seine Schlüsse über 
die empfehlende Anwendung desselben bei frischen Choleraexcrementen zieht. 

6. Herr Kraus spricht über die BaumTegetalkii von Iskbeig, eiatti SehieCsr- 
kohlenlagers in der Gegend Ton 8ontholea. Die tob Heim Prot Oppel in Mün- 
chen daselbst gesammelten Beste entstammen theils von Pinus sylvestris, ^eils von 
PInus abitti und sprechen also für eine Glaiehhaltigkeit mit den ganz ähnlichen 
Kohlen von Dümten md Usnaeh in der ßehweia. 

Femer spricht derselbe über die von Heem ^ehenk gesammelten Heizreste 
des FeuMbatohiscben Tori^oores. Es fanden sich Fichten, Kiefern, Eichen, Pa{^>eln, 
Haseblässe, alle, den jetzigen gleich. Vortragender hebt als interessant hervor, dass 
die Fichte demnach früher in Franken wild vorgekommen sein müsse, während sie 
jetaft nur enltivirt gedeiht. 

iUidlieh spricht Herr Kraus über die braune Färbung trockener Pflanzentheile 
(Blätter, Binden, Früchte), dieselbe rührt von der Färbung des Zelleninhaltes oder 
der Zellenwand her. Im ersten Falle ist derselbe entweder eine gleichartige braune 
Hasse oder tropfenähnliche Kömer, oder ein feiner sammtartiger Uebersug des 
Innenraumes der Zelle. Im letzteren Falle ist die Zellenmembran nur in Ihren 
inneren Schichten (luniperus) oder ganz braun gef3lrbt (Farne). In allen Fällen ent- 
hält der Inhalt oder die Wand einen Gerbstoff, dieser ist nicht Produkt des Ab- 
sterbens dieser Thelle, sondern schon sehr frühe in den Zellen vorbanden. Die 
braunen Kömer des Inhaltes lassen sich bei vielen Pflanzen als nicht aus Stärkemehl 
entstanden nachweisen. 

7. Herr Sandberger zeigt ein bisher unbekanntes Vorkommen des Orthits 
von Dörrmorsbach bei Aschaffenburg vor, indem er zugleich zur Vergleichung die 
bisher schon bekannten Fundorte Weinheim und Schwarswald in Baden, Plauen^scher 
Grund bei Dresden, Schweden, Finnland vorlegt. Der Aschaffenburger ist an einen 
,fflr Orthit erkannten Feldspath gebunden. Die Analogie der Aschaffenburger Gegend 
mit anderen läset die Auffindung des Orthits auch an anderen Orten Bayerns vor- 
aussehen. 

8. Herr Schenk spricht unter Vorzeigung einer Beihe von Fossilen über die 
Flora des schwarsen Schiefers von BaibL 

Herr Sandberger erwähnt, dass es bereits auch gelungen sei, au den thie- 
risohen Beaten der Baibier Schichten Analoga in Franken aofrufinden, indem eine 
laneihalb der Keuper Gypse sehr constant eingelagerte Steinmergelbank ausser Blei- 
'W1lrabiirt«r aatorwiaMBsek. Zeitichrift. (Sitangiberichtt pro 1866.) t 



XViti Sitetukg^erlobte Ar d%a Mit 18«4/e5. 

gfans nfid reribliledeiien Kn^fertetbindiiDfen tineMyo^oria ün^ «ide Corbal« ent- 
bXlt, die ndt d^r Raibler Myophoria Raibliana und Corbal« BotUürni identisoh aind. 
Bd der Bcbwietigkeit, die die PaimUelisinitig obigor Schichten mit aussemlpineu daiv 
bi^t, ilt die Auflßndtmgf eines 00 Bi«heren Niveaus nleht ohne InlereaM. 



IVH. SHzing m % December 1S65. 

Büult. Innere Ang6l<eg(Bnheiten. 

1. Verlesen des Protokolls der letzten Sitzung^. 

2. Die in der vorig^en Sitzung vorgeschlagenen Herren Hossbach und St5hr 
werden durch Kug^lmg* an^mw am wo. 

ii, Herr Gäigcf sobUlgt Herrn Dr. Langhans aar Wahl r^, 

4, t}as PribildSum kündigt an, dass der AnsMhiÜs keinen AiUaia hat, eine 
Aend^tttng in dendtalttlen -vorzuschlagen, wohl aber hUt er es Ittr aweckatÜMig» im 
Interesse der Gesellschaft, wenn bei Ankündigang dar SitzHagen and Yortcagenden 
zugleich di^ ThemMa der Yoftrflge aogegoben werdaii.' 

Herr ^{^llikdr glaubt, dass bei dem Stand unsefer Finanzen diese M«Mreg<eL 
die doppelte Kosten machen werde, nicht zu empfbhlen sein dttrfte. Auf ^e 
Frage selbst eingehend, erkennt et wohl, dass es gut wäre, wenn die Yortrlige ge* 
nannt würden, dass aber gegenüber den Kosten dieses doch nicht so n5thig nel, daaa 
schon aus dein Kamen des Vortragenden das Thema deb Vortrages im erkennen sei 
und dass davon Uihgang genommen werde und nur in besonderer! PKUen der PrÄ- 
sident ermächtigt werde, den Vortrag selbst zu neunen. 

Herr Rubach glaubt, man solle die Vorträge nennen und mit den Zeitungen 
ü^er eine jährliche Aversalsummc unterhandeln. 

Herr v* Welz glaubt nicht, dass es viel mehr koste « wenn man die VortrXge 

Herr .Bi;i ecke r gibt als einfaches Auskunftsmittel an, die später Vortragenden 
mögen ihr Thema am Schlüsse der Sitzung durch den Vorsitzenden bekannt geben 
lassen. 

Herr Hosen thal spricht auch eingehend für den Ausschuss- Antrag, nicht bloes 
im Interesse des allgemeinen Publikums, sondern auch in dem der Mitglieder, von 
welchen docli nur in einer Sitzung Anwesende von dem Verfahren des Herrn Rtn- 
eck er Kutzen hätten. 

Herr Sand beiger ist nicht für den Vorschlag 1) wegen der Kosten, 2) weil 
es manchen, besonders jüngeren Vortragenden abhalten könnte, Vorträge zu halten, 
wenn zu fürchten wäre, dass bei dem einen viele, bei dem anderen wenige Zuhörer 
eV*schienen. Dagegen würde er itir gut halten , wenn das grössere PubHkum etwas 
mehr von dem Wirken der Gesellschaft erftfhre, was dardh einen regehnSsaigen 
kvriven Berteht hi den BUttetn gesebdien könne. 

Herr Kölliker stellt einen 'vermittelnden Antrag: da Vorträge gehalten wer- 
den, die ein mehr altgemeines fotefesse haben and deren B«fcanntgflA>e zwecks 



SitEUBfsbarioUe IKr das Jkhr 1864/65. XIX 

mXMig wSre, während andere (s. B. über Syphilis eto.) wohl weniger gat Sffeirtlich 
genannt werden, so soll es dem PouToir des pAsidenten anheim gegeben werden, 
die Vorträge, wo es zweckmässig ist, öffentlich ansiuseigen und dann auch mit den 
Zeitungen über billigere Inserate zu unterhandeln. 

Herr Sandberger würde für diesen Vorschlag sein, wenn von fremden Vor- 
tragenden die Rede wäre, nicht aber von einheimischen Mitgliedern der Gesellschaft, 
da diese Massregel, die Wichtigkeit und das allgemeine Interesse eines Vortrages 
der Beurtheilung des Präsidenten so. überlassen^ für ihn imd die Gesellschaft Nach- 
theil bringen kann. Er beantragt daher nochmals, den Antrag des Ausschusses zu 
verwerfen, dass dagegen die Gesellschaft dafür sorge, in guten Blättern Berichte 
über die Thä^keit der Gesellschaft nach jeder Sitzung bekannt zu geben. 

Es wird nun abgestimmt: 

1) Der AussehussYorschlag (Ankündigung der Themate der Vorträge zugleich mit 
den Namen des Vortragenden) ist mit grosser Majorität abgeworfen. 

2) Der Vorschlag des Herrn Kölliker wird mit gleieh» Majorität verworfen. 

3) Der Antrag des Herrn Sandberger kömmt nun zur Abstimmung. Er be- 
gründet seinen Antrag nochmals und erwähnt, dass, wenn Gäste Yortriigen, 
diese allerdings, um die Autoerksamkeit der Gesellschaft anzuregen, genannt 
werden sollen, dass ferner die Berichte^ die er im Sinne hat, allerdings vom 
Ausschuss bekannt gegeben werd^i, respu der Ausschnss dafür soigea solle, 
dass dieses durch ein Mitglied des Aassohusses od« der GesellBchaft ge- 
schehe. 

Herr Dehler glaubt, dass praktische Fälle gar oft nicht zur VeröffentHchung 
passend 8ei«n, da dieselben doch meist aus dem Bereiche der Stadt stammen. 

Herr Sehenk bemerkt, dass in anderen Gesellschaften, die Berichte yer'öffent- 
lichen, es dem Vortragenden selbst anheimgegeben sei, ob sein Vortrag ausführ- 
licher, ob einfach oder gar nicht erwähnt werden soll. 

Herr Rinecker hält den Vorschlag für gut, zweifelt aber an der exacten imd 
zweckmässigen Durchführung, und möchte die Veröffentlichungen nur als Experiment 
eingeführt sehen und zwar in der Würzburger Zeitung. 

Herr Kölliker schlägt Tor, die ganze Sache dem Ausschusse zu überlassen, 
d. h. ihm den Wunsch auszudrücken, die Sache in^s Werk zu setzen. 

Herr Rinecker unterstützt diesen Vorschlag. 

Herr Sandberger begründet dem gegenüber seinen Antrag nochmals und hält 
es für gewiss, dass sieh in Mitte der Gesellschaft Leute finden, die diese Berichte 
machen werden, was nach Vorgang anderer Gesellschaften im Stande wäre, die 'Ge- 
sellschaft populär zu machen und ihr einen grösseren Boden zu schaffen. Er ist 
aber auch einverstanden, dass die Sache dem Ausschuss von der Gesellschaft als 
wünaohenswerth übergeben werde. 

Herr Vogt ist gegen alles ffinausgehen Über unseren jetzigen Modus. 

Herr Böhmer beantragt Schluss, der angenommen wird. Es wird nun abge- 
stimmt und zwar darüber: Die Gesollschaft drückt den Wunsch aus, dass Berichte 
über die Verhandinngen veröffentiioht werden und überlässt dem Ausschusse, diesen 
WmuMb zweckmässig ins Werk zu setzen. 

5. Es wird beschlossen, dass zur Feier des Stiftungstages am 7. Dezember 
Abends 7 Uhr ein Festabendessen mit Musik gehalten werde. 



XX Sitsungsbcrichte für das Jahr ld«4/d5. 

6. Der QuSstor Herr G ei gel gibt Reehnangsablage. 
Einnahmen . . 561 fl. 7 kr. 
Ausgaben . . . S60 fl. 45 kr. 



Rest 300 fl. 52 kr. 

Dazu Kapital 1 Ostbahnactie, Werthvermögen 215 fl. 80 kr. 
ein 8 pCt. lomb. Prior. -Actie 103 fl. 40 kr. 
und schlägt der QuHstor vor, wieder einen Theil des Baarvorrathes zinsbringend an- 
zulegen, nämlich 200 fl., was von der Gesellschaft genehmigt wird. Die 100 fl. wer- 
den zur Bezahlung von noch 4 naturwissenschaftlichen Tafeln verwandt. Es wird 
dem Quästor der Dank der Gesellschaft ausgesprochen. 

7. Es kommt weiter zur Frage, ob weiter 80 Gülden für Tafeln der naturwis- 
senschaftlichen Zeitschrift bewilligt werden. Herr KölÜker ist fttr Votimng, was 
andi allgemein angenommen wird. 

8. Herr v. Schauroth in Coburg und Prof. Gtimbel, Oberbergrath in Mün- 
chen, werden zu eorresfKmdirenden Mitgliedern angenommen. 

9. Herr Kölliker ist der Ueberzeugung, dass es gut für die GeseÜschAft wäre, 
nicht blos medicinische und naturwissenschaftliche' Vorträge zu h5ren, sondern auch 
andere wissenaohaftliohe Vorträge, da wir auch Juristen, Philosophen, Technologen 
u. 8. w. (im Ganzen ungefähr 9) in unserer Mitte haben; er stellt daher die An- 
frage, ob die Gesellschaft es für wünechenswerth halte, hfe und da auch andere als 
medicinische und naturwissenschaftliche Vorträge in ihren Bitvungen vorkommen zn 
sehen, speciell wissenschaftliche Vorträge, aus denen Beziehungeu zu den Ifaturwis- 
sensohaften sich ergeben (Bpraohforschung, Gesohiehte der Mediein u. s. w.) 

Herr v. Welz hält die Vorträge, wenn sie Beeidungen zu den Katarwiasen- 
Schäften haben, bereits für statu tengemäss, und wenn diese Beziehungen fehlen, ao 
entsprechen sie auch dem bisherigen Zwecke der Gesellschaft nicht 

Herr Schenk hält den Vorschlag für sehr empfehlenswerth« 

Herr Geige 1 stellt später den Antrag, den Präsidenten zu ermächtigen, mit 
Mitgliedern der Gesellschaft, die nicht der medicinischen und naturwissenschaftlichen 
Sparte angehören, zu Vorträgen zu unterhandeln. 

Herr Sandberger ist dagegen als neue Statuten- Anordnung, jedoch wird der 
Antrag inzwischen angenommen. 

10. Wahl des Ausschusses: 

Erster Vorsitzender: Herr Kolliker. 
Zweiter „ „ Sandberger. 

Erster Sduriftführer : „ v. Franque. 

Zweiter „ » BosenthaL 

Quästor: „ Schiller. 

11. Wahlen der Bedaktionskommisaion für das Geaellschaftijahr 1866: 

a. die medicinische: 

Die Herren y. Bamberger, v. Recklinghauaen, Soanzoui v. Lichtenfels; 

b. die naturwissenschaftliche: 

Die Herren Kolliker, Sandberger, Schenk. 

O. y. Franque, 

I. Z. I. Schriftführer der Gesellschaft. 



Sechzehnter Jahresbericht 

der 

pbysikaliscb-medieioischeD GeseHschaft in WArzbarg 

vorgetragen «m 7. December 1865 

AUGUST SCHENK. 



Indem ich Sie einlade, einen Blick auf die Erlebnisse der Gesellschaft und ihre 
ThäUgkeit während des abgelaufenen Jahres zu werfen, gestatten Sie mir in dem 
Momente, in welchem die Gesellschaft das sechzehate Jahr ihfea Bestehens zurück- 
gelegt hat, einige Bemerkungen. 

Als am 2. December 1889 6inundswalM% Mitglieder der UnirersitXt zur Gründ- 
ung unserer Geeellschaft zusammentraten, befanden eich unter den Grihidem Mit- 
glieder sämmtlicher Fakultäten. Rasch sohlosB sich diesen die Mehrzahl der prak- 
tischen Aerzte, der Apotheker, femer jene an, welche dtfr Aaf)|^be näher standen, ein- 
zeln nur betheiligten sich andere Kreise der Berölkenuig. Langsam ist seit jener 
Zeit die Zahl der Mitglieder gewachsen , bis zur Stunde noch nicht zur doppelten 
Höhe der Mitgliederzahl des ersten Jahres. Im WesentKöhen ist auch das Verhält- 
niss der unter den Mitgliedern am Anfange -Vertretenen Klassen dasselbe geblieben. 
' Heute noch gehört die Mehrzahl der Mitglieder der UniTersität und der Klasse der 
praktischen Aerzte an. 

Beiden Ist diese Verbindung zum Gewinne geworden. Wir alle haben in der 
Geselltehaft einen Mittelpi^ki gflpodan» dessen wir bis dahin entbehrten, wir haben 
neue Anschauungen, neue Erfahrungen gewonnen, in unsern Bestrebungen uns ge- 
genseitig gekräftigt, Anregung«» zu erneuter Thätigkeil empfangen: Das Wissen der 



XXn Seohszebnter JAhretberioht. 

Einzelnen ist sum Gemeingute Aller geworden. Darf es eine suflUlige Ersohelnimg 
genannt werden, dass die erneute Bltithe^der Uniyersitttt mit dem Wirken der Ge- 
sellschaft zusammenfällt, dass uns Aeltere ein Kreis junger Männer umgibt, von 
welchen wir gewiss sind, dass sie in gleichem Sinne weiter streben. 

Ueber diese Kreise hinaus hat die GeseUschaft keine bedeutende Wirkung ge- 
übt, ja ihre ersten Versuche, diese weiter auszudehnen, fand eine gleichgültige Auf- 
•nähme. Wie sie nun entschieden haben, rollen in Zukunft auch Vortriige zugelas- 
sen werden, welche nicht mehr auf den scharfbegiänsten Kreis unserer ursprüngli- 
chen Aufgabe beechrftnkt, sondern auch andern Wissenschaftsgebieten entnommen 
sein dürfen. Damit haben Sie einen Schritt zur Umgestaltung der Gesellschaft ge- 
than, welcher yielleicht unsere Gesellschaft m eine innigere Verbindung mit neuen 
Kreisen der Bevölkerung als bisher bringt, jedenfalls aber der erste Schritt ist, un- 
serer Gesellschaft ihres spezifisch naturwissenschaftlich - medizinischen Charakters zu 
entkleiden und Ihr einen allgemahtwissensdudUlchen aufzaprSgen. Ich kann diesen 
Schritt nur mit Freude begrüssen, weil ich nur im Zusammenwirken aller Wissen- 
schaften einen dauernden Fortschritt sehe, und keine der anderen entbehren kann. 

Auf das Tiefste erschütternd wirkte der Tod Försters, welcher uns im knäf- 
tigsten Mannesalter aus einer reichen akademischen und schriftstellerischen Thätig- 
keit, als wir alle die BJoffhung vollständiger Genesung hegten, entrissen wurde, sei- 
nen 'Freunden, der Wissenschaft und unserer Gesellschaft ein schwer zu ersetaender 
Verlust Sodann Herz, als Arzt geliebt und geehrt wie wenige, die Zwecke der 
Gesellschaft fördernd, wo er konnte. Endlich Seuffert, mit dessen Leiche nicht 
bloss die Hoffnung der Eltern, auch der Wissenschaft ina Grab sank. 

Vier einheimische Mitglieder sind in die Reihe der auswärtigen Mitglieder durch 
Veränderung des Wohnortes übergetreten. Unter ihnen ist Herr Eberth, Professor 
der pathologischen Anatomie in Zürich, dessen wir als eines der thätigsten Mitglieder 
gedenken. Zwei einheimische Mitglieder sind ausgetreten. 

Dagegen sind sechszehn neue Mitglieder eingetreten , eine Zahl , welche seit 
Jahren nicht mehr erreicht wurde. Ich ergreife die Gelegenheit, sie im Namen der 
Gesellschaft xu bewillkommen, und ihnen den Dank für ihre freundliche G«nnnung 
auszusprechen, welche sie uns zuführte. Es sind folgende Herren: 



Fabrikbesitzer in Oberzeil. 



Friedrich König > 

Wilhelm König { 

Hess, Lehrer an der Gewerbehalle. 

Jos. V. Hirsch, Privatier. 

Gregor Kraus, stud. med. 

Dr. Otto Pachmayer, Unterarzt. 

Dr. med. Schramm. 

Dr. T. Bezold, Professor. 

y. Hörmann, Hauptmann im Generalstaba. 

Dr. T. Beokling hausen, Profesaer« 

Dr. Forel, Prosector der aootofmiaehen Anstalt. 

Dr. Sehe ff er, Prosector der anatomischen Anstalt 

Dr. Bossbaoh, Assistenzarzt der poliklinischen Anstalt 

D^ Rad i ^^^B^^^'i"^^^'*^^ ^^ Jüüashospitals. 

Die Zahl der einheimischen Mitglieder beträgt nun 99. 



Die Z«hl der ntnifftrt^^ Ifitglielto'beftfaif «m'^dhltuse dM' voilteh fftMs 63. 
Von diesen ist eines, Herr Dr. Kunde !n B<nA,''mH Tod äbffOjgMigeku AHtBinzu- 
reclbnung' der ohenerwAnten vi^ in die B»ihie dev a«swftft%«ki MItgUedet überge- 
tretenen einheimischen Mitglieder tShlt'die Oc^bellichiAll 54 '«uSM«Hlg«iMitgtt4d»r: • 

Zu correspondirenden Mitgliedern wurden gewählt die Herren: 
' Dr. Bitter-r. Haiding^dr.»i'Wie»y :, ..» ... .1 

Dr. Jaceoud BQ Paris, '^'' > >->- 

Bargriih und Professor Di. Günb.eL su Mtncftien» 
Dkector Ton ßehauroth an Coburg*. 

Mit Tod abgegangen Dr. ▼. Fraiiqne sa Wiesbaden', ProH G-a»ta^di bu Ne»- 
pel, Dr. ZSIlner in Mtttenberg. /.<-.'•.. 

Die Zahl der correspondirenden Mitglieder beträgt somit 66. ' t t * 

Haoh der eben gegebenen Znsammenstelhing sähh die OelMilicihafI ttS MH- 
^Nder. 

Ungeachtet der Tod Försters in der B^o der mrtntgpaäm Mitglieiee eitrfe 
empfindliche Lücke gerissen hatte, sind wir doch im Stande gewesen, die gewöhn- 
liohe Zahl der Sitoungtea, 19, einaabalten. . WäbüeAd 4«uelben wurdw von 99. Mit- 
gliedüvn xuichsteheode Vorträge, zum Xhoil mit Denoaslbr«itionen vorbnndeA, gc^aV 
kau, an welohe tidi meist Diaoiissionen anjcnüpften. 

V. Besold, Mber die Binwiricoag des Morp&ium auf de» ^esphratfons*^ Und €^ 
tfulstlonsapparat '• 

DehUr, über Traohooiomle. >! 

Eberth, über den fieinerea Baa der Wand der Blafcapfllaten, über den f&m^ 
ren Bau def l%mmei«eUon. * 

Dr. ▼. Franque, über die Weudusg auf den K<^f bei Qii6rlag«ii« ' 

F Erster, über syphiMsebe OesohwttlMe inersr Organ«; übet deaiscbe VoU- 
medisin* ■ . ,. 

Oeigtl, Vorlage der Knochen des Bhinooeros^ Insaflloienis der tricuspidalis« 

Hilger, Analysen von Fahlerz und Kupferwismufherz. 

Kttlliker, Bericht über Boudanowsky*s Untersuchung des Gehirns und Rücken- 
marks; über den Bau der Coraüen; über Muskeln der Süsswasserpoljpen ; über Bie- 
nen; über Cervus palustris, abnorme Zahnbildung beim Reh. 

Kran 8 8, über Tertiärh^zer; über die Verbreitung der Qerbestoffc bei Pflanzen. 

Müller, über Locomotfon der Frucht in den letzten Monaten der GraTidität 

Osann, über prismatische Farbenbilder. Blitzschlag am 6. Januar 1865. 

RT neck er, über Meningitis cerebroapfnalis, über die DualitStslehre der Syphi- 
]\ts] über OfhSmatöm. 

Rosenthal, über eiben Fall von Meninjritis cerebrospiiiiliff. 

Sandberger, über Kupferwismutherz, über das' Toilommen gediegenen Gel- 
des, Über Entstehung körniger Sorpentien aus Olivinfels, über den Flussspath vom 
GMsfa^perfatt. 

8ob«nk, «berEqoiseitiletMÜnsteH, üImt Atothoi>tflrift Rttotertf, übefr dib l^isH» 
Fiofa des un tamt e n Iiias, über das Vorkoinmeii des Eqttfis^ütes Movguti im baaloA 
taidsteias iVankeüs; über die fbsdle Flora der sehwarwn BchMst i«on- BiUM Hi 
GbMrkHsiitheB. 

Soheref Y über Paralbümin, Mbtalbnmio, Mocia UMdOolMdsiibflianMQ, 

Schmidt, über Poisarien. : ^'' • '' -^ ^ 



Senfferi, über emen Fall Ton la^haiitiatis praepntii GUtoridii. 
Tr?Slt8oE, ftb« Oaiies des Folsenbeines. 

Yogt, fiber MiMiprobea und einen in der MUeh entiwltenep E^welatköi^er ; 
Aber £iMn^triol mad ChkorMk lOt DeiinlUEtioncmittd. 



Indem die GeeeUBchaft durch dieee YortrXge die doppelte Axdgthe der Geeell- 
0chaft, FÖrdening der medicinischen und Katnrwiwenschaften im Allgemeinen nnd 
Förderung der Landeskunde Frankens, su erfüllen bestrebt waren, entfaltete sie 
ihre Thätigkeit nach aussen durch die f<nrtgesetxte Herausgabe der ynm ihr unter- 
nommenen Zeitscihraften. Von der medioinisohen Zeitsehnft erschienen im Laufe 
des Jahres Bd. V. 4—6 und Band YI. 1—6, yon der naturwissienschafdithea Zeit- 
schrift Bd. Y. 3 4 und Bd. YI. 1. Letatere, auch in diesem Jahre beinahe aus- 
schliesslich MittbeUungen Yon Mitgliedem der QeseUschaft enthaltend, liefert ein 
neues Bild des Entwicklungszustandes der naturhistorisohen Leistungen und der die 
Yertreter der Natarwiflsensohaften eharakterisirenden Richituogcn. 

Ausser den bereits bestehenden ttlteren Yerblndungen mit auswärtigen Redak* 
tionen und Yerelnen wurden neue Yerblndungen angeknüpft mit den nsturwissen- 
sohaftlichen Yerelnen zu Cärlsruhe,, Qraz, Zweibrücken, der loologisoh^botanischeii 
Gesellschaft su Wien, dem natarhistorisehen Lsndesmuseum für Elmthen lu Klagen- 
furt, der Redaktion des Centralblattes für medicinische Wissenscha£fcen au Berlin, 
der klinischen Monatsbl&tter , der nordamerikanisoh-dettii4heA medloiaischen Zeit- 
Mhrift für praktische Heilkunde. Die Gesellsdhaft steht gegenWXrtig mit 109 Yer- 
elnen und Redaktionen in Yerbindung und wir haben es der Umsicht und uner> 
müdeten Thtttigkeit unseres sweiten SeoretXrs, Herrn Dr. Rosenthal au verdanken, 
dass der TauschT^kehr in unTer&nderter RegelmXssigkdt stattfindet. Zahbreiohe 
Geschenke an Büchern haben ausserdem die Bibliothek ansehnlich yermehrt. Zu 
jenen Yerelnen, welche unsere Zusendungen in diesem Jahre unerydedert gelassen 
haben, gehören: die naturhistorische Gesellschaft zu Nümbeig, die Pollichia, der 
bot. Yerein für die Provinz Brandenburg zu Berlin, die Wetterauer-Gesellschaft zu 
Hanau], die Senkenberg^sche Gesellschaft zu Frankfurt, der Yerein für Katurkunde 
zu Wiesbaden, der naturhistorische Yerein zu Passau. die bot Gesellschaft zu Regens- 
burg, die naturforschende Gesellschaft zu Zürich, die Sooi^t^ rojrale de Zoologie zu 
Amsterdam, d|e Sooiöt^ royale des sdenes'zu Lüttioh, das Edinburgh medical Journal, 
die finnische Academie zu Helsingfors, die Academy of Sdenoes zu St, Louis, die 
Elliot Societj of natural sdence au Oharleston, der Wemenrerein au Brunn ^ die 
aoologisch-bot. Gesellschaft zu Wien, die Zoological Society zu London. Die Zu- 
sendungen an diese Yereine werden unterbleiben, wenn wir im folgenden Jahre von 
ihrer Seite keine erhalten werden. 

Die finanzielle Lage der Gesellschaft hat sidi in diesem Jahre nicht w^ünslig 
gestaltet. Mit dem wlrmstoi Danke haben wir ein Gesdienk unseres edelmttthigen 
liilgliedesHarmIVof.T.Wel8 zu erwihnen, welcher eine Prioritätsaktie der central- 
kaHeuaohea Staatseisenbahngeaellsehaft vom 600 frs. der Gesellschaft tbeigab, ssit 
der Bestimmung, die Zinsen im Interesse der Gesellschaft lu verwenden. Nash dflia 
Berichte das <)u«stor0 Htrm Diw G«ig«l gestaltet tkk der Reehnungesbsdiliss in 
folgender Welse: 



S«oksieh«tttt JiüireaberMi. XXY 

AkUrer Kaiseiurest des YoijährM 186 fl. 37 kr. 

Einnahmen yon 1864/65 374 iL 30 kr. 



Summa der Einnahmen 561 fl. 7 kr. 
Aasgaben S60 fl. 15 kr. 

' ^ / ;' 1 " / 

Hiezu Kapitalvermögen : ~ 

Eine Ostbahnactie 231 fl. — kr. 

Eine Prioritiitsaktie der centralitalienischen 

Eisenbahngesellschaft 103 fl. 40 kr. 



635 fl. 32 kr. 

Nach dem yon ihnen in der Schlosssitzung gefassten Beschlüsse soll ein Tbeil 
des AktiTrestes capitalisirt werden, für dio naturhistorische Zeitschrift sind auch fflr 
das künftige Jahr 80 fl. aar Herstellung von Tafeln bewilligt worden. 

Die in der Schlosssitzung des aweiten Dezembers Torgenommenen Wahlen er- 
gaben als Resultat: 

Herr KÖlliker, erster Vorsitzender. 

Herr Sandberger, zweiter Vorsitzender. , , 

Herr v. Franque, erster Secretär. 

Herr Rosenthal, zweiter Seoretttr, 

Herr Schiller, Quästor. 

Durch die Wahl Herrn y. Recklinghausen und Hrn. Kölliker worden-die 
Redaktionen der beiden Zeitschriften wieder ergänst; sie besteht für die rocdicinische 
Zeitschrift aus den Herren: 

Bamberger, 

V. Reeklingbäusen, 

Soanaoni Ton Licbtenfels. 
Für natorwissensehaftliche Zeitiohriffc aus den Herren: 

Kölliker, 

Sandberger, 

Schenk. 



XXYI VerseiobniM der fitt die G«Mllii<^liiffl eiogelaufenen Werke. 



Verzeichniss 

deyr 

im 16. Gesellschaftsjahre (December 1864 bis Ende Novem- 
ber 1865) für die Gesellschaft eingelaufenen Werke. 



L Im Tausche; 

1) Von der k. bayer. Akaf^emie der Wissenschaften in München : Sitxungsberichte, 
1864. IL Band. Heft 2-4. 1865. I. Band. Heft 1—4. 

2) Von der Redaction des Xrztlichen InteUigenzblattes : 1864. Nr. 48— 62. 1865. 
Nr. 1-48. 

3) Von dem loolog^b-mineralogiscben Verein In Begensbor^: OorrMpondenz- 
blatt, 18. Jahrg. ReKensbnrg 1864. 80. 

4) Von der natorforschenden Qesellschaft in Bamberg: Vit. Bericht für die 
Jahre 1862-64. Bamberg 1864. 80. 

5) Von dem historischen Vereine Wr Unterfranken und* Aschaffenburg: Archiv. 
XVU. Bd. 2. u. 8. Heft XVltl. Bd. Wih^bnrg 1865. 80. 

6) Von dem polytechnisohen Vereine in WürEburg: Ctemeinnfttaige Wochen- 
schrift, 1864. Nr. 49—53. 1865. Nr. 1—48. 

7) Von der kais. Akademie der Wissenschaften in Wien: Sitzungsberichte der 
mathematisch -naturwissenschaftlichen Klasse. I. Abtheilung. 1863. Nr. 
9—10. 1864. Nr. 1— 10, 1865. Nr. 1 und 2. II. Abtheilung. 1863. 
Nr. 10. 1864. Nr. 1—10. 1865. Nr. 1. 2. 

8) Von der k. k. geologischen Reichsanstalt: Jahrbuch, 1864. XIV. Bd. Heft 
2-4. 1865. XV. Bd. Heft 1 u. 2. 

9) Von dem k. k. Thierannei-Institute In Wien: Vierteljahrsschrift für wissen- 
schaftliche Veterinärkunde. XXHI. Bd. 1. u. 2. Heft, XXIV. Bd. 1. Heft 

10) Von der Bedaotion der Österreichischen Zeitschrift für prakt'Heilkunde : 1864. 
Nr. 48. 50—58. 1865. Nr. l-lO. 12—14. 16—46. 

11) Von der k. k. Gesellsohaft der Aerzte in Wien: Wochenblatt, 1844. Nr. 
1—5. 16—19. 22. u. 23. 20—29. 33—41. 44. 45. Medioinische Jahr- 
bücher 1865. I. IV. u. V. Heft 

12) Von der Bedaotion der '^ener medicinisehen Presse: 1) Presse, 1864. Nr. 
49—52. 1865. Nr. 1—48. 2) Allgem. Militfträrstl. Zeitung, 1865. Nr. 
1—81. 38—48. 8) Med.-chir. Rundschau, 1864. Not. u. Dee. 1866. 
Nr. 1-16. 18. 21—48.. 



YMMiehnlM «tr Ar die GteiHadMfl eingdoaiuieii Woriie. XXYU 

13) Von 4er k. k. greograpUsclieii G««1l8«hall in Wien: MitUieiIvttgen dcnelben. 
1868. VIL Jahrg. 1884. YHI. Jabrg, Heft 1. 

14) Von der Bedaction der Prager Yierteljalurssohrift ffir praktHeilkonde: 1865. 
Bd. L n. u. m. 

15) Von dem Vereine fUr Natnrkimde in PreMbiirg : Oorreapondensblatt des Ver- 
eins. IL Jalurg. 18«3. Bedig. y. d. Tereiae^eQretKr Prof. E. Maek. Press- 
bnrg 8«, 

16) Von 4em J. B. Istitntd di sciense leitere ed arti aa Venedig: Aiti. T. IX. 
6. 6. 7. 9. u. 10. T. X. Heft 1—6. 

17) Von dem R. IsUtnte lombardo an Mailand: 1) Redineonti a) Olasse di 
soiense matematiche e natoralL Vol. I. fase«. 8. 4. 5» 7 — 10. IL fasc. 1. o. 
9. b)Gias8e di letieze sdense morali e poKtidie. VoL I. Um. 1—10. 2)Att], 
VoL m. faso. 19. 20. 8) Annaario 1864. 

18) Von der soeieta itaUaoa di seienae natnrali in Mailand : Atti, Vol. VI. ftsc 
4 n. ö. Vol. VII. fasa 1 n, 2, 

19) Von der k. prenss. Akademie der Wissensohaften an Berlin: Monatsberichte 
ans dem Jahre 1864. 

20) Von der Gesellschaft fBr Geburtshilfe in Berlin: Verbandlnngen, XVTI. Heft 
Mit 2 Tafeln Abbildungen. Berlin 1865. Sß. 

21) Von der physihallsehen GeeeUaohaft in Berlin: Die Ferticbritte der Physik 
im Jahre 1862. Bedig. von Dr. E. Joohmann. XVIIi. Jahrg. 9. Bde. Ber- 
lin ld84. 8«. ^ 

22) Von der sohles. Gesellsdiaft für yaterlttnd. Caltar in Breslau: I) 42. Jlthtes- 
be rieht 1864. 2) Abhandinngen a) Abth. für Naturwissenschaften und 
Medidn. 1864. b) Philosoph. -histor. Abth. 1864. Heft IL 

23) Von der naturforschenden Gesellschaft in Danzig: Schriften derselben. Neue 
Folge. I. Bd. 2. Heft. Danzig 1865. gr. 80. 

24) Von dem physikalisch - ökonomischen Vereine in Königsberg: Schriften des- 
selben. V. Jahrg. 1864, t Abth. Königsberg 1864. 40. 

25) Von dem naturhistorischen Vereine in Bonn: Verhandlungen, herausgegeben 
von Dr. C. O. Weber. 21, Jahrg. Bonn 1864. 80. 

26) Von dem naturwissonschaftl. Vereine in Halle: Zeitschrift für die.geaammten 
Naturwissenschaften, redigirt von C. Giebel und M. Sieivert. Ji^rg. 1864. 
22. Band Mit 1 Tafel. Berlin 1864. 80. 

27) Von der natairforsohenden Gesellschaft in Halle : Abhandlungen, IX« Bd. Heft 1. 
HaUe 1864. 40. 

28) Von der naturforschenden Gesellschaft in Görlita: Abhandlungen. Bd. XII. 
GörUta 1865. 80. 

29) Von der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresdens Jahresberichte 
1868/64. Dresden 1865. 80. 

M) Von dem Vereine für Naturkunde in Stuttgart: Württembergisehe natarwts- 
aensehaftliohe Jahreshefte. XX. Bd. 1864. 2, a. Sw Heft XXL Bd< f865f 
1. Heft 

31) Von dem physikaUaohen Vereine in Frankfurt a. M.: Jahreabericht für das 
Rechnang^ahr 1668/64. 

32) Von dem KratUchen Veceina in Frankftirt a. U.t Jahieaberieh^ aber die Ver- 
waltung des Medicinalvoaena, die Krankenanstalün nnd dfentliahan Cksund- 



XXYUI VeneldmlM «tr für die CI^MlUobaft dngtiianlBiMtt Wmtke. 

MtfveiUUbiitse der freien Stadt Ffankfiirt Heransgegebea toq dem ärzt- 
lichen Vereine. VI. Jabrg. 1862. Frankfärt 1866. 801 

38) Von der soologiBohen CkeeUteluift in Fnankfixrt m. II.: Der zoologisebe Gar- 
ten, heransgeg. v. Prof. Dr. C. Bmch. 1864. No. 7^12. . 1860. No. 1—6. 

3i) Von bem Vereino fflr Natuknnde in Offenbaoh a» M.: 5. Berieht deetelben 
Ober eeine IMtigkoit vom 17. Mai 1868 bis ewn 8. liai 1864. Offenbach 
1864. 80. 

85> V^n^dem natothJatorieeh-mediolnisdien Vereine in Heidelberg: BAnd< HL 
No. 3 nnd 6. 
i 36) Von der oberheisiechen GeeeUtehaffc für Natur- nnd Heilkunde m Gieceen: 
U. Bericht Giessen 1866. 80. 

37) Von der natarforsehenden Geeelleohaft in Frelbnig i. Br.t Berichte über die 
Verhandlungen derselben. Bd. HL Heft 8 n. 4. Freib. 1866. 90. 

38) Vom der ffcbweiserisehen uatoiforsohenden Gteeellsehaft : Verhandlungen 
derselben bei ihrer 48. Versammlung. (August 1864) 2U Zürich. Zünch. 80. 

89) Von ctor natttrforsohenden Gesellsdiaft in Bern: Hittheillungen a. d. J. 1864. 

(No. 553—579). Bem 1864. 80. 
46) Van der naturfoarftohenden Gesellsdiaft in Basel: Vethandlimgen , JV. Theil. 

Heft 1. Basel 1864. 80. 

41) Von der natnrforsohenden Gesellschaft in 8t. Gallen: Berieht über die Thä- 
tlgfceit derselben während dee Vereinsjahrs 1663/64. St Gallen 1864. 80. 

42) Von der Sooi^t^ vaudoise des sciences naturelles: Bulletin. V. No. 48 (Mars 
1668) VIH. No. 51 (Juillet 1864). No. 62 (Mars 1865). 

43) Von der Soci^ de Physique et d^hiatoire naturelle de Gea^e: M^moirea 
T. XVn. 2. T. XVHI. 1. Gen^TC 1864 u. 1866. 40. 

44) Von der Redaotion des Nederlandsch Arohief Yoor Genees — en Natnrkunde 
L Deel. 1. Afleyering. Utrecht 1864. 80. 

45) Von der kgl, Academie der Wissenschaften zu Amsterdam: 1) Verhan- 
delingen Deel X. Amaterd. 1863. 40. 2) Verslagen en Mededee- 
lingen a) Afdeeling Natuurkunde. Deel XVIIl. Amsterd. 1865. 8. b) Afd 
Letterkunde, Deel VIIL Amsterd. 1865. 80. 3) Jaarboek 1863. 64. 

46) Von der Academie royale deM^decine de Belgique zu Brüssel : 1) M^moires 
de ooncours et des sa^ants ^trangers T. V. fasc. 6 u. 6. Brux. 1864. 65. 40. 
(Bribosia, de'opium dans la pratique obstetridale.) 2) Bulletin 1864. T. 
VH. No. 8~n. T.rSfl. No. 1-7. Brux. 80. 

47) Von der Academie royale des sciences, des lettres et des Baux-arts de Bel- 
gique SU Brüssel: 1) Bulletin des s^ances de la classe des sciences 1863. 
1864. 1866. Bruxelles. 80. 2) Annuaire 1864. 1865. Brux. 80. 

48) Von der Redaction der Gasette m^dicale de Strasbourg. 1864. No. 12. 1865. 
No. 1—11. 

49) Von der Redaction der Gazette m^cale de Paris. 1865. No. 1 — 25. 30l 
33-^48. 45. 

• 60) Von der Redactfen dar Gazette hebdemadaire de M4deoine et de COiirurgie 
de Paria. 1864. No. 48. 50—53. 1866. No. 1-11. 14—22. 

61) Von der SedMt4 de Biolagiede Paria: Oomptea rendus dea a^anoes et Me- 
moirea. Tome Vme. de la troiaitoe S^e. 1868. Paria 1864. 80. 

62) Von der 6Mi4t4anatomi^uede Paria: Bnllatiaa. 88»«- annbe (1866). U.S4iie. 
T. VIIL aedig^ lar leJDootenr Deoroisniea. Paria 1865« 80. 



YeneielmSss der fftr die Gesellsohaft eingelsnfeneii Werico. XJLIX 

58) Ten der Boci^t^ m^icale alleiii«nde de Paris: Reoneil de« Travmnxy paliKo^ 
par R. Liebreich et L. Laquem. 11. Mai isei^-tö. Paris IMö. efi. 

64) YoD der SociM Imperiale des seienoes nstarelles su Cberbonrg: M^moires 
pobli^ sous la DirecÜen de Mr. le Docteur AU)*;. le Jolis. T. X. Paris 
1864. 80. 

55) Von der Hojal Society of Lendoii: l) Pbilos^pliieal Transaetions 
Vol. 154 p. 1 et II. Vol. 155. pwrt. I. London 1864. 65. 40. 2) Procee- 
d in ^s Vol. XIIL No. 65-70. Vol. XIV. No. 71-77. Lok^lon 80. 8) tbe 
Royal Society of London 30. Not. 1864. 40. 4) Besalts of Motebrolo- 
gical Obseryations made at tbe magnetical Obsenratory Toronto 1854— 
69. 1860—62. Toronto 1864. 40. 

(4) Von der Liencan Society of London: 1) tbe Transaetions Vol. XXIV. 
p. 3. Vol. XXV. part. 1. London 1864. 65. 40. 2) tbe Journal a) Bo- 
tany No. 81. SS. (Vol. VIU.) ^o. 88« 84. (Vol. IX.) London 1864. 65. 80. 
b) Zoology No. 80. (Vol. VIII.) London 1966. 80. 3) List of tbe Lbinean- 
sotiety 1884- 40. 

57) Von der Redaction des Britisb medical Joamal in London. No. 206w 308— 
214. 2f8. 220. 222. 224. 226--*226. ^80-^284. 286. 289--266. 

59) Von der Natural bistory Society bu Dublin: Proetedings lor the Session 
1868/64. Vol. IV. part 2. Dnblin 1865. 80. 

59) Von der Redaction des Edinburgh medical Jonmal. Heft Ko. 114. 
Dec. 1864. 

60) Von der kön. schwed. Akademie der Wissensdiafien vt StocUiolm: 1) Hand- 
lingar Ny Följd. IV. 2. Sto<^. 1862. 40. 2) Öfters igt, 20. Jahrg. 
1868. Stookb. 1864. 80. 8) Meteorologiska Jakttagelser i Sverige. IV. 
1862. Stockb. 1864. q. u. Fol. 

61) Von der Redaction der Hygiea zu Stockbolm: 1864. Hefl 9-^12 et supplem. 
1 et 2. 1865. Heft 1—9. 

62) Von der Redaktion des Norsk Magazin zu Cbristiania: 1858 (XU). Heft 9 
-11, 1860 (XIV) Heft 4 und 5, 1864 (XVIII) Heft 11 und 12, 1866 (XIV) 
Heft 1-7. 

63j Von der kaiserlicben Akademie der Wissenscbaftcn zu St Petersburg: Bul- 
lotin T. V. Nr. 3-8. T. VI, VH u. VHL 

64) Von der soci^t^ imp^r. des Naturalistes zu Moskau: BuHotin 1864. U. > HI. 
IV. 1866. L 

65) Von der Finnischen Gesellschaft dar Aerzte zu Helsingfors: HaudÜn^ar Bd. 
Vni. Heft 1-8. Helsingfors 1860—62. 80. Bd. XIX. Heft 1—3. Hel- 
singfors 1868—64. 80. 

66) Von Smitbsonian-Institation zu Washfng^n : l)Smitb8onian Contributions 
to Knowledge. Vol. XIV. 1866. 40. 2) Annual Report for 18G3. 80. 
3) Ssmithsonian meteorologioal observations 1854—59. VoL II. part. 1. 
Wasb. 1864. 40. 

67) Von der Academy of natural Science zu Philadelphia: Proceedings 18C4. 80. 

68) Vdn der Ohio State Agricnltur Society zu Columbos: 18. Jahresbericht fBr 
das Jahr 1863. Colnmbns 1864. 80. 

69) Von der naturfotsehenden Oesallsobaft OraabEadens in Chur: Jahresbericht, 
>i6ue Folge X. Jahrg. Verein^abr 1868/64. Chur 1866; «0, 



leXX YonseloIiiiiM der f&r die GkseUfehaft eiOfeUiifiiitti Wmkt, 

7I>) Voa der sooiety of natuna \Mory i« BoBton: Prooeedings Yol. YIIL 1859— 
61. Bottön 1861. 80. Yol. IX. Bog. 81 bU Ende 1868. 68w 9^. 

71) Yon der Redfiotion der ZeitMhrifi ffir rsOenelle Medicia in GKMtÜngeB: Bd. 
XXm. Heft B. Bd. XXIV. Heft 1—8. Bd. XXV. Heft 1 und 2. Bd. XXVI. 
Heft 1 und 2. 

72) Yon der RedAction der SchweiEerisohen Zeitsohrift für Helllnmde : Bd. HI. 
Heft &. Bern 1884. 80. 

78) Von der Bedaction der allgemeinen medioinihcben Centralzeitung in Berlin: 

1864. Nro. W— 98. 100—108. 186 6. Nre. 1 -- 9. 12—88. 40 — 47. 
49-**90. 

74) Von der Redaction der pharmaoentischen Zeitschrift für Bussland: Jakrg. IIL 

1865. Ne. 18-82. Jahrg. IV. Heft 1. (Ma 18«6)^ 8. (Mi 1886), 4. (A«g.), 
6 (Sept. 186&). Petersb. 9ß. 

75) Von dem natuifcnchanien Vereine in Brfinn: Verhandlungen H. Bd. 1868. 
BtÜML 1864. 9ß. 

79) Yon der Redaction der Zeitschrift für pract. Heilkunde und Ifedieiaalwesen in 
HaanoTcr: Jahrg. 1866. Heft 1. 8. 4. 5. 

80) Von dem natnrwissenschaftiichen Vereine in Carismhe: Verliandluogen 1. 
Heft. Oarlsruhe 1864. 40. 

81} Von dem naturwissenschaftlichen Vereine für Steiermark in Qnas: KittheU- 

ungen I und U. 1868 und 1864. 00. 
82) Von der Redaction des CentralbUttes für die medidnischen Wisaenaehaften in 

Berlin. 1886. No. 1—18. 14-52. 
88) Von dem naturhistoriscben Verein in ZweibrUcken: 1) Jahresbericht ftir 

das Yereinijahr 1868/64. ZweibHickeo 1864. 80. 2) Statuten des Vereins 

1868. 80. 

84) Von der Redaktion der klinischen MonatebUltter für Augenheilkunde Iq Bern : 
186 7. Aug.— Dez. 1864. Jan. -Dez. 186 5. Mftni und April, Mai-Aug. 
£rlangen 80. Öphthalmologische Bibliographie v. J. 1863. Erlangen 
1864. 80. 

85) Yon der Redaction der nordamerikanischen deutsch-medicinischen Zeitsohrift 
ftlr prakt. Heilkunde in Buffalo: Bd. I. Hea 1. April 1866. Buffalo 80. 

86) Von dem naturhistorischen Landsmuseum in Klagenfurt: Jahrbuch, Heft Y. 

1862. VI. 1868. 80. 

87) Von der Homöopathie medioal Society of the State of New- York zu AJbany : 
Transactions 1868. 1864. Albany 80. 



n. Oesohenke. 

Von den Herren Verfassern. 2) Von den Herren v. Franquey Sandber- 
ger, Sehenkf J, B. Schmidt dahier ; r. Franque in Wiesbaden, Marcusen in Odessa, 
ÜUergperger in München. 3) Yon der Universität Christiania, der Ritterschaft 
Bsthlands und dem Comit^ für das Jubiläum des Geh.-Raths v. Baer. 4) Yon 
den Verlagshandlungen: Wilh. Bähruch in Leipzig, BreÜkoff u, fTdfteMn Leip- 
■ig, John OhurehiU in London, E. H, €hmm¥i in Münehen, Longm(m Orem, 
Longman B^ertt «. Cttem in London, <hh$mfU u, Rietnmsekt^eiäef in Neu- 



Vetaetehni«» der Ai di» |hMtlkci»aft-eki0elMfeiitu.W«r)^e^ XXX) 

B/^fki, S^tn^bwahhandlttiic in Weimar, 8iaM ip Wünboif , /. A. $tfin in 
Nüraberg, L. C. Zamarsky u. G. DUtmarBh in Wi^n. 
1) AuniuU Keport q( the trustoes of the HuBenm of Comparativ« Zoo\Qgy at 

Haward College in Cambridge. 1664. Boston 1865. 8^. 
9) Arehiv der deutaehen Gesellaoliafi für Paychiatrie etc. redi^ von Pr« A. A. 
Exlenmeyer. YIL Jahrg. 1864. 1. Semester. Neuwied o. Leipsig 1864. 80* 

8) Archiy für Ohrenheilkunde Ton y. Troeltsc^, Poütier nnd Sohwartae. Erster 
Band, Heft« 1-^3. WündiTirg 1864. 8«. 

4) Bai 8 am in off, Ath., (D. i.) de herpete praeputiali. PetropoH 18&6. 80« 
6) Barmattd» AUr. (I>. l) du Biaböte suci^. Beme 1862. 9fi. 

6) Beckb, WiUu, MeniAgitii cerebrcwiplnalis epidemica w^d Typhus reforrens. 
Nürnberg 1866. kl. &». 

7) Beets, W., über die ElectriciUiteleiUvBg in dem Slectrolyten , wefeho in 
CapiUarrÖhren eingeschlossen sind. 1866. 8^. 

g) Bericht des YereiBs für Naturkunde m Oas^el» ^April U6)l|— 1864). Ca^el 

1864. 80. 

9) Bidencap, h^ om det syphiliske Yicns. Christiania 1863. 80. 

10) Daletaki, F., (D. i.) de praeparatis cupri* PetropoU 18^7. 80. 

1 1) Das ^Qtitthrlge DoktornJubiiäum des geh. Ratbs Qarl Ernst t. Baer (Sd. Aag. 
1864). St Petersburg I8661, Fol. 

12) Di Hon, Edw. M. (J. D.) physiological researches relative to the fcMactions 
of tbe oephalie nerves. Beme 1864, 80. 

IB) Dachek, A., Handbuch der speciellea Palliologie a. Therapie , I. Baad. 
3. Lieferung. Erlangen 1864. 80. 

14) EherniAnn, A. (D. i.), de tanero polm^nmiK Pe^rofpli 1857. 4P. 

15) Estatutos de la sociedad Antropol6gica espannola. Madrid 1866. 80. 

16) Franque, Heniv, Nonnulla ad amiaw ealram (Lin) accuratifs cognoscen- 
dam. BeroL 1847. fol. 

17) Praii4)tta, O. ▼., Beitrüge, aar geburtUiildichen Statistik., Wiesbaden 

1865. 80. 

18) (Hanttlli, GiiiMppe Lutgi, la Yaecivaaione et le sue leggi in ItaUa. Mi- 
lane 1864. 40. 

1^ ai%ert, M^ MaladiAS de U P«au.. Paris 1843. 80. 

30) Goldschmidt, S., die Chirurg. Mechanik. Abbildungen und Beschreibung 

der gebrauehliohes Masdiinaa* Beriüm. 8>. 
dl) Qoullon» H., Besehreib^Ag der in die haoßopatliisQhe PharmakopiH» aa%e- 

nommenen Pflansen. 1. Liefrg. Leipaig 1866. 40. 
22) Qovorow, Jac (D. il de Cebre nerv^osa epidemica. Petropoli 1809. 80. 
93) Grassinann, W. (D. i.), de vulneribus sdopetarüs. PetropoU 1867, 80« 
34) Guersant, P. M., Nottaen ttber Chirurg. Pädiatrik. Aus dem Franaes. yon 

IL Rshm. 1. Lid Erlangen 1865. 80. 

25) Haupt, £r£fthr«ngen über die Zucht des Yama-may Gu^r4C^ Bamberg 

1866. 80. 

26) Bebra, Acute Exaatheme und HauAkiankbeüen. Erlangen 1860. gr. 80. 

27) Haidenhain, Bud.^ Meohaniache Loistnng, Würme-Entwu^kluiig und Stoff- 
Umsala bei der Muskelthätigkeit. Leipaig 1974^ 80. 

28) Herrmann, F., u. Kuttner, G. , die Febris recurrens «a 3t. PeiersbiUig. 
Erlangen 1865. 8«. , . 



XXXlr yenddmki d«r ffir die OeMlbolaft eJogehMlfeMii Weike. 

29) HerreB, Alex. (D. i), BxpMeiKM sor Im «mtras we^Müean 4e TMtioa 
i^flexe. Florence 18«4. 80. 

80) Hirsoh, Aog., di6 gtomm Volkakrankhefttoa des MiUel«ken ▼ob F. C. Be- 
cker. BerliB 1865. 80. 

31) Koegb, O. G., und Loberg, T. J., A^raberetniBg fm OTerllgerae for den 
spedabke Sygdom for 18»8. Ckristiania 1859. 0^. dio. for 1859. Ghri»- 
tianiii 1860. 80. 

32) Hügel, Fr. L., cor Geschichte, StMSatik «.fiegohing der ProstitatioB. Wien 
1865. 60. 

33) Jacoad, S., les parapl^ffes et rAtoxie da monveffient Paris 1864. 8^ 
84) 14. Jabresherloht der Qatvrhistorischen GeseUsehaH lu Hannover. Ton lli- 

cbaeli 183—64. Hannover 1865. 40. 
35) Kienfanst, Carel. (D. i.), NoMMiUa ad variolam Taceinam pertiaentiak Dor- 

pati LiYornonun 1857. 80. 
86) K rafft -Blbing, R. ▼., die Lehre tob der Mania transltoria. Erlangen 

1865. 80. 
37) Kraus, (Tregor, ttber deii Ran der Cjoaden-Fiedenu (Aus dem Jahrb. ;fttr 

wissenschaM. Bot IV.). 1866. 80. 

88) Kakadschanoff, Joann., (D. i.) de bemüs feuofaUbas. Petropoli 1855. 80. 

89) Kunze, C. F., Gompendiom der piakt Heflkonde. 9. Auflage. Erlangen 
1865. 80. 

40) Lange, J., über comprimirte Luft. Göttingen 1864. 8^ 

41) Leidesdorf, Max, Lehrbuch der psjohiachen Krankheiten. 2. Aufl. Mit 
Hols- und Stahlstichen. Erlangen 1966. 80. 

42) LeYier, E. (J. D.), Beitrag cur Pathologie der Rttckennarksapoplexie. 
Bern 1864. 80. 

48) Mac'Gormao, Henry, Consumption. London 1865. 80. 
44) Mair, Ignats, Compendium der Chirurgie. München 1866. 80. 
46) Marcusen, JoanB. (D. i.), de Bananim oloaca et Teslca urioaria. Dorpat 
1848. 40. 

46) Martins, 0. F., Th. t., Vortriige über die Florenrei^e oder Impeiia florae. 
München 1865. gr. 80. 

47) Medioinische Jahrbücher für dae Henogthum Nassau. XXL Haft Wiesbadan 
1864. 80. 

48) Heglitzky, Job., (D. i.) de chiraigia militiirf. PetropoU 1857. 80. 

49) Meyer, Job., (J. D.) efi^e Versuche über Strychnin • Yargiftnng. Bern 
1864. 80. 

50) Monkiewicz, Jos., (O. 1.) de laryngitide et traeheitide. PatropoU 1857. 80. 

51) Mus4e Yrolik. Catalogue de la eoUeotlon d'Anatomie de MM. Ger. A. W. 
Virolik par J. L. Dusseau. Amsterd. 1865. 80. 

52) Nachrichten über Leben und Schriften des Geh. Baihs Carl Ernst Yon Baer. 
Mitgdheilt Yon ihm selbst St Peterburg 1866. gr. 40. 

58) Norges officielle Statistik G. No. 4. Beretning om sundhetsstilstanden og 
medidnal forholdene in Norge 1861. (^istiania 1864. 40. 

54) Norges o£ßcielle statisük. C. No. 5. Tabellen oyer de spedalske in Norge 
i aaret 1860. ChristUnia 1861. 40. 

65) dto. 1862. „ 1868. 4P. 

56) dto. 1868. , 1864. 40. 



YetteffimlM der Iftr die Q/MMkiiit ^ageiimakamk W«iit«/ XIXIK 

67) Norsohfn, N. <&. i.) 8« typlio. 9<lire^6lt 1857. 8«. 

Ii8) PnaihH luitfMhe BelMbchtiuig Aev' ancehBcSiiMi^ar begorirteB Zotam- 
menstellang einiger Urtheile tiber die (ite-lBhAlatioti sn Bad Bbm. Ems 
1804... 8«, . . . : 

69) Payy, F. W., fiber Diabetes mellitus; in'sbeatsehe Ubertregan ypnW.Laii- 
genbek. Göttingen 1864. 80. , 

60) Petri, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft der Wasserkur. Zum 25jiLh- 
rigen Jubiläum der Wasserheilanstnlt Laubbach. Coblenz 1865. 8®. 

61) Piekars ki, M., (D. i.) de phänomonis post mortem*. Petropoli 1856. 8^. 

62) Philomatbie in Neisse. 14. Beriebt (März 1863—66). Neisse 1865. 8«. 

68) Phüomaihie. Denkschrift ihres 26jährigen Bestehens. Neisse 1863. 80. 

64) Photographisches Archiv t. DDr. Liosegang und Schnaus. lUastr. Berichte 
über die Fortschritte der Photographie. 6. Jahrg. No. 73. 1. Januar 1865. 
Berlin 8. 

65) Revue d^hydrologie m^icale. No. 4. 5. 6. Avril u. Mai 1845. 40. 

66) Reynolds, J. Rüssel, Epilepsie. Herausgegeben Ton Hermann Beigel. 
Erlangen 1865. 80. 

67) Ritchie, Charles G., Contribntions to assist the study of ovarian Physiology 
and Pathology. London 1864. 80. 

68) Roudanowsky, M. P., obserratlons sur la strueture du Tissn nerveux par 
une nouvelle m^lhode. Mit 8 photogr. Tafeln. 1864. 40. 

69) Rummel, R., Meningitis cerebro-spinalis epidemica. Neu-Ruppin 1865. 80. 

70) Rust, Einiges über die Cholera. Berlin 1832. 80. 

71) Sehe fl er, Hermann, die physiologische Optik. 1. Theil. Braunschweig 
1864. 80. 

72) Schenk, A., Beiträge zur Flora des Keupers und der rhätischen Forma- 
tion. 80. 

73) T. Sehlagintweit— Sakülünsski, H., Beobachtungen über den Einfluss 
der Feuchtigkeit auf die Insolation in Indien und Hochasien. 1864. 80. 

74) Schulze, C. A. S., die anatomischen Sammlungen und das neue Anatomie^ 
Gebäude zu Grei&wald. 1. Heft Greifswald 1856. 40. 

76) dto. Echiniscus Bellermanni. Berol. 1849. 40. 

76) dto. Echiniscus Creplini. Gryphiae 1861. 40. 

77) Sohwartze, Hermann, prakt Beiträge zur Ohrenheilkunde. Würzburg 
1864. 80. 

78) S^oond, L. A., Plan d^finitif d'Anatomie humaine. Paria 1849. 80. 

79) Segalas, P. L.,. Essai sur la grayelle. Paris 1835. 80. 

80) Seumowski, V., (D. i.) de ligatura oesophagi. Petropoli 1857. 80. 

81) Sobalschtsohikoff, P., (D. L) rarissimi graviditatis tubariae casus. 
Petrop. 1866. 80. 

82) Solger, die Lehre ron der asiatischen Cholera. Nürnberg 1866. kl. 80. 

83) Stabel, Ed., das Soolbad Kreuznach. 1866. 80. 

84) Stiebe], dos alten Doktor, Jubeldissertation für Aerzte, Erzieher und Kin- 
derpfleger. Frankftirt a/M. 1866. 80. 

86) Tabellen OTer folkemaengden i christiania den 81. Dec 1863 samt over de 
i Tidsrummet 1860—68 indtrufene Doedsfald. Cliriatiania 1864. Quer-Fol. 

86) Ullersperger, J. B., Memoria sobra la inflnendadel ouIUto del Arroz eto. 
Madrid 1864. FoL 

W&mbmrgnr astwwlwenaoli. Zoitsohrift. (SiUnagaborichta pro 1865.) 5 



JXJOW V««ieliliQiat dar ük 4io GiBMllMluft ^a§e^9nHmtk W«d(«« 

87) Wallmann, Hdiur» Lm^^V L«iid und Levte. Wi&a 1864 

88) Weber, C, Bettncr «o^ OeMadlMltopfleire der Haotthleit (Btrea mnd Stell- 
boden der Pferde). Wtfrsbirg 1866. 80. 

89) Ziegler, Adolph, die Uroskopie am Krankenbette. Zweite Auflage. Er- 
langen 1865. tß. 

90) Zweiter öffentlicher Bericht über die bisherige Wirksamkeit des Comit^ aar 
Errichtung /von Eniehongs- und Pflege- Anstalten fHr geistesschwache KÜnder 
im Königrdohe Hannorer. Hannorer 1866. 9ß, 



Ziu* Eriimening 



D"^ J. B. HERZ, 



eim 



In der feierUchen SUzang der physiL-medic Gesellschaft vom 
8. Hin m» Kcbaiteiier Nekroleg 



Dr. Dressier* 



Es w«r am Abende des 20. Man des verflossenen Jahres, als wie ein Lanffener 
ddreh die Stadt die Kunde drang: Dr. Herz ist gestorben, und Jeder, der diese 
Kimde hOrte, knüpfte daran Worte der bendichsten Theilnahme. Es war ein Er- 
eigaisB Ar die Stadt Würtbnrg — ein Ton sahlreidien Familien, yon Tausenden Ton 
Ifensohen ans allen St&nden sehmcrslioh empfundenes Kreigniss. 

Das konnte wohl keine gewöhnliche Persönlichkeit sein, deren Tod eine so all- 
gemeine, nngeheuchelte Theilnahme herrorrief ! Und in der Thai war mit Dr. Herz 
nicht nnr einer der gefeiertsten Aerzte der Stadt Wünburg, sondern auch ein Mann 
ans dem Leben geschieden, der wegen der Tortrefflichen Eigenschaften seines Gei- 
stes und Charakters bei allen Klassen der Bevölkerung in hohem Ansehen gestanden. 

Auch dae physikaliseh-medieiBilche Oesellsehali hat dordi den Tod desDr.He» 
abenaals eiman Yerlnst erlitten, «nd itt ilua ein MhglM verioren, das aeit ifanr 
QrüBdnng ihr aj^pahMe ud Ülr diaselba stets das lebhaftefte Interene «a den Tag 

8« 



XXXVI Zar Erinnerung an J. B. Hers. Vortrag von Dr. DreBsler. 

gelegt hat. Es dürfte daher nicht sowohl gerechtfertigt, als yielmehr als anabweia- 
bare Pflicht erscheinen, dass seiner noch einmal hier gedacht werde, nnd mit Freu- 
den habe ich den ehrenvollen Auftrag übernommen, mit kunen Worten das Bild 
seines Lebens Ihren Blicken yorübersnftihren. 

Es ist ein glückliches Lebensbild, welches ich yor Ihnen entrolle. Denn wenn 
Dr. Hen auch nicht von Schicksalsschlägen yerschont blieb, wenn seine grosse &nt- 
liche Praxis auch fortwährend ein nicht geringes Maass Ton geistiger nnd körper- 
licher Anstrengung erforderte, wenn ein beschäftigter und dabei gofühWoller Ant ' 
auch mehr, wie jeder Andere, von einer Menge schmerzlicher Eindrücke berührt 
wird, wenn endlich ein schneller und immerhin noch frühsseitiger Tod seinem thä- 
tigen Leben ein baldiges Ziel setzte: so wurden doch seine Mühen und Anstreng- 
ungen nicht nur durch eine behagliche Lebensstellung und durch glückliche Fami> 
lienyerhältnisse gelohnt, sondern auch durch die allgemeine Anerkennung und hohe 
Achtung seiner Mitbürger gekrönt. 

Herr Johann Baptist Herz wurde am 9. Juni 1802 in WtM>nrg geboren. Er 
war der einzige S<^n aus zweiter Ehe, welche seine Muttor Therese nach dem Tode 
ihres ersten "Mannes mit dem damaligen fürstbischöflichen Landes -Direktionsrath 
Herz geschlossen. Schon im Jahre 1817 verlor er seinen Vater durch den Tod. 

Nach Besuch des hiesigen Gymn$siums worckHerz 13^0 an der hidigen Hoch- 
schule inunatrikulirt. Wenig hätte gofehlt, so bütte schon hier seine Xi«ufbahn ge- 
endet, hätte die Parce in der Blüthe seiner Jahre seinen Lebensfaden durchschnit- 
ten. Neben seinen Studien bewegte sich nämlich Hers, seinem geselligen Tempe- 
ramente folgend, im Kreise einer hiesigen Studentengesellschaft. Jugendlicher Ueber- 
muth reifle ihm eine herbe Frucht. Nach einem in die linke Schläfe erhaltenen 
Degenstich neun Standen lang für todt ttegen g^latsen, gena« er zwar vollständig, 
behielt aber in Folge eines, wie nach vielen Jahren die Sektion noch nachwies, an 
einer centralen Stelle der linken Gehirnhälfte stattgefundenen Blutaustritts zeitlebens 
eine wenn auch geringe Lähmung der rechten Körperhälfte, welche seiner Erschein 
ung die bekannte Eigenthümlichkeit yeiiieh. 

Im Jahre 1821 begann Herz seine medicinischen Studien. Diese Zeit war für 
die Schüler des Aeskulap, insbesondere an der Hochschule Würzburgs, eine sehr 
anregende. 

Zu keiner Zeit früher hatte eine grössere Zerfahrenheit in der m^diaii^lx^en 
Wissenschaft geherrscht, als im Anfange dieses Jahrhunderte Blinder Auioritäts- 
glaube und sinnlose Sucht nach Systemen hatte die Stelle wissensohaftUcher For- 
schung eingenommen. Dazu kam, dass öffentliche klinische Lehrer nicht selten ihr 
therapeutisches Handeln in d.is unwürdige Qewand der Qeheimnissthuer^ hüllt^o, 
und nur ihren besonders bevorzugten Zöglingen unter dem Siegel der . strengsten 
Verschwiegenheit ihr Arcana gegen Krankheiten mittheilten. Die allmächtige Herr- 
schaft der Naturphilosophie lastete in Deutschland noch wie ein Alp auf den Gei- 
stern, und verschleierte mit ihren nebelhaften Phantomen den freien Forscherbli'ck, 
so dass selbst der Aufschwung, den unsere Wissenschaft bereits besonders in Frank- 
reich und in England zu nehmen angefangen, bei uns längere Zeit spurlos vorüber- 
ging« Da fing es au^ in Deutschland an zu tagea, und Allan vpraa s^npitt der 
.gawaltige Sohönlein mit dar Leachta der Wissenschaft, und indom. et sie «nl ^en 
ehn^' richtigen Weg der Beobaobtung ood der XhotMoha» leUele, habet dio 



Zur Brinnfenrnf? an Dr. J. B. Hers. Votfatigf yon Dr. Dressier. XXXYIl 

dettisoli« Me4iciii wieder auf den ihr gebührenden Bang und die hiesige medioini- 
8«he Faknltttt auf die Höhe empor , auf der sie sich bisher immer so gUieklich zu 
behaupten gewusst bat. Aus allen Oauen* unseres Taterlandes und aus dem fernen 
Auslande strömten Jünglinge in die Mauern Würzburg^s, um den Worten des gros- 
sen Meisters zu lauschen. 

Sobönlein mit seinem unvergleichlichen diagnostischen Blick und in der Blüthe 
seiner damals noch gans dem Lehrfaohe zugewandten Kraft war es auch Tor Allen, 
welcher in dem jungen Hera den Grund legte zu dem diagnostisohen Takte und der 
maassYollen Therapie, welcher ihn später auszeichnete. 

Wenn ich die Kamen seiner übrigen akademischen Lehrer hier mit Stillschwei- 
gen übergehe, so geschieht dieses yorzüglich aus dem Grande, weil Hen später aus- 
schliesslich der inneren Medicin sich zuwandte, und weil er das Glück hatte, gerade 
mit Bchönlein in ein näheres Yerhältniss dadurch zu treten, dass er am 9. März 
1824 als dessen klinischer Assistent berufen wurde. Er bekleidete diese Stelle bis 
cum Norember 1826. 

Luzwis^en hatte er 1825 unter dem Yorsitae Textor*s die medieiniscbo Doktor^ 
würde erwofben, zu welchem Zwecke er eine Inaugand-Abhandlong jQber den Frie- 
sei bearbeitete. 

Im Jahre 1827 eröffnete or seine Praxis. Auch hier begünstigte ihn meder das 
Glück. Hofirath Heller erfreute sich zu dieser Zeit als Arat in Würabiirg eine« gfoa- 
senn Vertrauens. Ailain derselbe war alt geworden und sehnte sich nach Buhe. Br 
wusste das Wohl seiner ärztlichen dienten in keine besseren Hände zu legen, als 
in die des jungen Herz. So fiel demselben schon in den ersten Jahren sainer ttrst* 
liehen Laufbahn eine grosse und angesehene Praxis zu; und Hera war gans der 
Mann dazu, das in ihn gesetate Vertrauen zu rechtfertigen und au befestigen. 

Auch die städtische Behörde wandte ihm ihr Vertrauen zu und übertrug ihm 
im Jahre 1881 die Stelle als Hausarzt im Ehehaltenhause , 1838 die Stelle eiaea 
städtischen Armenarztes für den H. Distrikt, und 1884 die Stelle als Hausarzt der 
Hubertspflege. 

Biner am 26. Januar 1831 mit Fräulein Babette t. Jakob geschlossenen Ehe 
entsprossen zwei Söhne, deren vollendete Ausbildung und gesicherte Lebensstellung 
der glückliche Vater erlebte. 

Doch verlor Herz nach dem im Jahre 1838 erfolgten Tode seiner Mutter am 
28. Februar 1842 auch seine Gattin. 

Er blieb einsam bis zu seiner am 8. Oktober 1844 Tollaogenen Wiederrerehe- 
lichung mit Fräulein Adele Junod. In dieser Ehe wurde sein Haus mit einem 
TÖehterchen begHtekt 

Auch an höchster Stelle fiukden die Verdienste des Dr. Herz Anerkennung und 
am 1. Januar 1861 wurde dessen Brust mit dem k. Verdienstorden vom hl. Michael 
dekorirt , naehdem die k. Begierung denselben schon viele Jalure vorher mit der 
Funktion eines Ereisimpfarztes betraut hatte. 

In den loteten Jahren kehrte er in jedem Augustmonat im Karlsbade bei Mer- 
gentheim ein. Seinem Danke für die dort gefundene Erholung gab er in einem 
Vortrage in dieser Gesellschaft über die Wirkung der Quellen von Mergentheim*) 
Ausdruck. 



^ «Bl|i Wort für HecfMiftelm«'. W1ira|)W|re^ medioi|iltc|» ZeHialttA. Bd. U, 



XXX Vm Zar ErinBening an Dr. J. B. Herz« Vortta« Ton Br« JDr«tile& 

Dort war es aaoh» wo ihn im Jahre t863 der erste Ai^all emea sdtweraD ner- 
vdseu Asthma ereilte. Zwar genas er wieder; doch kehrten von Zeit zu Zeit solebe 
Anfülle in bedenklieher Weise wieder und erfüllten mit düstem Ahnungen das Uen 
seiner besorgten Gattin. 

Am 20. März 1865 hatte er am Vormittage seine zahlreichen Patienten in der 
Stadt besucht. Ein eisig kalter Nordostwind rief die lebhaftesten Besorgnisse bei 
seiner Gattin wach und sie suchte ihren Gemahl mit eindringlichen Yorst^Hongea 
während des Mittagsessens von einem Besuche eines ausserhalb der Stadt wohnen- 
den Kranken abzuhalten. Allein Herz, der sich gerade wohler fühlte, als längere 
Zeit vorher, scherzte ihre Bedenken weg und fuhr zu seinem Patienten« Allein dies- 
mal sollte er ein Opfer seines Eifers und seiner treuen Pflichterfüllung werden. 
Von den gewöhnlichen Vorläufern seines asthmatischen Anfalls überrascht, eilto er 
nach Hause und hauchte rasch und unerwartet sein Leben in den Armen seiner 
Gattin ans. 

Die Sektion wies als Grund seiner Anfälle und seines sdmelleu Todes eine 
reiehliehe Fettablagerung am Herzen nach und bestätigte so die Diagnose, die der 
von ihm in seinem Leiden consultirte Herr Prof. Gel gel schon während des Le- 
bens gestellt 

Dass Herr Dr. Hers alle Eigensehaften eines tüchtigen praktischen Arztes in 
hohem Grade besessen, dieses Zeugniss wird ihm keiner seiner Collcgen, welcher mit 
ihm in Berührung gekommen ist, versagen. Bei einem scharfen Verstände und einer 
gründlichen wissenschaftlichen Durchbildung hing er mit ganzer Seele an seinem 
Berufe, und entwickelte sieh bei ihm ein feiner praktischer Takt, der in der raschen 
und scharfen Auflassung des concreten Falles besteht. In stetem Verkehre mit den 
Trägem der Wissenschaft und vielen derselben innig beflreundet, folgte er mit leb- 
haftem Interesse jedem Fortsohritte der Wissenschaft und hielt sich so immer anf 
der Höhe derselben. 

In der Therapie wusste er stets das rechte Mass zu halten, ohne Ueberschäts- 
ung und ohne Unterschätzung der uns zu Gebote stehenden Mittel. Er huldigte 
weder einem trostlosen Nihilismus, noch Hess er sich von dem trügerischen Schim- 
mer neu auftauchender Methoden oder den lauten Lobpreisungen neuer Mittel blen- 
den und vorschnell zum gefährlichen Experimentiren auf Kosten seiner Kranken 
hinreissen. Dagegen sohloss er sich auch jedem wirklichen Fortschritte schnell 
und willig an und hielt sich immer auf dem sicheren Wege einer rationellen und 
sich fortentwickelnden Empirie. 

Ausser seiner grossen Praxis, der er mit ebenso viel Eifer, als GeiHs8iiihaftig<- 
keit, ohne Blüekticbt auf Arm oder Reich oblag, wurde er in sefawiedgen Fällen 
mit Vorliebe zu Gonsilien von seinen 0>llegen herbeigeiogen, die gerne dem Bathe 
seiner gereiften Erfahrung Beohnung tragen, und ihn wegen seines äusserst ooU^ 
gialischen Benehmens hochschätzten. 

Herz war ein männlich gediegener Oharakter; er war ein liebevoller Gatte und 
Vater und an seinem Leben haftet kein Makel. 

Seine vorzüglichen geselligen Figenschaften sind den M<)isten von Ihnen wohl 
noch in guter Erinnerung. Seine lebhafte Unterhaltungsgabe, seine gediegene all- 
gemeine Bidöng) sefai' «iolitiges UrtMlf aefti steto eaUaglMIger nd dedi nie ver- 



ZorErinnening an Dr. J. B. H«n. Yitfkag Ton Dr. Dreider. XXXIX 

leteender WO» machton seia ErNhelnen io Jed«» GteseUfohaftakrebe stets hoch 
Willkomm OD» 

Der allgemeineil Theilnahme und Aehtong wurde durch einen sthlreiohen 
Leiohenconduet, in dem alle Sttnde yertreten waren, ein würdiger Aosdruck ge- 
geben. 

Wiewohl das Qrab sich über ihm schon üjA ein Jahr lang geschlossen, die 
Lücke, die er in gar mancher Familie hinterlassen, wird wohl noch lange onansge- 
füllt bleiben^ da er ihnen nicht nur der langjährige bewährte Hansarat, [sondern 
auch* ein Hausfreund war, den man gerne iu allen LebensyerhSltnissen zu Rathe 
zog. Er hat sich in demHersen seiner Freunde und Mitbürger ein würdiges Denk- 
mal gesetst, das sein Andenken noch lange lebendig erhalten wird. 



Friede teinor Asche! 



Zux* KrinneruLiig 

an 

LUDWIG SEUFFERT, 



ein 



in der felerllcben Sitzang der physic-med. Geselteehaft von 
8, Nftrz 1866 gehaltener Nekrolog 

von 

Dr. F. Müller. 



Hoohanaehnliche Yersammlongl 

Als es mir im Herbste 1864 Tergonnt war, den damaligen Assistenzarzt an der 
chiinrgischen Klinik des Jolioshospitals, Hm. Dr. med. Ludwig Seoffert, in unsern 
Kreis als Mitglied einznftthren , da durfte wohl nicht die traurige Ahnung in mir 
aufsteigen, dass mir kaum nach Ablauf einer Jahres&ist die ebenso schmerzliche 
als ehrende Pflicht und Aufgabe zu Theil werde, einen bescheidenen Immortollen- 
kränz an dem Grabe des leider f&r die Wissenschaft und Menschheit so früh Dahin- 
geschiedenen niederzulegen. 

Feiern wir auch nicht, wie bei den andern Männern, deren Qedftchtnissfeier 
wir heute mitbegehen, in ihm den KoryphKen der medioinischen Wissenschaft*), 
oder den durch Rohte Humanitftt weiiheit bekannten Arzt*^, so geiiemt et sich 



*) Proi Dr. A. Förster. 
♦•) Dr. J. Bt Htr», 



Knir )Sriiibenibg> «n Ludwig SfenÜftri. Voiirag 'voa Dr. P. Müller. ' XLl 

<to«h w<Al, d6n Manea d^ fSjSkrlgeti Mflsmes niurere Hnldlgiing d ftr robrf n gett, der 
in dem Augenlrlick doreb den Tod ons entrlisen wurde, als sein reich ausgestatteter 
GeniOB «eine Schwingten entfaltete, vtn im ktlbnen Fluge das Lebenaxiel yieDei^t 
Beider kü erreiehen. 

Der Verlebte, dessen Andenken diese Worte gewidmet sind, stammt ans einer 
Würzburger, in der juristischen Welt des engern und weitern Vaterlandes wohlbe- 
kannten Familie der Seuffert Fr ward geboren am 18. Juni 1840 als drittes Kind 
und ülterer Sohn des jetzigen kgl. HandelsappellationsgerichtsprSsidenten Hm. Dr. 
V. Seuffert, und zwar zu Schweinfurt, wo der Vater damals als Direktor des 
Kreis- und Stadtgerichts functlonirte. 

Seifte erste Kinderzeit war im hohen Grade duroh körperliche Leiden gestört: 
ein allgemeines durch die ersten sechs Lebensjahre sich hinziehendes i^iechthum, 
dfts beaoaiders in einer grossen Schwäche der Bespirationsoigane seinen Ausdruck 
iM^d, stand s^iiker körperlichen und geistigen Entwicklang hemmend im Wege: auf 
ausdrücklichen ärztlichen Kath musste jeder anstrengende Unterricht hie zu seinem 
7. Lebensjahre fem gehalten werden. Dazu kam noch, dass er schon frühzeitig 
seine ihn treu pflegende Mutter durch den Tod verlor und dadurch' bei seiner Er- 
ziehung jene Einwirkung auf die Gomüthssphäre entbehren musste , die nur allein 
durch die Mutter ausgeübt werden kann, nnd die als mildernder und besänftigender 
Factor bei der Entwicklung des Gemüthslebens sich erweist. Dieser Mangel weib- 
lilher Leitung, sowie die langwierigen körperlichen Leiden mögen wohl allein die 
Schuld tragen an jener Heftigkeit seines Wesens und Schroffheit In seinem äussern 
Auftreten, was jedoch nur den ihm ferne Stehenden täuschen konnte, dem Einge- 
weihten jedoch nur als ein leichtes Gewölk sich zeigte, hinter dem ei'i^' fUr alles 
Gute und Schöne begeistertes, für das Wohl und Weh der Mitmenschen stets theil- 
nehmendes Gemüth sich barg. 

Von seinem 7. Lebensjahre an besuchte er zu Nürnberg, wohin unterdessen 
sein Vater i^bergoeiedelt war, die Vorher ei tungs- und Lateinschule; er eignete sich 
ra«ch die Elemente an, ohne jedoch jene besondere geistige Bevorzugung zu zeigen 
die später zu den glänzendsten Erwartungen berechtigten; jener edle Ehrgeiz, der 
ihn später beseelte, war noch nicht erwacht; nur der Musik gab sich mit Vorliebe 
der phantasiereiohe Knabe hin. — Erst auf dem Gymnasium entfalteten sich mit 
der Besserung seiner Körperconstitution, die seither noch im hohen Grade der 
Schonung bedurft hatte, seine reichen Geistesanlagen. Mit Feuereifer gab er sich 
dem Studium der antiken Classiker hin; ihm genügte jedoch jene grammatikalische 
Behandlung der alten Schriftsteller nicht; er suchte in den Geist derselben einzu- 
dringen, und was er in der Schule vermisste, das suchte nnd fand er im Privat- 
studlum. Er las für sich Prosaiker und Dichter, und besonders waren es Plato's 
hohe Ideen, die ihn am meisten anzogen. Zahlreiche Bemerkungen und Aufsätze 
aus dieser Zeit sind die Zeugen dieses regen Eifers. ~ Ueber dem Studium' der 
alten Sprachen -rergass er nicht unsere deuteehe KaÜonalliteratur, und hier war es 
besonders O0lbe, den er sich zur Lieblingslectttre erwählt hatte. Seine edle Be- 
geisi^rung für Alles Ideale trieb ihn mit gleiehgesinnten Mitechülera zur Gründung 
eftes Vereins, weleher sich die Pflege der Wissenschaft, Kunst und Poesie zur Ab- 
gabe setste ttttd M wVchentlieheii Versammlungen die IMerarieehen Ailtoften der 
MHigÜeder beiprc^ Schöne dureh £le|f«iii der SpiMbe und Tiefe dee CMankena 
auigeielohiiete ArbeHen auB Mdäet tM« irarMi fftf jmm Verein gesoMobeii. 



KIAl Zm Sriimoniiig «n L«iw|g SffäM. ToHn^r w» J^- P^ Jfüttar. 

Während er so dareh dM Stndiom dar alttn «ttd moderae« Spmben «ad OIm^ 
«iker seiner aUgemeinen AusbUdoDg im hohsn Orade Reoliainig trq^, toefftn wir 
bei iäm zu dieser Zeit »noh nicht eine Spvr y«n einer Vorliebe sa dan Natnrwiasenr 
senschaft^n, die er spftter mit so grossem Eifer betrieb, und die ihm die ii»t<lriinlm 
Brücke tu seinem künftigen medioinisohen Ftobstadiom bildeten. 

Erst eine Reise, die er mit seinem Vater als Schüler der obersten Klasse de« 
Gymnasiums durch den an Naturschönheiten so reichen Spessart maehte, sowie ein 
späterer Aufenthalt in dem idyliisvhen Streitberg, wo er viel mit dem sich damals 
dort aufhaltenden Prof. Leidig verkehrte, weckten in ihm den Sinn für Natnrforsch- 
ung. Mit der ihm eigenen Raschheit fasste er seinen Entschlnss, und wohl durfte 
der Vater, welchen damals BerufsgeschXfte auf Jahren yom häuslichen Heerde fem 
hielten, und weldier aus der Neigung seines Sohnes ittr Ungulstlsehe Studien sciilies- 
send, ihn zum Philologen bestimmt hatte, im hohen Grade erstaunt sein, als der- 
selbe ihm beim Abgang vom Gymnasium erdffhete, dass er sieb die Mcdiefai, wo 
seine neue Neignng für naturwissenschaftliche Arbeiten am ehesten Befitiedigiing 
finden konnte, zum Fachstu^um gewXhH habe. 

Nachdem S. mit rühmlich bestandenem Exan^n das Gymnasium absolTirt, be- 
zog er im Herbste 58 unsere Hochschule. Die Freude eines ungebundenen und aus- 
gelassenen Studentenlebens sprachen den ernsten Jüngling nicht an; die wenigen 
Erholungsstunden, die er sich gönnte, brachte er im Kreise verwandter oder befreun- 
deter FamUien zu oder waren dem Umgang weniger gleiohgesinnter Freunde ge- 
widmet. Der seiner Beflihigung, seiner ausdauernden Kraft wohl bewusste und mit 
edlem Ehrgeize ausgestattete Jüngling liess bei seinen akademischen Studien das 
sich einmal gesetate Ziel nie aus dem Auge; mit regem Eifer betrieb er im 
ersten Jahre die naturwissenschaftlichen Vorbereitungsfächer. Der allsugrossen 
geistigen Anstrengung, der er sich untenog, war wohl sein Geistj nicht aber 
sein Körper gewachsen; er sah sich genöthigt, seine Absicht, sich im Sommer 
dem naturwissenschaftlichen Examen zu unterziehen, aufsugeben, und auf Raih der 
Aerzte und dringenden Wunsch des Vaters die Seebftder der Insel Föhr zu ge- 
brauchen. Neu gestftrkt, kehrte er im Herbste 59 nach Würsburg zurück. Blit 
grosser Energie gab er sich nun dem Studium der Anatomie hin, wo allerdings un- 
ter KÖlliker*s und Müller^s Leitung seine Bestreben ein reiches und fruchtbringendes 
Feld vorhanden; besonders waren es mikroscopische Arbeiten, die seinen forschen- 
den Geist am meisten fesselten. Als Zeugen seiner regen Th&tigkeit auf dem ana- 
tomisch-physiologischen Gebiete sind anzuführen die stenographischen Ao&eiehnungen 
der Vorlesungen Kölliker's über Entwicklungsgeschichte, welche spftter im Dmok 
erschienen, ferner mehrere kleine mikroscopische Arbeiten, die er auf Wunsch seiner 
Lehrer ausfShrte und vor Allem seine Abhandlung über die glatte Hausmuskulatur 
der Sftugethiere und Vögel — eine von der medicinischen Fakultftt gekrönte Prels- 
schrift. 

Im Herbste 61 sog er naeh Berlin, und wie in Würsburg die normale Asatomie 
sein Lieblingsstudium bildete, so waren es hier Virchow's geniale Vortrige and de- 
moastiativen pathologisdi - anatomischen Kurse , die den begeiatertan Jüi^gar das 
Aaiculap aar erhöhten Thftti^Eeit anüenerten ; ausser andern berühmten Namen dar 
Berliner Hoehschnle war ea baaondera Lan^anbaak, der auf Um «l»e badenfteadd 
Anaifdwg aasübte; In dasaeo Klinik Mifte nach Seuffart'a eifanam gaaUinduiana 
dar BntseblMi, die Chlforgiia a^ftki als Bf^MMh po betraibaD^ 



Umt Bfimienng aa JjaOwig SmUbti, Vi»*tag ^on Qr* P; MOler. HJH 

NMh einjibriffem. Aalenthalte in Beriln, kdirte er nabh Wintflmvcr ituradr, be- 
trieb hier Tonragswelse 4ie prAktieofaeii Fioheir 4er Mediciii duroh Betueh der Klt- 
iMken and bereitete ileb amf dM Fakult&tsezamen tot, das er im Sonuner 61 aa£ 
•hreiiToUe Welae beetand. Mse Vorliebe. aür ijialonle £of ihn im folgenden 
Herbste wieder naob Wünborg zarüok, wo er durch zwei Semeeter bei Kftlliker die 
AssistentensteUe am physiologischen Inst! täte beglett4te. Im Herbste 64 unterzog 
er sich) naobdem er einige Woeben rother im ilterliehen Hause ein» typhöses Fieber 
iibecstandeni dem Staatsexamen; als prinuM inter omnes, mit der I Note ausgeseieh^ 
nett ging er daraus hervor; seine Promotion» bei der er mit grosser (}ewandheH 
■eine Streitsfttae veftheidigte, erfolgte am 26« Noy. 64. 

Schon Yorher (August 64) hatte er an der weiblichen AbtheüuBg der chirargi« 
sehen Klinik des JnUushespitals die Assistenaarststeüe übemommeti. Hier eröffnete 
sich seiner regen Thiitigkeit ein weites Feld» um seine oagerwöhnlichen theoretisehen 
KeniUnisse wi praktischem Boden su yerwerthen- Rssoh fond er sich in seiner 
neuen Stellung suveeht, und war dieselbe auch nur eine untergeordnete, so waren 
doch bald die Spuren seines Wirkens nicht su verkennen. Und stemmten sieh s^- 
ner Thätigkeit smoh Hindernisse entgegen, vor denen w<^ ein Anderer surück- 
Bohrecken mochte, seine eiserne Willenskraft ging doch oft aus dem Kampfe mit 
einer des Arates unwürdigen bureaukratischen Bevormundung und einem altherkömm* 
liehen Schlendrian als Siegerin hervor. Sehen wir auch von diesem mehr refor« 
matorisohen Bestreben ab , so war auch , was den Heilsweck an und für sich an- 
langt^ sein Schaffen ein höchst «rspriesriiehes, da es von dem GMste wahrer Horaa- 
niftät und treuer bis in's AeagstUcbe gehenden Pflichterfüllung geleitet und getragen 
wurde. Und so musste es kommen, dass er durch sein kaum einjähriges Wirken 
am Juliushospitale die vollste Zuf^denhelt und Anerkennung seines Chefarztes, 
wie auch die Achtung und Verehrung seiner Collegen im hohen Grade sich «r« 
warb. 

Allein mit seiner ärztlichen Thfttigkeit hielt S. seinen Wirkungskreis nicht fUr 
abgeschlossen ; sein Ckist, mit einer so hohen Begabung ausgestattet und ausgerüstet 
mit einem riesigen Fleisse und Ausdauer, strebte nach höhern Zielen. Der Wissen- 
schaft mit ganzer Seele zu leben, war sein Entsohluss und wohl hatte seinVorsata, 
die academische Carriere zu ergreifen, seine vollste Berechtigung. Die Vorproben, 
die er abgelegt, geben Zeugniss, dass er auf der beabsichtigten Laufbahn nicht blos 
seinen Plate ausgefüllt, sondern mehr denn das Qewöhnliche geleistet hätte. 

Bereits war S. mit zwei litterarischen Arbeiten an die Oeffentlichkeit getreten. 
Die Erste ist die schon erwähnte Abhandlung über das Vorkommen und Verhalten 
der glatten Muskelfasern in der Haut der Säugethiere und VögeL Sie ist das Er- 
gebniss ausgedehnter, mit unermüdlichem Fleisse und grosser Ezactheit vorgenom- 
mener microsoopisoher Untersuchungen. Sie zeichnet sich nicht blos durch die 
Masse neuer anatomischen Thatsachen, sondern auch durch das Bestreben aus, ditf 
gewonnenen anatomischen Resultate zur Erklärung phTsiologischer Erscheinungen zu 
benutzen. Wohl gebührte einer solchen Arbeit die verdiente Krone. — Die zweite 
Arbeit ist nur ein Bruchstück eines grösseren litterarischen Unternehmens, das der 
Idee entsprang, das reiehe Material der hiesigen chirurgischen Klinik in seinen in- 
teressanten Fällen auch dem grösseren ärztlichen Publikum angängig zu machen. 
Es erschien jedoch — und zwar in der Wiener med. Presse — nur eine Mittheil- 
ung über einen Fall von Myxom des EUbogens, da der Tod die F ortoo ü iun g der 
MittheUungen unterbraeh« 



XLIY Zur Btinn^mng an liudwigr Senffert Yorirttg fmi Bt. P* llftlkr. 

War der Oedaaike schon an nnd für sich ein gelnng«iier, so hatte aoch echon 
die Qediegmheit des ersten Artikels dafür gebtb|^ dass auch die AasfUhnmg einen 
guten Erfelg hStte haben müssen. Denn es war keine gedankenlose Aosfttlhmg der 
Spalten einer med. Zeitschrift mit einer Krankengeschichte, wie man dies immer 
mehr stu sehen gewohnt wird, sondern eine durch die sich daran knüpfenden Be* 
flezionen interessante Beobachtung. 

Doch nicht blos war S. der Feder im hohen Grade rnftchtig, sondern er hatte 
Bxuhj wie selten Einer in seinem Ah«r, das Wort in seiner Gewalt Ein Vortrag, 
den er nur wenige Wochen yor seinem Tode in unserer Gesellsdiaft über Elephan- 
tiasis hielt, zeichnete sich — abgesehen ron seinem gediegenen Gehalte — durch 
Gewandtheit des Ausdrucks und Fluss der Bede aus. — Mehr noch als dies erhellt 
aus dem Umstände, dass S., selbst kaum dem Hörsaale entwachsen, im Terflossenen 
Winter nicht weniger als 40 Zuhlhrer durch Vortrttge fiber Chirurgie an sich tu fes- 
seln wiMste, ein Erfolg, den er wesentlich durch die Klarheft des Vortrags und ein 
wohlbedachtes Eingehen auf die BedfirMuie der Btudlrenden sidi errang. 

Wohl ddrfen wir nach allen dem sagen, 8. war zum Doaenten geboren, und 
wohl dürfen wir, ohne auf Widerspruch su stossen , b^aupten , dass unsere Alma 
Julia zu seiner Aoquiaition sich hätte Glück wüns^en dürfen. Das schöne Ziel, 
das er sich vorgesteckt, einst als academfscher Lehrer zu wirken, war ihm zu er- 
reichen nicht vergönnt: Das über uns Alle wattende Geschick hatte es anders be- 
stimmt Ein pyftmisches Fieber, dessen nächste Ursache nicht gans Aufgeklärt ist, 
entriss ihn uns nadi einem Swöchentlichen Krankenlager, an dem die inn^;ste Theil- 
nahme der ganien Stadt sich kundgab, am 14. Juli 1865 in dem Blüthenalter von 
S5 Jahren. 

Mag nun eine Iiifection mit Leichengift oder mit putriden Wundsecreten der 
textlichen Krankheit zu Grunde gelegen haben, immerhin können wir sagen: Er 
starb als Jünger der Wissenschaft im Dienste der Menscheit auf dem Felde der 
Ehre! 

Sit ei terra levis ! 



Gedäch tu Lssrede 

auf 

AUGUST FOERSTER, 

weiland Professor der pathologischen Anatomie in Wärzbnrg, 
gehalten 

ii| tff ««ssrforteitiickfa Sltemg 4er pkysikallseh-nfdlzhiisekfi Grsell- 
sckuft M 8. Min 18«< 

von 

Dr. Friedrich Böhmer. 



Hochgeehrte Anwesende 1 

Am Aeboasee in den tyroler Bergen lassen zerklüftete Fellwände 
fiir eine malerische Strasse sdhmalen iUmn* Die Sonne stobt über 
den blinkenden- Jodien, blauer Dnft senkt sich in das ThaL Leban 
und Treiben der Menschen, wie ihre Wohnuagen in fineundlioher 
Fetne; Rosenduft toq den Gärten her. Aus den Felsenufern rieseln 
frische Bädie, . dort unten aber dehnca sie sieh hin die breiten, rau- 
schendmi Fluthen^. stablblauy smaragdgrün und ihre Wellen rollen hei- 
an unanfhörtieh) unaofiilkrlioh. 

Hier ist es gut seial Hier wohnt lebendiger Friede», firieden- 
reiolies Leben; biar ist SofaöBheit und Lickt, Duft und Glanz, Freude 
und Freiheit Liebevoll sehlingt die Natar den Mutterarm um ihren 
müden Sohn. Entronnen den beengenden Fesseln des alltäglichen 
Daseins, entronnen dem melancholischen Beruf an Einem Tisch zu 
Bilsen mit dem Tode — entronnen 1 Triumphirend fühlt es die Brost 
und tief athmet ste auf und weit aas breitet die Seele ihre Schwingen! 

So -frohlockte am Achensee — wie lange ist es denn her ? -r- 
ein Ma^, den* wir mit Stda den ansrigan .nannten, so träumte ^er 



XLYI BOEHMEB: OedlohtniMrede auf Angiut F5nler. 

dort, während beglückt sein Auge bald Über die lieblidie Landschafi 
flog, bald über die ruhelosen Wogen, die schäumend su seinen Füssen 
zerstäubten. 

Träume und Schäumet 

Meertief Geheimnisse bergend, unsterblich wie die ewige Natur 
pochen noch immer die dunklen Wasser gegen jenen leuchtenden 
Strand. Aber das Herz, das an diesem so freudig geschlagen, that 
seinen letzten Schlag und die Brust, die dort aufgeathmet hat — sie 
athmet jetzt nicht mehr. 

80 plötzlich, $0 jäh ward er uns entrissen, dass wir noch jetzt oft 

fmug sein sinnig-ernstes Ilaupt unter uns hervorraMn, sein redliches 
uge glänzen, seine lebensfrische, männliche Gestalt in unsrer Mitte 
wandeln zu sehn wähnen. Ja, indem meine eigenen Worte mir in's Ohr 
zurücktönen und ind^m ic|i tnsre Beilien tiberbliäe^ habe ich fast wiederum 
die unselige Frage auf den Lippen: Aber Förster f Wo ist Förster fl 
Unal^derlich hart die Antwort. Und nur zu gut weiss ich es, 
dags ich heute zu keinem anderen als zu dem trauervollen Zwecke 
hier bin, mit und vor Ihnen das Godächtniss des für nnmer Ton uns 
Geschiedenen zu feiern. 

Nein, nicht so will ich sagen. Nicht ich bin es werth und nicht 
«c& bin es fUhi^ auf die rastlose, reiche Arbeit dieses hochverdienten 
Mannes der Wissenschaft, auf die Wirksamkeit dieses auigeseidmeten 
Docenten der hiesigen Universität, auf die Vorzüge dieses von Allen 
verehrten Mitgliedes unserer Gesellschaft, auf die Tugenden dieses 
vortrefflidien, dieses guten Menschen das volle, helle Licht zu giessen. 
Und wenn Sie dennoch diese Stunde in meine Hand gaben, so 
war es gewiss nur, weil Sie mir nicht wehren wollten einen Trauer- 
zweig zu legen auf das Grab meines dahingegangenen Lehrers. 

Um seinetwiüen bitte ich Sie für mtcA um Nachsicht und G^örl 



Äugusi Fihvter wurde am 8. Juli 1622 ib Wennar ffeboiisii. 

Seia Vater, Geschäftsführer des dortigen „Landesinaustrie-Gomp- 
toirs' hatte sidi aus den engsten Verhältnissen heraus gänzlich nit- 
telst eigner Kraft dsrch^s Leben helfen müssen. Das ist eine harte 
Arbeit, weit härter noch als wohl die Meistai denken^ den^i freund- 
lichere Loose fielen* Aber mit Ehren bestand er die Probe. Seinen 
i^^D, bis itt's hohe Alter wachen TrieA>e nach vollkommneter geistigor 
Ausbildung kam er mit unermüdlich ausdauernden fleiese entoegen 
und so wurde es ihm möglich, die Lücken seiner nur einfachen Schul- 
bildung zu ergäasen, nicht unbedeutende Sprach- und Uterotiorkeniit- 
nisse zu gewinnen und sidi zu einem ebenso braudibaren ab zuver- 
läasigen Geschäftsmann auszubitden. Freilich die Schriftzttge einer 
rauhen Lebensschule, die Furchen des Enstes, &st der Strenge Uiri>en 
fkbr immer dem ehmiwerthen Charakter dieses Mannes aru%qnrigt 
Aber Alle, die um kannten, achteten ihn; aufs Imiigsto liebien ihn 
die, welche ihm nahe standen* Und wie hing «r an den Seinigen? 
Als die schnttdenden Mänwind» des viMrigen Jahres dcwckdaz Land 



BOBHMrais Q^aMilalüreda ««£ Atigw» ttk§Mt. XLVH 

fiihyen und 4mi Gteise dicrBotsebafk brachleB, datss «ein liebü^r Sohn 
nioht mebr sei, da Bank, unheilbar getroffen, ehe derselbe Mond seinen 
Umlauf geendet, aueh der betagte Vater in die Gruft. 

Die Mutter, von heiterem Temperament, munt^ und lebensfroh, 
ifar noch s^r jung als sie ihre Ehe sohloss. Wie ein Knid c^lte 
sie mit ihren ersten Knaben. Aber auch ak die Familie und die 
Tageslast xunahmen^ bewahrte sich die emsige, gänzlich ihren Pflichten 
lebende Hausfrau einen glücklichen Kern von heiterer Frische des 
GemUlhes. 

Unter neun Kindern, vier Mädchen und flUif Ktmben, wuchs als 
iweitgeboeenttr den filtern ihr Soha Augwi auf. 

FreundUeh winkte diesem das Leben su. Zwar Bilber und Gold 
\aß nicht um den Knaben gebreitet, aber Schöneres und Besseres als 
Suber und als Gold. Treuen, liebevollen Händen anvertraut, im 
Sdioosse eines arbeitsamen, harmonischen Familienlebens aufblünend, 
mit k^^perlioh und geistig fribohear G^undheit, mit hellem, lebendigem 
Verstände ausgestattet, empfing er überdies ein kostbares Erbtheil von 
den Semen — v(»n Vater den stillen Ernst, den eisernen Fleiss, die 
unnachgiebige Ausdauer und Beharrlichkeit, die geregelte Ordnung 
einea l^ifügen und consequenten Wollens, von der Mutler den mun« 
teren Frohsinn, die Tiefe des Gemüthes und den lautarsten Edelstein, 
das geffthlvoUe, das gute Herz. 

Die anmuthige Mischung dieser Vorzüge in seiner durch und 
durch wahrhaften, aufrichtigen Seele machte den Knaben früh zum 
liobling sesner Eltern, wie er später ihr grösster StcJs und ihre 
höchste Freude war. Und der Sohn erwiederte sein Leben lang diese 
Liebe mit der kindlichsten, dankbarsten Zärtlichkeit , 

Beide Eltern begegneten sich in dem eifrigen Bestreben, ihren 
Kindern eine gediegene Ekrziehung zu Theil werden zu lassen. Zwar 
der Vater musste in seinen Geschäften fast den ganzen Tag hindurch 
dem Hause fem sein, aber in freien Stunden widmete er sich den 
Kindern, zumal den Knaben angelegentlich und war vor allen Dingen 
jederzeit auf tüchtigen Unterridit für sie, namentlich was moderne 
mrach^a anbetrifft, bedacht Die Mutter, welche selbst gut eraog^ 
moht nur lür die körperliche Entwicklung der Kinder, sondern auch 
für die geistkie offiien l%m hatte, wirkte scherzend, sorgend, lehrend 
unter ihren Kleinen und audi die hübschen Ferticfkeiten und Talente, 
welche sie besass, tfa^he sie ihnen mit So zeicnnete und malte me 
mit grosser Gewandtheit und nachdem sie schon früh in ihrem Sohne 
ÄHomt Freude an diesm Künsten erwedct, suchte sie ihm in denselben 
Baen Kräften und mit bestem Ebrfolge f5rd^ich zu sein. 

In dieser te^ischen, wie in mancher anderen Hinsieht bKeb 
jeden&lls a«eh dca: Im der Stdlun^ des Vaters sehr natürliche Ver^ 
nhr dar Saiaben im Landesindustneeonn^ir nicht ohne nachhaltigen 
Eä&druck. Die gwannfte Anstalt, von BertwA gegründet und damieds 
ikn Besitze At^risp's, eine grossart%e Verlagsbucbimndlung, verbunden 
nit einem geognphisoheB Inslitut, hat bekanntlich enie sdir bedeu*- 



XLVin BOEHHBB: GedMitalfir^da ftiif. Angvtt iFtMet, 

tende Aiuaihl i^ii8gie«eichii0ler wissenacbafidiober, namentU^ naoh medi* 
cinischer Arbeiten erscheinen lasseo; von, denen hier nur auf die ana- 
tomischen Werke Froriep'a^ hingewiesen au werden brauche In den 
Sälen eines solchen Instituts gab es freilich genug aosustauatio für 
junge Au^en; Drucker^ Zeichner, Maler, Lithographen^ Kupferstecbfir 
sah man da bei ihrer Arbeit, das ganze Acsenal der in die Oeffent- 
b'chkcit drängenden Wissenschaft; Bücher, Karlen, Tafeln, Abbil- 
dungen — sehr viele anatomische — waren da eu finden und ein 
Wiederschein von dem wissenschaftlichen Ruhm der Autoren» eine 
Art Gelehrten-Atmosphäre zog sicli um das Alles* 

Es ist Nichts mit der generatio aequivooa • v{eler< unsrer ftbr 
ursprünglich gehaltenen Ideen und Neigungen; unaichthar aehweben 
die Keime zu diesen in der Luftl Und die Luft in den Säbn jener 
literarischen Anstalt Weimar's konnte immerhin allerlei Keime tragen, 
welche in ei» empftUigUches GemUth gelangt, einst in demaelbeB 
nicht nur bei der Wahl einer wissenschiS'tlichen Lauf bahn bestifBinend 
werden mochten^ sondern auch manche individuellen Züge der spttteren 
Pei^sönlichkeit yerstäudlich erscheinen lassen, den praktisch aehriftatelf 
lerischen Eifer, das besondere Behagen am Umgang mit Büchern 
überhaupt, vielleicht auch die Vorliebe Tür Bilderwerke, und Anderes. 
Lange bevor daran zu denken, dass er Medicin studiren werde, hatte 
unser Förster bereits fast den ganzen anatomischen Atlas Froriep\ 
copirt 

Als die Unterweisungen der Ettem nicht mehr ausreichend er* 
schienen, wurde der Knabe zunSohst im Hause durch den Semina- 
risten Fac&; unterrichtet Dieser dürfte insofern von weiter reichendem 
Einfluss auf seinen Zögling gewesen sein, als er in letzterem lebhaftes 
In^resse weckte für eine Liebhabcirei von naturwisaenscbiBildicher 
Färbung, nämlich für das Anlegen einer grossen Käferaammluikg. 
Die Sadie wurde aufs Eifrigste erfasst, i^uegeftihrt, imd k^nge Zm 
hindurch fortgesetzt, Noch nach Jahren tauschten, ids aie längst 
getrennt waren, Lehrer und Schüler manchen schiUemden' Käfer und 
manchen herzh'chen Brief mit einander aus. Aber die bescketdraen 
kindlichen Anfänge entomologischer Studien, nahmen im. Iianf d&c 
Zeit ein wissenschafUicberes Wesen an uad die Freude dses. Suchens 
und Sammeins in d^ Natur ging dem, der sie Einmal gekostet 
hatte, nie mehr verloren« Eine Veränderung der ForflO.anAbrals des 
Inhalts war es insofern, wenn späterhin der Knabe mit gleicbeaa Eifer 
die Pflaosen statt der Käfer suchte, ohne übrigens letatere au ver* 
naehläss^en. Mehrere Schüler gründeten damals eine föitaKehe aater- 
wissenschaftliche Gresellschaft mit Statuten) Vorträgen, u^.s; w,, gans 
nach dem Muster gelehrter Vereine. Förster war unter den Stiftern; 
ein Vortrag, den er damals gehalten, ist .noch vorhaodod^ . Allft 
Schul- und Universitäts- Jahre hmdurch Vervollständigte er: dfunn, naf 
mentlich auf zalüreichen Excursionen mit seinem Freunde Frmim 
Händeif seine kleinen naturwissenschaftlichen Mus4(eny xu^dentoäucb 
eine nicht unan^l^nUol^Miner^lien-SiuoijQAlMng.gfiib^^ Ü^niatattiicju» 



BOEHMEB: OedXehtnianreae «of Augtut FOtster. XUX 

Herbarium und eine reichhaltige Käfer-Sammlung entstanden aBmälig 
und kamen, nachdem sie mit dem neuornannten Professor nach Göt- 
tinnen übergesiedelt waren^ erst bei dem Um«ig nach Würsburg in 
andere Hände. Aber nur zögernd und «ngem gab sie Fönter damals 
her. Süsse Luft, in welcher einst diese bunten Käfer schwirrten, gol- 
dene SonnC; unter welcher sie «unten, dufteten — diese fadben Blätter 
und Blumen! Frühlings-Luft^ Maien-Sonne der eigene glücklichen 
Jugendtage 1 

Vom siebenten Jahre ab besuchte der Knabe eine durch Colla- 
borator Lippaoh geleitete Vorschule, später das Gynmasium in Wd- 
mar, welches danialsnur aus den vier oberen Klassen bestand. Ueber- 
dies trieb er bei PrivaUehrem eifrig das Engliaehe und Französische 
und setzte fleissig den Zeichenunterricht in der TortreffHehen Öffent- 
lichen Zeichenschule fort. Ja, seine Neigung, scheint es, war mehr 
bei diesen Neben-Leotionen, als bei . so manchen Lehrobjeoten des 
Gymnasiums. Das Elternhaus wirkt tief und weitl Die modernen 
Sprachen, auf welche der Vater stets so viel Gewicht gelebt, das 
Zeichnen und Malen, das die Mutter so schön rerstand -^ da sind 
die Lieblings-Beschäftigungen des Sohnes, nicht nur während der 
Schulzeit neoen allem Griechisch und Latein, sondern weit hinaus über 
die Schule bis in die Zeit des wissenschaftlichen Forschens und der 
reifen Mannec^hre. 

Das Studium der modernen Sprachen bildete späterhin für ihn 
eine Erholung von anstrengender Arbeit Gleichsam als Ersatz für 
harte wissenschaftliche Mühen erlernte er so nach dem En^iscfa^n 
imd Französischen als Student das Italienische, in Göttingen das Hol- 
ländische, Spanische, Portugiesische, Schwedische, in Würzburg hat 
er das Dänische neben dem Kussisdien getrieb^. Und wenn er auch 
nicht in allen diesen Sprachen conversationelle Fertigkeit erreichte, so 
brachte er es doch in fast sämmtlichen bis zum Verständniss der wis- 
senschaftlichen, wie der belletristischen Schriften imd darum gerade 
war es ihm zu thun« 

Aber obgleich eine so ausgedehnte Herrschaft über fiast alle mo- 
derne Sprachen neben gediegener dassischer Bildung, wie er sie be- 
sass, — von seinem medicinischen Wissen ganz abgesehn — etwas 
im höchsten Grade Seltenes ist, so hat ihn doch Niemand von uns 
auch nur eine Spur jenes sprachlichen Prunkes treiben hören, welcher 
schon bei einem unendlich geringeren Maass solcher Kenntnisse nahe 
zu liegen sdieint Zu gut kannte^ zu tief füfahe er den unvergäng- 
lichen Reiz unsrer eignen Muttersprache, dieser holdesten Musik für 
ein deutsches Ohr, in wdcher allein unser Geist kraftvoll wiederhallen 
und unsre ganee Seele erklingen kann. •— 

Das Talent Förster's zum Zeichnen war kein gewöhnliches und 
da er sieh von jeher eine Freude daraus machte, dasselbe durch 
schulmässige Studien, wie durch Uebuog der bereits gewonnenen 
Kunst weiter auszubilden, so fehlte es auch nicht an belohnenden 
Kesultaten. 

W&nb«xf«r «atvwiiMBselu Zoitoehrift. (SiUoncsbericht« pro 1865.) 4 



L BOSHMEBt Oe4Bc]it&iMrade «of kngnit F6rt1leir. 

Besondere GescbickKchkeit besass er unter Anderem Im Feder- 
Zeichnen. Er reproducirte in Knpfer Gestochenes 8o schön, dass man 
Mühe hatte^ die Copie vom Original tu unterscheiden. Mit ergStisHch 
spredieiiden Strichen entwarf er die gelungensten Karrikatnren und 
auf allen seinen Reisen nahm er von oen ihn am Meisten ansprechen- 
den Punkten die vortrefflichsten Skizzen auf — viele am Achensee. 
Ebenso leistete ihm auf wissenschaftlichem Gebiet bei stillen Stu- 
dien sowohl als> bei schriftstellerischen Arbeiten und bei ftcademischen 
Functionen seine Gewandtheit im Zeichnen die wesentlichsten Dienste. 
Um auch in dieser Hinsicht den Faden sogleich aus früher Jugendzeit 
in spätere Jahre hinein zu verfolgen, oder — wenn Sie wollen — 
die uQ späteren Jahrui hervortretenden Eigenschaften auf ihre Quellen 
im Jugmdleben zurückzuftihren, so mag schon hier bemerkt werden, 
dass Företer auch ein überaus geschickter anatomischer, namentlich 
mikroskopischer Zeichner war. Etwa dreihundert Blätter mrt den 
allersorgfältigsten, zum Theil nicht publicirten Abbildungen^ patholo- 
gisch-hiBtologischer Objeete, naoh der Natur von ihm aufgenommen, 
fiinden sich noch in den mit rührender Ordnungsliebe angelegten vef* 
eohiedenen Studien - Mappen seines Nachlasses, darunter schon die 
Arbeiten aus dem Jahre 1847, erösstentheils Carcinomc betreffend, 
von ^anz vürzäglicher Techm'ic (Jngereohnet die Abfeildungen, welche 
einzelnen seiner Journalaufsätze und Werke beigegeben sind, enthält 
sein Atlas der mikroskopiaobeA pathologischen Anatomie, in Kupfer 
gestochen^ gegen dritthalbhundert seiner Origtndzeichnungen, so fein 
und sauber, so scharf und durchsichtig, so maassvoU die Mitte zwi- 
schen dem Ausdruck eines bistoloffischen Gedankens und dem treuen 
Abbild des untersuchten Objeotes haltend, daas sie grösstenihcils ge- 
radezu für musterhaft zu erklären sind. 

Von der ebenso äeissigen wie praktisch-summarischen Manier, in 
welcher er aus der gesammten medieinischen Literatur Abbildungen, 
die in seine Studienkreise fielen, ab Oopieen zu excerpiren gewohnt 
war, ^eben die 362 Figuren seines Atlas der Missbildungen eine 
Vorstellung} währeqd jedoch dasacdbe Bueh anaseideiii über andert- 
halbbundert nach der Natur vdn ihm angefertigte Umrisse enthält 
Seinen Schülern sind femer eine Menge sehr iastruotiver mikrosko- 
pischer pathologisch^natomischer . OrigiiMbetclmungon ' md Oopien, 
von ihm herrührend bekannt^ wolc^ er neben zahlreichen pathologisck- 
histologischen m seinen Vorlesungen umhergehen zu lassen piegte. 

Uebrigens zeichnete Fffnter von Jiigend auf dasOrSbste wie das 
Feinste mit einer ganz merkwttfdigen Geschwindiigkeit und nur so ist 
es erklirUehy dasa er sich späteniin nel»enker nnd in Musestunden 
einen solchen Schatz wissenscnaftlioher Zeichnungen anzusanrnneln ver- 
mochte. — 

1841 verliess Förster mit einem sehr guten Abiturientenzcugniss 
das Gymnasium und bcBog die Universität Jena. 

Er hatte sich im Stillen schon längst für das Studium der Me- 
dian entschieden. Allein dieser Plan überstieg nahezu die ^uriiären 



EVäftet der Flnnili» cmd deb Yate^ suthte' dedMib, -2i%F^<^ ie^^f auch 
weil er sieb mit Rabbi VoreUgliebes von dth Zeicmieiitaleiit seines 
Sohnes versprach; letzteren zu bestimmen, sich für dfe Kmferstecb- 
kuBst «uftsuoilddo.. Oocb in gegenaeitiger Liebe wurde awisoLcai Vater 
und äohn iksbliesalidi diese Calliaion d^ ioneren Nei^^g mit den 
Husseron Var)k4ÜtoiMen zu GuiMteQ 4er. ersteren beigelegt tuid • «^ 
Studium der Medidn gewagt. 

In Jena b(>rt6 Fönter namentlich -die Professoren ßehUideh, 
HueMc4, £*eMr, Martin und mit bea<Niderer Viyiüe/b^ Sutth. — 

Ghgen die späteren schleichenden Jahre der bBr^rlichen Exi- 
stenz — wie traumartig schnell eilt sie vorüber ^di^'nie genug zn 
preisende^ faerrKohe, seh wungvolle^ freie 8tudeRlleni9eitl Und*— um 
aufrichtig zu sein — wie Wenigen- gelingt es^ ihr Alles- das abstige- 
wintien, was- sie nieht für- das Denken und Wissen aiHehi; s otfd e d i 
«uek fUr das Wollen und Fühlen, für die ganze PersönHchkeitt in^s 
Lebett hinaus nuCzugeben a» Stande wärti 

Fih^ter benutz seine U^iversitätsjahre aufs Besste. In frbhi^m 
geselligem ICreise Freundschaft on<! Jugend gebi^teüd'-^' er tind alb 
seine näheren Bekannten Varen MJtrIieder der'Burschötischäft ;,Für- 
stenkeller* — verlor er nie seinen künftigen wissenschafffichen Beruf 
und die Vorbereitung zu demselben aus dem Ange. ' Wie er von 
Kindheit an Allen, die ihn unterrichteten, durch seinci) von I^ernbe- 
gierde und Ausdaiier getragenen; söhenen Fleiss aüfgeftlleh ufid ,lieb 
gewesen, wie es seinen Spielkameraden oft schwer g^ntig geworden 
war, ihn von den Büchern und dem Mafkasteri fort auf den Spielplatz 
zu locken, wie die Geschwister damals zuweilen sich fßrmlich bekligtefi 
über das ^förtw'ährende Gerippczdchnen^ ihres eifrigen Bruders' nach 
dem jFVmg>'schen Atlas — so war F}frster Auch ciher dei* flciisigsten 
Studenten. Und ein bewunderungswürdiger, zuweilen kaum tegrcif- 
Hcher Fleiss, wiederum getragen von uncrmüdKch^ra Wissens- uhfl 
Wahrheits-Trieb, sowie von ruhig-consequentcr, nicht ermattendei^ Be- 
harrlichkeit charakterisirt sein Wesen bis an*^ Lebensende. 

In der That, F^h'Ster war eine ungewöhnliche Arbeilskrafl; -tmd et 
schonte sich in dieser Hinsieht nie. Tn den Jahren 1849 bis &1, yEh- 
rend welcher er gleichzeitig sein erstes Lehrbuch d6r patholö^siheh 
Anatomie verfasste, erreichten die Anstrengungen, wefcne er sich ssti- 
nrathel^ vielleicht ihren Höhepunkt; die Nttohte, sOarker Tbe^ wur- 
den «Q Hülfe genommen, i^jfitfr^t Gessrndheit lachten bedroht - Seit- 
dem veifolgte er mehr das Prinoip, durch unvmstösalibh« Regelmäs- 
Sfgkeit der Tagesordnung «ich «De nödiige Arbeits-^it- zu-siofaerh 
und 4a er dabei AkSt jeder Stunde ihre prompt «u ettfUBendeAti^akie 
b^^timmt hatte, wlire es wohl zuweilen bemahe ab Msmohem unter 
uns gewesen, sieh wie einst die Gesdiwister frevnde(Aiaftii<^ etn 
wenig darüber zu beklagen, daqsiinser F«^sl#r der stillen Abgiesehie- 
denbeit seiner Stadien so seh wer sich entreissefi liess -und dasr^ elifisnos 
^ie Freude an seinetti näheren liebehswürdi^^n-Umgang diurüekhalted- 
der, als wir es wtnschlen, zpmass. 



141 BOSHMfif^: €Micbliiiau^fl «of kngüf^ V5«ter. 

Wirklißhe Erhohmi^ also niebt not* Erfrisehun^ durch das Ab- 
wechseln in geistiger Arbeit, sondern Ruhe des Qeistes gdnnte sich 
Förster nur sehr selten. 

Aber zuweilen eigriff ihn dann pl5tzlicb, fast mit der überwäl- 
tigenden Macht des Ikimweh^s eine um so heftigere Sehnsucht ganz 
und gar au entfliehn dem BUcherstaub, dem Krankendunst, der Im- 
chenlaft Hinaus in's Weite, in die Freiheit, in die Natur, in's bunte 
Treiben der Weltl Er reiste von jeher für sein Leben gem. Und 
es war einst nahe genug daran, dase er nach bestandenen medicini- 
schen Prüfungen in der Eigenschaft eines Schiffsarstes auf einem nach 
Südamerika und Australien bestimmten Schifte davonsegelte. 

Die äusseren Verhältnisse brachten es übrigens mit sich, dase 
Föreier frfiherhin nur in engen Dimensionen seine Rciaelust befriedigen 
konnte* Dem Schüler boten die lieblidien Gefilde Weimar's und die 
paricartigen, unmittelbar an die Tltterltche Wohnung ^renaendeo 
Gärten noch ein hinreichend grosses, immer auf's Neue die Lust am 
Grünen weckendes Terrain. Mitunter überschritt er es jedoch zu län- 

geren Fusstouren in den Harz und in den Thüringer Wald. Wo 
aumumkränzt weithin vom Berge die Wartburg schimmert, wo die 
Bode sich tobend durch den Felsenkessel zwängt, wo in Waldesstille 
die Ilse ihre wunderbaren Härchen rauscht — dahin zog es ihn 
wieder und wieder 1 

Als Student unternahm er von Jena aus mit seinen Freunden hie 
und da einen jener köstlich-übermüthigen Jugend-Ausflügei bei denen 
man sich ohne Ziel und Plan, auch wohl allenfalls obn^ Geld durch 
die Laune des Augenblicks treiben lässt, von einem Ort zum andern 
— zu wandern. Sei solcher Gelegenheit entfernten sich die Herren 
oft ziemlich weit von Musenstadt und Auditorium und blieben; wenn 
sie z. B. nadi Wunsiedel geriethen^ oder anderwärts die blauweissen 
Grenzpfähle passirten, mitunter statt nach Vorsatz Einen Tag vielmehr 
ohne Weiteres Wochen lang vom Hause fort 

Während seiner Universitätsjahre machte Former überdies eine 
drei Monate in Anspruch nehmende Fussrcise durch die Schweiz und 
das Sal^ammergut nach Wien. Später ging er wiederholt an den Rhein 
und von Würzbure aus besuchte er nach einander den Neckar, Tyroli 
die Schweiz und Oberitalien. 

Aber so froh er sich späterhin in dem Bewusstsein fühlte jetzt 
frei seine Beiseziele wählen zu körnig so erquickt er von jedem der 
schSnen Ausflüge zurückkam — wie es so oft geschieht — die aüer- 
heitersten seiner Beminisoenzen bUeben gerade an die Wanderungen 
in der Jugen^beit geknüpft Mit herzlich lachendem Behagen pflwte 
er noch in den letzten Jahren von den einfachen Begebenheiten der 
damaligm Excorsionen zu erzählen. Wie bescheiden war er, wie zu- 
frieden, wie genügsam in seben Ansprüchen, seinen Freuden I Ist das 
nieht Zeichen ächter Seelenfrische, nicht die Frucht einfacher gesunder 
Geiateskost? Sak und Brot macht Wangen rothl Und fällt es nicht 
&st mehr in's Gewicht tote als was wir geniesaen? Ein grüner Buchen- 



BOEHMBB: Ge^tohtniMreda auf Angost FSrtter. Iiin 

wald murcs Vaterlandes kann entzüdcender wirken als die Palmen- 
haine Indiens^ ein deutscher, seme sflbemen Bogen siebender Strom, 
beaanbemder als die Wunder des Niamra. BrausH dabin durcb alle 
Länder der Erde, weilt bei des Nordens Bewohnern und bei denen 
des Sttdmis, über die Teppiche luxuriöser Orilisation gleite Euer 
Fnss — aber was sind alle Genüsse, die ihr finden kOnnt, gegen das 
Wonnegcfbhl einer schwellenden Bru^ wenn der jugendleichte Arm 
den Pilgerstab setet in Qottes freie Welt hinaus, wenn die frische 
Stimme mit den Lerchen um die Wette jubelt, wenn das treuherzige 
Auge m jedem MenschenantlitE Güte liest und Edelmutfi und in den 
Thautropfeii des Grases tausendfach strahlen sieht die Diamanten der 
Poesiet — 

Nach vierjährigem Studium in Jena wurde Förster dasdbst 1846 
cum Doktor der Medisin promovirt. 

Dann begab er sich für ein Semester nadi Halle, um die Klinik 
Krukenberg^B kennen eu lernen, jene auf pathologische Anatomie und 
I^hysikahsche Dia^ostik gestützte, ebenso wissenschafiUche als prak« 
tische und originelle Schule, welche früher lange Zeit hinduren die 
Mehrzahl der norddeutschen Mediziner bildete und unter ihnen auf* 
fallend Vielen eine bei der ziemlich gelehrten Färbung unserer heu- 
tigen Medizin mitlerweile &st seltener werdende mupteigensehjaft 
des Arztes anzoerziebn verstand, nämlich die : vor allen Dingen wirk« 
lieh am Krankenbett brauchbar au sein. 

1846 kehrte Förster nach Weimar zurück, absolvirte dort daa 
Staatsexamen und ging dann wiederum nadi Jena, wo er 1847 und 
48 Assistent an der Kh'nik Sieberfs war. Gleichzeitig iungirte er als 
praktischer Arzt in der Stadt. 

Ohne Zweifel ^^ndet sich die Vorliebe auch des urtheilsfiihigsten 
PubUkams fiir bestimmte seiner praktischen Aerzte keineswegs einzig 
und allein auf deren specofisch mediunische Leistungsfähigkeit la 
wohlerworbenem Wirkungskreise verdankt vielmehr der nicht durch 
Anderer Schultern emporgehobene Arzt, selbst der wissenschaftlich 
ausgezeichnetste; einen nicnt geringen Theil des Vertrauens, das er 
ffeniesst, weniger seinen Kenntnissen, als seiner ganzen Persönlichkeit 
Und entscheidend ist dabei insbesondere die Art und Weise Überhaupt 
mit den Menschen und den Kranken umzugehen, ein richtiger Taxt 
in dieser Beziehung, oder besten FaHes eine überlegene Geistes- und 
Charakter-Bildung. Wie kann das auch anders sein in einem Beruf^ 
der nicht unter rahllosen, erhabenen Schatten zu wirken hat, sondern 
unter Fleisch und Blut, unter Schwäche und Schmerz, imter Sor^e 
und Elend, einem Beruf, dessen Heimath m'cht die stillen, abg^chie- 
denen Eilande der reinen Wissenschaft sind, sondern die Wogen 
i^nd Stürme des Lebensmeeres, welche jene Inseln umtoben und 
nur selten dulden, dass der Ermüdete sich auf diesen quicke. 

Allerdings wollen die Menschen in frst wunderiich verschiedener 
Weise genommen sein, aber ein nach aussen ruhiges und emstea 
W4se% divoh das map g)ei{ihw(^l die innare Wänoe und Hemens« 



IXV BOBBMBRt GedSohtniMMde auf Amguit P«t8ter. 

gute hin^vrcbfuhlt,/ bleibt : wobi selten ohne Eindrui^k. Ujodi niH 
eiaem solchen Weaen trat Förßter damals au seiden , Kranken^ denen 
er gleidai^eitig den. Eifer der Jugend, seine ptinktliebo, 4us abecsogener 
Oirdniangsliebe bervorgegangene Grewissenhaftigkeit uibd sorgsam gc- 
aaiULitielte mediBinkcbd Kenntnisse su bietisn batte. Der für die Praxis 
vielleiobt noch elwas zu tbeoretische Charakter der letsteren wUrdd 
sicb^ bei längerem Yerbarren jn jcinei* aicherlitsb aacb Iden Bedürf- 
nissen derselben .modificirt hab^l^. Jed^alls hegten die Patienten des 
jungen .Arztes*, wie noob vorbandeno Correspondenzen zeigen, das 
garösste Vertrauen &u &m und seine Frivatpräxis bab«i= baU eineli 
recht befciedigenden Anlauf. Ebenso Hess sich Stehert wwM oft lufrd 
lange von Förster vertreten, als auch im Erkrankungsfalle ärztliob voti 
ibtn ibebii^eln. : > / 

Allmälig indessen beanspruchten die pAthblogisch-anatonifechcn 
Studien,' der 'akademische Betuf uöd die literarische ThStigkcit' Zeit 
und» Kraft FSrsteFa immer stSrker und da er trolz^ \fenn nicht viel- 
leicht gerade Mregon seiner ausgedehnten allgemeinen und allgemein- 
medizinhchen Bildung, seiner ganzeii Organisation nach, Avia» eigene 
^iesenschÄftlidie Leistungen betif^af^ mdir dahin trrtoh1?e*e, äu leuchten 
durch die ruhige Flamme gleich sehr in Tiefe und Breite drJn^etoder 
Arbeit) als zii glänsBcn durch das Brilläntfeuor groseartlger Vielseitig- 
keit, so sah er ein; dass ^t* für Wfi^P^rso^ die Amtlbmg der* Medizin 
werde fallen lassen müssen und seit' Göttihgen ' hat^ er gär nichi mehr 
praktieiiHi. — ' f ! 

* ' 1.^19 habilitirte qt sich' an der medizinischen jPacuItät äu ^ena 
als Pfiviatdocent Tii dieser Eigenschaft hielt er ^war Anfring3 propä- 
dcutiödi-kliijig!phc Cii rse, sowie übei' EncydopUflic nn^l Methodologie 
der Me<)iz!n Vorlegungen, welche lütztcrc spJiterhin zum ]>rucke 
kamen uiitl iibor ilie er selbst schreibt, dass sie ihm ^v»el fjfebe und 
die daucmde Anhänglichkeit dos grössten Thcilüä dea? Zuhörer ver- 
schafften***, rh mImiI- T^i ; 'jiniiiVfi .r^'iiijih 

Aber sein Hauptaugenmerk richtete sich doch schon während 
der dreijährigen Privatdocontur in Jena auf die von ihm dort gehal- 
tenen theoretischen und dtmioustrativen Vorträge Über pathQlotyürh^ 
anatomische Themata. Auch seine hUuslichon mcdizin [schon Studien 
^^etrafen bereits damals ganz vorzugsweise die genannte Diseiplin und 
CS entstand um jene Zeit seine erBte literarische Artleit, das 1850 ai*-, 
schiene ne Lehrbuch der pathotogi^schen Äßatomie, welches bis 1864^^ 
siebeu AuÖagen ericjbi und ihm den Weg zu der Berufung als aussar- 
ojfdpitljcher Professor uaeh Göttingen gebahnt hat. 

-' Diese kam unter deni Zusamnicn wirken von Fttehsj Rud, Waffmr 
iiBid' Sifli'«re.Anfakig:a852 ru Stande. 

Schon ehö er derselben' (um Ostern dos nJfemIfchen' Jahres) folgte 
uod beitdom. biä zum Lebensende^ wür somit FörfP^rB bestöi Kraft der 
pathologischen Anatomie gewidmet und wie er dieselbe im^cb einander 
an dm U^versitäten/ Jena». Qöttibgenund Wümtmrg- )re||(iiMntj«rt bi^ 



BQJEISIPR QeHijLchtniMrede auf Avgoft Ftkvter. J>T 

8p steht er auch ^während dieses ganzen Zeitraumes für die Wissen- 
schaft als sclbstständigcr Vertreter jenes Faches da. 

Lassen Sie mich also hier die biographisch vorscbreitende Be* 
trachtung durchbreclien und eine zusammenhängende Charakteristik 
zii geben suchen der liic/Uvng und Arbeit För^ter^s auf dem Oebiei 
der j^cithologischen Anatomie, — 

Eine Charnkteristik und keine wissenschaftliche Kritik. 

Allerdings erst diese würde durch gründliche», scharfes Eingeben 
auf das Speciellcj wie auf das Ganze der pathologisch-anatomischen 
Thätigkeit Förster^s. durch prüfendes Abwägen seiner Leistungen 
gegenüber denen semer Vorgänger und Zeitgenossen dahin führen, 
ihm vollständig gerecht zu werden, seine Bedeutung für unsere Wis- 
senschaft festzustellen und den ehrenvollen Platz genauer zu bestim- 
men, den er unter den pathologischen Anatomen eingenommen hat. 

Aber die wissenschaftliche Kritik, diejenige wenigstens, welche 
mehr als vorübergehende Tagesmeinnnff bieten will, muss durchaus 
frei sein und bleiben von jeder Einmischung persönlichen Gefühls; in 
ruhiger Unbefangenheit, ohne Rücksicht auf Partheien und Einzelne 
bat sie mit gleichem M^ass bei Freund wie Fand bu messen und 
nidit mixider treu darf sie den Schatten zeichnen, als das Licht. 

Eine so neutrale Stimmung, wie sie hiezn erforderlich, sollten 
wir -*- ohnehin noch in derselben nnabgeschlossenen Periode wissen* 
schaftliehen Ringens stehend , welcher das Streben und Wirken 
För8ter^$ ang^ehörte •— eine so kühl gehaltene Stimmung sollten wir 
ikm gegenüber schon jetzt durchzuführen vermögen? Oder gar hetitei 
während wit unsrem Kreise das Bild eines der besten Freunde des- 
selben zdrttckzurufen versamnjelt sind? 

BeMsr dürften wir gleichzeitig Beidem, iinsren wehmüthigen 
Erinneruneen nnd der objectiven Wahrheit dann zn entsprechen im 
Stande sein, wenn wir es im Wesentlichen als unsre heutige Atrf- 
gabe betrachten, uns die EiffenthünJickkeiten der pathologiseh-anato- 
miiohen Arbeit Förster'a noch Einmal zu vergegenwärti^n. 

Freilich während fliehender Minuten bleibt es bei einer so um- 
fang- und' inhalts-reiehen Thätigkeit, wie bekanntlieh die seinige ge- 
wesen ist, nur möglidi^ Grun<£tüge mit spartam^i grossen Strichet! 
^ zu skizziten und kmim wird selbst darin hinausgegangen werde» 
können über eine — um sich so auszudrtttken — nadi vielen der 
einzelnen Punkte nur kurz beantwortete, in den meisten Details der 
Gedanken, Facta und der Beweise (aus Wort, Sehrift und Tfaat) un- 
ausgeführt zu lassende Disposition für das Viele, was bu sagen 
wäre. 

Ueberdies drängt die Lage dazu, heute abzusehn von der im 
Xiauf der Zeit durch innere und äuBsere Momente allmälig vor sich 
ge^an^enen Entmoklung der wissensebafilioben Persönlichkeit Förster'B 
und diese hauptsächlich so aufzuEuisen, wie sie in gewonnener Reife 
dastand, um aul immer ünsren Augen, doch niemals unsrem Geiste 
zu entschwinden« 



liVI BOEHMER: OedMitnissrede auf AngiiBt Förster. 

Eine allgemeine Charakteristik der Richtiing Pör$ter^B in seiner 
Wissenschaft wird hervorgehen aus der Erörterung jener Frage, zu 
welcher jeder pathologische Anatom, wenn nicht mit Woi-ten, so. 
doch thatsächlich eine bezeichnende Stellung einzunehmen gezwungen 
ist, der Frage über die natürlichen Grenzen der pathologüdien 
Anatomie, 

Der Maler legt den Pinsel weg und mischt die Farbe; hat er 
erst diejenige erreicht, welche ihm vorschwebt, so geht es schnell 
zurück an das Bild und rasche Striche können es dann fördern; die 
Unterbrechung war nur eine scheinbare. Nur scheinbar werde ich 
mitunter meine eigentliche Aufgabe für Augenblicke verlassen. — 

Die Grenzen der pathologischen Anatomie — schon in diesen 
Worten liegt es von vornherein, dass wir das Trennen nach tcirklich 
lerechtigien Unterschieden nicht verffessen sollen über dem Binden, 
über dem alle Verschiedenheiten beseitigenden Einheitsdrang nicht 
das in diesem Sinne durch natürliche, logische und praktische Noth- 
wendigkeit gleich sehr gerechtfertigte: divide et impcral 

Die Tendenz zur Einheit — es ist wahr — bildet einen idealen 
Zug des menschliehen Wesens und mehr, als wir vielleicht zugestehen 
mögen, gehört ihm unser Herz ; aber wo immer ea lediglich gilt klar 
und wahr die Verhältnisse der Wirklichkeit zu erkennen, wo imm^ 
wir den Fuss setzen auf das Gebiet der Wiseemchaft^ da wandle sich 
in uns die Scene. Er gehe unter dei* traute Mona des Empfindens 
und Fühlens, der alle bestimmten Linien verschmelzend mit zauberisdi^ 
halbem, sehnsüchtig-unsicherem Lichte der Hälfte des Lebens, unsren 
Nächten, scheint und sie, welche der andren Hälfte, den Tagen 
^ucbteti die uns den Zusamtnenhang zwar, aber auch die unterschei- 
denden Umrisse des Einzelnen erkennen lehrt, die helle, scharfe Sonne 
des Denkens steige herauf. 

Sehen wir zunächst ab von jenen ebenso edlen wie nützlichen 
humanen Aufgaben, welche die Medizin jeder Zeit den Mitlebenden 
gegenüber zu erfüllen hat — Aufgaben, Pflichten, welche so Vieles 
unter uns mit Liebe, so Manchen mit Begeisterung den ärztlichen 
Benuf ergreifen Hessen und erfiEissen wir unsere Wissenschaft von ihrer 
unvergänglichen Seite, wie sie Generationen auf Qenerationen um 
aioh erblassen sieht und ruhig und gross über sie hinschreitet zu im- 
mer höherer Ycdleadang. 

Das ist die wOwrwtstenichafilidhe Medizin. 

Es bedarf keiner weiteren Ausführung darüber, dass die patholo- 
gische Anatomie überhaupt irgendwie zu den Naturwissenschaften gehört 
Aber die Art ihres Zasannnenhanges mit denselben, warum sie ein Glied 
dieses Verbandes und wieder warum sie eine abgeschlossene Disciplin in 
demselben ist, das wird doch erst klar, wenn man auseinanderlegt, 
was die pathologische Anatomie Gemeinsames mit den übrigen Natur- 
wissenschaften und was sie von diesen allen Verschiedenes, Eigen- 
artiges besitzt. 

Alle Naturwissenschaften bilden ein organisches Ganzesi weil sie 



BOEBMBBi: eedftehtaiHrede Mi Augmt Ftfrster. LVH 

AÜe das gleiche Objeet haben, die Natur, die gleiche Aufgabe dem* 
selben gegenüber, das Erkennen des "svirklichen Sichyerhaltens der 
Dinge, das Erkennen der Wahrheit, die Reiche Methode des Erken* 
nens, den auf sinnlicher Beobachtung ruhenden Schluss, das gleiche 
Verhältnias zu einander^ wie es aus jenen drei genneinsanien Bezieh- 
ungen hervorgeht, das Verhältniss lebendiger Glieder aum lebendigen 
Gänsen. 

Mit d^ Aufgabe der Naturwissenschaften ist selbstverstifindlich 
zil^leich ihr darin b^ründetes Lebensprincip ausgesprochen, das der 
freien, unabhängigen, um Alles Andere als um die Wahrheit, auch 
um den sogenannten oder sofortigen NütBen unbekümmerten Forschung. 
Und aus jenem freundlichen Verhältniss der einzelnen Naturwissen- 
Schäften zu einander geht hervor, dass sie alle ebenso untrennbar als 
selbstständig sind, dass sie sich gegenseitig tausendfadi berühren, 
ergänzen , untersältzen und in- wie mit einander wirken , ohne je 
ihre Besonderheit einzubüssen. 

Das ist das Gemeinsame in allen Naturwissenschaften. Die Unter- 
schiede zwischen den einzelnen aber, die Abfl^enzungen nach Discipli- 
nen gehen hervor aus der Verschiedenheit mrer Special^Objecte und 
aus Modificationen der gemeinsamen Forschungs^Methode, welche in 
der Besclu^enhcit des Forschungs-Objectes und der Forscbungs- 
Mittel begründet sind. Aufgabe und gegenseitiges Verhältniss der 
Disciplinen bieten keine Verschiedenheiten. 

Dies gilt auch für die pathologische Anatomie. 

Sie unterscheidet sich von allen anderen naturwissensohafÜichen 
Fächern durch ihr Forschungsobject, dies umgrenzte Terrain, inner* 
halb dessen sie sich zu bewegen hat, femer — obschon sie stets die 
allgemeine naturvrissenschaftliohe Methode beibehält — durch gewisse 
Modificationen derselben, welche zumeist aus der Eigenthümlichkeit 
jenes Terrains hervorgehen — etwa wie für den ganzen Staat gege- 
bene Gesetze, ohne irgendwie an Gültigkeit zu leiden, hie und da 
localen Verhältnissen ang^epasst werden können. Gemeinsam aber 
mit allen Naturwissenschanen bleibt auch der pathologischen Anatbmie 
die ans der Aufgabe aller hervorgehende freie Forschung um ihrer 
selbst willen^ diese über das ganze grosse Gebiet der Naturwissen- 
schaf);en hinströmende Lebensitrft und gemeinsam mit allen bleibt ihr 
das bezeichnete Verhältniss zu den anderen Dkciplinen, die Areund- 
nachbarlichen Beziehungen ledes der G^bietstheile zu den übrigen. 

Was also zuerst aas Forsehungs-Objeet der ptUhologiBohen Ana- 
tomie betrifft — wo liegt ihr Terrain? 

Aus der gesammten Natur scheiden wir das Anorganische aus, 
das was niemals gelebt hat, das ewig Todte. Und dann liegt vor 
uns die Welt unsrer Forschung, das Lebende-Sterbende, welches auch 
das Gestorbene umiasst, weil es gdebt hat 

Auf dieser colossalen Welt mit ihren Ländermassen und Ooeanen 
soll das Land der pathologischen Anatomie bestimmt werden? 

Wohlan! Auch diese Welt ist eine Eu^el Rieben Sie am 



liYIU BO£mf£&: GecUkhükiamde «irf Augnsl F^fftcc 

Globus den Ersteo Meridian sammt söiner Foriseteutig auf der anderen 
Seite und die östliche und westliche Hemisphäre, das normale und 
pathologiscli veränderte Leben sind bezeichnet. Und Tilgen Sie in 

Speichen Abständen von dem ersten zwei andere Meridiane hinzu mit 
rcn Fortsetsitfigen jenseits der Pole mid nördlich und südlich vom 
Accjoator je einen Parallolkreis — diu(m vrerden auf jeder Halbkugel 
drei Längen- und drei Breiten-Zonen entstanden sein. Aut jeder 
nennea Sie die drei enstereu Formj Mißckunfi und Function^ die drei 
letztei'ön Meii^hj T/mr, Pflame ~ und das Grebieft der medizinischen 
pathologischen Anatomie liegt auf der Hnibtugel des pathologisch 
Veränderted Lebens im Längengrade der Form und im Breitengrade 
des Menschen, 

In derseiben Weise lässt sich natürUch ans diesen Linien das 
Terrain aller anderen Hanptdisciplinen bestimmen, da» der normalen 
Anatomie^ dd- organischen und pathologischen Ch^ie, der Phyaiologie 
und der Klinik, 

Freilich i^t das Alles Nichts als eine schematische Tafekeicimung 
lihrie- Kreide« Und es sollte auf diese Art sammarisch etwa folgender 
Gedankengahg yeranscbati lieht werden. 

Ein und dasselbe Gebiet, das Gesammtreich aller orgBnischen 
Forschungsobjecte lUsst sich auf dreierlei Art abtheilen: einmal kann 
mäh es trennen in das Reich dos normalen und in das dos patholo- 
gisch veränderten Lebens, das andre Mal legt man es auseinander in 
das Leben der Menschen, der Thiere trnd der Pflanzen, das dritte 
Mal scheidet man es ab in die Regieren der Form, der Mischung 
und der Function. 

Jede diQscr Thciluugsart^jn urafasst das ganze Gebiet des Orga- 
pis^hen ; jede gebt von einem anderen Princip aus als die beiden an- 
deren ; olle tlrei t^ind weder willkürliche, noch rein theoretische, son- 
dern sIq bfTuhcn offen bfir auf wirklich in der Natur existirenden 
Unterschieden^ welche trotz aller vorhandenen Uebergängc so deut- 
lich her vor trete 11, Jas;? sie ^mv nicht zu bezweifeln sind. 

Das Object der Pathologie ist das krankhaft veränderte Leben, 
die Krankheit, das der Medizin der Mensch, das der Anatomie die 
Form. Und aw^r, so muss dem Letzteren hinzugefügt werden, die 
Form. des Gestorbeiiei^ be^yor es in die anorganiSQho Nf^tur zurück- 
kehrt Denn daa Gebiet der eigentUcbeii Aijiiatomi^ bezieht sicli gänz- 
lich auf die (gleichviel ob gl^öberen oder fcincfren) Formeigenscbaften, 
vne dieselben nach dem Tode des ganzen Organismus, oder eines von 
demselben abgetrennten Theilee sich uns darstellen» 

Dies die* iVdraussetsilBgen und nun die daraus sich ergebenden 
Folgeruil^en« 

Die aus den drei Theilungsweisen heiTvorgehenden Linien mtissen 
aieb durcbkreuaen; jedes Grirenaft-ystem Bchneidct ein Stück vom Ter- 
rain der beidett anderen ab «uad darin liegt zuletzt die Pefinition der 
AiAzdoen Disdplindn^ /[ ^ . , ' /. . / 






BOEHHEBt GkaäehteitMrcHie m£ JLagmi FOriter. LIX 

Nach der ersten Theiludgswebe reicht der Bcfden dei" pathologi- 
schen Anatomie in das Feld der Pathologie, öich der zYreitdn in das 
der Medizin, iiach der dritten in das der Anatomie. 

Die erste Theilungsart scheidet das Gebiet der medizinische« 
athologisehon Anatomie ab yoq, dem Reich d^r Wissenschaften über 
as normale Leben, die zweite von dem über Thier und Pflanze, die 
dritte von dem über Mischung und Function. 

Was über das Kranke alsObjeot hinausgeht, das kann die werth- 
volTstc Forschung am Normalen sein — paihologüch ist sie nicht. 
Was über den Menschen als Object hinausgeht, das kann die vorzüg- 
lichste zoologische oder botanische Leistung sein - — medusinisch ist sie 
7iicht, Was über die Form des Gestorbenen als Object hinausgeht, 
das kann die gediegenste chemische, physiologische, Kh*nische Arbeit 
sein — anälomüch ist sie nickt Was über das Pathologrische und 
über die Form des Gestorbenen hinausgeht, das kann vielonel reiches 
Wissen sein — pathologisch-anatomisch ist es nicht. Was über das 
Pathologische, über die Form des Gestorbenen und über den Men- 
schen hinausgeht; das kann Alles anden> Wichtige und Anerkennons- 
werthe sein — aber es ist nicht die pathologische Anatoniiß der 
Medizin. 

Dies folgt Alles ohne Weiteres Eines aus dem Anderen. Un^ 
wie Jcd68 in der JVahrheit Begründete ist es schliesslidi 90 einfach, 
Bö naheliegend, (äst 80 äe],bstverstSndlich; dass man es k«(üm auszu- 
sprechen brauchte, wenn es nicht so ^ft bewusst und nnbewusst gQ- 
läugnct würde. — 

' Förgler hielt bei seiner pathologisdi-anatomischen Arbeit emsidrts- 
roll die drei grossen Grenzen inne, welche soeben bezeichnet wurderi. 

Er untersuchte füirklich am Patholonsohen. Er gehörte nielit 
zu Denen, welche glauben, man sei ohne Weiteres schon deshalb «o^ 
paAologiseher Anatom^ w^ü man histologische Untersuchungen aus0C»^ 
führen,, oder gar weil manlAerhaopt mit der so leicht zu erkmeftdea 
mikroskopischen Techhik fertig zu werden weiss. 

Die Wissenschaften vom Normalen, so voil^&ndig er sie ' be« 
herrsehte, waren ihm zwar absolut nothwendig^ Grundlagen, aber stö 
waren ihm vom Standpunkt des pathologischen Anatomen aus doch 
finmär nur Fbrwissenschafton der paUioIojBfisehen Anatomie. Und weit 
entfernt diese a\ti eine Art Anhang der entspreohfbden normales 
Gdbiete zu betraohten, allenfaUa gut genOg um die EnMäokun^eti auf 
deik letzteren treulichst cu bestätigen, hielt er vielmehr stets die volle 
Ebenbürtigkeit seines Faches den Disciplinen vom Normalen gegen^ 
über aufrecht.' Sc/mo Wissenschaft. galt' ihm also auch nicht als eine 
Aüf^M^abe,: mit: welcher min sich ex officio einige Stunden am Ta^e 
bcsenAftigt, «im möglichst schaell ssur Forschung am Normalen zurü^ 
zukehren, sondern er &nd in der Beobaehtung gerade des krankhaft 
Vetändeirteil seia^ Lebens- Au%abe, der er sich mit voller Lu0t und 
Liebe und jöner Gewissenhaftigkeit uateraog, welebeihl» in $0 hohen 



LX BOEHHER: OeattohtniBsroa« auf Angutt F0nier. 

Und die Arbeit Förnier^n war der Medusin gewidmet^ sie oonccn- 
trirte sich auf den Memchen, 

Förster gehöre nicht zu DeneD, welche glauben, mau sei ohne 
Weiteres schon deshalb auch pathologischer Anatom, weil man sich 
mit einigen Meerthieren, Amphibien oder dergl. gründlich beschäftigt 
hat, wäre es selbst — was doch wohl kaum yorkommt — mit den 
Krankheiten solcher Geschöpfe. 

Allerdings hat Förster — und gerade er mehr als die Meisten 
seines Faches — so Manches beigetragen aur Kenntniss der patholo* 

Sischen Anatomie der Thiere, namentlich der Hausthiere, una es ist 
ieselbe in der zweiten Auflage seines grösseren Lehrbuches (was 
sonst in ähnlichen Werken noch nicht geschah) auf die ausgiebigste 
Vyeise von ihm berücksichtigt und bereichert worden. Aber wie in 
diesem Werke die pathologische Anatomie der Thiere mit kleineren 
Lettern gedruckt steht una die grosse Schrift durchweg (Hr den Men* 
sehen bleibt, so hat Förster in seiner ganzen Thätigkeit alle andere 
pathologisch-anatomische Arbeit zurücktreten lassen gegen diejenige, 
welche dem edlen Leib des Menschen galt. 

Selbst das pathologische Experiment cultivirte Förster nicht Das- 
selbe gehört nach der vorhin ge^ebeneo Darstellung überhaupt nur 
dann in die pathologische Anatomie, wenn es einen bestimmten Sek- 
tionsbefund vorbereiten soU^ den man sonst vom Zufall zu erwarten 
hätte; wird dagejgen die Beobachtung des lebenden Thieres beabsich- 
tigt, so ist das eine klinische Aufgabe und keineswegs eine patholo- 
gisch-anatomische. Als direct medizinische Untersuchungswcise ist 
ferner das pathologische Experiment . überhaupt nicht zu betrachten, 
da es eben amThier angesteUt wird. Doch unternimmt man es aller- 
dmgs oft in der bestimmten Richtung auf den Menschen hin und es 
kann insofern noch mehr zur Förderung medizinischer Interessen b^ 
tragen, als dies ohnehin jede andre nichtmediziniscbe naturwissen- 
sehalttiobe Disdph'n selbstverständlich zu dmn vermag. Wenn es nun 
somit ohne Zweifel eine patbologisch-anatomiiohe Seite des patholo- 
gischen Ebcperimentes gibt, so muss doch zur OharakteristOt Förster^s 
ninzugefügt werden, dass ihm selbst diese Seite widerstrebte, vidleicht 
weil er zu jenem, dabei zwar durch den wissenschafidichen Zweck ent- 
schuldigten, aber nicht selten doch eben erforderlichen gewissen Grad 
von Hartherzigkeit gegen Thiere keine Anlage hatte. 

Hiernach versteht es sich von selbst, dass das von Pör$ter gelo- 
tete Institut allerdings gar nicht das Aussehn jener sogenMinten patho- 
logisch-anatomischen Anstalten hatte, in denen es Mühe kostet vor 
^ner wahren Menagerie von Versuchsthieren irgend etwas vom Men- 
schen HerrOhrendes zu entdecken. Wie Ihnen bekannt, habe idi 
Jahre lang die Ehre gehabt, Assistent Förster*» zu sein und ich ent- 
^hine mich sehr wohl, dass man in seinem Institut vom Morfi^en bis 
Abend an menschlichen Leichen und an erkrankten Theilen des 
menschlichen Körpeirs beschäftigt war; ich entsinne mich aud), dass 
nebenher dort manches ipteressante pathologisch-anatonii$obe Präparat 



POBHHEBi Oa4icktBiM«9d6 «of AngMt Förskr. LXI 

TOD Tbi^ren emtn^ aber ima eb UbenJig€$ Tbior über die Schwelle 
und in die Messer gekommen würe, dessen entsinne icb mich nicht 

EHes Verfahren ersch^nty \rie gesagt, vielleieht auch vom Stand- 
punkt einer stfioteren Abgrenzung des pathologisch-anatomischen Ge- 
bietes ans ab etwas zu weit gegangen und beruht insofern mehr auf 
persönlichen Aversionen« Aber indem es die Frösche, Kaninchen, 
Meerschweinohen und dergleichen Qeechöpfe fem hieh, fllr welche 
aioh Aorzte mit Recht nur ausnahmsweise zu interesmen pflegen, 
zohtttzte es wenigstens tot jenen doctrinären, Ultranaturwissenschaft- 
liehen Uebertreibungen, welche, wiederum das Besondere über dem 
Gemeinsamen vergessend^ fOr den handgreiflichst zu Tage liegenden 
Unterschied aller Y erhältoisse bei Mensen und Thier nur ein mitlei- 
diges Achselzucken haben wie für einen Aberglauben des Volkes — 
Uebertreibungen, welche — was Material und Schlüsse betrifl't — 
uns nur auf etwas verfeinerte Art in die Zeiten Ocden's zurückver- 
setzen zu wollen scheinen, in denen man es fiir passend hielt^ die 
Medizin des Menschen ohne Weiteres auf der Anatomie der Thiere zu 
erbauen. 

Niemand kann so verblendet sein die wesentlichen Vortheile 
lSu^;nitfi oder entbehren zu wollen, welche aus Beobachtungen am 
Thier und an der Pflanze fUr die Medizin hervorgegangen sind und 
noch hervorgehn. Aber was hat dies mit jenen Uebertreibungen zu 
thun? Nicht g^en den verständigen Gebrauch wendet man sich, 
nicht ge^en die Werthschätzung, sondern gegen den Missbrauch und 
gegen die Ueberschätzung. — 

Auch die dritte Art der Grenzen, welche den Boden der patho- 
logischen Anatomie umziehn, beobachtete Förster vcrständnissreicb. 

Von der modernen, obschon bekanntlich keineswegs gerade 
sehr neuen Bezeichnung j^pathologische Physiologie^ wunfe in dem 
Bisherigen kein. Gebrauch gemacht und es soll das auch fernerhin 
nicbt geschehn* Dieser Name lässt mindestens dreierlei verschiedene 
Auslegungen zu und man kann wirklich ganz gut ohne ihn auskom- 
men. L^terer Umstand sj^richt vielleieht am Meisten gegen ihn. 
Uebrigens mag das Wort seine Vorzüge haben und besonders gehabt 
haben. Was kommt überhaupt viel auf die offioiellen Namen an, wenn 
die Beeriffe nnr kkr sind I 

wir sahen das GeUet der Pathologie zerfallen in das Terrain 
der pathologischen Anatonaie, der pathoJ^'sehen Chemie und in das 
der KUniL 

Diese drei *- demci von der pathcdogischen Physik, zu welcher 
erst rühmliche An&nge ^emaeht sind, dürfen wir hier absehn — diese 
drei fliUen das fi;anze Reioh der Patholo^ aus. j^Die Welt ist weg- 
gegeben,'' für oue Pathologie selbst bleibt kern eignes Land, kem 
viertes selbstttikliges Forsäungsterrain mehr übrig. Nichtsdestowe- 
niger ist sie mehr als ein jygeographiseherBejgriff.'' Denn mit diesem 
Ausdruck wird in der That das Verhältniss des Ganzen zu den 
Theilen recht übel bezekhnet Und gerade dies Verhältniss besteht 



«wiBcbch ^r Pathologie, dieser o^ mbini rten ockr 'eombinitendeii Wis- 
senschaft und jenen drei naturforschenden DiseJpIincD, mfes wdcben fife 
t\x Jiehöpfon/jeaea drei Zyfßigen, v«a v^Icben aie< dio Früchte ieinzu- 
bringen hal. lliecnit ist aUo nicht gesagt, <lass dieXiehren der Pa- 
thologie einfach die Additiotnssumme waren aus den. Rteaultaten der 
pathologischen Aoatoodle, Chemie und. Klinik« . Auch' das gosammtc 
kranke Leben ist Mehr als die . blosse AdditionsanuDme aua. Terlndorter 
Form^ Misebun^ und Function. Glerade ,die inioge VerbinAmg der 
drei Theile macht das Gaoxe zum Qaiuei» und die Varbinduna jener 
drei Disoinlinen zur gesammtea Lehre tow kranken Leben tiM als 
Aiifgabe aer Pathologie zu. /...., 

Obgleich diese also wesentlifeh auf das Zusatnmenfügen der im 
pathologisch anatomischen Institut^ dem pathologisch-chemischem Labo- 
ratorium und der Klinik bereits gewonnenen Resultate angewiesen 
bleibt, obgleich ihr eine eigentlich natorfoi^schende Thätigkeit nicht 
zukommt, so ist doch ihre denkende Action deshalb nicht unbedeu- 
tender, sondern nur um so mannichfaltrger und schwieriger. Siö hat 
abzuwägen, zu vermitteln, auszugleichen zwischen unzähligen auftau- 
chenden Widersprüchen, hat das Eine durch das Andero «zn-^ntro- 
Kren, zu berichtigen, oder doch in Allem wemgBtens soweit ye^rittuüge 
Ordnung herzustelten, als dies um eine bestimmte Zeit ('Uberhaopt 
thunliefa ist^ 

Wer unter den Repräsentanten medizinischer Fächer der, Ver- 
treter der Pathologie sein soll — das erscheint als eine. äusserKche, 
übrigens verschiedene gleichberechtigte Antworten zulassende Frage 
hier ebenso wenig von Belang, als* 'Betrachtungen über die MögUch- 
keit der Oombination mehrerer der bisher auseinandergehaltenen 
natorforsohenden Fächer in einer und derselben PersöniiehkeSt. Was 
den letzteren^ Punkt betrifft, so ftndert diese in mehr cils einet Rtcli- 
tnng natürlich sofort^ ak möglich zuzugebende Gorabiniiti^n gar Nichts 
an den immanenten Bedingongon,. den Akr immer gegebenen tirei^zeti 
eines b^tlmmten naturwissenschaftlichen GcbieleS) über ^ hmans 
man — freilich ohne ein andrer Mensch um werden ^^ ebeä in ein 
anderes Gebiet geri&tb. Deutsche - möj^en von ihrer Heimath nach 
Nord und Süd) nach Ost und West streifen^ sie ih$g<en die Reise um 
die Welt machen und die Linie passiren^ so oft sie -widtten^-^Deutseh- 
i^md liegt doch immer, wo es liegt Und was'die eifstd^ Frage an- 
geht^ so bleibt die Hauptsache, dass, in weleb^n HXnden die Patho- 
logie sich auch befinde^ sie nur uoirklich die Resultate aller dret Dis- 
oipllaen gleiohmässig und gerecht, combianre, ^ass* sie nicht -—'Wie es 
eot nahe liegt ^ unwillkürlich eine ^vt starke Färbung nach teinem 
der etwa daneben getriebeneu drei pathblogiscbea ßpeoial&cber an- 
laehmo« Auch sieht: man nicht eki, warum der Beruf die gesammte 
Pathologie zusammeneuiasaeii eimer* der drei Disoiplinen vifrzikggweUe 
Bukommen aollte. An und für si^h bogt das im Wesen kelDer der- 
•aelben^ Die pothologisobe Anatomie hat dazu kaum mehr Benrfjßs 
die pathelogisiilie Chemie «nd wenn es ans praktischen Gründen' wohl 



llC»HlfBR: OeMihtnlMrode Mif AugtiB« WHUk. LKIIt 

meist dte Klinik sein wird, welche sich jener Aufgabe tintemefat) so 
IXsst nich dagegen ebenso wenig Etwas einwenden, wie gegen dJe 
Ausnahme von dieser Regel. Endh'ch wttre es gans ungerecht einen 
pathologiseheii Aaatomen, weicher die Grenzen seines Specialfaches 
innezuhalten bestrebt ist, ohne Weiteres mit dem Maasse eines anderen 
EU messen^ welcher etwa neben der pathologischen Anatomie auch 
die Gesammtpathologie zu vertreten sich die Au%abe stellt. — 

Förster gab durch seine Arbeit der üeberzeugung Ausdruck, 
dass die pathologisch-anatomischo Forschun^r nur einen Theü des 
kranken Lebens umfasse, dass das Object ihrer Untersuchung^ also 
die Basis ihrer Schlüsse die krankhaft veränderte Form des Gestor- 
benen sei und dass auch die genetisch -anatomische Methode sich 
wesentlich in Schlüssen bewege, welche aus der beobachteten Form 
gezogen und auf Zeitfolge und Causalzusammenhang der einzelnen 
ermittelten Data gerichtet werden. Es dürfte hier zu weit führen 

Senauer zu definiren, welche Eigenschaften des Organischen unter 
em CoUectivnamen ^Form*' verstanden sind, aber jedenfalls kann 
man letzteres Wort nicht in so engem Sinne nehmen, dass dadurch 
physikab'schc; optische Eigenschaften, wie Farbe etc. ausgeschlossen 
würden, oder, in der pathologischen Anatomie kein Raum bliebe für 
die aetiologisch-pathologtsch-anatomische, also die auf solche anato- 
misch ermittelbaren Obiectc sich richtende Forschung, welche, obwohl 
sie unter Umstanden Krankheiten zur Folge haben, dooh selisi — 
wie die Parasiten — keine krankhaften Veriinderungen, sopdern 
Krankheits-C/raacAen für den bewohnten oder ergriffenen Organismus 
sind« 

Förster war über^epgt, dass die Pathologie nie zu Stande komr 
men werde ohne die ^rbeit des Chemikers und Klinikers neben der 
des pathologischen Anatomen. Er war überzeugt, dass aus den patho- 
logisch-anatomischen Instituten nur der pathologisch-anatomisch ermit- 
telbare Tbeil der Pathologie, niemals diese selbst hervorgehn.kön^e, 
weder die specielle noch die allgenacine Pathologie, da ja ^r allge- 
meine Theil jeder Disciplin Nichts enthalten sollte, als die aus den 
Details des speciellen Theils gewonnenen alk^D;ieinerea Gesichtspunkte 
und Gesetze. Das Institut, dem er vorstanq, pflegte er ausdrücklich 
„pathologisch-anatomisches^ zu nexmen, nicht „patholG^isches.^ £r 
dachte vollkonunen klar darüber, dass er auf pathologischem Boden 
lediglich Anatom seiA wollte und nicht, überdies lieprliaentant der 
GiesiuiuDtpathologiei nicht überdies Patholog. 

Bei gleichen Anschauungen der Chemie und der Klinik über die 
Stellua^ zur Pathologie — wo wärO'.denn da die Gefahr, welche der 
eiabffltlichen Arbeit Air die letsotgaoamnte Wissenschaft drohen sollte.?! 
We<4iseln wir das Bild, > unter wekhem wir uns das Verhftltnise • der 
patholjogisohen Disoiplinen aar Pathologie vorstellten: 

Dieselbe Festung, die erobert werden seH, aber et» gleichzeitiger 
Angriff mehrerer verbündeter Colonaen von den' verBchiedetien Seiten 



LXnr \ BOSBMl» : CMSehteiMrede aoT Augvst PSnrtor. 

her, w^he das Fort bietet ; dasselbe in dei^ l&rde mheiide Ens, dessen 
Aderverlauf man 9U erkennen^ das man heranÜBufSrdern strebt, aber 
yerscluedene Schachte, die in die Erde führen, auf der freundlieheren 
Lebenssonnenseite der eine, der zweite daneben, der andre da, wo 
niemals Licht mehr scheint; derselbe Bau, den man errichten will, 
aber verschiedene WerkstSUten, in deaen die etnielnen Theile desselben 
zubereitet w^en. 

Nun, ihr unverdrossenen Arbeiter, was eure Werkstätten 8cha£Fen, 
Fundament oder Gerüst, stoke Säulen oder unscheinbares Eisenwerk, 
es wird zusammengefügt werden zu einem herrlichen Bau, in dessen 
Hallen die späte Nachwelt bewundernd wandehi und dankbar eurer 
gedenken wird. Glück auf! ihr fleissigen Bergleute, was Jeder 
von euch heraufgefördert hat aus der Erde, wird gesondert und ge- 
prüft werden Tag für Tag und wenn Milliarden Grubenlämpcben ver- 
glimmt sind; wird der Schatz in der Tiefe erkannt und gewonnen sein 
mit allen seinen Adern. Und vorwärts 1 vorwärts! tapfere Soldaten, 
über diese Höhe noch und ihr seht schon die Tirailleurs eurer 
Freunde von drüben! Wenn auch tausende um tausende Kameraden 
ruhmvoll dahinsinken, endlich werdet ihr euch treffen unter Einer 
glorreichen Fahne im Centrum der eroberten Stadt! — 

Nach dem Object der pathologischen Anatomie würde nunmehr 
die Methode derselben, so weit sie eine mit der allgemeinen natur- 
wissenschaftlichen übereinstimmende und soweit sie eine durch die 
speciellen Verhältnisse der EHsciplin modificirte, eine Fach-Methode ist, 
zu entwickeln, die Auffassung Förster^s in dieser Hinsicht festzustellen 
und für ihn Charakteristisches daraus abzuleiten sein. 

Aber die Ueberschriften der hiebei zu berührenden umfangreichen 
Capitel werden genügen, um das Unterlassen einer specielleren Ausfüh- 
rung derselben nlr heute zu rechtfertigen. Es handelt sich da zu- 
nächst um jenen Unterschied zwischen niesen und Forschen^ aus wel- 
chem heraus sich die zum Gewonnenen und zum Fortschritt in der 
Wissenschaft zu nehmende Position ergiebt, die Position zu der Frage : 
wie verhalten wir uns zu dem Feststehenden und wie kommen wir 
weiter? 

Was zuerst das Foreehen betrifft, so handelt es sich . da femer 
um die feineren Acte des naturwissenschaftlichen Denkens, um das 
Zustandekommen der Einzelbeobachtungen und der aus diesen gezo- 
genen Schlüsse, um die Tragweite der letzteren und das Gesetz, dass 
diese niemals ihre Basis überwuchern dürfen; dann um das Entstehen 
kleinerer, grösserer Schluss-Reihen, das provisorische Ordnen der 
Einstelbeobaohtungen, das Au&treben zum Gesetz im analytischen 
Wege, um den voraneilenden Flug des Genie's, das Durchleuchte des 
Einzelnen durch das gefundene Gesetz d. h. um das Streben aus dem 
Ganzen in die Theile [den synthetischen Akt des ganzen Fortsehritts- 

Srocesses], endlich um die Gre&hren dieser Synthese Seitens sich bil- 
ender Systeme und Schulen, um ctie Gefahren für die Unbefang^>* 
heit, die Freiheit der Forschung. 



BOEHHERs CMft<)btiki00rflde aof AngUft F9t9t«v I IXff 

Was hirmBir das Wissen angebt, so handelt es sieh «uad die 
Keontniss des an Beobaohtung> SehlUssea und Gesetzen Ermittelten 
ans der Literatur, um die Kenntniss natnrwisaensobaftlicber Befunde 
aus eigener Ansebauang, die £rfiabningy um das . Wiederei^kennen 
eines der Wissenschaft bereits bekannten Befundes im speciellen 
Fall, die Diagnose« 

Dann aber wären die faehlicbea Modificationcn der allgemeinen 
naturwissensohaftiichen Methode eu betrachten 5 welche wesentlich 
bestimmt sind durch den vorzugsweise untersuchenden Simi nnd 
gewisse Vorfoereitunffsmittel ; in der pathologiscben Anatomie also 
insbesondere durch das fireie, oder vom Mikroskop verstärkte Auge 
und durch das Messer, welches hier die Untersuchung rücksichtslos 
Torbereiten darf* ■ 

Und nun — wie sich Förster auf allen diesen Punkten verhielt? 
Welche charakteristischen Züge seiner Natur dabei zu Tage traten? 
Es würde sieb herausstellen, dass seit er im Beginn seiner Laufbahn 
jugendfrischen Denkens sich und Anderen die Grundzüge der Ency- 
clopädie der Medizin klar machte, er ein denkender Forscher blieb, 
da9S er in seiner Wissenschaft zahlreiche neue Einzelbeobachtungen, 
Schlüsse und Schlussreihen hingesteUt bat, dass er allen vagen, oder 
auch nur kühnen H^n^othesen abgeneigt und misstrauisch war gegen 
das, richtig verstanden, schöne, aber nur zu leicht auf Kosten der 
objectiven Wahrheit und der redlichen Forschung hastig verfolgte 
Arbeitsmotto: „es muss etwas Neues dabei herauskommen;* , dass er 
in seinen Schlüssen die Grundlage der betreffenden sinnlichen Beob- 
achtungen nicht verliess, dass er dies Princip namentlich auch in der 
Mikroskopie aufrecht hielt, in welcher die über ihre Basis hinaus- 
gehenden Schlüsse um so verwerflicher erscheinen, je inehr sie. nicht 
allein dem Nicht-Mikroskopiker impom'ren und sich durch glänzenden 
Anstrich bei denkträgen oder schwächeren Köpfen einschmeicheln, 
sondern auch je inehr sie oft vorläufig durch die Natin* des Materials 
vor sofortiger Controle Seitens competenter Sachverständiger gcschütaJt 
sind. 

Es würde deutlich werden, dass auch Förster aufstrebte, zuip 
Gesetz, dass er aber, eine mehr auf die Erforschung des 3p£eiellen 
als des Allgemeinen angelegte Natur, sich in der Reget begnügen zu 
inüssen glaubte mit gewonnenen j?rösseren Schluss-Keihen uqd . niit 
einem musterhaften provisorischen Ordnen der einstweilen- erreichten 
£)inzelreaultate; , dass er zu diesen gelan^^te auf streng analytischem 
Wea;e, welcher zugleich der acht anatomische ist 0<£r gibt es der 

fordfischen Knoten nicht genug in unsrer Wissenschaft und gilt die 
rjtima ratio des grosßen Alexander nicht auch für uns? . ht n.icbt 
das Durchschneiden die directeste Art des Lösens^ ana-tytisch un^ 
ana- tomisch fast eine Tautologie? 

Weit^ würd^ es sich zeigen» daaaFörsUrt uogeacbt^ dieses toiE- 
sMUügßn Vorwärtsgehens in eigenen Forschungen, die vpi^ Anderen --7 
wäre es selbst durch Ypraus^bnen mi^br.iiU ,du|reh u^onterjl^rocb^f^ 

W«nibwc«r MtnnriaMsfoli. Zeitocbrift. (SiUa]i«t1>«rioht6 pro 1S66.) 5 



lAVI SOBflMBRt eeASefatniaenMie nuf Ati^st FttntMv 

Analyse — gefandeilen Gesetze, wenn er sich von deren Wahrheit 
überzeugt hatte, frendis; und offen anerkannte und aufs Lebhafteste 
Theil nahm an der Arbeit, diese Gesetee im Einzelnen nachzuweisen; 
dass er hierin Wesentliches- för die Wissenschaft geleistet hat; dass er, 
unbefangener Forschung über Aües zugethan, bei der aufrichtigsteii 
Anerkennung der Leistungen Anderer zu jenem gewiesen Eklekticis- 
mus unbestechlicher Freiheits- und Gerechtigkeits-Freunde neigte, der 
das Gute wJllkommeii heisst, von welcher Seite es auch stammen 
mag; dass er aus damit vervnmdten Gründen einer ganz bestimmt ab- 
geschlossenen Riclitung in seinem Fach, oder gar einem mehr oder 
minder formulirten System unbedingt beizutreten Anstand nahm, wenn 
er sich auch nach und nach, was pathologiscb*histQlogische Anschau- 
ungen betriffit, grösstentheils auf den Boden der cellularpatbologiachen 
Schule stellte,, 

Aber der Inhalt und die Eigenthümlichkeiien der letzteren sind doch 
noch keineswegs ausreichend definirt durch ihre patlioloffisch-histologi- 
schen, beziehungsweise histologischen Ansichten und da sich wesentlich 
nur auf diese die spätere Uebereinstimmung Förstern mit der Berliner 
Schule erstreckt (in welcher übrigens die grossartige ebenso medizi- 
nische nls allgemein - naturwissenschaftliche Arbeitsweise Virchowh 
durchaus nicht ohne Weiteres mit der seiner Schüler gleichgesetzt werden 
kann), so liegt es wohl zum Theil aut diesem Punkte, wenn Fimter, was zu 
verschweigen unnöthig wäre, immerhin eine Art rcsenirter Stellung inner- 
halb oder neben der genannten Schule dngenoramen hat Ja, selbst was 
die pathologisch-hißiologischen Dinge betrifft, fragt es sich noch, ob nicht 
trotz späterer äusserer Wandlungen das eigenste Wesen Förster^ mehr 
durch jenes in seinem eigenthümlichsten und insofera vielleicht besten 
Werk, dem Atlas der mikroskopischen pathologischen Anatomie^ herr- 
schende wissenschaftliche Verfahren bezeichnet bleibt, welches, mit 
dem Mikroskop nicht weniger als Andere vertraut, den Werth der 
Zelle keinen Augenblick verkennend, alle auf diese sich beziehenden 
wirklichen Thatsachen und letztere nicht überwuchernden Schlüsse, 
sowie die ebenso beschalSenen Schlussreihen acceptirt, aber dennoch 
die Zeit zu einer aus einem einzigen Gusse fliessenden Anschauung 
über Alles Pathologische noch nicht (wie die cellularpathologische 
Auffassung) gekommen glaubt. Dabei würde es sich dann im Grunde 
nur um das Bemühen handeln, unpartheifsch , ruhig-objectiv; nicht 
systembtisirend alle pathologisch-anatomischen ' Befunde, mSgen sie 
Zellen betteffen oder nicht, fiir die Zellentheorie von Belang sein 
oder nicht, durch sorgfältige mikroskopische Untersuchung fcs^ustellen, 
die unbedingt sicheren Schlüsse daraus zu zieheü und im Uebrigen 
eine mehr provisorische Ordnung in die Details zu bringen, während 
das Zusammenfassen des Ganzen unter wenige grosse Gesebce, oder 
gar unter ein einziges Gesetz, als einstweilen noch nicht möglich, 
i^lpSteren Zeiten überlasaen bliebe. Selbst der klare, bescheidene Titel 
„Atlas der mikroskopischen, pathologischen = Anatomie ""^ startt dler voller 
klingenden erscheint nicht ohne Bedacht gewählt 



BOEHMEBs GedädiioiMrede auf Augüst f^nier. 'CXYII 

. Dem Systematisiren Abgeneigte N&kiren werden wenigstens fühlen, 
dass auf diesem Punkte manches Berechtigte liegt und noch mehr 
E^j^gen, welche selbst einmal ein, sei es nicht auf Thatsaoben ge«- 
gründetes, sei es diese in den Schlüssen überschreitendes stolzes System, 
den Riesen Goliath, durok eine einzige neue Thatsache y durch den 
Stein aus der Schleuder Davids lautlos zu Boden stürzen sahen. 

Manches Aeussere kommt hinzu, um jene reservirte Stellung zu 
erklären. Förster^ pathologisch-anatomische Thäti^keit datirt Ton 
1849, also m*cht unerheblich früher, als die cellularpatholo^ische Schule 
sich zu einem Ganzen sohloss. Auch war er nicht direct Schüler 
eines imsrer grossen Meister in der pathologischen Anatomie, sondern 
die Verhttltm'sse brachten es mit sich, dass 'er seinen eigenen Weg 
gehn musfi^ 

Man darf also wohl die beliebte Bezeichnung „Autodidakt^ einiger- 
ttiadsen auf ihn anwwiden? Gewiss — nur kann man doch nicht 
glauben damit irgend einen Vorwurf ausgesprochen zu halfeil? Wer 
wird die Erziehung durch „die Schule*' unterschätzen -— aber wer 
wird auch die Schattenseiten, sowie das Unzureichende derselben tiber- 
sehn? Das Beste, was Jeder hat, das vermochte keine Schule Ihm 
zu' geben, das bringt er aus sich selbst. Dies gilt ohne Zweifel gan^ 
ebenso von den Stmern 8er Schulen — und zwar txi deren grSsstenl 
Ruhm — wie von allen übrigen Menschen. Das Beste kommt aui 
dem eigenen Wesen; wo dieses Nichts bietet, da kann vielleicht noch 
einige Kouiina und PoUtur durob Schule erreicht win^den, aber im 
Uet^en haben« wa Nichts ist) der Kaiser und die Sehule ihr Beobt 
vei'loren« 

Fralioh wird man wohl hie und da immer wieder einmai die 
ftlto E»tdeckuiig noacben, daas „diese Autodidakten^ doch eigentlich 
durchaiia nicht ganz die. rechte Farbe haben. .Aber, soldie Urtheils- 
/imrüche tveffisa nicht einmal schwer genug, um den Spott au drtödtCA. 
Ilübsch „die rechte Farbe*' r-- versteht sichl — tind es wird in 
wisaenschafdiiohen niebt minder, wie in politischen Bahnten die Sache 
sogleich zu einer ganz anderen; „die ceohte Farbe*' — aatüiüchl. -^ 
ittid manche liebe Mittolinässigkeit, die 4iuf sieh selbst angewieaw der 
WcH gewiss niemals irgend ein& Aufregung verunncht hätte, wird 
auf den Schild gehoben, oder gar als eine Art von Mirakel' vcaherc- 
thcil. Mit irooiacber Verbeugim^ treten Geist und Tal^it, Fleiss und 
Uoabhängigkeitssina auf die Seite, um den arrangirten.Triumpbsftig 
Y^Ubemnlasaen« . 

Im Uebrigen wie sich „Autodidacten'' das Meiste selbst, «niehft 
Anderen verdanken, lieben sie es in der That vor diesen wenigstens 
emigermassen selhstständig zu bleiben und ihr St^n^punkt ist stets 
etwas schwierig zu definiren und sie sind immer em wenig unbe* 
rechenbar. 

.Aus Manchem iber die Gren^n der pathologischen AuAtomie 
biftb^. Gesagtem und noeh zu Si^enden geht heryor, dass Förster in 
gewisser Hinsicht wiederum mehr mit d^ Wiei^er Schule ßün^M^tb^ 



liXyni BOEHMEBx QtdttchtaiMred^ auf Anguit FSfitcr. 

fliii», an welcher es iiim — so sehr er in der MikrcNikopie und da* 
früheren, übrigens ja längst beseitigten Krasenlehre abwich — unter 
Anderem zusagen musste, dass sie, sich nicht in die allgemeinen Natur- 
wissenschaften yerlierend, stete den Boden der wirklichen^ eigentlichen 
Median inne au halten bedacht geblieben ist 

Man kann insofern allerdings mit einigem Grunde sagen, dass 
Förster Termittelnd zwischen der Berliner und d^ Wiener Schule 
stand. 

Und wahr ist es schon: er rechtete nicht mit unsren deuUdien 
Brüdern in Oesterreich über den wissenschaftlichen Lorbeer vergangener 
Jahrhunderte; er glaubte nicht zu manchem abgelebten, nur künstlich 
angefachten politischen und confessionellen Hader zwischen den Stäm- 
men unsres gemeinsamen Vaterlandes auch noch^ wissenschaftliche 
Kränkungen fügen müssen. 

Er verkleinerte nicht die Schule Rokiian8ky% der uns Allen und 
auch der cfdUularpathologischen Richtung erst den Boden bereitet hat 
Er suchte zu versöhnen statt zu spalten und statt zu unterwerfen. 
Elr zollte stets aufs Neue in den wärmsten Worten und vor aller 
Welt dem Genie und dem leuchtenden Verdienste V%rchow*B begeisterte 
Bewunderune^. Aber freudig erkannte er es auch an: nicht nur auf 
dem Felde der Waffen, sondern auch auf dem der Wissenschaft ist 
Oesterreich ,an Ehren und an Siegen reich I^ — 

Des Weiteren wäre die grosse Ausdehnung d^s Wimens Fdr&t€r\ 
darzulegen, »eine ungemein vollständige Kenntniss alles Feststeh^iden 
in der pathologischen Anatomie; wie er, fast mit noch gröss^c^* 
Receptivität als Produotivität b^abt, die von jeder Wissenschaft ge- 
stellte Forderung, bdiarrlich alles positiv Ermittehe, wo immer es su 
finden, bis zur Zeit des Gebrauches zu sammeln, ebenso eifrig als 
«msichtig erfüllte; wie er insofern im besten Sinne des Wortes ein 
acht wissenschaftlicher Sammler Mnannt werden darf. 

Und seine mit den gründlicnsten historischen Studien gepaarte, 
wahrhaft glänzende Literaturkenntniss auf pathologisch-anatomischem 
wie aut dem gesammten medizinisohen Gebiete iwäre zu schildern, 
seine grosse persdnüche Erfahrung vorliegenden Beftinden gegenüber, 
eine zuverlässige, schnelle pathologisch-anatomieehe und -histologische 
Diagnose; endÜch seine Sicherheit in den Fachmetfaoden. sein ruhigeiB, 
s^Hes Auge, seine Herrschaft über das Mikroskop und wie er mit 
den einfachsten vorbereitenden Untersuchungsmethoden auszdEommw 



Es bleiben das dritte und das vierte sämmtlichen Naturwissen- 
schaften wesentliche Moment zu betrachten, von welchen beiden bereits 
gesagt wurde, dass sie in der pathologischen Anatomie ohne Ein- 
BchiHnkung dieselben sind wie in allen anderen Disciplinen, ich meme 
die Au&abe der Fonchung um ihrer selbst mUen und die freund- 
Heben ßewieJmHgen jedes Faches zu den übrigen. 



BOEfiSiiat: CMSaktelawede ttal Avigoti FM«6r. UOX 

Förster war stoh, fii9t kSnnte ittan sa^n eifersQiMg auf die 
absolute üwAhängigkeU der Forschung in seinem Fach. Er ftthlte, 
daas dabei das Lebensprindp und mit diesem di<^ Würde der Wissen- 
sehaft auf dem Spiele stehe, dass man die pathologische Anatomie aus 
dem Verbände der Naturwissenschaften streichen müsse ; wenn man 
nachg^ auf jenem Punkt So abgeneigt er aller Polemik, so tolerant 
imd müde er gegen Anderer Meinungen gesinnt war, er konnte ftst 
schroffe Aeussermigen thun, wenn es galt Ideen surückzuweisen, nach 
denen die patiiologische Anatomie dieses oder jenes Nutzens wegen, 
in Abhängigkeit von anderen Disciplinen oder von deren Voraus-' 
setsungen getrieben werden müsse. Durch • Wort und That vertrat 
er jederzeit die Ansicht, dass wenn die pathologische Anatomie an 
die Arbeit gehe, sie sich keine andere Aufgabe zu stdien habe als 
die : die Wanrheit zu ermitteln, soweit sie auf dem betreffenden fach« 
liehen Forschungswege überhaupt zu ermitteln seL Einzig und allein 
auf diesem Fundament dürften die Aussprüche und das ganze Ge- 
bäude der pathologischen Anatomie ruhen und es sei gleichgültig, ob 
das, was aabei herauskomme, ror der Hand zu den Auffiissungen 
anderer Disciplinen, z. B. der Klinik, passe oder nicht 

Und gewiss, so soll es auch seinl Um so mehr, inSchten wir 
hinzufügen, als ja auch für die Klinik längst jene ontologiachen An- 
schauungeui gegen welche man noch immer die Lanze einlegt, zu 
verblichenen Mythen geworden sind; um so mehr femer, als auch die 
Klinik jene viel angegriffenen „Sjmptomencomplexe*' ohne alle ge- 
heimnissvolle Zuthat emfach für provisorische [und wirklich unabweis- 
bare] Nothbehelfe betrachtet, mit deren gänzlicher Auflösung durch 
die pathologische Anatomie sie bestens zufrieden sein würde; um so 
mehr endlich, als die Klinik sehr wohl weiss, dass ihr mit jenem un- 
abhängigen Verfttbren SeiteM dfer pathologischen Anatomie gerade 
am Besten ffedient ist und als die Klinik auf ihrem eigenen Oebiei 
ganz demsdben wissenschaftlichen Princip der um Alles Andere als 
um die Wahrheit unbekümmerten Forschung leben wiU. Man würde 
unsren Klinikern sehr Unrecht thun, wenn man anders über sie 
urtheilte. 

Das Verhältniss der pathologischen Anatomie zur Klinik, vreiches 
der Natur der Sache nach schon hier hindurchschimmert, tritt sofort 
in den Vorderttnmd derDiscussion, wenn sdiliessb'ch die Beziehungen 
der pathohgÜMen Anatomie m» den iArigen DieoipUnen zur Sprache 
kommen. 

Dass Företer diese Beziehungen auf die intimste Weise gestaltet 
sehn wollte und in dieser Art auch seinerseits durchführte, dass er 
die Nothwendigkeit des In- und Hit-eiqaqder-Wi^ens aller Disciplinen 
aufs Klarste begriff, dass er viele der letzteren und die medicinischen 
sämmtlich als unoedingt erforderliche Vorwissenschaflen Air die patho- 
loMche Anatomie ansah ufid von" allen eine Indireote Föraerung 
seines Faches für mOglioh hielt wurde im Laufe des (besagten boreitt 
ax^eAlbrt. 



Doch 4lb6r Ato 8<ft wiobtig» V^häU^i» 4er paduiögitchei^ Anatomie 
zur Klinik — es ist natürli^ «tets die chirurgieohe und geburtehülf- 
liobe ebenao wie die mediziniache gemeint — und über Förster b 
Stellung in dieser Hinsidit bedarf es wohl speciell noch einiger An- 
deutungen« 

Abgesebb von den Rücksichten auf den Lehr» weck» wdcbe in 
allen Fächern hier nicht weiter in Betracht kokniaende Conceasionen 
yerlangen, combiniren sich zweierlei Interessen in der Klinik. 

Sie ist ein Zweig der naturumsenschtffdioJieny aber a«ch ein 
ein Zweig der ärzdichen Medüsin^ auf die wir, als auf die zweite grosee 
Seite unerer Wieeenachaft , hier zum forsten Male treffen. Die natur* 
wisseinschaftUche und die ärztliche Bedeutung der Klinik sind so innig 
miteinander Verwebt; daas es sehr schwieng etscheint beide Bezidi- 
ungen auch nur für einige Augenblicke auseinander zu halten. 

Als Zwdg der naturwiesen$ch€ffüiohen Medizin ist die KUnik^ zu- 
mal in ihren aötiologiscben, synlptoinatologischen und theilweiso auch 
ihren diagnostischen Elrmittelnngen ^ne rein naturwissenschaftlich 
forschende Disciplin, deren BeobachtungsbedinKungen und Grenzen 
sich in ganz ähnlicher Weise ausObject, Methode, Aufjnibe und Ver- 
hältniss zu den anderen Fächern feststellen lassen, wie bei der patho- 
logischen Anatomie. 

Als Zweig der ärBÜichen Medizin dagegen ist die Klinik, zumal 
in ihrer prognostischen, therapeutischen und theilweise wiederum ihrer 
diagnostischen Thätigkeit gleichzeitig anderen Kriterien unterworfen. 

Die rujUurwiaeenschafÜich forschende Aktion der Klinik bleibt im 
Allgemeinen definirt durch die Tendenz auf Feststellung, Bereicherung 
der Gesammtpathologie, die ärztlich wirkende Aktion durch die Ten- 
denz auf den Nutzen der erkrankten Individuen. 

Es steht also, wenn man so wiU, in der naturwissensehaftliehen 
Medizin die Gesammtpaithologie als das HitHshste da und nicht die 
KÜnik^ in der äi'ztliohen MecUzin dagegen die Klinik als das Hödist« 
und nicht die Gesamm^athologie. Li jenem Fall sind pathologische 
Anatomie und Klinik coordinirte Dbcipfinen im Gebiet der Gesammt- 
pathologie, in diesem Fall sind die pathologische Anatomie und die 
zur Zeit fesjbBtehende Pathologie coordinirte Disciplinen hn Gebiet 
der Klinik, 

Die Unabhäingigkeit der jpatholoffisdben Ansionnw» von der Klinik 
wird in der natunoissensohaßluien Medizin gacakitirt durch das in 
jenen beiden Disciplinen herrschende Princip der freien Forschung^ 
sowie auch iladurch^ dass beide von einem gpwiss^ Punkte an ver- 
schiedene Forsohungsobjecte (die .Klinik da» Lebendige, die Function — 
die pathologische Anatomie dsa Geatorbv^, die Form) und dem^emäss 
yerschiedene Fachmethoden haben. In der ärztlichen Medizm ^t, 
was dies betrifi^ ganz dasselbe. 

Das B(md aber zwischen den beiden in 'Bede stehenden Fächern 
wird in der naturwissenschaftlichen Medizin hergestellt durch da« 
gemeinsame Wirken fUr die Pathologie und durch die Gem^iManikeit 



do^ FdtBclMlxlgM)bjeeie bi^ an ^tm ^Wiasaa .Pctetoy nSmlicb. scVw^i 
beiden die Forsabung am kvankeit med^chlioben Körpei^ obliegt, 

Doch -wl&breDd dies gemeinsamen Weges sur Pathologie sind: 
überdies- — weil alle naknrwissensohafthchea Fäcber m* cmd mit-ein^* 
aüder wirken sollen — zwiselien jenen beiden^ Zwei^ea manoherlei 
BerähruQgen , AnnXhemngen und «war- In verschiedenem Grade 
möglioh. , . . . 

Da der. Geist unabhängf^r Forschung Seitens der nattiologiscbett 
A;niatotoife in keinem Fall geopfert werden darf, sä bleibt eine solche 
AiinUheirtmg hauptsächlich nur dadurch atlsföhrbii', dass die patholo- 
gische Anatomie Tonßugisweise diejenigen SföÄe «u Üntei^suchnngsob- 
joeten vtiiih; welche ahcit dem BeobacUtansiskreise der Klinik ange- 
hören. Diese BJohtang eines pithologascfaeir Anatomen zei^ fich* bei^ 
spiclsweise 'schon im AcdentuireD der speddlett vor der allgemeinem 
pathologisehdn Anatotoie und ^-^ Histologie 'und inm^halb jener wic^ 
derura derjenigen Vorkommnisse, welche nicht' bloss denWerth patho- 
logisch-anatomischer Raritäten haben. Die specieüe paihologisehe Ana- 
tomie wird der Klinik stets näher liegen ah die al%emeine, obschon' 
diese ohne Zweifel für die Gesaanmtpathologie ron grosser Bedeü- 
t»ng ist • ' ' 

Alles dies gttt mch von 'den Beziehungen zwischen pathiUopi^ 
seker Anatomie nnd Kliuilc auf dein Gebi^ der ätaüieken Medizin« 
Die Forschung dei* ersteren bleibt auch hier eine von den natorwis*- 
sienschaftiichen Gnmdtäteen getragiene^ aber ohne dieselben so ver* 
läugneri steht es frei, ja ist es haer geradezu' noüiwsndig die bdupt* 
sllchilebsten Arbeitdereise der pathok)gisohen Anatomie so m ziehn^ 
dass sie Das, was auch der Oniker au beobiachten Gdegenfaät hat, 
mfassett. 

'' (Jeberd!^ ist nföch' ein anderW^ges päthobgisch-anatot^ische^ 
Wirken in Att Eiiäbtung der ärztlichen Gruildaäsc^aüungen m^glibh« 
Zwsdr der Beitra^^ welchen die Wissenschaft* des pathologischen /Ana- 
tomen der ärztlionen, auf deniN^tzeddeci lurankenlndividtiuins geii<^r- 
teteh Uedizid zu bieten yermag^ klum «elbstverständlicb desk^ltb meist 
nur ein indireoter sein, ?rei) das Leben des Individuums ja erloseben 
sein muss, ^ diisses Geigenstand patbologi$eh-aua(tomischer Forschung. 
wird. Eine Ausnahme vojo' der Kogel hiloen jene im Ganaen seltenen 
und desbl^lb hier nicht näher au bespcephemen Fälle, in denen es 
dem iHütboIogischen Anatom^ vergönnt ist durch diree^ Theilnahme 
ab DlBgi^e, Pxognose etc tastliob z« ntttzen, z«B. bei Untersuchung 
eaatirpiHer' Geschwülste u. dgK jsowie jäb^baupt bei der ji^ndbabung 
des ^Mikroskops am Krankenbett,^ welche Jialb n»it Rcoht^ balj^ mit 
Unrecht der [)^athok>gischen 4»Da^mie..»]i^ewiesem au werden pflegt. 

Ab€lr ^weiMgsteAs eine' 0Biun$$e Biehtux^ der letzteren auf das* 
gesftorbeno Individuum mid insiO^m «in0 grtoere oder gerii^ere An«^ 
näherubg an die äratUehen InteEressed kann auch bei den Sektionen 
zu,'Tag# treten; Dies wird zmnBeiaftiel ds^uroh bemeorkbar, dass 
die Sek:tionen nicdnt blos? «Jl Ftindgridi>e terwertbet w^rdcBi TUItj Mar 



I^X^ B6nnfBB: Oediöhtaltfre^ auf Angvtt FOrstor. 

Uftiti zu p«thologU<!li-anaitonii8cfaen UntersQobiiDgpen, wddie die Oe- 
8amintpat)K)logie bereichern Bolien, dftM über den einzelnen Locdlbe- 
fbnden ia. einer Leiche nicht der 7W2b^nd yemacblSissi^ wird, 
daes ein GesanuntbUd, daaB ein Schluasurtbeil über den ganzmi Ver- 
lauf der Kraj^kbettaVoi^änge bis xum Tode in jedem apeoieUen Fall, 
daaa eine pfttbolbgiachf^anatomiflche Efikrt$e fl« oiaiide kommt, i^eldie 
den Hanptkrankheitsprozess^ die consecntiyen, die collateralen Yeria-» 
deriingen> 4^^ ^ccii()entellen pathologiacb-anatomiacben Bcfonde in gene- 
tischer, Zeitfolge wd CausaUiexus berücksichtigender ^twickbing 
C'esmjal nrffglichst anseinanderbäljt, dass die entferntere nnd unmittel- 
e Causa, mortis gebührend hervorgehoben wird u. s w* 
Es ist noch M^nr möglich in dieser Art: die Büokaichtnafapie auf 
die im Leben gestellte oder stellbare Diagnose, auf einsäe den Arst, 
welcher behanoblt hatte, speciell iAtereasurende oder in lAinlichem Fall 
YOA' ihm besonders inV' Auge zu Wissende Punkte etc. bis man auf 
solchem Wege zuletzt bei einer Arbeitsweise ankommt, welche als 
Confbination zweier Fächer aufzufassen, daher yielleicht vom patho- 
logischen Anatomen, als solchem, ebenso wenig wie vom Kliniker, als 
solchem, zu verlangen und Seitens des ersteren z. B. ohne Einsicht in 
den während des Lebens beobachteten Erankheits-Yerlauf, in die 
Erankengescbicye, nidit mehr möglich ist ^ ich meine jene cmato- 
fuiscMdiniid^ M^od€^ welche jetat &Bt an Anhängern zu verlieren 
scheint und der wir doch so Vieles zu verdanken haben« Abgesehn 
von. der Seltenheit entsprechender äusserer Bitoationen, kann vielleicht 
bei del: gegenwärtigen Breite der einzelnen medizinischen Diaciplinen, 
die erwiänte GSombioalion von Beobachtungen nicht mehr gut durch 
eme einzige iPersönlichlDeit geleistel werden. Aber, wo unter sonst 
günstigen Umständen Gleichgesinnte als Kliniker und pathok>giaehrs 
Apittoimn neben. einander wirken^ U)Bst sich, ^ocb.noi^h in^ner 4urch 
g^mein^me, ob^YPhl verth^Ute Arbeit dftMelbe Ke9^1tRt erreich^. 

Alle jene Concessionen — wenn man es überhaupt so nennen 
wÜl -^ an die naturwissenschaftliehen und ärztlichen Interessen der 
Klinik sind Seitens der pathologischen Anatomie möglich, ohne dass 
sie deshalb Dem zu entsagen brauchte, was sie zur naturwissenschiA- 
licben Discipün macht. Sie sind möglich in verschiedenem Gtade, 
ohni3 dass ourch diesen der Werth der Arbeit eines "pathologischen 
Ansftomen fUr die Gesammtpathologie, fttr bliese Wissenschaft ohne 
Ende und Zeitrechnung, gemessen würde. Aber gemessen wird da- 
durch zum nicht geringen Theil die Bedeutung, welche die Aibett 
eines pathologischen Anatomen für den Kliniker einer bestimmten 
Zeit hat, in welcher beide leben. 

Auch die Klinik — wiederholen wir es absichtlidi — will die 
voraussetzungslose, die freie, allein die Wahrheit suchende Artyeit, den 
naturwissenschaftlieben €reist m der pathologischen Anatomie. Aber 
man muss es ganz natürlich finden, dass es einem Kliniker, der ein 
fruchtbringendes Verhältm'ss zum pathologisch-anatomischen Institute 
wünscht; keineswegs gleichgültig sein kann, ob <ler pathoiogisdie 



BOfiHMEB: €MlUiititaMd<» «rf Angfiti Etiler. UXXm 

AMitom sein Haiipl^geiimerk ioribescn^ sifcIr«iolien Uefcel 

riefatet, an denen die KÜnisdie Beobaclitong die Menschen leiden und 
sterben sieht, ob er sich mit Typhns^ IVriMrtvbee, firi^btiscber 
Kimnkheit, mit Oariea, Ciureiadmctn^ PuerpenJpvQCeflseii, mit Jiupdert 
und hundert anderen t^rijbiblen Kjrankbeileii, oder -ob eip sich ivreaeni* 
lieh beschäftigt mit sublimGa Fragen der allgemeilkM pathDlogiBcbis& 
Gewebelehre^ für welche dieKlinä: gar keine ßtell^ hat Ohne jeden 
Zweifel; tuoli die letzteren Arbeilen sind im htfcbsten Gnade aner* 
kennenswerth und sofern sie wirklich die Patboloeie bereidkarn^ wer- 
den sie dermaJein^t auch dci? Klinik au Statten kbmknen^ Aber in- 
zwischen will diese existirea, wiU ihve Interessen ^ wdbrien Und d^r 
pathologische Anatomi weichet »kh% $elb9$ Ton yornberexD geradeau 
sagen mag, dass ihm an der Patbolegie Allea und an der/KJinik gar 
Nichts liegt, muss es sich wohl oder ttbetl gefallen 'laflsel^ yon der 
Klinik in eine der beiden Classen gerechnet zu werden, in welctic sie 
die pathologischen Anatomen einreibt {ohne dadurch im Mindesten 
über deren Veriilienstc um die Gcsammtpathologie^ oder gar um die 
allgemeine Naturforschung abzuurtheilen], nämlich in die Cl^sse doi*- 
jemgen, deren Arbeit die Klinik zu verwerthen und in diQ.GlassQ 
derjenigen, defein Arbeit die Klinik flicht zu Yej::werthen,im Stande ist. 

Firsttr gelr9rte an den pathologis^en Anatomen der enteren Art. 

£r begrifF, dass sekieVWissenschaft Hber dem Streben fUr die 
Paäiel^ie die naturwtssenscbiiMiche und ärztliche Klimk nicht zu 
ig^oriren, sondern iii wirklicher Gemeinschaft mit ihr zu arbeiten habe» 

Die Grandzüge seiner Stellung zur Klinik gehen zum Tlieil 
schon aus drei der bereits entwickelten Momente hervor, nSmIich aus 
der Richtung seiner Arbeit auf den Menschen, aus der cboi^dinirten 
ätellun^, welche er der Klinik neben den beiden anderen Haupidisci- 
plinen in der Pathologie offen hielt, andrerseits ans däm Piincip der 
unabhängigen Forschung. HinanzufUgen aber bleibt, aia für Färster'n^ 
Wirken bezeichnend, dass er, wie • dies auefa aus dem Airrangement 
seiner Collegien vnd aus seinen Werken deutiioh zu era^hn war^ 
jederzeit die $vioieUe patludogische Anatoaue der allgemeinen gegen^ 
übör in den Vordergrund stellle,^ dasa er sich irorzugsweise mit der 
pathologisoh->anatomiacben Untersuchung solcher Objecto beschäftigtei 
welche sich auch klinisch beobachten lassen und dass er deshalb 
gerade über die dem Kliniker i/ricbtigsten Themata bis in alle Detaila 
hinein orientirl;: erfahren und dafUr lebhaft interessirt, jeden AvLSt&Or 
blick die wcrthvolli^ten Aofschlttsse zu geben vermochte, soweit aolche 
bei ungetrübter Redlichkeit in unsrer lückenreichen Wissenschaft zur 
Zeit überhaupt geboten werden .k$nn^Q. 

Förster hat nie den Sinn für den ärztlichen Beruf der Klinik» 
nie das Bestreben verioren auch in dieser Richtung die pathologische 
Anatomie gewinnbringend zu machen. Seiner Thätigkeit fehlt es an 
keiner von den lioistungen, weldie' vorbin als in sokiier Uiaiidit yon 
Seiten einer wissenschaftlichen unabhängigen pathologischen Anatomie 



IkKUYi BOKBMBIi: aedüofateiMMAe iMf üu^m Piltler. 

mSgUbh beceidkoet wur^. .und ^«iuet^D sie bei ihn nieht BämmdMli 
in «uago^oobenatar Weis« vgrbAiideD; so aeigte or sk doch alle 
rmmstoU fuigedeutet iudm) vemüigt. 

Auf die BetbeiifgiKii^ der pntboIogiaeh-ftnAtomiBcfaeii Untersuchung 
an der Diitgniee im Leben letfte er freilieb, obsohen er sie nemont- 
lieh, w«s OesehwUlite betraf, m der bewihrlesten Wene übte, kein 
alli^ugroflses Gewicht Und auch die eigentlich anatomisdi-klinische 
Methode der PorBchung, det«n yoriier er^n^nt wurde, hat er, zumal 
später, ni^t in erheblicherem Maasse ausgettbt — Letzteres viel leicht 
weil bei allen bedeutenden medizinischen Anstalten die permanente 
wissensohafUiehe ' Oemmumcation zwischen den Kliniken und dem 
pHthologiBGfb-anatomfischen Institut dsrrc^h die gr^ssiaren Verbältnisse 
(wenn auch nicht in unabstellbarer, so doch) in recht merklicher 
Weise erschwert «u sein pflegt. 

Aber man brauchte Förster nur am Sectionstische zu sehn, um 
beispielsweise sofort zu bemerken, wie er in seinen treflFlichen, sum- 
marischen, praktischen Protokollen das Individuelle des Erankheits- 
vcrlaufs, den ^^(äZbcfund neben dem rein pathologisch-anatomisch viel- 
leicht interessanteren Loca/befiind accentuhiie, wie er den Causalzu- 
sammenhang der einzelnen ermittelten Data untereinander, die nächste, 
die entferntere Ursache des Todes präcis hervorhob; man brauchte 
naoh beendeter Seotion nuk* sein R^uili^ dt« aaspmebslosen, kvrzen 
Worte zu hören, welche er an das Auditorium richtete^ \md man 
musste eins^n, dass er ein Meister war in der pathologisch-anatomi^ 
sohed f^ikrise, dasa er wuaste, seine Zuhörer seien insbesondere durch 
^rzdiche Intereasen in die pathologisch-aoatomische Institut geführt, 
AerzU iseien es,. die gebildet, deren ausgesprochene öder stillo Fragen 
beantwortet werden sollten. 

Wie ist. 68 doch mögfich in der Mediain yot Odehtsamkeii gegen 
die ärt^liehen Interessen kalt au werden! Wie ist es m^lich über 
dem Ringen nach der Wahrheit — zu wenig ist es mir, zu sagen 
des Kütutcfaen — nein^ des Edlen, des Schönen, des Erhabenen zu ver- 
gessen^ das, eine hinunlische Mission der Güte und des Friedens, 
wie ans einer besseren WeU in unsre Wissensohaft hineinragt 1 

Sinnend tnit gefurchter Sthn sitsft der Forscher, gebeugt über 
Folianten, Mibroskope, Retorten und welche Namen rie haben mögen 
die alten und neuen Rüstzeuge, deren Devise lautet: ,, Wissen! For- 
schen!'' Da ist es, als legt ^ch ihm leise eine Hand auf die Schulter 
und ein Mund spricht sanft das eine einzige Wort: „Helfen!^ 

Was war das? Wer war das?! Von Menschen — o, von Men- 
schen kam doch gewiss nicht ein so gütiges, trostreiches Wort! 
Glaube nur, es war ein Engel und mit mildem Lächeln ist er ver- 
schwunden. — ' 



Lassen wir das Ende dieser Betrachtmgen in den An&ng zurück- 



, Niebt dMA ev.iibwidl in dto N«ta* AmberfMiwIrt, awcht .den 
Natiirfor&obei\ m^ht dk JZafd der Otijeietey aa denea er linterancfatf 
90od€ra die reohte Methode und die rediUn Prmoipiendßt Forischung 
maoben ihn, der Geint macht ihu, in irekbem er Bich irgtnd einem> 
Naturobjecte widmet Und nur durch diesen Geist .Jcaim auch Zu«- 
sammenhang, kacn Einiieit in- alle wiaaenachafüiche» Beatrebongen 01c 
ErgründuD^ dea Lebens koflounen. 

Auf diese Weise bemüht, die natürlichen Qrenzea der mediiini« 
seilen pathologischen Anatomie aus den Bexiehungen dieser Disctnlui 
9U den Naturwissenschaften abzuleiten, fanden wir gteicbseitj^ aase 
För$ter den eigeathümlichen Bedingaagea seines Faones ^wissenbafl 
gerecht wurde ubd deshalb ein Kcbter patholegisdier Anat<nn auf 
medizinischem. Gebiete war, aber wir sahen auch, dass er Dem ge*» 
nügte, was der medizinischen pathologischen Anatomie mit allen Na» 
turwissenschaften gemeinsam ist, dass er also ein achter Naturforscher 
war; oder ^- um es zusammenzufassen — dass er, ireudigen Tribut 
der idealen Eiixbeit aller naturwissenschaftlichen Disciplinen zollend, 
aber auch des factischon Auseluanderliegcns derselben wxise einge- 
denk, nie Ycrgass als pathologischer Anatom Naturforscher und als 
Natui'forscber pathologischer Anatom zu sein. 



Eine specieUe Charakteristik der pathologisch-anatomischen Arbeit 
Förster' 8 hätte namentlich auf die cmzelnen Gegenstände derselben, 
sowie auf die Formen seiner öffentlichen Thätigkeit genauer einzugchn 
die Auf]ß:abe. 

"Wie sbhr aber würde man Förster unterschätzen, wollte man 

gauben, es lasse sich dies Alles ohne Beeinträchtiguhg der den 
etails gebührenden Sorgfalt in den engen Rahmen einer Gedächt- 
nissrede zusammendrängen. Und wenn denn für diese unter dci^ 
Fülle des Stoffes eine Auswahl unerlässlich war^ so schien es mir, 
als bezeige man einer beendeten reichen Thätigkeit wärmere Ebr^ 
fitnrcht, wenh man statt der massigen und fda die Kritik den. Verhält- 
nissen nach fem zu bleiben hat) immernm mehr compilatorischcn 
Hübe, zahlreiche Einzelheiten anzufflhren, vielmehr durch die Details 
hindurch und über sie hinaus zu dringen sucht zu den GhrundzOgen, 
die in allem Einzelnen zum Ausdruck kommen. 

Das soeben Gesagte enthält die Motive^ welche mich die speciclle 
Charakteristik, ftus deren Studium selbstverständlich die vorhin gcgo* 
bene allgemeine gewonnen und beweisbar ist, hier nur cutsorisch be« 
handeln lassen. 

Bei der Betrachtung der einzelnen patholögbch- anatomischen 
Themata, mit denen Förster sich näher beschäftigt hat, BaJk von vorn- 
herein die gro$0e ZaJd d^fselbea ebenso auf, wie ihre gkidumässige 
Verbreitung über das gesaaunte Feld der patholMnclien AnatoiKlie» 

Er ist in aUen Branohen der allgemeinen und ^^cieliea- makvoa^ 
k<^Machent in o^ Zweigen d^ri aUgameinen unddipeeielleii nikroskor 



LXXVI BOBHMBB: G^dMto hin i n ra d e mi August mmitor. 

pisdieo pidiobgitcfaaa Anatomie dditig gewesen. Man ww», wie 
selten eine solche Vollständigkeit der Arbeit selbst bei Denen gefun- 
den wird, welche aosschliesslicb eine bestimmte ENsciplin vertreten 
und wie viele Naturen weit mehr das« angelegt sind, auch auf engerem 
Terrain bestimmten Oapiteln nidit bloss jenen^ wohl bei Jedermann 
natürlidien, sondern einen unverhältnissmässigen Qrad von Vorliebe 
zuzuwenden, andere Parthieen dage^n kaum 2u berührea Und es 
ist klar, dsis in den erwähnten Eigenschaften der Arbeit Förster"^ 
■icbt nur eine der wichtigsten Vorbedingungen, sondern auch manche 
Aufforderung und Bereehtirung dasu lag^ aUe bisher feststehenden 
Resultate der betreffenden Speoal- Wissenschaft literarisch zusammen* 
zufassen und Anderen zugl^iglich zu machen. So sind die Lehr- und 
Hand-Bücher der pathologischen Anatomie entstanden^ welche FUrnter 
geschrieben hat 

Eine — jedoch hier zu weit flifarende — Uebersicht seiner vor- 
züglichsten, eigene Forschung enthaltenden Arbeiten, in der von ihm 
gewöhnlich befolgten Weise zusammen gestellt [die speciell patholo- 
gisch-anatomisch-histologischen Themata nach den Organen des mensch- 
lichen Körpers, die Mlgemein pathologisch-anatomisch-histologischen 
nach den pathologischen Processen geordnet] würde das Angefahrte 
von einer zweiten Seite aus noch deutlicher machen und gleichzeitig 
zeigen, dass bei aller ungewöhnlichen Vollständigkeit seiner patholo- 
gisch-anatomischen Arbeit seine liebsten wie seine wichtifi^sten Leistun- 
gen dennoch auf dem Boden der spedellen pathologischen HütologU 
lagen. 

Weiter darf als ein nicht unerheblicher Beweis für jene Gleich- 
ipä^igkeit seiner Arbeit auch die eifrige SorgfpJt gdten, mit welcher 

Sr das Vielen ziemlich lästige und alWdings manche mühsamen Stu- 
ien erfordernde Capitel „Miasbüdungen^ getrieben hat Er war 
unter allen pathologischen Anatomen einer der gründlichsten Kenner 
sämmtlicher angeborenen Bildungsfehler des Menschen, sowie der 
lateratur über dieselben und in d^r wissenschaftlichsten, verdienst- 
vollsten Art verfolgte er beharrlich den zwar bereits gebrochenen, 
aber noch an sehr vielen Stellen zu ebnenden Weg, die liissbildungeni 
statt sie als Curiositäten zu betrachten imd zu schildern, vielmehr 
und zwar dadurch zu begreifen^ dass ihr Entstehen auf Abweichungen 
von den Gesetzen der normalen Entwicklung zurückgeführt wird. 
;i.Pathologische Entwicklungsgeschichte^ betitelte er späterhin den 
mnzen Abschnitt über Missbildungen, indem er so aas erwähnte 
Forschungsprincip schon durch den Namen proclamirte. Und um sich 
im Uebrigen von dem Gesagten zu überzeugen, bedarf es nur weniger 
Blicke in den von Förster herausfi;egebenen Atlas der Missbildungen 
und in die begleitende systematische Darstellung. 

Der wwtfavoUen Beititfffe, welche Förster'B ünt&axKimngen zur 
pafkologiäehen Ämahmie der Hauithiere lieferten, sowie der au£meri[- 
samen Berikkswbtigung, welche er derselben überhaupt zu Theil 
werden Hess, geschftfa bereits Erwähnung und ea kann in der Veto^ 



BOBHMBBi «ediehtnfisrede auf Anguit PSr«tM. ILXXYn 

riidlr-lMiciii) deren Gebiet diese Dinge angebSren, fttr sie nieht «ii 
specieller Würdigung und Anerktiurang fernen. 

Hit den genannten Zweigen, in denen allen wir Förster eifrig 
arbeiten sahen, ist im Wesentlichen das Gebiet der pathologischen 
Anatomie erschöpft. 

Denn die Oe$ck%ckU der pathologischen Anatomie, über welche 
er gleichfalls auf das Allergenauestc unterrichtet war und der er m 
dem allgemeinen Thcil der zweiten Auflage seines grösseren Hand- 
buches, eine sehr praktische Uebersicht der ganzen älteren und neueren 
pathologisch-anatomischen Literatur fexclusive Journal- Artikel) bei- 
fti^end, besondere, äusserst lesenswcrthe Abschnitte einräumte — diese 
gehört, als wesentlich historische Wissenschaft, bereits weit mehr zur 
gesamniten Oesckichte der Medizin. 

lieber die gesteckten Grenzen aber weit binausgehn würde es, 
wollte ich hier Föraier^B überaus gi*Undliche, durch rastlose gelehrte 
Studien erworbene Kenntnisse in der Geschichte der Medizin, seinen 
warmen flifer und seine ganze Thätigkeit für diese Wissenschaft aus- 
fÜhrUcher zu schildern suchen. 

Bekanntlich vertrat Förster in Würzburg seit Marcus* Tode das 
genannte Fach officiell neben der Professur für pathologische Ana- 
tomie. 

£s liegt auf der Hand, dass es sich dabei um eine rein persön- 
liche Gombination zweier ganz difFerenter Zweige handelt und es 
gibt kaum in höherem Grade heterogene Arbeiten, als die natuHat- 
sehende der einen und die geschicktstorschenie der anderen Disciplid. 
Auch kann die pathologische Anatomie als eins der jQtigsten Kinder 
an und ftlr sich vielleicht am Wenigsten veranlasst sein die Grcschichte 
der Medizin, die Biographie der Kutter zu geben, mit welcher sie nur 
erst so kurzb Zeit zusammengelebt hat. Freilich muss jede Disciplin 
ihre eigene Geschichte kennen ; aber die Gkschichte der patholoaisäiek 
Anatomie ist doch noch bei Weitem nicht die Geschichte der median 
und es würde der letztgenannten Wissenschaft die verdiente Achtung 
versagen heissen, wenn man im Allgemeinen annehmen wallte, jene 
könne so beiläufig absolvirt werden, sie sei nicht eben so gut eine 
eigene, reichliche Lebensaufgabe wie die pathologische Anatomie. 

Nichtsdestoweniger bleibt die in Biede stehende, wie manche 
andere auffallende Gombination ganz verschiedener Thätigkeitsweisen 
sbhr wohl, jedoch allerdin^ nur dctnn mit Erfolg möglich, wenn 
eine besondere entsprechende Veranlagung der betreffenden Persön- 
fichkeit besteht 

Und dies war bei F^rwter in hohem Orade der Fall. Seine um- 
fassende Gelehrsamkeit, seine ausgecMmte Ltteraturkentitniss, soine 
hohe allgemeine und seine ungewöhnliche allgemein ** mediiriniscke 
Bildung, seine Freude an historiscben Studien, das B^hif;en, ja jene 
Art Erholung, welche er unter Büchern empfind, wenn er der ana^ 
tomisehen Thä%keit genügt hatte, endlich seine lan|jttfarige privKIe 
Beschltftigung mit der Qesthiehte der Medi^ quameirMii ftn Mk^ 



bXXYin BOBHMBB; flediebtoiosTede «uf kafsmi Fttrttev. 

ireff lieh ni einem itepriLsentanten der letzteren. Eihen wetoi aaefa 
sehr kurzen Grundrisa der Geachiehte derselben hatte er ohnehin 
schon in Jena bei seinen Vorlesungen über Eacyolopi&die der Medizin 
gegeben und spilter mit diesen drucken lassen. 

Im letzten Jahre fasstc er den Vorsatz eine Geschichte der Me- 
dizin herauszugeben und nahm darüber mit einer Verlagsbuchhand- 
lung To Häufige llucksprache. In seinem Nachlass fand sich eine 
T^aLrschednlich für diesen Z^eck bestimmte Arbeit vpr^ in welcher 
bereite druckfertig abgehandelt ist: die Geschichte der Medizin der 
alten orientalischen Culturvölker, der Chinesen, Inder, Perser, Baby- 
Jonicfj Assvicr, Phönicier, Israeliten, Aegyptcr; dann die griechische 
Tiiodizm IPlato^ AristaleUsjf die dritte Periode [HwpQcrates]^ die vierte 
Periode [Dogrnatiker, Alexandriner, Empiriker^ Äiethodiker], die römi- 
sche Medizin, die fünfte Periode [Galen], ferner die sechste, nämlich 
die grieebische Medizin bis Ende des 15, Jahrhunderts* Im Laufe 
dieses Capiteb bricht plötzlich das Manuskript ab; die fleissige Hand, 
die Bö geschrieben, war erkaltet — 

Uebrigens ist es ganz natürlich und nur ein Beweis für die Ge- 
wissenhitftigkeit Förster'B^ dass seit Uebernabme des «weiten Lehr- 
faches, welches doch aunäclist erst einmal Yollständig beherrscht sein 
wollte, ein immerhin nicht ganz geringer Thcil seiner Kraft der patho- 
logisch-anatomischen Arbeit entzogen wurde. — 

Sodann zur let;Bteren zurUckkebrendy hätten wir wenigstens noch 
J^en Blick zu werfen auf die freilich einer eiigonen Abhandlung 
weHheu ^öffendichenThätdgkeiUiformen, in denen die bisher geschilderte 
Arbeit aus der Stille d^s Studirzimrocrs und Laboratoriums, natür- 
lich ohne deshalb eine andere zu werden, zu Tage tral Die MiUhei- 
lungnnütd^ durch welche dieser Uebergang in die Oeffentliehkeit 
bewirkt werden kann, Schrift, Wort und That, legen auc^ in unsrem 
Fall die Eiatheilung der haaptsädilichsten hier in Betracht kommenden 
Beziehungen nahe. 

£s würde hier insbesondere das Wirken För$ter*a als Schrift- 
stellers, als Universitätsdocentep, als Conservatora der pathologisch- 
Anatomischen Sammlungen ins Auge zu. fassen sein. 

Die ßchrtfutelleriache Productivität Företer'H ist bekannt; er hat 
eone namhafte Zahl umfengreicher Werke, sowie viele kleinere Ar- 
beiten veröffentlicht und sich durch diese wie durch jene einen überall 
geachteten Namen in der pathologisch-anatomischen Literatur gesichert; 
vielen speciellen Fachgepossen und einer sehr grossen Zahl wissen- 
schaftlicner Aerzte sind seine Schriften bereits unentbehrlich geworden. 

£a liegen vor uns: die .^^bßit Auflagen , seines (l^uraenl) „Lehr- 
buchs der pathologischen AjMomie,^ mit 4 Kupfertaleln, 1850 — &1 
«f Bobienen, in Jena, Göttingen, Würzburg verfasat, 1853 ins Franzö- 
fieehe üb^raeM von S, Kaula; der Ailaa der mikroi^opischen patho- 
JbMpiseben Anntosaie mit Text, 1854—59 e^^sehienen, in Göttjngen und 
WUlmbuffg v0r&ssl; der ^lOrundriss der<Iikae^clo{>kdie und Methodo«- 
lügp^ ; -der , ifadi WS ^ aiKtbiOkler. ^m Titel ^die wi^j^nsehaftlicbe Meh 



JIOBRIiBRf GeMihtaiinreAi auf Avifgtü^ TOrBto*. hXSLlt 

dwin und ilir Stodkui^^- 1857 eraohieUMi) i* O^ngeH' veffaadt; 
ferner das Werk j^die Mis8biIduD^;en des Mcnsdiei)) 9}%teiiMiliB^ dur- 
gettellt nebst Ati^s^^ 1^1 anohienen, in ¥^Ürfcburg verfasst; dMa 
das „Handbuch der patholo^psoben Anatomie^ in tmei Tbeil^ [gana 
der erwähntes Arbeitsweise FVp$ier^9 «ntspreebend , ersdnen eiterst 
13^4 der ^fuecifiliei später 1866 d^r allffemaae Theil]) daa Ganze in 
Göttinnen verfasstt; weiter die aweite Annage dieses fiandbncfaa, ebenso 
aiTangurt wie die ersl^ in WücalKurg gearbeitet, . der apeciello Thefl 
1863, d^P; erst 1864 der allgenieine eraebienen, dieser die kAzIsH 
jedoch ao^b voUkommen abgeschlossene Arbeit J^dVsCar'sy erst nnmittet 
bai' naeh Aeinem Tode im Buehhandal ausgegeben». 

Zu' diesen fBnf v<mchiedenen grösseren Werken kommen ötwi^ 
Ticraig Ton Förster geschriebene Joumalauftätze, welche' namcntHch 
in acht Zeitschriften ver5fFentlfcht sind: in der Illustrirtcn medizini- 
schen Zeitung (Bd. Ü. itnd IIl.), in Virchow's ArchW fBd. X., XIl-. 
XIIL, XIV., XVm.), in der Wiener medi2iniscben Wochenschrift 
(Nr. 22, 2T, 82, 185^ und Nr. 44, 45, 1859), in Schmides JahrblT- 
chei-n (Bd. 971, m Sccmzonf^ Bcfträgen zur GeburtshüMe (Bd. IV.y, 
in CavstatCn Jahresberichten für 1865 bis 59, jedesmal in dem, difc 
allgemeine Pathologie enthaltenden IL Bande — Referat über patho- 
logische Anatomie — ; dann in denselben Berichten flhr 1861 bis 64, 
jedesmal in dem IV., die s|>ec!elle Nosologie enthaltenden Bande -^ 
Keferat über Bildungsfehler xttA F5taIknmMiciten ^ [in beiden Bei^ 
raten manche Aeusserongen ^^♦•sfer's * über den eigenen wissenöchaftr 
Hchen Standpunkt und die selbstrerfassten Werke). Ferner findet hiati 
tiele seiner Aufsätze ih den Verhandlungen der physikaKsch-mcdiÄl- 
nischen Gesellschaft in Würzburg (Bd. X.) und in der Wtlrzburget 
medizinischen Zeitschrift Bd. I.— V. Was die beiden letztgenannte^ 
Joumale betriffi, so sind ttbrigcns auch die darin enthaltenen, m^che 
interessante Notiz und viele der wissenschaftlichen Acusserung^ 
JFVrs<«r's bei den Debatten verzeichn^den Sitzunespotokolle, sowi^ 
sein Gesellschafts-Jahresbericht für 1864 zu berücksichtigen. Uebet- 
dles werden Terschiedene seiner pathologisch - anatomischen Detait- 
Untersuchungen mit Anftihrung seines Nsmcnd in den Aufsätzen abderer 
Autoren genauer beigebracht, z. B, Ton Martin m den Jenaischeti * 
Annalen (Bd. II.), m der IMustrirten medizinischen Zeitung Bdf. 
III. etc. 

Ich darf nicht daran denken, hier , auf die ^$scren WerJce Fpr*- 
ater's^ über welche im Lauf des Bisherigen Eimges bereits. ecwähn|t 
wurde, näher einzugehui selbst nicht, wie ich es wohl wünscifit^ auf 
den Atlas der mikroskopiieben pathologiscben Anatomie und auf dap 
mit so yiel^i^itigem Beifall aufgenommene grössere Hapdbuch. Dodi^ 
sei bemerkt, dass letzteres neben der colossalen Arbeit ^es Sammelnp 
und Zusammenstellens alles Materials, neben den vollständigsten A^ 

faben über die (chronologisch-geordnete) Literatur der in Betracht 
omne&den fittfher> Jonrnalattikel «od Abbildangm, sekfr zahlireiche 
Besullate eigoier Forscbong i^sesr's gibt^ ■a lb t te ib^ahtle' tniifroriji^- 



pifldie und SekäoBs-jBefwcl^/ Beschreibung^ atkener Prät^amte aus 
berühmtta SammliiDg^, beiläufige ExplicalioDeo über ^e norskalen 
;Verbältiu88Q einzelner Organe de« meoacblichen Köc^ra^ vieie aelb- 
ständige Auffaaattii^eni (Jrtbeile, JSntocbeidungea über die Aasicbtei 
Anderer» kurse kernige Kriliken citirter Werke u.. 6. w. 

Was dann die Joumalaufwätu angeht, so liefern sie ij;Ieiclifalk 
Tiele werthyolle Bdträffe mr patbologiseben Anatomie «nd Histologie 
tberhaupt, snr EntwickTungsgescbiefate der GesehwMlste, statistisch und 
aaderwettig schätzbare Berichte überTaasende von Sektionen, gericht- 
Mehomedizinisch interessante Obduktionsbefunde bei gewaltsamem Tode, 
Studien zur Tergleiehenden Pathologie e«c. «nd in allem Diesem man^ 
cherlei neue Thatsacfaeii und Anschauungen, sowie etme überaus reiche 
Casuistik. Um nur durch einige Beispiele vpn der Mannichfaltigkeit 
dieser Arbeiten einen Begriff zu geben; es finden sich in ihnen Unter- 
suchungen, oder deren R^ultate, mikroskopische Befundfe, Schilderungen 
seltener oder exquisiter Fälle, Notjaen ^. s. w« txus dem, Oebiei dir 
nomuUen Miatologiej wie ttbar die Isolirbarkeit der Ipiocbeii-», Knorpel- 
und Bindegewebs - Ktfrperch^ (neue Methode) > über das Wieder- 
wachsen abgeschnittener Haare; au« de^ Gebiet der FötaUcra^M^eiUm^ 
wie über Defpct beider. Augäpfel, Mikrophthalmie, Hydrooephalus 
internus, Mangel, abnorme Ls^ung der Lungen, Stenose der Aorta, 
Darmdi vertikal Defe<?t der Niere, Geschwülste d^* Sai^ajlgeigeiid, 
(Hydrprrhachisy Cjatjosarkomc); aue dem Gebiet der allgemeinen pcOhih 
loschen Anatomie, wie über die Bildung van Fett und Pigment ia 
Bmdegewebskörpercben, die Eiterbildung auf serösen und Schleim- 
Häuten, die tubercul(>se JtCntzündung, das l^euroma vei'um, die anato- 
mische Diagnose der verschiedcixen Krebs^men, den feineren Bau 
des Gallert-, Schleim- und Collo^- I^rebses und dessen papillärer 
Yarietäten, das Papillom und die dcstruirende Papil!argesch\^ul8t [über 
die letztgenannten Objecto viele neue Beobachtungen und Ansiclucnj; 
endlich atie dem Gebiet der epeeieüen paihgloaisohen Anatomie^ wie 
Über congenitale Syphilis, Leukämie, Hämatom der Dura, Cholesteatom 
der Pia und des Felsenbeins, Sarkom des Acusticus, Cystosarkom, 
H7:i^om des Gehirns, grosse Hirntuberkel (von der gax^bar^n abwei- 
chende Alisicht), metastatiscbc Brandherde im Gehirn, primäre Throm- 
bose des Sinus cavernosus, Telcangiectasie^ Cjsticencjus in den Hira- 
Ventrikeln, dermoide Umwandlung der Eehlkopfschlcimhaut, Knacheo- 
bildung; verkalkte Enchondrome. in der Lunge, Peritonitis in Folge 
purulentei* Entzündung der Tuben (treue Beobachtung)^ Cincrofd der 
tippen, Zunge, Speiseröhre, Papillom des Magens und Darms, Ge- 
schwüre im Duoaenum, acute Leberftti*onhie , primäre und andere 
Leberabsce«se, Veriingerung der vorderen MuttermundsUppe, Carcinom 
des Uterus, primärer ICrebs der Ovarien, Enchöndron^ der .Testikel, 
Zottenkrebs der Harnblase, Sklcrotri äft Haut bei Erwachsenen — 
doch genug! Ich ermüde Sie! — • 

Die Uüiverstüt Wündittrg katia liiM^r einen wrtügUelmi md 
Hbara^s .briiabiaii DotmUm ^etUaeiu» ^ 



BOBHMBftt Qedlefatttiam^e mT Abglitt P9r0ter. LXXXt 

Sab «pgenfttwwir, freier, fliesseoder, Vortrag, seitie schtnucklos* 
emftebev aber bündige, klare DarstellangsweiBe, seine praktiseho Manier 
kl einer bestimmten Zeit jeden&lis ferrig 0a werden Hih dem Vorge* 
nommenen, sein richtiKer Takt, welcher ihn fast nie verffessen Hess, 
dns er AircdMohnitilioh keinesi^-egs für Soleke q^reohc, cne patholo- 
gpscbe Aaatemeii von Fach, sondern flhr Solche, die Aerwie werden 
wotteui die passende Mitte, welche er in Folge dessen geflchiokrt swi^ 
selran «1 viel und su wenig Gdebrsamkeit an halten wussto — Diess 
Alles tnip; neben den anderen beretts erwihnten Vorattgefi seiner Per- 
sjkilirhlfeit daan bei, dass seine Vorlesaogeo stets eine sehr zahlreiche^ 
oft eine kaom« an pladrende und, woraus «nter UmstiBdeA oodi »ehr 
■■ sohUassea, eine ausharrende Zah<Vrerschaft versaaameHen. Ais nach 
den Osterferien dos vorigen Jahres die academische Jugend sich auf^ 
Nene einstellte and das Aoditorkitu FürMier^s gesohlossen fand, da 
bnnte Man sie in seilen eiastiauniger, anhakender Weise dea Tod 
ihtm wMkemn Lehrers aufs Tie&te bddagen und die lebhaftesten 
Aeussernngeo daakbaver Anerkennung sehies Wirkens bSrea. 

Nun, das Urtheil dieser JuMnd ist nicht AUe9 — aber BUoa$ 
ist es denn dockt In ^er Jagend oder fast nirgend mehr auf der 
Wirit sohltet noch ein warmes, aufriditiges, ein hingebendes, edel* 
mttthigeB Herz, zur Anerkennung des Guten bereit, vom Neide, dem 
Egoismas, der Gewinnsucht unbertthrt und das Geschworenen-Urthefl 
des Gefühls ist oft gesunder und treffender als das aller hochstudnien 
Richter. — 

Es erseheint nicht möglich, hier näher uad so, wie sie es ver- 
dienten, einzugebn auf die einzelnen Vorlesun^^ i^rsier^s, auf seine 
Ourse und Privatissima, welche letztere späterhiQ unter Anderen beson* 
ders eine namhafte Zahl russischer Aerzte in Würzburg festzuhalten 
pfl<yten. — 

Wie sich von einer so consequent und geduldig auf das Sem- 
mel wissenschaftlichen Materials bedachten und dabei so pünktlich 
über saubere Ordnung vom Grössten bis in's Kleinste waebendeii 
Persönlichkeit erwarten lässt, war För$ier für die ihm anvertrauten 
Stmmlungea ein Ccmervaiary wie es wenige gibt 

Die Wttrzboiger palliologiach-anatomische Sammlung, bekanntlioh 
eJM der besten in Deotschland, wurde durch färster mn etw« 600 
instntotive oder seltene Präparate vermehrt, überdies das bereits 
Vocfctthdfpie aufs Sorgflütigste von ihm wieder und wieder revidirt, 
uns jedes Glas, jedes StOok vo