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Full text of "Zeitschrift für deutsche Philologie"

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A."- 







^- ^cüU^^^- 




ZEITSCHRIFT 



PÜH 



DEUTSCHE PHILOLOGIE 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



Dr. ernst HÖPFNER 



PBOVIVZIAJjSCHULBAT in KOBLENZ 



UKD Dr. JULIUS ZACHER 

PROT. A. D. ÜMIVBBSITÄT ZU HALLK 



SIEBENTER BAND 



THE 

iiildi:beand 

LlBilA . ^' 



HALLE, 

VKRLA» DKK KUCHHANDLUNO URS WAIHKNHAI^SKS. 
187 6. 



-r^ 




S\, ^ L^ QS'. 



RZKIGIINIS VKU HISIlKRH.iKN MITARHEITKK 



' \ r thar Amelung in 

ji. lir. G. Andres ^a in flonn. 
Prüf. dr. Aug. A n s c: h Q 1 7. in 

Uv ■ ^l^hrer di. A. Arndt in 

a. 0. 
Pit r. dr. J. Ärnoldt in 

I -II. 

Oy tir(?r dr. Richard Ar- 

11 ;i Elbing. 

Professor Raner in Proiburg^ 1 B. 
Subrt'cWr dr. l^ Rech in Zeit?.. 
Prüffwaür dr. K. Rornliardt in 

Krfurt. 
Schulral dr. H. K Bozienber- 

^er in Merseburg. 
T)r A. Bczzt^nberger, privftt- 

dorcnt. in Gnttiii^fon. 
Prof. dr A. Roretins in Hallo. 
Dir'^''U'r dr. Ludw. Rossli^r in 

!■ '.-r. 

Uv..! urcr dr. Boxburger in 

Stryhkü. 
Dr. J. Brakelmann in Paris, f 
Prof. dr. H, Brandes in Loi[f?.ig. 
Franz Branlcr, Ipbrer an der 

k, k. Ifbreriiüsbildiifigärtitstalt in 

^Vion. 
Dr. W. Braun Dt privatdooent in 

Leipzig. 
Prüf. dr. Soptias Dngge in Chri- 
stin tiliv. 
Prof. (ir. W. Creoelius in Elber- 

feld- 
Prof. dr. Bcrthold Delbrüclc 

in .lena. 
Grmnaüialloliror Dr. Dittmar 'iu 

Dr ju^ in Drondpn. 

Obori^hrer Friodr. üroaihn in 

Neostotfcin. t 
lOrmnasialltihrer dr. Osk. Erd- 

\ih-i ir.R.Fricd- 

Dr. Hugo Gering, privatdocpiil 
in Holle. 



]' ■ dr. Üt*. Gerlaiid in 

OUirlüliitr ilr. Gombert iuQroffi- 

8trebiiu. 
Oyronnsinllphrer dr. R, G o tl ach i c k 

in <'bartolt«nbnrg. 
Redakteur H. Oradi in J-^er. 
Dr. .Juätuä Grion, director dw 

lyceums iu Verona. 
Olinrlehror dr. Haag in Berlin. 
PfniTer dr. Tb. Hausen iu Luii- 

dfin I. DitlinHir8ohpn. 
GyntnasiiilUdircr I»r. Ignax Har- 

czv k iu Ri't'sliiu. 
Director jtrof. dr. W. Herlxl)i*rg 

in Bremen. 
Prof. dr. Moriz Heyne in Rasel. 
Dr. Karl Hilde brand, privat- 

docent in Halle, f 
Prof. dr. Rud. Hildebrand in 

Leipzig. 
I»rof. Val. Hintiier in Wien. 
Dr. S. Hirzel. buchliändler in 

TiCipzig. 
Scbnlrat dr, Ernst Höpfner in 

Koblouz. 
Dr. R. Holtlieuer in Delitzsch. 
Prof. dr. A. Hnohcr in Innsbruck. 
Oberlehrur dr. Oskar .Iriiiickf 

in Rprlin. f 
Dr, K. .lesäun in Kopenhagen. 
Dr. F. Jöuas in Ärolsen. 
Dr. Friedr. Kein:^, fc. »taatsbi- 

bliotbek-sccrctär in M&nchon. 
Prof. dr. Adalhert von Keller 

in Tdbiügeu. 
Rurbbäudler Alb. Kirohboff iu 

T.«ipzig. 
Gymnasi allobrer dr. Karl Kiiisol 

iu Berlin. 
Prüf. dr. C. Fr. Koch in Eisonaeh.l 
Gymunsiallehror dr. Artnr Köh- 
ler iu Di-eadeo. + 
Bibliotbektu- dr. Reinhold Köh- 
ler in Weimar. 
Pr. Kugon Kfllbintj. prlratdo- 

oent in Breslau. 



IT 



TKXXEtrinltf> DIB ■tTjUUUUTXH 



DüücUji' piut. lir. Adalbtrt Kuh 

in Iterliu. 
I'rof. dr. EruBt Kuhn in Heidel- 
berg. 
Qoh. reg. r. nror. dr. Heinrich 

Leo m Halle. 
ätaiiUirat dr. LevorkUB in Oldcu- 

bürg, t 
Prof. dr. Felix Lieh recht in 

Lüttidi. 
Director dr. Lothholz in Stargard. 
Oborlohrer dr. Ang. LQbbeD in 

Oldenburg. 
Prof. dr. J. Mfihlv in Basel. 
Prof. dr. Ernst Martin in Praj;. 
Prof. dr. K n r ti d Maurer in 

Mßnr.hen. 
Pr. Elard Hugo Moyer. lehrer 
aa der haodulHscholc in lirenjen. 
Prof. dr. Leo Meyer in Dorpat. 
Prof. dr. Theodor MiVhiu» in 

Kiel. 
Dr. Herrn. Mfiller, custos in 

Groifswald. 
Gymnasiallehrer dr. K. Nerger In 

Rostock. 
Pi'of. dr. G. H. F. Nossolmann 

in Ki^nigsherg. 
Gymuaalalli'hrt'r dr. Ohrloff iu 

Lflbbtiu. 
ProfcMor dr. J. Opel in Hallo. 
Pastor Otte in Prfthden. 
Prof. dr, H. Palm in Rreslaa. 
Prof. dr. H. Paul in Froibiirg. 
GyniuasuiU eurer dr. K Po i per in 

B real AU. 
Dr. P. Pietach in Breslau. 
Prof. dr. Friedr. Pfeiffer in Kiel. 
Dirocior dr. C Redlich in Ham- 

burj,'. 
Prof. dr. Karl Kegel in Gotha. 
Dr. AI. KL'ifferscheid, privat- 

doc. iu Bonn. 
Dr. Max Riege r in DamistAdt. 
Prof. dr. Eru8t Ludw. Roch- 

hoTz in Aarau. 
Oberlehrer lie, dr. R. Rr.hricht 
in Berlin. 



Prof. dr. H e In r. K ü c k e r t iu Kre3- 

lau. t 
Dr. 0. Rftdiger in Hamburg. 
Bernh. Sch&dol in üomi. 
Staatsrat dr. Ä. v. Hohiofner in 

Petersburg. 
Prof. dr. A- Schoenbaoh in 

(im. 
Prof. dr. Richard Schröder in 

Würz bürg. 
Gymnasiallehrer dr. J. W. Schulti 

tu SagHO. 
Prof. dr. Schweizer Sidtor U 

Zfirich. 
OvinnaRiiillebror ilr. Fr. Seiler ifl 

'Halle. 
Dr. jur. G. Seile iu Potsdam. 
Prof. dr. K. Sievers in Jena. 
Ur. R. Sprenger in Göttingen. 
Prof. dr. E. Steinmeyer inSti 

bürg. 

Prof. dr. A Stf rii in Bern. 
Oberlehrer dr. B. Suphan InBerliu. 
Oberlehrer dr. H. Thiele in 

Bochum. 
Pro£ dr. Ludwig Tobler in 

Zürich. 
Prof. dr. S. Vögel in m Zürich, + 
Prof. dr. Wilhelm Wackorna- 

gel in Banel. f 
Gyntnasiallebrcr lir. Wegener in 

Magdeburg, 
Prof.iir. Karl Weinbold in Bie«- 

lau. 
Franz Wieser in Innsbruck. 
Dr. K. Wilken, privatdocent in 

Göttingeu. 
Oberlehrer dr. K. Wflrner in St 

.\fra bei Meiosen. 
F. WoPHtü in Iserlohn. 
Dr. II. Wtllckor, privatdocent in 

Leipzig. 
Prof. dr, Juliua Zacher in Halle. 
Dr. Konrnd Zacher in Halles. 
Prof. dr. J. V. Z i n g r 1 e iu Inns- 

bruclc. 
Prof. dr. J. Zupilsa in Berlin. 



INHALT. 



Mll« 

1« MI* HDii an^AiOeAiiEclic v^rslnn^t. Von Mm Riemer .„ 1 

2a O.'tifp.l- rriniaii. V.>ii iL SprungOT „ 64 

Z« Kini' vr/älilani; von Bnprecbt v ua Wlniborg ; KxitiBoh b««- 

i.-:- MorU lUiipt „..„ ....„„ 65 

Eine tcttbmthti^'iing ta T,cit>jn>ra s<:)irirt<fn. Ton R. K 0hl er .^„„»,tm».....:~^ 1*1 
Kritücbi! bomarkan^n xa inittelbocfadeatocbcn godioblen. Von R. Sprenger 

and J. Zacbar ,.- „, „_ W 

r«. Von n. HöLrlcbt IS5. IftNi 

B^i: Van F. Wut-atC I'tI 

ICin fetaler LAcbinioni in nüner kritik and «irUäning ron Hurtiuanncs Ivrein. 

Vtra J. Zaobor _ « -^- J76 

• OuflUiUDh« gvillrht« aos cleo ütetziger nnd achtziger Jahren in ältester gestalt. 

Vl*o B«rübflra 8n])han „ _. SÜB. 45fi 

Üb«r A'iif SimtntrMo^ Aviiint) •larclt Buncr. Vqd B. tiuttnebick 237 

IH<- 'h:u hruchBt&cl'tf dor gotiitchen hib«lQb«raatznnK. Ein« kri- 

M Minp von Ohrloff ,...'. S62 

iMr abvrfräQktftch«! laai^tjind im IX. jahrbuidcrt Ton P. rietsch 830. 407 

Zu rU*to». Vun Siirongcr _ _ „.... 368 

Baiudlanial. Ans dm vnnirbciten zo einer nenon anagabo der sogenuntcn Sae- 

.■'I ' •' •■ hu Von S. BüKt'"' 377. 454 

£H' 1 auf den kreiiuiigcu. Krg&nxnngen nnd berichtiguagcn. Von 

W. Lfttaoliua ....«i.«>. _ «. -..« iBl 



Vernilgcbto«. 

Ilrinrii'h Ktickert Nt-krolug. Von Frietlr. Pfeiffer _ -. -..«-- 96 

Aufruf »iir errichtuDß viat» cTuliJenVmaU fBr H. Küekert _...»«- .. »... STO 

<.t4iridd ß«rtnMn. Nekrolog Von J. Zachur „..™, 369 

Bt-r . udlnnf^eu der gcrnianifh:h-r<>niAni(i«h«n abtoilang dn 

■^ iiilting zu B»>(itock. Von K. Ncrger W) 

Rtti ' ' I.'.: MI unttcn Qordiscben phi bluten vi^namJung in Kopenhngao 250 

Kinlu!,:,^ r r.bilf.li^trpnvtfrsanilttng iD Tiiliugen „ „..„.... 370 



Liiteratvr: 

TalfllH hrratwgtrKtjWn \no E. Bernhardt; nngpx. \mi II. fsfiring 103 

R.Si«Tpr«, d>>i lltfÜAUil nnd di« ar>g<''l>%fii*Ji»ificbe(ttiiieKis; angnz. vun &I. Biager 114 
K- k. Bfthne Alihricli>lou(««h« grauinwtik bumuitg. von A. Jeitttfl«». 4. nufl.i 

attgvs. Ton Fr Soih-r „„ ^ _ „„ 1J6 

Ch. F. Ji. ScbuHtcr, Uhrbadi der |>o?tik; angcx. Ton ILTfafel« .», ,..„. IIS 



VI IMHALT 

O. Büdiger, Die ältesten HarabnrgiBchen zanftroUcn. Derselbe, Altcrc 

Harobargische and Hansestädtische handverksgescUendocnmentc; angez. von 

A. LÖbben 123 

O. Apelt, Bemerkungen über den acc. c. Inf. im ahd. und mhd. ; angez. von 

0. Erdmann 244 

Edda Snoira Storlnsonar, heransg. von pörleifr Jönsson; angez. von Tli. 

Möbiua 246 

K. G. Andresen, über deutsche Volksetymologie; angez. von K. Weinhold.... 376 
Althochd. lesebnch, znsammengeatelt von W. Branne; angez. von Konrad 

Bacher 459 

W. Wackernagel, Altdentscbe predigten nnd gebete; angez. von A. Schön- 

bach 46t> 

ächroyer, üntersacfanngen über das leben and die dichtangen Hartmanns 

T. Aue; angez. von K. Kinzel 47Ü 

W. Längen, War Hartmann v. Aae ein Franke oder ein Schwabe? angez. von 

Demselben 479 

/ Emil Hcnrici, Znr geachichte der niittelhd. lyrik; angez. von Demselben 481 
Ignaz Peters, Gotische conjectnren; angez. von H. Q-ering 484 

Bcgiater von H. Fritzsche 485 



^. 



T)IK \r.T- ITVf) WTKrSM'ftSIsnrK VKRSKrVST. 



*cht «chciufl otdit?«!.* in nnspruoh genomiurn uml si^ danncli uorrigiert T" 
liatt'^. war es unaHsliieililiLb, Hrhs diejenit^en, diö an dieser lehre fest- 
lii'Iu-n, nir ihren priiioi}) zuimt-hüt «lio übrigen lioch deutsch eu restd, 
aodiiuu das gani^u |{«büit dct »Ubroimdichtuiig 7.u orobcrn siicliten. Wi(> 
i\-nrtf boi der mehr und mt*hr zum bt'wustseüi gekommenen utilvcrwuiiU 
! zwischen ulleu provinztiu der olt^ttrmuu isoheu poesio eine so 
: ' '■ ' ' ' ' [ bei einer derselben 7.u ('■ ' <n? 

1 lugsvetsuelie. be/üglieli dei ^. rjyn 

divhlUQf> von Scbuberl (De Angloüuxooum arte metricA. Berol 1870) 

'I' de» Heliiinds vyii Aim^Iung (im TU. Jahrgang dieser ZHchr. Y^ 

mit 3Q viel Üeiäs und äcbarfsinn gcmuebt worden sind; 

1 ist die uumt^rljchkoit der aufgäbe gewis fOr mHncben xur 

l; ''HS flchetnt SohulierU promolions- 

' ..,i,u- ,.'K -.i.t '.'!.. ..l......! AlnUenliolTt^, über uueh W'ackor- 

r , ifcranlasst /« haben, dass er tteine erste wiaseuüchaftliche lei- 

tuf dem gleichen gehieti-. aber im entgegengesetzten ainu ablegte. 

Her (t'beritic germaniiiche Alliterationsitoeüic. Wien 187*.') bat 

las verdienet erworben, die gründe gegen die vierhebungstiieQriü 

«fr vollständig und grrmdlich darzulegeu, wie es bis dahin nieinaud;' 

j.'' " ' ''■>'. Weiii I ^Lfte mir aeino positive au' ' ' ' <■_•. and 

ir iini'h iiift nicbi übeiflib^ig vor, li mhi^ber 

IL war, nochmftla «u prfife» mid mit den nötigen 

i duii kennern der »t^ibreinidielitung vorzulegen. Ohne 

< ^ :tieden xu sein, ob ich da.sAltuordischä in meine dar- 

ig tieretn/i'dien «ollo odrr niebt, hatte ich mich in die metrische 
oJiung th'r Kddalieder vertieft , »I9 mich des leider »eitdem hin- 

«denen K '(■'''■ ' Untersuchung „Chor die Versteilung iu der 

PMi ^M dieser zeit«.clirift 8.74 — 13y Qbcrrasehte. 

LTätt teil de»8on. was ich zu sagen hatte, 
Itcr' nflmlich ist zwar der satz. dasft der 
tteu Worte eines vetäes lullen mdsse. mit- 
luu durch di« »tttzbetonung i>edingt sei; aber die gosetze der satzbeto- 



^•■-(■eiiK. F. nnmou rHibOLooiit. m. uik 



1 



■txcimi 



nung, wie ^e sich dar<:h Oie ratzung des fttsbreUncs kuod g^b^'^ tiuti^ 
bis dabin meint)» wissen» uieiiiuuJ ilargdegt,' so nichtig diBSi? ft. 
nir die textttiitik gewesen wäre: di'nn febler der überli-^rening vorröleu« 
Hicii, cnieüdntiout>n werden nl» zulfla^ig odpr QnziilfltiÄi^ fikiint , sotVri 
man wäis^. welcbt;^ von mehiereu im aölbon halbv^r^ Htda'ndfMi worttm; 
don stabreini tragen darf, wolcbcs nif^ht liltwaB altes ist rcmei- das beatre- 
beu, die virsp und lialbvflrse so abzntHil(>n, wie die worte iial i " ^ 
7.u»'a»im('n}{el)"iit'ii , leo düs» uicUt 7.wi'i bei riclif.i(;ein vortni>^ ,^ . n 
verbindende Worte durch cÄsur oder versgchlusa getrennt werden; aber 
man hatte sich darin dem mubr oilpr minder feinen f^efflhl dl- 

statt filr den einzeln fall zu ermitt<-ln. welches die (jerfL'i..: _. 

tfilnng aei und unter wclcbi'u bedinguugon elno aiidro an ihre steile 
treti'n dOiie. Diese fragen bat liildebiund fQr dan AUnoidiäobe zui^rst 
aufgcwoi't'en und ^rürrdlicli eileüigt, and «o seine kurze lanfhahn mit' 
uinf^m tiedt-'uti^amßu gewinne n\r unsere wissonscbuft bezeichnet, leb 
hftttc ihm gern (iborlaRsen , die gcsetze, die er im Altnordl»])it)ii nach- 
{(ewieaen und die ich im All- und Ang(*l9üc:hsi.soh(^n erkant liatto, nach 
auf dit'stin gnbif^ti^n nachzuftüiäcu; ir-b liälio am liobsteu ciiio vo11»tfin- 
digti nietrik der stnbreimdicbtung von ihm erwartet: aber um nicht 
von d^r Kdd» aligezngon zu werden srhi>b er mir iWc iiurg-tbc /unlclr,, 
von der ich nun, um iiiclit auf zu viole einzelboiten rüi-k»ii-bt nebmea 
und dadurch die klarbeiC der darstellang beointrQcbtigeu zn mfiKssn. 
das Allnordisobe austtdifidp , ziifrieilen , dessen flbert^iostimmnjig in 
allem wcsonlliidion sieber orkaitl zu haben. 

Ich Iftäso aus auderor orsacho auch die w enlgeD altboc'h deutsch on 
roüto bei anitß: sie bewei:sen bei ihrem geringen umfange zu Wfuig und 

worden hessur ubgeftondert an dorn an' ^--"m gtibivto gt^wonnunen 

ergelmis goprOft. Dies ist ein kurzcH . bei dem man tlndcu' 

wird , daäs das Hildebrandslicd in uinoro einzigen leicbt zu beilend«a 
falle ein beton ungsgtüPtz verleUt: statt tot #.</ I! " ' ' II ' ' i 
sutiu mOiste es boifisen Hilfihrant ist tut, H'/. > , : 

bedenklicher ist »in fölUer im sogeiinuten We^sobrunocr gebet du tinr 
Anivfitit ni was | futeo ni wcttti^: man lese mit <irein Germ. 10, :(10 
ivwUit ^= vowiht. Die beiden gob*tlirhra gedieht* aber, die man unter 
dem uamen Muspilli zu veroitüguu pflegt, teigi»d diu vemkiuiBt sowai 
wio den stit der Btabreiuidicbtuug , beides Im Beliaud noch so wol 



nur ^wniUin, "la"-' Uiui rln«» d*r wl' ''''-'■"• ^■."-"■■>'----/»sfti!« wol bfkati' ■• 't 
der bcvoraU'ihL'iidvn au^abo d«« \^^ ria^b dui Mi '< 

'1 cnt«U tuflJ; l'iKU 



«rliftlten ttt ' i : >■ r - ''■■ -kräftig, in vollem Vorfall und b(jMi«:ii- 
UfD<K>r »• I roi'lieu bereits («emiKcbt. 

Der oudrt<im. d«r üimb Ht.'liand f^aux h-emd ist, aber in d<*r aiigel- 

:!kui tii'' 'ton du» ftcbten jahrliunderts »linti rolle tüii stoi- 

wichlä;^k ., .,..l1c, ist ciu^ ,9chmiiroUergfMvücIi9, das auf dem 

ureniuämud der alloa verskuiist vrucbert and ihm dio kraft autssaugU 

"!cr durstidltiui; di«)*e? tirf^mriiamus wurde er hosscr iiiiitgescliluHseD ; 

.-vii. wauliätum zu vvrfolgiiu wi'ir« eiu«r besoiidem arbuit wort. 



I. Von drii Tcrsnrtcn nnd ihrriu gebrauch. 

Der Tors, der vou Deutacben uod AngelBachson Btiühisch, im 
nördon uur «tropbiscb gcbmurht und im kvidnliAttr imÜHten» viermftl, /.\ri-n^ 
aber uucli zwei, drei, lüiif und seclis mal widerliolt wurde, beRtebt 
uiu zwei gleich«», durch deu stabrcim vcrbuudcnca gliedern von je 
ÄWCJ hebuugeii. 

Nur wcniifp spuren eines undem verses haben sieb im A-Ugelsilch- 
BM.licn erhiilt(?u, eines verses, der zweimal iit s ich alliteriert , also »Vfi^i 

. hiLlbvorse der gewöhnlichen art im mause ^IcTcb komt, ohne 
'. U cluor mit dem andern durch den Stabreim verbunden wird. 

I.J •■ s ^"t-'t den pewrtbrilichcn versen untenni8<.-ht viennal in dt:r bekan- 
fn obitrade auf den uamen Cyncwulf, welohe die rSbäel des Codex 
I errid'oet, sodann mebrntch in zwei Bi>ruchreihen derselben 

hxi;'>^>.niiii, und hier auch in mehrmaliger widerholung. 

Gnom. 65 Swa litt «^ imiltc, 

poiwe h$ wind tie vcceH 
ifca hetnl \irmht tjel^wt^rc, Jiunne h$ ge^hujad kalhaä, 

160 Treu seeolon btretian aml irtöw wcaxun, 
sit't fjiothi hihvUra hrmsi iinsrit: 
Vfftrh'äs tmm (ttui yvoithytüg, 
A'trmmod and xitigetreöw, 
pfts ue t;^eä gorf. 

168 Sim momgc Vcöd mrji ofrr eonfa», sicn hcOd taöd- 

gcßoncns 
tele him hafaä iiundor wfan. 

Zwei andere ittellen sind zu wenig rcrstfindlich , als dass man 

leo trauen üfirfte. Diesen vers iSdst dcr_ norden regclmUsidg auf 

" '.^ben langen versc folgen und bildet aus zwei der so 

ilie Btrophe , dio fiöftahittr hei«st Ein völlig 

I* 



UBIIIO 






■•^"'•B heispiel diOiet atrophe liefert weDigstean der solilq« 



Gehörest pü VAdmiccr, HMctriiti WU"'«' briw/j*? 
fitrf man cAifr loftlilvif, pnttc ttafi'r in-surttwtfi nsca. 

Aber aul eiue bcwu&t« ri^gelreebto aaWuoduog durt man daraua auch 

nicht Hchlieusen. Weiter nodi ijrfohlt wlire HUf <l' ' vor- 

kuminen des kur/uu vt-rscs in /,i'iTritU'ti.'ii ti'xUüi t:|*i:-' wii» 
QotL ä6&7 



irgend ein i^cft-icht /ü ]i^i;en. AndrerflolU^ luti man kein ri-cUl din möf;- 
Liobkeit in nbrcdo am Btellen. dass in der versohoUoueu hymiiiächou 
poftäie des lieideiiturns. die von jelipr nehon ihm opos legUindfii hah 
miitt», aucii dit-. Südgtinnaiion dio -^troiibtui goliniudit Intii'n. 'Inn-Ii il^* 
im nordvu die stichUohQ fomi des epo8 rOUig Tordrit 

II. Vou drr vertoniiiiK der rrtiuhlülii«. 

Ia^/V Hnorri StDrlu<)ün nant in seinimi liuchi> HäUatal , wn er vnm 
hci^tthi'rttr bandelt, den Vers, als Jon riertou teil dor stropht', fiör- 
(tmiQv, den balbvers Tiw«Y)r«/; rr lUlirt: dann fort: „Im an'ifrn riHHoritH\^ 
di*r stiib xBPi-st im n'jiiKjrf^j^escl/.t, ilon wir liaupt-Stnb {li6fHi\inj") neimofirl 
Dieser stab regiert, die aUitoraliou i' , and in deni ereitoD visttorä 

wird derselbe sich zweinml vor nilbeit {MHUhtufum) stellend titcl^'n; dies 
Stäbe nennen wir aUdlen {siuäta)*' (Itidda Suorronis Sturlaei, Kd. Ar-"^ 
nam. Hafniae Ih48, F, MiA Snörri schreibt keine nietrik des aU«n 
Vrtlksge^angfiji, »uitdmu • , «nd nur ffir ditKc ist dan 

gesugte ganz zutrcfiend. pi.- -.- ■ hat der (-■'■■' *-h 

allerdings die budoiitung, thai^ i Rtelle, ' >k 

hebung des zwi-iten bulbvei>eti. imiuer und durchaus sich linden mum] 
im erstt«n hnlbvert) dat^egen mQsscn nii^ht noiwendi^v^ 7,wei n^imstftN 
stoben, es genügt an vinom; und dor eine darf in ür»ter oder 7weit«r1 
bebung atBhu. Andreniuils darf uui-b diu zwoite bebuug des ^weitoa 
hiilbvenes am stabreim teilnehmen, nhur nur inittoht eines zweitei 
reimoit. der in der einen, mit dem baiiptstuli nicht. r>'iii.<'nil-'n hrftnui 
do9 on»len hnibverses widerklingt; nie 

. ,......,.,....1,. ^....^ ;.. . .1 ,i. .|..r.n..lr..i(n ißt ((n^m (jpr I^ 

slab nicht mit der minder bctitateo. ^^' ir der bObei 



h .iiirit. 



RU/t«- L'itu A^ vui 



kg ües unten halbreräes relmo; und ich mu^^ «laher bei giOcgfin- 
lot •*■ " >* nochmals auf iliii üurnckkoinincii. 

1 . - h t'üllfiii ilii' tTste liffiutii? de« ttrslüD liulbvorwa 

ilin fatib<!r lietontc ist, so ist da« gewOhnlicho schenin do» dniipclrtiimes 

itbah: ht€r*t tei' ^t'ir^nut I ip ^/vl-cdrtr/M/H Hw. I 8''(/W<V( rmfüm 

^"^•^MHtlitm /« l'J. HmUtr twiitf: %-ittt rii/li faiuitV ( A*?«/ huvrTi'n 

'-•I. tw .V!of/pt*<iiand | «^Woa ctntltdflmt 7&»J. Ich Iiabo solclier 

b«n<iiiie<lf> in» Hf<(>wult' Huf 3I83''ver8P eiiJge Hchzig, iu der licnenis auf 

■-"■ ' ' • f ßiiii^"!' di'pis'Dig, im Crist auf IfiiU vi-rs« If). iii der .IndiUi 

•T5? H gr7ii!iU. Weit MUiet »st das scheriia ab ba : «c hv 

hine ffrwtfrfiit: | /tenti /ib Ami mimi hriim Bur. 3976. ^» Wrtrot» 

lli ' '- nkrj/ Wi'Von ä'J82. yw lUiA-iVu #> tu: yn-tartt fhmt iTr. 

' ' f/itnfi^'» Hol. '.(U. ^/fo hi^nn rfl nittsuH | a"^' Uahor 

^etig 1(17:.. Ich haho von diesem Schema Im _Bc.owiiU_ ü«r ifci föUe 

goxlblt 

Alle jibweicbungon vm dem gesetze -l'^^ lonpuuibeä beruhen ent- 
weder ftnf verdiTbaiä des tcxtes oder aiin' i.en oiuer gesmUtenen 
iL Kü komi dreierlei abweichuiig vor: 

t. SiiUi der ersten nlliteriert die zweite hebung dfis 
LitBiten halbverüeä. %, 

lui Beottulf kein beiapiel.'" In der Genesis folgende: 
.170 weMH ö$w ytintersiutuit: poHtu io mid //(?s wwWt — 
leinbar piop :iposio|.ese. die man dem vcrgilisclien //»os c//y vergücben 
djä Hieb :tht>r mit< dem stil der ätabretimlichtuug nicht verträgt: 
iu drr tAt Diu vcrtitft mm elter vtas vor einer iHcke. 
893 M» irewtrs tclttum nwl me on ieöruut * 
sohl fti' him th' iri'owü scaldon mvl Ucom ftitce ffcirttmr: 
|r^'-"-- Mif iillf« Hille verderbt, da tjftrttm Substantiv und nicht adjectiv 
> ier nii'Jil con^trniort Mrerden kmin; doch fuhrt dicü allordings 
'^hor am die metrisoh gloictatpltigc emeudatiou (uUn. 

2.t'M'> Id.f/rfs Ufftlf . ''-'Mf'f hf tjrUi-diic 
Ifl.'Vi ^eäpt h'tf. If rtHnid hicii Attfftida 
ll7ijU wuIUorU/rht ymb ftucau , p<rs pc Ai'nc on vrt/ntid 
J972 tsfuU- f>n nn^S« n»ä »nitfa, 

■ ' ' : dicht«!, i«io Üb'Mi. vielleicht »nnttU- ttpraoh. und so. 
i sehen wird, der üweiteii silhe die itweitu behung auf- 

rlbUltC. 



f , 



■fi.-lL, 



IT Vrtpf »* ttniuOitlich t«C, dio lieftuDi^f <ilbf iii Uwiaa mler wn-ode ttU 
'Hm Sil loMon, wirri in ilom (.-a)ittel tou der httbuii^ yex«)|Ft 



t> BIBGEB 

Eiue besondere klasse sind die fälle mit h*emden wörteru , die im 
capitel von der hebung zu besprechen sein werden. Hier nur so viel, 
das3 sie alle lediglich scheinbarer natur sind mit ausnähme von 

1504 nergeiid usser, pä he "Sde, 
Man kßnte vielleicht noch eiuigo scheinbare föUo herausbringen, wenn 
mau verwaiste halbverse, wie deren die Genesis viele hat, mit dem 
vorhergehenden oder nachfolgenden verse zusammenwerfen wolte: z. b. 
wordion mhmm: nis woruld feoh \ pe ic mc dgan wille 2142, fiUsch 
schon darum, weil eine starke satzpause mitten in das heniistich fiillt 
und weil agan wille, nicht agan iv'dle betont werden muss. 

Es folgen die fälle aus den übrigen stücken des sogcnanteu 
Ca;dmon: 

Dan. 122 fragn Jm Jjä Jiifenigeo hwai Jiine yemcttc 

411 'Suhuckodonossür wid päm uehstum 

510 nalles pg M wende, ptet hie hit yiMon 

Sat. 57 %^gppend scolfa: nu carttu carm mcada, 

zugleich Übertretung des bctonungsgesetzcs, das ednn sccadu fordert. 

506. 554 ' u/) tö Hürde {j^dlc), peef hcö Sigan 
515 meotüd moiicgnnes dr on morgen 
618 to heofona rice, pdr gc htihhad. 

In allen werken Cjnewulfs habe ich nur drei falle bemerkt, und 
zwar einen aus der handschrift von Yercelli 

El. 580 läcendc Vtg, peet miv scml fifd Ichü, 

zwei aus der handschrift von E\eter 

Käts. 41, 5 Uciddcd und wctdded, ^tvä h»: ymh ptis üian 

htveorfid 
*>0, i) und in cügna gcsihd, gif pees teddany 

wo dich die bcsserung ecdefcstan, da dieser Superlativ bei Cynewulf 
häufig ist, empfehlen würde. 

Von sonstigen stücken der handschrift von Excter gewährt ein 
beispiel die Höllenfahrt 

25 modig tö pdrc mengo ymh his mdge 
und eines das Gebet eines elenden 

1) Ich will durch dii> hcrkömlicho iinfnhruug>» weise nicht aDerkenncn, daüs 
die»o verse zu dem werke (^'cbören , da.s mau mit recht ^atuu ühcr^chreibcn kann. 
Der Satan scblietiat vielmehr mit v. 365 und mit dem fol<rendeD beginnt ein gedieht 
von ähnlichem Inhalt und ähnlicher aulat,'e wie Cynewalfa Chriet. 



xvn. nm xav. naazxntvr 7 

Tffy. il. Cell. 4, 104 fi« hnru /h«« treondfs pe m^ geftflstv. 
So'Jfliui au» aiidom ng*. ^Ul^\n^^^\e:nl: 

Byrlitn. -45 ifclit)rTtt jiü iidüth^ liiinet pis folc seijatt 

7^ yrifjan wighcat-tine, se totrs hnten YfttIfstA» 

2HH rattt trntrif rrt \\iMi' Offa /r>rhf«H''-i(, 

lie drei leUten zugleich v(>rst^»sQ gegen di« richtige betonuag. 

_Sttl. tt. Sat. IG a'tf p& nu* tjehringcsly ptrt ic si gchrydäed 
S63 mcdtivira mamta aiid h^ itt Ott m'tdtlan 
340 muiiftis «»(•/ MU'ias ftjiä eAc moiifjv 
357 nc for hwnm ponnc \ifm1 sr tpyisa [eng 
Olori» patri (Hv. tL Opb. 9, Ü) tyning innan wuldre. and his pA 

geforenan 
pB. 68, 10, 1 mm s^r ^öda g«/, ifff)ic nie /tin ägen f^od 
G4, S, 3 for pfnum f^undrum forhie ffeordad 
fi7, 35, S pe XniteÖw fcrts ford pära leödit 
7ä, 1, 3 m^ for nciht sitndon losdde nA pä 

TL ID.. mit oder ohne verlttzung dt-r betouungsgesetze, in oinem eo 
iDHtlosm mscbwcrkc wie diese psnlmcnüberäetziuig der aufElHiIung 
nicht w^rt. 

Im Tf '• ' cntstehn einige scheinbare fälle dnrch falsche vers- 

sbteiluu'^' .'oiau scbou berichtigt worden sind' und in der bevor- 

idtfR nußgnbe von Hievers wo! alle rerschwioden werden. Ich irill 
tiirr Dar bfi?]>ifl:^ffci8e aufübreu 

272.'» luf'jUiSputt b'W'kou bf Ihrm Mudinn, 
St gidorstun iwi ftrahu bdosiati: 

man lese dnfOr 

In' ' ' ^''uH. Bc thvnt Mudittti «*■ mdoraiun inn 

ti 

dieser nilU' Ixidarf indes? au^er der besü^ru Abteilung einer klei- 
nen naclihilfu: 

Ibbö iuwtin WfioH (ttlHtn ffi thrm mannun the imt tu an thc- 

soro rrt'roldi h* luuön 
rjidi Tvnt'hl ie tuwes waldattdfjt rikm: 

Mitt m]^ der Cottonianus die rechte spur durch die vom reim verlas- 
[• ' ' ■>, und (las wort, das einet den reim dazu lieferte. 



■ idtL ücnii. 11. 'M\)it^ff. 



n HllWfIR 

iuwati ^(ItVi^ojt tjthati yi ih'm [mrinunj imtnnin, 

the iua m an ihesoro yftrMt ni tönön, mHi r^m6d te iutcm 

wnffintidcs rl-kfit- 
Bin audHVfr Tall cnt^tlclit duicli raiüverstand oincs wortcs: 

bbl'2 dritijan fudim ain ü^w ilraidiu, IhAv hie Hkolda 6edf<7- 

ratfan, 

9iU:cHtlH »ilfKiiinio hm, 

Dia nhl«itting hcäröratjan — hiease es noch bedroragÖH ~ von ätörag 
rmouttit» mit dorn sinne verblaton kontc nicht bedonklicher sein. 
Der flicilter will sogen hc drömgan, sc. crüew. und wenn man die 
flcbtracliH fom) der Lundncr mü der Htarken di*r Mönchner liaiidsclmtX 
vertauscht, so ist hc ihmuiunni ein tudellosor vereacliluäs. 
Ea bleiben folgende wiikUcbe f^Ue Qbrig: 

1332 \idi cmli Uarmquidi: (hetn ia 6k an Uimik 

3187 Mf mgdin ihen gi&inm er /Art« ik w/fto 

:(963 u» i» fii'laffHn Vftyrd: that gkolda siiiHon Virt 

4717 neriendo Krint, tndi giwH hu nahks 

5638 (hnw aidi thtttstn eiidi so fiUhhuiüä 

S73a t^angun Ic ihin ^tdfjwn, ifn'tr hie wissa that lutni godem 

5740 ^imo» iv: hi%rmhun; ihar aia that bam godat 

5ölü thiu Tri/" tipjian them i/iwettdidan trWiit endi mh fon tfuiH 

urlific 

fiöö» thia V'rWs tL^uiteurdi .' fe hid thi} thes so ^skii$. 

Von diesen fällen sind üwei durrh beide handfH^hrÜlen beglaubigt, 
tiioben liefert ilie Londner in .lolchon teilen, wo die Müacbner felilt; 
von diesen entUitlien zwei denselben, leicht za hebenden betnnungafeh- 
ler. Die eine bMflo dieser f^Uo ist von Heyne emcndiert worden, die 
andere unbeanstandet geblieben. 

2. Die ztvoi hebuugou des /weiten huIbverHes ulUto- 
riereu oait einer d«8 ersten. 

tm Beowuir. um solcher scbeiitbarcn ffllle win 
2708 ^ilfff;defiuyas : Htvtflc sieddc secy tc^au 

KU gescbwuigen, ein wirklicher 

574 hwa'tkrr m^ gtit-dldc pai ic inid MU'€^rdc oßdeh, 

der aber nach ßuggo« voraehlag Sicajmr fBr duB sinloce hwojdtfv vielmehr 
unter die dritte iinoniiilio lallen wörde. Mehr leuchtet mir j- 
eine emcitdation von S-'-" in. die ti-h avuier hrieflicben i - 

verdanke: hetct par dt; Ob aber Lines Koloheii dit 



^bUIeb einmal UDrl niclit wider so soUlununern konto? Dtw nächste 
inoDjm hlitu ilint gohalfen- 

hivtfi pthr wxP gelitte ptei ic mid w't;« uf^üh. 

Auch in der Geneais, habe ich uur ein beigpiel bemerkt 
aS'Jl ijiAijiuui mi fHittt: of tordan; 
eiuo» im Satan 

315 A tö tcufultic . i\ büton eru/ff» 
luii) viflcs in dem ihm aDgeh3i)gteu bruchistOclEe 

Äfil» feöwcrtiff dugd folffnd foicuw; 
ftinifä im Cudex ßxonientua 

Kl. d. l'>. 4 llfffes ocMc CdWf5, no »mS ywjirtt; Hf). 
)«h;»t einem paar. Hio nur an der vorsteilnng hllngeii: 
Haty. Iti, -i her swtfkc st^c: o« lileötttm hUfiaä 
(ü oflraH ofer «A<7Mw, 
tm h'f^f>riim hlifvut tn \\ ctiran uhw. 
41.. 86 nis undcr mfi ttnitj Mcr 
wiht naldcnilrc, 
lim tenig Mcr mkt \\ ytaUt^idte. 

In andern denkmälern Tolgende: 
^Jud. 110 of /Kiif ^mnan hyrig hirc tot^vAncs f^än 
SyrbtiL :i9 mi vtundon iö /«■ ndmen zueile 
SaL u. Sat. 2*J» wiA/hc /"«i^>/. JJeö ofernigeä rrtdf 

afl'J Ac(i nfcrbideä "(A^nas, luv ofctsticfut (M». ofcr- 

sUyi-d) sff/h 
Hy u. üüb. 3, 21 Art /«l mitte cart, mihtiy attd mteffCHstrang 
ßoeÜ). 'JO, 221 poufic hilf t/mb ht seife st'ct'»«/*; umedit 

Jl, 4Ü poutte tciic hä Hecgan, ptct pdrc »umuin sie 
24, 12 f)fcr Jithn T^re pe feUi geära tör 
Ps. fi**. 2fi. '2 Hv OH hcortt ^itHe n« stf ^t'ffj o» tardiendis 

Ulis dm I'aalmou würdt* Hieb wul auch hier noch mehr aufbringen lass^D. 
Im Heliao d ifll zuoäcJist Tvider ein nur scbeiubarer fall anszn- 
Bcbeid^u : 

SOai latdar iro bfnvn tüskt: hivetpos hvcihnd. 

ichter S|>i'ielit nämlich dio ablüituiig^iii;ur/' l>uld mit dem anlaut 
ihn: sie alliteriert auf A hifi'A. (J7. 554y, aaf «' li:i« 72. 
;i. TJ. ia-1. ;H73, Ebenso erscheint im AD^'olsilcbsigrhen 
'.Tad- 21'.' htrriirfum und Boeth. 24, 14 auch wi/rfttt — hw/rf/xt im reim 
Ulf K. Obgleich nun hwerhnu selbst im Ueliand sieb in dieser bin- 



10 BIEGSR 

dang nicht zu finden scheint, muss man ihm offenbar dieselbe freiheit 
der ausspräche zugeben und kann in des dichters sinne sprechen hwel- 
pos werbad. 

In einem andern falle steht es ohne Zweifel frei durch betonung 
zu helfen: 

4688 an yrapno spil: nis mt irerä io^iht 
Denn obgleich durch 

3280 jrordiiu yf'isis, so iJc is coViiht ni farlH 
die richtigkeit der betonung iowiht gesichert ist, muss iowiht, das 
später zu iutcet tut ieht ict werden konte, daneben bestanden haben. 
Es bleiben zwei wirkliche fälle übrig; 
2426 endi gihdnan , that wi it aftay thl al 

\irisUnfd1ce VMean imtin. 
3692 we wanttJii, Hientscdem, that tkn te w«rM» ni Yi'csf 
thea wurdegiskefti, 
deren emendation auf der hand liegt: man hätte zu lesen that ici it 
affar thi \\ aUiimu \iristinfoJl\e und haust für icest. 

Wahrscheinlich gibt ea noch einige solche fälle wie .'>94 hioun ^r 
sie gisuwin \ 6sfana np s'utoian, die bloss auf rechnung des falsch 
abteilenden herausgebcrs kommen; ihnen ist es nicht nötig nachzu- 
gehen. 

Die frage drängt sieb auf, warum diese anomalie so viel seltner 
vorkomme als die erste, und man wird sich sagen müssen, dass die 
Überlieferung eher in gefahr war den hauptstab zu verrücken als ihm 
einen zweiten reimstab an die seite zu geben. 

.-fv.- Sr/i ^- Alle vier hebungen des verses alliterieren zusammen. 

Ich habe mit unrecht iu dieser zschr. 3, 388 zwei beispiele im 
Beowulf angenommen. Man betone nicht 

1351 idcse onltcna'S, iyder i^tirmsccapen 
und 2290 h«( am? hreöhmod hMiv (ms. hhewü) oft ymheYncearf, 
sondern \dcse ünVicna-s , öder cannsceüpen 

und hat and hreöhmod hldnv oft ijuihehwcarf', 

wie 1500 \mng i'dan ymbhcarh. 

Das dritte und vierte 

11 51 forhat)ban in hndrc. pä W(C.< hcal hrodctt 
und 2916 fiftr hgne Keiware hUde yehnrlgdon 
sind durch Bugges zwciiellos richtige emendation roden nud genmjdon 
als beseitigt anzusehen; ein fünftes 



saifl AA^Ätim horde: homi [buIUinJ hufijh-.[ne] 
TuTulit nur aaf Grt'ins prii;iln/.uug einer hoffnungslos zoratürtou sUiUo- 
Drei falle in der CJoncäiM 

474 h^do hvofoncfjnimic» hir an usunildv \\abhan, 
937 Ml ühIhIc, pc pü on tl^pU »r, 
20Ä7 heariftw hnmlith:<fah . cicmi pfpt hi'm sc hnUja 

-itODtcu olxrnsügtit ?-ur "ratt'n oilor xwf'it«o anotaulio gt>bÖrcu, denn man 
nach A(V o» tcönddc hu^/niii, SuU twlidr, civd-d pat Aim se 
hdA/a betonen. So wird auch 

Sal, 3Ö<1 rjc brnr vft haud ydd hcaMvü and hn^sces 

i' ^ /(r Ä?i» (»» hi'md fffed (tveun man üelnjr will, gdhyed) 

I. Jiomftlie. 

iTiuicher vräDigstens sind l'olgcude fiUle Eu veraclüedcneii werken: 
Dan. »l in terrs Amnios, &{ter AzttrÜLi. 
Üean man kann aowol w/tr A:^«»i>m als ö(fcr .4^((r»rt.*< betonen;' 

Ju(l3'Jl wutfwn hffia w^yK-M o/" t/rtMc, tfcf/itan him yf^rigferMe 

',\l'i turki'iu fo fi/ddf; cirthn t*>jneruff. 
Kunenl. 25 f. hrnjl hUt htcäml cornit , hwyrfi hit of Iiw/onc« 

-ntnlcad hit iri»de$ scüra . weorded hit t6 W(rtfr€ 

siddait : 
i'riviUin him fcfr'uj fvrhdc , cirdon Cynt-röfc , hwifift hit of 
' , iccordcd hit (0 yfrftere sidäan. Btidpielc dieser art 
littSAa aioli noch von allen seilen mehrnn: man sehe Bw. hM. ib90. 
"OeD- 676. B3ö. 792. Cr. ll&O. EL 793. 

H. Kr. 9 njjpe on Jmm vsixlifeffpajinc , lieheoidon p(cr fiiiiel (lies 

fiHtflas) dryktnes e^Uc, 

WO da« luohiicblciipimde caOe von dem schreibor angefügt ach(*int, der 
tMijel für englas Kctzlts es fQr das objoct nahm aud darauf ein snbject 
iu hdtfiddon üchafl'en wastß. 

Aiidr. 1629 eafornn unwcaxite: pA tvee^ «nfl etthr: 
lüer kOht« man zunächst betonea ea^'^rfiH unwedj^m, wodurch dor fall 
itt die »weito aoomaÜi* Qberträtet aber man bat auch alle Ursache cn^or 
la ijtodor ZR Elndrrn , wodurch er beseitigt wird ; denn os findet sich 



1) lUA Vi.ji.jnung Qnd dem);<'mfi8x die alUterarimt vieUilbigor frvmdwörler 

. . 1.. ,. ,, ,.. 8»t. 571, afOKtvlag M«noI. 122 F ApOftt 14. Aodr. H',63: 

tft F. Aji. 23, Jvbaitw» Jwl. 2ii4. .Iti/wM BmÜi. Stt, fl. 15, 
a><liJ<^ u. ::i. Liodta TleL 6U. 6(MI. 66. 762 uiw. £tvttet 71. MÜ. 710. 23. 



u 



lUUnKti 



sonst, HO viol \ch bemurkt babe, kein bcispiöl Im Cfuewtüf. (Usa ^ 
oder fifö aiiF vocalisi^boit milnut goieimt wfirde ' 

Koiml. 71 piH ic %röfe pnf atul peri piiume f^rtzf, 
iULslOsäig durcb die widerUolflng vun ffftff- dim auu] an i!w /woitt'n 
Htellp duruh scrtvf ersotzi'ii Doltc. 

Si'hlif'i^slicb ttleihßu folgende übrtjj^^ üL'nt'ü ma tt mciiia jUiiiabüü 
kuDii: 

Sat, 288 ntgla wrdfruntn nutl in juim vttdaH 
425 mntjr mui tn^tt- nml mime nutgpe 
liGO fiä gvWftirit ponc yfi^tt^gan pv «r Anorpru wtcs 
Wund. d. Rfb. (ö nmsfinlirr gemäu purh pA miclan iirmynä 
Oeb •!. 79 tffwitnaii fore piase ifni-Hläe^ »iiui m}n ffeiKjfrhto 

ByrUtn. 19S Gfaitcim' atul O'iäwig s;ii4tt: »t: f;>j»*f^t* 
Sal. 2Hii t/ttvr hat nrUftde on eoränu, üäcr hid ^äig, 

Ftd Heliand ist drr nnsicbern tUllo, die bei einer andern, aber 
ebenso ricbtig-en liftoiiunff wt^gfallon , nicht wenig, z. b. 

915 Un'iu hüiitin haldt'ihn: ni hiutn ik iltat harit tfixtrs 
1375 ak yrcnkiii thcro wordo. Titan Vfirdid im yruldand gram, 

f q m n üboiiaq ^t odur hv dl ni biitm ik thtd Ikir» tj6df^ und 

\ThaH wirtiid im rfaidand tiwix. Dahin geliOrt aueh uaoh dem obou 
»sagten 

ü47;i k. Vivrkv/tHtw iru ffiltivH, «r ygurdvdw im nitiVtHit, 

da ftuyb TU- nfurdodn im tUuwiJil orlaubl nein musü. Einige durt-b fal- 
^8cho abtoilnn^' ciit^tjindi'no und »dioii b«trichtigt« (Uile lasse ich bei 
leite. ^Virltlidie föllo sind dagügon 

'Mi thcnkifin thro ihittgu , Imu) hi thai ihiornm» tlid 

a:*:)7 Mvrend mit ffordun. Üf h6 Ifttm ök yicudiaii Hf yrili 

HH'M' tifVttld an Oirnnft* vittt^di llian vriilin ik it4 t< r 

'»-('2 mid W"^>ji«»4 iiH tfitniH wihdagc, hwund ii ni v 

1) Wie d&h iiiobrinal« in Ocaciiii nnd ICkmIiu gurlticbt-. Gen 'HP* v^irt^ 
ne» "Hrf urf-'rfiwi ea/Zrn J^uk V.\. 33 /«i irrt-« Ja f<rüra (MS. jr/i 

Ihn. iütö i4tl and a-ptio; hi tikti feam fw& pt»b ; audi 1^. Apurt. 33 Airirf «ir^ 

HLc j/<-|)i7r'''i>i bcJübf'nf, hl dpri PmIiuqii i. t. T7, ?)3. 3. T*- '" ' "i wul 

niN'ti uriili-i-würtA. Der rulai «nf «jn qo tn* al iir wird dAdunb n -<'ii 

[ ,, , . * . . 



•■1 ut rr>, iiioiit i«raiit{t ica ircntai t>r»uditu. 



ALT». ÜMfi 4nK. VVhUPNS-V 

Uk habe zur Iteartsilnnf^ dipspr Hit! - - '■ - j,,^ uüirt^iul voll* 
/u geWn gewQiitclit; iiur liir ii unl. wo die eine 

idschrift sich aus der andern korrigiert , Imhe iofa mit itbsictii aunge- 
so. <;■ ■ 1 wird m\i iiiaudiw voü mir öl"Cr(<oliei)'' "/on 

an. i' ^ " iiWr nicht, das» os imf grund cini-r mvi. - -■ ^uii- 
gMi Könne, moine altenintive, fehler der flhorlielVrung oder Iwwcis von 
il . za spr<>u^t*ii und moinc iinouialiou all«' oder txim teil, 

,-..'. mit i^fft'iisävü mvdalitdU'n, uIk im urganiamOH dc*r vt^rn- 

üüi bcgrOtiduU' rrLMlieiten zu orwciattn. 

Va gehört nicht xu muiner aulguhä zu entscheiden, in welchen 
d(>ukm{iIoni auy Ifdiglich metrischi-r rflckbichl tüofio uuoma* 
I «liert werden mOgou , in i\\'U'h('n niclit; auch wördo ich in ver- 
j< iibnit am sichere enLscIxeidungsgiTindi« kommen. Nahe liegt die 
ng, Aol CS dun-h um&toUung, sei es durch synonyme norie, fast 
weg: uhcr du» uUciu darf nicht vortühren. liictut elu stück von 
vuigen hundert vnrsen einen fall od^r ein paar, so wt man durchaus 
cht herpchtigt anKUnuhmeu, dass ehenäo viel tausend versa dest^idhen 
.cht<^r8, wenn Hie uns vorlugon, eine Vürhältni&määsigt' onzahl ergcbon 
eni Qiir wenn wirklich lausende von versen vorlicgön, Iflast siüh 
M» einer winzigen zahl der fülle allerdings schliessen, das» sie dem 
('' :' licht wol zur last fulk-n kOuncii. So ist es, und das genügt 
t ■ fi /wflt'k, vor allem bei dem wi^rke, das in jeder biui^ioht drn 

8t«mpel der olaBxicitat erldicken läitstf dem Beowu lf, so auch in den 
1' wiUb, des einzigen dichtern, deaaen lehooszeit uns änsäer- 

1j lät;' und nicht viel anders sodami m der üenesis und 

dem Htfliand mit ihren wenigen wirklich in frage kommenden lUUon. 
ei dem alt^ächidiichen gedii-hle haben wir den verteil zwtd handi^chrif- 
n värgleichi*n und beob.'icUt«-n zu kOmien, wie jeder scbrciber auf 
gne fauät den teil mit selchen fällen bereichert, aber von seinem 
l«g«n vi'rbeüsert wird, und ic!i liedanre jezt die fölle dieser art 
auch ausgehoben zu haben; in der bSUle der angeführten aber 
nberlraupl nur diu eine handücbrift., und mau kann nicht wiMucn, 
wU viele von ihnen durch du» Zeugnis der andern wegfallen würden. Kin 
nkt, iinf den der kritik>-'r arhttin muȊ, hi die sich kundgebende 
rgfall de.s dichteiii, das gcst't/ des hauptatabes mittelst der worist*»!- 
IM nahroa, wie in dem vonVettur trelTeud hervorgehobenen ifu»- 
'vrit (lieg Unffird) nwitdoiic, Er^lüfe^ Uttm neben Bvvtculf mtutelödey 



1i Kitnn er ^fi<Ai uteht eioiual fQr jediu eUuele rätwl der «utiuluniLC, welche 
'I uantpri 'jrotT^i»t, vvruiitworilk'ti gcinuelit w«pleii, da uirgood» 



14 



tuKoim 



beatit Ectjpffiwes, oder der worfaU^Hong -sir»! kim heht^Ut »»^' ' '!- 
27(J8. 2«7l 8Utl iltT nalQrliclK'U swA htm mehul hi^hfAd. Kiri 
?>. Byrhtn . 340 im nfamuin p6m Vicjn, jurt viAre hit Art: UlAfoid dtiU 
Av^ r ' 1,1,1 ptf-t hit iirf hlufhrd Wf/At ivflrdo mir meine 7urflck-' 
goi]' tMiJOUfialioiieu iu dicKem cpjiten erximgiii:})»^ docli wiüar 

wahrscbmtilicli niaolioti; wonn nicht di^xelho worUtcHuug läü/i/f AA/r 
Ai$ hia/orti giiit/. oliiio tiot angewendet wurde, ho dasa sie als eioo lleb- 
haberci des dir'bUtrtt ersfliciol. 



r\'> 



Snorri SturIu-»oii IUhrL wi d*«! oben mllxetoillfin stelle f&rt: 
„Weuu üiT buuptstub oiu eon^oiiant i»t, bo Mlkn die i^tollcu uiicb aus 
deroselbun »tabe betitelten, nni* hk liier tut: 

Z.«r/r sa er VLnknn \\citirj hart» tckkir liii, han**ttt. 

und falsch ist es, w^nii diese .ntflbe iffter oder «eltner aU m in 
einem vemo (f fwrihtmjx visu) vor äilheu ^tebn Und wenn iler baupt- 
öUb ein vocal ist, sollen die stoUeu imch vocale sein ' ' ■' ' 
nur^ wenn jtdfr von ihntn i ein andrer vocal isL ; da in. 
tct )ioii], dos» ein vocol orter im verac anlaute hct jironoujen oder bei 
vuilfyUUujy xuni bt^iitpiol /■/■, oder ni er ttt i o uf nf um, UI) ' ' ' 
Freiheit tiiid nii'bt rt'irlumüssig« Hctzuinj." Von dii'-HiMi bc^ftw: i 

tat die alt- und aa gel sächsische vetskanst frei. Dürfte <i unt, 

der die drei rciniätilbe bildet, in di-r Bunkurii,' iiicbl iinluuU'U, ^>j tifittd. 
ich eine weit gröseere zulil fivlle dritter auoniülio aav;nerkünneu ^jfbabt;: 
ubcr es gilt hierin zwischen vocalen und con^onautcn kein uutor^chietl. 
Kä konit auch nichts! darauf au* üb pronome und parükeln — deim 
daa und nichts linderes int, wie man itieht, die bedoutuug roii mtiffi/l' 
iiiKj — oder ob begrilTsworte in der »enkung atohn: weder jenen noch 
dietfou ist der luilaut der allit«riurendou hebunfi^eu versagt. Gä vurstoht 
sich nur von «elb^t, dasa begriff^worte iu Onr Senkung nicht so oft wie 
jene aadern gelegenh6it tlndeu wer<ti<n, scheinbar mit xu ullitei-iereo. 
Mehr als ein schein fßr oufier äuge iat diese teilnähme am reime niciitj 
und 08 fehlt jeder gruiid xu glauben, das» dichter öder hrtrin -' - 

kung davon empAinden und die erstem nach einer solchen ^ 
bähen. Um jeder uiiderwcitigeu deutunf? vorKubeugeu, nehm« ich die 
folgenden beiüpicde nur au» ersten halbversea 

Wenu das vorkommen consomintisch anlautender pronome^ pnrtikolü 
und formen des subHtantiwerb« in sölchei^ Bchvinbnren allit>>riitinn mil 
emigcu boispicien uus dum Ueowulf belegt wird, so kann daä vM! 
gen: hteUtim hie gch'^on 176. hie tutrtt fafO/bM» helht 18*J. ' 

f^mincs- bcnm 91ü. «r pc WfOfan wiU lÜ41t. dw^lct hi 



AL"«! rm AU. natKOMKi 



yniM 5Üi, //'*■' itv/'.'* wrrf*; wicW 1 70. we{)«>rf «ftfw OK 
" 2i)U. ri>rrf wrfroH wyjt^«»«; tili. Beispiele mit vocftHwIicm 
iula.:' ' ■ !i Saurri sie au-:<lrnt'l(ii' 1' - i't. 

I ^. . „ j -■ niiil« ich in erstt'U hiii . ; : icä 

B«owul/ allortjings Dor drelnml, uud da sind es, was sich indpss«» 
;: ^t, zweit« teile vou compositcn: m^rgoi IlrMmattua 4ib. 

s^~ ,, . t :m mcailh 743. OtUhiiätu leinl 15üb. Ein vi«rttis boispiel 
wflr» filG WrtJ/ iri/nlrcs wylm, wenn nicht ircö/ ali^udtutlich xum 
Torhergolicndöu vcrse gehüito. Aus andüiii doiikmüliTn hübe iuh fol- 
geode unvpr'iacbÜKe ^ille Iwraurltt: Gen. ÖH4 b«i/i hrtjfona ythlitlu. 
Vau. ii*i gu'jiun tö Jiäin ^/Iduan ißjldc. 24ti htvron braiidas un hryiUi. 
S7 1 hjfssai h*^c hwurfon. Andr. 1 07 gepoiA Jfcoda preä, J 4.43 
peM'^ok nü »eo (es stciedc, Cr. 11*J:J hinde of /idm }utta» hrcäre. 
Pboes. »94 tcorhti' wer «»rf wi/! Hei. 898 hafdan thurh hUittran 
I3d2 Wtfriiu /AfwA «m« mllwH 2244 «w» Wi'nrf mt/» ir«/er. 
S3&2 91*611» si4tiH i^thuntitf. 329ff te thfittt is gödim junyron gcght* 

trardi4H. 

Ebeofioabsichts- und wirkungalos, wio dieso scheinbare teilnahm« 
tlning um stabreiinc, ist :iucb üio aUitcratiou dor seukuug mit 
Tcimloflon hebung. die nicht i^nn?. äelten begebet: Beow. 194 
Ptti fram Uäm tjcfncgit. 1036. 2190 keht pä cor/« iäcö. 2299 Awt- 
/•m OH bfor/t tt!thwearf. Gen. 964 J5(f Ate ipflcr dchde of | äärifen 
ir ■ '■ 1222 Arc/ffc (Vörf h^k. Cr. IIH dforc d/'Aft'S scfadu | dfe5- 
^/. /«H Outb!. 1H6 fc^.;*/ wo il^»/?e gtötv. Hei. .'iSi» i*« w/oWi 

akituih, 

Ea b*>ffL'giU'ii lüo und da verse, denen die irrhindun^ durch deu 
äUbroim t^Änzlicti U'iilt, nährend nie aus andern gnitideii nicht (gerade 
xn bvaQ^Uinden wILreu, x. b. 

Sat 335 Nabbad hie (ma. tcv) tö hf/hte | nymdc ctßc atul ßr 

idr. 11)92 geft'orniddrn (ms. gefmnnr.don) : durupe^nuM tocart 
It. fi63 ne waffon 0*^ M «■t»'' gcsfülan, pc ge hiüUo nA on 

unrikt 
<.i^ 0» grsihite hü geuvordaft; 

be^nd^rs hiiuüg in den PsalmcD; 

1*7, 2U, 2 front p&m pxne gatujas wärott gesSwene 
fti, 12, 1 bc''-' ' ■' '''•■, &ic geacende 

IT, 2 s("- 'ie pisse cin'örisse 

71, 1, 3 W hdped Juror fan , ew^ce eäe w^dfau 

Hiui hf prurfuß-ndra suu'Iu yehfelcit 
lio. 5. 3 t4t?ru,i fu.-. h,h.,dH tw.dlr trwii'fttste 



IH 



USW. iJit'^iT aberaolZiT ist (*o «onöfisani liinsiclitii'li \]^ü Umyterien rj< 
worLe, die er ulUtcrierou {üsii. i\in^ iiiuu ihm zutmuen Uarl', ^r lial 
deh duä stabroim«!!. wt»un iUm nicht ^^luioh einer beifiol« ducli gü 
entschlu^eu; aber irgoriil oiii«m tvirkliclien tticlilDr Onrf man (Infi niel 

zutrauen. j^öUü miiii aucb uuf mni« wabriiüliHiiilictio '•■ i"*;'.- ^..i..i.. 

»telLoti verzichten mOdSOD. Nur die unwtiudung dos 
gemein nv>bcti dorn KUibrtiim als otn flbf'rllü&si^^er zierrikt uiuintl, nihrt 
hin und widor bereit« da/.u. daisa der dichter ihm allfiii. : ' ' m 
uDgeimueu, din biodujig dcü ver^t» u)iV(!rl)aut und t^icU düf ih| 

äntsctilS^: so linum. 118 Ard^t sccal tfehniffan, (Uli gcftgan, iUts. Sf*. 3 
tHtil Jt// ' ' '■'?( «;«i wu( jifi üccnrprHtftH Bvrbhl. 371 ■■' 
stuudi .- •{«/;((; wtntde; bis wir iliedüs priocip in den \ 

cbronisteu zum jaUr lostv vBllif; fiherwiugen »eben. 

ni. Von ilt^r ijHHlMttt des äUbrt'imes. 

Dus wcseu der alliteratiou« audurü altt d«s eudrcimett, bediu^t 
gennuigkeii, da sie nur auf i*inuni laute, nicht auf oinur rL'rbinduug 
nipbrertT btruht; sie ist eiitwodcr genau, oder slt* i»l gar nicht«. i>er 
geuauigkeit wird dadurch kein uiutrag gutan, duäs uUl< vuealu uutttr 
einander ullitcriertfu; wag hier allitt^riert , iät, wie man längst bemerl 
hat. der s^piritui lonis. Kine alliU'rati' - ' i' WJBdU'U spirlt u» luntl 
und aaper ist durchgutt undenkbar . In < 

Beow. 332 urv.imecyas trßn' ludfuhtM frmjn 
bat On-in schon wegen des »inncs mit recht othlum für htr}4:iluM gMotxt.' 
Kr biitte nur auch an einer stelle der Genesis 

Hill» CliHS «WS mtelwat hmfoduüsa 
diu umgi'kehrtv bettäorung vorncbmer) sollen. futlnUtut für adrlnnt FUr 
honfhfyht, das er zweimal im Beowulf (2i)ait. 92) ia vociiliseiier alliU^ 
ruUun lial stelHMi lasbi^n, \ern)ul(>t er weniijst^trii» im gJO^Jtar da»« »iol 
aufdrängende inulsliflit. 

Die verhiudungon von a mit fimi h'H'i: 
iunig empfunden, da^s sip nur mit sieh selli i ! 

unter einander und nidit mit einlachem oder sonst wie verbundonom a. 
Uieso9 geKöt/ erkent nur der (iber«ej,/er der PHalmeii nicht au, der -■» 
Evrar nicht mit .fy und .--/ , ahiM init ^iiifarhoni s lhhI .md^Tn vrrbiiMlnii- 
geu dosaelbon bindet; 

Ö3, 7, i iMtu ijfM'if miii/t: iimi «IC Htfittinn ijniö 

67, 10, 'i and jhjhih! niCäitett gxtd hnndoiyrfe 

^U 4 [jK'iraJ pv h/r on WiflHittH swdmm (<t>ävH 
\){\, T, M Ml fniu- fifi sn-idmu, und /it* ue Hfjtiuied ff-*»»;/ 



ALT». VXJf A«» VHt»a.^i..t 

rilduniuL' iTKch/mt da^ nichl. sonst wQrdc wol sp 
und ff rn.'ihcii iK-liniPti, »ich aurb unter Hiimiultjr \ui(I mit #f; 

Müden; »li^r «s ist üchwer sicli die auaspniclie Torzustelleu . di^ don 
II^KürsetKiT KU miueui t'^hiaiK-h vcriinl«8s*t liüt.' Diids dem ohionlsteii 
l;i -If.ri vprw<m uof Eatlniuud zu 'M:i ili« alliterutiOD 

fflnrf Ünotinyit htim, S""y'cr Htuufurd rnc 
ODtbrUuft, will iiintit viel »agon. 

r». ' , ■ ;ra wird von L'_jn)>wult', der sieh daboi 

i^ie» TL Ml s<'iii scheint, mit vorliobi» gebraucht, 

wie folireudo betspiule beweis^it m^gtMl: Andr. .i(>0 n^de/r he AMtr/fim. 
B-J I- trftrr tTHtidrc, 74y Man ftnui sXane. i'^0 en/*« ei/»it«j/a 

e»*. ■■'.,- - Jul. 289. Cr. 215. Andi". 1191 p^r Jie vyningii etf»i*uj. 
16jjB in irorutil ^untläa = ^\. 'ihl. .ful. 5U4 iXrifhtmi iityJttrtc; 
TgL Cr. 406. iJutUl. H'74j «i/m ^rymmü [»rym — Cr. 726. Gutbl 
Jä6l ff'' ' ''' tCiklne; vergl. Audr. 30«'. Guthl. 129» hrraAift»/* 
ce/7rr !< EL 480 t«/?«* IwA/^-s Icöht. 769 /«/m ffl/a fÖ^ 

Dftcb ist ejr uncb vou der biDfacheren epUchoa spräche iiidit ausgft- 
ftchlouen: Bw. 440 lud md Xädum. 2461 ftri (f-fUr ^num. 1978 m^g 
wid ndifc tf31 matfior afler wundrc. Geu. ÖÖ8 di'ihttta drihten. 

I>eT rQ, hrende Btaj trein i wird dsgegen iii kuust^^erechter dich- 
tarig geuiit.<tli.>ii . nusaer in ik-r aufziihluug^ wo er einem effecte dient: 

sunmm on wliic, sumttm o» Wt^e 
Waüd lUb r Atr (>«/ TcoA Ir^tw, h^ h'ut triünd \<sne\ 
lii'r bid mon Id-ne. htr hid mdnj X^nc 
C«b. 3, 44 hwilc mid wrorrc, hf(nlr. mid Worde, 
litvilc ntid gr^vliU . 
'■r, weil auf t'iii^ b'-Rtimt'* wiikunsr berechneter gebrauch 
i-iü, ib^u dt-r ribiM^('t//,er dos Hoetbius von ihm macht ; 
11, la pti pä hv vcoldv Peel Jtai V yfolde 
2ü, lA nlt nou mddiijra nc wün md^rra 
2U fifi (lud pfid p'm ijod. hii w pf» liffrji. 



t sc war im Angel ScItaiiiüIil'd entvi><)<ir in allen (i\]( 

diu I VI. . ._ 11 rftlltrn die tiRnrea kAi tiiobt i'iwn die ciiuj vor u » 14 '. 

i:o \ur 1 1 y; d«niu oUfl k wnrdcD ubite imtcnebiod den Imuss mit einander 

5.ir;Di.n: - T- ■"■: Oen. IMO. Sat. 88. 638. Cr 12^*). Andr. 788 Jnl. 44ri. 

Jod. 7^ l)a [ [i Qud ohtifl allä ratifte()ncnz vor a and o f^a e einscliob, 

• \<(*r sie nina^ .lach atattffefundpn h-ib(Ti, vonn 
ii-l r. vfo mmi es nie setzte, Vergl, w*s oben 
i^x mt und <lii> ol^wricIit^tnU' nugfithmng in Leo» CommRntatio 

[I II puttunUibu» Ihüac ItvlT. 

niiT«<'it& r. n»i7T»raii raiLOL. id. \ni. 4 



id 



Rutfiitn 



Ztilftssi^ iicbeinl fenior il<>r rnlirotitlc reim in der »chrftiiku zu sei 
mnorlinllf drren ilui nucli 4io cmlroimdiclttimg uiclit vßrsclimiibt: H«l 
3252 ii»7w» tf(f«M Hihunii<f, ;i324 ithttn siäun ii'hiufoU/: kunätlong« 
keit aber Keigt «ich. weiio der ObArseUer der PsaliniiQ st^ 

54, 23, a c» seäiffM fonvyrd, »rdttcs drüpcs 
RH, 5. 1 nf'er iD''" synäon pti pr. var iHttoM^ 

und venlerbuis obuo zwcirol iu stolldii wü> folgondc 

.Tud. J hy/f/f /i/TK Urhufan tU'mait . /irrt h*' hie wkt ßas hchitat 

!Sat. yyö h'-'orhie hin'htr-uiUaa: \}''orhte s*hMil 
SU) A ^' n'ortifftr i\ hüfttrt etiitt: 

Der letzte diewr verse hat bereiU alft hdapiel einer andi*m nnomalü 
gOiUeut;; eoinc ^.wielaube iinatossigkcit »ölte j^des bedenken enifernen] 
ibii nach .lud. I2<i 7.» bessern A M ivoit*l<fe bittan «trfe /r»i/f. 

IV. Vom verhaihils »lor alUtt'ration zu den wort«rlpn und xiir 

wortMt*'llafi»r. 

Wenn nnt^r nndireren sin)eii i<iii'3 allitericrou (joU. so kann 
nur_diu_hr«'h«l.b«Ui[i(i' sein. Ditr t^lt^iche aulaul der raindvr betont«! 
wQrde für siflh allein wirkunglo» vorbüllen und der vers uiigobundt 
lauten. Du min in gt-rmiiuiHcbei zunge von einor besondern vcr^b»to<! 
nung neben der gruinmatiscben (lbfir»ll nicbt die rede ist, so kann di4 
botouung, die der alUtorntioa m\ voruuääotzuog dient, keint* axid«r< 
als eben diese allgeineiu ^ti^e fjrainnintisobe sein, deren {r^üctze 
gründe nur ilurcb da« rbel^rischv Iit'dnrfni« dorcbbrocben werdtin dflrT^ 
ten, in der tat aber scblieäslicb auch durch das uiotrisobe. d>is bicl 
mit dem rbeloriBoben miK'ht, darcbbrooben werden. 

Dit.' gpsc'tzp drr worthclonung «ind hingst bekant: si»? konten 
der althoclidi'UtüCbcn rcümpOf^iu aul* geuautjatu vrloTscbt werden uu< 
waicheu iu deu aüchaiscbun muudurtcn in nicbts wescntliuliein ab, 
dasa ich mich ihrer crörtenmg ontscblageu darf.' Die genoizo der aat 



J(f 1) Man fuerkr auf Ah s£hwanli«Mido hotonutij: von vn-: Qdu. i\M MitwyrvfU 

2(»l*^t »itTfrönttlkr urbtm nnf'fnr Ü^-J!^ -. nny^urr Wf. Tilt iKl»rn HM(ir*rrfiee M; uhI 
Gothl. 10<>7 n?brn nHxa}te K.^K. unncyldifjH« •i.')!): utttraatier Kl. 410. umWfaJ 
5S9 neli«n UMrvIitüjnt 421». 4itC. aw-'Mi/Mrw» 1117, iimf«arnHTi|ra 62(ii tmwe 
Uel. 70. uiu/«ntffiV;an 1R11I. iinqu^hatulfs BBtU) nah«« ntiiWxoM 1810. «mIm/ 

Dur . ■ . , , . ., 



i Sil AIJ5 V hn'-ki. ^i-i 



/-"^-- ' au8 Itpiiifr aiiilorii quollo al» «bon aua 

iiit. Sio werdot) es dadurch, dass mr das 
rnlifilLais der allitertttion za don Wortarten und zur wortstedlung beob- 
ifi in yidor jr^wissen Wortverbindung' ist dasjenige wort, 

;.ri.'ii darf, ohne diiss das andere mit alliteriert, ohne xwi*ift:l 

b&ber bet-oute. 
Dm erjfiebigato feld für difst* beohiu'htung bildet der erste halb- 
Fere. Da ira zwuitfn d'w «rste hfbung alliU-riercn toüh-a und der zwei- 
m nur ein nebenrclm gostattot ist. so kann mtin nicht msseu , oh 
lerbalb derselben folge von werten» wenn sie im ersten statt im zwei- 
; stnndc. die alliterntion nicht auch eiui» andere stelle ein- 
1 te. Im ersten halbvers dagegen , wo sowol die eiste hebung 
)bJie die zweite als die zweite ohne die erste alliterieren darf, kann 
■ h deutlich zeigen, üb^die fa ' ij nberhaupt festen 

jt und was dieselben vor- --h-l Nur auf grund 
was man im ersten halbvers gelernt hat, lAsst sich aach der 
»ite mit nat7.en befragen. 

I. 8tehb in einem balbrers zwei nomina, seien es mibstantive 

"pij' ' ' ubstautiv und ein adjectiv. 80 ist, wenn nur 

ti kann, das voranstehende allein dazu berech- 

Dies trifft auf alle deokbarco arten der Verbindung za. in wel- 

dieii'^ woi-te unter Hinfinder stehen kfmnen. 

l| Genetivische vorbiiiduug. n. Des Substantivs: oti hfarttt naean 

r.Sli. SMHM TietijKttänes 52-1. Witir Scildinya 1183. thiu modttr 

MaL ai5. thnt /».' wortl tjoiles 227, hoflo drohtintv 44C ; 

[i«7-.( Bw. 2808 ivgora tcaldtml 2875. WrcUra /teöäen 3037. 

riiieti Hei. 132. drohtiues ntgit 140. Falsch wäre on bearni 

IN Oifw. nicht minder als flötla geniptf usw Falsch wäre Gen. 1858 

7n lesen teiirlhuifj hrhn '. h^ht Xbrahantc , denn der 

i.nmer mit der höher betonten hebnng dett ersten ha!b- 

, : es um»8 vielmehr lauten tsftteihtga Mm y-ht \ \hmh<inw. 

i! ' /.. b. Gen. .T21 /)' «r ymff:t hijlih iji-itrslon, eine unbeil- 

r« Ät-:, ; :i Verwirrung in den folgenden vers hineinreicht. Falsch 

der TormeintUcbc /.weite vors dos Heliaod that sia fH^mmuti \ tcord 

nij: der ergftnzer büfte zugleich umstellen mössen- Pie 

i verlangen die zweiten halbverse thnr hk wism ihat harn 



1 , . . . t-,;. 



axA il' ;»rr \ti\ von zshicfimpnj-itpii ■ n»d hwvineofimiiQ tö 

i\' ■ '.tig 1237. atifmttttnla irin/rft Hei. H*j; liigi^gon i«t 

laiohU von i'itiirr "»it'niiiig do» nlU. aiO'. aU. Ngs. tet-, eal- iu wirklichnr 
niiMiurtxii^f behaut, die Veit4!r s. 31^ 53 Aooimt. 

2* 



:flt 



MUCBR 



bittti jc'nV.-; o7jy iiiiil iiiut ^Mi /A»j/ (/Mnt v;'."'rs •>( j»i, 'Uv 
(Ins gwwtz des liaujibUtbe» verntos*»eu. Nur vurrchlUi \ 
sebutdet da» gluicIiroJl» doppelt luhlQihufio humialiuli waUhiuUx 
1561). Falsch ist auch die von (.iroiii im glo:J»ar vorge- 
diltiou ijoiics üryhhmlom iTir das unverstÄüdliche 'jon 
Aadr, lOoi: göd, dessen ti zum ßberilusa im amt)UHcri[it dos 
chvD der läiii^ti trflgt. goliürt zum vorht^rgchi^udi'ii vt<rs nud uiau m] 
lestju hctr/'i; («fi li<:/riA> j hcofotwynintfns ijöd, \\ ^ryhUies Aum. 
nelitigeui gelTihl bat dugegeii Urem Ps. öti, ♦, :J uf kfin hwtfjmt 
fiite ijcmänan iii lapc (warum uiobt glöieh Wipra?) statt in h4\ 
^elitiä&urt; weou miui nur iil>i>r1iuapt ointi strenge benbachtung der 
nunjptgeRet?.ü ni den l'sjiluion vomuH-k'tzen dfirUe. 

I). ÜBH saperliilirä: hvalan'na tntKtti Bw. 7rt. husii m-U^ l\ 
Vruttujuniuno hefst Hid. iil9. dniio lioluhtu 185. lluraogÜch wl 
r/ö<)u IwWs/o und tiohöst dittf" , riclitig dagfgt>n lif^ost dtigö. 

•J) Attributive Verbindung, a. tjubstiiutiv mit substautiT: 
Uröttgär Üw, 417. Aif/hU^i Iwlctui Sat. 676. 6Ha. tatier Abn 
Hei. 33ßß, XLHnhuj Krtiäfm 5^72. 

b. Snbrttuntiv mit adji'Cliv (dem das particip gleirb gilt): 
märtic ßw. 303. ac »r rnttifa geo»(ja 2675. VfifjUif Itt'ifa 2745. 
ahwuhtig Hei. 3 1."*. hi'ififfea fhes göiion UG3. küdmn krttf} Mtkil S) 
lari'futn Jh'mlur Bw. 34-^. I»(i/h Bfotcnff Äfi63. ^arntjaH atHjinu a6\ 
\pngrtm htvUa Hv\. 170. ^ivith fröil tjttmo 1 77. trn thnu tüiti 
äaga 441. 

('Ardinat?.abl<:n woden im licuwnif obnc au<imihmj!, ich gl 
auch l>L*i den (tbrigeit Augelsacbsou ii^gf Imädsig iiuf dem fusD der a^ll 
tiva bobandelt: hü pA 'htßifu.-i ßrt) iJan. 4(12. pdm teöutr U'arH l(w. 
ac yhth Atto uiltt 13&. sui/cm »i'A/ mouncon 617. Ar«/r/ö An efly/c | n 
eSirtM tu'i't II rtm/ itcegen fH , \ Xwfilf hntui heiifda R;ett*. H3, 3 lg ; ilc 
finde ich auch hvelf tipoutulas Sat. &II. Auch im Heliaitd ist der AI 
wiegende giibraucb wie im Ags.: s/fritn mntar santaH &10. aftai' Ij 
titvftrtUf fifuinn lOtil. f*/' fhAsttmlhf 2873. jfiwUuit hu ihn thiu 
Iwc 4ö8. itinfalu schsi '20^7; daneben aber //wir <ifi/H» twrufi 
bi wege 3649. f/idr gingun imu /hV wi/* i«fii6) 4207. 

Aujilösgig ist \iwnticii pr-i(lda%'mif Dan. 1)2 und hh o/u//« mnni 
Sit. 57, oben bureiU wegen rnbohcr sctznng des Stabreimes ang^ 
desgleichen jutiguro Uuäiä Hei. 1247: lie» luHf/rairf*; uud ttn is 
Word: I thtl .<kofd» siiiuou wd SOt'i.t . widt^ruro uln fall zugleich von I 
betonung mid falscher rcimsrizung, zn he»aern durch keine m 
Mndein etwa durclt ividuii oder ^tHtlikmi für tuUujut^. Kin fuiiil 
vers findet »ich endlich Huob im HeDWuir^ der durch den dojiiiialri 



ktXK. tnrn aoi. vnevcrntnr 



31 



(dt gw«clilfrrtigl wird: ht'^nfäfjni] hf^m, \ Unngtir hifman Äßl5; 

in lf'>- I, % ', 

a idang: fll/ir hätte se lOjfrtn Hai. 11Ö. fager 

piel mtffin Sat. rtl7. isyM hid ftd äräd Wand. 5. HroMt^ Wcnth- 

ewt'ti tö f/eftfiddan Bw. Gti.n. ?/i(i/ Af' Ih'letmd tß tutntim 

■''li Hol. im. Auch alt) prädikat gilt das particip dorn 

^Uy eltich: pä tctRx pryitv'ord i^ream ßw. 643. atrihte 

M- 'Ji/ lt\hS. ef iru at tnai tcm \\ w«ni tißäit Hol. 45R. 

ii ;. Jordan - — ^mta seo g'marohtun II&2. thM harn 

\md 915'J. 

4. Pntiv odfir atilativ nebon ilem nominativ od«r acousaüv , accn- 

■rlieii dfm subjerl oder datlv : pftm äw »i/^/bti Hw. fiSO. »7» 

/i HüöV. S/ir»Y/ AhraJuimr den. 1721* »'iirf* E?iViw Ihndäeti 

U) flel. 81-13. liOH(f roBrf i/f/?«*? Bw. 2ß09 R<1A/« sr/t! äreorig 

1.1. 25. 

Xar ein Hcheifllraver vevstOäs ist hwearfttm wr<^cmr^cffas Guthl. 

IS4: mKii it^Wfi hfor^i tjaihntodon hwearfnm \\ trrticnMegas. Das anlan- 

iit hu'rarftwi ITir .stumm zu nebnion ist gewagt, weno man 

-Liiere helfijfi» nun ("ynewnlts wriken beibringen kann. 

,;J. Adjectiv ruii einem abbAn<;igori casus: sl/tet K»r^ Bw. 579. 

TTUmi?» H-16. yffgfiA fward **Hfi vrinig^i tahnm I6H4. broA- 

W* Hei 'M\'i'i\ dfüwitj üceaßHm Kl. 344. drt'V«; /«A»«! Ü. 447. 

IM äenlle '191. hf^rf druncen 531. d'l(2tuii 5« wirVi Hui. 927. 

i't.- T-nsua mit rdner |(räpogitiou. a. Nftben dem «ubt^tnntiv . sui es 

^attribqt, prftdicat oder objcct: b<W wid rond IJw. 2fi7;i eMrf* frt'rfw 

rifu Ilel. 120. in(}<r umhi herfa 3293. /Ar k'^xitr fan Römu 3810. 

Kin rerstoaa ist fuden sf^eal tu vpUaI Qnom. 80: aber scbon die 

':tlii'it dfls Sinnes — warum «roradp ihr aquifolium nls 

Ifi A'f — fordert liier di«* bi'^sening rlr ffir fintnty <>] zum «nt- 

le». 

b. Xi'htiii deiK udjtictiv: w* rt*/o-r /*ä/ Uw. 3'>3. vf^u^ce mul 

Mjtuf t *r 1?l' -ifüfmudiiin au »iihl Ht-I r,ft(t * 



il. btc-tiD itri'i nomiiiH in oitioni liulbvers und ist also eines 

9]b«n notwendig von der hebung nusgeschlosäen. so fragt es sich. 

LK der boideu an zweiter und dritu^r stelle stehenden worte zu dem 

littelbar vnruD|;;ehi'nden in einem f^f ramm atischeu rectionsvor- 

?he: tliwe^ ütidit dann zu demselben werte auch in enklisu 

Htf-bt i-»\\*i\ diis Kweito /u dem ernten als das drittf» /u dem 

im rtH:t)onsverhäItniii , ko bat msit die wähl, auf das elBO oder 

\i\txe die bubuD^ zu verlegen. 



39 



fttKOM 



Ks orgoben sich folgenJe f&llt>: 

1) Substantiv, (Jas einen g**nptiv iirnl ein ailjecfi^ h« nicl 

a. swtUül mtig acopcs Bw. Ou. hcoyht \Kücen gtMic^ 570. 
»Uftff M»rforfM El. iöl. 564. frtfjrt»- fflZA jwdes HeL 413. hrrht h^i 
tfo^s 6ril. Aber aucb fsödt/k !!tein»a godes Hti6. irrt)/ Jb''«/i! go(^^ 
S87], Wilkflrlicb also diu bctr^nung bei ^UiJum stina Fröifati Hw. 2()l!| 
he/a<? folU godts HeL 2138. h^in? stenmo. godcs 3148. tfw/ linVaj 
harn ffoden blH. Ein Verstoss wftro so miÄ^iV Awnr/ •«r.rodes 587( 
wenn man nicht .w ntikil /om vorhergehenden vers zit-hen münte. 

b. lihnryirdara kvd Üw. 311. pri/dlk \icgna hnlp t()0, 1G3] 
fUol yda ge.swivg 84)4. trod foiees tceard '^513. U'o/' \nnde» 
Hei. ß'.'ii. ficfro ^rgöao ftd 2i)l8. FflnJe nmu fm/ Inn'l 
\iof folkcs ward, so wäre es unerlaubt zu betonen fröd '■ 
\iof folkes toärd: denn das dritte wort steht zum zweiten t nicht eil 
da8 zweite zum ersten im grammatischen rectiousverhäUnis. Cr. 9i 
lesen wir tvon ßren wtcht: hier ist die alUteration vmi //v//»m um 
sam, denn man darf nur betonen von f^rvs tvalm. 

c. Ko/örfÄ litiiw dorn Bw. 29«4. Hienai'h ist äu beurtel 
igodea ^gan harn 794: derselbe fall wie soebeu. 

d. %Qdi'S hf fuifett Jul. 693. gürfw cotiäei beorht Aethelat l\ 
goäes engil cumnn Hei, 7<K). Hier ist wider zwiefache betonong 
Üch, wie bei a. 

2) Substantiv mit ttiuem genetiv. im dem ein afjjectiv gebort. 

a. \weJf tointra Od Bw. 147. \e6fes manit&s Ik 3t>80. 
matmes word Hei. 503, /Acs nldon rihm (//wmmJ :;6R. Ich hnl 
keine bei»piele angemerkt, aber ebenso erlaubt »'aio niilrtiav mc 
word usw. 

b. hy/(/<' /««' hthsUiH diman Jud. 4 ; dieääu Hubeniu liusse 
nicht anders betonen. 

3) Substantiv mit einem adjectiv, von dem ein catiUH ubhjloj 
maga indtt^ fäh Bw, It78. ftwrord siifrf/r /Vi/* I aRft. Ffindo man f« 
MrttK! ftih, so wäre die allitijratioii von fith unwirknam und ohne 
sieht auf sie zu betoüpu r-öm/ mdur fnh. Die schcmutn mdi 
mtJj/a, f(i/i NkJN6 r:«Nf2 und Uond tth mäm sind der betouuug wi 
denkbar, aber nnbiitiebt, vielleicht nncrhCrt. 

Ks verhält sich ebenso, wenn iwei ailjecUvc appOsitiooeU ail 
einander etebn, von denen das eine einun ooäua regiert: a/o/, 6a« 
Bw. 1332. 

4) Mnbstnntiv mit 2wui adjitctivea. 
a. hPlag himilhk l/artt Hei 4iv. lnjh hiu-Hki skip 29f6A. 

tnr Urf» kumi 3.M3. Falsch wäre h^hg miri henm, riib 



u/n. vg» Airt. vuiuKcv^r 



23 



4ti aUiUntäoD h^ino »täri herro. Falsch Ut auch mit prädicativem 
er '-uf tfvr Aiulr. ISifT; grim gehört zum ersten 

ha«"''.- »*■■■' ■■■■■ li. ..;;-■(;* w<es s^ hälija war. 

b i-aW stctTfrd cutvttUc fiw. 155(*. 261'j. 979. Iu»ir(/ «ryr</ 
hi/'^-/ 2'.>H< ; (JanehiMi ijuXimd trai mihtitj Cr, 475. mn'rc mcrffeH pnd- 
di! ■'■-■ ■ 'i.'i. Also nneh Wlieben Bw. ü(t8 »notor ceorl mönig oder awo- 
ft' 'ttiff. 

Denkbar würe daK uchema furro hHaij märi: es wöre mir 

. xuit ap]>oaitiou odvr eigeuuomo mit appeUativ , wo- 

von ein graottv oder ein adjüctiv abhängt: Art/htcn Au<feäa waldenJ 
Juil 1*1 K ■•'■* situu H<'I. 4<'(>;;. ho und nicht anders zd hetoa^tL 

Krixt kunii,^, ... r ■■i'öti; iilnde man Kri*^ acig kumng, so wäre nideram 
die allüerution unwirktiani nnd ^teitj tu betonen: andernfalls luäst« man 
V€T6tehn ,. owiirer christ, könig." 

0) Xwei imhi<Lintive in verschiedenem catiUä, deren eines einen 
gvik'tiv regiert: rruldvr vreroda drtfhtnc Jud. S43. murrte on moltlaii 
Hce .lad. U4J, ^ixies wifhon ^mnn Hei. 

7( Zwei Substantive in verschiedenem casur. zu tiertMi einem ein 
üUributivc-' oder pradicutives adjectiv (oJ^'r partieip) construiert ist; 
tftrt**»* *»»/fi ar<rijctt Üw. 769- se rka öw his reste middnn Jnd. 68. 
h/^UMiii Krisf HU li«H(? tiSOfi. vfoitluin ysh h<eiett Andr. 921, w«Wo>- 
/i* nü/nn »iWrc Jud. 'Mit. 

^i Adjectiv fpartieip) mit einem ubbAn^gen casu» oder in pröpo- 
si\ indung mit einem casus, der ein adjectiv bei dich hat: a. g«- 

rch'-.' ••"■■ goldt .lud :;3i). b. iJi< tuiiH gt'rttn äioffan Hei. 732. 



111. Wii biiben gehoben diiss der dichter des Heluind der cardi- 

naliahl nicht tlau volle recht des adjectiv ischeu bo^rifi'awurtes wahrt, 

t>l« nnhcKtimten quantit&tsadjeotive munag, lä und dos Mibstau- 

inehte neatmzn fUu geniesseu dnssetbe auch im Angclsäcb- 

Miciit: nie kiNnnen vomn^tebu ohne die allitomtiou auf sich lü 



fifh'-t 



Limgti üitru geHc£afl BoeÜi. II. 4 1 pd üfiü Monig g(//(/- 
'' 13 HUitutg gtfit fiiran Hei. 1015. thö theä so 

iMliir vtdffftrkil Kw. I22*i. tftiites moncifnfirn l^bb, aÜU fiä 
Iw. 1 lO'.t '.10. ml lifo sibgiidrifit Ex. 214. rw//f him hrimti 
ttnr midäatuf^ard Dan. 50^. eulh teoriRfcrcml Cr. 278. müe 
nm^jcxitiit» Jud. Iff. a//mf laHgun dag Kel. 96G. 2<>8Ü. t\üpta 
Ml ilay <)7H affunt» ntnukumtk 1274. 4389. o//a '/irän winmid 3378. 



2i 



ttOuLü 



t^>ar al (lialiku fatul 2040 Dies wort iinclieint sogar üUdo iü uiliiu- 
rieron vor dem verbum: falle pü gcxstoniatt Seef. I»i>. 

3) i'c/ti ic nxunua gefttegn Wids. 10. fda ic Itutes gcbää Uij 
029. pf^^ fein y ni^ Idätif njtrrec Geu, 022. feala vd »i lidü 
Kl. 91:2. a<i ftiii uriutro e.ndt muuira Hcl 46&. 

Kicht für a( ml, aber ffir mnmiif nmuitj und fllu fvtn fliiu) Jitt 
beweiseiidca föllc selten. Für /y/t. aj:;^. /töA und /»)!, ag«. (y/, die d**r 
analogio von tmmag und A/n folgen infhste>a , (iad6 ich Oberhaupt 
Iceine. 

TV Db9 verbiim. duit innärlialb dosselboii hAlbvt>ra(ia ciriL'iii 
nomeu voraastcht, ist dem Domen obensowol als wenn es nachfolgt tra 
ton antergeorduet. In lieidni fallen kann es natflrlicli miti-einK'n, undj 
in beiden, ohne mitzureimen. eine bebung tiagcu, die eben dann mi 
der betont ist »Ih die andere. Es kann abür auch, woun es v< 
in folge rbetorisülit'i: botouung oder metriäcber couvcnien/. d< i >i 

tOQ nnd mithin die olliteration auf bich ziehen, ohne das» an ihr das 
nachfolgende numen tfil hat; tu ^vl'lchuln grarnuuitischcu verhfiltnii) 
uomeu zum verbuiu steht, ist biebei ganz gloicbgilti^. Ücr fall 
indes selten und hauptsächlich im zweiten balbvors anzutrcfTon, wo 
vom gesell des hauptätabes auferlegte beächr&akung diese rrellicit ciit* 
schuldigte. Im Ucowulf ist sie dem ersten halbverso vielleicht 
fremd. Von den drei stellen, wo der text sie darbietet, ist eine m{ 
als verdächtig: 20ti2 losdd wUjenäc. Von diesem particip ist jczt \x\ 
noch die letzte silbe zu erkennen; ' aber nach Gruudtvig liest die eri 
der ubsehrÜlen Thorkelias figcmle, die andre ci<jetuic~ Daraus lifibi 
man nicht ein im gründe sinnloses wlgendt machen, sondern Ufitjmde 
ergänzen sollen: doi lük-r konit mit dem leben davon, da ei 
schluid'winkel des laudes kent, kann also nicht zur rocbeuschaft gei 
gen «erden. Aber auch die beiden andern stellen sind anstJissig: 71 
f/cniM>Kir y»ü si- fföda I mrhf Iligeläct'^ vorstösst jregon da.v 

crwalmcudc gcsetz, dass das attribut von seinem hpaiehmigun u 

die cOsur nur gctront wurden darf, nenn beide alliteriurou , und 

muss tmdcifa ffir gada verlangen: 1&37 gtXfntj pa he iwdi< ' 

dem Hiunc nach, neil os unzweckmässig ist eben, den man 

seu will, bei der a<\bi!el ku l'astien. und mau würde lieber /• 

Im ZTVoiUn bulbvers steht das alliterier endo verb aohtmiü (12K6. itti 

1099. 21(12. 3611. 2ÖC;j. 273B) vor den Wörtern ml f'fla na»! 

hier niehl für voll tfiliJen, da sie üulbsL uhne zu reiniea dtfi 



1 1 wie tcJi »IM der mir t'tüuadJiolut uiit^olvilWu coIUtloa Viut Si- 



if »ffc ' Piw AB*. vtitijfxntfT 



STi 



'JdD aou«n Toransgclni ttiirfcn. Gs bleiben lo nUlo mll oigcnnamen 

Irr ToHwioliHf't'h lM'i(rifl"((wr>rtPr(i: ir_*>* wh"*VA- noVZ /7rt, 1137 fwn- 

ir/-«c<*. l;i27. -TiU poniw hiiitoi* fttlun. 1441 Cffrctie hinv Beö- 

Kulf. 1548 Ar/ ycbtwrA /pwp. t872 lir4(n>N kirn kdras. 2717 s<ffl/i 

iri n; 2Hti;i s*wÄ o» titdröfr. a'JSO yjci r/fibp/iA cymnff. Im 

.._L.L;t sicii ein TbU lo erstem huIbvor.se: wcs /*« .Imirctw /id/ 

L6; AUS der Ooncsis babu icb zwei bemerkt: pä gemunile goä 1407. 

«I «ff yffn^cif Rii: 22t'9: xwei RU3 Hom Heliiind: skrW fh'% tc erd» 

k'ffAff 1085. vfr/ t'fii» a;i iiwan httgi 4H(j<.( 

Unerlaubt ist es, Haas das uacbtolgeuJe vorb die alUtcration alloiii 
;, X. b. Dau. 2r.G ac Jxti ßr so^rf/' (Mscr. fyr ftß-seyde). Sat. 98 
ICO« fürdigait. Hei. WMH fhes g,odffA Imnint j| ward fe. pfrnm- 
tannc, n<> mau nucb sbtt vor »v^n/ abteilen mas8. 

Gauz wie zum uomen rorbnlt sich das verb aucb zu dem von 

'ifinitiv. particip nnd verbura fiuituro Ks heisst rejfpl- 

^ , ■•» gaiignn Bw. :iyi>. pet /« «kc^ sectjun 1 70Ü. 2664. 

f'£ («»ecj/aN 344. ^«-Hrt/on him Jta fcrait Uül. e<hv fwi sccgan 391. 

lÄ j!/(«»- /ci/rt»i k'Js^/H HpI. 1030. bc hwi ni hHis thA than wcr- 

lOns. fho hignn efl Oftuüif lf>75 und andrerseits h'idan xnolde 

Bw. 14Öi. nrwMOH hrjidc 2023; ferner Ä<*r syndoH geftrrt^le 361. 

b/1/c /»/i gctdtund K25. /wi/u'f /ifr.? {jiTFordm 2026. »»» A«/«/« p*wi- 

Hel. 4ft;t. /yii'ii /A(ir iwrttnd Ahh'idid 1071; indlicb mi/ii/c /rt»/ y 

,ji^\^l4*' Rw. 731. cicml ptd liit hrt/r/t 215R. A«// /»te/ iß ffc^orhhn 

>i l>ai h< yfdtf 3181. ic itfoi fx^t hü ^dhtc Wald. 2, 4. 

f/Hi' <uin ni miüitin Uel. 2G79. Selten dagf^eti \^vd hworfiai 

l72H. hftfdi: (jf.ivordt'.ti Jud. 2fi0 ma^tjr äjnfiimn Cr. 990, nir«A^~ 

tOH Uooth. 7, 5. mrf^ rf/W* o/V*(S« '.Jl, 38, TTMrrf ivUhted Cr. 43. 

rcM« H< ■ ' ^ Outbl. E»75. frr/'f/M ifif him »d-n Bw iai9: lauter 

•l-iii.l.' ., . i!üu lialbverscs. Im Beowull' wenigsten» wtmle man 

ii einsi) im or»ten suobeu. Anders zu beurteilen als diese letz- 

ipiele siud nflenbar Holcbe lalle wie s^c gif pü dyrre llw. 1379. 

U Jk nwk y^xl. g(i pdr h'. tviilk 1394. du/ so ik tu l^riu 

t89A. jfic trumida thv wwA/a «59: diu» verb des adverbialen oder 

u itwi)»diüiitial/.tM> ist dum de^i bau[itäatzes nicht aii sieb im 

iu'!n.i,'en. wie e« das verb des objectiv- oder eubjeetivsatzcg ist. 



V. Stahu zwei nomina neben uinem verb in demselben halb- 

vorb. wenn e:^ voruiic;eht, dt>ii stabreini und auch wol 

•iine Jitnbrtnni auf sii-h ziehen und das zweite nomen 

ersten in enküw dOH lonofi treten. Folgt da« verb nach, so 

M B£cbr ob (bi& zweite nomen tM dem ernten in einem gramma- 



20 



nreoa 



Lischen rectionti Verhältnis steht; üi diesem falle triil o» in eukliae uoil 
daa vcrb trfl^ die zweite hebunjf. Besteht aber zwischen ihm cinoft|: 
1111(1 anileni unmeu kein rectionsv(>rhAUnig, ho öheruinit diis zweitBi 
nomeu die Hebung und du« verli tritt in onkliäo. Stebt Atta verb »wi- 
schen dein ersten und zweiteu nonieD^ bo kann es die hebnug gnind- 
satalich tragen: es wflre einij denkbare rhetöri&che betonung- '" ''•'i" 
jedoch da» metri&cliß bcdürfni» hier nicht veranlassen kann. 

1) Daa verb geht vornn: b/zrcj hlödig wrrt I5w. 448. \Mt •>»! 
l)carm scijtrf 8i»>. fiwr<er. viulruni (rnd IVH. ^UT.fnft ^ärc uimu 
2746. wenxan Vfonjin U-g 3115. f>öhk se/e drevrifj Wand. 25. hiric 
hi(ffnn htigi HeL 4613 hfüran thana herhien stctron 602. Kbenswl 
richtig ist ifrhurarf flu in TrancHa ta;(Im Bw. 1210 and wäre <r''Aii.'m'r/ 
Jiü in Ueno fa'iliu. 

2) Das vorb folgt nach : eeo/btt niht %\ounc&n Bw. 517. hcorU 
hofu hrentan Ü.HIS; donacli kann betont werden: i^otles ijrr*' hth,- 71!. 
hrü/ «n/i gaun 9tt!*. ^omcl stcifnt yetnik 261U. fft/rm t/rre puum 2B6i», 
Dagegen beisst es hrusan hf^hter hiwräh Wd. 23. wähl Uuftu^o 
bii/Hirp HeL *2;ill, und ist demgcmilsä zu betonen h/tv>r bolnier onfiht, 
Bw. tiHH. hiüil edruiH liranc 'ii'i. Araca »törjue mcalt K»2. m^ 
pr^ tvttff 1931. görffi in pdnc secf/e 1907. h<Hid rönd gejhuj aeul'. 
*ür(ft;r ödrnrn geUtng Andr. 138, 

3) flt-eo wftran j/äa Bw. 548. yrre ivtf-ron bttjtn 7fi9. Viele bei^] 
spiele in den gnomon. 



XL Bus adverb folgt wie das verb dem uuuifu nicht iiui :i 
sondern gebt ihm auch voruus ohne die hebung nebst dem slabr< < 
auf sich zu zieben: es heißst ebensowol />ai mö is midc \e6frc Bw. 3t>6!. 
8ö ttiilih i> Alf ht'inrn than ik llel. 941 als ^mdüst midc Gen. 2713.; 
Nicht anders verhält vv sich zu seines gleichen: oti heisst fui Iticifti 
Gen. 705. utMiIfen tmjdfHce Bw. 3089. thä spräkun im rß tf^efft 
Hei. 562 si* gut wie o/Vör midc Bw. 1579 nud nider eft ijctvat 3iU^ 
Nur insofern verlangt das vurungehende itdverh deu ton, uls es di 
ntitihfolgeudeu udjcctiv uder adverb eine nähere beutiuuuuug seines bitgrifVi 
t'cA liinzulTlgt und bo mit ihm in ein der corapOBition verwaotes vor- 
bftltnis tritt: hoda Uitre tithugod Wen. 725. midc genf^tt Bw. I-UIU^ 
2310. 2947 wä orgHt Andr. 753. »igvi HÜdütt ßa Bw. 19< 
»srhoh nfnn gt'ff-g 330. hmrd ht'r turnen 376. fcorran imtnetuf 
fonl ■■■ ■' n», M70. «'." ' :.'.ui'. Kb kommen jod ' 

viel- I, W'j da» lv«i . < nie udveib. wimn es \" 

dnrob rhetorii^cbe bMouung den teim auf sich xieht: »lai tc/t» nnfft 
^erftd wirrt Don, 243. fo piVB titirytr. ghäw Cr. 280. tmd »uAtU 



joa», tülr JIM«. yUMWwt 



ar 



Phoen. 517 aamcä e<iile gestvnft El. 7'i9. Ai und fiUt gohu oompo» 
.»itinD ein; •<'■ 7»" ffflY*'/*! Bw. «Ct*. /wt/rfoii ^alfrilu t<83. fwf? a'- 
(Wfot HeL JOÜi'. uhuf't/it:s \iräiUu:s HU. trdtmoiUgrn Rw. I(i3i. 1. . 
tdtutMmor 2950, frvrf «m?*' ftVMwt'* Hei. 570. ftYutnst! uHm ÜÄ4. 
I .iber Bw. i:i7'.» fcht^tjniwjM s^-cj; dio hetonuiig schwankt hier 

•^:t c<iin|>i>sition mit Joai jirälh »rr Kiiie itelir auffatlendu ton- 
]g (leä adverhä in einem fast prüpositionalen VfihUltuia ist ffimoff 
ftiFpt' Bw. i:.ilJ. 2'J41 ; die erhebung Aber eio uachtolgeades substan- 
Iv ifH nn sich nicht unerhl^rt, wen» aucb »ölten: him pa tedre ffttd 
LraiL *^7a, g»Vi sMWtr shle Cr. 318. 

Wie das rorb knun das adrerb, vorangobend oder nachfoIgenH, 
I '!»)( 7.n einem nndHru in enkli^e den t<at/tt)De8 utebt, na 

I ^_;'U: ^ufÜHH- of 9>ltijif Juan fastan Andr, 7i'ß. oft sccal COrl 
moniff Bw. 8077 mw^Ie m<erre (mtt. myeft meere) spei Andr. 616. tiu 
lo^ %liuiih) i,utulrvHO löii Uel. Il>H. Si/Hvn Peirj'tic sun 4962; wonach 
«Uo frcd« (AiMum utfi/t Bw. 2Hr)3. ^/i«? ihu (hat hcUigu htirn vfl 
Utl 708, und h«! reimlos vomugehendom adverb tiU<fo sprfAün /im^i 
(49 betont werden kann, aobeu simio gvdcttnd ^umo 196. luigoXany- 
'^mm h-ffcr iai7. 



VU. Fragen wir nach dem verhältnisso des adverbn znm verb, 
clieint vor allem das der prripositionaladverbien dorchgreifend 
ft\t Diese den vi*rliall>egrit1' uiLUiT hMstimmendi-n purtiheln yjebeu 
den Stabreim mit notweudigkeit auf sieb, wenn sie dem verb vor&uä 
pobn. Es heisBt htm hlff stodnu Bw. 3017. pä he htm 9f dydf. 071. 
\& com In gän 1614. ht't pa Mp heran 11*20. trom äreU avom 2556. 
Pe ie her 0» starte 3796. «»i was imu anst godea Hei. 784. np ätcdh, 
tn glMp Ex VMK pe pü yr U Uc&st IG54. .<ö h6 üs tö mkid Hei. 
ISOH, und danach ist ta betonen ^iiwa» tit sr.ufan ßw. 2 In. yiord 
ewtt^ Sl/j. \\oliu üp atiiar 519. fotc iö sa'.gon 1422. Xxiing 
m ipnhhm/h I5(t3 TT/rf«- dp purhdrtif HnH (ich. '2»i big .tfattr 
* n*?** grueätas mups man loaen, ohne dass die alUt^ration 
zur Wirkung komt: die erste bebuug tragt big; ebenso 
lufixte mau (jen. ft4i Imieu iö gntgdoii ^^lOitigende^ wenn io nicht viel- 

vc-rw gehörte. Das nachfolgende iiräposilio- 
• , ' die iiUiteratiun zu überlastjeu: tihd inh-r tö 

Bw Z'6ng s&Hti tu 1785. Pe As \^ecead tA 30UI. mf ^eredon 

mihO' frlttoH pnrh Jud, 49. hriop «/» thnmu Hei. HSÖn. 
■ .*/>/(/■ •>h>il. «Wrf(t*( /iM iif'ii/<i» ^J ülti; dabei zu beto- 
^'< thc hiH^es icttrtl ä\bfi. Poch findet «ich auch /ihAt«' 
Hji tt WmJe 24i;i2 flüM/f aj> ou henfoiini» SaL 563. 



iiiRni.ft 



Ändrt' mlverbfcn ftlier golm ilem vfirl» ganz gpwMtnlich voran, 
ohne dpfi Htöbrpiin iti aimpruoli «a iiohmon : ftanon hd ffemhfe Bw. ifi3, 
flrwi />'.«7»t' fjctcrinu ;tJ07. tjr?* A* ^/^r ijcsrgon 303« Ajw /j« g^irt^ 
dan WVM. ntvu hf^rioruMon i)\ TD. Art I«»«/; «Im- oh Inrf« lüB?. hwatärr 
hf- ffritttimle 1270. /»«ft» «ft gff.in«*w?r' 1465. so unntja itnH hcrod drinA'^h 
k mi Hl'I. 3914. E& siu'l die uns pionomiiiuläUtiinien licrvorgflK'TtdijQ} 
hei tlinwn ist «a ilordi rlietorisube betomiot; hi^dingt« misnaliino, ff«iiii Ri» 
dio ftllitomtioii auf sioli zlolien: s«wf* |»ffS- ftü/«M Bw. 4rtrv |ir»V eanh'*' 
(loti 3('50. /'rt7 |WH0» "v^r(« fcsat. T'i'^ {tnuHt iiim wvor'ffd Vhoen. itCi. 
ptfiuhn h^r /w/iif/ Cr. 157.'». |>w7*r wwrifn ß$e El. 196. 'A/i/ fM ffta 
hm'ffKt ?/r«/*/ Hol. 2108. Jhi hit ««vi scMdr Cr. 33.S. i»/' Ar s» iCfMi 
Hol I(i3, hwrM »c tctnc mt Cr. 789. /'Mt hwmtm glrAw ß. lu. er. 32. 
Niu- die mit ä dt ^ aJid. A> zusamiDenj^eSHtzUiD (lAi/'rt^r thghwter dyhwa^ 
HÖH drirfteri in ihrer hedeutitiij,' zti viel pmphnse haben, um voraiisto- 
bend uuf den reim verzichten zu kOuuen. 

Dem verb ohne alUleration vomugohon können such <lie udrer- 
bien der zeit,, uIidi^ dass es indes der gewfthn liebere tnW väre. Ich 
Jinhc aus dem ücowiilf nur folgende beispiule angemerkt: ful oft furt 
'gi^hcut*-äou 4yo .w»if; /tcrt onfundc 750. 1497. pttt hi off iKaron 1247 
.syHtft'c hid gvmyudgad 2460. dr hi Jxrr yet^Atjau 303H,* hHufi;; sind s!« 
im ITrliand: _<;t'w ttH'n*in Ihär tidaUvs man .'it56. thnl sie im rft ffikmtdit» 
G4".i. thun langa »?» ^ridors/«» iw 1055. thn» williu ik iu oß wg- 
pean I thal sän m* »wcrea fu'oman 15(18. htm OiA ihana rnnt illÖHftM 
1710. hc6 hngo sknl shtndan noh 4288. thai thO so simlun duäf 
4095; BIO hcgegncn hier auch för das urtsadverb: ttak sind hrr gew- 
fnna hurgi 2«2''. 

Dftä verh seinortfeits kann dem naehrul^j^endi-n adverh die allitera- 
tioD (Iberlimseii. nur nicht, dem aus pronorainalstaimn eutapringenden. 
Ftn Rcownir (inde ich folgende beispiele: f'tnid f>/i Jutr inne IIH, ptpf 
tvina Mngty'tra 9\VL ewimi kirn Jm to^emic» lß2Ö. ic kw« ^V \nnf 
:jü87 dttitdffu /»() tAmidd*'i 3111. Kfiutit^'iT ist diusur fall indoriienö- 
ftis; tvfßitlt' ihkit'HUityti 4jf». pH }cd^rou ^knt' 4»ll. /«) mciütt hin fiortuc 
rutiif- fißl /«B( /»Ä mniA/ SHJÖ wWe 566. /u»^ An» rc«»«- tö 8ft4, UDlt 
itrt Heliiiixl ; friigi'tdn wiudViko 210. ^Aö .s/frait hdn n/Vnr 2M. ^Än« 
.•irt/d/H siv so wJ-^/'/.v. OßÄ. /«auH Sübro tcuamru: 2570. Atifiu» "'^ ^^' 
nemo 2&7U. 



\'[IJ. Von zwei hcgriiTswurten beliebiger ari oder auch rnn KWpi 
pronumen, die durch und. oder, powol nie aueh, weder uoch, 
Je dcätu verbunden in einem halbvonip »tebn. kann diu orale nbne 
das zweite, niubt aher das zweite ohne Aas erste allit«n>ren: it. f>. ttid" 



jumt, MB Mt -vwtmttmT 



99 



ie n<m>f and rotui Hir. ÜbH. fofr nnd riet tll'.K duyrjs and h<A- 

'fi2*il.». d'i'/-Wc i««y ünjöäc 1674. Aoforc uud Wtitfc -JUita. jfran- 

'■j^»iM «Jir/ midnm 7*i. Aö /»^ |Vr«/ Ort</ ijvd 279. jiai wtc »i- and Ad 

aöfti. IkütA^^: «ik/ IciMr EI. 9*J. IiH/ufi «m/ »mjad Cr. 373. orrf«« 

' ' ' " ' ■ -, dti;;(i f-Hf/( ttiihtü 151. go/f/ r«i/i" in'Ar^Jt i" 

ll&«(. |7ibv/((N bu/(/ cWr stitlittj üDÜ. d ' 

AM/* yiiiibMN 421*3. qnikHH auli drtdun i:u>'.). ^lip» t-mdi mdaro 3432. 

.1 ;f6. .lul 33:». tfiat »c c/? ütd efda t,. i .. . . 
JA nt* himitr ja an rntu ^421. paMe initf »r nord Bw. 85d. n^ ntffiri 
m' hatni Hei :(--'T;{. r >wtt ird Uw. 1851. 

Es Lät liienacli l..,^ ^', vio m&u Bw. n74, um die stelle rer- 

st&ZKllii'h -/u oiAciim, ctj^iüti hat: imin and fewran | p6 hA [Ttidu] 

\4H^iui. Kino Ifk'Jie Int im monuäcript nicht Torhandpo nnd der erforder- 

i:..i... ,, ... ...1. ;.( Jnrch «« gelicft'rt. Man wird die lieilun^ ehor ID 

- in i-iner orgilu/.uug suclieu dilrfeu Das er^te bcmistich 

kaoa sehr ^t zum Torbergcbenden satzo gelidreu: sei ge^nn die Gautru 

^CretiiMlUch. dt-r ;^ub«n ged&chtig, aus der uilhe ui ' *■ r ferne Die 

meinuu^ ist. der kQoig sollt; auch, nemi Bio ^ r: seien, lUneA 

^Ikd in ihre beimat »eudeo. üarau wltrde aicfa sehr aiigemes»eo der 

- nv)' Ao/a«' — mfati. de^ g^t dir tu'ä, d. t dn biud 

Cberiieferi i^ eiu rentods SaL 340 /i/iidli! and efomiv. Aber es 

V -4^ dass zwischen diesem und dem zweiUn bemisticfa Kwkf 

•.;.<Aae aiugefiüieü ^in musä, denn es fehlt der hau. ron 

der ftccutaUv »nd*aca$t mit dem Infinitiv htctarfati regiert 

werden müiXvt, Eta andrer xtnXoi^ äudet sieb in einem vers mit dop- 

r ' ' '' ' 19 Lif^VKs (>*' T' ,(cs, 1 -•?« wäruH f^odt IMta , weil 

. luui'UUb ik: -bungr die b^ber betont« sein mnss; 

mui leM «w tedniH livi/a e'-xY«-. 

'■ '■ ■ . ' . H_nhtiii.'t!'. .li'-'i j^-h'-in! -la- i^^-fetz iiichl mehr 
an7 r vr and Xü£':""~ l"-' >7 ''■! • ' 'j/i/' Ww/rt^i/rr, 



IX l'rviuumiud teriialtefi sich zu \n:^ ' - ^ . ' ' 

fts du verhAlteo der jdverbica tuii< j>r-.-i rou* >.niu;;<:Ji 

ttr kr. ponr Kruttdtcoitg Bw. 1496. ic / 'J'' 1777 ttt 

h«h' < 137. f/it« ^rd fiwylcMm ma$*na 3oÖ7. >; le^ tafk 

[f -'•■ '-"TS. /«Ä ^ (c möftfc 37S7. »c tiux» 8^-"'- 

1176. 691. forpoH Hin «nii^ yttundar Cr. 1> 

ir/« mo ^ic ibini \ndr. Xä. *rtfs mim fmfer B«. 262. (M «Minr« 
"MdUfrf 410. rjUi Ar .«; Ii^rrfa Hei. 1^32 nu miu irv wid«tca 318.1. 



«tj 



lUCaitA 



ttUit >tvi ii'U'läi 2'i99 htpillk thero wrJW -i62l. hwi Ihat ff&n »TU. 
mhiumii hemm 'M'J-t. 

Ausgenommen nind nur pronomion, deren wesoo nnd l>edeutung 
gprade «luriu bwtehl, i>inen gtKt'"8ttuiii rheUirisch bervorziihf'i 
iiehim vonuisk'hcrHl iloii rftiiu auT üicli. iW/" tut Oitt*, »u viel i 
ohne duaimlimc; der vou Heyoe gestattote fall «/ftow ««(«W/tawHol. 754 
orlodigt sieb durch die vorstciltid^: ivi./dnu nvihlhfua \\ Krist selbon 
i'nitn'Ulau. FibenüO die proliliüc fu'itiu Ja Vf Jti \iofit •l(i;>r), indem mau 
abUilt thnt hl' aelho tcns \ smhm tirahfittes hMia || j« Mf ß liuJit; und 
fdr Ifrttt'e bf^iiidy ajfs. heilen dflrfte das gleiche gelten wie für seif. I)iis 
minder enipbatii'cbo «M«r ofitr dagegen gobt, wipwol nur in »oHfuen fiü* 
leu, aui'b rciuibw vi>rau[i: ^'^^er "•</•$ hkA yti/iUic (Jen. 4ti7. whr arm- 
6Ct:apeft Bw. I3äJ, /An» «VAr« iuäcon dutm Hei. 1473; Tgl. 1811. 
163-J. 2fi&)S. fJwtn odrutt shal man h ViVtthUtn *i439. Andre (»rono- 
mina dieser art sind mjUwä, tf-glncmler rtyäcr, mjhrüv c/r, Hr.; aurb 
hier seltne falle unterbleibender alüterution: he wöw äydcr mfn lu^rg ■ 
und m'm hfäford llytbtn. 224. and htm a-hc uxäk \ xacn fnUcstad 
Cieb I. 92. OH pä denn t'id ^ Jiihal Cain Gen. l()«y. Auch Gen. IftüO 
ffi/r hafmt mcegtvlitc \ metodrs aml e>nfjfa boweist Unterordnung des 
vorangehenden fp/c, da der buuiitstub mit der höher betonten b«bung 
reimen musti. 

Aber auch die übrigen pronomina werden od genug, vr'ie die pro- 
nominalen adverbien, über die nnchfolgeudcu bogrifTsn^rter durch dea 
reim emporgehoben, in viel woiturein umfang, nU unser Jet?! ■ ■ :-rh- 
gefilbl die rbetomebe beluüung zuliLä^t. Oio neigung der . ■ <\en 

Sprache, die sicli hier kimd gibt, but bereits Hügel (Cber Otirids vera- 
hetonnng r 7 Tg^.) eikant und nachgewiesen. Wir finden die durch 
solche betonung bedingte alliti-rutioii d<«r proaomitiii auch in ersten 
halbverse», wie Bw. 2&32 nticer timtfn. Tlifi 'piegean ofer \tA niht, 
131)0 J»//x dörfor \\f'r (Jt;ij 711 fordtni mt \\im noidon. Cr. l^Ui wlM 
jHtn- Vi' in't mt'njoii, in dorn refruin |hw oßreodt | p/,wßs auä imrg io 
des Sängers trost' and, nicht so berechtigt, in dem fonnelhanen m* 
^thii da-fff 1 [»».or,« tifi-s Hw IV»? 790. BOG, Howie Hol l(i(»ä »u Hi^m 
dagim \ iheyt*ö lit^M: aber aie erscheint doch hier bei guten dichter» 
nur Hüllen. Ihr eigenüiehes gebiet i<it der rweite holbverti, wo die 
metrische eonvenienz aie mAcbtig fördert. 



1) leb kuia micb nJcbl entjuIiUfUMeQ. aanLnrriu „Tioar* Kldtr«" xti «{tfanii 

luchtcnd fHr wen*; il-'« m ■ ..•nnu 

□ieht nodor^ nU „><'b wiirdr teuer x^navt-" l>««s ch nbtr nh'Jjt cinu klAffc. t-ondviii 
uin tp'-t". iii- In fi.r ,.\nt,h jinilcrn int, l^bri'n ilwb vv, a*- 43 xur ^tnh^ 



.Ko AMI. ruuacimT 



.11 



1) Pronc-mtoi inTMiiale. mu- vor d«m Torb: m/n rostödr Bw. iOBi. 

ptct hit: m<* Ji'/yon 5Ö3. /iv Jiü lU'* stahUst 1182. AjJCi «cö««» 2074. 

•pirf ]>? tmfioH 3GÖ ^ört ir [k jniA/<t 417. ic In* tiit pä 426. W/am 

^(' nw /tu €u>7. potiuf- U(* sy//« ü(i5- N<5 /r /*(•«»* Ii*w iciAtlc 543. Mr 

v''f in! hiihhiad Üel. 3244. »K ^f (an Ulf t^kulun 4421. 

Posacssiva: mi» rf^cruic Bw. 345. m<iio tfefräfge 8&f. 1956. 

tlrifhiiiFiiröd Cr. lOH.^, y»iA |Mjifio sW Bw.;i5H. \nnrn tt't'iht l<i73. 

Sf» /rm 11)34. nis Jxtt (*Öuy7' ^itt 2532. hrvaitd yi an uiinMrHu 

1(0» Hei. 1803. M^ßcH 'AcÄ sJ»«;» »•;*«« I33g. siniiH worthtn 183». 

3) Dt^tnonstnitiva: o» jwi Äfa//p Bw. Ift7ö. steiler {yi) ddgorfi 17(14. 
feöda 2i»3;j. o« priiH ^/^a;*- Cr. 1O07 1372 \iiss/'s lifi-.t Geil. 1120. 

2460. /wi A'? yam wotulii 1126. mm tht^/ui fiatjt H«I. 24o8. 

4) SousUgi' prouvminu: Ktfme uvri/c M Bw. 2156. »um toMbora 
STSOS. «tnii; tCtcett Goil 540. ^wylccs tjcmotrs Jul. 426. ewrft SH#mi 

r^fjn Hei. 57ti2. sä (hat iii mak Anlg man 2530. Dor nnbestimte 
rtiktfl: //er/ «•«•» Am Ci/nttitj Bw. 1885. 

Oimz uum'tglich ist citie solche aUiteration, wie sie Bw. 201)3 
f ' --:- 'Vft. vrirtl: if/la (jfhu'iflcfs ] ht>Hr//ffiw f'orgenld. Hier sowie 1541 
<>-tir mit zuvorHicht otutlcän zu lesen, watt ich in dieser zschr. 
8, -114 fg. nur ttutiiciioti' orkaiitö. 

W>tin rwoi prijiioniinn im selben honiisticti neben einnnder stchn. .so 
«Istiä eine« vun ihnen nutwcnJig Jen reim trugen niuss, so solle uau 
d«nkeu, iluds fUr sie das gceetz anwendung ßnde, das fdr zwei noraina 
filt, und dem euisftrechend liest man lerm gchwieper öjinnn Bw. 814. 
f^fpt n<tTtig t'tder (>r. 324. Anra gehivii und sinra grhwilc bfiufig und 
tue anders betont, x. b. Bw. 732. 784. ponne p& for u/tc ln% R d. S. 87. 
/All ^mg thcro Hei. 1*23 ; daneben aber AiVe tu-lfre shh« Bw. 1 1 15. 
sw/z/c KP Awum Cr. 2i>U. ßistK Vcan Jn-etii Cr. 570. ac gif hhra 
inig Boeth. 28, 75. Otut ik üscr bctheyo fader Hol, 5038. Wenig- 
II vor seif ik and pronomrn solches genichtos kann die tonloxigkeit 
I« personal- und demonstrativprononis nicht (iberrascbeti. 

X. Präpositionon, Cuujunc-tioneu und luterjectionon 
[Can«n in erster behäng: des ersten hnibverses mit alliterieren: midpfi 
Cr. Iü0!t. 0/7/"«* ^iVe 1076. of hgni xdchoft UH5 of pAm 
tut 1602. ^ferptX A'fr/> Jul, 75. Ka wird sich später aeigcn , wartim 
li- '■ t ' .*.re ?.ü betonen mid pij nil^V/- n.Hw. Naoh solchen 
II darf man denn anch wol Bw. Itißi ac tm t/rät/c und 
pc he nid ftfim rri/rmc ßprecben. Bor tonwert des pronomons 
't'rhs Ist so gering, dass or von der vorangehenden 
II- . '» «rrdoji kann. 



n 



itututut 



Ks veiMiciii .su-ii sjiiuch, Juss Jio partikil auch ulißl 
reu in fXiivt hebuiig lios ersten hiübvöiti«» stehen kann: /ifH fti äc 
ilan Bw. 1H76. vA ßati midan Cr. 352. uW />') iiieYi/r/c 1-1^3. riml 
pimt: nnilttn K»l!. für päM wui'rle Kr. ill. tjfh pii nüfas (iuthL 20. o« 
/«ffi ^Uuiiiiä Bw. :;036. uw j&o/w midäcl Kl. Htil. /u oue,»äaHnc Wd, 
d. Seh. ao. /«' ^{i8<M>»He Cr. 930. t<l pAm n^itsUm Guthl. 41ß. Hfi/Zfr 
gC'm»u Rät». OU, 6. ni* Üwji thMi/u/ics Hei. 4^61, an thrm höh» 
U08. Htid hn 9amod ötiU?. Noch oiibekunt mit den hetonungdgo9C}t7.c 
hubü ich lien beweisenden f»U ta bt'TU-unut Hw. HJOJ in dieser uei 
3, 391 mit der uiixuläüäigen ertfän^nng [thüil] tö ftctfct/nnf, den 
audeni prrt st ntf^ni^ i*087 mit dev wenigstens unsr- ' '■ . ■ " < ~f 
ht'injgeuuchl. Oogcu die betonun^ iler paitikel auf . 
folgenden prouuuiens iei »odaun auch in ßlllou wie u^fm M W^^8 rnnra 
1353. nytiitan he o-ftvr dc'uli'. Ihr^^. gif pat tjef^augfit 18*1*1. prtHfcn 
M und yfttif 3IJ33 uutürlieh nichts einzuwenden. 

ßH ifit endlich auoh kein gruud vurhandeu, nanun tlie präpu«!- 
tiou. wenn ihr nur ein pronomen t'ulgt, nicht tu vrster hebung aUeLo 
die nlliterntion trügen kdnte: und hio ponuc ttflvr film Cr. 322. att 
»fivr pi/n Plioen. 238. nis aiu/rr mv Käts. 41, «G. tltat w^ ^/ 
Ihi Hol. U26. thal ik ifn than uftar thiit 2756. Der dichter dt 
Heliand erlmilit »ich dief4 inirh dittiii, wenn unter dun unbetont vomu! 
gehHD(1t!U wortt^-n ^ich t^^iu verbuni beHudet: Itctjau imu uffnr ihm 23Ütfi 
that ihii liwst a//«r mi 3074. Ar grvtta apar tt*« 3187. tlUt gitf 
tkftar titiii :nu«;. ht: ni Ihurfla imu ihn affnr thin 32ou. Diene Hkll^ 
finden sich ebunbüwul in zweiten wie in eritten halbver-ton, woruuii h( 
vorgebt, dasa nicht etwa das verb als urete hebung iw butuueu ist. 



Drei werke nehmon in bezug auf die I' o iMm* benQii^ 

dero stellnng ein. iu ' ■ " ! '" ' ■ '^obi'-'it'juui-' üu UL'r^uug den ul ttfi 
gefOgea dtr st abreiiii'l i 

Bei dem tibersety.er i'< i iuH gt^Hohicht dies nur er^i da<lurcib, 

dftss er von freiheiton der bctvnung, die auch andre nicht ventuhinQ- 

hen, «inen rückhaltloseren gebraurh nmiht. .So inshesonderp ' ' 

erhebung des jironoms und pronüiiünaladverbs über uachi 
begrifr;»wort , uiobt nur im zweiten, «onderu auch im ersten hulbrert»: 
t. b. puHw h*^ wiU- 211, 72- m1 /((irrt «t' sleorra j (jtvXgan mir (micr. 
siutos yf.tliijun, um aut statrra zu reimen), mw töhopn Ja, Ui. i'«f 
mmes ywirs 25, 5&. htifttc htiUt ttä 24, 64. hü titime steorrH» 28. :1J. 
*iiiHr. WrwUt 28. 34. giM«V u*\ flw .vpp/? 25. 1. <" 
, Li-t : and nhnr ftchitu üuch in t-rsti*r und zw>'it- 



fvi) AM wmiPiraf 



f-*r" ^T gif \>eft nrfrti. | ]>OMin£ A*VJ wdrre 20, iüU. «r hiV* W 

, ■•« liyrr ,sf7/>r 2(t, i;!*', HutttaH |iji |>OH»r | |»t>«c «;> ähafasi 

hotAuu yinac iltU , \ \touan an t'jnhuj 24. ;il. Hieittli ttchliesst 

tiob «oilnon die erhehutig der purtikel über naebfolgeiides proQütn: A^ft- 

' Jtis.^Hm 3t, 17 nnil veftrr päm '21, 'Mi, nber Kclioii auch Hbt^r nai'.b- 

folgeiiJt« begrifläwoil.: tx^/frr fii^sum W/mtik 1"^ 70, pA/« min (/»yÄ- 

<(fff 4, 5a. 2<N I. 

Schlimnior sfintligt lier djoliU'r tlei« Hyriituoih. von »lern wir 
-(linri rfulien, «iasa «r neclis mal aul ;ii>ü vPise (law gesetz des haupt- 
verlctzt Von diesen verl(*t2ungen sind drei zugleich solche des 
in- i: hwtfrf ynj( folc t^tjt^ 15. 9f W(es htUen WulffUiin 

lit ■■„: r.Air.uvcH MHH, und xuni HowcIho, duss man niidil btirticb- 
tigt ist »c durch ciucndalioQ i\i bc»citig(-n, koumien vier in t*räteii 
hfelbverae-u hinzn, drei nilmii<.h der Satzbetonung: ^^ferrt tmU HinccHS 
' ■' -ff rtrtrf yS'iiJf'yii^r IK3. sriUtlnirtt ftihrtKfn 242^ «ino dev 

Der üborsotzer der Psalmen vereinigt und tiberbietet die sAiidon 
ifecr Uidcn. Er r3nint erstlich der partikel, geschweige dem pro- 
(ivui und prorKiminitladvurb, uugescheut <{&» tuchi de^ begiifle; Wortes 
Bin; WtVY HHitoiävtn 34, 3, I. of /Aihthnc 67, 35, 4. mW On Cant- 
pot'Jttcti 77, 11, 3. 0« /f^t ncc 1^, ♦', I. ue huji tj'kl in p'1 t*i\ U, J; 
xweiltrnä nchUjt er unlvr dön bügrilV»wiArtern »elbst kein genetz, uus 
(lani die erhebuug dos rnuen und die unterurduang des andern folgen 
mi I fi"^ pin ftgtn ^od 59, lU« 1. and Ic äpcnigo väc &9, 7, 3. 

/«»Vi.. H-./.t//«/ fil, 8, :i. Ali jförf i» dre god 72, 1, I. /t/sorfp mc jM 
72, l| 3. «WÄ pumurwir nt-c/h 7G, -l-i. 3. «r rtii /sjVM'i /wh-^d/«/«» 
80i 11, &; und Tolgereebter weise auch nicht dats gesetz der wortbeto- 
ODt ' '■ '<>mp03iten : hcnl<i nie ItcrcwrUfmunt 34, 3, 1. on »ihmr 
g- ^, 1, 2. atid g»': onfnl nu^i/tm 81. 2, 2. Hier ist die alli- 

leratioo in der tat nur noch ein unverstandncs altes herkommen, das 
in ganx tlus-erlicher weise fortgeschleppt wird und besser ganz auf- 
ae^i'U-u wfirde. 

i^a d&A alter des Boethius durch die regierung^zeit deä könig- 

U- i '^^tzers, auf dessen arbeit er beiuht, rückwilrts wi^nigstens 

'' . u und d:i da» gcilicht über IJyj-lituoths unglücklichen heldeu- 

ini friischesten , nnmittelbarätcu eindrucke des nreignisses, also 

ir ' Ibst verfaäiitt ist. !<o wissen wir damit auch, dasä die 

]»,:.. . ...i,...,,t :.,, i(», Jahrhundert bogiinn und wie weit 

I). K? kann nicht verwiuidern, wenn 

auTlüsuijgftprocetise ein con bestreben sich beobacJi- 

,, wie d»>nn die verse der ant^t.'i^'ucitrfisöFen chrouik zu V3H, 



34 



*J7S, 'Jia uiia uoch m 1065 vfllUg tadellos g'ji ' /iii 

berschftft des eodreimea büiffibreode U'nJon/. .'-u 

Versen za 1036, von denen nnr wenige ilem alten princip ent^pm^hen. 
anfä augenfälligste zum vorecbeiu. Wer es unternaltni. tWe metr» üi« 
, Boetbius poetücb widerzugeben . Terrät scbun durcb dies Idossn uul 
I Debmeu, dass ihm das recbte knntitgi?ftlbl abbandnn gelcoinme» 
Denn der mit; dem Stabreim einmal unli'yalicb vcrhundmie pi> 
war durcb die nainr des inbaltcs bier unsgesobloasen. Er >v.t> • v. 
fillr den rertaHKer des Byrbfcnotb, mid dennocb ist ibm dieser hcO 
halb entwachnen. Jedes bestreben ibu festzuhalten fehlt bei dem t\ 
setzor der psalmen, der mchts als ungeschickte prosa ohne ; *"■ *m 
in den alten metrischen rahmim itwingt DasH er im H.j.. vi 

und nicht frQher schrieb, darüber wird man nach den erwägungen, aoT 
welche die versknnst fQhrt. nicht im zweifei min, und a\c\\ nicht mit 
Dietrich (Zscbr. f d. A. 9, 'ilt fgg.) durch den blosseu umstand, daiiii» 
er das wort hopian nicht kent, zu einer früheren dutierung bewegen 
lassen. 

V. Von der cKsnr und dem rergsohlass«. 

Die metrische pause in der uäsur und um Schlüsse des renca ist 
{unftchst durch die syutakiiscibe pau^e bedingt und wird in nnzftb- 
Ugen ßUlon an ihr erkant Ks ist unrichtig, die syntaktische muu«» 
flberhürend den vera vor oder hinter ihr zu teilen, i. h. nü ic Vit 
per, %ecg betatn Bw. 94U. vxtvrda »^emundc. \ mtegcmtrcnffo. stöh || Uii- 
deitiile^ 2678. 9:dleg6t^ p6m pc rr 1 his tlne furteäs 2861. ICs bleibt 
unrichtig, auch wenn es um einer Verletzung der betonungsgesetze in 
entgehen notwendig erscheinL Hei. 3'>Gd lesen wir fi^tan »nihm itti 
firihd harn \\ sattcte Peter: obar thcmn si^ne skai man mhuiii ^ '' 
Ufirkean: hier «cbeint die teilnng in der MtTpause unmOglicb, w« i 
nicht über das im selben halbverse vorangehendo si^ne durch die allit^ 
ration darf orhobeu werden, aber gleich unmöglich iüt die teilung imoll 
st^e. Ks bleibt nur Übrig zu vermuten, dasa der dichter gesext luiba 
wncle P&er: \ tibar themu skal man tuhtan »«/# wirknin, indem er 
aus dem eigennamen den begrifl' stein bereits entnahm, und dau sh^Hf 
von einem mibedacbteu scbreiber der deuüichkeit wegen und »-aH 
geschrieben steht H sup^r hatte petram eingeschoben worden »ei 



_ 1) HiPT iet nicht die teilnng hüitär »/iW, «oodern du^ von Biij- 

4|^ehr. 4, 31U f^.) ftir mCi^rlicb irchaltuu« kumma vor il6h vom Wiftl. Ü^i- W 

ttßh und nach hih'- er ^«dachUi ««lue« nUiuiu. «^tJuM uük 

^ftiiKi^r krjft, mit ■' 



iXjÜW CSD UM. VXBlKOn 



8& 



Mm durf jedoch Dicbt Qberall eine satzpause vorausäetzcu . wo 
' inen ifiti*r|)mipiert wfinle. Ein sehr kurwr 

tu-, --- -.-. -h auäföllt oder doch kein ganzes in »n-sprach 

Dinit. fQllt mit dem abhängigen odernehensatz ia eine betonungstuo^so 
X und efl ^ird dann, ebenso richüj; yrie hJlufig, erst inner- 

h,*-. ■•■-.■ Jutztcm gHteill : h^nie ir. pai hr- Jiüm: htütl^firah \ Uj^ffrh gcsf- 
aiitf Hw '»IT** ft' QU'f'f fi'' thal ös/nna \ &« skoitii skituni Hei. 589; 

y\d narh dem d^n mU erÖlTn^'uden fragewort, dessen prolclise 

1 wird ind*>m es in hehung tritt: »> «« irät hwiäer\\atol 
ri ffhiäfis traJt Uw. 1331, gtf »V wistc hü || wi^ Jutm rw/W- 

tnm I ettes meaMie 3519. lCnt«<prechend bedingt die kflrze d<^s abhSn^ 
t" ' : nebwnsatzoj* die teilung inn<:^rhalb de» hBiiptsatzes: ic pf 

>' ' grhfrtiiinn \\ fixtjde, swfl wit funlum sprfrron Hw. 1706. 

»ud in bticftm Aw (| WMmiw, pä W worhte. \ on tjcwritum e^ited EL 826. 

Können auch haupt^iitz und neberisaU, wenn beide vom knapp- 
»iiid, d(*u rahmen eine.s halbverses gerade auffüllen: »legde 
H' Bw. 60. pii ycäst gif hit is 272. h^Wc se pe wilk 2767. 

k^ W'itr r.f hfi moti Hei. 221. quAdun thai sie wtssin garo 621. f^* 
tmtt /'' ""■'■ ^e* weWrt 269ft, Der lezte dieser halbverse würde sich 
im K' .1>> nach thö t«tK-n lassRu und zwei für einen darstellen: 

nnriobug aber teilt man hinter tho um das hemistich thär hi Wfido, 
mt hin wuAttirtnr^i zu i!;ewinnen, da in dieses die wirkliche syntaktische 
jtdUM] vor der ap]>üi^itiou mitten hinein füllt. Ist ein satz, der keinen 
btlbvcnf ausfüllt, i^ugleich ubhOngig von einem andem, indes er einen 
dritten rt*t^urt. . S4> wird Qbt<r den punkt der Ufilung subsidiarisch die 
«rt des logischüu vcrhältni^es euti^cheiden. Der objectivsatz ist z. b. 
«&g«r ungeknQpft als der consccutivsatz, und man darf Hei. &9lü un/- 
UJio» (^' 'jiWm, tUat hifi icissa , (hat xkotda eft an thii \io}ä kvman 
tii. !.' v..r .|eiu zweiten, sondern nur vor dem ersten that teilen. 

I eines puuktes ist hier zu gedenken, Ober den man nicht im 
lUiklareJi win darf, wenn man fehlerliaflo cääuren und Tersschlösse 

V- '•■' ■ "■'! I>as logisch zum haupisatz gehörige und zu ihm con- 

"■ liiale oder pronominale beziehungswort des nebeusatzes, 

li Ibeii unmittelbar vorausgeht , liegt nicht diesseits, sondern 

" ' ' I. die den hanptsatz vom nebcnsaUe 

luasse nicht des erstereu, sondern des 



ymtn* sn^'tr". 



„'esdieben, da8f< das comparativiiiehe adverh 

- mig des ilim folgenden relativen thun, ags. 

iictiou wurde und mau kQrze halber prius Rlr priu»' 
ÜtR gleiidio onfcheinnng liegt in dem »ga. stea für tnca 



ae 



aumKB 



piet und in uiisorm Utäcm, yiachdcm fttr m rfcw Jrw», ««rA ^/fW //hüä, 
xoluHij, .sfihahl (in .•iolantf »Is, sohaltl nts. Tr&lirciHl iii' ' ' m 

so liass die parÜliel duii tüii aui' siuli gezügou unJ : I- 

ton, dos bezieh luigsadverb aber im tou geHcliwSabt bal: iiiicb diAi nur 
folge der gleicbt-n iir»ache Nur s« erklärt sich auch die vm m 

dos t^- au der spitzt- dos vt'rgleichmif^sutzes , nuchdom an i... 

»atzo bereits vorgekommen: ihai he ni mösta h' thU Voht Ai/i^fmu ^ 

iV thttn im (hr wilfra gistodi llel. 47tl; iüvi'w die ganz übnlichu wirfl 
holung dc3 domoiistrativprouoms: and potic mäitduM byrcä \\pof*r 
pii mid ithtc I rdäan areoldcst Bvr. 2055. f/ixfthuH Ihena w Um 'Man 

fhena the fhr döä fortmm Hei. Ä217. jak so sama thrro Dl' 

tftero thc ifio maimo him] gcicHnnttn 4409; uar ho, 'i '■ uim 

gauze bt^tulätiobien zwischen duä iiemont;trativ und das - ^ , xu 

dem ('S cunstruiert ist, sich ein»ichiehi'n kdnnen: hord*tnfnnc fftt^d \{ ct^h} 
Uhf^ccuda I (ipnjc stotidfWj \\ sv pr: hifttiende ) htonias .-trecd Bw. 
tfuU ward thäi wmtdro crist \\ thcro fhc hl thär an tiulilüa — — 
di Hei. 2074. nericndou Krid | fan ^tuarcthhut^ \\ thena thie 
i^uclidun — — Jndto | iiudi Hei. 5821 , und dass das demonstral 
uelietj al gebraucht wird ohno nach dem festeu gebrauche zwiscbi-a di( 
808 adjectiv und djw sub^hintiT gewozt zu werden: alhro harnt» hr/- 
*/« I ifAfiYo tJif gio gihoran wuräi 836. 6369; soiiaun der starr k 
dene gebrauch des gen. plur, demoustr, , bei widcbem die conutruijLm 
bedingthoil aus dem baupiaatz.o gHnx fehlt: 1*^ mUv. fonweafh \\gfta 
gffrdst, I pAra pe pth- gtJrf fontam Bw. 1122. %dläce gefc/ih. \\ rntttjett- 
hytitttiHf. \ ptha pc he htm mirf Arf/'/e lfil4: femer die duä rcl 

unterdrückende alimctiou dea ntdionsatzes: Im7/ fir gvncM 

Mäforde (Mso. -es) || pam pära mädttui | mundbvra wtes 277d. /Mw 
moHUHt} fht' hrr XSkinviiiton slndun \ tlwro «ü urular thfjtarn mitirgi 
siandid Hei. 44li[; und endlich der Cibergsing do» denienütratiTs in -Ü" 
conskmction des nebeDS&tzetj : pegne monegum \\ me pr. tefter m'Nr</'< 
rm wfan grtötftt Rw. 1342. 

Nach der aualo)]ne diciier beiitpiele ist also nicht nur ^dhcgvtepi 
pe Ar I his Hnf- forlms , jiondern auch ^thegifr püm \ pc <hr A?« t»/iMt 
forletU eine unzulästiige tcilnm;, und e» sind danach alle IUIIh zu bottr^ 
teilen, in welchen pin zweit'ol, iiuf welche seitc der metrisohcu i 
da:-i btmchungxwort de» ncbensatzes gohOre, überhaupt aufkonimfin 
trdgOti nf giäorstun \\ f.r ihnn ihn gihüknida \ harvürüig gunui \\e\Ab\ 
hwö hie thnt giwtrkip t fhan htrig thiv hir nn thrsum vtirnhli d 
ni witgnn uuva wtrX- wihl || hiholrtn undit» — — || fhau »« • 
thitt hurg Hi tätig i;i9:t r6uiAdUU refUa I hei than thir rtf>rt»* tun» 
3»o:t endi w Ulttid fhfit mehtes tciht \{ foltfvn an iumm t&h*H | th0- 



r^A/iH H/i wili Ifiiti pulf Jifiuf-floit '\ /n^4 ffc him 

>H Üw. TIT. <•/«(.' gt^xtduti I t'i pft-a /»■■ eoW« W<w 

hringaji ri/Han l'JtW. 5*1 skal ailnro trlo jfihuffS || WcrJb 

I iriif«r 'Am /A^- hi fhüiti mUi fford frumwiti Hei. IS3*i. A«J(rt 

'ti' iD'MCn' i/ti//» ; (w tfiiu Ihr ik h'httnnki \ i/ehfiiö» möti 'Ä2h9. 

fd«M »Ml HiM^' niaiiag \ te (hin tJmt sin U tti sagdin ford 6684. 

IC wundifrmöjMum \ potitpe htm Weff^h/teö geaf Hw. 2173. wolde 

' ' 'X /«■ Aiw 0» fiWtutfütr ' f*«n' grlKÜdf 22!)-l. inntttta 

w/ mirf mutiflutn bruaHd 14Ä1- M«w wIsÖä^o» ] //«fro 

ttf ^16 au ihe.'ut werold quämi Hei. 37K7. Wo indes die relution nicht 

■ ■ ■ ■ Jii\ Hon«lrrn ilur.:h ileii «rforilerliolien t-asiH dos 

'1 ^ ! -kt »lo'l zu "üescm das vcrb im entsprochen de u 

iiaoienis constraiert wird, wird niau keine altractioii des bezlehongs- 

Mf-n . soitdem teilen managa .*inrf then) \\ thm icillUul 

it'ijan 1916. 

ßn mbs.ieii übrigens aa^Dahineu zugestanden wurden, die diidoroh 

dajis da» henphungswort de» neheasatzes eine functiOQ im 

hnt. dnrcli deren auitbleibcn ein in ihm enthalt^DGr begrifT 

wilrde. Lesen wir Hei. ■12*>0 giwf-t tma fhö tluä harn godfs 

- ^ihiitiia II wAä naJdun er fhau thtu samnunga thnr \\ an HierU' 

:fa(tm - — «vrrfoM sktJdii , so würde eine teüung vor «5r bis auf wei- 

t«re$ die vorsteillnitg bervormfen, dass Jesu>< in sechs Ugcn nach Betha* 

■jttu ^qrungen sei: nar wenn man nach ^r teilt, ist sofort klar, dasa 

ii" '-r. soiuleni von cimrui /,eit|iunkte die rede ist. 

' ^ -: t«ilaa<; bixi tfui ^nig \ thero thf k^- dr teäri, 

-rcehend staunen über die atiKurde frage ,.bigt dn irgend einer" 

In andrer weise wider rt^cbtfertigt »ich die vom versmass 

(. (eilun^ ti/fs .<(■ tolcKffmng \\ ymhesittendra \ te^iigpära, \\ pe 

< nwn I Knian Horstf- Rw. 'J734: pära ist hier nicht das bexin- 

des relativs, das sich riebnehr wxi ttnig bezieht ^ snudern 

*" dem »om beriehungsbegriff abhflngigen geuetiv. würde 

gi^teilt. so wäre es ullerdingä dos bczicbuugäwort des 

D&mlieh eiues jener constmctionsloii dastehenden prlra, ICer 

' ' 'i*b»r. 

Lissang der metrischen panae durch die 
\TUtakti?che zo nagen. Wu nun versscbhas oder dlsar ohne diese ver- 
'-n wh; eintritt, fragt fs sich welches andre priocip 
iiCidet. ob fin wni-t <|tMn viitangebeodeü oder dem 
rendeu hulbvcrs angehöre 
fT' eine« nomene fntsU^lit -lit*.-ter zweifol nur selten. Er 

dadurch ausget>cblosecn , ^a-^ dan noracn dorn vorher- 



33 



geheniieu halbvprse, als trägor der xweiU'ii tiehung, 
8i;heu roLlBtäniligkeit üoiwcudig ist, sollte u» auch mit itti . : :. '\( 
den .illiteriöran , wie Hfil. 1.5 fg. efäo Hwär tJtiu iirerold tiUtar )| «kN 
ftkohli; odor duss es vom uncltfolgooden halbrerse als trftgcr der alUl 
ratioQ gölbrdert wird ; oder das» es , dem vorlierf^ehendeii zwnr entbeh 
lieh, vom naclifolgeiideu dundi dna btilouiingHge.setx zurQixkgewiefeen wti 
Dies geschieht aber dann wenn es nicht alliteriert: es kann ohne /ü 
alliterieren den halbverK nicbt liegiDaen. ßs bleibt dnr fall librig, dt 
dus nomoii jedi;m der bmdeu halbverse entbnbrlich, aber aueb in jedoi 
zalSssig isti im vorhergehenden dorcfa granimatisohe vcrbindtmg, 
DHcbfotgendeu durch alliterntion. T.esen wir z b. Hei blü tiot 
eoituhimta nütUro an iru Viroliii, su int ilie teUung uacb fffitUro rich- 
tig, nur nicht sch<:in; aber die teilung vor tcititro, die da» eben- 
mass benstellt, ist nicbt minder denkbar, Kpine wähl •/.< ■ :;• ■ 

gen ein fall wie thes f^odeti barum icuni ti- ijttrummu-- . :^. . 

tevrä te ffefrunimiefmc bt ein uuzuljbsiger halhvers, nur W/n/ tc 
gefrummienuc erlanbt Ebenso wenig hadet ein zweifei räum bei 
HuHiötw limiiun ('arliwati t'ikeo mt'sta. 2^L Ig. ihts »iotcahiou krtt, 
hihtg fati Uimih 416 fg, ailoiuaht'igiiu ijod swUto Y(t:niliko, K7H \ifjbt 
nia is giiiähul mniino harnun: es kann nor noch, nicht vor füfiiicaHr 
kraft, goä; girniJiid geteilt werden. 

Häufiger kaun mau ^r-wolfelu, auf welche aeite ein verb ku wei- 
sen sei, da dieses auch ohne zu Alliterieren den halbvers Itegiuneo kaun, 
ffior argiht sich das priiirip für die teilung yleichwol selir eiüfaib. 
man einen syntäktiachen grund zum pausieii'U nicht bat, m )mUAiei 
man niolit fVfiher als die erste hobung des nächaton halbvert^s alol 
ankflndigt, »ei es unmittelbar vor ihr, odiT vor der tonlosen eraloi 
silhe de» Wortes, da» m enthält, uder vor aolchen unbedingt prolilitl- 
sehen wOrtern , die sich durch keine pause von ihr tr enucu lassen. Miui 
hat eben dann, aber auch Konst in keiner weiäO. einen melrtschoi 
grund, der in ermangeluug des syntaktischen die pause rec''" ■-''■'*" 
Weite man sagen, auf diese weise kt'lnteu ungebübrliob lauge 
entstehn, so hOrgt dagegen allerdings« nur das ohr de» diuhtars. da« ja 
möglicher weise seine Schuldigkeit nicht tut; aber mau geilt in ^ine 
unkruititleribchc wUlkiir, sotiald man sieb orlauht in ^olcbiim fall atiHi 
geratewol das metrische gicichgewicht herzustellen. Man bat also 
teilen: Ayhuf<e{tres »eeal \\ sp«ir/< scitäw'uja Bw. 287. pä '• 
we6lä i fi>ke Denitfa 465. u$iä im ^wi/ödf he6lii ] i^iNNr ■ . 
Denam eultum weard cmstttrhÜtuduM 767. sir pe manna «xtv ) jat^ 
i/vH^ strengest 781». /«c/ ftis eaWrtt* fcas. ' - 822. yto/i 

öder fand \\ swfe gebundeu B70. tfiti pdra .,,. ,, .w,.v und wifa i>9^ 



u/n. Wh AM. f nsxticsT 



so 



rih ffitiid hü 



metirum ami mMmum 1047. nnstfimitm iveanl 
' .'■;;. üre t^phwyk 9C€tä j wrff gthUa» J386. drfy 
I dfwrc saWo ßeii. ia;l nefirjnia irotifj niotf |j görf and 
(hat wcrorf Ärfn»* fe^rf || uwhi thana tJah fl/n« Hei. 103. 
' sWfto (/*Aö/i II Hti-hTo hardf'iko ß39. ?Äy (lifhupi ifc iUat 
" fifum i Mcr gniujan -lOßti. Oll a^ür «ucb *^n Ä*mi^- 
I a//fm theoduH 3609? ich zvoiflo: durch die invereioo 
wird daß Vtfib in i^ißp art proklise zu ileni nachfolgeinlen üatztcil 
{^bracht, die durch d)!U vor» nidit gut getruut worden tumn. Ob das 
rcrb vor der metri^cben pause in hehung oder sünkuug »tube, damuf 
h'' ■■- an. Unter den gegebenen beispielen sind mehrere, wo 

m^ ^ -iiti hebung nicht zugedfehu kann; ntan betrachte zu ihrer 

out«r$idtzting folvamdc, üi welchen die metrische panso durch die sjn- 
bakbütht* /.iNfüfUos gegeben ist: pfgn n^tk bekeotd Bw. 494. Xeokt 

«»'* '. dmca mordre siwfül B92. huttn stürme weot. 1131. 

1l!^ ''(/ 1214. liond suk'ng€ tie oßeah 1620. gm/« ic Jtanc 

ttecgt 1997. ^etst ^rre etcom iOl'A. 

'■ 1 bei Uli gt-MchaiH eben dichtem, häutiger in dem wortreichen 

H> i'k't üioh ein advcrb in so /weiIeJhatler hige; es gilt dann 

ditttielbe erwägung wie beim Terb. Also su-ylcf ht prtfitlicöst 6wer || teor 

imI'' Tlw. äößO that thti (hinan hotdatt skalk nü \iiHon \ hwcr- 

UüJ, .,. iiel iti'2. UiduH iulda tkö \\ the »Ido man rm Ihcm a^oAa 

492. Ikat Ihü that Jjelaga harn fft \\ le themm laHdsh'pi lüS. ih« 

tkv7> wihas Ihär \ •nardön skoldun 814. hi th^in Vnm thö \ lindi tcän^ 

dun l'Oi. [Hu ^ac'bc wird nicht verftudert, wenn es zwei odt'r gar drei 

adverbien sind: yiwtliin im thö eft thafmn\\fon Uierusalem «32. ni 

tsvidn ttH is ^indiski thö nöft \ ia kraft mikU H40. ne wolda thero 

^Hdc6nö thtifi icni] \ irrJpcs hörian 3956. Das Bteigerndo adverb aber 

wird man. ohiu uictriHilie notlage, »einer naturgemäflsen proklise öber- 

|]MftSea: cndi an is hu^i thähia \\ sioläo ^erno te ^ode 336, obgleich es, 

in hebüug gestellt, sich reu seinem beziehongsworte durch die satz- 

paUi:^' aach trensfln lAsst: thö ward im is huffi smdo^^hiidi an h 

hreostun 473. Ebenso fidr ror pröpositionaladverbicn : man würde tei- 

'^ Ais e4{?MHr I pd'r an icl/it/tdr. obgleich wirf €/tgum jitBr on 

wie Ct. 337 zu leseu steht, oder h& ek^ityc ßter uppe sittad 

|8ht. 647 nach pd^r geteilt werden muna. damit das erste hemisticb dem 

,mass genöge. 

tri. .,Ms häufig ist der fall, dass verbe und auch adverbien dem 
len von zwei balbvcrsen als trftger seiner zweiten hebung 
noiwendic sind und aus diesem gründe Hchon nicht zum folgenden gezo* 
lyuL worden können: sydtUm mrett wearä \\ feäscwß titnden Bw. 6. 



10 

Hin /jßfip pe. OnWe/ rfr || montf änvfialde I0B4. ft»w« ük^tdin 
hitok sknban Hei. IM, 1«»»?^,^ ,*t/v>/.'^f || ^>d6$t tji-KfUilan M. 
quad (hat siv sliumo hifrott || «« h \n>tisi:rpi VAl. cmti thi'a w»i»'(/^ 
thth- II 2iir6ij; »u thmi pJda 'Mi2 Schon ilie analogie tUcser iiiUe 
«u gleicher liühnn'llung rlerjenigon, wo vcrb oder advorh ;nir mctrif^cl 
volIstAuriif^keit d?*; halbveraea, a« ilesstio eude sie steh», iiit^h? ■' -• 
lieh »iiid. V.i vt'n^Uihi sich abor, daas die gewohnheit mit i 
halbvors 7.a scblieseeu doti dichter nicht bindern kann, die rooti 
pause vor ihnen oinlreten zn lassen, wenn hih die allit*>raHf'i 
gondtMi lialbv^trai'K lieforn oder docli viTHtÜrkon. da die :ii 
ebenso gut wio die satzpausc znr begrOndung der metriseben |mit») 
diont Ebenso richtig wie bilutig sind liitbt^r talh* wie die (■' 
Santod refd(r;(fe \^ eodc eorla sum IJw. lail. stcä kiiic Xtfi-- - 
Wor/i/« Wi^ma ntn'tä 1451. <^ ht! Jtottf ^undtvori^ ' oHi^tan 
1496. of torttsch \ üt gtü^ce/t 2515. pe hm *" \yoriUiram \ äfr 
yeworhttf 271^. df/«w skoldi \\ yvrr/tnn im thespro yrtrofdi H(»l. 124. 
htoo 9ca if'O ffilöbon skulin |i haMft» thttrh \\Uttttan hugi «1(7. nrnidntt 
fdividi II ffio if ^-an daga 5Hü. hwan fr sca gisäwm ö^tawi | np M- 
äoinn 591; iinatitssig ist aber die teiinng tfmt tß theaoro Heroldes 
ford \\ skulHii mU ivti^m \,iQ2j weil ehtlti» nicht ullitoriert. Ja 
iilUteration beweist bei diesem verfahren HOgar melir kraft als die aatx- 
fiawia, die vor der appostt.jon Ktattfindot: denn das verb. das prAdii:i 
iire nouieu und das adverb * kanUt wenn en mit der apponition allil 
riert, ron dieser in ihren halbvers berQbergeMgen werden: p4r pi 
f^odau fiprgnn \\ s^rm, mhlorgefxät'ran Bw. Ilß3. /»rf /W h'f'h-hil 
furhcam , hrogde» mdt 1666. ic pia pd hi pr \\ äwrcec, vintnan f>--d 
1733. pä ictes »id rftnd numig || hafun, ttanda ftest 1S89. IM u:<nd 
sAn nßar Üiiu mnht gfides \\ gikMid , in krnf7 mikil HeL 192. j«VA 
mösUi ihi^na erto foikcs \\ giwaidan, Ihesas Ttfidon rfkeas 559. Vuii .-rtt 
ihat hcrhfa lioht || gtHßhin. vJnvhhxi ä637. s£ htv^ ii>^ that m^H fo 
Hd\\ gerne, tkes granton tmbtuim 900. th^ sprak r.p tht. \ande» icard\ 
auf(.rgin, /Ae godes sutiu 3248. ak was fhär frcrodf^ *r/J /,' i^ 'i, 
t\rlskepi 4237. AndrerseiU mus« man jinch hiobei eingedenk ' 

eine znmilige alliteraüon, wo der ver» sie nicht verlaugt, mit luicbt 
Überhört wird: z. b kwtgdtre V his tolmc fffrlft\\tit lifwradc Bv.wu, 



1) AIio dM |ir&(Uc«( j«dcr «rt, QJcbl «lM>r flnmir An^ dca v«iuk dir nypv 
itllloa rv^i>raiil>.' numon: Hmtriläi.ujn ] helft, h- \. llllB. »h Ar Tmi* 

Utendm ' \iii . HfucmUti Ili tu nv .HO iiiii.l mi^ulA - ' "lU 



.iMTRi IWft *fl4, TlhtSVXRKT 



FT 



im ^orcYi 1iorfil>ßi7i0heii dea allÜPriorendou rorbs datf gcsotz des haupt- 
hUiBm verlezi wnnle; oder (n:Kvi shui ä«) aj/«//? !j ^»nmn/) gi^htcifihimu 
Htl- 2*1)0, wo dub Ußvi'rlulliiiisiiifissig dürliigo lioniistirli if&tvfi shui 
dadoTcb ontstßndfj. 

Böi dwui prniKJin wird liic im wen (hing Jhh gnindtcitzi?« durch 
di« rücktiiclit boüubrüiikt. die man dei pr-iklitie /.u dem bo/if^hiingHworW 
«tjcheoken raus». Es wird beinf^ni eintUllon m teilen ftffr »vres ^uujhira 
/■ ' ■'» II cttnlsrrfFf'r Bw. i'aiJl : es wflre iindi unmr»(ilicb , weil 

eiji _ . , . wie bidi hpäter zeigen wird, ein unrichtiges bemtäUcb wäre. 
Aber nncb wo eine solche teilung aus raetriBchen grönden zulässig und 
wn nie minder widprNtrfbend ist sIr in diesem tallc, wird man «w 
ohne metrisclio notlngo besser niolii '/.ugctitolin: man wird vicimcbr tei- 
ItTi *nr.( pti muudbörn j mUiuHt rnft^o^t^gnam 1480 eVtrßHlicc \ fteora 
liv " 1632. paiJt Ju' Mcr \ Jiis etUthe gebohU} 2481. ftönne 

w* !i'h'>-'i' \ ihsum \\U'tfiirilp 26.14. <ind li(- aXtj^E \ of JnsnuM huidufwn- 
dum Andr. HH>, /»fit bc o» ^taUjat* \ his gast onsetifie 132r»; ne enrt JiA 
/ktM Wjfra ( wrfHf*/«m [ißyendtyt R. d. S. 52; endlich auch j^t/s dögor \ 
J"' T ' ' ■ '", Bw. 1H9H: denn prf>klitisi:b wird sidi der dem verb als 
*!■. . ^ 'terid« nomiriittiv di'S per^unulpronomens auch dann VHrbal- 

iob. vv^nn er von dorn verb getrcnt ist. Dagegen wird man, wo keine 
gr jf<i prokli.-*« stattlindet , analog wie bei verb und 

nd — i- . :c »nigra tmt \\ yfmna nc ytf'iuh- Bw. *J32 iUivalda 

Ik*s II gm/r furmßdc 955, Jm sc ^ndtin mec | ^ine ttfe 2131. ßeet ie 
hit mrifi [te I eß ffi^itpgdi' Sl.'i?. hü pa tok mUl him [ td^hde towehfon 
1i9A6. H'i/o kiautii itau ödmtm \\ nJudgumna unnum Hei. 223. vd 
shät thü yi-r '[ hii/f/u», hclat/liko 327. cndt traijöda sie \ tirmitltho 815. 
ntwan that siu Ttori te thiu \\ thuru kraft godcs 16; sowie man der 
nh ' ' ^ Tollstflndiglieii des vorangebt'nden balbvertieä wegen teilen 
n. 1 f^ai Jiter dyrne sintt \\ Ytrsun ptrs «' w^ne Bw.27l. gfn is 

OU ^ ^ II Ussa gdong 2149. htPcet hit a^r on p^ \\ ^ode he^cVon 2248. 
pf^'ik /.f' h^äford üs\^pis elf'^nwforc 2642. Ob indes diese teilung auch 
danii immer du» rocble IrilTt, wenn durch sie das pronom nicht, wie 
)n iHnt bisher gegebenen beiäpiclen, xum träger der hebung gemacht 
wird, uder ob das in £euku.ug bleibende pronom nach der scite neigt 
da» rerb ist, Ias»c ich dahingestellt: mir erscheint wenigstens die 
IDg Todrrn T^Alenti \ hit tm tihl gaeid Bw. 1655. pa:t pü a^ffi- 
In I A^ i-ft (jfMii'tUm 2592. f^odfri-mtnimdru \ sicyk'um gifedc bid 299. 
\rf> ' ' ;V/rtM sceüU Gen. 2350 als die natu rli obere. 

,'■ kann <ia8 pronom. wie das ad verb, von t^einein besie- 

bungsworie durch die metrische pause nnr dann getrent werden, wenn 
■V Ib bebuüg «itoht: pontie him gorf he^ra \\ ähia and <etwisi Qen. 1207 



IlÜMRIl 



Ortnjeil fii8sa'\ woruMtfr^na hnäc 1219. hcö yrffle hin \ tt''' 

1455. Ptrt ic monntim iuis \\ ndrc ijciäfstc 1541. fiä nü r - 

wutdorf'ifshu: vlif^ 2190. wj/rrf <xßer pissum \ \forfhictr 

tjcu>U fiii nurfienn pin |j fcorh Tuldtccgc 2509. /»«•( Ifif htrc \ fforvUt 

setfa 2648. Yiercpatf iö päsre \ heän bt/riff Dan. 38. ffif -r 

mt'we \ mihif gcltffan Sal. 251. trefra pint: \\ tOftcga.^ un ni' 

461. OH ^aigan hts \ iKÖst onaende El 460. sind in hocum At«' || mhh- 

dor ßA A<5 vcorhk 826. Uwtfi t^itiäati pd \\ ^itumas swä 

ped pä müsff. ytfS'fVn; tnhtcs \\ Melnces 14G1. ht him fiyfj ■__>t\ 

yicdon Ouilil. 113. m tot^ne pcea »nig | tfUa ctpincs Phuüa. 646. Mi 

ttuiff thär foran (nirf \ \\\cgnö ihvrh thni Wiiudri Hei. .1386. icas fhUr 

6k hi senPH | ^utuHon gihefüd .Mdli 

Der dichter dea Beowulf jedoch meidet mit fernerem gefühl dieae 
trennung, wenn das in hebung stehcndo prouom — ein advorb iö sol- 
chem falle komt bei ihm nicht vor — nicht /.ngleich allit«riert. Kr 
treot dahtT nieniüls durch den vcrssi^hlusü. weil da« id leUtc*r hdbung 
»teilende prouom nicht allitorioren darf. Er trent auch in der 
nicht gpm das voransteheüde pronom: Piti heö on imigne \ ooW gd^ß 
627 iHt das einzige äieherf heispit'l di<^^er urt, das ich mir Uumcrl 
hiibß; tccs pA muMlltora mmutn \ magopegmtm 1480 Ist triQlleicht ein 
7.weit4>s. iiber eben ho richtig liest man icf'^ p(t munUbma | m'mi 
magojiiignnm ; gif him jfyitlicu | |i*nr/' ycndiitr. 26117 vielleicht ein dril 
ti*s, wenn nicht p^alic zu jenen pronomeii gehört, dio anter BÜen 
umstJin'len ;itijectiven gleich wiegen. Dieser dichter stellt vielmehr cnl 
weder düs pronom dem beziehuiigswurte auch: far pun hw mirgt 
craß I minne aldfm 418. pa-t hi for muudgripe \ mtnum »coUh 06J 
gif ic tet \tearfe | \unr(^ scoldf 1477. siditan h£ moäsvfnn | nmi 
cAffp 2012. iö p<F9 }te he eordsele \ An»£ wisse 2410; oder er not 
bricht dio Verbindung des vorangehenden prononis mit dem bexichungv« 
wortu durch worte oder ganze hemitttichien : mittue geftt}raft \\ Atifeatdt 
gtfloht 255. ic pt sccat mitte gcldstan (| Trrodt nivd wif furdi- 
von 1706. pwr ivtrx mtiflcra fein \\ in pttm ewdacrti'fe | R'i; 
3231. ponitf niin secaccd | \if of \%ce 2742. mm diditin || Mf a* 
Xmäficipi: 2750. mhitu' hehohtc \\ fröd fcotbhgc 27'3t*. M 
zieht diu erste dieser weisen bei der trennnng durch die ' .: >. di4 
tindera bei d«r Lrenuuug durch den versuchlmiu; auch ist im It^tei 
falle die erste nur bei zusammengesetzten Wörtern oder h 
und geiu'Uvischim Wortverbindungen, in welchen duri '"■ ' 
sich uuklitisoU verhält, anwendbar, z. b. ^uitnt^m^ 
gian Bw. 2765. wiMt cttiufran \\ 4»c newic (iea. U73. ptmpn ic hci 
bog(m tl minnc icm 1540. Bs versteht sich von selbät, dian bfddt 



AXiTfl. Xjynt AOR, TBBtKnCKT 



4H 



'tmcli dPn ari<]i>ru diobtora gi'Iriufij; bühI, bosonders die zweite. 
- '' "M Jit-liiiud au sehr, da^ü tue £. b. unter allen hei Schmel- 
\ta Tc: a lallen des |>05t>e8sivB min Umal vorkomt, während 

die «rste sich nicht eioraal angeivant findet. 

TrRnt difl mntrisfbti paust» die attribiitivi' oder geuetivi-ncbe ver- 
biadung ein»» uuuieno mit einem anduiu numen. ^o kann es nicht 
ao^bleib^n, doss boble ulUteneren: denn dem zweiten kami der reim 
nicht rf*hl«n, Wf^il a» dm vurderüte nomcn iu mü^m halbvenj ist. dem 
rxsten niubL, weil es äunüt da» vuui betunungsgeüctii: geforderte Qber- 
genicbt Aber das ihm folgende nomen verlieren wQrde. Die beispiole aind 
tablfpicli: /utf hf linV/c/cx || mnnna mtpgfucitefi Bw. 37!* ic fvm Hige- 
l4ceTi II md^i Qttd uiaijii/>ctfn 407. ftut per.s ahitixan \\ hlöti<ie hfudufoinw. 
t>8fl. pomif hr IIr<it/t/«rf3 | hcordgcneätan 1580 icp^^Ascnda | }^€^/na 
hrtH^e 18äV. iiafmf yrhdic» j wonf on ftcdme Ex. 526. yiOHH« nd 
reA(i€ r<H n/iv m/fe Cr. Il(i2. uh^/ rm Jioiik ffüiigan \ undtcUtan swa 
ttmf |l**a. hi thirt »kat ik iu mi le wdrtiH | Wri/uft yibcoäaH 
Bei 161H. »(* «W^ thü ina an AeffppUoW latul atuyäeau 704. Kur 
d" ' -ten Worte bereits ein attribut oder ein (,'enetiv vor- 

an „ iyÄtereu also bereit» dpr reim nicht fehlen darC, kann 

Am» wort selber rcimlOK bleiben: Icöfes tnotina | Ik mll forsweaih ßw. 
?''^ ', desöolbon halbverses \c6fes nionnfs \tc vollkom- 

m;. ;- ..,;.. .:;-.liuldiijunjf verdient ml in \eöduin iven \\ Qrlvg- 

h*Pilf 29 m, wftil die rodLiisiirt tne in wen so gut wie ein un persönliches 
Ttrb = IC trriir ist, in welcliomder subslanüvbegriff gewissennaäsen ver- 
sinkt. Xur eiu scheinlNirer feblur i»t was man HMs, 55, :i liet^t: hOf his 
ägem {{ hrttfff hutttiHm up, denn ea ist kein austüüs dabei WL>nn man 
teilt hof his (igetx hragl [| hondum «p: weder wird die alUtemtiou des 
eri) ' ' I firttijl vcrnommon, noch ist hondum tlp ein unzulängliches 
bt Aber wirklich t't^hlerhafl und ein 7.eioben gesunkener kuust 

iit was ich uuB der Ounctiis verzeichnet habe: mon uws io tfoäes || aWiC' 
tt ■ ■ .ift wfiro nuch, wenn es glauben verdionte, das ein- 

iLp, ^, .: ort au-H dem ÜeoMTilI' tjemundc pä se gada , metg 

Ui^dce» Ibü: aber wer in ähnlicher stnictur sonst immer riditig 
sagit- iir hin,: y: uv'l'ftri \ metif J/igdäfXH HIH. g^pfttc wu, ae oidrn 
n^.,. , li-<if(itMC'i 1474 sonn tn^ sf mrfra | mtuja Utaifdcncs 20J1. 
- trOda I Tfedi;r Ofitlu^rt^ 2928, der kann das eine mal nicht 
&o geiehlt haben, und man darf mit suver^icbi wodegtt für g6da omen- 

Die unbeitimten qnautitätsbegriffe, von denen wir sahen, 
das« «je voruii>iltjhond nicht notwendig die alüterution an sich ziehen, 
lUA r9 uatflrlicfa auch vor der metrutcbou pauM nicht: and hinc ymb 



RIKOim 



Mthtiff (1 »ttffUr i4rinr R87. /»*■/ nrfffrr. Ün^ntM mA fSlä } %ryrn ^^ 
mrde 5'IJ. [lulüde <hr fela \\\iün<i(jewöta 1525, h»' mtfg \><vr fcli 
freviida /miau 1837. nc »^c Mcor ftlti || Arfrt on unhM 273Ö Ihoh 
Hr »i tci7?*r fafyAanäan filn || yfcndc^ an theiittro wöstunni Jlt'l 

DaK» flio mctriHche paus» zwischen die {irApOHitluD tun] uiioü 
casuH falloii köime, mu^s icb uucb tiui.-li Buggcs widoi>i>ruch {^iitm 
«sehr, i, 194) wemgsti'ns fQr Jon Ueowulf in zweiTel xiehmi. Ich xniieltfl 
tlarnaf nufmerlcMain . tlas:^ (Ins i'in/.ii;^ Immsjüi'1 Kif). rins in ä'u '.^ 

sich ztt tiudcu ycbi;int. auch au5 einem andiMU grandu uu.. 
"Eß gefrtfmcdc \\ mor/lhmh untre | and nö mannt forc \\ tdJtär. and / 
ist utclit poL'ti:«oh i»tilisiert: tl«r dicIitiT wird nicht leicht tvttt'i vallhUu- 
digc äiUze mit {irSdluat und übjeot durcli und vorkuQ|ifou, soiidoru ent- 
weder diis neno prAdicat oder dsK neuu ohject iu uppositiun zu deiu des 
ersten saifes t^tellen, hier also eß Qffremedr. nmrdbi-nUi »m<Sit mtd »ö 
Mcant fore. fo'hdf and fyrenc; loan vorglptcbe wie dieselbe a|ipoBitian 
153. 879. 2480 augchrachl wird. Hat die Geneais 1033 einen äolchon 
fall äd^most nul fram dtiffude | and adrifcat fmm || QiArde tnimvm^ sir 
ivt es nicht der einzige beweis einoH Mtumpfuren kunst<?ei"iihls , das ihr 
dit:ht«r gegenüber dem des UßOwuU' ablegt: aber ii.h inut^i> ges^tiibo 
das» mir die widerholuug dotf fron* in demselben rers» den xwoifci] 
erweckt, ob nielil der dichter beim ^wi^iten muh- vielmehr d. 
liegende fcor gebniucbt habe, vergl. lo38 />c'rf/» /»« Xrom st.i/i , ,, 
tmyum Tmr \ fA)* grwiüin. 1063 ttrdergmrdum fvor. Noch weniger 
bedeutet für den Heowulf ein beiäpiel au» dem Itoethius; aber fQr die- 
sen selbst kann ich uicht eiuniiil unerkeuuen was wir 34. 9 lesen fe^/e- 
i*wm läcan | fi^r up ofer \\ rfolcmt yvindau. Hier »ieht ü&mlicb difl 
Präposition nicht einmal in bebuug, wu» doch durchaus uCitig wäre, nm 
ttie ihrer natQrlicben prokUse zu eutachmon. [i]s iiit kaum eine ■ r-- 
dation zu nennen, wenn man liest twr nppe \ ofer vtolam i^r . 
EUo andreit ächeinbarett heispiel findet »ich im selben werke 31, 2 fttii- 
dit M||/»(^m (V«/M ifodc-, denn fumÜt = fumVio ^ I filj ein beml- 

Htich, und der herauMgeber bat. ohne not liie pU; iit'rObergi'ZfL'-^ri. 

Indessen würde es bei dingem dichter nicht flhermsehun , die pr 
tion, die er vor folgendem nomen die iillitiriitlen auf sich /.ieheu \j,imX^ 

ftuch in hebuug vor der metrischen pause vorzutinden , und es hu 

not in der tat Xamß: hdwfox ) \^tt imd rodere 34, 13. Andere 
5lpioIe gibt en, wenn mir nichts entgangen iHi, weder hior noch »voni; 
es wilre denn in den psalmen, wt> so ziemlich ullott möglich ist. 

Conjuncllonen, die den xatz erfiffnen. und interjeoliuoiiB 
flind schon wngeu der srutaktiHcben pause, <lio ihnen unmittelbar vor- 
ausgeht, nicht in der luge, durch den versächlusii uder die uflsiir vtin 



Axt*. niD Aöft; murinnfat 



4& 



Beu säti«n, die sie orüffni'n, getront zu nerdtin, ausser etwn auch aoI- 
clieti kiirxon hmipt(tA.ty.('ii , <1it< kein <^iiii7,oh luMDisticti für sich in »ospruch 
oelimeii. Aljer ich hübe iiui:Ii vun (Ur.'M>r art kein beiäpiH) iKrnerkt, 
elKofio vrouig wie «iu bcispicl vuu uud. oder, noch am schlusue eines 
balbrcrws. Man cklle s\di Tor. Jasa e,-* in den oben beigebrachten 
be»pi?l«n dar meiri^i'licn paiiä» nach fragüodem prononiiualadverb ir 
«r irät kwider I a<o/ *fsf wlaur Bw. 1331 und (/i/ ic WiVc Ad || ««tT p<Un 
ajfhcxatH 2Mfi statt hwitier uuJ Art iHelraebr liiessp /»tr^crf^r* und Jt^t; 
die abätrautH hedeutung dinsi^r purtikfln würd^ nicht so gut wie die 
tdnliohe von htcider und hA der aufgäbe die h«!buug zu trugen gewach- 
mh sein. 

Zu einer nchAnen Wirkung ist , wie in aller ätichischon poesie, 
erfordorlicb. das« dio metriäoheu glieder mit den syutnktischcn 
in frf^iein wechsd buld xusanimonfallon, bald sich kreuxon. tn Eroiem 
wecbflpl also wird die metriifcbe punse bnld durch ein« aatzpaURe, bald 
mitten im satze durc]i den eintritt des stabreimuä berhtdgelVihrt, und 
es wOrde unungeuehm autTallou. wenn in einer relhö von vorsou jeder 
ver3Rchlus.H oder jede eäsrar oder gar jeder versschlnss und jede (^snr 
mit einer riati:pautiH zusammen hele. Kbt*nso mösüen aber auch die 
gr(i>s^ren satzpuuscn. nach denen geduukc und pcriode neu anhebt, in 
äaertn frfion Wechsel bald mit dem versschlusse . bald mit der cSsur 
xofuunmen treffen. Kino längere reüie von versen, in welcher sie durch- 
weg mit dem ven«scblust>ü zufiamuien trflfeu. würde dou cindruck der 
Iftbmhfiit, eine, ia der sie durchweg mit der cäsur zusammen trafen, 
den der rubel o^tigkeit machen. Fiele regelmässig nach einer zahl verse, 
dir- nicht zu gross wArt'. um im ohr behalten /u werden, eine grössere 

ii^e io einen versscliluss, so entstünde strophische statt der sti- 
chütJieu glieilerung. Notwendig ißt dieses /nsammenfallen am ende 
eiuc» Kum /.usanmiGiibängcnden vertrag bestimton abschuittes: ein sol- 
cher kann nicht mit einem halben verse schliessen. der neue nicht mit 
Ct'mem halben anfangi'n, deren verknri]tfung durch den Stabreim dem 
ohr d<r> h'irers notwendig verloren ginge. Dass die in der T>ondner 
handM-hrift duK Hdmnd bezitTerteu abschnitte so oft (l*JmaI auf 71) In 

'.^ur anfh^rren und aufangon, beweist dass der nrheber dieser ein- 
i.. ' ' rli boreitvS aU gegenständ des atillen lesens betrachtete; 

« . . .iijitimt. da^s der abschnitt so ufl mitten in einem unzer- 

r«lBsbAr«ii zusammcnbimg der errJiblung gemacht wird. Qer dichter^ 
s-l' \ - ' -m work für den mündlichen Vortrag eingeteilt 

u^i itlV bei.Mngen, 



Ha Atelit wirklicli, aWr Mulut in der hnuriscltrlfl. 



4fl 



RIKrtKK 



VI* Von der hi'hotiic. 

Die hier in hetravU kommenden l>«grifro der ijunntitAt fiind keine 
andern als die in der hochddutscben vorskuust gelten; nur rnrstcht e» 
Mich vou selbst, dass in iIod imrinhiteii, «Uc bei der (*rRt<>ii laiiivw- 
itchiebang stebn goblifbi'n >ind . /i k und /' ciiiriicTio iimtc »^ind und k^ioe 
pOHition bewirken. 

Das Teste geröst des lialbvi'rses. seui wosentliclies und it 

bleibendes clenieut sind dieJu-Mcti l..'l>ungen; dit^ /.ußlliige. v.i uf 

umkleidaag des gerOstea ist ' ng, die als auftact den hnlbver» 

beginnen und nach jeder bcbtiu]^ (*iutreten kann. Oniix ohne den ^i 
tuttz der Senkung, nur an;^ den beiden heliungen, nu» zwri sllbi 
also kunn dtii- halbvcr» nicht beattdin, und die Bclluon Ifeispiele, df»^ 
man dafBr boibringeo könle, müssen aua vefdcrbnis dvä texten ßrl 
werden. Die beiden, die der Beowxilr liefert. tKraofl 13'J9. hntfa 
24Ö8 werden von den herauagebcni mit rächt dnrcii naheliegi-ndt^ <irj 
Zungen beämtigt; eine solidie hat Urein auch zu ptf^it/usärd Aiidr. 11^ 
gebilligt, dagegen Ex. 118 die wahrhaft unvennoidütihe här 1-' 
unterlassen. Weärm Um lautet ein iienii»tit;h »n einer unrer^i [>, 

aichtlich zerrütteten stelle Rats. 5, 7; feor tip Boeth. 31, 9 vermeidet 
der herausgeber durch die üble toilang feör up ofer j| wolc»u windtitf, 
wofür irli mit leichter änderung /wir üppr vorschlage. 

rnKulüäsig sind aber auch homiatichien wi*> földötjati Dan. &2R 
(lies [frowej foldogan). nprlhndtm Ex. 513 (lies fht)rtlcj sjirUMta^ 
nach 12-i). fnrnfuU Boeth. \ü. 7 (lios /ircwi fuU) und die vom h«r- 
ausgeber mit recht t-rgäitzten word yödcs Hei. 2. hrrifögu 7fi5. rtimM 
tfUn 1605. iro w^k öSBl: denu die der kurzen sUbe nachfolgend« 
beugungH- oder hildungssUbe, nie ctci selbst lang oder kurz, »ird nicht 
als Senkung empfunden, sondern gilt mit der ihr vorangehenden kurzen 
ober laugen gleich. Mit andern werten: zwoi vemchleüle Hilben, w{« 
man sie in der IcH-lidfUtsrhrn vcrskimsf g*Miant bat, gelten nnr ffir 
eine. Bin fernerer fall entätebt wenn miin Hol. 1302 richtig teilt that 
gi thesoro wcroldtm nu förä skulun \\n/di tct-jfan; ich denke, man mwm 
•satt ifirsan , numliiinv tmifitio uU ein humiBÜch lesen . wozu das 
fohlt. Nach der Überliet'ort.en Schreibung wäre ßrn /Voj-mh» f.'r. i.r;^, 
der gleichu fall wie hrrUöfja: aber wenn der dichter, wie man annc 
nien darf, noch feorhum autJgeHp rochen hat. ist nichts xu boj 
Stande D. 

Eine mindt^r betonte -lilt^e genOgt um die beiden bebungen aU soU he 
otkeanen zu lamiea. mag sie nun der ersten hebniig vorausgohen, nuig 
«<• der ersten oder der xweitou nachfolgen, und dreliilheil, worunter 



4i.n. 



▼MMKOKtT 



«jmander vewchleiflare soiti JOrten. «ind (las mintlMte 
■HM'<- .1.-- i.-.il....r.<.< Beiäpiclo rlicttes ma«8tw ßnJon sich, 
It formea gelten lässt, nicht gtirade sel- 

f^; abor da lior öidiUfi* henhan »f/than frcatca» Wcaihpeöivan ftedfuiH 
'- ' ' ;:in (^OHprodifn haben, inuss man solche wie Bw. IJ(5, 62ß. 
l»):J('r. läß4. I8sa Ausser hcUI lasnen. Auch A«/ m //n» 3Hti 
niiii <w ^/f< j^^ S094. 3064 beweiiioa nichts, weil die formen gangan 
1" ' ' ' ürieriAn. Es bleiben nach ^htu^ aller dieser im 

I' übrig: ßitis trciM •Jh'2». biinl tvid nind 3673. 

.V -^ ffU das folgeude gdncom dem folgenden hemisticli unent- 

U'liri;cii i^t) 'Hdb. hm hraUr ischwaclic nobenfornt zu hrxü. nicht 
plnr.ili f.iüli. Einige weitere, ^cguum ßr 1404. sf^cg hctata «17. I75i». 
/ -in 1871. grette pä 652 gehören wegen der möglichen aus- 

>H fßtifsla pajcn gritnlc der metriBch gleichen varietQt 
■n ^.ilben an. Aus anderen werkon habe ich, alle con- 
iiL'Q und alle zweifeUiullL'U lesartea bei deite gelusson , fol- 
gende beispioie angemerkt: 

I. Die :^enl(ung gebt voraus: um WiA/ is Rüts. 81, 1. is ml 
rfKui Kl., d. Fr. 24. Ich würde litiuufQgen oh wpu^g Guthi. 1:^80. wenn 
mir niobt I340 tardrs on nptcrg Aiv Qberliefernng verdachtig machte. 
Die^ar fall wird wonigxtenti bei cempositen soo&t ganz vermieden. 

:.' Pio jicnlcung folgt der ersten liebung: holmf.i h/ff-s/ Pion. 1515. 
riwf«5 /!// 18H5. r/««.'«-; /w-s 2u3l (das^*, da.i bei (Jreiu in diesen 
lM>id4tn füllen ab aaflaot vorausgeht, ist uichl pronom, soudern Adverb 
und trtli'irr beide imde als lezte bfbung znni vorhergeli enden verso). 
gdr.i /m/' •Jinv. 6dri Cham 1241. Srm nnd Chim 1561. CUhs and 
Cbuw IGl?. urtri/if dön Dan. 33. hurgc wmrd (Ms. siulos wmrda») 
lifX ytord xHdrdf Sat 8ti. \ofsang död R. d. S. tJl». ^ (/cft'c Cr. 1431. 
J' ' ' Andi-. 48i>. drffhtucs (Ms. siiiloa (fry/(/<;«) d(Jm looi. wmI- 
li- ICr. 17. rüitdnort bttvn Gnom. 87. ifftomcn ^ied 107. W)A/ 

iMps wi mt«. ir2. 4. 

S. Die senlnuig folgt der zweit;» hebung: mm tvedttlan (Mb. 
10» mit' ''' '301. HHÖgt^ndf 2551. f<Pr iVifc^-j 132^1 Wir A*o«f 

M'iJt Im. .«H. wcf6f/;'mffÄ 48ft. »/niiA^V/ Dan. 477. HntdmiS 

7], Cfirc^iev 490. tn'^rrri Plioen. <56S in den schlaasveroon, 

' ticn lateiiiisch sind. st«H nirfftr Andr 775. 

V , /. das Grein ku diesem hemistii-ih zi«ht, muas 

•irhergofaoDden fiberlauäen werden, weil es uioht alliteriert) Onthl, 
Britta (man muuti erst nach se An teilen, statt mit Grein dem 
»heoden %er» dnrcti eine ergflnzung xn helfen) 372. J^lr/Ai 



48 



■ncftim 



EI. 837. ic a/Wr RjiU. -11 , 84. rfahi^Httlrr (t^thi, vou Grein MeT« 
gezogen, verlaugt der vorhergeh L«ö<ie vorB um nlcüt gegen da? geset 
des hauptstabes zu fclilenj 41, **?. HÜfiiiiyti UuüÜi. IC, 7. caV: WfWui 
•22, 41. of \mcä -29, S-'. lolA/ Itfflf i'J, 52. tarhdpes Sa!. IJ. 
UUrichu 301. 

Beliebt war, wie man sieht, kein» dieser drei weisvii: dvr Höliuui 
liefert, glaabe ich, nicht ein sicbereä beispiel. Ich habe noliort %l 
(tun 5817 %nn ntortjan 5!t5lt, beides nur vou der Londoner haud-~ 
achrift bezeugt; den einen fall beseitigt Heyne durch die ergÄnzung 
fffijtvurthn , im andern hätte ev getrotzt sän [nnj morgan sfltXKii k^tt- 
nen. Mit reräohleiTtcn si1h«ii in der äonkuiig liest mnn U engitu» U 
näJiiila Ihö ;i672 uud vielleicht mehr. Hfluflg jedoch, auch imHeliaDi!? 
sind hulbveräe mit nur einer senkuug und %'erächleil'ten silbeii_ 
in dor eioen hebnog, die man ofTenhar gefälliger fand als die 
stnmgen flinue dreisilbigeu , 'lie abt-r meü'iflch den gleichen wert hal 
Ich kann mich hier auf bei^piele au? dem IIkowuU anri Hidiaud bescbril 
keu: 1) wi ^eürdagum Bw. J. of teoripvgum »7 i/mh sumifliU- W>1 
(»« d<?r'7» ir(K/<r 5()9. miit t^nmtn 1325. ;^- tr.nr luifuit KUu. ir ly 
kdfu 2150. Ais trrnu-hte 2438 /«/-/ UKbgumi 2479, of \komb'jgQn 
2437. of toräsrlp 3515. ymAeorif >i H20. «N ^aslseli Uel. 671*. 
a« ^rddgun 1<I4«, wn /iWdr/" Wrms 44«y Mit verschleiftsn 
auch im tiuitaotc iro thiodgikif Th^. immag gr:t/ /arati IU15. 
liudskndfm lOHf. 2) dwi'/wic äc^m * Nft*/irtH Bw. 1275. Uirdd i 
2430. r«/«*t/ swrffü 2457. »orhhwMt ijecled 34fiO. filUtmöd künit 
Hol. 703. l«w*W Aj4f/is Uf'.«. &innf sthan 1475. inpnHJrr/- in 
J705. 3) ftrodq'/ningn Bw, 2. Aten'fniwitt 2382. In?ta»»rf7:> Hei. 
g^Mit» cn 34&ti. 

Beide hi'bungtio zugleich lässt man iiid«s auoh bei zwei- odfr 
mehrsilbigem iiuftact nur dann ohne uachlolgeude Senkung, wumi 
die zweite von ihnou uns einem einsilbigen wort oder zwei vcr- 
schlciften i<ilbeu bestellt: ausgesobluäseu sind alsü zusaiumonsetzun- 
gen wie Bcöwtdf, Vou der ersteren ort finde ich im üeüwull', von bei- 
spieleu mit gekürztuu formen abgesuhuu, nur folgende: and im hdi 
ddn IIÜG. 8wä scad vaan dun 1172. 1534. pcäU pc hv ^cong >» 
1832, swä strfU mag ddn 2l6tt; in der Geneids' vwä wit Invi hi'i t*t 



li /»(Tf IJ. ItiUl-edMt. «•■ I Im lifii. i ' 

duiltimiDimg lull ti^rift atuJ " -'•'' itml f^ >' 

htrfdt yrorHbent 27ttl fit ein l>ciiiTnkli<^bi>r ver», da tUu nicht allltirii'r.ndi- ht 
eigtntllcb zn dem tTtton hMoiUtJch iKcvifran ncrdra mftiitit ; nnil WHrunt hAUi- 
diebtflr sich auf ttorttifvl fivtiAtt, du *t intfdtjtlnti niid tvfrriUtn'it'tntfe >ut m 



TKKtKvmt 

J7J: fmTWrmp^ 'litt laofi, oh rjcvfttilfi (hm I7?0; i^nmiprn wer- 
ken: Jundtn «'(' hir U-iid A?- 81». /«»(«*. e*/^ />rrw Cr 1)«5. w /tj/ tö 
hhf (^irf lofiS. iiä*lan tc np «"'"'j- Kl, d. Fr. 3 (doch liei^ «/< «ttwöj stn 
»ajj«'!, «irrf All« Wo i^rtV« tmVi Kl. 1(78. iw sif»t /yJ W'>rr/ ^"wt Uoptb. 
2. If*. stm Jim« hwfV dt'ft 13, 74. A» ^f iftU ihUl 19, *J6. ifM-d 
jnfti pa/ (/«v( 'iO, 207. /'fiA Ai wut« r/«« F low. 70. prei ir Kr f^wip 
fliU. S-l. 9. /<w wit lÄ Mrf 64. 5. Mit verschleÜteu Silben üesscn 
gii* '■ ' ■ I ' ' ! vorhin helipMg liAofeti. Kf kflnoeo aucli iu 

!>• ; iti(f sillrfn stvhn: sctOp hiw firorol iiti^ hrort) 

tuimuH 78. NC /iiiAf«' tinofor hSetI 190. hH;ö *ji}h*(hn hähod Hol. 1085, 
bI> Mriftt' xillteii nur in crstHr hpimnjj srhcinon nicht leicht vor- 

XU-. -. , wo keiner von Widen Iiehungea u-iue Senkung l'ülgt; ohgleich 

mui ebonsvgut and pdr eorf*' 1h und pdr ic<vs ncra wöp sagen kfinte 
wie otui p^r In oorA- Andr. loo:(. Outhl. 97« und ptfr wer» ytop Vitra 
Andr. liötV DosH der nominiitiv und acuusntiv Ifygoläc so rrenig wie 
Jinuntif :iU tr&ger heider htlmugen erscheint ist natörlicU; aber warora 
nicht «w« Kwp 60 gut wie anofor httleti? Wer darauf aditet wird wol 
btüffpiele linden, ich habe ea vers^'iiinii. Ich habp oben das hcmiBÜch 
$kA hi HH gif ilai Uw. 1058. 1131 nicht angot'flhrL, weil man auch 
gila sprechen kann : es ist aas eben diesem gründe hier anzuführen. 

S«hr hrinfig sind hemistichien mit oder ohap nufbav-t, in welchen 
dar xifeiteD, nher nicht di*r er^tten hebung t>ine »enkuug 
folgt in diesem falle muss jedoch die erste hebung notwendig 
alliterieren: rf>im1os darf sie unr hei nachfolgender Senkung bleiben; 
und es gilt hiebtii gleich ^ ob die eniti^ hebung von einer ailbe oder von 
zwei ventchleiflen silbeu gctrageu wü'd. Mau kann nämlich eine 
hetwug. der keine Senkung folgt, nnr dadurch, ilü^rs mau sie etwas 
liAfapr als die folgende hebung betont, bemerklicb machen ; ' der Stab- 
reim abur darf der hoher betonten hebung niemaU fehlen, und oine 
hAhi*re betouuiig der reimlosen ersten hebung auf kosten der reimenden 
zweiten wOrde eine atlit-riition am unrechten platz vorausset/en. Der 
dichtof ^oii Byriitit'.'ib t»H-<tit richtig, aber er alliteriort faltich wenn er 
sagt hvtet pis ßlc ^rA 45 und Af* was on Nürdhymbron 366; der 
d- " d wilro mit dem halbver« an hicorf yfetns 4469 im gleichen 
fi 1 ni-*ht, wie Rchon bemerkt, der anlaut A in huarf für ihn 

F^ würu falsch zu betonen eow hei Kegan Bw. 391. and 
imst'iui Uf/ijffäce 1^2. pftt hk oft yfdron 1217: 
... i...i. f.-J hie oft wdron, onucnd Bygcläcc, and ge htm sin- 



1) Vargi die AUftfbbntng dloMM gnmdMitaM bei Ungcl Übet OtMds Vvn- 
3 tag. 
. r. naimciia raiu>Loc»n- vti. >^■ ^ 



M) 



lUBinni 



don, eüw fn't satfatt. Richtig ist anil /w.'. ' ujän~ 
wflre and püuc hritiifati ; richtig wm/ hinv J. n. 7Ho, i'süitch wi 

and hitie hddon: ofcrhigimi Bw. 27G6 ist oin uumAglicbär halbvort, 
för WiJtnmw 102r. nicht niiuJer. Gen. -ITS him i'> nitrun \ h 
gt^Jiingdo ist schon darum vC'rUridilig, Weil ttouät witüiu mit ilf^m 
Fachen dativ der pcrguu verbunden wird: in zwui Auderii tUUtfü. 
Orein gelton liess: p4»i Mrum | /w i<w- j£'r Ciittow 357 und /'«' oiicifei 
^.braliamfs tttäy 2b'A'-i Termute ich nräte hulbven»; . 7.u dent'Q der zweil 
fehlt. Eine kui-ze couttonun tisch aurilautcude «tmumsilbo. mit wolohl 
das wort scbütitsst. kann aatürüch auch vor vocaUttchem unlaut der 
zweiten liebung, ahn ubn»< das» dun:li deren anlaut positiou für 
entatehi. die erste hebuag tragen fiwivdrc htm gwi lide ilw. 'iSli 
hiätan god eno Hei. 3333. an, tQndfoh 4143. Eine mit kuncew 
vocal iiQälnntende stamnisilbr würde hio/u nicht HLhig »ein, so wi 
wie den lialbvers als zweit« hebung /.u ächliesäen; lUe häutigen 011 
wo mn pe tpe 0« he pu ju «tu auf dleue art vorkommen, beweisen die 
länge ihrer vocale. Sie ist Imi den pronominalformen auf e duri^h <I| 
ver^tnmuitt? autdautende t- -- gut. a hinlänglirh begründet und durcl 
die quaiititätabc Zeichnung der aiigelsächsiBcheo haudscbriflcn xum üher- 
fluss bestätigt. 

Au» den bisherigen hpispieten geht bereits hervor, dass und untm* 
welchen umättLnden der uebenton oiuos /uaummongesetztuu Wor- 
tes, dessen hnuptton die erste bebnng bildet, in zweiter hebunj; 
stehn darf. Entweder niutt» der uebenton auf einer k&na mit naclifo 
geuder vcrschteifter silbo liogeu, ndcr das wort muss. sei es nach d( 
ersten, »ei es nach der zweiten behong, eine Senkung liefern. Gekürzt« 
formen wie tiffreii Cr. I.S. bröhpreä Gen. IHl.^. lirtreö (dat.) Kl. d. 
Fr. 'Ü8 zahlen nicht; sonst findet sieb eiun ausnähme, wenn ich 
ftbersehe,^ nur im ernten ges])röch zwischen Salomo und Saturn 167 
p^t ^aimtriöiv: Hei. 8 hvti siti yfinldin is ifilwdship wflje ein*- zwei! 
wenn sio nicht nur au der gekfir/ton form hinge, die man n.i ...i....V3 
lieh durch die volle ffihüdsicipi ersetzen darf. Auch tvim^d'if . 
mercto'if meoduhca} nutgcncrtcft werden als träger beider hebungon vt 
mieden; während metepcgo, mit verschleifharen silben in bi^idt^u teilt 
80 berechtigt ist wie die sehr gewöhnlichen goldwine nUuvita fdxlhni 
Ohihcre und wie middatigeärd Bw. 1771. Tirgcntdreäm ilSB. 
scrnrp 215u. OmfrH/H.otr i>l8f.; I' 'V VMVii. t.. " " Wii 

Urudgärc l'JüO. Ini/sidc '206i; f/ iOJS; in 



1) VoL dem DnTf>rBtüii<Uicljv>ü »t ut i$ /u: tl^o^^>t>(flJ HaXhl. iSi , lu ciutsu fuiM 
•lein ilio allitenitiwD fehlt, wir<] niMi k^einon gcl*raQv4i MiBuhoo 



iVür. vm xoi. YBMKcyt* i 



fit 



Ks VSnn«i) »her «uch Heftonig« hililnnt^s- nnd bengangsBÜ- 
1 ' ' ?io, ilio «ntwwdfir uuf oiiio biM'lit<iiiit,M' lange oder niif zwui 
ilil i'Oii Pflgt-ii, ilio zwcMm liclmitg trafen, wtmn UinL'ii eine 

3f*T)lEau£ tiaclifolftl: t»üi ^S'tfJfinguiu Bw 461. OH tmiätinga Gen. 1453. 
" " ntu ITpI. lOftlJ. K'fl'x ^p4'rri' (niM. nilsdilioli ft/>t«) Gen. 1694. 
y- »^ Bw. 4 IC. l>onf ylfivstau 3G3. -sf yidr^ta (ieu. 1241. ^Actüw 

h<Vv;$/oN Htfl 2046. ttufs ytisöstoH 27197. /o healdänne Uw. 17S1. wiVf 
hr//'Tu/M»H .101)4. tr githo^iötntf HhI. .5&:i3. sy ^ornöda 6023. In allen 
dicjtin tTillßn - es sind lauU-r iTi^te luilbvftrse — wird di« tieflonige 
kUIk' Als irfigoriti Jer zwi^itcn hebuug iladurch erwiesen, dois im andern 
1^ ein einflilbigen wort oder nnrci vorschlmfte silbeu ohne atlitoratinD 
und ubiiu nachfolgende senknng din erste hi'bnng tragen müsten. Wullt« 
mau aber dat« geBet/. durch welches dies verboten wird, nicht gelten 
lasi^ou, BO liefert eine grosse unzahl /.weiter balbverse, in welchen die 
«f ' '■ ■ ' >eif anitericrflQ musB. die gleiche erscbeinnng. wobei 
I über die bi'tonung au sgu.'scb lotsen ist: mid Unm- 
t»«gt Bw. 16ri9. hinr yrrituja 2964. an hetufinnea UeL 3169. pä 
■i l'.v. 3122. fhat Viirsi^o Hei. 2058. fr herösioii 2884. widar 

\i ■ ■....:.ui (hdtiatuleon) 2281. 2810. Hier nun beweisen nicht nur 
die falle, iu wolcbeii dem die Kwci hebungen tragenden worie 
nur flin oinsilblt^es oder aas zwei verschleiften Bill>en bestehendes im 
Qitflaet vorausgeht, sondern ebenso wol die mit zwei- und mehr- 
silbigem aufUict: iü ijefrrmuvinnt: Bw. 174. ftära /«t fit^ Hnösie 206. 
(iff l>(Ft wnmhffit 644. ic m^ mid Hruntinge 14ttO. ptpt ic m^ ibnigw 
1772. se fif! rtahjfytdfig 2292. im'd hi.i KffdtJiiigm» 29-19, tw tu iJtat 
iU mi an is itnitidi Hftl. 121 f/iai hir lUc.^ widdändf.'t 186. th6 
gitcft im ök mül in hheialcn 356. gisAkun th4r mahiigtui 394. (höh 
'fit so h^'i''<^^ln 2l2l. thal h' yrndi^ndi 2271J thär lii* 
.soltttt is i^aduliugos S113. thea würuti imu triumston 
351H. the 9ie thö yri^östun 4469; und nach dieser analogie wird man 
■■ in ersten halbversen , wo die eröte hebung uicbt alliterieren 

h I eine andre betonang daher denkbar wäre, vorziehen ac on 

nur'ji-ntte Bw. 565. Juri hhn |mi/iu 2683. öd JxKt naiininya 1640. 
ptfii hilf n^dfliitgeA 1596. hitn sc yUUsiu 258. wtss p&m yldcstan 2435. 
/ -' * ' ■ ■ '■■ 221. 6d pe mitt'ndf 649 nc ptrfi wctddrndrs 2857. 
-' J57. tu ijt:]folifhnv' 1419. tö gefrnnmnnw' 2641. a« 

iknt f'$rif»di Hei. 1890. Ihvo thia wtgiindos 5545. mid is bnit/innia 
ÄI3.V fii Mt« mettnis/ei 4751. an so mohtigi^s 5612. sä ihik te 

Die tiertoaigo sUbe ohne folgende .^eiiVuug als zweite bebung gel- 
Um m lusea gebt durcliau» lüoht an: so richtig t6 betleöftäwie, so 



Rn»nt 



falsch wäre t9 b^f^nmf Uw. 1003; iM wenig mitt m^j«»?, wtf oi 
Juil. iJH7 lii'j^l, »o wuui^ kaiiii auch if/ii/ n'uUiun lUr imu iMMiUMÜrli tf<^l- 
ieu; sc- [ivnc ^omrlan Uw. 'l\^i köuto numögtiob s^ ftotw gunicitht betont 
wordoJi, denn ^f* ^c hiui btfu^uwi, AiVi) li^ »avierti wftro nicht W^ 
als Sf' J>c him hvaimi *JU9. /mnl se utofrii yi'JO; luiil iiicUta m 
uucb daun geäuduii., wcun im tiulton .selbst ivie'i vorscblüit'tü iiUbc 
sieliu: die botouuiig ac was yfrceecua SdÜ, fid ytbi<H{/»'Han Hcl 51:34. 
&2Gä. m /Ats Ihcodt'me» lUG* wdrd« widerum die »unkuug viTuiissui 
luttücu, an wulchcr guine»«!.'!! dur ln.dluu erst die lüaft urluui^'l, d'H 
zweite bubuug zu trugen, üicr Üugt eiu tiufgrcil'tiDdür UDtur»übivd von 
dor hoebdcuUcbcD ruralcuust, wlo sio sicii seit dem '.>. jahrlinndert Un 
uiiüchluä» an dmi akat^lelftiacbtm iuajbi»ohc.u dinmtur der liiLiuuischeu 
roimdicbtung gestaltet bat: ant dieses vorbild und dio Hebe not, dift 
er mit ibm hatte, führtu Olfried duzu, tinftouigc scblurissilben dio Iczt« 
hebuu^ tragen zu lassen. 

Alle kriiisi-b nicht zu beaustaudende» ätfllun, die in alliterieren- 
der dichtung luczu aufzufordviu schciuou, beweisen entweder, da^s der 
dichter die tjuantit^t gewis^pr sit)>en iindent beurteilte »1» wir, eder dasa 
er sich au lias geüeU des tiaupUtabeb nicht band. 

lob verweifio auf die hier einschlage udeu stellen, die sehun im 
/.weiten cupitel heigebraehi worden »ind und auf deren keine- icli /urOck- 
kumuien wiU. leb gebe dalur eine anv^Uil Hille nun zweiten hiUbver-l 
iteu, die mir dort nicht der mühe wert schien anzuführen, weil sie &!cli 
alle sehr leicht erledigen: pir ht'- ftnjrän Gutbl. 363- fitpyln «rf"j 
ffCffra 12if, beide i'onnt'U als compjirativ gemeint: man lese al$o ohne 
synkupi« fa^gröm and ttsgroroH-, for ei^ivi-re B7U. in üss^rn ''2b, bei- 
des nur nncfalSssige schieibimg filr t6ivi}rrt: dat. sing. fem. und tserrt 
gen. jdur. ; aituif in Arm öl» wider ffir tbvVr^t; fore vifstiim finj, lii 
w-fcstum; und hh \Hijnüm EI, -187, Wü Ornin bereits da» Hlr deji ftat 
uneDthehrliche hitm als zweite heboiig ergänzt hat £beni»o eiuroch litt 
0» Hodanu mit folgendeii er^iten biilbvemeii bewant: nn tlyht^ Aiidr. 9dQi 
Grein [faranj oh tlijhk, was der dichter hier gar nicht umgehii kontP? 
H^ wUyi'iM Jul. 510, lies viHgeita; ebenso Kl aö'J, 3S4. aw^v 
Jnl. 817. ein unver^kgiidlichcft wort, mit dem man sieb vcv ^ "■ 
lies mit Thoqte nyryrffi'iiut'. tviif hitcnäiitH Kl. IW, schl'. !.. Ji. .- 
buug für h^tUndum. ou hpffthiuni Pbowj. bli dengleichen ftlr btfnnV 
»um. and ftt^nni Pautb. 2!), auf Crj/z-or« mrackzufObj-uu*. dt 
« mfti'fu \lXU.'o\, \'2 auf a^ßwa. n« i'%'W« 10, !J, wo U..... ■.... 
nicht zu entbehreade hafaä binzuget'Qgt hat, tm ttutetrum Menol. SU 
mau ergänze e*ic, nach IIH. hirK ttdrcitn Boctti. I.f, *2S kumi obei 
gut etäi-rm laatcn. tjaftml^i; \ w^rt/u, pu bcvä\\pd tcviven | ttigti* 



Ai/rt- Piro 40i, Tvmwrr 



&a 



ffn^ Sol. 333 fg. . tvtt't nUIc. die IvdlgUch tiiif falHchcr, tlU njntak- 
ponsi* mis:ic1itt't)ili5r fmlmig horuhoii: ti'Üt. man nrlilig, f<o ist 
/hi Tn»f>rr \ frn/f.v räpas ein zulilssigi^r vprs, wfihrMnd in deni 
(le-n Ualbrur^ nryturila^c wyrrfrt <li?r zweiti» fehlt on wc«//fw ps. «2, 
Ä, I und so immor in divüctn i\erke Itir »üp richtigen rnnnen mit »». 

lÜPst ninii Sat. fi70. Andr. II'.'» als prsteii halhvprs «/" hw/rtiiHw, 
_obntt (Jos:) fiic}i gerade die erg;iii/.uiig aul'drüngt. so wird mau 80 vor* 
>lte fälle immerhin anf textvcrderhnis zurtlckfBhren. Anders üegfc 
im HoethiuH mit den zweiieii halhvprsen Ais H'inifini 7, )". hirr. 
l'^, 311. Ä7 Ar/ir« äf/'-K(' (acc. fi^ni. «g.) i:i, 4H. ptmnii ^ijmum 
ÄO, 2:j: dieser dichter wird das n nach falscher analogic von «rfjrfi*» 
(ewriiim und pinnt serva in dpr flexion verdoppelt hnheii- So darf 
liio aihli ft'ol in seinem hemistich tu iiic/anür lil, 42 ein wie «»7^«« 
iiit prÄ.'^cns ttcliwach gebildetes mftimi nehen wi'/rtii erltennen. Schwe- 
rer bi es einen grund der produotion hei fir^rundittc bvibtn. Hi9 zu 
rn^iuiieti: aber aus den halhversen fnt tftjHi'HH Katö, i^fi, fi. ^»w »«- 
fjtUnt* Owh ft, K. rtiirf /»*»'• niu'j'iO- Roeth. 7, fid hat man de» anf- 
«chluM ober die quaiititüt dunkler wf^rter Ipdiglieb zu verzeichnen. 

Wicht if^er i>;t. die helehmng, die der tiefton in xweiter hebung 
über die nitüiitität gewisser hildungi'»ilhen erteilt. Ks ist fiMich In 
aiigeUiiihsiachen texten da>^ seichen dor länge nur bei stAmmvoealen jtu 
toD- womit mau von dor vorauHS<.'(zuiig ausgebt und sie nährt, duss 
ie yncalH rlur hildung und beugnng in dieser niuudart entwotler darch- 
we(r gtkftriit fteien oder doch in dor quantität unbestimhar schwankten. 
Die folgAxideu hi-iäpiele werdcu zeigen wiefern uns die diebter bierin 
IX bestirnt unterrichten;' sie wflrden ohne die production der dio 
reite hehuug tragenden biMungsvoi'ale eheniso viele nietrisobe fehler 
danttellen 

1 Afii/ bikiTutn l>:iiL IGI. shihc IhJc'^ras Wy. 71. pffs p»: äs 
|«..<»n/f(M l'hnen. 124. and hüo'ras Andr. <i(»7. in't ir nym hiHtlrrc ' 
'^vintjcrr TÜlts. 28, 7 fg. 

ä Tv irnmndde Onthl 7'Jii. ptir /»/■' viirfniu <lr. 1172. «'»/ 
rftJum Monol. 221. fiuUil. 428. 528. riis me enr/'rVlc J<i38. his 
rfkto 9at. 127. hnbbad folgöita Cr. 390, 
a. H;^ ptfs Urnhvf.'i Cr. 458. 

J. ftttt ht» muhiriga Oen. 2029. aitd his »uhfrUiti 1775. /wc(! 
ftiii mttgfi Etoeth. 13, 23. fuet hio oti tinlgc 2*>, Ui3. Auch im Alts. 



ll loh *ill iil.l.f ■ T^:,ii:i!''ti ilaranf liitizuw.nBoii, (Ibm .'Jchnliprt Do .AnRlii«, 
tth'tr. ji. 14 'M' -ii^ i.i' nriilyro in (licürT locho hcreiU crknnt hat: (th tat daii 
m diim wonlji^ni (bu ich mir «n« winer srhrift anztivigntiD veriuA^'. 



M 



vorsagt mau Her adjeciiTeudun^ ig das lAngezuicbön aiiÜ vitü lißt 
eine» amlörii belelirt: that .viV so thurfti^^a Hei. 2304. 

5. ßfrti iiim fultiimrs Uf?u. 2ii2ü. Hier ist indw die lange der 
sülieiabareii ableitmigssülx.' uiiferstftndlicli, wenu tns» niclii die enbiU'I- 
Inng au« ful-iUui, du* Orinmi -', IfiO als fragi' .lufirirft, bejaht. HAu^^ 
figere lieUpicle gobeu die päulnioji: ou T'iltntut: 'M, ■*, ;i. /•;< ffrfnlltinu 
64. 3, 'i. gtUMmt 69, 1, 3. 

6. /r rwii» ^iüiijfj: Rw. ü!'^. ;tlo;j. /(ü /«i dömüje l>iUi. 372. /jö 
/•tc hl^tsige 3HI. r/r /jom «*ji/(pe Hüoeu. 83. ge^iuffige JuL 19b. 717, 
gifanftvige 649. .^k ul(/»t^^>/rt«^ Aiidr. 747. Diis wäre »Its, trisöj«, dfi- 
mhjü domtnjm usw.: die floxiun aiit ^/u», die /u der bildung auf o im 
pracäeu» uoolt die auf i buizufQgt, liat im Angelsächsischen dos prae- 
seoB auf *m ganz verdrängt; aber ^ie wird durch unilaut. zu hjmn^ wii? 
lüg Samina zu /i^, huwi foeuuiu zu h'uj; die Toiiuittelnde form ^eiu» 
hat öieh verloiun, 3()wic jmch W'g und Aty gfgwu /ff/ uod h'uj zuniuk-j 
tritt. Suwit.' huii üebtu der voUfU lorui de-i luluiilivit in fitubwlcfjmt 
Hx. 65. geopctiigettn £1. 1102 eiue eompoudiöiter geuohrifbeae auitdl 
und weit vorwiegt, z. b. i/fscviicmii Gt;n. Iftt*!. An^ <irh'iiu '.'7Ö33 
getahiati Cr. 144. 320. eint/ /*/»( ^ü/icmti Gutlil. 4ß8. bedvägltait li'2Gf 
Bo Uect mau auch ioi verbuoi tiuituui öftvr ula di» formou mit ige 
solche niit »'; /*«( tw^ fiirirfifuf Bw. 1HI9. swä ic (tC www Gen .st;:: 
,p<cr i/^ aitfi'cii Kx. 272. ^it ^t murdiad Dan. 307, 38Ö. /«■ (/^ w«/'**^ 
Ct. 89. and muldriaä 101. and tidtciait UH. pc no ifjdnaä lüBl 
tubfrG hro^uiud Vhwu. 38. bim tolgiad 691. pttn vcordiad 532. Jiä 
pec hrtodwiad iJuthl. 25», uc hi lUissiad 468. mnitdrien llÄO. ^(rt 
ricsiä El 774. (/Wj«vHe 792. 

7. Ahredtüüde Bw. 2i>Ut. ««(/ getrivtivdde 96. «k^A W^c^ U-i. 
IC Ai'm |K«<Jf/f .160. stcii htuddiklr. 2177. sifi hcf^noniödon 3179. /«i 
revrdädr. Geu. 1253. «hW s<y/)«Wf 1365. jfebff'/.>f<ido I5u0. /kI llj/'- 
Mfle 1698. and ffniMidc 1703. ne scnJutif/c 606. ftä tandwJe 1 t.'it- 
«;*(/ ^c't ^tßddvih: 210G. /*« T'^ordode 2673. gttig/uide 2762. /^cfrcii- 
/(>(/r Ex. «ü. Ac sjRMrciV/': Sut. 7H. ycjirü/pw/e älf*. 666. ^»Vfcc pti 
tuttdtidest Cr. 107l. gr^carmide CnefL KXJ. j/dUrM/vn Aiidr. 14. 
m\d titütwJdon 49. gcMtiddödc 162. ilrnrnffruffc: 7&1. ^cWrH(«/f lüJ6. 
Neheu diesfu funueu auf ä und 6 bringen indes die haudsohri'" ■ ■"' '1 
getichwilchU.* auf c iu der gleichen uietrlächun titellung; der giv-^ 
bindevecul kann über uiobt lang sein, uud es scheiut aUo hier wenig- 
steus die /weite hebung auf kurr,er bildunjf^.silb*? mit .1 ' ' ' 
sohleifter bt-uguugtHÜbe zu mbeu. Aber üb ftdiU ji*<l< 

ter in <Iietieu fallen ftlr kUc Schreibung verantwortlich m luacbeo; mau 
darf uud muas diu feblerhafUn bomistichien g^twrmahH Geu. 2680. 



OTI> 4M. TBWIO:»W 



Bs. 391. hü p^ ^wvfufde Daü- 131. pwt ^jfd'Mffti 738. 

%mIoH Sat iW.i. gr'pruicetion El l:»5ft. /»rt'/ /mV ireoräctlvH 

gr-michtiu JUts. 31 , 20. fvfitüt* tiu- ^liirahtt 27, la luicli der 

lofpp d<*r zdbireichen fölle mit a und o emondicrcn. Die ülUiren 

' ii diu acliwAchüiig Am ItiDilwvncalrt riberliuiipt nicht gukAnt, 

<.-'bt ancrituut haheii, und man äoltt^ i<ie uach in den 

an biUlivemen onJ fjelint'dedon Uw. ii'6Q tti*ä bfiimbrrHoH 31G0, wo 

ri dir in" 'i die partibO als erstv ht'Imng zu betracliie&, 

:h üiclii L : .^^licli iüt, JüDiioch nicht dulden. 

H. Kndlich ergibt sich auch ein altsfichaiächer Heuouävocal ala 

liing", ilpn raaa filr kurz imzuseheii pHefft: iro idhöro He). »77. 

Man hat schon heiuoricen kAnnßu. das« diese« geaetz den beweis 
für di*> UlDgo einiger Htnmmvocalc Uefert Dit; hemintichieu /orpon me 
|p Rats. 27, 13. ijf.\iitfo(iv Gen. 2233. gcprowadc Jul 448. 

imune. Sat. S4H RG6. El. t*ü!). «wf/ wripftäf Gen. 1703 baboD nur 
lebung Atati zweien, en sei denu ilas^ uiuxi yliwUtn päßun prö^ 
ttjian tcriittau annelime. 

Frem«i*' Wörter kennen eine Störung der metrischt'u geüctze 
uichl hürlH'ifiihren : wo eiiM*;! nii'Iil im :»lande »ein sollti^ sich ihnen zu 
nig^'n, w&re der dichter gonl^tigt auf setneu gebrauch zu vendchtAiL 
Das- ihr acceiit vfrrückt. ihre quantitit verändert wird hat zunächst 
mii der voräkunät nichts zu tun, aber Hüa dem vorse wird erkant wie- 
fern 1^ ^e^hcheu ist oder vielleicht dem verse zu gefallen gerade hier 
Diu alliteration des fremden Wortes zeigt, welche seiner sU- 
I.- .1 ui- uic hMiKlbe tonte angenoniineu wird, die Verwendung einer fyl- 
iodfu Liefloüigi'u fcilhf gibt über die quantität diesi-r sowie der höohsb- 
iteD an&kuntt. Der dichter des lieliand lAäst Jofurnnfs uach deut- 
cbcr art übenill auf ^ (oder ij) alllUTicren und verweudel die 2weite 
«ilht* in zweiter hebung: tfuir Johannes 966. biütan that mttu iwi 
A- i'innes 3776; ebenso te Bcthdnia 951. hü skaU tkü ina a» X^^ 
(Ol und der diobter der Genesis an<i (foinörrt: 1997; sie spravhen 
tJtihantifs Wid GOinorre, sonst möaten sie den tiefton auf tUe dritli» 
silbe legen und kdnten diesen worten nicht zwei hebnugeu zu tragen 
sbcB. Der dieht«r des Mcuuloginniä reimt der lateinischen betonung 
htca-t pä ayosfohis 1'22, produciert aber das o der dritten »ilbo^ 
er. wenn dieKO kurz wäre, in der vierten nicht die erforderlichv 
ikung, HOndeni nur eine mit der dritten vcrschleifte silbe hätte; und 

,1 --.-riahrl der dichter der Höllenfahrt in dem verse Emius | (tnd 

■ itV In gleicher weine ergibt sich die pruduction der iieftoiügea 

«QH folgendon hemifitJchiön : and orcn^ Bw. 112. in ^üd^um 

tii :>9. lOd. l'2H. 131. tHiä ithUum F. ap. 35. Andr, UIO. and 



uuiiiKa 



»thi C"«''rt' Wiii.s. i'i- HC c«5tV«ü Sf. 82. fjüm luhtrü 
tut ptcf hie vti ty'»ivmtm Gen. 2101. iu fkthliiiu Cr. 45;t. ik^ orj/^iH': 
Pliooii. 136. on oircdk Monol. ß?. onrf murij^a Audr, 876. w» my»*- 
sit^rtiHi (iUthl. 3K7. /»r »mm« Hi'röphiu El. 755. w* /«.• »m 'Säeäirt Ui: 
HW Xvffvruis RütS. 4 1 , 68. vf HtiiMUt ßoetli, 1 , 2, tcr.UUin m U 
l£,mm$ HcL 6£}tiO; und dio production der liocblttitonte» »übe aiiR dio- 
«m: /^öre »äcträum F. «p. 71. «»(^ J(irt>/w Audi. 7öJ>. hirr. ntnghtvi 
Buulli. i:), 20. 0)j man nicht wt^iiigstotis da, wo das fiemdc vtorV 
unflocticrt, uU>o giumniutisch ufKiut;c^'i}{ii(.'t bleibt, die laUMi]iä4.iie quuii- 
Utflt und belDUung btiiltitlialleD uud d»s worl wie eiiL oinliitimiM:hii]^ 
com|msttuin mit y.wcisilhig(ini i-rsUiiij r- ;" ^ . - • . * u wik- bclioii'j 
dult, also öfifHHÖn %(rni>hii* yiizarif Z^ . iirocbcu biibcl 

Schwerlich; mim ludste danii daa rrciudt! wort uls üumpüKiluui eiupfim- 
ilmi liabt-n, und wie wäru man dazu gi?!ioniniifn? Miiti inuH» i' 
ttiil aucb da« IV^mdo zuriuinuieugcsetzlc wurt iu der rege! al« 
üinpfuudäo babcu^ weil mau es ebon uicbt vorsUuid. 

Diu Geiieüis bietet «iuo ojizalil fiülo, wo Kwei^tbif^o Ixemde w9r- 
tur Hul' jcdf^r ihrer silbüD ciiiu litduuii; zu tragen, alüu das '/ *' u 
vorlöUim dcht>ijiou. Am liäufigstuii gesohieht es bei dtiui \- 
and casus iibliquus des ouint^iis Suru; mit Sarrtöi 2243. tö iWimm 
aa65. -^71*7. /w;/ Af»f S*irr« '-'34»', yw mi' Sanvi« 2714 Usw ; die« 
ßlle erludig6ii uich durch diu drei»iibigu indecIinabU form ^hrnü, dk 
wuiüf^stenti t>iumal 2742 diu haudscIirÜX bewahrt hat. Audvro dun:li 
diu mO^lichkeit ein (lexivischiiti v un/uhitn^un: on CbarrffM 17;^6. fn 
hie i'J Ücthltm IS76. of Hatmr iyC3. Ks bleibt oiu wirklicli an» 
jriger Vera 1504 atrtfcfui üsscr | pA ht! Sde. Hier muss mau nergt 
durch das .synonyme hcaldmd \,\av\^. Ocu. 172. :fl61. 231A) enttitzeu, 
worauf hi den ImuptHtah übL'rniniL 



VII. Von der Konkuiitc. 

paag iu dm hebung ig nur eiue^ sUbe «tchn kann liegt in der 
uatur der sachc. Man kuim zwar möhrtire sUbeu hiuter eluander mit 
j^Ioicher Coust^rku ausrufen , über das ist daun keiu rhythmisch «b spi 
chun. Wir halteu gLu^eheu diu» auch weun zwei heliungen ohne 
Htihoolioguodo ftookuiig auf oluaudcr trelTeu, Bie nicht gleich guhobf 
idod, i?OMdiTu die erstt; üicb nur durch ein Übergewicht fldt^r die audor« 
humcrklich ni.icheQ kuun. Oif htiräi'bafl über ciut! vor.mt4geliftide odni 
nachfvlgonde tieukung aber kann diu Uir zunächst atchendt' guluibcnv 
HÜbi' uie mit einer andern teilen , die durch sie ».dbst ror 
gt'treut iät. Dui^ ulir kann ilio (^euliuii^ ju t'ititT vcir;h :, _, .. 



Äun. VKD Aös. vsMKtntirr 



6T 



flowol ww »n «liier uarlifn1}»eu<Ioii geliobentm »Übe mcuen, alwr Imraor am 
.1 uiiniltfllmr lM-nhclilinrU>u. Folgen zwei lipb[ingi*ii iinTniltelbar 

JL- itr. so mo^H-ü zwar Uiiile cinauder, aber ITlr dio vüraiia- 

gf^^gene üenknng kdnit Dor die ersto. för fliv naclifolgendc scukung 
nur die zweite der jietiubt'nou silben als mass zur geltang: xind von 
cducü' auf KWbi BÜbeu rub(!udeit ücbung kann im i'igdiitiichcn kiiiul' nie- 
malfi die rede sein. Man sagt zwar, dass die Hebung auch von kwoI 
ver&chleiflen ȟbea getragen werde: aber die zweite derselben ist gerade 
6»A äus^rittd ge^euteil einer gehobenen siibc, ein vriUlg tonloser nach- 
ik'Ulag, der nur den JTlr tlie bebung crturdcrüchen zweiten zoittoil ber- 
bo bringt. 

T' litgegeii i.nt nicht durch die luitur der .Hiiche je aul 

ine kt b's komt nur auf die krall des vortragci? an^ »o 

die gehobene eilbe eine reihe von silben Qbertßuen. Diese silbeu 
"wer'len mitfr fiiunder notwendig ungleich gi.'Kerikt sein, eine wird von 
der andern au knifl Oberwogen, die tt'nstärku einer joden an der beuach* 
harten gemessen werden: sonst würden sie geplappert und nicht gespro- 
clien; alle aber kOnnen dabei sehr gut im vorhflltuis zur benacbbart«n 
bebung als .«enkuug eniprunden werden. 

Eine anT das prUicip der Zeitmessung gegrflndotu rert^kmiät Ist 
iiatQrlich genötigt, fnr die seukung wie für die bebang eine bestimtd 
an ' ' ■■ ' *" * tzen; und die der Griechen und R/^uier gewtlhrt 
<1- < hen rhytbmus nur einen zcittoU, also aueh nur 

eine dübe. Aber diu gennaniächu vcrsknust verfiel auf diese beifcbrftii- i 
k> <-r'.i aU tlie im 'J. Jahrhundert bei den Franken üitdi Ijefli-«^ 

d__ _ _i5cben dimeier der lateinifk^ben bymnen nachzubilden, fi^i. 
]cuolu ihrer uacbbildung den regelmässigen Wechsel zwiechen hebaag 
ti' rig niclit geben, weil sie sonst zu viele werter und wortver- 

lii..,..,^.ii vom vers hatte auaschliessea müssen, aber sie konte wenig- 
stenti und mustc der Senkung, wenn sie eintrat, dasselbe mass setzen, 
das in dvm vorbilde fßr sie galt. In der stabrelmdichtung nach alter 

-' -ir ihr ein pjtnz anderes, von dem syntaktischen tonwert der Worte 
:umcnL>.-4 ii],i>.s gesexi, das sie nach belieben Hu-^fnllen rauchte 
oder nicht 

tL< hetracbtung vorlungt der anttact und die auf eine 

jbun:. ■ .ikudg. 

Im auftac^darf, wie sleti aus den betonungügesetzen ergibt, uiu- 
n ri stehen; es wfirde nicht nur die erste bebung l'ör sich 

ii iiiM.'D. sondern auch reimen mdsseo. Eine sehr auflal- 

1< itet sieb allerdings hier der dichter des Hf^liand um 

die äelig|tr«isaug«u der bergpredigt anter^ubringeu: salUje siini dk the 



AnrflRit 



ific hir tntnutno giltisHd ISOH. aäligf itimt Ak (hfini Mr tu/' 
1312. mUfjv i^ind ok uttdar fltf-saro tUfinaifon thiiMlu 1311: -m>: mh 
guwlssunbaftigkcit , mit dor ur ttoust das gebel/. boobacbtot, wird ilatlart 
nur um w bemerklicher. Das gteiohe wie vom »omen gilt von 
ad¥erbia1fn bo^riffsworteo untj empliatiHclien pronomon, dip vor df 
uomeu oUer vor item vcrb dou reim aur sich ^ieheu: crlitubt »iod diigi 
gen alle fibrigeu ndvorbien und ]>roDi>me, allus was partikcl hei»i 
ein!4obIiP!'alicb der pra.6se, endlich t\a^ verb Das verh auch mit s;ii 
dem uachlblgeudeu lutiiiltiv : ic nue^ iccsa» guJ niott Hi: (ion. äbjl] 
unch zwei verba Hnita, iturcn zweites vom ersten ubhünjECt: ^ud/tuH ikut 
aia te im haiiduii tfiwcndit hi'tgi Hei. till'J. sa(ßa üs uiuitir / ii 

hü S4 tlicsaro kuune^ üföilit tiüf). Aber nicht daä vcrb mit ^.....i ■.. .ii 
nachfolgenden particip, da dieses oU nomcu gilt; anch nicht das vorh 
mit einem nachfolgenden woi-te, dos zu ihm in onklise des tones 5ti<lil 
und i>e iladurrh in die bebnng empor drängt: aUo mcbt das verb niij 
nachfolgendem adverb {iho ijeng im tu tlu: iwiäcic wartl Hol 3l&( 
and nicht zwei durch uiue copulative oder disjuoctive partikel ver- 
einigte verba. 

Hiitige m oben gegebene beispiele haben (»eroits gezeigt, bis tu 
welchem nmfonge der auftaot iuuerhalb der ihm gcsutatnn schiankcu 
an»cliwellen kann. Es ist sache des kuustgefühlcs biurin das r'.' ' 
raaas zu halten, und der dic-liter de« Ht'Iiaiid macht von der frtMiiii:. 
Worte im auftact anzubäufeu, einen gebrauch, der wenig kuntitgefühl 
verrAt; aber grundsiitzlicb sind neine verso von den massvollfu des I' 
wTilf nicht verHcbiedwo und krmnen weder der g(!tiet/,^vidiigkcit ii-'<„ 
eigentlich der neuerung in der verakanst geziohea wiirdun.* Unter den 
Augelsuebseu komt ihm am uSchsten in diesur neigung der dichter der 
Genesis, oder vielmehr, nachSievors, der verfdeser des eingr ' ' eii 
fitfickes 235 — 8&1 : w mcahU M eti /ir'ä- bi*ji' fmdit-n 2tiO. ' <! 

(> tffkr his hytäo peöician 3B2. pA ne willaä nU at ßüM fitride 
ytswican 281. pä hH Ar m*' on fimif sJ*/ fnf<m 199. f-ivä hC üs 
itwg dti'ige Viynm- gcsMan 391. poititc möton «V hie iw iö giongr 
habbtm 407. Aber auch Cyuewulf gestattet sich gulogentlioh. wenn 
nicht M. doch 6 und 7 Ȇben: mid pij ic pe aulde Cf fi 

Cr. 1-126. siiUtan h' iicefdc his gast onst-nded Kr. 49. , h«' 

(ei his licet hmfäum ü3, udifrv yr tnec of pia»um yifurdwH unnpuäaJ 
Gulhl 347; sodaim di>r Gnomiker (vielloiüUt wider Cynewulf) forpon 

1) Nur 1IIII&« er tieh MD>ihal)4>D . danir i'jt von «JimtUrheD qunä. <t»nä h». 

<fuH nr nin fftr olle mtl fn)!|*efqinH'hfln w«rd?. Soino hnrnr bi'kunRn ''' '' 
tibnrn, UQ(] wir irfirdn ciu nictit Ivwn, wcan ilu ii. jnbThaaÜKTt dun k 



ALTi- tnnt M«. mieKvx«T 



5i» 



Pc ki iis ai tr^mtii tjctetidf. 5. M i)«ic wih para Icvlw» ^t;im>man tf ; 

D- soo«t, /.. h. hl der seelonrcde dus CoO. Exun. ^nnc 

;, . y . ... ly/«/ lirf 9t>. pa-s pc ic p^ on Pyisum hyttdum 

'ä. Vor allen freilich behält der dichter des Heliand den preüi 
mic tu ifitheii: atäi fnhjiMlun ef he wärt Ihtit harn tjtidcg \iil. so gl 
y,-, ... W...I ,. ./ f-,ti,pt f^>f,u k^ipön I84y. t/iat it ni mahta tc ^ni- 

y '( "iAli. hl diesem letzten huii^piole wird zwar ic 

vor focaliücbem miluat nicht eu hOreo sein, wie Oberhaupt mancher 
fAtl durch ' ' sich mildert: tir si thit fu' mi an is h-ilndi 131. 

bttfiiu »tt ' y'_ Mtubt *mcu 'iilftuit ^vryüh 1Ü66. 

fm Beowalf ist. wie (Ibemll, die uuBchwelltmg de» auAactes mehr 
iii ! Ah im rrstcii hulbvt>ni> zu haasf-, iibi*r sih gebt im ersten 

tii: '. . 4, im zneitou nicht Aber 5 silbcn hinaus mid crrpicht diese 

f^nitu nicbl gerade hüutig: p(et hf' htvfiU mod Mkicd 1107. gehwmrl 
pa iti Fr(inen<i Tatlni ViU). st' pe trfter ^incAfifan 13-42. nueg porme 
0» /«^M go/Wr UH^iiau 14Ö-I. peäh pc h/ his hröJor beur/l •2619. pees 
p€ hire in' wtVtt ijdümp 616. pai hc mc onf^cän sUd 6bl. pe^ hie 
dr tö tcla mkies 61*4. tii Jmss pv h' vinrcced 714. sicä h^ n^re 
in ' ' ' 1048. [tchtcifU hiora Itis fcrhiie treötcde 1166. pära pe HU 
I' 'um bowihui 1461. fiata /»e /«• /um lU'i/ hfefie 1625. ue 

ßoffl^ huH pf'i \eän lUttcitan 2'J95. 

Den f<>>Tikuogeu n.tch der ersten niid zweiten hebuug ist 
zanILchdt nicht^^ von dem versagt, waä dem auftact erlaubt isL Es 
koouoNi aber hei ihnen hinzu ersleos die Qbrigen ailben der worte, 
ül itoniqe üilbe in hehunt; «teht, ali^ü auch die zweiten teile von 

cu„.f^^ ..^ü und die bildungs- und beugimgi^äUbeu , die, wenn der dich- 
ter wolte, die zweite liebung nebst der ihr folgenden seolcucg besetzen 
k^nieo: fjfrenPcurfv OHtfeäi Bw. 14. worifiUäre fori/mf 16, Hcedeian- 
rftr ■ "I. grieitt Htgehrrdig 1*4. tc6iul »MncyHtu\'< 164. neettigne tc 
H< ;/f 1197. aorA i^ nti lö ^ecganne 473 gw/iri//i'/UN jHfumMH 

Vei 4:^1. nUthugHig Tiuml iOoti. sin mösta aßar iru mngnähäli 507. 
w*^ ' ' ! »* ..,ro Trtitufmo llOU. tisködun im an thvtn 

fi in und die dem nomen an gewicht /uoAchst- 

loiumundeu udverhion und pronome, sofern ihnen in der hebmig ein 
n -'.richtcs vorau:ä)2ubt . zu dorn sie in enklise 

\:l. ... ,,..>!. ..i..^t hiebei nicüts, wiu viele silben daueb«n 

von dem worte, deeaeo hocbbetuut« silbe die bebuug trftgl, iu die t)en- 
All 1. noch ob ätamnisUbcu duruntyr sind: up td päm a^rmhf^- 

y- ien. ^44. n/i tr tltcti* jUontu/ttigt/n godc Hei. 903. Es gebn 

«1- ^.oln und pronome noch in den kauf, mögen sie vor oder 

lucb dem in der sunkung befin'Ilicheu uomeu stebn: itcndan Wc^Mm 



60 



lumiftn 



and Itlwm Kr. i'i. hfh-o» vU- Jnir heorutut »h inulitm .•_'. hfvfiiwt 
ricr. miii htuUrnn* >t'wlnin Gcri. :J!t7. tirn harn Ott /th.<nin tiGstum 
tiomme H'8. mühchtc uiht si'ö Jitf^tn Jud. Si. 6>'' Tivt Oisf (hü ^ö trüit 
the hardo Hei. :H>69. ni galjio IhA far ihintm gcfx>N /« au^äo löElA. 
Aber e» dArf iiiuht otn compOMitum , wi-nigatciiH iiiebt ein 1 -i 

mit iioWiitoii Heiu; es Jürleu lÜL-bt ztvoi uomina otW ua ^ ■.' .< '^~ 
näcfastkommondo woitc sein, ebentH> wenig «lu aylches wort nybpn 
einem verb, il» aläflRuii tio» dne vura and^rou dunrb duSHCu cultliso 
üi dit! hebung gedr&ngL oder seiner ei^roaeu uiilehnuug boruubl wDrde. 
AusWösig würt' daher die b^tunung ^mjii in Jumr ofti intmn lurtrmtr 
Dan. '2'^S, richtig aber ist engd in pone ofn innan tn^ieom, An- 
iut vrif sixul icitt wer vtdrf ijtJvuUttin : \ oft fu/ num Wonfmitm OtiifiU 
Unom. l'.'l: dt-r zweite biei sinlüse balbvers, der in eiiu-r iindt-rn Ppruch- 
reihe Ca. 65 widorkehrt, ist zu tUgoo und dor vers nach ictr zn tei- 
len. Ä!inlii;}i verhält es sicli mit Onom. IfiT» fefn Hcfop mtotiid /»(fs /»« 
fffrn tjviCrAtrd: mau teile uacli iiuMnd, dur zweito baihverä At7 ^i'ltni, 
iwä turd ittsan steht veroinicelt, AitaU^säig iät sätiif tnsf thü > 
sunu JvtHtses Hei. JOGa, wenn man, wie es sieb gcbflhrt, natüj uU 
crstr- hebung betont; dtu- dichtiT verfährt aber ufTunbur v.U' in jiiuen 
Versen der l)ergy>redigt und behandelt di«« wurto saliff 6k»Y thu nU auf-^ 
tacU Zwei oopnlativ uder disjnuctiv verbQndeiie verba wurden sei 
im auftact als unerlaubt crkanU 

Üaü atlvorb kiiuu nbrigcns in der aenlcuDg, was dum nouicn nnmft^ 
lieh wUns auf ein in hcbung stehendes verb folgen: wSnhtitiin yfffrc 
tfcfinK Jud. ti ist SU richtig wiu horni (vflir htmcuin rjrfoiht 18. 

Zwischen beiden Senkungen bringt schon der puctiäche 5tll (tinea 
nuterachied hervor, der von grosser motrischer buduutung ist Dia 
erstfl Senkung ist ndmlich vorzugsweise der sitz der pronoine und Par- 
tikeln, die zweite der uumina und vetba, von welchuu lulzteru nur 
diojenigon, die mit dem infinitiv oder particip construiert werden, in 
der ersten Ht'ukung nfter lK,>gttguen: ]>«;;wim dndon ttf^fwärc Bw. l'IW. 
iff^eH Ita-fdc hc kic sicti ge^ltgticQ Gen. 25i. steä rtiodU wies his 
v/F.stm on hmfonnm '2hh. (L^ran seeoide M his drramus oh itertfo- 
num 257. ffram wcard htm s^ \^öda on his müde 302. tiitia» /«efe 
ic hitus tcid m^ si/Z/itc -138, »6 htftik wtlri thni tlm sii« Mmiiun 
üel. 2H3i'. hltiilfo hahä^ /Ai) an thiuuu hmun gih'/bon, , hn^rt- 
skeßi sind ihhie si^ic tjilUca 3066, h^tan skidun thi ftriho bftrn 
iiOQ'J. Im ganzen Bcowiilf finden sich nnr folgende b- 
pronom oder partikel in /weiter i^enkimg: Wind*» io h- 
^%t}Hena uät hwifh TJ'^^, e<H/c e.i)rla sunt 1313. yetwUßA i 
'21itl. mehd mnnmt tjchwn^ '2b'J'!. Brecu niifn- yü 683. Oition pf 



kliTfU TWB AflB, THBMnwrar 



int Jifl esr rafft', ^ftrr pon 724. fcrd/m fonf paiw» 1GS2 Phd ottrr 
f6 1755. 0/vW untfi-iut'tc:i wd 17yi. I>n«* wWcs «■«;/ ÜKÜI, XrfMmnit 
*j* Tt«? ädiH'i, ntuiu man so richtig för ijatu »Dii^udicrL Abt»' auch dur 

I des Heliand verhalt sich ähnlich: in seinen f-reten KHX» vor- 
;( II nicht m^hr als l'ulj^emli) (Ulle vor: ftrnriuü tpuhnun im IVA, 

V. 'tu VM\; tiflur Ihiu «UH^eniom '2-iS. öl'J, tiSd. (ja:{. 715. 800. 

^96. l|rt4Mf ff tfariu kfuJslii gihtt^- 347. iro ni'Vi ni»r^tt Atfcm (?) 
99J>. ht' d''tftt'.i sir dtufii iifhteUlkt'S 9-'»4. ^nro ^umuno $»> hwctn 957. 
*ö mUV/ti (.s he hrJara than ih 1(41. hi tcas irö tfiuo nohthati itj. 
listtuH ttifda Ihi) 493. Am nhliro ihtar hinan 571. giirittm im fhö rff 
th*ii%tin $32. tUfwng ^Kitunäih flu'ir 950. Andrerseits raucht es vinigc 
mOhe, numinn üilt>r unilerc verh;t aU dio oben <mge(;eb«np art in erster 
Senkung zusauiuien iM i^uclit-u: fatfer aädum nntm Bw. 9U. mnhor 
titetcntfuiu ^r 11 Ö7. him pers arm hnn hecdm Gen, 46. pat tr/* uij/f- 
/*;/ ' möil oHiluvccil 103. ^A^^ a/rfo man an (hcm tUaka Hei. -193. 

Hi : tFt fit tili Sciii/inga Hw. llfiö. Srcrrt;* j*(jft/f iV and Becr.an 

'Witlü. IIa. &r<|/ stniuiail uu' sXrntige gcJietUtis Uen. 284. tkea man xt^ 
ih' . Hot 675: be^Tiffs vollere udverbien habe ich mir gar nicht 

.11 ... ubwol sich hie and da eine.s linden rnnss; ^raro $Ona W(Fs 

1. panou rff gcwäi 12n. monig oft gtutH 171 sind zweifelhaft, 
liu d^i.'i adrerb so gut wie das verb betont werden kann. Nomina in 
iweiter Senkung haben die bisherigen bcispielc schon in menge üigcben ; 
oncb verha «ind häufig genug: winter yäe heleäc Bw. Ii:i2. hrd wide 
gproufj 1509. Yt'dtcr np purhdrfif 162S. tfcodn uteä wit Turdum sprtF- 
coH 1707. ihai vtrod odar hid Hei 103. that g(V fürdor skrM 449. 
ihrtt weröm lißnr gvtujan 658, 

I>ic^ v^rtoilung des äprachstofTcs uut«r die beiden Senkungen 
üi'wift.t nmi. dass die /weite dt-rselbt-n auch bei den dichtem, die sonst 
ddKU nei<4un, vor ^roKser nnächwellung «icher ist. und ett ist damit 
dam vetft ein wirkungsvoller abschlusä gesichert Die orsto Senkung 
M 'ifNi der anachwellung prMsg.^gebeu. Im HcottTilf ist ihr 

hl... m Kul'tacl uiu engtra mass goselzt: häutig sind drei silben. 

seltirD vier und fdol', wobei man auch die mögliche synaloephe in rech- 
ji' 'on muss: whie ic pai hr mid gtide 11*^4. [dm pc ic on 

' 1 1 :'ü. nthiUjtir ic undcr ^urgft 1197. ftiVMaji A** ander »egne 

gvsdicon pti tefttr yiitdere. 1425. oßloh pä <d pthrc ^cec 11*65. 
h^riU ic pu^ h^ pone \keal$hetih 3172; mehr silben werden sieb scbwer- 
Ü ' ' r ' .1 Sechs erlaubt sich der dichter der (lonesis: ifor- 

h>- '■ Witt: aiH. fuff heofoni-v-.e nü wC' hit \\nhhan ne 

möiott 404, andre beispielo siud unt«r den trnher gegebenen ; abernnoh 
<ln onderi^r geht ao weit : ehiig hiit s^ pe in his ^dle gtpthä Uuom. 37, 



ei 



tatutia. 



und d«r ilklitpr deß WidsiUi weiter: htid hidtrieiftpim iV wrrs m 
mid heöuiim HO; nin weitesten uocb bicr wiüev der dinbtor ilpsHeliaofl: 
ii6Ug&r(nt undar thew ffisiäea tJII thir ^nngAroit thr h^ imu hahda he 
iS godi (lik/rrtitifi 3Uv)R. ^rimmt!.s thrtn lanffo ihr hf müsta itt ^ugtidi 
neoftiv 3498, immoTtiin um zwei oder drei silhen unter dem inawe **i- 
utB lüngBtfü aurtai-tos yuröckhlfUjnud. 

Wie di^r jinge«cli wellte anHact den Kweittm Imlbvera. flo htkt die 
Äigesehwftllte erat« senlning den ersten balhvoi*» vorr-ngeweiae kuiu 
Ifebiet. 

Die veröcbiedene benotzung der Treibcit, den aulxarl und die liei- 
den 8«nkuugen önzuschwellen, ergilit (Tir deu tialbvers und nm so mobr 
fllr deu vers die mannigfaltigsten romltinationen , deren ncbüge »u»wulil 
Sache de» kunstgefüblcR Ist, auf deren glücklicher abveclisclung die 
äussere formsch^nheit der dichlung Iieruht Halbverse, in welrhen so 
den drei sttdlen zugleich die anschwelluug das mass orreichte, das iich 
der dichter für jede einzelne derselben gt"<tattct, ijibt es nicht; wpgnr 
der dichter des Beowulf würde damit einen hallivers von 16 ."^ilhf^n 
erzielen, die der (Umesis und des Keliand vfdlig unfnsshare ineirisdtB 
ungeheuer. Auch eine milsttigt*, aber zieniltrli gliMcliniilttHige susrhwe>l- 
iuug au den drei stellen wirkt nicht schön: Ar' hirfd nü tf'^mf-arr^ 
ÜHtn' midd'nujfard Gen. 305. nü ix U tu ffint'd'id Ihmh ihta n- - 
d{>n krtift Hei. 1141. thoh sitt tun liüdlikv <mtkfn»ian ni imhh :', 
ganz anders wenn die zweite senltung nur einfach geflilli wird: nÖ P0 
h^ poiir hf'odoiittc liw. 2466. Kiue UDgcfTilligo Wirkung ontstobt nlcW 
minder, wenn der auftjiot und die /.weittt ciünkutig, nicht aber die uretA 
ungescliweHt Ist; «•»/ ponc hi'hstan h'^ofoues wealdrnd G*'n. 'J6t>. 
iv^ him OH fßdm \a»dr \äd gefninedim 392. hffßt pf md dry^ 
d^ntc {feworhtfi*} 507. b^ian htrora Ucarran hearMcwidf 025 : das 
luse hmrian (nebsl dem davon bedingten his im zweiten halbvpni) 
soUe man aber auswerfen, worauf die erste hebung auf ^r/<iri fiele. 
yW uvard yrrr nnmöd cynlng Dan. 324. tct^Idon th'i mid ntt'no» kI 
/tau tiwrrjHW Uel..'J9!*l. st'Ai« *>«m IhuthufMi Uimil» nki rj977 Die V* 
einigung eine» erweiterten und eines kurzen halbversea beleidigt nicht, 
wenn, wie so oft im Heliand, der kurze der orsli' i.4: ^Mincie P 
olmr IhentH st;id tiuttt mtnuH svii icirkmn SU?*"): wul aber im enl: 
gesetzten falle: h/! is Atta etftting pe us otvrrc getceard, \ ^ <> 
Sat. Sßl. tJtaf sia thin h^ftuu Huin thuni thcna Ui^Iatjttn dag \ hmitfvu 
fli liettm Htd. 5692. Mit recht beliebt dagegen sind zi^'oi meti *''■■ 
faaupttypen. die dadurch entstehn. dat«s man entweder beide t-t 
gen ebne den auflact, oder den auftact, aber keine der seukuni 
anschwellt, buldo al« erstur und zweiter halbvers ultmals und oft 



ia/n> VHP %m. npuKuitsT 



99 






wlderholuug lihitor eiiiauder combiaierl: irfnilhM ^hh- 
'■ hiiH yWalh/tfö (ifnf Bw. 21711, Inudes antt lodsnra 
iit pit y/tn mttt'ifan 2995. thau sähtoi sie itd irw- 
uttdar thnwt yroUcttf» skion || üp tc thetmi hüAu» hiinUe, | hwo 
f' - ■ T -iUrton, II 'iN^k^rir/im sü' Miw kfOxM/ fn/des, ] Ihiu 

« r, ••tu hrrotl \\ ffi'Warht Ir tkesera Vffroldi, und erst je Zt 

dm' uvuc couiliintttion: ihm ytcnh äfl<ir ißngun Hui. 055 fgg. Vergl. 
V'- 29HÖ l'gg. 3494 fgg. 4311-1 fgg. und nebeu d«i leiobt zu flii- 

■ ' . ...;%piel«n in der Genesis und Juditb Cr. 1J82 i^j^. 1-123 fgg. 

IIa VRrHt(>ht idch daas die geschwellten aenhingeii , einsc1>liesglicli 
tüs, ibre uobcntüne haben, und sehr oft — man sehe niii* 
i^vi. boispiolo durch — lääst sieb der envoiterto halbvera ohne 
weiteres in zwei gewiihnliclie halbverse zerlegen, in welchen jene tiebeo- 
tAn« bebuDgen geworden Bind, [n diesem falle kann mun ei>eu80 got 
T' ' ' I ,ies erweiterten halbverses siire^ben, von denen xwei 

ü' r<Uiet sind; aber im sinne der utfriediscbeu luetrik 

kann man ea nach dann nicht, und die der hebungeu bleiben immer 

< .. iiu von vier silben, zweien in Hebung und zweieu in Sen- 
kung, ah dem mittleren grund^cbema des halbverses nus, so ergibt 
di0 Vi ' Mg dieäes äolienias die silbenzahl, die Snorri Sturluson 

ab« d.- ..ir.'iio lür den dnHlkYiedr hättr angibt. Die SQdgornianen 
bsbeo auf demselben wege wie die Nordloute ein exw^tert^s metrum 
gerouden, über sie haben ea nicht üysleniatiäiert und auch, so riol wir 
aehon, nicht !>tro|>bijict) vcrwfmt. Zum dröttltva'<rr hiittr wie zum U6- 
djibftUr liüdet ;ticb hier nur das unverarbeitete element. \)\\s erweiterte 
mrtrum weiügAien» spielt in beiden litteratureu, der angelsAchsitichen 
wie der n*! Iieu. ganz dieselbe rolle; bleibt es im nordiscbeu 

snm UüVf!. m wird es wenigwtens mit sinn verwertet Mßgen 

viele dietier verse, die ganz vereinicelt unter den gewöhnlichen kurzen 
'1, mOgen dit' erweiterten bolbveräe. die mit kuizen, mitun- 
uiyrbrm. verbunden werden, ganz den eindruck des zufälligen 
^u kiLUU mmi dies doch nicht von den grdsscrn und kleinem 
liugen, in denen sie von mehrern dichtem vereinigt werden. 
' r^'u sie einen volleren, erregteren ton in die darstellung, der 
lieber Wirkung »ein kann. Mit der deutlichsten absieht hat 
9icti der dicliter der Jnditfa dieses kmisimittels bedient. Da aber schon 
rnrwuU und. wenn ftucli sparsam, der dichter des Beowulf es gebr.iu- 
» kann ms nirht vou den Altfiachseu gelernt sein, uucb wenn 
frin teil der Genesis wirklich nach dein vertornen alttestamcntlicbeu 
teile d»« Helitiud bearbeitet ist Das erweiterte metrum ist aUo »cbOH 



mache ri, 

imiS)««n 
11... I..-, 



KIKOEB, AI.T8, 



IKT'SST 



Vor der uuswiimlLTung ikr iiordalbing^iiii'lica Änyrlii no"! .SacUi-ii, fli> 
süiigor väii Witl(*ith zwischcü ibuen um] Jou übrigen deutscbeu sUiu- 
mea hin und her gingen nnd dort wie hifr väitfUtutleu wnriloii, in sol- 
cher Tvei^e gDbnmi;hl worden, wie wir es niis doii dcnicmälcm des 
8. und 9. jahrhanderls kenni^n lernen. Auch es gehört zu der ererb- 
ten verskaiiai, die der dichter des Heliand mit dem de» Bi-unulf «o 
völlig genieiD halte, obwol beide TOn ihr einen äO VLTSohiedcni'ii 
gebrauch machton. Ihre gesetao Hessen ihn ra, und gegen dio^ ' f^ 

»iliidigte keiüiT vun heidtn. Da» bt'weist zur genüge, i. i 

der Altsaclmif nuch aus einem rausebeudeu »truni opiachnn gewinges 
DohOpfto; wenn nicht schon die föUe und Sicherheit tioines stilcs davon 
knndo ?äbe. 



S. l, K. 12 V. 0. li«'« H. 280 ~'att s. 253. Ich Wrrirhli;;? ilicsts vcrsc)ir*D, <liw 
jvder Icscr loicjit salbet lerifhü(.'*:n könt«, am den «et«in xu veruieiileli itl^ ivi>?1p 
ich Aiutluu^'n IrucLtbare uuU-rrtuclinD^ Sber dio dopptflU' HvokanK in dot i 
dcnUcbcD jitidfilo (In lä. jahrEinndcrtd mit soinor inur unj^tiniegsbar^a oltfi&cli.M - 
ver«1«l)r« ia eine» topf werfen. Aach mn meinem standiiunkte ntti* tlellt aicti 
zobiimuionbuiig zvrWbcn jener mlttobtcatsütion viffcnbrit uud iler nltoii vfrAuni 
dar: ur lj«i)tclit vinfarb dunti. ila»a man in NicdiT- anil MUldiluot-^cbland mit dt'm 
vi•]^hcbun^^M-k>'^lft tiicbt eofurl ducIi das gi-'n^z Her eiQiiill>i(.^eD BfMiktui^ uauiilim. 
du dem alten hi>iinRticli Tun zwei bebungf^n fremd irewcaea war. 

DAJIMtfTAlJT, IM 8El>TEMUt£B 167&. M. HUMEÜ. 



ZU GUTTFRIEDS TRISTAN. 

12449 (313, II.) M vnwürdt: im nienutr 605 cntsagit ist von 
liechstein gäuzlicli mißverstanden. Der »inn ist: os kd&te ihm iiieht 
hesser verheimlicht werden. EnisfUfirit in dieser bedi.«utui]g r ' 1. 

z. b. (iregor H3ii. r^ isl algomeiiii'!^ «ubject. E» ist li'irht i 

zuaammenhnQge zu ergfin:wn , was dorn kOnigo verlieimUuht werden soll, 
nämlich, dass Isolde das mngdtuom gohommr'n sei. 

l.iTyH. (3iMJ, 40,) und nsxtfte. ü^er tiJitv. — Üechstein ü^ 
„ohne daran zu denken, unbewusl." So auoh da» mhd. wb. Doch 
weiss ich nicht, weshalb mau hier von der gewrdmlichen bedt'Utnng 
„Ober die mas.sen, sehr" (vgl. Lanz, IHß'i #m wm/ in flc itcr aii(e) 
abgeben süllte, 

ürtlTINOBN. R, 8PRESUKK. 



65 



ZWEI KAUFLEÜTE. 

EINE ERZÄHLITNO VON RU PREC HT^ VON WIRZBURQ . /. jj f 
KRITISCH BEARBEITET VON MOBIZ HAUPT. 

Ich taon reht als die tdren, 

die da bringent z'Oren 

swa^ in kumet in den muot; 

e? si übel oder gunt, 
5 si länt^ her fl^ suallen 

und ü; dem munde vallen 

als man sis gebeten habe: 

sus tuon ich törehter knabe, 

wan ich mit krankem sinne 
10 einer rede beginne 

diu mir ist ze swfere. 

ich wil sagen ein mzere; 

ich förhte e? müge niht volkomen^ 

Sit ich michs hän an genomen: 
15 wan ich bin guoter witze hol 

und aller tumpheite vol. 

dar umbe bitte ich alle, 

swem e? missevalle 

der hcBre lesen diz bfiechelin, 
20 da^ si mir gnsedic wellen sin 

und min getihto iht schelten, 

wan ich entuon e^ selten. 

got mir sine helfe sende 



25 da; ich da; m%re volende. 
e; lit in Franken riebe 

ein stat, diu ist vil riebe, 

diu ist Virdün genant 

und von koufliuteu wol bekant. 
30 dar inne an alle schände, 

die tiursten von dem lande, 

sä;en zwene koufman. 

ir ietwedere began 

den andern sere minnen 



(TMnm. r. DBDTiOB* PUILOLOOIB. KD. VII. 



fiti ZWEI KAUPLEUTE 

'ib mit stsetes herzen sinuen. 
e^ het diu staete friuutscbaft 
an in genzliche kraft, 
ditz triben si vil manegen tac. 
ir iegliclier ringe wac 

40 durch den andern län enwäge 
Itp guot ere undo mage. 
doch was der eine richer vil 
und vaste über des andern zil 
gestigen von dem gotes gebot: 

45 er was geheimen Gilot. 

der auder was im undertän 
reht als er wa?r sin eigen man 
und diente im an alle schäm: 
geheimen was er Gillam; 

50 einen sun het er, hie;; Uertram. 
Gilot liL't ein tohter. 
durch liebe nemoliter 
keine stunde nie gelun, 
ern müeste zuo Gillame gän, 

55 mit im sitzen unde stiln, 
beide tuon unde hm: 
sus twanc in der liebe gart, 
sin toliter hie;^ fron Irmengart. 
sie hete selia-ne unde jugent, 

60 vernünftekeit unde tugent. 
oucli was der horre Hertram 
ze aller böshoite lani 
und z'aller frumkeite snel. 
des wart sin lop breit unde hei; 

65 sin heil da^ was nilit sinwel. 
nu beguuden die /wi'u alten 
der stat Viiste walten: 
in mohte nienian wider gesiii. 
her (Jilot hete manegen sin 

70 wie er umbe git'Hge, 
Gillam an eren vicngc 
mit also ganzer friuntschaft 
da:; der stietekeite hat't 
nimmer mere würde erlöst. 

75 er dähte e^ w^ere ein ganzer tröst 



"T^-*- 



KJUT. BEABB. V. M. UACPT l)( 

der stat algemeine, 

wan zweiuDge deheine 

möliten der stat iif gesten 

ob si zesameu wolten geu 
8(1 mit friuntliclier stiete. 

mit manecvalter r*te 

truoc er e^ fruo und sparte, 
dö er ditz lauge het verholn 

uud siaem wibe vor verstoln. 
85 eins uahtes er sich bewac, 

du er bi ir ze betto lac. 

da; er ir uiht verdagete. 

sinen muot er ir sagete: 

er sprach 'liebiu frouwe inin. 
W mir ist komen in den sin 

da; ich dem jungen Berhtram. 

sun mines friuudes 'lillaiti, 

Irmengart wil ze wibe geben: 

so mugen wir mit fröudeu leben 
95 und der stat aller walten.' 

si sprach 'herre, tuo gehalten 

dise rede, wa; sol di; sin? 

war tuost du. herre, dineu sin? 

du sultst die rede hau verhorn : 
100 si ist mir inueclicheu zorn; 

du hast si mc dan halp verlorn.' 
Gilot ir antwurte dö; 

er sprach 4rowe. wie tuost du sO? 

du solt dise rede län 
105 und mich eiu wenc da bi verstau: 

dir ist din muot verirret. 

ich wei; wol wa; dir wirret. 

gräveu unde herzogen 

(da; ist war uud niht gelogen) 
110 unser tohter wolten nemeu, 

ob mich mochte des gezemen 

da; ich si in wolt« geben. 

da wider wil ich immer streben, 

wände mir in minem herzen 
115 wüchse vil grö;er ^me^zen 

swen man mir min liebe; kint 



68 2WEI KAtTFLEl'TB 

würde smsehen als ein rint, 
da^ si uilit edel wscre. 
veruim du miniu ma;re: 

120 mm tohter sol nemeu man 
der ir wol si genö^sau.' 
si sprach 'swa? du mit da^ st getan.' 
. zehaut dd si der rede verjach 

der herre minueclichen sprach 

125 'sffilic sistu, liebe:; wip, 

wan du mit allem dineu lip 
mir alle zlt bist undertäu. 
da von muo; ich dich immer hau 
liep bi^ au miues tödes zil: 

130 wan dmer zuht der ist s6 vil. 
wir sulen niht langer beiten, 
wir sulon uns bereiteu 
da^ wir dem dinge kumen zuo: 
ich wil^ enden morgen fruo.' 

135 'vil lieber herre, das; tuo.' 

zehant kam des tages lieht, 
der herre sich sümde uieht, 
er gienc hin zo Gillam. 
er sprach 'wä ist Bertram? 

140 eines diuges sol iu zemeu, 
er sol min tohter z'o nemen: 
wan mir nieman, wi^^e krist, 
lieber z>inem eidam ist.' 
Gillam sprach 'herre, lät stäii. 

145 wes spottet ir mich armen mau? 
ich bin iur dieiier ie gewesen, 
ir sult mich bt iu län genesen, 
tuot ir da^, sO tuot ir wol: 
da? gediene ich euch swä ich sol' 

150 des antwurtc im dd Gilot 
'e; ist min eruest äne Spot. 
war tu3te ich die sinne min 
sd ich wolte spotten din? 
e; mac nieman erwonden. 

155 nach dinem sune solt du senden.' 
si gelobten^ beide mit hendeu. 
dö da; der junge vernam, 



lEIT. BBARB. T. JT. BAÜPT & 

vil schiere er zuo sim vater kam. 

dar nach kam oiich frou Irmengart. 
160 dem knappen si gesworen wart 

zeim glichen wibe. 

Til nähen siuem libe 

drukte er die schönen magt 

als mir da^ msere wart gesagt, 
165 diu maget sere weinte. 

da mite si hescheinte 

ir kiusche und ir wipliche zuht. 

€1 diuhte euch noch ein ungenuht 

swä man e:; vernseme 
170 ob ein wtp niht erkame 

dd man si gsebe einem man 

den si mit vollen ougen an 

nie gesach ze einem male. 

Bertrame wart an alle twäle 
175 geboten ein sulhiu höchzit 

da^ weder vordes noch sit 

kein so schceniu m@ geschach, 

ob e^ iht WtTr als man mir veijach: 

da wider ich wort nie gesprach. 
180 nu begunde diu sunne sigen 

und der äbentsterne stigen 

nach der alteu gwonheit. 

ob mir ist geseit diu wärheit, 

die beide do ein bette enphienc. 
185 ein vil liep da ergienc 

und ein minneclicher umbevanc. 

da; mich nu ncetet min gedanc 

s6 gar verre, deist mir zom: 

wan leitler e; ist gar verlorn. 
190 dii mite si der rede gedagt. 

der knappe und diu ^il schiene magt 

versuenet wurden an der stunt. 

er kustes me dan tOsentstnnt 

an ir rosenroten munt. 
195 diu naht mit freuden ende nam. 

diu fronwe und min her Bertram 

ze banden sich geviengen; 

in einen sal si giengen: 



70 ZWEI KA.UFLEDTE 



flu Wiis vun tVinulen michel schal ; 
2()(.» der tambür gen der videlii luil; 

da wriron oucli floitcn vil 

Hiui aller hande Seiten spil 

und scho-ner frouwen oucli genuoc. 

dar nach man tischlachon truoc. 
2<i5 die taveln wurden du bereit 

und der esterich bespreit 

mit Muomeu und mit grüeriem gras. 

swaij herschaft fif dem palas wa?, 

die beten wa^^er alle genomen. 
210 dar nach sach man schiere körnen 

truhsfc^en unde schenken. 

die gotorsten des niht wenken, 

si gäben ganze Wirtschaft 

und alles des die Überkraft 
215 des man da. haben soltc, 

der wirt niht sparen wolte. 

in deheinc slahte sin guot. 

or hete ein gerehtcn muot. 

der beste ouch nach dem besten tuot. 
220 d6 diu höchzit ergienc, 

der jungeliuc zc hüso vienc 

mit im sin vil scha^ne^j wip. 

diu was im lieber daii der lip; 

also was er ir hin wider 
225 weder e noch sider 

nie ZUG deheinen stunden 

zwei so geliebiu wurden funden 

»6 disiu beidiu wären. 

alle/, kriegen si verbslren: 
230 wa? si weit da? woltc ouch er. 

da?, im geviel da?, wai* ir ger. 

sus muosteri si mit fröuden leben. 

in bete got den wünsch gegeben 

und ftf erden hie ein paradis. 
235 nie kein meiator wart so wis 

der cnvoUen möhte getihten 

und /e rehte beribten 

ir zweier liebe slo?^e8 bant: 

da; ist mir TOllecliche erkant: 




KRIT. BBABB. V. H. HAUPT 71 

240 ei moht nie werden zetrant. 

da^ ich nu sage da; ist war. 

der herre m6 dan zehen jär 

het alle wege mit rate 

sin hüs fruo unde spate. 
245 des volgte im frou Irmengart 

in aller wiplicher art. 

kein herze groe^er staetekeit 

gewan noch ganzer frumekeit, 

wan si was der s?eldeu stam. 
250 der herre min her Bertram 

mit koufe merte sin guot: 

wan swer zem dinge niht entuot 

und alzit da von nemen wil, 

des muo? wesen harte vil 
255 e^n werde schiere vertan. 

der herre bereiten sich began 

üf den järmarkt ze Provis. 

er was kundie unde wis 

üf aller hnnde koufmanschaft. 
260 des het er ouch die Überkraft; 

zeudäl würze siden scharlät 

und aller hande riebe wät 

fuorte er «f den järmarkt hin. 

dar an nara er riehen gvrin. 
265 urloup nam er zer frouwen sin. 

dö er zer frouwen urloup genam, 

vil s§re ir herze des erkam, 

wan ir sagte ir swserer muot. 

als er mir ofte selben tuot, 
270 da? er ze lange weite sin. 

vil bei^e weinte de? frouwelin. 

ir herm si nä, zuo ir gevienc: 

manec küssen dö von in ergienc. 

si sprach *mTn vil lieber man, 
275 wem wilt du mich armen län, 

Sit du von mir wilt scheiden? 

min herze mit manegen leiden 

ist vil starke überladen; 

e? muo? in grölen sorgen baden. 
280 mir ist al min fröude verspart 



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ZWKJ CAClt^KUTB 

bij; diis; gevcbibt diu widurvurt.' 
dem horron wurden d'ougcn nlt, 
als im diu gnV.L' llt^be gt'biH. 
er Bptacli 'vU mmnecUcbin; nip, 


1 


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285 


Trar uihIkj qiielst du dfnon R|» 
und l^wa?^Hst mir rnui gemütite? 
der liebe got dicli mir beböete. 
du eolt dehoinun 7.wlvel hau 
icb M dir immer undtartän. 


1 


W 


tiOO 


ich kunie ber wider iu kur7.(«r üt. 
ob mir got gesuntbelt glt 
dfii leit bi mliiem herzen Itt.* 

Tüll datiae seliiüt der herre wert 
wot xebon tflscttt marke wert 


J 


m 


:{05 


fuort- er ?.e Provis iu die stat. 
zno dem besten wirte hat 
er sieb vrlsou drätö, 
der mit vollem rüte 
eiD gust halten kuudti. 


1 


■ 


300 


gcfuoit wart or y.er »tumle 
ze oioem wirte rlchön, 
der schöne uud liÖltHcblicbon 
den vil juiigon ga^t uiipficur. 
vil Kflhtecliche er g&u im gienc 


1 


W 


306 


niid hie^ in gotu wilkomen stii, 
er sprach 'gol löne iu, herro min. 
ir »alt mir llben ein gadeu 
dil icb äu aller »lolile schaden 
min guot mOg inue gebulteu 


1 


m 


310 


uud dQ8 aleine wiiUen.* 
der Wirt tet nach sUier het«: 
da? scbcenste gaden das; er bete 
da? wart im schiere da bereit 
mid al slu guot dar iu geleit 


j 


B 


315 


des wart bor Berti'nm geroeit. 

dd di;; dili% wart getäii, 
man biC7, dun gast ze tische g&n 
in eiiiv komenAteu wU. 
diu was alnmlw tu alte f«ti 


1 


^^ 


3ao 


gesa&t vul rieber konniiau. 
dO da^ e^en wart gvt4u, 


J 




K&IT. BEAaB. V. 31. BACPT 73 

der viin die geste hie? gedagen 

und bat ir ieglichen sagen 

von sinem wibe ein ma-re. 
325 wie si gemuot waere 

und wie si lebete iu ir hüs. 

der erste ^pracb "sö süsä süs. 

diu min Ist ein unsa^lic wip. 

si ist ein tivel und niht ein lip: 
330 und sa;;;en uf der swellen min 

al die tivel die in der helle sin, 

ir getorste keiner zuo ir komen." 

der ander sprach 'wir hän vemomeu 

vil wol Ja? du uns kündest. 
335 ich wau Ja? du dich söuJest 

an diner hüsfrouwen guot. 

diu min mir niht also tuot. 

si ist frtelicb unde frum. 

zehaiit sCi ich von ir kuni 
340 ir ebenkristen erbarmt si sich, 

da? dem süe?en gote ist lobeüch. 

des ziuhe ich zwei gouchelin." 

der dritte sprach "da? mac wol sin. 

diu min ist be??er denue guot: 
345 si hat ouch einen ?twteu muot: 

da b1 so kan si einen list 

der obe Jiseu beideu ist, 

vil dicke si getrinket 

da? ir Jiu zuuge hinket. 
350 alsus min wip besorgen kan 

min hi'is und alle? Ja? ich hän.' 

der weUselmarre se vil getriben. 

ir keiner was aldä beliben. 

er sluoc sim wibe an ie etwa?: 
355 ir selber eren truogens ha?. 

der junge gast her Bertram 

di? alle? in sin herze nam 

und lobte got sere 

der vil gi'6?en ere 
360 die er im bete getan. 

der wirt in guetlichen an 

sprach, 'wie tuot ir, berre, so 



74 ZWEI KAtJFLBÜTB 



da; ir uns niht machent vrö 

mit etlichem msereltn 
365 von iuwer lieben wirtin?' 

der jungelinc sprach 'da; sol 3in. 
ich hau da heime ein reine; wip 

der vil rainneclicher lip 

mich dicke frö machet. 
370 min herze gen ir lachet 

swen si sehent min ougen an. 

keime wtbe nie kein man 

lieber wart dan ich ir bin. 

31 hat wiplichen sin, 
.'175 kiusche und reine gemüete; 

mä;e und rehtiu güete 

volgent miner frouwen mite, 

zuht und witze und rehter site: 

da bi ziuhet si sich schöne. 
380 alles lobes ist si ein kröne, 

die si zo rehte sol tragen. 

niht m6 kan ich iu gesagen 

von miner frouwen ruome. 

si ist aller frouwen bluome 
385 und mines herzen östertac. 

ze ir sich niht geliehen mac. 

si ist aller wibe lop, 

ir wirde Hinget allen op, 

aller tugende sint gen ir grop.' 
390 der wirt spracli * ich sihe iuch toben, 

daa; ir iuwer wip so ho weit loben.' 

' nein ich ' sprach der jungelinc. 

"si kan alliu guotiu dinc 

herihteu unde erkennen. 
396 swie vil tugende ich nenne, 

danuoch ist ir vil mer an ir.' 

der wirt sprach 'nu volgent mir 

und rüemet si niht so s§re: 

e; nimet iu anders iuwer ere, 
■100 so ir wfenet dran besitzen. 

ir enphleget niht guoter witze. 

mit in ich des wette, 

ich g§ mit ir ze bette 



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KBTT. BEABB. V. ■. HAUPT 75 

in einem halben järe, 
405 ob ir getürret zwäre, 

umb alle^ da; ich leisten kan, 

ob ich des urloup von iu hän, 

und ob iuch niht betraget 

da; ir da gegen wäget 
■410 genzlichen al iuwer habe, 

ob ir verlieset, da; ir di'abe 

g§t mit blö;er hende. 

da gen ich verpfende 

alle; da; ich guotes hän. 
415 so mno; euch da; dar nach gän. 

swer verliust der sol bescheiden 

dem andern bi geswornem eide 

des guotes des er e pflac 

nnd da; er die wile gewinnen mac, 
420 mit also vester staetekeit, 

ob e; ir eime würde leit, 

da; er des niht möht abe gän/ 

diu gelübde ward aldä getan: 

ir deheiner wolt des abe gän. 
425 der wirt den gast hie; da bestän 

und boten senden hin hein 

der sagte da? er wiere enein 

worden da; er wolte varu 

gen Venedic und da; niht sparn, 
430 und da; er seite der wirtin 

da; si da; gesinde stn 

mit ganzer ere hielte, 

wau er si nie geschielte 

ö; siues herzen arke. 
435 da; brach ir fröude starke 

dö ir di; mjere wart geseit. 

ir herze wart von jämer breit 

und ir fröuden bruch gemeret. 

ir wangen wurden gar bereret 
44() mit ir lichten ougen regen. 

si sprach 'der wäre gotes sogen 

alle zit mir iu behüete. 

wie tuot sin mänlich güete 

da; er mir legt niht tröstes an? 



^^^^^ 7ß 


1 


I^H^S 




»Witt «.«urbKrTTK ^^^1 


■ 


44ft 


ach tnin horzelietx^r man, ^^| 
Rol ich flieh R^hf'n immer mvY ^^H 
mir i.st itäoh tliinir kniirir' wi'i: ^^H 
des muos^ ich ua rcralhcti mich.' ^^H 
<1iii fiouwe <l(»ch ^'eli-ßtüU) »ioli ^^H 


■ 


450 


tiii^l hiitit ir \\i\x vil lolu'lich. ^^H 
,il3 ir du vor habt vemonißn ^^| 
der wirt was ze VirdDii kgtncn. ^^H 
ilßr vil 8tülzc h«r ITogier. ^^H 
er was Iffiiidio uude fior ^^H 


■ 


<J5S 


und horhcrgi gügen dor rrouwen tQr, ^^| 
da^ 81 dat- iu ooch da ttlr ^^H 
gotole iiimmi^r ttvinun gaoc ^^^H 
ßni t»te ir oiucii gogDiiswanc ^^^^H 
da; si im i» mii08U> niguu. ^^^^H 


■ 


A&t 


da von liüguride im vu.ste sligon ^^H 
sin muot, wan er wsä harte vrA. ^^H 
er dfihte 'ich fHogo C7, immor so ^^H 
da^ mir wirt i^iut. undp wip. ^^^^H 
loh wil zieren mmun l!p. l^^^^f 


■ 


4G5 


da:; ich mOge si beide erwerbun: ^^^H 
wan ich miio^ vil gur verderben ^^^^H 
ob da/, niht guschohen mac' ^^^^H 
beide uuht uude tao ^^^^H 
bcgnüdf* HT vaate ringen ^^^^H 


1 


470 


mit (Tedankon wie er bringen ^^^^H 
sId geworbe mObte z'ondo. ^^^^H 
Kr hegiinde der frouwen fteiideu ^^^^H 
kJoint^tef( vil und nmuegeu gnio;;. ^^^^H 
diu frouwe er, ander ir fno:; ^^^^H 


B 


ITg 


trat uidor wider die erde ^^^H 
mit vil gr?i7,(^m nnwcrdc ^^^^ä 
und hie; nn dar 7.w mit ernst« sagen ^^^^t 
«i woHe e^ ir friundcii kliigt>n ^^^^H 
nft dai; er wflrd^ wul zergingen ^^^^H 


■ 


-WO 


di^ dir, dinc al9u<t ergienc ^^^^t 
das; dirre gewb niht vorvienc, ^^^^| 
er bcgiindr; ^^^^H 
niid In ^^^^H 
diu; ei ntbt verga-^en stji. ^^H 


^^ 


485 


»\»A fiA ^wimi Ir froaweUm ^^H 



KBIT. BEIKB. V. M. HAUPT 77 

sin wort si da ^prsecheu wol 

geu ir: 'da^ diene ich swie ich sol; 

und niugent ir mir^ voleudeu, 

ich wil iu da^ verpfendeii 
490 da?, ich iu gibe grß^en solt, 

da^ ir mir immer mer sit holt.' 

du di; also wart getan, 

da; gesinde den koui'man 

begunde harte scre loben. 
495 si sprach 'kinder, ir weit toben. 

weit ir verkoufen diseu mau, 

so suochet ander koufinau: 

ze koufen in stet niht min muot. 

ich wil uemen niht für guot 
500 iuwer klaffen habet zesamen, 

od ich schicke da; ir benamen 

werdent alle wol zetroschen.' 

zehant warn si gar verloschen 

und begnaden die rede lenken 
505 und da; houbet nider senken 

als iu gesniutzet waere. 

si liefen disiu nisere 

und geswigen des zehant: 

alsus wart ir gewerp zertrani 
510 dO her Hogier disiu maero 

vernam, diu wären im gar swaere, 

und wart aller fröudcn liere. 
dö dirre gewerp alsus ergienc 

da; er nihtes niht vervienc, 
515 er erdähte eiuen niuweu list. 

er dähte *ich muo; in kurzer frist 

doch disem dinge z'eude komen, 

e; ge ze schaden oder ze fromen,' 

eins morgens do er zer kircheu gienc 
520 der frouwen dierne er gevienc 

diu ir aller liebesie was. 

er sprach 'kein meister nie gelas 

salben kumber den ich da hau. 

ich bin jEur war ein töter man 
525 ob mir niht wirt diu frouwe din.' 

diu dierne hie; Amelln. 



^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^B ^HJ ' 


^^^^^^ 




HVTDl KlVrLKtltll ^^^H 

er Bpraob 'wUtu Tonlienun ^utV ^^H 
sd spnicb 'dar xito BtPt wöl tnfn mtiot.' ^^^| 
d6 soUoup er ir ^or sclbun ätuiil ^^^^ 




&ao 


in ir baoMin vro] om pftint ^^^^H 
lind b(U ir vil gT/iirt> inieU'. ^^^^^| 
er spiiicli * luo an lii^tcMi ^^^^^| 
dlner Tronwen miner habe ^^H 
d»; 81 Dome swie vüh welle dr-iliß. ^^^| 




ö:-{& 


ich wil gt'Mi ir iiilit we»eii karc; ^^^| 
ich wil ir gebi>n huudert marc ^^H 
ob Bi welle tuon tlca willen min.' ^^H 
'dan; taon ifh' üpraiüi frou Ameliii. ^^^| 
Wftu ^i was dor niietä geiL ^^^| 




64ü 


'alles gelOckes heil ^^H 
nifle^ö in werden undertän. ^^H 
ich wil zo miucr frouwmi gdii ^^^H 
aad ir taon dise rede Inint.' ^^^^| 
ai (ipmch 'tiiri zuo dineii niuot ^^^^| 




&4ä 


und go<ieiiko des iiinmicr rae, ^^H 
od ich Btihaffe da:; dir wirt v6. ^^H 
ich hän guotea harte ril: ^^^| 
ratn üre ich uibL vcrkoul'cm wil.' ^^^^H 
dd in aber da; nibt rervienc, ^^^^H 




ÖÜÜ 


7.pliant her Hogier zno gienr, ^^^H 
zwei hundert marlio er ir hAt. ^^^| 
dna abte tii niht nmbe ein liröi. ^^^| 
da; m^rte im ft6re shi n6t. ^^^| 
Htn zil da7, nilhft stirke. ^^^^^| 




6&r> 


Kä juiigeHt tüäoiil maiku ^^^^^1 
begando er der firouvrea bioleu. ^^^^1 
da/, VT sirh mueHto iiioten ^^^^^| 
ir niinuu wiui utuu uubt. ^^^^| 
Aniulfn ^rncb 'we» habt ir gedälit? ^^^| 




MO 


wi^lt ir vt'rdipntin iiihl du/, guot. ^^^^^M 
mim litirren ir vU Qbt>te tuet: ^^^^| 
waii er rit manic lani (*rvi*rt, ^^^H 
Ua^ im nimmer wir! besuhurt ^^^^^| 
da?, er Eüulicb guol ^4<wiiini<. ^^^^^| 




M}A 


liebiu frouwe, dich vpn^iniio ^^^^H 
und tiamne diu ^{QmQuttt b^, ^^^H 
du, du nihi gowLmiKt mins berron k(U[.' ^^H 



rr--- 



KUT. BBABB. V. H. HAUPT 7!) 

des antwurt ir frou Irmengart 

(nie frouwen lip getriuwer wart), 
570 si sprach 'du solt der rede gedagen. 

ich wil e/^ minen friunden klagen, 

von den du wirst gar sere geslagen.' 
si sprach 'tuet weder ir weit. 

ich wend^ niht mit dem da?, man schelt 
575 von einer halben böuen. 

da von wirt man iu Ionen 

da? iur laster deste breiter wirt 

sweune iu kumet iuwer wirt 

swen man die rede im für geleit 
580 er sprach ir soldet sin bereit 

ze tuon da? wser sin wille. 

ir möht e? lieber stille 

tuon denne e? werde offenbar 

uüde ir al den liuten gar 
585 werdet zeinem schalle 

als dö mit dem balle 

tribent kint kintlichen spot.' 

si sprach 'da? verbiete got 

da? ich iht ze schänden werde: 
590 wan mii' iil' der erde 

künde leider niht geschehen 

ob mau mich solte in laster sehen 

und in houbethatter sunde; 

wan mich des swevels unde 
595 quelten in der helle gründe.' 
d5 disiu rede ein ende uam, 

si sprach *acb lieber Bertram, 

wser dir disiu rede kunt, 

so kommest du in kurzer stunt 
GOo her wider heim ze lande.' 

diu frouwe fri vor schände 

ze einer ir muomen gienc. 

ze reden si alsus gevienc 

und jach si wolt? ir vater klagen. 
605 si sprach *des solt du gedagen. 

und liefest du den riehen solt, 

dir wurde nimmer mere holt 

min herze noch kein friunt diu. 



tiO 2WBI KAÜFLEDTB 

6^ möhte ein rtcliiu keiserin 

tilO wol tuon mit ganzer ere. 
so er nu von dir kere, 
so lä; du dinen schürliz uider: 
du bist aber daniie wider 
diu selbe diu du ie wäre.' 

015 diu rede diu was iv swajre, 
und kerte dannen alzehaut 
da si vater und muoter vant. 
si sprach 'vater guoter 
uude ouch liebiu muoter, 

ß-Jü vernemet rehte, ich wil iu sagen 
und wil iu miuen kumbcr klagen ; 
den helfet mir mit triuwen tragen. 

dö diz ir vater gar vcrnam, 
IT sprach, 'ach lieber iJertnmi, 

6'2r> und wa.'r min tohter [rmengart 
wol gesunt nf dirre vart, 
da;( si da?, guot gewünue 
denne e^ ir entrünue. 
veruim, lit'biu tohter min, 

0;!o du lä. din fragen l'ürba:; sin 
und tuo swes man bitte dicli, 
tider du verliusost mich, 
wiit das; guot alsus verlorn, 
ich süliafte dir vil gröi;cn zorii, 

ti;jf> ob uns got Bertram sendet: 
bemimcu du wirst geblendet.' 
der frouwen jamer wart vil grO;;. 
du/, v/d^i'/^r ir fi:; den ougeu sobö^: 
des twauc si ir kiuschlichiu soham. 

iVUi zeliaut gienc si zi' hern Gillam 
unde zuü ir lieben swiger. 
zuo den zwcin gcsai^ si nider; 
ir herzen nOt die klagtes in. 
der sweher sprach 'toiiter vernin: 

tiib dasj dir geraten ist da^ tuo. 

da wil ich dir ouch helfen zuo 



dim rQcke wehset manic slitc, 
ob du das; guot niht erwirbest: 



wrr' 



KBIT. BEARB. V. M. HAÜFT 81 



G50 zeliant benamen du stirbest, 
kumt mir her beim Bertram.' 
ir fröude diu was worden lam: 
dar zuo wuohs ir micliel scbam 
dö si dise rede het erhört. 

655 ir herze fröuden wart zestört 
uud volleclich zefüeret. 
ir herze wart beriieiet 
mit der senden jämerdträle. 
si gedähte 'ich wil zemäle 

Gßo dise betalle versuochen 

wes ir wille welle geruochen 
da; si ofleulichen niht 
mite welln ze dirre geachiht.' 
schiere si e; verante, 

665 ir friunde si besaute 

in eine schcene kemenäten. 
si begunden alle raten, 
beide wip unde man, 
als si heten vor getan 

670 (da; ich iu sage da; ist wür), 
so da; nie umbe ein bär 
der rät wart verkörct. 
da von s6 wart geseret 
ir herze unz üf den grimmen tot. 

675 si lie; si in gr6;er not, 
beide frouwen unde man. 
die giengen zehant von dan. 
diu frouwe weinende sa;: 
ir dinc in managen wec si ma; 

680 und gedähte wie si über würde 
houbetschande uud sündcu bürde 
und wie si vienge ir dinc an 
da; si au ir lieben man 
ir triuwe statte möhte bän. 

685 si sprach dicke 'erbarme dich, 
ach sfie;er got, über mich, 
und ouch Maria, reiniu maget: 
min kumber der si iu geklaget 
und ouch min gr6;er ungemach.* 

690 got an ir grÖ;e triuwe sach 

TOTtCHR. F. DBUTiOBB PKILOL. BD. VII. 



ZWEI KAi'FLEDTB 

und gap ir einen gooten rät, 

wau er nimmer den verlät 

der sich mit stsete Iset an in. 

si sprach ze jmicfroun Ameltn 
695 'du hast geraten mir ftir war 

dicke stille und offenhär 

da? ich verdiene ditze guot. 

nu sage du mir, stet so dtn mnot 

da? dich geruochet gezemen 
700 da? du hundert marke wellest uemen, 

und ligst hi im ein einege naht?' 

des het si sich gar schiere hedäht 

und sprach 'ich na?me e? halp für guot.' 

da? erfröute ir den muot. 
705 hem Hogier si gemante 

da? er da? guot ir sante, 

BÖ woltes leisteu sine bete, 

uud da? er heimlich da? tete 

und dar kseme tougenlich. 
710 so diu naht erhüebe sich 

so solte er bi dem tore sin; 

dC warte sin freu Amelin 

und lie?e in zuo ir güetlioh in. 
des wart her Hogier harte frö. 
715 froun Irmengarten sante er dö 

tüsent marke als er ir gehie?. 

dar nach ouch er niht enlie? 

er kam ouch zo rehter zit. 

im het frou Irmengart ouch sit 
720 ir gewant der meide an geleit 

und sich in da? ir gekleit 

und saztes an ir bette ho. 

des wart frou Amelin frö. 

diu frouwe was zcr porten komen : 
725 vil schiere het si ilö vernomen 

da? kernen was der koufman. 

vil lise wart er in goläu 

uud von ir schOne enpfangen. 

er wände e? wsre ergangen 
730 vil gar aldä stn wille. 

si bat in werben sÜlle: 



^^p 


Xnra. BHJÜUJ. V. IL ttAtrpT 


^^^H 


^^^^^^^B 


le tuone was er dO beroit. 


^H 


^^^^^^^^H 


er »chonp rler froiiwoii in ir kielt 


^^^H 


^^^^^^^^^P 


alda tuo der selben ätunt 


^^^^1 


^ 7^h 


m^re denuc Kohoa pfUut. 
des dankt'e <4i im 3@re; 
si bat- da/, gi)t sin vre 
bostt^t«n mQc'stc üü cade. 
»i narii in bf der boodo 


■ 


^^^H 


and spradi 'ir »ult uiht Ißnger stßn. 
mit mir zc minor froawon gOu 
au ir vil schcBDo betti*stut.' 
her Hogier dÖ nl Itse trat 
wan tti CS in mit tlb^ä bat. 


1 


^^^^T 741) 


flu lieht dilz alli^^ wart getan: 
des wart betrogen dine man. 


^1 


^1 


fron Amelin in scliöne eiipliienc. 
zuo ir an da^ betto er gienc. 
ein kleine^ }iomdo sidin 


^ 


^^p^^ 


und einen roantel lieimln 
diu frouwe un ir Übe tnioc: 
si was doch kampfhsere genu«. 
ouch truoc diu frouwe ein senftenier 
und ouch ein suleh burtbuklier, 


M 


^^^^B 


da^ ^ den sie alsft ervabt. 
vil schiere bete er sich bedUbt. 
den mnntl er bald» von ir braoh, 
dorn hemde de^ selbe 6ft geschacb. 
diu froawc im da? niht vertruoo. 


■ 


^^^^P 


mit einem küssen si in sluoc 
da:; er den «o iiä hct verlorn, 
da:; begundc im wecken stnen zorn. 
wau er was ein saijaiit. 
diu buckel wart tou im iwrtrant; 


1 


^^^k 


mit nidc hurte er si aa, 
wan er was ein j'rovol man. 
und begunde vil küs^^e zern 
diu fruuwe sich bcgunde worn, 
und Hd er einen bct getan 


■ 


^^^^H 770 


bA rouoBte er zwen dil gegeji bAn. 

dii£ Lriben si vil lange zit. 

der l'rowcu bolcip dock der strtt, 

0« 


_| 



S4 ZWKI KAUFt.i:L'T[{ 



da? er des siges ir verjach. 

ein sulich kämpf von in geschach 
775 des ich vil gerne pflsege 

ob ich bi liebe liege. 

sulch kämpf brichet arm noch bein; 

man yellt euch da üf keinen stein 

der ieman brseche den gebel. 
780 herren Hogiere ein nebel 

was gemachet vor den ougen; 

da? ist gar äue lougen. 

her Hogier und freu Amele 

mit michelme garaele 
785 die naht vertriben bi? an den tac: 

ich wffine er sit nie ba? gelac. 

dar nach der morgensterue üf dranc. 

freu Irraengart tet einen gauc 

vil wunderlichen dräfce 
790 zuo ir kemenäte. 

si sprach 'wol üf, herr, ir sult varn, 

ob ir den lip wol weit bewarn.' 

'frou Ämelin, da? sol sin.' 

er sprach 'vil liebiu frouwe min, 
795 ir sult mir ein kleinöt geben, 

da? ich die wile ich nuio? leben 

gedenke an iuwern werden lip.' 

'ich hän sjn niht' so sprach da? wip. 

dö zöch er ü? der taschen sin 
8üO ein vil wol snident me??erlin 

und sneit ein vingr ir ü? der haut 

des wart ir fröude gar zertnint. 

er k§rte wider in sin laat. 
dö er wider heim kam, 
805 er sprach 'herre Uertram, 

min ist alle^ da? ir hänt.' 

er sprach 'dise rede länt, 

wan e? benamen niht enist.' 

er sprach 'iuch hilft niht iuwer list, 
810 da? ich e? lä?e scheiden: 

wan ich wil niht beiden, 

ich wil haben äne tant 

Bwa? ir bie und da heime liänt.' 



.T*"S 



KBIT. BSA&D. V. U HACPT 86 

dö wart sin fröude gar zertrant. 
815 trüren in sin herze er baut, 

wau er ersclivac gar sßre. 

er gedähte an sine ere. 

'wie bat dirre 36 ganzen bräht? 

er bat für war ein lügen erdäbt, 
820 da:; er mir gwiune an min guot. 

min fvowe bat wol so stseten rauot 

da? si gewenket uiht enhät.' 

er sprach 'swie e? mir noch gät, 

ich wil e; an ein scbeiden län, 
825 wan ich benamen gewunnen bän.' 

her Hogier sprach 'des bin ich vrö.'i 

si beide mit ein ander dö 

ze Virduu schiere wären komen: 

da solte werden gar veruomen 



830 



her Hogier was gar versunnen: 
er sprach 'gebiet ein hochzit: 
da sulen enden wir den strit 
da e? iuwer friunde sehen alle. 

835 swem da der sie danne gevalle, 
der fröuwe sich der msere.' 
er sprach 'ob ich des enbsere, 
bescheiden ich niht enwiere.' 
dö min frouwe Irmengart 

840 ir mannes kunft inne wart, 

vil baldo eugegen im sie gienc. 
mit ganzen fröuden sin umbvienc 
und hie? in willekomen sin. 
si sprach 'vil lieber herre min, 

845 diu kunft mir fröude bringet; 
der fröuden liet mir singet 
miu herze wan e? ist gar vrö.' 
der berre dankte ir des dö; 
ein süfl da? wort understie?, 

850 daz, er in küme reden lie?: 

vil sere des diu frouwe orkam. 
der vil trürege herre Bertram 
ein grö?e böcbzlt gebot, 
er gedähte 'ich wil nu min bröt 



86 ZWEI KAUFLEUTB 

855 mit vollen geben den Munden inin; 
wan sol e; al diss mannes sin, 
sd enwirt es mir niht mör; 
hat aber gelöckc zuo mir ker, 
da? mir gevellet sin guot, 

860 so hän ich sin unde muot 

das; iüh^ dan aber gerne tuon.' 
dö wart bereitet manic huon 
and anders das; man solte haben, 
diu sorge began sin herze schaben. 

865 des wart diu frouwe wol gewiir. 
mit zühten gienc si zuo im dar 
und sprach 'vil lieber herre, 
nu sage mir wa? dir werre, 
als rehte liep als ich dir si: 

870 wan alle zit ich dir bi 
wil in rehten triuweu sin." 
er sprach 'vil liebe? fröuwelin, 
min herze treit die jä,mersuht. 
diner wiplichen zuht 

875 getar ichz gesagen niht: 

din onge e? doch gar schiere siht.' 
si sprach 'vil herzeliebcr man, 
du gedenke da? ich uudcrtan 
dir von kinde gewesen bin 

880 und da? ich den willen din 
zo aller zit erfüllet hän. 
dar umbe sö solt du mich län 
wi??eu den kumber diu. 
vil minneclicher herre min, 

885 ich gibe dir lihte einen rät 

der furba? dich uiht trüreu lät, 
und dir din dinc ze guote ergät.' 

nu dd er ir die wärhelt 
genzlichen hete geseit, 

890 si sprach 'nu gehabe dich woL 
diu herze niht me trüren sol. 
in kan gehelfen niht sin list: 
sin guot alle? unser ist' 
der herre wart der msere vrö. 

895 mit gr6?en fröaden hielt er dd 



kKIT. PKADB. T. M. ailTTT 



dio ht)ob£{t dö maa ga;; genuoo 
und man die tische daimeu trnoc, 
her Hügier bat »i du gedagan 
nnd bogan diu uuere iu allen sagou 

900 wes üi geladen wreren dar. 
si wurden allu mid^si^var, 
da:; man s\ glich den töton sacb. 
her Hogier hnhsclilichen sprach 
'dL-r diiig(! ich allo^ hie bewßr/ 

905 ä; siner tascbcn t\ö z6ch er 
der difime riuger ande spra.ch 
du e; vil niiiniti man gcsucb 
*diwn TiDgcr ich ir abe ancit 
dö ich ab ir bette schreit: 

910 da^ 90l min Wortzeichen sin.' 
si sprüctien zuo dum fioun'elia 
wo^ si wolt dfi gegen sageo. 
81 sprach 'ich uiuo^ min laster klagen, 
doch äö rictent ir mir^ alle.* 

915 dar auch mit tVeuden scballe 
lie;; Hl ir bede bendn ächouwon: 
die witrn zemülo unvorhouwen, 
da; was honi Hogiero zoro, 
waii er muoste htin verlorn 

920 alle? da? er ie gewan. 

dar nitcb kam Amelin geg&D 
and klagte ir grft^es; ungemacb. 
her Bt'rtram mit zühton sprach 
*her Hogier, ir auU weren mich/ 

935 er sprach 'entriwen, da; tuou ich. 
iiemet alle;; da-^ ich bfln 
uud l^t mich fiiii iur armman.' 
dar nach gap er im AmeltD 
«'einer eüchen wirttn 

930 mit Uaudert murkeu die si gnaa 
da; er ze babescbe wart ir mau. 
das; ander weite er selber hän, 

ditz imere dar umb ist gesagt 
da; beide wip unde rnagt 

935 dJH bl nemeu bilde 
da; si ir muot wild« 



«8 



/emcu tnit lnubc]illi'h«u siti>n; 
so muo?^ man in lioil^s biten 
und Miltt ir loji unvtM'KiiiU'ui. 

0-lü gelilitet hU ili^ ma>rä 
Kitoprt'bt i}in Wii/burgaTc 
uii<l UM Q'i bnUit bi?, m in-^ ort. 
im hitfiu wir (Ißii vatcr wort 
und difi Bfic^on magt Marien 

94i> d«:; »i uns i^eruoclien frieii 
vor worltliclieti üclianden 
und »Hon bellebanden 
mit ir genftdeii banden. 



Die handschrift» Von zwreiu kaufuuin. 2. luo oren 11. zuq. 
ttieisf ßr 7.e. 17. bit idi ouoh ai. nicbl 2-1, (.-/w« nude leit^ miite 
bende. Denn ohne sweifd ist eine zdic aus^pffttkn und dtr^^f tink'i^ 
hmtf scfJoss Mit tlnifftdwm reime, 27. vol 36. sUiÜ^ 37. güDC- 
lidifi 40. andern ist vqh Grimm Iniisn^istUt. u\ Wftgo IK. uJIe^ 
ffä. eninoobt or d4. ur iimsl i>2. Oü. zuu iiHcv 0*.(. Iicro g. bct mnu-1 
gen iH'gin uaah 73 nu in ^unlzlicb knül: s, 37. 77. zweiuugc lic»erkr: 
zvn'f iunyo Hl. LacJtitUifm xu flVMt'r 3'), II vtnnnfrt tilgte. «/* 
tZcT bcgri/f ihr UbrrUyHtuj ist Jvr UHgvme^stiu-r^: in tüttem tifth i'ftl 
Mones An^t/er 183C s. 17J steht uAcU valsübcr »iuDO riuto, im rtitM 
auf bsite i»«/ t^n-U?. «//«-rfi»ij/« iV r/iVws /iWf schhcht tjircimt uuil in 
später seit urflicJitff, ivt$in auch riclteic/it früher tüs sa ttnfinttit itctj 
fiinfefhutcn jithrhumlnts. Her üalivus rn'te wmj// sicti t/tt» drm wh 
verstanäcnrn gnuiivtts jtturaliü in der rvilcttaart dw rajlc volgtju ffcbil- 



1) Die» przAblDBg ätßbt »af fol. 7B*'--81 '' einer <)otbli«r j>nt,i.T>i,>iiiitrltrift 
de« 15. jfthrhunilcrU (cjiart. A. nr. 816. (-.ypritö y. 8«. CCXVI). i 

ilfliti Undn^i-btf uml Wir/tiurgor rliplonicu vnii ful.Ti bis fol. 111 fiu-- itL/iin ikhi^-j 
Hc'hor gejitlitc cntliiiit. IHf IininUt'hrifl iM lu-itrliri»l»«n if>ni .Inriilin in H(.»olirf-(4 
bunt; dt;r •IcatHcLcu K'.-dicbl(< ! ' 

liob^-n bihliutbek xu UotliA m ' ■ ■ ■ 
4- bcft der Bcitiü^' £Qr lUi«r«n liltüniur von K •laa-l«« nml K. A. Vkvtt) U>ti 

Wff 1887 ». 70 - 7»i. DitfM» vnihluitK ward nnm«! '■ ' ' ■'- " '■■^■■'-' 

Orinim. mit annicrknngm unil crbliitvnin^oii , in ii. 
1, 06 — 71. tlana Tridurmii ilaidi V. U. von di > 
(le&O) ar. LXVrit. 3. .^M-OäS, mit ehi« b: 

t. Lxxxin-cx]i 



Ritir: B:BAia; V; h. axvrt 



99 



c7r/ Mmi iiass Uuprvcht ihu «ieJit tjtbrtmrM haben könne wird sirM 
sflitcirUcJi cnceism Uisucn. ^2, e^ /cA/^ Ö7. nichts 

117. witrde 20. uemcn einen inaii 35. sicherlich vil 3H. lii- 
nen 4u, gezemcn 11. 7.iir e 4'i. min ßo. da 52. wa &8. scliitT 
xno »inen (iO, kna|>pt> 61. zt* einen lt.1. »chone 07. vml nuch ir 

ripliob 71. (f:ir 77. keiner so Bchone nie gesach 88. doy. ist 

M. IUI iren 

200. der tamhvireu i. tintitcni 18. het einen 27. liebe 47. <le- 
bein 48. nach 53. aUe7.it 55. c; A6. beritcn ö7. praßs. nncJt in 
Wolfram.*! Wilh. A'M, 11 fmsst Pforüui in ihr Chnmpagne Provis. 
«1. würz aydin vn nch. }iut:nk<i im FiiritlrtiburMf .v. 96 Mt-g. üü 
k&men die kram.TV zchnnt und gäben im sfdln gewiint, wOrze onde 
iiUI hräbteu sie im Ober ,il. f*i. ricbes tiU. sulber T*J. jni 73. dor- 
leng t<ii. nilew 8:.'. die- nugen 9V). ein gaste 

304. mchticlichen 7. rorliheu 8. do 10. da^ M. vnd also 
tön 19. iilles 20. gtisel/et 27. in Heinrich WiiteniveHers Hinge 
jW. Itj* sfehl so 8au so :»au so. tien ansrtif si'iä'i htihni Hurlhirt ron 
flohenitk MS. 1, a:\ brutier Wernhtr MS. 2. 164*. ein /»rf il/.S//. 
3. 289**. »1. alle 4CI. vber ir 53. bi as. debeiner hh. äelllen» 
64. merc üchin 71. swcnbo sie sehen mine 8ti. zuo ir ich nicht 
^S8. nllfn tagende» ob 81). ulier wib tugend siiit geu ir poh nujigr.- 
tricken ^b. vnd vü DO. vnd dennoch i*!. nnn 

401. Witzen «. geleisten 20. vnd also veste 21. wente -27. in 
ein 28. wolle balde vnm :iK. irre 40. irem 4h. nnn 51. verdun 
51. vud gevcr hü. iiiicb 'ler t'ur 68. er 7o. gedencken 71. 78. iren 
711. gar wol 8(1. dergicuk im. ew daruntb gib U5. ich woU tuben 
:tr, Alhrri im h l'irirh 4a ich koiide sie gelohen vil, wan da? ich ir 
_nibt rerkf*ufen vfil. Wotfr. Mirr. HO, 5 min frowo niac waruen daij da 
ibst, ^11 du mich alsA vevlob&U dune uiabt min doch verkoufen niht-, 
wan etawer waiidel nn mir »iltt 

AOI. oder — bi uameu K^, dergieuk 22. rae 23. do 3l. miet- 
ten 46. oder b**. dann 74. went^ 7>^. wann ho. solt »*4. allen 
den 85. wert j*7. tribpa kindlieheu. ». J^nhf. $, 2«1. !«i. H4. wenn 

602. irre 4. Irm >< dehein 10. taoD fehlt, il. nmi 12. diu 
IPI hi. von dann 35. ob vm her beim gob 40. nio her 41. irre 
IJL jra 17. ctiat it> ich aller beste inac 4!>. erwürbest 54. dir. r. b. 
iprt 61. wa; ti.'i. mit wollen i>4. de; 72. verlieret 74. bi; 
vihi actianden H2. vink 8H. irem !!l4. Jungtraw 1*7. dizz 
gnor 



90 ZWEI KAüFLEDTE KHIT. BBABB. V. H. HIVPT 

703. halbs 9. dann 12. siu dann fraw 22. satzt aich 28. in 
38. must besteten 51. irera 52. kaufbere. Parz. 515, 4 kampfbaTiu 
lide treifc ein wip die man vindet so. 53. senfte wer. WoJfr. WiUi. 
231, 21 da der lendeniersthc ciwant, etlichiu liet ein seni'tenier, der 
noch ein sülhe/^ ga.'be mier, da^ na'ra ich für ein vederspil. 54. hurt 
bukler 55. also dervaht 57. im 58. da? 65. hurtet 67. küssen 
74. kauf von im 77. kauf 80. her hogier 82. an allen laugen 
90. irre 97. gedenken 

800. sniden 16. derschrak 19. einen lugen gedaht 20. ange- 
winne min 24. kein 26. da? 29. vil gar 30. etwa weder haite 
gewannen 32. gebietet 34. 35. do 49. seuftze 51. dew frawe des 
56. ab dises 63. man do solt 64. begoud 68. 88. 90. nun 97. von 
danen 99. begund — alle 

900. war vmb si 1. alle gar m. 4. dere dink 7. do 9. ab 
mjuem b. 10. mir worzeichen 12. gen 21. gau 25. mit ruwen 
27. ewern 41. wurzburgere 43. nun — uaters 45. geruoche 48. ire 



In M. Haupts nachlass fanden sich vorarbeiten zu kritischen 
ausgaben mehrerer mhd. gedichte: Salman und Morolt, Helmbrecht, 
Wiener Heerfahrt, Amis, Zwei Gesellen (von der Hagen, Gesammt- 
abenteuer nr. 55). Das vorliegende gedieht von zwei kanfleuten, des- 
sen bearbeitung druckfertig und dmckwert schien, ist dem willen der 
erben gemäss in dieser Zeitschrift veröffentlicht. 

OKEIFäWALU. W. WILMANNä. 



■. mtaua. tu» UMtsoixxn 



91 



EIKF TKXTBEIUCUTIGlTXr: TV LESSINGS SCHKIFTEN. 

num (Li ':^t Sfiuuiu iiocli flhrigeu liii lob- 

IsftiL*. Herausgt'gebvD von K. 0. Lessing. m« 143 fgg. = LacbmanDS 
äsbg XI. G17 fifg. — von Mait/alms Lfssing XI. •* , l>5« fgg.) ftttdet 
idi bei zwei wörtoru „Üuriutz" als gcwährsmanu ^'tuaat: 
(S. 145, Lauhmaiiu i. 619, Maltxabii s. 359) Ammeln, Kiiider war- 
ten. Gurintz. 
(S. I&O, T„ii-hm;iiin tt. t>:!2, AhUtzabii ^ -'tili) Kicbeii, messen. 
„Kine Kicho i&t ein ge^ris; Maas flüssiger Dinge, gleich einem. 
Eymer.** Gurintz. 
& lODsä Aber sUtt „Gurintz" gelesen werilon ,,Gueij3iz/' d. i der 
bekautc ^^ ramin atikor CbriütiiW Gueiutz (geb. I5'.t2. f 1650), auf iles- 
MQ IDlö XU Halle erscliiencne ..Deutsche Ki>ühtgobreibung" * Losäings 
^bigo oitftte sieb bexiöbeu. Die betrefTendeu stellen in der ^ Deutschen 
reibong" lauten, wie folgt: 

(S. 29) Ammelu ein /eitwort so alt Deutsch ist, und so viel 
bedeutet, als kinder warten und auf zlelien: daher kommet der 
deutäche nähme Anieley. Avent. 

{S. 55) Eicbeu ist da& zeitwoit, av viol als messen oder ahmen; 
eine eiche igt ein gewis mus tlüBsiger dinge gleich einem eymer. 

WEIUAtt, 8£{TEUHER 1875. BEnmOLD KÖULEX. 



1) ! ,-t mir durch ilic gBte du» horrn obcrbibUothukarH 

_dr. Oit'f \ der heraujfUohen 'bifalii'thok zu Wulf^iibälU-I geliiV- 

exentplAr rar, ricllfiiclit nUn in dem tod Lotsiag^ benutzten. Der voUstän- 
Bge tlt«l dea biidioa ist: 

Dlo I Dcntsclia) RuRkti«br«ibuiig | Aof st>(idcrt>aret) gut Uäudon | Donb 

den ; Onluetid- n [ verfasset. | Von ilc-r FrQchtbriu^eDdeD (ies«lBclmft | Qbar- 

mJico. und cur tiHihrictit aii lUu | Ug gcgtbru. | ircb-uckt zu Hallo in iNicb- 

HB tw; I Christor Solfoldco, l Im Johro tf>45. »*>. 

fcO' ■' * ' 'iiti Hi mitglicd der Frnchtbringundtfu iJwellsdtiift. Mit 

niiiii>n» wurde die ..Dentä^-Iu' Revbtschroibung" 16GÖ 

Aiidcru 11 len vo^i dei« Ttir^iL-rt miluitf.-' Diese auAgiit>e 

iUl- W<i!! ■- Diclit M;iii \g\ äWr (JQeinu und »«ino 

lirncUl^tur" und ,,tleutAvbo reclitacbrnibnug" E. C. ReiebardB Versudi 

tkji-.. üL^.^ria dvr d«ut*dMii Spi-w^uiut, Q&nibarg 1747, 1.88 — 08, 



• ■1»^ 



93 SPHENGKR 

KRITISOIIE BKMERia'NGEX ZU MTTTELHOOIIDKUT- 

SCIIEN (iEDIOHTEX. 

In T Iridis von Zatziklioven Lanzelet scheint mir nach 
Bächtolds bpmerkinif^pn noch foljjpndes zu bessern: v. 77 schreib si het 
ir (finc. .«o rolJrhrähl. vgl. 7815, 10; hinter 024 setze punkt; hinter 6^r> 
kolon; Gi'l sehr. dcix. statt da^ cz; 830 <U muosfens an ein anders, 
van- 10.15 tilge ebne; 1040 schreib im tuo; 1869 mit W. nach vriun- 
dcu u\uh' niagen; 2207 das Itbcfi für drs Ichnuics; ;»(t21 streich der; 
SOlJii streich in; HHT.") schreib r/ip an in si}it van erbe komen ; 4019 od 
für w?cr; 4548 ividcnvibiuen ist coinposituni ; ()5öO schreib «is für rt?.'io; 
*J786 tilge du; 7789 schreib si^'cr aho: 8024, 25 jfffH n7 nianlc giiof 
iiii^Jd dar hl durch äventiure reit; 8419 die wde des hmdcs soffen 
phlegen; 848.'J tilge und, vgl. 8515: 88B1 schreib weder guot noch den 
lip. vgl. 9025; 88ß7 idt doch wol wisang'm, weil es die bessere hdschr. 
^y bietet, vorzuziehn. 

8075 — 7H ist Hahns text unverständlich, es ist nach anleitung 
vou W zu schreiben: 

er fuorte wigande 

von Drsfrcgäls shn lande 

rthl hundert ze sfinrc 

mit isnoi kovertinre. 

Der sinn ist klar: .,er brachte von Destregfils, seinem lande, achthun- 
dert beiden zur Unterstützung." Dass stiure nicht bloss beisteuer au 
geld, sondern auch Unterstützung mit Streitkräften bedeutet, beweist 
Konr. V. Wfirzburg, Trojancrkr. .10834 ze helfer'tcher stiure hegiinde er 
sine ritfcr mnnni. isnhi für 'tsniuen kann nicht auffallen. Pasa die 
adjectiva auf -/» gern uiiilcctiert gebraucht werden, belegt mit beispie- 
len H;thn z. Tundalus 50, 20; auch bei Ulrich findet sich 9104: mit 
stdin Jconrtiuren. 

GÖTTINOKN. R. SPRENGER. 

Lanzelet 92(i lautet in der hs. niinne ist ein vorder nngemuotes 
gonien (in der Pfillzischon hs. von 1427 vordere). Dazu bemerkt der 
herausgeber Hahn zwar s. 229: ,.eiu mir ganz unverständlicher vers"; 
aber in einem Insbrncker glossar aus dem 11. — 1 2. Jahrhundert (Mones 
anzeiger 18;J8. 7, 589"), und gleichlautend in den Florentiner Glossen 
des 13. Jahrhunderts (Haupts ztschr. 15, 359. 15i;s — 15) finden sich 
die glossen: genitor uaiir, genitrix niutir, parens uordir. Ebenso in 
einem Wiener glossar des 12. Jahrhunderts (HofTmann, Sumerlaten. 



Vlen (^34. 47, I3i: futrrns funirr. Orsgleii'boii in deu SchletI>UiJtur 

;lo«?t'ü det} L2. jalirliutidcrU (Uaupu %täclir. h, :i.'>4. ätO. Audi m licr 

St. Oallur h«. dr. Sim ilea lO. jh. (Hattdiuer I. SO:!")! f/arff«i* furtUra. 

laraus folgt, da-^ä n(?ht*n dor flltlicheiTn plurulisohen Verwendung vor' 

r<n, \n ihr Ijcdiutiui^ ..voivlUrn, vorfahroii,'* auob d«r »inj^nihir tot- 

% in dur bi'ditutung jKirmft, nUn dodi wnl eli^nso wio da.i j^Iusaicrto 

lt«iitlscbo wort, fßr iKid/rloi gesclileoht. mithin in der bi-drutuiiß 

fVat*r" oder »,iuutt'.'r" ^^^brauchi wiTdcii kont«. Dies wird bestätigt 

Imcl) den pmituiM-iii'n Wiitiur Pli,\>iologu»i dßä li>. jahrlitind^rtsi {cw\. 

thcol. IX'LUI, bei Hoffmanu, Fuudgruben. Iire$lnu It!3n. i, a&), wo 

' ■ T'erdix . ffptuntu deisj^t: 2*hiHioiiH)un ^eUit , tJa:^ lüit /nfnlix hU 

I' /< .vi". .W« u'nuit ritit-r findcr {)t:rdie.c ir vier unl hrmttti siu, 

So diti iumjat us begimiciit gan, unt der vrren mitof^r stimwc tjrtiw 

it. <o uo'fnsi'ui si ilir iitiithien, unt tiolgtrut th:r rehfen mnoler; 

It» hfthrt i/r« ofiijer if arbeite nloni. Also UHc drr unchustitfe tiuftil^ 

er detH atrttahtigtn goU die gc^caff ivoUe vanan, die. got euti $tn 

pit'ule gescaff'en heU: do hcftnekh er sumelieHe, die geistliches 

titits nie He lidt-n, unt hrinde sie mit mnnigen arhuslen. du anc 

iiwt/rtwi'w goies Icrti gdiorti-n, do chert^rn si sich loidurv suo ir 

ff^fiH Hnrdi-rvn, ze gote; unt stto der heiiigcn christh^'ite, ««/ wrir- 

da etPirhlirJu'H gmiinmit: unn diu hidu-t der tiufal sin ün- un 

Wft- iicrlarn. Auih Notker hftttf d<Mi Fsiilmeiivors 48, 2n (bei HhI- 

luujer S, 173"): introittit usqtte in pritgeniau patrum suorttm fibor- 

SL'tzl durch: tr gnt hitia in dir nltuti .•iliddu n'tuf.m fordr ruii. 

Da nun bfi l'lricb voji Zutzikliuven \eraltete, vulgare ixler min- 
der fiblicbi' nDsdrftckr uicht ohen seiton vorkouuDen, wird die hand- 
'iH nberlii'foning wul um so wenij;er eintT Ündi-iun^ liedörfea, 
... ilur vcrs wird zu übcryot/.Hi sein: Di« 11* Iih \f.l t-ine mutt^r des 

!S fTir die niSnuur. 
Cbrii^tfU.s itd. ja bi'kuni, du&A xu einem wijiliticban t(ubj«cte uicbt 
'■": auch ein wrihlicbos substantivisches prädicat tret«n muss. 
littT sagt im Lauzelei Kü34 f^.: daz diu vrrnidc nuiyt-J tctcre 
thtare utter die hithnhcii , und der Herausgeber Hahn beu[icrkt dazu, 
die ilnderuii;; der Wiener hs. riHrrin unniUig sei, da prüdicate 
Hiiiertv, mtititcr, vrinnf. yci'vrie iL dgl. nnbudenklicb neben oin 
FciltUcIie» 9nbjcct tretf^n. Das entschiedene reDiininum wuotr.r scheint 

•-nen l)pd('utung origo, auisa , vou wel- 

. ^ , gebandelt hat, erbt gegen i'udo des 

Jahrhandorts allmählich in uuftiahme tu kommen. So sagt bruder 

»Id in der preditJl von vier strick«« (ed. Pteiffer, Wien I8ö2, 

I): icau miuzil-cit ist aller xÜMlr.n muotvrj und Koiirad xuu Wfirz- 



Sravwitn. Qiiitti:ini 

biii^! im Trojanisrnen krieg« (otl. Ad v. Kfllci , .SUtttff^HSRl t, 21031 
ueniit dir vrouur f'ihiua ,,*:in muütcr altvr luinttt,'' niiil dio VOa Airlull 
heissgcHcbtc Dcidainia v. 15651 ein muoter slncr not and v. 150fi6 ein 
»Mifiii'y fies hiUh'ji und (/«s lebetugm de» er dur si hegutidf Imf/mi 
u&mlicli da4 n- sir.h wtpiic}i achoutcfH fe, ilfwa er fVaueidtlddung angis' 
legt hatte. 



GETREHTE. 

Im mhil. wb. Ill, 7!)6 und hei Lexer I, 947 findet sich vtnreicli- 
iifit: (jfirchtr.j st. n. l)Rsit/,tun). Müller verweist dabei auf ', 

Lexer stellt das wort als collectivuro zu traht. Es ist nur l^.,-.^ ^ 

H. V. Krolcwiz, vater unser 3530. Die stelle lautet im zosammon- 
liange: tüir nesuhm oitch niemavs nUti gern, des imr fü rehte ntütrti 
fntpcren, slne.fi t/uoten, nines hichteSj sitief dhmettf eines getn-htf^ 
noch alles den niht , der er hiU , daii als ez an shietn mtlf» stut. 
heigegebene wörterbnch erklart zweifelhaft: „iji-irehit\ fahreude habe?" 
Diu iiltbt^re betrnchtuiig iIlm- stelle ergibt ahor sofort, dujot weder diefi«| 
noch MnlleiiJ ühitlichc c^JiKiniug richtig tjciu kann, da wii den iH'gril 
hesitztum hier äcbon xweimal autjgedr fielet hahen durch tjwif und den 
satz (dt'is des, der er HM. Wii' haben eine imraiibrasc des zolinteu 
gebotcä vor uns (cf. v. 340-i), Dieses laut*H nach dem texte der tüU 
gata Exod. c. XX, 17: nan coneupisces donmm prorhiti ttii; Hec dfSi' 
derah'is nxonmt ejits, no» RervttiHj utm nneiilat», nutt hotinm, tton 
Nsirjum, ntr. onntia, qhoc illivs sunt. Auch die reihenfolge in der 
aurzäbluiif» der eitiseluen guter ist genau eingehalten, getrrhtc fasst dio 
wortti iios und asimin /usammeu, kann also nur die beides susamiuou- 
tosende herloutang tier hnben. 

Dazu pnii»t eine zweite stelle, in der sich das wort ßndtii In 
Albers Tondulus (hol Bahn, Gedichte des \\\. und Xlll. juhrh.) 6ft, 7 
beisst es: daz Inme ijctriüdt', daz tdaü wirt von in, dnz hat hutdu-f /»«- 
rm. In der InteiiiiÄcbeu vorläge des gedicbts: Visio TuugduU eti. Oscar 
Schade 11, 37 lautet die entsprechende stelle: ttaUbatU ctro ipM ijue 
fniriehujdttr hcst'te cfjpifu nrdtnidn /errco. Audi hier ergibt yii'h ttliMf« 
gdrühte deutlich als ein collectivum in der hedeutung „tier." Die iij' 
meiner dissertation über Albers Tundalu« s. 26 versuchte erklürmig dot 
Wortes ist domnacb auft^ugeben. 

(*Ol"I'lN(IKN. iL M*K[£V<lBlt< 



96 



HEINRICH RÜCKERT. 



^^ - ' 'i-T IfiTü sturl) in Hrrslsn Hkin ^ur der 

(lent?^ i littcrAtiir m der liJesig*;» iini'-i jiilirifföm 

: '.Kn virkvn alt* tclinftaU'llvr onil aka<Icmijch<.'r Irtircr. gt<>ich hoch ([«mIi- 

* -....rcittir der wissuDücimfi wie als tTttifliober Rionscb. 

( bflr Min ftiiBtern leben lut vr nelbüt m diw Hlhao) d» |>hiUMnph{«<]lioi) 
lurnt'at UOBPrcr tvH^liRrliiilo Talgobile» tfhn ' ' ^ n: „Karl Albrpctit llpinncti 
RVkon. gob XU Kubury am 14. UhriiüT 1' l f.'IU».'' wisBoni-chaflliclie Vor- 

täUh]rig anf 'li'n trclt-tirl^'n «lIiuIlti za Kol>uit{ uuü Krlun^cn bta xuiii tiorbbt 1K4U. 
Vxii Aa bL< liio iti il<'ii berbtit 1>^4 «tudinrtfl derselbe zu Kriangpti. [tonn nnd Dnr- 
Ub, auf Wolcbor l«txti!r<!D oniversitAt er auch tuu'h Vt^rtvidtgnnj; seiuer difi^erUtiim 
„dt KtüDia archifljt, Kcm^tDiis vfta" di<> |tbilu(i«pbiscl)v duutorwünlä 1844 erliicH. 
In «omiavT 1&45 luibiluirt^t or nich zu Jeua iuitt<Ut einer SffenUicli verteidiglrn 
iltMtfrtiltiün I Tdo rBRnm Franrormn mm iiir Orioiitis." Kr lan 

voD 'bi ab [ iie UH'I iirolin»l<i}(incb-gfrmitiiiciti ^in, ntirde im jahro 

IH-tf i'iiii luir^r. T'iruM lÜi ;i..r [iiil .r iti der i'hilosu]tU«H'ln:u fufultiit '-TlKilit nnd 
koiu -'»ttni Ir-.Sj ,ils ji;s;-;.'ri'i- liKilKh'-T prvfoäBur ftir du» £ucb der dcatscbeo altcr- 
liuualnitiilo aiktli Breftl&n. OMchrieboii un h. novmuber 1BS3." 

V -*-.." ,Ton hjU» idt nur, dÄS« «^r sieb am 2. .«jiteniber I8W mit frfinidn 
IfArio irntcte, im jahro IBiW ordcntticlies tmtgli^d der wtM<;ii»cli»fÜicIiini 

V ' n nir Schlesien nud Posen word« nnd »atern lötiT eine ürdont- 

L' ' i'iiivii. 

ScLcu bei seiner äUcrHiedelant; nacli Bruslau kbu;^ KDekert Qber ein niitvr* 
IfsH'iTr'iil'-!. . dwt er in doii ersten jähren üuines bietiii;en unr^ntiuiltos niLmentlioh 

• I liebe au>»U0tignogcn zu UberwiudöD V«nuchti>. du «bcr iilbnfthUch in 
li iler WQbfP zaoaliD) und ihm manche b«)tii; btiindc bereitet«, ja ilun und- 
l^ -.'j 'yde wi^enjtclinftliclie tiitict^eit unmr>(flii-b luacbtv. Mehrfucbur Un- 
(fWtr mLiiii x:.»!i 'l-rii V-rpor vmi neu» kraH, war nber nicht im atandi* das iibt'i 
ni hrI»-H. ^.1 wu:«!.- -r yiuptigt sich niM-h und «ut-b au» aUom vork^hr zurftok zu 
ikbüQ und sich endtidi Ant dem uiugau^f mit aeiueu schfilem und de» weuig«" 
' l-ru tu bearhrtüik^n , «lio nan um «u ileisaii^er lu dem mciat an diis timmer 

ll«n T«rubrtcn nmnan kaiuea, jo weniger es diesem rerstattet vrar gletobes 
ttill ti' ' ■Iten. 

.4 äucbtfi er. nin den falK^n eines fllr Ihn recht wdillmmoii 

_'cii, erlioliiLg iu der Sdiwuix. und hier, in Wcisabad bei Aitpcn- 

"wine ({(rliibti* yftttin nnd unermüdlirh tr^oc iiflfuterin nach faat 

;.' , iitfhtr eha am LO. Juni durcli einen pUtzlidtcu UtJ entriä.seu. Dity 

.U-. u;.i a.una lebenslirart };ebrorhi-u. Wol kehrte er im herbat« üusaerlicli 

a ttiitoh tu uns auräck, öbi'rmUun auch äein k'hramt wider und geh si«h 

' -x seines aduoerz xu DbenriDdaD, aber sein 
L -in. 

iit'> er im »«.-blesi^ohtMi bade [.andeck ta; der 

:irtjiif: . _ 1 igfiBäiig ftui' ihn, das» er horeils am 4. scji- 

r «Ider fai BroaUu war Itier ward« n am U. naoh nur xweiUigig«ni krau- 



HO 



Hit. wurysi 



ki;n1iiscr tlarcii «iueit suiiflüi) i>M\ «>>» «ebum t^ili'ii i>Tlti«i. Kr biot^rllUirf' ntir 
kiuj. eine xnlmj&Urititi tucliler 

KBi'iort w.t :« 

itiu WrdliTto. hoIii , , ,i. 

Olä Uli«) 4)>in nlii nilii-gikT HuUs hatte» ilin nLiF^);i-iii)-tni. mit uiiipr tiHi iiitviiitliitlii'n 
fnllu jrrQadUohcn wiuen<^. div eeJbät ni'iue i'a^.'it<'ii fniomlo oft ßlierniDrbtc. KAvtn 
^b « i>in K«b[st. BtiC ilem «r aicli niulit »«ui^Bläti« vi>rEil)ergcbinitl b«nrci^ bültv. 
Mit giiUAfr huMjelm»); aber Ifbtw «r seiin?r cviffnUit-'ban htfTur- .■ : ' rr , ^'t 

ini:lir ?nr «tw^tiditlicllBO fofsplitinjj lli)iy«)ieiyl, »[»W'-^r ftusf. t Ji:r 

altcrtuuiakauilt; iui 1^^•lWKt(.•^ siiint> >lod w»rt<.-^ K'-iclmfll^, uuil U4tvli Ui!i4lai heb' 
tuii^rii liiii bat er nn.4);ezcicbDt.-tcs j^clviatct 

L'itUr Minori hUturiiclii>ii \rcr1ct!]i aimt. obnc den wert <)nT nltrl^n ichmA- 
Ivm zu wolK'U, die „cDHur^tfHuliicbto dun ileuUcbeii Volkes. 1853. hi." itEAtKitig 
die Dritte sUiWp ein. Dlt utäcbtJi^c xntu t«.'il irhw«r En^iKÜi^bc nni sprfiilc irtoff 
fet bEcr mit svIcIkt t;r&t>dUcliLt<it ilurclif<jtftcbt und so K<*B<-tii<-kt .' r. diu« 

dit! cruüiM.' U'tlitftliliic, wvldio (t^i Uucti Inii rtrliu>iii «rxi^bcliifii t. it.. wul 

«rUiirtich wird. IiaeVort hiit akh Uugc mit oiiinr fortsei« hdj,' der orütit f:i'tnit,Tii, 
tiod wir k''>Qi)Oli CS nor bcliln;;cn, Aat-s c* iliun nie gckotunioii ittt; dfoii it iraf 
iIaxii bornfen trie wenige? nndrre. und anx fiut tUlen wtnvn xcliriftun. gariK hnw<ii- 
dor« ftitdt KU« den vii-tcn U«i»en abband Iniii^eu und rccemiunoii, gdtt klar hitrvor, 
diws fnltiirifeäc-liiclitn diiJt feld i&t. vrRkbi's t-T am lirbntrn bvbunt bat. 

Die ältt^ru dtuUcbc litt«<ratiir ist von Ititckcrt dnrrli eine rcihu wcrtvollw 
ÄUMgttben biTdiclitfit woidi-n, Örbon in tfincui „Lchfudoa Iwiligan Ludwig" if'x^io 
tx Hieb al(t tftchtitr*r kpnnvr inincrfr Kiinobp , in wolt Iiühoroin grade ul»cr r.nch In 
sdneu Aii'^irnlM'u d<'<t ..WäUrbi-n gBAtcs" und de« ., MaritüitcbunA." Itu l<-'-*'" 
l«b(rn«iabr€ iiH)eitcii' er ziiglrtrli ao «in«.'r ao-tgAbu de* QdUnd nad tui vId^t < 
Mondän ßCHchielilc der Di!ubuebdcalitchi.-ii KcIirlftsKatibo. Ihe nrtict^ ist vulifixM 
wordvn, die uiideiü nur bii iwm endo dei znvitL-n bniidi'jt gedit>hi<n, und im itacb- 
lAtfUv biibi'n nicli Icidor i < ; v<>rurli"it'-n ^'ofiiti-lt^u. um Hn-u einer andt-rcn 

band d<>n abiiclilu*« dC' '.-lirdilcii ^Kl.'rk^■l( «ii^crlrnnt^n zu können. 

Kinu ilritto Heile »einn- Inlii^koib darf hb-r um «o wpnitjrr (lhftr);a»f[cii wiir- 
den, nU «r Kir vnn \Aitx mit boauudcKr vurltojjt! bU tulttat g<t\t^\'gt bat. H« «l| 
dies, Libf;eiH>lieu vun stoilU'o vi«loii amiei|f<'n iicii <>niclLitm<M)<tr t.chnftrn. lUa 
aiizälili|{eii kleinen ubbHndlnn^'vn iiImt dlv ' il 

Melgni*.»i». für w>j]clic <t dif ti;ili(Aliiue w.ii> . ...i 

freiUcb xum ^littten teilt* nur llucbUgu erxonifuisaß d-K iin^^rnblrcliik und iite doldiii 
auch Ittn^t abgetan; ubur ur bjt im (jruod« d'K-.h mit ilinrn soinni awwL' etTcIrlit 
uad uuf vielen dlo iiubiterkMDikclt uri-^Ienkt. wiu doiuit woi nnbuoeblct srablio)ii>Q 
wSfö. Ich babo am t)n>l ' Ibtn t-lnt)^!' '.''.::' i 

xu gel4<n Tonncbt, «oUi r .. li nbur \'- 

fßlirl. Wti^ Ntl''b jcl/t kiilicivlil iiucü Ivilnaliutv crw«r.keu kjmui bei wieitvt» da> 
moi*t« 'm\ wcggrl.livlien. 

AIrf akudcmlicher lulircr K^^i'rk' Eäck<!rt nit-bt vmi»t i[io, w<'1dt« Hureli ^l&ii« 
sende vortra^sweiau ibro znbüTer xu feits«!» v<>rBt'jbi<n, Y^ Kprwb xwar ititnKT frot 
und g«wdiit und buU« all»« wa>> «r üab lOnrMW dnrclutncbt, aber er robltt- ;i' li 
auf dem ' -■'Ueti ndtr nio i ' '■ i i , 

iu der < ■ ^ . nnd di<> ihn !i 

ibn lirraii^i'i'ilu' i ->ind nud dii-* ihre» gL'iiobtim |i>lircrki iritui-'i rii bi'iv 
linrlci-it L'i'dfukcii O'c-iilni. Imt das lioiti* «on ibui nltlit itu )>i>i'.]il<i •<). 



fnCDfB. if CKKKT 



W 



nun züniiifr AmpriuigAii. Kier vorütantl dt za lehren aml iinzarngati vrio luain ein 
ondtiTor, notl »ciii«u Mibalu-rti and «eloun Oi*iinitvb Kfnlt^a Jic »tundcn onvcrgculicl) 
litoiWo. die vtf iiit »rtMit^n'icliO mit tbm ImSfu rotirin^n iJärr(;n. 

' ' . . iE etiKT ilor uüelstvii mvuacbcu vuu 

ftlliin. '. .. j.ibic mit iluii in uuimterbuMrlK-.- 

iMiii |Mr»nniirbcn rcrkebr ^eaumdaa nnd ihn ni« nudcr." erfanden als treu und %'aixT. 
mild* ht dur ticuitciUug tmiterirr uud immer bvrvit zu helfen , wo »r« Irgiind ver- 
tuucbt«. Di« wiMAün^i'haft hat riel mit ihm tctIoc^d, tveiue freumlc sioliei- atu uiri- 
«flau. Ebn) Minviii auilinlccD* 



Sohrtrten. 

t. StfIbitBndig ersclilenene. 

IBH- De Kbijuis arolin'j.iscdpi iCouauaiii vlw. — Diw. Jnaug. — Unroltni dio 

5. tu. .Ktig. (H -^litfln.) 
t8l&. Dr p>)iuiiiemo rc^rtini Kr.tat:oraiii nun impcmtorilnta oriciitis asiguo ad uiur- 

tem Juftiniani (öij6 ji. Ihr. o.). — Jeniu: d. 3. in. Ttlnji. (21 ».) 
IdAO. Annalen der di?at«chfln L'^M-hiditD. Abriu d«r dentdchon rativiekuliu)^- 

iji'&i'lii.'lit« in clminolugisoher durstellnn^r. — liffipicig. T. (J. Wcij^el. — 

'i b<li; — A. u. d. t.: I>&ji deQt;6<.'hi9 Volk dftrgc-äMlt in rurgniijjeuLeit 

oDd grvgunwuri xuz be^fludaug dui zukunft. Till« l — S. 
1i)&l. ftts lubtn <lc8 beiligea Ludwig, laodgmron von ThSringen. gcniKhla dvr 

beilit:<-n Klisjibtth, Noch der lat. nr^chr'iEt übt-ra. v. Krictdr. KiHHz von 

^»llrll. com tTiieü iiml bt'rauAj;. m. itprsclil. und htütur. crUntc rangen. — 

l,.;i|.au*. T, 0. Wcigcl 
lÜiHi. V"T nüUrlir ,L:a>t des Tbomasiu vun Zir>*l3ria. 2uni critluu nialu berau»^. 

lu. ei<nu^!h|. und (^«ücbicbtl. luimerktini^cn. Als 'M. band der Ublio- 

thfilc dür gtiB&tnt«D deutseben national -liUiu-atar. — Qo^Hinh. u. Leipx., 

G. RoM^t. 
tXSÖÜ tirndor Pbilipp'ti des rattb&us«r» MarioDlflboo. Zniu cnten uialv berao^- — 

Al^ 'ü M der Hu^Sf^ücben bibliutbuk. 
Gcacbii'lii«' dra luitteUlUirii. — .Stuttj^rt, Fraocklt. 
IH&I. G«»ctddiie der uvuzeit. — DaselbBt. 

DL« büldcn Ictitgcnaiiten »vliiift^n anch ii. d t 
N«Do vDc^-cIopiidio dor wiisßuscbafUu niid kunit«. Bd. 7 nr. 1*" *• — Aach 

aU Atlfr«^ui<?inc weltgeschiclite von A. Flcgler und U. Bäckert — Stiittg. 

1801 Früiickb, 
)9&3. &i C'u]tur):t'«<^'blrbt<? dcit dtiuUcb'.-u rolli«« in dor zeit dtfä flh^rgaugc« üue 

dem bfidcuüiiira in du chrifttcathtun. - L«ipK., T. Ü. W^jf^cl. — 'i bde. 
■ (^hrbceh der nfltgcicblchti! in organiachcr daratellung. — Lripicig, 

T U. Wcigel. - 2 b.le. 
Säfifi. Lobtmgriii. 2uni ctstcn inaU' krlUsob berau»t;<<g«bcn und mit annierltingeQ 

vcrstiljea. — 3(>. bd, der BaiiS(!flehi''D biblintbck. 
tRitt. Tlutit4<-iic geiichicbta- — SCwoHa ningearlw^itetö aiiflj^'t. — I.täpit.. T, O. Wfi- 

gtl. — VftL üben 1850. 
JC>ii *■ ' *■ .. H K — Als 1. luL vun- i'..-iiii-cb<' dicbliiintou 

<rt- und inchi'rkl&ruutfeo llrsg. v. E. llaiUdi. — 

aanvoam. v. Dacr^cus ruiLOLottu. vu. »u. 7 



OÖ 



FB, l'PEIPn« 



IBTTi. (ii»c)iichV >1or n''uIiii«liitnitaeWD M)>rin«)irJiohi}. - Tielfn-, T tl. Wclgnl. — 
Bde. 1. S. 
TleliftHil. — AU 4 bd. <l«r deatKch^D iHchtnngea «Jcs iiilUoliUttfri. 

2. AI/baii<IlQiigcri \u zoiticlirtttvii. 
Dio rait * betcicliDvt«ti nnd obne nftnien Jei rcrfuiuirai «rsohictum. 

Bl&ttor für litt«rari8oho nuterlultiing. — Für koino zoituctritt tint Ttflckart llolitil-- 
^cr i;«arl)eiti;l- rI« fiir «Hcsc; dcK-h t.clicint nur nin oincigitr mifflitiz noob crw)Ui-| 
ncnswprt xn sein: TJvr litteniriscliL* natlUiish- Fricilricli Itllii<rts. 100*1 nr. 50, 

FBrfttoiibilJtir, .ScliloHiHoli«- , des inittclalU'i'». H'.'rii[U)>,'. Vcit tk'riimnii liiichx. — 
Breslau IMllf, Trewpiidt, — Der niiiiiiLit5iißer II>?inr'Li"li x•^n nrf'-v1,iii \r 10 
a. 3ä. 

Oernuais hwaueg. v. Franz rftiiTcr timi Kiu] i'.arv^''b — l'if ^MüBciiv» ab.-'i.>lii[<!u 
nomliiatK - «od awuaativronBtrBcticuicii- XI, 41.'». - FiniifiHeiita ciiii'f Ui'dtfn 
hnndtirhrift von Wultraiue WUlehalm. XIV. S71. — Zw«! gßUtllchc K<>diobt<* 
uns 3chl«:iien. XIX, 75. 

Gr«i)3cboteu. — Loipzig, HerbiK 

•Wfclüi«r Ton der Vogelwcide aU riiiti4^.1.ii[<TlicJior un-l nn^iionnT ilichwr. H»i;>, 
fV, 928. — ■RByri'.rbß Jamlrfc- und voIkisViinde. l«l»7, I, UO. — •Hft! 
scbnabiscbcr ilijiluitmt niti liofe der k^tiigiu Cliitabetb vuii Kn[:Iani] UV.f&. 1067*1 
IJ, ü. — *ncr gi;(ir''nwi\rtife'0 ttUnd der ruiicukund«. [■''tiH, Itl . Hl. •■ "KU 
fastnacbtsecbcnt, Fri>^dricb Fnrdinxad (p-af von Bt^oat Tun EbaUuff. 1870. 1,\ 
407. — 'Dar nordeu und eliden in I>äittficbUnil. Wlü, II, 417. — •V«u' 
der ostdeutfichcn grenzwucht (OborKcbli*tiien| lB7ä. II, i30£. — Du dcatmdiQ i 
publiouui und die altniirdiäcln' Hltenitur. 1W72. III. — "X irich 

RBckcTt. Ib73. I, 242. — DchIscIkj «lirlicbkoit und dwuL ! -Ü. 

187:». m. 476. ~ Dai OUticr laod. ISTS. Hl. 4»1. 

Minerva rwn Friedrich nr»n. — J««ii. 

' Ufinkblick nur die Uiiltt^kcit der deubtcbon national rersnmlung voo dar niitkol 
des scpti-tnbrr IK48 bis u»luro ItHU. l&tö duxbr. I. 11. 1K4U j&n. I bU 
apr. II. — *I>t<r |>rtfU8Biicbt] verfaieuuf^ükumiif vom ^9. lust 1S4VI. lH4il jull^ — 
•Der cii^coro bnndeawtnut and das intoiiui. IK-lit Mcpt — " [lio gf'gmwü 
bedeuhiiig der tli.'aUii'L>>n ttUcrUiLimAkuiiilf. l^iij oct. 11. novbr. I. — *Fl 
Karl Fcrd. vuu Mtifflitif . dnust Wojns fj^cnant. 1861 jnli II •mg. L 
*Mt;niuirvn des goofiraU Ludw. froibcrrn vud WotKogon. 1851 aag. ILj 
•UuMlaiid nnd die gpgcnvul 1851 »iipt II. 

Museum . Deut^^'tic*). vun l^nb. Prutx. 

'Der goireuu-ivrligv xustaml Ae& uuturridtts üu detttocben und mIu TBrb&Unlu' 
zur allgfiiiBüu'n bilduiig. IHfiTi nr 24. *J5, — Zum and'.'iiktüi &ii K W. Web«. | 
186.0, 4ö. ~ r>ie filiere dcutHobe litt«ntur und diu b«uU|^ iinbUkum. 1866,, 
4ä. — *LiitborH doutscbc lohrfflaii. 1867, 28. 

riotard). l>cr uoue, boraiug. von R. Gättuchiül. — Leipx. , nrf<ckhNU. 
Marlin Utbur. 1, 1—78- (18741, 

TaHclicnboflli , Hiitorincbco. bfu-naag. iqü Fr. v. Baamot. 

UouUcbRH national brwilfctipin nnd si~--- --'">M im mittnUllcr- ■*. tti, 
2. jobr^. (1861) . 3:17. - Die |i.iliti nuJ tfiiUJtrkuit dur jt 

denea düUticbuD «tätuut«. 4. Tutge, »1, jiU»^. ilbt>&) 1. 1&3- 



^^id 



DBIMB. ACnUtHT 



{^9 



Die ilruUt^hu ichrmc-iTiicIii! d<.T ^^e^ittmurt uml diu dialukte. tSß4. lU. 1 

1. 90- — D\e lnNli^tliiiiK (l«r altd<!alAcii«n littt^ratur tind die v«iaucbe m ihr»r 

»lit<!rl.tlobiin^. ]»JtJ. n ». 174 
Krit, [Ji«tvr<.'. Hi;rtitu^. tuii B. Qnttbcbiill. - Neos fulgf. 

Dm»( atid Lotbnj]>.'<^n. Ein grsciiiclHltclior und ccütDixeMhicIitlichiT Itliurbtick. 

ni, t 0**'0 "■ 1— Sä. U5— 17*. - G. li. Gervinu-t. VII. 2 e. 1 — 2f.. 
!!elMftirift fUr doatsnh» pliiloloßif». 

ZtiT e^ftrfcktrtwUli «Ut doiitÄclK-n miinrliirten in SaMoskn, 1. 19y. IV, 823 

V. 125. — Ikricht Dbcr ntu'rre dcotiK-Jn; inundurtUcU« lilkrator. UI. 161. 
3U<itK«.1irift Ac» vürcin« fllr gcsclüulit«» und ult«rtbmti Soblmiena. Hdransgegehea von 
V. Oriinliagcn. — Bri*slau. Ms« & C<>in|>. 

Kutwiirr olaer •vKt^matiaclii.'U durtutoltuDg der schlcsisclicu duat»c}i«& umtidari. 

Vn.i. 1- Ylll". 1. 235. IX, 27. 311. XI. ÖÖ. S28. 



BERll^MT TRKR DIE SITZrKOEN DER ÜEITTSCS - HOMANISCHKV 
ABTEII,UN(S ÜI:K XXX. I'HII.OLOOENVKIWAMLUNÜ W HOSTOOK. 

Die abteilnng, welobe ibro aitzangen im böriaal nr H des univiMr&itiiUgt^bÄu- 
dv liidt. z&hlLe 4.^ mit^liediT, Dämlich die hom-u: 



Rüfr. ptnt. dr BnrtBch-Ht'ldc'lbtT^. 
»*.-!. dr. Btrc\\-7^iti. 
Prof. dr. n«cliiitpin-ftost«)«k. 
Doe. dr. ßcgcniaiin-OerUn. 
Dr B>>ddielt«r-SutUi). 
1>Ir. B&QLTiUHifiter-Rlbiutz. 
Doc dr. Edxardi-AncUni. 
F. -1. dr. K (■ ^'' t' r t - S<.*hweriu. 

('«od. F^ltlf.fl^■ho-Ii•)n^^oll. 

Wr. Olicko-Scliwcrin. 
O.-l, dr. Gcrhciding-Bwlin. 
Prof. dr. Jntoliaanu-nivJin. 
Dir. dr. Kvck-Hasuni. 
(Hr KruuHQ-Roiftock 
It0.-l. dr. Latcndorl'-Hdiwtirin. 
it dr. Laun*OMt:nbarg. 
Duc. g,-l. dr. LIodntir-Kusturk 
" I 1' T.at'bou-Oldunburt;. 

l.iii'ktDg'TWrlia. 
rr.i ilr, Mnbn-StojjlilJ^ b/Bnrlin. 
O.-L dr. Jlcvi. r-L'uUli«ifi. 



Stni. Keamano-Huidelberg. 

O.-I. dr. Ffundböller-Stettiii. 

K -I. Pipcr-AUora. 

G. hofr. bgmstr. Pöble- Sohwcrin. 

O.-l. dr. Raucb-Berlin. 

Dr. Rüftijfcr-Altona, 

Frut'. dr. Sachs- BrandiiDbiir^ n/H. 

R.-1. dr. Scbildt-Schwerin. 

Dr. Soblrmor- Altona 

G •!. dr. Schni'iUinjf-Stcttin. 

B.-l. ScbDuidcr-Scgcberg. 

R«et dr. 8citz-5Ume. 

C.-l. Starck-Schweriu. 

Doc dr. StiiiMitioij-Kleh 

Dr. Thflmon-Srj'AlMiiid. 

Dr. Tbeob.ilil-Haiiiburg-. 

Duc. dr. Vogt-ßruiffwald. 

Uibl.-a. Wftltber-Hamburg. 

0.-1. W»rDer-8chwt:rtii. 

Cnnd. Wentpbal-Srhwertn. 

Mtod. Wiciraud-Knstot'k. 



ti.'L dr. Nerger-Itosbiok. 

lo di'r PTstcn ^itxnnif (tan 28. sept. 1 tibr oai^lim^ b.?gr8s«tö liarr prof. lir. 
llacb^leio ti* {irüsidcDt die ubtcUtuig und gedachte ehrend iiiinäcb.->t dnr im letz- 
(«•Jaltrc durdi deu Tad tun uoi gescliiednnen radigenoncn , dw dr. Hildübrandt 



SlKWVtir 



in Hall« imtl li-m prur. dr. nflckart m UrcvUa. Dana cnriÜmlc er ilreler rrftro- 
Heh« argi'linisrt'; tle» vorJAhrcii: d*» witli'ioruti-hi'n-i iler Fcutiimunii'ftchi.'u /eii.-.lirifl 
ftU «rroneboiiff der dvot«chftn niiin<laru'ri, der tflMong dor« verein« tVn i 
<]eut«o)iv s|'niclifuridiaii(f nnit der n^n]*r<im(f ilcs tiiinl. wOrUrrhiiub« tliLrcli <li>' ujii': 
reicliäregicniiig. K» wir«! furtiui aiuscr der hiiülicritren (»cihiiUa vnn l&O thnli'm 
ffir jflde;! hell vua ilcr retclu-buuplkiutttf a\i'' 'lalt duH Ucrrn dt. I.Ubbfn 

ftlil' ilrtj) jhIiU> gi-uüilt, wutiacb ilifetMii i.'ln >li iirlüiili vom 1. a|<ril d. J. nb 

io ÖMenbur;; l^omlligt iiit. — Kucli «llc^oiri l.i-nrljtc wunK' hfir prof. Itartooli 
ttuu ricciiriiäiilcDtvB orwalUt. und rii ttchiiftrübicni duc, dr. Llndoor-BusLuck aitil 
rcforont enunt 

Die KWüite iitzunfr fiuiil am SO. septbr. muri;. V ubr Htatt und birgaiiii nlt 
uinern \Mrlr»gc do« b«tni dr. L&bbDu-OldL'uimrt;: „'Aur cliAraktL'rlfltik der 
mitte luitid« rd«titsoh(!Q littorntur." Im Jahre lütM m \-- ■ v- 

dcvih ian lillobU; Löbccli-r rechl vorfiissl w.ifl'7u nud von «In ■ «i 

(Uledtc Liiljccki:r cliroiiUc betcunncD. Dii'» btfxuicbtic iins üin^r-tcit« rlcu ciffnntlicbon 
iinTiuiffipimkt der miid. Uttorulur. Vor junt-r zvil UUiduu bIcIi unr oinxiilnu tuad. 
arkunitdQ, Boust ht<r&che als h|>mcIib du HcbrifUicLiia verkolirf) du Utein, w«lcb«« 
aach bia 1400 ix^lion iIüiq Mnd. tu erkunden hergehe. Ka kliüTe H^mlt 3wi]ritli«n 
dcni Mnd. »ad di:ui Allnicilcrd. eine für die sprAchfiTäcltiui^ suhr umfitiiidliclM 
Ifioke. AndrorsciU wit-son auch jene werke A. v. Burdewik« vh rf 

dlejenii-'fu gclji--t«? Liu. aul' dtnen dais Müd. soine bedeuleudilon i ;- 

yen kOuoe. iiiitiilicti |)rütta-([iiniU'llnng d«''« ri^olirx und der geMcliidite. tfie |'a««te 
•ei im Vnd., riirglicben mit dein )lbd., wojiig gepllvgt. Sn fehlt diu weltlirhu l>rik 
Ij^kuzliob ~ dicNiederdeuUcIien diohleten in mhd. ii|<rni.bc - und die gvibtlicliu 1>rik 
Lit tfiotöQtjr. In der ejiiiichun gvttuiif; tludcu wir w*.<iiit; (iri^iuüiv'' . - i-s 

diu uftchbildou^ de« uicüetlrtndia<:lii;u l£<.-iuu>.'rt. di't Rnnckti Voi« . ■■> k 

»ebioä /GlTAlicra, die ehrr des Und, t;;erettot, ein werk, Aa^- n 

teile au: der uiüvcn üpracho bcruhctid, itu reflvotiuranili'n Ij< ' i ' <<; 

orrcicht werden können. Im drumi atebt diu Mnd. mit t-inom Theuidiiltib, HUndva* 
fall, Ueduutiner üpiel. Vurlurncu uulin > Suesu^r iJunivl a. d^l. dcia Mlid. nidit aaeh, 
rielUitht voran. l)ie uiud. |>rt>Hä erMibriol unügebUdvlei lUtt iL« lubd.. und >ir 
z«ii;t Bi> 1 iuiri.i'et4^n in btjbflv »unUldimK mch •! ■> 

ueitc. I' gvboi» ein vylUtAudine- h.vittui di i 

criuiitiitlroelili'ä; liniivi't.-n tiiiucn mrl) dceuuicuk- buhcr {xditik. wie Tri'' 
gesanUdiAlbiboriebtti it. dj^L \'va der rvichcu kirciU. -IbuoL litterstur 
besuuder« vrkbtif der „ÖooluDircwt Ton 14UT" and Jim „LBbodcer I'u^ion«] vt 
1471" hcrrorgoboben. Dia mcdicin biet<>t uhlieiclio Mrznel- und knir- ' ' 
Die cbroiiiken hüben melir »^nchllebon nU jfcächichUichon wert. Die 
des Mnd. selzt der berr Värtraf^eadu mit der de« bAnsabande« ' 
von 13(JU— liitHii die xuit «Uli 1500 — ItiiN) enM'beio*- da^egeu aU n- 

ges. und oiil IGiXi köuiio ui&u dMNeBtüedeideutsob« begiunen liuaeu, d«» von («g 
2U Ug an rvJnbeit rerllcro- 

An di««en hiwbn interesunton vortrog wcblvw tiefa, abgeaefavu ton tduem 
kürzt'» hiawcLs dei» hcrm j'rwüdeaten nuf BertboM von Hotlu, vluu dbictuktou 
nicht itu. 

& folgte der vorlmg d^s bvrru iirof. Sacli« Dbvr dos tbema: „Witt bftt 
falicbe guiebmaaikvit uud vo Ikdttelabell dir. »|jracbo beeiiiri utst.** 
Dar berr Vurtngendv hatte m »leb »tu «uTgiiliv geutiubt. Htt ivigou, vnv bidd die 
»Dcbl, bei ltalbwi»er«i luU g«t]ebrMuuk«It »u jinuiliüD, lOu fiTgOtzfiobkteii vcrwech- 



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' t^r nam*-!! . bnlJ dti« Uofltro- 

i. m aii7ai>u iiue vtxiiDKtiiltnn- 

tolire, b;ilj n-liifiüHfft l>otIt'nken die angepifjoelim i.iIrT 

aie, liftM vermeinte AprA<:hrc|;eluiit' die recliüwlircibung 

lubcAftorc. bald <lcr rolkHwiU mit dcu wortfornini 8^11 tplcl 
.Mir LMi-r 'iixTiffichcti ftlllt' von bcUpirlcn Ulla den vers<:liied''ii " 11- 

>Ii'''<-itiltn(»i, aas d«n vi<rM'ljtr<r)cnatr.n üpnicIiL-u, nun dm v<- ■ n 

■ -n l.fl.'pt t" linrcb den totLih^ ^u woi- 

iilmltigPii ^: ■iirr^u. An iltu «ortrag 

lUiQ|ino 'Ich rinv knrv iMinXta. Herr dr. ThrobAtd wnnte iiäinlich tt^gva die 
NcfTiMiiDg dieser erscbcbiuny uU einer „cjiTuiiHon" ein, da^ lia« «trcbcn and dl« 
kimit, frrnid« wdrter luittvU umdoutanf; sieb lUuuci^Qoti, ein zdeben dm lobr-ns 
eifi »«1, und vitidii'Iert« dies I ' Ivr oM- rVäaiWt^'hea ntid ilcotscbon 

flj' ■■ d-T tnirtli'mpn franxöfdscli' ■■r Mfrr \>f)f. Sacbs liitilt diiran 

(• ' ■' dfff ni)jt1c«tn«g inutK't cm i»um'.'iit der oorruption Üenc Die 

lin I abiildi ober da« Frftnxftaiiicbe wurde rori herrn dr. Ltteking 

«am gt^gatiütandij «iaer wcitcron diMUuioti gotnacbt, Ale beider obgöbf^ltien wcrdau 
nitit«, dA dif xeil difr «lltEctneine» aitzimg bcrnngckoininen war. 

An dicdot Diibiiica die nei8U<ii inittfüirJor d«r Mbtetlung teil, uro dem inhalta- 
r«leb«i) viirtruge d« herrn \iTi>(, Bartsch, „^oiu gerutanittcben geist io duo 
rifOiAniicbcn B|trAchcn" zaz>ibtren. tn deimiclbeii wurde doieb vorgkJcbuug 
Abt ollireo ruiaani&fiben sprachen mit dem Mul. und Mhd. nacbgewieaen , wie 
luimrii^HcK in der ffurlitildotiLf und «oob In B/Qlaktiecben bozit-dmugi^n der lat'^i- 
Bisflii? ili'H" ji'oor e|>raAlii-ii vtioi k*!"""»" '»*'»«■*» fi])ra«hgei»W iimfc'cfonnt wurden sffi. 

In d^r dritten sitzong. die am 30. aeptbr. motg. H nbr begann, hioll. 
|«fT pfuf. Mahn adncn vertrag „Ober die keltierben sprachen nnd ihren 
»InflnnA iior dir düutsehe. englische, fntnüöaisehe Qnd die übrigen 
r- I" • n Hi-rAcbv D." Daraut). daä» lUc Ecltcn r<;>r du» Gvnuiuion and 

tm . ■rtTu in» niitMoni) und wv-iÜicbL< Kuroim •fingowaudr-rt seien, und aus 

UiTcr bfii ihrer QbrrvHJtii^ung bi7r^iD> orsti^genrn h{iher«n cnltiirstnfe sei cn leicht 
fi.-iTr~:nich, diufi AUS ihren spriichen viele wJtrtcr in die der nachdringenden rülker 
Ninwin wurden, und twir tn erster Hnie orte- und tloädnamen, aber nicht 
nniiuM »neb * r i j^cn ron diügun. welche jene Tölier »ou den Kolton Bbertab- 
mifa. vi-n X t-OL and ^'erät^u. Ziiblrcicbe w&rter isordcn narbgewJMcn, 

die *a* dem - iii-iif-tn l.i»suindi' dt^r aprufh-n , in denen sie sirh finden, unerkUrt 
bleiben [1 1>, «[ilitl birnej, deri?n ciiUrnng sich uiier an« dem kcltisfben w'*irt»chatie 
Ia<b1 «'rgibt; die^Hien seien dcshAlb ali. lulin Wörter ans dem Ke]tiächeu ariün- 
MkiUi. — Herr dr. LQckiug buanHlaudifte die ricbtigkeit dl^s beweiftverftthreaji, 
ih «Im fehlen der Bugebörig«:!] wursL-ln in den bezüglichen sprachen ja ein zafK!- 
llt ' fioe ncrr i-rt-f. Mahn b<-nicrkte dagegen. dii*8 sein vorl'ahrt'u tibtTall 

4.1 j wiibr*cbr;uiliclikeit fClr &i<^b bnhe. wo die Kelten Ürtlich and leiüieb 

ViKgAU^er d)ir nonmehrigea inhalier jener uncrklarbaren w&rter seien. 

lHa dorch die allgemeine sitxmig nu 9 nhr anterbrodieoen arbeiten der 

llrttiLluBir wurden unt 11 ubi wieder aur^jHnommen. Herr prof. Bartsch gab einen 

|k- '.'oekerC. V,t bcriiditete über da« leben and den lillJnngä. 

I. d. j. hl liiedna vorsturb«;ueii . 1:111^,* a-ir r4eini: Iiimptschrif- 

um und gab eine charaktnriäliL »cinDr gi." > ik lätigb'.lt Aiu 

bftb er dht llebctuwBrdige pentönlichkeit des äitj..:.^ ^duuen btfrror. auf 



102 



\T.III,! ll 



ich lU." 

Du ii) der biia]it»tlziiiig Tubingi.>D mm nrto rU-r Dlioli»tcii T'' ' 
Bainluiiff Wninit war, jo wKlüt« die iibh-iltuig die lurr'-n jirgf. dr. A r 

la ihrem prJimdnnten und pnA. dr. L. IIoUaDd xum vk«pr&sidfiateii tur du 
nScbut« Jahr. 

Daruiif hfncbtet« borr dt.Tbeub&td ,(ÜboJ' den 11 Taal-en Lettorkaa- 
Aig Cooi^rcB." der am 24. — ^. au^, in Mudtrictil {TOtagt tiatt«. Pltuar 
gTCAii hat 98 itifh xur aufgäbe ifvinArtu, nkdcrliiiidiiiches ntrscn in Nord- tind 81 
nlcdorland (ITnllAnd nnd Bdl^nen) durch f7>tA''niug all*'» volksttinilicbc-n in Httnra- 
tur. grtschicbte nild kiinftt zu NtUtxen ond lU stürken. Von d>-n <ln^i «notioiiün «l-» 
eongttsjivis war l>e»ODdtrK die Ar&I«. ff«lcbt> ftj^nu-bc und liltonttnt eu ihrem 
ilaadtf bat. fQr iiti:i iriclitiK. weil ihm bCdtrcbDup.'u mit doucu (Im biclorK'ui-vovi 
fiprmcbfüTschmijtsvcrfiinB «rh nahe bcrQhrea, und weil aauh die Niederlande M 
ftller itbneiffntiß geiren pulHutche vt^eitn^unii: tutt dem d<atitHclien rei<!hi' ' n 

ffol leniuit Aind. mit den NiederdeutAclitiu in en^er Btamiiies- iiail &{';. 
toliaft zu «ttiben. 

In der irierldM eitKuug aiii 1. uatbr. mori;. 6 ohr hielt raerot lierr dr. 
Bfiffcuiaau Riii«D vorlrag ..Über das Aiiiioliod." Der fUdurr gHit oiDC iiher^ 
siebt der bii>ht;rigEm mulntinffi-u aber die uli'. Ir dca Atuiolioil' '!t 

varh&ltms zur koiaerchronik. Kr rredmkt. antticbt mit ui< i 

wider anzunehmen. Ist unser Auunliad. wie nicbt zu b'-zwolfpln, da» «ltj. 
(kfilnischvn) gcistlicbuii, h> rflcki der m hAallr; wi dpi k ehrend o tiimn: „»cutv .^ < 
nusor Ued In dio iwit nuüli dnr knooniuHnn Annoi (1188), da dar kirchltrhu ii|ir»r1>- 
ffpbraiich das 8iinetus tiniuittclbar vor dum namen nur bei kijTblich nncrkiint 
beili^'oa doldetv. (Die rita braucht bücbdtviM diinota>i vir Anno.} HiiiK^gvo 
difi btfzeichnuDjf 8iegl>i?r^it als K"^'' Auuos (dar uffe steit nn nn fffnf} 
tixxii zait TrtT der h^'bnng der gebeiiit* , und unf fiolcbi« ^elt dcaton aqcIi mm 
aHcrtüinliclirn wpiiduu^'su und formen. Dioflon wider«i>nicb will rinlner dadnrdi 
Ionen, dsiis er unser Atinulied (ür iimarlwitung eines Alderen ^udicbtcs orklArt. anf 
wolühcs nncb die KaliforclirunUc, die vlch ja im viugnni^e auf dne nlturv chninUc 
beruft, zorQcktfebF. Ein kQrzere« Annoliod tiabo aaoh Bouart-ntara Volcauiuii lu 
seiner aehrift: l)c lltteria et lingna (ietonim fliv< (lothnnun angefoh/t. I>er r^dner 
äohddot min dio tr-il<> def> Annoliedes uns. die der orjuiiilntor dem ni ; n 

leite zngcIliKt. Daruoch verbleilitTi v. ÜO hi* '/J (VicUciebt bl« lltl) i ' • •< 

za ende uln t:inti(;itUeho tic^tuJl doH alten Aauoliudui. 

Nach dioHBiu vortrage, an den «ieh eine diacastiiua nicht aaitchl<wit dliiUljaii 
bfliT dr. Tbvobald und borr prüf. Sarhii den nntrag, an den berjn dr Uan- 
jiea. bihli(.>tlickar in Antweriieti, ein hervurragundrs mitglied dAü gABt«rn ho«} 
dMnen congres^oa eine Kuecbrifl xu riditen. abia liuitend: „Die deuteeli-ntmi 
«chu abtviliiiig diT iKi. vfraamlnm.- it iind Hchalmiiinia' 

Ihnen und Ihren rreundpn ibtc r j .h» iDr Ihr uiif unbr 

näherer boxivbaiigen xwi<(eheti der niederUniJigch'^n und dor volkibttimUch lüf 
dontachen litlotulor gerichtetes utrebun und gibt sich der buffn'n"- >■ r> .t." 
gelingoi werdo, die nahe verwantscliaft dar »prucbcn durch eine 
wüirvlbwelm klarer ahi biabcr iDe Hebt xa <tell«n." Der n ' 
mvinc liiU>i.*Tin^, nutibdem auudrtickJich betont wur , da«» .i 

|riii igc&cbniack liabo. lltirr )tn>r. Beobatain Uburuuiiui div ubfiiuittviviag 

dt. 



•i||IV4». VK&I. nr tMWTOCK 



im 



T'iii bnicht, w^clini #f>4nnn der MKrättipr dl^sn mUoh Qli«r den verein 
fi: ISQtsclio «v^*c^^^i''(^^b<in£ frslAttcto. tlirf or IiIot ilbcrt^tilteu , dn 

dl 'ift jn HO eben einen golrJH'n bariclit tfebrncht tiftt. Amucrlniiigiiwelio 

Wi ~>t »ein nnxtigtfbcti, iImü am 1. octtr. dio mitf^liedcrzAhl bfn Auf 122 

|t^ >r. An Jtin bi'richl. wIiIoäb lieiv prüf. Bucli stein tiie fragt', wii- iht 

i> - Alt FroniiiiAntif irj]1&chrift »tolle? Oiv«« friigii wurde daliin b«(iot- 

ftwrttit. daiHt die ziolc tojder fbvu uitr t'.'ilwcUc «iU'fiiriimcntrnfen: vi\) iti«ü aber ätr 
UXl flci, da ((«ftcbelie e* nnf einem (jrl.ier-.'. aat dem scblenniL'i'. vi.'l*.iitjg6 nnU 
grftndltiJiK iirbait not tno. 

Ilcr letiic vurtiug d«r d!osniali};tii vtTiamlong wiir der dca hfim Ur. Thco- 
bald l'f'r-'ITa „Ver finbarmiK üt^er phonct iücbe «cbroib w cidt! ffir dia- 
)■ int(." l>ii' wiclitif^lcoit oinvr äolcboii »ot altt^umeiu ati«rkiint, das 

!;<:': >rall g«>nihlt. Hcdn«r gab die haiipt^rfonlcminse eint^r ^»Idicii Bcbrvib- 

mtUe an, vi» anf <lie bisher gffmncht4?u rorsncha hin nud machte aacli viniK*: 
bextifrliche vorschlafe. Kinr lobboTle discussion «ntspann eicb, di? ans atUcitige 
inUiru^iu bektindvt«. Qiid die dazu f&lirte, daas eine oommiasiou, boit«betid ans den 
berren dr. TtutbAld, \not SacliB, dr. Bi-geniann nnd dr. Nergcr, nicder- 
g«««UI «lud di:r<<)<|lii>ii dpr uiiftrA^ erteilt ward«;, sich mit nactoritattu drr ^ihuDutik 
nnti der dinluVtfi^rächung inu vernehmen zu setzen und U(w:h dem beirate dergellicn 
der dratach - rouiani&cben abt«ilanf? in nacluttfr vcrüamlaag beatinitc TorschlAg« ta 
■ichtin. (DI« coniniiulvn bat ihre arbeiten irawiscbeo adiun in angriff genommeii). 

Viu 10 ahr wuhle vom vorf^ltccndcn mit einüm fcnrson ßberi)liek aber d!o 
diwiihri^n urbeitcu tkt abtciliui^ die «itzung^ geschlossen. 

ROSTOCKt aOV. 1875. K. HKROia. 



TaifilA uder die gotische bibcl. Mit dem cntsprochcnden griachi- 
lehcQ teit nnd mit kritischem and erklftrendera ooramentar nebst 
dem kalendvr, der SkitlreinH nnd den gotiKChon nrknud^n tierant' 
grgttben von £nist Bernbardi, dr. ]ihil., Oberlehrer am gymnaäium 
XU Erfurt — A. u. d. r. GtrumnistiDcho handbthliothek beransge^e- 

bou vi>u Julius Zacbcr. IIl. UaUc, verlag der buclihondlnng des waisen- 

ItanMA. iy75, I.XXll nnd 654 seitvn. «. u. 13 mk. 50 pf, 

T^achdetn Ujtirtftrnm die uns erhaltenen gotischen luuidKCltriften diplomatücb 
tp-uo hotte abdrucken ksaen and »o aller xwclfel hinsiebtUch dee fiberlioferten 
tcilr« gehdbon w»r. Mdtc es noeh an einer oingehcnden untcrmdiung Bbor da« 
Terhältniü d^r nlHlanischen bibelübersetiung za den picchiBcbcn handschriftcn des 
rii unil don aus dem original getluBKeneu lateulsehcn vcmioncn. 

I<ii ' ! uucb dem griechischen Hberaetzt habe, vrar längst allgemein 

gDtfkAiit nud ebenso auch, das« der ima vnrli«Kcndo gotische tcxt bald grössere, 
bald geringere einflUmo laieinUeher vorlagen ortahren habe: sind ja doch die (rfi- 
bwrvti heran«i,'pber der gedaclitcn frage nie ganz aus dem nege gegangen. So 
\k I " hiill iit smiien der ediUu prince|ts des Valflbi beigcgebcnen 

ol. .,-0 (1 herein ätimmong des got. üvangeUeotextea mit dem Ale- 

laudnnus und tli<ni loiin dfd Beza <!)); /.ahn vorgleicbl beroil.s neben den ^'rie- 
thlachen auch die lateinischen handsehriften, darunter anoh den Brixianne, tibor 
dessen verfa&ltuln xnm cy\. Argontcus «r mit Grieeboeh eine gelehrte oc>ntrarersQ 
(rth-" • ' '- [.ii-igubfl von Zahn, biator. krit. cinleitung p. 34 S.y, nnd nncb die 
Ai' Iklasimann haben die «aclilage gaoaiwr atOrlert und in ihren 



104 



UtBUtu 



cduunantureo M^iüg auf *lio i^lt'cliiHclien iui4 lutoini^fhcn liuiilndu-ifteii rOckidc 
gcoomtiica. Von tleti b^rMi^f'WrTi <1ck iiön«n butamentit bat <Ua gvtiMh« v« 
(<bg1«icl) ihh' vricbHjjlifrlt fflr jic bitifOkrilik tHii^l btftutit w» (vgl. ZiUin o. a. o. s. 
«nt TitrtioiKlorf «lurctixl^n^ig vcrgHi-imn: rrbtlirli uur du er ilftr a[ini«liD itnhtintlii^. 
war, auf \A\icf. latulniaclit; ülursttitmiK' üieli btUlzciKl, w>>'liiicli iiiuim 
itittprgt'liiiileii üiiid. Alipr aucb liitfnliiri'h wudU' dio ütfllluiig ilt'i l: 
itiDCrliiilb lief vvrMjliiüiliTncti ltAi»lprhrit'tvi))i|iiftf«^it nneli niitbt tiiiert: 1'iiicli<'<niii>rf < 
nielit» WtilUr ilarQlict tu üa^cn, »Is ilos» iiiiftcr tvxt., vas bvreiTa I/ilio nml Mn< 
mann bvkADt wir, nurb der rorhioroiiyminDUelicn bibrlBberscUiuig. der Rogi-juintcn 
TtnU, an rielcn atcHvn f{oät)di!rt «H. Dnii venllco&L , tlvu wirkUcJitD tiiicliterluüt 
kliur iitid ntizweifrlhhft t)a<:ligcwi{>iit.'U xu hiiW'n . ^»briSrl thni lk<«r.iiinv"')>itr lUr onü 
v«rlit;gvinlL'n neutii ViillUiiftnugabi), welclwr t ' ' >tj 

cliUftflieii'lukT tliidii'u 'Ja-n t»rbto bufl «'Incf i : , m.iI 

gotiacbc tilM.-lütjergt.-tzunß'" Iiörnnsgub iMoinraffeii IHrt4j, wel^rhem »jtStrr itClItOrl'eld 
IbßS) noch c-iii KVTßiteH folgtn (vg']. dam üea Artikel d<)38(>lbca rcrikutm: Jia gvU- 
solien bsodschririeii drr i'jii.stoiD, '/yitnehr. t. AenUche (iliil. V. iBi) — 1!>3) 

Via ngvhttla run BeniharritB fir^rlinngon war, <lass der |r'<ti.inbo t^it 
evan^elion niclit. wie I,r>bc v^nnutft Eiattc. dem codex den Beia {]>) nin ui 
rtcn litphr, eondfim der hiiiiddi-brifl A, dem jetxt im UritiHli Slusouiii befludlit-JioD 
Atcinndrinu-i, dmn ^t aIm* nie dieso zwU^heii Aan wicbtigoteii tinndkcltriri<ii 'l-r 
Alejcandrinittch-it&ÜDcbcn nod di:r ttaUtiachcn klosM.- cioc m)t(i'li1«lltJog citin'-i i ■■. 
jedoch mit ttTünfirer hiniiclirnng in d>>r or»tcnin , da in den rallu», wo A mic d« 
gotEclirn Tnr«i(in iiicbt Ulit'reinstiint. diese mit iteÜHshen hondscbriflcn ra-mtiimf 
geht. Die^B itttübclic clfniüiit hei nur zum kIfinsUii teil« durch später^ Aadorui 
hiDi:ing«tnig<.*ii, obwfll ea nntvtc\MhnI\ »vi, tlAäs man den e<id. Dri^'iiiius «I« df 
qQollo lablreiclier lalvrpolfttiuufD ä<iif gati*K)\iit\ tvito« »t bctraebttio bibe. His- 
iftcbtlicfa d<*r cf'i stein crgnb di« notersuchaiig. dnss ilio ^tische vprelon der it»- 
ÜMhen baodschrifteiiklaasc am n&rb^ten htoli«, dubci jeiloch ejoe bwlcatflnd« \iist- 
D«iguiig zar vulgata verrntü. DiuKi« r^iultut« bnbcu durch die H'cit(*rcn nnt«r* 
fuohungöii BiTiiliurdti onr iuiwwcit viiio ünderung arfahrnt, als drrMrIlff joUt zg 
dvr V irnilutntii; berechtigt m tsein glfiubt, diu»< hcroit^ VnltUa. nitiiii:'nU.Ii.'h U'i dtn 
üpiittdn, •fiiie latoinUchc Qb<!r8€t2nu^ mit /.d rnti? zvg, di*> italische Hlrbuug der 
goHuheu vetsloD xnin toil nlno Bcbon durch diesen nmütimd venirEArbt Ist, wAb- 
rfind «t frfibcr nur unnalnn , dasa die von dorn gotiichen iiiubuf bcmititra grl(*('>bi> 
M'hen hamlacJiriften mit der altfSnndrininch-italiH!h(.-n n^ep. italischoti VIoam: \a nuhcr 
verwanlsuhuft gt.*iitund(ni bfittoii. 

Aul diupn v»rarboitcn ruvs^iid hat qs diui Bembardl rentticbt. In evintr aa£^ 
ZrwhErs anvegang ant«niummeQ«n nnd jotzt glücklich vulloiidett'ii anKgab«, no w< 
dies m'tgtich vmr. dvn der gt^tisclii;!] hbvnctxtiiig m grondr li^gcadon griccbl»eli| 
tut ta. r«cuD8truiorcn oud %o dnon langgvbcgltiu wunich der krittktir dat neni 
tesUuBeDtjt /u prflillLm; und zwar icrfuhr Uemliardt Uit>rbt!i hi), dof« lt ai 
äll4'r>_-n gricchiBchrn Dnvialh»ndttchrir(i>n diu li'nttit, wi>]cbi> mit dur guti>vrhrn < 
nheri'itutimlv. in ttt^iiieu Ivit 'tlcfi<> \«i>'\ 

wenigen, oder auch nur von . . .r.^n war, i 

ttfrc Oud^rung iiuch dem Istviuicdivri Tunnutel wcrdon ktintu. Teilte <:. 

g(*tUch(> («it nur diu Itwarti:» |" ^ .'ritH'binriier liaudti-brift^ia, der L .....t 

ret^oam udir 4«r «ItAto drj r. m> wurdd im giiechlcohc» teilt- dit U 

arl ' ' ■ i •' I ' t . :i,,| ,|,|, Mt-Iclirii di" olfllttliiBrlH.' diu I ■ 

lirh < , da \ün div unnahuio h-iclif t Wi>: 



CaBA Tuunub ftu. iuuuitu,UDr 



lof. 



:._ ji. ^ ,^j jjj,^ KiiÄterpf AoticrnTig wlor dorn mfAU zaHUchreilniu vi lit 

■ i Riad Jedoch (Itpsc üiiercinstimtnnngi^n ^^etx AH^ogebcii, nAiiifnt- 

1 nenn die Untlcnin^ <1o« ^ntitvlii-n t/>xt4>s nufih iKr Ifflla xtruifrll»« 

"i ii-li nut, ilic ](.'!Mirt ilerb^-lbv-n mitgeteilt Mnn int obo darch den 

}^ecliu«-b(--ti t^st iiuil dJu aiiiucrkauffeti in den stand (feMtzt. licli an jitder rtoU« 
Obvr dlt) der gotlHclicn Obtrettximj,' ^cu f*rundti livgemle Icnart zu inbrniieKn; ein 
irnuliuiil, vi)n d<>m nicht allMn der tiibelkritikcr rorteil sielieo wird, sondtrti in 
cIn'Tin"' w'whrtii maAsi' di'.r Gtirnianiiit. Sind iltK'h i1nn:h diefip frnclit belinrrliclwtcu 
rt.iisirt iintijr>*octian^:(n fllivr A'k gotische »yotai. wenn »ach nicht Kucrst WHiOg- 
1 ' b wcudotliL-b LTk-ii-bttTt wordon; cnt jotxt int man im ntnndo Aber fUe 

^' k>it lind S'-'llstän. Häkelt; dca gutischen abersotiLTii ein geann zotj-elT-n- 

d«> arteil »ich /ii biblc^n. AiAOi-bi' «•ttillen, die bisher faUcli od«r uDjrvntit^end «rklirt: 
wftr4D. erbülleu j«ttt auf die •.■inrocbsti; voig« IJcht: »o ffinl die bvreit« ton Qabe- 
fw)ti-U^b« (cod. nrfi- y. lö) mit recht oogo^riireaü Tlpptttröuiscb« erklärung dtT 
gb>fise h-'J, ^ dtirdi aurdcirkunf* dojt ni t;i-nndo li«^endon lateintiichen fextci bin- 
Altig: Um rätdAlhafte piui l. Tim. 3, <> A erweist «ieh skU r«»t einer interpola- 

tioQ UEW. 

\Sai die iUMere einhchtang der neaen ansgabe betrifft, so «othÄlt dieMlbe 
den xotlubai teit. nacb den rpjistrOtn scheu leaungen iiutondlert, (die nvangelleii 

DMb der Ordnung, die nie nr.ipntnglir4i im cod. argenteiis hatten, mit niigal*«- der 

acrtioneDtfiiitHliuie' und der pariiIletst«r11eD): immtttelbor danintcr d^n ^riechi&chon 

t ■ 1 ■ncrkuuj.'f n ; diwse siiid durch einen borizontalf^n strich in zwei 

II, vou denen die erste die rariant^ der verschiedenen jifuti- 

!iAivl<tohrUi>-i)t flflwie die abweichungen des vcm Reridiardt gi';i;cbi.men t«xte« 

ur. b&Dd4ohrift.|icbeu nberlieffinmg und d<:u fräberen beruiiägebtim (gcwobnlieh 

nur reit Onbtrlente-Löhc) angibt, wälircnd die xwcito banptsäcUicb dnza bestlnit 
Ist. das Viirhnltnts der gotischen nherselzang zn den griechischen ond lateiniiKban 
baodsehririen kl^t^uiegea i iinil zwar t^ind die leaarten der griechischen codicee, 
*()*-nl siü für deu gwtiwbcn loil in bctratht l£i)mmen , volUtSndig angegeben xu 
Mt. V. Jh. V. VI, L. I, Mc. I, wabreud dieselben in den Qbrigeo capiudii dcrevao- 
Krli'^i) nor dann citiert ivi'rdi'U , wenn der gut. tcxt rou A udor in dem teile dea 
MattiUnu, wo A nicht vorhanden irt, von K ./ abweicht. jMocb auch hier mit d(.T 
«iiiaoliribikang. daaü aar die wichtigsten qnellöii (8in HC DL) ROgefDhrt werden. 
)\ ' uln. \vr> die anicabl der bandfchriften geringer Ut. alsd die abweicbnn- 

,. ■. Tülletfiudig verzeichnet. 

In dieser gi-win daTcbi,'efribrt«n Dachweisung der dem gotieoben terte au je^ler 

akueluen iiteUe tu grundi) liegenden lesort besteht, wie oben bereits angedeutet. 

dcx baaptwert det Denen äiugabe: ein« hikliHt .M:bAt>«DA werte zutat aind jedoch 

AI ' '" 'bireicheu epra<-htiehp-n nud grammatiseben hemcrkuugeu, die etogeheii- 

il diT ^vtif^i^hi!» la utge.''et7.d nad sorgfältige be4jl>arhtuiig des sprarb- 

^-u ivgb z. h. die nuten 2U U. 11, .'U und 2. Cu. J, Itj). Kantig 

I ■ iJipp xugeineBsencu rnuiucs wogen, zu weiterer belchniug aui die 

wuikf unerkanti.-r uuturitäteo Terwifueu . baupti>äi:b}icb natürlich auf Grimme grani- 

muük untl Loii .Meyer« reicbhalUgeä bnch über die gotische spräche ; hier und da 

IM wkI anf Ideinorn iiiunvgraiihien rlicksidit gen&mmeu ond ftberbaqpt die geMUitc 

■' " ■■ ■ ■ heiiutet. Sehr il;iii Vena wert it,t ck ondlicb, data 

i'hliclie v'rrstnudnt.-* durch rahlretche nuten so föi- 

<!' jtccbl bat. auiiK-üUii'b lu den t'(>iht<.'ln , wu dctu uicbt thui>li}g;8i.'b gebil- 

ii- ' 11 recht nn vorstand tjchoD «prarhc wegeo dergleichen helfende tingerzei^^e 



im 



CUlKii 



sehr DöUc^ nml ilJmilicli »ni. Ka int na hevtandar» , mit mplcttcr f^AofairltllalikAit. 
(lie»^r ri>icl)M xahaM in ati ougo forr» snstuumoiigt^r^ioMit Ut. 

tVatfcii wir nnu. W'-Il-Iw tre^talt der got. t^zxl* in iler ■ 
t«a hat. HU i«|. ztmiflist. tipn-orxutirbcn , <\ajii der h«!rr livraui):« 
11« ti&Iwr tftiicliplion iat, ciiie eiiilicitliuli« »cli reib weise durch/ > 

iiut. HekiiDtlfcb linden iu den gutischen luüiditültrütoti in der I „ _ 

dfiicr laitto Bcliwuliliuogcu >laU. sü «tobt e Hufig nir n nml iiinffvlfohrt ««' fllr 
I für ei and e, an nir i(, t* für nw nnd n mw. Hier ist vop Bcmliiirdt (dtnn 
uianu dttrin mctstcnteiln rcIioii rornngcg'anjreu wur,') mit revlit Obiimll der v<irj 
»Ich dk' gmiinuitiK fordert. htTgestellt »rorden;* ntir in dt'iii 
tuititm. wo h»iillfj'<!r 'IM a\h u bcj|,'fgiK't, i6t ilor KclirviboitiL: der > 
miiili hitfr hfttto wid Qiibe':oiikli''li (Ins tireiirfingliola* -« durchgiin^iß cioi;«'nUirt wor- 
den krinnün, da die echreibung -m« atuwcifclbaft nar nor updcutllcliiT ;iU9!i]>rai^e , 
Ikeroht. aiftomr/ru)! ist nof dia nutontttt L«o Meyers (goL B|ir. p.47ft) Idn 
hiihän W'irdt-u . und «»-iscbwii InuhmiHti tmd tauhnumi L-ntÄclrfldpng nidit gowagt. — " 
f>i« chcnfAllB Imallg ftcbwauhi-iido «chrvibring der conduttaDtiAtihcu 1«itto hnt dnr lion 
bomisKcbiT uii'ht xu »«Inrig Jiunmilitiiert. Hior liftiiien nam»?ntlic)i i-i- 
bftracbt: die vci'»<;hiedcDaiti^o iviilergubc des iiiuiiiLa cor t, ff. q; dn« ■■■ ■ '■ • 
Diul nacbfolgbiulom vociil bald ciitgcfitgtc. bald verJriugt« ,/; der wdrbsul zwiftdicaj 
litedlA und iu()imta {1/ nnd /'. h nnd /'); und die bald eiiitretetide, bald uutorblbl- 
bendo anäimUaUuD <\<ni uDülaaU-ndun h an dtro uacbfolgenilcn cuDeuDauUitlaat litt 
bltgemtnDcii hat der \ivtt Itt^r^iungeber bier di^ rvgcl IwobavbMt, fiills nur (ifn« 
baudH<'lirift vorlag, der »chnMbArt dorselhoo zu fulgnn (nnr 'las im l.nc. bAiifig vor- 
k<iiiiitK'ude vg ist mit recht ütut^ in ijg veTä»d«rt); boten sieb Jed>wb lu fulgn iln«! 
Vorhand ünäJ^tOti zweier buudM'brift«ii rersitbicdeue t>cbrüiliWi'Ubn djir, so wiinle ilie< 
fiUifticberc wlcr gvKAhnlicberc ^«wllt, als» diu JtwArt mit cinracboiu {ffi, j/g)t 
ohiio j,* mit lupirata. mit niclit assimiliertem A vorgeKugcu. 

OfTenlarc Mhreibfehlir «lud natärlicli äberall berichtigt, wie diu anch in 
dea Hltercn anogaben beR-itä guschehäii war Dcmhivrdt hat jcdnHi li. ' 1 

an Holchtm »telton svbroibfebicr angcnomtucu. wu dt« friihcrrn bcrauagct' 
urt der handichrift zn rerti-idigon sutbon: m Hcbrüibt er J.lll. Uli du 
wo der i:od. arg. gewiiss fuhlcrbuft tctna bietit; L 11, 3a nt/tj&fl« fiir ; _ 1 

UDflrbdrt« etjtnu; 15, 27 aftnaip für uf»nat]ii l\), '29 ut i>iott af; Me. 1, IM lu/ubi- 
uam fUr tislultmtta : 10. 28 qiftatido flbr tpfuino; 15, U p^na für Jia«; Ejdi. l, 18; 
hvilcika tör Uniciku; 2. 'l'im. 1. 5 Jxiu«Jjr>*. .lirnoJbii lür LaHÜljti, Airntikt 
i'iA.'A, I& Ti?nimt_"l Hombardt fBr diis trignjaipa der bajidecbrift, s(Bt( '1 
^triVm ii'iffttjiii Jrnn, Uüjuc Kviynfni f»*H in »cbruibnu, sviftt*Jui itmt, «on. 



I) In dftr tiacbfolgudra bcff|Vtcbiing dur Iteraltardtjiebaii teiiootuütatcraiif 
gtwübnliiih nac Kif diajuijgen atallcn rfioktiabt gvnomnieii , die tob drm n*]rmit»cliHi 
Uxte abwitichfii , d« dtuea aoagabn dl« verbinteut« iat und «ich moUt *oatg aa Up^ 
str^m acKhlioil. 

1) Poch «lebt bvf MaRf-mknn L. 9, ST noi > ' t 

btitauigvbitr irtiümtii'bpr vnnm oitiiabni, diuia kmn' 
dm kiinnc, Mb)irltiii>b twririu Orinim igr. W, Uli- ilagugen itob ao*|ro»pruchru batlu. 

i) Hut auf vrrsvheD bbtubi' n «ol, diia> y, Co, B, V fsitf» uvIk» --I',.... .i.'|..n 
Kvbli«bra Ul 

I) Niir I Tibi. A, II l«t — wid um «h« »trarbifii — dit Umti üci luuiiliiiiiiili U 
Jnjmfri» iu den UU «ufgcnotunkMi. 



^lUft VCU'U.A i:i>. UK»MJAIIilT 



107 



^itd tut BiiHi- ' " . ' ■ ■ 11 wäre. L. li. ai. 

Biso ein Di>itiiiiitlt\ iifjriii- iiDTruKftxon wiir«, iiimt ik-rliArdt «inon ■Ifipii'^Uoii 

bfeliler sn: nimtich iIaü t(<iii|ipiulinTn für n goi mu vnrst>h'.>D Bbor (1ai> n etAtt 

*r (In8 ij ),'<>3otzt ut>tl danu ilie eillio na irrttnilidi in der Kwvtt«ii zeile nocli rin- 

letdirittWo vorili'u: m sei aUo tlle furm ctjfNd ((l«tlr «n>ui neutrimiB rt^») 

eU^n Wenn fflr diese conjcetur, ho aiiH{>rKheu(l «je Ist. t>io xwin(^Ddf>r 

|B ' I " ' ! werden kAniifln, an orschcintmit «lAyog-'n dio von Ikm- 

■ liiig vr^n (fiiurutfitt {'i. Cd. 7, 7| in yaitHvftu um itn uichc* 

notili^;-. t,» t>j>T<.'i:li<!n tiiorflir f^nfrol dtts KTurndi der liandscUriftr Als anoh 

Berub&rdt angexngvni'u (oruieu m^tjoil»», i-rutodm. 

ZtureUan 1r( snclt Bernhardt ge^^u UpintrOm und Heyne ku den tüii d«n 
fi' " ' ■! ; ■'■tiircn ciiriii^ViifVi'brt, ntnK'niltch wenn »i« 

iicn originiil boftüt)^ wurden; so lieel. er mit 
(abulcnti-I-ijlit iU, 7. :;3. -24 uni'ibjti . s« hrazuh .statt dcji liiindÄfhrtftUclicn, 
(»lu rjijuitröiii. Ilejnio und l.to Slojer boib<*lialtenen un^iVijuna . Amjiift; Jh. II, IH 
jMJi-NMaH/yiHin« «t, JmtMXaiäyininim ; 16, H ^r«i Bt> ^ufa JS^atn; L- 7, SO nna et 
o»j?: It), ^ galagtdmw »t. gulttffida rnn; Klc. 2. I:j ^^eArrtin Kt .'^ixrAi.'nn ; 
ä, Ca. \il, t() <i«i St. «rH, Kpli. ^, 3 liatUu' st hatisr: 3, IK .^ntur/ni ^ f/at^aurh- 
fui. (VI 3. 25 TÜjahnlpn «l. vHjukaiP' in (worin Uiipsträm eine nomiuBtivfunu 
rM'li atiiilDgic il«» ulid. mtuunjin <:x\i\\cVt\i ivulte); 3. Tiui. l, IK (fi»i« vor MWa 
]»t«tt lüDtcr t'tlu; Esdr 2, li> sanjn« st. js-itiiAn«, .^jjait'rrin« Bt jii'.>»(it«iVtuii ,- 
NiU Uaaamann Nt. 27, 56 Josetis st, Joses. ä7, tJ4 nt'/'fo st dos aunht Dif rur- 
timuoaden aftt>; h. b, i gatutdida st r/ananpida; ^, ti maiuij;«!»« Rt. managaH; 
i, 11 afUtanduM st. aiMputtdatm ; 17, 1^ /ju at ^: Me. 6. U »'/i Kt ni; K. 9, 3 
libidjit (wiL- 8cli»n Itriiinit vt'rUnt,'!«^ st. uahidn; (1q\. 3. 12 Uripeinx »t Ueipeiit; 
It TU. 4. !7 wi/ 11" 6t. ii'tp itutitn; Tit. 1. l) M»^i/Vitr»"«y*/* -jt. wtgnfnitiiwndv ; uut 
^cbalxe .1. 17. 3 ttmjaiw st. des iincrljUrlichfc »Hnjn. Mitunter ist 'T aocb Upp- 
gi^en Heyne gcfolfTt: Hernliordt schreibt wie jener J. Ib. I> sn bairip fQr 
firip, TtiL e« uhae zw^ife) nur riu zuraJI Ist, duuts di<> griecb. handäcbrift M 



1) Dias» Tonn bat tu im wunderlicbitco srUiniDgCD Tcranliuwaag iROgabto. 
lOtni UlMrMtiuaß: a/ MtwnufiiM {ntm) yro/eetv ist w«l d<ircb Uabckntt-LJibe (eod. 
[. p, la) dfläntti« ubgviuu; Buch für «tio einCälo Uustnaiiot (</n tvi^«« tnn) und 
Itilltmuitni ((Irr gr- I, 4 tu na ^>iii fmc^trort llniieC) nini knUiii oorb jcnuuicl einn Ikntn 
L<rbi-D vi>Usn Eiflv vi«rtv •rldarnng, din ■■Lvnxu unbullbur 1«!, Mihuint jnluch noob 
(«r Dicbt xui rubv ki)mmvn tu MoUcn: weai|tstea> hat Jolly (getclr dea iaf, 
^ 1'^ 'K') nicht tibul lust , «i4nrr tltuurie lu liebn lUo alle «rklKruag von vi^umui aU 
daÜTii» inllaliin wider anfiuncbinnL Abvt abgcwbcn dnTon, dnss «Irb im got- rben- 
jveaifc wk' im allaord. [du bifr nie w o(V mit j«cfm Ubereinatinit) «D&tt moa ty^xt 
ta aispiii (tMtivrK'i) iiit. ücb vorBn<lvt, — «i« sollt« wol Vulßla , dur bodnI toll |inüi- 
giiimil^ktkl il<-Ri ^riix-.b. lutl oicb iit)KchHM.«t , dum g^komnoo aoin, Lior vbiiv 
gniiiil von d>Titi{'lli«n abtUMoii'bcnf liUiubi »uin c(v«, dau wtibreoil uiira ger- 
rbflD fproflirn Pir den IwgrÜT „ir^" mehrorc tnbstaalWa lor »crfitgiing itandcD, 
1« Kklanhtfroliui Goteo allein kalii dniiitDa j^habt bitlva' — Wonn di« linguulik 
rcu widKrwdrbnteti ruf walitpo «iU, ui darf bim ti ai« irsraütiiUBU, buror ai« ihm 
, AuT div III dvt ciuButupnkhe vbwaluuidon tMeÜKbuti vtrbAltiiiHe rSck- 



rw; iflr oftftf ptwÄfartj li. fi, 1 tnu'itinniiun* mr himtHtnitttnf , ttm dMi 
i L' 11 ftiiliitit lin 7.n tiiitffroon; Mc 3, 7 Oniiliiui st. (itiiilnia». 

WoltfUPr Iint IIorntisHt lÜB Icfiart der liatulnohrificn ilffri fViihcrcii bpr»««* 
gebeni (jcgciititcr beibehalten: so wird — und hier kann ich nicht lustimtncn — 
Uc. 6, 23 di« eoDjcctia Heynes iPottAfr fär (Jaw/ifur widn- iiuf^'f;eb«n ; ca wäre dus 
der tinzJKo mirwt'if. llijiftt- ;i .' lutti«, ilcr imgiliBchcn ' i "'' f., a 

hÄlt rt*»mhaTiit «(-n»«! dir . it do» aflcnB. von i'i'i ht- 

■ r» mir uuih, tJ.4«p Bornhanlt JCi'li. fl, 1-1 «lt.* ji'r- 

iihd»n filr firafxtidnJim , die auch llB»t»DiRnn m ■ ■ _ rujm- 

im>D haben. v^rwirfL. Daiu die Toniien gastufiiman . R.4, 14, ond fimtnutnatdui, 
I 1'li ^i, 17, wftcbti Cpf'itrvm undHeyuo inf/xjfi'o^in und f/omnmWal Sndifrii, w&hrvud 
HornhiinU mit Uabfilontx-Lölxf, MA»3ntnnn nnil T.«') Meyer dto handifchriftlifb« 
l^foitigi VL>itfidigl . (lin rocht auf boibi*1inltung hutrcn, ini'rcht/' ich gh>irhrnll^ hczurei- 
f«ln. Die- "ichri.'ihati^ Ktuirin^iuum w&re Wul cbciiriillü Ülicratl mit Knnriupium xn 
II (ffwcwn. man vcrpl. di« nolv zu Cul. -1, 13. Ob 1. Co. 7, IG jjnnasjit 
'i I iti-n odiT oiil Hoyii^ in »jttwtfijai» r.'j Sudern iüt, winl, da dich <>lnv v{il- 

\\g eubttircchondc stcllo nicht tlnit«t, M^hwer xa «ntitcbpid«D Avttt. FBr die schQtning 
der Ictinrt jrrm:htfiairt:i%, 1. Tim. 4, H. wo olle haransircbor ;rr(iü^i^<i<VmiA «chrci- 
beu, bat Bcrnhnrdt diigcgcn stiehliulti|;o gründe h^iigobracbt. 

Viclfnebe Ändonin^'en hat der seit UnbehMilz • I.<'rbo j^tiffhare teit ilndnrch 
erfaUren, daw Bi-mhardt durch die bfrvita in s'nneii „kritisrhen imtcrsucbunifuu " 
aasrnhrlich dargvlegtAii , ^-wicbHfren grßndc v>}nuilu8t, in-dcu eptsUvln dem Ambro- 
aianna A don vorzn^ i;ogchcn hat. Hu lesen wir jctitt t. Co. lA, 4!) bairaiwa vt. 
wra liairainui, darf dfin^h koin« griechische handdchrin hnlitgt Ist; l(i, 1, dorn got 
jfcbmuch entsprcrbimd. O-tJntir (Vtr fitildtiai» ; Ü. Co, l, H «t. HX-autttuUflftutt «1»^ 
dCiD »innu bcuber enlaproclu-ndt; itfuragf/ruJai ve-inma ; 1, lö t»rrjmJ» st. fiM/iiwri- 
jada, worin Bernhardt mit recht eine wiMkRrlichfl aiisütchmttckunii rrkeni; ä. 10 
xwetmal fragaf ax fraßilm {gr. *^J(li^nafml]i 2, U fiatrh kh« tu aUiiiin rtadim vt. 
iH nÜMtn Kttidim ßairh uim, da alle ^iedi. nud lat. btifi. die orüttiroiltftturt hoitä- 
ttffen : 3, 16 im Haufinu st. itnufiaus, das als »{lütorc llDdoraiitf erwif««'!) wini; 4,8 
»rilntn^ai st. arikunfi (gr. */f'.rff>orfifvni); 4, I ctarfinm st. rmrfiama tgr^ fy^t*- 
jioOftty): 4.4 (fv^t fX. jl^^v tiniiiisiuhcUHttts, wo sieb der -> - >t7. HrhoD 

durch die faUcb« funn kt-ntlich iii;tcht-, h, 1<J mi kunHum st- > " iiiu, da 

die IßtEfere lc»*rt nnr durch Hioron. gestfltxt wird: 'y. 2<) hiiljundun« *t. titä,iam 
(letsIcrvA nitcliwt>i<lirb «pntcrc ünderung), 6, 3 ni rnnhun «t ni umAim finttitU. da 
dar xnaatz in keiner untÜo «ich dndct; 7. ü m^ffftmriUan ttl gaepUtan (ffr. 0»'rrr- 
noSaytiy}', », 10 ftft<)(in .. mtjan sl. der Dn]|>akehrten folge, die durch keine 
^6ch. oder Int h». bole|^ ut; !^ 14 *n w/Vtriii»ciiiii st in ufartutau [yx Jfiü li;* 
i-ntif,tiiXltntlftr x"l"'i'' '2. '.' »iukrin -*t. urifcriin (gr. itnUivtla); \"' 
at. »^ ««• (gr. tjii«»\ J^ in). 13, 13 /"ruHji«« »t. fraajin» »utarü !.■ 
nach lat tiuelle): Ou) ß, 17 «ittkiivt Jt*uiit m ätaköm fraujtng unsunt Jf^uu An- 
Jtiaua, dn die kaart wu B auf (ip&t<.ver iu{4r|)oUtiou baraht; E|>h. ], & im tim •(> 
in tMVMi (KT. *ff fftyrov): 1, 2ä aBa st (iJf (^. ffnvin); 2, 3 fairhmw it 
da nur da» crrtere iii>m ler. »üttuuu rnt«prirfit; 9, 4 fiiinin »t. in pizaiei (jfr. if|r)i^ 
3. 10 filufaih't »t. inanagfalfio (gr, .iiwli;(u/«i(iv)[ IMül. 3. lit aftr ;>•'(***•* <tt. 
itfitfflfujii» , da lotztere» iii den tjUellen kmno beütüti^untr Und'' 
m ßait Igt. ofjiial: 9, lÖ fineti st. /i-c (gr i»i'): I.Vd. I. ii> ' 
fgr. nif^vai,-): 1, U4 nu vt wif« hh (Ivtxti'rw Amlenug nach d«iu )ut): 4, IJ 1^*»- 
drikia st Lnuttftkaia {gr. Aan^tMlif, ^itto^tstiit) i 4. 14 jai\ Vemtu, dai die 'l^riner 



«m mnu n Bstctiuiutr 



lüO 



de« coil A tmd ill'- >|r< i i't i» B fvhlt: 1. Tim &. 4 

m «t. ^«i j(»/i »mf/«rton ' rjiulatioot. 

An BÜeu (licscD fctellan war die 8U|>(*iiurität des cod. A «lurcli ver^Iotofauug 
,i,.. .....11^^ unwiilorlffjflicli m b«WtfU«n. oatörlluh Ut in fulyie •U-&stta anch «lu, w« 

bnwcla nicbt crhiAcht wonlon Iconto, die lK.Hart von A vDr^i^/(i(;en, f&II« 
jtlit 1'. '; 'i'litige bfit. Ojil»*r Äclireiltt UiTiihariit S. Co 1. 10. 

13 Mal- ja, 7. ii Muknidutijtti l'ut }falittfj»Jai; 3, 3 *rar- 

fftr«rcirtu/a. vutf funn, liit: im i;oti»clicu koiti (^ouau •jlit8(>n:dhendüfl uuüo^n 
t; 3. y üwib«/»Cj" ITli' "nrfi>uAf( (hier coli» «ikIi dio k"*<1i- !""*• iiUfieiiiandcr); 
4. 4 liuAüiritM fUr /luAnrfeiH,- t>, U «rnim/uicfa fBr MJfrumnoiia,' T, 6 uM« ffatai- 
iüi (fiMxaihvn auk; 7, \0 tftttultfüia (üt gatulifidai; i. 14 Tritattn für Triro» 
ficrvH u(rL-ol>aT die dcsi privoh. unctit^vbildL-U) furinj: 0, 3 tMtrcu/itJa für garnyida: 
• (ür tfuh'utrjrifxi; 12.21 a^lnitjo fftr nglaitctn; 13, S /«(n itwii- 
• ntinfi Ji'itci : tial. 5, 17 litujtß Klr hiujtttfi ; «J. 1 (iM(/jt£tjA(ViM//ji für 
iirmu/«.- ti, 7 /xifa far fiatuh K|>h. 1, 10 jaA fio für jah. .1, Iti »Mviu^Jan iilr 
msn,' Hl 3L imihiiA rür imma; 4, 2ä ifi ft)r nil, Fbit. 4, 4 ttunu dir tiunu 
nur Cut. 3, 5 Hnna ßr n'nnon ,- *2. Tan. 4, 8 mpjandaTv* tQr tru/>jovi(fanH. 

Di^r fall, dif^ eich in H iIam arfiirfinglichLTU frhnlten hnt, ist seltener, dücli 
U»t Beruhurdl uut HJc-vt hu ä, Cu. D, 12 hnirtm st, t» /»rttrtm; b, l8 t'ji fiicaj^- 
i<m st. in itiraiigeljotif \vo die frflbcrcn heritRftgchcr . otglulcb nur die emtore 
it durch die •tat.-llcii besUtigi wird, vuud^rbarcr vuifle dem ood. A den rono^ 
ili«D bAben)i KplL 3, 11 in$iUe nt. gimU rxäufi. wo Ui^jue, obgleich du tejwfi 
KAoh lUni lat. ist, dein c«d. A geful^'t iftt; renier ist Eph. 3. 12 freijhals, 
rjTfic «bcn/alU iu den tcit auf^cDommon bat, »U spater «iiit,'<.'druugeuc glossv 
miicm K-\< u: endlich wird auch ä. Tioi-l, 9 das zweit« ttns ais 

r xasuV '■ 

Dit; frfiberen hcraaa^äber babcD an msociiea sldllcu «elbsUlndige ergio- 
xougi>n V'jrgonoiitnieti , jedoch h&t ß«nihutlt eine anz&hl derftclben auf grund «ci- 
Oi!r vvr(,']oil^buo^ der iiacllen ah faUeb erwiesen: so iat Jh. 14. 3 von MaaBmann 
und Hc^DcjriA vur manvja mit uorvcht (^in^^scbobcii . da daa xui auch im Alttxan- 
os (cUlt: ebeiuo QbcrBUnsig ist das vi>n donüelbcn g-clebrton 2. Co. 11, '27 tua- 
ttgtv t» vor ntilvm, gowiö das von liejii« Epb. 1, G aufgt!nomm«iii> urtira biiit«r 
und, da dii) i^iitHiirocbeuil-n wnrtiir nui-b in der iiichrxaUl der grtecb. has. 
eilt v^rlmuden ö)»d. Aach dox von Xfa^dinann und Ik'yiic Pbil. 1. '£} clagKacho- 
c u*ite iat wider zu streicbeti. weil, wie auä der itit^riiimctioa des cod. B uai-h- 
fCcwieaen wird, der {Totiacb« äberdvtzer uiil vinif^eu alten atutegem fram ffufia mit 
hau ft t^rb»iid: L'beuiio I.Tb. 2, 11 das fiPaivu , da Vultilu nacb Oernhardt 
w-iKlilKnunt* i\vH i^Ti'tU- Mj das aunitviuth bat beveitigun wollen, üb das svc, 
Ha^Äinann utid Ifevne l. Co. 'J, :!t> Tor liu inviaamma, dem ffriecb. «tt ml- 
d i:infiigu>a, mit re<^ht wid^r gestrichen iüt, will ich dabingcj^tellt »ein laa- 
! lUig<.-n.'cbtrertt^ scbüint mir abi^r die Verbannung dca auk 1. Co. 10, 1, wo d?r 
Ix^-r durebtiu*« kein« voranlaMiaDg bntto, dfw gri«<;h. yttit unaasgrdrtidct zu 
in. Daf{Df;t/ii hätte daajoA, welcbcti mit Matumaim Mo. 7, VJ iqx ffohrainctp 
tlt iüt, ohne schaden fnrtblcibtsi künncn . da eod- die got. IvBAii. t«ilt 
nd«la bui VulÜla auch «onst ziumliob häufig vurkümmen (vgl. meine abhaud- 
tüajr in dit'»fr /'it.^flir. V, p. lOü) 

Wv dür gri'H'ti U!it dies furd«rt«^ sind natürlich, auch gegen Uppslr<mi und 
eyw. cigftuaungtin vorgi*ni>iiimcu , an fUgt Bernhardt Mc. 14. 70 mit Uä&äinann 
'tßaiuM v jafi ror rtu'Ut mit recht wider ein; «bonso t. 'Ib. 5, 12. 13 Juh ttUi- 



jiinrim%fi ■ " iMÄBmftnn nur ,/<iA (<tl:JantlA isvaraHlii V<tr im^iitf, TO 

tftüs»t.-rcti -''11 Oi^r fr>it)<^r>-ii 1ii;r9ii!i|£p?'i.'r ninil zum toil, jolucL nii' ithnt 

Iriftii;:«« ffriiiidc. ilnil«ningcD getniurht: nüklt ifurnoani, Hl- 11 , 1(J. 'Ias strit Dir« 
ftllo hcntnxgtiber liaJbdiicltcu, schreibt BenUuudt, Jcni il/o^ri,- dar wicbtj^titfiit^ 
Ifricoh. hall, flntfiitn^fihciiil , jfamnitiM. und «bendiuidbst «t. anßar ntifiarutnuin , wUf 
Üppttrüni, Ma^sniäun nnd Heyuf. wollon. anfinr nnfiarana, da 'iTp/nn gi'wi^lmtlcTr' 
ileti acca»ativ r<<j^ii'rt (ich nflrdo .ied^eb oiit riU'tsiclit aof da« jjvuiiii vou '»im 
aitfiar anßar Torzivhn«. GriVascr xind dio abvreictinngen in der ir'i < 

ganz firlcMtchmen tit«lk 2. Th. 3. ä, w<> alle iKn-mis^bcr mit vcmg i^: i 

doRi von Cftstiglionu nufgontullU'n Wxt gtffidgt sind. Kter liest Iloniliurdt *>iaiT oHiH, 
dem gri^üli. r<.7f) taO »-uoc unUfrrechond, fmm ahini »t. WroJjmiu paitrtAmtHf dl 
wi« scIkiu GitbduaU-LOLii lieinorliUn, diu stmplex ni« Torkonit; itUtt wHräa «m 
(uocb 1. Co. I.'), a); lt. /fiffi iHgiandai (Massmaiin /«/« »tffajfffai) H-'f /■'' 
(ds- ^»n /j-»"!!»!]*?!'). Ttn dipÄf* Ifitztö ätidfrunis' ^n tp^iindon. beiKKtlrt ; 
dtt«s tiiä^iii<jriii in der liivkulung .J'i^vorstohvn " nicht nactiWL'iHtmr ^j. l>iv- i>i 
jodocli clHTCsuncnitf bui i/f tHSiiu ilur fall; t» liciloiilvl , wi)- du» alid. »SHueia» 
(Tat . 7ß, ä) daseiu and Bber8«tzt wol .-in^Ntanirn» nnd /;iKiri;jä(. abur uiolit /t'or^ 
cm. Für dtK letztere varbnni ist dngcgen at^fiptinn belegt (ä. Tim. ü, l), «rdou 
die tun UftbKiiiann vore«scbIii};etie losnng jedctifallH ilcn trorsitg vordient. 

OfTeokiindi^ glwjenic sind, wio dies bori^its von d-'n frtlh-.Tfsn b* n 

g<eMb«lif5n var, in ccicige klAmincni etiigoHchlntiam); zd brincrkoii int bi'i » 

I.Co, lä, 6 nicht taihtm terjam (iianb Mftsstnnnu und Hnj'ne), sondvra mit ünbis 
lentz-LAbc fimf hunJam ftls gloss« boxvichDct ist. da il«r Ictxtore ousdruck Diner 
orkl&nuig nicht bedurft hätte. 

Vun sonstigen taxtKvut^riini^oii iM- t.u entähiion , dm^i^ .^[t■ h. M <]»•> juA vit 
{/wC'ifcL* Tor in htHoni geiiirkt ist, «rudnrvb eine grössere ui»crvin&tiniiiiiin^ mit ^Irt» 
t^rlcch, text iTxiclt und diu nach dem porttciii abandiurund« jah utitfemt wird. 
Ich «rill die inügllchki<it. ja vrahrHrliäinUchkeit dieser OüDJectiir nicht leufftiru. 
bemerke Jednob , dna« der an&druck Itgan in heitom auch Mo. 1 , 30 bckgl i«t utid 
dasu jah oder -uA fioi'b dem pattici]! auch uinst hiu% genug < ' I. 

m«iiu> alihandluHg in dJcücr wit»chr. V, s. 101 nnk-j. L. IJ^. II wi ' 

der h8. , wofOr die iVfihwen hor.ni?ppb<'r faluch i'j»riii//ni« xrhriebon , lu ij»f'ifi./"i 
gebewHert. It. 7. 3 sobroibt Ht^rnbardt, drai Vorgänge Mnxamann!) folgend, mit 
rtdit ufrttita (r.7n»-dpot), uielit uf vawa, irie die rd)rigeii bvraiiogt^btfr, tia in die- 
tsn Calle, «!« er rirhttg hvraorkt. dar artik«'] nicht hiXtv falilcn dllrfcii, Dagc( 
tniit er OaI'2. U nna innohnn, wa« die bisborigen bE>nii»K«bor ftAmtlidi alü t\ 
vrurt auffafljTton. mit hinvoiMing aitf 2. O). k. 7. Von 
ancb «rnii i>ir nohu Ingen, btil nii-ti B<:nihiinlt mit rcclii , ii 

Mt- &, 211 iißrb liQillcr tLu unerldärlicbi! <ii7*r. du8 Jaeob (tniiiiii iu n^r ani)<TU 
wolle, und Mt. C, 5 \»V pUinJo, wönir 4ialieIt>utz-LQbt> fttutjo venunlvuin. ubicl^^ib 
beibehalten: dergloicbcu ünni Uyö^ttt* aiQsMO uaUlrUtth mit bwuud«r«r «uricl&li 
gewahrt werden. 

Aaeli dlo SkBiroin« hat in drtr uonon aangabn «in« «Ahr «orgfKlUgv hahanii'_ 
lung und nianiiigfu<?bk' U>»tcruitg «rrfiibron Xaeb einer einbdtting, dio Db<tr dl 
haDd»cbrift, die au&gabeD, Inhalt nn'l ^wpi-k der -u-lirifl, .1<*n Vf-rfaiiscr ■ \u\.\ <l» 



1) N*<'h Ikruliurdi tu lü* Hkcii^.iu« k>iinf llber*i>Uiin)i, «ondern i 
•rifia«l««rk, hftl dam^Q abfluauug jadoub gilMbicehr .-r,..Tr">.nr .f.. it.-.n TU:. 



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6«nt TüinLk KD. nMuauRivr 



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gi ^ lottc« in aaiifhlirllrhir weis« ^cii verbreitet. fulKt ein krilucli euieo- 

[»rtttr t«rl mit wwrttfcircuar Uteii)i«>ber Üü«r»ctjiung oii«i reich haUifi<'u innwrkttn- 

Ai<f nlier >lnt terliülinix der ncnon eraotidatii^ *n rl«rr liAn<)ti<?iir)ft nnil don Irfi- 

atiHfCuV.')! 'l\c ii-itk'^ nii^Kurift ^'vIk^h um) «Ins vorütAtiilniK lifä wi?rkoK oilcioU- 

»llcii. In ilfr cJH^iliiifiiii^ d» l'-it«» ist BernhonU s<*Iir ufl Vullrna- ijtffoljrt, 

jigemttl uniw«!ift-iliiitt Um rcclite ifctrofftn.' leitltT joiloch «lic ytl'iniffUi'D ooa- 

Smi unter «iiu'r aDzatil hüchst gewxgtvr and uDD(>tiger üodcruD^iui »•> ver- 

lokt lial, dna» infto binbrr auf sean sehriftähen wonig' rflcksicht gcnnmmcn zn 

in wkcint Auch l.fthc an<1 Massmrvnn siod In gehilhrandcr waUti bi*rfta gezogen, 

«n di« besseruniccn dieser vor^t&turcr oivlit zu (fenii^n Bcliir.noii, Ist soll- 

irt: im (ranx«! finden trieb eiuic*^ 4<) nbwcicliaugvo trvn 

^ . wi'tcht! iu dt-r t-rwälwitei) i-lnleitun^ und in duu nitt«u 

üiJet trcrden intiTCfrtiint ist i-a, dass RornbArdt eine hauptanuirho 

i.... ■.^. L. ::_...^i-, Jio i]t^n fibcrUcfr-rt^ii Icit vornnatAttcn . durio ßrIcAnt xo hubni 

pliabt, dus dcTT übscbrciber , wenn seiive 7urlt4cc binterdnander eine reibe ^leiob 

l^^dendiT formen darbot, gcdanlcrnloK aacb nabAtt^liondc wUrt«r gleicher art mit 

lieur «rn<lun^ vurvnb: hicrdnrcb fÜDi1«n danit dir i>:irtioi])iii, witich« so liüulig in 

cndiikr wcisr (;o>adcia för das vtrlmu (iuUuro io slehu scbeinen, ihre criilä- 

Die betslelliing i-iiicii lt«s).ivren tetttfS ist ßomb»riit luizweiftibaft gclunjftn. 

iiueb katiu man ira gautna mit drn vun ihm rarffenonuucaeo ündernngen wid zufric- 

A«n ä«ln: filnnentaprtcliciid sind sie alle, dam der nivprlinglicbe wurtbiot gefuodcu 

Mi. jkl freilieb nicht ilbfmll luit glticbur Hiclierh«it tu onreisdn. XweiMhaft 

ufrachcint es mir z. b.. ob der ulTcnbiir ar^ vcrdoibeuou btolle 111". an welcher 

^•rbti» niunobi'r Aeint* kräfto rtTKOcbt hat. dadurcti nibbln auTgeholfi-D iat, dass man 

da« iwrito vittifi, wio H<-riih)trdt tot, darcb hroinein «rsetat. N'ainpntiicb iat es 

Kttl iinl«r alltiD tin}!tl4iideii g>^'ii«ten, Voltniorii \-<>r.4citlag, weli'ber fiito unfaurrti- 

nutto «direibon will, unntmcliiueu, denn wnfaurftiA ist ofleobar der gogoasatc m 

dvm ia dnr vun Hembnrdt dtivrl^n stelle aus Amuiunins Torkommeiidcn hon'- 

at»s,* nnd bi<l den vtck*n atiDlait^Qng«n , die aoaer t^st nachweislich erlitten bat, 

-dbrftn ci> nicht /ti t^iilin ^üiii, ^in di<*Af)ii gri'-chUchon aosdrnek genau cntspreeh^n- 

'<w Wort bei dt'iii /,\\rit.ti «iVwirfcrfr m irgiiuzün. — Dagogtsii halte ich IV' «ine 

SudL'mn^ flbcirli»u|il tiit-)il l^r nütig, da äic-h das niiAkolutb nur nine. wie mir 

«fbviiit, nngezwuni^ene v^m'. «rlcläron Vkatt <vgl. uu-iae aUiaudliuig In <lids«c zolt- 

«brift V. 9. ai2). 

Gnsentr aüsgab^ ist, vile Am früheren bSnden dor gennairiaUBcheii band- 

billintbfk , »«rh •■Im' ciiik'itni)g voransgescbickl , vii.'lidic iibai" alles, was lur ein- 

liilii-lwirk nntwcndijt i»t , vrs'diijpftnde utukiinfl gibt. Sic 

I . II VulflliLv'' und ^cinn litterari&cbe tätigkeit,* »eine s|>rarbH 



\ vriiiu«; TirliK ti li-'iiiiizi ^vitr'jvii sioii. Lfie entalahuilg dnt^bni fiel* lonaob fr6hc*tiiiB 
in die miKtr dt.«< ft. jUlirtmiidtirtji. 

I) KBr \ iijcL'lut iNftM^ >' JiUui (Tlic). die Ilerubardt uufgiiaoiiuiini 

bai, batw uU ii< -^ in (Uüscr iciUrtir. V, p. 40S criUÜrt. 

1} V|l. abd Hn/wtvisitigv , /'><rtnit<i (i.lralTI, 109S). Dlt SbvrMutmig dot tmflm- 
dttfcb miprudru» lit alsA aohwurlich ricfatif;. 

9) 8ebr dankirotwint i«t ti, duM liier aiobt nin d«r beriobf dai PhUoslargiiu 

' T »ill «ml, (urulera auch die oitUKtilagi);«» tteUon au« 

tri AusoTitiua im artcxl wider otigmlnickt sind 

*) Uii-t luJiriuii l;«iiiUiudt KU dcci iDteTMisatcB «Tg«bnu, itai4 n>t nach tltu 



Uil 



uuntd 



UDii iiua>!' RWI^^& VvrIiMttiit) Hciu< il; i.ti' 

Mai dit' I ii; dor utii orlialtciK-n lianu im! ilirf g^rhiditc- Bestir 

der& f^eiiau «irtt uUcr Jit' «eriiuJwu: "clicii . »*clcU<! Jtr gyl. U'xt voU Vul- 

tila tiin lur «ntütähiing uimercr tmi. i crllttfu hat, wontti «Jcli <Unn di« 

tliuK-tning uuJ nH:htfertigiiDg Je« von Berliardl bctiibarhUtMi kHtisAlifrt vrrfaltr<infi 
aoficblksst- Scbliiisslirli nenku dio frQbcrPD ail&gnWn aiifgtfziJilt nml Dber die 
viariühtuo^ dvr ueueii das nötige mit^etelti. 

Sohun oböti tut »Ich niehrfoob gelegeabeit gelwtBn. Abwektit>n4(> nit^irhtm 

zat gelluug ta brinp-'n; «itiMihiefii WM dort uocli nicht äiit bfts]': 

ist, u&ge Livr zum sdilDBSi uocb miac stello fiudvD. — Zu Mt. 11. _ 

bi npoujam seiuaim) »agt der bcrr lieniusgcbor: ,,^acL lUter, froilit-fa iiirichvrldri- 

ger Interprctition nundct JübumcK uia (winer jätigcr ivillt;u. J. Il zu ihrer ttafklk- 

rimg ; diese anfTiteiiiiiii^' ticbi^iiit dt>a gotiftclurti lilirrsL-tzcr zar wähl des bi (MAtt 

fiairh) bi'sümt zo biilum." Diflfie ejWÄriun; Ut Wul iinricblig: ' ' .Ion 

griccb. tt^it (.T f Ulli.*»- d»« iw' fifiittjtötp tti'jof) diircbtiUH uirbl uiiJ-i ■ U'.T 

&DaIo£:o gcbiADch der pri|M>Hiläaii 6t findet sieb uub im «bd- (Graft 111, lU) ond 

inhd.. z. b. Erec 1808: 
' er »anttm xchane^ gnot 

bi ninftn bottn m «tn hüs, 

{rgL oiluL wb. 1, 113*). Diesidbe rcrbtndnDg ut oncb m aiod. bcloitt läehitlcr- 

Lnbb«», I. 'SäT") uud Üodctsicb noch im nhd. td. ivb. I, i:i.M), Norb bei^ 

dem alts. und uga. lubc ich mlüli vürn^cbeiiii niiigcaebeiir duch Aan K<-i 

wird geiiiitfet), iton j^otincbüii gol<niUt?h ate äineo oobt giTtiinniiicbcn zii «rweiäAO 

tuul VulOb voD dem vnrwurf falacbor ftbcravtiiui^ xu n-iuigua. — Zd Jh. ii, Kl 

wird arw&but, ibud im pit. da« objed oft vom griocb. iibnrichand vonmi^iwtdlt 

-wird. Es findet jedoch zuwoik*» auch dvr umgekehrin (§11 titatt, 2, b. Mt 5. 'J'.y 

6, 34. l. fo. B, 13. - Zu I.. h, 7 üt aul' Köblw (Bartsoh, ^'t-rnmu stndiun I, Kti 

vcmriftten. DasA Ich di'- Kt'rhlcrsi Htr fAlMcli halte, habe ich bereito in 

divsvr stilLicbr. V. 3^ b'-i . < n titiJ iiiiib^ aiiob jrtst nucb bvi die»» aiuicbt 

beb&rrvii. — Die FiifiKtriMiiticlK' Icüutig naiv (Ale. 6, U>) Hcbeiut mir trutjt dor vou 

Jido Ueyer vom dem älaviüchen boj^cbracbten i)araltele uocb immtir nicht UW 

allem zwttfcl »haben xa fidn, und der vursohlug ran (iiib<<If>utx - l<öb« , Knümr &ii 

lesen, vcrdicul. nach wia vor bcaebtun^'. '£a tfiiicr gewübeit werdtm wir ^retUdl: 



toilii \ iillUu diD (ib«r*«uuiiK der bib«l m »aU ){> rflbrt word«B aei. N*«tn«iiU>ob riih- 
reo die ium fibarlit-ftrtou brucbiiüoke uuii Egita uoil KobomiA nii^ht «nti Vidflin hwr. 

1) Donttbr rerkeut d«n allartfimliGbou chimltar der goL «iiroelie tmd beofltfili 
■ie SU BL'br vmn >UiiiiI|iuokl Ae^ Di>ubor:liiUaUrtiEu si». IIub tbitu rmtru ii < 
«tiui:Uija ^i-latillg tthr, iliv uns lünlil tiielir uiiiglii'h i«l, wird unm«r nvrh n.' 
nn«rlw»t und rimiicbi-s iiiil iiiiracht ■!• IjiiicininiH vorscbrieen, wim ^aiir ^«Tim gui 
gotiieti Lm Kino ssbr ncbtifr iDBirbl Und«! Rieb in eintir lilciuvn mouo)frn|ilii(- Wil- 
bolni CppttTunm (gotüka bidrug m^nl NMrikil<I LiuujQ UU de satLrDiiuukit urkuixU'fiM. 
CppAAln 18A1I), div irb lUbAr tiirr niiicuivUen nur erbiubo. üppfttrün Mgt Cp, 0)- 
I mm iJvfrtAUniruf fmr rifilm* mtüt a^Huvtiig tiu^fr**mh*i wA trvkn i'lUrflfffl urtf^ttmA 
A^vuf /ufr huu frtttiifur •morc i'/trräätttn't ,' ■ . 
^trtti., tvm p/r Ai>iii<M» tj^J xat h(i alt *JyH - 
|«mtolA«l ^Ml mitjitffjitnk irek nJ«Un ffnimi» Utffvmmfhat i atrrftjnmiet m/ <im ^m^ 




CMC pm»a^ £r 

- ^ M LBscr 4« sitik«! M skk. i^L dchai«. cot. «Imv ^ «X 
«In a« eUslf« !■■■■>■ w «w 4icMv r^, 4iH B. Itf, 9, ««> 

- U 4t i u6hhA«H te hM i» Mor «Mm tlvM t)H»r< 
iri tnf* aacA. «Usi Xl lii. U aie b. D. wm h^m HjUilwll WmiAI«. 

c«TT ' •>'" . 1i(9i; :f7. C hat l>". wm ifcmMh M&nshilt Wrttt» ?«4uMicvt 

t- «rr< c»Jto<cr); Jk 7, 33 UMM P ^ - X« 

»' ^.ujBGdk a igtft b«. dau <fi» hanifirtiii .^— ..-.■ .r^. >». k»l dir 

ftuie fiimi aAwn'N — Seite ^'^3 . t. 5 r. a. tn» «a Ibr af^ «ntl attt- 

Ich ka^ M Ar nätig |f«h«H«B, tb« dia bkw «B^pkt «twa« antAMMirt 
n Wririrtra, oa tei «vft 4BndlMB gv^fnobtr dra ftiiherra alUoiti,- io 

«tvUni. IHa Mri»<M aiLMtdlWigai. 41« ich fagUobt luü>e nufbon an i •<)• 

D<3) du |:«aUfturtcJ1 Bjrfat ervditttMD. ilttsa drr lkmU>nltä(>iii> VulfiU »lar ^m 
' '^' ■nidio Uiritug ürt. die lan dem lleiwtr and Mharfilntw \t% hi*rrn hi^rattk- 
la« rtbnbeliala amytiia aUrgt. MaaiunKiD iui in >ler TurriTtlc <u «eiiivr 
' '■ ««VW za ^BMoin 8flb«tbcwiiit«d» c m tbp<i- 

I '^Hlich «eta ward«. Wenn Wi n. m' *"■ 

II .11* rwlc »ein Lanii . «i> »<lr IT ni n^ i • \ ■ h ■ . . Ii- 
ti^ ^ ., ' iKicf «liebfn drirfcii; w.:iu^-l.U' i-( va ;, ■\) i-- . Li- ui* 

ut« qad diMn dtinteKhiin «pncliforschur darcli diu nouir luv* 

'' ' litt«! endVirlt xu t«il KtiWll^lell tit M(t bedausrn v«r- 

. dos dcu wert der t)t*id«ii orittvii lüiiulr -Im L'<.'riiiiUti«tl- 

iivi. ^ \t<;iiODÜicli cHimIiI, Vui jetKwli tii' ^'n- 

1, will ifli nu*h rlihliirnil UiTVorlirl.i>n, li-» 

vünSglichc \sX und die aai-rkualL- lAcliligkcil dür hieaiftfu waucn* 

.... ..i wider in «rtfoulielutur vveU*: tidtÜIif^'t 

HAU«, Jou I87&. iirao üwukii. 



rr-l . 



aarTHUK I' nKO-ptriui rnUAUHifi iin. vii. 



tu 



lUVUlUt 



Dar HclJA&d oml dio aDgeltäcbsiBQliu A^iiam;» Vt*ti iUluartl Hieven. 
Ilano, bbi Urport 1876. 49 8. I m. QO ]>f 

lu (llüef«r lubuil bi.'^ti»<si'u wir »cltiiii jetzt >ii»ti fruclit ilrr • < ' 'k 

bcsobänigtiug mit iteiu Ileltaml, m di'r der vcrrftAjtcr iltin-li »Atm hal .-t- 

lenilc AHKgnW desHitlbcn verAiil&ns>t war. !t[ani-hiir wirj tUetd rulntntiuitu mit rur- 
wnaJi-'niDg «tvlin sehen. I>Ad8 diä AÜtvviwautscbaA dor iii]t(<:ljiäcluuäcbt.-ti mit dor 
ftlteächilscbcD p<i<!«ic nirgeud su stark wie iii oinrai teilo dvr Gcnctds WnoruLu. 
kcntti htä etwas tior^iiltlgcm Ie«en sdion ilea Tentbituisa wagm tiirbt. anl ' - ' l. U 
boti; ttlioiiiin wenig ila«6 tuilidcstons v. 31)i — 3,'l7 iiielit in i)n>;iii u< n 

ausaimiicn)uint;v bU'hii, da aic aiisfülirtieh utiJ ohav ulli- riK'klioüii'lmK^ l-'ii »lurz 
duf biJttvD ctif^cl , (lt:r »i.'liuu rocbor buhttudflt Ut, uudiuutla vtmUi«:!!. iloltxmutia Itatte 
ntb (Uvnu, 1, 474. 11, 221) oi» panr mal wrhoitiaen , dari lowcii ITilir«n tu wol- 
lon, iIbhs der Hnlijuid suis dmi An^lMlrbsiHchüu nmf^cscbriobeii soi. Ob bicbni d<rr 
ver^lvtrlitint,' zwiüfiliei) Heiland und Gciitfeia eine rolle yagvdftoht war? ob w»l i^ 
mit bilfu der VorsOä de poutu der HuHoad uU uta t«il dvr arbeit. du& wirkliRfaim 
CMtnun ü'dt" "rwi'^s-n wcflüo? lu «eiocr Altd. ({rainuitttik, wo tloltxniünn dUs 
A'' itns imf die li^rkimft dc9 gxxlicbten rtirftckniliK, Arttdul 

DT ' I ;: .uiilcrn riberla!«6eH tu wolloii und b'^scbrArikt »i- li mf 

die wct»iatrunjf, ci> werde sich imtuur dtitttlii^bcr htiraabrfC<:Uen, do&s dor )> 
oin angi'ltijlchiiiscbt» K'edicbt sui (s. 17^}. Ndq bat Siuvcra mit urediöprundftr t'< )>.»i'l. - 
koit dnt bew&iR >;eliufcrt, ilaäs d\e vonto ^.'tA — Hol dor (fonofla im wortTurrat, in 
der auadritckitwei«.' und den r>^dvWi?ndunffvn mit d^m K(-1iaiid iiicbr ^ftutiii babi*ti 
itis BU ziuuilicb dio i^uiitti Ubri^o u^. Iitli<nt1ur, üfi-ti ni\t itwiinäomlvrv bimticbÜiub 
d»'r in i'hiütlicbar seit neu nnd auf bt'iden jj<>blcti'U »olbstiindit; cntwicLtdlon t.>]it< 
iKbaa formeln lich mubr auf die seite tiea IleUnnd, als unf dio der llbrigi^i agü. 
dicbtung Btelleu. Da« wicbti{;xto biorron legt or in iwiner abbondlung Qborbidit- 
licb vi>r, volUtindit; ergibt es «ich niis dun iii)ti.T Ann i<-xtjibdruoV f^esctzivo Ti^r- 
Ifluicbunffüu, leb vcrzicbtu daraul', pruU'n dicstfr ribiiruintttimmunt^ btrrv'ir zu bubüg, 
Wuil *\vT ciudrurk nur dtirch die vvrotnif^tr niax/-' ''rji-bt wird. Ab'T U 

wiläto nicbt wie man der altornutivc, dio der \<.. ilt, aibtwuirboii kr>nl 

entweder ist dtr Holiand nn«'b i-inoia ag&. Vorbild gonrirt)it<it «wlcr H fv. 23r>— 9&1 
dLT <i(-nv4i&J navb cineiii ultA&i'liatcicIiün. Im orütcrcn falle nun U&tu* miui lucb Um 
Vorbild als «ine voUkomiaeno HliigulariUU in dar aga. littärutnr vunnetolbu, der 
Im t't^(*eiuatzc zu allun Qbriffeu dcukmälera lUctwr uinudart 1^ '' ' ' !<? 

nugekt}mnit:n wärvn, dio uinn miiit Ttir uu(<]rHcbt.>iileodo zttgD '- 

HpnKlh; halti'ii mm». Vaa licl'c denn anf uino ridllx ^illenbAlli- ti^jH-n 
wiiiirund sieb alles einruclk tuid oulOrlicb xurcübl logt, sobald iiinii in i >: 

■ngebitcbxiücber btiurbeittio^ i^ine« nlt^cbsiKthnii gediebtii orkval, dai tn^n ullo 
tmuiebu liut dcui didit«r dofi il(<li;u)d ziuuiwbrüibou. Der boarbuilvr über war icbwt 
Ucb dur dicblor dvr Gcuesiit , der itciiin uu/givbv i» ho kmix vvnKldedvnoni , Mi 
trockniTiüi t;(*-aidiiuHck nnd nut &(t viol I . ' . . Act minAaiiti 

nlnbt tiiitcrbusen biibcn wlinle, seine li< . Ii< i ibiu b&uUtj 

in II iiiii^rbürt» worl /Vfi f^r gttt, d.iriti atuuLiriiigfiu Ihiumr dirbli*r fand tit 
mulir, wltr Hivvoi« mvniL, vur dur beubcitun^ t>in brm-bstQok vur, d<u» er »eiui 
werk dnverlciblc. uldit obnv ninzvluvs einer xwtiiitfu uniarbvituiig tu uutirrviulii 
Aodnrcb dor Vritik roUnndB din mi'tglkhkpit tivraobt wiM, mit oinit^or iiicber^ 
Hupli d*.'U nrB|>ritni||icb dcnliicben kitru bfraniiZQMoliiklrn. tlul dicüiiiu bcrtnuii? blonil 
litii ' Allrdii;: wvnii dt'r dicbfwr «itb .''"'. n 

bn- ' ii))iirptt woU«; — di'uii au« f 



Clin atRVKBS, BXl.UM) l*. Am. OEXlalH 



11& 



TOnfi^e irlnl vr m niclil aargeiiämmon tiab«n — narm« Iwjp^iJotc n gloicliwol 
(1)0 sflliiiiirnn^' üf.r weit tind Oks mcasclicu «Inn-li ein« etgeae vrcitUnfÜKC diU-'t«l- 
Iiuiff der untrelTcbutllui) tinil ilinn' Talgüa , du or ilucb tiia« aylolic iii dem britch- 
stQcke all dpiKoiI« luie]) dur iiotti>)if\)u^gcfichicht« rorfaTH) miii «n nlini^ weiter« 
taätto bniutxoii kÖnDC«? Vielleicht ist c» aIso irAbnKÜioinlicb», dasa erst ein 
M'iimbor ila*. ttnchötöck cJnjfi'fagl Imt, doin in dif»'<'ni falle der eateprechcndc 
h' 'IT viel krint«re teil der üonesiii li;'" 'i inBaseu. AbtTtiiÄlig* 

üt - :i>r niit ciufQ^ing einiger dem Genf?.-.: >-ignen »aiMlrlickq kuut« 

id«li MUfh dieser M^irciSer crUttben. 

Der verfA&Mr ist uun alvr nieht der meinaiig, dods das bmcfagtück ans dem 
ivtiorvo t(r-(pLnf;i<aeii urstco oder altt«»tainenÖichen teile xtuo üäliand hvrrühr'^. 
Kr xUabt HU'fbnupt nicht xa H'\e vorarMtnng beider t<Mtam«iit« xu dnem Tortlan- 
f>*ndcii gannon . wie die prar^fAtin und Üe vprgns de jidota «ic berichten ; iiiid w 
baiierkt im rcrhdUon i]o6 bniphntöckes m «oiacn fjurllon — ausser dorn UQvormtfid- 
Uchim Isidor irtist er al» Sidcbe de« Arituc gedieht de otigiBQ luundi noch ~ einv 
gWVuorc frailiäit aU sie im Ucliund bcndit, xn dvr der dichter sich aar habd fort 
«ntwtekvlii, toii dor er nicht zn cinfm en^'herdgcm verhalten bnlx* znrflckkitnimi^ 
kwtifMii. E« handelt Mch hier hauptttSclilJch am das bodvutTiiitc^roUG toiu dicbtur 
•'<'' >ttv, dass ddr als schlänge VL'rkli'idcte c<>ur«l sich der Kra fQr einen 

t' ^ aQFffibt und der sündenfoll dadurch anf ain« tfiascbung rnri'ickgfftihrt 

ivird . d/:T di» eisten idtcrn in gntt^r iiicdnnng nnterlagcn. lodeit wss gab die ovan- 
gtUlHclie ecKcbiclite tiel anlaas lar cHindnng von iDütircu? oud wo aie ihn gab, 
Im! dor rcrleofcnunt? Pctri. bei der flucht der jüagur, bat der dichter ihio beherzt 
nneb^^bcn, wie der Verfasser gelbst bemerkt: in der gleichen absieht nachgegeben, 
wie es dort be! dorn silndttnfall goschiüht. die holden seiner eTzihlung iii den aiigon 
ab« heldfrnhaft denkenden geseldecht-i-s iiioraüach rn rotton. Auch Aehi* ich nicht 
ein, warum dorjouigv, der den plan ciavi bi> uinfadscndcn werkei^ vie der Hcliatid 
iA toMea und ausflÜircQ koute, dem gedanken and dsr aaafDhrang eines wirrku 
Qb« den ganzen eTlSsnngEratscblass, vom sündenfall an, nicht gewachsen «ein 
konte, Abor es gibt einen andern grand, wnrnm man ntrht wol annobiuon kann, 
ilaiK der dichter deä Heiland vor diesem bereite einen ersten alttestanientlichon teil 
gp.ttrhh7t linhe. Kh ist derjenige, den Wnckcrnagel in dieaer Zeitschrift I. 293 vor- 
II- ' ■: die weise, wie der dichter v. yn fpg. ton der achöpfung der weit und 

<i- ' ' m spricht, otiue irgend eine an)aifi]d'ende hindentnng nnf ein deut«oh«8 

werk, worin davon wdion gehandidt worden; es iat die weise, fflgc ich hinzn, vio 
CT i«in werk, rtatt mit einer eiiischen reeapitnlation , gaux ab ovo mit angnheu 
tkhn dtv liHcniri»cbic ahfiusung der geüchicbtu Jesu anhebt Wackernagel glaaht« 
tlabcr ans drr pmefiitin nur dits ali »ichi?r entnehmen zu dttrfen , daü& ihrem vor- 
famer in di-'iu<K'iben bände mit dem Heliund eine allteutumenlltclio dicbtoiig iu «Üeb* 
«UtiiKrr mtuidurt vorgelegen hahti,* deren orBiinuig er, dem aagenscbein folgend. 



1) I>tei Uftlle leb aueh dann für Mi<her, venu Sckulto (dieie itichr. lY, 49 fgg.J 
T>' 'oltc, dai>4 die pracfatio ein miuihwork des 10. jolirhunilert* sni. Ich 

b /eos diete gelijirenhtit , um nuf cint-n, su viel ich uho, bis jetxt nicht 

kr^^titrUn uDicrsrhiMl iwinchea ilitr ertjliliiiig voq dvm im trunm Itcrufcncn lüiaiieh' 
afnfhm dlrbler und Jörn bKrinbte IWu ütxir Cüdmon anfmarkiam zu muiben. Der 
Idatvre wurde aufgvPtitdvrt , vqu Alt ubüpfung xu Miigcu, der A1uoeb«e da|;egim, wie 
lli- -—-■-■■ tagt, <*( murrae /cyr* prasc^rt ad cmlilrw^m propriar linfmiu trmptnrtt: 
L' iid damit die ertalduu|; Jti vwwm- tW^ lUrhut» rrfititr* er ur^inr //yr« 

8» 



im 



Mwaft, OuEB iutmt», ukLuki) u. ao». oBrnuiM 



Dhnn wtfitim« taif deni«ll>an itteht^ir and U«ii autliiig tlrauclbeti licrHclirrA /mni 
miirtn, V(m ildieti lit^tohtiii^ ta iK'Ui Hl>11iiii>1 iliiii «iiu: nachrliJit xufeldininiini 
Nur iinlftr <lrr voT 

fiuKur •Ita il'-^tan't . ' ui 

4«ti iiii jiUire H14 aiil'^exiricliucten vitscq, ttir unter der aiin;illoTiilsii ntx'mcjrrlft 
De |N>eta (tetu Wc.'uabrann«r gebot vuniox^ehn, dto iiu buchdouLtcb» iiii)n'"'M' •^' 
uinKOMlirirl'DUca uuFutg deriwlbeii kq erkvnii«u. Wenu daher unfior Terfa^i 
«icb fdlgenJcniiäKK^a uiinIS'iät: ,,Ilat- .-ttintaud svrittirbin (l«n) Hiiliiiiid uixl tietii ^^■^-■ 
iiobrulint-r };t.'l.>L-l i«t im iiiigvurnlMg fiir j>'dcu , iIlt nicli iu a}truclK' uud utudruelo- 
Vimv dtf« rrsUTcn oiiiKcIcseii hat; aucti scbeincn mir di» i:hr>f[H>l'>Ki'M'li<>ii tu-JiMJ«^- 
ri^ki.ntpn nicht hit]T<-J<'h(]ud orwo^^t-D y.u üvid ." uo wird datch [ti<*.>(rr hmiitrlcUtt|( 
Wtuikcrnage) nicht g^trotTeii. Votn Ht;üi<l|iniikti* diM Verräters atwr nrUii^ko {dl 
kvine iirsacliB. sieb d«r Aoch roii Mt)ll<mh(ifT nnil Scbvr>>r Wknijtou DbcrKoagnng ta 
ventcblieüf«!! , dAaa jcoc vcnv den ixtlaag p'mvn alUMmiscb^ii gudlcIiläK gebildet 
lialirit, dufi Ki'hot) vor abriutiimtf des Ffclinnd dm stunt dnr br>^t'ii cii^'id, din 
Mbi'ipfiiit^', den K&iid<uifun und vielleicht noch mtihr moraadtij- URfri-iuilliob bei data 
alter dicac» workcs iht ilcr fthU'rharti) »ciä '/" flui m'wiht m vift ntiat ni irrn- 
teo, ia welch(:n] dvr baui>tMtub in die Iftxtv hubun}; fr»Ul: über ihm tiat (iroin 
0«rui. 10. älU dio froUicb von Wückcnuigcl KtirfickgowidMinc be^seniug ((^•bnuiht. 
Der Kclirciber. der wie aticb MälleDhofT anorkent nicht ans dum i^il&clitiiifi , Uno- 
dem iiocb cint-r %-orUgv äcltrieb, halte iuMuilti vor aicIi, alno schridbniip, die niobl 
OnbiTGchti^tri mtr »U uruiuht, Wr'iili dudi äiiimnl ivteiJH ent.it'.'llt wnrdt'; wii* dt'lin 
(Ivr ii<.'hrcit>)T dvü CuttoniHims iiu Holiilnd ufU'r fu fiir t/i •ivtxt. libui; dnAb aii ju 
•^- jttm, olim -Iriikon zii köuiicD. Mio wt-ni^t^a rorao ^i'lHtii d>:n fSldbarci) tdiidniok 
öine» oltertfUnlidi sireogoa Btila . mit dem »ich keino Tcrvildcraut: der »'rokuiut 
vorträgt. 

Ich stimme alfto, weiin mich nittclsf eioRs asdcm gcdankcDganfcc» , lUuu 
Tcriiuüur auch dariu bcii duen rann keinen K''"»d hnhe, hui duia in ilii^ ijcoffils 
i'iu^pfiifftL-ii brii<-.lu>tüek nn din nllU'ttaniuntlicbc di<'lilun)f dvt |>ru«rulU> orid der 
vcmuK zn deQk<tii. niclit ob^ri(>icb. ^^unduni wnil niiiu alb<ii arund bat, lUbt-i nn 
dtilt dlditor duA Htiliand xu dt^nkan. 

D&IUISTAliT, UI »U*UlHiUCR 1875. M IIIMIKK. 



K. A. llaliM ftltbüchdoatAekft Qrftnmfttlk nobat «lolgon LoicaIBcU 

und üirn-ni <Tlnfl^•^. nonin sgügebou Ton Adalbirt JrlMclt'». VicttiT 
w otidiitlich vuründnrtt* und voritiRbrle \u llttgu. i'ni^. 'iVni|i.sky Mb, 
XVI, 162 B. ty. II. III.3.U0 

V,ä int anxuorkcnucn , daas der bcnin»);«lKr mit ifrnsHcr wirgfAlt dSo uvur 
frirncbungt'n und ii|icciiitnnt>ir«urJiuugm) nnf ili m gubict; dor abd giiunniatfk fAr diu 



DtuuU kaiui BiirhU nndvrr* gtiin«inL mir aId JIr 2alion gnlMiKi iFlas« ubn'NivhniiK 
Kohlitiut, Witt mir »ihviul, Uiu littitju-isahv- ulihivittiiffkoit dtr iTlublunft ton Uwla uu« 
tmil n'iti^ an eibu wlrkliobfl, auf •acUalwibain Iroduu grwauh^ctio «na in glaiil«». 
Mag divM unt«r dvm »inllnav dir nge von Oüdmun nitvtindon *vn, »o uiia >i« lioli 
doch an dnitn idlixlchiiAclini uiifrtr und au vln dumali liL'kjint«« letdiotit, «ian «vrul 
4vtti>ii iliT iEcbcii icvbiiiif, |cnb«flH tialwu. Wo« iluim 4ii< «Ar*U' alMf da« nafbf 
grlitirprll) tMnUm«tiiil» vrtrk (l«t«M'liiWi iliubufa tii'tii:bU:n üfBUi:ht UOT uiu dua Uilult d«f-* 
(-nd'-i >1»^ aitrli ibm «crfa»'«!' iliir pru^fatid v(irlii|> , Kt^i'blinuru in ■ein. 



8kU.aB, DtiBn iuirN>jin'tTu.u »tiu. obamm. 



17 



flBDW antigabe iliT HalinMiii'n gntiiiinulik verwirrlftt hitt; Aiva Ut licKvntlcrs der IauI- 
kttro XU ffult' gt.'kt.<uiiui:n , diu ileuhalb in wtrsutiMJtli vcrftuilortcr luid vvrtivKSutlcr 
gnUll t'rdclieiiit. wükrciid unncliivs uiiiintxc, k, I>. Ate ganio *;nic B^itc der fritb*^- 
na ■uriftp'n. iliV .■tinig>^ nII^«inMnr! K-tnorknngnn Aber den iffHÄlisinmi entbidt, 
vofÜftOA««)!!! i#t. 8<> Ut l>m|iioUvriiiäV ilu8 f. der rudiiiilinii-rloii vorlm fitr i'it [i/^ny 
fllF ijtnwj) in der iifncn AnMiij^c juicrst riclilij; uls nlturtinnlinljw iauUTBch'.-inuuy 
bnzcJrhnct, da üh niKih in diT drltU'ii Haflu^e Iäl8<.'lilkb fUr eine iiruviiiziollü vor- 
dktitiiu^ dfn i(t iTkUit wuriti'. Dicüit^vkuuirnL'n \*\. /■. b. die di|ihtJ)iin^nai>?.run^ *\c» 
h tn e», in tiiiil Andere». Ancli dio dAi-ütellunf; dm conAoiiartiittntiH ist rid besHor 
nla in doo CrDberpD «aflnfffii. Nur uibpiiit mir liit^r der horansgulwr die arWibm 
PadlM und HrauiioA nbvr die laatviir^cldcbung niuht littircirttend vprvtort4!l zu linli<?n 
Kanst irilrdc t-r t. l>. itiUuttiudvx K">t. fc uidit für r«inc media , der abd. /• cnUlTv- 
ah\:n uiflAte, crkUrt ItxU-'O. Si<tir Hii^'PUKitiitt'u i^t 4<m f<orni'r, diisi an violen utidloo 
DArhivi-inrniL't^n der t'!iiKi-ldÄ;;l!<:>ifn ^ranimjitiKcbr-ii 1itt«nitur ^'«'f^iibcn ^iiid, die Aicb 
Muvri/ltiiu m ITirm lieben £awiutitCi)itU'lluii};vii nller Alicr oiovn gcpm^tAnd LTi>>i:bi<riiv- 
non Rchrift*,'» crwcitTrn; eo s. 7. 13. 17. Dadttrcb fjowint daif buch oostroitlg fär 
ibui (iiübiiinnn an wuri , da er bd jedem punkte, mit denKuu lltt^^mtnr er wunif^r 
vertTKut iet, aii'b rftvrli ütK>r diti yrrrtdiiedi'nL'n aurtTr-^hdlti-ii Aiihirlitmn niid dio vor- 
l.itiid<5n*.' litlcnilur orionüorea kann. Übcrbiiii|'t (^l.tttbo iob. dats das liudi mehr 
Wtrrt Itut (lit dvn iclioik oI»r»H woitor f(>rtKOicliritloni;ii, der si-tit« kviilnisHo an» di-rii- 
üiltttfU 111 iii»*iir.h«'n diiiff-n wird orwcitonv köimrn , als Vax den anfanRor. Irftztenim 
liir>4dtti\ Uh u[<dil cmitfrlilcn, mit dnr H»bn-.loittelo«Kcbnn gnunuiutik fleim* alUiiM'b- 

;<lefltacb'rn diiidtcn ku lK>^iniinL KinersutU näiuliob iniüvti diii filllc bi*i^e1>rHcblct 
MitUinbciti'u vi;m'irri-nd auf ihn wirkvn W'us kann an ibin z. b, niltzun. wenn rr 
iiirli >ti>- n*-hx <'iii]iräf;t , \u );»iik settun«?» üllou üüi A cino vordiclitiiu;; vuii hu, <idor 
un-i ' HUdio tii unargiitiiaoit f&r ü, oder dtMS in liniorachiM) t(tK-llm der 

i>rli.' . I <>i> ffir na f<frkoionii>? .Androrseil^ aber iot die ganx« anordming der 

UntU-liro ilicjclbf geblieben, wie Lii dnn frUlicrun ciunai^n; die«e war aber ütdinn 
Ttm faaaK«! uns Tcrfcbll Da« wird jrdoni uDHlngiTi woun er vs versucbt. nacb ror- 
lic^i-ndiT ifroinmiilik isicb ein bild x. b. des abj. T<K-aliMluu;i zu lUäcliuu, Hthmurx- 
llcli Iftblbtir W(•^1e». K» lii'^'t di^xt dnran , dnüii dio ilnrätollunf; ck verini'bt, nUtt- 
«tii^di eil «i-lii. Pn« Ist »bor WJ cinrr i^i'raebc, die «leb nicht, wio rtwa dn» Inlei- 
nWbr odtr ntittilbifchdouUrhc. ia einer klASüii^chv» a)l;{eiueir>f;i)ti|;oa iiohrifttipnicbo 
irtfsr.tRt bftt, flondern sich fortvröbrtmd im llusw; bclindet und Uttcb il&za diß v^r- 
Mfaieddnarli^t^u dialekilitchen nclruttivningon tielienfliojuider enthiU, nbnohit unntog- 
UrJi. I^aIkt ilicnon denn die titutistisehen ^hor nur dazn, dos IdntiiriArhe einzu- 

' Inifüllt wobtd nntMich oft eine X))rac)didi ii)iütcr einj^etret^^u» erdcbcuiang trüber 
bi^brtiidi'U winl und nniypkfdirt S« \»t x. b. der surfflchliobe g»n(,' doi'b der, du«» 
ui durch ri zu t pewcrden ist. Wir erfftbrcn aber beruit« anf it. 2 , dikSb c vvrdich* 
tno); riin ni und i-rnt nuf ». H. thisd n verdiditung von m ist. Otc einzig riobli^ 

, (ueLbudo für die InuUßlir« bat Un^tts l'uul auge){ubeD in diT rccension der altiUlob- 

|tbdi«u und aluiledf^rffiLnkirtchcn gmuiiimtü von ileyne (tcnnAiiia X[X, s. 32i>. Mnn 
innttfl niigiftbeu von d^r ältt^ren »irr.icheinlioit , nuH dor «leb dii:^ Jnni.' ^ ■: ent- 

wickelt hiil : cji wSt« dien fitr diw abd. streutf^i'nouimon ilru «rfji doch 

wtv ' linlx-n, wenn d.-it }fidi.->clie zu i^nndt: ti\.K'»,'l H''iid<>u 

wnr> \\xbn zusamiurnslrUiin^ der (rßli.«eht:n laut«; must« djo 

olid. Uatluliri! bt'iptipftn und dann Viin jedum einzetii«u nach^i'Wie^m vrenlen. was 
:t.,.. ;„. \)y^\^ fid^f, j^.ittichcr und <'irtlirb<;r cntwiclciduug imtäprieht AnniUirmd 
er mcthudo diu Fmnencbo buch , wclcbci doabalb für d«n, dernucb oicbt« 



llft 



ssiLU. Obus luim-nuTESLBa ahd. obamm. 



vom Atitl. VGir6l4-Lt, auch zwifckiuö^sigOT ist. llnclicD wir iiiiä ilcn tint' 
iDCÜiodim nn eint-m bciapiclc klar. — Bvi Hahn-Jcitkloa crfthrt der lui 
e.2: 6 Ut 1) slte foriu fltr ito •-> gut. 6. 2) Vordiditatig' voD au, oa. SUttvlatufo 
mri8ob«D au udJ Ö ist ao. Kacbdem ilaau ui<.'hrcru antlure 'utaiXe nail (U|ihtli«ii|s*a 
livbiUi'Jult sind, orrsiirt tlenolbe «.8 nuton, da«« ou jOngot« form für «u »cl, da» 
djo luitlubtiiro twiacUen diesem »u . oh und doiii i<'i»1 >' die lHtitfm]|ipu fto 
aber so, dnsa in dcu doukmälem , wo Bich dioeo iiutt<.-l3tnfo fmdo, n» fttr 
gebruuclit: «crdo. Auriaabmiiweitio Hndc sich au «ach ^nuiczu fUr «u nnd ah 
ädtreibfohtHr für oa Weiter wird er s. 5 belahrt: ua. uo Ut gleicli gut ij. wiu 
alleren qaolleu auch erhalten ist Lautförbung dafitr ist o«. — Abs dieser 
lUr dnrstcnunjif ninl scbwerUch vin aofaugor sieb turMbIfiudea küaocn. BfuIUt 
den fi'ston willen zn lemflo , so wird er sich dio Gonoitiii atl^r dicAor roonl«^ niid 
diphtbongo dtirdi iiufstcIluDg ciiic» aUninibaiiiiics klar zn inaction niirbi^n ' i 
Weit lieber wird er »icb xu anderen bill't(niitt*.'ln weiidou. WouigsLciia kcui: 
n}aacb(.'D, di-r luu Fraucr gelernt bat, nocbdcm er siob rur^cbuna Icniblit bat 
dt'm llabn-Jeittelti» und sdnun vorsablaiiffouen pbidou naübznkouuutii. Wbi liebt 
voll und loichtfanslicli bst ^egöu dicüeo stalistittcb-liistoriflebüii Wirrwarr dlo ruiii 
libtorueb« dMutcUunp! 

Got. au vtsoliciiit xunfirb&t auch im Abd. alu au, dann wandnlt lioli diu*^ 
afad. ciu teils zu ao, UUn sa on. Weiter wird ans ao d, dagegen bleibt mi al 

Uli 

/\ 

ao OH 



Difl Diawandlant; len ii4, ö tritt ein vor den Ungaak<n und vor h r m , imr 
•inclloii, die tum Nk'dcrdctiWbtui neigon^ auch vor anderen WDat^nantoni B. 
iin llildcbrandslicd tnoc für tmic. 

fioüsuiiOH» 6 oiit»iiricht in den ättestün iibd, i|ucllon nlcicbfiilla «j di*« wirÄ 
dann In nn gebrucbun, wotobci^ »icli wi-itt-r in an, tlunti in ho w.iiidclt, und uiidlivb 
zd ue sich abscbw&obl. Nun kann innn docIi binznMtzv'n , da<w dici«B w) in wcoii; 
fSIlun zu u contrabitTt worduu ist: nötig bit divs aber darcliaos nicbt. 

In dieser weise niHsto in einer nhd. ^remnnitik illieraU vom UutlSQluui, nix. 
dem ftlletttcii in littvrnturdvnktnük'rii vorlit.'gundun doiitttcbai ^-y^ ''..'>■ jt*! 

gen wurden. Diu wtril drni ivnlanger kliu'bcit und li<-.ht Vi'rl>. 
in dem bani>'ii ecwbnrael dar voeiJe ond ibrer ipiolorten übcnigbt und mnt V4 
lierun nics-n. 

AUerding« wjlro 'Uo graiiiniotilc. wenn «ie vuu Jeittvies nncli dluer nielbuda 
bearbeitet wfiro , niclit mehr die alte IlubtiKcbe geblieben , lundern eine i;Anr nt.'uc 
gvwiirdeu. Aber l>ciiacr ein nancs Llcid neben. aU fr>r1,wAbr>:nd ftirkon aui riri ulic» 
MÜccn 1 leb niusH niieb iiiorin ynlUtiiiidig dorn urtviln rmi 
der iu der Jrmicr Litteratnrzvitiin^* l>i'h, art '(i**^ äbalicbcti » _ 

lULLH. r. aoujtii. 



Irnbrbneb der Puctlk fAr h&btre luhranatalten, von dr. ('hr. Frd. Alb. 
HoliUKtcr, direetiir der roalscbulo L u. xu Uauuvvor. Cbmalbal, vorbift 
dar Üruwtasebüii luclibandliiug. Itfil. XII, «i a. H«. 1 au W\>t. 

Jodetn Tvu una iK-htilnillnucrB gvbt du hvn uaf. wenn wir dsu nntnm 

K- A- iT. llof^nannK büreu, Aat fdr wiaactutcbalt und «obnle ku früh rnrniürboniVi 



-nuitu!. OuKB duruuTJtH, cuirriic 



IIU 



«cd «h diuut wir tUtf duiitsckt-D f^rmiimiAtlkon ün vt>r<>>w)^M<ni ud«r hoIiiu Icnj^lli Ml«r 
rbeUiHk In ilic TiahiI iicluitou niK-r mu der ti< ' > u M'l>ulrir«luii iTiniicrii. 

in ilonon «litt c<)lc lion HufTiuiuiiis üch so >v l ii'tiu-(. Uod wer tiAbUr 

Dldit, vTL'Kili gnti'D kliiB^ derw-'lbu luirnc nla Ui>iucrf(>n<?livr Int? NurI) UoKtoinntu 
twla imn hat Wtt cUrcctnr ScbuBttfr in rinnDover «d Qbcmimiuuui , dto tifiooti auf* 
]iu^!n >1<T Tloltmaiin«i'tiL*n Iclirbuclicr tn licsorgvti. K« huriiclit wol uar «.itto aiH- 
BUltg in ikr lijirvrwclt. wit! tn-iriirli lt 5oiit wort oinpilüit bat, ilns «r in di-j v<.>r- 
«dc sur (IrilUu uuna^c der rliclorii rcri'fiunlolo , jodi- weBfutUditf imigLftuiUuig 
dvT lloiriiiiiiuitK'lit'U bncLvr zu v<!rm. Idcn , aber lliiiüu dui-li (lirjoiit^d vi3rviilUji]iit[i»f( 
(0 tril W'tnioii En laswu. welcbo Auf (,TUtid wi:t80D»cbaftliclicr ctkciitul» und prak- 
UtcTi^r crTAhning irüDtictidtitfVert vdcf Cffordprlioh su nein sclii'int. ScbititvT giong 
ober nofli weiter. l)a \cnitA iDi Torwortc dar rrston auniii?r winoi rhetorik (vom 
jahru XKiiti floirmunn rL*rH]'roi-hcn halt«, dimctti Hchulbuclkc ejuc kurze puvtlk ToK 
i; ' [i, aber fin xii frliluT Ittd Hid vi^rliiudiTt, tmt. sviu vi>rbAlii.'ii auKSulltb- 

»■■ii imii üciD (•fisligCr orbo (wrno rs erUubl ibI, diuseii ansdriick xn ^-cbnm- 

ctirn) »hu «rfnllt, wan der verätorbvoc VL<rx)iracli. datlurcli 'Iiub ur dlcaea itcljri]l<ni'h. 
dcaw» dfiKcij^c ODB obli<>gt, erädit'iuen li^tt». Scbn^tcr biit dto gruDiläätZ(<, wulcbfl 
lUifTiiiaiiii bot der altriMnini^ w-iuvr Wlirlittcliar leUvUii , eii den Boiriguit gcinadit ~ 
es i\ad tti%f\i iIlt I ticrcilv a. V. ^.bci^ctiräuknDg anf das wetzen tlitiio »nd atvti^'f bcr&ck- 
»|4»N(i>_i'nff du3 itroktisthi-n bfdürfnisiii*3 des »clmluiiUTriobtt-s. gciiniinftc Iwiiu der 
«(. und ßbwrsii-'htlitlic zlIaaIum^'a^ti:)UuI^^• d.:s ]tlir>t»flcs" -, uud ** ist ci 

il' ^'tii «i'i di'ti Iri'tnii'licti IltilVniiiiiiisclitti rnliriftcft h.jiiiogcnofi w<^rkchcn. 

gVlduiiiti xinou aliHCbliiB» dttr reiLu der 1lofl^iiaDtu)<:hct] trefaulbOdior, 1iorxnstidl«a. 
&IU ilro wort«!! „dim trofflb-bpii EfulViuanuicheu Klirifli'n buiaogcu" liabeu wir 
kIiuu uii««ir gf^imtiirtcU Aber dio Hcbiutorsclio fontik auttf;t)«procbcn — «a ibl da 
liucU. da« hl j(!tl«c hhiHtdit lUe lloffutaiiuacbon lübrbQabor würdig und obeubOrtig 
^>rt4ct^l. 

lu der furrcdi: godctikt der verfiutier der fnigVt ut es übvrliaapl ral«Aiu ««i. 
ii.hill in der ttdiole lu lolirun. Mit reoht tä»sl or sieh nicliL iu vioo ringcbuutlc 
iig der frag« oin, tiundt^rii TerwuiKt anf I.us ul^er dontachii antvrricht aaf 
n-H li'bruin.taltoii ,'• q-. XVI (», 2!'7 — 332), luit dem er den wunwU U^ilt, daa» 
iintiTriilit. im llrutocbi^ii auf den bübcreo IcbranätaUcti ncdi <.'ine crbribl«ro 
1 wird lOffleich mit iiftt^'tbf;ojn;ioliem taoU: binr«gyf<igl, das» 
' I iu dfr [Mjeük nicbt fj-slematiBcb äuin dBrft-, Honilcrn nur 

a|fbnnsiitioti and goKtgeiiUii']i boi d«r IiN^tTire eliuifiiscboT dicblwerk«. Damit nhar 
Aa& gesagte »klit in den wind gMpri>cbuii werde. U'dQrf« vs einer xutaiuineDfiu)- 
«uug den „gDti'gmiilicli arifrtitrtcn /* oin loil Aristotnles zn rodon, iTst i3ia*p, 
tlann 16^'ta, und divso lusjuiiincnslt-lliiug *citl dos vorlivgcndo lobrliucb geben. Bs 
«•'II '♦U'» in '1 "B li A II ■! p n der sc li 5 1 er «ein. Damit ist aber aiisir'"'!'V"''V'0, 
« ' 11 bucbo t;i.'gi}b\;uc stülT babun , und '*ii er v<. i ^ll 

ii> HMsu di'r scbnicr an};cui<-ti»)-Q , »liU'.' ciniK'elicu'l : ^^c 

[|; fiimrr in allen Trigcn nur das aiobor urkAntc und allgmnoin znga- 
-T I ^ ,—:-n wir an da« bQclib'fu dii'^vu ma&tstjü) , «o fallt tinMT urtoil 
tii :t labend aui. Der &<.<IiUk'r winl ea nicbt Icii'bl vcrgoblicb 

ui h ..r ^cb IkbtiT '' 'M'biilPn wiU, er ' ui<.-Lr in alktl 

t« iuvii btti nllvt < n kOrzv d'rcb <. uufncblnra 

li I 1' !pl lUh i;i 'lt.it oni) ia«t dnrdiwt'g KiTurUixsig. tM?hii8tcr fnsst anf 

il' <:hni)g<'n, uud oi» VieRher, dor nltiitulntcr der »»tbutik jctxt, Car- 

rltse und W, Wackcmagv]. der fvindinnlgo duukcr and dk'btor cuglBioü, sind Uun 



der 



ISO 



nuuB 



uIhthII nliit/ciii t;otvc&vD- Weniger lüs er ua Tcrilii'nt , iii iiHtts'iMil ii<'[i'i 

llU'nnlt Imiigt i;<>wj&s uin qi)uik<i1 zuümniufn, un tlcm Btrlm^iturs Ijtirh i. 

Ilvli ilcT zeiLg>-ii(Wi5i'lirn litteratnr (wvnu wir diu««.' ah < 

immfasma) niclil vdll gimroJtt gowurdvii m Kvin. Dom ^. ^ 

tag nuifiircij WLTkcb liprror, dus c» sieb bcniiüit. <lic sdiiilvr wojin irgend tut 

20 d»n i|iiol]fii ED IcHüD, acu denen Jio bctmcbttiBfr flchö|>rt: lüo iin--"'-'-" ''• 

Hlu^'liitoii, »ovfA in aeiner poetik jUm «nch In dor rlictorik, dfttni llnn> 

iiTt« (nK'li':« (.niu diesen gL'wr.hiillüiiün tjtol zu gehram-ltou) , fvrmT !.■ 

und Schillern loanT'ntli'-h in üiron bricfwccliholii) sind dvn sein 

Rodmcktw ciüilo zu. inacUt worden. Nur liättcii wir tfCi* ' 

fil«lli>u auji Aristot'" '.'.t worden wären — cU-riu w*!oii aucu 

(««ihr frogUeli flcWn bei rcnlitriiuaiwni) auch notih «teilen an» ffitrax, clli* diu d 

nuammtnihungv bertintj^riäücn »iad, vcntchou wcrdun, »o ist von ihacn ijovli ninfil 

m verltuißcn, dau «4? Qbenül in ilt<a oft dankfla sino AriflotcliacUcr wuisbvit <dD~ 

ttringeu köuDL'ii. Ttid dio |<rltriAQür der rt<al-olii)U'i)?1 31iiii weudf nidtt «in. duu 

liior der bdiror »lU'hlit-lfeii mriMO, duiiri Autiior gHu/.cii aiilit^<3 uacli, iiuil mIo wir ^it 

tfcWn oben betuutvo, \i<e^ tkr scliwcrirnnkt <lw> gfbraiich>>t>, dcu dor Mclinl 

dum iDidio zu niacbcn bat, im luiiisv. Und »ullto dtir lohrur nburluiii|d cinii' :. ... 

dann war es andorcrscita niofat uJitig , dio stellen nnmidraekdn — konm da» xalt- 

Inticitat war nütig, da iiieiBt unr ganz bfkAiit«! ateUeti tieraDgexogun »lud, wdi 

der Ivlirer <Ied Pontüchcn m |)riiiui, von dem tiiiui wol liilÜ^' cia „aliiu f^larc] 

du AristulL-liBcbeu poetik crworlcii darf, wie de» katccbiDmii» kontittii wird. Rt\ 

die (l'H:b ein Lc^siiig in der riaiiil>ur^3cbou druuiarnr^r iiU riii wt>rk . da« lt 

cbrnüci nnfcililbar halte uU die olctnuntd dfs Eakti<l aar Immer eclcii." I.M 

sclbfit Eolimiit mir ctwui zu kurn weggekommen xa fteiu. Aneh kiiunuii wir 

wegnn dor gyiiinftxtaljiriluaner nitdit Hir praktiseb balten, da»(t die cnt;lische Ul 

lur. Dumcnüicli SbakesjHxared 6t11ckc< cn^liMii eitierl werden — denn wenn aucbjod 

daA „nierdiant of Venice" i». ijl) «kler „midBiiinineniixhts dri'nm" (a. 7**) rorst 

if<i ist. t» dach Betioii />.inz nnden« mit dem zweiten cltate anf b. 7H .iA« 

Hiiisielitlirl) iliT mo&M? dt» etoffes -H-io der art, wie er di»|ioniert ist, i >; 

uns mit dem Terriutier im grusnen iind t;anxen im einverstündni«, nAiiicntlieii lieli«H 

wir die vuilioiiierkuii|,'yii lubend liervgr, welche i» knapfter fyrai, aber d-*- ' '- 

gentl}>t<nder ITille »uwul die kuDSt im wllgeixieinvn behandolii aU nnch die n 

ae^tbetibeliu'ti voTl>eKi'ilT<^ b>)ircii. Hit reebt ist dugL-)(vn vriii ätier bcS" - ' 

lehre, welelie in üxttii.'iu gdiiiltcn fitela eniittilet. abi-tand tfetinrnnien, und 

nur bei den eitixelneu dichtun^srteti aelbiit erwtfbut. Her ütoiT Ist aatuf:.' <> 

den drei grnudriinneii dei poowie, fpoB (roman, nüvello nud f»ili»d mli ■ 

Mnt. Ijrik and drama behandelt Ad der clntciliin^ lnnorli»lb dor ettiKcInu 

diehtpittnDgen, nonieDtheb ionorbalb de» c|toSt wollen wir liiiv nicbt nutkidn — 

u bandelt %kh da um prnndU'ifonde fragen, und jeder aaadrUekUcbe widempruch 

mUiita l»Uligi;r weise aucii bci-'r k-u. diuu aber wflrd>' ' ■ 

bei Wülleui nieltt Au^reielleu. <> beiTuU, den «ir d<-i < 

gnuzen lollcn, ki'miieu wir »ueli der au^riilirmig uiilii.'dciikli<-|i nuge(>teliou> Kurfv 

mit deatlicbkeit lu ver«iuigcu ikI eine kuuiit, uud imnicjitlieb will sie io rifi- m 

eomiJvndiam, das Mir illo achnlu beetimt i»t, geQbt äcin. E*s ist utiierDni Ter; 

jodocb gelangen, nsixm regeln in mn»l*!riiaft.4>r knne abüitfaMU , utin< ' ' 

kcl za werd>'n uder dtir spraebi- üfreiulwitt (fcwnlt anzutuu. Lirblvulbi kl < 

nor , , , 

KI-' ■ ■ , . . , . 



CAst icifuvEan, pubtim. 



vii 



ml«r Jim« stitllv >Uii ntiul«rMspiol iiti«W4Mi(li|! Irrnvn lavnvn iiiOvbte. Üb danrtel- 
t' '.A-fi ihirnli iiiD;;c*tn:ute fru^'on InJuIh, wi^IcIio .ilch vortri'Ertirli aU thffmatA 

: . >r>|L-r YüiIrK.'s'L' dtr M'Iiillcr cifüicu , naUK'Utlicli hvitu tlrum.i ;^u § l.*), 3; 

jß, &. e-ll. ai: 3^1: afi, a 

DiT ilmck ivt im )niLh<n c<irroot, dniekMilvr in störciidor aazüM luibca wtr 
nur tni taxto dur t'ricdiisHiPii ütHIrn (»cmcrkt (z. I'. b. 6 z. IS r. o,; ». 11 z. 13 
and U T n.; N- Ki x. IH v, n.; a. &*.* z. tli r. o. tmw.). tlloase rersetieu Kind wol 
hdtfi'odo: 9^. b mnas ra im ritato „rhcU'rik." nk'tit „§til]«tik" beiden; §1, 1 
Rnin. --idt« nidit „nbd. *'. svnJrm mir „iJlJcuttwh" at-Ourn, da „liiDgcn" krinc aIhI. 
(urm tat. obiMixu ^ln<'h diinar „Uchlt'ti," wdobüs erat diIkI. Ut (liü OLfrii'd rfiA^M). 
Tm 12. |ara(;ra|>li, 2. I uiiiii. wir*« «s ürniiaetriHchtT (tpwwpn. die p<irta(fi.'fiirf('be 
funn m Lufiaih« xti »lircibvii, du die Int., frunz and iUlieii. titel Id ftutnd&prach- 
lüber funn dtiboisttdin — am Iti^butpo b»tt>;n wir jodocb, uiuwren obigon wurlan 
QlHr oiiRliscIio titi'l gcmäm. ai« alle vcrdeuUcbt gi^achvn. FAr «iitachicd«n Jalscb 
hxHf ]rh die «irklArung von „claR<doitAt" §4. T nnm. PaA wort „ daAsionic '' — 
cf l'Adl) roiiIi.Miru'l<iiiitdie d v cinseisch - i«t »dir iiH. doiiii «s )i('»-icbnr1. vor- 
zaffawcm' die brirgvr. welelie xar or«U:u BurviiinUcbcn vlasae gt-hOrtcD . didior wbon 
illfi büiger der zwtUoii i'laHM* ..iiifm vLusoui** boissen. Dient) uoUz ist zw»r <'r>t 
bri lltflliiu (NiM-t. AU. «d. M. |{cru VI, t:t) zu lltidoii. Ocllins ab<<r beruft sich 
»nT dir aiKdoritüt C«li>8. Ciccm ((iiiAcäl. acnd. 11, 23 [i'bllosopbl] qui iiiibt nun 
ill\t odlati ijnintao «doKsiä, d. b. sehr iiiit<-r)icotdii<'t videntiir) und l-V-nt^ii, (s. r. 
«dandid: rla>=>«iri 1<-8tcfl di(.-?hantitr, iiai ai^nniidis trstatnentis nilbibobAntiir, alHu zuvor- 
I\f^i{:i' nnd trefflk-li': b'u(c) I:iß8en orkeniiöti . da*)! rfohon die Ilöraer üidbst die«OD 
anifirtitigUcb (xdiciricböli brt,Tiir bi-rt:it.s nur nndi^n.' vurhältiiisse frUi:r(.ntgßa ; und »iid- 
bcb uHvb dcui wid^TAitflcbon der ttisutniiicbaru.ti nanlo m»n „cla^iticb" üu «ugiTOD 
«Lduo dis »rbriflstrllcr in d<.T bltite|icnoda der röiiiiacben litleratur, spfttcr ond- 
Itoh alto ifriecbiacht'ti and rRmiacbon scbriftstcller, da man rieb 
noivf'ibuti^ . (Irircticn und Rönirr nU HiisftJAcbo Völker vm bc^oicbncn- 

/.Wiir sind dies nur ciuKwlIii'itfii, aber ch miiA den vcrrasscr 6ü:bcrlirli iiicbl 
v«.'r>1iitiiDi!Ut iliisfi wir sie crwiUiiKn, drno in seLuIhncbtirn ist di'.' (H'inlioliHlo svrg- 
falt VL>n iiötm. Aiid<<rer8ats möi-o er m als nnaeren nrnnaob betrachten, dass awin 
tirffltcbeA arliiiibacb in knnfljgen .iiif)ai>cn von diM«D kleinen onrortigkcttoii Frei 
wrrdo, Voler diesem gwkbtsimnkte schlics&cn wir hier noch vinzigo bemcrVnn- 
gon an, welcbv tcilu dun aut'dnick bcticfTun, toiU vorecldäge zu oiuzoinvn äudenni- 
(-■ Hall, weidu; wir den Verfasser Im-m livr nm-hstvn anflafre 70 borflckiricb- 

ii ■- •üwtdl HO ihm (icni'bm »eltvinf«; warniM intores«« fbr noin buch hat 

aie nns irnigx'g?hcn. Wir folgen dahtd dsii cinzrltieti i>ar.if;rniibi.-ti der reibo nnoh. 

% 10, t. c Üodcn wir a otwa« zu kühn, s«t scbtocblbio zn bvltaojittfu, tUut» 
t^ti aago vuQ der bUndheit opiacbcr sAng^r andontcn iri>1le, diu» Am ,,iob" do9 
dJebUr« uud ditf ffcgenwarl vpradiwändon. Das Ist zu constru Irrend — dio sa^o 
„vill" g»T nicht«. Und nvlehe allgt'ineinc and nicht rti cnroiscnde buhnai'ttingen 
Miüftwu iiu ' ".■ jeilctii ^obitlljut-ljL' biTUttB;rcttit.'t(vii werden.' — § II, J aniu. 

jio d nar < ■{ au(i2ni>ijirt>i'brn , \Uaa d<->r iiarii» "OufyM's- von A^taO nnd /<|mi 

hfrk'jtnmv; dt-r ächiilnr roa*» bvi die»»«' bcstimtbclt der bobaujiHitig in dwn vrnbn *pr- 
(alltfo, ala uh dies eine All|renioin nncrkunU.' walirboit bt;\. GlaabwQnligcr crüchoiot 



Hl NT)« 4{ü kl.'mlfi*, rf*f^ Si/ril AOnibt Wien. Tit tK, 2S5 (»3 IS). — 
T(l ■^^ i. dwiwlin hrldciiufe» • 3T7. (8b. 384j; Jac Orinim , klciuero e.-hrif- 

(«B L, SOOf^. S, 170. Z 



m 



tmSUI. OaKD SOTtSTBK, l>OBTU( 



mir imd yuwu» lUiiiiirocbi'Ddar ist die vrilnnug vqu QcurgCurtius |Liyiiijii«<'A(n1< 
Ton Ki«l, KtiHimvr IK5f): D« tianiinc H'^men). nocli dnr S/if]tmi die „Tun^ni^ 
«fiu^er" licdnntot, wrlclin «ich als ^jttt /^^(ü^t'^(>j iiitian "O/xijpof tii]ili't<tu, SflUtiitti 
urklÜrni)|L^ eti'lit mHiuii ilor {frAiiiiiiiitifirlitf giuiirl fut^t^gf^ii , ..weil -i i 

form nitr pmsiTr iK'dcntiing huboti kniin" - - e{. Dur^k . (irircli. 1' ij 

9. 440 atmi. 11. — §s:tiimti. u) luoBte vor die uiklinini; vt.'D tUftioF tau „vißtl- 
luirht" i'iiigvsetinlUt werden, <U es noch anderv deutuiijjon üvu wurtea leiht, i. b. 
Rergk, Griwli. tlU«rBUtrgcwoti. iu Krsd) und Unilwr. allg. «fncjrel«?- a. ] t«ll Hl 
fi.d!Kf aum., welcbor cJi-ffis ^ xtiittfitt^ »roliri flittv" setzt iiml r« ciiatn Arni«niv 
sehen wyrtc f(f/(i* vurgioicbt — danacb wiirü cloKie ein p^saiijf zur Hol«. • — 
9y5, 2, 4 würdn d(iß historifirim vrrhikltiiiB klart*r gfwordi'n nein, wrim der verf 
iter ^cflcliriirbcii lintto: . . ,td<u> düii ttiilicnurn aiit;<i)iürig<< uud bald ttuel 
nameutUcli alivr in neacr zvil dnrch diu bomilbun^rvo der rvniiuitiaclii>n dldlli 
«■.hole ifi die dsQUobe littcrator eingeführt« aon^-tt." — In | «lU hat der vtrfti 
In ancrketiitonf(wert<jr weis« vorKUclit, den scbwcren ito^nff der tra^ihrliisii kuUiar« 
ZR orIiint(>rn. freilicli nicht er)M-br>])feud. Im inti.'reäi^c doü iniHdnirkcH b< 
ticuh, dAsa in di:r uiinierkiiiii;, am ctulc, lnaX.cT „wobei or l'ri^ilii'b" — <l : 
ktitt wegen nach etwa fol^nde worto wnn.sch«aHWcrt wärun: „du vr der jVrl6t4it«i 
sdien deüniUuu v>in tilgend il« dar mittn xwi«-.heu ainem xa viel und zu wi 
Mgte." — Wamtn fehlt § 33 der tovhitittche üumlrnck „»nphtlxdlo")' ~ {ilK>. 
«iiid dio warte „in dciu kotQUidion chure (dun |iiirabiuoD)" \<iic-ht mlKznrvnrUl 
aU iib diu kKUiisi-hL-ii Kiifiuf titich „[laralioscii " gimant würdtiii, «ralm'»)] Irt 
d<x'b nnr oino ^auz Wstixuto <lioq>srtic wnren , m welcher der diohtvr pich in^dc 
IUI die zuöcliaiiiT isanh-, xiiorBt wul in oigeti(>r ihticjm iiiits|MeU'ud. hiiiit-r ■iriT-cti d? 
inno-l dtw «■boi'ITilirers. ttl>er den nrai«rnng d.^r i»ariil»jwe liUst im« bn'. 
Aberlicreruirg ctwoit im utich, doch komt der uauiu wol vou ./friin^i/i-m 
tQnv her — cf. adiol. z. .\riiilu|di. rittern r. 500. — Dtc Z'-ltbc«titiiRiuiig M Km 
phanc« i%40. 3. nnm.) „nm 127" iai niolit yini'kJich gcwoldt. da diiwra jähr di 
,-iofaU)fti]mnkt d«r AriHtophaniflohfii bflhi)ßi>täligki-it L<-x4Mt!huet . dem ubrr tut 
lialbcfl jnbrbu»dL-rl dicltl>Tiit<;hcr tiittgkeil Tnlgtu. Ka svar hltui, wonii auch ut 
xevht bei der uosirberhoil dur nbcrlicferoiig die urwäliiiuug d«s vudjitlirM v«ni 
den blieb, doch zu i^^eiben „icit -IC? bis Üof in da« 4. johrh. t. Cbr. ftr 
attiflohc hnhuo tölig." 

Wm die viilßninjf oinzolner hogrIfFo angeht, m> sltid wir nül dem Ycrfa 
tutt durchweg iMiivcr&tAiidr'n. iior §S3, 1, Ix-i der lieroidn. {»t die auindip, „t\ 
liueh heldonbrief genannt," mungelhikfl, weil tunn i:i guter xeit dnnint'jr nur lirtl 
veo franvu verstund, ilemburd^'. rr>in. IlttgLneh.^ s. 545: .,d[v furiii ulu<tr ttt 
liehon currcsiiondiiuz !ii hersi'naeachea und wtdurwfirtigkcit^u dftr lielto." 
„II<!niidcn" tod m^nneni litigiert wurden, itind itif [lartidiMha urwidumiigrti 
•tiu briefn der unglneklichm fraofii und «tuinine» aha 8]mt)Tvr zeit 

Die bciüjiiido mud meistenleit« gut gewählt. drH-:h nicht Qberall In uiur 
diT oiiulil , ti'iiuuLtetii itii dir litti^rolar der lezleii tanhig jitUte wol otwas £ti «|fftr> 
lieh biutacht wordeu. Die neuere zett ti*l tu »ehtecht weggekummcii- 

SehliaaKlicIi nvcb oiue bitin. IIaI nirht wüiilgeii oftaton nUntich erinehnn wlt 
doD borrn vcrfftsaur , den i>ri ■■ woher f-r sii •ntnninmi'n hat: 

§ 7, 2 fallen w-d ancli jcd<ri» ■ '.'in, »her wo bei Vtr^:!! iliü ^ 



1) Vgl Froflhde in Kuhtu «cibidir. f. roifl. ftprwhf. IS, 646. 



•£ 



LfTBitSM, Onm BOPian. zmirntaLLiat 



tita 



aniicRihrto sMUs, w» du Ilcrdcneliu wort, «las §31, *J nnin. aogvxügeti wird, vnd* 
lirfa wn <Ja^ %~i. \, A. orwiihatu büuuiot NAir<jlc<iiifi 211 tinilnn ui, möclit« «u1 
nullt icdcr sofutt wibscu uod auch iiii'lil su lüJcbt cmulttfln kiinncn- 

Uoch (»Irifll tliäH allein ja nar oiiizvlbcitcn, die dca wert dos wirklich guivu 
itiiriirfl iilelii Wrinträchtigni , und wir ii]>rfdicn e» znm »rhliiBsc dooIi cinuiul aus, 
doM wir nlic diOM ttäiuerltiuiKvn nur d<>ßlia1li tiittc;fjtcxl ttnbvo , dualt, durch dir Ajugv- 
rcjrt . d*?r hcrr T<'rf:i»9t'r l>ci oinvr iieiiLti aiitlagu iltR liiirliod Mich «olcliMi gering- 
ngtgvti tiiäugulit tstiiue itufiiH'rltsamkuil und bi^scnide Uuud zuwcudc 

WUBL, IM OCT. ISTft. K. TOIELK. 



l>iu fitleüleu HiiuibatKidchvu ZunrtrollcD and BrQdorsohnftsstiiLuten. 
(fiiaamniolt und mit einem Ulossar Tcrüebeo Tun Ür. (Hto KQdi^r. 
Hamlmr^', HtSÜc IHTI. XXXIII, :ifK) k. M. G,I)(I. — Ä Itürti IlauburKittctic 
und Uaiiscstndti seile Ilandwurksi^escllendocnmentti. Naehtrtg 
sn den ältcatüo Uauibur^or Xanftrulten, von Dr. Otto RQdlftT* 
iTiunbnrg 1K75, Gräfe. VUI, ß6 s. (Separatabdradc ans der Zeitsclir. t Iliimb. 
Qtneh. a fi.) M. 1,.M). 

'' . fUr den c»Uurbifil«>rU[er tod fach sind die zanftrollon de« niittel- 

lilt'TT* < r bedeutung. H(.>ndeni Audi ffir den üebhabor anil Trcnnd dei col- 

li ■ a.iud fiio Yon nicht gorii^joni tntorcise. Man verweilt gerne, wenn 

i> h'^en d»r ewigan grossen und kleinen fchden enußdot iat, diu uns 
• A. In eracbreobendor ziüü bietet, bei der betr:i«htUDg des 
ilcboiui, das gerade wccen iea tregeuüntree zu dem jet/igi.^n 

■ I 1^'.. \^lllI^0Dd jetzt die uiigcbunaenbeit, die frciheit auf djeacm Wde 
I wer honte ein wbweineschlächter iat, morgen ein biirlüer werden kann 

1:. :-'ii Pin krämor, war früher diu gcbomlenhfit »0 gross, dxss selb-it innerhalb 

.]"tn f^ewerbcä die kleinen rerächiedenbeiten gesonilert werden und 

■ l.L.jii pereonen belricbon werden mniten. Diese ängstliche und gennuo 
>' der L'inen zavit gc^ca die andere, die liet^timmungea über die erforder' 
u: _. ulnahnio in einu zuuft, über die zahl der nieister, die in einem gewerl>e 
flieh in einer Stadt setzen durften, über die zahl der getfdlen und lehrlinge, di'> 
ein JL-dor ineiater zu halten Iterechtigt war, über die arbeitsiicit, Ober verheiratan- 

. tilwr ihre znaammcnkßnfte nnd fest lichte iten (amiitJiko»tcn) , über ein ehrliehe« 

igröbnis und waü fiich noch weiter anführen liea-te, alles Aas lesen wir in den 

audwi.'rki.ntaUten nnd vergUirhcu e? unwillkürücb mit den jetxigou zustündcu 

innerhalb diT 'rinJwcrkcrweU . die freilieh vitdfaeh besser erscheinen, aber jedes- 

fallH des r< I iren, mit dem die gese:hli:isäenhcit der alten tttinftc fSr den 

ferner und ■ ihpnden anfigt-^tattet i«t. 

Herr -ir. uu'U^er hat sich deshalb den dank des geschichtaforscliers und 
geih'hioht>-rriM)ndeH venüent, dass er die Hamborgischen znnftrolIeD horaDsgegeben 
iuil. !*■ ■' — ^— >■--_-. ji(, j^it yonj anfangt? des 14. bis znm anfange de« 

n. ji^ii It nldit bleiw die L'i^'entlicben settingon dtT ämter. *o»- 

i'"'" mgcu, ilie das gi^wcrbe betreffen. Die ordnmig ist. naeh 

•1' ia den Lübecker zunftrotlen , mit rvclit aipbalx-tiseb tind 

I 1 \>irtei] ilarbtetet. <la,Hs m.in alle», waa zu denittelben 

V ' tibersichllieh beieammen hat. So enthalt nr. -IS, 

ii - <la« was das itehmiedeamt betrifft. 1) Conceattiun 

\'iti \',ibii {\»i,i U) ait M de aettinpe der smexie von 137&. 3) Au£> 
■ : <ic3 nmts um) der hrCdcrschaft der schmiede /.witKhen 1375 und 

1 uinng über die tm-dster^r^hnc 14Hü 5) Stileke mii« der urdnung der 

;, ,r,n ti\ AwRykiirli zwischen dem sehmiede- und dem kränipramto 

M-'l- 1) ^ ■ ■' r (tchmiede mit den eisenkramoni I6!'H, — Das Tcr- 

dii'fist tlvi «inuial in der herandgabu äberliaupt, dnun über 

auch in der .ir: , «;■: -r .;.i_- ■'i^terial sammclU?. IHeseB lag nicht etwa fertig vur 
im Haniburgor «tadtarchiv, wciin letzteres auch die ineiüteu nutmuern geliefert hat 



m 



lOrmw, tmKH iwnicKS, M'Krnuu.i.sif 



truU (Itm liraluli'ti vhd 1842, tKinilttrn ili:r hrmii»^obor hat a» btii Altcrl''iitr<ii und fttu 

den li.l'i'hvi I Lrl.i.h'ii /.u>^:(tiiHii'iit-<'-.ii< iil \i.i: iiMi ili'Mi iiiiJr.t!L>>ri 'iM<t .!'>[ Iii'iiit I l/l|- 



er ilio rullvn, ubwul sie viullatjii dassvlto i'ntfaaiU'n, licnnm'ii anvL-rliiirzt i^i'i^'tHia 
hat; M tiudcii «iüli dofli immer nach ort 'iml zeit tTiiu.- vririfiirtcrihrnli-n. i\\f Arm 
{onchft intoi>jAi!aiii iwin ln'tnneu, Das ({lü.'uar int 
tet; diWB tiodi riclu fragwioirbpii Ici oiii«''hii>ti Wi-i 

I>cuii p^rnJu die t(.'cliiii»<:|icit aiiüdritcki* tiittiin oft LuiiilkiiKiiniluiic ^d.- 
Cttil» woil jjaiiÄo (jowcrlK! ntdit nietir Ix^triebun Wi-rdm (x. b. dan irt-'wt-r' 
litMtt^^rvr, di<r pIattfaslL-|{Cr u. a), U'ils wi'il diu ti-uhuik uiu«; '' n 

i(it Hier iiiuö« iiiRii miftlRnjug T«n der zeit vrwart>*ii; vi. 

Uclh'r fand in den hKmliircrki'rlndcn nnrlorcrr utädlc einen i'rvrtiii>'-l'i"i' .wi:' mn'^.n {^il^U 
Za ciiii(;eii Wörtern rrliobe ich mir bcni^rkiingcn za inaolit-u. „MniMrmet*. 
muiehliiitu , bc-^tJmitivu.V" Da» fraict.'zeii;b«.'n ktinn tfftilKt wurleii. E» hets«t .,' ' ' 
meo." im sinii" <n)n „iibvr sk-b ntbtiioii, vfrai>rücbiMi." I'ie »tcllo 7. 13 : 
tiffiltck mnn nr-hithlkh ii'rrr in ihmir nimurlr lir.mf •mihrfti utuh. irUtranfiU t nr» 
cw ty<l nf tlrit ii-rf« mc-fiTfu. «'i*f/«i* /«■ »/n* heredtu (bwalileal irMr. u<uif tu 
Malaie hf lirt ntcht , alw hr ilut ufftutm^tlf, dut »cni '■■■ •■■■■>■''■- ■-" ^■■i'- 'n 
tif-ndietni kann •!»« fraRMt-ifhuu röMen. en€ nnnhoriit ' it 

Dicht/i nndt'r» fllB „"iiim liiffirmoD." durch urbicSM-n (iiirii u i- 

tUxn, (Wildem, 8. Mnd. Wlt, l, 179; j/mUrujv, bI» „gjit.tniijj, art" i-i « 

h«iMt iid. nur, {wie ru iiurh im (il. weiter hci^it) „w&i einem ;' m 

nvuerii Nd., witi bui Nttniiruft. i-<iril ea in dur hwltd. biMiflöWliß ..j;iaiiinK ■ v«r- — 
Htnmc Iwf jjfin l.i'/.eMdiiu'l nifhl den oiiilritt ddr jiritwt.^r in die kirrhf. ^tii- 
dorn „eine (»roccsBion bAlten," b. Mnd. Wlt. II, :M»''; h>f ist in ' - 

drui'k t'ltd'ebued-'iUi-nd mit kirehhof; diihcr ia tut>.'iuiiiehuu tirkund«ii u 

circiäre. tjelt hylrfificn int nu! nie „bidofon (ziuNtiadfcnd)," «fiiid«-!! lu. „ iiüi 
scHo legen (dc|n.nii*ien)." tiuxhurti int -siclierlioh uxh'it't (AuA'ck hoyft: enijl. 
httjiithrntl). Ittulvntiig „der aufs land zieliet, um du« hundwirk zu ''i.i 

hedciilnng int za en^o t'crasBt; Unitrcntvi litt Qberluupt ein (jin'i 
Und»trf-toher, h&Ubirrr. -^ tt^te Lit ilat» tr'*M.>iir. — tnopcl — U. h<<fj i,,.», 
jitttnetit. luesshakc). — mns/rrrf i«t ui-hwerlicli „aenffjtrhijr." Hi.Kideni .,i;cinu- 
>t«ri ** In di-in iiunen einest Kcuf;cä uiitf^lerdcutie, inunlrrnlhi/fH («ft heittst pi 
^w6hnlir)t: und fiolh^idil if-t auch s. 'JÜt* mwileni wihj<n hUiU. innutf-rd «utffen 
uo lesen, Wtinn idi'ht, w«h ja in<*>(;;1irh i>*t, «ine vertjinHobnng zwis'h' n '" nnl^ 
IN ein;'etn;tun] inig e« violleieht ctwfui Anderem hcdcnton , ubcr l' :'. 

„sonffnrbii,'." denn in den iiiemlicli znhlnnehon atellcn. <Uu niir z» ^'< i i, 

int Crt iuiioer ein blauer stulT. — jHtlle ial kein itrii^slor liehe» ^'di^r biwlii 
gewiinil, m.nilfirn einä rtltardceko, — Wrmn iat nicht „länn marlii-n." :■ ■ 
l^ulW(!dc^ ..(einen vorfllwru-dn-ndcu) anh.ilteii," oder „znninn -= Hehelton.''— iu 
njiohtr.-i^a> a, 15: tolte tiffflritycH „abtrugen" hoisacnV und ni<li' wi" jr-'iW'hnlU 
„iblrocitnen."? fen Jetirr "ail nine ilnfm, sy of'l V enen ■ ' "»•■ 

Will, „rein fo)ffn." — S. tiSwill dpr boraH''|,'>dti'r («a feuiaivi' j'- 

tfker lfu>!<'anrtt kump-it befttnden wirdt^. itr ■ 
uttiin<t iityrii-lilrtU-, arj<utri</c xchaU usw.t Ht;-.' 
dio b« ibl. jraiiü ri-^litiK; fiti;;in"iHflc, urt^ru-^ f- , 'rr 
wort fdr „Unruhfi, lielivHtij^uin:.' ili>;,'>'i."'n iiugrnKlifr || 

b^Ptfiiet. - S. ;iO ^larWcfeKAri/ lUit ixt hnidut wtdn--. . i. ...... . .;. - 

rtoir ann I|]u-ilerw>k ist. IlekaiitÜeli werden di«' BtnU'e (noch bis anf den benl 
t»K) hliiilijr iiAeh d>'iu l'Alirikaüouiiorte benant. 

Mit dicAtin wiinitr^n boinoikini);en will i>di da« wnrk. dnu einu Vurti-nlle bei 
dieniu(( der f&chlittcratur int, «llen eropfohlon Itaben, diu riidi fUr cu]tur{;eBcbicbl 
und «iMclell fllr zunnwontin intereäi^crtn 



or.oE»iruo. w itrü. I67&. 



A« LOnSKIt. 



UMiUt lii)Ni4n»X«t*l du W«i*w>i*»MM. 



DIE DEUTSCHEN AUF DEN KREUZZÜGEN. 

XATALDfl IlEH WinmOSTES »KnSTHKN KRKÜXPAHItKR , WTCLCnK XACII- 
^nreUCB EICHSB UX>ER WAUSS4'HKISMCQ NACH UKU HKn.inEK UAIOIR 

oezo«ii:n bind. 

KRSTBR THEIL. 
1096 — 1190. 

ßs gibt wol kt'ine liistorisclii.) erttcheiiiuDg. w«Ichti die sigtutur 
Üirnr Ä«it so khtr antJ dfutlicli an sich trilgt, wio die kreurzilge des 
mittelultoiD. Viele butiderto von jahr4>u vorher waren rromnic pUger 
mit Stab nnd tasobe aacb dem beiligeu grübe gewallt . um dort siche- 
r«»r lil* in Ki'i», San .Tattö und Litrettu ditr ver(,'cbung schwerer scliiild 
tn urlnri^'eii,' bis auf ciiinuü vou L-loraiünt dür ruf zu einer allgt-mei- 
BOn heeriWirt gegen die Saracenen des Orients iu alle ISnder der chri- 
rtt^rilicit iuiH',ä.'ng und jene riirlilfiurige vulkt^rlieweguiig mu-h osten ein- 
IciU^lo. wckhe zwei jubrbuuderte Ung Kuropa in fieberbaftiT aufregnng 
«rliioll and uu uüzabligeu stellen die oMva verbälLuisse vcTKcbob und 
umgoirtalu^i«. Koine dankburere aufgabt* möidiU' o» daher auf dem 
grbifl der culturgesohicbte gebt'u, als i-inou gründlichen uacbweifi m 
fflbrcD, welch« reiben von folgen jene mficbtigon bowoguugäkreiae itir 
Oecldi'nt und Orient zurQckgelHfliK^a haben, und wie die spiltcrn geHcbicht« 
der wichtigsten culturfoniieu auf jene zeit zurückgreift, nber kein luensch 
\ti bis jt'lzt im äljtude bfi iler beiHiiicllusen breite des inaleriuU und dem 
kl&^tioheu uiaugcl »tugünglicbei orientuliäcber bericbto, auch nur uiuS- 
I. ' I ' I in bi'friedigendor weit**- zu l'jsen. K>* kaTin daber nur 

t liisJonkers sein , durrli «Möglichst erKi:b'j|tfeüde und 

leudu bfhuudluu)!; einzelne wicbtigere punkte klar zu stellen nud 
'i»'r auf angrenzenden gehie^»n dudurcb fm^enfoigö für uuuicbe 
: ujübwini .'i.i,l..,-i.l.:.n' 'i.^i.-hungeu zu gobou. 






tt'f doa IcrvnxzQgeo : in Räumers hiitorwdirni 



m 



u- Bimuoi» 



Mun bat mit einem gowi»aen rocht« die )creuzfatirt«ii t^ioe 
zjläiticlii!' errtndimg geuant, weil tUe Franzosen ^uentf. jene kriot^fizdj 
ge)^n diu mu^flniänncr Kyriciis unteruubnten und am nioiüißn fTTdcrlKa, 
aber weiiii miui die stattliclien heerhauleu der dentHchf>n kr<'nzfabri>r 
fiberäobaut. welche uaraenUicb am zweiten und dritten kruaxzuge sich 
beteilit^n, wird man die klag«>n der rhronisten begreifen, dass duruh 
jene uuglncklicbea kriege Schwaben und I'Vankon fast aJle srl- ' — it- 
barun mänuer verloren, und »o mag denn dag folgt-nde i'_. N 

leicbeu»tein oder ebrentafid jener deutschen beiden dienen, welche turcht- 
loe und treu ata „milites Christi" kämfitten oder starben. 

Die germanistische wisseoächafl wird Jedeafaliö mit nutzen dnd 
intereeao unäeni katalog eut^egennehmeu, da die kritik und Interpreta- 
tion vieler gedichte, wie speciell an dem tod des 1andgraft<n Ludwigs 
kn,Mi7.f:ihrt und Wilhelm von Oeatorreich weittr unten sich zeigen wird, 
auf uudor*' cingebeadeu nachweise Kurückgehen mu»s. Schwierig ist 
es. genau abzugrenzen, welche krenzfabrer aus Uelgien und Lotliringen 
noch tt^lieh »Ih T)entächf aufgezählt werden KoUeu. Da uu<t beiden läii- 
dern die mciäton uutur frauzdaUchcm banner nach dem heiligen landft 
neben, obwul sie xtim deutachen reiche äusserlich gebftren, und von 
Seiten fran/L^Hiächer und belgischer htstoriker die daranf bezOglichen 
nachweUe gegeben sind, so scheint eine besi'hr&nkung auf ilie rein deut- 
schen krenzpilger gerechtfertigt. Filr den dritten krcuzzng hatte l^ereits 
Kiexler zu seim-r trefflichen arbeit fiber die kreu7.fahrt dett kaiser« Frie- 
drich I (in den Deutschen forschuugou l»70, heft l) ein kreuxfahrer- 
register gegeben, so das« der Verfasser vieles einfach von dort berObor 
nehmen kunte, allein nicht nur die grössere Vollständigkeit, sondern 
auch die flpociellcro bcrücksichtigiing der beiden obi'n genant- ' ' ^n 
werden vorliegende arbeit als liererhtigt erscheinen laHt»en. i>. < r- 
all die gewünschte klaiheit und aichorbeit gewonueu werden fcOnue, diirile 
billigorweiHe niemtiiid erwarten; jedenfalU wird aber der einttt 

die Überzeugung gewinnen, dasu möhu und uibeit genug 4 

want wurde, die masse des matorials z\i bewältigen und geordnet Im 
den dienst bisUriücb-philolugischer forschang zu stellen. Die fti 
Setzung des verlivgeuden katalogs wird lascli folgen. Der v*«rf;t^t4er bi 
tvt aber dringend die honen gcrmanisten durch eventuelle nuchlräir« 
und Verbesserungen seine arbeit fördern zu helfen, deren eigeniliehtiu 
xiol eine voUutilndigu .^tleacfaichte der r» ' ' ' " ' l."* 
(109C — 1309) Ut. Daher wird der veii. i- 

stütxung jeder/.eit dankbar sein ; dem hiatoriker entgehen mauühe punkte 
mid eiuxelbeiten . welche dem germanisten naht« liegen. 



lO'JC — 1101. 

Adalberu. der soba den graSen Konrad von liQtzclnbarg, arohidiaco- 
' kntbc<lnile vun Mälx und vpriraut^r Heinriclis UI.. fiel vor 
i-u (All). Aqueusb III, 46). 
Adalbcro, ein pilgar &üb Ostterrcir.b , starb anf dorn erstoii kreazKQge 

(Kontos rerum Anstr. 11. abteiloDg, H^ s. lU). 
AniiNDS. Peter vou, der Urheber d(^ er»ton kreuzzugs; über ihn vgl. 

roniptfl-rendus de la i'pnimissiio» irbistflire, Brax^Iles U, 351, 2*ifg.; 

Ploreut Miuür. bm Böbnier, Fontes IV, 61« fg.; PeyrÄ. Histoir» du 

la premicro croisadp 1. 47 iiote uud besoudera Paulet:, Kecberchits 

Bur PieiTf riK'rt-raite Brax«lle£ IH5I. 

1} Ü« Sntet iu den XniivrAUi inemoire« de rai-udoiiiic ilo Bruxcilc», toiiu<3ä, 
tMii-K de A^ruHdJeux a in prumuTe cruisade p. (> — b Dcnt alii teUucbmer de« etsttv 

i(S': Der junge Robert, etiin bnider PbiU)))t. Vicomte Ton Yp«jii. «eiitv 
it'iiv.t-<tfr Oortnid, wittw>> di-s ^T&fen viin IaIwcii, iipiter gpiualiHn Abu ^rafch Dlr- 
Mfh viiti I-'lAndertt aiid Elsas«, Fonior sein n^ffe Karl von DffoixutArk. welcher spfi- 
tdr gritr vun FUmliTn wurde. AnBaordem riind /u ucnnen : diu grafea Kulc-j von 
tiiüoos uud Am<.>itt II von .Vrdrea. viuallen von KlaiiderD, L'delrarl um WiliiHnt. 
QUbarl uiitl Ualduii) rou Geot. m^Iiii« dt-j; griJ'i'ii vou Alont. Mngti von !Jt Paal und 
Min Kolm Kngiii'rrAtid, Orr| ton Flandern. Ruoul von A]uU, dur coütellAn dcä gn- 
tm Wilhelm von $t Omar.* Ooltfm^d, irtuttvllan von r-'H>(scl mit süiocm iohne Raual. 
/oKunn ron Arntü, n'a1l«r von Doavi. Paldaiti und AILf<rl von Ha)ll«Dl. n<dlin 
VOD Waviin, Walter von Dcrgtiei, Puloran, t-aätrllan von Ikrgne« , In^'olram vun 
LlUtfn. Tbemur vun Bünrliönr^'. Hugo vou Kouliaid, Adfrlred von Wurnr<b>li, Her- 
inntin ^>iii Air<i, Ituli-fit vun tlüttiuno, RasUu-lie vun 'IV^rouiinnR. Robert vtm Lt^ics. 
vgii RiLiMnoul, Walomn von Andrcbdin, OiDwdon vun Flütvruii, Boocliard 

viriiine«, GcrbarU «nd B*!p?r von Liljr, Kiwtocb Werner oder tircnicr, Wil- 

li«lm ron Wijrwirq, Witliclm Blcnint von Hondiu'buote. Williclm v»o Mesiin<?, wcl- 
tim tfp&teT patriiirt'b von Jonn-uUmi wnrdi*, Kaonl von LftiorsiNflp, Hohier und Winc- 
luu Viin Ucnt. St^^ppon. Ilir s<.'liwii>gerviit<>r. Wuller tind Hugo vun St. Onicr brQ- 
diir WIIlK'liiix. WaIUt \un Nvvt.<l<.'. JubaiiD vou HavtMikvrIit:, Vulniir vun Mudcn- 
Iiirti^-, Oftttian von E(«i<K-. Sobict v-m (.ibifttclo, Honuann Tun S'>inerB<in, Erem- 

.^■4ti)HaD von Itmt^o, Wnlt«r von 8ott«g:cm , Amoiü. i-nstelbiu nm Äuileutuu-de. 
.-i-iMiLiii ton B*>ulcrt. Rjiksi* ron Öovre. Pronron von Hcrsuliü, Albon von ßodvn- 
Imrt:. Ucioirttt vun Mvulirbdcc, Alob van Fumua, Salotuon van Uiil<lügcin, Lambert 
i- Vhu Prii't, I>i««trirh von Dirnindo, Suliirr von Cdurtrujr, 
!■ . AnionI lind Ciin'>n von E>*n», AdflMnl Vun der Stjattn. 
Wtiii<rhn vuit I,«ii(!li>\ I>i»nicl voii TerinundB, Antonius von Cadiaud. Bicbartl. der 
piU'f 1 , iii] riiiit.i' ii; . , Balduin Lrln-i •■•l'^r Caadcnm. 



Uktiaud »Li 'SIT. 

:> Yf^ Ii)Llu)üa;<4Uc de I'w«lc do* cturtvs lA7(i. p. 01 — 117. 

9* 



las 



IL UätfMCIK 



Arkol, ein ritter von, Kog mit Robert ron flandern uncb dem lii^U^ 
geti laiitle. wo er »twrb. (Dtrlrs in ^De vr^ü Priw" II. M7). 

Är()Ufunp. Franc-tm A\ aus Bnibiint Wnllon, y,ioht mit Heimm bt»i(|(Mr 
Hühuen unter Gottfried uuch di>m bciügeu hiudü: luticU'tf starbiui 
dn^olbKt. wahrend er g^lQckUch fainmkebrte. (Compte - rendua d» la 
conimi»Hiuii dlÜHluirc. IlrtixoHiiti 1B4& X, ». 267 fgg.). 

Aurha. Heinrich und (lottfriod von, Cmu bclf;iacb*»r, nicht uui '■itn\.i- 
bischcM ritttT.i, heft'bligte daü tUnllf ti'eOou lnüia i^osaen nu.Hrall au» 
Anttochieii gegen Kerbuga (Wilh. Tyr. VI. 17; ötfilin, Wirtomb. 
(le^^^h. TI, :i5); Bfjur. Mitl.elrbiM!i. rrknndfnlmch fl, h. t'<,'IX note 1 
lää»t. ihn mit unreclit an^ Kscli u/Sauer hursüimmeu. Vgl Alb. Aquens. 
V, 4. 

BIcidenstatt (bei Wiesbaden), frater UislebcrÜ de. urknudet 1006 aIh 
kreuzfahriir. (Will, Monum. Blidcnst. ;("J). 

Bogen, Öraf Friodricb l. von, starb and ward llui begraben In .Tt-ni- 
salem. (Arnbiv für ßsterroich. GeHehichtfiqaüIleu XXI, b. 37::! 

Botniu Feike, ein Frieue, xog mit Peter von Amieus nat'h (.toDütjiii- 
tiiKip^l und kehrte erst 1106 aus dem heiligen lando heim; neben 
ihm werden noch genant: van Uorsselen aus Seeland. Dirk, der söhn 
des herrn von Urederode, Haitmaan Kpe und Furtämann l^ppkH. 
welebe vor Nioaea blieben, Oulama Ige, H(.'rm:inu L'bbo, wob*Ii 
Antiochieu zutrtckblieb, llessels sobn. Lundigaman .liui?, <io;i 
Koorda und äixt Kamminga. {I>irk8 s. 14? fgg.) 

Boto GraJ*. iH)};nomeutu fortiti gennuiiUü RboniR, kehrti.Minch der erube- 
ning Akkils glflcklicb heim. (('hmn. Hrsperg. ed. Argenlor, p CCIA'f ). 

Bouillitn, Herzog Ootlfrioil von, atellt als kreu/.fabror HHtd oim.* 
Qrkand« natt. wolebo dio moiaten Reiner bügleit«r mituuterzoiehutia 
(Annale« d'iirdii^nlojiio Aiivers IMli p, 9(1; vgl. din be!*trttiu:uug der- 
selben durch kOnig lieinrich bei Wanter» I, G*>2); Aber ilin bandi 
alle quellen. Zur vervoUfttändigung vgl. Cliron. Anilgh. bei Poi 
IX, Hb; Ohron. Hub. hei Perti VHI. fii:,; Uur. UM. vy. Vird. 
bei Pertz X, I3H; Hislfiberi 49'2-5oi: Henanx. Histfliro du pav« de 
Ui^e I. Ii.hh2; Meai^agm- beige iHäl, |>. 27:2; Hod^', Tombeiiuk de 
OodefVoy de B. Brnxe)Ie<) 1455; i)xer(^, Histoire de lu vUl« et du 
duebt^' de Bouillon, Dnixelloä 18131; Stfaueus ot travaux de Wwo- 
d^mie de» «cieuoos Nov^fnih. IH7:i p. ('.es fgg. Boyer, De \ lU* 
Godofredi BalUonenitis, Marbniger doctonlisNcrtaLion 1874 Und K^b- 
!'■' der Kreuizü^je (V' 

\ . il lH7f. nOtU 1. l'A: ^, l:..-. 

>)ingTaphie von nnierem heldoii ist bis Jetf.t noch nicht orachiMnon. 



BouIo^B«*. Ofaf Gostecli von, Jer brudor üottfriwla vou HouüJou, 
£iobt mit dieäom nwh dem hmligoD lande uud knhrt U02 wider 
Ii»;iiii. lAVnul^T«, Table rlironologique 11, 117). 

Brnmtfu. Ans Br<smon sollen viele bflrger am urst«u kreuztuge teil 
irniommon Imbeii. Die alte R«iiiiGrH4:)i<> r.hronik gibt foly[endti nutnen: 
Lfidor von Vfrdcii , (i«rbaid v<m der Wcybc, Lüder vou Uucken, 
firrucr Jobniiii dochbols tmd dessen »ohn Gerd. Gerd Freso, Detword 
Kiiiijwoi'i'^-i, Albt-rt. Hilherdiugk. Uermuiui vun Harpn. Hiaricb Bnise- 
bave, Whfvl bv der Waage, Jobaim Woltmaun. Beieud NuL'keduvtd, 
Ourd van den Have, Uiarich van der Tyverbruggen und Siovcrl Wil- 
tler»; Oerd Fres»* aud Albprt hy der Waage starben auf dyr fabrt, 
MiAhri'rid die übrigen aUn Uli glüokltcb heiuiLebrten (vgl. Duntze, 
■ iMi'bii.'bte BrciU';u9 1, 270| lutorostuuit ist die falsebt^ urkando 
Ifcinricbä, wolcbc die Bremcueer wegen ilires «iterH fnr die sacbe 
der krun/'^öge (Ih. niai IUI) lobt und belobiit (Bremer Urkunden- 
htich s. 3U — 31) und die .-ms oben genant«r qaoUe geRosseno erzäh- 
luug vou der teilnabme der Bremer hdrger am er^tuD kreuzzuge, wie 
;,aie AU d(*r tiöriMirben wand der oberen ratbaiisJmUe xu Bremen in 
Verden ?.« lesen ist ( Denkmale der Kmist uud Gesehicbto der freien 
lldudol^atadt Bremen. Bremen 1862. Erste Abthrilung, zweite Lie- 
fermig 9. M). 

Cliur, biächof Norbert von. soll nm ersten kreazzoge toUgenommen 
haben, (v. HörmajT, Gold. Chronik ai). 

Cle\e, Dietricb von, wird fälscblidi als teilnebmcr am erateu kreuz- 
Jtuge gnniint von der (."brouica coraitum Cliviue bei Seibertz. Quollen 
znr weatphüliseben lleäcbicbte II, s. lAt). 

Oonttlanz, Abt Gerbard am«, nabnr in Huni das kreuz und zog in 
V ' i' li.ij; von vielen mftn<;hen aus SchaflliuusoQ dem bauplJieere der 
i.*r ll'H» nacb (Bertoldi Cbroni«. IKK»; Gretner, de eruce J, 
C.75}. wipl datm „cnst«5 Hancti äepultihri." als welcher or ^crucom domi- 
Jjlcani !<enipi'r laUfri re^'i;* (Balduini) routiguu-s prueferebat*' (Ekkeb- bei 
'eru VUI, 7:^0) und bäulig in uikuiiden ersebeint z. b. 1110 (Wilh. 
Tyr. XI, 26), li:?3 (Willi. Tyr. XI, 35: vgl e. la) und 1130 (Cbron. 
llDandnIi bi-i Muintori XII, ]>. '27h fg). Alb. Ai|neuH. VII. iJ6 macht ihn 
Ogar /um biM-lu^lV; vgl. MuhB, i/uelleiisamlong zur budiscbeu Üescb. I, 
HO nnd E. Key (liu Cange), Ta-b famillw d'outre-mer 839. 

Dnsi»el, Graf Koinbold I von, urkumlet H'y7 als krcuzfabrer (Schaten. 
AnnaL Paderb. I, 143); er wi beimgekubrl. 

Dommedard, Walter de, kämptl im fünften treffen bei dum grossen 
UDsfnIle des kreuzheereg ans Antiochieu gegen Korbuga. i.Wilb. T) 1 
VI. c. IT). 



läü 



R- lUtnKian' 



Fftlkoiibor§f. Hugo von. vom Nied^iTbein , ©in vertraötpr Oot-tfrifda 
unil IfcilJaias 1, «wprengt Tiberias als lehen (Alb. Aquims. VH, HG, 
45; vgl. Du Cang«, Les fiunillos tl'outre mcr U:i). 

Plandern. Robert I Graf von, urkundet I0iȧ als kreurfabrer (Archi- 
ves de Rbeima lA, 249; Wauters. Table cbrouologique I. fi99); 
lUer ihn: Roliert de J^m^alom ä I» jtromi^rp croisiido In dm Noi 
veaux nieuiüires de l'ucAdemie rio BruxoUeö, band '.yj; Kerv^o de Lut- 
teiihovi', Hktorie de Flandre I, 305 fgg. uud RccdgU des cieniolrn 
do Gand le&l. Robert kebrt« 1102 beim. (Wautyrs U. 8). 

(tialcbort, caaonicus vou St. Marien In Aachon, begluitot Ootifirlod 
ab vertrauter uacb dem boUigeii lande. (Alb. Aqueus. VI. 3CV 

Oottsehalk. fnhrer ciues acbwarmes vou kreazfabreru, riolli>K-ht bra- 
der des Rrafen Liutold? {Beitli. ZwifaU. Cbron. Pertz X, laU Über 
ihn die meisten quellen. 

Uabenichtä, \V~alter von, der föfarer eines xugea von kroiufulireni. 

welcher dem ritterbecrL* des berzogs Gottfried voranzieUt und elend 

unikomt, wird von der Clironicii cnmitum l'Iiviae bei Soibertz, Quel 

len 7.ur wdstpliäliscUoti (ii'sdiidito 11, p. ISO als Walter Alfi 

sivo Sueviae dux geuanL 
Hamerübacb (bei Itergbcim a/Niederrhdu), Keiiihard vou. kämpft im 

fnnfton trelTiin heim grosHcn ausfalle gegen Kerbnga nnd ISllt bei 

Tell-hHscher (Alli. Aqueim. IV, 49. V, 4). 
Haderwerk landet mit vielen niedorrheiniMcben pilgern am 3. jnli 1102 

im heiligen laude. (Alb. Aqaene. IV, p. il; vgl. DirkB iri2). 
llcmmcndorf (hei Kottweil). Hugo vou, starb auf der heimkebr (rom 

orston kreuzzugfl?). (Berti). Zwifalt Thron, bei Pertz X, 121). 
.laersraa Wilko, ein rriese und Waffenträger des rittera LjTiuckaina, 

8<dl das itineiar und tagehuch det) letzteren niedcrgcsoh rieben haben. 

(Occo Scharlen». Ohron. llOü p. »I). 

lUenburg (bei Wernigerode), abt Otto von, starb IT. oalend. j&nnar. 
1100 nut* der kronzfuhrt (Auual. Iloa. bei l'erlz XVr, U»2; vgl. 
liidbnitz, Scriptort?B rorura Hrunsv. 111, 685). 

Lanlold. ein mini.<itcrial des hiacbofs Ulrii^h von Kioluttftdt. hal watii 

ftcheinlich am orsteo kreuzxuge teilgenommen. iMon. boica XU* 

nr. 26). 
LeinLUgen, graf Kniirbn von, iviif* dt-ni X.il" .. 

die vou ihm in mittolrheiuischen atädtvn eui. 

teroien. (Beyer, Mittelrbt-iu. ürkuudonbuch ll,a. GCXIII; Stalin II, 

i*5; vgl. dip moitrt.ön qnollon). 



Ulm Dsm-^cinia kvw vttu kemuikOoiw 



131 



Lolhriiigi-ii, Lfrzoiff Dietrich 1 von, wurde vm< wfipen krankhcit sei- 
iies kri'uzgflübües pntlmndeii. (ÜCjErii». Hiüt'iire üo:* ilmis iU la Lor- 
minA I, p. 361 

tuilwiff. arcüidiacr-im-^ von Tüll. IK-I vur ADUocIiitju. (Alb. Aquens. 
in. b^). 

LOtticb, bi^chof Friedrieli von. gieag um 1100 nach dem büilig«n 
Unde. (Vita Kriderici bei PerU XII, s. 5if4). 

Lütticb. Lambert von, i Pocmo sar la eonquöte de Jfrusat. ed. Hip- 
posn X V. 3&;iO). 

LvQUckuma, Uelke und Öikkc, zwei nefl'«n ans Friesbiid, zeUbuen 
sieb auf dem erBWn kreuzzuge aus. Eolke soll 3000 ritter befeblijjt 
baben und zum ROinmaiidanteD von Xicjiea ernant worden sein; vor 
.lümsalem schwer verwundet, cnipfftiigt er durch Gottfried spater den 
ritterschl.ig nnd kehrt mit ßcinon flbrigeu laudsleuttm nofi heim, 
während Sikkt^ bereit« vor Nicaea blieb. (Dirks l&i). 

Lyndon, van, ein ritter aus Geldern, »cliliesst sieb den friesischen 
krenzfabreni an. (Dirks 147; vgl. Butkens. Annale« g^nealogique 
de Lynde. Anvers 102.'>). 

Mecbeln, Pranco und Sigmar, s^ichuen sich Iwi der belagenmg von 
Äntioühieit aus. (Alb, Acjuens. lY, 35); Franco ßlU vor ArsÖl". (Alb. 
A(|uens. Vfl, 3). 

Oeeterreiohiache ritter, und »war Adelram von Perg, Hademar 
von Knffaru. Ulrich von VVölffenstein , überbringen nach der erobe- 
mng Jerusalems dorthin im auftrüge dos markgrafcn Leopold» des 
ScbOnt^n von Österreich reiclic geldgescbenke. (KeibUnger, Gescbicbtc 
von Melk L s. 215). 

I^kkinga Tzaling, ein edler Friese, zog mit Homma HomniiDga 1099 
nach Syrien und kehrte nrst am i;t. december 1106 beim, nachdem 
;Cr sich in nlleu kämpfen Dalduins 1 ausgezeichnet. ('\Viarda,,08tfrie- 
RiHCbo Mannit^fnUH^keiten 17.^6 If.. rtöck b. 126; Dirks s. 151). 

Ortolf. der bruiier de^ pfah-grafen Rnpoto, der stiller von Hohenwart, 
«oll mit seiner schwedter Wiltrnde am ersten kreuzKUge teilgenom- 
men haben. (Hund, Metroi»ol. Sal. 11, 8.393). 

Re^'^nsburg, grat Heinncb II von, zog mit dorn orzbiscbofTbiemo von 
s.i]/,bnrg. dem binchof Ulrich von Passaa und der mutter des mark- 
grafeu Leopold 111 vou Oesterreicb nach dem beiligen laude; er atarb 
3ta Jeniwlem um 1102 (von Mfiller. Bal)»;nbcrgor Hegosteu s, 11, 
nr. aOH, noto hK: vgl, Abhandlungen der Mfindiener Akademie 185Ä, 
s. 381; von Moiller, Salzburger Kegesten 413, nr. 3 fg.). 
»gonsburg, hnnptmnnn Diotbrnnr von, zog 1097 nach dem heiligen 
ide. ( Averitin ed. Mogunt. löHO p. 36« A). 



m 



n. nXtKtxem 



BeRftntthurf;, ptlgw ao». landen kurx ror Uor erobeninR rrä Ha'ar- 

* rat ui'N'umflii mit vielen kreu7,rHbreni aiiH tlipinbi'lipn KtftiU.^n (im 
gaiiZHH I5f)tj niiinn) im augUHt im St. Simcoiihliiil"»;» \m Antiocliieu, 
komuiRU aber durch hungor, souche und eleo«! um. (Alb. AqaenB. V, 3H}. 

ßohm, AutOD von, aus Augsburg, soll lO'jti mit dt^m krpuzhwre im 
dur spit/^ vielur mithürgt^r aiiH|;e7.ogoD ttuin; sein tiecbctKL'hu fudti lan- 
ger ripocr, sein bildnis und Wappenschild weTd<>n tu Augsburg nocb 
heut gezeigt, (vou Seida, Qeschit;!)!« AugHburga I, Dfi). 

Retnbnrdäbrtinn, afat Ginlöhert von, titarb am 1. october llOl in 
Jeiusalom. (Vita Oebbardi bei Pertz XI. p. 41). 

Reinhold, der eobn der odeirrauKunehlld, enipfüngt in einer vvrd&cli- 
tigen Urkunde vom 10. november lt»!)7 vora kloater Tlotmi ' i 

an der Diemel 36 mark als reiaegwld ITir seini' kreuifahrl. 
die Reichskanzler IlIC, b. 8fi, nr. 8ü). 

Riettenburg (^KiedeDbei'gi/Mittelfi*:inken). Heinrich von, itog mit Gott- 
fried von BoniUoa nach dem beUigen laude. (Avcntiu ed. MoguuL 
1580 p. 35H A). 

Rohes, Arnull' von, anß Belgien, mrd ., Oancellarius eccItiHian Hlero- 
Bolymitaiiae** (Alb. Aquens. VI, 39; vgl, Du-Coiige (K. Rej), Los 
famiüea d'ontre-mer G3'i). 

Hiitn. oder Kirchborg, graf Hermann oder Uartmann IJ (aus dem 
Nahegau oder Schwaben?), .ttarb auf dorn ersten kreurj-ugo vorNinaea. 
(Beyer, Mittolvheiii. Urkundciibuth 11, ». UCXllI und Stalin. Wirtcmh. 
Geschichte II. :t.^; Bcrnnld hei Pertz VH, liiG). Alb. Aquensis II, ;J0, 
welchem wir diese uiichricht verdanken, sehreibt Harimann. 

Salzburg, erzbiAohur Thiemo von, starb um 'J8. neptbr. IKH auf dem 
kreuzzuge. (Vita Altnmnni bei Vertz VII, p. 239; Vassio Thiemon. hei 
Hertz XI. h. 58; vgl. von Meiller, Kegeritau der Salzburger Kn- 
bischöfe e. 412, nr. 3) ; or wnr mit dem herzog Weif ausgezogen. 

Scbejroti (l)r»i ?ritfl''.'nbori'nV graf Otti> II von. bnitler dCH grnfen Eek- 
hart, soll auf dem ziige mit dem berxügo Weif llOl gestorben »eiitl 
(Aveotin. AxuioL Doj. VII, 1 nr. 2; Möncbeuer Neue bisLor, AbhaudU 
1791, «. n'^ und IhO. wahrend er nach andern erst zwinchiMi in« 
und irJtl, »ein brudur Otlo 111 erst um 11*27 narb dem heiligm 
luodo gezogen «ein «oll. (lUstoriaohe Abhuudluugeu der Mfliichei 
Academiu 1HG&, s. 360 und 361; vgl. v. Hormayr, Ouldeue Chro- 
nik 34). 

Sohwuugau. TiVring. l'roysing, Uiltobold und Kourad von. Mlen um 
die is«it de» entten kieuzzugA «U» hoilige laud bottuoht hüben, iv. Hor- 
mayr, Üoldeno Chronik 34). 



MI PWCTSrHRt* »KV DKS KHKUXzLi.KH 



183 



fT^«*r^n^Ms (i(mi. sf.arl) llOH ruI tii-r hcinikplir vom ticili^^i-n lande ^ 

zu lUtodud. (vao der Putte, AmiaL St. Potri Ülaudiü. ütiit iJ^lS, 

B. 13). 
SperbertjAf^k (im Würtemb. DnnHtik]'6i.'<R), BortolfoH junior de, brutibte 

VüiD erst'Mi krfU77.ugo eiiii> inoiige relifiuien bt'iut. (Ortl. ZviilhlL 

Chroii. bei Pertx X. s. «r» und 891. 
Straseihiirg, biucbof Olto voü> der bruder des beryogs Friedrich I voa 

Schwaben, starb lluo 3 Kon. A\\^. naob seiner beinikehr aatt dem 

hoiligeu lande, {(iallia rhri-^tiniia V. 790), 
Stotaenlingo (im WtlrU'inb. Jaitkreise), Otto ton, wird nach zwei- 

iiiu[ij<er pilp-rihlirt ii»cb iW-m belli^'i^n tjnibe, Iiald nach dem ersten 

kruuzzugc mOucb und woltfiler drs klo.ster? Zwifulfni (üerth. (,'hron. 

Zwifalt. bei Perta X, 116). 
Tull. Kaynald von, der »Dbu des grafeu Friedridi voü, vettt^r de« 

bitidiof}) Heiiiriob von hOtlicb, xeicbiiet äic}i mif dem ersten kreu/- 

xngo an». (Lnurunt. Otsta ep. VirduD. bei Pertz X, p. 494, Ordericus 

Vital. Ul, 4(ja, 556 und viele audre quellon). 
Trier, eine nonne aus. sieht mit dem heere dar kreuzfabrer um iu97 

nach dem bcilii<».Mi lande. (Alb. Aquens. II, 37). 
Wanges, Wilhelm von, ein uiederrbeiuiscber püger. wird l>ej der bela- 

gt'ruäg von TyniH trefangon. (Alb. Äqoens, XII, cap. ü). 
Welt' IV, herzug, starb am 8. oder 9. novbr. liui auf Cyperu; seine 

gebeiue wurden nach döm klouter Weingarton' gebracht. (Cbron. 

Ekkeb. bei Peitz VIII, liJo; vgl, Slfilin, Wirtenib. Geschiebte 11. -JbA). 
Wiekei-, ein uiederrbeiuiscber ritter, urkuudot uauh llü4 ald kreuz- 

fftbrer. (liewcb. Niederrbeiii. Jahrbuch 1843, 3. 9(J fg.; vgl. \on I^de- 

bur, Allgemein. Archiv für Oescbichtskunde des preusa. Staates U, 

fr. 150). 
Wickber, aus der lUrecliter diiicese. fallt „in prima espeditioue Doi"; 

über seinem grabe erbauen die cbri>teu eine kirche. (Caesar. Heisterb. 

Dialog. XI. oap. 23). 
Wi«:kher, Alemanus. soll nach Albericus (1098) mit Letard de Durin 

xuerst die mnueni Jerusalems entlegen bnbeo, er zeichnet sieb vor 

ChaifU iitid Arj^flf au». suIl »»inen Türken wh jener Scbwiibe unter 

de-m kai:^er FiitHlrii-h 1 im kample regolrecbt halbiert und einen löweu 

mit blosfteu bänden erwfirgt haben; er starb in Joppe am lieber. 

CAJb. Äqu'Mis. Vn, !, äl, 70». Ihn nent auch neben Friedrich die 

Kaiserchrunik (cd. Massmanu vers I<i7l0). 
Wineiuar, ein pirat.. landet mit ßchiflen ans Antwerpi-n, Tyla, Friee- 

bind un<l Flandern im bufeii von Laßdicaea, erobert iliei^e t<tadt, wird 

aber gefangen und durch Uutt&icd beircit. (Alb. Aquens. VI, £ä). 



194 



■AüUCHT 



Winrlcb. der raunüscbenk Oottfricdä. -zeicbuct aitih bei der bolai;4^ruiig 

von Ohaifil aus. (Älb. Aqucns. Vll, 34). 
Wittern (um Gonlba<;h am Niederrlieiul, Adelard vuu, uo'i bL-ui scbwi 

fftersubu Pfisccilus, oaliineD am ersten lireuzzngB toU. |,AIb. Atiut 

in, 27; V, 23; Vgl. Niedeirbein. Jahrb. ed. Lenich 1H43, t. 90). 
Wulfger, eia edler aas OK^erreich, leiht HOO vom abt« von OiHtweij 

30 mark für die fahrt nach dem heiligeu binde. (Ponte» rcimn Auslr.^ 

IL abteilnng, 8, p. 14). 



B. Zwischen dvm rrsten and zweiton krcazzmee, 

1101—1147. 

Liutfrit'd, ein mörtch aus di'm kloster Zwifalten ..media aotnte di» 
medio Babiloni» fu^t" (wann?) Uertboldi Zwit". Chron. W Pertz X 
p. 105. 

Uurcbard schenkt dem Itloster Zwifallen einen mansus und stirbt (1 
nach dem ersten kreuzzuge) auf dem woge nach .Jeru«al''m. fBei 
tholdi Chron. Zwifalt. hei Pertz X. p. U^6). 

Friesim. und zwar Kelke und Epe Lraurkama. fcrnCT nolLliui ti.urua^ 
Herama Watzt- und Uotnia ^ohou im juni J109 über Venedig, wo 
Roorda krank xurUckbleibt, und Crifta nach JalTa, wo am tJige der 
landung Kolke Lyauck. stirbt; er wird in .lerujialem beigoöetxt. Hot- 
uia und Epe Lyatick. kehren nach Venedig zttriick, wo sie hört 
dass Ffeniroa und Roorda heim^kehrt »eieii, worauf auch tiia ibi 
Rnckkehr antreten. (Dirkti 143 fgg.). 

Jaar«ima Wilko, ein Friede, zog um 1109 nach dem heiligen lande.' 
(Dirks I5Ö). 

Adalbert „Hierosolymitanuft," ans Osterreich . pilgerte 1110 nach d« 
heiligen lande. (Ponte» reram Austr. II, bd. H, a. 69). 

Hunddheim. Hermann von, ein «iftterrHcliiftrher pilger, y.og 1110 aa< 
dem heiligen lande (Fontes reruDi Austr. II, bd. 8. s. hl). 

Kermnnd, „ducis caraerarius,** urkundet 1110 als pilger. (Urkunden- 
hucb ob der Enns I, 316). 

Verdan. bischnf Kiehard von, pilgerte llil (Laur. Oest. ep. Virdoi 
bei Pertx X. s. :>(i4). 

Corvey, übt Krkenbert von, pilgerte mit vielen Sacbson 1117 naob 
dem heiligen lande. (Erhard, Heg. Oucstph. t. nr 143o; p. tii 
nr <H:LXXVMI: Annal. Saito ni7>; ihm bat der mönoh Ekkehi 
»ein Chrouicon gewidmet, | Chron Rkkeh. Perta VI, praof. i. lf>j 
Wabrücheinlich ücbloa» er sieb dem kroDz-xuigu der Kölner an. wel- 



DOt tiiniTimHWi *nr dk» laiKüxjitiaKti 



Vib 



(ihw am lÄ. mai 1117 nbpung, von <ltmi nber dio mciotcn «uhon 
nach (i uioiiat«ii wji^or lifimkehrUüi. (('(in. I.eod, bei PerU XH, 41(>). 

Flanderu, KttrI von, »«fTe d^ grafi>n Rolieii 11 von Flandßin, gebt 
1117 odor ms mit dea nordinoheu pilgoru nach dum beilig4?ii lande. 
(Wftll ViU K:(nili bei Pertz X, .'»lo); die 8vriscli«n mH^iatcii ver- 
«atibcu es Ivt-rgcblioli 112:^ wAbrciid der gorangcuschatt Dalduins JI, 
ibn zur annähme dor krono zu bcwegeu. (l'assio Karol. bei P«rtzXn, 
».ftR«}, 

Donannßrtb, abt Dietricb aatt, pilgert 1118. (Oefele. Scriptorea 
forum iMMcarum I, iM). 

Friesen, und zmir werden Watr^ Herman, Homme HomnÜDga, Hes- 
6ol Hermana. ilöRt! Koorda. Watze van Ockinga und Sikke Kamminga 
spi'ciell genaut, pilgeru lllfl über Venedig und dienen luiter baldoin; 
Watzt> Heniianii und Hommo sollen H2o in einer scblarht gegen die 
Muslimen gefallen sein, wSbreud Ockinga und Kamminga mit Bal- 
duin gofangpu worden wären, und Itoorda mit Hermana Bcbwero Ver- 
wundungen dnvongeb'^en hätten. Indiums scheint diese ganz.» nucli- 
riebt unrichtig, da lläO Waffenstillstand war. (Dirka 153 fg.; vgl 
WUken 11, -IGö). 

Biuata, ein bdhmiiicber fürst, brach im märz \l^ nach .lerusalom 

auf und starb aacfa der beimkehr am 16. october ll'J'i. (Cbron. Cosm. 

bei Pertz IX, s. 12b}. 
Hpriiiami und Ituti>hor, zwei bt^hmiscbe edlen, traten am 1. februar 

n!24 die pilgorfalfri nach Palfistina an. (Chron. Cosm. iiei Perta LX, 

^8. 127). 

Hedwig, eine nonno aus dem St. Agueskloster in ScbafThaosen, pilgert 
nach Jenuateui und kehrt iX3§ mit vielen reliquien wider heim. 

(Kirchbofor N. ti. 3, 7). 

Wettin, grafDodo von, pilgert 1135 „^pi^coporum conailio et judioio,** 
weil or sftine gemahlin Bcrtba Verstössen« nach Syrien. (Genealog. 
Wettia. bei Pertz XXIII, s. 228). 

Prag, bisebnf Meinbardt von, gebt IISO nach Jerusalem. (AnnaL 
Grad, bei Peru XVU, 649; vgl. Berth. Zwif. Chron. bei Pertz X, 
I*. 103). 

^dalrioas. ein pilgor uuti Österreich, zog 1130 uaub dem heiligen 
lande. (Föntet* rerimi Anstr, II, bd. i<, 8,33). 

Bcrtboldt junior, fraler Liutfridi. bringt au» dem naoUaase des lu 
NazareLb vfiTritoiIxinen iiliU's Gerbard von Schallliausen stficke des 
bailigäii krätuu» heim. (Bcrtb. Chron. Zvrit s. lüfi). 



m 



K. RAHIIt^IIT 



.loscetinus vilHons pÜKi^H um llf{3, ((Joflla nhhat. Tnid. cont. III. 

Bo^ßii, CJraf Frie<lrirli II von. sUrli Il''i4) in i'uiaäUmu ) Archiv fiir' 

Österreich. ßesc!iielits((uelleu XXI, s. 373). 
Otto, au!{ Östorroicb, urkunctet fllr Göltwoig am 1137 aU pil;^- 

(PoiitPa rertim Aiistr. ü, bd. 8, ?. »a iitid 9i). 
Olmfitz, hi&iOioi' HL-mricli vou, pilgerto Uti7 und 114*S. (Annal. Orad. 

bei Pcrt7, XVII, 8. €50; Qorluci Chrou. Boem. ed. Vindob. 8. 163: 

Erben, Reg. Bohemiae s. 1U6). 
HoÜAud, ^'taf Dietrich VI von, zog 1139 Aber llom nach JemMlem. 

(Dirks 156; WilUelm von Tynis XV. «). 
W'indb^rg, Weraer von, pilgerte 1140 nach Jerusabiu. (Mod. boica 

VI, a. 89). 
Araalrich, propat von OottcsgDitden bei Kalbe, pilgert nach dem hui- 

li^n lande und wird um 1140 bisohof vou Sidoo. (Fuudat mont. 

Oratiao Dei bfi Pcrlz XX. p. 688; Du CaitgP 806). 
Lothringen, ber/og Simon I von, soll, nachdem er im dienste dn 

kOniga (^ulko 2 jähre long die fostungou Jaffa uud Tripolis commna- 

dirl, Uli iiur der heimrfiae gestorben sein (?V) Calinei, Histoire 

de Lorraino ud. 2, tomc II, s. '106. 
Verdun, biscbof Albcro II von, tritt 11-W seine pilg«rftibH uacb dem 

hoiligeii grabe an, wird aber in Korn durch den papsil mmag gelfll 

des entbunden und heimgeschickt. (Lour. nesta cp. Virdun. bei Per( 

Xt 9. 51&; d'Achery, Spicileg. II, :if>f>; Galüa chritjL ed. Fioün XJ 

B. 1203). 
Blisso. ein mann ans Kflln, pilgfvt 11-15. (Ennen aud LcN'TtK, i|ut'l- 

hm zur (Se-schicht« lUr Stadt K<>In 1 , 51*2), 
„Irixigisburcb" (Irnsing iu Nieder-ßayoru?), dc8 Otto vou I. «ohti pil- 
gert 1145. (Mou. boica VI, Jlü). 

C. Zwfiitor kroQzzng. 

1147— lUit. 

Adelram. bruder Walohunn von Wncblant in Tirol, urkundet II 47 

&U kreuxfiihrcr fflr Adnmut. [Wii;bi)ur, (lesnhichte den Cistercienser- 

kloüter« Admunt s. :!17, ur. 18). 
Arnold, der kanrler Konrndt«. xog mit diesem aus, (Otto Pris. 38fi) 
Arnold, c;raf (von fireiffuHU-iu?) urkiuidei 1147 als krciirfiihrpr. (Hoi 

ma^i, die Bayern p. ll). 
Arschot, gmf VOM. (Uhrt die kithitsoben und Aandri- i 

der fabrl nach Ijünabon. (Annal S. Iltjübod. bfi \\ , 

Vgl. ytubbs. Itinerarium p. CXLIV — rLKXXIl). 



vm «iTTBcnueN Atrv imir KftBCKxcnttN 



B&(l''n, mnr)[j;fnif KcrmiuiD II von, nahm am Äwoitim kmuzxu^i' Ipil. 

(WUIieliu Tjr. XVIl, 1 iieiil iiiu miu'itg rufen vou Vnroua; vgl. Schöpf- 

iin, lliittor. UaiJvus. [. 2i)3). 
Dutiol. lisohof OrtUeb von, Koicimct« sicli Kof d»^iu zweiton IrretiKzug« 

aus. wofür ihn Kunrail III Iiei [-«uiBr ificlikulir hmililit-li belohnte. 

(Böhmer Acta imiiüm iir. 2'Jko: vyl. Ochs, Oeäehiulitr vou HasH I. 

262; Otto Frising. 385). 
liuuiuburg (Oborbuyorii) , Wurmniid von, oikundet 1U7 Als krouzC&h- 

rer. (Mon. boica. III. 54U). 
Berg, graf Adolf IV von, /xig mit seinem »ohne Adolf V mit Kooriwl 

nuohSyrion; lelKtorcr fiel bei der bolugermig von Damaskus, während 

Adolf IV glücklich wider heimkohrte. (Annal. Colon, maximi 7GI). 

Uihurg, Konrad vou. zog mit dem grafen ijobh»rd II vou Salzhavh 
nach äyrion und kehrte glücklich heim. (Moritz iu den Abhnndluugeu 
der MiUichenf!r Akademie 1B33 s. 184). 

niUtein.. graf Konrnjl vun, urkundet 11 17 uls kreu/.fiihrer (Hr Admont 
^vou Mucliar. iJe.sch. von Sleienn, III, 'Ml). 

Böhmen, herzog Wladitdaus von, nnhra durch don abt Uernhard bewo- 
gen 1U7 das kreuz und kehrte glQeklich wider heim. (Vincent 
iVaff. bei Perty. XVIl, 603). 

Uogen, graf Frieilhch IV von. starb 1149 in Jemsalom. (Archiv fiir 
tVgteiTeich. (ieschichtmpi&llpn XXI, a. 374; vgl. Neue histor. .\bhand- 
iDflgen der MTincbener Akudemlo 1781. 11, h. 448 und IGl, 1791 
«. 9H IUI; Verhandlungen des hi.storischon Vereins lUr Niederbayern, 
XVIII K. ia>*-i:to). 

Bogon-Naiternburg, giat' Hartwig von, zog mit »einem vetter, dem 
grafer) Prirdrich von Uogoa , nach Syrien und kehrte glücklieb 
beim, (äcbicilier, Otto der Erlaucht*' s. 106; Verhandlungen des 
historischen Vereins fflr Niederhayeru XVIII, s, 128 — lao). 

Bracht (bei Arnsberg), Wemeri de B. ALU Übergeben 1148 dem bischof 
Bernhard von Müiiüter vor antritt der kreuzfahrt ihre beHitznogen. 
(Krburd, Cod, diidoin. Uuest|»hal. I, p. a«, nr. Ci:LlX). 

Brnndenhorg, Hermann von, (Mon. buica VII, ätitf), starb auf der 

kreu/'fabrt. 
nii^.vtilt'Tg, Rudolf von, urkundet 1117 als kreuzfahrer für Admont. 

nou Mucbar III. ;i47). 

Oi&ibodtinberg, abt i'Uni» von, uuhm mit den Kölnern und Flande- 
rem t-oinun weg flhr^r Ijaxnhon nach Syrien. (Ann. 8. Disibodenb. bei 
Vcrit XVIl. ». a? fg.j. 



ISS 



ft. B<'>HBlt*ll1 



DuukeuBteiu. Hcinrioh von, miDisterial dw marki^afen OUokar VII 
Vüu Sti'icrniArk . nrkuiiüi^t 1147 als kreuzfiihrär fnr äa» kloatier Nein. 
(von Muclmr, Geschichte von Steierroiirk IV, 4o2; vgl. Oiplouu Sty- 
riae II, 10-11). 

Ebersteiu (MiUelfruttbHn). graf Bertholdl Ifl von, kfiliri eiid« 1148 VOU 
der krouzfahrt zurück und grflndet i\ns klostor Uerr<<'uä)b (in folge 
eines f![elQbd6k). ^Krieg von Hocbf^Id«)n, liesohichW der Gnit'oa von 
IClierstein s. 15). 

Eicliitliidt. bischcif Gcbhard U, starb 17. mäiz 1149; er hatte tini 
zweiten krtiiixxugf^ l^^ilgenommen. (hefTliid, Regc*»t«n der Bi«cbdfo 
von Eicliötüdl h. a^J; vgl. Sax, Ciejjcbiubtu vou b)iohHtädt s. t)2). 

Palkeuatein (am Ion), tlorrant ännior voit, „avus comitiü f^ibolenalB 
iSi^nibut^s \) et m\ fratris Herrondi" iirkundet 1147 aU kr4/u?iahrer. 
(Müu. boißä XII, 4d). 

Flandern, graf Üietricb von, urkuudet 114t} ab pUger. (Wautora. 
Table cbiouol. ü» 265). Er ging, wie Hciny gnibsehrift In Gravelin- 
gi'O (t nr,K) hmrlitet (.^nnal. Ciitiiontc, Wi Pertx X\'I, ß3t;), vier- 
mal nach doui hciligon Uudp und bracbttj voti dn Aas hL-lligc Idul 
nach Brügge. (Genealog, coniit. Flandrens, bei Pertz IX, p. 326). 
Diis ensU' mal 7üg er zur »«e 1147 nach SyriiMi (Annal. Mairdcb Iwi 
Pertz XVI, p. 189). kam Uöu von der zweiten fuhrt hciiu (»i^berli 
Cont. Aquicinct. 40G). gieng 1157 zum dritton ni&le nach Jeru* 
salfm, wo seine gemahlin Rihylla ILM' im T^azaniaklusttT blieb 
(Sigb. Cont Atjiiiti 409; 8igb. p. 3'.17) und 1IC3 zum vieHen matu 
(Sigb. Cont. Aquic. 410; vgl. Wautors 11. -14«;. 

Fröisingon, bischof Otto von, xog nüi kaistr Konrad uuch Syrien. 

(Wilh. Tyr. XVII, M. 
Frankcnbausen, graflTmnrMi vi-tn , nrkiindi-t um llfiO uk kn'U?rii1i- 

rer. (Honuayr a. 45). 
FridericU)! junior advooaluu (iCaliitbou. Z) urliuudeL 1147 al» kruuzrali- 

rer. ^Mon. boica XU, 47). 
Friedrich, cognomine Monre, urkundet 1147 als kreuzfnhrer. (Min^.^ 

boica m , 84). 
3i Oeorg. Rupert von, nrknnddt 1147 ah kreuzfahrer illr Adnufi 

(Wichner 215, nr. 14). 
Qieohe*Plaaatinburg, ^^raf Poppo T you, urkundet 1147 fUr Admimt 

all) kT«uzfabrcr (Wicbner *. l(K>) und stirbt auf dem krenz/uge. 

(Archiv fftr flst*rrpifib, Ge.HcbicbirM|UtdIeu V, ». '2h9\, 
Oinnler. ein mini^terial von Aduiont, urkundet 1117 IDr diewf» klos 

ttU kreuzfalirer. (Wit'biiw k HU>, 



SU DKVTftcfflef AV9 nm tOLaunTatH 



199 



Ülftiaii, Siegfried vou . urhundttL al« kr«U£ralirör flQr Admont (Wich- 

»er a. 174). 
QDtz, graf Eagt^lbert II von, xug 1147 nacb dem heiligon lande. 

(AntoDini. II Fiiuli Orientale p. l57; von Czueraig, D&b Land Uorx, 

Wien lö7a, I, 8.497). 
Uarde (8. 0. von MOnchen), Oosbert von. ministerial «.Friderici advo- 

cati," urkundoi 1147 als kreuzfalirer tHr Ober-Altaieb. (Mon. hoica 

XU. 4J). 
Htinrich, der 8ohn neinrichi) von Bninnen. (Mon. boica, VI, lOH). 
Htfriuenbacli, Krcbeuberfc von, otarb wahrHcheintich 1148 wflhi^nd des 

kreuzzuge» (Moritx IK4): fiT war minist«rial des gmfeu vou Sulzb&cb. 
Heuuber^ (Oes^mv ob d. Ennsi, graf Wilhelm von. hat mihrschein- 

ücli um /w(.-it€ii kreUKKUge tottgenuiDui(?u und ist bald mich seiner 

rfickkohr gestorben. (Archiv für Österreich. Öescbichlsquellen XTX, 

8. 71). 

Holxhaaaeiif Ulrich von, auit Tirol, urkundet 1147 als krt-uzfahrer 

flSr Admont. (Wichner a. lOll. 
Illersdorf. Bectholdt von. urkundet 1147 als kreuzt'alirer tili' KloHtur- 

iiKubarg. (Fischer, Ueächichte des Stifles Klustenieuburg Wien 

il^U II, a.6ü). 
Isinannig (bei MOucben). Stiirkfried von, urkundet 1147 als kreu/Jab- 

rer. l.Uon. boica IX, 398). 
Jurikt der nurttcbiilJ diis berzogu WlndislauB von Uöbmen, tiiarb auf 

dem xweiteu kreuzzuge, i Vincent. Prägens. 603). 
Kilrritben, niiirkgraf Renihard von. vog<, von St, Paul, ist nach einer 

Urkunde vom 1,'i. tVbi. 1147 bfi Koiirad (Archiv für die vaterlfin- 

diflcbe Geschichte KAmUiens 1866 X, s. 6 fg.). urkundet znletzl aiu 

ao. apri! 1147 (ibid. b. 92). Kr fiel in einem kani])(o mit den Türken 

(lU. Januar oder '-'.'i. märz 1148); vgl. Anna!. Reicherap. hv\ Pert/. 

XVIlt s. 4ti2. Kt binterliess sein erbe Ottokar VII. (Caesar. Annal. 

T, 648; vgl Archiv ICir Asterr. ßescfaicbtüquellen V, s. 249; Otto 

friaing. 373). 
Karatben. Heinrich vou, auch gnif ^unueuburg genant, starb 1148 

auf dem zweiten kreuzy-uge. (Weiss. Kärutbeus Adel a. 137, vgl. d. 

Urkunde am 23. mai U4;i in Mon. boica III, HH»; XXXl A. 408). 
KanxUr, der, de» her/.ogs Wiaili»laUH, (ulll auf dym zweiten kreuz/.uge 

in mualimiscbe gefangenschaft. (Vincent. Pnig. fltV3). 
Köln, pru|mt .\niolit von. kan7.1er K>>[inid9 lil. zog mit dorn kaisur. 

(JaflV-, .Mon CurbmeuH. nr. 22;!, p. 'M2; nr. y6, p. 17u). 
Ladialaua. kOnig von Ut^hroen, nimt 1147 da» kreuz, bleibt ab(«r zu 

bau««, (Otto Frising. 373; ICrbeti Iteg. Hohem. I, p. 143). 



HO 



n. adiinu-a-r 



Lippt*. Hominufi von 4er, soll ani zwoiton kicuzKU^«* tcUgoobUime» 

liabßii uiid glOcklicIi lieim^ekehrt sein. (Xt^Uscbrirt fflr wti8t|ihä.l. 

Ot'«uli. [AH dX) a. teil a. llr>^ 
Lotliringeiu licr/ug MatUieu vou. soll uacb omigen am zwoilcu krtiiu- 

xugß t(i>ilgOHOinmcii habon. über Calniüt. Hiütoiro d» In Lorniiiif! U. 

p.409 bestreitet Alm. 
li\n\vi\^, ein minislorml von Brix(!in, urktinilot um ll&O als {lUgvr. 

(Honuflyr s. 45). 
Ltiügau-Dornberg, grafWollVam von, arkiindet 1H7 als kreuztah- 

r«r. (Juvrtvia I, UhW; vgl. von Meillor, Salzburg- lit'jfoeN'ii .S7. ut. 6). 
L^niien. Wilhelm von, oin vorwauter dea grafeu von Aspremont, xog 

1147 nach dorn belligeu lande. (Calroet, Uistioire de la Uirraine ni, 

p. T.XXVUi. 
Äalentin. WaUür do, arknmlet um 1150 als krftii/faliri^T. fHonuayi 

8. 4i'ij. 
MiirlingbofiMi, F!giloir von. niini.sU'riat Ava grafmi von Lediygttunind, 

urkundel 1U7 alt: knmzt'abrer. (Mon. boica III, 84). 
Marburg, grar Bernbard von, nrkundöt U-17 fllr Admoiit als krmi' 

fabror. (von Mnchar Ilf, ;i47). 
Mnlrei, grar Konmd von, urkundot um 116U aU kn^u^rabror. '(^t' 

TO&yv a. 45). 
Meiasaa, All>ero von, nrkundet als kroa7.fahrer 1147. (Fisuber, KIo- 

8t**rr)Mibing U, 3. 51). 
Mumniiiigen, aus, z^veibundcrt manu, unter tloui'ii aucb Jubaunia 

Tbain, ein enkel dtw »tirkpu Robm, nebni«u an dem zwoitOD krooz- 

zugp tfiil. (von Hormayr, IJoldue <'bn>nik 42). 
Motz, biäühof Steplian von, nabm am zwcIUmi kreuzzuge teil fWilfa. 

Tyr. XVU, 1); er »obloüS m\i dctu kt^nig Ludwig au. (Otto FHsing. 

boi i'ertz XX, 'Mbi. 
Nürnberg, burggraf Gottfried von, nabm wubr^cbeinliub an dorn äw«- 

Uu krcuxitago teil. (Kiede) in den Abbajidlung(>n dt>r Borlintir Aoa- 

domio lB;*i4, 9. 5.1). 
Oldislebon (bei Frankpiibaustm), der abt ron. /u^ mit dem Kri''»?*!" 

ßcrnbard von Plötzkau iiarb dem hoiltgon landu und ^tarb „muri 

sDbmeriiUfl" am i4.mllrz 1148. (Anna). Pognv. bot IVrU XVI, p.S&fii 

vgl. Jaff^, Monum. <Vrb. p. 244). 
Olmiitz. bütebor HciuriiMi von, der bmdur dnK bi<r7.ogti AVUiilittbUd vuu 

Höbmeu, xog mit divvom 1147 uacb dem bi<iljgeu binde. {V'mceui 

Pr.ig. bin Perb. XVTI, t;63). 
(»»terbofcn, übt Trumar yuu, itog mit biücbor Ui»ginb('rt nfl<Ii Svn'.m, 

(Niodfrbayi- Arcbiv IV, hell 3, ». 63); nr üt bitimgokpbrl. 



ntv ii Knw f niaf aw tuts taKueatat 



1-11 



FftüBAit. bi»i:bof R«pi)bifrt voll, urbiiidet 1117 als kreUKfabr«r (Moo. 
buiua XXVin, 2, 2i*7) und ^^Urb um 10, novciiiber U4t( an der 
griechiöchen greiwe. (Vita AUm. bei VerU XU, :i43; Annal. Ki-icb. 
hei Pertz XVn, -464; Hnrnuijr, d. Bayeni.im Morgen!. 8. W). 

Pfilsteiti, ^raf Konrad Ton. urkundet 1117 als krenKfahrer. (Wich- 
ner a. 103). 

PetersbruDD ^„Pottenbrunn" in Oberbayern). Qottscbalk von, urkun- 
det aU krt9U7.fabrer. (Mon. iKilca IX, p. 404). 

Pibor, Poppö von, urkundet als krouÄfahrer. (Wir.bnor a. 182) 
Pl>~>t2kau, graf Doruharü von. d(.'r letzte sciuos stammcs, :)larb tun 

26. october 1147 auf dem zweiten kreuzzuge. (Cbrou. Sampetrin. 

1147. vgl. Heineiiiunu, Albrocbt der Bär s. 672, nute 9.3). 

P run n en, UoDricus de , urkuudct als kreazfahrer. (Mon. boica 

IX, 403). 
Randeratb (bei KMn), Ouswin vou, nahm am zweiten kroazzuge teil, 

(Lacomblot, Niedorrboiii. Llrkundeubudi I, a. '248, ur. 261). 

Begensburg, bischof Heinrieb vou, nimt 1147 das kreuz. (Otto Fri- 
ulng 37:»: vgl. Jafft*, Mon. Corbeiena. nr. 317 fg.) 

Re^iunsburg, domvogt Friedrieh U von, starb am U, april 114« in 
Jeruäalem. (Mon. boica XII. 4.'>: Moritz in den Ahhandinngen der 
Mönchen. Äk:»deraJe I8a:i, s. 169; vgl. Wichner s. 101 fg. und Ver- 
hnndtuugeii des hii^torischen Vereins für Nimlerbayern XVIIT, beft 1, 
». 120 lg.: Meiller, Üabenb. Uegest p. 40, noto 40; vgl. p. 33, uote 16). 

Uiegeraburg. Haiiiud vou. nrkaudet 1147 als pilger. (Wichuer s. 216). 

Riwin, der Stifter des klüstertt Eberbacb, gieng 1147 mit kaiaer Kon- 
rad nach Serien, ward in Nicaea krank und kehrte zurück, worauf 
er nach Jerusalem pilgerte (Wcgele, Monum. Eberac. Noerdling. 18tj3 
s. 17). 

K a 1 7. b u r g , ein ministenal von , urk undet i 147 als k reuzfahrer ftlr 
Ailmont. (Wichner s. 101). 

Sebaunburg, giaf Heinrich von, nabro 1147 zum zweiten male das 
kreuz. (Stülz in den Wiener DenkBcliriflen 18G-i, s. 149, 234 nr. 36). 

Reb waben, herzog Friedrit-b 111 vou, der spatere kaiser Friedrieb I, 
neS'e Conrads 111, nahm Weihnachten 1146 zum schmerze seines 
v&tera, welcher auch bald darauf starb, das kreuz und /eicbnete sich 
anf dem zuge aus. (C'bron. Ürspery. hei Pertz XXUI, p. 344; (Jau- 
fridi Vita S. Üeruardi VI, c. 4; Stalin. Wjrtemb. Geschichte IJ, 73; 
Wilb Tyr, XVTI, 1). 

Kieghart, ein sobii Mutou, gieug 1147 nach Syrien; fHr sein Seelen- 
heil urkundet sein viitcr. (Wichner 315 nr. 13). 



tkITtCQK. r. l>lltJT«01il Pnt.01.. ID. rit 



10 



14:; 



IL aÜBBicin' 



Spitigiiouü, der solm des herzogs Borivogus II. imliiii 1U7 doalireuc, 
(Vliiceut. Prag, bei T*ert.7. X^'^. eca). 

Steieririail«, markgnif Ottokar VII von, urkumUit lin als krouzfiib- 
rer för das klostor Steicrgarteo , deason möncho er dadurch veipflik.h- 
tet, ein jähr lang für* die xeit seiner brpu7.f:ihrt für ilm »u b<jteii. 
(Lndfiwig. Rflliqiiiae IV, 196 — 19«: vgl. Willi. Tvr.-XAMI, 1). 

Sulz. During vou, urtundet 1147 als krt'ur.tahrer fflr Adinout (Wieli-_ 
ner b. 216. nr. 16). 

8ul/.bach, graf Gobbardn von. nabiu 1147 das kreuz uml wurde vom' 
kaisor Konrad nach der rflckkehr aus ilem hoiligen lande zur b-doh- 
üung FOr wichtige dipnste in den niarkgrafenfltand erhoben. (MoriU in 
den histor Abhandlungen der Mönobcuer Akademie 1833, s. 181 — IMf»*. 
Uuter eiuer Kegenabnrger Urkunde (ifibhards vom jahro 1117 uuti^r- 
zeicbnen ¥iele krenzfabrer und als seine ministemlen Konrad v. lii- 
burg, Erehenbert v. Hennenbach (aii-he bt'idu obeu). 'Walcbun von 
Griesbacli. Werner von Mentmiugcn, lierthoblt de Scanun, widobu 
letztere ebenlalls ihn nach dum heiligen laud« m^gen begleitet hnhflu. 
(Meichelbeck, Hiütor. Frising. lÜ, s. 549). San, (.leachicbto von früch- 
städt s. &'2 lässt mit dem grafen vou Sulzbacti auch die bericn vou 
Uirschberg, Tftging, GrotUng und rribertsbolyn niit/iebcn, übiie Main« 
quelltiu anzugeben. 

Tannaercu, Kzzu de, urkuadet 1U7 al» krouzfabrer. (Mou. boica' 
XIV. p. IKJ). 

Thüringen, Undgraf Ludwig der Eiserne von, nahm aiu zweiton kreu/- 
zngo teil (Aunal. Krj>li<>»'d- bei Pertz XVI, 20) und staib am 6 üou. 
octobr. lll't, altin bald nacli äeinur riickkehr. 

Toul, bit^chof Heinrich von, itog mit dem k{}nig von Krankruicb nach 
dem heiligen bndc. fWilb. Tyr. XVU, It Otto Priüug. bei l'eitx 
XX, p. .175). 

Triont. bittobor Altniauu von, starb bald nach seiner rflckkebr von 
der kreuzfabit um 37. milrt 1149. (riur. BihliuleCH Trfntinu (Alburti 
Annales l«fioi p. 16). 

Trubsen, graf Hernhard H von, starb auf dorn zage. (Wichnnr. Oi- 
schicht« von Admont s. WA) 

CIriob, der grftnder des Cistercil'n^t■IkI(^st«r^i WiURTUJg "" ^' . 

«tarb vor I15u auf der fahrt naüli Syrien. (iStillz. <li_^s>li' 
eiste rcienserklDster« Wilhering s. 2). 

Teltmochingen, Uudiger vou, orkundeL als pUg»r. (Mon. boica IX, 

8. 4U4). 

Vohbnrg, der jüngere markgraf von, starb wuhrtd'beiulich auf ütim 
kri*u-£zug^ (Moritz s. Id<i). 



r>ie bSTTTIK^-llKlt ktif r>KK KKEVUHtJOKTl 



H.a 



Ifel^ Vt, hürxog, nalim niii 23. april 1147 diw kreaz; ihm folgen 
Bf^mlmnl von Weülioini iinJ ülricii vnii l^mdau. (Mon. bolca VII, 
tu« oüd :VJH; Horm:i)T, *.iuMui? Ohr^>uik s. 42: WüU. Tyr. XVII. l; 
Otto FrixiDg. 375 ; iJIiron. üraperg. im Pertz XXm, «. 344> 

Werner, der sohu eiues miuisteriiUoii Gerwich von Weiji8l>erg. {Mou. 
hokn VI. ö9). 

Wertüeini (bei SpHer), graf Wollranj von, «tiftete sofort nacb «'ber 
glßcklictich hrimkehr vom zweiten krouzzugc das k1o»tcr ßrombach 
bt'i Wertbeini. (Ascbbacli, Gesch. dor GrtitVu von Wortbclm 1. s. 5U). 

Wildori, RiduT von, urkuiidet 1147 als kröuxfahrer für Admotit 
(Wichupi- 8. 316, nr. 16). 

Wittelshin'h, pfalzgraf Otto von, herzit^- vuu liayern. uikundot lil7 
als kr*tuzfabitr fiir da« klositT EhprsInTf,'. (Oüfele. Script, rerum 
Boicanim 11, 3'2; vgl. Ahhaudluiigfui dar Mfincbenor Acadeniie 184*.), 
s. l.t und 21). 

Wolfratlishatisen, ^raf Heinrich von, iirknndot um ^.^() als krwu/' 
fahret. (Honiiayr s. 45). 

Zeiti. hisehof Tdo von, starh auf der lieimkcbr vom zwoiteu kruiu- 
ziiye durch »chiirhnich, (Anual. Pegav. 258j.' 

D. ZwlHrhcu dem zweiten niid dritten kr«'Uzznge. 

lUÖ — 118it. 

Laden fLaaterbieh odor Lnudenau?]. Dietmar von, pilgert« 1150. 

(Stumpf. Acta Mojjiintiua ». 147, nr. 146; Zyittirhrift lör das wflrteui- 

berg. Franken VHI, a, 92). 
Ettendorf (in Tiroli, Fleinricb von. urkondet als pilEfor um 1150 für 

daä klostyr AiImuhiI. i Wichnor, (icscliiolite di»s Klosters Adnioiil 

«, 144). 
Ha^nertberg. Ulrich von, zog 1151 nach Syrien. (Sax, Gvä<:hicblo 

von Eicbstadt 8. 6-.'). 
Molk, abt Krcbinfric'd von, zog das erste mal 115*3 nach PalAsLina und 

kehrte in deniselhi^n Jahre wider heim. lAnnal. Mallic, hei Pertz LX, 

8. 501). lind ein /wüiltis mal 1161, starb :iher am 17. nmi llß:t utif 

diPHor reist'. FKeiblingcr, Gpschichtc vod Melk 1, b. 27^ fg., wu ancli 



H Eine n;i}iL' losliiiiit'nlariBclifT iirkaiidon bayrlsi'hor |'ilgt.'T i»b» der tcM ntn 
1160 tAehi m ilcu Mull Bific tU; 31 — b)i; t(fl. H<jriiiii>r s. 44 tg., ohne diit^H jl<<1oi-|i 
«Ml mit Blclii<rh^il. sibtioiiica läuit, daae sie vor dorn zweiten kxcnuagv vnu -l«!! 
^Artunili-iidva »U kronxfnhnTii natvcst'^lU uind, wttntiRinii'li die vermatatifi; dazu naho 
Ifigt. Atidarc, u1t(>r iLruouiuififtcL nicht butitimbart; veruiiu-htnlrtde v»u ^ilgent nicliu 
tu PoatteM nmmi Auitr. rr. 4. (>. ?T4 tg,. SU, SU. »»6 osw. 

10* 



'nbinti' 



raohrere anflore ptlger aus Molk geaant siud . deren pITgerfelirt cbro- 

nulo^'&v)) nidit tieHtimliar int). 
QroKuata, gruf von, QlterbrtDgt dum pBtriarubüti vou JoruMÜem 115''! 

die gcstchcnkti, welche der liischuf Heiiiricli vou Ohnfitz t(>>rt;ftnienta- 

risch JBiiem vprnmcht hatte. (Vinoeiit Prag, bii Periz XVII, a. (UH). 
K&mthen. gral" Itornhard von. oimt 1154 das krouz. (Archiv für. 

österrelcb. Gescbiohts<ineUen VIIF, a. 34IJ, 
Heniiebf^r^. ^'raf BtirUiold I von, stirbt 1167 iu JorUMlem, fWörlber," 

Geschichte vou .Suhl 1^ stitmmtaföl). 
Brandenburg, markgmf Albrecht det Bftr von, trat lloH nnüh dam 

anl'ang Jt^s februar «von Kegenttburg aus) mit seiner gmnahlin Kh<ü- 

nore sduc wallfahrt nach Paläiitiua an, t»l aber schon tuu 17. uovt'in- 

ber deatielbBD jabres bei Icaiser Friedrich auf den roncidiäcb^ii t'olduni; 

seine geinolilin sUrb ächon am 7. juli l law an den folgen dor beschwur- 

devollcu reise. I.V. Heinemanu, Markgraf iUbrecht der Uär p. 208 f., 

277). 
Halbur^tadt, biächof Ulrich von, pilgert mit dem markgrafon .\IbrecUt 

von Hrandenburg 1158. (Ann. Palid. bei Perta XVI, s, 9ii; Uiroii. 

mont. sereni bei Pertx XXIII, ». 151 fg.). 
Siegfried, miuisterial de» grafen Egbert von Puten, urkundet luHi 

1158 als pilger. (Archiv fHr Österreich. Gescbichtsquellen XXJV, 

Fülcravaii, priester aus Brest lM>i Dixmunde, urkundet 1161 aU pil- 
ger. (Wanters, Table chrono). U, 436; van de Putte, Annal. St 
l'etri Ftlandin, s. 132). 

I»endike (bei Brügge), Lambert vou, urkuudet llü2 al» pilger. (vun 
do Putte I33> 

llollain, Odo de. urkundet llßS als [lilger. (Wauter«, Table chro- 
nolog. U, MO). 

Uta, die gemahlin Ulrichs 111 vou TaraHfi, starb um 110$ auf einer 
wallfahrt nach dem heiligen lande; neben ihrem gr.il>e tirricbtet ü. 
eine danue. i^Zettätdir. de» t>rdjnandenm8. ]n7ii, heft IG, ». 21). 

Magdeburg. vncbiHchof Wichmaun vou, zog 11fi4 n^ich dem heiligen 
lande. (Cbron. mont. StTt-ai bei Portz XXIII. ^. 1^2). 

Kadull'ut). liliutf Fordinae, urkundet Ut»*! als pilger. (Van de Putti« 1 171 

Steiermark, morkgral' Ottokar vou^ starb am 31. decembvr lllU 
/u Fflnfkirfhen auf seiner fahrt niieb Paläiitina. (Mon. ftoichensj'. bei 
PertK XVII, a. 471; MeUler. Sal/burgfr Uuge-ten UO); ebetiao »tar- 
beu vou seiner beglcitiuig di« grafeu Siogfcied von Liebvuuu, Geh' 
hnrd vim Burghainen , I.fnlh</Idt von Piain. (Pez, Scriptt. auntr. l, 
:t4ö; 11, Itfti). Souüi wi'rden noch al» mitpUgei urwflbnt: Kitgiuhttr 



DTK eimtcnnr ivr nwt KiircxzDun 



14ä 



tön Tovemich und Hmnrich von TrosmarötlnrC ("Wichner. Ges«bichte 
(It>& Kloi;tors von Adniout 148 fg.); v. Muchar. Gesohichf* von Sti'ier- 
mnrlc III. Ml nent noch: don Patriarchen von Aqoileja. den bi?chof 
Glierhard von Hamburg, den herzog Heinrich von Kämthnn. 

Wt»ir. herzog, zog mit dem pfntz^afen Friedrich llti? nach dem hei- 
ligen lande. (HostJ. Amin. Wcing. s. 44: Ur9tin. I, 559, ad aim. 1168), 

Rogensburg, hnrggntf Heinrich III Ton, zog llft? mit dem herzog 
Weif von Boieru nach .Tt-rusaleni. fAbhamilmigtm der MOnchenßr 
Akademie 1855. s. 380 fg. : vgl. Wiener Jahrbücher XL, beilago, b. 123). 

Bnrem (bei Leyden? Bnrmania), Douwh von, xog 1167 nach Syrien, 
wird vom k^ui? B:ilduiii IV zum ritter geschlagen und kehrt erst 
IlH(t wider heim. (IHrks «. \G2). 

Walter Toira's gatlin urkundct 11(19 al« pilgerin, (Van de Putte 150). 

Bteier. Wpzilo von, urkundot als pilger um 1170. (Urkundenbueh dos 
Landes ob d. Enos L s. 179). 

Verdun, bi»<rhnf Richard von. pilgerte 1171 (mit ihm der gfaf von 
Saneerre and viele andere). (GIou6t, Histoire de Verdun zu ll7l). 

Heinrich der Lßwe, hrrwg. brach von Regfinsbnrg, wo er am 2. (vhr. 
1172 f'iutraf, nJioli dem lieiligiMi lande anf; hier schlo.'-Hen sich wabr- 
«cheinlich die seine dort ausgestellte Urkunde mit unterzeichnen den 
graf B*'rtboldt von Andechs, Otto major pfalzgraf von Wittelsbach, 
Heinrich von Htaufen. Elicrhard von Frichondorf an. (Scheid, Orig. 
Gaelf. Qi, 516). AuEiserdera begleitet ilm graf Siegfried von Blau- 
kenburg, niark^raf Otto von Steionnark, markgrat" Friedrich von Sud- 
bach, graf Sihoto von FalkiMLsteiu und der bischof Arnold von Lübeck, 
weh'her am l.angust 1172 in Tvnis starb, wahrscheinlich auch graf 
Hoyer 111 von Mansfeld (Spnngeuberg. Mansf. Chronik 281), so väe 
der Slavoufnrst !'ribi.tlav (Mcckl. Jahrböcber XIX. s. 342—356), und 
die ähte Hpinrich von Hraunschweig nnd Rerlholdt von Lfinehnrg. 
Unter einer Urkunde Heinrichs, welche or zu Jerusalem ausstellt, unter- 
Ktihreibon als hrgleiter und zeugen: die gnifen Guzt'lin von Scbueiin, 
Siboto V'iu Scartrold, Helgor von Uoboiistviu, Kudolf vou Woltiuge- 
Todi«, Bernhard von Hatzebnrg, der schenk Jordan und sein bruder 
Jusanuä (Scheid. Orig. Ouelf. m. 51G; Mcckleub. Urkundenbueh 
I, 102). Heinrich kehrte ende deoember 1172 wieder heim, iudess 
Iftii^t Wedekiud (Noten Itl, b. 1H3) ihn erst im Januar 1173 hoim- 
kehreu. (Pbilippson, Heinridi dor Löwe I. 121; I*rutz, Hmnrich 
der L^wc 2i}ti — 275; vgl. Bnchinger, Abbaudlung. der MQuch^ca- 
domio 1849, V. Abtheil. 3. s. 54). 

Wortier, ein ritt^jr, pilgi-rt nacli dorn am 17. novcmber 1175 erfolgten 
t'Kle doft grafcQ Konrnd \ou Wettin fHr dessen seoleuheU nach Syrien. 



IL HOlIKliTlIT 



(Cbrqn. mo'oU »prflnl DOi Tprtz XXIlf. s. l!iü); ivoiu.tii «eTh!»t üAtt«^ 
da er in einem turuioi tOdlicb vcc^^aiulet wurde, ifUibi'ud daä kreus 
genomtnen uud dadumh diu rocht eines clirlioli«» bflgrübnieäoä urlaogt. 
(Chron. mont. seroni s. Ibh). 

Brandenberg, Hennann von, goht U75 nach dem heiligen limde. 
(Mob. boica VII. 360 fgg.). 

Flandern nnd El»aH8, grnf Pbilip|) von, nrkuudet 1177 nh püger. 
(WiiuU»rs, Table ohvouolo^que II, 570 fg.; vgl. übeihiiupt ßbcr ihn 
die arbeit in den Noavtjuus m^nioired de I'acadi^mie de ßruxtüloti, 
band XXI und die ^age über »ein wappcn im Chron. Flandr. od. de 
Smet. 9. 287). 

Qurk, biscbnf Bomiin von, nrlnindet als pilger am 21.juli 1178. (Archiv 
fUr Österreich. Oenchichtsquollen XI, s. 316); er starb 1179 „üb itar 
J^^rosoUmitanum infirmutug." (Chron, Gurc. bei Pertz XXHI, 9. lö). 

Kiddcsnirirdorin, eine, wurdo 1179 zar srrafe auf 7 Jahre nachdem 
heiligen lande geschickt. (Wauters, Table chronol. U, 590). 

Stoierraark, marlcgraf Ottokar von, urkiindet 1180 als pilger, 
(ürVundenbuch des Landes oh der Knnn I, 1^*7 fg.), hat aber sein 
gclübde wegen langwieriger krankheit nicht eiffUlen kennen. 

Unchsee (Schweiz), Kuno von, t?tAndete 1180 nach seiner glQcklichen 
hüimkehr von eint'r dritten pilgerfahit naeh .leruttalem das Hpital in 
ßuchsec. (v. Mohr, dio Rogeuten der Ajchivt» in der sohwoizeriflcben 
ICidgenOHtHmiichari I, abk-iliingS, 8. 113, notc 1). 

Dachau, grar Konrad von. brachte um IIHO von einer kreoKfahrt reli- 
quicn mit (Hormnyr. dio Bayern im Morgetilaude n. 51 fg.). 

Doichlingen, graf Keinbot von, ein boglciter Heinriclis doe LOwon, 
starb am 5. mal llSä in Syrien. (Chron. Sanipotrio. ad 1182; 
Schannnt 11. in). 

OoBtörreich, Herzog Leopold V fVl) von, hrach mit dem aht Diich tlf 
Ton (i'lttweig iit) Januar uder februar I1H2 nitch dem liuiligon Innd» 
auf and landete schon wieder weihnachieii ileNäoIhon jähret^ auf der 
rückkehr in Apulicn: abt ITlrieh aUirb hi Palästina (v. Meillor, 
Bnbenberg. RegeBten üaö, oote -ß2; Contin. Admant. bei Pertz IX. 
8.&8G; Keiblingur, (icschiohte dos Ciatercieuaerklostera Melk Ij 809). 

Wertheim, giaf Poppe von. urkundet llNä aU pilger. (I^aconiblet-, 
Niederrhcin ürkmidenlmcb I. s. a^l!), nr. le?). 

Brabant und Lothringen, herxog QotttVied ill von, xog UHS naeit 
JeruKulem uud kehrte wider glOcklich hüim. (OoHta abbat Trtid. 
cont. in. -*. 3H9; Wautore. Table chronol. II, 627; Revue lüstorkiu« 
d« Urnii-lh.'B ISfiy. s. Imi). 



KUr liCt*nClDt!4 AJft Ztkh KAICIzCOKtr 



Uf 



Olnitltz, Mscüof Heinrich von. pilgortc 11^ mich dem li^Ui^on Inude. 
(tiliron. Gerlaci ad. Vindob. iv] »niium) 



E. Dritter kreuzzujt;. 

1189 — 1191- 

LfieTien. ein hfirgpr aus. (Annnl. Toloii. mar. 797). 

Abenberg ()m Kegonsburg). grul' Friedrich I von, empföngt in Bran- 
dix diu schwerUeite. (Ansb. 16, ÜU 49; vgl. v. Meiller, Rttgeston 
dor Salzburg. Krzbiürböfe s. 413; Gedicht vers ll9ö. 1723).^ 

Admout, übt Kisouruich von, starb am lo. aug. 1189 zwischen Kissa 
und Sooft. (Ansb. 16. 37, 47; vgl. Cootin. AHmunt und Garst. 5 8ß, 
594; l'Qr ihn urkuudet im mai 1189 Friedrich I bei Stampf, die 
Keiohskanzler III C. s. 240 fg. nr. 176). 

Älbpk (Krirnthyu). Poppo von. urknndet 1187 oder 1I?8 als pilger. 
(Archiv fOr öst«rreich. Geschichtsquellen VI, s. 306 nr. 7). 

Alteiiburg, burg^'raf Albrccht von, zog nach dorn gedichte (vers 978, 
lt>87, 1115) mit ili-m kaiser nach Syrion, abttr ein burggraf von 
Altenburg gleichen namens iat vor 1212 nicht nachweisbar , da 
Albreebt I (I2I2 - 1228), Albrecht 11 (1228 — 1270i, Albrecbt fl! 
(ri7o -1280), Albrec:ht IV (I2su - U2;>) ornt im Kt, Jahrhundert 
ÄUflroton. (Erbstein, Nnmismat Bmchstücke nr. 3 ; vonBrann, Gesch. 
der Kniggrafen von Altcnburg. sttirarütafel s. 20). Albrecht 1 ei-scbeint 
Mit 1214 flltcr in der Umgebung Friedrichs 11 (H, Br^h. I, :jiK»; 
vgl. SfiO, 461 fg., 524), und mit ihm die grafen von Beichlingeii und 
Kilferoliurg. 

Angasizzo (Anzing hiM Mnncht'n?), Hartwig von, urkundet 1189 als 
pilger (Mon. hoica IV. 85) und ist wahrscheinlich heimgekehrt 
iDweiler (Anweiler in der Pfalz), Marquardt von. kehrt heim. (Ans- 
bert 4t;. 49; ArnoM Lub. 172; FidtBr. lleichshofheamte 27). 

Arutäborg (bei Eichst^yt), Hadubrmid und Gottfried von. (Ansbert 17; 
l^ofTlad, Begosten der lOicbstJldter ßisohöfe s. 37). 
rnshaug, ein rifctervon, irird als kreuzfahrer im gedieht (vers 5589) 
genant. Nach Ed. Schmid , di« Lobdaburg bei Jena ». 26 fgg. teilte 
sieh die linie Leuchtenherg erst 1252 in die von Klstciborg ( — 1394 
büütohetid) und Arnshang (— 1289 bestehend); somit kann unser rit- 
ler nur Otto von Amsliaug (bei .lena) stiin. welcher iu Urkunden von 
1^71 — 1289 erscheint. (ZeitBchrifit des Haracr Geschichta- Vereins 
1872, 8. 16 u. 17; Wegolo, Friedrich der Freidlge a. 134). 

II Der käme luilber will ieh du i^adicht rou der Vreaifahrt de» lnuilgrarva 
Imilfflg »d nitlcron. 



148 



R. üAnULUT 



Arnstadt. Albert von, zieht mit dt^m iand^ntL'n von TbQringea (Qed. 
vers 2276 — '2'iil9) nncli Syrien. Wahrsrlioinlicb ißt pr 7U idoDlifi- 
cieren mit Ä. vou ArusUidt, (l«ni bruder Hermanns und Bubuo Bi'xüi- 
gerä TOM A. (um 1186); oiu zweiter Alberl von A. erscheiot ent in 
nr1(unden von 1268 — 1283. (Hesse, Arnstadts Vorzeit s. 43; vgl 
Meucken 1. 620). 

Ärnatein, Waltur und Albrocht von, aus Thüringen, werden im gedieht 
von des landgrafen Ludwigs krouzfahrt ed. Hagcu 1(88, 16D8. 32«« 
und 4^*39, 4443 al« teilnehiner an dem dritten kreu7,zngt' genant. EUi 
W. von A. unterschreibt UfiS (Coil. Anh. I, 302) 1102 (Ficker, Acta! 
nr. 181 fg.), nrkundet 1194 (Leuckfeld, AnUr|ultt Praem. s. 116). 
ist zeuge 119« (Harzer Ooschichtaverein, Zeitsßhr. I s 283), 1233 
mit seinem bnuler (Cod. Anh. II, 5C) I22ß iHennes, Urkundt?ub, 
lies döutschon Ordens I, 7?) and wird 1334 als kaiserlicher Legat in 
Italien erwähnt neben A. de Amstein (II Hreh. IV. 486 und 489); 
vgl. Magdeb. Geschirbtahlätter VI, 41 fgg., *6& fgg.; Moser II. 3(.». 

Asproroont (bei Commercy), Gaubert, + 1192 in Syrien (Itiaerar. 93), 
nach Ausbert (16, 28, äi) in Adrianopel; er zog mit biflchof Peter 
von Toul (Ronoit, Hiatoire de Toul a. 425). 

Aue, Unrtmann von, soll 1189 in Syrien au dou kfimpfeu gegttn^ 
Saladin teilgenommen haben. (L. Schmid. ITtirtmann von Aue b. 63 
biä 09). 

Avesnes, Jucob von. war der anfOhrer der Friesen (Annales U«in- 
hardflb. &4, Siegb. contin. Aquicinct. 42.^ fgg,; Radulf. de Diceto 663; 
Ititttit, Ilayni. Monuch. od 1866, >t. LXXll fg.); er nimt 1188 das kreue 
20 Gisors (Cbron. St. Den. 360), landet 1189 ^Gißleb. 529. Alberin. 
119Ü) und stii-bt im sept. 1191 bei Arsut' (Beued. Poterb. H, 150: 
vgl. hin. 6r>. 94, 27r> -277: Gedicht 3576 fgg. u. oft). 

Badon, mnrkgraf Hermann IV von. (Ansbert 16, "ibx Anual. Marbar. 
164 fg.; IDpistola de morto l'nderici; Gedicht 1106, 1748 mid oft; 
v. Hormayr, Werke Ul, ». 279). 

Basel, bischof Heinrich von. stirbt in .Syrien (vgl. A. 1ä, 3.'i; Anmil. 
Marbac. Ifi4fg.) Jfach Ochs, Oosuhicbte von Basel 1, 270 urkuutlct 
er noch 1190. (Vgl. Gedicht 1181). 

Beicblingen, grnf Friedrich von, au-tThOringon, soll narh ' ■* 

(vers KHK», 17»)6, 3435, (460) am drjtb'ii kreuw.ugo \- 
haben. (ZeiUchr. ftir thöriug. Geschichte TIH, 8. 177-842 ober diw 
ganze goschlecht). ObrigoTiH nrsohf^int oiu Graf Friedrich vou Beich» 
lingen fllW» in Urkunden Friedrichs I. 

Beutheim (Geldern), gm f Otto 11 von, bruder dos grafun Florens 
von HoUnni), fi^hrti? im kämpfe vom 4. uetober 1189 die resuiro und 



ISTN'BB}! Avr ok:i itnBOzzrnKK 



149 



t^tnrftrk. (Änfihert. t«; Dirlis s. 172; Amial Egm. hm l'ertj. 
XVI, 470; Arn. Ijib. 177; KaJ. de Direlo fi4H: OeHichtlL'U, 1762 iL o.) 

Berg, Friedrich vou. untervogt von Melle, starb nach den Attnal. Mel- 
lic 505 in Antiocbien 111*1. doch schwankt (Ua genauere dnium 
(1&, juli oder 1:^. augtifit); (vgl. Keiblingdr, Oesohicbte von Molk I. 
29Ö; Ansbert 16 fg., 26, 42, 49, 66. 60). 

Berg, grüf En^elbei-t von, start am i'9. jnni 1189 lu Enbin am lin- 
ken DonauuftT. (Ansb. ifi, 20; Annal Colon, mal. 797; vgl Ucom- 
blet, Xiederrhein. ürkuudenbuch I, 382), 

Bergelin (in Thflringen), Friedrich ton (Chron. üreperg. ad an ii 1187; 
fifidiclit vors 1199, 172-1, 129»); nicht mit dfni f^rafm Friedrirrh von 
Horgboim zu verwechseln; vgl. Müncb. Sitzungsberichte l»6&, 11, I6ö. 

Bpsan^QD (BiRauz). orzbiachof Theodoricb IT von. starb vor *Akkfl. 
(Ann. Miirbac. lt>t fg.; Bened. ?eterb. U, 96; Haj^m. mOD. ed. Riant 
s. LXlil. LXV, 27. 38), 

Biberstein, Günther von, wird im Oedicfat 6597 als gewflhrsraann der 
geftchiübte der k.lmpfe um 'AkkÄ angeführt, ist aber erst von 1237 
bis 1253 urkundJicli nacfaznwciäen (Poaern-Klett, Kreuzfahrer aus 
dem Meissener Laude, im Archiv für königl. sälchs. Geschieht© I8(>6, 
band 4, B. 4ft — 56); somit wird er wol erst mit Friedrich 11 nach 
Syrien gezogen min. 

Itlankenbnrg, ein graf von, wird vers 1766 als kreuzfabrer genant. 
Ob graf Siegfried, der 1324 bei Friedrich II urkundlich nachweisbar 
ist? (H. Br.'^b. II, ä(i9I. oder graf Heinrieb, welcher U8fi eine Hal- 
berstädter Urkunde unterschreibt? (Zeitschr. des Harzer Gescbicbts- 
vereina I, 278). 

Blankenstein. Hartmnnn von, <<ol] nach dem gedieht vers llOl am 
dritten kreuzzuge teilgenommen haben. Sein name ist urkundlich 
nicht nachweiäliar; SUllin II, b'M erwlUmt ein schwäbisches geschlecht 
bei Tapfen, v. Meiller, Baheiiberg. Kegesten 95, 58 einen Ortulf de B. 
um 1206. 

Bockfiherg, Kiuft von, urkuudet 1192 am 6. juni als krcuzfabrer. 
^Wirtemh. DrkuudeJibucb II, s. 279). 

Böhmen, heizog Friedrich von, hatte 1 1H8 d;us kreuz gennmmen, 
*tarb aber si-li.»n am 25. märz 1189 (Üudik. Mährische Geschichte 
IV, B. 90). 

Bo^eu, ein giaf von, snll nach de«! gedieht« vers 5051 am dritten 
kreuzzuge teilgenommen haben — wol nur eine Verwechselung mit 
graf Albrecht III von Bogen, der 1197 nach Syrien gieng. 

Bolanden. graf Worner II von, vogt von Worms, kehrte glflcklicb 
vom ■krouzzugo wieder heim. (KßUuer, Gescbiclito der Herrschaft 



im 



R. R^tlAiritT 



Kirchheim -Bulwul, Wiesbaden IHö-l, h 19; 0. Ti«*)minriii. rrkiiiiil- 
licbe Gosohiohte der Pfalz IV, s. 44). 

Brabant, lierzog Hciiiricb von, butt« in Löwen tUs kreuz giiiLimuiLii, 
Ißgte ea aber wi<ler ab, sein »ahn Alburi je<Iüob nubni t\a» kreuz. 
(Oisiebert 579). Heinrich zog erst lldC nach dem heiligen lande. 
(Chrou, Andr. bei Bouq. XVin, 571), Er iiutersch reibt iift<> am 
:*1. arptomber eine urkund« des königs Heinrieb VI v.ii Wiinpft^n, 
(Stumpf III C, 2J9fg.). 

Bremen, przbischof Hartwig ü von« wird von Ansbert 17 (^Iscblicb 
als tcilnelinier des dritteu krenzznge» goiinut, wribrend or 1197 eitJl 
nach dem heiligen lande aufbracli (vgl. Kliniok in den Breui. Jabr- 
bncberu 1872, b. ä& fgg. und Röhricht in Sybels Zeitschr. 187&. hefl 3, 
8. 27 note). 

Brcin(*D, hOrgpr aus, grQudßn vor 'Akbä ein ho.'^pitoL (KarraUo de 
primordiis ordin. Teuton. in den Script renuu Prussic 1, 220; vgl. 
Ehmck in den Brem. JahrbüchBrn U, s. 15B fgg.) 

Brisen, biHuhof Heinrieb von, iül am 21). apvil UHU beim katser in 
Donuawnrtb , und wahrscheinlich mit ihm nach Symu gezogen. (Siu- 
nacber, Beitrrtge zur Geschichte der bischöfo von Brixoii HI, ».621). 

ßurgund, pfahgraf Otto von, hoU nach Rnns-sner, Rpistol. Turclcae 
8. 17 uach S.vriou gegangen sciu, abur dagegen spricht, dasä er um 
25. marz II9U urkandet (Lacomblet 1, 3U6): somit liegt eine ver* 
w(?ch.-hing mit dwm bunog Hugo Hl von Borgund vor, in dt>Menj 
t;efolg>t aUL'h der bischof Manasse von hangrrs mitzog (Mignard,! 
Histoire de Bourgogne s. 90 fg.). Letxtoror segelte mit Philipp von 
Flandern aus nach Genua (24. aug. niM) nach Otobon. hei P. XVIH, 
ß. 1»U) und atarb 11^2 zu Äslculon. (Sigb. Cont .\i}mc l.ln: B..iiPd, 
PeU»rb. n, 150). 

Burkbardt. kflmmert'r des berzogs Friedrieb von Schwaben, ItMtet das 
deutsche hospilal vor 'Äkk.1. (Soviptt, rorum Pruasicl, 221). 

Knfeinhurg (Thnringeul, graf OQnther von, wird aU kreuzfahrer 
erwähnt (Oed. v. 998. 1720, 3128 — 33; vgl. r. Falcki'nHt4>iii, Thü- 
ringiijchii Ctiioiiica IIB. a B.*l7 fgg.; Magdob, GcschiuhtablAttur V^ 
8. 29 fgg.; Anual. Keinb. ed, Wegele s. 81). 

Cainbray, der erzbischof Roger von, stirbt 1191 vor 'Äkk& nuth 
Sigb. rmitin. .\iniirir)itl. bei Portz VI, 126 (wabroad AnMlicrt ihn 
ßlstihlirrh dalifiim bleibeu Ifisst; vgl. Gisltbert oTJ hol Portz XXI, 
B. 527, 673 und 57il; Gesta episr, Camerac. boi Pörtz VU, MO). 

Kalden, rsichsmantchall Hfinrii-h von, oder T' ' 

Bcbwnbpn (A. 1*3), i.sl heimg*»kehrt. (ÜMerlein. Ii: . i 

demumlUm Hause der Marschallen von CBli>ntln8chwabiiohi7tl9. 2Uilo.) 



US pgoTg m iw ATTT DK» nuaizfoBR 



IM 



Karl, eiu narlibomine WoHioMh tou Hi«<l. nrkitndcit hIb pUger. (Mon. 
liüica IX, K. 475). 

Klin.vk. giaf Heinrich von. (Ansb, 16), 

Kirchberg (in Thüriugon), graf FrieJrioh ?on, soll am dritten krtmx- 
Mge teilgenonimtm bahpo (fled. rers lojifti- er war seit 1190 dum- 
liorr. bfiit K'O'.) bittchor von Hiillierstadt und soba lios gtnten Pric- 
<hich I von K. (Avemann, VoUständ. Üeschrpib. dos Heicbs|^afon- 
geschlwhi.t V. Kiri'hberg. Frankf. 17-i7 U, b. 111; vgl. Hagen, Min- 
noüingr^r IV, ». hh\ 

Clevo anawieu), graf von, hrwder des Mschofs lladiüf von liftbtich; 
Aiiüb. 8. 43; er bleibt bis 1192 im beiligen lande. (Obron. äyth. boi 

Tiouii. xnn, 3. 59ft). 

Köln, blirger uns, fabren 7.ur Hee nacb dem heiligen lande. (AflnaL 
Colon, max. 79ij). 

Kflnigsbnrg (bei Ensisheim oder Schlpttstadt?) Berthnldt von. nnter- 
handelt mit Isajik. {An^b. 17, 4«, 49; Aber ihn vgl. Si'beffeT-Boi- 
chorst, Friedrichs letzter Streit s. 216: Töche, Heinrich VI Index 
B. 713: Ficker» Forschnngen zur Reichs- und Rechtagesch. H. 193). 
ünrad, priester des capit*!!« von St. Adalbert in Aachen, ist 1190 
als pilger mitgt-zogen. (Wauters. Table chronolog. II, 693). 

Ktiurud. capluu des horzogs Priedrt<!h von Schwaben, leitet das deut- 
sche hoKpital vor 'Akkä. (Scriptt. rernm Prnsa, I, a21). 

Kueiiring, Hadt>mar II von, unterschreibt al^ uiitpllger eine Urkunde 
des herzogs LeopoM von Oesterrcicb am ^h. aug. 111)0. (Fries3. Die 
Herren von Kuenring. Wien 1874. s. .38). 

Kuik. Heinrich von, urktuidet alä pilger 1191. (Hennannus, C'hartea 
van Ravt^ätein l, ö&). 

Kyhurg (bei Wintertbiir), graf Ulrich von. (Ansbert 16). 

Da.^sel (X. O. von Corvey), graf Lndolf IT von, urkundet 11)*« alß 
kreuxfahrer. (Erhard, Codex dij.lom. (iQcätpbal. II, p. 1!)9, nr. 435; 
vgl. Zeitschrift tut hefwiBche UeBcluc.hte, Hupplom. 5, IH Ig., nr. 82; 
Zeitwhr. fflr westphül Oeschichtc VIII, (l«4&) p. 87, 95, 125). 

Dietmar, von. marachall dos horzogs Friedrich von Schwaben. (Ans- 
bert 40; vgl. V. Müiiler, Babeaberg. Kegesten 84, nr. 19). 

Dietz, graf Ueinrich vun, begab sicli am 26. mai 1186 als gesanter 
des kai--<t'rrt /u Saladin (Ann. Colon, mox. 791); anwser ihm zog nach 
der biätor. piTcgriu. i>(*4 tdu jüngemr graf gleichen numeu» aU gesan- 
ter nacb Con^Untinopel; (vgl. Ansl». 14, 16; Uitileb. 379). 

tüllingen, graf Adalbert. von. bnider des graten Ulrich von Kyburg 
(Auab. 16| (mit »einem bruder Mangold IV von Dillingoui*). 



163 



IL aüinucHT 



Doheriiik (KArntliönj. Rcgfnlicr von, ist wafarstiliäalic}i mit kaitier 
Priedricb I tiBoli Syrien gezoRon. (Woißs, KarutUöns Adol, Wlon 
!86'J, H. hh). 

Dftben (bei Grimma), burggr&f Heiurieli vou, »oll uacli dorn gmlichte 
1190 in SjricQ j^cweseo 5oiu (6586 — 605 und oft), bat jedoch, via 
aus seiner unterächrifl unter eber Urkunde Prifilridi 11 vftni l'i.juoi 
V2'J[^ hervorgebl (ßrühoUcs ill, s. 153), erst aii deäscii zuge teilge- 
nommen. I Posern - Klctt s. 63). 

Üornbfirg. gmfen Konrad und Friedrich, zwei brüder. (Annb. IG, 41; 
Anna), Marbac. I6i; MeiUer, i}ah«uberg. ßägcsten M, nr. U^ Clirou. 
üreperg. 1187; Gedicbt 1203, 1208, I714, 6393, 6400). 

Douay, prt'übyter und decaa Kibort aus, ermahnt dio forsten vor'Akka 
ir.tO zum kämpf)«. (Siegb. contin Aquic. VI. 4-.'6). 

Dnras (Dnraex). graf Kuuo von, aus Brubant. hat wabn^cbeinlicb lüin^ 
gelnbde nicht erftlUt (Ansbert 17 t Gislebert 57ft| 

£beleben, Albert von, bei AmsUidt, soll am dritten krfU/xugf («il- 
genommeu haben (vera 4ü'J8), doch rpichen die urkündlieheu uö<;h- 
woi»e Bßiaes namens nicht Ober 1234 zurQok. (Guden IT, 877; lUu- 
nes, TTrkundt'nbucb des doutsch. Ordens I, I03: fl, 52). Am b*?han- 
testtfii ist Alb. v. Kbel., welcher 1287 das nounonklost^r MarcsufTra 
bei Arnstadt grQndete (Gerber in: TbQriugeo und dor Hnr?, Ill, ». 259 
lÜ9 263; Tlinringia «acra 8. Ä9U — 69i); Apfelfttedt, Hmmatli.-*Jiuniio 
fQr Schwarzburg-Soiidershausen 1. s. 124 fg.): Iet2t<crer ist viidleicht 
ideotiscb mit Alb. v. Llbel. widcber 1242 unturstihreibt. (MfihDi^u- 
ser Urkundonhuch nr. 96) 

Eberhard, ein klerikor, Hlbrt eine gt^santschaft au kOmg llulu aus. 
(Anab. 46). 

Edermanning (bei Simbach). Leopold von, miuisterial doä klost^r» 
Nit'der- Altalch. wurde von den Mnsllmen gelangen. (Mod. boieu 

xr. 57). 

Palkouborg (im bayri^ben Nordgau). Gottfried von. reich «minlsterial, 
i!«t hrH'.hi<t wahrscheinlich nach Syrien gegangen. (Mon. hoica XIV, 
427). 

Falkansteiu. graf Kuuo von, und Neaburg. (Ausbort 16). 

Flandern, graf Philipp von, urkundet 1I9(i aU püger (Wauioi 
Table chronol. IL •>H4), zog mit den k^uiigen von England und l-iank-^ 
reich zur see nuch .Syrien (Ut^hriolit iu ^^ybulä Zeitäcbriil IH75. hell 3, 
a. 56 fgg.) und starb am 1. Juni U9l vor 'AkktL (Aush. Annal. 
Aquir. 505; Ttot;. Hl^vl>ll. III, 111; ¥gl. Nouvcaux Mt^mniififl de ruoii-j 
d^mie doItruxLlioa, tomc XXI, s- 1 — 3H). l'hilipp uikundet imch b< 
Heinrich VI am 21. sepL 1 190 In Wimpfen. (Stumpf III (', tc 24y fg.). 



tat PKITSCBM Airr OK* KKmnOaitit 



frcfberg. vogt Dietrich von, soll 119'» in Sjrieu gewcsoii seiu (Oe- 

Hicht V. 55UU); er ist erst um 12:;:t iirkumllicb 7.11 erweisen. (Posem- 

Klett iL ö4). 
<]((imbach (Oberbayern) „Peringetis*' ^perpgripus?). i^Ausbert 17). 
Üar». KuMilMrin von, imo mini3tt<riale des licrzog» Leopold. Hlarb niu 

dem zuf^'e. (A. 77). 
Oeldera. )p-af Oöntber von. (Tgl. Bontheim und Oodicbt 970, 1146, 

16«n, 4-1401. 
St. Ueorg, Rupert von, urkundet 1189 als kreuzfahrer tür Adnioiil 

(von Mudiar, Qeschichto Steiermarks DI. 947: Vf, 540). 
01eii;bi*n, graf Lambori. II von, nimt llSy in Mainz das kre«7. (Arcbiv 

für lii^R'liichU. Diplomatik und Ocuealogio, Stuttgart 1847, lu^rt :i, 

aaKl fgg.). 
Ciottfried, ritter, wird uIb geaant«r nach Gonstantinopel goschickt. 

(Ansbört 35). 
Grumbach, Adalbcrt von. aas TbQnugen, starb auf dem kreuxzuge. 

(Annal. Reinh. ed. Wegele 44 und 5*J). 
Orunuobacb, Heinrich von, aus dem bairischeit Franken. TAna- 

bert 17). 
tutoiiberg-8t^ Diouys (in Kratu), Tjentholdt 11 von, urkundet am 

II. mai 1188 „profetituni» Jerosolimam" zu Weiz. (v. Meiller, Salr-b. 

RegeaUn -. 4r>«, nr, 31). 
Hahshurg, grar Albn^cht HI von, zog llä9 mit dem kai»er nach 

Syrieik. (Wurstiseu, Hasicr Chronik [1, cap. 16; Tächamser. Chronik 

v«n Thann s. 11); er ist heimgekehrt, 
Hagen, Hoinrich von, aus Frauken. (Ansbert 17). 
lingeuau (Hanan?), Ainwik von, stirbt am 21. märz ll'JO zu Ibrisi 

am meHrbuaeii von SaroH in Kumvlien. (Tagano b}3). 
[all. eiu rittev von, ßel bei eiüoui nberfail in .Serbien (Kpist. Die- 

poldi 50'J). 
'HaliHrmuud, graf Wilbrand und Ludolf 11 von; ersLerer i^tarh wiihr- 

Hcheiiilich den *JI. aug. IIK^ tn Antiocbieu (^Kfagdob. Liedchichtsblät- 

ter V, ä5; Wilbrand iu Laurents, Ifuattuor porogrin. e. 34, s. 173; 

ZeitRcbr. för Geschieht*' Nieder-^ncbsens 1863. S ^ s. 107 — 172 und 

IH7-J und it*7ü ibid ), w.'lhreud letzterer ll'.tl auf der heimkehr starb 

und in Lücuum bei^rdigt wurde: mit ihm starb der mauusütamm aus. 

Kine urknnde dorst'lben flber 6i> mark darlehu vom bisohof Adelog 

von Hildoshüim (lIHy) vgl. im i'bron. Hildiuth. bei Furtz VIII, .s57. 

lu Uodenberg, Caleubeig. Urkuudeubucb 111, 24 bestätigt biuchof 

Thietmar von Mindi^u einu von Lutolf dem kluster Loccmn gemachte 

Schenkung. 



104 



% ROMKli^ltT 



llAUseu (l>m Maunhcim?), Friedrich von, filllt am ß. mal llDu gegen 
die SvM^chukkcü uud wirO bei Pbiltimelium hflgrahiMi, (Ausb. Gl ; 
AiMiiil. l^ühin. in;«. 7'j;*; HisLorin |>ci'i'gnn. 'ilM: Haupt, Lü'dor u>*w. 
vou Uftrtniatin von \ü\:, ». XVII; Mfitlenboff iii Haupt*' Zeitschr. XIV, 
8. 133 — 144; SUlio, Wirtonib. Oescliichte 1(, lü»; Haupt, MintiH- 
«angs Frnliling 2;i7 untl '249). 

HoUrungeu, Uciiiricb ron, (ThQringcr), wird alü krcuzfahi-er genant 
vom gedieht« vpib »92, 1IJ7.1 Tgg., 40ß5, 446t^; er erncheint in einor 
urliUiidß vot) lläO. (/Antiirbrilt tTlr thnrin^^ (loflcli. V. d. SSii; vgl. 
yagittariuB, (icscij. der Orofiicli. Heldningen VI. s. J(t2). 

Helfonstöiu. griUVn Ludwig uud Gottfriod. xwei brfldcr. von dcncu 
lf<t«t(>n>r unfdKr fahrt in Palftstinii nUuh. (RtTilfn II, 390). 

Helliuus, dor tmcliüisis dos herzogs Philipp vou Flandern, starb vor^ 
'Atki. (Siegt), coutin. Aquic. VI, 425 fg.). 

Heuiteberg, gnil* Poppe VI von, uabui in Malny. da» kreuz und 
dtarb am 14, sf'pthr. lllfo /.u Markah (Maigutiim) (Annal, Roiuh. 14 
und 41'; Hagflu, Minnesingn IV. Ü2. Ged. v. 1713. :U2a; Schulte 
Ohdiii-btt! luh Hpnuplwig I, M> uud «2; Hecb.'itein, Otf^ von Botei 
lauben 8. 14. Wegelc. (iraf Otto von Hehnebtirg-ßot<<ulaul)on ».4 
und notfl 7: (jodicht 174, 2014 u. i\) 

Hei'wik, der miirschall den biTzugs Ottorjir von Bnbni»n . urkund*tl, 
llä9 als pllger. (von Mucitar IV, &äi>). 

ÜiUeuburg {\m Wflrzburg). ÄdalluTt von, inibni in Mainz das krtmz 
und starb vor 'Alkk:'i; er ward mit dem horzog Friedrich in \-l\j\ grab 
gesenkt. ^Ansbert 17; Annal. lUünh. 44 u. 64). 

Hiinmerod. Walter von, piu Cistcrdenser, wohute der bolagcrung vou 
'Akka lud. (Caes. Heiatvrbuc. Dialog. X, cap. i'-\ cd- Strange U s. a3Ö> 

Hirsohberg ^bei An»I>achj, iktmunn vou. (Ansbert 17). 

Hochataüeu, graf Dietrieb vou, trat zwei jabre nach ablegung seineit 
gctQbdes die kri?uzf'abrt> an, blitrb ubur iu Italien bei Huiiiridi VI und 
kebrtti uiit iluii beim ((ttslebert ». ü.so) uud unter sc hrt.'ibt am L'l.octo- 
ber liui eine Urkunde des kdnigs Hciuriuh VI zu Pisa. (Stumpf, 
lieichskanzlrr 111 C, p. :JO*J; vgl. Tooohe, UeüiricU 233 j. 

Hohenlobe-ltraun»k, Graf Albri'obt von. nahm an» dritten kreu7.- 
xugü teil l^vim StiUlried, Die HurggraftiU von Nut-ulHjij^ fi'.<, uvi^ 12; 
Haas, derlUngaUt Erlangen lä&d. a. 186J; er ist heimgekehrt (Vgl. 
Stalin II, 641, :>5(i: Arch. fOr H^»a. Ueach. I. itr^ i'gg). 

Holland, Oraf FloreuB III, butt« boreittf ilril da.« kreux genoiumf^n. 
zog mit tseiuvm bruder uud sehne Wilhelm uaeh Syrieu und «tarb am 
1. auguift 1190 zu Antiocbien. (Aoab. 16, ä<l. 41, 4S; Amiai. Colon. 



bU tlKUnOHBM AtlV Diu RfeiCUXXCUMI 



IIA 



t 



Luual. Kf,'muii(I. hpi Perti 3CV1, s. 47ü; Dirks 170 u. 176; 

fJcdioht lüiit, 17;.1, Ju^t,, t*i91) 
HoUtuuKUD, Xnricti V., urkimdtit I18ü alapilger. (v. Mucliar IV, h'i'A). 
Horhiii^li {h^i Landau), Konru'l von (Aniib. 17); er itit, wiu die Urkun- 
den bei Meillor, Salzbürg. Uegcäteu 2o(i, iiii; 'Ji3, in*j imu him-ij- 

Ben, wider hfimgokchrt. 
Horu, Albert von (Uorueck?). mioiäterial dea huizogä Lei>)iüld \on 

Üstorreicb, starb imf dorn zu^e. (Anisbert 77). 
Hornbtirg (bei Straubing). rilt<:r Arnold von, kämpft siegreich in «inem 

getücbl gegen die Üriechcu. (Ausb. 17. 43). 
Huretlmar, Berubard von, erwirbt sich in den kämpfen vor'Akkä 

seiltet diu Iti'wundiTUug Saladins (OesUi ppiscop. Tr^jiict. bei Pprty. 

XXJII, p. 414) und kämpft imcbher unter Hicbards Banner (vgl. Picker, 

IJernbard von Ilorstmar 3. 3). 
•Iifhaiiiisdorf {bei MoKbiiiir), Albrecbt von. Minnesäneer. (Anab. 17; 

Haupt, MinnciiiangH Frühling 267). 
Jfllich, der Rraf von, bat sein gdflbde nicht erlüJlt. (Ausbert 17). 
Lur (Lohrii in Tbilringen). graf Kerengar von, soll tiü.-Ii Ansbert 17 

nein gelflbdc nicht ernillt haben. 
Leiniugeu. graf Friedrich von, xog mit dorn landgralen Ludwig nach 

Syrien. (Gi'dicht 17<»7, :UM, 4401. Hagen M, S. TV, 60; Oenna- 

niiL I, 254. ii. Lehmann. Pfalz [II, 31 fgg.). Friedrich ist oft seil 

121'! in der Umgebung Friodriohs U nachweifllKir. (H. Br^fa. 1. 314, 

3H4. 3'.>2, 417 fgg). 
Leuchtenberg odur Luggenberg? {„Luikinbach"), graf Dit-pold von, 

nun Baiorn. (Aosb. 17). 
I«it!bfnan (hei Oriilz), gl. if Riegfried H von, ^Urb auf dem dritten 

kreuz/.ugi'. (Auäbort 16; V. Meill"*r, Salzburger liegetiten 474, nr. I08; 

vgl Archiv Rlr kämthische Oeachicht« X, b. lU); Pez, Thesaur. an«<)- 

duL U', üol Itif»; inC. cid. 794). 
Limburg, herzog Heinrich IIJ von, hatte mit seinen söhuon Heinrich 

und Wulrum dos kreuz genommen ((Üslel^rt 55ti); er selbst kämpft 

mit Richard vor Ar^nf, doch ist d'w toiiuahme seiner sühne am kreuz- 

xugo nicht sicher. (Krnst, Histoir« d« Limburg HI, 169 — 173; 

Cbron. SyUi. 598 uote). 
Luchhäu^en (bei fttflucbou), Oottliold von, hat wahrscheinlich um 

dritten kreuzzuge teilgi'fiommen. (Mon. boicu VI, I4t!). 
liooz (LuouJ. gral' iti)hai<l von, soll Rein gelOlHle nach <iihlebert erst 

nach fOuf JLibren erteilt haben (vgl Ansbert n.f, altein er ist uach- 

weisUch 1151 vor Akkä gestorben. (Caesar. Heihterb. Dial. ed. 

Ktrunj^'i- H. Addeiida s. 15). 



LQbuck, bftrger Ton. errichteu eiu spiUil vor'Akkft. (Soriplt. rennn 

?nm. I , no). 
LQtlicfa. bisclior Rftdolf von, der brndor dos hentygs von Zöbriugeu. 

nahm in Maiitz diiä kreuz (Ansbert 15, '25, 39, 43; Anaal Ik^nb. 44; 

Cliroü. Cl:triiov(iIl. t*H; Idtnib. parv. \m Pert/ SVI, tjlst); tir starb «uT 

der beimkf'lir zu Ht<rJot-u bei Frctburg im Urcisgau an gift. (Gest. 

abbat TrudoD. bei l'ertz X, 390; Gielcbert s. ä73; Ahnal. Marbae. 

165; vjjl. Freibunjer Piöcesan- Arohiv bd. VII, 8. 107 — US; tJedioht 

1177. 7232 fgg). 

Lfltztilhart, Viricb von, kämpft mit auszeichnung bei Vhilomcliiim. 
(tDstoria peieKrin 519). 

Lyndt*!!, Klorens von, urktiiidot UDO als pilgor (Calmet, HiHtoiro de 
la Lorraine 111, s LXXVTU) und ist heimgekehrt 

Hucblant, Wulcban von, zog 1169 nach Syrien, (von Mucbur IV. 
543). 

Mähren, markgrar Otto von, nahm daa kreuz 1188, liuss sieb aber 
soiues gelübdes ledig sprechen und schickte an seiner statt seinen 
Vetter, den prin?.eii Diepold, nach Syrien, welcher dort »tarb. (Dudik, 
Mährische Geschichte IV, 8. H8 und 94). 

Magdeburg, burggr. Üurchard IV u. Uebb&rd von, lAiisb. 16); erateror 
starb in Aotiocbien und wurde auch dort beerdigt. CVgl. Böhmer, Acta 
im^terii h. 152; Wilhratid vun Oldeuburg in Laurent, Qiiall pnregrin. 
s. 173 und Magdeburger OeschichUblStter VI, s. 43 fgg.; /.oiUobrifl 
des Harz- Vereins V, 1H73 9.3; Gedicht 45H9 — »8 und sehr oft). 
Neben ß. wird uuch graf Konrad a\a toilnuhmur vert« 444ß genant. 

Mainz, Wernor aui^, canonicus an 8t Vietor, wird uU gebauter noch 
Ciiuütttntinopel geschickt. (Ausbert s. 35). 

Ualtit7,, Ulrich von, vers 5592 als krenzfahrer erwilhnt. Oio frObe- 
stüri urkundlieheu bplege für diesi*n uamtiu beginucu entt mit dem 
jähre 1224 (.Uojer, Alt-CeUe304: ÜrehoUesIi, H(i2); um zuhlr.-ich- 
sten sind sie fQr die jähre 127«— 1394 (vgl. Wugele 39'J, 461; 
'l'ittmaiin IT, 257; vgl. Posem-Klett s. 64). Wahrscheinlich ist er 
erst 122H nach Syrien gegangen. 

Munt (f), der bnidur des grafen vou, schlimst Hieb in Serbien dem 
beere au. (Ansbert Jtl). 

Marlene. Dueke Uoekea, baatard des rrie-^tMi Hflsael van Martt'mi, 
diente unter dem kaimer Friedriuh iu Klein -Abitn. wu tr wahrschein- 
lich gestorben ist (Dirkii s. 177). 

Maisiug (Uaieni), Foto von, iiel am Ht. man 1190 in Uriecbenland. 
(Aoabcrt 17, 54; vgl. Mon. boica in. 362). 



HU Il£|}t<ICUIUt ALT bSN KHBinuOnBH 



l&j 



Medliug, vogt Heiuricti vifii, miniBtorial ilu> Lorzog» Lcopulü, utnrb 
unf dem zuge. (Aiisb. 77; vgl. Zeitscfar. für thürtng. Ooncbiclito V, 
8. uh) fg.). 

MeilHtÄ. Liidwig^ von. ein gflborenor Thüringer, aber in M., eiuer 
hatg in dt!r AUoiilierydiaH K:irl.sborg, krois Oltiint/., uiisiisüij^, oräcliciuL 
seit lS7f> bis nacb 1283 urkuudUch. (Wolny, dio Märkgrafscliiift 
^Alahreii V, s it*6; Boczeck, Coil. lüiiloni. Morav. IV. ur. üiü» ». ÜJi'S). 
iJieser MudtiU I'bI der gewultri^iHiiii iiiimith dtcljtt^r»; ur (tut woi »in 
xuge 1228 teilgenoiiuneu. 

Meis&en, innrkgrar (»ietrifth von, eraclieint in (?iner Urkunde di's Uluigä 
IMiilipp August (juli imij ?,u Akkfi, durch ilenayii vt-niiittlung Phi- 
lipp nitfhrero Jeutäche ritter iu aolil iiimt. (üclislp, Cutuli.igui) des 
geste« de Philjp[>u s, 6öU; vgl or. 341. Im Gwlioht hvisst er der 
Meisauer 148). 

Meiasbu. biärhof Martin von, nimt iu Biain;: das kreuz, urkundel lltjH 
als kreuKl'iüircr. (Mciiwoncr L'rkutideubach s. G2 fg., ur. 61) und siirbt 
im juui liao zu Antiocliien, (Ansb. 15, iii fg.; Annal. Itoinh. 44 
und 40; Aund. Marli. Iti4: Ücdicht 1181, 2396. M07, (illll). 

Melre, Alhrfcht von, heisät vers 071 — 976 ein thilringisohfrr kröuz- 
fobrer; somit ist joner ort nicht mit dem bessifchen Morlau, son- 
dem mit dem bentißen Gross- Mfihler hei Volkenrode zu irtentifieie« 
reu, nach dem ein ^ewisRer Alhrechi sich nent iu Urkunden von 1274 
(Zeitschr. Hir thüring. fiescliichtü VI, s. 330; vgl 343 — SU) uud 
riftC (Mfihlbilnser LIrknndenhuch nr. 327). 

Mer. Heinrich vom, wird nach dem gedieht vers .'i709 — l.S vor'Akki 
.Mchwer verwundet. Mer heisst ein tlussbett bei Main?. (Srriba, Rege- 
sten der Provinz Htarkonbarg nr. 34i:i), Mahris oder Muru? heisst ein 
säcbüiRL'lies geseliledit , von dem Heinrich uud Arnold, /woi trrüder, 
iL'ßH urknudlich nachweisbar siud (Ücyer, Alt -Zelle s. sai), ondlioh 
heisst Mer ein böhmisches „praedium in llieutonia** (l.'hron. Qerlaci 
ed Vindob. in Kont rer. Austr. 8. Uft). aber eiu Heinrieb de Mer 
ist nicht siehcr naehzuw eisen. Soltc er vielltncht in dum H. de Mere 
zu tltidon soiu, der 1202 eine Urkunde filr d^ deuti^cbe ordensluinit 
iu St. Troiid unterschreibt? (Hennes U, 145). 

Meran. herzog Bertlioldt vun M. und DalniatJon, zeichnet «ich nl« 
huerfübrer aus und liehrt ghlcklif.h beim. lAnab. 2»;, liS fg., ÜO, 
63; Mogu. Boicbersperg. 517: Anuul. Marb. IB4; Gedieht 1102, 
1761 und oft). 

Metz, bQi^er aus, ächUtiji.''i'n ^''1' «n Hnindii?!! ib-m lioere aiL i Aus- 
bin 1«, 20). 



üKiTtcHii. r. üMxmcan nni'Oi^oiiE. «u. rn. 



11 



lud 



ft. rAriucut 



MOdliiig (Mäliren), Rmnrioh von, oiq miniflUrial düs tiürzoga Iam^poIi], 

fltirlit awf dem zugi?, ^Ansbert 77). 
Morleiutiti, Üotischalk vud. uu» dem Ilnanegmi, tritt, oftcfadem t*r 

das kreuz genomnteD, in den Iiuspitaliternrdon. (Qislebert 679) 
Moäoburg, Kouratl von, (bei ScIimalkaMcu), zog nucb dmu güdicbl 

(verä 1701, i!082) mit dorn laudgrotcu nach dem beilig(>a laiido. Kr 

crücboiii^ oft seit Vi\3 in der b«g|tntung des kaUem Friedrieb FT; 

(vgl. H Bii'b. T, 24», :i67, 708). 
Mftiiator, hischof HorniaiiD 0. battc iit Mainz diis krea/ gtiaomromi. 

wird nl» kaiserticber ^(>i<aiilKr in Con»t:LUtinü|itil gclHtigen geBetxi 

und kehrt ll9*i heim. ^Auttb 14 — Iß und oft; Annal. Keinbi. i4; 

Ann. Marbac. 164; Annal. Colon, max. 7i»7: vgl Kibard. Codex 

diplom. Gucstpb. II, 2it5 — 207, ^n, JJ.J; ZeiUcbrirt. fiir wesfiibflJ. 

Oeschichte XXY, e. 1 — 89; besondars s. 18 notc). 
Nassau, graf ßuperi. vuii und sein verwanter Wulram, wird mit. dem 

blsobof von Mfloäter alä gcsantor in Cütiätautitio{>el fe»tgcbalton und 

stirbt vor 'Akk.l (Ansbert M. 10. 'J6, 31, r>ü; Annul Marbac. 1G(U{ 

Cont. Zwetl. 644; Arn. Lub. 172; (fisleb. r.7ö; vgl Toöcho 164). 
Nt'uburg (im Breihgau), graf Bertlioldt von, nin verwanter dea ber- 

2ogs Bcrtholdt von Zubringen, daber mit diestun verwccbsult. KOg mit 

Friedrieb nach Syrien. (A. Ifi aod 25; vgl. Stalin II. 397. Bctied. 

II, Mrt nennt ibn Bertb. von Zubringen). 
Neuenbürg, Markward von, kllmmt'rT dea kaisora, wird v.U geiuuiter 

nacb üoustiDÜnoptil Torausgescbickt (Ansbi^rt 14, 21^ 31, iH, 49, &A). 
Noueuburg (Schweiz), Ulrich von, zog mit dem grar B. von Neuburg 

und slarb 1191 aoi' dt*m kriMiz/ntrc. (von Wattyuwjl von Diosbacb. 

t'ji'sdiicbU» der Stadl und Ijuidi-cliafl Bern I, 219). 

Nouäü, ein bftrgor autc, pUgorl mit soUior tocbtcr HUdegunda uaoh 
Serien und stirbt in Tyrud; der dieuer vcrlUsst sie dort, worauf deut- 
sche pilger sie mit in diu heimat zurueknvbmen. Zum dritten kreuE- 
zugo goii'*.rig? (Caus. Heistorbac. Dial. mirac. ed. Strange I, 4(0. 

HKiederl** (Niederloit«u?) gral'Sicgfriud von, auaötiterraicb, ist beini- 

gekebrt. lAnsb. 7t;). 
NQruburg, burggraf Konrad UI, zi^bt mit Friedrich, graten von AU 

bi<rg, nai'b S.vrieu. (Uaaa. Der Hangau 6. 186). 
Nflrtiagen (bai Tobiugen), Konrad lon. urknudet Uö9 als pilger fflr 

dntt Sl. Diuuyükloatür in tichcnturD. ^Mon. boira VIII, 44t;). 

Ustorruiub, hiirzug Leopold VI (Vll) von, geht mit aeiut*m brudor 
Heiurii^b 111, burzug von Muidliu (Tböriug. S&eitscbr. V. it. '.111) rar 
Mp nach dorn heiligen lande. (Ansb. 14, Ui und oft und all« übri- 



biB napTKUBH Arv um UBtrazDoioi 



tS9 



geu ipellen). Kr war mich dem 15. august 1190 vun Wien auf- 
gebrochen. {Mpülor, Babenbprg. Hejfesten s. f»H nr. 49), 

Ottingeii (lit'i Augsburg), grul' Kuiirml von. (Atisbert 16). 

Oldenburg, graf Kuinrich tod. aui Sachaen. (Am. Lub. 177). 

Oldenburg, graf Christian 11 von, xieht mit kaiKer Friudrirb nach 
Herten (Ansb. 16: Aunal. Htadeus. 36-2), kftm(>lt vor 'AkkA (Arnold. 
Lub. 172) and wird auf der hfimkchr ermordet. (Hamelmami, Olden- 
burg. Chronik Ü, s. 117). 

Orttiuburg (Tirol), graf Olttj 11 von, urkundöt ll9ä (?) itls fdlger. 
(.\rchiv fRr f-sterreiub. LioBcMcht« XII, s. 06). 

Oacdc (bei Osnabrflck). Widukind von, zog mit nach Serien. (Erhard, 
r«d. dtplom. fIu«HinhaI. n, nr. 22lä). 

Oanabrück, btscbof Aniold von, stirbt (Ansh. 13, ä5) am 16. dücbr. 
1191 zu 'Akkft (Krbard, Cod diploiu. Guestphal 11, 79 or. 2371; 
Moser, Oanabr. Gescbicbtö TT, 55); er hatte ^on Waldeck aus dio 
dorr. Mch sammelnden kreuzfahrer dem kaiserlichen beere zugefTihrt. 
(KieiiiBurge . Westföl. Kircbengescb. U.teil, ImLB, p. 86; vgl. Oedicht 
119«, 6130, 72:i6 — 31, WO er identiach ist mit Conrad von Oxeburg 
1013). 

OinabrQck, propst Leufried von, bat wahrscheinlich den kreuzzug mit- 
gemacht (vgl. Krbard, Codex diplom. Oaestphal. IT, 203 und 304), 

Pa^iiiu. Itij^rbof Pit^ipold von, starb am 3. novhr. 1190 vor 'AkkÄ. 
(Aimül. Miubac. 164 fg.). Tageuo uc-ul deu 3. uovbr., Auäbert 74 
den 13. november al« todeatag; (vgl. Gedicht 1182, wo er Albrocht 
genant wird). 

Paüsauer domherren: liarchard v. Chambe, L'lricb, propst von Anlag- 
ger (Österreich. Ärcb. XT.VI, 437), Mehiiibalni v. P., pfarrer, Mark- 
ward, propst von SL .\ndrofi (an d. Traisen), btarb am 12. sept. lI9Ci 
(O^terr. An-h. XIX, 4ir3); Kudiger vuu Abt'ini; Kunrad prior; Tageno, 
dekaii, starb vor Tripolis, wo er begraben i\-urde. — Diese dom- 
herren starben vor bischof Diepold. (Chron. magni presbjt 517). 

Passuu. ein bGrgor aus, namens Heinrich v. äteln, urkuudet 1189 als 
pilger. (Mon. boica IV, 89). 

Peilstein, graf Konrnd D von, geht mit Leopold zur ^ee nach'Akkä. 
(Kilz, UeHcbichid von Michaelheuren 1, 162 fg.). 

Pfirt liui Sun^lgau). graf Ludwig von (Ansb. 17), urkundet im aphl 
1169 als pilgor (Ca«tan, Origbe de la commune de Beaau^on 165) 
und 7.0g mil kerr.og Leopold zur si-l> nach 'Akkü. (Auual. Murbac 
161; T-scbarattei-, Chronik von Tbann s. 11). 

Pfraundorf, Hadubrand von. uebt mit dem kaiser Friedrich 1 nach 
Syrien (KaLkenetum, Diplom, et antiquitt. E^bL ü. 3B; vgl. Sax. 



Gwchiclilie von Richstadt «. ft7); ol» deraeiht* wio Radtihrsnil ton Artl-j 

borg bei lüichätüdli' 
Piain (Osttirr.). graf Leutoliii IT, starb um 17. jnm 1189 oder 119» 

(vor "AkkäV). (Filz, ()i«chiclity vuii Mifhai'Ihtiai«n I, 228). Wahr- 

scbcinlioh war auch sein 1)radct' Hemrich I mit- ilim aufgezogen; (v}<l. 

Go'licht 1018 - 35 und oliv dort weiden »udi Ott'* und Konraü 

sowie Maria als lt*i)nelini»r ^'tunanl. 
Poppeuburu i\>*:\ Hildeälicim), gmf Adalbort \'Oüj aus iüiocbsen. (Ar- 
nold. Lub. 177. Ge-iichi i»ö4. HIHy. 44;'»a). 
Pruckbach, Adalberfc von, aus Raitini. (Ansbört. 17). 
Pucbburg, Hugo von, oin miniftterial des hery.ogs Leopold, aturb tturj 

der Incuii'abrt. (Ansbert s. 77). 
St. ({uentin, Hugo von, bricht im april 11K9 mit dum bisobof Tlido- 

dorich von Be^iui^^on nach dem bclligon lande auf. (Caatan, Orig. 

de la comnmuu de Iksanyon lt>5). 
Rabonaxvaldo. Üürtboidt jjraf von. wird olts kreu2fiüirer 1190 geinuit 

vom <jedicbt v. 17&7. Das geftidilecbt nanl« sieb nucb dorn atidt- 

eben >Vie oder >Vlbo (dalier un^or H. jcdönfull» identisch \*i mit dem 

vers 10<.*& ujid C392 gonauteu B. von Wio). (.Rein , Tbuiing. sacra L 

86 fg., uotc 46; WolfT. Chronik von Pforta If, 160). Ein Bertbuldfc 

von Itabunswiilde ist ji-docli urkuudlich cri^t sp&t, 1265, 1367 and 

127G uacbweisbar. (Kein I. 153; U, 160, 171). 
Rh4|ud (= Katka)t oiner dor brllder von, mlniHterial des horzugs 

Ijtiopold, starb auf dorn tn^f^. (Ansbert 77). 
Kumsonbuch („Kamspercb" bei Eülb in Tyrol), Otto von. t»t glflck- 

lioh widfi heimgekehrt (AnsburL 17). 
ßcgcnsburg, biitchot' Konrad 111 von, ist wider bi*imgek(>brL (Ansb. 

15. 25 u. oft: Magnus K«icber)(b. 517; Annal. Marbac. lO-t ; Qcdicht 

llHa, 24H3). 
Uegonsburg, eiu bOrger aun. (Ansb. 4M). 
Reifeuberg (OboriVunkeo), Ueinhold von. starb lu A'Ii (Aü»- 

l»ort 54). Nu(-b Kif/Jor i»t wahr»<.iioluliib auub «ein «'ibard 

mit gö7.i>gfiu. der 11H9 mii gut an dai^ klu8t«r Langbuim vurkaiift. 

(Lang, Keg. boica I. 345; V)^l. Bavaria 11, 497). 
Itoinmar. der alte. (Vgl. Itie/kT, btiiLigu U ur. 7). 
Khoda (bei Minden), vogt Widukind von. (Am. Luh. 167; Kiudliu- 

ger, MOnatoncbu beitrüge \\, t!tI3 fg.; OtHlicbl 9H0, 1690. äU94, 

1435). 
lUed, Kurl von, um< Bayern, urkundul 1189 als ptlef^r. (Mon. hoica 

IX, 176). 
HiedenUerg ^Pranken). Kbtrbard und Heiubold vmi. ^Aiuburi 17> 



Vnt VUVfWKEH AW MW KHRi'nRffom 



RipnocV, irraf Gorlianl von. starb vor 'Akkit (Arrhiv (ftr Uotorfnin- 
ken XrX, loft 3 s. 70 und 00; vgl. X. heft 3 a. 1—137). 

BüilL^okircb. Hermunu von, äiöM 11^9 oilor 1190 nacb liem hoUi- 
gpn lande. (Enneu und Eckertz, Quellen zur Geschichte der Stadt 
Kflin T, 59;i). 

Hotcuburg, graf Derubard 1 von. Btifter der hohcnbergischen ikmilio 
derHnhttnxonorn. wl mit dorn kaiaer nach Syrien gezogen. (L. Schmid, 
Hartmann von Aue. TiiltinR. 1^75 s. ä7 fj(. nnd dessep Geschichte 
der (iratun vun Zollern-Hohenbprg H, a, 6 fg.). 

Rukkersberg, Hartoid von, nrkundetala kreuzfabror filr AdmontUBS. 
(v. Mflchar HI, :M7 und ^^ R40). 

Kulant, Thoodericb von, wird vor'Akkä stflrbenakrank , zieht aber auf 
die kuurlo von einer niedorlago dos christenhoeros in den kämpf, ver- 
bilft- den chri8tcn zum siego und stirbt »m dritten Uige darauf. 
(Caesar. Heiäterb. Wal X, c:ip. 12; vtfl. XF, cap. 291). 

Saarbrücken, giaf Heinrich von. (Ansb. lö> 

Salm (bei Trier), der graf von, atieas mit dem biacbof Peter von Toni, 
mit weli'ht-m er ans j»«' zogen war (Benoii, HiKtoire de TouMä5), bei 
Bruudiy. zum kuisi'iiirbiMi iieere. (A. lii nnd 4h). 

8»yu (bei Koblenz), gnvf Heinrich von. (Ansb. 16 und 27). 

Srhanenborg-Holstt^in, graf Adolf fTT, zog mit dem landhpere, 
kebrii- aber schon im juni UOO diroRl von Tyms heim. (Ansb 16: 
vgl. darQber sehr ausfUhrlich Nordalbiug. Studien V, 248). 

Schwabou, herzog Friedrirb von, zeiehnet sich in allen gefecbten aus, 
Qbernimt den Oberbefehl na<-.h dos kaiscrs tode mid stirbt an der post 
vor 'Akkä. Über ihn sprechen alle quellen. 

Schivurzenberg (Bchnabon), Konrad von. (Ansbert 17). Ist er 
vielloiirht idt'tititicb mit dem auf dem vierten krcuzzuge genanten 
Konrud v. Scbwurzcnberg? (Gunthenis Aleraaun. ed. Uiaut 8. 32 
and 83). 

Scbwarzbnrg (Tln'irin^i'n), ;,'nif (Jüiitber nnd H^iarii'h von, sollen am 
dritten kreuzzuge teilgenommen ImboD (tifdidit v, ITtil, 20R6, 3126 
nnd 1001, 1764, 2086, 5126). Wahrschidulidi liegt hier eiue ver- 
wechstluDg mit dt-m zöge von 1197 vor, an d«.'ni der graf von Käfem- 
burg mit seinen beiden »öhneu, den grafou Gfmtber und Heinrich von 
Schwar/.hurg fso wie dem grafen von Beichüugen) teilnahmen. (Toeche, 
Heinrich VI s. .SBOV I»ooh ist graf U. v. Scbw. auch nachweishiir 
1315 zu (Vndomach boi Friedrieb Fl, wo viele edle das kr«uz nah- 
men. (H. ür(^h. l. 3&4). 

Sepperothu. Uudulf von, barggraf von Groningen, starb auf der kreuz- 
fahrt. (Dirks 169). 



m 



iTm 



Siegobrand, meigter, Biia oiner ilcr nordiachon slÄdto, begrßnaet 

(ioutscbe hospital vor 'Akka. (Scriptorf-s rcrtim Prusa. I, I21)l 
Siegfried, ein mim»t43riAl des elsftsäiücliüu gvnroii Albert von Dfigs- 

barg> uimt nof dem i-oicbstago zu Slvaagburg 7U6rBt du kroos. 

(Annal. Marbac. 103; vgl Tfwclic 91). 
Slmbauh (bei Landau, am Inn oder in MiCtelfranken), Häinricb von. 

(Aüsborl 17). 
Siiiinghom, Jobaiines von, hat am dritten krenzza4;c t<4]gcnotumcn. 

(Wauters, Tablu cbrouol. DI, 8. an). 
SliTttigeu, Dietricb von, geht mit dem kaifipr Frit^dncb l mwli <\em 

heiligen laude. (Moii. boiua HC. s. 476). 
Spanhuim, die grafen Heinrich und Simon von, brüder, von denen 

der letztere in Atlhanoiicl starb. (Anäb. 16, 46, &4). 
Speier, hi^chof Otto von« hat (nach Ausbert 17) sein gelübde nicht 

erfüllt (vgl Ramlkg, (jeschichto üpr Bischöfe von Speicr J. s. iU — 

416); denn er unterschreibt UOO am :^1. «eptbr (dno Urkunde den 

kAuigs Heiurlcli VI zu Wimpl'en. (Stunipl', Heickskanzler UI C, 

8. 249 fg.). 

Spelten, graf Walter von, wird im gedieht «ohr hAufig erwähnt aU 
tompIorgro8smoiBti?r, vt ist aber sonst nicht uachzuweiflän. Spelten 
heisst eine Kinöilo iu Buiern (Itudolpbs Lexicon), wahrend L'rspmogx 
Topograph. IjOxicou des kOnigreicIm Balem s. 56:i eine solcho gegeod 
nicht keut; jihnlichc Ortsnamen sind S|><?th (bd Acbuhn. Stilliti 11, 597), 
äpedel in heüü^ibchen und dfut^rhen ordeusurkundun, über nirgends ist 
ein geschlecht oder ein» person mit nnHen<m vornamen dnniacli henant 
Wilckc, Gcschiclito der Tcmpi-ilierrüu 1, i-i5 Ifiasl unseren Walter 
wirklich als grossmeiiätt'r der Icmpler nach ßirards tude (4. oct. 1188) 
fungieren, wodurch allordinge dio donet empllndlicho Iflcko zwiMbea 
Girard mid df>tii erst ir.*l ornählteu Kobert de SabK* ausgefülU wird 
(Du Gange, Lei« famüteft d'outru-mer H70 -882; L'estoire - d'Kriicles 

9. 130), doch ist 6«ine gesähicbtliche ezistvuz büclmt problemutisdi; 
(vgl. lüezler 8. 121). 

iStolermark, herzog Ottoco]- VI von, arkundet IIHH uder iiufanj; 11R9 
mit vielen kreuztahrern alit pilger iv. Muiller, Üubcuborg. Itugesten 
0. A7 nr. 17), jedoch bindert« ihn an dt*T aosüährung seine« gulflbdos 
die kraukhoit, tvelcbor er nm !> mui 119'i «rlug (v. Meiller, Salr.- 
burg(>r KegMten *. I.M'. nr. 73). 

Steinach («in Neckar), ilUgger II von, soll au dem dritten ki-euzzuge 
teilgenommen bnben. (Arulüv fflr heasiwhp Geschichte X, s. tlS; Tgt 
IlagOD. MiuneE«änger IV ». Söetrgg.). 



otB twTKmai vor mm kui 



V 



Steinfnrt (bpi MOiiäIpt), Iladolf von. erecheint uxlniDcllioh 1I»9 y.u 
Fa«lcr!>orn , run wv uus er mit. einer groj!s«i) zahl kreuzfahrar zvim 
beere Friudricbs aufbricht. (Grbant 11, Sca Tg.) 

8tra8<iburg, Mftchuf Huiurioh vou, predigte auf ilem reicbt^tut;» ku 
Strassburg: (aiifang docbr. I1H8) das kreuz, iiabm es auch zu Mainz 
Äof der „Curia Christi," wird aber sonst nicht ineür als krouicCahror 
erwähnt (Annal. Marb, l6ij Annal. Rüinh. H\ vgl. Toecbe, Uein- 
ridi VI s. Ul>. 

Sdlz (Steiermark), Dflrin^ vou, urkxiudet al» kreuzfahror fUr tlaa klo~ 
8t«T AdmoBt (von Muchar, Goscbicbte von StoienoJirk ID, '117). 

Suuuebruutieu, Härtung von, niinisterial von Fulda, ziebt mit kai- 
ser Friedrich I nach Syrien (Dronke, Cod. dipl. Ftildens. nr. 8:^). 

Sw[gger!«hausen, Ikrtholdt von, urkuudot HHt» als pilger. (Ucuuü- 
berg. Urkuudonbnch 11, 7 nr. 24). 

Turantai»e, «rzbischof Uaymo Ton. stiess in Brauditza zum boore dos 
kaiser»} (Anab. 15, 17 fjjg., 26, 26, 39; Cbron. ürsperg. 1187). 

Toktouburg. grar Simon I, soll nach Ansbert 17 mit herzog Leopold 
zur see nach Syrien gezogen sein, aber Fr. Mfillor, Gesohicliti« der 
Grafen von Teklenburg, Osnabr. 1842 s. 66 ig., at^'llt dies in abrode. 

Thfiringen, laiidgmf Ludwig von, nahm in Mainz das kreuz mid lan- 
dete im Bopterober 1189 vor 'Akkä. (^Vnsb. s. 17; Ann. Koinh. 44; 
Arnold. Lob. 177. Sagen ober seine krouzfabrt bei ßeobstein, ThO- 
ring. Sagf>n 111, OU fg. Kr orknindei 1188 als pilgur bei Stumpf, 
Acta Mogunlina b. 109 nr. 107). 

Tiabach (Tainaberg?;, Uugo vou, fiol am 3. februar 1190 in einem 
kämpfe mit dou Griedipn. (Ansbert IS). 

T'ilUnr'tein, grafGchhurd von, kohrtti ghicklicb wider heim (Ansb. 16; 
vgl. fileiller, Salzburg. Hegesten 19ä nr. 102); er mitersch reibt eine 
Urkunde Heinrichs Vi. am X. mflrz zu Pisa. (Stumpf, Kelcbsl^zler 
lUC. 3.267). 

Tramne. AVittig von, soll nach dem gedichte vom landgrafen Ludwig 
teilnebmer am dritten kreuzzuge gewesen sein (vera ll&e — &i)); nach- 
weise seiner pi>ra(in sind nicht zu erbringen (ob = Tammo? Iäl8, 
Beyer, Alt-Zolle Ü30). 

Trasigny bei Namur, Otto von, nahm in Mona das kreuz. (Gi,4]ebert 
567). 

Trühonbacb. abt Udaschalk von, int mit dem kaisor nacli Syrien 
gezogen. (Vou Mucbar, Qeächicbte von Steiermark IV, 5-10). 

TruhscD (Tirol), Otto von, urkundet 1187 als pilger (Archiv lllr Gc- 
scliichto KariiUiuusX, 9. 111); doch erscheint (sein Bruder Otto H?) 



lU 



R. at^HBtCiir 



ler, Siilzb. "Rt-'i^r :*. Ih'.i m. 58 und rt. lbf> nr. 68). 

Tnll, büschur Peler I von, traf boim Vrcui^koere io d&r ßalgnri'i i'En 
uud itürb auf dem zng-o. i Aoyiii. Aur. biil. Loöd. bei Üouq. XVI 
8.lil0; AmmlMarb. 1Ü4; Hin. Uicardi l, I>3; Ansb. 15, IB. IK, 38] 

'i'nrgowG, der biderwo von, wird iti dem gedieht« vom lauilgraFn 
VOSS 6588 Bntl 6132 al^ kieuzlahrer erwähnt; ein Fried rieb von 
Torgiiu untoi-scbreibt mit seinem Hohne Widego I2ifi, (Uoyor, Alt- 
ZcUe s. 027). AtiKiier ihm werden noch erwähnt: ein Bodo de Tur- 
gowo 1362 ali) ministcrial des markgrafen von M'^istien {llttmunn, 
Heinrich der Krlauübte l. 252), 1274 tWegclo. Friedrich der Frei- 
digo ». 3iU), 12H9 (Meissefler rrknndeuhnch b. 226 nr. luiV), pytor 
de Turgowe 1275 (Meiüäener Urkwidoibuch ur. IBO), uud Tbeode- 
rieh mit »eimtm sobne tMedi'icb 1273 — 12ifl (Uiedol. t'od. diplom. 
Ürjndcnb. II A, s. 120), 

Ungarn, kreuzfahrer aus. Rchliewou sicli anfangH dem kai^erlieben 
beere an, bis am 19. nov. 1189 sechs uiigaris^che edelleute sich tron- 
ncni so dsfts nnr drei zarßclrbleiheu. (Ansb. 2&. 39 1. 

Utrucbt, Wilhelm, eanonlcus von, landet 1187 in 'Akkä nofort nach 
do.--äun croberung durch Saladin, wird durch den muslimischen gou- 
veninur nach dem damala nncb den ehriaUa gehrtrigen .Teniiutloi 
gidcitet. (Cao». Ffeislerhac. Dialog. fV, c. 1& ed. Strange I, iHfifgg.J 

Velbarg, graf Otto, zieht ildd nach Syriou. (Gemeiner, Regensb. 
Chronik 1, 279), 

Veringen, graf Heinrich von, aus Schwaben. (Auab. 16). 

Vohburg, markgrul' Bertholdt von, aus Uiüern (A. 16, 2&), ist heim- 
gekehrt, (Ann»]. Marb. 161; v. Meiller, Sal/h. ßegesten I57 »r,79^ 

Wadelbach (Wad^nherg bei Klberfeld?), Lutger von. (Ansli. 16), 

Waldeck, Widukiud von, urkundot am &. april 1188 als pügo)' (I^r- 
hard II, nr. 2235) in goseUschatt mit Uiidotf von Steinfurt; er beiftl 
bei Aiibb. 16 Schwalm»eck {Scbwulenbergl. Kr »^turb vor AI 
ward aber in dem von ihm ge^tirtinen kloster Marivufirld begrabui 
wo »ein ilenkiuaJ noch beute zu sehen ist. (Zeitsohrltl für wttttphf 
Gesch. 1871. Abtbeil. 2, s. 167; Schateu, AnnnI Paderhr. i. «68f 
Preuss und Fnlkmaun, Liiipisolie Kegesten 1, s. lOö — 112). 

Wuldeuburg, graf Uurchard von und der junge gcaf Hoyorvon» wa 
Sachsen, von donen nach Wilhnmd ed. Limreut *. 173 der !r ' i 

AuÜochieu begraben liegt.. ^Ansb, 16) Kr ial wahrftclieiiif 
liadi mit dem im gedichto geuauteu grafen von Mansfeld 13&1 — 
1256. 

Waldtilclu ^Steii>rmark), IJiUtiliJ von iAn^b. 1KV 



um oirTBCUM; ivt dm kjuhiuuosii 



16S 



Wailvr, G<>zz4iiis Alias aus Pmisiiu, zog uacb Syrien 1189. (Mon. 
lu-ica rV, -14), 

Woirlii)i>lliitrh (in KÜrntheii), AdHibert vun. (Aiisb. 16). 

W«nl (Douauwortli), MaufroliI IV von, soll, wie Riezier erklärt, uacli 
t'iüor Donauwrjrlbcr tradition dem heero FrJodrirhs I sieb unjjcschlo»- 
«eu Imben, was jedttdi nai:b Steichelü ^Dag Bistbum AugHburg. s, 701") 
nnriohtig ut 

Winnor, ein ritter, fivUt in dem gefeoht vom 3. mai 1190. (Aneb. lil), 

Wrrlheiin, grnt'Pojipo von, soll unt^r Leopold vor 'AikÄ mit gekfunpfl 
ttaben. i Steiner, Qcüclticbto doa Bucbgaus I, 330; vgl. Werlhi-iiner 
erkunden buch ar. XIX). Kr untersohrelbt jedoob am 21. <iept. 1190 
m Wiinpteu t'ine Urkunde des kOui^s HeinriL-b. ist also wabrschein- 
lieh nii^hfc in Kyrieii gewissen. (Stumid". Kciobskanzler Ul C, s. 2-19 ig. 
Tin Oedicbt heirtsl er Hugo 1753, 2051, -1297). 

Wied. graf DiHriuh von. (Ansb. Ift. -18). 

Wien, bfir^er Wergaud vun. orkiindct als pil^er ffir daa kloster Form- 
bach. (Vgl. RieKler). 

Wiesen bftch, Gottfried von, unttTbandi-lt im uuftrage Friedricbs mit 
dtim sultau vuu Iconiom. (Ansb. 61; Aanal Colon, mnx. 794, 795, 
79»> 

Wildöu, Ilicbur von, urkundet 1188 als krcuzfabrer für Admont. 
fv. Muchar III. s. 317), 

Wilhelm, der bruder des grafen Balduin von Hainaut. pilgert im 
febmiur 119U. (Wauters, Table cbronolog II, 684). 

Wilhelm, bruder, kfimmerer !m kloster Ueisterbach bei Bonn. (Cae- 
sar. Heisterh. Dialog ed. Strange I. b. Jt*5). 

iukel (in Käruthen oder Steiermark), Ortlieh von, ministerial des 
ber/orr» Leopold, soll nach Ansb. 77 auf dem EUgo gestorben sein« 
allein er ist heimgekehrt (vgl. Meiller 136 nr. 199), da er 1225 in 
Urkunden wider entchi^int 

WörnbioBS („Wurmz"), Bertboldt von, oiu miuisterial de« herzogs 
Li^opold, »turb aul' dem zuge. (An»b 77). 

Woll'ülti:*rsdorf. Conrad de, starb H90 auf der kreuzfabrt. (Mon. 
boica IX, bbb). 

Worms, ritter Huy<> lon, /.eii.'iiiu't sirb bei der belageruag von Dimo- 
Uka in Gricchcolaüd ans. (An^b. 40). 

WDrzburg. bischof Gottfried von, nimt ia Mainz das kreuz und stirbt 
am 8. juU ll'JO in Antioebien. (Ansb. 12, 14. 15, 26 fg., 48, 73: 
Ännal. Beiüh. 44, 4'J; Annal. Marbnc. 164 fg.; Chron. magni presb. 
516; vgL dagegen Colon, max. 799, welche Um fälschlicb in Grie- 
cheolaud aterhr-n lassen; vgl. Gedicht 1174, 2479). 



im 



%. KtKairoT 



Z&ra, der wzbischof von, rerlÄMt iß Thrncioa da« liwr und kehrt 
«nröcfc. (Ansb. 15, 3!); vgl. Riexlor 8. 62 uote 5). 

Zähriugoii, herzog ßcrlliuldi V von, müII nanli Alberinuit mit Frie^ 
dricli nach Syrien gozogeu, aber noch in domsc^lben jahro (1189) von 
Äntiochien wider heiragekebrl sein (vpL Gmlliiij.inn, Üabsb. V, cap. 4), 
wftlireiid Stalin. (AVirtemb. Gcacbichte 11, 297) dies bestreitet. 

Zemliab (Zemling), Albero von, miuistprinl des herzogs Loopold. Isi 
nicht heimgekehrt. (A. 77; von Moiller, Babenb. Begasten h. 64 
nr. 34). 

F. Excurs. Pill PputscIuMi nuf dem orsteii iiiid zweiten krpust- 
zuge, nach der /immerHcheu chronlk. 

Vorliegandefl regisfcer war bereite vollständig abgäschloggen, ah 
dem Verfasser zttfitllig eine quelle fDr den engten und zwoiten krouz- 
zu|; in dio band tiel, weiche noch nirgends als Bolobe genant odf>r 
bekant war, über, da sie ani' älteren und walirsoheinlicb nicht mehr 
vorhandenen beriolilon von augenzeugen beruhet, im höchsten grade 
interessant ist und viel neues enthält. Die zeit reiohtv nicht mt^hr 
bin, nm das folgende regi^ter kritisch zu beleuchten, dtdutr mOge der 
geneigte leser sich vorläufig mit nachfolgi'ndem hpgnflgcn. 

In der i^ininierfichen chronik ed. Barack (Bibliothek des ütorar. 
Vereins ni— 94, 4 bdc) I, f. 79 erzählt dor Verfasser, er linbe in 
einem alten buche, welches in dem Schwarz-waldkloster Aliiinthach lag, 
eine gescbicbte des ersten kreuzzngs gefunden und sagt dann 8.79: 
„Aber nachdem die ioz ernerapt^n hist^rici md andere nier oit Hocl 
teutMcben, jionder Francosen oder Vidi-rlender gewesen . hüben sio allei 
malst der horrächaften ir» landts, die aina tuils mitgezogen, Muderlioh 
gedacht, dieselben mit iren namen und geachichten gunz fleissig abi:«.'- 
zaigt, aber des hohen teuUchen adls, der doch nit weniger leib und 
leben grwagot, darzu vil loblicher adelicher Ihatflu begangen, haben 
sie nit anders, dann nu in der gemaiu und mit denen kürzesten wer- 
ten moblung getlion. liammb ist zu wissen , duss iu dem dotier zu 
Alpersbach auf dem Scbwarzwaldt "jin alt geschribeii buooh, dcosglei- 
chen ain grosHor gewirkter aufschli^ gf>we.st'n, welohe baidu von lan- 
gen unvordcchllichen jura von der freiiiern;chaft Zimbeni dahin p'koni- 
men und gegeben worden. Der iahnlt dej4 ganzen hniJi« ist ain hi-Hchri- 
bttug den bftrzngü, und g&ilicb zu glauben, dasa »ollioba von der frei- 
herren von Zimberu uiuoui, deren drei, n " ' ' ' r ; , ■ ■ 1,^1^ 
Conradt und herr Albrceht , gebrueder, darii n und 

aufgazaichnet seye worden. Oleicberweis »ein grosae ftgiiren :*cheilieü- 
wia in das gemelt tünch gewQrkt. mit lateimscheo worton, wolchrr 



m DCmcBsy tvw toci cxnni3<io 



16T 



sich mit dem tmci ren^ciit'^ Hkranf lAUt «r «Is tetliwhtiMr 
'l -• Qgs an «eimr qn- ' Deijt»die aaf («. 8t)): 

iU II Tpo Chor, der ' von Straesboig, Mi- 

l'i-ili'i T'ii-vio voa Siaixbarg, htnog Ekkekard roo Dajeni. ein s<>hii 
'1 Sd)rirfn, henag Walter von TwJt; fem«: gt*f 
awibarg. pfakgrftf Hugo von Tübingen. giuTBodoU 
f I < von Sanrerdon, graf UaiDnaon tod l>iUtnf;f«a niul 

, V' ' ' ' mo TOD EKfafDioch. graf Heinrich Ton Relfeostain, 
' i; >on Kirchbfrg, graf Heinrich von Heiligcoberg . ein 
■ü. lierr Arnold frciherr vöu ßnsnaiig, ein freiherr von 
Pridow, berr fiadolf frwborr tob Brindis. ein freiherr von WesUrburg, 
graf BerthoH Ton Xeifen. berr Albrecht frvibeir von StölTf^In, ein gnf 
TOd Saloif ein graf Ton Viernenbwg, ein beer tou Boiandcn, ein graf 
Emiebo von Leiningen. ein graf von Böttelen und ein graf von Zwei- 
brick«>u. (ii<' fTeiherm Fric<lrich , Conrad und Albrecht von Ziml»prn : ferner 
9. 8b: Rudolf fVfiherr ?ou Brandis, ein ritter von Ems und einer von 
Fridingon; letztere werden bei Nidla schwer verwundet Aasserdem 
oent der chronist 5, 85 ebenfalls aus alten chroniken noch als U'ilneh- 
mer am ersten Ireaxzuge den pfalzgrafeu Adelbero von Wittelsbacb, 
giaf Ortolf von lliaur, von denon letzterer auf der hoiroreise gestor- 
ben ist; sein kicbuam ward in Hohenwart beigesetzt. Der freiherr von 
Zimbern (s. 88) zieht lluG iura zweiten male nach Serien, nimt an der 
belageniug 'Akk&s durch Baldtiin und die Genuesen teil, wird hierbei 
schwer verwundet, aber in Caesarea durch einen deutschen ritter von 
Hörn bis zu seinor gencsung gopflegt. Er diente nnt«r könig Balduin 
noch mehrere jähre, bis er starb (s. B9). 

Weiter nent die Zimmerscbe chronik 1, s. Ui als teiloehmer am 
zweiten krt-uzzng: Otto vou Freiiäingeu , hiachof Heinrich von Rogens- 
burg, bischof Regiubert vou Tossau, herzog Friedrich von Schwaben, 
herzog Heinrich vou Baiem und Wolf« herzog Jnbuslaus von Beheim, 
her/og Bernhard von Kftrutben , herzog von Lothriugeu, maikgiaf 
Liiopold von Oosterreieh. graf von Flandern, ein graf von Fripsland 
und markgraf Ottokar von Steyer. Wie aus den letztgomuiten oben 
ansrahrlich histori^h belegten und commentierten uamrn horvorgebt, 
ist auch auf diu glaiihwiirdigkt^it dor zum ersten kreuzziige neu gt^nan- 
ten nameo ein gDustigor rücksrhhiss frlaubt. Leider gibt dor chrouist 
keine namen von Lcilnohinern am dritten krouzzugo, wahrsoh eint ich, 
weil seine quellt* nicht bis auf jene zeit roichU^. 

Die rtt^to der Alpirsbaclicr bibliotiiek in Stuttgart onthalten. wie 
hciT oberütndjflnrat dr. Heyd dem verraüser gflUgst mitteilte, keine spur 
jener alten quelle. 



168 



ft, »i>VUCB7 



Ö4 Excors. l)lo kn'pzhhriT dp« dritlon kppnz5raftf»s fn dr« 
Johanues von T^BrzImnc fliehte TVIlhelui ron Österreich, 

Kjücn iiitpicssantou boitrag xur gesehichtt! tl« kämpfe um 'Akk& 
miutH nnch den [irohf?n. welche berr prof. dr. Rogol in der Zoitechrifl 
nir UiGringianbp Grachichto VlI. h. 421 — 436 gpßehnn bat. auch d«» 
geditiht: Wilhelm von OpsterreicU von .lohaanes vou Wiirzlmrg ♦^nUml- 
teu (vrI. Hnupt.H Zoitäcbrift f, «, 21 1 — 327). Üer vorfasBer wantc tdch 
dt^flhalh an bttim [>rof. dr. It4*i;el. wpirber »ine kritisch«* ausgäbe dieses 
gediuhtoü vorbeireitet, und orsucbio ihn imi gefiUÜge mittt^ilun^ aller 
namen von knMixfabrorn, worauf diodi*r denn mit dankenswerter Itbora- 
UtAt nachfolgten des reghU^r KUHamincnHUtUtR, weli'-hes biermil zum tarnten 
mal« voUtttftudig erscbciot. NatQrlich ut fiine kridauhe controle bei 
df'r vcrhältnifmllB'iigcn Unsicherheit und unxulänglichkint der hütt^risrhen 
liiltBinittfil ausserat schwierig, in vielen llllleu sogar nnmAglicb, dnch 
lätiBt dch ohne mfthe häufig genug fi^sUitollen , dasa der Terfaitscr jenes 
. das olmo zweifei auf schriftlichen quellen und inQndlicber 
i ...iLiDg beruht. *iebr nfi die einzelnen kreuzzligo mit einander ver- 
wechselt, und der vorangebondo krenzfahrt^rkatalog wird das maj4$ abge- 
ben kennen, iiath dem man ilie bistoriflohe Wahrheit diefu^s neuen regi- 
sterf misRt. Uer germanii«t wird wie dor bistoriker gleiche» intorpssie 
und gleichen gewinn daraus ziehen; letzterer wird besonders die ein- 
zebien boi^rhaufen in ihrer Zusammensetzung nicht ohne iutoresse 
betrachten. 

Der dichter zilhlfc im ganzen acht beereflahteilmigen auf, welche 
vor *Akhft kftmpfen. 

Die erste führt der herzog Lei>pold von ri8t^>rreich (v iGTiU fgg. 
n. oft), dessen bannortrilger der alte „Biliehderfaprc** ist (v. HtbhG 4'g')t 
neben welchem auch der junge „Bilhtorfiiere'* (v. 18518 und 18&24) 
ei\vfihnt wird. AU minist4?rialeu Leopolds werden nusserdom nooh 
erwähnt: der von Chuuriugott v. Mibl'2 (vgl. oben), der vüb Tul- 
liftbrunnen, dur getriuwe alte v. iWiü und der iiigeodhafU «cbrl- 
baere v. 1Hö36. Ausser diesen kämpfen nech unter Leopold: 

der berzeg Bechtolt von ..Niemann (Namen)/' d. b. Uerau. 

V. lGnG5 fgg., 

der erxbücbof von „Trantasi," A. b. Taraniaiae {»ehe eben), 

V. 1G560. 
der nirat von „Blasi" fd"r jj*.(Tir'*t*'t.i »l.t vnn SM niinif^t?"». 

V. 16670, 
die bischOfo von „Montitur." d, b. H0u8ter (siehe übeuj« v. itiäili 
von Leon (??). v. tt>a72. 



vn DKtrraPBftN avv ftsu uMMüixCanti 
von „Batunia" üilcr „OE>laQio." d. h. Üosau^on (siobo ob«ii), 

(lätm ^dor baUT herro** v. 16676, „der herzogc" v, I0fi87, 

„Mftrx. der kfinc von ÜDgeru" t. 165»0, 18067,» 

„tliB zWri wurdi^u ^rl^ven von HTinlnirg und Tirol' v. lüöya. 

Di« xweite f^cliajir dör kretufahrer steht unter dem bofehl des 
htirzogs Friedrich von Scbt^abea; dit> reichtifaluie (weiss mit aohwur- 
tmn kn*az!) trSgt der „gräve Tolre von K^teuburr." v. 1G047, 
1764y, 17071, IHOiy. dessen geschloeht mau „von HöhcnbiTC" iieiit. 
und däsueri erb« der graf Albrecbt von Hnierlofh ist (v. !GG5i fgg.; 
Vgl. Stalin 11. 400: Uauptl, '221). Auänerdem W4)rdeii hIb uiilkflmjjfer 
geimnt: 

der bischof Heinrieb von Oonstaaz»^ v. 16669, 17720, 

der bischof von Basel (»iehe oben), v. 1667U, 177*21, 

der übt Ilortboldt von St «allf^u,* v. 16673, 17726, 

der biitt^bof von Char,* v. 1667G, 

der bischof von Speier (ttiehe oben), v. 17721, 

dür inarkgraf von Haden (siehe oben), v. 1667Q, 17720, 

der markgraf von Töbingen." v. I66HO, 17727, 

der graf von K'alw,' v. IlU^Ki!^ 177^2, 

der graf von Naifeu," v. 166B3, 

1] Vgl. oben: Dngaro; otun« and factum geboren oatürticli In du gebiet 

'•J) tlim'ti grufeu (Wilhehnl von Hcanberg Icmm ioh nur ttls tciLnohmor bui 
ZWi<iti<n IrrtuiCT.U)»*' na«liwi'isr^n fArrhiv fnr ftsterreii'hist-be GwdnrJitiaqa eilen SIX, 
«. 74| und eima grafe» lAlhrcdit III) »ou Tlrul nur als Icroazbibrur von lülK (Zcit- 
BiJirift «Im Fcnliuauiltiims IW.it, s. 3?1 (ga.). ehonxo >i«hr)rt der li«rzog vju Bunrn 
nicht bi'^ber. da »bn« xweifel eine rerwu^bselnng nnt iiAttag Ludwig 1 Ijier vor- 
liegt. w«lth<'r im frtibjabr l&SI niuih Daiimtte ««gelte (Rfibrirbi, Boltrige zar 
OcHoltldite der ICr«uziiigi- I, a. Ö). 

fl) Vgl. SViifc-arl. E[dBrop. ContiUot. 1 B. a. lüW fg. 

4) Von 111)7— Illti* war L'lridi abt tou Üt (iaik-n, Kcrtholdt t fniigWl*- 
VAU ldi4 - 1:^3 |M«>cr von Kii>>niiu in dvii St. U»Ui>Ui-r Mittbeilnog^D. IKOlf Neue 
Fulge I. a. i:iü(if J. 

5) Dor blacbuf von Char war xau 1183- laOI (?) ncinmh; Über ihn ist 
nkbU Wtilttir lifkiint (Holir, Ardiiv rOr die Gescbicbtc von GraubOndtfl» Fl. M rg.). 

Ä) Wabi-wbiiinli'b liegt hiL-r t'iuo v«rwri:bs]tiug mit doiti pl'aizgrafen Undülf 
vor, wulcber I21fi mit Frk-ilm-b II das krciiz nabni. (S^hniiJ. Dio l'fAk^rnifpn Ton 
'l'Qbingrn 0. VJ"^-. 

7) Diu tlamaügen grafon von Kalw hiessen C»Hrad und Albort (Stilin 11, 383), 
wahrvchr^ittliob tat bivr dt-t Ivtatcrd gemeint, weloher 12S4 nU füg^r tirkantj^t 
{Wlrt«mb. Urkuntti^nb III. » 148). 

tt) Ulli Nalfen nabiaai enl am krenzzugc F'riediiebii 11 teil (fiSbricbt, Bot- 
Wkc I, a. 19) 



170 ^^^^"6. liOBBlßHr 

der graf vod Oettm^'on ^siphe obenj, v. Uitirth, Uli 

ein „Düingatjrf' (siehe olwii), üder wie eine ariilyn' liaudw.hrift 

liest „Halbsbtirgflre" (»ebe oben), v. 16669, 
der biscbof von Wiribiirg {sinhe oben), v. 16704, I7tt>}ti, dessen 

baoner einer von „Hdhenberc" trägt, v. lti73K; ihm fo|g*in 
flie von „ßrunecke" uEid ,,Hohßulilcli" (obeu), v. Itl747, 17783« 
d)o von Wcrtboim und Rieneck.' v. 16748. Dann folgt 
der biscbof von Bamberg,' v. 16749, 
der landgraf von Thüriiigeu (oben), v. 167S1, 
der graf von Heuneberg (vgl oben), y. 1G75H, 17782, 
dM- gpfnrstete abt Conrad von Fulda," v. lG76!i, 17695, 
und &h dessen miiiiätfriak'u: dt^r graf von Ziegenbatu.' v. 16770 
nnd von „Wilnouwe,"* y. 16771, 
die berren vim Liebsberg* und Rntikel, v. 11)771?.^ 
von Valkeuütein (siehe oben) nnd „Eanouwe.^' <* v. l(>773 Tg., 

17811. 

Die dritte »cfaaar d^r kreuzrahrt>r vor *Akk& t'ßbrt der „reich« 
milde könig Richarl von Kiigellaut, zuo doni vil Tintäcbfn wa« 
geffant, wau Kogellender welleiit sin all« Tiutacb" (v. 1C790— 16792). 



1) Von Bienockfl cracbciueQ ttät UäO JubAniina (Beyer, HittelrhKln. Urkun- 
denb. II. Ui*, 28») und 0.>Ufri«d (Beyer 11. 14^)), seit liiVi tierhani iiod Lndwie 
(Scriba. H«.-isiHh0S IJrkundonb. K. 1^10, 1^42: SUrV. 31U: II. Uri^liollus I, »80, 3K1 ^ 
tu. 430-, Zi-itntir. tilr Uiit^rfratiküit XXW . i.'Mä, \gl obeu). 

^) Vlelloirbt hat der dichter den biMchorEf^bcrt hier im Kiuuii, dor über aitt 
1818 «II kreQtztiKti 1«n uüiin. (Annal- .Marb. 174; AnnAl, Rudi. 7HÜ). 

5) Abt OoTirnd iat uicliC UM'.) init^jcj'igtfii . wio noiiir ark«iidenmit*'rioliriR«i 
1l8if Diid 11H1 tu Dcatst-blaiid bewciMcn (Fickcr. Acta jiii|)erii i. IG^— lt'>4 nr. ITlifg.; 
vgl. Schanaitl. Trsd. Fald. 6. IIB nr. if(); Kc^'cl in der /citachr. fbr titüriiii;. li«Kb. 

VJI . 8. iäbfg.), vt hnt »t»'r \i.»ll.i".l.i. I1K'> .i»». kr.'H' ■."•"'■'"T-i.-t. )T 1- ri..Ui- 

rioh VI. B.390). 

4) Von Zie^enhainem sind nai^hwoiril>ar ir.'ü Iiüiuri>'U |\Vvi>k, Urkuiidcnb- 
Viü). Ludwig I'^t7~l2'£i (Hünaut 1, d. tt. \iHho\Ua I. M4, 'Jüit. &M ; U, ^b; 
ni.SM). 

fi) Ein i^f Gcbbard r. Wrilnaa-Niuan xiohl ItHK int tiBiUg« lud. (BtlberU, 
QdrU. (Ur wcrtf. UoHcb. U , IB»). 

6) LiobabcTiTf tiind nioht vvr dem 13. jahrlinndert iiaclmvislu'. 

7) Siegfried V ti. Ut nanlizuwuiB^ii 1191 — IMOÖ i Beyer II, \M tg., ÜKI). 
noch VJSn bei Phvdricb II (Bi^boll«-« III. II; vffl 8criU Ob, 37». Htu'iD. 13U). 
Kill Sl^^Ied roa Buokel ^eni; nach Onmlttta : vgl. init^ti k. rooo. iiatvt 1917 
bin V£il. 

ttj Vgl, ubra Haguuau und Olier dia IIuiiaiitM grafifii A\v 'Atsitmvht Rtr lllM. 
lAndcihtiado 1971. *. lU—^&i und Br^hoUi» UI, 333 



rm iiKiTTKcHi» AVF osa kkbcxxOokn 



171 



l({t. (l*jr liHrzug von ..Ast,**' v. 168*U, und uiilor ilim 

der k6nig von Dänemark, v. 16810. 
^ „ „ Subwedon ojid Norwfgou," v. 16813, 
„ markgnif von Brandenburg (WaldeniarM), v. 16838, I77o4, 
^ der lierxug: von Sarbson,* v. 16854, 1770Ö, 

die werten Braunschwoiger berzögc von Lüneburg nnd „Tan- 
durnas (Tandi^nw, Candemaa)/* * v, 1G867 — 16869. 

Die vierte sohaar bat zum anfllhrcT den berzog Johannes von 
Br:ibani (vgl. oheu), v. 167H1. I77M2; ibm scbHei^seu sich an: 
der giaf von FLauderu (siebe oben), v. 16674, 

„ f, Wtldektn von Holland (siebe oben), r. 16876, 

„ „ von „Hangan" and Geldern (»iebe oben), v. 16679, 

„ „ von Lülxelnburg, v. 16881, 
die grafen vou Jülich, v. 16696, 
der graf von der Mark, v. 16899, 17805, 

,. , „ Berg (vgl oben), v. 16900, 17809, 
„ Clevc (vgl oben), v. 16901, 1780Ö, 

„ „ „ Saarbrücken, den die Kölner kreuzfahrer sich zum 
feldbauptinaiin gewühlt (vgl. oben nnd unter lil7 fgg.), v. 16907, 
der landgraf von Hessen, v. 16903, 

„ gnf von Leiningen (vgl. oben), v. 16909, 17808. 

„ „ „ ZweibrOcken,* v. 16910, 
die grafflu vou Sponbeim,* v. 16912, 17807, 
der graf von Sayn (siehe oben), v. 16913i 17806, 

„ „ f, Katzeni'llenbugon.' v. 16313, 

„ „ j, Nit^suu (vgl. obeu), v. 16916, 17810, 
die berren von Isenburg," v. 16930, 



1] Ob ein fürvt aas U«k iBfibhcfat \a Sybels Zflit^ulir. 1870, heft 3. U 34 
I. 17) oder Graf de Ho«te. ilcr Bicbard be^citöU' (Chnm. Syth. bei Bo\iq. XMlh 
p. ^98} od4.'r Juh. von Lakcj. der Coo&ctable von CbeiUir (Beued. Foterb. II, 184; 
loiL Angl. V, 5ö3)V 

Ü) V(;|. Riant, Pi'Wrina«eft de$ Scandinavrfl a. *273. 

3) OiFtmbur i'iuc vcnir«e1itiltiiti; loit "ifoi hensug Hcinridi v*m Snrbsf-n. dar 
p96 KBUog ll'bron. Aoilr. 571). 

4] Ob Guiilärahcini? Vffl. Mbd. wb. b. v. 

b\ Ofüf Hoinmlt von ZweibtOcken IIBI — n»7. {B«ja U, 158 fg.. ^1) 

Ö( Vgl. untoii n viKi-, iilUt 1217- -ai. 

7) \int b'itbolill uiibiii i-rtit yjttl i»u kreaz (Wnnk. Ret«. Ludes^dL L 
•. 3fi&); vtt^ «iK'b uQeorflu CnUlug «d UtA und ISI7. 

H) VkI <'-ttC«log nd uni). 1217. 




172 B- k6bbicbt 

die harren von Waldeck Cvgl. oben), v. lö»3". 17811. 

Dif fünfte h<>eresabteilung führt kOnig Pbilipp v...u Fraok- 
reich: hei ihm ^ind 

der junge könig voü Aragonieii. v. 169fj3. l^tJtJa. 
uud der von Katalonien/ v. 10964. 
der biächof von Metz.* v. lG06ß, 

„ „ „ Cambraj- Cvgl. obeni, v. 10^67, 

„ „ „ Paris. 3 V. 1C967, 

„ „ „ Kis fCis;,* v. H596tf. 

„ „ „ Tolet,* V. 16969, 

„ „ „ Orense/ v. 16969. 

„ „ „ Orleans,' v. 16970. 

„ „ „ Lüttich (Vgl. oben), v. 16971. 

„ graf von der Bretagne,^ v. 16989, 

„ „ „ „Namer/" v. 16994, 

„ „ „ Bar,^" V. 16996, 

„ „ „ St. Pol," V. 16997, 

„ „ „ Saphie,** v. 17000, 

I) Vgl. Wilkeo, Geschieht« der Kreuzzttge VII, 295 fgg. 

2} Der hUchof Theoderich zo^ mit 1.'» klerikerti und 33 bürgern 1194 ab. 
((jallia Chr. XIII, 754). 

;ij Biscbrjf Peter von Pari« zog 1218 ua<'h Dainietto, wir er starb. (üalli.i 
christiana VII r. 90); Bein tcKtainent steht bei Breciaigny V, 8.1*2. 

4) Adalhcrt von Riez «tarb 1189, ihm folgte Bertrand UJ'O (vgl. Gallia rhrist. 
ed. Piolin I, 4U)). 

5i Folcravaii v. Tonloase hi UHU nicht ausgezogen, wul aber 1213 gegen 
die AlMgenser. (Gall. ehr. XIII, 23 fg.). 

(j) Heinridi v. Orenge ist weder lltid »och 1197 mitgezogen. (Gallia ehriät. 
VIII, 1465 fg.). 

7) Amnlf von Orleans hat nicht teilgenomnien am dritten krouzzage. (Gal- 
lia chriit ed. Piol. I, 77&). 

H) Vgl. Böhricht in Sybela Zeitschrift XXIV, b. 51. 

9) Ob - Peter von Nevcrs? (Chron. St. Denys bei Bouq. XVII, s. 3üü). 

10) Graf Heinrich von Bar le Duc hatte 1188 das kreuz genumiuen (Gialeb. 
579) und «tarb am 19. oder 20. nnv. lliK) vor 'Akkä. (Bened. Pfterb. II. 147). 

II) Graf Hugo IV von St. Pol gicug mit könig Fhili^jp 1190 nai-h Syrien. 
(L'estoire 147). 

12) Graf Hnmbert von Savoyon, an den man hier znnürhat denken möchto. ist 
wol 1190 nicht nach Syrien gezogen (vgl. Toeche s. 94), oder ist Andrea« de Savigny 
gemeint? (Chron. Syth. 598). Ein graf (Thomas) von Savoyen wird al« teilneh- 
mer am vierten krenzzuge erwähnt in dem bei Bouquet XVIII hinten mitgeteil- 
ten kataloge der kreazrahrer von 1202. 



IlU DlÜTBCntN Ät» Ut» KaKt'IXf^OKIi 



i?a 



der gmf vou WonlbeiUard/ v. 17(>ftl, 
„ „ „ Schamunt,* \, IToui. 

„ „ G&hert vou Artai/ i^Äi^premoDt obouK weluher dös 
banncr iles kOnigs Irftgt, v. 170(>6, 17919. 



In üor sechaton Bi:haar unter dem befehl dea herzoga von 
Burgund (siohe oben), v. 17044 fg., 17U33, 17941, 18061 könipfou 
diep-aft^n von derCbanipagiie, Gaubert und ThiBbalt." v.17u-ICfg., 
der grat' von Clermoiit, welcher das bauner trägt,* v. 17060, 

„ „ „ Chalons,* v. 17076. 

„ „ Walter von ATeaneB," v. t7O80 f^j. 

Dia siebento acbaar (olirt der künig von Cjpern,* v. 17UW, 
17929 ; ibm schliesscn sich au : 

der herzog von „Liper," v. 17094 und 
„ „ „ „Kakumberlant,*' v. 17095, 
ferner die Lombarden und Toskaner. letzter» uutor dem markgra- 

fen von Montferrat,* v. 17103, 
viele herron aus Sicilien, v. 17106, und 
von „Therlabür, von Kaläver" (Terra di Lavoro. Calabrieu) 

V. 17107 fg., 
aU bannertrAger wird der Marcgräve von Ferrer (,Pferrer, 
Monpferrer, Montpferrer) genant," v. 17129. 

1) VleUoichl Walter vtio Hüntbeillard (L'estoin 308) oder Odo v. HodÜ). 
Shrlcht, BoitT^v I, 4dj? 

2) Grnf WUlidm vnn ChAnmont ist hier gemeint. (Alberlcns 11B7 iinil 1190). 

3) Onf Theobald vou CbArtres. der söhn des grufen Ilciaridi von dcrCbua- 
>, landet 1190 vor 'Akki. (Albericus lIKt. L'eütoiro 194j. 

41 OraT Rftilulf hatt« 1188 da« kreaz genommva uad starb 1190 vor 'Akkä. 
(GUlcbert 565; Chron. St. Den. 366; Cliron. S.vÜi. 375; Alber. UiW). 

b) Ei gitfng 1190 üUt Genna nach Syrien. (Olobou. bvi Pcrt2 SVm, s.lOl: 
JtiB. Ric. 9a). 

6} Cbi-r Ibti \e\. nbon und I/ertotre 3äÜ; Annal. Colon, inuc aH2. 

7) Hior liogt eine vcrwocluIaRg vor; der damalige „kaUer" Isaak von 
[Jjrperu kam ata g<<fangeucr Kicbunl« Dada Sjrteu (Rfihiti'bt iu SjrleU Zeitsehr. 18TÖ 
lil. 31 heft 3. n. Gl fgg.). nomit kann nur der junge k6aig Hugo vud Cyperu gemeint 
lurin, welcher aber erst mil Andrea« van Un(;ani Itil? nach Syrien kani. 

K) Höchit wiilir-i!i.-.inlicb int hier dt*T markgraf Bonifft» v.jn Hontf, gemwint, 
der Hin vii-rten krenizii^t. u-ü nalmi. (Riant, Buvite des quosüim« historlNOc-i I^Tfi 
a. \0i fgg.. doch Tgl. KObricht, BeitT t, 174 not« fH). 

y) V.ft itA liiirbei wodw au de« ob^&äftiwheti grafi'U tau Plirt <bi>'Iii.' utiouj. 
Bikch an den (nigliärbm grafcn d» rcrrariis la dcnlLn, der uui tjl. t>ctbi. ll^J vur 
AkkA draiit '.Ej>ütoI. 4'aut. 321^; Tgl. Ilcncd. II. U6; ltin«rar. Ricard! 74. 93, 136 
auTiKtua. r. natTTacnn rattMLoaui. »o. vit. 13 




174 WCHTI, BKTBJLoa AUS DBH mEDBKDBÜTtCHEM 

Die achte schaar führt könig Guido von Jerusalem, v. 17139, 
17148 fg., 18Ü24, 18067. Bei ihm befinden sich: 

„der prinze von der morigen (moraygenj,*' ^ v. 17155, 
der prinz von „ült,"* v. 17156, 
der könig „der riuzzen." v. 17159, 
„der frte Berlin von Bulgarie," v. 17164, 
und als banaerträger „der gräve fri von Mintissal (Mod- 
tisag)," V. 17166. 

und 261), vielleicht meint der dichter den Verteidiger und besitzer von Tyrna Con- 
rad T. Moutferrat, der uuch im iiliristeuheeru vor 'Akkä kämpfte. (Ein graf Guido 
V, Montfort wird erwähnt vom Chron. Syth. ÜÜ8). 

1) Ob prinz von Morea, oder der „Mohren" (Turcopulen)? 

2) Ob = Ulna, der residenz des priesterkönigs Johannes (Albericuä 1122)? 

(Schlurii folgt.) 



BEITKÄGE AUS DEM NIEDERDEUTSCHEN. 

Aver lang. 

Bei Ludolf v. S. c. t steht: (äle de jegene, de nie in den Jcoggen 
aver lant afoget, de mach me nltomnh in den guUelden (welche hy 
over lanh d. h. am ufer hinfuhren) heschedeliketi sen. Kin temporales 
über lanc findet sich im mhd., ein over lang (vor langer zeit) im mud., 
vgl. Liliencr. Hist. L. 2, 166, 3; ähnlich over langen iaren, Herv. RB. 18. 
Aber auch ein locales over lang gibt es im mnd., /.. b. bei Staph. 1*, 
125: schepe — de varen avirlang (in grösserer entferuung) de Schwinge 
vorbg. Ludolfs stelle fordert nach dem beschedcliken (gen^u, deutlich) 
sen eine entsprechende gegensätzliche bestimmung für afoget , was 
aver lanc (aus der ferne, also undeutlich) sein wird. Aver lant (über 
land) wäre ein müssiger zusatz. Lanc oder lang ist auch sonst wol in 
2««^ verderbt worden, so Chron. d. nds. st. Braunsehw. 1 , 363**. 
364 '•; ao wahrscheinlich auch in vorlanth (Selb. Urk. 213) für altndd. 
furtaug, Z. d. berg. GV. 6, 24 und Registr. Sarr., wofür später ror- 
ling gesagt wurde. Furlaug ist ags. furhlang, furchenlänge des alten 
normalraorgens, der 600 fuss lang und wahrscheinlich 60 fuss breit war; 
daher engl, furlong =^ unserem „feldweges" (mnd. ackcrmass veUtceges, 
liUb. Chron. 1, 4H0). 

IHKRI.OIIN. F. WOESTE. 

(Wird fortgesetzt.) 



> Em FEHLER LAUUMANNS 
TTf SBUTEn KRITIK UND EBKLÄIHTNa TON HAETMANNES IWEIN. 

„Die nncbwült, dio uoBür uitihaeliß 
tfi'wonneims ucliua fertii; liberliofiTt 
empßD^, vtrd, weil sie unacTe dllrf- 
tigkifit Dicht Iiiif^ctft, utueni Heins utid 
n»9«re ^eUtigeanstreiigaiig düIiI genag 
otuoD." LAchmann. IwuiaK. V 

I iilohlharkett hitt Uiclimäiin nie Iieanspruclit. Vur ^t^jlcber alberu- 
bcit wulirti' iiin äciu Icloior verstaud. seine lautere Wahrhaftigkeit , sciue 
selbstlose gerech tightiit Gleichwul hätte er aaf dem fÜiDlicheo antipnich 
viel bOhoreK utui viel hesser begiöndetes aitrecht gehabt, als maucb 
eiuer, tler von iticb wähnt, da^s er dem alten nieister mindestens 
gleich »tehe, oder gar ihn flbertrefl'e und ihn frisch weg hofmeistuni 
kßnu«. Denn mit der iiatflrlicheii begabung eines treffenden blickes 
und eines durchdringenden scharfBinnes verband l^cfamann die strengste 
gewifseuhaUigkeit und die sorgsamste vorsieht. Nicht glänzen and 
blenden wollte er, sondern nur die schlicht*^ Wahrheit erforschen, und 
die erforschte pninklos mitteilen, die durcb gewissenhafte priifung 
gewonnene eigene Überzeugung auch anderen vorlegen, damit auch sie 
prQfen und zu eigener Qberzengung gedeihen sollten. Nicht um den 
heifall der menge biililte er, sondern die /ustimmung der besten zu 
gewinnen, das wai' sein bestreben und sein lohn. Daher liess er nur 
das drucken, wovon er sich sellist genaue rechenschaft zu geben ver- 
mocbte, und daher sind ihm auch vurbaltnismäsüig selten fehler ont- 
itcblQpft. Durum ist es aber auch nicht eben leicht, wirkliube fehler 
in seinen arbeiten uufzutiuden, und noch weniger leicht sie wirklich zu 
verbessern. Fast stets aber sind sie so beschaffen, dass sich etwas 
daraus lernen lilsst, und nicht selten so, dass ein vorlauter t^uller »ich 
sogar freuen könt*?, wenn er im stände gewesen wäre, derartige fehler 
SU mai^bcn 

Zu diesen betrachtunguu biu ich fast uuwilkQrliüb geföhrt wordun 
durch eine stelle in Lachmantis ausgäbe \on Hurtniannes Iweüi, In 
welcher ich tön wirkliches kritisches versehen Lachmanus gefunden zu 
haben glaube, und durch die selbstzufriedene arf, wie man ihn hier 
und audenvärts geschulmeij^tert liat, und seine wirklichen oder ver- 
mflinten fehler andgiltig verbessert zu haben wähnt, da maus ouu doch 
in grummatik, metrik, kiitik usw. to herlioh weit gebracht habe, dass 
ouifi endlich ßbi*r s«iue halb unwissende, halb oigensinnige beschr&nkl- 

12* 



IfG 



J. XAtmu 



heit und «clinilleiiljaftigkeit weit biuaudgohcn köonc und niQtisc*« Ja (IfS 

jöngcrt- heranwachsfiiile und lernendo geschlecht sogar ,!> " ■ " Üoh 
wurueu uiQsüo vor so Olit-1 verfrhlttiu Iiiistuiijjt-n. wie seiiii' ,j _ . ii.*» 
[wein und dei Nil>cIuDgonlie4le8. 

D& iichit>n es mir denn doch niulil ühertlütii^ig, an dieäum ein«u 
kleineil hcispielc cingi^hcndcr zu zoigoii, worin und we&balh Lachnrnna 
iin dit'Sivr sl-eUä Cebl^ogriilen hat, wie also ein wirklichur kritiüchor IVhl- 
gcifl* Luuhmanns bcschaft'ea ist, und wie meines bt>dönk6ns sein kriÜ- 
fichea versehea an dieser stelle zu verbessern sei Dem urteile der 
uul>ei'aug«ii('U sachkundigen tor.Hcher aber gebe ich aithuini, ?m pritfen, 
ob es mir gelungen sei diui richtige zu treflen. 
Der T^achurbalt ist folgender: 
Zu anfange aeinea Iwciu ersäblt Hartuiaon, könig ArtUä Labe xu 
ptmgäteu \icle gaste zu einem feäte auf sein scbloss zu Karidol göla- 
den, und eben ao wie seine gemablin, die kAoigin, sich betlissen f3r 
ihre Unterhaltung aul^ btiste ?.u aorgon. Da habe denn uadi Usl'Iih Muh 
jeder gast diejenige uit vüu ergetzaug gewählt, die Uiui üL'lb»t um 
beateu behugte. Dies schildert Hurtiuann in den verseu bM — 76 ftil- 
gendermussen : 

Artus und diu kütuyin 
60 ir idtDedcTB undcr in 

sich üf ir aller willen vleü. 
d6 man des pfittgesitufes cttbehf, 
märUich im die vreude nam 
der in dd aüer beste gesam, 
G5 dise spräthcn wider diu wip, 
dise hatieden den Uji, 
diese laruten, dise svngen, 
dise liefen , dise nprungen^ 
dise Bchussen suo dem eil. 
70 dise hth'tcn smtapil, 
dise von »eneder arbeit, 
dise von t/röeer matiheit. 
Oätcein afUe Af wdfen: 
Kfiii Ipgt sich sU'ifen 
75 •)/" den sal under in: 

se gentache i'm erc stiwtU sin sin. 

So lauten die verse in Lauhmiuinti zweiter «isg&be vom jabre 1S4^ 
(uod in der dritteu, niioh Bttiu«m toUe reo HftQ))t beuorgLeu, vom jftbre 
1B68). Zu den yvrsau 69 — 73 über bemerkt Laobmann in den bei- 



KIM reni.Rii ik LACiuAmii iwniMcirim 



fpppphenpn itTitiHrlipn anmerlningen: „tJ9. "ü bi;, folilen A: 70 vör ö9 
[B<1atl. -71. disc A: tUsc tctiUm (retten Iic, ratetfin Vi] BDäbcd. 
Hflsor den vors zo-ratflreJido xnsntz (denn fäen : »tet^tt oder rrfr .• x*> 
JÄ^rt* mäig Otiokar 30". Iß«" anstehen, nicht ITartmanu) war notwen- 
dig, uarlidom ^0. 70 i]i(> von mir hergestollU^ Uiitürliclic anordnan^ der 
fvprwhi^'deneii beschflftigun^en Zfrptört rrar und hier also nicht melir 
\klfrien konte verstanden werden, nrnnuler A. 72. von grosir Äa, wn 
Bl)d,. .wtf^^i *v)» c," 

Demnach fehlen die boidRn \e\se GO und 70 gÄoKlich in der hand- 
shrift A, oder grade in derjenigen, von welcher Lafhmann (ohne ihre 
miUigel und fehler zu verkennpu) urtoiltn. doss sie nii( keiner der 
übrigen näher vi^rwant sei, crkenbar absicbtiichc andemngpn niemals 
mit einer der anderen t«äe, und mithin der arsprOn glichen (luellc, 
Kartmrinns eigener nidersdirift. noch am nächsten stehe. Dagegen ste- 

Ihon diese heideu vorse in uilon sechs übrigen von ihm bennzt^n liand- 
sobriften: jedoch nnr in zwei papierhandschriften von uutergi*ordnet4»r 
Ttrrläsfdgkeit, h und e, in der von ihm beliebten reihentblge , wAhrend 
die vier übrigen handschriften 6io in der umgekehrten Ordnung (70. 69) 
darbieten. Jletrefl's dieser beiden, in der verlflsaigston fiberliefernng (Ä) 
gftnzlich fehlenden verse, ist also Lachmann tou der im allgemeinen 
otwat) besser begluobigtcn Qhörlieferung (Bl>ad) abgewichen, mid hat 
ihnen eine roihenfolge gegeben, welche mit der im allgemeinen minder 
beglaubigten ilberliefemng (bc) öhereinMtimt. — Im verae 71 dagegen 

I folgt er wideium der an sich zuverlüssigstcn handschrift A, welche den 
Tcrs ohne verbnm ilarhietet (riisc von fetiixier arbeif), obgleich sie hier- 
mit ganz allein steht. wAhrend alle übrigen Recha handschriften ihm 
ein verbnm geben (dise realen von üaudcr arbeit). — Über dio gründe 
seine» verfahren:^ nnd seines verschiedenen Verhaltens gegen die hand- 
solmfUiche Überlieferung in den verscbiedenen vertten hat er in der 
oben mitgeteilten anmerkting nicht vorabB&umt rocheuschafl zu geben, 
und wir werden gflegenheit und veianlaBSong habftn, diese gründe zu 
erwägen und zu prüfen. 

Zanfichnt wird man nun nach dem von Hartmann bearb<>iteten 
franzOi'iiiehon texte di»s Crcstiens von Troio« greifen, um zu erkunden. 
_ob aus ihm sicli vielleicht ein sicherer auhalt für die beurteilung die- 
ser Hartmann»ehen verse gewinnen lasse. Dort findet sieh (in der aus- 
[gabe vi>u Holland, Hannover 1662 s. 2f]g.) di« entsprechende stelle in 
jcTidiT f;is8ung: 

Apres tuan^ier parmi ees saleS 
eit chcatfier $'<i/roj»'lcrrtit 
10 ta, ou dttnics k$ apelercnt 



i7a 



j. »cim 



OH dameisel^ ou futceies; 

li /(M rfcoHt/jii-nt Hitvetes, 

H uHtrc parioictit (CoHtors, 

iU» angoiss^s et ans doian 
lA et des yraitjs ?«>/*.*, quorent tMvatit 

U dteiplc de son covant, 

qiti hrs estoii mnli dnU et Intens; 

mes or lu ttutlt po des Btten», 

gw'a Inen pres fönt ja tuit lesaiee; 
80 s'an ed amors moU alesaiee; 

car il, qui soloient amttr, 

tte fcisoiettt corioia damer 

et prev et targe ei enorahh; 

or e»t amors hrnee a fnUe, 
25 por r.c que cH , gi« We» ri'crt mntf.nt, 

di^iit, qu^i aimentt tnes il mnni^U, 

et dl fahle tU munamge an fönt, 

qiti .»'aif vantetU et droit n'i oid. 

Meü or partoHS de cez, qui furent, 
30 si lei^sotts ceM, qui ancor durent ! 

Hiorftus ist zu ersehen; (Uss Crßstieos die ergotzungcn dor rittor 
I«ili(;;lioh darauf bescbrftiitct, das» sie »ich naoli tische mit deu danion 
nntt^rhatten, und /.war Tust liusschliitsslicli fihßr lieWs;ii ' i' m; 
woran lt wciU-r die kliigu knOptl;. dass die zeit sich >- :••- 

hung leider arg Tersclilpcliiert liabe, das» echte, begHlsttirudo and erbe- 
bende liebo gar igelten geworden sei. f{nrtniaun ti«t olsio ücine vorläge 
hier giLUZ frei hehuDdelt. Den klugendeti Kusatz Crestiens hat er vor- 
wog g<tuoninu<n, und 1ml ihm in seinen versea 48— 5A eine weseut- 
lich andere, und zwar eine oben so anmutige alft gi>i8tr<Mclie Wendung 
gegeben. Die ergetzuugen der giiäti* dagegen lial er vennunuigtaltigl, 
und hat ancb hierbei widerura seiuo ttinnigr' und kunstrerstHudige mei- 
sterachaf). beniesen, wie weiter unten Hieb klar herausal-tdbic wird. 

Deuinflch sind wir hier Iediglic*b auf Hartanauu selbst :i:-^ — •-■n\, 
und mü^s^n aus eigenem urteile eine entsebeidung tther ilie [< ü- 

Uufle, teils schwankende hundijchriftliche Überlieferung schöpfen. 

Nach Lacbmann uod Bc^uecku bat dr. Fedor Bech den Ivein 
Hartmanns mit erklärenden anmorkungeu herausgegeben»' sich däbni 



I) HartniitDn von Ane. H(ir»iiKgf*|rf1iint von F*\dm BkIi. Cinttfr t«U- Iwrin 
Lti|)xiK 166^. — Km ua (Hon« cmt« Bai>irmbi> ßw'h« kann iah inicli ballvti, weil 



CIK PBUUtn IN LACStMAlOtll IWEtKlUlITIK 



»79 



ubej ii]ene stelli^ ■ ' rnftssfln. Dun feit iliecer \' ■ 

i^'ttU ci gnnz nach Laclun , in de» anDicrkungcii jo-l ■ 

«igt er: „71 ron Hifueder arhni, von der pB)H (not) de» tfitipns, d. h. dos 
ich iKirmcns, ilca srlimachtaii«. vorzugsweiw Ton lior liobfsqiiftl , dorn 
ihalie der nünnelicdcr. (V. 69 — 72 gebe» di'jj von Lacliiuauu umgo- 
iltot«n i«^vfc. narh di^r ülH^rliefttmug aber stand t. 70 vor v. 69; dar- 
nai'Ii wQrdon diö beiden let/lcii 7eileii - 71 und 72 ~ sich »o auf- 
ra$sen la».<on: die einen [taten diess, linndcltco 8o| aus innerem Uebes- 
wob, die anderen au*; grossem tat«nilrang; diose trieb i)ire ber/euepeln. 
jene ihr grO:i8Qr manneümut^)*' — ßg ligt in dieser bemerkuug, wie 
sich unten heiiiusBtellen vfird, eine ahnnng dcg richtigen, aber, wie 
Ichou aus der heigegBhenen noch unvollkoiumenen rtbernetzung und 
erklArung berpoi^ebb, fhen nur erttt eine ahoun)^. Um so mehr aber 
jormcht es dem dr. Bi^ch zur ehre, dasa ev es vorgezogen bat, vorlftu- 
Ig noch dorn grossen mciatfir sich unterzuordnen , und si^^ioo eigene 
Vermutung xun^rhst nur mit hejicbeidener schürfalernhoit anzudeuten, 
lange Hf noch nicht von einer blosi^eu ahnuug zu einer klaren und 
)ewU8tcn erkeutniä sieb erhoben und geläutert hatte. 



Jfeuerdiitgr! hat profeSHor B. Paul einn lauge kritik fibor Luch- 
lann» Iweinausgabo drucken hissen, unter dem tittd: „ ('her da« gegen- 
litige verbältuis der bandscbrilteo von Hartiuauns Iwern." ' Ebe er 

sich zum einxelnen wendet, verkdudigt er vorweg seinen allgemeinen 
irleiliiprucb nicht nur filier diese au^abe, »ondern über Xjachmanns 

tritisühes ver(alu"en ßherhaupt Der leser vernehme die wesontlicheu 

baupt'iätze aus diesem nrteibpruche: 

(S. i'^K.) „j^o fruchtbar und wolt&tig auch dit* ausgäbe |dea 

Ivroiu] zunftcbst gewirkt hat, und soviel sie dazu beigetragen hat, 

die deutsche philologie aus einer liehbaherei znr strencrn wis- 

s«'nii-chaf't zu machen, so (s. 289) würde doch, wollten wir die prfl- 
lug versäumen und ollen ihrou aut'su^Uuugen auf immerdar blindlings 
)tgeQ, di>r aufau{rs htMlsomu einfUisH sieb in das gegeuteil verkehren, 

viel mehr durch unsere, als durch Lachmanns schuld. Und dns ist 
sider berpit^f geschehen, so dass jetxt viel weniger die belebende anre- 
mg zu emplimhm t»t als die Itlätigc Tcssul, die der Treieu enlwicke- 

Jnng unserer wisuenschaft anferlegt wiril." 



/^'Z 



ir di«»o mir tut Tinfttsung »teht Ich wei« «lao ini-M nb ei m iter n-|or Htm 
Itoren aoAgubtia hlar etwuji ({iHLnd^rl laL 

I] (; Iiirlilr tli'f 4«'iitwl»en ^iTüehc nnd !ittt'i"»uit herauf, »an 

UtiruL L>»u itic. ßd.l Hiülc 1871. 8. U)jt>-4)n. 



IM 



j. tActntR 



nloh Btimine mit Pfeiirer darin QhuieiD, Aas» lAnhiiUiän kM M- 
ner «einer auHgAbeu (i?r MillkTir und gowalttftliglmlt m %c]it 1ml 
(lio /tigel tiühiöusou lassen, ut« gerade Im Iwoin." Freilich mut 
man dabei noch eiaon untentcbitHl machtin /wiHofaen der ersten iiod 
/.weiten hus}»»!»:, wcldif Ii»lzt<^re, von cmzelln-iten abgf^seheu, mir 
eine cutschiodäne Ter&utilcchtürang der eretou äohoint. indtira 
hlor aof einem allerdings acbon In dur orsben ang»fbabut(fa wege weiter 
gegangen wurde. Die gründe xu dieser verirrting des gro^eon kri- 
tikers sind mebrfacbcr art." 

„KiDinal halte sichLacbmann ein be»timtfä System von metrU 
sehen regeln gebildet, wonach er alles coustmlerto mit 
bintaosetzan^ j(;der anderen rOckaicht. Das besteben sol- 
cher rogeln wftre aber zuvor zu orwpiai''u gewesen, ehe man 
nach ihnen die teite gestaltete Ks hedortte dazu einer alUeitignn 
benutzting des vorhandenen materials, wSlirend Larbmann eine verbfllt- 
n istin ijlsüig kleine an?.abl von gedicbten nach willknrlicber aut«wabl 
tu gründe legte. Es musten ferner erst die texte der werke, von denen 
eine gute und reichlicbo fiberliererung vorlag, nach den sonet nir <lie 
tettkritik gitltiij;e» grundsÄtzon hergeatellt sein, ehe man aus ihn< 
metrische regeln abstrahieren konte. Erst aal' solcher grundln^ 
gestützte regeln konten 7.u Änderungen an mangelhaft, etwa nar in finer 
bandsL'brift fiberliefertcn texten bert^chtigcn und zur eutsobcidung flhöi 
den wert versrhiedpner handschriften beitragen, wenn darüber sons 
noch nicht entschieden war. Statt dessen werden die noch nicht 
auf solche weise g08icherten regeln hAber gestellt als diu 
ersten und notwendigsten gesetzo jeder philologi^Ghen ine- 
thorle, mit deren auflOsung Oberhaupt eine methodische krltlk 
nnmilglich wird. Ks hilft nichts, dass eine reget in den meiste 
(UUeii anwendbar ist. Widerspricht ihr auch nar an einer Btelle 
wol bcglanbigte und kritisch gesichtete fiberliefemng , so haben wir 
daraus nichts anderes KU Ecbliesaen. als dass die (s. 390) TOrausgesozb* 
rcgßl keine geltung hat'* 

„Ein zweiter grnud. weshalb Laebmann fehlgriff, war die ihm 
anhafteude Vorliebe fQr alles eohwierige und abstruse, welebu ihn 
geneigt machte hinter jedem uusinn einen vorsteckten ndcr 
verderbten sinn zu suchen, ein verfahren, worin auch beutzutaf 
leider von mancher seite die einzig richtige metbode get^eben wird. Dio^ 
ser hang und das bestreben nach durchfflhrung seiner regeln 
Qbten auf Lachmann den wesentllehKten einflnss bei der heurtei- 
lung de» wertes der vorscbiedenen bandüchrirten." 



KTV rflHLSB DT I^ORHAJUIB IWUKKBlTm 



181 



„Kndlich abf»r hat er es vorflJlumt. tiine aingchend« unter- 
aarhuug fthnr da» g'egenseiUge vt>rh:U tnis der IjandHehriften 
aiixnstdien, was aU notwendige vorbediuguug fQr die Iierauflgabß eines 
zahlreichen hanrlschrilten erhaltenen werke« angesehen werden muM. 
Vielmehr enfcxchcidi^t er sich tob vor« hcrpin für den vortug 
einer einzelnen hand<)i>hrift. deren autorität er fast eo hoch and 
(ifter hoher schätzt als die aller tlbrigen Kusanmiengonommon. Es 
war dies verTahrcu Oberhaupt seine art. Am deailichäten zeigt 
»ich diu in meiner ausgäbe der Nibelungen" .... 

In seiner rede zur eröffnung der philologenversamlung in Gflttin- 
gen. um 2f». ^eptemher 1852, anderthalb Jahre nach Laehmanns tode, 
mitbin aicberlicb nicht etwa mehr zu gunsteu des noch lebenden, sagte 
K. Fr. Ilennann: ..Was die emondaiion der alten leite betrifTt, so ist 
rrir dieriit diin)) Ituchmanni^ meüiode gerade?.u ein neuer tag angebrochen, 
und bei aller anerkennung der genialitüt der älteren pathologen and 
thL'ru|H<ut*.'u auf cUegeiu gebiete, kann doch eigentlich jezt erst mit 
heivubter klarlielt von einer krUischeu cliagnose die rede sein, 
ohne welche alles beilungsverrahren mechanisch vird oder 
im finstern tappi" K. Pr. Hermann genoss zwar, und gemesst noch 
hei den altitlnssischen pbilologen ein ganz leidliches ansehen, aber von 
diesen dingen mag er doch wol nichts rechtes verstaudea haben. Oder 
vielleicht auch wird iu der altklussischen philologio die kritik ganz 
anders gehandhabt als in der deutschen , so dass Lachmann zwar in 
der kritik griechiächer und laleinischer texte erträglicbea geloisteU 
dagegen in der kritik deutscher sich um so dbler verirrt bat^ K. Fr. 
Hermann brauc^ht anch 30 absonderliche ansdrOrke; er redet von einer 
eigeutämllcben mothode Ijachmanns, mit deren hilfe jezt erst, und 
zwar mit bewuster klarhelt eine kritische diagnose gemacht 
werden k6nne! Aber professor Paul versteht das alles sehr viel besser, 
un<l i^prieht sich eben deshalb auch viel uinracher, bestirnter and klarer 
auK Ein „grosser kritiker" ist Lachmann zwar, das erlaubt ihm 
Paul 8.289. Uüd die erste Iweinausgabe hat „viel dazu beigetragen, 
die deutsche philologie zur strengen Wissenschaft zu machen," das 
erlaubt Paul gleichlalls a. 2Rft: aber der grosse kritiker Lachmann bat 
sich erstens „ein systom nnorwicseuer metrischer regeln gebildet, wo- 
lach er alles con^tmiert mit hintansetzung jeiler anderen rücksicbt 
[jt. 280)** und damit „die ersten und notwendigsten gesetze der philo- 
logiücben methodo" durchbricht und ,. methodische kritik unmöglich** 
1 1 289); derselbe gross»» kritiker wird zweitens in „beurtei- 

• wertes der handschrinx-n wi-sentlicb beeinflnsst" durch seine 



laa 



j. ucsn 



^vorÜebö fßr Alloii t'.'hwtongc uud uhstras« (s. a90i"; mid 
„ Terulisflunit '* derselbe i;ro9.w kritikyr „eine eingehende uiitersut-hang 
über diu gogeoüeitige verlifiltois der liaudschiilteD atizuflteUen, tihI- 
tuehr ontiscbcidet er sich voq voru horein für den vorzuj? einer elnzaljl 
npn handscbrill (a, 390)." Diese drei wesenllitibeu grün dtugeii den , weh 
nach Paul» eigensttm worten für Lncbmaimsi kritiHdies verfuhreu so whv 
mAs^gebond gcwestin sciu sollcit. vird der gcumgte losor zwar mit dum 
H^osäon kritiker" und der ,, strengen wissent^ehail" vielleicht ebuii iu> 
iveoig zusammenreimen bt^nnen, uIb ich; aber da» Ugt vto\ nur ao 
unser beider sclilechten logik, die wahrscheinlich oben so BcUloclit iit 
wie Lacbmaoos luetrik. Denn professor Paal sagt ea ja. sagl. e» buch- 
stAblich , und Ragt es olle» ernste? , also wird 09 wol nut'b ho !<ein 
mOBsen. 

Der arme Lachmann! er lobte wirklich des jjuteu gliiubenu . 
er ohjective kritik nirht bloss üben wnlb*, sondern wirklich fibr, 
er sii'b raöglichät eng an .die tataÜoUlicU gc^tbcne haudAchriflHohc {l)>cr- 
lieferuog anschtiesse. diese sorgsamst nach nif^glichst objtH-tivt'n nnd 
2UverlllS(»igen kriterien prfife, und nur das in seine kritischen toito aul- 
nehnie, dessou berechtigung er auch wiesen sehalUich begrllnden and 
verantworten könne! Welch schwerer irrtum, da er doch Hchon i8'i6 
bei dem erscheinen «einer ersten Nibehmgenausgalie ao übid auf dem 
hoUwege war, nnd, verlockt durch die Irrlichter seiner schruUen, immer 
tiefer in* den sumpf geriet, bis zu der „verirrnng" seiner zwoitflu Iwein- 
ausgabo ! 

Cnd wir armen jungen leuto, die wir grade in dem xeitranme, 
wo er seine zweiton anfingen der Nibeinnge und des fwein an&arbei- 
tete, es als ein unrndiiltzbrires glflt^k priiw», daas wir durch ■' '■'^••■ 

von Jahren uns seiner raüiidlicht*n untertvwsnng und seines pn n 

Umgänge« erfreuen durften, dass wir von ihm in der freundIiohKt<*u. 
ktarttten uud einleuditend-iti^o weite Ifdehrt wurden, wie mau arbeiten 
solle, da.ss wir nicht bloss boi^ohränkt waren auf seine fertigen gedruck- 
ten werke, sondern aunh in seiner Werkstatt seihst ihm liiuschcn. nnd 
einen blick in die lant^jilhrigen. umfassenden, mf^hi^amen vorarbeiten 
werfen durften, aus denen seiuü sch^pfimgMi wie langsam ausgereiUc* 
früchto emporwuchsen! Wie horchten wir seinen lehren und Weisun- 
gen! Wie haben wir sie seitdem bewahrt in einum feinen treuen her- 
zen! Wir lebtftu ja ebenfalls des gutvn glaubons, dass der verehrt« 
meister die richtige mcthode objecliver kritik zuerst gefunden, gefdii und 
gelehrt habe, und dass er noch rflotig auf dvmftelboD richtigen wi«g« 
fortschreite, und hatten ja leider nicht die cntr ■ * ' ' '<. 

wie sehr er damals «udiun ücli verirrt uud vcit^ I' 



eiK rUOAR [R r.ACSXAIINIi IWUKKBITIK 



183 



»rst o1R»nhaH uns prüt«Haor Pau!. wif (iltol wir y^narrt worden Sinti, 
iHtd 'iasA wir, gifich (lern hahno uut' der divh, noch immer auf den 
bet-^rouflen liroitlt?8t.nch starreu . den der moislpr nns Rber den echnabol 
g^Kogtin hat, und nimmer gewagt liiibi'ii uulV.nspriiigeii vuid der eige- 
ufii beiue Dud Ilögel zu gKbraafhoii. Wie boschfituciud lUr uns, dass 
wir nicht nur in der Jngeud solche toren gewösen , sondbrn auch durch 
Jahrzehnte bis ins altpr geblieben sind, und wie bedauerlich, dass wir 
dofi er«t jetzt orfahreu! Indes, weiae bolehrung Icomt auch fQr ein 
ergrauendes haupt nicht ku spät! 

Don verwerfenden uiteilspruch Über Lachmanna Iweinkritilc und 
t)b<^r sein gesiimt.es kritiaehes Terfahren b&tten wir nun mit gexiemon- 
dtfin Ataunen vernoniinf^n. Aber e^ wird doch wol erlaubt sein, daS8 
wir in aller bcscbcidciiheit versuchen ihn ein klein wenig auf »eine 
stichbaliigkeit zu prQfen an den paar mislichen versen, die uns gradu 
hier beschäftigen. Cber diese verse belehrt una protessor Paul (s. :^60 
fg.): "^^' 70 Stehen in dieser rcihenfolge n'tir in den beiden verwanten 
h&Dd&cbriftcn bc; sie sind wider mit der ersten ausgäbe in umgekehr- 
ter reihenfolge zu atellen nach BDadrf, (A l'ehU).* 71 dise A = dise 
reUm BÜabcdifL*;' wir haben liier nur eine der häufigen auslasaun- 
gen in A. die nur dnrcb die unrechtmfissige autDabme der Umstellung 
von bc einen sinn erhält; Lachmanns bebauptung, dasg retttm ein itusatz 
sei , welcher notwendig gewesen, nachdem die von ihm hergestellte natör- 
lifbp anordnung zerstört gewesen wfire, widerlogt sich schon dadurch, 
doss tfH auch in bc steht, die doch seine anordnung haben. 73 von 
ffröxer Aaf ^= vff^^ Bbd [sagffn von er) : gröxer and sagten scheinen 
RUr vurlängerung des vonnen hinzugerogt.** 

Die versc 69. 70 sollen also wider in die Ordnung 70. 69 tnnge- 
stellt worden. Als grund dafQr wird von Paul die stftrker beglaubigte 
handKcbrif'tlicbe Aberliefcrung angegeben; denn so, und nicht anders, 
wini jeder philologe seine Tormel „nach BDadrf*' verstehen und ver- 
«tebt'D müssen. Diesen grund kann man sich ja auch gefallen lassen, 
denn an sich ist er ja nicht unnchtig.' Nur Ireilich ist er nicht der 



I) r unJ f bezeichnen eine Rontorker iiiul f'mt DroeiUi^r pa}it«rbaudBchrift, 
ilereu diueiii Lactinmun gekaut, >liu er über nicht bioiatt hat. 

9} L' bebtifhnct LarhmnnDa eralo Iweinaiugabe. Der gl«ichbeit«Htrich (••) 
bfdtratet. diM die tilntcr ihm stohende Tonu nftcb F&alK arteil In den kritlBch 
berirtiti^u toxt irrwtxi wurduu soU. 

3i ' ' ( "r, i\. h. wihlrci''.li<'r ■ ■ i 'ui itb«li*i' 

•prkht uU .( die niiiyri^tcllttf rcil' i , mj» 70 6^'. 

« «It'hcn wiibn ruiig-cn {BHadrf) fegon zwei rbn. i-'tir Jon kritiker U( ab« r nicht 
d{n fnlil .1(-r cvuguii, •uodciQ dl< gUu b w liid igkc i t tl^ntellMD von catftcbfridim- 



IM 

entscheidende, oder gar der allein oDtschouiTnae. »ona^m fffT 
wirldich eatacheideude grund liegl- uiin?. wn andtirs*. wiu nich 
unten klar h^raufistellen wird. 

1d V. 71 soll nacli profcssor Pauls veraiclierung rrtteii die echtp, 
durch alle bandächriften verbQrgtü lesart sein, tind nur der ßclireibor 
von Ä aoU mit seiner gowoUnlon riüi^hlässigkcit dies verliuin ausgelas- 
sen haben. In v. 72 dagegen „scheint" ihm das adj. grA^cr „zur ver- 
l&ngeriing des verses hinzugefügt." Daran» fulgt, dass nach seinen] 
urtuUe diese» grö^r nur eioigeii iiachlässigeo Schreibern (Aaf), aber 
nicht dem dichter angehört, und dass es folglich auch nicht in den 
kritisch berichtigten tett anfgenommeii werden dari". Im knh'Bcb 
berichti^'ten texte werden mithin diese beiden verue nach Paula ent- 
ecbeidung zu lauteo haben: 

dise f^te» von seneder arheü, 
dise von manheiL 

Meint denn aber professor Paul wirklich im ernst«, das-s der auch in 
der anmut und Sauberkeit seines verubaues so anagezeicbnotö Harlmanu 
ein so jämmerliches pfuscbwerk zu wegc gebr&cht haben kOnDe, wie 
die verse: 

dise ritten von shteder rirheit. 

dise von tminheit! 



der bedcatung'. Fflr \\xa handelt es ncli alio nicht um die ctirkfir, d. b. zihl- 
nicber, sondoni mii dfo bestfir, d. h. vertraueaswflrdi{;ar beplaabl^ huadachtift- 
liebe QberU«rcruiit*. Di«« za cnnittelit t^Sbt pntfesiior Pnul 6. !15'J Rtr die Iwcio- 
krittk folgcud« «cliöuc rorM^brirt: .Jcdo viuscitig« hcvortugiing vinco' oiiit«l»rii 
baniluchrift i»t zw vprwprfon. Auch die ftberrinstimninng von f.vif'u- < r 

fihrigBD bat keinrn v«rt; dpnn entweder berabt sie naf vincin viTvriu 
nU dn- baidt-n, odor uuf ZDAHigem xtisaTtitiientrcfTen in eiuör indcniii};, iri*lclif 
für iswei anziioftbnieD eiur vid ^crin|r<!re »icbwicritfkeit )6t »U ftlr allo UbrffrMu*! 
Dte«otn recepW wird niointnd du» lob hikbst«r «uifaclihdit vonngeD kOnutnj tchtdl 
our, da43 vs tilrbt probat ist, wie sieb n. a. bei orörtercuti von i. 71 :-< - 
QDd evident bfrntitfttclleii wird. Hier wILrc Qbrigi'UH rx\no anwoiitlnn^ 
hHtl) b«4tetil(lich, vrcil titis jn difr nuH-m^e citips lianr ' ' .''.Ml. Jji 

dievor Ti'ii dou vier ftiif ritiand<;r ful|^tid''n mit fli-- , <:ir«D i^n^t 

des hifr in rede fitehonde vorletzt«* nborfi^bcn und UbersiiniiiRon lint. Aber xuift 
ben. duis hier in BDadrf wirklich die am beiten beglonbigte huidicbriftil 
nberliaferaiig rntlicge ^and aus iunerrn ^rQadeo wird inao du ];»r w>d ngebl 
dfirft-n). »0 wArd ilnmlt zwiir die or«to -4ufc der kritik, diu rcet^itElo, ervttoffcii u 
erliMl'fft, ab«r dia xwfit«, die emendiüo, «tUnde immer noch iu fruge; oder, mit 
uder«D w>irti>ii, f«; wsk' dituiit dncb inimcr nur ef«t dio ciucin ifrte lumdxrbrirt' 
llcb« nbcriiofernnt; gewonnen, und ci folgte daraas alleiif nnrh ^nr 
nioht uhnn writercH, <1ms diMelbi? v«r>rul^i!> nun aueb aotwtndig iti dm kri- 
tianb beriebtigten toxt anfgeaounivti Würden müete, 



Snt »snt*» tu LAOIUUN^J IWnRUUTtK 



m 



Moitit profesvor Paul wirklich im erost«, diiss der massrolle, föinsiii- 
liigC' Hurtmanii ciueu so nngt-äcWacliten rieseu und eineu so vorbntt*- 
Wu zwdrg i\i eioem paare zuaammengejocht lial)e? Hat denu profes- 
aor Panl gar hoinen sinn ftir ebeiimasa und woldUut? Oder sind wir 
violloicht mir «o unwissend . dass wir diese herlichcn vcrse nicht ricli- 
tig scandiercn können, und in fol^re solcher Unwissenheit durch unge- 
KChickl(>8 leiten ihre klassische schAnheit verderhen? 

In seiner zurflckweiaung der Lachmannschen kritik verschweigt 
Professor Paul aber auch etwas, und xwar etwas Qberaus wichtiges, 
grade die hauptsache. Kr verHchwoigt nanilich den eigentlichen und 
wahren gruud^ durch welchen Lachmanu bewogen worden ist, die 
vcrbalfonn näteH in v 71 gänzlicli zu Kfcreichen. Lachroanu selbst bat 
in »einer aninorkuug diesen giund au»drück]ich angegeben, freilich in 
seiner knappen ari, aber für den kennet doch völlig verständlich, aus- 
reichend. (llrfTzeugend und beweisend. Aus Lachraanns formelhaft äu- 
t^nimen gedrängtem ausdrucke in ansifthrlicha und huffentlich für joder- 
mann einleuchtende darlegung äbersetzt wörde diese hegründung etwa 
folgenderumssen lauten: 

Von üartmann sind über 2&(MH) verse auf nns gekommen. Diese 
eahl von ver»en Ist beträchtlich genug, dass man aus ihnen, wenn man 
sie richtig studiert, die eigen tQmlichkeiten von Hartmanns Sprach- 
gebrauch und Versbau ausreichend nnd siclier erkennen kann, und 
dadurch in den stand gesetzt wird, fast überall genau und bestirnt 
beurteilen zn kSnne», wie Uarfcmann sich ausgedrückt haben könne oder 
nicht haben kOnue, oder mit anderen werten, was seinem sprachge- 
bruuchc und versbaue gemäss oder nicht gemäss ist Nun geht v. 71 
auf einen stampfen reim uns, und verlangt folglich, eben so wie der 
mit ihm durch den gleichen stumpfen reim gebundene v. 72, notwen- 
dig vier hehungou. Bei der von liUabcd gebotenen Lesart lassen sich 
diese vier bebungen jedoch nur dann gewinnen . wenn man die verbal- 
form rfdtfin nicht als metrii^ch zweisilbig, sondern als metrisch einsil- 
big auft'asst und liest, wenn man ihr also statt doppelter dentale, 
die s\» etymologisch hat und haben muss {reätett, retteHj zusammen- 
gezogen ans rcddeH), nur eine einzige gflbo \r^en), weil nnr unter 
dieser bedingung die verschleifung in eine metrische silbe {reten) 
raAglich wdre, hü dass dann der verd lauten wQrde: 

äist r^H von svneder drhiit. 



Dan ist aber eine arge Kprachliche und metrbcbe rohheit, die sich 
xwnr der spAte, und im versbau vielfach naehlftssige und incorrecte 
österreichische dichter Ottokar erlaubt , wie durch seine stumpfen, d.h. 



m 



3. üAfuaM 



metrisch eiDHtlbigea rt^ime r^tm- : ^4tfH, r&e : ee ntSt (30*'. 166*) 
bexmigt wird, der flhnliubos jedoch liei Harimamt nicht vorkomt. fQr 
winen sprachgehraacb uml versttmu unmöglich ist.' Ladinmnn Iinlli' H.irl- 
'manns !tpriichgt>l)raui:h uu<i vernbau eo g^nau, und bis in die kleiui<teti 
HinzüllieiUn studiert, utid kritiech studiert (wo?ou Heino anuti'rkatigtiii 
zum Iwein fast in joder zoilr* vollgiltigea Zeugnis ßebon) dass ur diöiM> 
behauptuug mit der 7.weireUo.4«ist(*n Rioherheit autBlelliHi koDt« und durfV. 
Wer die richtigkeit seiner aogabe bezweifelt, dem bleibt ebiMi nicht» 
Wolter übrig^. als dass er sämtliche verso Hartmauns selber darauf liin 
durcli-ftudier« ; tat er da» mit gleicher Hacbkeiitiiis , gleicher itorj^rfalt 
uihI ^miaui^kait, und gleicher gewisKeiibutligkäit , hu wird »«r auch gaax 
KU demselben orgobnisso gelangen, (st ab^r ein aiao gebaater vcrs bei 
HartmauD vAUig nnmiJglicb. un<l ist zugleich jedet« andere wort in die* 
gern verse, HUHäer ralten, ganz unuutMirlich, ho folgt mit unbmliugter 
logischer notweudigkeit , dasa dieses fetfte« dem dichter selbiit nicht 
anF^ehf-ren kann. Sündern ein un^eh/^riger zusutz der aühreibor 
»ein oinHH. und es ist für die kritik ^nz gleichgiltig , in wit* viel 
bandscbrillen . In ein^r. in zweien, oder in mehreren oa sieb vorßudot; 
denn selbst wenn t«K in allen stOnde, der kriüker mQste e» ilennoch 
als einen lehlerbat'ten , dem dicliter nicht augehörenden zuautz erkennen 
und Btroicheu. 

lid dioae beweisfilhning etwa »o gar unerhehlir-h , dass sie ketofr 
aiinthrung. vtv& so schwach. dasB sie keiucr Widerlegung beddrflii? 

Heben wir geuauer zu, so gewähren wir aber ferner nuoh, doaa 
profeHsor Paul (iQr seine beihehaltung der verbalform redtiii in vera 71 
zwei gründe untregHbfU hat Der eine gruud. uial wie m auf den 
•raten blick bCbuiucMi könte der haupt- uder gar der einzige grund ist 
entnommen ans der aberain»timmnng aämtliüher huudachriften 
(BDabcdrf) ijeirenillker lii^r einzigen hitndachrift Ä , deren Schreiber 
hinr mit einer seiner „büuügen auülujidungvn" gekündigt haben »oll. 
Aber der ander« grund steckt in dem urteile, duüs diese* anslasKung 
„nur durch die unreclitmiUotig^ aultiahme dor unL'iteUuug von bc einen 
iiinn" erhalten würde. Und dies ist, wenn wir den wortUut deiner 
anuiorkuug g^oau prOfen und crwfigeu, PauU eigen 11 icber nnd 
wirklicher hunpigrund. Kr vermiüst einm sinn in deu versen 71 
und 72 (will* fiie von A dai-goboten wei'den), nnd nm diesen sinn zu 



1> Hier liat Aii:li I it ^lll^ul : 

täiMt etWfJiCOD «rb'^iidiari'ti i-rnug d«*^ 

ttittos »MBbiu unmiiK'l'-'b "* bi-wciacn. Wvit«!- uuUo wir«! *tch mtgMi, ilti** 
rj itucli noch vuD thta ubd»ren art au ■Uihiu AOili<r<iti iftiv dU Klwldir iiitini>ir- 
ItcUkcit tivvleft»D h»U 



tot »aoLaft ur L^ejuuinra iwbixuu-mj^ 



ICT 



liät*chnn>n beilurf er oüie» rerbums. Das wird ihm nun in üer form 
tfl/f>4 hiindschriftlich ■ ' ' dargeboten, iinil da uö zuf^lcich 

Iflt il(Mi HUMi \ou vers ■ . kuim er in vertt 72 dos nur darc-h 

or bezeugte verbnm gayt^-n eutbeiuen. Kr befindet sioh also gonuu in 
deriielbeu misUchrm verleK*'^ihcit wie Lachraanu, der obenfalls in versil 
und T2 einen genrigenüpii i^inn vermibHt», und zur i'rr,ivlung dieses sin- 
aes ßinef) verbiunn bödurtte. Da itit ea duuu bOcbst beiehrund , da« ver- 
fuhren dieser beiden Kritiker au vcrgleicben. Lacbmann. ein bedfloh- 
Ugur khtiker nltett )«:blagea, war ein vieJ tu gtidivgMmr pliilolo{re, viel 
zu gründtioli liorungebiJdot in der strcu^OQ schule altklaäsiacher Philo- 
logie. aU davs w «n bAlte Ober sich gewinnen ktlnneu, dum feinsinnigen 
dichter und verskünstltT Hurtnnuin einen »o feblerhafl oder doch min- 
destou» 60 uugeächickc gebauten vors zuzumutiin, den harthörige unacht- 
samü Schreiber ihm aafjgeblirdet hatten, und suchte sich deshalb in 
anderer, die feine, saubort» versform des dichters nicht verletzendttr 
weise zu belfeu. Professor Piiul dagegen, als ein genialer kritiker 
killui vorwärttistüroieuder gegeuwart, weiss sich flber dergleichen phi- 
Ii?>trö8e und prdantiHolie ^t^rupel altfränkischer beächräuktheit mit erha- 
beuur leiohtigkeit hin wegzusetzen. 



Widerbolt halte ich in Laehniannü IweinauKgabe diese verse oebst 
Lachnutnn« dazu geb^rig&n anmerkungeu gelesen ohne anstoas zu neh- 
men, weil ich eben nicht Teranla^tsung hatte, grade bei diesen rerseu 
«1 verweilen und sie genau ku erwägen. Da geschah e» vor geraumer 
zeit, lange bevor profesäor Pauls aufsatz in den ..Beitrügen" erschien 
und bevor ich Bwhs anmerkungen gesehen hatte, dass ich den Iwein 
von den studierenden in meinem privatissimum erklären Hess. Den 
/uliNt-ern lag ob, ««ich grQudlich vorzubereiten, uod uamentlicb auch 
UciDH^kes und I^ichnianni'. annierkungen so achtsam zu studieren, dass 
lie nicht aur in ihr Verständnis eindringen, sonderu auch rechenschafl 
güben kellten fll>ev ihre bereehtigoug uod ihre richtigkoit. Danius 
erwuchs zugleich ßr mich selbst die uotwendigkeit, jede eiiizelheit 
geu&uer zu erwägen. Diesmal gelaug es keinem der zehn zuhöret aus 
eigener krafl ein urteil über die berechtiguug oder nichlbcrechtigung 
von Lachmanns umHl<>Uung der verse ti9. 7u zu gewinnen. Mir aber 
eutiipmiig aus* dor eigenen genauen prtitiing die meinei^ bedfinkeus rich- 
Ugo erkentnis des Sachverhaltes und die nit'i^lichkeit, meine zubOrer zu 
i! " rieiten. Kinisre jähre später, als wider einmal der Iwelu 

h IUI studiert wurde, gelangte von widernni zehn zuhörem 

doch eiüer «u einer ko sUrkeu ahnung des richtigen, dass er das wahre 
nahezu erreichte. 



\»& 



j. xiniui 



Die sncl)4> liegt rneines erachteDB so ßbcmu^ ^Dlach. (last« muii 
flieh fast wuütlcrn niu;^, dms ^Ib»! ein so scbürf und fein bliokcador 
forscher wie Wlodisch daa richtige niclit alsbald klar und bestirnt erkaut 
hat.' Ja ich glaube wol kaum tn irren, wenn ich vermute«, dann T-iii')i- 
manu eulbsL eben iladiirob. da«a das riohtigü äü baiidgieU'lieb uuintit'.l' 
bar an der Oberfläche lig^, verlockt wordeu ist, die erkl&niuj; einvr 
auf den ersten blick scheinbar ftchwierigeii stelle in gr" ''ofo zu 

suchoi), da»» i>i sich dadurch den huruiuuiscbtin nWorbli> ^ iL hat 
and in folge dessen zu dem von ihm ergriffeneu auskunftsmittel gedrängt 
worden ist. Man braucbt die ganze stelle i<ben nur richtig zu lH»en, 
und sofort wird nicht nur alle^ klar, aondern e& tritt zugleich auch 
Hartmauns kunst mit ihrer sauberen Zierlichkeit und gelulligeu ebun- 
mlUsigkeit zu tage. Damit man sie aber richtig lese, will ich das 
grappenweiäa zusammengeb^rigu durch die druckein ri ob cung kentlich 
machen, so dass es gleichsam in den harmonisch abge»tuftcu linieu 
oiues architektonischen omamciiteB vor äugen trete. 

D6 man des pßngestage^ enbeiz, 
mftnlich im dit> vroude nam 
der in du aller beste gezam, 

Bb Vise sprachen wider diu w^, 
dise banecten den lip, 
äise inttgtlfi, äisc »ungeHj 

dise liefen, dise sprungpo, 
disc hörten seitspil. 
70 di&e schuzzen zuo dem zU: 

dist von svncäer arbeit, 
dise von grözer manheit. 

(Jäwein ahte Qf wäfeu: 
Kei! legt »ich ttUfea 
Ib Üf den sal undor in: 

ze gemachu &n #re Btuont sin Bin. 

Cberschaut man diese typogr»idii»che anorduuug. so lehrt der 
augenscbeiii sofort, das*» Harlmann, hier gänzlich abweichend von ^ei» 
nem vorbilde OreaÜens, die geaamte pfingHtgeHellticliaft, entitprrtchond 
der au den deutschen Itireten- und edclh<lfeii danial» Iiemchcuden xwio- 
foclion strOmuug, in zwei hülften geteilt, zwei mSnner aber be«ond< 
heraoAgehobon uud von der guuzeu Qbrigeu menge getnmt hat. IJ 

«pncUoii- Ii 



US runjtt m hACDUAttis» nrsm&irnc 



\m 



jftnigG htüfic, wt^lelic Jer nuuon liötiacbi^n aas Frankreich gnknmDKinon 
mode huldigt, yvm HHrtmunii dtirch don hi^tisi-hen uiodUdiAti Ausdruck 
suMcdiu arhrÜ bc/eicbnf^t« uut-ürhiLlt »it-h mit dim diiuieu, plaudernd, 
Lanxend, »ingend. dem saitonspiel lausclicud: diu andprc liQlftQ dagogeu. 
wolche ^Trü:^!ior<'K gcfiilUtn findet jid dyr iilUnnheiiuisolien plloj;»* dys w»f- 
fHnliHudwerkefi, Wii;' Ilarlinumi duri'h grosm maniicit iiUMdriiükt, BUOht 
ihr vergnfigeu in leibesQbnageu, im hofen. spriugou and schiesäun. 
Ganz unverkeDtmr absichtlich fiind in d*>n drei v<?r8paaren tU»— 70 dits 
Tevgnrigiin<;er) dieser buiden bälJ't«a einander »tiohisch gL'gpnüli(>rgf>.stclll, 
und iiuiuterdüm noch je zwei gegeuQborstuhvudo und durch den roim 
gobundeno vorse einander ganz symmutrisch gebaut, so datis die je zwei 
Verse der beiden änsseren^aare, (i.*). 60 nnd 00. 70 je ein pronomen, 
ein verbum, ein »nbalantiv, dagegen die beiden verae dea mittleren 
paarea 67. 68 je zwei pronomina und zwei rerba haben. Dahinter 
folgt dann, in dem verspaare 71. 72, die angäbe der grfinde für die 
aündtTun^ in zwei bälttiMi, beidemal aiigey.ti)gt durch die prftposition 
von, welehe damals ganz gewöhnlich zur bezeicbuung des grundes 
K«braucbt wurde, wAbrend wir in nnserem heutigen deutsch dafür die 
präpoHitirin aus vt'rwHnden , und utüo aagun mll»tt*n: au» neigtmg r.um 
höfischen minnadienste; ans vorliobti für das walfenhandwerk. Und 
/lacb diese zwei verse des paares 71, 72 sind streng symmetrifich 
gebaut, je ein pronomen. eine prupoaitioTi. ein anbstantiv und ein 
j>artici[dales oder adjectiviaebes beiwort enthaltend. Nnn wird aber 
auch vollkommen klar, dass und warum die boideu verse 71. 73 ein 
verbum gar niohl. haljen Itönueu; denn das verimm eines jei^en wOrde 
ja die summe der vier verba der vorangegangenen entsprechenden 
drei verse entbalton mQssen; alDo: diiie sj>rärhflH, Aitngeii, titneten, hur- 
tig ron i=: aus, wegen) st^initfr arhnt: tliae ftttni'dtm. tüfm, spru»- 
fm, acJtugst'u vu» (^^ aus, wegen) ffrözer wanfuüt. Audi im jetzigen 
)euhoehdeut8<:h würden wir diese beiden seilen ohne verbum widur- 
kimnou: die eine liälflp aus neigung /um minnt>dioiKHti\ die zweite 
Torliebtt für das wutleub und werk. Mit einem verbum würden wir 
volUtiindiger, aber auch prosaischer etwa sagen mÖMsen: die eine bAlft«* 
tat was >ie tat auü m-igung zum minnedienste , die andere aus TorÜebtt 
nir das walten band werk. 

Auch in den folgondon vier versen 73—76, mid auch hierin 
abweichend von i'retttiHna, bat Jlartmann widt^rum seine meisterscbafl 
»owülirt . indem er die beiden ritter tJawein und Keii aus der gewam- 
Bb Qbrigi'n gesclUcbafl; heraushebt, und von vorn herein mit wenigeu 
charakterii^tiächun /.Qgen dif> eigentämliebe aUHnabmestellung andeutet, 
die ide um hufc dea kfinige» Artut) einnttbmen. ~ (iawein steht in der 



XKITKCUn r. IrRTiTKCliK l'UILULIXlIt i:ii Vit. 



la 



m 



i. «AOUItil 



nllgenioiiiBn fUierkennUDg liereils aof hu hohi-r sture, iIorh m ihm kaimi 
»och \' gewilhrou kann, zugleicU mit und unter d- - ;i 

in sctit ' -li um »lie gunut iler ilnmt<ii xu w^rlieiL An'lr i-t 

vr in allen ntterUnheii künsten allen fibrigen »o g<*walHg fib«rlef;en, 
das8 8oine leilnahmu aa den leibes- und waGTeriühaugcn da5 n 

der andern nur vermindert und geirtört habon würde, weil er .., , .i- 

all sittger , and ao selir sieger geblieben sein würde . daitH üogar die var- 
zQglicIiston leistungen aller übrigen dagegen in schatten götrcteu wSreu. 
Solchergestalt von der teilnähme an deu nllgemeinen vorgnfigungoii mit 
gntetn fiige sidi ausächliessend, Hndet er seine anterhalhin^ iri dem, 
was Um als beiden xnmeist anyjehen inuate , in der achbtanieu holrach- 
Lung von wafTen, deren die /.usanimüngostr^mten gdste ja rlelii und 
iiiunoberli'i mitgebracht, hnbeu musteu, oud duniuter auch solche, die 
seiner aufVnerksamkeit gar vol würdig entcheinen honten. — Keit 
dagegen, der sahilöse, der uiigozogenf; gr^iell, mag sich gar nicht 
bemühen, weder um die guu»t der damen. noüh am diui lob der ritter; 
seine trägbeit und l>equemlichkeit geht so weit, das» er sich int saaJe 
selbst, unter den dort sich unterhaltenden damen und rittorn. xum 
schlafen hinstreckt 

Die uoffassung der verae 71, 72, wie ich sie hier gegeben habe, 
ist spra<:hlich zulässig, und »Leht »uch im eiuklange mit d«!r anw;hau- 
ungsweige der damaligen hötiiwhen littoratur. — Wenn Hudolf von fimi 
iu Burknun 13, lu l'gg. sugt: 

Dd mnt er ligende einen man, 
dem icas wol fiersenuwe htnt. 
in hüte ein iitrr sä nt're. iwnvuni, 
li^X im Wan fhis j/ü« vr.tstit 

von der wunden arbeit. 

80 kann der sinn der letzten beiden ȟilen nur der nein: dem klag^^n- 
den von einem tiere schwor verwundt*ten manne, den tiaratTbiaA lit'gi*n 
fand, war da» guheu unmCglich gemacht, weil er (oditr: iu folgd dtts- 
aeo dasa er) dardi die wunde arbeit litt, d. b. weil die wunde ihn 
schmerzte und hinderte. Dem analog ist eaaprarblich zuläümg, untiare 
ütelle im Iwuiii so aufzufassen: die ritter sprächen wiäer diu trtp, ünter- 
bielteu sich mit den damen usw. von sentder arbeit, weil sie (oder: in 
folge dessen, dass sie) senedc arbeit litten, oder, wie Nitbart 11. 33 sich 
ausdrückt: weil ihnen Hcndu urebcite vU we taten. Weite mau jedotih 
setmie arbeil darch „pein des sehnens.. liebejisebnsucht. liebf.squal, 
liebeskummer" u. dgL Qbersetxen , so würde man dtR luche viel sa 
crniitbaft uebmeu. Bs ist nichts weiter als ein damals altg«^mein Dhlicher 



BSV «BULUi ne unaiivx» iwKiVKaiTiK 



m 



modcaasdniifk, der mhoa durch diu solir bfiofigu Torkommeu des tlt- 
bumt) j(«i<ai iu luaiichorlui vcrlititüiiaf^uii ruirilt. dnSH ür hu tief eruel 
uml gowichtjg tiicJil gemeint war, soudern sich nur iturdcu seil uimgcn 
jnhr/L'hiiteu motUsoh gowordeuyri ritttirlichoü und hötiachcu miiiuodleit&t 
büziübeu »olUt, Sulch« j<rnril4Trc g;ib us damalti Überall, uml su wisl- 
lor , lurhcit. und abgt- ' ' l:ii'it ihr« stnu-din arlteit »ogiir sUiigül) 
[uuUs ijtt ja uufi dem i . >. lricb;< \ou LicLtbUsU'iii satbtam Utkaut. 
tiott-frivd von Strussburg empfiehlt durgleichen scntditren nir Und^rung 
ihrtti nut gepiyni'tv tnimiifj^c und aaincutlich beKchftftt^Df^ mit srnlichcn 
lUificH . mit liebes ruuioutiu. TriuL äG tgg. : 

durch ilns ist guot , swcr luTzrJclage 
imU sciHvk not sc herscn trage, 
das er mU ailctn ruoche 
dem Ithe Knmuosc sitochc. 



ein s^^nelichcg ttuere 
düs Irih« vin scnedare 
mit herem und mit mutuJr 
und ii-nfli.' ^ö die stunde 

IX dem :'i1iiilicb h'tHät hier Harliiiauu von den üt;ned/frnt die gest^ll- 
ifl der damou suchen, um bei und mit dii>scD Ui gesprüch, taux, 
lg und saitanspiol sich zu crquickeu und ihr licbesleid zu verges- 
— Diese vwwpndung der präpo^iÜou von, zur bezeirbniinR dea 
indes oder der ursiicho (^woftlr das ueuhochdeutäcbe die phtpo^itionen 
„vor," oder „aus, durch, wegen'' gebraucht) war, um auch diesen 
u)ichw*^Ts nicht zu verahsüunieii . dem Haitmaim sehr gohlufi^', J^iir 
veranschaulit-iiuiig dessen mö|^yn einige wenige bMispiele juirf dinii Iwein 
selbst genügen. 

rf^jK wart min her itmn 

vordes nie aho vrö. 

ton tjrözen vreuden kuster dv 

Ämr ßinctrottwen mnni 

h^de und ouycn tiisentstuni 71174 fgg. 

ir höfscheit unde ir güde 

bc^wiirtc» ir tjcmiiefe, 

das at ron grosrr riuwf 

und fUtrrJi ir reine triuicc 

vii afre Wßinvn betfan. 33S7 fgg. 

13* 



JOS 



J. tUL-RKH 



her fvfm» , niene tjerdenket mich, 
daß iche von uuHttf^ie tuo, 
das ich iuwer alsus criM 
gnä^c gcvangen hin. äUO*) fgg. 

Und endlich, dass wunfieil nicht bloss die tapl'orki<ii bedvuttit, die 
jemand durch tatoa irgondwjinn und irgendwo bewiesen hat. aüiidcnt. 
ähnlich dem neuhoch deutschen „inHnnli:it'li}rk^it,"' auch eine iiugeltorL'ut! 
oharakfceivigeuschafl bcxeichnon kann, bedarf kauiu der erwähuuug. So 
schreibt WoUram dem jungen Pitrzival (174, 25) aoKdrflcklicb an gchvr- 
niu nwnhrii zu, welche gleich bei seinem ersten ven^uche im ritter- 
lichen waffeuhaud werke sich geltend machte. Und in deiutielbeu .sinm* 
braucht e^ auch Uurtmami selbst im Iwein iü87 fgg. 

Ich weig ir »wene , wul ottth niht tut, 

an düH so voUfcVtch^n sti 

diu tuyent und diu mauhrit, 

die sitJ* sö i{<trke arbeit 

durch mich artuen ntenteti an. 

Demnach ist es zul&sKig t. 72 i^m grozer wanhcit. su aufzuTaäüen: weil 
(oder: iu folge desäen diutg) die (angeburne) Charaktereigenschaft der 
maiinlialligkeit bei ihnen stark überwug, fflhltön sie sich wenig geneigt 
ihre ergetzung im hOüsch-min&iglichen verkehr mit den damen zu 
Buchen, sondern gaben dem vergnOiren der leihe«- und waifenfihnngen 
den vorxug. 

[n den verBenG2 — Gl ist die allgemeine angäbe vorausgobont: 
mänUch im die vrcudc nutn der in du aller hrst^ gcsam. nach 
tische wiihlte sich jeder diejenige ergetzung, welche ihm am meisten 
gemüss war. am meitjtou xusagte. In den folgenden versen 6& — 7ü 
wird dicHolbc angäbe in detaillierter ausfUhrung widerholt, mit 
geoauebtem uuHchlusse au die ullgemoine fa^sung, iu paralleler und 
symmetriacher vierfaclier gliederung. Ks entsprechen alfto 

1) dem niänlich .Jeder" dos allgemeinen dataefl die vier gliedf 
ab) die beiden lullften der gaste, c) Gawuiu. d) Keil; 

1) der vrewlc „cgetzung" des allgemeinen satzes die vier glio- 
der: a) gespräch mit den dornen, tanzen, singen, saitenspicl. b) luibei*- 
Obung, laufen, springen, schiessen: et Itescbauen der walten: d)schlafen: 

'S) dem gesam „passte, zusagte" des allgemeinen salzea die 
begnnidungon. wjeferu oder warum (lio erget/nngen den ht'.trf^lTendeu 
gtiztvnu', gemäsd, zusagend, waren, und zwar: wegcu überwiegender 
neigung a) zum hßlittcheu minnediouste, b) xu ritterlichtin Obungen, 
d) zur he(|Ueiuliebkeit und tr.'igheit Nur hier allein fehlt da« begrün- 



■nr raiujai t» uckkuotb fwconmT» 



198 



i]«(ide dritte gUed c: aber grade Gawein, und er allein, Vont«« eines 
fiolcbeD jrar wol eotboliren, da aus setner son'ierstcUung. als anhostrit- 
(«a iT^ier alle anderen äberragender held unter den ritteni nm hnfe 
des k^ni|j:o!i A rtus , di^hon von selbst folgte, dns» und wamm diese and 
IT diese ei^etznng ihm zusagend und gemflss sein konte. 

Wenn Hartmann f>in<* - 9oIrli>^ harmoniHcli gegliederte parallele 
ige näbcretel lang wirklich hi^abäichtigt bat — und das dünkt micb 
:h dem bisber erörterten doch wol kaum zweifelbaft — ao hat er 
reilich ancb andererseits eigentiich stdbst Ter8cb\ildet, d.iss sie ftbor- 
wbeit werden konte, indem er »ich für die verscbiinlenen entgegen- 
gesetzten gUeder nur auf ein und dasseJbe demonstrativ pronomen dirre 
(pl. disf) besclirankt bat, statt die gepensätze durch die Verwendung 
rerflcbit^dener pronomina auch schon äUBserlioh und formal sprachlich 
als solche keotlich zu machen, wie er es an einigen anderen stellen 
de» Iwein getan hat: ¥.462.') « rief dirre und rief der, hanwsdt 
imifi TOS her! oder, von zwei kämpfenden gegnem redend: v. 1036 
raehvirh .. wi« dirre »Inof, teie Jener stach (vgl. Orimm, gramm. 
•l'IT fg.). Ähnlicberweise hätte er hier, wenn er sich mit zweifel- 
4er bestimtbeit ausdnlcken wolle, sagen kennen: dise sprächen wider 
fül rfi'/j, jf.nt: bani-rtcM den l'ip, dist: ttittsden, dise sungen, jene 
it jene Sprüngen osw. Weil er nun eine solche bestimte untor- 
cheidung durch verschiedene pronomina unterlassen hat, lag die gefabr 
iner mis verstand liehen auflassung allerdings so nahe, dass sie kaum 
»rmieden werden konte: und schon sehr fVüh, schon wenige Jahrzehnte, 
ler vielleicht gar nur wenige jähre nach der abfassung des gedichtes, 
lUfw die irrige auffasäUDg aufgekommen und gangbar geworden sftiu. 
Penn nur allein der Schreiber der handschrift A hat sich noch frei von 
ihr erhalten, wlihrend bereits die alte, noch aus dem i:i. jahrhnndert. 
stammende <jie8sener bandschrift B ihr verfallen ist. und alle übrigen 
von Lachmann benazten handschhfteu mit B denselben fehJor teilen. 
Dies Ist einer von den Rillen, und ein recht schlagender, auf denen 
Lachmunns wolbegrflndetes urteil beruht: ..die Mtestc bandschrift A ist 
mit keiner der andern näher verwaiit: verilndorongen die erken- 
bar absichtlich sind, bat sie niemals geraein mit einer ande- 
ren." und »^r verfuhr nur nach don bewährten grundsätzen einer rich- 
tigen, bewußten, nictbodif^chen kritik, wenn er sie aus diesem durchaus 
trilligen gründe vor allen anderen bevorzugte, und anter der von ihm 
-^'ibst angecebenou vorsichtigen beecbrflnkung ihr folgte. — Wenn 
nbt>r jene kaum vermeidHche irrige nuffassung schon im 13. jahrhnn- 
dert» entsprungen und allgemein gangbar geworden ist, yvas wunder 
dann, dass sie bis auf diesen tag fortbestanden bat, und dass selbst 



lo-i 



J. XJICUUI 



Liicbiuann ibr nicht enigangna ist. Scheint doch aogiir ancfa profitäiior 
Paul nicht die IßiRQste ahnung tiavon gehabt lu haben, duss in dies&r 
auffaBsung, und nur in dieser, der fehiHr liege. 

Der abglicht des <ijchtere gemäss gölte alao die gHttderoag folgon- 
dermatwen aufgofattai worden: die einea auterliielteu sich mit don 
dameii, die anderen tricbon tcibosfibungen. die einen tan^tten odor 
Aiugcn, die audoren liofeii oder aprangou, die einen lauschten dem 
stutenspio), die anderen Hchossen nach dem ?.iele: die Hioen n\i» 
neiguug /.um höfischen miiiitedienste, die anderen aus Vorliebe ftü- 
ritterlichö Icibes^ und walTeuübung. Dimu Ui an sich klar, datii} 
die beiden lezten lecilen eines verbums nicht bedürfen, dass sie ohne ein 
solche» vßllig und richtig verstanden werden, und dass eine UDklHrbeit.. 
bUrte, oder gar fi-blerhittligkcit der gniitinuitiüchßu t'ünälrucliou nicht 
vorhanden isL Ward dagogeu diu huruionisi^bu gegunübürstdlung auch 
nur der ersten gliedcr einmal übersehen und verkant, und hatte rann 
einmal begonnen zu übersetzen: einige unterhielten uich mit den 
damoa, andere trieben lejbeäübungon , wider andere tanzton. widor 
andere sangen, so nrnste man .luch in lierselben weise fortfahren, 
muste also Hämtjicfao folgende disc den grundtextea durch wider 
andere übersetzen, und dann freilich fehlte jedem der boideu vera« 
71. 73 das ihm nun unentbehrliche verbum. Als ein Schreiber 
schon des 13. Jahrhunderts auf diese irrige auffassung geraten wnr und 
nuu bei vfirs 7J. 72 das nötige verbum vermistc. half er sich sehr ein- 
fach dadurch, dass er dem 71. verse ein Bolcbes fär beide vorse aus- 
reichendes verbum nach eigenem guidünken einlugta Das von Ihm 
gewühlte verbum rcädai lag ja nahe genug . und war aneb dem kiioue 
nach nicht eben unangemessen, denn von liebeRangelegeuheitcu and 
kflbncn taten kann man ja xur unterhaUnDg g;ir wol ericflhlßn, und hat 
es in den hAflsehen kreisen aucb oft genug getan. Daher hehiclieii die 
späteren Schreiber diea verbum bei, ja einer dersidheji gieng sogar noch 
weiter, und fügte auch dem 72, vorse noch eiu besonderes syuonymea 
verbum mcitf-n ein. Verwunderlich ist das ganz und gar nicht, deim 
sorgsame achteamkeit auf treue bewahning der roinheit deg versmassos 
darf man von Schreibern jeuer zeit eben nicht erwarten. 

Auch Laohmann teilte hier diejenige anffassuiig der pronominn 
tdwc). aus weliber die * ! " ' i der batidwchrifh'n BPabod hor- 
vorgegaugiM] ist, und ii> ,. .m\'\\ ihm eiu vertium für die bei- 

den verso 71 oud Vi. Aber in der beacbanUDg dieses verbumtt orwie« 
er sich als oohtcr kritiker. Der echte kritiker sehliosst sich r.war 
mi^glichüt enge hü diejenige textüberliefonmg, welche («r als di« am 
besten überUefertc and glaub würdigst« ermittelt bat, über er stiüit doch 



I 



KI» ¥tmj)M IM L4CIIM4WW IWBIKKAIXIK 



11)5 



mit bewufttem eigßttcm urtoÜe über den bandflchrifltiu , auch aber dün 
|}<>!«t«n; denn er hat sieb nacb beFt«in vermögen aoeh in den stand 
ci: '-tzt. ihre wirklichpn fehler hIh solche 7ax frkenn«n; uud von der- 
gleichen feblfTit »ind iiolbsl die vorzog Udiätou haadauhriflen nicht (^nz- 
liub fröi. Und das« hier in der Überlieferang von BDahcd ein Feh- 
ler vorliegt, da^ oben hatl« Luchmanu erkant. Denn nach diwer faa- 
Hong mäste der ven entweder geme»tien werden: 

dise r6dlen vött seneder drbeU 

das aber ergäbe einen tots von fOnf hcbungon, und einen solchen wird 
docli wol au<;h professor IVul dem Ilartmami nicht zumuten wollen. 
Oder er möat* g-emeasen werden: 

dise rcie» von sineder ärbiü 

datt til)er erg&be eine metrische robheit, von welcher (wie oben beroita 
gezeigt wurde) Lochinann nachgewiesen hat, dat^s sie zwar bei dem 
späten nnd nachlüäsij^en TiHterreicher Ottokar vorkommen kann, aber 
dem satitivTen verskünstlor Hartmann nicht aotgebflrdot werden dart*. 
Oder endlich mfiste er gemessen werden: 

dis^ reäcH von seneder Hrbt-U 

aber ergflbe einen vers mit überladener erster hebuiig und Senkung, 
ind diPEt wäre nach Lachmanns urteile eboiifiiUä uiizuliUsig. ProfeHSor 
Paul behauptet freilich s. 362, in seiner bemorkuDg zu vers 310, dies 

nur „eine metrische Voraussetzung/' welche ahio wol auch nnter 
Mte s. 2Hg von ihm so heftig angefeindeten angeblich wilkürlichen u[id 
nocii iiiclit gesicherten metrischen regeln gehören würde. Allein als 
beurt^Uer von Iiachmanns Iweinkritik musii er doch wol wissen, daga 
die stäche sich ganz anders, dass sie sich folgendennassen verhält: 

Von sämtlichen über 25000 versen Uartmanns ist meines Wissens 
nur ein einxiger so überliefert, dass emstlichei die frage aufgeworfen 
werden kann, oh er unter die katogorio der verse mit überladener 
or^t')r behuiig und Senkung zn rechnen sei oder nicht, nfimlich Iwein 
'Myj , welcher in den haadechriften lautet 

die hicsen mich wiUekomen sin. 

m von vors 230 dos Gregor musK gSnzüch abgesehen werden, weil 
seine öberliefertmg so zerrüttet, zerfahren und verderbt ist, das» sieb 
aus ihr das echtv nicht mit Sicherheit gewinnen, und sich folglich 
ranch kein metrischer schluss auf itin bauen lüsst. ß» kommen unn 
rar dergleichen verse mit derart fihcrhidcuom anfange allerdings schon 



m 



J. ZACUIUL 



oiuigemal bei Oifried vor, aml begegnen aiicli hiH aotl da in miUel- 
liochdeiitdiüljer Keit, abtir doch nur in weni^ii gediobton, und »dbHi in 
di«son u'uM Liiatig. Sie waren also ilurcünua nicht nUgt'm'>iD öblicl 
sondern sind nur ciuo wüiii^ beliebU Ireibait, weiche nur einzeln) 
dichter xiob erlaubten, und wölcbe'man eben deshalb moem bo sau- 
beron viüslcQiiatler wie Harlmann erst dann, und nur dann xn^stebcD 
dürfte und mQste. vrenn sie iu euUuheideudeu äich4!>r bewoisen- 
deu stellen »icb Uitttächlicb bei ibm vorladen. Priifl man daPHnlliin 
die einzige ku eiuor solchen vorauüseUnug auäcbeincud berechtigende 
Dtelle« iwöin 309, so findet man, dass die öborUttfürung laut«!: 

dar iiänh tcris vH unhnc 
u*u} dm dort her vür aprauc 
306 des unrUs samnunge, 
achtrrtf iutdr jnmjr, 
junkkfrrvn umlf ktivhie, 
geetfidH nach ir rehte: 
die kieseu mich mütikomen $in. 

Bin gewJ^nlioher krifiker alltdgliuheH schlaget) würde hier gar nii-hU 
atistr^sdigos ndr^r autlUUigoä sebon, denn der plural hiezi^ stiuiljagi 
wol zu den unraitlclhar vorhergehenden [iiwvvXaik junkhct-nm muh knehU 
und die Überttebflssige sUbe in vem :10t) würde einem solchen anc 
wenig sorge machen , da ihm ja die wabi bliebe zu loseu 



oder 
oder 



dif^ hicscn mich mfktUnen stn 
die hii-£H mich iciUvkonicn ni'n 
die ftüü'tf» mich willekStnen- al'n. 



Duä war aber eben eine von jenen hervorragenden tugeudeu I^tchinanu». 
ilui zum grosiien kritiker beßbigt«. datts t>r unebcuht'iteu, acbwAobmi. 
mflngel und {tcbMifrtgkeil^n tt;ib, wo andere leute gar nioiits gewahrten 
und KcbtloH vorübcrgiengeu . und da»d er sich nicht diuuii begDägte ide 
bloEiä tu «(>hen, sondern eicb anoh auia ernätliobsto und redlichste 
bemühte, hie durch strenge, gewissenhafte forsobung und auf-; 
bietung iiint« uugowöulicheu Hcharruiunes nach bester m<>glicbkeit x1 
hoben. So hatte er urforacht, dass Hartmaun niemals wilkomim »1 
doudom 4tot8 wUtdiomcn, uud damit kam die rnftglicblceit, zu lesen: 

dit Aieeeti mich mlkimmn sin 

in wugfjül. T' ' i'liPii hatU gpi. ■ iirnlting der f^i' I ni de^ 

versbaue» li ; - ihm dJo äii ■ :i;iiis und üb» i ^, ^ ver- 

«chaiTfc. daas auch die beiden anderen angegebenen weiden den vors im 



KiK rniLEB m lacBXAVXB nnuntutm 



197 



lesen «Ittni sonHti},'[>D (tpra(!h- und vo»^obniiivli(} Hiirtumun» niolil gt^ixtcht 
Heicii. Desbuli» jijriir ßr als yohtor kritiU-r nun, auf gruud also 
gowouioiior erkcnttüB zu dem alleia gorechUc rügten auskuultttmitteL» 
d. Ii. er ■tchriidi »iin hic^ statt die hiez'-n^ wteUte tdso mit !eioht«8ler 
indfniuf;: ikr ülterliefening die correcte grammatiüclip c<>i)i4truotioii 
wider her: diu Hamcrmn^f: ... diu hiez, uud zugleich auch d«o cqt- 
recten vere 

dia hiea MtcA wäldGÜmmi i^n. 

Kr verfuhr dabei iillerdini?? [ji>tfen daa übereiuistimineiide zeugnis sftmt- 
licluT hrtndsi'iiriflen. AUt^in iler genau eriiiittwUR sprach- und vfira- 
g«brauch dea diohters ist massgebend für die bourteilung der Abel* 
Uererung, zumal in einem falle wie hier, n-o es so nahe hg. ja faal 
uuvurmt-idlicli war, ih»ä die achrfdber d»rauf verfallen munton, das ver- 
bum mit den unmittelbar vorhergehenden pluralischen fiubstautiTCo 
(jttnkJterrvn uudc knchte) in öberciiistiimuung zu bringen, statt es in 
fiberpinatimmung mit dem entfernteren aingulariüchen wirklichen Bub* 
jcctf? zu belasaHn. Kine emendalion wie diese, welche mit leisester, 
kaum merklicher ^derung der flboi-licfermig zugleich satz- and Vers- 
bau corre<:t macht nn<) mit der Ronstigen art des dichter» in genaueste 
Übereinstimmung hringt, wird kein echter kntiker von der band wei- 
Mn; und wer sinn und begabung für echte kritik hat, wird, weit ent- 
fernt eine solc.ho emendutiou zu tjideln. vielmehr ihre meisterhafte ein- 
fachheit und leiniifül, bewiindern. Ein guuz vercinztdter vera aber, der 
dorrh eine so gar nicht gewaltsame und so höchst ein&cho emendatjon 
seino iucorrectheit verliert, hi'irt damit zugleich auch auf , ein bewüis- 
krAttiger zeu^^t« /.ii sein für diese incorreetbeit, zumal bei einem dich* 
ter, der grade durch sauberste correctheit sich auszeichnet. 

Wenn nun in vers 71 jsw»r die handschriften BDabcd einen in 
gleicher weise incorrect gehauten vers darbieten, den man geneigt sein 
kftnte ZQ messen: 

di»c retten von scneder drheii 

aber grade der älteste und znverlAssiprste zeuge, die bandschrifl A, 
dieser incorroutbeit sein zustimmendes zeugnis vorlagt, und einen tadel* 
los correot gehauten vera gewahrt: 

dww tioM sctifder drh^it 

so ligt doch auf flacher hand, dass es ein schwerer kritischer fehler 
lin wQrdu, grado den Hir den correci gebauten vers eintretenden haupl- 
igOA ZQ verwcrlL'U, und atatt dessen mit den minder glaubwürdigen 



VM 



J. UCUJUt 



DdboimiugGD rlem üichtor oine iDoorreotfacü aorzubQrden, t'flr deren vor- 
kommon hei ihm ein zwingeader nnd enUcheidender b«w«i» niüht 
orbmotit werden koutß. 

K.ciacsweg»4 aber war ca eine willtcörUcho iinhowieaeuo niolriscbt 
regel, die hier fOr Lncbinaun mii$»K^b^i>d gewetseu ist. Bondoro eiu» 
äorgsam ermittelte, khti»ch t,'eaichertö, and von LucfaisHnn selb»! in 
söiner anmerkung zu vcra 3oo aufgozoigte nud envio.>*enc latsaelio: 
eben die tatäacho, du»ö das wirklicbo vürkouiuiun derartig intorrect 
gebauter verse bei Uartmuiui nicht mit einer f&r dun eebten kn-itiker 
susreiobendon Riclierbclt bowie»pn wenl<ni knnn. 

Ans all diesem Totgt: unter welohom gesicbtsp unkte auch muu 
den verö 71 betrachten m6ge, stets f^brt atreagu kriÜBcfae ontersucbung 
zu dem er^ebnisse, diLHs liachmann» kritiädies vt^rfnbnm durchnus 
gcrciihtfertigt erHcbeiut, vc.mi er, in nbereinstimmung mit, dem älLcBteu 
und glaubwürdigsten hauptzeugeo A, die von den nebonzeugen DDabcd 
dargebotene verbaltbrm redten als einen absichtlich gemachten cmutr. 
erklärt, und deeihalb verworfen nnd geatrichen hat. 



Bei seiner anffassung der vorangehenden verse 6A — 70 koni 
Ijtchmann für vers 71. 7'J eines verbünd triMÜnh nicht nntbidimn 
er nun das von HDabod dargebot«)ne verbuni redlen aus kriti.<chen 
gründen hatte verwerfen nnd streichen möasen. gewann er ein andere«* 
verbnm dadurch, dass er die beiden MacliHtvorhcrgpbendi'n verae ßl). iO 
umstellte. 7m dieser Umstellung grifl' er aber nicht deshalb, weil m 
schon in den hondschriften bc sich vorfindet, doon die glaubwOrdigkeit 
dieser beiden jungen zeogeo ist wegen ilirer beschrankten znvorlS8.sij 
keit ächon an sicli nur eine bedingte, und wird umso Diislicbt>r, wonn? 
wie hier, andere handschritten ganx entgcg^^ngi'sctxte augabttn Jnrbie* 
ten. Sondern als cchtor kritiker suchte und fand er mit eigenem urteil 
dasjenige au-ikunft-smittel , welches mit möglichst enger anlehnung ai 
die glauliwilrdignte liuudschriftlit-he ülterlieleniug dem wabrgi'nitninif'iien 
mangel oder fehler abbiin und allen sonstigen anforderoogen unt^ipriubt. 
So gewann er für die beiden ver?p 71. 72 einen sinn, welriier dei 
durch die Irnndscbriflen HDahcd tiargehotiintin zteinlicli gleich ist, Dei 
der sinn der beiden verse irfirdo nunmehr sein: wider andere hört 
auf ßr7.{lhlungeu von liebcsbündeln nnd noch audore endlich aut solche" 
von ritterlicbun taten und abenteuern. DaKS eino emendation liaohmanns 
nicht gegen den Sprachgebrauch Verstösse, lAsst sich von vomhereiu 
erwarten. Die formel t^rrni von war freilich damals noch meist begif 
let von einem iufinitiv nagen oder ttimjen, wie z. b. gleich in der nnttf 
Strophe dos Xibclungenlicdos: voft kfteni'r redctn siriten urnfftt ir hu 



un rmii.KB im LActtMunn tvriuxitMtTix 



IM 



wunihr hnrrti sa^n . inilas hogognet sie alt uidI ;tu dncli auch ohne 
flolchen infinitiv, wie z. b. Pari, anj, itf: 

»« hinrei oHch «on jenen \)f%4enj 
ninh ir komn und umh ir steheidmt, 

iiRil ileshaih durfte« der kritikor sich wol erlaaheii, sie auch dem Hnrt- 
kuui xufluuuUn. 

Demnat-h i»i, unter vorau8))oUun(^ der von Lachmann oüi^chal- 
t«neu auffa.'tsnng der vorseßr» — 72, gegen seine urastellnog der verse 
99. 7(1 ein gef^rdudcter tadel nicht zu erbeben, im gegentf^ile iai sie 
dann nur zu loU'.m , als das oinfiichste und zweckniSssigstc was der kri- 
^tikcr überhaupt tan koiiLe. 

Noch muge, um nichts zu flbergelion, kurz erwogen wr'rden, ob 
ra noch zwei andere urosUndt* ftir die ßi^wönüehc auiTassnng der 
irso 71. 7a sprechen könten. 

Krstenüi sagt Crestii'nH iu den oben s. liH autigehobenen vf^raen 
des franzAiiii^dien toxt(>;t, weh;he von den orgeLzungen der damon und 
rittiT nat'ii Uschi! handeln, auädrücklicb 

Li im rtconUiitint noftiks, 
li atitra parioicnt damors, 

ind es Itönte Ja wol die Vermutung zulässig scheinen^ dasa Hartmann 
'b si'inon verseil 71. 72 den inhalt jener beiden verse des Crestiens habo 
vridergeben wollen. 

Zweitens kJ^nte der fortgaog der erzflhlung Hartmanos, vors 77 fgg., 
wol auoh so aui'gefattst werden , als solle er sich unmittelbar »n den in 
jenem sinn** fdhc liArien ron twinhfiit) gemeinten und aufgeta.s8t«n 
vers 72 iuikdiuen, gleichRani nur do^i^en weitere auHfdhrung und uatAr- 
lichi* fortsetzung aeiu. Denn Hartniann berichtet weiter, dass inner- 
hath dp-s Saales, neben dem schlafenden Keii. vier ritler Siwsen. Dodi- 
UQH, Uawein, Segremors, [wein, d^nen Kalugreant ein von ihm bestan- 
denes abenteuer erzählte, woraus sich danu der weitere verlaur dergan- 
xen übrigen geschichte entwickelt 

Iiie8t man jedoch mit einiger aofmerksamkcit Kartmanns verse 

und daneben den französisclien grundtext, su erkent man bald und 

sicher, dass btndes nicht der Tall sein kann. Dann stellt sich nämlich 

mz klar heraus, das^ Hai-tmanns verse r.& - ?(• nichts weiter sind als 

im« ausmalnng der verse 03 — G4. gleichsam ein zierliches miniatur- 

gomälde, gania und gar von Bartmanus eigener crfindung. wol- 



son 



J ZArHKII 



thm er, wie «ohnw olwn », 178 bemurkt wurdo, unWktunniort um den 
n-HHi^nsischon t4>xt nnd uoahliüiitng von d(»n»elbt>n. oingcüulialtel hat 
Und fVrner stellt sich ebou so klar horaua, Jbsb Hartmanu mit vers 77 
wiihirum zu dorn franzi'isisf.ben tt?tt<» seinpr vorlugp zurtiükknhrt, und 
zwar ru dcrjeDigen ttiaUe dpsselbon, wo es, faat 35 Tontt* hinter d« 
mit T. -10 öohlipssenden auf die iTgetztingHii bo7.öglichf»n zeiltm. undj 
ohnf ütiniittf^lbareü Zusammenhang mit denselben heisst; 

Sä. i4 Ttus tk la chanbrt! dcfürs 
fu DidoHcz pI Sagrcnk»^ 
ft Kex fJ mcs sirc Gauvains 
i'-t jt? i fu tHCs sirc Tvains 
et fwoec OT Qttaioffrctiatui, 
uns ehetmUers moli menanSf 
qui lor a eomancie itn contCt 
non de a'anmtr, mcit de sa Jutite. 

Und so ffouau ist Hartmann in vers 77 und den nilchstfolgendon dio- 
sam texte seiner franzAsischen vorUge gefolgt, dast) er darfiber soin 
pigenpa unmittelbar vorhor pingpschohenes miniaturhild ganz vnrgiwtif 
hat, wIh recht augim»i:hcinttch daraUH -m prst>ht>n ist. dusa or so («bt 
or«t, in vors 7^ iwinca ein gcsu halteten miniaturbildcs dun ünwein auf 
drfioklicfa von allen übrigen gasten und genoation abgesondert und ihi 
das ahtat üf icüfen als seine vereinsamte ergetzuug überwiesen iuit 
wahrend er ihn jotzt. unmittelbar darauf, und ohne jede vermittelnd« 
motivicrung. ja überhaupt ohne JoiJen zuflammonhnng mit dem obun 
zuvor eing'psrbalteten mimaturbiMrhen. mdiHi ilroi ainleron rittern und 
dem schliiffniien Kcü nitzen, und dem erzüIiK'uden Kalugreunt zub6- 
ren l&sst 



Die vorstehende eingehende Untersuchung und prQfung hat zu fol« 
gcoden ergobnissen geführt: 

Lacfamanns beurt^ilnng des kiitii«chen wertes der Iweinhandaehnf- 
ten. und namentlich der haudschritl A, bat »ich durcbaun alf< richtü 
und probehaltig erwitwen. 

T^cbmaim» mctrik, »o weil sie hier in fVage kam und kommen 
kont.'. hat «lob i^leicherwcino iJ« rirbtig und probebaltig erwiesm. Was 
ab wiUkflrliche, unbt'wicsouo rege! verdächtigt worden war, hat üich 
als sorgsam «rmittelte und kritisch geinnherte tatftach» httrauii- 
gfistellt. 

Lacbmanne ausmerzung der vi^rbaU'orm rgtiten in vom 7l bat nol 
obenfullH n.U richtig und prohehnUig orwieäon. E» hat i^ioh ditvt rodtt 



KtR »BBtSa IM LjitUUUMitl IWBUnuUTtK SOI 

olfi eJDO sebr allo alwiclitlicbe äudcmng httrauHgcstulIt, vuii welcher mir 
allein die baudsohrifl; A. noch frei geblieben i&t. 

Tst meiiio anffassuDg richtig, dass die veree 6& — 7S eine har- 
moüiäch i;eglJedoTte fülj;e von gügensflüeii bilden, uud nach der bowii«- 
ttiii ubgicht des diobters auch bilden Holten: dann, abor auch uur 
dann ist I^chmüuus Umstellung der verse Gd. 70 allerdings ein kri- 
tischer fühler, weil sie deu vom dichter beabaiobtigton par- 
ulloIuciD» zerstört, und damit zugleich in da» letzte dit»er 
vcrspaari', 71. 72, eineu anderen vom dichter nicht boabsich- 
ligteu siun bringt Aber freilich ist sie dann auch ein fehler, den 
ein diesen iiarallelismos verkennender oder nicht anerkennender kritiki^r 
anvurmei^llidi muclieii mu»t(<, und den nur ein ruHialer der kritik 
in dieser weise machen konte. 

lat dagegen meine aufTassiing der verae G5 — 72 unrichtig, 
lunn gebührt der Luchmauuschou emendation uubudingtes lob. Sie 
EU tudeln wäre dann hiichstens der bereuhügi, dtir sie zugleich auch 
irch einH wirklich bessere ersetzte. 

Professor Pauls Temnglirapfender tadel Lachmanns hat sich in 
[einem einzigen der bei diesen versen zur prüfung gelangten puiikt« 
ttU richtig und probt'haltig erwiesen. Denn selbst seine forderung, 
^dass die reihenlolgo der vt*rst' nach mas^be der banüschrifteu liliadrf 
gestaltet werde, so richtig sie an sich iftt« verliert doch allen wert 
und m\ü, sobald miü goknüpfl wird an die von ihm gleichzeitig ver- 
langte beibehaltung der vcrbalforro redten in versTl, von welcher sich 
durch KrächOpfendü nuten<ucbnng berauHgestellt hat, daüs sie nuter 
allen umständen ein schwerer kritischer fohler sein wfird». Da 
nun dit> verse 71. 72 bei profussor Pauls emeudatlun denselben sinn 
Itehalteu, ilen sie bei Lachmanns emendation haben, so hat Pauls euifin- 
dation vor derjenigen Lacbmanns nur den freilidi nicht unerheblicheu 
vor/.iig voraus, duäs sie einnn schweren kritischen fehler binzu- 
fOgt, deu Lachmaun weislich vermieden hatte. 

Wenn dem aber so ist, wie hoch steht dann die oben s. 179 
erwähnte s-cliOchtoroe Vermutung des bescheidenen g>-mDa8ialIehrera 
neben der ubspr<>chendeii behauptung des hochlalirunden uuiversitäts- 
profossors ! 

Lüuguu) itur per prancepla, breve per eienipla! Deshalb habe 
ich es, wii> schon rin>,'aug» Itemerkt. fOr erspricit:<lii'h, und gegenüber 
h ooh fahr und iT veruiigliinpruug der luistuugeri Lauhnianns, gradexu fDr 



SOS 



j, zArnim 



pflicht gehftltjen, dasa ich, namiüitlich zu nuU tinJ frommen j An ^tM*er 

frcaii'lo fier deutschon jiliilologie, iiiäoiiiierbeit j;i»lt-hL>r, tlencn 

goiiti niotbodigctiä uiuenvei^uiit^ uik«l uuleiiiiug nicht -/.u Lei! \u 4 ...i.' 

an fiiiem lehmnchen ln>is|tifile eiitg;eliQnil zu zeigoii vorbuchti«, wie 
echto Kritik bcsclmffcn ist uud gpfibt worden muss. Vm j 
auch dem in dicBeu iliu^en niiuder geflbtea ein v<^i)i|;3s vetT-LU. 
iinil imf ^TunJ d^Hsen vin «igeneä urteil xu emiö^MicIieii, habe ich in 
«rtrti'ning selbst eh-mentArer din^ ÜpboT zu viel als zu wenig tuu 
wollen. Daher die unvermeidlidie aiistTihrlichVeit. welche doicli die36i 
zwei;k auch demjenigen, der ihrer nicht bedai't, und doiü ^ie Iflstijr wirc 
entschuldigt und gercclitfertigt eracheiueu mag. 

Hrofef»sor Paul hal sich viol niOhr gegeben, eine Statistik .ilii-r 
«iiizelheitcu der haudschriftlicheu iiberlieleiung iiuCzusteUen , uud bat 
miniittelbur darauf seine kritilt gegrüadet ßine 3oIcbe statJBtik bat ja 
auch ihr j^niU-s ntid kanu eirK- roclit ufltzliche bilfe hiettii. Mmlioh viie 
die Statistik dor puJsscIlläge, der acht(üLhOleut«'JUi)eralur, der rexfdnt' 
tiüuseräcbeinungen , dor i^totTaufnalinien uud -aii^it'cheiduiigt'n u. dgl. 
Aber mit eiuer dülohcu varlauteustatistik aUuiii kann der kritikör eiiieu 
krankeD text ebeuaoweuip heilen/ als der arzt mit einer hloss<*u sol-j 
chen ph,V!iiolugi»clu'n Statistik dnn kraniten menschen. Der kritiker wi4 
der arzt bedarf, uoben ausreichender gediegener gelehr^unkoit uud ncbc 
tDohttger kcnlnis und Obunu dui^ techniädu'ii. vor atlcm det) riohtigoi 
bliukeri. und gradii dieften blielt besans T^iehniann in der auKg^zidch' 
netzten weise. Stehen , richtig seheu ist eine gar schwere kuuitt, 
und der uiiiversitAtslehrer kann seinen zuhörero keinen yn^ysi-ren und 
wichtigeren dienst leisten , als wenn er sich beiiiftbt , sie sergrältig und 
»weckiuätisig zui- erleruung uud fibuiig dieser scUwuruu kuudt auzuloi- 
ten. Die anläge dazu niUHS der ^udiervude freilich mitbringen als 
naturgabo, und ohne solche soltü er übürliau[»t iiicht stuiUereu. AI 
iiUrkon und au8bilde.u lädst sidi die»e wie jede anhigo durch belehrt 
und Übung. läu guter philologischer lebruetHter wird es dabei auch 
nicht Tehlen lai^^n an einer richtigen belehmng Trber gruudsfttze uud 
uietbodo echter philoIogiKcber kriUk, und eim- solche Imt uueb Luoli- 
umnu uns nicht vurentbalteu. lob habe nie damals, neinem mündlichdi 
vortnijir getreulich lolgend, ibn-^m w«<:^ttlJioheu inbulte nji- 1 
uet, uud dicKo aul/eiibnung ligt vor mir, su datsti ich g:i 
nicht etwa nach Jalirzchnteu aus getrObtur erinnerung dem mtuBter etwas 



1) Cb«r ilcn kriliftcbnii wori «■incr «ok-hüi» 
WairtMt, m ortliojj^&pliischi'tn jcvrei'-k«, tinil^t «leh 
lAi'liDuuitu tu iwioer vurrcde sutii rarxival i. VTI. 



vxrc rmt-EB in T.&rtouinti iWKiindimtf 



•;u3 



nntenuschicLpu . was er nicht, oüvt ytas or iiuilt-rs gesagt und gi^lelirt 
hätte. Eu »lud nur weui^i' i&tiv, kurx uud bGudig, klar und fiborzeu- 
geud, in weiiijiüii ruBiBl^rliaften slricbBii tlip (^rundKöjjt' der güsamtua 
[ihilolugiflchpn kritik. unifftsäimd ; und nU i^eleit«; am n^chltisHü fehlt ihnen 
nicht die maüuiuig uud waruuog: Mdii* uusQlmn^ dieser grund* 
sätZf ist sehr schwc^r." Aber wie himnudweit vt_'rschiüdi'n JBt diese 
auLhentiKclif ori^nalbch-brung ruh des mciätrrs eiguucm munde von 
dfmjeuigt'U . was j'r'jfost-or t'uul 8. 289 f^g. somuii lesern Qbor g^rund- 
sfltzf und mc'thode der kriUk Laebtnunns auftischtl Ein teil dpsaen, 
was Professor Paul dort vorbringt, Ui gradezu unwahr, und da» nbrigp 
iflt «0 sehr bis zur fratxe vor/errt und verunstiiltet , Juss die wahren 
grnndxOgo der LacbmuuuBcbeu grundsätzo uud melhodo diuriu gar nicht 
widerzu erkennen sind. So — um nur dies «ine herauszuheben — 
entblJVlet pro!'. Paul eich niobt 8.289 zu behaupten, Lachmann h»he 
seiuer metiik . statt das vorbaudouo matcrial allseitig zu bi^uutzen . uur 
eine „vcrbilltnJsnuiäAig kleine anzubl von gedichten nach wilkiirlicher 
auswahl zu gründe gelegt*'! Vor mir ligt in einem stattlichen quart- 
bundc eine von mir aus tacbmaunä oigeuliäudigem origluale genoni- 
m*>De abachrift eines reimregiaters aus dem jähre 18 'Ja, in welchem 
Lachmanu bereits damals die reime von neuuandzwunzig mittel- 
bochdcutschen werken ausgeschöpft hatte. Darunter befindet sich 
nicht nur altes bedeut-onde, was damals gedruckt zu babeu war, aon- 
dern auch wichtige in der haiidischrifL »tudierto werke von so mach- 
tigr-m umfange wio die Weltchrouik des Rudolf von t!ms uud das dritte 
buch de,s I'assionales Und dass Lachitiann uicbt diese studifMi mit dem 
jiihre 1«2'J abgeschlossen, sondern da»s er unablässig weiter gearbeitet 
hat, das zeigt Ja jede seile seiner gedruckten werke. Die reime aber 
Lbildeten einitn wesentlichen teil der vorstudieu, aul' denen er seine 
letrik tuugsam und mfibsom aufhaute. Und wie langsam, wie vorsich- 
tig, wie gewissenhafl Lachmanu seine metrik ganz allmShlicli aus mflh- 
eamsUT forscbnng gewann, da.s kitnti; doch -sfllbut prufessor Paul «chou 
eutnehmeu ana Lachniarins in HarUchens üermania 17, 115 fgg. abge- 
drucktem briefe an Bcnecko, vom 24. november 1822. in welchem er 
rtbor den damaligen stand seiner metri8cheii studieii uu^kunft. gibt uud 
am Schlüsse ausdrücklich «ogt: „Besonders schlimm ist es auch, dass 
man ohne mblrciche handschriften nichts* bestimmen kann, leb traue 
nirgend , wo ich nicht wenig^ttens zwei verscliiedeue gleichlautend Hude." 
Wo ist du auch nur die leiseste spur von wilkQr? — Die Wahrheit 
ist diu: Aua der geäamteu alt- und mittelbochdeutacben pousie hat 
Loidimatui durch '«orgiuimHte kritische beoha^^htuiig und prfifung seine 
melrik gexognn, die nicbtti writor ixt, al» eine geordnete zusommeu- 



^2(a 



4. AM IIER 



Stellung dor in iIhii toxtfln aofgcfmKleiieii niiil kriti • um 

geHiciitetei) iiiötrißi-iuni tiil>taclii;ti. OtimiU iuk! n%':i _: - a tut- 
sachen selbst, und «Tird vou dem hiitorisch und kritisch verführen- 
de» uietriker ehen ho wnnig wilkßrlich {»t-matjht, wio der histori^cli 
und krüi^di vurfahrondti yrftinniutik^r dio furuiun iiiid gbst^tzn dar siinit^hü 
macht. Als echter philoioge unterschied LachmaDii ahcr uutdi »lu- 
feu der oorrectbeit, und iliQJPiiij^oti werko, wdeht* er durch l'ciuc 
kritik als die iiiotri;!^ch correolyfiU^n «rkrtnt hatte , diese »etztea ihn iii 
dcD stand, sciuo metrik auf diis foiuste uuäzuurbmteii ; sie gahi.'U oJho 
seiner njetrik die feine Tolloudung, tiioht abt>r, du^ er so albern 
fj«wüsen wftre. die metrischo forschun^ nborhuupt nur uuf diemm klüi- 
iieu und ougiiii kr^Mä y.u hüacliräokvn. oder mit juid^ren worttio: [.»eh- 
manna metrik flbcrhaupt ist &us der durchforäühung der gcitamten 
ultdcut^iohRn dichtuii^^ erwachsen, und i^nt dnhor auch für dietft' geHiimtf 
diclituug gteichmüäsig; aber ditüjeuigun taUacliiMi, welche fciue kritik 
au» den iu metrischtfr bitziehniig vollendelatcn gedichtun guzogen und 
iUs deren gcsctz orkanl hatte, die haben natürlich den klns^KlsflirD 
metrischen kftlioil i'rgehen, und dioitur hat als masstah 7,11 diiv 
neu, hinter destnen vollendeter t'einhoit alle minder »orgsamcu dichter 
mt)hr oder minder /.urückhleihen ; es ist das gUdclisain du.H klasiÖH^he 
numiulpamdigina, uid»i>ii wnlcliem ohsoleti'. vulgftre, pro ^-inxi eile usw. 
rornifu [tebeiihürtaufi^u. Zeigen doch auch ilii* anmerknagca zu l^uch- 
nionns uusgalnin fast auf jo<ler seile haudgreillich . wie er die metri- 
schen tthwiMchuiigi!» der verteil iedoiii^n ilit^htj-r und wrrke «ciir genau 
kante und richtig uml sicher uiiterNcbii'il , und wir litibon ja oben selbst 
ttin solches beispivl gesehen In Lachmamis Unterscheidung eines metri- 
schen gebranehe« Ottokars von dem entsprcchrndeii flartnianiin. Da 
nun LachniiiiiUb ..Iheoric" der deutschen metrik eben nichts weiii-r 
als die georducte uud gegliederte sunune seiner beobachtungen, weit 
um aussprechbar und mitteilbar zu werden. nutQrllch lu sAticu gt 
werden musten, ^o hat, wer seine metrik verwirft, zu beweisen, di 
er fab^ch beobachtet, oder nicht vcmior.ht huhu, dau ergebois seiner^ 
buobuchtiuiKen klar uud bestimt auszusp rochen ; und diuser mit voUi 
rechte dciion von Lachronnn Bclbtit in der anmerkung 7.U T^rs 27 di 
Klage vou soinem gegner veriuugte beweis dürfte denn doch nicht 
ganz so leicht zu (lÜiren sein, als profeasur Huul /.u wähnen scheint* — 



1) Prof. Pflitlfl (oheu %. IBl Wi^rUirb niit^«tcilU'r) lit^lin«r beliauiidiii^ nlitir 
Ifiu'htiiunnH vcrluth^-'n zu ilcu liitti'l.ichHniin p?iiilgt n ^nt eilir»i'li 
uigcn« wort« hV(^'uObmuMlt)U4>n I.iu-Uinuriu nagt in iwIdit ABfWAhl uii- 
drätsctafm flifhtem do« drt>(xnbiit«D jtlirhDiidortit Berlin Itttf^ «■ VITI: 
M mir do''li - Ri(> . zu nbernmifen . da«« dir eftwönlii'ix' Ikrittk). dt« fi^fl^ 



Hin rRIILER IR LAClOUIfSS IWKINKRITDC 



fiOIi 



i 



tas dem ron profcasor Paul ^'^'^i»^ festen zerrbilde auch nur ein« ent- 
fernt« ahuimg von dem wiiklichcu rreson der lAchmannscbon kiitik zu 
gowiiuiou, ist giuiz QDmAgUcli. Wer nickt durch eine gut» in Lach- 
lusDiis siuue und goist^' ertcilto mOudlicbe boIehrUQg darüber wahr- 
ht^itsgetreu unterricbttit wurde, der i^t, wenu er verlässigo aaekunfl 
»ucbt, zn verweisen auf „Martin Hertz, K. Lachmann , eine Biograpliie. 
Berlin IS&l/' Professor Hertz war als tüchtiger aLtklassiscber philo- 
löge and in folge langen pen;?nli?lien verkebres mit Lacbmanu in der 
läge eine richtige und tüchtige anskiinft darüber geben /.ukOiincn, und 
hat sie auch (s. lä8 Igg.) verständig und wahrheitsgetreu gegeben. 

Seit einigen Jahren mehren sieb leider (Ue Verunglimpfungen der 
leistungcn Lacbinanns, und professor Faul ist keinesweges der einzige, 
der sidi also versündigt. Cm so mehr bedaure ich, dass meiner achon 
seit jähren gt?hegteu und meinen näheren freunden schon seit Jahren 
bekanten absieht, diese IweinstcUe CGrentUcb zu besprechen, grade er 
mit seiner Verurteilung von Lachmanns gesamter Iweinkritik derart über 
den weg gelaufen ist, da.ss ich gar nicht voimeiden kouto Uim auf das 
cntsehiedeuste entgegenzutreten. Seine auderweiten bestrebungen und 
verdienstlichen leistungcn zu unterschätzen fällt mir so wenig ein , daaa 
ich vielmehr aufrichtig wünsche, er möchte auch in der textkritik von 
seiner schiinen begabung den richtigen gebrauch machen, um leistun- 
gen von bleibendem werte zu schafTen. Auf diesem leider von ihm 
eingeschlagenen wege nuig er wol den lautesten und ilm berauschenden 
beifaU seiner freunde, ja vielleicht einer nicht geringen zahl der jün- 
geren genossen finden, aber nach Jahrzehnten, vielleicht erst nach sei- 
nem todo wird das abgeklärte urteil ganz anders lauten. 

Zn jener veruoglimpfuhg komt aber noch die ebenfalls nicht mehr 
Belten zu reruohmende behnujitung, Lachmann habe dies und das nicht 



Älteste bBed»:bnft zuu gmndc legt, nicht die wahre sei, sondern unsicher and 
trüfflioli." S-X: „Oanr. uffenb&r iet, dusa acs ainer hinläDglicheii aneahl von band- 
«clirift«u. Jereu vcrvantRChnft nnd eigentUmHchkeiten der kritiker 
g«naQ erforscht bat, ein toxt skli ergaben nui»s, der im kleinen nnd grossen 
dem nrsprflDgUcheD de» dicbter» «elbät oder ^■ines aeliretbors sebr ualiekomutcn 
wird." Jenaer AUgerocinfi LitteraturzeituDg 1@23 bd. 1 s. lUd: „Man hat nidit 
treu gehandelt an sünem noiiriXtsteUer, wenn man ihn xnm knechte Einer hand- 
•K-hrilt naacbt, die, mtig »c die beste aein. dämm nicht notwendig gut seb wird 
und uiemals rollkouimen." — Diese kritiiwhcn ^unrlsüte bat Lachmann »chon 
W\m tn-uinn seiner kritischen nnd BchriftatfUeriücbtu triügkeit ansdröcklicli aws- 
gcapiuchen. Qod er ist ihnen treo geblieLeu dun:fa aciü ganzes Icbeu und litlera- 
rischoa wirken. — Die ediliissfolgerang hieraud zu ziehen mag billig dem geneig- 
ten leaor salbet fiberlassoD bleiben. 



SUTKCBIt- r. DBl-TBOtlS PlIILOLOOIK. Rü. Tit. 



14 



90B 



j. t*c.ran 



bfiwidson. Eine kluge bvhauptnng! lieun w.ifi nicht buwieaen ist, Aas 
Mancht mau nicht zu widerlHt"'"' '"»" *>!** ^^^'^ ff^''"' hR<iuöUi fTlr die 
aa»)cramung der eiigcnen weiahcit völlig freie haiid. Kine sehr kltigo 
behauptuug! dpun was der grttest* des gegiiers abgezwacltt wird, Uta 
wSchst ja von seibor der eigenen grosse zu ; jen«r hört unf durch s«ae 
Qberlegenf! grfttise lästig 7.U sein, man wird ihm nun aufs bequemst« 
gleich, odor Qberragt ihn auch wol gar um ItüiireslÜnge oder noch 
darftbcr. H9Ue man alier die wirkliohe bedcutuiig kVxvücv überaus klu- 
gen behatiptung auch nur mit einiger besonnenbeit iiachdoukend erwo- 
gen . man würde sich wol gehütet haben sie auszusprechen. Denn wenn 
irgend wer, so hat Lachmann bewiesen, fast all sein tun und lassen 
auf dorn gehißte doutsclier philologte bcwif^seu , und wirklich und grflnd- 
lieh bewiesen, und die beweii^c ligou offen vor jedermanns äugen in .'>ei- 
non gedruckten werken. Wer das daseip dieser beweise Ungnet. der 
bekent damit eben nur, das» er die beweise niiiht sehen und verstnhrn 
könne, oder nicht sehen und vcrstebeu wolle, und das zweite ist tust 
noch schlimmer als das rrst^. Denn dem nicbfckCinneu dient zur entr 
sehiildigimg, duäs dies sehen und veri^teheii nicht bIh'Q leieht, ja sogar 
schwer, recht schw(>r, und tBr den, der eine gute Unterweisung und 
Buleitnng nicht erbalteu hat, zum teil fast unmöglich ist. Alles ist 
oufs knappste audgedrückt, oft nur so wie der matbi^matiker seine for- 
mein schreibt, die jeder oichtmathcmatiker i-atlos anstarrt, nnd die 
beweise stehen an den l>etrefrenden stellen meist grade eben nur so 
weit als sie grade eben hier nOtig sind. Dem kenner freilich ist oder 
wird alles verständlich und höchst belehrend und anziehend, obgb;ii'li 
auch Uiro die mühe des aufmerk^iunsten losens und nachdonkens niriil. 
gespart bleibt. Aber wer lediglich am^ eigener kraft in das Verständ- 
nis sich einarbeiten und den grossen Zusammenhang Qberblieken soll, 
der möchte freilich fast verzweifeln, und Iwdarf lauger, ernster und 
unermtldlicher anstrengung. Ich habe das im beginne mebier studien- 
Mit ja skdbst erfahren , als ich ohne bilfc gut-er mQndlicher belebrung 
an Lachmanns anmerkungcn zu den Nibelungen mich wügii* und in 
ihnen ein buch mit hieben siegeln fand. Als ich dann über zu dem 
nieister »olber kam. und, mm teile in gemvinschaft mit meinem leidvir 
so jung verstorbenen freunde Kmil Sommer, seine nulndliche belebrung 
4^-mpfieng, da verlangte diese zwar auch gespautc aulmerlfsamkcit and 
Rüharfes eigenes denken, aber wie einfach, wie klar, wie be»t4mt war 
sie, und win ward uns nun tmcli alles gedruekt»', an dorn wir xuv< 
vergebens luisere mQho und untreu witz uruchOpfl hutttm, so vurstfiju 
lieh, HO nnleachtend, io flberzougondt Witt Hoboppen fiel os una^ni 
TOD den äugen, und wenn wir ibinn /urQckblickten auf unser voruo' 



BDI raoLSR n LAcmtutn nmncxtTix 



2ü7 



rajigonos vergoblicbes bcmilheti, priosen wir unser «iQck, doss es uiuj 
'Turgöniit: wiir, vom meii»tcr selbst dt*u schlfUiael xur r^rnfinung und auB- 
uutzung tlcr rüichcn von ibm erworbenen und aufgebäuniin schaue zu 
erhalten. 



'/f^, Eine „lästigo feasül" nont professor Paul 9.289 Lachmanns Fwein- 

aoo^jahe. Dieser im unmute ibm uubwlaohtaaraor weise entschlüpft« 
auädruck trifU recht bezeichnend den kern der saebe: die ausgabu 
f^eniert ihn! Ja, oine fessol solte sie sein, nach dem willüu und 
wuniüche ihre» Urhebers, eine fessel ist sie gott sei dank noch, und 
wir ttfinschen und hoffen, dass üe noch recht lange eine fe^sel bleibo 
und immer mehr werde: aber treilich in ganz anderem sinne als in 
dem von iirofensor Paul hier gemeinten; nicht um den fortschritt zo 
hemmen, sondern um ihn auf der reolilen bahn zn erbalten und 7.n 
ttiHcrn. I4achmauns wol bewuste und wol begrüudote absiebt war: 
e« dem loser, und so auch jedem nach ihm arbeitenden nicht leicht 
?M machen. Er verlangt«? durchaus leser und foracher, die gründlich 
selbst denken« und gründlich und gewissenhaft selbst arbeiten; und 
er vorlangte das mit vollem rechte im wahren interesse der wiAHenschaft. 
Wer nach ihm korat, der soll, wenn anders er etwas von wirk- 
lichem und bleibendem werte leisten will, genötigt Rein, mit glei- 
cher ausdautT. gleicher grnndlichkeit, gletclier saubtjrkeit, gleichem 
schiirfäinu . gleicher gewisse nbaftigkeit , gleicher Selbstlosigkeit zu arboi- 
t-en. Wer also arbeitet, dem, aber auch nur dem wird auch nach 
Lachnunn noch manche wertvolle verbosäerung auch dos Iwelntoxtes 
gelingen. 

Es gereicht jüngeren germaniaten aber warlieb weder zum nihme 
noch zum heile, und auch der Wissenschaft nicht zum scgen, wenn sie 
die pietat gegen unsere grossen altmeister so gröblich verlefaEen, und 
aul' dieselben und ihre leistiingen so hochmütig, ja veräclitlicli lierab- 
hlicken, stttl bewundernd zu ihnen binaufzuiicbauou, und besebeiden- 
licii in trener, williger, hingebender, unermüdlicher und andauernder 
arlieit dankbar von ihnen zu lernen: and sie brauchen auch warlich 
nicht zu befürchten, dass sie sobald auslernen werden. 



UAUX, aEPTEMUEB 1875. 



J. ZACHCS. 



14' 




GOETHTSCHE GEDICHTE 

ACS DEN SIEBKlULk DND ACnT7>T0ER JAUKEN 
^^.^nM ?, Itijjf. IN ÄLTESTER QEHTALT. 

Vortrag io der Drrliuor g^mmudallehTer-gcsoUBcbaft gebalten oin 9t). o«tobcr 1676.* 

Von filteren gestalten lyriscber godicbtc Goethes ist nach und 
nach in den zablroichen brlefwechseln eine botr3r.htliche mengf 70 taga 
gekommen. Hine Qhersii^hilinlie zitsAminonatiillung (lcrselt)en gibt es 
bis jetzt nicht nnd in der einzigen ausgabt' der gedichte. welche einen 
kritischen appsral Pnthält. ifit ihnen die gebührende berOcksiohtirn - 
nicht 7.U toil geworden. Rh fehlt bii^ jetzt auch gänzlich an einer ai 
welche die resultatn einer das volle mnicrial unifasaenden vergleichung 
der alteren und jüngeren gestalten nberschaulicb vortrfige. Aus einer 
solchen raüsten dii« gesetzt' erhellen, denen Goethe bei ausgostaltung 
seiner gedichte zu k&ustlerisch vollkommener form gefolgt ist; sie würde 
femer dem liistorischen Verständnis und nicht selten auch der wW.- 
lichen kritik des textcs von wesentlichste in nutzen sein. 

Beiträge zu dioser noch 7.u leistenden arbeit zu liefern bin U 

durch e inen fund, den ich unter den mir anvertrauten Herder -manu- 

scrij>tea gemacht habe, in den stand gesetzt. Auf sieben blätt<*hen, die 

7M einem in octav zusammengelegten bogen gohßren, fandon sich 36 Qqb' 

B thische gedichte mit sehr ktoiner compresser schrift und nach Herders 

I art mit vielen abkörzungen geschrieben vor. Auf zwei separatem uctav- 

■ blättern ferner 16 epigrammc in antikem mass; gedichte entdeckte 

■ ioh später vereinzelt in einem poetischen sammelbnche. Eine genaue 
w durchsieht und vergleichnng ergab, das» der abschritt dui " '' 1^ 

eine ältere form, als die durch den druck bekante, zu gruni- ^ ^' u 
hat Indesaen nur die kleinere hälfte der anfgetiindenen stficke bildet 

1) Bald nachdem dieaer Tortn)( gefailten w&r, tncbion: U. BornBy«, P«r 
jiiatro Qa«ttig. Seüiti Bricfo and Uichtaagen vüd 17»t — 7G. Luipziff, Itirtcl 
ltl7&, 3 bde. Die (gedichte i]ei vorwetmariscbeu i>«riude uud die uiouteu au& dem 
«rsten juhro dea W«iinardr lebea« tiiidet uma in dIetHün werke auf dun »ur^fültigttc 
in ihror crstlinf,iig4jKUU cbronulofriitcli goorduvt, Mit d<>r bsnttui^bc dttwor mnnUr- 
h»ft«n samtonf? ist drr lidloutündsU! sdiritt znr abbilTo dM voa mir uigAdeiitstra 
niuigtiU fcotan. Die vorlingonde arbeit Hrr^rt in<;bri?rn nirht nnerboblirii« mf^ht'n 
tkuch »um ,.juu);eii <.ru«tbe," utid die furt30txuiig dtTHclWn wird ucli ziin&cliat oii 
di« tn^tnichv ).iublu'aUuti VLta Beniaj'B iiDMchlioMtfu. Bobcrt KoUn „Fiulgabti" cuui 
7. nuvtfmbcr, „Guothoti Totfvbncb utui d«u Jalirou I77ti~l7HU." L«ipzl|[ , Vdtia7& 
hat eiaigo in aaraorknBgini gegebene nachlr&g« r^nubiut 



süPiuy, aorrauciiB osdiohts u uct. oihalt 



S09 



eijien vöUig neuen zuwacbs zu dem bUhor vorhandoucn. Die andere 
liälfte ßillt mit älteren Veröffentlichungen /usuium(m; Jöch führte auch 
(lit'ti.' bisweilen, indL-m sie die vergloicJiung /.vie'w.r älterer redactionen 
ermöglichte, ra iiitoressaaten entdcckuogon. Ich teile im folgenden 
'■ ' ' ■ ■ < ko dür aufgefundeuen öamlimg mit und versuche 

>|| 1 ;_____: _! ütwickeln, auf welchen suiten die iK'trachlung eiu- 

xehier gedichte sowol aU die einsieht in OoeUios art and kmiat durch 
herhciuehon solcher erstlingsgestalten gewinnen könne. 

Ich greife dabei dor frage vor. welchen auspruch auf zuverlAs- 
siglteit die Hcrderischen handschriften haben. Ks geschieht dies indea- 
Ben in der Zuversicht, dasa die vorzulegoudon gedichte am besten seibat 
für ihre originalitilt zeugen worden, and in der voraussieht, dass auch 
die einitelheäpreclmng manche beweisniitte] zu tage fördern muss, wel- 
che der ächlie^slicheu crwägnng jener frage auf da» vorteilbafleste vor- 
arbeiten. 

„ An Schwager Krono s" ist das erste gedieht der samlung.* Hier 
hat e» noch den znsatz „in der Vostchnise": und dieser zn8Rt7 wird 
verät&ndlich durch die uachricht, die Kiemer aus handitchriftlicher quelle 
Ibt. das gedieht sei am 10. october 177-1 „in der postcbaise" ent- 
iden. Der junge Ciootlie war nirgend ausgelassener und Öbermfitiger, 
als auf seinen Wanderungen und fahrten. ^Ich schwebe im ra usch twj- 
ipel. nicht im wqgensturm'* schreibt er in dieser zeit einmal von einer 
reisestatjon ap Pritz Jacobi; „aber isla nicht tdns, welcher uns an 
s tein >^€!ilfnderty " und solcher *nborraut^ welcher sich allen henmis- 
sen der fahrt zum trotz immer höher hebt, ja gerade bei ihnen inne 
wird, wie leii-ht die frohgemute Icrafl über alle gefährde des Ipbens 
sich liinwegschwiuge, braust auch in diesem dithyrambischen reise- 
ige. Noch höher klingt hie und da dieser ton in der älteren form 
an. Wie also bat das gedieht in der hrieltafel desj; gseadeg gelautet? 

Spade dich Kronos! 

Fort den rasselnden Trott I 

Bergab gleitet der Weg; 

Eckles Schwindeln KOgert 

Mir vor die Stirne dein Haudern! 

Frisch! den holpe rnden — 

Stock, Wurzeln Steine, — den Trott 

Hasch ins Leben hinein. 



TU»*' 



1) ba „Joa^tD Goethe" lU. Ifi9 nach rler ansigrab« v. j. 1789. 



210 



twux» 



Im ersten dnicke lautet dieHB slrophe: 
Spuii« dich KrooDs 
I»'ort den raasülndcu Trott 
Bergab gleitet der Weg 
Etklea Scliwiuddji zögert 
Mir vor die Stimo dein Zaudern! 
Friüch, holpert es gleich, 
Ober Stock uud StGtuo dou Trott 
Rasch in» Lohen hiuoin. 

„Stock, wurzeln, at«ino" »ind in der ersten gestalt stark naturalisUadi 
Ewiüchen den fortgehenden vera geworfen, und durch dies kühni' ein- 
sobiebsel gerät die rede selbst in ein straucheln, Dieac gewiiltsamkeit 
hat die boarbeitung glQcklich beseitigt. Auf das „baudern" in der 2| 
•Üteren gestalt konuue ich nach raittoiluug des ganzen gedicbtes surflck. 

Nun schon wieder? 
Den erathmeuden Schritt 
' Möhsam Berg hinauf. 
Auf denn ! nicht träge denn ! 
Strebend und hoffend an! 

Das der Volkssprache oder dem SJtercn deutsch entnommoDe „an** hat 
nachher dem gelSutigeren „hinan" weichen mfissen; wühreud das ent- 
sprechende adverbiale M^b'* in der zeile „Ab denn! l'ri&cher hinab** 
von der letzten redaotiou unangetastet blieb. 

Weit hoch herrlich der Blick 
Rings ins Lehen hinein 
Von GebOrg zu Gebftrg; 
Aber der ewige Geist 
Ewigen Lebens ahndovoU. 

Im drucke lautet diese stelle so: 

Weit, hoch horrlich der Bliok 
Rings ins Lehen hinein, 
Tom Gebirg zum Qebirg 
Schwebet der ewige Geist 
Ewigen Leben» ahndevoU. 

Die letzte rmlaction ist hier wider darauf ausgegangen, cme sprawh- 
liche härte zu entfernen. In der alteren form steht zweimal hintei- 
einander ausrufartig ein prädicatloser satz. Dom zweitt^n wurde nun 
mit dem eingefügten „schwebet" ein pridicat gegebeu; aber damit ist 



UOITmiK'Ult GKl^lCHTS IK iLX- itKBTALt 



SU 



loiüh liii gugcnnaU, don ilio alterH forni krAftig herTorbob, bosci- 
Hicr wareu äugt) und aecle, äasscie und LODere wüLt üiniuider 
itge^rt^ngesetzt, und so war der gedaoko, doss Sbor alle irdische 
»'jbinukun der geist mit mäcboger abuuug biiiObprschwoift, stürker tuid 
lebendiger ausgesprochen als in der HioȊondercu lotzUjn lorm. 

Diu iiüchste stropbo ist bis auf dio lotztö zoilo im wei>eiiUichca 
unvcrfiudert geblieben. 

Soitw&rts des Überdachs Scliatten 

Zieht dich an 

Und der Frischung -verheiswnde Blii;k 

Aul" der Schwelle des Miidchens da. 

Labe dich — mir auch Mfldcben 

Diesen Hchäumendeu Trunk 

Und den freundlichen Geeöndlieitsblfck. 

Diesen schäumenden Trank 
Diesen frfscbeu Gesündheitsblick 

funierte Liöeüie nachher und so gewaun erst die stroiihe den passenden 
rbji'tlimiachen abschlu-ss. tu der älteren lorm lautet das ge<lichl weiter: 

Ab denn« frischer hinab 
Sieh! die Sotiue sinkt! 
£h sie sinkt, ch mich fasst 
Greisen im Moore Nebeldult 
Entzahute Kiefer schuattem 
Und das schlockernde Gebein — 



Die beiden Zeilen 



tb sie sinkt, 6h mich fdsst, 
Griiisen im Moore N^^beldrtft 



entspret^hen mit ihrem kräftigen tonfall der jugendlichen macht des 
ausdrucks, dem das s^tärksk bild das wilkommenate ist, ganz vortreff- 
liob. Dennoch änderte der dicliter daran, bloss wie mir scheint, um 
rrir das ti fasst"* einen edleren ausdruck zu setzen: 

£h sie sinkt, eh mich Greisen 
Ergreift im Moore Nobelduft. 

AI', nuicher hiuah rollt nun auch das gedieht. Trunkne vermessenheit 
r -1 -r den schwärmenden dichter daliin: 

TrnukneD vom letzten Strahl 
Keiss' mich, ein Feuermeer 
Mir im scbämuendeD Aug*, 



SU 



»ITIUS 



Mich Geblondoton, Tauiuoludoii 
In der Hölle nächtlichus Thor. 

Tftno, SchwHger, ins Hörn, 

Kästele den sclmllendeu Trab, 

Das9 der Orcns vemohmo: wir kummon. 

Dass gleich an der Thür» 

Der Wirth uus freundlich ompfange. 

loh hubo tlieäe scfalusHüLiophe zuerst in der durch die nuHgJihon uns 
äberiiei'erten form gegebou. Ursprünglich aber t^nte das gedieht an- 
ders aus. 

Töne, Schwager, dein Hörn 

Ilassle den schallenden Trab, 

Dass der Oi-cus vemebmo: ein Fflrst kommt, 

Drunten von ihren Sitzen 

Sich die Gewaltigen lütten. 

Das erhabene bild, mit dem das gedieht, seine Wirkung bis tu «nd< 
etoigemd , schloss , hat einem rrenndlicheren den plalx geräumt. E« ist 
dem dichter darum zu tun gewesen, die aufs höchst« gespanu- -Hüte 
sauft nachzala^sen. Vielleicht liegt ein zweiter grund der a^dcrun^? in 
der bedchafTenheit deä bildes. Es hat etwas anklares. Wer sind die 
..gewaltigen in der hülle"? muste der uneingeweihte fragen. So griff 
denn der dichter zn der Vorstellung von der untorwelt als einer ga«t- 
licheu stelle. Er stand dHmit auf ilem hoden des volkstümlichen; i>ino 
«oleho Vorstellung hatte der hfllle hei dem volke den nameu N'obiskrüg. 
d. h. das Wirtshaus in abysflo vorschafft. "Wahrscbeiulich aber schweb- 
ten Goethe bei dieser änderuug schon die eigenen verse in der Ipbigi^ 

oia ror: 

Komm mit zu Plutos Thron 

Als neue Güste den Wirth zu grQssen. 

Die Torslellung, mit der ilm gedieht ursprGuglich schlot«: die untc^r- 
weit eine bürg, unter deren tor „gewaltige" sitzen, die den uikOm- 
ling aufstehend bewilkomnen, mochte ihm selbst, wie ich andeutete, 
bei der priiluug unklaj- vorkommen. Sie ij*t ihm aber äu der zi'it , als 
das gedieht entstand, gclIVufig gewesen, und die filtern zoitgouossen 
hätten sich sehr wol binoiugefuiiden Sicherlich die lesor de» Messtn^j 
denn aus diesem wird sie stammen. Im vierten ge^^ango stössl Kul" 
ph&8 nnter etlichen rerwdnsehongen , die er gegen Jesus scbluudort, 
»Dch die aus: „Fahre zur hMlul'' Denn das bedeuten doch aus seiner 
hobenpriester liehen spräche fibttrsetzt seine wortc 



ooirmBcns qioichtr nr Ilt osstilt 



»13 



1 



, das» tief im Thoro dos Todes, 

EOnigo dir vom cisomoD Stahl aufständen, ilii* Kronen 
Niederlegten und bitter nnd spftttisch Qosannah dir riefon! 

Gvetbc bat diu ersten gesängo dor Messkde in seiner knabenzeit 
mit begei^terung guleaen, vieles daraus auswendig gülerut. Docli Huden 
sieb wOrtlicbo aiikläuge in seineu gedioht<^ii sonst fast gar nicht, uud 
wo sie »ich tlnden. gehon sie in das pnrodiscbo. So im Aliasver. Daes 
aber unser getlicbt au so aufnUliger stelle klopstockisierte, war nicht 
blosser Zufall. Es ist nm lo. october 74 gedichtet. Während der 
ersten oetoberwoche hattu Klopstock als goüt im eUerlichen hause Goe- 
thes geweilt, und der junge dichter hatte tagelang mit dem gefeierten 
manne vorkehrt. Dem nach Mannheim weiter reifseuden dichter hatte 
Goethe das geleit gegeben, und auf dem rückwcge von dieser ausfahrt 
ist der gesang An Schwager Kronos entstanden. Dass in diesen tagen 
die erinnerungen aus jener eifrigen jugendlectdre wider auflebten, ist 
natfirlicb genug. 

Eine sprachliche beobachtung habe ich auf das ende der bespre- 
chuug verspart. Den Provinzialismus „ schlockeru" hat die letzte redae- 
tiou in „schlottern" verwandelt; und statt ,. hau dern " heisst es nun 
„zaudern." Letztere änderuug möchto man fast ungeschehen wönachcn. 
Das wort „haudei-n,** d. h. im lohnfiihrwerk befördern, hat bei GoeUiei 
der es aus der Völkssprache aufnahm, zu folge einer sehr natOrlichen 
ideenassociation die bedeutuog „langsam beH^rdern" an^enummeu. 
„leb lerne jeden tag und haudere mich weiter," heisst es in einem 
hriofo an Kestner vom jähre 73.* Auch im „Götz von Berlichingen "• 
finden wir das wort. Metzler filhrt die säumigen bauern au: „Ihr. 
Hund! soll ich euch Bein machen! — Wie sie haudera und trenteln, 
die Esel!" So in der Originalausgabe; aber von der ersten Göscheu- 
schen ausgäbe an liest man zaudejii und trentehi. Die äuderung rührt, 
wie M. llcmajs bewiesen hat, nicht von Goethe her. Sie ist -durch 
den zufälligen umstand herbeigeftlhrt, dass Aer erste Himburgische 
nacbdruck des G^ütz als manuscript für die erste gesamtausgabe benuzt 
wurde. Und ich wünschte, ich k{inte beweisen, dass auch in dem 
gedicbte, wo das „baudern" so wol an seiner stelle wiLre, durch einen 
Zufall, vielleicht durch einen superklugen setzcr, das „zaudern" ein- 
gesohwärzt wäre. 

Ich reilie zunächst da» kleine lied , Auf dem S ee'* an, weil es 
unter seineu cigenheitcn auch ein boglaabigungsmerkmal seiner ftcht- 



1} „DiosD Finitoniifs und trfibiteclige Zeit dorchbttuJero." 1773 Der jnoge 



heil aufwt'int. Wideium liut es eine iiusfilhrlichLTt! n(»t.'rsdirill: „Auf 
iJem Zflrchei" Hrc 1775." Auf der fahrt deu Ziinclu-r sct liinauf, dir- 
Ooetlie am ib. juui 1775 mit seinem freunde Pnsbav&nl aoterualini. 
ist das licdchen entstandoD. Id der HorderisclicD attsclinfL huUit dia, 
erste stropbe: 

Cod fVische Nahrung, neues Blut 

Saug' ich aus eurer Welt. 

Wie ist Xatiir 80 tiold und gut, 

Die mich am Busen hUlt. 

Die Welle wieget unsern Kahn 

Im Budertakt hinauf 

Und Berge Wolken -angetban 

EntgeguoD uaserra Lauf. 

Statt der „Berge Wolken -nngethan" liest man »eit dem ersten drucke 
„Berge wolkig himmelan." Aher iu Ooethäs manuscript. weluh^iü erhal* 
ten ist,' steht, wie Woldemar von Uicdt*rmaaa in seinem schrirtchen 
„Zu Goethes Gedichten" (a. 17 fg.) angibt, ebenfalla „Wolken -ange- 
tbao.** So wird denn also darin wol auch diu zweite zt-Ue wie in Her- 
ders copie „Sang ich aus eurer Welt'' lauten, währond im gedruckten 
gewichte steht „saug' ich aus freier Welt.*' Mit ilem üriginaleu „eurer 
Welt" zieht der dichter die reiHegesellschufl iji daa gedieht hinein. 
Die Änderung war, sobald dasselbe einem weitüreu kreise mitgeteilt 
werden äolte, notwendig, sie ist so leicht und natürlich, diuis niemand, 
ea habe je etwaa anderes au der stelle gestanden, vermuten könte. 

So blosa skizzirt und nur dem nachststehenden verständlich treten 
nun öfters beziehnngen persönlicher »rt in d<*n ürigin:ilg*'j4talten der 
Goethischen gedicbto auf. Der dichter muste darauf ausgeben, sie zu 
enti'emen oder zu verdecken, teils weil mit ihnen dem gedichte etwj 
zu individuell beschränktes anhaftete, teils weU die porsöulicbeo 
Verhältnisse T ans denen ein gedieht entsprungen war, mit zarter 
rt'tckHicbt behandelt werden mußten. Die Schwierigkeiten, die eich 
ihm hieraus orgeben, hebt Goethe in seinen briefen aus Italien hervor. 
H Meine kleinen Gedichte habe ich durchgesehen/^ schreibt er am 
1. febr HB an Herder. „Es ist ein wunderlich Ding, so ein äumma 
Summarum seines Lebens zu ziehen. Wie wenig Spur bleibt doch 

1} Rs kann iitch titdit, wio ich iinfaii(,'1it'li mutmiuHtc, io Snlniiimi TTirzoIt, 
bMirz bofinJcu; denn „Per juiiäc noetlK'." ticr hiin|)l.*ai"hlich ans HinnfU fa«nd- 
«t-briftciiK-batic auiKfixlvttft bt, «ntliült iIlu gcdkht illl, IH3) in tln- fnjuuuff d«r 
iiuBRftbn Toni jaluo 1789. Viiu dieser woidit dw ülieri! ^'eslalt nofb twet ouü »li 
2elJo 11: „t« gold do blit" (17tfO: ..Gold,'* vratirBcbelQÜcfa vom i»rrccl<ir herrUh- 
read) nUe 15: Liebe 2?ob«l ttiukm (17S9: Welche KebelJ. 



..uEitniinig (iKDicrirrs IX ihr. r,ntAt/t 



ai5 



Ton «ner Eiiatcuz zuröcV." „Ich liolTe e\i\e Art gefiindeii zu liabün, 
die allzu iiniividuullvn und oiomentanfu Stücke euiigenuaöseu geuicBä- 
bar zu machen.'* (M&rz.) Kr «cblog also ein verfahren ein, das er 
ein anderes mal in bezug auf söine „Claudine von Villahella" ein 
t.HeraussuhwiiigLMi der alten S[>reu seiner pcräiinlioheu ISxistenz" iieunt. 
(3. nov. 87.) Und dieaea allzu persönliche zu besoitigcD, dazu reichten 
die kleinen mittel, wie das im liede „Auf dem See" ungewank, nur 
im seltensten falle aus. Manclie goUichte giengen durch einen läuto- 
ruug»i>rocebH , dur die gleiilisam zu Irdischen olomeute der znl^lligen 
aitoatioD, des individuellen uulaäses grQndliuIist ausschied; die gruiid- 
stinnuung, gleichem die seele dua gudichteü blieb rniversehrt, sie lobt 
vielnit'hr in dem zu dem ideale des allgemein -menschlichen verkllirteu 
gedicbtc schf'ner fort. Seit in den briefen an frau von Stein die älteste 
form des liedes „An den Mond" bekanl geworden int, hat man an die- 
soüi gediclite immer ein meisteratück der idealisierenden kuust des dich- 
ters bewundert. Niemand, der dies lied nur in der form ttent, wie es seit 
1789 In den gedichten steht, findet eine .spur der nioraentanen umstände 
darin, welche es hervorgerufen haben. Eä war dem hriefe Üoethes an 
Charlotte vom 19. januar 78 beigelegt, und, wie dieser brief selbst, 
dem andenken der anglücklichen Christel von Lasberg, seiner und ihrer 
Ereundin, gewidmet. An die^e erinnert en auch an einer sieUo. die 
man bisher nicht richtig gelesen und verstanden hat. Die drei ersten 
Strophen des älteren gcdichtes lauten nämlicb in SchOlls ausgäbe der 
briefe an frau von Stein: 

Füllest wieder 's liebe Thal 

Süll mit Nebclglanz 

Lösest endlich auch einmal 

Meine Seele ganz. 

Breitest ftbor mein Gefild 
Lindernd deinen Blick, 
Wie der Liebsten Aage mild 
Ober mein Geschick. 

Dos du so beweglicli kennst 
Dieses Herz in Brand, 
Haltet ihr wie ein Gespenst 
An den Fluss gebannt. 

Wer sind nun die. welche das herz des dicJit^ra an den flnss gebaut 
halten? ,,Der mond und der blick der liel>»ten," antwurt«t der her- 
aiugebur — und allonling» wüste man nach Keinem toxtu keine andre 
auakunfl als dieäo, die SchoU selbät als höchst tragwürdig nur mit 



S16 



scruAK 



einem fragezoiehon zu geben wagt. Abi»r doi inomi und Irau von SU»iu 
sind d<job oin wunderliches paar — und, wiiiü aucli der montl ober 
dem Qa8»e steht, die liebste ist '^u bause, und ibr komt es nicht in den 
sinn, den liebbahcr an den Huss zti banuon. Ktwiia uuvf^rt^Uludlicbes 
dflrfen wir dem dichtor nicht zutrouon. In meiner handschrift steht' 
das gedieht auch , und da laa)«t ein wort in der dritten atrophe andera. 
Herders copie aber dilrFte dem von 8chMI benu7.ten mauu:-cript gloich- 
wortig sein: denn nach einer mäiidlichcn mittcilmig des veichrten man- 
nes, die ich richtig behalten zu haben glaube , hat er daa gedieht nicht 
nach dem origlnalmauuacripte, sondern ehmifalls nach einer copie vor- 
Öffootliüht. tu der meinigon aber steht deutlich: 

Da£ du 90 beweglich keunst, 
Dietses Horz in Brand, 
Hallet ihr, wie ein Gespenst 
An den Flosa gebannt' 

Das herz hallt, tönt ihr, der unglflcklicheu freundin: es bat jetzt nur 
einen ton. den der ftehn süchtigen trauer um sie. Die wortc ^wie ein 
Gespenst" verbinde ich nicht mit „haltet," sondern mit dem folgenden 
„an dim FInss gebannt'* zu einer Torstelluug: geisterhaft ist es an den 
ort hingezaubert, wo jene den lod gerunden bat. Äucb in dem begloit- 
hriefe ist etwas von dieser Stimmung. „Schonen Sie sich, und gehen 
nicht herunter. Diese einladende Trauer hat was geRihrlirh an/.i*>hen- 
doB wie das Wasser eelbst, und der Abglanz der Sterne des Himmels, 
der ans beiden leuchtet, lockt ans." Der aosdruck „das herr. hallt"* 
hat etwas ungewöhnliche», aber gerade an ihn erinnert, nocli die ver- 
edelte letzte form, die Bonüt alles der älteren eigentümliche abge- 
streift hat: 

„Jeden Xachlclang fühlt mein Herz 

Froh mid trüber Zeit, 

Wandle zwischen Freud und Schmerz 

In der Einsamkeit." 

Das gedieht „Ginschränlrnng,^' das in den späteren ausgaben der 
werke hinter dem liede „Au den Mond*' gteht. hat eine ilhuliche Umbil- 
dung als dieses erfahren. Die ältere form dot^ütelbon blehl in den 

1) Soust vTtiebt HerdirrK copie Ton d«ta in dtn briofvu iu> frnii von BtAlft' 
(I( 156) gtfttliencn texte an fotgemleo stsUea ah: 
Str. 4, 3. 4. and fn FrtlhUngilebenspnicht 

« am Koospen qoHlt 
Stt. 6. 1. 2. Wu don MeDi(cb«n aobewaut (1789: von HeDacheo nicht ^rainiut) 
oder gv roruht. 



aononcBK osnioHn ur Ilt. oitTAUt 



217 



briefen Gootbes an Lavater* and tiudct sich wider, mit einer eigen- 
tümUcbüu abweichung, in dur Herdoriädien bandschrii't. 



Herden cople: 

Was »eil« ich. was niir hk<r geAUt, 
in dioKT en^t). kluineo Well 
mit l«iseu Zauberbaud mirb bilt, 
Moin Freund nnd ich verpes««!) trier, 
wi« seltsam iiha ein tiofffa ächü-ksnl leitet, 
nod acb, i'.-h rbtils, ün Stillen werden wir 
ZQ neoen Si-eiion vorbcreikt. 
Du hast aiiA li'ib, in gnli.'^t anitdiu (ii^mil, 
durSS nbne dich wir nur Türj^obeoB ainnen, 
darth Ciiguduld und glaubeulcer li«wUbl 
Tonilig dir Dioraals was abgcwinoea. 
Dn hiut r&T nnii du« rtvlitö MiU4 ffatroffen, 
1d reitii? DuiiijiflK'it uns gehallt, 
l>iut> wir vtiu Li'buiiskrsft orftÜlt 
,Id holder Gegeowart der lieboo !!ubmft 
hoffen. 



In (ioetbes i^edlfhteii: 

Ich weiea nicht, waa mir hiur gelallt» 
In dieser ütih'cn ldeiat!D Welt 
Mit holdätn /aubetband mich bUt. 
Vergess ich doch, rergeM ich gern, 
Wie aolteftni mich A&a S*'hickaB.\ lcit«i. 
Und ach, ieh fäUte, nah und (en 
Lit mir noch tnanvbes zobercitat. 

(DieAe teilen sind gilnilich ausgoschieden.) 

«&n> doch das reehte Maass gotrotf^ol 
Wifi bleibt mir nun, nU eingehüllt, 
Vou huldcr Lebenskraft erfftllt. 
In stiller Üegenwart die Zukuall zq er- 
lioffan. 



Die auffalleodate änderung, welche wir an der letzten form beobachten, 
ist die reduction des Wir auf ein Ich. Sie ist zuvörderst durch Pin« 
per^^RÜcho rücksiebt hervorgebracht. Wer mag der freund sein, den 
der dicbtAr sich eo »tinnefl- und i^chicksal^iverwant ftlhlt, dass er fir 
ihn und sich die gleicho vurlrauensvoUe bitte au dos Schicksal richtet? 
Seinen narncn findt^o wir o£fcD genant in dem gcdichte, das dem fer- 
nereu freuiido zugesant wurde: 

„Mein Karl und ich verge-ssen hier,*' 

heisst es hier in der vierten zeile. Der herzog Karl August alt^o ist 
es, mit dem Üootbe jene tage, w&brcnd deren das gedieht entstand, tu 
der „eugen kleiuen weit" des Thüringer Waldes verlebte. Schon vor| 
dem Weimarer freunde wurde der r er traulichste aiiüdruck des rerbält- 
uisses gemieden. Wio viel weniger aber gebflhrte dem lernci'ätQheiideu 
ein auteil au dem geheimuii^äe der zwischen ttir^teit und dichter beHte* 
honden brudorschaft. Nicht minder aber gebot das kunstgesetz, dem 
Goethe huldigte, diese änderuug. Solte das gedieht zu dem algemein 
menschlichen ausdiiiok der ei^ebung iu deu willen der waltenden gClt- 
Itoben macht eich (erheben, so muste ilmi das momentaue der Situation 
„mein Freund und ich vergessen," uud des ortes „vergessen hier" 
abgestreift werdeu. Und io wirkU^n hier beide priiicipieu gemeinsam 
auf einen puokt, von dem die ändenmg aus^ong. So weit nun auch 



1) D«T junge GMllie m. 143. 



BVPAMr 

die Ältere form kflnstlerisch zurQckMoibt, bo muss sie doch denen w« 
voll sein, die doK dichten; Icbuii in Küintiii gudicbiMn unohuD. Sie u 
mit ihrem grundgcdankei] , der in di(^ apüter«' fiberttchrin. „KinscbrÜn- 
kang" gefasst ist, oiiic vorbotiii des godichtes „Umcuau/* das uu» jl 
im oigentiichou wie im ctbischon sinne auf den j,'Ieichen boden ror-"' 
setzt Nicbt in tlmenan »elbst indo^^n , wie man bi» jpi7.t aunabm. 
ist das ältere gedieht entstanden. I)or ort lässt Bich uüt hilfe der Her- 
denschen abschrift gonau an>relion. Sie hat statt dur öbi^rechrift tue 
wortü: „Stütxerbarh . Ü. August 70, auf dum Schlussli^rj^c/' ' 

Die reihe der pcrtt&nlicb iudividuolleu gedichto schliesao ich mit einem 
solchen, detisen filtere geütalt nur von Herder orhalt«n ist Diese ältere 
geatalt rui/.t widenim dadurch, daas sie einen blick in rlaa leben des 
dichtors gestattet; uud wie das vorige ist es in seiner letzten form za 
einem ausdruck dGSüoii geworden, „was der ganzen mcnscbbeit zuge- 
teill ist"" „An mein Cilück" lautot die Oberst-hritt bei Horder, nnd 
so reiht »ich dies gedieht an da» zuvor beäprouhene an, wtdchoa in 
Lavators briefen Überschrieben ist: „Dem Schicksaal." 

„SchafT, das Tagwerk mfiner Händo, H. t»»L 

Hohes GIQok, doss ichs vollende; 

Sei ein Bild der Garten hier. 

Pflanzt' ich ahuungavoUe Träume — 

Jetzt noch Sttuigen, dieae Bäume 

Geben einst noch Schatten mir. 

tu den gedichten steht es seit 1789' mit der flberschrül ^Hoffnung." 

HchafT, das Tagwerk meijier Hände, 
Hohes Qiack, dass ich's vollende! 
Lass, lass mich nicht ermatten! 
Nein es sind nicht leere Träume; 
Jetzt noch Stangen, diese BSumo, 
Geben einst noch Frucht und Schatten. 



]| „Ich geh nach KtOtzcrbuh um \fa Dieb eine Zeichnung eti undig«o," 
schreibt Ijoatbc um )L {kwjgnsi an fnin von Stdo (v^l. die \mctc rom H. iini] 
ll>. aogtuit). Volliife bcKtitiffunK linrorl Ouathea lagebnrb (8.7G): 3.aa^Bt: „Krflb 
auf Jdri Schlodstrerg (;eteii:ht)et Ucsaiig: dra ilQiD|ifvn LcbeoR," Uubi-deok- 
llch ttarf tntui also anoh otiic Kweito il&tioruni^ Ainit-liiiion , welrhu illo IlArdcrlitehfl 
co)i)c III oiiHmi tiisbvr zcitll<;)i nk'lit ijonaii t>ci{tiiiiU>n gdlii^hiv liet^. Ph« b>i|l 
^ Rutloxc Iiicbn" (,.Dcni Schnee, ilctii It^^j^on") itat tti-i H^r)i*r dir or^' 
„Ilnionaa. ti. ktaj ITTö." (Nach K. Godtln^kejf vernintriDir am II. fcli 

3) NiK-b d«r auagali« vua 17BB widi>rgcgolMii iiu „Juns«ii UanUiä" Ul, I8S. 



aoBTmfirm nsnimTB vs «lt. oii*Tki.T 



319 



^1i.ir hat tlie mnforniung bei dum na^drucki* „der Oarteii hier,'* 
«iiigfiüeizt Kr liaflck •leni gedicbic, wio du» kuiinblaU dt*v noch nicht 
au^wachspiii'ü pflan7>> an. Dem historischeu betrachtor aber wird 
gerade vuu Heiiietwilleu die Altere form lieb. Denn nun ist es klar, 
dafu das gddicbt währnnd der orat^eii aupDaii'^tingen und ürboit^n in 
dem jQugst crworhen^'n garten au der Um eutMandeu ist. Diesen Qber- 
ushm Ooethe ini april 1776.^ Die ültere fonn dt» gedicktes scbwobte 
ihni vor bei dem etliclio jähre sp&ter gedichteten liedchen „au die 
BAume" : 

Sag' Ichs euch, geliebt« Baume, 

Die ich uhiulovoll gepilanzt. 

Als die muiderbarätea Träume 

MorgenrOthlicb mich umtauzt 



Wachset wie aus meinem Herzen, 

Treibet in die Luft hinein, 

Denn ich grub viel Freud und Schmerzen 

Unt^r eure Wur/eln ein. 

Bringet Schatten , traget i''rfichte. 

Neue Freude Juden Tag, 

Nur dass ich sio dichte, dichte, 

Dicht bei ihr gemessen mag. 



Bei dem consequenti-u ausscheiden des lediglich persöriliclien wirkU" 
io der schon, zartes geheimnis f.u verletzten, ein sittliches motiv mit. 
Kin solches hat sich aber noch weiterhin geltend gemacht. Eine durch- 
sieht des kleinen bändcheus, das die „Veraii*:hten Gedichte*' enthalt, 
hinterlSsst den cindruck, dass ein reifer mUnulichcr ernst den dichter 
bei der auswahl geleitet hat. In späteren jähren ist der meister für 
das schöne sinnliche günstiger gestimt geweiten, alB in jener zeit 
Damals aber waute er seinen Wahlspruch „Krlaubt ist, was sich ziemt." 
anch auf die kunst. und am streugsteu auf die seiutge au; und um zu 
erfahren was sich ziemt, hielt er es selbst so, wie er im Taaso anrftt. 
Mir ist in diosem betracht ein brief Caroline Herders interessant gewe- 
sen. Sie hatt£ schon in fröherini jalireu zu dem cirkel gebiert, dem 
Qocthu seine arbeiten zur beurtcilong vorzulegen liebte. Das erkont 
man 7. b. au» GoethcH brief an die Stein , vom juli 86. Er hat den 
üreuadeu in Ilmenau den Werthei vorgelegt, um zu erfaliren, was etwa 



1) ÜtwÜiQä Togtibuclj. 'iL april 1776: ^Dtn Garten in Btätx genommen.*' 
1. norcral>«r 177S: „ I Juden t^apflanzt" 



wo 



at-nuM 



ia dav iioucn ausgäbe geüadeil. worden solle. .„Herder üai neu Her- 
Üier rocht aeutirt,*' schreibt er, ,,und genau h<>r.iutiget'uudeii , wo w mit 
der CompDsifcion nicht just i»t. Wir batteu eine gute Sceue. SeiDA 
Frau wollte uichts uuf da^ Üui^h kommen lusnQn und vertheidi^e gs 
aufa hoste." Zwei jähre spater, als Goethe auä Italien zurückgekehrt, 
der frau von St«in Imraer ferner rückte, war Caroline Herder, deren 
mann damaU nach Itali(>u gereift war, die freundiu., der er am lieb- 
sten seine neuen dichtungeu mitteilte. Er recitiertc ihr Öllens die neuen 
scenen des Tasse; er legte ihr auch die dru ekler tigcn gedichte der 
ersten namlung in der handschrilt vor. „Goethe hat mir die erste 
Ahtheilung seiner Oedichto gegeben," schreibt sie nun an ihren mann« 
„Ich habe recht veniflnfug mit ilini darüber gesprochen; er wird auch 
„An Christel" und „Käthchen" auf meine Bitte beraaslasson." Diese 
beiden etwas leichtfertigen stocke bat Ooetb« wirklich rou der ersten 
ausgäbe ausgeschlossen, gevsiss nicht aus geläüigkeit gegen die frcun* 
dio, sondern lu vollem einverstündnis mit ihrem feinen tacte. Tn dorn 
gleichen uinne eines schönen masshaltens ebnete und milderte er den 
ausdruck selbst an solchon stellen , wo itiu eine naturalistische belrao-li- 
tuug wöl statthaft finden könte. Solch eine stelle scheint mir die in 
„Jägers Abcndlicd" zu sein („Nachtlied" hiess die ältere form),' wo 
der Jäger die geliebte fragt, 

— mein schnell verrauschend Bild 

Stellt sich l)irs nicht einmal 'f 

Des Menschen, der in oller Welt 
Nie findet Roh noch Käst, 
Dem wie zu Hause, so im Feld 
Sein Herze schwillt zur l^ast. 

So dichtete Qoetho damals, als ihn, wio er erzählt, die Sehnsucht nacli 
LUi nächtlicherweile auf die landstruas«^ hinautitrirb. In den godichtcn 
aber findet man seit 17H9 die atrophe so: 

Des Maischen, der die Welt durchstreift 
Voll Cnniutb und Verdtuss, 
Noch Osten und nach Westen schweift, 
Weil er dich lassen muss. 

Mir scheint „nach Osten und imch Weston schweift*' koia voller ersutz 
ftlr das ältere „in aller Welt Nie findet Ituh noch Ilast," tmd „djis 



1) HerdeTB oupio itünt an zwei stellen mit ilom ältesten (hnoka (TdniMilier 
Htrkur I, R. vifl. Der junge OwUte IIl . VXi) nicht fibemii. Str. 3. 1. „Du wuii- 
AiiUi jebct" (UorlcQr: .,l>t") SC- i, ^ ^Ehi stUlcr Friwlc" (Hcrkur: ,,iQ«wr")- 



GOftTUUOHX »KXIIOSTE IK ALT (JUTALT 



SU) 



Uerz« itchnillt Kur LaHt'*^ im munde des jftgers weil sclißDer als dan 
„voll Ctmiuth uud Verdniss." 

Ich breche hier ab, nin dea dichten Dtrebon tiacli dem Hchönea 
350 in einom andcru gcbiote m heti'aehten , wo er in stetigem anstei- 
'rpu die schrillsten erfolge eiTungen hat. Ich meine sein ringen nach 
der meister«L-haft io der raetriüchen Torrn. In den jähren, wo der dich- 
teiische driin^ sich am naturkrgftigsten regte, liebte er es, sich mit 
dfir fonn dea leichtesten ab:eiitindeD. Pör das Ued war die einfachst« 
form die angemessenste; trug ihn der lyrisclie »chwuiig' zur oiie oder 
Zürn dithyramhus, so bot sich ihm das sogenaute freie silbenmasa dar, 
18 von IClöjtstock eingefiihrt. von Herder aufs eifrigste befürwort-et war, 
!» ein mittel, die poetische spräche in ihre alten rechte arider ein- 
zuselzoD. Auch iUr das drama hatte o» Herder empfohlen, mid so 
[ebrancht denn auch Goethe in seinen älteren dnmiutiscben stücken 
'diese form, wenn er nicht die proaa vorzieht Am meisten aher Ifisst 
sein favoritmetrum , daa Hans- Sachsische, der verudelte knittelvers, die 
abneigung des kecicen pooten gegen jegliches formenzwaug erkennen. 
AbiT wie in seinom menschlichen bildungsgange die „oinschränkuog 
der freien aeeie " melir umi mehr sein ausgeHprocImner grundsatz wird, 
wendet or sich in seinem dichton immer entschiedener der streng 
■gesützmassigen form zu. und im leben wie im dichten rückt er darin 
mit glfi-idit;»! «chritte vor. Diese Wendung eutacheidMt «ich im beginn 
der 80er jähre. Die italiänischo reise verhilfb nicht erst zu dem strengeren 
formsiim, sie t^rliüht nur den bereits gewonnenen und beglaubigt darin, 
um einen Goethiscben atisdruck /u gebrauchen. Der fortschritt tritt 
nicht bloss in den grösseren dichtungen zu tago, an die ich wie an 
Kphigenia nur zu erinnern brauche, soudem auch in den kleineren und 
klein aien. 

Die beiden künstlichen formen, zu deren beherschnng Goethe in 
den angegehenen jähren zu gelungen sucht, sind ilas dlsÜchou und die 
achtteilige stanze. Die ersten versuche mit dem distichon machte er 
um die mitte des Jahres 1781, eine grössere auzahl ypigramrae brachte 
der frühling des nächsten Jahres. Unter ihnen sind diejenigen , die tu 
mtiker w^isc für felsHU und steine des {mrkes und des eigoueu gartcns 
;f4Hlii.diU.it wurden. Wer sie dort auf den alten steinen gelesen hat (die 
meiMteu sind renoviert), der weiss, wie sehr diesen ersten versuchen die 
(Ulte der antiken form abgeht Das epignunm auf dem felsen hin- 
it Goethes gartenhau»o begint: 

Hier gedachte still ein Liebender seiner Geliebten; 
Heiter sprach er zn mir: Wflrde Zeuge, Du Stein. 



amracnaL. r. ttit(rr»ruii rati.»!.. itp. vii. 



ib 



3S3 



PttPlUH 



Bine ander« inst^iirift in OopUtO)i gart«n, dio in dieaer ihrer ält^Uin 
form tucb bei den Herdrriacben copien sich Hndet, Uut«t bo: 

Sayd, Qeiüter des H^iis, seyd o ihr Nymphen de* f\üsat» 
Kurar EntfoniUm ^cdünk, und Euren Nahen zur Lust. 

Der pentamoter des nächsten djstjchons : 

Wir beschleiohen aanft auf ihren Tritten das Gltlck. 
In den gedichten, 171^9, steht f>r vflrbe&sört: 

Wir beschicichen geheim auf ihren Pfailen das Qlflck. 

Die Urform des epigramins „Zeitmass " habe ich bei den oopien so vi 
gefunden : 

Eine Sanduhr in jeglicher Hand erblick ich den Amor. 

Wie? der leichtsinnige Gott doppelt misst er die Zeit? 
Langsam fliessen ans einer die Stunden ontfernter Qeüpbten 

Und die andern lAufl. sclinell den AnwösenJt<n ab. 

In der ausgäbe der gedichte (17fi9) aber steht dies epigramm so ver- 
bessert: 

Eine Sanduhr in jeglicher Hand erblick ich den Amor; 

Wie? der leichtsinnig» Qott misat er uns doppelt die Zeit? 
Langsam rinnen aus einer die Stunden entfernter Guliübten, 

Gegenwärtigen Olesat eilig die zweite herab. 

Weit geglätteter allerdings alti der ei-ste versuch; aber ihre knnstmfiflüge 
gestalt haben alle diese opiKrammo orst in weit späterer zeit i'n<'i''ht 
Goethe ist unermüdlich darin gewesen, sie des naintms wort zu mm:lu:ii, 
unter dem sie seit 1806 in den gedicbten standen: MAutiker Form sich 
nfthornd.-* In di^a^r ausgäbe lautot das erste di^tichon des lotzUnge- 
flthrten opignunms: 

Eros, wie seh* ich dich hier! In jeglichem Händchen die Sanduhr! 
Wie? Leichtsinniger Gott, missest du doppelt diu Zeit? 

Aber auf eino vergleichnng der späteren ausgaben darf ich mich hier 
nicht einlassen. Ich verbleibe bei der betraolitung der ältesten gestal- 
ten , und da ergibt sich ausser der ollgerafincn beobachtnog ihrer kunst- 
losigkeit noch dio besondere eines rtehr auf'tUlligon miävnrhlltnissos zwi- 
Hcheu den beide.u verseu. Din hexameter sind nicht 8chnn, doch wenig- 
stens leidlich. Aber nichts weniger als dii^ äind manche pentameter. 
Woraus erklärt sicli die mangelbat'tigktMt des 7,W(*iten verses? Ora 
hexameters war unsre poesie seit Klopstock habhafl, und in dnu 




oomuficnB obdiohts n U/r. obotalt 



XB9 



I 



Ü' 



^ 



ijaiirc dor ersUm Gootliischen epi^mmmo biolt mit Vossens Odys- 
see iler nacli attfingt-TPr rogol {^bnut« v^rs sfliiicn PÜi;KUg. Der penls- 
met£r otier war noch ein seltener gast, uad wenige wtutten mit ihm 
h uur so umzug('U«ü, wie Nicolaus Götx, dessen im dogischen maaso 
clirieliL'uo ,,Mä(lcfaeniDsel" zu dem wenigen gehörte, das dem grüssen 
Friudrirh ein lob der deutschen poeaie entlocken kontc. Go«the aber 
fund sein vorbild in nächster nähe. In denjaliren i780und 81 beschäf- 
tigte sich Herder mit ril>^r8oti'.ung der epigrammtii aus der griechischen 
Anthologie^ nnd OoethR erhielt »iuherlich wie von don übrigen arbeiten 
Herders aus jenen jähren, so von diesen ,. Blumen aus der Grie- 
chischen Anthologie gesaromlet" sofort kcntiiis.' Diese haben ihn daisu 
angert?gt, 3ieh in eignen epigraminen zu versnoben. Vor den hinken- 
den Pentametern hat sich anch Herder nicht ftngutlich gehütet Den- 
noch sind seine dlstichen untor allen, die bis dahin geformt waren, 
die kunstgerechtesten, 4ie sind weit Hiossender als die von GAtz, der 
in seinen zehn ei'ston disticlien sich den pentameter mit Inhmera aoK- 
gangc nicht weuiger als rier mal gestattot. 

Uoetbc lernte nach eigenem gestftndnis lieber von den menschen 
als aus bnchern, lUi boispielen lieber als durch theorien. Liess ersieh 
von Herder zum distichon anregen, so wai'd Wielands Vorgang ihm 
zum ftütrieb, sich in der sühwi^T^ten moderneo form zu versuchen. Der 
QbtToii^ ■-■rschien im frOhjahr 1780. Goethe schickte dem dichter einen 
lorbeerkranz , er schrieb zu derselben Koit die worte an Lavat«r: „So 
lange Poesie Poesie, Gold Gold und Krystall Krystall bleib<^n wird, 
wild Oheron al^ ein Meisterstflck poetischer Kunst geliebt und bewan- 
dert werden." Der lorbeer galt in Goethes sinne gewis auch dem mei- 
ster der form, die bisher nur unter dem hiinmel Itiiliena gediehen war. 
Mit wie beissor mühe Wieland, der formgewanto, um diesen preis 
gerungen hatte, war ihm nicht onbekant.' Denn Wieland hielt damit 
gegen niümami zurück. So klagt er in einem briefe an Merck: „Die 
Schwierigkeiten, die nur bloss im Mechanismus meiner acbtzeiligeti 

1) An Sophie v- Sirhardt, die schwa^orin der Tmu von Stein, sante Uerder 
idiOD im wintfir 1780 eine aMinlaiig iKinor &beraetzaagen ans der Anthologii; mit 
länem briefe, Jen DOntzer mitteilt. „ Zyiei Betr-hrte" (18741 «. 39)^. 

3) Das erste iimaittelbar niu-b dem anliürcn de» ^dk-btit ntcdcrgeechri ebene 
nrtcfl Goetfa« Ober dm Oberon besitzen wir nunmehr in acinem togebaclie (s. 194). 
Di« Khwiaritflcelt der kntwtleiitUDg ist darin Darhdrficklidi betont. .. F). ^G. [joli 
m9} li^M micli veni|irOclMiner Hmmd von M^en nialihm, and bat Wieland mir 
■li II OliiTiiu zu leset). Kr thrit« ziir Hilfte. Ed i«t elu Kliätzljur Werk 

I iiitl Kenuer, so wu iniK-ht ituo nieniiud Diudi. Es ist {frtwse Kunst in 

dem tianzcD, toveit ich'» ^bDrt buhe und im Einzelnen. Ei setzt eine unsi>;licbc 
Cbons' 



vt>Tsiu D. R. w: 



Ift 



RÜPfUN 



Stroplie lieg!*«, und in dpr Natar Um Jamben und in dor vprbflltfllsa- 
niäftsig goriiigen An7.aU unserer Keimv — die Schwifirigkpit :ius Mavm 
90 gprOdon Lclmu g(.>rud<j das liild, das iob buben will, b^rauszufln- 
gera — ist oft unsÄgUeh." Wie stark also must« Jaü liewustaein toü 
der DOtweiidigkäil ttlassiäüher tonn iii di>nt jüiigereu diclitur Hieb pnt- 
wickelt babou. da er lur sein grosaos nllegönaoh-üpiachos gedieht „Die 
Geheimnistae," das or vier jähre spütor unternubm, diose stanze wählte. 
Der plan d^H gedichteH war nae.b grosAem maHütabe entworfen: es hfttto 
, wie an Uele des inhaltä »o au aundehnung das rumautische opos Wie- 
jlands Qbertrefion mflssen. Doch es blieb bruchstück. Öoethe hebt in 
der erkläning, die er im jabre IHlti über iitbalt und sinn der Gebeim- 
uisse gab, hervor, „das Gedicht sei auf einmal in kurzer Zeit anf den 
/^ Putikt gebracht worden , wie mau es jetzt kenne." Dies ist nicht ganx 
richtig. Goethe begann die Üeheinmisso im uuga»t K4, im mär?, des 
nächsten jahn^s war er bei der 4o. atrophe. Cl>er die 45. ist er nicht 
hinausgekommen. Doch würde man irreu. wenn mau das stocken und 
schliessliche stecken bleiben auf die scbwieiigkeit der gewilbltcu form 
schieben wollte. Diese hat Goethe von vom herein mÜ unf^lauhJicher 
leichtigkeit gehaudhabt. pie^^ueigmmg^, Welche jetzt d(m siimtliiThou 
gedichten vorangeht, war bekaofclicb zunächst zur einleitung der Geb<Mm* 
nisse bestimt. Dies gedieht, !■! strophi^ii lang, ist an einnm tage, in 
einer unvermutet geschenkten müsse, cutstanden. Frifich, wie es gewor- 
den war, wurde e« an Herders — durch ihre Vermittlung an die 
Stein — gesaut, mit folgendem billet: 

Diugelstedt. Sonntag d. 8. August 84. Abends halb 10 Uhr. 

,, Zwischen Müblhausen und hier brach uns heute die Achse des 
schwer bepackten Wageus. Da wir hier liegen bleiben mossteu, macht« 
loh gleich einen Versuch, wie es mit jenem versprochenen Gedichte 
gehvn möchte. Was ich hi«r schicke,, ist itum Euigang bestimmt, statt 
der hergübnichteu Anrufung wid was dazu gehört. 

Es ist noch nicht alles wie es sein soll, ich hatte kaum Zeil die 
Verse ab zu schrei bcn." 

Dank der schreibseligkeit Herders ist dos gt>dicbt in dieser ftltOr 
sien geslalt erhalten. Dies ist dos wertvollste stück meii Wir 

erkennen an diesem, wie weit sich dem dichter in glfliu. — ,.. -stunde 
sein stolT gestaltete; gewahren, wie er einer zum eniten mal« orgriffö- 
neu lüiTu herr wurde: wir guwiuueu endlich durch vergleicbmig mit 
dem vert^fTentl ichton gedichte einen einblick in die wunderbare HLhigkeit 
seines zweiten poetischen Schaffens, seines umdiciiten.s erstur formen — 
mit einem geringereu nameu darf diesti täügkeit, wie er sie geQbt bat, 
nicht bezeichnet werden Die ncne gestalt erbiQht glmchsam oufi d«m 



noKTmscca okdicmt« iw hur. owtai.t 



a» 



innorsteu kt^m <lo.i gcdicbtt. Wio viel immcv die form gcwoinicu habun 
der vdelätc ^owiiin Hillt dem poetisuhru gtibnit zu; mnigei und 
irter vfird d«r ton der om|»fiudun^', aii8(-liau)iclii!r und reiner hebt «ich 
daij hitd lii-rvor. Sülbsi die äohciabar gering liQgigi^to lUidöruug lilKKi den 
iiilult uicbt unb(.^rilhrt: so dttö feierliche „Sic irKbcUo, sio sprach'* im 
jiiifUngc dor ucldeu strophn, gtatt des uraprOn glichen „Sie lücbelto und 
sprach." Doch mag auf schünbHiten , die jeder empfindet, nur hioge- 
dt'uU;t sein; meinem zwecict' gemäss gehe ich hier nur deujeuigcu Snde- 
rungen uacli, in denen tiich die tilreugere behaadlung dea metriachea 
kundgibt. ' 

1) AiuwT den in den beidfo oben voU»tändi); raitgisteilten «trojilion tO. H 
eiitbalU'UOn aliwrichuugtiii roti dmi ersten druckt' (Oruchcntcltr auH^ahc t. 1767) 
sbc t<'b hier aämüjchc der iüUrsteu liiuidKchnftlicbett )p»ta]l uigeatßmlichcn loa- 
in in der rrilumfolge der struplien. 

1, b. Ich front*} inirh bei jodeni neuen Rnliritt« 

2, 1 Und wio ich stiofc, orliol) Tom Flu8*i der Wiesen 
^8. ich Attli ihn ntichsglnd weichend mich ainfliessen 



^ a. 8-4. 



4, ft— 8. 



5. 6. 
H, 6—8. 



7. 1-2. 



8. 1-3. 



6—8. 



9, 


3 
6. 

6. 
8. 




10. 






11, 


.4. 

9. 






7 — 


-8. 



U,i. 



hier ecbicn er laise sieb binwagzaschwingRo 

hier aubion er sich m ThelL zu erbShD. (vftschrioben 

äUtI: „zu Uieilen, zu crböhn") 
e in 6ftttlich«8 vor meine Auffcu hin 
and zwisi'hon Kommen, «wischen Eilen . 

blieb Mir im Sohw^bAn zn verweilen. ' 

dein oft botbörtes Herz Bicb feit nod fester echIo«i 
am hcUii«n Tag die Stimc l»is gekohlt, 
linrch Dich ({cniesB' ich nnn der Erde liebste Gaben 
ond waa ich haben kftnu will ich von Dir nnr haben. 
Dic-h iicnn ii-h nicht, ich hör« Dich von vidlea 
gar oft ^nunnt und jeder nonnt Dirb («in. 
Hie lächelt«3 nnd stirodi: Du siehst wie klof; 
wie nqth es wur, eodi wtiniff m cnthfillcu. 

Kaum bi.Ht Dn sicbor ffl^r dem gröbsten Trug fhi- /V^fv. 

um Deine Pflicht mit Murren zu erfällen. 
An Irrthnm nicht, an Mens nnr nnterschieden 
bcicheidc Dieb, loh mit der Well in Frie«l«n. 
Der ff Ute Wille lebt in meinem Blut 
^.D andern wfc^^^ fttr mich da« «die Gnt -^ 

ich kann, ich will daa Pfand nicht mehr TergrAben. 
wenn ieh ihn nioht den andern xelßen soll 
{S. ^A}.) 

lie tag ihn nnd c« war kein Nebel mehr 
Daa Aage lies« ich nncb dem Thale schweifen 
Nun <>ah Ich nie den reichen Schleiej halten 
er Hvbwdbt* ni» siv nnd ^cliwoll in taosend Falten. 
Nimm die«* GeschoDk, das ich Dir lang bestimmt 

(•oder: „Duin") 






avnuM 






Am ät3rkst«n um^schmolzea ist die Kohutu «^<»|>he. Zuenil gftb 
sie äioli denn dichter in r»lgendor gustalL: 

Mit emcm Blick voll MitleiH, wie ein Wewii 

von bOhrcr Art un» »lebt, voll Nachsicht, die lUiü woiHt 

zurück in uns und unare Schwäche loseu 

und Yviedor uns mit Muth zu streben heiäst, 

Sah sie mich an, und ich war schon ^neseii, 

Es aa nk und stifg von »lufleni Druck mein Geist, 

Mir wars. ich könnt' mit geistigem Vortrauen 

Mich zu ilir uahn und ihre Nfthe aohauen. 

Mach der umdichtung lautet sie : 

Und wiH si)< sprach, sab mich das hohe Wesen 
Mit einem Blick mitleidgor Nachsicht au; 
Ich konnte mich in ihren Augen lesen, 
Was ich verfehlt, und was ich recht getban. 
Uiß Itlchelte, da war ich schon genesen, 
Zu neuen Freuden stieg mein Geüit heran; 
Ich konni(> nun mit innigem Vertrauen 
Mich zu Uir ualm und ihre NtLho ikihauen. 

Nur diese lelzle Zeile hat die ursprüngliche giwtult gewahrt. Blickt 
man aber von jener trQbcu ersUingaform zu der jüngeren, vollendetfin» 
so acbeint auf diese »elbst der vers des godicbteti anwendbar: 

„Im Nebel lief» sich eine Klarheit sehn." 

Auch im metrischen lian erscheint die erste Vorm nabehol/en gegen dio 
ßbenmdssit^keit der letzten. In der zweiten zeile 

von hObrer Art uns »eht: voll Nachäioht, die uns weist 

legt sich der Alexandriner breit zwischen den regeUnässigoo vcrs mit 
fßuf hebungen, und so lockert er noch mebrmuls das strophische gettlge. 
So in der fOnften strophe: 

Du kejmst mich wohl, an die zu ewgem Bunde 
.-' Dein oft betbdrtcs llcrz sieb fest und fester scbloss 



iS, 6—7. der «s eiuinat aus melnoa Händen nimiDl. 

Hier Morgcnaobel gloleh «erbrimt mit Bonn<mk]ir]i«|t 
18, 4 — 6. titnhai)i:-bt ourb WBrxfforarJiet rmft 

£■ acbwoiiron nlla hangp i 

<uiD VPulkaobstta wonJutt o« » 
14. (& ob.J 



DOSTU28C1UI UlOUUlII tH ÄLt. tUUTALT 



fi7 



in lutztor gcAtalt 

Dein ätrebi^nd Herz sich fest und ftmter sclilusu. 

Die folgende Strophe achliesst gar mit einem Alexandrinerpaar: 

DoTch dich gcniess ich nun der Krdc liebste Qabcn, 
Und waä ich haben kann , will ich von dir nur haben. 

nun gedruckt steht: 

Du üctiünkteBt mir der Krdt< beste Gaben 

Und jedes GlQck will ich durch dich nur haben. 

Sü-opho lliJi 

Hier, Morgonnebel gleich, verbrämt mit Sonnenklarheifc 
Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit. 

geftndert ; 

Ans Morgendnft gewebt und Sonnenklarheit. 

Aber du un eben matw geht noch weiter. Zu Vertretung der r^elmSs- 
Mgon z«le ist auch cino k urzzeilc mit vier hebnngo n zugelassen. Die 
vierte Strophe scbliesst im drucke: 

Da schwebte, mit den Wolken hergetragen 
Ein göttlicli Weib vor memen Augen hin; 
Kein schöner Bild sab ich in meinem Leben, 
Sie sah mich an und blieb verweilend schweben. 

Üntprünglich aber lauteten die beiden letzten Zeilen: 

Und zwischen Kommen, zwischen Eilen 
Blieb sie, im Schweben zu verweilen. 

Von der 13- Strophe lautet die erste hälfte in der älteren gesfcalt: 

und wenn es Dir und deinen Freunden schwüle 
Am Mittag wird, so wirf ihn in die Luft! 
Sogleich musänselt Abendwindes Küble, 
ümhaucht euch Wörzgeruebes Dnft — 

Nachher aber stellte sich weich und schmeichelnd der vers ein: 

ümhancht euch Blumen «Wörzgeruch und Duft. 

Jene Alexandriner und diese KurzseOen gemahnen nun deutlich genug 
an das vorbilde von dem sich Goethe l>ei dem ersten versuche noch 
nicht frt>i machte : 

„Noch einmal «atlelt mir den Kippogryphen , ihr Museu, 
Zum Kitt ins alte romantische Land." 



•£i9 



scrnAK 



^ 

*>#>■;» 



Kö ist aldü uicht wnhr, was man hisbor immer beTianpt«it Iwt, 
Godtbe tfogleicli üb rciou Htaiizc trobaal \i.ihü, und (la«R auoli \mni 
sein grosser voricttg vor Wielaiid Uerulie. Die filtere Goothischc stanze 
ist eiuo öborgiiugslorm tou der al)äicfat;1ic)i frei f^ehaltenen Wielan- 
dischün /.u iler duBHiHChen atropho der Ttaliäiior. Rq^olrtvilit bat 8le_ 
QoeÜie erst gobnul, nacb<l(>ni or aus ItaliPii /uröck gekehrt war. So üt 
denu aläo auch das bruehstflck dw 6pos selb«! wol ertit ttpator In die 
reine form umseHcbTiebeu. ITnter diwartr annabmi-^ wird oa erst orklär- 
lieh, Wtfun Caroline Hi-rdcr am 12. sept, 178h ilirL'iii iiianue !t<?hroiht: 
Goflthe habe iu Kochberg vor dor Stoin und Ihr », d^ Godicbt. übe r 
die Roaenkreuzfr " remitiert. Kr rwitiexte e« ihnen doch w(tl nicht in 
der älteren gi'ötall, dit- iliucn längst bckunl, und wenigHleDH der >Jt»'tn 
sohriftlich mitgeteilt war. Denn lur diese und für Horderci wai 
gedieht ganz eigens bestirnt gewt'scu, und manclies. was iii dicsom 
kreise gemeinsam dnrchlobi und diirehdacht war, liatte der dichter ah 
ein teures ciTmächtnifl darin niedergelugt Daran erinnerte Kcboii tla« 
begleitende billet an Herdort. und bo auch die xeilou un frau von Stoiu 
vom selben tage: „Das Gedicht, daa ich heute für ench - ' i'rt 
halle" — „Das Gedieht,*' neat es danu Goethe wenig wocl' . ., 

„das ich so lieb habe, weil ich ditrio von Dir und von meiner Liclie 
zu Dir in tausend Gestalten worde rollen kOnneo , ohne dass Jemand ux 
versteht als Du allein." An diese Heine liebsten freunde wendet er 
sich denn auch am Schlüsse dor widmuug mit herzlich warmen worten, 
deren i ' mg dii>^berarbeitung verdunkelt bat. Sie st( 

ben in .-.i .1 ,;.. .kjphe: 

So kommt denn Freunde, wenn auf euren Wogen 
des Lebens Hürde schwer und schwerer drückt; 
kommt mit mir und bringt mir euren Segeu, 
mit dem allein mein Leben ihr beylilckt. 
Gobt froh mit mir dem nfLcliMtoii Tag entgegen: 
noch leben wir. noch wandeln wir enhräolct 
und auch denn soll, wenn Knkel um uns trauren 
Zq ihrer Loft noch unsro Liebe dauron. 



Ich bin. indem ich immer mehr die nahen p^rsönlicbeo beziehi 
gen. die zwischen Goetlie und Herder bextfinden, in den kreis def 
bosprcdmng ziehen miutto, der frage immer nüher gekomni"i wi" 
und zu welcher zeit ist Herder in den beaiti ao vieler (i 
gedichte gelangt!' Indem ich die autUngc von Goethe.i «ipigrammen- 
dichtung berührte, bemerkte ich, daju Goethe meistens Herders arbei* 



noinniCBK Gimonni la u>t. hutalt 



Xü) 



ttfu uiouittelhiu* mich ikrom c]it:itchou iu der hundächx'ifl; tuit<^etcilt 
itrlialLon huhe. Vau iIcd o|it};ruxaniun selbst ist üio» niclil bü^tmgt: 
doch voti den Purjimrthicn, d(*n MorgeniAncÜHcheii Dichtungen, dou man* 
ulfcfiiltjg'-u klüiueron prosnsch rillen der 80er jaliiT, wie von den beiden 
»?r8ton tnilen der Ideen. Sogar eine wichtige predigt Herdere wanderte I , 
mnmal zu dpiu nelüiclien freunde und kehlte mit desst^n niU'lHiriohen i i 
iini raude und brieflichen lienK^rkungcn zorfick. Es ist die unter Hor-y/ 
dei-B handsohriften LThaltcne rede, welche Herder bei der taufe dos crb- 
piinzen Karl Friedrich ^^ehalteu hat Eben t^o lebhuft war nun auch 
Goethe» bedürfnin, was flr i^äcfaalfeii, dem freunde xur kentoisnahme 
oder beurtcilung anzuvertrauen. So seine wisäeuHchaftUebe abhandlung 
Ober das oh i«(*rraaxill:irp des nicnnicbeu, die för Herders ., ideen" 
wichtig wurde; nicht weniger auch seine poetischen schöpfungon. Die 
Zusendung der (icheinmisse steht nicht vereinzelt da. fu den briefca 
Goethes an Honicr werden solche Sendungen öfters erwähnt. So heglei- 
tote eine in verseu geschriebene cpistel die baudschrift von dem Sing- 
spiele „Die Fiscberin.** Am lebhafleaten alier ward solcher ausUusoh 
in den lebeten drei Jahren vor der italiUnischen reise getrieben. Sie 
b ilden ij en hochsominer und d en fruchte reiche n herbat in der freund- 
solmft^beidör männer. „ Wir haben in den drei ' mit 

' ' und Her/, verbunden ,*' schreibt iitrilmii Iruu im 

._- a,uer über (Jocthes fernsein an Oleim. Und mit 

herzlicher Offenheit bekeut Goethe iu einem briefe au Knebel mitten in 
dieser epocho: ..Die Stein und Herder sind mir vom gri^ssten wert und 
^d beinahe die einzigen hiesigen kapitale, von denen ich zinken ziehe." 
Die regKunkeit und innigkeit, mit der dieser verkehr von beiden seilen 
gepflogen wurde, gehen nicht minder Goethe.^ hriefe an die Siein ala dif* 
Jlerderi-scbcn correspontlenzen zu erkennen. „Goethe besucht uns oft 
wie ein Steru iu der Xacht" schreibt Herder. „Mit Goethe leben wir 
herzlich gut manchen Abend hei ihra,^ setzt die frau hinzu: „Br hat 
viele Geschäfte seines Amtes, ist ab^r in seinem innem Geist nicht 
mihisig und theilt uns manchmal davon was Gates mit" Gegen ende 
dieser zeit aber war es ja, dass in Goethe der plan, seine Schriften 
.heraaBsugehoD , reifte, und Herder uabm an den zuröstongen den leb- 
^ftesten anteil. Er bildete mit >Yi^'läiod das freundscha tili che tribunal, 
dem das urtml über vorzunehmende oder vorgenommene ünderungeji 
aobeimgestelU wurde. Seiu uiteil Ober den Wcrthcr, und wie ihm 
Goi'tbe beigestirat, liabe ich erwShut Aach die Zeilen sind erhalten, 
mit denen er dos durcbgeseheue exemplar des Gütz von ßcrhchiugiui 
zurfick»Aiite. Sic achliessen: ^Gott segne Dich, dass Du den G{ttz 
gemaclit hast, tausendfältig.*' Herder war es auchj der dem dichter 



280 



8CV0AH 



intmor wiücr lust icn Qumrlieiluug seinvr „(UUiti Saobou" moclilo. ao 
oft Ulli selui^ noigUDg in uaturstudiüii dem uinmal ^'cfiiSfit«Q vorsaUo 
untreu y.u uiacliun drohtis bn Ivarläljude , wo t>t(! im au};ubt 17ä<i ku- 
Hanimün vcrwciJUm . verliütoU) i^r, dana Gouthu aui' tunlicm gt':itoiii lior- 
umliUmiiicrto, und trieb zur iphigenia, brachte es auch dabin, daus si 
„in verse ^'eschnittun " wurde, and so schon m die voUkommuiiBtü ' 
form hint-inwnohs, noch ehe (joethtf, wie er hs nants, „in die borge 
giöDg.'* 

In den letzten mooaton vor der italifinischon reise wai- Gootl 
zwar mit der vorboreitung der viur ersten bände seiner scbriflon beacbAP^ 
iigt, welche die grössere» arbeiten der 70er Jahre enthalten; aber 
danobüD botrieb er itucb schon die samlung seiner kleineren gediohto. 
Der frau von Stein schreibt er um 16. juni: „Die kleinen ücdicbte 
hall' ich unter allgemeine Rubriken gebracht,*' und :im 1. juli erinnert 
er sie daran, ihm die „Epigramme," wi^lche sie beaass, abxuschreibnn. 
Im joni 1786 also frühestens ist die Herderischo samluug der lyriscbeii^ 
gewehte ihrem gr^Bteu_ teile_nach. Mgel egtjvorden. Doiiu in gleich* 
milssiger schrift Qnd auf eines bogens lose blfitter zusauinieugedrilngt, 
wie sie dastehen, machen sie ganz den eiudnick, dass sie auf ein mal 
zusammengetragou sind. Die neun gediohte des aiebeoten blilttoheuä 
aber sind , wie die verschiedene tinte und der veränderte zug der hand- 
scbrift orkeiiDon lässt. später, doch wtdorum siuntlicb zu einer iieit, 
aufgeschrieben worden. Die zeit dieses naohtruges Ulsst sich genau 
bestimmeu. An viertletzter stelle steht die kleine schnurre „ Der Segen 
wird gesprochen," die Ooethe im winter 1787 auf 88 filr seinen römi- 
schen Hausgenossen und schQtzling , den jungcu maier Fritz Uury, 
gedichtet hat. Wir kennen sie ans dem briefe Goethes an Fritz von 
Stein vom 16. febroar 1788. „Ich werde mich freuen/* heisst 
darin, „wenn ich diesen Ahendsegen einmal fibiT Dich sprechen kam 
llncitirc ihn Herders und di?m Fiäulfiü von Uöchliauscu.''* Die! 
gedichtchen und die acht fibrigen kann Herder nicht dircct aus Goetlies 
band erhalten ha)>en. wie f>ä bei der mehrzabl wahrscbeiulicb ist: 
uftcbsieu Ugt die Vermutung, dass sie ihm durch frau von Stein, eeij 
fretmdin und Verehrerin, vermittelt worden sind. Sie beeass, wie 
bekant, dir) vollstiindigsti' samtongder Goethieichen Oedichte, von denen 
des lioipziger lit-dHrbuches au. VieUeicht sind auch die opigraniiite 
erst in dieser spiltercu zeit copicrt worden. Cber die sechs einzelnen 

1) Dio äritu nllc Uatct hi d«D „ßri4f>m ui Prlbi von Stdn" •• 4Hr „!>lo 
Wöir* «iii'l niitigfliruphwi." la Hordo» fopR' sU'ltlt „3. Wrilff," : 
mit der K nobel itdjiiti »bBrliriri, ans der v. lyjipot diffw uhoe zwi'Ü- 
in dtis tut der IlcmpoLH;hiui aui^e (Gtdictite 111, ^) aulguuDinmcii hibl. 



Gocxmunu qxoicutx in Ut. onMi/r 



331 



gediishto, dl« ^Zueiguiuig" auägcuuimnou , lilsät aicb niohts nllheres 
bwÜmtnen. 

Ist auf solche weis» die samluiif;; i1«r copien ßiitsUinilen, uDtl darf 
man sii; dem gradt; ibrrr zuverlää»igkeit dhcIi 7.uiiächt>t hinU^r Goetbcs 
eigent* mauuscripto stcUeu, so wird man die drei lüslicr nnbokuntoii 
gedichte, iveklio die sumlung der 3(> onthfiU, ah ßot.^Uiisi'h(i .Vnt^kdola 
begrüHiJon dürt'(!U. Hio werden. botTo icb, »ölb»t ITir ihre üclitbcit am 
bostcD zeugen: entsteh imgszeit und Tcrnnlassuug so bestimmen soll in 
einigeu suhlussbemvrkungon versucht werden. 



1. 
Aar ier •fnrd. ** 

Umäcbwi>bst du mich (iötU>rbild 
acht ich niclit Nord und Frost 
noch dos Schneegestöber 
das des Tannenwalds 
stolze Wipfel beugt 

Umschwebst du mich Götterbild 

schaut mein kühnoror Blick 

von der Folsenhrdi 

furchtlos hinab 

wo der Abgrund droht. 

Umschwebst [du mich Oötterhild] 
Neben dir Götterbild 
ruht siclis saufl im Thal 
wenn Mailuft uns weht 
wenn balsamischer Duft 
Unser Lager betbaut. 

Holdere Göttin der Zeit 
eil' im Blumengewand 
bald baldo herab. 
Einsam find ich dann oft 
dich im Buchenhain 
himmlisches Götterbild. 



/r^^ ,/ *ff 



l) Titui „u. f.." woltibfls io dar zweiteo strophc hinter „ llniKchwob^t" steht, 
felilt in der drit:U>n. Vl«U«ic1it i«! bei dieser i|«r refrain irtfitnltr-li aogedeatet. 
AiisitrMbeader ist es jeHenfftlU, woitc nt, ftofuilig me die beiden «nt«B. begiot 

„Nebra dir Uün«rbUd." 



2a» 



KcbuUtsdics Lied. 

Mir ist, als mfisst' ich dir w.is sis'^n 
all* wollte 'Hr raein Uerz w;w klatj*^ii 
moin InnoT«t«3 beweget aicli, 
mit jeder Rßgang lieb' ich dioh- 

Mir ist, als müaaV ioli ku dir wallon, 
als X'ilgi'T dir zu F&sscn füllen 
vun munclier Regung heilen mi<^li 
Qud ach nar aeha und lieboii dich. 

Mein Herz den Banden will enteilen 
mein Auge roticht au deinem weilen 
und Herz und Aug' ergjt'saftn sich 
mit vielen Thrflnen lieb ifdi dich. 



',r< 



/yj 



3. 
Alu aif clnrm Laiidtrut bei Kappe nlia^en drei l'racn s^efantlea nnrdrH. 

In Siegesrrieden ruhe 

Ueldengcbciu 

dreier Edleu, freier Vorzeit Söhne. 

Fromnif fanden dich , gaben dich wieder 

mit Ehrfurcht segnend, 

dem kühlen Hügel, der auch ihrer harrt 

Unter den drei godichteu trügt das erste dad geprägo Beiner her- 
kunfl am deutlichsten. An Goethe» weise erinnert schon dii» über- ^*\ 
gchrill. Sie enthält die angäbe der Situation, gleich jeueu: „Auf dem 
Sc©," „Vom Berge," „Auf dem Harz: im Deceraber'* (wie zuerst die 
Hnrzreise im Winter bonant war). Ferner hat. der hau der strophpn 
grosse ähulii'bki'it mit den aui'iingtiEitropheu von Wanderers Stiirralied. 
Den anfangsrofrain in strophischen gedichten von freiem sillw^nmafla hat 
meines wissons nur Coethe gebraucht. Dies«>r gebrauch hilngt mit dei 
wegen seiner Ijrik, die auch in den höheren gattungun das liedcrartigo^ 
beizubehalten strebt, zuKanunen. „Bald o bnido*' in der vierton Stro- 
phe ist unverltonbar riouUiifch, und auch sein beliehtps »timniangswort 
„hold" — „holdere G5ttiu der Zeit" fehlt nicht. In der vurütolluiiir 
von dem „umH«hweb«ndem bildo der geliebten" — damals war w* 
noch nicht poetische phnute — berührt tiicb dua godicht mit der aufungs* 
atrophe von Jftgers AbendUed: 



Im Walde schleich ich still and wild 
Ges))annt mein Feuerrohr, 
Du »ohwcbt KO Holit deiu liebes Bilil, 
Dein aüssus Bild mir vor. 

Gs ist Lilia bild, <[&& den jöj^er umschwebt In dem exemplar der Stella. 
du der diuhtur Lili scbuukto, standen die verse: 

Im holden Thal, aar sehn eebed eckten Höhen, 
War stets Dein Bild mir nah 
Ich sah's um mich in lichten Wölken wehen, 
Im Heraen war mira da. 

Und ou Uli iat, glaube ich, auoh unser gedieht gerichtet Es ist 
wahrscheinlich im niuter 1771 auf 7ri gedichtet. Älter kann es, weuu 
ea t»icb aut Uli )»ezieht, nicht st>in. Dieüer zeit wird man es lieäunders 
tmch seiner form wegen zuweisen. Die meisten gedichto im freien sil- 
beumasso sind vor dem Jahre 177r> entstanden. So auch, wie kürzlich 
von I/»per hewietien hat, die ode „Rdol sei der Mansch ,*' der man bis- 
her die joiiregzahl 1780 — 82 gab. Die gedichte dieser art, die aus 
spaterer zeit stammen,' wie die öden „Meine Oöttm," „Grenzen der 
Menschheit" halten sich streugor an eine metrischo gnxndform. 

Daa zweite^edicht ktmdigt sich, wenn man seine Überschrift wört- 
lich ninit, alH eine fibertra^nng an, und als solche würde es unter den 
gtidichten der siebziger Jahre keineswegs vercin/.üU stehen. Aus der 
freiide an den schätzen volkstümlicher poesie, deren berlichkeit Herder 
in Straflsburg dem jungen Goethe erschlossen hatte, entsprang' zuerst 
dessen sanimeleifer, bald auch die tust am übersetzen.' Die früho^ton 
beweise derselben sind die bruchstücke einer Übersetzung des Hohen 
Uedes, und die in den Werther aufgonummeuen fibersetzungeo aus 
Ossian, in dessen gesfinyen das junge geschlecht wie in jenen orienta- 
lischen ,, Stimmen der Liebe" die hCchstcn ofTenbarungen einer aU 
naturkraft sich äussernden poesie verehrte. Auch nachmals gab die 
nahe verbuidnug mit Herder mannigfachen aulass, wetteifernd mit 
ihm, dorn feinsinnigen iiborsetzor, sich im übertragen fremder poesie 
ZQ Üben. Immer war es die sogenante naturpoesie, die zu solchen ver- 
suchen lockte. Für Herders volk>.Ui>dersamlung übertrug Goethe den 
Myrlakischen Gesang von der edeUi Frauen des Asan Aga; mit röck- 
sicht aul sie wol auch die beiden indianischen lieder, das „Todealied 

1) Vgl. Ootitliott Brief au Htirdcr, Uerbst 1771. Aus Horders Nar.hlww I, 
31 fg. n«T JQng« Grtftbo I, 2<.tH f;;. 



S34 



sornAH 



einoa Gefaogenon'* and „Lifilwsliod eine? amerikaniBchen Wilden."' 
Ans HeHorö Vorrat eutnahm er die volkslitfder. di? er in das KingBpiel 
„Dio Fiacheriri" tiing^flochten bat; nud Herder« Oberlragungfiii waren 
ihm so wert wip ori^nalgedichte." Die sobotti»chen Volkslieder liiolt 
er, wie Herdor, ganz besonders hocb. Eine alte scbottiache haUadn 
macht iliu, da er nicht ganz freien gemQts ist, »mnntorer, altt ich seit 
drei Tagen nit was."^ So liefise oä »ich denn »elir gut atinehmeii, das 
„Scbottiachc Liod" gehöre als flberaetzung in diwo zeit. Das Tolk»- 
tflmliche „was," das wir darin finden („was sagten ," ». was klagen") 
kann man aus den gleichyx'itigen brii'fen leiotit belegen.* 

Ist aber das Ued eine Übersetzung ? Mutet es uns nicht empfin- 
dungswarm und innig, vno ein unmittelbarer ergnss aus des diuhters 
herzen an? Wenigsten:« die Vermutung, dass es ein solcher ist« se! 
hier ausgesprochen auf die gofahr liin. durch das original ndderlegt ta 
werden. Auch manches lierduiische gedieht, das sich ,«uacli dem Eng- 
lischen*^ und ähnlich henent, ist eine freie t(cb<)pfung, dio nur die anre- 
gnng oder etwa einen zug von einem auäländiHL'ben originale entlehnt 
hak Möglich, dass in dem uosrigen dio reDrainartige schlusszcilo einem 
schottischen liede nachgohildet i^t. Hecht im mitt«lpnnkte aber finden 
wir Hiiieu gcdaukun, der uuiuögUch ¥Du au.-t»en uutloliut int: dan, dass 
ein loldenschaftUcb erregtes gcmQt. die „lUtgung" („die schmerzlich 
Öberspanntt* Hegung" heisM es in dem gedichte rimenan), von der sitt- 
lichen kraft einer cdoln liebe bezwungen, krankhafte Sehnsucht durch 
sie geheilt wird. Wer eotsixit sich nicht in wie viel variaUoueD sich 
dies bekentnis dnrcb die hriefe Goethes an seine edelste geliebt« hin- 
durcby.iebt? Voll und ganz erlebt er in sich die katharsis der leiden- 
schafl, seit or ihr aiigeb^rt, „dio den roiiüten seiner Triebe ihm noch 
reiner widergibt'* Sie ist ihm „Arzt** imd „ SeelenfÜhrerin .**■ sie „heilt 
olles an ihm, was zu heilen ist** (16. märz 85). Am andächtigsten 
erklingen dieso anrufungen in den früheren jähren, mitten unter den 
Äusserungen leiden ach ältlichen begebrens. Mit pilgrims Inbrunst nnnt 
er die geliebte seine „Heilige." eine Madonna (I, 65); er will „einen 
Tropfen Anodynum au» ihren Augen trinken" (I, 57), „an ihren Augen 
von mancherlei ausruhen" ((, 94> Und so auch in don poetischen 



1) Rmde limlirr mit Hoinbold Kohlen bcmorlniniir«^ findet mun m ArOben 
bandtt dicfier zcitNührifl :i. 477 fi;. RiDv (tiandsL-hrittlicJi rrlulteDt-) UltmotsuDf; di>« 

lrtBt«r9» tliit ayi-li fli-nlor vnnmrlit, 

ä) Brief an fniii r. Htciti vnm 11. noT. 1777. 

3) An frao ». Sl<üu. npril 177»; (I, aS). 

4) An fmD t. ätüin I, '2'S [„icb welu wu — TArapreeh ich ilmeii ffiu » 
kMen"). 23 („vledor wu xu Uuben niii<.'htc") 154 (.^bAt wiw ftu<iv)irD«l(^") 



ooKTinBrnit r.mxcan nc Irr. owtai-t 



gas 



l)nI<Ugnngen. Wenn er, nm den unwidt^rstehlicbon 7.ug zur geliebten 
20 erkiäron, von oincm längst viTgangenen Zeitalter trümnt, in dem 
et Uir schon ciiunal innigst zugcbürt hat — 

Welche Se«ligkiMt glich jenen Womiestuudeu 

Da er dankbar dir zu Füssen lag, 

Fühlt siein Herz an Deinem Herzen scbwelleu, 

FßhltB sieb in DeiDem Auge gut. 

Alle seine Sinueu ^cb erhellen 

Und borohigcn sein brausend Ulut. (I, 25). 

Oder wenn er am Tasso scbreibend „sie anbetet, die sieb alles zueig- 
nen will, was Taaso sagt" (D, 65): 

Wie dou Bezauberten von Raoacb and Walui 
Der Gottheit N&he leicht und willig heilt. 
So war auch ich von aller Phantasie, 
Von jeder Sucht, von jedem falschen Triebe 
Mit einem Blick in deinen Bliclc gebeilt." 

Daa gleiche geKtändnis versteckt sich in unserm liede nur leicht hinter 
einer wol nur zum spiel crsonncncn hülle. Darf man das anmutige 
kleine stück L'hrouologiscli auüadelu, so möchte 177G — 78 am paaseud- 
aten für die entsteh nngszeit gelten. 

Das umenge dicht wird man nach der e^entürolichkeit seiner form f ^^ 
am fQglichsten den vorweimarischen gedichten im fireien silbeomass 
beiordnen. Üniresucht , v\f oft in den Oöethiscben gedichten dieser art 
Btelll sich als ersatz strengerer binduug die ulliteration ein. Vielleicht 
iat CS mCtglicb, zu noch festerer datierung zu gelangen. Ich schlage 
daxu einen weg ein . auf den mich ein wink von kundigster band gewie- 
sen liat Die drei urnen sind auf einem landgnte bei Kopenhagen 
gefrmden worden. Solch ein fund machte vor bondort jähren , da die 
altertumswissenschafl sich mit allem eher als mit den deukmälom der 
vaterländischen vorzeit beschäftigte, je seltener man davon hören mochte, 
um 80 grfisaeres aufsehen. Mancher junge „harde" bUtte wol vom 
blossen lesen der Zeitungsnachricht sieb zu einem sänge im hohem ton 
begeistert ffililen kJlnnen. Wer es glauben mag. dass auch Goethes 
gedieht auf solchen anlass entstanden sei , dem muss es mibeuommou 
bleiben. Auf ihn wirkte sonst nur die lebendige gegenwart; wol hätttt 
auch eine» sugenzengen lebhafter hericlit diese zu ersetzen vermocht. 
Zu welcher zeit kann uuu eine solche persönliche auregung orfulgt sein? 
Ans Kopenhagen kamen die beiden jungen grafcn von Stolberg. (Ue im 



mui 1775 bei OoPlhe eink^hrt^n . ilciu-ii er dtmu r.ur rolso in diß Scbvctx 
Bicii auüchtü^H. In Uiruni imbluron rrolhmtitilnu)^, mit ihrer si^wOrniü- 
riflrlu'ii vifff^lixuiig de» vatfrlflndischcn iJlortuini*. vtsucti sie ja r^cht 
geartet duzu, mit tVcudiger bogolstorung zu rüUnieu von der „freien 
Vürzt'it Söhnen," dorflu holden stärke sie in <i*?n gowaltigcn Ühürrcstün 
mit stnmien verehrt hätten. Und so aiDchtf luieht eine gleii:hi' hegei- 
stcruug den dichter deB (i5tz augißhen. und ihm worte der weihe an 
die eilt ' ' ' i-ii holden eingeben, mit den eu er gleichsam iu den kreis 
der ULI iieiideH eintrat Anch ihm wu^reu ja «lümsls die edeln 

heJden der vorzcit vertraute getitalt^ii, „ütjurkkuochig mul ätarksebnig, 
dos Herz so fest mid wild." 

Au die Stolberge und ihren möglichen anteil hat mich C. Redlich 
erinnert, und ihm diinke ioli audi den f<dgen<]en imchweiH, au^ dem 
sich wenigstens dies mit sicüfrlieit ersehen l{bi»t, daitö Jener den vor- 
fahren gewi*iht4? dii:hterische gräliyrcultui* den Stolltirrgen eigeutflnilich 
gewesen hl. Uiitt.')' den gedicfateu der hrQder ' belindot xich folgendes 
von ChristiaD: 

An dir 

Iu mi-hrcrrti .ihohenkrilrf-n , uuter «roMva FrltiatBekeu In üJbciu Hllucultfiircl 

irf>runilvucii. und In Einrr Tme wiedfr eln^vniWDVD (Jrbrlnc. 

Ruht starke Kinder starker Zeit 
Im Rrhauer dieser Riu»amkeit, 
Cit trennte euch der Zeitgenoss, 
Nun fasat euch Einer Urne Schoos». 

Des HQgcU Krde sei euch leicht! 
Tnd wart ihr Mann und Krau viellelt.ht, 
So schiall aelhauder mandie Nacht, 
Bis ihr dereinst voreint erwncht; 

Und wart ihr Feinde sloVi und kdhn. 
Doch Süll Kin Orah ouch beiden blfihn, 
IJis ihr, nach langer, schwarzer Nucht, 
Selhauder, und versöhnt erwacht. 

Nicht des poetinchou verdienitos wegen, das besondere bei vergleichmtg 
mit der gedrungenen schftnheit de» GoeUiifichen improratun gar gering 
enichpint, halu* ich dl^-s gedlohr ' iqerflrkt, sondern weil eu in 

anbelracht der sitnutiuii i-inen ;ii i pendaut zu deniBelheii bil- 

det. Der unterschied iu der darstollung des za gründe iiegeudeu fac- 



I) a«Muiiraclti« Werk« d«r Brud.r .su.lbcrf; (18301 11, IBS. 



ixoHii QKDicmiE nr \lt. outai.t 



S8T 



tums ht g^tfng; man dfirlte. <1a ein gedieht keine gvschicht ist. g9jiz- 
lieh flbor ihu hinwcgäohcn. wonu das StolborgiscLe gedieht nicht eine 
jabreszahi träge, die «itivr vert^inbiirung durchaus im wege HtehU Es 
iät im jähre 1797 gedicJitet Das Oonthiachc gedieht aber int sicher- 
lich, wcmi undeni ea durch eine erE&blung der brQder veranlasst ist. 
tm jähre 177ö eutstanden« im sommer oder während des kurzen besii- 
efaoe, den sie anf der rückreise im november d&n jahreä in Weimar 
ttbstattetoD. In den ueunziger jähren lobte graf Christian auf seiner 
Holsteinischen bttsitzniig, und warum 8olte er nicht auch dort die auf- 
dcckung eines hOucugrabes veraulasst, ihr beigewohnt haben? Hierbei 
bescbeide ich mich, so lockendes ist, durch allerlei Vermutungen beide 
gedieht« in einen engeren Zusammenhang zu bringen. 

Den bericht Ober die älteren gestalten werde ich iu eineJ- fort- 
setzung dieses au&atzcs vervollsUindigen und abschliesdcn. Zu den neu 

^aufgeftlndene^ gedichton habe ich nichts hinzuzufügen. Möge nun, was 
irh unvollständig getattsen, die Sorgfalt der kenner, wie sie sich im 
einxelncn falle schon glücklich betätigt hat, ausflillen and verbessern. 
Dm kleeblatt ladet noch v.u raaucber bemerkung ein. 






ÜBER DIE BENUTZUNG AVIANS DURCH BONER 



Im sechsten bände dieser 7.eiL<)chrift, s. 274 —281 sucht berr prof. 
Sohoenbach den beweis zu fQhren, dass Boner för die 22 fabeln, in 
denen «r nach Leasing dem Ävian gefolgt ist. die in der ausgäbe des 
Avian von W. Fröhner, Leipzig 1862, am scbluss gedruckte paraphrase 
Avians. Apologi Ariaui genant, benutzt habe, oder wenigstens eine 
pro^auflf^isung, die itt der verkOrzung noch nicht so weit g^angeu 
war als die vorliegende, jedHufulls nicht den Aviau allein. In meiuer 
abhandlung über die quellen zu Boners GdeUtein (Programm des Cbar- 
lottenbnrger Gymnasiums Ostern 1875) hatte ich fttr diese fabeln nur 
auf Lessing verwiesen, im auschluss an Boners werte Ü3, 2 als man 
lisi in dem ÄLititi. Im folgenden soll nun diese frage einer ausfTlhr- 
liuheren Untersuchung unterzogen werden, und zwar zunächst fQr die 
von Schoenbach bebandelteu stücke. 

Uoncr 64 =- Avian 2. Während es in den Apologi nur heisst: 
tftsindo ttgtfitam mercedc cottduxit, and nachher (aqitilaj promissa per- 
pendissei (erwogen hatte) faUacta, beschreibt Boner, wie Av. 3 und 4: 
protenuH e nihrh cottrhas profaret karenis, qtäa predum n^do eor- 



HiTucn. r. niuTtciiK rsiMLoou. md vn. 



16 



iis 



OOTTkCmCC 



tice baca tlaret, das v«r«prochone g(*naiier r. 13 ich wdJt iu Ane lU 
gvlt tmil tilrt gcsttrinc ffvhcn. EbniiHu liebi'ii Iwiil« die tr- ' ' 
aiUers liervor. ÄV- v. ö uod 9 vzpcrta est (ksiudo) sj> . , 

lingua ßdem, et tnah mo'catis . . pmniit, Bon. y. 3ß ein trieger 
den andern troug, nkhi so die A|ioIogi. Nur Itoncr v, 32 rfü lic^ 
vt^hti der adUtr har »idcr, da^ sin Ms sohmch entspricht scboinbi 
mehr dun worteii der Apologi: mm cad/re mpfr rujvm^pcrmisif , 
cunfrada periii titbrscendo . als denen dea Av. occidii infd'tx 
vngur. ßro Doch wüd bier Boner. ohne sich genau an soino quoll 
gehalten zu hnbeu, den Vorgang in nutiirgem&si»6r weise erzäbll, batim 
der adlcr lässt den stiegen fallen, and dessen haus oder »cbalo zci 
bricht, dazu braucht er nicht das r.onfracta ^or sieb gehabt zu bal 
Seine uut/anw»*ndung v. 4ä w. tg. bu^itiiht 8icb nur auf dat^ (liegen uuj 
ist von ihm selbständig angefflgt. 

Boii. 135 ^ Aviao .t, Av. bat nehon cmtcer v H gnu^rir, Ap( 
logi nur canc^r, Bon. v. 1*2 ein /dli-r krebs. Aber *o eng^ scblies 
sich Roner uicht an seine qaell&n an, dasa er uicbt statt dos fomi 
niuuma, vielleicbt des verses wegen, oder weil der söhn nachh« 
vorkomt, das niasculinuni jjotzen köut«. Wolter sprechen die Apolof 
von inccdert: oblique und recte graäi, dagegen Avian v. 3 faciti pro\ 
eedtre gresm und v.S prnso iramiU sisffi graäus, wie Bonor v. i' 
18, 19 vur dich garufest recht, du gä^ nicht siecht, vür dirJi gät 
Auch Ariau v. 9 si *m praecesseris , gibt Bouer v. 33 — 36 widor. wft} 
read die Apologi nichts davon haben. Dasa der Bohn bei Boner d( 
Vaters spottet, entsprechend den A|»ologi fndus est ftlio mi drrimt 
wie SeboGubach meint, davon iat bei Boner nichts gesugt, denu in d< 
b<McQglichea versen v. 41 — 4C trM vatter min. du nolt di» strafe 
lä4CH sin. du haut den Aelht'n gung ah ich. vd bnldc gast du htndt 
dich, sü du vür dich !iÖft ist galt, dt) lun Ulz dhi beatiufen stün. brauol 
nicht spott XU liegen. 

Roner 66 =■ Aviau -I. Üen Jupiter :il:i ricbter koute lioju 
auch beim Aviau finden . v. 2 heisHt in den handrichriften iitrgia eut 
magno eottscntere Jove, wenn auch Jtjve ein fehler fftr ioco iHt, uicht 
weiter besagt das conlcndire coram Jove der Apologi Übrigens bi 
ßouor auch nichta von der Anwesenheit anderer gAtter, wälireud bc 
dou beidcu Uteiiieru praescntia nnmiiHi erwUhut werdon. Diua Bouer 'Si 
3& besser zu Avian t. 9 stimt, gibt Scboonbach zu. kunc vorher )8t itogi 
eine noch weit grAüMore öberpin»timmung zwischen beidou, Bouor v. S3 
dtr wiiU was xturk^ dtr regen kitlt, Avian y W gelid^a niwii 
äeplMÜ imber aquas, wofQr es in dou Apologi allgemein heisst ti 
pcstas acrior insurrexU, 



*\-iAKB BBxrmnmo Simon Bonn 



SS9 



I 



önftrß^' uml 69 sagt. Schot*nbacli . dass Bohhis um! des para- 

hrasten eiufachc eridlfaluQg zuaaminen passe. Doch den paraphrast^n 

ng zosummengodrUiigte B&tzo. in denen or in der hauptsaclie den 

ohalt d«r Aviaiisclien fabeln wid^rgibt, werden Hnner nicht zum nmst«r 

gedient haben, dur in gefiiUiger breite und ausföhrlichkeit erzählt. 

Bei Bouer 6fi = Avian C entspricht allerdings das distichon 

er Äpologi ßoner 33. 34, indes» auch Avian hatte dasselbe als v. 13 

d U. FröhuL^r bat es zwar unter die Epimythia interpolata iß. 50 

fg.) aufgenommen , doch sind diese ebenfalls in den handscbriflen 

[Tortaanden gewesen (Fröhncr Praefatio s. X), haben also Boner ebenso- 

ut wie die t.H'hteD disticha vorgelegen Die» wird besonders aus Avian 

30 und l\i düUÜidi , wovon niidther gebaiulelt WHrdmi soll. 

Boner 69 =^ Avian 7. Boncr 3 und 4 s'm gch<erd€ to&ren nicht 

lieh fipti werken ^ wand er senfteklkh ijthArte gibt Ariau v 5 wider: 

mtAlia lied pavidae submiHcns verhera caudae, während die Äpologi nur 

aqtte lairatu haben. Bouer t. 31. 32 daz stn Uhen verdienet hat 

zii-ht sich auf .\vian v. U sibi credeitat praemia fcrri, und Boner 

. '24. 25 diu hüdtvart in in grozen kip brächt toider sin geslechie do 

lUt Avian v. 12 et similem lurham despicieixU, wo die Äpologi weder 

on der belohnung reden noch Ton den übrigen hunden. 

Bouer 75 = Avian 10. Boner v. 8. 9. 11. 15 eis mäls kam er 
trt an ein runtavel . . vP stotdich reit er idter kof . . mt vuor er 
HU vuor er har entspricht Avian v. 3 ad camjmm nitidis venit 
fonspectm in armts ei fitcil^i frmis fieetere coe))it equom, wovon die 
Äpologi nichts haben. Ausaenlem ist diese fabel für die vorliegende 
fVage sehr wichtig, denn Boner gibt mit v. 41 und 42 er dunket mich 
ein wiser wm*. der <Usd spät serst^rcn kan mit schalle das distichon 
wider, welches, in den Äpologi fehlend, von Fröbner aus dem text in 
die Kptmythia interpolata verwiesen ist (s. 60): Riäiculus cuiguani 
sis, absolvere temet opposita veri cum rationr stude. Dies ist 
Schoenbach niclit entgangen (s. 278), doch zieht er den daraus 
ch ergebenden schlues nicht, dass Boner hier den Avian vor sich 
gehabt hat. 

Boner 77 = Avian 11. Dasß ßoner hier die wortreiche breite 
vians gemieden balH». kann iub nicht zugeben, da er ans 7 distichen 
seiner verse gemacht hat, die lange nutzanwendung angerechnet, 
i T. ISfgg. und MW» der irdin Ikhier was, des weges gelang im 
dtste ba^ er vw>r vor, der ^rin Ttäch, kauu Bouer weit besser die 
Worte Aviaus vor sich gehabt haben v. 6 und G dispar erat fragili 
t:f ifolidne comordia ww/us, iweriumque vagus amnis hahebai Her 
(ungleich war di«! bewegung oder gemeinsamkeit der bewegung bei dem 

16« 



340 



ftrvrTSOBlCK 




zf>rbrecbli(th(>n ^n<) dem festen jref^ss nnil die unruhigo sLrÖmung nahi 
eiituu schwankeiiileii lauf) - alä der apologi einfaches cttm tv^tfn /^y 
v^ocius a (fttrffife portnrdur. 

BoDf^r 8ft =^ Avian 2*2 Weil Boiicr .luiiiter niclil erwiihnl 
maiat Schoenbacb, qv wiUde iliii in seiner quelle nicht getuni.lt)u lr»bft| 
kOnne deshalb nicht den Avian benutzt haben, sondern nur den pai 
phrx'ften, in dem Apollo allein genant wäre. Doch am schlii-^s d< 
Apologi boisst es ja cbenfallä: 'I'itnc Hortctii sapif^u; hnnutuuM 
ÄpoUo mvitJiae^wi »lalmn rettulU ipse Jovi. ßoner naDt die beidf 
gütUr hier nicht, whü er es für das Verständnis nnd den sinn der fnl 
fQr ribertiüssig hioH. Anders ist es in der '2h.. Btj. und 79, Und aa( 
in der G6. setzt er statt der persOolicheu gölter Horeas und Phoobi 
Jen wind und die sonne ein. 

Dann sucht Schocobach zu boweiscn, dass Boner eine 7.wi8tih( 
dem Avion und den Apologi stehende quello gehabt habe: so seien 
der 91. fahel beide benutzt Doch hier weist Boner s.l do er 
vtrrc ftifh nrrtfit^utf avtf Avian 29 v. 4 iierilüa mim jyrohiM fiottiU 
fttrrc i/ratlum , und Boner v. 'iS er 5/i*/ fU» koph au :t!tum tmiut , ni 
Avian v. 17 fa/>m c.fmtingrre testam, witbrend in den Apologi nichl 
davon sich findi-t. Auch Üoner v. *24i und /jap im trinken fuü^i w* 
entspricht mehr den worten Avians oplnlU et caliäu jtlrtium cratt 
LyaeOf als denen der Apolo^ ei calidutn porrexit j/uimeHttim. BoD( 
30. 31 dö tmri rr schief dei' hiU ifeivttr des wttiea und Uif.t ftafd 
an ist in den Apologi ausgedruckt : citiuit itle votetts mitif/tirr cahrt 
it^rtim ercbrius insuf/hvit^ im Avian durch fUtientem rassun ab 
iuvat, doch steht in andern handschrifleu nufflat und drfl^tt u. a.. ui 
V. 10 hatte er auch schon das nd/lare me gebraucht. 

Ferner filbrt Sohoeuboch aus Boner 83 die Beuennung dos idi 
des cuiuiU an, woffir Avian IC. nntus, die Apologi t^mtua haben. Viol- 
leicht wftr Böuer der in den haudachriften nolhus geschrielwne namp 
weniger geUufig. und Ihm schien der nordwind als starker wind biej 
passender. Sonst lehnt sieb auch hier vrider einiges ou den Arian 
V. 4. ft Htuier d*:m berge waa du nuh , dur dnz vlöz evn icücifr hai 
Avian v. :i tpuim tumidis stthicr dccurretis aivetis uttdis sn^cipit , 
den Apologi mchts Ähnliches; auch entspricht daz tnost v. 18 beasf 
dam eacsjjcs v. 7 deö Avian uls dem harumlinettiw der Apologi. 

Endlich hoiast es Boner HO v. i und b von der gam hah ic\ 
gelesen, si hsU altng ein ffiti^iin ei, während Avion saejM.-, die Ap< 
logi singulis scptimanis singtJa haben. Allein abgesehn davon, ds 
Boner sich noch ganz andere abwoicbungcn von seinen quellen gestat 
tet, vou denen einiges in dem oben angeführten programm, s. », xn 



AVUM8 sajrancfrti odkcu huhkb 



Sil 



» 



9dmmeugtiHU'llt Ifit, (tlavou fUr an&ero stelle Uonec 6, 23 pafläoiid, wü 

KoniT statt <l(?r nKmate dos anonyinuä .jähre hat), 50 bezieht sich iJonei*s 

ftah icJi tjrlisvn küiueswi'gs rinr auf ilün miii'n unmitti^lbar abbriDgi^^^^Q 

eatz, Bondcru auf die ganze fabel. So ßoner 76. i Von einem grävcn 

Hat Mtttt, fla^ fff tcuwinrlkhrr xitt/^i tcns. WDVon in der queUe, (Jesta 

Kummiorum oder Di:)cipliaa clericaliij, nicht» steht. Und wenn es 

iÖouor 71. I hoissl: Wen Hd ein feiscAa/?, da£ ein mandur vinen tvnli 

}tjctjang*rn kan . da . . ., so soll doch die bUchap alles folgende nmta«- 

Iteii. Oan/. übpr/eugeml ifit boner <»:(, 1 ein woif eis mäls humjiren. 

^began, als ma» Hat in dem Aviäa, no weder Aviau noch die 

A|iologi etwas rom hungern des wolfes habun, noctivagus nagen dio 

Apolo^ri nur. Aus dieser stelle besonders wird also deutlich ^ dass sich 

Bonorä: A«^ kh gelesen u. dorgl auf di>' ganze fabel bczicfal. und nicht 

auf dou ejuxelnen dakeistebouden satz. 

Anch dii> übrigen, von Schounbiich nicht besprochenen fabeln, fftr 
die uach Lesisiug die tjuelle Aviau i^t, weisen aii eiiizcluen stellen auf 
Avun hin, während die Apologi da nichts cat«p rechendes haben oder 
sogar abweicben. 

Boner 3 = Avian 17. Bouer v, 3l — 3-i der jcger schöj^ da^ 
Hgertier durch stn hein ; duo was ^4 xhier erlernt, da§ c$ küm mochte 
gani da^ v si*cl «cos, da^ mnosie t^Uin. Ariun 7 d »imui emissum 
trtfnstgit vtsc^ra ferrttm, pnusfritt.atquc citus hwita crneuta pcdcs. 
mollitcr nt fixHm trahtret cum mncia fvlum . ., nühreud die Apo- 
logi nur int^h otifijtt i^agen und nichts von dem laugäamon gang in 
folge der Verwundung der ffisse haben. Ferner achliesst sich Bouer 
V. 43. 44 dii^ Her dö sitiftun bifjan (dir red tntichi ex vil kumt han}, 
JA Avian v. 13 an: itUt yemeius fnuictmc loqui vix murmure coepU 
(»am rtolitas voees iru dolorgue rapit), wo in den Apologi nur gtmms 
steht. 

Uoner -12 ^ Avian 31. Boner v. 'ib und 26 diu anbeii ir hüs 
tcci versuch; si z6ch mich tu au ir gcmuch mit ir gespilen, weist auf 
Avian v. lu hin in laribus propriis humida grana legit; die Apo- 
logi haben nichts von dem hause. Freilich scheint Boner t. 32 er müesi 
van hangt-r liycit ttit und y. 36 ich hin nach htingcrs tot, mehr den 
Worten der Apologi m fame pcrirct zu entsprechen, iloch gibt Aviaü 
V. 11 decotor hone precibus subplrj: alcnttnda rogabat cinyn ähnlichen 
siiiiL Auch ist tmi hunger (igen tot etue gcbräuchliL-be neuduug. 

In Buner 63 {=^ Avian \] sehe ich nichts für diese frage ent- 
II scbaidendes. 

^L Bonor ti7 ^ Aviau 5. Boner v. 22 (der esel) störte da^ 

^Mg^maiite vich ab siner wtidt entspricht geuau Avian v. ]a i^rbabat 



343 



oomcnox 



paviäas per sua rara bovts, dagegen in dcu Apologt nur tHura fo^- 
rebal animalia. Ebenso Doner v. 40 tittd sluoy in v<ist mit einem stttbCf 
Aviaa v. 14 conrcptum vindü verherilmsque dotnnt, wo die Apolofn 
oichts von achlägea haben. 

Boner 73 = Avian 9. Hier erachöuit bei ßouor und Avmu eui 
bär, in den Apologi öin li>wfl ; Bonar v. 10. 1 1 r.U scJiwr ein her ijctjan^ 
gen kan üf der $tr&^ yiyen in, p&ast mehr zu AviU) v. 6 in tttddia 
pracccpfs convenit ur^a vm, als die stelle der Apologi jjet tk^r^rfttm 
ambiämdibus occurrU Itv famdiat»; dann beitwt es Boner v. 4ü- -U dar 
her h&t vil gerütust mir, und Uri nnch wunderliche da^ . , Anan. 
V. 21 magnü quidem monuU, tarnen haec quoqtte maxima iu^Ü^ 
wovon die Apologi nichts haben. 

Bouer 78 = Avian 13. Boner und Avian ortählen fiberein-^ 
BÜmmond, das« der stior auf seiner flucht vor dem lJ>wen in ein« bOhlo 
habe fliehen wollen, vor der sich ihm ein bock i^ntgegengesteUl habe, 
die Apologi erw&hnen aber die höhlo nicht. 

Boner 79 »^ Avian U. Bei Booer hält Jupiter auf einer beide 
hof und güricht vor der ganzen schaar der tiere (v. 38 alr der Heren 
her), um zu entscheiden, welches tiei' das schöuste oder beste wäre; 
auch Aviau spricht nur von Jupiter, die Apologi dagegen denken sieb 
alle gOtter anweHend (toUim da>rwn curitim) Dann ist ßoiier v Sl 
der äffe ungcldn eine öbertietzung vou Avian v. 9 tmtc brcrh hifnr- 
mem traheret cum simia natum. was in den Apologi fehlt. 

Boner 80 =r Avian 33. Boner v. 13 da^ in ties beiteHn gar 
verdroß entspricht Avian v. 6 mm UUit . . moros genauer als die 
Worte der Apologi tarduntque ntpiens cuxelerarc thesaurum ; dann Boner 
T. äS er wart betrogen hat auch Aviau v. 11 ingemuit deceptuSf di$ 
Apologi nur suam pianccit miscriatn. 

Boner äl ^= Avian ib. Boner v, 3. 4 sin sweif was nis em 
wanne breii, tnit sehosncn spiegein wol hekieit. Avian t. 7 «< simai 
ertäae drcwatdnns tc^pnina cauäae sparsertU areaium sursus in furtra 
iubar, Apologi nur steUatu^ et rota superbien». 

6b folgt endlich Boner 84 ^ Avian 18, die allein schon dla 
frage entscheiden kOnten. Gemeinsam ist den lateiu(*rn der löwe, woltlr 
Boner einen wolf setzt Bei Boner entzweit der wolf die vier utierCj 
die einen freundBchallsbund gegen wilde tiere geschloe&en hatten, dadurch, 
daas er jeden heimlich vor den drei audereu warnt und gegenseiligos 
mistraaeu erregt, sodass tue sich zuletzt trennen, uud der woll' ttio 
einzeln fiberfalleu kann. Su erzählt auch Avian: Im einzelnen passt 
Boner v. 2 üf ganze triuwc stuont ir muot und v. 21 der ocJ^scn vriuni" 
ichaß diu was grö^, zu Avian v. -Ji jwenw fertttr amiciiiae tanta 



I 



AYiA» iitiiimüiro uvucu nonn 



243 



I 



fvm*^ ßdcs. Was Honer v. 30—52 BUsfniu*Uch tTstühU, !mt Amn v. ll 
bis lli: protmuü aflijrvditnr pr/wis tnnisit^re vtrbis, amlüfm» nij>ictis 
dissociate pec\is . sie pogtqttnm didis rmiwon disiunxit accrhis 
Der parapbraat dagegen lüast don Mwen alle vier stiere ?.uj?leioIi anre- 
gen und m\c gaii7. nnderü list anwundou: hü »tarkuii btioreit, wie sie 
ron, gezieme nicht ein feld zur weide, sondern jedem i«in hesonde- 
T>^, daher t^otltrni sie rtfeh trennen und so ihren ruUtn fiheri\ll Yorbrci- 
ton. Durch dtesf .^ehmpiclielpi nneicht: «r seinen ?wt>t!k and löt?l 
dnea nach dem andern. 

Bont»r 86 = Aviau 19. Hier haben die Apologi nur die verae 
Avians. aber von den h«idon dislichrn. die vun PrÖhner als int«r]io]ieri 
bwHchnet sind (u. 52). nur das IcUto. wahrend Boner v. »ü — 38 Nie- 
man Sf vU nirfi rütmfn soi Jtis lihtn: er iat gebrcsfen vol, ttttä lät 
den menschen un der not; so er kben sol, so ist er tot, daa vorleizia 
distitihon vor Mch hatte: Nemo suar cttmis nimium laetelttr honore, 
ne eilis fnvtH9 post sua futti tjetfwl. Also nucb hier muBS Boner dem 
Avian gefolgt smn. 

Dasselbe gilt vod der noch fehlenden 9(i. fabel, wo v. 31 u. fg. 
ein vnscr imm a» sehen «rf, teer im rM Obel oder wol. teer tcol rät 
und ühi luot , ilcs memchen rät ist setien guöt. du $oU den sehoutoen 
hartf »wl, der um din tebfn röten sotf dsB in den Apologi fehlende 
distichon (s. 53) widergibt: Ne propertis blandis cuiusiiuam credere 
dictis, sed s( »hd fidci, prospice quis tnonuit. Schoenbach sagt zwar 
8. 27^, aud Fr(^hn<;rs angaben sei i^s nicht klar, ob es in der paraphrase 
Iftei; doch du Fröhner zu Apologi lö ausdräeklich schreibt: Paraphrastes 
Avütni ver<<us dcseripitit, in flne duos (nömlich interpolierte) nddcns^ 
do meiai er hier, zu 26, m\i ver$.us Aviani nur die eühtt<n veree Aviaim. 

Das ergcbnis dieser Untersuchung i^tt also, daȊ Boner nirgends 
die aogenauten Apologi Aviani vor üich gehabt zw haben braacht, 
wol aber den Avian an vielen stellen vor sich gehabt haben muss, 
und nirgends von ihm so abweicht, dass er ihn nicht überall vor sich 
gehabt haben kOate. Sonach ist kein grond vorhanden, anzuuehmeu« 
dass Bon er eine parapbrasp, deren Vorhandensein unerwiesen ist, benutzt 
habe, und die meiuuug Le^^singü. dati» rSr jtMie 2'! fabeln Btiuera Avian 
die quelle sei, bleibt bestehn. 



ClIAJU-OTTESBCRa. JüU 1875. 



UEINHOLP OOTTSCUICIK. 



314 



tuuuxyn 



LTTTERATXTR. 



O. Ap«lt, Boucrkiitigen Bber don Ace. o. inf, im atid. und mlid. 
graiDin At-s WUb.-ErnstiscIicn Q.vmo. Wutmar 187.^ 23 1.4. 

Die TerbiadoDg ctoe« acousaUtis qdiI <.'inLt) inrinitivs mit deuiBcIben vcrbam 
ftnitnm iat tu mehreren spraelien des iudugcrnuuüMliHD staiuiae« «Dtwicliolt, klHir 
10 sehr venrlii«clenem ntnfan^e and >:riule dor HPlttMt&ndtffkeit; im Slftvi4i:)tmi Atsetxt 
iliru Ktelle ein dativ o. inf, und die fhUe des acc. c. inf. in flborHctznngen mttHprin- 
gen aiu) nachatimanf; Ae» griechUchcn odrr lateinischen nnch Kliklosicli Vj;l. liiuinm. 
rV, Sd4. 61V. Dieser taUjcslaud läeat rs «on vurDlifroin ultt notvrundig vmcboüiim. 
den omfsn^ dt««er zoiaumentfcsetzlou vorbindaDg, deren gi'liunjftfr ({cbraQL-li t«tcli 
immer erst b«i fortfrnduittcncr auHbildmig i^u^ummenliänKcndcr mie zcigoii wird, 
nir jede litteratitr selbsUndlp^ zn niitenuoben, and du beifl|»ie1 des slaviAcban rtli 
von TuroberotD cur sondc-mng zwtscbcu origintildenkiiilllcn) nnd &bcrr«etxutigeu , diu 
Grimm Gramm. IV. 110 fT. leider uicbt aachdrückli>:li (^unug betuni tiat. 

Wa« nun di« liocbdentaclie litteratiir betrifft, &o linden wir bei Otfrtd — 
abgeseben Ton den (allen, in denen ein inf. einen au ibin gehörigen «bjectsacp. bat — 
einen aec. and inl anr bei einer gelingen zubl van verben: bei »rJujH and hören, 
einmal irkenMn. jedocb nnr so, dssa wtrlüi'^b der in di>r UtUgkcit doa Inf. buvtif- 
feno gej^enstand selbst gMvhan, gehört, wabrgcnuinnji-n nird; )>ei setitcn. hetznn 
(^ anmfän) nnd lä^n, die ancb ebenso einfachen aco ohne inf, lond inf, ohne 
■eo.1 bei Aich biib<m k&nnen; bei bittan nnd giluxtit, die nobt?n dcnt aco. «unat aueb 
bestimmenden gen. annehmen; nie aber ht^i einem i^oritit iiicbl mil. oo-. der |i<'n)i)n 
verbondonoD vcrbum oder bei anderen oni^eTS&nlicben Verbindungen. Wichtiger aU 
die beachränkang der verba, die ja zofälligkciteo anterwQrfeo and ficbwankend acia 
kann, ist die tatsache, dosa der acc. nicht nur nrsprQDglich in diesen verbiodangoo 
als ubject mm rerbnm liititnin geb&rt. wüliread der inf. daneben als eine weittiro 
bxatjtnmnng der nnssagr hinzugofiigt ist. sondiTn diih^ dii& geftihl ftir diei^e geltutlg 
des acc. dorrh die erhaltene gleichnrtigkcit mit den füllen des acc. ubnc inf. bßf 
denselben verbt-n auch üborall erhalkn geblieben ist; nnd diese gloicbartigkcit uettt 
der aoabreitoog der Verbindung eine grenze, die Otfrids spräche ebenae venig 
überaohreitet , als — dies darf doch wol ohne widemprucb bcbanptdt werden — 
nnftere heutige nbd. lebende ajiraehe. Diese über ein jahrtannend hiunherreicbimdo 
öberftin-itintinung berechtigt doch wol dazu , die angedeutete grenze al& die dem 
hochdentsobon gebührende zn betrachten, alte« aber, waa bot alid., nilid., nhd. 
BcbrifUtellcrn über diesptlie hinaoitgeht . aU zaitwei^ veraaebto erweitening di« 
orsprtinglirlipn gebranebes zu betiachten, die zum t«U vielleicht auf Stcrlragung 
ans fthiitichcu vorhandenen wendnogen beruht, aoaxi aber von ansnen in diu dout- 
aehe hineingetragen iat nnd keinen dauernden erfolg gehabt bat 

Ich erälftie mit dieser ron luir Kohou an einem anderen orte '. ' it 

annähme die boiprechang der ol>cn genanten »bbandlung, weil ich in i »* 

eine beatätigung demelbcn flnde. Der bcrr VBrfaaaor. der «dion in der »cbr vur- 
aicbtig gefllhrtea anteranchnog Aber den gotischen acc. r. Inf. (ierro. XIX . ^i iL 
(wo aaoh der dat 0. in£ a. ^iS t doch wol endgültig erledigt wird) xn dc>m re«ul< 
tat« kam (s. S!f7), da« der üote aiu abergraiiser trenn gegen da« ifriginol nicht 
ae1t40 aber du aefaer apracbo gelfiutigv hiuaufegailfva aci, aUllt Uci mit gro^ur 



ChtM, AfHLT AOG. 0. Uf . Ui &IU>. L'. aillD. 



•£ib 



bol'Tsi-Dbcit «iiiit sobarft-r ^xulcruiig der vorKhüdetiou (tillc <\ie ausJdniiuit; <1or i'«n> 
atTnrtion Hlr (Iaa abil. iiti<] fing mlul. l)ia ftiiHganK des 14. jahrbnajeck) fest, wobei 
sith fröllk'b *.'iii »chi amlcros lilJ ».'r«lbt:. als es Jolly, (Jcsoli. dca Inf. ä. 2r,0 wwli 
dun Von liriaun ^L'^rrlH>n<>i) bMet;<-ii ubnc weiter« Initilc entworfen \txttfi. Dio 
uutflrauchnug des »hd. bestätigt (».7), .,da«8 der (jebniiicb dt-r conHU-nction iu der 
lebcodtiu •iiiritohe nicht woBCiiÜtelt iituT dicijOiiigeD tproozea hiimUBgct^uiguD bcI, 
ionorbiüb d^rcu er sich Dovb l>ci qdh bowcfrt." und dius bei dcu Ulteätcn übcr- 
»cticrn „der unif^ug der r&irung in uioKtikahrtem vn-rtiültDis stehtf zur MclbitÄndig- 
kdt ihrer littorarücb?n prodndioii:" n.-tnii>ntlich d^r nherüätzQT de$ laidur «ovria 
Wjllinim weichen dorn lat. Kco. c inf. hJiullg durch bililDiiic von ncbonsÄtwn na»; 
fQr d)i> Murbni-hur hynincD mtfchtie ich zu ». 7 Leiuerkeii. duss wouigetonn der 
uniMhricbi'ue inf. perf. in der IntorliDear^orslou nie gebraucht ist, sondern dofbr 
luiuier dn prüdicativiacb auf den t-jsten ai*c. confltmierte.4 part, prät ohuo haben 
odur fresan dt«bt. Allt^rding« aber werden sclion ahd. vereti<rb>' genia<:bt, tiftch d«U) 
ninKt«r den laleiniscbcn den arc. c. inr. tU .lelbstündig': wcndung auch in fänen 
cinznfnhrcn, w^i oin ac^v bei doni rcrbum dos buupttiäiz«« aoust gar nicht «xler 
nicht in der,«H]bßn bedcufnn^' (^'ebrÄncliIicb tut; aIa einen eolcben voraucb auch ohne 
taleinisdic vorläge betrachte ich allvrdings den lu»*. c inf. bei gibiula» (=> jnbere) 
J)t:ra. [iXXXIU, 51. sowie die xahlreichen btollen bei Nutker; danemdeo orfolg 
haben dieae versuche für die dcutaclte acbrifl- und umgangäBprache nicht gehabt 

Dean aneli fSr daa mhd. wciet Apelt nach, daas .'wwul die lorl&afcr (s. 8.), 
ftU mich die eigeotUeh klassUcbtiu dJchtiTr der blUtezeit sawie die formvullendctan 
epigonen (s. 17 (F.) kein belspiel bi*)ten. in dem der acc. die Zugehörigkeit znin ver> 
bum finitnni verloren hat; die eiiuige ffir Konrad von WOrsbarg b. 17 augcfQhrtO 
aasuidune Troj. kr. 23438 fr bat in tillnt werden sehfn ist doi^h wol danaf Kurttck- 
xufRhren, daas $ciiin tcffden rornielbari wie ein einraohea verbum gebraneht ist; 
oiDfacber inf. iat «her bei bitte» tnunor iiu gebrauche gewviK^u anch ohne acc. det 
handelnden peraon. 

Die abvr den gebrauch der ahd. öriginaldcnkmälar hinaaiigehonden f&Uo dea 
acc c. int bei niUd. verWn nnn , von denen Apelt ». 12 — IT dennoch eine stattliche 
reibe ;iiifx&ldt, haben ihren cigenUichcu «itz in der gelehrten poettie ond proaa 
ge&rliicbtUchon und geiiitlickvn inhiOts. Icoinmeu iibvr vereiiiscit auch in volkstöm- 
liehen dicbtungen vor. Sie können zuiti teil mit v-dlcr tjrhaltung der ohjectsheden- 
Inng des acc auri erweiterang des tni deutschen selbtit ablieben gvbraochc» ^irkllrt 
worden. Kine sohdi«^ erweit^ning liegt scliün vui bei anwendung des der «prache 
jetzt geUußgen uinschriebehen inf perf. (r. 11): Nib. 914. 4 dtu man aiht pcwun» 
tten han; »ie liegt ferner vur bei hareu in v«rolnielleu ttilou (s. 12), wo nur dia 
kandu tod einer person, nicht die«e »oIb»t geh(>rt wird: Biterolf Öltrl ich hörte in 
Hiot drn erttm sin (aber Kiidr. B3o, 4 ich httfr um rremedf gfstr bringen iet der 
uev. ohjoet zum inf.). Ebendahin wird et mil Apelt S. Ü fg. zu redinen sein, wenn 
d«x analogie von sehen und lurrcn auch ander« verba der sinlichen wuhmehniiing 
folgen, nemlich kiesen, n-rttemtn (von j&der art der <tabrnt'bmnng), gewnr uxrden, 
gptiren, f^ei» , finäfn. ja aneh tri^«m, neben dem »her häufig auch ein objects- 
oee, nnd ein auf diesen belogener pridicaleaec. ohnu inf. stellt: znr erklSmug du 
btflwcitoi bei wacnen vorkouni enden acc. nnd inf. (0 19) dient aaiisordetu noch die 
salir bSahge Verbindung dieses verbnus mit iilufueheu) inf. ohne acc, die leicht 
sncb inr Bbertragung der9<>lben neinang auf eine andere fH>ni<)n fahren kontc. dabin 
radlicb dii- nicht L>--i Ot.frid . aber fichon im rJotinchen (Api^tt «. a. ■>. ».397) beleg- 
leii lerbindungcn der i'nttitiven vcrba ^«. 21fg-). ^ei denen tUr luf. neben dem 




Mfi 



TU. ptiijpiut 



Mtl. als cüii; wi-if'.r.: lL",tirTimiing; ordcbi'iut, Ähnlii:li wii- «lin (»riwlioain-'i *weiM 
Die übrigen liiUf ^^l".'r i^tii'it'ti wir mit At^lt iilloriling^ der < inwirkiink« ilc» Iftt 
ulirolivn zuüdutiilH-u . der rroilicli jcine tittilit.'luLi8cliiMi weiidiLa^eii ' 
gogcukAmen. tS. 30: ,.w iinterlAgt^i Ucrufllh^n vbi-ii itur »olchr ' -n 

Tolnes and »ich^reit gcfitlil ftlr dio oigontt^inliohkoit det deutKchpn npractic hatt«ni** 
nur ganz rerciozclt Meilico Ale (all« äiiiea aüc. o. inf. b«! sultjectliutm ItuititTAün- 
Uchv(i) sütz«u 4». 16 f.). 

In dcr^elb«!) weise werden wir dk* in der nbd. Uttcnitnr zn u 

malen gcm»r)itt>n vprsiiuhe xiir r<nvciternng dos acc. i\ inf. btiurteilini : ir 

die Apolt nur golrgenUich («. 19) >M'n IioiRpIcl miwlrnij>ter unt itnfiilirt. iieV.it)tlu^h 
macht nlclit nur Lutlicr fs- jetzt Rnckvit. Ucush. der nlid. Srliriflxiirftclio 11, l'JU), 
niebt nur Opitz und winc |{«ut>M«n. «gudern iu ftusK^^tjlintoiu uium? «olbtit Lu- 
Biog solche Tcrtiuclie (zaüAiuuiDuecstellt ood Ittoiproclnrn vun Lehmuan . Furiichanifco 
ntwr Lesainga Hprache. BrAnnscbweig IHT.'i b. 16(> fgg.}; ulwr diu idod nicht« aaio» 
roa, als anf bcwimtor oder nnlifiwnster pinwirknng des UtriiiUt-'ln-n bomhcndd 
gelehrt«» orpirrimeuto, dio weder fiiilt Leliiimnn) dirwrt aiif'«iiu'n {in lüwflr aiudAb* 
nnng) rein ßngier1«n nr^crtnaniacbcn acc. c inf- ziirQi:kgt<(^ihrt norduD dHrfcn , nocli 
sioh in der nbd. nmgangs* oiid achrift^pradie daudrod eingebürgert and dadarcb 
lebouikriftJg crwicäuni liJi|i«n. 



KOnOBOBBa. U DECBMRia Lfl75. 



OBIUB sKuuira- 



Eddtt 8norrft Sturlusonar. porloifr Jünssun gaf dt. KatipuianuabnCn (Gyl- 
dcndalj. IdT;.. XXIV. 327 8. 8". 4 kt. 5ü oro l— 5 M. U6 Vi.) 

Vurliegendä ansgalic der Bnorra-Rdda wird ollen d«u<tn sobr willkiimmeD 
Min. die eine handiDugabu derselben wQnst-'bton and sieb dodi am die langxt aus 
dtm tmcbbaudrl vcntdiwundetic vttu tivi'iiiLijnru Kgikitou (K<>vkjavik IH48) verg<(- 
bena l)eiQilt)t«ii. I'i^r horausgoUT iat horr purleifr J<SnäN»n, na jiingor IxlKu- 
d«r Hat dt>r regenz in Kopenhagen ((.riirdi i KaaiiDiaimaböfn). der sich hcTuit« durch 
•otne aiugabcQ der laga Hrana }inng8 und de» |iättr af t>öri hod' mw. (c E. Iklan- 
rer in PfeilTers ücrnianiu XX . 1207 fgg.i bctAtigt bat. Herrn Jötunmaa aufgäbe «ab- 
hUt di« idgcuüicb'j Kdd». nicht nbär di>< ihr gewöhnlich . amb von Kvlij KglUriOu 
(II». lö4H) beipefiigteu granimatiiifbon :■' ■ t. Uylla^' i -l 

d«ni prultig, den Ilra^Mni'dur nnd den I ' . 77): 2. >i 

fliäl oobat den oariui-juilnr (i. 73— IfH): Ü. Uatt-ital (a. 1!>4 — 3ß^), IHetcm trxic, 
dem w«itjer<> anmcrkungen odpr rerwoisangen am untern rfind« fffblün. gshi rurauii: 
oin kanee Vorwort [a. V— X) nnd zwei ktoine biogrupliicen de« Snurre $turliUM<n 
(«. XI— XVII) und des Arno MiignÜBNun (h. XVUl— XXIIk daninf eiov r^tanimtafi 
die letzturn olü nacbkomiiM'n rou cinci t(M:hter des erstvron orwcii<t iXXIll— XXI^ 
— leider k<:iatiit dicttcr ilrd utarlcu mit d<in nutwendigeo Indogffn. Ata ende iJos 
bacli-4 fulgi'ii zwi'i nobr srbätibarc b«igubvn, deren Svbj Egilvonti aui^gab» fiuiuti- 
gvit: erklHrangi>n zn den vtneii (». dS6— 311t> and uauitnverxoicbuiit (».814—! 
wldUt: borivbtiguQgvn ib. 320 — 326) und „Inhalt" {».337). 

D» r<)iT«d« 2A1ü( dld ürQbcrn ausgabvn nur nnd von dott bandsrhriniün df« 
tn^mhrnnrQ und ni«>Jabr.<' ' 
«omCod, Wurtn, Ui«i die < 



VaSK BXOB&A-BODi £!>. JDKBSOK 



It^epfn erfii)ir«n wir nir^htA nnh^re« nbor *\m void ' ' ' 'bei der 

>n8tttuioriiiig seiiMiä tfiti;;^ IntfolgU- Vf^rHliroi], tioi cb iltni Uau . >»rkr den 

Uiern AiU|^l>L'ti grjieafikcr: nur am »ohltuse die ju aUecdiofis niiäKersi yreite mit- 
liug, dus er sie:]] doa ntes nnd b<>l8t&ad«i dar benen Jöa porJcdlsMon, Jod 
ätgurdutoD , Kotir. liialuon m erfrenen gnli&bt. 

Eine nähere firtifting von G^lfagüinlng usw. ht p. JihiBfiDO« Msgftbe (b.3— 77) 
liKt DM Et) dcni urgt*bu]»di- fceföhrt. dan es Btcli bier nlrbt tmvol um cint^D ueaaa» 
emcQi't'jr iiruf«np d«r hiindicbiiftUehen Qb^rlioft-TODn bprausguaibeitoten i«tt 
Indult. «onUern am den t-^n Svbj. K^Uson i:»nstituiert<m . der ubvr von f). J6ob- 
«OD r{oirai:h dahin go&ndfrt ist. das» er tteincr inneni (kritiicb'>n>, «ie ätuuitd 
^(fltfftcliliohen) forui oavli fai>t ittirvbgiugiV *°r Srbj. EgUsKODn islADilischur niu^bo 
a;kjftVJk I84d| den TonttiK vordioui. Kivbt allein, dass «iu« reibu ton l«sartcii 
^fcei ÜEg. jedwoJer aoctoriUt ontb«brt, dagegen p. Jö[u*>n8 text — mit wenig ao»- 
aaliumn — darcli^ranfng beglanbigt int. Aondem nanientlicb anoh dc«balt. weil dui 
Bb«r^'wiclit, da« SKg. (in edit. ArnamApi. wie in Rv. 4«) dem cod. reffins und sei- 
nrr I«A- imd >».Abrt>i)iart vor drn nbrigvn liani1iH-:hnftcn fast ana-sobliesHlictt einriamti 
Tim [i. JÖBvson niebt ant-rkant wird, daaa dicker nelmelir an den gtellen, wo SKg. 
lesaHen des K«g, oft iitRar im widaräpmcfa za sinn und prammatik in den toxt 
aofgeoDmmen, den iu beideilni betlehnng ananre<:btbAreu namentlicb dos Wormia- 
nna 'oilür C^aal.) den vorzag gcgt-bcu. Audi die ortbographic von Jönssona tezt, 
der wir nur mubr cunsct^Dcoz gcw&Qsvbt, ist jvdcnfallif im ganzen reiner, bes. alt- 
Diirdisclicr, als^^LssoDE, obwol er gleich dem letztgenanten eine anzabl Ulanilis- 
^men oder ortbographiscbe Sonderbarkeiten des crw]. Heg. beibehalten, die mit der 
imal gewühlten laatform wt-nig äberein«tJmuicn (z. b.: hier und da n»* ^tait nV. 
pari iUtt iwn, -ut (•{ und rri) statt -w4. fijügj" ^'^' l^lif^t* 76*^ fekst3S**. 
ir 31'* mit SEg. 14". wenn auch nicht («ijtr wie SEg. 4«"'. aannyrufe 76" 
naw.i Eigentum liebe« hiiben wir in p. Ji^nasoni m'nnalL^ierting nichts gefnndea, 
als etwa die durchgängige Schreibung enu, v'k «io run Jon porkelflion rOr diese 
Partikel nicht iiar in der brdetitung ,,ni>eh," sondern anch in der Ti^n ..aber" nnd 
„alü inaoh comp.)" durch die reime nachgewiesen worden. — Die oapitelzahlung, 
dtifcu SEg. in Bt. 1843 ganz cnlbi-brl, i«t in p. Jöo«»ont» ausgäbe d«r Gylfagiuning 
Ton otp. 35 an eine andre alu iu d^ edit AM.: p. Jönason tählt 59. AM ii4cipp. 
Da p. Jöusscn es nnt«rlaa8en die aeitenxablan der cd^t AM. am rande zn renner- 
keD. So ist ein nufÖnden dvr citatt^', die heutzutage fast dorehg&ngif; aar cajdtal 
oder Meili' der AJIf. lauten, in «einer aosgabe uTir mit nunfitzein 2«itverlut>t ver- 
Ico- 

Nur in einer beücbung Hndet ein wesentlicher ontenchiod zwisohen 
P. Jdnssnns und B. BgilsaoDa text der Gjlfaginntng osw. jtatt; w&hrend i^Eg. 
d<«a protog und die beiden cpiluge aus dem teste (.-nttomt und sie am ende dessel- 
ben in einem besondem anbange vereinigt, hat p. J. sie an den stellen beUa- 
ßun. wo nie in den bandacfariftcc stehen, **inafb den pwlog vor (iylfaginnini;, den 
kleineren |1.) epilog am ende dera^lben, den grönseren {i.) am ende ton Praga- 
r(i>dur: riit-k)«iohtlich de« letzteren abweirbeud von Raak nnd AM., die dieaen 
Z- epilog «wiKhün vorlptztea und leiztcK capitel rtin BragaraVlur eiiudiicben nnd 
dies icblussirapit^'l von 6ragara<tfar xttm unrangvcapitel ron Skäldsk. maofaan. 

Obw^tl fff- der arigiobt ist. das» der arehetypas nnsrer handsrhriftlichen 
fiberlicfening der SK. nicht Suorrcä Edda ist, sondern Snorres werk inil den ein- 
leitenden und K-.'gleitendca Prologen und i^pilygcn ru einem ganzen rereinigt, souaeh 
auch divK ab inlegrivrcude beataudtcile ansti'i Überlieferung zu bvtracfattiQ «ind. 



sm 



TU. Menn 



Ui dkHv dach «tne sa wmiifr areprUaglicbc,' iliua vr c» «um^ciis snr S4>H nOc 
und im Torliegf^d^^n fall« tiner blossen ti>]tesausfnÜJt< f&r attgotiioftscner hüll, jnni 
oir«nbareD xn^üUe — ganz m wie es SKg. a. o. ^etAtt — auüeiinuiiilprn itnd 
besondrer stelle au r^jrcinijjca Dur vorteil, d^r bei p. J. itaroli die linndschiift^ 
Itdie verdiiü^a)f des absclinittea: pA mtcU* JEpir: (hie n^ci ok tU kulla B^iitrti)) 
mit Braftanpftur ^wonneii, wird durch mine trcDDOng vom äkaldiik., liei- die 
dazwUchcMti^lliing jpnM i. apilogn, wider atifgobobeni doou bei nllor Interpola- 
tjun. die auob an dioaiT stctta Tor ui?li grgkii^n Mi» mag, itl «s nlalit um nntflr 
Udutcn, die BnuroruHlur und Skäldskapftmuil als ein vun bnaa ntia tünifrca gani 
zD tfltmcbtea. due seiner aiugereti form. IfiZ. tnjtliisolicn cinkleidmifr tisch am 
TntptUl'iiur tnt Gyifit^nDinff bildet, d. It.: wi» «Uc in r-ia ffpRiiräcb mit (jj-lfo eJD- 
geklnidete tfylfagianinfr die fSr [nnd lediglich hierfür) du« Tcratnndnfn der dI<;ht^T- 
Rlirachc, büz. kt-'Dningnr vor An&go&e hielt tc oordiaoho mvÜKilugic nur dAr^telhm^ 
liringt, i'bvnau die Braganr^tir. cinKeklüidvt in ein gespriich mitflmfic. diese dtch- 
Urapncho (deshulb: ..Skahlal-ttfartnät"), bez. Iteimitigiir srlberV IVim da 
die dimlü^Uchc einiclmdttnfc in Ilragaro^ur (SkAbUk.) nicht, wii? wol in itvlttigia' 
ning, bis zn ende fefltg<.'lisltco, dauB vielmehr frairc rind aiitwort «winchcn Um 
nnd Aegir lülm&hlicli »«-Itn^r wcnleD» »adlicb ganz »nbblfilicn, wird man nicht^ 
Snctrre. uond^m den bearbett^m zuschreibon mfissen, denen e« Tor allem otn stofTc 
and seiner inehrung, nicht ühi^r aii der fonn jLfelegen war. 

Wir verKicImcu echliCMÜcb noch einig« kleine ineorrocÜioiteD uod drnck- 
reblor, die xxn» s. 3— 77 anfgesto^srn: 

4, 31 lies; pesf<arra {statt puHsara). 5, 30 I.: itreiftt (st drttifst). 5. Sd l.: 
annarra (et. amura). lt. \G: tU pA er [at ohne hda. and ODDfttx). 10, Bl I.: 
daim (Bt. ÖätHit»). 12, 10 1.: *m« {st. ninul 12. IT nud 19: Sttfufd, doch wol 
Sflund mit lUg. nach den ansruhningcQ S. Buggrn in seiuvui gchiiltmichrw cnni- 
mentar zur inachrifl des Hrikfltinea (Anti^io. Tidbkr. rr>r Sverig« V, 1. IK74, i. 57 
— 61). Kbdudan'^lliet {h.V\ — "23) «ird auch Arn. haudf^chriftlicht^ vatrit%tf in Ilni> 
(res TiTsfln — gegpnUhi-r dem vya p. Jünason U^ 37 aafgenominoBon mllrawf tiis- 
IttBona (om Skjnld. s. 2B) — dorcli daa Hnlranh' des Rokatt-inea i.\g\. aga. rttlrttif, 
•bd. icalaritHpa) gcaohfilat. (Wir möchten bei dfcaen Brngisclion rer^oi aiich auf 
die sinnreiche vrnnutnni^ OuJlbr. Vigf'öaaana verweiai-n; der röckinichtlidi des Mot, 
wclchtT in StbW"'den dnrrh Jas b«»na|»fl&f'en der dininchen liwcl Selund (See- 
land} t^nt«taiid und iincJi dcr«ti ^anxer gi-ntult ctifi^-nbiu- nicht der Matar-a«^*, ni^iid^mj 
der Witnoi'-äeo war, dcsHCh niinicn in dem wurte ftiiejunc („iiraiirOnglich vielleicbtE 
Vttncrie'^") tu linden glanbt: ü. Cleaabj-Vigfitsaon, IccI.-engl. Diel. 7lU''), — 
Li, 'JS in diinaalbon vvnten -raukMum mit recht istatt S. tCgilsauna -roktium (AM. 
and Rv ) nncli OiiL om ekjald. »(»0— »10 nnd (.'ederacldiJM . Geiali 5. J£V. 13, Ifl l: 



1) Wie wenig ar»pr(ingUch uni«re QberUl^^nung dar S£-, »oUU>, raetna lak. 
aehon der umitand erweisen . «laM din hiridcn KloBi^mti gicttcli au onluug ^m Üf ICb- 
([intitiifr (tiiKb'irti ilii! bridni riiuigfii atürk« mit «kalijiiirhi-n vontu, rtitlrhiU aiit Illir 
Yiiglir^siii(a un'l Ilki. IlHrnliln^pa hirfugrn iiirlil «l-rr , wir r* h)1« übrigen in CtylTtf 
gtanieit «ind mit odilt^rlirn). du* eint* Ul>«r 4i<- HoUIrbuiii; «on Seeland lU Djlfi), «loa 
«adra bcireflvnd die knming Schild lu ttißUHm.— dieta letitcrc allan dral uiimit>raaan : 
K*g. Worm. Upa., JKoea trtlare iwar niaht don Dpa. (da duaten «ehr lnuilligaul«r, 
nhwttl virlfdch ti|i(l»Diierunil«r «obreiber At i'bra ala ■Dftihurige* ginnen wider fott* 
Uau), ilovli drill Hag- umi Wurm. (;r nifti iiRnni tit. 



MB 



(fS. » I — j ,r. «bcsM . ' : \ tmdrmm i&.i% A ouMr ii»4 IW»- 

p). U. 17 U-. 5f»Avr ^ s, B^C« n flrtm. 50. I \*t vSW> 

äarry U. 2t L: «/* (>«~ «0- l*>. ^ ^i *4«<* •>- AMT; ikmm: fKttnai as. 4. 
r- ai. M. 3». i. & 6ÜL M. «7. &. O. M. /hryr 37. ». »I«r «S. 8 rt. yoM^ 
jr, lAn; wi« udmaeita L: otU S9. 4. 43, ■ ud 4Mfn 4», 1» «l «Ar 
ua fc^vi.) »,30— JI L: ci»# wtU! - 4S. r -"' '- ' ntt »i« 

fl. yigf. L. - Aüüi».- CU«a>.\Tgt. Pirt. 3»l-t ««er« .U «bd Bt.» 

«nd >ätntlieber triscfar ia beide« tii-AenV » S. Bn^^'c. Sx&v. 1.. .i^l \ JO, 16 L: 
fldr^ {iL d«ri..l Uta 31, ä: BiUkwmr {ti. ßttatirmr^ 31. 1 L: aWMMra (nt. 
mHM*rM/. 31. 17 L: MJÜimtr «it JJ (Ml dwc^püigig ia d«n mJJ Uickr. 31. 3» 
wuvB hifT slckt <Im Uu ^nuwr 4cs fLtf.7 M, » t: Actltr {A Kt%tr). 36, »1 Li 
»tila |iit »ai«^. 37. 38 1.: rar4 mit dMi Usdir (flt nirl 39. 17 I.: Briamtm- 
■w» (tt. -Hflwi. 39, 24 mmi 36 jedcafKlb BtcH Tar nd vornr. wie S. K^. (Rt.^ 
nid p. i. KhicnMi. miknad «ImiIi H. E«. r«r uad K«r mindMtms ils »in* (IX.) 
A^ aaauriart, diceeen Ul.: IX Vor ud X. »'dr. p. J.. IX. Vmc und X. Tdr 
«aUnehcidai. 40» 3U I : krrrmr («t. ktrrjarl 4U 3 V^i^' mt f^ngut, obeoM L: 
fronU 60, 6 ud riktt 9. 20 et- ^n4 ud niiVfi 43, lö I.: j*>rmtmfn»»i {Aj^rm.). 
4$, l L: mara nit den hdwhr. tat. man), iti, »"» l: na (ct. iw). 4t), 3l8 anii 
BO, M L. (•!> luumarhim \»L haumrtmn; «b«OMi ((>j JAttmHimt M, 4. T und ii) A»- 
mitiiMnii A4. 14 aod (i^) iNi/arri'nn Tfi, 7 »t. /ufwmn», A«wn«M«, Mt/iin'lM}. 46,4 
l. (o| /-nrr (it ^err). 4St. 11 L : <i »p^ Ist r* *|>yrr(, i*i. »J 1.: »cm«* (rt. Ht' 
titti 4i>. ^ L: {f0) jHfT («t. /wrr). 50. 14 l.t jr*Y^p ^i mrt d<7n Itiliohr. (Afnm 
Amm, qnnAtie). ütf, 30 1.: (lüy) /»ör ^«t /lorr). M, 7 I: a htfta («t. dt J^/W). 
64. "il l: <<!) 'dtur« (st. Uiua). S6, 31 ni^' ohne hdHchr.. 1.: ikki. m, !) I.: JyaM 
(it /yrtt). 5». 18 1.: hMtUga {tt tutttüig^). Tiif, 1 I.: YotlH>U (>t. VtathöUS. 
61. S8 i: iMufefjitrntm (st. Lart/nfar«.). UU. 31 l; (ä) griilalautx und l>4. %: 
öMir/tt«M (SL -Mw«). 63, lU nod Vi \.: nnjHuriit m niid ntffnttrvtr (tit. rutHO- 
rrtjtfrs und rakMiiVikki'' bald mit r, bald mit i? aid ao{iuig(>, viv dtdn liiioli kn 
*nilt<rii fällen f and niiter di^Arr iiiduu^'^jannx leiilot tlvtiii du aucJi Miiiit leider 
niebt« Kcnigor als voüsUiitdigr mid getiBDü Dauiuiivt<nit.'i<;hi)U). )>5, 7 I.: \tM-) ttäin 
(«t ÖrfmB). tö. 4 and 14 L: hmrr (8t *wt). 67, U I.; r^wt (»t i«wr). 00,31 
waTiim hff^i statt d» Ad/Vfw d<5r hdüdir? 69,171.: lii^r) rl<^i((tfr (il. ilt)(l*r). OD, 30 
ÄlfriKtui bjoa Im K«g., wülircnd alln iibrigcn lidichr., nach in i^Kni. K. (YaHT- 47) 
«:<il rii'bliger: AlfrötfuJl. 70, -1 warum rviru statt dos rni der bds^'ltr,? 71, 9 ],: 
netfdinn <>t- ixvfinn). 72, 23 warum lüobt il /ufiuM mit d<<u hditchr., dtatt i'f f.Y 
73. :13 1.: (ruu (*t. fnS). 75, 12 1.: 144$ {vt. blh$). 



Km. JAS. 1870 



T)l, MÖBTDR, 



S50 



ERSTE NORDISCHE PHILOLOGKNVEBSAMLÜNG. 

Dtit bar Iwnge vieret et almüiileligt auske mellt^iu Qlolui^crni 
i de noriiiskcA lande, ved rügelmtt>s3igo moder ui virkt? heii til 
stpörro gensidif^t koodakat og en nDjere persouUg sammeuiilutaiiiig foj 
dervod at bidntge til deres videnskubs fremrae. 

8oni iodlediiiiig til afholdelacu al' äädaune regelm^sHige mud« 
tilladc vi undcrtognude os dcrfor. i'ftor forbaiullinger med koUoger f' 
Norge og Sverig. ad iitdbjde til dot TitrMe uordltikt^ ttlolut^inndt* I 
K(*lit'nliavii fra den I6de til den 21de duli 1876. 

Der vil dols blive afholdt (adlfsmoder. dels mödcr i 1 sitrkillf 
sektioner, nemlig: 1) eu seklion lor klasnisk (ilologi, 2) en sektiüD lor 
nordisk-germansk tilologi , 3) en sektioD for njere sprog og 4) en filo- 
logisk-piTdugogisk Sektion. Skuldo et tilstru^kkeligt antnl delttigcro em 
det, \'il der kunne danoea flere sektioner. 

ludtegiiiiig til deltagolae i m^dot sker for Norges ogSverigs vod* 
kommende hos äekioUererne i de der dtmuede komit^er, for Oaunmrk 
hos medets generalsokretar, dr. Wi ramer, Fa?lIedTOJ 9 (NöiTcbrOj^j 
Ved indteguiugen erla-gges et bidrag af 5 kroner. 

1 Krlstlanlii bestär komiteen af dhrr. skoLebest^rer J. Aari 
prof. Sophu» Bugge, akolebttätyrer Fr. Gjert«en (aekret»rr), prof? 
Joh. Storm; i Land af dbrr. prof. Chr. CavalHu (sekict^r), doe«ßt 
Oust. CederschiAld, lektor V. J. C. Dubb, akademiadj. V. E. Lsd- 
foras, prof. A. Th. Lysander: i Stockholm og rpttala af dhi 
akademiadj. A. Alexaudorsou (sekruUL-r), roktor iv. F. Gilljam^ 
dr. A. Hnzelins, prof. F. W, Häggatröm, lektor N. Linder, aka- 
demiadj. M. B. Kichert, lektor J. M. Sunden. 

Indtogningen af medlemmcr sä vel som unmoldeUer af foredi 
og diaknssjonss'mner Lil f»;llesmt)deme budes anarest muligt tilstilledo 
iiekretairern^. Det udfoilige progratn for mudot vil seuero blive tiladud^ 
doltttgerne. 

Eohenharn d. 6de .lannar 1676. 



C. Berg, Eichard Chrlstensen, 

rokUir. tli. pliil. 



Vili. Thomaen, 

dr. phU» dttccnt. 



J. L. üssing, 

Professor. 



£. Holm, Jean Pio, 

pr>}te»noT. jin>f., 3k»kl>«Htynn 

Ludv. F. A. Wimmer, 

dr. pbtl. 



DIK ALTTESTAMENTLICHEN BRUCHSTÜCKE DER 
üOTISniKV BIBELÜBERSETZUNG. 



» 



E1.NE KRITISTRB nNTERSUCIinNU. 

Von dem alten tostamyut der gotiacben bibelübersetzung sind uns 
nur zwei gaat germge bruchstflcke erhaltHii, nämUcli aus dem bucbe 
Esra cap. II, y— 42, ein teil eines geschlochtdre^tt>rä. dalier last 
ausHchUesalicb au!» eigeimatuen und zahlen bestehend, und aus dem bußhe 
Nehemia cap. V, 13 — 18, VI, 14 -ly, VII, 1—3, gescbicht- 
liche durskliuiig. Beide stfleVe gewährt der cod. Ambroäianus D. 

Durch deD geriugeu umraug der altteHiamentlichen öberroste wird 
maii leicht veranlasst, über sie binwegzublickt^n , sie lediglich als eine 
Urkunde anzusebeu, welche das einstige vorhaiideuseiu des A. T. in goL 
apracbe bestätigt Dasä diese miäarhtung nuberecbtigt ist, daas den 
Bittest am entliehen fraginentou ein grllsserer wert beiwohnt, als man 
anzunehmen pflegt, das nachzuweisen und damit den alttestaiuenÜichen 
bruchätücken das ihu^'U gebührende recht /u teil werden üu lassen, ist 
der zweck dieser unterauchung. 

Dieselbe wird zunächst die grundlage der fragmente und damit 
ihre Wichtigkeit lör die textesforschung dea A. T. aufdeckeu, 
tfüdaun die geatalt des textes einer kritischen )>etrachtaug unterzie- 
hen und schliesslich auf die erurtcruog der frage eingehen, ob die flber- 
tragnug der vi>rtiHgi.'ndim bruchstücko und des Ä. T. überhaupt dem 
Vuinia »elbat xuxuSchroiben sei, oder einem späteren Verfasser. 

.1. Dio gnmdlagc der alttostamentlichen bruchstücke. 

An die Soptuaginta pHegte man während der ersten jahrhuudcrte 
d«r kircho bei der allgemeinen uukentiiis der bobrflidchen spräche sich 
zu wendi'U. wenn man ilas A. T. in eine landesspracbe ühertragen 
wolte. Denn keine der ilbrigen griechischen und lateiuiscbou üborsct/uu- 
gen genoss ein so hohes ansehen wie sie, die Älteste von allen, in 
deren Verehrung mau sogar so weit ging, dass man ihr in gleicher 
wei^e wie dem hebrAJM'hen gnindt^xtc unmittelbare göttliche iusjnratiou 
zucrkaiite. Am grftsteii aber war ihr aiiayhen in der griechischen 



tBlTmimu. r. nnutüaiiti rsiLoL. üd. vit 



17 



OWBfcOW 



Idrcho, wo sie oIb 3io einEijje i|uelle dfts aUli.'»tament1ic»h6n scTirifhvi 
ie9 ilaHtanil, während in der rdmiachea tiubeu ihr die Italii uud a^ü 
iltti VnlgaUi iu gebrauch war. 

Demnflch kann man vou voruherein uuch von den Gotou voraus- 
jietzen, das» sie hoi dor Qbertrnguug des A. T. In die b*' ' h 

weder die TU In noch fiine dt-r späU»rMi griechiftuhi'U fibüi.- —....-, . 
dem die Septuaginta bänutj.ti!U, man kann vs um so mehr, oLi die 
gotische landeekirche von der nfriechischen kirche gyf^rünüot war, fort- 
dauernd eifrig» pllego und unttTrotütr-uug von ihr vrluhr und nuoh lang« 
nach Vultilas Lodo iu der engsten beziebuog zu dereolben stand. 

Von dieser ausreichend begründeten mcinung ausgehend hat man 
nun den gotischen text der alttestam entlichen fragniente mit dem grie- 
chischen Sfpt. - Lext defl Vaticaunt« 7.n»ammi'nge»tellt. Hit>r bemerkt^ 
man aber eine aufTailend grosaß zahl von abweicbungen des gotischen 
textes vom griochiüchou. Man erkhlrte dieselben als auf freier ühortra- 
guog beruhend , und Bernhardt, it^r letzte herausgebt'r der gotischen 
denkmäler , grUndet auf die ahweirhende übttrst't/.ungimieUiode die ver-^ 
matang, dass dio alttcshimcntlicben bruchstilcko einten anderen verfd 
ser haben als die neu testamnntli eben leiuloitung s. XXXV). 

Diese l&snng des rätsele ist jedoch als unrichtig ubzuweLsen ; (Us 
anftalligen abweicbungen haben einen ganz anderen grund: diesselben 
hevubeu dmaui", daas der (rote eine anderr rwcension der Soptua- 
ginta benutzte, als rKe im Vaticanus luid deu verwimtuu baudschril 
uns vorliegende. Diese behauptung gnlndet sich nicht auf blosi^t v( 
mntuDg, äondeni erhält dadurch ihrt« bustütigung als unh<^streitbure tat-^' 
Sache, dass von derjenigen receiisiou , welche dt-r gotischen Übyrst'tzung 
zu gründe liegt, sich noch hntidscbrititeu erlmiton hüben, mit uekhen 
der tvxt unserer bruchstQcke auf das genaueste Qbereinstiml. 

Es ist das die in der Sept. - ausgäbe von Hohnes mit 10, «ii. \*:i, 
lOä bezeichnete handschrii'ten-giuppe. auf welche die Sepluugiutafor- 
sohor bereits Wullfaausen aufmerksam gcmaeht bat wegen ihres ver- 
mutlich sehr hüben wertes fflr die r^constrnctiou des „wahren tcxlds 
der Septuagliita." {Text der bb, Sainueliii s. 221 fl'.). 

Durch die Übereinstimmung der gotischen fragmento mit diesni 
handscbriRen erlangt also nicht nur der germonist die vfdlig sicber« 
bestätigung df*s uisprungijs der »' ' ■ 'liliohi.'u *'■ ' n 

Sept., btiüduru gewiut auch der ; . JU'-'iitliche ; ..l. . .11 

hiebst beachtenswerten Wegweiser in dem dunkel der Sept-forschung. 

Für die hßcher Ksra und Nehrmia stehen ji>no vier Ci>dd. nicht säi 
ticb zu geböte, sondern fllr den Nuhemia nur die cudd. 93 and l\*6, 



MB BfiocnarCci» t>w oot. x. r. 



SM 






* 



den Esra die codJ. 19. 93. 108 and auBiferilem l^», «in dem cod. 19 
boIgerAgtes Äweitys t^inniplar vOm E?ra, von welcliem IrI Holmps nur 
unigc abweichende lesorten gegeben sind. Cod. 108 ist ein Vaücanus, 
«fDüriptn^ iu saocalü XtV. ut Tidelur; continet textum qui in codd. 
haud Tid«tur luisse huf usque obvius nenipe ipsum ferp Coniplutcnsein," 
wie Uulmes bemerkt. Cod. 03 befindet sich im Museum üritannicum 
und gehört ebenfiills dem XTV. Jahrhundert an ..nt videtur." Älter ist 
cod. 11), ein Chigianos: .„Hcriptu» est, sed non accurate, iu membrana 
oirca X. saecolam; nullam habet capitum diatinctionem, niüliim 
interpunctioneni." 

Von Wellhausen ist an der oben genanten stelle auf eine disser- 
tation ausMönater' hingewiesen, nelche darzutnn sncht, dass der cod. 
108 dem text der Itola ganz besonders nahe komme, aussordom nul 
eine beniertnin» von Vercellone (Var. lect II. b. 436i, das3 die iu rede 
atehündeii li.'indschriften au entächeid enden Hti^Ueii ObereinKlimnien mit 
den randglossen eines Vulgata* codex, welcher Trnlier der domkirche zu 
Leon augehi\rt hat. Der cod. 108 wird von Wollhausen als „historisch 
merkwürdig'' bezeichnet, weil er der Coniplutensis in den gearhicht- 
Uchen bücbern zu gründe gelegt ist, obwol vieiraeh wilkürlirb verstQm- 
iL Dadurch crklävt sieh denn leicht die häufige flbe rein Stimmung 
%s Vulfilanincben slückeK aus Nehemia mit der i<'omptutensiä^ welche 
allen horausgebern aufgefallen ist 

Zum beweise fßr die enge verwantschaft der gotischen fibersetzong 
mit dieser handschriftenfamnie mögen die hiiuptsäcblichftten Vari- 
anten dienen, in welchen die fibereiustimniung den gotischen t^xtes mit 
dem der oodd. 19. 93. 108 und seine abweichuug von den flbrigcu grie- 
chischen bandflchriPten hervortritt. Als Vertreter der letzteren, deren 
Verschiedenheiten unter sich nur unwesentlicher art sind , citiere ich 
den cod. Yaticanus, welchen 'nschendorf seiner ausgalw zu gründe 
gelegt hat 

1. Au:» dem Xchetuls. 

V, 13. tjataoidcdun : inott^auv cod. 108; iftoiijatr Vat, auch 
cod. 93, Vulg., Uebr, — 14. jah fram /mmma daga: xa/y« dird r^g 
tifitQog^ auch CompK, Vulg.; nirö fjfi^Qai^ Vat. — m iudain: iv t^ 
iavöui\t; Iv ytj iovöu Vat. Vulg., Hobr. — urtarksairksaus piuiiants : 
^^ta^ie^or toi' ßaailiiuf, auch Vulg.: Artaierxiß regis; tvi ctgraoaaitä 
Vat, Tfp aQtaaaai)a rijt ßaatXü Compl., Ht>br. — hlaif fauramajileis meinis 
»1 mtilideilunt: H^tnv r^t; rjifiorias fjov ovx itfäyo^itv^ auch Compl., 
conifdimus Vulg.; ßluv avrvjv ouk i'y^yo»' Vat -- lö. ip fauraniapljos 



1 1 Jt>li Pj>trr Nickeit. Ac Vet<Tii TRstametiti rodifani Gracmrum fniiiiliiti IKfiS. 

17* 



SM 



rtthttOW 



ßaici veisun faura w^s: f>l J^ u^xort«*,* oI efui^onJ^U ft&c; ntu va^ 
j<fi; .TQfurag ai; .rqo ffiov Vjit., daces ;wtem prinii qui Tuerant ante 
Vulg. liltil lltibr. — kaurühiiu» fn umnutjeln: ißtt^wav yJJHOif isrt 
T^v JUroF, auch cod. 121, Compl. ohne %}.olt>r, ebeuso Vulg.: gravave- 
rUHt populHiü, iiiid Ht?hr. ; fßd(ttvav ^.V «iTm'v Vat. ^ ncinnn nf im 
hlnÜHtm jfüi rein: fXäßvOav rrwß' (n:i(öy nQftmg xat olvnv; iigtor cotl, 93; 
eX. nr. aot. kv agfoi<; xai h omri Vat, in pane et vino Vnig. — ß^i\ 
Witikpanuh sihtbns hH'Ic .ni.: xctl fffjforoi' aQ^'vgioi- fjUlovs; rtorutga- 
xovTft, aufh cod. l'il» m'xAflre uuub Coiitpl-, aicloH Vulg.; hax^aor aqy-i- 
^tov did^cr/fta leaoaQaxnntt Vat. — joh skotkos ijue fratt/ittoJi^lHH: 
Kulys TÄ ^ratdaeta avTtitv f'zip/eiwrt', auch (Jompl,. Vulg.; v.ai ol iy.ri- 
tirayft^vf» aiirtuv «forntacmr«! Vat. — v. 10, pUos hnurgsvafUijtut* : 
zov itfxoiii xovvm.', auch ood. 58 und Hobt.; %ov ru'xovg roitior Vat. — 
V. 17. jah iiuiaieis Jak /wii fauntmupljus: xai ot iovdmM xal ot Bgxf**'- 
T€g. aiicli Corapl. . Vuljj.j Hebr. ; xo/ o\ ioiSaloi Vat. — aua hiwl*f 
mfinnmtHü midnumunm rttignn: hrl Hiv rgätritaif ftor ^^eviCorro^ io 
üodd. 108. 121, ohne ttJ» cod. 93; i^l zuarre^v ftov Vat, Hobr. ; tu 
monm luea eraiit Vulg. — v. 18. aÜai pUai fUusnm jah allai fiisni 
mutKujnin: irayti tt^i nh]!^ti {lavxi xr7t laip ; xto ixh'^^tt Vat. — Maif 
faurattKipl-eis meinis: aifvok t^s t/yet'^rh'; fiov, auch Compl. jeiloch 
ohne zfig; rt^ocg r^ ßhi; Vat. — VI. 17. niamitjai veisun pixe rrih' 
Jane iwlui*!: jtolXfii ryaoi' tiDr evtifiMv tuw iovdaiuiv; dnit no)JMr 
irrifttov toi^a Vat. Hcbr. — v. lö. managni ank in itulaia; no)Xr^ 
j«ß f.v rg iovdoiq; Htt TToJlAol h lovört Vat., Hebr. — v. 13. jah »Wt- 
dfdun hnma rwla: Y.aiye ra avfKfiQona c(h^> ^yov, älinlich Vulg.: 
aod ot laudabant oum; xcei %oig i/fyotv othov ijUw A*)'ow£g Vat. — 
»pUlodmiuu : f^^ifs^ov; i;ffoi« ixtf^govrig Vat, Hebr. — VJI, i. fumrffs 
ioiV«.w/r?m.'« ; zrjg ßägeoM; Uqofaa}j^/.t ood. 108; i^g ßaQ, ir Uf. Vat, 
Vulg., Hebr., auch cod. 93. — v. 3. unti pat^t itrriuiuti sitnno: Ttof; 
mfOteiX^ h ijho^ cod. 108, Fok; ßv avar. 6 ijl. cod. »3; fttg afia t^ 
Tjkiift Vat . tiäquo ad calorom soLift Vulg, 

3. iUH dem Eära. 

1) Namen, v. '22. naitofapei-fi: i'eni)tfHt9ei cod. 93; vntat{ 
Vat — V. 29. tuibav-is: vctfim- codd. 9;i. lOH; vaßov Vat — v. 31, 
ailam-is anparis: aiAä/i hifov codd. 19. 9». lOU (i;JUi/i ^t/^r Compl.); 
tJiUi/i<f^ Vat. — V. 'i'2, eri'roffi-««.' i^'^/i flod. 19"; tjläft Vat — v. 33, 
atM'S: aviu oodd. 93. 108; tuvui V:tt — v üh. amnai-ti.«: ^»^aa cod. 
19. iU8; atvotö Vat — V. 39. iaretm-i»: la^eift cod. 19, m^i/i C(idil. 
98. lOH; ijß«/i Vat — v. in. kaidwfiei'is: xtifiiipi cod. 93; aod- 
^fif^ Vat 



DIU UBCCHrrOCSK DKS uor. A. T. 



ääb 



i) 2)ihIeD. T. 36. .9. k. g.; ^lorxomtK «ixooir^ip codd. 19. 93. 10t(, 
KUOll codd. U. 55 niid Corapl.; t^tavtöaiai «x. VutT — r. 39. /miffjfK/ii 
.1. r.; z'Vj(« (J^xo i?r70 cod. 11'; x'^- *(«' ^- *• cod»L 03. 108 und rompl.; 
xiiUoi y.itti Vat. — v. U. /ta ptiAundJa J. q.: dtajjhot i^t'^rMvxa h'§ 
cod. 19'"; Aox- nevrrpioiTaf^ Vat., auch codd. 19. 9.*). lüB. — ?, 17. 
.^ /. ff,: rQtaxoatoi ■rfftaxotta f^iig cod. 19^; r^iaxoaioi Etwiatr^t^ 
Vit, auch codd. 19. !»;i. lüB. 

3) V. 16. »iuHt^hund jah -A.-' ^i'O'i^'ii^a xcti oterta codd. 19. 93. 
108; ^j'rn'jjxo>Tflf>xrw Vftt. — V. 25. jah xafira: xai x£^»^d codd. 19. 
9S- 108. xo^'^f^ Vat. — T. 26. iwiVfts rama: avdgeg, ^/tä cod. 19* 
(pv^et; ri}ff Qtjtia cod. 19); t/ot t^j ^afici Vat., auch codd. 93. 108. - 
Y. ä9. rairo» n«&«rw; KvÖQtg codd. 19. 19** (valiav cod. 19, fa/fa« uod. 
19^): not vatiav codd 93. lOtS; tiw wx/Joi' Vat — V. 41. sunjus 
asabis liu/mtj'is: i'ioi äaäif o\ t^jdol codd. 19''. 93; ot {idoyrts r'tol 
aacttf Vat 

Für wc)i(>ro voijifhMchuiig vorweise ich aut dio am 8chlu3.Ho hei- 
gefügt«} gogüiiflbLTslölIung di'i got iind griech. tüxtes und auf die Ibl- 
guude hvßprechuug des got fcexti^s. 

Eingehendere forschungeii über die in rede stehpude haudschrif- 
t(iu*familiü werden violleicbt iinbaltspoukt« gewähren für schlüssu aul 
ort und xeit der ahfassung der got nhersetzung. Was ah«r den wert 
der henutzUni quelle betrifTt, so ist es jodonralls uuzweirelhaft. das» 
ehie ousiL-here. verderbte handscbrift von dem (ioteu nicht zur grond- 
lage seiner QbersetKUUg gemacht wurde, sondern dass er eine aolclie 
textesreceosiüti wählt«, von welcher seino eigene Überzeugung oder dae 
urteil i*achver»triinliger kirehenlehrer ihm die gewissheit gab. dass sie 
den text der Sept. in der reiust(*n gestalt darbiete und daher durchaus 
geeignet sei, $biaer wichtigen und ninhovolleo arbeit al» i|uelle zu die- 
nen. Diirür bürgt uns die ausserürdentltch gewissenhafte und sorgsame 
behaudlung dus ueuwstttmentlicheu text«*» durch dio Goten, sowol die 
treue des ilborsotzers in der widergabe des Originals als der in den 
niblreichen gloSiten hervortretende eifer um die spätere Verbesserung 
deä testes. Auch gibt ein schi-ciben de» Hieronymus. welches weiter- 
hin noch beräck&icbligung finden wird, ?engni.s von einem .so sorgsamen 
Verfahren gerade mit dem alttestaiui^ntlichen texte, wie es nur aus der 
grftsten gewissi'tihaftigkeit im vereine mit der hi^cbäten Verehrung des 
hibliüi'hen worte^ hervorgehen koute. 

n. Dio bosohaffonheit des got. textes und »ein verhält- 

niB zur vorläge. 

Das verhriltni.*^ des Sept-cod., auf wolch>>m die gnt,. fibfrsetzung 
liHnilil , /.ii 'Im rodd. in. 9:s. 108 ist HO aut'yufaaseu, dass beide teile 



"*';jh 



auf eine gemoinsaniß «luelle 7'ii '. ü. Ucv texl »hmm jj**'" - -»n 

ori^finalt) int in v6llig ungetrij _i _ _ uheit iu k«iofni von liv _ A-ii 
enUialUn, woikr in d(>n codd. l'J. 93. lOd noch in dnr vorlago den 
Goten ; licide warm cornipt^len iiusgeäot?:t. Ks iat also leicht mOglirh^ 
dass der grlech cod. iv& fibersotzers Kuweilen <Iort eiiieii Bchröibieh- 
ter enMiiöH, wr> dio ei>»t«reit inügeKamt oder zum teil die ursprüni;- 
Uclm IcäArt hcwalirt Itahcii. Daber darf man den text der oodd. 19. 
93. IHM nur i*o zur beurtetlong de.s gol. verwenden, dnss man im ein- 
Mlnen falle, wo der gut text abwfiicbt von dem text« dioot-r griecli. 
huudächriflen, die luögliebkeit berücksichtigt , dase vielleicht der ähor- 
aetzor in ifeiiier voijaxo eine abweichende lesart hatte. '' ' is gilt 
diesw für da** slfirk an<< dem l-'-bra, wo die jjiö.Häero \- i;iig xu 

schrei bfchlont vielfache abtveicbimgcn der einzelnen haudschiiften in 
den DanK'm^formen wie In den zalileu herbeirohrte. Dagegen in ilem 
«bücke aus Nebemia stimt der got. tevt geuau mit dem texte 
des cod. 108 dberelu, wAlirend der ood. »3 niobriacb von dem 
cod. 108 und dem got texte abweicht, zum teil bceinfluäst durch audero 
grieeb- bandsthriflen. 

Wait '/.unächst den allgomeinoD Charakter der iiltteslamentliohen 
Übersetzung betrifft, so ist, nach den erhaltenen Überresten zn urteilen, 
wie im N. T. so auch hier gewiäsenhafte, möglichst w<'irtliche 
widorgabe des Originals da^ leitende princip gewesen. IHc hohe 
ohrftjrcht, welebe den Goten vor dem bibliBcheu worte beseelte, hat 
sich auch auf den hiblii^cbun Wortlaut erstreckt, welchem er mit mög- 
lichster treue Eiich au/.U'ichlicsseu bemüht gewesen i.'tt. Jedoch hat ihn 
dieser grundsatz nicht verleitot zu pedimtisibcr Ängstlichkeit in der 
durcbführung; nicht mechanisch bat er denselben befolgt, sondern mit 
yerstttud und gcschmack den geist dor eigenen spraobo biM^,' ' 'i/i 
und die versUindlii'bkeit des sinnes für deu loser. Wo di' lie 

widergahe bcsoudero Schwierigkeiten machte, dem texte ein ungefOges 
oder uuvcrstündlii-hes gc))räge gegubi-u liütte, da hat er keinen anstand 
genommen, von i!er herscluift dfs bucb^tubens sich zu befrtden und 
mch auf die widorgabe des sinues zu beschrtUiken. 

Ucr enge anschluss ao die vorläge erstreckt sieh sogar auf dio 
Wortstellung, welche streng gewahrt i«t, wie es aaob im N. X» 
geschah. 

Im Wechsel von synonymen folgt der flbenietzor fttet<s den 
griech. (exte: Neb. V. 13. 1&. 18 XaAs: mamtgm; V, 17. VI. 16 fCH-ofi.- 
püiHa: V, IH .-rJl^.Voy; fiUtmn. Vit, 2 &vQai : /uiurthns; VIT, 3 .n>M: 
flauronü. V, 1.1 Vn, 5 vt'ain^; /V^tnVi- V r:.. VT. ir, .'»//,.- „nft 



DiK hbvcimtOckr dm oot. a t. 



iM.7 



VI, J4 mv-ttlttr: itn'h'uhmi; VI, J6 tnhiov»: MS-fitUjan. V, 13 
tht*: ^i/'. VI. 19 iliyw: foiiidedun, 

Gmch. vorlia coniposita gibt or bcstAndig tiurcii got. compo- 
siU: Neil. VII, l irt-tati^aa: tfo-mtitiu, intaxi/rviaifat: ga-vcisoH. 
V| 18 ht'ltxTä: ga'Vnlidtt. V, ift fft'i'-jj//((fvo(.- ffa^iisanan». VI, H 
dl'»- r*ÄJj7v; its-iitthnu. VJI, 3 ai'-oi)'rivat: tts-lu^nu, ava-rsltlr: 
ttr-riHNaiL V, J3. VU, 2 h-tuü/^fn^f, -aio: ami^ban/f.- VI, 19 
ffji-ifntiXe: iu-sandida. VI, IG irr-imae: at'draws. 

\)\f hoideii (^in/igon aiisnahmon siinl: VI, ly ix-tf^Qetv.' sjnttoH, 
wo lu&ii tts-fp'lfon (T,uc. 8, ;jy. n, lu lor di-i^yelaifm) crwftrUtt, und 

V, Ifi Mtfiaxtüa: svinpida, woifiber unten noch zu $|>rocht!ii ist. 

F&r ^ccb. verba simpllcin stebeo meistens got simplicia: 
StU. \\ IS .TOielr: tnujatt, 17 i'(ff*^^"t' fp'muti. T, 15. VI, 18 JUiii- 
ßaveiv: nimait. VI, lö (txuitiy: Imu^an. V, 13 ahelr: haejan, 

VI, 16. VII, 2 ifDßtla^ai: offan. VI, 19 tfftßeiv: offjan. V, 14 ^^5/- 
d^r.* matjan. Vj 15. 1?* ßagirreiv: hturjnii. VI, II ritV\teTkiv: prafftt- 
'}"" V, 15 Kipierfi»-.' fraujiuon. 

IliiHs (1«r ilbersetziM- xuwDilen, no das wusen soiner spräche oü 
ihm aiigemossen crechcinon Hess, von dm utieng w^rÜichßii vorfahren 
abwich UDil den griecli. text iu freierer weise widergab, dafür bieten 
sich die folgenden beUge: Neil. V, 18 xo* .r^öfi toiton; a^tov tijg t)/€- 
fioviais fiov nix Itt^itfia^ öii (ßuQwr.i^t^ th f'pjt»' hii %6v },aav xovtnv; 
jah ana />& alla hlnt'f fauratuapict's ma'nis «' sokida in pis ei ni 
knitridedjau po nmnagrin in paim raurstvanif in der Viilg.: 
in^tupcr ei iiuuonag ducaiuä uiei nou quaesivi, valdo cutm aiteuuatus 
erat populus. VI, 17 ymI iv taJg Si^tie^^S ^xe/iw<; noKXoi ^aar tür 
hftUuiSV xtiiv IftiAuiirty, lüv a't t7nato).ai avitoy i/taQti'ovnt .T^fn: ttitßUn' 
TUt'k «i itii/i/a ijQ-/oyro irgn,: oi-rnvg:: jah in dtiffnm jmnaim nunwgai 
fxisuH pizp reikjniie iitdatc paici sanäidcdüu aipifitulans du 
töbeihi Jfift tobfi'us du im, in derVulg.: sed ff: in diohüa illis mnl- 
tae optimatunt Judaeorum epistolac mittebantui' ad Tobiam et a Tobia 
veniebant ad oos. VI, 19 xo/y« xd avftff/^na mh^i ehyor ivmnov 
finn: iah rudidtilun imttm vaila in aitdvattjf/a ineitmwma , in der 
Volg.: siod et laudabant ewm coram me. 

Iiier/,ii kommen froiheiten mehr geringfügiger art, so im Neh. 
dut wähl got üompoHitn fnr griech. Hiinplieia: VII, 2 olxoäofttlv: ga- 
limtjuH, V, 13 Ttoulr: gn-fanjun, V. 16 KcäaD-tu: ga-staiilan, VI, IG 
ttlitot'f: itf'fuPjntt, yij'wäöxtif; uf-hmnaUf V, 17 ^ri^^iv: und- 
Htmau FOr die intensive liraft der parLikel ga-, welche tiier zur widur- 
g«bc griech. «irapticia 3 mal, für griech. composita Jmal verwendet ist, 



3&fl 



oniuopr 



rergleiche man Neh. V, 13 )ah tfa-iaoideäHn paia vaurd „and sie val 
braclilen das wort" mit V, 15 ip ik ni tariihi svn „abor ich hl 
nicht 80 gehandelt" (vgl. Bernhardt „die partikol ga- als hilf&mitt 
bei der got coiijiig,'* in dieser zoitachr. 1. 15» fgg). 

Aas dem Ksra fllhro ich liier an den wodisel in der nidorgtibe 
doB 1-70/ vor den nameu; t. 8 und v. 30 — 42 ist der Qom. plur snh- 
ius. dagegen v. 10 — 24 der gen. plur. suntw genetzt, abhängig von 
dem folgenden swhlwort x. h. v. U mn/us xaxxamttjs .p. j., \. 13 sunice 
adoHcikamts .x. J. q. Der zweck war vielleicht, durch den whcIispI dw* 
casus die Eintönigkeit etwas xu mildern. 

Ich gebe nnn zur beschuffcuheit des textes Ober. Derselbe 
itffc Ein zwei stüllei) mit unrecht verdächtigt. 

Keh. V, 16 sind die worte jah allai pisai filusnai aufgrund 
der vergleiohung mit dem texte des Vatiiranus von Lf^be, Heyne, Bern- 
hardt durch eckige klammern als gloäse bezeichnet, bei Massiuann gant 
fortgeUs»en; sie werden aber durch die oodd, 9'A und lOH: .tnvti iiTt 
frl^i>et- navji xtp hnji al» urspränglicli beatätigt; nur ist ^oA ein- 
gelugt 

Ferner erschien Neh. VI, \\ paiei prafstitifditn mik gegenüber 
dem 0' ^oar (foßhQitJovtiq fta des Vatirnnua einlo» und als Schreibfehler. 
Lohe sclilug die iUideruiig in pUihfiideüti» vor iKor. 11, U», •.) lür /x- 
(foßilv), welche Mas»mmin und Heyne uuslührten, während ßernhardfc 
in ihv Aberlieferteu lesart eine „willkOrlicbH änderung" Rah, „indem 
der Qb4Tset2er tumtoäs daran nahm, dass den propbeten unlieilige« tun 
zugeschriebeu werde." Nnn laa aber dpr fibersetsier ^i^idixovv „als 
ermahnton" (Im N. T. häufig z. b. Uftm. 15, U. KoL l, 28. Kor. I. 
4. U. Thess. 1, &, 18. J4. dafilr Utlgjan). Forner hat pmfsijan nicht 
bloss die enge bedeutang „trösten,'* tonJorn auch die weitere „ermah- 
nen, vermahnen," so T-uc. ä, I6r wunayuppan jah nupar prafstjundf» 
piultsjrilloda managein: nokXa fiiy olf xai frtga .-Ea^axuAüi- iv>ffyt~ 
ki^eto tov htfiy (Vulg,: multn qnidpm et aliji exhortiins evangelizahat 
popnlum). In diesem sinne ist iran nnch hier ptafstidcdmi im verute- 
hon und mit dem hovdhovp der codd. 93 und 108 aehr wol zu Ter- 
oinigcn, die än<lerung in pfahsidcdutt also uubereebtigt. 

Dagegen scheint der teiit de« Xehemiastflekes an mehreren atoUeu 
corrnptclen erlitten zu haben, an welcb**n muii bisher keinen auntoss 
genommen. 

TI, m verlangt der grii>eh. text n- nrf'trdttoi^ ni'-n'n- m nuyonti 
iae statt des ßberliDferteu in ausoua ijn: Das 1; ist viilluicbt uudeul- 
licb gcBcbriebeu und sieht daher dem 8 ühnlich, für MiAnn eigcntTim- 



btB narCdstCcitK bis üov. A. V. 



S&9 



* 



iiclie goüiult im eod. D die Bcfariftprobt; hRi Lölie tom. n tab. 2 eu ver- 
gleichüti ist; oder t-w liegt, liier ei» schroibfeliler vor. 

Üröasere schwiyrigktitcu macht V, iti: jah vatu'!tv pUott bifurgS' 
tHuidjaus »# sfiinpula. Ab» uji»wei feihafte bedoutung des als simpWx 
nur hier begeirncmlen verbiiin >T/»i/j;«i* prpibl aicli aus (Im coropo- 
üiteii uud wi'jrtern ileHHolhim sUunmes svinp-Sj svinp-ci, ga-svinp-jnn, 
m-sänp-jan, ga-srinp-wm ..stark. Vrtlftig machen, stärken." So 
findet mau bei Schulze im glos^^ar und im Wörterbuch und bei 
Heyne im glossur; so auch bei Leo Meyer, Ootische spräche 8. :i'2l 
„btiirk machfU. iiefcstigüu." Uagügcn fügt Massmann im glossar die 
ganz, unvermittelto bedoutung „gewalt antoo" hinzu im aiiachluas an 
Lohe, welcher angihi: „gpwalt antun, hindern" und au unserer atelle 
ilbpr^eUt Jiut: nun prohihui. Luhe hat dioae etymologisch unberech- 
tigto bedeutuug jodenfiiUs nur aati dem gründe aufgestellt, weil or 
Bonst keinen dem Zusammenhang angemesseneu sinn in dioae stelle zu 
bringen wuatc. Ucrnhardt gibt tüo Übersetzung: „die arbeit des haues 
Ycrbtärkte ich nicht," stellt dieselbe aber durch ein beigefügtes frage- 
xeichen als zweifelhaft hin; nnd das mit recht, denn man kmm hier 
nur übersetzen: „uud das werk dieser maucr habe ich uicht stark 
gemacht.'* Das poi^Bt allerdings nicht in den Zusammenhang, welcher 
gerade das gegonteil verlangt: ..und da« werk dieser mauer habe ich 
atork gemacht." Was Jen anstoss liervorruft, ist also die negatien. 

Wie las nun der Übersetzer in seiner vorläge? Die codd. 93 uud 
11)8 haben: xai iy f^i{i rnv xilxuv^ tot-roy oJx xorioxifff » *l«r Vatic. 
mit den übrigen griech. hsa.: xa/ h tpy^j xnv tet'xovg rovxutv ovx h.Qa- 
tifla, die t'ompl. ohne uogation: xni iv ^q/ii» tov relxoi% lot'iwv 
inQÖvrfla, ohne negation auch 1) die Vulg. : quin potius in opere muri 
aedilicavi, 2) die syr. und die arab. Übersetzung und 3) der hehr. 
grnndtexL Die codd. '.d und 10h lesen zf/i/'i>xr"«: /Miioyn'j hat man- 
cherlei hedcutuiigeu : 1» zu krÄfleu kommen, 2) die kraft haben, ver- 
mögen c. inf., 3> etwas erzwingen, wollen, sich anstrengen, -i) absoL 
die überhand haben, behalten, obsiegen, überhand nehmen, sich behauiw 
teu, 5) bezwingen, besiegen, überwältigen^ 6) bekräftigen, bestärken 
(Rost, griech. lex.). In «elcher von diesen bedoutungen man nun 
xoryo/t-oa hier HulTaxsen mag, man erhält mit der negatiou keinen dem 
zusammenhange geiiiigi>ndeu sinn. iJbtst mau aber <.Ue negatiou fort, 
90 üchcint dio geeignetste Übersetzung: „und bei dem werke dieser 
muuer habe ich die oherharid behalten, habe ich ubgei^iegt." nämlich 
gegen die feinde, die Hanutriiauer, welche die wider au frichtuug der 
maaern von Jerusalem bindern wollten (vgl. Nch. cap. VI). Dieser ent- 
spricht genau dem bebv. grundtoxte: 



S60 



otaajon 



•nptnn nsiTn rramn fCRbsaa ar 



„und Bueh im werke dieser niaucr liabo icli gosieijL:" u.-aii Tr-rnn ist 
io der bedeutung „atark werden, üiegon" gebraucht Chron. IL 36, ö. 
Dan. 11, .S2, vgl. Gosenius, handwrirterbucb der hebr. s[tT. ». 279, und 
kann auch hier w> vßrstaiidcn worden, v/'w es d^r griech. Obersotzer 
üftenbar getan bat Ks spriebt demnach gi?gon die negatioii: 1) der 
hebr. grandtexi, S) die Vulg., die syr. und die arab. versiün, 8> die 
sinloaigkcit df>H t4?ito8 in den codd. D3 und 108. tn dit" vorläge dii^ser 
beiden hondachrifteu raag dos nv-/. eingednuigeu sein aus anderen griech. 
handsclirillea. wo es dodiircb verauluiföt wurde, dass der unniiiielbar 
vorhergebende und der nacbfnlgendo saU die uegatiun r)Lx entbAlt; 
xayto rtrx inoitpa twrwi Uüd «ypov wx ^xiijoafti^r. 

Ferner steht m unserer stelle dorn compositum xar-Ze 
das »implei siiinßitia gegenöber; das ist verdäobtig, denn wie oheo 
gezeigt wurde, Ui die regel befolgt, dii« gripcli. comiiö.-^it-r durch got. 
composita wider/ugebcn; h&ulig Mud sogiir für grtecb. üimplieia got 
oompusit-a eingetreten. 

AuRserdüm ir(t sriu/ijan als siuiplox sonst nirgend gebraudiL wur- 
den, sondiTii nur die touipoiiitft ga-scin}ijun und in-stinpjan, sowol 
fTir das compositum ip - övraiinvv, wie fQr die simplicia (ivvniiol'f und 
x^irrttiovv. Demnach i$olte man hier einü von diesuii beiden compoateo 
erwarten. 

Nun sind nach Castlgliono im cod. D die feinereo atricbe der 
bachntaben meistens nicht mehr erkenbar. Man wird also von dem 
Worte «i im cod. weiter nichts erkennen kJinnen, als din drei gruiid- 
striche, welcbo man lesou kann eutwedcr als ni oder aU in: tut man 
das letztere, so erh&lt man insvinjiiila nnd ist damit ans alter Ver- 
legenheit. 

Der üoto hat, wie ich meine, in senior vorläge das eflViibiir feh- 
lerhafte ot'x noüli nicht vorgefunden oder durch vergiuicbung luit der 
lateinischen vereieu (vgl a. 275) die verdorbnis des textes erkaut und 
ovx ausgfln»«en, das vieMeuUgo vorbum xono/rw nicht aiifgefiutst aÜd 
„die obeihand bebalten, siegen." sondern wol durch iöxri;, io^fi^os u. a. 
geleitet aU „stark niaebcu" und in folge dessen wie h-dvpofioiv fitter- 
Hetzt mit iti-:>rinjijaH, das griech. compositum durch got. evnipositt 
wie gewiMiuUch. 

Im Nob. -texte errcgt*u noch einigt: uamun kritischen ausiuss. 

V, U artarksairhiws : »eiu^4>(r|or codd. 93. luw. die Abrigen: 
aprattno^ftt die Vulg. Ai K«'intt' man dit?tinn i. i 

gehitrgi'rt. bei den 4fOteii no wAre eiiii.< im \<m 



DM onucnsTOoKB Dta otyr. a. t, 



Sfil 



zogeiie dmchiebuDfi: von r wol uiüht unniO^licb, OasB or aber nicht 
eingc'bOrj|;ert,j Hi'ndom dwm fibwftelKer iinliekaiii war, ztigt Aia flexion. 
Deim ilie p(j()utü.rt;u namen auf -t^ babcu ille lat flexioii erbalt«D, so 
heroths qikI herodis Dom. und gen., loAd»»«» und /o/Kr/mitf nom. und 
gen. Hier aber ist; die got. form offeiiliar erst «acb dor vorliegendan 
griecb. gi;btldet, nie if/saniaus iiacb Ataofi'r;r Luc. S, 1, mattapi^tm 
nncb fientaifiov Luc 3. 26, wovon dio nomiiiattve Xvamtag, fiatto' 
^ing lauten. D»r gen. auf -m> Uesa den öbyraetzer auf einen nom. -o( 
Hchlieüflen und veranlasste daber die got -»-Dexion. Da nun derübor- 
«etzer büi uubokantcu uanivu sich ganz genau an dio vorliegende form 
nusühlüss» so kann von ihm der zusatz des r nicht berrttbren. Einem 
echreibiT aber morbLe es sehr Ipicbt begi^gnen, d:i«ft ihm hier, wo in 
der ntrhergi-bendeii »übe rf^ in der oacbfolgeudcu rk lü schreiben war. 
auch In der mittleren ein rk entechlOpfle. 

VTI. 2 ist riii* avavi'tj zuerst ««««(7«, dann aiiafiritn go.scbriehen. 
iJa aämtlicben uamen auf -la? im cod. D für das i ein ci = t zu teil 
geworden (tflehe s. 387 t}. so f&llt dJoform unnnun dudarch auf« dasa 
tfie für / nur » zeigt, PairK hierdurch ffir die bfidea völlig gleichen 
nameu, durcli welche vorseliiedene pei^oiiea bezeichnet werden« eiue 
unU'rächeidung be^rirkt worden solte, ist nicht glanblichs da aucb im 
grieob. texte die uuteräcbeidung fehlt, welcliu im hobr. allerdings voi- 
hundou ist und ebouiiio in der Vulg. : Hanarii und Hunaniae. Man wird 
den gruud für die Ungleichheit der Schreibung wol nur in der flücbtig- 
keit ßine» Schreibers oder in der häußgen vertant-xbung von n, i und e 
zu suchen haben . wie Kol. 4, \b laudeika'm neheü lamlekaion , Luc. 9, 8 
hdias^ V. 19 heleian, v. 30 lu^iaa, v. 33 helijin, v. 5-1 /M?V<-ins. 

VI, lö ist dttr name des monats unleserlich, ebenso die endung 
von ttieno-: „sub sf|nalore latet" bemerkt l'iipström daiubpr. Er hat 
zu mettops aom. sing., nom., acc itlur. , mniojt daL sing., nienopum 
dat. plnr. als gen. metwpis angesetzt, wonach die ttexiou dieses wertes 
auf drei stimme: me-nop-, ntnwpu-, tiwnopd- zurßokgiongc. LAbo und 
Majismann haben den gen. mmaps angenommen, wodurch die Hexion 
auf den dental- uud den u-stamm beschränkt wird. 

Als monäUname ist ailalis ebgesetzt nach dem Uwl des Vatic. 
und der meisten griech. hss.; cod. lOH bat aU.ma, cod. 93 alotl; 
jenes a ist otfeubar ein Schreibfehler für /, welches die hebr. form 
verlaugt In der gemeinsamen quelle beider handscbriften wird also 
wol a)J.m). oder aXoi), gestünden haben. 

Verdüchdg L»t auch der flcctierte genitiv von iairusatcni, 
welchen man zeimal kurz nach einander antriflt: VU, 2 fauramapija 
haurys ittintsalcms und v. 3 ni »stuJwndau dfwrou» ktintsul^ms. Im 



2&i 



onKLorv 



N. T. ist dür uuniL' uinit'i.uitfil f^ebraucbt, alu gtrii. hw. ti, 17, ^Is dat. 
Marc. II, 1. Luc. 2, 25. i-'i. Kor I, IG, 3 q. n, Üborliauj4 siml ilorl 
die auf einen coasonauteu ausser s auslauten cli>n ftlftdt^namon dnrcli- 
ffÄügig urifloctiert goblicben. z. b. magtiahu gon. Marc. H, lo; ?>/•/'" 
iaihaim dat. JoU. 7, 42; kafarnaHtH dat. Luc. 4. 20; namraip duL 
Marc If 9: hrpsfagein dat Marc. 11, 1. Lac. 19, S9, so oucli liu K^ra 
die gonithe haräapiauräm v. 25, üicro^ v. 2ö, mahnas v. 27 u. u. 

Foruer ist die art der hier aogewanten gcniüvbilduug nacli dei 
analogie von hropr-s. imurtj-s, tHilttfi-g, vniJit-s, uaht'S, man-s durtdi 
aofügang des genitiviüchcn $ an den consonantiseU auslautöiidoD stuiuiu 
bei don fremden cigennameu ungewöhnlich. Sie ändvt sich nur bt^i 
Vücalisch auslautenden nunieu: laivvt'i-s, mailkei-s: lAvtt, fte^Mi Luc. 
3, 34, nugtiai's: vayyal Luc. 3, 25, naitofapei'ft : vetoHfa^tl Est. v. 22 
ILA., ftUftgerdem bei zwfi nuinnernamen aur-i-ji;' ^f/maion-s Luc. 3, 2^, 
t^afOH'S Lue. 1, 6. welchen jedoch die gouitive satilnumou-ifi .loh. lO, 23, 
sttimort'h Maro. 1, 16. 39. Luc. i, 36. Job. ß, 71 u. ö. ftalmon^is, 
7ifi}nt.<S'm-ls Lur, 3. 32 = aifiBcaVf oaqvy^ üolofuaVj aifitaVf aciKfum', 
taaofjf'ir gegenüberstehen. 

Der umstand, dass hier beide fonneD tibereinstimnieu , kann für 
ihre intwgritSt nirht gerade schwer ins gewiohl ("allen; denn oino out- 
Stellung wie die vorliegoude, welche eine ftcLeiubaro anomalie. das feh- 
len des (lexivischeu s, beseitigte, zog syhr leicht die spatere flndHnmg 
der benachbarten form nach sich. 

VI, 16 stehen den genitivon wiuf(inrM*'\ und haruknvji lu dt-n 
codd. 93 und 108 die formen oi%iviov und (ict^uxiot gegenöber; der 
nom. da/,u lautot aijalaq and ßaq<r^laq. In der bildung due genitivii 
der männlichen eigennamen auf -mg schwunkfu die hiiiid^ohrifti*n zwi- 
Bchc'O -o und -ot. Hier nun haboa die übrigen bandscbrifteu diu l'or- 
meu oex^'/a und ßaqttxiu, welche den got. penitivforraon entsprechen, 
während die formen nextviai: und (iaqayjov ergeben wfirden saUaitin'aus 
uud bar(iAciat4s. Der üoto wird also in seiner vorläge jene formen auf 
■<t gelesüu haben. 

DnglcichmA&sig ist nusacrdem in der Schreibung beider namen die 
widergjibe deji y, in srnjahuHtt^ durch x — denn sn ntfibt nacb rpp- 
ström» aUKdificklichur angitbe im cod., nicht k, wie CaBtigUouo, Lßbe, 
Mat»mann haben • - , in barakeünn durch k. Entweder las der (Ibur- 
setzer {iagarla, d(>nn x und x werden in den hsa. sehr hÄufig vertauscht, 
oder ein Hcbroilicr ti%t dii^ Kühtild. 



1} ttwtttiiM: Afiiig Loo. 9. ä.*? m^heint mir oDtatolIt ao» difios-w,* ufMNUo-twr 
nnoUiä gta. Kor. 1, 1, lü, noin nno^Aiü»- geh&rt Dicht hlfrlier. 



HU HftcnttrOt-icB bv» oor. a- t. 



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Ebbend assolbc gilt vou ioaHan lu demseibcu versc. Die codd. 93 
und 10M haben iw»^ ^ imiHH. ebenso äw meisteu hin, Vidlsiclit 
«ntliielt diu vorlag« Utüvm', wie auch die Vulg. .lohAiian liat, welcli» 
formoti der höbr. nätier stcheu, oder io-a»-an berubl «uf ver- 
Bciireibuug. 

In denisolberi verso lüsst steh amriuit nicht mit dem vi^ der 
codd. 93 und 108 vcrfiinigcii , welches eeirins erfordert, wie ^tQQft 
Kur- V. 3*J fcintmis ergJib. Die varr. siod : r^^a^. iotga^, in der Coinpl. 
ij^t; kein« pasat zu der got Torm. Wie der üheri^ctzer etwa geltüsi^n 
hftbtüi mag, lilsst sich lUis derselbi;-!! nicht mit. Sicherheit i-ntnehmeu. 
vioUoicht liQii, j(Mieut,illa uicbt erjQi, wie Bernhardt vermutet, deuii 
diest» wQrde im uom. tuerei oder aieirei, im gen. aicreis oder aieimt 
ergeben haben. Die fonu wird wol entstellt sein. 

l>iimit ist das in dem NetL-bruchdtQck vorkommende erledigt ond 
wir können zu dem stücke aus Ksra übergehen. 

Dasselbe cnlbillt ausst^r eigennameu und zahlen nur noch einige 
appeliukiva, darunter da^ vor jedem nam*^n widerkohrendf sunire oder 
Hunjus. Dieser zu^atz ist einmal otfenbar verschrieben, v. lö liest mau: 
Mttfus atdris sunjus aieaikciints niuntehuntl jtüt Jt.: v'tai a^e^ np 
ilUiu^ cod. lOR Diis erste mtutH>i ht jedenrallä eine verlrühung des 
zweiten und daher zu ändern in suHrve, was die vurhergebeuden versc 
tu — 15 und die nuchrolgenilen 17 — 34 zeigen, jedoch nicht in sun- 
jM , wie Lobe. Massmanu, Bernhardt getan hnbeii. Denn obwol die 
asderuDg von shwius in sunjus in formeller biusichl einfacher ist als 
die in :sutiivc , 80 macht es doch der gehrauch von »unive in der gan- 
zen Tersreihp von 10—24 wahrscheinlicher, dass auch v. 16 ursprüng- 
ticb sunive. nicht sttnjus gestanden hat. 

Die lusuug vniros in den vt. 36— i9 entspricht iii den vv. 27 
und 2y dem fivd^? des cod. ioh: wid erstreitest aber dem i'iol desselben 
in den vv. 2ö, 2ö, 29. Dass jedoch auch hier die vorläge oi'd^E^ ent- 
hielt, bezeugen Rlr die vv. 26 mid 29 die codd. 19 und l^^ für v. 25 
die syr. veraion , welche nach der lat fiher.setzung in der polyglotte von 
Walton civea, nicht Ülil eiithält. 

In den zahlen weicht der got text von dem cod. 1U8 in folgen- 
den fällen ab: 

got. V. 12. 1776. V. 14. 2066. v. 15. 454. v. 17. 33:J, v 22. 146, 

griech. 2323 20.>6 654 ^U 116 

V. 24. 158, T. 25. 743, V. 26. 618, v.*7. 128. v. 3«. 1347, 





tS8 




73{ 


V. 


10. 74. V 


n. 


158. 




1074 




138 



633 



op 



3347 



tVftKJNtr 



Von den abwoichnngen <1(W got. texles firtortnergiflSertli 
uiiter»tflt7Ufig durch andere brtndschriften. 

1) durch den fod. l*'t und die rihri^ea hsK. v. 27 die tahl IS'ä. 
a) durch den cod. lü*- die zahlen: a<MJ6 v. U, 383 v. 17, 

3) durob den Yntic. mit den meist^^n hss. die zahlen: 454 v. w 
748 V. a5, 1347 V. :j8. 74 v. -lo. 

¥]d hloihpn aluo ohne untersiflUung die zalilen: 

1776 T, 12. J4« V. 22. 158 r 34 , 15S v. 41, 613 v. 20. 

1) y, 12. jiimtiäi M. u tj. — 3332 codd. vj. y;». I08. 8382 
uod. Tl. 1338 cod. 44, 1333 die Qbrigen codd.. die vertdoaeu und dor 
hobr. grundUxt 

ü) Y. 22. .#•. m, g. — 116 codd. I». 83. i»Jö, 56 die flbr codd^ 
Veras., bebr. grdt Wenn man .m. in .%. ändert, bo bat man 116. Aooh 
die uamensform naitofajms stimt in diesem veme zu dotjenigon dos 
cod. 93 gfgen die flbr. hss. 

a) V. 24. .r. n. h. — 198 codd. 19. IÜ8, 43 cod. u» und üu 
teil der übr. codd., 43 dor andere teil, versa., hehr. grdt. 

4) V. 41. ,r. «. h. — 138 cndd. 19. 93. 108, die meisten Obr. 
codd.. Veras., bebr grdt. 133 codd. 44 106, 148 codd. llt\ U. r,ö. 

Die zaiil 138 wördo 2U sehreihen seiii .t. k. h., die uibl 14S 
r. w. h. Wonn mnn nun v. 24 die iluderung von .». in .*., v 41 die 
noch i'infaohi're Snderuog .u. in .hi. vornühme, so wiirde mau dort Über- 
einstimmung mit den codd. lii. 108, hier mit dem cod. 19^ erreicben. 

5) T. 26. ^. i. 6. — 633 codd. h;i. 108. 55. 630 cod. 19. 601 
codd. 44. 74. 106. 12». 121. 134. 23«, 631 fibr. Cödd.. Vulg., arab.. 
armen, rer«,, bebr. grdt. 633 wöri^ xu 8cbreil)eu j*. k. g,^ 63() a-. k., 
601 .X. a., 631 .X. h. a. 

Ein den zahlen eingcfiigtc» /w/ zeigt der cod. lu8 v. 10 tiüaogä- 
xovra xal öt-o, v. II «i'xooi nai rgd^, v. Ifi ivvtrr^xona xai nvti 
t. 18 ^xenoy xai dtxaÖvo, v. 29 nerrTpiona xai dvo, v. 39 xihot 
Üi-Au friTo. Dass dieses y.ai ächon in dor vorläge des cod. 108 cntt 
teu war. zeigt die beisiimmuug des cod. \*3 in den rv. 10. 11. Itl. 31 
39, doB cod. 19 in den vr. 16, 18. 39. Da« got ja)* entspricht nt 
V. Iß niuntrhund jah Jt. , ch fehlt also iu den w 10. 11. 39 mit beistiro " 
mung de» cud. 19. v. 18 mit beistimmung den cod. 93, v. 29 obue 
Unterstützung eines cod. 

Bei den nanien findet sich jah in den w. 2a. 2ti. 28. 33. 40. 
lind zwar in Qbereinätimmung mit allen hus. in den vv. 26. 28. 33. \i 
übonso verliAlt es Hich mit dem /weiten jnh v. 25; das entie jah dimi 
verseB wird nnr durch die oodd. 19. 93. 108, daojnA v. 42 durrh kai-' 
neu cod. gestQta^ 



Dtm BBscnsTTm um iwt a. t. 



m 



^ 



Ks komt jotKt die krltik d«T namensforinen an di« rtith». Hier 
ist mi liprdoksirlitigen, das^ in dem FI. cap. des Ksra eine sehr lauge 
reiliP meüst^ns gnn/. uiihekunkr naiuen auR oincr rrvmdon itprauht' auf 
den abschroiber eiostvlrrate. nicht nur die 44 in den vv. lu — 42, »uü- 
dem im gair/.eii in den vv. 1 — Ol dip. zahl von 144 namon. Man darf 
aifll) nicht nundern, wenn sicli bier die aucli sonst iu den got. bs». 
nioht gerade seltenen Schreibfehler gehaafl haben. Bit^tet doch die»e]bo 
erseheinuiig das f^eAclilecht^regiüter im IlL cap. des Lucas, wo ich 
unter den 75 namen etwa 20 feblerbafto formen gefunden hubo. Da 
femer der cod. !), wie alle goU hss., etwa in die mitte des Vf. jh. 
gesetzt wird, «o gehört er jedentallrt nicht zu dun »traten abKchriricn, 
fumdem blickt schon auf eine reihe von vorfaliron zuräek; je länger 
dieiie rt>ibc ist. desto mehr gelegonheit war vorhanden zur outstellnng 
der ursprünglichen formen durch die »bschreiher. Dazu koiut. das» der 
cod. D, wie die übrigen got bss. ausser dem Argenleus und den beiden 
Urkunden, «-in palimpt^ost ist. dessen losung nach CastigUone ganz 
besondere Schwierigkeiten macht; nulo tarnen dissimulare pagellam 
omneni ita esse rescriptam, ut Uneae recontioriä scripturae lineis rcte- 
ribus im|H>EUtae siut. neque illanim uUa pars perspicue appareat (siehe 
Lobe. vol. I. s. 353). und an anderer stelle: omnium eodieum scriptum 

spatiosa et cras8a est; quaiiuiuani in i<>dru, Nch primarii qui- 

dem litterarum duotus pinguoä admodum sunt, verum alii qui sunt 
qniilem nexn» mHJonini, ndeo tenaiter pinguntur, ut nulli jam 
appareunt: itaque complnra verba rectis tantum liueis coustare 
videutur« quae res Icctori littciiis singulas et voces anquirenti negotium 
multitm faucHt^it. UppstrAm bezeicbnei die emto seite 20!^, welche 
V. 8-ia6 enthalt, mit diff. leg., die seit* 310, v- 27 — 43, mit 
fac. leg. AufGllUg ist, daaa tn dem Ksra-stQck jede kritische 
anmerkung bei ihm fehlt, w&breud t^olche zu dem Nehemia-stOck 
KiemÜcb zalilroich wie «onat beigegeben sind. 

Manchu ent-stHlltu form beniht vielleicht nicht aowol auf falscher 
Schreibung als auf falscher lesung durch die herausgelmr. indem man 
bei der entziffcrung sehr undeutlicher namcn durch die griecb. form 
des Ystii--. aich leittm lies» und die entsprechende got. form in den 
Zügen des cod. D widerzufmdeu glaubte. Nur der erste herausgeber, 
C' ■ ficbeint eich hei der iesung von dem einflnsse griecb. for- 

ni> i ^ frei gehalten zu haben. 

Die ki'itische behandlung der namen ist bemudera deahalh gebo- 
ttin , weil dieselben für die grammatik von bedentung sind. Dienen sie 
ja doch vor allom dazu, die gelUing der got, Liute festzu^tellon , wofür 
wir kein besseres hilfsmittel betützen (vgL Li^be, glossar Vorwort a. 7), 



(tmajav 



Siüd ahor die iiiimeitsfönuou , aus wolchcii maii »clilGssc zi^bt. fohl 
baft^ ito inOsseD auch (Wc $cblQ:fsc solbtit t'oitltrhan uusfalloiL Ks 
ilnlier »cli'in ijainit etwiis erreiclit, wenn vuii niner iiuKahl iiiiiiiuu dvr 
nachwm» gelingt , dass sie rdilcrlmfl oder wcnigaUtiä uusiclier «icd und 
daher nur mit vorsieht oder l r uidit ult> muter iul tur dir i 

leüang der got. luute zu vt-i . sind Di« uiifiitidluDg der 

tigtfn, ur8prniiglich(>n form kernt hier erat in xweitor lini« iu bclracl 
BIO lilsst sich in den stdtonsten fällen mit n>lligt*r Sicherheit erruichcnT 
da mau nicht bestirnt wiesen kaun, wie die griedi. form in der vorläge 
des QbersetzerA beschafTen war. Corrocturen nach den ans den ctidd 
108. 1*3. U». 19" als ur^piflnglich erschioüSüuen lormen haben dahor 
vorzn^swei.'^o nnr den wert, das» ain fiir eine erneute leHunjr dos cud. 
als Wegweiser dienen können statt der bisher allein dazn beinit.Kt-en Tor- 
meu des Vaticanus. 

Von den got. formen stimmen nun genau mit denen de» ii.>ii. i\ 
Gberein die folj^t'nden: v. 1'6 adoiKiikumis: ddumacifi, v. 20 rf^^bmri4 
yaßiq, V. 23 anapoßis: am9(69^y v. 25 bcrop: (ir<gto9, v. 26 rama Jnh 
gahaa: tT^ (fUfiu xui yaßad, v. '27 makinas: ftaxiidc:, v. 21t mtl' 
vaßäv, V. ;iJ ailaiws anj>aris: uildfi frf'poi', v. 33 mws: mtu , . i 
eiaireihms: U^x<^t v. 36 ainnu'itM: hvaä, v. 36 iesuis: i^aov^ v. 39- 
iu»rt»»s: tagifi, v. iO tpsitii:: lrj<Jov. 

The grie<;h. formen werden zum teil nur durch dun ciud. lUH and 
desuen verwautc gewflbrt: v. 23 vaftai codd. 108. 93, v. 31 aUä/j rri^ 
ffov codd. lud. 93. 19, T. 33 dyoi oodd. 108. 93. V. 35 iyvad codd. 106. 
19, V. 3!» iagift codd. 10t<. 93 = ia^eift cod. 19. 

Die ßbrigeu naraen weichen mehr oder weniger von den fonutsn 
de» cod. lOB ab: r. 9 icuxümus: ljx>tx<^ia, v. 10 hawiuis: ßctfaia, 
T. il habaavis: floxxf, V. Vi aitifadis: daidd, v. l-I hagau'ia: {tayot 
T. 15 tnidinis: iööt , v. 16 airiris: ätfq, V. lÖ aicaikciTnis. il 
V. 17 itassatta: ßaad, v. 18 torms: mqrii, v. 19 assaumis: aad/i, V. 
hiaadipifwin : fii/^h^f^, v. 22 naitofhpi'in: viriHfcni , v. 24 aannjpU 
dfiwtt, V. 35 kareiapiatireini : y.aQtaitiaQin, xaßra: neff^QÖ, v. 28 btt 
pUis: ßati^l, aai: yatt t. 30 makebia: ftüTißüi;, v. 32 eeiramis: »i^ft, 
V. 33 lydtionMein: IvdötuvaslÖ , v. 3H aiiltittins: Uddova, v. 37 m'nttmi- 
riiut: iftfti}if^ V. 3H faltasuris: t('üSdä^, v. 4ü kaidmtu'^is: öiAtii^ 
V. 41 odueiitts: wdti«, ftsaim: datufdit, v. Ai saißm*mis: aeJUoi^ 
aic .: ttu^Q. 

Von diesen got. formen werden einige unterstfttzt durch die ver 
wanU'n des cod. Iü8, 

1) durch den cod. 93: v. 32 »aüofa/ms: vfttiHfa&ti, v. HO htvl' 
mcieiis: xt4fu^, odueiins: to^n'ta^ v. il asaltix: äadtfj 



biK BEVOavrOCKK fM OOT. ^ T. 



i«7 



ä) ilurub den cod. 1!»: v. 12 asguäin: dayai; 

3) durch den cod. It?'': v. 32: eeiratni^i: tft'eäft. 

Hier siud din Schreibfehler im cod. lüt* leicht orkeubaj*; sio ivureu 
i&Uin Uil ächuo in der vorläge dtistielbeii euthaheu, du sie von uudüru 
huudsührifteu geteilt werden: i'iiii>tfatty d&rtfiujk, atsatfcti^ auch cod. 19, 
actttd uuch cod. 9'S; utöiia cod. lOt^; tu<^ta cod. 19 statt oidoiia cod. U3; 
i;^/< cod. 1U8, f^a/< cod. 93 statt i;i^/f cod. 19 ^ 

Eiuo reihe von uameu Mtimt zu den loäarten de» Vatio. und deH- 
Bäa Turwantou: v. 15 addinis: <fdd(V, v. 16 aUiris: ä«i/p, v. 17 bas- 
saus: ßttaaovt V. 18 loriris: iaigä, v. 24 asnv^i»: aafiw^ codd, Tl. &». 
119, V. Ü& xaßra: x^^f*^» v. 3(i aiädHinx: iddovä cod. 12U. v. 4a 
<Uc . . .: attjd» Diese namen stehen mit auäoahme der beideu letzten 
ai\f der schweror lo:jbareu aeite 209 der ha. 

Üie lesurteu der codd. 108. 93. 19. 19" sind hier die folgenden: 
«od. lös. V. 15 id<J/, V 10 a^^, v. 17 {taait, v. 18 4(t^;e, v, 24 a^iw>, 



ßaaoH 



93. arfdu 

19. <(5Jt( „ 

19 ^ ai.Mt( 

V. 26 xeqtti^t V. 36 icJdot-a, v. 42 o^^q. 






n 

iddotra 



^F Deomticli wird die vorläge des cod. lOä enthalten liabeu : eddt (-et), 

^H ttS*tf, ßaatt, H0QIJK, afifiti^, attfitga, tedöofo^ öujg. 

^ D*»m fi<W( (-«() tritt gegenüber das adthi der codd. 93. 19*. 119; 

fiaatt eraoheint ab fehler nach dem liaaau dea cod. 19 nud (ioaat des 
1 cod. 121 . ofitüif als solcher nach (t^ut& dea cod. 93 und der meisten 

hss.» sowie dem n^aTr des gruudteiteB. 

Die lesartou der gemeinsamen quelle dieser hss. waren also sehr 

wahräcbeinlich: 

üSd€i (eddei, -/), aCr^, ßaaaei (-*), iw^£, atfiutif, lutpei^, ttÖ' 
Öoia, (i'CtjQ. 

Diesen grieo^. tonnen w&rden eutsprechea die got: 
ttddei'S (aiddei-s), axair-is, bassei'S, ioreai-g^ anmop-is, 
knifeira, iaidduins, a$er'i». 

V.* tiind nun noch tu behandeln die nomen: 
Si*.tj:uinu9 , ftaufniis, haUitwiti, bugaut^. aizaikeimi.< , (is^aiiiin^, 
biaaaipiiictn , kurcia^iiwireim , haipilia , (irti, nut/nbis , hjdäumucis^ 
airnnteinnSf fuU<isun$, saiilaumin. 

urr«cuii. p. imtniicua TMiLotiQaxM. no. vii. 18 




Die codd. 108. 93. 19. 19" haben hier die folgenden leaarten: 

cod. 108. V. 9 ^oxx«(«, V. 10 ßavaia, v. 11 ßoAxi, v. 14 ßayovB, 

„ 93. „ „ . . .xei . . . ovai 

„ 19. ... aiov . . via . . -xesv . . . ovai 

„ 19\ . . vatov ■■•X" ...oi-ia 

V. IC £^£Xf^^ V. 19 aooftj V. 21 ßi^d-Xesfi, v. 25 v.aqia&La^if.t^ 

» H )) » 

. . . Xf^ . . W/t „ ^€tf.l 

V. 28 ßat&Tjl, yat, v. 30 fta^ßeig, v. 33 At^dcüva»^, 

„ Ti^s yat ftaiß ... ai'tJ 

„ TTjg yrjg yai ftaxß . . . Xodadiö 

ßsü- . . Xiödtayat 

V. 37 efifiriQ, v. 38 (padöag, v. 42 oeXIov^i. 



Hieraus ergibt sich für die vorläge des cod. 108: 
^axxaia, ßavaia, ßoxxi' (-")» ßoyom (-at), e^twa, aoo^i^ ßr]&Xi£fi, 
xuQta^iaQifi {-qeifi), ßai&rjl, yai (rtjg yai), fiaxßug, ?.vddtava£i3 
(-ya'iö), £fifn]Q, (paddag^ aeXlovft. 
Ebenso scheint schon in der gemeinsamen quelle dieser hss. gestan- 
den zu haben, wo nur vielleicht ^ax^ßtoi- für Caxxata, ßavaiov für 
ßavcaa gelesen wurde. 

Die entsprechenden goi formen würden lauten: 
zdkxaitns oder zdkxaiaus , hanamis oder banaiaus , baukxeis (bauh- 
keis), baguais, aizaikei'ms , asaitmis, beplaiaim^ kareiapiareim, 
baipelis, gai, tnakbeis, lyddonaeid, aimmeris (aimmeiris)^ faddaSy 
saüluniis. 

Betrachten wir die formen einzeln: 
V. 9. zaxxaiaus. Das tcK%tttov der codd. 19. 121 verlangt zak- 
xaiaus. Im N. T. ist geschrieben zakkaitis Luc. 19, 2. 8. zakkam 
V. 5. Griech. x ist stets durch got. k gegeben mit nur einer ausnähme : 
Tim. II, 4, 10 im cod. A xreshAs: v^rig/.r,g, lat. Orescens (im cod. B 
knspus)^ griech. x meistens durch got. k^ z. b. aniiauküii : avztoxd<f 
Tim. II, 3, 11 ; areistarkus : aqiatu^og Kol. 4, 10, arkippau : a^x^ract^ 
Kol. 4, 17, ainokis : Ivtax Luc. 3, 37, wie auch in den griech. namens- 
formen das eintreten des x für x g^nz gewöhnlich ist. Ferner scheint 
im cod. D das :t; mid k znr Verwechselung veranlassung gegeben zu 
haben, denn für Uppströms xafira v. 25 und saixaindtns Neh. VI, 18 
findet man hafairi bei Castiglione und Lobe, kafira bei Massmann und 



tiiK mrOiisTeoioE he« hot. a. t. 



;tdit 



^ 



» 






tHifX-A?N«4m5 bei allca dreien. Doch blt>ibt die mDglicIikcil , dius der 
rtberaetzer in seiner vorläge yaxx^^"^ las, wie die üodd. 64. 243 die 
form s"ZZ"' rtulV.eigeu, oder dass ein ubscbreiber ßtutt des kx ein dop- 
peltes X setzte. 

T. 10. banauis =r it^ii,Miis uueb Uppstrüm; Cuatiglione liu 
batjijauiä — BfVrr^iiTu. Mus:jmiuiii banaiins = UfMt/kiTtis, welches 
dem ^uvaut dfr codd. i»;i, IttK völlig eiitspridit ; dem (iat-aiov doa 
cod. 19^ eutspriLche ^natViiu =: b/im^i^ils. Üafi« hanauis auf einem 
Schreibfehler der ^iech. vorläge horuht, ist nicht gut möglich, demi 
es ist keine grieclt form denkbar, welche sich mit der got. decken 
k6ute. Das am nächsten kommende fiavoif et^s entstellt aus ßavtm 
der meisten hi^s., würde hauaueis verlangen, du dos auslautende i 
stets durch die lAngc vi gegeben wurde. 

V- U. babnavis Caätigl. and l'ppstrOm. bahavi$ Ldbe uudMa«»- 
mauu. Das der letzteren form entäpreehende ßaßtrv ist nicht belegt, 
k^^nte abrr wol in der vorläge gestanden haben als Echreibfebler statt 
dey littßm der meisten bss., welches bahaeis erfordern würde. Die 
codd. 108. 93. lu. 19** 2cugon für ursprüngliche» /^ox^t (-«) = bauk' 
xeis oder bankkcis. 

V. 14. haggeisis Cast., Löbe, baguauis Massm., bagauls 
UppDtr. Nimt man bei der letzten form irrtümliche Verletzung von u 
und a an, so erhält man baguais ^=^ ßayovs {-tu). 

V. 16. ai^aikciiais Cast,, <iizaikeiinis = jviz^iKOiTtiis 
rppstr. Zieht man einen vuin Schreiber in der letzten sUbe zuviel 
gL<»etzteD i-atrich ab, so hat mau aizaikeiins = i^xnjc, was muu 
bei I^be uud Miij>sm' timlct: vgl. barttkeims: ßa^axic, saixaincims : 
if«Xtwu Neh. \'if 18, oducihts: loiiuvi'a Dsr. 4U a. a. 

V, 19. assaumis stimt, abgesehen von dem doppelten s, za 
aaoft der codd. i)3. 108. Das doppel-.» ist ein Schreibfehler, den ent- 
weder ein got »chreiber begieng oder der schon aus der griech. vorInge 
stamt; mau vergleiche ias:fon: idoijy KOm. IG, 21. (cod. A). 

V, 35. koreiapiwttvim. Hier ist das letzte a talsch verdoppelt; 
Lobe und MasHinann haben es daher mit recht gestrichen. 

V. i'8 haipilis: ßiai^t.l fUllt auf durch das i der zwfiteu ailbe 
statt des erwarteten e. Es mag „der Übergang von e in i und die 
grofit«e ähnlicbkeit beider laute in der got-ischen spräche des VL Jahr- 
hunderts " (liernhardt, kriL uulerü. II s. 14) öineu sehreiber zu der 
vertBuüchung vcraiüasst haben, im N. T. ist die in den namen sehr 
hflutige eudung -et : -i;^ stets erhalten, z. b. israei^ fanu^. gahrid. 
Dagt^un begegnet -i7 statt -oif tu stturaubabilis : togoßiißEk Luc. 3, 37 

18* 



^70 



riOHLOri' 



und in aijgilu», vre1cbt>s wort auch uebenfonniiD mit ~fi «ifwoist zttgtjrtu 
Oal. 1. 14, u<njcljun JU)m. ö. 38, afftfde Luc. 'J, ^6. J6. 10. 

V. 'iS. aai entbehrt der eals{trei*hen(len gn«cli, forzu, -wditbe dai 
{ae) lauten müate. Löbc dachte an falsobe verdopj-t-lung lioy a, suUt 
sich a» ergäbe zu dem ut der ConipL; Üernhordt hat fo gelindert; 
würde aber ari werden, vgl. zn hanaHis. Massinann niihm Versetzung 
an: ata = ata der nieiäten uodd. V'ii^lloieht ist dos ertite zeichen 
kein «, eendern ein v^ dann hat man gai = yat cod. 107 (pi^ yat 
cod. 9J). 

T. 30. maitebis scheint auf dieselbe weise entsUiUl zu sein wi« 
V. 14 baffuuiii statt batfuais; atellt man b und o um, 80 erhält mau 
maköeis ^= /<az;?«iy. 

V. 33. lyddomacis. Die form At'dt^bfwri'd (-££^ in der qnellu 
des cod. 108 verlangt lyddonaeid. Entweder ist hier m und n wie 
ao häuli|^ durch ilie Schreiber vertauscht, dann erltalten wir lydäunans 
= Ivödutfai: die vorläge dos älwir.tet'/.erti hätt** dann deuselben Schreib- 
fehler enthalten wie der cod. 19"^ die aaslassuug des sohlieeaenden d. 
Oder da« auslautende s p.nUfaimt falscher Hrhrnibung — die vi»»r vor- 
beireitenden namen gehen auf -is au8 — , udci falsclicr Icüung, indem 
sich vielleicht »tatt des ^ ein fi erkennen Hesse; dann w&re die form 
undectiert geblieben und entspräche dem ki^öon-aid {-ttä). 

V. M. aimincirinH setzt ein tfuti^^a voraus, wie ' — 

»Jiigö Neh. VI, 18, araitins ^^ u^ita Kor. I, 11, 22, ku^^i^ .-i 

Lac. B, 3 u. a. Zu der endung -ins werden den achreiber wol die bei- 
den vurhergehenden namen ainunhts, aühlwins verfilhrt haben. Nttch 
tUgung des n aümt aimmeiriit vOllig zu ifff^Q' 

V. 38. Bei fallasuris hat nur Massnianu eine Änderung ver- 
sucht, iu fatfuuris ZU dorn fpctaooi^ der meisten hits.; nie aber fm^ 
sniii zu faliaituriif geworden sein .sollte, ist schwer bagroinicb. 
Gbeuaowenig ist mit deu varr. tfuauvQ und naaavfi etwas xd uiaebeu. 
Dagegen bietet die leaart der codd. 108. 93. 19 einen anhalttt|>niikt: 
ifxiddag ist nSmIioli vorstSrnmeU: statt dess&n findet mau Neh. VU. 41, 
WO denielh*' name vorkemt, in den cijdd. 93, II'H ffadtioomfit nur mit 
einem 6^ und Esr. X, 22 im cod, 1»3 ^HioMfimt^, ohno d» an (»eiden 
stellen mit verdoppelt-f^m rr. Ver^leit^ht man an ouserer »tulle die form 
fallasuris mit dem qadöuf; der codd. 93. 19. l(>8. so komt man /a 
der vermutuug, daas der Qole iu seinem eod. qndSaanvp Us, waa er 
mit fuädnitiiris wiedergab, In (fvdöctooi^ war abfo tt Ui und 

d verdoppelt; die emlung ~ovq Ui «chou iu der vorlag« -.■ i' "' 

93. 108 au»gehu»eu geweMu. Dlf* beiden t iu der got form n 



DIK latCCURTOCKJt Mt» t.OV. A- T. 



371 



sich viftlleiclit ih d<i cr\i'Uiivn losHon, oder ein Schreiber Tt>rw(M:lis«lbe 
dlä ftbiillctiuu Zeichen 

V. 12. sftilltiumis erfordon ein griech. <XiX).ofx. So mag der 
GoU? viollpjcht gelüSeo haben; udpr das iteicheD vor di*m « ist kein a, 
sondern tin zuviel geschriubenes /; diinu orgSbe sich iitiillumis = 

V. 21. bifiaaipiacm ist völlig verderbt. Lobe, M»aHinäni^ 
t:lt^Jne^ Bernhardt haben im textt- baiplaetn; djo itnit4{)rechuudc form 
ßi&lar^fi bietet kein cod. Die codd. 19. 93. 108 haben gleichlautend 
ßrßXetfi ^^ bfplaiaiin . im N. T. be/tfaihaim Job. 7, VI, mit h nnter 
dem Gtntlusfie dea lat. Bethlehem, und beplakaim Luc. 2, I. 15. PIp 
rarr. sind an dieser stelle ßiölatt^, ßat9Xa£f4, ße&Xenfi^ ßaifi^aietfi. 

Wir sind mit der entstelhtng der namensformen durch dio schrei- 
bet noch nicht zu ende. Es fällt auf, das» eine geringe anzalil der 
uamen uuücctiert erscheint, während der grOste teil derselben Hexion 
eriialteu hat. Flexionslos geblieben sind die folgenden: 

\. 'il Mitit'tr hiaaniplaem .r. k. y., V. 25 i'airos kareiafnaartitu 
jaii xtifira jtü* hcrop Jiv. m. g., v. 26 vairos ranui jfüt gabaa jc. *. b., 
V, 37 vairo» makmas .r (. h. und v. 28 vairos baipUis jah aa» £, k. g,, 
wo eine flt^ctit>rt« form mit einer uiifloctierten verbunden ist. RQbrt 
dieser unterschied in iler behandlung vom Übersetzer her oder von 
abschrcibem? Die letzteren neigten mehr dazu, hinzuzusetzen als fort- 
zulnsseu. Duss i^ie in den vv. 2.*i — 27 dio genitiveudung beharlich 
solton abgeschnitten haben, ist daher ganz unwabrscht-iulich. Es war 
der rditjrsftzer , der diese namen flexionslos Hess. Aber ans welchem 
gründe? Dicsö nam^n sind säiiitlidi ortsnaroon; als solche sind die 
in dt'u vv. 35 — 2» üuthaUenen schon üusstTÜcb durch das vorgesetzte 
md(>«f statt der sonstigen v\m gekeuzoicfanet : „die männer von Itania" 
uxw. Daran Iconte der üliersetzer merken, dasa er es hir mit orts- 
nameu zu tun hattis wenn ihm dieselben auderswober als solche nicht 
bekant waren. Nun ist im N. T. bei der behandlung der stüiitouamou 
die rege] befolgt: 

l) i'0n80iiantisi')i auniuutonde im Oriechiscben indeclinuble orts- 
namuu bleiben nullectiert: iHjpIaHmim dat. Joh 7, 42. yninneaaratp dat. 
Luc. 6, 1, nasaruip dat. Marc. 1. 9. Luc. 2, 4. 51. 4, 16; utafftiaUin 
geiu Marc. H, lO: iointsnlttM g^n, Luc. 6, 17. dat. Marc. II, 1 u. ü. 

3) vocaliscb auslauttude Ortsnamen behalten die griech. casus- 
form i wenn sie noch nicht einge))ilrgert »nd : aremapaias : aQetiia&ai^s 
geu Mat 27, 57. Marc. 16. 43; af hepatiias: än:a ßr^daviag Job. 11, 1; 
in (trttbia: iv r^ oQoßi'ff Od. 4, 25 u. u. Sind sie beroitä eingebürgert, 
Ko wird ihnen got. flcxiou KU teü, der gen. -oi>, der dat. -ai: in tmti- 



üTa 



oeauopv 



aukiai: h avrityiiltx Tfm. 11, 3, ll; in nOHai: iT^jtojTiiB. 11, 1, 1' 
in Jmssalatowikai : h i^njüaXovhtj Phil. 4, IG. Tim. U» 4, Ki «. «.. 

DiiBselbe verfahrcu hat auch *ler öburtflxer dua Eara iKtfolgU 
Dfthei- wareu urspHlngUch höchst vralirscheiiilich Auch hmpilis und nufta- 
n« iinHoctit'rt. «Jic 3ich ebenso wiu ilio vorhergeh enden uanieii dm 
dits vurgetsctzt« avÖQf^ dem illuTsetzer alis ortsaamen üuswieson, laiil 
tea also baipel ßaipil) und nabav und tThiolten erst daroh den irt 
der ubschrctber die bei den ortenamen streng gemiedene maiinliphö' 
äexiun dtir persoiiennamen. 

Dagegen iat di;r häutig vorkommende und dem ßberaelKer wol 
bekante and geläufige name Jericho flectiert in derselben weise wio 
im N, T. als femininsiamm auf -on: geu. eiaireikons v. 34, dat iai- 
reikon T/UC. 18, 35, iainktm Marc. l(t, 16. 

Zweifelhaft erscheint es, ob die besULndige ächreibung der y-alil^n 
durch die Zahlzeichen urspröngHch iat, oder von abschreibeni herstainl. 
Uei fortlaufender zahlnngabe sind in den got. denkmülem auch sou-tr. 
nicht die zahlwi^rter, »ondem diu aus dem alpliahett« entlehnten Zahl- 
zeichen angewendet So ist es im kalonder geschehen^ so im Argon- 
teu3 zur angäbe der parallolftfellen , zur bezeichnung der lagen u h. w. 
DaäH in Bolcheii lUUeu die einfachere htizeicfauung durch die buchetabeu 
der omstündlichercn durch die zablwOrter vorgezogen wurde , iät ja ganz 
natQrlicb. Daher eiiti^pricht auch die benutzung der Zahlzeichen in de 
umfangreichen geschiechtärygister dos EHia durrhauü dem allgemeii 
ablieben gebrauche. Jedoch nicht nur hier, sondern aucli im Nob., wo 
(Ho zahlen nur vtireinzeU in der erzählung vorkommen, sind dieselben 
stets durch die Zahlzeichen gegeben, und nicht nur die grund-, aOü- 
dcm auch die ordnungBZoblea. Bei den ei-ateren iät dieser gebrauch 
nicht gerade sehr gewöhnlich, bei den letzteren ganz nngew/ibnlich. 

Die cardinalia s^ind nur in 14 stellen der fibrigim denkmalwr duroh 
buübstaben bezeiclmot: Skeii. Vllu. c. d viermal, Job. 6, 9. 15. id. 
13, 5. Mat. 9, 2U. Marc. 4, 6. Kor. IT, 12, 2 im cod. A. GaL 3, 1 
im cod. B, in der Skeireins »Im eocbft-, im Job. rier-, im Mat., 
Marc, Kor. II (A), (Hl (B) je «inmtl. In dem kurzen Ktücku -ah» 
dem Noh. aber trifft man diese Schreibung an fQuf stolluu, ftherall 
wo Oberhaupt cardinalia vorkommen; V. 14 i. b. Jcrxt. V, l& niJcie .wt., 

V, 17 r. J(ih .n. (jiinuine, V, IB stiur .a. Imtba gaivlida ^., yaU$ .t 

VI, 16 n. flöge, jah h. 

Ferner sind diu ordimüia im texte des N. T. niemal» mit uilil- 
zeicbon geschrieben; hier aber findet man; V, l4 ftnw nrtt .Jt und 



tUK QACCBITCCnt DfCa OOT. k. T. 



273 






dn-ti^w, VI, 16 .c. jah .l\ Haga menft^ . , , J : rrcfirrt^ yxd eirtadt ftipfdg 

Dio eiu'/ige aualo^o hierzu biotoo die Qbor- uud untorschrifton 
tnnigpr Vpriwft^ im cod. A. 

Die urigleiilinubsigkeit, ilass im Ksra, wo man nur dio ^ahlzduhen 
erwttfift, die zahl 90 zuerst v. 16 durch das Zahlwort ninntehittKl jah 
U. und vier verse wpit<?r duri'h das zahlzetchou gegeben ist, kann man 
sifli^r auf rcchnung des sehreibera sotzeii, 

Ebenso aach wol den Esr. x.\^ neutral tlectiorteu nom. plar. 
pitsutulja neben dem wie gewöhnlich weiblich llccUerten nom. plar. 
puguttdjos V. 'Mi, wobei man i^lch erinnern müge, diiss ancli im Ahd. 
düsutU in don älteren ifnellen als femininnm, in den jüngeren als nau- 
tnuu behandelt ist 

Bei der vergleichnng des got. Lextes mit dem grioch. des cod. 108 
entdeckt man im Nohemia eine reihe kleiner für den sinn unwesent- 
licher aujlassungeu and znsStze, welche um so mehr auffallen, je 
genäuor sich die sonstige ö berein alimmung der beiden t*xte erweii^d. 

Man findet Neb. V, 11 für griecb. xat ftoi got. und, nicht jah 
Httd, Vt, 15 Rlr nifiTvtjj »at eUtiÖi .tf. Jah .Jt. daga, VII, 2 ftr Hn 
tning tivr^g unttj aa ras vair. Dieae Abweichungen erklären sich durch 
dio borücksichtigang des geistes der got. spräche , welche hier die aos- 
lassimg des JtiA und die MnzufQgung von daga und von vas erforderte. 

Ferner V, 13 in alUi so manngei scheint das alla einem Schrei- 
ber fntächlGpft zu sein, wol unter einwirkung des vorhergehenden aÜa 
gamainps. 

Mehrfache ungeuauigkeiten bieten sich V, 18 jah vas fht' 
gttwan dagis hvisxdt stiur .«. Jamba garnlida .g. jait gaits .a. 
gamanvida vaa mis. jah hi .*. dngans gaf rciw ö?/«r pisai ßtts- 
nai jah (dUü pisai ttujttageiH jah ana po alla hlaif fat*ramt^leis 
tneiuis tii sokida: xat tp> '/eroftevor eig ijihi}ctv fttdv ftmixt>s ^^S ^fol 
nQußfita iK?.exifi ^^ Kai X't'^tf'hi fy^viro ftoi ' xai Ötä Ötxa 7}fit- 
Qtiiy iv ftSffty olfoy travtl xifi nX/^i^ti rrayft ttp JUrfp, xai n^o^ rov- 
roti; Sg^ov T^s tjyfifioviai; ftov orx fy^tjoa. Das ko/ vor aqoßma 
ist aosgefallen, nachher vor alUii Insai man. tim jah eingeschoben, iv 
nvatv ansgelassen, an derselben stelle gaf eingesetzt, nachher bei ana 
j&« angehängt alla , vor gaits eingefügt .a. r=r tlg, wie vorht^ stiur .a, 
^= finoyo^ $lg, filr lyeveio das vollere gatrumvida vas geschrieben. In 
eben dieflem verse stobt weiterhin der plur. in paim vaurstvat» dem 
griecU. 9ing. gegenüber. Diese abweichungen alle auf die vorläge zu 
schieben, geht schon aus dem gründe nicht an, weil die hilul\iug der 
Varianten gorado in diesem eiuen verse bei der sonstigen wörtlichen 



STl 



Oa&LQfP 



DlKTf.'üistiiiiiiiang <ii_*h t'0!i, MlH mit dem riMi. <ie>j iiberaotxora p:! 
kläriicli würe. Div8 fehlen von fv nämv uml dio spättire lüii/- : 
von a/fti in tina po nUn V^nit mit einer verstelluu^ in der vorlftf!«; 
unl .'TQi'g rorroiy h :iänii' oder darans: nal .iq^i; Tmtnts •täati 
meobängeu. Wiia sonst hiorvun dem ülieraotzer, was dem al ■ i r 

xtifsni, lässl Rieb soliwerlicb ennittela. Das jedoch scheint mir tmrfroi- 
fellmft, dass in dem zusatz gaf und in dyr Wendung gumnwüin ras 
uiawirkuDg des Vulgata-texte» xu tage tritt, welcher hier tribuo- 
buii und parabatur antom mihi enthält Aach in der ausla:4äung dos 
jah vor lamha gegen den cod. 108 geht der got tost mit dor Viüg. 

Der einf1us3 der Vnig. scheint sich liemerklicli 7.11 machen auch tn 
der auRlassung 1) von ithalnv V, 15: ißü^wa» /.hHov inl t<)v laov: 
kaHKÜJedwi po mw\agmn, Volg. gravaverunt populum, 3) von inA 
V, 16: xw- ./«»rei; tu avir;yfiiyot ixel inl j6 ^Qynv: j<üt nlUli pai (ffdi^ 
sanans du primtuu vatirshm — ixel fehlt in keini-m j;riwh. cod. itni 
in keiner übers, nasser in der Valg. — , 3) in dem t\ia&iz paiei vei:tuH 
V. 15: ot rff a^yovTes oi i'urtQMj^lv fwr: ip faummaplfos paioi veisuH 
faura tnh, Vulg. qui ftierant ante me. 

Die bisher aufgeführten bortihrnngen mit der Vulg. besteht 
also in dem Höhlen von x/oioy V, iß, von inet V, 16, von xm V, 19. 
in dem zusatz von gafV, IH, und den Wendungen j&fWei vcisuu V, 16, 
gtitHamitla ras V, 18. 

Dazu komt nun noch folgendes. 

Neh. V, 15 und 16 liest man im grioch. tßxte ncadnQtn, beide 
male dasselbe wort, wie im hehr, gruudtexte; im got. wechselt der 
aundnick ohne allen erkenbaren grnnd: V- Ifi skalAvn, v. IG pivos. 
IHeseu Wechsel teilt jedoch die Vulg.: v. 15 ministri, v. 16 pUftri. 

Xeh. V, 15 ist h.x?.r^ot'a durch das nur hier vorkommende gatmiinps 
gegeben, dagegen im N. T. ausualimsloa durch aikklatjo^ auch da wo 
es „gemeinde" bedeutet wio Kol. -1, 1.^. Kor. I. 14, '.M, im f^n/ei 
etwa 40 mal. An unserer stelle i»t auch in der Vnig. nicht das im^ 
N. T. durchwiig nach dem grioch. text beibehaltene ecelesia, sondurn 
multitudo gc»t^h riehen wol au» dem gründe, weil 7ur zeit ihrer abfn 
sung der begrÜT octdesia sich schon als bezeichuung der christlichen^ 
kirchengeroeinschaft festgesetzt hatte, hier aber von einer jOdischou 
gemeinde die redo tbL Dai<H nun hier der Gote durch eben diesi 
gcsicht»punkt geleitet uclbst&ndig abemctzte, ist mir unwahrs^bfinlicht 
alü liai» die vergleichung der Vulg. ihn zur wähl eines «nderon ai 
dmcks bestirnte. 

Neb. V, 14 h'ktttkato fiai eltat cti: rif/xinTU iTVftör: tttm'' 
ei Vfisjau fauramapleis Ire; im priech. texte ein Infinitiv-, in n 



TUM BBtrCHBTCOXX DRB 009. X. t. 



975 



I 



coQJunctivsaiz, wjlhrcnd sonst die regel befolg ist, dass die Doustruc- 
tion des von attahimian abb&ngigen satzos nnch der gricoh. sicli rich- 
tet. oIbo für Tw» mit dem e«nj. got. ei mit dem coiy. , Hir den griech. 
inf. dor got. iiif, (vgl, Schulze, gloiwar qnttT nnabindan). Die ein- 
zigen ausnuhmen trifTt man lijer mid Thosa. TT, 3, 6: staQoyyiXXoftev 
Ifiiv .. . orüXiaQüi ifiü$: aHahiudani istns ...ei gashtidatjt irris. 
lo beiden stellen hat an(^h die Vulg. einen satx rait ut. Kann iii:iii 
dieses xusamraentreflbn ffir Kufallig halben? 

Stammen mm diese verhältnismSs^g zahlreichen berährungon mit 
der Vulg. aus späterer änderang, wie die im N. T. nach der Itahi 
vnrgenommenen «»rrecturen oder vom Qbersetzer? Im N. T. bestehen 
die correctoreu '/um grj)}4ten teile in zasätzen; man vergleiche die 
beliSgo hei Bernhardt, krit. anters. I, s. Ofgg.; zum geringeren teile 
sind eü Minderungen von wortt^n naeh dem lat. ti?ite: Streichungen 
uher im got texte sind ängstlich gemieden; man weite den text ver* 
he*3erii vorxfiglich durch bereicherung. Hier aber sind, wenn das feh- 
len von x).ninv, «te», xai wirklich auf der Vulg., nicht auf der vor- 
läge beruht, kürzungen vorgeuommeu, was doch die ahscbroiber aas 
ehrfurcht ver dem ihnen Öberlielerten texte vermieden, wÄhreud der 
Qbersetzer selbst «ich wol die auBlassang eines wertes, welches ihm 
der Zusammenhang und die vergleichung mit der lat. ßbersetzung als 
fibertifls.^ig oder falsch erscheinen liess, erlauben mochte. Ausserdem 
Kind die Zusätze hier von anderer art als im N. T.. dort meistens ganz 
ilu^iKt^rlicIi später zu dem vorhandenen hin/ugcscliriehen , hier mehr in 
den text hineingearl>eitet und machen daher mehr den eindrack der 
ii " li^'bkeit Denn es ist doch wahrscheinlicher, dass schon von 
> h übersetzt wurde yJu^Q^^i iyivetö /loi durch (laits m. gantari' 

fiäa vas mis unter dem eioflusse des lat parabatar mihi, üia dha 
jjfUQvry olyor durch hi .i. fUttjnmf <jaf vcin nach dem laL tribnebam, 
oi df a^ovus Ol sftfiQooitfy fiov durch f'auramapljos paici veisun 
faura mig nadi dem lat qai fuerant ante me , und nicht erst spilter zu 
tfnitn jt. vas mis das gumanvida, zu hi ,i. dngnns vein das yaf, zu 
Jtai faurattiapljoft pai fntira mis das -ei veisun hinzugesetzt wordc. Zu 
einer nachtraglicbon Änderung kouten diese lesarlen des got textes 
kaum einen scbreiber veranla.s8eu . da der lat text rücbt mehr enthielt 
aU der got, sondern dasselbe aud nur im nusdrncko vollständiger, 
im Stil«» abgerundeter war. Wenn man demnach aus dem wenigen 
material schlösse ziehen iLirf, so ist es wabi^cheinlicber« dass schon 
vom flbereetzor die Vulg. zu rate gezogen wurde. 

Wie die Ältere lat fibersetzuug. dip Itala. sich zu unseren 
bTuch.<ftflckea verhält, Ifisst tüch nicht bestimmen , da diese stücke aas 



97« 



onuofi' 



der ruia uicbt orholttm »iiid. Dio OborBülKun^; dM Hioronymiis mirdn 
in Italien und der tiiniischon kirchu uls rivalin der ItaU znerAi auf dnii 
kertigäto bckumptl, l'aud uur ^iiz allmühlicli iiubüii dcrsäMii:;]! UulJuuf 
und errnug erst im TII. Jahrhundert die nnerkennimg iUb kirahUch alleli 
borecbtigte fiborsctaung, als Vulgata. Wenn also der AbHi-Betzor die' 
V'ulgata benutzte, nicht die Itala, bo Hprieht das tVir abfassung dt*r got. 
ttberäetxung auf oinera bodtin aussorbalb des boreicbes der römischen 
kirohe, wo das ansehen der Itala geringer war. 

Das verdient hier noch crwilbuung, daäs c» dumh eiuen brief dAft 
Hieronymus an dio Goten Sunja und Fri|iihi , welchen ich nachher noch 
näher zu besprechen habe, au»drQcklich be/engt ist, da«8 die lat p«al- 
menfiborsetzQng des Hieronymua «nr berichtigung des SeptJiagintaU^K- 
tes von Seiten gotischer goistlicboa benutzt worden ist. 



HL Der Verfasser der alttestamentliohen Übersetzung. 

Es scheint wenig geraten, bei einem so geringeu be.'itundi' an 
Überresten mit der fragp nach dem vcrtassor in die Streitfrage oinzu- 
trot«n. ob dio gan^e bibelübersetzung der Goten von Vulfila berslantt 
oder nnr ein teil derselben. Trotzdem glaube ich, da sich mir einigo 
anhaltspnnktH ergaben, welrhe zn einer beaprecbung dieser frage ein- 
luden, darßber nicht binweggohen zu sollen. 

Dass VuMla den Goten die heilige Behrift übersetzte, erwähnt ein 
t4'il der achrirtateller nnr in ganz allgemeinen nud unbestimt*n niis- 
drficken, während andere auedrückltch versichern, dasa er die ganze 
bibel alten und neuen testamontes nbi^rtrug. Jedoch trotx der elnatim- 
niigkeit Ober die Urheberschaft Vulfilaß können die berichte nicht auf 
unbedingte glaubwürdigkeit in ihrem ganzen umfange anspruch erhelHm. 
Denn ebendieselben autoren laHseu Vutfila auch das got. aiphabet erfun- 
den haben: y^rf/z/icrro ifpsiigi ^r>ii9/xd, evQÄrtjs y^fiftattav oWiitav^ in- 
venit, adinvenit iA'w stellen bei Massm. einl. s. L), eint* behauptung, 
wolcho man jetzt narh Zacber-i genauer vergleicbnng der alten runen- 
alphabi>te mit den got scbriHizeichen nur In sehr beschrünklem maiiBü 
für richtig erbeut. 

Die in diesem punkte erwiesene unzuverlAssigkeit der boriobt- 
orntatter erscbiittert den glauben an die Bicherheit des übrigen, was Ät 
von VuUihi mitteilen, weckt vor allem mistrauen in bezug auf dio volll 
Wahrheit der nBchricht, dass die ganxo bibelQburKDtxung allein dcff^ 
Vulfila werk war. Wio dort ist vielleiclit aueb hier nur der kern ci«r 
überlleforun^ wahr und dieselbe dohtu tM berichtigen, daaa mau VuUi- 
las persAnliohe hetütigung cinigerraattsen «inschrftnkt, etwa soweit , diiA 



uu BBUciUTtcn pu aox> a. t. 



877 



ihu fü£ don yeranlaBser and begrOnder des ribcrset/i]rij,'swerke8 
^aiKtii'bt und als den vorfRüser von einem grosüen teile der tilmn't'b.ung, 
w&hroüd die ab(!rirag:uDg der Qlirigen biblischen bQdier teils anter sei- 
ner loituüg, teils erst naob seiiiom tode diirub gelehrte goietliche de» 
got. vülköH ausgiiföbrt wunle. Die namen der mit-arheiter fielen der 
vergunnenheii anhcim. verdunkelt durch den alle überstrahlenden rahm 
d^ bucbgefcici-tcu biachofs, der das werk begrOndete. 

Fflr eine aolcho annahine sprechen mancherlei gründe. Davon 
will ich ganz abaoheu, dass die Übertragung der ganzen heil schrift 
io eine spräche, welche Hir schriJUiche darstellang noch völlig unaua- 
gobildet war , woleher för die widergabe der orientalischen anschanuugs- 
Dnd AU^drurks weise und nun gar erst für die abstracten cr<^rterangea 
der apostölisehen briefo alle Vorbedingungen fehlten, ein werk von ganx 
ausserordentlicher Schwierigkeit war, zumal in jener zeit litterarischo 
hilfämittol und vorarbeiten noch gänzlich mangelten; auch davon, dass 
man es ziemlich anwahrscbeinlicb hudcn könte, dass der eine durch 
sein hohes mQhe- und verantwortungsvolles amt in anapruch genom- 
mene maun, dem keineswegs ein stilles gelehrten leben vergönt war, 
der viehnelir in dem wilden völki;rgewoge und den erregten kirchlichen 
Streitigkeiten Jener zeit Itir seines volkes wolfahrt unablässig und mit 
aller kraft zu \rirken bemüht war, jenes werk, welches die angestreng- 
teste hingaby eines nicht durcb weltliche bände! abgezogenen geistes 
verlangte, allein solte zu stände gebracht und zu ende gefuhrt haben. 

Dagegen sind in dieser hinsieht hAchst beachtenswert die ftuase- 
rungeu der beiden wichtigsten berichtcrstattor über VultUas leben* 
Erstens erwähnt der nm 4lo lebende arianer l'hilostorgiua, dass Vu]- 
Kla lUe bücher der kfioige onQbersctzt lie»3. Seine wunderliche erklfl- 
ning dieses umstandes ist gleichgültig, nur das ist festzuhalten, dass 
hier ein ausdrüekliubes Zeugnis dafür vorliegt, dass Vulfila die bibol 
nicht voUstilndig übersetzte, wodurch also die nachricht von voU- 
sUndigt'r fibersetzmtg des alten und neupn testament-s der nngenauigkeit 
geziebeu wird: ein grund zur willkürlichen erdicbtuug dieser unwesent- 
lichen t^acbe durch L'bilostorgius ist nicht abzusehen. Gbonso urteilt 
Demhardt eijileit. §5: „Dass dieser teil des A. T. in Yulälas Über- 
setzung nicht mit begrlfl'en war, mag man unbedeuklich glauben; den 
Beweggrund hat sich Pbilostorgius wol selbst erdacht, denn die bücher 
JosUfti der Richter. Samuel enthalten dergleichen erzSblungen eben- 
falls. Wir werde» vielmehr anzunehmen halten, dass Vnllila sein werk 
nicht vollendete.; auch der ausdmck des Äuxentius scheint leichtei 
erklürlich, wenn die Übersetzung nur einzelne teile mnfasate." 



m 



(ntnton* 



ZweitenH beneblet nämlich Auxenlins, biscböf von Dorottionu, 
YuUUas ucbäler, „die wciinuf! wichtigste quelhi uu^ert^r heiiLTiiit vvn 
Yulfilas loben" (Bernhardt), Über soinen lobrcr: Qni 6t ipsis trihiiH Im- 
gras — geioeint. ist die got, griech., lat. Bpracbe — phires tractatoB 
et multius int«q>retatiüneä volentibus ail utiKtatcm et ad aedifio:itiipnt!m,j 
gibt ad uetcinam mtmoriam et merccdem post se dereliquid. Hii^rÄU 
bemerkt Bernhardt einleit. s. XSHI: „Ohne zweifei ibt hier die Qber- 
setzong der bibel mit gemeint; wenn aber auch Auxentia«), dem eft vor 
allem auf Vulfilas glautioDEbekentnia ankam, Icoinc Tt>ranl&dsuiig halt 
aat' Vulfilas Hcbriflsiellcrii^cbe tätigki'it nUbf^r einzugehen, so bleibt doebl 
die aubestimtheit des auadriiofcB auffallend.*' 

Sodann lesen wir hei Wnlafrid Strubo, nicht ein einzelner. 
sondern eine anKahl von männern ans dem got volke seien bei der 
bibelfibersetznng tJItig gewiisun: Gothi eo tempore, quo ad lidem Christi 
licet non recto itiuorc jiorduL'ti sunt in Oraecorum provincüä comnioran* 
tes nostrum h. e. Theoüscum sermonem babiierunt et at bislnnao 
teatantur postmodum studioai illius gentis divinos libroB in 
suao locutionis proprietatem transtulorunt, r|Uorum adhuc, 
monnmenta apad nonuullos cxstant. Auch Mafisinann spricht hier dio^ 
Vermutung auü: „die von Wala&id Stabo gebrauchten worle etudiofri 
.... tronstuloi unt scheinen die annähme Lobes zu bestätigen, Ai 
mehrere an dem goticichen bibelwerke, wenn auch nur allmfUilicb foi 
ßotzend, geholfen hättt'n." ("Einleit. s. LVII). 

Für die überseUung des A. T. im besonderen scheint der schon 
oben erwähnte hriof des Hieronyraus einigen »nhalt zu gewähren, auf 
wolcbun daher nähei' cinzHgebcn ist. Derselbe ist erwähnt von Ciisti- 
gUono specim. praef. a. XX, von liöbe prolcg. 8. XYl, von Mussmann 
Skeir. s. 9! fg., eingebender besprochen von Massmann i>inlfiit. s. XXVl, 
jodoch nur unter dem gencbtspnnkte der daruui- s'kU eigobend^m eif- 
rigen hingäbe der Goten an das Christentum. 

Zwei gotische geistliche „Suuia und frethela** =■ Äunja luid Kri- 
l'ila richten ein schreiben an den UierouymuH, die höchste autoritAt 
seiner zeit in der hebräischen wie Oberhaupt der fremden sprucbkunde, 
der seit dem jähre 3fi(» in Bethlehem üIh abt eines m^'mchvereina lobt 
wissen schafÜichen arbeiti*n, besonders der fibertragung der hoH -i-ixirf-J 
in das iateinischo sich widmend \ sir bitten ihn , von ein<!r : 
aozahl von psalmeustidlen , wo die Soptuaginta und die lateiniüchu über- 
sotznng des Hicronynms sich widersprechen . ihnen mitzuteilen , wa^ der 
hebr. grundtext enthalte, niesem gesuche hat nun der verfusnor d«r 
Volgata durch ein ausserordentlich eingehumles schreiben — et Itt 
einer «einer längsten briefe und fflilt in der uusgabe von Ailiun Trih- 



bis BtL-Cim-Doni tiK« «W. A. T. 



*m 



becliüw ^1684) ao spalten m foÜo, etwa UOO zeiltn — volles seuQge 
gtftatt DOisselbe HUirl xu der vonnuiun^^ dos» diu Goten iiiclit» ^nn- 
g(<re!4 beabäioliti^tj-ti uls L-ine äbürlrogung der psalnieii m ihre Hpradie 
vurzmiubmeu. 

Nach dem sehr pathotiscb gehaltenen omgiuige: Vere in robis 
äpustulicuü et propheticps semio coinplctus est ; in oinnem torrani exi- 
vit höuus L't in tiues orbiß terrae vurbu eorum. l^uia hoc erederet, ut 
barbaru Gutarum lingua Hobraicam ({uaereret veritatem, et dortni- 
toiilibus imo conti'ndüptibiw Graeois ipsa Germania spirituH «incli elo- 
qtiia scrutaretur eto., betont Hicrou^mus -zunächät. da^s mau einen 
niclit geringen dienst von ihm verlange: Qaaeritis a me rem magni 
opfria et majorifi iuNidiao ... dt in opere psalterii juxta distinctionem 
ächpdulae vcütrae, uhicunque intur Latinos Graecosque conteutio est, 
quid magiii Hcbraeis conveuiat. significem. Sodann setzt er ihnen M>br 
ansführlich aufeinander ^ an welche griech. codd. aie sich halten sollen: 
In quo breviter illud admonoo, ut sciatis. aiiam esse editionem, qnam 
Knri}^eueä et Caesaritiiisis Kuselnuä omncäque Graeciae tractores Koivt]r 
i. e. commanem appeliant atque vulgatam et a plerisque nnnc Aotxm- 
rü<; dicitar, aliam LXX interpretum, quae et in f^anloig codicibns 
reperitur et a nobis in Latinum sermonem tideliter versa est et Hiero- 
dolf raae et in orientis ecdefliia decantatur .... xoivii aatem ista hoc 
ü»t oommunis editio ii>sa est quac et Septuagijita. Sed hec iuterest 
iater utramqnu quotl w>ivf^!; pro locis et temporibus et pro voluntato 
ijcriptorum vet«rum corrupta editio est Ka autiMn quiu.* habetur in 
l^a:i).dti öt quam noä vertimus ipsa est quae et in oruditorum libria 
incorrupta et immaculata LXX intorprotum tranütatio reservabatur. 
Quidqnid ergo ab hac di.screpat, nulli dnbium est quin ita ot ab 
HebraeonuD auct^iritate discordet. Diese stelle habe ich deshalb voll- 
ständig angefiibrt, weil daa über die beiden teitesroconsionen gesagte 
anregt zur anwendung auf unsere vorhandenen Septuagintuhss. lür den 
>Isra imd Nehemia. Auf der einen seite standen, wie wir oben sahen, 
die wdd. 108. 93. H). 19", aul' der andern die übrigen hss. Die scharfe 
schndung zwischen beiden gruppen ist unverkenbor. Die entBcheiduug, 
welobo von Udden den reinsten text gewährt, f^Ut nach Wellhansen 
zu gun»ten der ersterou aas. Demnach wäre, wunn man die bt/eich- 
muig des Hioronymus hier anwenden wolte, der text der gruppe loH 
etc. ein sob^ber, der die LXX iut6q)retum translatio darstelt, während 
die Qbrigeu hss. den text der verderbten koihJ, vulgata, lovMavöi out' 
halten. 

Auf diese allg^nieiuen auslassungen folgt die bespreohuug der ein- 
zelnen stellen, über welche diu Qoten auakunft wQnscheu; die xahl 



360 



bamsjoiw 



derselbon betragt 190; nie beginnen mit ps. 5, r> iim) tindigen mit \in. l46, 
erstreckoa sieb also Ober <Ia9 ganze jigalmt^ubucb. Zum grAat«n teilo 
aind di« vorgelegten abweichongen dor lesarten t'ltr den sinn der Bielle 
obut! boHondüie bedeuLuiig uod bej:iobeii sirb nur auf anweaentUcbe 
kleinigkciUn, z b. pB. 6, H iwujjvoi- noi; in couaprctu mi^; ti, Jl vehe- 
menter fehlt im griech. text; 16, 3 otp^ukunt fiov: ocuÜ tui; 17, 
oKiti iXäiffn-: lanitjuaDi corvorum; 17, '.id attt!>i.{)iuti fiov: saintis iuae^ 
17, 47 ö ^nTTi^v ftiiv i^ fxOfjtüp ötficitüv: liberator rneus de gcntibi 
inimiciä; 6S, 8 ßi),f>i vritriurv: sagitta« pHrvulorum; G8, 31 vol' ^£0^ ftovi 
dei; 71, 11 ;turtt^ o'i ßaaÜjTig tr-^t; yTjt;: omrifis ri*ges; 72, 17 xai nr^ü ; 
iutelligam; 77, 3« xai ov ÖKttfi^taei: et non disperdcl eos; Sit, 2 öi «; 
ta es deus; 89, 2 ont ^q rikog v^io^i^e^m: neu in perpetuuiii irai^i- 
tar. Ausserdem ^nige deünilionen , z. b. veoui^ia („calendae"), ^tn/' 
fing („desertam vel solitudo"), fviLtoxtinai („noctua"). 

Eine genügende erklürong eiuerseitH fflr diese so äusscrBt sorg- 
fältige bebandlujig des pnUmentoxtes dnrcti die beiden Goten, wie tilr 
ifar anspnicbüvollea und zeitraubendes gesuoh an dün benlbmt^n flber- 
aetzer und andererseits für die gcwlsscubaft« erföllung des gesuuhet^ 
durch den letzteren kann man nur finden in der annähme, dass jene 
die abstobt hatten, den pi^aller iu die got. spradie v.M fibertragon, und 
dass also der zweok, den sie verfolgten, bedeutend genug war, mn so 
grosse anstrengungen su verdienen. Dass sie ihre ahsicht dem Hiero- 
uynius zur moüvierung Ihres goBuehea in üirem briefe mitgeteilt hat- 
ten, ftcbeinl gleich im eiugange der aatweit die erwuhnoiig der bar- 
bara Getarom lingua anzudeuten. Unsere Vermutung wird bc'gtiltigt 
durch eine anzabl von hemerkDugen, wololie hier und da bei der 
heliandlung der einzelnen strellon eUigeatreut den zweck verfolgen, den 
bittstellern die graudsatze und die niethode klar ku machen, 
durch welche ein Übersetzer sich leiten Inäsen raflüae, um 
eine treue und in der form ansprechende Qbersetzung 7,a 
stände zu bringen. Die hauptsächlichsten der stellen sind dieme: 
2U p8. 5, b et aciendum ... dum interprctationis xttnoCrjXiav soquimur, 
omnem decorcm translationls iinHltiniUii: hanc esse regninm boni 
interpretis, ut idioma alterius Uiiguae suae liugnae exprimat pro- 
prietato; cimlich zu ps. 38, tf, wo die „ad vcrhum" angcförtigte Ober- 
»etzuug als „absurda" bezeichnet wird, zu ps. 13. 1& u. *>.; ferner zu 
pa. 84, 2 eadem igitur interpretandi 80()uouda est regula, 
ut abi non ßt dmnuum In Bensu Linguae in tjua transferiniu». tvtfutt^a, 
proprietos et eleganÜa coneervetiir; zu ]#. lOti, (t quis uon talem 
fugiat interpretationem, nt verbnm pro verbo expriniens dicjit ...; 
m ps, i9, 30 uon dobemus pntida nus verbomm inL>rpretatione tor- 



OIB bSrOQflTOCICB IiKR UOT. A T. 



381 



quore^ cum damnum non kH in »eiiäibus, quiu iiuatiunuque tiugua 
(itt ante dUinius) suis proprititatilitta loquatur; xu pe. 3U, 4 et uu 
äudcm lACiücom, übsorvaro duUotia. numeu doniini L't dei sucpissiino 
udditum, et id von debere sequi, quud de llebriLico tit dt» SeptuaipiiUi 
emi'udiiviuiiu; zu ps. 67, 33 ergo et vos logite ea quae vera sunt, 
uc dum addituD) suäcipitis. quod b prophcta scriptum est. reliuqua- 
ti»; zu ps. l'^, tt uüde si quid pro studio ex latere additum est, non 
dübut poni in corpore, ne priuTdm tranälatioaum pro »cribüntiuni voluu- 
tuU coDturhet. Ahnliclio boi jeder gelegonlieit augebrachto wahuuugeu 
allgeiuoinor ai-t und liuweisuogBU auf das cigeue verfahren ßnden sich 
noch violfach and erächciDeu emt dann genügend motiviert und erklär- 
lich, wenn man »ie als eine von dem meister in der ftbersetzungskunst 
den rat und auskunft begehrenden schülera erteilte unweiaung zur her- 
stellung eiuer nicht nur conccten, sondern auch eleganten dberäetznng 
der psalmen ansaht. 

Die annahm», dasä die beidoti gei»tlicheu wo! nur die absieht 
lutteu, oiue ihnen vorliegeudo fibersetzung zu cmeudioren, reicht zur 
orklilrung uicht aus, muiches wörde dabei unverständlich bleiben. 
Warum geschieht denu mit kemer silbe dieser bereit« vorhandenen 
Qbersützuug urwühnuDgi' ist doch stets nur die redo von den griech. 
tuid lateiiL teisurt.en. Aus welchem gründe beschrankt^u sieb die bei- 
den bibelforscher lediglich auf das ps^menbucb? Ihre emendation 
erstreoktü sich danti doch wol auf das ganze A. T. Was bezweckten 
in diesem falle die vielfach widerkehrenden audlassungen über die über- 
setzuiigsmethodeV Tn welcher ab.^icht wurde die ausführliche ausein- 
imdersetzung über den verschiedenen wert der beiden vorhandenen Sep- 
(uaginturecensionen gegebeu? Sie Bolte den Ooton doch wo) nur den 
weg weisön zu der reinsten quelle für ihre Übersetzung. Wozu end- 
lich verlangten die beiden die worterklarungen von vsofttjvin, t^rjiog, 
nxiozu(io|? Aas dem gut. test kouten sie ja leicht ersehen, waa diu 
Worte bedeuteten. Nach dem allen kann die Voraussetzung, dass ciue 
Qberftetzung beabsichtigt war, wol keinem zweifei unterliegen. 

Jedoch das zugegeben, was folgt daraus? Dass eine got. psal- 
menübi^rsetzung überhaupt noch nicht vorhanden, dass also das psal- 
nioabucb von Vultila nuch nicht übertragen war? Eiue solche war 
viellciJit vorhauduu, aber jenen beiden nur unbekint geblieben, die 

V .'■ 'ivon noch nicht zu ihnou gedrungen: *as8en doch die Goten in 

V iri'uten wuhnHÜZhii. Und sogar wmiu »ir von dem vorbaiiden- 
neui dersulbeu kuntuia und sie in häudeu batton. m> ist damit noch 
nipht ausgesehloRseu. Ahm sie selliHt eine neue Übersetzung vornehmen 



)m 



OUBLOPV 



wolteu , woil Ihneu jene auH irgeud ^iatta grundo uicbt geDÜG;(m<l 
entobieii, «twa wegen bcnuuiuig cinub vordcrbleu toxti». 

DieBt« eiimAude töad zwiir mOgUcb, bab«D aber doch nur eiuo 
goringe bedeutuug. Deun na ist im bAcbati^it griide anwahißcbeinlloh, 
da^rt wenn der i(»alt«r Hchun von Vultila libcrtiagen roil^, derselbe 
tiicb nicht mit der übcrsotzuDK der Qbrigen bibÜBcbeii bOcbOT sehr Imhl 
bei allen gotisch rodondeu Chnateu verbrnitRle. hr));li8t unwaUrscheiu- 
Ucb« dass leuten, welche dafür da« grüste iuterü^^o babeu luusten , die*e 
bitäRobo um das jähr 390, in welche Ztilt dieser brief zu setzen sein 
wird,^ also 9 jahro nach Vulfilas tode uocb unbckant wur, noch 
auwabrcicbeinlicbur aber, üüss man an eine neuäber&ctzuiig darbt«, ivenn 
der paalter scbon von einem mamit« übertiotzt war, der in seinem volke 
ein so hohes ansebim (^enoss wie VulfUa. 

Demnach wird man mir wol augestelieu, dass es im h&ühstea 
grade wabrsdietDliub ist, da£S eine got psalmL^uübärsetzung noch nicht 
vorhundea war, wenn jene beiden got. geicttlicbou eiue Qbortni^mg dea 
psaltera in die got, s^iracht' beabsichtigt» n. 

Waren aber die piüiluien noch nicht iiberlragou, ao wird vom A.l*. 
Qberbanpt nocli uiebts Übertragen gewesen sein, ganz gewiss aber noch 
uiebt 7.wei so unbedeutende bQcher wie Ksra und Nehemia, Denn der 
psalter galt scbon in jener -zeit, wie auch spätorliin und uocb tu uuse* 
ren tagan ITLr ciu^) der wichtigsten und bedeutungiivollattui btioher des 
A. T., ja der ganzwi heil. sohriTt. 

Mit den bisher vorgebrachten ÄUHsttren zfuiguisson v^Ttümgeu sicli 
imiere grQnd«, weiche für die altt^s taut entliehen tragniente auf einen 
anderen Verfasser scbliessen lassen wie tdr die ncntestameublicben. Man 
trifft in denselben nämlich mehrfa4;b sprachliche erscheinuugen an. 



1) IHe zoiÜ)e«tiiiimaiig grtDiIvt itdi hierauf: jeas psKhnenenieiKliLtiou iit& 
Hlerooymu«, ron vcU-lier im briere die re<ie ist, kätui nor Jas psaltdrium öolUca^ 
oum M'iin, da der a^UrincaB ond obelaii, dk kritiHcheii Kfii>'ht''n d<'»l}ri^«i)e8, frwihat 
Würden alfi in der»«11icn aiigeweiidot, mit w>>lchen noi>h nl>-tii lias \i&a.\t Kumunum. 
«ondArn «rst doK psalt. tiKUicanam vt^rsdhcii Turdc (Tgl. Hlui-k, eial. in dus A. T. 
1.792). "Es luuM liier «eit der aliraüsung, wli'bo luild uaxh dor ObarsiMlulDtig nach 
Betblehvm, also linld DActi 38-1 BUttl'aud, bertits dtiv ^rauiue xeit V(>rni>M''n - '*' 
dann der t«3t int darch alincbruibcr »cbon wid«r vttflfacb i'nUtolt: auch »agt l 
DjiiiiiK in hvxüu darauf zu \io. 21, II uo« enifl»daDto?i |- liiii. Kcrui.: ii>l. 

teiiit i)i!UiUiit.<iinl».'rhctziii^; aus dem H«hHÜJicboii noih ni Iüu, i^cmit wtlpli- 

*T die Qvlpu i:iiifBfili hoI' dicu^ vrrWKSvn balieit tHebclli« ma^ otwn in di> 
Süd oder äüi bUlcQ. da «r 3Ö3 dun Hinb, rar dtvsfin thc bächer Eirn und N'jii 
vorlior dia Salonu schrißen. tmd üiwllkh vor dlcMO diu psahuiui Dbcraelzl«. 
MvT g«b6rt d«iiuxacli wtd der xe(t kan var dlcMt l«tK«u otrtrsMiaDg i|or p>* 
nwu an. 



Dil BBCcnsTtion pn oor. a. r. 



* 



I 



welche öIdod von dor neutcätamentlichen ülemetziuig iibvreicbf nden 
»pr.-ichgettr»uuti i-rkuuneu loasuu. 

1. Neh. VI, 16 utdrau9 affis M aiufona itc ahraba: inentai 
tf4ßog iv o(fffahufii; avro/f atfodt>tt. Für i.it-ni.-zzeiv iü gleicheni 
ülonG wie hier ist nicht ui'drtusatti eoudtjrn dis-Uriumn gewählt 
Luc. 1, 12 aifis (iisdratis lua: tf6{iog i/iijnatv f:i' artor, ao übyr- 
hnapt in gleichem zusamuicnhungä nur vcrbu composita mit dis- , iiiubt 
mit ai, K. b. dissai aUatm agis: elaiii» dt tfio{iog Saavtas Luc. 7, 16, 
affisa tttikihmmu dinjiahuidai vcsun: (fofii>' (ityäXtit aivttxuvtn Luc. 
8^ 37.* Ferner ist ai-dnusan sonst noi' von iiersoüou gebraucht im 
einne voa „ niederrallen vor jomaotl" und „hiueinfalleu, binemgenittin 
in etwAä," Endlich ist Irn-nurtuv xivt oder hti rtvt HUcb im concr«- 
ten sinne „fallen, uiederl'alleu" nicht durch at-driusun gegeben, son- 
dern durch das ßimplox driusan z. b. Marc. 3, 10. Luc. 15, 20. Üem- 
nach möchte hier eine abweichnug wol nicht zu verkennen sein. 

2. Oiijnn Mtk: tfnifioac fie ^.mLcb zu sclireckeu, in furcht zu 
aetxen'* Noh. VI, 19. Als causalia dieser bedeutuug sind im N. T. 
gebraucht: l) ift'og-jan, ijiagidit itta: Iv - iiiftftij&t^ ahois Mat. &, 30, 

2) ns-n'j-jan, veswx nvk usatjidai: tv.'<f!o^oi yaff iyivuvco Mftrc. 9, 6, 

3) af-ay-jaHj m» m viiihlai afagidai: fti) .-tn^ftoft^vfu ty ^iifitvi Phi- 
lipp. 1, 28. Alle drei composita zeigen den kurzen stanunvocal ; ebenso 
auch die nominalen bildujigen: o^ts, un-ag-vin dat. = äfpöiiioi; Luc. 
I, 74, un-ag-Huds Philipp. 1, 14. Kor. I, 16, 20. Dagegen og-juu, 
welches nur an dieser stelle vorkomt, hat das kurze a des Stammes in 
6 verlängert. Eine analogo bilduug hat mau in uf'MohJan: •/tläv 
Luc. C, 21 neben hlahjan: -/iXäv Luc. 6, 25 und hi-hlühjan: xaia- 



1) Man vergleiche auuerdfim: dis-Hutjan „Terhiill«n " ftir jcn^^nrur Luc.S, 16, 
(fi'jt-m'mufi „in Itfflrlilii^;, in besitz nähiiien'' t\ir juit-^xf* K'>r. U, 6. 10- Rpti, 4, 26. 
dii • ndniiH ..imtotv'^licn" für Im-Jt'cv. Tn kllen diesen cociiKieitöU Dbt äta elac* 
den bc^rniT dca vi-rbuiii rciatärkcndc lu-uft. nun, cta liv^t tUu» uiu „v<.UIi^, ^m. 
uuil gar." In liici^t'r tilerlrageuen Lcdeutnnp ^^langte dis woI erst später aar ver- 
weaduDg. wäbruad es frülier nur uiil den vcrb«» dos teilen«, trennen» und ahn- 
Ucbou vt-rbiiadtiu wurde, wu es in svinur ur9[»ruDg1iclicn Uvdcutnng .,*ai«fi)iiiii>(Ior" 
nr gvILung kam. Di nnn Lei dmea Tcrbcn, wo die bedcatang der iiartikvl and 
d^ vtfrliQiifs Iiarinoniert«, duroli die anfügnng der p^u-tikcl ddr begriff des verbami 
veratÄrkt mirtlc , so miirtc dienet dazu , sp&ter die partikul fit»- ancb mit uidcrea 
ircrben , deren begrÜf zu dein dt-r |.nrtikci in koiaer Leziehung stAnd , sju einer mehr 
uuuatfirlitiben ehe zu vcrkopiieln, IcdiglicLi um lino vcrbij'irkiing deit T^rlialbt-griO« 
SU orxi«Ien. — Anders fauen Lobe nnd Dlcffenbacb daa vcrliiilluiti nuf, welche 
d«m rfi». Im zweit«» fall« di« bedcrttnng de» „omCMiwDs" mwelsen (Lobe, gramm. 
i. 44, DicffeiibMb vcrglcicli. wörtorb. der got. >i\>t. 11. e. GäÜ). Lw Mcjer crwälint 
die letzten ari dei gcbfwicba von i^- gur uiohl . eieb« gut. spraobe s. l\Jh. 
niTKua. r. oiiiTscm nasxttoout. bd. til 19 




J&i 



HiflUiVi 



yiXöv Mttt 9. a4. Marc, b, -m. Lui^ H, 63. Ausm '- 
und siod-Jan zu verjjlöir.lieu . ' «Iöukii jodoch keine ^> i d 

bewahrtem knrzon Stammes -a mar seite gtebcD. Oji/an oiiü' vf-hMtjati 
aiüd ulso (iiio eiuzigen in lÜesur urt. Nun if(t c» aher vicnia w i .- 

lieh, i!a»3 »^in so genauer uu<l conifequenter nbersi'Unr wie \ ..i ..l ur 
tin und dasselbe vorbom yeXür zuerst das vom praeteritalstomme gebil- 
dete compositum «f-hloh-jan und %icr vciso weitur in jfauz <i< i 
bull sinno diW vom praesensstammu gebildete siniiilex hfahjau g«br;iu.:. .. , 
dagegen war es nach Bernhardts untersucbungeu eine [^vwolinbuil dur 
abscbreitxM-, gleiche ausdrßcke ihres texte« xu varüereo. So wirdjouüu 
uf-Mohjitn wol von einem ahsobreiber stammen, alao erst aus einor 
8[)ät6reu zeit und legt dabtT auch für wfjnn die vunnutun^' uah<>. d!i$a 
dieses wort einer spälcreo zeit angehört 

a. Für :c).r;ifo^ „menge, Volksmenge" ist Neh. V, lü fiiusua 
geschrieben, wkbreud man im N.T. dafür liest: ij mwuign Marc. 3, 7. 8. 
Luc. 2t 13. 6j 6. 19, 37. 2) hiuhtnu Luc, 1, 10: üU$ hiuhma rtts 
ttuititiifeins bcidt»idan$ : aat näv to n),i^&os y* fov Xaol jf^oi^n'/ofiirfir, 
3) hanmi Luc. ti, 17: fuitiSd mtkihi manayvms: uli^ifos noki tiü laoi. 
Maniiyä ist die regelmässige Vertretung für .clij^'foi: und auch für laot;; 
wo aber beide Wörter zusammentrefieu , wie ebon au unserer stelle: 
allai püai filusjiai jrüi <illni pizai marutgein: navtl ri^i it).i\lfu navii 
x/p }mi[}, da hatte hxöi; das Vorrecht auf munuijt'i und für ulf^Üo^ trat 
ein anderes wort ein, Luc. 1, 10 kUthma, 6, 17 hansu, hier filnstui. 
Das hier gebraucht*» wort konit im X. T. zweimal vor, ausflerdeiii in 
der Skeirein» dreimal, und zwar in dem sinne von „grosso, flilio'* 
Kor. 11, 12, 7. Tim. n. 3, 9. Skeir. VIlc, in dem sinuo von „Volks- 
menge** Skeir. Vllb. c. Der gleiche gebrauch des worte:* filustna wie 
an unserer stelle begegnet also nur in der Skeircins, welche einer 
sp&teren zeit angehört (Ueruhardt, krit. unters. I, 8. B und einlel- 
timg xum Vulf.). 

4. Für tivij^ ist Xeli. V, 17 ijnuKt gesetzt: .r. jah .n. (futimtWi 
ein wort, welches man nur noch zweimal antriflt. Kor. 1. 7, IG hva 
nvkkanni qino, ei abun gatHiüjw'a? aippau hva hmtU gttwa, pnici q<n\ 
ptrina ganasjaiS? Im griech. leite kehren beide male die werter an/^ 



l) Mmi vcrgicicbo ittuuwrdom : 

\/'tak: sak-jia, aak-Ja, ffH'mhU, tH-tühts, /W-mIU« im<l MJt-ftfU* 
•Jan u, a.i 

yvitk: us-vak'jaM, ga-vak-nan. rah-tvo ood vok-aint; 

Yfrttp- frnp-i. -jin, fltt . frap ■ jei uuil frop*», frod'ti; 

Yi)ritli.- ifnih-tin. -it uiiil fftiib-n. 



i>iK MtwniTCrini ou oor. x, T, 



86& 



i'ir/ w}dcr, ebenso im lat vir and muller, der Oote allein hat 
vier uu»(i^Ook(^ gebiiiuclit : ..waü weiüttt du uiui weil, dtxss du duu 
gfttton rettest, oder was weisst du maoü, dass du dein ebeweib 
rettest?" Man crliciit, dass ^uma den mann bi^zeiehnen soll mit räck- 
»iclit auf das geicblecbt „munuspcrson" im gegeusatz zu i/ino „weibs- 
purson.*^ Die gescblecfatUobe bedeutung wird besUtigl durcb diis adject. 
tfum-arts Marc. 10, ü und gumu'kunds Lm;. 2, 23, Oal. 3, 2K für 
o(j<ri;»', wo ynip»tw und ginakwi^s gegonüborstcbL Äuaser dieser stelle 
siebt r/uma nocb Luc. 19, 3 gttma Hatnin hailana sdkkain.^. 

Nun ist das griech. wtiQ sonst übersetzt 1) durcb vair^ so mei- 
»Ums . 2) seltener durcb nuinna, im Luc. 7 mal , im Mat- und Marc. 
je imal, welches wort flir avi^i^tüno^ der gewMmlicbe yertreter ist, 
3) durch aha ,«ehemauii.** Denmach ist der gebrauch von gwna Luc. 
\9^ 2 durchaus ungewöhnlich, mau erwnrtot vair oder ntamta. Man 
kauu dieselbe erkl&rung in anspruch nehmen wie oben bei dem nflUoh- 
janda Luc. 6, 21: e'm solueiber setzte füv vair oder manna da» ihm 
geläußgere gumo. Nicht minder ungewöhnlich ist der gebrauch von 
gumo au unserer stelle; .r.Jah .n. tfuthane bedeutet „hundert und 
fünfzig Personen"; in ijolchem sinne ist im N. T. vairos geschrieben, 
jt, b. vairos tvni Luc, 9, 3(.>, vairo» rajyjott fimf pu^ttr^os Job. 6, 10, 
so auch Luc. 9, 14. Skcir. VII. b u. 5. Es ist hier wie Luc. 19, 2 von 
dem ursprilnglicb diesem werte eigenen sexuellt'n begriflV nichts mehr 
KU sptlren, es ist in einer allgemeineren, mehr farblosen be<leutuDg 
gewendet, wie sie dem vair und noch mehr dem mantM eigen ist. 

5. Für TtaiöÜQia „junge männer, diener" steht Neh. \\ lö Skal- 
as, V. 16 pivos. Im N. T. Ist jftnddQia gegeben durch utagaUi Job. 6, 9 

— Skeir. VTIa, durcb piu-tnatftis Mat 8, 6. 6. 13. Lac. 1, 54. 69. 
7, 7, durch magus Luc. 2, 43. 48. 9. 42. TS, 26, 

Skaiks ist stets fflr önvlna gesetzt, einmal ftr olxtrr^g ; pim liomi 
nur noch einmal vor Luc 16, 13 für aÜMcr^. So selten wie das mas- 
i!u1. piuSf so häufig ist das femin. piva l^r dovh, und rttudiantj anzn- 
troffoii. 

6. Fßr ayfo^ findet man Neh. V, 16 das nur hier vorkommende, 
mit dem spateren abd. Owrph, /or/" gleichbodeutende /rtiwri>. jah Jtaurp 
ni gasUiiiftuUl : v.ai a/QÖv ov/. f/xjr^mttti^r, „und kiUtfte keinen ucker" 
(Luther), --/ycos; iit im N.T. gegeben durch akrs „acker. das bestellte 
feld" Mat, 37, 7. 8. 10. Marc. 15, 2l. Luc. I5, 25, durch land „land, 
Luflbcsit/." Luc. 14, 18 htid bauhta „ich habe ein sttlck land, einen 
luitdbesit?. gekauft," durch vcihnft „dßrfer** Luc. B, 34, 9. 12, durch 
haituos Marc. 5, 14, durch haimoplia Marc. 10, 29. 30. 

19« 



i<orr 

7. l>us ^xxii;ij'tr, mmt ohiir auanalimo «Inrcli aiWcsjo wliler- 
^cgebon, NoIl V, 13 durch das nur hier vorkommeiiile <jauntinps (lbi»r'" 
tragtin i»t« wurde hcIioii oben liei-vurgeliobeii. 

8. Neb. VI. 17 begegnet die form uipishtlayis ; dieiter uccusativ 
plur. setzt cinou noni. sing, aipintuta voraus, der aicb genau au das 
lat cptstula auschliossi, ebenso wie das uhd. cpistttlti. Statt dessen 
triSl inau iui N. T. nur die ihren unt|iruDg sebr deutlicli xur Hi:h:ni 
tragenden formen: aipisiaule uom. sing. ^= intotoh] Kor. 11, 3, 2. 3. 
7, y. Thess. 1, 6, 27, KoL4, Iß. Eph. inscr.: aipidauhin dat. 
Kor. [, h, '3, acc. = ifrtoiol^v RiAra. 1*1, 2i. TbuHS. II, '2, 2, «(pi-, 
ntauk(im)? dat. plur. Thoss. 11, 3, 17 (cod. B.). 

Die ueutest. formen sind aUo der griecb., die Neb. VI. 17 ange- 
troffene ist der lat. spräche eniiehut. Die letztere wird also wol auSj 
ciuor zeit stammen, wo der eiallasa der griecb. spräche auf die gol 
durch die lat. bereits verdrängt war. Für die spätere abfaäsung di 
Neb. fällt dic3o form allerdings wenig in das gewicht, da sie ui&glichei 
weise von einem Schreiber bernilirt. 

Budlich ist noch eine syntaktische abweichung hervorzuhebci 
Zweimal xai im Neb. ein eigentämüeber genitiv der zeit angewen-' 
dot: 1) V^ 18 jah vas trnqutuan datfis hvituh stiur .a.; Aui i,y j-trO' 
fieva €ig ijfitQttr fttuv xtX. „und es wurde vermehrt an jedem tago,f 
während uiues jeden tages, tüglicb, 3) VI, 15 jah untauhana varp so 
baurgsvtuhijus .c jah M. äaga wcHfoßs.,..) .n. dagc jah .6..- xut otyt- 
tsktaittj xö it'txoii rrefmTij vxd uyAöi ftijpog (i/Mva h ftei'Tt^iutna xai 
ovo ijutfiJii „oud die mauer ward fertig am funfundr-wan/igsLun tage 
des monats Elul in zweiuudfdnfzig tagen" (Lutlier). Im ersteren falle 
ist tiV Ijftf^uf fiiitv gl eich lie deutend mit xait' t^u^gay, welche» durrli den 
dativ äaga hvamttuJi ausgedrückt ist Marc. 14, 49. Luc 16, 19. 19, 47. 
Kor. I, 15, 11 . durdi den uccuBatJv tiag hvattoh Luc. 9. 23. mrgän( 
aber durch den genitiv dagia hvUuh wie hier; ebenao xctr* tVos durc 
jcra hvnmmeJi Luc. 2, 41. Für dun Kweiten fall vergleiche mau 2. b. 
Marc. ir>, 29 ./rtA bi prins dagaits yaiimrjatuis po: xal ir rgiaiv f^/j/^mc, 
Marc 14, d» iU gaiaira «//» po hanäuvattrhfa jah bi prins tlagajta 
aupara uulmuäHvauHila gatimrja: /.ai äia iqn^v i^ftefituy, in der Vul- 
guta dort: in tribus diehus, hier per triduum. 

Lobe hat die wenigen fiille, wo o'm temporaler genitiv auftritt 
zusammengestellt: es if-t kein eiaziger darunter, we der geuiiiv urtat 
hängig von der vorUge gesetzt wurde. Am nächsten sdieint dem bic>r 
vorliegenden gebrnuclie zn kommen diT genitiv Luc. Ä, K 
vuhirmt itftht$ fifaro hairdai scfiHai und Tliess. I. h, 7 ^i' ^ , ../' 



ms DBOCHflTtrLltE DIU OOf. A, r. 



237 



iHtht* ^)}nnd jnJi paici dTmiknnai rttirpaml mihls driiijkctfKti «airßnnd, 
.Teflocti h(!7.d«:lmot in beiden sti'Uen der gen. nahtit nicht gowol die zfitr 
daucr, den zeitamfang „innerhalb cinor Dacht," als vielmehr dea zeit- 
puiikl: in der nncbt wachten die hirfcen, als der ongel des horrn zu 
ihrieu trat, in der nacht werden nie trunken. In der ersteren stelle 
kann übrigens der gen. auch von vafUoom abh&ngig sein, wie in der 
Vulguta: ciwtodientes rigilias noctiü. Neh. VI, 15 will Lobe dou gen. 
„mehr partitiv" aufTotiäen, indem er dann den gen. <?a(/c jedenfalls von 
der durch jt. jah .b. bozeichueten zahl abhängig sein lässt, wie t, h. 
V, 2& /kwiHM ... siiuhyis sikh .w. , V, n jah iwiaifis jah pai fottrO' 
mapljos .r. jah ,h. yuntane und im Esra suniee (mapopis .r. k. h, luw. 
Kiiio solche aunai>^!ung mag eher augezeigt seiii unter den von ihm für 
den tempoiiücu gon. aufgelührteu belegstellen Luc. 16, 12 fasta tvaim 
tiinpum sdhhaiaus: tw tja,%ithov und Marc. IG, 2 fiht oir pis äagis 
iifar salflMtic:^ i.iay jtQtiit r^t; /»ät; außßdn.n\^ jedoch Neh. VI, 15 sicher 
nicht Lind ebensowenig V, Itj, sondern der gebrauch des gen. in diesen 
>tc'Uyn steht einzig da. 

Wieviel beweiskraft den bcigehrachtcü lexicalischen eigen tümlich- 
kciten beizumessen ist daR\r, duss die alttegt. &agm. einen anderen 
vwfa8i*er haben als die neutest., mag vorhlnfig noch zweifelhaft erschei- 
ne». Denn Lobe hat eben deueelhen grund lür die spätere ahfassimg 
ties Lucas ^clteud gemacht, Benibardt aber dengelbeu zni'flckge wiesen 
und durch tMrio reihe von beispielen darzutun geäucht, dass Vulfila 
reihst schon in den ausdnlcken variierte abweiclicud vom griech. texte 
und daijti die aKschreiber dieses bestreben aufnahmen und fortfQhrten 
(Krit unters. II, 3. l'.) I'gg.). Ifierüber wäre zunächst erst durch eine 
gonaupre Untersuchung dos neutest. textes sicheres restzustcUen. 

Schliesslich werden die bisher vorgehrachten gnlude noch Unter- 
st Qtzt durch 

eine eigentüralichkeit in der Schreibweise, welche diiem 
i«pftteren Sprachstande anzugehören scheint niid wegen ihrer conscquen- 
Len anwenilung nicht den schreiben], Mündern dem ftberaetzcr selbst 
zugcwiwen weiden muss. 

ßü ist das die uulTallende Vorliebe für die länge ei* 

DieS4'lbc zeigt sich zunächst in den mehrsilbigen rormen des 
praeieritums von visan, wo ausschliesblich r» geschrieben ist: 
pcisH« Neb. V, 15. 17. VI. 17. 18; vmjau V, 14. 

1) 8o im eod. 

?) leb tn^uo afixf itud mhhitte. und eTtfilnue aus daga ilea ac«iu. dag abhio- 
,gig Too ufar, rI»» /i/m an fiis äa^tti ufar tablMU dag. 



nmtuwr 



Die fcrirp.hin^ von t durch vi iiii<l umgekehrt, in Act tiinnofgtinf 
des c- ru dein t-Iautu begröudct. ist iu den got sprach realen gerade' 
keine selteuo ersclioinuug ; sie findet sich in iufinitiven z. b. teifcnn, 
greitan, idtan, in uuminibus z, h, ftiheips, qcins, .tjm'Uiaa, im atHluil 
von adverbien z. b. hUlrei, svarcij dupä. Doch das it des praeteritum<i 
hat sich von der auawciehuiig iii ei so gut wie ganz frei gehalttrii; *iö 
findet sich nur: 1) »aiskip Laa. H, 93, wo indess dae letzte t im cod. 
nachträglich i,'i'UIgt iat, ü) mmcitum Kor. II, 1^ 13 im cod. B (im 
cod. A usimhim) und 3j vckcis Joh, 11, 32. 

Es ist daher im höchsten grade aotIBUig, dass iu allen übrige 
handscbriften der Qbertritt des ans a + n hervorgegangenen e der prae- 
ieritaironnen in ei so verschwindend selteii autli'ilt, hier dagegnn in 
wouigeu reibuü fünfmal bei demselben praetcritum vorkomt. Darf man 
danach nicht vermuten, dass die in dem vciseis Joh. 11, 32 gans ver- 
einzelt aultauchende Schreibweise hier bereits zur fosti^D regel gewor- 
den ist? 

Anders scheint Bernhardt liierübcr zu urteilen, er hat das W in 
allen fQnf formen iu e geändert, nimt also wol vocalvertaaschung dureb 
den Schreiber an. Sein verfahvon rechtfertigt er in der einlfiUing s. M: 
„Aber so sehr auch vorsieht geboten ist, ein allzu cousorvativos und 
ängstliches veifahren ist ebenso nachteilig, es bflrdet dem Übersetzer 
auf, was nur dem abschreiher zur last fällt, nrid tut dem venttändnis 
eintrug. Ich glaube viel xahlrcichore Änderungen recbtfertigiMi zu kön- 
nen als sie selbst Heyne, geschweige UppstrOm und L9be gewagt bat^ 

Die neignng ffir das lange ei tritt ferner bei der widergahe des 
griech. t in den namen ganz, unvorkenbar hervor. Es ist niclit nur 
gehrauclit wie im N. T. für auslautendes i oder ei, z. h. tutitofftpds : 
vttviff^aifu Rs. V. 32j und fQr inlaateudes 7 oder u and i vor uonBO- 
nanten z. b. adoneikamis : udiüvIvLa^i (D;5':nR) Esr. V. K^, iarcimiü: 
tagiift (-gif) (c*^n) Es. v. 32, eeiramis: rf'^fi Ksr. v. 32, sondern 
auch durchgjüngig fOr / oder i vor Tocalen; aieaikei'ins Esr. r. IGj 
wlueitm V. 40, baraiciins, saixalnciins Neb. VI, 18, tottcMs, toheiiu 
VI, 17, VII, li), unaNciin VU, 2 = ttlii^exi\i, tot utdovia, fiaQuxio, 
asxwa, rtaßitt^, xtaßia, f^ Qvafitf, kiüdmeielis : xedfiitjk Esr. v. 40, 
karci(^iafTim : y^aQtaiftrtQtfi, 

Der gebrauch von got. i" für gnuih. / büschrünkt sich in di 
kritisch nicht angefochtenen formen auf karriajimrcim, wo man nach^ 
der Schreibweise dieser hs. erwartet kureiapciareint ; es mag sich nüt 
diesem t verhalten wie mit dorn i in tnianim Keh. VIT, 2, wo das • 
duri:h die andere form anantiin als «chrciliftdilt-r uusijpwiesen wird 



Bf« RtCCnttTftTX MB BOT. 1. T. 



W» 



Diu t In aäilin-ts, banau-is, baitau'is, niakei/i^, xafirn kann 
nicht borficksiclitigt werdeu, da dioae formen, wie oben au«geführt ist, 
bndcnklicli erschoiniMi. Der mit dor »cbreihweiäe dieses cod. in mdor- 
Hprnoh fitelieode gebraauli von i verstärkt die dort vorgebracbten gnlnde 
ßr ihre verdcrbuis. 

Wie ungeivi^UnLich dio widorgabe von i oder / vor vocalon 
darch 01 ist, zeigt die achreibnng im N.T., wo daßir regelmässig got. f 
eingetreten ist, z. b. abiajiara: u{iiü^a(f, Marc. 2, 2fi, atfaisium: hfi- 
moi Eph. inscr. gahrid: yatiQi>,l Luc. 1, 111. 2ß, gauts: yaiog Köm. 
16, 33; arabia: apait'rt Gal. 4, 3&, astais: data Kor. f, Iß, 1B, dal- 
mntiai: daXftariu Tim. 11, 4, 10, xakarias: ZaxaQiag Luc. 1, 6. 12. 
16 UBvr. 

äogar fOr », sonst Ausnahmslos durch got ei graben, ist bei 
folgendem vocal got. 1 eingetreten: kaisarias: nataa^sio Marc. 8, 27, 
samanan: aantiQua Luc. 17, 4. antUtukiat: ärriox^ta Tim. U, 3, 11; 
in dem letztgenanien nameu ist sogar »päter das i m j vordichtet: 
atUiokJai Gal. 2, 11. 

Die einzigen ausnahmen , wo sich die länge ei vor vocalen findet, 
sind difae: I) für griech. / aifdaizairis , ailciakcimin = fhittQ^ f'Ma- 
AUfi Lac. 3, 29. 30, hainciamcinis: fitfiaftuy PbiL 3, 5 im cod. B, 
dagegen im cod. A Oainiamcim's : 3) für griecb. / im cod. Argent, im 
Luc. }tr-icius 9. f)4, Jicldins 4, 25. 1, 17, heleian 9, 19, csaciinn 3, 4, 
csaet'ins 4, 17 ^ rjfiai'ag, iff.iag^ im Job. csaeias 12, 3D. 41. esaciins 
13, 38; im cod. Carol. csaeias Köm. 15, 13. Von diesen beiden letz- 
teren nanien sind aber die formen mit 1 weit häufiger: helias Mat 11, 14. 
27, 49 Marc, ß, 15. 9, 4. 11, 12. 13. 15, 36. Luc. 4, 26. 9, 8. 30; 
hdia» Mat 37, 47. 3iarc 8, 28. 15, 35; hc^ijm Marc. 9, 5. Lac. 9, 53; 
vffUfhs Marc. 7, 6. Rßm. 9, 27, 29. 10, 16. 20 (cod.A); esaiin M&TC, 
I. 2; esa'iaa Marc. 8, 17. 

Man trifft also die Schreibung mit ri vor vocalen im N. T. um 
13mal. und ywur t) im cod. Arg. Umal, davon Snial im Luc, 3mal 
im Job., 2) im cod. Carol. Imal, 3) im cod. Amhr. ß Imal, wo dor 
cod. A ein i enthiilt Dagegen in den wenigen verson des cod. D tritt 
uua iliese Schreibung 9 mal entgegen. Was dort nur als seltcno aus- 
nähme auftritt, iät hier als regel befolgt 

Garn, ungewöhnlich ist auch der gebrauch vou ei im anlanti 
wie or in ciaircikiftis : tigtxto (Vulg. Jericlio) Esr. 34 vorliegt Der 
anlnut dieseü namens hat im N. T. »; iairrikon Luc. 18, 35. 10. 3(», 19, 1. 
iatrikon Marc. 10, 46. Überhaupt ündet mau imlauteudes et unter den 
eigcouameu uur 1) Itir grioch. 1 in eikaum'on: honov Tim. U, 3, 11 
(codd. A und B), 2) für griech. 1; in ci^oalns; i^nauto Iaic 4. 17. 



um 



OBBLorr 



Sonst ist 1,'riccli. * im nnlante durch got. i gegone^mt^wB^i^en 
meistou Öiloii, odor statt licr voriaugeruüg zu ei geraiie der gaaz eut- 
g^ongesetztQ rorgani^ der verdiohtiuig /.u ;' eiugetretäa , x. b. jwtaius 
Kor. l, 9, 20, /tuhtkis Kor. I, 12, la, ^«tfos Job. 12, -1, jnintpuh 
EaL osw.f wo ül^oiall die ältcron formen mit i noch dunebcu vrhnl\ 
sind. Käme dieser ubwoicbüode gebrauch von ci in den uUteaL fra^M 
nor so verainKelt vor wie in den oeuteüL, »o würe ea nicht im minde- 
ätoii zwcifelkafl, das» ein äcbreiber dafür verantwortlich üu mncbcu 
sei, der die ihm gülüutigere form statt der urs|irfmglicb in der vorläge 
enthaltenen niederschrieb. Aber die consequenz in der Schreibung spricht 
gegen dic^o anuahmo. Dort mischten sich die der zeit des Schreibers 
angehörigen formen irtflmlich hier und da ein, hier mOsto ein Schrei- 
ber mit der festen al^siclit gnarlmitet haben, durchgängig die alte Schrei- 
bung durcli die seinige zu ersetzen. Rin solches verfahren, eine ao 
willkfirlicho behandlung des bibeltoxtos ist einem got sclireibor ketncu* 
falls zuzutrauen; den neutest. Schriften gegenabor hat kcinei- sich di 
erlaubt; solte man etwa vor dem A. T. geringere acbtung gehabt 
haben? Das möchte doch wol kaum anzunehmen sein. Daher it^t es 
geboten, diese sclireihuiig wegt>n ihrer coiise(juenten durchl^hrnni,' auf 
den uljersetzor selbst /.urflcky.nföhren. 

Fine jüngere Schreibweise liegt vor auch in fiands Neh. VI, Ifi. 
In fijan und ebouso in tV^J'V^ voraiisst man das j nur selten ; die falle 
sind 1) im cod. Arg. fiaiR fiand fieinatta Mat 5, -13. ßaifi Job. 12, 25. 
2) im cod. A fiandana Körn. 9, 9, 3) in den codd. A und R fia^ivn!- 
Gal. 5, 20. Dagogon ist das j gewahrt 1) im cod. Arg. in 25 veibul- 
formen, 2) im cod. A. in 7 vcrhalformon, 3) in den codd. A mid H 
nebeneinander in 3 verbal- nud 3 nonünalformen, 4) in den codd. A 
und C neben einander in 1 vorbalforui. Die ausworOing des ,;' n&hai 
die got. formen dem iih. /lö», ags. fUin, an. /lA usw. 

Auch an die oben dargelegte Wahrscheinlichkeit will ich noch 
erinnern, das« vom Übersetzer die VulgaUi mit bennb.t wurde. ^Var 
das wirklich der fall, »o ist damit die abfassung durch Vulfila völlig 
nnvereiubai'. Denn VulÖla starb im jähre 3dl, die Vulgata aber wurdr> 
von Uieronymns im jahro 385 begonnen und voUoudct im jahro 40&. 

Nach dem allen ist die Übersetzung der altle^t. tVagm. durch 
Vulfila im hflchät«n grade unwahrscheinlich und wird wol einem der 
Studiosi illius gentis zuzuweisen sein, von denen Walafrid Stmbo hericbteL 



DIB BKOCnftTOCKX DBS BOT. k. T. 



asi 



>EK TKXT. GOTISCH» UND GKIF.CKISCH. 
I. Eäta n« 8 — 43. 



8 iiunda ,m. e. 

9. ftoDJOB zaxxaiaas .hr. J. 

10. ftuaive banauls ^ m. b. 

11. sumve baboavis x k. g. 

12. flunive aagadJH [msuDil hv. n. q. 

13. sunive adoueikamis .x. j. q. 

14. sanive boganls tvn. J>usand]a 
j. q. 

Ib. sunive atldiiiis .r. d. d. 

16. sunaua ateins suuaus ai/ai- 
keilnis niuotchund jab Jh. 

17. »onive buäsuus .t. 1. g. 

18. sanive iorins .r. l b. 

19. sunivo assaunÜB .s. k. g. 
30. suuive gabaim .L|. o. 



xal dvo. 



f^axoatoi Einoai xat 




vtoi äctcti disx^ltoi ötttMaiot duo- 

tttdio. 
vtoi ädutytxafi e^axoatoi l^ipuorta 

lial ßayovi dK^iltoi nevti^v.orta f§. 

rJo» Iddi l^axoüiQi ntyitjumia tia- 

vtoi a^Q T^ü i^£x/p irvivi^KOVia 

xai nxttifj 
lioi ßaoti t^tOKoaiot ehioangüs. 
vttH iioQT^i htasov xai dexadio. 
vtoi aao/i Atcoülatoi tixnaiiQeii;. 
liol yttßtQ iyvtvijxoyra:it\it. 

9. CfJt] '^°^^ ^t Complnt., -xitiov 19, ISl. -ita^ou, 'X*f, -Xl% -/'<> -/'». ttjc 
jftu, {n;fav. 
ID, fiter} ancliüä. -yfu Cpl. -i'i« 19, -vmau 19^— flavov R, -vrev 55, -voi'iVbt. 
titfff. Km 4vo] auch 93, Cpl., iiooBQaxortaiSvo VJ, öbr., titixovxa iva 19*. 

11. fioxx] -Xtt 93. 19^ -/«u 19. — ßnßai II, «^jJir/lftf: fö. ßaßai ßbr. 
ffxoiTi xn« r^'fl aach 93, nxoeir^is 19, fibr. 

12. «<J.| iiuch 93, iiaytiJI lU, «ml. — ti^ynS , u^tyaJ, aCytui: ußSuy, oßya, ttßdu, 
J*c/ } aocti ^, 19. — T()fi^jAiot II, /Uioi iibr. mxoo] tixbo« xni iov'di, 

14. /»HJ.] 80 dio Böiat, -yoiw 93. 19, ö4. 71, -yon« 19\ — finyotiv, -yovii 
-yovtt'iS, ßaoyn, yKfioilte. ntirqx. *f) (fijxok'ra ff 19^ 

16. iWO *rf(f(. 19, bW(» 93. 19*, 119. — icdSir Übr t^x.] »adi 93, Jfs/iiio« 
19. — rir^ioxoaroi öbr. 

16. «C] Bach 93. 19. — otijq äbr. t^ ff.] t^ e^i 19. eiv. xai oyrtu] aoch 
93. 19, frffi*»j;fi>»Ta Jtf» 11, 55, (vytv>ixontiogtat öbr. 

17. flaa."] anch 03, /tttoati 19, -« 121. — /inffutn/ übr. rpm». ««-] rprewwi« 
r(«*s 19*. 

18. ioiqI ifQ'tt 93. «upf* 19. — ovpa H, nofOfi S48, iw^ir Bbr. u. xm iffx.] andi 
19. — fx JuSitca 44. 248, fx. itt^uJuc äbr. 

19. nno^l ftQch 93, cctf«/« 19. — aam II. ott^tift. 55, noor^ Qbr. 

20. jrfl^] aaoh 93, yn/itp 19. ja^aoir 19*. — ivßtQ II, >■«;(<(' Öbt. 

1) üeuau uadi dar Icflunt? vod Cpp^trÖmi nur Im Krli. -texte uinige mir völ- 
lig tuchcr BChuiuQodo Andenm^cn. 



T'w^W 



OBBLOrV 




21. sunive biaaai})laoin .r. k. g. 

22. sunive naitofajieis .r. m. q. 

23. sunive ana|)0])i3 .r. k. h. 

24. sunive asmoI)iB .r. d. h. 

25. vairos kareiat)iaareini jab xa- 
fira jah beroj) .bv. m. g. 

26. vairos rama jah gabaa .x. i. b. 

27. vairos makmas .r. k. b. 

28. vairos bail)ilis jah aai .s. k. g. 

29. vairos nabavis .n. b. 

30. sunjus makebis .r. n. q. 

31. sunjus ailamis auparis ])usundi 
.8. n. d. 

32. sunjus eeiramis .t. k. 

33. sunjus lyddomaeis jah anos 
.hv. k. e. 

:t4. "sunjus eiaireikous .t. m. e. 



vlot ßi]&leift IxoToy efxocrir^»?. 
vioi vaTtiKpari enarov dexa ?§. 
vloi ai'ad^w& kxccTov eixoaioKTio. 
viol a/tw^ hxccTOv uy,oai oxim. 
viol xagiad-iagif.1 xal xeg^iga y.ai 

ßijQwd- extaxoaiot etxoaizQeig. 
vtoi T^ ^f.iä xal yaßad f^axooioi. 

sixoaiTQeig. 
avöqtq ftax^ag uxoaiövo. 
ävÖQeg ßai^rjk xal yal äiaxoaioi 

eixoaiTQsig. 
viol vaßav TtEvrijxovta xal di-o. 
i'Ioi (.taxßelg exazov 7rsm'jxovra f^. 
viol ailäfi litQov X'^if^t öiaxoatoi 

TrevTtptovtatiaaaQEg. 
viol iiQüfi Zfitaxoaioi eixoaiv. 
viol ?.vd3b}vaeld xal ävto i/itaxö- 

aiot EixnatTrivTE. 
viol ieQixftf TQtaxootoi tEOOaQaxov- 

TajCtVTE. 



21. flt)liX.] auch 19. 93. Id". — ßaQ»altffi II, 55. ßaiHatfi, ßtHn/i, ßfHttffi übr. 
Ii2. i'*r.] aucli 19. -ifttOti 93, -tf-ad^ 248, Cpl. — rnf.a>Ta III, rtyiatfa !jÖ, vuuMfa 
tibr. tx. d(x. *|] auch 93. 19. — ntvifixoviM^ übr. 

23. avK»!] auch 19, va/Ata» 93. — avadafi 134, ftva&iud' übr. 

24. ttftaff] auch 19, ttCfin9- 93. — aoftia» II, 58. 119, «ow# 55, itCftmO- öbr. 
tx. tix. oxrcu] uuch 19, «fftfnpaJtoiTarptis 93 Q. and. — r(oo«(«txo)T«Jro nbr. 

25. xnQ.] auch 93. -QH(^ 19, Cpl., Alex. -- -ftift flbr. xai xn/.] auch 93. 19, 
xtti xtiffittQ 19'', — ohne xai öbr. xatfuna II, j(tt(f.rjQa 74, Cpl., x"ß'(.'" l^-'t 
;(K<fiQa öbr. fltjp-] «|Ui)(iwff lO""- 

26. i'ioil aySpis 19. 19'*. rtjs (>«i"«l 'If PI/*« 19. Qafitt 19\ tixoa.] auch 
93. 55, Hxoai 19. — flxoaitig, tlxoai tis übr. 

2«. /*«i.'>.] ßf&t)X 19^ yai] rijf ytti 93, i»;? j'ijf yat 19. — «o«ii<23(i, m Cjil., 
A'iii tibr. Jinxoff.] auch 93- 19. II. 55. Cpl. — ruQaxöaioi ühr. noi] nrJpf? 
19. 19". rn/9.] auch 93, -ßrtv 19, -jS«i' 19". — vaßov, -flto, -ßw, -ßoi» übr. 
TitiT. xRf Jl'o] auch 93. 19. — fftJTijxorrnJco Öhr. 

30. ftnxß.] auch 19, /laißfig 93, fiayßuq Cpl. — fiaytflas II. 85, -/Jif öbr. 

31. «fit. tr.] auch 93. 19, rjXttft nfQoi' Cpl. — ijltt/iäQ öbr. 

32. »j«.] auch II. 64. 119. 243. Cpl., iQttft 93, ijit»«« 19S fpi;«^ 19. — (pn.ii 58, 
fjlttu Öbr. tQiKx tfx.] r^ox. ctff. Tr^rre 19. 

33. ifJ*] -»oiJ 93, -vtti 19", ioJftJ^ 19. — lodtttfi , Xoda^», XfSuv, IvStav Xodaii, 
X vidiov SovXtitda SaS , X ctf Jaw XoiaSi , X vHSwv XuiaStd , X vSStav XoSadt S, 
IviJwv XoSttSii Uhr. arw] auch 93, onta 19, ava 19". — ovta 53, (ovniJ^ 248, 
wiwi' II. ^, mtia fibr. 




DU DfttlCUKtCciLB SM auT. A. T 



393 



I 



35. tunjus ainnaluy .g. tiuäundjos 

.X. 1. 
3t>. jab gutljaiis sanjus aiiildums uu 

giLrda ietiuiti niun liunda .u. g. 

37. uuiijus aimmeiring [lusniidi .n. b. 

38. suBJus lUllnäiirtH tjusuitdi .a. m. x. 

39. 8UJ1JU8 iureiniis [lugandi .i. z, 

40. Juli laivveiteia sunjutt iemla j<tlt 
kaidjuoiuliä UA äunum odiioilug 
.u. d. 

41. saajus osabifi Uu|iarjos .r. n. li. 

4'i. siinjus danravarde suDJua sail- 
lauuiiä jab sunjua ate 



v'toi (rvua rfJigyiiXifU. s^xoötni tfHti- 

Koi cä Uoeig vioi tedÖoi^ ttjt 01*11» 
irflitv irrcrx/iOtoi ^ßöofiTfKUvia 

rioi if'fif]^ X'^t /fivttinoyfodi'O. 

itoi ifadflcti; t^t^ihoi dinxnoioi 

itffau^äxavttt tma. 
vtoi iaeift xi^oi nai dexa htna. 
xai oi UvJtat v'ioi ir^anv xai Sex- 

ftt i}X % oll,* I 'ioit,- iMiiH ä x'^-' **^ 

e/iÖofi tjxontntffaage^. 
viot (iaaifa^ nl tlidot tTtatttv üxo- 

atotati. 
vtoi itÜv nt:ht)^ä¥ nioi 0iX).mp 

v'ioi dCtfQ . 



35. rfK] auch l!), antta 03. — anat'tt II, afvaafi 121, 236, atvnn flbr. 

36. XR« Ol if{f m] i'fri' (<r(Uiv 93, iini ut ile tifttii III. tutä] aiicti US, fJiStavtt 

10. — *rf(toiwt 120. ifovia 11, edoi'« 58. miovn Öbr. >ijaoi'] nach fW, Ul 

11. aad — fifaoi Hbr. «^.] tflSofttfxorttt xai tffiis 93. 

37. jrfKrijx.] irirttucvanu Jt« 19- 

38. «F^n^JI auch a^. lU — ifxiaoix'. (faWovt* Bbr. ip't:/'^] aucb 08. lif. — 
;fUio» dir. 

39. 111^] auob 93. -pttfi 19. — *ft(fi 58, igpf/i ttbr xat itxa tma\ aocb 93, Q\A , 
diita emn 19. — tJttu Cbr. 

40. «ai of Xu.] v*tn Afiircti 93. 19, »ijooi-J -ffwi-t 19. «'«/'] aaob 19. xtS^ttfl 
93. — itoJuirA 58. Mu^fnijl flbr. uJ.] mJva 19. miovia 98. — iv^oi« !M3. 
iüH, awJovfa, aotliuKa, aoJorV«. wioifta meist. j^iJ tßJ.} aoeb 93. 19. I2l. — 
tßJlon- Öbr, 

41. aa.] auch 19, r<o» naity- n» ipAai 93, of »-i nomf w ^01 19". — <w k^ov- 
»fi i-<o» aodffi öbr. ttKoa.] ttffitr^HtxonaoxtM 19''. 11. ä6. — tiKoaittro A4. 
lOti, tfxocfoxrot übr- 

42. of] auch 93. 19. — «rfliip. trrf^p übr. 

II. Nchcmia T, 13—18. 



13. . . .jahqat>allagamainl)äamen 
jah haüdeduu fraujan jnli g»- 
taridoduu [lata vaurd alla so 
mauagei. 

14. jab from (lamma daga ei ana- 
baul) mis ei veisjan fauramat>- 
lei» ize in iudaiu üimi jora 



xai tJnt nätJa ij exxXi^aia dftipf. 

xal ^v(ouy rov xiifiov. xai htol- 

xaiye anti t^ f^f'tffa^ ^j lveTti},{rc6 
ftoi iliat etg OQXOVnx avzür iv 
rij iuL-iaiff^ dno troi-^ lixoatov 



3!H 



OttBLorr 



.k. und jer .1. jfth anl>ar 
artaksairkHuus > [)indauJB ,ib. 
jera ik jah broI»rju8 meiuai 
hlaif fauraiua|)IeiB ineinie ni 
matideilmn. 

15. ij) fauramatiljos {laiel veison 
faura mis kanridedim [yo mana- 
geiu jah uomuii at im htaibuiiH 
jah vein juh niiuhj)auub sUubris 
sikle jn. jab t^kalJcos ize t'ran- 
jmodcduii I)i/ai niaiiagein i|) 
ik ni tavida svi\ faura and- 
vairt>ja a^siij gu[)8, 

16. jab vauTstv |)izo3 baurgsradd- 
jaus iiiävin{)ida " jab {)aurp ni 
gatitaistuld jab [)ivosm(!inaijah 
allai ]>ai galisanaus du f^anuua 
vaurstva 

17. jah ind^ms jah })ai fanrama])!- 
jos .r. jah .u. gumuue jah |>ai 
i)imandanä at uiisis us t^iu- 
dom [taim bisunjauu uusis ana 
biada meinamma andiiumauai 
veisQQ 

18. jah vas traquman da^s hrizub 
sliur .a. bimba gavalida .q. 
jah gaits Ji. ganionvida vas mia 
jah bi .i. dagaos gaf vein allai 
pizat Ghisiiai jah allai fii^ai 
managoiii jah unn ]iu olla lüait' 
fuuruma|)leis meima ni sokida 
in pift et ni kauridedjau \ii> ma* 
nageiu iü Jiaim vaurstvam. 



ftov af^ov t^g ijytftOHag fiot: oitt 
itftiyofuy. 

Ol dt ^^oneg oi ^jU7r^aV£»' fit 
ißägirMiv xAofor ftri rti» Xaöv^ 
^.nßov JTOQ mnvjv aQinii xai 
nlyov, xKi soxctrov vtQ'/vQiov <jl¥.Xoig 
jtoaaQaxoita. xalye ta Tiatdagta 
mtürv iTcvifitvßttv Ini joy laov, 
lyuj de ovH hiohfia oi^uüg aitö 
.T^OgwTTOf (fofiov ^Boi: 

jiai h Igy//» töü Teixovg loitov 
nvit xariüxvaa, xa'i ayQovovx ir.jfj- 
adfjTp' xai ta nmöuQiä ftov x«i 

itat oi inviSatM xrti oi ^^i»Tfc 
inaiöy xai Ttent'^xnyTa äyögiSt ^'^i 
ol tQx6nevnt /rpAg l^f^tt<i (tno tia» 
iÜYÜty lütv xi-xiw i^inäy f.ni %r^ 
iQä:utav ^lov i^^yttovro. 

xai ;;»• yiyoiuva «'s ii^d^av ftiar 
fidoxi>(; f'i* xo' .iQQßara k%leK%tt Vi 
Mtt x'fia^og h/ii'iio fWL »ai iha 
öivjtt }jf4€if(iiv iy ftäaiv nlvov navii 
itp TtX/jOit narsi t<p Xmjt xai 
./pös; %oirois OQtov ir^^ iffiftn- 
rias fiov oftc iCr;r)^ot iki f.fiaQV'^ 
yi'jih] to i'^oy inl trtv ÄoA» xot^ 
rov. 



VI, U — IJ». 
li. ...ta liaioi jirafatidoduu niik ... n^tpijtaiq ot ivoii^hovy fit. 



xy jab ustauhana rarl> so baurgs- 
vaddjus .0. jah .k. daga men- 
[o]h) ....| .n. dage jab .b. 



ttcri etKaöi ftijvos i)<Xova iv nttr^' 
Tnovta Kai Ovo i)fieQats. 



1) cad. artArksolrWaus- S) Citpalr. uuil illB fHUi. faenuatfnhoc; ni «r»H/uia. 



HüTSör 



äW 



unsarai allai jah ohlodiiii allos 
piUfJotf |)0ä bisunjaue miBis 
jali aUlriiuft ai^is in augoiiii' xze 
abiaba jah unniüt^edun |)atci 
frawi gu|ia unsiramnia v;ir|t 
u^t'iiUi|> [latu vaurstv. 
17. Jati in dagau) jainaini niatmgai 
veisun |iize rtiikjauc iudaio 
juiiei Haudiiledun lüpinttilaiis 
du toboilu jah tol)eia« du im. 

iS, managai auk in iudaia urailijai 
vüisuQ inuna nnte mege tos 
saisaineiiim äunaus aicirius jab 
ioauau sunu^ is narn dauhtar 
niaiaaullaiiÜ8 sniiaiiti Uaraltei- 
ins da qenai. 

19. jab rodidcdun immfl vaila 
in andvair|)ja meiuamiuu jati 
vaurdaueiiiaspillodeduii inuna 
jab aipiätulana insandida to- 
beiaä ogjau oiik. 

VII. 

1. jah varl) avc gatimrida var^ 
80 baur^vaddjuM jah ^asatida 
haurdins jah gaveisodai vaur- 
|>un dauravardos jab liul>arjo» 
jah laivwitois. 

2. jab auahati(> ananiYn brot>r 
mvinanuna jab aiianeiin fau- 
nimaldja baur^ iaiiusalems 
unte ȧ. vaa vnir sunjcins jah 
ogauds t'raajau ufar managans. 

^. jali qaf i™ ^^ uslakaindau 
üauroitK iiurusalf'ms und paU;i 
nrrinnui mnna 

()KEtPSWAIJ>. 



xai lytritn l<vh.u ijxoiaay o't f-jcf^Qt» 
tjfUüV .fäyte^, nal iq,o^r,iyt^ ndvta 

:ieas ifoßo^ itv 6qf9-uXftoig at-itüi' 
atfiid^cc nai eypuiOar bri uuQa r^ö 
ihifi ijitöv tyttft]it^if ttiMtod^i^vat t6 
t^yüv Tovzo. 

vMi iy talg fj^Uffutg i^u'yats tzüX- 
loi tfiav ttUf kyiifiuf töiv iovdai- 
ufv thv at intatoXat at'twv itro- 
Qivofio nQos Tcjßiat'f xai at tutßia 
Hf^fivto ;r^s avfohg, 
no),h)i yaQ iv t^ lovdai^ evo^xot 
r^aav avi^^ oxi yat^ß^og ^»' toü 
ctxt^tov vinv ifi^a, nal iiüyuy i-Jöt; 
(tviov tkttße Tipß ifi^azd^ fuaoX- 
läfÄ vinv ßaqaxlov £*<; yvvatxa. 

%aty£ ra avfi(f4ijorxa avt<^ tXeyey 
hiuiiiAv ftov, Koi TOvg X^ov^ ftov 
tiiiftQov avttp. xct intaroläg 
(juriatuki tioliias tpof/tjaat fit. 

1— a. 

xai iyiveio {Wxa tyxodoftjj&r/ tö 
TeTxfii; Jtal inf'atijffa tag 9v^g^ 
xui ^/reoxtm^tföv oi /ivXui^i xai 
o'i tiidoi Kai Ol iUvIrof. 

xai ivernXafitfl' np cifuri^ lidehfnp 
ftnv xai ivj) äyov\( ti^oytt rijff 
ßaQti'ii; te^ovoaliifi, hrt avros uvi^ 
aXt^&ijg xui t^nßüiftuvng xov xvQtoy 

xat ihra adtoig, ovx dyoiyi^aoytm 
tt'i :tvXtu ttQot<}QXi)ft Vtog ayateiXjf 
6 rjXtOg. 

OHUU)FF. 



1) evtl. ftUMU. 



aiMJ 



B. »AaUOBT 



DIE DEUTSCHEN AUF DEN KUEUZZÜfJEN. 

(Scbltuu.) 

ZWEITER THEIL. 
(1191 — 1309.) 

H. Krciizrahref von U91— lldS.> 

Arnehurg, graf AJbert von, bnider des markgrafen Otto vod Brim^ 
dmiliiii^. zog 1197 nach Syrien (W'iiikolniann , Philipp von Scrbwalwu, 
s. 60). 

Aäpern, Konrad von, urkundet 1190 als krcuzfabrer. (Fischer, Klo- 
steritouimrg n, h. 92, nr. I5ö). 

Auä, H^irtmaDU von, zog 1197 nach Syrien. (Wilnimms in Hntipl» 
Zeitschr. XIV, 3.144—155; StÄlin, Wirtemb. Oescbichte II, 7ii2; 
L. Scbmid , Hartiuano von Äuo a. bO fgg. imd Kin/ol iu dieser Zeil^ 
sclir. VI, 486). 

Boichlingeu, der graf Friedrich v<mi, uahm 1195 da« krcQx mU 8«!^ 
Dem bmder, dem gmfen von üeilstein. iToecht'. lleiiiricb VI,^ 
a. 390). 

Bromen, erzbiscliof Hartivicb II, hatte schon liyc» zu Wornus diw krei 
genommen (l.'ont Adniunt. '>f^7) und w^ 1197 ans, (Amml S(;id<_'ii 
bei Pertz XVI, 363). 

Brandenburg, markgraf Otto von, welcher U9& iXüa kreiu genom- 
men hatte, Hess sich absolviren. (Toeche 390 und 460). 

Bogent gnif Albrechi III von, zog 1197 nach Syrien und kam glück- 
lich wtdor heim. (Müncheuer Akad. Abhandl. 1781, 11, a. 472). 

1) Wi« bokant. litt die zihlun^ dar kntizzRge nach 1191 willkörlii-li; g«wSlin- 
lich wird tlor zog ffogen Conatrtiitijio|>cl aU dvr viert« bi'acichnet. wühronil Me 
krcuxxQgtf der DcuUcIicd natxt Ueioneli VI, f^c^Bn Damtcttc UDtl tiiil«.T Frio* 
dricb II nicht weiter gexfihlt wenlen. Der vcrfiUHer mtebto die lotxteraii lioidoa «b 
ftuftcn und ttcohaUn bt.<z«ii-tincn , freilich ohne sich auf irgvml (.'iiifti v<>rgin| 
birrofen xa k&Lneu. In bezag auf tUä mitfrlic-tler de» daabirbeu rittvrürdtins In mwi 
rer perlode lat auf das ziemlich ToIlbtlndi^T ' f 

d'oatro-mor ». ti97— 910 «q vorwcUcn. leb n 

tüstorisvh und orkoodlich nudivioiiibnnto ]><.'(>' > < 'ui'l j«nci urdviui in Syrif. 
ftofnifllhrcn ; nur diojcDigca nomcn «nd novhgi ivt<^Ävii, vroldin in dem obige» n^f 
«ter fohlen. Kino grltadUcbo gcsdiinhto der innorn verh&ltnU«a dre ordenii iu bei- 
li^oii liiiide wärv B«hr iirßü«rl)t>iiiiwert, ist itber bitt jetzt ntxdi " ' '. ;| 

uus tkll(? hiUnniUtel fftilcti, die uatuteu ilir«r norh tiiuMudeu . ■ 

Lid Orient f^ographia^h xa fixiorea und damit eine DlMnivht iiWt dif< WiriwiiiU« 
«litliir|[«]aitfr nj ach&fi«tL 



bnt bBrnwcriKK app üi« imRii7xCaKTt 



ajt7 



BöbmAD, der Imclior-Iieriög Hßitirich von, hatte ll'Jß iln» kreuz 
goiiommcii. itUrb nUr am lA.joui llt^T daheim. (UucJik. Mfihriächc 
Geschiebte rV. s. KiG; Talacky, Geschieht» Böhmens !, s. 4Iii)). 

ßuiern, herzoy l^udwig I von, {*Uh- Kdilheiiuor), gt'bt 1197 mit dem 
üer:!og Leopold vou (^terreicli and bischof Wolfker von Passaa uach 
d','ni heiligen liuide. (Böhmor, Witii'lsharhor Itegiwten 8. 4). 

Eiiaorsdorf, Heinrich von, urkundt'l 1 HHl als krfuzlUhn-r. fFisch<*r, 
Klostenienburg U, 93, ur. 167). 

Friodrich, grai', hruder des herxogs Otto VI von WitiflHKich, stirbt 
11 'JH, uhe ur sein krcuzgetübde ciiililou kauu. (Mündiuner Nene 
hiätor. Abbaridl. 1791.»!. 344; vgl. Mou. boica X, 239). 

Hör/., graf Meinbard II von, zog 1197 mit dem herzog Leopold nach 
Syrieu. (v. Czoernig, ihtB Land Görz, I, a. 5ü l). 

Hüiburstadt, biMcliof Ourdolf von, pilgert 7.u lande nach ^ymn 1197. 
(Totiche 461); Gesta episc, Halberät. bei Pert^ XXI LI, s. 112). 

U»unberg, graf Gore von, zog wahrscheinlich 1196 nach dem heiligen 
lande. (Archiv für österr. GoschifbtsnuoUuu XIX, 99). 

Uildeshtiim, biscbof Konrad ron^ ftibrt einen bell des keuzheered 1197. 
(Toecho 459 fgg.). 

Schauenburg-Holstein, graf Adolf lU voDt zog 119ß nach dem bm- 
ligen lande. (Nordalbingiscbe Stadien V, h. 265). 

Hroznata, burggrat' vou, kehrte 1197, in Rom vom papäte absolviert, 
widdr beim. (Kiben, Ueg. Bohem. I, nr. 431 und 438). 

KärutbeUf herzog Ulrich II von. nahm 1195 in Worms das kreuz, 
erkrankte auf dem kreuzzuge am au»aatz und kehrte im mär/. 1198 
heim. (Contiu. Admout b«i l*ürtz IX, s. 587; Archiv für Gesübicbte 
Kärnthuns X, a. 17). 

Kulden, der marschall von, soll (nach Wiukülmami s. CO) 1197 iii Syrien 
gewesen sein, ulloin ur urkuudet bei HeUirich am G. juiii 1197. 
(Stumpf, HeichÄkaiuler 111 €, 287—392). 

Kefernbnrg, der graf von. nahm 1195 mit seinen beiden sOhnon, den 
grafeu Günther und Heinrich von Schwarzburg, daa krenz. (Toeche 390). 

Kremamünster, abt Mangold vou. tritt mit den Übton von Werth 
und Michelbeuren anfang U'fT die kremsfalirt an. (Toeche 459). 

Landsberg, markgraf Kourad von, zog U97 ab. (Winkulmunn , Phi- 
lipp von Schwaben h. Gü). 

Lauterberg, der graf von, logt 1196 das kreozgelQbde ab. (Tooche 
390). 

Limburg, herzog Heinrich vou, machte 1196 reiche Schenkungen an 
das kluttter vou Kiguy, um äcinos kreuzgulübdes entbundeD zu wer- 
di>n. (Wauten, Table chronolog. 111. 74). 



s»d 



B~ BUOlili.UT 



Lothringreu und Brnbnnt. Uoryog lieiimch von, xm 

fcreiizlaiirer. (_Wautei"s 111, 74). 
LDboo.k, 400 biirger aus« schlosson sich dem krenzzage lio? aü* 

(Arnold. Lub. V, 1). 
LnitbaracD, Hildebeit, Degenhard nnd Sigfried, drei brQ(l(»r uus 

WHi^tpbalen, Icibßn sich (wahr»oIi ein lieb llii6) gfild für tiino Irreu^&ibrt. 

(Erhard, Cod. diplom. Guestphal. U, s. 251, nr. ÜLXVl). 
Dlagdeburf;, domprob^l Rakker von, zog am 1. mai 1197 niit deu 

deul»c)icii kreuzfahrcru iiauh Syrien. (Magdeburgci' Gescbichtshi.ittor 

1869, S.3). 
Magdeburg, burggraf Gebhard von, zog 1197 nach Syrien und kehrt 

glilcklicb wider beim, (Magdeburger (Jesehiclitüblatter VI, h. iH 

TgL Toeche 441 fg.). 
Maiuz, «rzbiscbof Eonrad von, urkundet am 17. october 119C al 

pilger (Stumpf, Acta Mogant a. 127, nr. J26) nnd bricht gegai^ 

december auf. (Toeche s. 459). 
Mannsfeld, der graf von, nahm 1195 daa kreaz. (Toeche a. 390). 
Heissen, Markgraf Dietrich von, gieng 1197 nach dem heiligen lande 

(Zeitäcbrift für thüriiig. Uescliichte V, s. 89 und 92); nr urkundoi a\i 

kreuzfahrer am 5. Januar 1197. (Menckeu U, 449). 
Meran, der herzog von, nahm mit seinem söhne I19& das 

(Toeche 390). 
Oesterreich, herzog Friedrich von, starb am 16. april 1198 auf der 

kreuzfabrt. (Contin. Admunt bei Pertz IX, 688; v. Meiller, Babeu- 

berger HegesLen 8. 80 fg.). 
Oettiugen. der graf von, nahm 119& das kreoz. (Toeche 390). 
Ortenburg, graf Otto II von, starb 1197 anf dem kreuzzngy. (Archiv 

fOr Österreich, üeschicbtsquellen XII, 79; XIX, 75; XXX, 273 nnd 

276). 
Parau, Hugo vou, m-knndet 1197 als kreuzfahrer. (Fischer, Kloster- 

neuburg U, 92, nr. 153). 
Puasaa, bischof Wolfger von. trat im frübjahr 1197 seine Pilgerfahrt 

an. (Cont Cremifau. 649). 
Peggau, Ulrich von. urkundet 1197 ah kreuzfahrer; er zog mit dem 

herzog Leopold nucli Syrien, (von Muchjir UI, 317). 
Hab, ein soldat, nimt, lun gesund zn werden, 1190 um knmz und 

kehrt gesund wider heim. (Aiiut. Lamb. bei Pertv. IX. bhbfi^.). 
Kamtiperch (Uomesburg?), Otto von, pilgert 1197 naf.li (miiit urkumlä 

Ottos von Freisingen. (Hormnyr s. 48. nr. 81). 
Regeuaburg. bischof Konrad von, brach am 27.npril 1197 zum kreuz- 

znge auf. (Aun. Ratisp. 683). 




£>1B prrTACiiR« Axrr mot kwvzzOqxs 



299 



Rhoin, pfalzgraf Hciiiriuli I vom, borgt 650 mark laut urlnindo vom 
37. jnui 1197 von üem grafen von Spoahoim (Lehmann, Geschichte 
von Sponlieim s. i'O fg., Ri'yer, Mittelih. Vrk. U. 211) und baut 
nach soinor rückkclir au der Mosel sich eiue hurg, dio er nach der 
gleichnuini^4>n feste in Syrien Tiiron nont. (Aunal. Tetr. Virdun. .'»Ol; 
Oe»ta urchieji. Trevir. od. Wytleuhach I, 29U und note zu cap. 101; 
Fioker, Kngelbert s. 69). 

Bädiger, „SaceHos, cognomeuto Baivarus." urknudet als kreuzfahrer 
111^7, indict XV. (von Honnayr, die Baiorn im Morgenlande 48, 
nr. 31). 

Schßneck (im Pustertliale), Hugo von, urkundet als kreuzfalin^r um 
11U3 für Brisen und sUirb JldC Lald nach der huimkehr. (Mair- 
bofer, l'ustcrtlialtf alteäta AdeUgoschlechter, Brixen J8G3, 8.23). 

Siniugham, Johauiies von, nrkuadet „Hierosolymis reversus" U9Ü. 
(Brrijuigny IV, lG«j. 

Stransdorf, Rudolf von, und seia solm Nfarquard Urkunden 119fi als 
kreuzfahrer. (Fischer, Klo.ttcrnouharg II, 92, ur. Ißti). 

T«*gerDäee, abt Mangold von, nahm 1195 zu Worms das krous. 
(Toeche :JilO). 

ThQringen, landgralllermannv., uimttlSddas kreuz, arkundetll97 
6 kal. April, als pilger. (Zeitächrift fOr thQring. Geschichte V, s- 237) 
ond ziobt um Walpurgis aus: er komt lldB circa festuui H. Jacob! 
wider heim. (Burch. Bilierac. ed. Chriatmanu lUti; Langit Chron. 
CItäz. hei Pial 1. 1I6G; vgl. Zeitadiritt üDr thUring. Üeschichte V, 
a. 79 ; vgl. l'otthast nr. 20). 

Tunna, zwei s6hne des grafen von, nehmeu 1195 das kreuz. (Toocbe 
390). 

Toul, hiHchof Odo von, starb 119G auf der krenzfahrt. (Albericns bei 
Pi-rlz XXIU, 8.807). 

Verden, biacbof Kudolf von, giengllM? uachMyrien; für ihn urkundet 

1198 der CoDveut von Verden. (LQneburger Urkund<*nhucli, Ahtheil. 

XV, 9. 12). 
Walraui, der Bohn des lieizogs Hoiurich IV von Limburg, zieht 1197 

nach Syrien. (Winkeluiann i». üo; vgl. Kmst, Hifitoire de Umbourg 

111, 240—241). 

Wartenherg und Wertheim, dio grafeu von, nehmen 1IH5 das 
kreuz. (Toeclin 390), 

Zeitz, hiscbuf Barthold von, zog 1197 nach Syrien, (Winkelmanu 
8. 60). 



IMIlftCttM. V. DIVTICO« rttUOL, BD. Ttl- 



20 



San 



K. RAmncnr 



T. Kinixfahrer tou i!»7-i:or,. 

,1. vop 1197—1200. 

Lippe, graf Bernbard fl von. zog vor 11U9 nticli dem beiligen lande. 
(Hocliehnaiin, Ueruiaun II und BerobtirJ II, Mduster 1866, 8. 123^ 
12G; Alb. 1207). 

Nt^uöiiburg, gruf HerLboId von, vcrkaufl als kreiizfäbrer am 22. juni 
1200 alle sciue guter au das Strassburger stUl uud pilgert mit scln«m 
sobne .,lranK marc pi'rpetuo Dinnsuras. lliiiuR expinphini imSlati ((uatn 
plurös iiubilmrt's cum uxuribti.s i't Hbciiä predla axin vtiuhmli!» pL*r* 
petuo Berricio sancti sopulcri so dovovorunt" (Aunal. Marb. 170; 
Tsdiamser, Cbroiiik von TbiUiii s. 22; AM 8.372; Wiiikulmann, 
Philipp von Scbwabcii a. IHH uoU) 1). 

Wilhelm, ein verbrocher, wird bald uacb 12ou auf 40j&lirc zurbut 
auch JiTQimleni gusüliiokt. (Cod. diplom. Saxon. UÄ, 8.6Ö, nr. G6). 

b. vou 1200—1205. (Vierter kreiizzug.) 

Basel, bischuf Leutholdt 1 von, liatto am 3. mai 12(K) da» krctir. 
genoiumoa, urktmdet 1201 ab krcuzfahr^r und ninit am zugc gi'gtin 
Ooustantiuopol teil. (Aimal. Marbuc. s. 170; Ocbs, Geschicbtu roti 
Basel 1, 274 fg.; Ciunth. Pari», ed. RiiUit 69, 73, 88). 

BoUandtio, Werner IIl von, kaiiterlicher Truebaeas, sebloüii sich 1204 
in folge eines bei der belagerimg von St Goar voa Ihm orlebleu 
Wunders dem kreu^beere au. (CVs. Heisterb, X, lU; Albcrir, 1201 ; 
Brouwer uudMasen, Ann. IVevir. I, LXV, lo4 ad aon. 120&; Üuntb. 
Paris, wl. Hiant 8.82; VUloliard. ed. du Caiigo STÄfg. ; vgl Ki>ll- 
iier, Üeschicbte der Herracliftft Kiicbbelm-BulliUid. Wicsb. 1«J4,_ 
9. 3G). Er iat heimgekehrt. 

Brederode, Christoph von, trat um 1201 sniuo kreuzl'ahrt an. (SR-" 
ruous, Opera diplom. 1, 5C8). 

Dhann (bei Creuznach), Winrich von, nahm am vierten krenzziigj* <*il- 
(Villebardouin ed. Dn Cange a. 27r) Tg.) 

Üictz, Ditjtbor von, nahm am vierton krenzzuge gegon Constintinopel 
teil. (Villobard. 27&; darüber sehr ausfQbrIich im Archiv fOr he»- 
aiache Geschichte X, s. 211 fgg.; vgl. VII, 8. 147). 

Egidina, ein geborener Böhme, erscheiat 1206 als mOnch im heilign 
lande. (Uuuth. Pari«. ». GC, 81^). 

Hulb(*r!itadt, bischof Konrad von, nimt am vierten krciizEuge 
(Oonauon'S im Chron. IlalhtTstad. 117 Tgt;. und Chron. Montis sereni' 
bei Pt-rtz XXUI, b. 171; vgl. üunLbm- Ptul.-*. hG — Hfi; Winkelmanu, 
Philipp von Schwaben h. 260 und Krlüutcrongen XI). 



DIR t>tltrr.<lCU>K kW DKM KUKI'XZCOK» 



301 



Kfttüeiidli'nlHigPii, yiaf B^rtiinld I von, iiiihrn am vinitiMi kieuzxuge 

teil (Ouiith, Tiuis. fil, h\ ; Yilleh. 275; vgl. genaueres fihcr ihn im 

Archiv filr liesitisclie GeBchichte X, s. 211 — 314); er ist ohne scwtri- 

fo] idenLi.scIi iiilL iloni Coini'S IkrthoMux OiUt Thoufouicu», W4>1k!her 

120T deutsulic ordfusurkunden mit untorzcichuet (Strelilkc^ Tabalae 

ordin. Teuion. s. 34). 
Coblen?., HoiDndi Mikclin vod, 70g mit gögen ConflLantioopel. (Beyer, 

MitUdrbelniscIios UrkuudünbDcli U. ». CCXV). 
Leiteo« Gniuold von, mn miDislcvial dm liarKogs Ludwig von Baiom, 

urkuiulct 120:2 ala krcurJalirer fllr das kloster Wetlieuiiteplian. (Mon. 

boica IX. 8. 482). 
Loos, dfiT abt von, ermntigL am 11. märr. 1204 das kreuxbeer zum 

nngiitl' auf Coostautiiiopcl (Itobcri de Clari IJCXri—LXXlU). 
Loös, graf Dictricb von, nimt 1201 deu Marzuflus gefangen. (Olari in 

Hopf, Cbroiiiquea gruof-rinn. s. #2 — S'A', Villt^hard. ed. Do Cange 

876 fg.). 
Lynden, graf Wilhelm von, zog 12U4 als kreuzfalirer aas. (Dirks 

8. 1U2). 
SartiUf abt des klosters Paris boi Colmar, predigt das kreuz für den 

vierten kreuzzug. (Anual- Hcrhip. bei Purtz XVI, 9; Chron. Ursperg. 

bei Pertz XXIII, s. 3t)9; ADual Cisterc. od. Maurique ITl, 3G7 fg., 

387; vgl. Gauther «1. Itiant, Genev. 1875). 
Moscn, Dietrich von, urkundet „iturn« aim duce Bawarie" 1202 fiJr 

Weibeiidtepban ^ ^tiibt aber vor autritt seiner fahrt (Mon. tioica 

IX, 482). 
Pnlst, llnpertus de (in Kärnthon), starb im anfange des XMl, jabr- 

bnrideits im heiligen lande. (AVei9.<i. Kürntbi^ns Adel, 3. 120). 
Kieneck, gnif TUomloridi und AVillielni von, naiimen am vierten kreuz- 

zuga teil; Thood. Ael im fcbruar 1300 im kämpfe, während Wilh. 

in gefaugensclmfl geriet, aus welcher er jedoch wider befreit wurde. 

Bahl nach seiner rfu-kkchr starb er; er liegt bngraben in ilerkenrode. 

(Archiv för Cuterfraiiken XIX. heft 3, g. 91). 
ßücbillus. ca»telhiu von Denimin, verkauft zwischen 1200 und 1220 

zwei dörfer, um seine wallfahrt naeh Jorn.-'alom anträten zu können. 

(I'ommerschcfi UrkundenhurJi I, 14 ü). 
nnieli'n, LeuthoMtvon, hatte 1201 das kreuzgelilhde getan und nahm 

am vierten kreozznge teil. (Günther Paria. Od, vgl. Winkelmauu 

B, 208). 
Saurbrflrkeu, Bastachins von. wurde vom kaisor Ralduin von Con- 

sUintiiiopel nach der crobeniug der Stadt zum gouvemour von Adria- 

uopel ernuul. (VillelKirJ. LXI). 

SO* 



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n uOauxcmt 



SchaffLausmi, eiu ^ai^'c: aiu-, kobrl 1202 au8 Jt'iu»iu<.-m bcun. (Scb&lch, 
l^rinneningeD I, 13^). 

Scbwarzenberg, Konmtl von, uiint mit Martin von Füris am vierl^n 
kreuxzuge teil. (Guiilh. Paris. 32, 82). 

SBubulm (bei Cobloiiz), Albcro vod. starb auf dem vierten kreu7.Kag»j, 
(Uejer, Mittelrliciuisclies rrkundeiiburh II, 268). 

Ulmen (bei Cobleiix), Heinrich von, brachte vom vierten kreuzzoge 
viele in CoMstai»ÜiiO|iel gtüitobleiie rcliiiuieit häim, liie or an die klrt- 
3tor Stubenberg, St. Kustach in Tner, Mönstermaifeld, Het5t«rbach, 
Lnacli , St. PaiiUlpon und die hurgeapetle von Ulmen schenkte. (Beyer 
11, 8. LXXXIV uud 275; Caes. Hciati-rb. Dialog. VIII, cap. ö4; Geata 
Trevir. eil WytteDbacb I, 205 fg.; Brouwer uud Musen ^ Annal. Tre- 
vir. H, IUI). \Vah räche iu lieh ist der von Vilbibaniouin 275 genante 
Henris d'Orme ideutiscli mit unserom Heinrich von Ulmen. 

Weiler (Pfalz), Alexander vou, mtbm am viertou krcuzzuge mit loil. 
(Villehard. ed. Du fange 275 fg.). 

Werner, der Deutecho, ein elsfissischer ritter, nimt am vierten krftux- 
zuge teil (Uunth. Paris, ed. Uiunt a. 64 fg.; vgl. 87 uole daza); .sioliu 
unten 3. voc. ad 1218. 



TL KreuzftUirer von 1305-1317. 

Rhein, der pfulzgraf Werner Junior vom, urkuodot 1*^07 iiU kreuxfah- 
rer. (Beyer, Mittelrhoiu. Urkundenbuch H, 2C»i, ur. 227). 

Henneberg-ßoteulauhen, gra.fO(io von, der viert*) söhn des grafei 
Poppo VI (XIII), heiratet vor 120S als pilger in Syrien Beatrix, die 
tochtor des seneschalU von Jerusalem nmi grafen von Edes.'yi .loa- 
eellin HL Seine Urkunde (anfaug octbr. 1208), worin er den hospi- 
taliteru die Mitte Heiner bürg Markab schenkt « untorüchroibcn dio 
Deutschen: advocatus de Schwnrzeuberg , prepositus .'\lemannu<!, nu<l 
llL'inrich Alomannus, praeceptor Gerhard, nuirschuli Ueiurirh, ruälua. 
Heinrich, fratres Hugo uud Berthuld. (Paoli, Codico diploin&t. 
«. 9(1, iir. 92; vgl. L Böchntoin, Otto v. Uotenlauben 9. üi fg.; Hist^^- 
risches Archiv fiJr rnterfranken XIX, heft I, s. 1 — 170; Wegelt», 
graf Otto von Henneberg-BoteiilaubeD, Würxb. IH7&, 34; Strelilko 36). 

Ooatcrreich, herxog Leopold, nulim läOS zum dauk fQr dio gebutt 
eines äühnes das kreuz; Innocenz ITT flbursanl« ilmi das kreur. dnrrh 
di'ii kartlifiUHiTprior Nicolaus von KuÜz. (Fischor, <tt]H<:biL:ht« den 
Klosters Kloütcrnouburg I, 79; vgl. PütUi. Reg. Pen tif. 3302 fg.). 

IstriiMi. niarligntf Heiurifh von. zog 1209 aus, k'brie 1310 von sei- 
ner pilgerfalirt heim und ward der nüclisui^hl tnitlrdigt (von Hol 



nKTTSCRBl' Atrr dbn kmezzOokü 



34/3 



mayr, GesrhichU» Tirols I!, 172; Ders., Die Baieru im Morgen!. 49, 
rir. '^2. Wiiikelniuüii s. HH fg.). 

Klettenberg, graf Albert von, urkimdot 1300' als kreuzfahrer. (Urkun- 
«ionliuob von Wulkimried nr. 72). 

Konrad, ..ucdcäiao Hallcnsis prt'poeitus,'* nimt 1311 dos kreuü un<I 
sUrlil in 'Akkfi, i'buMiso Alherl, ein Magdeburger ilecuu „et multi 
ftlii ejuiidvni pcrrgrinitUonia socii obierunL** (Chronic, mont sereni 
hei Pertz XXIII, a. 179). 

Ijtitiolf, uanunicuB vom beil. kreuz in HildeHhcim; urkundet ISll ab 
pilger. (Subannut, Vindem. I. 180; Origg. Guulf. Ill, 643). 

Wilbrand. graf HallorinUn')- Oldenburg, düinherr von Hildfsbeini, pil- 
gert 1213 durch i'alaatüja; über sciue reiäehuuchreibmig vgl T. Tob- 
1er, Biblio^fniph. geogr. Palaeet. s. *2i und die Zeit^cbrirt de» histo- 
ri-«chcu Verein* fnr Niedersacbscn I86'J, h. 8 igg. 

ßbein, pl'al/graC Welfnuu vom, urktludot 1313 als pilger. (Wenk, 
ürkundcnhucb 13(J, nr. 9:i). 

Scbwarzenberg, die wittwe des advocati de, (siebe oben zu 1208), 
urkuiidi-t 1315 t'fir den denlwheu ritteronleii zu 'Akkä; von Deut- 
schen uuton>uhjcibfn: I.utlowii-u» de Hüillegowe, marschall der deutsch- 
ritter, Drabodo de lUingeu (Usingen), praeceptor, llaymo de Falco- 
neis, HartuDg de Sulmetwe, Heinrich Oyr, Rodenger de Fulcolfsem. 
Otto de Lo»enbeuni, GuiiLher de Winiikeslcve, Vcnuardus de Car- 
lesberch. (S(reblke, Tabula« s. 40). 

Thietniar, inngister, pilgert 1317 durdi Palästina und Syrien; über 
seine reisebcschrelbuug vgl. die nötigen angaben in T. Tobler, Uibliogr. 
geogr. Fablest, s. 24. Kr trllTc in Damaskus viel deutächu gefangene, 
darunter einen .Schwaben, fineii mann aus Wernigerode und einen 
ritter Johannes aus ijuedlinhurg. (Thietuiari pcregrin. od. Laur. s. 13). 

L. Fflnltpr Kronzzng 13I7-133L» 

Aachen, Roinlmrd von, urkumlot 121^ als pilger. (Eooen und Eckertz, 
Qoelleu zur Go^h. der Stadt COb IT, s. 71 fg.). 

Arnsberg, graf Heinrich, dor Sehwarze, von, gieng mit graf A doli 
von Berg 1217 auf deu kii?ny./.ug. ^Kleinsorge, WestphiÜ. Kirchen- 
geschiohte II, 118). 

Arnsberg, graf Gottfried IT von, bat schon vor 1216 (vielleiebi 1215 
in AaebetiV) das kreuz geuommeu (Potthast, Itcgesta pont. nr. 25609) 
und urkundet am M. mai und 3. juli 1217 als pilger. (Wigand, 
Westphal. Archiv VI, b. 83, ur. 203; Seibertz, Quelleu zur weatphäl. 

1) Y^LUfihrtcht, Dio Bnlaguning r^n ÜkoücU« in Raaai?rs HUtor. Taschcnli. 
»id. BiflbI, 1876, 



804 



s. sOnaicuT 



G«8ch. U, 469 fg.; Drkuudonbuch 1, nr. 118): or ist wider lioün- 
geki'hrt. (Brcholle» H, HOti). 

Auertipcrg (Krain), Ki)[rdbf>rt vun. ziüliL mit livraog L«o|>öld ab. 
(Collos, Aaual. Austrtao II » 201). 

Augaburg, bischof SiogfricJ von, komt 1220 nach Damiutto. (Cbron. 
rrsperg. bei P. XXIII. a. 381). 

AvesiLüs (boi Lüttich), WalUier vou, gebt mit berzog Leopold oacb 
Syrien und hetoüigt sich mit ihm tuii uufbua de» pilgundiloiwos; 
vor seiner bcimkclir biriU-r]ä.säl or so viel gtld, um 10 ritliT uuf ein 
juhr „zum nut/vn di's beiligfn landvä zu uiit<'r)ialU'U.'* (L'i-tit'oirö 3*Jfj; 
Annul. Colon, mm. ü'i'i ; vgl. Putlbast, Regg. nr. 'Jö7GG fg. u. ob. 8. 1 7U). 

Baden, maik^'raf Hermann V, /.og nach Urm april r.'21, wo er noch 
mit bitictiot' Ulrich von Passau und herzog Ludwig von ßiiieru eine 
kaiserliche Urkunde in Otranto mit nuiorzeiübnoti (Bi^hmer, K?gg. 
nr. 4U) nach Damietle (Olivenna Schölu»Uciu U27). Am 7. märz 
1222 tat or schun wider in Trani. (Kohmcr nr. 401). Über ihn bau- 
deit bettouders Bader, markgrut Hermnim V, Carläiiihe 1851 , s. &9|j 
der aber sehr viel fal8ch(M einmengt. 

Baden, Fnedricb von, starb im heiligen binde zwischen ISIO nodl 
1^31, wie eino Urkunde seines bruders* des markgrafen tleiniana, 
erw&lmt (Ulmer Urkundenbucb I, & 51); or wird gowOhulicb mit sei- 
nem bruder Hcrmami verwecb.^eU, welcher allerdings schon seit 1215 
das kreuz trug (Schoepflin, Histor. IJa«l. I, .107). Jedenfalls ist er 
idcntiücb mit dem von L'estoire 322 genanten „l*Vri do Boto.** 
(Röhricht in den Doutscben Fortjohuugon , 1876, s. 143). 

Bamberg, bis^chof ICckhert von, urkundct 1217 als pilger und U 
heimgekehrt. (Annal. Marbac. 174; Aunal. Rudb. 780). 

Baiern, herzog Ludwig I von, urkundet schon am 24. januar 1204 
als milert crucis (Monura. "NVittelsbac. I, s. 1), schifft sich mit vielen 
rittorn nach dorn april 1221 von Otranto uacU Damiette ein (B(ih- 
mer, Ilegg. nr. 441), wo er nach dem abschluss des üiedens ein^i 
trifft. (Muffat in den Mönchenor historischen Abbandl. band VII, 
1865, 8. 487 fgg.; vgl. Böhmer, \Vitti'lnl)acher Itegest^tn g. i» f^.)- 

Bercbtesgaden. proptit Friedrich II von , üoht mit Leopold aus, stirbt 
aber am 37. aug. 1217 auf der hinreise bei Brindisi. (Annnt. Undb. 
781 ; v. Meillar, Salzb. Reg. 531, nr. 88; vgl. Potthast, Ktigg. 2.stirt3). 

Berg, graf Adolf V von, urkundct 1217 als pilger. (Lucomblet, Crkuu- 
deubuch fl. yG, nr. C>G und C7). Er hatte bereite 1311 mit dem rit- 
ler Bonifacius sidi zur falirt gerüstet (s. lU, nr. 34) und 12 1& zu 
Aacbeo mit Kriedricb II (Röhricht , Beiträge 1, 4) das kreuz genom« 
men; er starb am 7. august 1318 vor Damietto. (Lacombl, Archir 



TftM OMIIIIIMMI AUF PBH XUtTKXtiaEJt 



9U5 



iÜ, 43 und 111; vgl Oliv. Scliul. 140:(). Diu lubU: Urkunde rom 
15. JHni IUI« (I,atjymlil. I'rkiU)d(.'itbuo)i, s. 31', uiu woui^ ubwck'hend 
I)«i Hutitie» 11, s. ti IW., nr. 7) trii>;t liie imterscliriJt fulj^eniler ztiii^jeti: 
Uearicus caiii-llarius et nütariiis, Hfirtuauiius du Klslo (bei Muatttricht}, 
Alhertii» lio lEcrl-aro {Herl WI MülilLuiiuyi, Uemboldiid de HurbL^ke 
(Hornbeuk iu LauoiiburRV), Albvrtu» di* flurde (Hürden bei Köln), 
Swederus de Diiigiidc, Hwriiiaiimis du Alftere (AffurdH bei Hameln V), 
Tlieodericus do Coslar (üoslar), AdoU'us de lienisüolo ^Üvrusau bei 
MübUiwim a/Flli.y), Henriciiu fruter kuu«, Ik'nibuldu» dß BornBOolH, 
Wikaiilus de LinndV (Lciiut-]»?;, Adull'uü du Stummbeim (Nordstern* 
ineu bei Hildotiheim?), Uruiiu Trator BUUd, Gorbardus du Upladin 
(rpladfH bei Blüm in Wesipb.). Gyso fnitcr smis. Miir»tlius dt* Dur- 
si'btridi* (^Hürichuid bi-i Solingon), I*!imbortus Ju Scbiüvo (Scbcrwede 
bei Warbur^')« Suikom» do Linllu (Utlol bei Ücvcuter?). Bruno de 
Holte (bei Mypi'i'n). Urnno Lu|uts, IKMirii_us de Vikke (Willigbfn 
bei ScboMubuven?), OudulViduä de MiMidorp (Mcldorf iu Südcrditb- 
niar:jcfaen). Aibeitiis de Buubese (hei rrQni?), ßlger de Meudorp, 
Hii'hwin Rusche, f|i>nrit:nK de Scbonrode (8cbnnralh b. Aucbvn). 
Bolandeij, Wi^nicr 111 von, urkundet rJifO als pilgcr. (Lcbnmnn, 

Urkuüdliche Gesfliiohtc der Tlalz IV, 61). 
Bogen, grafAlbrecbl IV und Bertbold 111 von, ziehen 1217 aus: letzterer 
arkuudei 12I7 als pilgcr (Mun. boioa XI, lab) und stirbt vor Dumiette 
am 13. aujrust IJl** (Men. hoic.i IX, 101; v.Mciller, Salzb. Kegesten 
496; vgl.Mäncbt^ner Neue bistor. Abluiudlungen 1792, it.2äl~2ä4); 
beide waren mit herzog Leopold iu soe gegangen. 
ßrahant, herzog Heinrich v., soll (nach Seiliertz II, 189) 1:217 nadi dem 
beilig. laude gezogen sein, (dagegen vgl. Köbrtebt, Boitr. 8.bb, uote 15). 
Brisen, erwühlter bischuf Berthuld von, ujkundet 1'-'18 als pilgor, 
kehrt aber äi-bon vor der erobernng Daniiettea beim. (äinnacherlV, 1^0). 
Bräcko (Trier), Friedrich vou der, wird um 1220 iu ciuer Urkunde des 
erKhischofs Theodericb vou Trier aU jülger ciTväbnt. (Bojfer, Mittel- 
rheia. Urkundcubueb Ul. s. 'JIÖ, nr. 2G1). 
But(ttmaunsliau»eu (in Schwaben), Heinrieh von, fUlIt bot der eri^tär- 
uiung di's keltenturrat» von Oumiette. (ChruD. Uraperg. bei Pertz 
XXUl. S.380). 
Diugede ^Dingden bei Münster), Sweder von, nrkundet 1218 vor 
Bamiettu zu guusten der deutscbrüier; als zeugen untentefareiben: 
Krni'stuH de Wulweuo (Wulften bei Osnabrflok?), Andreas de Wör- 
kuue (Werkboven edür WerktMi bfi Hont^'u i/Hell). Hugo Strumo, 
Albertus do Bathurk (Bedburg ?J, KorastUä de Vorst (bei Paderborn), 
Hennannas de fjeudcn (3. W. von Mfluätcr), GoUhedus Monachos, 



S06 



t- BdfUUCRT 



Keiüpotö do ßuttebcrk (üatteiibrouk bei Stade?). (Vgl Sloel, Oor- 
kundouloek van Gelre t'ti Zutfon I, s. d.*»?, nr 4r»3; mit einigen Ver- 
änderungen »teilt diüse url£uri<le aucli bol llcnnci. Cod. diplom. 1, 
s. 376, Dr. 35). Er ist lieimgckclirt. (Brcli. U, 80G). 

Eiühstädt, bischof Oebhunl von« huttc schon 121& am Köln das kr^'ux 
gonummim (Sax, Gfiacbicbtö von KiubstAdt 8.71) und »oll vor Oatnietl« 
mit gewesen sciu. (Scibortx, Quollen II, 1H9; Lellhul, iU'gesten dt)r_ 
Ititicbfire von Eicbstädt, s. 4H). 

KUaHt«, ein graf Albt-rt vom, Imtle das kreu/ gegen die .Siira*;cncd" 
genommen, ziolit aber V217 gegen die rntisseu zu fi'lde (Potth. 
Reg. 5433). 

Friedrieb U, söhn dos srtcbäischen grafen FrietlriLh von Brcne, lUUt 
ala ttimpler am iC. oclbr. 12:il inöyrion. (Cohn, Staimutafoln, ur. 59). 

Fiiu&v, ein, welcher einem piiester die monstrau?. eutriäsun aud ku 
boden gewi>rfen hatte, wird von Honoriuit \\\ auf 3 jabrc nach dem 
bi'iligeu lande geschieiii und ^«tirbt mit dem pritiäior vor Diimietto. 
(Caes. Ueisterb. Dialog, mirac. VII, cap. 3). 

Geldern, Oerhard 111 von, soll rJi7 am kreuzzugti teilgenommen 
haben. (Seiberlz, Quellen II. IH'J; vgl. Cohti. .Staiamtat'eln. itr. 215). 

St Gereon, donuleebant Ilermatin von, trat I'JIS seine kreu/fabrt an. 
(Caes. Heisterb. Dialog. Minicul. ed. Strange IX, 13). 

Gerbard, eüi grat, eiselieint beim älurni aur.Mcassar ald ein hauptan-' 
fiihrer der kreu7.iabrer. (Deutsche Forsch. 1870, 154). 

Gerhard, aobn des Adam Claicbin, macht im juni 1218 als pilf 
sein töätament. ("Wautors, Table chrono' ogique 111. 194). 

Gottnoig, abt Wozilo von, soll den kreuuug mitgemacht h^lipiT 
(.)anit»cb. Die Gusohichte von Oöttweig s. 11). 

Graretiborg, Wirnt von, Iwirischer epiker, soll vor Daniiolto mit- 
gekämpft haben, (ßeneke, Wigalois, vorrede X und XII; Konrad 
V. Wßrzb., der werltc lön, v. 242 fgg.). 

llenneberg, giaf Poppo VII vou, schloß sich Leopold au. (Al 
Marbac. 174; Annal. Kudb. 780). 

Hochstaden, graf (Lothar II ?) von, ßlllt beider urstflrmuug dea kof 
tenturmes. (Chron. Ursporg. bei Pertz XXII), ». 3B0). 

Holland, grjiT Wilhelm LI, ist der aufübrer der Kriesonnotle (Anm 
Colon, man. H2y fg.; vgl. Potth. äti.'i;!)^ er wi noch vor dem ondo dt 
kreuzzugs beiuigekebrt (am lU. aphl 1220 ivi er bei Friedrich II). 

Isenburg, hurggraf Heinrich vou, urkumlet am 30. jao. 1218 als pU- 
ger. (Bover III, «. 78). 

JQltch, graf Wilhelm II von, hatte 1215 zu Aavlien das kreuz genom- 
men und starb VHS vor Damicttc (Lacomblet II, 41, nr. 7ß); nutcr 



on OBimcni:» av9 vm9 KUUseOuKH 



807 



einer voa ihm vor Oomiette aiBge»untcu urkuude äiud als zeuf^en und 
mitiiilger untorgcbrioben : graf Ucinricli 111 von Suva . Iloinrich von 
(Ikkenbcim (Ucxlicim in tl. Kifel), Tlieoderich vou Ut^nhurg (hei Duis- 
burg), als miuistcrialcn: Arnold von Oiracnicb (<iinimieb bei K<3)n), 
Heinrich Uufo, Hcrmunu, vogt von Jülich, Winand von Gunwuicb 
(Ofirc. hei Düren), "Winemar Vranibak-b , Walter von Imrudc (luirod 
bfi Heruuastel), Veivr von Waldo (vumi Walde bei Arnsberg oder 
Wi>ldu bei Arolsen?), Keiner von Kothcim (bei Dcventcr uder Rin- 
teln?). (Vgl. Henne», Codex diiilom. ordin. Tbeut. 11, s. 7 fg.) 

Jülii;h, IJtrrburd VI von, »oll IUI? iiaub S^ricu gozogen tivin. (Sci- 
bertz, Quellen 11, 189). Kr war der bruder des gmfen Wilbuhu !I 
von Jülich. (Vgl. Cohn, SUiuiiutafidn nr. 211). 

St Castor (in Coldcny.), der übt Johuiineti von, stirbt auf dorn krouz- 
.iiigQ vor dem juli 1219. (Poithast, liegg. nr. 6096). 

Kat/enellenbogenj graf Dietber H, urkundet 1219 al» {dlger (Wonk, 
Heääiscbe Ijnndesgeäcliichte , iTkuudeiihuch, a. 10), Vi-rlüsät 1220 das 
belageruugstieer und wird auf seiner heimkchr durch die cort^ren 
bedroht. (OUverius 1128; vgl. Aber ihn genaaere» im Archiv fOr 
be^siselic Oeschichlo X, ».411 — 452). 

Kirchberg-Uallursdorf (hei Fasaau), Gruf Adtdoch VI! von. begleitet 
den herzog Ludwig 1220. (Schreiber, Otto d. Erlauchte, s. 1Ä4). 

Klevü, graf Arnold 11 von, sUrb auf dem krouzzngo. (Cronica comi- 
tum Cliviae bei Seibcrtx, Quellen 11, 189). 

Köln, erzbiacbof Engelbert von, hatte mit kaitiur Friedrieh 11 »chon 121& 
zu Aachen das kreuz geiiciimeu. hvi» :^icb jedocli durch Honorius III 
tfebes golfilhles ledig siiroclien und stellte 1219 für »ich eine menge 
rittcr zum kreuzzuge. (Fioker, EngellH?rt der Heilige, s. 140 u. 250). 

Köln, der martichall von, geht mit der pilgerHott« in see. (Annal. 
Colon, max. 830). 

Kölner canonicum Sanct. apost Heinrich kehrt von Damiettc mit einem 
dccouu» Ha hon bergen sis («ie!) öl>orCyiiern nud Venedig heim- (A. Kauf- 
mann, Caeü. vou Hoisterbuch 183 f^.) 

KremämOn8ter. abt Uudulf vou, ii^i wabrseheiulich auf dem kreuz- 
zngo gewesen (Keiblinger, Melk I, 309); vr ist hoimgokehrt. 

Kuenriug-Weitrn (bei KggenburgK Hademar II von, geht mit her- 
zog Leopold in «ee, stirbt über schon am 21. jnli 1217 auf der über- 
fahrt nach .Spalato; er liegt in Zwetl begral>en. (Keibliuger, Melk I, 
aio; FriCHa, die Hencu von Kueuring, Wien 1874, s. 50). 

LuoB, graf Lud w. 11 v.. hiittc 1210 das kreuz genommen, starb aber 1216, 
(Wftuter», Table chronol. III, ä(J2 fg.; Cae». Heislorb. Dial. ed. Strange, 
Addendft nr. 45; Potth. Uegg.ööüJ, 5653, 2Ö874; Breq.V, s. 111). 



aoe 



a BOmucav 



Lübeck« mi rittcr (Uyiincke) von, xeitihurH nch vor Damitttto au&. 
(Die old« FrL'ysiOio CTironiko v. 875), 

Magdeburg, biirggml' Hurclianl VI vou, kltnii*ll l'JtiH vor DauitetUs. 
(Miigdol). Gwicbichtsbl. VU. J«). 

Merliülii, RuiUiuld vod, urkuiidoL 1227 (aic!I) am 17. jiiuuar vor 
Damiotto füc duii d<>atitc1iiMi ordeu; ala zvngci) uiiUrsithrcibon : Ob(- 
lebitrt du Sibtonliciiu, Wilh. ciifioll. de C&lmuiit (lütiiitüii htfi Cucita- 
rcfif), Fraiico de Arkiiuiu miL nviutm büiduu »öbneu F. und W., Aj>- 
Doldus de UmH-tmrii, Rgidiit^ und ArnoliluH. die sOhnc den aasnUd- 
liTK, If.^iiiiicu.s de Diülle „IVaU'r ik'sUt," Willi. „oWricu* iionlor dt 
lirtliuüiit," Asiliii« „faiiiulus nostür." (Hiiuiie» H, s.:*!, ur. '-»7). Di« 
urkQiido mnas ralsi-li ttciu; wvdvt 1227, uocJi 1217 (im Januar) lagen 
die kreu/fahn.T Tor DamiolU*. 

Melk, abt Hndt^niar von, siebt mit dorn Kui'iiringi-r und Andreatt ab 
uud stiihl lim 7. iiuvbr. l'J17. (Kribliiigcr, Melk I. ;U0). 

Aleran. lierzog ()tU> U vou, urkundLa rj|7 al:> pilger und ki^hrt 1218 
mit dorn gralV'ii AlbiTt vou Tirul und Bertliold von IvK-henlpba 
\vid**r heim. (Mon. bwca VII, 113; Vril, 137), 

Mer7.ig {hei Tiif»r), Pet^r von, als iiilgtT in einer Urkunde des en* 
bti^cbolä Tlioüdcricb von Trier um rJ30 erwalini. (Heyer. Mittetrli. 
Urkundonbueh Ul, a. 215, nr. 261). 

Montl'orl: (Brcgeuz), graf Hugo I von, urkuiidet (.nach Uornia>T. «le 
Biiiuru im Morgenlandu 8.-19) in Ulm als pilgiT 1217; er Mcbeiat 
jodoch den kreu/2Qg uicht mitgemacht zu haben. (Kaiser, Oeäcblcbte 
dos Ffu-stenthufus Lieolitensteiu, (,'bur 1847, s. 103). 

üünater, l>ischof Otto, urkundet 1217 als pilger. (Westpbäl. Urkwi- 
deub. in, s. ü5, m*. 108) uud ätirbt nach OUver. 1-LOO am 6. mär/ 1216 
in Cacsiirea ; vgl. Ficker, Die Gescbicbläquelleu d, Uistb. MTinster 1, 8. 20. 

Namur, Heinrich I von, soU mit nach dem heiligen landu 1217 gezo- 
gen »ein (Scibertz, Quellen 11, 180). Ist dies der graf von Nomur, 
an welchen Oliver schreibt (Brno bei Pertz XXILI, 473 f. note 29)y 
Kr ist heimgekohrt: vgl. Cohn, Stammtafelo, nr. 222. 

\assau (^V^üiliiau), grat'Oebhard II vou, soll 1217 am kreuuuge teil- 
genommuii haben. (Seihertz , Quellen II, 169; Vogel, UesobruibuDg 
des Hcrüogtbums Nassau, s. 207); or ist heimgekehrt 

Naumbnrg*Zeitz, bisoliol' Kngelhard von, mit dem niarkgrafen Die- 
trich von MoiHsou. pilgert erst tmch dem 9. outvber 1217 und ist im 
frühjahr 1218 schon wider /u hause. (Lnpsius, die bisehAfo ron 
Naumburg I, s. 60 fg.: Langii Chron. Citicenue hei Pislor. I, 7l'li), 

Neuss, bürg« aus, zeicbuon sich vor Alt;aa»:ir aus. (Deutbche Fors»-b. 
1876, IM). 



PIK DROTRCaiW AW DKM KBBTUtCOBIl 



30» 



» 



0«8terreioh. henog LeopoM VI (VII) von, hatte irJ8 mit dem aU 
Hndemar vou (Inrstcn das krcuÄ genomiupu (Mcillyr, ßiiboiilt. Kog 
da, iir. (18; 112, nr. 113) uuil biiüht, natjhücm er 121tJ gegvn die 
Mauruii gt;)(ilMipfl; , mit dem küui^' AitdruuH vun Utt<,'aru aiiT; vr iirkun- 
ilct zuletzt füt Aquileja am K. Juni 1^18, üami am 18. juiii 1218 vor 
Damicttu uud tritt am 1. mal 121» dio rüukkelir an. (Meiller 123, 
nr. iftl). 

Oettln^eii (Haiorn), graf Ludwig von, Kog 1217 mit L*!Opold nacfa 
Diimiettc. (Aiiniil. Marb. 174; Annul. Uudb, 780). 

Oliveriuü, krmiziirodiKcr, bat den ganzüu kreu^zug rou 1217 bi» 1221 
roitgomacliL (Junkmium in der Zdt^cbritl Tür katfaul. Theologie, 
Münster l«5I, ».99—129). 

Pasttuu, bischf>r Ulrich vou, segelt mit fatjrzog Ludwig nach Daiinctte 
and stirbt I22l auf dvr beimkebr. (L'ontiu. Chiuütioneob. U, ri23}. 
Maria)-I'l'arr, Konnvl von, ein Salzburgor unnisteriale, wird als 
pilger in einer Urkunde des irzhiächofb Eberhard II erwähnt. (Meil- 
ler, Siilzh. Keg. 8. 2i;j, nr. JHH). 

Plaien, gnif Leuthold IV von, starb tm 28. aug. 1219 zu Treriso 
f der lieirnkf^hr. (Annal. Rndb. a. 781; v. Meiller, Salzb. Reg. 224, 
. 234 ig.: 8. 531, ur. 9ö; vgL Filz, Qeschicblo von Micbaelbeureu I, 
2.tH fgg.; IL 7.^7 fgg.) 

Fommcru, herzog Catümir II von, urkundet 1219 und iat wahrschehilich 
ftof dem kreu/7.t)go go»toiben, mit ilini vielleicbl auch ttirät iJartlio- 
lomaous. (Pommcrschoä Urkuudenbucb 11, t>. 138, nr. 19", vgl. ». 1 18). 

ipoppelddorf, UermaDn aus, nimt zu Köln daa kreuz, lässt nicb als 
blind vom „dispeiualor cruce^igaaturum** iu Uom diijprnsiereii, wird 
darauf aber wirklieb blind. (A. Kaufiiiami, Caü^arius v. Heistorhnch 

8. 185 rgg.). 

Puchborg, Otto und Hugo von, ziehen mit I^opold .lus; let/torer 
urkuadet /Dr Klosti^r neu bürg vor antritt der fahrt. (Fischer, Geschichte 
de:» Stiftes Klosti-rncuburg It, ». 93, nr. 158; vgl. Kfibliuger, Klo- 
ster Molk I, 309). 

Bapperswyl (bei Zßrich), graf Rudolph von, urkmidet 1217 als pil- 
ger. (Herrgott, Codex probatt. nr. CCLXXU tgg.). 

Rogouiiborg (bei Zörich), Leuthold IV von, sUirb am 16. nov. 1218 
ü\a kreuzfahrer zu 'Akkä. (^Neugart, Kpiscop. ConsUint II, 188; vgl 
MittheiliiMgLMi der iüidiinar. Gusellsob. zu Zürich XIV, s. 44). 

Regeiiaburg, dumprobat Otto von, urkmidet im frühjahr 1221 und 
zieht ivabrtii.beinlich mit dem hor/og Ludwig von Uaicrn ab. (von 
Meillw, .Sal/.b. Ri-g. 535, nr. 97; vgl. 637, nr. 105). 



Sio 



K. KAmnaiT 



HeinerH* des abtcs von LriLUch, ädiwüstorsolm, niüuu teil an Ani 

krouzfahrt (Cliron. 5fi). 
Ueueiitlial, Kvitliaul vud, Morreichiiiolier ^liolilor, kämiift mit hoi 

2()g Lvopulil vor Daniic'tU'. (Haupt. NciUiard vou l^Mlt!nlllilI k. lOKj 

Wackern., MinncsAiigcrlV, 437; vgl. Scluuolkc, rolüdamcr I'rogran 

1875, 8. 12). 
RlieiiikasHrlt Coiirud von. mit ^eisUioliur, moII 1:218 uacti Sjrrii 

gezogeu sein. (Cacs. HeisU-rb. Dialog. XII, 9). 
Hiem^ok, i^ruf Ludwig II vou, ßtuib nm 29. Juli 1217 \or errolluui 

tieinfis kruiiy^ii'lOli'K's. lArdiiv fitr iHh (M'.si;Iii(-lilc ntiti'iTfiinkiMis XIM 

hofl 3 , s, 92). 
Rftdenburg (Westi-liitleu), Uermaim II vou, uikundot 1217 als iiilgtfi 

tSeÜHirlz, rrkuiidcubuch 1, nr. Ht<); er ist liciin^ekehrt. 
Kuiikvl, Siegfried Hl vou, urkuiidet 1219 aln pÜgtfr. (Ltihiuuiii 

Gc8<;liiühlQ der Dynasten von Westerburg, Wieab. 1K66, ». 10). 
iSaarhrfickcn, pur Simon II von, be(ehlit»t das krenziujor vor Damintt 

bis Kum fintreiroii des küiii^'!« Johanne» von.Teniwalem (Oliver s. li 

er Ut Iioinnjokclirt. (Bn'hoUes II, 76u). 
Salza. HoiTnanri von. Duutäcliinviatür, ikI. von 1217 — 1322 ini hoiligei 

lande pcweseii. (Strelilko 40, |2 — 46; vgl. Hejjeston d«« .... 

acbli'cbtesSal/^ (anou.) Leipzig lf*Ä3. Lavisse, H.dpSalya, Paris 1876] 
Sulzburg, hurggraf Koni'ad von, 1217 in einer nrktinde des erzbischol 

£borhai'd FI von Salzburg als „ iter Iran^marlnum acuept;urus ' 

erwObnt (von SIeillcr, Salzburg. Hegest, s. 21:j, nr, 18G). 

Salzburg, domprobst Albt-rt II vou, gobl mit lieritog Leopold nao^ 
dem boiligon laude nud stirbt am 10. jannar I2l9. (v. MeilU 
Salzb. Upg. s. b'2S,, nr. 82; vgl. a. Sai, nr. 8H). 

Scb worin, graf Heinrich 1 von, urknndet zulotzt am 3. mai 1218 (MqcI 
Icnburger .lalirbb XIII, a. 151 — 154, 313: XIX. 373; XXVII, 14' 
und soll als gescbcuk dcd rardinals l'ulagina 1232 „das in .laspi 
fingescblobsfue blut unares berm" mitgfbia*'bt brtbou (vgl M. .TaJirl 
III, 72 lg.); diisaelbc soll vorber scbou Heinrich d.-r Low»- aus doi 
morgenlando mitgebracht und dem kloster Mariengail-en überwiest 
haben. (Mecklenb. Jahrb. XX, 324 — 326; Zmtschr. fllr Niedensacl 
sen 185H, a. i42 fgg.). 

Spoüboim, gral" Oottfricd II vou, urkundot am 21. joli 1218 aU pil 
gor. (Beyer, MUtelrbt'iuinches Ürkuudenbucb III, s. 84, nr, 
CrolUcb, Origin. bipouL IIA, s. 57, nr. 1). 

Spooboim (boi Coliluuz), gnif Johann I yon, der ülU)»te sobn Ootf 
ftieda II, pilgert 1317, kehrt aber am 25. mOrz 121« schon wid< 




TIB ])Birr»ClOtH ACV DB« KftCCXtloi 



Sil 



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cim. (.Li.)im:uiii, db OuscMchte dor Grafschaft imd der Qraren von 
Spünhüiui 1 8(59 , 8. 3:i fg.). 
Staufnn, luarscliall QotLfncd von, so wie »ein soliu luid bruder (Otto 
und Wt'vnyr) urkuudpu am 28. aug. 1^20 für die |ji/arttea r.um dank 
für ihre glftckliclio hoimkebr vom krcuzziige Frictlriolis fl (!) (Moue, 
Zcitächr. des Oborrbcine IX, 8. 233). Unücht? 
Stobcaber^ (Steiermark), Ulrich von, arkondet am 2ö.juui 1210 als 
pilger (Archiv fiü- i'islorr. Geschieh tiJ((uollen XXTI, s. 31*^) uud rniter- 
achreibt) am 1K. juU 1318 vor Damiette (v. Mmllnr» ßaheiib. R<>.g. 
s. 123, nr. 104) noch eine urkuudo des her/ogs LoopuM, mit dorn er 
ausgezogen war. 
Tecklenhnrg, graf Otto 111 von. ^n »ohn des graten Balduin von 
üenthcim, zieht 1217 nach Syrien. (Van Kaet von B&gelskanipr Gv 
schichte von IJenthdm, s. 59 und ü2). 
Ternherg, During von, 7.ieht 1217 aus und stirbt 121U im Orient. 

(Pritz, Ooschiclite des Bcnedir.tinerklostera Garsten, s. 23V 
Tboobald, klerikcr der h^zogiu Helene von Lüneburg, will vor 1219 
noch dem heiligen lande pilgern. (Lübecker Crkundenhucb ID, s. 41). 
Trienty biächof Friedrich von, starb am C. novbr. 1318 zn ^Akkä und 
wurde dort im LiebfraueumOustcr der deutschon ritter begraben; mit 
iitm war der doradecbaut Albert von Ravenstein ausgezogen, welclier 
tiofort nach deüäen tode heimkohrLe und ^ein nacbfolgi-r wurde, (ßonelli, 
Mou. eccL Trid. s. 50; Archiv filr die Oeschichte Tirols U, 2lft). 
Tübingen, pfalzgr.if Rudolf von, soll 12U> oder 1217 nach SjTien 
gezogL'u jM'iu (vielleicht «ein sohu Hugo lUV): vgl. Scbniid, Die Un- 
Kcliichte der Pfalzgrafen von TQbiogeu 8. 122. Er hatte 1215 mit 
Friedrich H das krenz gpnonimen. 
Tulpett), Kuuo dt», ntirbi ftuf der reise nach Syrien. (Caea Heiaterb. 

DiaL VII, c. 56). 
Tyriil, gnif Albert III von, urknndct am 25. juli 1217 als pilger Inr 
daj* kloster St. OeorKensherg (Chruuik der Ueuedictiuerabtei St. Oeor- 
genaborg, Liusbr. 1874, s, 242 nr. lU) und vor Damiett« filr den 
denlacheu ordeu (Zeitachrifl des Ferdinanduums I8G9, s. 38 fg.). 
Ulmen (bei Coblenz), Heinrich von, wird vor Damiett« mit dem bischof 
Philipp von Itcauvais gefangen. (OUverius 1412; vgl. Caps. Heisterb. 
Uial. X, R. 43; sonst auch Uürsch zu Sohannat. 11, 10G9 fgg.; llrower 
und Masen II. im — KM; Wördtwein, Xnva snbsiilia IV, «. 11 und 
14; ilelt.n. Vita Kngelh. 3.15; vgl. Aunal. Colon, max. zu 1208). 
Utrctiht. biücliof Otto II von, zieht mit dem bistumsverweser Evov 
wach (Cae<i Heiflterb. Üiul. XII, 23) uud dem herzog Leopold naoh 
Dantietti». COlivi^rtaR i\ IV 



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B R'>I!ltl("nT 



Utrecht, (Iomi»roh>l (Hlo von, /ielit !->l7 nach dem lieilinfu lun" 
(Preu$9 und Falkmauiit Lii^plsclie l{t.>g<*stea f, ri(>). 

Vicbtha, Lambcrtus de. urkundot 1218 als itHger. (Hollplwke, Al>- 
bay« de Nonueolwsclie 8. 97). 

Vohburg (bfii Ingolstadt), Markgraf Riftncli von, zieht (nach Chroi 
Cr8j«irg. bei i'ortx XXIII, b.381) schon 121i>, wahrHcheinlidi ab«;^ 
erst mit dem faer/uge Ludwig von ßaiern im IVOhjabr l22l ni 
Daniiett«. (v. Meillor. Salzb. Roge«ton 337, nr. 10&). 

WarLHtyin, y^af Hurmimn von, orkundut I22-I als „roversus do oapti^ 
vitat« Saraconica," hat also wol vor Damiütto mit gefochten. (Stt^ 
lin^ Wiriemb. OotM'bidite U, ü. 3«G). 

Wasserburg, Conrad von, zog mit Hademar von Cbnenriug und Loo* 
pold ab. (Friess, die Heireu von Kuinrlng $. i'2). 

Weruor, dor Deutsche, wird 1317 von dem hc^rzoge Lüopold uud for- 
sten Bohemund von Antiochiun von'AkM aus an den kCioig Andreas 
geücbjckt, mit dor bitte, sich bald einKUschifTeD (L'estoire); Qbt>r ihi 
vgl. Kdbricbt in den deutschen Forschangon 1870, 143. Yluchsl 
wabrscheinlicb ist dies derselbe Werner (vgl. dagegen Riant, Guatho- 
ru8 H. KT, note 6i), weither 1220 zu 'Akka eine Urkunde des grazil 
Otto vou Hemieberg uuttrsoh reibt als W. de Kgisbelm; neben Ibi 
erscheincD noch als deutsche zeugen Ueimich de Brenne (odei 
Hrienne??), Heinrich vou Gebweiler und Heinrich von Ruppnch. 
(Heuues II, s. 18 fg., nr. 17; Strohlke, Tabulac ordinis Tcutonici 
8. 42 fg.). Er erscheint in ordenaurkundon als baron des künigreicht 
Jerusalem neben Odo von Montheillard und seinem nelTen Haymo] 
(de Ostebim) sehr oft bis 124«. i Röhricht. Ueitrütfft I, 82, note »»a;! 
Rtrehlke s. &3 fgg). 

Wiod, graf tiöorg von, bnidrr di-s cr/biiäiOiot'^ Tlicod^'ricU von Trier,] 
fnbit mit graf Wilbtdm von Holland die pilgcrlloLte. (Aiinal. CoIoo.{ 
maximi 821) fg.; D«utsche Forächungi>n 1876, 148 fgg.). 

Wolwega, (Fivelgoo), Hayo von, ein Friese, erstieg als einer der 
erston mit eniem dreHchflcgel den kettentuvm; mit ihm nin junger, 
rittor auH der gegond von LütUch. (Olivirr 14ii.o. I)io olde FrotiKchu, 
Chronike in den Werken uitgt^oven door het Frieftch OenooLschap i 
LenwarJ. lH5n II. v. H77 fg.). Vgl. U"ihricht, die Krobemng Damiet-' 
teä (in Räumern Hibtur. Tusclienli. lR7<i). 



Ä. Erciizfalii^r von I3ül — 13^. 

Maleubaoh, Daniel de, erscheint l'mo neben Haymo als deutscher 

ritttr in Syrien. (Htrchlko ». I.'. fg. l. 




on KEtiTsaiE;? act i>b» CBSüurou 



313 



Hiltlcdhoim, oiu odeUiorr uu.. j. . gcgoud voiu wird vom dortigen 

hifKthof Kooriid zivischnn 1221 — 134G nach Syrien zur biu»e gusnnt, 

um (lüH im dpuUchen Orden zw dienen. {ZuiUclirid für Niederäftcb- 

sen IH68. 8. 133). 
Kalw, ^rnf Mbort von, urkuadet IdSi ul» kreDucfuhrpr. (Wirt«mb. 

UrkuiidenbncU III, 9. 148). 
Fridericus sunior judet kann 1325 $cm kreuzgelüb<lo wt'gen sctiwMic 

niobt iiusfrihrnn. (Mon. buic'i III. :m>G ; vgl. rrkundenbiicb ob d. Knns 

I, 271). 
Suheiorn, abt Koniad von, Vl^t ,,siguum riQcis apponcus ab arciüo- 

pis<;opo SaliöbnrjionBi absolututä est." (Annale» Sdiirens. bei Boeh- 

mer. Konto» 111, a. 617; v. Meiller, iSal/.burger Regenten s. 2:i6 

iir. 290). 
FCirebberg, gruf Gozmar von, der brudor de« biKcbofs Friedrich von 

Halberstadt, rüstete 13ä6 sich zum kreu/.zuge. (Walkenrieder Vt- 

kundoubuflh or. IM). 



N. Sftclister kreuz/ug unter kalscr Frledrlob II. 1337—1239. 

Arnsberg, graf Gottfried Q von, urkundct 1227 als krenzfahrer. 
(Wigand, Westiihal. Archiv VI, b, 85; Niesert, Mflnsteriscbe ürktin- 
densamnilung II, nr, 90^ vgl. Seiltertz. Familieogeacbicbte der grafen 
von Werl und Arnsberg lA, 3. 141). 

AHpremont (hei Commercy), Oanbert d', zog mit dem kaiser na<:h 
Syrien (Rtibiidit I^ s. 19), wo or diesem mit den templeru sehr feind- 
lich eotgegengetreten sein soIL (Acta SS. 2U. aug.: Vita Goberti und 
Annal. Ciftleruiens. ed. Manrique TTl, a. 372 — 374). 

Augsburg, bischof Siegfried von, starb in ßrindisi au der pest 1227. 
(lU'dmoht, Beiträ^^e I, s. 19). 

Biberatein (im Oppeln), graf GOntber von, soll nach dem lA. jan. 
1228 nach dem heiligen lande aufgf>brochen sein. (Posern -Klett im 
Arohiv för sÄchsische Ge.schichte 1865, *. 49). 

Bolanden. Werner und Philipp von, zogen mit Friedrich 1228 nach 
Syrien. (G. Lehmann, Urkundliche Gi'ScJiinhie der Pfalz FV, Gi» fg.; 
iCemling, Geschichte von Uheinhaicm s. 34G, nr. 27; Remling nnd 
Frey, Urkundenbnch des klosters Oiterberg s. ,')8, nr. TK»; lUhricht, 
BeiLrAgB I, 105; KiMlner, (lescbichLc der Herrschaft Kirchheim - 
Büland, Wiesb. 1854, s. 43). 

Böbcn (bei Grimma), markgr. Albreclit von. itnterschr. am lO.juni l*-'29 
ftiae Urkunde Friedrichs li (bei liieholles HI s. 153). worauti Posern- 
Klett B. 53 auf Bebe teilnähme am kreuzzugo des letzteren »chliesKt. 



3U 



s Rfimucnr 



Die „WioBfir MeerfahrL" (Hiig«n. (iexaiomlalwnUnt'r tl; nr. 
rQliiut einen lurggiafon Ht<raiauD vou DütR'ii (uiu 1270) und scliil-! 
dort, eine krcuzPuhrt fiber Qritidisi (jedcnfulls mit bczug aoT die detj 
Icaisertt Fried rii-h IT). 

Doleii, Helmericb voa, brach 1227 uacli dem lieiligon landü auf. (PrfU&s 
uud Falkmanii, Lipiiiscbo Kegelten I, 9. 183). 

Finiherg. voi^lDintricb von, soll I22H am Itrcnzzugo dtjs Itaisera Prie- 
drii'h I[ tcilgfnommeu babeu. (ro3i>ru-Klett s. 54). 

Frldaulc ist vrahrscboijit. 1238 mit dem kaiser in Syrien gewescu« eburnto' 
der miniiesfinger Brudör Wernlier, (Rrjbridit I, p. Gt, note JOC). 

Friesen segelten tun 22. mal 1227 vou Botkum ab, am dem kreux- 
zuge Friedrichs sieb »nznacbUesseu (Clirou. Kmon. boi l*ertz XXIII, 
8.511); sie wurden alwr nirgends weiter erwälint 

Oleicbcu, graf Krost ill von, soll mit dem kaiser 1228 in Syrien 
^t^wescn sein, aber er unterschreibt im jali 1228 c-ino urkundA in 
Nömb<^rg! (Br(^li. Ill, :J77). Über ilio Rage von seiner doppel«he 
vgl. Hellbacli, Archiv für Geographie und Gesch. der Grafen von Oki- 
cheu heft 2, s. 31 — 79; Hechslein, Tbnring. Sagen 111, s. KU» fgg^ 
l>esonders aber die Zeitschrift fftr tbdring. Geschichte 1H71 (VlftX 
a. 245— 297, Archiv für Geschichte, Diplomatik, Stuttg. 1847, beas, 
289 — 330, Erfurter MitUicilungen 18üii, bt'ft 2, 5. 1— 12y und 
heft 3, S.1 — 14&, Archiv far aäch^ Geschichte I, 241 — äB9 uml 
Heck, Gothaische Geschichte I, 5. IM, note 213. 

Ueuuuherg, graf Poppe VII (XIII) von, 80II 1228 mit Priedrit-.h nach 
Syrien gezogen sein (^schultes, Geschichte des Houn«bergi»chi'n Haa- 
309 II, GO), allein dagegen «erheben sich gewichtige bedcukuu. (Zott- 
scbrift filr thnring. Geschiclito V, s, li>0). 

Kustcl, Ludwig von, zog 1228 nach Syrien. (Annal. Marh. 175). 

Kyburg, graf Wilhelm von. starb 1228 zu 'Akkl. (Bornor Urkundou- 
bncli ed. Zeerluder nr. ir>7 und 170, s. 2«2 fg.). 

Li^ngcmoH (ob Dotzen), Berutiard von dem, nahm 1227 üaa kreuz 
und soll später deutscher nrdensrittcr geworden sein. (Hormajr 
8. 4 t»). 

Lewes. magiittor Argidins von, Andreas plebaims von Ninuvu tinil 
.Tobaunes von Oultre reisten J4hiiuui.s 1227 ab; Androaa Htarb in 
ßriudisi an der l*est (Cbron. Bahl, Ninov. ed. di« Sract k. 723). 

Limburg, bi^r/og Heinrich von, Hlbrte 1227 tnippen als kaiserlicher 
befehlKbaber nach Syrien, cor ist im nüchittim jahrn wider heimgekehrt, 
da er schnn Im iieptbr. 122K wider zu baune urkundet. (Archiv Fßr 
Gtvchicbte dea Niedcrrbeiu-* MI, ».49; vgl. Lacomblet, ürkunden- 
bucfa II, a. J&5, Ficker, E^igelbcrt der Heilige &. 275). Mit ihm sott 



m« vtrrvetaM kw m'X Kawctxtnm 



1!S 



aiii^h sein ftiunJAcli«*nk Stuimo von Flitterl nach Syrien gezogen w\n 
(Müiitauui, die Vorzeit von Cleve U, s. 2'JO fg.). 

LQpuz, (Kitnnlie»), J.t hiirggiaf von . trat 1:117 oder 1327 soine kreni- 
talirt an. (M. S. H. I, Sil fg.; TV, 14» fg.). 

Ljnilßi), graf Florotm 1 von, zog liurz vor 1227 /wt-inml niidi Syrien, 
«Jaa erst'^ mal mit Dietrich von Uioilerotlp. (Oiilmot. Histoir»* de Ijor- 
raine III. h. LXXVIII). 

Kulttt!:, ririrh von, ioW l2)iH mit ilcni Uümn- in SyiiiMi gewrsiMi 
sein (?). (Poseni-KIctt s. 5^ ; vgl. MitUieilungen lür die (ie3cliiclit4' 
des Oiftei'liUidos VI, 375 fgg.). 

Miirbaoh, übt Hngo von, irnt V2'2S den krciizzug an. (ROhndit I, 
s. üb, not^ li>7; vgl. Oosk'rr. Arcliiv XXVII, s. 173 fg.). 

Ordon, rttU>r vom dcntscliBn, »ind lant urkuMd<>nmiter.K<*tirift von 1338 
tu 'Akkn: Liidolf, liiiic lem[torifl comniLMidaLor m.-ignuK, Qnntli<>r, 
inafoftcaK-UK, Tonrad, f.ra{i|>a)iu.t, [lonricus, liospiialarius, HtMtricu:^ 
dl? AuoIh^?., Ui^ihrioli v. Coldenz, Conrad v. Nassan, Andrpa» v. Ho- 
lienlohe, Clrich v. Duma, Kberhard (Strohlko 5.^) nnd 123Ü Bind al^ 
fratri-5 genannt: Conrad Dosi^ojien, caätollan, Honricud de Pluioso, 
Urnuo, der zweite jiraercptor (Sirelilkr Od). 

Vasitau, biKcliuf ()<>liliard yoni Iml 1*227 seine kreuzfahri an. (Uoh' 
riebt I, ft. l'J). 

Raul<>, dielitcr Hartwig von, begleitete den kaiser aaub SyrioD. (M. 3. 
H. IV, -lot'.). 

Rcgon.tburg, liiscbof Siegfried von, trat 1227 seine krcu/.fubrt an. 
lllölirirbt r, ri). 

UUeingrafenstein (bei Crenznaeb), Wolfram von, nrknndet 1227 als 
pilgi-r. (Bojcr, >fittelib. Uvkund. ill, b. 26'I, nr, 33«). 

Unbin, berr, Holt mit dem kaiser 122rt nach Syrien abgcsi?golt sein. 

(tiartsi:h. Liederdicbler, Kinleit. n. &U.) 
[Saiza, Hermann von, Dcutscbmcistfir, iat der »tot« begleitor Friodricba 

nnf seinem krenz/ngo. (Vgl. U"dirirbt, Beitrüge I. 3G fgg.). 
[Schwaben, au», scblic.i^cu .<icb der krcuzfahit an: Heinrieb und AllM>rt 
von Keifen (vgl. Brch. Ul, 70, 152 und 15-1), Eberhard von Hier* 
mdien, Heinrich von Sdiwendi, Rüdiger von Stnin , Lentfried Hose- 
lin, ICborbard von Bcurcn, Dietrich vuii Ingershoim, graf Konrad von 
Wfirtemberg, Konrad von Ha^lacb, Kiino und Friedrich von Suin- 
nierau; letzter ist 122'J in 'Akkü gestorben, wie eine Urkunde »ei- 
ner bröder Albert und Heinrich boweist. (Wirlcmb. Urkuudenbucb 
III. s. 215; vgl. SUliii n, 175). 

Slubenberg, Wfllliug von, zog 1228 nach Syrien, (von Mnchar, 
fJeebicbte von .Sleierniark 111, 347 fg.). 



KKITttrilH ». OSl'TUCIIK rilll.itUXJtl. Bn ni. 



31 



•Mi'> 



L nOamcnT 



Ter Duyii, Gerhanl von, xog mit tltmi kaisrr 132d Darii Syrü 
(I/estoire int Itecucil ües historioii» des croUuilM 8. 30^). 

Tltilringnn, lai)i1^r»f Ludwig IV von, KUirli nm 11. aeptbr. liiül 
OLrunio (öbf>r ilin iniril ganz auslAhrliuli goliiiiidolt iu der /«itsrhrif 
rar tliüvirig, iit'äcliidito V, i;i8 - 141; v|,H. Tittuiiinn, Iliinrich .Iti 
Erlaui'hle II, 1B7). 

Tlifiririi^on, mis, zogen mit Jpiii landgrafmi: ilio grufi^n Lu<init 
\oa Wartborg, Ilorcliard \on Hrandi-iiborg (vgl. ZeiU*elinft liir tbü- 
rillt;. Oo»cb. H , :t5:) i'gg.). Meinlianl von Müblberg, Ilmiiricb ri 
SUilbtTg, foiiior I^artnuiin von Hcldniiigi-n , I.udoir von Hcrl-sUdl 
Kudoir vüii 1tu)gslcl>^n, Rudolf Kclionk vou Vargila, »mrtichaU Hein- 
rieb von I'Jbt'rsbeiff, Inicliaws Herinanu von ScIiloUlieini, Fricilrirl 
von TnHurt, Helnricli küninieriM* von Kabner, Gerbard voa ßlleod« 
Diutiicb von Scr^baoli, Sie^rHi'd HnfUH von Siiattnibt^rg , Ludwig um 
Uudolf von HaiLsen, Hoinridi vun Mi'ydobur^. Ueirihard Varob , Ber^ 
thold Ton Mila, Bertbold vvu HevUnj^'on, ca|)ellan (jerbard voi 
Naumburg, inifstcr BiMÜioId, vürfiiHsor der Kfinbardftbrunnor Anna- 
len, Wtunfr, biir^^caplini der Wartburg und iVniud, tiutar von WOrt- 
barg. (Annal. JUiabardsbr. 2(i3rg.: vgl. HoUi/^« Tbnr. Cbron. 368J 
Dil» lueistc'u i^ind widrr beiin^okcbrt, wie die nrkundt« von l:i34 
Uud«n IV, 877 beweist 

Vogelweidc. Waltber vou der, suU am krmiz/uge des kaittcm tef 
genaniiiimi babrn. (UObricbt, Hcilrägo I, h. tW, uoUt KtG). 

Wcida, Hidnrirb IV von, trat 1227 !<uiiie krfnxTalirt an. (Rfllirlcht 
a. l'J; \k1 t^bn, St4miiiitHri<In nr. 185). 

Worum, vierhundert bQrgor aus, xtcbeu 1327 uu». (Atiuat. Wurniul 
bei Pert?. XVII, s. 38; vgl iWbricbt 1, s. G9, note 1(H>). 



0. Kreiizfiihrer von 12:)0 — 1300, 

Stolberg, graf HeiDriob vou, urkundot „poenttontia ductiu" 13$1 

WalkenriHd als pilger. (Walkpiirteder Ürkuiidoubucb iir. 1«0). 
Knibenberg (Kalbonstt'inbcrg in MittidfninkonV), Ilricb von, sein bra-l 

der und seine acliwesteni verkaufen flie bürg Kalbeuborg uu den biscbol 

Uormann von WQrzbnrg im Februar 13:U, um eiui> pÜgerfabrt autri 

ton zu können. (Korniayr s. >1U}. 
AlbericUfl. mn Sstorrciebiscbor ritter, wird in einer Urkunde toi 

II. Febr. 1333 aU i'ilger erwäbnU (Archiv für Österreich, (lescbichl 

quellon XXXll, s. 173). 
Bogen, graf Albert IV von, nrktindct am 3. Jan. ]ä<'i3 in Natteml 

als pilger. (Mna. boica XI, i'*») und 33.^; vgl. Kied. Cod, lial 



MI hItWfcrtItH »t-t- CHX üttKCtttanS 



UM 



8. 373). T5r soll bei V«iifii!ii^' ^ßfaii^ttn und diircli Friedrieb U befreit 
wordon äfiit. fMfln**htMirr aond. Aliliaiidlunj,'*»» 17»<I, II. a. 4Ö5). 

üvrhanl und ilciiuifli ;ius der gefend von Lfil'ei'k wt-rden 1534 uU 
pUgor iTwäbnt (PoUlmst, llpgg. nr. 9804) 

TöLiiiKOii, pffllzgraf Kiidolf II von, violl, l*i:l.'i dnndi firpj;<'r IX /.ii 
eiuf*m kri.'U//u^'M uiif}{('roril)*rt. eiDvit solclicu nucb di*m liL'iligL'ii laudo 
nngetfüU*!! bal><^ii (??). (U Kobiiiid, Gt'scbiclite dnr I*fal'/;?r*drt'ii von 
Töliiiig^n T, H. 14:( (\r.). 

Grelftiutitein, Uudulf vou, musn zur i<öbne für doii am bisehof Uort- 
hold vou Cbur lä^t't vi^rnliteti niord n:iidi .T(>ru5!u]i'm pil^orti, wio 
Gregor IX diircli bulle an d(>n bisoliur ron Como (2:1. der.br. 1*237) 
bctieblt. (Cod. diploin. CurrStiiient) 1, h.326; vgl. Pottb. Keg. ponL 
nr. 1O40O). 

Bolenbarg (in Kärntbtm), Swicbom vou, vater itit uach einor nrkundo 
von Ij'tH im beiligi-n lundc (^esUrbeu; wnnn, ist unbestimt. ((JesLer- 
veicb. Archiv XXXU, 9. 18h). 

MoselweisR (b^i Cobltrn?.). HcinriL-b vou, wird als pilger erwäbui iu 
oiner urkundo di.-4 er?.bi?4cbor<i Tbeodorirb von Trit>r am SC Januar 
13;{8. (l{ä)H-, MiiU'Irluin. rrknnJenbncb lll, h. ItiH, iir. 61i')- 

Orden, ritter vom douL>4cbpn, sind 1^40: Ualduin de l'iukoiu^nn (Fic- 
quigny?), Kberhard, uarerdoä, Conrad, cjpollanus Montis forÜs (öst- 
licb von'Akkä). pHtrus, drapparius, Kberbard, tlicsaurariuä (Strehlke 
07, 71), nnd 1*24*1: propf^i Ludoll' aus älüustor. UorUiold und frater 
Jobaniif^s (ibiJ, 74). 

AUiMtstcig, vo.tjt Maniuanl \ou, sUib nacb 1344 anT Hiner pilgt-r- 
fabrt im beÜigt'n lande. (Srbnüd, (Jesrhiditc der Plalig^rafen vöu 
Tflbingou T, s- i:J8). 

Ordun, ritter vom üotibohen. sind 1244: der grosapräooptor Conrad 
von Na.isau, dnr inarscball Werner de Mereberc. der commendat^r 
ans Apulien rinntber, dor castellaii von Monlfort .Tob. de Nifland, 
der hoäpilalit^r ('ourad, der drappier Ludwig, forner }{t<inricb von 
Dilliugen, Simon di> Hnast; wabrsdieinttcb sind aucb doulscbeu 
uraprnnp^A die Kugleirb gtMianton Balduiu v. Tinkin, Stcpbanus de Sau- 
vtm (ScbwundenV), KauIus Alcmannus und Philipp Baldain. (Strehlke 
s. 7G und 7H1. 

Muhlborg, Gerhard von, wird knrx vor 124Ö magiftter, ri40 war er 
uiarsobull dva dnutscbcn orditns. (Strehlke s. 70 und ^0:1). 

Tnri'go. Judemau do (ans der Constanzer diöcese), wird 1S48 aU 
krcuxGihnT urwülml. (Pntlb. Itcgg. nr. 12H31). 

WUBfltirburg, graf Konrad von, wird V14H als kruuzfahrer erw&hnL 
(Puttbast, Regg. nr. r28Sö; vgl. Schreiber, Otto der Erlauchte a. 1&4). 




aifl 



soimimT 



Htirkbanl wini am :j. uon. Mariü 1351 vom krcurg<'ltlli(io absolviert 

(Mm. l>oico Vin, l&l). 
ÜlJoDbiirg, ^rar iroimieT» vi>n, „'üt ipuj^'cmiprp," sturb in Syriiii um 

1'352 (liami"lm;iiiii, OMenI»ii(X. Chronik s. tIS). 
Poppo i«t 1253 df'iitüdlier urdcnsinowtcr von Morit-Musanl bei 'AhX'it 

(Stn;lilkc s. 8a). 
Ad HO ist 1257 tlcutscher ordensmciater lo Syriou; neben Uim werden 

notsh geuunt: pr.i(*ceptflr ßt)i>rh.ird. Uitii4ntirariii»t Arnold und düi fra- 

ir08 riiifb, Wiiitind, Friodriuli. (Streblko a. 04). 
Hcldruiigcu, llartniiLOQ von, ist 12C1 gi'osäcommonilutor dpB duat- 

scben oidens in >Syrion; n^^ben ihm werden nocb ^naittt Rapolt; 

bn-{pil.;ilntiim, llnnlbt^r, drapperiuit nnd din Initres: Friüdricb de VV'iilii 

(AViftd oder Weida?), l'cU^r von ('ohlciiz, Hayino, der oomniendator 

von Sidon, Ciinnid thosnaraiius, und Dietricb 'i'fisUi. (Streblko h. 1 I3f 
Jrilivh, der grnf von, solllo l'2ti(> diirrb don pn.pst)irbßn b.^aten, Hen 

rardinal Simon, loco pmisfr pfiiiid Tür din zwf^cko i^c'uißr krou/fiilirt 

i-rbiUttin. (I*uitlia.-*l, Ktgg. nr. lyTHii). 
Scbwandon, ritler Burcbnrd von, üobunkt, aus dem bi*iUgen huido 

beinigfkidirt, am 14. nug. 1270 di>m deutsdnm orditnlmuse K^nis 

C'inon zubntnu. (Ilonier Urkundt-nbucb ctl. Zec-rludiT nr. 53H). 
Sitjidon, Koni-advon, vftrpllicbti.'t sich nm 13. murr. 1271, nacbdorrOck- 

k^ir von H^iiner pil^eifnlirl lehiixnuinn di'i4 giurcn lUiiiuM von lii-ldoru 

werden 7m wfdieii. (Sloi-t, Ooiknuib'nboi'k van Üclrt.' II, H!tn, nr, '.»'-'hV 
Ordi'U.sbrridtT, drnt^rbe. Kind 12*U: Fb^n-ntius und lf(*iiincb (StrHiIku 

S.IIH). 

Itudolf 1, kaiscr von IbuUchlund. niuil in l.uusanitr um :,'". octiditfl 
1275 mit seiner guraablin dax knniz. ebenso die lierv<'^tre von Lothrin- 
gen (vgl. 1'otth. Hog(^^ 2101)4), ßuiern und lünrhundL*rt edle und gcisU 
liclie. (Cbron. Sampi-triii. lÜTf.; Timm. Fnst;. bei Prit« XXII. :iaft; 
Aunal. Baüil. bei Perl?. XVII, I'JB; MarL Cbron. bi-i PertzXX, 442). 
Den eid. mit welchem koiser ItudoU' dem papste zuKcbwflroa muät«» 
nach Svritni ?.u gclien, siebe in den Mt'moin?s d« la BocuHe d'hiKtoir« 
du la Knisso Itomane Vll, s. 03; vgl. h. r>7. Kr muHi; nbngt'ns sehnn 
vor dem Juni 1274 seineu cutscblua», eine ktuu/lubrt uuteruehuuo 
zu wollen, dor ouriu angezeigt Imbun. (PottbaKt, IV'gg- 20H&7). 

floltü. MecbUiildeH von. söhn, hielt sein pilgeri^i'löbde niebl, wejtbnib 
fU^iiie mutter 1281 den Jubauiiiterürdun buticbL'ukt. (Lacomblot, Kio- 
derrlioin. Urkundenbueb II, 447« nr. 757). 

Mecklenburg, hi^rzogUninrirb „dur Pilgor" mii, ward 12S7anr»eU 
pilgerl'alirL geluligeu, über wider befreit; darüber bandehi sehr a(U- 
fübrlich die JubrbOcb. ftlr Meckletib. Gesell. SIT, s. »5 rgg., Üfl» fgg. 



bn TJtvnntxg auf taa untt^CbED 



319 



Karlstein, l'uUram vou, uikuinlet als pilger ani :!r>. mui und 20. nov. 
I3H7 in 'Alka; in acinor be}{I>*iluiig bcrandcii sieb übt Koiimd vou 
Hiitoiibaslufb , si'hi söhn, der J«.'biiniiit(.Tlrudi.'r liibeibiird luiii Siboto 
HO dem ort. (V. HoiTnayr, DIl* Baieru im Morgunhinde 8. 60, nr. 31). 

Prioöter, zwei, erbalteu durch dio ratmäuner von Wismar tun J. Juli 
1*21)0 v'mo gfld^umnu' dt>» Aiibo» von Cul, um sie nach dujiüen tcaU- 
lUL-uturischer veiluguug nudi dorn builigun lande lu bringen. (Mucklenb. 
Crkumlcnbucli ur. 3074). 

t'landor«, graf Guido von, wird 1391 als kreuzfahrer erwälmt. (Pott- 
hast, Kegjr. nr. 23703). 

Malt»cb, Ulrich von, wird durch Clcmena V IB08 zur bus»H für den 
au dem nbtc ücrniaiui von Marienherg verObtcn mord nach dem 
heiligen laude geschickt, (v. Horiiiayr, Die Baiern im Morgen- 
lande 5o). 



P. Extrurs. Die aa^en von doiitschen kron/fnltrorn. 

Naebdeui der Verfasser in der vorüegi'iidcn arbeit das erreichbare 
bistori^jche uiatt.'ri:il ausgt'nittrt, cr^itdiien es ihm nh eine wünsdieua- 
werte ergftnxung dci^sflbon, auch alle jene sagenhaften zfigo heran- 
zuziehen, welche von dentacbeu kreuz&brem erzählen. Es konte natür- 
lich nicht die aufgäbe sein, die grO.^seren s;»ij<'n kreise wie Hoinricli der 
I/nve, her/,og Kritst, k^jtiig Uotlier, Ortnit, Orendtd, die Wienf^r Meer- 
fahrt, Wittieh vom Jordan usw. in einem anhange erschöpfend behau- 
delu zu wollen, sondern da» ziel war nur eine möglichst erschöpfende 
verwi'rtnng der sagen, wt^lclie uocli heute im munde des vulkes klin- 
gen und diu goächichtu deutscher kreuzfahrer mit einzelnen Stiftungen, 
ruliqnion, sitten und sonstigen historischen rosten verknüpfen. Schon 
Ifliigst ist mit recht bemerkt worden, dass die kreuzzüge im gründe 
nur frunzOsi^ehu kriegsfahrten mou (Röhricht bei Hiehl note 13G und 
Guibert ed. Büngars47ö); denn in den üwei jabrhumlerten, welcho jene 
wandcrhiireu zQge ausfüllen, tdnd es voncugäweisu immer imr frän- 
IciHcbe föhror nnd pilgcrhaufon gewesen» welche nach dem heiligen grabe 
zogen, in Syrien sieh heiiichaften gründeten und regierten. Aus Deutsch- 
land, dem die kriege gegen die Wenden und Prensscn, vor allem aber 
in Italien miendlioh viel menschen kosteten, marschi«rten nur 1147 nnd 
11H9 mftchtigo beere nach dem ostim und zwar aus den mittleren, 
nordwestlichen und südlichen gcg<Miden, weshalb auch nur da die wigo 
«dt* dpnren deutscher krcnzfubrer aufweist, und seihst diese noch sind 
«ebr gering und unklar. Oleicbwol wfire re* imgerecht, sie verachten 
ta wollou; sio enlhaltt^u zum teil wirklich historische züge, sie geben 



33Ö 



A. KAHUntt 



durch detailmulurei und ädiilduiutig wu'kliuljor oder mCgliohär verlt&ii- 
niBS«, wie sie keino hiHtonschf) quidlo tler OurKlcllimg ffir wert hMtf 
dum inneren vi'rlaut'e j^aer incikwQrdigcii kricj^lHhrtcn licIiL uiul farlre. 

Cber dio H'unduv« wnldic ab gOttlioliti beätütiguug doii wuitcii der 
kreuzpiodigcr folgen, geben die cbionikcn in heiag Huf Ana lieiligou 
Iternhard und die itroilij^er des ilritten kreuzzugcH (vgl. Köhrichi in 
Sj-bel» Zf-'iU^cbrift 1875, lieft 3, s. 17) iiiibyre anskunfl; die nage weiss 
nur von dem erstcren uns zu erzählen. £r soll 1147 im domo ron 
Frankfurt (!) von könig Konrad selbst ilurch das gedrAnge ile? volks 
getragen worden ^^ein, um dort seine htigeisternilu kriMixpredigt halten 
KU kdunon (Giislin, Frankfurier Sagenbuch i:i fg.)t ^u Hoina in Hosseii 
iioiltc er durch bloäseä bandauricgcn eintMi kvankon (ibid. 14), ku Kr^'i- 
burg im ßreisgau wohnW er im oberen eckhause der Kaiser- und Müu- 
sLorgasse: seitilcm »oll es in jenem liausü keine mäuäe mehr geben 
(Baader, Bad. Stigen s. 35 fg.)- 

Von der art der ausrüstung und geldbeschaffung für die kreua- 
fuhrt hören wir duruli die sage nichts, hingegen wird uns viidett über 
die familicnverhiLltuiäiio berichtet, wie sie iu folge der abweäenhelt odelr 
des niutmasslichon todes einoä krcuziitters fTlr tieiae kiuder und gulÜQ 
sieh goäLaltetcu. 

Der oibo des krouzfahrcrs Kurt von der Wettorburg wird von 
den uißneheu tn Volkhardinghauseu ciugc»|ierrt. duiuit sie das besilz- 
tum des rittors un :!ich brächten, bis dieser endlich noch zur rechton 
stunde ei'schoiDtf um seinen aohu und besitz, den hilndcu jcnei habgie- 
rigen zu cntreisscn (Curtze, Wald. Volkaflberliof. 3. 25 ö fg.). Der rit- 
ter Gerold „im Thurra" zu Ountram, wolcbor l22rt mit Friedrich II 
nach Syrien gezogen war, ßtiritt dort, in folge deaai^n seiu« gemahlin 
Hedwig von crbschlcichcrn ebt>nrslls eingesperrt wird und im kerkor 
ihr leben beschliöascn muiis (Zingerlu, Tiroler Sagen s. 391). Wslther 
von Hallwvl, welcher erst mich /.wanzigjubri^er nbwettenheit 127U 
wider hoimkehrt, Hadet seines vatcrs erbe in anderen bänden und gewiot 
erttt durcdi einen 7.weikam|)f und dpn aufweiH dt>r /weit^'ii halftfi des 
vom Tater zerbrocheneu ringea sein recht wider (Kochholz, ÄargauoT 
Sagen U, s. lU fg.). 

Heutig genug findet der hoinikehrendo rilter $ein oheb<-tt hcüa- 
delt, al}er ebenso oft ma<;hen isieh elendo buben an ihn heran, um dio 
tugend «einer gattin zu verdächtigun und um zu verbrecherischer tAt 
XU erhitzen. So l&iwt oiu bairiächer rilter seino mit unrecht bcücUul- 
dlgtc galLin im türm zu Sclilierscu verbunguni (Schüppncr, P' :i- 

bncU II, s.-tl8), und der Uaugraf von Altbauuibtirg vi ,. m 
flberwaltender «Ifersucbt neine treue gallin und doron verrauintUcben 



I'ie liEt.iai.Ull?i ACr UCEI tULLbCeUUCN 



321 



^ 



meir, au3 deren gemoinsuhaftlifhem grabe riacliher das zeiclii>n der 
iiiilichnlil, ("ine hohe lilie, eniiHirwächst (rfchOppner I, 342— il-l*J). Kin 
aiidurer ritter* der gleiches unrecht begangen, pilgert mit der kette 
dos unfii'huldig dem huiigoitode gwpferteu am halsi? nach dem heilii;eu 
grabe (Ziugerlc 8. 131). Doch Jiudet maiiobui.tl auch lior elende, wel- 
cher durch dcu gornubton ehohtig dvii gnltou von der »cbuld i^ctner 
frau zu Oberzcugon grduchte^ äeiuen gorecbieu lohn wie der burgvogL 
dcB um Ul^l btiim1<chrimdL'u rittcr von Braunsberg im Etächtale 
(vgl. V. Alpenhurg, Deutsche Alpenä;ig«ii 3. 'JOS). Gewöhulicber ist 
jedoch der fall, dass der ritler endlich nach sieben jähren als pilgcr 
grade bei der hoclizcit seiner Trau eintrifl't und entweder durch den 
trauriugi «der durch aonÄt ein zeichen «ich nU der tot geglaubte ricb- 
iigo gemolil ausweist, wie der Mßringer (Schi^ppner n, 32 — 36; vgl. 
1, 385 fg,), der ritter vou Augeloch bei Heidelberg (Scbuozler, Badi- 
scho Sagen II. 56(> — 562), weleher lil7 bei seiner ausfahrt deui ril- 
tor Könrad v. Ashacb die obhut »einer geniahliu Übergeben hatte, 
oder der burggraf von Oborkayl (Schmitr,, Kifelsagt-u s. «2), oder wie 
Heinrich der Lowe, wtdchcr mit der hill'e dc3 teufelä in Braun- 
schweig üintrifft (I'röhle, DeuU;chu Sagen 5 — 11; vgl annierV. 3— 2ü),' 
Der gruf Ütlo von Stubeubcrg, welcher V22S mit Friedrich II uaeh 
Pitläittinii zog, konil ebenfiilH grade nach liiiuse, als ein anderer mit 
8eiu(-r frau am hoch /.i'iU) mahle i'iUX; lu Kcbäumender wut er^chlftgi er 
den unglQcklichen, so das» man uoch heut in dem suliloäse von Xeuen- 
dorf die Wahrzeichen jener hluthochzcit erkeuneu soll (ürftssc, Säch- 
«iacho Sagen II, H*J — iH). 

Manche trauen halten ihren gatleu durch bitton von der erfilllung 
seiiiea kreuz gel i'thdea ab, wie diu gemahliu de» grafen Konrad von 
Wasserburg, welche ihren dank durch die Stiftung der Jakobskirche 
ausspricht; doch, erzfilitt die sage, diese kirche wird niemals fertig, 
wie sie ja auch heule noch unvollendet ist (Srhrippner lll, ä6'J). Andere 
folgen di^i geliebten heimlich ilhers nieer, wie die braut des rittera 
Konrad Bayer v. Hoppard; sie wird aber als ritter verkleidet von 
ihm im Zweikampfe erächll^;en , womuf jeuer zum heile ihrer scelo das 
klostcr Marienburg erhant (Grii^^e, Preuss. Sagen U, 150 lg). Anna- 
Klz, diu treue gattiii des ritters Konrad von Tannonherg, folgt 
diesem als troubadoui', befreit ihn aus Saladins gefangenäcbaft aud 



l] TVinund v. KUI"!* , weirbnr um 11*0 in S>Tien j^iowcflon nr-ia soll (Puhü- 
c»t. de U wKJL'to hi^t'T. ric LiiiilKmifT 1^71 k. 14.'i — 159), cnoichli' nai'h Caesar. 
HfUlerb. Diiili»g. X, 2 durch KätUicb« Hilfe mn J^ruMlcm niis Ltittich in einer 



isaa 



S. ItOlUtlCBT 



briugl Um glQcklicIi witlor huUu (AVolf, Uesisiäuku Sagon U7— ii 
vgl. 8. 2ia und Knut, Ilossisclie Sagen Vi — IB); dusselbu lul tUo' 
gemahlin üq» rittprs Philipp Hausten von U»ltnen (Sdiniit/ s. H8). 

Unigekelu'i gewiimeit oiiizclüo kroturitior iu Uür gefaiijfon&cliafl 
der Sai'HccDen die liarnl citicr pnazcssin. so der graf von Gleichen 
(siehe oben /n 122« diesen namcn) und Oillion von Trasigny (vgfl. 
oben 8. Iti3 »üb voc«); letzterer uuteniiiuL iiuch dem tode seiner beiUi-u 
frauea cluen zweiten zug nach dem heiligen lande mit Baldoin v. Ha- 
vrecb, Karl v.Jeumont, Beriilimd v. Ligue. (Jerbard v. CMmay. <!iliou 
V. Chiu, Witiisso v. Borlaimont und fallt doit (WoIC, Nieder!. Sagdo 
206 — :J09). Ebenso bringt der niederrheiniache ritter Wittieh „vom 
Jordan** eine aoltanstocbter mit nach hause (Uagou, GesumtabiMiteuer t« 
nr. IH), und der ritter von Tuntenberg oder Varila, welcher 127-4 
durub Bokndor und dann von den Tataren gerangen wird, heiratet ein» 
tatarische bäuptlingstocbtcr, welche 1340 starb und in Kcinhardabraun 
begraben liegt (Grässe, SSrhs. Sagen I, 221 — 22ii). Noch wunderi)arer 
spielt da» äehii'kt'al mit dem ritler von Gera, welcber mit Ileinrtcli 
von Plauen oder Wcida (er starb in Srrien; vgl. Köhricbt 1, s. 19 
und Cl noto 105), dem grafen von Uleicbeu und dem landgnirvn 
Ludwig 1228 uaub Syrien zog. Wiihrend der graf vou Gleiclicit nach 
zwöUjähriger gc fange nschaft dureb eiuo sultaustochter befreit wird, 
kauft; diesen ein kaufmann aus Ru^slaud los, er wird jedoch dort von 
den Tataren gefangen, gewiut die band einer tatHriüchen prinx.eäain, 
kJlmpfl 1241 alH mite rbdehl-sh aber (Hocrata) bei Uegititz, entüiubt aber 
und lebt am hofe Friedrichs U, wo er y^d^x lleusde'' (llenss!) genant 
wird (Grästie, SUclis. Sagen 1, s. 222 fg.). Zuweilen wird auch der 
kreuzritter au^ der gc fangen seh at't bofa-it mm danke für rettiuig des 
berrn aus grosser b>beuf«gcfabr, wie Otto v. Grelfoustein, welclior 
nach 17 jnbren glQeklicb heimkehit und sieh im OLtowaldiT grundo 
anbaut (Grässo, Sachs. Sag. I, s. 107), oiler durch zul'all wie Kdel- 
ruth, welcher endlich noch siebenjähriger gofangenschan fnii wird, 
aber zu hau^ie st'ine treue braut tot tindet, worauf i-r za ihrem gedacht- 
nia die Minneburg erbaut (.Schneller, bad. Sagen II, 588 — 500). 

Ffir tapferen kämpf gegen diu ungläubigen holte sich mancher 
ein zeichen ins Wappen, ho der graf Kkkebard II von SchcyrOD 
(1147) den buntschuh (Sch5ppner III, s. 332 fg.) und Kuno von Knp- 
pohtein einen halben Saracenen, da er einen „Schwabeut^irciüh," wls 
ihn die geschichto des dritten krcuxzugii orzilhlt (Nicetaa ed. IJekker 
543; vgl. Sybel, Erster Kreuzung 3.02), vollfnhrte (Siflbfr, I'nj(ris.si.^i'hrt 
Sagen s. Hl), oder graf Philipp von Klandern, »velthcr 118t» i|cm 
fo'uidlichcn köuig NobiUter von Abileue seinen scbild nahm und seit- 



PJ8 DEtrOOIE» kVW DIJI tLUBliZtUllSf 



333 



lern dcfwen wa[ipiMt, eineu schwareeu klotterndon hmcn im goldnen 
^Mde, iriltito (.Wolf, NiLHhTl.linl. Sagcu s. Ili4 — 1'.»«). Ras St. Owrgs- 
iHinner briii}^ (Inr Inndgmr Ludwig 1190 von 'Akku heim iiadi Tha- 
rniid (Ortsse, Sflclis. Sagi'o l, 3.245), riltw ülricli Lantschad ton 
Stoineck Ijoi Heidellierff, welcher 1228 wio der RaiJ|i ölst ein i?r einen 
Saracetißu ei-sdilagcu halicii »oll, empfangt davoü seiu Wapppii (Zim- 
mcrsoho Cbrotiik IV, s. 4t*j) und sehr viele adolsfaniilieii uclunen in ihr 
watipeu in folge glQcklichor kämpfe das kumol auf (Märkisclie For- 
schungen IX, 55 — 70). Endlich iiinit die stadt Eidenber^ den köpf 
eines mohrcu ius nappcn, weil der graf von Ri^^enburg seinen leib- 
inoliit'ii unschuldig aus eifcrsucht hatte hinriehten lassen vollen (Bise!, 
Voigthliid. Sagen 31G: Örflsse, Sachs. Sagen II, 317). 

Die heimkehrenden pilger wu?iten viel neues zu erzählen; im Ätna 
f,.Moüs Gibil"), meinte man seit den kreuMft^Mi, ist ein teil der böUo 
oder des fegefeuers; die herkunfl der Friesen aus Indien, der Baieru 
aus Armenien wird jetzt erfunden. Graf Wilbraud von Paderborn 
(gest. 1233) enUlhlt, bei Tarsus sei ein glDoksberg, wo joder, welcher 
sich nüchtern, aber uaeli vorangegangener beichte und commumon ihm 
nflhore, einen glfiuklichcn fund mache, gewi^nlich aber ein „tiscbchen 
deck dich!'* ünde (Wolf, Deutsche Mähreben s. 202). Sonst brachte 
man auch andere andenken itu das heilige land mit So erhält ein pil- 
giT von Neuwerk aus C'cnstautiunpc) als gescheuk des doitigen palriar- 
clicn einen goldenen pokal mit, welcher wunder wirkt (Ttirlinger, Volks- 
tümliches aus Schwaben I, s. 228); die krcuzbrüder kehren 1201 mit 
tnlurniern ihres alten ordcnshauscs ans 'AJfkä beim, diu nachher in 
den grund des hauses in Afarienburg versenkt werden (Tettau und Temmo, 
Preuss. Sagen s. 2lii). Der wertvollste erwerb jedoch war eino reliquie 
besonders vom bctiigeu kreuze (lU^hricfat in ICaumers bistoiiscb. Taschen* 
buche berausgeg. von liiebl 1875, s. 3Ht — 383). Philipp von Flandern 
l^st sich durch das geschonk einer krouzpartikel. welche heut nucli in 
Gamerage sich befindet, vom kai^^er Fhedrlch bewegen, nicht uacb dem 
heiligen lande zu ziehen (Wolf, Niederländ. Sagen p. 249 fg.). Cm VlD 
kehrt der graf Kath w Audechs mit kreuzsplittern beim (SchPpp- 
ner HI, 2l(i)» ebenso spater di-r ritt^T von Kronburg bei Tarrenz 
(v. Alpvubiirg I7K) und ein graf von Viandon, welcher zu ehren des 
heiligen krenzspahns sogar dio bug Sponhelm baut (GrU^se, Preuss. 
Sagen II, s. 14 4 fg.). 

SCuui danke für gificklichuti sieg weiht man daheim monstrauzon 
irgond einer kirohe, wie kiuaer Üalduin die monslrauz Loochn:<li ^Wolf, 
Deutsche Sagen 2kh), in folge von gelflbden für glücklicho heimkebr 
errichtet man kireben und kapclleu. So erbaut der graf llertbold 



Zi4 



n. kAhmciit 



V. 6rai»b»cb, wuluber auf dem fQnfkm kicuuugo eiue eyiirii^clic prUi- 
xess'm gehpinitüt lialtü (I2'J9? vufl. Rolincht^ Iluitr&go I, k. 4H) m'tncr 
bürg Lrclüfg^münd Bi-geufiljcr «las noiinenkloälcr NiüJi'r.schfinyiifch 
(SchOppnor 1. 36di, eiu olstissischor rittcr das IdunU^r Sulmueiibirj 
(SWbür 8. 65), Sleiu v. Wunneiistein die ÄCichaeliskiichc zu llüil- 
bronn iMeier, Schwab. SagKn s, 342), ein Herr von Pyrmunt die 
Scbwoiicnkirube (.Sdimitz ». 121 fg.), Konrad VIII von Uicküiibacb 
1383 die Mlchaoliskiicbo zu Ui-ubin^cn (SchÖppuer II, p. 312 fg.), 
Arnold v. Pameln (iiacb V2'20't) die Lifbfiuuenkirche auf dem Kt'rstJ- 
lacibcrgB (Wolf, Nioderländ. Sagen a. HO fg.), Hamm v. Prüm dio 
kirche <{u Weihdingen, wo man uoch seine i<khiveiik(ttt)u zeigt (iSctinüU 
s. 1)1) und Jobann BrAinser von Ködesbcira (,1390) <Ue dortige 
pfnn'kircbc, auf welcher noch heule ein halbmond alit wetterfabnt! sieb 
dreht (Grfisso, TVeuss. .Sagen II, 707 fg.); die capidle Mavia-Aldass in 
Coln wird erbaut durch einen rbeiuiäcbca kreuzfahrer, deu Alaria 
au« dem kerker gerettet hatte (Oradsoll, s. 71). Der sfldisische krem 
fahrerWolf von Lichteuwitlde opfert auf dem MiirioniOtare zu Klieri 
dorf ein mit gold gefullt<?8 schiflehen (Gi-ü3w, Säcba. Sagen 1, 4ltHX 
der ritt<;r Hans von Driugeuberg schenkt dem raderbonior dai 
den »ternonmiinU'l Mariaij, den diese ihm im kämpfe aXa sehulx gogol 
die feindliche« gcsohosse geschenkt (Seiler s. 65 fg.)- — In der regel 
baute man diette votivcapellou nacli dem muster der heiligen grabes- 
kirelie in JunHalem, wie y.. b. Matthäus Dumbcck in I'urlebßi 
(Tenime. Allmilrk. Sagen s. 110), ja eiu ritler aun Brügge reist 
weil or auf seiner ei'sten kreuxfahrt am plane der giabeäkirche diC 
nAgel der baupttdr zu /.fihlen vergessen hatte, nücli einmal nach JerU'' 
salem, wo ihn jedoch bald nach ^jeiner ankunl't der tud überruschtit 
(Wolf, Niedcrl&nd. Sagen s. 3&8). Kbenso wird wol nucli die caitolle 
des heiligen blute» in l'nterummergau. welches .luditba, die gemulitin 
Welfs 1 110] vom hoiligon lande zurCickbrachte, nach dem plane einrr 
kirche Jerusalenu auKgefShrl worden sein (Soböppner III, 8.210).' 
Ferner benuute mau gauze gcgoudeu und einzelne orte mit namen aui 
dem heiligen lande. I>er graf von Ufinuu nante OrlamOndo lietble- 
hem (Qrässe, SSchs. Sagen 21^ -*0l)^ der graf Kadelucb alle berge 
und ortächaAeu «les l^aurachor gaiiü mit paUätinenüiäebeu namen 
(Kocbholz, Aargauer Sagen 11, 9. 280 fg.), ebenso der graf v. Hennü. 
borg die g«gend um Aäbach (Wucke. Etagen der mittleroii Werra s, 3lj 
hierher gehört wol auuh der nKamelbruunen** bei Leugeföld« Tgf 

1) nnd rWnsA dun „jArtiMinmtor" in ßiiiIin(f<^D noch i:ntjprrcli<>n4on) mui^tiT. 
•lok tli<r RtiR iltitn hriliffm Ijimlu bvhAki>hri.''aili> gnt rhiliiiii viiii Is«-iibiirg 1137 
«rhantc läiinoti, dio GosobichU de» Uwucs Itioubur]; •BaillBgea I, >. ti'T). 



DIR bSDTHCJIKtf ALT I<BH RBBtHiZCUVI 



»Z.> 




Sn^rrtnk. Sagim I, 270) und ein lUO iK^imkelir^ndiT ritUr 
ilu> uiuj^i^j'rmd vuii Alirwcilei (Scliuiit/., Kik'hiageu s. 110; uudero bt!i- 
spiele \m Unhnclit in Kw\\U TascheDbuclio 1H75, s. 370). Auf diese 
vfvtis.e riind niirhwi'iiilicli »itdmr die niinicn Tnroii (a/Mosel; vgl. olieii den 
katalog ti. '2'J\i) und JhionUbttur (Moqh Tabor, viollcichl auch Thorn 
aus Tuioit, ciucr hiirg bei 'Akkrt?) bciznIeiU*u (ob auch dur ntimc dor 
hurg Itabiluiiie bei Osnabrfick aus der zeit der kreiizzfigeV Urflga« II, 
H^K ft!};;.'), jedeiifalls auch die Ticli.'n liibliäi'luMi gnographiueben iiaincn 
vnQ k[eiuen orten und dörferu, ivio Jericho, NeujeruiMilcm, Calvarien- 
borg otfff. KudIJch weihte man auch dem .indenken gestorbener pilg^r 
und kreu/Hiltrer kiipcllen und kreu/e. So t>Ht;iut>n die Höhne der hei- 
ligen Hiddii, whIcIic nnch dem tode ihres geuiolils, des markgrafen 
Christian nach Jerusalem pilgerte, aber dort von den liebesuntr.lgen 
de» ki^nigs (!) so belästigt wurde, dass sie. um ihn von sich ah7.u- 
hreckeu, heschlosa, sich, wie später 11H8 und I29i die uouneii Jeru- 
cTüi uud 'Akkä, die oaso abzuischneideu , zu Niemitsch zu ihrem 
godacblnis eiue «ipelle (Haupt, Lausitzer Sagen; vgl. K^^hricht bei Richl 
s. af*9), und zum andt^nken an den vor Akkä llüü gefallenen grafen 
Gerhard von Kicucck (vgl. oben den katalog s. voce) setzt dessen 
nnglOckliche braut Giesela v. TbQngen ein steinernes kreuz auf dem 
denberge (v. Herrleiri, Spcssaitsagen s. 11«). 

Was sonst sich von sitteu und andern bistoriscbon resten 
lindct, deren arspnuig die sage ans den kreuzfahrten herleitet, ist nur 
unbi'dt'ulend. Es wird er/ählt, dass, als die iiacbricht von der bevor- 
sl<?hcudcu hcimkebr der IJnlsselrr krenzrahrcr sich iu der stadt ver- 
hrcitelo. alle franeu derselben ihnen weit entgegenzogen und dann mit 
ihnen auf dem rucki-n untt-r dem gelfiuto aller glockeu zurückkehrten. 
Seitdem ist es t^itte, das» abends am 19. jaouar, als dem datum jener 
heiinkobr, alle glockcn klingen, dass der bausvater dann seine fraa 
bewirtet und dieso ihn zuletzt auf dem locken in das schlafgcmach 
trägt (Wolf. Niederländ. Sa^en g. 131); vgl. s. 172). Kine andere rcmi- 
uisconz an iHe kreuzzOge ist der dracho, dessen bild auf dem llelfried 
za Gont noch heut stehen soll. Ks luitton uAmlich krcuzfabrer aum 
Gent un'l Urnggö die tochter eines snltuns, welche ßlanka hioss, gefan- 
gen genommen, nachdem sio den sie beschützenden drachen rrst-hlagun. 
Die HrOgg<>r, welche liauptsHchlicb hierbei sich ausgezeichnet ^ gründe- 
ten zu ehren der Prinzessin «Ion ort IJlankenburg ond schleppten den 
drachen mit sich fort, sio verloren ihn jedoch in einem zwischen ihnen 
uud dtiu Gentern deshalb ausgübrocbenen kriege, soitdem er houie nooh 
in etügiu daselbst zn sehen ist (Wolf s. i;)6 fgg.). Ähnlich ftihrt man 
diu culAtehung des Manneken Pia in BrOssel auf die zeit der kreuzzüge 



in 



u. KöuiUL-m 



Kurfick. Ab nflmlieli diu lielmV obren den krc-U'/Tuhrer von kloruM aiid 
Volk in fwierlichor proticssion eingeholt wurden, war unter dea Kuadiaiieru 
auch 'loUfried, der söhn eines reichen lierrii. In dem moment, wo 
der glfuiÄfudu zug an iliin voifiborgietig, fieng er an zu pitiseu, we^diftlb 
iliD ftir diesen mangel an anstind die göttliche strafe traf, indem «r 
im die«er stelle so lange pbwen muste, oliiie anfliöieu zu kOuneu, bU 
or starb (Wolfß -Iftl; vgl. von Winlwrrold, Manneken V..& Bt'rl. l«fl3). 
Wie eine in Oroitsch (köuigieicli Saelisen) verbreitcto sage berichtet, 
soll die dort schwnDghaft betriebene lederfabrikatiea durch einen ans 
öeinor gofangensrhiill li ei nik ehrenden äSclieiisclicü kreuxTuhrer -' '■'^^t 
worden seiu, nachdem dieser als sklavr «iue« niiislimixohrn i la 

lange genug gelegeoheit gehabt, das gehcimnis arabischer lederbearboi- 
tung 7.U lernen. 

Zum schlnstt ist daran ?,u erinnern, duda hHuflg bei diesen frem- 
ineu pilgciraliiten iu acht mittelalterlicher weise uueb der leufel Suin 
«idel liaben tnwa. Ein ritter geht nach dem heiligen lande, um wüi 
bilndniä mit dem teuCcl endgfiltig zu lösen (Wolf a. U'J — 4Äl), grnf 
Balduia, der spätere kaitier von Cunstantinopcl, nimmt ebiiifiüls diu 
kreuz, weil ihm der teufol, Treilicb in der gestalt seiner elgenoa iiob&- 
ncn geinablin, auf dem nacken sitzt (Wolf s. 127 — 13.^)). Mit hilfc dufl 
Leuf'i'l8 fahrt nicht nur »einrieb der Lt'^tve gltkklicb wider heim und 
Tbedel von Walmodeu iu einer nacht nach Jerusalem (l'töble, Deut- 
sche Sagen n. !! — 38), sondern ancb ganze beere von reisigen (WoIT, 
DeuLscbc Sagen s. Ü4'J — -M4), wie die Napniconiscben toten nach den 
Blysilischen feldern, wie die ..geisterkarawaue" der MekknpUger. 

NacbtrSt^o und rerb<'äscrnngeii. 

Ks wird keinen kundigen Iwfremden, wenn der verfasaer «einem 
kalaloge einzelne tiacliirüge und Verbesserungen scliun jetzt beitTitjfu 
mDs«; denn das nmlerial ist eben zu weitsebichtig und wird durch 
neu biiuuiretendc publicationen foitwährend vermehrt Ed ixt dabiT 
nachzutragen : 
S. |;r> unten; T'rag, dompiopst Heinrieb (Zdik) von. gien;^ jut-unal 

nach Jerusalem, nuletztUiJ? und starb 1151 (Frind, Kiichenpscbichte 

Hölinicns I, 2Ü9). 
S. lUti C i:»L ru le.ten: Adelram, niini-^lurial Walrbniin von M.ichland 

iu Tirol, mkundet 1117 aU kreu/Piüirer fftrAduiont (Wicbner s. 217, 

iir. 18; vgl. auch Stidcrmark. ürknndeubueb. herauug. von Zahn \, 281} 

und gt'lit mit dieKt'm nach Syrien, 
ä. 1-iG iiiuter Arnold iüt einzufOgon: Arnulf, (ein prieüierV) buk Flai 

deru, berichtet Ober den :iug der ßoepilger gegen LitiHiibuu ou den 



4vr 



■w 



iiffilint Milo vi»n TerouaHiiP (ni>iiqui.'t XIV, 32f> — J27; vgl. L'veack, 

die Eroberung Tiifutahoiis lUT, HuU^clii' DovlonlissertaUun tM7G). 
S. 1^7 ist Bilütein, graf Koiirad von, mit dem auf mU* tit gciiaii- 

lon Poiliitciii zu idf'iiÜIJcieroii und uU bolvg liiir/uzumgeii Steienn. 

IJrkundotiliucii I, h. :;">*. 
ibid. rrir DisibodenbiTg, abL Cuno von, hi 7.u Ibüo.ii: Dudcrhin, 

aht von LaliiiKteiD. 
Ibid. fflr Duti)iotis|.<^in int imcii dem StiMerin. rrkaiidonbiioii I. s, -^h-j 

■/u lesen OuiikoIsLein. 

138 bintcir r*]ieb!it.Ildt \»t einzufugon: Kpppnstein, Lanifrid von, 

urkundvt 1147 als kreuzfiibrer (Sleittrni. [Irkuiid^nlmcb I, r. 2Ho). 
Ibid. 7.U (Jiecbü-P!a3ß(rnbiir^ H iim-hzutr.i^en: Steierni. Urkniiden- 

buch I, :io2 und Arcbiv för die Uescbicbt«' von Okrfranken VIM, 2. 

s.41fgg. 
Ibid. zu Oiselpr: Stpierin. Urliiindenh. I, '2HX 
S. läU binb-r (Iloii48 ittt -To^.onhach und am tMihlu.'ta: Steierm. ürkun- 

deiib. 1, 273 beizufilgen. Wabrscbeinlicb zog mit Siegfrifid auch Kuod- 

bf?Pt von Gl. (Stftierm, L'rkinideiib. I, -ior.). 
Ihid. binU-r dpm IcUUm ciUt zu KüniLhen ist. naebzutnigim : Sleier- 

niärk. L'rknndenb. I. 3(ir>. 
S. 141 iKt nacb/utragcu zu l'ibor: Steiorm. Urkuudeub. 1,324, ku 

KegRdflbnrg, dnnivngt Fiiedrie.b U von: Stoieiui. Utk. I, 373 fg., zu 

Uipgoi&bnrg: Stoiomi. Urkundeiih. 1, *27;», äu Siiighart: äleierm. 

tlrkundenb. I, Ü'Jd fg. 
S. 14*2 ht binzuzufDgi?» binUr Toul: Tovoruiirb. Uogiuber vuu, 

nrkundet 1117 iTir Admont als krcuzfahrer (Stcienn. LrkundiMib. 1, 

*2H2} Qiid binler Trieni: Trosmursdorf, llcinriub von, kebrU* IH'J 

vom krou//.ugc lieim (Stoii-rm. Urkuudonb. 1, 34&). 
S. 14^^ ist bin/u?.urngi'ii Itinter Wildun: Wiaan J, ein priester ans Cöln, 

iu:lir«ibt einen brief über die fatirt der »eepitger an den erzbi^obol' 

Arnold 1 (herausgeg. von Dilmmler, Wi«n iSäl) und Windeck, 

graf Conrad von, nabm 1147 am kreuzznge teil (Montimas, VorKoit 

von KIovo I, 8. :{iu). 

Ibid. I>. ist btnler Ludvn als name dos gnscblecbls I^uda zn leftoUf 
hinter Etteudorr ala beleg Tür die zeit von llßö .Sloierm. ürlran- 
denb. I. 4.VJ uacbzutragi>n und als kreuzfidirer nicbt Heinrieb v. Et- 
tcndorr, sondern Borthold, der brudor dc^solben, z« notioryo. 

S. 14<J ist vor Steiermark einznscbiobon : Munifort (tei Bregonx), 
Johannes von, -ttarb I17Ü auf einer pilgerfalirt zu Nieotiia in Cypcrn, 
er auch begraben wurde (von Vanotti, Uosobichto der grölen von 



%. BOaiCCHT 



KTuntfort nnd Werdenberg s. 20). £bIüo, Winand von, |iilgertft 
U80 nucli Avm huiligpn latiJe (Publicatiuiis Ac In «u('i(*W d'ArcU^ 
loj^io de himhonrg ]Hti5 bd. II a. 14.^ — 159, wo auch nocli andvre 
bollHudiscbe pilgt^r |renaiii üitid). Pfulteudorf. graf Uudolf von, 
starb IISO auf seiner pilj^t'ifabrt (von Vanotti «. G). 

Ibid. binter ßrabant: Muiit^, erzbisdiof Cbristiaii von, kuisorlichcr 
HtatMiaUer tu Itiilieii, t^iarh am '25. aiigtiHt |lS.*t .,:LK-'!iiQi|'t-:i cmc?" 
(JafTe, Müiium. AluguiiU «. 412: VarrpiiLrappf ('bi'ii>tiai) von Mainz H7, 
UT. 8), und Murok, l<«iubert von, ein miin-^ioriul dcB bor/ogs Otto- 
Icar, zog vor 1183 nauh dem heiligen lando (Steiermark. Urkiimlon- 
bnrb I, ftftl). 

H. 147 zu Abenberg: t)i)or das ganze gcsclilecbt vgl. TtTluindliingeii 
des liiätoriBcbeu Vereins för Nicderbaieni IV, s. l [^ff. 

Ibid. /u Admunt; andi im Steierm. IlrliiiruK'Mbuduj I, GH.'J. 

S. 148 binti^r Basiil: hasi(t<nbciin, Wiilpot von, dur erjtto Hoehmei- 
ster des deutseben ritleroidens {K. Itey [l>a Cangi»], Les fuiiull»9 
d'ontre mer 901: vgl. Beyer, Urknndenbiu'li n, s. XCII). 

Ibid. zu ßKiitbeim vgl. Colin, Stammtafeln nr. 21.^ und 2IHA. 

S. 149 statt ßi-rgelin ist der beulige atadtname Itelgern zu Retzfti 

Ibid. zu Bogen ist zu bemerken: ein graf Albert von Ungen unlor- 
gebreibt zu Nt-apel am 3. juni Ultl (Neues Arcbiv für die üllora 
r»t'sdiii:bti* Di'uUdilaiida (^Kortst^tzniig dej4 iVrt/isrbcn Arcbivs) I, Iö7). 

S. 150 zu Käfernburg: ein graf riüntber v. K. unterschreibt tu Neapel 
am :i. juni 1191 (.Vi-ues Archiv I, 137). 

S. ir>l zu CIovp: vgl. Cobn, .SUimmtafoln nr. 99. 

S. 15v zu Di'lben: genannri>K über ditisiis ausgestorbene ge^cliieclit vgL 
i» den Mitthcilnngen zur tieHclticbte des Osterlandes VI, 313 f)^g. 

S. 1&3 zu <juti'nbi?rg: vgl. Steierm. Tlrknndonh. I, G71 — (J7I. 

S. 154 i:it zu Hausen hinzuzufügen das citit: vgl. Paul und llrauue, 
KeiLrflge II, bell3, 345—350, und datiinter: Heinrich, der Itühme, 
marschall von Steiemiark. urkundt>t HAH aU kri^izfabrer (Steierm. 
L'rkundenhenb. I, 1V8I). 

Ibid. zu Hochstadeu ist als vornamo Lothar zu setzen nach Ueyer, 
Mittfdibein. Urkundenbucb II, s. Ci'XIVfg. 

S. 155 zu Hornherg: nhfr das ganze geÄchlecht vgl. Zeitschrift für 
die Ot'Jichichte de« würteniliergisr-htMi Franken I, .'lul fgg. 

llfid. zu Liabeimu: für ihn urktindet 1191 nein vetter, der graf Conrad 
von Vulei (Steierm. Urkundenbuch 1, 713). 

S. 150 zu T.Qtlieh ist a\n L0duitt4ig nach Cohu, Stammtafelu ur. 99 
&. angujjt 1191 einzutragen. 



rm nscTüniiii Ativ pbh Kjuuziranx 



m 



S. 157 zu Mulre it^t uaultzuiragen : y^V MiHlieiltingpn für die G^HcliicUte 

des OHterlanilos VI. ». :n9, wo Qbri^t*ii.-< uurh ^inc urkuiiüe vouAlb. 

Ton Melre aiia tlom jiilirc lltto aiigefQhrt will). 
S. 168 7M MtiseJjurK isi 'lio notiz ftihÄiilmgcii , dass dn Konrad von 

Moiiltui'g llOu ilaliuiin urkuudot (Xi'itijchrirt Tflr die OcHcliidiU: von 

Nieilerbaiern XVII, ». tfö). 
S. 1&9 iät liiut«r PasBau ("iuztiffigeD: Porkait, Drich von, urkiindet 

IIHI* aii krenzfaliiei Itir Admont (Steiermark rrkiindcnh. I, liin*) 
S. 160 zu Kabeuswaldc ist zu bemerken: vgl. ('i>!in, SlaiitinUireln 

nr. 179A. 
IBid. itt liamsQitbaüb ist in die klammer die frage einzufügen: oder 

Konjsberg in Hadcn? vgl. Bad^r, m]irkgni.rilfnnaiin V von Baden ».üG. 

S. 161 zn Scbwarzbiirg vor drm sat/e: Doch ist graf ... ist als 
beweiH fDr die ricbligkcit der vorbergrbi'iideti vi-rniutung uucb luizu- 
iDbrea: Cobn, Stammtafeln nr. 17H. 

S. lß:t ist fDr Trflbeubaeb Tricbenbaeh zu lesen nnd als beweis: 
Steierro. Urk*uitdenb. I, G82 bei/n (ligen. 

S. 164 tn Velbarg ist binzuzurrigpu : Aber das ganze gosrblecht vgl 
die Z^itäclirift fflr die Geftrbirbie de» wQrtemberg. Franken 11, 75fgg. 

S- 167 zu Zeile 4, wo der biscliof von Cbnr Conrad genant wird, Ui 
naebzutragen. üass der zu jener zeit lebeiide biäcbof naeb Llicbboni, 
Kpiäcopntos Cnriensis 1, 71. Guido gohelsscn. Sümtliuhe Obrigen 
namen köimeii nidit Wfiilcr iiadigowie«en werden; zu den grafen von 
Kirchberg ist Gerbert, Historia Silvae nigrae I, 420 zu nitioren, wo 
dargetan wird, doss die beiden briider Hartman» nnd Otto (Ober den 
er.steren siebe oben h. \Ü2) vom ersten krcnzzuge mit reliquicn beini- 
gekebrt seien. Zur geschiebte dea gescblecbtes der Zimmern vgU 
Zoitschr. für da.H würtemberg. Frauken VI, s. 131» — 159. 

S. 170 zu Ziegenhaiu ist nachzutragen: graf Friedrich von Ziegeu- 
hain (llKü — lä^D) beisst der söhn de» landgrafen Ludwig It vou 
ThOringen UMaj^deburger Oesrbiolil.sblätter VI, «2j. 

S. 318: Jtothenbruunou ^ItüUen), Rudolf vou, pilgert« 1289 (von 
Moor, Ge)(chicbu> von CurrSUen I, 3. itjti). 

DEEtlN. B. K«">nHICHT. 



330 



PlRTsrnj 



DER OBERFRANKISCIIE LAUTSTAND IM TX. JAÜR- 

laiNDKRT. 

TJutor nObcrrrriiiki.'^ch*' vr-rstobe \cM mit ni-AHne („Zni* koiitiiis dos 
früiikipfli''» *' in di*n .. Hi'ili3i,'(>it zur goscliii liii* ilcr ilL'uUflicii Hiirai'bu 
uit<l litttTiiUir" heraiisij. viui l^iul niul Brauui* 1x1. t. IH74 s. 3) iui 
gegcii.sat?. KU mittel - und nift(]orrrüDl(iM3)i üenjf iiijfßn teil <1os frjinkiscbon, 
wrlolicii MüIIenliolV in der cinlRitun^ 7.11 thu HrnkniSlcrn lu otftlVk. 
(oflrT liui-lifrk,), rliein- und gntlfi-k. giigliudort liut. Das Kiwniitli(h»«tu 
kcnzpithen dos ohorfrk, gogenüber dorn mittrirrk, ittt dio vollHirLiidi};a 
vorftchicl>ung des t, welßttpg das lezten» in der enduiig de» ucxilr. t\tm 
st. adj, niid ansserdpnt im [iit. und prti.'. prt. ilor ersten sw. coiij. 
Ix^wiOirt. )i:it;, wenn f^ianimaiiHlautfinde^ / mit dfin li dt>» prL ziisuninirn- 
trilft. Die riördliclie gnliize des oborl'ik. bilden utwa I^bn und Monol; 
aber dio sHdlicbe vgl \Veiiib<dd, Abrnt gr. 1. 

<^H»j{b'i(:b biTcils Miilltinlinfl' und Uruurie und ftu»«tterdcDi ft\H;li Kelle 
in der üiiileitung zn seiner Otfrid^ftuitnatik eiiiif^e der lluupt^iilc^li ob- 
sten InuUitdien orsclieinnnp?n di»r oljprPrk. dialektn des IX. jli. belru<'h- 
tet liitben, so sidilenen mir die^ülben einer n;ibiTen ?.uäaniniifnliünj;<*n- 
(leu uutontucbung docb uickt unwert, xnuial alle die drei gemuitcn im 
nedentlidieii nur den coiisoiiantisnius und bier wider f^iinz besondurti 
den Htiuid der lautvcrsidiiubiiiig hin mt^a geCas^t balien. Mit rndit Imt 
Mnilnnhofr tiuf b^icti^ren üeiiie einteilim^ in OKt-, rliein- uud ftüdfrk. 
go«;riindi't luiit antdt ifdt liube da, wo ich die dt-nknifiler einzeln aufq 
fnlircn inuste, denselben zur bnsis ftir die ^rnppicrnn;; f^ernnrliL 

11 ui nit.^VL'rjitünilttissi'it voi7.ulje(i;:;iMi berui-ike iub biiT nocb, üf 
ieb unter der bezeielinung noberd." nur das oliin. und buir. be^ndfc, 
wSlirt'ud uiir da^rffv^n liJ. anstter diesen beiden auob das frk. (nid.J 

umfusMl 

(Quellen. 

Ag. — Augsbnrger gid)ct MSD. XIV. 
Kb. = Fuldaer Ix-icbte. MSD. LXXIll. 

Fgl. — IVankfurtiT gloKsen. iMa^Hniunn: „di'nkniHlor deuLiehci 
apractie und litteraLur." Hea 1, tu B.'i — UO. 

Trg. = fragment einer interlinear veraion in einer Mt^rsebnrger h».' 

Ft = rrOnkisclioB UufjiiGb'lbnJB. MÜD. MI. 

gl. A. ^ gloR3en ?.n Aldbnlmi „ad virgine» Mrras." Rckbait: 
«, conimentarii de rebus Ki^noi»«« ori(-nt:ili<)." II, W\ , und nacb ueuufi 
vergUöcluing der b». dureb Dammler in HztHcbr. XIV, llKifg. 



ttn mmmlm. Litrnriyn m xx. jxmn 



!fiit 



i 
i 

I 



gl. c' ^ gtoss4Mi stn iIpti raiiouca nns einem Würrljurgor cod. 
Eokli ftoromßnL II, »77 — y7H. vgl. I^^^xer HzUrhr. XIV, 498 fj;. 

gl. e* =^ glossi^ii zn »Icn cniKHics olxiilhUs aus ririi^m Wflrzbur- 
ger cod. Eckli, conitnftüt II. »78-80. vgl. Lexer, Hztsclir. XTV, 
4UH r<; r)M*»<('li>oii Hinil von mir nirlit ^nm. Ix-nnzt wünleii. da d^r 
Icjtto ti^il di-rselbcii (\oh ooiiffOta lada kiüfritiu 3. ItTy*" an) pin panz 
enUcliiedefi obfidciitetclte? KC|)rage liat. ' 

i;l Kz. =r jjloÄRi'ii zum prdplintt'H Kzviiliiel iü eiuoiii Würzlnirger 
i:üd. Ki'kh. iionimuiit, II, ^Jf<l. 

gl. JI> = gli>&si«ii KU Jcsains und Dauicl in einem Würzburger 
cod. MitgeWilt von Lexor llxUclir. XIV, 4DS» — 600. 

gl. Ir. =^ glossi'n y.u den libri rfigiira in t^inom WnrzbnrgPT cod. 

IMit^t'toilt vou LoxiT UzU^ohr. XIV, 500 — &0l. 
Id. ^= Isidor. Die alldentscbeu bruclistflcke dos irnctals des 
bi;i<'liofH Isidnr v. Sovilhi „dn fide rittliolica rotilni .Tiidapos" h^niUflg. 
von Weinliold. Padorboni lfi74. (filiite iiacii di.Mi sciUMi diest'r ausgubo). 
ib. = liorsclior beichte MSD«, LXXIl^ (a. 030 — 31; fehlt in 
dfff crst4^n aufläge), uocbnuils abgedruckt (jerm. XX, 1 fg. Vgl. anch 
Hitsahr. XVIII. im.). 
Lbg, =z= Lorecher bienenßegen. M8D. X\'I. 
Lid. =- Ludwigslicd. MSD. X(. (genauer abdruck der hs. in die- 
6r zoitstcbrirt III. :Ul fg. nach einer .il>8rhrift von Arndt). 
■ LS. = bruclHlfirk der lex Salira. M.SO. LXV. 
■ Mb. = Main/cr beichte. M.SD. LXXIV'. Dass diese beichte auch 
Sirer s|tracbf; nach in diis X. jh. geliOren soh« (die bs. gt^hOrt di-r mitte 
^_^ dieses Jb. im), ilnrlV kaum aiixuiiehmen :jein. .Mlerding» al>er zeigt 
^H der xweite t^'il der beichte (10 Tg) ein etwas Jüngeres gepritge als der 
^M er^te. Ühse» tritt besonders in dem umstände hervor, dass, währond 
^" lu «eile I — J4 Cmal gi, niemalü g«- «teilt, lezteres vou z. 15 an aus- 

^ilcblilTSSlit:b (iSm.) bi'gi^gnet^ loh erinnere ferner an gihuu 1, dage- 
gen uuirdon 31 und an bcilegan lO/H, minan 11, dagegen anderen 19. 
t Mgl. — Mainzer glossen. Diut 11, 282 — 87. Ein frognient dor- 
i»1b»n glossen zu di-m evaiigelium des M.altb.icu^ (doch sclieint die 
I) tktiii'rL I dftflH in il)i>etin) teile Jur j^].. wulcbe nach dem uUer- 

einsti III Hit' Hilf n ii" irtg nn<l Iirscrs dem JX. jh. nngpln'ircD , aloli Wrvits 

nnU-u^Intrc 9|iur«ii de« KOg. NotketiAchen anlaulKfieiu'tzcii Hn>lt>n. D&9 ])H(fli jfa- 
iiiinIHi <riH*heint als (:»• ntir ilnnii. wi-tin t\u Biii]<;reii Heutiebes w<irt nicbt voraiia- 
gellt (liUtfiiUii. kauuati&li. kiiUnlritii, kaüjirjutaii, kamcdiut), als fpi- dagvffou in 
O'ii lieh n r («iiinirfh.uli-, iin>fnrni>ri . zoucarpBcrih, anjfatii'jro. nugauii.ri). 

>V i.it 'laaBtjlli« iiiulil vitr. VgL .SU-iiinipycr llzuchr. XVI, lü'.l. -Ii^r ülinlii-bea 

•u riiiuiii U'il der KiiMiiL'r«tirr g\. tiCUiorkt hat, 
^^ XaiTBCUK. r. DBDTXCBR miUlLOOIl. IUI. VII. Hü 



332 PIETSCB 

mundart mehr ostfrk. zu sein, während die von Mgl. rheinfrk. ist) ist 
von Müllenhoff in Hztschr. XIII , 192 veröffentlicht worden. Auch die 
Xantener gl. (Mone: quellen und forschungeu I, 273 fg.) sind mit den 
Mgl. aus einer quelle geflossen. 

= Otfrids von Weissonbuvg evangelieubuch herausg. v. Kelle. 
Kegensburg 1856. — bd. II: laut- und flexionslehre der spräche Otfrids. 
Regensburg 1869. Die Verweisung auf diesen zweiten band bezeichne 
ich mit K. 

Pb. = Pfölzer beichte. MSÜ. LXXIV. 

Pt := glossen In einem aus St. Peter stammenden Karlsruher 
cod. Diese glossen sind mit SG (vgl. unten) nahe verwant, aber in 
eine stark dem niedd. zuneigende mundart umgesezt. Ich habe sie 
daher nur zuweilen vergleichsweise herangezogen. Gedruckt sind die- 
selben in Diut. II, 168 fg., denen aus SG. gegenüberstehend mit aus- 
nähme der zu Prudentiua, welche II, 311 — 354 unter der bezeich- 
nuQg G aufgeführt sind. Ganz fehlen in diesem cod. die pflanzennameu 
(SG. VI). 

Kb. = Reichenauer beichte. MSD. LXXV. 

rec. = lat. recept mit deutschen glossen aus demselben AVürz- 
burger cod. wie gl. c*. Eckh. comment. II, 980 — 981. 

SG. = glossen aus dem St. Galler cod. 292 und zwar: 

I. glossen zur bibel. Hattemer: „deukmahle des niittelalters" 

I. 246—249. (Diut. II, 168 — 179). 

H. glossen zu „de virtutibus apostolorum*' und „de Martine." 
Hatt.1, 262 — 2C4 (Diut. II, 179 — 183). 

III. glossen zu Priscianus und Donatus. Hatt. I, 307 (Diut 

II, 185 — 186). 

IV. glossen zu Prudeutius. Hatt. I, 266 — 270. (Diut. II, 311 — 
354 , bezeichnet mit 6. 3.) 

V. glossen zu Sedulius. Hatt. I, 276 - 277. (Diut. II, 186 — 
187, wo die ersten 24 fehlen, doch sind dieselben im Sprachschatz 
aufgeführt). 

VI. pflanzen- (und tier-) namen. Hatt. I, 291. (Diut. TI, 188). 

St = Strassburger eide. MSD. LXVII. 

T. = Tatian. herausg. von Sievers. Paderborn 1872. — S. bezieht 
sich auf die einleitung dieser ausgäbe. 

Wb. = Würzburger beichte. MSD. LXXVI. 

Wk, = Weisaenburger katechismus, MSD. LVI. 



A 



Mft O&eBPailW. LAOTSTAHO Ul IX. JAiliiii. 

VocaliHinuB. 

Die ciul'acbou vocale. 



833 



Pa (Ibür <Ite vor^ndeiUDgeu, woIüIiu n dnixb anilaut und assimi- 
loh erfuhrt, und üIkmiso üliur die ttoj^. Itrecliuii^ unten im beüomltfren 
[thauiluli WL-rdou ^oU, so sind likr uiu' die luodiBoatioiiL'ti ius äuge zu 
faitämt, wulclu) K dui'cli coiis., und ferner diejenigen, welelie das a der 
prüfixr, der ufaleitongs- und der lloxionscudungen orßlirt. 

1) a Unrch ronHMiiinteu beetnRu&Kl, 
T. zeigt ein« «rcrilurut-futij; Jcm a Junh w in ztrsouiin 112, if; treaoaoe GS, 
II i-2\; zesuuaa 28. 2. ^; zosaitiiii 11^. ^; lataune 'J», Ü, niumuui Uti, \. Auch 
ia uaituFViin 78. 7 (3): tiuituwuüii» (aii-) 141, lU wirJ im hiiililirk auf uoitftunä 
nnitikui'in 118, 1 vör\iiiin|>fHu^' unzuuobiucD sein (vgl. dnge^en S. 31), In unituft 
122, :; (2) antl vielleicht auch in oiiituuä 7, 9 ucLcint der Toi^al g^nt aufgefallen 
XU i<.'iu. — Kine trObimg tles a tlaicli w lio^ runicr vidkiolit ror in uuiinLilgi- 
unittia (mnUituria) gl. ID. i'M*'; gl. c* bieten ffixöuaün i>7Ö' (<jr. V, 7U Mögt 
nur iKH'li zuuullim VA); Wb.: eiJsuurt 3. 17 (soiidt nur -äuarU , -auerti <ir VI, 89-5); 

ig\.: ^'twmuc (hilK-hr. ttUl'Xift ä^'' (v^^ gluuni ini Snlz-borgor ooil. d- gl. JlCons. ; 

luuuiir Au^tih),'. j^l.): HO-: (cjruant:! 21G<', i-ruiiuil 247' (Pt. bat an vrsterer aWUe 
urannUj '== rDiciniila; kruaila (viiguus) Stil)**. Bei U. tlflg^gen scheint w «inen cin- 
(Itus auf a nicht atuzuühön. Tgl. buluuue I, 2, 21; biilann«« IV, 3G, 4; xetiaanl 

I. 4. 22i zcUDUU IV, 11), 56; uaitnä 1. 16. 4. — U. hat nuüuibä 33, 22 (U. T. 
uuaiobai, dagi'peii utiltuUnuigoni 37, 22, iCiiuAn 9. 2fl. 

Wt-itor wir«] ii beciuttu3.Ht <lurrh 1. üo llndct sich bd T. aaeroli 1!>in. bcttuu- 
tl«rd iu «»>, ntti in Jiif nuU-n hiaticorisui naeralt; ferner nolea (f. nailo-i) Wb. H; 
iiUttzc Mgl. 'Ä*\* f. Wuz^ti (utriu: (Jr. 111, 777); uui^rulddiu uueriilti Wk. 8ij und 
uuerotdi lUT. 108 (bui (ir. I, IKlfi kein beleg fflr u in dieseiu Worte); SU.: bilonia 
(gioirivae) 2ÜÜ'' f. LUortix vgl. tiUirtia gl. Emun-r. — 0. k<nt nur nuurull, m 

II, 22, 4i 2-1, 4U UHW. und aUNtiTdoni cinigv mal otnfnll fQr ciuralC, .h» 111.22,45; 
V. 23, Itiri. — hin oUn). iiinniiartL-n Uahcu meist uoeralt, U. stata. 

In saton 1'. Wj, 2; »abou (a. sg.) U. V. 5. 11. saUn (dt. |'l.) V, b, U hat 
man wo) nicht tritbnng di>ji a durch n anruudmion; l-s liL'gun hivr furnicn iIüa kan- 
BDHaiitiui'htiii themait v.ir. v[*l, K. |5U f^. Dush jcdocJi aneh eine furiu Babua itebc» 
xaban ciialiertt!, beweist Hnbiinii (sindunes) gl. ll>. 499''. 

2> N I» iirißxon. 
Da ga-, za-, ant- fast durcliwo;,' zu ^\-, zi-, int- geworden, so 
erwüliue icli im folgenden nur die aliwuicbungen von diesor reget. 

Tiitinu. 

CbiT goU'ltIt goh'trtn Tgl. ossimilstion. Aniirall des rocnla in glouhit 88. tt; 
fCltliiN>iMl (^t) (gililiiii-Hiti (3).) — Y<ir TumlinrUi'ui nolaut blvibt der rot-al erhalten. 
t* >tj*lit •Inrcliwcg gi)'nt<'>ii, gi>T''it. i:i<'>iltiii)nt'igrin mii) sugar gürrnta -nn ^d. 2. 3, 

«'- Kiill nach H. Xt suh lol, 2 liiidun. iltwh ttfulil im ttrit zi, tveh-hvs ausser- 
dem an di(<.ser «Il-Uü prhp. und itidit prütix int. 

Tar- titM-heiul aU for- |t*JH) Tut- [W.i). Anafdll des vncaU samt r in fliofuui 
44. VJ\ Itiose 133. lU; llnrin VM, ti. ii>^n«t zoigt auch iimt* r«rfaam durchweg di« 
vvik- firm. Dbur tilr^Unt>;t rgL aMCutlaÜnn. 

22* 




334 ITKTSC« 

ar- wird gewahrt ausser in C, *lat< nur er- keiit. Aacli sonst finden eich 
einige vereinzelte er-, vpl. S. 35. 

Otfrid. 

ga- findet sicli in nngalouLa III, 8. 44 V; nngalih V, 12, 42 (P hat beide- 
mal gi-). Über ungumachn vgl. assimilatiun. Ausfall des i vor vocallschcm anlaut 
ist nicht selten, llun^hweg steht girren, -Ön (III, 2ß, 41; IV, 15,20; 20, 27; 
36, 14). In V. findet aich ferner: gäznn 111. G, 43; IV, 11, 1; V, 15, 1; gäzi 

III, C, 18 (ebenso F.; audro formen dieHcs vcrb. sind nicht belegt.); geiscütun 

I, 9, 5 (P. gi-); genHa III, 12, 28 {P. gi-); g\aht<it H, 1, 42 VP. In gieiB.rÖta 

II, 4, 25 {P. gi-), gionsta III, 22, 29 (F. gi-) i-st das i des präf. in V. üb orgest-h rie- 
ben. In F. ist ausserdem noch in einer anzahl stellen i interpungicrt: gioimJt 
I, 17,26; III, 15, 2 (sonst noch 4m. bei.); giciacitta II, 4, 25; IV, 3, 20 (sonst 
noch 2m. bei.); giongti I, 14, 14; git-n-ta II. 2, 28 (gihi'röti IV, 4, 25 V.; giiTi-ti F.), 
aber anch vor kurzen vocalen: gionsta s. oben; giangti 111, 24, 14 (giangtilll, 15, 
51 OP.; gienge V, 23, 249 VP.); giafolOn IV, 7, 43; gientitun 1, 22. 7. — Als 
auffallend ist gegenüber alle dem da.s verhalten von giilen zn erwähnen. In V. 
findet sich, abgesehen von gi'iltin I, 22, 2; gihilit V, IC, 33 and gülti V, 4, 27. 
wo das erste i erst nachträglich hinzugefügt worden, nur giilen (7); in F., das 
hier nirgends intcriiungieites i hat, begegnet jedoch gilen III, G, 45 ; gilti II, 7, 30. — 
Weiter findet sich der ansfall vor r in eregrehti z. b. 1, 4, 17 ; II, 20, 1 ; ferner steht 
griuno I, 27, 35 VF.; F. hat giriuno, das I, 19, 9 in VF. begegnet. — 

über ze- vgl, aasimilation. — 

far- erscheint gewöhnlich als fir-, doch findet sich onfarholan 11,3, 6; 7, 20; 

IV, 34, 7; V, 25, 55. Über uuforholon formon&nti vgl. assimilation. Synltope des 
vocals und des r findet sich nicht. — 

ar- erscheint fast durchweg als ir-. Statt ir- finden wir 3äiii. yr- geschrie- 
ben, was auf ein schwanken in der ausspräche dieses i hindeutet. Vgl. ütfr. ad 
Liutb. G4 — 68. Allerdings wech.'ieln ir- and yr- bei denselben Worten, doch ist 
lezteres durchaus nicht so principlüs gesezt, wie K. 446 anninit. Von diesen 32 
yr- finden sich nämlich 19 am anfang der ersten, 4 am anfang der zweiten hnlb- 
zeile. In den übrigen 9 fallen enthält das vorlicrgehende wort 4m. e, 2ni. i, lin. u. 
Im. ü, Im. OQ, 80 dass in diesen vocalen die Ursache des yr- nicht gesucht wer- 
den kann. Was hingegen jene ersteren 23 fälle anlangt, so haben sie vielleicht 
ihre begrüudung durin, dass der unbestimte klang, welchen der vokal dieses ]irä- 
fixes gehabt zu haben scheint, besonders dann stark hervortrat, wenn ein vocal, 
der denselben nach einer bestimten richtung hatte fixieren können, nicht vuraus- 
gieng. Freilich findet sich auch ir- im anfang der halbzeilen, aber selten, im 
ersten buch 4m.: I, 2, 32; 3, 34; 13, 8; 23, 24 (an leztertT stelle hat F. >t-). Zu 
beachten i^t auch, dass in V. 7m. yr- aus ir- er- korrigiert ist (davon 3m. am 
anfang der ersten , 2 m. am anfang der zweiten halbzeile). Die belege hei K. 440. — 
Von diesen yr- sind 16 VP. gemeinsam; 6 finden sich nur in V., 8 nur in F. — 
Ferner findet sich Um. in VF. gemeinsam er- (II, 9, 55 steht or- auch inV., wonach 
Keiles angäbe (s. 446) zu berichtigen ist), Im. in V. allein. Von diesen stehen 2 
am anfang der ersten, eines am anfang der zweiten halbzcüe. Den er- im Innern 
des Verses geht 2ni. thcr. Im. goto voran, es kann also assimilation vorliegen. 
Übrig bleiben dann noch ioh orvuurbi III, 24, 09, wo er ohne Schwierigkeit als 
pron. gcfasst werden kann and I, 21, 1, wo thü, III, 23, 30, wo st vorangeht — 
ar- ar- kcnt nur F. in folgo von assirnUation. 



UtLIl «MICUI U.iMi. LAI T^rAMl la [X, JAHOn. 



33& 



gl- liorsr.))! ftut utmiiiNclir^iitkt (ailrh I^i hnnl. nur t'lii-). £&• 
r-cigeu uur: FgK (lö. H6. lU/; FL 15. durchfft'g; \Vk. (giuut'mitö 17>; 
0. (^ä). — ge-, wulclieii dem gi- gogonQher kuiiieswegs Qborull üb 
jönj^iTo form ;iii7.u.<i'lion ist (vgl. Stcinracjür lUtschr. XVI, 13tJ), bubeu 
fßlf^eiiilii dunkmülur (icli übtTgi-lK! dio ßllle, iu ütjiieii walirsclicinlich ajuä- 
niilatiüii vurliej^'t): FgL(36; 14 gi-); Wb. (gö-8; 21 gi-); Mgl. (11; lö 
gi-); Mb, (lit; 6 gi- vgl. oben 8.83J); Ag. (a); Üb. i^gobndaü 13; 17 gi-; 
gfirAd» lo); Lid. (ge- ni. 50. 51; V2 gi-; ßrgrühtiii Mi); St durchweg 
(6); S(>. (gewoniuH 218'", gotimerc 3*»7, uageMträUenio 210*'; aä gi-). 
Atti«r»ll dos i vor voo. aiilaut b&ufig bei 0.^ uie bei T. — Is. bietet 
nur eliioffanftii (S). 

2) uut- ist scliou faät durchw^ in Int^ Qbergogangon. Bewabrt 
iai ant- (imtflrlicfa tibgcürhen von den wcrlon, welohe dasäolbe ivegt'ii 
des darauf rulieudfu toncs stets erlialLcii) nur jo einmal in Fgl. (aiit- 
heiz 138); gl. c' (anüaz 970'): Mgl. (autlßliüöu 282J; Kb. (.autbeizo 
•2G). — ent- bcgi'guüt nur in cnäi)/,tän gl. c", 078 ^ — Is. kent aiiU in 
antitlhan 27, II; 29, IG (iußhau 4m.); auttülilian 7, 9; antdbtdihan 
5, 4; 33, 6. 

3) za- ist zi- geworden WJcli bei Is.; zc- findet sich nur Fgl. 
(zeuueibit 1)4); Mgl. (zeuuaif 285"). 

4) far-. In der l>c)iat)d!ung dieses prJlfixcs otlüubui't äich uin 
budüuU'nder unterschied zwisdieu dem ostl'rk. einerseits und dem rheiu- 
nnd södfrk. andvci'suits. In eniterer mnndart wird das a die.ser Tor- 
ailbe, welches Wlt. noch durchweg aufweist, das aber ausserdem nur 
noch io Ft. R (farlOzncsaiJ; gl. 0=» (faraönit 978'); Lb. (8. IC. 43.); 
0. (4) begegnet, xu u oder raoistcus zu o verdunkelt, in Iczteren dage- 
gen entwickelt es sich zu e, meist zu i. 

Ea ergibt sich dies aus folgender fibersiebt: 



för- 

T 

n. (3) 

Fgl. ilurcltweg. 
Ft..t (4).... 

Ft. B. (7). 
LÜ. HiirruwpR. 

gJ. <:" (4). 

8t. 30 

Lb. 7... 



lur- 
T, 
Fb. 11). 

rt, A. (3). Tgl MSD, 

ra LU. 2. 
Wb. (4). 
Mgl. (4j ... 

St. 18. 



8G, MO' 





fer- 


gl. 


D, BOü»* 


vrb 


23. 


Mgl 


(3). 


m. 


(3>. 


Rb, 


27. 


Lb. 


10. 


Lia 


13. 


so, 


2C9"... 



fir- 



U. doTchwcg. lOrr- 
23, 20; 25. 13.] 



0. 

Pb,8. 

SO. 269^ CS). 



836 



PIEIBCH 



Über die gründe, welche für- for- bediDgen, wird sich kaum etwas 
feststellen lassen. Ober ihre Verteilung auf die einzelnen scbreiber des 
T. Tgl. S. 16. 

5) ar- (von den Wörtern, welche wie arbeit usw. ar- stets bewah- 
ren, sowie von denen, bei welchen dieses präfix immer als ur- erscheint-, 
z. b. urteil urloub usw. sehe ich ab). Auch hier treffen wir auf einen 
bedeutenden unterschied zwischen den 3 oberfrk. mundarten, wenn auch 
die Scheidung nicht so schroff hervortritt, wie bei far-. Die sache 
stelt sich hier so, dass das ostfrk., besoudera T. (dessen er- auf rcch- 
nung des Schreibers T zu setzeu sind) das alte ar- bewahrt, das rhein- 
frk. meist er- (der ältere Is. hat dagegen noch durchweg ar-), das 
südfrk. meist ir- eintreten lässt. 

Es erhelt dies aus folgender tabelle: 



ar- 



Fgl. durchweg. 
LS, 1. 

gl. c', 978'. 

gl. m. (3). 

gl. c», 979''. . . 

Wb, 5 

Lid , 10. 

Wk. durchweg.' 



er- 



(T.) 



gl. ID (3). 
gl- c» (G). 
Wb, 34. 
gl. A, 191, 
Mgl. durchweg. 
Lb, 30. 

SG. (10) 

0.(10) 



ir- 



St, 30 (2). 
Mb, 11. 
SG, 247-. 
0. 



3) a in ablcitvngsenduiigen. 

Bei der betrachtung des Verhaltens des a in den ableitungssilben 
ist es nötig die unHectiertcn formen von den flectierten zu trennen. Die 
ersteren bewahren meist den ursprünglichen vokal, abgesehen von den 
verwautschaftsbezeichnungen , welche überhaupt nur sehr selten (muoter 

1) Dieses constanto ar- erklärt sieb wol nicht ganz durch das höhere alter 
des Wk. , CS ist mir wenigstens nicht giit denkbar, dass in den 40 — 50 jähren, 
welche höchBtcns zwischen dem Wk. und der Vollendung von Otfrids ovangclien- 
buch liegen können , das südfrk. seinem itacistischen znge mit solcher raitidität 
Bolte gclolgt sein, dass dort nur, hier aber nie ar- erscheinen köute. Wenn wir 
aber in bctracht ziehen, dass das rheinrrk. in dieser zeit erst zu er- gelangt war -^ 
ich fasse dasselbe als mittelstufe zwischen ar- and ir-, — jedenfalls also das alte 
ar- länger bewahrt hatte als das sQdfrk., so dfirfte dieses ar- des Wk. geeignet 
sein , die auch durch andere momcnto zu atiitzende Tennutiing zu bestätigen , dass 
Wk. in einer dem rbetnfrk. viel näher als die Otfrids liegenden mundart goschrie- 
hen sei. Unerklärt bleibt freilieh dann immer noch das constantc far- gegenüber 
dem leidoriBcheD tmd Otfridischen fir-^ 



OBA ÜOUlL»ian&. LACTBUnO U U. JAIUU, 



837 



sueutor gar nicht) -ar xeigen. Ich netzp daher ihr -er iiimu-r iil» HL-lbnU 
vtrstAiifilich voriuis, t.'l>oii[*o wordo k^li dt!) woiti* unJur uftar uiisar 
iuiiar nur il;inn erwflliiiitii^ iuu, wenn »in uustiahmswcise -ar liowulirt 
liahoii. Cbcr den iririglicbf*!! gruiiü dieser orsclieinung vgl. Braanu in 
den „lieiträtiPu" il, 116. 

In dijit llecÜHrtun formen der mit diesen eudungen abgolciloten 
wört(»r licten iVu: miinniglach^tm vrräiidi-ruiigen de« a zn tage, welcb« 
iu der assimilierenden kraft deti Uexionsvocals iliren grntid haben oder 
»ieli als t>obwüchuiit^i>n i^uulißcieron. Oh}*lcicli Ober die vocalinchc assi- 
milatiun unten im bettondorn };ehan<lclt werden soll, wird es sich doch 
lUL-lit umgL'ben liisscn diu duridi :i}iKiiiii)ation liervi>r}jernren^u Verände- 
rungen düi a der ableifnng».sillM'n sehim hier 2Um teil mil in bolraoht 
zn ziebeo. 

Tatian. 
I) UnfkctKTl«' rornicn, 
a wirt] g^Wklirl «luipr in tmhv ufV't, die «teU, und unsar ianar, cUo mfist 
leiten vi» fly* tllirrwü'jft a , in <k'ii nbrtgrn al'M'linitlvD c|. FAr -ftf Ut -nr 
eingelrctun ia fcvisar l'Mi, 4, iToa uach in dcu Üfclicrton furmvo nur -ar oder 
-itr Migt, 

i) Flcctiurlu furmen. 
Anch in ikn IltfcürrlDn fornKii nint a in ilvr gnisHirren aiiiiahl <Icr fAll« rui 
nllon vocolcii ({i'wnlirt ond zniir iilirbt bloss da, wo es durch & der fitjimnisilbi} 
«ioigt-niursscn ifochlirt wiir. A>>HiiniliiÜi>u xa den vucii duT folßt-ndeii nllhe findet 
un^T ntir ^taU, wfiiit iIpth-IIhi u iitt; itti vt*r ft aui'li in der aMcituii^'S!«!!!)« e oin^'c- 
treten , wiu «fU-r »nr in manegi; (7iii. neben weit bÄufigcr«;»! nmimiL'i^l gtschiclit, 
»o wird eii-li nivist uiolit ctitsclicidvn bis»:!], nb aaojniilation uder tH'liwacbuDg vor- 
li^lfl. t^. 3tJ uiiüt IvElurti an, weil ;', wolrlicj« loiiHt die ayi^iniitution 8«br hobt, 
E nivtkl buwBbTt. i iluf;ei;cn. da» im lUI^'emvhMn d«r usiiiiuibtUon nbbuld ist, sich 
it diircbiin« d*T f^rtrai) mit c bedient. KiW diu annabiti« einer mitwirktin^ des e 
^rii'ht j«di)cli der nmstand, dniut vm dem vm-dl di-r f<)I;;oud«n MJlbu iin;ibliiin^ge 
ii'hwAcliutig lies A äcbr «i-llvn leyfgnrt. De» von 1>. 'iH grgrln'nen (12) bf legen, 
vün denen luunigiii. iimnigu ivol zu tttrckbL'» sind, Higo itti oiginA UV], b hitixn, 
in welcbeni jediKb «iclleidii dat ei der »t^iminHÜb« i brrvcrrricf «vgl. 0.>. Klo glei- 
ches kdnio n]un nach in einiges (nntgeoitil \VJ, 11 aimiibmen, wctin liier nicht 
«twa vorweeliDlung mit einig vurliegt, Jus «nujit iui T. strong vun einng gclrent 
wird- Zii'iiiliüli li-iiiflg finden wir .lUbfutl des vn»:«!«, bo iK-wniler» audn' (elwaÜOni.); 
andronifi (2); andres 1^1 1. :!; ffmer ätet^ ^alrnn, v»Lrön; teiiil'K'H, temiilc lütwu 
17 ni.) neben i nialigeiii teiujiales, -u; aocrc (3)-, altro (2)i bluiMtrao ICU, 1 naw. 

fgi- s. aa. 

Otfrid. 

I) Cnflcetlorte fotinco. 
•ar ist gcwühnlich gewahrt, doch f-t«ht auüfl'.'bliesslich linder' sftcr (nur II, 3, 
61 V- Itadct sich oHar) Untier inuer. Botut findet ach -ci nur in %nnteT II, IS, 70; 

1| Keile« angabu (».436). da^ V. 17. 77 andar stehe, beruht saf einem 
irriam. Gemuiut tat vlcUücbt (, 17^ 77, wo jedoch auilora atoht. 



Sd8 



FU.-TKU 



I, 24, 6 PF. 6zer IV, 3, 16 Vp. — fm -ar ivigl Ätau -m belaot auch in 6ai 
flectiertra forninti (vgl. jodm'h unter ntsimtlAtiun). -a1 -ng -lui -aIi Kbil fftHi 
gewahrt. 

a) Pluctieitu Turiticu. 

Mcikl e zcigm ilirjriuigcti «uriv, wulclio auch tu dun unflcHJertuo farmcii 
dasMlb« rortjcrBchtntl »dtT aiuMclilic«itlit'h aufwäiKcu. Vua Jen rillen tttt.*t:»el)m . In 
ditnen luudiiiilatioii atigciiuimiicu wurtlvii kunii, woim ivli ab .iiitiualiiitu nur huiIu* 
reino V, 3, 17 anzufültr«n. 

Hw ilun iniMiitioationcn, wclclicii diu n »liiiser abloHnncssilben - *- 

liegt, Iftt tlio Mttiniilntinn in no^^h weit b>>bcr<:iii ifrmio ali lui T. der <-, 

j» man kona fast nügco , «io ist der eiazif^. 

Aas einer xusAinmeusMIaug von etwa iM hierher gehtirigen foniieu — ilrj 
•chaU derselben dürRe diiiitit wol iiahvr.a eni:\wp{t sein — bal üch mit «.'lyelien, 
dutii ttui-b ilujvmgvn WHud]nti^uti dos a der iu redu ätcbtuJvu aM' i, 

welclie 11 priuii aU »cbKÜi-hungLii nngustrhcn wcrdon künteu, wul i ,iit 

weitaus gröwten teile durch aMimilaiian herTorgvfQreD find. 

Wenn wir mn fntcr mw., aadcr n»w. aWIict, sy bogcgnrt wtrtHchp «bWfr* 
ehang des n der ftblcituiiffiuitlbun — ich boKelchae mit dem, wie uiir hohcint. »• 
weilen nii-ibrituditvn auihlrai-lc „ücbwücbun','" nur dirjcniiifvn wandli < -^ 

urei'riiiiglielten Unti.'», welibi* xiini zweck Inilicti, iliv anähvnguiig der »[" ^ nu 
zu vermindern; 'lie voealiacbü a-iiiiiaUation . deren uri>uch«^n dodt wcut),Tr in dem 
strebco nach b«tjaenilicblitfi(, aU rirttnohr in etuer gewissun oalvoo freode an ilt*ni 
klang gewiüiiw vocale xn liegen scheinen, fllllt aluo nicht nntor die*'U begriff — 
nur in sehr wcnigün fällen. Diese sind: hiingtrn TI, 'JH. 22; g<\n?gTin I. ID, 8j 
inancgaz 1. 20, 21 VP.: r, 'JO, 85 P. : nmnog.» I, 18. 23 V.; nmncgim fV, 7, 10; 
ödcgnn 1, 7, IH; Qunrzeliui I, 3, 27; 2^, .^1. In nlti-n übriiren fallen, tu denen Vir 
das u der ubleitDugüsilbcn e i eingetreten ist, worden wir don gmnd dafür in driD 
Tocal der BtAmm- oder der (leiiunssilbe zu iiu<'hen haben. Fnrnien, wie fflHMi 
111. S. 221 IV. '29, tJ; ebina IV, 2£i. U; liiwtwnu 111, 20, 16; billerö 1. 18, 30j 
zdiinu II . H, 32 erklären sich Ticlleicbt am beuten duri-li tUe annahm« einer vom 
ktonimvocal audgogangonon, aber nieht Tollat&ndig dnrehgcdrnngeuen ndiimilHtion. 

Bei einigen anderen wortern ist dio aseiiailation vnn ei aiixgcgangcQ. 
ergobniH ist bald i, bald c. leztcres bcsondata diMD, wenti die euduug q uiUil 
So finden wir bcUag zwar einigemal t. h. I, 8, lU tn nnllecticrtcr form, Hunat v>\ 
nur heilog- und an^iterdcm builigero II, 'J, !f7 P. (hellvgo 1, B, 24 c. /i.t. fei 
eigan untlcriiert z. b. I, 2, 2i l^^, 2, it'infit nur eigen- oder elgin* . nn 
eig.iiie» 1. 21. i>. Von hi-idnn begegnen nur formen mit «in und licidi'i>' ',. 

Bei eioAc. welchem -ag nur einigemal iu F., auust aber von eiuugu 11, li. -llt; auo- 
gon II, 12, 72. K6 abgedobeu, nur -Ig -eg aufweist, Itüote man an vanueugniig 
einig denken, doch HprlcM die analogie der QbHgon fiüle dage^eu, 

Krlulten bleibt a itfltDrlich bcit»ntl*>rK da, wu es dnreh ein a i 
oder fiftrionwllbo grwiij»''rnm.««cn gesohilit iüt. tTnter den etwa 2(K* f«" 
bewahrt haben, sind ll.'l. diu n in der aljunniHtlbf*. V^, die a tn der Union 
16, die a in Htatnm- und flezioniuiilbc hnben. Die relullv geringe zaiit dor Iv^;.. 
dürfte auf sofall biaaben . da funncn wie jimaniguz V, Sil, :I3 : jimanigerau IV, 34, . 
mauAgaz II , 144 u Tt.-. managaii tV, 7, 15: in' ' '^ I naw. unr g'n 

Den, daitii die Rpraclie vor einer 3, ja 4uuii li-jlung dea a i.i 



DU ÜbUtflLÄkk. Ljll'TfdJLKD IM 11. JAUUB. 



339 



iichrfcliU. Di« ubri|;«n tiirewu, In dcnrn m gowabri Ui, ülglt-ich weder stumin- 
imrJi Rfiinunnilbfl fiii » ciitliiilt, 1)Qrt>rn w<iii«rr kuin rrf;)>Lni<ii. tlodi «rtifinen foniirn 
th^-ganc U 12 n. << t. HJ. 6; Icynrü Itl, 2J. t»*; imctwilra V. 19. [.7; 

liilc S, 2; I, 7, 13 .'micuten. itasa iliu 8|>nu'lic ^c^^cd 'A nnf citmndi'r 

fblgdiiU kurze c noch >-iiii< üttwikM nbuci^io;* liattc. 

D1159 Oun einzelnen cndnu^cn vint! inl^fc^vr? uder (fL-rinftcrc viikrülBndskraFt 
gtigftt die u^aimiUtlon (vtlcr Brhwäc-huiif;) itinvwultno. f^lauba icli nicbt atiautiiDoa 
za ttfirfctu iiti a]lt;t.'iiit--iiK'u Imltcn aW-h itl« r«riiivn mit n oml tlt« uiit eine» andern 
*»cft) die wat;r. nur bei -ftt i>t Ihr vcrhÄlfuJ» wie 1 : 'J. 

iUMfr «lii> gräiuti>rü oder gartogm ]ii«Jnil)KlIuuhkraft tlor oinxslneu voril« 1. 
natec astaintilution. 

Auafnll iltü vocaU dicMr atikHiinfrs<^nrtanfr<i-n Ihidct xicmUrh selten »Utt: 
m^lrvs I, I, 20i nndr<!inn 11. b. 11: IV. lt. f<0: VJ. Vi: 'Jü, 4t, fnrdr.'mo I, 4. 11; 
i^retu'i V. *2ll. US (F: srTcjjßtno); w.» ribwoll Jitf rullon r«niiMi dniieUi'ii bfji«^jucn. 
tinr k)'riki)l>ior1u fumitn liii'lcn :iicb «on dattj;»!! (iloiitn'» I. &• (•'): pUluDgtui T, H, 1.S; 
U, *J1. 4 n. fr; pd'>UKDcit II, U, iH\ uod luu)^3iijaa (luu(;iiU IV, 13, 32; ItiQ^'DÜ 
ni, 22. 53 Q. 0.; loojniHft V. 1&, ^). 

Diu kUineren tlenkmälor. 

I) TJnflccticrtd rurmen. 

n wird titeist gcwiüirt, dncli ItinVii wh fnlgciulo mmimliiiicn: fcili^ralit gl. c', 
077"; üiiidcr- gl. v», r»7S': Wb. 33; iiln^r- Wb. W (Ü) (iibar 15. ubftr- 16); I-b. 7; 
.ibcr Mgl. 286': ailbcr- Mi:l. ^iKii''; waxxvr- S<j. ÜtiS*-; eigen- Ag.; «upun- 8G. a7Ü'; 
kbul Uli. 2ti2*: B^-Kiiivl 8ti. :n7'' D«r ^uud der »uliw&chaiig ist tilTenlar iucIhI in 
der Colli i>(wi(i<jn mit oluem anil«m Turt« su sthitioa, durdt welche di« betuanng 
^inc ftndening erfahr. — ander aflcr «oüoq ntir -or ftuf. fttr aoscr Ix^cgiiet nnsAr 
in Ag. 

S) Flectiorta formtiD, 

Die nstfrV, denliniältir stimmen im wcsentUfhen iiiitT., indem a moist ^'cwahrt 
, doch hcgoyiiol in Wb. bvllcg- \h) itcK*u 11 ntWu ilwlin VJ. 21, inftimgiu 34- 
Aoadcrdcm weiss kh nur ri«€h -uuizrgCin gl. U>. l*ß)^; uti-Viiep) gl. c*. 97S'', (ur- 
deni '.t7](-i unnrxcIO&tie 1*79'' aiiKufrilircn. lu den rlioitifrk. dcnkiiiÄlcru 'Ugpgen tut 
a nor in dor miadcrzflU der I^IIf bewahrt. Die Mgl. zeigen iu df^n Hoctiertea tor- 
uitrn niü a: nnsöbcreni 2H3", rorst«!-''!! , g^miibcli'in '^s-J nsw.: Mb. bietet heilog- (3) 
(atJidales, ipdales t'i, manaffcii Ifi); Rb. hoilof;- (1) uiaiic^iT'*« ß, bmigarfn* li> (dun»- 
dajjr ]9|. Dieses rt-rhiiltm di-r rheiHfrk. ilonkmfilcr stiml söbr gut zu Ib.. Wi-K-hiM" 
in d<;n IkTÜortfio runum vun mdtinc, bcUav, bmomoc aar e. iit den uuäeciivrtcn 
nnr a koDt {rgl. aiicti huaedbom 15, 17 0. Ö. auauuieraiu 15, 7. Vi). Die fonaen 
der slldfrfc. ditnkmfilcr Ucftra weiter kein er^eLnls: Wk, bat heilog- beilog- hcilcg- 
vgl. aa^iiii., ferner thiuiiiiidtru , -0 öO. t>V; cioagon -14, ebaiitff 88. «igaii^ni 03; 
Lb. boUiigtin IT), manngca 'ih, stadalu 2',\\ spdcIo 'J-J; Pb. bi'üeg- |4): »tadiiles, »«da* 
Ica 5. In K({. dagegen nU-bcii 17 fonnou mit « (lolcrün 24ii». leiterä älhJ", liojjo- 
Ifln 307. ^oa.U'gt'T 'iß-'l« usw.) mir «|ii<itul,i Ininliülä 2-I6«, iimldha 'Jiy-, «egale "i?»»", 
imd das eliiguläre jicfTarc») iflti' (dn^ Wort zeigt äonHt nar in der niülecUert«!! rurm 
einigo weulffo mal -ar. Or. UI, HSö; IV. 1369) gegüDQber. 

Cb«rcimit!riimeiid ult T. tviuva die »nirrk, deokniücr zl<itii1irh bSufiff s>ii- 
ko|>e dca a; uniLran Fb. 4; sonilrut V^). ii. Tw-draiigu 57, fqrdrit 11 ;> blmwtnim 



340 



PIBT8CH 



Ft. (2); onsöbran Wb. 5; LS. hat durchweg andhres, andhran. In den rheinfrk 
dcnkiimlern findet sich nur ansubrcndi Mgl. 286*, was wal nur Unfall ist, da das 
hänfif^e vorkommen der synkopo bei Is. (vgl. Wcinh. Ol) zeigt, dass dieselbe im 
rheinfrk. schon früh verbreitet war. Die sildfrk. dcnkmaler liefern: gianiiübrida 
Lb. 34; andlircmo Wk.23, hlüttra 31, dinfiea 11; -ädrün 80.263", -ädra 264* 
(-äderon 276''), wersuüilä 267», gcislä 277*', inorhä 291. 

Eine besondere behaiidluDg erfordert die endung -ari, weil das 
fränk. im gegeusatz zu dem obcrdeutsclicn dieser zeit (Weiiih. agr. 255; 
bgv. 212) au stelle des a bäutig o zeigt. Grimm (gramm. II, 125 fg.) 
nalim für T. durcliweg -.iri an, für 0. weite er einen unterschied zwi- 
sulien den 3- und 4 silbigen nomina auf -ari statuieren. Er meinte, 
dass -äi'i den 3äilbigeii mit erster langer und deu 4 silbigen mit erster 
kurzer silbe zukomme, -ari dagegen den 3 silbigen mit erster kurzer 
und deu 4 silbigen mit erster langer silbe. Bei diesen lezteren trete 
dann zuweilen der umlaut ein ebenso wie bei T. Grimm glaubte aUo 
oifenbar, dass a durch den tiefton des wertes gedehnt werde. Kelle 
(0. II, 455) hat das unhaltbare dieser aufstellung nachgewiesen, aber 
er beliauptet, dass in dieser endung überall ä angenommen werden 
müsse und demnach in den formen, welche e zeigen, umlaut des X 
vorliege. Sievcrs (Tat. s. 42) bat fiir T. schwanken zwisclien -ari und 
-äri angeuonimeu. 

Was zunächst die kleiueron dcnkniäk-r angeht, sa bieten (Ucselbcn folgende 
fornion mit a: Pgl. uuiari 8, rcctbre(.-harill3; gl. II>. goug.ilari 499'; gl. c' caiiiara- 
rini 978"; Wb. earcar(i) 7; Mgl. luginari 282, lichesarä, truganarä 283% nötnunif- 
tarä 28,-t'', bilidnrcs 286''. (Für ttugalarü (tlbtt-incs) 283'' ist auegalarä zu lesen); 
Lid. luginari »kächari 17; Stt. niursuri 247", hiiarari 202'', nmnizari 204*, geuji^gi- 
lari 200^ pheJcrari 208'', niezlari 276^ sütari 277^ Auch andari (catarrcais, sei-un- 
dum iudiciuni) 307 rcelme ich hierher, da das wort gewiss nicht mit Gr. J, 377 zu 
andar zu stelK-n, sondern als eine bildung mit -ari zu anado gehören wird. Diesen 
21 formen mit a stehen nur 2 mit e gegenüber: siteri (mediator) Fgl. 85, wofiir 
mit Cir. VI, 103 slihteri zu lesen ist; minnerä (amatores) gl. Kz. Aasscrdcni begeg- 
net -iri in rätiri Sü. 2-16'', iiiliri 248'', ruihiri 2t>3^ 

lltii T. stehen 49 formen mit e 47 mit a gegenüber; bei 0. 13 formen mit e 
(K. 455 gibt nur 12, es fehlt älteres I, 4, 22) 31 mit a. Übereinstimmend zei- 
gen e; altari {T. 3 -ar, 3 er; 0. 2 -ar, 2 -er); scähari (T. 2 -er; O. 3 -er, 2 -ar); 
karkari (T. 3 -ar, 7 -er; 0. 5 -ar, 1 -er P.); lichizari (T. 5 -ar, 10 -er; 0. 1 -er). 
Die andern Wörter, welche bei 0. -er zeigen: driagaii (1 -ar, 1 -er); huaravi (1 -er); 
kostinzari (1 -er); saltari (2 -er); scejibari {1 -er) sind bei T. nicht belegt. Folgende, 
welche bei O. nur -ar habeu, weisen bei T. auch -er auf: buohhari (13 -ar, 6 -er), 
Beribari (1 -ar, 10 -er), gaitari (l -er), niunizzari (1 -er), solari(l -er), speutari (1 -er). 

1) „proncatur." Man wird wol für diese form und für giuurdirit A. (nach 
GrafT) ein verbnm furdarjan ansetzen müssen. Entstellung ausfordarön, die Gr. UI, 
637 för möglieh hält, dürfte nicht vorliegoa. 



DKS ODKU^iNK. ULl^BTAHD IM IX. JAlIIUl. 



Ml 



ülwr<tIn«tiininou(l ««igen twi O. iini) T. nur -at: UUUtI (0.2; T. 3); &»fßn 
(0. U T, a): ani(«uMm (O. 1; T. 8), Vi* dm-in, welrbc Iwi 0. aMintilatlon »oN 
tcf'mm (»lühiri I. iTH, 1«; Iciliri IV. IG. at),' Ut aar Aau ciuc bei T. duirh leiUrri 
atfi, a ln'lt'irt, k't T. (indol *iih -iri mir in btgr-rigiri i:(2. IS; li;7, 1. Alle flliri- 
gm liit-rliT pi'lu'>rij:i.'ii tiimiiiiA ^inil nur Minurrlip Ijclogt, E& Mtwl dim bei O. fol- 
ti'L-iido, diu nur -ar nuTwcbcn; brctÜKari U)< livilari (1). tit>ft>fi'i>'' (U< lugitisri ('JJ, 
BiLXuUri |ä). wimlarl (tt, «vkilAri (3), xabtnrt (1). — Bvi T.: nur -er zcit-cii: 
Asnrri (I). WUri fl), 1ini(rt«ri (1). Vilwllüri fit), biganguri (-rttiiKiri l*J): {.-«»gcr« 
1C8. 2). btmtcri (1), intlMicri fl), uuauUli'ri (l): nur -ar ilagftfiii: anwi (ü). ren- 
Imuri (l), r!»«tjm (1). 1-nrl {'£), moMari (11, n'i(iium]>rUirt (l). rlbUri (tj. td- 
tiiri {)), tiiururi (ri), triiiiibari (1), nnurlAri 4.1), aulzioiiri iV. 

Wilhreiul also bei 0. -or auf 9 Worte bescln-ünVt ist, von denen 
mir <lip 1 lilos j«? euinml ln-IegU-n kein -ar (hirii^Ueii aufwi-iseii , und 
denen IH mit :iu.si<clili(<.sälii.licni '»r f^r^<vnul}ei'ätcli(!i), reigeu im T. von 
den 3a Wörtern auf -ari U jiusscLlifSKÜcb -ar, i\ nur -er, 5 -ar und 
-or (doch üo, d;is8 auch liier -er flborwi«'t?t, vgl. oben); von «Ion VUU 
noren denkni. liefern nur die ostl'rk. li bi'Iego lör -er. Ausw-rdeni bie- 
tet h. Siingbiri 9, IK); 13, 17, dem nur alUiri 33, 7. la gt'(jenftberstrbl. 
Der uinsUiid, ob die enduii;; u rcüp. i oder eine» andeni voeal eiittiftlt. 
ist von keinem einflu.ss. Ks findet sich bei O. vor c i 7m. -er. 27m, 
-ar (Vor uudirn vocjilon 6 -er), bei T. vor folgendem o i 3'Jm. -er, 
38 in. -ar (vor nudern voealen 19 -er). 

Das» die cndiing -ari die üir naeb auswels der veiwanleii spracben 
nräprönglieh zukommende läu^jc iles a. im germ. aufgegeben , /.ei>(t »eben 
da« got. -nrciä statt des soni^t za orwartendeu -ereis (Kollzmann 
gnimm. 'i ist jedoeb genei>,'t -Arois anzusetzen, wie mir adieint, obne 
zureichen de II grund) und das aga. -ere. Für das obcrd. der ältesten 
zeit ist der entsulieid Reliwierig; zwar lOsst sich bier wol kein -eri 
naidiweinen, aber bereicbnnng der Ifinge begegnet erst bei Notker, 
woneben sieh auft'allond genug auch -eri Hndet (vgl. grainni. II, 127). 
Tür diM uberfrk. aber glaube ich ent-ticbioden diu knrv.e ileä a ah das 
Altere annehmen zu nnltwon. Wfirc bter -&ri er^t allmälieb in der zeit 
unsrer donkm. an stelle von frnberem -äri getreten, so k^nte diene 
kfti'znng nur von dorn durch die guantitüt der Stammsilbe bedingUm 
natnriiebuii Uuiverbältnix der belreflenden Wörter abhängig gedacht wer- 
de« und zu soldtt-r annähme bieten die angeführten belege fnr -eri 
durühaud keinou anhält' Mithin wird an/.unelimeu sein, diLäs -ari im 



It A"i«h färir* IV. 16, 14 VP. (-arö P.) wird hierher tn reohnoo «ein. Auwor- 
dem li«gegnpt fiirari II, 4, 5. 

^y KeUvs annahmi!. dos« in dicjit-r cndiin^' d«roliwc(i n aDirpnominon wortlo» 
initase nu<l ilctunavh e uiiilAot vuii ä Bei, widerlifgC «ioli iti. u dari'h itic cntiiKvng 
der anwrthnw'bciiiliililifil, diw» der nitilnut hier, hi wiuor Blil>>itiint'ii.*nJunj;, das 
siel «clivn srnächt babra nt\it>. ut wclcbtiin er da. wo er oi^'cntlicb an neiiior sttfllo 



342 FIETSCH 

oberfik. des IX. jalirh. allmiUich in -äri fiberzugehen begint. Diese 
Verlängerung aber Ifann ebenfalls nicht von dem natürlichen tieflon der 
Wörter abltangig sein, vielmelir ist der grund derselben zu suchen in 
dem auch sonst deutlich siclitbiu-en streben der spräche, viel gobrauehto 
und ihr lieb gewordene ableitungsendungen in ihrer plastischen deut- 
lichkcit, d. li. mit dem ursprflugliclien vocal zu erhalten (vgl. H. Kückcrt, 
geschichto der nhd. Schriftsprache I, 327 fg.). Dies soll hier durch 
dehnung des vocals erreicht werden und daher komt es, dass neben den 
umgfilaiiteten formen so viele mit erhaltenem a stehen: die geistigen 
lind die mechanischen mächte der spräche liegen mit einander im. kämpf. 
Die wenigsten fortschritte hat diese beabsichtigte dehnung des a im 
ostfrk. gemacht; hier begegnen die meisten -eri und der umstand, dass 
die mehrzahl der -eri bei Tat, dem jüngsten Schreiber 'C angehört (vgl. 
die von S. 42 gegebene übersieht über das vorkommen von -avi, -ori), 
legt die Vermutung nahe , dass auch den älteren Schreibern das a noch 
vorwiegend als kurz galt, wenn es gleich vom umlaut noch nicht in so 
weitem umfang ergriffen war. Die wenigen belege, welche die rheiu- 
frk. denkmäler liefern, lassen keine entscheidung zu, doch beweist das 
oben aus Is. angeführte saugheri das frühe eintreten des umlauts. Im 
südfrk. dagegen hat die Verlängerung offenbar schon weitere fortschritte 
gemaclit: a bleibt daher meist erhalten. Zu beachten ist, dass die 
-eri zeigenden Wörter bei 0. altüberlieferte zu sein scheinen, während 
es von mehreren der nur -ari aufweisenden, wie bredigari heilari scun- 
lari und besonders sekiiari zuhtari, welche bei 0. zuerst, und leztcre 
beiden sogar nur bei ihm, vorkommen, recht gut denkbar ist, dass sie 
erst von 0. mit der der Verlängerung zuneigenden eudung geprägt 
wurden.^ Vgl. auch Henning, sanctgallische Sprachdenkmäler, 7G fg. 

4) a In ncxionsenduni;ron. 

1) -a im 11. Ag. (1, sw. ni. ist nur noch selten gewahrt. Es bieten T. ; fiirira 
.Tfi, l; viiristii 94, 3; .SG. keuera 'J*'>H* (ebenso Pt.). (ür. IV, 378 belegt keuero 
neben gewöhnliclioiii kcuar.) — Is. hat hühistji 21. 28, welches Weiiihold (Is. s. 81) 
wol mit unrecht fi\r Schreibfehler hält. 

2) -a im n. a. sg. der fein, der a-deel. u. d. st. adj. ist meist gewahrt. 
T. bietet gruobe 84, 7; fuzze 87, 3 naw., besonders häufig sie, tliie. Alk diese -o 
in ftjiy vgl. ,S. 3ü. Ferner findet sich unerinmotc (absynthinmi gl. c*, 977', mana- 
birgc (cam-cUüs) 977'; miiie Kb. 12 (mina 2in. in derselben zcile); münze SG. 
2ii9"; thic 0. (7). 

war, in den Stammsilben, erst so viel später gelangte. Am-h die bei O. (und sonst) 
begegnenden -iri fli»rei-hen wol gegen das n, da assimilation von ganz verst-liwin- 
dcndcn und nii^ht einmal sielieren nusnalimen abgesehen nur knrze vocalo tritFt. 

1) niezalari tindct sich, wie oben angeführt, auch in SG.; die ihm von K. 1&3 
gegebene bezeichnung als nur bei 0. vorkommend, ist also zu streichen. 



MtB onthPfiÖfS LiOTSTAHb Ul U. JAllßn 



S43 



I 
I 



3) -Ab Im acc. »g. tn. dm «t. atlj. ist uiolirt Kiivolirt- Il^H'b ßitdvt tiA -«u 
znvril'*n Ih'! T, Iit)]i(yii(lrra in y, nUcr Anch in «p, vgl. 8. o-'i. AQX4f<n)eiii MvtMi 
^fil- uiyuoliii] i!Ki>" (2 -an): llli. luuli^u'u lli (S -Jin): K^i. unrh(>r<hk<-n (viTiinU'm) 
:^*-; U. iliniVD III, 4, »H: milüFn III. IT. t) i IV, '^1. ü:I vgl. K. 'JS:\. 

4) -an im itrte. i'ti. «Kt »I. *'erbA i*t meist gcwnlirt^ Mu>:ti in lUn llcctiiTtrn 
firojcti. Doch UaOft sirli bei T. z. U kimcIiuuüiuu 'JlU, 1 f-uucmu Itiil, 4); fiirii'i> 
uaPa U>. :!: 11K, 4 (-an>'u l'.i. 3; Wi, 1) uimI ^'iHAl/*>ii 'X>. fi {2). ilu<-li int Ici.lr-mul 
fi ?aiUi'rt. Fi>rn*r liioti-n ul. II). Wihonär .'rfHi^, halHTlinnprii ftW)*; j;l. c« i-rruiult^miii 
IrtH'*; \V|> gii|it/,<-iwiin« 29; MkL ".ThulR-ii üHI» ; Mli, rt-rlin« Iwricni »; Wk. untri- 
RcaiTcDL- un;riii)oe£(.'n<^ tÄt: unj^iiK'zici'iii'r iH; S<i. ■Tlioijfrii.TQ :fl>li*; O- Itiiliogviiu 
I, 33, 17 VK : (f[s.ril»niV II, W. :i; (riltorfteiiiru II. att, i'. VF.: i,'il''?':"an IV, 7. 15 
VP.: ^'ilialU'nom V. la, 21'. Über -cn iii don llrctirrt«.-» runttcn Jas iirt«-. jirt. I»ct 
I». V|^l. Wf'inb. Ij<. ;('• fg. 

f>) -nn üuä iuf. int hal J. fit rerbon meist ^vwAlirt, btii ilcu aw. Yvrl>i-u 
der T> cj. ilnjfegvti uud Ittt iltiiijt'nigen AtdrkL-n. ihtmi [iriisuii-wUniin rIiic v<'riii<i|i- 
mng (liirvli j «.-rlithTett Lat, it^t nmist »clion -«jii i'in^dTi.'lün. Im i^jinxiiu dosütfltH' 
Vk-rbiUbiiji Ünilut tlcli anclt in don sto^'. HrctJuttcn forniKn ilc» iiif. 

Im T. Ilndet rirh •cn, •enncs. -«iino tWr st. vcrba nnr xDWßilen In afty. 
diifO)gf>n bogrgtit'n uur dicKC Zimten lu rfl- H^- gl« <^*> Wb. ADStictikin llntlct aWh 
in tigl. 1 nm (1 -an. 1 -«niiv), in l'b. 2 -eimoft (1 -an) nml lirl U. iißiiicn It. li>, lä: 
quimfoii (: rnafan) IV. lö. iW. 4iu. tlinlrt «tcli <llcs<8 -on im mm auf -cn (-i'-nl, 
vgl. K. V£i. — Ein bdiwaiiKrn zwiwhon •nn und -cn tM:hciut «ich in K^l. za uflen- 
barAn, wu ncbi'n llinali|,'eni -an (r<«|>. -a) and s|taiio (lißllirltare) 1:22 m'h iit»erila*ii 
11 forUTL''» I& Gnilct. — la. kont bvi den st vtirbcn nur -an. wclchcH aavh b«t 
den s«>hw. (algottbro von birhaimun 11, ä, orclienncnnti 3, 17) durcbttclit. 

Diu 8W. verba 1. cj. und di? im im. darcli j vernichrten Atarkfiii rMtrvn \m 
T. nuHt etwa ^0 -1111 (bcfi<mdf-rA in iVil')' gar keinu boi O. Vüd den nbrigi'n d«nk- 
tiiiUrrn bieten Fb. I -annc; Ft;l. 2 -aiine; M>;l. I -an: Üb. 1 -an; >Vk. 'J -an. 

ti) In der }. 'd. 3. ]d. |ira. inJ. lindct eicb nnr oucli Hcbr nvlua Aoa ar8[irnn^r. 
licba a. T. bat tutnmH Bä. IK ; ^bal Hä. 11*; ezant tM. 4 : &^ 4 . aldu nur iu ; 
an l] andern t>tetleii deiutelben vvltrelbcnt ut a in c corrieinrt. Doch iiit diene« -a- 
vieUeii-bt socundär v^l S. 37. 41. Fvmer (iuilct aich urüraot FgL 114 l'S -cut}; 
mufdant liilringunt ii\ A.; in \Vt. ginötamt's 70 ^UalKUni'-.^ bijohnirnJ« h-i, brua- 
inani-'s l'K) itinelaijucdlioun!-» KKl, aufcscrdeni :') ni. -eiii^. Del O. i»t I, 17, G9 in V. 
tirnemcn ann firueman i-umgiert. — Ttei Ih. Letscbt in der 3. pt. u<m:)i -ant (nuel- 
Icnt 2h. üi; «ilzeut 33. lu auKgr<itiouiineu). in der 1/2. yl dagegen -anit'a -et 

T) In der eiiduu;; dea jirtr. prs. -anti Ltt bei den st verben a noch üdvr 
«rbalten, doch äberwiv^t anob lilvr scbi'U -enti, weivbe« dio kw. verb» fast durcb- 
veg aufwuiiieo. Äbulicb int dud rerbäLlnu bei U. 

T. kent -anti uudi Kun. (davon tindcnsirb (ii in lucVi keines in bei atar- 
kcii und ItJni. (nur in uy uud in ilanti 114, 1 (dj) bei sw. verlwn. S. 117. O. bat 
neben gtfWObuIicbi''iii -cnlJ nucb 4ui. bernnli I, 3, 7 u»w. (nur I. 5, Gä «Lebt deretiti), 
fta-nar apreebanlvr I, Jf, 2it VI*F. riaantt-r Ui, :;4. 03 PP.: in einigen anderen fal- 
Ibb Mholnt a dnrch atifiiuiilniion hcrvrtrjjernren , VfiL K. II!'. — Von den (IbriKen 
denkuifkliTU birttTi Fyl- 2 -anti (."i -enti); gl. c* Ü -anü; ^'1. A. ■ < ■ : Mj<l. 

üzsitiatite •J>in',' (aorbI -etidi); Lb. 2 -nndi; 31b. I -uudi; Wk. f t euÜ); 

I'b. 3 -anti. 1 -unti und an^MOnletn sUifaenti ü. 

ICnui K-blasa erwälmc ich noch eini^'o nUle. iu denen Abfall viMi auaUnteu- 
d<m -a oiiigi-Lrcteu i«t, 



M4 



t-txnta 



I>'»r runn, welcbcH uiir 1U4, J. 3 bivf^uct. wucJieint: h*A T. ttti» t\ta. 
Ao'U'-'rttfiii Lieien vi rcr coo». von oslfrk. «ImkniAkm I,S. i2( ond fw- '-^. t»»*«^! 
geu üal W6. fuua (4l. O. »oll Tod uticli K. -läi) nur vor Tt/ruliftiilii'-in auluul hainnh 
iluiib int ilim viu Irrtutn, dcnu von den •ogi'n)lut«ii itollcn wcUcn nicht vtfmigvr] 
nltt '.) tun vor <^nii. nixl nirr '2 vor vocuton auf: Toua , wvk-lieji K. aU ilic bei O. , 
OMichc furiii hiiistvllt, liiiilct sJcli nur ^m. la. küiit nur funu, St. 17 abf*r atebt' 
fjH. Im T. stellt ferner nt-beti oba lin ^1 !H.-lir lmiili|^ uti, nicht nur ri>r «■.•c^Ic-d.I 
sanrU'rn iiucb vor irotifi., z. b. ob thü lUft, 1*2. W; 11*8, 1. Kk'Iit uuflLitTiti Lutuii 
weg>>4i dor kaum Dudi iMiiüimtuitiitclicD Dutar des rrÄtiklM^lina miiUui ott 

bcr 13.S. 1d; 150. S, thm aucb Lli. lU bo^cgiivl. Aui:b bei (>. int ob ....... ^ , ahetl 

nur vur vuouk'u, V|{1. K. A^iÜ. £1)i*iibu AimIoI tiicb abfftU iIvh a in niutHt mr ulUiib| 
Vür vot-abn b«i '1'. (174. 3: n.'i, fi usw.) und 0. (v^I. K •i-Ji). Boi O Ui fpnicr -»j 
der If'J). sj;. prt. hid. der §w. verW vor fiil)>ciiileui vocal etwa Itwiin, •ihgcwrtrfrti», i 
was. «u fiel ich dcLc, boi T. aicUt vorkumt. 



£L ist, soweit es stiiiie lUHprQiiglicho quaulität nocli bewahrt batt 
gar keinen modificutioneii uusge»e?,t. 

tltar winl hei T. sebr liäallg^ zu ttier, der, de ^ewanduH, Wenn t» vuklitiitcli 
dem iiroii. rvlat. fultrt. F. 11 btit ancli diesem tliAf dl<> l&ngi* de« vivnU, wdrbs 
für diu ortapartikol dan.b 4iDalt^'äa tliör (7. 9; V/i*, 3. -i. 7( erwic)«m «inl, xaj(v 
8|>rucbeti. (lücb winl man vrol liosser mit Harczfck (lUf«<-br. XVII, 77) (br ilii?<ei 
ciikliliarhv uribäii^'Kul kurcon vora) ansetzen, h^ vr^tibt siüh difvi huk drm omotAUile, 
dftss die ort»]>artikel tkür nie in der ab^t-wbwliirliLvn g<>HtuU crM'licint , diiH c^li- 
ttKcbc tliar dajjegcu sieb faut rbi?uwi wft iiU tlier iiaw., wie alu timr Undut. — 
0. kent rast nur thur, doch dörflu aach bicr dunvlbo in Kincr fum-tlon als eiikJl- 
ttkan kurz sein, da sieb tbo L. 75; IV. Üf}, 11: V. II, 'S\* Rndot. - Aui dm Übri- 
gen di-nkinrilcrn rüliro irh not-Ii diadtf Wb, 111. 'Jl dtud i ituf. 

Wax iliis •!! der cudiing des g<>n. S|f. dor >>t. f. nnlnnKt. v» ut it:>Kiu-1lH? bei 
T. nioi^t n-tcb erboltvn, ditcli Hitilct »ivb »ch<>ti zdwvIIvii -u: erdu 57. ^t. U; G?, 7; 
löln W, fi usw., v^. Dietiirh hiüt. duclin. f>.H. Ilarcxyck (Il;it)tchr. XVII, 77) luit 
die Ulligt! divanr, wie fiberhau|it allar ctiduti^^tm im Tat., an» di-in gründe Ihtxwä- 
feit, null die sdiroibor, welche h äur li!xeit--hnting dur löuj^ii vurwciidcn (ui/fl, diu- 
tu» Euidk-ii zwar etwa 5iiilm. richtig auf sljiniiuttiHien , nifinul-s über auf rin« 
(Midiiiih' Hctxcn. Dfw<t er darin zu weit g<'ht. luit Hraiiiiv (b<-i1r. 11, l-lTij Dbcnti^a* 
K«ud ««clitTwicticii. 0. h:ii meist -fl; -p, -n crerhoint nor elnifjo mal. wci rrlm 
oder okn-Htic-tion dazu nutijftcn. rgh K. ^^IK. — Von den Ubrl^i'n donkiiiiib'rH bie- 
ten Fgl. dk< bU g. i^g. r. niftit attxuxwcifotiidi; form rrildiidoi (auaritJne) IX: Mgl. 
clahtii 'JÜi'': Vli. tbliibn muntilolidä 7 mid #|juut;u 7: I.li. liisitnibA 4, niauHlMbtit ti, 
inli«>ridil ^1; Ai;. milda vg\. MKIt. zu XIV, 4. vu ein ntildis nvbvti mibll nnffcnoiii- 
inon wird: Mb. biiciirücbittn .'>. »iiiiiti^^Mi. tlitiibn. manidulidu. fiL^ta H: Wk. i'ni ' 
liitma jji'ti. atlf -II können aU ein i.'1iarHkti'iii«tlM.'bi'« £i'ti)hi-ii di-i* dhI- und in < << 
iiufj'eselHMi worden, v^'l MNI>, n. XIII, wn bidoj^c t\)t di>-^e ondun^ aim luMisrhen 
urliiiQd<'n bcijfvbtKCliI Rind. Im uk-iiu int »ie nfvmllcii fli'U«.*», lilltiU^T (ti) !'■» ■» 
der HenffdittioRrTo^l, di^ui bair ixt aio nnbekant vgl. Weinh. of^r XfS; bjtr 
U. keut dicfl<-a -a ntntt iflafM üi-wrihnliobi'o -i in frcnuaidba fi. ^t-, reiiim-i'iu 
37, 9 iWfinbutd iidt bHidemal -ä In dr-ii teil ^i'Wmt). 

In der endiing -crj de.« i."'n. >>g. f. der >t. adj kal l»ci T. mei»l -o {*n nur 
in d,*) eiDb'eUt.'t<jo, ducb lUidvl täih aueh bwcb luiutig -crä (vi;l. S. UM, weirbve b»l 



Uta onuntJÜiK. tAuny&Kb ut \x. jaiuui. 



3i& 



» 



0. dnrcliaUtlil. Audi b. kviit mir -cri. Hiv nltri(;un (Ivokmftlrr licfcni Tülccntli: 
haWKt: »hi'fti l-VI. 135; onaHual^ra 68: dem gl c« 97«'': pifMlcrn Myl SKI"; 
nnrohtorii t.L. ^1: tUero, thinrro kg.\ mlncru Mb. S, fcrbrucbeucru !) : tborü WV. H3: 
Ihcru MJ. nS; miiicio l*|j. .S. 

!. 

WurAt^lbaflett urRprüiigliolio» i uutürlk^gt uur vretiigt-u Vurüudtiruu- 
geb. Über soiuu ia eiini^'oii talleu sUtlfiudetulo Wandlung t\x e soll 
weittjr iiiit(*n boi g^lpgpnheit der brechuug goIian(tt>U wfrdiMi. Kh 
erütirigt hit^r nur einige nk-lit dortkiu gebürigc- fUllo und das vi'rhal- 
lea dieseä vocals in don enduiigi>n r.xi iKTÖhreu. 

1) Wnlircud bd T. ond 0., üIjcrm wie bui U. I niobt nur tu der yrkit. bl« 
Modern «ncli in iUid jiriUU td- fotät«?))!, zeigen einige der nntlcrn d^fokmiUcr Ir-, 
oÄmlii-li botcilit rI. o», Hi'.f |li- »uij: Mb. bc (fräv.) 17 (S); Ai;. boüinrfon; Pb, 
b« (pr&ii.) :) (bi S. bi- 4). 

'J) tV-ruio (ludet »icb be! T. U. (und U.) nur ni, dagegen ne in Mb. 10 (ä), 
U (ä), (ni Hrn.); St. (3); Uli. (7). (in 9in.): Pb. 13, (ni yni.».' 

3) Anlautendes i in ini.an), iz ist im T. bei foklitisvlier anletuiung^ dii>»rr 
pron. an Tocoltseh Analaalende würtur oicbt svttcu durcb dcu aunlantenden vixal 
vordrängt wordom »n<>n 1S1, C; «siitiui 134. 8; briltu lUü, ü usw. vgl. s. :i4. 
(Dagi>g«ii verdr&iigi diit im'Jtutttrtt» ili !r gt'wAhnlicti den auölaDtenden ti>e»l, »o: 
Uinhib r>U. :{; niiuiitir 170, b luw. Vf,'). ä. gloMutr; mir 2u5. 7 l>vgc);uet qiiidub). 
rnciiilliüli liHuli^t^r Ut der itcbnutid dlcirL'ü anlnutondrii t b«i 0.; inio in»n brisxpa 
tbr i (lisi ebcnao oft nach vucolücticni wie natdi consunauti.'udicni auslant defi vor- 
littrgtflicnd^u wurt«!i ein, vgl. K. 325. 320 fg. F&r den dat |)1. in neiu ielt nnr 
Uiin iu 1. 16. Si V. anzufhbrfu, da ziu » ni tu I. 4, t^ u. 0. nichta ouUrbciden 
kann. Audi dad i Tun iz wird hiafi^ durch den audluuteudcu rucul vcrdruiifrt. Jodi 
bebält c» Ust «beuiu tiR ik' uW-rband, vg\. K. 3'JX Vias '«chtit.'iulich ib :iugubt, 
HO »ei)»''!! ilif V'Ht K. 'M rti) gigobenPH Wb'go die vi-rdrän^Hg des i durcb -u d«r 
»g. |>ni. ini]., liosiiiidt>is dann, wcnu der utamm des verbum bertdt« i Dttthiilt, 
ireod sonst mcitit -u wcicbcn iniiss. 

I In i^udaugru. 
I) i iD der 3,3. ag. prs. ind. ist durchweg gewahrt. 

3) i im g. lg. der st m. n. ist in o nUcrgeganifea; gibetü T. 141. tS; hint* 
0, T, 1, 5< erklären sieb durch ii«{iinii1nt[«n. 

3) I im g. dt. Hg- der sw. tn. n. int ebonfalU dnrobwrg mrfaon in i> nlwr- 
grgangou. Nur in Kgl. findet »uh aruDfrtitiu («ioirrnuaU) 1TJ neliu-n uuUlca 4'i 
xu^lien (»uihi^'uilaU.H) ;i8. Is. bat itbgefii-lhii von t^^lirisnit'n 7, H; iincliidellidcn Mi, Ili 
ateb) -in. 

4) i im »ufllx dea comparatlvt uod aupiTlütiva Ut im T. gcwalirt, ducb llndi*! 
sich l^fin. 'or (ä. 44). im boiiorl. -ckt nnr In uulnuHtrAn IV2, :i. tU'i (i Ja^r^^cn 
begvgni>t f ftna bei *.'n nDi^r fonm-n des fonii»,, int sn|M'r1, bi>rKrht »ii>-ti bi<rr •\i\; 
hkrvaixa {-t) , licizustoii i-rklAruK sirli wul diireti aMtiiii. Am:li W'k. but tiiiniicron 77f 
nvbifii i-riren 77, minniru Ht*. 



l) Ab» eine gaitx Ycreinzcltp sibwüebting des i reibe ich hier ni>eb an: van 
1\ 1C7, ?. webhe furu nicht durch oatiui. benrürgemfen loia kann (sie kt«bt zwi- 
30h«o in und Inti). 




346 netscit 

D) Wirkliclie apolcope eines auslautenden i der flexion findet sieh bei O. besoii' 
ders in der 1/3. sg. prt. cj. und im inip. der I. sw. conj. etwa 60ni. Ans T. weiss 
ich kein bei»])iel anzuführen, 

t. 

Da 1 in stamm-, ableitungs- und flexionssilben gewahrt wird, 
so bietet es zu bemcrkungen keinen aulass (vgl. jedoch oben über b1). 

e. 

Vgl. Umlaut und brechung. 

1) BelT., aber nur in /, tritt nicht selten a für auslautendes -c ein: danna 
87, ö naw. im.; uucrda (oj.) 82, 11'; arslahanna 101, 2 usw.; meist hat es der 
cyrrector in -c gebessert. (S. 41.) Das für diese vortretung im inlant von S. ange- 
führte halzarö 88, 1 erklärt sich wol am besten durch assimilation an den staninivot*al. 
Ans O. weiss ich fiir diese Vertretung kein beispiel anzuföhren. Von den übrigen 
denkmälern bieten nur Fgl. arraofa (interpellet) 121; scntcnna G9 (in hringannie 135 
liegt vielleicht eine correctnr von a in e vor), und auch missa (deliquerit) 41 wird 
als 3 sg. prs. cj. auKusehcn sein. — Is. bietet die dativo hantgriffa 17, 19; ali- 
lenda 39, 12. 

2) -e wird hei 0. vor folgendem vocal öfter abgeworfen , beaondera in der 

3. sg. prs. cj. und im dat. sg. der st. m. n. vgl. K. 8ti; 89; 135. 160. Auch diese 
apokopc kcnt T. nicht. — In Lid. 57 findet sich Hloduig flir Hludoige^ abhängig 
gleich dem folgenden kanige (so Arndt) von uuolar. 

Die hauptsächlichste bei 6 zu tage tretende erscheinung ist seine 
Vertretung durch ä. 

Tat. Wider findet sieh der Übergang dc:^ in ä hauptsächlich in ;', doch 
nicht so aTi3S(-hlicss;lich, wie der des -e in -a. Beispiele: habünte 22, 2; nnsorä 

4, 18: hiuuarä 82, 11; frägäfci 81, 8; habä Oi), 2. 3; ]eobär9I, 3; sin an 89. 1 u.->w. 
vgl. S. 43. Häufig ist ä in c corrigicrt — Otfr. farämcs (cj.) 1, 18, 33; 111, 23, 
28. 55. 57.' Häufiger vertritt ä das ö der kw. verba auf -ön: lichün III, 3, 13; 
sagännc I, 4, G3; II, 9, 73; V, 14, 4: babünne III, 7, 54; aorgäiine V. 19, 2; iiuo- 
nänti 11, 1, 5; firmonänti I, 4, 65; firmonämcs'III. 3, 14; ausserdem aber noch in 
13 formen des prt. dieser verba und zwar, von zälätun I, 2Ü, 13 abgesehen, nur der 
3 8g. prt. ind. K. 75 will daher assim. an das -a der cndung, in zälätan an das der 
Stammsilbe annehmen. Ich glaube, dasH mau im hinblick auf die falle, welche die 
erklärung des A durch assim. nicht zulassen, auch hier einen in der nmndart begrün- 
deien lautwcchsel constnticren muss. — Fb. minän 16. — C. hat ebenso allän 1. 19 
für allen A. Ferner uuahcbünti 14 A. neben uuachOnti 18A.C. (B. uiiahänti); öräta 
12 B. — Fgl. unonänt(i) 6; ,babündi 45; niseün (non adeant^ 138; gcsccriti 87; 
gideritä 61. — trg. dinän. — gl. ID. blibenär 5<X)'; gTimmiir 500''. — gl. c* 
cnsazttin (dcstitutis) 978''; ginütitä 978*; mesbrahantä, ursinnigü 978''; gifagä, 
gili(m)phantä 979»; arteilintä 979''; sagäntcr 979^ — gl. Ez. dinä. — gl. A, 
zoranuugä (scotomaticos) , bignaganä 101. — Wb. unnuzän 3 minän 18/19. 20. 22. 
23; inbiHpartü 7, unmahtigä ungizuniftigä 8. — Hb. uuabhändi 18; heilcgü 10. — 
lA, uuahhündi 37. — Lid. minän 23; sinän 53. 59; siuä 43. 

1) BicHo form lässt sich jedoch auch als 1 pl. imp. erklären. Vgl. Seiler in 
den „Beiträgen" 1, 452. 



DKR nnmniiirK tj^rrsTAitn im ■&. ■> 



317 



Wie aui* Ach lM'li't,'t'ii Iiitv urteilt, fiiiilot »ich rtiesi-'s ft filr i? haupt- 
dfitihlich in *Uu oinluiigvn «ii-r pw. verlti uuC -On, im d. a. pl m. iidiI 
<IL p1. des 8L »tlj.. tteltuer im n. sg. m. dos et ai^., nirgends jedoch 
in sUniniHilbt^i) Dieso «rscliciniin;^, wi^ldie auch Is. kent (cliirostinudä 
13, 2tf; miiiil ol, 13; liliiitil 36, :i; sc7.Län *J3, 7) ist 7.wur uirlil auh- 
schlieH^Hch fik. . alior d(^n olerd. diak'kteii in dtvsor ansüebimng docb 
fremd. Vgl. W'fiiiili. n^r. 34. 12U, 3«!!. afift. 424 (nur -a des n. pl. d<?s 
8t adj. fiudöt sich im voc. SL G.: Reich, gl.; gl. Jun. -^^iemlich häufig); 
bgr. 39. 3(17 fg, 36tt. Audrer^eits fohlt dem frk. diis ä, welches hcsonderit 
das aleni. zuweilen vor r für {• ointret^ii UhaL Vgl agr. 34. — Zn 
erwähnen ist noch, dftss sich nirgends nin boispiol lindeL, welches den 
ühergan^' zweier auf ciniind<?r fülxenilcii i- iiufwiesc; es findet sich nur 
hahS.nt£ usw., nicht hak'uitü. 

Rs sind nun noch mnii^e andre Vertretungen von C zu crwilhnrn. 

ei für tinjen wir Wi '*. in den ni'-lit acltoiicn loniicri gcit (13), fct«U (12) 
nir K^'t {git), ätAt {Mb\t), (vffl. K. in. i&) und in aaring IV, 3*}. ^ fftr uaeng. Von 
den alin^n ilfnkmiUcni ><u>lcn uor Kg], boihd 143 neticn ht'htlU. &«>. Hfi 94. Sidipr 
hat iiinn hier nifht tli^n wirk)i<>lr<>n di)il)l tmngcn ol ftRtuiiolinti'n , sütiilem dti ^ mit 
iiiriom i- imclwcliliiK Audi in ci.iijfckiila SiJ. -Jil^ (Pt. gmigt'IeJii) grjiejnt. ei fiir * 
zu eteli'-n, «i'ifh Ut «'iii»t nur t:iiuu.ilöit liel'-j^. (lir. IV, i;J4). vgl Wfinlt, agr. Xf*i. 

i für (' (ludet .sich in .-iinn T ••in. f. ii«ntiti^i.'s a<'-iiu in uurrbciidin («ontvrsu.ntitina) 
UgLätH'' (in dem fr^guieat ilt'KcllK'ii giwf. Hzt«dir. XliK VJ2 steht ouerbfiit^^u). 

ie fQr ^ flnildt ftitli in tlilon Ul. 14. (Gr, V, 6 Megi die fnrni aunb ati» den 
Koicb. gl und Nütk.). 

a. 

Vgl. hrechting. Sonst ist nher das u der staln^l^till}ün wenig zu 

bemerken. 

i timInt nch (Qr n En tphit'ita 1^- 1*^* ^i dtriuiurla 18*1. 4: drilidUii gl. Ex.: 
firK]iIrn4Fn für (irfi|>iiriii<u 0. 1, "2, 15; III, 'Si, 3r> vg]. K. t>3 ai)iii. fi. Oass hi«r 
bluiwe nsaimilAtJiin Vi>tlii>t;vn solb«, wird dorch fo filr no |t^. dort) «wniffllmH. 
g«iiiw^lit. Alt) «ehr nnfrullfnd rnhre Wh »n diis nlli<rdiiigH liKndHobrilKitti iilfht aicliffro 
BÜeUon SO. 27l>" (Hint. II. 3l!f sl«ht -Min), 

n In llexIoBwilbeu. 

I) -a in der 1. ng. jira. \nä. ist mrist gewährt, Hi'i T. O. winl i<« niclit 
»vXten VIT fo]gt>iid<'ni vm-alisrh ünUiii*'ndi»in wartp «tigcworffn. (S, S<; K. 31. 86). 
Von il.'ti ilbrijifen deniniiUüni hi^t-t nur Rli. gi ih 7. — i^ivinlich »fit*-« Ut -o. K« 
liudüt ni<'-h lilgiliu Vih. 1. 14; iiiiiidoii Mh. ^1 (giliuti 1): A'^'jfanK'' }^t. :A); iiuiü/un 
St.(. 'J^^ : gireiiDu uinlK'ki^ri» 'Jihl*; vnlum» M'6*': undm 'Jlt'; «Hlizini ;;4:>''; ^fohta 
203»: licrd«(m)t)tiu a<W"), T. knnt nor -u, I). -o nnr in P. K. «f). 

**) -Doia im dt. i^i:, m. n. des st. nilj. \«t ilurchweg iu «eiuo llliorgegiuigcn. 
«frnn lilvr iiidit vtolteicht -o nir d<?n ülterc-n laut xn hnlton Itit 

a) -n liu inntr. «g. Int K'<iwal»rt. Nur T. bict^a nuhhilo 4-1, lö: 87, 9. 

4) -u iu dcti ca^n« dt>r n-di-ct. iit gi'walirt, luiwcit nicht nt>^rtritt io die 
)-it>rrl sl^ttgHfnndi'n liitl, vtu tiri 1'. 0. In soti fao? vnllxtAndi^ der full ii)t. ni>fl) 
ldet4:t Wk. :nmo 44. HC. lO« bl-Wü fridl<'i l«r'; St^^ n.tt.. ^TT'' n;.> b* hal milo. 
IBITtCttm. 9. DBVTHUUM ntiMi.. Mh Vtl --t 



£48 



rmitut 



W»a wie t'iii i;. i^t;. au.HiKiit, •i«c)l hat der lKt> t-'\l: iit'Mii 11 ill'^u itt. 
tnJitcUnatili« fl]ii süttvt mcifit nnn -d, (IikIi l)0gn^i'rt Ü\o T. ]0S, C (2); nllc 

Wi>. äa-, uiio Mgi 28(;^ 

r>) t] in <lt;n ittnr&lcndungeii des iirt. lai tueat vrbnllun, doch wtist T. 
(> formrn tnii o auf (zu dun von S. 4f> uarr,'c/illirt<:n b tritt noidi ^Uoulitoa 1)M, I, 
so dius wir alüo im st. und rw. prt. jo 3ni. u luilion) and 0. 'J iiulchu in !■'. Aiunvr- 
dcni findü icli noch tu M^I.: erDiiknn«doii lAM'i crRirtnn (cnatmvcrnnt) ^85*; j;«ai- 
niktoQ SH7. Daae]>cn finden sitdi 5 fi>riiU''ii dcfl 9w. |'rt, mit « (2M*, äd5*', 3äfi' 
HS* (2)), Wflcbcji im it. |irt. darcli^tolit (W). Ei crioncrt diüscs yrrhSltniB nn 
lini wolohrni die plnndfornicn des st. i<rt. nur u , dt« drs aw. nnr n imfwfiedTi. 1>Uuta] 
»iud anrt] üoiint gmdc in iiltcn doiikmUlLTii hSnIig nnd m:ichfn H{>üter ilem al 
put». Vgl. Wcinli. agr. 8iß. 3ii7: b^. 9i)3. «15. 

G) -um im dt. plnr. der st. dod. Ut swnr luflist nvkon in -un nbergf^ngvft.j 
doch itit ikirht ganz sülton u noch (jowalirt. DabmIIh! ht iuk'Ii lirrDcliend in Vf>}.\ 
{UMmm (iniiirüji) II; «ehönim bisrnsnim CS, spflnin ncernnni TR) und in Wb. 
(gidancnn iitiortau 2. anorclinn tlnurlmii ü nsv.. Im ganzen lifiii.). Frg. bielHl 
bimilnn; LS. inüt^no 3; faraliuin 11, 6. Fcrovr (iadvt mcU bei T. uüBsor tat>''hnin 
5. 13; H, if in ««'^ noch bauäg -nn (5Ii), doch litt von dem torreclor (C) meint ••jqj 
daHir gestizt wordAii. vgl. S, 45. W. O. hat -un nnr Bni. ht F., vo juioh 
das in VP. nur H , 23, ä4 (8(<r«i0 erscheint,' Hii:li üft«r findet. Von don Bbrlifcsj 
dt'iikmälem bivlen Vt gottim (2), bluoutnim (ä) (itbcr golton gcldom}: (fl. c* linn- 
Tan (de aecrvis) '.)78*' von dorn mehr toii. »t. m. hotif (ags. b£p) für 
hiifu vgl. O. n, 1, 2-2; II, Ifi: gl. t-' hfisun , gatelingun ttTO*. Du 
demnatb -an. ih'in gttgenl'ib^^r -on iit QnB«rn donVmältiru mchvr die jnngrre fomi 
iKt. taugei bowabrt xu haben ahf daa rhiün- und ai'idfrk., düun Pb,. Rh., 0. «mdj 
»ogar Wk. bieten nur -om -an. Bei Ib. henoht ikgogeo auch durchweg -am. 
von Wuinhold a. 80 als ausnahmo ftD(r«rBhrto dat psolmom ist ru straiebeOr du] 
das wort «ntscWcden sw. in. i«t, vgl. Gr. 111, IJTO). 

7) •nij im a. ng,, n. n. pl. der sw. lu. (suh»t. nnd ndj.) ist umhi xu •«in 
gowordcii. T. tictfil nur nuch 7 -un. di« fibcrdie» meist t-orrigivrt sind (S. 4C): 
Ft^l, uuizagun 38 and deu adverbinlcii acc hitmiiura 118 (Tgl. gram. III, %; -n 
wol nnr oohrcibfebler fOr -n)-, Wb. nngilonbun 1-1,'I5, velrbos uch dnreh dtu Ta^-| 
anst«hcnile ininnn .tTs xu uiigiI»ut»o , nioht 711 iingilonbü goltJ^rig uuan-ciat. O. Ulgt 
ii) der bchaiidhiiig dieses -un eine inifrallcRd'! vvrsübtnli^nlioit. Wulirrnd Tdialieh 
in den belrcll'cuiluu ousuii des sw. nubst. dar<;bwi?g -vn uIntriU, iiiidut bi'ilu sw, atlj. 
«in ^'loicbfs nur im a. sg. statt (durh steht ndchitun IV, U, :ftl F.), ijn n. A. |i|. 
dagegen «r»4'licint -nu als regnlmSasigocndiing, woneb^'n allerdings auch -opbrfieg-l 
net und xwar lücbt nur tin T«iui (ü. b. furititoD : mcnnisgim IV, U, 21; niUHdon : 
L'uuüii I, 7, 17), Hunden) auch anxicrhalb dessrlhen. 14m. x. b. uuj'ncgtm 1, Id, ll4{j 
ulboti II. 13, 2 u. ».: Etnntigon V. lä, 28. vgl, K. 290 fg. 395. 

Vi-rcinzolt finilft meh in dioecr «ndang wgtt uckoa -oti: Mit«n 0<uiiw*>np| 
gl. ID. 5*»»': nniUcD (: irfuUcn) 0. I. 1, 4A; aolb-n IV, 2. IBj 7. 4ti. 

BrauuQ (boitr. n, IDO) meint, doss Ui deo aiiU-r 7) anrjeerQhrt«tt{ 
cndungoii -on die ftltoru geetalt 8ui, da ein »ich 8o1ion in sehr uMtn 



I) V, 7, Vb Ut in V. Uiden in loidon Vffrbuiunrt; drAtm II. 24. 20 V, <^ 
ton l'F.) lal vrol veraiilaaat doridi daa TorbM'g<ibQndA aelb^^n and düa rolfmd*| 
thüijn. 



DIR tlMEMTKiKK. LACTSTIVI» W TX: .Mmn, 



4j9 



n 



K 



den%miUßra (voc. Ht. Oulli; gl. K.; benedictüierreßpl) finde. Dass lez- 
tere -od »o uof/urasscn äoion, wird sicli noi nirlit Wtttreiten Iiif)ä«a, 
docb scliciiit mir der umstund , duss nucli Is. -un (nur 7, '2 steht chi- 
salh'idon) bat, dass fcrnur dif -an liei T. , zwei anageuommeu , den 
Illteiiitttt) sdireibcrn (rV angcliöryn und von dem jüngsten ^" siiintlicli in 
-Oll corrigi.Tt wiirdfii, djisu äcbliesslicb auch diejonigea frk. ileukmfiler, 
wddio au das cmlc des IX. Jh. ku setxen «od , nnr -on zeig«! , dio 
EiufTaiäsuug diitses frk. >oii als achwfichuug atu -un aosser zweifßl zu 
uvlxeu. 

ö. 
Da got fi im ahd unverändert bleibt, haben wir hier nnr dos A 
iu betracbt zu ziulieu, weichet* gcmeinahd. in der flexion got 6 vortritt 

1) -üo im I). n. )i). tlor sw. ii. vrinl gewalirt. O. liut jedodi urliiiudttn IV, \9. 24 
uiid onffüQ (: scouuün) 111. 21, G. 

2) 'äu iiii R. «lt. H. Hg.; n. o. pl. Atr arw. f. ist mtist guttaliit. T. kent -uu 
nar in den n. a. )j1- öetroo, welrbcs ]3ri, 33; IM, 3 fDr g(!WiMmliches iMtrdn itfgf^i 
Dctt remPT in Jen dnt, ag. der KiiracliBanumen: cbreiigon, l&tiniiigou, <-r]ctil8gou. 
8.47. 

AiUBcrdoia llndct eiIc}i üi ML. sunnuDjuj^l 9; TJd. uasti^u It> {». itg.); 8ti. 
figon (r»rica) HiH"; Si^""; wubtvian ä*J<i"; scnowoa 36S»: vtiintjD a70";» (ktfuiftu 
äC6*; BOldu *2H7^; Hgl'ünAn liosOn 277*), 0. ttat -on 6fl«r im reim ond xwar 5ni. 
im a. sg. und ><iu. Im a, |i1. der sitlitiL AusMirbalb d«s mimes ersolielnt nndon 
IQ, 8. 13; i>itor»n I, 'i'J. 4: 111. 4. 1; IV, 8, 2: 9. 4i 30^ (> (ü&ton\n tiadcl neli 
gsr nicht): t\gva It, :;3, 14 V. rgl. K. 2^. — Heim sv. uij. begegnei -an in sel- 
boii III. 2'J. yf> V. ; ftüuiBguo 11, liiJ. 13. 

O. 

Vgl brechuug. Sonst ist Über o nur wenig zu bemerken. 

Ffir i^l ft ciiiv:vtr«tcH in ilmruliinJitin (). I, 11,51 VFP- (ngnst ist das wort 
iMi O. nklit belegt), ferner i» udo IU, 10. »; IV. IG. 29 (TV. 3r., 'JO int in V. -a 
tu -o enrri^iert) and in broaiiiün III, 7. St4, F.; liUida (3 ig. pra. cj.) II, i, 84 P., 
wo a ttuH ii corrigicrt iitt. 

Aaslautendtfü o ist. unnnUciid alg«fulK-i) in aliuabbgcm Wb. l, sincn 14, 
beide formen iiiuwvifeUiiifl lUt. »g. (niinoiit» 20). Aiuscrdatn Üodct sich bot T. 
hrilltiU'ti'in (wicur'Ivtnni) 137, 4; üntriin (paschn«) 137, l. VtolIiticbL cbcusu baurtcUl 
sieli socbum (ufgotlurum) Fgl. 10 vgl. onter A. 

Als eine eigen tümlichkeit das Trk. des IX. jb. darf es bezeichnet 
wordeu, das» füi- 6 infiexions- (uod ablcitungs-) silt>6n über die gewöhn- 
liche «iphurc dieser Vertretung hinan» häufig u eiuiritt. Im alem. findet 



1) Auch bcn-lon (unii'u) ÜC6* gehört wol liJorber. Or. III. M7 sczt di« frinn 
|f. pl. ilvs «t f. pcrula un. Man bat abor wol niu-b dit-ser und der von Gr&fl' ann 
den gl. Mooti. nnd Kuimer. gl. il<u XL jh. (Lc- 2) twlvgtvn funn perttlun (didragiiia) 
auch i'ln iw. r anzaiotxen. 

33* 




3r<n 



PIXTlICIl 



Hicli ähnlicIieH nur voroinzelt und ebeuKu im l);xir. . ihtch x^i^^li d{o gl 
Tt'gerus. und einige andre deiikmüler dtl^r u für ö dtr sw. wnj. , ww 
demselben ein n folgt» \g\. Weinli. hgr. 30i. 

T. l;etit diese rortrctiiof; de» 6 dun*h i\ im WtisciiUtchen mir in af'fly] 
twar haaiitsäclilii'li im dnt jil. üwr st. f. and der hw. in. f. n : Tirno 1, 4; 
7, H; fuatüQ 7, Ü u«w.. im fnuiztin 3ätu. , ducb int taolst ii in u cortljfirrt (8. 
Ferner in d«;r 2. Bg. Jus sw. ptt.: giloubtiia St, i); 47. 8 Mfif^lfla 'Jl, 4 usw. (S. gil 
7 belege), jtTiAticnlcni in don mr. verb«n snf -An: «ntänte 89, 1; goniitäni^a 97, fi. 
Di© vun S. «Dgi-fülirten FäU« scIieinDD dtc einstigen wi «oin, d(K*h «?'' ' ^ V^ 
moU> 177. b, uucplijtoo 11^3, ti aaf riuar ami violK'irht ^üliürf nurii h 
91, 4 hiürber, vf,'I. S. 4.1. — f wpiat ä filr ö ferner auf Uu k«-"'^ i 
niitnlno Ul, *2tJ: H^'Aiio 14l>. 1; i^Btrfmo 157, 1, wofür 105, 1 acfrar ohCl 

Verpinxelt stehen innnri<Ie 3, I (m&n.'r>l :i. 8 n n), ahtA 7, I. 0; KU), I (ntitu 2:1,1, 
usw.). kA 141, 13, In ik'D niDiKton awli Aianr fälle ist a in n gebenwrt. 
0. bietet noT weniji^ bvle(fu far üicsva ü: slnntün (: naurtnii) !, In, 22 V.; (:iiani^ 
t(io) V. 10, 31 V.; gäli&n (rsnbuu) V. IG, 14: furaMän (: unurulitQti) V, HO, 8, 
nnr in) tlat. p\. avd nur im reim; ärtuton III, ^4, 3 VI*, f. ilr<>:iUin crkUrt de 
vielltMcltt durcli assiinilntii^n. F. bictät iiudi minuA II, 19, 12 (minoA TP.)^ 
ttia V, y. y3; irquicius 111, 1, 21, 

Hin fibrigiin (Ipnbnälor licforn mn*b folgende briegc: Vgl. dio dat i>\. rratnnin] 
63. HG; hrofun^iin fiiocationiliUB) -Ifl; cozzflm (byrris) 4S, wann dlüM funa nicht xni 
coa (Gr. IV, ri39) (fcliort. Fenier rtt.;li(, 2 in. sacbum mid xwar = iiegutiorum lo\ 
und =: iit!);oti<i 2i.l. Kri<t«ro tonn wird wul Dir suchün d. i. tHicli<'<n =- xni^hrmi) M 
Iien (v^l. ubdn), lezb-re dllrftü dat. ]>(. Huin (tt im dt. |iL tliulct nicb nur >n ili 
nnüni (niinis) M). I>ie gl. lü, Meton ^niixrRiin (a divinis) WH)-; gl c' . 
(stipondiia^ SITH", (gizanua wird «Iuri4i O, I, 2, 2>i als xt. f. rrwteMiU); rbh'i ' 
(saäälibMn |]rriv&tis), fi(iäH>*>n (ilänimtiftH) !^f>*J. In gl. A. lindiii wir brübiin (ra4ti«)] 
191 (rüba riia dfirfl« wol alx Bt. f. anzuifetwti »via. Itr. U, 3H3). Diundbo rAru] 
babcn aacli die gl. za Aldhi-Ini, widrbu Htpinnicjrer in 1 IztHrhr. XV, 3tji) fir. veirlbf-j 
ft'DtHobt bat. Mgl. l>ii>t«n giznnifdAat 'JH.'i^; •iiiiziK'iht d, 1. tipifZüOi Mli. 11; anis-[ 
Küd Rl. IG. S<.;. luiVnAd- 2ir1"; >itiindi)ät (vi'rLigfl| 204*'. in leiden lüUoa Qbereia< 
itiiiuncnd mit PL 

Da wedt'r Wk. iiocU IJj. P1>, riiiic solc^he vortretung dt^s 6 durcb ft' 
z^iigoii, 0. aber (lienelbc nur in r<Miuwortcn anfweint, dt^npn ein» Tolltti 
b»wei»knill für das wirklich icbf^tidign vorhandtuiiiein einos luuteii ia| 
einem beätimten diiUckl nidil bmgt^mosson wurden kunn, so si-b<:>iut 
dit>»e vcrduiiipfung im wt'KL-nllichen :iuf da^ mt- und toilwmu uul' dojt 
rfaeinfrk. (Is. bietet dbßodOm 11, 12; psulmßin äO, 19. 32') boDchrünktj 
zn »ein. 

Eiuß weitere einscIirSulniug erleidet «*> dadurch» da»s fdr üaBSflUte' 
ä fiintritt; widerum aber von s4 T. früno Md. ftbgeaoben nicht in- 
RtammailboD. Kinzoln<> formon wie kiobor;i(a gl. dun, , pildäta Hb. aoa-, 
genommen . .sclnnnt dai^ alom. dioäß vortrelung urst in »patenu zeit 



Dt^ndhi. 



1} SUU dbrooaudin 23, It bat aioli K&Iblng (Ovrio-XX, 879) dl« hu. ah«»< 



VtOL ORBRnOXK. LiDTBTAHI) DI IX. iAJUUI. 



3f>l 



I 




(Weinb. sgr. 35C. 424), das hair. sie fast gar nicht zu kennoiu (bgr. 
303. 314. 3Ö0). 

T. bat dicst's ü Hir •*> bcsondon im n, ac*:. pl. f. dor <t. sdj. and zwxr bei 
fftrt ttllen schMibifni: tin^&rä 34, G; Uinntk M. 7; 100, 4; alla 145, 13; ^1X2, 2 häw., 
ri>rner Un den rcrlN-u äiif -rm, doch nur In ^-tf: gihAUtoro !H), &; gUamunitö £(8, 3; 
oiinUötgu 101, 4 usw. "Wol kanm orsitrüo);Uch, wie Ö. 44 (ebcuso K. &7) Knniiut, 
Nundcrti Vflt? die i-bcu crwÄlmtvu zu btiartvili'a, ist ä in gif^oranaitäs 100. 3 : gizumf- 
ti^ütüetu lUit, 3; tbiinihrrciiiiaalo 117, 4; ouuU;ia Ä«. 4: ^'lüubt&a ÄKI, 8, als». 
nnr in iTJ*. Oii>Ae1bä cnchcliinng ivird nicbt nnr in sös« 217, G TorllOReo. soiidcn] 
auch ia (UUiiasA äl7, 3 (2). 4: 'i2Z, &• ili >Ua annnbine oinor dartjli » auf c* aiu- 
]{v&bten ossim. wraif wahrscbeinlichlKit Itat (vgl. iomoBÜ 14, 1; 9ä, 6). 

ferner findet (^ich urdancäuWr gl. i* !17»' (vgl. .MSD. xu l.XXVI, 6}; hnorin 
(fornicari) gl. Ex.; uoiräda Wb. ij^ : furgoauiolös^m 20,21. 23. fgiuuis<JtA 8; gilii' 
dülA 9: uod furtroamülüifla 7) fräDö Lid. 46 (*gl. MSD. za XI, 4(>); SO. lubAnti 

t) 270^ (8».-oltra cniBo; Tgl. irlohüü cicavarc Or. II, 11^); luid statt gorir^t Bü. 

;*■ and bddiniigi>n (notimonti:}) 268^ bat Pt gcfir&t und bäanf;äQ (IHnt. II, 314'; 

^). Wahrend Wie. und Lb. l'b. keine bcl^gv für diesem Iftutüburgang biolon, 
finden sich aoVhe bei 0. Es stellt »iK-rita 111, «i, 3H VF.; biforit» IV, 6. 17; bifo- 
r^tm IV, 7. 73: miuiäu 111, 22, ii I>. (K. 66 fg.) Da^ in kotäta II, 3. tiO: 
111, 6, 19; koräti II, 4, IM] V.; giäjxu-ntus 11, 8, 40. öt, a Vertreter von 6 and 
nieJit von i: sei, ecbeint mir 1(. ganz obnc grnnd anzuzweifeln, da sich von chorc^ 

I, 15, 7 ab^'encluin bti O, nur Icotän nnd in VI*, ancb nur fl{>Arün (»pftr^'tji 11, lU, 
19 F.) findet. Aurlt in den couiparativfonncn liiümm II, 23. 20; gluuisäärii II, 3, 41-, 
Kdnäru, ztaröra II. 10, 11 wird trotz dca etvt« folKOiideu s im binblick auf den 
su|ierl. Z'jijciuätü I, 5, lö P (in V ist o «nt*.'r » gv^chrieben) dic*e Vertretung anztt- 
nebmcii at'ut. (vgl. ubvn.) AuKs«rdcni linden sii'h die ace. pl. f. des st ailj.: gUicbä 
L. L'i und grÖÄi» IV. lü, 21, wdolies iMtcro jedoch K. 270 als ». bg. auffassL 

Auoh dicsfl erscbeiuung erweist &icb also als am mfLcbtigstou ün 
ustTik., doch bat sio oftcubar weitere ausdehnuiig als die wandlong des 
A in ä. Dagegen aclioiut daa rbeiiifrk. toü diesem Übergang weniger 
berQbrtf da nur Ldd. einen beleg bietet. Docb bat Is. chisamiiödä 

II, 19 und dbca 39, 4 (ucbcu dbeö 29, 13). 

Die diphtbonge. 

ttt et. 

"äi ist im oberfrk. tien IX. jli. bereits gänzlich dem ei (0. ^i) 
gewichen. Ganz iäoliurt iäL geiiiuiktou Mgl. 3S7; bairra äg. beurteilt 
sich anders (vgl. nmlatitV Sobon Is. hat kein ai mehr, ein beweis, 
wie fröb sich im frk. die Wandlung ilur ausspräche vullzog. Im alem. 
Ut ai bekantlicb viel länger gcivabrt: noch in den meisten denkmäleru 
des IX jh. geltt es neljen ei einher; vgl. Weiab. agr. 4a, Ähnlich steht 
e» im bair. (bgr. 64.) 

ituweil^n wird oi jtu & unsAtninoncM rängt. S^ findet sit'h im T. gibAzsan 
T, 4: (aing VJ'J, 1> u*wi, etwa 7iii. vgl. S. 47. Ft'rncr biet«u Fgl.: urt^li ti. ^ 60. 
[uteUi 58J t arl^Ut 18 (artcOit 17. 53) ; gäm^aÜcho b9 (gemeinem -18) ; Fb. B. : büliga 



SGS 

(2), hOle{jen 11; helijfon 19 (heilij^en 1); Mf?l. : cnea 286''; SG.: hSmesgia (dorne- 
ötica) 2G9''; O. : gir-nöt IV, 1, 2 V (I, 17, 2(i ist in derselben form das zweite i 
übergeschrieben); giOBCÜtü IV, 3, 20 D. Id. hat zuui'iii 5, 12; ciiigan 41, 4. Es ist 
dies eine dnn-haus nicht Uo»s uicJcrdeutäcbe lautcrscbeiniing: auch das alent. kent 
sie. Vgl. Weiiih. agr. 3(j. 122. 

au oa. 

au ist iu unsern deukmiilerii sebon fast ganz geschwunden, nur 
einige der ältesten haben es noch gewahrt. Dem Is-, wo au noch durch- 
weg herschend ist, kommen am nächsten Ft. (gilauban (14) und tau- 
funga 18; kein ou); LS. (haupit (2); haubit (6); kein ou) und Wk., wo 
sich gilauba gilauban 43. 49. 53. 54. 83. 84. 100. 101 und nur 31 
gilouban findet. T. bietet au in dem 6 m. in o (2. 4; 5. 8 usw.) beleg- 
ten araugta, ferner in taugle 104, 1; hau 102, 2. Dass au im arche- 
typus des T. in grösserer menge vorhanden war, ist wahrscheinlich, 
dass CS aber allein herschend war, glaube ich darum nicht annehmen 
zu dürfen, weil selbst der älteste Schreiber a, welcher sonst seiner vor- 
läge gewöhnlich am treusten bleibt, au nur in araugta, also in einer 
f^rm kent, in der die dumpfere ausspräche des diphthongen — denn 
diese soll doch ou offenbar bezeichnen — durch voraufgehendes und 
folgendes a vielleicht etwas gemildert wurde. Auch die mit T. gleich- 
zeitigen fuldischen Urkunden kennen au nur vereinzelt, vgl. K. XXVI. 
MüUenhoff (MSD. s. XI) hat aus Urkunden nachgewiesen , dass au nur 
im ersten viertel des IX. jh. noch das übergewicht behauptet; dies wird 
durch Ft. LS. und Wk. bestätigt, welche ja schon in rücksicht auf die 
erhaltung des -m (vgl. MSD. s. XIII fg.) in jene zeit gesezt werden 
müssen. 

In den Qbrlgen denkinälcrn finden sich noch folgende an : forcauftOn Fgl. 36 ; 
canfent 145 (gcsloulit 134 und scüq (habitu) 37); Fb. urlaub 12 (nrloub 12); Lb. 
gilaupta 20 (giloupda 2U, gilooben 20. 21); 0. kauf II, 11, 15 P. (ausserdem in 
augustinus, paulas). Zweifelhaft ist das an in slauh (spiris), SGr. 268* und K. 
XXVIII hat daher au diesen glossen mit recht ganz abgesprochen. Fs i»t jeden- 
falls slüh zu lesen. 

ou wird cinigcmale — abgesoheu natflrlich von den fällen, wo dies gemcin- 
ahd. geschieht — zu ö verdichtet. Die belege sind brütlöfti T. 125, 11; gilöbit 
82, 10; gilübtun 131, 12 und vielleicht hurolobLbs. 4, wenn nicht in leztorem falle, 
wie vielleicht in urlab IJd. 27 eino art assinitlation anzunehmen ist. 

Für ao steht oa in gioadeger SG. 2(j3', vgl. aotac Fa. kaaotagüta Ib. — 
Harczyck (Hztschr. XVII, 79) macht auf an för on aufmerksam, weicht s sich bei 
T. in gnuma 79, 4; cuuföt 151, 2; eruugtun 209, 4 findet, aber stets in ou gebes- 
sert ist. 

la lo la le. 

Tatiau. 

iu wird zuweilen zu ü zusammengedrängt: scfihenti 13, 25; ttiridu 90, 6; 
gistrünis 98, 1 , in lezterem ist i übei^eschrieben. 



fits nTfTxmXvK. uirmjuai ot ex. 3»mn. 



3W 



tri nr ju Hihlct >icli nur iu tlcni Km. (x. )> I», Uu 33 (äh 3»t, 2 S) uobcn 
Ijor «rxcheincodfin fLir. uii rßr gow^^btiltcliva iu brgcyuvt ••' "n ivoliis) i.li :;!Ch 
trfnuan 111. 17. 

io QuJet aicb aiuut-r als Wf;. brcdiunff vuu hi busouder^ im )irt. .|.ir clj.?tual.i 
Mduptlclvri'uiluo vcrbu mil «viirKcUkufuiii », die ^>i. im pnt. •> nufttvUca und Imi 
ftllim mit wur7.<--ltii(rt«]n u: iiui<)r 10, U iinw.; rlaf 71, <j n&w.; Uof fi^, C u»w. eo 
t«cfi?ff"et «iuftir uiir üi rö^if (7m. üi )*t); lo nur iu liiouuo U6. J (hio üS, 5). Fur- 
oer ist io niui ultcni «<i (•=»«) cotwickolt, noi aclt«'» (iadot aich UL>ch ü» und zwur 
Itim. in }-iT (nootuun HS, 11': 101, 9; ucigllUi M, 7 nnw.). Ansttordoni bi^cgnct eo, 
«Uler fjut uai iti }i). uucli Itim. n. b. ÜieoMnu äl. 12; U'uf S7. 3 usw. (S. 30.) 

I>i$ von B. 3lt ftlji „anailAlirnsvroisv uii^ul)p>cbi;De" auf^'efnlirtüu ia küuDca 
lolt aiutialtuic v»D niiiiiiaii 168, 'J vit'lK-k-lit ttunrb asbiiiülatif>ti lui vi>raiij;uhundo 
itdvr rol^ciidc wOrttT (itithiii. niiuui, iamiiti) erklärt wiird«*!). 

ic Tovbriiit linti]>tMclili<-li iia jirt der titioiiinls r<>diifilicirrnndon vmrba mit 
nnrzL'lhaftüii) o, itcr»i iirN«t:nfivi>c»l |^t n tn j'ositiuu (n in fnbiiu, hölmu) ndor Ä 
ist, luid bei allen mit warrcUiancm i: hielt 7L>. 'i nsw. ; ttvng tH), 15 uüw. ; bicDjpn 
900, 4 UKW.i liHcaua 43. 1.^2: iiilri«t 122. 1 {xu iitträUii); hii-z ö. 12 usw. Kbciuo 
Ht«bt Ip mit 2 aus null raxit |v^l. iinti'it) im itrl. ti>u f!itDt;ait. ferner in fli^bar darrh- 
Heg, in hier (dwli i>l, 2 bir) und in fi«r«iK 117, S, fu-rutilt 114, 3 (syiist linr). 

In y erscbcinl i: fiir U: in t'<'"g "7- "^ '• •*"' •*: ferner iit'man S7, 7: ncunibt 
ifi. « (sonst nio-) und viollcicbt tb^'ui-u 'J7, 7. (f^.-lP.) — ia llndcl sieb nicbt — 

Otfri.l. 

PQr in, «Im in einer anzaiil von w&rtorn {r^l, K. 4f>f>) nbcroinFtimniend init 
T. Aupurblicsdlicli crsobiMnt , tindri urh ü nur in FOi'int 11. 11, 108 VF. 

ia aii Mig. bruL-bnu^ vuu in llnd^-t sioli tn 60 fiirnteu do!» {Ha. der Blilnnten- 
doD rerba mit wnrzcIvurAl u. K. 12; fcmiir in drbgari liiafo, iu briaf 1, 11, li 
VP. und gibiialV' I, 11, 5« PF. (V K^brlefW). 

Budoders ab«r b<'gt>gDGt ia im jirt der ehooials reduplicicnndon rerba und 
xwor atuiichlic^alich bei dou^n lidt wurzelvocal n, Welche güL im prs. a in |K>iitt,i(>n 
uder u habe», und hei ntlfu mit wiir7.<;Ivucal i; xuui },''ri>i)tun IcU bei denen luit 
worztilvueul u und denJL'!ii;^*eE mit wurxetvocul u. welche gai. im pnt. v anfwciücu. 
Von yrntur-ju sind uur auspeiionmiou das Ter*imiclto lictan V, b, 3 VF., wu\ T<r»n- 
lust dnrrh diu rorliorgohcndc id (sonit tiaf 111, 1, 13 udw.) und biroQui IV, 4,59 
birunulA II, 7, 18 von tiAao (vgL K. 30; gtttxa. IV, 821). Von Icxteren lUAcht nur 
räUn. welcbQS ita. prt. lim. io (K. 15) Dcbeu utwa ISuialigem ta xeigt, und iuitn- 
tao üiuc ausntüime. r>)D dflm I, VA, \b dio r<>rni intri'rtnn nir gewt^lioliches intriat 
(I, 4. 2i usw.) Ijej-fjfuft. — Ftfmw steht ia durch im prt. tdd gangan. — ia ist 
dchlien^litrh aiiit üa miv) entwickelt nud findet sieh fast dorchweg in den coioiiositift 
iaman lamAi iaautht uehst itireii itcgatiuncn. K. 470. 

Io bU'M ftU Mg. brvchung durchweg in einer reihe toii worteu. die £.468 
iiUfü&hlt. Ferner tat io aus in (tüv) entwickelt und steht anssclitietislieh io io nio 
trio io^niuir sArio ioiinnnnB auio; flherwiefienii in io^Uh iopimödar (so nach K. -170, 
do''i !i Jeztercs wiirt nur dnn-h iajouniMlar IV. 9, 11 m belegen) und ia 

HUI ■ha n, 4, 70; uuialib H. 1. 11 VF. uuielih P.). 

ie nndnt »^leh als mg, brctbung in ^> furmeu üfs prs. der ablaateudcn verba 
mit wurxclv')cal n (rgl. oben», doch dtets nor vor u der Hexian^udung. Abgc««l)cu 
Tvli d«a gleich n crwälinoudeu ttiirtvm, iu wclcheu sich ie neben io ia findet, 
begogiMt ic Qttr nudi in: bicgt^D V, 2!>. 61; biete ü, Id, 30 (zu biol » meoaa); 



854 

liedes IV, -1, 54, von welchen Wörtern wüiterc formen niclit belegt sind. — Fflr ie' 
steht i in (lihOiura V, 23, 75 (.öfter iii F. vgl. K. '158). — ei für ic steht in reiton 
IV, 2ö, 9 P. 

In einer anzalil von Wörtern weclisclu ia io io (iu) und zwar: 
iu ia io i<! in linb und seinen ableitungen (doch steht nur liublih und Ton 
linbon IV, 35, 22 ahgesehen nur liobo), während sich sonst bei diesem worte ahd. 
selten ia in (T. liobo 14, 5; leobär 91, 3) und ie erst im XI. jh, findet. Ein cin- 
fliiss des vocala der flcxion läüut sich nielit constatiercn , denn ea begegnet z. b. 
nebeneinander Hubes V, 10, SU; Uobes II, 19, 28; V, 23, 23U u. Ö.; liabea V, 20, 
H)3 V. ; liebes V, 23, 42. 50 u. ö. — io ia ie (iu in F.) wechseln in sioh ; ncbeQ 
irsiachc V, 23, 137 VF. (irsieche P.) steht irsieche V, 23, 250 VP. Dagegen findet 
sich nur siuchi. — ia io wechseln in Hobt, thioma, scioro, diof, — io ie wechseln 
in tbiot (ie nur vor e der flexion. K. 4G9). — ia ie wechseln in fiar, wo der diph- 
thong durch rerschmelznng zweier Silben entstanden, and in hiar miata, tiara, ziuri, 
in welchen er aus ursprnnglich einfachem vocal entwickelt ist. 

Fb. liogannea 5. — bihielt 9/10, lioz 10. IG. intjihieng 12/13, gihiezi 15. 
forliczi IG. In A steht dafür biheilt fnrleiz intpheing gihe'zi forle'zi. — Fgl. ii f. 
iu in lübön 15, lüba 49. — cu in leumnnt 93. In genui- 42 liegt dagegen wol 
einfacher vocal vor (vgl. gowes LS. I, 3). — io in biore (conuiuium) 41; co in 
eouuisti (cssentia) 14 und anagizeot 50 ans anagizawit. — ia ie finden sich nicht, 
da weder in uuiari bitlüan uisean, in denen h ausgefallen ist, noch in cnndJc 
gcuntuiirtic die annähme von diphthongischen lauten statthaft wäre. Für ie steht c 
in gemiiiirC'stä 43, gemetcn (conducere) 85. — LS. doonoste 1,3; feorzug II, 4; 
eowiht 4; weo I, 3. — hwe 5; beer I, 3. — gl. ID. arsiochet 500". — spiegal 
499". — gl. C Icühtor 977*. — gl. c.'' Uod 979*. — dienamo 979\ — Wb. dio- 
rcrun 29. — vier- 17, gien 23. — Mgl. ü f. iu in lübi (dilectionem) 284''. — io 
in violic 287, d. i. fihulih ist wol ebenso wenig diphthong wie ia in wiari 287. — 
mieda 283'', uierdeling 284', gemicdan 2S5'; forrict 285', gigienc 285 ^ ausserdem 
nieht 280*, das sieh sonst nur in jüngeren dcnkmälern findet. Tgl. Qr. I, 734. 
i ist f. ie eingetreten iu libor (tolcrabÜius) 283''. — Mb. liogannes 5. — bogicnc 

10, gihielt 11, niiitpliiec 12, verliez 14, gchiczi IG, ferliezzi 17. Über thien vgl, 
8. 347. — Ag. io (i= aiv). — Rh. hialt 28. — siehhcro 19. — Lb. siohero 17 ; 
priast 44, liialt 28. 30; priesdä 31; hielt 2G (vgl. jedoch MSD. zu LXXII^ 26). — 
Lbs. fliuc 1, (so in MSD; das Pfeiifersche facaimile hat deutlich iluic) dagegen flüc4. — 
Wk. IJemerkcnswert ist niuuuiht 72. 77 (vgl. niuman T. 1G8, 4). ui für in in fuir 
10t). — theonost 37; eomannan 25, eouuihtes 32, eogihuuolih 53. 69. 100, hnuco- 
lih ,yj. — Lid. thionöt 2, lioth 4G, hio 54. — hier Ü. 37; liotz 11, hiez 22. — 
StJ. In piulUda 263' (Pt. piuuillida) liegt wol schreibversehen vor. — ü für in 
in cr8p(r)viz7.it (subnixus) 2GG' vgl. inf. kisprüzan Gr. VI, 401. — kiol 24G'', aiT*", 
grioz 248', 2G8', kio 249', lliod 2G8'. — lliega 263", ziegcluu 307, forlicsa 269', 
stiefson 270", rictaceher 291'- — ei für ie in meide (condnctus) 2G9' (so Diut. 

11, 180"; llatt: meide). — Pb. liagcnncs 4, gihialt 10, fiang 11, 13. — 

Kin nicht uiibedouteuder untorschied zwischen T. und 0. zeigt sich 
im prt. der clicmalä reduplicicr enden verben. Während 0. noch fast 
bei allen den volleren diphthong (iu seiner södfrk. gestalt ia) bewahrt 
hat und nur in wenigen formeu das charakterlosere ie eintreten lässt, 
ist lezterea im T. bei 4 klasseu dieser verba bereits ganz durcligedrun- 



vea uuaanlSK.. LAOnTAMu lu lx. jabbo. 



.1&5 



Jen uii'l io. neben welchmn auch ilaa Sltöre oo erscht'iut. toxi sioli 
nar in den 2 weniger /nblreicL vcrtreteuen klussen erbalteii. — Von 
den kleineren <lenkinäk>m stimmen, so weit die wenig zahlroiclieii bologo 
die« erkennen liiaseu, mit dem gebrauch in T.: Fb. Wh. Mgl. (riet 
kent allerdings auch 0.) Lid. ilit 0. nur Lb., wenn man von hiell. 
ah«iehL — Ig. bietet nnr fi^nc (l>); tirlt^asasi 31, 1.5; hreoAm 19, 2. 

Aas gut. aiv entwickelt tiioh ^o, eo. io. Nur oo (@o?) kcot h., 
ihm kommen am nächsten Wk. and liS.: iitir noch 16m. finden wir co 
bei T. und Im. in Fgl., in sfidt'rk. donkni. nirgends. 

Dasa ia nicht aof da» sQdfrk. beschrflnkl war, sondern auch im 
rhoiufVk. aich fand, beweist hiolt Kb. und hear firleazssi bei Is. bestA- 
tigt es. 

Die rnsammendrSngung de» iti zu ft, welche T. (3). Fgl. (2); 
M|jl., Ll>s.. O. je Im. aufweisen, iat fhcutio wonig wie die des io 2U 6, 
wt'lche T. (5), Fgl. ("J), LS. (1), oder zu i, welche T. (inr '31, 2), 
Mgl. (1), 0. (1) zeigen, eine speciell frfc. erscheinung. Bei Is. ist davon 
ktiiio spur. 

Sicherlich liegen nicht Mosso Schreibfehler vor in den eii welche 
sich ßr scßundäres ie finden: Fb. A. (5); SG. (1); Ü. P. (1). Daran 
reiht sieh Arleizssi Is. 27, 13, vgl. jedoch 8choror in dor loitscbr. C d. 
flstorr. gymna>«ien XXIV, e. 295. Ebensowenig in luir für iiur T. (8), 
Wk. (1), vgl. Scheror il a. o. s. 2H7. Freilich darf mau in dem Vor- 
gang keine mechauischo Umdrehung oder „mctalhoBia'' (vgl. Kuhns 
KUchr, X\'^III, ii7I) sehen, sondern es liegt hior eine andre entwick- 
luug vor, vgl H. Kfiekert „künig Rotbor" s. LXXIfl. Dergloicbcu ftu- 
det sich auch andorwOits, vgl. Woinb. agr. 58. 76. 110; bgr. 79. 11 1 

„ uo na uc (oa). 

Tatiun. 

Pftr ffowolinlichos nv (£ nur noch In aaratötao 89, 6; •«tnotnn IM, T) steht 
% aicber nar in toanii H8, li; nter citiigo tiiidiu wvrt«, in dienen uo Aiif rasor 
ttdbt , v,i;l. 8. 17. — Für au tinilct uich ii> ia liucLiTiu 18E*. 1 : 20ä, 3; riorta $8, 1. — 
oeselKiuIwr un cj. tncs^d), -o yl), Bount tuoH -o, obtinsi» ui iu tuia 117, 4, Btiuattaa». 

Otfrid. 
DA Ut il<>r hcr»cli«iid6 vortreter dcH alten 6. Für aa crsobutut in V. jra m 
jrimraM S.3:>; lU. ü. •^6; 22.;i7; »>ai!o 111, 5. 2ft. aaHficrddin in P.14m. boi raant 
und 1 III. bei aiiaz. vgl. K. Aü\. An 3 vutx dtm I stuUi'ü tii V. idt y Abtit^iK-lirifibon. 
DietKx utofitiad, vcrtiamkn mit ilcr hcsrhrüiikung Jcs ya aar 2 bostiiDt(> vrurtts 
Im»vu uüL irröntirr waliMchcinlu-likcit Afu grund dos ya in schwimkenilcr und unbo- 
rtitutcr rtOhnprai-liu ■m*bi-n. Vfrl. üben tibpi- jr-. — no fiitdot «li^ih iu VP. fiu (von 
Kölltffl liL'Ioiiiu fr.. UiJ) i»! (irliti'jrtit IV. ö, 17 xa ttrcifhon; im t«t Btpht lirhrwrtii) 
vor elDt-m <i .Wt f..]ycinlL'u «Übe. lia. (bluotuun !, ü. 2T) vor n. — qo tindol sich 
MMcr In ditcu. daent, üw, dnct (K. Uß) 17iu in VP. und zwar nur vor o der 
foIgvoJen tOho. — ui tiadot sich Dar iu daiD> daist (giduu : muos III. 7, 7:^) dait 



&6G 



rnmon 



(bftutlRvr ilaaL). — oh h^i'},'ntt nur in K, — Kiiiipitiiftl urwheinl « Wr «»: 

IV, -ia, aJi voiiTiui Ui, äl, 45 V.i bliiBiit V, 3». Uli. (t.ly.itt III, 7, Gi; V, S3. 

273); mtiKUi V. «3, JöJi mfiüa V, ÜS, 153; Wögt* II, 4, IW VP. (Itlm^gu IM. 

Fb. HO (r.). liaHir hat C. jö Ui ijUiiycoi -1. olliiiy-wiin 10. — Fffl. buuhti 4, 
xuoiuicliu 7. tliK'iuouvi* (,>*ic) W. arrutif* 121, aiidi hhmIIIi 13 wt wul = waohh trL 
uau '1'. 88, i;j i^'j) iirlicQ vvuo, — na in iiuiaa l4l. Im i' ^. 

fltichuui 11. nnntiiittöiii lt>, BMhcnt, arV'rlitiniic ',iH, hf'A'üiii: ' < <n 

I.'tui. — FL bliiostruiii (2). B. Iwl rinftlr Im. Itlnuittruni. — lü. niiintw II, 4. — 
(Ittoit H. IJ. — yl. n», HO (3), auMvnlvm Ut aoch nwi öW wol -= won. — 
Fl. Ir. nuöh (tm«;«tiü)." - fl. c." iiü (7» — ei, eJ* ao (10). — ö «t oü In Ikc- 
BotUl WS» am) ii'iltiiiuU» aui-li in iinrwherü nTS*-, liu sonst w uiuu«r duwli nti s^-'Ä"- 
büti bt (vgl. gitoniuni l'iK', liitjniungaii D70*, -nanrrclütiue 979"). — r«. noi*fi- 
itiuota. — gl, Eb. hiinrin, iu fftr iiö in gioliclii. — cl« A. hü (i). — Vfh* ao 
(11). fi f(ir au in migifOn-s 'JO, v«I. jtJocli MälVzo LXXVI, at*. r)ber Uuuxtai 18 
tä'I- M81). 2u LXXVI, 18. — MkI. uü (10); OD ui vueliMi) ystj" «w.; r, ffir uo hi 
9^<na ätö" (t in der bx.). ZweiroUiart int lit'^tdCom (ho dio hs.) ä8öS dii<-li tut ~ wvl 
nir ei» «berjffvscliricliouL'S v lU ndioiCD und IicnlitDiti tu lc»tu, vpL j*«l»cli Moiw 
„qncllcu un-i ror«cIinii|;cTi" f. 274. ft fiir u« io a* S«6'', l»K»il«3 'MV; gttsli-nio (4Ir) 
= animiufiinior csU L'H7. — Hb. ao (6). — 81. uw ()i). — Rfc- "» i:')- — Lfc. 
uo (H); u« iu (fihiieucn 18. — Wk. un. (15): aas o* i»t ni corripiirl iti j-ritit IW 
(goat itti a. ('.). nu bi-gcgnut iu guodiu 8, fiuochiH 22, Authmort 3ti, iuuoUt tM. 
In guodv« 22 ist ao aus du gubcBmirt. — SM» uo (10). atiul t! )«t Inuidi^rbriflUiih 
nicbtsicbcr Anidt Host slnyl. — 80. ua (25); Hir nmaltilin (vwitlhoR) 2UK» wini 
uuÄttiUn, QD&Ulia xn IcBon »f>in. ao begebet nur io biio 24$'. tic).Hdnißsi 3f»9*. 
ruwifaro SC,'- (niiiz 2t;4», 277'). Nldit 8«lteti lii ' - ': liiil<rth 24*1", ItAflio 

(duiieij) 2ir)'', liiif (ftiimr) 24ö'. gKinönW 2t;U', {-^^ ). Limiuzo cma), lirAli 

277*. VicUüiebt gcbürt aacb -buim 2U'" (Pt -buAii) iiit^rher. ö fBr tui iu odiui*« 
24ä\ d. i. ovcbsua (Or, 1, 14U) uud viellvlcht 1d iiobin (canalibu«) 24ti* t^l. i>ii<«^.- 
•- rinn« Gr. II, 1107. — Fb. nn (4). daTttr ü in olftiu&son 12. 

Ddd Übergang von ö zu den ahd. diphUioiigen bat man sich wol 
so EU (lciik«ii, ilasa ö zu Q verJuni]»fl wurdo und zu dii^seiu daiiu, um 
scmen eigcotou cinlgerniaasou zu erhrdion, ein voealifMjlier »ui^-hnclilag 
trat, der sich, je uaoh der ueiguug des dialtikts, als o oder nls a dar- 
stcllL Dieser kutH'tchsel ist in onseru denkmAlt-rti fast vollstAndig 
durehgodrangoü. Nach dem l3maligon ö in Kgl (4 uo, 1 uü); farsA^ 
hit uudchcn) gl. c' uud moolor I*S. (kein uo) k5utc eti scheinen, nia 
üb da« ostrrk. diis alte 6 länger bewabrt habe, als die übrigen ol>erfrk. 
diiilektü, zumal solioii bei Is. ft iiur noch ün». neben .**<) uo begegueL 
vgl Weüih'dd s. G5 fg. Doch spricht dagegen einigwioassou der lun- 
»tand, dnHS, wio MflUenboff (MSD. s. XI) nachgewiostMi, uo in den 
namyii der fuldir*ch«'n urkuu<loii iM^reits im ■ des VUl. jb. flbor- 

wiogt, wenn suhou ö auch im IX. jb. nocli i bt-gcgnet 

Wati nun die butdeu Tormeu dt» üii>hthoi]gs : no und u:i anhingt, 
80 ist vfol nicht arizunohintiu , (hws ua im oistfrli. jemal« vorhamleii war. 
Die von MäUeulioff u. a, o. aus fuldischcu nikunden iiacbguwioi>enüu n» 



DKR OttmytUKK. LAOTHTlXn lU IX. JAAIUI. 



367 



cJ^nnen nieinor urifticlil unc.h um ho weniger ihs gcgnriffi) liewi'iäent 
a.\ä sie schon %a iliiibiLUrf 2oit bei ciiiigcu äcbrciberu gar nicbt oder 
(locb sehr twHeii vorkoniiiivit Wciid wirkliob einru;il wa im ostfrk. 
ge^oltou \iMU} — iiacli MriUeiihunti »ULtisliadton .itigaboii müHte dies 
etwa in der zeit vor 840 gewesen sein — , so wflrdcn die ostfrk. donlt- 
iu3ler »iclior mebr B{>urc'n davon zeigen als dio beiden armseligen 11»^ 
eins Im T. und eins in don Fgl.' Wi<nu Mülbnihotr (MSI), a. XVtl) in 
der consoqneriz des uo dem na g'-gcnftber ein charnkteiis tisch es merk- 
nial der diiUekie von dem Main/or jjeliiet aitwArls »lebt, so ist dies 
ülclier im gunzen zulretfend, doch dflrflo die begrenzung otwas zu ä^Jirofl* 
Bein, MfiUenhofT wird so genötigt, die Kl»., deren consonantismns mit 
dem der rbeinfrit. denkmitlcr ttUmt, auä dem gebiet des rbeinfrk. zu ver- 
weisen. Ausser Ul>. weisen an anf: Pb. ditrebweg; Wk. (16 na, 4 uo); S(J. 
(ä5ua, üuo); (). mit den erwähnten aufnahmen. Ks miterliogt koiuom 
Zweifel, dass das sfldfrk. nach uo neben ua kante; die otfridische regel, 
dasH UM nur vor folgendem [nj ersrheint, erliüU einige besUtUgang 
dnrdi Uuozotteäbfiäa, ütfdo (ucben uadalräta), Uoto, Uuodolf in Weis* 
senburgor urknnden, (vgl. MSI», s. XV; Kollo Ottr. U, s. XXV), vräh- 
rend von dmi 7 uo in Wk. S(J. nur tluouhtH Wk. zur vergküdmng 
berangexogcu werden kdnto. 

Oad crgebnia iat also: ostfik. nur uo; rhetnfrk. uo (ua); sQdfrk. 
na (ao). 

Dio abscbwäobuDg ans uo na: ae, kenl T. nii'gends. Von den 
übrigen denkmälem weisen sie Mgl. (J), Lb. (1), Wk. (guedos), 0.(17) 
auf. ui- in den furmcn von Uion ist lieber niobt ein dem uo ua eut.«pro- 
cheudiT di|ilitlioug, dio formen siud eutstaiideu, indem der vocal der 
endnng den /weilen bestandtcU des diphthongen der Stammsilbe ver- 
drängte. Bi\ntätigt wird diese annähme dadurch, dass 0. dieses ue 
meist nicht acceutuiort Vgl. auch K. 4ü3. 

Ganz wie mit uc verhält es sieb sicborlicb mit ui in tuis T.; 
dint!(t), duit 0. 

Für uo begegnet io: T. (:J), gl. Ez- (1); yo: Fb. C. (2); ferner 
ya für ua: O. V. (4). O.P. (15). Üamit vergleicht dich auch ßuozun 
Wb, IH. Umlaut liegt wol hier nicht vor, jedenfalls aber deutet die 
schrribung uuf ein schwanken der ausspräche /.wischen u und einem 
hetb*ren laute. Diiss i eine „dumpfe ausspräche" andeuten solic. wie 
S. tj'j will, scheint mir wenig glnublii-h. Auch im alem. begegnet did- 
io, ia, vgl. Weinh. agr. 62. G6. nicbt im bair. 



1) blButiom ü) da Spcir«r lis- des Vt lUllt dem sc>ir«iher zo. 




868 

ü für no ist eingotroten in Mj^I. (3), Pb. 
Auch das alem. kent diese vcrtrotung, doch, wie es scheint, erst in 
späterer zeit. Vgl. Weinh. agr. 48. 93. 126. 

Es erübrigt nun noch über die allgemeinen erscheinungen des 
vocalismus: umlaut, sog. brcchnng und assimilation im zusammenhange 
zu handeln. 

I. Umlaut. 

Der einfluss, welchen i j auf den vocal der vorhergehenden silbe 
übt, erstreckt sich in unseru denkmäleru durchaus nur auf kurzes a 
und auch bei diesem ist er noch nicht ganz vollständig durchgedrun- 
gen. Doch ist das hindernis, welches sonst gewisse consonantenverbin- 
dungen entgegenstellen, schon meist überwunden: giskofti T., krefti 0. 
uueltis giheltit 0. heltit T. ensti 0. gispeusti Fb. usw.; nur ht 
scheint a meist noch zu schützen: T. hat nur mahtig, 0. mahti unmahti, 
mahtig, doch findet sieb auch schon mehti (: krefti) II, 17, 22. Über 
die einzelnen ausnahmen, welche T. 0. aufweisen, vgl. S. 29. K. 439. 

Der nmlaut, welcher bei 0. nicht selten (16 m. in VP. vgl. K. 439) durch 
ein inkliniertes ih iz (inan imo) in der Stammsilbe hervorgerufen wird, ist bei T. 
nur durch mcg iz 134, 5 zu belegen. Auch die andern denkmäler bieten keine 
belege. 

Im wesentlichen ebenfalls auf das frk. beschränkt scheint der nmlaut, wel- 
cher im n. sg. f.; n. a. pl. n. von al auftritt. T. weist 4 elliu und 4 ellu auf (5m. 
in (t((), sonst steht alliu allu. 0. kent fast nur ellin ellu (allu z. h. I, 26, 10). 
Ausserdem findet sich elliu Wb. 30. Auch Is. bietet elliu 23, 3; Silin 37, 16 (allin 
31, 10; 37, 30). Es ist klar, dass der form ellu ein elliu vorangegangen sein 
musa. Auch Willir. kent die umgclautcten formen z. b. XX, 7. 8; XLIX, 10 (cod. 
Vrat.). 

Schwanken zwischen uingolauteter und unumgelautetcr form ündet sich ausser 
bei al nicht hänfig. So bietet T. alles (alioquin) 133, 6; 163, 4; oUca 56, 7. 8; 
manigin S-i, 4 (2); 89, 1. 2; 97, 7 neben menigi durchweg, menigiron 87, 9; 124, 3. 
"Wk. hat mannisginimo 88 neben menuisgi 89. 91 ; 0. baldi IV, 13, 30 neben beldi 
IV, 21, 14. 

Zu erwähnen sind schliesslich einige abweichende hezcichnnngen des umgg- 
lantcten a. Hierher gehört vor allem hairra (saccus) SG. 249" = harja; zu haru, 
flachs (vgl. airin oigi voc. St. G. ailliu Can. 9 usw.) 

Auch ei in hardheiuui (ypericum) SG. 291' (vgl. got. havi), wird hierher zu 
rechnen sein und ebenso wird sich ei in gisceifti 0. 1, 2, 26; gixcciftin 111, 21, 18 
F. (: krefti, kreftin) beurteilen. K. 465 sieht dagegen in demselben einen s^cnndä- 
ron Vertreter des e. Über einige andre bezeichuuiigen des undauts e vgl. ö. 44 fg. 
Hattem. I, 245. 

II. Die sog. hreehnng (a-nmlaut). 

Wenn einerseits mit recht ziemlich allgemein anorkant wird , dasa 
es nach den resultaten, welche die vergleichende Sprachforschung zu 
tage gefördert hat, unmöglich geworden, die ansieht Jacob Grimms und 



um DitmpBitnc. (.AtmTAKP n ix. Jintui. 



»&9 



HolUiiianii» i^bdr tue sog. Itret^hnßg iu Hlleu Uiren teilen »ufreoht zu 
orhalton, so geht mau aiuhi>r8oits m. (?. xn weit, weim mun dieselbe 
mit atumj'f und sliel aiisrottea und, wie dies» Ijesonders Uezzenlier^jer 
(„Clwr die a-reilitj dos yolisciiiMi,'* 1874) yeUn, di« (jikluruiig der in rede 
ütelu'Qdeu erschein uti gen des germanisdion vocnlismus ganz wo anders 
suchen zu mOssoti glaubt. Pas einzig jfiobere remiltat von nezzeuInTj^ers 
schrifl acheint mir der ausfülirliche iiachwei», dusn aU'h im gerii). über- 
einstimmend mit den Tcrwanteu sprachen aUH ursprßuglichem a e eui- 
wickelte und dieses dann wahrsclieinlich erst in den ein7,elsi>rai;lieu zum 
tuiÜ in i übergieng, ein glidchea aber für das auä a cntatandcnu o, n 
sich nur vennuteii lä^ät. Dage^^en »tcheint mir sein erklärungHvervudi 
ganz und gar vcrrehlt Wenn man auch die mriglichkeit zugcbcu 
köiite, diiss i j resp. u ein vorhergeheudea o resp. o zu i resp. u wan- 
deln — 68 würde dann eini^ assimilaüou vorliegen — , dass ferner da« 
u-Umbrc der uasalou o in a umsetze, (obgleich dies die analogie des 
afrifls, ags., welche a vor nasal in o wandeln, gar nicht beweist), so 
\&t CS doch geradezu mystisch., in wie fem i J ein vorbergehendeü o 
zu n. u ein e XU I, ein nasal mit seiner n-fSrbung ein e in i umzn- 
wandeln im stände geweKen sein iioUte. Auch der dein I zugesobrie- 
bene cinHuss auf c r^cheint mir, für das hd. wenigstens, illusorisch. 

Obgleich die ganze frage wol noch nicht vOUig spruchreif ist, so 
meine irli doch, dasa man die mitwirknng des a bei dem voi^ang nicht 
wird in abredo stellen dürfen.^ Ks scheint mir uiizweifelliii(l. dass die 
germ. gnmdstpraclie violibch aus a entstandenes o und vieLlcicbt auch o 
kante. Diese beiden vocale aber hatten wol, wie dies hei lauten, welche 
producto der Zerstörung fllteror sind, nicht wunderbar erscheinen kann, 
einen wenig energischen klang und als daher das gorm. begann, eine 
kovurzugimg der sUtmmsilbe cintrcleu /.u lassen, musto sich das bmlOrf- 
iiLi geltend niarhen, an stidlc jener schwankenden laute die spitzen der 
iu dieser ricittiuig lii>gendon vocalo, nümlich i u zu setzen. Diese» 
streben ist im got durchgedrungen, os sind hier alle o o durch i u 
erse/.t; im ahd. dugrcr(.n _ idi bcrricksichtige hier natnrlicli nur die- 
sen — hcrscht schwaukeu: die ueigung e o in i u zu wandeln ist vor- 
handcu ~ ganz evident ist dieselbe in der bebandlung der frcmdwOrtor; 
e« wird hier weit i'ifliT laL e i> in i u umgew^zt als umgekehrt Beleg« 
bei Waukernagel „umdeutscbuog" {kl. sehr. Ul. 273 fg.); llezzeid»erg©r 
tk 10; Gr. wtb, V, 8-14 — , aber es wirkt ihr ein andres moment entgegen: 

1) Mit il«in folgt'iiJvR fltimt, nde ich nacbtriiglicb xn moiiictr frande bemerk«, 

■'i 'Ter (ztsrlir. f. i\. f.stciT. KJiim, XXIV, äsj^ fg.) gv^thtm-: orklÄniiijf im 

*^ 11 ttlKTtiu. Vgl. itucb H, llückert. tfeicU. der obtl. si-lirift-Hiirmlm I, 

»47 fg. 



3r.» 

ditf Hssimilalii-ngkroft des a: wo a sich in (Icr foi.L'- 

fl («rhnlten, wi'il p» iIpiq a nfilipr lif^. iNfithiii : mwPVRlJwc" 

seuhmt des i j odor u noch o o der grund des i u, dondvm die abwd- 
Beiili^it doa ü. Den grund dafOr, dass i n trotr. des fot^cndoQ n vor 
gerainiertem odBr von einem andern cons. gufolgtum nasal i-intritt, finde 
Ich iu der auch von Hezzonlicrgur geltend gemaibtou u-ßlrbuiig dfi- 
nasolo, nbcr dieselbe veranlasste nicht die vrandlung zu i u, sondoj-n 
sie gestittete nnr dem a nicht, seine retardierende krafl auszudheu, 
und ebenso war es in HlIIou wie aizmn bittau der darwi^cheu liegondf; 
i-klung des j, welcher die ein Wirkung des a parulvsiürte. 

Dasselbe streben . »ich nach i hin zu entwickeln, bemorkeu wir 
hei dem aus au hervorgegiiiigent*ii diphthong eu, welcher ahd. in üif»er 
gestalt, von alton oigounamou und ciuigon vereiuzelten spuren im all- 
sten oherd. abgesehen, etwas häufiger nur im frk. des VIJI./IX. jlu 
erseheint. Meist finden wir statt dieser eu co: iu io, weil ein etwa 
folgendes a durch den dazwischen liegenden vocalischen laut, den xwä- 
teu bestandteil des diphthoogcn, gehindert wurde, das o ab solches ZQ 
erhalten. 

Wenn wir nun dagegen urKpnlngliches 1 vor a gewahrt finden, to 
werden wir den grund davon uti'eubar in dem umstände zu sehen liabon, 
dass hier ein schwanken zwischen i und e» welches a zw gunsteii dm 
leztoren hätte entscheiden könn(.>n, nicht vürhanden war. Tia^s tticfa 
ursprüngliches i einzeln m e gewandelt,* kann gcgonGber der grosiiOD 
menge gewahrter i nicht in betnicht kommen. 

Anders steht es dagegen mit nrsprünglichem u, welches sich Dicht 
nur im parte, prt. der verba mit wur/Klhafteni u, sondt^rn Hitdi in eiQcr 
ansaht andrer wOrter vor a £U o wandelt, und mit eu iu, das unter glei- 
cher bcdingung in eo io ilbergeht. Hier scheint nun doch a *■! '<• 
knng auf u geiibt zu lialxm, indem es von seinem hrdiern ei^< m 
u etwas mitteilte und sich dasselbe auf diese wdso uuher braohto. 
Der grund dieser ahwcichung dürfte vielleicht in dem nllzn niedrigen 
eigenton dos u tmd in einer auch sonst hervortretenden Vorliebe des deut- 
schen filr (vgl. assim.) zu suchen sein; im prtc prt der verba mit 
wurzelvocul u moQ wol auch die analogie der prtc, stoluu liulfun ue 
mitgewirkt haben. 

Zu meinem thenta zurückkehrend bemerke ich, dasa oiDO erxchOpfeudu^ 
darstelluug der sog. breeliung im oberfrk. des IX- jh. den mir hi 
vcrgßnten räum ganz ungebQhrlich in anspracli nehmen wflrde, zui 



1) Diu nul» sind zuRammungM^tdlt von Selit«iü1i«r. KzUicbr. VlI, ^iH: XI. 59 
und Roixenb«r)»«r a. a. o. s. tifi. (ßb(!r er — i;oL is^ ttd, «li^ cmo «, aiiUn.) 



Mrtt nniLnnt.<)CK. r-AOTATAim m tx. jAiiim. 



3<>| 



*re n'sulUittMiii "nh iiklit zu gewinnen w;HviJ. (ob iM^ridionl« 

niiuii dalifr, ii\mge |. .i>r/.uhci)c-n, in tlonoii aliwi-ichcml von den 

äbrigcn fad. dlalektcn dor zeit entweder allertßiulickOB gewaliit oder 
neues entäUuili'o isL 

1) ÄltvrtTK tf (aoR uj: stcninn Ktenuna bei T. tlurcbwffg, Uuclt Uat or gi- 
aiimmi ^7. (l Boost altd. nur i in (Ues«iii wort« (vgl, m. (tt«nima; tigs. sleth.). — 
strvtlutift» T. 113, 2, sotiiit 8triiluii(i;a |5). D&a wort ist nur bv\ T. bolcgt, OUr 
diu nrsi>rrtD|rI, a vgl. Ftck vihch. l*. +11.' 

2) AUcreH eu. co: eu (vnlüft) T. IUI. SO: trcunou 111, 17. Icnrntint Vgl {1.1, 
{U. hat eil &, 31; iri, 25i enuiiifa 11. 5; llengoiidL'tu 5, I). — lläatlger wt eo : Iheu' 
tdoQ T. 31, 13: teof 87, 3: läoht. IcoUr Kl, 3; seoh- HM. I. ü t 93, 2: tli<-onüit 1)7. 7 
(olio nnr in (;l) y^. leulitor gl. C. 077*. doonnsU) LS. I, 3: tbeouirst Wk. 37. 
(U. hatbeodan 1!». 14; Ivogudo 3.^, 3; Icobtc 1>, 29; dlioonfia 11, 7; 33, ;t; dti<*»d& 
(dnreliwog): dhenh UI, 3. 34),) Xat secnndjlror antwicklang betrübt eu, eo (illxtr dus 
prl. dor obemnl» rodn(>IiciorcndL'n vcrbs, «ciwlc über eo jius (,i)t. aiv. vgl. iintor In) 
in folgcDdun taUeu: aaeo T. 87, 3; ucor T. S9, 3. &; Teorzog LS. U, 4 (ftwzug 
I«. 25, 5). 

3) JüngcTäS i: bita U. II. 14, bü, somt nach bei O. beta, bita nur noch 
Cbr. und Sam 31, — wiS \tei U. durchweg, wilu-end Boost ahd. fattt nur likef l>cgeg- 
net ((ir. VI. iUTi). — nibnlnisses O. V, 1*.', 37 (aoiut nicht btilcgt]. Or. IT, 994! fg. 
belegt i Dar iu eompotiitiy vuu iiobul. — initA (mcdu) Sij. 377'', tiaiut but das wort 
sbate • (Gr. 11, (>5H). — nianabirgü gl. c», 377"; llcinbi^'ga S(J. a-l?*, 377' {wiut- 
berg& 276"). Dies«» i i«t zioiplich «ttcn. (<;r. 111. 174 fg.). 

4) Jgnger«H u: burolani; Ltd. 44, sonst immer bora-. vgl, gram. 11, &59. 

leb reihe bicran noch einige fllUe von auffalleaden zeratiSrungcti 
eiDes ursprüiiglicbcii i u. 

meBäalibi-u T 32. 3: meAsctunn; 139, 7 (mia- ßndet »ich b«i T. nicht); nics- 
brahaotÄ gl <•.', it7H*, racabnirbidu i»7ii''; incs/uin|ditl \Vb. 27- Demgemäds ist die 
uigabe btii H. 31* anni. 3 xu bvrichtigon. IHc»ed mcs- ist a\m aat oatfrk- denkmäler 
böMbriakt. — uausta T. durcliw^g: oufswi l.t. dnrtbwi'g (onr IV, U). 3i», 18, 3ü 
WM In V. arai>rtlngUclt uaUsi n^fip. nnisti gcat.'Jiriobtfn); nncasun Mgl. 386'. (Is. 
hat oaiata 3, 14). Wie die belege b«i Gr. 1, lOt^ fg. tcigen ist dies«» e aof dM 
frk. WitcbriUikt. ~ gintte««o T. (SOm.: nur 104, 1 giiiuiDsu, und 236, 3 ist 1 in ü 
corrigitirt). Sonst begcgnot fitcls nur gtauisw. to bei O. Is. (Gr. 1, 111)6}. — nrrtv 
sti T. dnrchfr^g; (Jr. II, TkIB belogt nur noib iirrist IJu. gl. K.: urnisti II. (i. — 
^1^ T. B, 1; urä 0. IV, 31, 35 VFF.; *mu<> LS. 1, 3 Liaflall^iide and von üaa zwei- 
llgen orÄ iu dfm 3tcn .Moineburgcr Sjirurb aijgeflcb^n isoliert«! formen. Ks llogt 
vnl kein InnUidicr Vorgang, eondeni eini* Bbortragung der entsprecbenden 
ondungen des st. adj. vor, wie eine sDletie mich im ii. ag. ni. o., g. sg. stutt hntt«, 

n. 

trühtiii T. (yihJC; trghtln in anfi-,) Uirofilln Fb. C. , 23; trobtin« Wb. I, 90. 
drohtin Mgl. 284^ O. Im draliün. Gr. V, 517 fg. b«logt dieses o uftcr nur aitn 

1) Dm e in br<!ngiUDt<& trg., wcliih(.>9 somt afad. nirgends bogegnet (Ur. 111, 
11)3 fg.), iiit wqI lucht mit MQllonbotl' (Utfi). 8. XU) ala sog. brechungs-e, BOiidem 
abi nmlnata^e anxnaetxon. vgl. Ott. brciigian* 



"Willir. n. Nott. Über dlan nr^riiri^liohe a \^\. Pick TT*, 777 fj;. — obar T. 
neben ubar; obar Fgl. li»; ober Mgl. 2b()"; Gr. I, 83 gibt obar nur noch aas den 
iiiedd. frlossen Pb. und dem cod. Trcvir. des suiuinar. Henr. — üzBoth SG., 263"; 
TV'azzersobt 2G3''. Gr. V], 140 fg. gibt nur noch 2 unsichere belege för dieses o. — 
gifolitu (inticio) SG. 263" (zu an. fiuka). — Neben hnggen , wovon die formen des 
prs. und da.s 6m. begegnende prt. hugita gebildet werden, erscheint bogen, ron 
dein »ich aber nur prateritale formen finden: hogOta (12) und hogta (4).' Von lez- 
terem ist auch gihogtlichOn V, 23, 73 gebildet. Sonst begegnet dieses o durchweg 
in den nur bei Notk. und in den gl. Casselt. belegten bildungen hogazjan hogeznnga 
und einigemal vereinzelt. Vgl. Gr. IV, 794. 796 ; K. 448. 

Einigemal ist auch ursprüngliches i u abweichend gewahrt. So steht ganx 
isolirt sineuua Pt. (Diut. II, 342'') für seucnua, welches Icztere anch an der cnt- 
8i>rechenden stelle in SG. (269') begegnet. — n ist auffallend gewahrt in fngalä T. 
durchweg (4m., sonst ist das wort nicht belegt), welche form sich anch Mgl. 285** 
findet. Im übrigen begegnet nur fogal. (Gr. III, 435.) Über das ursprüngl. u vgl. 
Fick II«, 797. 

Es geht aus diesen belegen hervor, dass das ostfrk. (und teilweiä 
auch das südfrk.) dazu neigt, auch ursprgl. i u nicht unangetastet zu 
lassen. In einzelnen der oben erwähnten fUUe, wie bei trohtiu obar, 
komt es darin mit dem uiedd. überein, in anderen scheint es selbätäu- 
dig vorgegangen zu sein, so bei mes- uuesta giuuesso urresti. 

m. Assimilation. 

Tatian.8 

Am hiiufigaten wirkt o assim. besonders in yJü' und zwar wird durch das- 
selbe a verdrängt besonders in ableitungsendungen (S. 32), aber auch e in -enio 
-erO. {?.. b. selbomo (10) simtigonio (2), einonio, tho^omu; scolihorö rehtorü), in 
fatoron (1), bruodoron (2), aftoro (1) (S. 32); vereinzelt u in nmrmorötnn 0)1, 2, 
sihhoron (3) nclien sihhura; i in ricbosön 95, 5. Progressiv verdrängt o ein a iu 
gotouuebbi (2) neben gotauucbbi (1), gicoronü (1), -onero 122,3 usw. (S. 31.) Neben 
ISmaligem ofTano -ön (beRonders in findet sich 14 ni. ollbno -ün; go- in gnbörta 
79, 13 ist durch das vorhergehende tliö und den vocal des vorbuins hervorgerufen. — 
In unseron (f. -On) sträw'tn 113, 1 scheint eine art reiniassini. vorÄuliegen. 

Am nächsten an Verbreitung ko7nt die durch c gewirkte, fast ausscliliesslich 
rogres-sive assim. Obgleich es liier oft unmüglich ist, zwischen assim. und blosBer 
Schwächung zu scheiden, so wird doch das relativ »vltene vorkommen uuubhängiger 
Schwächung meist für die annähme einer assim. sprechen. Vgl. s. 337. 

Mit Wahrscheinlichkeit ist assim. anzunehmen in formen wie senefcs neben 
senafes; gisehenemo furläzenf-n (2); arlesene usw., da die prtc. jirt. der st. verba 

1) Dass in dieser form wirklich e dnrch einen lautlichen Vorgang ausgefallen 
sei, ist onwahrscheinlich. Dieselbe scheint vielmehr gebildet durch ein sprach- 
gcfilhl, dem die möglichkeit eines hogjau vorschwebt, ohne dass dasselbe factisch 
existiert. 

2) Da S. 30 fg. bereits die assim. bei T. behandelt hat, auch das glossar 
die auffindung der stellen erleichtert, so gebe ich im folgenden nur ansnahmsweise 
genaue citate. 



DBa oaKRTAÄn. ticriTJuro nt tx. jkwus^ 



HDst ihr A hrmhron. <i-^L nnlcra). rriigr<*s«tvi> iareh e gtvit]ito aa«!m. Il^gt sicher 
|tnr in »aflunu Ih^, 2: nocMtk IHU, 19. gitto^fmiH (4J. segi>n6U (IK n^^^^nüta (l) 
iBW. ihu ottjpvt ()ic9i(?r oäsim- EkI meiät b. gtuiz reroißz«ft u in gi'ttf« t!JO. 9, i in 
HU 14ü, 12. Vit ge- für gt- ilarvti diu vurliv^cbcndv haflv burvorgcrarpn stv 
Zitfiullcb hKoliff Ist Terncr die vom i nuD^htDile ansim. . welche cU-nrallü vor- 
](fjnrcinc rcgrwdsiv ist iir<I li.'ritnultirs » erjfriin (S. JU. Doch vprdniiif;t iiifl auch 
X. h. in lelhnliUti in, l iti 78. U). iiFTviirpIii« iltti 44, *^t, torucr ein 

üibptie ir 141. 12. f'hcr gilügit« vgl. ».347. — Prop'csfiiv hat i auf n 

gewirkt z. l>. iu niilliiucn {'J). iniltiliKnrt (11) usw. (S.31); anf u iii aninit 215. 4 
Iftr UDtuat): kaum iu HiUnu Sd, '2 Uomt aibuii): auf o in lü nirstautet bl', 6 (sansC 
|n ;■ nur Tor- vgl S. Iti). ProgrcsaiT^ uad rfgrcsKiva uMiin. liat Rl:itt>;efiiu(lt'n in bUIdi 
[diirolivrcg). fnrüliHril ('\), flngirin nHw, (S. ^1). AufTallc^d »toht hcili;!inne« 4, i; 
t3 ncliHnt si<^li iiit!T daü jedenfalls durch dfts j »dur Ticlnirhr i der nidellitn^ hcr- 
rnrg'ffrufeii« i der ableitani^dKilbi! (v^'l. rioobin-n, jnsQbircn tuw. S. 31) so fcatgesMl 
hKlrtn , daHK es im stunde war sich aai-li deu vocal di-r eodung cuiiugläicliou. 
Jlcrdiiig!^ ttndet sii-li Rucli b&ilitzot (W: bcilaxongü \2). 

B4d<nit«l)i1 Keltuer \A dt« von a Ausgcbtinde assim, R<^rosüiv bat dlcielhe 1 

rndrfliii.'i in miblinla 71, 3: o in n«man tbnz U'A, I; tlda da satb'tta I3ü, 1 (sonst 

inr thar, dar. d.-). thiiv dar läTf, 15 (f. thic d i. ther), Pm^t^-ssiv liAt a w f«r- 

ldrlui;;t in iunAramn W>, 4. AoflallcDd ist nibhoinafrnmo 86, 'i (nun&t nihhriniK). 

i'licr flaiaAJÜ \gl. unt«r 0. 

VXvras Uinßgcr ixt an^Iiailtttian ron u aiug«(*angcn. IC4>gTe8air bat daKsdlie 
?mrkt in simbnlnn {i); nittdnn (3), {iiiiidftni 190, li, sonnt nnidaro nnidoro); null 
lu 173, 1; t*ni)rrc«fliT in tlinrub (tbnnili Hm.); tJiin du 170. £> (f^r tbin do); \tto- 
liv nnd rcf;rva«iv in vvnrxnUin l:), IC* (ntiDrea)fin ("i)). 

]tie i:wlMh''Q ivins. rin/^Mchobcncn bilfsvoeolc richten «{eh meist nach dorn 
[vornU'*£C''hrndi^n n<lt>r ftdgenden roral; a Hndet »tlcb in notierten fonufn unr zwi- 
■cbm r- und o ad«T e und e: nnrubt^^n tll, 3; h«ra]it<i lOTi 1| fenibea 33, 1 osir. 

Otfrid. 

Auch hri Ü. ist II in jjaiiÄ hiTvorraßciidfr wolw als artiver l'aitor luii der 
im. liiHi^iligt. die ttiu b>M '1'. vorwif^viid n-^Ti-^i^iv iHt. BeciuUnnst wird durch 
ri'ifrpMivf »fin o grwirkir ns><irn. in »THtcr roibi* a. ITiTTontuhcltn sind dio ratha 
Ulf -al'tn •aiiüli -ur^Mi, vrolelio fii^t durchaus ihr a i'iul>Qv<:rii. Unter divH^n vinbun 
ftcison in ^1*. nur di^-jeiiigon «dtcr a in der nbk'itnnginilbo anf. Im.*! wcli-ben d«s- 
hulhi* durch gtammbufttiti n üinitfunnibuiou Kt-VcbQzt «rar. So findet sieb nur afalüu 
||[I, -ja. U\i IV, 1, 43 in V.; IT. afolün); samanün fl, 27. G7; UI, SG, \i!t. 47: 
[V* 7. 43; diumoch Int KcIIf'K angalKl R. 4&3 KQ bcrichUfrm) nnd ahgoitofaen von 
tiafvriH IV. 31. 30 nor aUwn (1. J, 10; I». 12 V.: IV. 2C 20; V, 0, 'VM. KriwI- 
mng ik*» u bei rcrbon . deren stiinitn einen andern vucal eiittinll, ist ^nz Aclt«.'» : 
[iuuiilarün 1, I, &) i.o^n«l i](iidop'<n); binefisnüt V, 3, 15 i.i*jQi»t ttcgoiiMu). Zu crwah- 
heu iftt fvrner diu darcbatohendc hoUm (T. lialiSn (ebenso LS. 10.); 2ni. bolOn) und 
^l^viido lercinxelto fülle: raorta thti IIL IS, l>7. m-, ananto thö IV, ll'j, S3; nurto 
Bi'i IV, 18, 4U; «UDO m1 V, 8. 43 P. Sellaer wirkt o regr«uiv auf c: uIIodki 
\. 4. 31»; inottio in. 2a. 10 VF.: söragotiio V, ». 4 P. naw ; bniaJ"tou IV. 13, 20: 
^ 7. W; i^muuu I, 13, r. UI, 14. lä (genui II. 14, 'J) und iu cinlgeu schon h. 338 
n fonnon. — Aiii i hat o repriasiv gpwlrkl in nur wenigen formen: 
IU, 31, 4 (miotibw-r 111. 17. 31*); formnnünti I, 4. 65: anforhufon I, 15. 
(«uiut »itebt «UtK fir-]. Üwotfflholt ist hlgnn^ (^ »oUvtAndii;) V. |0, 13. SO. 
■■maiB. r. Davniran rmtjn.QiitR. m. ui. 24 




^'-Sti I .*:^^m^^.. 



864 pnTBCH 

42. 50. G4, wofür F. 3m. bi^imUt» hietet. In nuunnoaamo V, 23, 5 (unanniaain 
IT. (J. 11; V, 23, 20) nntl fri.losanio L. 2!t (fridnsaiiio IT, IG, 25 VP-, fride- P.) 
scheint reimassiin. vorzuliegen. — Für die von o auf ii anagetilitc regressive assim. 
weiss ich iinr manimonto (uiulliter) II, 14, 42; III, 19, 20 n, ö. (neben mammniiti, 
luammanti), ferner thi'isonton III, G, 4. .'>.? (sonst nur nnflectiert; tbüsunt) uod fado- 
mon IV, 29, 7 (vgl. unten) anzuführen. — o wirkt schliesslich regressiv auf 
die (liifhthonge ua ia; über uo vgl. s. 355 (bluomun sclireibfehler oder halbe 
assim.?). — 10 ist nicht in dem grade durch folgendes o bedingt, es findet sich 
meist an stellen, wo von a.ssim. keine rede sein kann. Doch ist Icztere wol als sicher 
anzunehmen in formen wie zioro (10m.; ziitro I, 2, 41; IV, 28, 8; ziero I, 4. 19) 
gegenüber ziara I, 21, Vi; ziarara II, 10, 11; ferner scioro {9m.; sciaro II, 11. 49) 
gegenüber gisciari IV, 12, 44 und miotüno V, 19, f)? gegenüber miata III. 14, 
100 usw. 

Progressiv wirkt o, so viel ich sehe, nur auf a. So in botoscaf II, 13. 7; 
fürosagon I, 5, 19 V.; gotomiebbi V, 19, 4(1; lobosam III, 2G, 13; IV, 1, 39; obo 
IV, 28, 20; H. 131 usw. In uuorolt, wofür nur V, 1, 2 V. nuoralt sich ändet. 
scheint die assiinilationskiaft des o und der einfluss des I auf a (vgl. oben imtt>r a.) 
2U3ammeiigewirkt zu haben. 

Progressive und regressive assimilation hat stattgefunden in uuolkono, -onon 
I, 5, 6; IV, 7, 40; 19, iA; V, 17, 40; offono U, 20, 12 usw. durchweg (K. 373): 
ofioniin m, 15, 23 usw. durchweg (K. 4,52); östoron - Ano III, li, 13; 7, 5 usw. 

Was die von o gewirkte assimilation anlangt , so lässt sich auch bei 0. nicht 
in allen fällen genau entscheiden, ob nicht ein einfaches herabsinken des vocals zu 
c vorliegt. Unzweifelhaft scheint mir assim. in formen wie fohes I, 12, 2; 13, 14 
Q. ö. (fihu I, 11, 57; IV, 5, 3. 7); niucues (nuper) V, 9, 19 (niuuanea III, 20, 7G): 
offenen -cmo HI, 21, 33. 85 (sonst ist nur otFan, offanaz (2); ofFonoro (2) oftono (7) 
belegt); keiscres IV, G, 30; 20, 22; 24, G VF. für keisores in P. (vgl. s. 338); 
mammenteru IV, 11, 25; sorgilechemo IV, 35, 32 V. (sorgUichemo PF.). Durch 
regressive assim. ist wahrscheinlich auch za hervorgerufen an folgenden stellen; 
ze ther I, 6, 2; ze tbero I, 11, 62; ze herzen I, 23,27; ze theru IV, 27, 2. Sonst 
steht in Vp, immer zi. — Hervorzuheben ist schliesslich, dass e auch auf die 
diphthonge na ia seine assimilierende kraft ausübt. Wie uo nur vor o, so findet 
sich ue (von ducnt usw. abgesehen vgl. oben) in VP. nur vor folgendem c und auch 
ic begegnet Torzugswciso vor c, besonders in den formen des pracs. der st. vorha 
mit wurzelhaftem u. 

Ziemlich häufig ist auch von i assim. ausgegangen. Betroffen wird von der- 
selben vorzugsweise a: zahirin V, G, 36; ubiri V, 23, 75; armilih III, 14, 120; 
IV, 16, 24 usw. (armalih IV, 24, 24 u. ö.) ; görigUcha IV, 26, 8; giuuarilicho II, 
5, 4 (ginuaralicho ITI, IG, 22 u. ü.); leitiri IV, 16, 23; diufil ir IK, 14, 53 (vgl. 
K. 163). — e ist von i verdrängt in kundinti I, 23, 10; uuia iz I, 9, 36 V. für 
Uües iz PF. — i hat sich o assimiliert in friuntilih V, 1, 17. 30 usw. durchweg; 
mannilih I, 3, 40 usw. 13m., nur I, 6, 15; 23, 12 VP.; III, 20, 39 P. steht man- 
nolih (vgl. K. 443; gram. U, 569); ferner sogar ö in namiti I, 9, 14. 

Progressive durch i gewirkte ansim. finde ich nur in scinintaz V, 22, 7, vgl. 
jedoch auch s. 338. — Progressive und regressive assim. hat stattgefunden in spihiri 
I, 28, 16; bilidi IV, 15, 35 usw. durchweg; . bittiri II, 11, 47; V, 8, 50; nidiri 
L. 26; H. 155; nidiri (adj.) Ifl, 3, 19; V, 4. 18, neben dencu formen mit -ar nicht 
begegnen, ferner in Iiimilia gi- I, 1, 56; sibini, -in I, 3, 36; V, 14, 20. 24 (siban 
IV, 6, 47, BODst sibun; sibino I, 4, 50). 



Mii onmünt. utVflttAyo m ol jkutv 



ZGb 



nib Id T. wirkt bri O. 



Uü'W'lU triift 



bruüJAT 



» 



^B osai 

fr 



V. iat u. in o ct>tTigivrt); «cfnaütiu I. IT, tut; II. 17. 
II: V, 2S. 7 K; mayuuitaz II, M. »O (MfttiKl -cntil. — Vettur «: »antar Hl. 
23, 3 D. nnd rklleiclil grliürl liiorlicr nncli railaiiü IV, -Jit, i:\ VF. (fftdnni« P.h 
fiw tt in rmUmoii t V. 2t). 32 V. , wcli-lies iipIhmi rmlnm TT. 39. 4 1 : fa>liimd IV, 29. äl 
uttü ilc-iu iH'rrits »ticn <;nvrüint>m ra'loinon l>i:^';i;ii7t. rrklitrt sich wol nni lutcQ 
(lareli die annäluiti) eiocs Kolir<>il'feliU-r)! für a. wuIcJick ri*' im dit^fiiT stclK* bieten, 
t'r'i^'ivssiv lul a oittüiD. ^wirlil tu runiiitt-mu II. H, di uunlUintcm V. 'iTi, l't.' 
QuiütaDtittno V, Hö. 91: allan V, 3. IS (Dir alluo). — Bv^wisivc Dod ]irugr«jin«' 
osaim. liegt vor in amlarnz II, 'JS, 30: Md«m I, 17, 77; ItS, 33 (tionftt, von andn- 
10 V, 9, 17 obgeBehf'n . nnr .\ii<lnrl. 

Am H^ltcnnttfn ist aa^iiii. Tun a naegci^ngeii: tbamb darohw<>^: nnfniltun 
IV, 27, 7: drMuti 111,34, 3: iiugama<;bii HI, 7, 18. Viclletclit verdMld aoeb 
but^iiIuBt U. 11, (Ui IV. 37. S8. daa nur bei O. belebt i»l, s«in Kwcil«« n der 
lusliii. an diu b«idai andern n dos cpui|io»itiuiiH. (vtfl. liQ^riliuitiu IV, 37. S8 F.. 
liD^ltatin P., welebtfi) lo&trrtf wul für bnjpliutiti Tvntchncbvn ist)' 

Üb«r die xvrlfidliun ctins. oingfSL-bubeneti btirhTüCAl« ItAht idch wenig lueltr 
i^agcn. aU duKs divitcltj^n niob bei wcitüiii nicht »f selir nach dt^o Tiui^'ebpnd(.ti vura- 
Im rtcbtiia wiv im T. So liftll forabta, ronihtvm fa-tt darobwcg a fiVt. wvldio 
Tocklo immer in der ondong rolgun loligeji: furnbtun 111, K, '^. 3d luw.: rDralttcn 
1, l, m a. Ä.; forahtint IV, 31. 7; forahtent* V. 2(t, (Jl. Nur I, 4, 27 VPF. rtebt 
roriliti und V, 4. :17 VI'. f(>rtlt4.t Von ferah Ibidet «lob Uniias lU, M, liHi, dof^T- 
Ifcn fert-bes IIl, 211. 31; fm-bc JV. 33, 27; V. 11, lUi. Vöb biMUn iM^gegiiH l.ira- 
bb IV. lä, 62; 32, »: biMnliAii V, 3, 14; bifiliiliu IV, 33, 2-1; vün Wnilil : k'nibU 
IT, aS. 11; bertfbtara V, 17, 32. 



Die lücinereQ dcnknilUer bkUn fot^nde Mcge fitr die assiDi. : Fyl. tinidonio 14ü> . 
liUidi 112: muiua 141 Ut gL-^i'tiQbcr d«ii] 4iiialitfcu uo (sonnt >i) «ioUdcbt fü.t dnrcb 
auilii. cutätundcDanznsoh«»; Ititiiniuii] IIH, — g*!. 1J>. /jiliaDlira 49tt* für rAtaimtuea 
X. b- U. V. äu, 27; fiDfiiriii i'-t'-t',- piqniltin 4'JH'' fiir giuuiitiu. — rl.c' garitmiaitjö'. — 
fl. e.* gihüKVt iftS*: jjofrciuitiu JiTK'- (sonnt gi-); Iiu/zlgir-'t '.•71'''; Uijjiiriuui ifoiidi- 
tu«) 1)79" d. i. bi gtftaaQl: iiiusbntliAiiUi (ahnoii 'J7H'-. Aach oicbeiii> (vindicau«) 
aiH'' TenUutt w'\a c vnl der oxaÜu. ad diu c der eudong {dAs wort wird ni«bt mit 
Gr. I, 127 la eicliön. sondern mit untukltme ron bur. eb lär g ra eigunjui (,oigina 
U. III. Iß, 18: vicitin« Piu( UI. GR) tu «bellen soiii). — gU Es. Cher dribldin 
Tgl. «.347. — Wb. Alengoino ^: rergoumu1>'>8(iVta 7. 23t \k\cu II (Ualiu 12. 21): 
Uhvme 1&, <1 I icb iiicbt nkWr \ni. vgl. MSI), yit I.XXVI, lö; Iruttcliini 

2t>; fcil'^i^^' - - ' *'• Ancli cn ftir In xwi.'icbpn mcz aoil dctni» Ifi ^ohürt wn| 

liiorbcr. — MgL duo^ial 2)^1'', abariwr'inl 2H5\ Vldlcicbt gehören uticb forAci>lt''n 
282, Rufiübercut 2S3- Lierber. — Mb. uucJdlgüiio 7 (2). In gaüübj 2<) i«t Tiel- 
leicht a (tonat siebt gi- g«-) tu o corrigiort. — Rb. duiiio 7: »0 no tQr sü rU !'■ 
ffUoiK'iU 13 Ut aus so'"**'» C'irriglert.. — Lb. riiolK'l"Bo 27; (.'iativucn IH Igl 
Itf); 1d e<>il»l-> 22 ntiiiolo l«grro 23 sdicmt der nvral der abU-itanf^silh? tlai 
der st.iti, :inil. — l.b.<. cumonniv 2. In hnndutj 4 schciiicu eirb die bin- 

den |;'_, /ii U-iliitgc». Vk. hl bcil»^ richtet «ich der ror^l der alleE- 



1) Hiua atuib mj tu<i U. Asniu. zu wirken «cbviiit, ist borvit« ahnn untor a 
«rwfihnl wurden. titit.ii6ti iLt*« «icllnelit vou e t eine art lialbvr tuunm. antifrclit 

24* 



"•■■y-Ä'fÄS-pvrx 




366 PUTSCH 

tmigssilbe im ersten teil dos VTk. (1 - (Jr») nacli ilem vociil der endnog: beile^emo 
■l'j, lioilegoro 50, heilcgcii 57. 5S, iii'iloiro 5;i. (JU. Ol. (12; im lezt^n teil dagegen 
winl 11 gi'walirt: hoilagu 05 (dui-li sclioiiit hier a aus o corrigiort), GG. 08. 74. 76; 
heÜagc 74. vgl. MSD. zu LVI, (J5, — Ferner: goiiiolicit 55 (gomaheit 5G. G9); 
gimartorCit Mi; iniimercu 77; cinczC-iii GO; maniiisginimo HtS. Für guodes 22 war 
ursprünglich guedcs geschrieben. — Lid. liolüda 4; vielleicht gehurt auch urlub 27 
hierher. — SC gewormßt (vermiculata) 24.S'';» rätiri 24G''; läliri 248*"; ridirödtn 
249''; vuihiri 203''; erhalieneru 200" {sonst ist a im st. prtj. [irt. cnn.stttTit); trun- 
kini 209»; ßogcsna 277» f. segansa; flrinuizzi 277". — Pb. Ffir ubilero 3 war 
ursiirimglich ubelero gcscbriebon. — Dass in diesen belegen o nicht in dem niassc 
als hauptfactor der assim. hervortritt, wie bei T. 0., beruht ivol auf zufall. Betruf- 
fen wird von der assim, auch liier be.soiidcrs a. — Bei Is. ist die assim. ziemlich 
beschränkt. Ich begnüge micli mit einem hiniveis auf das von Weinh. Ib. s. 02. (i3 
beinerkto, wonach assim. nur von o auf a (und i in giiiiartorüdan 25, I» nebrn 
giniartiröt 27, 2(t) ansgeübt wird und nige deni.seIbon nur i)ei , dass auch Ih. stets 
edliili hat, daas farnna 21, 15 viellcielit ^ ^ farmvu (s. Weinb. 09) und dasa Iitdlc^ini 
quhidiiii 23, 31 wol auch auf asitnn. beruht. 

Dio vocalische assimilation beherscht den voealisinus dos oborfrk. 
des IX. jli. und Ijesondcrs den dos evangelienbuches in weit grösserer 
ausdelmiing als den des oberd. derselben zeit. Scherer Iiat in der 
ztsclir. f. d. üsterr. gymuas. XXIV, 289 ig. eine vorläufige regol für das 
eintreten der assim. aufgestellt, welche durch die obigen belege sich 
als fnr das oberfrk. im allgemeinen zutreffend, aber doch als verschio- 
deiier ergänzungen und einschränkungen bedürftig erweist. Sclierer sa^jt: 
„der assimilierte vocal gehört der aldcitmig, der assimilierende der 
flexionsondiing an: der veränderliche und djirum charakteristischere teil 
des wertes trägt es über den consiintcn und unvenlnderlichen davon 
(und daher von zwei ableitiingssilbeu die neu hinzutretende über die der 
wurzol näher verbundene z. b. suntiriiigon für suntaringon).'' (s. 2s;i.) 
So ist es allerdings meist, keineswegs aber immer. Nicht nur, dass, 
wie auch Sclierer (s. 290) andeutet, der vocal der wurzel auf den vocal 
von Vorsilben (gohurta T. unforholan formonänti 0. gofremitiu gLc^* 
gwsuhi? Mb.) und ableitungs- oder Hexionssilben (gicorone -oiierö zcso- 
uuä uuerelti mittimeu uuizzit f. uuizzut T. ; obo uuorolt scinintaz farau- 
temo uualtantemo allan f. allon 0.; thuruh T. 0.; arniaro Wb. : sodelo 
legero stadalo Lb. segosna SG.) wirkt, oder dass ferner in compos. 
zwei Wurzelsilben iii streit geraten über die färbuiig des compositions- 
vocals (gotouuebbi (gotauuebbi). mittiligart (mittilagarte 25, 1) T. ; 
suutolGso botoscaf forosagon gotouuebbi lobosam armiliii (amialih) giuua- 

1) Dass hier jtitcrcs o gewahrt sei, glaube ich nicht. Gr. I, 1014 gibt mit o: 
nnormo gl. Eramcr., geunormüt Mcp., dio sich bcido dnrch assim. erklären; ausser- 
dem aber allerdings auch nuorma ans den gl. in vitas {latrum (TP.). 



\mn tnmnruitiK. hkvmtAifh m n. JAmtn. 



3b7 



rüicha (ginaamliclio) O.i faliuuiaca gl. ID. (fala- 0.) gomoüoit (gouin- 
Imi) Wk.), sondern di** iisftisiilQtion breitet sicli auch noch viol wei- 
ter ans. Znweileii wird sio von dem ciuon voeal (nur o) einer zwei- 
mlltigeu ttt'iion^eii'Iutig Biif »ha nulluni iler^olbcn (nur e) »ufigoübl: 
selbomo, cinomo, aeohliorö relitoröusw. T.; selbomo, iuomo seragomoO. 
ultjngomo AVI). ; zuweilen goliMion n-^äimilicrentlor umi assimilierter vocal 
i-iüiT ;iMeitungst!Uiiuug iin: -iri 1. -ari. (Diu biilege oben nntur a.) För- 
Bor geht die asüiinilotiou einigemal von dem vocal einer ableitunge- 
cndung au», wodtirch der vocal d(>r eodang verdrAngt wird: iniia- 
ruiuu T.; hazxigiro gl. c.^ iindJigimo Mb. (2); maimisgimmo Wh. und 
Bucli beUizinnes T. nihoiniigamo T. werden Merher zu ziehen sein. 
Auch der ntiminvoral bleibt nicht unangetastet: io ie bei O. gebi^rou 
nur teilweiiio hierher, wol aber Olfrids uo ue und Hllle wie gMes T. 
foheti niuenes sorgilcchcnio Hanfar di^stun gouuon 0. holnn 0. durch- 
weg« T. Sm. ; gl. c* Auflallend und vielleicht blosHe Schreibfehler 
oder ßilscho Icsungcn ^ind gluuiltlu gl. ID. uieebrabantA gl. c' Damit 
noch nicht genug, greift die assimilalien auch illter die grenze des einen 
Wortes hinaas in bonach]>arte wfirter: hafte geleitit, ilzvvurphln inti, 
gibotls ir. ni nirstantet, namnu thaz. tbiu da salbi^ta, thin dar, thiu 
da T.; rnarto thu, unanto thö, niarto mo, samo »6, (liufll ir, himilU 
gi-, uuIb ix, zo für n vor ther (3) horzon 0.; 8^ uo Rh. 

Seherer a. a. o. ö.2fi9 «agt weiter, der ngsJmilation erleidende vot-al 

sei Hteis a. Bosa er auch e sein kann haben ims die oben augcfiibrtea 

'-omo -ord sehoa gezeigt Zu diesen treten noch andro, so: fatoron 

hmodoron aftoro: naman tha/. Mii« dar usw. T, bniodoron gouuon 0. 

domo Kb. uomoniie IJis. Ferner kann u object der assimilation sein: 

sihboron murmorütua, gibulihti T.; fadomon thusonton mammonto 0,,' 

und i: richosön T. ; suntolAso foimonrintt unforholan fehes 0. ja auch 

o: getos T. kcisercs 0. Die nssimilation wirkenden vooale sind nacli 

Scheror: u i o oder u. Zun.lt-hst nniäs entschieden o vorangestellt wer- 

|deu»' schon darum, weil mau bc/ilglich de» o meist nicht mit sicher- 

'heit enläclieiden kann, oh dasselbe nicht durch einfaches herabsinken 

entstanden ist Hin/u/ufügen i^t femer a, wenn es ancb in sehr 

besohrftnkter spbrive wirksam ist Wie anders als dnrch die annahm« 



II Wenn bei n. «iblni. -in (3) nrlien gowiihohcbem Biban, viniiinli^cni silmn 
UrRcJii'int, M kann man t'iciloirht mit Hcl). BunctimcD. «Usi liier ] uiclit u, s^Dilcni 

'* f-''-' 't;iliü, dnffojri^n ist oino g-ldichi? iinnnbmo bcxßglirb rfca im T- nf^bon 

KU- m eibai), itibutil iKgcgDcndHii «itiintt (wol r. ^ibintu} knaro ml&Mi^. 

J) Ui lUAiicJicn olnjni. licnkin. soheiut dU arti - iLt hm-iiii. mehr 'Ur 

[i hl il«H VAnl«r(tr:ini) tu trcl^fn, »•> *. lt. in An '>< ■ rrogd (vgi. Seiler tu 

TB. tx-itr. I. id<.>) nni] in ilcu AlurbiulKn- bymucn (Sievcis «. II). 




368 PIETSCU, nsa OSEnFlUKE. LArtSTAHU ist IK. JAimH. 



einer assimilation lassen sich fonneu wie niihbala iuuaramo, nanum 
tliaz usw. T. bruadarscäf sciiiantaz tiiazzaiitaz santar 0. erklären? 

Wenu ein vocal (besonders a) zwischen zwei gilben steht, die 
gleichen vocal haben, so widersteht er nur selten der doppelten bedro- 
hung seiner Integrität. Doch findet sich bei T. offauo -dn öfter als 
oflFono -ön, ferner -nidarit (3) neben nidirit Über thegane sedale, 
legaro usw. bei 0. s. oben unter a. 

Dass grade o in so hohem masse sich durch die assimilation aas- 
breitet, scheint seinen gi-und in einer auch sonst hervortretenden Vor- 
liebe des hd. für diesen vocal zu haben. Ich erinnere z. b. au die 
Übertragung der endung -öno des g. pl. der sw. f. nicht allein auf die 
s\v. m. n. , sondern auch auf die st. f. mit a-stamm^ an die vielfache 
Wandlung von ursprgl. u in o durch folgendes a, während ursprgl. i 
unversehrt bleibt, ferner an die bewabrung der participialendung -6t 
noch im mhd., an nhd. dero iro, au ausrufe wie feuerjo diebjo, mordjo, 
feindjo (vgl. auch wafenö Parz. 675, 18). 

BRESLAU. r. PIETSCH. 

(Sc)iluss folgt..) 



zu PILATUS. 

(Massmaun, deutsche Gedichte des 11. und 12. jrh. I, 145 fgg.) 
Vorrede: 34. schreib wm* st. m/i mit Wackernagel j 41. ää Icom^ 

doch (dii^) also; 50. di . . . sint min, es ist etwa wcrc zu ergänzen; 

56. entloben; 74. viihtet; 81. niücglc; 87. uizsercs viciides (des teufels)?; 

91. (?«ofe«(?e. Wackernagel ; 118. gib mir (das) gclöne?; 132. sU (ich); 

151. dl sin (er) gez.; 173. geleit, st. gelcri (: arbeit). 

9. nigen (alle) an; 14. des st. dc^; 33. e (nach) shicm rehte; 

34. dem st. den; 40. nehclc; 57. Tpro; 68. hcic : spete; 73. komma 

st. kolon; 135. und *§ bleibt; 157. hugen : zugen; 183. im so vol- 

söch = gab ihm so volles mass; 294. Pglatiis h etwa höucte? 

299. 300. Payno und Pilato müssen die stelle wechseln-, 316. hcgunde 

PaifHus; 352. van größer st. an grozc; 355. santen in üf; 383. Mit; 

390. shier; 439. in frevilliche. 

aÖTTINOEN. R. BPRENGEK. 



OSWALD BEßTKAM. 



[-in «ler iiruvim H^cImcii unfern HallünniciU gc)r£<:ii<iii AUdt<-hi'ii. NAcit<l>:m «r a<?tnea 

kiitcr, d«r Ja9«llMl oLnnehuMr wur, M.-iion in loinctu ninfti?» letM;iiifjiUire verloren 
^lmft<^, kmn er xn natcru 1838 al« ariib&niis in iIEü waiiieminstalt diT Fmnokeitolii^n 

fttiftnugvti «11 Hnllc. llWr K^vi))»' er üi der latciuluclieu ärbulu (tluui ^^utiiatiiiiui) 
lliis (uüna. anJ trat il^iin \Mi> als Ichrliiig in <lie Imcbiuiniilon^ Aes witi>>cii)iB[iä>r;ä. 
Iwii t!r lH>f<>it« nach zwui jithroii i^n woit gciliolion war, lUs« i>r <lio Hü-Iliiiig «'in<>& 

ffi'tiilfou Hiiszitrüttfii vi-nu<>cliti:. Nticliilrnt rr ilorniir nudt in rtner HorlintT und 
'ciiii-r Lvipxi^er 1}iK-lilitiii>UaiiB XüHg ir*-'w<-'ütia witr, kaufte er I8&2 dio Luckliftrl- 
|»olio sortbucuUliQclihandlDitg in Kiu««!). tand aber dort kvfaieD gflastigieQ boden 
)r «inn« bestiebnagca. Im jährt! 1H.VS zu iDK'ltiuIU kclirtu er ttu dvn aiuiranfrs- 
tpatikt Miliar t>urufitUtiKk>.>it, uucli llullt*. zuräck, nio diu luibin^r dar waistinLaD'^ 
h)iirt)iliiti)dl)iii|; lind der mit dienet lariniiw < 1 'ti .iiintult^n, der 1)uoUdriick«r<>-i 

[und der raD.steint<rht.'ii l>)l>oIjiiiitaU, zu < . ii , iiiul Iticnntt hatU' ot aoinoD 

rlctitig'vii wtrkiitigsltri-id gcrniidcn. 

L>ifi buclilianiUtuig das Uulltttcbcn wuüoubniisea ijtt ein altcbrwÜrdiKOH iRstt- 
^int, (bst gleii'hzi-itjg mit dciu waiiM.'Qlianiiv selbst cctatandcn. ebenso wie dieses ans 

J^ui klcin^tun, boichpid(inat<in luiftlniijiin horrar^'egangeQ , nnd eb«n so wie di'JSiv 

kdtoii antitr der gcsttguot«ii liiioil ihri'» trofliihcn bt^grfimlcrä zu bolier bifltc und 
Ifrucblban-r Wirksamkeit (fcdiclicti. August Hcnoauii i'raui-kc, der iui>' ■ 
[^TfladtT dva wai8vu)iatu><.'S, Uattu in tKiDcr pfnrrkinrbc in d«;r ilacmiligoii '■ i 

|?yf«tadt CJliiacha am itrstitt sunaia^e nacli Trinitatis IGifTeine pip-ligt pelialt*n „von 

lor pUicbt gcgi'U die ariutiu.'* i>uin öcbäl(^r und freand II<iiiricb Juliu» Klers (geh. 

I6G7. goist. 1728} Hess sie drucken und verkauft« sie auf der Ijeipziger müsse «uro 

bMten deü walscnbnuacs , und der teicbc vrtrng wani ibm ein wink gottos anf dic- 
bulin tvuitvr ta ßvlfii. ü" irrtindHt<.< i-r iri97 die bucbbiuidlung and ktiTZ diu- 

lub aucb di<j bu>-)H: dass di(> Iticlilixstoii kr&ft« 

Idcr ebciifalli -üret r> ' f und aucb nauibnfte miB- 

'wIlrÜKc geleUrto, oiänncr wie i-'niucke, l-'rDyllnf;liaii8eQ , Hpener, Lange. MicbaeUs. 
IPer*t, Bombacb, titryk, llooltmur. llciiiucdui, Utah) u. a. Hieb ibui vertr3UenBT(>ll 
isawaoten. woilurcb die biielihandlang sieb binniMi neuig jobnehnten zn einem der 
[bedoaT<^*nd»t«u dauiallgeu vi;rljigsgeM<^-ItÄftu aufscbwang. Pnnitt war ibr Hultdet ruf 
immer bcj^rfinOol, und weuitgluieh Eiern »ciiio seltene ttichtigkeit und tatkraft 

iii:fat auf seine niwhfolgcr vererben knnte. blieb drr rcriag doch immcriiin ein godie- 

l-gcner und wertvutlcr. und ward diircb luancbo« wiebtige und iimningliefat] werk 

^ "vennctirt. In den »ebager jaJiren nabin er wie^lerani einen raäcbtigcn aufi^cbwnng. 

h ta fulge der Verbindung mit Griic»t) und F. A. Wolf diu tla]lt»ohou teitauB- 

Uten grleeldjM'hcr und i<')n)iiicfaer klaHiker aUgencine vdrbreitnng bis fibvrDeutwh- 

l.ind« grenzen ^ < ^i nnd dnrcb faat riii bollx'it jnbrbundert licbieltca. 

Mi Ittvi .'Twaltang iler buitbbandlung. bibubuiütalt und drucke- 

Irel ülürii ' um or duiiiit fDr diu ontfaUung seiner t£Ugkoil den get-igui.>t- 

BteQ uud . .,::Len ti>den. Denn diese altbcrübmtea insUtatc barrtvu gleieti- 

[lUQ nur oiws rtUhliiig»lLauelieii, tun widorun za neuem tläbendeu leben zu orwa- 




370 O. BKETHAM 



chcn. Und wie er üclbst, in den Franckcschon Stiftungen erzogen und herangelnl- 
det, widerom die volle pietät ^egcn die Stiftungen mitbrachte, so fand er aacb 
andrerseits bei ihren leitcm nnd angehörigcn das vollste vertrauen und freund- 
lichste entgegenkommen. Aber freilich war er auch ganz der mann dazu, diese 
Institute widcrum zu verjüngen nnd ihnen einen grosaartigen aufschwung zu geben. 

Bei einem von kind anf nicht kräftigen koritcrbau war er begabt mit einem 
geweckten geistc, der, untcrstüzt von reichen und mannigfaltigen kentniasen, sieb 
Überall leicht zurechtzufinden wüste, mit einem festen, beharrlichen willen, einem 
auf das edlere gerichteten sinne und einem wolwoUenden gemüte. Dazu kam ein 
vorzügliches praktisches gcschick und gewantheit des Umganges, gefördert durch 
eine angenehme äusserüche erschcinnrg. Neben seinem eigentlichcu berufe, dem bneh- 
handel, hatte er Überdies bei seinem freunde Bobardt, dem ebenso unt errichtete u 
als praktisch tüchtigen Vorsteher der bnchdruckerei des waiseiihanscs, auch die bncb- 
druckerknnst praktisch erlernt, nnd darnach auch die damals noch übliche iiriifung 
in Merseburg bestanden, nnd diese praktische kentnis der buchdruckerei kam llim 
nun bei seiner Verwaltung aufs trcflichste zu statten. 

Wie einst Elcrs so suchte nun auch Ilortram namentlich auch anknüpfnng 
mit der Universität und fand hier auch widenim das freundlichste entgegen koni inen. 
80 entwickelte sich zwischen ihm und mehreren Universitätslehrern freundschaft- 
licher verkehr und gegenseitige fordening, und bei seinem untcniohmenden geiste, 
seinem leicht fassenden und verarbeitenden köpfe, seiner rastlnsen tätigkeit, dehn- 
ten sich die kreise und spannen sich die fäden seiner Wirksamkeit immer weiter 
nnd weiter, und von jähr zu Jahr wuchs er gleiclisam mit seinen zwecken. Ais 
geschäftsmann wusto er zwar den ertrag gangbarer schHlbiichcr und jngendschrif- 
tcn wol zu schätzen, und iiflegte deshalb nicht nur die iui vorläge vorgofundcDcn 
brauchbaren unter beständigem sorglichem bedachte auf ihre verbeascrung (wie z. b. 
die vielverbreitete Echtermeyersche Auswahl deutscher gedicbte unter seiner Verwal- 
tung wesentliche Verbesserung erfuhr), sondern er fügte auch nicht wenige andere 
nen hinzu , auch bei diesen bedacht nur wirklich gutes und nützliches m gewin- 
nen, und die bcrstellung blosser gehaltloser oder gar schädlicher fabrikwaarc vcr- 
sehmähend. Aber daneben Itiittc er sich von vorn herein noch ein höheres und 
edleres ziel gesteckt, dem er unverwant zustrebte durch schafl'uug eines gehaltvol- 
len wissenschaftlichen Verlages, der sich allmälilich immer weiter ausdehnte über 
verschiedene fächcr, unter natürlicher durch die verhältmsac gegebener bevorzugung 
der philologisch-historischen. Der einst so blühende verlag altklassischer littera- 
tur konte freilich unter gänzlich veränderten Verhältnissen, denen rechtzeitig rnsrU 
und röstig zu entsprechen luan verabsäumt hatte , nicht wider gewonnen werden. 
Als craatz dafür suchte Bertram andere disciplincn licranzuzielien, und mit rich- 
tigem blicke besonders solche, die in frischem aufschwungo begrifTcn sind, wie 
namentlich deutsche Philologie, sprach wi-ssenscliaft und doutöche geschichtliche 
f(uellenforschung. Und mit wie günstigem und fruchtbar warhsenden erfolge er 
seine bestrebuiigen ausdehnte, bekunden die 187^ und tH75 ausgegebenen verlags- 
katalnge. Daher ward es ihm miiglich, auch solche wifisenachaftliihe unlcrnelmiun- 
gen zn unterstützen nnd zu fördern, die keinen unmittelbaren geldgewinn eintru- 
gen, oder auch wol kaum die hersteliungskosten erreichten, zumal er mit siehcrem 
praktischem blicke die grenzen des möglichm und der biiclihandluug zuträglichen 
stets fest im äuge behielt. Und so weit er vermochte, tat er solches auch gern, 
und zwar nicht blos um die ehre und den glänz des altberühmten namens der 
verlagsbandlung zu wahren und zu crhi'dicn, sondern auch deshalb, weil ihm die 



O. SUTILUI 



r*7i 



rrV^-nbi« nicht Vürlmrjft'u ^cblfMitiii w»t, Akss dm tralirc g«iloiheD einer t^Moa 

' -.■» harlihantUting nnj Am hiith^ ' ' i i . > i> -,|i(,i, fi^pj, ^uf j^y 

i'ini.'Ä rL'lclicTi unU f!C»lli'j.'i'iioii ^' Iii^rnbt, ninl wull 

et an- .1 ' rc aml i.; 

i .ilt, Jorcn ■ . ijcntiilla Qlwr- 

nolim. lmtt,4? ihr «rsu'ti iil>uvh ti^Rtaiitoiit ITIz, i^ro «ivta votUtUiniiie'' biScl I71D 
nnsf'ffgobcD, mit clucni roD ikiu cAuiii>kttni) «ler llioologlc Joli, Hcinr. Grincbow 
l*!w»rgtflo terttt. Ihre cifr«oc (1ri)cl[t>rel wAr HM K^yrntulct wonlen. Wrfl nbor 
diww Jnirkurci «lern g<»itic{ri'ncn bcdfirftüi-äo nicht mehr t'oiitij.'t.o . kam jert der 
bpfcit* siiiri.'b:ilirit(} untl vorbi>rfiiloiü ]'lan Pinirr TflrscImiKiznni» Jer ruiD^tuinttchcD 
In ' ■ [fiile (Jw »■ 'ß. 

ut; , I , , i.'i Wftnl lii ■"it 

DinAchiiii-n nni] vorriUon doTArt atuj^v^latU't, daas itio anlor <lor trcHichcti leitung 
Uircb l(iutlt};mt v^rFUhen BolwnU atlan aMprdchen dax scbwicri^^sten werk- noil 
aatH) düi kuBStilmrloi «o wio Aer Htfrcntrpia in «ben «o gediegener uU geschuiKck- 
Vflllpr n.i»>iÄtfttliiii;j «Dttitrwbeit ktmt«? Dumit buS «irli der jiihrlicho dorcbhcbnitt- 
lü-lii* ubflatx an ib<i)t'i<-l»'t* , [loliüiiclen. Wüiiditicbcii und liUnnischi'H biliclu und ti^ta* 
iiioiit.'U auf 11»^" "1 p\oni|il.ire, nnd die önmiiic der Kftmtlirhoü Vun drf 

_Can!*tein»i:bi.ii bi> M-it 1712 ^oilrnckten bibetn nnd te»tamentu errvkbU'' 

reits IM72 die slatllii^lie iiirer vwn 5,7yy,871 citmiilnren. Auch d«r teil der dwil- 
blten bibid wnrd jetzt einer duicb^^ifcnden roviülon niit«rxogen. Pen theologiäebea 
teil dieser nnr^bo beMrc^^t eine veit den nvangelischon kirehenbohönkn Doutseli- 
Lindtl '■ luitiilianfT throToiftn; die i-tgr-niUcbe idiÜidugiscbe 

bt-arbi' -ivT I-Vunimunn in Nfimber;; atis. Wie ^'cwls6i>n- 

bnfl . -A .'I, wj>: (■»•'likuudif^, wie geseibiokt, mit wie rlcbtigor pliiI<do|(iM.'hcr 



nie Uli 



;irlteitang ansgeOilirt ist, da» Icrat mau erst daun vollkommen 



crLeiiueu und wflrdigcn. wtiin man tich die mfthö iiirat. eixtou Imgen dicMjr nenen 
DUrigabo mit dem allvn l^nfiteinsoben texte, mit dem toitu der I.uthcrscben ori^- 
nalaiugabe latlcr band vuo tM5 und mit dem ffrundtaii« wort fUr wort [irilfend 
tu rcrgUii"hcn. — l>io TiTTylkoiundc wairitfiibaabbBfbdnickerei lieferte }fizl nanient- 
liel! ptü'- tii'triicbtJiebe tülbe sobwiiiigfr, und zimi U'il n<!br ii«hwiflri)irev Kpraidmis- 
-^- ' ' I T ni-rkfl mit mnHtcrliaftür ei.in'ei'tbcit nnd in würdiger und genrbmack- 

V ^ltt^lng. Sa voMnigliebc loialungrn fanden denn »Hcb babl (Ibemlt die 

wnlverdiente utii^rkcnnang. «> da»s der druckorvi selbst an« «mt4!r (amt, amt T.on- 
diin, Kdinbni^h, Oifurd, Pa.rU. Smyma a»w. ehrende und Ittimendo auftrSgo mgien- 
geu. und *Ia&s «ie xeitveilig den nmlraiig de» i'remdeu nnd de» ge«ticgenen eige- 
nen bcdarreti »clbst mit blicbater nnetrengnng kaoni zu hewültigru veriCDebtc. 

Aber mit diei^T fru^btlhiren tntjgl;cit fnr budiluindlung. bikdiiaiilalt nml 
drurketoi var IkTtnuia tfiUgkcit nuvb nicht crüehtlpft; vielmcbr v^rrulgtA er mit 
lebbnftrm cifcr das gevamt« Interetae de» deoUehrn bacliltandel» nnd bucbdruokontl- 
Wräutis nnd war eben »in emäi? »U oiuftii-tjtig Hin die fTirdernni,' beider iin:ibiaä)iig 
bcrabbt. Kflr alt i aiieh <\i> '^tMinnng nnd wtir- 

di;,*mitr ^-tniT bin •'.le »w\i il. n'Ii. da»» er ecliHU 

« ' 1« einem jaiir/clint'i itU5ielin.Hdinilgticd de« h4irBetiverrinJ der deiltsi'hea 

Ih' ■l...:. und vot jaUrvitlrisl vunilandsmiigtied dviddben ward. Xaiuentlleh 
aber erwarb ur jieh ludies Tifrdi«ui«t tun grfluduhg nnd leitnng de« dentxehen bqeli- 
dniekervereir- : ' - ' ' ■ , !.,nntgli(i| und al» vor«it?.end.>r d« thb- 

ringixcben i ' .i|«i nnennDdlteli t/itig TOr «"ine gesunde 

organtvBUon uud r»rU}utvFult<:luug da^ diurkcrciwescn». Wv> Qber$t<iraunj;eu der 




373 O. BEBTR&M 



Iczten jähre, die überspontea and törichten fordorangon and anspräche der einen, 
die teils uotgodrun^rcne , teils egoistisch bäqaeme nachgiebigkeit und gleichgiltig- 
keit dtir anderen sdto niiichtcn itun zwar manchen »cliwercn verdniss, und konten 
ilim zuweilen wol gar seinen beruf fast verleiden, dennoch Hess er sich in seinen 
zugleich vcrstämligeu und wahlwullendeu, gerccbtigkoit und billigkeit vereinenden 
und Tcräöucuden bestrcbiingen ujcbt irre machen und nicht absehrevken. Wahr- 
lich nicht «eine schuld ist es, wenn vor einigen jähren ein tiirif vereinbart wurde, 
welcher vcrscfaicdenc bctttiiniuungen ciitliält. die dem deutschen bachhaudel und 
diuriit auch dcnt durch ihn vermittelten edelsten teile dea nationalrcichtames , dem 
gciötigen, zu schwerciii schaden gereichen: wüI aber wird es zum guten teile sein 
verdienst sein, wenn eine vcruiinftigo uud heilsame refonu dieses tarifes gelingt, 
der er bereits su tüchtig vorgearbeitet hat. 

Endlich noch hat Bertram sich auch schriftstellerisch betätigt, teils durch 
aufdiitxe in dem auch zeitweilig von ihm redigierten ITallischen tageblattc, in der 
Magdeburger zeitung und in buchhändlerischen Zeitschriften, teils aber auch durch 
selbständig erschienene Schriften. Eine (i bogen starke geschichte der Caiistein- 
scben bibclaußtalt hat er bereits 1H63 vcröffentlii-ht. Eine geschichte der buch- 
hitndlang des waiseuhauses hat er begonnen mit einer biograi>hie ihres grüuders 
Elers, aber noch nicht zu ende führen können. Und die jüngsten bewegungen 
innerhalb des buchdrnckereigewerbes mit dem daraus hervorgegangenen bnchdrucker- 
normaltarif haben ihn veranlasst zur abfasaung und vcröftentliehung eines 48 sel- 
ten starken büchleins unter dem titel: Manuscript und correctur, dessen klare und 
verstiindige crörterungen und eingestreute anregende gedanken nicht bloss von 
Schriftstellern und buchhandlern beachtet zu werden verdienen. 

Eine so vielseitig angestrengte imd andauernde tatigkeit hätte svlbst einem 
kräftigeren körper nachteilig werden können. Um so grössere besurgnia hegten 
IJertranis freunde schon seit längerer zeit, wenn er, selbst ernstere uupässliehkei- 
ten nicht achtend, bei jeder Jahreszeit und Witterung nicht nur in seinen goschüfts- 
rSnmen tätig war, sondern sogar weite und angreifende reisen im Interesse seiner 
bestrebuugen für buchhandluug und Luchdruckerei ausführte. Selbst als im ver- 
flossenen sonimer ärztliches gebot ihm, wegen