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Full text of "Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft"

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Zeitschrift 

der 

Deutschen Morgenländischen Gesellschaft 



Herausgegeben 

von den Geschäftsführern, 

in Halle Dr. Mttller, in Leipzig Dr. Loth, 

Dr. SehlottmanDy Dr. Windiseh, 

unter der verantwortlichen Rcdaction 

des Prof. Dr. E. Windisch. 



Viel* und <li*eissig^stei* Ba^nd.« 



Mit 4 Tafeln. 



Leipzig 1880 

in Commission bei F. A. Brockbaas. 



I n li a. 1 t 

des vier und dreissigsten Bandes der Zeitschrifk der Deutschen 
Morgenländischen Gesellschaft. 

Seit« 

Kacbricbten über Angelegenheiten der D. M. G I 

Protokollarischer Bericht Aber die Generalversummlong zu Trier III 

Personalnachrichten XI. XXV. XXXV. XLIII 

Extraet ans der Rechnung über Einnahme und Au.sgabe bei der Kasse 

der D. M. G. 1878 XU 

Verzeichniss der flir die Bibliothek eingegangenen Schriften u. s. w. 

XIV. XXVI. XXXVI. XLIV 
Verseichniss der gegenwärtigen Mitglieder der D. M. G. . L 

Verseichniss der gelehrten Körperschaften und Institute, die mit der 

D. M. G. in Scbriftenaustauscb stehn ..... liXI 

Verzeichniss der auf Kosten der D. H. G. veröffentlichten Werke . LXII 



Zar Fehlevi-Mttnzkunde. Von A. D. Mardtmann 

Abraham Firkowitsch und der Werth seiner Entdeckungoii 

Die Mönche Maximus und Düm&t^w6s. Von Lic. Dr. C IL Cornill 

Der angebliche Ettseldibi. Von J, Gildemeister .... 

Aus einem Briefe des Herrn Professor Dr. Sachau 

lieber eine seltene Verbalform. Von Th, Aufrecht 

Morgenlindiscber Silberfund in der Oberlansitz. Von Fleischer 



1 
163 
168 
171 
172 
175 
176 



Ueber den arabischen Dialekt von Zanzibar. Von FVanz Praetor ius . 217 
Kritische Bemerkungen zum „Sapiens Sapientiam", in Dillmann's Chresto- 

mathla Aethiopioa, p. 108, 599. Von E. Trvmpp . .232 
Zam Brief buch. Von Demselben 241 



130373 



Das KälakAcarya-KathänakHin. Von Hermann Javohi 
Dio Pravargja-Ceremonie nach den Äpastamba-^auta-SAtra mit oiner Ein 
leitang über die Bedeutung derselben. Von Richard Garbe . 

^J»^\ oder ^yuJÜl? Von M. J. de Goeje 

Aus einem Briofo dos Herrn Prof. W. Robertson Smith 



SHt<» 
247 



319 
371 
373 



Th. Nöldeke, p:rkliirung 403 

Kb. Schröder, Zur hiphilischon Deutung des Gottesnamens Jahve 404 

A, Weber, Zur Klarstellung 405 



Das dritte Capitol des Vondidad. Von Wilhelm GeJijer . . . 41,'> 
Nasir Chusrau's Kübaniiinamu (jücli ^j\jj!*% .) oder Buch der Erleuchtung. 

Von lleiimmn Kthv. 428 

Arabische Quellen zur Geschichte der indischen Medixin. Von AugiUft 

Müller 465 

Zur hebräischen Metrik. Von G. Bieheü 557 

Rebebericht. Von fJri. Sachan 564 

Aus einem Briefe des Herrn Fror. Dr. (i. Uoffmann .567 

Berichtigung. Von Fleischer 568 



Der heilige Agasty« nach den Erzählungen dos Mahubhnrata. Von Adolf 

HoUztiMnn 589 

Eine persische Bearbeitung der sufischon Terminulugie ( LMilähnt-a^isfirija) 

des 'Abdurrazzak al-KAschaui. Von Bacher 597 

Näsir Chusruu s KÜ6unuinäuia (d^li ^jLL^ .^ odur Buch der Erleuchtung. 

Von Hermann Kthe 617 

Le livre de la fclicitö par NA^ir od-Diu ben Khosroü. Par hkhnond 

Fagnan 643 

Phönicbche Miscullen. Von Paul Schroeder 675 

Zwei arabische Papyrus. Beschrieben von O. Loth .... 685 

Atropateno. Von Th. Nöldeke 692 

Der Kalender des Avosta und die sogenannten Gahanbär. Von R, Roth . 698 



Seite 
Anzei^n : Ferd. Freiherr von Richthofen, China, angezeigt von A. v. Gnt- 

schmid. — NirayftTaliyftsattam ed. Dr. S. Warren, angezeigt von 

H. Jcicobi. — The Vinayapitaka ed. Dr. H. Oldenherg, angezeigt 

von H. Jaeohi. — Katalog der Bibliothek der D. M. G. , angezeigt 

von FUMcher 178 

— — Dr. A. Berliner, Beiträge zur hebr&ischen Grammatik, angezeigt 
von «/. Goldziher, — S. Baer und L. Strack, Die Dikdake-hat^amim, 
angezeigt von E. Kautzsch. — Dr. W. Bacher, Muslicheddin Sa'di's 
Aphorismen und Sinngedichte, angezeigt von Fleischer . .375 

— — Martin, De la M^triqne chez les Syriens, angezeigt von Th. 
Ncldeke. — BistAnfs Encyclop^die arabe, angezeigt von Fleischer. 
— Jäschke's Tibetan and English Dictionary, angezeigt von 6r. Th. 
JieicheU. — Th. Nöldeke's Geschichte des Artachair i PÄpakftn, 
angezeigt von A. v. GtUschnid. — Schl-kTng angezeigt von V. 

V. Strauss 669 

— — Bemerkungen zn Tabari's Sasanidengeschichte, von A. v. Gut- 
schmid, — Jacobi, Tho Ralpasfttra of Bhadrabfthu, angezeigt von 
H, Oldenbery. — Hommel , Zwei Jagdinsehriften AssurbanibaVs, 
angezeigt von F. Haupt. — Das Buch der Chosroen von Dschela- 
leddin Mirza, angezeigt von O, Loth 721 



Nachtrag zu S. 684 von P. Schroeder, — Berichtigung zu S. 568 von 

Wm. Wrighi. — Zu S. 217 von F. Praetorius . .764 



Namenregister i 
Sachr^^ter i 



768 



Tafeln: Zu Seite 

Zur Pehlevi-Münzkunde ......... 1 

Phönicische Inschriften .675 

Zwei arabische Papyrus .685 



Nachrichten 

über 

Angelegenheiten 

der 

Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. 



UI 



Protokollarischer Bericht 

ttber die in Trier TOm 24.-26. September 1879 

abgehaltene Generalyersammlnng der D. M. G. 

Erste Sitzung. 

Trier, den 24. Sept. 1879. 
Nach Anhörung der Eröfihungsrede des Präsidenten der vierunddreissigsten 
VersAmmlang deutscher Philologen und Schulmänner, Herrn Geh. K. Prof. Dr. 
BQc holer, und dos ersten Vortrages des Hm. Museumsdirectors Dr. Hettner 
über das römische Trier constituirte sich die orientalische Section in dem ihren 
Verhandlungen eingeräumton Locale. Der vom Vorstande der D. M. O. ernannte 
Präsident, Herr Prof. Gildemeister aus Bonn, eröffnete die Sitzung um 
11* '4 Uhr mit einer Ansprache, in welcher er der im Laufe des letzten Jahres 
verstorbenen Fachgenossen und Mitglieder Blau, von Chanikof, Savels- 
berg, Diestol, Reinke, Peiper, Lindgren undMurray ehrend gedachte. 
Man schritt hierauf zur Bildung des Bureaus. Auf Vorschlag dos Vorsitzenden 
wurden durch Acclamation ernannt: zum Vicepräsidenten Hr. Prof. Nöldeke 
ans Strassburg i/E., zu Schriftführern die HH. Prof. Prym aus Bonn und Prof. 
Jacobi aus Münster i/W. Schliesslich wurden einige Vorträge angemeldet, 
die Eintheilung der zu erledigenden Geschäfte besprochen und die Tagesordnung 
der nächsten Sitzung festgestellt. Schluss der Sitzung um 1 Uhr. 

Zweite Sitzung. 

Trier, den 25. Sept. 1879. 
I>ie Sitzung wird um 8% Uhr erofihot, das Protokoll der gestrigen Sitzung 
verlesen und genehmigt. Ersten Gegenstand der Tagesordnung bilden die 
Angelegenhoiten der D. M. G. Der Vorsitzende verliest den Revisionsbericht 
und erklärt, dass er nach sorgfältiger Prüfung die Rechnung in gewohnter 
bester Ordnung geftinden habe. Er hebt hervor, dass der Herr Kassirer sich 
um den regelmässigen Eingang der Boiträgo die grösste Mühe gegeben habe; 
während der neueste Bericht der Soci^t^ Asiatique darüber Klage führe, dass 
es dieser nach zehnjährigem Durchschnitte nur gelinge, etwas über die Hälfte 
der laufenden Cotisationen und ein Zehntel der rückständigen zu erhalten, und 
bei uns selber früher, z. B. 1863, etwas über 4000 Mark rückständig gewesen 
sei (vgl. Ztschr. XIX, 361), belaufe sich jetzt der Betrag der, übrigens durch- 
aus nicht unsicheren, Rückstände auf 500 Mark von 26 Restanton, die aber 



tUe Generaß^^^munp sh Trier, 



fant alJo Im Auslniidu , ivamentHeli im ( ^rierito , lohwi timl wohl imr rlurcli ilit» 
UiibtHiuotnlichküiteri. iler L'tibersondun^; kleiner Summen asur jtfo^oruiig Ycraiilitsst 
»oinn. Er boniitrinfe dfthoi* die Dechargirunp do» Hm. Kaj«sirerti nu^xtuipreeiian, 
wolchor Antrag oinfttimmig niigünommen wird. Herr Prcif. E. Kuhn mfcirirt 
ülfor dun Stand der Jalirosberitrhto , von welchen das sswclto Hüft Tiir 187ÖJ77 
\m Druck« vorliogt, Herr Goh. ß. Floi scher gicbt dorn Diwikö der Ou»oH* 
sL'hnfl liioi-Tür Ausdruck, dio Vorkam uihinii; fi^nohmigt die v«n Kuhn wind 
A Miillt^r vorgoLegten „Vorschlage für dio NruK<>,staltimK de» Jfthrt's.hurifhLs" 
und ««rkljirt ihre Uebönjlnstimmuiig mit den in I entvuckclton Gruiidaatxüii. 
Auf Um l*roC Kuhn'» Ajitrug wird ferner beichloR^on, di© „Varftcbli««" 
ihm ProtukoU boizutjobcni und SoporatHbKÜge xur allßnfkllaigen Vcrthüihine an 
MitiirhoikT anfortigofi ku lOÄSon '), 

llicriiuC hfiU Hr fieh. H. Fioischer solnttn bereits ' Rugokütidigtwi Vr»r- 
trng „Uoher dio in Beirut ontcheinonde arabiacho Eneycluplltdio*', Nach Be- 
endigung deftseibün V€rUe»t llr. Frof. A, Müller den IJihllothoksboricht •) Bc»r 
in domatdbon cnthaltenü Antrag: „l^itJ Gouoralvei'Sttinmiajit« der l>, M- ö. wull» 
„den BibIiothi«kiir omiüchtigün , dio von ihm voniiii»»ton und hishur nicht nuf- 
„gufundouon Nummoni der Bibllothok su c«Ä»ieron. Soforn oino NcuaitiU^hafruii|p 
„fiii.s dorn vuu dorn Gi^ssrnrnlvorstAndo zu diosoin Zwecke im vorigen Jidiro 
„bewilligfcon Funds nothwendig vrsuheinun suUto,, orful|(t diesulbd unUT au»- 
„drücklichor Erwiihnung u\ den Acco»sii»n»li.Htüu der Zoitsehrill", wird an- 
gunommcn. Die Genoralvor^aminlung »prieht Ilrn. Prof. Müll er für »oino 
buihungo milihovnlliA uiid erfolgroicho bibliolhekanitciho Thätigkäit ihrc^n Dank 
aus. Nachdiim noch Hr. Prof. Nöldoko mit mnigen Worten «ur Subsrriptidia 
auf dio PubUcAtionöu der PAlaeographical Society, Oriorital Si'ric» , uufgüfordort 
hat, worin or von Hru, Geh. R, Fleischer mitcr<itülzt wird, erthcUt dor 
Vor^itzondi" llrn Prof. llulevy aua Paris da» VVurl zu einem Vortrago „ITebor 
diu Eiitattibuag der skimitbi-hen Vocalasefchcn'', wolcheü derselbe in franzosischof 
Spruche hält 

Nach Fuststollung der nilchston 'rugi'swirdnung wird dir* Sitjsung um 11 llir 
goachlosscn. 

DrittG Sitzung. 

Trier, den 26. Snpt. 1870. 
Beginn der Sitaung; ntu 8'/4 Ulnr. Do» ProtokuU der gestrigen Siixung 
wird verloiien ond genehmigt. Dur Vorait^endo legt da« im Drucku ubon 
vollendoto \. Heft der Zoitachrift und fernur das vom ullgomoinon Prtisidium 
dor orientaiisrhüM Soction überwiesene Buch von G. öpport „Ou Iho C1nj(«i- 
ficatioii uf Longuagea" vor; da» lutztero wird auf Antrag dca Pra^ideiilßn 
der Uibliüthuk übergeben. Hr Geh. ii. F l e i » c h o r verUL'>»t dou von 
Hm. Prof. Schlotimann vorfa^stan Secrotariataberieln^) — Ferner ▼or- 
lioAkt Jlr. Geh. K. Fleischer den Kedactii^msbericht des Hm. Prof L o t h *), 
wt'Jchei- von dem Furtgango der Zeitschrift und der übrigen Püblicationt-n der 



1) Uieae „Vonehlägo" fmdeu ^iiiii »1» „GrundnAtze Hlr di« Nengestnltiing 
de* ,JAhn>fib«Ticiits" in llef> l rje» .Kalir*'slji*ricUlji, 8, Vlll ff. 2> S die U«»!- 

Inge IV 3) S. die ileilage C. 4) S. die Btdlni^c A. 



^olfnr. Bericht über die 



im 5R-ÄSr. 



Kenntzd«« giebt. Die Oeneralvenamnilunf spHchi auf Aobug des 
leciten Hrn. Prof Loth. der nAch ^chsjiUiriger Amtsföhnmg «lie RodÄCtiün 
noiimehr idedoniilttgen 'wünscht, für seine erfol^oicho luiii laug)iihng& ThAtig- 
bei der Rodaction der Zettschrift ihren vollen Dank »us. Es wird hiorftuf 
NeowAhl des Vontande» ge^ichritteti. Den Statuten g^emiv»^ si'heidun an^ 
die Herren Fleischer, Loth und v. Roth. Vor der W&hlhajidlaug ^iobt 
^ Geh. K, Floiscber dio ErkULriiog nb, dnss er in Anbetracht aeines Alt«Ts 
>d «einer uiderweitigeo AmtspOichten eine «fcw«. auf ihn JAlloude Wahl nicht 
len we(rdev dass or dahor die Versammlung bitte, von it(4ner Wiederwahl 
I SQ wollen; die Zwecke der Gesellschaft in joder Weise zu fordern, 
er nach wie vor stets g«ni bereit sein. Auf Autraju; de« Presidenten 
die Oeneratversammlang , ndä» .«lie mit dein griüMsten Bedauern den 
ilnas dos Hm. GpH. R. Fleischer vernommen habe, ditsu äo jedoch 
Motive glanbe achten eu müssen , und ihr aur übrig bleib o^ dcinselbtin 
»eine lanigälirige, im höchsten Grade ▼erdienstroiche Thütigkeit im Vor- 

Namen aller ihren ehrerbietigen Dank aiiäza»prechen". 
Es werden 15 Stimmaettel abgegeben; die Herren Loth, v. Roth tuid 
Wtndiscb sind eiustlimnig gewählt, bezw. wiedergewählt. Der Vorstand be- 
steht demnach geg«nwiSrti|^ aus folgenden Mitgliedern: 



Gewählt in Wiesbaden 1877 
Jälg 
Krehl 

Aug M niler 
Schloitmann 



in Gern 1878 In Trier 1879 

Gildemeister Loth 

Nöldoke v. Roth 

Pott Windiich 

Wü&teufeld 
Ea folgen nnn dio beiden VortrSg© de« Hm. Pr-jf. Oppert „Uober dio 
rragmeuto der Epopöen, welche die Sohopfimg und Siiittluth uuch babylonischcir 
betreffen" und des Hm. Prof. Strack „lieber Abraham Firkowitiich 
"mud den Wertb »einer Entdeckungen** *). 

Da die Wahl de^i nächsten Versammlnngsortea noch nicht erfolgt ist, so 
wird e$ dem Vorstände der D M. G. anheimgegobon , den njlchstj&hrigen 
Präsidenten zu be-stimmen^ 

Nachdem Hr. Prof. Oppert dem Priäsidiom den Dank der Versammlung 
iprochen hat^ das Protokoll vorlesen nnd genehmigt worden Ist, schliesst 
Vornftaendo gegen 11 '/t ^^^ ^^ Sitzung nnd mit ihr die diesjährige 
lenüviznnini&ltidg. 



ßeita^p A. 

Bedactionsbericbt zur GeneralveTTsammlung 1879. 

Lelpiig. d. 20, September 1B79. 
IMe Redaction !srt diesmal im Stande, der Vpr«iiumnlu«g d«?n Jahrg-ang der 
SSeltsehTift fertig vin^ulrgen Der XXXHl. Band entljült 4C Bugen Text 
mit 6 Tafeln^ 



1) B. unten S 163—168. 



VI IVotohollar. IJe^irfit ilhtr die Generoh^^rKmnmlunfj a« JVicr. 

Von den A bh «in d luug;oti für cIIh Kunde de« Morgonl» tides bt 
die bereit» im vvHg«>ti Bericht atigekiiudigte Ausgiibe doa KAlpa&fitra von 
Prof. Jmcobi zu Aalkng: dlc^c» Jahres Qr»chi6Qon. Dia aweite Nummer des 
Vtl Bandes ist ihrer Vollendung nahe: »e cmtbilt Abbd Martina fVansJiHiaeho 
BflHrljoitun^ der «yrischen Metrik des Biachofs Jacob Yon Mar Matthai, 
eiuQA der henrorragendsteii momiphysitischen Gelehrten zu Anfani; dos 13. Jahrh. 
Dieser l>actat ist abi die eiozigo auf um j^ekommoni.« tiltere und wirklirh 
originale Darstellung des Ocgenstaudea von besonderem Interesse. Der syrbebe 
Text i»t vom Herausgeber nach den 2 Hand»c)iriftpn von London und Oxford 
pegebeu worden. 

Die übrigen Publicationen der Gosellscliafl anlangend, ae bt die 
schon vor Schluss de« vorigen Jahres erfolgte Vollendung von oweien deraelben 
EU erwähnen: von Bolle usen^s Aufgabe des Dramas Malavika und Ag* 
nimitra und von S ach aus Edition der oriontaliiiehou Cbronoloi^e de« Berfini, 
die letztere von einer umfauenden Einleitung und einem doppekou ReaMndex 
bogleitet. — Von Jahn's Ausgabe de» Ibn Ja*i» bt da» 4, Hefi ersclneuen, 
und das 5. gegenwärtig bb zum 85 Bogen vorgerCickt. 

Der Redacteur erlaubt »ich bei dieaer Gelegenheit , allen denen , welch« 
ihm in seiuer »chwierigon Amtsführung zur Seit« gestanden und ihm dioaotiM 
— sei OS durch ihre thättge Mitwirkung, sei es durch ihren unentb ehr Höhten 
Rath — Uberliaupt ermüglicht haben, hier noch einmal seinen nufrlchtlgrt 
g«flihttcn Dilti k uusxiup rochen. 

O Loth. 



Beilage B. 

Bibliothekshericht 1878—79. 

Bevor ich den BoriL-ht «kr Bibliotheksvorwaltung fHr das abgeUufene Jahr 
erstatte, habu ich «ine Pflicht der Pietät «n orfUllcu, indem ich dem von Seiten 
unseres Herrn Prttsidenten den h(iimgegan|?t'tu<in Milforschem pewidmeten Nach- 
mft ein kunse^i Wort «.Is Vortrotor iiusoror Biblinthok hitrzufii^e Unter der 
grossen Zahl von Freunden und Gomiom, welchen uusoro Sammlungen Ihr 
Bestehen verdanken, ist Keiner, der ibnen ein energischeres und nachhaltigere» 
Interesse gewidmet hätte, als der verstorbene Blau. In unserer Bibliothek hat 
er seine reiche wissenschafUicIu* Thiltigkeit unter »eines Lehrers Rödi^er Leitung 
mit oilriger Arbeit au der dainnligeii ( irganisation begonnen« uinl oa ist als hiUe 
er während der gansen vielseitigen Entwicklung, welche sein schneidiger und 
kUImer Geist nacliher gcncim,ra*"u, diesem Anfange» stet** mit besonderer Vorliebe 
sich erinnert. Wo er auch weilen mochte, in Porsieiu Trapoaunt, Seri^evo oder 
Odessa^ überall hat ur für onsero BihläoÜiek gesammelt, den grössten und wcrth- 
vollsteu Theil ut^serür MÜnaen« mancherlei Bücher und Handschriften verdanken 
¥nr seiner Liberalität, abgesehen Ton den interessiuiten Stücken, welche er 
wihrend iteiner grossen Reise im Auilruge des Vorstandes für die Gosellschaft 
erwarb. Noch Im rorlgeu Sommer hatte ich ihm flir die freundliche Bestimmung 
einer Anzahl von Münzen zu danken; niemand hKtte bei der damaligen Begegniuig 



■^e«cr kWifUjji^u, «idiercsn uu<l im licston Sitinp dm Worte* olcßuntcit Var- 

wit ilIjucii ktmuou, was niis kiiutn eiti hulbes jÄlir Äpator in so tr«uri^«*r 

WpIm QboiTuch«!! sollte. Diu FAhigkek dankbarer Erimierung wird jeder in 

Ichvn FiUJon kU eine der woliUhucndstcui G»ben der Vorst'butig üinpfindof». und 

ikbttTo Erimiornng wird iuabt\<n>iidro ii» thim kleinen Kroisi* nnsdrur Itibliotlmk 

IIi«ini(^og»nii:one'n orhalton bleiben. 

An tins Ist es ftb^r auob« dio Vörmächtnisiso der Vorgan^onbeit, zn bowrihrr^i 
und OAch Krflft<?o der Ocgenwwt djomttbar zn maclien. Was in dioHtim Siime 
vikrond des vergangenen Jahres Boitens dor BibUötboksvorwRltiiiig bat g^osclwbcm 
kocmeiiT bt ziuilchst die Wüiterfiihrung» beziohungswoiNO Vollendung; dor in dura 
lMit«a Berichte vorifeseiclineten Arbeiten gewesen. t)Aü Mmnisfript de5 luu'b 
SprMboi» Xtnd WinftenAChaftco geordneten Katalogen der Dnickncbrir^on hefitiirlrt 
■ick Tullstündig in der Druckerei, und ieh firlanbe mir. die emtoti AushÄngtH 
bogen ihnen hier vonsiilegon. I>cr Druck wird niüglicluit .«H'hueU gofurdort 
wondkiti und der Katalog i^pfitcsten» im DoeemboT tm Versendung bereit tti'm* 
wolrhe am besten zusammen mSt dem 1. Heft des 94. Uandeä der Zoitscbrifl: 
«rlnlgen dörfte; der Umfang wird doch etwa 12 Druckbogen bolragoii , und 
damit ui«>ge die etwas später als leb voransgosobon luate erfolgendo VolIoiuluDg 
«Btrtvbubligl werden Da dii* Hinrichtung dio^e» Katsdogci leichte Uf^bor- 
sSchÜiehktiit dwr cinxelncu Abtbeilnngen noch fiir längere Zeit ermöglii lit, knuji 
•r. wie schuh im vorigen BHürichte in Aus-sieht genommun, vorläufig mit «km 
jvwoUigen Kachtdigen voTsohcM die Stelle des Kealkntalugos mit v^rtroteu^ der 
f&r den täglichen Gebrauch auf der Bibliothek bcstimrato rein alphabötiieh© 
Nomümlkatatog ist obcnfalL» fertig. 

Auch diu Ordnung und Dichtung dvr zweiten Abtbeiluug der i^ammlungon 
(flajQrbehri/len. Münaen u. dgl,) i»t inzwi.sebon vorgonoriiinen worden. Von thn 
dabei sich ergebenden Defekten betroiTan dio meiitton aUorband Klc^iuigkoiten 
und Curiuaitäten geringem Intere&ües, wenige sind erheblicherer Art. In einigen 
Kitlen hat augenügeudo Beioiehniing der boitigliehen Gegonatiiudo im Acccsüions- 
vorseichuis dio delinitivu Vcriftcatiinv erschwert oder tunmiigtich gomacht. Kinon 
aiuftthrüchon und volbtändig beschrelt)en(ten Katalog <iiesi*r Abthuibing her- 
aostellen wird mir hoflentlieh in nicht 2U i'erner Zeit giilingi^n, du dur rmfnug 
4t« ivausvu immorhin ein Kiemlieb be2>«brankter ist. Natürlich hangt aber di(»( 
Untoniehmon von der Ttieilnalmi« ab, dio e» in den Kreuzen der 8peeiiilitfteu 
Andot. au welche ieh mich für mnnehe mir fem liegende Dinge zu wenden 
haben werde. 

Die AujifUUung der in den Ueatäuden der lUblttithck humorktfjn LiU;kiin 
bt Mifort nach der vorigen Versammlung in Angriir genommen und mit mulst 
b«(nf<digeudom Erfolge bis jotyit fortgt^ttihrt worden. Untieren (lesuelien um 
Kathlieferung früher nicht eingegangener Thoilo der ver»ebiedonen Serien von 
JCeitscbriilen d. dgl. sdnd manehe Goauthebaflen — wie die 8ocietö asi»tji{no in 
l*ari»t die Hmithjiomon luätitution in Wasbingt4>n, die K. FrvuNv^fisit'he und die 
K- Uaynriaeho Akndemio — sogleich auf das freundlichste entgegen gekommen, 
Andre Verhandlungon gleicher Art »ehwoben ««ch , wie donn tiberhnnjil diuso 
Art der VervolUtlndigung naturgomass nur hingMim vorschroilen kann. l>ie 
0(^«kt4«. weicht« »ich unier den nach den Ai"i'i\iaioiL»»li.iiten bei der lUblifitbok 
«tttg^angetien Büeheru gezeigt hatten, siud durch nnchtritgliche AufRndunt; dor 



YlII ProtvkiAijtr, Bermht üf/cr tUe GentTiUneritammlnwf sn 7)ier, 



bestigliehon Stiicko in llMxy und Loipw^ gronstonthöils orlertlgt. Vou den nocli 
fehlenden Nummorn siiul nur citrAolnp vorhiiltnismjissig ürhublich. Wann und 
wio dioäolbon in YorluNt gurnthtiti» lässt sich schwerlich fc&btollou, doch mu« 
ich homorkou, daas verscliledouu dieser Defekte mit Bofttimmthoit ikls hehr «li 
luid vornmihUch durch die Art dos niAiinigfaohon Wechsels in der BihlioUitikä- 
verwiUtUDg mit voranliuat boxoichuot werden müsüiüu ; iiuch sind AuK^ictiou 
vorhanden, daüa bei den AceoMsionaliateu, wie loicht heffreillkh und ontArhaldbnr, 
golegontlich Voriiolion iinterg^aliiurcii tiind, welche dieselbon uii>ht in edhm Faüun 
lüa voükummcn zuveirlJUtdgB Oruiidla^^e Tür dio Cüntrolo dm Einzelnen urscheinen 
Iji&ion, uro so molur, alb bei der uufirdic tisch cm und verwiTTendun Najneriuruiig 
miuichor , bosoudcrs frauzösiscbcr nnd iutiiäcbor Z<>it»cliriftcu , ¥rie ich lin mir 
iolbst bereits verschieden tU<^h erf&lsiren habe, Vorsehen und Vurwochilttiigen uor 
£u leicht »tAttiinden können. Jedonfulls dürften von einer weiteren PortfttttMUlig 
dor büKÜgliuben NRchforschungen , die nun sich bereits Clbor fast «woi Jahre 
erstrecken, keine neimensworthon ReaultHie mehr zu erwnrton sein, und ich 
urUulDO mir dnlior, foJj^endtn Antrug au stellen: 

„Dio Genoi-AlverMunmlung der D. M. G. wullo den BiblioÜii-kjir 

„ermächtigen, die von ihm vennissten und bblier nicht iiufgufundcuen 

„Nuinmcni der Bibliothek eu vaaaieren. Sofern eine NeuansuhiUTung aus 

„dein vun dem Geswnimtvorstande zu diesem Zwecke im vorigeu Jubre 

„bewilligten Funds nothwondig erschoinoa seilte ^ erfolgt fUoselbti unter 

.^insdrüekliehcr Erwähnung in den AcceAsionslijsten der Zcitsrlirift.'* 

Letztere Anordnung wird nothwendig sein, weil der gedruckte Knttüng nur 

dia wirklich yerhfindonen Stücke aufHlhrt, die Mitglieiler ube von der Aus- 

fAüung der Lücken in jedem Falle au unterrichten sobi dürften. 

In Betreff des Aeusserlichen ist selifivsslich noch su berichten, dass ich dem 
von der v<»rigon flejioralversammlung gcbilligtfju Örundsatae gernJiss f«»rtgof»bren 
hnbe, alle IJücherbostiitidu einbinden zu lussuu. Wenn diese Arbeiten nocb 
nicht volUtinidig abgeschlossen sind, su liegt die Schuld lediglich jui dem schon 
im leUituH Borichte urwühntou IJinali»nd«, diisa ich mich durch die HUckt»iclit 
auf soliden und wenigstens nicht altau geschmAcklosun Kiiiband auf eine oiiuigo 
BticUbiiidoroi in llnlle beschrÄnkt sehe, deren Lüistuu(C»r»(higkeit kein rascheres 
Fnrlacliri'iien gestattet. Doch restioren jetzt nur «och ca. 3 — 400 Ntimmurn. 
welche nntürlicb so schnell kIs möglich erledigt werden Äollon. 

Her ZuwKclis, wckhon die Bibliothek im vcrgttngonon Jubre L-rliaUnvu, ist 
ein verbHltui!imü»!«ig nicht unbefriedigender; ujiter den Fingj'ingeu stud vou 
horvorragendem Interesse u. A. die neuen Bünde dcii Indischen Archaeological 
Survey, die von der Indischen Postverwaltmig vorOfTontlichlon Scbriftprobeti, die 
Oodenkbiicher dor hunderyfthrigen Jubelft^ur dv» BHt-nvian»ch (TuuuoLHcItiq» und 
einige Neosyriaca, besonders diis Eviingcliariuiii in dum bisher norh nicht nalmr 
unlorsnehten lHubjkto v«« BlUhi Daiiübon mu*s ich fn*ilich db> nUv Klage 
HUcb dic>nn4l vrnoutrrii, das* mit wenigen Ati.Hnahmen die Oe»el!scbrtft!*niitgliodo? 
selbst Uirt^r Bibliothek scdten godmikun, zuweilen stdbst d;inn nicht, wenn dio 
ZeiUchrilt ihrer geducht hat 

Trier, d. 25. Sept. 1871*. A. MÜMer. 



ProU>koüar, Bericht über die Generalversammlutig ssu Trier. IX 

Beilage C. 

Secretariatsbericht für die Generalversammlung 
der D. M. G. im September 1879. 

Beigetreten sind der Gesellscliaft im verflosaenen Verwaltuugsjahre 20 Hit- 
gfieder and 2 Bibliotheken, nämlich die des Benodictinerstifts St. Bouifiiz in 
Mfinchen und die der Universität in Amsterdam. 

Zu Ehrenmitgliedern wurden statutengemSss durch den grosseren Vorstand 
ernannt die Herren Professoren Dr. Benfey, Dr. Dozy und Dr. Wright. 

Den Herren Professoren Dr. Rooss und Dr. Stenzler bezeugte der geschäfts- 
Ahrende Vorstand bei ihren 50j£hrigen akademischen Jubiläen darch eine über- 
sandte Votivtafol die Theilnahme der Oesellschafl, dem Enteren mit besonderer 
dankbarer Erinnerung an das Verdienst, das er sich einst unter schwierigen 
Verhältnissen um die statutarische Constituirung der Gesellschaft erworben hat. 

Von der Zeitschrift wurden an Mitglieder und Corporationen versandt 518 
Exemplare. Die Anzahl der ausserdem an Buchhandlungen verschickten Exem- 
plare betrug 145, die Gosammtzahl also 663. 

Aus der Geschäftsführung des verflosseneu Jahres ist zu erwähnen, dass der 
im September v. J. in Florenz versammelt gewesene internationale Orientalisten- 
Congress beschloss, den geschäftafuhrendon Vorstand der D. M. G. zu ersuchen, 
zur Vorbereitung des im Jahre 1881 zu berufenden internationalen Orientalisten- 
Ckmgresses die erforderlichen Schritte zu thun, worüber uns hernach die officiellen 
IGttheilungen zugingwi. Wir haben mit Beziehung darauf (auch mit Zuziehung 
des grösseren Vorstandes in Betreff einer besonders wichtigen Frage) eine 
ausgedehnte Correspondonz geführt; man wird es aber billigen, dass wir, so 
lange die Angelegenheit nicht zu einem gereiften Abschluss gekommen ist, 
weitere Mittheilungen nicht für angemessen erachten. 

Im Uebrigon werden die Angelegenheiten von allgemeinerem Interesse, bei 
welchen theilweise auch der Secretär als solcher mitzuwirken hatte, durch den 
Redactions- und Bibliotheks-Bericht zu berühren sein. 

Statutengemäss ist hier noch anzuführen, dass Herr Geh. Hofrath Prof. 
Dr. Fldscher das dieiyährige Fleischer-Stipendium, bei dessen Verwaltung der 
geschäftsffihrende Vorstand mitbetheüigt ist, im Betrage von M. 460,50 an 
Herrn Dr. Jaromir Kosut in Prag ertheilt hat und dass nach entsprechender 
Zahlung der Cassenbostand der Stiftung sich auf M. 9536,36 belauft. 

Halle, d. 15. Sopt. 187D. Schlottmaun. 



ProtokalUir. Bericht üdcr tUe (reHcralverwimtidtiHg zu Trier. 

Beilage D. 

Präsenzliste der orientalischen Seciiou *). 

•l) Prof. Dr. Fleischer, Leipzig. 

*2) Lic. II. Outho, Leipzig. 

•3) Dr. E. Ilaltascli, Dresden. 
4) Dr. II. Wenzel, Mwnx. 

*5) Prof. Dr. Gildemeistor aus Bonn. 

%) Prof. Dr. Lefmann aas Heidelberg. 

*7) Prof. Dr. Kautzsch aus Basel. 

*8) Prof. Dr. Keusch aus Bonn. 

•9) Dr. W. Fell aus Oihi. 
•lO) Prof. Prym aus Bonn. 
*11) A. Müller aus Halle. 
*12) Ernst Kuhn, München. 
•13) Prof. Budde, Bonn. 
•14) Oberlehrer II ollen borg. Moers. 
•15) Ilorm. Jftcobi, Münster i. W. 
•I6) Heinrich Zimmer, Berlin. 
•17) Dr. Heinrich Uhle, Dresden. 
•18) Prof. Dr. Hermann L. 8track, BerUn. 
•IJ») J. Halevy. 
*2Ü) J. Oppert. 
♦21) Th. Nöldeke. 
*22) J. Dümichen. 
•23) A. Lützenkirchen, Leipzig. 
•24) Director Dr. Oberdiek, Münster in W. 

25) Dr. Hölzer. 

26) Conroct. Dr. Li essler, Dresden. 

*27) Dr. Piasberg, Kector aus Sobernheini. 

28) Prof. Loy, Oberl. aus Saarbrücken. 

29) A. Weber, Lehrer, Trier. 

30) Dr. Fränkul, Lehrer, Trier. 

31) Ritter, Königl. Bau-1(ath zu Trier. 

32) Dr. Nu SS bäum, Lehrer, Trier. 

33) Reich ard, llauptlehrur in Trier. 

34) Dr. M. Krummacher, Cassel. 

35) Dr. A. Freybe, Parchim. 

36) Dr. Kühl, Prog. UecUxr, Jülich. 
•37) H. II übst- hm an II, Prof., Strassburg 



1) Die Aufführung erfolgt nach der cigeiihantligon Kinzeiclinung. Die mit 
• Bezeichneten sind Mitglieder der D. M. (!. 



XI 



Personalnftclirichteii. 

AI5 ordentliche Mitglieder sind der D. M. Oesellschaft beigetreten: 
Für 1879: 

974 Herr Dr. Heinrich Weniel in Strassburg. 

Für 1880: 

975 ,. Z. Ck>n8iglieri Pedroso, Professor de Historia no Corso Superior de 

Lettras in Lissabon. 

976 .. Stud. litt. Or. W. Schrameier in Leipzig. 

977 „ Dr. Hermann L. Strack, Professor in Berlin. 

978 r* Dr. Iznnuuiuel Low, Rabbiner in Sxegedin. 

979 Alfred Caspar!, Stadienlehrer an den Königl. Bayrischen Militär- 

bildungsanstalten in München. 

980 „ Fr. Fraidl, Professor der Theologie in Qraz. 

981 „ Dr. med. A. D. Mordtmann in ConstantinopeL 

In die Stellang eines ordentlichen Mitgliedes ist eingetreten : 
Für 1880: 
Die Nationalbibliothek za Palermo. 

Durch den Tod verlor die Gesellschaft ihr correspondirendes Mitglied 
Herrn Dr. A. D. Mordtmann in Constantinopel , f den 30. December 1879. 

Ferner die ordentlichen Mitglieder: 
Herrn Dr. Th. Haarb rücker, Professor in Berlin, f den 17. Januar 1880. 
„ Dr. J. A. Valiers, Professor in Oiessen, f den 21. Januar 1880. 
^ C. Mayreder in Wien, f den 27. Januar 1880. 

Dr. Ferdinand Benary, Professor in Berlin, f den 7. Februar 1880. 
^ Dr. A. Schmolders, Professor in Berlin, t den 21. Februar 1880. 



Eintuütmen u, Au^gtiben der D, M. G, 1878. 



XIII 




o 2 




XIV 



TerzeiehnisB der bis zum 31, Decbn 1879 fttr di« ßihliothek 
der D. M. G- eingcgaiigeoeii Hcliriften u. s. w. '). 

(V^'l *Vw Nacliriehteti Hlior Aiij^pl«?iK"iihoit*ui dor 1» M O zu B«I. XXXItl 
S. XXIV— XXXL) 

I. Fortset luugon. 

Von d<«r KaLsorl. Russ Akwd, d. WJ*s, zu St. Petorsbuiif: 
1, Äu Nr. 9 [28]*). Hulk'dti <le l'Acadtmi*? lm|>i'riiiIo dos wioiice« dn Sl Pc-tPrs- 
bonru Toinri XXII, iio 4 i".l ditrnirr (foiiilleft 32^30). Toino XXIII, no. l 
(fHuilles l — U). Tomo XXV, no. 4 (feniUos 21—32). no. 5 c»t dt^rnier 
(ffliiillw 33—36). Fi»I. 



Vim der Doutschcd MurgenlÄndLsL'lion (losudlschalt: 
2.- Zii Nr. 156a |7I1. ZoiLschrm dor 1> M. « IJd XXXIII. 
Leipzig 187 !>. B. 



Ift^ft 8 lind 4. 



V<in dür Krmigl. Llsiyw. AkAd. d. WiKHonjidi xu Müiiclictn: 

3. Zu Nr lH3ii|2|. Atduiridliin^on dor philos 'phllol. Ct drjr K Buyor. Akad. 
d. Wiss. FünlVfhuti'ii U<ln. nntte AbÜKÜliirij^. In dr^r Ueilic der lli'-üikM-hnfU*)! 
df^r LIL Hd. München 1«7<J. 4. — Zu Nr. l«ab [3]. Vtyhvr Ciild.'rou» 
Sibyllo tloM Oriünl* Fastrodo, j^ehaltoii \n dor k. b. Akad. d, Wbw atn 
28. Munt 1879 von Wilhelm Meyer, Münclioii 1879. 4. 

Von der Aüi*tl»ctiQn ßoüoUscliiift in PariA: 

4. Zu Nr. 203 [1&3|. Jimnittl Asiatitjue SoiitiömP Siirio. Tumo Xlll. No. 8. 
Mars. Avril. No. 3. Mal .luiu, Tome XIV. No. l. JaWUi No. 2. AoÖt. 
84'!' tt"«!*»^ 1879. 1'aH.s. 8. 

Von der D. M. O durch AuAtausch: 

5. Zu Kr 2f>0 [124 19| Codice» Orloutalos Hibliotli^cm« Ro^ao FlafnipHKis . . 
c<nuinomti at de«<cnptl P*u*» altora. Codiecs ilobralvos ft ArnbiciM cou- 
Unons. [Edd. OUhatuen et AftJtrcnl K«p«'iibÄK«" lt*ÄI. 4. 



1) IHe goährton KinMindcr werden ofüiicbt, dio AiifTübninK ihrer Oeäwhpnko 
in dlp-^i^iii furtbiiiftvndon Vor/<*U'luiiH<i xugleiidi (lin den von der Itilj)ir>tbf*k aiiA- 
KOütoilteii Kinjifnn^'^ssL-btMii zu bolrnivhton. 

l*Jo lliblinthok*vorwaUunK tlm P. M 0. 
Frc»f Milllor. Pn.f. Floiscbi^r 



2) Di<' in «^ckitjo Kbtmaiprn gosehlnsAoiKiii ZifliTn üitnl .IJ* 
Nummoni doH (^tHlriirkti'ni KiUabtg'oit. 



IwTifi'ndpn 



Verz. der für tue Bibliothek cUsrD.M. G.eifigeg. Schriften u.n.tr. XY 

Von der Kaiaerl. Akad. d. Wiss. in Wien: 

6 Zo Nr 894 a [13]. Sitzunf^borichte der Kaiser!. Akad. d. Wiüs. PhUos.- 
histor. Cl. XC. Bd. Heft I— II. Ul. Mär«. April. Mai. Jahrg. 1878. — 
XCI Bd. Heft I. U. Juni. Juli. Jahrg. 1878. — XCII. Bd. Hoft I. 
II— UI. OctolHT November. December. Jahrg. 1878. — XCIII. Bd. Heft 
1— 11. III— IV. J&nner. Februar. März. April. Jahrg. 1879. Wien 1878. 
1879. Gr 8. — Zu Nr. 294 b [14]. Regwter zu den Bänden 81—90 der 
SiUnngsborichtc der philos. - histor. Cl. der Kaiserl. Akad. d. Wiss. IX. 
Wien 1879. Gr. 8. 

7 Za Nr. 295 a [2864]. Archiv fllr Österreich. Geschichte. Siobenundfünfzigster 
Bd. Zweite Hälfte. AchtundTdnfidgster Bd. Erste Hälfte. Zweite Hälfte. 
Wien 1879. Gr. 8. 

8. Zo Nr. 295 f [2876]. Fontes rerum austriacarum. Zweite Abth. Diploma- 
tjuia et Acta. XLl. Bd. Erste Hälfte. Zweite Hälfte. Wien 1879. Gr. 8. 

Von der D. M. G. durch Austausch: 
9 Zu Nr. 501a [202]. Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, herausg. 
von //. EvpaUl^ C. V. d. (Jahelentz, J. G. L. Kosegtirtenf Ch. Lassen, 
C. F. Nemrumn, E. Hödiger und F. Rückert. Bd. I— III. Götängen 
1837 — 1840, — Id. hrsg. von Cltristian Lassen, Bd. IV— VII. Bonn 
1842—1850. 8. 

Von der Königl. Asiat. Gesellschaft von Bengalen: 
lo. Zu Nr. 593 u. 594. Bibliotheca Indica. OldSeries. No. 239 [970]. The 
Suhiti of the Black Yajvr Veda, with the Commentary of Midhava Ach&rya. 
Ed. by Mahesachandra Nydyarntna. Fase. XXX. XXXI. Calc. 1877. 
1879. 8. — No. 388 [1081]. The Mim4risi Darsana, with the Commentary 
••rSivanaSvAmin. Ed. hy Mafiesachandra Nydyaratna, Fase. XIV. Calc. 

1877. 8. — New Series. No. 409. The aphorisms of i^ilndilya, with the 
Commentary of Swapneswara, or the Hindu Ooctrine of Faith. Translated 
by E. W. Cowoll. Calc. 1878. 8. — No. 410, 417, 418, 419, 422 [1062]. 
Cliatarvarga'^ChintAmani by Hemidri. Ed. by Pandita Bharatachandra 
Sirifmaui. (Fase. X. by Pandita Togesvara Bhatt&ch&rya, and 
Pandita K4m&khy An&tha Tarkaratna.) Vol. U. ' VraU-Khauda. 
Part. n. Fase. VI. VII. VIII. IX. X. Calc. 1878. 1879. 8. — No. 411, 
412 [742]. The AkbamÄmah by Abul Fazl i Mub&rak i 'AUämi, ed. by 
Maulavi 'Abd-ur-Rahbn. Vol. U. Fase. III. Calc. 1878. Fol. — No. 
413. 414 [958]. Sima Veda SanhitÄ, with the Commentary of SÄyana 
AehArya. Ed. by SatyavraU Simairami. Vol. V. Fase. VU. VIII. Calc. 

1878. 8. — No. 415, 416 [968]. Gobhiliya Grihya SAtra, with a Com- 
mentary by the Editor. Ed. by Chandrakdnta Thrktilankdrii. Fase. 
VUI. IX. Calc. 1879. 8. — No. 420. The V&yu Piir&na: a System of 
Hindu Mythology and Tradition. Ed. by Ri\iendraldla Mitra. Fase. I. 
Calc. 1879. 8. — No. 421 [1029]. The Agni Purina. A CoUoction of 
Hindu Mythokigy and Tradition. Ed. by Jhije/ndraldla Mitra. Fase. XIV. 
Calc. 1879. 8. 

Von der Königl. Geograph. Gesellschaft in London: 
11 Za 609 a [2626]. The Journal of the R. Geographical Society, Vol. the 
fbrtyeighth. 1878. London. 8. 

12. Zu Nr. 609 c [2628]. Proccedings of the K. Geographical Society and 
Monthly Kecord of Geography. New Monthly Series. Vol. I., No. 7, July. 
No. 8, Angnst. No. 9, Sept No. 10, Oct. No. 11, Nov. No. 12, Doc. 

« 1879. London. 8. 

Von der Königl. Preuss. Akad. d. Wissenjich. zu Berlin: 

13. Za Nr. 641 a [22]. Philologische und hl^itorische Abhandlungen der Königl. 
Akad. d. Wiss. zu Berlin. Aus d. J. 1877. Derlin 1878. — Aus d. 
a 1878. Beriin 1879. 4. 



XTI In-, i(sr für dif BMMhfl' th, ly.M, ti.eti 



jr.«r». 



14 Zu Nr, (!42h [2(iJ. Moniitsljoriclit «lor K. Pr Aknd»»mio dor Wi.VM^Mjiclmftim 
»n Borlin. 1879. M.ii. Juid Juli Aiij^usl. tioptcmbcr Octijbi>r. Nf»- 
vombor. 8. 

Von der L> M G, diircb Aiistaiisfh: 
15- 55ii Nr t*2ö [11(11 Ij. Litoniturguscliitlitf dvr Anibor Von thront lJi*«;iniit» 
bbi XU Endo dos zwötft'VU Juhrhuiidcrt» der IHsUtlirot Von llitntitur- 
PttrgittoU. Secb»t«r Baod, Wi<?Ti 1B55 4 

Von der KoiiigL AAiatiaclitvii ZvroJjjgwolUclmtl tu Itiimbjky; 

16. Zu Nr 937 {lliaj. The JounrnJ of th« ILunbiiy limiicb «f tlio K. Aümlic 
Soubly- 1878. N«. XXX VI. Vol XIV H<.mb)iy 187». 8. 

Vom der D, M. ö. durch Austauscb: * 

17. Zu Nr 1040 lil7g|. Tho AMiSto Yiyurvod» od by AWrc^ht Wehfir. Part 
UI. A u. d. T.: Tho ^Yauta:i&tra of K&tyayaua with oxtracU fraoi ihc 
t'<imm«tiUuH(Mi of Korkn und Y^jnikftdova. Burlin 18öÜ. 4. 

Von dfir Asiatbchon GosolUchaft von Botij^nlcn: 

18. Zu Nt. 1044 ä 1160], JvjunuU «jf tho A-siatic S«»tiety ofBongal Ne\v Sorips. 
Nu. CeXXIV^CCXXVIl. Vol. XLVIII, Piui I, Nn. I It. Piu-i 11, No 1 
iL 1879. Cfdir. 1H79 8 

19. Zu Nr. 1044 b (IGl), Proceodings ot tho Aj. Soc. of Jlcngiil No IX. 
Nuvomb^r, No X, Üoeomber, 1878. €»ilc 1878, — No l, Jnnuury, No IV, 
April , Ni>. V, May» No. VI, Juno, No. Vll, July, No, Vlll, AuKUst, 1879. 
Calc. 1879. 8. 

Von der D- M. G. durch Au*tftuacb; 
äO. Zu Nr. 1070 [ivn]. AvcMia die huiligon 8chnft«n der Purson übs 
vm\ Frietlrich ÜjHe^d. 2. 3. Bd, Loip*i(; iHüi». 186a. 8. 

Von dem Sinlilis*jn'scUtiii Institut: 
21. Zu Nr 1101 ft [aaj, Anuuul Ri3port of tho Bourd of Rugunt» of tho .Smith - 
soniun Institution * showing tho Operations, ojiponditurcjs^ luid oondiiion of 
thu Instilutiini for the yojir 1877. WashiniftJJii 1H78. 8. 

Von dor D. M. Q. dtireh Austausch: 

28. Zu Nr. it\h |174i)]. Über Artibicus i^üJil! JL^ U^ j^UÜlÜ K^ Ü 

jicu fntctti5 imiiorrttorum ot iocAtio ingenii»swiruin ju»ct«>rti Ahnu^Ln iWwt 
Af*iJniiiwi€iitH cti)^nominjiUi Klm-AraltHChah . . cd G, GniL J'Wf/hnf. 

Vnjrs prior. Bonn 18^2. 4. 

Von dorn liiitloriHchcn Vorcino für StflorniHrk '. 

23. Zu Nr 1232 :i |28W9| Witthmhm^jon de» bist«jr V*^rmns für SUuonnark 
XXVII liaa. Orm 1879 8 

Vtm der Bfttfl,viM'*chen (tuHLlbchiift für Künsto und WUsöiischaftiMi: 

24. Zu Nr. 14 2a a |ti7J VorhnndeUngon van hol BaUviiuisch GoiuMjUcbnp 
VH» Kun:»toti on Woten^ichiippen. lldu Doel Butavia 1826. 18de Iloel. 
Batft\4H 18yi 8. Dw! XXXVil Bataviii 1875 (Nach^elieTort.) Decl XL. 
Batiivia 1870. 4. 

SS. Zu Nr. 1422 b 168|. Notubni viui de »llgemw^ne on Btk»tworB-Vergnd«rin|fiMi 

VÄi» hol Batav Gf«»MJtsib. van K. on W. l>o<d XI. 1873, No. a «>o 4. 

ButAvia 18T4. 8. (Naehutdii)frrt j — Il*»el XVI 1878. No. 3 on 4 Bat.ivi« 

1879. Il«d XVII 1879. Nu 1 BttUvid 1879. 8 
26. Zn Nr 1 lö«; (09 j. Tydsdirifl vour Indboho ThäI-, Land- nn Vidkimkundo 

l>iMi| XXi. AÜev. g UiiLivbi 187 1 H (Naeh|{nlioriirt.) — D«ol XXV 

Allov. 2 3 BaUvia 1879 8 



u,ii.H\ XYII 



"Von der Geograph isc)ion GaselLschnft Cn Paris: 
Zu Nr. 15S1 [9620]. Ballotin de la ^ci^tä de Odographie. Avril, Mivi 
Juin. Jttillot. Aoat, Septembre, 1879. Park 187 !>. 8. 

Von der D. M. O durch Anstftuscb; 
• Zu Kr lfi44 |2604). Mittheilungen aus JaHtus Porthos' g«(^ftphi!M:faor 
An«t«lt &)>or wichtige neae Erfon^ehun^on auT dem Oesmnintgebieto der 
Ouügtaphio von jU Peiemumn^ 18 6a. XIL GothA, 4. 

Von dem Konigl. Itii^titate für dio Sprach-, Länder- and Völkorkunde 
vou Niodorlfiodisch Iiidieu: 



Bijdri^en tot de T»iaI-, Land- oa Volkenkundo van 
Viordo Vol(^eek5. Derde Deel. le 8tuk, 2e Stak. 
8. 



Nr 1074 [107J. 

[«derlMidüch In die. 

\ Gravetihitge 1879. 

Von der K&iäorl. Kua-iiüchon Arehüuhjig. Gosolbchftft; 
30. Zn Nr. 1771 (2279]. Trudy wosto^^n, otc^jeletign Imperat Archpolog^itosk. 

tObeccfitwa. *'*i»ftt' trot'jft. Cast' cotwurt^Ja. (Joät' wos*auya nait 3 TjifeUi. 
Saaktpoterbiirg 18&8. 1859. 1864. Gr. 8. 

Von dem Curatorium: 
91. Zu Nr 1831 (lijO|. Doü jüdiäch-theologische Seminar Fräuckebcher Stiftung 

Isa BroslAU. Am TAgo »eines 25jähr Bestfhuns , den 10. August 1B79, 
tmf. im Auftrage des Curatoriumn. Breslau. 9> 

Von der Kiuserl. ßus&ijichoa Arcliäolug. Gosellsehaft: 
SS. Zu Nr 2111 [228(1] Lzwje:>tij» Impcrnt. lii\&sk. Archeologii^esk. Obi^estwa. 
Tum HVf^un mit 7 Tivfeln, T«nn Hod'moi mit 12 Trifelii. Tom vros'moi mit 
12 Titft?ln. Sjiiiktpeterbnrp 1868. 1872. 1877. Fol, 

Von der Kakarl. Ru»lacbeti Geograph. GeiielLichaft : 
En Nr. 3944 [3598]. Soci^t« Imp. liusiie de Gdograpliie. S^auce pl<J^i^re 
lODMcIle du 3 Octobre 1879. (1 Quartblatt.) 

Vun dor Köiiigl. Bayer. Akad. der AViss. au München: 
Zu Nr. S3S7 {'J\ Sitxung.-»borichte der philos -philolog. und histor. Cl. dor 
k b Aknd. d Wiss. »u München. 1879. Hea l !I. 10. 

Vou der D M. G durch Auatausch: 
Za Nr 244i) [3573]. Essay» luid Leeture» chietiy ttn tbo HeUgion of tho 
Illn4tts. By the late H, H, \ViUo%\ . . coUectod and ©ditod by Heiultoüi 
Rost. Vol. n. London 1862. 8. 

Von der Kaiserl. A rciläolog. Commtssion in St. Potorsburfr : 
Zu Kr. 2451 |22i4]. Compto-rondü de In Comrai»>ion Irapdruüo Itusso 
Arebtolo^ue ponr Vann^e 1876. Avoc un ÄilAit. SL-P^tershourg. Gr 4. 
— Der Atlas daxti. St-P^ter^bourg 1879 Imp. Fol. 

Von der Kedaction: 
Zu Nr. 2452 [2276]. Bcroe arcbÄologi<iue. Nouvelle SMe, 20e aun4e, V, 
Mai Vn. Juillet. VUl, Aoüt. IX , Septembre. X. Octobre. XI, No- 
rembre, 1879. Pari». 8. 

Vom HorauBgeber: 
Zn Nr. 2647 [1532]. Al-Mttfa*?Al, optL-i de re grAmaiaticu Arabicum, auctoru 
Af/u'l- Knttkti Afühmäd hin *Onuir ZnituihMiHo. Ed ./. /*. ßn^'h. 
KtL H Cbriatittuta 1879. 8. 

Von dem hiatorUcben Voreine för Steiermark: 
2tt Kr. 2727 i29U&]. Beitrüge aur Kunde »teiermrirkiachor Geschichta- 
q[lliai«lk 10. Jahrgang. (Jra« 1879. 8. 



I 

4 



XVni Vcrz. der ßtdie Bmioihek derD, M, G ,funtjeg, Schriften,», ff. 



40. 



41, 



42. 



43. 



44. 



40. 



47 



48. 



49. 



50. 



51. 



62. 



Vcm dor Verl»gsbuchhÄnd!un||jr J C. Hiiirirlia: 
Zu Nr 2731» [«OO] ZotUclirift für ii|fypÖ.srl»<^ SiiTftche uad Altertburos- 
kuiidle, horftii*p. von C. li^ Lteptttug unter Mitwirkung von H. ßruff^trh. 
1879. Zwtntes lieft. Iirittos u. viortoÄ Heft. Loipiig 1879. 4. 

Von dor 1*. M. G. durch AusUiihCh: 
Zu Nr. 87 72 [lB2!lj. Cliiüdiu»cbe» Wörterbuch über die Tjirguniim vou 
J. Lej^y. 2 nxnde. Zw«ite imverinderte (Titel-) Ausübe. Leipzig 1876 
[1867—68]. 4. 

Von dor Kidsorl. UusalsolicD G«ofr*{ih. QoftoUseliiüt; 
Zu Nr. 2853 tt [2305|. Ixwjcst^ya Imper. Ruüsk. GDop-aH<:-etk Obsc«stwa. 
Tum XIV. Wypuäk pjw^i. Wypiwk &e«toi. (Alp habet. Keguitor tu Tom 
XIV.) Tora XV, Wypoak pcrwi'j*. Wypusk wturui. Siuiktpctarhurg 1Ö7», Ö. 

Von Prot Müll«r: 



4 



Zu Nr. 2Ub [3589]. 
Fri^irich BöUvfiCr, 



Noue ßxogotiÄch-krilischo Aehreulese zum A. T. 
1. Abüi. Lpx. 18ti3. 8. 



von dor Numb- 
Hmllii*hr Jvdi — 



Von der D. M. G. darch Austnusch; 
Zu Nr. 20&6 ll'M'i]. Tohsutche Spraakkuiut, voür hwt Nederlandsch BybeU 
geuouUchap vurvAiirdigd doar H. N. IMIH der 'Diuk, Eeratu Stak. (KlMiik- 
atebol). AmütorduB 1^64. 8. 

Voü der AmerikunUchoo Philosophisch on OonelUcbaft: 
Ztt Nr, 2971» [1071. Procooding» of t\w Ann'ricnri Phikisophip«! Stjcioty, 
held at Pliiliidolphla, for prouiotiuK Uüüful kuowlediite. Vol. XVIl. No. KU. 
Jwimiry t« June, 1Ö78. Vol. XVlll. No. 102. July tu Decuiiibor, 1878. 
Vol. XVIII (so). No. 1M3. January Ut June, 1879. 8. 

Vou dt^r K um iMu atischon Go&DUschaft in Wien: 
Zu Kr 3131 [327 8]. NuxrüsmntUche Zeitsfchrifl hr^g 
matbihcn GoseUscbaft in Wi«ti. XI. Jalirg. Zweites 
December 1879. 8. 

Von der Rodaction: 
Zu Kr. 3224 [21 88] Uama^pd. (Uubr. Wocbomchrifl, ar^cheinond in Lyck, 
rodig. von Uabb, Dr. L. SUhentuitm,} 187». Nr. 24—50. Fol. 

Von der D. ^.. O. durch A ustnuseh : 
£ii Nr. 345t} [^t><]' Aogyptischo ChroütomAthia von Lco Remiach. 
II. Lieferung. Wien 1875. Fol. 

Vou dBT V«rlag:ibuchbandlting F. A. Brockliami: 
Zu Nr. 3596 [2067 1. NoMhobr. u, chald. Wiirterbuch Hbcr dio Talmiullin 
und Midraschiui. Von J. Lcry. Npbst Beltrageu von IL L. Fleischer» 
Elfte Lieforujig. (üogeu 1 — 14 des dritteu Bds.) Lolpaig 1879. 4. 

Von dur PidaeogTttphical Si^uioty auf Subscription: 
Zu Nr. 3G.^ti [3438]. Fac»imlbs of ancieiit M.ss. OrioQtal Boriotk Part. IV. 
Ed. by Willium Wrkjhi, Loridou 1879. Koy. Fol (3 Ejuc.) 

Von der Ucdnctioii: 
Zu Nr. 3640 [2683]. Svciel^ du G^ugrwpliii^ commorcudo da Bordeaux. 
Uullutiu. 2. Särie. 3«.ann^e, No. 4 {oachgtjllefert), Ko. 13. 14. 15 &. 16. 
17 JL 18. lÖ k 20. «1. (12 fohlt.) 23. 24, t3, Juin — 16. Doc. 1879. 8. 

Von Herrn Profe«ior Dr. R. Oosch«: 
Zu Nr. 3642 [2386]. Catalogno of Bü<jks printod in tbö Bombay Prosi- 
dency. 18ß8, quarter 1 — 4; 1870, 3 [xwd verschiüdono Au>igabenJ. 4; 
1871, 1—4. 1872, 1. 4; 1873, 1. — öupplemontary CaUJopne &c. 186» 
atid 1870. Bombay. Fol. 



I 



I 



Yen, der für die Hihliothek der D, M. G.eiiufey. SchrifUn u. «. vr. XIX 

Von der Akademie dei Lincei in Rom: 
iS. Za Nr. 3769 [IS]. Atti della R. Accademia dei Uncei, anno CCLXXVI 
1878 — 1879. Serie tena. TranmuiÜ. Vol. Ut Fase. 7« ed ultimo. 
Oiagno 1879. Roma 1879. 4. 

Von der D. M. G. durch Snbscription: 
M. Za Nr. 3863 [2061]. Aruch completum auctore Nathane filio Jechielis, ed. 
AleX€tnder Kohut. Tomus secundns, fiuciculns primns. Viennae 1879. 
4. (3 Exx.«) 

Von der Regierung der N.-W.-Proyinzen, Indien: 

53. Zu Nr. 3866 [2390]. A Catalogue of Sanskrit Mss. in private Ubraries of 
the North-Westem Provinces. Corapiled by order of Government N.-W. P. 
Part IV. Allahabad 1879. Hoch 8. 

Von dem Deutschen Verein sur Erfiirschung Pal ästina's : 
5«. Za Nr. 3877 [18G]. Zeitschrift des Deutschen Palästina- Vereins. Heraus- 
gegeben von dem geschülsführenden Ausschnss unter der verantwortlichen 
Redaction von Lic. Hermann Guthe, Bd. II, Heft 1 u. 2. Mit 3 Tafeln. 
Heft 3. Mit 2 Tafeln. Leipzig 1878. 8. 

Vom Verfasser: 

57. Za Nr. 3889 [2881]. Espeficufi KajieHxapk Ha pyccKOMi 1 espeficEOMi» 
jRHxaxi Ha 5640 roxi [1879 — 1880]. roxi Tperifi. GocTaBHji I. H. 
FypjijiHx^ A. u. d. T.: 'n5i n"<iayi n-ooi") rcirai b«*iTO"«-mb. 

St. Petersburg 1879. 8. 

Von der Herzogl. Bibliothek zu Gotha: 

58. Zn Nr. 3890 [2405]. Die Arabischen Handsehriften der Herzoglichen 
Bibliothek zu Gotha. Auf Befehl Sr. Hoheit des Herzogs I^nst U. von 
Sachsen-Coburg-Gotha verzeichnet von Wühehn Pertsch. U. Bd. 1. 2. Heft. 
Gotha 1879. 1880. 8. 

Von der D. M. G.: 

59. Za Nr. 3937 [1666]. Anuales auctore Abu Djafar Mohammed Ibn Djarir At- 
Tabari. IH. Secüonis terüae pars prima quam edidit M. Th. Houtsma, 
L.eiden 1879. 8. 

Von A. Hartleben's Verlag: 
60. Zu Nr. 3939 [3429]. ülustrirte Geschichte der Schrift. Von Carl fhulmann. 
3—10. Liefenmg. Wien 1879. 8. 



n. Andere Werke. 

Vom Reoord Department, India Office, Presented by the Socrotary 
of State for India in Council: 
3M0. Buddha Gay&, the Hermltage of S&kya Muni. By Rdjendraldla MUra. 
Published under orders of the Government of Bengal. Calc. 1878. Fol. 

Von der Indischen Regierung: 
3961. Pspors relating to the coUection and preservation of the Records of 
Ancient Sanskrit Literature in India. Edited by order of the Govern- 
ment of India by Arckibald Edw. Gough. CalcutU 1878. gr. 8. 



1) Aach im EingangsveneicbniM lom 33. Bde. 8. XIX, Z. 16 Ut zu 
K^ben: Je 3 Exx. 



b* 



XX Verz. fhr für die BibUMfh 



f,SehrifUHU,A 



39G2. 



396B. 



3964. 



3965. 



39߀. 



39ei. 



S968. 



B«n- 




Von der A»iiituchon CtMellsclmrt von Bengalen: 
Index of ünmea of Persona and Oeo^«ii»hieHJ Nanica occurrin'^ lu llio 
Akbjir NÄmah. Vol. I. By Abnl K.«l i MnbArak i 'Alliiml, PuhlbT^^d 
by iho Asmt. SiM'icty of Bengnl. By Alauluri Abdur Rahim^ Cftlcutt* 
1878. Fol [VgJ. Acc. Nr 694b(r2) = Katftl. Nr. 742.J 

Vom Chief Commissioner of Mysore: 
Mysorc Inscriptioiij, triAslatod for Govonmtont, by L^fiit Rice 
g«lore 1879. 8. 

Von der KauofI. Kuäsischen Goograjib. Gos(^Ibehftlt: 
P, A, Hüiehrandi : PochojVloruo w üümlju swjartii|vi 1Ci\j«pj!a' KndtwUii 
Slrutki Uj82— 1584, [Auszug au?« dorn XIV Tum der Izwjwti)» &o.| H. 

Von doli VerfaiLS4>m: 
l>lü Ga 'as und hciti^on Gebote des altirarüsclieti Volke«. (Metmiti, 
Toit, Grummutik und Wortvcreetübnb*.) Vou ChrUHan JSarthoimtuu:. 
IIiÜlo 1879. 8. 

lieber eine Parsotihftndschrift der Ksniscrlitbow ÖfToiiUkbün Bibliothek »u 
8t Petersburg von Carl Sfilejnnnn, (Tire du Vol. 11 dos Truvaui da 
la 3e Session du CongK's itit^rinititinnl des OrientiULstes] Leiden 1878 

Vom lüttirpro» Logatl Warnorhini : 
Ja» Shafiitiüiim. Ät-Tftnlnli nuctoro Abn-IshAk As-SliirAai qimm 
Leideiiäi et cod, Oxonioiisi ed. ^1. II' T. JniftJmlL Lugd, B: 
1870. 8. 

Van dör Sicillurmcheu Gesüllüchnft für VÄtorlündiüehe Geacliicht«^: 
Documtiiiü jwr sorviro wIIm Siurin dj Sicilia, pubhlicali a cum delläJ 
Socieiii SiciliÄiia per U 8torin pmlri** Terz» Seriö — Epigrafin. Vol. L 
Fase. I. PiUermo 187^. 4. 

Von den Verfussem, Herauagebom iiful Verlegern; 
KnlonymoH ben Kaloiiymosi' Sendüchreiboti aa J<woph Knspi. Am der 
Münchenor Hiuni-^ehrift /um orskici Mal homiisfjegebon und »tn Aiiflri»ira 
der eliemiiligeii Hörer dos jädisch-thoolnjfist'lu'ii Semirmra »u Breslnu als 
Fo.Htm*bn aiitn rünfnndawjuiiEijiyjihrigen Stiftllll(^;sU^'o der AustiiU ( lü, Aui;iiät 
U7U) überreicht vun Dr. Joseph Perk^, Mlinchun 1879. Gr. 8. 

Studien xur AeiDiti.^€heü Reli^loiisg«»ohicbt6. Von TK. W. Grafen 
iJatidutHhi. Holt IL Leipaig 1«78. 8. 

Pr*.kritic», Voji Sinffried (iohhehmidt. StmMburg 1879, 8 

Arjuna. Ein Ik'ltrn^? zur Reconsitraction dw MahllbhArata. Vun Ad, 

j/oUzfimnti. Strassburg 1879, 8. 





AiühAülka rahasya, or Kssays on the hijitory, philosophy, arta, and sdences 
of anci«nt India, by B4m Dduf Soi, Farta 1— HI. Calc. 1879. 8 

Abhidb&nat-'intAniani. San»krit Dictionary by Hein Chiindr«, Hera 
von Rdm DtU Sen. Calc. 1879. 8. 

Der ürspriuiif dos Monotlieijiinus. Von JuL Popfter. Krtlik der Patrl- 
archengeat-bielite, Berlin 1879, 8. 

Die Jonathansahe PuntAttfUch-UebenetKuug in ihrem VerhUltniwe lur 
Balacba, Von jS. CrronftfUttiH. Leipzig 1879. 8, 

£siiA}'9 ior Allgpraeinen Heligiunswtjisensohatf. Von Victor von Straiiss 
und Tortif'f/. Heidelberg 1879. 8. 

Tmtttdö iIl' numisroÄtic« Arabigo-etcpanolH por Don Francisco Codßra 
if Zmdin, Miidrid 187'J. 8. 



Verz. der für die Bibliothek der D. M, G, eiiujeg. Schriften u. s. ir. XXI 

3979. Metriees biblicM regnUe exemplis illtutratoe. Scr. G. BickeU, Acced. 
Sapplementam metriees biblicae (pp. 73 — 92). Oeniponte 1879. 8. 

3980. Ktnde comparative stir le panth^bme ^gyptien et Indien par C. Schoebel, 
Paris 1879. (Ausng aas Rev. or.-amär. nouv. S^r. II. 1878.) 

3981. De Indische Oids. Staat- en Letterkundig Maandschrift. Eerste Jaar- 
pmg. 1879. Oct Not. — Tweede Jaargang. 1880. Janoari. Amster- 
dam. 8. 

S982. ^ .LmaXjLmwJI Sjnaxariam d. i. Heiligen-Kalender der coptischen Christon. 

Ans dem Arab. übersetzt von F. WHatenfdd. I. II. Gotha 1879. 8. 
3983. Die Geographie und Verwaltung von Aegypten nach dem Arabischen 

des Abul-'Abbis Ahmed ben 'Ali el-Calcaschandi. Von F, Wüstenfeld, 

Erste Abtheilang. Ans dem funfundzwanzigsten Bande der Abhandlungen 

der Rönigl. Geselbch. d. Wissensch. zu Giüttingen. 1879. 4. 
8984. Trfibnors Oriental Series. Vin. Metrical Translations Crom Sanskrit 

Writen with an Introduction.* Prose Versions, and Parallel Passages firom 

Classical Authors. By J. Mmr, London 1879. 8. 
39SÖ. Tho Family Law of the Cbinese, and its Comparative Relations with 

that of other Nations. By P. G. von MöUendorffy Interpreter to H. 

0. M.'s Consnlate General. Shanghai 1879. 8. 
3986. Palmyrena. Von Ed. Meyer. (Aufsatz in den „Monatsheften, Juli und 

August 1879. Bogen 30 und 40")- 
S987. Atrathangelos et la doctrino de T^glise arm^nienne au V« si^cle. Th&so 

present^ k la Facult^ de th^ologie de l'Eglise libre du Canton de Vaud 

par Garabed Thoutnaian. Lausanne 1879. 8. • 

3988. Prospect über Indien in Wort und Bild. Eine Schilderung des indischen 
Kaiserreich es. von Efnil Schla<fintweit. Bei G. Schmidt u. C, Günther 
in Leipzig. 1 Druckbogen, Pol., mit Illustrationen. 

3989. Reizen naar Nedcrlandsch Nieuw-Gninea ondornomon op last der Regee- 
ring van Nederlandsch-Indie in de jaaren 1871, 1872, 1875—1876 door 
de Heeren P. van der Crab en J. E. Thysmann, J. G. Coorengel 
en A. J. lyingeveldt van Hemer t en P. Siraanf med gMchiod- en 
aardrijkskundige toelichtingei\ door P. J. B. C. Rohidi van der Aa. 
Med Kaarten. 's Gravenhage 1879. gr. 8. 

3990. Description of the Gold Coins and Relics found by Mr. W. Simpson in 
the Ahin Posh Tope, Jelalabad, by A. F. Rudolf HoemUf with Remarks 
by Miyor-General A. Cunningham. Reprinted from the Proceedings of 
the Asiat. Society of Bengal for March, April, and August 1879. Calc. 
1879. 8. 

3991 Dos Greises Erzählung. Von Gustav EcJcers. Berlin 1880. 8. 

3992. La critiqno et la science de M. Bartholomae, par C. de Harlez. Lou- 
vain 1879. 8. (3 Exx.) 

3993. n Salmo CXXII. 4. (Sendschreiben des Prof. Ignazio Gnidi an Prof. 
Jar^, aus der Antologia Israelitica di Corfü v. 9. Sept. 1879.) 

3994. Annual Report, Saint Louis, Public School Library, 1878. St. Louis 
1879. 8. 

.^O ^■>,.>.;->nJi ^^1 ^U Js^\ ^^1 ^.,L^-? ,^ ^li 

iJLm iriö ,'^^, (Muhammedanische Prophetenlegenden in tatarischer 

Sprache, Kasaner Üniversitftts-Buchdruckerei, 1878, Bogen 1—12, gr. 8. 
[Nene Aul von Acc. 2267 i= Katal. 530]. 



3995 



XXII Ver::. 



ftfX fhvD.M. O.einffffiT^ 



«.ff. ff. 



399(}. Dio Masaoridi zum Tar^um Otikolos, «nvUiulttjud Mas»orn1i mngniL und 
Maitsonüi p«rra N»t h Hdschrr und niiter BonntKiinie von (^eltcmoo Aiu- 
gftbcit zum ersten Male odirt und commcntirt von Dr. vi. ßerliner, 
Leipxig 1877, Ä. 

Von d«n Vorfassem: 
i97. rbn Dttstah [so]. A Mnfryiur tortcnofcmro ronntkoiMS Itvgr^ftfhb 
gyih SÄeraojö. IrtA Edelftpaeher Anlfd. BudÄpest o. J. S, 

08, Donfcck ^a MAjfvnrok. Magyar •5»kfirtAaelmi vÄalat Irta 
Jrt;<7/. Budapest 1878. 8. 

99. A'oronRri Mf'i?.QH ötÖdik szRXfttlbpli cinncny tort^^netiro »< Og^iudur tt^ 
O^ur Bolf^^Ärokrnl. Ertelmezte, ti5rt(.Hietfoldirftti i's nyelv^iowt] jeKy«etekk44^ 
kijt<!irtD EdeljtpfU'htT AifUaL [A. ü. Nfelvtudom. Ki^ietemdnyok|. Bn<U* 
piist IH78. 8. 

4000. La Donna Cincac di Ltnitnrieo NorerUin*. [E«tr. dalla Rassogna Kaxlonalo 
fasc. n, Anno 1879] Firenze 1879, 8. 



4001. 



400», 



4005. 



4007. 



4008. 




Von dem PrÄsidium der Triörer PhU(*logenversammliinp: 
Legonden dor Pelnfpa. Fis»tÄchrift fiir die XXXIV Versnniinlnne Dtuit- 
»eher Philologen und SchulmKnner »u Trior im Auflrage der Rlioinbchoii^ 
Frivdrich -Wilhelms' Universität vorfasst von Hertnanu ܧener* 
1879. 8. 

On the C'la.<islficHtion of Lanj^iugc^s A Cnriitrihution to Contpamih 
Philology. By CrU^tav f}pjjürL Maelras u. London 1879. 8, 




Von don VerfaMorn: 
Uoher die Kannrisrhon Zahlwwrto. Von Rirhard PiriJ*i'Immnn. fS. 
au» der Zeitschrift für Ethiutlogio. XI. iliihrg. Berlin 1870] 8. 

Zum OodicIitmM an F, A. ^chiefunr. Rode tcuhnlton am 11. De 
1879 in dor Sitsttiij: der Kai^urlieheu AkHdumie dor Wii 
von F. Wiedettmuu (TM du Bulletin, T. XXV, p. 3Ü — 44). [Potersb. 
1873.] 8. 

Von dor D. M. G, durch SubscripÜon: 

•^baa -n?3bn T2 »l^-^JCTa 6*53 r^OÖ Talmud Babylonicum TraiMal 
Baba Mozla mit iloittscht^r üvbarsetiung und Erklirunm van Dr. A* SarmrUer, 
BarUn 1876. Fol 



Von TTorrn Profcsisor Dr. R. Gnsclie: 
4006. Eiogotiacli - kritische Aehrenleso zum Alton Tüätament Von FVh 
BöUcfter, Leipzig 1840, 8. 

Von Herrn StaaUratb I»r. von Oottwaldt in Kasan: 
^^^^UJf 4j^ [von ^j;j,JjJ^\ uW^t ^^^ ^^y^'^ ^j^ ^-j 

Krhuttliclio Botraditungen im Auschlu&s an KoraastclUn, arnbisch 
theilw«iüer türkiwilier ErklÄnumf dor Koran8t<dUni, nebst «incr türkisch 
Gobcbiammlung]. Kasan 187D. lö, fU 8. gr. 8. 




jX^ jU^iUit J^LftJÜ liJü^\ ^4-*^ J N*^?J' f^^^^ v"^ 

yjb-BiiKaeT^ coi, CaApym-iuBpiuTi 0^effiy.i.TH. ICj-pct wycyjnraHCKaro 
3aROHoittj|tHiji HO yicHii> Xaiie4|ii^cK0irfc. Hsx. 2-c , Hciipa8.teiinoe. 
KiwaHi.. 18?9. 108 8. 8. 



Yen, derfirdi'e Bibliothek der D. M, G. eingeg. Schriften u. «. tr. XXIII 

Von den Verfassern: 

4009. Die Bargen und Schlösser Südarmbiens nach dem Iklil des Hamdint. 
Von David Heinrieh Müller, [Sitzb. der Kaiser!. Akad. der Wiss. 
ICnr. Bd.] Wien 1879. 8. 

4010. Ueber &as Zeitalter einiger Inschriften anf arsacidischen und säs&nidischen 
Monomenten. Von «/. OUhatuen, [Monatsb. d. Preass. Ak. zu Berlin 
1878. 7. Hin.] 8. 

4011. Parthava and Pahlav, Mida und MiLh. Ein Votum von «/. Olshatuen 
[S.-A. a. d. Monatsb. der K. Ak. d. Wiss. in Berlin]. BerUn 1876. 8. 

4011 Prolegomena xn des Vasantarl^a <^Akuna nebst Textproben von Eugen 
UuUzsoh. Leipzig 1879. 8. 

4013. Qu eroi del Libro dei Re di Firdusi saggio del Dott Prof. Italo Fizsi, 
Torino 1879. 4. [Estr. dalle Memorie della Reale Accademia delle 
Sdenxe di TSrino. Serie U, Tom. XXXII.] 

401i Appendice [su Le€lrain, Histoire d'Israel. L Paris 1879]. Fragments 
de Cosmogonie chaldienne traduits par Jules Oppert, 12. 



Ausserdem nnd als vorhanden dem Kataloge einzufügen: 
Sr. 1616 [1653 a]. Analectes sur Hustoire et la litt^raturo des Arabes d'Espagne, 
p» AI-Makkari. Publik par E. Dozy^ G. Dugat, L, Krehl et 
W. Wright. 2 tomes. Leiden 1855—1860. 4. 

Xr. 3473 [3267 a]. Numismatie and other Antiquarian Illustrations of the Rule 
of the Sasaanians in Persia A. D. 226 to 652. By E, Thomas. London 
1873. 8. 



XXXV. Versammlung Deutscher Philologen 
und Schulmänner. 

Nach dem Beschluas der vorjährigen Versammlung Deutscher 
Philologen und Schuhnänner zu Trier ist flir das Jahr 188() 
znm Versammlungsorte Stettin gewählt und das Präsidiimi 
den Unterzeichneten übertragen worden. 

Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Majestät des Kaisers 
nnd Königs setzen wir nunmehr die XXXV. Versammlung 
Deutscher Philologen und Schulmänner auf den 

27. bis 30. September d. J. 

an und laden die Fach- und Berufsgenossen zu zahlreicher 
Betheiligung ein. 

Anmeldungen von Vorträgen bitten wir für die all- 
gemeinen Sitzungen an uns für die Sektion für classLsche 
Philologie an Herrn Professor Dr. Ad, Kiessling in Greifswald, 
für die deutsch - romanische Sektion an Herrn Professor Dr. 
A. Reifferacheid daselbst, für die pädagogische Sektion an 
Henn Re^lschul-Direktor Klemsorye hier, für die mathematisch- 
naturwissenschaftliche Sektion an Herrn Professor Dr>r Jtmghans 
hier zu richten *). 

Die Angabe der Adressen ftir die übrigen Sektionen sowie 
alle weiter erforderlichen Mittheilungen enthält das demnächst 
auszugebende Programm. 

Stettin den 25. Mai 1880. 

F. Kern. G. Weicker. 



1> Für di«» General verHammluuf? der Deutschen M<>r(;enIändiHchon Oesell- 
tehftft an Herrn Pr*)fe!«»or l>r. AwjuhI Müller (Hallt);. 



XXV 



Personalnaehrichten. 

AU ordentliche Mitglieder sind der D. M. GesellseliAft bdgetreten: 

982 Herr Dr. Karl Joh. Neumann in Halle. 

983 „ Dr. Wilhelm Bender, Professor der Theologie in Bonn. 

984 „ Dr. Max Uhle in Leipzig. 

Durch den Tod verlor die Gesellschaft die ordentlichen Mitglieder: 
Herrn Dr. Ant von Schiefner, Exe, kais. russ. wirkl. Staatsrath and Aka- 
demiker in St. Petersbarg, f den 4/1 G. November 1879. 
. Lic. Dr. Uubert Schröter in Breslau, f den 20. Man 1880. 



XXVI 



VerzeichniSB iler bis zum 3, Juni 1880 für die Bibliotheli 
der D. M. G. eingegAngeneii Sehrift«ii u* 8. w.'). 



dio Naohrichton über Angelegeöheiton der I>. M, G 
S XIV— XXIU) 



in diesem 



I. Fortsotaungen. 

Von der Kaiaürl Rnss. Akiid d- Wiss. «u St. Petersburg: 
Zu Nr. 9 [28) ^). Bulletin do rAciid«mie Imperiale des sciencM do 8t.-Pdter«- 
büurg T XXVI, iir 1 (feuilles 1—8) Fol. 

Von der Aslatiacliou Go*ollsch*ft von Omaahritannion und Trliind: 
Zu Nr, 2^ 115 1] Tho Jounml of the tt. Asiatin Society nf Ornat Bri 
and iroland New Sorifs Vol XI Part III Au|,nist 1Ö71I. Vol 
Pftrt 1. January 188Ü. London. 8. 

Voü dor D. M, G,: 
Zu Nr, 154 b [TßJ. Wisjsensühnftlicher Jidiresbericht über die Murgon- 
liCudisehon Studion von Octobt>r 1870 bi.-* Ducember 1877 Uiitur Mit- 
Wirkung znebrerer Fachi^Qtebrten borausg. von £J. Kuhn und A. Socin. 
2 Hoftc. Lcipsdg 1S79. 8. * 

Zu Nr. 155 ft [77]. Zoitobrift der D M, G Bd XXXIV Hoft 1 Loi 
1880. 8. 

Voti dur Aiiatiscbou Ge^cliachaft iu Ptuns; 
Zu Nr. 208 [15a]* Journal Asiatiquo. Soptitime Svno. Tomo X. Nr 
Ot;t. -Di'c. 1877. Tomo XI. Nr. 1. Janvior 1878. Tome XII, Nr. 1. 2 
Jttill. -SepL 1878. Tome XIV. Nr. 3 Oct. - Ddc. 1879. Tomo XV, 
Nr. 1, Janvier. Nr. 2. Fc'ivrier ■ Mars - Avril. 1880. Pwis, 8, 

Vom dor Amerikauliichon MorgenlÄndlscbeu Gesollscbafl : 
Zu Nr. 20a [160]. Journal of tho American Oriorital Society. Soventh 
Vnlume. Numbcr I New Iliivmi 1871. 8. [Nach(joliererf]. Tontb Vo- 
lume. Number IL New Ilwven 1B80. 8. — ProLoediuga , 1872. 1873. 
(Nachgeliefert), October 1878. — Oct^Aer 1879. 8. 

Von dor Kenigl Geäellachafl d WiÄäünscb. in Gottiögönt 
Zu Nr. 239 [8ß]. Göttingische gelehrte Anaoigeti. 1879. 1. und 2. Bd. 
Göttingon 1979. 8. — NmcbrichteH von d. Kunigl, Gosellach. d. Wisseiisch. 
und der GooTg-Aa^^sts-Universltät aus d. J. 187D. Gott 1879. 8. 



tf: 

1 

Kon- 
Miu 

■ " 

4 



1) Die geehrten Ein^Giider werden ersucht, die Aulflihrung ihrer OesrlHniko 
in diesem forttaufendon Voneifhnija zugleich vd» den von dor Bibliothek aua- 
gestellton Empfangsschein su betracbien. 

Die Bibliotheksvorw&ltung der D. M. Q. 
Prof Müller. Pwf. Floiichor. 

2) Die in eckige Klammern getchtosMiien ZiflPent sind die laufenden 
Nummern de» gedruckten Kataloge». 



der für fh't' BUdmihel' rterD. Af, G.^nfit^.St^hriftenu.H.ity. XXTII 



Von dur Asintischoii Gttsell!*chrift von Bengatcii: 

2a Nr. 594 Bibliotheca Indic«. New Sorics. Nr 423 fSGß]. GobhiKy» 
Grihy» Sütr«, irith & Commontary by tbe Editor Ed by Chandrakünta 
TArkJU&nkä^ Faac, X. — Nr. 434, The VAyn PurAnii; A rtysk'ni of 
Hinda Mythology uid Tradition, Ed. by RAjendrnJfUa Mitni, Fnsc. U. — 
Nt 426 [1062]. CbatQnrmrg» CbintÄra&tii, By Homadri. Ed by Yoges- 
v»r» BhatticbAry«. und KamAkbyAnÄtba TÄrkarntun. Vul. II. Vratakbanda. 
Pirt IL F«». XI Calc, 1879. 8.— Nr. 427 [10971 Bbtlmati, a Gloss 
on ^skATA Ach&rjra'» CominontAry nn tho Brnhma SiitrnA , by Yächitöpftti 
MUra.' F»»c. Vn Bonaro« 1879. » 

Von der KönigL Geograph. GesellscbÄft In London: 

Zu Nf. 609 c [2638). Procoedings of tho R, Gmi^aptüc-al .Scviety and 
'Monthly Recnrd of Oeography. Vol. IL, Nr. 1. Nöw Motithly Sories, 
Jann&r>' 1880. Daxu: Titlo , Contents, and Index for FrtKODdiii^s, 1879. 
London 1879. — Vol. II., Nr. 2 Fehniary Nr. 3 March. Nr. 4. 
April. No. 5. Mny Nr 6. Juno 1880. London 8. 

Von der K Akademie der WisaenAChaflen zu üerliu: 
Zu Nr. 64Sa (26|. Monatsbericht dor Konif^liih l^eiuwisehen Akademie dor 
WisMDschaften zu Boriin Januar. Fehmar 1880. 8. 

Von der Aiiiatischon osellschaft von Bengalen: 
Zu Nr. 1044 a (Iß*^]. Journal of tho Asiatic Socleiy of Boügal. 



XLVm, Part I 



New Sories. 

Nr. m. nr. 



Kr CCXXVIU CCXXtX CtIXXX Vol 
Part U, Nr. UL 1879. Calc. 1879 8. 

Zu Nr li>44 h |16lJ. Proccodings of tbo As. Soc. of Bongal. No, Dt, 
Koveinber 1879. Calc. 1879. Nr I, Janiuiry. 1Ö8U. Calc. 1880. 8. 

Von der Geograpliisebeu Geaelbehaft tn Paria: 
Zu Nr 1521 1262»>). BuUotiu de la Sod^t^ d« (läQ(^apMv. Novombro, 
Decombre 1B79. Parin 1879. — Jauvlor. F^vrior 1880. Parks IftSQ. 8. 

Von doni K«>n!gl. Institute', flir die Sprach-, L&bdor- und Volkorkande 
von Niederliindiscb Indien : 
Sa Nr 1674 [107). Bijdragen tot de Tiuil-, Lund- on Voikenkundo van 
fe^erland^h IndiC. Vierde Volgreeks, Dordo Üeol. 3b Stuk, '» Gravon- 
ha(fQ 1879. Vierde Deel le, 2u Stuk. \ Gravenhage 1880. 8. 

Von Uemi Senator Aman: 
\% 2u Nr. 1857 [1616]. Biblioteea Arabo-Sicula oasia Ra««olta di teati arabici 
rho toccaito la goografla , ia &toria , la biogrnlin u In biliHfi^^raliA dclbi 
8idlia. ractuLilti o iradotti iii ilaliwno da Alicludc Aftiari. Vol. primo. 
Torino o Borna 1880. 8. 

Von der K. Bayer. Akademie der WiAMnscbaftan : 
16. 2u Nr. 2327 [9| Sitzungsberichte dor philfja.philol. und historiÄchun Vhvmß 
der k. b. Akademie der Wissousch. s5n München. 1879. Heft IV 1879. 
Bd IL lieft I II 188U. 8 

Von der König!. UugttrLHcheu Akademie din* Wiaauiuwhaften : 
[17 3Su Nr S427 [$i] A Magyar Tudominym AkndiJmla Evk<royvei. XI V^. 
KBtot U— VI. Darab Budapest 1863—76 XVI Kötet U—V Divrab, 
Budapest 1878—79, 4. 

Von dor Kednction: 

ML &i Vt 8458 122761. Bevuo »rcbäoto|^ue. NouiroUe ü^no, ISe mmi^o, 

l— IV. Janvior-Avril 1878. 20. ann^e VI Juin XII Ddcombro 1879, 

llo mmin. i. JauTier 1880 Puris. 8. 




XXVIII Vcrz. drr für dk BihUothek der fKM* G.etnffcjj, Schriften u. ». tt. 



19. 



20. 



tl. 



SS. 



23. 



S4 



35 



S6. 



87. 



28. 



29- 



3(1 



31, 



32 



Von der D. M G. durch Au*Unsch: 
Zn Nr. SI63 [aöO»}. 7}'iibfter\ AmoricRH luif) Orient»! Litor»ry B«p« 
NoB, 13.'»— 146 (Vol. XU. Nos 1 — 12) — Triihfier\ Amoriciin, Europ«»«/ 
& Oriontnl LiteTÄry Record. Kos. U7--8. New Series, Vol. I. V,oa. 1—2. 
London 1879. 1880, 8. 



I 



Von dor Kiii«jr!. Runsischon Googriiph, Gosellsrhsfl r 
Zu Nr. 2852 m [2595]. Irwjostijii Impt-r. Riii^k. Geaip-nfic. Ob.it-estwii 
Wypusk trotii. Wypusk cetwtirtyi Wypusk pjfttyi. S. Potorburg 187Ö 
— Wypiiak peTwy?. 8, PetorburR 1880. 8. 

Von der KöiugL Un^arischon Akudomic d. VV'l>i(iensch«ften 
Zu Nr. 2034 [372]. A Mngynr nyolv SsAtir»- fHcr*usgog, von der Ungi 
Akftd, d. Wbs). Bd VI. H. 3 und 4 fRchluss). BudapoAt 1873. IB74. 4 
Zu Nr. 2938 [41|, Nyotvtadominyi Kriilüininyek. X Kötet. IIl. Füset. 
XL Kßttn. XU. Kötet, L FÖzet XIV. Kötot, lU. Füiet XV. KÖtet 
I. n. Füssot. Budapest 1873—1870. «. 

Zn Nr, 2939 [37], A Mmgyar TudoinAiiyo» Akadcmia Krtesitlijo. VU. Ev- 
folj Am . 8—14. SK&xn. VIO. EvfoU um . 1 — 1 T . S«Äm . IX ETfoy »m . 1 — 12. 
S»4m, Xn. ^vfoljuio. 1—7. Bx&m. XIII. Evfoljani. 1^6. SätÄm. Btid*- 
pMt 1874—1879. 8. 

!^u Nr. 2940 [42]. Msgyur Tudominyoa AkAdemiai Almanacli 1673. 187 
1875. 1879. 188Ü. Badapoat. 8. 

Za Nr ,H100 [38], Ertekezi5«ek, a nyo]v-6s ^zcptutloiniLnyok köreböl kJ» 
n Mttgyw Tudomanyos Akiidf^mU. III. Kiitot VIII — XI. SäAiti, 1878 
IV, Ktitot 1 II IV— Vir IX. X. Slam, 1873. 1874 1875. (Dä«u 
Hnuptlitolb lütter Rir IH. und W Kötot, Buditpeat 1873 und 1875.) VII 
Kötet III— X. SBJÜn. 1877 — 1879. VUl. Kötet I— H'. SaAm. 1879. 
Budiipoat 8. 

Von der Rodaetion : 
Zu Nr. 3224 [2188}. H&maj,rid { H ob r. Woche rischrlfl, oracheinond in L 
rodig. von Rabb. Dr, L, SUbemumn}, 1880. Nr. 1—21. Fol. 

Von der Anionc«n PhiloL AtuMcmtlon : 
Zu Nr. 3238 [3S8Ü]. Procoodin^ of the eloventh Mtnmü Sea^ion üf 
AmcricÄn Philohigiciü Aasocintion , held in Nowport, R, L, July. 1879, 
HftTtford 1879. 8. . 

Von der Red&ction: 1 

Zti Nr. 3640 [2623|. Soc?i«5t* do Odographie c«mm(?rciaIo d« BordenoiT 
Bulletin. 2o SÄrle. 3e «nnee, Nr. 1. \ 3. (4 fohlt) 5. %. (1. 8 fehlen.) 
9. 10. — 1880. 8. 

Zu Nr. 3641 [2385] Appendix to the CalcuttA GiiÄOtlu- Bongal Library 
üatalogite of Books for tho Qu&rter f^nding 3 Ist Dücombor 1876 — 31»t 
MttTch, 30th June, 3Üth äept«mber» 31»t Decemb^r 1877. Fol 
Zu Nr 3642 [2386]. Catalogue of Bouks printed in the Bombay Presi- 
d©ney during ibo Quarter ending 3 Ist December !87fi — 3 Ist March. 
aoth June, 30th Soptember, »Ist December 1877 Fol. 
Zu Nr. 3643 [2388] Catalogue af Book» printed in th(i Madras Pre»l- 
dency duHng th© Months of Octöb«r, November, and Din-embor (or tho 
4th Quarter of> 1876 — during the Month [»icj of JiumAry, February, 
and March (or the Ist Quarter of) 1877 — duiitig tho Months of April, 
May, and Juno (or the 2nd Quarter of) 1877 Fol, 

Zu Nr. 3^44 [2389). Statenient uf Partlüulurs rogarding Bmiks. Maps, &c, 
publijhod in the North- Western Pn>vince!t during thu 4th Quarter of 1875 
— 4th Quartcr of 1876 — Ut — 2d — 3d Qiuutor of 1877, AlUhabad. 
Fol ^ Id. publbhed in the Nr>rtb*Westem Provincos and Ondh . . . during 
the 4th Quarter of 1877. Allahabad. Fol 



1 




^erz. der für dU Bihtmlhch der D. M, O. mngeg. Srhrffleu n. h, *r. XXIX 



Zu Kr. 3645 {33921 CatjUo^e «»f Hnoks rogistert-d in ilio Pui^ali durinE 

tho Quftrtor ending 3 Ist Docombcr 1876 — 31st Marcb, üOth June, 30th 

September. 31&t Dccembor 1877. Labore. Fol. 

Zn Nr. 3646 (2391]. CftUlog^tto of B«uK» pubUshod in Oadh duriii(;r tho 

QoArter ending 3t»t December, 18T6 ^ Qiinrti^rly Cfttato^» 8lv. . üiiHing 

31st Mftrch, 1877. AJlAhubnd. Fol. [Vgl. oben Nr. TA xu 3644] 

Zu Nr. 3647 (X387]- Genural Dopnrtcniünt NotUkation. [ChUI'>«uw of 

Books and Pamphlotü pnblLshod in ßritiHh liurinii. darinir thf: 4tb (junrier 

of 1876 — Ist, 2d, 3d, 4th Quartur nf 1877)- Kjingwn Fol, 

Zu Kr. 3648 [2384}. Äi^m Library Catnloguo of Hooks und Pamphlet« 

t&T the Quartsr ending Slst Dccombor, 1876 — 31st March, 3üih June, 

30th September, 3 Ist Docvtnbor, 1877! Shillong. 5 Bitttor. Fol. 

Von dvr Akademie del Liitcoi in Rom: 
Zu Nr 376n flÄ|. Atti doli» R. ^\ecndemm doi Liiu-ol . »imo CCLXXVII 
1879—1880. Serie ti-rza. TrÄiwimti. Vol. IV. Fii.>c. 1" Dic«ml>ro 1879. 
Fa»c 2*. Gennaio 1880, Pasc. T. Fobbraio 188tJ. Fase. i''. M»nEo 
1880 Fase. V. Aprile 1880. Borna. 4. 

Von der D M. G. durch Subseription: 
Zn Kr. 3863 [2061]. Aroch completiun anctore NathaBe filio JechieliB, ed. 
ÄleTOnder KühuL Tomas sevondas, faacirulns socimdus. Toraus secun- 
das, faadcalu» tertiiiA. Viennao 1879. 4. (Je 3 Kxx.). 

Von der Königl. Ungarischen AkÄilemie dor Wisseoschafton : 
39 Ztt Kr. 3879 (387j. Kyeivemlektir. Kefjl Mftgyi»r Cfldoxek ^ Nyomtat- 

vjlnyok. I— Ul. Kotot. VI. Kötot BudaiH+st 1874 1879. 8 
ki\ Zo Kr 3881 [375]. A Btagyar helyoüirA« Elvei H 8zab41yai. Budapest 

1879. 8. 
KV Za Nr. 3883 [3333] Magyar-Ugor risaiebasonlilo SzotAr. Irta Budetvi 

J6a%ef. I II IV. Füaet Budapest 1872 — 1819. 8 
M. Zu Nr. 3884 I377J. LItorarlsfhe Berichte äus Ungarn. JIer««sgegtibeii von 

Paul Hnnfolüy. II Bd. I- 4 Ucft. 1878. IIL Bd. 1— 4. Hoft 1879. 

Budapest 8 

Von der geü^raphlHt:bQn und sUdstiücheo Gtuellschafl in Mexiko: 
Ü. Zu Nr. 388& |a614i. Boletin de la ftociodad di* Geografia y Estadbtica 
de la Repablica MexicaDa. Tercer« Epoca. Tomo l\, Numeros 6 y 7. 
Mexico 1879. 8. 

Von der D M. il.t 
U Zu Nr 3937 [1666]. Annalea auctoro Abu Djafar Mohammod Ihn DJarir At- 
TabarL L P. 321—640. (nerausgeg, von' J. Barth,] Leiden 1880. 8. 

Von der Redaction: 
il Zu Kr. 3981. De Indische Gids. Staat- on letterkundig MniUidsrhrift, 
Tweede Jaargang. 1880. Februari. Maart. April. Md — Juni. Amster- 
dam. 8. Da»u Umschlag, Titel und Register vom 1. und t. Thoil. und 
Neudruck von S. 545—556 des 2. Thoils 

Von dem Heraasgebor: 

46, Ztt Nr, 3994. AuduaI Report uf the Saint Louis Publk Hchoo) I^ibmry. 
1879. 8i. Loub 1880. 8. 

Von der Rasauer Univorsität&'Buchdruckerci : 

47. Zu Nr 399S (630]. iJ! {J)j^j ^^^^^ U^a*^ . Kasan 1878* Bogen 
U— 36 (8. 195— Ö65). 8 



I 

I 
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1 



XXX 



Ir fh'f ni 



"D, M. G.^rtffeg, Schriften n. h, w. 



4U17. 



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4019, 



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4021. 



4024. 



40aiV. 
4026. 
4027 

4028. 
40»». 



IL Andere Werke. 
V<m dor Kii^nnor UnlvorsitäLH-lluchdruckorei: 
s6_^\ *A5^' (R Ch. Nr. rivH Käsuii 1878. 3 Bogen. 8. 
\£ji ^\\ xJu^^Ji ^j^ ^yljual\ Ä-^iJu^ y^ljiS, Ktuan 1878. 
84 Vn Bogen, 8. (Dorn Text« des vr>rhergohtMulon Werkes untormischtar 

übonfnlb iLrnbischQr CommontAr v»n .'yJ ^,X^^^ ,'yi ^,j^\X! ^^>i^Jüt %jt 

^Jb J! . '..Msfv .< ijji ;_* ,LiJ1 , mit iirHb. , per«, und türk. Kauduulou 

Ans vorschiedent'u nuf der lotxtcn Sollo unftiexÄhltew Erkllrangsschrifloa}. 

oLi^JL^Wit v.^Uf^ Wüü . Kfutrui 187^. 7V| Bugen. 8. ^H 

Vim di*r Konigl L'n^ftrischeii AkNdeniio der Wissetwchofteii : 
S6gi Mag}'Ar KöiiyvlÄr. Aä iTiSl — 1711. MfgyoluDt Magj'Rr nyom- 
tatv4iiyok könyveaaetJ kcziköuyve. Irtn Szafjö Kt\nd^. Budapest 
t87t». 8. 

Von den Verfaiwern und HpruiiÄgebeni ; 
A clussilSed Indux tri the Sanskrit M&s. in ttiu Falac« »t Tanjore. 
Propared für the Miidraä Govommout hy A, C, [lurudl, Part L Vodic 
und tectuiietil LUorutunv Part H, Philosophy and Law. l^^mdon 
1879. Fol. 

I)*w Ilporwe,sen dtir MuhiimmiMlHjKjr i»id die nrrtbisfhtt U<*bt'rset2ung der 
Taktik des AeliAiniüi. Auji firu>r aral>. HiuidMdirit't dvr llnraugl, Bibli«- 
thok KU rJothtt iibor.totzt von /! WüHenftdH. Mit Zükhuungeii i»nd 
dem Pluno «»irit^s niwhrtmrn^tliiiibfHtit) Li^gor». A«» dorn 2U. Bdf der 
Abhuntiiungnn di'r K^i^i^,'] ficjitdlach. d Wbjienitchiirton zn GiSttin^a'n 
Göttingen IftSa 4 

Ktudes ernniDniies. I. i»e l'Alplißbct avo^tiquä vi dn .hr transit-Tiptlou. 
M^^triijuo du Gath« VairBtoistb H Jtt Kurgard XXll, pftj C ff<' Marien. 
Paris 1880. 8. [2 Exj.]. 

Rgviio egyptolugiqnu piibliäp sous la diroi^tion flu MM- //. Brugäch^ 
F. Cliaha^t, Ewj, Revilltmi, Promitro »nn^e. Nr. 1. Paris 1880. 4. 
Polybiblion, Kevnr* hiblioprftpliii|U« nniversolbr. Parti«? littomiro. I>eu- 
xi^tne J^Tie — Thuib onzii&tno, XXVIIIe de I« Collectiou, l©, ^o, 3c, 
4o, 5o Livmison. Jiinvinr - Mai. Paris 1880. 8. — Pjirtio tecbnirjutv 
Bouxi^mu S#r1o — Tumo sl:^i<'nits. XXXw du U ColldcUun. lo — 5is LIvthj- 
mu. Junv. - Mhj. Piiri* 188IJ. 8. 

BovistA de t'icncU» lii*toric*!s publioadn por *S. SaujKTC y MüpusL 
Abril, Mayv 1880. BorcolonA 1880. 8. 

Aus dur Uibllotliek des sei. SUMtsraths von Hchieftivr nach tmta- 
montiirisvhor Verfil|fung do«&elb<j«: 
Da* Ncuo Tentanipnt, mongo]i«»cIj. SchmabFid i 

Die Aihwtolgoschit'htD. munjETulisüb. SohmaJ-Fol 
Ein modiciniscbos Werk, moTtgolbcb. Sührnttl-Fni 

Von dor Iiidiachon Rofciening: 
Extract from the Cutalit^uü v( Buoks rm:oived (tu Üi« Uuittrnl Proviut'o») 
duriug tlic ^uttrtt'r endiii>c :iOtb Si<ptembor 1877, No^'pur. 1 Bl»tt. Fol, 
A CataiogiiQ ot' Uuoks prititvd in thc« Myyi^re Pniviiico dtiriiig tlu!' Mt^nih^t 
iit Ovtober, Kovemlwr atid Docembor {ur (he 4th Quarter i>0 1876 — 
Januiuy. Fobruary aud MATch for the l»t ij'nnrt4ir «f> 1877 — April, 




tJ,Ä.tr. XXXI 



Maj •ud June (or the 2iid Qiuirter oi> 1877 — Jiüy, Ausist luul 
September <or tlie 3d <Jflarter of) 1877 — Octoher» November and 
Deeember (or the 4th Quartor of) 1877 Bangalore. 4. 

Von dar OeMllachaft för Erdkunde an Berlin: 
Zeitschrift der GeMibcbftft für Erdkunde zu Berlin. Hsg. von W. Koner. 
XIV. Band. XV. Bd. 1. 2. Heft, Berlin 187^ 1880. g. 
Verhandionpen dor Crosellsclmft für Erdkunde xu Berlin. Hsg. von 
G, V. Bof/ttslau'ftki. Bd. VI. Bd VU, Nr 1—3, Berlin 1879. 1880. 8. 
KlUbeilungcu der Afrik»nischen (jcaelbji-hÄft in OüuUchland. Untor Mit- 
wlrkmig doi VontAndes hi»g. von W. Krtmm* Baud I. 11 , Heft 1. 
BcrUn 1878— 1 SSO. 8 

Von der DciiUclien ilori^'euläiidischon GcscUsthiift: 
Kiitftlog der Bibliothek di^r DcuLschou Morgtmlilndiiehcn Geseslbchiift, 
1. Dmckscbriflon und Auhnliclies. Leipaig 1880. 8, (4 Exi.) 
Hebräische» Uebungs- und Lci.sctmch. Mit bobräisebmn und deutschem 
WortTo|fi»t«r, ZujMkmiiicut,'t»tüllt von ir. Stier, Leipisig 1880 «. 
fBoccn*ioii voll) Siülcal und f^on 'n*^j<enhiirtjien : Die Wortld^oroichnuniren 
»tif tim}iKmmiMlanUt.'bitu Mün'^ton (Zoirächrift d. doutncb. morgeiil. Ge»ell»ch. 
XXXIII. Bd., 8. 341— ."180). [Van] Prof Kantbactk. [8.-A. a, d. 
KumiamÄt. Ztschr. Bd XI, 2 Wien 1870.] 8, 

Die Tttngüson Eine othntdogischo M<.intii|j;nviduo. InunguraldisaQrtation 
von Oirl iltt'luHch^ St l'i>tersbur|,' [Durjjat] 1879. Gr 8. 
LmIOCD Jj^^'^^'^ SoL oder Syrischo GriLmmutik dos Mhf ElUiU von 
Tirban hagr, und Ulis, von tViedrich Baeiktjeiu Leipzig 1880. 8, 
,I<I88. Conrads PeUicAnä do tnodo lefjcndi et irjtolUfjendi Hobnumm. Dontsch- 
buid*» erstes Lolir-, Lestw und Wortorbuili der hehräi-scben Spraehi« ver- 
fimt in Töbingtm 15oi, gi>d ruckt in Htriiüsburts^ ITidi, zur viorton JnbeU 
frier der Univomität Tülmij^on 1877 durch Lieht<lruek neu heraasgegeben 
Ton Eberhard Nestle. TiUnugew 1877. 8 

4A|9, Psalterium totraglottum Gro^ce, Synac*(f, Chuldiuce, Latine . « . tidjuvänte 
. . S, G. F. Perry . . . curavit FJterarrhut NeMtls. Tubingaö 187(t. 4. 

Km FiloB Etik I sin* Hufvudpunktor frainatüU! af M, Wolf. GStoborg 
1679. Kl 8 

iH\. Bemerknngcn «n dem Wortlaute der Eraanut we-Dcot. Von Äf. Wvljf. 
(S.-A. AUS dem „MjigOKin für die Wissenschaft df*s Judenthums", Berlin 
1880). 

M>4S, A Grecia na Blstorla du Ifnmnnidade, üe^^o inau^urAl dn prinielra 
eadeira do curwj »nperiiir de lottraa no anno do 1879 — 188<i [>nr ^. Von- 
tiglusri Petlrtuto, Po^^l 1880 8. 

^%. C0fnlrilml9Öes pnra uma Mytbologia populär Purtugiiozu. I. As super- 
itl^de» populäres «n l«igiidn(;;iio rulif^^osa, 11. As bnixa» na tradlc^o do 
iiotso povu iK>r Z. Con»ifflf^ri Pedroso, Porto 1880, 8. 

<044. üsber den JÜt<u>tr'n arischen BrfHfAndtholl des «inghalc.Mschen Wortarliatzes. 
Von K. Kuhn, |S,-A. nus den Hitxungsber. d. k. bayor. Ak. d. Wiss. 
Mflncbt^u 1880]. 8. 

4045. Prakcbvcbe Atdeihmg xnr ErUirnung der hochcbinwi-ich^n Spracht' bHg, 
von P. fi. t\ Moü^ndorff, Shanghai 1880, 8. Daxu: 4045 : llan- 
hwa*tbj»a-kyal [..Anfan^^s-Stufo der chlnenL-tchen Sprache", 50 ITobmigs- 
GespTÄche nsch dwm t- Thoil von Wtiltt^i, itp J. 170n verfaultem T'siinK- 
w<«n-t'si-tneng d. Ii. ,^ufa»gsgninde ütN^ Miindschubifhtjn'']. 8. 
¥i&L Sehl-King. Dos kanonische Liedorbucb der Chinesen. Au:« dem Chinc- 
dieboti Ober», und orkl, von Victt^r t\ Struium. llutduUiurg IHUO. 8. 



XXXn Verx, der ftlr die Bibliothek derD. M. G,dng€g, Schriften u,ß. tt. 



4Ü47. Däe inbliai:!»«» Clit-iimolüf^i« vam Ausxugo nus Ao^iiypten bis zum Bei^iiino 
ile» babyloiiischtMi KxiJ'xi mit Burücksiehtigung iJt<r Ke»iiltiite ilrr Ae^pto- 
loiffic u«id Afl«yri(tlogio. Von Al*tyi< Srhaefer, Mihi»tc>r 1879. 8. 

4048. The Numorml A^jeetivo In tho Kbimatli LajiiifUftßf» ni Southern Orogon. 
By Alhert S. OaUtchet, From the Ampriciin Antiquarian , Vol U, 
Nr. in, 8 SS. 8. 

4040. An» Pal&stin» und Baliykm, Eine Siumaliitig von SAg-en, Lejg^andon, 
AUegurion, Fabobi, monilkchon und afinnroich^n KntiÜilimnjrC'n, Gleichnisseu 
und ^eUtvollori BiibvllAUAlngiingon. Dichtungoii imd Äprüchmi, Morallohn^n, 
MiLximen und Lebctusrügelu . Sprichwörtern, Iicdt?iijiftrlöii und ander- 
weitigen Si^nteiixeu mit Anmm nobst einer Eiulmtiuig vuti Dttutel Ehr- 
mann, Wien IM 80. 8. 

4050. Geschieht^ Aegj'pt^n.s voiv Psftmmetieh l. bi.«t auf Aloxandfr tion timsiifin 
nebst einer cingphcndpn Kritik dor Quellen zur ägyptischen Gcnchlchtp 
Ton Alfretl Wiexleinann. Leij)zig 1880. 8. 

4051. IndogerTOankeljo Orninmatiko'ii Bmid U, Indbcbe Grftinnmtik, uniftLsistnid 
di« kla.'i.'iiifidio' Spnit'he und di*? iiltortai Dialofto , vtm WiUitnn Lhright 

WhiUiey. A. d. Eugl. üb», v Htunrirh Zimmer. Leipziy; 1879. 
C3r. 8, 

4052. \% Anahängobogen eine» nouon Tibotisch-Engllsehen Würtorbtiches v«a 
H. A. JtUckke, f!r. R, 

40f»3 Dio Quloseenten "'IH in der althebr. Orthographie, vnn D.A. ChicoUtm, 

TiT^ du YOl. II. des Travamx de la Bo session du Congrib« international 

des» Orientallstea. Leide 1878. Gr. 8. 

[Die in niasbeher Spraclve vürTaaston Nnniniem \\)tii — 4062 sind naeb 

d«r vun <loin Hm. VerfassLir »elb.st «iiigeseliriebonGn LTeb(»rs«tzting ilirer 

Titel aufgeführt:! 
4(t&4. Das neuentdeckto Donkmal de!4 mt^abitiachcn Kiinigs Wosrha, vtm D. A* 

ChiroUmt. 8t rptersburg 16€«S>. fir. 8. 

4055. Nachriebten über Chazaron. Biirtasaen , Bulgaren, Madjarou, Slaveii und 
Ru^acn, wm Abft Ali Alnned bon M)m»r Ihn Daütah {m\, eines bisher 
unbekannten arab. Ü^chritltsteiler^ a. d. Anfaugo des \Vi. Jahrb., zum orsitca 
Mal© h»g., üb», und orkl, \'m\ D, A, C'hipolutm. St. Petersbnrg 1869. 
Gr, 8. [Vgl. Kr :^997 S. XXll dieses Bande»]. 

4056. OoMhiehte de» altte*t»mentl hobr. Texte», von />. A. ühtPoUon, 
St. PetorRbiirg 1874 8. 

4057. lieber den EiiiHiis.H <ler gor>grapbi^^■h*'l^ Ijtigo PabtHtina'.** auf diu, Schicksal 
des hebr. Volkes, eine Rodn des Prot'. D. A, Chwohou^ gehalten beim 

• öfTentlichan Acte der gdütlichoiii Akademio zu St. Petersburg, d. 17. Febr. 
1875 8. 

4058. Daü k-lxte Abendnuihl L'hrktS und der Tag »ciiio» Todes, g(»»ebTi<<ben 
bei Gclügvutioit de» änjiihrigen ifubilHums Sr. Eminenz de» Metrofaditen 
IsidoT, von i>. ..1. Vhteohton, St. Petoraburg 1875. 8. 

4059. Hind in der Türkei Rüfarmon in Bezug auf die chmtlichen Unterthanem 
möglich? Von D. A. Chujtüxoti. 8t Pot«rsburg 1877. Kl 8. 

4080. Das letato Abondmahl Chrlati und der Tag seine» Tndt^s, .'i Abhandlungen« 
eirio ^iitwort auf die Abhandlung dea Archltnandriten Vitali Gratachulu- 
wilÄL'h, vtiu D, A, Chwoison, 8t Petersburg 187«. Or 8. 

4061. Gebrauchen die Juden ChriatcnblutV Von iJ. -.1. Chrolttmi, St Peten- 
burg 1879. Gr. H. 

4062. Ceber einige mittelalterliche Beschuldigungen der Juden , hi»t<iri»che 
Untersuchungen nach den Quellen, von D. A, Chwol&on. Zweite gans 
umgearbeitete Auagabe. St. Pateraburg t88Ü. Gr. 8. 



Verx. der fir die Bibliothek der D.yf.0.eingtg.Schriftenu.:u!. XXXIII 

406S. ,^-^-^-äJt ^ ^\ ^tjj- 0^yJ\ ^^ vML-,^5 v--XJ' 
Oimscoles et trait&t d'Abon'l - Walid Merwan Ibn Djanah de Cordoue, 
texte arabe publie avec nno traduction fran^aise par Joseph Deren- 
bourg et Hartwig Derenbourg. Paris 1880. 8. 

III. Handschriften, MQnzen u. s. w. 

Von Herrn Professor Aufrecht: 
B 418. SUbermQnxe von TripurA (Tiperah) in Ostbengalen »« Marsden n. 1215. 
Av. fivadai^pa- 
d$ ^rf^riyuta- 
rfti^adhara 
m&nikya deva: 

ganx wie auf der bei Marsden n. 1214 abgebildeten GoldmQnKe, 
nur daas auf dieser dharani& | nikya abgetheilt ist. 
Rev. Löwe mit Dreizack. 

^g [sie] C)^OS Ü707 « 1785). 

20 MiUlim. Gewicht 11 Qramm. 

B 419. Silbennunze von Tripuri (Tiperah). 
Av. kAlipadd 

^rifriyuta durgft- 
m&nikya dßva 9ri 
mati [T sie] sumitrft 
mahAdevyau 
Rev. Löwe, viel besser als auf n. 418 und deutlicherer Dreizack. 

^e ^S^S (1^31 •= ^®^^^- 

20 Millim. Gew. 11 Gr. 

Marsden kennt keine spätere Mfinze dieser Djmastie, als die von 

1785. Prinseps Usefül Tables haben diese Dynastie nicht. 

[Obige Beschreibung verdankt die Bibliothek der Güte des Herrn 
Prof. Gildemeister.] 



XXXT 



Personalnachrichten. 

Durch den Tod verlur die GeselLtchafl ihr ordentliches Bfitglied: 
Hen& Dr. Franz Sasse in Bheine, f 3. Juli 1880. 



XXXTI 



Terzeichnigg der big zum 6. August 1880 fttr die Bibliothei[ 
der D. M. 0. eingegangenen Scliriften n. s. w. >). 

(Vgl. die Nachrichten über Angelegenheiten der D. M. O. in diesem Bde. 
8. XXVI— xxxin.) 

I. Fortsetzungen. 

Von der Asiatischen Gesellschaft von Grossbritannien und Irland: 

1. Zu Nr. 29 a [157] *). The Journal of the K. Asiatic Society of Oreat Britam 
and Ireland. New Series. Vol. VU. Part I. London 1874 [Nachgeüefert]. 
Vol. XII. Part I. U. London 1880. 8. 

Von der D. M. G.: 

2. Zu Nr. 155 a [77]. Zeitschrift der Deutschen Morgonlindischen Gesellschaft. 
34. Bd. II. Heft. Leipzig 1880. 8. 

Von der Society asiatique: 

3. Zu Nr. 202 [153]. Jonmal asiatique. Soptiime s^ric. Tome XV. Nr. 3. 
Mai-Juin 1880. Paris. 8. 

Von der American Oriental Society: 

4. Zu Nr. 217 [166]. Proceedings, October, 1878— October 1879. — Pro- 
ceedings, May, 1880. 8. 

Von dem India Office: 

5. Zu Nr. 593. Bibliothoca ludlca. Nr. 44. 49. 57. 8ayü(y's ItqAn on the 
Exegetic Sciences uf the QorÄn. Ed. by Basheer ooti-Deen and Noor oal- 
Haqq, with an Analysis'by A. üprenger. Fase. I — III. Calc. 1852 53. 
8. — Nr. 71. 91. Tüsy's List of Hhy'ah Book.« and 'Alam al-Hodis Notm 
on Shy ah Biography. Ed. by A. Sprenger and ^Ahd al-^Iaqq. Fase. 
U. m. Calc. 1853 54. 8. — Nr. 147. 175. 176. 204 [971]. The Tait- 
tiriya Brihmana of tho Black Yigur Veda, with the Comm. of HayanächÄrya, 
ed. by RdjendraMla MUra. Fase. III. X. XI. XIX. Calc. 1859—64. 
8. — Nr. 157. 161. 171. 180. 202. 233 [970]. The SanhitÄ of the Black 
Yi^nr Veda, with the Comm. of MAdhava Acharya. Ed. by K. Hfkr and 
E. B. Cotcell — by Maheiachandra Nyöyaratna. Fase. X. XII. XIV. 



1) Die geehrten Einsender werden ersucht, die Aufluhruug ihrer Geschenke 
in diesem fortlaufenden Verzeichniss zugleich als den von der Bibliothek aus- 
gestellten Empfangsschein zu betrachten. 

Die Bibliotliek.Hverwnltung der I). M. G. 
Prof. Müller. Prof Loth. 

2) Die in eckige Klammern geschlossenen Ziffern sind die laufenden 
Nnmmem des gedruckten Katalogs. 



thek fUr D.M, G, ^wfWfftt 



^,a.u\ xxxvn 



XV XVni XXVIU. tidc |ft»>0— 1874 8 — Nr. 163. 169. 177 (HJSI] 
Th« Mirr«nde>Mi Puraii», vd by K. M, Bmu^jcfi, Fäsc. IV — VI. C'äIc 
tA6Q/l>t « — Nr 164 [1671]. The (Vuifinttst of Syria cymmonly ttscribod 
fto Aboo *Alnl Alljih Mohftmrniwl B, T>m:ir Al-WAqitli, Ed. liy I*'. Nnamn 
Ltejt, Fäs«. 7l»i. 1860. ß. — No 172 174. 178 [107(1] The Aphomms ol 
Ui«* VvdinU, hy B/u1nriiya.iiii, wlüi tliu r>OTnfu. «if Saiikiirn Athärya wwA the 
Otnss iif riovitidA Ananrfn. Erl by Ihivm Nnr/u/mm Vidydratim Fase. 
III— V CaIc 186t. 8. — Nr WA [li:i'i|. Th« Nilrnrn/ur llic^ Eli?inoiits 
ot PoHty, Uy Kim^ndaki. Ed, liy UttJeiuirttiAh Mitra, Ftwc II Cak. 
1R61 8. — Nr 181 [967 1. The fhliAiulnjjya UprtJii>hnd «f ihn Stima 
Vod» wilh Eilracr* froiii thi> i'nmmiMitnry of 8iinknrii At'hilryn Trjinsl 
hy fföjrudntl/th Mitifi. F;isp II Vnh- 1861. 8. — Nr üU [lUlS]. The 
tUJiityR-J )ur]iAnH or Mirrur of Coiii(»u»itiou ; by Viswaiiitlm Kav^ikja. TraiisL 
hy Prtwuuh'tdAm Afürn und J. 11. Balhutltfiie. Fa*c. 3. Ciüc. 8. 

tm Nr fti)4: BibHotho^^n ludica. Now Sürbä» Nr. 8. 10 [KJ83], The 
VlIwitliikH l>ar>ima witd the Cm muioii tarier ot' •Snnkxira Misni aiid Jayaaik- 
Tiyanii 'l'urku PmidiiiuMiu. Ed. by Jtiiftiwiroifimn Ihi-ktt Pftnefttitwna. 
P»c, IV V. Cnlc 1861. 8. — Nr, ». 14, 15 |7e<;ül. The THrikh-i 
ForoB-ShMiu »( Zmtk »i-lHn ßanii , cmiimHdy ciUIcd Ziaa-i Barrii. Kd hy 
Akmud KhäUf under tli« sajiM-w of VV. N. Lft'^. Fnsv. 4th— 6lb 
Ckle 1861 8. — Nr II. Tho Aph.irwms of Sniidilyü with thcj Cumra ijf 
Sw&ptie^wMTM. Ed. by ,/ IL BfiUnultfm'., Calc IS61. «. — Nr. 12 
|1004|- The D&sa-Hi'ipji, <>r lihidu Lhuuiih of Üramaturj^y, hy Dlumftnjayjt* 
with Ihe Exposition of Dhsuiika, Uie Arjiluka. Ed hy MtzFAttutrd IfalL 
Fmc. L Cidc. 1861, 8. — Nr. 16. 18. 'Jl, iJii |74&|. Tht^ TÄrikh-i 
Baihaki of MAnAÄtl Ed, hy W. //, Morley. Faac 1—4. Calc 1861 
—6» 8. — Nr. 17 1 10881 Tlie Njirad» FancUarÄtru. Ed. hy A", M. 
Fii»c. 1. i;»k 1861 8. — Nr. IH 20. 'Hio Kauübituki-BriVh- 
Upauishad with tho CommontHry uf SnnkarniiiuidR, od. vrith mh Kiipll^h 
alAÜon by A'. .0. CuieeU, 2 Fäjmjc. Calc 1861 8. — Nr :{7 Tim 
KukhbMi jü-Fikr mu\ NozhÄt al-tiAsr. By Shuhab lU-Din Ahia**d ihn Ibijur 
A^jAlAid Ed- hy W, N. Lee» and ^IM-tilr- finqq jind (Tfutltim Q(ttltr, 
c. 18»!2. 8. — Nr. 42. 43 [757]. Th« Ttthnqit-i Nibiri of Ahnn 'Omiir 
hij al-Däi Othnian^ Ihn Sirj^ al-I*)«* al-Jawxjaui. Ed. by W. N. LeeSf 
ind Khadim Uxmain and AM td-lfriL Ffi.se. 12^ Cale. 1863. 8. — 
Ko. 44. Tlic Mira4»^ Djir>auA, with lliu (Vniim, of Subwrn SwÄmi«. Ed. 
fcy Afahesa Cfuiudra NydifnrtJtna. Faxe l Ctilc. 186;i. 8. — Nr 46 
(I(l66j The SAnJuir« Vijuvtt of AiJiiritnimiidji (liri , tnl hy Nahadwtpa 
(Jhmidra Gogietmd. Fft»c* 1. Calc 18tU. 8. — Nr 4«. 41". 52 [766 hl, 
Wb, o, Kikmiti An Ancient Porsian PiKmi hy Fakhr »l-Üiii . Asad äU 
AvUr^badt. jü'Fnkhri, id-Ciurpnni Ed. hy W. N. Lee^ and Älimad Ali. 
Fhsc 1 — 3, C«k 1864, 8. — Nr. 51 [Uml Th« Bi-ihataHuhitÄ of 
V*rih»-Mihirm, ed. by //. Kern. Fase. I fak*. lKtl4. 8. — Nr. 1 1 1 
1T62]. Tlie BÄdAlnih Nttmiib , by 'Ahd allliimtd LAhuwri «d. hy Kahir 
DHi AÜüiuid A]id Ahd Al-Rahiiti uddor ih« ütiijerint of W, N. Leen, 
i. 1867. 8. — Nr 123 124 Pali Unimmar. Oii tho Basis of Kiih- 
P&AjrAiio. By I^ymu-iif^AffiJfun. 2 Vnst'v. Touhk«o 1867. 8. — No. 130 
[171(1. Tb» TjiittiriyÄ Anujyakii i»f the Black V»ijur Voda, vrith tho Comm. 
of SnywtiÄchäryA., ud. by Ht\jendralMn Mkra, Fase. V. Ciüc. 1867, 8. 
- Nr. 146. 166 (74aJ. Tho Muntukhah al-TawÄrikh .»f Ahd al-gädir 
Hin i-M*IAk ShÄh »l BiidAonl Ed f.y Knhir til-Din Ahmad — hy 
Ahftuul *AIC Vol 111. Fase II. Pari II. Frt.H, IX falc. 1868— 1B69. 
8. — Nr 268 [061]. Täiidya Malnibrahinanft , with thv Cutnm. of SÄyapa 
AekAry«. Ed. hy Anandachttndra Vrdthüarogiüa, Fuse XIX (-alc, 
IÄ73. 8. — Nr. ir8*J [76 -t), Tho MnAslr i 'Alamjfiri of Miihammud Säqi 
«tU'ldd Kh4n Ed by Ahnutd 'Alf. Fa,**e VI C'aIc 1873. 8. — 
293 301 [968] Sämu \%nW Sanhilür with tho (<!Miim, of Jjaya^ui 

d* 



XXXTIU Vcrz. fUr für dif lithliidM*' fkvI).MJi,einfffiff*St'hrifteti u,s. it. 

Aehiiry». Ed, by Satyftiyrata SiiftM^rami, Fjuj«. X. t**rt II Ffcxv 1 
CwJc. 1»74. 8. — No«. 205 luid 296 (7ft8|. Tlio TÄbiikat-i-NMn ,A 
Mmhiy-]'8iiräj . Abu 'ITmr-i-TstmÄn , 8oii uf Miihnmmrul-i-MmliÄJ. nl-JorjÄui. 
Trirnsl. by H. G. RaPfirttf, Fasr. lU. & IV L*mdon 1*^74. 8. — 
Nu». 29? and 'i!l« (^Hj. Tlio Kätantr*, witlt Iho tomm. of Durgftsiiiiha 
Kd. by Juliu» Eggdlug, F^weo. I. iL Cnlc, 1874 8. — Nr a:i9 (ll.M| 
Tl)ö SmuU Sütra nf A^^valäyatui, with tht» Cimm. of Ciirgy« NÄntyiinM. 
Ed, liy liihttmuinii/afui Vithfttniimt, Fiise XI Ciilc. 1874. ft. — 
>'r. 304 lllinij. Tliu Prithirujn Kiiiuiu iif L'hwnd Uardui. Ed. Hy A. F. 
l/oeiftlc. Part U. V^sii. l Cak- 1874. H — Nr :ki.'* [981»]. The 
Athiirvwiia Upatiiülmiiä, with tho Comin. of NAmyiiTui, Ed. by Jttimafuatfti 
Tmhtrantti fsic). Yhx. V. Cak. 1874. 8.' - Nr. Sth fUSOj. Tho 
AiUreyu AninyAka of tlio llijc Vudu. witln the Ci)ttini. of S^üyuna Achiktyi 
Ed, by lUjendraUlfi Mitnt. FK-Ht- 1 Vn\v IH75 

Von dur Asintiscbeu ßesollsclmft von Bengalen: 

T, 7m Kr. Öfl4. Bihliütlieoi Iiidk«, New Serius Nr. 438, 434 The Viy« 
PiirAim. Ed. by RajcntlmUUu Munt, Fiwe lU. IV ChIciHI*! 187t) 
1880, 8. — Nr 421* [in62j. (.'hattirvurttrt-ChijitJWHm Hy lIiMniidri VA 
by Ytifjejtixrm ßfiafUU*htifjftt luid KnttufUt*/ihtiU/tn 'Ihrknndmi. \iA LI 
Ynitn klmnilÄ. Fart II. Fasu Xll Cak-/l»7t>. 8. — Nr 4:50 [t IVOj 
Tht! J'rUhiräjji IM^ait nf ChantI liiir«liü E<1 by U, UofrnU', Part II 
Fn.si' IIL Calf. ISili. X. — Xos VW 4:rj |742| Tho Akbiu-iiämab by 
Abid-Fn^l i Mubiirak i 'ALIhdii, ed. by Whil-tiv-lttthtn*-. \i*\ 11. Fii^c. IV 
Cdu. lÖ7t». Fol 

Von der Royiil Goo^rajibieal tktfiyt)': 

8. Zu Nr. euOi; |S6*^8|. Proeoudiii^a of tfau Uoyal Geographica Society »nd 
Mouthly Kecord of Ooography. N. 8. Vd. U» Nr. 7. July 1880. t^. 

Von dor Kj^l Akndomio dor WU^fiischaftun xu Burlin: 

9. Zu Nr. 642>H2t)| MoiiatAboriidit der K. Fr Akudoiuic dur U 
au Berlin Munt 1»H<». Üerlln 8. 



10. 



II 



12 



Voll düin Indin Ortite: 

SSa Nr, ll>44n [K'^i»]. .rnnriiiiJ of tbe AHiatic S«iciuty oF lk>n|t;ia Kr tl 

I85M — Nr L V l«r»M — Nr. IIL 186U — Nr 4. .^. 1862 — P»rt t 
Nr IV. 187:j — Purt 11. Nr, II— IV 1865 — P. II. Nr. U. 1867 ^ 
Cidcatbi 8. 



.4 



Von dor Aaiatiicben Gosdlichid\ von ßoii(|;alen: 
Zu Nr. 1Ü44 14 (Jßn] Jouriml of tho AsinUc Soci«lv uf HLiti-ji! New Serit* - 
Nr. CCXXXl. CCXXXll. Vol. XLLX , Pait I 'Nr. I Part il , Nr I- 
188n. CalcutUi 1880. 8. 

Zu Nr. HM4l> 1161| Proceedintfs of tbo Astiük- Sock>ly of Ikoiü^al Nr X- * 
l*«euiabttr, 187!i. t'ädrntbi lt?7n, — Nr II, Fübrujtry » Nr 111, Marrt»* 
Nr. IV k V. April & May 1Ö8U CWeiitU 18H(». 8 

Von dor (ifu]^aphiacheii Qesell»chaft in Parb: 

19. Ztt Nr. '}i'i21 LS6au|. Hulktin de la Socb't«: do Groj^raphie. Mars 1881* - 
Ptris 1»8(>. 8. 

Von dor M M G.: 
14. Zu Nr. 18B7 [711] Abbiiiidhiagon für diu Kmulu dos M*irjifnlandoi» b*K. 
Von d«r D- M. U- VII. Hiuol. Nu. 3 Au-^züj,;« hus .syriscbun Akton 
per^i*chor Mtirtyrer bb.^, nnd dtmh Ujitürsuchwrigöu jsnr libtortSfChen Topo- 
gr»pliiü orlautort vuu Ueonj Uoffnmnn. Luipxig i&8V. 8. 



Yen. der für die BihUoOiek derD,M, G.eiitgeg.SchrifteHu.s.w, XXXIX 

Von der D. M. G. durch Ankauf: 

15 Za Nr. 2247 [907], Sanskrit-Wörterbuch h»g. von der Kauerl. Akademie 
der Wissenschaften , bearbeitet von Otto BÖhtUftgk und Rudolph Roth. 
IL— VII. Thcil. St. Petersburg 1858—1875. 4. 

Von der K. Bayer. Akademie der Wissonschaften : 

16 Za Nr. 2327 [9]. Sitzungsberichte der philosoph.>philolog. und liistorischon 
Cbuise der k. b. Akademie der Wisaensch. zu München. 1880. Heft 1. 8. 

Von der Kais. Archäologischen Commiasion in St Petersburg: 
II. Zb Nr. 2451 [2274]. Compte-rendu de la Commission Imperiale Archiolo- 
giqne ponr lann^e 1877. Avec un Atlüs. St.-P^torsbourg 1880. Fol. — 
ÜBT Atlas dazu. St-P^terabourg 1880. Imp.-Fol. 

Von der Kedactiou: 
18. Za Nr. 2452 [2276]. Revue arch^ologique. Nouvelle S^rie, 21e annäe. 
U— IV. VI. Fivrier-Avril. Juin 1880. Paris. 8. 

Von der D, M. G. durch Austausch: 
1). Za Nr. 2763 [2503]. Trübners American, European, and Oriental Litorary 
Becord. Nos. 149—50. New Series. Vol. I. Nos. 3—4. London 1880. 

Von den Trustaes des British Museum: 
W Za Nr. 2768 [1980]. The Cuueiform Inacriptions of Wostom Asia. Vol. II. 
Prepared for publication by //. C\ RaicUnsoitt assistud by E. Norris. 
VoL III. IV. Prep, by if. C. RftwUttson, assisted by G. Stiuth. 
London 1866 — 1875. Imp.-Fol. 

Von der Kais. Buss. Geographischen Gesellschaft: 
21 Zb Nr. 2852 b [2596]. Ot('et Imper. Bussk. Geografic. Obscestwa za 1879 
god. S.-Peterburg 1880. 8. 

Von der Regierung von Bengalen: 
«. Zu Nr. 3219 [2487]. Notices of Sanskrit MSS. By Riijeaidnddla Mitra. 
Pablishod under ordors of the Government of Bengal. For the year 1878. 
Vulumo V. Part I. Nr. XIV. Calcutta 1879. Gr. 8. 

Von der Redaction: 
33 Za Nr. 3224 [2188]. Hamagid (Hobr. Wochenschrift, erscheinend in Lyck, 
PBdig. von Babb. Dr. L, Süberwwm). 1880. Nr. 22—31. Fol. 

Von der Nationalbibliothek in Florenz: 

24. Za Nr. 3382 b [1593]. II commento medio di Averroe alla Retorica di 
Aristotele pubblicato per la prima volta nel Testo arabo da F. Lasinio. 
Fase. 2". 3". Pagine 33—96 del Testo arabo. ( Pubblicazioni dol R. Istituto 
di Studi superiori etc.>. l*Mrenze 1877. 1878. 4. 

Von dem Verfasser: 

25. Za Nr. 3592 [3947]. TTie historical poetry of the anc^nt Hobrews, trans- 
lated and critically ezamined by M. Heilprin. Vol. II. Now York 1880. 8. 

Von der Verlagsbuchhandlung F. A. Brockhaus: 

26. Za Nr. 3596 [2057]. Nenhebräisrhes und chaldäischos Wörterbuch über 
die Talmudim und Midraschim. Von J. Levy. Nebst Beiträgen von 
H. L. Fleischer . 12. Lieferung. (Bogen 15 — 28 des dritten Baiidus.) 
Leipsig 1880. 4. 

Von der 1). M. G. durch Subscripüon: 

27. Zu Nr. 3636 [3438]. The Palaeographical Society. Facsimiles of aiiciont 
Manoscripts. Oriental Series. Part V. Ed. by W. Wright. London 
1880. Boy. Fol. (3 Eu.) 



XL Vßrz. der für die BWUothek der D. M. G. eingeg. Schrift-en u. «. ir. 

Von der Gesellschaft für Handelsgeographie in Bordeaux: 
88. Zu Nr. 3640 [2623]. 8oci6t^ de Geographie commerciale de Bordeaux. 
Bulletin. (2e S^rie — 3e' ann^.) Nos. 7 & 8 '). 11. 12. 13. 14. 

Von der Nationalbibliothek in Florenz: 

29. Zu Nr. 3679 [1394]. Reperiorio siuieo-giapponese , compilato dal prof. 
A. Seoerini o da C. Puini. Fase. III. mamoru-sentu. (Pubblicazioni 
dol R. Istituto dl studi superiori etc.) Firenze 1877. 4. 

Von der Akademie „dei Liucei" in Rom: 

30. Zn Nr. 3769 [12]. Atti doUa R. Accadomia dei Lincei, anno CCLXXVII 
1879—80. Serie torza. Transuuti. Vol. IV. Fase. 6". Maggie 1880. 
Roma 1880. 4. 

Von den Tnutees des British Museum: 

31. Zu Nr. 3770 [3230]. Catalogue of Oriental Coins in the British Museum. 
Vol. I. The Coins of the Eastem Khaleefehs. Vol. III. The Coins of 
the Turkum^n Houses of Se^ook, Urtuk, Zengee, etc. Vol. IV. The 
Coinage of Egypt: (A. U. 358—922) under the F&timeo Khaleefehs, the 
Ayyoobees, and the Memlook Sultans. By Stanley Laiie Paole. Ed. by 
Regiiudd Stuart Poole. London 1875—1879. 8. 

Von der D. M. G. aui Subscription: 

32. Zu Nr. 3863 [2061]. Aruch eomplotum sive Loxicon vocabula et res, quae 
in libris Targumicis, Talmudicis et Midraschids continentur, explicans 
auctoro Nathane filio Jechielis. Ed. A. KohtU. Tom. II fasc. IV. 
Vienuao 1879. 4. (3 Exx.) 

Von dem Deutschen Verein zur Erforschung Palaostinas: 

33. Zu Nr. 3877 [186]. Zeitschrift des Deutschen Palaestina- Vereins. Band II, 
Heft 4. Mit 1 Taful. Leipzig 1879. 8. 

Vom Herausgeber: 

34. Zu Nr. 3981. De Indische Gids. Staat- en Letterkundig Maaudschrift. 
Twcode Jaargang. 1880. Juli. Amsterdam 1880. Gr. 8. 

Von der Sociöt6 Bibliographique : 

35. Zu Nr. 4023. Polybibllon. Revue bibliographique universelle. Partie 
litt^rairo. 2e Si^rie. Tome XI. 6e Livraison, Juin. Tome XII. le 
Livraison , Juillet (2 ExplI.). — Partie tochnique. 2e Serie. Tome VI. 
6e, 7e Livraison, Juin, Juillet (2 ExpU.). Paris 1880. 8. 

Von der Redaction : 

36. Zu Nr. 4024. Revista de Ciencias hist6ricas publ. por S, Sanpere y 
Miquel. Junio 1880. Barcelona. 8. 

Von der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin: 

37. Zu Nr. 4030. Zeitschrift der Gesollschaft fltr Erdkunde zu Berlin XV. 
Bd. 3. Heft. Berlin 1880. 8. 

38. Zu Nr. 4031. "^Verhandlungen der Gesellschaft ftir Erdkunde zu Berlin. 
Bd. VU. Nr. 4 5. 6. Berlin 1880. 8. 

39. Zu Nr. 4032. Mitthoilungen der Afirikanischou Gesellschaft in Deutschland. 
Bd. II. Heft 2. Berlin 1880. 8. 

Von der Ilinrichs'schen Buchhandlung: 

40. Zu Nr. 4037. )^^%gtrrt fl\v\v% i^qI oder Syrische Grammatik des 

Mar Elias von Tirhan hsg. und Ubs. von F. Bacthgen. Leipzig 1880. 
8. [Doublette] 



1) Zu 8. XXVm Nr. 28 nachzutragen. 



Vtr:. der für dsV BiLltotheh *Ur D. M. (r^etufftg, St^ftr^'ftm n.a, h\ XLi 

V(nn V**rfM!i«r: 
41 Zu Nr. 4043 CMutribai^^oee par« uma mytholo^a popuUr partugui^xA, 
in. Al^maK sapemti^öps «* cTeni;nJi pnpulnreN relativas A nnite d au ciiji 
dl' Sah Jono par Z, Cmunifli^ri PeArotio. Porto 1880, 8. 

II. Audoro Werke, 
Von dooi KSnigl. Niederländbchi^n Ministorium der Coloiiion: 
KKi [VLH Dnppeldtel:) Bürö-Bonidci€>r op het Eiland Javn. Afgebeeld diwir f>ii 
under to€i35igt v«n K C. Wihen, mot tnolichtondon »m vorklsirpiidim 
if-fert, naaf dp gfscbroveii eii j^odruktc» viThandollngcn vnn F, C Willen 
vn iJ. F. (r, Brnmmul on aiuJprt» boschcideti , Ijfiwf'rkl «ri iiitgP|^evou+ 
op last vfin Z^ni^ Excti^lieiitii* doti Mininter vnn KuIotiipii , duor Dr 
C. Lf^tNOtut , Directfur van het Rljk»mujioiiin vaü Oudhndeti ti» Li-idtm. 
— BurtVBiHidour dftiis Tilo de Java, dessini^ pur ou soiis In dir*<cti«>ii de 
K, f. V. Wil*f!^n, Avoc lü t«xto dosrriptif et explitvittf, ri^dt|^ü d'upre» 
l«ft memoire!» manttAcrits ot imprimes do MM. f! C'. WHhiui ot i/. /^ f/. 
BmmttMl ft iiutre» document», ot piibluv*^ d'apri's les urdrcs do S<*u 
Kxeetl(*nco It« Miubtre de.s Cob>nioei, par lo Dr. C. LeetanuM, Dirortnur 
«In Mds^o public d'Anti(];Uit(-H k Leide 

400 litboKT TAfudn iu 8 Lieterimgeiu Ldtloii , K J BrilJ o. J. 
Imp. F«L 

Duzu, uuter gleichen Titeln: der beüchroibeude Text, hulhuidbicb 
(Loldon 1873) und frÄin^lsbcb (Leide» 1874> 2 Bde, «r. 8 Mit 
17 Tftfetn rTekstptAti;ii) iu foL 

Von der NAtionidbildiothek in HoreiiÄr 

4^>t^ Pabblicaxioru del H. l.ttltutit di Hitiidi Miperiuri pratici e di pcrToziiiiTin- 
monto in Fircuio. ÄccndeiniÄ t>rit«ntHlo: La Ribellimie di Miumcudi» o 
di Sumitomo. Testu ^iappüue!«e « riprodt^tU) in camttDri eiueNi o m 
(Atücanm per cur» di /.. Not*entt'in\ Firt'iiSEfi 1H78. 4. — Lii Uibülliisiu* 
di MiuacAdo e di Sumitomu. Hmno di ."itoria ^iappoii'^se , trßd«>tto di 
L» Noceniini. Fhrenzo 1878 4 (Mit 1 Kartei. 

*ÖÄC. — — C'olleaione 8cola:iticit : Klonionti dülla Gratuuiatica mong^olitn di 
C. Paini. Fireuie 1878. ß. 

«167 ___ — i^y Curiositk di Jocobama. Tosto |,'iuppüne.Hü trÄseritto e trn- 
ilottü du A, SeverinL Piirte la. Testti nprodottu in fbtolito^riilia 
Fiivnaa 1878, 8. 

- - — La %'la delk piotii flliukv TohU» ginppowf*«? trasfritto, 

tndotto e auBOtatu da C Vuleuzioni. Parte Iu, Tosto riprodn.lto in 
fötolitojfrafi» Fireiiwo 1878, 8. — Parte 2». Traserisioiie * tradualone 
e nate. 2a edixiune riveduta o corrotta. Firense 1878. 8. 

AuA der Bibliothek do* äoI, StAatäiraths von Scbiefnor naeb testa- 
meiitart&cbor VerfB^ng düs,!>tdbcn ') : 
4"tf5i Eini» Missioluiflchrift, mongolisch. Scbmal-Ful. 

Vou den VorfaM«rü uud UuraiUii^'ubeMi; 
i^1{\ l'tie Sacrod lk>ok» of the Eaat. Trauiiiliited by variouj« Orimtai Stlwdnrs 
Aiid ttdlted by F. Mtut MUlhr. \'ut I The l'parn.ibnds, Trrtn.nl by 
F. MfU MilUr.i\ Part 1. — Vol. 11 Tho Siu-rod Law.«* oT thr» Äryas 
«I tattju^bl in tbe Scbotd* ul" Apa.-iUtfibit. <Jiiutjima. VA.-^i-sbtH, nml Itiiudhy»!- 
yntir» TrsHi^l by (ii'org Buhlet- . Purl 1. — Vol liL Tii- Sair»!d 



t^ Nacbtrag au S. 3UL2C Kr 40S&— 7 




X LI 1 1 >t'z . flrr für tlif Bihliulhtk iler D . M, (t. eintfetj . Sil* riften H.n.vr. 



4071 



4078 

4^7». 
4Ü84). 



4U85 



4080, 



iU87 



4088. 



4089 



4t>»0, 



Books of China, Th«* tcxt-« uf Coiifuriiuiism. Transl, by Jmnes Leggt. 
Part I. — Oxford, CUrendon FroÄ* 1879 Ot 8. 

Staoibiil 1297 H. *i. 

ExtTActs from the Ctirau , in the orit^nal , with Engtish rondering. Dy 
Sir Willimn Mnir. London 1880«. 

14otico snr un« colloctioii de muiniäitiic oriputalvs de H. le O^ S. Stru- 
gaiiofr. Par W. ilc. 'lYfJtefiftmmmt. Avcc 3 |jlftnthps. St P^tereWurg 
188«. 4, 

Pull MiscolLaiiy. »y V. 'JWnchwr, Part I. LontJoii 1879 8 

Tlip MilindHpiuiho ; beinj? DIäIoijuc-* bftwoon Kmg' MIHnda mwI ih«- 
Hinhthbl SH^'*i Nägftjwna Tlie Pull Tr^xt odltoU by K '/VÄtiTJbicr. 
L*mti.»u 1880. 8. 

/woitor Jttlirt^sbc-ruht des Vortniis fiir Krdknndo xii Metz pm 1B79 
Mir *i Illittt Kf^tebniingon. Motst l«H(i. 8. 

Z<»it|f6bt und Scbule. V<»rtnig, geh. in dor ÖlTentl. SiUmig iIps li>. d<^nt«cli- 
amt'rik LvhrertAgs von L. Solfiftn. Ht. Loiit», Mn. 1B7&. 8. 

rhu Amt'ricftn .ItHimul nf PI»i^^^o^ry^ Etlitr>il by ü. L. Gä^l^rAleet^e. 
\'ul. 1 Nr. I. UjikimiirtJ 1KK*1 8 

Der ÄccuäAÜv im Veda diir^oshllt vcu C. GaetUche. BreftUu 1880 

Abriss dpr bftbybiniscb^assyrist'hon und L^rMOiUti^cliien Gpschiebto von d«ii 
öltjwtün Zpit*3n biH zur Zorütörmijt: Tlnbols in TivlH^llonfiirm Wm 
JtommrJ. LnijmK 1880. 4 

Di<^ KrmJgrfn von l^bft nls Kiitiip;:in Bilqls, Einn Studio von A. Hättck. 
Loipxig 18H0, 8, 

Dö ro cin»tricn ITobraoorutn ilisÄPruk P (/erardii» (rietmaun. Fn- 
burgi Brisgtnmt« MDCC'CLXXX. 8. 

Till* filirs rtiid Lowim nl' Cbiim, A ^^eo^apliical dictiuMftry By (r. Af, 7/. 
rUti^fifit\ Hi.iij^koMK IMTl*. 4. 

I>]LK idtiiidLselu^ Nrii- uitd Vi^tlriitMiciHuprcr in sninM' rtnfnvluitt'it Form 
Mit llonHUmiK Inuiil-Hcbriltliclior C/uulk<n diirjjostollt von Atft'ed litUt- 
ht'HtuU. Jcma 1880. 8. 

Viv Mxirtin Luthers „Kin feste Huriij ist unsor iUiW in 19 SprÄebcii, 
Als ücidotiklibttl Äiim :t50j>nirigon ifuhiläum der Augsbiirgiftcben Con^ 
rr?*io»i lijtg VOM Bernhunl Phk. KtHrla^^tor, N. Y. 1880. 8. 

Sttr los <^tuiie» philo!(ophii|uc^ dos Arril»e* au X sifcle. Uiscour» pn>- 

nonee par h\ Jh't'ltrrt'ri. Flort>nro 188H. 8 «Ejttmit dp« Act«*«* du IV 
t"imgrt!s iiitcrniitioiial ibis ( (rierii^ilistos) 

Cyrilii Aloxiindrini ILbronim ccnntr« luliivinini fnigDUMitft SjTiaca »d- 

K ArJitit' JS.-A- ans oinom (lonmaclist orüchoinonden hä*torisclion Werke 

Dr Ä'. J. Nf^itaHiun^n] 

Hnifh.ttiä*"ki» dr^r +>bnriM'»Kyjitt!«ehr.»n l^'borsotisnng dos »itnn l'ostiiniont«** 

lil»LK- ^^^ A*iüif Krtiittn. A. d. ,4Najc1iTit:bl«n van der K^l Ocsrdl^cli. 

li Wis». IL dor G.A.Uiiiv Xtt Giütingfin** JulirK- 1880, Nr. 13. 0«tti»igoii 

1880 Kl. y. 

Kint;<« of KAsbnurn : lirin»; ii Tmneibition (if Mw Snitskriiii Work K,^A- 

tivrun^o;'ni *>!" Kuhlsvntt Pnnditn Uy J(ujflj*ft Cimtuier Dutt. CAlciitt* 

IBltV KI. 8 

Einigern über dn» Si Yti SJnii Tin> Ki. Von A', Himlff. [8.-A. n. d- 

iJtücbr. der fJi»sfdNeh f. Erdk Bd XV. Bi^rUn l»»iij, 6. 



HR 

F I 



XLUI 



Personalnachrichten. 

AU ordentliche Mitglieder sind der D. M. Gesellschaft beigetreten; 
Für 1879: 
%%b Herr Alex. Thompson, stud. ling. or. in S. Petersburg. 

Für 1880: 
)M ^ O. F. von Mollen dorff, ConsaUtsdragonuin in Tientain. 
98* ^ C. Pauli, Uector der Hohem Bürgerschule in Ülzen. 

988 Dr. Schreiber, Rabbiner in Bonn. 

989 ., Dr. J. H. Thi essen in Berlin. 

990 ,. Carl von Arnhard, Gutsbesitzer in München. 



Durch den Tod verlor die D. M. GeselUchaft ihr ordentliches Mitglied: 
Sc. Hoheit Takoor Giri Pras&da Sinha, R&jä von Besma, f den 
20. März 1880. 



XUY 



Yerzelchnlss der bis lum 15. Not. 1880 für die Bibliothek 
der D. M. 6. eingegangenen Seliriften n. s. w. i). 

(Vgl. die Nachrichten über Angelegenheiten der D. M. 0. in diesem Bde. 
S. XXXVI— XLH.) 

I. Fortsetzungen. 

Von der Kaiser!. Ross. Akademie d. Wiss. za St. Petersburg: 

1. Zu Nr. 9 [28]*). Bulletin de TAcad^mie Imperiale des sciences de St.-Päters- 
bourg. Tome XXYI, No. 2 (feaUles 9—21). Fol. 

Von der D. H. O.: 

2. Za Nr. 155 a [77]. Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. 
Vieranddreissigster Band. III. Heft. Leipzig 1880. 8. 

Von der Soci^t^ Asiatiqae: 

3. Zu Nr. 202 [153]. Journal asiatiqae. Septi^me S^rie. Tome XVI. No. 12. 
JuUlet. AoQt-Sept. 1880. Paris. 8. 

Von der Kaiserl. Akademie d. Wissensch. in Wien: 

4. Zu Nr. 294 a [13]. Sitzungsberichte der Kaiserl. Akademie der Wissen- 
schaften. Philosophisch-histor. Cl. XCIV Bd. Heft I. H. Jahrgang 1879 
Mai. Juni. — XCV Bd. Heft I. U— IV. Jahrg. 1879 JuU. Oct. Nov.. 
Dec. — XCVI Bd. Heft I. Jahrg. 1880. Wien 1879. 80. Gr. 8. 

5. Zu Nr. 295 a [2864]. Archiv für österreichische Geschichte. Neunund- 
nin&igster Band. Erste und zweite Hälfte. — Sechzigster Band. Erste 
Hälfte. Wien 1879. 80. Gr. 8. 

6. Zu Nr. 295 f. [2876]. Fontes rerum Austriacarum. Oesterreichische Ge- 
schichts-Quellen. Zweite Abtheilung. XLH Bd. Wien 1879. Gr. 8. 

Von der Royal Geographical Society: 

7. Zu Nr. 609a [2626]. Proceedings. New Monthly Series. Vol. IL, No. 8. 
9. 10. 11. August, September, Octobor, November 1880. London. Gr. 8. 



1) Die geehrten Einsender werden ersucht, die Aufführung ihrer Geschenke 
in diesem fortlaufenden Verzeichnbis zugleich als den von der Bibliothek aus- 
gestellten Empfangsschein zu betrachten. 

Die Bibliotheksvorwaltung der D. M. G. 
Prof. Müller. Prof. Loth. 

2) Die in eckige Klammem geschlossenen Ziffern sind die laufenden 
Nummern des gedruckten Katalogs. 



Verz. (ierfärdie Bihüothek der D.M. G. eingeg. Sckriflm u. «. tr. XLT 

Von der Königl. Preassischen Akademie der Wissenschaften: 
S. Za Nr. 641 a [22]. Philologische und historische Abhandlungen der Königl. 

Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Aus dem Jahre 1879. Berlin 

1880. 4. 
9 Za Nr. 642 a [26]. Monatsbericht der K. Preuss. Akademie d. Wissensch. 

n Berlin. April. MaL Juni. Juli 1880. Berlin. 8. 

Von der Asiatischen Gesellschaft von Bengalen: 

10. Za Nr. 1044 a [160]. Journal of the Asiatic Society of Bengal. New Series. 
VoL XLVU. Extra Number to Part I fbr 1878 (A Sketch of the Turki 
Ungnage. By R. B. Shaw. Part II. VocabuUry, Turki-English). — 
No CCXXXm. CCXXXIV. Vol. XLIX, Part I, No. n. Part n, No. U. 
1880. Calcutta 1880. 8. 

11 ZaNr. 1044 b [161]. Proceedings of the Asiadc Society of Bengal. No. VI. 
Jone. 1880. Calcutta 1880. 8. 

Von dem Smithsou sehen Institut: 
12. Zn Nr. 1101 [99]. Annual Report of the Board of Regents of the Smith- 
MDian Institution, for the year 1878. Washington 1879. 8. 

Von dem historischen Verein für Steiermark: 
U Zq Nr. 1232 a [2899]. MittheUungen des historischen Vereins für Stoier- 
nark. XXVIII. Heft. Graz 1880. 8. 

Von der Batavia'schen Gesellschaft für Künste und Wissenschaften: 
U. Zo Nr. 1422 a [67]. Verhandelingen van het Bataviaasch Genootschap van 

Kansten en Wetonschappen. Deel XXXIX. 2e Stuk. Deel XLI, le Stuk. 

Batavia 1880. 4. 
15. Zo Nr. 1422 b [68]. Notulen van de Algemeene en Bestuursvergaderingen 

Tui het Bateviaasch Genootschap van K. en W. Deel XVII. 1879. 

No. 2 en 3. 4. — Register op de Notulen der Vergaderingen van het B. 

Q., over de Jaren 1867 tjm 1878. Batavia 1879. 8. 
K. Za Nr. 145 b [69]. T^dschrift voor Indische Taal-, Land* en Volken- 

konde. Deel XXV. Aflev. 4. ö en 6. — Deel XXVI. Aflev. 1. Batavia 

1879. 80. 

Von der Soci^t^ de Geographie: 

17. Za Nr. 1521 a [2620]. BuUetin de la Soci^t^ de G^graphie. AvrU. Mai. 
Aoüt 1880. Quatrifeme S^rie. T. XX. Nos. 119 et 120. Novembre 
et IMcembre 1860 — Cinquiime S^rie. T. I. No. 3. Mars 1861. T. U. 
Not. 8 et 9. 11 et 12. Aoüt et Sept. Nov. et D^c. 1861; T. III. No. 15. 
16. 17. Mars. Avril. Mai 1862; T. IV. Nos. 20 et 21. 24. Aofit et 
Sept. D<c. 1862; T. V. No. 25. Janv. 1863; T. VI. No. 35. 36. Nov. 
D^. 1863; T. VU. Janv. et Fävr. Ma». Mu. Juin 1864; T. VIII. 
Sept 1864 — Avril. Sept. 1867; Sept. 1868; Mars- Avril. Juill. 1869; 
Jon. Nov.-D^c. 1870; Nov. 1871; Juin. Sept. Oct. Nov. Die. 1874; 
Janv. Fivr. Mai 1875; Janvier bis Däcembre 1876; Janv. Aoüt. Nov. 
1877; Fivr. Aoüt. Octobre 1878; Mars. Octobre. Die. 1879. Paris. 8. 
[Nachgeliefert]. 

Von der K. Bayer. Akademie der Wissenschaften: 

18. Zn Nr. 2327 [9]. Sitzungsberichte der phllosoph.-philolog. und hbtorischen 
ChMe der k. b. Akademie der Wissenschaften zu MUnchen. 1879. Bd. II. 
Heft m. 1880. Heft II. München. 8. 

Vom Verleger: 

19. Zu Nr. 2452 [2276]. Revue archiologique. Nouv. Sirie. 21e annie. 1880. 
JuUlet Aoüt. Septembre. Octobre. Paris. 8. 



XLTI Verz. lier für dieBihliolhek derD, M. Q.emffeg.t 



80. 



»1. 



22, 



23. 



24 



Von dem hi^torisehen Verein flr Steiermaj-k: 

Zu Kr. 2727 [29ÖÖ]. Beiträge *ur Kunde ät«iermÄrkiach«r 6«MrhichtB- 
qu<?llen. 17 J*hrg*iig, Graz 1880, 8. 

Von der D. M, 6. diircli Äufttjamch: 



Zu Nr. 2763 
Reeord. No», 



27. 



88. 



29. 



30. 



[25Ü3]. TrübiierV Ammcau, European, and Orioot&l Liter«rj 
151—52. N. 8. Vol. l No». :i— G London 1880. 8. 



Von der Verlagsi»uchhftniJlung J C, Hhirk-hs: 

Zu Nr, 2771a (SrtÜ| Zeitschrift für Igyptischt» Sprach« unfl Altartbom». 
kubdo herauag^. von C\ M, Lieptiua untc'r Mitwirkung von H, Brugnt 
18S0. Zweites HoA. Drittes Heft Leipzig. 4. 

Von der Kais. Russ. Oeographbchen G<»©Ibohftft : 

Zu Nr. 2852 * [25B5] Izvestja Imperatorak. Russk. gi>ugraph. Obacesti 
Tom XVL 188Ü. Vypu»k vtoröi. B.-Peterburg 188U. 

Von der Amerikanischen Philosophischen Oesellschnft : 
Zu Nr. 2971a [IG7|. Propoedings of tho Amertcim Fhilosopluoii Society 
Vol. XVni, No. 104. July to Decf*nibi>r, 187». — No 105 January to 
Mftrch, 1880. 8. 

Von der Ttedaction: 
fSl Zu Nr. 3224 [218KJ Hamagid. (HebriÜscho Wochenschfift, ewchdnend in 
Lyck» Rodacteur D. Gord&n.y 1880. Nr 32—44. 

Von der GesollschÄtlt für Handelsgoographie in Bord'^AUx: 
fl^ Zu Nr, 3G40 [3623], Soci^t^! do g^ographio coromercial© do Bordeaui 
BuUetin. (2o S^rie ~ So Anneo.) No. 15 k IG. IT ^ 18. i'» &. 20. 21. 
Aoftl— Növembre 1880. 8. 

Vau der Akademie ,,dc>i Lbic<«i'* in Rom : 
Zu Nr. 3769 [12], Atti doUa R. Accademia doi Lincei. Anno CCXXXVll 
1879—80. Serie term Tnuisur^ti. Vol. FV. Fmc. 7". Giugno 1880 
R^ima 1880. 4. 

Von der R^dactioti: 
Zu Nr. 3981. De Indbcfae Gtds. Tweudo Jaargang. 1880. Augostoa^ 
September. Octobor. November. Amsterdam. Gr. 8. 

Von dor Sociitc Bibliugraphiqiie: 
Zu Nr, 402S. Polybihlion Rwvuo blbliog^rnphiqiio univorseUe. Partie 
techuique. 2b serio, Tome VI. 8o. 9m et lOe livr. Aoöt. Sept. — Ckt 
Partie lili«rftire. 2o si^rio. T XII. 2ü. 3o. 4e. livr. AoQt. Soptombre 
Octobre. Paria 1880. 8. f2 Eipll.j 

Von der Redacdoii : 
Za Nr. 4024. Revi<(ta dt< Cipiieiiui histJ^rkaa. 1B80 JuHo Agosto 
Setiembre. Octubro. I*afcplon» (ir. 8. 



n. Andfjro Werke. 

Von den Verfassern und Uerauagebem: 

4091. Abhandlung über den Atharva Veda von Rudolph Roth, Tübingou 
1856. 4. (Uiiiv.-Progr ]. 

4092. Sy.'itonintisch-alphnliiotischcr ilauptkatalog der KonigUch"« Uuiversitiits- 
bibliuthok xu Tübingen. M. Ilaudschriflen. 1. Indischv llaiidsebriften. 

Ttibiogen, 1865 4. 



Yen. derfkrdie BAUoÜide der D.M. G.eingeg. Schriften u. s.w. XLTII 

m%. Der AthrnnrAveda in Kaschmir von R. Roth. Tfibingen 1875. 4. 
HJnir.-Progr.]. 

4094. Zar Geschichte des Sanskrit -Wdrterbachs. (Gesprochen in der Ver- 
«unmlang der Orientalisten an Innsbruck, am 29. Sept. 1874, von R. Roth.) 
(A. d. MAL asiat. Tome VU. ^ Fivrier 1876.] St-Petersb. 8. 

4095. Abhandlmig Ober Ya^na 31 von Rudolf Roth. Tfibingen 1876. 4. 
[Üniv.-Progr.]. 

409<. Die Dikdnke ha-t^amim des Abron ben Moscheh ben Ascher und andere 
alte grammadsch-massorethische Lehrstücke sor Feststellong eines rich- 
tigen Textes der hebräischen Bibel mit Benutzung sahlreicher alter 
Handschriften snm ersten Male vollständig hsg. von S. Baer und H. L. 
Strack. Leipzig 1879. 8. [Auch mit hebr. Titel:] ^'pln:p'^ ^DO 



4097. 



Von Hm. Staatsrath Oottwaldt: 
^^.j^ u^^^LxJ ^tf^'ifj qIjuJ^*. ToAi cexuioft. 1876, No. 13 

—15. 15 [bis]. 16. 17. 17 [bis]. 17[ter]. 18. 19. 20 [2 Ejtx.]. 20 [bis]. 21. 
21 [bU]. 22. 22 [bis]. 23. 24. 24 [bis]. 25. 25 [bfa]. 26. 26 [bis]. 27 
(2 Exx.]. 27 [bis). 30—33. 30 [bis] — 83 [bis]— Foxi BOCUfOtt. 1877. 
No. 1—9. 1 [bb]— 9 [bis]. 10. 11—10. 11 [bis]— 16 [bis]. 17. 18—21. 
18 [bU]— 21 [bis]. 22. 23—27. 23 [bis]— 27 [bis]. 28. 29—33. 29 [bis] 
—33 [bU] — rojTb ÄeMTlift. 1878. No. 12 (8—20 ÄBryCTa). 10 (26 
—20 ABrycra). 13. 14 (28—20 ceBTA^pa). 12 (9—20 0KTa6pa). 15 
(31—20 OET.). 13 (31—20 OKT.). 14 (23—20 HOJIÖpjl). 17 (30—20 
■0*6.). 16 (6—20 ÄewUJ.) —19. 19 [bis]. 20. 20 [bis] — TOÄi Aec«"!*. 

1879. No. 1. 1 [bis]. 2. 2 [bis]. 3—5. 8. 8 [bis]. 9. 10. 10 [bis]. 11 
—14. 14 [bb]. 15—18. 15 [bb]— 18 [bb]. 19. Tasohkend. fol. Dazu 
als Beilage: Kalender auf das Jahr 1877. 1 BUtt gr. fol. [2 ExpU.] 

Von Hrn. Prof H. L. Strack: 

4098. Hamagid T'aan . 1874, No. 48; 1876, No. 12. 13; 1876, Nb. 2—5. 
[Enthalten Artikel von Ephr. Deinhard und Jehuda Tschamy über und 
gegen Firkowitsch]. Lyck. fol. 

4099. Schreiben des Herrn Prof. Dr. Strack an die Redaction [von Berliner's 
Magazin f. d. Wiss. d. Judenthums. — S.-A. Berlin 1879. p. 126 

—127]. 

4100. 'i3T q o-i -/'a« mibin. Tojaoti A6eei Pemeif)!. Biorpait»üi A. 
#HpEOBH«ia, coq. d. j^eftnapAOMi BapmaBa 1875. Kl. 8. 

4101. [ii FirkowiUch] D"»fiinpn ^y niT [Der erste Bogen einer von F. be- 
gonnenen Geschichte des Karäerthums. Mehr bt davon nicht gedruckt ; 
auch dieser Bogen bt nicht im Handel, da die ganze Auflage ein- 
gestampft wurde]. 0. O. u. J. 8. 

4101 Bne Reschep. Verschiedene Aufiätze und Gedichte von Abraham 
Fhkowäz. Hsg. von Peter Smolensky, Wien 1871. 8. [Auch mit 
bebr. Titel:] 'l3T Cjl^'n "»:?. 

4108. H. L, Strade, Geschichte der Juden [S.-A. aus „Jahresberichte der 
Geschichtswissenschaft. I. 1878." S. 33—38.]. 8. 

Von dem historischen Verein für Steiermark: 

4104. FwtMhrift zur Erinnerung an die Feier der vor 700 Jahren statt- 
i;efundenen Erhebung der Steiermark zum Herzogthume (1180). Graz 

1880. 8. 



XLTDI Vers^ der für die ßiUwthd^ der D. A/. G.ekigeg. Schrift^ «, h, »/•, 



VüH der BdlAvlÄ^schc"« GosollsdiAft für Kirnst© und Wlss«]M«bAftiiti: 

4105. CRtAlo(!:m dor c>tTii)(dogische ftfdi>eliiip: van hot Museum van het 6atiiTiAft»«h 
GenoötHcliÄp van K. cn W. Dorde Druk. Butavia 1880, 8. 

Von den VcrfftÄSt^rn, Homu^'cfif^rn utui Ver1<*geini: 

4106. Kaiftcr Akbur Ein V«»rntifli über db GoÄchkhto Indien» im Ifi Jahr- 
httndort von Gr»f F, A, von Noer. 1. Lieforung. Leiden 1880. 8 

4107. LLsts of Sariüknt manascripts in private libran«« of Roothem [ndia 
Coniinled . Hrraiijfed nnd indexod by G, Oppert. Vol. l. Mmlsi* 
1880 4. 

4108. The Mrtdra?* JonniiU nf Litorature and Science for tho yoar 1879 Bdited 
by G. OpjH^rt. Mndrax 1880. 8. 

4109. Gramimvtik dos urdblschen VulgJirdialectes von Acgypten von IK, Spitta^ 
Bei/, Leipzig 18B0. «. 

4110. Diu luMchriften Tigbitlipiloser» I in tran.HHkrihioTtero aasyr. Cirundtext 
mit UebersQtxunK und Commc?iitar von \]\ Lutz. Mit Beigaben von 
F. Delüsjich. Loiprig 188n. K. 

4111. .^.\^.jmS>^ üjitij (Buch der Künige vom Beji^i'in der Geschieht« bb 

sium Au54gang der Sa^iaiiidon von Dschd-ahilcUn Afirzü. FhotoHthogr 
\Vit>n, Zamttrski, 1880. 8.). 

4iri!. Lekach-tob (Pcsikta sutartn)' oin agadbtiächer Commontar zum ersten 
und zwesitcu Buclm Mosiit von ß. Tobin ben Elieaer. Herausg. von 
8. Buher. Wilna 1880. 2 Bde. 8, 

4113. »ans in n«tt lÖin ^ie« "ICO. (Von D. Kohn,) Warschau 1880. r 

4114. Rapport aunuel k 1a Socißt^ d<5a Etudes .Ta|Hinftis«s, 1879. Par L, 
de Romif, Paris 1880. 8. [Eitrait des M<?moire» d© la Socicte dei 
j^tndos Jji|xntntseÄ tomo 11 (1878 — 79 k] 

4il.'i. Diu Spuri'ri AI-BA|ljyii.»ii'8 in dor jüdbcbeii Koligions-Pbilosophie. Nebst 
oinor Auä^abo dor liobräLscbeii L'obersotzunpon seinor Bildlit^hoi» Kr<d«e 
von Daci^l Kmifnwttn. (Jahrusbericht der Laride*-llabbiners4ibiile in 
Budapest fiir 1879—80) Budapest 1880. 8. 

41 IG. Quelques mots sm" Falphabet avcstiquo. Rdponsc ji Hr. C...E par 
C. rle Ilarlcü. Louvaiti 1880. 8. (3 E»pU ) 

4117, PurAiia San^ttba or h Colleetkm of Puranaji in the original Sanskrit with 
an Engliüb Trnn.Hlation, Ed. by A*. M. Banerjeo. No. I. Markaiidley» 
Purana. Calc. IH/il. [X niui m Soitcn). 8. 

41J8> ßibel itnd Jos«pbu^ über Jerusalem und das KeiHgo Orab wider Robinjoo 
und neuere» Sionspilgor als Anbang zu Reison im Morgenlande voB 
J, Bergffren. Lund 1862. 8 

41 IS*, DtmonAtratJoii de rautbonticH^ niosta'iqu« de TExode par Charles Schi^ebel. 
Pari» 1870. 8. (E.vtTftit dp«i Annale?« do philo.sophio ebrctienno, aan^a» 
1869, 1870), 

4120. Om det i^ldre RusaiMke V«>gtsystem . af C, A. Holmltoe. (Saenik. aftr. 
ftf Vidonsk. Sel»k. Forh. for 1867). ftljristlania), 8. 

4181. Om Ki-Tallet af (1 A. Uolvtloe. (Saersk aftr. af Vid, »eUk. Foih. t 
1867). (Cbristianja]. 8. 

4122, FTiagbougen paa Karmöen o^ do bnddbiatisko Topt^r i Asien Af C A. 
Holffiboe. (Aftr af Vid. Selsfc- Forh f 1H«7 ) [Christiania]. 8, 

41S3, Beitri^e zur Konntnl» der jukairin^chen Sprach». V*on .-1. Schififner. 
Mü. M. Tome VI. ~ Februar 1871. (8t.-Poter»b.). 8. 



1 

I 



Von der D. M, G. durch ÄuüUtiseh : 

*1«4. Carali Ma^ii Agrell Otioln Syriwcft. Landae MDCCCXVl. Kl A. 

4tltS. J9<^^ r*^*^^^^ »^"^j^ • Historm conipondto«M Dynwtianim, Äuthore 
Orctgorio AbnUPharajio , MaladouKi Medien , HUtcirmin comploctoiis uiii- 
versAlein, k mundo coiidit4>, u.s«iut!i ncl TompOTÄ Anthoris. res Orientiilmm 
«ceiiJ^tiaslmt doscriboiUk. Arabiee editA, ut LjiÜne Vf<r-<ia ab Rd^iartlo 
Pocockio. OximiiM*. M DC LXUI 2 voll KI 4. 

ltS(». 8yri OriontÄles, sea C1iiüd4W<i, Nostoriani et Komanorum PoriHficiim 
Prim&tas CommcütAtio Hi*t(jrico-phil(dngico-thc=o]ogicft ndjecös teitibus* 
citutioiiuin genolna Imgaa propriLsqne littcris exaratis . . . Auebjre GeoTffio 
Ehet^ara Kbayiiuth Ajwyrio-ChaidÄoo Ärchiopiseopo Am»diensi. Bomae, 
typu S. C. de F F MIKC'CLXX 8. 

41Ä7. Dionjfsii TelmabharonsU Chronkl \\ht*t primtw, Tcxtam © codic« MS, 
1 Syri&co Bibliotheciie Vaticanae trauü^enpsit notisque illustravit Otto 

I FVedffrictta TuUherg. UpsÄliae MCCCL. 4 



4129. 



iX^j^^ ^fr^Läit -il ^^LJi\ ÄJfcj-Ä w^s»-uo Q* Q ^jmf äxjjIj 

^ \j^j=^ cr^^ f^^ --ä-üLj iuXjijbi iü.jüi ^ ^1 







id est, ITLstoria Sarac«nioa, cjua tos geatae Musliinorum . iudo a Mtihnm- 
niedc primo Imperii et Rolii^oais Muslimicao aüctoro, mque ad loitiutn 
Imporii AtAbaeaei, por XLLX laiporatortun succossionom »idelissinii eipli- 
cantur. IiiÄertU utiam paa^iiu Chmtiauurum rebus in Oricntis potbsimum 
EccIesiU eodero temporo ge»tis. Arabico i»Jim exarata k ßeorgi« Elma- 
cino Fil. Abuljüsori Elamidi F, Abulmaearemi F. Abuliibi. Et LaHne 
reddlta opf>rä ac «tudio Thmnne Krpenil. Avcedit ot Itüderici XimeneK, 
Arcbiopiscopi Toletaiu, Uistoria Arabum, loiigc accnratiuä, ({Uam ant^, 
h ibMuuKTiipta todice exproasm. Luj^duni Batnvorura. if>25. l5,iL 

IIl. Handschriftoii, Künzeu u. s w. 
Von Herrn G, A KrauHo: 

Ifiiiaire abregne d« tripnly do Burbarif Extratte den archives do 
cotte Regeuce tradnite par A. (\ Fttmittd de Chmnp-htgttrdf 
EcQyer V, Consul de France cn cott* K^sidüueo. 1794. [Arabischer 
und FranxäsLscher Text, welche »ich nicht ganau decken, aus cvintjr 
Ha. der öflTentltchfln Bibliothek von Malta — vrI de Slam in Journ, 
MM. 1847 , p. »4 — von Hm AVrtiwre abgmchrioben. JJrei bei- 
gelegt« Briefe desselben geben Qber die IIa. woliere Auskunft] 



VerKetchniss der ^eßenwärtifi:eii Mitglieder der DentftcheD 
Morgenländischen OesellHchaft id alphnbetischer Ordnung, 



I. 

Ehrenmitglieder. 



Hörr Dt. TUood. Boufoy, Prof. nn der ITnlr. in Qöttinjfon. 

- Dr. O. vou Buhtliugk Exe.» kAiserl. riu». Geh. Efttfa aud Äkadumikor, 

in Jena, 
Dr. H. von Dorn E.\c. , kaiiiorL niss. Qoh, Uath und Akadumiker in 
St, Petornburi*. 
• Dr, k. P. Oozy, Prof. an der linlv. in ljt*idon. 

- Dr. Johann Paul Freiherr von Fdlkonstoia Exe., kön. sädia. SUuit»- 

minister «. D. ntid Mkiistor dos königl. Haukes in Dresdon. 
Dr 11. L, Fleischor, Geh. Hafrath, PT^^t d. mnrgon). 8pr. in Leipzig. 
8ir Alex. Omnt» Bnronet» Primipftl nf tbo rnivoraity of Edinburgh. 
Herr B. IL Hodgson Esq. , M, C\ S. , in Älderley Omngo, Wotton-undor-Edgc 

Olaueesterstiiro. 

- Dr. F. Mjtx Möller, Prof. an der Unir. in Oxford. 

- John Muir Esq., C. I. E.. D. V. h., LI.. l>. Ph. D.. in Edinburgh 

- Dr. Juütu» 01»hau«on, Geh. Oi)Pr-R«»giyrungsrath in Hurliu. 
' Dr. A. F. Pütt, Prof. d. ailg^oni. SpraL-hwLssemdmft in llnllo, 

Sir Hpnry C. Rawlinson, MHJtir-GpntTfll ii. s w. in London. 
Herr Dr. R. von Euth, Profassor und OborMhliutljokftr in Tiibingpti. 

■ Wlühloy S tokos Esq,, Socretury of tb© Legisbt. Coancil yf India, i« l^i^lciittä. 
Sulihi Pü&ehiiExc., kfUü. oäinan. Keichsratb, frliber Minister dor frommen 
^^tiftnngtin, In (\iiihUnti[iO|K<L 

- nraf Melchior do Vogiie, Mitglied do* institaU m Pariü. 

- Dr. Williairi Wright, Prof. mi dor üuiv. in Cambridge. 

C o r r e s |i o n d i r e n d e Mitglieder, 

lleiT FrBiifiit Aidaworth Esq., Ehren-SeeretÄr der *yri5ith-(tgyptiachon GobhjU' 
:ichni\ in Loadon. 
' HÄ.bii Kftjftnrlra LAl«. Miträ in CnJtutt*. 

- Dr. G. Uiihlor. bialier KducAtioiiAl Inspoctor, N. D. , Bombay, jelxt 

Prüfp-vwar an d. Univ. in Wion. 

- Alexander Cunuingham, Miyor-GenoraJ , Direetor of the Arcknootogicid 

Surv'uy of India. 
' Dr J. M. E. Gottwaldt, kjuji. nua. SUatitratfa , Oberivibliothokftr lui d. 
Univ. in KttMn. 

- i^vHrii ('aiidrn VidyAs&garn in Calcutta. 

Dr J L. Krapf, Mi^Kionar n D. in Kornthal hoi v^iifTorhauscn, Württomberg. 

- ObcTüt William ^aaaan Loua, LL. D., in Lundon 



I 



^ 



Barr LioQtenAnt-Cnlonel R Lftmhert Plftyfnir. Fter MnJQsty'» ConAnl-Gottorikl 

in AlgeriA, in Alprier. 
Dr. G. Rosen, kiii«. deutscher GeneralcousuJ a. D. in Dotmold. 
Dr. Edvard E, Sulishury, Prisiilont der AmerikAii morpenl. Ge:iolUchalt 

ond Prof. in Now H»ven, N. -Amerika. 
Dr. W. O. Schaoffler. ML^ionjir. in New Yurk. 
Dr. A. Hprenger, Prof, nu d. LTniv. Bern« in Waburu bei Bern. 
Edw, ThotQua Esq. lu London. 
G. K. Tyb»ldDs, BlhUothekHr in Athon. 
Ut, Cornelias V. A. Vau Dyck, Milizionär in Beirut 
Dr. \V. D- Whitney. Socrelär der Amerikan. tnorgcnl. Gesollüchnft und 

Prof. In New Hnven, N-Araerik». 



III. 

Ordentliche Mitglieder'). 

ihUacht Dr. Friedrich Graf Noor Auf Noor bei Güttorf in Scble»- 
^g (718V 

'Bdbvit THkoor Oiri PrasAda Sitihti. R^joli von Besmo, Fargounah Iglu», 
Allygurh Diatrict (776). 
I«iT Dr Aug. Ahlquist, Prof in Holstngfor» (589). 

I)r W Ahlwardt, Prof d. rnorgonl. Spr. in Greif^wald (578). 

Michelo Amari« Senator des Königr. Italiou wnd Professor in Floren« (814). 

Antonin, Archimandrit und Vorsteher dur russijicheii Mission in Jeru- 
salem (77S). 

Carl von Arahard, Gutshositaer in München (OOOl. 

O. W. Arras, Director der Handels« chnlti in Zittau (4l34). 

I>r. Job. An er, Prof. am akadom. Opunn-Hiuin iD Wien (883), 

I*r Hle^inund Auerbach, Rabbiner in HnlberstAdt (S97), 

Dr Th. Auf rocht, Prof. an der Univ in Bonn (S22). 

Preiberr Alex, von Bach Exe. in Wien (fiB6). 

Dr. Wnhftlin Bachor. Prof an der Laude»- Rabbinorschule in Buda- 
pest (804). 

Dr Seligtnan Baor. Lehror in Biebricb a. Hb. (ft26|. 

Llc. Dr. Friedrich Baolbgen, Doccnt nn der Tiiiv in Kitd (961). 

Dr. O. Barde uhowor, Ducent un dvr Univ. in Münchou (809), 

Dr. Jacob Barth, Professor an der Univ. in Berlin (835). 

Dr. (liristian Bartbolomae, IVjcent an der Univ. in H^lto (SHyS). 

Dr A. Bastian, Profossor an d. Dniv in Berlin ffißO). 

Lic, L»r. Wolf Graf von Baudiisin, Prof an d. Univ. in Strimsburg (704), 

Dr. Gost. Banr, Consislorialratb , Prof und Uiiiveraitätsprediger in 
Leipzig (288). 

J Beamett CoTDiniasioner of Oriüm iT32). 

Dr H. Beck, Cadctten-Gouvomour in Bonsbcrg bol Cölu a. Rh. (460). 

6. Behrmann« Hauptpastor in Ilanihitrg (793^. 

Dr Ferd. Bonarj, Prof an d. Univ. in Borlin (140). 

Dr. Wilhelm Bender, Prof dör Theol. m Bonn (98:4) 

StkhrNtor Do Eenodetti, Prof. d. hobr. Spracho wu d. Univürsitüt iu 
Pisa (Htl). 

B. L. Ben»!y, M. A. , Hebrow Locturor, Guuvilb* und Citius College In 
Cambridge (498). 



1> I>ie in P&ronthn»^ beigo^etxte Zahl i^t die fnrtlnufond<i Nummer und 

«ich auf die nach der Zuit dva Eintritts in di«! GusolIscluÄfll, giiordneto 

LWie Bd. II, 8. 505 ff , wolcho hoi der Anmeldung dor iiou ointrotondon Mit- 
j|lled«r In den Naehrichton fortgufUhrt v^ird. 




LH 



Verzeichni'^s der MiitjUefJer der D, Af, UtaeWicfutfl. 



Herr Adolphe Berge Eic, knis, riiss. wirkl. StAattnith , Präsident der knulum 
arcTiRolfjg. Gosellscbiilt in Tiflis (f.! 3 7), 
Dr Ernst Ritter von Borg manu, Cui^tijs Am k. k. Münx- nnd Antikea- 
Cahraet* in Wi»n (713). 

- Aug. Bermiä, Pastor in Bastei (78ö), 

- Dr E. Ilfirllioau, Geh. ßogierungNrath u. Prof, d morirenl. Spt. in Gö^ 

tingcn (^LÜ). 

- ('arl B«rold, Mud. orient. in Münclion füiO>. 

- Hr. A. Bo »Äotiiboreor , Prof. nn der Univ. in KÖnigsbea^ (801), 
l>r. CJiist, BiektilK Prof. nn d«r ünivorsitÄt in Iniiübnick (573). 
Freiherr von B iodcrniHnn, königl säeh:». Genoral'M»jor z D. »uf Nii'drT- 

forehheira, K. Sachsen (180K 

- Rov. John Birr eil, A. M.. Frof&ssor an d. Univorsit&t in St, Andrews (4S9i, 

- Dr. Ednard Böhl, Prof. .1. Thcol. in Wien (öTf»). 

T*r. Fr Bollfins**n, FroT a. I) in WilÄenhaxisen an d. Werra (133). 

- Peter von Hradko in .Ion« (9a€*). 

- M. Fr«drik Prag, Adjunct tin d, Univ. in Lund (4it), 
Dr, F'dw. Brandes, Cand. phil in Rnponhagon (764). 

Dr. Hfikinrich B. (-. Brandes, Pruf. an der Univ. in Leipzig (849). 
■ Rov, C, A. Briggs, Prof. am Union ThcKjl. Setnimu-y, Ne*r York (7X5). 

• Dr. Ebbe Gustav Brinif» BUchf>f vim Litiköping!«ti(Y ui LinkÖplng^ (750). 

- J. F. Broch, Prof. der semit. Sprachen in Chri-stiania (407 >. 
' Dr. H. Brugüch-Boy in Berlin <276). 

- Dr. Adolf Brflll in Frankfurt a. M. (769). 

' Dr. Nohem. Brüll, Rabbiner in Frankfurt a. M. (727). 

- Brüning, Consnl dB.H dontsch«}» Ueit'h,*i fiir 8yrJeri, in Beirat (7*7). 

- Sidoin. Buber, Littornt in Lembprg (430). 

- Lic. Dr. Karl Budde, Pruft-Ksor an der ev.-tbcKib Fncultät in Bonn (917). 

- Frants Buhl, Dueont a, d. Univors, in KoponfaagDQ (Ö8Ü). 

* Freiherr Guido von Call. k. n. k. östcrreicli - Ungar. ViMConsuI in 

Cunstuntinopol (H2») 

- L. C. Casartelli. M. A., St. Bede's roUegt', Manehwter (91Ü), 

> Alfred Ca !> pari, Studien! ehr er an den K gl. Bayer MilitiirbitduDg^aitüUIUui 
in Mfiuehen (970). 

- Dr C. P. Caspar 5, Prof. d. Thool in Clirbttania (148). 

- David Castelii, Prof des Hebr am K Istitnlo di stndj auperiori in 

Floren* («13). 

- D. Henriques de Canlro, Mz., Mitglied der krinigl. urcbikilog. Gesell' 

,^chaft in Amsterdam (6!>ß), 

- Dr. P. D, Chan top io do ta Sanasaye, Prof. der Theol. in Amster- 

dam (953). 

- Dr D. A. Chwolson, Prof, d. hobr Spr ii. Litoratur an der ünlvcra. 

in Ht, Petersburg (2^2). 

- Hyde Ctark«* E»q , Mitglied des Autbropolog, Inütitut« in I^ondon (601), 

- Dt. Joseph (John in Biüen/,. Mahren (Hllg). 

♦ L!c. Dr. Carl Heiur. CorniU, I'of^'-<nl au der üniv, and Repetent am 

t^pmlunrinin Pbilippinum in Marburg (885). 
' Heinrich Graf von Coudonhovo in Wien (957), 

- Edw. Byles Cowcll, ProfcMor d, Sanskrit an d. üniversililt Cambridge (41(^)« 

- R;ev. Dr. Mich. John Cramor, MiuLsterresiident dyr Verein. Stiftaten von 

Nord-Amerika in Koponhagen (6ft5). 

- Dt Sam. Ivea Curti«5, Prof. am thool ^«»aiinar in Chieftgv (923). 

- Dt. Georg Curtiu«, Gob Hofrath, Prof d, das». Philologie an d. ünir. 

in Leipzig (630) 

- Robort N. Cust. BarrLHt<>r-at-I»w, iato IndJan Civil Service, in London (844). 

- Dt. Enist Goorg Wilhelm Do ecke, Conrector am kab. Lyconm in 

StrajMiburg (742). 

- Dr Berth, DolbrUck, Prof- an d. Univ, in Jen* (763). 



Verznchnüs der AfügUeder der D. M. Gesellschaft. Uli 

Bor Dr. Fnns Delitxsch, Geh. Kirehenrath und Prof. d. Theologie an d. 

UniT. in Leipzig (135). 
Dr. Friedrieh Delitzsch, Prof. an d. Univ. in Leipzig (948). 
Dr. Hartwig Derenbourg, Prof. in Paris (666). 
Dr. P. H. Dieter ici, Prof. der arab. Litt in BerUn (28). 
Dr. A. Dillmann, Prof. der Theo!, in Berlin (260). 
Dr. Otto Donner, Prof. d. Sanskrit a. d. rergl. Sprachforscbung an d. 

UniT. in HelslngforB (654). 
Sam. R. Driver, Fellow of New CoUege in Oxford (858). 
Dr. Johannes D&michen, Professor an der Univ. in Strassburg (708). 
Frank W. Eastlake, stad. or. in Bonn (945). 
Dr. Georg Morits Ebers, Professor an d. Univ. in Leipzig (562). 
Anton Edelspacher von Gyoroki in Budapest (767). 
Dr. J. Eggeling. Prot des Sanskrit an der Univ. in Edinburgh (763). 
Dr. Egli, Pastor emerit. in Engehof b. Zürich (925). 
Dr. J. Ehni, Pastor emer. in Genf (947). 
Dr. Arthur M. Elliott, Prof. an der Univ. in Baltimore (851). 
Dr. Adolf Erman, Directionsassistent am k. Museum in Berlin (902). 
Dr. Carl Hermann Eth4, Prof. am University College in Aberystwith (641). 
Prof. Dr. Julius Euting, Bibliothekar d. Univ.-Bibl. in Strassburg (614). 
Edmond Fagnan, attaeh^ k la Biblioth^ue Nationale, Paris (963). 
Dr. Fredrik A. Fehr, Prediger in Stockholm (864). 
C. Feindel, Dragomanats-EIeve bei der k. deutschen Gesandtschaft in 

Peking (836). 
Dr. Winand Fell, Religionslehrer am Maizellen-Gymnasium in Coln (703). 
Dr. Floeckner, Gynmasialoberlehrer in Beuthen (800). 
Dr. Victor Floigl m Graz (970). 
Fr. Praidl, Prof. d. Theol. in Graz (980). 
Dr. Ernst Frenkel, Gymnasialoberlebrer in Dresden (859). 
MiyorGeorgeFryer, Madras StaffCorps, Deputy Commissioner in Rangun (916). 
Dr. Alois Ant. Führer, Presbyter in Würzburg (973). 
Dr. Julius Fürst, Rabbiner in Mannheim (956). 

Dr. H. G. C. von der Gabelentz, Prof. an d. Univ. in Leipzig (582). 
Dr. Charles Gainer in Oxford (631). 

Dr. Richard Garbe, Professor an d. Univ. in Königsberg (904). 
OusUve Garrez in Paris (627). 

Dr. Luden Gautier, Prof. der alttest. Theologie in Lausanne (872). 
Dr. >^helm Geiger, Docent an d. Univ. in Erlangen (930). 
Dr. H. Geiz er, Prof. an der Univ. in Jena (958). 
Dr. Hermann Gies, Dragoman bei der kais. deutschen Botschaft in Con- 

stantinopel (760). 
Uc. Dr. F. Giesebrecht, Docent an der Univ. in Grei&wald (877). 
Dr. J. Gildemeister, Prof. der morgenl. Spr. an d. Univ. in Bonn (20). 
Rev. Dr. Ginsburg in Liverpool (718). 
Whidimir Girgass, Prof. d. Arabischen bei der Orient. Facultftt in St. 

Petersburg (775). 
K. Glaser, Professor am k. k. Gymnas. zu Triest (968). 
Dr. M. J. de Goeje, Interpres legati Wameriani u. Prof. in Leiden (609). 
Dr. W. Goeke, ordentL Lehrer am CoUegium in Diedenhofen (706). 
Dr. E. P. Goergens, Pro£ d. alttest Exegese an d. Univ. in Bern (911). 
Dr. Siegfried Goldschmidt, Professor an d. Univ. in Strassburg (693). 
Dr. Ignaz Goldziher, Docent an d. Univ. und Secretär der Israelit 

Gemeinde in Budapest (758). 
Dr. R. A. Gosche, Prof d. morgenl. Spr. an d. Univ. in Halle (184). 
B«v. Dr. F. W. Gotch in Bristol (525). 

Wassili Grigorief Exe, kaiserl. russ. wirkl. Staatsrath n. Chef der Ober- 
leitung des Presswesens in Russland, in St. Petersburg (683). 



IiIT 



Ver»mekniM iier Mitfili^rU'r dn- D. 3f. Git^eUtKhaft. 



dZ. 



Herr Lic. Dr. Jnlins Qrill, Ephorüs jim thoal. Seminar in Maulbronn^ Wilrttein- 

borg i'im\, 

• Lic, Dr B. K, Orosämmnn, Superintendent fn Orimm» (67), 

- Hr. phil. et tlieoi Grotemeyor^ Gytnu.avsialoherlehrür in Kempen (894). 

- Dr. Mi« Grün bäum in MUncbpn (4/i9). 

- Dr. U%x Th. Grüner t, !>ocont an ä. Univ. in Prag (87a>. 

• l^usio Giiidi, Prof, dos Hebr. und der »omit. Spr. Id Rom (819), 

- JfiniLü Ourlanil, Collögionnaaessor und tn^peetor de» Lnhrinjitittiti 

jSfhitomir (771). 

- Lic. nerro. Gutho, Docent nn der Univ. in Leipzig ifH3). 

• Dr. Hörm. Alfr. von Gtit^chmid, pTof m% dor Univ, in Tttbing«!! 

- Dr. E, Huii», Prof am Univeraity Collopo in London (ftOS). 

- J>r. Jidia;i Cnosur HaentjiHeho in Dresden (fi!}5). 
' S J. Hulberstuni, Knufnumn in Bielitz (551). 

- J Hal«ivy in Paris (845). 

- Dr. F. J. van den Hwm, Prof An d Univ. in Groningen r9'4lli. 

• Anttftn Frcili^rf von Hnmmor Kxc * k. n k. flub. Katb in \Y*ö** 

- Dr. Alh. llHfliLavy, Prr>fossor d. fSosch. d. Orionts im d. Univ. 

Petor*bur|; (G76). 

• Dt. C. de Harlex, Prof. d. urioöt. Spr. an der Univ in Löwen (881). 
. Dr. MATÜn Hurt mann, KÄnaler-Dragoman bei dem k. deutseben Conjdilat 

in Bolrot (SOSV 

- Dr. M. Hei dijubeinii, ttieot. Mit^liod de« könifj;!. CnUoge in London^ 

in Zilrich (570). 

- Dr Job Heller, R«etor dos Oolleffiums in PresÄburg {Mb). 

- Chr H^rmnnson, Prof. d. Thool. in ICoponhagen (480). 

• Dr. G. F. llertzbarg. Prof. an d. Dniv. in nallo (359). 

- Dr, K. A. Ilillo, Antt am küni^l. Krajiken.-itifl in Dresden (274). 
' Dr. A Hülebrandt, Docont an dor Univ, in Br«'sl«n fflSO). 

K. HiinlVt kftls. DolmokseboT a. D. in Halberstadt (/»Ö7). 

- Dr. l'' Ui'mp»l, Prtif. d. Tbcol. in mblogon (468). 

- Dr. Val. Hintn<!r, ProfGssnr am akad. Gyninairfum in Wien (gOS), 

- Dr A. F. Rttdolf Hoornle, Principal, Cnthedral Mission CoUe^, 

tnitta (818). 

- Lic- € Hof flu an n, Pa.Htor in Frauendorf, R^g.-Bci Stettla (876). 

• Dr Oeurtf lloffmann. Professor nn d. Univ in Kiel (64S). 

- Dr. Karl H« ff mann. Professor in Amütadl (.>54). 

- Job. Huiläii be rip^, Gymnaüinloborlohror in Moers. Rbtduprov. (972) 

- Chr. A. Holmboo, Prof. d morgenl Spr. in C1m.>tianiH (314). 

- Adolf Hol t »mann, Prof am pR4jdngf>|ium in Durlacb (334). 

• Dr Frit» Ho mmol, Assistent an dor StÄÄts- und Hofbibliotliok und 

Docent an d. Univ. in Htinebon (841). 

- A. V. Htiber, .'*hid. oriont. in Leipssig (9 CO). 

- Dr H. Hnbäcbmann, Pnjif an der Univ. in Strusabürg (779). 

- Dr. Kupon HnUisjob in Dresden (946). 

• Dr. HoTTiiÄnn Jacobi, Prof. an der Akademio In Münster (7i*D 

- Dr. G. Jabn, Docent am der üniv n Oberlebrer am Kniln Gymn in 

Berlin (82m. 

- Dr. Julius Jolly. Prof an d Univ. in Würsbiirg <8ir»1. 

- Dr. P. dp Jong, Prof d. morgonl. Sprachen an d. Univ in üireeht (4*7) 

- Dr B. Jalg, Pp»f d. klassischen Philologfio u. Litteratur und Diroctor 

des pbilol Seminar* an d. Univ, in Innsbruck (149). 
Dt. Ford Jnsti, Prof an d. Univ. in MarbuTg ift6i). 
^ Dr Abr Wilh Theod Jnynboll, Prof de* Arabi*chen in Dolft (59«) 

- Dr Jsidor Kalijich. Ilabbiner In Now»rk, N. J, N-AmerfcH (964). 

- Dr S J. KÄmpf, Prof an der üntversitÄt in Prag (7Glil. 

- Dr Adolf Kamphaujien, Prof an d. ovAng.-thtHd. Fiu-ultJtt in Bonn (461 

- Dr. Simon Kanlta in Lugos, Ungmrn (698). 



d 

I 




Veraeiehmsg der MügUedtr der D, M, GeaeUaehaft. LT 

HmtDt. JoMph K«T«bacek, ProÜBMor an d. Univ. in Wien (651). 
Albin Kanfmann, Prof. am Qyznnasiom in Lnsem (967). 
Dr. Darid Kanfmann, Prof. an der Landee-Babbinenchnle in Buda- 
pest (892). 
Dr. Fr. Kaulen, Prof. an d. Univers. in Bonn (500). 
Dr. Emil Kautascb, Kircbeoratfa, Prof. an der üniv. in Tübingen (621). 
Dr. CamiUo Kellner, Oberlehrer am königl. Gymn. in Zwickau (709). 
Dr. R Kern, Profeosor an d. Unir. in Leiden (986). 
Lie. Dr. Konrad Kessler, Docent der Theologie und der Orient. 8pr. und 

Repetent an d. Univ. in Marburg (875). 
Rer. Dr. Gnatavus Kieme in Berlin (874). 
Dr. H. Kiepert, Prof. an d. Univ. in Berlin (218). 
Rev. T. L. Kingsbury, U. A., Easton Royal, Pewsey (727). 
R. Kirch heim in Frankfurt a. M. (504). 
Dr. M. Klamroth, GymnasialL in Altona (962). 

Dr. Johannes Klatt, Assistent an der königl. Bibliothek in Berlin (878). 
Dr. G. Klein, Rabbiner in Elbing (931). 
Rev. F. A. Klein in Sigmaringen (912). 
Dr. P. Kleinert, Prot d. Theobgie in Berlin (495). 
Dr. Heinr. Aug. Klostermann, Prof. d. Theologie in Kiel (741). 
Dr. A. Köhler, Prof. d. Theol. in Erlangen (619). 
Dr. Kaufmann Kohler, Rabbiner in New-Tork (728). 
Dr. Samuel Kobn, Rabbiner und Prediger der israelit. Religiom^emeinde 

in Budapest (656). 
Dr. Alexander Kohut, Oberrabbiner in Fflnfkirchen, Ungarn (657). 
Lic. Dr. Eduard König, Docent an der Univ. u. Oberlehrer an der 

Thomacschole in Leipsig (891). 
Dr. J. König, Prof. d. A. T. Literatur in Freiburg im Breisgau (665). 
Dr. Ciuetan Kossowics, Prof. des Sanskrit an d. Universität in St. 

Petersburg (669). 
Dr. Jaromir KoSut, Docent an d. Univ. in Prag (899). 
Gottlob Adolf Krause, Privatgelehrter in Tripoli (821). 
Dr. Rudolf Krause, prakt. Arzt in Hamburg (728). 
Dr. Lndolf Krehl, Prof. an d. Univ. und Oberbibliothekar in Leipzig (164). 
Dr. Alfr. von Kremer, Excell., k. k. Handelsminister in Wien (826). 
Dr. Mich. Jos. Krflger, Domherr in Pranenburg (484). 
Joe. Kttbat, Jurist in Prag (939). 
Dr. Abr. Knenen, Prof. d. Theologie in Leiden (827). 
Prof. Dr. A. Kuhn, Director d. KcHlnischen Gymnadnms in Berlin (137). 
Dr. £. Kuhn, Prof. an der Univ. in München (712). 
Dr. E. Kurs, Gymnasiallehrer in Burgdorf, Cant. Bern (761). 
Graf G^xa Kann von Ozsdola in Budapest (696). 
W. Lagus, Professor in Helsingfors (691). 
Dr. J. P. N. Land, Prof. in Leiden (464). 
Dr. W. Landau, Oberrabbiner in Dresden (412). 
Dr. S. Landauer, Docent an der Univ. in Straasburg (882). 
Dr. Charles Lanman, Prof. des Sanskrit an der Univers. Cambridge, 

America (897). 
Faosto Lasinio, Prttf. der semii Sprachen an d. Univ. in Florenz (605). 

Dr. S. Lefmann, Prof. an der Univ. in Heidelberg (868). 

Dr. John M. Leonard, Professor of Greek and Gomparative Philology 
in the Stete Univeraity of Missouri, Columbia, N.- America (783). 

Dr. C. R Lepsius, Geh. Re^erungsrath , Oberbibliothekar und Prof. an 
d. Univ. in BerUn (199). 

Dr. A. Leskien, Prot an der Univ. in Leipzig (711). 

Rev. J. B. Lightfoot, D. D., Hulsean Professor of Divinity in Cam- 
bridge (647). 



hMl 



Verzckhiu-s dm" Mitglieder tltr D, M. GeMlUchaft. 



Herr GiftL'^iTDo Lignana, Profewsur der morgonl. Spr. in Rom (5ß6). 

- Dr. Arthur Lincke in Paris (942) 

- Dr. Bruni» Lindnt^r, l»oct>iit an der ümv. in Leipzig (952). 
Dr. J Lübti, Kiri'lHnirjith m Altonburg (32). 

t>r. L. Loowo, St'miniu-diroctcir j Exn^minntor der morgonl. Sprachen im 
Royal t'ollege of Frtu'eptors in firoAdsUirs» Ketit (501), 

- l>r Iinmamicl I^üw. Rabbiner in Ssegedin (978). 

* Dr. Otto Loth. Prüf, an d Univ. in Leipzig f671). 

- jACub Lüt.schg, Cuml. t^rioiit in Ht, Petorsbürf^ (8ö&). 

- Ä. L ü t z e n k i r f h e II , Stud. urient in Leipidg (870). 

- C. J. Lyall, B. S ('. in Londnn (922), 

- Charles Atme Doli« 11, Prof. in Belfust \AÄh\. 

• Dr E I. Magnus., Pnil. an d Univ. in Breslau (209), 

- Karl Marti. PfarrtT in Baus. Baäelland tW43). 

- Abb« P Martin. Prot: an dor kathol. Univ. in Pariü (78tä>. 

> Dr. B. F. Mattht?«», Agottt der Ann.-iterd. BibelgeselLtchaft in MacxsMir ( 270). 
Dr. A. F von Mohreiji, Pn>f. dpr Homit Sprachen in Kop^nhAgen (SiO» 

- Dr, Ludwig Mundelssm h n , Prof. an d. L'niv. in Dorpat (895). 

♦ Dr A Merx, Professor d. Th<Hjlogie in Ht^Tdelberg (537). 

- I>r. Ed, Meyer, Docent an der Univ. in Leipzig (808). 

- Dr. Leo Moyor, k, rius. äUatsrath und Prof. in Dorpat <7!24). 

- Dr. Friedr. Mezger, Profea^or in Augsburg (604). 

- Dr. Ch- Mi Chol in Pari* (951 1 

- Dr. J. P Minnyeff, Prof an dfr Univ. in 8t. Petersburg (630), 

- Dr. H, Fr. Mögling, Pfarrer in Esslingen \blK}, 

- O. F, von Miillendürff, Cunsuiatädragüinan in Tientsin (98fiji. 

- P. G. von Mölloudorff. kai». dootacher Vicücon.sul In Shangliai (690) 

- Dr. med. A. D. Mordtm&nn in €<oruitiuitinopel (9H19. 

- Dr. J. U. Mordtmann, Dragoman bei der kaia. deutaclieu Botschaft In 

Constantinopel (807). 

- Dr Ferd Mühlau, St«atÄr. u. Prof d Theoi an d. Univ in Dorpat (565) 
Sir William Muir, K. C. S I, LL D. in London (437) 

Herr Dr Aiig Müller, Professor an d ITniv in HaHe (662) 

- Dr. D. H Müller, Professor an di^r Univ in Wien (824) 

- Dr. Ed Müller in Ceylon (834). 

- Dr. Abr Nager, Itabbiner in Wronke (Ä84), 

• Dr G. H. F Nes<^olmann, Prüf an d. Univ. in Ontgsborg (374). 

• Dr. Eberh. Nestle. Diaeonus in Mümingen in WQrttomberg (60d>. 

- Dr B, Netolor. Vk-ar in Oitbevorn (838). 

* Dr, J J Neiiblirger, ttabblnor in Fürth (766)* 

- Dr. Karl Job Neumanii in lliille a d. ^ (982). 

- Dr John NichoUon in Penrith, Englutid (360). 
Dr. Oeorgi? Ivarel Nicman, Professor in Dolfl (547). 

' Dr Friedrieb Nippold, Profes.<<or d Tht-o! in Bern (594). 

- Dr. Nicubm Xit zu lesen, Professor in Bukarest (673). 

- Dr Theod. Nüldoke, Prof d. morgenl. Spr in ätrmaabarg (46S). 

- Dr. J. Tb. Nordling. Professor in Upsala (623), 

- Dr Oeo, Wilh. Nottebohm in Berlin (730} 

- Dr. Nowack, Professor d. Thool. in Berlin (853). 
' Dr. Johanne* Obt^rdick, Gyinnfi.«iial-l>iroctor in Münster i. W. (698). 

Dr A, (Jblasin.'« k i , Lehrer am GyranaÄjuin in Odessa (8ä8|. 

* Dr. JuIju.i Opporl, Prof. am College de Franc» in Paria (Ö02|. 

- Dr Conrad von Orelll, Professor an d Univers in Basel (707 >. 

♦ Dr. Öoorg Orteror, Uyinnaj4iu.lilohrer in München (,85ü). 

- August Palm, Profeasor in Sä^liaffhaiiseu (794) 
Prof E U. Palmor, A. M., in C*mbridgo (701) 

- Kerope Patkanian Exe, kai«. ruas. wirkl. StaAtarath und Professor m 

d Univ in St Petersburg (564). 



MUfflüider der D, M, Geifdhehaft. 



LTU 



C PmaHr Hpctf»r der Hohem Bürf*ersch«le In Ulnen (987) 

Z Coiuiiglieri Pedroso, Pmf du Hbturia no Curso Suporii>r do Lottra« 

it» Lbsaboti (iJ75K 
Dr. Joseph Perle», K&bbincr und Frediger der israelitinchen Ckmeinde 

hl Mtlnchoti (&401. 
Utrr. S G. F. P«rry in Preston, L»nea5hiro (900). 

Prof Dr. W Pertsc h. Oeh. Hofrath, Oberbibliotbekw in üuth» (38tJ). 
Petor PetoTson, ProfesAc:tr il Sjiiiakrit in Bombay (789; 
Dr. W. Petff k. k, Prof der mUtesUoaentl Exeg<>se und der semil. Phi- 
lologie An d, üniv in Frag (3Ö8). 
Dr. Friedr. Wilh. Mart PhilJppi, Professor an d. Univ. in Hosteck (69&). 
U9W. 6*o. Phillip», D, D.» Pi^eisidetit of Queens College in C&m- 

bridge (720). 
Dr Bernhard Pick, ev Pfarrer in Ri>chester. New York (913) 
Dr Richard Pietschmanu, Custot der Kon. und Cniv.-Bihliothek in 

BreÄlutt (ÖOlj. 
Dr. Riehard Ptsebel, Prüf, an der L'tti\. tu Kiel (796). 
Dr. Italo Piszi. Prof. und Asjdjttent fiir SlorgetiL Sprachen an der Lau- 
rentiana in Florenx (889). 
Plaüberg, PpogymnasialdircctoT in Soberabeini, Rboinprov (969). 
ley Lane Poole, M R. A, S., in London (907; 
6eorge V. Pope, D. Ü., in Bang&lore fG4ö). 

Dr Oeo Fr Frau» Praetorius, Prof an d. UnivorsitÄt in Breslau (885). 
Dr- Eugen Prym. Prof. an der Univ. in Bonn (644). 
H. S Raben er, Directionuleiter an der Lsr&elit deut»ch-ntm&nisühen 
Ceiitral-Hauptschule uud Director dea Neuschets'sehen Waiseniustiiuta 
In Jassy (7".i7) 
Dr. Wilhelm Radltilf, Prof. in Kasan (ßSÄ). 

Juliu5 Hainis», Prof. d. Theöl. w. Stiftsbibliothekar in Zircu, Ungarn (966). 
Dr G M. Rrdslob, Prof d. bibl, Philologie an d. akadrm. Gymnaaiiiiii 

in Hamburg (60). 
Dr, Th. M. Redslob in Hamburg (884). 
Bdw-ard Rehatsek Esq. in Bombay (914) 
Lic. Dr. Bei nicke, pM&tor in Jerusalem (S71) 
Dr. Leo Reiniscb, Profi »Mjr an *]. Universität in Wien (479) 
Dr. Lorena Reinke» Privatgelehrter ujul BittergiitübesiUer auf Langförden 

im GrotMberxogtb, Oldenburg (.010). 
Dr K. Renan, Prof. der Sem. Sprachen an der Sorbonne , Mitglied der 

ßranz^s. Akademie in Paris (433) 
Dr. F. H. Benseh, Prof. d. kathol. TheoL in Bonn (529). 
Dr. E. Bens!*, Prof. d. Tbeol, in SfTAsshurg (21) 

Charles Rice, Chemist, Departement Fuhlic Charity & Corr., New York (887). 
Dr. E Riehui, Prof. d. Tlieol. in- Halle (6iX) 
Dr H. W. Christ Ritters bauien. Ranaler der k. niederländ, Geaandt- 

»cbiUl in Conjhtantinopel (854). 
Dr. James Robertson, Professor in Glasgow (953r 
Dr. Job. Koediger. Bibliuthokar der Kon und Uiiiv -Bibliothek in 

Königsberg (743). 
Dr. Alberl Rohr, Doeent an der Univ in Bern (857), 
OnstAf Rösch, ©V, Pfarrer in Hennaringen a. d, Brena (9^*2). 
Baron Victor von Rosen, Prof. an der Uuiversitftt in St Petersburg (707) 
Dr. R Rost, tiberbibliothekar am Indln Office in London (152). 
Lic. Dr. J, W. Rothstein, GymnA.sijdl in Elberfold (915>, 
Dr. Frans Rübl. Prof. an der Univ. in Königsberg (^880). 
Ue. Dr Victor Ryssol, Doeent au d. Uidv. u, Oberlehrer am Nicolai- 
Gymnasium iu Leipzig (869) 
Dr. Ed 8a c bau, Prof d. morgenl. Hpr an d Univ in Berliu (ößü). 
Lie. Dt. Hugo Saehsse in Berlin (.H37) 



der MUglirder dm- D. M, ÜfJtfiUjtchnfL 



LIX 



Hofr Dr. tt 8lei«lli»l. Prof. der vergl. 8pr«ichw bsenachaft au clor üiüver*itia 
in BcrUu (434). 

- I»r A. F. St«nxter, Geh R«^«ntnjc;»rnlh. l'rof. an der Unlv in Breslim (41) 
Ur Lud. von Stnpliani Exe.» k ruHs wirkl. ü^tiuiUrAtli a. AkAdeinikeT 

in Sl Pi'U'i-shurjr {iVA) 
Ür. J. <j HtiL'kol, IJfh IlotTftth, Prof. d. morKonl. Sprachea in Jeiin (44 ). 
i.i Sii<!ir. Direktor d«* FräUieiscoums in Zerb^^t (364 j. 

- V.. Roh 8ii|j*<»l«r in Kei»ia.rh (740) 

l>r. llormann Siraik, Pritt d. Tbeol in Berlin (97 7 f, 

- J. J. Stritumaoa, l'fiirror in Mutt«nx bei Busnl (8l<^) 

- Dr F A S*riiu!»f». Siipurintcndettt u. köiii^l. Ilolpredi^cr in Potsdam (296), 
Victor von Str*tt»s und Torney Eic. Wirkl Geh Untb in Uroüden (710), 
Aro« Tüu 8xttAdy, ref«>rtu Pfurrer in üidas. Klr>1ii-Kuian.nien ((J07)- 

- A. Tftppobora, Pfurrer in Vr«^deo, W^?<ti«biiIon (:'>6Hj 
* C Ol Tftuchnitx, Bachhiindler in Leipzig i'i:-}8i 

Ür Emilio Te»a., »rdenU. Prof »n d. Univ. in Pisa (4441i. 

- T. T U c o d o r e » , Pr*jt der morgenl. sprachen an Owen*« CuUeg« ui 

' P. Tlicrcmi«, PastoT in Vftndocmvros (389). 

- Dr (h Thilmat, Prof. des Sanskrit in Bcnaros (781). 

- Dr J. H TliiQsseu in Berlin x^mt 

' ALpx- Thompson, »tiul. ling. or. in St. Petorsbiirj? (t>85). 

Dt R Tli«rbe<rke, Professor an d ITniv. in Heidelbt^rff (603) 

Dr C. P Ti«vle, Prrjf<y*sor der Tl»ci«j1ogi*» am SeTninnr d**r Ht'tnonstraatfln 
in Lfid(«n (847f 
♦ W Ton TiosenUaURtjn, k. nun. StiuiUratb in 8t. Pirterüburg <2Ca). 

Dr. Fr. Trechsol, Pfiirrf»r in Hpiojt, Cnnton Bern (7fjö). 

Dr Trieb er, CSymnasjullfliror in Fmnkfitrt a M ('..K17) 

Dr K Trump p, Pn.f. an ib-r Univ in MüJKbivn (403 J. 

Dr P M T«5chirnor, PrivÄtgnbbrter in Li,»ipii(^ (282). 

Dr C W. Uhde. Prof u. M«?dicinalr»th in BraumcbwoiR (391). 

Dr H. Ublfi, G3inna9iiiUohrr>r in Dre»don (954) 

Dr Max Ubl«* In Lpip«i|f (fiH4|. 

Dr J. Jacid* rn>;er. Kabbinor in Ijflau (iVii^l 

Dr. J. J Pb VttUitoii, i'riif d. Thmd. in On)nmgon (ISO). 

tti*mi VAmbcry. Prof an rl. IJniv. In Bndaptwt (l>72). 

J C W Vatk«, Prof. an d Üniv. in Bfrlio (17ü) 

Dr, Wnh. VoUk, Staatsr. u. Prof d Tbeol nn li. Vtnv in DorpAt (BSG) 

Dr Manmis Ant. Gy*b. Vorstmnn, omcr Prtidig<"r in Goudtt (34fi>. 

ß Vorttnann« Gcm»ral-Secrotir der Axionda asBiciiratrife iti Triost (243). 

Dr «takub WÄckernaifel, Doeont an <l rmv in BähbI CiSlf. 

Dr 8. J Warf OD, Koctur am Gymnasiuiu in Ditrtrtndit ^i♦4i^>. 

Kov. A. WUliara Watkins» M, A., Kings Cullt-^tV l^ondon (827>. 

I>r A. Wo bor, Professur an d. L'ntv in Berlin (1^3». 

Dr G Wf^ilj ProfcÄSor der roorgonl. Spr au d«ir L'niv. in Heidelberg (*8). 

Ür II W«U», Prof, der Tbeol. in BraunsbcrK {*U4) 

Ih- J B Weis». Profwaor d. Ot^schicht«« a d. VWtv in GnuE rtiU) 

Wrljamlnov-Sprnov Kxe , kai«t. russ wirk!. SUaUnith und Akademikwr 
in St. Putarsbnrg (53!)). 

Dr. Joliiu* Wollbansyn, Prof der Tböul. in Grtdfswaid C8fl2(. 

Dr ll«inricb Wonael, ». Z. in I^ortdon (974) 

Dt Joooph Wornor In Frankfurt a M ((jtHir. 

Lic H W«i»««r in Berlin (7»») 

Dt. J. O. Wet»»t©ln, kou preuas. Citnjml a D. in Uorlin (47). 

Rov. Dr. Wllltam Wicke», Profe-ssor in Lomkm (1184 r 

Dr. Alfred Wiodcinann in Leipzig (Hlt8) 

F W E. Wi*»df«ldt. Pfarrpr in E.ttpdt b«i Gardole^rcn (4ii4> 

Dr K. Wli? 91.1er. Vn^f d Tb.'..l in fJroifswRbl (HHi> 



UE 



VerseickniftM dfir MitfflmUr Her D. M. (Tesellärhftft. 



Horr r>r. Eupr. Willi e Im, Prfifossor iii Jewi (744). 

Monier Willinms, rriifussor das Suiiskrit m\ *l*^r Uinv. in Oxford (GS9). 

Dr. Enist W indisch, I'mfoiMMjr aui d. Univ. in LeipxiK (TA7). 

Füi-st Ei'iuit zu WiiHllücli-tJrJiU, k. k. Hbei^t in Uraz (BSÜ), 

]}r. M, Wollt', ltiibl>iiniir in fifilheiihurg (208), 

Dr. Pli. Wo irr, Stmlti»f!iiTcr in Uuttw-il (2»). 

Rov. Charlos 11. H. Wriglil, l>. ih, M. A., Ph. D., in IJylfiwt (A5JI1. 

W. Aldis Wrijfltt, B. A,, in OutibridKn, Trinity Collogo fjöG). 

Dr. t'. Aug. W ü n seh o * Oberloliror an d. Ifjitb.stnchtorstlmlo In DrcWen (C39j. 

Dr (L F. Wiistonfold, Prnfo^wor und Uiljliythokitr im d Ltiitv. in OÖl* 

ttngen (13). 
Dr. J. TIi. Zonkor, Priviiti^dehrkT in Lin|j«:iK (&l*i. 
Dr. Heinrich Zituuiur^ IJocent an d*ir Itinv. in IJurlin (i*7l), 
Dr. t;. R Zimmormtinn , Kwt<ir dps fJyrnnrtK'mniH in Uanid (£^ö7^ 
Dr. Piu» Z i n iLf ti r! , Suhprior di*s Uonodirtiinvr.siiliito^ MHri(*id»t^ru. Tirol (%7 1), 
Dr. L. Zu uz, SöTTiiimrdirpctor In Berlin (7<h 
Ritter JuK von Z wiedi nok- Bü d c nhors t, k. n. k. «'»HterrLdcli-ntigSF» 

Gonoralconaul in BEkureat (75 iK 

In die Stolliuig eines (»rtiLMitlit-Uen Mi(gliedi?H sinrl otni^olrf'ton: 

Voitoi'Uoino-JiliihrhJni'Ä^'ho Hüll» hrt-MidriiscIi in litnliu. 

Stndtbi bliotbek in Hamburg. 

)i II d 1 i a u :i in Oxft»rd . 

Un iv r si täls-H ilili (ith ok in Loi|»Äig. 

Kaisürl Uui versit ktü' und Ijundos-ltililintlink in StrnN.>ihur}j. 

Fürstlich Uohonzollor ii'sclio llofb ib lii»lhok in Sii;rniRritt^(*ti. 

UuiversitÄtü-liibliothok in Gie.v.i>n. 

Uabbiticr-äominiir in Berlin. 

lititvtwr <jf 8t, Francis Xnvter's CoUü^ü in Unnibriy 

Uni vorsitäts- Hi bliwthek in lltroeht. 

KönigL Bibliuthok in BurJin. 

Könijfl. und Uni vorsitiiiH- iti biiut li nk in Kmii^CHbfrtf. 

K, K. Univo rst tatü- UiltHo tliok lo Pray. 

Uiiivflrsität in EdinlnirKb. 

Kiinigl. und UniTcr^itüU' Bib lin i liok in Bro!)lnu. 

KiinigJ.. LT nivorsitÄts- Uibliotb ok in BftHin. 

Bibltolb c^k dos Benedic tiuerstiftH St, Hnnldiz iti MÜnrlien. 

Uni vprsi t itts-Bibl i oth H k in AntüttfrdHm. 

Natüyna! b i l»^l iutliek «n PHl^^rnm. 







LXI 



Temiehnisg der gelehrten Körperschaften nnd Institate, 
die mit der D. M. Gesellschaft in Schriftenanstansch 
stehen. 

1 Das BsUyiMsch Genootsefaap van Künsten en Wotonschappen in Batavia. 

2. Die Königl. Preuas. Akademie der Wissemchaiton in Berlin. 

3. Difl Gesellschaft far Erdkunde in Berlin. 

4. Tht Bombay Brauch of the Royal Asiadc Society in Bombay. 

5. Die Magyar Tndom&nyos Akademia in Budapest. 
( Die Asiatic Society of Bcngal in Caicutta. 

i. Das Real Istituto di Studj suporiori in Florenz. 

i Die Königl. GesoUschaft der Wissenschaften in Qöttingen. 

y Der Historische Verein für Steiermark in Graz. 

10. D«5 Konjnklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkondovan Noderlandsch 

Indie im II a a g. 

11. Du Cnratoriam der Universität in Leiden. 

1! Die Boyal Asiatic Society of Great Britain and Iroland in London. 

n Die Royal Goographical Society in London. 

U. Die Königl. Bayer. Akademie der Wittsenschüflcn in München. 

IJ- Die American Oriental Society in Kew Uaven. 

U. Die Soci^t^ A.«datique in Paris. 

17. Ke Soci^t^ de Geographie in Paris. 

li. IMe Kaiserl. Akademie der Wissenschaften in St. Potorsburg. 

19. Die Kab. Roas. Geographische Gesellschaft in St. Petersburg. 

!0. Ke Society d' Archäologie et de Numismatiquo in St. Petersburg. 

!1 Die R. Accademia doi Lincoi in Korn. 

ti The North China Branch of tho Royal Asiatic Society iu Shanghai. 

23. Hie Smithsonian Institution in Washington. 

ii- Die Kaiserl. Akademie der Wiäsonschaflen in W^ien. 

2& Die Numismatische Gesellschaft in Wien. 

'* Der Deutsche Verein aur Erforschung Palästinas. 



f» 



Lxn 



Yerzeicbnisg der auf Kotzten der Bentsclieii Morgen- 
ländisdien OeseHsehaft verolfetitl ich teil Werke* 

Zeitecfarift der l>eutäcluni MMrgoiiLläinli?*cluii <^?>tdlsrhnO HorruwRcppbon von 
den Gcachäftsfiilu-eru. J— XXXIV. HmimI. im4 7 — mh 44 LI M. (I. 8 M. 

n— XXI k VI M... xxü— XXXIV « ui M) 

FViiher erj»ehion und wurde spätt-r mit obiger Zoitvchrift vereinigt; 
Jahrusberic-ht der hoiit'jrhoij MorjjwdRndbthon Gewollwhnft. für das Jahr 
1845 und lß4ti (Ister tiud 2ter Bundj. 8. 1846—47. Ä M. (1845. 

2 31 — 1846. a M:\ 

Begbtor aum I.— X. IlHml. 1858. 8. 4 M. (Für Mit^l. der 

D. M. G. 3 A/ ) 

^- Eegwtcr zum XL— XX nnmi lH7a. 8. I M HO P(. (Tür 

Hit«], der D. ftl. fJ. 1 M 20 Pf.} 

RegLsli?r »uui XXl.—XXX. Uatnd 1877. 8. 1 M. 60 Pf. 

(Fttr Mlt((l. der J>. M. (J 1 M 2(» /*/') 

D» vou Bd. 1 — 7. II — 18 dur Xoitschrift nur noch oino gürin|;e Anzahl 
von Kxi?iii|dnr«ii vrirhnndcii isl,, kötiin.^n diosc nur noeli jsu dem vnlk'n liadon^ 
priek abgejfoben wordon Bd. K, H, l<i, Äß und 27 künnen eiiir.i^liii nicht 
TDehr nligi'gobcin wßrdijnt sntidam tmr büi Ahiifthiu« der gofifttnnilen Zfit- 
BchnH, und f.viax Auch diuMO nur nofh /.um vullen Ladüiq^rt'^i^. Eiii/.L-In« 
jHhrglugtt «ider llt'ftc) dor Kwoitoii SDrio (Bd *il IT) wnrd*-n ;ui die M»ti;iiiMl«r 
der Gc»e]].ichAlt *uf VarlHiigi*« uniMitt*tninr von dor Cuminiis^s loui* 
bDchhftiidliiiii g« V. A, Brurklian.H In Lelp/.i^, /.nr IIiil1l>o doA PreUe» ab* 
gogebon, mit Aiumalime von Ünnd SI6 und 21 , woloho nur noch mit der 
gunxen Serie, und «wur »um volk>n Ltidonprein (ä If» i/. )• nhgegebftü wer- 
den kÖnnon. Exeinplnro d«r Huftu :i und 4 d. 2ti. Bandes .stuhun üinMlo 
noch au I>ien«iten. 

Supplement Äum 20. Bande: 



WUsensclntWiehor «fj^ireshorieht Uttor di« morgenlÜnd. Slndlun 18Ä9 — 
1861 , von Dr Jlwh. (ittKchc. 8. I«ü8. 4 Af. (Für MitglUder der 
t>. M, O. 3 M.) 

Supplem(^iut xutn 24. Bande: 



WiasornjchÄillidior Ja^irosherieht für 1802—1807. v*iii hr Hieh, Goache, 
lieft L 8. 1871. 3 M. {Vür Mit^Ht^dt^r der U. M. O. iJ Af 2ft i^:) 
Supplement 7um 'Ali Bando: 

WUsenscbaltlicher Jjihrivüberichi für Ot-tobor 1876 bis Decembor 1877, 
von T*r l^Jninf Kuhn und Dr Aff»ut iSof/w. 3 llofle. 8. 1879, 8 M. 
(Für Mitglieder der D. M (i 4 Af) 

(HB. Die.ie beiden Hefte worden getrennt nie hl abgegobeu.) 
Ahbandbiittfen tür die Kumk'! dtts M<»r(;enliitidL"!i, horaus^^ef^ebeii voji d<tr Deutschtini 
Mer^'ordändihchen Goselbt-hafl. 1. Band (in A Nummern f 18f>0. 8. 19 Af. 
(Für Mitglieder dor D. M. U. 14 Af. L'5 Pf) 

Die einzelnen Nummern unter fulgenden bcwmilem Titeln: 

(Nr. I Milhru, Ein Beitrag zur Mythongc.whiehto des Orients von 
K WindiWhmann, 18ö7. 2 M. 40 /y. iF&r Mitgl. dor D, M. G- 
1 M 80 /7) VtriLirii'fenJ, 



^ A 



d, D, M. G. veröfenllichun Wn-ke. LXIII 



Nr i. AI Kiiidi genRnnt „der Philosoph iler Ajraber'\ Ein Vorhil»! 
•einer Zeit und seini'» Volkos Von (j&t. FUhjd, 1857. 1 Af. fiO Pf. 
{Tnr Mitj^lieder der l». M. G 1 M tu Pf) 

Nr. 3 Die ftlnf GAthAs CKler Saiumlungen von Liodt^rn itiid Öprächon 
Z«nithii»tr»'s, Keincir ilUngtir und NMchfolgtir HerHus^ogiibBu, ühers^tzt und 
erUutert v«>n Mt. f/iiutf. 1. Ahth«ilun^: lUu pr>tü Sainmluu^; (GÄthä 
»liunAviiiti) «uthAlUind. 1858. 6 M. (Für Mit^'l. d. I>. M. G. 4 Af. 50 Ff) 

Nr. 4. ücbor d»* fjwtninjnya MAbÄtinyunj, Kin Boitrag zvlt GtwchJchto 
JcT J&iiiA Von A. Weber. I8.18. 4 AI. Li} Ff (Für Mitgl. d. D. M. G. 
i Af. 40 Pf.) 

Kr 5. lieber dos Vorhältuks doa Textes der drei sjrUohen Briofo des 

njitiiis SU don übrigen Ktieensionun der IgnutinnUehcu Liiorriitiir. Von 
^V-A. AfOf*. UjMttH^. 1Ä69. 4 M 50 Ff (Für Mit^d. der D, M. G. 

3 Ar 40 Pf) 

kbh&tidlungen für die Kundn dos Morgenlandes. U Bund (in Ti Nummorn). 

18«2. B. 30 Af 40 /y. (Für Mitglicdür d 1» M G. üä A/. 80 F/'.) 

Nr 1. Uonna*» INi.Htor. AwthUjint'u pritnum tMÜdit t't AHliinpkii hilino 

Yertil Ant, d Ahhmlie. 18G0. G M (Für Mjtgliedor der 1>, M. G, 

4 M 60 Pf.) 

Nr. 2. Dio fünf OJltliLs dos Znmtha.strfl, norau,sgf>fjcd)on , Uhcri^otast und 
erUutert vun Aft. Haufjf. 2, AbtliDilimg: Diij vier lihrtg«in Sjuninltingon 
euthiillend IH60 6 Af (Für Mitgliodor dor I> M. G. 4 Af, .Mi Pf\^ 

Nr, 3, l*ie Krono der Lehon*bo^chr*>ibu!i;gDn, onthaltLMid dli- t-hw+on dt-r 
^onefiton von Zfin-ftd-dit» KiLsim Ibn KvitliibtigA Zum (.Taten Mul hl^raua- 
jben tmd mit Anntf.'irkuuKCc^n und einorn Index beghdtot von (rttf-, FUhfel, 
[t.r*2. 6 Af. (Für MitgUed»T dur ü. M. G. 4 Af Äl) Pf) 

Nr. 4. IM© grj»niinati.sc]ien Stduiloii d«r Amber. Nach den Quelleo bo- 
arbc*it<^t von OmI. Flügel. 1 AbtlKilung: Dio Schulen v<in Basrii und 
Kafa und dio gemLschU3 Hcbiikv 18G2. 6 A/. 4(> Pf (Für Mitglieder 
der U, M. G 4 M. 80 Pf.) 

Nr. Ä. Katltft Äarit 8Agar». Die MärchensHniimhing de* Snmadeva, 
Hiich VI Vil. Vm. Hurau^gcgeben vfm Uta, BtmHtftu*, 186a, S Af. 
{FUi Mitglieder der D. M. G 4 Af M Pf) 

lU. Band (in 4 Nummwi) l«fi4 8. 21 Af r Rir Mitglluder 

fl«r D. M. G 20 Af 2h Pf) 

Nf. t. Ssu-ftidiu. ftchu-kijiu, 8<:hi-king in M}uidjiclmLsidii*r IJeherjietjtung 
mit nneni] Mand^hu-Detitsicben Wörterbncti, heraujigcgobun von //. Vi^nOH 
WM fi^r Gahdetdt, \. Heft. T^3tt. 18G4. 9 Af. (Für Mitglieder der 
D M O 6 Af ?S /y.) 

Vt 2. - 2. Heft MjindÄehu-DentH*!b©* Wortorbnch. 18^4 fl A/. 

iFftr Mitglieder dor D M G. 4 M 50 /y.) 

Nr 3 Die PojjU und tCoi^erouton des Orients. Mit 16 Karten nuch 
cinhcimi^hon Quollen v«n A. iSfyrenffer, 1. lieft. 186i. 10 Af (Für 

itgücdor der D M. (1. 7 Af. 50 Pß 

Nr. 4. Indbcbe Ilaitsr^geln. Sinetkrit u. Dtiutsch bornusg. vi>ii Afl. Fr. 
L A^valÄyann, I. Heft. Text. 1864. ^ Af. (Für Milgficdor 
d«r D. M, O J Af 50 Pf:) 

rV. Band fin 5 Nnmin*mil. 1860—06. 8. 25 Af 20 Pf. 

(Für Mitgl. d D. M G. 18 Af. OD Pf) 

Nr. 1. Lidische HaaBrcgüln. Sanakrit u. D«ntjM!h herausg, von Ad. Fr. 
tler. l AvvalAyan». 1. Heft, ütiboraelaiing. 18fiö. :i Af. (Für 

itgliedor dor D. M O. S Af 25 Pf) 

Kr. S. ^*&LiitanavK ft Fhitiidtra. Mit vprscbledt'iipu indi«chon Commentiiren, 
inlettung, CebenotKtinp: und Anmerkungen heransg. von /V. Kiclhotu. 
186« a M (FRr Mitglieder der D. M, G. 2 Af. 1*5 Pf) 

Kr S. Ü«ber die jÜdlM^h« Angolologlo u. DaoinonoU>gie in ihrer Ab- 
likjitdiEkmt vom ranismuB. Von Alx. Kofmt. 18Ö6. t Af (Für Milgl. 
d D. M G. l Af. 60 Pf) 



LXIV \Wzrirhm/tfi di*r auf Koi^fm rl. D, ^f. (!. i'rrnff'euffif*htni llVritv. 



Nr, 5. KathiV 8nrit Sa^arn Di» M]iiri'h*»imüminluti|> des Äumftdf^v* 

liucU IX — XVtlL {Si:hhi.ss.} HoriniN^.-^'.bin v^^n fliit. BrockhauH. I8t!6 

16 Af (Für Mit^lUiilor dor D. M G IS iU.) 

Abhamltungen für dio Kiiiub drs Morm-nbitukv, V, Band (lii 4 Naiatnrru) 

X8ßR— 187G. 8. 31 M, 10 Ff. (Für W\\^\ .kr O. M. G ?7 3/ 85 P/"l 

Nr. 1- Vorsufh dnor liebrÄischen ForirKuU-hrr^ nach der Ai!iss|iMt**h« 
der liöiitjgoii »Saraaritaiipr ikobst iiiiu^r darnju'h gcd>ildofon TruitAcriptlon iivr 
(Stnw!*is mit i/mir nnilugo von *1, Petrnmiiin. 1808. 7 -i^f. äO /y. iFür 
Mitglitvdor ihr 1). M. ii. 5 A/. 65 /y i 

Nr, 2 liosniseh-türkbrhi^ Sjirnclidr-iikmäl.jr von fK Blau, 1868. 9 ^f 
CO Pf. (Ym Mit>:lit^<k*r <k'r 1> M, O, 7 .U *jn /y ) 

Nr. 3. Utdwr djvs SjiiJtjn;ntnk«ni iks IJäIa v-.ii Allff. Wel/rr. l&TO 
8 A/. {Für Milglkdvr dor ]>. M ti. 6 .If.) 

Nr 4 Zttr S|»nK'ht\ hitcnitur und L*<»K'nrt*ik der SuTnnritrtrpr, Proi Ab- 
hiimlkiii^cii iiobüt zwei Idsbvr utifdiriftiti ji.iiuiHrit]in. TuKti-n hc^ntoAgog, von 
Smn. Kohlt. 1876. 18 Af. (Ktir Mittilindör d. D. M, O. 9 Af ) 

VI. Bftjid (in 4 NiimmornK 1876 — 1878. 8. 39 Af. (Für 
>Üt>?Hed*^r der D. M, O. 21* A/. üj P/.l 

No, 1. i'krüiiiqiiu dtj diwitti k.^ Stylitn, ecrito vcrs Twn filfi, tfjcti» ot 
Irnductiurt piir P. Ahtifin. 8 1H7G. 1* A/. ( Für Mitglieder dnr D. M G 
(i Af 75 /f) 

Nr. 2 IndiMdte llAasroßLdu, Snuskrit und Dt'utseh h^rmiü^r^^, van Ad. 
Fr. Strtizftr, 11. Fjir«.skftr». I Hüft. Vtfxi. lM7i3. 8. 3 M. «it Pf 
(Für Mitglieder d.«r I). M, G. a Af, 7ü Pfi 

Nr 3 Pok'mischp und apüKüj^ctiücho Litorutur in »nifatscbt^r Spr«olie 
zwischen Mit'<liij)<'>n , t'hrisU»n und .ludou, rndj»t Anhangen vorwjiiidt(»D 
Inhalts. Vmx Af, SfriHMrhneiikr. 1877. 22 Af. {Yür Mitglieder d«r 
U. M. G. IG Af. 50 Ff.) 

Nr. 4, Indistdjfj HrtusrogflB Snü.-.kri* und Doiitsfh liornw*|,'. von AfL fr. 
»S^izlet: IL ParaskHfa- *i, lieft. tIi'V.erjiotÄ«»nf 1H78. 8 4 Af. 40 /). 
(Für MltjjfUüdur dtT D M G :t Af Mi Pf) 

Vü IJand N<i 1. TW K»d|«Lsi»trA uf HhadrjibÄhu, editod 

wiih «II IninKluption, Notes» «nd u ITiiknl-Snuokrit Gh>*"Uiry, hy ff.Jttntfn. 
1879. 8. 1(1 Af (Für Mitglieder di>r I* M G 7 Af äO f^ i 

— ^ VU, Band. No- 2 Do U IH»-tri«|ue ehess U»s Syrien» par M 

TftbW Muptin, lH7a. 8. 4 Af (För MitKlioder dof I>. m', G. :t Afj 

VU, linnd. Nn. 3. An*Äflp«* ntis syri.sfdmn /ikfciui porsisflur 

Miirlyror. Lfokcrsetxt und ilureh l'tit4>rsuchiin(i|:eti z,tir hi>tr»ri>i'lien "rdipu- 
\> jffÄjthie erliiiitivrt vtm Gronj iiofftiuinn. 188Ü. 14 Af. i;Fiir Mitgrlieder 
der n. M G. W Af. r.o Pf,). 
Verjfkdchuiig^-Tabidlen dtir MMhmnmedanijKsboii wtid niri.-itliehon Zeitrcxdinuiig 
nach ilom f-rüteu 'r^fja jedos MnhHinniodaiiiswbi<ri Mi>njii> l>tr(,Hdini.tL, litirMietg. 
veii Ff'ifL Wiistrttfeld. l»r»l 4, 2 Af (Fiir Mit^fl d. D. M, G 
1 Af rd> /f.» 
Bihliotpca Araho-Sictda, ossJä Itüccolta dl t4>i»ti Arabici che toccanfi i* geugrwfi», 
Ih Mtoriw, lo bionrBfie e Iti Idklioi^afiA delta SiciliÄ, mc^^i insietnu da 
Afwhdr Anifiri. l\ faj,cicoli. I8öä — I8ft7 8. lU Af (Für Mitglieder 
d, D M G. 11 Af) 
Appendicu uUa Biblititoca ArMlio-Sicuhi i>or Afü'hrti- A/nait eoii nuovo nnno- 
tn/ioni critieho did Pruf f'lriifchtr. 1875. 8. 4 Af (Für Mitglieder der 
1> M G. ,1 Af) 
l>ifl Chrotiikün di»r St*dt Mukku f^^OHamiuelt und uiif Kunten dor D. M. G, horaiuh 
g^lSwlKni , nnkhiach nntl denlM'h . von Fidinttud U'mtrrffrhL 18ö»-^Cl. 
4 Bäudiv 8. 4L» Af. iFür Mllxli-der der IX M G. ;U Af fiij Pf\ 

Nr. 4. r>io Grrtb^fbriO do.s sid«tMi.-*rjif!«» Königs Ksehmun-iLizer iibersetil 
lind rtrkikrt vnn E. Afcitt\ 1860. 1 Af 20 Pf. iFür Mit^Uoder dar^^ 
1> M. G DO f%) 




VerzeickmM der auf Kosten d, D. M. G. veröfentltchten Werke. LXV 

Biblia Veteris TesUmenti aethiopica, in qninque tomos distributa. Tomas II, 
sive libri Begom, Paralipomenon , Esdrae, Esther. Ad libroram manuscrip- 
torum fidem edidit et apparatu critico instroxit A, Dillmann. 1861. 4. 

8 M. (Für mtgUeder der D. M. G. 6 M.) 

Fase, n, quo continentor Libri Regum III et IV. 4. 1872. 

9 Af. (Für Mitglieder der D. M. G. 6 M. 75 Ff.) 

Firdosi. Das Bach vom Fechter. Herausgegeben auf Kosten der D. M. G. 

von Ottokar von Scklechta-Wssehrd. (In türkis^er Sprache.) 1862. 

8. 1 M. (Für MitgUeder der D. M. G. 75 Ff) 
Subbi Bey. Compte-rendu d'une ddcouverte importante en fait de numismatique 

musolmane publik en langue turque, traduit de Toriginal par Ottocar de 

Schlechta, 1862. 8. 40 Ff. (Für Mitglieder der D. M. G. 30 Ff.) 
The Kämil of el-Mubarrad. Edited for the German Oriental Society from the 

Mannscripts of Leyden , St. Petersburg , Cambridge and Berlin , by W» 

Wright. Ist. Part. 1864. 4. 10 M. (Für Mitglieder der D. M. G. 

7 M. 50 Ff.) 2d— lOth Part. 1865—74. 4. Jeder Part 6 M. (Für 

Mitglieder der D.^ M. G. k 4 M. 50 Ff.) 
Jacats Geographisches Wörterbuch aus den Handscbrifteu zu Berlin, St. 

Petersburg, Paris, London und Oxford auf Kosten der D. M. G. herausg. 

von Ferd. Wiistenfeld. 6 Bände. 1866—73. 8. 180 M. (Für Mit- 
glieder der D. M. G. 120 M.) 
Ihn Ja'is Commentar zu Zamachsari's Mufassal. Nach den Handschriften zu 

Leipzig, Oxford, Constantinopel und Cairo heraui^^eg. von G. Jahn. 1. Heft. 

1876. 2. Heft. 3. Heft. 1877. 4. Heft. 1878. 4. Jodes Heft 12 M. 

(Für Mitglieder der D. M. G. ä 8 M.) 
Chronologie orientalischer Völker von Alberüni. Herau.«^. von C. Ed. Sachau, 

2 Hefte. 1876—78. 4. 29 AT. (Für Mitglieder der D. M. G. 19 M.) 
MaUvika und Agnimitra. Ein Drama Kalidasa's in 5 Akten. Mit krit'ischen 

und erklSrenden Anmerkungen herausg. von Fi'. BoUensen. 1879. 8. 

12 M. (Für MitgUeder der D. M. G. 8 M.) 
Katalog d. Bibliothek der Deutschen morgenUnd. Gesellschaft. I. Druckschriften 

und Aehnliches. 1880. 8. 6 M. (Für Mitglieder der D. M. G. 3 M.) 



Jf^^ Zu den für die Mitglieder der D. M. G. festgesetzten Preisen können 
die Bücher nur von der Commis.Hionsbuchhandlung, F. A. Brock- 
haus in Leipzig, unter Francoeinsendung des Betrags bezogen wer- 
den; bei Bezug durch andere Buchhandlungen werden dieselben nicht 
gewährt. 



Zur Nachricht. 

Kraft des durch den vierten internationalen Orientalisten- 
Congress erhaltenen Mandats^) hahen wir für den nächsten 
fünften Congress als Ort Berlin und als Zeit die Tage vom 
12. bis 17. September 1881 bestimmt. Zum Präsidenten des- 
selben haben wir, nachdem Herr Lepsius aus Gesundheitsrück- 
sichten abgelehnt, Herrn Dillmann gewählt. Ebenso haben 
wir die Begründung eines Gomite's in Berlin veranlasst. Die 
Einladungen werden seiner Zeit von dort aus erlassen werden. 

Halle und Leipzig, 
im December 1880. 

I>€r geschäft^ührende Vorsta/nd 
der 1>. M. G. 



1) Vgl. Zeitschr. XXXHI S V 



Zur Pehlevi-Münzkunde. 

Von 

A. D. Mordtmann. 

IT. 

Die Münzen der Sassaniden ^). 

Im XIX. Bd. der ZDM6 veröffentlichte ich meine dritte Haupt- 
arbeit über die Pehlevi-Miinzen. Leider war ich genöthigt dieser 
Arbeit eine grosse Masse Polemik beizumengen, weil meine früheren 
Arbeiten nicht nur sehr gewichtige Ausstellungen bei gründlichen 
Sachkennern, sondern auch zum Theil ganz frivole und durch 
nicht« begründete Anfechtungen erlitten. Um nicht als ein ganz 
entschiedener Charlatan oder wohl gar als Fälscher dazustehen, 
mosste ich mich rechtfertigen; aber diese Polemik hatte mich so 
sehr afßcirt, dass die sassanidische Numismatik, welche bis dahin 
einen grossen Theil meiner Mussestunden ausfüllte, mir ganz ver- 
leidet wurde, und mehrere Jahre hindurch liess ich die Sachen 
ganz liegen. Aber meine hiesigen numismatischen Freunde wandten 
sich bei neuen Erwerbungen in diesem Fache inmier wieder an 
mich; auswärtige Freunde munterten mich von neuem auf; meine 
Noten zu meinem Hand-Exemplare schwollen immer mehr an; im 
Jahre 1868 kam aus Persien eine grosse Masse Sassaniden-Münzen 
an, darunter 5 Münzen von Vistachma; ich erwarb einen bedeuten- 
den Theil und ich erkannte sofort die entscheidende Wichtigkeit 
der Vistachma-Münzen für die Prägestätten ; sie lieferten für meine 
These einen Beweis, der an logischer, ja fast an geometrischer 
Scharfe nichts zu wünschen übrig liess. 

Mit neuem Muth ging ich wieder an die Arbeit; jede einzelne 
Parthie wurde einer gründlichen Revision unterzo^n; vieles was 
selbst meine Opponenten übersehen hatten, erkannte ich als irrig 
und unstatthaft; aber das neue Material häufte sich in solchem 
Masse, dass es hohe Zeit war dasselbe zu ordnen und zu einem 
systematischen Ganzen zu verbinden. 



1) Vgl. ZDMO XXXIU S. 82—142. 
Bd. XXXIV. 



2 



Mo 



Pelileüii 



üazu kam noch ein besonderer Aiilass: f^s biilte sieb t*ui« 
interniitiüiKilf^ Gesellsclmft von Orientalisten zur Heraus^'abt* des 
jurabischen Originaltextes des Taberi gebildet, und ich hatte Ge* 
legenheit dieser Gesfllscbaft bei der Gomid et innig des Textes aus 
den hiesigen Bibliotheken behülflieh zu sein. Die Beschäftigung, 
so wie die damit verknüpfte Untersuch ung und Extruhiriing ander- 
weitiger morgenländischer Geschithtsquellen griüen zum llieü 
in meine Pehlevi- Studien ein, und ich erkannte, dass die Monu- 
mente der SassanideiiheiTsehaft manchen wertiivollen Beitnig zu 
der Kritik des Taberi -Textes liefern kannten. Aus dieser Ursache 
veröft'eutHchte ich zianüehst den Abschnitt über die Münzen der 
Chalifen, Statthalter und Ispehbeden, soweit sie sassimidisches 
Uepriige zeigten, obgleich diese Münzen chronologisch erst nach 
den Münzen der Sassaniden-Fürsten folgten. Ich glaube aber 
überzeugt zu sein, dass diese Parthie manche wesentliche Auf- 
kliirmig und selbst hin und wieder Berichtigimgen zu den Angjiben 
Taberi^s darbieten, und somit erachtete ich es für zweckmilssig 
dejj Herausgebern des Taberi das silmmtliche Material dureh diese 
Verftfientlichung zui' Verfügung zu stellen, selbstverständlich ohne 
irgendwie auf das Urtheil dieser Gelehrten irgend wekhen Ein- 
fluss ausüben *^u wollen ; ich liefere nur Materialien, kritisch durcb- 
forschto mid gesichtete Materialien, weiter mchts. 

Das numismatische Pehle vi -Alphabet. 

Ich füge dieser Arbeit eine ausführliche Tafel hinzu, welche 
die Gefitalt der Buchstaben auf den Münzen eines jeden Sassaniden- 
fürsten abgesondert darstellt. Ich scbluss aber von dieser Zu- 
sammenstellung alle diejenigen Münzen aus, die ich nur aus Ab- 
bildungen kenne j sowie alle diejenigen, die mir jetzt nicht mehr 
S5U Händen smd; ich benutzte nur Originalstücke, mid auch von 
diesen nur gut erhaltene, deutliche Stücke ^ indem ich es voi-zog 
lieher einige Fächer leer zu lassen, als sie mit solchen Zügen 
auszufüllen, von deren Richtigkeit ich mich nicht durch meine 
Augen und durch meine Loupe übor/.eugen konnte; ich hatte 
übrigens trotz dieser Bedingungen doch eine biulllugliche Anzahl 
guter brauchbarer Stücke zu meiner Veriuguug. Ausserdem nahm 
ich diese Arbeit nur an solchen Tagen vor, wo heitere klare Luft 
herrschte; bei trübem Wetter und vollends Abends beschäftigte 
ich mich mit dieser Arbeit gar nicht Ich glaube also für die 
getreue Nachbildung der Schriltzüge haften zu können. Auch die 
Schrift auf den Siegeln und Gemmen schloss ich aus, weil die 
Gmveui-e dieser Stücke doch wohl in der Regel Privatleute waren 
im Vergleich mit denjenigen , welche die Münzstempel schnitten. 

Die Provinz Persis (Pars) genoss wlüirend der ganzen Dauer 
der Arsakidenhen-schaft eine gewisse ünabbiingigkeit unter ein- 
heimischen Füj'sten, welche zugleich als religi^ise Oberhäupter des 
zoroabtrischeu Cultus verehrt wurden. Aus den nuraismatischeu 



J 




logisch nieht zu den Sassanidenmünzen ; ich fOhre sie jedoch 



'fnrwmwutttuui v^iutuu vereurb wuruuii. iiiui u«u uuiiiuuimuiiuuvu 



Mordtmann, zur Pehlevi- Münzkunde. 3 

Denkmälern kennen wir bis zum J. 140 v. Chr. G. 7 solcher 
Priesterkönige, Bagakert I, Bagoraz seinen Sohn, Bagakert ü, Ar- 
deschir I, Zatordat Sohn des Pakrad, Nersi Sohn des Zaturdat I 
und einen anonymen Herrscher. Um 140 v. Chr. G. eroberte der 
Arsakide Mithridat I Persis, aber die Abhängigkeit von den par- 
thischen Grosskönigen scheint nur wenige Jahre gedauert zu haben, 
höchstens 8 bis 10 Jahre; dann folgen yrieder 3 einheimische 
Priesterkönige, Manavaz I, Tiridat I und Zaturdat ü. Hierauf 
folgt wieder eine Periode, wo Persis unter der Verwaltung von 
Statthaltern , wahrscheinlich Angehörigen der Arsakidendynastie, 
eine gewisse Autonomie besass; diese Periode dauerte ziemlich 
100 Jahre, von 80 v. Chr. G. bis 20 nach Chr. G. unter 11 Re- 
gierungen : die damals in Persis geprägten Kupfermünzen bezeichnen 
als Mtinzherm entweder direkt den parthischen Grosskönig, oder 
irgend einen nahen Verwandten, oder endlich gar keinen bestimmten 
Namen. Es sind 1) Kamnaskires bis 70 v. Chr. 2) ohne Namen 
( Arsakes XI, Sinatroikes ?) 3) ohne Namen (Arsakes XH, Phraates HI) 
4) ohne Namen (Arsakes XHI, Mithridates HI) 5) Orodes I (Arsakes 
XIV, 54—36 v.Chr.) 6) Phraates IV (Arsakes XV, 36 v. Chr.— 

4 n. Chr.) 7) Vomithra, Sohn des Orodes I und Bruder des 
Phraates IV 8) Phraates V (regiert nur 7 Monate) 9) Orodes U 

5 n. Chr. G. 10) imd 11) noch zwei anonyme Münzherm. Um das 
Jahr 20 n. Chr. G. gelang es einer einheimischen Dynastie wieder 
eine völlige Unabhängigkeit zu erlangen, und die numismatischen 
Denkmäler, so weit sie bekannt geworden sind, machen uns mit 
12 Fürsten dieser Djmastie bekannt, welche bis zum Untergange 
des parthischen Reiches im Jahre 227 in Persis herrschten. Es 
sind folgende: 

1) Darius I, Sohn des Zaturdat 

2) Ardeschir H, Sohn des Darius I 

3) Jezdegird I, Sohn des Ardeschir H 

4) Darius H, Sohn des Ardeschir H 

5) N. N. (Manavaz II?) 

6) N. N. (Jezdegird H?) 

7) Minotschihr I, Sohn des Jezdegird 11 

8) Minotschihr H, Enkel des Minotschihr I 

9) Ardeschir IH, Sohn des Minotschihr H 

10) Tiridat H, Sohn des Ardeschir HI 

11) Babek (Papek) 

12) Ardeschir IV Sohn des Papek. 

Letzterem gelang es dem parthischen Reiche ein Ende zu 
machen, worauf er als Ardeschir I, König der Könige von Iran, 
die Reihe der Sassanidenfärsten eröffnete. 

Die Münzen, welche zugleich das Bild des Papek und Ar- 
deschir zeigen, so wie ein Theil der Münzen Ardeschir's I wurden 
noch zur Zeit der Partherkönige geprägt, und gehören al«o chrono- 
logisch nicht zu den Sassanidenmünzen ; ich führe sie jedoch 

!• 



MorfÜmarm, die Afünzeit lUr St. 



hier wieder auf um nicht tnit dem bisher l>efolgt«n Modus »u 
brechen. 

Um rnmüt'z« Wiederholungen zu verm«idon, werde ich Alle 
diejeni^eo Münzen ^ wekhe ich äclion früJier in dieser Zeitsebr-ift. 
besühneben habe, hier nicht noch einmal beschreiben, sondern bloss 
Band, Seitenzahl und Nummer angeben, wo sich deren Beschreibung 
bcündüi; nur solche Münzen, in deren Betrefl' ich früher einen 
IrrLhuiii begangen habe, werde ich hier, nach erlanfrter besserer 
Einsicht, aufs neue erwlthnen. Da ich zugleich manchmal (»e« 
Icgenheifc haben werde meine früheren Arbeiten über sassanidkche 
Gemmen anzuführen, so bemerke ich^ dass ich mich folgender Ab- 
kürzungen bedienen werde: 

M. I mein erster Aufsatz über sassanidiscbe Münzen ZDMG 
Bd. VIII. 

M. II mein zweiter Aufsatz über sMsanidische Münzen ZDM 

Bd. xn, 

M, III mein dritter Auf&atjn über saesanidiscbe Münzen ZDM<t 
Bd. XIX. 

(t, l mein erster Aufsatz über sassanidische Gemmen ZDMG 
Bd, XVIII. 

(}, II mein zweiter Aufsatz über sa&sanidische Gemmen ZDMG 
Bd. XXIX. 

G. III mein dritter Aufsatz über sassanidische Gemmen ZDMG 
Bd. XXXl. 

Irh beabsichtigte itucb jedem SassanideiitiU'steu einen ganz 
kurzen chronologischen Abriss seiner Regierungszeit voranzuschickeu; 
da aber das fon G. Rawlinson herausgegebene Buch: The seventli 
great oriental monarchy or the Geography, History and Aatiquities 
of the Sassanian or Persian Empire» London lö7ü, trotz s'dner 
hin und wieder vorkommenden Irrtkümer, diesen Zweck voll- 
kommen erfüllt, so habe ich diese Absicht aufgegeben* 

L Babek und sein Sohn Ardeschir. 



Parthiscbes Pehle%T : 
öa.ssanische.s Peblevi 
Späteres Pehlovi: 
Neupersisch : 
Annenisch: 
Griechisch : 



J7 Ti "^ ri p»pötc 

aXc-UO' Papeki 

9 ÖJ" Papek 

i^b Babek 

cpujiijuilf Papak und p*wp^l| Babik. 

Ällijem*>m€'t Ttß^/m. Av. Büste des Königs Babek nach 
links, mit parthischer Mitra, Legende, links JA/Mvi, rechts Mne- 
dma^t Btuji PajM'ki ,der Hormuzd- Verehrer Babek, König'; 

Rv. Büste Ardesuhir's dem ile.schauer zugekehrt; nach par- 
thischem Münzgebrauch wird auf diese Weise der Thron (ü Iget be- 



^ 



I 



/. Babek und sein Sohn Ardeschir. 5 

leichnet Eine parthische Mitra bedeckt den Kopf und von 
derselben hängen Klappen herab, welche die Ohren bedecken; die 
MHn ist mit Halbmond und Stern verziert. Bart- und Haarwuchs 
sehr stark. Legende, links MaÜca, rechts Bogt Artahschetr ,der 
götÜicbe Ardeschir, Konig''. 

Da Babek's ^üste auf dem Av. nach parthischem Gebrauche 
BMh links gerichtet ist, so sind diese Münzen augenscheinlich 
noch zur Zeit der Arsakiden geprägt ; auch das Fehlen des Titels 
.König der Könige von Iran" beweist, dass damals Babek und 
sein Sohn noch nicht daran dachten die parthische Monarchie zu 
lertrfimmem. 

Früher von mir beschriebene Münzen von Babek und Ardeschir : 
1, 1. n, 1. ni, 1. Die Münze HI, 2 gehört nicht dahin; es ist 
eine persepolitanische Münze von Ardeschir HI. 

Sehr gute Abbildungen dieser Münzen findet man in der 
CoUection de Monnaies Sassanides de J. de Bartholomaei par 
B.Dom, Tat I, Fig. 1 und T. Suppl6m. Fig. 1 so wie bei E. Thomas: 
Nunismatic and other antiquarian illustrations of the rule of the 
Sissanians in Persia (London 1873) PI. I No. 1. Ausser den 
Münzen meiner eigenen Sammlung konnte ich die des verstorbenen 
Freiherm v. Prokesch-Osten und des Cabinets der Mechitaristen 
m Wien untersuchen ; alle Münzen dieses Monarchen haben un- 
deutliche Legenden, und nur durch Zusammenstellung aller Va- 
rianten ist es möglich sie mit Sicherheit zu lesen. Neu war mir 
nnr folgende Halbdrachme: 

No. 1. 

Av. xmd Rv. Unleserliche Legenden. Typus ohne Veränderung. 
Jt- Grösse 2 (Mionnet). Im Cabinet Subhi Paschas. 

n. Ardeschir L 

Im Vni. Bande der ZDMG führt« ich bei jedem neuen 
Namen dessen Form in verschiedenen Sprachen und Alphabeten 
m; es haben sich aber mehrere Fehler eingeschlichen, weshalb 
ich da, wo es nöthig ist, diese Uebersicht in verbesserter und 
Tennehrter Weise gebe; wo ich ein solches Verzeichniss nicht 
gebe, ist an dem älteren nichts zu ändern. 

Achämenidisch: |n ^T rfü {4^ ^^ yy fTf ArtachschatrÄ 

Susisch: f ^^11 — C^ V 1^ V Irtaksassa 

Pehlevi: U1IL/M2UJ Artahschetr 

Neupersisch: jt^J 

Armenisch: LLp»''"'2j'P Artaschir 

Hebräisch: KnTD«nn*nN 



ß MorfUmannf die Afünzett der SitsMtinidfn. 

8ynscli: v^U/ 

Griechisch : 'Agta^i^^fjg, 'A^ro^ig^tig, ItgraSägi^, 'Agrai 
'A^ta^fig, '/^QTaar,Q, 'AgTa(Tt}Qag 

Lateinisch : Ai-taxerxes, 

Die Münzen ArdescMr's T zei^'en drei verschindt^ne Typi 
von denen die beiden ersten, wenigsteis dor Mebr/ahl nach 
die Periode fallen, wo ei- sich gegen die parthische Dynast 
empört, aber das parthische Reich noch nicht vollstJindig seij 
IJcn-schaft nnterwoifen hatte, wöiu-end die Münzen des driti 
Tjpus der Zeit angehören, wo er unbestrittener Herr des ganz« 
persischen Reiches war. Der letzte An^akide«. Ariaban V, fiel U 
einer Schlacht im J. 226 ; aber dessen Söbnt^ , von denen wir 
einen wenigstens aas seinen Münzen keimen, Ferhad, setzten noch 
den Kampf gegen Ardeschir bis zum J. 232 fort. Bis dahin 
düi-ften die Münzen des ei-sten Typus reichen. Im folgenden Jahre 
hatte er einen schweren Krieg gegen das römische lieich zu 
bestehen; ich schreibe dieser kurzen Periode die Münzen des 
zweiten Typus zu, weil ihre Zahl im Verhiiltniss zu den Münzen 
des ersten und dritten Typus» nur gering ist. Erst als Ardeschir I 
auch von dieser Seite Hube hntte, konnte er das Münzwesen des 
neuen Reiches definitiv ordnt^n und zum dritten Typus übei^ehen. 

Erster Typus. 

Av. Büste des Königs nacb rechts, was für die ganze Reihe 
der Sassaniden und selbst nach ihrem Untergant»c für die Münaen 
der arabischen Chalifen und ihrer 8tatthjdter, so wie der Ispebbedeii 
massgebend blieb. Auf dem Haupte eine parthische Mitra mit 
Ohrenklappen; auf der Mitra ein Stern mit i» Strahlen ; Haupt- 
haar dümi , Bart dicht; der Mantel wieder mit einem Stern mit 
ti Strahlen geziert. Auf deti illtesten Münzen dii^ses Ty|_iUB lautet 
die Legende: Mazdaia^i liaj/i Artahsrhetr M(dka Ittm „Der 
Hormuzdverehrer , der göttliclie Ardeschir, Künig vun Imn^. Auf 
den späteren Münzen desselben Typus lautet sie: Mnzdaut^n 
Bmji Artakst'hctr Malkun Malhui Iran Mmotavh^tri tuen JeztUm 
„Der Hi>miuzd Verehrer, der göttliche Ardeschir, König der König© 
von Tran, aus himmlischem Keim von den Göttern entsprossen*. 
Allerdings kommen bUutig Abkürzungen vor, aber der Titel 
Maikau Miilka ^ König der Künige* fehlt nie. Mallen ist 
semitisches Wort, und da Malkun Malhi eine Constmction i 
welche dem senii tischen S[)nichstamme ganz fremd ist, go haböB 
mebrere Orient«listen, z. B. inojn verehrter Freund Prof. Nöldoke, 
die Ansicht geUassert, man müsse diesen Titel nicht Mnlknn 
MatJi'u, sondern *Sr7m/i«w Sr/iaJi lesen, was unstreitig richtig ii>l. 
wie wir sogar aus positiven Zeugnissen wissen. Da aber gegen* 
Würüge Arl»eit sich wenitjer mit philologischen Üut^Tsnchuiigen 



EUU 




//. Artkschir L 



►^fassf. vielmehr beßtirorat ist zu /eigen, was auf den Münzen 
fziktisch stebij so behalte ich die Transsciiptiun Malhiu 3faik(f bei. 
Et. Ein Feueraltax* mit Ouirlanden oder Bilndei*n gezieH; 
zu beiden Seiten desselben ein bedeclctes Kohlenbecken (auf tiü-kisch 
mttntptl genannt, noch jetzt im gjmzeu Orient zur Zimmerheizuug 
Terweaidet, vgL ZDMG XXXIII 8, 138). Legende oben, zu beiden 
Seiten der Flamme ; Ärfahsrhetr Nm^azi ^Ardescbir der An- 
betende', Hr. Nöldeke schlägt vor diese Legende Nura zi Ar- 
iakscketr , Feuer des Ardescbir* zu lesen, wugegen pa!aügmi>hiscli 
nichts einzuwenden ist, da in der ältesten Periode die beiden 
Bach^tabeu r und v dieselbe Gestalt haben; ich habe in einem 
l^andem Theüe dieser Arbeit *) meine Bedenken dagegen geäussert, 
bauptsHehlich auf die iVnürcbiuug der Legende und auf 
lieb häutig vurkominende Yanimte nitnrht stiitKen. 
Der ältesten Penode gehören die Münzen aOt welche ich 
1. rn, 3 beschrieben habe. 

Einer späteren Periode die Münzen I, 4. 5. 7. III, 2. S und 
ebezidaselbst im Anhang No, 3. 

No. 2. 
Av. VoU ständige Legende, 

Rv. Anihsvhetr Nuvazi (sie: im Köuigsnamen fohlt das 
erst« /). 

jSL Cabinet Subhi Pascha. Dümunünze. 

No. 3. 

Af. Legende: Mastlatasn Batß Artahschefr Mnlkan Mnlka 
lUrMi). Auf dem Mantel fehlt der Stern. 

Bv. Undeutliche Legende, weil der Stempel grösser als der 
kkr5tlijig. 

Polin. Grösse 25 Millim. In meinem Cabinet. 

No. 4, 

Ar. Legende: (Mazjdaiti^n Brnji ArhiJvieheh'i Mtdh'nn Malka. 

Rv. Legende: -»11/^1 |K xf^ V Artnitfirhvtri Nuvazi 
Die Legende bietet die Eigentbümlichkeit dar, dass der Königs- 
lüAtne awei Ligaturen eathlUt; zuerst kummt ein n^ dmm ein Mono- 
l^ftomi^ welches die Buchstaben i r, c / und yv h enthält; daruuf 
folgt geh und ubemials eine Ligatui*, welche aus den Duchstab^n 
C itnd \ t und r besteht. 

Poün. Cabinet des Generals v. Bartbolomaei. Vgl. Collectiou, 
Tab. Stippl. No. 2. 

No. 5. 

Av. Mrmhtidsn Btuji ArtnscJietr Mal/can Malka Jr{tm), 

Bv. Ariasehtfr Nuvazi. 



I) Ko. m 35DMO XXXU S, 137 [dngegcii »her Noltlekc im 4. lieft]. 



8 



MottUnmiiu, dir Afliuzen der StiMminiden. 



Beide Legenden gehen den Kilnigsnaiiieu fehlerbat't, 

Potiu, Cabiiiet v. Biirtholoimitii. (CöUeition, T. I No. 4). 

Ich besitze ein© ilhnliche Münze. Grösse 2(5 Milliin. 

Die Potin- Münzen sind eine Nachahmung der parthischen 

Tetradrachmen aus der letzten l'eriode. 

No. 6. 

Av. Mazdutriosii Malta Mtähi j^l(iriin) (statt 

malkan raalka). 

Rv. Arftfh^vhcfr Nnvazi. Die Buchstfiben rt durch eine 
Ligatur verbunden p 

Pot. Gr. 26 Millini. Gew. 8,9 Grammes. In meinem Cubinet. 

No. 7. 

Av. Miizihuami Bwjl MuMmu M*tllca. 

llv. Artahftrht^tr NvmzL Das Feuerbeck<?u in der Gestalt -A- 
Poi Gr. 26 Millini, In meinem Cahinet. 

No. 8, 

Av. MazdttMsn Btuji Arftfhitvbvfr MaUcan Malka It'ti(n}, 
Difj Milru ohne Stern, dngegpn die Perlenstickerei auf dcrspJben 
nach einem andern Muster ^^ 

Rv. Artahsrhetr Nurozl. 

JBt. Grösse 23 Millim. Gewicht B.« Oramines. In meinem 
Cabinet. In der CoUfction de J?iirth«vluniaei 1\ l, Fig. « di»'seU>e 
Miin/xs nur fehlen auf der Legende des Av. am Schlüsse noch 
die beiden Buchstaben r«. 

No. 9. 

Av. MiizdaHts-n Bui/t* Arfttjt^chetr Malkim Malka Iran ; sonst 
wie No. 2. 

Rv. Artnhsrher KnvazK In dcjti Köuigsuamen fehlt das 
zweite /. 

M. Gn 6 (Mionnet). Collection de Bartholomaei T. L Fig. 8. 

No. 10. 
Av. Mttzdmami Bmji Ai-ltih^iketr Malkan MiiHcti Iran, Aul 
der Mitra als Symbol eiuo Trifiuetra % 
Rv. ArtahM'hetr Nuvazi. 
M. Gr. 25 Millim. Gew. JJ,i Grammes. In meinem Cabine^^ 

No. 11. ^ 

Av. Maztiat'uftu ^ia(ji Aitithscht'fr Malkan Ma/ka JraJH Mmo 

tHrhetn Uten Jczdan. Auf der Mitra ein nach rechts schauen 

der Adler. 

Ai. Gr. 24 Millim. Beschrieben und abgebildet bei H. Ho! 

mann: Le Numismate (No. 30) sub No. 2lNJö und PL I, 2. In 

(>JTr)t11ich»ir Auction verkimft im Februar 1874. 



1 




//. Ardeschir L 9 

No. 12. 
Av. Mazdaiasn Bogt Artakschetr Malkan Mcdlca Ifran). 
Rv- Artakschetr Nuvazi, 

JBi, Gr. 12 Millim. Gew. 0,65 Grammes. In meinem Cabinei 
Aus dem Gewicht geht hervor, dass es eine Secbstel-Drachnie ist 

No. 13. 

A V. Mctzdaiasn Bogt Mcdka (sie) MaUca ^(iran). 

Rv. Artakschetr Nuvazi. Feuerbecken -^ 

JE. Gr. 28 Millim. In meinem Cabinet. Auch in der Col- 
lection de Bartholomaei T. I, Fig. 5 , wo jedoch das Grenetis auf 
dem Rv. nicht angedeutet ist, welches wenigstens auf meiner 
Münze vorhanden ist. Cabinet Subhi Pascha. 

No. 14. 
Av. 7 ^ ^ » vielleicht maUca. 

Rv. (A)rtahschet(r). Statt des Feueraltars bloss das Symbol 2 
iE. Gr. 5 (Mionnet). Ich sah diese Münze vor vielen Jahren 
bei dem Dr. Grotefend in Hannover; ob es eine Sassanidenmünze 
ist, scheint mir nicht recht sicher; sie könnte eher einem perse- 
politanischen Könige dieses Namens zugetheilt werden, aber von 
dieser Dynastie sind mir bis jetzt keine Kupfermünzen vorgekommen. 

No. 15. 
Av. Barbarische Legende. Auf dem Mantel fehlt der Stern. 
Rv. Artahschetr Nuvazi. 
iE. Gr. 3>/, (Mionnet). CoUection de Bartholomaei T. I, Fig. 6. 

No. 16. 

Av. Eine kurze unverständliche Legende. Ohne Perlen und 
Stern auf der Mitra. 

Rv. Rechts oo/y, links nichts. Feuerbecken T 

M. Gr. 2 (Mionnet). Collection de Bartholomaei T. I, Fig. 7. 

No. 17. 
Av. Ohne Legende. Dagegen Perlenbesatz auf der Mitra. 
Statt des Grenetis eine einfache Kreislinie. 
Rv. Ohne Legende. 
iE. Fast viereckig. Gr. 12 Millim. In meinem Cabinet. 

Zweiter Typus. 

Av. Büste des Königs nach rechts; Bart und Haupthaar in 
Flechten; auf dem Kopfe eine Mauerkrone, über welcher eine 
Kugel in einem Halbmond. Zwischen den Zacken der Krone noch 
zwei Halbmonde. Legende : Mazdamsn Bagi Artahschetr Malkan 
MaOca Iran Minotschetri vien Jezdan. 

Rv. Unveränderter Typus ; Legende : Artakschetr Nuvazi. 



10 



Mortümanut düi Münzen tier Sasaaniden, 



Dieser Tytms geli5rt entweder der letzten Periode des Auf- 
stände gegen die Arsakideii oder der Zeit des Krieges g«>geij 
Alexander Severus an; du die Münzen von diesem Typus Uussersl 
seiteil smd , so darf man daraus schliessen , dass diese Periode 
nicht lange gedauert hat 

MüiiKen dieses Typus ha>je ich besclirieben I, 6. TU, 4. 5, 

No. 18, 

Eine Silbenniinze gleich der Münze 111, 4 , d» h. statt der 
Halbmonde 5 Ku^*eln oder Punkto im Halbkreise vrui der ersten 
bis '£wr letzten Zacke der Mauerkrone, habe ich in meinera Cabbiet; 
Gr. 26 MiUiiii. Gew. 3,45 Giiunmes. 

No. 11>. 

Av. Kurze undeutliche Legendn. Die mittlere Zacke der 
Krone von einer Art Wulst umgeben. Ohne Globus; übrigens 
sehr abgeschliffen. 

Rv. (AT)lafwf'hf'fr (Nuv)a^r". Ohne Perleneinfassung. 

M, Gr. 7 (Mionnet), Collection de Bai-tbolomaei , Table 
Suppl^m. Fig. 3. 

Dritler Ty^ias. 

Ay, Büste des Königs nach rechts; das Haupt mit einem 
Diadem und einer Kappe geschmückt, worüber der Globus; Bart 
dicht, stark und lang, dfis Hauptbaar in zwei Flechten. Legende: 
Mazdamsn Bm/i Arfnlwehefi^ MaUcan MaUai Inin htno fsvhetri 
men Jezdfm. 

Rv. Ohne Veränderung wie aul' doDi ersten uud ziveit^n Ty|ius. 

Münzen dieses Ty^ms habe ich vorher beschrieben I, 8. 11. 

Trotz aller anscheinenden Einförmigkeit der MtLnzen dieses 
Typus ergiebt sich doch bei genauerer Betrachtung überraschende 
Mannichfaltigkeit ; iülerdings gebiert dazu, dass nian eine ziemliche 
Anzahl von Münzen mit sdler Müsse untersuchen kann. Um jedoch 
nicht aus jeder Münze einen besondem Neben-Typus zu maeheri, 
beschrUnke ich mich hier auf die Form, in welch*>r die Enden de» 
Diadems am Hinterkopf dargestellt sind, woraus itian sechs ver- 
schiedene Neben-Typen darstellen kann, nünüich 



1) 



3) 



4) 



5) 



4 "'/ 



Erster Neben-Typus» i 

No. 20. ' 

i 

Av. Vollständige Legende; Typus ohne Abweichung. < 

Rv. Artithmhrtr Nuvazi. Zwischen dem AHar und dem 
Kuhlenbi'tkw) links ein Punkt. 

^. Gr. 26 Millun. Gew. 4,:i Gramraes. In meinem Cabinct. 



//. Ardeachir I, 



11 



No. 21. 
Artahschetr 



MaQcan MaOca Iran 



Av. Mfvsdauisn Baifi 
Um-t9chetri men Je(z)dan. 

Bt. Die Legende fängt links an und geht über der Flamme 
Dich rechts, indem die Basis der Buchstaben dem Bande der 
Münze Zugekehrt ist Artahschetr Nuvazi. 

JL Gr. 6 (Mionnet). Collection de Bartholomaei T. I F. 10. 

No. 22. 

Av. Mazdaiasn Bogt Artahschetr Malkan MaUca Iran 
Mino .... (der Rest der Legende ausgebrochen). 

Rt. Artahtasckr (sie) Nuvazi, 

M. Gr. 25 Millim. Gew. 3,6 Grammes (ausgebrochen). Li 
meinem Cabinet 

No. 23. 

A?. Legende vollständig, doch fehlen in dem letzten Worte 
Jadan die Buchstaben d a n. 

M. Gr. 26 Millim. Gew. 3,75 Granmies. Li meinem Cabinei 

No. 24. 
Av. VoUständige Legende; ebenso auf Rv. 
M. Grösse 19 Millim. Gew. 2,05 Grammes, also eine halbe 
Dnchme. In meinem Cabinet Collection de Bartholomaei T. I 
Fig. 11 und 12. 

No. 25. 
Av. Vollständige Legende. 
Rv. Arti .... Nuvazi, 
M. Gr. 2Vt. Collection de Bartholomaei T. I Fig. 14. 

Zweiter Neben-Typus. 

No. 26. 

Av. Mazdatasn Ba^ Artahschetr Malkan Malka Iran Mmo- 
^•cfefri men Izdan (statt Jezdan) ijup^jj 

Rv. Artahschetr Nuvazi. Neben der Flamme links und 
rechts ein Punkt 

M. Gr. 25 Millim. Gew. 3,68 Grammes. Li meinem Cabinet 



Dritter Neben-Typus. 
No. 27. 
Av. und Rv. Vollständige Legenden. 
M, Gr. 24 Millim. Gew. 3,5 Grammes. 

No. 28. 
Av. Vollständige Legende. Statt des 



Li meinem Cabinet 



Globus eine Anzahl 



Uemerer Kugeln. 

Rv. Vollständige Legende. 

M Gr. 6 (Mionnet). Collection de Bartholomaei T. I F. 17. 



ts 



MortUftuimtf die Mütizeti (Ur ^agsamileH^ 



No. 29. 

Av. Ma^daiasn. Bagi ArtaJmrhetr Malkmi Malka Artm isic) 
Mino-tsehttri mm thzd(an). Die Fonn desjenigen Theils d^f 
Kappe, welcher die Oliren bedeckt, nähert sieh dem unter Sgiii- 
pur T gebräuchlichen Tyj^us. 

Rv. Wie üblich. 

AL Gr. 7 (Mionnet). Collection de Baiiholomaei T. I F. 16. 

Vierter Neben -Tjjius. 
No. 30. 
Av. Maztlmtts(n) Baßi Art4tJi(svketr) MalJcan Malku Iran 
Mmiiisf'httrt meu Je(z)tl(tfn). 

Ev. ( Ajrhtlisvketr Nuvazi. Zwischen dem Altarschaft und 
dem Feuerbeck en rechts ein Punkt 

^. Gr. 25 Millim. Gew. 4 Grammes. In meinem Cubinet 

No. 3L 
Av. Barhiirische Legende. 

Rv. (Artajkseheftt Numzi, Das Feuerbecken links liat »uf 
jeder Seite einen Pimkt. 

^K. Gr. 4 (Mionnet). Collection de Burtbolomaei 1\ 1 F. 13. 

No. 32. 
Av. VollsÜLndige Legende. Vor dem Globus 3 Punkte •• 
Rv. Arfdlischefr Nutmzi. 
JR. Gr. 26 Millim. Gew. 3,ftß Grammes, In meinem Cabinet 

No. 33. 
Av. und Rv. Vollständige Legenden. Unter dem Feueraltar 
des Rv. ein Punkt. 

M. Gr. 27 Millim. Gew. 3,5 Grammes. In meinem Cabinet 

No. 34. 
Wie vorige Niunmer, der Punkt jedoch nicht unt^r dem 
Altar, sondern auf dem Fusse desselben i '"m~i | - 

^E. Gr. 25 Millim. Gew. 3,6 Grammes, In meinem Cabinet 

No. 35. 

Av. Miizdai4tsn BiKji Artnhifrhetr Mtdhm Malka Iran MtfUP- 
tsrhrtrt mfm df(zdan). 

Rv. ArfalhHf'Ifi'^r Ntwftzi. Zwischen dem Fusse des Altars 
luid jedem Feuerbecken ein Punkt, 

M. Gr. H Millim. Gew. IV? Grammes, also Vß Dnu.'hnie. 
In meinem Cabinet Ein '^weites Exem|tlar in meinem Cabinet bat 
auf Rv. an den 4 Ecken des Altarschafls einen Pimkt Grösse 
imd Gewicht wie die erstere. 



///. Ardeschir I und sein Sohn Schapur I. \^ 

Fünfter Neben-Typus. 
No. 36. 
Av. Mazdaiasn Bogt Artahscketr MaOcdn Mcdka Iran 
Mhuhtschetri men J€zd(an). Vor dem Globus ein Punkt 
Rv. Artahschetr Nuvazi. 
Sk, Gr. 25 Millini. Gew. 3,7t Grammes. In meinem Gabinet. 

No. 37. 
At. McLzdadasn Bogt Artahsckeian (sie) MaOcan Maüca Tran 
Mm-ts<Jietri men Jefzdan). Im Felde rechts Vl> 
By. Artahschetr Nuvazi. 
M, Gr. 26 Millim. Gew. 4 Grammes. In meinem Cabinet 

Sechster Neben-Typus. 
No. 38. 
At. Mazdaiasn Bogt Artahschetr Malkan MaJka Iran Mino- 
ttcketri men Jezdan. 

Bv. (Artfihjschetr NuvazL An den vier Ecken des Altar- 
lebafis je ein Punkt 

M. Grösse 28 MilliuL Gewicht 4,85 Grammes. In meinem 
Cibinet 

Kupfermünzen. 
Die Kupfermünzen Ardeschir s I sind sehr häufig, aber fast 
lUe sehr undeutlich , so dass nur selten eine Legende , falls eine 
Mlehe vorhanden, lesbar ist Ich begnüge mich hier mit der Be- 
sehrdbnng zweier Stücke. 

No. 39. 
Av. und Rv. Undeutliche Legenden. 
Su Grösse 17 Millim. Dickmünze. In meinem Cabinet. 

No. 40. 
Av. Undeutliche Legende. 

Bv. Artahschetr 

iE. Gr. 15 Millim. Dünnmünze. In meinem Cabinet 

ni. Ardeschir I und sein Sohn Schapur I. 

Av. Büste Ardeschir's nach rechts, nach dem Typus der 
dritten Epoche ; ihm gegenüber Büste Schapur's nach links, jugend- 
liches Gesicht, mit parthischer Mitra und Ohrenklappen, aber ohne 
Kugel 

Ry. Typus der Münzen Ardeschir's I. 

Die einzige Silbermünze dieser Art habe ich I, 15 nach der 
im Nomismatical Chronicle VoL XY und XLV gegebenen Be- 
sehreibung und Abbildung beschrieben. Ihre Legenden sind, auf 
der Abbildung wenigstens, ganz unleserlich. 



u 



AfortUtnann, dir Afünt^n thr Srutminüirn . 



No, 4L 
Av. üiileserliclie Legende. 
Rv. (Arta)kHeht^tr) NnviizL 
JE, Collectiun de Bartliulomaei. T. 1 F. Uk 



Audenveitige DenkinlÜer Ardeschir's L 

1) Ein Basrelief auf dem Felsen von Nakselii Rüstern, welcbiis 
ijsrch seiEe Inschriften ujad durch seine Figuren vüllkoinnien kUr 
1^; es stellt Ardesdiir I und die höchste Gottheit der Perser, 
Hormazd, vor, heidw zu Pferde; Hornmzd zur Linken ühen*eicbt 
mit der Rechten dein Ardeschir cdn Diadem, während er in der 
Linken ©inen Ötah ocl^r ein Scepter hält; auf dorn Kupf hat er 
eine Maiif.rkrono und darüber den kugelfurmi^en Hund. Ardeschir 
ergreift mit der Rechten das dargereichte Diadem, während er die 
Linke seinem Gesichte nähert. Auf dem Kopf hat er eine flach 
anschliessende parthische Kaiipe mit einf^m Diadem und darüber 
den kugelfönnigen Biind. Unter dem Pferde Ardes<:hirs liegt ein 
zu Hoden geworfener Feind, nach dem Ktt|tfRchmuck zu urtheüen, 
ftugenschebdich der besiegte PartJierkiinig Artabjm V, — unter 
dem Pferde Honnuzd's ist ebenfalls ein niedergeworfener Feind, 
an dessen Haupte zwei Schlangen dargestellt sind , also augen- 
scheinlich eine Andeutung des von Honnuzd hesie^gten Ahriman. 
Hinter Ardescbir steht ein Trabant zu Fuss, welulier über Arde- 
schir eine schützende Waffe hält. Die Inschriften stehen auf den 
Pferden ; auf Ardescbir's Pferde sind die Inschriften in drei 
Sprachen, zuerst in ISlterem (parthischem) Pehlevi, dann griechisch, 
endlich in sasstuiidischem Pehlevi. Nach di*n Arlieiten von Sil- 
vestre de Sacj, Plaug, West u. s. w, über diese Inschriften ist es 
überflüssig bier weiter mich in philologische Eröiierungen ein- 
zulassen; ich begnüge mich den giiechischen Text, welcher eine 
buchstäbliche üebersetzung des Pehlevi -Textes ist, herzusetzen. 

TOYTO TO ftPOCSinON MACJACiyOY 
eEOY AFTaia^OY ßaVlMSW BACIJEÜN 
AFIANSIN tx yEvovC BESIN YIOY 
&EOY nAllAxoY BAmkE^lü 



Bekanntlich hat diese dreisprachige Inschrift so wie ein« 
ähnliche von Schapur I S, de Sacy die Mittel geliefert das AI 
phttbet der Pehlevischrift auf den Saasamdenmünzen zu entziffern 
und somit der Vater der sassfiiiidischen Numismatik zu werden- 
Der Titel ßamXivg (in den beiden Pehlevi-Texten Matka) welcher 
bier dem Vater Ardeschir's beigelegt, wird, bestätigt aufs neue 
die von mir gemachte Wahrnehmung, dass die persi.sohe Dynastie 
von Darius 1 Sohn d^s Zaturdat bis auf Babek , welche rli*» 
perBepolilAiiischen Münzen prJtgen Hess, der Vorläufer der Sassa- 
nideu war. 



n«^ 



///. Artl/taehir I und xeht Hohn Ht.'hnjmr /, 



15 



le Inschriften auf dem Pferde des Hormuitd sind kürzi*r, 
io vier Sprachen, lüteres und neueres Pehlevi, giiecUiseh und 
Der griechische Text lautet: 

TOvTO TO nPOCSinON JIOO BEÖY 

Der hebräische odtT ai-amrlische Text hat noch in einer 

reiten Zeile das Wort n:^? ,Jahr**; augenscheinlich muss sie also 

ich eine Zahl enthalten oder wenigstens früher enthalten haben; 

»er meines Wissens hat sich kein einziger Entzifferer mit dieser 

befasst. Sie scheint mir ebenfulLs eine Uebersetzuiig des 

laltextes zu sein. Das erste Wort, welches das Pebleviwurt 

!nr »Bildniss* wiedergeben soll, ist verstümmelt; dann folgen 

le beiden Wörter N3-1 an ,der grosse Herr"; das folgende soll 

r<»hl den Namen Hormnzd wiedergeben, jodoch ist es schwer 

ieses iin einzelnen nachzuweisen* Nun aber bleiben noch zwischen 

besem Namen und dem Worte n:© mehrere Buchstaben, welche 

•bst dem zuletzt erwähnten Worte n:T2 nicht im Originalt^-xt 

rorbanden sind, und welche vei-muthÜcb das Datum anzeigen. 

dieser Voraussetzung möchte ich an für pn 500, und ^ m 

40 nehmen, also 540 = 228 nach Cb. G. als Datum wo das 

Innknud ausgeführt wurde. Ob aber diese Deutung richtig ist 

ganz verfehlt» dürfte erst dann mit Sicherheit zu eiTnitteln 

wenn wir eine genaue Abschrift, dieser Inschrift haben. 

beschreibt in seinem Werke: „Memoire sur 
de la Perse* S. 208 ff. eine Gemme in dem 
de Tersan nach einem Sehwefelabdmek und 
AbbUduug derselben PL VIII No. 17. Sie 
li eine Büste vor, ähnlich wie auf den Münzen Ardeschii*'8 1, 
«ber ohne den kugelförmigen Bimd. Die Legende lautet: 

^K S. de Sacy giebt folgende Transscription und Uebersetzung : 

^H ,lUmi, tils d'Artabschetr, de la race Celeste". 

^B Die Münzen der Chabfenstatthalter, so wie eine Menge Gemmen, 
^Hiiolche damals S. de Sacy noch unbekannt waren, bitweisen, dass 
^Kifie solche Construction nicht zuJassig ist. Aber wie das mittlere 
^HfWori KU lesen ist, wage ich nicht zu entscheiden; nur so viel ist 
^»cli#rt dass die beiden Buchstaben lu nicht mehr zu dem Namen 
;hetr gehören, 
3) Sir R. Porter giebt in seinem Reisewerke Vol. 11 PI. 82 
»Odnng und S. 597 die Beschreibung eines Basreliefs^ 
er auf der Ebene von Seimas, in der Nühe des Dorfes 
fcnd. Es besteht aus zwei Gruppen, die sich beinahe 
gleichen, und von denen jede aus zwei Figuren besteht 
Reiter mit einem Kopf[mtz wie auf den Basroliefs von Ar- 
k»chir I, d. h. mit Diadem, Mitra mid kugell^rmigem Bund, hVdt 
it der Linken den Zügel des Pferdes, und überreicht mit der 



2) S, de Sacy 
lufllques antjquites 
»inete des Abb^ 
it zugleicli eine 



16 



M^viÜmann^ diß Mihizen der 



Hechten ehwv stpbeiideo Figur ein Diadem; letztere Figur hat 
keinerlei Kopt'schnmck , jedoch einen sehr starken Haarwuchs und 
Bart, Wahrscheinlich stellt di*^se Gruppe die Belehnung eine* 
einheimischen Häuptlings mit der liegiening des Distriktes vor, 
und da die Darstellung sich wiederholt, so ist vielleicht damit 
die Belehnung von Aderbeidschan und dem persischen Armemi*n 
angedeutet. 

4) J. Morier copirte auf seiner ersten Reise durch Pei-sien eifl 
Basrelief zu Naksclu RuBtem, welches in der Iraiizösiachen Ueber- 
setzung dieses Werkes die Nr, 14 trägt. Es stellt ein Lanzen* 
reitergefecht zwischen zwei Personen dar^ von denen die Figur 
links ein sassanidischer König ist, wie man aus dem kugeU^r- 
migen Bund auf dem Kopfe sieht; der übrige Schmuck ist sehr 
einfach , und eben daraus schliesse ich , dass Ardeschir I gemeint 
ist. unter den Füssen ßeines Pferdes liegt ein erschlagener Feind. 
Der Gegner des Königs scheint auch nur sehr leicht bekleidet tJL 
sein, und trügt auf dem Kopfe eine hohe Kappe. Hinter dem 
Ktinig ist eine stehende Figur mit einem Feldzeichen. Die ganze 
Darstellung bezieht sich also wohl auf eine Schlacht, welche Ar- 
deschir I den Parthem liefert-e. 

Eine bessere Abbildung liefert Poiier, Vol. I. PL 22. 

5) Eine Gemme, welche ich in der ZDMG. Bd. XXXI S. 588 
beschrieb, euthiLlt die Legende ;3i:i73 •^-iDic« ümT.::'C3nüiK is*a"TT. 
Die Fonn der Iluchsta^hen weist auf Ardeschir I hin. ujid wir 
lernen aus dieser Gemme eine Tochter Ardeschir's 1 Nameus Zar- 
liko kennen. Die Auslegung der beiden letzten Wörter^ wie ich 
sie a. a. O. gegeben habe, dürfte nicht frei von Anfechtung »ein, 
aber ich weiss keine andere ErkUlning. 

Scliliesslich erwähne ich noch eine Kupfermünze des Kiusers 
Alexander Severas, deren Embleme sich auf dessen persischen 
FeldÄUg bezieben; sie ist aus dem .J. 2-13 I Cohen, Vol. IV, p, 33, 
No. 238). 

rv. Schapur I. 

Die von mir I, 14 beschriebene Münze dos britischen Mu- 
seums nach Fj. Thoma.s zeigt einen Typus, der mir sonst nicht 
weiter vorgekommen ist, und der sich dem Typus der Münxen 
Ardeschir's I aus der dritten Periode nähert Wahrscheinlich hatte 
Schapur diesen Typus im Anfange seiner Regiemng angenommen, 
aber bald darauf wieder aufgegeben. Der seitdem adoptirt« und 
unveränderlich beibehaltene Typus ist wie folgt: 

Av. Büste des Königs nach rechts, Bart in Locken gekräu- 
selt; das Haupthaar in Locken auf den Nacken herab wallend; um 
die Stirn ein Diadem und auf dem Kopfe eine Mauerkrone, worüber 
der Globus; die Ohren sind von herabhltngenden Klappen bedeckt 
Legende: Ma^iniamt Bfuft' i^ehuch^fmhri Mfilhtn MaUca Irtm 
Mmo-t»clietri meu Jezdun (jedocb nicht immer in dieser VoU* 



IV. Schajmr I. \1 

»tändigkeit) „Der Hormuzdverehrer , der göttliche Sebapur, König 
ier Könige von Iran, aus himmlischem Keim entsprossen*. 

Rv. In der Mitte ein Feueraltar; auf jeder Seite eine von 
lemselben abgewandte Figur mit Mauerkrone, zuweilen auch eine 
oder beide mit dem Globus; in der einen Hand eine Lanze hal- 
tend, die andere Hand auf die Hüfte gelehnt; jede der beiden 
Pigoren mit einem Schwerte umgürtet Legende: tichachpiwihri 
Nttvazi, ,Schapur, der Verehrer". 

Die Legenden auf dem Av. und Bv. sind immer so angeord- 
net, dass die Basis der Buchstaben nach innen gekehrt ist. 

Münzen von Schapur I habe ich beschrieben I, 15 bis 25. 
n, 2. 3. 4. ni, 6 bis 11. 

No. 42. 

Av. Mazdodasn (Ba^) Schihpuhri Malkan Mallca Iran 
Mmo-ischehri men Jezdan, (An der Stelle, wo das Wort Bayi 
hfttie stehen sollen, ist die Münze durchlöchert. 

Rv. Nwvazi 

^. Grösse 5 (Mionnet). CoUection de Bartholomaei T. II, F. 1. 

No. 43. 

Av. Eine barbarische Legende. Vor der Stirn ein Punkt. 

Rv. Nuva ' SchaJtpuhri. (Hier wie in der Folge zeigt die 
Transcription an wie die Originallegende angeordnet ist, also Nuva 
iuf der linken Seite, Schahjmhri auf der rechten Seite). 

^. Grösse 28 Millim. Gew. 9,65 Grammes. In meinem 
Gabinet 

No. 44. 

Av. Vollständige und correcte Legende. 

Rv. Nuvcun-Schahpuhri (der Königsname nicht ganz correct). 

M. 26 Millim. 3,7 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 45. 

Av. Vollständige, correcte Legende. Auf dem Globus 3 Grup- 
pen von je 3 Punkten. 

Rv. Nuvazi-ScluüqnüirL Zwischen dem Altarschaft und jeder 
^ beiden Figuren je ein Punkt 

24 MU s'^^r ^ 1 ^^ meinem Cabinet 2 Exemplare. Auch 
CoUect de Bartholomaei, T. 11, F. 2. wo jedoch die Punkte nicht 
««gezeigt sind. 

No. 46. 
Av. Die letzten 4 Buchstaben der Legende {zdan) fehlen, 
sonst correct 

Rv. Nuvazi'SchaJipukri, 

M. 24 Mill. 4 Grammes. In meinem Cabinet. Auch Collect, 
de Bartholomaei T. U, F. 3. 
Bd. XXXIV. 2 



No, 47, 
Av, VdUhtiliidige, porrecte Legende. Auf dem (ilobus 2 Orujj* 
pen von je 3 Punkten und eine (rnipiM* vL>n 7 Punkten iiu Krt^ist» •[•; 

Rv. Nunizt-t^vhtfhimht'i, Auf dt»m Ältiirsehaft das Symbol Y 
M. 24 MilL 4 Gr. In meinem Cabinet. 

M, 4a 

Av. ganz wie vorige Nuimner, aber viel schönere Arbeit. 
Kv, Ht'haJiifuhri'NiwazL Zwiscbeß dem Alt-arscUaft und d«?(u 
Kriegpr rf^chti* zwei Punkte in schrä>rer Linie. 

JR. 25 Millini. -I.i; Gr. In mfiinem Cabinel. 

No. 49. 

Av. Vollständige correcte Legende ; nur b-blt der letzte Buch- 
stabe n des Wortes Jeztfnn. 

Kv. Hvhithpithn' - XiwazL Der letzte lluübstiibe des Wort'es 
■nuvt(Zf' auf der ander« Seite der Lanze. 

^-li. In meiuem Cabiiiet. 

No, 50. 
Av. Vollstllndi^re eorrecte Lej^ejide, 

Kv. J^itra^i'Sr/nihjj, der Kest des N»ni««iis uhrt über dötn 
Krieger Kur Recht^^n. 

^'R- 2*} Millim. 3,r..- (in In meinem C'abinet. 

No. 51. 

Av. MtiZti . . , rhfmrf/ijrri . . . tni , , , audkitu , . . tiH . . . ^ffnt> 
fsrhrfri wen Jrzfhtn, (juw/. rornipt^ Le^ejide , welclie mit der 
Schflnbeit d*^r Büsti* autTullend coutrastirt. 

Kv. Hrhahp .... Nura. 

2&. 28 Millim. ^i.in Gr. (ausgebrochen |. Li iiieineni ('alunet. 

No. 52. 

Av. MaXil^iNi.s-H lUitji Siktihfurtih Mti/Lutn Mtilhn Iran Mnuh 
turheffi tneti Jczflnn. IL^r isl dieselbe IJemerkun^f zu macbeti wie 
in der vorigen NuinfiuM'. 

Rv. Äurtthi'St'ha . . . rhriti. Zwisilien dtM» Altarseluift und 
dem Krieger zur Linken 'l Punkte in scbriiger Linie. 

M. 28 MiJlim. J^.r. Hr. In meinem Cabine!. 

No. 53. 
Av. Mifzdtn*as(n} Htuji Sehith^tuttihnfi nn Mafl'it Iniv Mitto- 
t^rhffrt null Jtzdftn, Ln Felde vor der Krone ein Punkt. 
Uv. NtitHLZt-S^'hit . . . rßtiiii. 
AI. 27 Millim. *^,ii Ur. In meinem Cabinet 

No. 54. 
Av. Vollst jüidige correete Legende. 
Kv. Nuvdzi- SrhtthjtuhrK Auf jeder .Seite der Fbuinne pin 
Punkt. 



I 



IV. Schajmr I. 19 

M.. 23 Millim. '"Jj?:. Gr. In meinem Oabinet. 

Ein anderes Exemplar in meinem Cabinet hat auf Av. 
Miizda(iisii) Bogt Schaht^arpurahrm (malkjan Afcdka Iran Aftno- 
tschiirt meii J&^m uiid auf Rv. die Legende in umgekelii*ter 
Ordnung: Scha-chrui-Nuvuazi. 25 Millim. 3,a Grammes. 

No. 55. 

Av. Maz((hua)8n B(igi SchaJivuhr Malhin MaÜca. Iran Mino- 
tsi-Iutri tuen Jezdan, 

Rv. Sch<iItjxjJi7nU'Nuvazi, Auf der obersten Abtheilung des 
Altars zwei Punkt«, einer links im untern Winkel und einer rechts 
im obem Winkel. 

M 27 Millim. 3,9 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 56. 
Av. (Ma)zda(iasn) Schah/mhrt Malkan Mallca Iran Miiw- 
tichetri weil Jezdan, Das Wort. Baifi fehlt 
Rv. Nuimzi- Sf^Itahjmhri. 
M. 25 Millim. 4,i Grammes. In meinem Cabinet 

No. 57. 

Av. Vollständige correcte Legende. 

Rv. SuiHtzf'Srhahjmkri. Im Felde links neben der Flamme 

ein Punkt- 

M. 28 Mill. 3,9 Gr. 1 T • n u- * o cu- i 

n" "vr-n o /i ^ memem Cabmet, 2 btucke. 

2 / MilL 3,«4 Gr. | ^ 

No. 58. 
Av. Eine confuse Legende. 

Rv. Die beiden Figuren zu beiden Seiten haben die Mauer- 
krone und den kugelförmigen Bund. 

M. Collection de Bartholomaei T. II, F. 8. 

No. 59. 
Av. Eine unleserliche barbarische Legende. 
Rv. Suvazi-ScJuüqniliri. Die Figuren wie in voriger Num- 
mer. Auf dem Altarschaft das Symbol ^ 

A. 28 Mill. 3,(^5 Gr. In meinem Cabinet 

No. 60. 
Av. Mazdtiiasn Sc/iahpuJwaJi MaUcan MaUca Iran Mnw- 
Uchfiti mfoi Jezdan. Das Wort- Bogt fehlt 
Rv. Nuvazi'tk'JiaJijmliri. 
M. (irösse 6 (Mionn.). CoUection de Bartholomaei T. 11, F. 10. 

No. 61. 
Av. Eine verstümmelte und unverständliche Legende. 
Bv. Sf'JuiIijMÜi - Artalisrh. Soll wohl hoissen: „Schapur der 
Sohn Ardeschir's*. 

/U. 25 Millim. In meinem Cabinet 

2* 





Mitrdhnami^^BsmS^mtlt^^^^SSSSm^ ^^^^^H 




No. r,2. ^^B 


^^^H 


Vollfitäudi«,'e correcte LegendB, ^^ 


^^^H 


Unlpserliehe Legenden. 1 


^^^H 


Grösse 2^4 iMioiin:), CoUoction de Brirtbolouiaei T. TT, F. 7, 1 


^^^^^1 Eine andern ha]lM> l^niikiiie (Ayt^n ho; utit' Kv. *hyr Kouii^sname J 


^ Schtilipari. | 


^^^^ 


2»/4 (Mionn.). ColL de TJartholomaei T. 11, R 7. 




No, m. 


^^^T 


ui^i BiUji Si'Jmhfnih'i Malhtn MaÜM Iran Mmo- 


^^^^H tji< •helft 


ttieit Jfzdmi, Tiiii drei t^rsten BucliütabiMi dits WhHp» 


^^^H Mazdahu^i haben seboii m-sprimglii^h gefehlt | 


^^^_, 


Srhahjmhri-NuiHizi. 


^^^B 


19 Millini, 2,or^ Or, In meinem CabineL 




No. 64. 


^^^H 


BarbariscliG Legende. Auf der Brust febli der Juwel. 


^^^H 


Barbarische Legenden, 


^^^H 


25 MilliuL 8,K> Gr. In meinem Cabiiiet. 




Nö. 05. 


^^^B 


i^h Mall^in ÄlttJJiU Iran Mitio - ütrhetri inen 


^ JrZila(n) 




^^^^ 


. , f'hri-Nuvazt. 


^^^H 


27 Millim. 4 Grommes, 




No. m. 


^^^V 


Unleserliche Legende. 


^^m 


NütHi^i-vhuiHuha, Die Pigirr rechts bat über der Krone 


^^^H iioeh Hinen staikeii Pmrki, vermutlilicli eine Andeutung des Globus. | 


^^B 


Gr. 77» (Miiinn.). Ich trat diese iMünze einem Freunde 


^^^H 


bin also nicht mehr im Stande ibr Grwiclit zu itnuittelji. 




No. 67. 


^^^H 


VollstUudige correcte Legende. 


^^^^ 


K'/itth/mffri-Nuvitzi. Zwischen dem Spiess des Knegers 


^^^H^ und der 


Scbriil links mid rechts ein Punkt. 


^^^K 


28 MilUm. tlj Granu». In meinem Cabiuet. 




No. 68. 


^^^^P 


Mazddiasn Ha/ji Scfhuhpuhri Maikmi Malka htm Mnw- 1 


^^^^r f^rhatrt 


nett Jezihin. 


^H 


Aura ' iSf'ßtiiJuHiItruL Im Felde links von der FUimtue J 


^^H dos Symbol ^ J 


^^H 


II. Grosse 7 (Mionn.). Cabiuet Subhi Piischa. ^J 




No. 69. ^1 


^^B 


Vollst ilnd ige corroet« Legende. ^^M 


^^m 


i\iir(i::i-i^'/iii/ijru/iri. Ohne das Symbol ^ ^^| 


^^H 


^ "~""''^ 1 



TV, S*/ttiptir 



¥ 



» 




No. 70. 
Ar. und Rv, Zerstörte Legenden. 
2E, Grösse 8 (Miomi.). Cabinet Subhi Piiscbik 

No. 71. 

Av, Ohne Legende und ohne Grcnetis. 

Rv. Links ein Feueraltar, dessen Scbat't verbältnissjnassig 
ji^hr dick ist; r<?chts Halbfignr eines nach reebt.s schauenden Krie- 
llin, die Rei.'bt© erhoben, mit der Linken ein »Schwmi oder einen 
8taib haltend; auf dem KoptV fune Miuierkrone. 

JR. Grosse 1 rMionn.). Collect, de Baitholomaei T. II, F. 1<>. 

No. 72. 

Av. Mtiztlaia^i Batfi Hrhah^nihti MaiJcun Afnlka Iran M.- 

hrtri mett (Jfzdan), Diudem, Krone und Kopfltund wie ge- 

ohiilich, dagegen fehlen die üblichen Ohrenklappen und das Ge- 

iimeide auf der Brust. Bas Haupthaar durch Punkte angedeutet, 

e sich in einpui Wulst vereinigen; eben so der Oai*t. welcher in 

Spitze ausläuft. Barbarische Arbeit 

Rv. Nuatzi - Schahjmkrt\ Im Felde auf jeder 8eito der 

.e(ii6|:iitze ein Funkt. 
JEL 26 MiUiiD. 3,9 Grammes, In meinem Cabinet. 

No. 78. 

Av. VoDstHndige correcte Legende. Ohne die üblichen Ohren- 

Nuvnzt'Schahjmhrt. 
M. 26 Milliin. 3,« Granimes. In meinem Cahinet. Auch 
der Collect, de Bartholomaei T. II F. 9. 

Anderweitige DenkmiÜer Schapur*s L 

1) Eine Gemme in den herzoglichen »Sammlungen in Gntlia, 
^whrieben von Prof Wieseler in den Jahrbüchern des Vereins 
m Alterthimisfreunden im Rhemlande, Heft XLl, Bonn 18<iH p. 54 
id von Dr. W. Pertsch in der ZDMG Bd. XXH 8. 27*> ti'. Sie 
»Ui das Profil einer Büste (nach rechts) dar; das Haupt mit 
Diadem geziert, auf welchem üben ein blatterai'tiger Scbnmck 
binnen auf einer Mauer herumläuft; in den Ohi*en gewahrt 
lan ein Ohrgehftnge. Der Typus und selbst das Portrait ist 
rcÄenlUch verschieden von dem Typxis Schapur's I aul' den Münzen ; 
»er die unter der Goldfassung bisher verborgen© und erst durch 
»afull entdeckte Legende llisst keinen Zweifel zu, dass die Gemme, 
reiche ^^elleicht ursprünglich einen andern orientalischen Henscber 
"4|tfiteUen sollte, fiir ein Bildniss Scbapur*s 1 ausgegeben wurde. 
lieh ging es mit der Statue des Sonnengottes auf der so- 
genannten .verbrannten Säule'' in Konstantiiiopeb welclie spjiter als 
ItAtne Cüriatantin s I ausgegeben wurde). Die Legende lautet : 
IMctsfiatasfi Bmfi 8*h(üijnüiri Malhm Maika Jnm v Aniran 



^ 



22 



Moi'dtmtniu. die Miiii.zeu d 



Mlnnfsrhiirt itun Jezdnn Jint . , . Mtizd. ,Df'r liormuzdvtM'elirer, 
der {^öttliclie Sclmijur, König der Küiügf von Inui und 'lursin, uuh 

binimlischem Keim entsprossen, Sohn dvs Hornnizdverohrcrs * 

2) Eine Gemme im Pariser Ctibinet, w reiche fast genau die- 
selben Dimensionen Imt wie die soeben bes«bn«bo-ne , aber iiu 
iibri^'en wesentlich verschieden ist, Icli habe sie G. I No. lO 
best'hriebeiu Auch hier stimmt der Typus nicht mit dem numls* 
matischen Typus tibereiri. Die Legende biutet: 

Jt'zd Hvimhpuht't <jf* ArttfhHrhcfrt DtiJtmnraf 
und unter dem letzten Büchst^iben f noch riii t. 

,Der göttlit'he Schapui* (Solm) des Ardeschir TalununUb*. 
Dükitiuraf auf unserer G*>mrae entspricht iiu^eusclieinlieh 
dem noupersisclien ^i>. ^^»^, dem Parsi \^ ^x^i}'^ i"i^ '^^"^ Zt'Vi^ 
l'tikhma ttntjfüf. 

8) Eine Gemme, welche itjh G. III No. 8 beschrieben habe: 
die Legende hiutet ; 

I'^ariwhu Ht'hahpuhri Iran} yt'd* Srhaltimhri arfutru 
welche ich übersetzter „Schapur's Glück ist Iran; die Httod Scha- 
pur*s ist rein**. Aufrichtij^ gestanden, bin ich von dieser Ueber- 
f?etzung nifht recht befriedigt, aller ich wei&.s auch noch jetzt 
keine l>essere. Die zaldreicben Glossare der Huzwaresch*8prache, 
welche in den letzten .Jahren auf Betrieb der indischen Färsen 
veröffentlicht sind, leisten für das VerstüJidniss der Parsen-Lite- 
ratur ausgezeichnete Dienste, aber liir das Verstlkidniss der Mo- 
numente aus der Sassanideiizeit (Münzen, Gemmen. Inscbriften) 
leisten sie fast gar nichts. 

4) Ein Basrelief auf dem Felsen von Nakschi-Riistem stellt 
Schapur I zu Pferde dar mit einem Gefolge von 1> Personen ru 
Fuss. Die Gesichter siLmnitlicher Figoren sind gewaltsam zersliin, 
doch erkennt man noch die oberen Zacken der Mauerkrone , auf 
denen der kugelförmige Bund rulit. Ueber die Darstellung selbst 
heiTscht gar kein Zweifel, indem eine dreifipraidiige Inschrift vld& 
belehrt, dass ef> Schnpur I, 8nbn des Ardesrhir I und Enkel des 
Babek ist. Copien des Basrelief.^ sind von C. Niebuhr, Ouseley, 
Porter , Rieb , Fbindin und Texier geniacht. leb gebe hier nur 
den griechischen Text: 

ro ii^)ciinüjs TOYW MAcjArxoy ef:oY 

ijAIiSioOY ßAVIJESW BAa.4EilN amaMiy 
KAI Al>iAPIANSiI\ IJK nNUYC hE^lv vwv 
MACda(\\OY f'JEOY APTA^AFOY ßarrdEt^^ 
liAVLIEni\APJAiySii\ EK FEMh^ :fmv 
EKIONOY eEOY IIAIlAhOY IJACLhiu^ 

U} Ein Basrelief, abgebildet bei Ker Porter il \A. HH, MalcoTm 
llistory uf Persia Vol. I p, 25*>. Fbttidin 1 pl. 14, bri Tak-i-Bu^tuiu 
stellt dar wie Ardeschir 1 seinem Sohne JSchapur Min Diadem 



I 



IV. Scha2mr I. 23 

äJ>eTTeicht. Beide stehen auf dem Leichnam eines erschlagenen 
Feindes, vielleicht Artaban's V oder eines von dessen Söhnen. Zur 
Linken die Figur eines Mannes mit einer prachtvollen Glorie, auf 
einer Sonnenblume stehend, und mit beiden Händen ein Scepter 
haltend , wahrscheinlich stellt sie Zoroaster dar. Dieses Basrelief 
und die Münze, welche die Brustbilder Ardeschirs I und Scha- 
pur's I zeigt, beziehen sich offenbar auf dasselbe Ereigniss. 

r») Ein Basrelief bei Nakschi Redscheb, abgebildet bei Ouseley 
Vol. n PI. XLVm, 2 und bei Porter Vol. I PI. 27, 1 stellt zwei 
Ri^iterfiguren vor, und nach dem Typus zu urtheilen, ist es aber- 
mals eine Darstellung wie Hormuzd dem Schapur das Diadem 
überreicht, 

7) Ein Basrelief bei Nakschi Rustem, abgebildet bei Porter I 
PL 28 und bei Texier (wiederholt in G. Rawlinson's Seventh Great 
Oriental Monarchy p. 607) enthält vier Figuren; die Hauptfigur 
in der Mitte ist eine Reiterfigur, augenscheinlich Schapur I; vor 
ihm eine Figur in römischem Costüm und mit dem römischen 
Gladius umgürtet, das linke Knie vor dem Könige beugend und 
beide Arme bittend ausstreckend; neben dieser Figur eine andere 
stehende Figur bartlos, die Arme dem Könige entgegenstreckend, 
welcher dieser Figur irgend einen Gegenstand überreicht. Man 
könnt« geneigt sein diese Figur für eine Frauensperson zu halten, 
aber auf Texief s Zeichnung ist sie mit einem Schwert umgürtet, 
»uf Porters Zeichnung nicht. Hinter dem König zur Rechten 
endlich ist noch die Figur eines Eunuchen, welcher den rechten 
Zeigefinger erhebt. Das Ganze soll eine Darstellung des Triumphs 
Scbapur's über Valerian sein, eine Auslegung die auch G. Raw- 
Imson adoptirt, obgleich sie eher alles andere bedeuten könnte. 
Sie bezieht sich augenscheinlich auf die Art und Weise wie Scha- 
pur I die Stadt Hatra (El Hadhr) in Mesopotamien durch den 
Verrath der Tochter des Herrschers von Hatra eroberte, und 
spater die Verrätherin ihres Vaters und ihrer Vaterstadt hin- 
richti^n liess. 

8) Die bekannte Inschrift in der Höhle von Hadschiabad, von 
Welcher vier Copien vorhanden sind, von Sir Rob. Porter in seinen 
Travels Vol. I pl. 15, von Westergaard in seiner Ausgabe des 
Bundehesch, von Flandin, und endlich von E. Thomas eine Photo- 
^phie nach einem Gypsabdruck im Journal of the R. As. Soc. 
New Series Vol. IH p. 241. Sie ist zweisprachig und hat seit 
ihrem Erscheinen den Scharfsinn der Philologen in Anspruch ge- 
nommen, und nach dem Eingeständniss des letzten Erklärers E. 
•Sachau (in der ZDMG XXIV S. 720) ist noch keineswegs das 
letzte Wort gesprochen. Der Eingang, d. h. die Titel, waren 
län^t klar, der übrige Inhalt aber desto dunkler; die von E. Thoraas 
gegebene Erklärung können wir füglich mit Stillschweigen über- 
gehen. Hang hat unstreitig den wichtigsten Schritt zur Erklärung 
gethun, indem er das Wort hcUya mit dem gleichlautenden Huz- 



24 



AlürfUtmtnUf tUe 3/£ 



jifmtidden. 



vtU'oscli- Worte vorglioh und die Berltmtimg , Pfeil*" erkannte. Sein* 
letzt« Aibeit über diese luscliril't ist in dem Pahlavi - I'azajid 
Glossary pg. 45 — 65 enthalten ; s*^hr wertljvollo Beiti'üge und V<er* 
bessenm^en enthalten noch die Aufsittze von E. W. West, Sfissaniiui 
Insciiptions im Journ. of the IL As. Soc. New Sei*. Vol. TV p. 368 
—378 und Ed. Sachau (a. a. 0. S. 716— 'J20). Für den im- 
befangenen Lesör dieser Aulsätze ergiebt sich daraus die trostlose 
Gewissbeit , das» die amtliche 4Spracbe der Sassaniden ein grän- 
lieber Misclunasch , ein Rotwälseh war, welches nirgends und niö- 
mals die gesprochene Sprache irgend eines Volkes war, sondem 
bloss das Produkt einiger Beamten, welche noch nicht so vivl 
gelernt hatten, dass die Schriftsprache lediglich die Stelle des 
gesprochenen und gehörten Wortes vertreten soll. Es bietet diese«^ 
Huzvaresch oder Pehlevi oder wie man es sonst nennen will, genau 
dieselbe Erscheinung dai' wie das Fassih der beutigen Effendis ira 
türkischen Reiche: dieselbe Dunkelheit und Unbestimmtheit des 
Ausdruckes, dieselbe Abneigung gegen die übliche Ausdrugksweise, 
und als natürli^bH Folge die himmelweit verschiedene Auslegong, 
deren ein und dasselbe amtliche Schriftstück f^hig ist. Ich selbst 
habe es in meinem hiesigen Verkehr mehrere male erlebt^ dass 
ein Eftendi, über den eigentlichen Sinn eines von ihm stilisirien 
Schriftstückes befragt, zur Antwort gab, er könne sich nicht mehr 
genau eiinnera, was er damals eigentlich habe sagen wollen. 

Indem ich wegen der ErkbliTing der Inschiift von Hadschiabad 
auf die Arbeiten von Hang, West und Sachau verweise, beschrilnke 
ich mich hier auf einige Bemerkungen sachlichen Inhalts, welche 
\Helleicht zu weiteren Forschungen jVnlass geben könnten. 

Das Pfeilschiessen ist im Orient eine durch rehgiöse Tradition 
gleichsam geheiligte Belustigung; mehrere Aussprüche im Konui 
und in dr-r Simna (hadith) empfehlen es den Gläubigen; Saäd bin 
Abu W'akkas, einer von den zehn vornehmsten CTefAhrt^n des 
Propheten, gilt bekanntlich als Schutzpatron der Pfeüschützen. 
So oft sich also eine Gesellschaft zu einer Schiessübung ver- 
sammelt, wird die Unterhaltung mit emem Gebet eröffnet und 
beschlossen; beim Aljschiessen eines jeden Pfeils spricht der Schütze 
einen kurzen Stossseufzer aus. In der Umgebung von Konstan- 
tinopol giebt es mehrere Schiessplittzö , welche zu diesem Zwecke 
hcrgei'ichtet sind, z* B, der Ok-Moidan (zwischen dem Arsenal und 
dem horfe Pir Ali Pfischa) wo ein eigenes Minber zur Verrichtung 
des Gebetes erbaut ist ; neben diesem Minber ist ein Dervisch- 
Kloster, dessen .Scheich in diesem Falle als Tmam (Vorbetnr) 
fungirt ; ein juiderer Schiessplatz war oberhalb des kaiserlichen 
Palastt^s von Dolmabagtsche. der aber jetzt durch Erbauung eines 
Hiiu.serquartiers nicht weiter brauchbar ist. Ein dritter betindei 
sich überhalb Skutiiri. Man schiesst aber nicht nticb der Scheibe 
oder sonst irgend einem Merkmal, sondern ins Blaue hinein, 
indem es bloss darauf tuikonnnt so weit als nniglich zu schiessen. 



i 



V. Honimzd I. 25 

Das Schiessen nach der Scheibe oder nach einem bestimmten Ziele 
ist erst in der neuesten Zeit durch preussische Instructeure bei 
der türkischen Armee eingeführt worden; aber die richtigen Alt- 
torken schiessen auch noch heute auf dem Ok-Meidan mit ihren 
Pfeilen ins Blaue hinein und legen bloss Werth auf die grösst- 
mögliche Entfernung. Auf dem Ok-Meidan sieht man eine grosse 
Anzahl von Denksftulen mit türkischen Inschriften, welche besagen, 
dass irgend ein Sultan an diesem oder jenem Tage einen Pfeil 
abgeschossen habe, welcher an der durch die Denksäule bezeich- 
neten Stelle niedergefallen ist. Das Wort, welches in der Inschrift 
von Hadschiabad tscMtdk und shiti lautet, dürfte eine solche 
Denksäule bedeuten. Dass es jedenfalls ein Bauwerk bezeichnet, 
hat schon Haug bemerkt, der es als ein Derivativ der Sanskrit- 
wurzel tschi erkannte; die armenischen Keilinschriften von Van 
bestätigen diese Ableitung, indem dort das Verbum srhidis von 
jeder Art von Bauwerken gebraucht wird. 

Wir finden dieselben Anschauungen in dem Märchen vom 
IMnzen Ahmed und der Fee Peri Banu in den 1001 Nacht. Der 
König giebt die Entscheidung, dass derjenige von seinen drei 
Söhnen, welcher am weitesten mit dem Bogen schiessen würde, 
die Prinzessin Nur ül nihar zur Gemahlin erhalten sollte ; der Pfeil 
des jüngsten Prinzen, Ahmed, flog am weitesten, konnte jedoch 
nicht aufgefunden werden, und so erhielt der zweite Prinz, Ali, 
die Prinzessin. Ahmed, in Verzweiflung über dieses Missgeschick, 
sucht« seinen Pfeil auf, und fand ihn endlich in einer solchen 
Entfernung, dass nach menschlicher Anschauung er unmöglich so 
weit hätte fliegen können. Augenscheinlich liegt diesem Märchen 
der Pfeil Schapur's I, dessen in der Inschrift von Hadschiabad 
erwähnt wird, zum Grunde, wie überhaupt die erste Hälfte dieses 
Heblichen Märchens eine Fülle von AnÜängen aus andern Zeiten 
und andern Gegenden darbietet, während die zweite Hälfte des- 
selben eine geistlose und selbst mit der ersten Hälfte in kläg- 
lichem Widerspruch befindliche Zuthat des ungeschickten Redac- 
teurs ist 

V. Hormuzd I. 

Altpersisch TTi /Ti ^f ""TfT T"""! Tf Mf ^^"J*»*"»^^* 

Susisch """"f ^ -^^TT*^ T"^ S^^TT Orunmzda 

T ""T rTK K S-TT Varmazda 

Babylonisch ^^f j^ fff i^^f ^►^ -f rf^f m^^^ Urimazda 

Zend Ahurö-mazdäo 

Lateinisch Hormisda, Ormisda. 

Die einzige bis jetzt bekannte Goldmünze von Hormuzd I 
wurde von Sir H. Rawliuson aus dem Orient gebracht und dem 



86 



diu Miimen rler 



Britischen Myseum übei^ji^heii. Ich voröiFentlit^htf^ sie nAch ♦fin^m 
von mir >,'Piiamnieii*'ii Abilnick \n ineiiu^r erstren J5ikssauidoniii'btMt 1 
Tjif, VI Wo. 5 und eine nicht ganz coiTokte Auslejtfung ebendtt- 
selbst r No. 2»>, di<* ich später \\\ »S. 421 bmchtigt«. Von E. 
TbonuLS ist sie wiederholt ab^eljibb't und bescbrieben worden, 
jedoch thi^ilte er sie von jeher Mi>rn»uzd 11 zu , was jedoch vor- 
nehnilicli jetzt, nach dem Auftauchen mehrerer GoidmüiLzen von 
Homiuzd II, ganz unzulässig ist. Auch in seinor iiouesten Publi- 
cation: Nuinismutic luid uther anii(iufii*ian Illustration» uf the ruk* 
ot' the SussJtniiins in Persia (London 187;l) pg. 38 behairt er bei 
seiner Auslegung der Woi-te rah^i ruarhmi lillustnssiraus) durcb 
sLion-shiying" obgleich er diese Auslegimg nirgends begründet btit 
und obgleich ihm die Gründe, aus denen i<jh die Unzulässigkeit 
dieser barocken Auslegung bewies, bektumt sind. 

Ausser vorstehender Münze habe ich noch Münzen von Hor- 
nui/.il 1 bcschneben I, 27, 28, 21). III. 12 und No, 4 des Anluingx- 



dei 




No. 74. 

Av. Büste lies Königs nucb rerbts, mit iJiudetu . Krou» in 

(^le&tidt ^C^Z^^^ und dftrüber der kug*dl*«'trniige Bund , »of 
welchem viemuil \\ Punkte; Bait und Haupthtmr in Locken g<>' 
krlluselt; starker Schnun'bart; ein Perlenhidsband mit einem 
schmeide auf der Brust: in den Ohren Ohrringe. Auf der rech 
Schulter das Symbol j\ , Legende: 

Mttzihiiaini Btujt . . . . inttzdi Mufhtn M(t^h'*f Intn r Anii 
Mhiot,'irft('frt' unii * » . - und unter dem Anfang der Legende nucli 
eine zweite Zeile, welche venuuthlich den Scliluss der üblichett 
Legende Jezdnn enthillL 

Hv. In der Mitte der Feueraltar; links der König, dem AI 
»ugewandt und die KecMe zur Flamme erhoben, wilhrend 
Linke an.*i Schwert greift, die Figur rechts, ebenfalLs dem .Vltar 
zugewandt, trägt eine Krone aber keinen (ilobus darauf; sie hJÜl 
mit der Rechten ein Diadem in der Hübe und greift mit der 
Linken uns Hihwert. Legende: Olt(rtt}/ufiZif-Xnritzi. 

Äl. CTiösse (auf der Abbildung) 2ti Millim. In der OoUection 
de Burtholomaei T. 11 L F. l. 



die 1 



No. 75. 

Av. Legende: Mnzilainitii litttji (hhi*rttifizdn Mtilka Iran.. 
(der Rest der Legende undeutlichi. 

Ilv. (hhmm-Nuvtt, Der König und der Oberivriester . dem 
Altar zugewandt, jeder mit einem Scepter. 

Äi. ttrösse 4 7j; (Mionn.). Cabiuet Prokesch v. Osten. 

Nn. 7(1. 
Av. wie No. 74. Legende: M^zd^tuimi Btuji ihhrnmtizdt 
Mtilhm Mnihut Irun Aniran Mimptarlittri inen .kzfUm, (Zwischen 
iniit und Aniran fehlt das e). 



I 




K Hormuzd L 27 

Rv. Legenden weniger deutlich; sonst wie No. 74. 

JR. 26 Millim. (nach der Abbildung). Ira asiatischen Institut 
in St, Petersburg. Beschrieben von B. Dom in „Bemerkungen 
über Sassaniden-Münzen. St. Petersburg 1844" p. 8 flf. nebst einer 
AbbildtLDg. 

No. 77. 

In demselben Werke wird noch eine andere Silbernitinze von 
Hormuzd I beschrieben und abgebildet, welche in Betracht ihrer 
ü ebereinstimmung mit der Goldmünze des britischen Cabinets 
ebenfalls demselben Münzherm angehört, so dass die in der an- 
geführten Schrift enthaltenen Bedenken Dom's und Bartholomaei's 
auf diese Weise ihre Erledigung finden. 

Av. Büste des Königs nach rechts, mit Diadem, Helm dessen 
Obertheil in Gestalt eines Löwenkopfes , und* darüber der kugel- 
förmige Bund. Mazdaitisn Bagi Ockramazdi Iran Mathm MalJc-d, 
Auf die imregelmässige Stellung des Wortes li'un hat bereits 
Dom aufmerksam gemacht 

Rv. Völlig abweichend von dem üblichen Sassanidischen Typus. 
Zwei Figuren die einander gegenüberstehen, die Figur links auf- 
recht stehend, die Figur rechts auf einem Throne sitzend, zwischen 
ihnen ein mikroskopischer Altar fast in Form einer Sanduhr. 
Legende : Bayi Miizdaiasn Ochramdzd Midkan Afalh'a, und über- 
dies unt^r dem Namen des Königs, oben zwischen den beiden 
Figuren ein undeutliches Wort, welches Dom Mant las. Nach 
Analogie der Goldmünze des britischen Cabinets, welche an der- 
selben Stelle das Wort midkl (königlich) hat, glaube ich auch 
hier dasselbe Wort zu lesen. 

.^ 25 Millim. (nach der Abbildung). Im asiatischen In- 
stitut in St Petersburg. 

No. 79. 

E. Thomas beschreibt in seinem Buche „Numismatic and other 
antiquarian illustrations of the rule of the Sassanians in Persia 
(London 1841)* pg. 41 eine Münze von Horamzd I ohne sie ab- 
zubilden, die er, wie alle übrigen Münzen von Hormuzd I, Hor- 
muzd II zutheili Ich gebe seine Beschreibimg, wie sie ist, 
wörtlich wieder ohne irgend eine Bemerkung: 

,No. 40, Small copper coin, unpublished, in the Stacy Col- 
lection, Museum of the Asiatic Society of Bengal. 

,Obv. — As above. 

,Legend «Dbö -»nTOnm« Äuhcinmizdi Mdlkä, 

„Rev. — Medium sized Fire-altar from which rises the figure 
of Ormazd, holding a spear in the one band, and a Sassanian 
diadem in the other. 

„Legend «niitt KrcfitiK Ac(Hfta Miirta «Image of Avesta" 
L e. of Ormazd (?)." 



MonUmtmnf die Müitzütt der Sassanideii* 



Ariderweitigß T*enkmäler, 

1) Die von mii* G. I, 5 l»eschnebene Gemme mit der Bu 
eines Königs nach rechts, mit Helm aber ohne Globus; Lege 

PfniÄ^rh Hurmazdi . . , Matkan . . . 

,Der siegreiche Hormiizd (König) der Könige*. 

Von dieser Gemme sind mir drei Exemplare bekannt; «*iii' 
rother Acliat, welcher im J. l84tJ in Konstimtinopel zum Verkauf 
ausgehoten, später uber für ein Cabinet in Rwsshmd acqnirirt 
wurde; ein zweites Exemplar im Cabinet des Hm. S. AUshan, und 
ein drittes im Besitz der Frau von Prokesch, welches letztere 
Exemplar von dem bekannten Omer Pascha aus Bagdad hierher 
gebracht wurde. Vor einigen Jahren kamen mir auch falsche 
Exemplare desselben Steins vor. 

Die unverkennbare Aebnlicbkeit der ganzen Arbeit dieses 
Steines mit der von Pertsch beschriebenen Gemme Schapur's I i 
herzogl. gothaischen Csibinett öo wie der Charakter der SuhriftÄ 
lassen * keinen Zweifel übrig, dnst^ diese Gemme Honuuzd 1 d 
stellt. Was nun das Epitheton Pirmhrh ^der Siogi'eiche* betri 
so gieht vielleicht das folgende Denkmal darüber Auskunft. 

2) Ein von Flandin (Voyage, Vol. I pL 43) abgebilde 
Basrelief, welches in Pinizabad aufgefunden ist; es entbillt mehrere 
Reitei*Hguren . aber sowohl die Arbeit selbst als der Zusümd , in 
welchem sich das Basrelief betindet. widersetzt sich einer genauen 
Beschreibung. Die beiden Hauptfiguren in der Mitte aber sind, 
trotz der fehlerhaften Ausfühining, ungemein charakteristisch 
Figur links ist ein sassanidischer König mit Diadem und einei 
Helm dessen Obertbcil laut der Best-bri^ibnog einen Vogelko 
laut der Zeicbuung aber einen AflVn- oder Hundekopf dai*stel 
in Wirklichkeit düifte es ein Löwenkopf sein, wie denn die gan 
Figur auffallend der Darstellung Hurnmzd I auf der Goblmüu: 
des liritischeu Museums und der Silbermünze des asiatischen 
Instituts in St. Petersburg gleicht Auf dem Körper des Pfe 




jhI^^^ 



ist das fSymbol H 1- l>is 20 mal wiederholt, auch ist es 
dem Köcher angebracht. Mit seiner Lanze dui*chbohrt der König 
seinen Gegner, einen barbarischen König mit Krone und Helm, 
Dieses Basrelief erklärt also cbia Beiwort „der 8iegi*eic.ho*' aul' der 
soeben beschriebenen (kmime: man darf jedoch nicht daraus 
schliessen, dass die Stadt Firuziibud in Pars davon ihren Niunen 
habe : sie hiess zm* SiissanidenÄeit (lur (arab. Ds<hur) und erhielt 
ihren heutigen Namen i^rst zur Zeit der Buiden-Dynastie. 

8i Sir H. Rawlinson copirt/j im J, 1844 in den Ruinen von 
Pai Kuli an der tüikisch -persischen Grenze 3 5" 7' 10" NB. 45" 
^^4' :15" OLGr., in der Nähe von Süleunanie 22 Tafeln mit Ost- 
Peble\n und 10 Tafeln mit West- Pehlevischrift*. er überliess ae 
E. Thomas zur VerötFentlichung , der sie im Joum. of the FL As. 
Soc. New Series VoU IV ubdmcken liess. beider in modernem 



d 



VI. Bahram I. 29 

Pehlevi und in hebräischer Transscription. Es sind alles nur 
Fragmente, und weitere Nachforschungen an Ort und Stelle wür- 
den vielleicht noch mehrere Stücke zum Vorschein bringen. So 
weit man aus diesen dürftigen Materialien erkennen kann, muss 
der Inhalt im höchsten Grade interessant sein; verschiedene Völker- 
schaften werden erwähnt, z. B. Perser, Armenier, Assjrrer, Syrer, 
Parther, Kurden, Saken, Abiren; ebenso verschiedene Titel von 
Grossen; an Eigennamen kommen Ardeschir I, Schapur I und 
wahrscheinlich auch Hormuzd I vor. Der Umstand, dass die Tafeln 
zweisprachig sind, gestattet uns nicht über die Zeiten von Hor- 
muzd I hinaus zu gehen. Leider kennen wir diese Fragmente 
nur durch eine sehr vieldeutige Transscription, und es wäi-e zu 
wünschen, dass wenigstens die Copien Rawlinson's veröffentlicht 
würden. 

Ausser E. Thomas haben noch E. W. West im Asiat. Joum. 
New Ser. Vol. IV p. 379. 380 und Haug im Pahlavi-Pazand 
Glossaiy p. 76 — 78 diese Fragmente besprochen. 

VI. Bahram I. 
Pehlevi uji^yv^i Varahran auf Münzen; 
■i^ui Varan auf einer Gemme; 

BaJiram in modernem Pehlevi. 



iML^I 



Griech. OvagagavYig, OvQagdvrig, OvaQavtiq, OvagaQaxiiq, 
Ovgagdxrig, Ovgaxf}g, Bagdfi. 
BAXPAMHC auf einem Bleisiegel. 

Av. Büste des Königs nach rechts; starker gekräuselter Bart; 
das Haupthaar in Flechten; das Haupt mit einem Diadem und 
einer Krone geziert, deren Zacken in Gestalt von Pferdeohren 
auslaufen ; darüber der kugelförmige Bund ; die Ohren mit Klappen 
bedeckt wie bei Schapur I. Legende : Mazdaiaan Bogt VaraJiran 
Mfilkan Malka Iran v Aniran Minchtschetri nien Jezdan. 

Rv. Feueraltar ; zur Linken desselben der König mit Scepter 
und Schwert, zur Rechten ein Krieger gleichfalls mit Scepter und 
Schwert, beide vom Altar abgewandt. Im Felde, links von der 
Flamme, das Symbol j|^ . Legenden: Varahran - NuvazC oder 
Nuvazi- Varahran. 

Münzen von Bahram I habe ich beschrieben I, 30. lü, 13. 14 
und im «Anhang No. 5. 

No. 80. 

Av. Vollständige Legende, imd ausserdem noch in einer 
zweiten Reihe i Artahachetr ,des Ardeschir*. 

Rv. Undeutliche Legenden. Auf dem Altarschaft das Sym- 



"'5t 



26 Millim. 3,7 Grammes. In meinem Cabinet. 



No. 81. 
Av. Wie vorige Nuinmer. 

Bv. Legenden : Vitrahr(an)-Niirttzt. Ohne irgend ein Symliol 
M, 2h Millini. (nach der Zeiclinung). OoUeclion BarÜJoUv 
»mt>i T. m. F. 7. 

No. 82. 
Av* Legende: MazfhnaMi Btup Varahrun MaWtin , . . . . 

Iran Mmo-t^vh*'(t)ri ntcii Jt'Zflttn rtüta und in ein<»f 

/weiten Zeüfi Tiwrkttn / ÄrftiJusrhttfn'l Htha ittm'hftn «Stdif 

gmirÄend*" wie auf der (Joldniürr/e Hijrmuitd L 
R V. t itra hnm- NuvazL 
M.. Cßbinet Öubbi Pascha. 



. 



em 

1 



No. 83. 
Av, Mnzihiiasn lifUft iht tscUrtr m Jezd, Eim 

nnvidlslilndigr und feblerhafte Legende. 

Itv, Wit'ttftrttH '(nnv)*t.. Auf jeder Seite des Feueraliars 

Fif^iir de« Küiiigs init dem kugelfüririigen Bünd- 
en, 2*1 Milliro. 3,*:, Graraiues (ausgebrochen). In lueiuem 

Cabinet. In der Collection de Bartboloinaoi T. HI, F. i» ist pbci 

lalls dne MüjiKe, wekbe auf beiden tSeiten des Feueraltars 

Figur des Königs zeigt. 

No. S4. 

Av. Miizdummi ßiuji Varuhnm (Malkfin Mfdkn Iran r) 
Anii'dn Mmn-fstJutrt und in der zweiten Zeile f Arhtjutrhefrf, 
^Der Humiuzdvprehrery der giittliibe Balirom . Kfinig der K^iiiige 
vnn Iran luid Turan* aus dem bimmlischen Keim des Ardescbir 
eiit.sprüssen". - Auf dem Globus zwei Gru[t}ien von je :i Punkten. 
Zwisch»ni der Krmie und den Enden des iJiudeniB das Symbol ^ 

Rv. Xuv4izi - (Va)rahrmi. Auf dem Altai-scbaft. dag Sym- 
bol ^. und danlber in jeder der drei obem Schif^bten des AltnrB 
pin Funkt, 

M, 26 Millim. 4,(- Graumies. In meinem Cabinei. 

No. 85. 

Av. \^oll stund ige und correcte Legende, aber obne weitere« 
Zii8at%. 

Uv. Varahnm-Xarazi, Zur Linken der KOnig, zur Recbt^en 
der Krieger, uluie ünderweitige Symbole. 

./R. 27 Millim. 'Sj<;r. Grammes. In meinem Cabinei 

No. 86. 
Av. MazJnmsri Bagi* Varn/irnn (Malhm) Malka Jntn 
V Anirnn Mmö-L*tcfiHri tuen Jtz^lfan), 

Kv. Xitütt,-^/- Vitrtthrttn. Der Konig und der Krieger mit 



VI. Bahram L 31 

einer Strahlenkrone, über welcher der König noch den kugel- 
furmigen Bond hat. Andere Symbole fehlen. 

JBi. 27 Millim. 3,25 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 87. 

Av. Mazdaiusn Bogt Varahran Malkan Malk(a Iran v 
An£)ran Mmo-tschetri rtien Jezilan, 

Bv. Varafiran - Nuva. Links der König, rechts der Krieger. 
Bechts von der Flamme das Symbol ^ 

JR. 25 nnd 26 Millim. nach der Zeichnung. Zwei Exemplare 
in der CoUection de Bartholomaei T. III, F. 2 u. 3. In meinem 
eigenen Cabinet ein gleiches Exemplar mit vollständiger und deut- 
licher Legende, 27 Millim. 3,4ö Grammes. 

Noch ein drittes Exemplar in der Collection de Bartholomaei 
T. in, F. 5, mit der einzigen Ausnahme, dass auf Rv. rechts 
ituvazi statt rmva steht. 

No. 88. 

Av. Muziimasn Bogt Varahran v Aniran Mhio- 

tscJictri und in einer zweiten Reihe men Je(z)dan, 

Rv -nuvazi. Ohne Symbol. Links der König, rechts 

der Krieger. 

Mi. 25 Millim. (nach der Zeichnung). In der Collect, de Bar- 
tholomaei T. m, F. 6. 

No. 89. 

Av. Mazdaiasn Bagi VaraJiran Malkan Malka Ijiran Mtiw- 
tschetria. Die Krone hat eine etwas abweichende Gestalt '^j'^^V 

Bv. nuva- Links und rechts der König. Ohne Sym- 
bole ; dagegen auf jeder Seite des Altarschaftes 2 Punkte, 

JSi. 25 Millim. (nach der Zeichnung). In der Collect, de Bar- 
tholomaei T. III, F. 10. 

No. 90. 

Av. Mazdaiasn Bagi Varahrames Malkan Malka Iran 
V Aniran Mino-tscÄetri nien Jezda(n). Der Name des Münzhemi 
ist geschrieben jlidju^/vix Varahrdmes. Ohne Symbol. 

Rv. links 5JX)U, rechts juDo, beide von oben nach unten. 
Ich lese diese Legenden röschni-farza „Glanz - Weisheit" , indem 
ich das zweite Wort für eine Abkürzung von farzätia x-it;^ 
halte. Auf dem Fusse des Altars 3 Punkte in gerader Linie. 

^SL 25 Millim. (nach der Zeichnung). Collect, de Bartholo- 
maei, Tab. Supplem. F. 4. 

No. 91. 

Av. Barbarische Legende. Ohne Symbol. 

Bv. u't'vU l»U. Zur Linken ist wohl VaraJira(n) zu 



32 Mordtmann, die Münzen der Sassaniden. 

lesen, aber die Legende zur Rechten ist mir ganz unverständlich. 
Auf dem Altarschaft 3 Punkte. 

M. 26 Millim. (nach der Zeichnung). Collect de Bartholo- 
maei, Tab. Suppl. F. 5. 

No. 92. 

Av. Vollständige Legende; das letzte Wort, wahrscheinlich 
durch ein Versehen des St^mpelschneiders , im Kreise verwischt 
und darüber, d. h. auf dem Grenetis wiederholt. 

Rv. Varah(r)an - Vara}i(r)an. Links der Krieger, rechts der 
König. Neben der Flamme links und rechts ein Punkt 

JSi^ 27 Millim. 3,5ß Grammes. In meinem Gabinet 

No. 93. 

Av. Mazddiasn Bogt VaraJira (der Rest ganz bsr^ 

barisch). 

Rv. Vn(r(ihr)an — Links der König , rechts der 

Krieger. Ohne Symbole. 

JSL 26 Millim. 3,85 Granmies. In meinem Gabinet 

No. 94. 

Av. Maadaiasn Bogt Varahran Maücnn MaUca Tran 
V Anir(an). 

Rv. 1)1 (Nuty) — Varahran, Ohne Symbol. 

jR. ^/s Drachme, 20 Millim. (nach der Zeichnung). Coli, de 
Bartholomaei T. III, F. 8. 

No. 95. 
Av. und Rv. lieblicher Typus, aber unleserliche Legenden. 
Potin. Grösse 7 (Mionnet). Bei Hille gefunden. 

No. 96. 
Av. Mnzdaiasn Bogt Varahran MaOcan Malka .... an, 
Rv. Nnvozi- VaraJi(ran). 
M. Grösse 7 (Mionnet). Im Gabinet Subhi Pascha. 

No. 97. 
Av. Büste des Königs ohne den kugelförmigen Bund. Ohne 
Legende. 

Rv. Ohne Legende. 

iE. 13 Millim. In meinem Gabinet 

No. 98. 
Av. Kur/e undeutliche Legende; man erkennt (Mazdia)9ti ^a^»l 
Av. Ohne Legende und ohne Symbole. 
M. 13 Millim. Gollect de Bartholomaei T. III, F. 11. 



VII. Bahrom IL 33 

Anderweitige Denkmäler. 

Die G. m No. 30 beschriebene Gemme mit der Legende: 
Varahran Atasri zi Atur-Mthen, Jezdi - tachetri joni v schap 
scküaft ,Bahram, der Peuerverehrer, aus der Heimat des Feuers, 
von göttlichem Ursprünge, eilt Tag und Nacht*. 

VII. Bahram EL, allein. 

Von den Münzen, auf deren Avers Bahram II allein erscheint, 
habe ich bis jetzt nur 2 Stücke beschrieben, I 32 und 33. Seit- 
dem aber habe ich eine grössere Anzahl derselben gesehen, zum 
Theil selbst erworben. 

No. 99. 

Av. Mazdatasn Bagi Varahran MaUcan MaUca Iran. Büste 
des Königs nach rechts ; Bart gekräuselt, das Haupthaar in Locken. 
Diadem und eine mit Flügeln versehene Krone, worüber der kugel- 
förmige Bund, Perlenhalsband mit Geschmeide auf der Brust 

Rv. Unleserliche Legende. Zur Linken der König, zur Rech- 
ten der Krieger, beide mit Lanzen, vom Feueraltar abgewandt. 

^. 14 Millimetres (^/^ Dinar). Collect, de Bartholomaei 
T. IV, F. 3. 

No. 100. 
Av. Mazdaiasn Bogt Varahran MaOcan MaUca Iran 

(der Rest unleserlich). 

Rv. Legenden unleserlich. Links neben der Flamme ein 
x> (m); auf dem Altarschaft das Symbol ^. Zu beiden Seiten 
des Altars die Figur des Königs. 

M. 25 Millim. (nach der Zeichnung) Collect de Bartholomaei 
T. IV, No. 4. 

No. 101. 

Av. MmO'tachetri men Jezdan. Auf dem 

Globus zwei Gruppen von je 3 Punkten. 

Rv. Varahran) - Nuvazi. Links der König , rechts der 
Krieger. Ohne Symbole. 

JR. 24 Millim. 3,s Grammes. In meinem Cabinet 

No. 102. 
Av. Mazdazaan Bagi Varahran MaUcan MaJka Iran 
V Äni(ran Mmojtschetrt men Jezda(n), 

Rv. Varahran - Nuvazi. Links der König mit der Flügel- 
krone, rechts der Krieger mit der Mauerkrone, beide mit dem 
kugelförmigen Bund. Ohne Symbole. 

JBi Zwei Eemplare in der Collect de Bartholomaei T. IV, 
F. 1. 2. 25 Millim. 

Bd. XXXIV. 3 



:i4 



Mordimttnn, tlir Afiinzcu th^' Sit/tMuuitltit, 



No. loa. 

Av- Undeutliche Legende. 
Rv, Desgleicbi^n. Liuks der Krieger mit Mauerkione, recljt* 
der Künig luit Flügelkrone und (Uobus. Ohne Syiubole, 
JK. 27 Müliin- 3j4 Granimes. In meinem Cabinet. 

No. 104. 

Av. Mftztlaia^i Bogt Vfiruhran Maücan Midka Iran 
V Aniraii Mino-fA-rhetri men Jtz(d)a(n). 

Kv. Vurahrii(n)- Nuva, Links der König, rechts der Krieg«r. 
Links neben der Flamme das Sjmibol ^ 

M^ 26 Millim. 3j Gramm es. In meinem Cabinet. 

No. 105. 
Av. MiizdAfUjJtii Bcufi Vartihran Malhtn Mitlku Iran, 
Uv. Undeuiiiche Legenden; ohiit^ Bymbol. 
JR. 13 MÜlinT. Cüllect de Barthotomaei T. IV, No. 5. 



VUL Babram 11 mit seiner (Jemaliliu. 

In zwei Tjj>en. 

Von dem ersten Typus, wo die Büsten des Königs und der 
Gemahlin einander gegenüber gestellt sind, habe ich ausser der 
Münze, welche ich III, No. IG boschrieben habe, seii-dem keb 
anderes Exemplar gesehen. 

Zweiter Typus. 

Büsten des Königs und der Küiiigin »*eben einander» beide 

nach rechts gewandt. Die MiLnze des bniiseheu Museums habe 
ich I, M beschrieben. 

No. 106. 

Av. Barbarische Legende. Büste des Königs wie üblii-h; 
Bilste der Künigin mit einem Damen-Diadem geziert; das Haupt- 
haar bedeckt eine enganschli essende Kappe, von welcher auch 
Ohrenklappen herabgehen, welche die Ohren und einen Theil der 
AVaiigen bedecken. 

Rv. Vurakrafi'NurazL Zur Linken der König, zur Rechten 
der Krieger. Im Felde rechts von der Flamme das Symbol J 

JR. 26 Millim. Collect, de Bartholomaei T. suppL, F. 7« 



No. 107. 

Ich sah in dt^r Münzsammlung des Generals 
noch ein zweites Exemplar« welches aber nicht 
abgebildet ist. 

Av, Barbarisf^he Legende, Büsten wie No. 106, jedoch nicht 
ganz identisch. 



V. Bai-tbobniuu'i 
in der Cnllee Mnu 



J 



VIIL Bakram II mit seiner Gemahlin. — IX. Bakram II etc. 35 

Rv. Varahran - (nuv)azi. Im Felde rechts von der Flamme 
ein Punkt. 
M. 

IX. Bahram 11 mit Gemahlin und Sohn. 

In zwei Typen, 

Erster Typus. 

Av. Büsten des Königs und der Königin nehen einander, 
nach rechts. Die Büste des Königs unverändert wie bisher; der 
Kop^utz der Königin meistens in Form eines Eberkopfes. Ihnen 
gegenüber Büste des Knaben nach links, der Kopfputz meistens 
in Form eines Vogelkopfes. Ohne Arme. Legende wie üblich. 

Rv. Wie bisher üblich. 

Münzen von diesem Typus habe ich beschrieben I, 35. 39. 40. 

m, 20. 

No. 108. 

Av. MazeUdasn Baffi Varahran MalkanMalka Iran v Aniran. 
Die Legende ist so angeordnet, dass das Wort Massdaiasn vor dem 
Kopfe steht, und das Wort Bagi am Hinterkopf beginnt 

Rv. Varahran - Aturi. Auf dem Altarschaft das Wort radi 
,Rath', jedoch fast ganz abgegriffen. Im Felde links von der 
Flamme das Symbol ^ 

jS^. 21,5 Millim. 6,6 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 109. 

Av. Massdaiasn Bagi Varahran MalkanMalka Iran v Aniran. 
Die Legende fängt unter der Brust des Königs an. 

Rv. Varahran - Nuvazt. Auf dem Altarschaft ra(k\ Im 
Felde links neben der Flanmie f^ 

JBL 28 Millim, 4 Granunes. In meinem Cabinet 

No. 110. 

Ein ähnliches Exemplar wie vorige Nummer; nur auf Rv. im 
Felde links von der Flanune das Symbol ^ 

JBL Cabinet Subhi Pascha; ein anderes beschrieben von 
E. Thomas im Numism. Chronicle Vol. XLV, p. 108. 

No. 111. 

Av. Massdaiasn Bagi Varahran Maücan MaOca Iran v Änircm 
Mino-lachetri men Jezdan, 

Rv. Nuvazi' Varahran. Zu beiden Seiten der König mit dem 
kugelförmigen Bund. Links neben der Flamme das Symbol ^ 

A. 28 Millim, 4,i Granunes. In meinem Cabinet 

No. 112. 
Av. Massdaiasn Bagi Varahran MaUean MaJka Iran Mrno- 
tschetri men Jezdati. 



36 



ÄfordtmanUf dir Münzen der Hitititamilfn. 



Rv, Vai'ifhrmi - Nnva. Bßitle Legenden von oln>ii nau'b 
unten. Der König links mit der Flügelkrone und recht-s mit der 
Mauerkrone , beide mit dem Globus. Links neben der Flaiunue 
das Symbol ^ 

M, 27 Mülim. Collect, de IJartholomaei T. IV, F. 6. 

No. 118. 
Av. Maziimdueti Bttgi VaraJiran Mallcan Maüca Iran Mm», 
Rv. wie vorige Nmiimer. 
M. 27 Millim. Collect, de Bartliolomaei T. IV, F. 7, 

No. 114. 
Av. und Rv* wie No. IIa, jedoch ohne Symbol tiuf Rv. 
M. 25 Miliim, Collect, de Bartholomaei T. IV F. 8. 

No. 115. 

Av* Mctzdaiosfi Bagi Varahran (der Rest unleserlich). 

Rv. Vurah'tm ■ Niwa. Der König links mit Flügelkronf 
und Globus; der Krieger rechts mit Mauerkrone ohne Globus, 
Links neben der Flaminn dius Symbol ^, rorbts 3 Punkte v 
M. 27 Millim. CoUeet. de Bartholomaei T. IV, F. 9. 
No. 116. 

Av. Barbarische Legende. 

Rv. Varahraji-Niivttzi (das Wort nwmzt verkehrt geschrieben, 
Bö dass man es im Spiegel recht aiehi). Zu beiden Seiten des 
Altars der König mit dem kugelförmigen Bund ; links neben der 
Flamme das Symbol ^ 

M^ 27 Millim. 3,3& Graimues. In meinem Cabinet. Auch 
in der Collect, de Bartholomaei T. IV, F. 11. 

No. 117. 
Av. Der Kopfputx der Königin in Fonn eines Adlerkopfes mit 
hei-vorstehenden Obren, der des Knaben in Fonn einer Eberkopfes, 
auf welchem eine Ktigel, und vor dessen Mauk* 4 Punkte •/, 

Legende barbarisch. 

Rv. Legende links ausgebrochen, rechts Vtu'tJtrtm. Zu beiden 
Seiten des Altars der Konig mit dem Globus: links neben der 
Flamme das Symbol f^ 

Äi, 21 Mülim. Collect, de Bartholomaei T. IV, F. 12. 

No. 118. 

Av. Mtizditiami liiuji Vftrnhnm . « ♦ Anirttn. 

Bv. Undeulliuhe Legenden. Zu beiden Seiten des Altara der 
König mit Flügelkione und GbibuR, Links von der Flamme daa 
Symbol f^ 

iR. 27 Millim. 3,7 Grümmes. In meinem Cabinet 



/X Bahrain 11 tnü Gemahldn und Sohn, 37 

No. 119. 

Av. (Miusdataajn B<igi(Varahr)an Maßean Malka Mino 

Rv (Va)rahran. Links der König, rechts der Krieger; 

links neben der Flamme das Symbol f{ 

.Si. 26 Millim. 3,5 Grammes. In meinem Gabinet. 

No. 120. 
Av. Statt der Legende einige wenige Striche. 
Rv. links ii-u, rechts nichts. Links der König, rechts der 
Krieger. Ohne SymboL 

M, 15 Millim. Collect de Bartholomaei T. IV, F. 10. 

Zweiter Typus. 

Av. Die Büsten des Königs und der Königin wie im ersten 
Typus; der Prinz überreicht mit der Linken ein Diadem. 

Rv. Die beiden Figuren dem Feueraltar zugewandt, und 
zwar allemal links der König mit der Flügelkrone und dem 
Globus, rechts die Königin mit demselben Kopfputz wie auf Av. 
Der König erhebt die Rechte, und greift mit der Linken ans 
Schwert; die Königin überreicht mit der Rechten ein Diadem. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 36. 37. III, 15. 
17. 18. 19. 21. 

No. 121. 

Av. . . . Varak .... Malkan McJka, 

Rv. Varahran-Jezdani «Bahram, der Göttliche". Auf jedem 
der drei oberen Aufsätze des Altars ein Punkt. 

^. 20 Millim. 7,86 Gr. Cabinet Alishan. 

No. 122. 

Av. unvollständige Legende. Zwischen dem Diadem der 
Königin und dem Kopfputz des Knaben im Felde 3 Punkte v 

Rv. Varah(ran) ' Nuv(azi). Links neben der Flamme ^, 
rechts nichts. 

^. 21 Millim. GoUect de Bartholomaei T. IV, F. 13. 

No. 123. 

Av. Mazdaiaan Bogt (Rest undeutlich). 

Rv. Varahran-Niwazi Im Felde links neben der Flamme ^, 
rechts ^ 

^. 20 Mülim. Collect, de Bartholomaei T. IV, F. 15. 
No. 124. 

Av. Mazdcdaan Bogt Varahrcm Malhan Malka Iran Mmo- 
tschetri tuen Jezdan. 

Rv. Varahran - Nuvazi, Links neben der Flamme j^ ; 
rechts ^ 



38 



AfortltuiaHu, ili^c AfütiZfn tlci' SnsMTtiiflen. 



JR, 27 Millini. I^,r Gmmmes. In lueiiieui Cubinel. 

7 (Mioiinet). 3,k» Gramines. Cabinet Trukesch v. O sUfc 
Auch in der CoUection de Bartiolomaei. 

No. 125. 

Av. M(tZ(hiasn Bagl Varahrnn (Mtäk)an Ma(lfca lr)(m 
Mino-f^rhefrt men Jcz(tkin), \ 

11 V. Kava - Varahran. Im Felde links neben der FLmiine ^, 
rechts 3 Punkte /. ; auf dem Altarschaft f^ 

M. 27 Millini. 3,4 Grammes. In meinem Cabinet 

No. 126. 

Ganz wie vorige Nummer, nm- fehlt auf dem AltAi*sc 
SymboL 

M, Besehrieben von E. Thomas im Nuraiam, Chi'ou. VoL XLV, 
p. \m No. 25. 

No. 127. 
Av. Mazdniami Ba/ji Varahran MaUcan Maikn Iran v 

nm Mmo-im'hetri mett. (Jezdan fehlt.) 

Rv. Numtasd'Nuvtilt, Links von der Flamme ^ 

M,, 28 Millim. 3,4 Gr. In meii^em Cabinet. Ein ausgezeich 

net schönes Exemplai', welche» ich von meiner Tochter aus 15*%'- 

dad erhielt. 

No. 128. 
Av, Mazdam^n Baßi Varahran Maikan Mfdka Iran Mmo- 
tschetr. 

Rv. Varahran- AbmnL Der Altarschaft mit einer Schärpo 
umwickelt, Links neben der Flamme ^ 

M^ 27 MiUim, 3,* Gi-ammes. In meinem Cabinet. 



i 




No. 129. 
Av. Barbarisehe Legende. 

ßv. Varahran-Nurazi. Links von der Flamme ^ 
^. 29 Irlilliin- 1ü meinem Cabinet Ein abgegriffenes und 
abgebrochenes Exemplar. 

No. 130, 
Av. Mazdaia^sn Bfi//i Varahran Maikan (Mtdka), 
ßv. Verloschene Legenden. Ohne "Symbol. 
M* 27i (Mionnet.) 0,s*2f. Grammes. Cabinet Prokeseb v. Ost«». 

No. 131. 
Av. Eine »ehr kurze aber undeutliche Legende. 
Rv. Spuren von Legenden. IJnks neben der Flamme f^ 
Ai. li Millini. 0,?:. Grammes. In meinem Cabinet Auch 
in der Colleetion de Bartholomaei T. IV, F. 14. 




X Bahrau* II und sein Sohn. 39 

No. 132. 
Av. nnd Rv. Zerstörte Legenden. 
M. Cabinet S. Alishan. 

X Bahram 11 und sein Sohn. 

Av. Büste des Königs und des Prinzen wie in der Abthei- 
lung IX. Erster Typus , d. h. der Knabe ohne Arme ; die Büste 
der Königin fehlt. 

Rv. Ganz wie Abtheilung IX. Erster Typus. 

Münzen dieser Art habe ich bis jetzt bloss eine (I, 35) be- 
schrieben und zwar nur nach einer Abbildung. 

No. 133. 

Av. Mazdadaan Bogt Varahran Malkan Mcdka v An({ran) 
MifKhtschetrt men Jefzdan). 

Rv. Varakran-Nuva. Im Felde links von der Flamme das 
Symbol f^, rechts drei Punkte V 

JR. 28 Millim. Collect de Bartholomaei, T. suppl. F. 9. 

No. 134. 

Av. Mazd (der Rest ganz barbarisch). 

Rv. Unleserlich; links neben der Flamme ^, rechts k^ 
M. 27 Millim. 3,9 Grammes. In meinem Cabinet. 

Anderweitige Denkmäler. 

1) Sir W. Ouseley beschreibt in seinen Travels in various 
countries of the East, Vol. II, p. 46. 47 und PI. XXIX verschie- 
dene Skulpturen sassanidischen Ursprungs in der Nähe von Schiraz 
auf einer Felsenwand ; es sind drei Basreliefs, von denen das mitt- 
lere augenscheinlich Bahram 11 darstellt, und zwar gerade so wie 
er auf den Münzen erscheint, mit Flügelkrone und darüber dem 
kugelförmigen Bund; es ist eine ganze Figur, nach rechts ge- 
wandt; in den beiden Händen hält er einen Gegenstand, der nicht 
deutlich zu erkennen ist. Am Knie scheint eine kurze Inschrift 
gewesen zu sein, von welcher Ouseley noch die vier Buchstaben 

Vrhr, also den Anfang des Namens Varahran (Bahram) zu er- 
kennen glaubte. Auch bei Kämpfer, Amoenitates Exot. p. 362 
und 363 ist das Denkmal beschrieben und abgezeichnet, aber sehr 
mangelhaft 

2) Ein Basrelief bei Nakschi Redscheb, abgebildet bei C. Nie- 
buhr, Reisebeschr. Vol. 11, Tab. XXXII B, Sir W. Ouseley, Travels 
VoL U, PI. XLVm, 1—3, und bei Sir Rob. Porter, Vol. I, PI. 27, 2 
(auch bei J. Morier, jedoch ganz verkehrt), stellt die Ueberreichung 
eines Diadems durch Hormuzd an einen König vor; beide sind zu 
Fuss; links vom König sind zwei Figuren, von denen die eine 
sich auf ein Schwert stützt, die andere eine schützende Waflfe 



40 



MorfUmannr die Mwaseti der Saintanifien^ 



über dem Haupte des Ki5mr]fs hült; zwischen dem König und H<>i 
muzd sind zwei kleinere Figuren , welche, wie es scheint , ei 
FeldzeicheD halten; rechts voE Honimzd sind noch zwei Figm-ei 
von den übrigen Figuren ahgewandt, und nach der Abbildung 
schliessen, stellen sie eine Frau und einen Eunuchen vor. Ei 
anderes Basrelief stellt eine schreibende Figur vor, und die 
Ouscley bereits angedeutete Inschrift ist von FUmdin copirt 
mit den übrigen Basreliefs von demselben veröffentlicht worden»* 
Leider ist die Copie sehi' nachlilssig angefertigt, und man kann 
nur so viel daraus sehliessen, dass die ganze Gmjipe dieser Denk- 
mliler Bahram II zuzuschreiben ist. Die Inschrift ist von E. Tb< 
mas im Jounj. Äs. Soc, New Ser. Vol. III p. 270 £, E. W, W( 
ibid, VöL IV, p. 383 und von Haug im Pahlavi-Pazand Gloi 
p. 65 besprochen worden. 

Ohne den Inhalt der Inschrift genau zu kennen, ist es eine 
missliche Sache, die Deutung des Basreliefs versuchen zu woUea 
Indessen düi-fte doch einiges ziemlich klar sein. Die beiden ab* 
gewEmdten Figuren rechts von Homiuzd stellen gewiss die Kö- 
nigin in Begleitung eines Eunuchen dar, indem der Kopfputz der 
elfteren mit den Münzen Bahram'ß 11 übereinstimmt, auf denen 
die Königin erscheint Der Umstand nun. dass diese beiden Fi- 
guren von den übrigen Figuren abgewandt sind, scheint aiuu- 
deuten, dass es verstorbene Personen sind; eben so gleicht die 
Figur des Knaben, welcher dem König zunächst steht, dem Bilde 
des Knaben auf den Münzen Bahram 's 11, Fassen wir alle diee« 
UmstlUnie zusammen, so duifte sich mit ziemlicher Gewissheit 
daraus ergeben» dass die Epoche dieses Denkmals gleichzeitig mit 
den sub X beschriebenen Münzen „Bahram 11 und sein iSohn' ist 

3) C. Niebulu% Roisebeschr. Th. U Tab. XXXHI D, Sir R 
Porter, Travels Vol. I pL 21 und Flandin Voh I pL 181 geben 
die Abbildung eines Basreliefs zu Nakschi RuxStem, welches vier 
Figuren dai-stellt: einen Reiter mit Mauerkrone, Diadem und 
kugelförmigem Bund, mit der Linken das Schwert und mit der 
Rechten die gebundenen HHiido eines besiegten Feindes ergreifend; 
vor ihm zwei besiegte Feinde in römischem Costüm, der eine 
stehend p mit gebundenen Händen, welche der König eriasst , d 
andere in knieender Stellung, die Arme bittend ausgestreckt; en' 
lieb hinter dem König die Büste einer unbürtigen Figur, vielleic! 
eines Eunuchen, welcher den Daumen und Zeigeünger der rechten 
Hand erhebt. Aus der Darstellimg möchte mau schhessen, dass 
es Schapur I sei, dem sich der Kaiser Valerian als Gefangene; 
ei'giebt ; aber die 7U zeilige Inschrift, von welcher Niebuhr T 
XXXIV 23 Zeilen copirte, Flandin aber das Ganze gab, d. h. 
weit es sichtbar war, was kaum den viei'ten Theil ausmachte, 
weist, dass sie Bahram U zuzuschreiben ist. Thomas, West 
Haug haben es versucht, einzelne abgerissene Wörter zu erkl&ren, 
woraus man jedoch nicht viel entnehmen kann. Der Name Vartth- 



P 

en 
lass 
mer 





kommt Z. 22 (nicht 33, wi© es bei West uiid Hang imger- 
^eise gedruckt ist) vor, und zwar mit den Worten (i^Tj tJbZj 
9ihf lubmi ,die befreite Seele* j und bezieht sich also auf den 
damnls schon gestorbenen Bahrani T. 

4) Ein anderes Basrelief zu Nakschi Rust^m ist bei Poiter 
[ToL I, pl. 19 abgebildet, jedoch nur die obere Hillfte, da die 
it^re Hälfte unter der Erde ist. Auch Le Bruyn sah es schon 
dtes«m Zustande, wie aus seiner Abbildung No. 186 (ich citire 
der Pariser Ausgabe 1725) hervorgeht. Etwas besser war 
noch erhalten, als Kämpfer es zeichnete (Ämoenit. Exotic, 
pg. 321), wenigstens ergiebt sich aus seiner Zeichnung^ dass das* 
jeulgo, was Porter nur als eine unföiinliche und undeutliche Masse 

■xvrisehen den beiden Hauptfiguren dai*stellte, ein Kind war. Die 
TUeschreibung Porter's {Voh t P» 530—532) ist ganz siin^veiwir- 
rend, du sie beständig rechts und links venvechselt. 

Die Hauptfigur in der Mitte stellt den König vor mit Dia- 
Krone wie auf den Münzen Schapur's 11, und kug^^lfönnigf^n 
; zur Rechten die Königin mit metulli Sehern Diadem, und 
Mauerkrone, über welche das dichtgelockte Haupthaai" her- 
vorragt, während noch iindere Haarlocken über Schulter luid Brast 
^herabhängen. Sie überreicht dem König mit der Rechion ein 
^■Piodem, welches der König mit der Reehteti ergreift. Zwischen 
^■beiden steht nach KUinpfer's Zeichnung ein Kind mit Mauerkrone, 
^■.und zur Linken des Königs ein bärtiger Ferser mit gelocktem 
■ Haupthaar und ein«"r hohen Mitra, die in einen Thierkopf endigt.. 
^Bllit Ausnahme des Kopfputzes hat diese Darstellung eine grosse 
^1 Ai'hnlicbkeit mit den Münzen Bahram's II, auf denen zugleich die 
^M Ilüsien der Königin und des Prinzen erscheinen, was mich verfin- 
lASSte, auch dieses Basrelief demselben Monarchen zuzuschreiben. 

■ 5) Ein günstiger Zufall hat uns noch ein Basrelief in Nakschi 

Bustem erhalten, welches augenscheinlieh Bahrain 11 zuzuschreiben 
i«t» wiewohl die Abbildung bei Kampfer (AraoeiL Exot, p. 311) 
e» durchaus nicht ahnen lilsst. Lidessen genügt ein einziger Blick 
«of Porter'» PL 24, um jedes Bedenken zu vei*scheuchen. Es ist 
eine Gruppe von 9 Personen (auf Kilmpfers Zeichnung sind 10 
Figuren), dazu kommt noch eine sehr undeutliche Figur auf der 
Rechten, welche bei Klmipfer mit einem doppelten Janusgesicht 
dargestellt wird. In der Mitte ist die ganze Figm^ Babrain*s 11 
mit Diadem , Flügelki'one und kugelförmigem Bund , nach links 
behauend, mit beiden Htlnden sich auf das Schwert stützend. Die 
Figuren zur Linken sind mit verschiedenem Kopfputz dargestellt, 
iTine ohne allen Kopfputz, während das übrige Costüm gleichfiir- 
mig IhL Aach die Figuren zur Rechten zeigen verschiedenen 
Kopfputz, und die dem Könige zunn*_^hst stehende Figur soll wohl 
einen Eunuchen darstellen. Sämmtliche Seitenfiguren sind Büsten. 
Sehr walirscheinlich enthielten die unteren leeren Räume Inschriften. 



4S 



AfurdifMiuHf dir. Äfunncu der Sttusaniden. 



6) Ein Ilasrelief, coi)irt von Flandm pl. Til, »teilt, den Kitnig 
Bahrain II nul" (nimm 8tn_«iiro,ss vor; er erscheint, wie j^'ewöhnlidi, 
mit Diiitleni. Fliigelkrune uiidlilobus; zu seiner Linken sieht man 
drei Liinzen und mnen Bogen. Er vollführt einen Angriff gegen 
eine feindlii'hf» Abtheiinng, in welcher man 7 menschliche Köpfe, 
1 Pferdrkopf und 2 Kameelbüsten sieht. Das BiiÄrelief sollte 
wohl Balnum's II Feldzug gegen die im Osten der Monarchie be- 
legene Brtmnx Segistan (Sakasteiie) verherrlichen. 

XI. Bahrain HI. 

Av. Büste des Königs nach rechts, Bart und Haniithaar ge- 
kriluseh , auf dem Kujife ein Diadem, eine Krono und der kugel- 
fßrmige Bund, letzterer und die Krön«* mit melirereD Perlengmp- 
pen verziert. Legende vollstiindig: Maztitwisn Bttßi VarttJiran 
Mn/kan Malku Iran Mmo-fsrheh^i mm Jezdun. 

Rv. FeueraHiir. links von demselben der König, rechte der 
Krieger, jeder mit einem Seepter, dem Altar zugewiindt. Legen- 
den : Vt trahran-Nit razi\ 

Münzen dieses Monarchen habe ich beschrieben I, 42. II, 6. 

No. 135. 
Av. Eine barbarische luid jedenfalls unvollständige Legende. 
Rv. Zu beiden Seiten des AUai"^ der Kf'vnig. Legenden (nSi 
ganz äierstört. 

^. 25 Milliin. 3,5 Gramme». In meinem Cabinet. 

No. 136. 
Av. und Bv. Zerstörte Legenden. 
M> 17 Millim, In meinem Cabinet. 
de Baiiholomaei T. V, F. 4. 



Auch in der Collect 



Anderweitige Denkmäler. 

In meinen «Studien über geschnittene Steine et^." G. 1 No, 6 
beschrieli ich eine Gemme , welche Sir H. liawlinson dem Briti- 
schen Museum übergeben hat. Sie stellt eine Lotosblume vor 
mit der Legende: Varahmn gi Maika fft Varahrtmnn ^Bah- 
ram, der König, Sohn Bahrara's". 

Ich sebrieh sie damals Bahrain 111 zu, weil von den sechs 
sassaiiidischen Königen dii'ses Namens nur Bakram III auch einen 
Vater Namens Bahram (D) habe. Aber der Onind ist nicht stich- 
haltig, weil auch Bahram's II Vater Bahram (1) hiess» Indessen 
mag ©8 dabei sein Bewenden haben, da der Zeitunterschied uuer» 
heblich ist; vielleicht komme» spUter Denkmiüer zum Vorschein, 
welche eine sicbs^re und genauere Bestimmung zulassen. 

2) Sir R. Poiter copirte in Nakscbi Rustein ein Basrelief, 
welches wir in seiner Reisebeachreibung VoL 1. pl. Ul erblicken. 



d 




Nerfff, 



43 



nud welches einen traurigen Verfall der Kunst andeutet, indem 
iB&i alle Gliedmussen der dargestellten Pei-sonen unmöglich sind. 
>ie Hauptfi^fur ist der König, nach rechts gewandt, mit Diadem^ 
Krone und Glohus, Die Krone gleicht der Krone auf den Münzen 
ßAhnim's in. Ihm gegenüher eine weihliche Figur nach links, 
mit einem metaUischen Diadem und einer Mauorkrone, deren In- 
neres mit Rosen ausgefüllt ist. Der König üherreicht ihr mit der 
Rechten ein Diadem, welches sie mit ihrer Rechten ergreift, ohne 
dM&s man jedoch ersieht, in welchem Zusammenhango diese rechte 
Httsd mit ihrer rechten Schulter steht; die linke Himd hat sie 
auf den Oherschenkel gelegt. Links hinter dem Könige ist eine 
kleinere Figur, ungefähr wie der Frin/ auf ^en Münxen Rah- 
rsm's n, d- h. mit einer Kappe, die in einen Thierkopf endigt; 
»eiii Haar ist in Flechten zeiiheilt wie hei Nersi: er hat die 
Beizte erhoben und greift mit der Linken ans Schwert, Du*» 
Basrelief stellt also wohl dar, wie Bahram IH seiner Gemahlin 
ein königliches Diadem üherreicht, während sein Thronfolger Nersi 
hinter ihm steht 

Xn. Nersi, 

In zwei Typen. 

^^^^H Erster Typus. 

^^^^^Tv. Büste des Königs nach reehtH, starker Bali, das Haupt- 
^^^B ifi Flechten, die in einem einzigen Bünde*! den Hinterkopf 
ttiid Nacken bedecken; das Haupt geziert mit einem Diadem, einer 
^^Cfi^e in Form von Eichenhlilttem, darüber der kugelförmige Bund. 
^^^Hjinde : Mazdnias^i Bmß JSersehi Malkuii Malka Iran v Aniran 
^^Kno-(9dietri men Jezdnn. 

H^ Rv. Zur Linken der König, zur Rechten der Krieger, beide 
dem Altar zugewandt, beide mit einem Scepter versehen, jedoch 
SO» dnss der König sein Scepter 8enki*echt hJllt, während die Figur 
wir Reehtej] jdie Spitxe des Scepters nach der Flamme richtet. 
Links von der Flamme das Sjmhol ^, rechts y 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben 1, 43. 44* H, 7. III, 22. 

No. 137. 
Av. Mazdatami Bagi Ner . . . an Mtno-lst'hvh^t men Jesff^n. 
R V. Nerse/t i • Nuvazt. 
J^. Gr. 4 (MiomL). Cabinot öubhi Pascha. 

No. 138. 
At. Mitzditlami Batji Neraehi Mnlhm Mnlka Iran, 
Rv. Nrrsehi' Ntieazt\ und zwischen der Flamme und ilnm 
des Kriegera Mtilki ^der ktmigliche". Links, zwischen der 
rae und dem Globus iles Krimgs, dan Symbol ^ ; zwschen 
Urufit des Königs und dem Altar ein Punkt. 
jV. 20 MUlim. Bei dem MünzbRudler H. Huffmami in Paris. 



^4 MonltmuHH^ dir Alünzmi tler i^^tinnülru. 

No, 130. 
Av. Ganz voUsUüidige Legende. 
Kv. NerM^hi-AiU'd. Symbole wie ül»lieh. 
M, 26 Millim. CoUect. de Oiulhülumäei T. V, F, lO. 11. 

No. Ha 
Av. Mazfhiuisn Bagi Neraeki Mtdkttn Malka Iran Mm»- 

Rv. Nny<vfii-2^'uvf<izij. In meinem Cabinet 2 Exemplare, r«8p. 
28 w. 2*; Miliin!., 3,7 u» d,i Graranaes. Desgl. 2 in der ColL de 
UarÜiolumaei T. V, F. 5. 12. 

No. 141. 
Av. Mazdiimi Batfi Ne(r)sehi M, I(r)an Mmo-ischelr mcn 

ßv. Nuimzi-NersehL 

M., In meinem Cubinet, 3 Exemplare, resp. 26, 24, 27 MillinL 
3,M, 3,5rt imd 4,8 Gnuiiirics. 

No. 142. 

Av. Mtizdititiiai Btuji NerAeJii Mnlhm Malkn. 

Ev. ünleäeilicbe Legende. 

M^ In ni<^ißem Ciibinet. 25 Millmi. *3^b Grumnies. 

No. 143. 
Av. Mazdninsn ßa/fi Kersehi .,.,.. (Rest unleserlich.) 

Rv fduruhbicberi) -A^ersehi. 

JE. 27 Millim. 3,* Gnitnmes, In meinem Cabinet. 

No. 144. 
Av. Nerseht Mfalka). 
Rv. Ohne Legende. 
M, Gr. 2 7* (JHoun.). lob siih diese Münze bei Sir H. KawlinsotL 

No. 145. 
Av. Mffzdfxia^n Btvji Nersvlü Malk , . . 
Rv, Ohne Legemie, 
JR. 11 Millim. Collect, de Harlboloma^ji T. V. F. 13, 

No. 146. 
EiJie Kupfennünze im Cabinet Bartholomue», ohne Legenden» 
bloss durch ihren Typus als Münsse Nersi's sich ausweisend. 

Zweiter Typus. 

Der zweite Typtis unterscheidet sich von dem ersten bloss 
düdurirh, djvsg die Flechten des Himpthain*» nicht in «hinein einii^igeu 
Bündel, sondern in zwei LSündeln sich '/eigen, von denen eines 
den Nacken, das andere die Schulter Vjedeckt. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 45, ÜI, 2S.24.25. 



No, 147. 
Av. Mftztimttsn Bagi Nersehi Maikan M*dk<i Iran Mmü- 

TH(*n Jesdan. 
Rv, NfTitehi - Nuüoei, Ausser den üblichen Synilmlen f^ 
und y neben der Flamme, auf dem Altarscliaft 3 Punktt?. 
^. 28 MillüiL 3,8A Grammes, In meinüm Cabinet. 

No. 148. 
M. Bagi Nersehi , . . , 
Rv. Unleserliche Legenden. Auf dßm Altfirschaft 'l Punkte V* 
A, 14 Millim. 0,5 Granimes, In meinetn Oabinet, 

Nu. U\\, 
Av. und By. Zerstörte Legenden. 
JBL 13 Millim. Collect, de Bartholomaei T. V, F. 16. 

Anderweitige Denkmäler. 

1) Eine Gemme, welche durch Sir H. RawHiLson ins britische 
Haseum gelangte, und welche ich G. 1, No. 7 hesohripben habe, 

eWt die llüste des Nersi vor ungellihr wie auf den Münzen, mit 
abnähme des kugelförmigen Bundes , welcher auf der Gt^ninitr 
Die Legende lautet: Nerseh Sc/tAih .Nersi KuEig^ 

2) Ein Basrelief auf dem Felsen von Schapur in Pai^s stellt 
i dar, wie er von Hormuzd das Diadem empfüngt; die Dar- 

g weicht ganz entschieden von dorn Münztyims ab, indem 
Krone derjenigen gleicht, welche wir auf den Münzen Bah* 
s 1 sehen. Das Monument ist von Morier und Flaudin be- 

ehen, Morier's Copie ist jedoch sehr mangelhaft und es fehlen 

sogar die Zellen Ü und 8 der laschnil. Die Inschrift lautet 
ÖMfh Flandius Copie; 

PiUkari zan-i Mtizthiiasii Bttgi Nersehi Malkim Maiku Iran 
V Aninm Mitw- tacket ri meti f/eziLm (Bar-f) MuzilatLisn Ba4fi 
Scktdqmh-i MaÜcun Malier Jran v Aniran Mitm-t^chetri (menj 
Jadati Najji Bm/i jirüihschetr MaUaui Mallca. 

«EHes ist das iSitd des Honnuzdverohrers, des göttlichen Nersi, 
KuJiigB der Küuige von Iran und Turan, aus himmlischem Keim 

rossen^ Sohn des Hormuzdverehrers , des göttlichen Öchupur, 

gs der Könige von Iriüi und Tunin, aus bimndischem Keitii 
entsprossen. Enkel des göttlichen Ardeschir, Königs*'. 

Diese Inschrift ist ungemein wichtig, indem sie uns, im 
Widerspruch mit den griechischen und persischen Historikeni, die 
AJigabe des Armeniers Sepeos bestätigt., nach welcher Nersi ein 
ßuhn Schapurs I und nicht Bahram's 11 war. Die Glu'ouologie 
hat keinerlei Bedenken dagegen, denn Schapur I regiert« von 240 
bu 271 und Nei-si von 28o bis :jUO n. Uhr. G. Nehmen wir sLa, 

Nersi bereita im ei-sten Kegierungsjahre »Schapur's I, also 





46 



M,ird( 



iftunntmi, t 



lie Müii^ifut tltir SnAMnt 



scbon 240 gelinrpii war. so hütt# er ein Alter von ♦><' Jähret 
reicht. Nach der Darstellung des Basreliefe aber muss er Wi 
seiner Thronbesteigung noch sehr jung gewesen sein, wnrde ilio 
wahrscheinlich erst während der Regierung seines Vaters gt»bofreiL 

XIIL Hürmuzd U. 

Ay, Büste des Königs nach rechts; der Bart gekräuselt: 
dichtes Haupthaar, Um die Stirn ein Diadem, darüber eine Krone 
in (lestalt eines Vogels, der in seinem Schnabel eine, zwei oder 
drei Beeren halt; über der Krone der Globus, Legende: iV<i2- 
ti^uojni Biuji Okmmazdi Malkan Malka Jr<m i? Aiiiran Mitw- 
ischeti'i mefi Jezd/in. 

Rv. Zur Linken des Feueraltai-s der König, zur Hechten ein 
Krieger, beide dem Altjir zugewirndt, in der Hand ein Schwert 
erhebend. In der Fhmun«^ ein nach links gewandter Kopf, wel- 
cher den Ferner des Künigs darstellt, wie die Münzen Schapnr*s III 
beweisen werden. Im Felde üu weilen links von der Flauiiue dftS 
Symbol f^, ret:hts y. Ausser dea üblichen Legenden OhranutztU- 
I^Hvazt zuweilen noch unter dem Alt^or eine kunse Legende, 

Münzen von Hormuzd II habe ich beschiieben I, 48 — 54. 
n. 8. III, 20—20. 

No. 150. 

Av, VollstÄndigo und correcte Legende. Tjrpus genau wie 
oben beschrieben. Im Sclmabel des Vogels eine Beere. 

Rv. VariihrafnyNuva. ,T>er Verehrer Bahrain*, nflenbar ein 
Versehen des Stem|jelsclmeider8 stMt Okrnmttzdi. Der Peruer 
en face. 

Jif. 34 Millim. Dieses prachtvolle Medaillon wurde im J. 
1867 bei Kazvin gefunden und von dem küntlich verstorbenen 
Mechitaristen P, Clemens Sibilian envorben, der es dem Geneml 
V. Baiihülomaei abtrat 

No. 15L 

Av. Eine barbarische und jedenfaUs ujivollstäiidige Legende. 
Im Sehnabel des Vogels eine Beere. 

Rv, A^'uvahi' ..... Ohne Symbole. 

M. 27 Millim. 3,s& Granmies (ausgebrochen und durdi* 
löchert). In meinem Cabinet. 

No. 152. 

Av. Mazdiitasn Bayi Ohraimiztli (Rest unle.serlii*Jj)w 

Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Uv. Nuvtizi-Ohuifmttzdi). Ohne Symbole. 

^l, 26 Millim. 3.5 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 153. 
Av. Muzdmasn vohfia Ohmmtmli) Mal(kitn Mall')a lr€m 
V Ämran MinoffJiehefri mm Jezihm). Vi^tm ,gut*» st^tt Ä«^' 



d 



XIII. Hormuzd II. 47 

.der götÜiche" kommt noch auf mehreren Münzen Hormuzd 11 
Yor. Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Bv. Unleserliche Legenden. Auf dem Altarschaft radi „Rath*. 
Ohne Symbole. 

.Si. 27 Mülim. 2,96 Grammes (ausgebrochen). In meinem 
Cabinet. 

No. 154. 

Av. Eine kurze und unleserliche Legende. 

Ry. Ebenso. Ohne Symbole. Der Ferner in der Flamme 
en face. 

A. 27 Millim. 3,45 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 155. 

Av. Eine sehr verwirrte Legende. 

Rv. Desgleichen; in der Exergue, unter dem Altar /XM U^S/ 
was man nicht anders lesen kann als Zamdn afz(ud) ^^\ L«: 
.tempns augeatur*, d. h. »Lange lebe* (der König nämlich). Für 
die Auslegung des Münzzeichens ^ auf den Münzen Chusrav's II, 
welches noch immer einer definitiven Lösung harrt, dürfte diese 
Legende von entscheidender Wichtigkeit sein. — Auf der Basis 
des Altars zwei Punkte iT^i 

.Si. Cabinet des Freiherm Prokesch v. Osten. 

No. 156. 

Av. Vollständige und correcte Legende (jedoch ohne v Ant- 
ran). Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Rv. Links der König mit der Vogelkrone, rechts der König 
mit der Mauerkrone, beide mit dem Bimd. Legenden Nuvazi- 
(AJuhramazdt und unter dem Altar vdrid „wachsend*, „zuneh- 
mend*. — Ohne Symbole. Auf dem zweiten obem Absatz des 
Altars ein Punkt oder eine Kugel i , a i ' 

M. 27 Millim. Collection de Bartholomaei T. VI, F. 2. 
No. 157. 

Av. Mazdaiasn Bogt Ohramazdi Maücan MaJka Iran Miiw- 
tschetri men Jezdan, Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Rv. Ohramazdi' Nuveusiy und unter dem Altar apasti „Ver- 
trauen*. Ohne Symbole. 

M. 27 Millim. Collect de Bartholomaei T. VI, F. 1. 

No. 158. 

Av. Mazdadasn Vokia Ohraimazdi Malkan Malka Iran Mino- 
Uchetri men Jezdan. Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Rv. Die Seitenlegenden verkehrt geschnitten. Unter dem 
Altar afidi „Lob*. Links und rechts der König wie No. 156. 
Auf der Basis des Altars zwei Punkte wie No. 155. 

M, 27 Millim. Collect de Bartholomaei T. VI, F. 3. 



48 



Alortlimanftt fli£ Münzen tlar S<ismirutlct(* 



Nu. 159. 

Av* Miiziiaifijfyi Ba ..,,,..., Malk-an Malkn Iran Mhio- 
tsvketri men Jt^imi. Im Schnabel des Vogels 2 Beeren, 

Bv. A'uvtizi' (fhramaztU iijid untt^r dein Miar vofhm) ,d«r 
Gute". Links und rechts der König wie No. 15G. Ohne Symbole, 

M. 28 Millini. Collect de Bai-tholoniaei T. VT, F. 4. 

No. 160. 

Av. Mtizdcuumi VoMa Ohramazdi MaÜcmi Maüca Jrtm 
Mmo-tsc/teh'i men Jt>{zd)a{n). Im Schnabel des Vogels keine 
Beeren. 

Rv. Ohramaz - Afnmi ^Hornmizd, der Feuerverehrer*. Auf 
dem Altarfii-liaft nuU ,Rath*. Liakä der König, rechts der Krie- 
ger. Ohne Symbole. 

M. 26 Älillim. Collect, de Bai*tholomaei T. VI, F. 5. 



No. 161. 
barbai'ischö Legende. 



Im Schnabel *\*'^ 



Av. Unleserliche 
Vogels eine Beere. 

Hv. ...,...-.» IfUffi; imter dem Altar jnntJ^tch ,5»ieg- 
reich*. Links uad rechts der König. Der Feinier nach rechts. 
Ohne Symbole. 

JSi. 27 Millini. Collect de Bartholomaei T. suppL, P. 11. 

No. 162. 
Av. Barbarische Legende. 

llv. Unter dorn Altar ^y^oi Mitra. Das Scepter des Kö- 
nigs und des Kriegers tinten und oben beschlagen | 
JB. Cabinet Subhi Pascha. 

No. 163. 

Ay. Mazduüisti Ba4ß OkramitzeU Maihm Mtdka Iran Mw 
tschetn i/teti Jeztl{au). Im Schnabel des V ugels eine Beere. 

Kv. Seitenlegenden unleserlich. Links und rechts der König 
wie No. 156. Ohne Symbole. Der Ferner nach rechts. 

At 27 Millim. Collect dö Bartholomaei 1\ VI, F. 6. 

No. 164. 
Av. Fehlerhafte Legende. Im Schniibel des Vogels eine Beere. 
Bv. Seitenlegenden unleserliclL Der Ferner nach rechts. 
^. 26 Millun. 3,3 Granmies. In meinem Cabinet 

No. 165. 

Av. Mazikiutitn Btjffi Ohramasdi • . . . (Rest unleserlich). 
Im Schnabel de» Vogels eine Beere. 

Hv Ohne Symbole. 

M. 2Ö Mill. Collect, de Bartboloioaei T. VI, F. 8. 



XIIL Harmuzd IL 49 

No. 166. 
Av. Barbarische Legende. Im Schnabel des'Vogels drei Beeren. 
Rv. Seitenlegenden unleserlich ; über dem Scepter des Königs 
die beiden Buchstaben _^9(?) 

JR. 26 Millim. Collect de Bartholomaei T. VI, F. 9. 

No. 167. 

Av. Barbarische Legende. Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Rv. Unleserliche Legenden. Der König rechts, der Krieger 
links, beide mit dem Globus. In der Flamme statt des Ferue)*s 
die Figur c§3 

M, 28 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VI, F. 10. 

No. 168. 

Av. (Massdaia)an voh . ..... Der Vogel hat zwei Beeren 

im Schnabel 

Rv. Nuviizi- Auf dem Altarschaft rtidi. Neben 

der Flamme links das Symbol <^, rechts ^ 

A. 27 Millim. 4,05 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 169. 

Av. Mazdaui(sn . . . .) Ohramazdi Malkan Midka Iran 
Mi(no)tscJtetn men Jezdan. Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Rv. Nuvazi-Ohramaadi; unter dem Altar ar, was sehr viel- 
deutig ist. Links und rechts der König mit Mauerkrone und 
Globus. Auf dem zweiten obem Absatz des Altars ein Punkt. 

.Sk. 30 Millim. 4 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 170. 
Av. Mtailaiasn Hiu/i JFurmazdi McJka, 
Rv. NuiHizi'IIunuazdi, Auf dem obersten Absatz des Altars 
3 Punkte in gerader Linie; unter dem Altar ein Punkt. 
M. 26 Millim. 

No. 171. 
Av. Eine sehr confuse Legende. Im Schnabel des Vogels 
eine Beere. 

Rv. OhrafmazdiJ-Nuvazi. 

JR. 26 Millim. 3,« Granmaes. In meinem Cabinet. 

No. 172. 

Av. (Mazdajiasn Bagi Ohra (Rest unleserlich). Im 

Schnabel des Vogels 3 Beeren. 

Rv — ar. Links und rechts der König. Der Ferner 

en face. 

JBL 26 Millim. 3,i Grammes. In meinem Cabinet. 
Bd. XXXIV. i 



«0 



Mordtmaimy tUe Münzen tltr Sd-reMtwJff/'n. 



No. 173. 

Av* Kürzte unkseiiiclie Legende. Der Vogel bat keine Beeren 
im Sclmabel. 

Kv. Unlesorliclie Legenden. 

JR. 13 Miliim. ('/g Drachme.) Collect, de Bartholomwi 
T. VI, F. 11. 

No. 174. 

Av. Miizdaia^n Buifi (0)h{ramazdi ,) Mnika Ir 

Im Schnabel des Vogels eine Beere. 

Rv. Hurrnuzi- Nuva. 

M. 10 Miliim, Collect, de Bartholomaei T. VI, F. 7. 

Anderweitige Denkmäler von Hormuzd II sind mir bis jetxt 
nicht vorgekommen. 

XIV. Schapur 11. 

Aus der Geschichte ifit bekannt^ däss Schapur s 11 Regierung 
noch vor seiner Geburt begann, indem bei dem Tode seines Va- 
ters lliinnuzd II das Kind, mit welchem dessen Wittwe schwanger 
war, zum Nachfolger erklätrt wurde. Schapur LI starb nach ein??f 
"öjllhrigen ßegieniug. In seinen sehr zahlreich vorhandenen Mün- 
zen xeigcn sieh drei Haupt- Tyi>en , abgesehen von verschiedenen 
Unter-Tjpon, welche sicher nicht neben einander bestanden, son* 
dem auf einander folgten. Diese drei Typen sind: 1) in d«ir 
Flamme des Feueraltars befindet sich ein nach rechts gewandter 
Kojif (Feruer); 2) in der Flamme ist kein Fenierj 3) der Revers 
der Münzen ist wie auf den Münzen Ardeschir's 1, d. h. ohne 
Seitentiguren , statt deren links und rechts ein Feuerbecken ; die 
öeiteulegenden sind auf diesem Typus oben angebracht. 

Alle Numismatiker ohne Ausnahme» welche sich mit sassa- 
nidischeii Münzen beschilft igten, haben die Münzen des zweiten 
Tjq^jus als die iütesten und die des ersten Typus als die jüngsten 
angesehen, und die des dritten Typus zwischen beide eingeschoben. 
Der Grund zu dieser chronologischen Anordnung lag in der künst* 
lerischen Ausfüluruug, weil (fie Münzen des zweiten und dritten 
Typus schuaer sind, als die des ersten Typus, Ich selbst habe 
ebenfalls in meinen drei Ulteren Arbeiten über diesen Gegenstand 
dieselbe -\jiordnuiig beibehalten. In der That genügte schon ein 
sehr oberflächliclter Blick auf die Münzen Schapur 's, um das Ür- 
theil der Numismatiker über die künstlerische Ausführung völlig 
gerechtfertigt zu finden. 

Aber ganz anders stellt sich die Sache dar, wenn man eine 
zahlreiche Sammlung von Schapur-Münzen mit aller Müsse ver- 
gleichen mid untersuchen kann, d. h. wenn man selbst eine solche 
'/ahlreiche Sarajnlung besitzt. Denn in den öffentlichen Museen 
hat der Numismatiker selten hinlilngliche Zeit und Müsse jed<is 
eiuzekie Stück sorgfältig zu untersuchen und mit den andern za 



XIV. Schajmr IL 51 

▼ergleichen. Noch schwieriger wird diese Untersuchung in den 
Cabinetten der Privatliebhaber, welche selten dazu aufgelegt sind, 
dem Fachmann ihre Schätze stundenlang zur Prüfung und Ver- 
lockung zu überlassen. Abbildungen genügen zu diesem Zweck 
mcht, sondern höchstens Photographien und Abdrücke (jedoch nur 
die Photographien und Abdrücke selbst, nicht deren Reproduc- 
tionen): wer hat aber eine so vollständige Sammlung von Photo- 
graphien und Abdrücken von Münzen Schapur's 11? 

Erst als ich selbst eine sehr zahlreiche Sammlung von diesen 
Münzen besass, die ich also jederzeit nach Belieben untersuchen 
: und vergleichen konnte, überzeugte ich mich, dass die oben er- 
■ wShnte Anordnung irrig sei. Im Allgemeinen ist der Kopf Scha- 
! pur^s auf den Münzen des zweiten Typus, den man bis dahin als 
j den ältesten ansah, stark bUrtig, während er auf den Münzen des 
«rsten Typus entweder nur mit schwachem Barte oder ganz un- 
l; birtäg, jedenfalls aber in jugendlicher Gestalt erscheint. Dazu 
i kimiint , dass einzelne Stücke desselben Typus nicht nur einen 
\ ganz jugendlichen unbärtigen Kopf zeigen, sondern sogar den 
Namen des Münzherm weglassen und bloss die Titel «König der 
Könige*" oder ,der Hormuzdverehrer, König der Könige von Iran** 
enthalten, also wahrscheinlich in der Zeit geprägt wurden, wo 
Schi^nr 11 noch nicht geboren war, also man über das Geschlecht 
des Souveräns, dem man bereits symbolisch gehuldigt hatte, noch 
in Unkenntniss war. Ich selbst besitze drei Stücke dieser Art, 
zwei andere ähnliche Stücke habe ich I, 74 und 75 beschrieben. 
Was endlich den dritten Typus betrifft, so zeigt sich derselbe 
«oeh bei den Münzen einiger anderer Könige, z. B. Schapur I, 
Schapur m, Bahram lY u. s. w., namentlich auf Goldmünzen, im 
Allgemeinen aber nur sehr selten, und ich bin daher geneigt, 
diesen Typus nicht einer bestimmten Periode zuzuschreiben, son- 
dern solche Münzen eher als Gelegenheits-Münzen bei feierlichen 
Anlässen anzusehen, etwa als Erinnerung an den Stifter der Dy- 
ustie Ardeschir I. 

Erster Typus. 

Av. Büste des Königs nach rechts, mit Diadem, Mauerkrone 
^ kugelförmigem Bund. Einfaches Grenetis. 

Rv. Feueraltar, Seitenfiguron wie gewöhnlich. Legenden links 
^d rechts Schahpvhri • Nuvazi ^ und auf dem AI tarschaft rast 
fnchtig*. In der Flamme ein Kopf (Ferner) nach rechts. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 60 — 75. 11, 
13-^-15. m, 38—43. 

No. 175. 

Av. MazdaicLsn MaUcan Malka Iran, „Der Hormuzdverehrer, 
König der Könige von Iran". Die Büste zeigt ein jugendliches 
ttibSrtiges Gesicht. 

Bv. Ohne Seitenlegenden. Die beiden Seitenfignren ohne 

4* 



52 



Mordhttttun, die. Afftnzen iler SfiJmmiidtn, 



kii<^f!lfuriingpn Bund, mit einem Schwert in dor Hmul. Auf »l«»™ 
Alliir die LegeudB xU/^j was man niclit miders als liuteh leswi 
liaiin. Auf den spilteiTi Münzen ist dies ein PrÄgeort, dessen 
voller Miinift Kiüi'bftpuv Ijnntet, nnd jetzt tk'hajntr heisst, in der 
l*rovinz Pary. in der NJlhe von Kazenm, wie icli in dem Abschniti 
,PrU>,'eortH'* bewiesen babe. Die Oiiinde, welche mich zu di<«ser 
Ausli^g^iinjt^ verunLissten , waren zunflcbst der Umstand, dass dip 
.Sludt l{ist*h»i»iir =^ Schajnir in Piirs wenigstens seit der R»*>!nr* 
inrig des Nersi eine Kesidenz der Süssanidenkonitff war, wie ilire 
noeb viirbmidt'iieii Deukmiller fiugensukeinlicb beweisen, und fernrr. 
dass es auch xu den Zeiten der Onmiiaden PrägestJWte war miliar 
dem Namen ^j^^-* Salnir (Ijekannilich die arabist^he Fomi dt^ 

Namens Sdmpur). In einer Abhandhing in der Wiener Zei! 
für Numismatik, die mir kürzlich, d. b. zu einer Zeit zu (* . : 
kam, wü meine Abhandlung über die PrllgestHtten schon läiigjil 
in den HHndeu der Redaction der ZDMCf war, glaubt Hr» Pn Bku 
diese Identification anfechten zu krmneii, indem er dafür den Na- 
men ij>r<'nd eines <jbscuron Ortes im Plinius. Stepliauus u» s. w, 
aufstellt, vuji welchen] Orte man eigentlich gur nichts ri«chte5 
weiss. ZnnJlcbst glaube ich, dass gegen positive, durch deo 
Augenschein beglaubigte Thatsachen einfache ^ durch nichts be* 
gnindete Venjuithutigen nicht aufkommen können. Handeln es 
sich bbissj darum, irgend einen beliebigen Namen aufzufinden^ der 
die drt'i liuehstÄben b i scU ijn Anfang hat, so hätte ich solche 
auf der Karte vfin Persien zu Dutzenden nachweisen können, 
z. R. ausser liiseha|)ur noch Descha^nar» Biscbgun in Pars; Be- 
schavie in Medien ; Heseebana im arabischen Irak : Besachis ifl 
Assyrien; Bescbagird, Bisch in Lar; BeHhaderan in Kinnan; 
Bischter, Bis in Chorasim ; Beshan in Mazanderan: Bischlenk in 
Tiiinsoxanieu u. s. w. und man könnte nach Belieben irgend einen 
von diesen Namen herausgreifen-, aber ich habe schon früher ein* 
mal erkUlrt , dass die Numismatik kein Lotteriespiel ist» sondern 
eine sehr ernste Wissenschaft. Im vorliegenden Falle ist es nöthig, 
dikss man alle historischen* cbroncdogiscben. geographischen Um- 
stünde sorgtUltig erwäge, um unter der reichen Auswahl von 
Namen, die sich zur Auslegung von '2 oder ^ Buchstaben eignen, 
das richtige zu treßen. 

JR. 22 Milliju, 3,9 Gnunmes. In meinem Cabinei. 

Nn. 11 Vk 

Av. Legende und Typus wie No. 175. 

Rv. Zu beiden Seiten statt der Legenden eine Anzahl be- 
deutungsloser Ötriche IIIIU auf dem Altarschafl riist^ und -/witr 
aijweichend von dem üblicheo Brauch diesmal von unten nach üben. 

JH. 2 Exemplare in meinem (Jabinet, beide 21 Milliro. 
3f66 Granmies. 



XIV. Schajmr IL 53 

Ausser diesen Münzen habe ich noch 2 Stücke dieser Art 
I, 74 u. 75 beschrieben, von denen das eine im Cabinet S. Alishan, 
das andere im Cabinet des verstorbenen Cayol. 

No. 177. 

Av. Mazdamfm Baffi Schah(]m)hri Mcdkun (Mal)ka Iran 
V An{(ran). Jugendliches Gesicht ohne Spur von Bart. 

Rv - Schak(imhrt). Zu beiden Seiten des Feueraltars 

der König mit Mauerkrone und kugelförmigem Bund. 

A. 23 Millim. 3,85 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 178. 

Av. VerwiiTte Legende, nur der Name Schahpuhri erkennbar. 
Unb&rtiges Gesicht. 

Rv. Seit^nlegenden undeutlich. Auf dem Altarschaft nist 
IHe Figuren auf beiden Seiten des Altars mit Mauerkrone, aber 
ohne Globus. 

JR. 19 Millim. 3,75 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 179. 

Av. Maadcdasn licuji iSchahjmhri Malkan .... Unb artiges 
Gesicht 

Rv. Nuva Links und rechts der König mit Mauer- 
krone und kugelförmigem Bund, jedoch der Globus nur durch 
einen starken Punkt am Ende einer Linie angedeutet \ so dass 
es fast dem Fühlhorn eines Insektes gleicht. 

^. 22 Millim. 3,55 Grammes. In meinem Cabinet 

No. 180. 
Av. ScJwkinthri Malkan Malka, ünbilrtiges Gesicht. 
Rv. Ntwa- l^'chah(puhri) und auf dem Altarschaft rast. Zu 
beiden Seiten des Altars der König mit Mauerkrone und Bund. 
jR 23 Millim. 4,i5 Granmies. In meinem Cabinet. 

No. 181. 
Av. Unleserliche Legende. UnbUrtiger Kopf. 
Rv. Ohne Seitenlegenden ; auf dem AltÄi*schaft rast. Seiten- 
figuren ohne kugelförmigen Bund. 
JR. 24 Millim. 3,8 Grammes. 

No. 182. 
Av. Mazdaiasn lia^gi SchcJi/ßuhri Malkan Malka. 
Rv. Ntwa -Stiiahfjmhri). Auf dem Altarschaft rast. Links 
und rechts der König mit dem Globus. 

M. 21 Millim. 3,85 Grammes. In meinem Cabinet. 



54 



Mmdiuuimi^ die MüMMen d» 




Av ^i*iff Sf'hahjruhrt Malk^m Malka. 

Hv. Seiteiilr^gendr^n UDdeuÜiefa. Auf dem AltaiBchali roit 
Liuka and rechU der König mit dem Globus, 

Ai. 2'\ Millim. 3,it Grammes. In meinem CabioeL 

Uift hielier habe ich dio Münzen Schapars II nach dem mehr 
oder inindf^r jngendliclien AusBehen des Königs nach den Exemplaren 
moinoH ei^'eneu Caluneta Bn^eordnei. Für die folgenden Stocke, 
HO w«nt iirh ftie nur aas Abbildungen kenne, fehlt mir ein sicbcrvr 
Führer; nur für niPine pigeiien buhe ich nach geoftaer Betncbtoig 
die chronolo^ischo Ordnung feststellen können. 

No. 184. 
Av. Legende filngt vorn vor dem Bund an und geht lings 
dor eriten Seite der Münze hinal), indem die Basis der Buchstaben 
dem Hundü zugekehx*t ist: Mnzdftütsn iioifi JSchahjjuhri MaBcan 

Kv. Xfirtt-Srlmhfpithrt'j ; auf dem Altarschaft rast Beide 
Ftgnnm niii d«oii kugtOföniiigeni Bund. Der Ferner nach links, 
^l. 22 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VU, F. lü. 

No. 185. 
Av, Mozdatfisn Eagi Sihahjmhri Malkan MalJca Ira(n), 
llv, Xtivfizfi) - Si'hnhftiih(n'). Auf dem Alt-'irschaft mjft. 
FigurfJti, links mit di'in (rlubus, ret-bts bloss mit der Mauex'krone. 
jli Hl Milüm. lij Grammes. 

No. IHH. 
Av. Mti^äaittsn Ihuji Schthpuhri Malkan MtUha lt(an), 
Bv. Numzi'Si'htJijnih(ri); aul' dem Altarschaft rast. Links 

dor K/inig. 

/It, In nioinruTi Onbinet 2 Exemplare 22 und 21 Millim^ 

ö^iift und Mj:i Grummes. 

No. 187. 
Av. Mifzdauimi Bwji S*'hidip. Malkan Mtt/ka Irnn. 
Uv. ( Ku)i'ffzi ' (Sihii)h(pHht't}. Ohne Legendi auf dem Alta^ 
BchaH. Link» und rochts der König mit dum kugeltonuigen Bund. 
M. 22 Millim. Collect de ßailholomaei T. VU, F. IL 

No. 188. 
.\v* Mitzdiilattu ßttiji Sf'hahpuht'i Malkttn Maüca Iran. 
Itv. Ohne Seil-eulegenden; auf dem Altai'schaft rast Links 
und rechts der König mit dem Glubus. 

AL 27 iMlllim. Collect, de Bailhoknuaei T. VII, F. 13. 



No, 180. 
Av. Mtjjstiawmi Buffi Üt^takpiüiri Malkan Malka Jran v, 



M 




XIV. Schapur IL 55 

Rv '8chah(puhri); auf dem Altarschaft rast Links 

der König. 

JB. 23 Millim. 3^5 Grammes. In meinem Cabinei 

No. 190. 

Av. Legende angeordnet wie No. 184. Mazdaiasn Bogt 
Schahpuhri. 

Rv. Seitenlegenden unleserlich; auf dem Altarschafb rast 
Links and rechts der König, der Globus jedoch wie No. 179 
angedeutet. 

JR, 22 Millim. 4 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 191. 

Av. Mazdmasn Bam Schahpuhri Malkan MaJka Iran v. 

Rv -Schahpuhri; auf dem Altarschafb rast; links 

der König. 

.SL In meinem Cabinet 2 Exemplare, je 23 Millim., 3,88 und 
3,86 Grammes. 

No. 192. 

Av. Mazdaiasn Malkan Malka Tran, 

Rv. Legenden unleserlich. Links der König. Der Ferner 
nach links. 

.SL 23 Millim. 3,6 Grammes. In meinem Cabinet 

No. 193. 
Av. Mazdaiasn Bagi Schahpuhri Malkan MaUca Iran a, 
Rv. Nuva - Schah(pu)hri. Legende auf dem Altarschafb ver- 
wischt. Links der König. 

JEL 22 Millim. 4,i5 Granmies. In meinem Cabinet 

No. 194. 

Av. Legende angeordnet wie No. 184. Maadaiasn Bagi 
Schahpuhri, 

Rv. Ohne Seitenlegenden. Auf dem Altarschaft ras(t). Links 
und rechts der König mit dem Globus wie No. 179. 

JSi, 22 Millim. 3,75 Gr. In meinem Cabinet 

No. 195. 

Av Schahpuh .... 

Rv - auf dem Altarschafb ra^t Links und 

recht« der König mit dem Globus wie No. 179. 
M,. 21 Millim. 3,8 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 196. 
Av. Barbarische Legende, wie überhaupt die ganze Arbeit. 
Rv. Ohne Legenden; zu beiden Seiten der König mit dem 
Globus, wie No. 179. 

JBi, 22 Millim. 3,95 Gr. In meinem Cabinet. 



56 



Afonltmnmtf die Mü*iXeti fler Htissfimdeu, 



No. ll>7. 

Av, (Mnz(i4iiatfn Jinjtji Schah^ pvliri) Mulknn 

Kv. Ohne Lügenden ; beide Seitenfiguren ohne den kugel- 
förmigen Bund. 

Jan. 23 Miliiin. 3,8« Gr. In meinoin Cabinet« 

No. 198. 

Av. (Legeeilo bei der Hriist vom ;mtanf]!'"ntl und rechte liinatif- 
gehend, iilso wie guwuhnlich die Hiiäih der nuthsUben luicli hwu^xi 
gekehrt) Mnzdammi iUuji Svhahjnihln). 

Rv ' Nfwa; über der Flamme Maiki ,kntii 

unter dem Altar */(?) i auf dem Altarschaft rast. Links der I\ 

J]/, 11t Millim. Collect, de Bartholomaei T. VIl, F. i>. 

No. um 

Rv. .... - Srfnr/qtfuJtri) ; auf dem Altarsehfift r<wi. Links 
und rpfhis der Kurt ig mit dem Olobus. 

M. 21 Miilim. 3,45 Gr, lo meinem CiibineL 

No. 200. 
Av. UnleserUche barburische Legend**. 
Hv. HesgkiL'h^n. Links und re<htf> dt^r König. 
M. 22 Millim. Collect, dß Buiilmloinikei T. VII, F. 12, 

No. 201, 

Av. Mitzdaiir.sn limfi' Srhifhimkri M<tlkum MtdJcit ItOM 
V Annn (sie, statt jhunm) Mt'nofjtrhetri, 

Bv. Kurn- St'h4ik{iwffri)f auf dem Altarsehaft msf; links 
der König. 

Ai. 2-1 Millim. 4,ü:> Gr. In intnnera Cabinet. 

No. 202. 

Av, Unleserliche barbaiisoho Legende, 

Rv. i^^^rfA-i^f*^v7; auf dem Alt^irschaft rtusf. Beide ♦Seif^^n- 
'iA|piren ohne den Globus. 

JE. 22 Millim. 3,s Gr. In meinem CabineL 

No, 203. 
Av. Legende angeordnet wio No, 108. tSrhah/m/tri ^f€^lk^m 

Rv. Ohne 8eit-enlegenden. Auf dem AKarsi^hatl tit^f. Beide 
Seitentiguren ohn*' Gtohiis. 

Ai. 23 Millim. ■!,:{ Gr. (was jeduib nicht miissgebend mit 
da von einem früher angeldtlieten Riuge noch etwas Blei übrig 
geblieben ist). In meinrtn Cabinet, 



J 



J[IV. Schapur IL 57 

No. 204. 

Av. Schahpuhri Malkan Malka Iran. 

JRy. Ohne Legenden. Beide Seitenfiguren ohne Globus. 
JSi 27 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VII, F. 14. 

No. 205. 

At Schall. Malkan Malka ](ran). 

Bv. Nuva ' Schah(pvliri) ; auf dem Altarschaft rast. Links 
nd rechts der König mit dem Globus. 

M. 23 Millim. 3,9 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 206. 
Av. Legende angeordnet wie No. 184. Schahpuhri. 
Bv. Ohne Legenden. Zu beiden Seiten die Figuren ohne 
'lo1>iis. 

M. 24 Millim. Collect, de Bartholomaei T. Vn, F. 15. 

No. 207. 

Av. Schahjmkri Malkan Malka. 

Rv. Ohne Seitenlegende; auf dem Altarschaft ra^t Seiten- 
figuren ohne Globus. 

M, In meinem Cabinet 2 Exemplare, 26 MiUim. 3,8 Gr. 
nnd 27 Millim. 3,4i Gr. 

No. 208. 
Av. Legende angeordnet wie No. 198. Schah/mhri. 
Rv. Ohne Seiteiilegenden. Auf dem Altarschaft rast. Beide 
Scitenfiguren ohne Globus. 

M. 27 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VII F. 16. 

No. 209. 
Av. Mazdaiasn liagi Seh. Malkan Malka Ir(an). 

Rv. Nuva - ; auf dem Altarschaft rast Beide Seiten- 

figtiren ohne Globus. 

M. 29 Millim. 3,55 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 210. 
Av. (Von oben herunter, auf der rechten Seite der Münze) : 
-i>_/\;^2-/. also von der Linken zur Rechten zu lesen: 

Bv. Ohne Seitenlegcnden. Auf dem Altarschaft si. Seiten- 
^S^ links mit Mauerkrone, rechts Figur des Königs mit Mauer- 
^TTone und dem durch einen Punkt angedeuteten Globus. 

Si. 30 Millim. Collect de Bartholomaei T. VII, F. 17. 

No. 211. 
Av. Schahpiihir Malkan Mtdka (sie). 
Rv. Ohne Leganden. Beide Seitenfiguren ohne Globus. 
Ä. 27 Millim. 3,7 Gr. In meinem Cabinet. 



B8 



MortUmann^ rite Münzen dei* Sassfiut^lcn. 



No. 212. 

Av B(igt St'hiJi. MifUc(an) MuüxU /(rem), 

Rv. Xura-i:ehah; auf dem Ältarechaft rast Zu bttdai 
Seiten der König. 

M. 22 MilHm. 3,76 Oi\ In raeinem Cabinet. 

No. 213. 
Av. Mazd^imsn Btu/t' Srhah/ni/iri Mcdkim Mallui Inm 

V A7iira{n), 

llv. Ajmii'f) -^V*Ä*/A; auf dam Altarsclmt't rast 
Äi, 22 Millim. 8,7:» Gi\ In meinem Cabinet. 

No. 214. 

Av. Legende angeordnet wie No. 184 unleserlich, scbeint 
Idoss St'haJtpuhri zu sein. 

Rv. OhBB Seitenlegende; auf dem Altarschaft eine undeut- 
liche Lf»gende, Beide Seit^nfiguron tdine Olohus. 

iE. 23 Millim. 3,7 Gr. In meinem Cahinet 

No. 215. 
Av. Mnzdmtusrti Bngi Sthahptfhri Maikmi \falk(a} 
Rv. Seitenlegenden undeutlich ; auf dem Altarschaft ra 
Beide Seiten figuren ohne Globus. 

M. 28 Millim. 4 Gr. In meinem Cabinet 

No. 216. 
Av. Eine kurze unleserliche Legende. 
Rv. Ohne alle Legenden. Seitentiguren ohne Globus. 
Potin. 20 Mülim. Collect, de Bartholomaei T. Ylü, F. 1. 

No. 217. 

Av. Barbarische Arbeit und vor dem Gesicht eine 
barbarische Legende. 

Bv. Auf dem Altarschallt rnjiftl Seitentiguren ohne Globus. 
J^. 20 Millim. CoUect. de Bartholomaei. T. supi>l, F, 1^ 

No, 218. 

Av. Wie vorige Nummer. 

Rv, Ohne Legenden. 

A/. 14 Millim, Bei dem MünzhUndler H. Hoffmann in Paris. 

No. 219. 
Av. Mttzdmfisii Bmji Srhahpuhri Mdlknn Mfiitu, 
Rv, Unleserliche Legenden. 
JV. 14 Millim. Bei dem Münzhiindler H. Hoffmann in Paris. 

No. 220. 
Av. Auf dor rechten Seite eine unleserliche Legende, ver* 
muthlich Midkun Mtdhi, 



XIV. Schapur IL 



59 



Ry. Ohne alle Legenden. Seitenfigaren ohne Globus. 
JR. 30 Millim. 4,i Gr. In meinem Cabinet. 
Die folgenden kleineren Münzen, ünterabtheilongen der 
Drachme, so wie Kupfermünzen konnten nicht mehr nach dem 
bisher befolgten Prinzip geordnet werden, weil fast nie die Ge- 
sichtszüge deutlich genug sind um auf ein geringeres oder grösseres 
Alter mit Sicherheit zu schliessen; ich kann sie also nur nach 
den Terschiedenen Typen anordnen; wegen des Ferners in der 
Flamme gehören sie gleichfalls zur ersten Regierungsperiode 
^cKapur's 11. 

No. 221. 
Av. (Vom anfangend) MaUca 8chahjyuj(hr%). Vor der Brust 
^in Stern mit 6 Strahlen. 

Rv. Links nichts, rechts 2 Striche; auf dem Altarschaft 
''<»ri, Seitenfiguren ohne Globus. 

M. 14 Millim. 0,54 Gr. In meinem Cabinet Auch im 
Cabioet Subhi Pascha und in der Collect, de Bartholomaei 
^. \TII, F. 2. 

No. 222. 
Ay. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol V 
Bv. Ohne Legende. 
M. 2 (Mionnet). K. K. Cabinet in Wien. 

No. 223. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol ^ 
Rv. Ohne Legenden. 
JL 11 Millim. Collect de Bartholomaei T. Vni, F. 4. 



Av. 
Rv. 



Ohne Legende. 
Ohne Legende. 
IV« (Mionnet). 



No. 224. 
Vor dem Gesicht das Symbol J 

Cabinet Subhi Pascha. 

No. 225. 
Vor dem Gesicht das Symbol A 



Av. Ohne Legende. 
Rv. Ohne Legende. 
M. 12 Millim. 0,45 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 226. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Kopfe IJ^ 

Rv. Undeutliche Legenden. Seitenfiguren beide mit dem 
Globus. 

M. 12 Millim. Collect, de Bartholomaei T. suppl. F. 13. 

No. 227. 
Av. Legende in 2 Zeilen. Die erste Zeile beginnt vor der 
^ orderspitze der Krone und geht längs dem Gesichte nach unten ; 



60 



Afift'dtniftnHf die Af Unzen <ler SfHfnttHt4len, 



sie lautf^t Sihfhpnhfri); dann beginnt die zweite Zeile unfpr d^r 
Brust und gelit von da nüijb rechts liiijaiif und endigt am Hinter- 
köpf: Mfdkan Mttlht Iran v Aninm. Einzelne Charuktere su 
jiicbt gmiz deutlich. 

Rv. Ohne Seitenlegendün ; auf dem Altarschaft rasti, Links 
und rechts der König mit d*»ni Glohus. 

JR. 14 Millim. Bc»sühriebeii von E. Thoniiis In Nainismatic 
and otbor anti*|nanaii Illustration s of the reign of the Sassanians. 
und iibgebildüt ebendttstdbst PI. IV, No. 5. 



No. 228, 
Vor dfsm Gesicht das Symbol 
Obolus im Berliner Cabinet. 



X 



No. 229. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol Q 
JR. Obolus im Berliner Cabinei 

No. 230. 
Av, Vor dem Gesiebte das Symbol ^ 
^. 10 Millim. 0,43 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 231. 
Av. unleserliche Legende. Vor dem Bart diis Symbol y\ 
Ohne GreuRtis. 

Rv. Auf dem AltarscbaE unleserliche Legende, Grenetis. 

M, 24 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VIII, F. h, i^ 

No. 232. f 

Av. Unleserliche Legende. Vor dem Gesicht ein Halbmond "^ 

Rv. Ohne Legende. 

M. 14 Millim. In meinem Cabinet. In der Collect, de 
Bartholoraaei T. VIII, F. 6. T xwei Stücke, von denen eins mit 
dem meinigen ganz übereiostimmt, das andere aber auf Rv. eine 
kleine Abweichung angiebt, indem der obero Aufsatz des Feuer- 
altars isoHri zwischen dem Unterbau des Altars und der Flamme 
dargestellt ist; auch auf Av. weicht die Zeichnung ab, indem 
der Bund nur wenig das Grenetis streift^ wJlluviid auf dem andern^ 
Exemplare und auf dem raeinigen er das Grenotis durchbricht. 

No. 233. 
Vor dem Gesicht das Symbol Y 

memetti Cabinet. 
No, 234. 
Vor dt'm Gesicht dos Symbol 



Ohne Legende. 
Ohne Legende. 
16 Millim. In 



Ohne 
Ohne 



liegende. 
Legende. 




XIV. Schapur IL Qi 

JE. Viereckig. 11 X 13 Mülim. In der Collect, de Bar- 
tholomaei T. Vm, F. 8. 

No. 235. 

Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht Halbmond und 
Stern ^ 

Bv. Ohne Legende. 

M. 10 Millim. In der Collect de Bartholomaei T. VIII, F. 9. 

No. 236. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol (o) 
-/E. Im Berliner Museum. 

No. 237. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol M 
JE. Im Berliner Museum. 

No. 238. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol yT 
M. Im Berliner Museum. 

No. 239. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol V 
M. Im Berliner Museum. 

No. 240. 
Av. Vor dem Gesicht ein Stern mit 6 Strahlen. 
M. Im Berliner Museum. 

Zweiter Typus. 

Der zweite Typus unterscheidet sich vom ersten hauptsäch- 
lich durch die Abwesenheit des Feruers in der Flamme des Feuer- 
altars ; letztere selbst ist auch breiter und grösser, sowie auf dem 
Ayers der kugelförmige Bund reicher mit Perlen versehen ist. 
Aach ist die Arbeit in künstlerischer Beziehung besser ausgeführt. 
Der König ist immer sehr stark bärtig. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 55. 56. II, 9. 
12. lU, 30. 31. 33. 42. 44. 

No. 241. 
Av. Mazdcun (sie) B<Mgi Schahptihrt Malka. 
Bv. Unleserliche Legenden. Links der König. Im Felde 
links von der Flamme das Symbol ^, rechts ^ 

^. 5Vt (Mionnet). 7,4o Grammes. Cabinet Subhi Pascha. 

No. 242. 
Av. Die Legende fängt unten vor der Brust an und geht 
rechts hinanf. Mazdauun Bagi iychahpuhri (sie) Malkan Malka 
Iran v Ani(ran), 



54 



MifTtUumniif dk Münzen fter SasMamden. 



Av Ba^i Schahjßuhri Mfdknn Malkü, 

Rv. Seitenlegenden undeutlich. Auf dem Altarschaft rasi, 
Links und rechts der Ki\mg mit dem Globus. 

M. 23 Milliiti. S,<i Grammes. In meinem CabineL 
Bis hieher habe ich die Münzen Schapur's 11 nach dem nnbr 
oder minder jugcndlicheti Aussehen des Königs nach den Exemplurrn 
meLne.s eigenen Cabinets anjLreordnet. Fiii" die folgenden Stücke, 
80 weit ich sie mu* aus Abbildungen kenn^, fehlt mir ein sicherer 
Führer; nur für meine eigenen hube ich nach genauer Betrachtung 
die cbronologische Ordnung feststellen können. 

No. 184. 

Av. Legende föngt voni vor dem Bund an und geht längs 
der ersten Seite der Münze hinab, indem die Basis der Buchstaben 
dem Rande zugekehrt ist: Mazduiusn liagi &'/iaftpuJtri Malknn 
M^ffhi. 

Kv. Nura'Srhah(puhrf); auf dem Altarschaft rtist. Heide 
Figuren mit dem kugelfömiigem Bmid. Der Ferner nach links. 

M, 22 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VIL F. lü. 

No, 185. 
Av, Mazdnmsn Bftffi Sthti]qmlin Mtdkun Mnlka Jra(n). 
Kv, Nuritz(i) - SchtiJf/mh(fi), Auf dem Altnrschaft rast 
Figuren, links mit dem Globus, rechts bloss mit der Mauerkroner 
JR. 21 Millini. li.i Gruinmes, 

No. 186, 

Av. Mazduid^i />'«'/** Svhiflqndifi Mnlhw Mnlka Irfnn). 

Rv. Nnvazt-Schnh/mh(rt)j auf dem Alt-arschatl rnjft. Links 
der König. 

JR. In meinem Cabinet 2 Exemplare 22 und 21 Millim^ 
3,3t» und Hj:. Gramme-s. 

No. 187. 
Av. Mttzd^itasn Btufi St^hahp. Malhun Midku Iran. 
Rv. (Kn)rnz*- fSrfftfjffffjmhrf'). Ohne Legende auf dem Altaf^ 
schufL Links ond rechts der König mit dem kugeltörmigen Bond, 
^R. 22 MilKm, Collect, de Bartholomaei T. VIL F. 11 



id, 1 



No. 18.S. 
.Vv. Mnzdtiittjfn BfKjl Srhtdtpakri MtdJ^ttn Mtdkn iron. 
Uv. Ohne Soitnnlegenden ; auf dem Altai^schafl ntst, Links 
und recht« der König mit dwm (Tlubus. 

Jl. 27 MiJlini. Collect, de Bartholomuci T. VFI, F. LJ, 



iV. 



No. 189. 
Miisdittasn Btiffi Sf'linhpuhri Mtdkun Midku Jrtin 



XIV, Schapur IL 55 

Rv • Schah(piJiri) ; auf dem Altarschaft rast Links 

der König. 

^SL 23 Millim. 3,75 Grammes. In meinem Cabinet. 

No. 190. 

Av. Legende angeordnet wie No. 184. Mazdaüisn Bagi 
Schahpuhri, 

Rv. Seitenlegenden unleserlich; auf dem Altarschaft rast 
Links und rechts der König, der Globus jedoch wie No. 179 
angedeutet. 

JR. 22 Millim. 4 Grammes. Li meinem Cabinet. 

No. 191. 

Av. Mazdatasn Bam SchaJi^nihri Malkan MaUca Iran v. 

Rv -Schahpuhri; auf dem Altarschaft rast; links 

der König. 

JBL Li meinem Cabinet 2 Exemplare, je 23 Millim., 3,82 und 
3,86 Gnunmes. 

No. 192. 

Av. Mazdaiasn MaUcan Malka Iran. 

Rv. Legenden unleserlich. Links der König. Der Ferner 
nach links. 

JBl 23 Millim. 3,6 Grammes. In meinem Cabinet 

No. 193. 
Av. Mazdamsn Bacfi ScJuihjnihri Malk-an Matka Iran a, 
Rv. Nuva - Sc1ia!i(]ju)hri. Legende auf dem Altarschafl ver- 
wischt Links der König. 

.Si. 22 Millim. 4,i5 Grammes. In meinem Cabinet 

No. 194. 

Av. Legende angeordnet wie No. 184. Mazdaiasn Bogt 
Schahpuhri, 

Rv. Ohne Seitenlegenden. Auf dem Altarschaft rasft). Links 
und rechts der König mit dem Globus wie No. 179. 

JEL 22 Millim. 3,75 Gr. In meinem Cabinet 

No. 195. 

Av Schahjnih .... 

Rv - auf dem Altarschaft rast Links und 

rechts der König mit dem Globus wie No. 179. 
M. 21 Millim. 3,8 Gr. In meinem Cabinet 

No. 196. 
Av. Barbarische Legende, wie überhaupt die ganze Arbeit. 
Rv. Ohne Legenden; zu beiden Seiten der König mit dem 
Globus, wie No. 179. 

JR. 22 Millim. 3,95 Gr. In meinem Cabinet 



56 



Mürdlumitn, die Afünzßn (kr S<tSiianidett. 



No. 1U7. 
Av. (MazdtiuxHu Ha)*ji Srk4iJt( jmhri) Mtt/hm 

Bv. Ohne Legenden ; beide SeiteDtiguren ohne den kug4?l* 
förmit:rpn Bund. 

^11, 23 Millirii. 3,88 Gr. In ineinera Cabinet. 

No. 198. 

Av. (LegeiittL' hm der Ttnist vom imf:ui»^Hiid und reihts hinauf« 
gohond, also ww gewöhnlich dits llasis dm' Huchstuheii iiiich innen 
gekohrl) Mttzdaitiit^i Hmji Srhnfijmhfrfj. 

Kv. .... ' NiiiUf ; über der Flamme Malkt ,könit,di*7h*, 
uiilüi' dem Altar mi'i) ; auf dem Altarschivft raM. Links der König. 

Af. 11» Millim. CoUect. de Bartholomaei T. VII, F. 9. 

Na, I9i». 
Av. /^<''//«* Srhahimhri Malktni Maiku Intn. 

Rv - Srftaft/Hl H/tri) ; auf dorn AllHrschiifl nwf/. Links 

und rechts dt^r König mit dem Globus* 

jE. 21 Millim. 3,4ö Gr. In meinem Cabinet^ 

Nu. 200. 
Av. Unleserliche barbarische Legende, 
Kv. Desgleichen. Links und rerlits der Ktmig. 
M. 22 .MdUiri. Collect de HaHhuloinaei T. VII, F. 12. 

No. 2üL 

Av. Mazduiajtn Ilmfi Srhftli^nihri Mallani Mtdkti Irttn 
V Anan (sie, stiitt Animn) Minofsrhrtrl 

Bv. Nuva * JSrftifkfjmUrf) ; auf dem Allarsrbaft rrt^tf links 
der König. 

JR. 24 MilJini. 4,i>.', Gr. In meinem Cabinet. 

No. 202. 
Av. Unleserliche barbarische Leg^ndp. 

Bv. Mttfh- Alirtl j' auf dem Altarst-haft rvw/. Heide JSeiteu- 
figuren ohne den (tlobus. 

JR. 22 Millim. 3,8 Gr. In meinem Cabinet^ 

No. 203. 

Av. liegende angeordnet wie No. 198. Srhnhpnhn Malkan 
Malkn. 

Kv. Ohne iSeitenlegenden. Auf dem Allarschuft rttst. Beide 
SeiteoJigiiren ohne Globns. 

.*ll. 23 Millim. ^,'j Gr. (wa.s jed*ich nicht ujassgebend ist, 
da von einem früher ungelöthcten Ringe noch etwa« Blei übrig 
geblieben ist). In meinem CalVinet. 



i 



ÄIV. Schapur IL 57 

No. 204. 

Av Schakpuhri Malkan Malhi Iran. 

Ry. Ohne Legenden. Beide Seitenfiguren ohne Globus. 
JR. 27 Milüm. Collect de Bartholomaei T. VU, F. 14. 

No. 205. 

Av. Schah. Malkan MaUca I(ran). 

Rv. Nuva-Schah(ptihri); auf dem Altarschaft rast. Links 
und rechts der König mit dem Globus. 

JBt^ 23 Millim. 3,9 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 206. 
Av. Legende angeordnet wie No. 184. Schakpuhri. 
Rv. Ohne Legenden. Zu beiden Seiten die Figuren ohne 
Globus. 

M, 24 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VII, F. 15. 

No. 207. 

Av. Schiihjmhri Malkan Malku. 

Rv. Ohne Seit-enlegende ; auf dem Altarschaft rast Seiten- 
figuren ohne Globus. 

M. In meinem Cabinet 2 Exemplare, 26 Millim. 3,8 Gr. 
und 27 Millim. 3,4i Gr. 

No. 208. 

Av. Legende angeordnet wie No. 198. Schakpuhri. 

Rv. Ohne Seitenlegenden. Auf dem Altarschaft rast. Beide 
Seitenfiguren ohne Globus. 

M. 27 Mülim. Collect, de Bartholomaei T. VU F. 16. 

No. 209. 
Av. Mazda£a»n liaxji Seh, Malkan Malka Ir(an). 
Rv. Nuva- ; auf dem Altarschaft rast. Beide Seiten- 
figuren ohne Globus. 

.Si. 29 MiUim. 3,55 Gr. In meinem Cabinet 

No. 210. 
Av. (Von oben herunter, auf der rechten Seite der Münze): 
p> _/\j O 9-/ also von der Linken zur Rechten zu lesen: 
S<^hapur, 

Rv. Ohne Seitenlegonden. Auf dem Altarschaft si. Seiten- 
fignr links mit Mauerkrone, rechts Figur des Königs mit Mauer- 
krone und dem durch einen Punkt angedeuteten Globus. 

.SL. 30 Millim. Collect de Bartholomaei T. VH, F. 17. 

No. 211. 
Av. Schakpuhir Malkan Malka (sie). 
Rv. Ohne Legenden. Beide Seitenfiguren ohne Globus. 
JR. 27 Millim. 3,7 Gr. In meinem Cabinet 



G6 



Mm'dtvHtnn^ die Afünzett der Sas^nniti^n. 



No, 212. 

Äv Baffi ScItaJi. Malk(an) Maika I(ran). 

Ev. Nuva-tvhah^ auf dem Altarschaft riigt. Zu beiden 

Seiten der König, 

^. 22 Millim. 3,75 Gr. In luemeni Cabinet. 

No, 213- 
Av. Mtmhuiis^i Bm^i SchahjnJiri Mnlkan Maßca Imn 
V Anirafn). 

Itv. Anuf'i'f) -Srhfih} auf dem Altarscliaft rast. 
^. 22 Millim. 'd,i^ Gr, In meinem Cabinet. 

No. 214, 

Av. Legende angeordnet wie No. 184 unleserlich, scheint 
bloss iSchahjmhn zu sein. 

liv. ühue Seitenlej,'ende ; auf dem Altarschaft, eine iindeut« 
licho Lpgende. Beide Seitenfigurf^n ohne Globus. 

JR, 23 Millim. 3,7 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 215. 

Av, Mazdaütsn Bngl St'htfhpuhri Mnlkan Malk(a) 
Rv, Seitenlegenden luideutlich; auf dem AlUrschaft 
Beide Seitenfiguren ohne Globus. 

JR. 28 Millim. 4 Gr. In meinem Cabinet 

No. 216. 
Av. Eine kurze unleserliche Legende. 
Rv. Ohne alle Legenden. Seltcutij?uren ohne Globus, 
Fotin. 20 Millim. Collect, de Bartholoma^i T. VIH F. 1. 

No. 217. 
Av. Barbarische Arbeit und vor dem Gesicht eine kwrtB 
barbarische Legende. 

Rv. Auf dem Altarschaft ras(t}» Seite ntiguren ohne Globus, 
^. 20 Millim. Collect- de Bartholomaei. T. suppl. F. 14. 

No. 218. 
Av, Wie vorige Nummer. 
Rv. Ohne Legenden, 
^. 14 Millim. Bei dem Münzhändler H, Hoftrnann in Paris. 

No. 219. 
Av. Mtfzdaiimn Biifji Schakjmhrl Mtdkan MtdJai. 
Rv. Unlf^serliche Legenden. 
Af. 14 Millim. Hei dem Mün^hündier H. Hoffmanu in Parisr 

No. 220. 
Av. Auf der rechten Seite eine unleserliche Legende, ver- 
muthliuh Mtdkmi Malku, 



XIV, Schapur IL 59 

Ry. Ohne alle Legenden. Seitenfigoren ohne Globus. 

JBL 30 Millim. 4,1 Gr. In meinem Gabinet. 

Die folgenden kleineren Münzen, ünterabtheilungen der 
Drachme, so wie Kupfermünzen konnten nicht mehr nach dem 
bisher befolgten Prinzip geordnet werden, weil fast nie die Ge- 
sichtszüge deutlich genug sind um auf ein geringeres oder grösseres 
Alter mit Sicherheit zu schliessen; ich kann sie also nur nach 
den Yerschiedenen Typen anordnen; wegen des Feruers in der 
Flamme gehören sie gleichfalls zur ersten Begierungsperiode 
Schapur's 11. 

No. 221. 

Av. (Vom anfangend) Matka Schahpu(hri). Vor der Brust 
ein Stern mit 6 Strahlen. 

Rv. Links nichts, rechts 2 Striche; auf dem Altarschaft 
rttst Seitenfiguren ohne Globus. 

M. 14 Millim. 0,54 Gr. In meinem Cabinei Auch im 
Gabinet Subhi Pascha und in der GoUect. de Bartholomaei 

T. \an, F. 2. 

No. 222. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol V 
Rv. Ohne Legende. 
JR. 2 (Mionnet). K. K Cabinet in Wien. 

No. 223. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol ^ 
Rv. Ohne Legenden. 
M. 11 MiUim. CoUeci de Bartholomaei T. Vm, F. 4. 

No. 224. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol I 
Rv. Ohne Legende. 
Ä. l'/a (Mionnet). Gabinet Subhi Pascha. 

No. 225. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol ^ 
Rv. Ohne Legende. 
.Si 12 Millim. 0,45 Gr. In meinem Gabinet. 

No. 226. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Kopfe ji^ 

Rv. undeutliche Legenden. Seitenfiguren beide mit dem 
Globus. 

M, 12 Millim. Gollect. de Bartholomaei T. suppl. F. 13. 

No. 227. 
Av. Legende in 2 Zeilen. Die erste Zeile beginnt vor der 
Vorderspitze der Krone und geht längs dem Gesichte nach unten ; 



60 



]\ttn*fUmanHf dm 



;r SfLHminiileti, 



ßie lautet Srk'thjmh(n) ; daüii beginnt die zweite Zeile» untfr thr 
Brust und g^eht von da auch rt^ehts hijiauf und t*ndij?t am Hinter- 
kopf: Mfdkan MaU'tt Iran v Anirnn. Einzelne Charaktere sind 
niciit gaüz deutlich. 

Rv. Ohntj Seitenlegenden ; auf dem Altarsohaft rasti. Links 
und rechts der König mit dem Globus, 

M, 14 Millim. Beschriebeu von E. Thomas in Numismaüc 
and other imtiquanan lllustrtition8 of the reign uf the Sassanians, 
und abgebildet ebündtiselbst PI. IV, No. 5. 



No. 228. 
Av. Vor dem Gesicht änfi Symbol 
M. Obolus im Berliner Cabinet. 

No. 229. 

Av. Vor dem Gesicht das Symbol 
.M. Obolus im Berliner Cahinei 



8 



n 



No. 230. 
Av. Vor dem Gesichte das Symbol ^ 
Ä\. 10 Millim. 0,43 Gr. In rueinem Cabinet. 

No. 231. 
Av. Unleserliche Legende. Vor dem Bart das Symbol >\ ^ 
Ohne Grenetis. 

Rv. Auf dem Altarschtift unleserliche Legende. Gr«netiR. 
M. 24 Millim. Collect, de BarthoJomaei T. VIII, F. 5. 

No. 282. 

Av. Unleserliche Legende. Vor dem Gesicht ein Halbmond s** 

Rv. Ohne Legende. 

JE. 14 Millim. In meinem Cabinet. In der Ctdlect. de 
Bartholomaei T. VIII, F. 6, 7 zwei Stücke, von denen eins mit 
dem meinigen ganz üboreinstimmt, das andere aber auf Kv. eine 
kleine Abweichimg aii;,'iebt, indem der obere Aufsatz des Feuer- 
altars isolirt zwischen dem Unterbau des Altars und der Flamme 
dargestellt ist; auch auf Av: weicht die Zeicbnung ab, indem 
der Bund nur wenig dus Greuetis streift, wahrend auf dem andern 
Exemplare und auf dem roeinigen er das Grenetis durchbricht. 

No. 233. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht das Symbol Y 
Rv. Ohne Legende. 
M. 1*> Millim. In meinem Cabinet. 







No. 234. 


Av. 


Ohne Legende. 


Vor fbnn Gesiebt das Symbol ^ 


Rv. 


Ohne Legende. 





XIV. Schapur IL ßi 

JE. Viereckig. 11 X 13 Milüm. In der CoUect. de Bar- 
tholomaei T. Vm, F. 8. 

No. 235. 

Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht Halbmond und 
Stern ^ 

Rv. Ohne Legende. 

J£. 10 Millim. In der Collect de Bartholomaei T. VUI, F. 9. 

No. 236. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol (o^ 
iE. Im Berliner Museum. 

No. 237. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol M 
iE. Im Berliner Museum. 

No. 238. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol 'V* 
M. Im Berliner Museum. 

No. 239. 
Av. Vor dem Gesicht das Symbol "V 
iE. Im Berliner Museum. 

No. 240. 
Av. Vor dem Gesicht ein Stern mit 6 Strahlen. 
JE. Im Berliner Museum. 

Zweiter Typus. 

Der zweite Typus unterscheidet sich vom ersten hauptsäch- 
lich durch die Abwesenheit des Feruers in der Flamme des Feuer- 
altars ; letztere selbst ist auch breiter und grösser, sowie auf dem 
Avers der kugelförmige Bund reicher mit Perlen versehen ist. 
Auch ist die Arbeit in künstlerischer Beziehung besser ausgeführt. 
Der KOnig ist immer sehr stark bärtig. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 55. 56. II, 9. 
12. lU, 30. 31. 33. 42. 44. 

No. 241. 

Av. Mazdaan (sie) Bagi Schahpvhri MaUca. 

Bv. Unleserliche Legenden. Links der König. Im Felde 
links von der Flamme das Symbol j^, rechts ^ 

^. 5'/, (Mionnet). 7,40 Grammes. Cabinet Subhi Pascha. 
No. 242. 

Av. Die Legende fängt unten vor der Brust an und geht 
rechts hinauf. Masdaiasn Bagi Schdhpukri {sie) Malkan MaUca 
Iran v Ani(ran). 



l AforiUitutun^ die 

Ilv. Svhuhjmhft' /, und üUer der Flamme MaUn ,könighcli' 
^. 22,f* Millini. Im Boi-liner Museum. 

No. 243. 

Av, M(tzciutii87i Biuji SrhftJtjtmhri Malkan McUka Jnm 
V Afiiran. 

Bv. Ä^nra - ScltaJiQmhri). Auf jeder iSeite des Altars der 
König. Auf dem Mtarschaft ^ 

M. 26 Millim. *\.i\ Gr. In meinem Cabinet Collect de 
Bartholomaei T. VIII, I\ 1. 

No. 244. 

Av. Dieselbe Legende wie in der vorigen Nummer, aber so 
Mgeoz^et, dass die letzten Buchstaben des Wortes Antran iu 
fltetr iweiteu Reihe unter den) Worte Mazdaius7i stehen , auf 
einer Münze tm, auf einer andern trän. 

Rv. Wie vorige Nummer. 

M, 23 und 24 Millini. Collect, de Barf.holomÄei T. \TI, 
F. 2. 3. 4. 

No. 245. 

Av. Mtizdiiüt^i Schaji^ndiri MaUcmi Mnlku Irft(n). Das 
Wort Btujt fehlt. 

Rv. Nuvazi- Links der Kilnig. Auf dein AlUir- 

schÄft ^ 

M. 25 MilUm. Collect, de Bni-tholomaei T. VIH, F. 5. 
No. 24Ö. 

Av. Unleserliche barbarische Legende. 

Bv. Desgleichen. Links der König. Im Felde links y, 
rechts ^ 

AI. 27 Millim. 3,8:. Clr. In meinem Cabinet. 
No. 247. 

Av. Mttz*!4uajfn Btu/i S<-hahpuhri Mtdka, 

Rv. Nwa - ^rh(JtQmhrt'), Auf beidyn Seiten der König. 
Auf dem Altarsclaaft das Sjnibol ^ 

.SL 25 Millim. 2,7* Gr. In meinem Cabinet. 
No. 248. 

Av. Mazduidfni Bm/i Schttli/niJiri Mtdk'AJtii Midku Iran 
Mmo-fs*'hi'tf'i num Jeziian, 

Kv. Nurazi-St'haJtimhiri f unter dem Altar h'lan). Zu beiden 
Seiten der König. Auf dem Altarschaft ^ 

M. 25 Millim. Collect de Bartholomaei T. VI, F. 13. 
No. 249. 

Av. MiiZ^hiifisji Bfi4)i ScJt(thjmhri Iran Miiiot^rhetri inem 
Jezd*m. Di.»r Künigstit^^l MaUai oder XLdhtn Malka fehlt. 




XIV, Schapur IL 63 

Rv. Nuvasd - Schahjmhri. Auf jeder Seite des Altars der 
König. Auf dem Altarschaft j^ 

Sl 26 Millim. 2,5 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 250. 
Ar. Mazdaiaan Bagi Schahpuhrt MaUcan Mcdka Iran, 
Bv. NuocL-Schahpu^trt), Links der König. Im Felde links 
y, rechts ^ 

JEL 27 Millim. 2,85 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 251. 

Av. Mazdamsn Bagi Schahpuhrt MaUcan MaJka Iran 
Mmo-tschetri men Jezdan, 

Rv. Nuvazi - Schahpuhri ; unter dem Altar As (Ispahan); 
links und rechts der König; anf dem Altarschaft f^ 

JBL 27 Millim. CoUect de Bartholomaei T. VI, F. 14. 

No. 252. 
Wie vorige Nummer, jedoch in der Exergue statt Ispahan den 
Prftgeort «i/ Bcus , , . 

M. 26 Millim. Collect, de Bartholomaei T. VI, F. 15 (und 16?). 

No. 253. 

Av. Mcusdaiaan Bagi Schahpuhri MaUcan MaUca Iran 
V Ani und in einer zweiten Reihe rfan), 

Rv. NuiHi - Schahpu(hri), Beide Seitenfiguren mit dem 
Globus. Auf dem Altarschaft ^ 

M. 22 Millim. 3,65 Gr. In meinem Cabinet 

No. 254. 
Av. unleserliche barbarische Legende. 
Rv. Desgleichen. Beide Seitenfiguren ohne Globus. Im Felde 
links g, recht« j^ 

JBL 28 Millim. 3,6 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 255. 
Av. Mazdaiasn Bogt Schahpufhri) MaUcan MaUca Iran. 
Rv. Nuva- Schah(puhri). Im Felde links ^, rechts y. 
Auf dem Altarschaft unten ein Punkt 

JR, 27 Millim. 3,59 Gr. In meinem Cabinet 

No. 256. 
Av. Mazdaiaan Bagi Schahpuhri MaUcan MaUca I(ran), 
Rv. Schahpuhri - J^va. Beide Seitenfiguren ohne* Globus. 
Im Felde links y, rechts f^ 

JBL 26 Millim. Collect de Bartholomaei T. VI, F. 12. 



64 Mordtmann, die Münzen der Sasaanideti, 

. No. 257. 
Av. Mazdauisn Bagi Schahpuhri Malk<m MaUea Iran. 
Ry. Nuvazi- VaraJiran (sie). Links der K(3nig. Auf dem 
Altarscbaft f^ 

No. 258. 

Av. Mazdaiasn Bogt ScIuüipaJvri Malkan Malka Ira(n 
Miiw)t8c1ieh'i men Jezdan. Das Diadem mit reicbeu Zierraten 
versehen. 

Rv. Nuvazi- Sclialqnihri Links und rechts der König. 
Neben der Flamme links ^, rechts y 

M. 27 Millim. 3^35 Gr. In meinem Cabinet 

No. 259. 

Av. Unleserliche Legende. Doppeltes Grenetis (was sonst 
nicht vorkommt). 

Rv. Nuvazi- .... Links und rechts der König. Neben 
der Flamme links j^ , rechts ^ . Doppeltes Grenetis. 

M,. 27 Millim. 3 Gr. In meinem Cabinei 

No. 260. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesichte 3 Punkte V 
Rv. Ohne Legende. 
^. 2 (Mionnet). Cabinet Subbi Pascha. 

No. 261. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht O 
Rv. Ohne Legende. ^ 

A. 10 Millim. 0,55 Gr. In meinem Cabinet. 

Dritter Typus. 

Der dritte Typus zeigt auf der Kehrseite den Typus der 
Münzen Ardeschir's I, d. h. ohne Seitenfigureu, dagegen einen Altar 
mit breitem Obersatz und zu beiden Seiten ein Feuerbecken. 
Dieser Typus kommt verhältnissmässig nur sehr selten vor. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 59. 60. U, 10. 11. 
m, 34. 35. 36. 37. 

No. 262. 
Auf Av. u. Rv. Barbarische Legenden. 
JV. 20 Millim. Collect, de Baiiholomaei T. VII, F. 6. 

No. 263. 
Av. Statt der Legende eine Anzahl kleiner Halbkreise yyyyyyy^ 
Rv. Desgleichen. 
^. 5 (Mionnet) 6,9 Grammes. Zum Verkauf ausgeboten. 



XV. St'hnpttt' 11 ittul JezfUigird L 



6& 



No. 264. 
Av. Wie vorige Nummer. 
Bv, Rechte Nntuizt] ILuks Svhuhpfnhrl). 
^. 20 Millim. Bei dem Münithändler H. Hoftmimn in P;iriß. 

No. 265. 
Av. ünleserliclie Leg«^nde. 

Bv SchuhpuhrL 

M. 25 Millim. Collect, de Baiiholomaei T, VTI, F, 7. 

No, 2<><i. 

Av. MazdatasTi Biyji i^rhttJipttJu't Malkan Muikuji Malk<i 
Jron Mmo, Das Wort Malkan zweimal. 

Bv- Nm^azi S<'hnhjmhri. 

M, 22 Millim, Collect, de Bartholomaei , T. Suppl. F. 12. 
Ein sehr schönes Exemplar. 

^ No. 267. 

^■^ Av, Ohne Lejifende (vor dem Kopf abgebroeben). 

^^^^ Bv. KuTAt' ujiverständliche Legendi^. Der Altar 

^^^H JEL l<Kf> MiUiin. lo meinem Cubiuet 

^V No. 268. 

^F Av. Schahp^ih(ri). 

^" Bv. Zerstörte Legende. Auch di<j KobltJübeckeD scheinen 

voi fehlen. 

M, 18 Millim. Collect, de liartholomaei T. YIU. F. 8. 

No. 260. 
Av. Zerstörte Legende. Vor und hinter dem Kopf eine KugeL 
Bv. Zerstörte Lfjgende. 
J!L 3 (Mionnet). Cabinet Subhi I^ascha. 



XV. S eliapur II und Jezdegird L 

lige orientalisr.he Chronisten erwähnen eines Jezdegird, 
reicher ausser den wohlbekaimtcn drei Königen dieses Namens 
»urze Zeit in Persien regleit habe, während die byzantinisulien, 
»yrischen und arm^^nischeu Quellen nichts von ihm wissen; aber 
[auch selbst jene morgen! indischen Quellen zilhlen ihn nicht in der 
Beihe der Sassaniden auf; chronologisch lässt er sieb auch nii-gends 
[einreihen. 

Die numismatischen DenkmUler geben uns einigen Aufschlussj 

heweisen. dass er wirklich existirt hnb^^ und dass es ihm 

scheinlich gelungen ist, sich, wenngleich nur kurze Zelt in 

ifgvnd einem Theile der OstbJÜft« der Monarcliie unahbiin*,ng 

m beliitupten. Bei dem ganzlichen Mangel an handschriftlichen 

[Kttchrichten bleibt es das sicherste ihn von der eigentlichen Reihe 

ler SHSHuni den - Könige auszuschliewseu ; indessen dürfen wir die 

IS»I. XXMV. ./ 



66 



Morätmtmfi, die 



Mimzeil ^ die von ihm Kunde gebeo, nicht vernachlässigen, eben 
weil sie deii Mangel an geschriebenen Nachrichten einigemu^seo 
ergänzen. Wir finden diesen Jezdegird im Verein mit Scbapnr H 
mid auch ganz allein, woraus eben hervoi-geht, dass er schon 
unter Schapur II irgendwo Statthalter gewesen sein muss. 

No. 270, 

Av. Srhahpuhri Malk^in Malka Iran. Büste Schapur's H 
wie üblich. 

Rv. Zwischen der Figur zur Litikeu und dem Feueraitar 
A CfV* 'f^zdike(r)ti; auf dem Altnrschaft (r)ast. Beide Seitea- 
figuren ohne Globus. Der Feruer in der Flamme nach rechts. 

M. 21 Millira. 3,a Gr. In meinein Cabinet. 

Die Münze, welche ich I, 131 beschrieben habe, und welche 
ich bei 8ir H. llawliiison sah , als derselbe hier auf der Reise 
nach England passirte, stimmt sehr schön zu der vorstehenden, 
indem der Revers mit derselben identisch ist, während der Av. 
bloss den Namen Jezdikerti enthält. 

Anderweitige Denkmäler Schapur's IL 

1) Ein Basrelief auf dem Felsen von Tak-i Bustan, nahe bei 
Kimianschah, stellt die Figiiren Schapur's II und Schapur's IK 
vor; erstercr steht zur Rechten, letzterer zur Linken, beide dem 
Beschauer zugekehrt. Der Kopfschmuck ist zerstört, doch erkennt 
man noch den kugelförmigen Bund. Von den Inschriften sin^ 
mehrfache Copien gemacht, mid S, de Sacy. Rawlinson, E. Thonuis, 
Spiegel und andere Gelehrte haben sich mit ihrer Auslegung 
beschäftigt. 

Das Denkmal selbst ist augenscheinlich zur Zeit Schapur's UI 
oder nach dessen Tode ausgeführt. Ich gebe hier nur die Tnins* 
acription und Uebersetzung der Inschrill, welche sich auf Scha- 
jmr II bezieht. 

Patkari zen-i Mazdaiasn vobia Schalipuhri Malka(n) MaUcA 
Iran v Aniran Min(o)tschetri men Jezdan, bar-i Mazdaiasn vohia 
Obranmzdi Malkan Malkii Iran v Aniran Mino*tÄcheiiri men Jezdan, 
nati voliia Kersehi Malkan Malka. 

.Dies ist das Bild des Hormuzdverehrers , des vortrefflichen 
Schapur, König der Könige von Iran und Tumn, aus himmlisthem 
Keim entspro.sHen , Sohn des Hormuzdverehrers , des vortretnichen 
Honiwzd, König der Könige von Iran und Turim, aus himm< 
lischem Keim entsprossen, Enkel des vorlreftlichen Nersi, König 
der Könige*. 

2) Sir W. Ouseley copii*te in den Ruinen von Persciiolis zwei 
Pehlevi-Inscbriften, und veröffentlichte dieselben in seinem Rnise- 
werke Vol. II, PI. XLII. Der Zusttmd der Copien ist aber der- 
artig, dass von einer Angabe des Inhalts gar kerne Rede sein 
kann. Nur so viel erkennt man, dass die untere, B, sich »nf 



Ji 



XV, Schapur II w^d Jezdeffird I. 67 

Schapur 11 bezieht, dessen Name und Titel nicht weniger als 
sechsmal in den 11 Zeilen yorkommt 

3) In den Ruinen von Schapur, nahe bei Kazerun in Pars, 
befinden sich einige Denkmäler, nämlich eine koloss£kle aber nie- 
dergestürzte Statue und eine Anzahl Basreliefs, von denen wir 
ia)büdungen bei Ouseley Vol. I, PI. XVIII und XIX, James Morier 
(A. Second Joumey through Persia) S. 80 und PL ü, J. Johnson 
TL s. w. haben. Sämmtliche Darsteller sind der Ansicht, dass die 
Statue Schapur I vorstelle, und dass die Basreliefs sich auf die 
Ge£uigennahme Yalerian's beziehen. Indessen kann ich mich dieser 
Ansicht nicht anschliessen , weil der künstlerische Charakter der 
Atisfährung so wie der Typus der Figuren nicht de^ Epoche ent- 
spnelit; ich glaube vielmehr, dass es die Statue ScLupur's 11 ist, 
nnd dass die Basreliefs etwas anderes vorstellen. Aus Ouseley's 
Zeifthnimg ist nicht viel zu entnehmen; dagegen ist Morier's Dar- 
stellnng sehr anschaulich; es sind 9 Felder; die beiden ersten 
Felder links zeigen je 5 persische Reiter, so wie das Pferd eines 
sechsten Reiters. Das dritte Feld, das grösste von allen, zeigt. 
die Beiterfigur des Königs , gerade so wie Schapur 11 auf seinen 
Münzen dargestellt wird; neben ihm steht eine Figur, die ihm 
etwM überreicht, wahrscheinlich ein Diener; eine nackte geflügelte 
Figur fliegt auf den König zu, um ihm ein Diadem zu überreichen. 
Unter den Füssen des Pferdes liegt ein erschlagener Feind; vor 
dem König ist ein Feind in knieender Stellung mit ausgestreckten 
/ Binden; neben demselben stehen zwei persische Soldaten. Ich 
giiabe demnach, dass der unter dem Pferde liegende erschlagene 
Febd den Kaiser Julian vorstellt , während der Bittende , dessen 
rtmisches Costüm unverkennbar ist, den neuerwählten Kaiser Jo- 
▼itt Torstellt, der den Schapur um Frieden bittet. 

Von den übrigen 6 Feldern ist das eine, das am meisten 
luch rechts oben befindliche, leer; die andern enthalten Dar- 
stellnngen römischer und armenischer Krieger mit Feldzeichen. 
D« Ganze stinunt sehr gut zu den geschichtlichen Verhältnissen 
der Jahre 362 und 363 unserer Zeitrechnung. 

Eine Abbildung der sämmtlichen Basreliefs befindet sich auch 
in Malcolm's History of Persia Vol. I, p. 254. 

4) Eine ganz ähnliche Darstellung finden wir auf einem Bas- 
i^ei; welches Sir W. Ouseley in Darabgird entdeckte und zeich- 
oete (Travels Vol. 11, PI. XXXV) und mit der Unterschrift Schapur 

r^nd Valerian versah. Eine etwas abweichende aber wahrscheinlich 
nclrtigere Zeichnung lieferte Flandin (Perse, PI. 33). Eine Königs- 
fig«r ro Pferde, mit Helm und kugelförmigem Bund, legt die 
I^ auf den Kopf eines bejahrten Mannes, der sich in bittender 
Stellang ihm nähert, während ein anderer ebenfalls in bittender 
Stellung den Zügel des Pferdes ergreift. Unier den Füssen des 
Pferdes liegt ein erschlagener Feind, augenscheinlich Julian vor- 
stellend, während der König dem bittenden römischen Kaiser 



68 



Murdtmatinf (Vf Afürt^cn tltu* SfijtiKtu!fli*u, 



Jovian den Frieden bewilligt; die andeiv Figur, welche 
Pferde in den Zügel greift, hat auf Ouseley's Züichrittiig ein 
Gewand, und soll wolil den anneniscLen König Tiridates, Julian'! 
Bundesgenossen, vorstellen. Hinter beiden sieht man noch eine 
n nippe von 25 Figuren mit entblössten HiUiptem und ein Ffenl 
mit einem Wagen; hirit<er dem König eine Gruppe von 16 por- 
ßisühen Kriegeni. 

XVI, Ardeschir IL 

Av. Büste des Königs nach rechts, mit Diadem, einfacher in 
Form einer Kitppe eng imschliessendeu Krönte und dem kugelför- 
migen Bund, wek'ber letztere jedoch auf den (loldmünzen fehlt. 

Rv. Einfacher jVltjir mit der Figur des Königs auf beides 
Seiten, ohne alle Logendcp, Auf den GoMmünzen ist noch der 
Feruer in der Flamme, und nur die Figur zur Linken hat den 
Globus, 

Münzen dieses Königs habe ich beschrieben 1, 79. 80. 8L 
II, 16. III, 45 bis 51. 

No, 27L 
Av, Maz^Ittiami Bcu/i ArlaJt.sr/u'(f)r Malknn Ma/ka Iran. 
A^. 25 Mülim. Collect, de Bm-tholumaei T. VllI, h\ lU. 

No. 272. 
Av. Mtizfdaioiffi) Bm/t ArüiJtsrhi'tf Malka. 
M, 28 ilillim. CoUect. de Bartholomaei T. MIl, F. 11. 

No. 273. 
Av. (bei der Brust anfangend) MtiZ(kwij$n Btufi Arta/t(scket)n 
Malka, 

JR. 28 Millim. Ü,«* Gr. In meinem C ab inet. 



n 



No, 274. 
Av, Mdztlatami Btuji ArhJtsvheir Ma(lka). 
JR. 29 Millim. CoUect. de Bartholomaei T. \lll, F. 12. 

No. 275. 
Av. Legende wie vorige Nummer. 
La LTebcr der Flamme iiju, vielleicht fran? 
AI 27 Millim. CullecL de Bartholomaei T. VlII, F. 13, 

No, 276. 
Av, Mazdatttmi Btufi Artahftvhetr Maikfttn Mn(k\n Irniu 
Ä\. 20 Millim. CoUecL de Biirtholomaei T. VIIL F. 14. 

No. 277. 
Av. Eine bei der Brust anfangende barbarische Legende. 
Ä\. 28 Millim. Collect, de liartholomaei T. Vm, F. 16. 




-YtV. Ari 



ipnr Jli, 



No, 278. 
F. Mtmiaiam Bf igt Artuhsvhrfr Malknn Malka Malka 
vm. Das Wort Malht \m Königstitel zweimal. 

JB* 25 Millim. Collect, de Üai-tbolomaei T. VIII. F, 15. 

No. 279. 
Av. Maztlaiasn Bcuji Arfahsehet{r). 
JBL 27 Millim. 4.03 Gr. In raeinem Cabinet 

No. 280. 
Av. . . ArtxiJischetr, 
Rv. Wie No. 275. 
JR. 28 Millim. 3,4f» Grammfis. In meineiD Cabinet. 

No. 28 L 
Av. Otne Legende; vot dem Gesiebt das Symbol / 
Bv. Ohne Figuren; auf jeder Seite des Altars ein Koblen- 

J^ 11 Millim. Ot.n iW, In mein*^m Cabinet. 

No. 282. 
Av, Ohne Legende; vor dem Gesiebt f 
Rv. Wie vorige Nummer, 
jR, 1 '/^ (Mionnet). Cabinet Snbbi Pascba. 

Anderweitige Denkmäler Ardescbirs IL 

Ich scbreibe Ardescbir II ein Basrelief zu, von welchem wir 
[Abbildongen in Sir tlobn Maliülm's History of Persiii und Sir 
)b. Porter's Travels Vol IT PL 66 haben. Es stellt zwei könig- 
»che Figuren dar, von denen die zur Rechten der andern ein 
liadem überreicht. Die Figur rechts gleicht in ihrem Kopfputz 
'^enan dem Typus auf den Münzen Scbapur's II utid die zur 
linken dem Tyjius aul" den Münzen Ardeschir*s 11. unter ihren 
Föflsen liegt der Leichnam eines üb envun denen Kriegers. Links 
von Ardescbir II ist diö Figur Hormuzd's mit dem Scepter in 
der Linken, das Haupt mit einer Glorie von Sonnenstrahlen um- 
geben, mit den Füssen auf einer Sonnenblume stehend. Der 
dftgene Krieger ist wahrscheinlich Jexdegird I, der sich ent- 
•r kurz vor oder nach dem Tode Schapurs II empört und 
letcbir II den Thron streitig gemacht hatte. 

^^ft XYn. Schapurin. 

^^^^ Av. Büste des Königs nach rechts, n>it Diadem, Krone in 
^Bporui einer Feldmütze und kugelförmigem Biuid. Auf f\m\ Guld- 
^■müoxen ohne Kmne und ohne Globus, bloss das Diadem. 
" Bv. Auf dem AUarschaft in der Regel die Legende rast 

.richtig*, und in der Flamme der Fenier nach rechts. (Wo Ab- 



4 



70 



Moi'tthnnufiy dif MüHZt^n der tioMMm 



weiclitmgeii von diesem allgemeinen Typus vorkomraeu, bemerk« 
ich es). 

Miinxen dieses Königs halie ich lieschrieben 1 82 bis 99* 
11 17. 18. III 52. 53. 

No. 283. 
Av. Sf'Imlqmhri . . . Bart und Haupthaar gekräuselt 
Rv. Erlosdienö Legenden. Links dur KVmx^, 
Af. 19 Milliiu. -3,:»^ (Jr. In meinem Cabinei. 

No. 284, 
Av. Si'hohpnhn. Der Kopf mit einem Diadem und ein^r 
hohen runden Mitni ^rezi»^rt. 

liv. Ohne Legond*ui. Auf dem Altfl.rschafl 1^* 

Mt. G (Mionnet). 4,ir* CJr. Cttbiuet Fmkesch v. Ost-en, 

No. 285. 

Av. (Maxda)i(wn Btuji (Srhohjmhri } Malkun MalJca Inm, 
Typus wie No. 28:3. 

Rv. Seitenlegenden verkehrt, links tl/vo SrkaJijt^ rechts 33 IT, 
Links uud rechts der König. 

^. 21 Millim. Beschrieben und abgebildet bei E. Thomas, 
Numismatical and other Aiiti([uariiin lUustrations etc* PL IV, No. 1; 
er schreibt die Münze Hehapui' II zu, indessen genügt, ein Blick 
ikuf den Ktj\4' des Künigs auf der (iiddmünze und auf den Ferner 
der Öilbermünzen um sofort überzeugt zu sein, dass sie nur 
Schapur III zugetbeilt werden koiui. 

No. 286. 
Av. Xffizdaiasti Bufji Srhnltjmhri Mtdkan Malka Irmi 
if Amrttti. 

Kv. Si'huhp.'^lfit(ri) ,8chapur der Feuerverehrer*. 
M. 7^1 (Mionnet), Cabinet CayoL 

No. 287. 
Av. Miizdattisti ßtufi Sclutlipükri iji MnUcum Maüai J(ran) 

,der Hornmzd Verehrer, der göttliche Sciiapur, welcher Köni^ der 

KiVnige von Iran (i.st)*. 

Rv. &lttjhp.-Afii. Links und rechts der König, 
JR. 23 Millim. ü,«ri Gr. In meineni Cabinet, 

No. 288. 
Av. Muzdaüi(ftn) Btuji Sthtihimhri Ma/l'im (Alalka), 
Rv. ühn«^ Seiieidegenden, Links timl roebts der König. 
JH, 2,'^ Millim. 3,11 (»r. In mt^ineni ttabinet. Auch Collect 
de Bartholoiiiaei T, IX, F. y* jedoth nicht gani identis<ih. 



XVIL Sckapur III. 71 

No. 289. 
Av. Mazdaiasn Bagi Schahpuhri (Ma)lkan Mal(ka). 
Bv. Schah-Aturt. Xiinks nnd rechts der König. 
JBL 25 Millim. 3,85 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 290. 

Av. (Vor der Brust anfangend) Mazdaiasn 

Bv. Ohne Seitenlegenden; anf dem Altarschaft i^(?); Seiten- 
%iiTen ohne Globos. 

JBi 24 Millim. 3,84 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 291. 
Av. (Vor der Brost anfangend) Mazdamsn Bagi Schah- 
m{Är)i MaOean Ma(1ka). 

Bv. Ohne Seitenlegenden; links und rechts der König. 
' M. 23 Millim. 3,8S Gr. In meinem Cabinet ; auch Collect 
de Bartholomaei T. IX, F. 4. 

No. 292. 

Av. (Vor der Brust anfangend) Mazdaiasn Bogt Schahpuh 

Bv. Ohne Legenden. Links und rechts der König. 
M. 24 Millim. 3,4 Gr. In meinem Cabinet 

No. 293. 
Av. 8(^uih!puhri MaUca. 

Bv. Ohne Legenden. Seitenfiguren ohne Globus. 
2SL 24 Millim. 3,« Gr. In meinem Cabinet. 

No. 294. 
Av. Unleserliche barbarische Legende. Auch der Typus bietet 
verschiedene wiewohl geringfügige Modificationen dar. 
Bv. Ohne Legenden. 
M. 23 Mill. 3,&6 Gr. In meinem Cabinet 

No. 295. 

Av. (Mazda£a)sn Bagi ßchahpuhfri) MaJkan M(alka). 

Bv. Links und rechts der König. — Seitenlegenden nicht 
Torhanden. 

S^ 26 Millim. 3,7 Gr. In meinem Cabinet Auch Collect 
de Bartholomaei, T. IX, F. 7. 

No. 296. 
Av. Mazdaiasn Bagi Schahpuhri gi M(alka). 
Bv. Ohne Legenden. Links und rechts der König. 
JBi 24 Millim. 3,6 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 297. 
Av. Schahpuhri (Maljkan (MaOca), 



72 



MorfUmannt dtt! Münzen tlar Snxfiimidfi4, 



Rv. Ri>clits Hrhahfiii- links ri; auf dem Altarschaf), nichts, 

links und rechts dpr König. 

M. 23 Millim. 3,9 Gr. In meinem Cabinet. 

. No, 298, 

Av. (Vor der Brust auffindend) Hrhah^nihri MaÜ^(an) Malka. 

Rv. Ohne Lf^genrlen. Seitentigurnn und Feraer in einfiicber 
Kappe. 



M 



Mill. 



Collect, de Baitholomaei T. IX, F. 1. 

No. 299. 
Av. Mazdaidmi Bmji 8cfmJ*/mhri Mfähm Malka Iran v 
(Av/rmi). 

Ev. Sf^hdhp.-Atn. Links und rechts der König. 

M, 27 Millim. Collect, de Bartholomaei T, DC, F. 2. 

No. mi\ 
Äv, Aftt£dain(s7i Baffi) SclmJi^pHjhri Jfaih'an (Mttika). 
Rv. ...... Atti, Seitenfigaren undeutlich. 

M, 24 Millim. 3,78 Gr. In meinem Cabinet 

No. 301. 
Av. (Vor der Brust anfangend) Mazdai/tmi Boffi SvhahpuJiri 

Midkianjy dann m einer zweiten Zeile über dem Hintertheile des 
K o piputzes Ma Ika . 

Rv. Ohn(f Legenden. Beide Seitentiguren mit dem Cilobtts. 

M. 24 Millim. Collect, de Barthulomaei T. IX, F. 5. 

No. ^J02. 
Av, (Vor der Bmst anfangend) Miizdu/iiftn Bmji Svhih(imhri^ 
Rv. Links nichts, rechts Hrh<th(pukri); auf dem Altiu*schiifl 
^in (?). Links und rechts der Ktinig. 

M. 24 MilUm. Collect, de Bartholomaei T. IX, F. 6, 

No. 303. 

Av. Mazdauisn Bagi Sehahptütri MaUcmu 

Rv. j\*\ E»; dies würde beissen VaJi-mn was keinen 

Sinn giebt; ich vermuthe, dass es x\ax jrxi SrhtihfjnJtr^ 

At(turi) sein soll. Auf dem Altarschaft nichts. Links und rechts 
der König. 

M>, 25 Millim, 3,«? Gr. In meinem Cabinet. 

No. 304. 
Av. Masdmtui-n Dm/r *Sclnthjnikri Mti^'an Moikn ^ und in 
einer 7,wert*in Zeile bei der Brust Kttdt „Prinz". 

Rv. Ohne Seiteulegenden. Links und rechts der König» 
M. 25 Millim. CoUeci de Bartholomaei T. IX, F. 9. 



XVI 1. Sckapur JIL 



7S 



No. 305. 

A.V. Maziktuimi Btu/i Si-halij/uhii Mulkan Maifc(a) Ira(n), 
Rv. Ohne he^fmden. Links und rechts der König. 
JIX. 26 MilL 4.CI4 Gr, In meinem Cabinet. 

No. UOB. 
Av. Afasilaiasn Btuji Ht'hahpiJiri MaUian Maü^, 
Ry. SchaJt{jiuhri)'Afur(i). Links und rechts der König. 
jSL 23 MiUim. Collect, de Bartholomaöi T. IX, F. 10. 

No. 307. 
Av. Mtizdatasn Bmp' Sr/uikpu/in Mnlkan Malka A. 
ßv. Ohne Seitmilegeiidpn. Jjinks und rechts der König. 
A. 23 Milliiu. CoUeet de Bart-holournei T. IX, ¥, 11. 

1^0. 308. 
Av. Miizdaiasfii Bwji SvhaJtjnt/iri gi Malkan Malka. 
Rv. Sf'fmh-Ahir, Links und rechts der König, 
^'R. 23 Miilim. Collect de Börthülomaei T. LY. R 12. 

No. 3U9. 
Av. ünverstjlndliche barbai'ische Ijegendo. 
Rv. Ohne SeitenlegendeD. Zu beiden Seiten der König. 
A. 25 Millim. Collect de Btirtholoniaei T, IX, F. 13, 

No. 310. 
Jkv* Mazddiüisn Bayi Schahpuhri (fi Malkan Alaika Iran 

Rv, Sf-futA - Atii ; auf dem Altarschaft nichts. Zu beiden 

der König. 
M. 25 Millim. Collect, de Bartholomaei T, IK, h\ 14. 

Nu. 311. 
Av, Ma^uiiVfn Bfuji Srhah/nthrt Mulkmi Mulkn Ir. 
Rv. tichih-Atu, Links und rechts der König. 
M. 23 Millim. Collect, de Bai'tiiülomaei T. IX, F. 15. 

No. 312. 
Av* Mazdaiasn Btufi Schahpuliri Malkan Malkxi, 
Rv. Ohne Liegend wn. Zu beiden Seiten der König. 
jVl 25 Millim, 4,i>.ö Gr. In meinem Cabinet. 

No, 313. 
lV. (Auf der rechten Seite) SrJm/iptikrt (sonst weiter keine 
rie). 

Rv. Ohnn Seitenlegenden. Soitenfiguren ohne Globus. 
AL 25 Millim. 3,si Gr. In meinem Cabinet 

No. 314. 
Av. Ohne Legende, Vor dem Gesicht Q 



74 



MonlOrnjuiif tlin Mih 



Rv, Weder Legwiid*^ in ili Fiueriillai imtl Fi^ nidi^n] 

bloss ein Diadem ^ in rincni Grenetis. 

M, 11 Millinj, Collect, de Baitholomaei T. TX, F, 17. 

No. 315, 
Av. Oline Legende. Vor dem Gesiebt ^ 
Hv. Ohne Legende. 
JA^ lÜ Millim. 0,1') Gr. In itiüinenr Gab inet. 

No. 316. 
Av* Ohne Legende. Vor dem Gesicht eine Weintrauht* ^ 
Rv, Ohne Legende. 
M. 1 7a (Mionnet), Cahinet Älishan. 

Na 317. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Ge.siclit ^ 
Rv* Ohne Legende. 
M. 1^8 (Mionnet). Cabinet AUshan, 

No. 318. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht eine Fahne ^ 
^. Ohne Liegende , ohne SeitenfigtU'en und ohne Feruer. 
Auf jeder Seite des Altars ein Feuerbeckeu. 

JK. 11 Millim. 0,47 Gr. lu meinem Cabinet. 

No. :119. 
Av. Ohne Legende; der Kupf des Königs ohne Krone und 
nhne Bund. 

Rv. Ohne Legende. 

M. 21 Millim. CoUect. de Bartholomaei T. IX, F. 18. 

Anderweitige Denkmäler Bchapui"'s 111. 

1) Das bereits sub Schajnir 11 besprochene Ba.srelief von 
Täk-i Bustan enthält auf der linken Seit© folgende Inst:hrift: 

Patkari zen-i Mazdaiasn vohia Schahpuhri Malkan MaJka Iran 
V Aniran Mino-bchetri meu Jezdan liar-i Mazdaiasn vohia Schah* 
puliri Malkan Malka Iran v Aniran Mino-tschetxi men Jezdan naß 
vt>hia Ohramazdi MalkatJ Malka. 

,Dies ist das Bild des Hormuzdvorehrers, des vortrefflichen 
Sehapur^ König der Ktinige von Iran und Turan, aus himmlischem 
Keim entsprossen, Sohn des HorniUÄdverebrei-s, des vortrefflicbeö 
Schapur, Kuiug der Könige von Iran und Turan^ aus himmlischem 
Keim entsprossen, Enkel des vorü'eti'üchen Hormuy.d, König der 
Könige". 

2) Von den Leiden luschrirten, welche Sir W, Ouseley in den 
Ruinen von Persepolis copii*te (^Travels Voh IL ph XLII), ist die 
obei'e. A, Schapur III zuzusehreiben, da sie seinen Stammbaum 



XVIII. Bahram IV, 75 

infiulirt als Sohn Schapur's ü, des Sohnes Hormuzd II, des Sohnes 
Bahram's, wonach also Nersi ganz wegfallen würde, während die 
Insehrift Ton T&k-i Bustan Hormuzd II für einen Sohn Nersi's 
eiklSrt, nnd Nersi in der Inschrift von Schapur sich für einen 
Sohn Schapnr's I erklärt Wie diese Angahen officieller Urkun- 
den mit einander zu vereinigen sind, ist mir unerfindlich; so 
lange wir jedoch keine bessere Gopie der persepolitanischen In- 
sebnft haben, dürfte es sich empfehlen, die Verfügung des Code 
Napoleon: «La recherche de la patemit^ est interdite" zu be- 



3) In meiner zweiten Abhandlung über geschnittene Steine 
lüt Fehlevi-Legenden II No. 4 habe ich eine Gemme besprochen, 
TOD welcher £. Thomas im Joum. of the R Asiat. Soc. New Ser. 
Vol IV, p. 357 die Abbildung gab ; die von ihm gegebene Er- 
klärung dieser Gemme ist ganz unstatthaft; ich beziehe mich 
jedoch hier nur auf das, was ich in der erwähnten Abhandlung 
darüber gesagt habe. 

XVm. Bahram IV. 
Die Münzen Bahram's IV zeigen uns 3 verschiedene Typen. 

1) Av. Büste des Königs nach rechts; schwacher Bart; Dia- 
dem; Krone vom wie eine Mauerkrone, hinten in Flügelgestalt 
(wie bei Bahram II), darüber der kugelförmige Bund. 

Rv. Feueraltar mit breitem Obersatz, mit Bändern geziert, 
obe Seitenfignren, dagegen auf jeder Seite des Altars ein Kohlen- 
^ken, also ganz wie auf den Münzen Ardeschirs I. 

2) Die Vorderseite unverändert; auf der Kehrseite aber der 
Feneraltar mit schmalem Obersatz, und auf jeder Seite des Altars 
eine demselben zugewandte Figur, von denen bald eine, bald alle 
b«ide den König mit der Flügelkrone und dem Globus darstellen. 
In der Flanune des Altars ein nach rechts gewandter Ferner. 
Auf dem Altarschaft in der Regel die Legende rast 

3) Der dritte Typus unterscheidet sich von dem zweiten nur 
ätdordh, dass der Ferner in der Flamme nicht mehr erscheint 

Die Münzen des ersten Typus sind die seltensten, und halte 
ich sie, wie bereits erwähnt, eher für Denkmünzen bei feierlichen 
AnlSssen. 

Welcher von den beiden Typen 2 und 3 der ältere und 
jfiogere ist, dürfte bei dem bis jetzt bekannten Material schwer zu 
entscheiden sein. Schapur 11 regierte 70 Jahre, noch etwas länger 
all er auf der Welt lebte, da ihm schon vor seiner Geburt 
gehuldigt wurde, und da boten die mehr oder minder jugendlichen 
Zage auf dem Avers ein sicheres Kriterium dar um die Epoche 
d0r beiden vorhandenen Typen zu bestinunen. Aber Bahram IV 
regierte nur 1 1 Jahre, also nicht lange genug um auf den Münzen 
nflallende Veränderungen in dem Aussehen anzudeuten. Indessen 



76 



Aftn'dlmunti^ tb'*: Äfünzen clt't' i^ttMminittrn. 



glaube ich doch auf den zalilnVirben Münzen Bahram's TV, die 
icli besitze, im allgeineiiieii auf' den Münzea des zweiten Typus 
ein etwas jugendlicheres Ansehen gfifunden ?.u haben, und da cJw 
gleiche bei Schapur II der Fall ist, dass die Münzen mit dem 
Feruer die illteren sind, so habe ich sie in dieser Ordnung be- 
schrieben ; ich legp jedoch keinen Wertb darauf, unä es ist immer- 
hin möglich, dass ich mich dann getilusrlit habe. 

Erster Tyi)us. 
Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 113. HI, '»4. 

No. 320. 
Av. (Vor dem Gesicht) Vnrahran, Der Kopf des Könij?« 
mit einfachem Diadem, ohne Krone und ohne Globus. Das Game 
in einem einfachen Kreise. 

Rv. .... y^arohr (oberhalb der Flamme). 

Af. 10 Millim. 1,50 Grammes. Cabinet Prokesch v, Osten. 

No. 321. 

Av, Zerstüiie Legende. 

Rv. Varohmn Attirf, 

M. 2:i Millim. Collect de ßartholomaei T. X, F. 7. 

No. 322, 
Av. Mazikimsii ihuji Varahr(an) Ma!Jc(a), 
ßv, ßiiha .... Varithrun ,Der sehr .... Bahram*. 
^. 24 Millim. 3,6<; Gr. In nieiuem Cahinet. 

No. 323. 
Av. MdzdfiJftjfjt Ihuji Vanihrau gi Mtälcttn MiiUc(a), 
Rv, ünvei^stäJidlirhe Legende. 
M, 24 Millim. Collect, de Rartbolomaei T. X, F. 9. 

No, 324. 
Av. Mtizthii'a^n Bmji Varaltrmi <fi MaUcan Malka. 
Rv. llfiJit Vfirtthran, ,pDer gerechte Bahram*. 
Äl. 22 Millim. CoUect de Bartholomaei T. X, F. 8. 

No. 325. 
Av. Ohne Legende. 
Rv. Ohne Legende. 
^'E. y Millim. tl^aa Gr. In meinem Cabinei 

No. 326. 
Av. Ohne Legende. Vor den» Gesicht ein Stern mit 5 

Sirahlen und ein Halbmond ^ 

Rv. Feueraltar, aber statt der Kohlenbecken links und reclkts 
ein ralmxweig. Ohne Legende. 

iR. 10 Millim. 0,49 Gr. In meinem Cahinet, 



1 



XVIIL Bahram IV. 77 

No. 327. 

Ay. Nor schwache Spuren einer Legende. 

Ry. Statt des Altars, der Kohlenhecken und sonstigen Sym- 
bole und Legenden, hloss die Büste Ardeschir's I nach rechts, mit 
dem parthischen Helm; einfaches Grenetis. 

A. 9 Millim. 0,s Gr. In meinem Cabinet. 

Zweiter Typus. 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 104. 107. 108. 
109. 114. 115. 119. 123. 124. 126. 128. 129. 130. HI, 61. 

No. 328. 
Av. Mazdaiasn Bagi Varakran gt MaUca, 
Bt, Varfahran) - Ätu(ri) ; neben dem Ferner links ))n 

AjifpcJum). Links und rechts der König mit dem kugelförmigen 

Bund. 

JR. In meinem Cabinet 2 Exemplare, 23 Millim. 3,45 Gr. 

und 24 Millim. 3,88 Gr. Auch in der Collect do Bartholomaei 

T. X, F. 1 und bei Thomas, L c. PI. V, No. 3. 

No. 329. 
Ay. Mazdaiasn Bayi Varakran gi M. 
Bv. VarahrAt, Neben dem Altarschaft links a, rechts 8, 
also A8(pahan). 

JBi. 6 (Mionnet). Cabinet Prjokesch y. Osten. 

No. 330. 
Ay. Varahran MaUean MaUca. 

By. Bechts Varah, links an^ also zusammen Varah(r)an; 
neben dem Ferner links Kdfzerun), Links und rechts der König. 
JEL 26 Millim. Collect de Bartholomaei T. X, F. 4. 

No. 331. 
Ay. Mazdaiasn Bagi Varahran gi Malka. 
By. Varah(ran) - Ätu, Neben dem Ferner links Kerfman). 
Links und rechts der König. 

JEL 23 Millim. Collect de Bartholomaei T. X, F. 2. 

No. 332. 
Av. Mazdaiasn Bagf Varahran gi Malk(a), 
Bv. Var(ahran) ' AL Neben dem Ferner Imks Kerfman). 
Zu beiden Seiten der König. 

M, 25 Millim. 3,9 Gr. In meinem Cabinet (Es ist die- 
selbe Münze, welche ich I, 109 beschrieben habe, wo ich aber 
das unter starkem Oxyd verborgene Kr übersehen hatte, was ich 
eret nach erfolgter Beinigung entdeckte). 



18 



Mvrdimann, die AfÜHten der Sangrtiuilen. 



No. 333. 

Av. MtizdHHUFH fimjt VnrtthrdH MaÜ^an Malku Iran, (In 
im. beiden Wörtern Malkan Malhi sind die Buchstaben (k durdi 
me Ligatur ^y ausgedrückt). 

Et. Ohne Seitenlegendi^n und ohne Legende auf dem Alter 
Schaft; dagegen zwischen dem Altarschaft und dein König recht« 
ein deutlichem jj und zur Reithtfui desselben ein utwiks undi*utlichefi 
^ also wohl I)a{ralf) (Darabgird). Zu beiden Seiten der König. 

AL 24 Ifillim. 3,7a Gr, In meinem Cabinet. 
No. 334. 

Av. Mitzdmii^n Bfigi Vanihran gi Malli^a), 
-'■ -J^' ^"'''^^'-^'^W' Links neben dem Femer ßti/ßa ^Residenz*, 
ViNlPien SeÜfin dor König. 

M, 24 MiUiin. Collect, de Bartholomaei T. X, F, 3, 

Nu. 335. 
Av. Mitzdaiftsn Varahrun Mal(ht). Die letzten drei Ghn- 

raktere des Wortes Alftziltua^^n, mi durch uin Monogramm JJ aus- 
gedrückt; das Wort Bagi fehlt. 

Bv, Ohne Seitenlegendeu. Auf dem ÄltarscbafL Sti(aa), Zu 
beiden Seiten der König. 

No. 336, 

Av. Mftzdimu^i ßm/t' Varahran Malknn MaUc(n), Dio 
Büste des Königs ist wie gewöhnlich verziert, jedoch endigt die 
Krone vorn in einein Pferdf*kopf, statt in der Form einer Maut-r- 
krone, dagegen ist hinten der ilhli*;he Flügel, Ain_h der Aus- 
druck des Gesichtes, der sonst aul deu Münzen liahi'arn's IV etwa;^ 
Jugf^ndliches und Mildes hat, ist hier viel niiinnlicher und selbst 
etwas herbe. 

Kv. Seitenlegeuden zerstör! Auf dem Altarschaft ui 
Vhi*(r(isitn). Der König links, mit demselben Kopfputze wie auf 
dem A vers. 

AL Cabinet Subhi Pascha. 

No, 337. 
Av. Mnzdauisn Varahrnrt gi Mnlk. {Biujt fehlt), 
Rv. Vfirnh-Atu. Neben dem Ferner links Hr (Heral), Zu 
beiden Seiten der König. 

Ä 21 Millim. Collect, de Bartholomaei 1\ X, F. 5. 

No. 338, 
Av, .\fnzfimfhsn . . . Varahran Malknn Mtdk* 
Rv. Rechts TW, links hrnn, 7.vl beiden Seiten der König. 
AX, 23 Millini. 3,» Gr. In meinem Cabinet. 

No. ,339. 
Av. Mazdtiiasn Bagi Varahran gi Malk^m^ 



1 



XVIIL ßftitram IV, 



79 



Kv, Statt der Legenden ?,ur Seite und auf dem Altarschaft 
3 bedeutungslose Strich« ///. Zu heiden Seiten der König. 
.& 25 Millim. 4 Gr. In meinem Cabinei 

No, 840. 
Av. (Mfiztitiuisfi Bafft) VmrthrafL t/i (Maljkim, 
Bv. Ohne Legenden. Seitenfignjen ohne kugelförmigen Bund. 
JR, 26 Millim. 4,i« Gr, lo meinem Cahinet. 

No, 341. 
At, Ohne Legenden- Doppelter Perlenrand. 
Rv. Auf dem Altarsehaft rasty sonst keine Legenden. 
doppeltes Grenetis. 

M. Fast viereckig, 11 X ^^ Millim, In meinem Cabinet 

Dritter Typus, 

Münzen von diesem Typus hübe ich beschrieben I, 100. 101. 
102. 103, 105. 106, 110. 111. 112, 116. 120. 122. 125. Hl. 55. 
h6, 58, 59. 60. 

No. 342. 

Av. VnraJmin Mafkan Malka. Büste des Königs dem Be- 
sdiMier zugekehrt,. Die Krone auf jeder Seite mit einem Flügel 
Vttnehen, darüber der kugelförmige Bund. 

Bv. Links Vorahr , rechts an; auf dem Altarsehaft ras(t)> 
Auf beiden Seit-en der König mit dem Globus. 

^. 18 Millim. Collect, de Bartholomaei T. X, F, 6. 

No. 343. 

Av. Mazdmasn (Bfuji) Vuraltran tji Mnlfka). 

Bv. VartJi^Ahi; neben der Fbimme rechts j}jj As(paJian)* 
in beiden Seiten der König mit der Flügelkrone, aber ohne Globus. 

.A In meinem Cabinet 3 Exemplare, 24 Millim. 3,o Gr. 
15 Millim. 3,75 Gr. und 23 Millim, 4,i Gr. 

No. 344. 

Av. Mazilat'cLsn Btufi Vartihrttn (ji Malka* 

Rv. Vandi * Atiiri; nebten der Flamme rechts AsQui/ian), 
itienfigaren ohne Globus. 

M, In meinem Cabinet 2 Exemplare, 24 Millim. S,sf, Gr. 
bd 24 Millim. 3.:»:. Gr. 

No. 345. 

Av. Mnzdmth'm BiUji Vtini/tran fji Mnlkan Mnlka A. 

Rv. Vitrah - Atn ; rechts neben der Flamme Asfpalmjt). 
Beide Seitentiguren mit dem Globus. 

M^ In meinem Cabinet, 2 Exemi>lare, 26 Mill. 4 Gr, und 
U Millim. 3,8H Gr. 





80 Mitrdima 



No. 346. 

Av. Mazdauimi Ba*ji Varahrnn gi Malkan Mcdkn Irfm}. 
Bv. Geiifui wi<? vorige Nummer. 
M* 27 Millim. 3,7g Gr. In meinem Cabinet 

No. 347, 
Av. Mazämajm Biujt VardJvfütn <jt Mif/l'(a), 
Rv. Vitrtdi - Ahi. Ijiinks neben der Flamme As(pa3tan)^ Zu 

beide« Seiten der König mit Flu j?el kröne und Globus. 
^. In meinem C üb in et 4 Exemplare : 

22 Millim. H Gr. — 23 Millim. 3,« Gr. 

23 , 4,ir, , — 25 , 3,7S ^ 

No, 348. 
Av. ^fazdatasn Bagi Varalutin (ji Mnfk(a)* 
llv. Varah-Ahi, Auf dem Altiirsehnft nichts. LiTiks oeh^n 

der Flamme ^u ^\}i(m*i(ami = Hfitiiadan). %Seitenfigur xur Linkcii 

mit Mauerkroiiet zur Rechten der König. 

JR. 25 Mülim. CollecL de Bartliolomaei T. X, F. 10, 

No. 349. 
Av. Mitzdtiiami Bmji Vnrnhrtm (fi Maücnn Malkn J(ran}, 
Rv. Varah - Ahi, Links neben der Flamme 51 KtrfmmW, 

Zu beiden Seiten der König mit der Flügelkroue , über ohi^f* 

kugelförmigen Bund. 

M. 26 Millim. 4 Gr. In meinem Cabinet 

No. 350. 
Av. (Ma)ztfuiaan (Bagt) Vanütfran Miil)kan MalA'fn), 
Rv. Af-Vanih* Links neben der Flamme \ii}, rechts i^. 

Beide Seitenügnren mit dem Globus. 

Ehe ich die Legenden neben der Fbimme ausb^ge, musa ich 
noch einmal auf die von mir I, No. 125 beschriebene Müjiie 
zurückkommen. Auf dem Av. lautet ihre Legende: VartiJiran 
Malkmi Mn/ka Dar; — auf dem Rv. neben der Flamme Bär, 
und auf dem Ältarschaft Afkur oder vielmehr afhi^ wiis ich %XL* 
sammen Ihirniujtrd auslegte, ohne jedoch dieselbe Auslegung für 
das Wort Ilar aul der Vorderseite xu wagen. lüh muss jet/t 
diese Auslegung für durchaus verfehlt erkUlren. Zunftchst wird 
auf allen Sassaniden -Münzen die Stadt Darabgird oder vielmehr 
Darnb durch ui Dd^ niemals durch 5ju3 ^''* angezeigt. Ferner 
ist es nicht erlaubt auf Münzen, wo Iran, Varahran ^^uj \l^j^h\ 
geschrieben wird, das Wort liou <ffhtr ku lesen: es nni8S nfht 
gelesen werden; endlich widersetzt sich das Wort Dar »uf der 
Vorderseite, unmittelbar nach dem Königstitpl , dieser Auslegung. 
Es muss also eine andere Auslegung gesucht werden, und die»o 
findet sich leicht, sobtild man nur weiss, dass noch bis auf den 



XVIIL Bahram IV. 81 

beatigeii Tag der offizielle Name far jeden unabhängigen Souverain, 
gleichyiel ob er Kaiser, König, Grossherzog, Herzog oder noch 
weniger ist, ^tJ<.» < ■> lautet, also ganz dasselbe was etwa 
am Hofe der Sassaniden .tOOCJU ist; lo ist, wie jeder Orientalist 
weiss, vom Verbum ^^.JL-älo abgeleitet,» und wird zur Bildung zu- 
sammengesetzter Wörter recht hftufig benutzt Unsere Münze 
Uefert auf ihrer Kehrseite sogleich ein zweites Beispiel. Das Wort 
vfha auf dem Altarschaft ist semitischen Ursprungs und bedeutet 
mancherlei, je nachdem man es vokalisirt, z. B. ufk «Welt, Hori- 
lonl'; afik «stark*, ^vortrefflich" — .Burg", «Festung": uflcudar 
wire also etwa «Beherrscher der Welt"; afikdar «Besitzer der 
Stärke oder Kraft", lauter Titel, die sich für einen «König der 
Könige Ton Iran und Nicht-Iran" recht gut eignen ; — es ist soinit 
klar, dass die I, No. 125 beschriebene Münze mit der Stadt Darab 
nichts gemein hat. 

Dagegen könnte auf der unter gegenwärtiger No. 350 be- 
schriebenen Münze sehr gut Darab gemeint sein; hier steht links 
neben der Flanune Ddr und rechts sind 2 Buchstaben, welche 
man nach der Abbildung ebensogut bi oder einfach 6, wie zt 
lesen kann; das Original habe ich nicht gesehen, und das allein 
könnte entscheiden. Damach hätten wir hier Ddrah, also fast 
gmz genau den Namen derselben Stadt, welche zur Zeit der 
Aehimeniden T&ravll und jetzt D&räb heisst 

M. 25 Millim. Collect de Bartholomaei T. X, F. 11. 

No. 351. 
Av. Mazdaiaan Bam Varahran gt Malkan MaUca Ifran). 
Rv. Varahra(n) - Atu. Neben der Flamme links Babd 
i^esidenz*. Links der König. 

M. 24 Millim. 3,68 Gr. In meinem Gabinet. 

No. 352. 
Av. Mazdaiasn Bagi Varahran Ma(lk)an Malka, 
By. M. . - Varahr(an) ; links neben der Flamme Babd, Auf 
Wden Seiten der König. 

M. 23 Millim. 3,65 Gr. In meinem Gabinet 

No. 353. 
Ay. Mazdaiasn Bagi Varahran gt M(aOca). 
Rt. Varahran- Atu; links neben der Flamme Bahd. 
M. 25 Millim. 3,75 Gr. In meinem Gabinet 

No. 354. 
Av. Mazdaiaan Bagi Varahran gi . . . . 
Rv. Seitenlegenden undeutlich ; neben der Flamme links Babä, 
nebts gi U ^ so dass wohl das Ganze der Legenden auf der 
Kehrseite „Residenz des Feuerverehrers Bahram" zu übersetzen 
Bd, XXXIV. 6 



MortUmmm^ die Münzen der Soätanidefn, 

wSre; leider sind, wie bemerkt, die Seitenlegenden ganz abg^griAn 
und unleserlich. — Zu beiden Seiten der König. 
JR. 25 Millim. 3,8 Gr, In meinem Cabiuet 

No. 1355. 
Av. Mftzdamsn Bogt Varahran fft Maljcan, 
Ev. Vamh-Atti. Nftben der Flamme links Bithd^ rechts ui, 

also 113, liuf iillen 3 Exemplaren, die ich besitze, in vollkommener 
Deutlichkeit, wUhrend die Zeichnungen in der Collect de Bat* 
thoh:imaei T, X, F. 12 und 13 die Transscription zweifelhaft Uss«]l 
Was aber dieses Wort, bedeutet, darüber geben uns weder di« 
von Haug und West publiciden verschiedenen Wörterbücher des 
Feblevi , des Hu/.varesch , des Parsi , noch die neuporsischeß 
Wörterbücher irgend eine brauchbare Handhabe. Ich glaube, dass 
es von dem Zrndworte katui „König* abÄuleiten, also kavnn m 
lesen ist und , königlich* /.w üliersetzen ist, das Ganze also .könig- 
liche Residenz*. — Zur Linken der KOnig. 
M. 3 Exemplare, 25 Millim. 3,s^ Gr.] 

26 , 3,75 n ^ in meinem Cabiset 

26 . 3,91 . ) 

No. 356. 
Av. Mazdni(i»n Batp Vurnhrnn tji Midkn, 
Rv. .... Varah; auf dem AltArscbaft [^JCc^j rast (ver- 
kehrt geschnitten). Neben der Flamme links kuvun, rechts Bnbä 
„königliche Residenz*. Zu beiden Seiten der König. 

M. 22 Millim. Collect de liartholomaei T. X, F. 12. 

No. 357, 
Av, Wie vorige Nummer. 

Bv. ... - Ahi (recht« durchlöchert) ; neben der Flomitie 
links Bitbd, rechts hfvan. 

Ä\. 0*/^ (Mionnet). Cabinet Frokesch v, Osten, 

No. 358. 

Av. (Mazdmasn) Biujt Vanthrun tfi MaUctt.. 

Rv. Seitenlegenden luideutlichi irti Felde neben der Flamme 
links Bah^> rechts kavan. Die Figur zur Linken mit Mauerkrone 
und tilr>bus; der König /au* Keeliten mit Flügelkroue ohne (Tlobos. 

JH. 24 Millim. Collect, de liartholomaei T. X, F. 13. 

No. 359. 

Av. } fitzt ff tt'ftmi Hatfi VaraJivan Midkn. 

Rv. Midka - Vandi, Neben der Flamme links jy,x V^ät, 
Es küuiite scheinen j dass die Erklärung der Signatur Vah durch 
Dih Kobatl dadurch unigestossen wird, weil Kobad doch erst viel 
spüter nach Hahrarn IV zur Regierung kann; so doss abo stiiti 
dessen irgend ein anderer mit Bih zusammengesetzt-er Name, wie 



XVJIL Bnhrnm IW 



83 






Ardeschir, Bih ez Endiv Schapiir, BeLischt Hormtizd zur 
Verwcndttng kommen raüsst-e. Aber liih Kobad ist als ommia» 
lischer Miluzbof gesichert, und überdies war es im Orient von 
•den ältesten Zeiten an bis auf den heutigen Tag Gebrauch aus 
'Bdimeichdlei gegen den jeweiligen Monarchen die Ortsnamen zu 
Tcrftndem. 

»^Ä. 6 (Mionnet). Cabinet Prokesch v. Osten. 
No. 360. 
Av. Varahran MaUcan Malka Iran. 
Rv. Seitenlegendeu nicht vorhanden. Neben der Flamme, 
welche Wer wie eine durchgeschnittene Melone gestaltet, rechts i ^ 
Unks yv, also Vah. Seitenfiguren ohne Globus. 

JBL 24 Millim, 3^ä5 Gr. In meinem Cabinet 

No. 361. 
Av, Mazffaiasn Bagi Vtwahran Malkan Mal(ku). 
Rv. Aftifka- Varahr und rechts neben der Flamme an als 
lg des Namens Varahran. Links neben der Flamme ^S 
»Hekatompjlos*. Beide Seitentiguren mit dem niobus. 
JBL 26 Millim. 4,o4 Gr. In meinem Cabinet Auch in 
Collect de Burtholomaei T. X, F. 14. 

No. 362. 
Av. Mcädaiasn Baqi Vtirnkj-an tji Malkan. 
Rv. Vardkr-Ahir. Neben der Flamme lißks iyv Herfal). 
Zq beiden Seiten der König. 

IJCL 24 Millim. 3,«4 Gr. In meinem Cabinet 
No. 363. 
Av. Mazdautsn Bagi Vtirahran gi Maika. 
Bv. Vnralt-Ahi. Neben der Flamme links Her(at}, Seiten- 
figanen ohne Globus. 

Ä 25 Millim. 3,55 Gr. In meinem Cabinet 

No, 364. 
Av. Fast ganz zerstörte Legende. 

Bv. Olme Seitenlegenden. Neben der Flamme y\* UJ 
U), augenscheinlich für den Namen der höchsten per- 
Gottheit 
JBL 20 Millim. 2,8 Gr. Li memem Cabinet 

No. 365. 

Av. Mazdalami Bagi Vartihran gi Malka. 

Rv. Ohne Seitenlegenden. Neben der Flamme J^ \m 
OikframeudiJ. Die Flamme in Form einer hohen Kappe /U, 
Seitenfigoren ohne kugelfönnigen Bund. 

JR, 22 Millim. 3,s Gr. In meinem Cabinet 





H 



Mordlnmnn, iiJe Münzen der Satmamden. 



No. 366. 
Av. M(*xdaiaan Varahnm Malkan MaJk(a). Das Wort 
Bfup' fehlt. 

Bv. Ohne L^igenden- Seitenfigui'en ohne Globns. 
JBi* 23 Millim. 3,sri Gr. In meinein Cabinet. 

Nu. J^67. 
Av. Mitzflmajm Bmp* Varititran tft Mtfikmt Malka Tfran}* 
Rv. Varah - Aht. Zu beiden Seite« der König. 
^. 25 Millim. 3,7:i Gr. In meinem Cabinet. 

No. 368. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht 4- 
Bv. Ohne Legenden. 
M. 12 Millim. O^as Gr. In meinem Cabinet 

No. 369. 

Av. Ohne Legende. Vnr der Brust des Königs ein Fisch. 

Rv. Ohne Legende. 

M. 17 Millim. In meinem Cabinet. 

Aus diesem Verzeichntss orgiebt sich, dass der Gebrauch »af 
den Münzen den iVligeort anzugeben, der schon vorher theüwet&e 
zum Vorschein kam , unter Babram IV ganz entschieden auf- 
genommen und auch unter den folgenden Regierungen beibehalten 
wurde. Auf den von mir früher und jetzt beschriebenen Mfinxpn 
kommen folgende MünKhöfe vor: 

1) liti/ta ^die Residenz", theils einfach, theils mit dem Bei^ 
wort hinnti , königliidi* ; 2) Ispahan H) Hamödan 4) Karcha 
5) Kinnan 6) Kazenm 7) Darabgird 8) Pars 9J Bih Kobad 
10) Media(?) 11) Hekatompylos 12) Suga lH) Chora-san U) Herat. 



4 



XIX. Bahr am IV und sein Sohn Jezdegird. 

Allgemeiner Typus der Münzen Hahnims IV ohne den Ferner, 
also derselbe, den wir aus anderwrntigen Gründen als den jüngsten 
ansehen, so dass sich diese beiden Klassen genau an einander 



schliessen. 
schrieben. 



Eine Münze dieser Art habe ich bereits I, 117 



Nn. niiX 
Av. Mazduta^fn Bmji) Varftltrftu tp' Mttlk(a)^ 
Rv. Atiir- Jezfilkerh'. Auf dem Alt^irschaft eine nicht 
klare Legende. Auf jeder Scit-e des Altars die Figur Jezdegii 
wie er auf seinen Münzen dargestellt wird mit Kappe und Ha 
mond. ohne Globus. 

A\. 20 Millim. Collect, de Bartholomaei T. X, F. 17, 

No. 371, 
Av. MtfZihiiami lififp' Varahrmi <p' Mttl(ha). 
Rv. Atiir-Jfzdt'k^rt. — Typus wie vorige Nummer. 
M. 25 Millim, Collect, do Bartholomaei T. X. F. 187 




No. 372. 
, - Vartihran t/i Mfttk(a), 
Rv. Ahi-Jezdike{r)ti. Sonst wie No. 371. 
-Ä. 20 Millim. Nach einem mir vom Genei-al de BarÜio- 
naei übersandten Abdruck. (In der Collection ist diese Münze 
tiidit abgebildet). 

XX. Bahrain IV und sein Sohn Schapur. 

Schapnr war der zweite Sohn Baliram's FV und war zur Zeit 
^Jendo^rd's n einige Jahre König von Aruienien (a, XXIT). 

Auch diese Münzen schliessen £iich genau an den dritten 
Typus der Münzen Babram's IV an, weil auf dem Reverse in der 
FUmune kein Ferner erscheint. 

Zwei Münzen dieser Abtheilung habe ich bereits I, 127 und 
ni, 57 beschrieben. 

No. 373. 
Av. Mtiedaiami Bogt Vurahran Malhan Mtdka. 
Bv. Neben drr Flamme Scludi ^ und neben der Figur zur 
iten Atu. Auf dem Altaischaft nmt 



■ No. 374. 

^r Av. Fast ganz zerstürte Legende. 

Hv. VunJh-nm; neben der Fbiniine rechts SvlmJtfpuItriJ 
U^ide Seit-enfiguren stellen wahrscheinlich Schapur vor. 

JR, 25 Millim, 3,a Grammes. In meinem Cabinet 



.Jl. G'/t (Miounet). 4,oö ür. Cabiuet Alisban. 



No. 375. 
Av. Ohne Legende. Vor dem Gesicht Q 
Rv. Svhu(lqm)hri-M(idlc(i). 
M, Cabinet Subhi Pascha. 

Anderweitige DenkuiUJer Bahram's IV. 

1) In meinem zweiten Aufsatz über Sassanidiscbe Gemmen 
O. 11, No. 1 beschrieb ich nach E. Thomas die Gemme des 
^HersogB von Devonshire ; da aber E- Thomas in seiner Abbildung 
die Figur von der Inschrift tretmte , und letztere in zwei ver- 
acKiedenen Publicationen (im Jouni. of the K. A. S. und in den 
Namismatic Illustrations) jedesmal ganz anders und jedesmal mit 
handgreiflichen Irrthümern abdrucken liess, so konnte ich über 
den Inhalt der Legende nur Venmithungen anstellen; sie lautet 
wakrHcbeinlich in der üebersetzung ; 

,Der Hormtizdverehrer , der göttliche Bahram, König der 
Könige von Iran und Turan, aus göttlichem Keim entsprossen, 
Sohn de» Schapur, Könige der Könige*. 



86 



Morähiutnitj die Münzen fier iitu 



Thomas besehreibt noch ein anderes Siegel, wo aber ^e 
Legende ebenso confus erscheint, nur noch etwas mehr teir- 
stumm elt 

2) Eine Gemme, welche General A, Cunningham in Baw«l 
Pindi im Peudschab erwarb und nach England brachte, ein Onjx 
stellt Bahram IV vor gerade wie auf den Münzen mit der ge- 
flügelten Krone und dem kugelfönnigen Bunde, jedoch nach links 
gewandt. Es ist eine ganze Figur; die Rechte stützt sich aufs 
öchwert» die Linke hilli ein Scepter; der König steht auf de« 
Leichnam eines besiegten Feindes. Legende nicht vorhanden. 

Beschrieben und abgebildet von E. Thomas im JouriL of 
li. A. S, New Ser. Vol Ell p. 352. 

3) Bei Naksch-i Rüstern befindet sich ein Basrelief , von 
welchem Sir R. Porter O'ol. 1 pl. 20), Flaudin (VoL IV, Pknchea) 
und Texier (VoL II pl. 132) Abbildungen geliefert haben. E$ 
stellt ein Reitergefecht zwischen zwei Personen dar, von deoeii 
die Figur zur Linken mit einem zweigeflügelten Helm und darflb« 
mit dem kugell^rmigen Bund erscheint, genau so wie auf der 
Goldmünze Bahram's IV in der Collect, de Bartholomaei T. X 
F, G (in gegenwärtiger Abhandlung No. 342); an der rechten 
Seite hat er einen Köcher hangen, und unter den Füssen seines 
Pferdes liegt, ein erschlagener unbUrtiger Krieger. Ihm gegenüber 
ist sein Gegner in knapp anschliessender Bekleidung und mit 
einem Helm, hinter welchem ein breites Band flattert* der Spiess 
Bahram's bat denselben zum Fallen gebracht Hinter Bahram, 
auf der äussersti^a Linken, sieht man das Obertheil einer Figur, 
welehe in der Rechten ein PeldzeiL-hen hii!t. Die Geschieht« be- 
richtet uns über keinen Krieg, welchen Bahnmi IV geiiihrt hitie, 
und zwischen l^ersien und dem röniischeu Reiche heiTschte während 
der ganzen Zeit der tiefste Friede. Zwar gab es in Armenieo 
danials allerlei Häkeleien, die aber nicht aus dem Bereich der 
Diplomatie heraustraten. Dagegen mag im Norden oder Osten 
der Monarchie allerlei vorgefaHen sein, wovon weder die bjxan- 
tiniBchen noch die armeni,schen Ohronographen Notiz nahmen; 
so z. B. wissen wir, dass um 3itn die Hunnen in Armenien ein- 
fielen , und so ist es leicht nir>glich , dass der von Bahram IV 
erlegte Gegner ein Führer der Hunnen oder irgend einer Völker- 
schaft des türkischen Nordens oder des afganischen Ostens war. 



XXI. Jezdegird IL 

In meinen früheren Arbeiten über die sassanidische Numls' 
matik behandelte ich auch die Münzen Jezdegird's I; es wurde 
mir tuitgegen gehalten, dass dieser Jezdegird I gar nicht exisÜrt 
habe. Aber die beiden Münzen , wtdrht]; mir Sir H. Rawlinson 
zeigte, und welche sich jetzt wahrscheinlich im britischen Museum 
befinden, gehören augenscheinlich keinem der andern drei bekannten 



XXL Jtadagird IL 



87 



Namens, Ramsthetri Jezdegird, Kadi Jezdegird und 
Je^degird an; ausserdem wies ich mehrere orien- 
Hscbe Historiker nach, welche seine Existenz bezeugteu. Spilttr 
fWBzh ich selbst eine Münze dieses Jeadegird, welche ich in gegen- 
irtij^r Abhandlung No. 270 beschrieben habe. Ich kunn jedei"zeit 
© Photographic davon liefera» so wie ich auch allezeit bereit bin 
ennem das Original vorzulegen. Weitere Untersuchmigen über- 
n mich, dass er chronologisch in der Reihe der Sassaniden- 
5iuge nicht zählt, dass er also vermutblich um* in einem Theile 
Monarchie und zwar nur kurze Zeit eine ephemere Rolle 
leite, und so setzte ich i^pi, in Uebereinstimmung mit den 
rientalischen Chronographen, zwischen Babram IV und Jezde- 
ird n an. (Vgl. meine Abhandlung , Chronologie der Sassaniden* 
den Sitzungsberichten der k. bayrischen Akadenne, pliilos.-philoL 
lasse vom 7. Januar 1871 S. il und S. 29). Gein*t habe ich 
ch wohl in der Zeitrechnung, indem ich meinen orientalischen 
Hellen folgte, während schon die Münzen Sir H. Kawlinsou's 
ch eines besseren hätten belehren können, indem sie durch 
Typus und ihre technische Ausfuhrung auf die letzten Jahre 
Ichapur^B II hinwiesen. Meine eigene Münze überzeugte mich 
Big von meinem Irrtbum. Jezdegird's I Aufstand föllt nicht 
«Tischen Babram IV und Jezdegird 11, sondern zwischen Schapui' n 
tnd Axdeschir IL 

Aber gleichwie Hormuzd III und Bahram VI chronologisch 
i der Reihe der Sassaniden nicht ztihlm (obgleich letzterer fak* 
seh eine Zeit lang ganz Persien beherrschte) und dennoch sowohl 
I der Geschichte als in der Numismatik aufgeführt werden, ebenso 
Jaobe ich auch jenen Jezdegird I beibehalten zu können, weil 
Münzen wirklich existiren, und so fahre ich fort den Nach- 
Bahrams IV Jezdegird II zu nennen. Aus seinen Münzen 
'ähren wir, dass er noch den Namen Ramschetri (also nach der 
ogie von Ailahschetr = Ardeschir, wubl ftamscbir) führte. 
uf den Münisen lesen wir bald Ramschetri, bald -Jezdikeiii allein, 
d beide zusammea ; diejenigen, welche bloss den ersteren Namen 
ben, zeigen in dem Portrait die jugendlichsten Züge, sind 
wohl als die älteren anzusehen. 

Münzen Jezdegird s 11 habe ich beschrieben I^ 132 bis 144, 
20 bis 26 und DI, 63 bis 70. 
Der allgemeine Typus der Münzen ist auf Av. Büste des 
önigs nach rechts, liiadem, einfache Krone, vor welcher ein 
egender Halbmond und über der Krone der kugelRJrmige Bund; 
auf Kv. der übliche FeneraltiU', und auf jeder Seite die Figui* des 
mit dem Halbmond vor der Kj*one, oder mit dem Globus, 
auch mit beiden zugleich. 

No. 376. 
ST. MaztUikisn ßoffi Ramsvhetri Malkait MalJi'u I(ran). 
^s Königb mit Krone und Halbmond, aber obne Globus, 



88 



Aftiffttnuinn, die Münzen der ÜuffnauUlen. 



Rv. Jeziliki^rti-Afii; auf dem Altiirschatt riLst, Links und 
rechts der Köiii^' mit Krone und Halbmond ohne Globus. NfWn 
der Fljimme links und rechts *jin Hftlbnioud. 

^. 22 Milliiii. Bei dem MüuxbHiidler H. Hoij&nanö In ParuL 

No. 377, 

Av. Mazdaiitsn Bagt Uiimschetr(i), 

Bv. Liuks Jezdik.(et'ti) ; rechts liuha „Resident*. Auf dem 
Altarschafi undeutlich» Seitenfiguren beide mit dem kugel förmigen 
Hund» ohne den Hidbmond. Auf jeder Seite der Flamme ^ 

M^ In meinem Cahinet. 2(i llillira. 3,j Gr, 
No. 378, 

Av. Mazdmasit Bagi Jezdtlcerti Mtiücan MaI(kuJ. (Oh 
Ram4ichelr{ vorhanden ist, ist durchaas nicht zu erkennen). 

Rv, Jezdilcer(ti) - Baha, Auf dem jUtiirscbaft rast. Zu 
hoiden Seiten der König mit Krone und Huibmond, ohne Globus, 
Links und rechts von der Flamme ^ 

M, 27 Millim. 4,i Gr, In meinem Cabinet. 

No, 37 c>, 
Av. MazdaiiUni Bm/i Ramsekelri Jezillkifrii Mtdkun Mal(ka), 
Rv, Links findeuüich; rechts Jezdik{V); auf dem Altarschafl 

undeutlich; nehen der Flamme links ^ , rechts ^, also zusammen 

Btd^d ^llesidenx". Soitentigiiren mit Krone und Halbmond ohu« 
Globus. 

jäl. 27 Millim. 4,S5 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 380. 

Av. Wie vorige Nummer. 

Bv. Links undeutlich, rechts at(uri)i neben der Fl 
wie vorige Nummer, nur in umgekehrter Ordnung, links bb 
rechts a unter einem Halbmond. Seitentigureu wie vorige Num 

^R. 27 Millim. 4 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 38L 

Av. Wie die beiden vorigen Nummern. 

Rv. Links, rechts und auf dem Altarschaft, keine Legenden 
Hfben der Flamme rechts -^y BaM, links ^^j zt\ also «Residenz 
äwi . . .• Seitedfiguren wie die beiden vorigen Nummern. 

M. 24 Millim. 4,iä Gr. In meinem Cabinet. 

No. 382. 

Av. Aiitzdaittif7t Btii^i Bamsehefri (Jezdijkert MidL'an MtiGca. 
Bv, Links nichts; rechts Jf^z^likerli. Neben der Flamme 

11 (Aspahan?). Links und rechts der KÖniK mit Krone | 



rechts üj 

und Halbmond, nhw Glolms. 



AL 2«; Milbm, Collect, de Bartholoniaei T. XI. F. 3. 




l IL 



m 



No. 383, 
A?, Moz^hiiiufii Bugi Ratnschetri fJeedjtkerti Malkan 
MaOca A. 

Rv. Jez*Uk«'r(tL)-Atiir. Neben der Flamme links Aß(pahan); 
auf dem Altarschiift nichts. SeitenfigiireH beide mit Krone und 
Halbinond, rechts üucb noch mit dem Globus. 

JSL 22 Millim. Collect de Barth üloma*?.i T. XI, F. 6. 

No. 384. 
At. Mazddiinan Bogi Jezdilcet'ti Mfdfatn Maikii, 
Bv. MaUcn - Malktin ; neben dor Fliunme links Asfjmlian), 

Litikfi der KOnig mit Krone und Halbmond, rechts bloss mit der 

Krooe, beide ohne Globus. 

JBl 24 MilUm, Collect de Bartholomaei T. XI, F. 7. 

No. 385. 

Av. Mazdatasn Bagi Ramscketrt Jezdikerti Malkan Malka. 

Bt. Jezdücer - Ähtn ; neben der Flamme rechts As(pnlnm); 
auf dem Altarschaft (rjiuttt. Seiten figuren ohne Halbmond und 
oUfie Globus. 

t^^ In meinem Cabinet 3 Exemplare: 24 Millim. 3,iä Gr. 
25 MiUim. 3,»ä Gr. — 25 Millim. 4 Gr. 
No. 380. 
Av. Mazdaman Baifi Rm^ischetri Jf^dikerti Malkan Mid(ku}. 
Bv. Jezdikertt-jhi(j/aha7i)^ auf dem Altarschaft nisL Neben 
Flamme links T' ^ rechts ^ . Beide Seitönßguren mit Krone 

imd Halbmond, ohne Globus. 

JEL 28 Millim. 3,8 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 387. 
Av. Mazdaiitsn Batji Itmnschetrt JezdikerU Midkan Malka. 
Hr. JeziUkertt- Atttrt; auf dem Altarschaft rafft. Neben 
Flamme links r^jj Ah{matana ^ Hamadan). Zu beiden 
ßeiien der König mit Krone, Halbmond und GlobuB. 
M^ 25 Millim. 3,& Gr. In meinem Cabinet 

No. 388. 
Av. Mazdiuasfi Bagi Jezdiktrti Malkan. 
Rv. Ohne Seitenlegenden; auf dem Altarschaft rasti; neben 
der Flanmie links üi Ka(zet'un). Links der König mit Krone 
Globus, rechts mit Krone, Halbmond imd Globus. 
jB, 21 Millim. Abgebildet bei Thomas L c. PL IV, lO. 

No. 389. 
Av, Btuji Hautftrhalriisi Jezdikctti Malkan Malka. (MaZ- 
mt fehlt ganz und ist nie vorhanden gewesen). 
Bit. (Jt&ltjkcrf 'f rechl:s nichts, auf dem Altai-schaPL rasf. 



Aftßnltmannf iUe Münsun der SoMmnulem», 




Neben der Flamme lüiks ilS, 
Legende; vielleicht euibalten sie 



rechts \\X^ mir onveretfindliclie 

den Atifäug des Kdnigsnamem, 
welcher auf der linken Seite fehlt. Zu beiden Seiten der KOnig 
mit Krone, Halbmond und Globus. 

M. 25 Millim. Collect, de Bartholotnaei T. XI, F. 17. 

No. 390. 
Av. Ma^itiniJm Bmfi liamsrhefn Jezdtkerti MaUcan MaL 
liv* Jezdiker - Atit; neben der Flamme links 51 Krr(in(m), 
beiden Seiten der Körii^jr mit Krone, Halbmond mit kugel- 
förmigem Bund. 

M. 25 Millim. Collect de Bartholomaei T. XI, F. 5. 

No. 391. 
Mtizdauisn Bitgi lUtmschetn Jezdiketti Mcäkan Mnlkti 

Bv. Links Jezdikerti; rechts iU Otir (arabisirt- Dschur . ^) 
älterer Name der Stadt Ardesehir Churre in Pars; neben der 
Flauinie links und rechts ^ ; zu beiden Seiten der König. 

A\. In meinem Cabinet 29 MiJlim* 3,S2 Gr. 

No. 392. 

Av. Mazdaiasn Biuji RamscJietr Jezdikerti. MaiJcan M(i/{k*f)* 
Rv, Rechts Jezdikerti ^ links ijt Mtdka, auf dem Altarsebwft 

Atari Neben der Flamme rechte jAd/^ Biüfdi(aj[mr = ÖchÄi'ii*' 

in Pars)» Zu beiden Seiten der König. 

22 Millim, Collect, de Bartholomaei T. XI, P. 4 

No. 393. 
Av, Mazdaiami Bmji Ramsehefr Jezdikeiii Malkan Mtd{ki*J- 
Rv. Jezdikerti - Ahi ; auf dem Alljirschaft rast ; neben «iö** j 
ime links yvi Veh (^ Bih KobadJ. Zu beiden Seiten de*" 

mit Klone und Halbmond, olme Globus. 
M>. 25 Millim. 3,a Gr. In meinem Cabinet. 

No. 394, 

Av. Unleserliche und verwischte Legende; jedoch erkeun* 
man Jezdikerti Malkan MaÜca. 

Rv. Seitenlegeuden undeutlich; neben der Flamme links jvi 
,yih Kobad*, rechts ein Halbmond w . Zu beiden Seiten dar 
König mit Krone und Halbmond, ohne Globus. 

jE. 26 Millim. Collect do Bartholomaei T. XI, F. 8* 

No, 395. 

Av Jczilikerti Malkan .... 

Rv. AtiL'Jeskiilc . .; neben der Flamme links w^ rechts /v^ 
Zu beiden Seiten der Konig mit Krone, Halbmond und Globus. 
M. 25 Millim. Collect, de Bartlioiomaei T. XI. F. 9. 



/ 

4 



iö^ 




XXJ. Jezdegird IL 91 

No. 396. 

Ay. MazdcMun Bagi Jezdtkerti Malka. 

By. Links nichts, rechts Jezd . . .; nehen der Flamme 
links "2 , rechts > , also f^x => Bihkobad. Zu beiden Seiten 
der König mit Krone, Halbmond und Globus. 

JR. 28 Millim. Collect, de Bartholomaei T. XI, F. 11. 

Ich selbst besitze ein ähnliches Exemplar, jedoch die Seiten- 
fignren auf dem Rv. ohne Globus. 28 Millim. 4,05 Gr. 

No. 397. 

Ay. Barbarische Legende. 

Ry. Links undeutlich; rechts rox = Bihkobad. Links und 
rechts neben der Flamme ^. Zu beiden Seiten der König mit 
Krane und Halbmond, ohne Globus. 

JBi 29 Millim. 3,88 Gr. In meinem Gabinet 

No. 398. 
Ay. Mazdodasn Bogt Bamschetri JezeUkerti Malkan Mfalka), 
By. Jezdücer - ^ 3^^ (Hekatompylos). Links und rechts neben 
der Flamme ^ 

JL 8 (Mionnet). Cabinet Prokesch y. Osten. 

No. 399. 
Ay. Mazdcdasn Bagi Bam8ch(etn) Jezdikerti MaÜcan Malka, 
B?. Jezd, - ^^ . Neben der Flamme links Y ^ rechts Y 
M. 8 (Mionnet). Gabinet Prokesch y. Osten. 

NO..400. 
Ay. Mazdcdaan Bogt Bamschetri Jezdikerti McJkan Malka, 
By. Seitenlegenden undeutlich ; neben der Flamme links v}^ 

(Hekatompylos); rechts undeutlich. Zu beiden Seiten der König 

vut Krone, Halbmond und Globus. 

JBl 28 Millim. 3,8 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 401. 

Ay. Mazdaiasn Jezdikerti MaÜcan, 

Ry. Jezdiker • .3^. Neben der Flamme links und rechts Y- 
Zq beiden Seiten der König mit Krone und Halbmond, ohne 
Globus. 

Sl 28 Millim. CoUect de Bartholomaei T. XI, F. 16. 

No. 402. 
Av. Mazdaiasn Bagi Jezdikerti Malkan MaJOca, 
Rv. Links 22|. . . .(?), rechts Jezdiker; auf dem Altarschaft 
**««(?); neben der Flamme links tti^ rechts tü^ also Hecatom- 



Mortitmnitn^ die Mütixeti der Swutafdden, 



pyi 



OS 



Links d« 



niit Krone und Halbmond, reclils 



re^a. 
ein imföriiilicher Kopf. 

.4t. 25 Millim, Abgebildet bei K Thomas l e. PL IV, 1 

No. 403. 
Av. Jezdilcerti Malkan Malka. lieber jeder Schulter m 
Halbmond. 

Rv. Links mehrere Kugeln v » rechts })^ was ich nicht nx 

• « 
erkUtren weiss. Zu beiden Seiten der Flamme Y ; Seitenfigur«Q 
mit Mauerkrone, olini^ Hiilbmi>nd und Globus. 

^^i. 23 MiUim, Collect de Baurtholomaei T. XI, F, 15. 

No. 404. 

Av. Mazdaiasii Bagi Rajfisehelri, 

Rv. Links Jezdtker} rechts n'v hi{?)i auf dem Altarschiift 
rast. Zu beiden Seiten der König mit Krone, Halbmond und 
Globus. 

M. 27 Millim. 3,4f. Gr. In meinem C&binet Auch Collect 
de Bartiiolomaei T. XI, F. 14. 

No. 405. 

Av. HiimSflietri Jezdikerti Malka. 

Rv. Rechts ^^j, links >v, also 0-h{ramiiziU) ; nebeu der 
Flamme links V , rechts "^ , Zu beiden Seittjn der König ni»i 
Krone mid Halbmond, olme Globus. 

M., Zwei Exemplare in meinem Cabinet^ 28 Millim. 3»9ä Gr- 
und 28 Millim. 4 Gr. 

Im Cabinet Prokesch v. Ost^n ein ähnliches Exemplar, welche^ 
aber auch auf der linken Seite der Flamme bloss ^ hit— 
27 Millim. 

No. 406. 

Av. Mitzilutasii Bmfi RafHschetr Jczdtfkerjti Mall'*ui Mfttli 

Rv, Seitenlogenden, links undeutlich, vernmthlich Jezdik 
rechts p jj ort*. Neben der Flamme links V ^ rechts '**'« AoT^ 

beiden leiten der König mit Krone und Halbmond, ohne Globus. 

^"R. In meinem Cabinet 2 Exemplare, 24 Millim. 2,« 
und 25 Millim. 2,» Gr. 

No. 407. 
Av. Mazduia87t Ikitji Itamiuhttn Jezdikerti Malktm Mi 
Rv. JeziUkerti ' Ahiri, Auf jeder Seite der Flamme ein 

Halbmond "^^ Beide Seitentiguren mit Krone, Halbmond und 

Globus. 

M.. In meinem Cabinet % Exemplare, 27 Millim. 4,3i Gr. — 

25 Millim. 3,9 Gr. — 27 Millim. 3,»& Gr. Auch Collect de 

Bartholonmei T, XL F. 10. 



I 

Aap 
lobus. 



d 



XXI. Jczd6gird II. 



m 



No. 408. 
Av, Mfi£tlai(t(9n) Bmji Rumarh^tri. 

Kv. Jeid * At, Ohne Halbmonde neben der Fhimme und 
sonstige Legenden. Zu beiden Seiten der König mit Krone 
und Halbmond. 

JBL 24 MUUm. 3^5 Gr. In meinem Cabinei 

No. 409. 
Av. Mtiztlniasn Bmti Ramfichc(fTt) Jeztük^rh' Mnihtn Mftlht. 
Rv. Links njnu Atasch , Feuer*, rechts nichts; auf dem 
itarschaft rasti neben der Flamme links ^, rechts w 
JR. 7 (Mionnet). Cabinet Prokesch v. Osten. 

No. 410. 
Av. Mfxzdcaagn lia^i Jezdt'kerti MaUcan Malka. Ueber 

iSchnlter ein Halbmond. 
Rv. Links Malffa, rechts nichts; neben der Flamme rechts V 
i» also zusammen Jez(i(ikerti); auf dem Altarschaft nichts, 
%XL beiden Seiten der König mit Krone» Halbmond und Globus, 
M. 25 Millim, CoUect de Burtbolomaei T. XI» F, 2, 

No. 411. 

Av. Undeutliche Legende. 

Rv. Seiienlegenden undeutlich ; neben der Flamme links 
/v(h), rechts jllj-U* Zu beiden Seiten der König mit Krone 
töd Halbmond, jedoch unsicher ob der Globus vorhanden ist. 

SL 23 Milliim 4 Gr. In meinera Gabinet. 

No. 412. 
Av. Maz(l4xia8n Jint/p Ramsrfietrt Jezdikerti Malk*m Mnlhu 
Bv. Jfzflihertt ' Bfiha ^Residenz*. Auf beiden Seiten der 
rlunme y* 2u beiden Seiten der König mit Krone, Halbmond 
■n4 Globus. 

Jl 26 Millim. CoUect. de Barthulomaai T. XI, F. 12. 

No. 413. 
Av. Legende am Hinterkopf anfangend neben den Schleifen 
ia die Hr»he, die Basis der Buchstaben dorn Rande augekehii : 
Imtri JezdikeHi . . . , . 

Rv. ^V )jj 0-h(ramazdi}, Neben der Flamme links w, 

^^% -Jp . Auf beiden Seiten der König mit l^one und Halb- 
»ön^t ohne Globus. 

M. 2« MiUim. Abgebildet bei Thomas l c. PL V, 1. 

No. 414. 
Av. MiiZiKuuian , . . Ramxfh^'tri Jezdi(kert{), 
Rv. Jrzd^Ahi, Neben der Flamme nichts; auf dem Altnr- 
»«"hail (rjaftfi), Seitentiguren mit Krune und Halbmond, ohne Globus« 
JSL 26 Millim* 4,or. Gr. In memflm Cabinet, 



^H 


MordtmanUy die Münzen der SirM.srinidrn. 




No. 415. onMaüCiL 


^^^V 


Mazdaiasn Bcuti Ramschetri Jezdikerti Malkan 


^^^V DeiQ Scklnss der Legende entsprechend ist die Transscriptio«, | 


^^V 


Wort Maikan reicht gerade bis zuni Globus ; über dem- 1 


^^H selben ist das Grenetis unterbrochen und dort die beiden Buch- 1 


^^^L ßtaben an wiederholt und das Wort Malha hinzugefÖfft. | 


^H 


.... Jezdikerti; neben der Fkmme linlfS und rechti ^* 1 


^^^H SeiteDÜguren mit Krone und Halbmond, ohne kugiilförmigen Bund | 


^^^_ 


25 Millim. 3,65 Gr, In meinem Cabinet. 




No. 416, 


^^^B 


(Jez)diker(ti), 


^^^H 


Jez-dikerti, 


^^^H 


2 (Mionnet). Cabinet Subhi Pascha. 




No. 417. 


^^^H 


ßarbai-ische Arbeit. Legende links ^ ^ * , rechts •/«• 


^^^^ dikerfti). 


<■ 


^^^_^ 


Ohne Figuren, bloss der Feueraltiir. ^^^^B 


^^^B 


Obolus des Berliner Museums. J 




No. 418. 1 


^^^H 


Unleserliche Legende; vor dem Gesicht 4 1 


^^^H 


Zerstörte Legenden, 1 


^^^H 


37j (Mioimet). Cabinet Subhi Pascha. 1 




No. 4ia ^m| 


^^^B 


Ohne Legende. Vor dem Gesicht Q ^^^^| 


^^^B 


3 (Mionnet). Cabinet Subhi Pascha. ^^^^| 


^^^^H XXII. .lezdegird 11 und sein Sohn Bahram V. ^| 


^^^V 


Münze dieser Abtheüung habe ich bereits I, ld9|^H 


^^^f schrieben. 


^H 




No. 420. ^^^ 


^^^P 


Mazdaiami Baal Rumsehetri Jezdikerti Afailüjn M(nlka)^ 
Varahrtm-Jt'zrfiktr/i; auf dem Altarschaft, aturi. Neben 


^^r^ 


^^H der Flamme rechts tiiha J{esidenz*- 


^H 


Im Cabinet des Generals v. Bartholomaei (jedoch nichl 


^^^1 in der Collection abgebildet). ^^ 




No. 421. H 


^^B 


Legende wie vorige Nummer. jU 


^H 


Varak (zerstört); neben der Flanune links ^M 


^^^1 Ker(tnanj 


■ 


^H 


,...,... ^^ J 



XXIK Bahram V. 



95 



No. 422. 
Av. Maedauun Boffi Jezdi/eerti Malkan Malk(a). 
Ky. Varah - Atw; neben der Flamme links ^j\t Herfai). 
Seüenfignren mit Manerkrone und Globns. 

^L 26 Millim. Collect de Bartholomaei T. XI, F. 1. 

um. Schapnr, Sohn oder Bruder Jezdegird's 11 
König von Armenien. 

Vgl Mos. Choren. L. III c. 55. 56. Thomas Ardzrun. p. 75. 

No. 423. 

Av. 8chähp(uhri), Büste des Königs genau wie Jezdegird 11. 

Ry. Ohne Legende. Feueraltar, und auf jeder Seite desselben 
ein König mit erhobenem Schwert Neben der Flamme links und 
rächt« w 

M. 14 Millim. CoDect de Bartholomaei T. XI, F. 18. 



XXIV. Bahram V. 

Bahram V fuhrt noch denselben Namen wie sein Vater, 
Ramschetri. Seine Münzen bieten zwei yerschiedene Typen dar. 

Erster Typus. Ay. Büste des Königs nach rechts, starker 
gekräuselter Bart, das Haupthaar in Locken; auf dem Kopfe 
Diadem und Mauerkrone, darüber ein liegender Halbmond und in 
demselben der kugelförmige Bund. 

Ry. Feueraltar, auf welchem ein wenig unterhalb der Flamme 
^ nach rechts gewandte Büste des Feruers. Die beiden Seiten- 
figoren dem Altar zugewandt, in den Händen eine Lanze haltend; 
die Figor zur Linken ist der König. 

Der zweite Typus unterscheidet sich yon dem ersten nur 
dadurch, dass auf der Kehrseite der Ferner fehlt 

Ans der Vergleichung der Portraits ergiebt sich, dass der 
crstere Typus der ältere ist, weil auf demselben das Gesicht des 
Königs etwas jugendlichere Züge darbietet, also gerade so wie bei 
^ Münzen Schapur's 11 und Bahram's IV. 

Erster Typus, 

Münzen dieses Typus habe ich beschrieben I, 145. 146. 147. 
U9. 150. 151. 152. 163. 154. 155. E, 27. IH, 72. 73. 74. 
'5. 77. 

No. 424. 
At. Varahran MaJkan MaUca. 
Rv. Varahr(an) - I(ran) ^ju 
Ä. 31 Millim. Abgebüdet bei E. Thomas 1. c. PL Vü, 8. 

No. 425. 
Av. Varahran Malkan MaJUka Iran. 



^K 


AIvrdimmiHf äit Mauzen iler Siumaniden. ^^^^^^^M 


i^^h 


VaraJiran - m (i^tcrasan), ^^^B 


^^^H ' 


27 Millim. 3,5 Gr. In meinem Cabinet. ^^^| 


^^^^H 


^^1 


^^^B 


Mijzdi Varahran Mal. ^^^^| 


^^^^^H 


Varah - ChofrasaiiJ. ^^^H 


^^^^H 


28 Miliiin. Collect, de Bartholomaei T. XII, F. lü. ■ 


^^^■' 


No. 427. ^B 


^^^H 


Mfiztii Viirahran . . . ^^^^^M 


^^^H 


y^ttrak - (]ho(r(isan). ^^^^| 


^^^H 


29 Millim. Collect de Bartholomaei T. XII, F. hTh 


^^^H 


No. 428. ■ 


^^^H 


Mfizd<nas7i Bmji Bamsrhetri Varakn/n Mal. ^H 


^^^p 


VaraJi - jU{t'f>pftime '^= Aderbeigan). ^H 


^^^^ M. 


28 Millim. ;ii£ Gr. In meinem Cabinet Auch CoUd^l 


^^m de Bart.holümuei 1\ XII, F. 13. ^ 


^^m 


No. 429. ■ 


^H 


Mazdmami Bmfi Ram^rltefh'i) ]'at(iAran Malkan, ^U 


^H 


VaraJi - Anfjmhmi). ^H 


^H 


2^ Millini. 3,4 Gr. In meinem Cabinet Auch ColIo<^H 


^^^L^ de Bartbolomaei T. XII, F. 4. ^| 


^^^H 


No. 430. ^^B 


^^^^B 


Mnz4j<i(iasn) Btifyi) Varahran. ^^^H 


^^^l 


Varahr - As(paJum). ^^^H 


^^^H 


27 Millim. 3,ri5 Gr. In meinem Oahinet ^^^H 


^^^H 


No. 431. ^^H 


^^^H 


Btuii Varakran Mtdkan 3falkan (sie). ^^ 


^^^^1 


VarfJi - Kd(zei^m), 


^^^H 


23 Millim. Collect de Bartholomaei T. XII, F. 14. ^ 


^^^H 


No. 432. fl 


^^^H 


VaraJirnn Malkan, ^H 


^^^B 


Vai'fth - i t of ndtsrhapur). ^^| 


^^^m 


2!» Millim. Collect, de BarbliolomBei T. Xll, F. 17, ■ 


^^^H 


No. 433. H 


^^^* 


Varahran Mnlkan Malka tfi Kavt Krrkfr, In ^H 


^^H persiHcb^i 


n Literaturgeschichte wird ei^.ithlt , dass Bahmm V bfli 


^^^H fohlen habe an semeni Hotn nur persisch ^^jLj zu .sprechen. ^ 


^^V Es isl. auch durchaus nicht unwahrschemlieUf dtiss ein geistreicher 


^^H Fürst , wie Ikhrain V , sich durch das gräuliche Kauderwelsch, 


^^H welches 


man Huzvaresch nennt, angeekelt fühlte, und die Tor- 


^^m liegende 


Münze liefert den Beweis dazu. Malkan Malka ist weder 


^^H persisch 


noch ß>T-isch, weder arisch noch semitisch, aber die 



XXIV, Bahram 



m 



BHidift von Feraepolis, welche schon lange vor Ardeschir I ihr 
lehtiiAcldoses Wesea trieben, hatteii bereits Mnlhi i'nr schüi^pr 
balten als das persische svhiih, und so ward der Maikau Mnlka 
unden. Bahram V, welcher als Kronprinz zwischen Arabern 
aie Zeit zugebracht hatte, wusste gewiss sehr gut, dass Mall'un 
atka ein gramniatischer ünsinii ist, und so ertlUrt es sieb, dass 
atif dieser Münze eine verst?ind liehe Deutung 4iinzufiijj^e : gi 
tri kerker ,das heisst der König, der Hen-scher*. Das Relativ* 
ronomen gt kennen wir schon ; ktwi ist ebenso bekannt als das 
jhte Zendwort für , König*; kerker endlich steht weder in den 
find - Glossarien noch in den verschiedenen Pehlevi* und Huz- 
bresch - Glossarien , wohl aber in jedem guten neupersischen 
pörtörbuch, und bedeutet 1) Gott, Schöpfer 2) König, Herrscher 
) die Pichte, Von diesen Bedeutungen passt die zweite ganz 
fcagereichnet zur Erklärung unserer Münze. 

Bv. Variihran - Bturkfaptir = Schapur). Wahrscheinlich 
i«it Bahram V zur Zeit, als diese Münze geprägt wurde, in der 
lladt Schapur seine Residenz, 
I A 3,»ft Gr. Cabinet Prokesch v. Osten. 



i Jkv. 



.▼. 

Rt. 
M. 



L Av. 



Av. 

I K^' 

Av. 
Rv, 
JSL 

I 

Av, 



Bd. XZXI 



No. 434. 
Mazda iami Bagi Vurnkran Maikan Maika. 
V^arah - yvi (Bih-Kobad). 
29 Millim. 3,58 Gr. In meinem Cabinet. 

No. 435. 
Mazdaiasn Bogt Rantsvhetri VaraJiran Malica, 
Vmrahr • j\,\ (Bih-Kobad). 
25 Millim. 3»3S Gr. In nieinctn Cabinet. 

No. 4:^6. 
Mtizdmamx Varahran Midka. 
Links nichts, rechts /vi (Bih-Kobad). 

27 Millim. CoUect. de BarÜiolomaei T, XII, F. 7. 

No. 437. 
Mazdaiasn l^arahran .... 
VaraJi - j-b 0» oder ma Meibud). 

28 Millim. Collect, de Bartholomaei T. XÜ, F, 15. 

No. 438. 
Mazdaiaan Bagi Ramschetri Varakran Maikan Malka. 
Varahr<m - i-b (Merv). 

29 Millim. CoUect de Bartholomaei T. XU, F. 17. 

No. 439. 
Varahrftn 3faik(a), 
V. T 



k 



98 



Mt^riiitnminf diö Münzen der ßaMoniden. 



Bt. Links nichts, recbts ^£ (Hekaiompylos). 

M. 25 Millim, Collect, de Bartholoraaei T, 
No. 440, 

Av. Mazdammi Bagt Vurtihran Mal/can Mai, 

Rv. VaraJ* - \\S 

M- 38 Millim. Collect, de Bartholomaei T, Xu, ^ 
No. 441. ^ 

Av. (. Va}rakran Malkan. ^B 

Rt. Var-jjS, Zu den Buchstaben rs, welche 'i 
und der vorhergehenden Nummer auf dem Rv. als Pr8 
scheinen^ könnte ich mit Leichtigkeit ein paar Dutzen 
auf der Karte von Persien auüesen, von denen jedoch 
ziger sich einer hesoDdern Berühmtheit erfreut j wenn ma 
den Sihilanten nicht allzugenau nehmen wollte, könnte n 
an jUä (»jij Hezm-i Kohad denken, welches noch onm 
Münzhof war. Ich denke aber die Sache viel einfache 
klären, wenn ich annehme^ dass itS oder jjS f^ ^^ sp 
Ma^'u = Rei steht. 

M, 24 Millim. Collect, de Barthokmaei T. XII, 

No. 442. 

Av. Eine barbarische Legende, in welcher mehr« 
Stäben verkehrt, d. h. das unterste nach oben gekehrt si 
erkennt jedoch mit Leichtigkeit, dass es Varakran Medka 

Rv. Unverständliche Legenden. 

M, m MilUm. Abgebildet bei E. Thomas 1. c. PI 
Thomaft (ibid. p. 80. 81) theilt diese barhivrisehe Münze ß 
Tschopin ku uud sagt, es befinden sich 5 Exemplare 
in Colon. Guthrie'» Cabinet; sie wurden vom Major Haj 
im Pentschab gefunden. Thomas liest die Legende 
Avers: VahiMdn Chuh und übersetzt es ^Hahram of Ü 
Aber Sf**:^ tsvhop (türkisch Ischöp) bedeutet nitht „Mace", 
sondern ,Span", , Zahnstocher*, davon das Adjektiv fjteftc 
lignuni , ligneus, ^vkov^ ^i/Aivdw) ,spindeldürre\ wie B* 
wirklich auf seinen Münzen erscheint. Die Keule h 
persisch ^.S (/iirz (Parsi vazr, Zend vazra^ iSskr. vajr 

No. 443. 

Av. Ohne Legende; vor dem Gesicht \A 
Rv. Ohne Legende. ^/j 

iE. 12 KiUim, Collect, de Bartiioloraaei T. 



Zweiter Typus. 
Müirisen dieses Typus habe ich beschrieben I, 1 

in, 76. 



XXir. ßahram F. 



99 



No. 444. 
Av. Mazdaiaan VaraJiran Malka, 

Bv. Varahr-Ähir. Neben der Flamme links Buhd , Residenz*. 
J^ 27 Millim. 3,« Gr. In meinem Cabinet 



Mazdaiasn . 
Varah-Atur* 

28 MUira, 



No. 445, 
, , Varahran Maikan Mai, 
Neben der Flamme links ui CJw(rasan), 



Collect de Bartholomaei T. Xu, F. 3. 

INo. 446. 
Av. Mazdcu'am .... Ramschetr Varnkran Maikan Mal. 
ßr. Varctfirtm - Afu ; auf dem AI tarschaft rast; neben der 
Pkmme links cxi Affrapafene). 

jR. 28 Millim. 3,9 Gr. In meinem Cabinei 
P No. 447. 

kv. Legende wie in voriger Nummer ; auch das dort fehlende 
_^OTt Boffi ist deutlich. 

I Rt. Seiteolegenden imverstäiidlich. Neben der Flatome links 

K2^ entweder Affropatene) oder St(ahr) Isstabr. 
K M. 25 Millim. 3,s Gr. In melnera Cabinet. 

■ No. 448. 

V Av. Mazdaiasit Btuji Ramschetr Varahran Maikan Maikfd). 

V Rv. VaraJtr - at(u)ri; aut dem Altarschaft. raM ; neben der 
Flamme links At (Atropätene) rechts w' 

IM, 27 Millim, Collect, de Bartbolomttei T. XH, F. 1. 
No. 449. 
At. Mttzdaiiisn Bagi .... Vtirahran MaUcan M, 
Kv. VaraAran - Ät ; auf dem Altarschaft nichts. Neben der 
flamme links Atfroj/aiene) ^ rechts v-' 
^ JL 27 Millim. Collect, de Bartholomaei T. XH, F. 2, 

I No. 450. 

■ Av. Mcadaia&n Ba^p Aiuri Varalirnn. 

I Rv. Atu-Go(ndi3r'Iuipur) ; weitere LefSjenden nicht vorhanden. 

I M. 30 Millim. Im Cabinet dt*s Gen**nils de Bartholomaei, 

^UNoch in der GoUection nicht abg^^bildet; ich beschreibe die 
^^■iiÄe nach einem Abdruck, den mir der verstijrbene General 
^bersäodte. 

No, 451. 
At, V€a'fihran MaUcan Malka. 

Rt, Sämmthche Legenden verkehrt geschnitten, d, h. auf 
tl^m St'empel recht, so dass man die Münze vor einen Spiegel 
l»lt«D, oder einen Siegelabdiiick davon nehmen muss um sie zu 



100 



JÜbrdimannt die Münzen eier ScuaanüUn. 



ksen 1 rechts VaraJi, links ran ; auf dem Altarschaft rtta(t), 
der Flamme links ein Stein, rechts ein Halbmond. 
Ä. 28 Millim, 3,« Gr. In meiDem Cabinet 

Anderweitig© Denkmäler Bahram's V. 

In meinen ^Stuiüen über geschnittene Steine mit Pehle^ 
Legenden" O. T No. 12 habe ich eine Gemme des Pariser Cabind 
beschrieben, welche ich Bahram V zutheÜte^ meine Gründe dafür 
waren schwach, indessen genügt die No. 450 der gegenwärtigen 
Abbaitdlung um diese Zntheilung zu rechtfertigen. Die Legende 
lautet: Vdrtin gi Malk(v)arz Aturferen Bmpm „Bahram der Reichs* 
mehrer, der Feuerverberrlichte (Hephlistokles) , Sohn des Gottes*. 




XXV. Jezdegird lU, 

Sämmtliche Münzen Jezdegird's Ell haben einen gemeinschafl- 
liehen Typus; die Vorderseite gleicht fast ganz den Münzen 
Batram's V, mit dem einzigen Unterschiede, dass der Halbmond 
zwischen der Krone und dem Globus etwas höber hinaufgerückt 
ist, so dass man die Mauerki^ane ganz siebt, wy.brend auf deo 
Münzen Babram's V der Halbmond so tief hinabgerückt ist, dass 
die mittlere Zacke der Mauerkrone kaum aiigedputet ist Dagegeo 
fehlt auf der Kehi^eite durchweg der Ferucr in oder unter der 
Flamme. 

Mtinzeii Jezdegird's Hl habe ich beschrieben I, 157 bis 16l 
m, 78. 79. 80. 

No. 452. 

Av. Kadi JessdikerftiJ, Jezdegird IH führte noch den Namen 
Kadi, welcher eigentlich ^Sohn", jedoch nur in den höheren 
Standen bedeutet, also etwa ^ Prinz*. 

Rv. Links Jezd^ rechte nauaki »der Anbetende* oder viel- 
mehr , Anbetung'. Auf dem Altarschaft ra^(f). 

^, Gr. 47i (Mionnet). 4,35 Gr. Zum Verkauf ausgeboteiL 






IUUW?lto| 

4 



No. 458. 
Av. Jezd .... 
Rv. Undeutliche Legenden, 
^. 15 Millim. Bei dem Münzhändler H. Hoffinann in Paris. 

No. 454. 
Av. Bq^ , . . Kadi Jezdtker , . . 
Rv. Links Jezd^ rechts undeutlich. 
W, 22 Millim. Bei dem Münzbäudler H. Hoffinann in 

No. 455. 
Av, Mazdctiasn Kadi Jezdikerti Mtdk, 
Rv. JezdifC'Navaki' 



Üt 



XXV. Jezdeffird IIL IQl 

A. Ich besitze 3 Exemplare, die aber nichts weniger als 
identisch sind« Das erste Exemplar, genau der vorstehenden Be- 
schreibung entsprechend, stellt die Flamme durch Punkte dar //• 

• • • • 

28 Millim. 3,s 6r. — Das zweite Exemplar ebenso, es fehlt aber 
das Wort MaOea auf der Vorderseite; 29 Millim. 3,46 Gr. — 
Das dritte Exemplar hat die Legende wie das erste, drückt aber 
die Flamme durch Linien aus ||||||| — 32 Millim. 3,7 Gr. Auch 
in Collect de Bartholomaei T. XIII, F. 8. 13. 

No. 456. 
Av. Mazdadasn Bagi MaUean MaUca Kadi JezäxkerU, 
Rv. Jezdiker - Navaki. 
M. 29 Millim. Collect de Bartholomaei T. Xm, F. 9. 11. 12. 

No. 457. 
Ay. Mazdaiasn Bogt Malfka) Kadi Jezdikerti. 
Rv. Links (na)vaki, rechts nichts; auf dem Altarschaft ra^(^. 
JBl. Cabinet Alishan. 

No. 458. 
Av. Kadi Jezdikerti. 
Bv. Jezdxk - Navaki. 
M. 26 Mülim. Collect de Bartholomaei T. Xm, F. 6. 7. 

No. 459. 
Av. Maedaiaan Kadi Jezdikerti. 
Rv. Links nichts; rechts .^u l(ran). 
A. 30 Millim. Abgebildet bei E. Thomas 1. c. PI. V, 4. 

No. 460. 
Av. Mazdadaan Kadi Jezdikerti, 
Rv. Aiu - UJ Cho(rasan), 

M. 29 Millim. 3,75 Ghr. In meinem Cabinet. Auch in 
G^Ilect de Bartholomaei T. XIII, F. 3. 

No. 461. 
Av. Mazdaiasn Kadi Jezdikerti. 
Rv. navaki' tu Ghofraaan). 
M. 29 Millim. 3,55 Gr. In meinem Cabinet 

No. 462. 
Av. Mazdaiasn Kadi Jezdikerti. 

Rv ))2i AsfjHMhan). 

M. 29 Millim. 3,8 Gr. In meinem Cabinet. 

. No. 463. 
Av. Mazdaiasn .... Kadi Jezdikerti, 



^m 102 


Mardimann, die Müfuim der Stuna/nidm. ^^^^^H 


^K 


Äturi ' Ol u AIi(rn€iJtana — Hamadan) ; auf dem ^^| 


^^H Schaft rai 


4f). ^1 


^■^ 


27 Millim, Collect de Bartholomaei T. Xm. F. 2. ■ 




No. 44;4. fl 


^^^v 


MazdaiaS7i Kadi JtzdikertL ^^^^| 


^^H 


Ahi ' tJ (jo(ndm'hapur). ^^^^| 


^^^R 


30 MiUim. Collect de Bartbolomaei T. XUI, P. 5^B 




No, 465. fl 


^^^r 


Unleserliche barbarische Legende; auch die Figur v^| 


^^^r barbarischer Arbeit. ^| 


^^^ 


Kadi' xii Da(rah4jird), ^^^H 


^^Bi 


Cabinet Subhi Pascha. ^^^H 




^^1 


^^^B 


Mazdaiasn Bogt . . . Kiidi Jczdikerti, ^^^B 


^^H 


jjjb Mä(zanderdn). ^^^^M 


^^^H 


27 Milliin. 3,3 Gr. In meinem Cabinet ^^^H 




No, 467, ^^ 


^^^H 


Navalci - jj) Mei(b\id) ; auf dem Altarschaft raa(t). 


^^^B 


Cabinet Subhi Pascha. fl 




No, 468, ^^1 


^^^K 


Mazdauisn Bag^t Jezdüterti, ^^^H 


^^H 


Jezd ^ jti Mei(bnd). fl^l 


^^^H 


28 Millim. CoUect de Bartbolomaei T. XTH, P. l^H 




No. 469. 1 


^^B 


Jezdik - *V1 Su(sa). Neben der Flamme links l^| 


^^^r Stern, rechts ein Halbmond. ^| 


^H M, 


30 MiUim. 3,77 Gr. In meinem Cabinet ^^^| 




No. 470, ^V 


^H 


Mazdcdami Bogt Midkan Malka Kadi Jezilikerti, V 


^H 


Ähiri- (rechte nichts). H 


^m M, 


27 Millim. Collect de Bartbolomaei T. XIH, F. 1. ■ 




No. 471. fl 


^^^^ 


Links unleserlich ; rechts Kad(i). ^M 


^^^m 


dez - Nava. H 


^^H 


11 MilUm. Collect de Bartbolomaei T. XIll, F, 16, ■ 




Anderweitige Denkmäler Jezdegird's m. 


^^^P 


Jezdegird HI sind mir keine anderen Denkmäler bekannt; 


^^V dagegen 


habe ich 0. 11 No. 2 und 0. III S. 582 eine Gemme 


^^H beachrieben, welche der Köiii^ii Diuek. Gemahlin Jezdegird's 111 


^^H und Mutter der Prinzen Hormuzd und Piruz zuztftbeilen ist. 



A'A'IV. Hormuzil III, — XXVIL Piruz. 103 

XXVI. Hormuzd UI. 

Die byzantinischen Historiker wissen nichts von Hormozd IQ ; 
nach den persischen und armenischen Geschichtschreibem war er 
der jüngere Bruder des Piruz, dem er ein oder zwei Jahre lang 
die Herrschaft streitig machte, imd es scheint, dass er sich wirk- 
lich einige Zeit, yermuthlich in der östlichen Hftlfte der Monarchie, 
bdiaaptete. Indessen sind bis jetzt keine Münzen von ihm zum 
Vorschein gekommen. Zwar schreibt ihm Longp^rier eine Münze 
IQ, die er audi PL IX No. 1 hat abbilden lassen; aber abgesehen 
diTon, dass sie gar nicht den Namen Hormuzd enthält, ist auch 
der ganze Typus der Münze dem sassanidischen Typus fremd, und 
ae gehört in die Reihe der indo-sassanidischen Münzen. 

XXVn. Piruz. 

Da Yon Piruz an der Gebrauch auf dem Revers der Münzen 
dfl& PrSgeort anzuzeigen beständig beibehalten wird, dagegen die 
Legeaden auf der Hauptseite inuner einfacher werden, so ist es 
ni^t mehr nöthig die einzelnen Stücke zu beschreiben, weshalb 
ich TOD jetzt an nur solche Stücke beschreiben werde , welche in 
bgend einer anffidlenden Weise von dem allgemeinen Typus ab- 

Die Münzen des Piruz zerÜEÜlen in zwei Haupttypen, von 
aber jeder wieder in Unter-Typen zerfällt 

I. Erster Haupt-Typus. 

A?. Büste des Königs nach rechts; Bart nur schwach, eben 
10 dftg Haupthaar. Diadem und Krone, worüber ein liegender 
Halbmond, in welchem letzteren der kugelförmige Bund liegt, 
^or der Sjrone ein anderer, etwas kleinerer Halbmond. 

Unter-Typen des ersten Haupt-Typus. 

1. Auf dem Revers zur Linken steht eine Zahl, weiche das 
Begierangsjahr anzeigt, und zur Rechten der Prägeori Feuenütar 
vie gewöhnlich, links der König, rechts eine andere Figur, beide 
^ Altar zugewandt, aber ohne irgend eine Waffe. Neben der 
Plttune links ein Stern, rechts ein Halbmond. 

2. Auf dem Revers statt der Zahl zur Linken der Buchstabe 
h M, wahrscheinlich für Malka oder Mazdaiasn, vielleicht für 
beides gemeint Alles übrige unverändert. 

3. Statt des Buchstabens jt> der Name Bnruz. 

Endlich giebt es noch eine isoUrte Münze von diesem Haupt- 
Typus, wo auf dem Rv. zur Linken gar nichts steht, und zur 
Beddeii der Münzhof genannt wird. 



104 MortUraannf die Münaen der Stuscmiden, 

n. Zweiter Haupt-Typus. 

Av. Büste des Königs nach rechts ; Bart etwas stftrker, auch 
das Haupthaar in grosserer Fülle. Diadem, aber statt der bis- 
herigen Krone eine Tiara, welche vom und hinten in einen Flügel 
endigt; darüber wieder ein Halbmond, worin der kogelförmige 
Bund liegt, und vor der Tiara ein kleinerer Halbmond. , 

Unter- Typen des zweiten Haupt-Typus. 

1. Auf der Kehrseite links der Buchstabe jb, rechts der 
Prfigeort. 

2. Auf der Kehrseite links der Königsname, rechts der 
Prägeort. 

Aus den Zahlen, welche die Begieiimgszeit anzeigen, ergiebt. 
sich, dass die Münzen mit der Mauerkrone die älteren, die MünzexB. 
mit der Flügelkrone die jüngeren sind, was auch einigermassecm. 
durch das Portrait bestätigt wird. 

Die übliche Legende auf dem Avers ist McusdftMÜun) KoXm 
Pirudscki. Zuweilen steht anstatt Mazd, bloss jt> M, zuweila^sa 
fehlt auch dieses. 

Erster Haupt-Typus, erster Unter-Typus (I, 1). 
d5d talai «Jahr drei*, aus den Prägestätten ))^ 5j) 

^^£u orba „Jahr vier*, aus der Prägestätte ^jf 
...jbuv chomafscha) ,Jahr fünf*, aus der Prägestätte di^ 
UDli schata „Jahr sechs*, aus den Prägestätten tu «32> ^^ 
^^ -i^ 

^:üflL schaba „Jahr sieben*, aus den Prägestätten ju ^ 
£. Thomas erwähnt noch das Jahr duazdeh 12. 

Erster Haupt-T3rpus, zweiter Unter-Typus (I, 2) 
^ M auf dem Revers 
aus den Prägestätten uj ^jf tu IXu >>■« ^jj jjI P 4i3 a0<^ 
ul Ji ^X J^ und jjb 3jb luid ^-b 3^ -Ui- ÜJI «Jj .M^ 

Erster Haupt-Typus, dritter Uöter-Typus (I, 8) 
mit dem Namen Pirudschi „Piruz* auf dem Bevers 

aus den Prägestätten ^ü uj \n ^»n 51 ul *^ /vi jJ^ 

5'b *' ^ und HU 

und endlich eine Münze ans ^!f ohne Legende auf der linkBi^ 

Seite des Rv. -. 



XX]'I/. Pirat. 1Q5 

Zweiter Haupt-Typus, erster Uuter- Typus (II, 1) 

jb M auf dem Revers 

•BS den PrSgestfttten ^J| XU DUi cu .^u ^»n ojI ii3 yvi 3^ 

Zweiter Haupt-Typus, zweiter Unter-Typus (H 2) 
mit dem Königsnamen auf dem Bv. 
ms den PrSgest&tten JU s9 UJ DLu Hu Ha^j jüj y\«aj ^1 
iä nnd lü Ji yvi u^ u^ 3^ -iü- HD .3j 
Einzelne besondere Stücke sind folgende. 

No. 472 (Typ. I, 2). 
Ay. Kadi Piradachi, 

Ry. 2> ^*ii Ä8(pahan). 

Bf. 20 Millim. Bei dem Münzhändler H. Hoffinann in Paris. 

No. 473 (I, 2). 
Ay. Kadi PirudschL 

Ry. Jb U GofncUschapur). 

JSL 13 Millim. Collect de Bartholomaei T. XIV, F. 16. 

No. 474 (I, 2). 
Die Münze aus uj I(ran) enthält auf dem Avers, ausserhalb 
ies Grenetis, unter der Brust eine Legende, welche nach der 
^eidmung zu urtheüen, eine Contremarke zu sein scheint p^^ 
*Qd wdche ich nicht erklären kann. 

JEL 28 Millim. Collect, de Bartholomaei T. XIV, F. 15. 

No. 475 (I, 3). 

E. Thomas (1. c. No. 63) erwähnt eine Goldmünze aus ^jf 
^aid, ohne jedoch etwas weiteres über diese Münze zu sagen, 
^Uiid ohne eind Abbildung zu geben. Später erhielt ich von Hm. 
H. Hoffinann in Paris den Abdruck einer Goldmünze, welche wahr- 
ftcheiiilich dieselbe ist 

Ay. Kadi Fimdachi. 

By. links undeutlich, rechts ^jf Bab&. 

^. 19 Millimeter. 

No. 476 a, 3). 
Ay. Maedaüun Kadi Pirudach. 
Ry. Bir(ud8ch) — ^>ii Aafpeihan). 
JL 12 Millim. Cabinet Alishan. 

No. 477 (ü, . . .). 

Ay. Kadi 

ftv. links nichts; rechts :^ Babd. 

JSL. 13 Mülim. Collect de Bartholomaei T. XV, F. 31. 



106 



Mordtmiinu^ die Münzen dtr SfiMsaniden. 



No. 478 (U. 2). 
Unter den in vu üho(rasan) g^eprägten Münzen dieMS Tjrpot 
sind mir zwei Varietäten vorgekommen, nänilich eine, wo auf deaj 
Revers neben der Flamme auf jeder Seite ein Halbmond ist, hdiI 
eine, wo linltg du Öteni, recbts ein HaJbmond ist 

No. 479 (U, 2). 

Ebenso sind mir zwei VarietliUn von den zn cji> Sf(*i^kri 
geprägten Münzen vorgekommen, nlimlitrh eine wie üblich mit dem 
Namen Pirud^chi auf dem Revers, und eine, wo dem Namen noob 
ein 30 MalJat oder Mtizd^itami hinzugefügt war. 

Nur wenige Münzen von Piniz, in meiner SamraJiing sind 8*) 
gut erhaHen, da.ss man aus ihrem Gewicht iSchlüssd ziehen ham. 
Die guten Exemplare dieser Art sind folgende: 



Erster Typua. 
Jahr 3 aus ^^ .... Z^äs Grammes. 
aus jj^ .... 3.9Ä , 
aus i±^ .... 3,70 , 


Zweiter Typus, 
aus _^t ... 3,80 Gnunmes. 
aus OUJ ... 3*» . 
aus MM . . 3,»« 


11, &3 Grammes. 
also durchschnittlich 8^84s Grammes. 


aus t*u . . • - 4,05 , 
am ü 3,w , 


19^ Graimne»' 

also durchschnittlich 3,ftS8 Gnunoiaft' 

Das durchschnitlliche Mittel aus beiden Typen ist also 
3,81 Gramme». 



XXVm. Palasch (Balasch). 

Vom J. 483 bis 487 regierte über Pcrsien ein König, dem 
die neupersisehen HiÄtoriker Palascb oder Balasch, und die Byzan- 
tiner BXda}iQ, Bkamoq^ BXaafftjg, BdXag nennen, und welcher 
auf den von ihm geprägten Münzen die beiden Namen Hnkad 
Vaiakastih fiihrt; der Hauptname ent.spricht also dorn parthi-schen 
Valakasch, oder wie es auf ihren griecMscheu Münzen heisst Ouflt- 
Xoyaiffogy Bokoytuüoq. Balasch ist also wohl richtiger als Palasch; 
ich habe aber, nach 8. de Sacjs Vorgange, inmier Palasch an- 
gewendet. In persischen und türkischen Handsekriflen finden sich 
beide Formen. Der andere Name Hukad ist zusammengesetzt ans 
Hu =^ ih, mid Kad (Kadi) und bedeutet also ungefähr dasselbe 
was Eugenius. 

AUgememf^ Tifpiw der Münzen. Av. Büste des Königs 
nach rechts; Bart gekriULselt, Haupthaar in Locken. Diadem und 
Mauerkrone, darüber Halbmond und kugelfurmiger Bund, Zur 
Rechten eine Flamme, welche aus der linken »Schulter hervor- 
zubrechen scheint. Das Ganze in einer doppelten Perleneinfassung, 




XXVin. Päkuek (Balateh). - XXIX. Kobad 1. 107 

Die Legende ist von jetzt an auf der rechten Seite und enth&lt 

weiter als die beiden Namen Hnkad Valakasoh, letzteren 

auch noch um einen Buchstaben verkürzt, Valdkd^ ja 

Volak. 

fir. In der lütte der übliche Feüeraltar; unterhalb der 

als Ferner die nach rechts gewandte Büste des KOnigs 

■dt demselben Kopfputz wie auf dem Avers. Zu beiden Seiten 

^ tiUiehen Figuren, dem Altar zugewandt. Neben der Flamme 

Hiks ei& Stern, rechts ein Halbmond. Legenden, links der Name 

VaUboseA mehr oder weniger abgekürzt, sehr selten ganz aus- 

gisehrieben; rechts der Name eines Prftgeortes. Das (}anze in 

^nfJMshem Ghrenetis. 

Bei der grossen EinfSrmigkeit, welche die Sassanidenmünzen 
TOB jetzt an darbieten, beschrftnke ich mich nur auf die Be- 
tehrabung des allgemeinen Typus, und auf die Beschreibung 
loldier Münzen, welche in irgend einer Weise von diesem all- 
gemeinen Typus abweichen oder sonst etwas Bemerkenswerthes 
dutieten; ausserdem gebe ich eine tabellarische üebersicht der 
uter jeder Regierung bis jetzt bekannten Prägest&tten und das 
durchschnittliche Gewicht. 

Münzen von Palasch gingen hervor aus den Münzstätten j^j 
(Ina) uj .^ju ouu yvü u .^L j^a. ^5 .i^ -Ui- jj. und ^3j 



Der Gehalt der Münzen ist im Ganzen niedrig, und fiLllt in 
«neben Exemplaren selbst unter 3 Grammen. Von den Münzen, 
fti ich habe wSgen können, waren die fänf besten Stücke 




ans ^»11 


3;60 Gr. 

3,M , 
3,96 , 






aus p.^ 


3,80 , 






aus jj. 


3,74 „ 





18,01 Grammes. 
abo dnrehschnittlich d,7S8 Ghrammes. 

XXIX. Kobad L 
Erste Regierung von 487 bis 497. 

AUqtimtiMT l)fpu8, Av. Legende von unten nach oben 
Hf der rechten Seite Kovä oder Kavdt, Büste des Königs nach 
nekti; Bart und Haupthaar nicht sehr stark. Diadem und Mauer- 
bwe, deren Yordertheil einen liegenden Halbmond bildet; über 
^ Krone ein grösserer Halbmond, worin der kugelförmige Bund 
%t Hinter dem Kopfe ein Stern, über jeder Schulter ein Halb- 
Koid; die Enden eines Gürtels vom und hinten sichtbar. Ein* 
Ue Perleneinfassung. 

Ev. Legenden, links Kavat, rechts der Name eines Präge- 



203 Mordtmann, die Münzen der Sagaamden, 

orts. In der Mitte der Feaeraltar ; auf jeder Seite desselben eb» 

dem Altar zugekehrte Figur, deren Kopfputz das Grenetis durch- 

sclmeidet Neben der Flamme links ein Stern, rechts ein Halbmond. 

Aus dieser Epoche sind mir folgende Prfigestfttten tot 

gekommen: ju und ^lu (Iran) ^If UJ >oUJ Cii "bu OIJJ Jii 

U u) 3) — ;i f^^^ und — i-b u-6 -iÄ ^ dj> -3Li /^ 

Der Gehalt der Münzen erleidet eine noch weitere Vcr 
schlechterung; von den Stücken, die ich gewogen habe, wmo 
folgende die schwersten: 

aus ~^di 3,84 Grammes. 

2111 3,76 

eil 3,75 , 

Uli 3,tfo 

All 3,co « 

18,54 Grammes 
also durchschnittlich 3,708 Grammes. 

No. 480. 

Av. Kava(t), 

Rv. Links Kavat^ rechts ^_^^t> ; links neben der FlainiM 
^, rechts w 

^. 28 Millim. Collect de Bartholomaei T. XVII, F. 14. 

Der vom Anfang der Dynastie an unveränderlich beibehaUiw 
Gebrauch auf der Kehrseite den Namen des Münzherm zu wied0^ 
holen, hört mit Kobad's erster Regierung völlig auf, und lo 
gestatte ich mir an dieser Stelle eine Erzählung aus der 1001 
Nacht zu bringen, welche durch diesen Gebrauch ihre EiUlraag 
findet Im Original sind freilich Chusrav 11 und seine GemaUiB 
Schirin als handelnde Personen aufgeführt, aber dieser UfiiiM 
Anachronismus will nicht viel bedeuten; dasselbe ist in ShnlichfiB 
Erzählungen im Orient mit dem Ghalifen Harun el Reschid, nifc 
Schah Abbas 11 und mit Sultan Murad IV der Fall, wie in Nord* 
deutschland mit Friedrich IL Die Erzählung steht in der 393. Nackt 
der türkischen Redaktion, Band II S. 297 der neuesten Konstan- 
tinopler Ausgabe vom J. 1870, und lautet wie folgt: Ein Fischer 
hatte von Chusrav Parviz theils für einen delikaten Fisch, theils 
für eine geistreiche Antwort ein Geschenk von 8000 DFachmaB 
erhalten. Schirin, welche etwas geizig und über dieses reiche (be- 
schenk etwas übelgelaunt war, schaute dem Fischer nach und 
bemerkte, dass derselbe ein Silberstück hatte fallen lassen und es 
sehr emsig suchte. ,Was für ein habsüchtiger Kerl mnss das 
sein", sagte sie, „der nach einem so reichen Geschenke mühselig 
nach einem Dirhem sucht!'' Chusrav Hess also den Fischer zurüek- 
rufen um ihn darüber zur Rede zu stellen. ,Effendi% antwortete 




XXX, Dachttmarp. 

,aaf der einen Seite der Müdzp befindet sieb Dein 

». und auf der andern Seite Dein orhabf^eer Name; wäre 

das Geldstück liegen geblieben ^ so bätte leicht jemand mit 

Fnsse darauf treten können» was doch gegen die Dir ge- 

»ode Ehrerbietung ist". Dem König gefiel diese Antwort so 

dass er ihm noch weitere 4000 Drarbmen schenkte. 

Ich habe in gegenwartiger Abhandlung schon zweimal Ge- 

»nheii gehabt (bei Ardeschir l und Stbapur l), der Milrtiben- 

der 1001 Nacht zu erwühneiit und ich glaube aus diesen 

Utionen schliessen zu dürfen, dass der Grundstock derselben 

irend der Sassanideaaeit in Persieu entstanden ist, gerade wie 

(inindstoff, welcher dem Öchahname als angebliche historische 

srlage dient» so wie auch die jetzt von deo Parsen in Indien 

ebenen Werke der Fehli^vi-Literatur {Arda Viraf, Maiiiyo 

%ftnl o. s, w.), und zwar vomehialii'h in der Epoche von Scha- 

por III an bis auf Chusrav I, also etwa von 400 bis 550 n. Chr. 

ri)och ist hier nicht der Ort die» ausführlich zu erörtern. 



XXX. Dschamasp. 

AUgetnemer T^fpus. Av. Legende 2jam, zuweilen, jedoch 
«hr selten , Zatnasp , Büste des Königs nach reehtö ; Bart und 
Batkpthftar schwach; Diadem und Krone, worüber ein Halbmond 
mit dem kngelförraigeu Bmid , und dariiber noch einmal ein 
grtwerer Halbmond und ein grösserer Olobus. Ihm gegenüber 
dii Büste eines Knaben nach links , mit ahnlicher Krone , Halb- 
öwod und Bund-, derselbe üben^eicht dem König ein Diadem, Ein- 
Wiw Perlenkranz. 

Et. Links eine Zahl, welche das Regierungsjahr nnzeigt, 
wcbtfi ein PrÄgeort. Alles übrige wie auf den Münzen Kobad's. 
Eiiifeches Grenetis. 

Von Dschamasp sind mir bis Jetzt folgende Münzen vor- 
g^jltommen : 

•l*hr 1 aiLs JJJ ^i) XU Cu ^^u "bu UM J^tl (mit Zamasp) 

ait> ^tt -LLi- 

"^•hr 2 aus XI _iu "»■ r^u Si (j (iiüt Zami^sp) ii-b J^ S^ 

^^ 3 aiu jiu Ui XUJ uS J^ ix^ yv% ji^ 



No. 481. 
Av. Am Hinterkopf -biM Zam. 
Hv. Links _}J ^ p turtiin ,zwei' 
k*lirt gravirt). Aus u 

M, 8,1 Or. In meinem Cabinet. 



(Die Buchstaben ver- 



k 



110 



MorcUmatmt die Münzen der 



Von Münzen, <lie mehr als 3,r. Grarames wiegen, höbe id 
bis jeUt nur 3 Stück mitersucben kOnneu, 
aus »m 4,jio Gr. 

3,97 . 

11, OT GrT 

also durch scbnittlich 3,873 Grammes, 

XXXI. K ob ad I. 

Zweite Regierung. 

Die zweite Regierung Kobads I, welche von 499 bia 5*31 
dauerte und 33 Jahre umfasste, zeigt verschiedene Typen, welch* 
in ihren Hauptpunkten gewisse Epochen feststellen; indessen iJt 
eine strenge Durchführung dieser Tyiien nicht möglich, theils w^ 
neben den Haupt-Typen noch einzelne Neben-Typen in eingeben 
Jahren vorkommen, theils auch, weil selbst die Haupt-T^-pen «n- 
weilen chronologische Sprünge machen. Jedoch lassen sich iffl 
allgemeinen folgende Typen feststellen. 

Allen Typen gemeinschaftlich ist die Verzierung der Büst« 
des Königs auf der Vorderseite, und zwar übereinstimmend mit 
dem Typus der ersten Regieningsperiode , femer auf dem Revers 
der Feueraltar und die Stellung der Seitenliguren, deren Kopfpnti 
gleich wie in der ersten Periode das Grenetis durchschneidet 

Erster Haupt -Tiipiis. Der Avers völlig übereinstimmend 
mit den Münzen der ersten Regierungsperiode, nUmlich hinter dem 
Kopfe ein Stern, über jeder Schulter ein Halbmond. Auch der 
Revers völlig gleich, mit der einzigen Ausnahme, dass zur Linken 
statt des Königs-Namens eine Zahl steht, welche das Regiemngs- 
jtthr anzeigt. 

Dieser Typus kommt nur in den Jahren 11 und 12 (499 
und 500 n. Chr.) vor. 

Zweiter Haupt - Ti/j/us. Die Enden des Diadems stehen ift 
die Höhe und durchschneiden ebenso wie der kugelförmige Bund 
das Grenetis ; femer ist der äussere Rand, ausserhalb des GrenetU, 
noch dreimal, links, rechts und unten, mit Halbmond und Stern l*J 
ausgezeichnet. Diese beiden charakteristischen Merkmale werden 
auch in den folgenden Haupt- und Neben-Typen unabünderlich 
beibehalten. — Der Revers unverändert wie im ersten Typus, 

In den Jahren 18, 14 und 15 (501 bis 503 n. Gh.). auch 
noch isolirt im J. 16. 

Dritter Hmipt - Ttf/ms. Völlig übereinstirumend mit dem 
zweiten Haupt-Tyjms, imr mit dem Unterschiede, dass die Legende 
nicht mehr einfach Kant oder Karat lautet und von unten nach 
oben hinauf gelesen wird» sundeiii von oben nach unten (dif 
Basis der Buchstaben dem Rande zugekehrt) und dass sie fortan 



.tA'AY. Kabad I. 



in 



OIaI Kavai afzum .Kobad lebe!* (eigentlich Cavades 
•) lautet 
In den Jahren 16, 17, 18, 19 und theilweise 20 (504 bis 

IHß Müjizen des «weiten und dritten Haupt- Typus umfassen 
vornehmlich die Dauer des ersten Krieges zwischeo Persien 
'und dem oströmischen Reiche. 

Vierter //ali/>^ 7}//wi,v. Vor dem Kopfe erscheint noch ein 
; alles übrige unverändert wie im dritten Haupt-Typus. 
In den Jahren 20 bis 82 incl. (508 — 520 n. Chr.), einzelne 
auch schon in den Jahren 18 und 19, so wie im J. 34. 
Fünfter Haupt- Tifpjis* Der Avers völHg wie im vierten 
ipt-Typus; der Revers hat von jetzt an ein doppeltes Grenetis; 
les übrige wie vorher. 

In den Jahren ^53 bis 43 (521 bis 531 n. Chr,), isolirt auch 

in den Jahren 19, 20 und 32. 
Zu diesen fiinf Haupt-Typen kommen noch einzelne Neben- 
^jpen, jedoch nicht in regelmässigen Epochen, sondern in isolirteii 
and in unrege ImKssigen Sprüngen. 
Irrster Neben-Tifpus. Es fehlt der vordere Stern und der 
rordere Halbmond über der linken Schulter, sonst alles wie im 
itt«n Haupt- Typus. 

Mir nur im Jahre 15 vorgekommen. 

Zweiter Neben-Ttfints. Wie der erste Nebon-Typus , aber 
I» dem J. 35, wo also die doppelte Perleneinfassung des Reverses 
von dem ersten Neben-Typus unterscheidet. 
Dritter Neben- Typus. Beide Sterne vorhanden, aber es fehlt 
der vordere Halbmond über der linken Schulter. 

Bis jetzt, mir nur in den Jahren 22, 26, 32 vorgekommen. 
Vierter Neben -Ty^ni^. Ganz wie der dritte Neben-Typus, 
(doch von demselben durch das doppelte Grenetis auf der Kehr- 
lite unterschieden. 

Mir vorgekommen in den Jahren 33, 34, 36, 36, 37, 39, 41. 
Fünfter Neben-T^pus. Es fehlt der vordere Stern, jedoch 
tind beide Halbmonde vorhanden, also ganz wie im dritten Haupt- 
Typus; dagegen ein doppeltes Grenetis auf dem Revers, 
Kommt nur im Jalire 37 von 

Sechster Ncbcfi-Typus. Ganz wie der dritte Haupt-Typus, 
nur mit dem Unterschiede, dass auf der Vorderseite keinerlei 
Legende vorh&nden ist, also der Name des Münzherrn fehlt; da- 
gegen ist der Revers regelmässig mit Jahreszahl und Prägeort 
versehen. Die Arbeit ist barbarisch und sie stammen aus dem 
östlichen Persien, wie die Prägestätten ausweisen. 

Dieser Typus ist mir nur in drei Exemplaren vorgekommen, 
aus den Jahren 30 und 35; eins derselben (im Cabinet Prokesch 
V- Osten) ist von ganz barbarischer Arbeit und wahrscheinlich 
falicb. 




112 



MorcUmann, die Münzen der Stutamden. 



Verzeicbniss der Münzen, welche aus der zweiten Regierung 
Kobad's I zum Vorschein gekommen sind. 

Jahr 11 aus JJJ und S\u sV i>ii /vu ^1 ii-b 3j 

12 aus Dtu U jxii ^i -biiS -ü ^ 

13 aus ju DUJ .-;u Ji^ yN'U ii'b yv( -3^ -ui- 3^ 

14 aus ^ tu -bju Jiu Si u JA£^ li-b dj^ 

15 aus Jii tu Xfu yvu 31 U u3 M^ und --^*<ii J^ 

j^^x xiS OJJ i5j 

16 aus sV u Dtu JU DU iiu Si u lü xu^ /vi ^J 

17 aus ju tu jiu 31 ^a xu^ M'b js^x cjul dju .3j 

18 aus tu jiu j^n 'bu 31 ui *3j 

19 aus JU tu Jiu u) xi/^ J^ -33 -^ 

20 aus JU u Dtu JU 'bu Jiu ii) jj/^ -Ui- dj^ -3^ 

21 aus tu Dtu DU iiu ul i&L J^ lil juj; u.'b /vi oa» 

22 aus DU jiu M-b 3*^ ^^ ^J 

23 aus JU DU .^u jiUJß 

24 aus JU Idu JIU /vu ui J'b 5'b 3^ -3j 

25 aus JU JIU ui ^o^ sußj J'b -3^ Dil ^ 

26 aus JU lu DU 'bu jiu u ui .^a xxuf ii'b Di» 

27 aus UJ J'b ^'b ^^ 

28 aus JU LU c\\^x ^i ii'b —^i ^^ .3j 

29 aus tu 'bu /vu i'b ^:& .3/ 

30 aus tu iiu u ui _±} Q03L>j j-b ^-b /vi -Ja »^ 

JU »ij .^j 

31 aus ^u u Dtu iiu .^1 #L jLXdJß J^ li4» j&'b /^^ 

P^ 3^ DU -^il ^J 

32 aus M.'3iU JU o\u du iiu iil .^1 ui -^ /vi ^QÜ 

-3j c3/v 

33 aus \u£ui du ^u ^jj iil ui MiP) und DJPi O^ 

34 aus (U^ui tu Dtu iiu £1 31 P ui |uPi -jl xj/^ 

^•b |a3 ^£ DU -3j 

35 aus ifi^iu Dtu DU ^u ^d3u iiu ul AI 31'^ 

(uPi und iiuP) — Ji ^O' lU^ — y ?Si2^ 
.^'b (1^ -33 OJ} -UJ 3j 3/v 



^M 


^^^^^^^^XXXL Kahnd L ^^^^^^^^^^U^^^^^H 


^Vb6 


aus JU UJ lind \u ^mx .#u -b^xi ulu yvii m ^i'P ^| 


^H 


iiJ — /t ^Ji und ayvji yvi oji r^PP ^^ ] 


^^37 


aas JU und Ajlu ^j ^oli duj nv ywu ul ^t ^H 


^^H 


yvjt ^u^ _lJ ^^ yvi pS — /jy ^1 


^^^m 


aus (ij^iu Jis DAi ^Qu Lu ^bu £ii 1)11 j^ (yE) i^ ^^ 


^L^ 


— 'i -LU^/ ii.^0 — ^-b ^-b P^ ^£ Jü- (iE) 


^B 


-3-1 5yv 


W 39 


aus |ij^MJ JU lu und i-ii DUJ ^u iin wji ,^y J-b 


1 


yvi \J^ «3^ Du -3-1 


■ 


aus \iJSin n pj und tu bdi — *JJ ii-u u — *L su/j 


^^ 


i.| ii-b J-b -Ä-b jvi _3j^ oi? JU Sj 


^r ^^ 


aus |iJ.^xu JU pj -b^u ui — #i ^P-);» und J*»22j 


■ 


j-b ^-b .0.1 u^ -5^ JU -Jj 


■ 


aus .^MJ -3u O^ 


■ 


aus -b^u ^-b J^ w 



I 



In den Jahren 11 bis 32 versctilechterte sich der Gehalt der 
M&tizen so sehr, diiss ich keine Mün^e fimd, wek'lie mehr als 
^6 6r, wog; um den Durchschnitt aus diesen Jahren zu finden, 
Binsste ich also bis 3,,io hwabgehen; dagegen wurde der Gehalt 
5A dem letzten Drittheil der Regierung Kobad's bedeutend besser, 
lö^tm ich diese 33jlihrige Regierungszeit in 3 Perioden von je 
11 Jtthi'en theilte, fand ich 

für die Jahre 11 bis 21 das Dui-chschnitts-Gewicht 3,535 Gr. 

i^ die Jahre 22 bis 32 , , , 3^596 « 

für die Jahre 33 bis 43 , , , 3,Mft , 

^ die ganze Regienmgszeit aber, indem ich nicht unter 3,s Gr. 
^i^ljging, 3. 7 ja Graimnes, 

No. 482. 

Bv. Ausnahmsweise links der Prilgeort cil, rechts das 
^ernngsjahr 17. 

M. Cabinet des Gen. v, Bartholoniaei (in der Collect, de 
Bartholomaei nicht abgebildet). 

No. 483. 
Rv. Ebenso, links der Prägeori Bost mit umgekehrten Buch- 
«tftlien jUi^ o ^ rechts das Regierungsjahr 30. 

M. In meinem Cabinet. 30 Millim. 3jSo Gr. 




114 



Afordimunnf die 



No. 484, 
Av. Dritter Haupt- Typ iis. Legende ungeordnet wie in folg«- 

, m ■ • \v a V 4 

der TransscnptiOQ «^ 

Rv. Links sih 30, rechts ji y Sfhifriiz) odur Ajtfpuhan). 
^. In memem Gab in et. 30 Milliiu. 3,5o Gr. 

No. 485. 
Av. Ohne Legende; auf dem Uussem Bande dreimal Hü 
mond und Stern. 

Rv Links und rechts si-si 30. 

iE. 13 Millini. Collect, de Bartholomtiei T, XXI, F. 64, 

No. 486. 

Av. Eb fehlen alle Sterne. Ueber der vorderen Kronspitie 
Lind über jeder Schulter ein Halbmond. Kui'ze, unleserliche Le^'ende, 

Rv- Links Si sih 33 ; rechts ^r\ J\ (?) Einfaches Greneüs. 

^. 24 Millim. 2,» Gr, In meinem Gabinet. Es ist di 
wie uuB dem Gewichte erhellt, jedenfalls cijio falsche Münze, d. 
eine schun damulü angefertigte falsch« >lünze. 

No. 487. 
Bv. si 81' ,vio also wohl aus dem Jahre 33. Doppell 
Gtenetis. 

M, 17 Mülim. Collect de Bartholoinaei T. XXI, F. 62- 

No. 488. 
Av. Stark abgegrillVn. 

Rv. ha8vh(t si) 38 ^,m, , Doppeltes Greneüs. 

iE. IC Millim. In memem Gabiuet 

No. 4öl>. 

Av. KttmU afztiuL Die Halbmonde und Sterne auf dff**^ 
I4usseru Rande fehlen. 

Uv. ham'ht si (38) ~ Oofridiachapurj. Doppeltes Grenet i^ 
iE. 14 Milhm. Collect, de Bartholomaei T. XXI, F. 54.^ 

No. 490. ^ 

Eine in der CoUection nicht abgebildete Kupfermünze ix^ 

Gabinei des Generals v. Bartholomaei aus As(p(ihnn), Jahresxalr' 

nicht zu erkennen. 

No. 491. 
Av. Ohne Legeudo; auch ohne Stern und HaJbmotK 
dem liussern R;tnde. 

Rv. Links Aahr(ranj, rechts nj At' 30, 

jE. 13 MilHm. Colleci de HuHholimiaei T. XXT, F, (>a 






No. 492, 
£ine Miinze, deren TypTis im allgemeinen dem Typus der 
Eobad'e 1 aus den Jahren 13 bis 20 entspricht, »ber 
selbst nicht zuzutheilen ist. 
Av. Wiö Haupt-Typus II imd III; Legende aber bloss l 
I Rv. Wie auf den Münzen Kobad's, ausgenommen, dass die 
Helme der Seitenfiguren diis Grenetis nicht durchschneiden. Legen- 
den, links |_:i c * , rechts ^ j^^ mir ganx unverstUndlicb. 
M. Cabinet SubM Pascha. 



1 



XXXII. Kobad I und Mebodes. 

l>ie von mir III No. 106 beschriebene und G. I T. VI Fig. A 
%<'bildete Kupfermünze ist die einzige dieser Art, welche mir 
IQ (tesicht gekommen , und habe iuh der dort gegebeneu Be- 
«chi'eibung nichts weiter hinzuzufügen, als dass die Münze si>üter 
iö dea Besitz den Freiherm v. Prokesch-Osteii überging und nach 
dessen Tode vermuthlich ins Berliner Museum kam. 

Anderweitige Denkmäler Kobad's L 

Eine Gemme des britischen Museums, welche ich G. I No. 8 
^Schrieben habe. Die Legende lautet Kttvttt Mnlkdu Malka 
^aravesch .Kobad, König der Könige, der Ruhmreiche.* 



XXXm. Chusrav L 

In zwei Typen. 

Erster Tyjms. Av. Büste des Königs nach rechts mit 
^^**^ein uml Krone; darüber ein Halbmond, dessiiti Untertheil das 
frrenetis verdeckt, so dass die Spitzen des Hjilbmondtis so wie 
^^*" eingelegte kugelfönnige Bund ausserhalb der Perleneinfassung 
^^Igl Am Hinterkopfe ein Stern, vor dem Kopfputz ein Halb- 
w«jnd und Stern; über jeder Scbulter ein Halbmond. Legende: 
' Atwrui in verschiedenen graphisclien Modititjationen, welche später 
*^wilhnt WK-rden. Am ilussera Randr links, rechts und unten je 
'^»i ilalbmoud. 

Rv. Legenden: links eine Zahl, welche das Regierungsjahr 
**ix^igt; rechts d«r Name der Münzstätte. Feueraltar von sehr 
*<iblttnker Form; die Seitenfiguren en face mit langen Spiessen. 
'toi Felde neben der Flamme links ein Stern , rechts ein Halb- 
^'»yiii Einfaches Grenetis, und ausserhalb desselben nichts. 

Dieser Typus kommt in den ersten vier Jahren ausschliess- 
^h vor, so wie noch tlieiiweise im fünften Jahre. 

Zteciter Typus. Av. Alles wie im ersten Typus, nur wird 

^ Hinterkopf noch eine weitere Legende sichtbur nfm- (atigeatur). 

Rv, Legenden wie im ersten Typus; dem Feueraltar ist ein 



116 Afordtmann, die Münzen der 8as8€nnden. 

Band beigegeben, dessen aufv^ärtsstehende Enden links und rechts 
vom Altare erscheinen. Die Seitenfignren en face, aber nicht mit 
Spiessen , sondern sich mit beiden HUnden auf das Schwert 
stützend. 

Dieser Typus beginnt im Jahre 5, und dauert ununterbrochen 
bis zum Ende der 48jährigen Regierung (579 n. Chr.). 

üebersicht der Prägestätten in den verschiedenen Begierungs- 
Jahren. 

Erster Typus. 
Jahr 1 aus JJU JUü Si J> ^-b iS 

2 aus |JJ^iu UJ DUi -^u -b^JU Uli ^ nl ^o^ „.j^ 

^ yvx ^^ ojj ,Sj .M 

3 aus \ü^m und ^jlu tu otu oju jjI ..^l /v| ^-b 3^ 

4 ans JU tu DJJ JU /vjj jji ..^-b ^-b yvx JLii. ,3^ -^ 

5 aus ^^d /vx 

Zweiter Typus. 

Jahr 5 aus ^JLU und ju ujbii JUJ iß y><Ji ^o^ -^ .J-b 
^£ DJJ 3j 

6 aus ^£lu _ii|] UJ J2JU ui 51 J^ .^i Jiz^ cj&i 

DJ> -3j -^ 

7 aus iil ..^L 5'b yvi 3j -X^ 

^ 8 au3 ^iiJ tu So^u .^JU xm ui ..^i -Ui- .3j -^ 

9 aus Ui JUJ yvji J^ und .^-b ^-b 3j -^ 

10 aus D|i; "bju jiu /vju und 'b/vxi ^a jj/^ ^^ 

11 aus lli^UJ und JU UJ otu -^JU juj j> ^-I Jb 

und .^«b ^-b -bu^ .3j -^ 3jj 

12 aus ^;^iu tu Dtu DU ^u itu -byv^ u ^o^ P1>J 

..^-b ^-b /v| u.^ ^.^ DO» -3j -^ 

13 aus -bu Jixi I I -^-b ^-b yvi «3j -/? 

14 aus 3xu tu DUJ 'bju -b^ju juj /wi und ca^ji jlu^ 

tLi -3j -/? 

15 aus DUJ DU —^u J2U (Hemidrachme) iil .i^l /vji 

5a J^ ^-b ^.^ DU .Sj -^ 

16 aus -b^u y^ yvi 



X13 MoreUniarm, die Münzen der Sasaaniden, 

Jahr 84 aus |iJL^liJ tu D|li «/u .3jj and LfJ Si jlU^ .^ 

35 aus DUi .^u -b^u 'b/vu ^ P li) ^o^ jiu^ ctvjl 

/VI "biL^ p^ DJ^ -^ 

36 aas yj^iu OUJ ^au .#JU ^u -byvu^Ji/ AI P ii^ 

.^L yv^ jUQ und -"<>l Aa ..i^ A-b y^'^ 
DJ> -3j .^ 

37 aus DIU 'bJJ 'byvjj ^3jj ^ \> n^ ^\ crvji Ao^ 

jjz^ ^-b A-b -bu^ uA -ui- -AU -3l/ ..^ 

38 aus iL^iu UJ DIU -^u Au -bAu -b/vu -bu i3 

Aul c/X'Ji Ao" jjz^ .^-b yvi «buA uA .3A 

JLli. DJ^ -3j -^ 

89 aus DIU ^n Au -b/vu AI u und )j A» jiu^ 
cyvjt ^'b (lA «äA D2> -3j -^ 

40 aus DIU ./u Au -byvu .A /vji Ao^ jjz^ [J 

A'b /vx -buA (lA «äA o^ -3j 

41 aus |uAiu tu ./U -bu Au AI .-/i /va und cyvA 

Aa jLiz^ .^-b yvi d^ .^u. -3j -^ -buA 

42 aus M.Auj tu dvu Au ^^jj il\ Aul c/vji jj/^ 

^-b Ab K>a (aA -buA 3A ou. d^ -3j -^ 

43 aus ^;Auj und uAiu tu .^u 'bu «.H yvx und 

ovji Ao' jluj; .^ «/^ A»( "buA |iA 3A 
DU 3j 

44 aus tu DUI -byvjj ..^u Au 3jj Aul crvJL A» 

jjz^ ^r'b Ab cAl -biiA pA du .^u .1/ 
-/7 A/v 

45 aus fuAuj tu Dtu ^u bu 3jj ui Aul ..^ c/vjl 

jlu^ ^-b A'b yvi 'buA «SA -iu- .^u 

DU ^^ 

46 aus pAuj tu Dtu «/u -bAu iil Aul ..^ yvA und 

cyx'JL AU^ ^b Ab /v) -buA |jA «SA du 
-3j -/7 



IJahr 47 aus UJ DUi — ^-U £m "byvjJ Sl yvjt und CA'Jt jlu^ 
^»■b ^-b yvi -bJLtÄ UL^ -3^ «^li ojj ^ 
48 aus ^u ^JJi ^«'Ji, XU// oxi — 3j ./^ 



Gewicht der Münzen Chusrnv's I. 

ou Cbüsrav I verliältnissmässig eine sehr grosse AnzaM 
n Mönzen vorhanden sind, so kann man das Gewicht derselben 
Bi\i gr5sserer Sicherheit bestimmen. Indem icb wie bisher alle 
llÜBtea welche 3'/, Grommes und darunter wogen^ von dur Unter- 
stichung ausschloss, und die 48 jährige KegieruugSKeit in 4 Perioden 
voü je 12 Jahren tlieilte, erhielt ich folgende Resultate: 
«OS den Jahrgängen 1 bis 12 wogen 16 Müji7.en 61, «8 Gramm, 

also durchschnittlich 3,85& Gramm 
•oj den Jahrgängen 13 biß 24 wogen 39 Münzen 150,03 Gramm, 

also durchschnittlich 3,847 Gramm 
MW den Jahrgängen 25 bis 36 wogen 87 Münzen 344, so Gramm, 

also durchschnittlich 3,95? Gramm 
»08 den Jahrgängen 37 bis 48 wogen 94 Münzen 3<>6,i« Gramm, 

also durchschnittlich 3^9oü Gramm 
im Ganzen also 236 Münzen 922,68 Gr., durchschnittlich 3,&09 Gr. 

Unter weiterer Verwerfung aller Stücke bis 3,6 Gr. IncL aber 
tiu den Jahren 1 bis 12 wogen 14 Münzen 54,48 Gramm, also 

durchschnittlich 3,«9i Gramm 
«8 den Jahren 13 bis 24 wogen 35 Münzen 135,sa Gramm, also 

dui-chschnittlich 3,8«i Granmi 
wjs den Jahren 25 bis 36 wogen 84 Münzen 333,ea Gramm, also 

durchschnittlich 3,»-» Gramm 
»ur den Jahren 37 bis 48 wogen 91 Münzen 350^00 Gramm, also 

durchschnittlich 3,&is Gramm 
in Ganzen also 224 Münzen 879,!m Gr,, durcbachnitilich 3,öa8 Gr. 

Nimmt man aber, wie es jedenfalls das richtigste ist, nur 

iie Schwersten Stücke, also etwa nur solche, welche mehr als 

♦Mo Gr, wiegen, so ergiebt sich 

^ die Jahre 1 bis 12 aus 13 Münaen mit 50,73 Gramm, durch- 
schnittlich 3,903 Gramm 

^ die Jahre 13 bis 24 aus 30 Münzen mit 116,83 Gramm, durch- 
schnittlich 3,8&4 Gramm 

ftf die Jahre 25 bis 36 aus 81 Münzen mit 322,58 Gramm, durch- 
schnittlich 3,982 Gramm 

^ die Jahre 37 bis 48 mit 82 Münzen nüt 322,59 Gramm, durch- 
schnittlich 3,t»3.i Gramm 

WH Ganzen ans 206 Münzen mit 812,«« Gr,, durchschnittlich 3,94s Gr. 

Man kann also zuversichtlich annehmen, dass das Normal - 
R«^wicht der sassanidischen Drachme 4 Grammes war, also gerade 
*w viel wie das Gewicht dur pailhischen Drachme. 



iso 



Mofdtffutim, dUi Münxen dtr 



Wie sclioii bemerkt f zeigt die Orthographie dei^ 
Chußrav namentlich aui' den ülteren Münzen allerlei Mo 
Es sind folgende: 

1) )^\£^^\ das erste u steht hekanntlich häufig fl 
i'T * X) ^' ^- ^" ^^^ Namen Ckor€Lsan .Li.t_>; ausserd« 
am Schlüsse noch ein d hinzugefügt; das Schluss^i fehlt 1 
Biese Form kommt fast ausschliesslich in den Jahren 1, 2, 
isolirt in den Jahren 4, 5, 6 und 10 vor. 

2) ;«3*^j->Kv Cktisrudi oder ohne Schluss-i, Oimsn 
den Jahren 4. 5, 6, 9, 12, 13, 21, 82, 84 und 43. 

3J |i^jj|jj Usrui in den Jahren 3, 4, 7, 8, 46 

4) Ji^j>|Aj Cliiisrut vom fünften Jahre an regelmässig 
auch schon isoUrt in den vorhergehenden 4 Jahren. 

Noch zeigt sich eine kleine gi*aphische Modificatioil 
Jahre 40 an, nämlich j ^UlAJ 

Ich gehe jetzt zur Beschreibung einzelner Münzen 
welche von der vorstehenden aUgemeineu Beschreibung he» 
Abweichungen darbieten. 

No. 493, 

Av, Chusrui^ ohne afzu. 

Rv. Ebenfalls im Uebrigen nach dem ersten Tyi>n« 
neben der Flamme links ein Stern, rechts di*ei auf einander 
Halbmonde w 

Aus dem Jahre 2, aus -b^JU 

A Cabinet Prokesch v. Osten. 
No. 494. 

Av. Üsnti, ohne 0/2W, 

Bv. Das Hegieningsjöhr 4 statt, wie üblich, durch d 
tische Zahl arha^ persisch 5uj%< t^ehaJmr ausgedrückt A^ 

M. Collection de Bartholomaei T. XXII, F. 6. 

Ich besitze ein ganz Uhnliehes Exemplar aus demselbou 
hofe, aber ohne irgend eine Legende auf dem Avers- 31 ] 
3,a6 Grammes. I 

No. 495. I 

Av. ChtiJfm (von unten nach oben, die Basis der Bucll 
nach innen); links nfhu, also schon vom zweiten Typus; df 

Hv. völlig nach dem ersten Tj|>u8. Jahr 5, aus ^uJ 

M, Collect de Bartholomaet T. XXU, F. 7. 

No. 496. i 

Av. ÜktiJU^ii (von unten nach i>ben); links afzun (statt 

Rv. Nach dem zweiten Typus; Jahr 5^ aus jjj 

M, Collect de Bartholomaei T, XXII, F, 9, 




XXXIIL 



No. 497. 
Av. C^tLfrtii'afzunt (wie bei Kobad I, statt afzu), 
Bv. N»cb dem zweiten Tjqius; Jahr 5, aus im 
M, Collect de Bartholomaei T. XXÜ, F. 8, 

No. 498. 
Av. Chugrut-afistmt, 
Rv. Jalir 6, aus uJL 
JL Collect de Bartholomaei T. XXII, F. 10. 

No. 499. 
At. Usrut, ohfle afmi, 
Rv. Jahr 7 aus y\»i. 

.3t Wo ich diese Müiize gesehen habe , ist mir nicht mehr 
emmerUch; in meinen Notizen bähe ich es nicht niedergeschrieben. 

No. 500. 
Hehrere Münzen aus dem Jahre 8 haben am Rande, ausser- 
Wb des Grenetis die Legende i-A»^ wahrscheinlich als Beaeich- 
miDg des tfufen Gehaltes der Münze (hu, Zt^nd Am, Parsi ^^ 
Keupcra. ^fc3», Sskrit su^ griech. iv). Bei einigen Münzen steht 
diese Bezeichnung auf dem Avers, aus am ^^i «3j -/* obgleich 
Canäe diese Münzen (ausgenonunen die aus ..^l) «'inen s^ehr 
iten Gehalt zeigen; hei andern sieht sie aui dem licvers, 

No. 501. 

Av. Oim^nn'afyt. Auf dem Rande fehlen di<? Halbmonde; 
^eg#^n kommt folgende Randschrift in dreifacher Wicderbolung vor; 

Rv. Jahr 8 aus Sj^m 

Jt CoUect de Bartholomaei T. XXÜ, F. 14. 

No. 502. 

At* Die ganze Vorderseite ist verkehrt geschnitten, z. B. 
^ Bflste nach links, so dasa die richtige Gestalt erscheint, wenn 
BMUi sie im Spiegel sieht 

Rv. Richtig geschnitten; Jahr 9 aus i^-b 

M, 30 MiUim- 3,» Gr. In meinem Cahinet Auch iu der 
CoUection de Bartholomaei T. XXIH, F. 16. 

No. 503. 

Anf einer Münze vom J. 12 aus uj ist die Zahl 12 yvlcii 
f^UiJuUh statt dtuulsrh deh geschrieben. 

Jt Collect de Bartliolomaei T. XXIII, F. 19. 



No. 504, 

Ebenso ist auf der Münze aus \i A vom J. 12, welrlu '111 
I, 235 beschrieben habe^ die Znbl dua/hrh fleh verkehrt g*- 
sdinitten » so dass sllinintlich© Biichstafjen aiif dem Kopfo Bt*'b«ii- 
Aus dem Cabinet des vei*storben©n Cayol ist sie in den B^sröt 
des Generals y. Bartliolomaei übergegjimgen ; s, dessen CoUedioni 
T. XXin, F. 20. 

No. 505. 
Auf einer Münze vom J. 21 aus »u ist der Name des Mäiii- 
lien-n Chu^nUi geschriHben. Collt'et. de Bartholoniaei T. XXHL 
F. 3Ö. 

No. 506. 

Die Goldmünze, welche leb I, 288 nach der bei Longpener 
T. X, No. 4 gegebenen Abbildung beschrieben habe, ist seitdem 
aus dem Cabinet des Herzogs von Blacas in den Besitz «i^* 
Generals v. Bartbolomaei übergegangen, der mir ©inen Abdruck 
zuschickte. Ausserdem ist sie in der Collect de Bartbolomifcei 
T, XXIV, F. 45 abgebildet, und Longp^rier hat in dem Tert . 
»eineu Werkes die Legenden noch einmal copirt, so dass nur 
eigentlich 4 Copien zur Verfügung st-anden, welche aber leider 
nicht unter sich üb er em stimme 11 ; auch der Abdnick liess Zweifel 
wahrscheinlich weil die Münze selbst sehou ziemlieb abgegriffen 
war. Da sie zweimal abgebildet ist, bei Long|>erier und io det 
Collect, de Barthnlomaei» so brauche ich ihre Bescbreibung nicbt 
YM wiederholen; die Legenden aber bedürfen einiger Berichtigungen- 

Äv. Kechts CJutsritdeh^ links afzit, 

Bv. Links Chimnideh. Tuchahur sih (34). Dagegen b**^ 
mich die Legende auf der rechten Seite lange gequält, weil A-^* 
druck und Abbildungen an dieser Stelle etwas undeutlich war«^*** 
namentlich in der Mitte. Die Abbildung in der Collection i*^ 
übrigens bis auf eine Kleinigkeit correct. Dieser Theil ^^ 
Legende lautet: 

Gihan Gitl-ban Kartar 
(In der Abbildung der Collect ist das mittlere Wort ^j ro ^ 

wiiidergegeben , also g i t i b m , wlihrend der Ahdnirk ijijjj^^^ 
g i t i b a i giebt, indem der Horizontal strich des letzten Buct^' 
stabens n durch den Horizontjilsti-ich des k in dem folgend*»^* 
Worte kartar gewissermassen unsichtbar gemacht ist; dagegen i^ 
auf dem Abdruck der aul' b folgende Buchstabe klai* und d6ttt^ 
lieh ein a, während in der Abbildung der Gollection daraus ei^^ 
m geworden ist). 

Gilian ist das wohlbekannte neupersische Wort ...Lp, - Li ^ y 
L^^ ,dit^ Welt". 



O 



Oäi-ban ist ein Compositum, und bedeutet ,dic Welt be* 



XXXIIL Ckusrav I. 123 

ebütiend (oder bewachend)" und wird als ein königlicher Titel 
^ncM. 

Kartar ist das neupersische \^S das nomen agens von ..,0^ 
ndien''. Es dürfte also wohl eigentlich das mittlere Wort 
Whcau lanten, doch wage ich es nicht ohne Ansicht des Ori- 
limlB m behaupten, weil gerade an dieser Stelle die grösste ün- 
leuÖichkeit ist. öüi-hani Kartar w&re also etwa neupersisch 

k>/^^^LäjLj, und die ganze Legende JioS ^^lÄoL qL^^ 

ier die Weltherrschaft ausübt" oder »der Beherrscher der Welt". 
ITer gich etwas in neupersischen Geschichtschreibem umgesehen 
at, wird m diesem Titel nur dieselbe Hyperbel wiederfinden, die 
ich za Hunderten yon Malen in diesen Historikern findet. 



Unter den Münzen Chusrav's I, namentlich in der letzten 
[iUte seiner Regierung, findet man eine Anzahl, wo unter dem 
itv ein, zwei oder drei Punkte angebracht sind, deren Be- 
flotong ich bis jetzt nicht habe ermitteln können. So weit mir 
]lehe Münzen vorgekonmien sind, will ich sie hier anführen. 

Jahr 23 aus 3-r 3 Punkte v 

25 , «buj6 3 Punkte v 

26 , au7 1 Punkt . 
34 , ui 4 Punkte .\ 

37 , .3^ auf dem Fusse des Altars 2 Punkte fTT^ 
41 s \iJ^iu 1 Punkt • 

— , tu 2 Punkte •• 

— • c^rvJl 2 Punkte •• 

— » «.^ 2 Punkte •• 

43 , ^ji 1 Punkt . 

— n -3j 3 Punkte v 

44 , «^ju 2 Punkte .. 

— « SiUl 3 Punkte y 

— , cyvJL 1 Punkt • 

— ff AUJß 2 Punkte •• 

— « D2^ 3 Punkte %• 

45 , ^-b 3 Punkte v 

— « DJJ 3 Punkte v 

46 , ^-b 3 Punkte v 




i ^ -"=:^ =-i =r f. I Ji.- 11 i;tJr oh Üncu täv» Kfipg 
.Ator-v 2Jaitu a' .^mrrarm 



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_•: Ö-r «•!'-■•» »' •T. -n 'ffc 3iIIl*L r-.- r^imfior •^U', Ifcs Slch Bickt bl 

i:A.ii:n.>L ci li^ i-=rrr£*aiär fci^jAt Tecifis: is. Am Bade U 
ix'd T*'.-ir^ t=ii HiJiuii-iiiL "^lü üäiL Hi **sr>"jTT fcue ibsicktlidb tf 
>--'.~t Ir:^^^!*^*. dir ,t-Q.«ji uxr stt'jT tcn -irsr: uzf nKSDem Excnfb 
^aeJiT nua n:*^ ^33 >af ösn. sDÖf^z iT-rowripiM' ^^^tDj ^^' ^ 

I*;?: is—TiT^ xriir: öhi Z-jyi& aar nreiai Periode rom J. 
.'a-^fci' f I i L öt ^rjT-TirnrYg: hau. Bfnrtimer ragekeb 
xz>i zu* :»iL>ö?'i Sknäa si^i Bcf Qr Sakvcit ssöuend. Di 

iix: iiR^j»f{ZL r:i:3i.:i^ jnjzf Tf!:iLxi^lk± «dbita. 6, rechts u 



fc^' 5-3L iiL'irrL £r«izLTi^ jisk? K^. T«c3as 5 fiEarenif 2). 

rr:S: £ier:.Ti*fcr? trauTr-:^ ^iLUTfii^tibire Zeicbea» dass die Z' 
>::r;i::rTi =^: A>t;i: Ä^s^rrf^ir: siai Es scheint, dass wir 
>. r7 r.\:' hi-T yizzsi: i:zxi^ Se-wC»«! m üiiiD haben, nach des* 
i^-sif-jT^r.*: il.t A=^' «-iriÄ. SA=j*ei «fatgten Manien zerstört o<: 
w*« r-*.c^:5r,> :::i£fü:l::i ci-zzAiiTi würden. Dem Typus nach si 
>.f *.r. d:! ,'irr* ? r-is !■."' rz seizen: ob aber das Jahr 6 < 
K«>r.tT:-^.j: O.ustsits I c-ier >«dnds Gesners anieigt» ist nicht ö 

l:v. Autaki^j: atr Kepfran*: Chusrav's I empörte sich ein Ne: 
«U\<^'lN-^r. ^r^Ja ihn. welcher Kobad ^Sohn des Zam nnd £nk 



XXXIK N. N. - XX: 



h I) hiess, iind der Name wtoe leicht in der Legende [-W 
M«r kr' m erkennen, sobald man annmimi, dass das K schon 
ditDilj seine spätere GestiU > hatte ; sie wilre in diesem Falle siu 
Cm) zu erganzi?n. Das W4>rt \KJlt *^t '^^^ zweiten Münze ist 
rda ,gross'. Da das Wort afzu uuf den Münzen Chusrav's 1 
•TSt in dessen fünftem Begiprungsjahre erscheint, so düi'fte mit 
««nlicber Sicherheit anzunehmen sein, dass unsere Münze aus 
dem fünften Regierungsjahre Chusrav's I herrührt, also ca. 5-35 
geprägt wurde. 



XXXV. HorrauzlV. 

Allgemeiner Typus. 

Ä?. Büste des Königs nach rechts; Diadem, dessen Enden 
tiichl, herabflattem, sondern am Hinterkopf zusammengeknotet sind; 
Krone und darüber, ausserhalb des Grenetis, der kugelfcirmige 
BoäI Am Hinterkopfe ein Stern, vor der Krone Halbmond und 
8teni; aber jeder Schulter ein Halbmond; ausserhalb des Grenetis 
[Biiki, rechts und unten Halbmond und Stern. Legenden, rechts 
(khtmnazi, links afhi, 

(Während dieser Name auf den Münzen von Hormuzd I und II 
Orhmmazcii geschrieben wird, lesen wir hier nur Oehraimizi' ^ da 
icb mich besUtndig der neupersisehen Formen bediene, so schreibe 
ich dem entsprechend Hormuzd I , Honnuzd II, Hormuz IV, weil 
«ch im Neupersischeu beide Formen vorbanden sind.) 

Rv. Feueraltar von sehr schlauker Form, am Schaft mit 
li&eiii Bande, dessen Enden zu beiden Seiten in die Höhe stehen. 
Atrf jeder Seite des Altars eine dem Beschauer zugekehrte Figur, 
i» lieh mit beiden Hötnden auf das Schwert stützt. Im Felde 
J»b«i» der Flamme links ein Steni, rechts ein Halbmond. Legende 
Haki eine Jahreszahl, rechts ein PiHgeort. Das Ganze in einem 
Orwieti«, und ausserhalb desselben keine weitere Verzierung. 

Folgende Münzen von Hormuz IV sind mir bis jetzt vor- 
f!»toniinen : 

Jttlir I aus ^\ -3S Oü 

2 aus UM £^M ^n P ^jjl £o ^juß ^h Juu ou 

|jP und (KP -3j ^ hr^ und J^^ 

3 aus .ÄoJJ -3-*J Si P üi iiux. c^fSfJi — i' ^^ und _}% 

.^•to cjti -3^ -iiJ- ou -5j -^ 

4 aus Ui DIU £oJj ^JJ £mi CdTvji ^J/ i^o oaJ 3j -^ 

5 aus Ui ^O'Xi ^/Ji ^JJ £1 P ^lii CdTvji lu^ ^^ 

C_6l -toli^ IJL^ ^^ OJ> ^j .M 5/v 



126 



M&riUmann, die Münzsn der Sa»»amdett, 



Jnhr 6 aus UJ und |U Ao^jj ^xi Sit Sjj p ui ^xfi 



3o 



wb /Vi -bAt^ .Ü 



Dil 



ff», iPP, »PP und "iPP 3-1 



7 ans ui lotu -^-u 

rPP ^^ 

8 aus o{u -Socr - 



3ü -b/vj/ •: ^^L, ^^ -^-"^ 



o>^ 



r-b 3-b c5l "bii^ 33 ia) 



^Ju -bjvu 3j^ 51 3i/i 



f-b /VI ^J 33 



OJ> 



w)f> 



ruo'U und Po^ 3^ ^M -b^/v 



9 aus (4j3iiJ (u pp 3au ^jj -byvu u3 3ui 



/vjt und c/vjL 3©^ 
/VI 33 wv3 -iu^ 



und 



tu, DJJ 3j 



uu 



d jxSj iPP -bAi^ 



10 .lu» |ii3iu UJ und p i3|AJ 3QaJ .^ü 3xi ^yvii d 

P 3 All yvji und c-A^Ji 3©^ j.u^ Ü^ -j^ 
3^ c3i j^'i 'bju3 33 ojj 3j -^ 

11 äUS |4l3lU p pp PJJ und ^ bi| C^Qil .^-^^ «3jLr 

P Mi 3-yL — #L /vji uud c-rwjL jaz^y _J 
—/-b 3l yvL ^113 D-u ^J -M 

12 aus (i;3iiJ p p|ij 3au ^/u ^u 3jj P Jii int 

»*^L r^jx, luid c/vJL JlU^ i-l 3o' — >b 

3'b yvi -bii3 1x3 ^S oju -Ui- pp ^ 
3j -J2 3-^ 

13 aus P 

Die zuletzt erw^Ilhnte Münze ist ein Unicum. in main^ 
Caliinet, und bis jetzt ist mir kein zweites Exemplar aus d«** 
13. Regiermigrtjubr vorgekommen. Die Buchstaben sind scb«*'^ 
mid deutlich und namentlich ist die Zahl licJ ganz unzweifelbAl^ ^ 
sie ist gt!Schrit!beii yvlcjjj suIhcIi fleh. 

Auch die Münzen vom ei'sten Regieningsjalir gehören zu d^^ 
äassersteo Seltenheiten. ^ 

Gewicht der Münzen Horrauz IV. 

Unter Befolgung derselben GnmdslUze wie bei Chusrav I* 
nämlich 1) unter ÄussL-heidung aller Münzen, welche nicht über 
3,5 ürammes wogen, 2) unter Ausscheidung aller Münzen, welch* 




XXJCV. Honnuz IV 



Über 3,6 Gi*amiiies wogen, ;jj luiter Ausscheidung aller 
ixen , welclie uicht über i3,7A Gnunuies wtjgeu , «rhielt kh für 
gan^e Begierungszeit folgende ResuliuU: 

) 88 Stück wogen 344,>»i» Gr., also im Durchschnitt 3^oi9a Gr. 
I) 84 . , 330,*tr» , , , , 8,93«» . 

t) 78 , , 308»0l , , , n 3,»565 » 

Im Giinzen fand also eine, wenn auch geringe Verbesserung 
Münzgehaltes statt. 

Zu den Münzen, welche von dem aUgeineineu Tyyms wesent- 
I« Abweichungen darbieten, gehören folgende: 

No. 508. 
Auf dem Rv. einer Münze in mcini^ni Cablnet vom Jahre 2 
B jSj>* (Hemt) ist die übliche Anordiumg der Legende um- 
ikehrt, indem der Niune des Prägeortes zur Linken, und das 
iabr zur Bechten steht 

No. 509. 
Zwei Münzen in meinem Cahinet vom Jahre 3, die ein© aus 
, die andere aus ,3j, zeigen auf dem Rv. unter dem Feuer- 
Itai feinen Funkt 

No. 610. 

Auf mehreren Münzen fehlt auf dem Av« die Legende afzu^ 

deren sich das Monogramm r^^ oder ^.gij findet, welches 

apäUi, seit Chusrav II bis auf die letzte Ispebbeden-Münze etwas 

TiTBchieden , nämlich §f^^ gebildet ist, und über dessen Aus- 

ii'gUfig bis jetzt noch keine Einigung erzielt werden komit«. Zu- 

DÜ^'hfit Ist wohl nicht dai'an zu zweifeln, dass es auf den Münzen 

n liiiz IV dasselbe bedeutet, wie auf allen späteren Münzen, 

.11 diese Bedeutung sein, welche sie wolle. Es ist eben* 

i^s wohl mehr als wahrst- heitdich, dass man es zur Zeit, wo es 

«iün*t angewendet wurde, deutlicher darstellte, als später, wo 

^ ^-wn Bedeutung schon jedermann bekannt war. Unter diesen 

^ tu Aussetzungen will ich das fragliche Monogi*amm einer neuen 

IHicüssion unterwerfen; zuvor gebe ich dii.^jenigen Münzen von 

HonDUZ IV an, auf denen es sieb findet: 

JäJir 6 aus }^^ (Collect de Bailbolomaei T. XXVI, F. 11 und 12). 
iiua ^-b (Thomas, l. c p. 76 und PI. VI, 8). 
7 aus |pp (Collect de Bartbolomaei T. XXVI, F. 14). 
1* ums fpp (in meinem Cubinet). 
12 «US ^ (Cabinet v. Bartbolomaei). 
aus PP (Oabinet Subhi Pascha). 



128 



MortUinanUf die Miinzmi der Sajmimden, 



Auf diesen Münzen fehlt dagegen das Wort afni, 
auf den späteren Münzen xinmitt-elbar darunter fifztii steht; 
Kobad I haben wir beständig afz\mi; alle drei Formen sind äugen* 
scheijiHch Formen des Verbum ufzud4m ^augere* ^ vermehreii'. 
worüber auch niemals ein Zweifel bestanden hat. Ich stelle j«tlt 
alle vorkommenden Formen zusammen: » 

Unier Kobad I: Kavat afzimi (in einer einzigen Zeile); ■ 

unter Chusrav I, Horraux IV, Bahram VI und ^b-descbir HI: 
links am Hinterkopf: afzu^ rechts vor dem Gesicht der Königänain«; 
theilweise unter Honnuz IV: ^ ,* (links), rechts der Königsnaine; 
unter Chusniv 11^ Pnranducht, Hormuz V, Jezdegird IV, so wi« 
später auf allen Chalifen-, Statthalter- und Ispehbed Münzen: 

links ^ ,, rechts der Käme des Münzherm; 
aizHt 

und endlich, um alle vorkommenden Modificationen zu erschöpf 

auf einigen Isp«3hbedeiimünzt>n : links eb*, rechte «/«•«/, ohne Ni 

eines Münzherrn. 

Wir haben süso folgende Combinationen : 

1) Kftvnf afzuni; 

2) afzu ühiisrtu (Ohramazi, Varahran, Artahschetr) 
8) X Ohramazi 

4) X (ifzut ühtisrtii (Buran» Ohramazi etc.) 

5) X afzui^ 
indem ich, um nichts zu priijudiciren, das betreffende Monc 
nach algebraischem Gebrauche durch x als unbekannte Oröis* 
umschreibe. 

TJm alles in der Umgebung dieses Monogramms zu beremig«*»* 
ist es Bothwendig die Bedeutung der drei Formen afhinif 
und afzut zu ermitteln, 

Afhmi (oder vielleicht einfacher afzttn zu lesen) ist identii 

mit dem neupersischen •^^Ä\ »vollstUndig" ^reichlich*, und ist«** 

sehr angemessenes Eititheton eines orientalischen Monarchen, »• 
äussere Fracht nach orientalischen Begriffen ein wesentliches K*^ 
fordeniiss der königlichen Wüi'de ist 

Afzu ist wohl der Imperativ des Verbum afzuden, obglfli*^** 

im neupersischen der Imperativ von ^'^0*^\ mcht ji-sl, sondct* 
\p\ lautet. 

Afziit endlich ist das PrUteritum des Zeitwort«, neupers. 0^*^' " 

Afzii> GltMsrui ist somit leicht verständlich, wiewohl €^ 
kleiner Zweifel sich daraus erhebt, dass auf der cursirenden Landö^ 
münze doch nur der Landesherr das Wort führen darf; afmt i^ 
ein Imperativ; irgend jemand muss doch diesen Imperativ au*' 
sprechen; ein Unterthan, z. B. der Müuzdirektor hat doch nicb^ 
das Recht dem Landesherra etwas zu befehlen ; es wird wohl al«ö 



ugev* 
itiwP 




XJCXV, Hörmm IV, 



129 



selbst sein, welcher sich an die Gottheit wendet 
der Bitte oiti Vermehning seiner Macht. 

Wir kommen jetzt zu dem Mono^-amm* So lange die Mtln- 
von Hormuz IV mit diesem Monogramm niclit bekannt waren, 
sie die Anslegnng schwankend sein, weil mit Ausnahme eines 
igen Buchstaben alle andem recht vieldeutig waren, Hr. Staats- 
h Dom las ffedmeti , Glück'"; ich las zanum ^Zeit", und selbst 
i« isolirte Münze von Hormuz IV, welche ich schon fi-üher be- 
trieben hatte , konnte den Streitpunkt nicht entscheiden , weil 
* eben eine isolii*te war, so dass man die abweichende Fonu 
lf?T Buchstaben nicht als Gegenbeweis anführen konnte; möglicher- 
üme war es die Arbeit eines ungeschickten Graveurs; jetzt aber 
^be ich nicht weniger als ♦> solcher Münzen beschrieben, aus 
4 verschiedenen Jahrgängen und aus 3 verschiedenen Münzstatten, 
alle aber darin einig, dass der erste Buchstjibe ein ganz deutliches 
nnaweifelhaftes a ist; somit kann also jetzt nicht mehr die Rede 
vt»i) (fedmfm und von zaman sein, Gedmeti ist ein semitisches Wort, 
diks wohlbekannte iz>, die Glücksgöttin verschiedener syrischer 
Völkerschaften; das Huzvaresch hat auch dieses Wort aufgenommen, 
Oftd in den Schriften der modernen Parsen wird es gerade so ge- 
Mlirieben wie unser Monogramm auf den Münzen Chusrav's 11 u. s. w. 
aber nicht wie auf den Münzen Hormuz IV. Als semitisches 
Lehnwort wird es wohl im älteren Huzvaresch oder im sassa* 
niiÜschen Pehlevi 'CP geschrieben; statt des Zeichens 'C führten 
^ spateren Färsen ^^ men ein , und lasen also gedmen. , aber 
iß persischen Wörtera wird die Sylbe men oder tnan niemals x, 
*lttgedrückt, sondern unwandelbar . jb ( z. B. in der Formel mino- 

Wetri Wien Jezdan). Ausserdem ist es noch durch nichts be- 
^n«ien, dass diese Umwandlung von *;; in r^ schon zur Zeit 
Honiiuz rV vollzogen worden ist; wir kennen sie nur in der nnch- 
»alumitischen Zeit. 

Kurz, ffedmeii und za/man sind beide unzulässig; der erste 
Buclistahe des Monogramms ist ein a und nichts anderes. Der 
«ntt« Buchstabe ist ein ra, der letzte ein n, könnte auch allen- 
**Ui« ein (u) sein, was mir sogar wahrscheinlicher ist, denn die 
MJttibiimtion nm in der Zahl 8 tometui wird auf den Münzen von 
vboÄrav I und Hormuz IV i-b, und auf den Münzen von Chus- 
?*v' U ,^ geschrieben, während unser Monogramm ^-^ giebt 

Der zweite Buchstabe ist l oder r, wenigstens kann er auf 

^ünzen Hormuz IV gar keine andere Bedeutung haben; auf 

ren Münzen aber entwickelt er eine recht hübsche Viel- 

; wir haben die Wahl zwischen d, i, g, k, 1, r, z, und 

der erste Buchstabe giebt ihm an Vieldeutigkeit nicht.H nach, 

i»t also meiner Meinimg nach ganz vergebliche Mühe sich 

quIÜen mn irgend eine mehr oder weniger passende 



AforfUviftnn, tUe Müiam dfr 



I 



EffendU 



AnnlA^nK 7.11 tin«1pn. Man konnte sagen, dme FttblikaBi wirlgtmi 
11114 Hii«]iMitimK ^«ikannl haben; dos stelle icli eotcckaate m Ab- 
rndtt; iliis riilirtkurn wusste nichts von diesem Abrakadabf» d« 
K^ifitmliH nt <)i<it Hi'^it<rungskanzlBien : d&s PablLkimi ia P«mi 
wiMnii* nmIIihI nui'li /weihundei-tjährigem Gebranebe Boeb BCIl 
^UN Miilhm Mnlhi bodfmtflt; wozu hatt^ sonst Babran V 
^ittialil Mt«tiinii Uittnrthiinnn \x\ Persien ?xl sagen, dass MoBotm 
bii viril iiU JlKiTHohtn-^ hodeutet {%, oben No. 33: Malkam Mä 
ffi A'«M>«' Ktirfnr «Malkaii >hüka df</« Ä^riftsf der Herrecber*). 
(tlMiwiuv l htulu^iitt* HJch nicht auf seinen Münzen des Titels 
MiliM Miilkiui M>i.lku; H. oben No. 506. 

loh voi7ii^lit4« »Iko darauf zu erniittehi was die 
(|«M Kait^h«! lim* SaHHiuiidtMi unter d(^in vieldeutigen Mooc 
iitf(i»iitH«^h v^nntamliHi und überlasse es der Zukunft, wo viel 
iiXiind oiii iftiitlUli^ vAxin Vorschein kommendes Denkmal darSl 
Anl'i(0»lu»i*i ^it'ht. Nivr btnlUiifig fTwäbne ich hier einer Bon^rt'' 
luumi HobvuUi» der türkiBchen Effendis, welche vielleicbt 
IhiHiUitibt^ nur Krklllnin^r bit^ten könnte. So hftufig nftmlieh 
iiih^b ntilbül lu^t dnti unhivdcuttindsten Anlilssen den Namen 
liH Mundo t'tthitni, so ^TOKSt' Scheu haben sie ihn zu schmi 

liniii l^tlftindi uidot^tidit »i(d) JJt zu scbreiben, sondern nur d 

NfillMl in |Cl^«^lunuutm . die damit zusanu^enge setzt sind; 1. 

AiMlullidi wii'd nio nnders geschrieben als «T »X;^; diese Scheu 

«MjijiM NO wiiit , dA»fi Fan\iUennainen , die damit zusammei 
bind, giiHndt*rl woi^lon, t. H. i\w annt^nifich© Familie Allahvi 

ktftlllt' U\ i\m MlvViüchcn Kaiwleion nur ^j^*\ 4^^^^!J^ obgleicl» 

MUMmiiü Wlhu^inn rhudrt gf^inde dasselbe bedeutet was Allah. Sollte** 
Vbdli'li'ld du* HtVoudis in den Regierungskanzleien der Öassanid©« 
üilin Hhidioht' HohruUo g^hiibl haben, indem sie zwar den NaiB^** 
HiMMMi* *U wunHohlit^htui Naiuen ganz vollständig ausschrieb««»* 
hIjui da wo t»v dit* höchste Oottheit bezeichnet, sich nur t'inc»* 
\\ " Uten? A r ni, die unzweideutigen Bestandtbcii** 

s\i >.w4«^n st'hr gut, und der letzte Strich ist vie»' 

litit^iM oMi hli»a»fi Kinalstnch. In diesem Falle würde also d»*^ 
la»4j[inid«^ lu»d»^Utw» A^^ws auxit Chosroeni*, etwa ungefähr so ^ 
wie» wwtwf ,Vi»w Oottwi Gnaden*. 



I 



l»io unt*«v dtM wMViivn Nummer besprochene Münze der ^ 
\U\ Ibiitbobmum W XXVI F. l- «»»igt i'inen verkehrt gescb 
rtUnnjud i\U \\\H\ Kovt^r», ^i» d*vss man sie erst im Spiegel ndi*'^ 

kiiiühtf dm l*iÄgtHut w^m steht links, und die ZalU ^^xOf 
M\A4^M (ti) sttthi i>k'bU. 




XXX VL Bahram VL 



131 



XXX VT. Bahram VI. 

Der Typus der Münzen Bahram's VI stimmt mit dem Typus 

Münzen Hormuz IV überein, mit der einzigen Ausnaiime, dass 

dem äussern Rande des Av« statt des Halbmondes und Sterns 

der Halbmond, links, rechts und unten vorhanden ist. Die 

Legende ist linkjs afzit, rechts Vanikran. Da er nur 

Monat« regierte, so sind die wenigen Münzen, die bis jetzt 

►n ihm zum Vorschein gekommen sind, slimmtDch aus dem 

1, aus den PrägestÄtten 



|K3iU 



HJ CJ^'Jl 



•■b ^j 



XX:XVIL Chusrav II Parviz. 

Chusrav 11 hat unmittelbar nach dem Tode seines Vaters 
eine ganz kurze Zeit regiert, aber der Aufstand des Dahram 
Tschopin (Bahram VT) zwang ihn sich auf griechisches Gebiet zu 
flüchten; nach einigen Monaten war dieser Aufstand jedoch nieder- 
geworfen, jedenfalls noch vor Ablauf seines ersten Kegierungs- 
jüliTes, Eigentlich sollte er also, gleich wie Kobad I, unter zwei 
Babriken abgehandelt werden, und in der That zeigen die Münzen 
itts dein Jahre 1 einen Typus, der von dem spiLter im zweiten 
J»hre angenommenen und bis zum Ende seiner Regierung bei- 
Wultenen Typus etwas abweicht; da wir aber nicht wissen^ wie 
■oge «r vor Bahram VI regiert hat, und ob diese Zeit hinreicht, 
öa floch Münzen prägen zu lassen, und falls solche vorhanden 
«B^i wie sie sich von den andern Münzen aus dem Jahre 1 , die 
^ nach der Besiegung Bahram s VI prligen liess, unterscheiden, 
W aehnien wir davon Abstand, indem wir uns damit begnügen 
^ Unterschiede der beiden Typen anzugeben. 

Erster Tt^jms. Av. Büste des Königs nach rechts, mit 
^Wem und Krone; hinter der Krone ein 8tem, vor der Krone 
*ü> Halbmond mit Stern; über jeder Schulter ein Halbmond, 
^'•^ade, links fl/itt, rechts ChtLsnii, Das Ganze in einem doppel- 
*D Grenetis, und ausserhalb desselben, über der Krone ein Halb- 
mond mit dem kugelförmigen Bundr und links, rechts und unten 
^'^simal Halbmond und Stcni. Mit Ausnahme des doppelten Gre- 
•"•^ also derselbe Typus wie bfi Hormuz IV. 

B?. Feueraltar und auf jeder Seite desselben eine dem Be- 
•^^Mier zngekelu*t.^ Fij^^'» die sich mit beiden Hllnden auf ein 
8^ert stützt. Im Felde links vor der Flamme ein Stern, rechts 
wn Prtgeort, Das Ganze in einem dreifachen Orenetis, und äusser- 
et) desselben, oben, unt^n, links und rechts, vier Halbmonde. 

Dieser Ty|ms zeigt sich bloss im ersten Jahre und in einem 
^iJftile des zweiten Jahres. 

Zweäer Tt/ptts, Büstf^ des Königs nach rechts mit Diadem 
^d Krone; hinter der Krone ein Stern, vor der Krone ein Halb- 

9» 



182 



MoiulimtinUf dir. Münzetk der Sajutanulen, 



niond unti Stern; ülicr dor linken Schulter ein Halbmond, ftt 
der rechten keiner. Doppeltes Greuetis. Uelier der Krone 
Flügel nach links und rechts, welche den doppeltem l'erlennmd 
durchsclinöiden , ujid zwisclien denselben eine kleine Stange, 
welcher ein Halhniond und Stern, letztere beide ausserhulb 
Grenetis. Am llnssem Rande, links, rechts und unten dreii 
Halbmond und kSteni. Legenden, rechts Chu^ifnu, links düs mel 
erwähnte Monooranmi und das Wort afziU, Das Monogranun ii 
bereits ausfülirlich sub No. 5lü besprochen; ich fiige hier bl( 
diejenigen Modiiicationen bei , welche sich auf den Münzen Chi 
rav's II vom Jakre 2 zeijt^en : 

cM> A;^ ctf* ct^» CtP -Vp c«* c^zh* 

Rv. Am äussern Rande viermal Halbmond und Stern, so 
im verändert wie im ersten Typus. 

Die schönsten Muster dieses zweiten Typus sind diejenigen 
Miiiizen, welche ^jf also die Hesiden/.stadt als Prägeort. angeben: 
zum Theil sind es wahre Prachtstiicke. 

Vom 11. Regieningsjiihre an erscheint auf dem Avers am 
ttusseni Rande rechts, im zweiten Quartier^ eine Legende ^ou 
afid, jedoch nicht auf allen Münisen, sondern diirchsclinittlich nar 
auf einem Ürittheil der Gesammtzabl. Dagegen findet sich diu* 
selbe Wort durchgängig auf allen Mümsen der Ispehbeden fofl 
TabarisUn, luid ^s liegt also die Vermuthung nahe, dass diew 
Müjr/.eu tur den Verkehi' in Tabarist^m bestimmt waren; die» 
Vemiuthung gewinnt noch einen weiteren Grad von Wnli 
lichkeit durch den Umstand, dass die eigentlichen Ispehbl 
Münzen Hemidraclnnen sind, deren durchschnittliches Gewicht auf 
2 Granimes anzusetzen ist, AutFallend ist es, dass diese Legende 
ebenso wenig aui' den Münzen der vorhergehenden wie auf deneTv 
der Könige nach Chusrav IJ erscheint; auch ist bis jetzt kein«* 
Münze von Cbusrav 11 aus den zehn ersten Regierungsjahren m^^ 
dieser Legende vorgekommen. — Was nun die Auslegung die»**' 
Legende betrifft, so hat die von Hni. Dom vorgeschlagene wo»* 
das meiste für sich; j*j| afiil bedeutet im Persischen ,Lob*, aX»" 
somit reprilsentirt diese Legende genau die arabische Fom:^^ 

Jü -jKt^ .Gott sei gelobt 1*" welche auf den ältesten Chalif^^* 
münzen mit Sassaniden-Geprtlge an derselben Stelle steht^ I^-^ 
Hofratb Stickel liest in seinem Handbuch der morgenlÄndisch^^'' 
Münzkunde, Heft 2, p. 105 das fragliche Wort stifid ,weiss*, jum- ^ 
erklart es als ^Silberling'*. Gegen diese Auslegung, die in ändert -^ 
Beziehung sehr saebgemtlss wilre, erhebt sich jedoch das pMc^ * 
graphische Bedenken, dass der erst« Buchstab entschieden ein ^ 
ist, und dass mir bis jetzt noch kein einziges Exemplar vor' 
gekommen ist, wo man auch allenfalls ein s lesen könntt\ 

If'h geh** jetzt ein VerÄeichniss der Münzen von Ghusmv 
die mir bis jetzt vorgekommen sind. 



XXXVII. Chusvav II Parviz. I33 

Erster Typus. 
hr 1 aus UJ -i^^ -byvx^ ovji jj/jj .il>>| .^-b u^ 

2 aus ui SUQ 

Zweiter Typus. 

2 aus iu£w XU DUi -i/u -byvx^ p u) yvji und ervji 

-^L si^ -^-b yvL -bU^ UL^ ^^ JLIL D2> 

3 aus \u£iu XJU DU «^u ^u tyu ^r^jj ^jj P u3 

^UL yvji und cyvji .^o^ jUJß ^jf .^-b ^-b 
yvi -bAi^ -33 (-^) -UJL DJi^ -3j -/# ^/Xi 

4 aus tu D^J ^OfAi ^jAi -biJ -bivx^ .^jj ^ .^ui — ^i 

|i^ DJIJ -i^ 

5 aus tu D^J .^ü -bu -byvxr ^jj u3 ^ul c/x^jl 

^a ju/^ t-l ^j; -^-b yvL u^ -ui- dj^ 

6 aus Mii^liJ und ^w \u und tu D(U — ^u .3jj ^1 u3 

^JJL yvJL JLiZ^ .^ -i>-b '^L DJ^ -3j -/* 

7 aus \uSui \u D(U .^MJ .«iu Dyvx^ ^jj 51 ui 

JUl. DU -i^ 

8 aus p^UJ (U yvQu .^u ))n ^r^jj du P u3 3ul 

yvjL und c/vjL jlu^ ^ .^-b ^-b yvL tL3 
•3^ fojj ^j .JS 

9 aus ^£m und U-^UJ (U Dp DU -iJU bu -byvjy 

P u3 J&ul'-^l cyvjL jLU^ ^ .^-b yvL 
1^ -3^ JU- — /u. DU -3j -<^ 

10 aus |ll^iu, U-^UJ und ^UJ |U Dp DU bu .^u ;;u 

-byvu m3jj P ui ^} 5ul .^l yy^L und 
cyvjL jLi/^ -^b yvL -bu^ jLi3 v^ -'' ^^^ 

11 aus 3uj p Dp DU wQu .^u .3jj byvj/ iß ^i 

— /L yvjL jduj t-t ^ — ^-b yvL -33 -HL 
DU -3j .-/« 
und mit der Legende — 3qu 



134 Mardtmannt die Münzen der SeusatUden. 

ans o\i} DU .^u /vjl nnd cyWL jjz^ yvL .^^ |l^ 
.111. .3j 
Jahr 12 aus ii^iu ^i c/vJL jiiz^ t-l ...^ yvL (i^ «3^ 
JUi 3j 

und mit der Legende «Jou 
ans p JLi3 si' M-^ 

13 aus iß yvjL und cyvjL jlu^ 5/ ^{^ -^-b ^-b .5^ 

und mit der Legende ^qu 
aus \u£iU \U D(U DiJ .^U ll3 C/VJL -bii^ p^ 

^^ JLii. .5j 

14 aus KL'^iiJ und li^UJ .^u ^1 u3 c/vjL jii/^ -^ 

:^ ../^ ^^ D2J ^ 
und mit der Legende «Sau 
aus pi^UJ p Dpj DU .^U .^L yvJL JLiZ^ yvL OJlS 
•3^ DU 

15 aus lu^ui und u^uj \u D|U -bu -byvu ui ^ui 

cyvji .^-b yvi ^ .3^ du -3j ./7 
und mit der Legende ^qu 
aus \u D|U DU .^u -b/x^x^ u) ..^i ywi uz^ yM. 
•buii "tti -3^ -J^ -'AI 

16 aus \u£iu o\iJ -bu -byvj/ ui .^i cyvji uz^ s9 

DU ^J 

und mit der Legende , ? flii 
aus pj .^u .^l yvi ^^ 

17 aus |U o\u ^u -byvxr 5) cyvji t.| —2/ s!^ yvi 

und mit der Legende* «300 
aus P iß yvji ^o ^-b -3^ JLU- 

18 aus -byvx^ ^o^ uz^ dul ^J* 

und mit der Legende ^qu 
aus JJi. DU 
lü aus .^u -byvu c/vjL jLiz^ kj ^^ ..^^ 'bii^ 

-3^ JUL 

und mit der Legende „,^nii 
aus M^ 



XXXVIL Ckvusrav II Parviz, ^35 

br 20 ans o\aj ^r^jj P J^i ^2) ^ ../^ x^uS -Ui. «3j 
und mit der Legende «Squ 
aus S^ -jß" 

21 aus pj D|jj DU ;;jj -byvxf .3jj jli3 ^v c.j\*ji £0 

^^ ^ ^"o ]u6 \il, ^£ ^j u: 
und mit der Legende ^qu 
aus fo^ ^^iM -byvxf yvji jiiz^ ^-b yvi ,.3j 

22 aus -bü -byvxf 3jj c/x^ji — 2/ ^ ^-b p5 juj /? 

und mit der Legende «3011 
aus ^ 

23 aus -byvxr ui .^i /vji und cyvjL (einmal cywr) jäf 

«./^ -3^ JUX. DJt^ 3^ 

und mit der Legende ^mi 
aus D|iJ jllI /vji I.J/ ^-b und 5« yvi OUL 

24 aus ^JJ AI P ^L yvji xu^ ^Jß ^ ../^ ^-b 

yvi |j5 jü- Di^ -3j -iff 
und mit der Legende «Jou 
aus DU 'byvo/ ju3 /vji jjz^ s^ ^-b /vi 3:^ JUX. 3j 

25 aus £m |u DU D(U .^u -bivx; AI ui ^ui cywi 

^o uz^ .J/ ^ ../^ ^-b yvi 3^ DU 
-3j --£7 
und mit der Legende „.^nii 

aus D(u DU -b/vx/ ui ^ui yvji sujj ^'b yxd -lU- 
DU -3j 

26 aus |u D|u x^jj .^u -byv^ ^ul «^l c^v/l ^o^ — ^ 

^i; ^^ yvi i>ii^ M^ 3^ DU .^ 
und mit der Legende 3au 
aus p D|U DU mZdJ ui yvJL ^UJJ ^D ^"b r^L 
-UJL t^jj ^3j 

27 aus u^ui und LU |u o\u ^u ^r^jj £1 ui ^ui 

.-^L cyvjL £of lujj -J/ s!/ .^'b yvi p^ 
-3^ und" ai JU- 3^ --^ ^J 
und mit der Legende 3qu 



Mitrtlhitoun, tlir Müunen der SaMOmden, 




aus IxAm und ^UI Dp Oü iß i^'Jl 

.--»■b £^ j\'i -itL ^;ii oaJ -3j 
Jahr 28 aus p.&iU uml Am p Dp ,»/xi ^r^JJ -IjJ AI P 

•bi^ m5 «3A -OL Di^ _3j -^ 

und nut der Legt^tide «3qu 
ans iiAiii D|jj DU xü r^Ji lU^ Üü' A-b yvi 3A 

•UJ. _^ll OJJ ^J 

29 aus Aiij [U Dp .^xi ^r^u P iß AI Am «/i j^Ji 
und ovji ^y Ao —1^ /VI «3A -lü- OJi 

und iTiit der Lp«ifende ^oli 
aus Dp Dil ^u -byvjj und -biLu m3 udj; xfb -^^^ 
Ajjl /vjl A-b /VI -3A ^Mi- dij -3^ 

30 aus p Dp p^xi ^yvjy iß Ai — #i /vji uud crv^t 
jiz^ ^ Ao ^-b /VI JA -111- D±> -3^ .-^ 

und mit der Legende «Jqjj 
aus op ^u ^/vxi iß -^L /vjL jLL6y —^-b -HJ 3j 

31 aus p Dp DU und T3 -i-* — /u ^b/vx/ AI Ad iß 
Ai Aul ^^i Cd^vjL jlu^ — 1/ ^-b -biiA [6 

«3A /VL -LLL Di» Jj ^£7 

und mit der Legende _3ou 
aus UJ Dp .#u -bu P iii A) /vji xu^ A-b 

-lli- DU -3j ->* 

32 aus ^iu(?) p .#u -b/vxf iß c/v^l uz^ y =^ 

«i-b Ab /VI |j5 ja -uj- du Jj -4:^ 

und mit der Legende ..?qu 
aus Dp yjjjcu -bu jß xu^ A'b /vji .lil Jj 

33 aus Aiu pu ..^u -b/vx^ jß AI Aul «^l c/v^t. 
u£^ ^y ^-b /VI [6 JA -lli- DU Jj ^^ 

und mit der Legende JcuJ 
aus DU -bu -b/vu iß /vjt jUjij -^ At) /vi 

-LLL Jj 



i 



41 




XXXVII. Chuarav II Parviz. 13? 

Jahr 34 aus ^n ^r^Jj P ui .^i ervjL i^JJj ^ ^-b j>*l 
-bU^ \6 ^^ JllL D2J .3j -Z7 
nnd mit der Legende ^o'U 
aus IUI iß ^L sUJJ ^-b .3^ -üi- -3j 

35 aus |JU opj DU «^u JUJ 'byvx^ ^1 ^5jj ild ui ^^ 

— *i yvji und cyvJL ^O' —1/ ^ — ^-b ^-b 
/VI |j5 und ^ ^S -3-^ -"J^ ou -3j -/* 
und mit der Legende ^o^xi 
aus |JU Dp K^oU -b/vjy u3 .^i yvji und c/vjl 
juz^ —1/ ^-b -bu^ ^ M^ -3ä JU 3j 

36 aus K>^ DU .^u -byvjy .^j u) |^ .^i jvji und 

cywL -j; :^ ^^ yvL ^u^ (l5 ^^ UUL 
und "^n-^ DU «3j -/* .^u 
und mit der Legende «Bo'U 
aus DU ui yvji jLU^ s!^ ^-b /vi JU. 

37 aus u^uj |U D|U du ^u £ii ^r^±t ^3jj P ul 

^J 4uL -^i /vji und c/vjL ^o^ «-I ==y /VI 
«3^ JLU- UJL> DU ^--Mi/ -bu-i -3j -/* ^/v 
und mit der Legende «3o^u 
aus ^UJ D|U .^u -bu Jiu -b/vu P ui ^^Ji und 
C/vjl UZ^ ^ ^-b /VI ^^ JLU. .Jj 

38 aus |U:^uj Dp .^u -b/vx/ -^i c/vji jllz^ — V ^ 

^£ OJJ .Sj .x: JU. 
und mit der Legende •Bo'U 
aus o\u ^^u P ui ^Ui /V/L ^O" U£2/ JUX. DU -3j 

Gewicht der Münzen von Chusrav IL 

Trotz der übergrossen Anzahl Münzen von Chusrav 11, welche 

sich immer in jeder zum Verkauf ausgebotenen Partie von Sassa- 

nidenmünzen befinden, ist es nicht so leicht ein Durchschnitts- 

jL^e wicht zu ermitteln, weil sich in jedem Jahrgange eine beträchtliche 

Anzahl beschnittener oder sonst wie zum Abwägen unbrauchbarer 

Münzen befinden. Von fast 300 Stück, die ich besitze, waren 

nur 174 Stück schwerer als 3 Vi Grammes. Lidem ich die ganze 

Regierungszeit in zwei Abschnitte zerlegte, von 1 bis 19 und von 

20 bis 38, fand ich 1) nach Ausschluss aller Stücke, die nicht 

mehr als 3,5, 2) aller Stücke, die nicht mehr als 3,6, 3) aller 



138 yfortümamt,. du; MüHzen der Sa$mmMden, 

Stficke. die nicht mehr als o.;^ Grammeä wiegen, für die Jsiftbx^ 
1 bii5 If 
1» f*8 .Stü':k mit 87>j.io «Jr.. also Durchschnittsgewicht S^sm G-r. 

2) 94 , , :i^3^7 , , ^ 3^7« 

3) 74 . , 289.7« . , , 3,»iÄ 
und för die Jahre 20 bis 38 

1) 76 Stück mit 293.M Gr. also Dorchschnittsgewicht 3,mt& Gl 

2) 70 , , 272.<i . , , 3,«94 
3> 59 , , 232.03 , , , 3^33 

und für die ;;anze Dauer der Regierung 
3j 133 Stück mit 521,7:* Gr.. aUo Durchschnittsgewicht 3,929 G^- 

Unter Chusrav I fanden wir 3,si4:» Grammes 
Hormuz IV 3.».i«s , 

also eine erhebliche Verminderung des Münzgehaltes geg^ sei-^^^ 
beiden Vorgänger. ^, I 

Etwas besser stellte sich der Münzfuss der mit der Le/jen^^^^ j 
^Qij versehenen, also wahrscheinlich für den Umlauf in Tabarist^^^^ 
bestimmten Münzen; 26 Stücke dieser Art wogen 103.42 Grammer-^^^ 
also Durchschnittsgewicht 3.970 Grammes. Die Ispehbeden-Müiiie^^?^^ 
sind Halb - Drachmen und haben ein durchschnittliches Gewid^-^ 
von 1,9« Granmies. ^ 

Ich gehe zur Beschreibung einzelner Münzen über, welche -^^^^ 
ii^endwie von dem allgemeinen Typus abweichen. 

No. 512. 

Av. Statt des kleinen Sterns am Hinterkopf und statt deöS"^^^ 
Halbmonds und Sterns vor dem Kopf, oberhalb der Krone nnfi^^r 
über das Orenetis hinausreichend zwei grössere Sterne. Auch dif^ ^ 
Sterne in den Halbmonden am äussern Rande grösser, als so: 
gewöhnlich. Das ü})rige dem zweiten Typus entsprechend. 

Rv. Auch hier sind die Sterne grösser als sonst auf dec^ 
andern Münzen. Sie ist vom Jahre 2 aus dj^ (Isstachr), und 
sonst dieser Typus nicht weiter vorkommt, so ist es wahrschein -^ 
lieh eine Denkmünze auf Chusrav's II feierlichen Einzug in ^^^^^ 
Röichshauptstadt nach der Besiegung des Usurpators Bahram Vjff 

M. 32 Millim. 3,72 Gr. In meinem Cabinet 

No. 513. 
Eine Kupfermünze aus ^S vom Jahre 3 in der Collect d 
Burtholomaei T. XXVUI, F. 6. 

No. 514. 
Fast alle Münzen aus dem Jahre 4 haben auf dem Reve 
auf dem äussern Rande im dritten Quartier einen Punkt, 
nahmen von dif^ser Regel bilden zwei Münzen aus tu und 
in meinem Cabinet, und aus c/v^L in der Collect de Bartholonuv« *^' 
T. XXVI II, F. 7 (wüge>,'en die Münze meines Cabinets aus 
diesen Punkt hat). 




XXXVIL Chutrav II Farviz, 139 

No. 515. 

Rv. Links ^ttK^ (statt -"-biA*) chomasch «fünf*; rechts 
iC (statt C|A«) Chttdsch ^Ghnzistan", also theil weise verkehrt 
Behnittener Stempel. 

M. 3,75 Gr. Cabinet Subhi Pascha. 

No. 516. 

Av. Zwischen dem ersten und zweiten Quartier am Bande 
le Contremarke, wie es scheint, das Vordertheil eines Löwen 
rstellend. Vom Jahre 6 aus .^-b 

JBi Collect de Bartholomaei T. XXVIII, F. 9. 
No. 517. 

Eine Kupfermünze vom Jahre 9 aus «=ütf . im Cabinet Subhi 
ascha. 

No. 518. 

Eine Münze vom Jahre 24 aus JlUQ enthält auf der Vorder- 
ite eine Contremarke mit einer undeutlichen Figur, die einem 
»gel mit ausgebreiteten Flügeln ähnlich sieht. 

.SL Im Cabinet v. Bartholomaei (fehlt in der Collect de 
rtholomaei). 

No. 519- 

Eine Münze aus s9 ^om Jahre 27 hat die Zahl ojjjiqu 
mal statt Di^JlDOyv haft vist, und eine andere aus So von 
[iselben Jahre schreibt die Zahl oJ^JDoyv haft ist. 

.SL Erstere im Cabinet Subhi Pascha, letztere in der Collect. 
Bartholomaei T. XXIX, F. 30. 

No. 520. ^^ 

Av. Am Hinterkopfe eine Contremarke mit der Legende -jr 

Bv. 'Jahr 28 aus p . Collect de Bartholomaei T. XXIX, F. 31. 

No. 521. 
Av. Eine Bandlegende ^ ^y deren Bedeutung mir nicht 
:annt ist 

Vom Jahre 33 aus jjul, im Cabinet v. Bartholomaei (fehlt 
der Collection). 

No. 522. 
Av. Legenden, rechts ^\Ujj} Chusui (sie) und vor dem 

ade W«; links ^0^' ^^^ Büste von barbarischer Arbeit 

Ev. Links 33 (v. Bartholomaei las es 31); rechts tOJ-'T. 
) Figuren neben dem Altar gleichen Strohsäcken mit einem Beine. 
M. Collect de Bartholomaei T, XXX, F. 35. 



140 



MoriUninnttf dis AfHutm tlrr Sasmm^t, 



No. 523. 
Eine Münze voin Jahre 35 ans pj und mit der Legende 
«Soli hat im dritten Quartier 3 Punkte v auf dem Aven. 
jSi, Im GiiLiiiet l'rokesch v- Osten- 

No. 524. 
Eine Münze nus «33 v^m .Tahre 35 and mit der RimdlegeJid« 
«Jon bat auf Rv. am äussern Rande oben ^., Im Cahinet 
Subhi Piiscba. 

No. 525. 
Zwei Münzen vom Jahre 37, die eine aus p, die tmdere w» 
^S haben auf dem Av. vor der Krone eine Oontremarke in 0«- 
stalt eines Thiers. 

^. Im Cabinet 8ubhj Pascha. 

No. 526. 

Av. Eine Münze mit der Randleg^ende «loii hat am Hinter- 
kopf einen Mdbiiiond und Stern statt des üblichem einfachen Sti^rns. 

Rv. Links jv^o^xi uf-sih statt hafi~mlt {Sl)\ rechta jitff . 
Oben, ausserhalb des Grenetis im ersten Quartier ein O" P- 

JR. In meinem Cabinet, 

No. 527. 

Rv. Links jv^Cil ntt/ijich sih (39); rechts ^„i-b 

M. Collect, de Bart-bobmiaei T. XXX, F. 43. 

Da Chusriw U am 24. Februar <)28, uJso noch vor Abkttf 
seines 38. Hü^"iei"ungsjahres abgesetzt und am 28. Febr. ermonl«!l 
wurde, so lilsst sich diese Mün^e entweder nui' durch ein Ver- 
sehen des Stempelschneidess CIL nmlsch anstatt CIO' j*tmt^h 
erklären, oder dass etwa um die Zeit, wo die Mtirue y- 
wui"dti, also vielleicht in den letzten Tagen des Miüra 028 ^ i 
eignisse in Ktesiphun in jenem entlegenen Orte noch oichi be- 
kannt waren. 



XXXVm. Chusrav H und seine Gemahlin» 

Ausser der von Long|)erier und von mir T, 723 beschriebenen 
Müir^e des k. k. Münz- und Antiken-Cabiiiet-a von Wien ist mir 
kein zweites Exiunplar bis jetzt zu Gesicht gekommen. Bei der 
Auslegiin«.,' der Lehrende der Kehrseite habe ich mich damals gcirr^. 
Sie ist vom Jid:ire 37; aber die Legende lautet 
fraii afzttt hndlnä. 

Dtm'i ,Ui-theiP, JierechtiKkeit*; ha-dind ,j?ute Gr-j 
keit\ iJas Ganze bedeutet also ,lran durch gute Grre*l. 
verraehi*t". 



XXXVIII. Ckutrav II und seine Gemahlin. 141 

Anderweitige Denkm&ler Cbnsrav's 11. 

1. Adrien de Longp^rier beschreibt in den Annales de l'In- 
stitnt Archöologique T. XIV p. 98 eine silberne Schale im Cabinet 
de« Herzogs de Lujnes, welche auf ihrem Grunde eine Jagdscene 
darstellt Der König zu Pferde hat einen Kopfschmuck, welcher 
In allen seinen Theilen dem zweiten Typus der Münzen Chusrav s 11 
eotspricht, so dass über den ursprünglichen Eigenthümer gar kein 
Z^veifel obwalten kami. Longperier schreibt dieses Kunstwerk 
dem König Piruz zu, obgleich ausser dem Typus auch die künst- 
lerische Arbeit durchaus nicht dieser Epoche entspricht. 

2. Sir K K. Porter giebt in seiner Beisebeschreibung VoL IL 

1*1. 62 die Abbildung eines Basreliefs von Tak-i Bustan, welches 

ati^enscheinlich von Chusrav II herrührt Es zerfällt in mehrere 

A.btheüungen. Unten in der Mitte ist die Figur eines gehamischten 

Ifeiters mit Lanze und Schild, mit Diadem, Krone und kugel- 

OSrmigem Bund; auch das Pferd durch einen weiten Teppich 

8"^ schätzt Darüber in einem halbkreisförmigen Raum ist eine 

ömppe von drei Figuren ; in der Mitte die stehende Figur Chus- 

''^Vs n, dem Beschauer zugekehrt; die Linke stützt sich auf das 

^<sliwert, mit der Rechten empfängt er von Hormuzd ein Diadem. 

"^r Kopfschmuck ist wie auf den Münzen Chusrav's II vom 

^^Veiten Typus, d. h. Diadem, geflügelte Krone, darüber ein Halb- 

■**ond, in welchen der kugelförmige Bund eingefügt ist. Obgleich 

^i« Gesichtszüge zum Theil gewdtsam zerstört sind, erkennt man 

^o<ch, dass es unbärtig ist, woraus man schliessen darf, dass das 

«^srelief im zweiten oder dritten Regierungsjahre ausgeführt wurde. 

Ä^chts vom König steht Hormuzd, welcher ihm ein Diadem über- 

^^icht; links eine weibliche Figur, welche in der Linken ein Ge- 

^^os hält, dessen Inhalt sie ausgiesst, imd welche mit der Rechten 

^«m König ein Diadem überreicht. Vergleicht man ihren Kopf- 

P'Utz mit dem des Hormuzd, so scheint es, dass wir darin ein 

find der Anaitis suchen dürfen. Ausserhalb des Halbkreises sind 

^inks und rechts geflügelte weibliche Figuren, welche mit der 

Rechten ein Diadem überreichen, und in der Linken eine Schale 

Hut Früchten halten. Ueber dem Kopfe des Königs ist noch ein- 

mjQ einHalbmond mit einem Diadem angebracht Links und rechts 

"▼OQ der Seiteniigur, ausserhalb der Säulen sind Arabesken von 

Lrotospflanzen. 

3. und 4. Zwei grosse Basreliefs, gleichfalls bei Täk-i Bustan, 
^eren Abbildungen uns von Porter und Flandin geliefert sind. 
^^ eine stallt eine Ebeijagd vor; Chusrav 11 ist in einem Fahr- 
^«nge auf einem Teiche, mit Bogen und Pfeil ; zwei Böte enthalten 
blow Personen, welche auf der orientalischen Harfe Musik machen, 
^ephanten mit Reitern hetzen die Eber aus ihren Lagern und 

M>en sie dem Teiche zu ; andere Elephanten werden mit den 
legten Thieren beladen, und mehrere Diener sind damit be- 



142 



Mordtmann^ rite Münten der Saawmcbm» 



schliftigt diH geWJdteteii Eber mit Stricken 7,u bmöen um ne aaf 
die Elnplianten zn laden. Bas andere gt^^llt eine Hirscl^agd dir*. 
diesmal ist Chusrav zu Pferde, den Bogen um den Hnls Auf ^Uv 
Scbulieni; ein Ne^^eijunge spannt nh^r ihm den Bonnensi^hinn 
ans. Elephanten und Pferde mit ihren Reitern hetzen das MTÜil 
auf, während ändert? Personen damit beschiltligt sind daB erlpgtf 
Wild in einem wahrscheinlich neben dem Hirschi^ark betindlit'h« 
Rfiume anzusammeln. 

Aifimianus Marcellinus , Schapnr's TT ZeitgenoBSO, heschrt^ibt 
ähnliche Bildwerke in Coche (Seleucia). Jn agro consedimus opti- 
lento, arljustis et vitibus et cupressorum viriditate laetissimo: 
cuius in medio diversorinm opacnm est et amoennm, gentilei 
picturas per omnes aediuni partes ostendens, regis bestias veaa- 
tione multipliei trucidantis: nee enim apud eos pingitur vel fin- 
gitur aüud praeter varias caedes et hella (Lib. XXTV, c. 6). 

XXXIX. Bestam, Solin des Aspabed. 

Hen-schte 592 bis 597 in Partbien. 

Pehlevi -byvoJJL ICKJO- Ptnithrh Visfaihma. 
Neupers. ^Lll^. 
Griech. Be0tc£U. 
Lat. Bestam. 

Von Bestam sind bis jetzt erst 7 Münzen zum V«" ' 
gekommen ; die erste sah ich im Cabinet des FreibeiTn v. Pr 
Osten; ich beschrieb sie im Anhang ?M meiner dritten :ii 
lieberen Arbeit über die Sassaiiiden-Münzen (III, Anh. N 
Dieses isolirte Exemplar war durchaus nicht im Stande djo an* 
gemeine Wichtigkeit der Münzen dieses Insurgenten für die gBsa» 
sassanidische Numismatik olinen zu lassen; einige Jahre später 
kamen auf einmal 5 Stück inm Vorschein, von denen ich selbst 
2 Stück erwarb . und die andern ^i konnte ich mit aller '^uua 
untersuchen. Endlich hat Thomas im J. 1873 ein siebentes 
Exemplar Ijekaoiit gemacht. Die andern ü Stücke habe ich in 
der mehrerwühnten Abhandlung ^Hekatompylos* ausführlich br 
schrieben. 

Allgmuei'njer Typus. Av> Büste des Miinzliemi nach rechts, 
starker Bartwuchs und energische Physiognomie; das Haupt mit 
einem Diadem und einer Krone geziert; hinter der Krone eifi 
Hulbmond und ein Stern; über jeder Schulter ein Hnll^mond; auf 
jeder Scbnlter ein Halbmond und Stem. Das (ianze in einem 
einfachen Grenetis und ausserhalb desselben viermal ^^ oder cSl. 
Legenden links afzu/n und das Monogramm r^ytß^ jedocb ab- 
weichend in so fem, dass das Wort, nfzun auf der ttusserste.n Linkeu 
stebt und darunter das Monogramm» Auf der rechten Seite /^'* 



XXJCIX. BfiMam, Sohn «lex Attpnhed. — XL, Kahad IL 143 



deR Cabinets l^-okesch 



^h VMtarJinm innr auf der iinn/.e 

in st<i»ht ViJitfwhma Pinuhvh), 
Kv. Typus der Münzen Honnuz IV. Link^ die Zahl, rechts 
auf allen ohne Ausniihrae der PrUgeoit J3 

Die einzelnen Stücke sind folj^endp : 
No. 528. Jahr 2. Cabinet Prokesch v. Osten. 
In ineineui Cabinet. 

Hesclmeben bei E, Thcnnas, Nnmism. und 
Antiquar. Illustr. p. 91 und abgebildet Fl. VII, 
Fig. .5- , 

In meinem Cabinet und im Cabinet S. Alisban, 
Auf Av. afzut st, afsun, Cabinet 8übbl Pasiba. 
afstU, Cabinet Subhi Pascha. 



No. 529. 
ho. 530. 




Ko. Ü31. 
Wo. 532. 
Iro. 53S. 


. 4. 



XL. Kobad 11 Schiruie. 

AUger/terfier Tjyy/w.9. Av. Büste des Königs nach rechts, 
dt starkem BaH; Diadem und Krone und über derselben, ausser* 
Ib des (»renetis» der kugelförmige Bund in einem Halljmonde. 
iter der Krone ein Stern, vor derselben ein Halbmond und ein 
(lern; über der linken Behulter ein Halbmond. Ausserhalb der 
Mnfachen Perleneinfnssung rechts, links und unten Halbmond und 
Stern. Legenden, am Hinterkopf Piintihc/i, rechts Kmmf. 

Rv. Legenden, links die Zahl 2, rechts der Name eines 
feortes. Feueraltar, und auf jeder Seite desselben eine dem 
jr zugekehrte Figur, die sich auf ein Schwert, stützt, 
von der Flanune ein Halbmond, links ein Stern. Einfaches 
rrenetis. und ausserhalb desselben viermal Halbmond und Stern. 
Kobad H hat nach der übereinstimmenden Aussage aller 
ientÄÜscben und occidentalischen CJeschicht.Hqiiell«n nur 6 — 8 
[onate regiert, und doch tragen alle von ihm bis jetzt bekannt 
gewordenen Münxen nur das Kegiernngsjahr 2. Die Lösmig dieses 
ebronologischen Rilthsels habe ich in der erwähnten Abhandlung 
.Hektttorapylos" S. 502—505 gegeben und besteht darin, dasg 
nacb uraltem und bis heute bestehendem Brauch das bürgerliehe 
Jahr mit dem Frühlings -Aequino et ium beginnt i^LjJlii 3jjj-J» 
«o daSB von dem Tage des Regieningsantritts bis 21. März das 
i^ Jahr zählt, möge es nun aus 10, 11, 12 Monaten oder auch 
lur aus wenigen Tagen bestehen; vom 21. Mftr/ bis zum folgen - 
[den 20. Mänj gilt als Jahr 2. Kobad U trat die Regierung am 
15, FobruÄT 628 an; dieses Datum ist durch den ofificiellen Bl- 
icht des Kaisers Heraklius gesichert; sein erstes Regierungsjahr 
Uueiie also nur 24 Tage, und zwar waren es Tage der grösst^n 
lAofregung: Chusrav II i-rmordet, Kaiser Heraklius hielt einen 
grossen Theil des persischwn (iebiets mit seinen Tmpiten besetzt, 
^•r »elbst stand vor Ktesiphon und driingte Kübad zum Abschlags 
»8 Priedeos: e% war al.%0 physisch unmöglich in diesen Tagen 



144 



MoriUftittnn, tl 



daran zu denken einen Mün/.-TypiLs festzusteünn iirnl (leW \ft%^ 
zu lassen. 

Aus dem zweiten R«gieruupsjülir. das also am 2L MHt7 ^2^ 
begann und nur weiiigr Monate Oirtclistens 7 Munate) diiuerte. 
sind mir folgendi^ Münzen vort^ekommen: 
aus |u D|ii -brwx/ lii xu^ 

XLL Ardeschir lü. 

Alhjememet Tffjms. Av, Legende, rechts ArtiJusrJtetr, linb 
afztm. Büste des Köniffs nacli rechts, jugendlich, ohne Bürt: 
Dmdem und Krone, darüber y.wei Flügel, welche den Perlnmd 
durchschneiden, und der kugnlforrai^rn Bund in einem Halbmond. 
Hinter der Krone ein 8tern* vor derselhen ein Halbmond and 
8tei7i, über der linken Schulter ein Halbmond. Eiuiiiche» GrenetLs 
und .lUKserbalb desselben dreioud. links, rechts und unU^n HtlK« 
mond und 8t«ni. 

ßv. Legenden, links eine Zahl, rechts ein PrägeorL Feuer- 
lütar, und üuf jeder Seite desselben eine Figur, dem Tlfs^ 
'/u^'ekehrt und auf ein Schwert ^'estützi Neben der l"l 
links ein Sternj rechts ein Halltmond. Kinfacher Rand^ und auihkti£' 
halb desselben viermal Halbmond und Steni. 

Bis jetzt zum Vorschein gekommene Mauzen: 
Jahr 1 aus £m ^^ S^ ^J 

2 aus p^üj und ^Ul -biu pj DpJ ^O^ii -^u ^^JJ id 



XLIl, Pur an du cht. 

Allgemeiner Typus. Av. Legenden, links iDp^ou «t**, »'so 

die unter Chusrav ü übliche Legende; rechts 'H^-^,! Buran. 

Weibliche Büst<i nach rechts, das Haxipthaar mit Ringen durch' 
flochten; Diadem und Krone, darüber Flügel, welche den Doppel- 
rand dui*chschiieiden, und am Äussem'audt^ der kugelförmige Bund 
in ebiem Halbmond. Vor dem Kinn ein Halbmond. Am Aussen* 
rande dreimal Halbmond und Stern. 

Rv. Links ein^ Zahl, rechts ein PrJigeori, wie überhaupt dm_ 
ganzf^ genau wie auf den Münzen Chu.srav's IL 

Mir bis jetzt nur in zwei Exemplaren vorgekommen, ha 
IUI Cabinet Subiii Paschas, aus dem Jidire 1 xiJLl»JJ <*Joka, 
5i und aus cj\tJL 

XLHI. Kesra. 

No, 534, 
Av. Dem Beschauer zugekehrte Büst-e eines Mannes 
alle Kopfliedeckung ; starker Bait uiid stinippiges Haupthaar* 
tacbes Gronetis. 



XIML Ke*ra. — XLIV, tionnm V, — XLV\ Jeule^ird I\\ 145 



\ 



Legenden, litilcs iDj P /^ 

rechts _J>X/ y Kcfn-a. 

Rv. Eid assyrischrr Stier tiacli rechts , mit nie nKchlicheni 
[öpf, aaf wekhem Diadem, Krone, Flügel, Halbmond und Steni. 
'or dem Gesicht ^ (oin p und darunter ein Steni). Legenden, 
inks JJüJ ia/;oA^ 

M, Beschrieben und abgebildet bei Thomas, Numism. und 
itiil, Ulustr. pg. 94 und PI. VIJ, 1. (Auf der Tafel steht M, 
Ti*xt C*cipi>er piecej, 

XLIV. Hormoz V. 

Die Münzen Honnuz V gleichf^n in jeder BeÄlehnng dt>n 
en Cbusrav's II vom zweiten Typus, von denen sie sieh 
durch den Köuigsnanieu unterscheiden, welcher Ohramtfzi 
tet Die einzelnen wenigen Exemplare, welche mir früher vor- 
kommen waren, hatten mich eben dieser völligen Uehereiu- 
ung wegen veranlasst sie für Versehen der Stempelsehneider 
erklären , aber abgesehen von der ünwahrscheiiüichkeit einer 
leben Erkl&rungT kamen sie später in mehreren Exemplaren zum 
orschein, und zwar aus verschiedenen Jahren (1 und 2) und aus 
ersehiedenen PrägestHtten. Mein Ultester Sohn, der sicli damals 
mehr als ich selbst mit sassanidischer Numismatik beKchUftigte, 
l^erieth auf den Gedanken diese Münzen einem bis dahin un- 
ibekamitan Münzherm, also Honnuz V zuzuschreiben, dessen Existenz 
Übrigens in mehreren gegchichiliehen Urkunden nacligewiesen ist. 
Er war der unmittelbiu*e Vorgünger des letzten Jezdegird, mit 
welchem er sowohl eine mehrjllhrige Anarchie, als die Reihe der 
Sassanidenfürsten abschhesst Er wird erwähnt von dem arme- 
nischen Geschicht^chreiher Johannes Katogikos (Histoire d'Arm(^nie 
par le Patriarche Jean VI dit Jean Catholicos, traduite pur J. Saint- 
Ifartin. Paris 1841 pg, 65); ausserdem noch von Kedrenos und 
dem Verfasser der Historia Miscella, welche ihn aber als den 
letzten Sassaniden bezeichnen* und folglich mit Jezdegird IV ver- 
wechseln. 

Vorgekommene Münzen: 
Jahr 1 aus cjvjl _*J 

2 aas ijLi3iiJ c^rv^i .^-b o^ 



XLV. Jezdegird IV. 

In zwei Typen. 

ErJtter Ttfjms. Auf Av. einfaches Grenetis, auf Rv. doppeltes 
Greneiis; sonst in jeder Beziehung wie die Münzen Chusrav's II 
^▼om zweiten Typus. 

Zweiter Typtis. Auf Av. doppeltes Grenetis, auf Rv, drei- 
04. XXXIV. 10 




14f> 



Monilmnnn^ die Afümen dfr SftJt* 



fadies. alles übrige unverändert und somit Villlig© Upbereinjitiiiimnrig 
mit dem zweiten Typos Chusravs IL 

Der erste Typus geht bis zum Jahre 10, der zwt^itd beginnt 
mit dem Jahie 11 und dauert bis 7Aim SchJusse. 

Vorgekommene Münzen: 



Jahr 



7 aus ^3jj 

8 aus ^jj 

9 aus ^jj 
10 aus ^jj 



Jähr 11 aus ^UL — ^l 

12 aus op — *J 

13 aus 1 ^ J 

14 aus JDa> 

15 »US ^JJ «-I 

16 uus \u K>^ ^3jj 
17. 

18. 

19. -3j-r _y Ajjl 

2ti ^jj 4:P ^ £^ -oiJ 



No. 535. 

Die zu allerletzt erwtlhnte Münze (aus Zerendseb) ZLiurt ;•! 
weichend von den übiigen, auf Av. auch ani Hinterkupl' H i:l'iii i 
und Stern, statt des einfachen Sterns, und auf Rv. n»-l n ii 
obersten Hnlbjiiond und 8tem, rechts drei Funkte y 

ISi. In meinem C ab inet. 



Gewicht der Sassaniden-Münzen. 

Die Drachme ist die Einheit des sassimidiscbeu Münx-Sy * ^^ ' 
und schliesst sich dfui (iewiuhte nach genau an die part 
Drachme an. Zur Bestimmujig des Gewichtes der Münzen \ou 
Ardeschir I bis Kobud l (iricJ.) stunden mir aber nicht so vieli« 
tStiick*? zur Veriuguiig, me bei den Münzen von Chusrav 1. 
Hormuz IV und Chusrav II; einen selir grossen Theil kenne ich 
nur aus Abdrücken, Abbildungen, Beschreibimgen ; andere konntt^ 
ich zw^tur im Original luüersuchen, aber ihre Besitzer hatten keiiw 
Wage, oder erlaubten es nicht t^ie zu wägen ^ weil «ie fürchteten, 
das hier bestehende drakonische Gesetz über Antiken köimte ihnen 
Ungelegenheit venirsacheu. Ich gebe hier zunlLcbst eine Zusammen- 
stellung der Resultate meiner Untersuchungen, wobei ich» wie 
schon erwilbnt, :i Colunmeu auffülire 1) Münzen, welche mehr mls 
3,5 Grainmes wiegen 2) welche mehr als 3,6 Gramme« wiegen 
8) welche mehr als ^iV> Grimimes wiegen. 



Gewicht der SoMmmden-Münzen. 



147 



II 






u 



s 1 



00 CO »o 



THoico-^"«i<eQrHi-iooäcO'»i<c<i?oe>i i cmoo^ooco 

rH ClT-lT-td I Ol^CO 



•so 



« I 



ix 



C9 fH 



1 1 1 1 1 1 1 1 1 i 1 1 s s i i i s S i i 

00 CO COOO''cO'«jroOOOCOOO'^CO QOOOOOCO-^COCOCOCQ 



THoöTHCo^ob?c>i>-?b'^<cb»ftioor-it'^od^crarcr?cr 

iHt>-THC^TH rl "^OOIi^tHCOtH OI>»OOCO 

»^ tH X CO ;o 



C0CiC0C0»0ClONC<lt^'^'^'^Q0C0<M(M^Tt<'^"^ 

iH ooifhc<icj (Ncaooco 

C4 tH 



r^aD^OD^ao^ooSaD^aD^ao^oD^o t^te ce oo « « r^ S » ao 

CO COCOCOOOOOCOGOCOODTjTcOOOCOCOCOOOcdcOCOCO 



3 8 8 

-^O»0CÖC^rH0Öt>l>^'^'OC0NO»H^i-r0iC<r^N 
i-IOOrHC<l<NTH-^ iOtHOCflC«COtHi-lTH^eQ"^l> 

rH tH rH ifH OJ CO <0 



■^iH'^^;OCOOiCl»CO"5t>-COOOCO'**<COCi;OOOrt< 
O» COtHCOO« cocowi> 




'S 







10* 



148 



MorffJmmtn, die Af Unzen *ler SnnAonid^n, 



Im (Iruride sind nur die Zalileö der dritten Colimine 
gebend, aber ich liabe dio beirlen ersten Coluranen absichtlich 
behalten, weil man daraus eittn^binen kann, wie viele Münzen voo 
sclilechtert«ni Gehalt im Umlauf waren. Das Gesammt-Resuliat fir 
die gfinxe Dauer des Sassauidenreiclies ist 
für die erste CüliamiR, aus 716 »Stücken, 2772,8i Gramm, dl 

schnittlich 3,«7,n Gramm 
für die zweite Colurane, aus ö/>2 Stücken, 2544,6it Gramm, di 

schnittlich 3,&oy Gramm 
für die dritte Crdumne, aus 541 Stücken, 2L12,n» Granim^ dnrc 
schnitÜich 3,y4s (rramm. 

Die letzte Zahl. '4,nt, weicht also nur um 4 Milligramm von 
dem DurchschEittsgewicht unter Schapur I (3,94«!), und nur am 
3 Milligramm von dem Durchschnittsgewicht unter Chusrav I 
(.%*45) ab. 

Den besten Gehalt zeigen die Münzen von 

Jezdegird 11 4,tHt\ Grammes 

Dschaniasp 4,oa^ ^ 

Ardeschir U . . , . , 4,ü3a , 

Hurmnzd EI 4,o*5 , 

Den schlechtesten Gehalt zeigen die Münzen von Sebapur III nud 
Chusrav II ... . 3,9jia Qrammefi 
Piru2 .... 3,980 , 

Bahram V , . . . 3,smk) , 

Kobad I .... 3,K6fl , 

Aus Kobad's I erster Regienxng fand ich sogar kein 
Exemplar von mehr als 3,75 Gnmynes, so dass ich das betref 
Fach leer lassen musste. Die isolirten Münzen von Ardeschir I, 
Jexdegird III und Falaseh sind freilich auch schlecht genug, aber 
weil ich von ihnen nur wenige Stücke zu diesem Zwecke unter- 
suchen konnte, so lege ich iiul" die betreffenden Zahlen keinen 
Werth. 

Es drangt sich aber dem Geschichtskenner bei dieser Tabelle 
eine Betrachtung auf, welche mit rein numismatischen Dingen 
anscheinend gar keinen Zusammenhang hat. Diejenigen Könige, 
deren Münzen dos beste Gewicht zeigen, stehen im Ganzen bei 
den orientalischen Chronisten in einem sehr schlechten Geruch, 
namentlich Hormuzd H und Jezdegird II, wahrend bei den byzan- 
tinischen Chronisten gerade diese Monarchen in gutem Andenken 
stehen. Und ebenso zeigen die Münzen deijcnigen Monarchen, 
welche wegen ihrer Prachtliebe and kriegerischen Heldenthaten 
bei den Orientalen als Muster von Regenten gelten, Bahram V, 
Kobad I und Chusrav II, den schlechtesten Gehalt; bei den christ- 
lichen Chronisten stehen eben diese Könige in sehr schlechtem 
Andenken. Es ergiebt sich also auch aus namisma tischen Grün- 
den, was auch sonst schon oft genug hervoi*gehoben ist. dass die 
byzantinischen Chronisten, trotz ihrer anderweitigen verschrobenen 



Gewicht der Saeeaniden-Münzen. |49 

Ansichten, wahrheitsgetreuer sind als die orientalischen Geschichts- 
(|iiellen. 

Ebenso eigiebt die Znsammenstellung der MünzfÜsse der ein- 
seinen Stftdte, dass in den entfernteren Provinzen, namentlich im 
Norden und Osten der Monarchie, wo also die Einflüsse der 
Centralbehörden weniger verspürt wurden, einen viel besseren Ge- 
halt zeigen, z. B. Jezd 4,02& Gr., Amul 3,98 Gr., Hekatompylos 
d,»T 6r^ Nischapur (Abrschehr) 3,95 Gr., Kirman 3,95 Gr. ; dagegen 
finden wir bei den Münzen aus Iran 3,9 Gr., Rej 3,9 Gr., Schapur 
3^77 Gr., Istachr 3,865 Gr., Ispahan 3,8i-.o Gr., Hamadan 3,799' Gr. 
Da wir bei Bih Kobad auch nur 3,9 Gr. finden, wie bei Iran, so 
li^ die Yermuthung nahe, dass beide ein und dasselbe Münz- 
hotel bezeichnen, n&mlich das von Ktesiphon, w&hrend die Münzen 
aus ^H, also aus der «Besidenz* einen verhältnissmässig recht 
gnten Münzfuss zeigen, 3,943 Gr. 

Schwieriger, ja fast unmöglich ist die Untersuchung der 
Unterabtheilungen, denn zunächst ist ihre Anzahl nur geringfügig, 
und überdies übt eine unbedeutende Ge¥richtsdi£ferenz bei so 
kleinen Stücken verhältnissmässig einen viel grösseren Einfluss 
auf die Ermittelung des Normalgewichtes bei den Drachmen. Nur 
so viel kann man mit Sicherheit annehmen, dass es Hemi-Drachmen, 
Diobolen (Ve Drachmen) und Obolen (Vit Drachmen) gab; ich 
vermuthe auch, dass es Achtel-Drachmen gab, aber diese Ver- 
muthung beruht nur auf sehr schwachen Gründen. 

Die Goldmünzen. 

An Goldmünzen aus der Sassanidenzeit sind mir bis jetzt 
bekannt geworden: 

von Ardeschir I 1 

Schapur I 5 

Hormuzd I 1 

Bahram I 2 

Bahram n 11 

Nersi 2 

Hormuzd 11 3 

Schapur II 18 

Ardeschir IE 2 

Schapur UI 6 

Bahram IV 2 

Jezdegird 11 3 

Jezdegird m 6 

Piruz 2 

Chusrav I 1 

Bahram VI . . . . . 1 

65 Stück. 




150 



Veiigücbcfi uH ^«r oAcb Tausenden sieb bettSernd^n Zahl 
der Silber-Dnichmeii , tmd mit der grossen AnzAhl Goldm^TfD 
Philipp's und Alexanders, der indobaktriscben Dynastie, d^r 
rCmiscben Kaiser u. s. w. ist dieses Quantum gant unerh' i L . 
und schon aus diesem Umstände dsrf man scbUessen , dass t^bt» 
Goldcirculatiou im Sassanjdenreicbe gar nicbt existirte. IHzii 
kommt noch der umstand, dass die Gewichte dieser Stücke, so 
weit sie mir bekannt g^eworden sind, oder so weit ich sie st'lbst 
babe wägen können, ganz incommensurable Zahlen geben, so d:ij^ 
tnan eigentlicb gar nicht wfiss was ein Dinar ist, und in welchen) 
Terb&ltitisse die andern Goldstucke zum Dinar stehen. Nur die 
Goldmünze Schapur's I im Cabinet Snbhi Paseha*s wiegt 7,-i5 Gr^ 
und Ton den 16 Goldmünxen Schapur's II. wiegen 5 Stück xa- 
sammen 86,fs Gr., also durchscbnittlicb 7m€ Gt^ was eine Kleinig- 
keit mehr ist als die jetzige türkische Goldlira, welche gesetxhch 
7^1« Gr. wiegt (11 türkische Liren =^ 10 engl- Lsterl.). Man 
kann also annehmen, doss diese Stücke «sassanidische Dinaren* 
sind; ebenso wiegt meine Goldmünze von Schapur lU 3*^6 ür, 
was also wohl ein halber Dinar ist. 

Es ist daher viel wahrscheinlicher, dass die Goldmünzen nicht 
för den Geldumlauf bestimmt waren, sondern vielmehr als Denk- 
und Schäu-Müüzeü nur bei gewissem feierlichen Anlassen in geringer 
Anzahl ausgepzilgt wurden. 



Die Dynastie der Sassaniden. 



n 



In den 8itzungs-Berichten der K. Bayer. Akademie der Wissen* 
Schäften, philos.-philoL Classe Jahr 1871, S. IE veröffentlichte 
ich unter dem Titel , Chronologie der Sassaniden* eine Abhandlung, 
in welcher ich die Resultat« meiner durchgreifenden Revision der 
chronologischen Verhiütnisse niederlegt«; ich fä^e hier die am 
Schlüsse gegebene üebersicht mit geringer Ver&ndening hinxiL 
Von den mit * bezeichneten Königen sind bis jetzt keine Müniea 
zum Vorschein gekommen. 



Könige, 



Ärdeschir I 
Schuf» ur 1 
Hormuzd 1 
Bubrurn 1 . 
Bahrani II 
Bahram ITI 
Nersi . . 
Homiuzd II 



ltii{rienurips* 
«ntritt. 



IL Chr. Geb. 
226 
240 

271 
272 
275 
283 

283 
:30ü 



Könige 



Scbupur n . . . 
Jexdogird 1 in Ost- 
Iran 
^Vrdeschir H 
Schapur III 
Bahram IV 
.lezdpgird II 
Bahram V . . . 



aiitritt 



n. Clir. Gtth 

•d09 




ScMusßf/mHerkntt 



151 



^B König.. Re^^nmg.^ 


Könige. 


M^giening*- 


^^^ ^ «ntritt 




an tritt 


~ 


11. Clir. Gob. 




1 H Chr. Geb. 


.Tf«^egird lü . , 


i30 


Ko!)ad 11 Suhimio 628,25,Febr. 


•HormuÄd IH. 457 




Ardeschir IIl 


. 1628, Nov. 


m —4^9 in Ost Iran 




*Sarbaraz 


. '629 


■ Piruz .... 


457 






■ Palascli .... 


483 


"Kesra I . . 


. '630 


■ Kobad I zum 




Puranducht 


. 630 


erstenmal . . 


487 


*TschaMiiendeh 


. [631, Jan. 


^ Dscbamasii . . . 


497 


*Arzemiducbt 


. 63L Mftrz 


■ Kobad I zum zwei- 
V tenmal 


4Qn 


Kesra U . 


. 631, Mhi 


P Chusrav I . . . ;58l,lflSf?i>t 


^Ferachzad , 


. 631, Juli 


Eormm IV . .579, Ende 


Hormuz V . 


. 631, Sept. 




Wintt^r 


Jezdegird lY 


. 632, 16. Juni 


Bahrani VI, 590 




1 
ermordet 051 


—501. 


(zwischen 2 L März 


Chusrav U, . .590 


—23. August). 


Bestem, 592—597 






In Partliien. 









Seil 1 u s s b m e rli u ng e n. 

Ich übergeb*» hiermit dem Publikum die ttesultate meiner 
bisherig-en Studien üljer das t tanze der sassanidi sehen Numismatik; 
^im Vergleich mit meinen fi-iiheren Arbeiten wird niiin zwar finden, 
ich manches Rtlthsel gelijst habe, dass aber uoch lauge nicht 
letzte Wort darüber gesprochen ist, und dass noch eine grosse 
Anzahl Fragen einer befriedigenden Lösung harren. Indem ich 
ttiir vorbehalte die etwaigen Ergebnisse neuer Müirzfunde oder 
^Jmderer damit in Verbindung stt^benden Eutdeckuiigen mitzutbeilen, 
ich zun&chst mit Vergnügen hervorheben, dass die bedenk- 
m Lücken, welche der Tod seit einigen Jahren in der kleinen 
'Anzahl Forscher und Liebhaber der Sassaniden-Numismatik ver- 
'Hrsacht hatte, durch neue Arbeitskräfte allmUhlich wieder ergllnzt 
werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Ansichten über 
einzelne Punkte nicht immer übereinstimmen » aber eine redliche 
Piscussion der streitigen Fragen führt doch immer früher od^r 
Bpftter zur Wahrheit; einer .solchen Discussion bin ich ni« aus dem 
['Wege gegangen, indem ich von jeher das Prinzip befolgte eine 
irrige Ansicht sofort aufzugeben, sobald ich sie als solche erkannt 
'bftttc, da ich sie niemals als Gegenstand des persönlichen Ehr- 
[geizos betrachtete. 

Einzelne Ausstellungen, welche mir wllhrend der Abfassung 
und der Drucklegung der gegenwärtigen Arbeit zu Gesiebte kamen, 
Ter»ala8Sen mich auch hier zu einigen Bemerkungen. 



159 



Moi'dtiHifuu,, *lie 



Scufsat 



Hr. Prof. Nöldeke kommt iin XXXIII. Bd. der ZDMG auf 
^iü Fi'age der iranischeü Ortsiiumeri auf keil zurück, und sitgt 
B. 150 in der Anm. 1. ^Schon darum* ( — weil Zadrakarta spater 
nicht wieder vorkommt — ) »ist es sehr bedenklich, mit Mordt- 
niana Ziidrakarta als Säsrmidische Münzstätte unznnehmen. (hm 
unzulässig acbeint mir die Zusammenstellung auch nur des NameDU 



mit 



■1 Ot; 



.,. einer völlig unbewohnten Station rBrunnen nnd 

Chan) in der filrchterliGben Wüste zwischen Jezd und Blxguid 
Ist. 2t)6; Ibn Hql. 295. Da konnte nie eine Stadt liegen. Der 
Name ist gewiss arabisch ; ^Vorbereitung (Viaticum) auf die andrre 
Welt* deutet auf die Gefahren des bevorstehenden Wege»'. 

Hr, Nöldeke hat den betrefleaden Passus meiner Schrift mcbt 
ganz aufmerksam gelesen, denn ieh habe nie und nirgends dai 



Zadrakarta des Arrian mit dem n, 



^ ^U der orientalischen Geo- 



graphen identificirt, im Oegentheil, ich habe mich immer gegen 
j**de Identification von sassanidischen Münzstätten mit obsturen 
Lokalitäten ausgesprochen ; ich führte den Namen Zadacheret nur 
an 7ÄUXi Beweise, dass überhaupt ein ilhnlich lautender Name «if 
der Karte von Persieu nachweisbar ist Dass Zadrakarta spater 
nicht melir erwähnt wurde, hat seinen sehr guten Grund: seil 
Christi Geburt, bis tum Zuge dos Kaisers Heniklius hat kein 
europäisches Heer, kein europitiseher Geograph den Boden Iran's 
betreten; was mssen wir also von der Geographie Persiens in 
jener Zeit? Nichts weiter als was uns eine Anxahl Sassanidf 
münzen und einige Lokal-Denkmäler uns jener Epoche lehi 
Zadrakarta bedeutet, ivie ich nachgewiesen habe ^Äpbroditopolü 
den islamitischen Eroberer musste der Name sehr anstössig 
und so wurde er entweder mit einem andern veitauscht <wie 
in Hyrkanien der Fall gewesen zu sein scheint) oder, da wo 
Name sonst noch etwa vorkam, so lange moditicirt- bis er eine 
orthodoxe Bedeutung erhielt. Ich habe schon früher auf dii 
Prinzip aufmerksam gemacht, welches für die vergleichende G{ 
graphie dieser Länder von grosser Fruchtbarkeit ist Der 
hammedaner, gleichviel welcher Nation er angehört, hegt 
gründliche Verachtung gegen alles was nicht muhujumedani)»ch 
und als Folge dieser Verachtung raodificirt er die Namen 
Nicht- Muharamedanem und nicht- muhamniedanischen Ort6chaften 
80 lange bis sie — je nachdem es convenirt — entweder eine 
orthodoxe Bedeutung oder eine verUchtliche. womögliche eine ao> 
aoständige Bedeutung erhalten. So wurde Zadacheret aus Zadm* 
korta, so ^Tirde Islambol ,Fülle des Islam* (auf alten türkiscln 
Goldmünzen) aus iig tav naXiV (Stambul); so WTirde aus Amsi 

dam *ot fjifJi 0\ . atis Omnibus wurde (^«j <^I, aus Bii 
vJs.U^ , wilhrend die Geburtsstadt Strabo's, Amasia, ihren Ni 




8cMtt«€h&nerkt 



153 



verändert, bmbchielt , weil ßio ijn Türkischen eine höchst itide- 
eeote Bedeutung hat. Als jemand sich bei dem verstorbenen 
Fnad Pascha über die Schwierigkeiten der französischen Sprach*» 

(beklagte , erwiederte dieser: ,Iin Gegentheil, die Sprache ist sehr 
leicht, denn 
l J^y^ K^y^^ J^J^ Kj^^ J>^ c5^^ ^j^i^ 

f,Der Franzose nennt die Sech ame, das Herz coeur, und viel 

Ibeaucoup* oder auch: ,anima eins cminus est, cor eius coecum 
«sts ibique stercus mtütum est*). 
[ Weiter heisst es in dem Nactitrag zu demselben Aufsatz, 
^. 155: ,In Band XXXÜ, 724 dieser Ztschr. verficht Ä. D. Mordt- 
mann wieder die Ableitung der Endung krtn, gerd vom alt- 
persischen wardana. Diese bleibt jedoch unzulässig, da wohl g^ 
nicht aber k aus anlautendem w entstehen kann, k aber als ttlterer 
X#aut in diesem W5i1.chen erwiesen ist. Mit der Unterscbeidung 
der Mediae und Tenues nimint es M. überhaupt nicht genau genug, 
60ii$t bAtt« er weder altp. war<:i2ana von y war/ abgeleitet , noch 
Tl^a)wa fThenift wohl Tärawan) auf der Inschrift des Darius 

(d i ädOQVttva Ptol. 6, 8; * U *jlj; Tarona bei Pietro della 

Valle^ mit D&rÄb(gerd) identificiert. Denn die iieuj», Verllndei-ung 
des t nach Vokalen und Liquiden in d ist noch nicht altpersisch, 
und aiilau/eridfs t häJt sich auch im Neupersischen*. 

Was die Unterscheidung der Mediae und Tenues betrifft, so 
nehme ich als geborner Angelsachse es wenigstens fl*»enso genau 
wie Hr. Nöldeke, nicht nur im Anlaut und Inlaut, sondern selbst 

Auslaut indem ich sorgfilltig B<id und 6ttf, Svhf'iJ und arhiU^ 
Wftrd und warf, Bund und hnnt , Held und hält unterscheide; 
•her ich lebe hier unter Leuten, welche von den angeführten 
Hegeln des Hm. Nöldeke nichts wissen; nicht zu jtjedenken der 
ionuiischen Osmanen, welche hier in der Hauptstadt kar, dag, 
Uscb sagen« während man in Anatolien gar, t.ag, dasch sagt, ist 
das Armenische, eine indogermaniscbe Sprache, in zwei geradezu 
entge^ngesetzte Aussprachen getlieilt; das Syllabar der zweiten 
KaÜscbrift^ttimg — möge nun die Sprache susisch sein, wie ich 

er sagte, oder medisch, wie Hr. Uppert in seiner neuesten 
8cbrift nachweist, gleichviel, da Medien so gut wie Susiana ira- 
nischer Boden ist, unmittelbare Grenznachbaren von Persis — 
unterscheidet weder im Anlaut noch im Auslaut zwischen b und p» 
d und t, g und k, und so haben wir für eine und dieselbe Stadt 
die Namen Achmatana, 'Ayßufccva, 'Exßdiava und Hamiidan, also 
d und t im Anlaut und in der ersten Sylbe g, k, und zum üeber- 
fluss die beiden Aspiraten x ^^""^ ^- ^^^ Uebergang von t in d 

Anlaut und nach liqaidis soll erst in neupemscher Zeit be- 
gonnen haben; aber wo hört altpersisch auf und wo beginnt neu- 
h? Seit wami nennen die semitischen Anwohner des Tigris 



nel 

HWi4 

■ abi 



154 



yfonUuinun. di^ Müniten fi^r 



diesen Plus« Hiddekel, Diglito, DidscUe? Das von mir tu Asi 
betreffenden Abhandlung über Städtenameu auf krt, grd, angefühlt« 
Zeitwort lautet im Pehlevi vartitan» im Parsi aber vftrdtdmn (scboB 
im ArdaivinifNameb). Jczdej^'rd, der noch auf seinen Miuiz«n 

Jezdikoiti und hei Elisaeiis -^^^l^l^P^b Hazkei't heisst^ heisst schon 

beim Patriarchen Dionysius v^^ui^ bei Agathias, P*rokopius il ä, w. 

*[(fStykQßfjg; ebenso Zaratushtrft bei Josne Stj'L b^jLi4j, >< 
hei den Griechen der Lingual ganz wegfiel. Ich will gern m 
dass dies alles nur Ausnahmen von der Regel sind, wßkh 
Nöldeke aufgest(*llt hat, aber diese Ausnahmen existireu doch ein- 
mal, und ha1>en als solche gerade so gut eine Berechtigung lu 
existiren, wie die regelrechten Foraien, Um nun zu dem specißllen 
Falle von Darabdschird zu kommen, so bin ich noch immer der 
Ansicht, dass die betreffende Stadt diesen Namen niemals geföhrt 
luirt, sondern von jeher Darav (jetzt Darabi hiess, und das? f^ 
l^tude 80 gut wie Tarom das in der Bibistun- Inschrift erwlihn'^' 
Tarava sein kann. In der Stadt Darab befinden sich noch jetn 
viele Monumente aus der .Sassanidenzeit; Tarom dagegen hat nichti 
HU8 vonnuhanime danischen Zeiten aufzuweisen. Üebrigens kounnfii 
auch noch anderweitig ähnlich lautende Namen vor, z.B. Dareioffl 

in Apavort-ene (in Cborasan) Plin. H. N. VT, 18; Daravsat «L't*-;LV) 
oder If^^^^Jj bei Boladori, p. 290 (m Irak). 

Ich gebe forner zu. dass aus altpersischem v neuperdseh 
wohl g aber nicht k wird , wohl aber wird man auch zugebeii, 
dafiS aus g allmählich k werden kann; iHinhinain, vard, ging fn* 
n&chst in gerd über und erst dann in kert. So z. B. ward aus 

rascMdnti , eröffnen'' „erobern'' zuerst .^jL^j^ und S{At€r ^SJ4'. 

die persischen Wörterbücher geben nocb beide Formen; iob «b«r 
habe niemals gtlschaden. sondern nur küschaden gehört. £H«n»o 
ward aus vasrhufh-n „zerbrechen" „auflösen* „verschiessen' (toü 

Farben) ^JiLiiü wahrscheinlich mittels eines Uebergangs ^yüLÜ'. — 

SS in ÄUsammengesotzten Wörtern lautet bald JS bald li; 

erstere Form ist besonders dann gebrliucblieh, wenn es den erst«) 
Tbeil eines Compositums l>ildet. wie denn überhaupt eine Tondenx 
vorherrscht das ^ \i\\ Anlaut geradezu in o ^u verwandehi; 
unser deutscher , Groschen" lautet in correctem Türkisch tfruark 
.Piaster", aber im Volk hört man fast nur hrtisrh, während «r In 
den Gegenden, wo man arabisch spricht^ lt*— ^ wird 

Hr. Dr. Salemann hat Bd. XXXIII 8. 511 der ZDMO v«i 
eiaer pehlevi -arabischeM Münze eine Erklärung gegeben, welcher 
ick meinen ganiten Beifall schenke, um so mehr da dieae Münio 
mir schon seit dreissig Jahren viele Mühe gemacht hat, ohne datf 




icli TU einer befriedigenden ErkJEnuig gekommen war. Ich muss 
jedoch hier zwei Bemerkungen machen, welche indessen nur Neben* 
ptokkte betreflfeb. Die erste Bemerkung behifft die Art wie das 
anbischo .^i auf Pehlevi-Münzen wiedergegeben wird : in der Regel 
wird es durch das Patron jmiikiim auf du nnsgednickt, aber es 
kommen doch Ausnahmen vor. In meiner Abh;mdlmig Bd. XXXJII 
8. 88 habe ich sub No, 23 eine Münze meines Cubinets heschriehen, 
auf welcher der Name des Miinzlierm ganz deutlich und unzweifel- 
haft Apdula bin-i Zubdr lautet. ^ Ferner lautet die Legende» 
deren Erklärung Hm. Salemami so schön gelungen ist, in ge- 

rlpter Wiedergabe meines Exemplars (von welchem ich einen 
fruck hinzufüge) ^ ^ 

in«i I mb also nicht öjJ ^\ «j^jb 



.«fitr 



tn^n «bn sondern jfj ^1 -j. 



Sj^*» U fcJ 



Auf dem andern Exemplar, welches ich 

LbcEt gesehen habe, so wie auf dem voa x 
LOmas beschriebenen Exemplar lautot das ^.^♦^^ 

Irrste Wort idjiJ «r^ibt was wohl richtiger ist — - — — ^ 

.. wftre 1) ,Flu8s*, neupers. j^ \ 2) ^Angesicht*, neupers. ^j. 

Statt nain«T , Gesetzgeber*, „Richter**, könnte man auch nniüoi 
lesen, was jedoch bei der hierarchischen Grundlage des 
ilam keinen Unterschied machen würde. Noch jetzt nennt man 
icr j^i— «^ die Sammlung der Staatsgesetze. Das letzte Wort ist 
^iber unstreitig nKi, o!j und nicht r;^^. Die ganze Legende 
le also wohl am «weckmUssigsten m ttliersetxen sein : ,Es ist 
leün anderer Gesetzgeber (Herrscher) als die Gerechtigkeit*, wenn 
lan sich so genau wie möglich der arabischen Kandschrift näbem 
l^oUte; sonst könnte man auch übersetzen: „Kein Richter (odcr 
[intam) ohne Gerechtigkeit". — Die letzte Münze des Gegeii-ChalitVn 
[Abdullah bin Zubeir ist vom Jahre 09. der Hidsohret; er wurde 
im Jahre 7Ji getödteL Unsere Münze steht vermuthlicb mit diesen 
Begebenheiten im Zusammenhang, indem sie kurz vor der Münz- 
refonn geprägt wurde; sie sollt« vielleicht rechtfertigen, warum 
ImvS den Önmiiaden - Münzen der Name des Chalifen nicht ge- 
luinnt ward. 

Zum Schlüsse möge es mir gestattet »ein dem Altvater der 
*ehlevi - Ntimismatik , dem Herrn Geheimen Ober- Regiemngsrath 
y. Olshausen meinen herzlichsten Dank abzustatten füi* seine viel- 
jbe Aufmunterung, die er mir im Laufe der Jahre hat angedeiheii 
la&sen. Als ich im Jahre 1845 nach dem Orient abreiste^ empfahl 
[«r mir auf die Peblevi-Münzen meine Aufmerksamkeit zu richten, 
rSch versprach ihm solches, und ich glaube mein Wort nach bestem 
Wissen und Gewissen eingelöst zu haben. 



156 



Monltituifuif die MünM6u der Sanmintd^m, 



Naclitrag. 



Wahrencf oin Theil der vorliegenden Arbeif schon in 6fn 
Händen der vprelidiclien Eedaktion der ZDMG und der Resl ftr 
den Druck vorbereitet war, sind mir noch einige Münzen Tor- 
gekommen, deren Beschreibung ich hier hinzufüge, so weit si« 
nicht schon aus anderen Exemplaren bekannt sind. 

Ardeschir L 

No. 5S6. 

Einp Münze genau wie die sub No. 28 I)eä?chriebene und bei 
Bartholomaei T, I, F, 17 abgebildett) Münze, jedoch in kleinereo 
Dimensiomni, nämlich statt 25 MilUiii. nur 1*) Müliin. Die Legende 
auf dem Ilv, ganz correct und vollstilndig. 

M. 13 Millim. Cabinefc Alishan. 

Hormuzd L 

No. 537. 

Ich erwarb kürzlieh ein© Münxe von Hormuzd I, welche init 
der Hub No. 74 beschriebenen und bei IJartbolomftei T. UJ No. I 
abgebildüten fast ganz überfinstinnnt, nur fehlt auf der rechien 
Schulter das Symbol j^, Sie ist sehr schön erhalten, auch nicht 
ausgebrochen, wie die bei Bartholomaei , so dass mit Sicherheit 
behauptet werden kann, dass übi^r der P^lamme auf dem Uv. nicht« 
vorhanden war. Bw Legende ist sehr deutlich und schön, dabei 
;|anz vollstäadig. Auf dem Rv. stellt die Figui" zui' liechteo des 
FeueraUjirs wuhrschemlich den Kronprinzen, Bahrain I, vor. 

M. 27 Millimeter, 




Bahr am I. 

No, 5S8. 

Av» Mtizihmimi ihnp' luirahnm Malhin Malka htm v 
Anirtm Mmo-tavheir* men JfZflmi. 

Rv. Links J^araJiran, rechts Nuvttsi. ünt^r dem Altjir ein 
j^f (h). Zur Linken der König mit dem Globus, zur Rechten eine 
Figur mit Mauerkrone. Ohne Symbol. 

Af. 21 Millimeter. 7,s,v (Jr. Cabinet Alishan, 
No. r*3U. 

Av. Mazdmii^u lUuji Varakran Malkan Malh' Tr.in 
Antran. 

Rv. Legende: Varnhran - Nnvazü \m übrigen w 
gehende Nummer. 

J\f, 14 Millim. 14,.', Gr. Cabinet ^Uishan. 



Sehiugsbemerkungen. > 157 

Von Bahrain I war bishel* keine Goldmünze zum Vorschein 
gekommen; es sind dies die beiden ersten von denen ich Kennt- 
niss erhielt. 

No. 540. 

At. Mazd. Bogt (Varahjran Ma(lkan MaOcja Ir(an v 
Aniran Mino-tachetrl) men Jeed(an), Von dem Worte Jezd an 
folgt noch etwas was nur als ein abermaliger Anfang der Legende 
gelesen werden kann, nämlich an das Wort Jezd schliesst sich an 
wie folgt: ajaam Bagi und dann wieder Maadajasni, 

Bt. ( Varahjran- ^luva, Links der König, rechts Figur mit 
Mauerkrone. Ohne Symbole. 

JBL 24 Millim. 3,8 Gr. Gabinet Alishan. 
No. 541. 

Ay. Vollständige Legende. 

By. Varahran - Nuva, Links und rechts der König mit 
dem Globus. 

M, Hemidrachme. 20 Millim. 1,8 Gr. Cabinet Alishan. 

Bahram 11 allein. 

No. 542. 

Av. MazcUuasn Bagi Varahran Malkan Malka Iran v 
Aniran Mmo-tachetri men Jezd, Zwischen dem Globus und dem 
Fltlgel 3 Punkte .-. 

By. Varahran 'NuvazL Links der König mit dem Globus, 
reehts eine Figur mit Mauerkrone. Auf dem untersten der drei 
oberen Aufsätze des Altars 2 Punkte. 

M. 25 Millim. 3,7 Gr. Cabinet Alishan. 
No. 543. 

Ay. Varahran Malkan Malka Iran (v Ani)ran Min .... 
fMn nwiaihai). Der letzte Theil der Legende lautet in PehleYi- 
schrift tiJ/\ciuiuo 

By. Varahran — ? Links und rechts der König mit Globus. 
Ohne Symbole. 

M, 26 Millim. 3,7 Gr. Cabinet Alishan. 

No. 544. 

Ay. Mazda£asn Bagi Varahran Malkan Malka Iran v 
Annran Mino-tschetri men Jezdani, 

By. VaMfahran-ytwazi. Links der König mit Globus, rechts 
Figur mit Mauerkrone. Ohne Symbole. 

A. Hemidrachme. 20 Millim. 2,S5 Gr. Cabinet Alishan. 

No. 545. 
Ay. Bagi Varahran .... (Bast undeutlich). 



158 



MortUiHitttn. tlii' Mümen tUfr 



Rv. UnriHUtliche Lebenden. Links und rechte der KOni^ 
jnil Globus. Olme Symbüle. 

2BL 13 Millim. 0,;:. Gr, Cabiriet AlishaiL 

Bahr um 11 und seine G ein ab 1 in. 
Zweiter Typus. 

No. 546. 

Av. AöbnliL-li wii? di« sub No. 106 beschriebene und bei Bir- 

thohiiiiapi T. 8upii]. Nrr, 7 ahj?ebildete MÜnzp; aber der Kopfputz d<»r 

KtiDi^in t»( was versL'bieden, nünalich die Mütze noch viel bCher, s<» 

dttüs d«^r obere Rand die Hälfte^ des GlobüS erreicht; auch die Ver* 

zierungen sind etwis aiid*?rs. nEmlich vierma! 3 Punkte VV 

Legende: Mazdaiasii Btigi Varah'an Maikan MaOca Imn 

ßv. Nuva - Varahra, Links der König mit dem Glabns. 
rechts Figur mit Mauerkrone. Ohne Symbole. 
Äi. 2t) Millim. 4,ir> Ur. (•abinet Aliühan. 

Bahrain II. mit Gemahlin und SoLzl 
Zweiter Typus. 

No. 547, 
Äv. Kopfputz der Künigin und des Prinzen in Oestalt ein« 
Pferdekopfes. Legende barbarisch. 

Uv. I^arahruii-Bezma ii^j^ ^ Ist das der Name der Königin? 

AI. 2tj MJUim, d,u Gr. Cabinet Alishan, 
No. 548. 

Av. Kopfput^z der Königin ein Eberkopf, des Prina^ea* wi* 
es scheint, ein liegender Eber. Legende: B(u/i VariJärcm MaätM 
Mit! hl fnm. 

Uv. I \t ff ihr an - ? 

.11, 14 Millim. n,,3 Gr. Cabmet Alishan. 

B a h r a m II und sein Sohn. 
No. 549. 
Av. Wie No. 13??, es fehlt aber in der Legende der Zu&ati 
Mhw-tsthfh'i meti Jczdan, 

Kv. Wie No. 133. Neben der Flamme links ein undeut- 
liches Symbol, rechts v 

iR. 25 Millim. 3,76 Gr. (Bie Gewichtsangabe ist aber «»♦' 
brauchbar weil der Rest eines angelötheten kupfenien Ringes nodi 
vorhanden ist). Cabinet Alishan. 



ScUuMbemerkungen, 159 

No. 560. 
Ay. Fast ganz abgegriffen. 

Rv. ? - Varahran, Neben der Flamme rechts drei Punkte ,\ 
A. Hemidrachme. 18 Millim. 1,72 Gr. Cabinet Alishan. 

No. 551. 

Ay. Varahran MaOcan 

Rv. undeutliche Legende. Ohne Symbole. 
JBi. 15 Millim. 0,c Gr. Cabinet Alishan. 

Schapur U. 
Zweiter Typus. 

No. 552. 

Ay. Maedaiasn Bagi Schahpuliri Maücan MaJka Irafn). 

Rv. Links u lll nwoa, rechts unleserlich. Neben der Flamme 
links y, rechts ^, links der König mit Globus, rechts Figur mit 
Mauerkrone. 

^. 22 Millim. 7,56 Gr. Cabinet Alishan. 

No. 553. ♦ 

Ay. Mazdaiasn .... Malkan MaJUka Ir. 
Ry. JSuva- Schahp. Neben der Flanune links ^, rechts y. 
Links der König mit Globus, rechts Figur mit Mauerkrone. 
JBL 25 Millim. 3,i6 Gr. Cabinet Alishan. 

No. 554. 
Ay. (Vor der Brust an&ngend) Maadauisn Vokia Schah- 
puhfi Maäcan Mal. 

Ry. Links ju/v, rechts /v^Dyvu. Auf dem Altarschaft f^. 
Links und rechts der König mit dem Globus. 
JEL 25 Millim. 3,4 Gr. Cabinet AUshan. 

No. 555. 
Ay. Ohne Legende. Vor dem Gesicht Ü 
Ry. Doppeltes Grenetis. 
JR. Viereckig, 11 X 12 Millim. Cabinet Alishan. 

No. 556. 
Ay. Vor dem Gesicht ein undeutliches SymboL 
Ry. Doppeltes Grenetis. 
M, Dreieckig. 13 X 14 X 14 Millim. Cabinet Alishan. 



lüO 



AfordtmanUf die' 



ächapur II, 
Dritter Typus. 

Av. (Vor der Brust anfangend) MauUiiasn Bogt St*hu^ft. 
Aul* dem Globus das Symbol J^ . Vor dem Bart 2 Punkt« l 

Rv. Keclits von der Flamme, von oben nach unten Maßei 
Die beiden Feuerbecken haben die Gestalt .^ i^ 

AT, 20 Millim. 7,3 Gr. Cabinet AUshan, 

SchapuT UL 
No. 558. 

Av. Mazdatasii Bogt tk'knhpiütri Mtdfm, Der Kopfputt 
ist nicht in Form einer Militairmütze, wie »uf den übrigen Mäniei 
Schapurs III, souderu in Form einer Halbkugel, wie auf d«» 
Münzen Ardescbirs 11 ; die Ornamente auf der Kappe g^Imdiefl 
denen auf den Münzen No. 12 und Ifi von Schapor 111 in d<r 
Collect Bartholomaei T, IX. 

Hv> Auf dem Altarschaft rast. Weitere Legenden nichi 
vorhanden. 

Jii. 24 Millim. In meinem Cabinet 

Chali fenmün zen» 

Nachträge zu den in Bd. XXXIII der ZDMG p. 81—110 

hescliriebenen Münzen. 

I. Münzen auf den Namen Je^degird. 

No. 559. 
Vom Jahre 20, aus __bJ» In meinem Cabinet. 

No. 500. 
Vom Jährt" 21, aus «äj. Eine Chalifenmünze auf den Namen 
Jezdegird's vom Jahre 21 ist bis jetzt noch nicht vorgekommen. 
jÜ. In meinem Cabinet. 

Tl. Münzen auf den Namen Chusrav IL 

No. 561. 

Av. Ohne das übliche h \ \\ ,*--»m-J, dagegen das bekannt« 
^Ojj iitid. 

Rv. Links jjctou *^ pantscht. 53, rechts „^ 

M,. In meinem Cabinet. 

Die Münzen des Königs Chusrav II reichen bekanntlich nur 
bis zum Jahre JiS, da er nur 88 Jahre regiert hat Dagegen 



161 

ich©n dir» finf seinen Namen peprägten Chalifeiimünzen vom Jahre 
15 bis zum Jahre 51, wie aus der so el)en erwühnten Zusammen- 
stellong S. 84 bis 86 hervorgeht; sie sind silmmtlich durch oin 
aAJ\ . - ; auf dem Rande des Averses als muhammedanische 
Mün7.f^D hinhlrigiich legitimirt. Dagegen ist diese Münze nicht 
durch ein Bism-illah ausgezeichnet, aber das Jalu* 53, welches auf 
^der Münze voUkommeü klar und deutlich ausgeprli^ ist, erlaulit 
nicht sie dem Chusrav 11 selbst zuzuschreiben, sondern den 
küt^ren muhammedani sehen Recbtsnaclifolgem der Sassaniden. Sie 
►Udet also in doppelter Beziehung 4nn Unicum. 

Was nun die Aera anbetritti, nach welcher die iingegehene 
Inhl r»3 7u verstehen sei, so dürfte auch diese, gleich allen übrigen 
< Münzen auf den Namen Chusrav's 11 nach der jezdt*- 

!i Aera xn verstehen sein, also = t>84 Chr. = fj4/tt5 
iidschret^ und erklärt sich alsdaim ausgezeichnet, llheid-ullah 
ler Sohn Zijad war bis zum Jahre (j3 incl. Statthalter von Irak, 
md lebte im Jahre (>4 als Flüchtling in Damaskus, Unsere Münze 
Lli also gerade in die Zeit, wo die liegierung des Gegen-Chalifen 
ibdullah bin Zuheir in Irak und in Pf^rsien anerkannt wurde, und 
öS man vielUncht in der Stadt Nisa, wo sie gopriigi ist, nuch 
it recht wusate, wer Öieger bleiben würde. 



IV. Münzen mit dem Namen der Statthalter. 
1. Zijad bin Abu Bofian, 
No. 562. 
Av. Legende Zijat-i Abu Sufan. Am Rande -s. il}\ ^^-*a. 
Kv. Links m 30, rechts «3j 

M. 18 Millira. Cabinet des Hrn. Dr. Hartmami, Kimzler 
und Dragoman des deutschen General -Consulats in Beirut 

Nach dem Abdruck, den mir Hr. Dr. Hartmann zugeschickt 

hat, ist die Zahl 30 vollkommen deutlich; nach der Hidsehret 

[katm sie ebenso wenig zulässig sein, wie die sub No. 33 be- 

:hriebene Münze Zijads vom Jahre 25, weil der OH _3j damals 

h. 4, Sept, «550 bis 24. August 051 wahrscheinlich noch gar 

[nicht erobert war. Ebenso wenig kann sie, wie die eben erwilhnte 

lo, 33, nach der tabaristanisehen Aera zu verstehen sein, denn 

ab, 3Ü ist = Hidsehret GO/lil , wo Zijod schon todt war; es 

»leibt tthio nur die jezdegirdische Aera übrig, also Jezd, Jahr 30 

Hidsehret 40/41, also gerade 'die Zeit, wo er iStattlialter von 

war. Somit sind die Münzen Zijud's, gerade wie die seinPH 

UbeidttUah nach 3 verschiedenen Aeren geprägt, nllmlich 

^0 Münze No. 33 nach der tabaristmiischen , die Münze des Dr. 

Hartnuuui nach der jezdogirdischen Aera, die übrigen nach der 

lidscliret. 



11 




J(32 Miit'tltmttuUf dir. AfütimH ttcf ^(t^Httufrifri. 

NachtrAg von Dr. med. Mordtmann, 

Kurze Zeit vor dem Hingange des Verfassers erwarb dersel 
für das Criliinet. weU-hes die Gm»dliige seiner letzten LSni<li»'ij 
über Peblevinumisnuitik bildet*^, nocb Iblgeude Silberdrarbme flifr 
mnzil I. wMcbe im Typus vollständig der einzigen mir bekannten 
Münze dieses Königs bei Bartlioloina^^i PI. III Nn. 1 entspriebf ~ 



>äl333^ 



Avers. Lßf^'pnde m eiii«r Zeil<^ am Kopff« beginnend 
nuiJiihijihsrn fnufi Urhrtmiztli jmiiktm mn/hn Irnn [v\ A\ 
Vi m ntvt ki'ir tu in jiutdtin . 

Kevers wie b^i Biirtholomaei. Legende am Rande links 
recbts th'k'i*Ti}- 

Gewi übt 4,1 Gramm. 

Zu S. 144 Abbildung einer soeben erworbenen Münxt* der in 
ibrer Existenz angezweifelten K^inigin I^trajulnrhi. 



Der VerlVisser der vorstehenden Abbandlung, Herr Dr. L 
Mordtinatm, konnte uns iiichf mehr selbst heim Drnck unterstütz 
denn es ereilte ibn der Ti>d am tM). Dezember 1879. Der Knn 
wird sieb mit Hilfe der Suhrifttafel in den Pehlevi-Tabellen zcurf* 
finden können, da sie in der Hnuptsacbe alidmbetisch angek 
sind, aber ein solcbes Mittelding von T^^i^endraek und facsimili 
der Wiedergabe soll wonniglich nicbt wieder gebracht werd* 
^j Ö. 125, 8, 183, S, 14t> u, ö., ist im Ms. ^J^ 

Die Hedaction. 



163 



Aln-uhani Firkowitsch und der Weitli seiner Ent- 
deckungen. 

Von 
Herm. L. Straek. 

eiaoiiD wn iß. Soptemtier 18751 v«ir t]ox nf»nnrAlv<*rHftmTnlimB di 
Iforgenlilndlschon OosclUcliaft ku Trwr gC'^iaJtt'n'^n VortrnR«».) 



Id der Wissenscliaft wie im praktischen Leben ist zu beaeliten, 
Deijenige, welcher das letzt« Wort beblüt, mtig er nocb so 
im Unreclil sein, wenigstens nacb und nach und, wenn auch 
iclit Allen, so doch Vielen Rocht zu habon sehf^inon wird: so 
daher gegen Ergclinissc wissenschaftlicher Fnrschung Ein- 
sli erhoben wird, darf man nicht uuteiiussen für diese Ergeb- 
Use einzutreten und Zeugniss abzulegen, selbst wenn man in die 
terfreuliche Lage kommt^ das zehnmal Gesagt« zum eitlen Male 
iseinanderzusetzen. Da nun Hr. Prof. Chwolson trotz des 
[Katalogs der hehr. Bibelhaodschriften in St. Petersburg" (St Pb. 
Leipzig 1875), trotz meiner Broschüre ,A. Firkowitsch und 
line Entdeckungen" (Lpx. 187ß, 1 Äfk.) und trotz des noch ander- 
rpitig beigebrachten Materials fortführt, in Zeitschriften Russlands 
[\isys. St. Pb. Ztg.), Italiens (Bolletino Italiano degli studü orien- 
li) und Deutfichiands fui* die Aechtheit der wichtigsten Funde 
irkowitsch's einzutreten, und daher die Frage nach der Glaub- 
würdigkeit dieser Funde Manchem noch nicht erledigt zu sein 
iheinen könnte, hielt ich es für IMUcht, der Aufforderung unseres 
Hsidenten, des Hrn. Prof. G i 1 d e m e i s t e r , mi dieser Stelle eine 
inte Uebersicht der in Betracht kommenden Momente zu, geben, 
^olge zu leisten. 

Um dreierlei handelt es sich bei jedem Nachweis von FEl- 
^htingen : um Zweck, Möglichkeit, Wirklichkeit. 

L Zweck. Was für ein Interesse konnte Firk. haben, zahl- 
liclie GrabBchriften und nicht wenige Epigraphe in IVibelhanfl- 
ih ritten zu tXischen, div dies«^lben doch grosseutiieils weiter nichts 
kthalten als die düiTc Angabo ,N öübn dos NN ist inj Jahre x 
ȀlAjrben* oder ^N Sohn des NN hat diesen Codex im J. x ge- 
weiht (verkantl)" V 



164 



Strack f Abrnhttm ftrhnin/jirh. 



Von der Absicht, seinen Maniiseripten durrh die an ihoen 
vor^'enomoienon Vc-?riLnderungfn und die gemachten Zuslitze hribünfl 
VerkauChwerth zu >^obeii, hat sich Firk., wenn überhaupt, nur in 
untergeordnetem Mmim und wohl auch erst in spUt«rer Zeit hetna- 
aussen hissen, und bezüglich der Grabsteine ist eine denurÜKt 
Annabme von vomberein durch die Natur der Sache ausgeschlo&s«ti. 

Abraham Firkowitsch war überhaupt kein Mann, an d^n *1«t 
MaHSstah» mit welchem man einen gewähnliehen Falsi r, 

anzulegen wUre. Wie er in anderer Beziehung ein au8^ 
lieber Mensch war (geboren 1786, f 1874 hinterliess er bei - 
Tode aus zweiter Ebe eiu Töchterchen, das wenig Über ein J..:.. 
ztlhlte), darf man ihn auch nicht auf gleiche Stufe mit einei» 
Simonides und anderen nur auf materieüeii Vortheil bedachten 
netrügern stellen. Das A und das seines Strebens war: in 
wirken in raaiorem Karaeorum gloriam. Und daxu batf^i er aU 
russischer Karäer nicht nur einen idealen, sondern auch einen 
sehr praktischen Grand. Die (rabhanitischen) Juden Hasslaad» 
sind hinsichtlich der Wahl des Berufs und des Aufenthalt« wi» 
auch in anderen Beziehungen grossen ßeschrilnkuiigen unterworfriu 
von denen die Kariier befreit sind. Einer Enmncipation der Judi?ü 
stellt eine im russischen Volke weit verbreitete Anschauung u. & 
zwei Gründe entgegen, erstens: die Juden gehorchen den ujw 
antipnthi sehen Gesetzen des Talmuds, welche sie zu einem nnt 
ft'emden Volke machen; zweitens: die Juden sind die Nachkom* 
men der Mörder Jesu, und iiiht auf ihnen in Folge desften ein 
göttlicher Fluch. Natürli<'b grollen die Juden über die Bevor- 
zugung der von ihnen ausgegimgenen Secte imd befehden diesell 
die Karäer aber müssen wünschen in ibrer günstigen Stellung 
bleiben. Das schien aber auf die Dauer nur muglich. wenn 
von den beiden eben tmgofülirt43n» durch die Volksmeinung 
Talmudisien gemachten Vorwürfen nicht getroffen wurden. 
dii' KarJtrr den Talmud nicht anerkarmten, war dem Volke 
kannt [ob freilich ihre gleiihfalls durch Tradition übfirkommei 
Oebrfluche und Schrifterkliiruogen durchweg specifisch bessrrei 
nun galt es noch den aus der Kreuzigung Jesu entnommensn 
jQrmnd zur Niederdiückung dei' Juden als nicht auf die Karä/dr 
passend zu erweisen. Wie war das möglich? Sehr leicht: tniio 
brauchte nur zu zeigen^ dass die krim sehen Karäer, auf w»*lch« 
es in praxi allein ankam, nicht von den zur Zeit Jesu in Hj&lüstin* 
lebenden Juden abstammten. Sollten sie das nicht, so musst^n 
ihre Vorfaliren vor Jesu Tode ausgewandert sein : es war 
erforderlich, die Anwesenheit vom Talmud unabhängiger Ja( 
(d. h. Kariier) in der Krim seit spätestens dem Beginn der chrii 
liehen Zeitrechnung urkundlich zu bezeugen. — Dass dieso 
düiikenreiht^ nicht eine nachtrftglich behufs Bestreitung der Aeellt^ 
heit der Firkowitseh'schen Funde ei'sonnene ist, sondern da» 
Firkowitscb selbst wirklich von solchen Erwtigungen geleitet ward, 



165 




ibt aicli atts zablreiclien seiner Aeussemngon (vgl. z. ö. seinen 
mir m ,A. Firk. n. s, w,* publicirten Brief an Bobowitsch^ 
8-18. 27). — Sollten nnn diese kniii*sehen ,Kaiüer* als nn* 
Von rabbaoi tischen Einflüssen erscheinen, so dinften sie 
bei den Itabbaiiiten j^^eltenden Chronologie des Seder 
Olsm folgen» nach welcher die Perserberrschaft von der Vollen- 

kduni? des zweiten Tempels (516 v. Chr.) bis zu ihrem Ende (3iJl 
▼. Chr.) nur 34 Jahre dauerte, sondei-n sie mussten für diese 
Hameln&ft den richtigen Zeitraum von 185 Jahren ansetzen, oder 
ndt anderen Worten : sie niussten eine Schöpfungsära haben, deren 
Zahlen um 151 jijrösser waren als die der Rabbaniten, so dsiiss 
s. B* döÄ Jahr 4536 [an<?eblit'hl krim 'scher Aera dem Jahre 4^185 
der üblichen Rechnung entsprach. Dies der einfache Grund für 
die Entstehung der aul' den ersten Blick so lieachteRSwerth er- 
k'heinenden Aera, deren Erfindung durch einen Fälscher nach 
kusicbt des Hm. Prof Chwolson so durchaus undenkbar ist. Die 
reite in den von Firkowitsch , gefundenen" Grabsteinen und Epi- 
len vorkommende merkwürdige Aera, die nach dem samarita- 
m Exil , hatte gleichfalls den Zweck zu zeigen , dass die 
'«eben Karaer durch die tnbnudis tischen Juden nicht beein- 
worden seien [vgl. Catal. S. XXIV ff., Theol. Stud. u. Krit. 
1876, 8. 548 ff.]. 

n. Möglichkeit Wie konnte Firkowitsch, fragt der Ver- 
idiger seiner Funde, „in unmittelbarer NiÜie von zwei Ort- 
, Tschufut'Kale und Baghtschi-Ssarai, und so zu sagen, 
den Augen aller Weif* so zahlreiche Fälschungen vornehm en? 
Nichts leichter als das. Baghtschi-Ssarai, die alte Tataren- 
lenz, liegt etwa eine halbe MeUe entfernt. Der erstgenannte 
^er, noch am Anfang dieses Jahrhunderts von ziemlich vielen 
im bewohnt, ist seit mehreren Jahi*zehnten vollkommen ver- 
: nur zwei von Firkowitsch angestellte Wllchter, welche die 
tninen behüteten, und ein Zigeuner (oder Tatar — ich weiss es 
mehr), der ethche Kühe besass, bewohnten beim Tode des 
Firkowitsch die Höhe, auf welcher einst die Stadt „Juden- 
(das bedeutet T.-K.) gestanden. Der Friedhof liegt im Thal; 
besuchten nur dann und wann von anderwärts kommende 
n% um die Gräber ihrer Verwandten zu sehen, zuweilen auch 
Gesellscbafl. neugieriger Reisender, Von den aus dem vorigen 
lirhundert und noci» früherer Zeit st.anmienden Grabsteinen sind 
die meisten in den Boden eingesunken, so dass mauy tun die In- 
»cbrill lesen za können, ein Loch in die Erde graben muss. Dazu 
bnmcht man Hpat-en, Hac^ken und schaife Werkzeuge. Bei dieser 
Baebliig^ konnte Firk., wHbrend er halb oder ganz in der Erdt» 
MM und die Schriftzüge von Erde und von etwa anhattenden 
Pflniizenthetlen reinigte, sehr leicht Zahlbuchs laben „con-igiren" 
und üjonstige Aendeningen (auch Znsätze) machen; er konnte es 
um so leichter, alh er, wie ich in der Krim aus bester Quelle 





im 



Stravkf Abraham MrkauHisch. 



hört-e, in der SteiiimetKkun.st *»e)bst. wohl tii*tahr<vn war tuid «nch 
zeitweise geschickte Helfer hei sich hatte, üebrigen« hi»! Ftfk. 
keineswegs alle von rhni für uralt erklärten Epitaphe gef^ii 
sondeiTi es ist mehrfach nur Huf Grund von Fftlschungr^n . h 
anderen Grabsteinen oder an Epij^rjipheu vorgenommt-n wütl 
das Kehr hilutig nicjht bozeichnote JuhrtÄiiseud unrichtig t?r>,'(iii/i 
(s. ,A. Firk." S. 6. 7). 

Was nun die meist in Bibelhandscbriften sich findenden Epi- 
graphe betrifft, so ist zu erwiigen, dass Pirkowitsch 1) aUi^rWi 
Tinten , scbwarae wie braune , selbst anfertigte , 2) seine Schrift, 
d. h. die hebräischen Buchstaben, wie die von ihm hLnt<*rln8R*»n«ii 
Papiere zeigen, den Verhilltiiissen und dem von ihm bt-;i' 
Eindnicke oft gar wohl anzupassen venuoehte, 3) Nii r 
seine ArbeitÄriliime eintraten liossi am wenigsten Solch©, von denen 
er irgendwie beobachtet zu werden glauben konnte. Endlich 
wusste er gar wobl, dass in alten Pergjimentcodices die Tbl<- 
auf der weniger geglätteten Seite im Laufe der Zeit abspringt^ so 
das6 nur oder fast nur die durch die Tinte in das Pergament 
gleichsam eingravirten (tief eingelltzten) faiblosen Formen der 
Buehstiiben übrig bleiben. Wenn er nun selbst mit einem Messer 
eine Inschrift, in Pergament einschnitt oder eingravirte und die«« 
Inschrift dann mit der von ihm oft gebrauchten GalllipfeUiuciar 
überstrich y so war die Entdeckung des Betruges mit Hülfe selbst 
der genauesten Betrachtung oft unmöglich gemacht. Auf einem 
von mir gesehenen Pergameiitblatte hatte Firkowitsch unl^^r oinetii 
vennutblich nach seiner Meinung nicht gut gelungenen Kpigraphia 
eine ganze Reihe unznsammenhangender Wörter und Buchstabeu 
— als Voruljungen in weiteren Ktuistb'istungen eingeschnitten! 
Mit der erwtUint^^n braunen Masse überschmierte er aber nicht 
bloss solche künstlich hergestellte Epigraphe» sondern auch sehr 
viele andere, »um*, wie er sich oft ausdrückt, ,die verblassten 
Buchst ub^n wieder lesbar zu macheu". Allerdings hat die Gall- 
iipfcltinctur diese Wirkung; aber sie verhindert zugleich jedei 
nicht lediglich auf die Form der Buclistuben sich gründende Lfr- 
theil über das Alter der von ihr bedeckten Schrift: und der 
Schluss, dass ein solches Urtbeil oft iibHlchtlicb unmöglich ge- 
macht wurde, drängt sich uiiwiderstelilich aut\ wenn man erwägt 
dass gerade die aus anderen Gründen zweifelhaften Epignv 
meisteulheils mit der gemmnten Masse überschmiert sind. 

IlL Wirklich k e i t. Es erübrigt nun noch über That 
liebkeit und Art der Fillschungen einige Bemerkungen 7,u mach 
Zuerst gebe ich noch einen Beweis für die Wirklichkeit des Vor- 
kommens von Fülschungen, gegen welchen selbst der eifrige Ver* 
theidiger der in Rede stehenden Grabschriften und Epigra|/he nichU 
wird einwenden können: das ZugesÜlndniss der /Vjigehr>rigen des 
alten Firkowilsch. Als im Herbst des Jahres 1874 ich und, ein 
jetzt in Petersburg lebender Gelehrter im Aufli-age der russischea 




I 

d 



I f> rrtfiffin MrkowilMcfl , 



167 



lg die HimdscnnlTt-Msaminhing \) in Tschufiit-Kak [welche 
iHltt in den Bi^siiz der kaiserl. (ittpntL Bibliothek übergegmij(en 
ist] jten, wurden wir bald gefnigt: ,Wie d*inkt Ihr über 

dit? it der Epigrai^he?**, und sobald unsrerseits die Erklä* 

abgogeben war. dass sehr viel gefölscht sei, lautete die Er- 
l«nu]g : »Das haben wir uas iiuch gedacht; dann ist ös 
schon besser alles Falsche ku vernichten, ehe wir es der Regie- 
rung Anbieten"! Und Saija» der älteste Sohn Firkowitschs, macht« 
mit noch einem Verwandten den Werken seines Vaters leicht ein 
Ende^ — leicht, sage ich ; denn die angeblich mehr als andeiibalb 
Jahrtausende alt<.'n Ejiigraphe liesseu sich von P**rgainent und 
Leder mit dem Schwamm abwischen! Den Text mehrerer dieser 
Machwerke habe ich, venmlasst durch die am Anfang meines Vor- 
trages erwilhnti/ Fortsetmng des Auftretens zu Gunsten Firko- 
witsch's, in der Eitdeitung xu den von mir zuBammen mit S. Baer 
onllingst verööcntlicht^n ,r)ikduke ba-t>'aniim des Ahron bea Moscbch 
ben Ascher und andere alte grammatisch-massotetliische Lehrstücke* 
{Leipx^ig, L. Femau 1879) mitgetheilt. 

Die Flllscherthätigkeit Firkowitsch*s erstreckte sich auf Grab- 
Iten, Epigraphe und Lesarten in Bibelhandschriften, 

1) Grabschrifteu. Das erforderliche hohe v\Jter liess sich sehr 
fifiltfti Grabschriften leicht beilegen durch folgende kleine Aende- 
nuigen: a) n in T [Unt*rschied von lOOÜ Jahren], b) ti in n 
(Unterschied von 600 Jahren, indem nalürliih dun vorhergsh^mde 
Jahrtausend gemeint sein musste] , c) n in p l Unterschied von 
lOü Jahren]. Ein weiterer Unterschied von 151 Jabjen ergab 

ich bei den so älter gemachten Inschriften durch Bereclmung der 

iDaien nach d,6r angeblichen kiinrscheu Aera. Während die eben 

erwähnten drei Aendeningen wegen ihrer Beschaffenheit auf den 

Originalen natüj'lich nur theilweise, auf den Papierabdmckeii nur 

sehr selten nachweisbar sind , lassen sieb midere infolge ihrer 

Dssen Plumpheit sogar auf den Papie ruh drücken (nur von sieben 

isehriften sind die Originale in Ptitersburg) deutlick erkennen, 

rgl. die Nachweise in ,A, Firkow. u. seine Entdeckungen" S. 5. 

Auch die Art, in welcher die Inschriften aul' die verschiedenen 

^Jahrhunderte veiUieilt sind, ist ein untrüglicher Beweis fiii- das 

'orhaiidensein von Fälschungen, s. das. S. G, 7. 

2) Epigraphe. flii die Leichtigkeit Epigraphe zu fiÜschen 
rJi dem vorher Bemcrkt^sn auf der Hand liegt, kann ich der 

»ejichriuikten Zeit halber mich hier einfiicb auf die Dai'iegungen 
II CatAl. S. XVm tf. und in der Einleitimg zu den Dikduke be- 
iühen. 

!3) LesarUm. Sollte das behauptete hohe -iUter der Bibel - 
bandschriflen richtig sein , so rausslen dieselben sich von den 
nenereo Codiüus wenigstens durch manche Lesai-teu uuteracheideo. 



1) VerMliietttffi vou dor lÖ«>'j ^.'rw(lrla^nt^t^ di« im „CäUü." boAcbriabc^n i»U 




168 



Strack f Abrahntfi. F^rkowitMch, 



D»iher äiiidürte Firkow. ki zuhlieichen Miuniscn|iU»n eine Auiuüü 
von Stellen, z. Th. nach der Version dor LXX, vgL CataL B. 111 
—VI; Ztschr, für d. ges. lutk Tbeol. 1877, S. 27 ff,; /T^Vf 
1879, S. 301 f. Besonders zahlmche Varianten bat Firkowi?- 
einem grossen und ;dten Pentaleuchcodeit gemacht, wölchou 
KarUer-Sjnaagoge in Euinitoria schenkte. Ich habe die Hand 
selbst güsehee und nuch durch Vergleichung mehrerer C^ni 
überzeugt, dass alle merk^^ihdigen Abweicbungeu von dem 
wühDlicbcii Bibeltexte auf, theilweise allerdings gescbickt^n 
schlingen beruhen. 

Mit diesen Auseinandersetzungen hoffe ich Sie äberEeugt m 
haben, dass Allem, was in Firkowitsch's Händen war, gegeiif 
die schlügst e Kritik erforderlich ist und dass von den durch 
gesammelten Grabschriften und Epigraphen sehr viele das PnVdi( 
„gefUlscht" verdienen. Hr. Prof, Chwolson ist im vorigen Ji 
(1878) in der Krim gewesen und erklärt, auf dem Friedhofe 
Tschufut'Kale und anderwärts sichere Zeugnisse für die Glau!? 
Würdigkeit Firkowitsch's in Gestalt zweifellos ächter uralter rirub' 
Schriften u. s. w, gefunden zu haben: ich habe seine Beweist! 
nicht gesehen, muss aber, da er sie möglicher Weise zur !>•- 
tung auch dieses Vortrages benutzen wird, von voniherein 
das Entschiedenste erklären, dass — • und Sie werden doriji 
mir übereinstimmen — auf aUe seine Funde nicht der raini 
Werth zu legen ist, so lange nicht irgend ein mit hebi 
Palüogi'apbie bekaimter Gelehrter, welcher Beweise von kril 
Blick gegeben biil , auf Gnind eigener Untersuchung für 
Aechtheit eing^^treteu ist. 



„Die Mönche Maxinius und Dümatöwös", 
Nachtrag %u XXX pg. 454. 

Von 
T.ic Dr. C, n. CornilL 

Als ich vor 3 Jahren in dieser Zeit^fbrift XXX 417 
dis 01aubpiisbekt?niitniss des Jacob Baradat'US vi'rüfTi'ntlichte, wus»t9_ 
ich mit der angi/fübHt^n Stelle absolut nichts an/.ufangen ; die d< 
versuchte Erkliinmg des Diiinittewf-»*» war nur ein Nothbehelf, 
welchem ich selbst nicht giaulieii koimte, dass er gelungen 
Vor einigen Wochen durch eine ilusserliche Veranlassung 
gebracht, den voti Hiob Ludolf couim. pg. 389 — 427 mitgetheilten 
Uthiopischen Heiligenkalender genauer durchzugehen, finde ich 
11g. 4Ü5 unter dem 17. Tage des Monats 'X^r .^tfJ'tjDfl^ 

7\'i(D I <^^lX<Pfl ; als Heiligen des Tages tuigegebM^ 
Hier konnlB nun kein Zweifel obwalten , dass diesa der Düniät^^H 



fJtiriuJI, Ahfj'.iftutx nnil fyüm&i^vCui, 



im 




Tt?xUjs Sil , mni ich war an die Quelle gewiesen , die 

Hit daiikensweiihester LibtTaliliit wurde mir von der 

on der Tübinger UiiiverHitiltsl/ildiothok ituf inoin Krsiu'hoti 

r pmcbtvolle dreispaltige Tübinger PergamRnübüaiit , wfdL-her 

t\ Eliiiopischen Synaxarien entblilt, nacb Marburg gesandt, und 

li fünd ricbtig unter dem angegebenen Tage eine ziemlieb iius- 

lirliche Lobpnsbnschreibung der beiden Brüder. Von einer Mit- 

g derselben kann icb um so eher AbütJind nehmen, als die 

ich von WüHtenfeld begonnene üehersetzung der Syniix!iri(*n uns 

hoffentlich in der nüchst^u Zeit <mcb dun Monut T«^r bringen wird '). 

Kach dieser Erzählung sind <^^lX^fl ^ «nd J?tf?'£p fl I 

so, und nicht J?," * sclireibt die Tübinger Handsebrift stets, wie 

cb. im Text des Bekenntnisses die Hs. D Viu'iante 170) die 

A I 'fllbi^ l C^'i l Ä^it diesem Law^ndt^jtis könnte nur 
ontius gemeint sein, welcher im Jahre 695 dem entthronten 
in die Verbannung geschickten WiHherich Justinifui II Rbi- 
tus nachfolgte» aber schon drei Jahre spLlter selbst wieder 
gwtürzt wurde: mir wenigstens ist. ein andt-rer ^römischer Kaiser** 
dieses oder eines ilhnlichen Namens nicht bekjtnnt. Aus sach- 
lichen Gründen kann jedoch jener Leontius nicht gemeint sein — 
man müsste sonst der Legende einen Anachrouiümus von mehr 
»1« 1^00 Jahren zu Gute halten: denn die beiden Brüder, wolclio 
Welt entfliehen und sich dem Möncbsleben weihen, kämmen 

Makarius dem Grossen ( ÄO I ^^J^Cfl '. HPUfl, ! ) in 
die sketische Wüste (1 .^C=> ; ^tl^^hD und sterben da- 
selbst unter dem Segen und Gel/ei des iJakarius; dieser letztere 
itjirb aber bekanntlich :^90. Die Erzllhlung vom Leben der beiden 
Heiligen enthJÜt keinerlei AnspiMlungt-n , welehe auf Person ujid 
Schicksale ihres Vaters zu schliessen erlaubten: ich muss also die 
Ideotificierung jenes Afl^ i^^P^fl I »iif sieb beruhen lassen. 

Doch nun zum Bekenntniss des Baradaeus. Narli dem Obigen 
würe au der fraglichen Stelle anstjitt /VJ^P^fl * 7U lesen 
j\(D^'5jf'P'il ' und meine Combiniernng mit Gratian und dem 
KaiHer Maximus und selbst verstilndl ich die dort versuchte Erklil- 
rang des Dümatewos hinftlUig. Aber trotzdem halte icb Gratian 
und Maximus aufi'echt. Denn die dort gegebene Aufzjihlung von 
orthodoxen Kaisem ist sachlich und chruDologisch durchaus riehtig, 
tuid dass Gratian und Maximus an jener Stelle vortieftlich passen, 
glaube ich niw;hgpwie8en zu haben. Ursprünglich stand wohl 
in dem Bekenntniss : „und Gratian, und Maximus, und 
heodofiius etc.* Hier wurde nun wohl zunilnbst im syrischen 



|> lii htkwiseben orschloni?n. S, U©ft II, pg. 244— S47. 



170 



thmül. Ma 



Ori^nal der wf^ni^er bekannte Namo Oraliun durch «Mjir V^ri^^r^cii- 
selunp- dpr Bnchstjiben y^ imd ^ (eme VorwochReluiJpf, wolche 

in der EstrangelöscTirift noch viel leicUter möglich war) zu einen 
mit l anlauteudee entstellt mid dajuit war das Weitere gvigebfn. 
Eid Abschreiber, dem der heilige Mönch Maxinius bekannter wir, 
als der britiuinische Prätendeat, konnte leicht jenen liier fitidio« 
um so leit'hter, als dieser heilige MaxJums nach der Logende dnr 
Sohn eines rechtgläubigen und fromiiieu römischen Kausers irar 

((DUl-t : 'i'hw : "of : C-fco: y.Eö94°t':(DX-^y: 
'KULK-n&hC : a).E7-nc : ^t^* ; iS)4^^d\ : s. w 

dem ihn die Hynaxanen). Dann durfte natürlich auch iles JAmi- 
mus ebenso beiliger Bnider Düniät^w^s nicht fehlen und damit 
war, nach Vomiihme der uöthig gewordenen Zusätj.e (D»I?*fe*^I 
C^iY^t'l^ l ^ der Text zu deijenigen Gestidt oorrunipiert, welche 
wir gefjenwiti'ti^ in dem Bekenntni^s vor uns haben. 

Ich bin erfreut, zwei w<^i1hvollü Nachtrüge und Verbessenui* 
g-en zu meinem Aufsatz geben äu köimen, welche Herr Dr, Eber- 
hard Nestle die Güte hatte, mir aus dem reichen Schatze seiner 
syrischen Beleseaheit mitzutheib3n, und welche hier an%uschU(»Mea 
er mir auf meine Bitte freundlichst gestuttet^. Ich bin ihm föf 
dieK«4ben lun so dankbarer, aly ich selbst behn AVifussen jener 
Arlieit meine nngenügende Kemitniss der syrischen Literatur ab 
einen dTüukendnn Mangel empfanden habe. 

Herr Dr. Nestle schreibt mir: 

,Tch finde in Ihrem Jacob Baradaeus S. 452 Anm, 2 cdn« 
IdentiHcinmg von Simeon dem Töpfer mit Petrus Fullo; di*» 

ist unrichtig. V^U ^f J»«i ^-^ o/ pDQjO .j)\Tia ist •!» 

syiischer Bchriftsteller und religiöser Dichter bekannt; eine Müsse 
von liiedem beisseri uach ihm |ft^,*jO<io . In WrJght*« Catalog der 
syrischen Handschriften des Brilischen Museums finden Sie S* 602 
eine lange Ausfiniwiderst'lzung Jacobs von Eli^^ssu abgedruckt auf 
div Frage, ob der Jacub, welcher die KAkite-hynmen verfiis*!*, 
nicht Jacob Baj-adaeus sei; sie seien von gar k««iiiem Jacob, joo- 
dem von Simnon I^ukaja dem Tüpfer aus dnr Ktadi cJashir in r|i»r 
Zeit des Xenajas von Mabug, Jacob jlojOp^Ä |2PO.Qp bab»- 
sie gelobt und vcrbreitot und so seien sie ihm zugeschrieben 
worden. Add. 1452U, L Uj b linden sich *J dieser (i^djtht-«' , die 
Abbe Maiüii abgt'schriehen , autogfaphlrt, meines Wisfiens 
aber noch nicht verulTentlicht hat — 

Ob statt Jacob vi>ii Edessa (ebenda) nicht Jacob = Aphraati^s 
gemeint war? 

Der Stihwostersohn des Nestorius Theodoms S. 455 Anm. 
ist kein geringerer, als Theodor von Mopsuestia, der in syrischen 



171 



leaten schon des VI, Jahrhunderts, weim ich mich recht 

*re , so geoaimt wird ; auch im äthiopischen Text muss hier 

id 8. 456 bei Note 2 Theodorus gelesen werden. leb habe 

iwne Belege augenblicklich nicht zur Hand» erinnere mich nur 

loch, auch in einer griHchischen Stelle dieselbe Angabe gefunden 

hab»>n, wo er aS^fftSoug genannt war, was dann fälschlich 

Ur u d e r 8 söhn gedeutet wai*.* 



Der angebliche Ett^^eHÜbi. 

AJ» Flügel im Jahre 1829 seinen ^Veilrauten Geführten des 
Einsamen von Eitseulibi*' drucken üess, gab er die Zuweisung an 
liesen VerlaSRer als selbstrerstilndlich. Wie sich uns seinem Ca- 
der Handschriften der Hofbibliothek L 18H5 S. 832 ergiebt, 

sie jedoch nur auf den üinst^uid gegründet, dass auf dem 

Litte des Codex -JUiJl ^L«^ olytobs? geschrieben stand und 

'der firühere BeBitzer v. Hammer auf das Vorsetzblatt den Titel 

J>a,»yl\ if^y^ eingezeichnet hatte, den er offenbar nur auf gut. 

Glück ans Hagi Kh. n, 13454 genommcE hat; auch letzt-enn* 
iKbeint das Buch, das er nicht weiter brtschrcibt, nicht selbst ge- 
[MhfTQ, sondern den Titel vemiuthlich aus Hjii Khallikan gekannt 
Dieser Grund reichte* auch 18t»5 aus, um dit^ Angabe 
jsers für sicher zu erklilreo und nur für die Richtig- 
'^fia Titels einen leisen Zweifel übrig zu Inssen. Seither ist 
auch das Buch unbeanstandet gelegeutlicb unter den Schrif- 
ThaiUibrn auf gefühlt worden. 

Aber schon gleich lS2t> hatte Ewald in einer Pleconsion in 

dRH Berliner Jahrbüchern für wissenscbaf Hiebe Kritik S. ö50 tf. 

Jsilirganges mit gewohntem Scharfsinne gesehen xmä ausge- 

dass das Buch, wie es vorliege, unmöglich ein voIlstHndiges 

te bilden könne, und hatte aus Vergleichuug der Capitelüber- 

i^in mit dt3n von Flügel in der Vorrede S. XII ausgehobt^non 

dtit-€ln von Baghib's j^UÜLÜi^ j^Ljl^JI ot^^L^^ s^i^Si\ oLöL^ 

Hchlusu ge/jTgen, dass es ein Theil eines viel grössei*en, nach 
^ioichen Cjti»ilidn geordneten Werkes sein müsse. Er meinte, 
liiftitt bei den Arabern Werke eines gemeinschaftlichen Inhaltes in 
den äusseren Formen so ähnlich gehalten würden, dass das Fllcher- 
werk einem MustiT dauernd treu l>liebe. Er war dem Hachver- 
halt ganz nahn, aber näher liess sich in der That, der bestimmten 
Angabt» Fläger.s gegenüber, damals nicht kommen. 

Nachdt^m nun Kaghib's Anthologie in Kilhirab 1287 ui zwei 
Kleinfolio- Banden verürtentlicht ist, zeigt sich, dass dab von Flügel 
Herausgegebene ein Bruchstück dieser Anthologie ist; es ent^ 



172 



li*« cinttmi Briefe Stur 



spricht den Soiten I. 125—186, 1. 21H, 4 v. u. -22:» ' 
gäbe, mit emigüu tbeils durch die Vorlage der Haiidscl 
durch Flügol's Absieht bedingten Liickou. Djiss dtr S. 
Huoh für nichts anderes ausgeben wollte, zeigt die kui - 

angäbe in der Vorrede: idJb»' ^V^^ \J\yk:kj^\ y:j* äJL«^ J*«j>» 
oL^Ls^i Q*, wenn man sie mit obigem Titpl des RAghib'sch^n 
Werkes vergleicht. Er hatte ein vom iind hinten verstümnielt««» 
Fragment vor sich, sagt dosball» in der Unterschrift: .dies ist Um 
letztö dessen, was von diesen Capiteln m uns gelangt isi% wjd 
muBste seiner Abschrift eine kurze Vorrede vorsetzen, in derwj 

ersten Worten ..,^\J\ ^\ ^^^^xJu *^_r Ji\ ,^jJl jJÜ O-^-ä 
er vielleicht selbst auf den Namen Raghib's hat anspielen wolleiL 

J. Gildemeister. 



Aus eiiiem Briefe des Heixn Professor Ehv Sachau. 

D*r ain Euphmt, 27. Dec. 1879* 

— Ich muss hier m -*jJt einige Tage Rast halt'Cn und will 
diese Müsse benutzen, Ihnen von meinem Beduinenleben — 
Nachts im Zidt^, Tags zu Pferde — einiges zu berichten. Ich 
waite auf die Ankunft von Kamelen, welche Faris. der ScbeicJi 
aller Shammar zwischen Ärnihfi. (so nennen die Beduinen ürfa). 
Mosul und Euphrat, mir zu schicken versprochen hat; 
suad bestimmt, meine sllmmtlichen Vorräthe an Gerste, St 
Kohlen, Lebensmitteln u, s. w. nach Mosul zu tragen. Ich mi 
leider alles für Menschen und Thiere erforderliche mit 
führen, weil unterwegs — in d(*ii ZeltdOrfem der Beduinen — " 
nicht das mindeste zu haben ist (nicht einmal Strnh). Wlihrend 
der letzten 3 — 4 Jahre ist sehr wnnig Regen gefallen, in Fulg*^ 
dessen die Ernte stellenweise ganz ausgrblielxm» Alles Getreide^ 
Brod u. s. w. ist daher jetzt ungefähr viermal theurer als es vor 
4 Jahren war. 

Mit Scheich F&ris habe ich mich verbrüdert, reise also 
jetzt imtt^r sein^^m iSchutz, Sein Anerl)iet*n, selbst mich bis Mosnl 
zu begleiten, habe ich abgelehnt; an seiner 8t«lle wird eijjer seiner 
Diener mit mii' gehen. 

Um aber bei dem Anfang anzufangen , hier zunächnt in deo 
Hauptpunkten meine bisherige Route: 

Beirut, Baalbek, Dama.scus (Aufenthalt), Nelek. D^r-'Ät^s. 
Karyat-en, 'Ain-elwu'ül, Taluiyni. Zmück über IJa^^r-el^^r, lyarjii^ 
t^n, Elgbuatur, Pfawarin, Sadad» Rible am Orout^s. Diese gunxe 
lieise war ausserordentlich hart und ansti'engend ; Mensch iui4 
Thier litten unter der Hitze des Tfiges und der biiteni Kälte 



173 



NarM. Der AnWif^k des fliessenden Wassers bei Rible bereit^^te 
eiiieu Genuas, wie icb ihn seltt*ti empfunden. Dns j^iimüsäij^,e 
Klima des Orontos-Thales war ein sehr angenehmer Wechsel. 

Von Uible — Westnfer des Sees von Honis — Hrmis — HAnift 

— Kal'at - elineiji^ (Apamea ad Orontem) — Hsärin — Elbara — 
JftrdjUle — Ma'aiTat-elna*m4n — Ruwaiha — Ribii — Alej»p<i. 

Anf diespT «E^anzen Heise hat mich ein Photogrnpb, Herr ijii- 

!t, befTleit>3i. Die zahlroicbe'n und vortroflnichmi 

lie er tiir mich gemacht bat, werden dorn Monu- 

[AiiPnteu-Btiidiuna för das mittlere Syrien eine sichere, m niant-ben 

}l>ingen selbst eine abschliessende Basiy ^eben; es sind nicht allein 

die best erbaltentsn, b*hrreiebsten der vorhandenen Ruinen auf- 

g^natnnieii . sondeni zugleich auch die architecidnischen Details, 

'»«^weit dies* ausführbar war (daneben gelegentlich Trar.hteri und 

^Inst'briften). l>erselbe Syrische Baustil, der in dei* Fels* 

wüst4»n von Elb4ra und vom Kesrawiln hen"scbte und heiTscht, 

'findet sich ebenfalls in den Ruinen des Nimrüd-Dugh liei Edessa. 

Von Aleppo aus ging meine Reise vielfach durch Gegenden, 

[die vorher wohl kaum von Eui'opüem besucht worden sind. Also: 

[Von Paleb — §fire — JunÄsara — Djehel Öhbi^t -h;.:'-' ^M- 

— Zebed — 'Ain-ebnahddm ^.jLg-Jl ^^jj^ — Abü^HanÄjä LU> jj\ 

Dj. Ks^ulma MJLoJt J^-;- — Abü-Djadhä L>j^ jjt — I>j. 
el^^onir -►^J J^-> — Dj. elmuhtnnk » ,j:j<i\4J! Jw^ij» , Von dort. 

,iri>Uie ich oach Menhidj, veriiTte mich aber nach Abü-Gbalghid. 
Von dort, nach Menbidj — Kal'at • Nidjm — Mündung des 
ir — im Wädi des Sadjür entlang bis zur Kreuzung mit der 
le Aleppo - Bli'edjik — Zembür — Teil - Basher — Zembür — 
jjeriibis — Sre^At — DjeräbL» — Biredjik — 'Arab-d&ghy — Eniirkhän 
liesu — L'rfa — HaiTaii — uui" der Westseite des Bellh entlang 
Käkka — am Ostufer des Eupbrat nach Der. 
Von hier gedenke icb nach Miiji\din (RaVaba) zu gehen, doit 
►er den Eupbrat xu setzen und südlich am yäbdr und Öindjür- 
[Oebirge entlang nach Mosul zu reiten- Meinen Plan, von Sindjär 
[durch das Tartar-Wadi nach Hatra zu geben, rauss ich aus Ver- 
i|jäe_ ' nksichten au%eben. 

!en hübe ich gefujiden in Palmyra, Karyaten, Homs, 
^iü .it-elinecjiljf , Eibära, Ruwaiha, Ijiuiusara, Zebed , Kal'at'Nidjm, 
p'ell-elgbwmie M**^l Jj' (eine lateixiischö» in einem Bach 3 Stun- 
len t^üdlich von DjeräbSs), ürfa, Rakka: palmyrenische. griechische, 
In.%chrjlt«n, und ausserdem eine mir unbekannt-e Gattung 
hritten. Hierüber folgendes: 
Im Zebed fand icb die Ruinen einer christliehen Basilica, die 
loeh oböii über den Wüstensand heiTorragen. Der Deckbalken 
Iber dem Portal ist in drei Stücke zerborsten: die rechte Ecke 



174 



Äuä einam Briefe Sfi^ihnn**. 






lieg-i noch oben auf dem PostÄineni, (ior mittlere und Haaptth«ü 
liegt unten unter einer Masse von Felsblöckeu — die Vonl^rw^iti^ 
nach unten »ekehrt; die linke Ecke wurdt« nach elnifr- u 

unter den Felsl »locken herausgefunden. Ich hatte iilso > hv 

drei Theile d^s Deckbalkens vor mir. 

Er zeigt ein Kreuz in der Mitte ^ umgeben von einer Jn-l 
sprachigen Inschrift: 

1) Griechisch. — Die Schrift, ist höchst merkwürdig, inw»* 
nie etwas ähnliches gesehen ; die Vocalbezeichnuug erinnert, micii 
an die syrisch •griechischen Vocale, 

Die Inschrift enthält eine Widiiiung an einen heiligen JohAD* 
nes und einen anderen Heiligen. 

2) Arabisch. - Die Schrift ist jene älteste Gattung der Ara- 
bischen Schrift» die mir bisher nur aus einer kurzen Grubsobrift 
bekannt war, die meines Wissens zuej'st von Wetastein, spätaiiuD 
von Waddington und de Vogüe wieder publicirt. worden ist, 

3) ein x, d. h. eine mir glinzlich unbekannte Schrift; groase, 
vollkorameii deutliche Zeichen. 

Ich habe die Inschrift abgeklatscht und copirt. 

In der Umgegend von üifa führte mich ein armenischer 
beiter umher, besonders in den Katakomben, Wer eiiun&l 
xaliUosen Felsengrilber des alten Edessa wird untersuchen köi 
wird syrische Inschriften in vielen Hunderten zu Tage fördern. 
Ich wanderte eines Tages auf den höhlenreichen Spitzen des 
NimrAd-Dügh im Westen der Burg von Urfa umher, als imui 
mich zu einer Inschrift fxlhrt^^ in der ich ?m meinem freudigen 
Erstaunen jene Schrift x in meiner Trilinguis von Zebed wiediir 
erkannte. 

Die Höhle heisst MÄl - magharasy ^^UU JU und ti«g( 
nahe der Höhle» welche für das Grab des Königs Aligar ausge- 
geben wird. Die vordere Wand der Htihle ist weggehrocheß. 
Neben der Hauptwand (gegenülier dem Eingang) rechts von der 
Nische findet sich ein Kreuz und daneben die betreffende Inschrift, 
aus 8 Zeilen bestehend, vollkommen deutlich erhalten. 

Ich habe die Inschrift zweimal abgeklat.scht und zweimal copirt 

Diese Schriftart ist demnach in Syrien und Mesopotamien in 
christüehen Zeiten gebraucht worden. Dieser Umstand gab mir 
den Wunsch ein, <lie christlichen Ruinen von KusAfji (Sergiopoliü) 
genau zu untersuchen, die Ausführung dieses Wunsches mnsste 
aber wegen der Hluhnrischen 'Aneze unterbleiben. 

Der Winter ist bisher recht mild; die Kinder laufen zum 
The'd nacM in den Gassen von D^r. Das Reisen bekommt mir 
ausgezeichnet, und icli bedauere fast, dass ich nicht über dMi 
1. Mai hinaus fortbleiben dari'. Sprachlich ist meine Reise unend- 
lich lehiTt^ich. Der Esiphrat ist eine scharfe Sprachgrenze; ich 
werde vielleicht darüber einmal in der Zeitsclirift bericht-en. 



^erltttlfona, 

Ueber eine seltene VerbaUonn. 

Von 

Th. Aurrecht. 



175 



tnutiTä werden im Sanskrit duiTh das siiffix k a gebildöt. 
nd i-Q der gewöhnlicben und der vedisrh^n Sprache zahlreich 
prtrelen. VgL Liodner, Altindischf* NoBiiimlliilduD*^ p, 129, Aus 
em acbtan Manjala des Rv. erwähne ich pädakaü, die beiden 
eben, von p4'da; r^jakä, ein kleiner oder veritchtlicher 
^nig, von r&jati, vfraka, ein Mannlein (engl manikinj, von 
Ir» : ^anair iva ijanakair iva^ alLtnäblig und alhTiiihligf>r, 
Von P&ijini werden diese I)t?minutive von V, 3, 71^8t) höhan* 
elt. Zu 5, »3, 68 führt das Mahähhashya die verwandten Verbal- 
jrmen pacat-ak-i, jalpat-ak*i an, ohne sieb über die He- 
futung kbir auszusprechen. Auf den ersten Blick scheint hier 
^ gramraatische Spitzfindigkeit vorzuliegen, denn mit dem Suffixe 
c meint* Pfinini, nach VI, 4, 48, nur ka. während in svapit- 
i (Vamana zu V. 3, 76) nach unserer Anschauungsweise ak 
jBSchaltet ist. Der Pstjud0'<y*akatayana in siitra 487 nennt das 
Snffi^t in der Tbat ak. Er sagt: 

tiSsarväder aksbv anty&t pürvo 'k {| Dazu der 8ebo- 
liast: tiuantasya sarväde^ cakshv antjäd acab pürvo 
tcpratyayo bbavati. Kut^iiam alpam ajfiatatp \k 
acati: pacataki. evara piit-bataki. sarvake, yake, 
ake DL 8- w. Das heisst: ,An eine finite Verbalform und die 
nonunalstamme , die im gana sarv^di auigezählt sind, tntt, 
Is sie auf Vokale auslauten, in den Bednutungcn getadelt, ge- 
unbekannt, vor dem letzten Vokal ak ein. Er kocht in 
M>ftnnlicher Weise^ in goringem Masse, man weiss nielii wie, ist 
pacat-ak-i. Ebenso patbat-ak-i; sarv-ak-e, y-ak-i. 
t-ak-e n, s. w." Die K&(?ikä zu Pa^ini V, 3, 77 fügt, die Im- 
perative: addbaki. ehaki, iss doch, komm doch, fiir das ge- 
wdbnÜcbe a d d b i ^ e h i hinzu. 

Die einzige Form dieser Art, die sich meinns Wissens bislioi 
dnr ältere« Ijit^ratuj- vorgefunden bat, ist yn maki für yrimi 
Kaasbitakibmljin;iiia 27. 1. Das PW* unter yitniaka giebt 
an : ,Üer voc. y ä m a k i von fem. y ik m a k i als Scbimpfwoi-t. 
der Stelle: no tv evanyatra yamaki puin;calyri ayauam me asti*. 
trachtet mau jedoch den Passus im Zuisamraenbang, so zeigt 
Ati^'*" i >iich unhaltbar. Der 27te Adbyäya bandelt von 
zrli .i^e des dvadai^aba. An diesem düi-fen keine 

shtubli vt-iso 'J vei'wendet werden. Dafür wird im ersten Ka* 
Ui\ ein Grand angegelnen ; utsnjyate da^ame 'bany iiims}j[uiiv 




1) ^irkKAy»nnAfitra X. 12. 6: iirl<1lintyäimslitit!jbiim itaro^luViii clukudfisAiM 
ililnhhfttti pitriciwlii^ttrii ttAliii«rruu okiisiiiin »iiviuiiyi?, 



176 



tsilh&rfnud. 



v^ aimsktiiii. saiNhA vak pra iiidobislil knlniTiivevn ■) Khjivati. 
tasraiVl utspjyat «! : iiod vücain usidjinH'iy. atbo sarvj^iy tTaitac 
cljurtdrinsy aiiushtaliliam abhisaiiipiidayanti : ttid en&ip uiüuii 
mri^p, v-t^dram no onam prasisftkshaDi -); no tv ov&nyatra );t;ij.i, 
|iufn,*t!iiiljil ayaimin me astlii u. s. w. ,Am zehnten Tage wird di* 
Ajniöhtubh entJassen •''). Die Anushtubh ist die Iletle, Dies*^ RihW^ 
nachdeiii sie au den vorhei^'ehejideu neun Tagen gi'osBe liürdea 
Krf4ra;j[«in hat, sehreit entsetzlich auf. Deshalb wird sie eDtlfisseit 
damit wh" der Rede nicht zu nahe treten. Nun lassen sich aJlf 
andernri sei'iis Metra atif eiiio Anushtuhh zurückführen. FJ^rshiiTii 
will ich eißerseits sie weder berüliren. weil iüh mich luil kt'Lueiu 
(likrraenden) (^J^dra-weibe befassen will; noch gehe ich zu einer 
ji^aiiz verschiedenen Fonu über, sonst würde man von mir uairm, 
ich gliche einer lockeren Dirne*. 

Nach dieser Auseinandersetzung wird es keines Beweises bs- 
dCli-ffui. dass yaniaki eine Verbalfurm sei. Der SchoUiist ViiiÄfftks 
he^rt keinen Zweifel, denn er erklUrt: yfimaki y&mi | tiStÖlan 
akac'-pratyaye rüpam iti. 

Eine ganz andere Frage ist, wie man sich den ürspronip 
dieser Formen vorstellen soll. Ich vemmtJie, dass man Kuna^hsl 
j a 1 1> a t i k a , a d d h i k a sagte , und das» später das Suffix xuni 
Infix wurde. Der Volkssprache gehört diese Form ebenso iin^ wi« 
jalpati-taram. 

Wie sich immer im Laufe der Zeit diese Bildungen ei 
m/Sgen, so eriimern addhaki, ebaki lebhaft an den S| 
lit^uifidion Lnperativ, z. B. matyk, sieh; da. nmtykiw», 
kita; pl. niatykinie, matykite von matyti, sehen. Daraaf \sk 
Kurschat's Gramiiiatik §. 1094, besonders aber Schleicher s LitauisolM 
Grammatik §. 108 nachzusehen. 



Morgenlilndischer Silberfund in der Oberlausita. 

Ht.'rr Advo(;at Carl Step hau in Bautzen besitzt einen in 
vorigen Jahre duii in der Umgegend am Fusse des Berges Home- 
boh gehobenen Schatz: einen morgenlslndischen Silberftind 
ausser mehreren in einer Urne verwahrten Schmuckgr'genstJlnt 
eine Menge Münzbrnclistücke enthält Durch andere Arbeiten bis- 
her an der Untersuchung der ganzen Masse gehindert, habe ich 
davon erst vier ohne Wahl herausgegriffone und mir als Probe 
zugeschickte Stücke gesehen, die dem /Vnscheine nach vom Zer- 
schneiden ganzer Münzen zu Kleingeld herrühren. Trotz ihres 



irne- . 



1) So der ScUoliwt, krftrAvahovft AB. 

2) ifriwlsrikshAiiiti iira&ftnit«uiüchAmi der Scholinst. priUAsl-Uuttftui A pMr 
»nsrikshani H. |ini>i5ftlik*lifuiii wärt' dlo rt'gcirochto Form. 



eines Dirbems von Ahmad bin I s m i/ 11 
s= 907 — y 1 li Chr.) , gesch lagen zu A l • »S ä 8 



fingmentarischen Zustandes hat sich von dem Gepräge glücklicher- 
80 viel erhalten, dass durch Vergleichung und sichere Er- 
die Herkunft und das Alter, — von einem auch der 
Pvij^rt, — bestimmt werden konnten. Die Müxr/en sind alle von 
Saminidenfili-sten geschlagen, und ein günstiger Zufall hatte nur 
gerade Stücke von vier unmittelbar auf einander folgenden Münz- 
herm in die Hilnde gespielt : 

1) Bruchstück eines Dirhems von I s m Ä ^ f 1 bin A b m u d 
(280 bis 295 d. H. = 894 bis 908 Chr.), unter dem Ghalifen 
Al-Mu-tadid billfih (279 bis 289 d. H. = 892 bis 902 Chr.), 
Also aus der Zeit zwischen 280 und 289 d. li ^ 894 und 
9t>2 Chr. 

2) Bruchstück 
<21^5 bis aOl d. H. 
lu Transoxanien. 

3) Bruchstück eines Dirhems von Nasr bin Ahnind (^^01 
bis 831 d. H. ^ 913—942 Chr.), unter dem Chnlifen Al-Muk- 
ladir bilUb (295 bis 320 d. H. ^ 908—932 Clir.) . als^ aus 
^ Zeit »wischen 301 und 320 d. H. = 913 und 932 Chr. 

4) Bruchstück eines Dirhems von Nüh bin Nasr (331 bis 
$4a d, H. = 942—954 Chr.), unter dem Chalifen Äl-Mut^*- 
lilläh 1334 bis 36a d. H. c== 946—974 Chr.), »Iso aus der 
2<eit zwischen 334 und 343 d. H. = 940 und 954 Chr. 

Jedenfalls ist dieser Fund ein beachteuswerther Beitrag zui- 
Gcachichie des mittelalterlichen Yerkelirs zwischen Asien und 
Buropa. Herr Handelsscbul-Director Arras in Zittau schrieb mir 
in Beziehung hierauf vor Feststellung de.s saroanidist^ien Urspninges 
dieser Bruchstücke: »Dass Handel mit Trapezunt getrieben wurde 
und orientalische Geschäftsleute bis an die niedere Oder kamen, 
dütfte als erwiesen gelten; dass aber die Spuren des directen 
oder indirecten Verkehrs bis in die sächsische Oberlausitz (Mesch- 
irit2 am Homebob) führen, war noch nicht bekannt Auch von 
Andalusien her hatten Handelsleute ^ wahi-scheinlich maurische 
— Verbindungen mit Frankreich und Deutschland. Ob die letztem 
6lwa dieses Geld eingeführt, oder ob slaviscbf^ Getreide- oder 
Vishhilndler ( — an einen andern Handel ist bei den Wenden wohl 
ht au denken — ) es aus dem Südwesten «iitgebracbt haben, 
üb es vor der slavischen Zeit hierher kam, wird sich viel- 
dorch das Ergebtüss der anzustellenden Untersuchung be- 
orton lassen*. So lange noch nicht die übrigen Münzbruch- 
ke und die zugleich gefundenen Schmuckgegenstilude untersucht 
wage ich selbst keine Vermutbuiig damber, ersuche aber 
Specialkenner der morgenlUudi sehen Numismatik und Ornamentik 
,jlm Anfinerksomkeit auf diesen Süberfund zu riirhten. 

Fleischer. 



u 






wirL m lA aodi 4bft Bonität 6m Kmpi 

Es wM utmü^ «lullt, dtts Celk«! 

Ccfi^a^ Tocitec ibet LAMfrvolit sbtrailMi 

i* <12) 

4jite9«tni T«sill; aaeli Am 
Mir. H. ¥«Hi«ti «r Mine Hjülibrüder und Mitrogentett: ao ««0I 
•«• Aog«, M<|pi«fiMi imd Videha ein Reich, weleliem AjÜACstmli 
Kiik«! (Mmi naefa den J&uih'i») Cdsyin die neuB HMiptstiidt PitAÜ- 
l'iilriA K%h. THa Idrtntifiojitiou des Senija Bimbis&ra tnil Se^i^ 
und Hhittyii hiljhhiharuimita mit AjiU^atru, woraus die Gleich* 
/»^ili^kiil Muhuvfra'K fiiii Huddha folgt, habe ich bereits in der 
y\UilutiHhH /(i fiicifi^r AiiKgiilMt iles Kalpasütra besprochen. 
Klit' jrii JloiJii lir. Wurren's Herstelltui^ des Textes b< 
^llnuhi' It fi mir i«iiii^f? HHinorkungen über die Gestalt 
im AllgftiitnirifU) voriitiM/.UH('biL'ken, Was znnKchflt in die Ai 
tillh , «itiil ihn lluNSorMt /ahlreiehen Abkürzungen sei es 




179 



navanmi, sei es durch Hin Weisungen wie jabfi. Citte, jalia 
(letzteres bezieht sich auf die Jfiätadharmakathäi, VI, anga), 
i*€i es durch Anführung des ersten Wortes ?., \\. mahatä, oder mit 
Java etc.. oder endlich durch das Stichwort wie Punnabhadda-ceie. 
Die abgekürzten Stellen lassen sich meist nicht mis dem Nir. S. 
selbst ergilnzen, sondern man muss zu dem Behufe auf die ersten 
Anga's und Upängas zurückgehen, wo jene Stellen in extenso mit- 
igetheilt werden: man ersieht daraus eben, dass die Sütras (bei 
der Bedaction des Siddh&ntä durch Devarddhiganin) in deijenigen 
Jieibenfolge niedergeschrieben wurden, in welcher sie gemeinighch 
It werden, nur dass jf'dem Anga sein Upäfiga direkt 
Alle Beschreibmigen nämlich, welche im Nir. 8* in den 
ersten Capiteln und auch schon in der Bhagavati (V. anga) nur 
kurx angedeutet werden, linden sich ausführlich im ersten üpänga, 
dem Aupapatika Süti'a. Anderes liefert die Jnätadharmakathä. 
l>a nun das Nir. S. nicht zu den zuerst niedergeschriebenen 
8ütFas geholt, so sind natürlich in ihm die Beziehungen auf 
frohere Sütras sehr httufig. Durch das Gesagte erklärt es sich, 
dass von einigen Sütras nui- das Skelett übrig geblieben ist, z. B. 
ABattaraupapatika (IX. anga.) Anderseits enthalten sieh nicht 
fODi Siddhänta gehörende Werke der Hinw^eise auf andere Werke, 
z. B, das Kalpasütra. wenn auch der Wortlaut der betr. Stellen 
wdrUicb mit denen der canonischen Bücher übereinstimmt. So 
imden sich fast sftmmtliche von Warren in den Aante<«keningen 

Imttgetheilte Beschreibungen im K. S. wieder, nilmlich : § 3 in 
K. 8. 9, 65; § 7 in K. 8. 32, 35 u. 74—77; § 14 in K. S. 103; 
§ 16 in K. S. l»l, 8tK 
Dt, Warrens Text ist auf' eine Handschrift (G) hasirt.; aus 
ipi drei übrigen führt er nur gelegentlich Lesarten an. Auch 
mB Orthographie ist also die des Ms. C. Wäre diese Handschrift 
TOO guter» oder wenigstens einigermassen consequenter Ortho- 
gmphie, 80 wäre Dr. Warren's gewaltsame Art, den gordischen 
Knoten der Jaina- Orthographie zu durchhauen, nicht zu beanstan- 
d«n. Nun ist aber die Orthographie der Handschrift nicht nur 
gSikzlich willkürlich^ sondern aueh häufig geradezu fRlsch. So giebt 
uns Dr. W^arren's Ausgabe wohl ein leider zu getreues Bild von 
di«r Zerfahrenheit der Sehreibweise in den Mss., nicht aber einen 
correcten Text, Hier gestatte man nur imn, da einzelne Aus- 
siellungen kein allgemeineres Interesse und also auch wenig Werth 
klttr die Wissenschaft haben würden^ meine Ansichten über die 
Orthographie des Jaina-PrÄkrit *) vorzutragen und Vorschläge für 
künftige Textausgaben zu machen. 
1) In wie w«U hiervon auch die J*iiia-MAha*rJbbtTi htitn^ffeu wird, kEnn 
leh Tor <lf*T HjMid nicht sftgen. noch weniger buKÜglich ilfT IHgRiubiim-MAhA- 
HtoJi|H| wf«lc)it: mit der ^anra.'^oni dio Verwaiidlaug^ du.n t In d ^vm^^iit !mt. 
tauten ViirieWt Ut mir »as der I »iHRinbarA-^^hrift Dra%7iuiaui^rAha und timgen 
PfAkrit^trophcD d^r Cüurr&vali bukaiint. 

1^2* 



180 



Von der grossen Zabl schwankender SchreibitBgflSi 
lassen sich viele ausscheiden, die falsch, d. h. YelleitHieti 
Schreiber, nicht der Aussprache sind. Als Ursache dieser Fehler 
lassen sich leicht 1) falsche Analogie, 2) Samskriti.siniDg — deiiD 
die Jttinas waren von Alters her mit dem Saiusk4rit vertraut — 
3) relative Ungewöhnlichkeit des richtigen Zeichens, bez, leichte 
Vei-wechaelbarkeit desselben mit andern — erkennen^ wie aaok bei 
den einzekien nunnif hr zu besprechenden Cafcegorien ergeben wird. 

1) Formen mit unorganischem t, z. B. aiptit«, t4to for ai|itw 
= antike, täo ^= tä)?. In guten alten Mss. findet sich dinMt 
unorgjmische t fast nie. Es ist aus Worten wie bhÄte, nogidta. 
wo es berechtigt ist, dort eingedrungen, wo ein anderer Conflooaiit 
als t ausgefallen war. Die Abschreiber suchten eben den 
zu venneiden, Duss ihnen und nicht der Sprache die Schuld _ 
zumessen ist, einsieht man auch daraus, dasg das unorganische t &«t 
nie vor a ä, wo y am Platze ist, erscheint^ also nur da, wo 
ursprünglii^he Consonant spurlos ausfiel Formen wie 
annat4 für vayitsi (vadÄsi), annayÄ (annada) sind verhilltmi 
selten und einfach fehlerhaft Also man nehme nur da t aoC wo 
es nach Ausweis des Öaipskrit berechtigt ist. Dadurch werden 
auch Yei-wimingen unmöglich gemacht, welche sonst leicht ent« 
stehen könnten; so wenn Wairen tato fiir tAo, tato für t»o =r 
trayas schreibt, wo Jeder zunUclist an tatat und tatÄ\i denkt 
t für c, wie setima3^a für seyagaya = sec'* gehört auch hierliim. 
Dentale vertreten Palatale zuweilen im Anlaut tigicchÄ dugotiv 
chä-cikitsä jugups&. Im Inlaut haben gute Mss. den Dental ffir 
den Palatal fast nie. 

2) Auslassung des Anusvara. Diese ist in Prosa mir TOr 
den Encliticis ya va vi etc. erlaubt bez. gefordert. Lies daher 
addhatthamai^ani statt adlütthamana (sie) 12, vaggühiip 9 etc.; 
umgekehrt sollehi ya talitehi ya für "him ya *'hiip ya. Eic)it% 
schreibt Wan-en bez. C sajivehi ya dhaijdhim 27 und do^ha 
cf. K. S. p. Ji8, Ünstattlmft ist rp ferner vor Doppelco; 
wie in saipnnaheha 24 für sann*'. 

3) y ist nur vor & und a zulässig: Formen wie kad4yi, jijri 
und maye, samaye. wie W, schreibt, kojnmen in guten alten 
fast nie vor und sind thoils durch falsche Uebertragung de« y 
ya^ruti» theils durch Öaipskfitisimng entstanden. 

4) Die Diphthongen ai und au (wie in k^ v^ i| für koi 

Rind guten Mss. fremd. ^^ *^ für V^ V^ scheinen auch auf 

Sainskritisii-ung zu bcmlien. Jcdorb muss bemerkt werden, dass 
selbst in guten Handschriften letzterer Felder sich siuweileu ÜndcL 

5) Silbeljeginnendes o wird in vielen Mss. häufig, in Duuichen 
meistens von u nicht unterschieden. Siehe hierüber K. S, p. 21- 
Lies daher ohaya nicht uhaya, umgekehrt ajjoitu nicht ojjoitÄ 12. 



JacofHf Warrean NlrayavaUydmlUim. 



181 



>Tdoppelim^ dpa anlautenden Consonanten ist nur im 
Ina«ni von Compositis und nach proclitiscbem na '} Brlaul)!. 
[jjbiy^^ tthavei sind unstatthaft. Den Schreibern war jjh, tfh viel 
geütofiger, als die eintWhen Zeichen, daher der Misshrauch. 

In den aufgefiihrt'en Fällen haben wir es entschieden — 

dafQjr sprechen alle meine Erfahrungen — mit fehlerhaften 

fOewohiüieiten der Schreiber zu thun. Eä mtü allen Ansprüihen 

_'t sein, wenn das Verhalten der einzelnen Hand- 

. -h dieser Punkte in der Charakteristik derselt>en 

^Y*«i dem Herausgeber eines Jaina-Textes angegeben wird. 

Nach Ausscheidung der fehlex*hafken Schreibweisen bleiben 

[üoch eine grosse Anzahl vou Schwankungen der Orthographie 

welche mehr oder weniger einen spmchlichen Gmnd zu 

^keinen. 

1) ya<;nili. Die ältesten Mss. haben dieselben nat-h " allen 

Vocalen; Heroacandra erlaubt sie nur nach a^ ä. Man führe y 

überall durch und gebe das Verhalten dfr Mss. im Allgemeinen an. 

^ 2) e, o vor Doppelconsonanz. Auch hier steht Hemacandra's 

B Vorschrift mit dem Usus der ältesten Mss. im Widerspruch cf, 

H" K. Z. 25. 2^5. — Man schreibe e und o, wenn das entsprechende 

^J 8»mskntwort den Diphthong hat. Trübungen dps i und u müssen 

H irenigstens in den Noten vermerkt werden; sonst dürfte es ge- 

y oQgeo, über das Verhalten der Mss, im Allgemeinen xu berichten. 

3^ Dentales oder Lingnales N wemi initial, verdoppelt oder 

TOT h. Fest steht, dass zwischen Vocalen nur linguales N stehen 

4ar€ jeneva 1, Senakaiihe 2 sind einfach Fehler. Ferner ist im 

.Anlaut dentales N Regel, obschon gemde in den ältesten Hand- 

;hrilien ^ sowohl für ursprünglich dentales, als auch für das 

N ^es Pftli nicht selten erscheint, %, B. näma. nana, näya. 

in Fällen dürfte es geratben sein, die Schreib weise der MsB. 

in den Noten zu vermerken. Hinsichtlich des N H und N N habe 

ich folgende Beobachtung gemacht. Im Anfange «ler Mss. hat 

Hflgnales N häutig die Oberhand, gegen Mitte wird das dentale N 

(beiiiAhe ausschliessHch gebraucht. Derselbe Unterschied lässt sich 
Mch QU neben einander stehenden Worten hilufig beobachtent %, B. 
Iiiniflne^am suvanneijaip. Das Samskrit giebt gar keinen Massatab 
al): nppanna findet sich neben vanna etc. Dr. Bühler spraoh mir 
gegenüber einmal die Vennuthimg aus, dass das dentale N nur 
gTBphisch. und aus dem alten Zeichen des Lingualen entstanden 

^■kt. Beide Zeichen (^ =^ ^^ ^ = J^ sind ja noch in den 

^^DU)hi-Platten einander sehr ähnlich. Fast möchte ich diese Auf- 

^^^^^g nir richtig halten, wenigstens, um die Verwirrung der 

Sduneibweise %\x erklären* Jedenfalls wird man nicht sehr iire 

»heo, weim man dem P^ als Muster folgt und rm nur da schreibt, 

dus Santfikfit den Lingual zeigt. 

1) mm-fknM 8 = n» JäiiÄd. 






182 



Ans^'ffeii, 



4) Wahl /wischeo den möglichpn VeHretem incL LUK einei 
einfachen Cnnsonaiiten zwischen Vnoaleu. Hier schlage ich Tor^ 
den dein ursprünglichen Ljmtß am nächsten stehenden Laut xu 
wllhlpn und ihn bei UmHthrift dui^ch den Buchstaben in Cur^ii- 
dmck wiorler/Aigeben, Die Äusütossung der Consonanton ist m 
älteren Mss. häufiger als in jüngeren. 

Im Allgt*mpinen habe ich die Beobachtung geiiificht, da&6 
conaequente Orthographie sich nicht in den ältesten Mss. find?!, 
sondern erst iii Papierhandschriften des 15. -Jahrh, Es ist ma 
wahrscheinlich. d».ss die Consequenz auf Reclujung der Vorschnf* 
ten der Prakiit-Grammatiker Hemaeandra etc. zu setzen ist, 

Eührt man niieh meinen Vorsehlägen eine conseqiient*.^ OrUio* 
graphie im Jainapraknt ein, so tritt man der Wahrheit nirht tn 
nahe. Man thut im Grunde genommen dasselbe, was lüle Henni*- 
gebervon Saipskfit*Texten thun: man wählt zwischen mehretwi 
Möglichkeiten aus, um nicht unser Auge durch schwankende Or- 
thographie zu beleidigen. Bedürfte es noch weiterer Becbtftr- 
tigung, so wüi'de ich auf das Verführen der Herausgeber alt' 
deutscher Texte hinweisen können, welche auch in ihren kritiscben 
Ausgaben eine strenge Orthograiihie gegenüber der Zerfahrenheit 
der handschriftlichen »Schreibweise eingeführt haben. 

Kehren wir nun nach dieser, ich hoffe, nicht müssigen. Ab- 
schweifung zu Dr. Warren's Ausgabe zurück. Wir dürfen bei der 
Beurtheilung derselben nicht ausser Augen lassen, dass dem Her- 
ausgeber nur der Text, kein Commeutar vorgelegen hat. In 
manchen schwierigen Fällen hat er das Richtige getroffen, wie n 
seinem Lobe anerkannt werden nmss. Jedoch ist die Ansuihl d«r 
Fehler, welche ich iö ziemlicher Vtillstündigkeit, soweit sie nicht 
schon im Vorhergehenden berichtigt sind, nunmehr anführen werde, 
natürlich mit Beiseitekssung aller nur die Orthographie betreffen- 
den, nicht unbedeutend. 

Trenne p. 1 l. 9 "caritta von urfLle; zu je allen Worten ▼oii 
carana bis carittA ist ppahane hinzu zu denken, wi<» durch das TOT* 
hergehende evam angedeutet ist, cf. § 15 ghäten-kÄme .... ©vaip 
banidhitu-nicchubhiu-kame. Fenier ist getrennt zu lesen übendl 
annayä kayai und suhaip suhe^iaTU ; p. 2 L 3 täte nuni ; p, 7 b 8 
se Yayajje; p. 5 1. 5 k&ll ti; p. 7 1. 2 v. n. maliya vva; p. 16 1. II 
gururji janagajii für gurujanagaip. UrogekehH sind als ein Wort 
zu lesen: p. 2 L 13 Piuse^akanhe; p. 21 1. tj akkhiviuk&meQaqi 
uddäleuk&menaip, weil beide Worte von ranna abhängig sind: der 
ganze Satz ist ein Instrum.-Locati^nis absolutus. p. 7 l. 3 v, n. 
lins omatpthiya für umanighiya cf. omattha: Pi\i3'iilacehl (=^ adh«>- 
mukha), ebendaselbst i>amdi11aiya für paindd**. p. 13, 14 lies vila- 



n In Dr KJntls (dlfsp Zeitschrift XXXII! p. 479) Lwt* dor Berliner Jun»> 
Mjh. sind Kwtii Mss. ilea Nir. 8. nut CommcMitiix des Uiuidnwüri rers(*khi»«i 
loh »db«t kenne den CommenUr ulcht. 



Jacffbij WarTmii Niraffdvalrt/ämUiam, 



183 



I 



.Ti(}d4 für viliiJetÄ vidc)ji. Es ist nliinlich = vilfljjitavn^a; die 
ft des a in viliyjit4 erklart sich durch die Vereinfacbtfbg dds 
nden w zn v. Für uvvihati ist wohl uwahati anzusetzen. 
p. 15 l. 5 sayjun evu für sayar|i eva; p. 25 L 6 paijnaveti für 
panA"; p. 29 L 2 nivesaipain für nivesam? ibid. 1. 8 tiniya für 

Zum Glossar hemeike ich iiherhaupt, dass Formen wie aipsä- 
giA attAä et(.% umichtig angesetzt sind; sie müssen ams&gaya 
nUxpL etc. lauten, ai^upavit^hä ist anupravisfa(a £ Tind nicht 
3 sang, aor., welcher aimpavisitthÄ lauten würde, avaddäre^am 
ist ap^yäre^a nicht an&darei^a. avasavasa ist wohl ava^a^vaij^^i. 
Ailikhai = & + /caksh. äcjhäti etc. wird jt^e wohnlich durch &d- 
rirate etc. wiedergej^eben. i^vasasthana lies ishvasa''. ukkaradiya 
igt sii-her nicht ukkara-di^, es muss Ausstossung bedeuten cf. 
ukka^iya split , injiu-ed : Paiyalacchi. ejjamäna 5,16 würde ich 
gleich *iyam&na von Y'i setzen, oinna (nicht uinna) kommt von 
avatlrna oder avakinia. Bei Kappava^eipsiy&o sind die beiden 
«TSt^n ErklÄrungetj zu streichen. Zu kammiyäe cf. parikammiya 
parikammana K. S. Citta ist n. pr. wie Meha; jayaipti = 
ti ; toyarati = tvarati ; ddiijamäija pari praes. Y du. dhasaiti 
Yii*lleicht = adhastät; naijai =:^ jüayate. Nirävaliyäo = Nirayfi- 
VjiUkah nicht niravalikä; bola bedeutet , Geschrei" c£ bollai; bukkha 
ans bubhukshu entstanden; magatata ^^ mpga-tat4i mit Leder 
aberzogen ; maliyavva = malinä iva ; raätJaTpbiya cf. K. S. Glossary 
s. V.; sapakkhajp und sapadidisim offenbar = sa-paksham und 
«a-pratidi^^am , wenn auch die Bedeutung nicht rocht klar ist. 
samaimagaya hat der Hemusgeber nach brieflicher Mittheilung 
nachtrUglich als sam-anu-ägata erkannt se 7 ^=^ asya. 

H. JacobL 



ZV, H, Oldenberff. The Vinayapitaka, one of the principal 
Buddhist holy scriptures in the PaU Language. Vol. I. 
The MahÖvagga. Williams and Norgate. London 1879. 
LVI, 396. 21 Sbillings. 

Lange war man gewohnt, sieb von dem Umfang der heiligen 
buddhistischen Schriften, dem Tipitaka, an's Abenteuerliche strei- 
tVnde Vorstellungen zu machen, denen zufolge an eine Herausgabe 
gar nicht zu denken sei. Herr Rhys Davids hat, wenn ich nicht 
irre, das Verdienst, dieselben zuerst berichtigt und die Möglich- 
keit einer Veröflfentlichmig des Tipitaka dargethan 7,u haben; siehe 
<les«en weiili volles Compendimn „Buddlusm" p. 18, note. Noch 
atnd nicht zwei Jahre seit dem Erscheinen des ,Buddhism* ver- 
flossen, und schon haben wir den ersten bez. dritten Band des 
Viosy» PitAka in statthcher Ausgabe vor uns. Darüber, dass 
dieses tJntemehnien des Heim Dr. Oldenberg eines der verdienst- 




184 

licli«iten auf dem Geliiete der indisclien Philologie sei^ kann mittr 
den Fachgenossen nnr eine Stimme sein, wie denn anch melirerB 
der hedeutendsten Suiriskp'tisten ihre Ansicht darüber einstamaiif 
in den auf dem Umschlago des Buches abgedmckten IMIois i 
recomniendation bereits geäussert haben. Mit der Wichtig« 
Unternehmens steht in schönstem Einklänge die Sorgfalt in d( 
fiihnmg desselben, für die der Herausgeber das höchste Lob verdi^i 

Dem Text« ist eine Einleitung vorausgeschickt, in weld 
die auf die heil. Literatur im Allgemeinen und speciell auf 
Vinaya Pifaka bezüglichen Fragen in eingehender und Uchtvi 
Weise behandelt werden. Zuerst wird in, für mich w< 
tiberzeugender Weise ausgefiibrt. dass das ält^st-e literarische 
cument des Vinaya das Plitimokkha Sutta ist, weil es die Grui 
läge des Vibhanga i. e. Päräjika und Pacitti bildet^ und auch 
MfthÄvagga und Cullavagga vorausgesetzt wird. Dr. Oldenl 
unterscbeidet drei Phasen der Vinaya * Literatur : 1) das 
mokkha, 2) eine eommentirende Paraphrase desselben, 3) s{»l 
erfundene Legenden über die Veranlassung zu den einzelnen 
BchrifteiL Das Oanze in neuer Ordnung bilde den Vibbani 
Die letzte Phase wiegt in Mahavagga vor und verleiht ihm seint 
Charakter. Dr. 0. hat unbedingt Recht, wenn er die in demselben 
mitgetheilten Legenden über die Veranlassungen zu den einzelneo 
Vorschriften für spBtere Erfindungen hEH Denn denselben zu- 
folge wäre Buddha tu jeder, auch der selbstverständlichsten Vor- 
schrift , z. B. keinen Eltemmürder in den Orden aufzunehmen, 
durch einen derartigen faktischen Missbraueh etc. veranlasst wor- 
den. Weit entfernt davon, auf Buddha's organisatorisches Talent 
als Reformator ein schlechtes Licht zu werfen, beweisen Yielnehr 
dergleichen thörichte Erzählungen den Mangel an ErfinduDgsgab« 
bei den Urhebern des Buches, wer immer auch diese gewesen 
sein mögen '), 

Darauf geht Dr. Oldenberg zu einer Untersuchung über das 
Alter der heil, buddbistischeu ßcbriften, spec. des Vinaya Pit<a|^H 
über und unterwirft zu dem Behufe die üeberlieferungen übd^| 
die Concilien einer eingehenden Kritik. Mit seinen Resultaten 
kann ich mich nicht überall einverstanden erklären, weil er 
dem gerade auf indischem Boden so precttren argumentum 
silentio einen, wie mir scheint, zu weitgehenden Gebrauch mac 
Wenn nämlich im Cullavagga gesagt wird, dass die Veranlass 
zu dem ersten Concile die beinahe frivolen Worte des Subh^ 
über den Tod des Meist«? rs waren, und im Mahäparinibb&na S 
zwar die Äeusserung des Subhadda, nicht aber, dass dieselbe zar 
Abhaltung eines Coneiles geführt habe, bericht-et wird, so darf 
man es nicht fiii* ausgemacht ansehen, dass df^r Verfasser des 
letzteren Sutta's nicht von einem Concile sofort nach Buddha's 




1) Siehe fibtigona ßbys Dnvid's abweichende AiifTssMiu^, Buddhitm p. 1&\. 



A 



Jacob», Oldenherg's Vmatfcqntaka, |g5 

Tode gtmnatt habe. Es ist ganz gat möglieb, dass er dasselbe 
niclft erwftlmt, weil es ibn 2a weit von seinem Gegenstände, dem 
To^ Bnddha's, abgef&brt baben würde. In der strengen Ausscbliessnng 
alles dessen, was dem Zwecke einer Darstellnng fem liegt, sind 
die indi^ehen Scfariftsteller oft scheinbar capriciös. Hierfür gibt 
am VinifkytHX Sütra der Jainas einen Beleg (siehe oben). Die 
Erdhlmg Von dem Kriege Küijuyas mit Ge^aga wird dort nnr bis 
m dem Punkte geführt, wo die dieselbe hervomtfende Fri^, wie 
und wanun Kftla in die Hölle kam, beantwortet ist Die durch 
die Ertflinng erregte Spannung auf den Ausgang des Kampfes 
bleibt nnliefriedigt. So kann auch der Verfasser der Mahftxmrinib- 
Sotta das Goncil unerwähnt lassen, weil es nicht in den 
seiner Erzählung hinein passte. Lege ich also auf die 
Niehienrwfthnnng des Concils im M. P^ S. weniger Gewicht, so bin 
ieh mngekelirt geneigt, mehr Bedeutung den detaillirten Mittheilungen 
des DfpaTSiiisa lY 15 über den Theray&da oder die Sammlung bud- 
dlnstiscfaer Werke, welcher atif diesem Goncile entstanden sein soll, 
beinimossen. Da die Eintheilung des Theray&da gänzlich yon der 
des TifHtaka abweicht, so kann sie wohl nicht gut nach Entstehung 
des letztem entstanden sein. Es dürfte somit die Nachricht von 
der Festsetzung des Jinayacana bald nach Buddha's Tode nicht 
dbie Instorischen Hintergrund sein. 

Dr. O. basirt seine Untersuchung auf das zweite Goncil, auf 
weldiein £e zehn Missbräuche abgestellt wurden. Daraus dass im 
Texte des Vinaya Pifaka mit Ausnahme des Anhanges zum Gulla- 
?agg% wo sich diese Nachrichten über die beiden ersten Goncilien 
finden, nicht auf jene zehn Missbriluche recurrirt wird, sehliesst 
Dr. O^ dass der Text des Y. P. yor dem zweiten Goncile entstanden 
sein mnss; und aus der Weissagung über die künftige Grösse 
Fitalipiitni's M. V. VI 28, 8, dass derselbe nicht sehr yiel früher 
enteta&den sein könne. Es wird nämlich dem Käl&^oka, unter dessen 
Begierang das Goncil in Ves&lt stattgefunden haben soll, die Ver- 
legmig der Residenz yon Bftjagriha nach P&taliputra, welches zu 
Fs Zeit noch ein kleiner Flecken, Pätaliggäma, war, zugeschrieben. 
Dasselbe berichtet auch Hiouen Thsang, welcher den König 0-chou- 
kia einen Urenkel des Pin-pi-so-la = Bimbis^ nennt. Die Jainas 
aber sclireiben die Verlegung der Besidenz nach Pätaüpntra dem 
Üdftjin, Bibbhisftra's Enkel, zu. Nach den Purä^en aber ist Udayin, 
der Orfinder Kusumapura's , ein Urenkel Bimbisftra's , ebenso nach 
dem A^käyadftna der Nepalesen K&kayarpin, offenbar ein bimda 
des KAl^oka. Hiernach zweifle ich nicht, dass Udajrin und K&lä- 
^k% bez. Käkayar^in, Namen derselben Person sind, aus denen die 
sfidL Baddhisien nur deshalb zwei Könige gemacht haben, um den 
Zeitnmm Ton hundert Jahren, welcher zwischen dem Niryä^a und 
dem Goncile yon Vesäll liegen soll, passend auszufüllen. In die 
Lücke, welche so entstand, hat man sogar den Stifter der Dynastie, 
den Gi^nnAga gesetzt; und was man den 9ai9un&ga8 zuyiel an 



186 



Jjihr^n gjih , das nahm man den Nandas ab , welche rxAäh lirti 
Iturldhisten nur 22 Jahro regiert haben sollen, wlilirend die Brak- 
manRn ihnnn 100, die Jainas sogar 182 Jahre xumeasen» Das* 
auf diese Weise die Verwiming in der älteren buddh, Chroool 
entstanden ist, ist mir zweifellos, Denn lösst man in der bnddL 
Liste der Könige von Magadha den Kfila^oka als identisch mü 
lldayibhaddako dirnkt auf Ajät^a^atru folgen, so fallen gerade t>6 
Jahre aus, wekbe allen Forschem solche Schwierigkeiten b«reitft 
haben ^), Dann regierte KaU«joka 24^52 AB. statt von 90^1 18 AB. 
Wie steht es nun mit dem Coucile, welches unter seiner Eegienui;; 
stattgefunden haben soll? tattvara punah kevalino vidanti. Nur 
zweierlei möchte ich erwähnen: Die Weissaguniif Buddha's über die 
künftige Grös^se Päialijmtra s sohliesst mit den drei Gefahren (antarav«) 
für die Stadt: Feuer. Wasser und innere ünrulien'). Dies Sichemt 
mir eine praedictio ex eventu zu s«in, d. h. die Stadt hatt« bereits 
diese Gefahren durchgemacht. Die »innem Unruhen* bezieht man 
wohl am besten auf die Einnahme der Stadt durch den ersten 
Nanda, Darnach dürfte man auf eine zieralieh spilte Fcütsetiuni? 
des Vinaya Fitaka schliessen. Zweitens: es wird erwähnt, dafis 
flin Leiter des Concils in Veslil! sämtLich noch den Buddha 
gesehen hätten. Dies würde darauf hinweisen, dass das Condl 
unter Lldayin-Kalävoka , im zehnten Jahre seiner ßegiemng daa 
34 AB. und nicht 100 ABJ) stattgefunden habe. In diesem DileiDiDi 
bleibt man so lange, ak man die Feststellung des Vinaya mit den 
Concil in Vesäli in Verbindung setzt. Meine Ansicht geht alM 
dahin, dass Oldenbergs Untersuchung, so scharfsinnig sie auch isV 
nicht zu richtigen liesnltaten führen kann, so lange die historische 
Grundlage, das erste Jahrhundert nach dem Nirvai^a, noch so gnt 
wift unl>ekannt ist. 

Nach Dr. Oldenberg's Untersuchung ist der uns vorliegende 
Text des Vinaya der der Theravädins, von denen er wahrscheUüitb 
macht, dass sie mit den Vibhaljavadins identisch sind. Von hohen 
Interesse ist die Untersuchung über das Verhältniss der ver- 
schiedenen Recensionen des Vinaya. Dr. O. kommt zu dem 
Resultate, dass in idhn das Material dasselbe ist, nur ver- 
schioden arrangirt, und dass die vorliegende Recension in Ceiloo 
selbst keine Verändenmgen erlitt.. Dai-auf folgt die Erörterung 
der Frage, wo die Heimath der Pälisprache zu suchen sei. Ißt 
triftigen Gründen wird die jetzt so beliebte Ansicht zurückgewiesen« 
dass das PjUi der ^Dialekt von Ujjayini* gewesen sei. Sollte auch 



1) Die Verw'irruniL; «lor coiloiicsistliDJi Clironologio ist durch VerkQrxqtif; d«r 
Kegivniiig der NMitdiU nur ."^elieiiibor für dio JLUere Periode gohoboa; der Fohlor 
von 6»1 Juhron bliob Imftou in der zwt'iton Pcriod« ♦u»ch A^oka) welch© VW 
69 ilHbro /.u (:ro98 or»choii)t. Wie wir uns diii Hncho im EÜBzelnfUi ta (ämdtm 
bjilicn, djuriiber laasQii sieh JeUt nfK"!» kcino Amlontungon raaehon. 

2) KjZgito vk udakato vh ahlnhAnüirftto vä mitliabhcdn ü. 

3» »td1t*.ui vioUoleht diu l«.H> Jahn» von Buddh»'» Qi^burt «ud nicht vi-n 
»oiuom Tode nn gcrechaet wordou sein? 



i 



Jacoffif OUlruherfi^» Vmai/apttnktt. 



187 



I 



nflnss des Mahinda auf die Entwiikeliinf^ des Buddlaismus 

Ceilon ßTÖsser gewesen sein, als Dr. 0. anzuTtehnifin ^eneifH i^^t^ 

Ml wird die Wahl d^r Sprache doch niclit von ihm abgeharif^^en 

luben, sondern von den Mönchen, die im Laufe der Zeit nach 

Ceilon eingewandert sind nnd das Land bekehrt hahtin. Hier weist 

uns nhtiv die Natur der Sa<.'ht? tiuf fUo Küsionliinder des Dekkhan, 

wie denn auüh Bafijtr« und IA\sl in der S^age von der Colon isimn^ 

d«8 Landes eine Hauptrolle spielen. Ebeu dabin weist auch dfT 

Umstand, dass in diesen LUndern die in Ceilon herrschende Schule 

och ZQ Hlouen Thsang's Zeiten blühte. Das Resultat dieser Unter- 

ehnng, dass das Fäli eher im Süden des Vindhya, als im Norden 

'diesem Gebirges entstanden sei , wird meiner Ansicht nach als 

gesichert betrachtet werden können. 

Der Text ist auf Onindluore dreier Mss, und des Commentars 
von Buddhaghosa hergestellt . Ihn' gi'ossen Treue der Ueb erliefe ning 
und der Sorgfalt des Herausgehers verdanken wir einen Text von 
groiser Güte. Bei einmaligem Durchlesen desselben sind mir nur 
weilige Irrthümer, welche meist dem Setzer zuzuschreiben sind, 
wtfgefallen. I 22, 4 lies vadfi no für vadäiio. 117, 1 purimfkhi für 
pdrimähi, I 36, 9 paniiAvÄ für päfiflava, p. 99 v. 7 vijänathfk metri 
CMlM far vijänäthl II 19. 1 n'assari oder na ssarati für na ssari, 
T 1, lf> saravöti für savuratL vä fiir va, V 1*3, *3 parivitakko für 
parivtttAkko, VI 16, 1 pakkbipanti für pakkbipante, VI 25, 5 
j%am für yagum. Meistens liegen nur Druckfehler vor, und 

Ed«ifiS deren nur so wenige in einem so umfangreichen Texte stehen 
blieben sind, zeugt von der grossen Sorgfalt des Herausgebers. 
Es bedarf kaum der Versicherung, dass ein so alter und 
fangreicher Text wie der Mahavagga in sachlicher wie sprachlicher 
isicht unsere Kenntnis**« in manigfacher Weise bereichert. Fast 
B Seite bietet ein oder mehrere von Childers nicht verzeichnete 
Worte. Auch in ^m derer Beziehung erhalten wir wichtige Data. 
DS8 auf die Jainas, deren Päli-Name nigantha genauer dem 
PHTfrit niyantha alg dem gebräuchlichem nigganitha entspricht, 

11><*«^liche will ich kurz hervorheben* Nätaputt^ vindicirt sich den 
kirijavada im Gegensatz zu den anders denkenden Bauddhas 
in 31 sqq. Da nun der kiriyaväda ein Cardinaldognia der Jainas 
ist, so erhält dadurch die richtige Auffassung von dem Verhältniss 
der J. n. B.. welches ich in der Einleitung zu meiner Ausgabe des 
Kalpasötra festgestellt Labe, eine neue Bestiltigung. Unmittelbar 
Tor der angezogenen Stelle werden die Natika von KofiggSma er- 
fthnt: Die Vermuthung liegt, nahe, dass hierin die Jnäta kshatt- 
iyns von KundagrAma der Jainas, aus welchem Clan MahTivira 
stammt«, wiederzuerkennen :5ind. In ^TII 1 hören wir 
Ahhayft R^jakumilra, den wir bei den Jainas als Abbayakumam, 
ohn Se^jija's, wiederfinden. Seniya finden wir als ein stetes Bei* 
ort des MAgadha Biinbisära. Aus dem entsprechenden Frfiknt 
yiya haben die Jainas irrthümlich ij're^^ka und die nördl. Buddhisten 



I 

1 



188 



Auxeifffn. 



(}fBiffA gemacht E» ist vielmehr Seniya = Sainy», woW ^'Iticl»*" 
bedeutend mit Senäpati. Aus diesem Titel folgt , dasB Bimbi^ni 
ein tiblilingiger König war. Wahrscheinlich war Paijota yon Ujjjem 
der OI)erkömg. 

Ein weiteres Eingehen auf den Inhalt des MabäN'aiTga verbiotrt 
uns die Rücksicht auf den K^iuin. Wiederholen wir zum SchJnii, 
dass Dr, Oldenbpr^ sich durch sein Unternehmen ein bleibend«« 
Verdienst lun die Wissenschaft, ei-worhen hat. Möge auch dm 
Huftsere Eri'olg desselben ihm und dem Verleger ermüglichea, tA in 
gleichmltesigor Weise in nicht zu ferner Zukunft" zu Ende zu flUirtiL 

H ermann JacobL 



Chmn. Eri/fimisfte efßtm4*r Reisiii und ihiranf qi 
Sfudi4^i V071 F*ct'dmand FrelherTH ixm Hirhfhof'en, 
Band, Einleitender Theih Mit XXIX Holxschnitten und 
XI Karten. Berlin ^ Verlag von Dietrich Reimer. ISTT^ 
(XLIY und 758 SS. 4.) 

Das vorliegende gross angelegte Werk soll die DarstoUiing 
und Verarbeitung der vom Verfasser auf seinen 
Eeisen erreichten Kesultate enthalten. Sieben R**is«& 
sind es im Ganzen, in denen Frh. v. Richthofen während der Jahre 
1868 — 1872 China nach allen Seiten kennen gelernt hat, Zweck 
derselben war die geologische und geographische Erforschung vöa 
China nach wissenschaftlichen und praktischen OesichtÄpunkteB» 
nach jener Seite hin möglichste Festlegung der Grundlagen ftb" 
das geographische Verständniss von China, nach dieser namentlich 
die Untersuchung der dortigen Kohlenfelder. Dt^r Verf. will diesen 
ersten Band ätn ganzen Werks, dessen Plan sich S. IX f. vor* 
gezeichnet findet, nur als eine allgemeine Einleitung zur Schildening 
von China betrachtet wissen. 

Zweierlei steht hier im Vordergründe, die Lösung gewisser 
geologischer Probleme und die Auseinandersetzmig der aUgemeinen 
Gliederung des riebirgsgeriistes von Asien in seiner Entwicklung 
von West nach Ost. Dies bildet den Hauptinhalt des ersten 
Abschnitts , der den Titel führt , China und Centralasien* 
(S. 1 — 272). Dem Anscheine nach eine Specialuntersuchung, ist 
es eine solche, die universelle Gesichtspunkte stets fest im Auge 
beh&lt: an Einem Beispiele ist in classisch zu nennender Weise 
das Walten von Gesetzen nachgewiesen, welche überall die gleiche 
Geltung haben. Daher die grosse Bedeutung der Richthofen'- ' 
Schrift für die geographische Wissenschaft überhaupt. Vor .' 
fesselt uns hier dor Nachweis, dass der Löss durch Boden^rhöhung 
und subaerische NiederschlJlge entstanden ist, und die Aufxeigiu 
des innigen Zusanunenhangs der Lössformation mit den Salzstepp« 
die umgebildet und durch Abfluss in Fruchtland verwandelt werd< 
eine Theorie, die von den Fachmänneni als epochemachend betracbl 



irchweg zeigt sich der Verf". als einen Geographen von 

I . der atisser der physikalischen auch die historiücht' 

Sflile seiner Wissenschaft stets iin Axge behiilt und in Ritter schei' 

Weise den Einiiuss der geogi*apliischeu Bedingungen auf den unter 

existierenden Menschen nachzuweiaen versteht : wir brauchen 

Beziehung mir hinzuweisen auf seine Erörterungen über 

Smwirkang der peripherischen und centralen Gebiete auf den 

(«nsclien (S. 10), den Einfluss der Natui' aiil' den Wechsel der 

ifatverhältaisse ira Tarynibecken (S. 27 ff,), die Völkerströmlingen 

;entnlasiens In ihren Beziehungen 7Air Bodengestultung (S. 4'd ttV), 

Bedeutung der Dsungarischen Steppe als einer Durchgangsplorte 

£äi die Nomadenvölker (S. 41), die Wechselbeziehungen zwischen 

•den Xoiniiden und China in der Politik, die Erstere immer wieder 

Iterlocken, das Yü-niönn-Thor zu durchbrechen und noch dem Besitz 

Schen-&i zu streben, und^ damit e« nicht so wirit koraiiit. Letzteres 

sich die Herrschaft über Centralasien zu sichern (Ö. 35 ff.), 

Bedingtsein des Gangs der Chinesischeo Geschichte durch den 

i (8. 74), die Polgen der Abgeschlossenheit China's für den 

i/"olk«cliar»kter, der mit psychologischer Feinheit analysiert ist 

s^.^95 ft)« u. A. Und wie der Verf. uns hier den Einflusa der 

iphiscben Thatsachen auf die Geschichte kennen lehrt, so 

dt er ebensowenig anderwärts, auf die Consequenzen geschicht- 

Ereignisse liir die Entwicklung der geographischen Kenntnisse 

imzuweisen; man vergleiche z. B., was er S. IjHti tt. über die 

klehung des geographischen Interesses bei den Chinesen in Folge 

UerstelluDg der Heicbeeinheit durch dchi-hwang-ti bemerkt. 

Jda&ierhafte Klarheit, die selbst verwickeltere Fragen immer in einer 

such für den Laien leicht fasslichen Weise auaeiimnderzusctzen 

plastische Darstellungsweise und clossische Keinheit der 

sind her\'orstechende Eigenschaften des ganzen Werks, hi 

»diesem «rsten Abschnitt« treten sie in besonders hervorragender 

Weise zu Tage. 

Um ein Werk- wie das vorliegende zu schatfen. war eine nicht 

röbnliche Vereinigung verschiedener Kenntnisse nöthig, der Ver- 

st ist zugleich J^aturlbrscher^ Geograph mid Historiker und 

rarbindet damit, was hier von Vjcsonderem Werthe ist, die Kunde 

Chinesischen Sprache. Ihn, der von Haus aus Geolog ist, in 

saltaneii Vielseitigkeit :^u bewundem, gibt namentiicb dt^r 

reite Abschnitt Anlass, ,die Entwicklung der Keimtniss von China" 

rfarieben (8. 273 — 733), der uns hier vorzugsweise beschilftigen 

Der Verf. verfügt über ein ungern eio reiches Quelle n - 

material; die ausgebreitete, namentlich in der neuesten Zeit sehr 

ai^wacbsene Literatur über China, darunter viele in Deutschland 

schwer zugängliche Ucisewerke, ist von ihm sehr Üeissig ausgenutzt 

rorden. Dies bekunden nicht blos die zahlreichen Verweisungen, 

»ndern namentlich auch die Uebersichten , die der Verf. bei 

»sprechimg wichtigerer Fragen über deren Geschichte und den 





190 



Gang, den die Forschung genommen hat, roranszuschicken pfi^; 
eine genetische Methode, die tretiflich geeignet ist', den den Sb^li 
ferner Stehetiden zu orientieren und in die Forschung einzuführpn. 
Der Vei*f. stigt im Vorworte S. XIII: ,Üei der Behandlung der 
Geschichte des Yölkerverkehrs hat mich das Interesse des Gefeo* 
sUades Äuweilen auf Gebiete verlockt, auf denen ich fast ak oa 
Eindringling erscheinen muss; da nur über einzelne Episodeo dv* 
selben zusammenfassende Arbeiten vorlagen, so hatte ich die AöT 
gäbe, die ausserordentlich zerstreute Literatur zusamiuenzutragea.^ 
fcJchon dies ist feein Kleines: um bei etwas Bcheiiibar GoringfugigeiD 
stehen zu bleiben« iiiusste die blosse Zurückführung der bei d» 
verschiedenen Nationen, in deren Sprachen Schriften über Chtna 
erschienen sind , wild auseinandergehenden Schreibuog der Namco 
axd eine einheitliche Orthographie, über die der Verf. S, XXI £ 
Rechenschaft |^bt') und die augenscheinlich sehr sorgfl&ltig dnrcb- 
geführt worden ist, grosse Schwierigkeiten bereiten. Aber der 
Verf. unterschiltzt in den angeluhrteu Worten das von ihm Geleistete; 
bat er sich auch in dem zweiten Abschnitt vielfach anerkannt 
zuverlässigen Gewährsmänneni angeschlossen, so hat or doch mit 
Hilfe dieser zerstreuten Einaelarbeiten stuerst ein Ganzes geschaffen, 
das als ein Kunstwerk auf dem Gebiet e der historisob- 
geographischen Literatur bezeichnet werden darf. Ntigeods 
wird sein sichtendes und priifendes Urtbeil vei-misst, durchgftngig 
dürfen mr uns getrost seiner sicheren Führung hingeben, und nicht 
wohl dürfte sich Ein Kapitel in dem ganzen Buche finden, du 
nicht zugleich eigne Forschung desselben briichte ; eine Fülle wertli- 
voller Öpecialuntersuehungen ist in den Anmerkungen niedei^gelegt 
Gleich der Eingiuig des zweiten Abschnitts liefert mom 
glänzenden Beweis bienon : es be^nt derselbe nämlich mit eüiir 
ungemein sorgfiiltigeu Untersuchung über das Buch Yfi* 
kung, welches einen Theil des 8chu-king bildet. Bisher 
auch die Europäischen Erklärer desselben sich an die Chinesät 
Commentatoren gehalten, die ausnahmslos annehmen, dass unter 
Kaiser Yau (2357 — 2258 v. Chr.) eine ungeheure Fluth d» 
Chinesische Reich bedeckte und sich über die Berge ausbreitet«, 
und dass Yüs Arbeit (die den Inhalt des Buchs bildet) darin 
bestand, durch die Gebirge hindurch Abzugscanäle für das Wauer 
zu graben, »owie dass er die einzelnen Provinzen zu dem Zwe^|^H 
liesucbte» um diese Arbeit zu venichten, dann alle Gebirge abliflH 
um die Wllbler niederzuschlagen, und jeden einzelnen Fluss von der 
t^uelle bis zur Mündung verfolgte, um erst die Quelle zu reinigen. 
dann den ganzen Fluss zu regulieren, sein Bett zu vertiefen^ ein- 
zudümmen und zum Theü in ganz andre Bahnen zu leiten (S. 286), 



1» Du»» or nicht KusaUch vi->r!*teht, »n^ft iiun der Verf. S. *H «n«! »<m*t* 
«u bedAuerti bt die» vif*lh*icht im Uiublick auf dft» Werk des F. fly«kiiiCb. 
dfti in keiiid der abetidl&ndbchcn Ctiltttmiir&cbei] QborsoUt wortloji ist 



P. Outsehmidf r, Hichthofeti'» Clnna, 



191 



'eif, weist, nim schlagend nach, dass dieses Alles erst durch will- 
ihe lüterpretatioii in das Buch hinemgetragen worden ist, dass in 
demselben vielmehr eine ganz nüchtern gelialt^ne lieichsgeographie 
ans sehr alter Zeit vorliegt: die Bf-reisung der neon Provinzen durch 
Vü, der Minister der «'Jlflentlichen Arbeiten war^ hatte theils den Zweck 
der Einfuhmiig einer gleichm&ssigen Yenvaliung und der Regulierung 
d^r AHg&ben^ theils den, Schutzarheiien für solche Gegenden 

I'ien, welche den periodischen Ueberschweninumgen durch 
' asse, besonders in deren Unterlaufen, ausgesetzt waren 

(Ö. 277 f.). Von diesem merkwürdigen Buche giht dann der Veif. 
«ine durchweg einen überzeugenden Eindruck machende geographische 
Erklärung und weist namentlich durch Vergleichiing der Angaben 
des Buchs mit dem, wjis ihn seihst an Ort und Stelle der Augen- 
seKeiu lehrte, sowohl den hohen Grad von Glaubwürdigkeit des- 
Mlbennach , wie auch, dass sein Verfasser vielfach richiigeren 
^Of^rapbjschen Anschauungen gehuldigt hat als die späteren Chinesen. 
^Ir die Autbenticität des Buchs macht er drei Gründe geltend : 
Die geographische Kunde reichte xur Zeit, als es geschrieben 
, nordwestlich über Kan-tschou-fu in Kan-su hinaus und 
itkt& sich im Südwesten über Theile von Sz-tschwau, beides 
^'Gegenden, die den Chinesen durch beinahe zwei Jahrtausende 
L unter den Dynastien Hsia, Schang und Tschöu, 2205— 2rMJ 
Chr.) entfremdet waren. 2) Der Yü-kung ist in einem Lapidar- 
geschrieben, der in seiner Gednungeiibeit und Kürze bei.spiellos 
»ht : dagegen haben alle andern Partien des Schu-king ein 
df»matisches Gewand: weis© Maximen in den Ansprachen der 
Fünten wechseln mit einem Gemisch höfischer Redensarten und 
IÜ1l|)f9r Rathschltige in den Hedfn der Untergebenen, Thatsachen 
rei ! • spärlich, zum Theil in hyperbolischer Ponii, und oft 

n Umrissen geboten (8. 282 f.). Nur der vierte Theil 
Yü-kung wird preisgegeben, der die Auseinandersetzung eines 
Lieb chiuiJirischen imd idealen Planes enthält, das Reich noch 
mathemaiiseben Grundsätzen zu organisieren; ,ein Mann (sagt der 
^Verf 8. 279), der so viel und in so zweckdienhclier Weise gereist 
«r und einen so praktischen Verstand und so bedeutende Erfahiiing 
ifsangelegenheiten hatte wie Yü. konnte unmöglich der 
l ' r über so alles Maass theoretischen »Speculation sein.* 

>a hinzukommt, dass, im Einklang mit der im übrigen Theile des 
L'lojig üblichen Darstellungsweise, abor gegen die sonstige 
leit des Yü-kung» der Anordner des Schema's redend 
wird, so erklart der Veif. dieses Stück für eine spätere 
»olution. tt) Bündige Gegenargumente gegen die Echtheit, 
der Verf., existieren nicht, indem diese theils von der 
Prämisse der phantastischen Clünesisehen Auslegung aus- 
reh^in, theils Ausftuss der Zweifel an dem hohen AJterthum der 
m Geschichte überhaupt sind, Zweifel, die der Verf. 
durch die Uebereinstimmung aller namhaften Bhiologen 




<m 



Asuasigei 



Und die Bemerkungen tod Legge in seinen Frolegotnenen tm 
Scbu'king als widerlegt ansieht. Auch dieser Tom Verl ffilr di« 
£cbtbeit des Yü-kmig angetretene Beweis darf insoweit als weU* 
gelungen bezeichuHt werden, als er uüs erwiesen tn haben »ciieial 
diSfi das Yü'kiing in seinen wesetitlicbsten Partien melirere Jalir- 
hunderte älter ist ah die von Confuciuä zusammengestellten äAuigli 
Bestandtbeüe des 8cbu-king. Entscbeidend dürfte in diaMrBcB*- 
bmig der Punkt sein, auf den 8. 322 aufmerksam gemacht wofds 
ist, dasß nlUuliob der Yü-kung denjenigen Lauf des Uwing*)» 
voraussetzt, den der Fluss vor dem .labre C02 \\ Chr. hattk 
Noch etwas höher, über das Jahr 770 v. Chr. liinauf, koflinui 
wir mit Sicherheit in Folge der Erwiigung, dass das Buch eia k 
wohlgeordnetem Zustande betindlicbes Reich vor Augen hat, d» 
doch China seit dem Beginne der Uebergritfe der Theüfursteo md 
dem Sinken der Macht der königlichen Dynastie Tschou , das di* 
Chinesischen Annalen von jenem Jahre datieren« in immer steigeode 
Verwirrimg gerietk. Andrerseits musste, wie auch der Verfl 8. 2Bj^ 
annimmt ^ eine lange Beihe von Jahrhunderten seit den AaftiigSi 
Chinesischer Civilisation bis zu den im Yü-kung geschildert«» 
Zustünden verflossen sein. Wer also dieses Buch wirklich uottf 
Y''au geschrieben sein lässty der handelt nur folgerichtig, wenn tr. 
wie der Veif., es ablehnt, mit den heutigen Chinesen in wtnm 
Itegieruiig den Anfang der Chinesischen Geschichte »tt sehen. 

Ist aber, so müssen wir fi'agen, der Yö-kung denn wirüiA 
unter Yau geschrieben V Ich glaube nicht, dass der Verf. wolü 
daran gethan hat, seine schonen Ermittlungen über dieses Bach in 
so enge Beziehung zu der bestrittenen Frage über das boht 
AUerthum der Chinesischen Geschichte zu setzen, und mj^chfee 
meinen, dass seine Entscheidung derselben vielleicht anders ai»' 
gefallen wiire , wenn er statt der in den Kreisen der Sinolog«» 
üblich gewordenen isolierten Betrachtungsweise der Frage sich eiirtr 
vergleichenden Methode bedient hiltte, und dass er in Eriimeniflg 
an die festen Kegeln, zu deren Auistellung die historische Kritik 
nach und ua^^h für die Beurtbeilung der GeschichtsüberliefeniQg 
andrer Völker, namentlich auch des alten Orients, gelangt ist, dit 
Yon dem Zweifel an dem Alter der Chinesischen 
Geschichte entnommenen Bedenken gegen das Alter 
des Yü'kuug kaum so geringschützig behandelt haben wüxd«; 
wie das z. B. S. 2t:>3 und 299 geschehen ist. Wenn der Vtot 
S. 2^4 von einer Schule Chinesischer Gelehrtor, die alle auf 
die Zeit vor der Tschou- Dynastie (1122 v. Chr.) bezüglichen Auf- 
ftdiehflungen verwirft, sagt, sie triebe die iSkeptik auf die 8pitxe, 
so muss ich offen bekeimen, dass ich diese ßkeptik durchaus theile. 
Schon die bei den Chinesen allgemein heiTsehende Vorstellung föo 
einer ungeheuren Fluth, die ganz China bedt^ckt habe und von YH 
abgeleitet worden sei. aus blossem Missverstilndniss gewisser Siellen 
in andern Theilen des Schu-king herzuleiten, die der Verf. (8, 288) 




», GtUwfimidf r. Hictdhoffnn China, 



193 



&r poetische Hy]>erbelii erklärt, die aber, wenn man sie nimmt, 
sie sind, in der That jene mythische Vorstellung enthalten, 
die d^ Chinesen darin finden, ist gewagt, um so mehr da schon 
Meocius im 4ten Jahrh. v. Chr. sie hat. Er schildert die ThUtigkeit 
YÖ überraschend ähnlich der, welche die Indische Sage den 
iJoBBiurgai K&^apa in Kaschmir, Mangu(,'rl in Ni^pal zuweist: ,Zur 
Zeit des Yan flössen die Gewässer verkehrt und überschwemmten 
Beich der Mitte; Schlangen und Drachen bewohnten es, und 
Volk hatte keinen Platz, sich niederzulassen , . . Er sandte 
Yü muft, die Gew&sser %u regeln. Yii grub Canüle aus und leitete 
ue ins Meer; er vertrieb die Schlangen nnd Drachen und jagte 
De in die grasreichen Marschen; die Gewässer t^ossen nun mitten 
darch das Land, so der Kiang, Hwai, Ho und Han" (vgL S. 285). 
dem Demiurgen, der das Land geschatien oder bewohnbar 
gemacht hat, eine Beschreibung dieses Landes in den Mund gelegrt 
wurde, entspricht ganz der Denkweise der Ultesten Culturvülker 
Orients: um von der auf den Indischen Manu und den Chal- 
hen Oannes zurückgeführten Literatur zu schweigen, handelten 
r den 72 von den Aegyptem tleni Thoth in den Mund gelegten 
jen Schriften die sogenannten 10 Bücher des Hierogrammateus 
Hieroglyj:>hik , Kosmographie und Geographie, die Ordnung 
nne und Monrl, von den fünf Planeten, von der Chorographie 
ns und Beschreibung des Nil's, Aufzeichnung dns Tempelin- 
und der den Tempeln gehörigen heiligen Ländereien, von 
en und den Dingen, deren man beim Opfer benöthigt., 
somit einen dem des Yü-kung zum Theil überraschend 
chen Inhalt. Die nücht^»me Geographie, die den Vorwurf des 
kang bildet, an Namen und Thaten des mythischen Yü zu 
wurde erleichtert durch die bei allen Völkern auf einer 
Stufe der literarischen Entwicklung, mid in der Eegel 
cb früh, eintretende rationfUistisehc Betrachtungsweise der 
; dafür, dass aus einem Demiurgen ein Minister der öffentlichen 
eiteji werden konnte, Wessen sich Dutzende von Beispielen bei- 
e«; der umgekehrte Process würde ohne Analogie dastehen, 
freilich die Nachrichten des Schn-king über die ältesten 
eeischen Kaiser für baare Münze nimmt, der kann nicht anders 
anch in YÜ eine historische Person sehen imd den Yü-kung 
die Zeit von 2357 — 2258 v. Chr. setzen; die Entscheidung 
her hängt durchaus ab von der über die Glaub wüi'digkeit der 
Theile des Schu-king. Dass diese wenigstens für die 
der ältesten Kaiser Yau und Schun nicht als gleichzeitige 
flknzusehen sind, räumt der Vei-f. ein, seine Gesammt* 
lg Über dieselben wollen wir mit seinen eignen Worten 
^8 enthält der Schu-king in chronologischer Aoordnimg 
ndero die Reden imd Proclamationeu vieler Kaiser und die 
üge von Staatsmännern in der Form von Ans|»rach€u an 
sie &ind in der offenbaren Absicht zusammengestellt, die 
XXSIV. u 



IM 



Hl Of BJHiLdoSll WBt SteMOulMI IIS^ 

B^fl den frAoftCfB Settcn n 
tB O0n Werk fcßtii^ voSutiu tob 



WM tim 
wtr ffndsB 

Er«%itet (Muh mcht, aber sie bOdeii nur & <fftlünp fti 
ai» dordutts draoMtMebe Beludlimg ta 280). b ifiw tai- 
pusfeMiB vniipn^t die Art, in vv^1elu!r ifie oMffcg sujgvfuBalt <■■, 
dm b ct O Pd erpTi Z^eck piaer BefotiMÜ HB int SooM im 
de« Altcttlntm^, Wf^lche dfts Ziel der Ldkm nad Sdnftet 
\46n Confncina wir, dass wir In dw That ^msmti Gart im 9tkt 
•fbück^n kfjimen (S. 27 7> Er erksomte den Gmid dH 
in di?r Vemn/^hlSsäigang der GnmdsStze, wel^e iM 
lll Ü i d t fid it «iid nach »e'imr Cebeneognng das Reieb steril noI 
hatten ; vod dem Wnnadie h€«eelt , «6 «Mcr n 
le und Macht zu eHieben, «teilte er &m levdMwte 
IH| timgenbeit dar: er appeQierfee danrit aa dieOiOii^ 

welche riAm Chinesen die heiligsten sind, und gerade desballi kitlci 
jicine Lehrf^n einen so durchschlagenden und aBdattemdeB fiiMr 
i^. 281). Kn hfif^khnH die moralwche Grame tob Coafiidftf nad 
Int rii^lIMcht di^ wirksamste Ursache seines Brfbigs gewesea, dm 
or Heine Person nie in den Vordergrond ditngte und m**hi th f» 
Kefdrmator mit neiifiri Ideen nnd neuen Lehren anfz^ > 

ßtmdf.m tmr die weissen Maximen und hehren Beispi a f.- 

^romfl wiederherzustellen lieanspnichte (S, 280)*, Ks ist md« 
'0)ßgJich, den Bchn-king saubrer und prüciser zn chnrukttfrisiisr«!, 
*W» die» in den hier angeführten Sätzen des Verfs. gx^schebeB itt; 
ÜMi »i^h aber mit ihm bei der unter den Sinologen re ci piif k B 
Annahme zu beruhigen, dass die auf die Tschou-Dynastie bezfl^klMi 
f heüe des Hehu-king authentische Documente sind, auch diejcfnigm 
Welche von den Dynastien Schang and Hsia handeln. un( 
gb*ir}r/jMfig aufgezeichnet sind und die sich mit den älteste'n Zeil 
des Vnu und St-hun heüchilftigenden erHen fünf Bücher des Sc! 
king wpnigstenH Aktonsfücken entnommen sind, welche von vnrklicl 
ThfttHfirhoti ln«rifbtet.eri, wenn sie auch erst mehrere Jahrhundei 
Biu'liderii »irli dieselhen ereignet hatten » in die Form gebt 
^nrdrti, in widcbi^r Coiifucius sie vorfand (S. 289), hat man da» 
VoUmI»' liecbt zu fmgen: M'ann und wo ist es Je in der Welt vor* 
gi>kominen . dass Dinge wie die , welche den Inhalt des Schu-king 
bilden, lohrhiitle l{eden im MinisterconseU » noch dazu Kodon. 
diir<:h ihren unleidlichen Schulmeisterton die Eigenliebe der Monarcl 
durchgängig auf die härteste Probe stellen, der Nachwelt ül 
kfert werden? dass sie im Sehooss der Archive geborgen 
flnhrtan>i<*nde überdauern, um gerade in dpm richtigen Mom< 
einem jfleirh^nstimmlen iiolitischeri Ko|ife zur Verfügung zu steh< 
^tlrid niii'h welchem kritischen Kmion ist es, wo die Tendenz übei 
mit so flicken Karben aufgetragen uns entgegentritt^ erlaubt, woi 
es so bedenklieh mit der Hauptaac'he steht, das Nebensächliche 



r. Gutschmid, v, Rickthofen's China. 195 

Geschichte in Ansprach zu nehmen? Dieser inneren ün- 
mSglichkeit gegenüber verschlagen selbst die behaupteten astro- 
Botnisehen Bestätigungen nichts, bei denen es unklar bleibt, bald, 
was in die nicht von Astronomen und nicht für Astronomen 
getchiiebenen Stellen erst hineingetragen werden musste, um sie 
für den Fachmann berechenbar zu machen, bald, ob das Maass von 
Kenntnissen, das erforderlich war, um auf dem Wege der Bück- 
rechnong zu leidlich richtigen astronomischen Bestimmungen zu 
gelangen, den späteren Chinesen wirklich nicht zugetraut werden 
kann, bald, ob man auch sicher ist, dass die später üblichen 
Berechnungen der Urzeit nicht etwa erst nach dem Schu-king 
znreditgenuicht sind. Vollends die sonstigen herkömmlichen Be- 
schwichtigangsgründe (über die der Verf. S. 289 zu vergleichen 
ist) wiegen federleicht: als ob nicht einzelne alterthümliche Aus- 
drücke und obsolete Titel fast mit Nothwendigkeit zum Colorit 
eines Werkes gehörten, das die Miene annimmt, aus über ein Jahr- 
taasend alten Documenten geschöpft; zu sein ! Dass Confucius sich 
bei der Wahl der Namen, welche er zu Trägem seiner Ideen machte, 
an die Sage und Geschichte seines Volkes gehalten haben wird, 
ist nur natürlich ; was aber an den von ihm benutzten Bausteinen 
Sage, was Geschichte, was von dem Geschichtlichen in der Ursprung- 
lichoi Form überliefert, was von Confucius zurecht gemacht ist, 
wird am so seltener sicher auszumachen sein, als sein Werk früh- 
zeitig kanonisches Ansehen erlangte und mit Nothwendigkeit immer 
mehr der Regulator für jede Darstellung des Alterthums wurde: 
eine Garantie für die Authenticität der ältesten Chinesischen 
Geschichte gewährt der Schu-king nicht. Nehmen wir ihn einfach 
als ein W^erk des Confucius, so erklärt sich die Verschiedenheit 
des Tü-kung von den übrigen Theilen des Schu-king einfach daraus, 
dass er hier über ein mehr sagenhaftes als geschichtliches Material 
mit Tollster schriftstellerischer Freiheit verfügte, dort wirklich ein 
altes Docoment reproducierte, das er in den gesammten Complex 
des Schn-king nur einzupassen hatte. Wenn also der Verf. S. 344 
in der zweiten der Stellen im Yü-kung, welche Yus gesammte 
Tbitigkeit recapitulieren, eine Annäherung an den Ton zugesteht, 
mit dem in den übrigen Theilen des Schu-king von derselben 
gissprochen wird, und ein freilich noch immer fast gleichzeitiges 
Einschiebsel darin sieht, und wenn er, wie schon bemerkt wurde, 
den vierten Theil mit seinem chimärischen Organisationsplane des 
Reichs nach mathematischen Grundsätzen als spätere Interpolation 
verwirft, so möchten wir vorziehen, beide Mal Spuren der redi- 
gierenden Thtttigkeit des Confucius zu erkennen, der dort nur 
fibenrbeitete , hier eine ganz neue Einlage machte: die schema- 
tische Gonstroction mit ihren mathematischen Spielereien sieht 
dem Gonfacius ganz ähnlich, der wegen dieser Richtung nicht 
onglücklich mit Pythagoras verglichen worden ist. Wir haben, 
ich, dann auch nicht nöthig, was der Verf. gern möchte, 

13* 



196 



Anaeiffm, 



zu leugnen, doss der ersten Stelle wirkliek diweUM njfkfailQb 
Vorstellung von der ThUtigkeit des Yü zu Grande liegt, dii in 
anderen Theilen des Schu-king eigen ist: es war eben uucb di© d«8 
Confiicius und seiner Zeit, Durch diese Auffassung wird das 
Ergebniss des Verfs. über das hohe Alter und die geographisch« 
Bedeutung des Kernes des Yü-kung in keiner Weise afficiert; da« 
mit demselben aber über den Anfang der Dynastie Tschöu (112» 
V. Chr.) tiinaufgegungen werden müsse, wird schwer zu erwmo 
sein. Die Chinesische Geschichtsüberliefermig vor und nach dtesaa 
Datum trBgt einen so gTundvei"Schiedenen Charakter, dass sich dn 
Unterschied auf den ersten Blick bemerklich macht und thsi 
Kenntniss oder Unkenntniss des Chinesischen bei dem Beobacbieodflo 
an der beobachteten Thatsache selbst nichts ändern kann, und der 
Wechsel ist von allen jenen Kriterien begleitet, an denen man in 
den Annalen andrer Völker die Grenze zwischen Sagenzeit uD<i 
geschichtlicher Zeit zu erkemien gelernt hat Freilich hei&st e*t 
Kan-su und Sz-tschwan, die das Yü*kung noch als zum Reicht' 
gehörig kennt, seien zu Anfang der Dynastie Hsia, also gleich nach 
Yü, dmn Reiche verloren gegangen: das ist aber schwerlich mehr 
als ein nalie liegender Versuchj den Widerstreit des bis in's 3. Jahr- 
hundert V. Chr. von unbekannter Zeit her herrschenden ZuÄtandes 
mit dem im Yü-kung geschilderten zu erklilren. Die Anftog« dtr 
geschichtlichen Ueberliefetiing tragen einen so fragnientartsdm 
Charakter, und namentlich geographische Angaben Aiessen aus den 
Zmten nach dem Yü-kung so überaus spärlich, dass die Pmg» 
schwerUch mit Bestinuntheit veraeint werden kaim, ob jene beide» 
Provinzen nicht doch vielleicht erst nach dem Anfang der Tscb6o 
dem Reiche verloren gegangen sind. 

Allerdings wllre sie zu verneinen, wenn wir uns vertnmaiimD 
der Leitung des Buchs T s c h 6 u - 1 i überlassen könnten , 
bald nach dem Jahre 1122 v. Chr. verfasst sein soU. A. Wel 
hat dieses Buch liir ein untergeschobenes Machwerk späterer 
erklärt, und der Verf. widmet S. 409 ff. eine längere Anmerl 
der Widerlegimg seiiier Argumente, ohne dass ich jedoch den 
druck zu bekonunen vermag, als sei die Fi^age durch seine Aus- 
einandersetzung eiidgiltig erledigt.. Ich meine, dass es, wo es 
um Ei'zeugnisse primitiver Literaturen handelt, in denen das Bi 
die Hauptsache ist, der Verlasser in den Hintergrund tritt, 
rathsam ist, die Frage auf die scharte Kante: echt oder unecl 
zu stellen: dass ein Buch, welches die Schildenmg des zur Zeit 
der Tschou herrschenden Mechardsmus des Chinesischen Reichs 
zum Vor\%Tirf hat, dem Tschöu-kung beigelegt wird, der in dm 
Tradition als der Urheber dieses Mechanismus dasteht, eutspi 
ganz der .Anschauungsweise jener primitiven Literaturen nanK 
des alten Orients, dass ich in dieser Autorschaft beim besten 
nichts weiter sehen kaim als dass das Buch während des Bestehe 
der Tachöu, also vor dem Jahre 256 v. Chr. geschrieben ist oder 




p. GuUchmid, V. Richthofen*8 China. ^97 

gMchxieben sein will ,Oder geschrieben sein will*; denn hier 
Hegen in der That Momente vor, die an einen wirklichen Betrug 
deDken lassen. Die Verwerfung des Buchs durch die Chinesischen 
Geldirten des 12ten Jahrhunderts ist ein sehr wesentlicher Punkt, 
sie wird durch die vom Verf. richtig gestellte Ueberlieferung, die 
JuBXitf&gt, dass jene Gelehrten sich durch subjective Gründe politischer 
Natur hitien leiten lassen, nur abgeschwächt, nicht aufgehoben: 
ee ist «in wohlbewfthrter kritischer Kanon, dass bei der geringen 
EntwicUiing und noch geringeren Verbreitung, welche die Kritik 
auf dem Gebiete der Literaturgeschichte selbst bei hochgebildeten 
Völkern erreicht hat, Ein bestimmt ausgesprochener Zweifel an der 
Editheü eines literarischen Products mehr Gewicht hat als ein 
Dntsend Zeugnisse, die dasselbe auf Treu und Glauben hinnehmen ; 
dass jene Athetese lediglich ausser der Sache liegende Motive 
gehabt haben sollte, ist um so weniger wahrscheinlich, als eine 
andre weniger weit gehende Skepsis bei den Chinesen wenigstens 
eine Interpolierung des Buchs zu Gunsten der Han im ersten Jahr- 
hundert V. Chr. behauptet Doch gravierender als die äusseren 
Verdachtsgründe sind die inneren. Auch hier handelt es sich viel 
weniger um einzelne Anstösse, die sich vielleicht jeder für sich 
beseitigen lassen würden, als um den Gesammteindruck des Buches : 
es ist ein starrer Schematismus, der nicht blos mit echt Chinesischer 
Pedanterie bis zum Aberwitzigen durchgeführt ist, sondern auch 
in dieser Durchführung eine Menge schwindelhafber Detail's bietet : 
die Zahlen, die das Verhältniss der männlichen zur weiblichen 
Bevölkerung angeben, bezeichnet auch der Verf als ganz unglaub- 
würdig (S. 874) und findet es selbst höchst aufflQlig, dass ids die 
vornehmsten Früchte des reichen Weizenlandes Schen-si zwei Hirse- 
Biien genannt werden und ähnliche Anomalien mehrfach vorkommen 
(8. 376). Dergleichen könnte man allenfalls der Laune des alten 
Tsehöa-kung zur Last legen: aber wie unwahrscheinlich ist das 
sjstematische, raffinierte Ceremoniel, das in dem Buche uns vor- 
geffihrt wird, in so früher Zeit, die ausgebildete Beamtenhierarchie, 
in der selbst ein Beichschartograph nicht fehlt, die Breiten- 
beobachtongen mit dem Gnomon, und was der seltsamen Dinge 
mtkr sind! Und Eine innere Unmöglichkeit hätte, glaube ich, auch 
bei dem in geographischen Fragen sonst so feinfühligen Verfasser 
schwerer wiegen sollen: die vom Tschou-li aufgeführten Handels- 
sitikel der einzelnen Artikel China's scheinen ihm selbst so Überaus 
dürftig, dass er an einen Irrthum in der Wiedergabe des alten 
Schriftzeichens denkt (S. 876), diese Dürftigkeit ist aber wenigstens 
im "Binlrlwng mit dem geringen auswärtigen Verkehr der alten 
Chinesen und der Abgeschlossenheit ihres Landes, die der Verf. 
im Vergleich zu seinen Vorgängern eher als grösser denn als 
geringer ansieht: wie passen aber dazu die Einrichtungen, welche 
in demselben Buch für den Empfang fremder Gesandten beschrieben 
werden, wie das Vorhandensein eines förmlichen Dolmetschercorps, 



198 



Anze4)fen. 



das den Verkehr mit den andersredenden Gästen tn Ycrmittob 
hat? Der Verf. scbUesst daraus, dass die MiswUrligen diplomivtiiiobii 
Beziehungen s<^hon in dieser Rltesteu Zeit nicht gaiu so gwinfi 
waren, wie es sonst wohl den Anschein habe, und schielit dai 
FehU?n von Njitihriditen über die wiiklirbo Ankunft von Gnnandttt 
fremder Völker mii den Verlust der ausfülirlicheu Chronikvni Jw»«? 
Zeit (S, 429 £). Aber ein solcher regelmiissig^er dipb^mat 
Verkehr hat doch einen lebhaften Handelsverkehr zur nothwHüuvjjH) 
Vonuisset'/niif(, es klati't also hier ein heilloser Widersprurh» f&r 
den die eititarhste Lösung gewiss die ist, duss bei dem Vei 
des Ts('hiHi-li die Vorstelhitigeii, die er vom Alteriiiuin hiiii' 
mit dem Reflexe der ZustiUide seiner Zeit uuvemüttelt giskretut 
haben. 

Von der Entwicklung der Kenntniss düs eignen Landes h<n 
den Chinesen gebt der Verf. von 8, 3*Jh un über zur Betnir^" 
der Entwicklung des Verkehrs zwischen China und de« \ 
im Süden und Westen von Centmlasien, imd diese weiteren l 
ßudningen sind unabhilngig von der Vorfrage über die GlaubwiH i.. 
krit der Ültesteii Chinesischen (leschichtsüberliefcrmig, hinsichtJich 
welcher wir uns dein Verl, nicht hatten linsckliessen können. Er 
behandelt zunllehst gewisse vorgeschichtliche Beziehungen s£widcb«D 
China und den fteniden LJlndem , vor Allem die wichtigste od«! 
sichei-ste, die in der Gleichheit der Mon dß tati onen bei 
C h i n e » e n , Indern u n d A r alt e r n vorliegt. Der Vert < 
Bich hier mit Whitney gegen Weber für die Unabhün^; 
Chinesen von Indien, weil die Arabische Reihe der MondstÄtn 
eine gioßsere Verwandtschaft mit der Chinesischen als mit 
Indischen zeigt. Man wird kaum umhin können, seiner umi 
tigen und klaren Auseimmdorsctiiung des Sachverhaltes beizupflicbt 
ob aber auch der von ihm, allerdings wie immer in sehr behul 
Weise, vorgeschlagenen Erklärung ihrer Entstehung, ist mir 
hatt Frh, v. Kichtbofen leugnet die HeikTinft der Mondsl 
uns Chaldüii, an der nach Weber auch Whitney fesl gebalten 
weil nichts un^i zu der Annahnie l>erecbtige, dass schon in 
Draeit ein Völkerverkehr sUittfand. wie ilm erst eine sehr ge»! 
garte Cultur, wahrscheinlicli JahrttiuHcnde später, hervurgebi 
habe. , Handelsartikel (sagt, er S. 414) konnten wohl auch domilb, 
indem sie von Hand ym Hand gingen, Gegenden erreichpu. die fWi 
ihrem UrspriuigBoit weit etjtfei-nt waren; aber von Elementen einer 
verhiUtnissmiissig hoben geistigen Cultur ist es nicht zu erwHiiattf 
das» sie, wie etwa spflter der Buddhismus, über die Qebiato 
uucivilisirter Völker hinweg nach verschiedenen Richtungen hin 
sich ausbreiten konnten.*^ Schon die Richtigkeit dieses allganieinttn 
Satses Bcbeint nur nicht unanfechtbar: CuJtui'e Jemen te folgen dem 
Handel und w^audern wie Waiu'en. nichts aber verbreitet sich 
tüierkanuteramssen rascher und weiter als Alles ♦ waä mit Aber- 
glauben zusMümeiihäDgt', imd gatis besonders Astrologisches. Kr 



|T. G^nlitvhmid^ v, Richtkofett's China. 



199 



it nun an, dass die Monilst^tiouen ein gemeinsames Besitz^ 

iWSD aus der ür/.eit vor der Wanderung seien, als Chinetfen, Inder 

zviAT nicht Ärabt^r, aber ihre Bup|)omeiian Lehnneister , die 

ier der AssvriologBn noch zu beiden Seiten des Pamir sassen, 

Lrei Yöllter dunn in iiire neue Htimatk mltgfcb rächt hätten ; 

rlünien ailmlich könnten dio Araber die Mondslationen 

erhalten haben * weil sich von diesen bisher bei den. Chul- 

keine 8pur gefunden habe. Abgesehen von der äusserst 

latibchen Existenz dieser Akkader, gegen die sich für die 

issensehaften der AssjTiol<igie ein iSicherheitscordüfi dringend 

den dürfte, bietet sich von selbst der Einwand , dass wir 

^♦»ndßtatiünen bei den Akkudernj die ja als Urheber aller 

leit der Chaldlier in Anspmch genomiueii werden, erst recht 

.^wissen. Die rnendzä der Andrer sind schwerlich unter den 

sondeni in Südarabien entstanden : die durchaus excen- 

ische^ mit dem Besitz ausgedehnten Küstengehiet-es verbun<lene 

der drei Völker, welchen die ilondstationen eigen sind, macht 

eine Vermittlung zur See wahrbcheinlicher als eine i&u Lande ; 

weiui auch diese Mondstutionen für bedeutend ülter gelten 

lÜs$(>D, als Weber aunahm, so ist doch nicht abzusehen, was uns 

billigte hier nach Jahrtausenden au rechnen. Doch nehmen wir 

\hfX den schwierigüten Fall an, setzen wir mit dem Yerfl einen 

r^rkehr, der iji uralter Zeit durch die gesammte Ausdehnung der 

len Steppen Centmlasiens oder durch das wilde Gebirgslaiul 

ichen China und Indien hätte stattfinden müssen, was sind alle 

jrigkeiten einer solchen Ih^püthese verglichen mit denen, ij) 

\e die desä Verfs. uns verwickehi würde, dass näxulich in einer 

fixeU> die nicht blos Jahrtausende, sondern venimihlich mehr als 

le Mjritide zurückgelegt werden müsste, als Chinesen und Inder, 

aber gewiss auch das Arische UiTolk und sehr wahrscheinlich 

ich die Indogermanen überhaupt, noch nebeneinander am Pamir 

fohiit^ft, diese ün'ülker schon so etwas wie die Kenntniss der 

itätionen besessen haben sollten , die der Verf. selbst als 

icnt einer verhäUnissmilssig hohen geistigen Cultur*" be- 

Ftcbnet hat? 

Gera folgen wir wieder dem bewährten Führer in der inte- 

iteii Darlegnugf die er von den ersten historisch verfolgbaren 

Igen einer Verbindung zwi.schen China und den Ländern des 

ins gibt; der Keim zu einer solchen war im Seidenhandol 

sgehen. der jedoch in der fmhesten Zeit nur von Hand zu Hand 

peng, durch einzelne HUndler vermittelt, und diese Beidenhäiidler, 

»t Issedonische, dann Chinesische, sind es, an denen nach der An- 

icht des Verfs. der Namen Seren Äueret haftet Ein regel- 

[er LiUidverkehr durch Karawanen begann erst seit dem Jahre 

44 V. Chr., nachdem Tschang • kien die WestlUnder füi' China 

irinlich entdeckt hatte. 

Auf die Feststellung der von und tj a c h Ö c r i c a 



200 



führenden Handelsstrassen hat der Verf. eine b«&ocid8n 
Sorgfalt verwendet; er hat von ihnen S. 458 £ und annerdm 
in einem besonderen Vortrage gehandelt, der unt«r dem TiUi 
,TJeber die centralasiatischen Seidenstrassen bis zum 2. Jahrhondürt 
n. Chr.* in den Verhandlungen der Gesellsch. f. Erdkunde für 1877, 
8. 06 ff. abgpdruL'kt ist Fiir eine genaue K«.^nntiiiss deni*»lb?o 
sind wir ausschliesslich auf PtolemSus angewiesen, der die vcm 
Handelsreisenden des Maes Titianus henührende und in das Werk 
»eines Vorgitngers Mariuus übergegangene Beschreibung ftein«m 
Gradnetze einverleibte. Du diese Ein-zeicbnung aber nach Vonoi' 
Setzlingen eriblgt ist, die von Willkürlichkeit nicht frei sind* M 
wird sich auch jeder Versuch einer Identifizierung der von ihm 
genannten Namen mit anderweitig bekannten immer innerhalb eiDW 
grösseren Spielraumes bewegen. Gegen die vom Verf. für die 
Vergleichung aufgestellten Grundsätze lässt sich im Princip nicht» 
einwenden: er legt Gebirgszüge und Flüsse als das Sicherst« ra 
Grunde und nimmt au, dass sich für PtolemUuß, der die GrenMii 
des Unbekannten nicht kannte, die Entfernungen verkürzen, je 
weiter die Gegenden von den wenigstens schwach erleuchteten 
Linien des Imaus und Emodus abliegen; auch stelle er die vo^ 
den Strassen überschrittenen Gebirgsgegenden im Vergleich xi 
Flachland als unverhilltnissm^ssig ausgedehnt dar, wahrend «ok 
Gebirgsländer, welche von keiner Strasse berührt wurden, 7.usamm< 
schrumpften. Auch von den Ansützen , welche der Verf, so 
Einzelnen füi- die LocalitUten des Ftoleraäus gewinnt, dürfen 
wenigstens die die erste Pfillfte der Strasse nach Serica betreffen< 
im Wesentlichen als wohlgelmigen bezeichnet werden- In 
Orographie dieser Gegenden bei Ptolemllus zuerst die richtige 
sieht erlangt zu haben , ist ein grosses Verdienst desselben. 
wurde ihm namentlich dadurch möglich, dass er die übliche 
lockend aussehende C^mbination des Kasischen Gebirgs mit K« 
gar als inrig erkannte: es ist vielmehr das Kwenlun-Gebirge; nach 
einer nicht unwahrscheinlichen Vermuthung des Verfs, haben beid<* 
von dem das kostbarste Product dieser Gegenden bildenden Kasch- 
Stein oder Nephrit, nicht aber von dem westtibetischen Volke der 
Khaf^a, ihren Namen erhalten. In dem Oechardes des Ptol«mi 
erkennt er, was eigentlich nie hätte fraglicis sein sollen, den Ti 
Flußs wieder. Ein weiterer gi'osser Fortschritt ist durch Fi 
V. Richthofen darin erreicht worden, dass seine üntersuehi 
festgestellt haben, dass die von PtolemUus beschriebene Seid4 
Strasse nur in der zur Zeit der Han allein gebräuchlichen 
Südrand des Tarym* Beckens entlang führenden Strasse gesn( 
werden darf, über die von ihm aus Chinesischen Quellen treftlli« 
Erlüutemngen gegeben worden sind. Die Erklärung des späteren 
Laufs der Strasse bewegt sich um die schwierige Frage, wie das 
verschobene Bild, welches die Ptolemäische Kurte von dem ganzen 
durchzogenen G ebiete entwirft , zurechtzurücken ist. Der 




p» GfU^chmidf I'. Riehthofen^M China. 



201 



je weiter sich Ptolemäus von den beiden Grenzgebirgen 
»e, desto unbestimmter würden Söine Vorstellungen, desto 
ler die CombinatioDen in BetreiF der Flüsse, Gebirge und 
^Ikerwohnsitze; wfthrend sich daher seine Karte im Osten des 
ras und ira Norden des Emodus mit der jetzigen recht gut 
rleichen lasse, würden im Osten die Analogien immer schwächer. 
LT in weitester Feme leuchte eine Stadt 8era metropoHs in nebel- 
m ümrigsen hervor (S. 482. 479). Hiergegen lü-sst sich gleich 
Allgemeinen einwenden, dass ja als Quelle der Bericht der 
idelsreisenden des Mues Titianus zu Grunde liegt, welche die 
ize Tour vom Steinernen Thurm bis nach Sera gleichmUssig als 
Lugeozeugen kannten, da.ss daher nicht abzusehen ist, warum ihre 
»de für den zweiten Theil der Reise nebelhafter gewesen sein soll 
für den ersten, AEerdings leugnet Frh. v. Richthofen in der 
idlung über die centralasiatiscben Seidenstrassen S. 114, dass 
Kaufleute über Schn-tschou hinaus gekommen seien; wie 
tli dies aber mit den bestimmten Aussagen des Ptolemäus I, 11, 
6 vereinigen lassen soll, vennag ich nicht einzusehen. Weil 
r Name des Flusses Bautisus mit dem der osttibetischen Bhota 
uirnmenzuhängen scheint und einer seiner QneUflüsse im Emodus 
ler /latmai'ofa^) entspringt, sieht der Verf. es als unwiderleglich 
i» dass darunter der Yarudzangbo in Tibet zu verstehen sei 
I. 490), und vereinigt die ebenso unbestreitbare Thatsache^ dass die 
V1I8S6 nach Sera (d. h. Hsi-ngan-fu) bei Ftolemäus den Hwang- 
I überschreitet, für welchen denn auch Andere längst den Bau- 
nia erklärt haben, durch die Annahme, dass der Geograph eine 
Isehe Combination gemacht und den Hwang-ho für eine nord- 
tliche> Fortsetximg des Yarudzangbo gebalten habe; die drei 
Dellflüsse des Bautisus seien nichts als eine schematische Wieder- 
)lung der drei Quellflüsse des Oecbardes. Dass die südlichsten 
»men, die Ptolemftus in Serica nennt, Indischen Ursprungs sind, 
t eine einleuchtende Bemerkung; es lassen sich dafür aber auch 
idre Erklärungen geben, die keine so vollständige Umstürzung 
iner Karte bedingen. Ein Blick auf die Karte von China lehrte 
m der Ta-tung-ho und der Hauptfluss dos Hwang-ho den beiden 
ciellflüssen des Bautisus, die im Kasischen und im Emodischen Ge- 
rge entspringen, genau entsprechen : die Information war tiir den, 
nr den Hwang-ho bei Lan-tsch^u-fu überschritt (und das rausste 
(r, welcher die Strasse nach Sera zog), nicht schwer zu erlangen, 
i die Vereinigung des Hwang-ho und Ta-tung-ho sich erst kurz 
►r Lan-tschou-fu vollzieht. H/>chstens über die Identificiemng 
ra dritten Quellflusses des Bautisus kann ein Zweifel obwalten; 
I Allgemeinen aber scheinen mir die Sachen nirgends so zu liegen, 



1> 0$«i»en Niunen verwendet Ptolemiiiis für du Tnngln-Gobirge zum Unter- 
iüd von Iin«on, wn» bei ihin WwthimÄlii)» und Muztag 1>edout«t; der Oit- 
mil^« Ut »ein BepifTfon. 



fOS 



dass wir nöthig hätteD, mit dem Verf. den Ptolexnfiiis phant 
Willkür zu zeihen. 

Später noch als durch die Landverhinriunpf wurde Ghin* te 
westliehen Natiomm uuf dem äeewe^e bekannt; ci-st setidem 
gegen die Glitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. die Monsian** 
die Seeschiffi'iihrt zu benutzen lernte, nahm der WelthAndel gr6di 
ren Aufschwung? und man unternahm Reisen bis an die Äusserst 
Enden von Indien und darüber hinaus. Diunals ist es, wo vm 
ersten Male der Name Sinen a^uftaucht, Heit Martini ist dii^»rr 
allgemein von der Dynastie Tsin abgeleitet worden, di« doo 
in viele Königreiche getheilten China die Einheit brachte 
es dann die kurze Zeit von 221 — 206 v. Chr. beheiTschte, d«r 
jedoch noch nicht gelang, die südlichsten Provinzeo, deren 
man als Ziel des frühesten Seeverkehrs erwarten sollie, di 
mit dem Reiche zu vereinigen, Schwierigkeit nuichten bisher weniger 
diese UmstUnde, als die für viel älter geltende Erwah n ung d«$ 
Namens ! n a hei den Indern im MuhabharatA tind 
Oeset^buche d^s Manu. Der Verf. hILlt nun die.se Cina für «md v( 
den spHteren Cinu oder Chinesen ganz verschiedene» Volk, dw 
gestützt auf eine Stelle des zuerst genannten Epos, wo 
Wege von Madlijad^v"* nach dem westlich von den ^Gang< 
gelegenen KuHnda nach einander die Länder der Cina, d( 
der Verf. S. 440 nachgewiesen hat) ehemals östlich von 
»it/enden Tukhära und der in dem Lande am oberen Indus, 
noL'h beute Dardistnu heisst, wohnenden Darada durchzogen m 
mit dem von Leitner dort und in tiilpit entdeckten Volkis der 
identificiert. Abgesehen von dem principiellen Bedenken 
dem AuskuntVsmittel einer Verwochsluog in Folge von Niunc 
gleichhoit immer entgegenst«bL ist der Uebergang von ei in sk 
umgekehrt, der angenommen werden müsste. im Indischen 
jede Analogie; sodann wird, wie ein Bück auf die Karte lel 
der Bericht um Ni<thts venninftiger, auch wenn m<m dem Diel 
eine Kundii der Ursitxe der Tukhara beimisst und annimmt, 
die Schina, die jetxt gemeinsame Sitze mit den Darada bah« 
früher ßstlicbor gewohnt haben: das geographisch UnmögU< 
beruht eben darin, dass. um ein relativ nahes, am mittleron Hii 
lujji gelegenes iiebiet zu eiTeiehen. der Weg durch Volker gi^nuuui 
wird, die auch nach dem Verf. in weiter Ferne am westlicl 
Ende des Himalaja wohnen. Nichts scheint mir sicherer. 
dass der Dichter von der Lage Kulindri's keine klare Vorstollj 
hatte und die ihm bekanntesten Völker des Nordens als auf di 
Wege dahin liegend uutluhrte; und zwar nannte er gimz H<*hi 
zuerst die im Nordosten wohnenden Chinesen, dann die Tukhi 
im Norden, endlich die Darada im Nordwesten: man köimte 
neigt sein» in der Ncenmig der Chinesen in solcher T" 
Zeichen zu seh vi, dass die Stalle zu einer Zeit ^:- 
als diese ihre Macht bereit« weit gegen Westen hin ausgedehnt 



tJ. Gi^Uchmidf v, Rü'hthofi^n'M Chinn. 



203 



Mit H t dürfte dies wenigstens von einer zweiißn 

le des Mii! i gelten, wo die Fterd^^ der Cina g^rührat 

in, »»iner Stelle, die freilich nicht auf dius ei^'ontlicbe China 
aber noch weniger, denke ich. auf da.s Gt^birgsvolk df^r Schimi. 
l^i\ »ehr (fut auf den Chinesen unterworfene Theile des 
■Gebiets. Eine dritte Stell p, \u\ welcher die Javann und 
stu den KamböjjTtt» d. i. nach Indischer Theorie einem der 
Kriegerstänime des Nordwestens, gerechnet werden, führt. 
>lben Ergehniss und gibt zugleich einen schlagenden Beweis 
ihre spHte Entstehiu^gs^zeit; denn dass die Juvaiia der Inder 
Griecb««n und nur die Griechen sind, deren Name zwar spater 
m den Indem auf andere Westvölker tibertragen, ehe sie aber 
tplben kennen lernten, sicher nie für ein andres Volk gebraucht 
»rden ist» kann jetzt füglich niiht mehr bezweifelt werden. Noch 
lar steht der Chamkter einer spilteren Zeit ;der Stelle 
(buchs an der .Stirn geschrieben, welche die ('ina neben 
khtnva (d, i. Parthoni), Javana und C^^ka nennt. Aber auch für 
Haüptstelle des Muhübharnta lässt sich der sichere Beweis 
iron, dass sie erst nach dem Jahre 157 v, Chr. verfasat worden 
kann. Der Verf. hat nJlmlich «iurch einen vortreffliihen Excur» 
439 ff. die lüngst' verniuthete Jrlentitiit der Yue-tsehi und der 
HJiÄrer über jeden Zweifel erhoben und. was neu ist, nachge- 
lesen, diiss der Name Tukbära nicht ein alter am Gebiete des 
Oxus haftender Name ist, der auf das einwandei*nde Volk 
ren wurde, sondern viebnehr ein diesem Volke eigenthüm- 
sher Name, den es aus seinen früiieren Sitzen mitbrachte*). 
freut mich, hier eine Ansicht ausgesprochen /u sehen , zu der 
iüng^t auf anderem Wege, durch eine Erwägung der positiven 
negativen Aussagen der Griechen, ebeuf^dls gekonmien bin. 
in Einem Punkte veraaag ich die Ansicht des Verfs. nicht xu 



I) Der VerfAsser hält e« für auine Pttinht, S. 441 auf oiiie Hchwiorigkeit 

txuwciflp», die »tinor uikI Yulc's AnMcbt «us dtiti AssyrlschiMi Koilsdirirteti 

rAch»«. Ixiit welchen Ranherih das auf dtsii liot'hstoti Cipfwln di^;» Berjres Nypur 

Volk d«r Ti»kharri und clKnn dic^ ulieorulls in pf'tidlirisiMi Gehir^t?!! 

])lUiM> boKumi^on ImUo ; Prof. Mdiriidor tmbu dio Kichtiy^koil dor 

»lMn»«UBJi^ bcnlAtj^. Die(»cr ,,8chvtivrigkeit" gegenüber ist uiiifuL-h au Fo1|eori- 

«u erifiiiofu , 1 ) diw* dio DnhAe sonst ullünTÜrts nur itl» ein sttjiiponlie- 

> Nomfidciivollt bekannt sind und das* lediglich fino der bei den fiir 

Publicum ^chroihrndnn Asfiyriolopon üblichen Sfhonfiirborciun vorliogt: 

iLnitali^i p. S2U libist, ohrücb vn^ tmmtir, Dayi wie »s ist; 2) dor Br>rg 

wird »oderwftr^ v«n dvinselbuu Sanherib nach Arainu und kurz vor 

Oe vaA Kuth« als qiiu^ von den KoJdy bßwohMti< Lociilitiit un|L,^('fIdirL 

p äj?6>. Also ihs\ am Kiidurt) Endo vuu Aäicu- 3» ntHjjimphpn, die für cirn-n 

ti«r»chied von beiläufig 30 Länj;enijT»d(vn in dor Hor;t!e vprsetzcuden Mai-hl 

R«>cht«vorgi(jiger» doit Xerx<^!t einn auhrei<'beiid<^ (iftmntici %\v erkennen 

naiver Htnjide nohon , wird die Fritfrc sich auidrüngou, ob Banhorib statt 

TcM-bjirpm und Daborn nicht etwa bei der In dor NÄho des Flusses 

►hori*kb jifflic'genen altfin Fos^tong: ThnkliRrs im Lande der Taer ifariii. TiycliJ, 

►rttb^r 8t Miutln. Mcni. sur rArm^mo II, 187 zu vörgl eichen ist, Kri«g ge- 

irt hftt 




804 



tlieilen : er hält die verlassenen Sitze der Tu-ho-lo. die Hsficfi-tans 
^stlifli von Chntan traf, fär die ttlt^ste Heimath des Volks, das 
von da in linbekannter Zeit in die (regend der Yü'mömi'PASBa^ 
zwischen Scha^sclion und dem Ki-liön-schan ausgewandert sei, mn 
dann von dort im Jahre ITiT v. Cbr. verdrängt zum grösseren ' 
die weite Wiindernng anzutreten, die es »cbliesslich nacb Bükii.r;, 
fahrte« Nun wissen wir aber, dass ein kleinerer Theil des Volks, 
von den Chinesen die kleinen Yiie-tsohi genannt sich damaK >v' 
westlich wendete uiid bei den Tibetischen Kiang Aufnalimt 
diese kleinen Yue-tscbi zogen im 3. Jahrhundert n. Chr. nach Ir 
es ist also das Einfachste, die Stelle des Hsöen-tsang atr ' 
von den kleinen Yne-tschi damals verlassenen Sitze zu beziebeiL so 
dasa zu eint^m Zuriiekgreifen auf vermeintlicbe Ursitxe des Vt !V*" 
keine Ndtbigung vorliegt^ Wenn man annimmt, dass die >" : 
des Mnbubhfirata frühestens um die Wende de» 2, und L Jim* 
hunderts v. Chr. verfasst sind, so nimmt man damit nicht« *a, 
was dem Ergebnisse der neueren Untersucbunj?en über dos Indiscb* 
Epos widerstritte. Sie gewähren also für Hypothesen über dei 
Ursprung des Namens Cina eine ziemliche Latitüde; Eines b#» 
weist die in ihnen stehende finippierung der Cina mit nord* 
westlichen Völkern aber doch : dass diese Kunde von Cbina de« 
Indern auf dem Landwege und aller Wahrscheinlichkeit nack 
über die Handelsstrusse zugekommen ist, die in alter Zeit von 
Gbotan nach Laduk und dem obem Indus führte (über sie v«r- 
gleiche man den Verf. S. 466 f). Und hierin liegt allerdings eint 
grosse Schwierigkeit, die der Verf. mit Recht ernsthafter ge- 
nommen bat als alle seine VorgUnger: die Chinesen haben sick 
selbst nie so genannt und die kurze Zeit, wUbrend der die ihnfa 
selbst sehr verhasste Dynastie Tsin dem Reiche officiell 6m 
Namen gab. war keine Gelegenheit zu einem lebhaften Verkehr 
nach Aussen . der dem Kamen jene universelle Verbreitung 
verschaffen können. Auch lässt sich gar nicht leugnen, dass 
Griechen den Namen Sin» in Folge des Seeverkehrs erhalten b 
und der Vei*f. sucht sogar den Nachweis zu führen, dass er zui 
an Gegenden haftet, die nicht EU China gehörten und erst l 
nach der Herrschaft des Hauses Tsin unter Chinesiscbe B 
mÄssigkeit gerathen waren. 

Um zu zeigen , dass in solchen Gegenden der früheste Siii 
des Seeverkehrs mit dem Westen gewesen sei, geht der Verf. auf 
eine Untersuchung über die Lage von Kattigara ein, 
das uns PtolemÜiis aus Marinus jenseit eines Flusses Kutiaris 
den Hussersten Hafen nennt, den die Seefahrer berührten 
Oertlichkeit. die man an allen möglichen Punkten von der Mund 
des Mekhong an bis zu der des YantjtszS * kiang gesucht hak 
Frh. V. Richthofen widerlegt die Ansichten derer, die es in Canton 
oder gar in Kan-king wiederzufinden meinten, und entscheidet sich 
(S. 508 ff.) für die Stadt Ketscho (chin. Kiau-tschi) am Flusse 




J 



ff. GutMcimiidf V. Rkhthofen^H China. 



205 




in Toukm aus folgenden Gründen: 1) hier ist ein uacb 
\^n gerichteter Golf^ an dessen dui-ch die Halbinsel Lai-tschtVu 
Insel Hai-nan gebildeter Ostseite diu Küste naüb Süden 
und so die Vorstellung enveckeu konnte ^ daas das Meer 
m Ende sei; 2) hier lassen sich die jenseit Kattigora sich 
»tenden Bohrsiimpfe, über welche hinaus unbekanntes Land 
im Delta des Songka wirklich imuhweisen; 3j von hier ans 
Iä der Landweg nach der Hauptstadt Sinil, woniuter luich den 
Zeit des Ptolemaus bestehouden Verhattnisseu nui* die damalige 
Besidenx Lo-yang gemeint sein konnte , in nordöstlicher Richtung, 
man in den Bereich der nach Norden führenden Biniienschiff- 
irt gelangte. Die Quelle der hier in Betracht gezogenen Angaben 
id für den zweiten und dritten Punkt Nachrichten, die jünger 
•en als die Zeit des Marinus und die Ptolemtlus selbst von See- 
ireni in Eriahrung gebracht hatte ; sie lauten nach dem, was er 
17, 5 mittheilt, so. „Er habe (sagt erj auf diesem Wege auch 
die entlegneren Tbeil© Indiens bis zur Goldneu Halbinsel und von 
bis Kattigara erkundet, und zwar stimmten seme Gewllhrs- 
ler darin überein, dass aut' dem Hinwege die Fahrt eine Östliche, 
dem Rückwege eine westliube lüchtuiig habe, und dass die 
der Zurücklegung der Fahrten unbestimmt und ungleich- 
sei; ferner, dass jenseit der Sinen Land und Hauptstadt 
öeren hege utid östlich davon (das heisst aber wegen der tür 
l^esetzt östlich gehaltenen Gesammtrichtmig nur ,jenseit8''j 
ibi*kiumtes Land sei mit sumptigen 8een, die so dicht mit 
milcbtigem Rohr bestanden seien, dass man an dieses sich haltend, 
Uebergang bewerkstellige, und dass von da (d. h. von den 
»n) eine Strasse über den {Steinernen Thurm nach Baktricn und 
w fuidre über Palimbothra nach Indien führe; endlich, dass der 
^eg Ton der Hauptstadt der Öinen nach dem Hafen Kattigara nach 
Ldwesten gehe.* Der zweite Punkt kommt somit in WegfalL 
handelt sich, wie man sieht, um eine Kunde, die mit Kattigara 
jhts zu schallen hat, ein Stück mythischer Geographie^ das mit 
m Sagen von den Uttarakuru zusammenhängt. Was den ersten 
ikt betritt, so hat Frh. v, Eichthofen trefilicb erklärt, wie 
'tolemäus zu der Vorstellung gelangen konnte, dass das Hinter- 
indiefi an der Ostseite bespülende Meer nur ein Meerbusen sei, 

felseit dessen die Küste sich in südwestlicher Richtung fortsetze 
d, wie er meinte, weit im 8üdcn mit Afrika verbunden sei \ aber 
diese Frage und die nach der Lage von Kattigara stehen in keinem 
direkten Zusammenhange , und jene Erklüiimg passt nicht zur 
Anseianiiig von Kattigara an der Stelle von Ketscho, sondern würde 

ter die Verlegung dieses Hafens etwa an die Südspitze der Insel 
d-nan erheischen. Die Stelle, um die es sich handelt, ist die 
D Ptolemäas I, 14, 1 aus Marinus mitgetheilte : „Dieser (sagt er) 
be die Dauer der Fahii über das offene Meer von der Goldneu 
HidbinBel nach Kattigara in Stadien nicht angegeben, sondern sich 



206 



Aftzeüf&i. 



nur auf die von Aloxaiider gemachten Mittbeihixigen " " n, n«cb 
welchen dtis Land von dort an dem Mittage g«g<^' a^ wwl 

miin liings desselben hinfahrend in 20 Tagen nach der 6Uuii Ztkk 
gelange; wenn man von da aus einige Tage über das offene Um 
fahre {dtanÄiv(JavTa^) in der Aichtung gegen Süden, uiicl zwv 
mehr nacli links zu, werde Kattigara erreicht.* Die Worte kifait- 
r4u T^ fifatfußgiu können nicht-S bedeuten als «dem MittAge gegen- 
überliegend", d. h. die Richtung der Küste war eine von Wtrt 
nach Ost; sie werden von IHolemllus an der Parallelstelle U H^ ^ 
mit ,dem Aequator parallrd'* umschrieben, und eine andr*' Deotmip 
als die seinige ist überhaupt nicht möglich. Da der Ausgang«' 
punkt der 20 Tage das Ende der Halbinsel von Malakka ist* so 
kann nur die Küsie von Meklong bis'Huyen gemeint &^in» und ta 
die St.^dle von Hiiyen wird in der That Zabä von der Piolemäiseben 
Kurte gesetzt. Wenn auch das Maass von einigen Tagen F^bil^ 
die Kattigara von Zabü entfernt sein soll, sehr allgemein gehalten 
ist, der Ausdruck i)ta7tkelv an Unklarheit leidet und die Behaupttu^ 
die Richtung sei (wie PtoL l, 14, <i ganz richtig definiert hat) «iflf 
südüstliebe, für die ganze Fahrt unmnglich richtig sein kann, 
vielmehr auf einem mangelhaften Referat zu beruhen scheint, «o 
geht doch aus Allem so viel mit Sicherheit hervor, dass Kattifrvi 
in keiner zu grossen Eotfeniung von den Mekhong-Münit 
gesucht werden darf Gegenwärtig nimmt die Strasse, wel 
einiger EntteiTiung von der Kü^^te durch ganz Annam und daiii 
weiter nach Chma führt, bei l'huoktui, .südöstlich von Saigon, ihm 
Anfang. Die Ansicht von d'Anville und Klaproth , welche nach 
dem Vorgange von Edrisi Kattigara an der Stalle von Saigon 
angesetzt haben, ist also von allen die einzig stichhaltigi^. Wif 
sind somit, wenn wir uns auch der Ortsbestimmung des Verft. 
nicht anschliessen konnten, doch auf anderem Wege zu demselbtt 
Ergebnisse wäe er gelangt, dass dieses wichtige Emporium an der 
Küste lag, welche die Chinesen unter dem Namen Ji-nan mit ein- 
beginti'en haben, der bei ihnen Tonkin und Cochinchina bezeichnet«. 
In diesem Ji-nan sieht nun der Verf. das Prototyp de? 
Formen üina, Cin, ^J Pai, unter denen das Reich der Mitt« 
hei den abendlHndischen Völkern erscheint: Ji-nan sei von dem 
Seevolke der Äfalaien Tschina ausgesprochen und auf das südliohe 
China ausgedehnt >vordon; durch sie hiltten, wie er mit Klaproth 
summimt. die tremden Öetdalirer den Namen kennen geiemU Dit» 
Malaien läHst man, glaube ich, bei dieser Frage am Beeten gani 
ausser Spiel ; es müsste erst bewiesen werden , dass die Malaien 
schon in so früher Zeit über die Indischen Inseln veriireit*! 
gewesen sind, und bewiesen werden, dass sie den Namen Tsehioa 
nichts wie so vieles Andere in ihrem Begiitl's- und Wortschata, 
von den Indeni empfangen haben, imd um beide Beweiso dürfte l»^ 
sehr misslich stehen. Es bliebe die Möglichkeit, da«6 die lociffr 
ihr Vlna direct aus Ji-nan gebildet und den Namen Griechen und 



udj r. Richt.hoftti's China. 



207 



»m mitgetii*^jlt hätten. Nun ist er xwar in der TLiat. den 
riechen durch den Seeverkehr mit Indien bekannt geworden; 
ftT daraus lasst sich zwar eine gewisse Prftsuinpticiii daliir ableiten, 
er Indischen Ursprungs ist^ mit Nichten jedoch folgern, dass 
6f M&eh den Indern von der See her ssugekonimen sein muss. 

Gleich das anerkannt älteste Zeupniss aus der (Jrieuhisfhen 
iteratar« das des Peri|ilus des Ery t hrüisch en Meeres 
l>4 — 65, ist dieser Annahm© nichts weniger als günstig: iin 
»gpotheil enthält diese Stelle über die Gegend von Thin im hohen 
[orden, bei der das Meer zu Ende geht» mit einer sehr grossen 
It im Innern Namens Thin, von der die Seide zu Lande nach 
Barygaza über Bakiru und andrerseits nach Limvrike über den 
luss Ganges gebracht wird, eine schwer zu erreichende Gegend, 
m der nur vereinzelt einige Wenige hpikämen, dt-n unzweideutigsten 
iuweis, dass auch diese Kunde von China deo Gewährsmäimem 
^8 Peripluü nur auf dem Wege des Laudhandels zu Theil geworden 
Es ist derselbe Weg, auf welchem etwa im 2. Jahrzehnt 
der Vater des Kachias , des Hauptes der unter Claudius 
Rom geschickten ttesandtschaft, von Ceylon aus zu den Seren 
Eine eigenthüinliche Corabination der Nachrichten , welche 
r See und zu Lande nach Indien gelangten, we Bie der Veif, 
507 in der Stelle des Periplus wehen will. ULsst sich in ilu* nicht 
sowohl ihr Reden vom Landhandel und Schweigen vom 
idelt ttl» die nebelhaft versr-hw^oTumenen Vorstellungen des 
>lus von Allem, was über den Ganges hinaus liegt, si-hliessen 
»einem Verfasser sogar jede Kunde von einem Seeverkehr von 
ien nach China positiv aus. Dagegen ist sein Zeugniss völlig 
Einklang mit dem, was sich auft den ültesten einheLinischtin 
•ugnissen im Mahäbhärata und im Gesetzbuche des Abmu ergab. 
dem gleichen Resultate fühil die Form, in welcher der Name 
jener Jlltesten Stelle des Periplus erscheint; er lautet nicht 
, sondern ^iv^)^ beseitigt also Jede unmittelbare Herleitung 
J i-nan^ oline Weiteres und Iftsst sogar die ^Ent^stehung aus 
ItMcbem Chin hinter der ans mittelpei-sischem Cm als weniger 
»inlich zurücktreten: in Baiygaza kann der Grieche den 
ebenso gut von Iranischen als von Indischen Kaufleuten 
lölt haben. 

Köimen auch die Iranischen Belege für den Namen 

n oderDschenastan ('/pvicrr«) sich an Alter mit den 

riBchischen entfernt nicht messen, so ist doch die richtige An* 

lung, die Seitens der Perser von demselben gemacht wird, 

jend zwar nicht dagegen, dass 8ie ihn von den Indem, um 

rnt.schiedener aber dagegen, dass sie ihn von der Seeseite her 

\i*m haben. Wenn der Vert^ (S. 523) auch bei den Persern 



idi< 



Hvai 



Iji NüMiriJch \»l da«i ein»iB« abweii'lnmdo Hirn rity" r;c miiit hi lÜ^ifAf, 
Miiiuru u«ch il«ii vivr lUiiUr^n Stellen in f-Kp äf t/t zu verbessom. 



208 

in dieser richtigen Anwendung nur das Ergebniss einer glücklichte 
Schlussfolge anerkennen will, so wüsste ich nicht, womit dies irg«od 
wahrscheinlich gemacht werden konnte. Für directe Beziehung d«« 
Namens auf dem Landwege scheint der Umstand zu sprechen, dm 
die Benennung Baghbur für den «Kiumielssohn*, welche sehoü aa 
der ältesten Stelle^ in der dem Moses von Khorni zugescbrtebeofa 
Geographie T mit Dscheuastan in Verbindung gebracht wird, ndi 
begrifflich imd lautlich leichter aus dem Persischen al8 »uä dia 
Indischen erklären lässt. Mit äicherheit wird die Frage, ob Indtrs 
oder Lraniem in Bezug auf die gegenseitige Mittbeilung des Kanwot 
die Priorität gebührt *), schwer xu bt?antworten sein, weil sie ledigtieh 
?on der Entscheidung der andren Frage ubhlLngt, welches foo 
beiden Völkern früher einen Antheil au dem über Centralasia 
betriebenen Seidenhandel gehabt hat. 

Es bleibt dabei, dass für das Wort Cina oder 6\n 
eine Erklärung gesucht werden muss, die seine Mit- 
theiluDg auf dem Landwege berücksichtigt. Die ge- 
wülmlichste Art, in der Gesammtnamen tUr ein Land oder Volk b«i 
andern Völkern entstehen, ist die, dass diese den Namen des ihnM 
zunächst gelegenen Tbeils auf das Ganze übertragen. Die westlichste, 
von der grossen Seidenstrasse zuerst und ausschliesslich berührt« 
Landschuft China's ist Tsin, von 897 — 206 v. Chi*. Sitz eines eigii«i 
Reichs, das zuletzt die Alleinherrschaft über China erlangte. Laogi 
nachher ist Tsin noch ein Mal eine selbstständige Herrschaft 
geworden, die sich unter drei verschiedenen Dynastien von 34!^ — 438 
n. Chr. behauptete; und dass der Name in der Zwischenzeit ni* 
aufgehört hatte im wirklichen Gebrauche zu sein, ersieht man ans 
der gelegentlichen Notiz, dass im Jahre 102 v. Chr. in der Hsopt* 
Stadt von Ta-wan , nach einer andern Nachricht im Jabre 83 ift 
einer Stadt der Hiujig-uu, Flüchtlinge aus Tsin lebten, die sich 
Äul* das Brunnengraben verstanden (Richthofen, China 8. 457* 
Deguignes, Geschichte der Hunnen, übers, v. Dähnert l, 186), 
Die herköramliche Ableitimg des Namens China ist also nicht zu 
verwerfen, sondern nur zu modificieren. 

Des Verfs. ^^nsicbt, dass der Name der Seren immer auf 
Landhandel, der der Sinen immer auf Seehandel zurückzufUhrüi 
sei, bedaif, wenn sie auch von einem richtigen Grond^daiikflii 
ausgeht, einer Einschränkung. So gut wie der Autor des Periplm 
eine richtige Kunde hat, dass Thin sich weit in's Innere strocltt 
und das Land ist, aus dem die Seide konmit, fehlt es auch nicht m 
Griechischen SuhriftsteUern, die recht gut wissen, 
dass das Serenland am Meere liegt: den Bericht dm 



1} Der Ausdruck ,X''m imd MAcin" ist hierbei vöUig irrvlevanl; es Ist «ia 
RUA Mü.*»lt*U]i<tclmr Zeit stAiumeiido-k FendRiit zu ,M*i^ uud Magog" mit b»* 
Absichtigleii] Aiiklaug, ^wixlurcb di«»o» erlftutert w()rd«u »oU. imd h»t ariiirsrUell 
mit iiidkchom Afahdciml etwu zu schaäTeu. 




V» Out»chmi'd, V. Ri4^hthofeuH China. 



209 



ifi» hat der Verf, selbst auf^efahrt (S, 521); ich füge den 
des Fltisses Seros hinzu, der in einer der von PtolemUus 
^tittlttzt^n Quellen den Songka bezeichnete. Die ausdrückliche 
Scheidung zwischen Seren iind Sinen ist nicht, wie der Verf. es 
binsteUt^ die Regel» sondern eine auf PtolemÄus und die von ihm 
ablUtaigigen Späteren zu beschränkende Ausnahme. Um es kurz 
xasnmnenzu&ssen, der Unterschied ist nicht so sehr ein räumlicher, 
wi« ein zeitlicher: Seren ist die anbestimmt gehaltene altere, 
SiiMD die durch den regeren Verkehr seit 114 v, Chr. in Aufnahme 
gekommene neaere Bezeichnung, beide aber sind den westlichen 
VdUcem auf dem Landwege zugekommen, wemi anch die zweite 
TOn den Griechen zuerst in Indien vernommen worden ist. 

Als die Chinesen xmx die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr, 
Herrschaft über Centralasien wieder verloren und nicht viel 
auch die Blüthe des Römischen Kaiserreichs zu schwinden 
, trat, wie uns vom Verf, nachgewiesen wird, eine Periode 
gegenseitigen Entfremdung ein, der Verkehr zwischen beiden 
\rie «war nicht völlig auf» wurde aber sporadischer, und die 
rngnisse über ihn sind entsprechend seltener. Diese, unter denen 
des Kosmas Indikopleustes (^iDeiläufig, eines Nestorinners) 
dem 6. Jahrhundert als das eines Mannes, der selbst nach 
ien gereist war, eine besondere Bedeutung beanspnicht^ werden 
Verf. auch jetzt sorgsam besprochen ^ wenn auch nicht in so 
Mügehender Detaüuntersuchung, wie die der vorhergehenden Periode. 
.Am Ersten könnte mau hier die Stelle des Bardesanes (um 
118—222) über die Sitten der Seren ^) vermissen , weil ihn seine 
Nachrichten als einen gründlichen Kenner des Orients 
slunneii lassen* Im üebrigen verdient diese Zusammenstellung 
volles Lob nicht blos wegen dessen, was sie gibt, sondern auch 
wegen dessen, was sie nicht gibt, so wegen des Schweigens in 
Beaug auf das vermeintliche Zeugniss Ammian's über 
die Chinesische Mauer. 

Eine neue Glanzperiode des Verkehrs beginnt mit der Einig- 
nag dea lange Zeit in zwei und mehr Reiche getheilten China 
durch ^e Sni-Dynastie 589 n. Chr., welche die Wiedererlangung 
-der Herrschaft über Centralasien unter der ihr folgenden berühmten 
itie Tang zur unmittelbaren Folge hat. Aus der allerei-sten 
der erneuerten Verbindung zwischen dem Westen und China 
len wir ein Document in dem merkwürdigen Berichte bei 
^Theophylactus Simocattas VII, 7 — 9, dem einzigen in der 
Griechischen Literatur, der uns nicht blos über Geographie, sondern 
inoh über Geschichte Ghina*s Kunde, und z-war gleichzeitige Kunde, 
gibt Die vom Veri*. S. 551 f. gegebene Erläuterung desselben 
beanspracM zwar nicht Originalität, stellt aber doch wegen ihrer 



t) tSim bt m mehrlnchcn Ifoc^iibiüni^n erhalten, dir niim zusmiitn^ii^esteUt 
b«i Lfto^lois, Culle<-tiiiti (ied historioiuii de rAimc'iiie I, %\. 
BA XrXIV. 14 



810 



Awmgm* 



unter den verschiedenen Meinuni^eii mit Sachkunde getroffBium 
Auswahl gegenüber der in Droysens Geschichte der Epigoam ö, 
225 fif. (2. Ausg.) niiigetheilten Behandlung derselben Frage durch 
Schott einen grossen Portscliritt dar^ indem der Letztere zwar dia 
Nttmen Ot/or und Kolt-h veriJiciert hatte, aber über den Sinn geisde 
der weitaujs wichtigsten Natiien Tainjiist und Chubilan^ obgleich 
beide schou von Klaiiroib richtig gedeutet worden, gänzUob fehl- 
gegangen war. Der Verf, nimmt mit Recht Yule's Erkliimng von 
Taugust aus Tamgbiity an; nur in Bej^g auf Taüittv, un^ vioQ 
if^Boif Tat^ 't'XXfivtxai^ (fUivalg ivar^^cavitat, hätte er sieii ent- 
schiedener gegen YuJe's Combination mit Tai-tsuug und filr Khf^ 
Totb's Ableitung von Ti^n-tszS erklilren sollen: Tai*t8img kennt« 
aU ein Naiuei den der betreffende Kaiser er^t nach seinem Tode 
649 erhielt j dem Theophyluctus unmöglich bekannt seiiu Aiicli 
kommt es gar nicht dturauf an, wann dieser i^chrieb, sondern aus wel* 
eher Zeit seine Naehnchten stammen: nichts aber ist klarer, als das« 
diese alle von der im Sommer 598 in Constautinopel eingetroffenen 
Ciesandt^chatt des grossen Chagan der Türken herrühren und sich 
auf die Jahre 588 — 597 beziehen; der Verf. setzt sie entschieden 
'in spät au. Ntu^h der Mitte des 8. Jahrhunderts begann aueh die 
Herrlichkeit der Tang^ zu sinken, in Folge innerer Uiirubeii eot* 
glitt die Herrschaft über Centralasien ihren HiLnden, cmd eäiii 
abermalige Stockung des Laiidverkehrs war die Folge. Es ist eis 
glücklicher Umstandp dass, wie die AntUnge dieses zu den gläiuei 
üteu sowohl der ChineBischen Geschichte aljä des international 
Verkelu's gehörenden Zeitraums durch den Bericht des Tl 
lactus, so seine Aui>gtiöge durch das berühmte Symch-Chij 
Monument von Hsi-ngau-fu ans dem Jahre 781 erleui;ht«l 
werden ; je seltner dieses ohne Voreingenttmmenheit besprochoii 
worden ist, um so nmhr werden wir dem Verf. für die 8, 55*1 
gegebene Erörterung, mit der eine knappe Geschichte der bis- 
herigen Heurtheilujigen desselben verknüpft ist, Dank wissen: er 
stellt sich natürlich auf die Seite der Vertheidiger der Echtheit 
Von nun an treten die Berichte der Araber und Perser 
über China ein, die vom Verf. S. 556 if. in der gewobntea 
jkii^digeu Weise besprochen werden. Der Seeverkehr hielt .sich 
Jtftnger als der Landverkehr, erlosch aber seit dem mit der ICebelii^jn 
:4^ Hir^yoigtschau eintrete udeu Verfall der Tang «Dynastie (8bO) 
gleiobfoUs v6lUg. Eine Wendung erfolgte erst nüt dem Entstebeo 
der Mongolenherrschaft, deren Folge zwar zunächst nicbtir 
als Verwüstung zu sein schien, die aber dadurch, dass sie das 
ganze innere Asien in Einer Hand vereinte, das Reisen ungemein 
erleichterte und so einen Aufschwung des Land Verkehrs herl>ei- 
führte, wie ibn die Welt vorher und niM^hher nicht gesehen hat; 
Yon der dadurch herheigt>führten grossartigen Erweiterung des 
'Ö«sicbtskreises hat uns der Verf. mit Hilfe des jetzt namentlifh 
von abendliLndischer Seite sehr reichlich äiesseuden Quelleanuiteriftls 



r. frttfjiihtnül, r, lUcMiofetC« Chituu 



211 



iscbiiiiliches Bild gfliseichnet. Allerdings war ihm hier 
Yale mti.Httrrhaft, vorgearbeitet worden, dessen gross« 
V^qiKenstc um die Ot^schiohte der fleo^'aphie S, 007 und sonst 
inH wannen Worten liervorgehoben werden. Referent hat sich 
liter fiist durchgängig als Leimender zu bescheiden und wagt nur 
ein oder zwei Bedf»nken zu Hassern. Das eine hetrittl das bei 
iien Arabern eine nicht unbedeutende Rolle »pielende Türkische 
Volk der Taghazghaz, welches der Verf, S. 50fi mit den 
Hwei-hu identificieren nir>chte; allein nsich Mas'üdi war es der 
Gban der Taghazghaz, mit dessen Beistand der Kaiser von China 
den Rebellen Hwang-tschau überwältigte, nach den Chinesischen 
Annalen war es Li-ke^ynng, der Fürst der Schft-to : die van Ritter 
angenommener ft^t^ De^^uignes zurückgehende ßleichsetzung dei' 
TftigfaaKghaz mit den Scha-*o dürtle also unanfechtbar sein. Was 
die S. &äi aufgeführte Literatur über den Priestar Johannes be* 
trifft, so ist diese neuerlich durch Znrncke, Der Priester 
Johannes (Abb. der philoL bist. Cl. der K. 8ilchs. Gei>ellseh. der 
Wi!«ensch. Bd. VIII.). Leipzig 1X7*.*, 8. um eine treöliche Schrift 
TArniehrt worden, nach der wohl Niemand mehr in Zweifel sein wird^ 
dass die Ansicht, welche das Urbild desselben in Yeliu-Taschl, dem 
Gründer des Kamchitanenreichs, findet, die einzig ritditige ist. 

feChatai, d i. Nordchina, war seit den Reisenden der Mon- 
lenzeit ein gefeierter Name; volles Liebt ward aber über China 
it durch die Entdeckungsreisen der Porfugiesen, welche L^17 
eh CiMiton kamen, verbreitet, luid es bedurfte längerer Zeit, 
alift mau im Abendlande einsehen lernte, dai4S diesem China kein 

I «öderes Land sei als eben jenes Cbatai der älteren Reisenden. 
Jji lobendiger, anschaulicher Weise wird uns die numnehr an- 
breehende neue Zeit vorgeführt., vor Allen Matten Ricci vind die 
'Wesentlicb durch Ihn zu ihrer ungemeinen üedeutuiig für China 
erhobene Jesuitenmission, die Verdienste Martin Miirtini's 
oni die Geographie und die 1718 beendigte chartographische Auf- 
nabme von China, eines der letzten, aber zugleiiih das glUnzend.ste 
Basoltat dieser ganzen Missionsthätigkeit. Dieses Alles schildert 
der Vert mit sichtlicher VorLiebej aber auch mit vollster Un- 
nlichkeit ; als auf ein mustergiltiges Beispiel in dieser Hinsicht 
.»ci auf die Würdigung des Karteuwerkes der Jesuiten S. 683 ff. 
hin>fewiesen ; weder könne, so lautet das Urtheil des Verfs, , bei 
den ^Dreiecksketten* , deren sich die Jesuiten für die Ortsbestim- 
longen bedienten^ an triangularische Vermessung gedacht werden, 
lOch sei die Arbeit von den einbt^iroischen Specialkarteo so un- 
ibhingig, wie P. Regis behauptet hatte, aber auch auf ein richtiges 
[^a«88 zurückgeführt sei und bleibe dieselbe für ihre Zeit ein wahres 
Ji«i8ierwerk. Auf diesen Arbeiten der Jesuiten fu8sen dann die 
der Fraiizösifichen Gelehrten des 18. Jahrhunderts , Gaubil, Du 
Halde, d'Anville; ihnen allen wird vom Verf. der gebührende Platz 
in der Geschichte des Wissens von China angewiesen. 



212 



AnM^eu. 



Je mehr seitdem die Literatur der Reisebeschreibuiigen , 
lehrten Arbeiten und Monographien verscbiedenster Art über 
angewachsen ist, um so grösser war für den Verf. die 6e&lir, 
wenn eine gemsse VoUstlindigkeit erreicht werden sollte, in eiaaii 
katalogisierenden Ton zu verfallen. Es ist ein Beweis teiiief Wr 
von'agenden schriftstellehschen Geschicks, dass er, ohne auf jenat., 
Vorzug a^u vensichten, auch hier den grossen Zusammenbang 
aus dem Auge verloren und auch für die neueste Zeit di 
Gruppierung des Stoffs um die Missione- und Oesandtscl 
keit der einzelnen Europäischen Völker ein bei mi^glicbster 
heit das Wichtige hervortreten lassendes Bild ihrer gelehrtes^ 
9^hütigkeit, deren Object China, ist, zu geben verstanden hat. Das 
ürtheil des Verfs. über die Leistungen seiner Vorgüngar ist durch- 
gängig ebenso massvoll als gerecht; über die bestrittene Glaubwürdig- 
keit einzelner neuerer Reisenden dürften Wenige so competent sein, 
wie Frh. v. Richthofen, der den zweifachen Massst^b anzulegen ver» 
mochte als Augenzeuge, der China längere Zeit selbst bereist, und als 
Gelehrter, der geographische Kritik zu üben gelernt hat Aus seinem 
Hunde hat die Entlastung Huc's von den gegen ihn erhobenen Be- 
schuldigungen besonderes Gewicht; freilich ergibt sich aus seiner 
psychologischer Meisterschaft entworfenen ChamkteristLk (S. 705 
dass auch er den geographischen Werth des Huc*schen Reisewei 
•inaserst gering veranschlagt In dem Schlussworte legt der V< 
(8. 729 ff.) seine Ansichten über die Ziele der Geo- 
graphie und die Beziehungen, in welchen sie zur Geognosis 
steht, sowie über die Methode nieder, nach welcher die von Rit 
geschaffene vergleichende Erdkunde in einer den heutii^en Anft 
derungen entsprechenden und zugleich ihres Begründers würdigen 
Weise zu vertiefen und weiterzubilden sei, um den Rang einer 
von den übrigen gesonderten Wissenschaft zu behaupten. Dieser 
Rückbhck beschliesst den ersten Band und leitet zugleich auf des 
folgenden über, welcher sich mit der Darstellung von China selbst 
beschäftigen wird. 

Der Text ist durch eine Anzahl eingedruckter Holzschnitte 
illustriei-t, die das Gesagte veranschaulichen und stets chanikl4?n- 
stisch sind; es genüge, auf Fig. 6 (S. 68). eine Aussicht waS 
Lössschluchteu durch eine Oeffnung in der Wand eines Hohlweges 
am Pass Han*sin-ling in Schan-si, und andre der die eigenartigea 
Lössfonnationen darstellenden Bilder hinzuweisen. Eine besonders 
werthvolle und das Verständniss ungemein erleichternde Betgabe 
sind die Karten, unter denen die ersten 2 zur Erläuterung d< 
ersten Abschnitts dienen, von den andern uns 5 China, 4 Cent 
asien in den verschiedenen Perioden der geographischen Kun< 
vorlührefi. Namentlich die letzteren sind von hervorragender Be- 
deutung, der Verfasser selbst legt auf sie ein besonderes Oewii 
«für grosse T heile des Westens (sagt er S. XIV) ist das nei 
Material zu Grunde gelegt; wo die Gebirgszeiclmang in Cent 



Xesitie, BtntäiMiVg Slmli*»» ^nr sr,„ft. TleUffiomgeiivhichU;. 213 

von der herkömmlichen abweicht, beruht sie auf der sorg- 
fUÜgdn Beontzung Terschiedeoer, meist Chinesischer, Quellen*. 

Die ftofisere Ausstattung des Werkes ist eine sehr 
sl«miebe, seinem inneren Werthe völlig entsprechende : es ist dies, 
iri« wir aus dem Vorworte erfahren, Seitens unseres Kaisers durch 
(l-vN'aiirun}? eines durch Beitrage der Königlichen Ministerien des 
' lios und des Hruidels erhöhten Zuschusses aus dem allerhöchsten 
iJifijiositionstbnds emiöglieht worden; einen sehr erheblichen Theil 
d«r Lasten hat die mit dem Verlage betraute Firma Dietrich 
Reimer selbst übernommen. 

Alfred von Gutschraid. 



Stadien mir semiff sehen RelMÜmaffeschichte van Woff WiÜtelm 
Grafen Baudüstn. Leipzig , Grnnow. Hetl L 1876. 
VL 380. Heft U. 1878. Vm. 285. 

Eine Anzeige von Graf Baudissin's Studien zur semitischen 
RpUgionsgeschiehte h&tte längst in der Zeitschrift erscheinen sollen, 
durch verschiedene unliebsame ümstÄnde bisher verzögert kommt 
sie nach einer Richtung hin auch jetzt noch nicht zu spät Denn 
^08« Studien gehören zu den in unsem Tagen seltenen Arbeiten, 
WAlohe die Gewähr haben, nicht so bald veraltet zm sein; zeichnen 
«ich doch in doppelter Hinsicht vortheilhaft aus : einmal durch 
tmögUche Umsicht und Sorgfalt in Sammlung und Vermehrung 
vorhandenen Qnellenmaterials, so dass sie alles enthalten, was 
gtgenwärtig über die von ihnen behandelten Fragen gewusst werden 
kann, sodann durch eben so grosse Vorsicht und Besonnenheit, mit 
welcher aus dem vorhandenen Material auf die religionsgeschichtliche 



K WAloh 



Hfotwiddung Schlüsse gezogen werden, so dass des Verfassers eigene 



I 



Aufstellungen nicht Gefahr laufen durch neue Funde sofort wieder 
omgestossen zu werden. Manchen w^e vielleicht ein geistvoll 
gasaichnetes Totalbild interessanter, als diese mühevollen Einzel- 
mtorraclimigen, aber jeder Einsichtige wird zugeben müssen, dass 
iUr von Baudissin eingeschlagene Weg bei dem gegenwärtigen 
Stand unserer Quellen für die Kenntniss der semitischen Kcligionen, 
WtHJbat auf dem Punkt, wo sie am reichlichsten fliessen, bei der 
lUKgion Israels, der einzig richtige und zugleich derjenige ist, 
welcher am ehesten zum anzustrebenden Ziel einer abschliessenden 
Erfeenntnias der semitischen Religionsgeschichte zu führen verspricht, 
und wir hiibeu die bestimmte Hoffnung, dass es eben Baudissin 
giling«n werde, nach solchen vorbereitenden Studien das Werk zu 
Baleni, welches für das ganze Gebiet der semitischen Religionen das 
fein werde, was in beschränkterer Weise Seiden s de D i i s 8 y r i s 
^^ so lange Zeit gewesen ist. Wie bedeutsam einzelne der in diesen 
B 2 Heften vereinigten 7 Abhandlungen für die alttestamentlicbe Tbeo- 



i 



814 



logie sind, ist von den cotnpetent^eten Vertretern dieses Fachs bareii» 
willigest anerkannt worden (z. B. von Kiehm. Studien und Krüäim 
1880. ltJfl^l89), Hier kann es sich nicht mehr darum haodeb 
den Inhalt dieser Untersnchungen erst zur Kenntniss tu bringen; 
nur zur letzten über heilige Gewässer, Bftame und Höhen bei dM 
Semiten, insbesondere bei den Hebrflem, die der VerC selbst mit 
Recht einen ersten Wurf nennt, seien einige abgerissene Bamorkiuigefl 
erlaubt. Zu den Spuren cultischer Bedeutung von Qiiell«ii bei 
den Höhrüeni möchte ich ausser Gen. 16, 14 fll, 169) ftn**b Jwd. 
15, 9 ff. rechnen; denn solche Sagen über wunderbare 1 ni? 

einzelner Quellen scheinen vielfach auf eine ursprünglicij- ^ j>e 
Bedeutung derselben hinzuweisen (über die Aehnlichkeit der Namen 
Gen. 16 , 14 und Jud. 15. 19 vgl. Wellhausen, Geschichte Israel» 
329, Anm. 1.). Wenn dann in christlichen Legenden die Entstehnj^g 
einzelner Quellen mit Heiligen in Verbindung gebracht wird fPaustiu 
von Byzanz z. B. führt zwei Quellen in Armenien auf den h Jakob 
von Nisibis zuriick. Buch III . c 10), so ist eine solche üeber- 
tragim*/ nicht ohne reHgionsgeschichtliche Analogien (vgl. i. R 
Elias und Heüos). Zu 11, 178 Anmerkung 1 über die Bedeutung 
des Jonasmyihus möchte ich an Zeitschrift 80, 94 Anin. 1 erinnen, 
und aus dem was Goldziher, Mythus in den Anmerkungeii 
ssu S. 117 und 127 beibringt, liesse sich mit der nöthigen Voffiiobt 
vielleicht auch noch Einiges entiiehniPn. Ein« Spur cnlitsdMr 
Bedeutung des Feigenbriums bei den alten Syreni glaube ich in 
der En£&hlung bei Mösinger Monumenta Syriaca TI, 65, 29 ft 
finden zu dürfen, dass aus dem Blute der bei Karka hingerichmt«« 
christlichen Mllrtyrer ©in heilkrllftiger Feigenbaum hervorgefl|iroOTk 
sei, sodass der Platz, der vorher si-^in (populus alba?) gehtissm 
habe, »tnetn n'-S genannt und ein Asyl geworden sei ; dies ist gut 
in Parallele mit dem, was z. B. S. 204 über das Veücheii all 
BUS dem Blut« des Attes entsprossen angeführt, ist» Um auch 
noch zu dem Abschnitt über die heiligen Berge einen Btitrftg m 
geben, so weiss Barhebrlius zu Ps. 12. 9 (ed. Lagarde 111, 65) 
von einem solchen bei d^n Edomitem, indem er die Lesart Wsr^ 
BTT« "*2aT «b-'bT der Pesohito folgendermaassen commentürt! »das 
ist ein Berg in Palästina, auf welchem die Kinder Esau'fi d- i. Edoni 
ein Bild der ^rbi d. i. Aphrodite aufgestellt haben und an ihrvm 
Feste ziehen Münner und Frauen Hiebenmal nackt im Kreifle ntn 
dasselbe und dann verunreinigen sie sich mit einander.* Das V«r- 
ehren der Gottheit auf d«n Büchern (zu Ö, 200) hebt noch Isaak 
von Antiocbien (1, 245) ausdrücklich hervor. Diis«^ den raieben 
Inhalt der bisher erschienenen 2 Hefte sorgfältige Register lel^t 
zuganglich machen, ist besonders dankenawerih ; möge der Verf. 
Müsse finden seinen Studien bald ein drittes gleich gediftgtnea Heft 
folgen zu lassen. 

Tübingen. E. Nestle, 



AnMigmi. 



2ib 



KeUalöa der Bibliothek der tleufschen fnort/tnlibuUachen Ge- 
Muiehafi, 1. Drucksehrifteyi uiul AehMhes, Leipzig in 
Catnmiseian be4 F, A, Brorkkam. 1880. 17 jxnd? 215 S. 
8. Ladenpreis 6 M. Für Mitglieder der D, M. ti. bei 
directer Beziehang von der CominissionsbuchhaadluDg Ti M. 



Soll dfts alte Praeteritoram malorum dulciH reeor- 
i o ganz zntreffisn, so muss als Vervollständigung hinzukommen : 
raeaentium bonorum dnlcior fructus. Unsere Gesell- 
l^chalt ist mit ihrer Bibliothek in diesem glücklichen Falle. Die 
Ittkge Vorgeschichte des hier anzuzeigenden Katalogs liefern die 
firqiokoUari&chen Berichte über die GeneralversammluDgen vom J. 
1864 an; was diese aber nur ahnen lassen, ist die (rröss^e und 
f Bell Gierigkeit der Aufgabe, deren Lösung Herr I^ofessor M üUer 
im Herbste des J. 1877 mit dem Amte des Gesellschaftsbiblio- 
thokar^ übernahm. Nur die Nüchststehendeii können di*? vod ihm 
I durchgeführten ordtiungschaffenden und grundlegenden Vorai^beiten, 
ohne die eine dem wissenschaftlichen wie praktischen Bedürfnisse 
^entsprechende Katalogining der Bibliothek schlechthin unniuglieh 
geblieben wäre, in ihrem ganzen Umfange und ihrer ganzen Be- 
tdentung würdigen; der Bibliotheksbericht in den GesellsebafU- 
nachxichten Bd. XXXIII der Zeitaclmft S. VIII— X giebt davon 
mir eine annähernde Vorstellung. Die Ausarbeitung und der vom 
Hallischen Waisenhause besorgte Druck dieses ersten Theil« wur- 
den, dann so kiilftig betrieben, dass schon der vorjährigen General- 
▼eraammlang in Trier eine Anzahl Aushängebogen davon vorgelegt 
werden konnte , und das Buch kurz nach Neujahr vollendet war. 
Es enthält s&mmtliche durch Druck , Lithographie (Autographie), 
[Photographie und die von letzterer ausgehenden Vervieltllltigungs- 
'methoden hergestellten Nummern unserer Sammlungen; alles üebrige, 
— Handschriften, Münzen u, s. w., — kommt in einen später 
eTBcheinenden zweiten Theil. Das Vorwort handelt von dem Ver- 
h&ltaisfte der Eingangsverzeichnisse in der Zeitschrift zu dem vor* 
Ui^enden Theile, von dessen Inhalte und Anlage im Allgemeinen; 
ai|g«hJlzigt ißt ein neuer Abdruck de.s Ausleihungs • Keglements. 
Dem Kataloge selbst geht voraus ein Register über seine vier 
Abtheilungen: L Schriften gelehrter Gesellschaften , Zeitschriften 
und Zeitungen allgemeinen Inhalte, S. 1 — 12. IT. Sprachen, deren 
Litteratoren und auf diese im Einzelnen bezügliche Schritten 
(18 Sprachstämme mit ihren Zweigen), S. 13 — 124. Hl. Wissen- 
len (12 Hauptwisseoschaften mit ihren Unterabtheilungen). 
125—213, IV. Vermischtes S. 214 und 215. Den einzelnen 
Mkeln sind durchlaufende Ordnungsnummem vorgedruckt, im 
(huaen 3855, — die einen gemeinsamen Titel fuhrenden Gesell- 
tduiÜaschiiften und die periodischen Publicationen» ebenso wie die 
TbeDo einas und desselben Werkes, unter je einer Nummer ; auf 
der entgegengesetzten Seite rechts steht die entsprechende Ord- 



918 



Anzeigen* 



nongsnuminer des EingangsYerzeichnigses* — So hnben wir nun 
em den Bestand der Bibliothek bis Ende des J. 1879 voll?ifttodtg 
darstellendes, zuverlässiges, ebenso zweckmässig zur \ '•■■X 

des Ganzen wie zur leiühten Auffindung des Einzelneii eiiig ^ 

Handbuch^ 7.untlcbst filr den BibüotJieksdienst selbst« aber nicht 
minder zum Gebraucbe aller Gesellscbaftsmitgliöder in ihren Be- 
ziehungen zur Bibliotiieks Verwaltung, In Folge des weitem An- 
wiichsens unserer ÖammlunKen wird dieses Verseiohniss natüriidi 
mit der Zeit zu ergänzen und fortzusetzen sein; Btistimmaiigen 
hierüber bleiben, wie billig, der Zukunft vorbehalten. Für jptjt 
aber kann das Verdienst, welches Hen* Professor Müller sich 
durch diesen Katalog um die Gesellschaft erworben hat^ von der- 
selben auf keine würdigere und für sie selbst erspriesslicber« 
Weise anerkannt werden , als dui'ch recht allgemeine and viel- 
seitige Benutzung dieses liiventÄnums unserer literarischen B«sitz* 
thümer zu wissensühaftlichen Arbeiten; und dazu sei dasselbe 
hiermit Allen und Jedem auf das angelegentlichste empfohlen. 

Fleischer. 



217 



I 



ITeber den arabischen Dialekt von Zanzibur^). 

YdU 

Frauz Pr^etotias. 

Die nachfolgenden fragmentariselien Notizen werden genügen 
um zu zeigen» dass der Dialekt von Zanzibar aaf derselben Stufe 
8tebt wie das Magrebinische , Aegyptiscbe und das Syrische der 
Stildter (also das ,Vulgär" im engeren 8inne), im Gegensatz sowohl 
ram Idiom der syr. Beduinen wie noch mehr 7ai den Ebkilidialekten. 
Wie nicht anders zu erwarten unterscheidet sich unser Dialekt 
aber in manchen Einzelheiten sehr scharf von dem gewöhnlichen 
YalgSr. — Zanaibar ist bekanntlich von 'omanischen Arabern colo* 
nisirt worden. Die frühste Niederlassung 'omanischer Araber in 
jener Gegend der ostafrikanischen Küste fand statt gegen Ende des 
1. Jahrhunderts unserer Zeitrechiiuog, Enger wui'den die Be- 
Uthungen zwischen 'Oman und Zanzibar Ende des 17. Jakriumderts, 
als der Beherrscher von 'Oman die Portugiesen von dort vertiieh. 
In der Mitte unsres Jahrhunderte bildeten 'Oman und Zanzibar 
bekanntlich ein Reich unter einem Herrscher (Öayyid Sa'id bin 
ßul{*n t 1856); nach seinem Tode indess fielen beide Hälften 
wieder auseinander. Vgl. History of the Imäms and Seyyids of 
Om^ . . . by George Fercy Badger. London 1871. 

Es wird mir versichert, die Sprache von Zanzibar sei genau 
dieselbe we in Mesket^j. Der Araber aus Zanzibar hat einig© 



I 




1^ V^L Bresnier, Coars de Uuigiie arabo (Al^or 1B55) S. 634: lettre da 
IlamMbtr de Zanzibar. SUtt jjL«.;^^! ist m lüüün .jl^i.l^t, odor besa«r 
IJwäJU S. Dcay, snpijl. dict. arÄb. I 212. Das Militair bostoht in Zanzibar 
wi« in *Oinan fiiat aDsAchliesslIch auü belnd5chiscben Söldneni <^vgL Welkted'js 
KeLios nbors. von Rftdigor 1 15); der Hauptmann Jo einer Abtheilung ddnwibeu 
jeiif«« TiUd. — IHesfir Brief ist moinei* WiA^ens dsLs Einzigo was bisher 
dt^n Dialekt von Zünzibur bekannt wt; rr stimmt in Wortun und Wf^ndtirigen 
>{MUjt All de« ÄAblrek'heii mir vurlieKfndt'n Briofun, bietet aber smfimig; kein© 
iler fbmudon Eigcnthttmlicbkc'iton do& Dialekts — leb vormutho boi Carlylc, 
•nf den Ewald (gnmm arab l png;. :il Anm.) verweist, 'omaniÄcbes oder Zan- 
sil^iu^Ajrablsch 6ndun so kiino^n, doch Ut mir das Hucb nicbt zugänglich. 

2) So, KZi^J^Mi^Ji ^ ivird ges^prochcn; ich Hudo aber auch lXXmm9 geschriobon. 

tliödiger, Wellsted'» Uoiaeii 1 S. 11. 
1. XXXIV. Ifi 



4 





218 Praetoriutf über den arabischem Dialekt von 

Mfthe, sieb mit Äegyptenit noch mehr sich mit Marolckanern tu 
untörh alten. Zum jifrossen Theil ist hieran wohl lexikalische Ver- 
schiedenheit Ursache. Ich ni>tir« sü fulgeml« e ige nth um liehe Wörter 

*i., Imperf. *^j heisst könnefi^ ana itiüni ektuh ivh kann 9rhrei/ini\ 
JJ; ist der gewöhnliche Ausdruck für nehmen, viel gebiUüchlicher 
als jL>t; rufen heisst ^^ während LcJ fast ganz in di« Bed 
beten übergegangen ist. Mund^ Maul heisst ft.^^i^, P^^^- fj^^^ 
(vgl. Laue sub ^^Xs-j, -i, ^ ist unbekaimt iJ^S Haar ist vi*»! 
gewöhnlicheren Gebrauchs als jui. Für F\Aas sagt man nur J^,, 
nie j^^L J^*)?i>^ ist Jo^, pl J^lii. ^^iUi od. ik^xU; Lami^ 
pL v.^IjmÜ . Fiii* \_Ä;i5' Schulter sprieht mim ^SXi , du. ^-jaSJÜ , 
pl ^^JÜ^ ; i^j^ möl}rä AVw« ist aus ^.J^U^ erweicht» pL f^^y 
möaljär; ..j! Ohr wird bestÄndig rlin gesprochen, du. *}*tieiu 

Eegen ist sei J^-. r*^ ^^^^ ^<^^t gebraucht. Für ira««Mr sigi 
man mSi, nicht möje. Der Affe heisst JL-»* sSbäl, pL syblän. Sack 
xaJ»^, ZorÄ ö-Ä>-, «JUu grosses Segelboot^ s. Rödiger a. ^ 0. 
8. 15. Der gewöhnliche Ausdruck für ^A^ ist nicht im-^yi ^ 
ganz unbekannt ist, sondern ^jr^li. eigentlich verfOhrfrüch, Aä^ 
dumtu. jU gkivh (pers-), z. B. jL? jJj oder J^^-Ij jJi e» Mf 
a^isir gletf'h. 

Nach A: wird für u in vielen Wörtera w und meist sogar 
gesprochen (vgl. DMZ LX, 59). Wir bemerkten oben schon j 
Ilaar wofür altarabisch «Lio , ebenso o^lM St'huUern* F 
jj" sagt man ausschliesslich jj": killiSküni , kill ©na »'Ar, iw 
kill«m5 so oft als; ^JüT Büclier, küntn aber auch jpili' ihr 
kürbe io J' Fein ; dag. ^*-J ÄA/Äi u. a. Umgeicehrt spricht 
das i der Fonn J^li als u bei Wurzeln alt. ffiy so ^JW tir«ijN9n<i^ 
-iK z. B. nabüü lazüm ^ale^na niktub w^ müssen svhreibfni^ 



'm 





I 



I 



fstehend, *Su hereuend, *x:ll>, *JUy u. s^ f. Bei Wuraelu ult ^ 

I wankt die Aussprache des letzten Vokals zwischen ü and //, 
m sagt sarüb und Sarüb, raküb und nikub u. s. f. Ich hörte auch 

y^t^ Schiffe, wegen des ^, trotz des L 

Der Accent ist der des syr. Städters (und wohl auch des 
A^^ters): Er trifft das Wort nur schwach und neigt dem Wort- 
an&ng zui s. DMZ XXII 178. Das alte hebrüisch-aramLlisi-he t^esetz, 
kurze Vokale in offener Silbe zu corrinn|iiTen , welches, hie und 
da schon im Altarab. beobachtet, in den neuarab, Dialekten .stark 
sich geltend macht (es lässt sich besonders deutlieh im Maltesi- 
schen beobachten, dank der abendländisi-heu Schrift dieses Dialekts), 
tritt auch im Zanzibardialekt in vielen Fällen in Kraft. Die zu 
comimpirende offene kurze Silbe darf natürlich nicht (nicht mehr) 

Trägerin des Accents sein. Das Participium Js^Ci lautet weiblich 

beständig KJLcU, man sagt walde Mutter ^ ebenso plur. wäldät; 

wiqd^ l/rennend^, wathl dicke, 'Alnie iris^ende. Wällde, wsqide u, s. f. 
wurde affektiii klingen. Aber beim Antritt von Sulhxen zeigt sich 
der kurze Vokal des zweiten Radikals, während das ä, e des 
F«iuaitiunis ausfÄllt: wälitti mehw Mutter^ wälfttSk d, M., und 
selbst bei consonantisch anlautenden Suffixen lieber mit Hülfslaut 
*ilQmti*kum eure LeJirerin^ wälltt^^na unsere M. Ebenso geben 

die Formen Jjd den Vokal der letzten SUbe auf, sobald dieselbe 
offen wird; also beim Antritt vokalisch anlautender Sufßxe, z. B. 
Ton w&raq Bautublatl , w^lSd Sohn , m^lek Kmuj ^^ , wi JÜ^ , 
^±JÜU. Ebenso wenn das K des Femininums oder der Einheit 

an diese Formen tritt; überhaupt scheint es eine Form KJjii gar 

~ tj , 
nicht KU geben, sondern nur 'iXmz und zwar schon im stat. absol. 

(y^. DMZ. XXn, 190 Anm.); man spricht zwar Juoj Zwtehel, 

aber nom* unit »JU:l), w^jw^i Rohr, aber nom. unit. kM^^ weiter 

jJu-i Netz, jj^^ Hals, ^'^^ Baum, iijJa Almosen; Plur. o'u^aä, 

oIäX*o. Beim Antritt von Suffixen sagt man aber hier jü^Aa^j 

^i^wdLoj, nicht etwa ^ jwo , ^sjL-ii, In der Form J^^ wird 

der koize unbetonte Vokal der Anfangssilbe aber immer beibe- 



SSO 



PrüiHorm*, üht/r den nrnLiJu-rh«fi lyialtkt 



ZansHar. 



halten, oder wemgsieus nie ganz aiügegeben^ selbst nicht It-i Vvi- 
l&Dgemng des Worts dui'ch AiihÄngung der Femiuioendun^' ; elttnso 

in den Pluralformen Ji^li^. Jw^^LL«, wie mäzdbli meine fJppeK, 

sSnäniri meine KcUeen, ebenso mSkatibe Briefe. Hingegen spricht 

man nur ^xi^ ^ "^jW*» f*-^*^? /^' ~^ ^'^^' ^^*^" ^^* ^^^ Verbal- 
fiexion. 

Wenn es wirklieb begründet igt, dass die Spracbe in Zan^ihar 
mit der in Mesket genau übereinstimmt, so ist die (wober stani 
mende?) Angabe d© Sacy's, gramm. I § 33, dtkss in Mesket wie in 
Aegypten ^ wie hartes y gesprochen werde» unrichtig, r; »*t 
deatsches gj\ oder richtiger der rasche üebergang aus der Mund- 
steil ung 1/ in die Mundstelluog J; man kann es aber auch wi*? 
deutsches d^ (di in frz. Dieu) sprechen, aber darf ebenfalls weder 
auf (/ noch auf / verweilen» sondern muss rasch beide Mund- 
stellungen einander folgen lassen. Die gequetschte Aussi>rache des 
j- kommt nicht vor. Ich traussoribire im Folgenden ^ einfach 
durch g. — Ich kann es weiter nicht bestätigen, wenn de 
§ 37 die Araber von Mesket das j wie : sprechen lässt. Es 
sein, dass diese Aussprache in gewissen Wörtern vorkommt (ich 
habe freilich keins gehört), grade so wie in gewissen Wörtern J 
für schriftarahlsches 3 steht, aber als Regel kann jene Ausspi 
nicht hingestellt werden* — Jp wird überall wie (jö gesprocJ 

Das persönliche Pronomen lautet: Singul. hü^e, hlje; 
inti; ^a; Flur, hüm; intü, seltener intiun; yX^^ n/i^inü. Hier ist 

tu* . 

nur ^1^ vftr bemerkenswertk Das gemein vulgare L^-t, 
ist in Zanzibar ganz unbekazmt. jj^^ stellt sich zu dem 

^fyiü des sjr. Stadters (Caussin^) § 215, Wetzstein in DMZ XXR 

187), das bin und wieder auch im Magreb vorkommen soll (Doiubay 
g 43 ; Joaimy-Pharaon, gramm, d'Arabe vulgaire ou Algerienne 8* U). 
In mehreren Briefen aus Ziuizibar» die mir vorliegen, finde ich 
.y^ü geschrieben statt yL^^ • indess nähert man sich scbreibe|^H 
auch in anderen Dingen noch der alten Schriftsprache. ^n 

Die Nachsetzung des selbständigen pers. Pronomens hinter 
ein äufhx (Gaussin § 231) ist äusserst beliebt und braucht dorch- 



1) Idi cUirü JiHclj dar A. Au£ago. 




/Voefarnw, über €ien arabischen Dialekt von Zanzibar. 221 

ans nicht immer Nachdruck zu verleihen: Li! JLo -^XI! der 
Stuhl ist mem^ jJL^u Ujüo \^>ükAj! das Haus ist unser HaiLs, 



heJtkum. 



Die Suffixe am Nomen stellen sich folgendermassen dar: 
Singular. Plural. 

3. P. m. auuu hejthu. I . , c 

/ > tf " ^ ^ hSjthnm. 
3. P. f. L^ÄiU höjtha. ( '^^^^ 

2. P. m. <,i5Ujo heJtSk (6kl8k deine Speise, mölkgk • 

dem König) ,Jo .^ wärqäk dem 

Blatt (foqtSk über c?er, ma*8k bei dir). 
2. P. f. ^JSJua heJtiS ; jjäJSj^ wärqiS. 
1. P. Juo hejti. Uä-o hejtna. 

Hier föllt sofort das Suffix d. 2. P. f. sing, ji, auf. Ebenso 
im Dialekt von Hadramaut (DMZ. XXVII, 250) alösch = «5UU; 

desgL im Amh. Tl* Eine Mittelstufe zwischen dem ursprüng- 
lichen ^ und dieser iLiiXÄJ' findet sich bei den syrischen Bedui- 
nen, 8. Wetzstein in DMZ XXII, S. 165 f. Ich finde im Zanzibar- 
dialekt sonst nirgends weiter ^ für v^. Bei dieser consonantisch 

scharf markirten Unterscheidung zwischen Maskulinum und Femi- 
ninum tritt die Nothwendigkeit nicht hervor, das Maskulinum durch 

ein stets ungetrübtes ä vor dem k6 von dem Femininum ausein- 
ander zu halten, wie dies der Aegypter und der syrische Städter 
Umt (w&hrend die magrebinischen Dialekte mit dem Maltesischen 
in der 2. Pers. sing, die Geschlechter nicht mehr unterscheiden); 
vielmehr lautet das männliche Suffix nur bei Nominibus die auf 
einen gutturalen oder emphatischen Consonanten ausgehen, ungetrübt 

äky sonst mit der gewöhnlichen Trübung ek, — ^^ ^ mit u wie 

fiist alle modernen arabischen Dialekte ; bei den syr. Beduinen mit 
ä (DMZ XXn, 362); im Maltesischen beide Aussprachen, aber in 
der 3. Pers. hem auf Sachen, hom auf Personen differenzirt (Vas- 
salli, grammatica § 60 ; sec. ediz.), welche Differenzirung ich indess 



222' Praetoriitäf ülftr dtn arahiäf^hen Düilekf ro,» ZtinriJtnr. 

in gewissen Texten nicht eiogehalien finde. Auch nach i o< 
kommt etil ^ nie vor; dagegen heisst tu ihm ^a9, auf Ponoaen' 
bezogen über lieber jui; ntä ihm iuj aber n^u&lä «»« Bickter, 
^jOt^ sein Fluifs, Aber das weiblicbe Pluralsuffix ^^ dessen 
man sich beim Schreiben oft genug noch bedient, wird stets ^ 
ausgesprochen. 

Das Suffix der 1. Pers. sing, findet sich nie mehr in der all 
Form ^£ vielmehr haben wir vom vokalisch auslautenden Nom< 
Singul. ^j^Ulc *asai mein Stock; 2. Pers, (^sLäi, ,^^Laxs; 3, Pei 
»Uafc, iPutj j ; Plural üLax.^ ^j'U^x;, .^W-^r. Ebenso laut 
\^\ Sb ?a/^, -1 ah Binder mit Suffixen: abüi; abÄk, abul; abohtt, 
abüha; abuna, abükum, abtthura. Desgl. aljui u. s, w. Die Ponn«ii 
^i , -i»-l mein Vafei* ^ nu Br, sind nicht gebräuchlich. Lautet 

das Nomen auf / aus, wie z. B. ^üj, so haben wir -jytoü» meoi 

Bichter, u5s.a^Ijs u. s. f. Ebenso ^ in mir, ^.^ \i, ä. f. Von J| 

haben wir mit Suffixen iUjji, il^Jk, il6J&, illjhu und ildjhi VL 8. f. 
-Ganz ebenso von Jj.-. 'al^jji, 'alejk u. s, f* 

Duale bchtilten ihr n vor Suffixen wie vor folgendem GenitiT. 
So bildet man von jiden, welches (wie der vor Suffixen auftretend« 

Äthiopische Dual *tkK) die singuJarische Bedeutung ffand ange- 
nommen hat, jldeni, jidenj^k, jidönl^ u. s. f. Ebenso aber auch von 
dem lebendigen Dual d^^nen Ohrerii d'^nöni, dßnönök, d^inna, El 
ist dies eine alte südliche Eigentliüuilichkeit, welche den aitibw 
Grammatikern nicht unbekannt war. 

An den selten vorkommenden mUnnlicben Plur. sanus scheint 
man nur sehr ungern Suffixe zu hUngen. Mir wurden Formta 

gesagt mit völliger Beibehaltung der Endung ^ wie die« sonrt 

ans den modernen Dialekten bekannt ist, aber auch Formen mil 

Angabe des ^^ nach alter Weise: JLaMa^^ ^^.;*hli.f> u. s. w. 

aber auch ^ iL>\i meine Tischler, ij5ü,l:^, l^jLäS n. s. f. Ebenso 

b&iw&uim und tieJwanyji meine Thiere, 



?A«!» Diakkl vm 



223 



I 



Die Demonstrativa Uiiiien: 

Jing.: fioLP bädB dieser^ fem. ^cJL^ hkdi. Plural: ^Lol^ hädilS'), 

|8mg.: «i'tj'uP hadäk (seltner dklik) jefier, fem. ^^J^ hadik (seltner 

tük). Plural: »^XjJLJ' büdeläk. 

AdjektiTisch gebraucht st-ets mit folgendem Artikel des Sub- 
Mantivs: hade ilbeJt dicM-s Ilmcs, hädS issa* diese Sttifide, min 
h4d^ ilwaqt seit diest-r Zeit, hädäle illjarim diese Frauen. Eine 

mit dem Artikel versckiuolzene Forai, wie Js^ des Aegypters und 

Syrer», ist völlig unbekannt. Auch die namentlich in Aegypten 
so beliebten kurzen Foiiiieii da. di sind nicht gebriiuchlich ; doch 
gUube ich eine Spur derselben zu finden in dölhin jetzt was wohl 

nur aus .yA,5=ü! ü oder .^x^^vJ! *cl) entstanden sein kann, ryt^ 

ZeU ist sonst unbekannt. In Briefen finde ich das Wort q-^^ 

und ^^^i^^JLp geschrieben. 

Das moderne weit verbreitete Relativum Jt ist völlig unbe- 

Inont. Das alte ^jJt hat sich hier erhalten^ wird aber auch fiir 

das Femininum und den Plurid gebraucht Nur beim Schreiben 

bedient man sich noch der Form ill^ti bez* illSdin. Beispiele: 

irri^ ül^di gä, iHiorme illödi gät, iHiärim illedi gäü der Mann 

.welcher ham j da^ Weif/ w, k.y die Weilier w. l'. IlbeJt illßdi 

'ii4^nd niskin fShi tifis fhitis in weieJtem wir ivohnm ^ pluralisch 

filbiüt iUgdi nähnü niskin fihura. Ana künt illSdi inte Suftni ifh 

m der geivesen den du yesehen h<jM, desgl. inte künt illSdi ana 

~ sk, nÄ^O künna illSdi intü SuftÄna. — Als satzzusammen- 

liesende Conjunktion t/ttÄÄ, wie ^^jJt, 2\ oft im Vulgär*), wird 

dAS Belativum in Zanzibar nicht angewendet. 

Nach Personen trägt man mit ^^ min , nach Sachen mit ^ 

m; 2. B. min hadi wer lef diese?, min h adele toer sind die^ef, 

|ttilD hiimik wer tat dortt\ mü hadC v^a» ist dasi , i,£>v*^t y^ ^^^ 

fteisat duft mü hSdele il^aSja was s^ind dies für Scteheti? Bint 



1) AosUtttendos e winl oft diurch t> ausgodriicfct } so lüse icii io Briefen 
Zuudbur hSiifig «^, x^ er, sie. 

2) Für «Ins Malto&iftchü v(»l schou Gesüiiius, iiiÄlt, Spr. S. 14*, dagogon 
it von do 81*ue J, Ä*. scr. IV, TU 477, Saiidreczki DMZ XXX, 728, 7). 



S84 



/Vfl«lor/i«J, Ulf fr den arahinchen Dialekt t»o« Zanxibar. 



min git wessen Tochter ist gelcofnvien? jf'^ bedeutet weshalhl 

aus j^ 3^ (selten y^ J^"^)*, l>iSmU w&tiutff foqm& wonmp, 

i^&tmü worunter?; eS tww? ist gewühlter und gehört mehr d«r 
Schrift an. 

Das adjektivische fragende ,^1 wird meist nur bei pitpo* 
sitioneller Abhängigkeit gebraucht: min ^iji \&\fi& aus tod^em 
ßiamm?, h'^jji söbeb aus weh^her Ursnrhc? , ft ^jji b^lSd inte 
mJ%lQq in welchfrm Lande bist du ijeboreiil, fi «i'jji bildin jlimn 
badöl^ i^sigftr m welchen Lfmdern wacitsen diese Bätimef 

Am hUufigsten wird ein adjektivisches, sowohl persönliche« 
wie sächliches Interrogativum mit Hülfe toUjh« ausgedrückt, welchei» 
das betr. Substantiv durch ein explikatives .y« angelugt wird. So 

ij>y.^\ ^^ yi i/W/'W ^aJin 1 , {j'^^\ ^ y todche Zahnet 

v-jLOsJf ^^ jA welche Btichf , wüJü! ^ ^ welche Büchvrt^ 

xääJI CJ^_^^ t<jc^t7w'* FIW-6?, ^^äJI q--« j-ä weÄcÄ« ?f^«5<rt 

(jwllll ^.-^ fc^ welche Leutel Man schliesst an diese Ausdrücke 

einen Relativsatz ohne Relativ: Mii min ilgöhä ^albis welcßten Reck 
BoU ich anziehen f, mü min illjel tibgä tyrküb tnte föq^hu auf 
leclchem Ifcrdc mlht du reiten?^ mü niln ilfasl dAI^ü fihi m 
weither Jahreszeit l/cfiruhm wir uns?, mü min ilkltub t'aU^mt int« 
fthi atts welclien Bilchem hast du tjclemt^ 



Aber das inde^nite L« und das xjj^XÖ^f Üb lautet un 



ttleS 



ändert L*: so auch nibbsmü vieUeickt 

Ich kann nicht finden, dass in der 1. Conjugation der mi' 
Radikal irgendwo noch mit i oder u ausgesprochen wird; die 
Aussprache mit ä scheint ausschliesslich zu herrschen, und da« a 
je nach den umgebenden Consonauten bald rein bald mehr oder 
weniger getrübt gesprochen zu werden. Vgl. über dieselbe Er- 
scheinung im Magrebinischen Dombay. gramm. maiu'o-arab. § 27; 
Lerchuödi, mdimentos del Arabe vulgai* que se habla en el impeiio 
de Marrueeos S. 181 Anm. Ebenso im Ambar. und Tignd& 
Ich führe folgende Perfektaussprachen mit dem zugehörigen Im- 
perfektum an: f^hgin verstehen (a^) — jlfhSm; r4kSb reä^m (^ j) 

— jlrkßb; ^drab trinken (Vr^) " ji^ra^i s^ma* Acoren {%^) 

— jisma*; k^t^r zahlreich werden {^) — jUctyr; lÄbSa sich he^ 
kleiden (^) — jübts; t^ritb grfallm (wJ^) — j^tröb; s^l&n 



d 



I 




tem (^Juw) — jisl^m; m^läq scknieirheln {sJiL») — 

jlmBlq; l^mtl' funkeln (^) — jilma*; murüd krank tot^den 

itj^^) — j^^mräd; 'iim^l tkun (J.^ji) — jä*mfl; üM^m bereuen 

(jmJü) — jtndym^ ta^äm scJimerken (*xb) — jyt'äm; digär sich 

Umgweiieti (^^Äto) — jv'Jgi'i^. 

In der Perfektflexion der 1, Conjugation fällt der unbetonte 
e Vokal der zweiten Silbe aus, sobald er in offener Silbe 
ht, also sÄrbSt sie luit (jehimkt^i, Mrbu sie It^ihen getrunJcmi, 
II -tla u. s. w. Ebenso'der syr. 8ltidter (DMZ XXII 8,*191 a.AX 

ü lic-se (Vassalli S, 4t>tf., Panzavecchia S, 101 fil); s- auch 

Lerchundi a. a. 0. In der 2. Conjugation hlüt sich derselbe natur- 
gemäss etwas fester: 'lül^mgt, 'ill^mo; während in der 3, Conjug, 
mit derselben Regelmässigkeit wie In der 1. Ausfall stattfindet: 

yJ^Lm^ LjLm*. Der kurze Vokal der ersten Silbe in der 1. Conj. 

wird dagegen, selbst wenn er den Ton verliert, nicht corrQni[)irt, 
wie dies das Maltesische in tlieseui Fall© tlmt, und wie andere 
wesÜicbe Dialekte leicht im ganzen Perfektum die erste Silbe 
idiwiiiden lassen (Delaporte, principes de Tidiome urabe en usage 
i Alger, 2. ed. p. 74) nachdem der Accent natürlich zuvor überall 
(muf die folgende iSilbe bat rilcken müssen (wie beim syr. Beduinen 
qatMu). — Wir baben demnach: 

Singular : 

»I, qatlet; qät^lt, qät^lti; qSt^lt; 
h^nu fthmet; feb^mt, feh^mti; feh^mt; 
^4rb6t; ^^äbt. Wabti; ^arabt; 



H 



Plui-al: 
qatlu; qät^ltu; qittt^lna. 
f&hrau: feht^mtu; fehömna. 
särbu; Siiribtu; Saräbna. 
q&t^ltu sagt man seltener, indess nie vor Suflixen, auch qät^ltüm. 

Diejenigen Formen des Imperfektums der L Conj., in denen 
die unbetonte letzte Wurzelsilbe ofien wird, werden nur selten 
ivei^dert gesprochen, wie tlsk^ni du wohivit (fem.), tlktAbu ihr 
tt, tjdröbu ihr schlagt. Fast immer lüsst man vielmehr 
kurzen Vokal der offenen letzten Wurzelsilbe ausfaUen (ebenso 
3,, aber nicht in der 2. Conjug.), scheut sich dann aber 
die drei zusammentreffenden ßiidikale so uuniittelbar wie 
jlich hintereintinder zu sprechen; es tiitt dann nach dem ersten 
B&dikal ein kurzer aber betonter Vokal auf, in Folge wuvon dfus 
l*rllformativ eine offene Silbe bildet und seinen kurzen Vokal leicht 
entbehren kann; t^lkni, tkitbu, tydürbu. Dieser kui*ze betonte 
Vokal kann unter Umständen ein a sein : tsärbi, j'sarbu, tsärbu von 
ißrSh er trinkt \ das sind dann (abgesehen vom Accent) Formen wie 

^J7^j JBli^^f^* bKe gleiche ,transposition de voyelle* auch 





226 PraetoriuM^ über den arafmchen Dktltkt von ^nnttbar» 

im Magrebinischen , indess üäcli Caussin § 67 nur beim Antritt 

von Suffixen; auch Lerchundi o. a. 0. schreibt tS.^ iterca 

wird lfm verlassen, Fiir das Maltesische s. YosBalU § yL 
Es mögen einige Paradigmen folgen: 



Singular: jikityl. 


jlrki^b er 


reifet 


jlfhgm er v^siekL 


Oqtyl 


tlrkcb 




tifhem ^m 


Uqtjl 


tirk^b 




tifhgm ■ 


tqÄtli, 


trikbi 




tftbmi ^ 


4qtyL 


ark^b 




^fhSiu 1 


Plui-al : jiqjitlu. 


jirikbu 




ymimu M 


tqatlu. 


trikbu 




mhnm ^ 


niqtjl. 


ntrkeb 




nlfhem 


Singular: jtktiib er sckreiht. 


ihV^' 


er schneidet. 


tiktüb 




tH\&^ 


^_ 


tlktüb 




iH^' 


■ 


tkltbi 




tqÜfi 


■ 


^ktub 




dqtÄ' 


■ 


Plural: jiMtbu 




jiilüru 


■ 


tkitbu 




tqüt*u 


m 


na-tüb 




nyqta\ 


-M. 



Der Ieip*?rativ entbehrt, in unserem Dialekt eines Vorschi 
Beim Entstehen einer kurzen offenen Silbe im Femininum 
Plural zeigt sich Veränderung des Vokalismus (nicht qtuii, c[t 
DMZ XXII 184, Caussin S;^ 63. 89): wie im Hebr. tritt mich dl 
ersten Radikal ein kurzer betonter Vokal auf, wahrend jene 
offene 8ilbe schwindet Im Mask. sing, ist der erst« 
vokullos, event rait einem kurzen Anschlag versehen. Diesen 
Anschlag habe ich zuweilen sogar betont gehört. Wir 
somit: sräb h'hikel , kürbi, lirbu. {'hii st^hmeekel, t4'mi, \^' 
drßb sMaqel, dürbi, dürbu. mttili^ werd/* krank!, mürdi, m( 
glis sitze ,\ gllsi, gilsu. n'zü steig h/^-ab /, nizli, nlzlu, llbls ki 
dich an!, llbsi, llbsu. k^tüb schreilf!, kttbi^ kitbu. f*h^ra fcr^^* 
fÖhmi, f^'hmu. iff^tyl tiklt^!. qytl^- qiVtlu. VmiV funkle ! , Ifui'i, lüi 
r*fä' erhebe l, rvfi, riithi. '*^myl thue!, N^mli, *umlu* — Ganz seil 
gebraucht mim die Fonn mit einem Vorschlag, wie &dl)il tritt 
für viel häufigeres d^Ü. 

In der 5. und 6. Conjugation tritt das reflexivische l voki 
aber auch vorsclilaglos vor die Wurzel: tk^USm, tk^llSmöt er^ -wT 
hat geredet ; Imperf. jitk^Ußm , titk^llemu. — tqatlu, j itqSJ 

Die Verba med. gem. werden in der gewöhnlichen vulj 
Weise behandelt, also z. B. raddetiui du (f.) hcutt mtrh n 
tjegeben^ ana astabaqqit ich habe verdient 




PraOornu, über den arabischen Dialekt von Zanzibar, 227 

Von den wenigen Verbis prim. 1 bilden Jl5>I und JJ'I im 

Imperfektam ju^id er nimmt , jdkil er isst; nnj)id, ndkil wir 
nikmeity essen; hSn tükli inti wo speisest duf (fem.); ^^^ ^^ der 
1. Pers. sing, beständig &l)!d, skil ich nehme, esse. Aebnlich bei 
srrischen Arabern; s. DMZ XXII, 172. Ich finde in einem Briefe: 

Si^l^ Lj« j^j^^ WTwZ er holt eine Antwort von uns ab. Im Per- 

fektnm wird &]fid oft ganz regelmässig flektirt; aber JJ^t nur sehr 

selten. Vielmehr verlieren beide Verba oft bez. fast ynmer den 

Anlaut, und lauten also in der 3. Pers. mask. sing. sXs>. ^^, 

Aber Flexionsendungen können an diese zweiradikaligen Formen 

nicht treten, man sagt nicht LivVs»-, Üb; vielmehr tritt neben cV^- 

schon in der 3. Pers. mask. sing, ein Thema ^v3ci> ^äda auf, und 

entsprechend ieigt sich vor Flexionsendungen das Thema JS 

(wihrend man nur sagt hüe kel er hat gegessen y nicht auch hüe 
kela). Von diesen Themen also die weitere Perfektflexion: ^ädet, 
kÜet sie hat g.; ^Sd^t, kSlit du hast g,; l^ädina, kSlSna wir h. g.; 
^Län, k^lu sie haben g. Man sieht, dass das Perfektum dieser 
Verba im Wesentlichen denselben Weg gegangen ist wie im Magre- 
bimschen (Caussin § 145, Lerchundi S. 235, DMZ XXVH, 236). 

Imperativ yd, kfl. Particip Jl:>T JjT, Oj^^U jyU. — jt\ 

befehlen aber wird im Perfektum nur regelmässig flektirt und 
bewalirt auch im Imperfektum sein Hamza, welches letztere indess 
um besser lautbar zu werden ein kurzes betontes ä annimmt: 
j'lmr, t'&mri, a'4mr, n'ämr. Imperativ: ämar, ämri, ämru. 

Die Verba prim. w bilden im Imperfekt imd Imperativ fast 
nur starke Formen; so haben wäsäf (loben). w4qäf, wä§&l, wäsä*, 
wtön im Imperfektum jnsS^ jüqaf, jusal, jusä', juzln, aber in der 

1. Pers. sing. au§af, auqäf, ausäl, ausS', auzln. Imperativ wqäf 
wlqfi, wzln wlzni. Aber beim Schreiben bedient man sich häufig 
noch der schwachen Formen; so auch bei Bresnier a. a. 0. ZL 10. 11. 
Auch bei den Verbis med. w und j zeigt sich ein starker 
Zug, die intransitiven Formen aufzugeben. So bilden ^äf und nam 
in der 1. Pers. sing. Perf hüft ich habe mich gefürchtet, nümt 
ick habe geschlafen, dagegen nflt ich habe erlangt. Im Imperativ 
^fi£ furchte dich!, aber näm, nal; Imperf. jljäf, jnäm, jnäl. Das 
bnperf. von ban erscheinen lautet jbin; von bat übernachten da- 
gegen noch nach alter Weise jbat. Die gleiche Tendenz auch im 
Magrebinischen, s. Lerchundi S. 211 owfti> jofb, und Imperativ 



228 Praetorms, über den nrnhiach&u Dfalvlt ron Zu 



»war gewöhnlich h^j^p- jaf, aber ,en algunos puntos sc dioe: u*> 

jof, teme (tii); lyi^ jofd, tomed'*. 

Sehr klar zeigt sich bei den Verbis ult ^ der Verlust der 

intraDsitiven Formen: Statt JiJ, ^, iC^ j » «-^ haben irir 

laqa er hai angetrofffm , häqa er ist übrig gebliebett, r44« ft ut 

emtyerstafuien , n<'^sa und getrübt n^sÜ er hat vergessen; H, Vmu 

fem. sing. Perf. Ucjat baqät, radüt, nieset; 2. Pers, m, sinif. P«rt 

ISqet, bäqöt, radßt. ncsöt; 3. Fers. plur. Perf. laqu, 1- 

nÄsu. Das Imperfekliim können die meisten Verba, i 

die mit emphatischem zweitem Radikal, auf a wie auf «* biiieo 

man sagt ^^ , ^^^^ Lffl^' lTT^' l5^^ ^^'^ ^**^^' ^^ 
erzählen; dagegen nur jyj er t^eeV»^, ^^ er gefU^ ^^•ä^ «t 
^^i«»^, ^^ er wirft; nur ^^äa-» von b4ga f<»än«c4en. Beim Imp^ 

rfttiv neigt hier der Ton sehr gern der ersten 8ilbe zu, z. B. nbl 
vergiss!^ nisi, nisu; rü^a wi'ätge ein!^ riidi, nldu. 

Die Verba ult. Hamza und ^ sind, wie auch sonst ilö Yolglr 
ganz in die Bahn der ult. ^j; eingelenkt; also ana qär^t ick hah 
gelesen , änä haTOl:ii leh werde miswisvhen , ana b^dl ich werit 
oeten. 

Der Gebrauch des Imperfekts scheint xiemlich streng nuf di» 
Gegenwart beschränkt zu sein. Zum bestimmten Ausdruck einif 

Futununs setzt man "s*- vor das Impeiiektum. Dieses "s^ i«t 



vermuthlich aus ^L> entstanden. JjcäIs*- hajÄqtjl, 



hajiktnb 



er wird tödteii, schreiben w^e dann also eigentlich im Zusiimi 
tt/tti zu tödterif schreiben. Das Prilforaiativ der L Pers. sing. 
verschwindet in diesem h5 völlig : Irnqtyl ich icerde Hxlfen^ \^ikcSti 
ich werde hinken ^ jährig teh werde mtsgeheti. Sonst ist (^ be- 
ständig tonlos. Dergleichen Formen finde ich auch in Briefen 

häufig, z. B. «5Ü3 oy^^ Lß^ iJ^ ^ r^. ^^i] Ur>^ C»^*^ 
es wird darüber geredet werde^i ; xjL^^^ ..jU*ui jc-^^^- «Siwüj \ 

wikd man wird semer nicht hid/haff , dass man mk ihm reden 
könnte. 

Seltner gebraucht man in gleicher futurischer Intention das 
aus dem Aegyj) tischen und Syi'ischen bekannte v-i, welches in 
Zanjdbar aber vor n nie in m übergeht: b^^nlktub wir werden 



I¥aetoriiu, ilbrr dm (trahiHclieu Diitklt von Zmisihar, 229 



I 



\l*e^i, Tia^nü beosafer bilmiLrkeb i/?/r wenleri mit dein Schiff 
iseii, ima b^säfer iefi werde alfrei^en. 
Wenn an die S. Pers. mask. sing. Perf. Suffixe treten, so wrd div 
djbdorch entstehende ganze Ponu binsichtlieh des Accents und der 
SUbenverhältjiisse ganz so behandelt, als wären die Snffixe Flexious- 
endongeu; also qät^lhu, qätMha; qtitlSk, (|äth§; <iätMni: qüt^dhum, 
C|i(t^lkiim, qai^liiA; desgl. 'allemni, *<ül''5miS et' hat miehj dtrh be- 
ttkrt Die 3. Pers. fem. sing, bleibt stets UDverlindert , legt aber 
den Accent bestandig auf die Ultima: qritli^thu, tjütl^tni, qätl^^tlS; 
de^l. *allemt^t6k, ^ärkßtna sie hat uns zu (tefwsüen t/fmachf.; 
D&s^toi, nesetck sie hat mirhj dick Vfnjf^ssm. Die beideji Formen 
qafc^lt: qat^ltohu, qäti^dt^ni, därabtSk, Die vokalisoh auslautenden 
ormen betonen immer diesen Auslautsvokai : qäfcluba, qätluna «iv 
hohen sie^ wns (jetödfetj t^at^dtdni ihr hahf mirh get.j fiatekias wir 
haben dicM yeL, qäteltihu, kürzer i|iiteltih, qätßltihum du (fem.) 
hast ihfif sie get. Nur für das vollstitndige ijätlühu borte ich neb«n 
ijatliib auch qatlüh nie haben ihn get. Ebenso nSsani, nesök et 
wMch^ dich vergessen. 

perfektum zeigt mit antretenden Suffixen zusammen 
eitlichen Charakter: die consonantiscli aiislauleuden 
Pomnen des Imperfekts lassen den Äccent von dem Präfonuativ event. 
tu« der ersten Wurzelsilbe rücken auf die geschlossene Wurzelsilbe, 
welche durch den Antritt cousonantisch aolautender Suffixe entsteht; 
also jäqtylhu, jäqivlhum er todttt ihn, sie^ ädnibkum irh schlüge 
f!Uf*ky ni4riiblni wir sihhigeii ihn; t'allemliu du l/thhrst ihn. Beim 
Antritt vokalisch anlautender Suffixe aber entsteht event. dieselbe 
LÄutverändening im Innern welche durch den Antritt des Flexions- 
vokaU hervorgerufen wird ; also jiqatlek er todtet dich für seltneres 
jtiqilek, ä<Jürbi§ irh schbtge dick, nldürbek n?ir sehlagen dick (j^all^- 
mik). Die vokalisch auslautenden Formen des Lnperfekts betonen 
bestandig den vokalischen Auslaut :tvdürbina^?i#r/iÄw/*iwrtÄ,jkUtrbn| 
#f4r st'hleigen dieh, j»särkok si^i nehvfeti dich zum iie7u>ssen an. 
Vimi Imperativ wie zu erwarten tjröbni scJdage michy dÜrbini, 
iini. 

Wenn die PrUposition J mit Suffixen sich dem Verbum un- 
twittclbar anheilet, so entsteht sehr leicht dieselbe Verräckung des 
Ac:cents wie beim Antritt unmittelbarer Sullixe; z. IJ. kcti^^blßk, 
ki^tb^Uek, or, sie hat dir gesehriehni, jlktliblek er schreiht dir. 

Die PrUposition l-) tritt vor Suffixen iit»rsönlicher Beziehung 

lo 4er Fomi bis auf: ^^Uj biai mit mir, w^'Uj, (ji'wxj , ijLaj , 

i^Lo o. s. f.: vgl. DMZ XXII S. IS;.!. Dieselbe längere Form 

finde ich ausserdem noch in biämu womit? neben j^^ man sagt 

aocb -yA^ mit teew?, aber nicht ..y4J . In sachlicher Beziehung 



230 



Praetoriuttj über den arahiHchen Dtnh'lt eoit ZnmiJMtr 




sagt man bihi, biha; z. B. ana mä asaler bihi irk rers'' m'ht »;*> 
t7iwi (d^m Srhiff). Aber von j sagt man ohne jede ErweiterUBij 

oder gar Verdoppelung der Ponu, i^anz vrie tra Aegypttsolicii , ll, 

lek, HS, l%u, l«ha, l^oa u. s. f. 

ü b « 

^ und ^ verdoppeln das n gewöhnlich vor allen Soffiicn: 

minni, minii'f'na^ minniikuni, miiin"hiiin: 'annt^na. *änn»ikiiiii, 'iinii»hajiL 
VgL Caussin § 291, DMZ XXII ö. 183. Geschrieben habe ich oui 
UU, Uä gefunden. 

Die Präposition ju« wird immer ^d geaprochen^ nie 'aad. 

Die gewöhnliche Präposition für ist JL^ ; z. B. baliS /W ScL 

JL^ drückt einen näheren Zweck aus, wühreiid J^j ^ odtr 
hRufiger J^3 mehr einen entfernteren Zweck (wegen) einfahrt 
Die Ursache (leegm) wird durch s^<^4"^ eingeführt Wttlmod 
man aber z. B. nicht sageti kann: «^^Jl»» (J^^ ^4>JJ üt odtr 
vi5UL>-'2^ <ya-*-^ osJLJ Lil /<'/* ^i« detnetwetjen (etwa ati» Aer^ 
über dit'h) hrank geu^ordeii j sondern nur ^ y^n^ ^ so greift du 
adverbialische ^^»^ (auß yA ^'.,^>) auch auf die Ursache über, und 
es ist viel üblicher zu sagen ^ja-i.^ ^^\ sijwLS' j-*-> teeshaB 
(au» füelcher Ursaclie) bist du krank geworden als k^^^**» tc^ 
\jajj^ '.^\ vii*^ . — ^.,Ui^ ^ wird wenig gebraucht 

Tr«e ist JiJw« und \ t <. Das einfaclie *6 ist nicht mehr 
gebräuchlich. Auch ügypt ^c: ist unbekannt Also a>U^! J^ 
oder ^liUUI U/ to«3e f/fi* Kihmj. Letzteres mit Suffixen kSmiL 
kgmak, k^mas u. s. f. 

, > ff i hat sehr häufig die udverbittlisclie Bedeutung 
(Caussin § 313, DMZ XXII, 127); mit dem Suffix der 1. 
2. B. ^JA jJws! L« fiAjtj «'<-'/* A:<i»n noch nicht ausgehen^ s, auch 
bei Biesnier a. a, 0, ZI, IL 






Wof ist ..«A^ hen. Wird in kürzester Weise, ohne Hülfe 
eines Verbs nach dem gegenwärtigen Ort eines persClnlichen Pro- 



4 



A 




Praetartuff über den arabischen Dialekt von Zanzibar. 231 

nomens gefragt, so tritt letzteres als Suffix an ^a^, z- B. henSk 

inte foo bist du? henna nälinü wo amd wirf Vgl. Caussin § 304. 

v;;^) .yjj^ a. 8. f. ist nicht üblich. Dagegen mit Hülfe eines Verbs 

nur hen tsikni Inti wo wohnst du (fem.)?, hen b^kon nähnü 
bik*r wo werden wir morgen sein? Hen auch wohin? \ min hen 

von wo? Dieses -^w^ wird oft auch als Frageadjektiv welcher? 

gebraucht; z. B. min hen i^S^fifra ^\i Inte von welcJieni Baum 
bist du gefallen? j min hin ilbsb dä^ält inte durch welche Thür 
bist du gekommen ?, foq h6n il^gl tlbga tjrküb inte auf welchem 
Pferde wünschst du zu reiten? Ich habe diese Form auch ge- 
schrieben in Briefen gefunden. 

Hlnne hiery hinnak dort. Jetzt: il'än, dglhin (s. S. 228); am 

hiufigsten*jj* tö, syr. \yi (Caussin § 316). Heute iljöm; Gestern 

Sms ; das Yul^e >^ .LJ| ist ungebräuchlich, man sagt aber bSr\i&t 

ems gestern Abend; vorgestern äwwel ems; Morgen bäkar, über- 
morgen wara bäk&r. Zwischen daim und daimSn immer ist der 
Unterschied, dass letzteres mit grösserer Emphase gebraucht wird: 

\jr i ,* l^k> 9yJ^ ist ungef^r er ist immer und eioig krank. 
^ hi ja! (zu ^J;\ in demselben Verhältniss stehend wie ^^ 

wi ^yJ)y seltner nä'äm. Das vulgäre |^| wird nie gebraucht 

Utiem/ 

Negationen sind U und ^. Aber das sonst in den neu- 
inbischen Dialekten so häufige ^ (vgl. auch DMZ XXTT, 180) 
ist als abstrakte Negation wie als Fragepartikel in Zanzibar voll- 
tklndig unbekannt. Man sagt nur hüe mä qätel er hat nicht 
gftödtd, ana mä qSt^lt; hüe mä b&jäqtyl er wird nicht todten, 
ktle mä jlktub er scikreibt nichts lä tsafer reise nickt fort! 



\ 



232 



Kritische Bemerkarigen zum ,, Sapiens Sapientiuni**. 
in Dillinaim's Chrestorauthia Aetlii(*pia, p. 108, 5Ü9. 

Von 
K. Trumpf). 

Vor kurxem habe icli einige iltliiopische Hand&cbrifleii «i* 
Ahf^sinioii erlialtpri, uiitt^r dnnon sich aiifb oine sehr mliv ursr 
Perganumt-Hjijidsclirift höfindet, die die lUO Verse enthalt, w 
Dillmami in seiner äth. Chrestomathia unter dem Titel (TirLni 
(nfLI*? * verliffpiitlielit hut. Du icli judeich im Titel fiüe Ver- 
schiedenheit der Lesart hemerkte, so ging ich eine Anzahl von 
Versen vergleichend durch und fimd, dass die Abweiehongeti lh«?il- 
weiss der Ali sind, dass eine kritische Ausbeut« auch für weit^r^ 
Kreise erwünscht sein dürfte, zunutl Dillmami selbst aur wenip 
kritische ISemerkungen l»eigefüjc!i hat. da sein© drei Codices» <li^ 
er verglichen hat, nur unbedeutend von einander abgewichen ra 
haben scheinen. 

Gleich dio üeberscbria lautet nicht fllftfl l fllll.Q'}^ 
sondern 1*00 •' fllfLQ"? I ,die Weisheit der Weisen». Ob 
diese Lesart zultissig ist, werden wir ;k,deich sedien. 

Ad. V. 1. Liest man nach meiner Handschrift, die ich «it 
T. bezeichnen will, ^Pflfil (lifljYil so erklärt sich in dÄ 
zweiten Zeile das A #*1^I "^'"^^ selbst; es muss dann oiclit gleich 
H ! im Sinne von ,weir genoramen werden, sondern bezieht sich 
auf T^O'fl * fldie mächtige Weisheit der Weisen, die von An* 
fang bis in Ewigkeit nicht verallet". Dass Gott ,die Weisheil 
der Weisen* genannt wird, ist gimz dem liiblischen Sprachgebrauch 

gemäss. In der 3. Zeile Hest T. J^ft^ ." VflCfl : ^1 A,A ; 

^schwach hast du den BaJiiel gemacht*. Diese Lesart wSre nur 
dann verstündlich, wenn der Dichter etwa selbst Daniel gebeis'ieD 
hJltte, was, wie wir bei V. 43 sehen werden, mit Sicherheit an- 
zanebmen ist. In der 5, Zeile liest T. zweimal /iJi^^H l « 
*wab vüii keiner Bedeutung ist. 




E. TVwmjtpf zum Sapiens Sapientnm, 233 

Ad V. 2, Zeüe 2 Hest T. 'htlKi l AJlfl l öOfll 
ohne fiCCll- Zeüe4 4>.?il¥l'in: statt 4>t?ll'Tn:; dass 
diese Lesart vorzuziehen ist, liegt sehr nahe: denn der Dichter 
wendet sich persönlich an Gott, indem er ihm vorhält was er 
getban hat «?C7 l ist hier als Präposition zu fassen , ob schon 
A^9Vr dazwischen steht. Der Sinn ist also: «Vom Sonntag 
bis zum sechsten Wochentag habe ich dich gepriesen zusammen 
zugleich mit den Wächtern des Himmels und den Cherub*. In 

der 5. Zeüe liest T. TifK^ l H7\1nA"n l [K£\^^ 

¥l"fl l A^fl I »denn ausser dir findet sich kein Vater*. Die in 
Klammem eingeschlossenen Worte sind leider etwas verwischt, 
alleiD 80 viel sich noch durchsehen lässt, sind sie wohl so zu 
lesen. Der Dillmann'sche Text ist dagegen sehr geschraubt : „denn 
du allein wirst als Vater ohne Vater erfunden*, was für den Inhalt 
unseres Gedichtes zu metaphysisch klingt. 

Ad V. 3, Zeüe 3 liest T. 7^f^Y^^iV I f^^OCl ^^ 

litst ^ ti^ I aus : ,der du vor allen Dingen Demuth begehrst*. 

Ad V. 4, Zeile 1 liest T. den Sing. fl^^A! und Zeüe 3 

HA.ri>^A: statt nÄ.h»iA: 

Ad V. 7, Zeüe 2 Uest T. Ck'fKf^ l Ä^^*P .' fl-flX 

fi/t^ l «weü er sich mit dem Weibe entschuldigte und diese mit 
dem Betrug der Schlange*. CiH\<^l steht auch in der Be- 
deutung von *i\tl^ 1 7 obschon diese in Dillmann's Lexicon nicht 
angeführt ist Die Lesart A^^fP l ist also richtig , aber in 
Düfanann's Text fehlt vor •fl'KlX^ - ^e Prtlposition [\ . Als 
Grand der Erlösung des Menschen wird also hier der angeführt, 
daes der Mann sich durch die Verfährung von Seiten der Frau, 
und diese hinwiederum durch die VerfiUirung von Seiten der 
Schlange entschuldigen konnte. Zeile 4 hat T. T^^^^lPtT 
AJB^'J ! ÄHllX ' ) ^^ dem Zusanmienhange angemessen ist, 
da nach der Schriftlehre der Mensch durch den FaU unter die 
Knechtschaft des Satans gerathen ist 

Ad V. 8. T. Uest ebenfaUs 4>l;, so dass die Form ^iPT, 
die Dillmann recipirt hat, sehr zweifelhaft wird. 

Ad V. 9, Zeüe 2 Uest T. Ji^lCl ^^ Zeüe 5 fl*f; 

Ad V. 10, Zeile 4 Uest T. $>PA: statt ^^Pll. 

Ad V. 11, Zeüe 1 hat T. HA*f^V^; statt H04>^^ l 

Zeüe 4: ÄJP-'ifi .' flZ.J^J^^fl l K^f^hOii: statt 

Bd. XXXIV. 16 



SM 



E. Trumpp, amn Sapiau Sapienimm, 




Ad V. 13. Zeüe 2 liest aach T, (PAArKD*:, so dasa äIäo 
fh*H»fl; eine erklärende Apposition wlire. Zeile 3: CI)^*JP; 

Qy-nCyi : a^ip : 4>a^ : ^a: .mein wem und ikh 

tneines Herzens , Wegnehmer der Decke**. Diese Lesart ist ein* 
flieh und da auch bei DiUmann AC (D'OCVf ! haben» so ist 
sie vorzuziehen. Zeile 4 : J.*} * ^^*POA l YY* A l dieses ist 
entschieden besser als die Lesart ^TOAPl die keinen reclit^tn 
Sinn giebi Der Dichter bittet um langes Leben, wie es Oon 
M^thusalah gegeben habe. Er sagt dämm: «mache mich trunken 
durch deine Süssigkeit mit der Lange aller Tage*, d. b, so viel 
du überhaupt den Menschen Tage zutheilsl In der fünften Zfil»» 

liest. T: (prt'tP'^'n : <^h'r4^Wih, : AC-nvt .-t 

.^A: DiUmajm hat die Lesart von AC flrt'^P'^ii;. 

wekbes er als das Causativ A?t^P'*^Yl! betrachtet, in fl 
fl*tfl * umcurrigirt, so dass der Sinn ist: ,und durch deines 

erfreuenden Trank lass mich Vergnügen erwerben". Es lässt si 
übrigens auch eine andere Erklärung nach der Lesart roe 
Cödwx aufstellen, die mir sehr einfach ujid passend scheint: 
trinken (=^ dich zu trinken, zu gemessen) ist (Herzj-erfreueni 
verschaff mir den Genuss*. So wird beides wohl zusammen 
stimmen: Länge der Tage und freudiger Oeauss Gottes dann 
nicht Weltvergnügen. 

Ad V. 14. In der ersten Zeile liest T.: ^HAtP''*lY^" 
AV'fiCTi l ^'i ' es scheint aber hier etwas zu fehlen , d 
man siebt, dass etwas ausgelöscht worden ist. In Zeile 2 hui 

PfhA'ft: statt -rrt^c^; 

Ad V. 16, Zeile 1 liest T. Ö^J^ÜiC; statt t|>n4 I «i"^ 
An : YTf'A*: statt 'hCt^: Zeile 2: t^ftP^P: statt ^ 

fiP^p*: Zeile 5: n(^: Afi.E4:^: statt ac*: 

P'^T * (die Schlange), Der erstere Ausdiuck ist mehr bibli; 
Ad V. 17, Zeile 1 liest T. A^lVl^I statt A^il, Zeil 

ö-n^ar.?*?: statt o-fiÄ^:. ^^^^^ ^* f«*>^* ^^^ 94. 

Ad V. 21. Zeüe 5: AeCP^ .* statt ABCil 

Ad V. 23, Zeile ;l fehlt HdJ'fl't';. Zeüe 4 hat T, ebenfi 

Ad V.*26, Zeile 2 liest T. statt lÜ-flrtbiC ^ — 7\h 
•flltlj^I ,so dass du" etc.. 

Ad V. 27, Zeüe 1: ^HA^-Sl^P^^; AÄ^f^JCU 

Zeile 4 : AjPf, l was besser passt als A,'t' A l 



is^H 



Ml* yrumppf sufw 



Ad V. 28, Zeüe 4: Mj^^i l T^f^QfhZ; 

Ad V. 29, Zeile 1: nh^C^-T: statt nhh^^^l'y 

2: ebenfalls C^W/^'t^l .dessen Fundament nicht fest- 
gcst^lU werden kann* = das unergründlich ist Dies ist offenbar 
dii* richtige Lesart, und passt am besten zu dem vorangehenden 
0^^*^* I denn die verMltnissmUssig geringe Ausdehnung des 
roUien Meeres konnte einem Aethiopen nicht unbekannt sein. 

tAd V.80, Zeile 1: ^HÄ/lA^O^^:; ferner: 'h^ttl 
Z^Z. : ^fhM: st^tt 7vf^rh4-üC : c^^A^:- Zeile ti: A 

_ A5^Aid:'XfliiiA.A.% statt AAA;<^^rt; welch letzteres 
B«twäS matt klingt 

^^ Ad V. 35, Zeile 4 Uest T. ebenfalls: HJ'^HlAi;. so 
^Bmb difise Lesart als gesichert gelten kann, 

p Ad V. 37. Zeile 3: H^'^^I mit Auslassung von i^tll 

Ad V. 38. ZeUe 4 hat T.: :^^'<H : "Kf^HHÄP: 

*7i^^ l ^dass du mich errettest von meinem Unterdrücker*. 

Da iMcb V. 32 (4>,?-h : A'iA.5"P:<^A7^^-f:) der Ve.- 
lasser dieses Gedichtes wahrscheinlich ein Priester gewesen ist, 

^dfiiüe diese Lesart der Dillmann'seheo AHH.A'fl I 7QÄ,; 

■(deinem Söldner) vonsuÄiehen sein. Zeile 5 steht : (Df*» [\ l — 

m Ad V. 39, Zeile 1 bat T. *h"IH; statt X^+ : 

P Ad V. 40 , Zeile 1 liest T. ebenfalls (D^^EP : Zeile 4 : 

<^Ki\i: statt ö^itM: 

Ad V 43, ZeUe 5 Uest T : i4^fl iM^Kü l -flKitKl 
4^(Tt'i l HJB-flA; (ehe sie, die Stimme, ruft), die spricht: 
[»Seele Daniels, komm schnell"! Wir haben sclion oben bemerkt, 
dMS der Dichter wahrscheinlich Daniel gebeisseu habe, und dies 
[-wird durch diese Stelle bestätigt. Später ist, um das Oedicbt 
seiner Lidividualitüt äu entkleiden, der Eigemiame des Dichters 
»genommen und ein anderes Woi*t an dessen Stelle eingesetzt 

len. In Dilhnann's Text giebt nun hier A'lHLA'fljtliC* » 
d&s för .^"JA^A l eingeschoben worden ist^ zwar einen passenden 
Sinn, wenn man übersetzt: ,komm schneU, Seele, zujn Hemi!'* 
allein man sollte dann nothweudigerweise •^fl .' 'X'^H.A'fl 
AhC' erwarten, da der blosse Accusativ sonst nur mit Suffixen 
in Verbindung mit fl KTltl l vorkommt. 

Ad V. 44. Zeile 2: IT^l^ l fllV^^ll Zeüe 3 liest T. 

also: ?\7H.A-fifh.C : um ; KKi^-idfi : ^nn: 



E. 'Ihrnnppf simt Sopietiit S<ip*enthtflti 



Ad V. 45, Zeile 4: Tiö^lT^^^l. wie BC. was 
passendste ist. ÖUtt f7CP l ^'*"'^ '^^- 7^CP : 

Ad V. 46, Zeile S^hAl flC^T*? ; fi^^lAh l 
Af^I -»die mit dem Geist und Feilten gescUmücki waren*. Zeile 4: 
H4^K(H: wie BC. 

Ad V. 49, Zeile 5: (0^.11*10 : Tv^HAP : A*4^hP: 
jJvYlJP* ,uiid j^edenke nicht, o Heir, dei Bosheit meiner Seel<?* ! 

Ad V. 50, Zeile 3: Hh/t^J^^hl statt ^^iOT^: 

Ad V. 53, Zeile 1 liest auch T. "XJ?..*; diese Form (statt' 
?VJ6ü' 'J ') ist daher sicher gestellt, wenn auch nur noch in der 
Poesie vorkommend (s. V. 66). Zeile 4: H\Cf> l ^"Vl statt S 

Ad V. 54, Zeile 4: ^hCfl)'^^ I AÄAO^P: > 

sollen zersägen meine Feinde*. Zeile 4 : 7\ zH • • was voll- 
kommen passt, während AOYII keinen rechten Sinn giebt, mig 
man es durch ^bis" oder ,öü dass'' übersetzen. ' 

Ad V. 5r, Zeile 2: (D^WW l statt (l'HUUI l Di« 
Lesart (D'iUJÜii ist entschieden besser, da auch sonst ^ijf 
J?' l (D'JULm/ ! in dieser Weise verbunden vorkommen. Zeile 4: 
fehlt S. 

Ad V. 56, Zeile 2: Ä<?^ : Cj>7CjI) I statt HiDM^ßl 

zeüe 4: n^a^in: ^tatt nz.:eKn-n: 

Ad V. 57, Zeile 4: 0>AP^ I <^"?:^ : • statt ^A.<fi^: 

Ad V. biK Zeile 4 und 5 liest T. ^^A .' OK:-fhf^ 

f-i [ ; dieses letzte Wort ist iUi" das Verständniss der etwas un- 
klaren füntlen Zeile sehr ivichtig- In Dillniäiurs Text steht daf&r 
°?0f l und in dem der ChreHtoniatbie angehängten Wörterbuch 
erklärt er unt«r (I)Am '. die «Strophe durch: ,ut caniis tnflidfl 
indolem convertas in Hljeroi-uni sc. indolem*. Diese Erklärung ifi^ 
keineswegs befriedigend: denn warum sollte der Dichter hier den 
Plural ^liberorum* setzen? Das rh^^F' I alier giebt uns 
rechten Wink. Es bezieht sich auf Aih/i%(D'^^l das, 
schon das Sufhx in ftl^^^l^l I ^t^igt , t^in Singular sein mau 



deo , 

4 



1) Die Form ^Jg ^ ist off<ynbnr ein Älter Diml, wie YlAÄ. l ; 7\J?.! 
f ) , 
ist dnhur «» arftb. sJm im äing. 




^ 



E, Jtnttnppf zttm Sapiena SapienUum, 237 

und mit rfl^CD'.Pr .Schwein* identiscb ist Das ifl/jiCD* 
J**Ji- di»s PilUn»nii im Cod. Tub, Clerii, f. 249 gel*?seo hut. ist 
darum wohl knum für eine falsche Lesart anzusehen. Dpi' 8inn 
d«r beiden letzten Strophen wKre dprngeinäs.s: „Kannst du, o Herr, 
meine Seeh* tröste« mid die Wuth des Schweines, meines Fleisches» 
umändern*? Der Dichter wechselt in der Constmction von TlO 
A 1 1 indem er es das pinemal mit dem Infinitiv, das anderemtd mit 
^tX^^l und dem Öubjunrtiv verbindet. Der Sinn dieser zwei 
Strophen ist daher ganz klar und dnni Zusaaimeub jing entspreebend. 
Er hält sieb das Beispiel Nebucadnezai*» vor, den Gott zu einem 
wildpn Tbier gemacht habe. Dann fUhrt er fort: ,der Traurign 
der Traurigen l— der Allertraurigste) ist dein Knecht; ich sage 
«n für mit Niedergeschlagenheit* etc. Mit andRrn Worten: er 
f^lt das Thierische in seinem Fleisch und bittet (Jott ihn davon 
loszumachen, obschon er die Bitt-e kaum zu stellen wagt, weil er 
wei£8, wie gross die Macht des Fleisches im Menschen ist. Daher 
flie Fragestellung. 

Ad V 60, Zeile 2: 'pC^flAl statt ^A'itlfll' Tn der 
4. Zeile musa bei Dillmann A?^P^C't''fli' gelesen werden, 
dft «s, als ftbhäjigig von Ä'^CDi I i"^ Accusativ stehen muss; 
der Nominativ ist wohl nur ein Druckfehler. 

Ad V. 61, Zeile 4 und 5 liest T.: 

X7aA'n fM: : Aj^-^Jt : Ai\J^(srp : T^f^YY-vt: : 
"hlnA : ihrh : i4:hp : \^*1-a : a/hi: : 

,0 Herr, errette mich von dem Schwert meines Feindes! 
Meine Seele ist ohne Schuld, jedoch lödte (ihn) nicht!* 
Jedenfalls würde dies etwas christlicher lauten als der andere Text 

Ad V. t>4, Zeile 2: Ü^^Ti;^. Zeil« 5: <^4^CV: 

Ad V. 65, Zeile 3: flhlT/. ! Q ,dass ich in der Nähe 
des Einen sein möge*, statt flAlTiC [Ti^l* Zeile 5: A. 

«UA-: siHtt A..BYIA*: 

Ad V. 70, Zeile 3t A<^^Mti:\ bei Dillmann ist n<^ 

4>J?ft : wohl nur Dmckfehler, da die Grammatik A<?^4*A*rt I 
T^rlatigt, 

Ad V. 71, Zeile 2. Ülö^t^^I ^^^»t* UÖf^I. Zeile 3: 

•j^f70cj3-*^A:n.B'fil:/hi;+p^: zeiies: «^^^Cfi; 

/\1\<^ : *T*A : A'iJ^A : J^^f^: ,»*ber wunderbar ist 
es. wenn den Starken der Schwache besiegt". Diese Lesait ist 
jedenfalls der recipirten vorzuziehen. 



238 



E. Trumpft xwth Sapieng SapiefUium. 




Ad V. 74, Zeile 2: (DAP^VfT: statt (OP^^T 
Ad V. 75, Zeile 4: A.Tvfl Afl I bdem merkwä 
weise der Hiatus nicht dureh eingeschaltenes y (^= j) vemiipden 
worden ist, wie sonst gewöhnlich. Dillmann's Text weist d&» 
regelmtlssigc A.^'ÜAYlI Juif. 

Ad V. 76, Zeile 5: A'J'J*^ ." f^hfX"?; sUit A*H 

Ad V. 79, Zeile 3 liest T. mit BC: (OOfhCEYl I'lftO;., 
Zeile S: /.JR^Ä>'tTk: statt Z.P'A,^Ti; so dass der Ä 
saiiv durch diese Le&art gesiehei-t ist 

Ad V. 81, Zeile 5: AYi; statt HATil 
Ad V. 82, Zeile 2: A<^l*l? A"? I was passender ist- 
Ad V. 85, Zeile 8: O^fi^p^^l statt C^^^^^l. ZeÜe 
H^AÖA't'! (mit B), welches die allein richtige Lesart 
da der Dichter unmöglich bitten kann, dass Gott ihn über «11« 
verherrlichen soU. Zeil© 5: A'J't'I statt Hht^l 

Ad V. 86, Zeüe 2: fll^l^O'^;^ so dass das Subject 
von 't'H^OA* der ßatao ist, was besser dem Zusammenhang 
entspricht. j 

Adv. 88, ZeUei: i^HAifST'O.'hf^^ifiJE'.'iCll'm 

Zeüe 2: RTöl tp^lMfl-f. Zeile 3: ^S^H.Ä'flrtV^ 

C: An-P: «nJ ^-nAfi: sutt ^aAfi:. «»s Henfi 

richtiger ist, da hier das Präsens stehen niuss, nicht das Perfe 

Ad V. 89, Zeile 1: t^'^H I UA'l statt HUA»:, 
Lesart die der recipirten entschieden vorzuziehen ißt: denn 
wäre matt zu sagen, dass Christus am Stamme des Kreiu«« 
was genugsam bekannt ist. Der Dichter spricht vielmehr dav< 
dass Gott seinen Sohn verherrlichte, während er am Kreuxe 

Ad V. 90, ZeUe 1: ^HA.I^-Ji'O '. »tett ^H{W>k'n:. 
Zeüe 2 lautet: (DA.^'^Öfl I A^JRf^l nM-OZ. '. <?=>H 
'l'flT • H*t^fL A° * ,und der du nicht vergessen hast, was du 
zu Adam auf' dem Berge der Schätze sagtest", eine Lesart, die 
den Vorzug vor der andern im Dillmann'schen Text verdient, eben 
mit Bezug auf das Versprechen, das Gott Adam gegeben hat, 
wie dies im TM*/V l Ä-VP"^- nilher beschrieben ist Zeile i. 

i^rii^'rn: statt <?^rhzj''t''n: 

Ad V. 91, ZeUe 2: Hfl^'t: stitt flÖAI^:; ZeÜe 5: 

01;: statt Ai:: 



i 

lavg^H 





E. Trtaitpp, lain Sapieim HapieHtiam. 



239 



V (»2, Zeile i: f>^CthiHS>M\C2i: statt AÖ 

|:7i:u)A-nAi: 

Ad V. 93, Zeile 5; A'*!!: ü)>C^: ^7H.A-nrh,C: 

)mss mich trinken diesen Wein der Kriift, der erfrischt) die Zungß 
od den Ganjneo, o Gott, der du, etc.*. 

Ad V. 95, Zeüe 1: i^CkUKH^TiO .0 dadurch, dass ich 
[edenke an die Zukunft deines Sohnes% statt 1*1 fl l 

Ad V. 97, Zeile 2: HÄ^QO^OÖ^; statt HA/Cf Ö 
pCr=>^:; ferner m.^Al statt nl^lV^^^ (DlOlT^ 

: stÄtt W\T^*it^<y^l, oho ohne Negation mit B und C 
>ie Lesart ohne Negation ist auch ohne Zweifel die richtige: 
enn der Dichter konnte doch nicht geradezu mit Grund der 
l'fthrheit sagen, diiss Gott sie im Kampfe gestiirkt, ihnen aber 
icht geholfen habe. Er bittet allerding.s zunlichst nur unt den 
yeisi der Geduld und nicht um EiTettung, weil er fühlt, dass 
ich für ihn der Kampf verordnet sei zu seiner eigenen Seligkeit: 
lenn wenn Gott durch seinn Hilfe in allem eingreifen und somit 
lern Kampf ein schoelles Ziel set^sen würde, wo blit'be die Ue- 
ohnung der Seele für wohl vollbrat-hteii Kampf? Die Negation 
rheint mir daher durch MissverstÖndoiss der Worte des Dichters 
I den Text gekommen zu sein» die allerdings leicht dazu führen 
onnten, weil er, stMt Gott um Errettung zu bitten, wie er Petrus 
lud Paulus wiederholt errettet hatte, ¥0D diesem Gedanken viel- 
lehr ablenkt and sich in seiner Reflexion darüber sagt, dass 
ine solche allgemeine Ritte bei jedem vorkommenden Kampfe 
OlTf*/V-) ^um Schaden der Seele ausschlagen könnte. Es ist 
uch nicht zu übersehen, dass der Dichter hier den Plural 
AÖA»f l) anwendet, also mehi* allgemeine christiiche Principien 
D Auge hat. 

Zeüe 5 liest T.: Ai^ttl statt fH4^h;, was ent- 
chieden vorzuziehen ist. 

Ad V. 98, Zeile 1: /vHA^'Jl'Oö^'; s+'^tt ^H^iJ? 
i^^l Nach der Lesart T, müsste man dann ÄP^'^A ; 
Cl^C - •E^X't'f-' als Zustandssatz fassen und übersetzen: 
,0 der du errettet hast die Apostel und Märtjier, welche je zu 
hrer Zeit erschienen, indem sie wie Silber geprüft wurden*. In- 
lesBen ist die Lesart in Dillmann's Text vorzuziehen, da dadurch 
e Construction sich einfacher und dem Zusammeohang ent- 
ender ergiebt. 
Zeile 3: flH AX^Cft ^ wie AC. Diese Lesaii halte 
h för richtiger als die recipirt^ nHAl^*^-^Tl.' ■ Der 
inn dieser Verse ist; »Be stand nicht der Nutzen des Kreuzes 




fär sie darin, dafis du (sie) konüi hraieti, wie es den 
ftütxt. wenn es das Feoer dordi smne GlnUi reinigt*. Di* Ad* 
^fecbtong prüfl und läutert den Menschen, wie dort Feuer «ins 
Mlb^r ; das ist ihr Nutzen , das WoUge&Uen Gottes aber ißt dii 
«Folge der bestandenen Prüfung und Lioterung. Hier bandelt 
sieb znnäcbst nur um die Prüfung, wie sie die Apostel nnd M 
tyrer durchzumacheii hatten und der Dichter bittet daher 
Schluss auch nur dATum, dass ihm ein Tbeil ihrer Geduld gpscbenki 
[werden mdchte, um die Prfiiiaigen bestehen zo können. 

Ad V. 99. Zcüe 2: Olfn«^.' statt des Plor. O^T'flfl'V 

lefle 3: Offc^ I statt A^A.A:; AJ4:h T statt flf 
fl*, was passender ist: «und damit nicht aufhöre unter ihnea 
das Nehmen der Krone (oder des Lohnes) für die Seele*. Zeile 4 
■flTl'Jl was der Lesart DiUmann's fl'fl'H'Jl vorzuii' 
ist, indem *ll*H'Jl in den Relativsatz hereingezogen wird: .; 
soUen dulden die Menge der Leiden , die du den Märtjre 
aufgiebst*. 

Ad V. 100 ZeUe 1: /V.O'Hl't; statt KHM ; Zeile 2: 

Unsere Handschrift hat aber noch einen weiteren Vers, so 
dass die Zahl derselben sich auf 101 beläuft Er bildet d«n 
Schluss des Ganzen mit einer Doxologie. Der Vers lautet: 

101 fi-nrh^ : An : 7s7H.A-nm.c : aauiC* 
öA^: {DAJ»a.e: 

h-firti^ : A'Q : X9H,A-nih.C : 
fi-flrfi-t- : ATi : 'hlH.^-fifh.C 

,Preis Bei dir, o Herr, am Anfang jeden Tages und der NAchte 
Preis sei dir, o Herr, bei der Aufeinanderfolge von Winter 

Sommer ! 

Preis sei dir, o Herr, zur Zeit, des Frühlings und des Herbste« 
Preis sei dir, n Herr, nach der Zahl alles Unsichtbaren; 
Der HiiiJiiiel verkündigt beständig den Preis deines nnuifäng 

Heben Seins.* 



1B6 

nkf" 



n-taCP* 



I 



fUDC-i : <^ 



n-VA'P' : 



R. TVumpp, 



Brießuch. 



241 



IL 



Ich besit/,>' feiTipr ♦^ine sehr schöne Pergamenihnadschrift des 
V^^?V''T' r AOCin ! ^ifi wtthres Meisterstück von tithiop. 
Kalligraphie, dem, wie den meisten Exemplrtren dieses theologischen 
Siiminel Werkes der ftthiop. Kirch© das Cf^Kdl^l ß^d^Cl 
gWichstkm iils Vorrede oder Einleitung vorangestellt ist Der Text 
dieses Briefes* wie er von Fraetorins mich drei lithiop, Hand- 
schriften {vom 4, Capitel an nach zweien) herausgegeben worden 
i»l , ist im Ganzen ein recht gut«r, eine kleine ktitische Nachlese 
nach meinem Codex, der, wie einzelne CniTecturen steigen, cnlla- 
iionirt worden ist, dürfte jedoth nicht ganz ohne Interesse sein, 

1, 2: Il-P : flCht^'i : 4'je.'^'? :". »Uo wie D. ohn« 
Gene tiwerbin düng: ,im Hause der i'hristen, der Heiligen Petrus 
und Paulus*, wfts vorzuziehen ist 

1,2 (ZeUe U) PP(DS = 10020 j Zeile 17: BEEffl — 
20030, indem J in beiden Fällen weggelasseö ist. 

1. 3: (DAACP;, (D = ^' im Nachsatze. 7^1, wie T. 

und D., die Lesart flj^/i ', ist dagegen entschieden vorauziehen. 

1.5: ü)i^n:{Ä-^:'5aU':p^:n2H.v:'in: 

A*fl • • Diese St«llimg der Worte ist die richtige, es muss daher 

im Texte von Praet^rius 'JfLLh I hinter iA/^ ! gesetzt werden. 

1, 9: (DA.'t'CiÜ» was besser ist mit Beziehung auf 

^K 1, 12: CD^Ofll ist das arabische ^, wie es in den aus 

^KdeiD Arabischen übersetzten Schrillen wiedergegeben wird; also; 
^■«mid daraur^. Ich führe dies hier an, um darauf hinzuweisen, 
^das» auch unsere Cebersetzung aus dem Arabiscben gemacht 
worden ist. 

1. 13 *Afh: unri yA"?«^*? : (d yA"jfi1:) 

üeb«r die Form *tA4^hI bat schon Dillmann (der sie übrigens 
*fe A4^fl ^ liest) die richtige Vennuthung ausgesprochen, da&s 
81P wohl aus ffntkovti^ (vulgär statt ffcai'dlr^) , durch das 
Medium des Arabischen (wobei w? fälschlich als o gelesen wurde) 
esitsUnden sei Dies erklärt auch die Form VA^It*) in 
welcher durch ein anderes Missverstündniss y statt ^ geschrieben 
wurde. WA z'^il wurde dann, wie es scheint, sogar als Plural 




1) Im Texte von Prueturiag i«t ^ tLäufig uiirlchtigeTweiii& statt Q gedruckt. 



242 



E. Thitrtpp, 3«ftt Brkfbach, 



aufgefftsst Wie fürchterlich die Aethiopen fremde Wort^ oder 
Eigennamen miäshandeln und eDlsiellen, ist hinlänglich bekrönt 

Die Lesart *tAfl^I in Praetorins* Texte ist die am waugit« 

entsprechende. 

2, 3: cD'oön : ö4*rt: (statt <Dö«tn- : •aon:) 

nach den Beobachtungen, die ich im Adambach gemacht b«bi^ 
wird, wie schon bemerkt, das arabische ^ gewöhnlich dnrck 
(D^QÖn: übersetzt, wührend (D~*OÖn; (wie in (I)04> 

fl* l ^Öfl l) naeistens dem arabischen 'i-*^^ — 3 (und — anek^ 

entsprichi. 

2, 4: 7vP^'7QÄ't' * » was jedenfalls sehr zu beachten ist, 
da es in diesen und ähnlichen Wendunjgren immer vorzukommeo 
pflegt Die recipirte Lesart 7vP^'5'OCV^* ^^^ ^^^ biblischen 
Stellen nicht entsprechend, da dort nie von «Knechtschaft* oder 
, Dienstbarkeit" gesprochen wird, 

2, 6: Das U)X<?^ ; A^rt; ist = dem arabischen ^5 
nach vorhergehender Negation , und daher eiu weiterer B«weU 
daftir, dass das Aethiopische aus einem arabiscbon Original über- 
setzt worden ist; cf. 2,12. ^ Ibid. CDTHllllJ'l" .' (stilt 
Tl'fllTl'l^lK der Plui^al ist entsprechender und wird atiek 
meistens gebraucht» wenn es sirb um göttliche Züchtigongra 
handelt, also: ,ich werde tSchl^e senden, je das Seinige', i. e. ßr 
einen jeden seinen Theil. 

2, 7: Ä,<«'J^^ :- CD ACAi^^<:^;, beide VerU 
ohne Tv^^** Die Conjectur von Praetorius, nach welcher «r 
aus den falschen Lesarten von B, und D. 7\*^ • eingesetzt lud. 
kann ich nicht billigen, wenigstens sollte dann besser ti^^l steheiD. 
da 7\^ I in der Äpodosis eines hypothetischen Satzes noch 
zweifelhaft ist, obgleich Dillmann ^Gram. p. 430, Anm. 1) einig» 
Lesarten dafür namhaft macht. tSteht im hyjiothp tischen Satze di« 
Äpodosis voran, wie in dem ansengen, so ist AP^I gar nicht 
nöthig, und man liest darum besser mit T. und meinem Coda: 

2,11: JBnAU-: tstatt ^•HAO*;*; nach dem vomo- 
gehenden ^A i^BflAO*! i^ürde man auch hier ein Imperfect 
erwarten. 

2, 15 (Zeile 2); auch mein Codex bietet die (falsche) Lesart 
^^^HUP;, wofür Praetorius richtig OA^PI einget«« 
hat Ibid. (Zeile 5 tmd 6) (Dc?^Äar"t l (DlCi/^ l 



E. Trtmhpj^ ziwi Briefbiich, 



243 



J. 17: f^'i'V^: nach nCJS: fehlt Zur üebersetziing 
^ 17 ist zu bemerken, dass es nicht heissen sollte: ,wer 

Bcli an semem Bruder rllchen will" , sondern : ^wer Feindschaft 

g«igeD seinen Bruder hr^,*^. 

3.4 (Zeile 3) (D^T^'t: idT'lvP: im recipirten Texte 
scheint ein Druckfehler zu sein) (Df7C • Ü)/iltl4 ; (D/.JT: 

3, 5 fehlen die Worte: (DA.n'?"!!^ l fl^flX:» die 

jedenfalls ganz überflüssig sind. 

3, 6: a)r^A■ : - ä.^yia : ö=»f.'4 : SKth4^:. 

diese Wort« gehfjren noch zum Vornngehenden , es sollte daher 
der Vers nicht mit ihnen anfangen. Der Zusammenhang ist also : 
»Keiner von den Menschen hat ihn gemacht, und Niemand soll 
ler in Betreff seiner einen Verdacht hegen . und kein einziger, 
IWi dem dieser Brief sich befindet, ist im Htande (ihn) zu schreiben 
'(L e, 2U verfassen)*. YY* A" ! — A.JJT1A I gehört, zusammen, 
weil aber A.,B#1A etwas weit davon zu stehen gekommen ist^ 
so ist nach /V,*EYl A l noch <^f»Vt I hinzugefügt worden. Der 
Text fUhrt dann fort: (DYY-iV ; HAP^O l CDA,{l^A: 

>if^H> : (!> h^ : U7^ ; Kar : nrhf : -Oth./^: 

*0^^ I - also: ,und ein jeder, der (davon) hört und (ihn) nicht 
nimmt von ihm fi. e, bei dem der Brief ist)^ um ihn in seiner 
Stadt oder in seinem Lande den Leuten vorzulesen*. Dieser Text 
giebt einen ganz befriedigenden Sinn, ich bezweifle aber, dass 
man im Aethiopischen sagen kann: ^^\M I AH^t »ClTfl 
"t" l U7^I ,von dieser (Stadt) in seiner Stadt", wie Prae- 
torius hat 

3, 7: CDflrt'^'t': Hiiy/^J^: (Zelle 15). Die Anspielung 
Igeht offenbar auf die Taufe Christi im Jordan durch Johannes 
den Täufer, die in der koptischen Kir<jbe (und noch mehr in der 
•besmischen) eine grosse Bolle spielt, und zu deren Andenken 
du Epiphanienfest gefeiert wird. Störend aber ist es nun im 
Texte von Praetorius, dass darauf bei der Stund© der Geburt 
Chlisti geschworen wird. In meinem Codex fehlen dagegen alle 

Wort* von tonrt'^^: H-t^fDAjy: bis (onricrjoi-: 

so dass dieser Einwand wegfällt; es scheinen darum diese Worte 
ein späteres Einschiebsel zu sein. Statt HCD^JP ! liest mein 
Codex HAn)*^»^' mit ^ in diesem Fall© müsste als Subject 
,Gott* supponirt werden. 

3. 9: (DYY-A- : Hrtf^o : Wi-r : (^A'hfi't : cd 
/v.Afh^ : iDA,jR'4^Jiü : 'OUT : 'nt^ : j^'i'Q-n : 
nXA-t- : "hrtfA*- : 'hf^M"iz. : Af^o : Hl-r : T 



244 



E. Drmnpp, 3wr» BriePntch, 



fh't* : <^KhCll Mein Codex liest also mit T. a)A.Ärh 
^; , lässt mit B. und D. H'iMll und mit T. and D. CIT^^i:; 
ans. Er giebt auch ohne jede weitere Conjectur einen voU^ 
st^digen iSinn : ,ünd jeder, der diesen Brief h^rt. nnd nicht 
schreibt, und huupt^ilchlich ein Priester, nachdem er ihn gehört 
hat , auf das8 er ihn am Sonntage vorlese , der ist unter Otirrh- 
liehen) Cönsuren*. Dies schliesst sieh auch ganz passeud »n ^ 
Nachfolgende au. 

4,1: j^c^f: fehlt; AAY^^A•^ .eyAO).: frut 

Das viert« Capitel ist ein Hirtenbrief, und ha! roil d#iii 
vorangehenden Bnefbuch nichts zu thun . nimmt auch nirgend« 
Kucksicht darauf, wie gezeigt werden wird. V. 1 — 2 enth&ll <i«i 
Grass des Patriarchen an die Priesler, Diaconen. Mönche und d«i 
Volk. Dann folgen specielle kirchliche Vorschriften und Er- 
mahnungen. 

4.2: ^lü-fna^: (st«u ^3V'^^ö^:). 

4,3: H.BJ?A':-"hP^{: i^CCn-:" = d«-« amhisd« 
..yt -Li, denn so wird diese arabische Redewendung in den ftthtdp. 

Büchern wiedergegeben, die aus dem Arabischen übersetzt sind» 
also: flWas von den Satzungen der christlichen Kirche euch M 
thun gebühri\ Man sieht also, dass auch dieser Hirtenbrief an» 
dem Arabischen übersetzt ist, 

4, 4. Auch mein Codex liest: HT^lflA l XA"?*: 
woher der Plur. fem. des Pronomens demonst. kommen soll, iil 
allerdings nach dem Zusammenhang nicht einzusehen, 

4. 6: n7s'?-tA^ö^: (sfcitt: oxii- : nfn «i* 

,und des Opfers für euch", 

4,7: f^yifh; (sUti (DYlfh;, welches indessen ft 

pRSSt). 

4,12: CDA.PO^Ö'JS ; rR<^;, nicht: .noob Blut m 
gie8sen% sondeni ,noch zur Ader lassen*. 

4, 14: «n*^ : rt^mf : ha..p4*C : ujVp: .«» 

der Satan, der das Gute nicht liebt*. So wird z. B. im Adam 
buche der Saturn immer bezeichnet »als der Hasser des Out*'n'- 
Diese Lesart hat darum viel für sich. 

(D^flÖC-" nicht: ,und das Werk des Pries terthums ver- 
letzt', sondern , a n f g i e b t , f a h r e n 1 ä s s t ■. 

4, 15: <^C^^^^ ; ^flAlr iiMaria hat mit mir gemlel*. 
statt ^l^'^A^Ii darauf weist auch das folgende Perfect ^Iti 
/y<^^l hin. Der Schwindel der Marienerscheinungeo sdMBt 



E. Thifftpp, surn Briefbuch, 



245 



»ehr alt m sein, weil schon der koptische Patriarch 
findet . solchen Leuten , die vorgeben , dass Maria 
lut ihnen geredet habe, die Ausschliessung von der Commonion 
ucRiclroben. 

4, 19: TiitfM : rtln-t : ^cyxj : <DoCn : (d4>^ 

<?^*1^ • rtlri^r^ was jedenfalls die bessere Lesart ist Die 
Fr^g** \si d:i}H'\ luH.h die, ob der Ausdmck: i3)£^(t^^ l'K^Hl 
^^•O^ I 4***Cn.f * *u^* ^^^' Ltüen bezogen und düher übersetzt 
werdeD kann, wie es Praetorius gethim hat: «so sei es» dass ihr 
j «0 (das AbeudmahJ) am Sonntag etc. nehmet". Ich glaube nicht, 
^L «oadem 7*fl^ I ^l^Cli • ^^i*" ^^^ ^^^ Priester gesagt wer- 
^■len, also: ,ihr sollt das Opfer vollziehen am Sonntag etc/. Die 
^VjgfUEUEe Stelle geht also nur zunächst die Priester an. 
^H 4, 20 enthält den Öchluss des Hirtenbriefes, wo der Patriarch 

^H um Fürbitte für sich bittet , wie dies kirchlicher usus ist. Hier 
^■weicht mein Codex bedeutend von dem Texte ab, den Praetorius 

H-vor sich gehabt hat. Er liest iVt l (statt A.'l' l), ('JflK A 
^^P; fehlt ganz) (DAJK^'$^: (statt AJ^^^H:). also: ,ttiid 

ich ersuche jeden, der dieses .Schreiben liest und holt, dass er 
I spreche: o Gott, vergieb deinem Knechte und errette ihn von 

allem üebel Leibes und der Seele!" Hiermit ist der Hirtenbrief 
L £0 Ende. Nun kommt aber auch noch der Schreiber des Hirten- 
^^brie& und fügt berk^mmlicherweise sein Gebet hinzu; da mein 
^H Codex eine ganz andere Lesart hat, will irh sie in extenso hersetzen: 

[ a)OP*5'^ : Hi-P : <^>tdi4: : HÄdi4:tt* : '^-n 
At : ^f^unn : A-nA : na-AA'^'a: 5ij?-fi: 
Xf^atJ/v : Ali*? : nö^'Jfn AO'^'n : nficR^ : ü) 
(\f^J^C: Mi'ithi : Ohnrup"?-!- : äk(dS(Dp: 

^H ^^- «lAnd für diefse Scluift, die ich geschrieben habe, verbirg 
^Binich vor dem Lärmen der Menseben in deinem Schatten , decke 
^m mich vor dem GescbwUt/ der Zunge in deinem Gezelte, im HimnLel 
^f und auf Erden lass mich einen dreissigfUltigen und sechszigfiltigen 
' ttod hundertfältigen Lohn erwerben!* 

»Wann und von wem dieser Hirtenbrief verfasst worden ist, 
darüber ist nichts bektmut noch kann aus dem Inhalte desselben 
ain Anhaltspunkt für die Zeitbestimmung gewonnen werden. 
Es ist aber nicht unwiüirscheLnlicb, dass er aus der gleichen 
iQiieUe stammt, aus der das Briefbuch auch geflossen ist. Dass 
das Briefbuch aber aus der koptischen Kirche stammt und daher 
in Alexandrien verfasst worden ist, geht mit Sicherheit aus seinem 
Inhalte hervor. Dass man die Abfassung desselben nach Rom 
verlegt hat, ist leicht begreiflich : deim in Alexandrien wäre dessen 



246 



E, D'umppt ^""^ Briefbuch. 



praetendirte Herabkunft vom Himmel, wenn sie dorthin Teriegt 
worden wäre, sofort als Betrag erkannt worden. Als Bewds f3r 
die Abfassung des Biiefbuehea in Alexandrien dient der Cmstaad 

dass das äthiop. ^/f ftl^ ^ (^(HC.\ aiis dem Arabiselm 

übenset^t worden ist, worauf im VorangebeDden hie und da hiih 
gewiesen worden ist; ferner gebt aus demselben hervor, da» 4» 
Obristen, an die es gerichtet ist, unter einer andersglllobigieti (L «. 
muhammedauiscbeii) Regiening standen, wesswegen es so streof 
verboten wird, dass einer seinen Brudi*r beim König verlemnd« 
(cf. 2, 17. 18). Femer weisen alle kircMicben äitten und Gt- 
brauchet die darin erwilhiit werden, auf tlie koptische Kirche hin. 
wie z. B. das :^0^^ das durcb das ^^l/l^AO*^; Tom 
übrigen Kirchenranm getrennt ist; wei je das Innere einer kop- 
tischen Kirche gesehen bat, wird dies sofort, erkennen. Aecht 
koptisch ist auch das Verbot, dass ein Laie das ^f*OT • oi«^ 
betraten darf, er darf sich bloss gfgei» den Vorhang vemeigea. 
Auch das Verbot, dass ein schon zum Priester Geweihter nicht 
mehr heirathen daif, weist auf eine orif^ntalische Kirche bin, wob 
aucb dieses Verbot nicht speciell koptisch ist. 

Last not least möge noch bemerkt werden, dass das ^ff 
itkA, l P^iJid in der ätbiop. Kirche ein solches Anselm 
t^rlangt hat, dass es fast durchaus dorn theologischen Haup^twedr 
derselben, dem VJEtf?^'T* I AOCI^I voransteht, was oar 
möglich war, wenn sie es als autoritativ von der koptischen Kircbf 
empfing. 

Wenn der Angabe , dass das Briefbucb im Jahre löS7 
Alexanders =^ 746 p. Chr. vom Himmel herabgekommen seiii soll 
irgend welcher Glaube beizumessen ist, so werden wir Dicht «Ar 
fehlgehen, wenn wir es Eutycbius (geb. 87ti), Patriarch ton 
Alexandrien von 933 — 39 zuschreiben, da dieser in der koptischeD 
Kirche unter dem Namen Sa'Td ihn Batrik bekannt« Patriarch di# 
Liturgie der koptischen Kirche neu geordnet und auch sonst viel- 
fach reformatoriscb eingegriffen hat. Die pia fmus, und die um 
so widerlichen Betheuerungen, dass keine fraus dabei stattgefunden 
habe, müssen dem Zeitalter zu gute gesehrieben werden. Euty- 
cbius bat seine bekannten Annalen arabisch geschrieben, was mit 
Rücksicht darauf, dass auch das Üriefbuch urspmnglich arabisdi 
abgefasst ist, von Bedeutung ist; vielleicht gelingt es noch, da» 
arabische Original desselben sowie des Hirtenbriefes wieder auf- 
zufinden. 




247 






Das Kälakäcärya-Kathauakani. 

HertBAKA Ja«4»l>l. 

I>k Legendi^ von Kälakäc^rya ') ist duroh Auazüge des Dr, Bhäo 
(Journal Bo. Br. R. A. Society 9, 139 fg/) und des Professor 
Weber (Äbhaudlungen der berL Akad«mie dm* Wisaeusc haften 
, p. 7 Adu».) hekaDot. Im Folgenden theile ich den Text 
Pr&kpt- Bearbeitung dieser Legende nach der einzigen bisher 
ten Handschrift, nebst Ueberaetzung und Glossar, mit. Diese 
Lfffeade wird gewöhnlich im Anschluäs an das KalpaäAti'a erzählt, 
Wiü dmch dieselbe der jetzige Usus den Pajjusao am Bhädrapada 
so* dL 4 statt, wie vorgesehrieben, um su. di. 5. zu beginnen, 
historiscUe Begründung Hndet. Ja nmh der Angabe des Ms. E 
Ausgabe des Kalpasütva ip. 25 note 1), welche sich auch 
LO der K&lpalatä und andern Commentaren findet, bildet die Kalikä- 
ciryakathA das neunte vyäkhyanakam des Kalpasütra und macht 
also den Schluss der Vorlesung dieses Werkes beim Beginne des 
P%i)iis«UB aus. So bildet denn auch unsere Bearbeitung der Legeuda 
den Anhiing tu dem Ms. A des Kalpasütra (siehe meine Ausgabe 
p. 28). Auf Grund der mir aus dem Kalpasiiltra bekannten Vor- 
iliglichkeit dieser Handschrift glaubte ich auch ohne weitere hand- 
adiriftliche Hülfsmittel die Herausgabe dieses interessanten Textes 
WAgen zu dürfen, 

unsere Bearbeitung scheint eben wegen ihrer Abfassung in 
Prikpt alter zu sein, als die Sai|iskpt-Bearbeitungen. welche zudem 
tbeiUreise, wie die von Weber ausgezogene, gathäs in Guzerati 
er Marväri enthalten. Ueber die Abfassungszeit lässt sich nur 
•»geben, dass ihre untere Grenze das Jahr 1428 p. Chr. ist^ weil 
in deni Jahre dieser Theil des Ms. vollendet wurde. Auch der 
Verßisser wird nicht genannt. Wenn auch das Werkchen alt zu 
•ein scheint, so ist es doch nicht für die Quelle aller übrigen 
Bearbettimgen anzusehen. Dies geht daraus hervor, dass in unserer 



1> Jetxt imbt KAUkAciiy», ef. <^&UvllbaDA jotxt (^kli^ In drr Attsaprache 
RljpittinA ist m und fi iiitiHg nicht %vl uuteracheideu 




H, Jamibij da» K6l(üeäcärya-K<Uh&ndkcm, 249 

(siehe meine Ausgabe des Ealpasütra p. 17 fg.), und welches 
nch von der MfthAr&shtxi Vararuci's, des Sapta^atakam , Setu- 
bwidha etc. durch den Gebrauch des dentalen n, wenn initial oder 
geminirt, sowie der ya9ruti und durch die Entlehnung zahlreicher 
Worte und einzelner Formen aus dem Jaina Präkfit unterscheidet. 
Alk iwei Stellen, nämlich in der Baddhä-Strophe y. 23 und in der 
Homüie des S&garacandra über die Vergänglichkeit der Dinge, 
kommt ein eigenthümlicher den Einfluss des Jaina-Fräkpt ver- 
rafthender Apabhraip^a-Dialekt zur Verwendung. Und an ebenfalls 
zwei Stellen, in der Irr-Rede das Kälaka und in seinem Disput 
mit Sigsracandra, wozu noch die vielleicht als Citate zu betrach- 
tenden Verse 1, 21, 22, 24, 103, 104 kommen, geht die Rede 
in's Sftipskpt über. 

Was den Charakter des Werkchens betrifft, so gehört es nach 
der Tenninologie der indischen Rhetoriker zu der Klasse der mi^ra, 
d. h. den aus prosaischen und metrischen Theilen bestehenden 
Werken. Es weicht von den meisten Werken dieser Gattung wie 
z. B. Vet&lapaücaviip^atika, Siiphlksa9adv&triip9ik&, Pancatantra etc. 
dadurch ab, dass die metrischen Theile nicht lediglich Sentenzen 
enthalten, sondern auch die Erzählung selbst fortleiten. Und zwar 
wild fast ausschliesslich die Aryä-Strophe gebraucht, welche auf- 
fallend hftufig die Vipulä-Form^) hat; nur die Saq[iskrit- Verse und 
die Apabbraip^a-Strophe v. 23 sind in andern Metren abgefasst. 

Durch diese Abwechselung von Prosa und Versen wird der 
Stil kimstvoU variirt Aber auch in den Prosa-Theilen finden sich 
nnaefae Abstufungen der Diction. Dieselbe ist in den einfach 
erslhl^iden Theilen meist schmucklos, ja zuweilen monoton wegen 
der Annuth an Satzverbindungen und der Gleichheit des Satzbaues. 
Teiglichen mit der unerträglich breitspurigen Sprache der Sütras 
mid der unbeholfenen Kürze in den Eath&nakas '), welche sich in 
Cofuinentaren der Jainas finden, ist in unserm Werkchen der 
enlhlende Stil doch noch immer natürlich. In den beschreibenden 
Theilen aber erhebt sich die Sprache bis zu derjenigen KiLnstlich- 
keit, die in den Campus ihre höchste Blüthe erreicht und über- 
schritten hat; so namentlich in der Beschreibung der Herbstzeit 
und der SarasvatL Besonders merkwürdig ist die Reimprosa, in 
welcher die Homilien des Kälaka und Sägaracandra abgefasst sind. 

Ich gehe nunmehr zum Inhalte der Legende über; derselbe 
urfUH in sechs Theile: 

L Einleitung: K&laka's Bekehrung. 

IL Entthronung Gardabhilla's : 

& Raub der Sarasvatt durch Gardabhilla. 
b. Kftlaka bei den Sh&hi. 



1) Durch ein vorgesetates (*) beieichnet. 

l) Mm Terglefche die in der Note za v. 99 mitgetheilte Legende von 

Bd. XIXIV. 17 



250 



//. Jacobif das Kähkäcärya-KaihduahatH: 



c. AiuswandeniTig der Shalii iind Besiegong G^ardabhüh'i. 

d. Excurs über die (,!aka und Vikrama. 

IIL Kalaka in Bharoch bei seinen Netfeii Balamitra und Bhäna* 
mitra. 

IV. Kalaka in Pratisbthäxia bei äi\taväbaim ; Verlegiuig d«i 

Paijusaii auf Bhädrapada su. di. 4. 
V. Kälaka's ungehorsamp Schiller und Sägarocandra. 

VL Kälaka und Indra. 

Diese sechs Theile sind ohne weitem Luuern Zusammeiüuui^; 
nui' der vierte Tbeil ist tluaserlicb an den dritten atigelehBt 

Ehe ich nun versuche, die Fäden der Sogp zu entwirren iiod 
OD anderweitig gegebene feste Funkte anzuknüpfen, m5ge «8 mir 
gestattet sein, deu Gesichtspunkt anzugeben, aus welchem iiA 
meinen Gegenstand aufgefasst habe und der Leser meine Besol- 
täte heui-iheilen möge. In Legende und Sage werden Btreignsttf 
und Personen der Geschichte und Mythe, wie im Traame Biekt 
zusammengehörende Erlebnisse, zu einem neuen Bilde scheinbare 
Wirklichkeit vereinigt. In beiden Fallen scbliessen sich die n^ 
sprünglich isolirten oder anders geordneten Moment,« der Eriunenuif 
des einzelnen sowie des Volkes nach dem Gesetze der Idtea- 
Association aneinander, dessen Wirkung nie voraus bestiinmt werdai 
kann , daher wir tiiemals die Wirklichkeit aus Traum oder Sigi 
mit Sicherheit reconstruiren können. Der Weiih der Legende iumI 
Sage für die Geschichtsforschung ist also ein geringer, wo auden 
Quellen fehlen; Folgemngen auf so unsicheres Material gebaut 
leiten in neun aus zehn Fällen iiTe, wie Jeder weiss, der mit der 
indischen Geschichtsforschung vertraut ist Aber wo andere Quelleii 
entweder ganz oder doch beinalie ganz fehlen, kann die Sage auf 
das Richtige hinweisen. Einen andern Werth beanspruchen meine 
Combinationen nicht. Mein© Autgabe besteht darin, die Oeber- 
einstimmung bez. Abweichung unserer Legende von der übrigeo 
Tradition der ((^VelAmbara) Jainas tiachzuweisen und die historisch 
scheinenden Ueberlieferungen mit denen anderer Quellen lu ver- 
binden. 

Was zunilchst den KaUkäcai^a angeht, so hat der in dm 
Jainas sich regende Trieb historischer Forecbung den einen Heiligen 
dieses Namens in drei Personen zerlegt. Zur Orientierung dient* 
die etnschl%ige Stelle der KAlikacäryakathtL . welche den Anhang 
zu dem Kalpadmma genantiien Comraentar des Kal^iasätra bildet: 
tütra Kälikücüryäs trayah sthavirä jatAs *); tan-madhya eka^ ^- 
KaHkacäryalj ^.ri-Mahävira-nirv&ßät 37G varahe t^'y&mäc&rya-nÄml 
Prajfiapanä-sütrs-karta püi-vavidain vatpv^ gri-Saudhunuasviuniii* 
Ärahliy» trayüviipgatitamalj purusho jätah. dvitiyas tu «.'ri-Vira-nir 
vü^iU saip 453 varshe Öarasvatl-bhrÄt^ , Gardnbhilla'-ccbedak»^ 



l) jlt« lieiSÄt hier und Im Fulgenden „er ww" nicht „er wurU« 
und scheint diu guz«niii halu tu verfcreton. 




K&lttkdcäru^i 



251 



lamitra-Bh&miniitra-nppayov ca mätulti jäta^l, kutj& 'pi tu ya^ 
^Csiurthyaiii paiyushanäpai'va-pravartakat KMikäcÄryah, sa tayor 
IaUmitni'ßbä.Tiumitrayor mÄtulo prokto *8ti: yad aati^ tat pra- 
tptlyaa tu Kalikrtcaryah i,ni-VtnmirvÄn5,t sam 993 varshe 
^:r1-Vikrama-samvatsaräc ca 523 varshe jatah, tena v^J-Vi^'a- 
"rikjr&t (jrt-parsjushanäparva Bhädrapada-su-di-paftcanjitac,- caturt.Lyüiii 
loltanit pouar yena brühiDaiilbhiite-'ndrfi-'gre nirgoda-vicÄrah kathital^ 
(oach meinem Ms.). Mao beachte iti dieser Ausemandersetziiug die 
Unsicherheit der üeb erlief ening. — Die Angabe, dass (,lyama (eiü 
»im^ Ton Kalaka) der 23. Tbera gewesen sei, findet sieb schon 
folgenden Strophen, welche ich der ofl'eubar von dem Redacteur 
les Siddbäuta, Devarddhigaijiu, herrührenden Einleitung des Pra- 
Ltru entnehme: 

v&yaga-vara-yaipsa 
tevtsatimena dhira-puriseijaiii | 
duddhara-dhai'eija muninä 
puwa-suja-samiddha-buddlitnatii || 3 || 
* snyB'S&gai*^ vineüna 
je^a suya-rayanam uttaipain di^i^ai)! I 

stsa^ga^assa, bhagavao 

tassa namo ajja-Sämassa {{ 4 | 

.Verehrung dem erlauchten arj^a-t^'ytoa, dem schwere Priifimg 

ertr^enden, 23. Thera, welcher entstaramend dem Geschlechte 

ronOglicber Lehrer, deren Weisheit mächtig war durch die Kennt- 

der Pürva, dieses vortreftliche Juwel der Wahrheit, gewonnen 

dem Ocean des Wissens, seiner Schülerschaar geschenkt hat.* 

Hiermit stinmit die Tberävali des Kalpasütra, (ob auch von 

>evarddbiganin herrührend ?). nach welcher in der That KMaka der 

13. Tbera ist. Da in der Paij^iavanÄ (sawabhavanaip, wie es in 

[dem zweiten Verse der Einleitung derselben heisst) die Eleuientar- 

reaen und Nigodas eingehend erörtert werden, so Hegt es nahe, 

diesen Kälaka den letzten Theil unserer Legende zu beziehen. 

[Die in Kalpadrunm K, K. angegebene Zeit, 376 A. V., könnte für 

diesen Kalaka zur Noth richtig sein. Denn in der Theravali 

der Digambaras hatte deren 23. Thera (Dhruvasena) diese Würde 

^on 422 — ^430 A. V. inne. Wenn wir anneliinen, dass unter den 

<^-Tet^b&ra Sthaviras einige kurzlebige gewesen sind, so konnte 

wohl KÄlAka als 23. Sthavira gegen Ende des vierten Jahr- 

baoderts nach dem Nirvä^a gelebt haben. Ein Datum , welches 

uns för einen früheren Sthavira, den 16. der (^'vetämbaras , (j'iva- 

bhdti, überliefert ist, ist leider höchst unglaubwürdig und kann 

daher nicht als Ausgangspunkt für die Berechnung der Zeit des 

sp&teren (23.) Theras dienen. Es wird nllmlich in der ^flk& des 

Uitaridhyayana und andern Werken erzählt, dass unter genanntem 

SthaTira das Digamba ra-matam iniJahre 605 A. V. entstanden sei. 

Da die Digambaras das Nirv4na in das Jahr 605 vor Vikrama 

f|(L e. (^älavähana) setzen, so ersieht man^ dass die (^vetämbaras die 



252 



H, Jacohi, da» Kälakäcär^a-Ke 



Angaben ihrer Rivfüeii zu obigf^r Angabe verdreht haben. Dal 
Datum 605 A. V. würde ausserdem fiir jeden Tbera c. 40 Jilin 
bedingen. Dass aber die Digarnbsu-a-Sekte in ein höheres Alter 
hinaufreicht, glaube ich nicht- nur aus ihrer gänzlich ahweicheodm 
Ther&valt schliessen zu dürfen^ sondern auch aus andern AnseicheiL 
welche ich vielleicht später einmal ausführlich eröi*tern werde. Ich 
will nur noch bnmerken, dass die Annahme, die l^TetiLmbaras »eien 
von FfirQvanätha, die Digambaras dagegen von Mahavira äbj* 
gegangen, bis jetzt jeder thatsUchlichen Grundlage entbehrt 

Nach der ersten der oben eitirteii Strophen soll K&bülA Am 
.Geschlecbte" der Piirvin entstammen, was buchstäblich genommeD 
von jedem Sthavira ausgesagt werden könnte. In der That scheint 
aber mit dieser Angabe bedeutet 7,u werden , dass K&Uka selbs: 
die Pür\'a noch gekannt habe, obscbon die Kenntniss der PÄrri 
schon mit dem 12. Thera, Vajra, erlosch. So wird er denn m 
folgenden, den Kath^naka des Kalpasütra entnommenen yioku 
unter den Dac^mpünrin aufgeführt: 

Miihägirit Subasti ca süri^ (^!^^Gu^asundara^^ | 
t^^ yamaryah Skandil&cäryo Revatlmitra-sürir&t^ | 
^ri-Dharmo Bhadragopta^ ca (;rt-Gupto Vajrasürir&{ | 
yugapradhänapravar& da^ai 'te dagapürvina^ {| 
<^Ijj\mÄrya's Vorgängers Name Gunasundara erinnert an d« 
des Lehrers K^uka'» in unserer Legende, nümlich Gunakara. Obifit 
Aufzählung der Dai^-apilrvin weicht in beträchtlicher Weise te« 
der Theravali des Kalpasütra und sonstigen legendarischen Werkw, 
wie dem (Lishimandalasütra des Dhannagbosha und dem Pari' 
^ishtÄparva des Hemacandra, ab. Näher steht schon die Th*r»vaII 
des Nandl und Äva^yakasAtra: 

El ä vac ch a • s aguttaip 
vaip^dämi Mabäbgiriip Suhatthini ca; | 

tatto Kosiva-guttÄiii 
bahtdassa Sirivvayaip (?) varpde, U 27 || 

Häriya-guttarri Sairp 
vamdimo HAriyam ca S&majjaip; | 

vamde Kosiya-gxit taip 
Saindillftin ajja-Jiyadharain. || 28 || 
Dann folgen Samudda, Matpgu, Dhamma Bhaddagutta und 
Vaira. Es kehren also mehrere Namen m dieser AiUiShlDag 
wieder^ welche auch in den obigen i,'loken enthalten sind, Ab<*r 
gerade die Namen um l^yämärya weichen ab; wir haben nImUcli 
L Guijasundara, Qyatnärya, Skandila 
IL Hvati. Cy&marva, Jtvadhara. 
Ein Kalaka, Lehrer des Skandila, aus der Nachfolge de« 
Pudaliptasüri ist auch sonst bekannt cf, Weber, lud, 8tud. 15j«i. 
Skandila ist ein berühmter Thera, ihm wird die Redaktion (? oder 
Eintbeilung?) der 4 Anuyoga oder Materien des Jioavacana tu- 
geschrieben cf. meine Ausgabe des Kalpasütra p. 117 fg. In der 



^ 



//. Jfirohtj das KäkJedtsdrjfa-Kathatinham. 



253 



^yeII des N, und Ä. Sütra wird er später als Vajra auf- 
irt; er wird in folgenden Strophen, die bald nach den oben 
fcttirtan folgen, gepriesen: 

A^alapura mkkhai|ite 

I 

Bambli adi vay a -sih e 
v&yaga-payam utt^miam patte || 36 || 

jesi imo anuogo 
payand aijä 'vi a(l(Jlia-bhärahamnii | 

bahn-nagara-niggaya-jase 
t« vamde Khaindiläyarie. J 37 || 
Hiemach wäre also Skandila der Stifter der Brahmadvipika 
welche von der f^tadt Acala im Al>hira-Lande ausging, 
»nd sonst Arya-(,'amita, der mütterliche Oheim des Vajra, 
daHlr gilt Hat es nun einen Kälaka, Lehrer des Skandila, gegeben. 
^bW^^<2^^^ von dem H4riya S&maija verschieden war? Uod ebenso 
^■etnen Kälaka Verfasser des Prtijilapaiiä Öütras? Wir hätten dimn 
^fonf K&lÄkas: 

KMaka I ((^yäm&rya) ein Da^apürvin 
Kälaka 11 (^H^^mäiya) Lehrer des Skandila (376 A. V.?) 
Kälaka m (('yaniärja) Verfasser der Pannava^iä (= H76 A.V.?) 
KÄlaka IV Feind OardabhiUas c. 470 A. V. 
K&laka V der Festordner c. 993 A. V. 

Oder sind die K&lakas I, IT, III, welche alle den Namen 

'^^yainän^a führen, eine Person, deren Erinnening in der Tradition 

>nt*.tellt ist? Ich möchte beinahe letzteres annehmen, jedoch Ge- 

[wissheit ist nicht zu erlangen, besonders da der Name Kälaka kein 

ilt€(ner gewesen zu sein scheint 

Aus unserer Untersuchung können wir ein allgemeines ResultÄt 
dien , nämlich , dass die Listen der Sthaviras auf 
tBicherer Tradition beruhen. 

Ich gehe nunmehr zur Besprechiuig der übrigen, historisch 
rheiöenden Peraoiien über, welche in Äwei Gruppen zerfallen: 
[1) die am Kälaka TI (der K. K. K.), 2) die um Kalnka IIL 

In der ersten Gruppe haben wir Gardabhilla, König von 
JjLjayini, auf der einen, die Shahi oder Qaka, sowie Balamitra 
jnnd Bhänumitra auf der andern Seite. Alle diese Personen sind 
puch der sonstigen Jaina -Tradition wohlbekannt; sie werden in das 
^«rste Jahrhundert vor Vikrama versetzt in dem dritten jener 
Terstis memoi-iales, welche über die Zeit zwischen dem Is^ii*väi^a 
id Vikrama handeln Bühler, Ind. Ant II 3Ö2 : 
Balamitta-Bhänumitta 
satthi varisfini catta Nahavaha^c | 

taha (fladdabhilk-rajjaip 
terasft varisä Sagassa cau | 3 || 
Es ergiebt sich darnach folgende Tabelle: 



354 



H. JacoM, da* Kdlakaedrya-KQ 



Balamitra und Bhänuraitra 117—57 v. Vikr. oder 173—113 ▼. Cht 

Nabhovahana 57—17» , , 113—73, , 

Gardabhilla 17— 4 , , , 73—60 , , 

Qaka ....... 4—0 , , , 60—56 , , 

bn Einklang mit unserer Legende st^ht die Angab«, ditt 
auf Gardabhilla ein Qakakönig folgte. Dagegen weiss die Legend« 
Dichis von Nabho\'ahana und macht Balamitra und Bb&oumittx 
Kalaka's Sebwestersöhne , zu Zeitgenossen der ()'aka. Zu lö««i 
ist der Widerspruch nicht, aber er legt die Ansicht nahe, diM 
in jenen Versen der Zeitraum zwischen (dem Nii*väna,) Candmgupia 
und Vikrama, dessen Länge wahrscheinlich durch richtige Ueber- 
lieferung gesichert war, von Chronologen mit berühmt-en Königen 
der Sage in ganz willkürlicher Weise ausgefüllt worden s«i — 
Gardabhilla ^i sonst in der Sage als Vater des VikmmiUJityt. 
was mit unserer Legende sich wohl verträgt» obgleich es nicht 
ausführlich berichtet wird. Der Name ist schon mehrfach, und 
wohl mit Recht, mit der Dynastie der Gai-dabhila-K§nige , wdcJi* 
nach dem Vishnu Purina IV 24,i4 nach den Andhrabh|ity» 
heiTSchten, in Beziehung gebracht worden, Weber^ Ind. Stud. 15,!m. 
Wäre die Chronologie der Puräiia richtig, so würden die GardA- 
bhila im 5. oder 6. Jahrhundert geherrscht haben; da aber m 
ihnen Dynastien als auf einander folgend hingestellt werdeui diu iB 
Wirklichkeit wohl neben einander bestanden, und da die TWlition 
der Jainas den chronologischen Folgerungen aus den Berirhtefl 
der Pur&ija so entschieden widerspricht, so haben dieselben wohl 
wenig Gewicht. Ganz aus den Augen dürfen wir aber diese Mög- 
lichkeit nicht lassen. Denn die Zeit würde recht gut mit der d« 
SasßÄiiiden Baliram Gor i. e. der Esel, 420 — 438 n. Chr. stinunen, 
mit welchem Wilford den Vater Vikrama's identificiren will. Fem« 
konnteij dann Kälaka U und III recht gut eine Person sein, ^ 
letzterer 01)3 AV. =- 461) n. Chr. gesetzt wird. Alle übrigen toi» 
den Jainas überlieferten Angaben und Daten widersprechen aber 
dieser Voraussetzung ^). 

Eine andere Conibination würde Gardabhilla in viel früher*» 
Zeit versetzen. Schon Prinsep. Ind. Ant II 142 fiel die Aehnhch- 
keit der Kamen (Jandharuiia (i. e, Gardabhilla) mit Gondopbar# 
{YNäO^bEPfiÜ und Guduphara) der Münzen auf. .These if» 
speculations certainly much in the Wilford struln. bat the curious 
coincidence in su many names is enough to lead even a niatttr 
of fact man aside from the justitiable deductions of sober i*eason*. 
Wenn in dieser Vermuthung etwas Wahres steckt, so müssen wit 



O Die GescMcbte von Buhram V Zug ancfa liidion \sl rocht fcbetiteiierlieb 
und ,,4»hne allen Keschiclitlkhen Werth" Nüldeko, GcAich. d. Pcrs. u. Anh. i 
Z. d 8näKmd«n p. 106 fg. Allerdings käxno es nur darauf mi , was die liKt«r 
goi^lnuht habüti Und hier verdix»iit WlIfordA Kotii; the AtDoors uf BAhr»a 
Qor with au Indi&a priiicew atq ftunoaa &11 OT«r Persia w w»U m ia tadi*- 
A«. Ret. IX 149 fg, Beftchtimg. 




H, Jacobi, dn^ Kälakdcilrya-Kathdnakam. 



2ö5 



rronologie der Jainas ganz verwerfen ; denn Gondopheres 

in das erste Jahrhundert nach Chr. geseUi werden ♦ A. v, 

ZeiUchrift f, Numism. VI 350 fgg. Doch wir werden «gleich 

iseps Ventiuthimg zurückkiimmen ; wenden wir uns nun- 

mehr 7m den Sh&hi oder i^nkn. Diese heissen so, weil sie aus 

ila, einem Lande jenseits des Indus kommen ♦ wo wir sie 

Fohnend denken müssen» ehe Kähika ihre Auswanderung 

itete. t,'akaküla ist w^ithrscheinJich dtis ^a^uütavVi der 2\lten, 

\% heutige •SejestAn. D«r zweite Theil dös indischen Woii«s 

reist darauf hin, düss i/akaküJ« iin einem Wasser h*g, mich unserer 

Voraussetzung der See Areia. Jedoch ist die Möglichkeit, dass 

le untere Indusgegend gemeint sei, nicht gilnzlich auszuschliessen. 

:öU klingt übrigens an den alten Namen der (^laka* -iax«- 

fkot sonderbar an. Das Volk hiess Qaka (Öaga), seine Fürsten 

(dähi), der oberste König Shähäijashähi (Sähänusahi, gebildet 

fftguppiya) worio wir natürlich die persischen Worte wU; 

»LÄi^LÄ haben. Den Titel Shähi legt sich schon der Turushka- 

V&sudeva, der BAZOJHO der Münzen, bei, Cunninghara, 

Rep. in p. 35. In der Inschriit 8amudragupta*s auf dem 

kbäd Lät (Prinsep, Ind. Äni I 238) finden sich Daivaputra 

shähänashahi , saka, raurunda neben einander, und beweisen 

dw frühe Vorkommen dieser Titel selbst in Indien, ferner die nahe 

BMiehang zwischen Shähi und Qa^a, Der Öab&nuHahi gibt nach 

irer Legende die Veranlassung zur Auswanderung der Qaka 

lodien. Weber identificirt, ihn geradezu mit dem GardabhiUa, 

dessen Abb. üb. Paficadandnch. p. 8. Ind. Stud. 15/i.^t5. Doch 

zu einer solchen Vermuthung in der Legende selbst kein 

id Tor. Denn einerseits hat dort GardabhiUa den Titel MaharÄya 

nicht S&banusAhi, anderseits wird die Auswanderung der 

ika eher als Flucht^ denn als Rachezug dargestellt. Nimmt 

aber an , dass in der Legende der eigentliche Zweck des 

fes verdimkelt worden sei, um den Heiligen in den Vordergrund 

fr Action zu stellen und ihm unschuldigerweise den Rubra eines 

^Äterlandverrftthers anzudichten, wemi man also Webers Annahme 

►Igt, dass Gai'dabhilla wirklich der Sabänusahi war, dann erhielte 

sp*8 Gleichstellung jenes mit Guduphara eine neue Stütze. 

ings müsste man dann gilnzlich auf die Jaina- Chronologie 

iten, oder wenn man sie beibehalten wollte, A- v. Sallet's 

wahrscheinliche Ansetzung genannten Königs in das erste 

•hundert unserer Zeitrechnung fallen lassen, und auf Lassen's 

►rüngliche Combination zumckgreifen, wonach Yndopheres der 

Ftolao oder Utheulao der chinesischen Quellen wäre, welcher Fürst 

vor Chr in Kipin herrschte, und ^dessen Namen, von welchem 

dritte Silbe fehlt, so genau dem YndopheiTes entspricht» als 

in der chinesischen Schrill möglich ist", Ind, Alt. Ö 409. 

Di© Shihi zogen, wie die Legende erzählt, üh«r den Indus, 



35S 



TT. Jacobif das Kälakdcdrjfa-Kathänakam, 



eroberten Surashtra (i- e. Kathiawad) *) und theilten sicii ;a 
den Besitz des Landes. Ich zweiiele kaum daran, daes onter 
den ShäM der Legende die Sbäh- oder Siipba-Köoige von Guwrit 
zu verstehen sind, welche uns Inschriften und Münzen hinteiiastta 
haben. Dass die Shäh-Könige Qaka gewesen sind, geht oämhcb 
sowohl daraus hervor, dass der erste König dieser Dynastie Ksbi* 
haräta Kshatrapa Nahapttna Schwiegervater des i^aktk Usli4Ttdlli 
genannt wird, Ed. Thonms. Records of the Gupta Djnnsty p. 26. 
als auch aus dem Zeugniss des Ptoleraaeus VII 1 und des Periiilos 
maris Erythraei, denen xufolge in den fraglichen Gegenden Indv- 
skjrtben gesessen haben. Anderseits würde die Nachricht rem 
der Theüben-schaft der (,'aka vortrefilich ühereinstimnien mit der 
Ansicht über die Verfassung der SiHiha-Könige stu der Ed. Thomtf 
(Jouni. R. As. Soc. XH p. 37 und in Prinsep Ind. Ant II 91) und 
Lassen, lud. Alt. II 789 ans andern Gründen gelangten, d«^ 
nämlich eine Ali von republikanischer Regierungsfonn bestiniia 
hiVite^ unter welcher *iwo or more rajas were sLinultaneoualy 
invested witb a shure in the conduct of the State or if sel^ct^ 
as the sole mlei-s for the tinie being, the periods of retention t»t 
authority were limited directly and detinitively by law, or tenni* 
nable s\t tlio will of the majority*. Ed. Thomas a. a. 0. 

Wenn die Chronologie der Jainas glaubwürdig wäre, wurde 
die HeiTschait der 8hah's etwa 70 — 60 vor Chn beginnen, in 
welche Zeit sie auch Mr. Newton, Joum. Bombay Br. R. As. 8oc. 
1862 p. 30 setzt A. v. 8a!let's Urtheil aus den Münzen der Shah- 
Dynastie geht aber dahin ,dass ich (v. Ö.) die ganze R^ihe für 
sehr spät, lange nach Christus geprägt, halten muss , schon »n* 
rein numismatischen Gründen* a. a, 0. p. 230, Ich habe nicht 
genug Vertrauen zu der Richtigkeit der Jaina-Angaben, um Herrn 
von Sallet, vor dessen nüchLernera Urt heile so viele luftig« 
Theorien der indischen Geschichte sich in Nichts auflösten <, m 
widersprechen- Es düifle daher wohl am gerathensten sein dit 
vSbah-Dyniistie j^leichzeilig mit der (^-aka-Aera und unmittelbar vor 
die Vallabhi-Könige zu setzen. Genauer auf dieses Problem ein' 
zugehen, muss ich mir aber auf eine andere Gelegenheit versparvo. 
— Aus unserer Untersuchung geht das als indirektes BesuUat 
hervor, dass die Verlegung dt^s Krieges der (^*aka mit Gardablulli 
vor die Vikrama-Aem sturken Zweifeln ausgesetzt ist und dia 
Angaben der Juintis über deji betniffenden Zeitraum der indisckea 
Geschichte theils sich widersprei^heu, theÜs wie spJiteres Machwerk 
erscheinen. Ohne die Jaiiia- Berichte gänzlich über Bord zu wedba, 
imä man doch daran festhalten müssen, dass ihnen keine aichere 
Tradition zu Grunde liegt. 

Es verdient noch hervorgehoben zu werden, dass die (^*aki 



1) Irt Bh&roch berrschten die thuen hb&ouiidotoD Fiirslen Bjüjunitra nnd 

BliJUiuxQJtrA. 



KAläMfsärija-Kaihäiyil 



h%z. Shäbi vis Anhllnger des Jainismus dargestellt werden. Eine 
larallele hierzu bieten einerseits die liildsiiuleii des Mahävira mit 
Aufschrift des Shähi Vasudeva^ welche in dem Kjinkali mound 
Mathura gefonden wurden, General Ciiniiin^ham Arch. Rep. III 
35, anderseits die Angaben der Jainas in der ,Jikiniea recensio 
sanadviitriäQika* Weber, lad. JStud. I5.27i> fg., wonach Pada- 
der Lehrer (eig. Ei-wecker) des Monmdarrvja ist. Die 
idn aber scheinen den i^aka und Turushka nahe gestanden 
haben. 
Wir kommen nunmehr zum Kalaka IIJ (der K. K. K.)j welcher 
Wunsch des Sätavähana von Pratishihäna 993 AV. i. e, 466 
5Z. 526 n. Chr, den Pajjusa«! vom 5. auf den 4. su. di. Bhädra- 
Terlegte, cf. Kalpasütra p. 115 fgg. Dass dieser Stitavahana 
dem Aerenstifter verschieden ist, geht nicht nur indirekt aus 
Zeitangabe, sondern auch aus v. 69 hervor, worin al« Resi- 
des Aerenstifters (,'akaraja nicht Pratishth&na, sondern üjjayini 
>ben wird. Jene ganze Stelle über die beiden Aerenstifter 
eine von den bekannten Volkssagen und Milhrchen ab- 
nchende und sehr beaehtenswerthe Darstellung, üidem sie nämlich 
[chtiä von einem Kampf der Aerenstifter, sondern von einem Stui-ze 
ir Dynastie des einen durch den andern berichtet Dies ist 
tenbar der wahre Sachverhalt. Von dem Qaka-Konige ist also 
Itaviihana «u trennen, wemi er auch in der Sage mit ihm ver- 
lolz. Dasselbe geschah ja auch mit dem im 10, Jhh. lebenden 
jhlote-Kömge (^'alavähana , dem Vater des t^.aktikumara, cf. Ind. 
id. 14,401. Es ist eben in dem Vikranmditja und dem i^'äla- 
der Sage die Erinnening mehrerer Könige, wohl nicht ohne 
lologiscben Zusatz vereinigt. Es bedarf wohl kaum der Be* 
»rkung, dass Satavilhana nicht ein Anhäinger der Jainas gewesen 
— Katha Sarit Sagara 8,ii ist er ein Verehrer des (,Hva — , 
mdem nur ein Beschützer dcrselb<.in, woför sie ihm wie fast allen 
itoriÄchen und sagenhaften Königen» die Ehre antbaten, ihn m 
iem der ihrigen zu machen. Laxe ConfessionalitiU, Liebiiugeln 
lit allen Sekten gehört ja zur Politik der indiseben Herrscher, 
ler jede Sekte einen Fürsten leicht als ilireti Anhänger be- 
'hten kann. 
Zum Schlüsse noch einige Worte über meine Bearbeitung 
SS Textes. Das Ms., welches sieb jetzt in der Indiii Office Li- 
befindet, bietet den einfachen Text ohne viele gröbere Vor- 
deren Verbesserung in den meisten Ftlllen leicht, ja selbst- 
?tandlich war. Zu Conjekturen habe ich sehr selten meine 
lucht nehmen müssen. Verändeiiiüg der Ürihographie habe 
lir nur auf Grund des Metrums erlaubt; dieselben bestehen 
itiich in der Weglassung des Anusvära metrisch kurzer Silben, 
ie Schreibweise des Ms. ist überall vermerkt. Die Abtrennung 
Textes in Worte und Sätze, sowie die Hervorhebung der 
jtrischen Partien rührt von mir her; da also im Ms. di« Verse 









G«9i> jarlri TBifi ; rmipM^ft ja iiTBTtt^ Up-pnrmo. )>hi.j*- 



jaHii dtarbiii)» kanakAin parikBhjato 
BiglianbavAeiiedaiwttpfttA^uMity; | 
Uibat'Tii dharroo Tidmhl parikühjBte 
^ratena 9Ü6aft ia4>odajigii9ait^ | 1 1 

jWo a^ai-mba^o 
pa^ftbao 'QÄi-kamma-sai|ijiitto, | 

p&veiya saylk dubio 
Bubio piu^a hol dhammena. ) 2 | 

dharamo carittÄ-dhammo 
snja-dhammao ') tao yu niyamepa { 

ka«a-chftyit *) 'tava-suddho 
90 cciya kai^agaip va vi^^eo. || 3 || 



y iiiyftmmio nu. 



t) UhejA nu. 



ff. Jaeobi, das Kdlakdedrpa-KtUhdnakam. 

pA9a-bbah&-1y&9aqi ^) 
p4ya-ttli^9&9a jo u pariseho, | 

jo ya Yihi: esa dbamma-kaso. | 4 | 

biyjh&-'Qatth&9e9aip, 5 

je^a na Y&h\jjat tayaqi niyamä | 

Baipbkayai ya parisuddbaqi: 
80 u^a dhammaiiimi cbeu tti. || 5 || 

jiv&i-bhftya-yfto 
baipdhfti-pas&hao : ihaip Uvo. | 10 

eehi*) suparisaddho *) 
dhammo dbammatta^am aveti. 1 6 | 

eehi*) jo na snddhO) 
annayaraqimi vi na Bu^n niTa4io, | 

so t&risao dbanimo 15 

niyame^a pbale Tisaqiyayai. | 7 1* 

680 u attamo jaip 
puris'-attbo ettha Yaijicio, niyam& | 

vai|ic\ijai sayalesuiii 
kall&Qesium na saipdeho. | 8 | 20 

ettha ya avaipcio na hi 
yaipcijjai tesn je^a, te?' eso | 

saqimaip parLkkhiyayvo 
bubehi ^ sai nio^a-dittbte. | 9 || 

iya gnrn-yayapaqi souip 25 

komSro yiyalaqita-kanmia-pabbh&ro | 

saqg&ya-carapa-bhftYO 
eyaqi bhapinip 8am&4hatto : 1 10 | 

micchatta-mohio *hai|i 
jah'-ayatthiya-rAya-dbamma-kaha^e^a | 30 

pa4ibobiO) mah&yasa! 
saippai ftisasn karaQijjaip. || 11 U 

t& bfaayayaip tab-bh&yaqi 
nliaip ftisai sAhn-yara-dhammaip ; | 

80 ya tayaip pa^ivajjiya 35 

j&i tao niya-samivaiiimL | 12 1 

aha mahayft ka^e^aip 
moy&yiya ja^aya-jaQa^i-ni'&te | 

bahu-iiyapntta-sahio 
j&o sama^o samiya-p&yo. || 13 || 40 

aha gahiya-duyiha-sikkho 
glyattho jftya bh&yio j4o, | 

t& ganiQA niyaya-pae 
thayio gacch&-1iiyatt6Qa. || 14 1 



1) p&oabab« mi. 2) »bitn ms. 3) Mdha mi. 




9( iee ii TiUrsipti snicchiOBiQi ballk Hiojfo Mfhft aipteiiiB. taip «• 
nMIttift n&A^a bhiupio, jali&: nüliinja 

pmoiij^äiu prramiQasÜiai nkska^lymiii jratitab, | 
mbldanfi pnuihßin pmna^asüiair nsufisÜiiilAiV. | 21 | 
kiip «!A Hkja-rakkJujä^i taTOVw^ini hnipti, y*ta|^: 
40 D«rt^varabbajac€h4j&in ^lity» ^ranujn&h snkham | 

nirbhayi dhannakäryi^ korvate sr&ny an&ntaram. | 22 | 
ti vinajjehi eyaip, mä niya-kula-kalaiiikam app&ehi. yaU aktam: 
gutta gaqijida^) malida virittu | 
Baba4&tta9a haiiTida | 

■1. S) niya 2 ms« 3) S*r»e«i nu. 4) h« nu. .^) pun- 



H. Jacobi, das Kälakäeärya-Kf 



261 



ayasa-padahu jajofi sayali bhämidu | 
masi-kuccau diimu kuli | 
Jena kena paradara himsidu | 
anDA-tthi-^satta-ma^a je ittilauqi kareifiti | 

taha saqigiLmi mababbhadaba karatbakku ua vabatpti || 23 || 5 

|U mahäräya ucciftba! käya-pisiyaip va viniddbam eyaip. tao 
[kÄma-^uratta^ao na kimci padivaiinam r^hin. yatab; 

dp^yaip vastu na j>a<;;yati jagaty andhah puro 'vastbitam; 
räg&ndhas tu yad asti tat paribaraii yati nästi tat pa^yati : | 
kiindeiidivu.rapilrTiacandrakala4(avriiiia]luta.|ia]lava 10 

njk "ropyä \'ut:irä(;ishu priyatam&gAtresbu, yau inodate. || 24 |{ 
tani miiinca räya eyaip 
tavassiniqi ^), inä karebi *) anii&yam ; | 

tai ^) annäyu'pavatta 
ko v' amio nayavatp lioi ? [) 25 | 15 

evaip bbanio räy^ 
padivajjai j&va kirpci no tahe, | 

cauviha-saipghena tAo 
bbaijävio K&lagaj[jehiip. || 26 || 

samgho vi jäva teijam 2t> 

na mannio kaba vi, tava sünbim | 

kova-vasam uvagaebiip 
kayl^ paiim^^) imä gborä: || 27 || 

je 8amgha-pacca^iiy& 
pavayai^a-ovagbayagd iiarä, je ya | 25 

samj ania- uvagh&y a-parä, 
tod^uvikkha-kärii^o je ya: |{ 28 |{ 

tesiifi vacc4iDi gaitu, 
jai eyaip Oaddabhilla-räyä^aip | 

ammülemi aa sahasä 80 

rajjäo bhattba-maijäyaip. || 29 | 
[ftvra^ ca eyam, jao bhaniyam ägame: 
tandiä sai samattbe 
äQ&'bbatthaipmi uo kbalu uveba; | 

apuküle ya rae hiya> ; 

ai^asatib! boi dayawä || 30 || 
säbüna ceiyana ya 

kpa^aniyaip taha avanna*väyaip ca | 
jina-pavnya^assa abiyani 
sawa-ltliame^a värei. || 31 || < 

ijio evaip paLoiiaip kaüi^a ciiptiyarp sürihiip : jab' esa Gadda- 
l-i4j& mababala-parakkamo gaddabble luabävijjäe balio, t4 
!^a ummlliyavvo tti samattheiiiija kao kavadena uniraattaya-veso, 
tiya-caakka'caccara-mahäpaha-ttbäQeäu ya ixnaip palavaiiito hiip4ai : 



1) ^«m iDS. 




2) *'hii|i 



d) iaiui fiiü 



4) p«yaiiiu\ ms. 




H. Jacobi, doM KäUkdeAr^a-Kaihänakam, 



yadi Gardabhillo rijä, tatab kim aia^ param? yadi rft raraytm 
anta^puram, tata\^ Üni atah param ? yadi v& janah suveshas, Uti^ 
kim ata^ paraiu ? yadi t4 Itaromi bliikshataiiaip, tata^ kiiu ata); pt* 
nun? yadi vä ^ünyagphe svapnain karomi, tatah kiui ata\^ panm? 
iya evani jampamtaip 
sürixp datthÜBa bha^ai puralogo: | 

ahaha na juttam num& 
kayatp, jao bbagini-kajjaipmi || 32 | 

^ mottüna niyaya-gaocbaqi 

10 biiiidai lunmattao nayari-majjjbe | 

9aya]a-gunäi;^a niba^am 
katlham abo K&lag&yario. 1 33 | 
* gov&la-väla-Ma^- 
sayala-lay&u evam aipbarusaqi | 
15 sodiia niqida^aqi pora* 

vart^ niya-s&nii-silassa ^) l| 34 | 

maiptibi ^) iao bba^^io 
naran&bo: deva, mä kunaha eyaqi! | 
muyasu Uvassi^iui eyaqi^ 
20 avamia-v&o jao garuo *). | 35 J 

kiiii ca: mn^ina ax^atthaip 
jo moha-yiinebito naro kai;^ai, | 

so ^uattba-jak'Saumdde 
appilnani kbivai; dbuvam eyam. [| 86 || 
2& * tatp mamti-vayaQam äyaiin* 

iiina rose^a bha^ai naraoäbo: | 

re re evaip sikkbain 

gaiiitxii^ip deba uiya-piui^o! | 37 | 

taip süui^i tunbikka 

SO 8an]j&y& maiptiiiOt iijam biyae | 

k4ui|i: keim nisiddbo 

jalahl slmain vilaipghamto V || 38 | 

tain ca kuo vi näiii>ä niggao nayarfo süH, a^avarayaip 

gaccbatpto patto Sagakülaip u&ma kdlain. tattba je simaiptA 

35 Sabii|}o bha^naipti; jo samaiptä-liiTai sayala-narimda-vaiiida-cdjA- 

mai^i so S^ä^usäbi bbaii^i^ai. tao KMligasüri tbio egasaa s&bi^ 

samive, avajjio ya so marpta-tajptÄ-'ibiip. io ya a^^aya kayü taan 

S&bino süri'samaimlyassa burisa-bbara-nibbbarassa niL^&Tiba-Yii^oebtqk 

Gettbiinianassa sam^gao pa^ibaru . rinnaitatp ca te^a^ jabU: s4tiii! 

4Ü Säbänusäbi-düü duväre elttbai. S&hipä bha^iyaip: laburp pavesebi, 

pavesjo yn. vayanen' aqitarani eva nisanno ya di9|^4-''saQe. tao 

düeüa samappiyam uväyanaiii, tatn ca daftbÄna nava-p&aaa-kila- 

uahayabin va anidbariyam vayagai^i Sihina. tao ciiptiyat|i: hjupti 

kämam apawa-karapain avalakkbijjai , jao s&mi-pasAyam Agayniii 



1) sUMsa m» 



2) '^hlxii ms 



3) gmrAo iiir 




H. Jaeoidj da» Kälakdeärya-Kaihänakam, 26^ 

dmttli^^ jaUya-daip8&9e9aqi va sihi^o hari8a-bhara-nibbhar& j&jaipti 
8evmy&, so s&ma-vayai^o disai. t& pucchämi k&ra^aip ti. etth' 
aiptaraipmi S&hi-purisa-daiTisiya-yi4ah^e gao düo. tao pucchiyaip 
idri^: haipta, s&mi-pas&e sam&gae kirn uyyiggo viva lakkbiyasi? 
t«qa bluu[iyaq[i: bhayayai)i, na pas&o, kiip tu kovo samägao: jao 5 
ainha pahü jassa rüsai, tassa n&m'-aipkiyaip muddiyaip churiyaip 
pa^ayei. tao ke^ai k&ra^ei^a amho 'variip rflsiü^a pesiyä esä 
chiiny&. e!e ya app& ambehiip gb&iyaYYo: agga-daip<]o tti käü^a 
na tay-Tayaine yiy&ra9& k&yavy&. süri^ä bha^iyaip: kiip ti\jjha 
ceva rattbo, uy&ha annassa vi kassa vi? sähij^ll bha^iyaip: mama 10 
▼mjjiyäoaip a^pesiip pi patpc&Qaul-r&li^aip, jao dtsai channauimt im!e 
satÜiiy&e aipko tti. süri^ftr jaippiyaqi : jai evaqi, t& mft app&^aip 
Tu^ehL tei^a bha^iyam : na pahni}» rattbe^a kula-kkbayam aipta- 
Te^a chattÜJ^« ™Ae pupa maei^a sesa-kolassa kbemaip bhayai. 
s(bn9& bba^iyaip: jai vi evaip, tah& vi v&baresn niya-düya-pesaQei^a 15 
pimcAnauyaqi pi r&yft^o: jeiya Hilf dugadesaip vaccAmo. tao tei^ 
pacchio düo, jabä: bhadd&! ke te anne paxpc&^aut rfty&^o, jesirp 
bmo devo ? tepa yi sawe niyeiy4. tao düyaip yisajjiüqa sayyesiip 
pi pesiyä patteyaip niya-düyä , jah& : sam&gaccbaha mama samtye, 
mi Diya-jtyiy&iip pariccayalüi , ahaip sayyattha bhaliss&mi. tao te 20 
dopariccaya^iyatta^ao p&^&^aip sayya-s&maggiip k&d^a &gayft jha- 
4ttti') tassa samiyaip. te ya samägoo dattbü^a te^ft 'yi pnccbiyft 
sAii^o: bbayayaip kiip ambebiip saippayaip k&yayyaip? sürihiip 
bbi^iyaip: sa-bala-y&ba^ä uttariü^a Siipdbuip yaccaba Hiipduga- 
dttup. tao sam&rubiü^a j&^ayattesu 8amftgay& Surattba-yisae. 25 
etth' aiptaraipmi ya sam&gao p&usa-samao ; tao daggam& magga tti 
kinip Surattba-yisao cba^^aui • yibb&gebiip yibbaipjitLpa t^yft') 
eya. 

itth' aiptaraipmi ya mab&rftu yya rebira-paip4ario , garaya- 
-"raipbba-samaa yya ollalaipta-babn-goyo , pa<)bama-p&aso 30 
Yn disaipta-siya-bal&bao , mn^iyai yya r&yabaipsa-seyio, pabä^a- 
pisia yva sayyayijjaipta-mattay&ra^o samägao saraya-kMo. jattba ya 
snyaQa-ja^a-citta-yittia yya saccb&o mab&^alo, sukayi-yä^tu yya 
nimnuilÄo disäo, parama-jogi-sariraip ya nbrayaip gaya^'-aipganaip« 
mu^iqo yya snma90-'bbir&m4 sattacchaya-tanu^o, yara-tbayai-nimiya- 35 
WlideTa-paiptlu yya sut&rik ya raya^lu tti. ayi ya 
iiippbaniia-sayya-8as8& 
i jattba mabl abiya-rebir& j&y&, | 

I 41ükkaipta-dariya-yasabft 

I pamuiya-goyiipda-majjba-gay&; || 39 || 40 

plüsa-püra-sarisÄ 
sasabara-kira9&-''yali tamiss&sn | 

paccälei asesaip 
abiyaip bbuyai^o-'yaraip jattba; || 40 ] 



h Jüh ms. 2) Uh 



264 



H. Jacobu da* KMk^Mrya^KaMmkom. 



ßMi-vana-rakkliaii*-ujjaya- 
pÄmaii * g]jjai|ita -1111111(1111 - jt^iehi iji | 

padivaijaijitä pahiyä 
parpthiio jattba bhassaqiti. || 41 | 

iy a b abu -j iy a- to say are 
patte samyaiiimi uavari viddäno | 

jbatti rahanigo bbava* 

citta-rüvtt-samsiihan'-attbani va || 42 | 

evamvihaiii ca saraya-kala-sirim nvalcnilna niya-samtfaiya-nddhi 

k&meija bbaniya te Kälayasürii;iä ^ jabä : bbo , kirn evam mrujjami 

Ct^baba? tebiip bbaniyami uisaba kiiii puno karerao, süritjA th»- 

niyaTp : ^ijbaba üj,jeaiin, jao tie iiaclibaddho pabhüo Mälavadrsu: 

tattba payattte tumbtLnam nivyäho bbavissaL tehiip bba^iyaipt 

^^vaip karemo} parain n'atthi saipbaLayaip , jamhÄ ejaipmi du» 

15 ambänum bhoyana-mettaip eeva jäyaiii._^ tao sdrugiä jogm- 

eabumtiyä'metta-pakkiieveiQa sova^ritkäAiia sawaip kuifibhakiift* 
"vahitm bbauiyA : eyam sambabua j^ii^baha tao te taip vibbai r 
savra-sainaggie pa|tbiyä Uyeijiip pai. aiptart* ya je ke vi L. 1 . 
risaya-r&yäno, te säbettä patta üjjeiji-visaya-samdbiip. t^ao Gadda* 
20 bbilio pai-a-biilam tlgacchaqitaip soünü ruababalasämaggle niggao 
patto ya visaya-sanidhiui. tao donbam pi dapp'-uddhara-senBi^aip 
laggam äobaiiarp, 

* niva(Jaipta-tikkha'Sai"a-jbasara' 
silla-väviilla-sawala-rauddo | 

khippamtÄ'Cakka-pat|isa- 
moggara-narÄya-vibbaccbo *J [| 43 || 

asi -parasu- kumta-tuingt 
saipgba|f-uddbarpta-sibi-phuliipgo-'ho ( 

bbada-bukkära- rauddo 
raya-cbäiya-süra-kara-pasaro, ] 44 || 

eviitpviha-saumra-bbttre 
vattamte, Gaddabbilltt-oaravai^o | 

ainnaip kbaneija na[tbaiu 
vÄbÄ-'*baya*nieha-vaiiidain va -). [| 45 || 

taip bbaggarp dattbüimui 
valiünarp pura-variö naranaht» | 

pavisittu tao cit-tbai 

robaga-sa^ijbo *ßiya-baleuaiji, || 46 || 

iyare nissaiueäratu valaya-banidbef^a nayarani robiünaip tbiyÄ ') 

40 kunamti paidiriaiii dh'^yf^ip- amiariiiiu divase java «Jböeii' uvattbiyä, 

täva ptfcebaiuti suniiayaip koftaip. tao tebiqi puccbijÄ süri^jo; 

bhayavajii, kirn aj^ja sunuayain koliarp dlsai? tao süribiip biimariilna 

bbfitiiyam, jabä : ajja attbarai» tattba ya Uaddabbillo uvaväaaip kai 

g»ddabhii|i raabavijjuiu sabai; tIL uLrüvaba kattba vi attaiae 



25 



30 



♦ vil*liHt»o in». 



2) ca ms. 



3) Ith'* ms. 



A Jaeoii, da» Kälakäedrya-Kathänakam, 265 

▼iyam g&ddabbiip. nirAyaiptebi ya di^tbÄ damsijä ya sürtnaip. 
s&rihiip bliaijiyaqi: jab' esä gaddabbte Gaddabbilla-jäva-samattte 
mahaimab&layaifi Saddam karebei, taip vairi-bala-s'aiptiyaip , jaip 
dnpayajp cauppayaip vä 81191 ssai, ta^ sayyaip mnbe^aip mbiram 
Qggiraiptaip nissaipdebaiii niva4issai; .t& sawaqi sajivai|i dupayaip 5 
caappayaip gbettü^a dn-g&nya-mittaip 'bbü-bb&gam osaraba * attbo- 
'ttara-sayaip ca saddavebii^am mama samlve tbaveba. tebi vi tab' 
eYa sarvaip kayaip ; te ya saddavebino bba^iyä 8Ürlbii)i : jayä iyaip 
r&saht sadda-karan'-attbaip inabai$i niyäyai, tayä akaya-saddäe ceva 
ejkß tabbbe ii&r&ebii|i mubam bbarijjaba, kaya-saddfte puQa tubbbe 10 
na sakkissaba pabariuip. t& apamatt& äya^^a-p^ya-sarä ce^tbaba. 
tehi ') vi tab' eva sawaip kayun. tao ya iyan9&-"ya44biya-dba9u- 
iirakka-sara-ptei-puQQa-vayaQäe tle tirikkbte pt^ij^e n& caiyam ') 
Irasiaip pajibaya-satti tti. tao vijjä tassa s&bagass' nvariip käuip 
nmtta-purtsaip , Utttaip däüi^a jba^i gayä. tao sürii^ä bbai^yä te, 15 
jahl^: genbaba saqipayaip ettiyaip ceva eyassa balaifi ti. tao te 
piyiratp bbaipjiü^a pavi^tbä üjjeQiip, gahio sajlva-gäbaip Gadda- 
bhiDo baxpdbeitii^a samappio süri-päyäi^aip. 
süribi tao bba^io 

re re p&vi^ba dnt^a nillajja | 20 

ainajja-kajja-ujjama- 

sajja mab&rajja-pabbbattba ! || 47 || 

* jam a^iccbaiptle 

säbu^SS viddbaipsaQam kayam tumae | 

na mannio ya saipgbo, 25 

teil' ambebiip imaip vibiyaip. || 48 || 

maba-moba-mobiya-ma) 
jo stlarp 8&biu|iie bbaipjei, | 

* jiqa-dbamma-bobi-l&bbassa, 

80 naro dei mül'-aggu|i. || 49 | 30 

ninnattba-bobi-l&bbo 
bbamibisi nü^aip') tomaip pi saipsäre | 

re ^QaTpta-dnkkba-paTire 
kirn ca ibaip ceva jaipmaipmi. || 50 H 

patto t&4A9&-baiiidba9a- 35 

avamä^a^a-jaipya-viviba-dakkb&iip | 

saipgbÄ-'vam&QaQä-tani- 
varassa kasom'-aggamo eso. || 51 || 
naraya-tirikkba-kiim&QQsa- 
^f kadeva-gai-gama9a-satpka4i&-"va4io | 40 

1 jam ai^aipta-bbave bbamibisi, 

' V taip pu^a yirasaip pbalaip bobi. || 52 J 

>\ jo avamaonai saipgbaip 

^ pftvo tbovaip pi m&^a-maya-litto, | 

^) tthim ms. S) Tmijmip ms. 8) tftnaip ms. 

^ XXXIV. 18 



/ 



^^^ 266 


H. Jaco&i, da* Käiakaeörfa-Kathänaham. ^^M 


^^B 


so app&Qoip bolai ^^^| 


^^^^H 


dukkha-mahas&gare bhlme. Q 53 Q ^^H 


^^^H 


* siri-Baiaa9a'Sai|igha-äs&- ^^H 


^^^v 


jai^u paveipti jaip duhaip jtvä^ | ^^H 


^E 


tarn s&Mum Ramattbo ^^^| 


^^^^H 


jai'para-bhayavam jiQo hoi. || 54 \\ ^^H 


i^^^H 


jeua mühatptaip p&vam ^^H 


^^^^^H 


kayaip tae do ^) ya mannio samgbo, | ^^H 


^^^V 


saipbbäsissiL 'nuribo ^^H 


■^ 10 


amba^aip jai vi, re tabu vi || 55 || ^^^H 


^^^^ 


babu-p4va-bbar*akkaiutaTp ^^^| 


^^^^fe 


duba^jalana^karala-j&la-xnäl&biip { ^^^H 


^^^H 


* rilimgiyaiii tumarp ^^^| 


^^^^ 


pasiujiji kamii4t^ pu^a bbanimo, || 56 | ^^^^| 


^^^ 16 


nimdana-gariha^a-puVTatp ^^^| 


^^^^^ 


äloedna^) kunasu paccbittaiti | ^^^M 


^^^B 


dokkara-tava-cara^a-rao, ^^H 


^^^v 


jeQ* ajja vi tarasi duhu'Ja)ahii|^. || 57 | ^^^H 


^K 


* iya kani];iae süribi ^) ^^H 


■ 20 


jaippiyam simiya Gaddabbillo so | ^^H 


^^1 


aisaipkili^ba-kaiumo ^^H 


i^^^H 


g&dhayaram düniio citte. U 58 |{ ^^H 


^^^^ 


d^iiyä'cittai]i Tt4uip ^^H 


^^m 


KalayasürlM ^) so tao bhai^io : | ^^H 


H ^ 


mukko 'si ekkav4ram; ^^| 


^H 


sampai re jähi niwisao! || 59 || ^^H 


^^^H 


* tarn süri-vayaiiam %aun- ^^H 


^^^^B 


idna pabu-isarebi ^) so tebitp | ^^^h 


^^^^ 


desuu dhadithiaip ^^^1 


^^^_80 


niukko dubio panbbhainai. || 60 || ^^H 


^^^H 


bbamiiup mao samikiio ^^^| 


^^^^B 


caugHi'Sarps4ra-s4yare bbime | ^^H 


^^^^H 


bhamibi aüatpta-kalat;i ^^^| 


^^^^ 


tak-kamma-viv&ga'dose^atp. | öl ^^H 


■^dfi 


to sün-paj[juvilsaya- ^^H 


^^^K 


SUbiin rüyähirayani aha kauip | ^^^| 


^^^H 


bhuipjainii raj^ja-sukkbaip ^^H 


^^^H 


srimamta-paif^biyiL ses&. [j Ü2 j| ^^^| 


^^^V 


Sagaküläo jenaip ^^^| 


H 


samftgayä, teua te Sag4 j&yä; | ^^M 


^^^H 


evaip Saga-T4Uiaip ^^^| 


^^^^B 


eso vaijiso samiipparuto. | t>3 | ^^^| 


^^^^^H 


* jina-säsai^'-imnai-paräQa ^^^| 


^H 


IAi}B, k41o suheDa parigalai | ^^H 


^^^^H 


tie ms 2) <^ftiu an. 3; ^i\\ ms, ,^^^H 



n, Jaeoirt, das Kähk&Därffo-Kathdmkam. 267 

BÜri-paya-pauma'gabbhe 
chappftya-Ulain ku^am'tAija. || 64 || 

k&r-anitare^a kenai 
ap{j&<^ttÄ Sag&na taqi vaipsai)! | 

j&o Mftlftva-rayä 5 

tüüneqaqi Vikkaui&icco. || 65 | 

pubali ekka-\iro 
Yikkama-akkaipta<blitimi'Daran&ho | 

* ußchariya-cariya-äyara^a- 
patta-vara i)-kitti-pabbbäro. tl 66 [[ IQ 

* niya-gattä-^rähiya-jakkha* 
raya-satnpatttt- vara- tiy &- vasei|a | 

avagaijiy a- sattu- mi ttaip 
Jena payatiaviyai|i d&uaui, | G7 | 

paya^^ivio dhurae |5 

rina-paribinatii jaiiaiji viheüijatp | 

gura-rittba- viyaray äü 
niyao saipvaccharo j^yaiii, | ^% |[ 

* tassa vi vaipsiiip uppä- 
<3iÜQa j&o puiiü vi Sagamyä | 20 

üjjeiJii-pura-varie 
paya-paipkaya-pa^aya-s/imatpta^ || 69 || 

pa^atise väsa-sae 
VikkÄi»a*sainvaccharasaifc voll^e | 

parivattidi^a (huvio 2S 

je^am saipvaccharo *) niyao. || 70 || 

Saga-kMa-jä^an'atthaqi 
eyaip p&sanigtyaip samukkhayam | 

müla-kah&'SftTpbaddhaip, 
pagayam ciya bbaimae inkiip. i| 71 || 30 

Kalayasöiihi *) tao 
8& bbagiQ) $ai}ijame piii^o t^viyÄ | 

äloiya-pa4ikaipto 
ä&H vi sagai|) gai^aip vahai. || 72 | 

ya atthi Bharuaccham näiiia nayaraip ; tattba ya Kälajasdri- 35 
lyani^ji Baltimitta^HhÄ^umittä bhayaro räya-juvarÄyano. t«siip 
Ibliagi^ Bhuiiiisiri; tlsf» putto Balabhänü näiiia kuniäro. tao 
tip Baiftmitta.Bbiiyumittehijp paru-kdlao sainÄgae söriiiLJ soöna 
io Maisagaro nama uiya-mahLirntao Ujyeijirn. tona ya tattba 
ptü^a Sagar&ino mabänibaiiidbeQa visajjilviüua varpdiüna ya 40 
ttattA süri^o. avi ya: 
^^H Balaniitta-BhänuiiiittiL 

^^P bbuyavai}! bbü-luiiya-bhala-kara-j&^ü \ 



1; cafA Bu, 2) *^t%xa m». 



8) *1iim roa. 



k 



ib 



\Q^ H. JneoMf da» KälakScärya^Kaihänakam. 

bhatti-bhara *)-nibbhar -amgÄ 
tuha paya-kamalam panivayamti. || 73 || 

kara'kamal*'nmjali *)-maii]am 
Diülinuni t^havittu vmnavaipti jaliu: | 
5 * tuha vii'aha-taraiji-khara-kiraiia- 

myara-pasarena sayarahani || 74 |j 

saiptäviyai *) dhai^iyaip 
jao sarlräi amha, ia sami | 

niya-daipsajia-meh'-ubbhava- 
10 desaija-iilrena iiivvavasu. || 75 || 

kiip bahunä: kaninä-msa- 
samiidda! amhänam Qvari kaniimam | 

kftd^aip pävaharaip 

varpdävasu iiiyaya-paya-kamalaTp. | 76 |] 

15 tao K^agaBÜrino Sagaramio sardvarp s&hitl^B g&y& BhArayac( 

pavesiyä ya mahaya vicchaddena varadiyä ya bh&va-s&raiii 

iiiit.ta-Bhrmumitta-Bha,nusin*BalabbÄpiiliiitn, samä4^att& ya bhayavsH 

bliavu-nivveyrt-jaiiaiii dhamma-desanä, \m ya: tusa-risi wa asiro 

saipsäro. vij[julayäu*j wa catpcalä-o kaiiialäo, appa-paha-gä mnyaTo 

20 asavo*), lävanuaya-sämannarp tamnnam, daru^a-dahn-däiya *)'rogi 

bhogo-'vahhogfi , mü^asa ■ särirlya - kheya ') - niyvaqidha^atp dhai^aip, 

iiKihasogÄ-'iregÄ *•) jaija-sarppaogfi, niramtara'padismjana-gilii^i u äu' 

dulänL evam \hie. bho bbavvä laddhÄna kuläijuttÄtu maijuyatt&rp; 

niddaliyavvi> panmo , kAyawo savv'-arpga*cäo , vaipdiyavvA devli"- 

25 bidevii, käyavvä suguni-carana-seirä, kdyavYani supattesum d^Quip. 

na käyawam niy^ijam, anagianiyavro parpca'namokk&ro , k&yayvo 

jinä -"yayanesu püyft - sakkäro , bhÄviyawäto duvälasa bhära^iä, 

rakkbiyavväo pavayaii'-oblkvanÄo, dayawr» suguru-pnrao niya-ducca- 

riya*"loyaiiri. käyavvä sawa-satta-kbamaij&, pajiTaXJiyavTaip paj»- 

3€ ccbitüim , na dbäriyaYvum asuhu-c-ittaip , ann^thiyavY&^i jali4-Battte 

tava-caranäni , damiyaTvaiii duddamta-karaij&^i , jh&eyavvaip suha- 

jjhiiyaip , vücchlyae Jena samsäru-saipt&nam ; kim babonä: evnin, 

ftyaraiptäiuijp tumbänarp bhavissai acireii* eva nivva^aqi. ti 

* iya süri-vayaiiam Aya- 

S5 nniti^ sanijftya-caraiia-pariiiamo | 

so BalabhaoU'kumiiro 

romaipc'-uccaiya-savv'-ajpgo [| 77 || 

kara-korayarn vi he um 
sirammi aha bha^^i erisaip vayanaip: | 
40 saipsära-clrayfto *) 

nilÜiArnsu, nftha! maip duhjyatp. | 78 || 

bbava-libaya-bbiyassa niabaip 
uttama-nara-seviyÄ imä, s&mil | 



k 



1) bbh<» ms, 2) kamalftfp ms. 3) "Aim ms 

&) fehlt mj. 6) vieUcItht dahadA-"iyÄ- 7) rovayn 

*»o^ü-rug& D) vä*^ ms. 



4) T^ift* 



H) tUU. 





H. JacoH, das Kälahäedrya-Kaihänakam. 269 

dijjaa, ji^iipda! dikkhft 
jai joggo, m4 cir&veha! || 79 || 

* iya komära-nicchayaqi 
j^üi^ sdrihi tak-kha^aqi ceva | 

äpncchiÜJi^a saja^e 5 

Yilu9& alia dikkhio eso. y 80 || 

r&y&l-parisft vi ja 
namiuni sdriip gajä niyaiji thänaqi; | 

* iDQ^i^o vi niyaja-sad-dliamma- 
kamma-karaQ'-t^jayä j&y4. || 81 1 10 

evaip ciya paidiy^atp 
moQi-paya-paipkaya ^) namaipte te | 

naran&he da^thü^aip 
bhatti-bbhara-nibbliare ') dba^iyahaiii || 82 || 

sawo vi nayara-logo 15 

j&o jiQa-dhamma-bbävio ahiyaip; | 

saccam i^aip äh&^aqi: 
jaha r&yk, taha pay& boi || 83 || 
taqi ca t&risaip pura-kkhohani avaloit3^^ accaipta-dümiya-citte- 
9*9 riya-piirao stlri-samakkhatp ceva bba^iyatp r&ya-purohie^a, 20 
y^' deva! kirn eehiip p&saip^ehiqi tat bajj&-''yarana-niraebiqi? ti. 
*^ ca vayaipto so sürlbiip a^ego- vavattthiip j&be niruttaro kao, 
tlke dhattim&e a^uloma-vaya^ebi räii^o viparii^&meti. avi ya : 
ee mabÄtavassi 
ni8esa-gii]^&-1ay& mahisattä | 25 

snra-asura-maqiaya-mahiyft ') 
goravv4 tibuyai^sä 'vL | 84 1 

tft deva! je^a ee 
pahe^a gacchaipii, te^ tnmh&j^^aqi | 

jnttaip na boi gama^ip; 30 

akkama^aip tap-pay&^a jao. || 85 || 

gum 'paya-akkamai^^e^aiii 
mahai ftsäya^ä jao bavai | 
dnggai-kära^a-bhüyft, 
ao visf^eba, pabn! gonugio. || 86 || 35 

tao vippari^aya-cittehii)! bba^iyaip r&lbiip: saccam eyaip, paraqi 
^^^1 visajjijjaipti? tao purobie^a bba^iyaip: deva! klrao sawattba 
^fvt a^esa^ft; tie kay&e asigjaipte bbatta-p&i^e sayam eva viba- 
'^'^tL tao raibiip bba^iyam : eyaip karebL tao pardviyaqi sa- 
^^^ttha nayare purobie^a, jab&: evaip evaip ca abo kanimä-''i]3[4 40 
I'^yireQa s&hü^a dijjam&ij^aip mah&pbalaip bbavei. tato logo tah' 
^ kinm äraddbo. taip ca tärisam apuwa-karaQaip dattbtlQa 
^jtofL s&hühiin gorü^aip. te vi sammaip viy&^iü^a räyä-'bbipp&yaip 
Hi^osavie ceva gay4 Marabattbaya-visayä-laipk&ra-bbüyaip Paya- 
tt^up n&ma nayaraip. tattiia ya stb^Mxp jft^ftviyaqi jabä: na 45 

1) pufikayMp ms. 8) <>r«na ms. 3) sahiyi nu. 



270 



H. JßeM, deu Kai 



Uta pajjoe ttfgy yr am , j&ta yrnjun n* Ig^ti. 

jttbyft'**giuxi*-iikkainthi7a-sihi vra barisa'bfaim'iiibbbaro j4o. kaiiM^ 
ja MBilga^ tattha gdri^o. tao S&jaYftha^o fijl ffftriip 6anil^|iip 
& oM^a flaparijavo esav^tba-siri-sama^-saqi^m-saBMmio mggw 
abbinmliam Tamdijfi ja bhiva-säram sdrt^o. avt ja: 
bhaTija-kamala-Vabobaja ! 
moha-mahatimira-pasara-bhara-silrä! { 

* dappittba-dnttba-paraT&i' 

10 kiupbhi-md(Lilai}a-TaQa-9tfia! | 87 | 

* pai^aja-nara-visani-piafaii'iiiaiiH- 
iiian4A-ma^'kirana'raipjija'Siip4ja! f 

jii^a-s4san'-ii9^i-para ! 
kati kila-kalamka-mala-salila! | BB | 
IS * kil&-*9tinaTa>panyatta- 

mA^a! snja-jalahi-pira^ampatta ! | 

sappaipta-dappa-kanidappa- 
fiappa-kappa-ra^>para-parasu! | B9 H 
ija iilBe8a'gii9A'"jBra! 
20 kam^'para! parama-cara^a! n^a-rahija! | 

sagahi ja-nluna ! nirattaina! 
tnha namo bon mm^i-nAha! | 90 1 
ewmp ca panaissa naravai^o dinoo bbajavaji dliaimiui-Ublio. 
^ avi ja: kalikMa-kalila-mala- 
n padala-pakkbä)a9*-ekka'Sadüo-lio, \ 

* sajala-dnbä-'cala-knla-dalana- 
jalija*balas1ljan*-attha*samo, | 91 | 

citptÄma^i -kappaduma- 
kamiyaghada-kämadhenu-m-äina { 
SO jiya'uijhiya*inahappo 

bbav'-aQnay'-uttAraDa-tajaiptJo, || 92 || 

sagga-paTagga-daggama- 
najai^-aggalA-bhaqiga-iDOggara-satn&^o | 
tuba boQ dbünma-l&bbo 
35 nariinda jii^a-ganahar'-addittho! || 9S | 

e^aip mahaTiccbad(}e!!aa pavitth^ najare sdri^o [vaipdsjiitp 

samattha-ceijaiip] ÄväsiyÄ ja jaijannjoggÄsu abApbAsajftau TM»- 

htstL tao paidinam siri-samai^a-sarpgbepa bahamaiinijjjainft^i^yaip 

8lkjav4bB!ia-nariipdei;ia saqiin^ij[jam49&9aq[i bhavija-kamala-pa^ibo- 

40 hanaiii ku^amtanam samägao kamaso pigoosiK?»9A-8amao. tatth» 

ja Marabattbaya-dese bbaddayaja-snddba-paipcaiiile Iipdass» 

bbaTai. tao vinnattä sürii^o dU^ft^ jaha: p^osaTa^-divas9 l 

ijuvatti*^ Imdo aijugaiptawo bobt; ti^a käm^^ei^a vikiüattji^Ao 

j^acp püyä-nhavanäiyatri kanrp na pabupp&mo. tA mahftpftS&jiqi 

45 k&iupa kareha chattbie pajjosavanaip. tao bbajavajä bhai|^yai|L 

avi calai meru-cülA 

sdro H nggamejja ayarAe: | 



H, Jacohiy das Kdl(üt^c6rya-KathAnakam, 



271 



n& ya paipcamle rayaniiii 
pajjosavänü aikkamai. || 94 || 
jao bhaijijam iigame: jaba narp bhayavani MnlnWire vfisAnai|i 
ivUai-r&p mase vaikkamte väsiV'väsam pajijosavei, tahn ijaqi jEfana- 
vi; jaha ^aip gajiahara, taha narp ganahara-sisä • jahä naiii 5 
gm^ahsra-sisiV t^hA nam am ha ji^nino vi; jahä nam amba guriino, 
tahi ^aip ambe vi vlisa-'Vasanj paijosnvemc», no taip rayanirn aikka- 
miji&. r&tnn bbaniyam : jai evam , to üaiitthie bbayaii. sitribitp 
liyaip: evaip bou» n'atihi 'ttba floso, jao bhaijiyam ägame: 

'vi psüosaviyawam iti. tao harisa-vas'-upphuHa'loyaBenam 10 
tymtp raiijä: bhayavaipl raab&pasao, maham te amhliiiam anu- 
10, jao mama arptenriy&nam pavvo-*vav»lSM-päranne sahüoam 
■piniijayarji bbavissai. tao gihe gaiptü^a sanipaittbäo aip- 
iy4o : tuiiibai^arn am4va8&e uvaväso bohl, päraiiae ya Bahitnum 
itUra-pAra^ayatp bhavissai. ik ab4pavattebirp bhatte-paijehirp sähiiijo 15 
l&hejyaha; jao bbaniyam agame: 

paba-sarnt^i-giUinammi ya 
Agama-gaba^e ya loya-karaije ya | 

uttara-päranagaipmi ya 
d&jjarp tu bahu'pphalaip bhaijiyam. [| 95 | 20 

pajjosavaoae attbamatp ti kaiig a padivae uttara-päragayain 
bhflvai. tÄip CH da|thüi?a tÄT|imi diije vi logo vi säbli^aip taV 
ö eva püyarp kaum adhatto. tAp-pabhntp ca ijaip Msrahattba^visae 
^kamana*püyälao nämaip cbagaip ') pavatto. Evani ca karauei^a 
^UUlay^yariebitp [ca] cautthle pajjosavaijaip pavattiyam, samattha- 25 
H^Bipigbe^ ya aQOxnaimiyatp, tav-vasepa ya pakkbiyami vi canddasie 
^Ayanyfti, aonabi &gam'-TitÜ puimimiLe tti. 

evaipviba-juttÄiia vi Kalagasiirinaip kär-arntare^a viharama- 
^a^aup karamo-'daya-vaseijam jayä duvvi^iyä siba. tao coiyä su- 
rilüip tahi vi na kiip ci pa4ivajjamti. tao puno vi bhajpyä, jaha: 30 
bho bhc» mahapubhäva 
aecattama ^)-6aipbhav& mahäpuris^ | 

Iipdäi^a vi diilabaip 
laddbutp samannam akalaipkarp. || 96 || 

evam avii;iiyayae 35 

garu'&j^a-'ikkamam vibedca | 

dtikkara-tava-cara^am^ ii^aqi 
mä ku^aha niratthayani, vacchÄl | 97 | 
uktam &game: 

* cbatth''attbama-dasama-duv4- 40 

lasebi ^) mäs'-addhamasa'khamaQebirp [ 

akaremto gura-vayanaip 
apatpta-sanmrio boi. {f 98 

guru - 4n ti - bbara gao 
ra^Qe kat:tbaTp tavarp pi käiüi^a | 45 

9) ^tn ms. 




272 



H. JiMcobif das Knlakiwtirya-Kathd 




taha tI hu patio narayaxp 
so K^sjavMao sähC || 99 || 

gurU'&9&-'ikkamai;^e *) 
&yäviipto karei ja! vi tavaqcL, 
5 taha vi nä pävai mokkhaip 

pUTva-bhave dovai ceva. [] 100 J 
eram pi bbui^iya te vi na mnT|icaipti duwi^iyayarp, na kaJmpli 
guru-vayanaiii na vahiipti pacjivattirp, jaippaipü allamtha'Yaya^Üim 
kunamti secebae tavam, ayaraniti niyayä-'bbippaena s4m4yaiim« iiO 
10 guiTiiiä cittitiyam: tarisa mama sM, j&risÄ gali-gaddahä. gali-gaddikt 
caitta nam dadhatü genhai satpjamaqi; tatba: 
* chaipdepa gao, cbaipdena- 
ägao, ci^^hae ya chaipdena | 
cbamde ava|tam&no 
16 siso cbaipde^a mottawo. {| 101 |] 

t4 panbaränni ee duvvin'iya-sisse. tao annaipmi du^e rajanif 
pasattäi^aip sähio sejjayarassa param'-attbo, jahü: amhe niva-sissi 
Biss^ipaip S^garacamdasoriiiam päse vaccämo; jai kaba vi kn^ 
Diwaipdhe][ia paccbaipti , tao bahum kbaraip^üi^a bbeseü^ji ja ikp 
20 bijpasa tti bhantüna niggay^ patta ya a^jiavaraya-siiha-payii^aatBi^ 
tattha. pavittho ^ nisihiyatp käti^a 'thero ko vi ajjau* tti kftikfi 
avannae : 

appuwaiii ^) daUbihiäQi 
abbbuttbäniim tu boi käyawaip | 
Z$ sabunimi dittha-puwe 

jahä* nhaip jassa joggaipmi || 102 || 

ti siddhaT{it4-'yä.ram asumariiina na abbbuttbio S&garacaipdi- 

Bdru^ä. vakkbäna-samattle *) ya n&^a-parisahain asabamanena pucchi- 

yaip Sagaracaipdenam : accaya, kerisayaip mae vakkbiiniyBm ? Ki- 

30 layasArihim bbaniyaiyi: suipdanmi- tao puijo vi hha^iyara Sagara- 

caipdasdrinä : ajjaya, puccebi^) kirn pi. K&layfiBi\ribii^ bhuQijaqi: 

jiii evam , t& vakkhÄnebi *) aijiccayam. SAgaracatndena bha^ijraiii: 

aijiiam visania-payatthaTn vakkhärnavesu. teija bhaiyiyam : na visanm- 

payatthani avagaccbiimi. tao samädhatto vakkb&neum ghäta tatti 

35 dbarnmaba kini na cijnteu dbanu; pariyanu sayanu janu: jtava^ia- 

ntuma-gbaiia-padaia-vibbhamu, jiviyam pi jala-bubbuü-Vainu, jala- 

nibi-niva^iya^rayai^a jiva dulabu raanu^sa-jammu, nisUQabn bbavi- 

yanabu tbini paFa-jina-vara-dhamiDii. 

atra 'otare bbaijüairi K&ükäc&xyalb : n4*sti dbarmafi, pralj«' 
40 kshädipramänätikrantalvät, kharavish&ijavnd. uktaip ea 
[iratyaksheiia gi-abo *iibasya nivcit-ena pra<^asyat^ ; | 
tadabbäve tu manena, vacasä tadvyati krame "). || 1 03 || 
Da tu pratyaksbftdiiiä pi*ainfinenä 'sau gribyata ity alaip tadvi 
yayakneDa. acco piyämahä-'iiukjin ko v* esa kba^ikkaro tti mamya 



I 



1) »min» nui. S) paTiUhä ms. 3) mpttWfti^ ms. 4) wifinMtti« mm,- 

5) °hiqi ms. S> ^m»h ms. 




\ 



H. Jacobi, das Käl<üe6c6rya-KatMnakam. 273 

mAQeva bha^yaip SAgaracaipde^a : tatra yad nktaip: 'nk *8Ü dhar- 
mas', tatra pratijfiftpadayor virodham prakatam eva lakshay&i&o : 
nisti 'ti ced, dharma iti katham? dharma iti cen, nk 'sti 'ti 
katham? atha dharmasya parair abhyapagatatvftd evam ucyate; 
turhi bhayantaip ppcch&ma^: parakiya-'bhynpagamo bhavataf^ 5 
pnmÄ^am apramftpaip vä? yadi pram&paip, siddbaip he^ sädhyam. 
•tili 'pram&Qaip, tarbi sa eva dosbaf^. yac co "ktam pratyaksh&di- 
praiKi49&tikr4ntaty&t> lad apy asad, yata^ käryadvärei^a pratyaksbe^a 
dharm&dharme gfihyete. ity uktaip ca: 

dharmij janma knie var^patat& sanbh&gyam äyur dhanaip, 10 

dhaime^ai Va bhavanti nirmalayaQO vidyä 'rthasaippac chriya]|^, | 
k&ntikrftc ca mah&bhay&c ca satataip dbarmab pariträyate, 
dharma^ samyag up&sito bhayati hi svargäpavai^apradali^. || 104 || 
anyac ca: ♦ niya-rüv'-oh&miya-khayara- 

oäha-mayaQa wa ke vi disaipti, | 15 

maipgula-rüvll anne 
porisä gomäa-8Ariccb&. | 105 | 

* parimiugLiy&-'se8a-samattha- 
sattlia-stuiiara-inati')'yibbbamä ke vi, | 

a99ä9a-tiinira-cha9q& ') 20 

a^Qe atpdha wa viyaraipti. || 106 || 

saippatta-tivagga-subä 
ekke dlsaiiiti ja9a-iiia94-''Qaipd&, | 

parivajjiya-puri8'-attb4 
uwiyajjijjÄ visahara^) wa. || 107 || 25 

dhariya-dhaval4-"yavatt4 
Ji varadiya9'-iiggba(t^-paya4a-m&happ& | 

vaccaipti gay&-''rA4h£^ 
a^^e dhävaipti se porao. || 108 1 

pai}ai-ja9a-pilriyä-''6& 30 

ninimala-ja8a-bhariya-niahi-yal&-"bhog&, | 

aime n kalaipkill& ^) 
pottaip pi bharaqiti kaha kaha vi. || 109 || 

a^avarayaip diiptft^a vi 
va44bai dawaqi snyaip va kesiip ci, | 85 

} annesim adiipt&^a vi 

\ gbeppai nara-n&ra-corebiip. 1 110 1 

iya dbammä-'dbamma-pbalaip 
paccakkhaip jei^ disae s&ha | 

* mottÜQam ahammaip 40 
äyare^a dhammaip pi^ ya karesu. | 111 || 

io ya dntt^-s^^ pabh&e äyariyam apeccham&94 io tao gave- 
^^ gay4 sejj&yara-samivaiii pucchio ya, jah4: sÄvaya, kahiip 
S^o? tepa bha^iyaqi: tubbhe ceva j&i^aha, mya-guruiii kirn ahaip 

1) nteti ms. 9) mAmti ms. 3) ech« ms. 4) *ro ms. 

^) kaUtip« ais. 6) vi ms. 



10 



15 



vijH^ämi? tehirri bbaijiyaip: mk evaip karehi! mi tiijjha akahi 
vaccÄipti. tao seiJÄyürena hhm<}i-bhäsurain vayanarn kaü^» Khr 
^iyä: re *) re duttha-sehal na kiiijaba gun\i^a ä^aip , coiju»tpt4 fi 
na padivjiijaha sarana-vtiranAiiii ; s&raijäi-virahigsa äyariywM m- 
5 harnto doso, jao bhaniyam iVgnme: 

jaha saranam uvagayänai|i 
jivaiia nikii|itao sire joo | 
eväip vistkraKliy&narii 
äyario asarao gacche. |! 112 || 

jihae vi lihamto 
na bhaddao, säran& jabir^i n'atthi: ( 

daipdena vi tadinito 
ae bbaddao, sära^ä jattha. || 118 |{ 

säraija-ni-Äi-viiittaqi 
gacchaip piya-giiija-gageiia parihi^arp | 

parivatta-näya-vaggo 
va^jei ya sutta'Vilii^&o. || 114 || 
tiibbhe ya duwiiiiyä iwae avatfain^ija tti kfk^A pariccattl U 
päväo! Samba maoia dittbi-pahäu, annabä bba^issaha: na kahiyti|i 
20 ti. tao bhlyä seijäyarara kbamävitta bbayaiiiti^ avi ya: 
damsoba ekkavärarp 
amha giirü jeija: t4iira pasiteuip | 

äi}4-niddeaa-parä 
j&vaj-jiväS ceUhamo || 115 [| 
:^5 kirn bahuiiä : sAriijaip 

saqipai hiya'-iccbiyam karess&mo 1 

tä kunasu dayaip, sdvayal 

a&bebi kabiip gay& guru^o. || 116 | 

tiio Bammam uvattbi^ya tti eätli^a kabiyam sab-bb4vaip p«siy& 

$^0 tatthü. gacchaifitaip ca sabu-vaipdaip lo^'o puecbai : ko eso Taccai? 

te bha^iarpti: Kälayasdri. suyacp ca savana-paraqipar&e Sägaracaip- 

dasürina piyäinabä-**garaanam, pucchio ya KalayasÄrl: ajjaya! mam» 

piyämaho samägacehai ? tega bhaniyaip: amhebi vi samayarmiyam'K 

tao aiinammi diiiR taj-a^araagga-iaggam pattatn s&hu>vatpdaip abbb- 

.SJi u|tiiiyam Bägaracarndena tena. tehiip bbaijiyaip: uvavisuha tubbhe 

sähuno ceva ee: gurimo pupa purao agayä? Äyarieija bba^iyaip: 

ua ko v' ittb' ägao kbadikkaram egaip mottdi^a. itth' atpiaraipmi vb 

sainiigay& viyära-bhiiniio KälagasöLripo abbhufthiyÄ y» p&hu^agi- 

säbu-vaindeijia Sagaracamdena bha^iyatp: kiin eyaip? Ü, &4hft}ui]i 

40 bhaniyaip : bhayavai|ito Kälayaeiiriijo *) ee tii. tao lajjiei^a abbha- 

ttbitta kharaiyÄ*). bahmp ca jhüj'tmii ä»|hatto gunihini bba^io; hü 

saiiitappa! na tujjba bhäva-doso, kirn tu pamaya-doso. a^pavik 

valuy&e patthayaip bharAvittÄ egattha punijfivio, pu^jo vi bhAtivio, 

puijo vi pm{^&vio. evaip ca bhari'-ttwireya^aip ku^aiptatSA seaühüo 



1) oj-e mh 2) %»mmjkmi^ ms 3) nu. ftdd. tti. 4) kbidijt? an 



H, Jaeobi, da$ K6laMcArya-Kath/inakam. 275 

patthao. tao pncchio giirAhii{i, jah& : bi^yhiyaip kiipci ? te^a blia^i- 
jaip : qa Idip ci. gurühitp bba^iyaip : jah' esa y&lnyä-pattbao paji- 
ponno, taba Sabammasftmissa pa^ipannatp saya-n&^aip s&isayaip 
ca^); tay-ayikkbfte Jaipbüs&missa kiqic' üi^aip app&- 'isayaip ca; 
tatto vi Pabbavassa appataratp appatar& - 'isayaip ca, evaip ca 5 
chatpift^a. gay& te vi bbayavaqito sawaifiti. evaip ca kamaso 
blyam&Qaip jäva maha say&s&o taba gora^o aibtnam , tassa vi 
say&sik) taba bt^ataraip. kiip ca: pfte^a paQat;tib&-'is&yam appaip ca 
dÜ8am&-'9iibh&vfto snyaip. t& mä evatpvibe^a vi sue^a gawam 
uwahasn. bba^iyaip ca: 10 

& 8awa99nmay&o 

taratama-jogei^a boipti mai-vibbavft. | 
m& vaban koi gawaip: 

abam ekko paip^io ettba. || 117 | 

iya accberaya-cario 15 

g&mft-"gara-iiagara-mai{i4iyaip vasubaip | 

* &9ft-va4iccba-babii- 
sissa-parivnjo vibara! bbayavatp. || 118 || 

aba annayft snriipdo 20 

bbäsnra-boipdi-palaipba-vai^amälo | 

b&r-'addbah&ra-tisaraya- 
p&laipb'-uccbaiya-vaccba-yalo || 119 || 

vara-ka4aya-ta4iy&'tbaipbiya- 
bhay&-jao kmp^A^-'ullihiya-gaip^o | 25 

vara-mapi ")-raya9a-kar-'tikka4a- 
kiri^a-rebaipta-sira-bb&go. || 120 || 

kiip babu^ft: siipgftriya- 
sayal'-aipgo vimahi-vattba-parib&QO | 

sobamma-snra-sab&e 30 

ti^baip parisÄi^a mi^baipmi || 121 || 

satta^baip ' a^iyü^aip 
aQiyft'liiv&lQa tabay a satta^baip ! 

♦ t&vattl8aya'aipg&- 
'bbirakkba-s&m&^iya-surftpaip || 122 || 35 

sobamma-nivftstQatp 
annesi vi logapftla-m-ftlqaip | 

sara-devi^aip majjbe 
8akko sib&sa^a-varaipini 1 123 || 

nvavittho lalamftQo 40 

varittba-tiyasft-liivatta-riddbte | 

ftloiya-loy*- addbaip 
vinle^a obi-n&^eQaip. || 124 |[ 

t& piccbai Stmaipdbara- 
s&mi-ji^aip samavasaraQa-m^jjbattbaip | 45 



1) T» ms. S) man! fehlt 



276 H. JacoH, dae KälakdedryO'Kathdmtham. 

kgpamftqaip dhamma-kahaqi 
PayYayidehaipmi paris4e. | 125 Q 

ntthittn tao sahasft 
tattha thio ^) ceva yaipdai bhayayaqi | 
5 sura-nlkyaga-riddhie 

tao gao s4mi-mülai|uiii. || 126 || 

vaipditta sae t^ft^e 
avayismtp ') jft suQei ji^a-yaya^aip, | 

tö patÜL&ve^a ji^o 
10 8&hai jive nigoy'-akkhe. || 127 || 

taip Botb^a suriipdo 
yimhiya-uppholla-loja^o evatp | 

siri-kaya-kay'-aipjali-ajo 
jaippai paramepa vinae^a |{ 128 || 
15 bhayavaip Bhftrahav&se 

iya sohuma-iiigoya-Ya^^avaqi känip | 

kiip mo^ai ko vi saqipai 
niratisae düsama-k&le ? || 129 || 

to bha^ai ji^o: suravai! 
20 K&layasürl nigoya-vakkhft^aqi | 

Bharahaipmi muQai ajja vi 
jaha vakkh&yaip mae tamha. || 130 || 

taqi Booip V^jjaharo 
koühalleijia ettha &gamtaip | 
25 kÄuip baqibha^a'rAvaqpL 

yaipditt& pncchal sAriip: |{ 131 || 

bbayavaifi nigoya-jtyll 
paq^atift je juiielu samayaiiimi, | 

te yakkh&^aha majjbaip 
30 ativa kotübaLun janM. || 132 || 

to bha^ai mu^iyariipdo 
jalahara-gaipbhira-niahiira-nigghoso: | 

jai kouyaip') mahaip, taqi 
sui^asn mah&bhAga! uyautto. || 133 {| 
35 goU ya asaq[ikhejj& 

asaipkha-iiiggoya-golao bhaqio | 

ekkekkaipmi nigoe 
a9aipta-jiy& ma9eyayy&. |{ 134 || 

iccäi yitthareQaqi 
40 yakkh&e sürb^ sahass'-akkbo | 

sa-yisesa-nA^a-jä^a^a- 
nimittam aha pucchae ptusia yi {| 135 || 

bbayayaip aQasa^agam ahatp 
k&ÜQ* icch&mi ba441ia-bh&y&o | 



1) ttb ms. 2) ayaTuiaqi nu. 3) koiiyain ms. 



B, JaeM, dtu KälakAcärya-Kaihänakam. 277 

nfttbgia niyayam &11111; 
8&hebi 1) jaba t^yaip >) n&nm. {| 136 || 

to suya-n&^e^a gard 
uvantto j&va t&ya joei | 

diYa8& pakkhä mäsft 5 

Y&sft yäsa-ssayä paliyft |{ 137 | 

ayar& yi donni tassa u 
&ü') avaloitb^ to süri | 

sa Yises-'uYaog&o 
jMi: Vajjftnlio eso. {| 138 | 10 

* Iipdo bhaTai|i ti sürlhi 
jaqipie laliya-kaip^alft-liäraQO | 

j&o niya-rüve^aiji . 
Püraqidaro tak-kha^aip ceva | 139 || 

bhtL-luliya-bh&la-kara-yala *)- 1 5 

jänü roinaq[ica-kai{iciiiJ3aT{ito | 

bbatti-bhara^)-nibbbar^-aipgo 
pai^amai sArl^a paya-kamalaip. || 140 {| 

aisaipkilititba-düsama ^)- 
kftle vi tae ji^ft-^gamo jeqa | 20 

dbario g^a-g^a-bhüsiya 
tujjba namo hon, mn^i-näba! || 141 Ij 

niraisae vi bu kftle 
nft^aiii vippborai^) nimmalaip jassa | 

vimbftyai^) telukkaip, 25 

tassa namo bou tuba, s&mi! || 142 || 

* je^' unnat tae pava- 
ya^assa saipgbassa kÄra^e vibiy& | 

accabbbnya-carieQaip, 
paya-panmaip tassa tnba nunimo. || 143 |[ 30 

iya tboü^a suriipdo ^) 
va^^aipto süri-iiimmida-gii9*-obatp | 

äy&se appaio 
patto sobamma-kappaipmL {{ 144 {| 

stbrt vi ya k&le^aip 35 v 

jä^ttft niyaya-ftu-parim&Qaqi | 

saipleba^aip ^^'j vibenip 
ai^asa^a-vibii^ divaip patto. {| 145 {| 

iti 9r!Kftlik&c&ryakatb&nakaip sam&ptam | 40 

p. 369. saquvat 1485 varsbe, caitra sn di 5, ravidine, adye 
kdA^abillapattana-v&stavye tfi^ vaikaiptbalikhitay. 



2) tthium ms. 3) ftOnam ma. 4) fehlt mi. 

6) dünut ms. 7) vippha<* ms. 8) yimh&ya ms. 

10) Mipleh«n& ms. 



278 



//. Jacoln, dag Kdlakäcärya-Kc 



yudi (;uddbiuji [i^iiddhaiii va mama dusbo na diyate || 
^rSh. <;ubham bhavatu. yri. 



Im Erdtheil Jambüdvlpa , in BbäratAvarsha , liegt eine 
Namens Dharäväsa. Dort woi' ein König Namens VigimsiiEilii. 
der den Weiberu der Feinde die Weibe der Witwenficbaft Terlitk: 
die Vorzüglicbste seines ganzen Serails war die Königin mit NameD 
Burasundan; ibr Sobn, der die Reibe aller Wissenschaften dmtb^ 
studtrt batte, hiess Kälakakum&ra. Als der einstmals von eiMO 
Ausflug mit Wagen und Pferden beimkebrend im Mongopail» 
einen Ton dumpf und lieblicb wie das Rauseben der reg^tt- 
scbwangeren Wolke borte, drang er neugierig, und um den Gniiid 
ausÜndig zu machen, bis dabin vor. Er siebt aber den tob 
frommem Volke umringten» in der Auslegung der von den Jin» 
gelehrten Religion vieler Jinas begriffenen, ehrwürdigen Ou^ika- 
rarya; und nachdem er ihn verehrtj Hess er sich vor ihm niedfif. 
Der Ehrwürdige aber begann mit Rücksicht auf den Prinzen vor 
züglich von der Religion zu predigen. Nüinlich: 

»Wie man durch Viererlei Gold prüft: durch Reiben, RitiM» 
Glühen und Hämmern; so prüft auch der Weise die ReligiOD 
der Lehre, dem Wandel und den Tugenden : Busse und MiUeid. 

,Ein lebendiges Wesen, ohne Anfang und Ende^ stetig durol] 
ewige Werke inficirt, erduldet SchmersEen wegen der Sünde, und 
fühlt Wonne in Folge der Frömmigkeit 2. 

pDas Gesetz, der Witndel, der Glaube; diese di*ei sind notb* 
wendigerweise wie das Gold gereinigt durch Reiben, Ritzen und 
Glühen, zu erkennen. 3. 

,Das Verbot von Sündhaftem, wie Tödten von Lebendem 
das Gebieten von Meditation, Studium etc., das ist der Bei 
Prüfstein. 4, 

^Nicht tödten wollen, wodurch notbwendiger Weise die Trias') 
nicht geschädigt, sondern gereinigte ^ird, das ist aber bei dar 
Religion das Ritzen. 5. 

,l)ie wahre Lehre vom Seiii lebendiger Wesen etc., weicht 
die littiiden etc. löst, ist hierbei das Glühen; duich diese (drei) 
gereinigt, wird erst die Religion zur Rehgion. 6. 

«Eine solche Religion, welche durch diese (drei) nicht ge- 
reinigt ist oder in einem dei-aelben nicht wohl besteht, die vt^r 
sagt noth wendigerweise den Lohn. 7. 

,Das ist des Menschen höchstes Ziel: worin betrogen » man 



1) I. e. •amyngdarfium, !iftmya^»An«, Mmyakcadtra. 



H, Jacohi^ dtM Kalakäcärya-KaÜHlnakam. 279 

aoch noth wendiger Weise au allen übrigen Gutem betrogen wird; 
daran ist nicht zu zweifebi. 8. 

,Und wer hierin nicht betrogen wird, der wird auch nicht in 
Ijenen betrogen; deshalb müssen Verständige es selbst mit auf- 
merksamem Blicke prüfen*. 9, 

Nachdem der Prinz die Eede des Lehrers gehört^ da echwand 
die Bürde seiner Werke, und die Frömmigkeit kam in ihm zum 
Dorchbrach; d« hub er also an zu redi'ur 10. 

, ,Vom Irrthum verblendet» bin ich durch die wahrheitsgemässe 
Darlegung der Religion, o Hochberühmter, zur Einsicht gebracht 

■ worden; jetzt befiehl, was zu tbun" ". IL 
Als der Ehrwürdige seine Stimmung erkannt, unterweist er 
ihn in der vorzüglichen Religion der Mönche, und als jener die 
Trias erlangt, geht er zu dem Könige, 12. 
^L Dann unter grossem Kummer Abschied nehmend von Vater, 

[vMntter etc. ward er mit vielen Königssöhnen zusammen ©in t^Jra- 
maqa, rein von Sünden. 13. 

Als er den zweifachen Unterricht erhalten und die Gelehr- 
samkeit eines Gitartha ' ) sich angeeignet, da setzte ihn der Lehrer 
m seiner Stelle als Oberhaupt des Ordens ein. 14, 

Mit einem Gefolge von 500 Mönchen umgeben, dem Lichte 
wie Lotusgru})pen die Frommen erschliessend , kam er allmählicb 

Iior Stadt Uijayinl 15. 
Inmitten des nördlich von der Studt gelegenen Parkes weilte 
der Edele an einem Mönchen angemessenen, lieblichen Orte. 16. 
Als die Menge erfuhr, dass der Herr xur Verehrungsfeier 
benwisgegangen sei, da neigte sie sich vor den Füssen des Weisen 
und liess sich nieder aul' reiner ErdÜäche. 17. 
Da verkündete der Weise mit sonorer Stimme die von den 
Jinas gelehrte, eijiem Waldbrande der Süudenbüume vergleichbare 
Religion. 18. 

Als die Versammlung ihn hört^e, ward sie gewaltig bewegt; 
und des Weisen Tugenden preisend ging ein Jeder nach seinem 

IHauüe. 19. 
W&hrend Jener bestrebt war, die Frommen wie Lotusse dem 
Lichte zu erschhessen , vergingen einige Tage ; da langten unter- 
dessen füi-Wöhr die nur den Frommen nnbangenden Nonnen dort 
an. Unter iJmen war wie Sarasvati mit einem Buche tn der Hand, 
nicht aber schamlos*), wie Gauri von milchtigem Glänze, nicht 
aber auf den Bhava (Weltlichkeit und l^iva) ihre Gedanken richtend, 
wie ein Strom zur Herbstzeit eine lautere Fülle, nieht aber mit 
ku^r&has (Sünde und Wasäerungeheuer ?) verbunden, wie Lakshml 

keine Wohnstätte des Glücks, nicht aber verliebt, wie die Mond- 
sichel die Erfreuerin aller Menschen ^ nicht aber krumm (falsch); 



1) OftutbA beiut derjenige, welcher den reUgieien Unterricbt sbitolvirt hat 
8) DiM b«d0bt uch Auf Bnhmfc» Ince«t mit der VU. 



SSO 



H, Jaeohi, da* Kähkäcär^a-KathSnakom. 



knTznm die durch Tugenden und Schönheit tintor all*?:, 'vV 
ausgezeichuelep Hllmmtlichen Vernchtungen der Nonnen i.iht • . i,i. 
jüngere Schwester des K&lakäc&ryti, die Nonne Sanisvati mit Kaun'-a. 
Umherwandehid ward sie von dem Gebieter der Stadt« dem )yf»*n>iv^' 
süchtigen Könige Gardubhilla, erblickt und wurde., wlÜirend si< 

,0 guter Lehrer, o Bruder, o Leitstern des Gliiahens, h^^uj 
der Muni», Kalako, verhüte* dass von dem unwürdigen Könige dti 
Schatz frommen Wandels mir geraubt werde* 20. 
gegen ihren Willen, gewaltsam in das Serail geschleppt 

Als der Weise dieses erfuhr, sagte er: „grosser K5ni|f!* 

,Die Autoritfiten sind von den AutoritM Besitjsenden g 
Ucli zu schützen; die Äutorit&ten werden einflusslos, wenn di^ 
AutoritÄt Besitzenden vom rechten Wege abirren. 21, 

,Und ferner: die Büsserhain© sollen vom Könige bcÄch* 
werden ; denn : 

,^Sich flüchtend unter den Schutz mllchtiger K5nige 
stets froh die Büsser furchtlos ihre religiösen Pflichten nus, 

.Deshalb enUass diese, schände nicht dein eigenes Haus; d< 
80 sagt man: 

,Das Geschlecht ist geschilndet \), gebrochen die Wehr(?)^ 

„Die Kitterwürde entrissen» 

,In der ganzen Welt wird die Pauke der Schmach henuuf 

,Ein Tintenfleck (eigentlich Pinsel) haftet an der Familie d< 

^Der das Weib eines An dem entehrt hat. 

^Diejenigen, welche mit an fremden Weibern hängendem 8i 
derartiges thun 

,. . . [nicht übersetzt, weil karathakkft unklar] . . . 2S. 

„Deshalb stehe davon ah, o grosser König! wie du» 
des Leibes ist es verboten*. 

Aber der König, von Liebe bethört, und verkehrten Sinn» 
liess sich zu nichts bewegen. Denn 

Auch einen sichtbaren Gegenstand, der vor ihm st-eht, sl^ht 
nicht der körperlich Blinde; doch der durch Leidenschaft T: 
gebt vorüber an dem, was ist, und sieht, was nicht ist: Ku^^- 
und Lotusblumen, die Vollmoudscheibe , Schönheitsranken und 
Sprossen kann man nicht gleichstellen den Gliedern der Liebsten, 
welche aus Unreinem bestnehen — und doch thut er es gem. 24. 

„Deshalb, o König! lass diese Büsserin frei, begeh kein LV 
recht! wenn du vom Recht abweichst, wird dann noch vr^esA 
Jemand rechtliebend bleiben?* 25. 

Als er so zum König gesprochen und ihn zu nichts beweg«» 
konnte , da liess KälakicÄrya die viertheilige Synode zu thm 
sprechen. 26* 

Als aber auch die Synode bei ihm nicht die geringste Bt* 



1; Nncli ddiD Ztt»ammeiiliAnge «irKthen; cf hlodi ele. pati^k kaKL 



//. Jiteolu, iltiA Knliihh'Arf/n-Kothtfnnknm. 



n\ 



I r. 



acbtuD^r fand, du fasst^ der Wi^ise, vom Zoihb übernmiirit. fol^^en* 
dwn M'hrockliclien Entschluss r 27. 

,Dcri*»niß'eii Leüto, woIcIjp der Synode entgejjjen bandeln, df n 
niaulion befeindfti, d^r Frömmigkeit Hiiidemissf bt^reiten und sif 
ef»olit<m: 28. 

,df*rr*n Wand<d will inh annehmen, wenn ich niidit di^'seu nlle 
Crenzeii überschreit<*ndon Kruiii/ (iardablnlia tfewaltsani aus spiiiem 
R«*irhe vnrtreibe*. 21». 

«DoK inuss ^es(dieben: denn so heissi i!S iti d«T Schrift: 

,, Darum, so die Mii^lirbkeit vorhanden^ ^^ehorcbi^t nicht 
piiii'iii d;is Gef>etz ühLMtrideiideii ; einem fretindlifhen und gütigen 
H»^rm soll man Helehnin^^ an^eib^ibeii lassen" ". -JO. 

,, Mönchen und Tem|iehi und dem Jainii-Gliuihen wehre imm 
Uuli^rKan^ und Geringschätzung mit aller Miiebl ah***, iiL 

Nafhdeni der Weise dies beschlossen, dfvehte er, dass er, weil 
«ler stÄrke und tjuil'ere KiMii^f durch dt^n Eselszauber mllrliti^f sei, 
ihn durch List stür/en müsse. Dies überlebend n.Thm er '/.um 
Trofitt^ »li** Kleidung' eines Wahnsinnigen an, und sich auf Kreuz- 
««gffu^ Märkten. I'lUUeii und Haupistj-assen herumtreibend rief er 
fotefudermassen : ^Weon CTurdtdjhilla König ist , nun dann ♦ was 
dann weiter? Oder w«nn der Serail sehön ist, nun dann» W'us dami 
frfeit4«r? Oder wenn die Leut-e schöne Kleider tra<<en , nun daim, 

dttin weiter? Oder weim ich betteln gehe, nun dann, was 

Wolter? Oder wenn ich in einem verlassenen Hause schlftfe, 

doTui. was dann weiter":"' ^ Als die Leute der Stadt den 

Wm&en so reden hörten, SJ^^t«n sie: ^Wehel nicht recht handelt 

ditr Künig. dass Kalakacarya, der Hort aller Tuj^enden . seinen 

OrdeD vi^rlowiend wuhnsinnig in der Stadt sich lierumt reiL)t ; Ach 

nd Wehef 32, :13. 

Als die liäthe in der tauten Stadt die Hirten, Waebtt^r. l>irnen 

alle Leut<> so berlie den Charakter ihres Herrn t^idehi hörten, 
«]« sprachen sie zum Könige; ^(Jebiet^'r! bandle nicht 90, lass 
diivse Bü&Herin frei, weil dadurch heftiger Tadel entj^leht! 34, 35. 

«a»d ferner: welcher Mensch von Verirrung geblendet die 
in*s llngliVck bringt, der »türAt sieh sidbst in ein Meer 

ÜDgluek; das sieht fest*. 30. 

Nttch Aidiörung dieser llede seiner Riltlie siniub der König 
Zorne: ••Ei, Eil gebt /u euren Eltern und gebt ihnen solche 
. 37. 

Dies hörend verstununten die Uätlie und dachten solches in 
ihrnin Hi?r»&n: »Wer blilt den Oceaii /.urtick. wenn er über seine 

tritt?* 38. 

Als der Weise dies irgend woher erfuhr-, ging er aus der 

Stiidi mid gelangte immerfort wandernd zu dem Lande, genannt 

iy'ftkjikillä. Die Laiideshenii dort beissen Sliabi und ihr OberbeiT. 

daü» Krot\)awel der ganzen Fürsteuschaar , heisst Shahan Bhllhi. 

00. XXJUV. 1% 




Ansniitmg «- 
•o aagem sen Lkomh aaigiMit. Als Ji 
Mb, fhi^ er dan Wdsn: JSbrwflrdig^! «m mÜm 
«ir j«tet Umiir Der Weise nlwortote: ,»Mit H^ot und Tnm 
AlHir d«tt tufitid Mtxond nebet nach Hindiikade^* *. IM Isastisgti 
■i# Fahnuru^r tuid kamMi mt Lmide SurAsh^« mi. OatopdiOiii 
tf«t fVn' lU'^^im/AHl f*in; da theilten sie Bieli «itis Laiid ia H6 Tli«it' 
mil blii-Um <\nrt w**m'n »1«t UnfahHiarkeit «l<»r ^imssi^n. ünUr 
•II kuiii (1 4* Y U f r l> s t mit äeiD4*n wetssoi 




H, JacaUif das Kdlakuc&rya-Kaihdnakam. 283 

KOnig mit weissen Sonnenschirmen; wie der Beginn einer gewal- 
tigen Schlacht viele Hirten zum Zittern bringend; in welchem 
weisse Beiher sichtbar worden, wie beim Beginn der Regenzeit 
Wolken; yerehrt von Flamingos wie ein Jina (?Herr der 
i) von vorzüglichen Königen; in welchem die Bmnst aller 
toUen Elephanten zu Ende ist (sarva-vtiya-anta-matta-v&rana) gleich 
emem vorzQglichen Palaste, welcher versehen ist mit einem Gitter 
welches geflohen wird (sa-vyapeyanLäQa-mattavära^a) — wann wie 
die Gedanken guter Menschen klar die Ströme, wie die Sprache 
vortrefflicher Dichter rein die Himmelsgegenden, wie der Leib der 
höchsten Büsser von irdischem Staube frei das Himmelszelt, die 
Septacchadabäume durch Blüthen entzücken ¥rie Munis die From- 
OMi!, die Nächte mit Sternen prangen, wie die Reihen der von 
kundigen Meistern aufjfjrostellten Familiengötter erlösen'); femer: 

Wann die Erde mächtig glänzt mit all ihren reifen Getreide- 
feldern, belebt von stolzen brüllenden Stieren und frohen Hirten. 39. 
Wann in den Nächten des Mondes Strahlenmasse einem Nectar- 
strome gleich mächtig der Erde Bauch ganz begiesst; 40. 

Wann wegen der lieblichen Lieder, welche die auf die Be- 
wachung der Saatfelder bedachten Pämads singen, die zuhörenden 
Wanderer vom Wege abirren. 41. 

Als so die vieler Wesen Wonne bereitende Herbstzeit ge- 
n, da erwachte flugs der Gakrav&ka wie zur Ausführung 
Liebesgedanken *). 42. 
Wie KJUakäcärya die derartige Pracht der Herbstzeit sah, 
i|inch er aus Verlangen nach der Vollendung seines Wunsches 
n den Shähi: ,He! Was steht ihr da thatlos?* Sie sagten: 
««Befiehl, was wir nun thun sollen !*^ *" Der Weise sagte : «Nehmet 
DjjsyinI, weil es das Bollwerk des Mälava-Landes ist ; dort werden 
a esrem Genügen Lebensmittel sein*. Sie sagten : ' , ,Das wollen 
wir thun ; aber ¥rir haben keine Vorräthe ; denn in <Siesem Lande 
Inben wir eben nicht mehr, als zum Leben hinreicht" *.J Darauf 
Tcnnuideite der Weise alles Material der Töpfer durch einfaches 
^^ttreusn mit Zauberpulver ^) in Gold und sagt.«^: „Nehmet dies 
^ Vonrath^. Da theilten sie ihn und brachen mit ihrer ganzen 
^urfistong gen Ujjayin! auf; und die übrigen Landesfürsten von 
^t entbietend, gelangten sie zur Grenze des Gebietes von Ujja- 
f^ Als aber Gardabhilla hörte, dass die Feindesmacht nahe, 
fl^ er der grossen Heeresrüstung entgegen und gelangte zur 
*^o<leBgrenze. Da entbrannte zwischen den beiden im Stolze sich 



1) Du tertium coinparatlonis ist bei allen diesen Vei^oichen kein be- 
^^^diet, sondeni ein rein lautliches, daher in der Ueborsetxung meist nicht 
**^«n»l5eben. 

. %) Hier ixt vielleicht ein Duppelsinn: „da zieht sich dugs der Weise 
^**^iaa «B vidvan) in die Einsamkeit surück (rahamgo -» raho gata;, am 
'**"^ CMaoken auf ^iva zu befestigen". 

3) eahamÜyA weiss ich nicht xu erklären. 

19* 



284 



//. Jtteoiii, tinK KähfkäHirya-KnihAnHhrm. 



tU 



. . 8rh»ri'-i 
von 1)i:«krti, 



brüstimdt*(i Hf^Tmi *m\ Kiimpf: .SchnM'kiit-h durcb 

stiirzpii scharfer Pfeile , *) , Felsstückf, . . . 

uiul «ispniHr Keiili^ii , furch tl)ar durrh das W^riVn 
Scheereii, Hilmitiftim und IHeilnn: 4^1 

EiiiiKJi'Ktjin'ciid mit .Sehvvert4>m, Beilen und Lanzen. twI» 
Funken und Fliuiimnn spi*übf»nd bei den Zn8amm<>nsti1issfni, scUrwrk* 
lieh durch das Scliroiwii der Kriogin*, mit St^ub die Hohii d»7 
Hojintmstniljleii hemriumd. 44» 

Willi reiul diTiirf das Seid ach t^o wühl tobt^. wurde geschwInU* 
dos Kr.ni^fs Onrilahlnllu H*3er zersprenijrt wie öine vowi Win^l^') 
^♦i1 roU'tJiie Wülkcniuasse. 45. 

Als der König dessen Niederlage «ifaliren, xog er sich tun 
ktdu'fud in dir Stjtdt /uriiek und Ijüeb dort mit seinem HMfn 
durch Hfdiij^enin^ im be/.win^en durch dio Maclit des Heeres. i<L 

IHh (te^er, welche die Stadt im Umkreise bel;i^ert<"n nxA 
die Zufuhr abscbuitt^'n . machten tilgliidi einen An^flf. AI? ^ 
nun eines Ta^^'es einen tSturni unt/iraahnien, da sahen sie dit 
leer. Darauf fragen sie den Weisen: ,Ehrwünii^er! \V. 
ersüheint j 1*1^1 die Feste leer?* darauf sprach der Weise iwdj 
einigem Nachsinnen: ^ , Heute ist der Acht*?; da fastf?t (lardabliilU 
und spricht nachher den gi'ossen Egelszauber aus ; darum fonichiii 
ob iri^endwiv auf den Zinnen eitie Eselin aufgestellt ist**, Ali 
Aw daniaih f<iischteti, sahen und zeigten sie dieselbe dem W*h%hb 
Der Weise sprikdi : , ,Wenn diese nach Vrdlendung des F 
durch (iardabhilla einen gewidtigen 8chrei ausstüRst^ i i 
alles, was. /.wei* und vied'üssig , in des feindlichen Heere,»* Nihf 
ihn hören wird, lUut aus dem Muode ausbrechend xweifr!--^^-' 
zu Grande gehen ;> darum nehmet alles, was zwöi« und vin 
ist, und weichet urn tiine »Strecke Landes von zwei Meilen 71 
mir aber ^ebet lÜH nach dem hlnssen Schalle treÖende \> 
schützen* ". Das thaten sie auch Alles. Und der Weine ^pr* b 
zu den Bogenschützen: „ ^Wenn diese E^din zum 8ebrMien das 
Maul (itlnet, so verstopfet ihr das Maul mit Pfeilen, ehe ««• 
geschrieen hat; deiui wenn sie geschrieen, kfinnt ihr nicht mehr 
schiessen; darum wartet unverdrossen mit an'» Ohr an;jr<^legtM 
Pfeilen!*" 8ie tbat^iu auch alles so. Darauf verstopften sie niH 
einem Ffeilhagel , rlen sie von ihren bis zum Obre ge^pfuiDt«ii 
Bögen entsandten, das Maul dieses gemaiterten Thieres, dass «i 
nicht schreien konnte, Wi*il ihm die Möglichkeit benonimitn war. 
Die Zaubeiieselin) hedeekt4^ darauf den Be8chwrn\»r mit Urin «nÄ 
Koth uiuj ausschlagend vei*seliwand sie plötzlich. l>arauf M^jt* 
der Weise zu den Seinen: , Nehmet jetzt sein gaivAes Heer gf- 
tangen'*. Darauf stürmten sie die Mauer und drangen in Uxlaji»! 



1) Jhiwnrn und %*AvaUA sitid mir niib«*kaiiiiL 

äl Sil Hoim vnha %i>vir>| nis v:\tii: worin ifU*iob vyAdlin Alk^/ytr , dAiin lll 



V* KaUikamrija-Knthäi 



985 



»hilla ubpr wurdt- lebend zutti ClefLUi^eueij jjomatht 
tt den Füssen dejs Weisen überliefert. 
Der Weise spriicb : ,Weh \ Wt^h ! Du Aerj^sku', Böser, Subam- 
[oser, XU ganz ehrlosem Tbiin Hereitor! ]ilötzlic;b j^rosscr Herr- 
Beraubter! 47. 
,Weil du eine Nunne ^t?j<en ihren Willen schrmdettiat und 
io 8yHc»de missnebte lest, durum haben wir dieses ^'<'nuiu. 48. 

,Wer vun f^^obser Tborbeit bethüilt^n »Sinnes die Ebie einer 
ionne aD|»reift, der Miuiu le^»^! Feuer an die Wur/el des (ledeibens 
ler Jiiiiia-Reli^non und Erleuebtung. 49. 

,Wiihrlicbl Du vvii'sl ohne Erleuehtuog ujuherirreu in dem 
Siiins.\nK dem. uch ! \u\ vsahllostsn Leiden miuben : wieviel uiebr in 
»ui jeUi<(en LebeJi '. 51}. 

,Dir werde« zu Tbeil mancherlei Linden. erze'U*^ durch Ueisse- 
, Getsingen.schtkrt nnd Ile!?elnm]dun^': Das sind die ülütlien, 
reiche der Hauui der Veriu;btno^ der »S>Tnode treibt! 51. 

«Und die berbo Finicbt wird sein, dtwis du im endlosen 
rtisnrtt umherirren wirüt, belustet mit den Uescbwerdeii df^s 
Wabdelu6 in den Pf».deu der Höllenwesen , der Tbiere . der 
^liion Menschen und der I>rum>nen. 52, 

,Der Bcise. welcher, mit 8tolz und Hodimutb liebaflel, die 
Ijnode rtuch nui* im ^aj.ringsten miHSiiebtet» der stürzt aus freien 
81ttckeu in den fuicbthiiren liieiui der Leiden. 53. 

.Welches Leid die Menschen erlangen durch Angriile gi't»t>i) 
Idi« hehre Synode der (^'ramanüi», diks vermag nui" Jina, der höchste 
[Herr der Mönche /.u sagen. 54. 

,Wenn du auch unserer Anüpruche luiwürdi^f biyt. weil du 
igrosse Sonde beganjjfen und die *Synode miswitelitet haf>t> ao widlen 
wir doch uns Mitleid, weil wir dich von der Last vieler Süjiden 
igtnlrückt und von den sebreeklieheu Flammenkrilnzeii des Br;iiides 
der Schmerzen umriu^'t sehen, wiederum zu dir s|»reehen: 55, 56. 
,Nttch Srhelt^' und Tudel in dich tr^hend thuc lUwse, edntr 
in der Ausübuii*^ schwerer Askese, auf dass du auch jetzt noch 
fibej' den Leid-Oceiiu hinweg konunest^. 57. 

Als tlnrdiddiilla sehr uuj,'erecbi en Wandels den fju aus Mit- 
redenden Weisen liüiie, erschrak er gar ?7ebr im (teilte '). 58. 
teAlH Kalakacarya erkamite. wie sehr er im Uniwte erstbrak. da 
h er zu ihm: „noeb einmal bist 'hi frei gelassen: geh jet'zt. 
loher!" 5Ü. 
Dicjie Bede des Weisen hthend luid vrtn den tferni uj^d 
Leu des Landes vedrirbcfu irrte (»r fn^i . über nnglliekstdi;.; 
umher. t»<K 

N»eb der Infuhrt verstorben, wird er ewige Zeit nndver irieii 
im vierfachen *) Oeean des Bariisara zum Vergelt jenes l^'revels. ^\. 



leid 



t5 



V\ I>iiÄ Miluiint der Sinn rlor MoLipliur „wi.j>"^ j^t wonUm im titi>tt 
2) L e. ab Golt, MtMiach. TliitT und HoUcüWeÄun. 



2^ß ff. Jacob/', dnjt Költjhicdryn-Katknnakam, 

Nficbdem sie den dem Weisen ergebenen SbAhi znm Ob^r 
könige g«murhi , geniessen die üebrigen die Freuden dpr Herr- 
schaft, selbst zu Lchnsfürsten erhoben. 62. 

Weil sie von fjiikaktila k^unen , deshalb beissen &ie Taki. 
So entst^md diese Dyii^istie der f'akHkfJnige, 68. 

Diesen ♦ die eifrig die Jinti- Lehre verherrlichlen nnd wif 
Bienen des Weisen Fusslotas umspielten, ging die Zf*it glürVlirfe 
dabin. 64. 

Nach eiiüger Zeit erhnb sieb der KOriig von M&lsv« mit 
Namen Viknimslditya, nachdem er die Dynastie der <^Akii gUMltint 
hatte. 65. 

Er, der einzige Held der Erde, welcher tApfer die Ki^oigc 
der Lilnder imgriff, der durch AustÜhi'ung bewundortuigswlfercl^gir 
Thaten vorziiglieben Kubiups^gbip/ sii'h erwjirb, 66. 

Der vorzügliche ilewalt über die Drei weit ') erlangt«, iadtfA 
er durch si*ine Treftlichkeit den Köoig d«»r Yakshas sich geneigt 
machte und (leschenke austheilte ohne Rücksicht auf Prennd niwl 
Feind, 67. 

Der die Menschen der Erde von Schulden befreite duitit 
Yertheilung grossen Reiebthums und dann seine eigene AfW 
einiiihiie. 68. 

Dessen Dynastie stürzend ward wipii(<r pin Taka in der ^ 
liehen Stadt üj.iayiiii König, vor dessen Fiisslotus alle Lehn^ii' 
sich neigt,en. 6!>. 

Als 1'35 Jahre der Vikrama-Aera vortlossen, fUhrie er seiner- 
seits ^) seine eigene Aera ein. 70. 

Xur Kenntniss der Taka-Aera ist diese Episode enMthlt Un 
Gegenstand, welcher zm* Haupterziihlung gehör!, wird jetzt fort* 
gesetzt. 7L 

Kalakacarya festigte darauf wieder seine Schwester itn slrengto 
religiösen Leben, und selbst in sich gebend und beichtend kitet 
er den f,!aktigana (oder eigenen, svakam ?). 7'2, 

Da nun ist eine Stadt Namens Hhrigukaccha , und «luri ^ui'l 
zwei NeflTen des Kalakfu-iirya , die Bnidnr Balanütira und Bhann 
miitra, König nnd KronpHuJ?. Ihre Schwester ist Hhanncri. tuvi 
deren 8ohii der l'rinz lialabhanu. AIh darauf Hfiirtiiiitlr.» uu«^ 
BhAnumittra böilen , dass der Weise von dein andern rfei i^f- 
kommen » schickten sie den eigenen Mohaut *) Matisagara i\iu\\ 
Ujjayini. Und dieser, dorthin gcbtngt und von dem t^^aknktinigt* 



1) tiyn, k»ijii nicht jrut Sclin-nhCuhl«»- fiir uiy»i = tiiJA *oio, weil (Unn in 
rU-msLiUieii Worte liJcr iiija zwtüranl in dür»cIbon Uuiloutnng vorkARi* Ifb 
vermiitliir <la?.s ©i für tritnya »toht 

2> pHnviity» atislAiischond ? d' tiifl Stud 15, 247 wo p«Hbvrfiti» park* 
unrl pMLr4vMrtiuii. 

3) ixDihftiTitay» irb«int. diu guMrJit MohMitt Abt su st*tn. 



(seiner Herni) gi'osser Aiihilit^lichkeit (iiii den Weisen) dessen 
mb erbetend, !s[jrftch zu ihm, naclidoni er ihn verehrt: 
.nalamittra und lihrinmuittra, o EhrwiirdiLrer. verehren deinen 
PuBslotus, indem sie von niikhtiger Liebe erfüllt mit Stirne, 
Händen und Knien die Erde benlbreiL 73. 

»Die knospengleich zusiimmenj?efH£rt-en Fin^'er ihrer lotus- 
gleicben Hände un di«* Kri>ne legend, sjirethHn si^ öhrerbietig: 
,Weil durch die brennende 8truhlen-MjissH d<iinor Ahwosenheit«- 
Honne plöty.lich unsere Leibm* *) ^ar yehr LretjtüUt werden, darunn 
o Herr, be^esse sie mit dem Re,i,'en deiner Predig, welcher tUllt 
in dem Monsoon deiner Gegenwart. 74. 75. 

»Kurzum: Du Ocean der HumiheniiKkeit l Iftss, mitleidiff mit 
ans» deinen die Sünde tilgenden Fusslot.u.s verehren''. 7(). 

DariiUl' ^Hij^i} KAl:iki\crirva dem t.'iikiikünige den SachverhaU 
UJid ging nach Bbri^ikacthii ^ wn ihm riabunittra, Bhanuinitlra, 
HhiUiuvn und Habibbuiiu mit ^'osseni (lefolge einen Ein/Ug be* 
reitelen und ihn mit uuiiiehtiger Liebe verehiien. Und der Khr- 
wiirdige verkündete die Religion » indem er 8chmei*z über diiS 
irdische Leid en^'eckte! ,Wie ein Spreubauien ist des Gehaltes 
bjiiir der 8ai|isrir*; GUicksgfiter wie Blitzrunken schwanken; das 
Leiien ist xini und von kurzer Fahrt ; es schwindet mit di*r Schön- 
hi^it die Jugendzeit; Wulhn»! und Freuden bringen sehreekliche 
Leiden, welche uns Krankheiten l>erHiten; des Gpistes und Körpers 
8rhmerzen sind eine Gabe von Gut und Habe; inensthliche Gesell* 
Schaft ein üebennuss von Leiden schafft; und des Lebens Ijuub 
ist stetem üntjei'gjing ein Itjiub. Demgemüss sollt, ihr. o Frommen, 
die ihr fandet des Lebens Loos in edlen Geschlechtes Schoos», 
die Sorglosigkeit verjagen und voUstilndig Allem entsagen: seid 
der Götter und CHjergötter Verehrer und bedienet die Fusse guler 
Lehren Würdige Leute sollt ihr bereicbem . nieht SchiUze auf- 
speichern: gemäss dem fünffachen Heilspiiich lebe man, den .Tina- 
l» tenipehi Ehre und Wf)hithiit gebe man; die 12 Giimdwahrheiteii ") 
B soll man bedenken, von der Religion iiUe Angi-ilfe ablenken; einem 
H guten Lehrer soll man seine Sünden bekennen und alle Wesen 
^1 Mitbrtider nennen; auch ^oll man reuig Inissen, schlecbten Gndanken 
^Bptoh vorseblie.ssen; naeh Krallten soll man Knst^^iung veiTichten 
^^pid die Ui*Hiu.'hen /.um Zanke voniit:blen: man versenke sieh in 
dsD Heilsgediinken , der da abschneidet der Weltlirbknil Itjmketi : 
Wi»nn ihr euch so bestrebet, ihr in Kurzem erlebet, dass ihr dem 
trdsKchc^n Jammerthal ontöcUwebet", 

Als der Piin/ IJiiljibhi'mu diese Rede des Weisen gehr»rt und 
die Frömmigkeit bei ihm zum Durchbruch gi*kümnn,*n , strUubfen 
iBicb die Hmire an seinem garr/en Leibe. 77. 

Die Hände knosperigleich auf dem Haupte l'altend. >»pnebt er 




t) Hier i» »ohr jtbüi'blHsslcT Bcrdüiilimi^, win li|i im Mitti^ltioclidontschon 
t) cf. Hemacjindni, Yoga^ÜHtrii IV ri4, !tfi |Z !» M. O. *<rB. ^ii) 



288 



//. Jiu'üffi, da« 



solcherlei Red«: ,,OHeiT! rette mich üuglöcklirhpn -m- .1» n. sk 
fUoguiss des Siunsäm! 7ö. 

,, Meister! gieb mir dem vor d«r Welt (JetMliiHii m- h im li 
tenden, wenn ich würdi«^' bin, die von den ed»'bten MtiiMiifii 
verehrte Weihe der hoehsU^n Jimis; zrigere nicht !"• 19. 

Als doi- Weise diesen KnUchlutSÄ des Prinzen erCahren, w«ihtft 
er ihn sofort der Satzung gemUss» nachdem derselbe von te 
Seinigpn Abschied genommen. 80. 

Die versammelten Fürsten und anderen Vomehtnen T«m«i|(taa 
sich vur dem Weisen und gingen nach Hause: «ucb die Mnai 
üblen iieisüig ihre religiösen Werke. Öl. 

Und auch die sllldlische Bevölkermig, welche die FQrSlM« 
derail von mächtiger Liebe eifüllt. tiiglich den FvLsslottts d«s Mmt* 
fißrsten verehren sah, bekannte sieh eifrig /.ur Jauna-Kcligiou; deufl 
wahr ist das Öivriiehwnrt : Wie der Färsl , so ist der Uniar» 
than. 82, 83. 

Und die denirtige AuiVegimg der Stadt erbuhruckenpn tt 
benierkenil bagte d(*H Königs Hauispriestor zum Könige gut 
(tegeiiW4iit des Weisen: , Majestät! Was hast du mit dienen K» t't 
zu !>chaft'e», welche sich tadehihwürdigen Wandels beHeisjm/i 
Als nach diesen Worten der Weise ihn durch viele Beweis ^ 
Stillschweigen brachte, da bethörlo jener des Königs (Siuit) »Jui«!i 
biülerlistige Reden: 

, Dieser giosse Hiisser. eine WolinstUtte sllmnitlicher Tug^ndpft 
der Wahrhaftige, drr von (lötteni. Asure» und Mi^nschrn üe- 
priessei»e, ist sidltst der Dreiwelt dein tJegeuslaiid) Yerehmug. ^'^t 

„Deshiüb, Majestät, /iettit dir nicht auf dem I'liule zu wand«?b. 
auf welchem jener wtuidelt, weil es ©in lündeniij?» für sein* Fü*^-»* 
wäre. 85. 

qDie Füsse des Lehrer» lu hindenif bnngt grosse Bchtdd. 
welche Unglück bewirkt: deshulli entlaus o Herr, den Lehrer!* 86. 

Dadurch belhöiten SiiKies sjn^iich der König r ,,Diis ist walur, 
aber wie kann ich ihn tVotschicken V*" Dil sjoach der Hauspriet^i-r 
,Majestlit! in dt*r gunAeii 8ladt werd«* das Betteln vereilt^U; in 
Folge dessen werden die Müiiche über Speise und Trmik un 
willig werden und selbst weggehen.* Da sagte der König, m 
solle so thun. Daninr verkündet« der Hauspriester in der gansMi 
Stadt: , Wahrlich! Wahrlich! was den M»inchen in ang»n»f»bnHM 
Weise gegeben wird , das wird reichüeb belidint werden*. !>» 
bpgiinn das Volk so zu thun. Als die Mönche dieses souderhAr* 
Hent'hmen bcinrrkten, sagten sie es dem Lehrer, Der erkannt«* 
richtig die Absicht, des Königs nnd ging, ohnr- den raj^jusmi geludU^n 
zu haben, nacli der 8fadi Namens Pratishtbana, der Zieixle 
Marathen-ljEindes. Doit liess der Weise bekamil maebon : *Heg« 
ni<-ht eher den l'!\xjusan , bis wir ang^^kummen sind*. [>ort. nna" 
ist ein sehr gbiulirriseifrigin- König Kiuneiis Satjivahaniu \ 
ward dureh die Kunde von des Weisen Kommea voa m&chtii 



U, Jm:vhit dtM Kdtokanfrt/ti.Ktttfmuuknm, 289 

I' r^ude ertiült wie ein muih dum Aiihmeli des Monsoons sehn* 
siit hti^er PfHU* In dpi* Fol^e kam der \Vf?iHe dorthin. Aul die 
Kuiitie vun d»»8 Weisen Aiikiiüll g-in^ der Konig ßataviihsiiia mit 
-»«iiieiii CiufoliJje und begleiteL von der vierklüüsigen Synode der 
Hobr^n <,'raiiiuoa ihm entgegen und verehrte in aufrichtiger Liebe 
rl#«n Weisen : 

,0 du wie Lotusse die Fronimf»n dHiu Lirht «rschliesseiide 
-i 'IUP. (welche* vertreibt) die vordringende Thurlii'its-Fiusteniiss, 
.1- t du, wie der Löwe der Wildiiish die Eluiihanten, die atolzesten 
^Msrst*?n Ktd/er vomitht/estl }S7. 

,0 du» dessen ¥mne schön gliuizen durch die »Slvahh'ri der 
Edelsteine auf den Kronen und Diademen der sich nei?<euden 
Herni der Menscbeng«SLhlechtHr, der du stets Jinus Lehre erhöhest, 
Wasser, welches die Buhmutzlh-L'ken des Kiili-ZeitaUer (hinwog- 
ninmii) ! 88. 

,[>er du ÄUi* richtigen Zeit dem Stolz entsagtest, du vor- 
tr9(ni4.dies J$uil in der Sehlacht getreu den , einer 8L'hlunge des 
Kaina gleichenden, eingchleichenden Trotz, der du gelangt bist 
ittsu Jeiiiieit« des WisseDS-Oeeiuibl 8t^ 

.Darum, du Hort aller Tugenden ! MiOmdreieher! vom besten 
WnndeL »Streiteslediger! dessen Nnme gut gewählt ibl! *) Höchster! 
Yfrebnmg sei dir, Herr der Muni!** *MK 

Dem sich so liebreich erweihenden Könige brachte der Ehr- 
würdige den (»russ dos Ülüubens entgegen : 

a,Wttchsthuin im UUubeD, dfis da ist die einxige WuHserlluth, 
welche die dichte iSchmutznntöSe des Kidi-Zeitulterä hinweg^i^dt, 
djiA detu feurigen Geschosse tndrtis gleicht, indem es die Leiden 
(wie Jettes) die lt«sthlechter der Berge vernichtet, — da.s lihertriflFt. 
«nd hmler sich lilsst die Herrlichkeit des Steins der Weisen, des 
Kal|».»drujiia . des WunHchkessels , der Wumschkuh etc., dtws eioe 
FiÜire über den LeVfensocemi ist, das einem llamnM-r gleicht, welcher 
die Hii^gvl der schwer nahbai-en Stadt: Himmel und Glück,selig- 
kuiU erbricht, das vou den Jimis und Gai;»dhnrnb verheissen worden, 
dies mi dir, o König!-* 91—93, 

So ward der Weise mit grossem Gefolge in die St«dt getnührt 
(all« Tempel wurden verehrt] '•*) und in lieblicher für Mönclie 
Bender Wohnstjitle uiitergebratdU, Während er Uiglich von der 
ivu Synode der <,*raiji»mi bochgeelut , vnm König Siituvulmna 
:h Ehren uusgezeichncL und vom gan/eii Lande verehrt, die 
ittnun wie Lotusse dem Lichte erüchloss, kan» idhiilihlirh 
d»»r Fiiüttban. Dort bi Maruthenlande Hndet um 5. Tage der 
hrUen IlSÜfte des Bbadrapada eine l*roceh«sion zu Ehren lüdrii'B 
slati'). Du s*Agte der König /um Weisen: „Ehrwürdiger! Nach 



1) Vdrisl Hio Anklünge an KAliikn im vorhtirgohundltJii Vor»u. 
9) Kiti Kiu*rliit>t»h4il 



390 



//. Jacohi, rt4n* Knhkäedrifri-KtUhiinakam. 



fimuch des Volkes wird um Pii\iusan-TH|^e Indni mit ^mer Pm- 
eession ;;fefeiert werden; dtishiill» kciunen wir nieht w»»|i^i'Ti ^1»'^ 
eifri;,'Rn TempRlhe^jucbes die Cereinonioii : Verehran^', Abwuschn 
vollziehen. Ditrutn verlege in deiner j^ossen Hiild d*ri T' 
auf den Sechst*>n*. Dnrauf sprach der Weise: 

^,Eh«r scliwiinkl des Meru Gipfel ond 'f^ehi lii^ 
Westen auf, als dass der F^ayiLSsan nach der Nacht d 
beginne. t>4. 

^ BOenii es heisst in der Schnft : Wie der ehrwürdij^e Mahir 
vir« den l'jiyiisan hitlt , niKihdein ein Monat und 20 Nrudit*« der 
Refi"enzeit verj|an*»en » su auch die Ganadhara ; wie die Ga^udliftn 
so anch die 8ehiiler der Gfinadharu; wie die 8cbtil«r di^r Gan*- 
dhanv, so auch unsere Ijeljrer; wie unsere Lehrer, so halt«ii mcb 
wir den l^jijjusair; nicht aber soll man die Mm:ht vorübergebflo 
lassen**. (Kaipasulm, HanTäeAri L) 

Tbl sa|Tle der Köni^': ^Wenn dem so ist, so läse ihn tun Virrt« 
sein^ Der Weise sprach: „„So sei's! dem steht niebts im Wrjjff; 
denn in der Schrift heisst es : Mit Eifer halte man den l*aijttsiiB*' 

Da saj^t« der König mit freudeHtrahlf^ndein Attjre : ,Ehrwiirdigw! 
eine ffrosse Gnade! Weil deine Wilirdhrijjkeit jregen uns so ^«^s 
ist, deHhalb soll auch das UtlarH-]>anmaka ') der Mönche ani Sohltm^ 
tage der halbniunat liehen Fasten meiner Frauen sein." Dann gin? 
er ins Haus und befahl seinen Pninen : ,Ani Neuniondstii^e w^rrlrt 
ihr die Fasten l)eginnen und um SehluNsta^e wird das [Tttarn-pAn* 
naka der Mönche sein. Dium sollt ihr mit rit« djirgehmchlen 
Speisen und Getränken die Mönche bowirthen; denn so heUst « 
in der Schrift: 

»Eine Gabe , sagt man , bringe reichen Lohn, wenn sie cniKiD 
Wei^emüdeUt oder beim Erlernen einer heil. Schrift, oder beim 
Einpfangen der Tonsur, oder am Uttura -paranaka dar^j^ebnirM 
wird*. f*5. 

Am l'aiiusan -Tajre das achl-e (sÄmvatsarika pratiknimniu'i't 
deshalb am Vollmondfttajre das ütt^mi Päninaka. Dies bf*nn*rkpöH 
begann auch di^s Volk an d »mh Tüfre die Mönche in verehrwi. 
8*Mtdem feiert man im Mfiräthen-Lande ein Pest Namens C,'nMna9t* 
])njabiyii. Und aus dem Grande hat KalakdcArya den l'a^nsM 
auf den Vierten verle;^ mit Zustimnuinj? der ganzen Synode. Dw* 
halb werden auch di*- l*;\kshika (linssen) am 14. jTethan. s*>mi 
nach Ausspruch der 4Sehnft am Vidlinondstage. 



Der so besehllftijirte KalakAcarya bekam zn einer anden» Zeit 
nmherwandemd zur Abbnsse früherer Werke nn»»ehorsame Sehülfr 
Tliese tblfjten dnrchjms nicht . wenn auch von dem Weisen anf- 
gefordert. Ibi saj^te er nochmals zu ihnen: 

,0 ihr Mlk'hiigen, Ilussen>t Edide, grosse Männer! auch Indrm 



1) Du« 6«ti«ttorQ hierllbor ist mir unli^kiuuit. 




291 



I 



d die übrigen Götter erlangen nur mit Mühp tadelloses (|*ra- 
lu^athum. 90. 

^»Deshalb tibertretet nit'ht jius üngehorsiira das rtehot des 
rers! tib^t nicbt, o KimKr, nutzlos diese sehwieri^'e Askese! 97. 

Denn so sagt die Schrift: 

,Wer nicht durch Of»hnrsji.in im den Bussen des ♦>., 8., 10„ 
12., 15. des Lehrers Wort ausübt, der wird auf unendlitrhe Zeit 
im SiitTisririi weilen. 08. 

,Wt*gen der Üeberlretung der Gobnif? Beines Lehrers gelfirifrte 
der Mfinch Külavulakaj obf>chon er im Walde schwere Askese ülite, 
dennoch iu die Hölle '). 99. 

«Wenn Jemand des Lehrei-s Gebot übertretend Askese in der 
ßonnenglnth übt, der erlan;^t doch nitht die Befieiun<r. und wenn 
#»r im fniheni Leben Indra }^e wiesen wllrti*. KM). 

Obgleich so eniKihnt, Inssen sie dotdi nicht von ihrem Un- 
gehorsam, befolgen nicht des Ltdu-crs WoH , beweisen kt^ine Ehr- 
ftircht, fuhren ironische Reden, übt-n Askese nmh ihrem Willen 
und richten ihren Wandel nach eigenem Ennessen ein. Der Lehrer 
dachte: , Meine 8cbüler sind wie sti'impre Ochsen und Esfd. Die 
%V6rngeT\ Ochsen und Esel aufgebend, übe nnm strenf^c Zncht. t)*Mui 

,Freiwillig ^ebt er, tVeiwillig kommt er und bleibt freiwillig': 
den nicht dem Willen (des Lehrers) folgenden Schüler gebe man 
fnaiwrillig auf. 101. 

,Deshalb verlasse ich diese nngehorsamen iScbüler*', 

Darauf theilte er an einem andern Tage, n.'ichdem er Nachts 
geflcliUfen , dem Herberger seinen Plan mit: ^Tch gehe /n dem 
Schüler meiner »Schüler, Sagaracandrasün ; wenn rfene herkcmimend 
eindringlich frivgen, so thoile es ihnen mit, nacdidem du sie tüchtig 



lli Dio Lebend» vnn KfiUviUnka wird in dor Tik/i zum Uttnnirtbyayana. 

idorniHfisen ontählt, ojch.hh.i kynriynss^n «:oUaii nviiiio; Laiit aysiriti uinbiuii;! 
[^tA4*yftd]; $o veniip vnhai. unriayti äyariyii s]idd1iuM;iai|i tuiiii äatiuiin vHinduga 
viUggi, ojarainUriDint vftb.Vi silA mMkkH, tlinhh HjaruMidin , pnyA ttssAriyÄ ; iyH- 

mAm liniTifco, sÄvo dinnot durritmaii! ttthto viimssiTiisi Iti, mirchiiv«! oso 

lu tti kaum ti^viij»A-"<iame atthat 6isthntV rmikilil» AyHVi<i, piiinib' nhbhttse 
Jo Ol, tao uliÄro tioL uuio külo äyttvemuniuiAn üa rieii aitnatj imvCidha. 

RülAviUw) tiaiUAUj kayain. iu ya SoiiiyH-putto KötiiyA-rAya Ci^dugM-raya* 
liyam Ilnlln'VthailK'Vtrrcini VtsuiUin iiaKarliii rohcl, im yft ?w* Vmw pkt'ttiim 
M«ni«ivvayiiu5Anii-tliÜbhii-fuilthAvAt»; tm» vi«i»uiHj Kniik« cirH-kftloimrn rltwayÄe 
^itAM' bhanlyain, jithA; sHmniir jaha KAlavÄljto miipTHlnyam ^jAfiiyuin lamiai^at) | 
|«y& yA Asogacanida«! Vosnliiii itapaliui pihiiuau || jk) niHgß^jni tntt1i>i atthnnilo; 
Ägacniurp ganiyii« saddALviyäu. c^h bliHuai: almiii Hiicsmi. kavndji-siiviyii jÜ^yk 
«atthena i^yn vaindai hhaiiiU ya: uddhiuio hluiiymiinii. (mrite btmrtnri] cf^iyätm 
vnHidMtni ; tmnho ya «uyä etfha, »<» vanidHirnttluim i«j.'wiy:'t ta kjiresti ai.itif^pibain^ 
KVfitMan phHsuya-eiKiiüJ»"! bkattain tti bhairiiina juArjifiü;:«' inoynpi «laiiijolyÄ 
iliiinA. ais&ro jnu OMÜia-pnttj^otia pnniiavin Isi^jikHUifil uvviittiiiinihiiu »aiiibliiii- 
nMii citUin. rtiiio KoniyasamivaiJi blmiiio: tuhä kurobi. jnhii Vesvili Khi*npa» tao 
1«i(i«,rn «MihatTiUraifi i^HiHtüni« iinmitliyri-vi3H«t k»o; suiiirii MuniMiivvaya-tlu'ibha- 
pahhJkvo ofto topoiia pwcchio' kahmi tt;i^'Mr:i-roln) avaB:in.Thi>Äfii? tona bhaniynm : 
jat (^yain IbÜtihant avanidia. avaniyam bhaggü tiayari. Ilnlohim v&falya tti. 



292 



H. JaciAn. thi^ 



'KaihAmvknmt 




gescholten und cin^^f^stilmchU^rl. hasl*. Nucb dif^sen \Vor(i*il' 
»ff biiijius lind kiun naLli unutilfrluoclit^rier Wiunl« rscbuit <i*'r 
Er trat ein. uachd^ni er die Nacht gtrulit; S;Vi>un»cmjdi 
erhob üieb nit;bt vor ibnu weil er goringscbät //ig d*Kbtf*, * 
sei irgend ein Sthaviru, ufid die Vonichrilt verguss: 

„Wenn man einen fremden Möneh hiebt, su soll 
Tor ihm erheben; Ut er aber bekannt, douii (soll nitui 
begrüssen), wie er es ver<lient iin<] es ihm zakominl*. lU2, 

SjVgaraciuidni Iriii^de nach Beeodigung seiner I*rodigt '), weÜ 
er dim Wissfnsdünkel nicht unterdmcken konnte: ,Herr! wie h4 
ich jLrüiiprocheiri"* Kälakäucuyti s;ij?tt' : ^^Gut"*. Diirauf orwiedt 
Sä^aniciindra ; ,Herrl t'nijLTe mich ii'gend etwas!* Kalaki'iCiirya 
B^Nun denn, so sprieh übur die Unbestiindigkeit dtT Diii^'e! 
SAg;u'»ciindni, Sit^t« : „(iib mir innen andeni schwierigeu rankt in 
hftsprechiin". Jener su^4e: ,,Ich vei^stehe keinen schwi»'ri|xc«i Punkt'* 
I)a lieganii er tu predigen ^) : „Ausser der Religion sidl man keinm 
Schatz lichten ; Bekunrite, X'erwandte, Menschen sind wi« t* ine vouj 
Wiadö getriebene Wulkenniikise ; die Jugend gleicht der »Stnn»«»^ 
wui;bt, und das Leben ist einer Wasserblase vergleichbar: 
eine ins Meer gefallene Perle schwer zu erlangen ist itien&cblj 
Geburt. Höret, ihr Frommen! unvergilnglieb ist die gute Rel 
der höchsten Jinas", Daraul" sagte Kähikäcar^-a: ,,Es gibt kei 
dharma, weil er nicht in den Bereich der Erkemitnissmittel : Wj 
nehnmn^' etc. flUlt, wie das Hörn des Esels. Und so hetssi. es: 

,,Als sieher wird die Ertassiuig eines Objoctes darch Wi 
nehtnung gepriesen, in Ermangelung derselben dui'ch Schluss, was 
darüber hinausgeht durch Ottenbaniiig. H)3. 

,1 „^Aber man erkennf ilm nicht durch Wahrnehmuug etc.; cUrum 
qnäle mim sich nicht mit diesem Gegenslimde* *. 8t]igamcandnik 
welcher dachte : , Dieser meinen» (geistigen) Grossvater gleicb«i<lr 
i»nhek:innte Herr ist ein Dispntant* , sagte: ^Wenn u\m\ sagt: drf 
dbarma existiit nicht, so sieht man deutlich einen Widerspnrh 
zwischen den beiden Theilen der Hehauptung. Denn d;is 1*1;'' " 
^existiii nicht** schUesst diis Subject: ^dbanna* aus, und düs -^i 
jeet: ,,dhanna* das PiHdicat: ,üxistirt nicht* ^). Stigt uiiui nmi^ 
man gebrauche das Wort dharma auf Grund des consensus alic»ruj 
80 tragen wir: ist der consensus aliuium für dich ein Bei 
oder nicht? In erst<'rem Falle ist das zu Heweisende bowir 
im andern Falle tritt derselbe Widerspruch ein jwio ubenli. 
wenn man sagt, der dtiarma liege ausser dem Bereiche tULSif^i 
Erkenntnissiniltel : Wahrnchninti^' i4c.. sn ist das nicht wahr; 



1) Eh tat hienuit diu 'ilili^gito Aasloguijg «Icr Uuil. ^»cUriften im tJ{ 

t\ HiLs mir Mnvr<rst««rt liehe ^rhntrtljitti fohlt Uicr. 
3) 5Iit riu<Lurii Worten: KtWAs tiii-ht iniBiidps lüsst *ich «it-hl «i 
»prechDO \ \ ! 




H. Jncnbi, dttJi Külnkürürya- Kathanalam . 



293 



llCeetit mid Unreolit lassen sich dttiTh ihre F(>ltjf*n wahnielinuMi : 
lil so sii<r{ rtuiii : 

^Durch »ihaniiu konuiU ilphuii in (^dl**in) ifpscbleflift*, (}e- 

;liicklii'hk<>it des Kfn^x^rs. ( rlüt'k, Alfpr, Rfiirhthuni ; «hirdi dlmniia 

lUlfh^-n reiner HEhm. Wissfnsc^luift, Desitz und niürkssriittM'! uns 

!d»»r Wildnifts und LfroHsr^r G«^fabr rpttt'i sU(s der dhaniia: der dh:inn:i 

ir*»cht geübt verleiht Himmf^I mid Olückseli^rkpit. IWA. 

,Einij:r»^ siebt man im 8f;b*»nbeit w<'tteii"m*n mit der Sitnn*^ *J 
und Madana. wlibrt'iid ändtnv Menschen von bllssliehpr GnstivH den 
8cltak2ihni lihmdn. \i)TK 

,Einijf^ j^dänzen dmeb Geist und die Konntniss uHhi" und 
sSItimiilirher erlernter Wissenschaften ; andere irren gleiidisäim blind 
amhi*rf von der FinstemiHS der Unwissenheit umhüllt, lOfi. 

,ELnige, welche die drei Güter des Ijehens erlanpfl linben, 
scheinen die Herzensfreude der M*'nseben: andere, welehe die Zielt^ 
drr Menscheit verfehlt, wenlen wie Nattern getlohen. 107. 

^Eini^e, über welche weisse Sonnensebinne i^ebalten werden, 
und deren Hendiehkeit Hernlde verkünden* retten auf Elephanlen. 
»iidere laufen vor ihnen her. 108. 

^Einii^en, deren leuchtender Huhm das Erdennmd eH'ülH, er- 
f)Ulen ihre Lieben die Wünsehe: andere Unreine füllen nur ntit 
le ihren Bauch. 109. 

,Der Ileiehthuin Einiger nimmt zu, wie das Wissen, trntzdeni 
«ie davon mitgeben, der Anderer, die nieht.s mitgeben, wird von 
mltttnlichen und weibliehen Dieben geraubt. HO. 

,Da man so sichtbarlich die Folgen von Gut und H<js erkennt, 
o Frommer, so lass das Böse und tlme eitrig das Ijute", 111. 

Da ging«'n nun jene ungehorsam en Schüler, als sie niorgeuB 
den Meister nieht sahen und allenvUrl^s sui'bt**n, iw dt'ni Herberger; 
uod sie fragi-c^n ihn: „O Laie! wo ist der Lehrer V*" Er sagt*: 
i,,l>tts wisst ihr selbst, wie soll ich etwas über euren Lehrer 
wissen ?*■* 8ifl sagten: „Stelle diib niebt so! Er grbt nieht, 
ohne eg dir zu sagen*. Da sagte der Herberger, indem er zornigen 
Antlitzes die Siime runzelte: ^^Web! Web! Ibr sebleeliten Jünger! 
Ihr liiut nicht eures Lehrers Wort., ohscbon aufgefordert, niebt 
leistet ihr ihm Anhang und Schutz <?). Gross aber i^t der Hehaden, 
wenn der Meister ohne Anbang ist; denn so beisst es in der Sebrift: 

,^Wie die Verbindung schutzsuehender Wesen iiiit einem ver- 
derblichen *) Oberhaupte , so ist auch ein MeisJer ohne Weiib in 
«in«m Orden von nicbt Anbilnglicben. 112, 

^^Wenn auch Jemand mit der Zunge leckt, so ist er docli 
nicht beliebt, wn die Anhänglichkeit feblt; wenn aueh Jemand mit 
dem Sfjjcke schlagt^ so ist er doch beliebt, wo Anhänglichkeit 




m. JwtM^^m rifiiiir Tj riii j 




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B. Die l^FiLt« «bMT fin#ai 

i| GraMWlca. ITdiI «r 



ick Inktcft «ehari**. D^ 



Dcir Meislflr a»^: 
!•*. Dolar 
BedarfttÜM iort- 
Mtedie erkob sdi 
fit i^hi ffl^MWJMlii ,W)MH iImT DMlf4kMk«aiglMi: «Bs itf 
UäiakMekgym^ D» «dbob er skk besckiMt nad iMi i» Vemaikng^ 
Und ab «r viele BntiirhiiUtigii^en iroorbnchte!, s^te der Ltlmr; 
^ niekl beUfibt, m ist dies nicht ein mm itimom Chinkttf. 
•oodeni Mtt deiner Debefhebn^g bervorgegangMe» V«rfebell^ 

£iii imder M&l lies« er ein Mnaa mit Sand ßUen und ihn irgendm 
aiifbitifeny dann wieder füllen und wieder aufbtofen, AU n«i 
Ml f&llle und MUigoas, da verringerte sieb das Mass. Da fngt« 
der Lfibrer: ^erl»t Du was?* Er sagte: ,^ein^. Drr Uhm 
fpneb: «Wie dieses Sandmass voll war^ so war auch BudbarnutD'^ 
Wiwen voll und von VortrefBichkeit; damit verglicl»»»n war 
des Jambdsv&min etwas kleiner und von geringt^r Vortivniiebl 
daitxi diu» des Prabhava nocb kleiner und von noeb j^eringen^r 
trefHicbkeit, und so weiter bei den set-bs ((,*ruUkevaIins). Dnd 
Khrwiirdi^en sind ja dnbingescbiädon. Und so ward das 
minier klüiner, bii) es dein I^brer von luii' als ein ganz 
»*ni[»fiutgL«n bat^ und als riu nocb geringeres du von dem. Kei 
das WisNon, dessen Vort-refÜichkeit gradweise scbwänd und 
verring<!rt** dun-b die Wirkung der Dussaniä: mit einem 
Wissen brüste Dieb nicht. Und su &agt man : «Bis zur Alli 



IL Jacobi^ tttiH Kaluküräriifi-Katiiäfutkam. 



295 



vi steigen allrnJÜiliclj di*> Onide des Wissens. Kt^inrn* prahle : idi 
hif-T drr einzige Woist^!" 117. 

Si) iluri'bzot^r der Ehnvürilis/f* bfüWiindeningsvviirdijj^mi Wiiiidelfi 
tuii Dörfern. Florkt'ti uiid 8tildten gestbiuütrklt' Erde^ unigoben 
fou vielen, seine BefehU« aus führe u den Schülern. llH. 

h 

H^ Ua eiiistnitüs der GOtterkönig mit langten Kränzen auf 

^neuchtt.'ndeu) Lt^ibe, mit breiter Brust, Am btHleckt war vun ver- 
Bic'hiedenen rcrlsehnürwii und Uniliänj^ehi ^ dessen Arntpuiü" von 
~b**n*litben Annbandtni und Span^M-n ^ieii-bsani steif war. und iaiü 
dtf^seii Wangen Ohrringe spielten, dessen Hanpt glllnzle vun dem 
»iadem , welches durch die Ötrahlen vortrefflicher Kdelsteint^ 
mohtete; kurzum, ain ganiien Leihe wubl ansgeschniückt. mit reinen 
fewäudem und Kleidern angethan. iuniitten der Gütterversaniiidung 
ron Sandhannil, der drei üeleitsehaften, des siebenfiieben Heeres 
nd der sieben Heerführer, der ij3 (jutter, der LeibwHchter, der 
(dein Indra an Herrli<;bkeit) gleiebstedienden Gijtter, der in Haudhannii 
Iwiihnendett andern (iiUter und (iiittlrnien z. B. der Welthüter — 
(y*akra im Glänze der Oberherrseliaft über die vorAÜgliehsten 
tter und beschaute die llimV-e der Welt vermöge seiner iniichtigen 
Erkennt nissgabe. 119 — 1 24, 

Da sieht er den Jina Simandbarasväniin mitten auf dem 
li»»tei^eorte , in Pürvavideha, in der Versamnduiig die Iteligion 
darlegen. 125. 

Eiligst aufstehend verehrt« er von dort aus den Ehrwürdigen 
►d i<ing dann in der Herrlichkeit des Götterfürsten xu (Jen Füü.'^en 
is Uerni. 126. 

Als er, ihn verehrend und sich auf seinem Pjatze niederlajisend, 
Jina's Rede hört, da wählt der Jina zum Gegenst^inde j^einer 
igt die Nigoda gemmnten Wesen. 127, 

AJü der Götterki^nig ihn gehört, spricht er iti ilusscrster Be- 
rboidenheit nüt verwundert geörtheten Augen, indem er iiuf seinen 
chunen Locken die Hiinde iiiltete: 12H. 

^Ehrwürdiger! versteht noeh jetzt Jenjand in dem elenden 
^aftsainä'Zeitalt^r, in Bharatavarsha 80 minutiös die Nigoda zu 
rklttreu?* 129. 

Darauf nagte der Jina: ,,0 Gött^rherrl auch jetvit nueh im 

i.tn versteht Kähdiiieärya die Erklaning der Nigoda, so wie ieh 

erkliirt habe**. 130. 

Al8 der HbtAMLhleuderer dieses gehrid, ging er in der Ver- 

El^idang eines Bmhmanen aus Neugierde dorLhiii und fragte den 

pWeisen, naehdetn er ihn verehrt: VS\. 

^Ehrwürdiger! ErkUire mir, weil it.'h sehr wissliegierig liin, die 

[Kijfodawehen, wie ihrer Zeit die Jina über sie gebdirt baben\ 132. 

Da üprieht der Munifürst mit einem der Wolke Ubnliehen 

^•onoren , lieldichen T(*ne : ,,Wt»nn du grosse Wissbegierde hast, 

»dünn höre aufmerksam. Glücklicher! 133. 



H. Joßobi, das Kälakdcdrya-KatMnakam. 



297 



Olossar. 

Zahlen beadehen sieh auf die Seite, mit Weglassang der Hunderte, nnd 
nie ; eine Zahl mit vorgesetztem v. auf die Strophen. P. L. <=> PAiyalaecht. 

atthama ash^ama v. 98. 71, 21. 

f. n 64, 48. 
attbottarasaya ashtottara^ataGS.e. 
a^ajja anärya v. 20. 
anattha anartha y. 36. 
anai|[ita ananta v. 50, 52, 61, 

98, 134. 
anariha anarha y. 55. 
anayaraya anayarata 62, ss. 72, so. 

y. 110. 
ai^asana ana^aoa V. 145. 
anasa^aga ana9ana(ka) y. 136. 
anäi anädi y. 2. 
a^ccayä anityatft 72, 32. 
a^iccharpÜ an** y. 48. 
a^icchamä^t anicchamÄnft 60, 85. 
aniya anlka y. 122. 
ann ann tay® «a tadanu 74. 84. 
anukäri anukärin 72, 44. 
aijnküla an" y. 30. 
anugaiptayya anugantayya 70, 48. 
annguniyayya anugunitavya 68, 2«. 
ai^uggaha anugraha 71, 11. 
anuttbäi^a anoshthäna y. 5. 
apniihiyayya anushth&tavyB 68, so. 
ai?nbh&ya an" 75, 9. mabī y. 96. 
aiiumanniya antunata 71, ae. 
a^uratta anurakta 60, 24. 
anurüya anurüpa y. 89. 
anuloma an" 69, 23. 
anuvatta anuyptti 70, 42. 
anusattbi uiU9isbti y. 30. 
a^ega aneka 69, 22. 
a^esa^ä anesbanä 69, 38. 
aiji>a anya 63, 11. 72, ss. 74, 84. 

y. 25, 106, 108. 
a^^ayft anyadft 62, S7. 74, 42. 
an^aya arnaya y. 93. 
ai}Qab& anyatbä 74, 19. 
ani^&ija ajü&na y. 106. 
ativa y. 132. 
attha artba 58, 7. 65, 8. 72, i7. 

y. 8, 42, 71, 91, 107. 
attba astra v. 91. 

20 



tm. ati+Vknun. '^ai y. 94. 
jÄ 71, 7. 

una atikrapa y. 97. 
una^a atiknunana y. 100. 
ja aiyanäiya y. 47. 
imsa atipamsba y. 34. 
;a atireka 68, 22. 
pkilittba atisaipklisbta y. 58, 
11. 

ra ati9aya 75, s. s&i^ 75, s. 
ipAi<^ 75, 4. appatar&i^ 75, 5. 
la afcibina 75, 7. 
tas y. 86. 

sipto akoryat y. 98. 
ipta ftkr&nta y. 56, 65. 
maqa ftkrama^a y. 85, 86. 
ha ^aksba cf. sahass' y. 135. 
a &kbya y. 127. 
la argala y. 93. 
agni y. 49. 
I 63, 12. 

iya aAkita 63, 6. 
ft V. 73, 77, 121, 122, 140. 

), 24. 

B^a 63, 84. 

i ▼. 91. 

»9a 68, 84. 

&rya 72, 44. 
qita aiyanta 69, ig. 
bbhnya atyadbbuta y. 143. 
ya fti7a(ka) 72, 29. 
ittama atyuttama y. 96. 
ariya ft^carya y. 66. 
leraya ft4pcarya(ka) y. 118. 
adya 64, 42, 48. y. 130. 

ärya y. 17, 57. 
ra &rya(ka) 72, 21, si. 74, S2. 
lyaQa adbyayana y. 4. 
^yaya^^a adhyiipapanna, ^(yi- 
layaparibbog&yattajtyita, Acä* 
LAga S. gilänka's Com.) 60, so. 
ili V. 74, 128. 
laya att&laka 64, 44. 
hl. XXXIV. 



f. mm*§»'^t* hAM IMÜJ 



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Vi',r. -*"r^i*.t >■■- ■ T--r.-'iJtA 7. ; •_ 

7; u. i* 

■jth\Th,tK:.;% ^jLÄh;i v. 122. 

itirthrkM 71. 14. 

;irnh'; VAyarn N. 71.;. 72.it. In*«!. 
.»mh<;hirri ^#:f.4. Z3. 74.^. \Afi. 
i'n'U. '.HiiUsi 0'{.:;. «. 71,i;. wI'k 
1I.%. .'unh.'iqaiii G4, 15. 71. 11. 

V. :»:,. 7';. 

.lyiifri .ijnntK v. I'JH. 
iiyriHii iiyfu;ns v. '2o. 
urilm iniifi Juliii" v. 102. 
tiliiiiiki'iui (»ff, 11. 




T iMl 
T. iL 

TL »r. 

—^ aaa ■% i tl i4- 

*— Uli ^-:..=. t: ?^t >t — ri^.iL 

.f^n »inu ii-iiiTiinT^ t. 1^^ 
irüiiLmiif'ja ummkäar^f^ t. IM. 

lAiZ^r\ ^truVli T_ 112. 

LS. ^ "t* 

iB^x^iunr^ ksdrsifi^ «od. fMitk. 

kr-rni 1«:*^SZ^ T. 4»>. I"l6. 

i-:ü a:.::^ t. I:X 14. 62. 7ö, Ö«. 

i^Lj^ iiijun T. 11. 117.13a. «a.» 
7o. M. Ace. m*i|i t. 78. Itft 
cLir ';:;. 11. 72. au v. 130. 
I^it. majjluup T. 132. mki 
AbL'r T. 2m. Geo. manu 60. w. 
Oö. 7. 71. li. 72. Id. 74. 1». nahi 
7'». «^ mahaip v. 7&i. 

uhamma adhaima v. 11. 

ohaha Inteij. t. 32. 

ahaphäsava lyath&sukha) 70. S7. 

sihideva odh" 08, s4. 

iihiya aiihika v. 19. 31. 39. 40. 
«3. 08, i4. 

aliivai adhipati 62. ss. v. 122. 

ulio Iiiterj. V. 33. 69, iu. 



Ä Jacohi, das Kälukdcärya-Kathd^iaham. 299 




ft. 


&r&hiya &rMhita v. 67. 




. 117. 


Ärd4ha V. 108. 




l, 6 etc. 


alaya 60, 20. v. 84. 




ft icaksbamai^a 58,8. 


&liipgiya **ta v. 56. 




Y. 4. 70,44. 


äloiya «cita v. 72, 124. 




«9. «Äi V. 12. %ha 


aloedna älokayya Y. 57. 




«teil ▼. 11. 


aloya^ft "canä 68, 29. 




V. 13. 70,44. 


ävajjiya &yaijita 62, 37. 




J, M. V. 136, 138, 145. 


ava<}iya äpatita v. 52. 




ta 72, 18. 


&vall V. 40. 




Ituratra 61, 7. 


&vaha 64, 17. 




>dha9a 64, ss. 


äv&sa 71, 4. 




i %t 64, »0. 


&v&8iya Ha v. 16. 70, S7. 




r. 131. 


äsa a^va 58, 5. 




, »f. 70, », », 27. 74, 5. 


äsana ^a 62, 4i. 




41. 


&satta «kta v. 23. 




na 74, s«. 


äsaya ^aya od. ä^raya 60, 25. 




r. 19, 101. 63, 21. 70, i. 


äs& &9& V. 109. 




r. 


äsaya^a <*dana v. 54, 86. 




a V. 118. 


&haya 'ta v. 45. 




ibdha 71, 23. 74, 4i. 


fthara^a &bh» v. 139. 




V. 107. 


ähäQu ädhäna v. 83. 




i «k&rm 60, 26. 


ähivatta &dhipatya y. 14, 124. 




. 30, 97, 99, 100, 115, 






> S, 18. 


i. 




k ftprichya v. 80. 


io itas 62, 87. 67, 35. 73, 4*. 




109. 


icc. ity. 60, S6. v. 135. 




äkrtshta 65, 12. 


icch&mi v. 136. 




lar^a 65, 11, 12. 


icchiya ipsita v. 116. 




(im) &karnya 58,6. v. 


inaip idam v. 38, 83, 97. 




77. 


ii^biip idänim v. 71. 




ana 68, 27. 


ittilauip etad (cf. Hem. II 157.) 




car. <*aipti 72, 9. •ainta 


V. 23. 




Hya 71, 27. 


ittha atra 63, 29. 71, 9. 74, S7. 




a T. 90. 


Imda Indra 70, 4i, 4s. v. 96, 139. 


• 


a 71, 16. V. 111. 


(ima) ayam N. f. iyaip 65, s. 




arai^a v. 66. 69, 21. 


im& Y. 27. n. imarp v. 48. 




Äiya 73, 24. 74, 4, s«. 


Acc. n. imam 61, 44. Gen. f. 
imte 63, 11. cf. i^aip. 




tiqiatTa V. 108. 


iya iti V. 10, 32, 42, 58, 77, 80, 




a 72, 27. 


90 etc. 




ktÄpayat v. 100. 


iyara itara 64, S9. 




a. V. 144. 


iha 58, 1. 




Bbdha 69, 43. 

4 ^ 


ibani iha v. 6, 50. 





um 65, 14. 



tsaru t^vara v. 60. 



«0* 



^H 300 ^' Jocobi, ihis 


Kälnhiicittytf KaÜiiinnhiini. ^H 


^^H 




uyara udiiva v. 4M. ^H 


^H tt ta (ca) nach Voc. v. 4, 8, lOd. 


uyäbu utäbo 63, »k ^| 


^H 138. 68,22. 




uUaititha ullui.itM 72, ». ^| 


^^B tikka<Ja ntkara v. 120. 




uUabuiit^i 'lat iy^, sft. H 


^^H ukkunithiya utkniitbita 70, S. 




ulHhiya ulLikhita y. 120. ■ 


^^H ugga ugi^a 6:3, H. 




QYautta upuynkt^i v. 133, l'^7.^| 


^^H Qggama udgama v, TiL 




UYaoga upayoga Y. 138. ^| 


^^H uggameiia udgacchet v. 94> 




uv:igaya upagaia t. 27, 112. ^H 


^^^B ugginiiiita udc(iriit H5. 5. 




iivaghaya upa^bilta v. 28. ^| 


^^H u^^'lmttliu udghushta v. 108. 




nviitjhriyaga iii)aghätA(kÄj T. 2&^ 


^^H TK'caiya uccayitü v. 77. 




uvat|biya upasthita 74. sy. ^J 


^^^1 U€ri||ha uttisbtha 00, 1:. 




uvabbotfa up^ 68, ii. ^H 


^^H uciihaiya ucehadiU v. 11^1. 




UYama up'* 72, :iu. ^H 


^^H njjama udyama y. 47. 




uviiri iipari v. 76, **i|i 63, 7, 6&,|^| 


^^H nAJ^yn udyata 60, ss. v. 41, 


81. 


uvalakkbiij.ai upalak.shyate 62.1^^ 


^^H uLirii.wt udyaim Ti'^^ r«. v. 16. 




uvavulti upapatti «)9, as. ^| 


^^H Uij^i/i Ujjaymi v. 15, G9. 60 


:^!f. 


uvavHsa up" 64, 45. 74. ii, \k, ^^ 


^^^B 64, M, \% iiK 65, 17. 67, 39. 




UYaYittba upaYiAhta 58. ». 5l,j^| 


^^B ujjliiya *^ V, 92. 




74,51. V. 17, 124. ^ 


^^m n'tthittu utihaya v. 12Ü. 




UYavis. upaH-}/ vif;, ♦'hImi 74. ä J 


^^m 'hitja puta V. 128. 




«Huip V. 127. ^ 


^^H una punar v. 5. 




UYäya up'^ 61. 43. ^H 


^^H uriQai unuaü y. 88. 




UY&yana upayaca 62, 4«. ^| 


^^B uil4i uktu 71, »7. 




UYikkbu upeksh& Y. 28. ^| 


^^m utUjim Y. 8, 79. 




UV«?. vk\vA -\- \ \ Hi y, 6. ^iH 


^^H V. 16. 




fl 


^^H utturapiLrunaga '>})arai^ 71, is 


15, 


uvvabasu iidvabaSYa 75, t«, H 


^H 




UYYigga udyigna 63, 4. H 


^^H uttari^nu aitliya 63, ^i. 




uvviyaiiiAia ndvejaniya v. 107.^^| 


^^^H uttänina v. 92. 




uvYireyana udYtrecaua 74. «4. ^| 


^^^1 udaya 71. t\K 




^1 


^^H uddittba iiddisht^i v. 93. 




11 tili üna i 5, 4. ^^^^1 


^^^1 uddisiüna tiddi^'va 58^ uu 






^^H uddbarpta uddbunta (od. drdli- 


^^^H 


^^H vaiitu) V. 44. 




*?kka eka y. m, 91, 107, IIt! 


^^H uddbara ucMbura 64, si. 




i^kkavÄnuTi eka" y. 59, 11.*». 


^^H unnai umiat.1 v. 64, 14^. 




ekk*^kka ekaika v. 134. 


^^H uppaiya utpaHia y. 144. 




ega eka 62. »«;. 74. m. ,^^^H 


^^H Qjipilebi utpuduya 60, 42. 




egattba ekatra 74, 43, ^^^| 


^^H uppad. ut + piktay. ^'ittii y. 


65. 


ettiyam etÄYat 65, 14. ^^H 


^^m '4üfia V. 69. 




fittba utra Y. 8, 9. 117. 131. eCl 


^H upphulla \\\\\h^ 71, lu. V. 128. 


V, 2C. 


^^H ubbbavu udl>b'\ y. 75. 




(eya) etad N. m. t-t.*» v. 8. 9, 41grj 


^^H uiiiinattaya uiiiimtta(k;i) 61, 


43. 


'63,80. eaav. 4, 61, 41. C dll 


^H 




63, 7. 65. t. n. eyatp 61, ^| 


^^H ummül. unmühiy. ^enii y. 


29. 


74, 39. V. 36. 71 ute. Acc^f 


^^H ^yavva 61, 4:1. 




eyaip v. 29. f. 60. m. ?. M 



ff. Jaeohij fUu Kdlakäcäryti-Kathänakam. 



301 



. 61, «. Instr. f. ete 63, ». 

m. eyassa 65, 1 6. f. eyäe 

•. Loc. eyaipmi 64, i4. 

N. m. ee v. 84, 85. 74, 

Acc. m. ee 72, i6. Instr. 

9. 6, 7. V 69, 21. 

ri9a V. 78. 

1. 62, 41. 63, S8. 

10, 26,63.60,»!. 64,10 etc. 

»•dha 64,9. 71,28. 75,9. 



ayasarata 65, 7. 
a V. 44, 91, 144. 

tiüita (c£ Hem. IV 25) 
5. 

äkranti 68, 2». 
Ihi V. 124. 



n. inter. tu indef. N. m. 

:, 80. ko i V. 117. ko vi 

72, 21, 44. n. kitp 63, 4. 

kiip ci 61, 7. 71, 80. 
2. V. 26. Instr. ke^a v. 
e^a i 63, 7. v. 65. Gen. 
vi 63, 10. Plnr. N. ke 

ke vi 64, is. v. 105, 

Gen. kesiip ci v. 110. 

lip ca v. 36, 50. 75, 8. 

Q 63, 5, 74, 42. kirti ba- 

60,27. 68,82. V. 76, 116, 

ty api 60, 21. 

lya V. 32, 47. 

Eujita kaücukita v. 140. 

ashta v. 13, 33, 99. 

tataka v. 120. 

•ka V. 3. 

i kuträpi 64, 44. 

»a "rpa v. 89. 

ftlpa V. 89, 144. 

iima kalpadruma v. 92. 

ama 70, s. 

▼. 15, 73, 74, 76, 87, 

50, 21, 25. 70, 39. 

50, 25. 68, 19. 



kamaso krama9as v. 15. 70, 4o. 

75,6. 
kamma karman v. 2, 10, 58, 61, 

81. 71,89. 

kamma k&mya 69, 40. 

kaya kaca v. 128. 

kaya kyita v. 27, 32. 61, 84 etc. 

a« 65, 9. 
kay&i kadäcid 58, 5. 62, 87. 
kar. V^krL »ei v. 100. <>emo 64, 

11, 14. Oeipti 72, 7. "ehi v. 25. 

69, 89. 74, 1. Oeha 70, 46. ^esu 

V. 111, «essämo v. 116, «ehei 

65, 8. "anyja ?. 11. cf. kfrao, 

kn^, kaya. 
kara v. 44, 73, 74, 77. «yala 

v. 120, 140. 
karaQa 62, 44. 65, 8. 68, 8I. 69, 42. 

v. 81, 95. 
karala v. 56. 

karunft v. 56, 58, 76, 90. 
kalaipka 60, 42. v. 88, 96. 
kalatpkilla kalaAkita v. 109. 
kalä 58, 4. 

kaläva ^pa 58, 4. 60, 28. 
kali V. 88, 91. 
kaHla v. 91. 
kall&i^a kalya^a v. 8. 
kava^a kapa^a 61, 48. 
kavi 63, 88. 
kasa kasha v. 4. 
kahaip katham 69, 87. 
kaha vi katham api v. 27. 72, 18. 

kaha" v. 109. 
kahaija kathana v. 11. 
kahä kathä v. 71, 125. 
kahira kutra 73, 48. v. 116. 
kahiü];ia kathayitvä a<* 74, 1. 
kahiya kathita v. 18. 74, 19, 29. 
kaum kartum 69,42. 70,44. 71,28. 

V. 12. 
kaum kptvä (ganz unbestimmf.) 

63, i6. 65, 14. V. 38, 62, 131. 
kaüna kptvä 61, 41. 63, 8, 21. 

64,43. 70,45. 71,21. 72,2i.v.99. 
k&ünam kptvä v. 76. 
kama 60,26. 61,7. 64,io. «>ip 62,44. 



y^: 



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T. I-, : !-, 7i •-4_ :iL * ?, r*. 
74. t-- it. aL 

krtTui kzri t. •>;:. 

kn*K£.k T, -J'.*. 74- -k«- 

kojzigibai in^riiM «*. t^c 
kuc/jAja bär'jAkA t. 23. 
kuj? I IeH *^ T.:56. **mti W.tfc 

•aha T. 35. C'7. 74. *. "äso t.57. 

116. -anriia T.64. 70.#P. 74.«. 

'^amana t. 125. 
koip'Jala T. 12m. 131>. 
kadeva t. 52. 
karpta t. 44. 

kamara kumära t. 10. ^0. 
kaniar;a.sa knmaniisha ▼. 52. 
kamara 58. lo. 67,37. v. 77. 
karpbhakara 64, 17. 
karpbhi kanibhin v. 87. 
kalft 60, 4». 63, u. u. 68. m. v. 

23, 91. 
kula^leva 63, 3«. 
kuliiya kulina a" 60, 83. 
kuviya knpiia 63, 18. 
kaKuma v. 51. 
küla 62, 34. 67, 3h. 
Ki^laynvälayii KülavAlnka v. 99. 
korisaya kidpva(ka) 72, ss. 



^ «. T. 191 
T. 131. 







kk. 

öniäc. 

öimih ksäapa t. 45. SO, 139. 
jöbianiriissB k3dKHMTitT& 74, a. 

11. ' .^Tll Ifc,, ■■■■ttliB V 10s. 

ömmizi^ kkanlaUnntikp- 
rrfc 7i. 1*. 

k^KTl T. 74. 

kiuJa T. 3<*. 

kbäBira ksiiaiiiita 74, 41. 
kiopfvqita kdüpjamlLQa T. 4t 
kbinä kslninti t. 36. 
kbema k^kon 63. i«. 
khera kkeda 68. n. 
kkoha kshobha 69. if. 



ga cf . iiahagB 68. ». 

gai gati t. 29, 52. 

gaech. I gam. ^aipti w, 85 h^iti 

62. 34. 74. aa. 
gaccha t. 14, 33, 112, 114. 
gaipjidu? T. 23. 
ga^a ^. «2, 114, 141. 
gai^ahara Mhara v. 98. 71,4,i,<> 
gaip^a V. 120. 
Gaddabhilla Garda« 60,90. 61, 4L 

64.19,43. 65,s,i7. V. 29, 45, 58. 
gaddabhi gardabht 65, 1. 
gaddabhi g&rdabhi 61, 4S. 64, 44. 

65, s. 
gaddaha gardabha 72, i«. 
gaintÜQa gatyft T. 37. 67, m. 

71,18. 

gabbha garbha ▼. 64. 



H, Jacoin^ da« Kalakdßdrya-Kaihanakam. 



303 



1^ *ha 52, 85. 

h!ra 58, 6. t. 18, 133. 

<5a V. 108. 

»U 63, 8. 65, 15. 68, 16. 
,4*.ete. y. 39, 81, 101, 126. 
^a gag" 63, »4. 
a^a "hrho t. 57. 
f% gnra 63, S9. t. 117. 
72,10. 

(aqita *^bat 73,48. 
I ganra 75, 9. v. 137. 
}A »na V. 18, 95. 
a gribita v. 14. 65, i7. sa" 
90. 

& gavytkta 65, 7. 
ijara »tara v. 58. 
. gr« ¥. 118. 

gr» 65, 17. 
pta glyam^a ▼. 41. 
Vgrih. »aha 64,12, i7. cf-ge^h. 
a glftna v. 95. 
griha 71, IS. 
glta V. 41. 
tba gltartha v. 14. 

V. 19, 33, 84, 90 etc. 60, 

27. etc. 

yar&riya Gn^akarärya 58,9. 

go<a» ▼. 23. 

58, 2. 73, 44 SU» 68, 25, 28. 

10, 14, 86. V. 68. 
Vgrih. »ai 72,11. »aha 65, i«. 
,u »jrn V. 105. 
rva ganrava t. 84. 
Gouri 60, 24. 
V. 134. 
a "ka V. 134. 
gopa 63, 30. 
a gop&la V. 34. 
pda V. 39. 

i 72, 36. 

awa ghatitavya 63, h. 

,? 72, 84. 

d^a gphltvä 65, c. 
lai grihyate v. 110. 
i V. 27. 



ca nach Anasv&ra 60, 2s. 61, si. 

62, S8, 90. etc. T. 31. 
caitt&^aqi tyaktyä 72, ii. 
caiya yakta 65, is. 
caukka catoshka 61, 44. 
Qangai caturgati ▼.61. 
cautthi catnrthl 72, s, 25. 
canddasi catnrda9i 71, 28. 
cauppaya catashpada 65, 4, 7. 
cauwiha catoryidha v. 26. 70, 5. 
cakka cakka t. 43. 
caccara catvara 61, 44. 
camcala 68, 9. 
caipda candra 60, 26. 
caraija v. 77. 68, 26. — v. 10, 

20, 57, 90. 97. 68, 31. 
caritta »tra v. 3. 
cariya »ta v. 66, 118, 143. 
calai calati v. 94. 
cahuiptiya (cator-trika ? ?) 64, le. 
c4ya tyäga 68, 24. 
c4raya »ka v. 78. 
citth. /stha. »ai 62, 40. v. 46. 

»ae V. 101. »aha 64, 11. cf. 

ce^t^. 
citta 60, 24. 63, ss. 68, ao. 69, 29, 

36. V. 42, 58, 59. 
ciiptäma^i v. 92. 
cinptiya '»ta 61, 4i. 62, 48. 72, 10. 
ciipteya 72, S5. 
ciya eva (cc^ nach Voc.) v. 3, 

71, 82. 
ciraveha cirayata v. 79. 
cu^i^a cÄnia 64, ib. 
cü^amaip 62, 35. 
cülä V. 94. 

ceiya caitya v. 31. 70, 38, 48. 
cetth. Vstha »ämo v. 115. »aha 

65, 11. 
cetthamana ceshtamana 62, 39. 
ceva caiva 63, 10. 64, 15. 65, o, 1«. 

69, 20, 44. [ca] V. 50, 80, 100, 

126, 139. 
coijjaipta codyam&na 74, 8. 
coiya codita 71, 29. 
cora caura v. 111. 



304 



i, dfi* Kälak&eärffa-KathA\ 



chattb»- shashjha v. 40. 
chat^thana shunnara 75^ 6. 
chatt^i shashthl 7D, 4&. 
ch»99ii *^H V. 106. 
charia ksbana 71, S4, 
channaui shannavati 63, ii, 27, ^ 
chaindii v. 101. 

chäDnaniml ^^haonavatit^mä 63, ii. 
chappaya shat-pada V. 64. 
chä-iya chädita v. 44. 
chultijjai ehutyat*5 63, ii, 
churiyä ^*kä 63, s* 
cheya cheda V. 3, 5. 



(jft) yad. N. m. jo v. 4, 7 etc. 

n jam 65, s* Acc. in. jani v. 8. 

Ingtr. m, Jena v. 5, 9. n jeija 

B:i, u'u V. 85. jeijai^i \. 63. 

Abi. n. Jamba 64, li. v. 132. 

Gen. m, jassa 63, «*. Pliir. N. 

m. je 64, n. v. 28. jesh|i ^%u. 
jai ynti v. 16, 54. 70, 3i. 
jai yadi 63,jf, is. v. 29, 55, 79, 133. 
jao yat^s 61, sa. 63, 5> ii etc. 

¥.^32, 35 et€. 
jftklcbanVya yaksharaja v. 67. 
jagi j%'ttti V. 23. 
jaiia Jana 58, 7. 60, 27. 63, :J3 etc. 

V, 68 etf, 
jaijana janana f. **i 68, i.s. 
jaiiani janani v. 13. 
jafiaya junaka v. 13- 
janavaya jiuiapada 70, 39 Nachtr, 
jaijiya "ta v. 51. 
jatta yätrÄ 70, 41. 
jattba vatra 63, sx. v. 89, 40, 

41, 113. 
jaipp. VJ^^P- '**" V- l'^iS. "amti 

72, «. "amta v. 32. '^iva 63, u. 

71, u. V. 57, 139. 
Jainbiiddiva Jambüdvipa 58, t. 
Jmnbüsf\ini *'svamiii 75. a. 
jantniii jainnan v. 50. 72, s«. 
jaya-tay& yadä*tada 65, b. 
jai» T. 36. 72, «. 



jalrtna jvulana v. 66. 

jaianihi "nidhi 72, a?. 

jalaya **da 63, 1. 70, a. 

jaliibara *^'dhara 58, «. v. 1S3. 

jalahi "dbi v. 38, 57, 89. 

jaliya jvaüta v. 91. 

jasa ya^ÄS v. 109. 

jaha yatbä v. 112, 130, 136. jai* 

V. 11. 61, ii. 65, t. 
jaha yathä 60, 3fi. 62,33. 64,toeto. 

jiiha iiarp, taha ^^aqi 71, 3, 
jabiiji yarbi v. 113. 
ji, ti yftvat, tavat ?. 127, 
ja. V y&. ••! V. 12, "bi V, 59. 
Jan. Vjfta «'ai v. 138. "aha 73,44. 

*Hüija V, 80. "ittA V. 145, 

"fiviya caus. 69, 45. 
jaijana jfläna v. 71, 135. ^_ 

janavatta ysinapAtra 63, %u ^^| 
}Kxyi janu v, 73, 140. ^1 

jfiya na v. 13, 14, 39, 63. 65, 

m, 81 ctc, 64, u. 71, j?. 
jayarpti jiiyante 63, 1. 
järisa yadfi^a 72, 10. 
jäJa jväla v. 56. 
jäva jipa 65, 1. 
java y&vat 58,7. 64, 4r>. v, 14,25, 

jfwa, täva 60, si. 70, i. v. 27, 

137. 
jÄvjyjiväe ydvajjlvam v. 115. 
jähe, tÄhe (kiüe Hern. HI, 65) 

69, 318. 
jirja jina 58, «. v. 18, 31, 49 et«, 

jiniiiida jmetidrä v. 79. 
jiya iva 72, 37. 
jiya jita V. 92. 
jiya jiva v. 42. 
jiva V. 2, 6, 54, 112, 127. 132 

sa*' 65, 6, 17. 
jiviya "ta 63, 10. 72, w. 
jibi\ jibvil V, 113. 
juüa yukU v. 32, 85. 68,». 

71, »I*. 
juya yuga v. 120. 
juvar&yäqo yuTiur&j&s 67, it 
joei yojayati v. 137. 
juga yoga 64, lö. V. 1 1 7. 



i 



H. Jacobif das Kdlakdcdrya-Katkänakam. 



305 



jogi yogin 63,8*. 

jogga yogya ▼.16,79,102.70,37. 

joya yoga v. 112. 

jha4atti jhatiti 63, ss. 
jhatti jhatiti v. 42. 65, i5. 
jhasara? v. 43. 
jh&eyavva dhy&tavya 68, si. 
jhä^a dhyäna v. 4. 68, ss. 
jhüriuiii smartum 74, 4i. 

th. 
thav. cans. ]^8th4. ^eha 65, 7. 

«Hya V. 14, 70, 72, 126, 136. 

64, 44. »ittu V. 74. 
thäi^a sthäna v. 4, 19, 81, 127. 

61,44. 

thiya sthita 62,96. 63, a7. 64,99. 
68, SS. 

Oh. 
jhikkaipta gaijat (Hern. IV, 99) 

V. 39. 
4boya dhaaka 64, 4o. 

ij (cf. n.) 
9aip 71, SS. 
i^havaij^a snapana 70, 44. 



tad in ^^ivikkh4 v. 28 tay-a^u 
74, s4 der folgende Gonson. 
wird verdoppelt, tak-kamma v. 
61. tak-kha^aip v. 80. tap- 
porao 58, 9. tab-bh&va ▼. 12. 
etc. N. m. sa 58,4. so v. 3, 
5, 7 etc. se v. 113 f. b& y. 72. 
n. taip. V. 25, 52. Acc. m. taip 
V. 65. n. 58, 6. v. 17, 19. Instr. 
m. teijia 67, S9. n. v. 9. f. tie 
64, 12. 65, 18. 69, S8. Abi. n. 
tamh& V. 30 (cf. ta). Gen. m. 
D. tassa 58, s. v. 69. se v. 108. 
f. tlse 58, 4. 67, S7. Loc. 
n. tammi 71, ss. Plur. m. te 63, 
17, so. Instr. m. tehiip 64, ii. 
Gen. m.te8iip v. 29. tä^a v.64. 



f. t&Qam 60, SS. Loc. m. tesu 

V. 9. 
tao tatas v. 12, 26 etc. 60,6. 

63, 8, 7, 16. etc. 
tao trayas v. 3. 
tato tatas 69, 4i. 
tatto tatas 75, 5. 
tatthatatra 58,2, 7. 60, ss. 62, S4. 

63, 28 etc. 
taipta tantra 62, 87. 
tamissä tamisr& v. 40. 
taya traya v. 5, 12. 
tayä tadä cf. jay&. 
taraiii v. 74. 
taraipda v. 92. 
taratama v. 117. 
tarasi Vtp v. 57. 
taru V. 18, 51. 63,85. 
tava tapas v. 57, 97, 99, 100. 

68,81, 72,9. 
tavassi tapasvin mahli^' v. 84. 
tavassi^t tapasvin! v. 25, 35. 
tavo tapas *Vai^a 60, 39. 
taha tath4 v. 31, 55, 83, 122. 

75, 8. tah* eva 65, is. 69, 41. 
t^hä tathä 63, 15. 
tä tävat V. 12, 14. tasm&t 60, 4S. 

61,6, 42. 63,2, 12. 65,18. V.75. 
tä^a^a ^a V. 51. 
tä(}iiiita t&4ayat v. 113. 
tärisa tädppa v. 7. 
täruij^a ^ya 68, is. 
täva täpa v. 3, 6. 
täva tävat cf. jäva. 
tävatttsaya trayastrim9aka v.l22. 
tikkha tlkshiia v. 43. 
tinham tispnäm v. 121. 
ti iti (tti nach kurzen und ver- 
kürzten Voc.) v. 5, 17 etc. 

63, 2, 8 etc. 
timira v. 87, 106. 
tiya trika 61, 44. 
tiyasa trida^a v. 124. 
tiyä v. 67. 

tirikkha tiryac v. 52. f. i 65, is. 
tivagga trivarga v. 107. 
tisaraga trisaraka v. 119. 



306 



I, dag Kälnkdcäl 



Üfanyafla tribbuvaiiu v. 84. 

tu 58, 7. V. Lt5, 102. 

tmngi tuiigm v. 44. 

tuijiy*'^ trutika v. 120, 

tuijhikkü tfiHhnika v. 38. 

tübhhü jüyam N. 65, in, 73. u. 
74, i:t. :i;n GtMi. tumhariuqi *J4, ia, 
68, aa. 71, ii. v. 85. tumha 

V. im. 

tutnarp tvani N. v. 50, Acc. v. 

56. lustr. tao v. 55. 141, 143. 

tumae v. 4B- Chnh tiilia v. 73, 

74, 90, 03. 142. 75, 7, «. Loc. 

im \\ 25. Ui (od. Gen. bez. 

Insti.) 69, -i. 
tusa tusha *38, ix. 
tcya tejiis t>0, ir4. 
telukka irailokja v. 142. 
to atas V. 18, ß2, 180, 183, 138. 

71, 8. 
tosayara toshakiu-u y. 42. 

thaiiihJiiya sthanribhita v. 120. 
tliavfti sthapati 63, .i*. 
Ihslnia sthamun v. 31. 
tth! slri V, 23. 
thira sthira 72, 3«. 
thera sthavira 72, 21. 
thoüj;^» ßtutva v. 144. 
iboTa sloka v. 53. 



dainsaria tlaryaoa 6S, i. v. 75. 
darris. daj^i.-.ay. *'eha V. 115. "iya 

ß3, 3. 65, 1, 
datthüna dpshtvä 62, 4». 63, i» m. 

60, 43. 71, 22. V. 32, 46, 82, 

102. 
daiiha dfitlha 72. 11. 
damda 63, «. v. 113. 
dappa tlarjia 64, ti. V. 80. 
dajrpiÜha daipilamu v, 87. 
d;4iniyavva "lavya 68, 31, 
dayä v. 116. 

dariyji dfipta {Heuj. II 06.) v. 30. 
dala ^Bf 89. 




dalaija "na v. 91, 

dawa drayya V» llU. 

diiäiiina dai<^ama v. 08. 

dahana *hia v. 18. 

daiya diiiika 68, to. 

daüria dattva 65, u. 

dnna däna v. 67. d5. ß8, 

dayavra dätavya v. 30, 68, ä. 

dära V. 23. 

daruna 68, ao. 

dtkkha dlkshä 58, t. v. 7( 

dikkhiya dikshita v. 80. 

d\yau diyalain v. 70. 

diyaiiiaTut diyamuna 60, u. 

dittha drishta 60, »y. 65, i. v. 102. 

dittbi drishti v. 0. 74, li». 

diniia datla 62, lu 

dina dina 71, r», 72, 1«. 74, 

dimta dadat v. 110. a" v. 11( 

dinna datta 70, S3. 

divaiii V. 145. 

divasa 64, 4u. 70, iü. v. 137. 

disä di<;a v. 16. 63, m. 

dtva dvipa 58, i, 

dis. pass. dfi^. ^ai 63, x, n. 64, 

'^le V. IIL "aipü V. 105,107. 

"aniUi 63, ai, 
du dvi 65, «. 

dukkani dushkara V. 57, 97. 
dukkba dulikba v. 50, 51. 
duggai durgati v. SH. 
duggaina dur" 63, s«. v. 03. 
diifcariyn duycariüi 68, jm** 
duitba diLsht^ v. 47, 87. 74, 
dnddaiiita diirdaiita 68, 91. 
dupaya dvipada 65, i, ,1. 
duparicL' 1 ly an ty atta^a du^ pari ty i; 

janiyatva 63, jn. 
dulidia durbibha V. 06 72 
duvära dväi-a 62, 40. 
duvälasa dv&daga 68» »7. v. tM 
duviha dvividha v, 14, 
duvviinya dui'vinita 71. w. 72,i«r 

74, iK, 
diivviniyaya duiTinltata 72, i. 
duba duhkba v. 18, 54, 56, 5^ 

Ol. 68, äo. 





H. Jacobiy das Kdlahdearya-K(Ukanakam. 



307 



daliiya doVchita y. 2, 60, 78. 
ddmiya(dhavalita)v.58,59. 69,i9. 
düya düta 62, 4o, «s. 63, s, i5, i7, 

18, 19. 

düsamft da]|78ain& 75, 9. v. 129, 

141. 
de. |/da. «i v. 49. »ha v. 37. 
deva 63, is. 68, S4. 69, st. y. 35, 

49, 85. 
devi 58, ». v. 123. 
desa de^a 64, i4. 70, 4i. y. 60. 
desa^ä de^ana 58, lo. 68, is. v. 75. 
donni dvan y. 138. do^harii Gen. 

64, 21. 
doYai dyao^ pati v. 100. 
dosa dosha y. 61. 71, 9. 74, 5, 4a. 

dh. 
dhaQa dhana Y. 20. 68, si. 72, S5. 
dhaöiyam (sehr cL P. L. 90) v. 75. 
dha^iyahaip (sehr) y. 82. 
dha^u dhanos 65, u, 
dhamma dharma 58, 8, lo etc. y. 

2, 3, 4 etc. 
dhammattai^a dharmatYa y. 6. 
dharä y. 68. 
Dhar^Y^sa 58, i. 
dhariya dhpta y. 108, 141. 
dhaYala Y. 108. 
dhä^iü^a (ni8+/sar. Hem. IV 79.) 

Y. 60. 
dh&riyaYYa %kYya 68, ao. 
dhaYaipti y. 108. 
dhTittim& dhürtiman 69, ss. 
dhuvaip dhr» v. 36. 



na V. 5, 7, 8, 9 etc. 

na! nad! 60, 84. mahanai 63, 33. 

nagara y. 118. 

na^tha nash^a y. 45. 

nam. >/nam. ''imo y. 143. ''aipta 

Y. 82. «luiii Y. 81. 
namo namas y. 90, 141, 142. 
namokk^ra namas ^ 68, 26. 
nayani nag'^ 58, 2. 64, 39. 69, 38, 

40, ci. V. 16, 83. 



nayari nag® y. 15, 33.' 60,29. 

62, 98. 

nara y. 28, 36, 49, 79, 110. «n&ha 
Y. 35, 37, 46, 66, 82. »Yai 
Y. 20, 45. 70, 23. nturiipda 

62, 35. 70, 39. Y. 93. 
naraya "ka y. 52, 99. 
naYa 62, 42. 

naYari (sahasä P. L. 17) y. 42. 
nahayala nabhastala 62, 43. 
näuiTi jflätYä Y. 12, 59. jMtnm 

V. 136. 
naü^a jMtvä 60, 36. 62, 33. 70, 

2, 5. 74, 29. Y. 142. V V. 17. 
n^a jfiäna 72, 28. 75, s. y. 124, 

135, 137, 142. 
näQäYiha nänaYidha 62, S8. 
näma näman 58, 1, 3, 4. 60, 28. 

63, 6 etc. 

naya jMta(?) y. 114. 

näyaga ^ka v. 126. 

näyaYaip ny&yaYat Y. 25. 

nära näri v. 110. 

näraya •ca v. 43. 65, 10. 

narl 60, 27. 

näha nätha Y.20, 78. c£nara, mo^i. 

niona nipu^a y. 9. 

niogeija niyogena 60, 22. 

nikiiptaga nikrintaka y. 112. 

nigoya nigoda y. 127, 129, 130, 

132, 134. 
niggaya nirgata 60, 29. 62,83. 64,2o. 

70, 5. 72, 20. V. 17. 
niggoya nigoda y. 134. 
nigghosa nirghosha 58, 6. y. 133. 
nicchaya m9caya y. 80. 
nittharasu nistÄrayasYa y. 78. 
niddalana nirdalana Y. 87. 
niddaliyaYYa nirdalitaYya 68, 24. 
niddesa nirde9a y. 115. 
ninnattha nirnashta y. 50. 
niipdai^a %a y. 34, 57. 
nipphaQiia nishpanna y. 39. 
nibaipdha 67, 40. 
nibbhara nirbhara 62, 28. 63, 1. 

70, 3. V. 73, 82, 140. 
nimitta v. 135. 



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rcTT^^ij* r.Urj'Vi?^ T. 7. 
fjJTT^irf.'iiw fiir^i^iC'JLi 72. :>. 

r.iVV'iv;*-a ninraf'^T'i v. 1'%. 
riirv4r:4 nirr^rja »>ä. «. 
nivv^h'i nin-4hA »>4. i*. 
rti%'v'it!;«ya nir-vishara v. of<. 
riivv'fva nirvfda 68. i-. 
rii«iann<i nishanna 62. 11. 
ni'-^i'Uiha nishi<lf]ha v. 'S^. 
riiHihiya ni(;itha 72. 21. 
nisiir;:ihii ni -|- i;ni imi». 72. 37. 
riiHhaiiM-ara 64. ;!:•. 
iiiHhairifli'ha 6r>, :,. 
nihaija nidhana v. 2. 
fiihar^a ni<Hiäna v. 8'i. 
nirn v. 75. 
niriiya fiiraj}ih 6:{, 34. 




iHLiCT'uium. TCafiätCWfiiB f. 81 
immu iTTSq&i '^ ci- ▼- 27. 
imxzmi iiMSna v. 44. 143. 

iMXOüümsi yciWttfiM ▼. 7L 

TikitiälT-i TÄCÜfjLfc 71. SIL 

^HiTi-yi rnkrifii ▼. 71. 
tiuniuTi 'ja 1. 49. ä2. 
Tik:t!*.Ü33u rrttT-ikiks ▼. IIL 
Tife:i:uaS'k prüyviiki ▼. 28. 
rife:t!-il»«i rrfc'r«frihrati t. 40. 
r<b'.t:rr:^ r-rijAccina r. 57. 
ri*^*.k^ MrTipd 44. is. 

TivrskT. ptfi-rl ^niEw ^ 71,i 
•«tv 71. T. VriTT» 70. 1. 71,» 

T^is:-~>7^T^:ä n. {nTTOsha^ä 71. »• 

{u*j*>saTAcA £. ptfVDslniiä 70,«. 
«=. u. 71. ii. T. 94. 

parr.c^i t. 15. 

pain'.-anani paficaiuTJiti 63, 11. it 

paipcananyam {«aficaiiavsti 63, ti 

pameami 7u. 11. v. 94. 

patiisa \a v. 43. 

]iatthavHi prasthapavati 63, •. 

patthiya prasthit« 64. ia. 

paHaniya pataniya v. 31. 

padala patala T. 91. 72. .*«. 

padaha pataha v. 23. 

padikkamta pratikränt« v. 72. 

pitdiniyatta pratinivptU 58, :•. 

padipiuina ]>nitipür9a 75. s. &. 

padibaddha pratibaddha 64. it. 

padibohana praiibodhana 60. » 
70, .Hi«. 



I(. Jiuujtin, da« KiiUiktUitirffn-fifUhunakoni. 



3üli 



momintu prutibodhajut v. 15. 

padibüliiya pratiliodhitii v. 11. 

ptMliliihej[jaha pratiJubhayata 71,h;. 

padivajj. prati-f-V pat. ^'ai v. 20. 
•amti 71, so. "aha 74, 4. "aiiiüi 
V. 41. "ijav. 12. *HyÄVva68,5!9. 



^a4 



I 



ivaiti pratiputii « 2, $. , 

piulivannu pratipanua 61« 7. 
piidivaya prutipad 71. si. 
pudisa4»^a (von } va{) f»^» *»• 
p;i«lihayä pratihata 65^ i4. 
pa4ihära pratihara 62, s». 
padliama prathama 6 '3, so. 
panai iiraiiayin 70, *a. v. 109. 
panattha pranasbt^ 7/*^ 8. 
patmtl^a pafieatnip<;a v. 70. 
pai;^am. pra-f-V ^^^"1- '*^* ^** ^^0, 

"ittu V. 17, 
p4paya pratmta v. ()9, 88. 
panivayainti pranivadanti v. 73. 
püipdiya *tii v. 117. 
paiinattA prajnaptxi v. 132. 
patta pÄtni su" ii8, 36. 
patU präpta v. 15, 42, 51 , 66, 

yy. 62, M. 64, 19, Ji etc. 
patteyaip j>ratyekaiii 63, is. 
patthaya pru5iba(ka) 74,4:s. 75, i,si. 
patthava prastava V. 127. 
pamti pai'ikti 63, au. 
paiiitba V. 41. 

pannatta ^»rajfliipta 58, s. v, 18. 
pabidiattha prubhrashta v. 47. 
pabbhtira prabhära v. 10, 66. 
Pabhava Prabhava 75> g, 
pabbäe prabhäte 73, 4S, 
pabbiiqi prabhnti 71, li, 
pabhüya jirabbüta 64, i». 
pamalt« pra" 6/i, n. 
painäya pramllda 68, »4. 74, 48, 
]>amuiya praiiiiidita v. 39. 
paya pada v. 14, 64, 69, 76, 82^ 

85, 86. 14n, 143, 
payattAviya pravartitA v. 67, 
Payattbärja PralishtbAna 69, 44. 
payada pi-akata v. 108. 
payatjikviya prakatupita v. 68. 
payattha päd Ali ha 72, ao, si. 



payä prajj\ v. 83* 

payAna pr'* 72, so. 

payara |jrakära 69, 4i. 

para 60, üi. 64, ^a. 67, :s« etc. v, 

28, 54, 64, 89, 90 eUi. 
pai'ain 64, 1 4, 69, :)i;. 
parakkania paräkratiia 61, 4^. 
paraina 63, a4. 70, i, 72, i7. v. 

9(K 128. 
parampara 74, ;u, 
paravai •diu v. 67. 
parasu "yu V. 44, 89. 
parikkbiyavra pariksbitavya v. 9. 
parigalai Hi v. 64. 
pariecatta parityakta 74, la. 
parieeayaba ^*tyajata 63, 211. 
pari 1.1 am a v. 77. 
paribbbamai *%hrainalp V. 60. 
pariidäiia v. 145. 
paiinmniya parijfiäta v. 106. 
paiiyaija "Jana 70, ß. 72, a;i. 
parivayiyu "varjitrt V. 107. 
pai*iva|{a parivritta v. 89. 
parivatta parivritta (?) v. 114. 
purivattiiiiia parivaii^yitva v, 70, 
panvfira v. 15. 
pariväriya parivaritü 58, 7. 
parivuda parivyita v. 15, 11 8. 
parisa parsbad v. 18, 81, 121, 

125, 
parisuddba '\*Tti** v. 5, 6. 
pariselia parisbedba v. 4. 
parüiarfinii 72, u\. 
parihäiia '*dhaoa v. 121. 
paribiiia v. 68, 114. 
parisaba *'sha'* 72. ^«. 
parüviya praiiijiita 69, S9. 
pabiipba pra^' V- 119. 
palavamta pralapat 61, 44. 
paliya palya v. 137. 
pavaija *'na 72, m. 
pavattiv pravritta V- 25. 71, 24. 

ahä^' yatbi 71, ir,. 
pavatliya jiravartita 71, :?:». 
pavayaiia pravacana v. 20, 28, 

31, 143. 68, ^«. 
paväba pravfkba v. 2. 



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jrtTi p-if/1 f. 2. 4. 1:";. -> 
.v; 74. t*- 

Ifkv'.lih* jAf/.MhthA T. 47. 

)i4%»rri;^ivA pr4^»a/i(nka v. 71. 

\t\ n]ii t\w\i Afiiisväru O'S, it; «ft«!. 
|»i«'r}i(ii |»rfkMh;it«r \. 125. 



:i. .>-> 



T. i 5* 3«. 131 

imzi' Tvmr i-k =:. TL » 7JLm 

mni tsq:& •i't. l ^ • . st. 
-jimniniÄ idcsDBü 71. ifi. 
[inni T li ik 4«. <9 «».» 

;ixrsa TorTsAA t. a. IOSl 167. 

}»Lr.iirji "^ <*. 9l 17. «L 
-.iTT-Ti ^dm V. 57. !•>•). 102. 
^i^TT7^>irta Pim» T. 125. 

:4Ti riji «5*, ST. 70,««. 71,». 
rdjiLijA ^j* 71. s«. 
idri T. 4«». 65. w- 
pärljik "u 65. II. T. 108. 
P«»!h. pri-|-> iksh. ^58.1. 

*tu!irl •>4. 41. Smifs a* 73. o. 
f-^^a^i presha^i 63. is. 
}«rsivA pneshita 63. t. if. 67. n. 

74. fcf. 
jiotta puta V. 109. * 
pi>ttbiyä pnstika 60. ts. 

ph. 
phamsa cf. ai**. 
phula V. 7, 95, 105, 111. 69.41. 



H. Jaeohif das K&Uüedc&rya-Kathänakam. 



311 



ya (pra + asa + ka cfl p&li 
isnka) T. 16. 
pga V. 44. 

b. 
Taijya 69, 2i. 
i vadhjä V. 5. 
ha Y. 6. 64, S9. 
ha^a ^ V. 51. 
heittQa bandha7itv& 65, is. 
haija brahmana v. 131. 

31, 4S. 63,84. 64,80. 65,9, 

▼. 46. 
bal& 60,86. 

»liAnii <^a 67, S7. 68, i7. 
73, 77. 
oitta %dira 67, se, ss. 68, 

V. 73. 
üjapa "dana t. 91. 
aya <>ka 63, si. 

I baiin 61,48. 
yyadha y. 4. 

58,«. 63,80. 72,19. ?. 13, 
, 56. cf. kiip bahuj^ 
pphala bahnphala v. 95, 
mannijjamä^a %i&]ijaiuäiia 

, 3«. 

ära (Hein. IV, 98. garjane) 

44. 

iya bnddha 75, i. 

ha vpddha t. 136. 

II (vapus) T. 119. / 
aya budbnda 72,86. 

bndha v. 9. 
a ft4ha 60, ss. 
(/gam. Hem. IV, 162) «ai 

53. ^^qiti 60,81. 
bodhi Y. 49, 50. 

bh. 
i9!«nt60,8«. 67,87. Y.32,72. 
ga bhagna y. 46. 
iga Y. 93, 99. 
ijiA^a bhaftktyft 65, i«. 
ijei bbaf^ayati y. 49. 
h& bbrashia y. 29, 30. 
11 bha^a y. 44. 
. «ai Y. 32, 87, 78, 130, 



133. •voio Y. 56. «aipti 74, so, 

81. •issaha 74, i9. ^ya 60, 8«. 

63, 5, 9. Y. 26, 30 etc. <>iüna 

72, 80. «ium Y. 10. <»&Yiya 

caus. Y. 26. 
bha^ pass. y^bhan *ai 62, 36. 

"ae V. 71. Oaijiti' 62, 35. 
bhatta bhakta 69, 88. 71, i5. 
bhatti bhakti y. 73, 82, 140. 
bhaddaya bhadraka y. 113. 
bhaddayaya bhadrapada 70, 4i. 
bham. y bhram. ^'ildsi y. 50, 52. 

«ih! Y. 61. iuip V. 61. 
bhaya v. 99. 
bhayaYaqi. bhagayat N. Y. 54, 

118, 126. 71,8. Voc. Y. 12. 

63, ö. 64, 48 etc. Acc. •vaip- 

taip 58, 9. Instr. ^ayä 58, lo. 

68, 17. 70,88, 45. N.pl. «Vaipto 

74, 40. 75, 6. 
bhar /bhp. füllen «aipti V..109. 

«Hya 74, 44. y. 109. «iijaha 

65,10. o&Yiya 74,48. «&vitt&74,43. 
bhara 63, i. 70, 3. y. 45, 56, 73, 

84, 87, 140. 
Bharaha Bh&rata y. 130. 
Bhamaccha Bhpgukaccha 67,85. 
Bharayaccha Bhpgukaocha 68, i5. 
bbaüss&mi >^bbar. 63, so. 
bhav. /bhü «ai 63, u. 70,48. 

71, 88. ^sßai 68, 88. 71, i8, i5. 

«ei 69,41. »au 71,8. 
bhava 60, 84. 62, aa. 68, is. y. 42, 

52, 79, 100. 
bhaYam bhay&n Y. 139. 
bhaYiya bhayya v. 15, 87. 60, 8i, 

88. 70, 39. 

bhaYiya^ahu? 72,87. 
bhaYYa bhayya 68, 88. 
bhassaipti bhra^yanti Y. 41. 
bh&ga 65, c. y. 120. mahä« y. 133. 
BhäQumitta BMnamitra 67, s«, 88. 

68,17. Y. 73. 
Bha^usiri BhlLnu9rt 67, 87. 68, 17. 
bhämida bhrämayita Y. 23. 
bb^ya^^jja bhägineya 67, S6. 
bhäyaro bhrätaras 67, 86. 



^^^H 312 Jf* Jittabi\ tltjM Kttkikm^ryti-KtUimiiakath. 1 


^H BhÄialia Hb, r,8, i, "vush v. 129. 


mai|iü ruantruj v. 35, 37, 38. 


^^H bhfila V. 73, Hü. 


matiniya manyamdna v. 27,4^,55. 


^^B Ihava V. G, 10, 12, l:iG. 74, ^»^ 4^. 


maya mada v. 53. 


^^^H bhavunS, ^h\^ <i8, j7. 


»laya mrita 63. u. v. 61. 


^^^H blmvasivraTn tiS, id. 70, d. 


nuiyaiia madana v. 105. 


^^m l>l)iiviya na V. 14, 83. 


M.iliärattha MahÄrÄshtra 71, 11 


^^^B Ijliaviya^nra "Hjivya 68, 27. 


V 69,44. 70,41. 


^^H bhaKura 74, li. V. lli^. 


mala v. 88, 91. 


^^H li1nucj[i blirikuti 74, ». 


timlida mardita? v. 23, 


^^H bbtma v. 53, Ol. 


inasi masbl v. 23. ^^^h 


^^^1 bUiya ^,a V. 79, 74, *iü. 


Tiiaba maba" v. 49. fl^^H 


^^^H bhiKüjat^iti V. 62. 


niabaiiimhakya (cf. NirajnE^^| 


^^^H libuya bbuju t. 120, 


s- 4) 05, 3. __ m 


^^^B- bimvana ^*na v. 40. 


niabaip rnahat N. 71, 11- ?. I0& 1 


^H bbü 65, t!. V. 73, 140. 


Iiistr. lualiaya v. 13. 68, il 1 


^^B bhlini 60,39. v. 66. 


f. niabai V. 86. mafaft i. i. comj». 


^^H bbüya Ha v. 86.69,44. 


mabamta mabat N. m. "0 74,*. 


^^H bhüsiya bbüsbita v. 141. 


u. ^m V. 55. 


^^^1 bht^sf^üim bbeijbayitvä 72, 1». 


mabar^itaya mabaUara 67, jy. ^m 


^^m bbo 64. nu 08, r^. v. 96. 


niabappa niab^tmau v. 16. ^H 


^^^H bbo^a 68, ^\. 


Mabavira 71.3, 


^^^^^^ bboyai^a bbojauji 64, 15. 


mahl V. 17, 39. «ya^a v. 109. 




iriahura madhura 58, «. v. 41, 133. 


^^^^^B 


m& 60,4a. 63,13. 74, i. v. 25, 


^^^B luai mtiti V. 49, 117. <*itana sielie 


3.5, 79, 97. 


^^m NachtT. 


inslna niflna v. 53, 89. 


^^B Maisägara Mail'' 67,3». 


maijasa man'* 68, n. 


^^^B mau da niukut^^ v. 88. 


jTiiinusa maimsba 72» ,17. 


^^^H maula mukula v. 74. 


MiUava »desü64, u; *»r&Ta v.65. 


^^H mauli mauli T. 88. 


mala V. 56. 


^^^1 maggü mi^r^a 63, s«. 74, S4. 


masa 71, t. v. 98, 137. 


^^H niamgula (R L. 243) v. 105. 


mabappa infib&tmy» r. 92, 108. 


^^^H iiiujjaya itvarjada V. 29. 


niii'rhatU iiiithyätva v. 11. 


^^H iiiayba madbya 60, sa. v. 82, 39, 


iiiiita luatra 65, cu 


^H 121, 123. <'ttba "stba v. 125. 


niiU-a niitra V. 67. 


^^^1 majjbayära madhyakara (niaclbya) 


niuu mfidu 68, 19. 


^H 


miikka mukta 65, i.n. y. 59, 60. 


^^^H mann maoas v. 107. 


muipc. \ muc. *»aT}Vti 72, T, H 


^^1 ma^i V. 88, 120. 


V. 25. 


^^H niaiiuya iimnuja v. 84. 


muft (f jüa) ^ai v. 129. im 


^^H niantiyjatta manujatva 68, 2S. 


'^eyavva v. 134. 


^^H inaindiya '1a v. 118. 


muiji muni 63, ?&, v, 81, ^l 


^^^H itiai,inanmna nimiyanjaua 72, 44. 


•^laba V. 90, 141. »Vai 63, t^ 


^^H matVv. 106. 


'»varimda v. 133. ^M 


^^^H matta 63, »x. 


multa roötra 65, is. ^^| 


^^^H niattavl.ra9a 63, »s. 


mutidna muktvik 74. S7. ^^| 


^^^H matpta maatra 62. s7. 


i 



J5r. Jacobi, das Kdlakdcdrya-Kathdnakam. 



313 



nficasra v. 35. 

h» 65, *j 9, 11. 

>, 71, 126. 

:a 64, is. 

L 

la V. 75. 

5, (75). 
oksha V. 100. 
radgo V. 43, 93. 
gaz. motÄ) 60,95. 
nuktavya v. 101. 
uktv&v.33. Oipv.lll. 
[nocayitv4 v. 13. 

V. 74. 

6, 49, 87. 
IV. 11, 49. 



;h Vocalen. 58, », 6, 
cf. kara, naho, mahi, 
; mah&ö v. 11. 



idra V. 43, 44. 
csha V. 20. 
raksha^a v. 41. 
akshita 60, 89. 
ra rakshitavja 68, S8. 

V. 29, 47, 62. 
a Y. 88. 
>, 90. 
lya ?. 99. 

V. 44. 
V. 30, 57. 
na 72,87. v. 120. 
«163,86. 71,7. 72,16. 



rahogata (rath&Aga) 
T. 90. 

i 71,4. 

rftjapatra ▼. 13. 
1 N. 58,8. V. 26 etc. 
ftya V. 25. Acc. räyä- 
av. 



nam v. 29. Instr. rM^ä 60, 30. 
61, 7. 70, 42. rannä v. 32. 
Gen. ranno 68, i5. rwijo 69, 
23? 67,40. Plur. r&yä^o N. 63, 
15. 64, 19. Acc. 63, 16. Gen. 
r&tnaip 63, ii. v. 63. 

räyahamsa räja® 63, 8i. 

räy4hirilya räjädhir&ja v. 62. 

r&saht öbhi 65, 9. 

räsi rä^i 68, ss. 

ri^a viqa v. 68. 

rittha riktha v. 68. 

riddhi riddhi v. 124, 126. 

rattha rush^a 63, lo, i8. 

nihira rudhira 65, 4. 

rüva rüpa v. 11, 42, 105, 139. 

60, 27. 

rds. /rush. «ai 63, 6. «iÜ9a63,7. 
re V. 50, 55, 59. re re v. 37, 

47. 74,8. 
rehamta (/rebh.) v. 120. 
rehira (von y^rebh.) 63, «9. v. 39. 
roga 68, 20. 

romaqica romäfica v. 77, 140. 
rosa rosha v. 37. 
rohaga rodhaka v. 46. 
robiüna ruddhvä 64, 89. 

1. 
lakkhiyasi lakshyase 63,4. 
lagga lagna 64, 22. 74, 84. 
Lacchi Lakshmt 60, 85. 
lajjiya ^74, i4. 
latt& (cf. hindi : latiy&nä, to kick.) 

65, 18. 
laddhuqi labdbum v. 96. 
laddhüija labdhvä 68; 88. 
lala^ä %ä v. 34. 
lalam&]^a %a v. 124. 
laliya Ha v. 139. 
lahmp laghu 62, 40. 
lahuya laghu 60,28. 
Lä^aya hk\a. 64, 18. 
läbha V. 49, 50, 93. 70, 28. 
l&vaijaya l&vanya 68,20. 
litta lipta v. 53. 
lihaipta lihat v. 113. 
21 



^^^^1 314 ^^' Jacoht^ dfiA KtUakAt^ärffft'KtithüunX'ntn. ^^^^^^^^| 


^H m& V. 


van nana varnan.i v, 129. ^^| 


^H Inliya «ta y. 73, 140. 


vattba vastra v. 121. ^H 


^^m lobil lelcba 6(\i}<i. 


vamd. «»ai v, 126. '»iya t^K.S 


^^^H loga loka v. 17, 32, 83. 69, -ix 


70, «, sö. '4yavva G8. ii. "»Ml 


^^m 71, äs. 


58, 9, 67,40. öittA r. IHl. ] 


^^1 logapala loka^ V. 123. 


*Httu v. 127. OAviisu V. Z^ 


^^m loja loka v. 34, 124. 


'ijamiina 70. »y Naditr. ^H 


^^H loja loca V. 95. 


vamda vfinda 62, sa. 74, ifll^H 


^^^H lojaija locana 71, io. v, 128. 


^^H 




vamdana "na v. 17, ^^^H 


^^^B 


vaT]idiyana "Jana v, 108. ^^^H 


^^H va Iva; va nach AnnSYsira, vra 


Vvaya vraia 60, »«, ^^^^| 


^^H nach verkürzten YocalGn. v. 


vayam ^^^H 


^H 


vayai;ia vacana y. 10, 87, ^H 


^^^H vai pati cf. nara, miii;ii, sura. 


77 etc. 62, 41, 43, ^^ ^H 


^^^1 vaikkainta vyatikratita 71, 4, 


vayana vadana 63, i. 65, u. ^H 


^^^H Vairaslha Vajnisimha 58. t. 


vavaqita vadat 69, «*, ^H 


^^H vairi vairin 58, i. 65, ». 


vara v. 12. 18, 5L 66. 67. 69.H 


^^H vanisa vaip^a v. 6;i r>5, 119. 


f. «>i pura^» V. 34. 46. 69. ^1 


^^^1 vakkhan. denora. von vyakhyann 


varitthäi vanshiba v. 124, ^H 


^^1 *>ehi 72, ä«. "iya 72, m «'aha 


valaya 64, sd. ^H 


^^H V. 132. euin 72, m. ^'avesu 


valiüna V val v. 46. ^H 


^^^H caus« 72,3:1. 


vva\nj.jaTpta vyapeyamAna 6^^H 


^^H vakkharia vyakhyfina72,m v. 1:K). 


vasa vava v. 27. 67. 71, lo, m^^H 


^^1 vakkhÄya vyäUiy^^-i ^^- 1^^» l^''^- 


vasalia vpsbaliha v. 39. ^| 


^^H vagga vargA v. 114. 


vasa}i1 vasati 70, ni. ^H 


^^H vagga yyagra 60,33. 


va8ubä vasudhä v. 118. ^H 


^^^B vaTfika vakra 60, st. 


vab. *^ai v. 72. Hmtv v, 23. J 


^^^H vacc. y vraj. Hiuxi v. 29. '^ai 74, 


^ipti 72,«, «au V. 117. J 


^^H lai. '^&mo 63, lu. 72, ih. "abs 


vi 65, i etc. ^1 


^^m m.u. Hmü V. 108. 74,2. 


viluhvttäi^a vyaknlatva 70, 4J. ^H 


^^H vaccha vak>;ha5 ^'yahi \. 119. 


van! 63,35. ^1 


^^H vaccha vatsa 


vaya väda v. 6, 31. ^H 


^^^B Yajjuliara Vajradhara v. 131. 


varam et ekka^'. ^^^H 


^^^B Vaj^jaulia Vairt\yiidka v. 138. 


vami^a 63, .*ta. ^^^^| 


^^H vajjiya vai'Jit4% 63, n. 


Y^ranä 74, '^^^H 


^^H vajjei varjtiyati v. 114. 


vArasuipdiul 58, t. ^^^H 


^^^B vaipc. '^ijjai v. 8, 9. '^iya v. 8, 9. 


varitta (etwa ^v4ritra?) V. xl^^| 


^^^1 °vatta patta v. 17. 


vilrei vArayati v. 31. ^H 


^^^B vattamta vartat v. 45. 


vAla päla v. 34. ^H 


^^^B vadicoba pratiksha v. 118. 


valnya valuka 74, i;s. 75. i. ^H 


^^H vadiya patitA v. 17. 


vuvalla? V. 43. ^| 


^^^H vad4^al vat'dhat« v. Uli. 


väsa varsha 58, i. — 71, i^^^^H 


^^H vai^a vana 58« ü. v. 15, 41, 87. 


^^B 


^^H vai^amali\ vana" v. 119. 


väsara 60, n. ^^^B 


^^^1 vann. varnay. ''atiita v. 144. 


vfta&vj^ yarsh&yftsa 71,4, ;. ^| 


^^1 '"ittü V. 


v&ha vaba oder yyadka v. 45. ^H 




H, Jacobif das Kdlakdcdrya-Kathänakam. 



315 



¥&ltt9a ^ 63, M. 

viha^iyä ^r&hanikä 58, a. 

yiharräa Ty&h&rayasya 63, ir». 

vahijjai b&dhyate v. 5. 

▼i »pL nach Vocalen. 58, lo etc. 
V. 7. etc. 

yintta yiyukta v. 114. 

▼inla vipala y. 124. 

vikkama yikrama v. 66. n. pr. 
T. 70. 

Vikkamäicca Vikramäditya v. 65. 

Ticchad4a <Wa 68, i6. 70, se. 

vijjaqita viryanta? 63, S2. 

vijö& vidyi 61,4«. 65, u. 

vijjullayÄ vidyal-latÄ 68, i9. 

vi^ahara vitaghara od. pi** ? 63, 3. 

vinaya vin'* v. 128. 

^ehi viii49aja 63, i3. 

^oya vinoda 62, an. 

^fiwavaipti vijflapayanti v. 74. 

vi^neya vijfleya v. 3. 

^tti vritti 63, 88. 

vitthara vistara v. 135. 

▼idd49o vidra^a (vidvan?) v. 42. 

Tiddhamsa^a vidhvaqisa v. 48. 

vimda vyinda v. 39. 

^üuiatta vijfiapta 62,99. 67, 4i. 
70,«. 

npari^&meti ^aya^ 69^23. 

^ppari^aya viparii^ata 69, sb. 

^pphuiui visphurati v. 142. 

^bbhama vibhrama 72, se. v. 106. 

^bhaipjid^a vibhajya63,<7. 64, i7. 

^^hava V. 117. 

^l»^a 63, «7. 

^unala v. 121. 

^^ehita (lies vimohita?) vime- 

. ^hin V. 38. 

^h4yai vism&yayati v. 142. 
^^Jö»biya vismita v. 128. 
^Ja^ftmi vij4n&mi 74, i. 
^yara^a vit^ v. 68. 
^araipti vito v. 106. 
^yalaqita vidakt v. 10. 
^^iü^a vyfi&ya 69,4«. 
^^ra^Ä vidLra^a 63, 9. 
^^y^rabbümi vic<> 60, «9. 74,88. 



virasa v. 52. 

vimha v. 74. 

virahi "in 74, 4. 

viruddha 61, «;. 

vilaipghaipta vilaAghayat v. 38. 

vilavamti vilapantl 60, S5. 

viva iva 63,4. 

vivariya viparita 61, 7 Nachtr. 

viväga vipftka v. 61. 

viviha Mha v. 51. 

visainvayai ^adati v. 7. 

visajj** vi -f- V^8|ij "ehi 60,4«. 

"eha V. 86. ^jjaipti 69,37. 

^ü^a 63,18. o&viü^a 67, 4o. 
visama vish^ 72, 33. 
visaya vish*^ 63, 25, «7. 64, 19. 

69, 44. 71, «3. 
visahara vishadhara v. 107. 
visära^iya visärai^ika v. 112. 
visesa vi^esha 58, 10. v. 135, 138. 
vihar. vi H- /hfi. ^a,\ v. 118 

^^issamti 69, 38. %mä]ja 71,89. 
vihi vidhi v. 4, 80, 145. 
vibiiiä vidhi? v. 114. 
vihiya ^ v. 48, 143. 
viheum vidh&ya v. 78, 145. 
viheü^a vidhaya v. 97. ®iji v. 68. 
vibhaccha blbhatsa v. 43. 
vira v. 66. 
visai vim9atL 71, 4. 
vesa vesha 61,43. 
vehawa vaidhavya 58, 2. 
vocchijjae vyavachidyate 68,32. 
volina vyavjiina (atilor&nta) v. 70. 



s. 

sa i. i. c. 60, 86. etc. 

sai sati v. 30. 

sai svayaip v. 9. 

samlehaQ& saiplekhana v. 145. 

samvacchara ^'tsara v. 68. 

saipvega v. 19. 

saips&ra v. 50, 61, 78. 68,19, 38. 

saips&riya ^a v. 98. 

saipsäha^a saips&dhana v. 42. 

Sakka ^akra v. 123. 



81« 



H, Jfirobt\ da» KaUikäcär^n-KaihAt^ 



sakk4ra sat'' 6B, £7. 
sakkissaha sakahyatha 05, it, 
Saga (,'aka v. Oll 65. (svakaV) 

V.72. Okalav. 71. ^laUa 02,^4. 

V. 63. **TÄyii V. 69. ^¥aino 

67, 4«. %aiiiio 68, ib. 
sagga svarga v. 98« 
smpkada saAkata v. 52. 
sani>(äma sangräma v. 23. 
samgba v. 26, 27, 28, 48, 51. 

53 etc. 70, 5, a« etc. 
sai|igbatta v. 44. 
Bacca satya v. 83. 69, so. 
saccha sv" 60, sr». 63, sa. 
sajja V, 47. 

sajjha sftdhya (oder sahya) v. 46. 
saipjama saniyama v.28, 72. 72, ii. 
BaTj^j&ya *^a v. 10, 38, 77. 
samjütta saipyiiktÄ v. 2. 60, 25. 
saiiitliiya samsthita v. 16, 
fiam(}a sba^tja v. 15. 
satta sattva v. 67. mahä^ v, 84. 
sattacchaya saptaoehada 63, as. 
sattanliam saptt\n^m v. 122. 
satti ^.akti 6.''», u. 68, »i. 
sattu (jatru v. 67, 
sattha ^^astra v. 106. 
satthiy4 yfistrika 63, la. 
sadda ^bda v. 18. 65, 3, 9, 10, 
saddavehi ^abdavedhin 65, 7, s, 
saddhanmia 'hnna v. 81. 
saqita ^ranto v. 95. 
saipüippa santapa 64, 73, 
sa^itÄna "^na 68, 32. 
»aijitäviya **inta v. 75. 
sarptiya santika 65, s. 
sanideha v. 8. 
sfttndhi 64. ut, si. 
sappa sarjja v. 89. 
sappamta saii^at v. 89, 
sabbhava sad^ 74, 29. 
sama v. 91. 
saniakkha ®ksha 69, m. 
samakkbäya saniakhyata v. 71. 
samaija «jramana v. 13, 54. 70, 

ß, SH. 71, ?■♦. 
samatti sani^pti 65^ 2. 72, as. 



samattba "sta 60, ti. 70, t7. 71,ii 

V. :.4, 106. 
samanniya %vita 62. »«. 70. s. 
sanmppiya ^pita 62. 4t. 65, \i 
.samaya 63. Jß» ai». 70, 40- t. I« 
Samara 63, »u. ?. 45. 
samavasai^a^a v. 125. 
samagacch. samä -f- y g:tan, 

74, .13. "^aha 63, it». '^aipU 70,j 
sainagaya 'ta 60, »*. 62, m 

4, h. Sä, aß. 67, «0. V. 63. 
sanitkijhatta samUrabdha 58, 

68, 17. 72, .u. V. 10. 
samana sat v. 61, f. **1 60, « 
Samara '^a v. 93. 
samayamiiya ^'karnita 74, ss. 
saniarubiüi^a "nihya 63, *:.. 
samiya <;,auiita v. 13. 
samiVa V v. 12. 62, a7. 63, 

»a. 65, 7. 73, 4a. 
samihiya **ta 64, 9. 
samiidda ''dra v. 36, 76. 
saJimppAnna *ut** v. 68. 
saippai samprati v. 11, 59. IH 

129. 
saippaitfba ^radishtji 71, 1?. 
sampaoga saiiiprayoga 68, ff. 
saippatt^ sampräpta V. 19, 

89, 107. 
saippayaip samprati 63, fs. 65, 1«. 
satpbaddba v. 71. 
saiiibala ^a^ 64, it. 
saipbalaya ^ambalaOca) 64, t4. 
saipbhava v. 96. 
saipbhavai **ti v. 5. 
sambbäsi sambbäsba r. 55. 
sammam samyak V. 9. 69, 

74, 3!t. 

samm4^jjam&na '*nyam4nn 70, i^ 
saya yata v. 1 5, 70. ss" ?. \%\ 
saya svaka v. 127. 
snyarp svayam 69, a«. 
sayai^a svajana v. 80. 72, sj. 
sayarabam (P, L. 17.) V. 74. 
sayala sak^ 58, .1, 4. 60, tö. 62, H 

\. 8, 33, 34, 91. 
fiayaU saj° 58, & 




n. Jacöhi, das Kälakdc&rya-Kathdnakam. 



317 



ayi gada ▼. 2. 

sajisi 8ak&^ 75, 7, 8. 

San 9ara V. 43. 65, is. 

san^ ^ara^a v. 112. 

saraya oarad 60, 84. 63, 32. 64, 9. 

Sarassat Sarasvati 60, 2s, 28. 

saraha sarata 74, 19. 

sarisa sadfi^a ¥. 40. 

salin ^aiira 63, S4. v. 75. 

sarüva •pa 68, is. 

saUla T. 88, 91. 

sava^a ^ravai^a 74, si. 

sam 'Vva V. 19, 31, 39 etc. 

63, 17, 21. 65, 4, 5, 8 etc. 
sayran^nmaya sanrajfla^ v. 117. 
sanattha sairatra 63, 20. 69,S7,S9. 
savTala ^arvala v. 43. 
sasahara 9a9acUiara T. 40. 
sassa ^asya v. 39. 
sabaj&ra ^Hcara 58, 5. 
sahasä v. 29, 126. 
sahassa <>8ra v. 135. 
sah& sabhä t. 121. 
»hiya Ha ▼. 13. 
sahoyara «dara ▼. 20. 
«igara v. 53. 
Sigancaqida <^dra 72, ». 74, 85. 

"lÜri 72, 18, »7, 80. 74, 81, 89. 

s^ 9jftma 63, s. 
dimaggt Ogri 63, 22. 64, 18, 20. 
«imattha Mhya v. 30. 
>^ttheü]i^a denom. v. vorhergeh. 

61,43. 

8*maipta 62, m, 85. v. 62, 69. 

^aiina s&m&nya 68, 20. t. 96. 

'^i&A^ya sftmftnika v. 122. 

«*«4yÄrt «cÄrl 72, 9. 
^ SY&min 60,29. 62,S9, 44. 
68, 4 etc. V. 34, 75, 79 etc. 
«*r*ra 8Äg» V. 61. 
%a\&ha9a S&tay&hana 70, 2, 4, so. 
**^ et bh&va-, a®. 
*'^^a 74, 4. V. 113, 114. 
^ceha sAdri^ya v. 18, 105. 
"»rtjriya ^Ärtraka 68, 21. 
fi 9aH V. 41. 
^^Ä;ya9rÄyaka70,2. 73,48. v.ll6. 



sah. (Kkath. Hem. IV. 2.) »ai 

64,44. V. 127. %hi V. 116, 

136. oijjasu72, 20. ^'iya69,4s. 

72, 17. 4uip V. 54. »iüna 68, 

15. »että 64,19. 
sahaya sadhaka 65, 14. 
Sahä^usähi Shähänash&hi 62, 86,40. 
Sahi Shahi 62, 85, 36, 38, 40, 48. 

63,8. V. 62. 
s&hu sadhu 58,7. v. 12, 15, 

31. etc. 
sahuQi s4dhv! 60, 22, 28, 29. v. 

48, 49. 
sikkhä 9ik8k& v. 14, 37. 
simgariya 9pAgärita v. 121. 
suiQa sainya v. 45. 
siddhaipta siddhänta 72, 27. 
siddhi 64, 0. 
Siipdha 63,24. 
siya Sita 63, 81. 
sira ^iras v. 78, 120. 
siri 91! 64, 9. 70, 6, 88. v. 54, 

128. 
silla ^ailya v. 43. 
sissa ^ishya 72, 16, 17, 18. v. 118. 
sihi ^ikhin 63, 1. 70,8. v. 44. 
stma siman v. 38. 
Simaipdliarasami svÄmin Y. 125. 
sila 9Ua y. 34, 49. 68, 22. 
sisa 9ishya 71, 5, 6, 29. 72, 10. 

73,42. V. 101. 

siha siipha v. 87. 

slhäsai^a 8iiph4sana v. 123. 

SU i. i. comp. v. 6, 20 etc. 

sukkha saukhya v. 62. 

sutU^u sushtu V. 7. 

sun V9ru %i v. 127. ®asu v. 

133. <>iya (abs.) v. 58. 
sut&ra (su -|- tära u. t&ra >/trS.) 

63, 86. 

sntta sütra v. 114. 

saddha 9uddha v. 3, 7, 17. 70, 41. 

soipdara 72, so. 

snnnaya 9Üiiya(ka) 64, 41, 42. 

STimaQO somanas 63, as. 

sumara smara v. 106. 

somari^a smiitvA 64, 42. 



318 



//. Jiu'ohl^ dan Kdlakdcärt/a-KfUhdnfikom. 



Buya vmt-ii v. 3, 89, 110, 136. 

74, M. 75, 8, 9. 
Buvana sujana B3, 33. 

sura'v, 84, 121. 122, 12*>. ^\m 
V. 130. surimdik v. ll'.>, 128, 
144. 

Sui'attba Siirfvshtra 63, n, »7. 

Surasiiipdan 58, s. 

euvannikauna fiuvaniikfitya 64, »i>. 

guvvamti t^Ttlyante 75, «. 

suha ^nibha 68, »i. 

STiha sukha v. 64, 107, 72, ?o, 

suhadattuna siibhatutva v. 2fi. 

Suhaminasaini Öndharmasvamin 

75, a. 

ßubiya siikbita v. 2. 

suhuma sükshma v. 129. 

süra sürya v. 44, 87, 94. 

ßdi-i V. 17, 19, 27 etc. 60, m-, etc. 

secchä sveccbä 72, ». 

s ejj &y ara ^ayy fitara 7 2 , 1 7. 73,43. 

74, », 80. 
setma sainya 64, st. 
sevaya sevaka 63, f. 
seviya "ta 63, si. 
sesa ^esba 63, ti. v. 62. 
sesübüys QcsWbhdta 74, 44. 
seha ^aiksha 74, a. 
Bouip ^ratvä V. 10, 38, 13L 
SQ^a 9rutv& 64, so. v. 34, 128. 



soünai]i ^Tatvä v. 11*. 
Sübamma Saudbarm« v. 121, 12J 



haltha basta 60^ n. 

baipta 63, J, 

haipti bnnUi 62, m. 

baravida banta v. 23, 

liarisa barsba 62» s%. 63, i. 70^< 

tlf 10. 

bavai bbuvati v. 86, 

ha V. 20. 

bära V. 119. 

bi V. 9. 

hiinsida **ta v. 23. 

himdai %i 61,4, V. 33. 



Hiiiidugadesa 



+ 



63, ifi, S4. 

hiya bita v. 30. 

hiyaya bfidaya v. 38, 116. 

hina bina ai^ 75, 7. **tiurm, 

htyamd^a %a 75, 7. 

biramtu hriyam&ija v, 20. 

bu kbalii V* 99, 141, 142. 

butnti bhavanti 60, a«. 

ho.* Kbhü **i V. 2, 30. 54. 
85, 99. % V. 90, 93. 1- 
71,9. Vi V. 117. «»hl f. 

70, 43. 



Nachträge und Verbesserungen, 

p* 255 bezüglieb der Lage von (,'akaküla ist »och herr< 
zuheben, dass es mit Riicksiclit auf Bbaroch als paraküia bezeichi 
wird, p. 267,.*»«. Sollte man daraus auf eine mantimti Loge {^ 
kakula's, etwa am persis^beii Mferbusen scbliossen? — p. 258^ 
lies Ostern 1878. — v. 1 iiigbursbaiiaccheda** cf. Vnddha Cl\ 
kya 6, g. — p. 260, m lies vagga für Valagga. ^ p. 261, 7 iTxj 
vivariyamaitta^ao nach kaitiÄurattanao ein. — p. 265, u lies jbi 
für .ibatfi. — p. 269, «2 es ißt entweder in oibbhare das a kiin. 
oder dhaijiyarn für dbaniyabai|i m lespn. — 270. Ji* vor bhavivA fü|r> 
ein lüaeea-janavaena vaindi^yamanäimip. — 274, 94 trenne Inyn^u 
magga" und setze Koinina nach sabuvamdaip. 



:nü 



Die Pravargja - Ceremonie nach den Äpastamba- 

Qrauta-Sütra 

mit einer Einleitung über die Bedeutung derselben. 

Von 

Richard Oarbe. 

Die Grondfonu der Soma-Opfer im vedischen Ritual bildet der 
Agnishtoma, «Agnis Lob^, ein Name, der uns auf die uralten 
indogermaDiscfaen Bezieht&igen des Feuers zu dem Göttertranke 
hiniuweisen scheint, über welche wir A. Kuhns Scharfsinn so 
gUniende Aufschlüsse verdanken. Der Vollziehung des Agnish^oma 
moss nach den Ritualbüchem eine ganze Reihe einleitender und 
TOibereitender Handlungen vorausgehen, an deren Erfindung die 
priest«rliche Wissenschaft ihre üppige Ergiebigkeit erweist: die 
Wahl der Priester, die Einweihung des Opferanstellers (des Jaga- 
Dina), eine Einleitungs-Ceremonie (prajaijijä), der Kauf des Soma, 
die feierliche Bewillkommnung und Bewirthung desselben (atithjä), 
ein Treubündniss zwischen den Priestern und dem sie besoldenden 
Jigamana (tanünaptra). Alle diese Ceremonien, über welche man 
Webers Darstellung Ind. Stud. X. 356—363 vergleichen mag, 
sind schon an sich äusserst complicirt und für den Opferansteller 
uutrengend, ermüdend und kostspielig dazu. Nach diesen Vor- 
Weitungen sollte man erwarten, dass endlich zum Beginn der 
eigentiicben Feier geschritten werden könnte; aber noch ist — 
wenigstens, -wie wir unten sehen werden, in der Regel — eine 
Ceremonie erforderlich, die auf den ersten Blick in gar keinem 
Zmiounenhange mit der Soma-Feier selbst zu stehen scheint, der 
^Taigja. Schon die gesonderte Behandlung desselben in manchen 
▼edischen Büchern weist uns darauf, dass wir es hier mit etwas 
Wonderem, in sich abgeschlossenem, zu thun haben, ähnlich wie 
dies mit dem Agnik'ajana der Fall ist. Was ist nun die Bedeutung 
des Pravargja und wie kommt er zu dieser Stellung im Ritual? 
Um diese Frage zu beantworten, werden wir die Brahma^a um 
Aosknnft angehen. 

Wir finden hier den Pravargja als einen Mann vorgestellt (Ait. 
f^' 1. 19), das Haupt des Opfers genannt ((^at. Br. 3. 4. 4. 1; 
^^' 1. 3. 12), femer gedeutet auf die Sonne (gat. Br. 10. 2. 5. 4.), 
*^ ^ Jahr, ja auf die Welten und die Götter selbst, auf den 



320 Oarf/€^ iiie Pravar(ifa- Ccren^tie n, 4, 



Opferveran stall er uad verschiedene Cpremonieü : Agnihol«. D»rvi^ 
pünjarnasH, K jiturmAsja , PQ^;ubaIldha und diis Soma-O|>fer {(^t 
Br. 14. 3. 2. 22 30). Allein mit allen diesen Spielereien i«t aai" 
nichts geholfen , ehtnisowenig wie mit der Legende von Vishom 
Haupt (<^'at, Br. 14. 1. 1. 10) und der vom Zerschla^n d« 
Opfers und dessen Heihuig durch die A^vin (Ait. Br. 1. IS.), Eizif 
wirkliche symbolische Deutung des Pravargja. welche sich iian 
Dogma erhoben haben mag, liudet sich dagegen Ait* Br. 1. 22 
zum f^chluss. Hiernach ist der Pravargja als ein Symbol fär 
Begattung der Götter anzusehen, ans welcher dem Opfei 
ein neuer Leib hervorgellt, , bestehend aus Rk, Jagus, 8AmiM» 
den Yedeii überhaupt, ans dem Brtihman und der üostei 
geeignet seinen Platz unter den Göttern einzunehmen; 
Haug es in der Anmerkung zu pag. 42 der üebersetzung ausdrückt 
it (der Pravartga) is intended for providing the sacrificer with 
heavenlj body, with which alone he is permitted to enter 
residence of the gods. Sah man in dieser VorsteUung wirl 
den eigentlichen Zweck der Pravar^a-Feier, so kann es uns ni 
Wunder nehmen, wetm derselben eine hervorragende Bedenl 
beigemessen wurde. So wird l,"at Br. 14. 1. 1. 26 für den 
vargja eine hedingie Geheimhaltung vorgeschrieben (Weber, 
Stud. X. 126, 127) und der Anblick der Ceremonie Frauen 
(^üdras vorenthalten (Ap. (^r, 15. 2. 9; 5. 3). 

Die gedrängte Darstellung des Pravarj^a bei Haug, Ait Br. H. 
41 — 43, hat durch Wehen Ind. Stud. IX. 218—220, wesentliche 
Berichtigungen erfiihren und besonders ist von dem letzteren dii 
Haug sehe Angabe, dass niemtuid an dem feierlichen Süma-Opf€r 
Theil nehmen dürfe , der nicht vorher einen Pravargja voUiQg)» 
habe, durch Belegstellen aus den hervorragendsten Ritualbücfaeni 
als unrichtig erwiesen: die Fnivar^'a-Feier soll nicht stattfindea, 
wenn der Jagamana zum ersten Male Soma opfert '). Wenn, wi« 
es scheint, Haug die unbedingte Noth wendigkeit des PraTargji 
statuirt hat, um die Bedeutung desselben in das günstigste Licht 
zu stellen, so möchte ich von der entgegengesetzten Auffassung aus- 
gehen und sagen : es spricht im (jegentheil für das hohe Ausehw 
und die Heiligkeit des Pravargja, dass nur ein gewiegter Opferer 
diese Feier vollziehen darf, durch welche dtis darauf folgeodt 
8oma-Opfer erst seine volle Bedeutung erhält ; denn nur mit de« 
Pravargja verbunden stellt dieses das höchste Ziel des gaMea 
indischen Opferwesens, den Jagamana in die Welt der Götter la 
erheben, in Aussicht 

Seinen Namen bat der Pravai'gja von der Handlung erhaltflOt 
welche seinen Mittelpunkt oder vielmehr sein eigentliches Wi 
ausmacht, von dem Erhitzen (pra-var^) der Milch (gbiunna) 



H 



1) £a »chreifaen zwar gerade die ApAstAmliji-Sfltriit deren DaürstiBlliinf A« 
PravnrgJA unt«n folgt. dio«o Feior für jeden AguLh(«jiui vor Ap. ^r. 15 

10, cf. Weber m. n. O. 



trffjti- Cetenimik «. d. ApftJitmu-fm- ^auttt-SMra. 32 1 



emera irdenen Topfe (mabavira). Das Darbriiif^en heisser Milch 
list eine uralte, schon in den Liedern des Rgreda mehrmals 
[enannte Opferform, welche mit Vorlii^be dem Brüderpaai* der 
L^vin geweiM war. Von besonderem Interesse ist eine SteUe des 
^l^greda, in welcher sich schon die tennini technici des späteren 
Ütuals beisammen finden, nur dass gharma hier, wie oftmals in 
der alten Zeit, nicht die Müeh. sondern den dieselbe enthaltenden 
Kessel bezeichnet: 

Igharmd«; k'it taptah pravr'ge ja ä'sld 
aJBSmäjas tarn v a'dama \ipniti. RV. 5. 30. 15, 
Wenn auch mit Grassmann (Uebers, d. 5g^'^^^) ^^ let'^ten 
Vier Verse dieses Liedes als ein demselben nicht ursprüngliches, 
sondern später angefügtes Stück anxuseben sind, so wird man 
idoch wohl schwerlich das relative Alter dieses AnhJingsels, welches 
bei der Sammlung hier seine Stelle fand, bestreiten ktonen. Es 
«ind diese vier Verse ganz nach der Schablone der üblichen Da- 
nastuti gemacht, in welchen die bezahlten Priester die Freigebigkeit 
ihrer Opferherren zu rühmen pflegten. Aurel Majr übersetzt die 
eben citirte Stelle (Beiträge aus dem Kigveda zur Äccentuimng 
des Verbum Finitum^ pag. 7): „Auch den ehernen Kessel, der 
um (die Milch) heiss zn machen erhitzt wird, erliielteu wir SUnger*, 
Grässmann : 

,ünd erzgemacbten Kessel, ihn zu wümien 
Am Feuer, den erhielten wir, die SäJiger". 
Beide Uebersetzungen sind irrig, denn sie haben das Prae- 
teritum asit, das uns auf etwas schon vor sich gegangenes hin- 
weist, nicht als solches erfasst. Ludwig hat in seiner üebersetzung 
^tgveda diesen Fehlgriff vermieden und sagt: „Auch den 
jl, der zur Pravargiacilrimonie erhitzt worden, der eherne, 
ih den haben mr, die heiligen Sönger, bekonmien". Man kömite 
diese üebertmgnng von pravrge ,zur Priwaij^a-Ceremonie" in der 
Erwägung anfechten, dass sicherlich nicht der compUcirte Pra- 
vargja des späteren Rituals an dieser Stelle des Hg\'eda voraus- 
Bosetsen ist: doch glaube ich, dass man den Ausdruck bestehen 
lassen kann, insofern unter dem Pravargja eigentlich eben nichts 
anderes zu verstehen ist, als das Kochen der einer bestimmten 
Gottheit darzubringenden Milch, 

Diese einfache ursprüngliche Form des Pravargja hat das 
Schicksal alier übrigen Ceremonien getheilt und zur Zeit der Brah- 
mai^a- und Sütra-Literatiu* eine Unzahl von Zuthaten empfangen. 
Die Bedeutung, welche wir in dieser Zeit dem Pravargja oben 
beigelegt fanden, dass nämlich der Opferer durch die Vollziehung 
de^elben einen himmlischen, immateriellen Leib erhalte, wird 
jedoch das eigentliche Wesen dieser feierlichen Handlung nicht 
erschöpfen* — In der Verbindung des Pravargja mit dem Soma- 
Opfer, in der gemeinsamen Darbringung von Milch und Soma, 
sehe ich einen Best uralten arischen Opferwesens, 






322 Garbe, ritt Prat*ari.ijn- Ccremonie «♦ <f. ApaHamhthC 




Wie die Miklikali der Inbegriff aller Seliälx<». so urar «li# 
Milch das Siimbild aller Fülle fiir das ansehe Hirtenvolk, W€)eb«i 
von dem hesten, was es der Gnade der Götter verdankt«» dinsMO 
wiederum ihren Antheil gab, — eine Gnindanschauunf^f des 
tiven Ojiferwesens. Die Darbringung der Milch ist ebenso 
wenn nicht älter, als der Somacult, und beide reichen hinauf 
die Zeit des nngetreuuteu Beisammenlebens der beiden arisc 
Völker. Denn nicht nur der letztere Opfertrank wird durch 
haoma des Avesta als arisches Gemeingut erwiesen; auch 
zendisrhen )?ao ist mehrfach die Bedeutung , Milch* zu geben, wn 
Justi in seinem Worterhuch anstatt dessen , Fleisch vom Rind' 
vorschlflgt. (Cf- Haug^ das achtzehnte Kapitel des Wendidud, j»»^». 
17 n. 28: etwas frische Milch, gaui^ j^vya genannt,. . ,). Dasselbe 
gilt von den Ableitungen gaomant und gaoraavant^ deren Zn- 
sanimensteUung mit haoma und haomavant den Kenner des Ved» 
zui* Dt^ntiing auf die Milch zwingt.. Haben wir doch hier des 
schlagendste Analogun in den vedischen Liedera, von denen ani* 
gehend wir allein zu einem wahren Verstündniss dee AiresiA 
gelangen können: das Mischen des Soma mit Milch in dem frübesten 
indischen Alierthum ist aus dem Veda so bekannt, dAS8 es k^om 
nöthig scheint dahinzielend© Epitheta des Soma, wie gosakbi« 
gorglka, dadlija^ir aufzuführen. — Es mögen diese wenigteo Br 
merkurigen genügen um die Behauptung, dass man in der gennüs* 
sanien Darltringuog von Soina und Milch eine alt-arische Opf^r- 
form zu sehen habe, zu rechtfeiiigeii. Dass es bei dem Prav^rgj» 
auf das Kochen der Milch ankommt , ist nicht nur ein Hinweis 
auf eine ali-vedische Praxis, welche wir oben andeuteten; auch 
im Avesta ist der heisse Milchtrank eine geweihte Speise, üwl 
zwar nach Yend. 5. 52 (Westt^rg.) für die Frau in ihrer Reiuigutigsi- 
zeit, nachdem sie gelioren. bestimmt. 

Düs Erhitzen der Miieli findet meiner Meinung nach »eine 
ui^prünglicbe Erklärung in den naiven Vorstellungen des Alter- 
thums, denen es bekanntlich hfichst wunderbar erschien, dass dif 
Milch gekocht dem Enter der Kuh entströmte. Denn hatte mm 
diese Wärme als denjenigen Zustand beobachtet . in welchem di« 
grösste der göttlichen Gnadengaben den Mensehen zukam , so iil 
es erklärlich, dass diese das Bestieben fühlten den GMt<^m ihreo 
schuldigen Tribut davon gleichfalls in diesem eigentlichen Zustand 
zu erhalten , d. h. wofern nicht ganz frisch gemolkene Milch p»- 
opfert \viirde. die natürliche durch künstliche Wärme zu ersetx^ji. 
Wir tindeii diese Annahn^« von der iirspi-üngUchen Bedeutung dfT 
Darbringung beisser Milch durch einige vedische Stellen beseitigt; 
BO heisst es liV. 1. 180. :J : 

juvain paja usrijajtim adhattam 

pakväm amajäm ava pA'rvjam g6ti, 

ant^r jäd vaniuo v^ra jlapsü 

hvarö na t;ük ir jagate havishman. 



I 



Garht, die Pntr<tv>ij>t'0'r< 



iHOUtf n. 



*K Ap'fiffnnftft-CrfiHta-Siifrff, 323 



b 



.Ihr (die beide« A<,*viii) legtt«t zuvor die Kwbmilch gfkoi^hi 
ia die rohe Kuh, (die Mileb), welche euch beiden, ibr vollkoinmon 
g«8tÄlt«?ten , der Opferdarbringer glpich einer gleissendt^n Schlange 
»wischen Bäumen (d. b. dtis Feuor iinttT den Höb-ern PWj opfert". 
ir werden durch diesen Vers daran eriiuHTt , dtiss vorzugsweise 
deu Acvin, denen wir hier mich das Wunder zugeschriebon seben, 
der heisse Milchtrank ^eweibt war. Noch klurer jedoch spricht 
für die eben angedeutete Beziebuii^' des Gbarrnji zu dcu* njitür- 
chen Wftmie dt-r Milch die unnüttelbaro Zasiuiimenstellung der 
den Ausdrücke RV. 8. 7ö. 7; 
ÄmA'su pukvüin alraja ä' sti'rjam robajo divi 
ghimnäm nü sa man tapatä suv^-ktibbir 
giiab Uun girvanase brhai, 
,Tn den rohen schufst du die gare (Mili-h), die Sonne liessest 
du am Hinimel aufgehn; erhitzet drum unter lautem Julnd den 
Obitrnia in Uebertluss, der dem Liederfreund erwünscht ist!" 
(Bas nä hinter ghannam scheint hier kaum mehr als ein müssiges 
Tlickwort zu sein). 

Wenn xwar im Veda die Opfening eines Lebens eine kost- 
biire Gabe ist, so verschwindet das blutige Opfer doch buchstäb- 
lich neben dem iSouuicult und hat auch wohl nie die Bedeutung 
bt, wie ein feierliches Soma-Opfer. Noch im sjulteren ent* 
elt«n Ritual bildet das Tbieropfer einen integrirendt^n Be- 
standtbeil d^s Soma-OptVrs, aber nicht umgekehrt i das Thieropfer 
iüt also iiubordinirt. Wenn nun in Indien das Trankopfer von 
jeher die erste Stelle eingenommen bat. so war von den CJeti-änken 
windenim der Soma das voniüglicbere, die Milcb das untorgcurdnete. 
Dasselbe Verhältniss erscheint im späteren Ritual; denn Jtucb der 
Pravargja bleibt hier immerbin nur eine Nebenhandlung zum 
Agnishtoma , mag aucb der Gharma 8an.u"ag ^Oberkomg' und der 
8oma nur R&gan «König* beissen. 

Wenn ich nach dem l>isber bemerkten auf meine oben aus* 
gesprochene Ansicht zurückkomme, dass man in der Verbindung 
des Prarargja mit dem Soma-Opfer einen Reflex der alt-arischen 
Opferweise xu sehen biibe» dt^r sich freilich den Augen der Brah- 
nuinen schon ft-ühzeitig verhüllt haben mag, so k(innte man mit 
scheiobarem Recht einwenden» dass diese dem Vravargiu beigelegte 
B«deutang durch das auch im ausgebildifen Ritutd noch üblicln^ 
Ifisehen von Öoma und Milch (z. B. Kätj. t,*r. il t>, 9) sich als 
tiichtig erweise. In der That aber wird dadurch» dass mim die 
Müob »eben an und für sich beim Soma-Opftn- in altbergebracbtor 
W«»© verwendete, diese Bcdeutimg des Pravjirgia nocli gehoben; 
denn wir ersehen daraus . dass man trotz jen*«r Verwendung das 
Bestreben hatte in den Upfer-Cyeluw eine Ceremonie einzureihen, 
in welcher die Milch eine ganz selbstilndige ausschliessliche Holle 
tpielt*'. Denn es ist der Pravargja seihst in der complicirtesten 
liiLTäiellung der Ritual bticher, wie sich aus dem nachfolgenden 



324 OarbCf elie Pravargja-Ceremonie n, d, A} 



Texte ein jeder überzeugen kann, nk-hts anderes .üs der e.igent 
liehe Mileheult, in sich abgeschlossen und abgerundet. Das» man 
denselbpn der Sonia-Feier einverleibte , ist ein sinniger Gedankt, 
der entschieden auf die Weise der Vonäter zurückfahrt. 

So viel über die Entstehung der einfachsten Form d«« Pn- 
vargja und die Bedeutung, welche seiner Stellung im späteren 
Ritual beixuraessen ist ujid welche in der brahmanischen Sjnnbolik 
ihm beigemessen wurde. 

In keinem Ritualbiiche ist der Prayar}^a so ansfiliriicil bI 
anschaulieb dargestellt, als in den Apastamba-t.'raiita-Sütim, WttIdM 
überhaupt für die Kenntuiss des rituellen Details vielleicht »U^ di»* 
wichtigste yuelle anzusehen sind. In den Handschrifteü der Aj«- 
stamba Sütra findet sich der Pra^^na, welcher den Pra vargja be- 
handelt, an der Stelle eingeschaltet, welche er in der rit ; 
Reihenfolge einuiramt, nilmlich hinter den in Pr»<;na 10 behaii 
Vorbereitungen iwm Agnishioma. In dem guten Granthi M- 
Buraell, Catülogue uf a Collection ol" Sanskrit Manuscript«, l'ait ] 
A^edic Manuscripts, LXX ist der Pra vargja- Pra^^na mit keiner fort- 
laufenden Zahl verseben und die auf denselben folgenden djti 
Pra^na als 11, 12 und 13 bezeichnet. Bei dem Pra^-na. der nufl 
hiemach der 14. sein sollte, muss jedoch diese Zählung Bed^okit 
erregen, da der nächstfolgende die Zahl IG trägt; so sagt sodi 
BumelJ n. a. 0. p. U»: li is not clear whether the next pmqu 
shüuld be numbered XIV or XV. It is not numbered in tliis MS. 
or in No. LXXI ; but aeeording to the last it apppars that it ii 
pra^* XV. — Diese ganze Stöiimg in der Zilhlung der !*•'»' ". 
würde sich auf den ersten Blick am eiufacbsten dadm*ob bes- 
lassen, dass man dem oben genannten PrftvarQa-Pra<,^na die Zu 
gftbe imd dann so fort iiumenite. Aber was kann den AbschniU 
bewogen haben dies iiicbt zu thun und eine in diesem F.i!: r^ 
motivirte Ven^irrung berbeizufdhren*? Die gtmze Sache mrd ^ ; 
durch den Commeutar Ku<iradattas aufgeklart, in welchen, i' 
Pravargja-Pra^nu der abgeschlossenen Behandlung der Soma Ti^U 
nachfolgt, d. h. dem Pra^na, bei welchem Buraell zwischen den 
Nummern 14 und 15 schwankt und welcher hiemach als lY \\ 
zu bezeichnen ist. So zahlt Uudradatta ohne Störung durch und 
nennt den Pravargja-Pra^jna den ISten. Da ich nun in mif^iner beal»- 
sichtigten Ausgabe der Apastamba-t^'rauta-Sütra und Hudradatt»-^ 
Commentar zu der Anordnung di»^ses Scholiasten genöthigt «in 
werde, so bitte ich der Gleichförmigkeit wegen in etwaigen CitatfO 
den hier folgenden Text des Pravargja-Pra^na als Ap. ^V. 15 w 
bezeichnen. Die Abtheilung in Paragraphen ist natürlich von dem 
öcboliasten entlehnt. 

Ich verfolge bei der Publication dieses Pra^na einen doppelico 
Zweck, erstens nlkmlich, wie schon angedeutet, diese übersichtliebi 
Beschreibung der Pmvargja-Ceremonie bekannt zu macheu iin<i 



Gnrhe, .7j> Prarnrnjn^Ordmfmlt f>. d, Ajjafttmnfia- Q^auta-Sütra. 325 



de 
■ da 



l*?ns ein Specimen der Äpnstamba-SAtra ^) xu geben , aus 

em man die Wichtigkeit dieses Werkes für die Kt^nntniss 

es Bituals und gleichzeitig^ auch seine lexicalischp Ausgiebigkeit 

erkennen wird. Ich gebt» mich der Hoffnung bin hierdurch viel- 

eicht weitere Kreise für die Herausgabe des Ganzen zu interessiren. 

Dadurch, dass ich dem Texte des Fravar^a-Pra^na eine lieber- 
•etKong hinzufügte, glaubte ich eines Abdrucks des volkt-ändigen 
CominentÄrs überhoben xu sein und beschrünkte mich deshalb 
darauf besonders wichtige oder interessante Erklärungen und Er- 
gtozungen herauszuheben und der Uebersetzung einzuverleiben. 
Aber auch ohne dieselben würden die Kenner dieser Literatur ans 
der Uebersetzung ersehen haben, dass ich mich des Beistandes 
eines vorzüglichen Commentars erfreute. Und so wird sich denn 
hoflfentlich dieses Bruchstück vortheilhaft von meiner ohne die 
Hülfe eines Scholiasten besorgten Ausgabe und üebersetznng des 
Y&itikXia Sutra (London und Strassburg 1877) nusjteichnen , deren 
Anfertigung freilich ungleich fnühevoUcr war. 

Die Mantra für den Pravargja der Apastamba-Schule bietet 
der vieile Prapfithaka des TaitUrija-Aranjaka, während der fünfte 
diese SpruchsammJung ihrer Verwendung nach erörtert und ganz 
der Weise der Brahmana behandelt. Die Reihenfolge der Sprüche 
ist in dem Pravargja-Praijna fast vollstllndig corresjioiidirend, so 
dass ich bei der Verificirung der Citate von anderen Sammlungen^ 
50 auch von der Taittirija-Samhitft^ mit wenigen Ausnahmen, ab- 
sehen konnte. In dem Commentar zu dem genannten Stücke des 
Aranjaka wird man einen guten Theil des folgenden Text.es unter 
dem Titel ,kalpah* herausgehoben finden. 

Die HandschriÜen, welche mir für den fünfzehnten Pragna 
der Apastamba-<^rauta-Sdtra und für den Commentar zu Gebote 
standen, sind folgende: 

Ä. für den Text: 

India- Office Library No. 1651. Devanagari-Charactere. Ort 
und Datum der Abschrift sind nacbtriiglich getilgt. Sehr sorg- 
(Ulttges, mehrfach durchcorrigirtes MS. Pol. 1451* — 159K 

I. 0. L. Buruell, Catulogue etc. No. LXX. Grantha-Chamctere. 
Ündatirt. Fol. fil^*— 68». 

L O. L. Bumell, Catalogue etc. No. LXXL Grantba-Charactere. 
ündatirt. Fol. 122b- 134b. 

Kgb Bayr. Hof- und Staats-Bibl. zu München, Codex Hang. 
No. 51. DevanÄgari-Charactere. ündatirt. Fol 168b_183b. 

B. für den Commentar: 

L O, L. No. 1142. Devanagari-Charactere. Ündatirt. Fol. 
143l»*-163b. 

Kgl. Bayr. Hof- und Staats-Bibl. zu München^ Codex Haug. 
Ko.52ßd.2. Devanägari-Cbaractere. ^ake 1786. FoL(J23«— 65G*. 



1) D«r Pn^na bHdet etw& den dTe!»«ig4t6u Theü d«s Werkes. 



326 OurhCf fUe Pravar^a-C«r€monie n, d, ApeuUmUta-i 



Cap, L 

1. piftvartpatn sambhanslijann nmiivasjaJLirn j>;ui 
äpürjamäiiaiiak^ibasja va purije tiaksLiatre tushi/un kii^jt 
dbaiii adliAja Juniirate mana iti k'atur^hitarp ^hoti. 

Wt>nii (der Adhvarju) die erforderlichen GegensÜlnde tut Pn- 
vargja-Cereinonie üusamnienbringen will (pravargja iti kamuiDiini& 
pravr^ate tapjate *smin ghaima iti t^isja sadhäDasamavadhiiuup 
saipbharanaiti), legt er am NiHimondstage, am Vollmoiidstagf odfr 
unter einem ^nstigen Sternbild in der Hlllftc des Monats, ia 
welcher der Mond zuniiiirnt, stillst'hweigeud Brennholz von ein^m 
Dornstraueb (kantaknn knntakavatuu) an und brinj^t eine \ 
geßcbripft<> Honiaspende mit dem Spruche; ,Eö saniitieH sn 
Geist , . / (TA. 4. 2. 1) dar. 

KÄy, (,:r. 26. 1. 1^3. 

2. atba jadi dik^hital^ ktL^t-akim evai 'tajä samidham ftdadljÜ» 
jö^r eva vaded itj eke. 

Wenn jedoch (der Opferansteller, der Jajjamäua, sehoo) g«weibt 
ist, so lege er dieses Brennholz vom Dornstrauch an unt^jr Red- 
tation des genannten Verses als Rigverses (etajä sc. fk'\, KV^ o. 
81. 1 ; d. h. er murmele den Vers nicht als Jaguss|jruch ^ Üod 
80 sagen einige: er spreche den .Tagusspnich klangvoll aus (vadetjL 

3. devasja tvä savilul^ prasava itj abhrim ädilja "bhrir a« 
närir asi *tj abhimantrajate. 

Darauf nimmt er die Hippe mit dem Spruche: ,1m Anf^r / 
des Gottes Sa\itar erfasse ich flieh , . ." (TA. 4. 2. 1) und i 
dazu weiter: ,Eine Hippe bist du. weiblich bist du . . / (TA. 4- 
2, 1 bis devebhjalj, devebhja iti mantranto 'bhimantra^je). 

Ktitj. (,:r. 26. 1. 3. 

4. sä 'giiikja vjakhjäta. 

Diese (Hippe) ist schon durch die beim Agnik ajaoA erfo^d6^ 
liehe beschrif*ben (d. h. sie sei ebenso wie jene, ans Bambasrohf 
gefertigt, gesprenkelt u. s. w. Schob). 

6. uttishtha brabmanaspata iti brahmariam &mantr?yate. 
Den Spruch: ^Erhebe dich, o Brahmanaspati . . .* (TA. 4. 1. 1) 
richtet (der Adbvaiju) an den Brahman. 

(5. upottishtbati brahmo, 'bhäv uttaram ardhark'aip g^p*^ 
fLdadate krshi^A,ginam , anunajantj ag4qi puip^k hagal&m B^TUp 
v^^shiinam iti. 

Der Brabrnan erhebt sich darauf und begiebt sich vn ihm; 
beide flüstern den zweiten Halbvers (des in § 5 genannten Maatn) 
und erfassen das Kchwarze Ziogenfell. während man eine Zie^ 
welche sich schon mit einem Bock begattet hat (specieller df' 
Schob: k'hagak) g&jäh stanaindhajal;, sa pum&u jasjAt pum^kliA- 
gttbl) und einen Hengst hinauführt (iti javat). 



\tefi. d* ApftHarnfta- f^YatUa'Süira. 327 



I 



7. itrni tu hvn]imai;a>5i>atir iti prtlök'o Vvapratlmm& abhi- 
^VTIk^auti jutra nit/darii klnuiishjfiniuh sjtib. 

Man^ bejai»^bt sicli mit (\mi\ Spruche: ,Vor trtfle Bmbiiiaiias- 
jvsitü* (TA. 4. 2> 2) ostwürts, das Ross voran, zu einem Orto liin, 
wo man Tlion (ziu* Anfertigung der Pravargja-Gescbirre) wird 
nheii koimen. 

KÄtj< <;«•* 26. 1. 12. 

8. api v& 'sjtti *te Sütphbiirab pan(;rite 'bbjufb'ibrtri. bbavanti. 
Es können sich auch die weiterhin für diese (CeroiTuviiie. ilen 

*i-avargja nlünlicb) als erforderlicb bezeicbneten Rt^quisit^n in dem 
(für dies»j ganze Handlung bestiiuniten) unibegten Ortö befinden. 
K&y. (,:r. 26. 1. 13. 

9. ogr^nä Tiavaiiljam mctkhanah. pi\rvabpürva itarnb. 
Der Ort, an welfhem der Thon m gi-aben ist (jatra kbejfl 

ift sa nirtkhanab), muss üstlicb vom Abavanija-Ftiuer liegf^n, ein 
|ft?niprt?s Requisit dann immer weiter nach Ostun (itara^k'a saip- 
l>hi\ras iatAh püi*vabpürvah). 

10. uttareija mrtkhanani ki*shnaginaifi prfik'iBagrlvani uttara- 
omÄ 'stirja devi dj&väpilhivi iti nirtkhanjiiu abbimantrajatii, rdhja- 

sam adje 'ti mjlkbane 'blirijä prabiija niakbaHJa ^jira itj apadaja 
makluVja tve 'ti haraü, makbasja Iva ^jirslma iti k^'sbiiägine nivapati. 
Niirdlich von der Thon stelle breitet (der Adlivarju) das schwarze 
Ziegenfell bin, mit dem Hals nach Yorn und den Hu^-en nach 
Ckhen., und richtet an die ThoBstelle den t:5pru€h : ,Ihr gottlirben 
Büniuel und Erde . . ,* (TA. 4. 2. 2). Darauf führt er mit dem 
Spruche: ,Möge ir-b es jetzt glücklich vrdlbringeu* (TA. 4. 2. 2) 
auf die Thonstelle einen Schlag mit der Hippe , reisst das (was 
er mit diesem Schlage gefas.st hat) los und spncht dazAi: ,De8 
Makba^Haupt 1* (TS. 1, L 8, 1, TA. 4. 2. 2). Mit d«m 8i)ru€he; 
b»Mn ilakha I weihe icb) dicb^ (TA. 4. 2, äj nimmt er (den Tin.m- 
kloss) auf und wirft ihn mit dem Spruche: ,L>eni Haupt« des 
Makba dich* (TA. 4. 2. 3) auf das schwai*ze ZiegeuiuU. 
K4y. Qr. 26. 1. 4, 5, 16, 17. 

11. Gvain dvitijaiJi trtijain ka harati. 
In der ghüchen Weise nimmt er zum zweiten und dritten 

Male (einen Tbonkloss, wobei jedoch die Besprechung der Thon- 
«telle nicht wiederholt wird, nivtkbanfibbimantranaii» tu sakyd eva 
krijate). 



12. tÜHhnini k'aturtbam javatiin midani pruvargjajiatrebbja 
Jkptaip mnnjate. 

Zum vierten Mab? stillschweigend so viel Thun j ah er zur 
Anfertigung der Pravar^'ageilisse für erforderlich hält. 

13. evam itaran saiiibbar&ii, abhimautraije vikära^. 



328 Garbe^ die PratHtr^a-Ceremonüi n, d. Äpastamlta 




Ebenso (verfilhrt er) mit den anderen Requisiten. Bei d^ 
Besprechung derselben mit Mantra tritt die (entsprechende) Mrxli 
fication ein. 



€ap. 2. 

1. ijatj agra äsir iti variihavihataip, devtr vamrir iti raboÜn- 
vapäm, indrasjau 'go 'si 'ti pütikan agalom&ni krshijäjärinalomiUii k'i 
samsrijä 'gnigA asi pragäpate ret^i iti 

Er spricht nilmlich zu dem von einem Eber^ aufgewühlt«! 
(Erdklumpen): ^So gi*oss nur warst du anfuni^s'' (TA, 4. 2. 8), in 
dem Ameisf^nhaufen: ^Die guttlichen Ameisen . * .* (TA. 4. 2. Si» 
miseht dann mit dem Öpi-uche : ,Indras Knift bist du . . .* (VS. 37. 6) 
l'ütika-Blüthen, Ziegenbock -Haare und Haare von einer schwanen 
Ziege (mit den genannten Erdmassen) zusammen und reeitirt weiter: 
Jm Feuer geboren bist du, Pragapatis Samen* (TA. 4. 2. 4; 
abhimantraiata iti ^esha^). 

K-itj. \r. 26. 1. 2, 6—8, 15, 

2. äjur dhehi prunani dheht 'tj aijvenä Vaghr^pja madbu Ui 
madhulA, karotv itj aj^aja 'bhidohajati, ^ 

Mit den Worten: , Leben verleihe» Athem verleihe!* (TA, 4. 
2. 4) lilsst er von dem (1. <» genannten) Rosse diese Mischong 
beriecben und mit den Worten: „Die süsse (sc, Milch) mache difh 
süss** (TA. 4. 2. 5) vemiittelst der Ziege (cf. 1. 6) darauf hiimielkea 

(Die Instrumentale ayvena und agajÄ sind etwas hart.) Kkiy 
<>. 26. 1. 26. 

3. abhidohanam eke 'vaghrä.panat pürvaizi sam&manantu 
Einige nennen diese Hundlimg des Daraufmelkens nach dem 

Beriechenlasseu. 

4. bahava ärjäh parigrhjn haranti. 

Eine grössere Anzahl von Leuten aas den drei oberen Kastei 
nehmen nun (die Utensilien) aut; tragen sie fort 

Tl. utt&j?eria vihärnm uddhate *vokshite sikatopopte parivrit» 
nidadhati. 

Und legen sie nördlich von den drei vertheüten Feuern m 
dem umhegten Raum nieder, welcher erhöht, besprengt and mit 
Kies beschüttet sein niuss, 

K&tj. gr, 26. 1. l;t, 14. 

6. madhu tv4 madhula karotv iti madantir UfkaflutaAL 
Darauf giesst (der Adhvarju) mit den Worten,* *T)ie süsse 

(sc. Flüssigkeit) mache dich süss* (cf. § 2) heisses Wasser (lu der 
§ 1 und 2 beschriebenen Mischung ^ taptodakena saj|ibh&räii saip- 
srgati). 

7. je k'o 'khÄsaipsar^n&b 8ftTpbh&r& jak' k'& 'lyad df^WW]» 
up&rdhaip manjate. 



Femer sonstige Stofle, welche geeignet sind zur Topfmiisge 
zugemisolit zu werdeo, luid anderes zum Bebiife des Festwerdens, 
zasamnien so viel, als er etwa für dif* Hitlfte (der Thoniuasse) 
erachtet (javak' ka sarvunt di*dhimftrtluirn dnwjarn sanihatum 
upärdbam ardhasja samipe raa^ijate). 

^L 8. atha *tjantaprade(;ah. 

^H^ Hier folgt eine durchgiingige Bestimmung (weli^h«; für den 

^^^■UEen Verlauf des Pravari^a, nicht nur für die Behandlung der 

^^^Bquisiten gilt, atha sai'vapravar^avjA{ii vidliir uk'jate, na satp- 

^■Vhäraniatrayishajal^). 

9, jat kiink'a pravargja udakakrtjaip omdantibhir eva tat 
h krijate, nai 'naiii stri prekshate na (jüdrah. 

H Jede Handlung, welche heim Pravargja mit Wasser zti voll- 

f^ ziehen ist, wird mit heissem Wasser ausgeführt™ Bei dem Pra- 
vargja darf weder eine Frau noch ein (^"lüdra zusehen. 

110- na kurvann ahhijiriiiiiti. 
(Der Adhvarjü) darf bei dem Formen (der Fravargja-Geftlsse) 
über denselben nicht Ätheni holen. 
11. apah&jä mukhain anabbipranan venuna karoti. 
Den Mund abwendend formt er sie ohne darüber einzuathmen 
mit einem Kohrstabe. (Das wiederholte Verbot bezweckt besondere 
Beachtung, pmiar api prananishedha i\darärthat). 

12. na pravarj^am aditjajn ka yjavejfit. 

Er trete nicht zwischen den (Ort, wo der) Pravargja (vor 
sieh geht) und die Sonne. 

13- jatra kvak'a viprakrfi^nte pravargja äditjo 'stamijat kftäntäd 
viramek', k'hvobliüte gcshani saninpnujat, 

8ö üft die Sonne untergeht und der Pravargja ist nicht '/.um 
AbschluHs gebracht, mache er ein Ende und rast« um das Fehlende 
ain folgenden Tage auszufiiliren. 

14. saipprakli^ja mrdain makhasja ^iro 'si 'ti plndaip k^tvii 
ja^asja pade stha itj angxishthnbhjäm nig^hja mahavtrain karoti 
trjuddhim paftk'oddhim aparimitoddhirii va pradef^amätrani ilrdhva- 
sännm uparishtadasekanavüntain n\adhje saiiiiiatam vajaTJaprakfiranj. 

(Nach diesen allgemeinen Regeln kehrt das Sütra wieder zu 
den Vorbereitungen zurück. Der Adhvaiju) drückt den Thon 
tüclitig zusammen (sarnpndcliQJa mardajitväK macht mit dem Ö|n*uche: 
,De» Makha Haupt bist du" (TA. 4. 2. 5) einen Klumpen daraus 
und drückt diesen mit seinen beiden Daumen breit (nigflija niptdja)^ 
indem er sagt: ,üie beiden Füsse des Opfers seid ihr" (TA. 4, 2. 6). 
Darauf formt er den Mahiivlra-Topf (das Gefiiss, in welchem der 
Milchtrank erhitzt wird) mit drei, fünf oder beliebig vielen erhöhten 
Ringen (uddhir uk'k'hritävajavant^eshah) , eine Spanne weit - mit 
auflgenchtetem oberen Bande, oben mit einer Veiiiefung zum Ein- 
Bd XXXIV. . 22 



I 




giessen (asek'anam gurfali. Schol. zu Kfilj. i^r. 2Ck L 26) vcJ 
in der Mitte gebogoii, im übrigen nac^h der Weise der VaJM 

KMj, Vr, 26. 1. 26, 27. 



Cup. 3. 

1. g&jati-ens tv& k'handasA karomt *ti pratbamam^ traishtübb< 
'ti dvit!jaiii, gftgatene *ti tftijam. 

Den ersten (Mabävtratupf) furml er^mit dem Sprucbe: ,Diuii 
das Gäjatrimeti-uim bilde ich di«.^b** (TA, 4. 2. 6); beim swettm 
(sagt er anstatt dessen): «Dur^hdas Tristhubliinetnuu% beim 
„Durch das Gagatimetmm" (TA. 4. 2. 6). 

2. api vä sarvair ekaikam. 
Oder (er fonnt) jeden einzelnen unter Recitation aller (dn^ 

Sprüche- 

3. makhasja rasnÄ *st 'tj upabilain rasnam karoti. ^ 
Mit dem Spruche: ,Des Makha Gurt bist du* (TA. 4, 2, C) 

befestigt er einen Gurt an der Oeffnung (des ersten Mabäviratopf^s 
bilapradege). 

4. aditi^i te bilaqi g^-li^ätv iti venuparva^d bilat^i karoti. 
Die Hnbluiig (des Topfes, bibim kukshib) stellt er mit ciaeBT 

Rohrstück her und sagt : ,Äditi erfasse deine Höhlung* (TA. 4. 2. «ij_ 
d. b. wohl: diese möge hübsch weit werden). 

5. tftljavelfi-m atinajati. 
Er verfertigt (die Höhlung) über die Grenze des dritten Ab* 

Schnitts hinaus. (D, h. die Ausdehnung des unl'ertigen T 
theilt er von oben nach unten in drei Abschnitte und hiihli 
selben dann aus über die Linie hinweg, welche den Beginn dm 
dritten Abschnittij bezeichnet, t^k" k a bilaip raahavirasja tttijav»44iii 
atttja najati} tridhakjftasja niLkhiLviräjimasja mukhadajo dy4v uin^u 
t|iijäip^asimäii|i k'a 'tigataqi karoti 'tj arthal;. tathÄ k'a baudh&janab ^ 
athä *6ja venukändena dvibhägam avavidhjatl 'ti). 

6. jävad daivattVja sauvishtak^t^a 'gnihotrftja bhakshayu pUup 
manjete 'tj aparam. 

Nach einer andeni Angabe (mache er die Höhlung) so 
als er sie für geräumig genug btllt (um den Gharma zu fa 
der die Speise bildet zum Daivata-, Sauvisht^ikrta- und Agniholi 
opfer (jfl-vad va bihirii trividhahomabhakshärthasja ghannasja dW* 
ranäja paijaptarti manjate tävat karuti). 

7. sürjasja haras4 ^r^je *tj uttaratah sikatAsu pratishtbij 
makho 'si 'tj anuviksbate. 

Darauf setzt er (den fertiggeformten Topf) mit den Woi 
^Brenne (d. h. troekuo) in der Somiengluth !* (TA. 4. 2. 6) im Noi 



. i.x 1 dt'ii Kies (in dem iiinliogten Rciuni. 2. U). behält ihn im. Auge 
wjka\ sprieht dazu: ,Der Makha bist du'' (TA. 4. 2. 6). 

8. evam dvitljaip trtijarp k'a karoti. 

In der gleichen Weise verfährt er mit dem zweiten und dritten 
^CAh&vira-Topf). 

9. tüshnim itaräiji. 

Die übrigen (zum Pravargja erforderlichen GefHsse, p&tr&nl 'ti 
^sha)^, formt er) stillschweigend. 

10. etaijä eva m^do dogdhre karoti hastjoshtlije prasek'ana- 
''A'ti jathä smg ada94&i 'vam. 

Aas diesem Thon nämlich bildet er zwei Melkkübel (dogdhre 
lolaoe, cf. 9. 3, 8) in der Form von Elephantenlippen (hast- 
iosh^hje hastjoshthäkäre), ¥ne ein Sruk'-Löffel mit einem Schnabel 
cmn Äosgiessen und ohne Stiel (aussehen vnlrde). 

11. varshija &dhvarjavaip pratiprasth&n&t. 

(Den Kübel) des Adhvarju grösser als den des Pratiprasthätar. 

12. &gjasthäli]|i rauhinakapäle k'a pariman^ale gho^aprak&re. 
Ferner (macht der Adhvarju 'einen Kochtopf für Schmalz und 

iwei kreisförmige Rauhi^a-Schaalen , welche airf einer Pferdefigur 
mhen (ghoto '^val), parimai^dalabudhnaghotäkärärohe ka kap&le 
Iburoti, jathft '^v&rütJhÄviva rauhinau bhavata^, 

13. gharmeshtakam kuläjinim iti jadi sägnikltjo bhavati. 
Auch, sagt man, einen Gharma-Backstein und einen nest- 

förmigen für den Fall, dass (der Pravargja) mit einem Agnik'ajana 
Terbunden ist. (Dieses geschieht bei jedem Opfer, welches sägni- 
Ititja ist, auch wenn dasselbe ohne einen Pravargja vollzogen wird, 
SchoL). 

Ap. 9^- ^^' ^^ zum Schluss: gharmeshtakam upadhäja kulä- 
jinlip, tajo^ pravargje mantrau. 

14. nä 'pravargje sjätäm itj aparam. 

Nach einer andern Angabe fallen diese beiden (Backsteine) 
W jedem Opfer fort, das nicht mit einem Pravargja verbunden 
ist. (Auf diese abweichende Vorschrift bezieht sich die Anmerkung 
^ SchoL zu § 13.) 

15. ^lakshi^lkarai^i^ ^lakshniktirvanti. 

Mit klebrigen Stoffen schmieren sie die GefiLsse ein, 
K&ti- Qr. 26. 1. 22. 

16. ahatak'aQ^&takair gavldhukai^ klltakäbhir veiiuparvabhir 
Mjene 'ti. 

Kftmlich: mit neuen K'an^ätaka-Kleidem (sie! k'an<}&takam 
^^•nrtrtvasanljo v&sovi9eshat), mit Gavldhuka-Gräsem, mit Süssholz 
(^iHakft jashtimadhukam iti naighai^tukä^), mit Knoten vom Bambus- 
rohr und mit Schmalz. 

22* 



(Kr Praimr^ja-Certmonw n. d. ApnstamfMi- Crautti^SiUm. 




17. vyshijo X^vttsja v'^^^ ^ärhapstje pradipja prnihAtni 
mahäviram yapubhjum pari^hja dliiipajali v^^hijo a^vm^ja nu 
asi 'ti. 

Hierauf zündet er Mist von einem Hengst auf dem Girli^^f'^^ni 
Altar an, berSuchprt damit den zuerst verfertigten MaliAvir.. 
den er mit den beiden hierzu bestimmten Holz«tü<.?ken irsuii- 
und spricM dazu: ,Mist von einem Hengst bist du* (TA. 4. '?. 1). 

Kätj. t;r. 26. 1. 24. 

18. evaqi dvitijiini tt^^ijani k'a dhüpaiati. tuslinlm : 
Ebenso beräutbert er den zweiten und dritten (]^I.*l.*.:i 

die übrigen (Gerlltbschaften jedoch) stillschweigend. 

19. ^apbiibhiam eva 'in i\rdhvatn iiiahAvirän adatte. 

Von nun nimmt er die Mahavira- Töpfe immer mit den {% 17 
genanutenj Holzstilckeu auf^ (um das Umfallen derselben zu Ter- 
hüten, Schob). 

20. agre^a gärhapatjam avaüuii kbatva lohitapak'an\jai^ soip- 
bh4rair avostiria iesbu rauhuvirin upavaharati. 

Oestlicb von dem Gärhapatja- Feuer grübt er eine Grubf, 
bedeckt di*'SH mit Stoffen (d. h. KrÄuteni und Hohem)» welch* 
Ijeim Kotben (resp. hier: Verl)reiinen) rotlj ülrben (jai^^ pakv&ni 
b>hitAjant(' te lubit4ipak'anijä.s tiiiakashtlinviijesha^) uud setzt UM 
M ah ävtra- Töpfe auf dieselben herunter. 




Cap. 4. 

1. ark'ir ast *ti prathamam. <;ok'ir asl *ti dvit^iarp, gjofif 
tapo 'si tij'tijatn. 

Den ersten (dieser Töpfe) mit dem Öprucbe : ,Plaiimie ht 
du*", den zweiten mit: ^GJuth bist du*, den dritten mit 
bist du. Hitze bist du' (TA. 4. 5. 2). 

2. tüshnim itarilnj anvavadbulja lohitapak anijai|? saipbl 
prak'k'hadja gärbapiitj»* mufigan ndipjo poshatj ark'ishe tv« 
etail^ pratimantrani pratidigam. 

Schweigend stellt er darauf die übrigen (GefUsse) der Bei 
nach (in die Grube) hinein und deckt sie mit beim Kochen rotl 
färbenden Stoffen /ai. Dann zündet er auf dem Gärhapatja Muflj 
Gras an und brennt damit (die Stoffe, welche die Grub^^ ftiUi 
unter Recitation der Sprüche: „Der Flanmie (weihe ich) dicji* u.8. 
(d, b. der in dieser Weise moditicii-ten § 1 geiiannteD. TA. 4. S. 
an und zwar mit je einem dieser Sprüche in allen vier Himmrf 
richtungPii. 

3. api vÄ sarvaili sarvatafc, 
Oder auch an jeder Seite mit :dlen (vier) Sprüchen. 



p 



b 



I 
I 



Oathe^ die Prntvtrqja* (fnmSS^. d. Äpastamba- ^rauta-SiUra, 333 

4. pfkkjaintkiäD nmitrjo 'pak'ariitj ahhi mai|i mahina divan\ iti. 

An die brennenden (Stoffe) tritt er, (Mist und Holz nach- 
werfend, (^akHkÄshthaksliepjklis t^artbo vjapilra upak'ara\i) mit 
einem Mitra- Verse heran, nömJich mit: ^Mächtig ü benagt er diesen 
Htmiuel . . / (tA. 4. 3. 1). 

5. uttarafft vä. 

Oder init dem folgenden j'an Mitra gerichteten Verse, d. h. 
mitrasja k arshanldbrtati etc.. TA. 4, 3. 2). 

6. pakveshu siddhjai tve 'ti dhi^bti adaja bbasniä pobja 
prathamakrtam raahaTiraip vaphablijai^i parigrbjo 'dvitsajati. 

Wenn (die OeschirTe) fertig gebrannt sind, so ergreift er mit 
dem Spruche : ,Zura Gelingen (erfasse ich) dich" (TA, 4, 3. 2) 
die he.iden Schürhaken, entfernt die Asche, fasst den zuerst ge- 
formten Mahavira-Tupf mit den beiden Holzstücken (wie schon die 
V^orgcbrift )]. 19 zur Genüj^'e besagt, ^japhsibbam eva 'ta ürdhvani 
iij eva siddhe punab (^vaphavak'anara adarärtbam) und nimmt ihn 
(aus der Grube) heraus. 

Kfttij. (Jr. 26. 3. 9. 

7. devas tvä savito 'dvapatv itj udvasja 'padjaniänab pi'thivjäm 
Ac& di^a Ä ppie 'tj uttaratab sikatasu pratishtbapja sürjasja tva 
kaksbusbik 'nviksba itj anuviksbate. 

Nachdem er^ibn mit dem Sprache: „Der Gott Savitar schaffe 
dich heraus!" (TA. 4* 3. 2. TS. 4. 1. G. 2) herausgenommen bat, 
st^Ut er ihn im Norden (von der Grube) auf den Kies, indem er 
dazu spricht: ,Obne zur Erde zu fallen, erfülle die Himmels- und 
Welt^egenden!'* (TA, 4. 3. 2) und blickt auf ihn hin mit den 
Worten: ,Mit dem Auge der Sonne schaue ich ') auf dich** (TA. 
4. 3. 3). 

8. evain dvitijani trtijam k o 'dvasajati, tdsbnlm itaränL 

Ln der gleichen Weine hebt er den zweiten und dritten (Mahä- 
rlra) heraus, die anderen (GescbiiTe) stillschweigend. 

9. athm *nan pradakshinain sikatabbili paijöhati 'dam aham 
amum ämusbjÄja^ara vi^ä pa(;ubbir bralimavark'asena parjiihaml 'ti, 
vi^e *ti r&ganjasja. pa(;ubhir iti vai^asja. 

Darauf umbSuft er sie von rechts mit Kies und spricht: 
.Hiennit umgebe ich den N, N.^ den Sohn des N. N. (hier ist der 
Name des Jagaraäna und des Vaters desselbiu einzusetzen) mit 
Ünterthanen, mit Vieh, mit geistlichem VoiTang"; d. b, (,»mit geist- 
lichem Vorrang* sagt er für den Fall, dass der Jagamäna ein 
Br&hma^a ist), ,mit ünterthanen* für einen R&^anja» ,mit Vieh* 
för einen Vaiga (TA, 4. 3. 3). 



) Die Zftrdehnong von v oiid J (wi<> hier anurikihAte) in den Taitüry»- 
Bficbem ifft to b«kiumt, dJM in der Folge hierauf besonder» binsuweiseQ kaam 




I 



334 thirbt, (ik PravargJa-Otrm^Hk^ «, d* 



lü. athai 'mm ]>rablidt.enä 'g&ijeyasÄ k'litJ?»**'^ giynire 
k'hiindasu k'hj-riadiiii 'tj etais tribhiatribhir ekaikam. 

Er beg"iesst die Mahavira-TiVpfe nun in gehörigem M 
Ziegenmilch, jeden Pinzehieu unter Recitation je dreier 8| 
von dem S|in.iche: ,Mit dem (Jajatriraetnim hegiesse icli dich* %d 
(TA. 4. 3. 3 , *.atni gäjiitrene 'tjtidi imva jyguijishi trigitrivi vi- 
bhagja trikätti"ikät prathamais tribhili pratbamaip loahaviraju k hp;»*!- 
ti » mudhjimiair dvitijam , uitaniais trtijain, jathä cnjatrf^OA t 
khandasä k'hnjadmi, k'hpnittu Iva vak, k'hrndhi vak tun itjadi) 

11. ,api va sarvair ekaikaip, tushnim itaraQu 
Oder auch jeden einzehien ui^ier Recitatioa aller (neun Sprüche) 

die übrigen (Gefässe jedoch) stillschweigend. 

12. nthiii 'iiiln k^shoriginn npaiiahjä 'sagaÜ deva puitM;k'iiri 
saghjjlgani tve 'ti. 

Darauf bindet er sie in ein schwarzes ZiegenfeU und h&ngt 
sie aul* mit den Worten: ,0 vorauischreit^uder Gott^ möge i 
im Stande sein dich zu tragen" (TA. 4. 3. S). 

13. uparishtatkula esha matitro hhavat! \j aparam. 
Nach einer andern iVngabe ist dieser Mantra erst in dem ( 

diesen Act) folgenden Zeitraum zu verwende». 



At- 

1 

e)J^ 



Cap, 5. 

1. pravargjena prak'aiishjimtal; sanivrnvanti dvära^i. 
Wenn man den rravargja volkiehen will, verschliesst 

die Thore (der ümfriedigung) 

2. pari^rajanti patnjäh. 
Und verhüllt den Ort vor der Gattin (des Jagamljia, Jst 

svasthänasÜiaja na d^-i^jate pravargjat). 
Kätj. Qr. 26. 3, 2. 

3. pa^k'&d dhot-o 'paviyati, pui-ast&d adhvarjur, dakshiQt 
brabma jagamanah prastotä k'o, 'ttaratali [iratiprasthAtA *gni*lbr»ck'l 

Im Westen (vom Khara, d. h. dem Erdaufwurf, auf welch« 
nachher die Geseliirre zu stallen sind, pavk'ad dakshipata itji 
kiiaräpek-shaja drasühtavjam) setzt sich der Hotar nieder» im 
der Adhvarju, im Süden der Brabman, Jagamana und Prastot 
im Norden der Pratipnisthatar und Aguidhra. 

4. madantir npaspfcja prathamen^ 'nuvakena ^^tiip kflti 
*grena garhapatjam darbhin saipsttrja teshu mah^Lvir&n uplvtthänit] 
deva pura^,k'ai*a saghjtUam tve 'ti 

(T>er .Vdhvarju) benetzt seine Hände mit heissem Weisser and 
beugt üblen Wirkungen vor durch die Recitation de» ersten Ann- 
vÄka (des vierten Prapathaka des Taittirija Ar.; dieses ist auch 
stets in der Folge zu ergänzen; cfl 12. 3; 20. 2, 5). Daivnf 





Garbe, die Pravargja-Cer&nonie ». d. Ai}*wkifnMa- (JraiUa-Süira, 335 

it er ustlich vom Oärhapatja Griisbüschel lii» und setzt die 
Mabävira-Töpfe auf dieselben nit^der mit dem Sprache : ,0 voran- 

■ schreitender Gott^ möge ich im Stand« sein dich zu tragen" (TA. 

■ 4. 3. 3). 

■ K4^. 9r. 26. 7. 58. 

^^^K 5. uparishf^tk&la esha mantru hhavatt 'tj aparam. 
^^^P Nach einer andern Angahe ist dieser Mantni erst in dem 
(auf diesen Act) folgenden Zeitraum zu verwenden (uf, 4. 12, 13). 

6. ntrai 'va sarvam jiarigharmjain. 
Dorthin (setzt er) auch das gesammte Gharma-Gerätb (nieder, 

up&vaharati 'tj anvajah). 

7. athau 'dmnharaiii, sainrftd^sandvm iiitarain. ra^äsandjä var- 
shijasim eke samäiuananti, maurigibhi raggubhir eltasaräbhir vjutam. 

Dann Holzstücke von einem Udumbara-Baum und weiter nach 
unten den aus einsehnürigen Muflga-Stricken geflochtenen Stuhl 
für den Gharma (samrädasandi), der nach der Angabe einiger grösser 
sein soll als der Stuhl für den Soma (rägasandi). 

^8. k'atasrah sruk'ab. 
Vier Snik'-LöfFel (legt er dazu, pdrvavad anvajalj). 
9. dve anishtubdhe. 
(Darunter) zwei mit unausgehöhlter Mündung (täsu dve ana- 
dhabile bhavatah SchoL, stubhnati nisbkoshane Dbätup. 31. 7). 
10. mshtubdhajor varsMjasj upajaniani [jrokshanidhänjat)* 
Der Untersatz (upajaroani) sei länger als die beiden aus- 
gehöhlten (Sruk') und als der für das 8prengwasser bestinuote 
Löffel (prokshajijdhänt ; specieller der SchoL: itanijos tu nisbtii- 
bdhajor hrasijasl prokshanidb/lni, varshijasi tv asj& upajamani bhavati). 

11. sruvau tjaphao miibävtrasaiumitävraskjau dhrsbti raetbiifi 
majükbän sha^ ^akalan käntakim k'a samidhaip trajoda^m vaikaA- 
katan paridhin vaikaiikatAni gharmendbauäini khädirflpi päia(,*^nj 
audumbari^j arkamajäiji kärshmaijaniajäni vainavani <;amimajani va. 

(Femer legt der Adbvarju dazu, püxvuvad anvaia]^) zwei 
Sruva-Löffel, die beiden Anfass-Hölzer , zwei abgeschnittene Holz- 
stücke von der Grösse des Mabavira (tajor — sc. ^aphajor — jah 
piade^as tadgrahanilrthain av^k jäte s» avraskjubj, die beiden Bchür- 
haken, einen Holzpfosten (zum Anbinden des Rindes, drei) Püöcke 
fzimi Anbinden des Kalbes, der Ziege und des Zickleins), sechs 
Spfthne und Brennholz von einem Dornstrauch, di'eizehn Holzstücke 
von einem Vikaiikata-Baum zum Umlegen des Altarfeuers und 

1 Brennholz zum Erhitzen des Gbarma vom Vikaükata^ Khadim, 
FallL^a, üdumbara, Arka, Ktohmarja, Bambusrohr oder der <yami 
K&tj. gr. 26. 2. 10; 3. % 



I 



12. trini kürshijäginäni dhaviträni ^uklakfshnalom&ni. 



336 Gnrht*^ dir Ptffvarfjßa- CffrertumU n. d. AjprtMtfimla- (^ 



(I>azu) drei Fiicher uns schwarxem ZiegenMl mit weisseo ond 
schwarzen Fransen. 

Katj. gr. 26, 2, 10. 

13. teshäm vaJnava dMn4^ bähumiitra bhavanti 'ti vi 
Es wnrd gelehrt, dass die Griife derselben aus Bamb 

Tuid von der Lange ©Ines Armes sein sollen. 

14. auduinbaradandäni 'tj aparam. 
Nach einer andern Angabe jedoch haben (diese Fttchor) Grifii 

aus Udmubara-Holz. 

15. dvau mkmiiU ntgatasuvarnau. 
(Fenier logt der Adhvurju durtliin) zwei Pbitten, eine 

und eine goldene. 




16. ^atamänaii biiavatah. 

Biese sollen je hundert Mfina wiegen, 

Kätj. gn 26." 2. 10. auch für die fgg. 



zu YgL 




17. atba niauilgani. 
Darauf die aus Muflga-Gra» zu verfertigiendeij Qegenfitäii<ip. 

18. vedau. 

Nllnilieh: zwei Veda-Büschel, 

19. tajor anjatarali pariv&sitalj. 

Von denen der eine riiig«uni bt^schnitten sein muss; 

20. abliidhftniin nidäne trini vi<;ftJth»d&n[)äni prabhüt4n muög»- 
pralavan , rauhinajoli pishtAnj apbalikrtänatn , kharebhja^ sikfttl 
niaufige pavitre dai'lihamaje itj aparam. 

Einen Halfter fzmn Anbinden der Kuh)» zwei Stricke 
ZusaiTiHienbiuden der Füsse), drei Fesseln mit je zwei Enden 
einer Seite (I>-^ , zum Anbinden des Kalbes u. a. w., v; 
bandbanarthflni dvi^iraskfl,ni dfl.mäni vifjakhadllmRni). von selbst g(ß 
knickte Mufiga-Huliue in reichlicher Men^^e (muftgat(iiäni f^vajaip' 
^•hTi!\ni muugapralavfi.h)^ in die beiden Rauliiria-I Schalen, c£ »5 
Mebl von migehülsten (Reiskonieni, tanduiriuam), femer Kies 
Aufweifen der Kbani (kharebhjah khar&rihanjl und zwei »Seiben 
Mufiga*, nach eint^r andern Angabe jedoch aus Darbha-(KuQa*)G 



21. prokshaniuäm äv^tä prokshapit samsk|-tja brahm. 
toaantrajate. 

Nachdem (der Adhvarju) darauf das (nach 2. !> ,heisse^) 8p 
wasser in der Weise, wie dasselbe herzustellen ist-, zubereitet 
redet er den Brahman an (und lilsst dazu folgende Aufforde: 
ergehen 1: 

Kätj. (>. 26. 2. 11. 



) (ZUM 

ien JM 

ajaip' 

;pm)tf^ 
«t hS 




tue Pravargia-Cermumü n. d. Aptuiamlni- ^raiän-SAtru, 337 



Cap. 6< 

1. brahman pravariageiia prak'arishjiimo, hotar gharmam abhi- 
iahjf agoid rauhinau puroiJä<jäv adlii^raja, pratiprasthlitar vihara, 
Sstotah sAinani gäje 'ti. 

I' „0 Brahman , wir wollen den Pravurg)Ji vollziehen ! Hotar, 
Wise den Gharmal Agnid, setze die Raiihiiia- Kuchen aufs Feuer! 
»tiprastbatarj vertheile die Feuer! PrastotÄr, singe die Saman 1" 
JA. 4. 4- 1). 
( KMj. <;!r. 26. 2. 11. 

I 2. jaöiir juktam sämiibhir äktakhani itj up^m«;ii Tilvo *m 
ftravantah prak arate 'tj uk'k'air anuganati. 

■ (Der Brahman) spricht leise : »Der Jajirns-f^pnich ist angeschirrt 
li den SÄinan- Liedern und seine Ächsenhöhlung geschmiert* (TA. 
4. 1) und jü^iebt dann seine Zustimmung Uur Austeilung des 
tüvarcria), indem er mit lauter Stimme sagt : ,0m. mit Indra ver* 
at vollzieht ihn!" (TA. 4. 4. 1). 

I 3. prak arate 'ti yL 

I Oder auch nur : , Vollzieht ihn 1* (indravanta itj et&vato lopab), 

^<|. janiAja tva makhäja tve 'ti sarvaip pangharmjam abhi|)ur- 
^rarih prokshati. 

J Mit den Spriichen: ,Dem Jama (weihe ich) dich, dem Makha 
fch, u- s, w." (TA. 4. 5. 1) besprengt (der Adhvarju) dreimal das 

Iamnit« Gharma-Geräth nach der Reihe. 
Kay. Qr. 26. 2. 12 — 14, 
5* prokshit4ni vjajätajati. 
.^ und stellt daim die besprengten Gegenstäode gesondert hin 
^ätajati vibhagja gamajati). 

' ö. adhi(;rajatj öignldhro rauliinau puroda^;au tüöhnim upa- 

1 Der Agnidhara setzt die beiden liauhina-Kuchen (un Ahava- 

(k- oder G&rhapatja-Feuer) auf, naebdiiu für dirselb^n still- 
weigend die erforderlichen Vorbereitungen g^^trotfen sind iixi- 
upak'aritav iti dhrshyädanädibhasmavjöbanautü vidhis tü- 
bhavatl 'tj arthab). 
K&tj. (;'r. 2t>. 4. 6. 

Y. etasmin käle pratiprasthalta danrihomasai|iskäreijÄ 'gjani 
iskaroti. 

In derselben Zeit bereitet der Pratiprasthatar das Schmal/ 
i nach der (im G^hjasütra beschriebenen) Weise der Darvihoma- 
(irä^tung. 
„ Kätj. gr. 26. 2. U), 

8. uai 'tasja satpskäro vidjata itj aparam. 



338 <^^*rhe, dU 



'C&rettiatt»e 



Nach einer andoni Angabe ftillt die Zubereiiuug 
Schmalzes fort. 

9. aira dadhj adliigrajati. 

Dann setzt (d«r Pratiprastliätar) saure Milch (auf das Gir- 
hapaija). 

10. uthai 'tarn samraiirigandini adaj^ 'gTei^4 'havonijain par- 
jahrtja purastäd ra^'A-saiidjah sädajaii. 

(Dfr Adbvarjii) Lvinimt darauf den (5, 7) beschnebenen St 
för den Gbamia, drebt ihn östlich vom Abavanija um und fit 
ihn vor den Stuhl für den Somiu 

gat Br. 14. 1. 3. 8. Katj. Qr. 26, 2, 17. 

IL tasjani kr&hnaginaiu pnik'ina^ivam uttaraJoma 'stirjl 
tasminn aprakWanfjau raabaviniv upavaharati deva pura^k' 
saghäsatji tve 'ti. 

Er breitet auf deoselben (den Ghamia- Stuhl nämlich) ob 
schwarzes Ziegenfell mit dem Hals uach Osten und den HAArpo 
nach oben hin und stellt auf dieses die beiden Reserve-MahÄvin* 
Töpfe nieder, indem er sagtt ,0 voranschreitender Gott. xnQg« 
ich im Stande sein dieb zu tragen* (TA* 4. 3. 3). 

Kätj. yr. 2t5. 2. 17. 

12. uparishtütkala esha mantro bhavatl 'tj aparam. 
Nach einer andeim Angabe ist dieser Mantra erst in dem 

diesen Act) folgenden Zeitraum zu ve!*\^'enden (ef. 4. 12, 13; 5. 4. 

13. athai 't&ip methim majukhän viväkhad&raaiil *tj &dl 
grena botaran^i gaghanena gärhapatjam dnkshinajiV dvaro 'panirb 
dakshineua daksbinam dvärani methlqi nihanti hotuU samiksH^ 

Darauf nimmt (der Adhvarju) den (5. 11) genannten H 
pfosten, die Pflöcke und die Fesseln mit den Doppelenden 
der einen Seite (cf. 5. 20) und trilgt sie, dem Ho^* das 
und dem Garhapatja den Hucken zuwendend, durch das södli 
Thor (aus der Uni hegung) heraus und schlägt südwärts von 
südlichen Thor den Holzpfosten ein, so dass der Hotiir auf 
blicken kann. 

Katj. gr. 26. 2. 15. 

14. etasjai Va dvarasja pArvasjw dv&rjäjai dakshi^ato rmtfil^ 
<;aAkum, 

Südlich von dem östlichen Flügel dieses Thores dmi Pflock 
zum Anbinden des Kalbes (cf. 5. 11). 

15. etasjai V& parasfai dy&rjrijai dakshiijato 'g^j^ abbjantArs 
Südlieh von dem westlichen Flügel dieses Thores, aber weiter 

nach innen zu fd. h. in mehr nördlicher Richtung von dem § 14 
genannten Pflock, abhjant^ram iti vatsa<;ankor uttarata ilj axtba^ 
den Pflock) zum Anbinden der Ziege; 



16. uttarato burkaräja. 

(Uud davon weiter) nördlich den für das Zicklein. 

Anm. I>i« Pfltieke mUaaen nläu otwa in dkaor Gnippining iiuf der Süd 
d. h. der Aifcü«iuei(e de« «Üdliehü^n Thorp» ittehen: 

Q mothi 

^B O A^a^HÜknfa 

^M O bftrkAr&^Ankuh 

^■^ Ost ^^=-H -II — - h - West 

Kadh 



pfirvÄ 
dvftrjä 



ftparA 
dv&gä 



dukshiimin dvärun 

17. t^shu vi^ukliadämäni vjöjjätajati. 

An diese (drei) PHöcke vertheilt er die Fesseln mit den 
oppelenden an einer »Seite (teshu (^ankushu vj&jätajati viUitja 
dhnati). 



18. tai^ eva vj^jatitAni bhavantj o *dväsan4t. 

Diese Stricke nun bleiben dort angebunden bis zum Scblachten 

Fr Thiere), 
19. tAir enan käle badbnantL 
An dieselben bindet mau zur Zeit (des Melkens, k41e dohana- 
e) die genannteD (Tbiere) an. 
20. tatab khar^n upavapati. 
Hierauf hliuft (der Adbvrirju) die Khiira auf. 
21. uttare^a garhaijtjam ekara, uttare^ä 'havajiijam ekam. 
Eineu nördlich vom Gärbapatja und einen nördlich vom 
Ahavanija. 
K KAtj, gr. 26. 2, 16. 

22. ottÄrapürvaiii dvärani pratj uk'k'bishtakharaTji karoti 
bal^jato ni^shek'anavmitam. 

Iln der Nähe des nördlichen oder südlichen Thores (pltkshi- 
lbitv4d dv4rasja tatho 'ttarapör\^am aväntaradet^^am prati 'tj eva 
jbhäradv&ga]^ , tatho 'ttare (jalämanrjida itj eva baudhäjanah) ver- 
ferdgi er einen Khara für die Ueberbleibsel (uk'k'hishtärthah 
khars^ uk'k'hishtakh:iriiti , ghiirrnok'k'hisht^kshälanartha itj arthal;) 

»mit einem Abguss an der Aussenäeite ^btlhjato tiihsbek'anavantam 
iti babjatab kbarastliaiidiläd ardharimirgamauamdrgo jasja sa tatho 
Tcta^), 

K^tj. gr. 26, 2. 16. 

23* uttarenä liavmiijam ^ftadadhj asadajati. 

Nördlich vom Ahavanija stellt er gekochte saure Milch hin. 



Garötf die Ptavargji 



«. d, AjMstatnf*'* rV-i*»M -K^ 



Cap. 7. 

1, gakalftn kaiitakiin k'a samidlmm. 
Dazu die i^. 11 geiiaiiiden aechs) Späfane und BrennboU tob 

einem Dornstraue h. 

2. atliai 'tarn prak aranljarp mahäviram (;aph&b]^&iii paiigi;!^ 
'prak'k'hiiiDa^ena vedeno 'parishtüt sammarshti deVB pon^ktn 
saghjflsajp tve 'ti. 

Darauf nimmt er d»m in wirkUcbeui Gebrauch befindlich« 
Mahäviru mit den beiden Anfassbolzeru auf, kehrt ihn oben mit 
demjenigen Veda-Biischel ab, dessen Enden nicht verkürzt siiwi, 
(cf. 6. 18, 11*) und spneht dazu: ^0 voranschreitender <iolt, 
möge ich im Stande sein dich zu tragen* (4. 3. 3). 

3, prÄiiaja svahil vjAnAja svahe 'ti sruve^Ä liÄvanije saptjii 
'kuda^a vfi prflnähutlr liutvii, devas iyh sa\\i^ madhvä 'naktv it 
sniveno *parj aharaniie mabaviram aktvA, prthivim tapaaas tr - - - 
'tj aparasBiin khare rugatam rukmaii^ nidhäjü. pratisbtbapja 
vlrani atijasmai va pradaja, dvajiiu Eiiufigapralav'rm ad/kJA daLi^k 
^e^8ham agräiji garhapatje piiidipajatj ark'isbe tve 'ti» teshani igtitr 
utt^reshätp mülani (,^i>k'isbe tve 'ti , tesbäm mülair daksbii^edklip 
mdl^ni gjotisbe tve 'ti, t^eshaip niülair uttaresb&tn agra^i taptM 
tve 'ti. 

Mit dem Sprache : ^ ,D<^m Einathmen SvÄbA ! Dem Lebf dj • 
hauch Sv&ha! ..." (TA. 4. 5. 1) opfert er mit einem Sniva* 
Löffel ins Ahavanija-Feuer sieben oder elf Opfei^ben filr den 
Athem und reibt über dem Abavanlja den Mahavlra ein mit dej 
Spnicbe: ^Der Gott 8avit'ir salbe dich mit Süssigkeit!* (Ti 
4. 5. 1). Darauf legt ^er mit den Worten: ^Bewahre dip 
vor der Erbitzung" (TA. 4. 5. 2) die silberne Platte (cf. 5. m 
auf den westliehen Kliara und stellt den Mah&vira dar»uf. 
reicht ihn einem andern. Nachdem er beide Hände voll Muöj 
Halme (cf T), 20) genommen hat, zündet er die Spii 
der rechten Hand betindlicben (dakshiriesbäm dakshi^iahft 
evam uttareshara iti. s. weiter miten) am Gärbapatja-Feuer au mit 
dem Sprache: ,Der Flamme (weihe ich) dich!", darauf an dfTr» 
(br«^nnenden) Spitzen die unteren Enden der in der linken Hand 
befindlicben (Halme) mit: „Der Gluth dich !% an deren untew* 
Enden wiederum die unteren Enden der in der rechU^ Häw! 
befindlicbeii (Halme) mit: ,Dem Lichte dich!" und schliesslich 
an deren unteren Enden die Spitzen der in der linken fiaod 
befindlichen (Halme) mit: »Der Hitze dich!" 

K&tj. gr. 26, 2. 19, 20; 3. 4. 

4. tan vja&tan upari rukme nidadhatj ark'ir aai , 90k ir 
gjotir asi, tapo Vi 'ti. 

Er legt diese (brennenden Hahne sodann), theilweise mit 
Spitzen nach vom. tbeilweise nach hinten gekehrt (yjasUa k4ip^ 



frorhf^ tli> P^rm^rfifa'Cei'emonir u, d, A^taMUimlto- (*rnuta-SAtra , 341 



1' iri itiiruii pratjaga^Tiiii) »uir di*^ (sillieme) IMattf^ Jiifdf^r und 

>] , Flamme bLst du, Glutb bUl du, Lk-bt bist du, Hitze 

bist du* (c£ 4. 1). 

5. saipsidasva mahaii asi *ti tpsbu mahavtram pratishth^^ui^ 
'fi^aotl jaip prathajarita iti sruvena mahaviram anaktj aldiipüra- 
jati va- 

Mit dem Spruche r ^Lasse dlcli niodet; gross bist du* (TA, 
4, 5. 2) stellt er d*'n Mahnvira auf die Halme niedpr und be- 
streicht denselben oder füllt din an, indem t-r spnclit: ,Den sie 
«nabratend besalben . . .* (TA. 4. 5. 2). 

KÄtj. ^t, 26. 8, 3, 4. 

6. adbjadhi niahaviraiu asaTnsp|*van jag-ainfmab pninlc'aiii prä- 
de^airi dharajänuino gapatj anudhpbja purastad itj etuir jatbuHiigam. 

Nabe über d^^ii Maliavira, jedoch ohne denselben zu bertibren, 
bält der .Tagamana seine ausgespreizte Hand nach Osteri gewendet 
und beflüstert den (Topf) mit einem der Sprüche : , Unantastbar 
bist da im Osten . . ." (TA. 4. 5. 3) je nach den verschiedenen 
Himmelsgegenden (jathalifigam iti tattaddiglingair mautt'ai«; tatra 
l^bh^» itj arthal;^), 

K&tj. gr. 26. 3. 5, G. 

7. manor a^vA 'si bbüriputre 'tl uttaratah prthivlm abhimr^;ati. 
Bann berührt er mit dem Sjmicbe: ^Manus fruebtbare Stute 

\\si du . . .* {jL 4. 5. 4) die Erde im Norden, 
lUy. (?r, 26. 3. 8, 

8. siddhjai tve 'ti db^shti Adatto 'dbvarjiili pratiprastbata k'a. 
Mit dem Spruche: ,Dem <JeUiigeti (weihe ich) dich !" erfassen 

|(k'hundu^ai|i panksmaipadam) der Adhvarju and Pratiprasthatar die 
leiden Schürhaken. 

9. tapo shv agne antaran amitran iti gärhapatiäd udik'o 
Vkg&ran nirühja k'ita stha parik'itu iti pradakshinam aiigarail> 
paijtihja. 

Mit dem Verse: ^Verbrenne gründlich, Agni, die Feinde in 
der Nähe . . .* (TA. 4. 5. 5) schieben sie beide die Kohlen nach 
|l«ürden zur Seite und umbSufen (den MabavSra) von rechts mit 
Kohlen, indem sie sprechen: ^(leschichtet seid ihr. ringsum ge- 
schichtet , . .* (TA. 4. h. 5). 

K&tj. V>- 2Ö. 3. 9, 



Cap. 8. 

1, vaikaßkataih paridhibhih pandbatiab. 

Sie umlegen deflselbeji »di l'aridhi - Hul/,eni von Vikaiikat4i 
fcf. 5, 11). 

Kätj* Qr. 26. :i- H. 



342 Gnrbe^di^. 



& n. d, ÄfHiMtfimho' 



2. mt\ ast *ti pr&tlk'dv adhvaijiir nuiaduim , prama o^i \] 
udaök au pratiprasthata. 

Und zwar legt der Adhvarja zwfi nach Osten gc-- 
Südt^Ti iiad Norden, pröfik'iui daksliinatÄ uttiirata^k'n ) 
den Worten : „Miw^iss l>ist du*; und der Pratiprsisthritiir xwei uadj 
Nordtjn gewendet (im Westen und Osten, udiißk'au pu^'kM |ttin» 
t&k'k'ö) mit den Worten : .ilrundmaass bist du* (TÄ. 4. 5. 5). 

3. evom ava(;^islit4nam pürve^aplrveinia mantre^Ä ^dliTVJiir. 
uttoreijottarena pratiprasthata. 

Und ebenso von den übi*igen (Paridhi-Hölzem) der A'Ii 
jedesmal mit dem (§ 2} erstgenannten Mantra^ der PratiprÄaüuii.». 
jedesmal mit dem zweiten. 

4. adhvarjur eva dakshinatas trajoda^am nidadlia^ anlAnk« 
sbasjÄ 'ntai'dhir asi 'ti. 

Der Ädbvarju legt dann im Süden das dreizehnt« (Holutück) 
nieder und spriebtr „Des Luftraums Umhüllung bist da* (Ti 
4. 5. 6). 

5. divam tapasas trajasve 'ti sauvargena rukme^A pidhiji 
*bbir girbhir iti tisrbbir abhimantrja dbavitränj {idatie, gijatnua 
asI 'ti prathaniaiii , traisbtubhaoi asi 'ti dvitijarp , j^ägatam aii ti 
trtijam. 

Er bedeckt darauf mit dem Spruche : .Bewahre den Hiiniitfl 
vor der Erhitzung** (cf. 7. 3 und TA. 4. 5. 6, den Mah&dr») 
mit der goldenen Platte (cf. 5, 15) bespricht ihn mit den <Jr«i 
Versen: ,Mit diesen Liedern . . / (TA. 4. 5. 6) und nimmt ik 
Fächer (cf. 5. 12 fg.) auf. den ersten mit dem Spruche: J)« 
Göjatri- Metrum bist du", den zweiten mit: ^Das Trislitubb-Metrow 
bist du", den dritten mit: ,Das Gagati*Metrum bist du* 
4. 5, 7j. iDie beiden Metalli>latten sollen aUu für den MabÄi 
als Grenzsübeiden gegen Erde und Hinuuel dieuen). 

Kätj, gr. 26.3. 11. 

6. tajr enaip trir ürdhvam upavä^ajati madbu mtulhv 
Mit diesen befiiuhelt er den Mahävlra oben dreimal 

spricht: ^Süssigkeit ! Süssigkeit 1" (TA. 4. 5, 7). 
Katj. V'r. 26. 4. 2. 

7. tesh&m ekara pratiprasthitre prajaklc ha^ , ekani ;Vt^» 
dhräja. 

Einen derselben reicht er darard' dem Pratiprastb4tar , vb'i 
dem Agnidhra. 

Katj. gr. 26. 4. 3. ^ 

8. agntdhraprathamäs tril;i pradakshii^am (lrdllTi9t 
vantttb parijanii. 

Diese (drei) mit dem Agnidhra vuran gehen dreimal tOB 
rechte her (den Mabi^vira) oben anfILcbelnd um denselben herom. 
Katj. gr. 26. 4. 3. 



Garttf^ rite Pravarfijn-Cerfmrmie n. d. Aj^antamhn- Crauia-Sütrn, 343 

9- tAiii abhiiiiiikht\h i>agiipüvi(,'ant], pai*astAd adlivarjiir, clak- 
shinatah pratiprasthato, 'ttaratu iiguidbrali. 

Darauf setzen sie sich, iTiit dera Besicht ihm zai^c wendet, um 
ihn lienira, im Osten der Adhvjuju, iui Süden der PratiprusfhäUr, 
im Norden der Agnidbra. (Im Texte des SchoL muss dükäiiiDutali 
pratiprasthitä fehlen; denn er sagt: pratiprasthätii tv ntra dakshi- 
nata iti ^esba^). 

10. avjatishaijgam tlrdhvaqi dUdnvanta^, pranavaih sarpradba' 
jauia indhänäh samafi^anto vägjatil äsate. 

(Mit den Filchern). welche sie nicht vertauschen (avjutishan- 
$^in iti dhavitränj avjatisbaganta itj arthah) befttcheln sii* oben 
(den Mahivira), ehren denselben ( saiprädhajantah sanibh:\vajantab) 
dorch wiederholtes Hersagen der Silbe ^om*, zünden das Feuer 
■n, reiben (den Mah^kvlra) ein und bleiben stillschweigend sitzen. 

11. pra^alite mkmam apadatt^ iti vigflajate. 
Es wird gelehrt, dass (der Adhvaiju) beim Aufflammen (des 

Feuers) die (goldene) Platte abnehme. 
Kiltj. Qr. 26. 4. 5. 

112, jatra Ijhigänati jabhir vartik&iii grasitam aiiiufik'atam 
Jti, tad adhvarjur mahavlram abbimantrajate diw^a prak ir da^a 
bUiiäi dakshiije 'tj anuvakena. 
Weim (der HotÄr) es mit dem Halbverse: «Mit denen die 
Terschlungue Wachtel ihr gelöst. . .* (RV. 1. 112. 8, c) gutheisst. 
so bespricht der Adbvarju den Mahävira mit dem Anuvaka: „Zehn 
(Flammen) strahlest da nach Osten, zehn . . »* (TA. 4. 6), 

liJ. jatra *bhigi\n&tj apnasvattm a<;\'iiifi väk'am asme iti tad 
upottish^Ann adhvarjur aha nik'ito gbtirina iti. 

Wean es (der HoIat) gutheisst mit dem Vei*se : ^Maeht, o 
■A^vin, unser Woii- erfolgi'eicb . . .* (RV, 1. 112. 24), so erbebt 
»ich der Adhvarju zu ilim hin und sagt: »Der Gharma ist tvon 
der Gluth) bestrahlt*^ (TA. 4. 6, 2). 

KAtj. gr. 26, 4. 10. 

14, adhvaijuprathamä anabhidbüovantiis tril.i pratiparijanti. 
Darauf gehen sie mit dem Adhvaiju voran (cf, ^ 8) ohne 

(den Mahävira) anzufilchelü in umgekehrter Richtung dreimal um 
jelben herum. 
Kätj. gr. 26. 4. 5, 11. 

15. dhavitraijj &dAj& •dhvwjah pratiprastbätre prajak'k'hati, 
pratiprasthato *gTenÄ 'havanljaip parjähiija sami*adäsandjäm 

jatL 

Der Adhvarju nimmt die Fächer an sich und jeicht sie dem 
Praiiprastbätar , welcher sie im Osten um das Ahavanija-Feuer 
B fienuntragt und dann auf den Clharma-Stuhl niedei'legt. 



344 Offrbßf die Pravargjn-Cermnowf n. *l. Afttiftiftwhn* CrfnU^LtSufra. 



16. jathälokam avasthäja saiTu itvi^^y jiij^auiaii;tvk » üiii- 
jaiito inahAvirani uvekshaiite 'iiagam gopAra iti. 

Auf ilireni bestimmten Platze (jathälokam jatkästhanftui) »lelnwi 
schanen nun alle Pnestc?r und dt^r Jagamunu auf den MAbivin 
hin und sagen die Sprüche : ^Ich sab den Hirten . . .* iTA* 4. 7rf 
auswendig her (adhijauto 'dhljänätj). 

17. anuviikaj^^eshatn tu pari^rite pratiprasthätA patotip TikV^ 
jati tvashthnaii t+* sapejo *ti. 

Den Schluss des genannten Annvaka von den Worten: 
Tvaslitar vereint will ich dir anhangen . . .* (TA. 4. 7, 5) 
der Pratipiasthätar die in die Urahegung hineingeführt« 6i 
(des Jagamana) liersagen. 

K&tj. gr. 2Ü. 4. 12, l:J, 



C&p. 9. 

L tatah saippreshiatj agnid niuhinau puro^i^V 
Darauf lilsst (der Adhvarju) die Aufforderung ei'gehen: ,Agni<ll^ 
setze die beiden liauhina- Kuchen nieder I'' 

2. anishtubdhajolj snik'or upastlrnÄbbigh&ritau poro^^lt 
&sädajaii, dakshinani paridhisandhitn anv ekam, uttaratp pandbi^ 
sandhim anv itaraiii. 

(Der Agnidhra) setzt die beiden Kuchen, bedeckt mit 
beiden unausgehöhlten 8rak -LiiÜeln (cf 5. 0) und (mif Sclmi 
beträufelt, nieder, den einen auf den südUchen Paridhi-Haufiiu, 
andern auf den nördlichen Paridhi-Haufen (cf. 8. 2). 

KatJ. gr. 20. 4. % 

3. sävitrena ra<;anäm ädaja, *ditjai rasna 'st *tj abhitnuntf 
pürvaja dvaro 'panislikramja trir upain^u ghannadugham iih?{ 
'da elij adita ehi sarasvatj eh! 'ti. 

Mit einem an Savitar gericlitet-en Spruche nimmt {i 
Adhvarju) nun den (xum Anbinden der Kuh bestimmtea) Ha 
(ni^anii 'bhidhilnt, so. den 5, 20 genannten), spricht dazu 
Aditi Oui-t bist du" (TA. 4. 8. 1), gebt durch das östliche '11 
heraus und r\ift drt^iimil mit leiser Stimme die Kuh, welche di** 
Gharma-Mileh liefert-, heran: ^Ijä, komme! Aditi» komme! S«*«' 
vati, komme!- (TA. 4. 8. 1). 

Kätj. Qr, 26. 5. 1, 3. 

4. pi*atjetja, dogdbre uidane itj ad^ja, dftlcshi^iya di 
'panishkramja , trir uk'k'air asav ehj asAv «hj asAv ehl 'ti j« 
niima hhavati. 

Darauf geht er (in die Umhegung) zurück, nimmt die bei( 
(S. 10) beschriebenen Melkkübel und die zwei (5. 20) genannt 
8ti*icke, geht durch das südliche Thor hinaus und ruft dreimil 



IfmHamha^ (Jrttuta-Sittra . 345 

it lauter Stimme (die Kuh) mit ihvinn wirklif^Imn Namflii: ,Du, 
. N. (z. B. Gaft^\ Schol.K komme! Du. N. N., knmmn! Du, 
N., komme!* (TA. 4. 8, 1). 
Katj, gr. 26. 5. L 

5. aditja ushj^lshain iis! 'ti ra(;anajä gharmadughum iibhida- 
lÄtj, v&jur asj aida itj vatssini, 

^ Unt«r Rf^ritiition des »SprueliHs : ,n*»r Aditi Binde bist du* 
A- 4- 8. 2) umschlingt er die Ghnrma-Kuh mit dem Halfter 
id mit den Worten: «Vriju bist du, ein Spross der Iiia*" (TA* 

8. 2, cf. § 3) das Kalb (mit einem Vi^^akbudaraan, Schol.). 
K4y. yr. 26. 5. 3, 4. 

6. pAsha tvo pavasi'gatv itj upävasrgja jas te stana^ ^a^aja 
gharm adugh am al) h i m an traj ate. 

Mit dem »Spruche* : ,Püfihaa lasse dich hinzu* (TÄ. 4* 8. 2) 
er (das Kall) an der Mutterkub) saugen und spricht zu der 
fixieren: ^.Dein ströiriendes Euter . . .** (TÄ. 4. 8. 2). 
Kätj. gr. 26. 5. 7. 

7. usra gbamiam (.UTiisho , 'sra gharinaiji pahi . gbannaja 
Hshe *ti nidaja vatsam brhaÄpatis tvo 'pasidatv itj upasidati. 

Er bindet dami das Kalb an, indem er Sfiricht: ,0 Stier, 
8Se den tTharnia-Trank übng! O Stier, denke an den Gharmal 
isse (Mileli) zum tlharma übrig!'* (TA. 4. 8. 2, 3). Darauf setzt 
sich dazu mit den Werten: ,lSvhaspati setze sich zu dir** 
*A. 4. 8. 2). 

8. danavah stbu perava tti stanau sattmir^;jä '(^vibbjiim pin* 
a sarasvatjai pinvasva püsbne pinvasva brhaspataje pinvasve 

rfija pinvasve 'ndraja i>iiivasve 'ti vai-shija^i dogdhre dogdbi. 

Mit den Sprüchen: „Strt»raead und schwellend seid ihr*" (TA. 
8* 3) berührt er die Zitzen (des Euters) und melkt in den 
eren Kübel (cf. 3. 10; 9. 4) mit den Spiüchen: ,Strurae tiir 
# A<f villi Ströme für Sarasvuii 1 Ströme für Püshan^! Sh'öme 
Brbaspati! Ströme für Indral Ströme für Indra !* (TÄ. 4, 8. 3). 
Katj. (;r. 26. 5. 5. 

y. tAshijlip pratiprasthata hrasijasj agam. 
und der Fratiprasthatar stillschweigend die Ziege in den 
eineren (Kübel). 

K&tj. i,^r. 26. 5. 8. 

10. jatrÄ 'bhiganätj uttishtha brahnuinaspata iti, tad upot- 
iht-hantiT agnldhe piyasi pradaja, pürvAv atidnitja (^aphopajaman 
id&t«. gi^atro st 'ti prathamani, traish^ubho 'si *ti dvitijaip, g4* 
ast 'tj upa^jamanaip praüprastbrita. 
Wenn (der Hotar) es an der Zeit billt zu sagen : „Erbebe 
, o ßrahmaflaspati !* , »0 erheben sich (der Adhvarju und 
i^pttstlilitar) vor ihm und reichen dem Agntdb die beiden 
Bd. TLSiWX XU 



346 ^'«^ö«r 



^fWfirfifu- 



'emof 



MilchtrüiikH. Durauf eilou sie an dems«*ll>en ijn OsteD voi 
(l)drvuivmii agnldhiüt pujobhjiiQi vk, tftthä ku vukshju^: ti^^u 
'nupiripAiljata iH) und nt*hnien die Leiden Anfiisshoker utid 
thöoemen Untt^rsutz (ef. 5. 10) auf, (und 2war der AdhvaiJQ 
l*4^idnii Anfiisslitilzer), dtis erste mit den Worten: »Der (iUii 
^elinrst do /* , das zweite mit : ,D<*r Tri.shtubh i^ehörüt du*" . 
dvr Priktijirüsthatar den Uutersai/ mit: Der Gagati ^^ehörst 
(TA. 4. 8. 4) 

* (Hier lif*gen nacdi don ühf*reins timmenden Lesarten der 
für upajiitnant zwei al>w«'ichendü Fomteu: u|jajama masc. und QfMi- 
jatnana n^utr, vor, welche letzt-ere darin auch weiterhin erseh*-iiil; 
Katj. (;r. 26. 5. 1Ü--13, 17. 

IL jairä 'hhigannij upa drava pi\jasÄ godhttg itl, tad Igpil' 
dlirtj 'nuprapad j att*. 

Wenn {thn- Hntar) es mit dem Verse: ,Eile als Melker bei 
mit der Milch . . / (AV. 7. 73. G) gufheisst, so folg* der ÄgnidbiT 
(den beiden) nach. 

12. saho rgo bliageno 'pa nie 'Li 'ti pajii abrijamlyMi 
pratikshat*^. 

(Der Adhvarju) snliaut dem Herantragen der Milch scu fuA 
spricht: ^Kmnui her zu mir mit dem Theile der Labuiigf* (TA 
4. «. 4J. 



€ap. 10. I 

1. indra^-viiiA. madhunah saraghasje 'ti mah4vlre gopiga 
Mit dem Spruche: ,ü Indra und ihr A^jvin, irmki von 

honigsÜHsen Tranke , . .• (TA. 4. 8. 4) giesgt (der Adbrarja) 
Kuhniilnh in den Mahävtra. 
Kätj. (;r. 26. 5. 16. 

2. svabA tvä silrjasja riM,imaje v|'shiivanaje ^hom! 'ij 
jantuni üslununam anuiiiantrajate. 

Das AufstA^igen des Dampies (aus dem Mahavini) begleit 
er mit dem Spruche: ^Svahäl Dich opfere ich dem Strahl 
Sonne, der naoh Regen verlangt/* (TA. 4. 8. 4). 

3. madhn havir as! 'tj agapajah. 

Mit den Worten: ,0 süsser Trank, du bist die Opferipi^' 
(TA. 4. H. 4) giesst er die Ziegenmileh /iL 
Kätj. i^r. 26. 5. 16. 

4. agapajasa anajanam eke pürvatp samaniiuinnli. 
Einige nennen das Zugi essen der Ztegenmih'h früher. 

Tl. silrjftsja tapas t4ipe *(j ü.sbmtVnam. 
(Das erneute Au fnt ei gen) des Dampfet (begleitet der Adhvti]!^ 
mit den Wnrt*in : ,<ilühe wie Siinneagluth !* (TA. i, 8. 4). 



(jrtröt, iUf I^rttntrgjit-Ch 



n.d, AimHktmha-Cntutti'Sätrn. 347 



I 



G, (^&vaprtlilvil>hJ!iip tvu parig^hpami 'ti (jftphäbhjäin raabA.- 

\ pftrigrhjft . prnk k^inimgreiia vederüi bliasrna piiiin^gjA 'nta- 

Tikshe^u tvo *pajak'k humi 't j upajaintiiiena pratiprivsthuto *pajak - 
k'hati. 

Mit dem Spiiiche: ^Mit Himmel und Erde t*rfasse icli dich* 
(TA. 4. 8. 4) nimmt er den Mahavini mit den beiden Anljiss» 
höUtfrn auf und fegt die Asche verinittekt des bescbaitteiien 
Veda-Büschel (cf. 5. 19) fort. Der PratipriisthaUr billt (den Ma- 
bavlra) darauf auf dem Untersatz^ (cf- h. 10) luid spricM: ,Mit 
dein Luftraxim stütze ich dich" (TA. 4. 8. 4). 

Kätj. gr. 26. 5. 14, 15. 

7. deY&mVrn tva pitfijain aimmatü bhartui|i (^akejani itj adajo 
*t.tliAJa tego *si tego nupieb! 'ti harati. 

,Möge ich dich tragen köimt!ü mit Einwilligung der gr»ttlichen 
Manen!" (TA. 4. 8. 4) sagt (der Adhvariu), wenn er (den auf dem 
Untersatze ruhenden Mahavira, taui upajatam upajamarieiia) nimmt ; 
darauf erhebt er sich und tiiigt ihji fort mit den Worten: „Olanx 

du; geh dera Glanxe nach!" (TA. 4, 8. 4). 

8. vragann anavaimiii pat\k'a vAtanam^ni vjak ash^e samudraja 
iT& vfttaja svahe *ti. 

Beim Fortgeiien sagt er, ohne dazwischen Athem /u holen. 
die fünf (ei-sten) Namen des Windes her: ^Dem Winde Saimudra 
(weihe ich) dich, Sväha! u. s. w/ (TA. 4. 9. 1). 

Katj. (,V. 2K. B. 1. 

9. apanja pafik'o 'ttarS^pj agnaje tvu vasunmte sva.be *ti- 
Darauf, nachdem er ausgeathmet, die fiinf folgenden (Namen 

des Windes): ,Dem güterreicben Agni (weihe ichj dich, .Svähäl 
u. s. w." (TA. 4. 9. 1). 

10. etasmin kÄle pratiprasthata dakshinai|i rauhinaip pra- 
tish^hitani guhntj ahar giotih ketuna gnshatai)! sugjotir gjotishäifi 
ftv&he "iL 

In der nämlichen Zeit bringt der Pratiprasihatjir den süd- 
lieben Rauhiija-Kucheü , der (auf einen Smk'- Löfl'el) gelegt ist, 
dar (pratifihthitain guhotl jatha hut^j na k'aleta taÜiä sruk'ai 'vä 
'nishtul>dhaja guhoti; sruk'a pratishthitÄm guhoii *tj eva bbiirad- 
vigah) mit dem Spruche: ^Der Tag. das Licht samuii seiner 
Helle möge hieran (lefallen finden, das schon leuchtende unter 
den Lichtem, Sväh&!* (TA. 4, 10. 4), 

Katj. i;r. 26. 4. 14. 

11. aparepä 'havanijani dakshi^ia 'tikraman vi^^vä a<;ti dakshi- 
iti brahmanam ikahate , viijvan dnvan ajad ihe *ti hotAraip, 

Äk|1^ja ghannasje 'ti gbarmam abhiuiaatijä 'gravja pratja^nV 
vite saqipreshjati gbannasja jage 'tj , a^vina ghamiaip patam iti 
Tüsba^kft« gtthüti, svähe *ndrä 'vad itj anuvashatkft^e. 

23' 



oen L 



348 fiftrhn flu Prarnrqjn-Ccrrtttome ti.d. A/tnxt^tmfm'Crouitf Siiir^, 



(Dor Afilivarjn) ffdit westlirli an f1om Ähavfintja-Fen**r vorüWr 
nach Süden und sebaut maf den Krulmiau {ei. r>, :{) mit «1« 
Spiiiflie: ^Alkn (let^eiKlen (oi>ferte or) im Süii»'n sitzend* (' 
4. 9. 2) mid auf den Hot^r mii dem foli^eiideii : ^Vnd 
Göttern opferte er hi<^r'' (TA. 4. 9, 2). Darauf >wsi>ri<sht er 
Ghamia mit dem folgenden: ,Von dem durch Svitliik jfr^weil 
Oharma . . ,'' (TA. 4. 9. 2) und iJ^sst nach dem Aiiraf an 
Agnidhra und dessen Benntwortung dii3 Aufford<>ning^: ,Bri 
vor» dem Gliarnia dar!" rrg^elietu Nachdem er nuf den Spru< 
^0 JUivin, trinkt den Ghanna . . .* (TA. 4. 9. 2) den Ruf ,Vil%M^ 
liat folgen lasst>n , npfei-t er und ebenso nach der Wiederhoh 
dieses Hufes mit ,SvähÄt O Indra, du verhmgt43st daniftch!* (TJ 
4. \K 8, avat Vop. im FW. s. v. yuh;, vgl jedoch 2« va^.). 

Katj. gr. 26. G. 3, 4, (i, 7. TÄ. 5. 8. 1, 2. 

12. ghiirnuim apatam aijvine 'tj annvaka^esher^o ^piiAtlrnjo 
*parj Ahavanije dharjaniAiiam prafiprasthätd 1,'ftadadhna 'bhipilrajuti 

Mit dem liest« des Aiiuvaka: ^Den ^iharma inmkt ihr, <i 
A^^vin . , ^ iTÄ. 4. 9. :l) tritt *b'r Pratipranthatar henin imd föllt 
den (vom Adhvaiju) über das Ahavanlja- Feuer gehaltenen 
vtra) mit gekochter saurer Mikh an. 

llj!. ishe plpihj, ilr^e pipibl 'ti viksharantnm anTimantnj.il 
Mit den Spriirben : ,Scbwelb^ zur Liibujjg! SebwelU* 

Stärkung!- (TA. 4. Ul \] bef.deitHt (der Adhvarju) da^ Li< 

wallen (des Maluivira). 
Katj. gn 2fi 6. ^, 



Vap. 11. 

1. athai *naip di«^'0 'nu prahavajati tvishjai tva d jumnaja l**' 
'ndnjuja tvA. bhiliJA! tve Ti. 

Nun giesst (der Adhvarju) aus dem Mabavira nach den 
schiedenen Himmelsgegenden hin den Opfeiirarik aus (pndi • 
srävaiati mnhaviroijai 'va gulirdi *tl Javat , anje tu vjnV A^l : 
svajaTji butvA pai^k'iid enain pratii>ra.sth.at4tram api havnjati n j «^ ^ 
tad ajuktam) mit den Worten: ,T)em Ajist (innen (weihe ich) dicb 
der Kraft dich; der Gewalt dich; dem Gedeihen dich!* (T 
4. 10. 2). 

2, pratjakramjo 'pajjunane ^6^^*^"* »flijAf 'ntATvedj upaj 
naip nidkaja, purva^^min kliare ragataiii i*uktiiaip nidliäja tiismi 
mahfivlraip pratishthaiiajati dhannii 'si sudhannä 'meiij asinai h 
müni dhftraje 'ti, kshaträni dhilraje 'ti raganjasja. yi^aip dh« 
'ü vaigasjft. 

Darauf konimi er wieder zurüi^k , schüttet den Itest auf (^«^ 
Untersatz hin, h*gt. diesen auf die \'edi nieder und auf d«»ii ßst 
liehen Khara die silberne Platte. Auf diese steUt er dm Mahivlf» 



» 
^ 



nnd spricht: ,Eme wohlstützpmle Stütze bist du; nicht verletzend 
erhalte diesem seine Bridimaiien würde I*^ (für den Fall, dass der 
Jagam&nu ein Brahimme ist); für einen Rajjfanjü (dtigegen): „Erhalte 
seine Herrschaft!" für einen Vui^ja: , Erhalt« seinen ßpaitz" (TA. 
4, 10. 2). 

K4tj. yr. 26. 6. 11. 

3. nei tvä *vä 'iah skjindajild iti- 

(Der für alle drei Kasten i^oUciide Schluss dieses Spruches 
kl): ,Nicht möge sie (die IJnti'rlajire. /Jie Htiit/A^) dich (den Maha- 
vlra) von hier herabfallen lassen 1" ^TA. 4. 10. 2). 

4. jadj ftbhik ared amushja tva prane sadajami 'ti sadiijet 
Wenn er (einen Feind) bezaulifrn will, so setze or (den Ma- 

httvira) nieder mit den Worten: ,Auf den Athein des N. K setze 
ich dich* (TA. 4. 10. 3), 

5. atra pratiprasthatA pilrvavaJ uttararii raiihinaip )iiihi>ti. 
Der Fratiprasthatar opfert min, wie oben {\0. lü) besehiiel^en 

wurde, nueb den nördlichen ILiuhina-Kuchen (purTi''avad ahar gjotir 
iti pratishthit4iin gtihoti). 

6. athai *tan k h^vkaläo iipajamane 'flgafi guhoti püshye 
^ai'iise svähe *tj et^iil^ pratiiniintrain. 

Darauf (der Adhvai;iu) die (5, 11) genannten (seehs) Spähne, 
welche er an d^^io Untersalze einreibt, jt?den mit einem dtn* Bprüche: 
,I)em Püshnn, dem Kjihui Svaha! u. s. w^ (TA. 4. 10. S]. 

KÄtj. gr. 26. 0. 12. 

7. sbashthain <;^nkalam sarvesbu lepeshv aktva 'nanviksha- 
loana udafik'aip nirasjati nidriija rudrahiitre svahe 'ti. 

Den sechsten Spabn reibt er an allen Milehrestern und wirft 
ihn, ohue hinzuschauen, nath Norden fürt mit dem Sprurhe: 
,Dein Rudra, der einen Rudra zum Hotar hat, 8viihaJ*^ (TA. 
4. 10. 3), 

Ki\tj. Vr, 26. 6. 15, 16. 

ö. purasiad rauhinabomak k'hakaJan eke sauiamananti. 
Einige ueimeu das üpierii dieser Öplthue vor dem des Hau* 
hifla-Kuchftn. 

Öu Katj. (;%'. 26. 6. 18. 

9. Jithsi pa upaHprvjrt tushnirp kantakiin sainidham Adhajai 
Ittöniad eva ye^liad upajamanenä *giiihotrain ^uhoti bliöh svahe 
*ti, töshijiqi v&. 

(Der Adhvarju) benetzt nun seine Hilnde mit Wasser, Ufii 
8iillsehwei»»end das Br<»nnhulz vom Dornstrauehe an (cf. 5. 1 1 ) 
und opfert von dem genannten Reste vermittelst des Untersatzes 
ein Agnihotni mit den Formeln: ,Büb! 8valii\!* oder auch stül- 
Bchweigend. 

KÄlj. (;r. 26. 6, 20. 



J 



"TrttrÄe, die Pravar^ffS^ 



n. 



10. upajiunane ^jeshani sarve samupuhöja bhal 

Den Rest auf dem Untersatze gemessen alle 11 ~-\i 

gemeitisaiuer Eiöladimg. { 

Kätj. (;r, 26. »i. 20. 

11. asä¥ asAv upaliYajasve 'ti knniiiiJiämiidhejeuä *maJitny«U 
upahüt» Hi prativak'önuh. 

Mit den Worten: ,Du. N. N., N. N., lade ein!" xind d<>m 
Nunieri der Handlung wendet sieh (der Adhviirju an alle Prießti«ri: 
die Antwort darauf ist: ,I)u bist eiiigeladeril* fT>er Schol. t*^- 
weist auf eine friiliere Erklilruno', vjäkhjatali prak ; injui Uaiiidhk 
die masc. Form prativak'aoa). 

Kätj. (;r. 4. 4. 19. 

12. hotit 'dbvarjur brahma pratiprtislhata *gnid jagaiui 
(Es betheiligen sich hieran in dieser Reibentolge) Hol 

Adhvaiju, Brahmaii. Pratiprasthat^ir, Agnidh imd Jaganmnu. 

la. san'e pratjaksham. 

Alle (essen diese Rester) wirklich {pratijaksh*m G©j 
von avaghrena Schol.). 

14. api va jagamauu eva praijaktihani, uvagbre^e 'tare. 
Oder auch nur der Jagamäna wirklieh , die übrigeo dni 

Kiir/iehen des blossen Geraches. 

(Hiermich ist also meine üeberaetzuiig von Vait, 8. 15 
verbessern, wp tiir aviigbni (= avagbrA^a) das mit dem$eit 
identisüho prru.iahhakshn «teht). 

15. hutani bavir niadhu bavir iti bhakshajitvo *pAJiuiiaiuii!i 
pratiprasthatre pra jak'k bat i. 

Na«;hd<'ni sie mit den Worten : ^^Dargebracht ist die Opfergjibe, 
8üssigkeit ist die ()pfer|/«be* <TA. 4. 10. 5} genossen hab^ 
reicht (der Adhvaiju) dem Pratipi-astbatar den Untersatz (saiTAir 
bhakshite 'dhvaijuh prajak'k'hati). 

Vait 14. 7. 

16. tad uk'k'bishtakhare |»rakifibaljä , ntarvedj upi\{amiinjur 
nidhaja, tasmin mkmav avadhaja, madantir anijä, 'pobisbtbij&bhir 
märpijitvft. ninija *po. 'trai Va sarvam parighamijatii ^' * ^ 

Dieser witscht denselben dimn auf dem für di* 1 

befttimmten Kbara (ct. <>. 22) ab. .stellt ihn auf die Vedj uii 
die l>eideii Metallplatt^n auf ihn nieder. Darauf bringt er Ij- 
Wasser herbei, reinigt die Platten mit demselben unter ReciUtion 
der Verse, welche mit ,upo hi shtha* l„lhr Wasser seid j« . . .*. 
KV. 10. IK 1. T. S. 4. 1. 5, 1) beginnen, giesst das Wasser aüs 
und stellt doil das gan^e Mhanua-Geschirr hin. 

Katj. t;r. 2ti. 6. 21. 




Iw^rhet tUe Prtivnrfjjn-Cermnonie n,d. Aftaniamf/n-Crftulft-StUra. 55I 



I 




1. gharmaja samsädjamÄnajä nubmhi *ii saippreshjaü , sarn- 
S^jaroanitja nwbnihi 'ti va. 

(Der Adhvarju) fordert d«n Hotar auf: »Begh^itü mü Reci- 
i«UoD dtis Zusamuienstellen der Glianria-G^schirre 1* oder auch nur 
mit den Worten : ^Begleite mit Recitation das Zusammenstellen !* 

K&y, (,'r. 26. 6. 21, 22, 

2. i JEismin saptti vasavä itj abhijo^'^ajn, 'grenil liavaiiijam 
parjsihrtja saniradasaiidjarp f^udajati sväba Iva sdrjasja ra^mibhja 
iti pi*ataJi, svähä Iva tiakshati'ebhja iti s&jam. 

Nachdem dieser mit dem Verse: ,In weluhem die sieben 
Sonneiirosse . . / (T8, 1. <5. 12. 2) es giU^'eheisscn , trflgt, (der 
Adhvarju die Geschirre) im Osten um das Abavanija-Peuer beiiim 
und stellt sie auf den Gliarma-Stuhl mit dem Spruche: ^Svahä! 
Den Stralden der Sonne (weihe ich) dich" (TA. 4. 10. 5) am 
Morgen, mit dem Spruche: ,Svah&! Den Gestirnen (weihe ich) 
dich* (TA. 4. 10. 5) am Abond. 

3* jaträ 'bhigfindtj addhi tynam aghnje vi(,^vadanhn iti, lad 
avÄsrgja , madantir upasprgo 'ttainena nuv^kena (^/intirn 
anti. 

Wenn <der Hotar) es mit dem Halbverse: ^Ver'/ebrf> das 

Gras, du unverlüUliehe. immerdar!** {RV. 1. 164. 4f>, c) gutheisst, 

* raacht (der Adhvarju) die Kuli los. Darauf benetzen sie die Hnnde 

mit heissem Wasser und verhüten üble Wirkungen durch die 

Recitation des letzten Anuvitka (des vierten Prapathakaj d. h. 

IAn, 42; uf. 5. 4; 20. 2, 5). 
Kätj. gr. 26. 7. 58, 
4. evarp sfljampratah pravarj^opasadblijaui k'ni*anti. 
In dieser Weise stellen sie Abends und Morgens die Pravar- 
gja- und Upasad-Ceremonien an, 

IKätj. Vr. 26. 7, 1. 
5. trjupasfttke sha(kftva1i , shadupasatke dvÄda4;.aki4vo . dva- 
da^opasatk e k' atun-irp <,^ at ik fi vah . 
Wenn (also die Sumafeier) mit drei Upasad-Tageti verbunden 
ist, 90 (ist der Pravar^ja) s^^chsmal (zu vollzJfdi*m); wenn mit 
sechs, xwftifmal; wenn mit zwölf, vierund/waiiziffiuab 
6. etavan nana. 
In dieser Anzahl je nach den verschiedenen (Upas ad- Tagen). 
7. uttiirena mantrena sajaip rauhinani guhuti. 
Am Abend opfert (der Pratiprasthatar) den liaubiya-Kuohen 
mit dem zweiten (hierau gehörigen) Mantra (d. h. iii<'ht mit dem 
■ 10, 10 genannten, sondern mit d**m Spruche: ,Dii* Nacht, das 
I Licht sammt seiner Helle möge hieran Gefallen linden, das schftn 
m leuchtende unter den Liebtcni!" TA. 4. lO. 4). 






352 frurht^ die Pt'fivarfiJft'CerejHarde tt* d, ^l;Wir/ciw*^*-( 

8. apiparo ma 'hno rätrijai lua pfibj, esbA te agne sattut I 
tajä aamidhjasvä, jur me d(i varV n^*\ m& 'figir iti 84jatp siimidhsi& 
ädadhatj , apfparo mh rdtrijfl nhno ina pAht *ti pr&iür. agnir öoUi 
^otir Jignih svfihe 'ti sajam iignihotiaip guljoti, sdrjo ^otir gjot 
sürjfth svuhe 'ti pratali. 

Mit den 8piüclien : ^Du geleitetest mich über de« Tag 
hinaus; schütze mich auch in der Nai'ht 1 ') Dies ist dein Brpnn- 
holz, Agiii, tlanmie auf dtu'rtnj Verleihe mir Lebenskraft 
schmücke mich mit Stärke" (TA, 4. IQ, -4) legt (der Adhti 
am Abend Bremiholz an mid am Morgen mit den folgenden 
lliidermigeii : ^Du geleitetest mich über die Niiuht heraus« schfii 
mich iimh des Tagn!'* (TA. 4. lU. 4). Am Abend opfert er 
Agnüiotra mit dem Spiiiche : „Agni ist das Licht . das Licht 
Agni, Svühä!" mid am Morgen: ,Die Sonne ist diu; Licht. 
Licht ist die Sonne. Svähri t*' (TA. 4. 10. 5). 

*J. sai|isphtahumarp va. ^^ 

Oder auch (anst-titi des Agiiihotra) einen Homa gemeinschal 
lieh für Agni und die Sonne. 

10. agnishtome prav^nakti. 
Man volhieht den Pravargia Ijeim Agnishtoma 
(Citirt beim SchoL zu Katj. {^r. Ii80, 2 und lllü. 1, SJkJ 

TA. 5. 6. 3. Weber, Ind. Stud. 9. 220. 

11. no 'kthje pra^^rilgiät. 
Aber man thin* es nicht beim Ukthja. 
TA. 5. 6. :i 

12. vi^jvägiti sarvap^'sl4he pravpjakti, 
Dagegen beim Vi<;vagit, wenn diesctr mit der vtdleu Zidil der 

Fpjhtha versehen ist. 
TA. 5, r>. '1. 

13. tena pravvgja sanivatsarajii na matpsain avnijan, na 
mikm upejün, na mnimajena piben, nä *sja r&raa uk kliishtiim pib 
te^a eva tat samQJati 'ti vigilajate. 

Wenn (der Jaganmna) den Pravargja gefeiert bnt, soll er 
Jahr hing kein Fleisch essen , keine schwane (d. i, ^'ildra-) Fi 
hosuchen und nicht mit einem irdenen ((tefilss) üinknn; auch 
sein schwarzer (SohnV, d. h, ein etwaiger Sohn von einer (,% 
Frau?, Schol: rAma ukto lii'igavjatjajena!) nicht das trinken, 
übrig lilsst. Das nJImlich schärft, so wird gelehrt, seine Eoei 

TA, 5. S. l;i 



1) rfttrjwi (nach der Webu dfr T&fttirij»-Btii'her hiCT rAtr^a!» oorro«t>ot 
mit dw naclihcirigoji Form diiia.^. ist iilsu sichor hier ein Gtjimtiv 
llildtttigeii sind uach|fewie»cii von A Kuh«. Z f vpl S|*r XV. i:H) feg. 



'Oarmnofm ». d. ÄpuMnmhtt- i^ratüa-Sulrtu 353 



€ap. 13. 

1. pravai'gjam ndvjksajishjaim signin !%midhe dadati, pushthau- 
him brahmane, dhenuiii hotre, mkitiriv udhvaijftve. 
p Wenn (der JajJiLmämi) im Begi'ift" stellt die Gharraa-Uesfliirre 
■EbrtznschafTeD (pravargjasädhfuiasftumdiljo pi*avarfTJ{^",ibdal?), )^äebt er 
^kls Opferlohn) eine Ziege dem Agnidli, eine trächtige Kuh fpash- 
^^uhi gaur garbhini) deni Brahman, eine milchende dem Hotar 
und die beiden Metallpiatten dem Adhvarju. . 

LKAtj, t^. 26. 7. 42, 4:1. 45, 
2. aparam kharain püi^asniin khai'e njupjo, 'k'k'hishtakharaiji 
krslgo, 'ttarejjä 'havanijai^ samradi\sandim iinitishthai>.Hi, titsjrun 
sarvaqi parighannjaip samavadhäjau, 'duinbarjani sruk i k'aturgihi- 
ri f^hitva gharma ja te divi «;ujl( itj eüdr jathälifigain guhoti,. 
Der letztgenannte schüttet den westlichen Khara anf den ösl* 
tchen und ebnet den für die üeberbleibsel bestimmten Khara ein 
[(käshtAdino llikhjan)- Darauf stellt er den Ghuriiia-StuM nörd- 
:h vom Ahavantja-Feuer nieder und auf denselben das gesainnite 
fharma-Cieschirr. Er schöpft in einen Srak'-Lijtfel aus üdnmbara- 
Holz viennal geschöpftes Schmäh- und opfert (von demselben 

P dreimal) mit dem Sprtiche: ,0 Gharma, welches deine Gluth im 
imnel ist . , ,* (TA. 4. 11. 1) unter Veriindening der unter- 
leidenden Worte (d. h. ^im Luftraum*', ,auf Erden", jathälingam 
gharma ja ie divi <jug itj uk'k'aii'grhitajä srukä, antarikshe 
^ug iti nlk'aihf pfthivjaip ^ug iti nik'aistanim itj arthah, tisrav 
k'ä *hutifi tenai 'va k'atm-grhltena guhoti). 

k3. api va pratiprasthätä trln ßamnakhäü k'haläkämushtin 
, iesb&ni ekam ähavanije pradtpja 'sjadaghne dhfirajati, tarn 
tfjnr abhigiihoti gharaia ja te divi t^Mg iti. tasminn aparani 
pmdSpja liavanije, pürvarn prahrtja nabhidaghne dharajati, tum 
üdbTarjur abhi^uhoti gharma ja te ntarikshe ^'ug iti. tasminn aparaiu 
pmdipjä 'havanije pilrv^un prahftja ganudaghne dhärajati, tarn 

Indhvarjur abhiguhoti ghanna ja te p^'thivjain ^ug iti. 
[ Oder es nimmt auch der Pratiprasthütar drei Hilndevoll 
Bpähne derai-t, dass die NUgel sich berühren (saipnatäfiguJjangush- 
fbanakhän), zündet eine (Handvoll) a«i Ahavanija an und halt sie 
in der Höhe des Mundes. Biese beopferi dann der Adhvarju mit 
einer Scbmal-Äspende und spricht dazu : ,0 Gharma, welches deine 
lath im Himmel ist . . .*. Au dieser (Handvoll brennender SpUhne, 
min ^iiläkämushtau) mündet (der Pratiprasthatar) darauf eine 
idere (Handvollj an und liillt sie, nachdem er die erstere in das 
havimlja- Feuer geworfen» in der Höhe des Nabels. Diejse beopfert 
äer Adhvaiju mit dem Spruche: ,0 Ghanna, welches deine Gluth 
im Luftraum ist . , **, An diener (Handvoll) /Äindet (der Prati- 
prasthatar) eine weitere an und hält sie, nachdem er die vorige 
in das Abavanija-Feuer geworien, in der Höhe des Knies. Diese 




354 Garhrj Htc Pravarqja-Cerettnjtnu: rt.tl. AfK/.stiunna f^rtntta iSut,, 



beopfert (der Adhvarju) mit dem Hpruche : .Welches dpine Glali 
Hilf Erden ist . . ^ (TA. 4. 1«. 1, 2). 
Mtj. gr. 26. 7. :3, 4. 

4. ähavaiiiju evai 'nam anu|irahnratj , hdu. no 'djÄ 
iti pari^^rit« luiitii^rnstbritsl ipatnim udwnajüti* 

Der Pnttipnisthatar wirft imii iiuch di(*öü tletxte ÜAlidTol) 
SpUhne) in das Ahavaniju-Feuer und führt mit dem »Spruche: J^ 
möge heute uns Aiiumati , . .* (TA. 4. 11, 2) die Gattin idxf 
Jaganiäna) zu der Umhegimg herauf (pariyrita iti jatlmi 'M m 
pnipa^jati tathä tirodhijata iy arthah). 

5. ADV id anumtiia itj upaoishkr&manti. 

Darauf schreiten (cüle) aus derselhon heraus mit dero Spnii 
^Nun mögest du, o Auumati . , ," (TA. 4. 11. 2). 
Katj. Cr, 26. 7. 6. 

6. anuhamnti methim ahhriip majukhän vi<;4khAd&iiilu 
kharäv iti. 

(Itie Diener, pankarmirio nuharanti) tragen nun der Heih« 
n«'ich den Pfosten , die Hippe , di*^ Pflöcke , die Fesseln niit d«B 
Doppelenden mi der einen Seite und die heiden Khnm fart (dii 
letzten f d. h. den die Khaia bildenden Kies, in einem GeÜM, 
sarimjuptau kharau ]>äirena gfhitvä). 

7. dakshinata uk'k hishtakharaiji pariharatL 
Einer (der Diener) trägt den (Kies, aus welchem der) fr 

die Ueberbleibsel bestimmte Khara (bestand, in einem Oefilai) M- 
Heb (um die drei Feuer) hemm (in die Nabe des Mlr^illti^ 
uk'k'hishtÄkh»ram api ktnjk'it päti*e gr^iitvÄ dakshi^ato viWiW 
gatvä mär^älljasamipaip najaÜ). 

8. samnl4^si^djä dvav antarvedi pädaut, dvau btfchirredi fnr 

tishthapja sampreshjati prastotah sanm gilje 'ti. 

(Der Adhvarju) stellt dm Ghaima' »Stuhl so, daes «wei Fä«t 
desselben sieh Lnnerhallj und zwei ausserhalb der Vedi befiadeiL 
und lässt dann die Autfordening : „0 PrastotiU*, singe das SAjnia!* 
ergeben. 

Katj. gr. 26. 7. 7. 

9. sarve sahapatntkäs trib särano nidhanam up^ontj, *HW 
dhve dvitijani , prapjä 'pareno 'ttaravedim tftijaqi , sarvatra «'1'* 
preshjati. 

Alle sammt der G^attin (des Jagomikna) stimmen dreiiiwJ ü» 
den Hcbhisssatz des 8aman ein, zum zweiten Mal auf htlK**» 
Wege, zum diitten MaL wenn sie im Westen von der nördbcb^fl 
Vedi angelangt, sind. Jedesmal fordert (der Adhvarju beson* 
zum Absingen des SamanJ auf, 

Kätj. (.>. 10. 8. 18; 26. 7. 9. Vait. 30. 20. 



n- rrtmU^BQjtra, 355 



Cap. 14« 

1, divas t?l parasp&ja iti pratbame *bhipra\Taganti , brah- 
tvÄ pani8p&j& iti dviilje, pnuKisjä \\t\ piirjispHJsV iti trty«. 

In dieser Kichtung schreiten sie vorwürts, indem sio beim 
ersten (SämaD den «Sehlasssatz singen) : ,Dem ßescliüb.er des 
Himmels weihe ich dich** (paraspäji\ mit Debnun^ df^s schliessen- 
den II im (Jesang»« . TA, 4. 11, 2: diP dortige Lesart parasj'rijäb 
ist ^werthlos); beim zweiten: ,D«*m Beschützer des Brahman dich*^ 
(TA. 4. 11, H); beim dritt<»n : ^Dem Be»chützer des Athems dich" 
(TA. 4. IL 3). 

K&tj. gr. 26. 7. 6. 

2, nttarego 'ttaravediip samrftdÄsandtni pratishthapja saip- 
preshjati prastotar vftrsh&harar]! sftma gfi-je, shtahidrijatn sänia gäje 
'iL *8ht4hotiijasja sainno uidhatiam upajiuiti, na vAi^shahartisja. 

(Der Adhvarju) stellt den Ghanna-Stuhl im Norden von der 
ofirdlicheD Vedi hin und lilsst die Autrr>rdeniiiK ergehen: ,0 Pra- 
siotar« singe das Värshähara-Säman ! Singe das Ishtahoti'ija-Säinanl* 
In den ScbluHSjsatz des Ishtäbotrlja-Säraan Mit der Chor ein, aber 
nicht in den des Väi'sbähara, 

K^y. Vr. 2t). 7. .36. 

Z. jadj uparish(at parishißk et tatra viirshabaraiii k rtdajet. 
Wenn fder Adhvarju die nördliche Vedi) oben besprengt, 
ordne er das (Absingen de&) Värshahara an. 

4. udakTimbbam adajA 'dhvarjar valgur asi ^'aiiyudhaiA iti 
ilj pradakshinam uit^iravedim parishifik iin parjeti . nidbäjii kum- 

»haip v*"P ^'** vakahi pari k'a vakshi *ti trir apiirishiftk'an praii- 
paijeti. 

Er nimmt einen Tijpf mit Wasser mu\ geht dreinml von 
»chts her um die nördliche \>di herum, indem er Bie jedesuyd 
mit dem Spioiche : ,8chrjn last du und wohlthlltig labend* (TA. 
4. 11. 3) besprengt* Divim setzt er den Topf nieder, geht drei- 
mal in umgekehrter Richtung (um diese Vedi). ohne sie 7.u he- 
^tpnmgen, herum und spricht dazu: ,Zum Heil mögest du mich 
iten, herum mögest du geleiten!* (TA. 4. 11, 4), 
Kätj. Vr. 26. 7. 12. 

5. k'fttubsraktir näbhir ^lasje *tj uttaravedim abhimrgn sado 
Lti^vÄjur itj uttareijo 'ttaranäbhini kharau njupjä 'nuvjühati. 

Mit dem Spruche: , Vierkantig bist du, der Mitt<ilpuiiki des 

ligen Werkes . . / (TA. 4. IL 4) berührt er die nördliche 

'^odi, • schüttet mit dem Spniche : ,Die allrs belebende 8Ultt*^ .. ." 

'A. 4. IL 4) im Norden von der in dieser Vedi betindJiehen 

jitiefnng (den Kies^ aus welehem) die beiden Khara (bestanden), 

iin und breitet denselben dort aus. 

Kätj. (;r. 26. 7. 14, 30. 



356 Garb»^, 



6. apa dveslii* apii hvarn iti märp:alijttde<;e «k k hLsbt^hikMn' 
Mit dein Bpnicho : ^Der Anfeindung und den RUnkm mV 

ziehn . . ." (TA. 4. 11. 4) ebmisn den (Kies des) für diir IMw- 
bleibsel Ijestimmt gtnvesenen Klnira an einer Stelle des ll«rgil(^ 
(njupjA nuvjiUiati). 

Katj. t;r. 26. 7. 31. 

7. uttareiio 'ttaninahhim khare hirajjjafp nidhAja tiu«mio 
k uraiujain maliaviraiii upavaharati. 

bn Nordf^n von dei* VV'iiiefun^ in der nördlit-hen Vedi t< 
er dann auf den Kluu'B-Kit'S (»old nit5dt>r und st^sUt damuf da 
in Gebrauch gewesenen Mahävlra. 

8. atrai vb 'taran püi-vapantu daksliinottaran va. 
Dorthin auch die binden anderen (Mahavira) im Osten nvi 

Westen oder auch im Südf*n und Nordnn. 

9. atrai 'va sarvani parigbarmjarn sarvatalj^ pariini 
aditjasjä rtiparp karoti. 

Dorthin auch das gesanirnte (ihamia-Oeschirr in der Wi 
doss er eine v^illstlliiriig runde HonE(?nfünn bildet. 

10. mabinäii» pajo 'st *ti mah&vire goi)aja liai\iati, gjotir 
asi vanaspatinäni oshudhinätri rasa ili iiiadlm. va^nain tvü fJ 
'vanajAnia iti dadhi. 

Mit dem Hpniche: ,Die Milch der grossen (Küho) hi«< Ar* 
(TA. 4. 12. 1) giesst er in den Mahavira KiihmUph, mit di9 
♦Spruche: ^O Licht, Glanz biNt du, der Haft der Bätune und 
Kräuter" (TA. 4. 12) Houi«< mid mit dem Spruche: »Dich ^ 
mitnnliclien (gleichzeitig: ,die Molke*) giessen wir, die mUtmlid 
da^u'' (TA. 4. 12) saure Milek 

11. eviwii dviti.jarn trtijain ka pünyati. 
In dieser Weise füllt er auch den zweiten und «Iritlea () 

huvii'a). 

12. api v& 'gjam eva pratbania aniyen, madhu dvityp, dEdki 
trtije. 

Oder er giesse auch vvmIiI Schmalz in den rrstc^n , H«mi;r »_ 
den zweiten und same Milch in den dritten. 

V'L ghartnai 't-;it to 'iinain, el;*t purisham iti dadhitä in.i'll 
mivrena pätnnji jiünijati janj iVsek'auavantj , abtyukshati 
ariklalajä iti \igi1ajate. 

Mit dem Spruche: ,0 Gharnia, dies ist deine Si^eiÄe« 
dein Koth* (TA. 4. 11. 4) fiilli er mit Uoniggemischter 
Milch diejenigen Gefiisae »u, welche mnen lUncb haben 
übrigen besprengt er damit, auf dass nichts in dem Zufitaod der 
Leere sei; so wird gelehrt. 

Kätj. gr. 26. 7, 32. 



tue PirmHir^a- Ceyatwmr. n. d. Ajitasttimha- Cmuia-Säirn, 357 



€ap. 15, 

tha jbM pumsbrikrtiTn kariHlijan sjät samärt^m ä pratha- 

p&rAharauild , atrai 'ye 'tÄrav npavalirtja ^iraso röpaip 
aprakk'hinnugrarp vedain upansl^aii nidadhäti ^ikhäja 

alihito <logdhre karnajo rilpam, abliito himijjavakalav a^a- 
i va 'kshjo nipara, abbitat^ snivau iiÄsikajo lüpaip, proksbaiii- 
p mnkha.MJa rüpam^ A^aatbuliiri ^ivunrim nlpam . aljhitu 
iL ^atrüiiAin mpam . abhitab <;aphuv aipsajo nliiam , aUhito 
Biavaujau bahvo niparp, prak'iiji metbii|i [>tshtimitu rüpain, 

dbavitre pän,'vajo röpain , madhje tftijam uraso rüpaip, 
u upivjamanani udarasja rüpaip, tasmin san^aip ra;i><umajaip 
adadbatj antiiiijai!! rApam , udik'im abliriip <;,i'on jo rüi*rtiii, 
b 9ai'ikil gaktbjo rüpaip, madbje tftijaip iiieclhnisja rüpaui, 

raubinakapäle pärshiijo nipaip* mubinapishtiivesbeiia 'pa- 
iss^jati ma^js'änaip rüpaip. vedani visrasjä 'nuvikirati snäviiaip 

avakahbir dhüpatpiair iti pruk'k htulajafi inains/isja rüpaip, 
h madbumi^^Teiia Voksbati lobitasja n\patp , ki*shT^agiiieiio 
O^mna prak k'badajati tvak o tomnaip mparp» samraiiasaiiditu 
jo 'parish^An nidadhäti sAmra^'asja rüpaip. 
Werni (der Adbvaiju) iiuii im iJegrilfe stebt (mit den I*ra- 
i*Gi'HiUischaiVn) die Ofstalt einfs MuniiMS dar/iist*»nf»n , so 
iit er dies gleichzeiti|T mit d*"m Heruntersetzen des ersten 
tvlra). Er stellt 7.u dies^^m axicb dii> lieiden andornn (Ma- 
%% bildet mit ibnen die Porru des Ki>pfes und le^ fdH»rballi 
eben den unverkürzten Veda-Büschel (cf. 5. 19) niedfir /.iir 
eUinig des Haupthaars. Auf beide Seiten die zwei Melk- 
iur Darstellung der Obren , ebenso auf beide St*iten zwei 
ipfibne oder zwei Scbmalzlöffel als Augen und zwei Luifel 
ase; den für das Sprengwasser bestimmten Ijüflel als Mmid, 
Schmalzkessel als Hab, die beiden Sebürbaken als Wirbel^ 
riden Seiten die zwei AnCiissbölzer als Schultprn und eliensn 
eiden Löffel für die Rauhina-Kueben tds Arme. Den ri'osteii 
er) nach vom gerichtet zur Darstellung der Rippen, zwei 
len Facbem als Hüften und in die Mitt^ (oberhalb derselben) 
3ritt-en als Brust und zwis^dien sie die tbönenie Unterlage 
aDcb; auf diese legt er alles das, was aus Stricken besteht, 
iMTst^llmig der Eingeweide; aufwärts geriehtet dann die Hippe 
jliicrbaeken » zwei von den Pflücken als Schenkel und den 
n in deren Mitte als Penis, die beiden Raub iiia -Schalen als 
n. Mit dem Reate des Raubina- Mebles bestUubt er (den 
ü Körper, apadbvainsajatj ablüprakirati) zur Darstellung des 
IS« bestreut ihn mit dem aufgelösten Veda-Büscbel am die 
tn zu versinnbildlichen und bedeckt ihn mit Avakä -Pflanzen 
mgetüucberten (irUsem (dbümatpmir mufigapralavaih, vA', 7. M) 
acbbildung des Heisehes, F]r besprengt (den K('>rper) darauf 
jgrmiscbter saurer Mileh als IJhit, bedeckt ihn mit dem 




schwarzen Ziegerif«^!! , dessen Haare nach oben gerichtM sind, 
die Haut uiiti rlie Haare auf ilersflbeii darzustellen, lö&l d« 
geüotliteof^n Thron des Olwrkrmigs (den Gharma-Stuhl) ftol mni 
breitet (dieses Flechtwerk) iihor den Körper hin aU Symbfti d«t 
AllheiTSchaft. 

Katj. gr. 26. 7. 14—29. 



€ap. 16. 

1- utt«ravedjfini udvasajet t«gaskämasjo , 'itunive^jto •ml' 
djak&masja. 

Auf die nördliche Vedi hin schaffe (der Adhvarju die Gbanitt- 
freräthscliaften) für einen (Opfenmsteller) , der Kraft xu erUuJ^ 
wünscht, und auch auf die nördliche Vedi für einen, der Nahnnig 
wünsiiht. 

TA. 5. 10. 4. 

2. pmo v& pa^k'Ad vo 'dväsajed, ap&rn madhja im 
nadidvipa udväsajet. 

Er nmj? sie auch östlich oder westJich (vom Opferj»!*!/*» 
purode^e devajagonasja pa^k &dde^'e v&) fortächaäfen , mttltf^n 
Wasser auf eine Flusfiinsel (apaip madhje kvak in tuülja^ 
vä, nad/dvipa iti hrasva<,t k händasah prikniidiko vä), 

TA. 5. 10. 4. 

3. jadi nadidvipa udvasajen na parishiük 6t. 
Wenn er sie auf eine Plussinsel hinschafft, so übei)giMM'* 

sie dort nicht (cf. § 8). 

4. jaip dvishjÄt jatra sa 8Jat tasjäm di^j audumbarjaip ^ikhi- 
jÄm udväsajed; ürg vH udumbaro, nnaip prana^, v'***? ghAniA 
idam aliam anmsbjä uiushjajaiiaBJa ^uk'ä pr^^am apidabiml tt 
9uk ai 'vii 'sja i>ränam apidahati, tagag &i*tini Ärk'hati tj viJiliAji**- 

Wenn er einen Feind hat (und diesen zu bezaubern ^-tili^lit. 
so lege er) iu der Richtung, in welcher sich derselbe befiadi't. 
(einen Uduuibara-Zweig bin und) stelle bei diesem Zweige (d*« 
Ixhnrma-Gerfitb) nieder. Indem er nun die Worte spricht: t^*** 
bung ist der Uduinbara, Nahrung der Atheni und Gluth 
Gbax'nia. Hiermit, verbrenne ich durch Glutb den Atheui des K- 
Sohnes des N. N.* verbrennt er den Atheni desselben durch fil 
so dass dieser im Augenblick in Unheil gerUth, So wird gel 
(abhikarakamo jasjaij» di<ji dveshjali sthitas tasjäm audnmb 
(^äkbäm nidhäja tasjaip sarvaip parigharmjam idam aham itje 
dinä nidadhjät), 

TA. 5. 10. 5, 6. 

5. jatra darbbä upadlkasaiptatÄh »jus tad udvllssjed T(«hti' 
kfiLmssja. 

Wo Buschgra.^ von Ameisen (u(Midtka masc. nach alleii MSS.) | 



d 



trttr},*'. ,Ue Pravat'fiftt-CereinoHtf h.iL AjwigUtmhal^hauia-SiUta. ,'159 



jki i^t, dorthin schaffe (der Adhvnrju die tiedlthe) iur <^ineii. 
it nAch Regen verlangt. 
TÄ. 5. 10, 6. 

6. uflaravedj&rn nitjam. kalpam bruvate. 
Man liezeiciinet (jedoch auch das Aufstellen des Gharnm- 

is) aul' die nürdliehe Vedi als das einzig zulässige Veifahr^m. 

7. nai *nam udv&sitaT|i vajuinsi parjAsn-üiin tt 'giielj pranajanät. 
Nicht dürfen sich am das forig^escliaiVte (Gedlth) N'^^A herimi- 

\n big zum H*^rheil>ringen dos Ftnif^rs (dr h, df>r AdUvar[u 
»rlitndere dies, paritii^ pakshiiiuin usanarn parihared itj arthah). 

8. Atrai *ke parishek'anai]i samamananti. 
Eimge erwähnen hier das üebergiessen (der fieschiire). 
Katj. (,!r, 26. 7, 35. 

9. athai *nam upatishthante rantir nanitl 'si divjo gan- 
—dharva iti. 

B Alle nahen sieh nun dem (Pravargja, d. h. dessen GerUth- 

^pc haften ef. 13. 1 , enam pravar^am sarvt* *pj upatishthante) mit 
Bdem Spruche: ^.Ergötzen heissest du mit Namen, der hin>njlisi;he 
■ßandbarve* (TA. 4. 11. 5). 

™^ 10. etat tvaip deva ghanna devo devan npäga itj abhimantrje, 

'dani a^iarn nianushjo nia^mglijün iti pradak^hii^am avftja^ sumitra 
na &pa oßhadhaja iti niär|^alijadH<;a ^^ k'hishjakhare inargajitvo, *d 
vajatp tamasas pai4 *ij üditjam upasthajo *d u ijaT(i k itram iti 
dv4bbjani garhapatje gubotj , upatishthant-a itj ekn, imam ü shu 

tyam asmabhjani itj ähavantje guhr»tj^ npatishthantA itj eke. 
Alle richten (an den GharmaJ den Öpnieh : ,So gingst dn 
»un, o Gf»tt Gharma, als Gott zu den Göttern" tTÄ, 4. IL 8), 
wenden sich dann rechts hemm mit den Worten : „Hiermit (gehe) 
ich als Mensch txx den Menschen" (TA. 4. 11. 8) und reiaigen 
mit dem Spruche: ,Hold seien uns die Wasser und die Kriluterl* 
(TS. 1. 4. 45. 2, die GeiUsse) an der Süitte des Margaliju auf 
dem für die Ueberblleibael bestimmten Khara. Lhirauf wenden sie 
ich mit dem Spruche: ,Aus der Finstemiss schritten wir . . ,* 
'A. 4. 11. 8) an die Sonne und (der Adhvarju) opfert mit den 
twei Sprüchen: ,Gmpor tiihren ihn . . / und „Das leuchtende . , .** 
fTÄ- 4. 11. 8, cf. T8. 1. 4. 43. 1 ab. Vait. 21. 23J ins Garha- 
»tttja-Peuer — nach einige« treten hier alle heran — ,^ darauf mit 
mi SpiTich«»: ,üns mögest du diesen hi<ir . . .* (TA. 4. 11. 8) 
KS Ahavaiiija - Feuer , wobei nach einigen wiederum alle heran- 
(Die (renmdien beziehen sich auf alle Priester trutx des 
iden guhoti: ete "pi saraänavidhajah sarveshäiu, jadä tu gär- 
hapatjihavanljajor homas tada 'dhvarjur eva guheLj ekavak anat). 




3li*J (wurhey die J'rai^nrfiJa'Cei'emottie n. et, AjuiM^rnnfta- ^nmlt^-^ittü. 



(Es fol^ liier r^ine Beschreibung Am Siihji*»ii für V<> T yfci« 

und iStVinin^'en Viei iler Pruvargja - Ceremonie , atlm ghi 
ja^k ittÄnj uk jante). 

Cap. 17. 

1. JEidi ^harmah skauded. a<»kan djaii^ p^thivtin iü dl 
enam ubbiniantrajeta. 

Wenn der Gliamia überlaufen sollte » so besprocbe ihn ii 
Adbvarju) mit den zwei 8priicben : ,Es befruchtete der Hii 
die Erde* (und ,Es befruchtete der junge Stier die Kiüie* TA. 

2. jadi i^'hamiena k'aratsu vidjud apat^d, j& punMtid r^vi 
äpatad iy etair jathalingam guhujät 

Wenn ein Blitz herabfallen sollte , wiihrend sie mit d( 
rihanria besichüftigl sind, so opfere (der Adbvarju) ^iiieo Hont 
mit einem d^er Sprüche: „Den Blitz, welcher im Osten h«nJ>* 
fiel - , .* (TA. 4. 14) je mit dem cbiiracteristiseben Worte (d. b. 
der betreffenden Himmelsgegend ^ asakfdvidjotane *pi ^Au\ nxi 
*hutir ekasjam k arjajani). 

3. jadi sarvaUl.u sarva guhujat. 
Wenn (es gleichzeitig) von allen Seiten (blitzt), %o bfKipfi 

er alle (Himmelsgegenden, jaug&padj4rt.hivn vak aoatn). 

4. priiii^ja svaba, ptlshne svalie 'ijj etAv anuvakan g^l 
prÄja^k ittäni. 

Die beiden Anuvaka: «Dem Atbem Svaba . , ,* (TA. 4. 
und J)em Püshan Svoba , . .*' (TA. 4. 16) sind Gharnm-"" 
(für jede bei dieser Handlung mögliche St^nuig, gbarmi 
jü vidhjaparädba*» tasja »arvftsje mani samanjapraja^k'ittÄiii), 

5. gharmesht4ikäm upadadhätj ud asja ^ushmäd bh4niir 
anuvakena, kubVjinim jas te agna fli'dra joni\ja itj iinuTakf 
'dikja k'itjä 'dhvarjur agnim abbimv^^atj agnir asi v&i^v&tiiuno ^ 
'tj anuväkena. 

(Eür den Fall, dass der Pravargja mit einem A^nik'^Jaa 
verbunden ist, uttare trajo 'nuvaka agnau viuijukta)?, n& tfi *iit<* 
jante) legi (der Adhvarju) noch dazu einen Gharma-BackrtetB bil 
mit dem Anuvaka; , Glanz erhob sich aus seinem Sprühen . . • 
(TA. 4. 17), sowie einen nestfönnigen (Backstein, cf 3. 13) inH 
dem Anuvaka : ^Mit deinen feuchten Sitzen . , ." (TA. 4. 18) tun 
beiührt dann bei der Ediki (oder Ai(Jiki ?) - Schicbtung den Fe 
altai' mit dem Anuvaka: ^Agni bist du. Vai^v&nam bist da 
(TA. 4. 19). 

G. bbilr bhuval.T suvar iti sanrapr^jaQk'ittani. 
Sühnen von allgemeiner Gültigkeit sind die Formeln t 
bhnvab, suvar!** (TA, 4. 20, 1, sarvatrikänj etani pn\i»^k'i( 



Oarbe^ die Praxsirqja'Ceremmiie «, */. ÄjMigtmnlut-t^rmUa-SMrn, 361 



iva- 



7, ja'ii mahävirah pudjeto, 'rdhvu. ö shu na üiaja 

bhjäm eiuiiii uk k hrajttii, 
K SoUte (ior Mabavira amfallen . so nchte (VlfT Ailbvarju) ilu» 
^prieder auf mit deD^ zwei Spnichen : „Erbebe dich scbdii za 

unserm Heil , , .* (TA. 4. 30. 1). 

■ 8. jadi bbidjeta. vidbuiii dadr&nam iti samdadbjat, tüto jiui 
^prdhartbe s&m^leshaj,iani sjus tair enam abbidihjad jad ai^jan main- 
K&n miishebhju^k'u jad rte k'id ubkiyrislia iti. jadi gbannam ati- 
^baiijar, de va |)mti|jarijuh , pmiar ürgi saba ra^'e \j etaUdijain 
Hlniinri jiratiparljuk 

™ Bekommt (der Mabavira) einm Riss, so schliesse er diesen 
mit dem Spruche: ^Der einsam binläuft . . .* (TA. 4. 20. 1) und 
^^tte ihn dann mit Klebemitteln , welche zum Härten dienen f cf. 
^k. 7) — wobei jedücli Fleist-b und Bohnen ausgeschlossen sind - - 
^fcnt-er KecitAtion des Spruches: ,Das auch ohne Yerbindun«^ . . ." 
^VTA. 4. 20. 1). Gehen sie hennii an dem fTharma vorbei, so 
^■ollen sie nicht in um^ekehiter lÜthtung wieder herumgehen oder 
^fcies nur thuu mit den beiden Sprüchen: , Kehre wieder mit 
Labung . . .- und ,Mit Reichthiua . . ,■* (TA. 4. 20. 2, cf. TS. 
^, 5. 3. 3). 

^B 9. inü no gharma Tjathita itj ashtau gbamie vjathite prä- 
Ha^k ittani. 

^ Wenn der (ibarma aufgewallt ist, (so bringe der Adhvarju) 
mit den einzelnen^ Versen : ,Niclit mögest du uns, o Ghaniia, uuf- 

■ wallend . , ^ (TA. 4. 20. 2) acht (S|)Bndenl aln Sühnnpfer (dar, 
B VJatliauAm kvathanava^at sa^alidiVd budlmdotpluti.s , tatri 'sht-av 
BfthatJijali prajüt^k'ittani). 

■ 10. api vä ghürmani eva vjathit«am etasäiii k'atasrbhir abbi- 
mantrm'eta. 

»Oder er bespreche aueh nur den (Ibarraa, wenn er aufgewulU 
ist, mit vier von diesen (acht Versen, etasäm sc. fk'am, gharmam 
%vk 'bhimantrajeta na tv agnau gulmjad itj artliah). 
11. jadi gharmeya k'aratsv Äditjo 'stimiijäd, aparasjam dväri 
darbhena hiranjani prahadhjo. 'd vajam tamasas pari 'tj upastlmju 
'd u tjaip k'itram iti dvAI>bjain garhapatje hutvtV pravf^ja i^vobhüte 
vajah suparnA itj aditjam U[»atiHhthante« 

IWenn die Öonne untergeht, während sie beim (Jharma be- 
ftcbäftigt öind, binde er mit Darbba-Hakiieii Gold an das westliche 
Thor, wende sich an dieses (das Gold, hiranjam upatishthate 
*dhvarju|?) mit dem Spruche : ,Aus der Finsterniss schritten 
wir . , .* (TA. 4. 20. 3) und opfere mit den xwei Sprüchen; ,Es 
fuhreu ihn empor . . ." und ,Das leuchtende . . .* (TA. 4. 20. 3) 
ira Garhapatja. An dem Tage nach detn Pravargja wendet er 
iiuh dann an die Sunne mit dem 8pruche; ,Die schön geflügelten 
iVügel . . .•* (TA. 4. 20. 3). 



Bd. XJUUV. 



84 



Garhfi^ die Prnvar^- Cfremonie «. d, ÄptMiamha- ^raukt-i 



Cap. 18. 

1. jiidi gbanimdhug dolmkäle uä gakkhed« atgäm d 
|ira\Tgja täiii sutjajani brahmaiiaja dadjad jani aimbbja 
shjan sjat. 

Wemi die (Thanna-Kuli zur Zeit des Melkens nicht hm 
koniriit . so nn^>lke man eine andere und vollziehe äm\ I'ra 
mit deren Milch; diesp Kuh schenke (der Jujirairiaiia) heim 
Opfer dann einem beliebigen Brahmanen. den er nicht heabsichl 
mit einer Bittt* anzuheben (brähnianaja rtvige vÄ kasranik id 
jad jai|i prati svajani arthiiaja na ganiishjati), 

2. jadi ^ha]inaduhi pajo na sjad, dvtei; k ataithaqi p&däip 
stanoiii kytvä pinvajet. 

Wenn in der Gharaia-Kuh keine Milch ist, (so verft^itig» d« | 
Adhvarju einen Hchlauch iiiii vier Füssen), mache einen Pü» 
dieses Sdilauclies!. (den er mit. Milch sud'üllt) zum Zapfen (ei^'witl 
zur Zitze) und lasse \m% diesem die Milch ausströmen difiiri" 
k'atushpadäiii kflva pajasa 'bbi]nirja padeshv irnjatainain 
kalpajitvä tena pinvajet psyaU sravajed dohamantraib). 

3. jadi dadbi duhita, barhaspaljam <,nu{iSüt. 
Wenn die Kuh saure Mikdi ^ebt, so recitii-e (der Hoi 

einen an Brhaspati gerichteten Hyiiinus- 

4. judi paja äi^'vinani sodarkani. 
Giebt sie zwar süsse Milch, abitr mit einem Zuschofi 

saurer, so recitire der Hutar) einen A^;viii-Hymntts (jadi p«) 
udarko dadhi tatiäaliitam k et pajo duhtta tad i\yvinenjv *hhiKhfniAti 

h, jadj u vai lohitai|i diihlta, raudrja rk'ä guhnjat. 
Milcht sie ^ar Blut, so opfere (der Adhvarjn) eine Horaaspcnd^ 
mit einem Kudra-Verse, 

6. jadi navjed, dhatui' vg^ly^^i^ ^^hujat. 
Wenn sie abhanden kommt, so opfere dieser mit iwei Wrw* 

an Dhatan ' 

7. jadj asjai vatso, vajor nijutvata ik'ü guhujat- 
Wenn ihr ') Kalb (abhanden kummt), so opfere er mit öfl«*" 

Verse, welcher au Vaju mit dem Vielgospaim gerichtet ist 

8. jadj amedhjam ajagnijaip vä 'bhinishided , Agne^a ^^ 
gnhujadj agnivamnje 'tj eke. 

Wenn sie sich bei etwas unreinem (lunedhjam a<;uddhadrBfja^' 
oder auch nur bei einem Gegenstande, der nicht zum OpftT »»«^ 
(^,'.uddham api jagfianarhadravjamatrani abhinishaijyttjaiu) niedeflte^ 
so opfere er mit einem Agni- Verse, nach einigen jedoch mit «i 
Agni-Varuj^a- Verse. 



1) Wegou wjd vgl. dio Anui. xu lä. 8. 



dw Pravnrgjft' Cerenwm'e n . oT. Äpnatitmha-(\nid4f'Süt.ra. 363 




R. jädj enum vajo "bhi^^ksliiped. {"^vinjn rk'si jjruhuJHt. 
Wenn ein Vogel über ibr seine FlÜLrel schwingt (abhivikshepuli 
»haTatAdi^X so onff^rp er mit einem Aijvin-Verse. 

It). jadj ud vk patet sam vu viiJ^eta (jardulo vil banjAd, nrkii- 
fthlrtim iigäkshini i\<;:k*otjii tenu jirak'art^t. 

\ Wenn (eüi V<*gel vor ihr) auffliegt oder btistig davoneilt, |und 
Ife Kuh hierdurch erschrt^ckt luiföliig wird Milch zu grbon, tatho 
IvijBniä durdohä sjat) oder wenn ein Tigm* (vardülah pradar(,'a- 
bo himsraiiam) die Kuh tlkltet so träuHe er den Milchsaft df?s 
a-Sti-aucbes in Ziegenmiloh und vollziehe mit dieser den Pra* 
a, (atra 'ha haudbujanah : jadi gbtirmadnham na vindeta 
i dobajet. jadj anjain na vindeta gairi dohajet, jadj agrn^i 
vindetii rkakshiraih pi-akaret, jadj arkain na vindeta java- 
i vnhipishliini (j^iiiniakapishtani va 'dbhih sanisfgja taib 
ed iii). 

11. sutjfijatii pravrngajiam eke samamauauti. 
Einige nennen das Vollziehen des Pravargja heim So rna- Opfer, 

12. tatra mUDai}i.sa. 

Hier folgt eine weitere Erörterung (über Zeit, Ort u. s. w. 
Pravargja Schob), 

13. jada jjurastad ainina sjäd, atha prav^*^a, upaka^a upavju- 
lam samajävisbita uditanuditii udite va pratah sanagave inadhjaip- 

?& pavamäne stnte. 

Wenn es sich im Osten röthet (erg. prak'i dik SchoL), dann 
t der Pravargja anzustellen {pravxgjfl-li zu denken und pravargjah 
^ ergänzen), oder in den folgenden Zeitpmikteii : wenn die Hi'lle 
ih schon ringsum verbreitet bat (u]>akat,n" samantatali prakai;e 
t^), beim Schein der Morgenrothe . wenn ein wenig vim der 
^'^iinenscbeibe sichtbar geworden (samajavisbita tshadavinriandale), 
J^^nn die Sonne feigentl. „aufgegangen und doch noch nickt aui*- 
■^gangen*' d. h.) halb aufgegangen (söija uditanudite 'rdbodite) ist», 
^•»nn sie ganz aufgegangen i oder schliesslich: am Morgen (pratar 
**Vftdhakrtasja 'hna^i iirathame bbiigej* am Vormittag Isamgave 
t1J6 bba^^e), am Mittag nach dem Absingen des Pavamana (Stotra). 

14. ilgnidluragare pravrgjalL 
Er ist zu vollziehen über Kohlen aus dem Agnidlua. 

Ifi, sakjd eva prav^gja iti vijuriläjate. 
Einmal ist er zu vollziehen; so wird gelebil, 

16, tttiy t^tünj aupasadaib pravpiganair vikalperau. 
Alle diese (Bestinimtiugen) lassen sich bei Pravargia-Feiern äji 
■Tagen vertauschen, (aber nicbi biiufen. na tu samuk'k ijate). 

. dadhigbamiaip bhaksbajantt bhiir bbuvali suvar itj anu- 

»4* 




364 (Jtfrhr.y die Pt'fiiHtrtijtt- Ce.tfvionie n. d, AjmJtUmtba- ^rtmi*' Si. 

Die mit süurer gftniiselit^ heissp Milch ^ geiiiesst ni < 
Aiiuvika: ^Uliülj, blmvalj , siivar . , .*' (TA, 4. 21, ti» - 
tasjii 'ranje'tmviikjo bhakshaiiiantra iti). 



Cftp. 19* 

1. vjiiklijtitA gh^i-as t^nvo 'ranje'nuvükjo ga^a atiana kl 
'iiuvilkau. 

Erklärt sind (bei der IJespreehmig trüherer Ceremotiien du» 
Anuvuka, welche den Nam^ii) „ghoras tanvati* (nach den Anho^ 
wollen führen, nämliith TA.^ 4. 22, 23), die Reihe der im Walde 
zu recilireiideii Sprüche (TA. 4. 24, 25 cf. TBr. L 7. 7. 3| and 
die beiden darauf folgenden Anuvaka (TA. 4. 26, 27). 

2. jadi ghanneijji k'aratsv ekasj-kii utlishthed . vi gu uidr* 
vikaron spä^^uja^ve 'tj etaiii abbimautrju 'bhajaUi adipjo 'Imakato 
asmai prntjasjed agiie ii;tifniiia saijwadasve 'ti. 

Wenn wahrend der (ihanna-Handlung ein einzelner 8r.1uikil 
(ekasrka ekak'arah si^alah) sieh blicken lässt, so richl« (dff 
Adhvarju I an ihn den Vers : ,Die Kühe durchwandernd , o Indi» 
merke auf!* (TA. 4. 28), xünde einen Feuerijrand auf beiden S^^it« 
an und werfe diesen gegen ihn mit dem Sprufhei ,0 Agni, Wr«<U 
dich mit Agni . . ." (TA. 4. 2H}. 

3. atluti *nani upati.slithunie shkxt ie ugnd ßama t^ «noTikr 
^efibe^a. 

Dann gehen sie auf ihn zu («auf den Schakal*", nicht »auf de« 
Feuerbrand'', eimni ekasi'kam nii tu 'Iniukaiji pui|iUiiigat) mit dwn 
Schlüsse dieses Anuviika : , Einmal sei dir, u Agni, Verehrung . • * 
(TA. 4. 28). 

4- afba jadi grdhrab saUvvkl bhujeduko dlrgharaukhj uIAIr» 
bhüto 'pasrshtah ^'akuiiir va vaded, asj-ninukho, jad etad. jadi 'shitÄ 
dirgharnukhi . 'tthiul iilüko, jad etad bhüt-anj anvä\ni;ja. pnsiiji 
sakthjäv itj eünr jathäliiViim abhimantriau 'Imukapratjasiuiidi m* 
man am. 

Wenn ein Geier, ein Schakal (salav^ki <;iva; hiernach scbwflt 
oben ekäsika doch ein anderem Thier zu bezeichnen), ein nildtT 
Schafbock tP<Jftko meshah, bhajahetur edako bhajfi/dakab (skm. jm 
brshtaroma prahära^vllo bhavati), ein Langniaul (dlrghaumkhl fli«idi' 
bhah?), eine Eule, ein Gespenst (Si-hoL jedoch; ulüko diva \MUi 
bhütab J), ein Verunreinigter (apasfshtah pi<;tikVidiä\'ishta[j purusW) 
oder eine Kriihe (<^kunih kvshiia^'akTinih . pakshimatxani itj "k«», 
teghäip grdhradigrahanam anadhakai^i sjat) sieh hör«» lässlt ^ 
richtet (der Adhvaiju an das betreÖeude Wesen) denjenigen too 
den folgenden ^inuvaka . welcher gerade Rir den i)estinmiten FiM 
geeignet ist: ,Mit blutigem ilaule . . ." (TA. 4. 29j* »Wen« hier..-* 
ITA. 4. m}, ,Wenn <mgetrieben . . ^ (TA. 4. 31). ,Da LmäT' 



Oarhej die Pravarfjja- Ceremonie n. d. Äpnntamba- (^auia-Sütra, 3ß5 

maul . . .« (TA. 4. 32), ,So flog die Eule . .^.« (TA. 4. 33), 
„Wenn du hier in die Wesen eingehend . . .** (TA. 4. 34), „Deine 
Beine ausstreckend . . .* (TA. 4. 35). Das Entgegen werfen des 
Feuerbrandes (§ 2) u. s. w. gilt für alle Fälle gemeinsam. 

5. jadi gharmadhuk krimiiia sjad, atri^ä tvä krime hanmt 'lg 
anuvakenÄ 'sjäb kriratn hanjäd, api v& särvatrikam etat präja^k'ittaqi 
krijeta. 

Wenn die Gharma-Kuh Würmer hat, so tödte (der Adhvarju) 
die Würmer derselben durch die Recitation des Anuvaka: .Mit 
Atri tödte ich dich, o Wurm . . ." (TA. 4. 36). Es mag auch 
diese Sühnhandlung in allen derartigen Fällen vorgenonunen werden 
(d. h. nicht nur mit der Gharma-Kuh, na kevalaqi gharmaduha^, 
sarvasjai vratadhugagnihotrjader gomatrasja krijete 'tj arthati). 

6. jam abhik'aret, tasja lohitam avadänam Isxtvk Tiarft Va^ja 
9(ta8je 'tj anuväkena guhujät. 

Wenn er einen behexen will, so mache er das Blut desselben 
(d. h. Blut welches symbolisch das jenes Feindes darstellt, tasja 
k^e tam uddi9Ja rudhiram) zu einer Abschnitts -Opfergabe und 
opfere dieses mit dem Anuvaka: „Bringe herbei und theUe ab von 
dem gekochten . . ." (TA. 4. 37). 

7. jam abhivjiiharishjan sjät, trir&trävaram brahmak'arjaip 
k'aritvä gatvai 'nam abhivjahared brahmanä tva 9apäm! 'tj anu- 
väkena. 

Wenn er beabsichtigt einen zu verfluchen (abhivj&h&raji 94pah), 
so übe er zum mindesten drei Tage Enthaltsamkeit, komme dann 
heran und verfluche ihn mit dem Anuvaka: „Mit einem Zauber- 
spruche verfluche ich dich . . ." (TA. 4. 38). 

8. jain dvishj&t, tasja goshthe svagam oshadhiip nikhaned 
uttuda ^imigavari 'tj anuväkena. 

Wenn er einen hasst, so grabe er bei dessen Kuhstall eine 
Viper und ein Kraut ein (Schol. jedoch: svagaip svijaiprü^häip 
svagam iti liAgavjatjajah !) mit dem Anuvaka : „Reisse auf, du (^imi- 
Entsprossene . . .'* (TA. 4. 39). 

9. api va goshthasjai 'va dakshinäiri dvärb&hum etenai 'va 
vik'älajet 

Oder er mache auch unter Recitation desselben den rechten 
Thürpfosten los (dvarbahum dvarasthünam). 

10. jadj udgäta purushasama na gäjed, adhvarjur evai *tena 
samno 'dgäjed bhür bhuva^ suvar itj anuv&kena. 

Wenn der Udgatar das Purusha-Säman nicht singen sollte, 
so ^stimme der Adhvarju den Anuvaka: „Bhü^^, bhuva^i, suvar . . .* 
(TA. 4. 40) an Stelle dieses Säman an (purushasänmä 'dhvarjavam 
etat sama vikalpata itj arthaf^). 



366 Oarhc, dir Pravarriitf-Vt'teitfOntt n. d, Aj}tMtaw/tfi'i^rftiä*iSätr*t. 



Ciip. 20, 

1. aväntarailiksliäip vjiikhjäsj&mali. 
Wir wollen jetzt die Zwischenweihe beschreibeo. 
Schol m KÄtj, (;r. 8. 2. 4. 

2. purvanj udaffajana apiirjjtmanajiukshiksja \i\ piiTjje 
ke(;.nvmu<;ru vApaiiiva, Y"''*'''^^f.'t^ prak im udik im vÄ di^ani 
krainja, khile 'k k liiidinlar^-o 'gnini upasamadhaja . sasp] 
purvavad upakj*tjn. iiiudaiitir upasprga, pi*atiianipnä *ihi " 
kilvil k atasra audiunbarih saiuidho gh|ianvaktii abh)- 
saitiitl itj etair maiitraih. 

'/wisuhen dem WinU«r- und Stjmraer-Solstitium Imi 
Mond Wechsel oder unter einem günstigen Sternbild in einer M< 
hälite, in welcher der M(md zunimmt» geht (der Jagamänal, lu 
dem er sich Haupthaar und Bart geschoren, des Nachmittags 
Ostciii oder Norden (zu eint^m einsamen Ort«) hin. An einer 
Stelle, wo kein sehützendr^s Dach zu sehen ist, macht er dann 
Feuer aii und umstreut dasselbe (mit Grau); darauf htuietit <r 
nach den früher beschriebenen Vorbereitongeu seine üände 
heissem Wasser und verhütet üble Wirkungen durch die Recit 
des ersten Anuvaka (cf. 5. 4). Vier mit Butter bestrichene L'di 
bara-Stüek© legt er (in das Feuer) zu mit den Sprächen: ,Di* 
Erde ist das Brennhol/- , . / (TA. 4. 41. 1). 

3. atha devatä upatishthat« 'gne vratapate vratani k anshj&nil 
Nun wendet er sich au die iiottheiten mit den Sprücl 

,0 Agni. HeiT der ObseiTanzen, die Observanz will ich antreten 

u. s, w. (TA. 4. 41. 8 fgg., katurbhir jagurbhir jathalii^gRm dewtt, 

upatisbthate), 

4. athai "iiam sarvesham nnuvftkän&m pnibhrtlr abhivjAl 
prathamottamajor va. 

(Der Lehn*r der Jagamäna, abhivjahärajati v&k'ajatj äk'iiji 
heisst denselben die ersten (Verse, prabhftih sc. r^'^l*) sämmlHcl 
Anuvaka aul^usagen, oder auch nur (die ersten Verse) des ersten 
und letden Anuvaka. 

5. uttamena nuvakena i;antim kftva tatab sauimfls^ati vikjKp 
k'a jak'k'hati. 

Naehdem (der Jagamana) dann durch die Recitation des lettt«» 
Anuvaka üblen Wirkungen vorgebeugt hat fcf. 12. 'i), sehlte ttt <ir 
die Augen und sithweigt. 

tJ. athö. 'sja 'hatena vasasa pradakshiniiqi sai)mmkhai|t'' 
veshtajitvä 'stamite gi^iiniaip prapädajati. 

(Der Lehrer] verhülJt sein Haupt sammt dem Munde js;Hf' 
imikhftip sahamukhani) von rechte her mit einem neuen lu^vrai!'!«- 
und führt ihn nach iSonnenuntergang zu dem Dorfe zurück. 



GarbCf die Praioargjar Ceremonie n. d. Apastamba- ^auta-Sütra. 367 

7. vägjata etäip r&triip tishtliatj äste y^ 
Schweigend steht oder sitzt er dann diese Nacht. 

8. 9Yobhüte khile 'kVhadirdar9e 'gnim upasamädhäja , saip- 
paristirj&, 'thft sja sbattajam abhividar9ajati , saptatajam itj eke, 
'gnim äditjam udakombham a9mänai|i vatsarp mah4nagn&m hira^jatp 
saptamam. 

Am folgenden Tage legt er an jenem öden Orte, wo kein 
Dach zu sehen ist, das Feuer wieder an und umstreut es (mit 
Gras). Dann (enthüllt der Lehrer sein Haupt, vaso pah&ja; dasselbe 
mass also, wie am vorhergehenden Tage, eine Zeit lang bedeckt 
gewesen sein) und l&sst ihn sechserlei — nach einigen siebenerlei 
— erblicken: nSmlich das Feuer, die Sonne, einen Wassertopf, 
einen Stein, ein Kalb, eine nackte Dirne (mahati nagnä mah4nagn4 
ja svarasata eva vivasanä k'arati bälakanje 'ti jävat, naighaiit;uka9 
k'a Im^: apräptasho^a^a nari nagne 'ti) und, (wenn man der ab- 
weichenden Ansicht folgt), als siebentes Gold. 

9. api vä 'ditas trini vidar9ajitvä jathopapatam itar&^i. 
Oder er zeige ihm anfangs nur die drei (erstgenannten 

Dinge) und dann die übrigen in beliebiger Reihenfolge (aditas tävat 
trini drBYJäQJ avagam dar^ajitaTJani jathäläbhaip tv itaraiii). 

10. atrai 'tad väso gurave dattvtl vajafi suparnä itj ädiljam 
opatishthate. 

Darauf schenkt (der Jagamäna) das genannte Kleid seinem 
Lehrer und wendet sich an die Sonne mit dem Spruche : ,Die schön 
geflügelten Vögel . . .« (TA. 4. 20. 3). 

11. atha 'sja brahmak'arjam adhi. 

Es folgt die Aufzählung dessen, was der Jagamäna noch 
SQfiser der Enthaltsamkeit (beim Erlernen des heiligen Textes zu 
^obachten hat, adhi brahmak'arjaip brahmak'arje jo 'sja vratavi- 
?^hah sa vakshjata itj arthat^, athavä 'dhi brahmak^aijaip parak^tad 
I^nahmak'arjäd adhikaip jad vratam itj arthab). 

12. nitje. 

(Doch sind die folgenden Vorschriften nur zu beachten) bei 
^Oi eigentlichen (ersten Lesen, nicht beim Memoriren u. s. w., 
'UtjQ graha^arthe prathamadhjajane, na tu gapädjarthe). 

13. na naktaip bhufigita. 

Er geniesse nichts in der Nacht. 

14. jadi bhufi^ta, 'pa^alitam. 

Wenn er unbedingt etwas gemessen muss, so sei dieses vom 
\«xier beleuchtet (a^aktäv apa^alitaip gvalato 'nmukhenä 'bhidjo- 
^t^ip bhufi^ta). 

15. na mrnmajatp prati dh{\jita. 

Er trinke nicht aus einem Thongefäss (uf. 12. 13). 



3Ü8 (rifrltr, die Prafftrfifn-Cemnouir n. d. Apanianthtt-^ 

IH. na sirijä na <;ildrftia sambhäshetji. 

Er spreche weder mit einer Fi-au noch mit eiDini (,Mdrx 

17. tiö '{juinihau, ria kbuttrani. 
Kr bediene sicli keiner Scbiihe und keines Sonii6D8chtrms (i 

'^11 blnivrtt4ih). 

18. na k'akiivad iirohei 
Er besteige keinen Wogen. 

10. na gat^sum !kshen, na snaiät 

Er blicke auf keine Todt<*n und bade nicht. 

*20. üshtiunjub parvani k'o *(iavased vagjatat* 

Kr faste je an den achten Tagen (der MonMshUlfte, Mb|lilji| 

nshtimiil) v>ch61.. die (irantba-MStS, haben asbtanijäh) und bei d«n 

Mondwechseln und verharre im Schweigen. 

21. na k'a samvi^et. 

Auch lege er sich (in diesen Nächten, na tÄsu ratrisbu) 
nieder \ßi, h, er stehe oder sit^e). 



€ap. 21« 

1. saipvatsaram eUd Tmtatp k'ared, eULsminn ora ssiiii 
•dhrjita. 

Ein Jahr lang übe er diese Observanz und widme sieb ii 
diesem Jalire dem Erlernen (des heiligen Textes, uftmlich di 
vierten und fünften Prapat^^^ ^^^ Taittirija-AnuvjakaX 

2. ja^ etasmin sazpratsare itA 'dliljlt^ jAvad adlyig'AnAni 
vratmii k aret. 

Wenn er um in diesem Jahre nicht lernt, übe er aticb 
Obserrani. nur so lange, wie das Studium. 

3. sai|iTats«re paijarete kbile 'k'k'hadirdar96 'gnim upasaml*^ 
dhAja, sainparistirju. pürvavad visfgja. madantir upaÄp(\ja. (intüu- 
menu 'nuvakena v^^"]) krtvä, 'v^ttair maatnu);» samidhu ^dMji 
'rfttair devuU upasthAjo. *ttamen4 nurlkeaa ^-antiiii krtvä, gurere 
varam dattvii ke^^a^ayru T^M^ate. 

Nach Ablauf dieses Jahres legt er (wieder) an einer 
Stelle, wa kein Dach xu sehen ist. ein Feuer an und umstre« 
dasselbe. Wenn er (diese Handlungeo) in der früher yorgeschrii 
beuen Weise beendet hat (pArravBd Tis]'g)a jathop&kazsQe satnapMie^ 
k'o 'tj udina. saiuapane *pi samano vidhir ukta|^, et 20. '1\, benetrt 
er seine HAnde mit heissem Wasser und verhütet üble Wirkaagw 
durch BwaUtioo des ersten AuuTäka. Mit den geuannten. hie 
jedoeh in Yungekehrter Folge »u redtirenden Sprüchtn {ks 
aDÜmäd irahlya pratilomakramaih) ^^ ^ B^NUihotK au» w< 
ach «n die Gatter mit den \Ws S angegeliam, «her) 
n Tenreiidmleii (Spr^ehea) imd redtirt mr YmMimig flbltf 



Oarbe.y die Prararr^jn- Ceremonie. n. d. Apastemba- ^rauta-Sdtra. 369 

Wirkungen den letzten Anuvaka. Darauf giebt er dem Lehrer 
seinen Lohn und scheert sich Haupthaar und Bart. Cf. 20. 2, 3, 5, 6. 

4. atha 'sja svadhjajam adhi nitje. 

Ausser dem Selbststudium (des heiligen Textes) hat er noch 
folgendes zu beobachten, jedoch nur bei dem ersten Lesen des- 
selben (cf. 20. 11, 12). 

5. na nutsrshtadhjrtjo 'dhijita. 

Er lerne nicht ohne Unterbrechung; nämlich: 

6. na naktam. 
Nicht bei Nacht. 

7. na 'tidosham abrahmak'arjam äpadja, na märpsam khäditv^ 
na ke^ai^ma^rulomanakhäni vapajityä, na ke^än prasädhja, na datah 
prakshälja. 

Auch nicht, wenn er nach dem Dimkelwerden (zu atidosham 
vgl. pratidosham ; die Grantha-Mss. haben abhidosham) die Ent- 
haltsamkeit verletzt hat (^lugamanadina , an dem darauf folgenden 
Tage, uttaredjur na 'dhijita); ebensowenig, nachdem er Fleisch 
gegessen, sich Haupthaar, Bart und sonstiges Haar am Körper oder 
die Nägel verschnitten, das Haupthaar zurechtgemacht oder die 
Zähne geputzt hat. 

8. na 'kto, nä 'bhjakto, na 'rdro, n& *rdre , n& 'navavvshte, 
na 'bhre. na k'häjajam, na parjävtita äditje, na haritajavän preksha- 
ma^o, na grämjasja pa^or ante, nä 'raiijasja, na 'päm ante. 

(Auch lerne er) nicht, wenn er geschmückt, gesalbt oder feucht 
(vom Bade, ardrah snanardrah) ist, nicht an einer feuchten aber 
auch nicht an einer unberegneten Stelle (anavavfshte nach dem 
Schol.; die MSS. haben anavapf sh^e) , nicht unter einer Wolke, 
nicht im Schatten, nicht wenn die Sonne sich neigt (d. h. am Nach- 
mittag, Schol.), nicht im Anblick junger Gerste (haritajav&b sasja- 
vigesh&l?), nicht in der Nähe eines zahmen oder wilden Thieres, 
nicht in der Nähe des Wassers. 

9. nä '9)tam utpatitaip na lohitam d^'shtvä, na harmjaij^i, na 
^arirani, na ^avarp na papätraip. 

Nicht, wenn er rohes Fleisch (aus dem Munde eines solches 
fressenden Thieres. a^ftam mamsatp kravjadamukhäder udgalja 
patitatp dvshtva nä 'dhijita) herausfallen sah; nicht, wenn er Blut, 
Häuser, Körpertheile (eines lebenden Wesens, (^ariraiii 9irabpai;ij&- 
dini pranjaögäni), einen Leichnam (^avaip ne 'kshet« 'tj uktam pr4k) 
oder einen Unreinen gesehen hat. 

10. adhjeshjamäijah präk'im udik'iip va di9am upanishkramja, 
khile 'k k'hadirdar^e 'gnim upasamadhaja, saipparistirja, madanttr 
upasprga, prathamena 'nuvakena ^äntiip k^tvä, 'pareijÄ 'gnirp dar- 
bheshv äsino, darbhan dürvä v