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Full text of "Zoologische Ergebnisse einer reise in Niederländisch Ost-Indien. Bd. 1-4"



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ZOOLOGISCHE ERGEBNISSE 

EINER REISE 

IN 

NIEDERLÄNDISCH OST-INDIEN 

HERAUSGEGEBEN . 

VON 



D'\ MAX WEBER, 

Professor der Zoologie in Amsterdam. 



YIEETER BAND. 



MIT 16 TAFELN UND ABBILDUNGEN IM TEXT. 






BUCHHANDLUNG UND DRUCKEREI 



TOBMALS 



LEIDFN 1897—1907. 



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ZOOLOGISCHE ERGEBNISSE 

EINER REISE 



IN 



NIEDERLÄNDISCH OST-INDIEN. 



TM: 1034) 

7^10 ZOOLOGISCHE ERGEBNISSE 

^^' ' EINER REISE 

IN 

NIEDERLÄNDISCH OST-INDIEN 

HERAUSGEGEBEN 



D>\ MAX WEBER, 

Professor der Zoologie in Amsterdam. 



TIERTER BAND. 



MIT 16 TAEELN UND ABBILDUNGEN IM TEXT. 



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MAR 3 11921 



BUCHHANDLUNG UND DRUCKEREI 

lOKMALS i 

E. J. BRILL 

LEIDEN 1897—1907. 



DRUCKEREI vormals E. J. BRILL. — Leiden. 



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INHALT. 



Se.ite. 

E. von Märten s: Süss- und Brackwasser-Mollusken des Indischen Archipels, 

rüit Tafel I— XII I . 

Raphael Blancliard: Hirudinees des Indes neerlandaises 332. 

A. Dollfus: Isopodes Terrestres des Indes Neerlandaises, avec planches 

XIII, XIY, XV (Abgeschlossen Juli 1898) 357. 

P. N. van Kampen, Amphibien des Indischen Archipels, mit Tafel XVI 

(Abgeschlossen Januar 1906) 383. 

Gesamtreffister zu den vier Bänden der »Zoologischen Ergebnisse" .... 419. 



süss- UND BRACKWASSER-MOLLUSKEN 
DES INDISCHEN ARCHIPELS. 



BEAUBEIIET VON 



Prof. Dr. E. VON MÄRTEN S. 

mit Tafel I— XII. 



A) ÄCHTE siJSSWASSEE-MOLLTJSKEN. 

Hierunter verstehe ich diejenigen Süsswasser-Mollusken , welche 
in den Gewässern des Binnenlandes vorkommen und also als unab- 
hängig von der Nähe des Meeres betrachtet werden können, aber 
auch die im Küstenland lebenden, insofern sie mit jenen generisch 
übereinstimmen und nicht auf Gewässer beschränkt sind, welche 
regelmässig mit Salzwasser aus dem Meere sich mischen. Hieher ge- 
hören die Limnaeiden, AmpuUariiden und Unioniden vollständig, die 
meisten Paludiniden, Melaniiden und Cyreniden und ein grosser Theil 
der Neritiden. 

a) LIMNAEIDAE. 

Luftathmende Süsswasserschnecken ohne Deckel, meist mit verhält- 
nissmässig dünner, glatter, einfarbiger Schale und einfachem Mün- 
dangsrand; äussere Gestalt der Schale sehr verschieden. Hauptsächlich 
in stehenden Gewässern; Eier ohne feste Schale, haufenweise in einer 
Schleimmasse (Laich) an Blätter von Wasserpflanzen abgesetzt, sel- 
tener an Schneckenschalen oder Holz. 

Die Gattungen dieser Familie haben eine weite geographische Ver- 
breitung und kommen ziemlich in allen faunistischen Hauptgebieten 
vor, doch weit zahlreicher an Arten und Untergattungen in der nörd- 
lichen gemässigten Zone, als in der tropischen und in der südlichen. 

1 



Limnaea Lam. 

Normal rechts gewunden, länger als breit, mit weiter Öffnung und 
einer schwachen Falte am Columellarrand der Mündung. Fühler platt 
dreieckig; Mantelrand nicht über die Schalenmündung hinaus aus- 
gebreitet. 

1. Limnaea brevispira n. Taf. I, Fig. 1, 2 und Taf. XII. Fig. 1. und 3. 

Testa brevispira, inflato-ovata, striatula, fusca, apice papillari; 
anfr. 3, celeriter crescentes, sutura sat impressa; anfr. ultimus supra 
et infra subaequahter rotundatus. Apertura "Z,,, longitudinis occupans, 
ampla, margine externo et basaU arcuatis, marg. colummellari latius- 
culo, albo, valde arcuato. 

Long. 10, diam. 7V2, aperturae long. 9, diam. 6V3 Mill. 

Sumatra: See von Manindjau '), nur Ein Exemplar der angege- 
benen Grösse und zwei viel kleinere. 

Bis jetzt die einzige Art mit so kurzem Gewinde in Niederländisch- 
indien, ähnlich einigen europäischen Formen, die in grössern Land- 
seen leben, und daher wohl auch als Seeform zu betrachten. 

Radula mit 53 Längsreihen. Mittelzahn sehr klein , einspitzig. Seiten- 
zähne bedeutend grösser, vom ersten bis zum elften mit 3 Spitzen, 
von denen die mittlere die längste ist. Die innere Seitenspitze, an- 
fangs wenig kleiner als die äussere , der Basis mehr genäherte , nimmt 
allmählig an Grösse zu, während letztere, stetig kleiner werdend, 
der Basis immer näher rückt. Beim zwölften Seitenzahn weist die 
innere Spitze an der inneren Seite ein winziges Nebenzähnchen auf, 
das jedoch beim folgenden Seitenzahn mit dem nun kleiner gewor- 
denen inneren ursprünglichen Seitenzähnchen gleiche Grösse hat. 
Beide nähern sich nun immer mehr der Basis und stehen beim acht- 
zehnten Seitenzahn auf gleicher Höhe mit den gleich grossen äusseren 
Seitenzähnchen; die Mittelspitze ist noch bedeutend länger als jene, 
übertrifft sie aber schon beim folgenden Seitenzahn nicht mehr. Von 
da an werden die Seitenzähne karamförmig ; von den fünf bis sieben 
kleinen Zähnchen ist gewöhnlich das mittlere etwas länger. 

Der Kiefer ist dunkel hornfarben, dreiteilig. Das Mittelstück derber 



1) Bemerkungeu über Höhenlage und Tiefe der vorschiedeuen , in dieser Arbeit ge- 
nauntea Seen linden sich in der Einleitung zum ersten Bande dieses Werlies. 



und halbmondförmig mit abgerundeten Enden, in dem vorderen 
dickeren Teile sehr undeutlich querrissig; am vorderen Rande mit 3 
schwachen Einkerbungen. Die gekrümmten Seitenstücke sind schmal, 
im vorderen und dem dem Mittelstücke genäherten Teile aus stäb- 
chenartigen Lamellen zusammengesetzt, die nach dem hinteren und 
dem freien Ende in polygone Zellen übergehen. 

2. Limnaea javanica Mouss. Taf. I. Fig. 3 — 7. Taf. XII, Fig. 2. und 4. 
Limnaeus succineus (Desh.) var. javanica Mousson Land- u. Süssw. 
Moll. Java's S. 42 — javanicus (Hasselt) v. Martens in Malak. 
Blatt. XV, 1867 p. 222—225 und Conchol. Mitth. L p. 87—91. 
Taf. 16. — Eeeve conch. icon. XVIII fig. 50. — Schepman in 
Veth Midden-Sumatra p. 9. 

Var. costulata n. Fig. 3, 4. 

Testa oblongo-ovata , turgida, confertim costulata, flavofusca, niti- 
dula, apice nigricante acutiusculo ; anfr. 5, convexi, regalariter cres- 
centes, non angulati; apertura ovata, infra latiuscula, plica columel- 
lari crassa, rufescente. 

Long. 23, diam. 12, aperturae long 15, lat. 7. incluso caUo parie- 
tal! 10 Mill. 
Java: Tjipanas. 

■var. i/itumescens Marts. Fig. 5. 

v. Martens Mal. El. 1867 p, 223 und conch. Mitth. S. 88 Fig. 2—4. 
Böttger jav. moll. p. 150. 
Letzte Windung mit einer ziemlich deutlichen Schulterkante. 
Sumatra: Ajer-tegenang bei Fort de Kock, 19'l2 Mill. lang, 
12'/2 breit, Mündung 15; bräunlich-gelb, ziemlich 
durchsichtig. 
Java: See „Situ-bagendit" bei Garut, Preanger-Regentschaften , 
grösstes Stück 221/2 Mill. lang, 15 breit, Mündung 18; 
ziemUch hell gelbbraun. Ebenda Übergangsformen zu 
var. ventrosa und var. porrecta. Tjipanas. 
Celebes: Fluss bei Tete-adji, 24 Mill. lang, 13 breit, Mündung 
I7V27 und ein Exemplar von Loka bei Bonthain, 
15 Mill. lang, 9V; breit, Mündung IOV3, mit weis- 
sen Linien und Flecken, die auf Verlust der Scha- 
lenhaut beruhen (Fig. 5). 



Ausserdem auch auf Timor von dem Verfasser gefunden. 

var. venlrosa Marls. 
V. Martens couch. Mitth. S. 88 Fig. 5. 

Mittelgross, bauchig u. abgerundet, mit verhältnissmässig kurzem 
Gewinde. 

Java: Tjipanas, 18 Mill. lang, 11 breit, Mündung 14 lang, 
glanzlos braun, zusammen mit var. intumescens. Fer- 
ner bei Buitenzorg eine zu var. obesa hinneigende Form, 
18 Mill. lang, 12 breit, Mündung 14, zusammen mit 
ausgesprochener var. porrecta, heller gefärbt als letztere. 
Coleb es: in Luwu, 8 Mill. lang, 5 breit, Mündung ß'/j; glän- 
zend gelbbraun. 
War bis jetzt mir nur von Java bekannt. 

var. tio'gidula n. Fig. 6. 

Testa ovata, turgida, flava, nitida, apice obtusiusculo fusco; anfr. 
4Vj, valde convexi; antepenultiraus et penultimus strigis nonnullis albis 
picti ; apertura ovata, infra latiuscula, plica columellari tenui, at distincta. 

Long. 12, diam. 7V21 aperturae long. 9, lat. 5 Mill. 
Sumatra: Ajer-tabiet bei Pajakombo. 

Ähnlich der var. ventrosa, aber die Naht viel tiefer eingezogen, 
die Schale auffallend glänzend, die weissen Streifen anscheinend nicht 
durch Verlust der Schalenhaut entstanden. 

var. suhleres Mails. 

v. Martens conch. Mitth. S. 88 Fig. 6, 7. 

Schlanker, ohne Schulterkante, Gewinde verhältnissmässig länger 

und mehr breit aufsitzend , daher der Naht-Einschnitt weniger markirt. 

Sumatra: Sawah bei Singkarah, bis 14 V3 Mill. lang, 9 breit, 

Mündung 9'/,; gelblich, durchsichtig, rein. 
Celebes: Loka bei Bonthain, 21 Mill. lang, 11 breit, Mündung 
14 , die meisten Stücke kleiner, trüb braun mit Ueber- 
gängen zu var. intumescens ; kleine beschädigte Stücke 
vom Fluss Palopo in Luwu. 

var. angustiof Marts. Fig. 7. 
Ziemlich schlank, ohne Schulterkante, mit kürzerem Gewinde. 
v. Martens conch. Mitth. S. 88, Fig. 8. 

Java: Sinagar, 17 Mill. lang, 10 breit, Mündung 12 lang; trüb 
gelblich, wenig glänzend. 



Celebes: in einem Teich bei Makassar, gross, 21 Mill. lang, 
IIV2 breit, Mündung 14 lang, nur ein Stück; auch 
von mir bei Makassar auf Nymphäa-Blättern gefun- 
den. Fluss bei Pare-Pare; Uebergangsform zu var. 
ventrosa, 21 Mill. lang, 13 breit, Mündung 14; 
braungelb, ziemhch glänzend (Fig. 7). 
Rotti: Fluss Oitelao bei Bilba und Fluss bei Talae, von Prof. Wich- 
mann gesammelt, 15 Mill. lang, Q'/j breit, Mündung 
11, gelblich mit helleren Striemen, ziemlich glänzend. 
An diese schliesst sich zunächst die bei Mousson a. a. 0. Taf. 5 
Fig. 1, abgebildete Form, die durch stärkere Verengung der Mündung 
nach unten zu sich charakterisirt und historisch als der Typus von 
L. javanica zu betrachten ist. 

var. porrecta Marts. 

V. Martens conch. Mitth. S. 89, Fig. 9, 10. 

Ziemhch gross , langgestreckt , Gewinde ziemhch lang, lezte Windung 
mit Andeutung von Schulterkante. 

Sumatra: Kaju-tanam, 15 Mill. lang, 9'^/.^ breit, Mündung 11 
lang; glänzend bräunlich mit zahlreichen weis- 
sen Spiralbändchen , hauptsächlich auf der Rücken- 
seite der letzten Windung. 
Java: Baitenzorg, 21 Mill. lang, 11 breit, Mündung 14 lang; 
einfarbig braun, glänzend; dazu zahlreiche ganz junge 
Stücke. 
In Mousson's Sammlung sah ich 1863 Stücke mit ähnlichen weis- 
sen Spiralbändern von Buitenzorg, aber kleiner, unter dem Manus- 
kriptnamen L. fasciata. 

Die Radula von L. Javanica var. angustior von Rotti , nach der Un- 
tersuchung von Hrn. Protz, gleicht am meisten derjenigen von Limnaea 
palustris (Müll.), 1,8mm. lang, 1,1mm. breit, mit 61 Längsreihen. 
Mittelzahn sehr klein, einspitzig. Seitenzähne bedeutend grösser; der 
erste mit 3 Spitzen , von denen die innere sehr klein ist. Vom zweiten 
Seitenzahn an fehlt diese Spitze und tritt erst wieder beim sechsten 
Seitenzahn und zwar etwas stärker auf, während die äussere Spitze 
kleiner geworden und mehr nach der Basis gerückt ist. In dem Masse 
wie die Hauptspitze aUmählig kleiner wird, wächst die innere Seiten- 
spitze, bis beide beim neunten Seitenzahn gleiche Grösse haben. 



6 

Ebenso sind der zehnte und elfte beschaffen. Beim zwölften tritt 
noch eine neue innere Spitze hinzu, welche allmählig grösser wird 
und die ursprüngliche innere Seitenspitze immer mehr zurückdrängt. 
Vom sechszehnten Seitenzahn an werden dieselben immer niedriger 
und sechsspitzig, bis zuletzt die äussere, jetzt ganz an der Basis 
stehende Seitenspitze völlig verschwindet. 

Der Kiefer ist dreiteilig und dunkel hornfarben. Das Mittelstück 
halbmondförmig und derb, 0,2 mm. lang, 0,7 mm. breit, mit c». 25 
deutlichen Querlinien. In der Mitte eine breite, ziemlich flache Blatte 
durch 2 Längsfürchen abgegrenzt. Seitenglieder des Kiefers schmal, 
nach aussen noch schmäler werdend, aus vielen Längsleisten zu- 
sammengesetzt. 

leidora Ehrbg. 

Linksgewunden wie Bhysa, aber nicht so stark glänzend; Mantel- 
rand nicht in fingerförmige Lappen verlängert. In der Eadula Mittel- 
zahn mit nur zwei Spitzen, Seitenzähne drei-vierspitzig. 

Nur an einer Art des malayischen Archipels, Bh. ovalina, konnte 
ich die Weichtheile untersuchen, aber diese zeigte völlige Überein- 
stimmung mit der Radula der typischen afrikanischen Isidoren, vgl. 
die Beschreibung und Abbildung von Jickeli, Fauna der Land- und 
Süsswasser-Mollusken Nordost- Afrikas 1874, S. 196 ff. Taf. III, 
Fig. 2 — 4, im Gegensatz zu dem dreitheiligen vielgezahnten Mittel- 
zahn und den vielzähnigen Seitenzähnen von Bhysa fontinalis, bei 
Goldfuss in den Verhandl. d. naturhist. Vereins d. preuss. Rheinlande 
XIII 1856, V. 48, Taf. 7, flg. m., und Lehmann lebende Schnecken 
und Muscheln der Umgebung Stettins, 1873 S. 200, Taf. 16 flg. 70; 
ebenso verschieden sind die Zähne von Aplexa hypnorum, siehe 
Lehmann a. a. 0. S. 203 Taf. 16 flg. 71. Allerdings lässt sich bis jetzt 
nicht bestimmen, ob alle oder wie viele der bis jetzt nur nach der 
Schale als Bhysa beschriebenen ostasiatischen und australischen 
Schnecken nach Mantel und Radula zu Isidora gehören, aber da sie 
in der stärkeren Schale, dem geringeren Glanz und manche auch in 
der äussern Form und Sculptur mehr zu Isidora als zu Bhysa passen, 
so scheint es mir vorläuflg richtiger sie zu Isidora zu stellen. Tap- 
parone-Canefri hat für eine Art aus Neu-Guinea der stärkeren, sich 
leichter ablösenden Schalenhaut wegen die Gattung Physastra errichtet. 



(Ann. Mus. civic. Genov. XIX 1883, p. 245, Taf. 1, Fig. 20, 21). 
Die Weichtheile und Radula derselben sind noch nicht bekannt; 
wenn dieselben sich auch mit denen von Isidora übereinstimmend er- 
geben werden, so könnte vielleicht Physastra als Unterabtheilung für 
die malayisch-australischen Arten dienen. Wie sich die australischen 
G-lyptophysa (mit Sculptur und Haaren) und Ameria (mit Schulter- 
kante) dazu verhalten , ist auch noch zu untersuchen. Physa Novae- 
HoUandiae ist von Lesson, Voy, de la Coquille, Zool. II 1 , p. 332, 
pl. 16, flg. 5, lebend beobachtet und gezeichnet worden , aber weder in 
der Beschreibung noch in der Abbildung sind Mantellappen zu bemerken. 
Wie schon erwähnt, ist Australien besonders reich an solchen 
Physa-artigen Süsswasserschnecken , vgl. E. Smith in Linnean Society's 
Journ., Zool. 1882 XVI, n". 92, p. 275 ff.; sie sind dort zahlreicher 
als die Limnaeen, was auch theilweise in Afrika der FaU ist. Von 
da erstrecken sie sich auch auf Neu-Caledonien , die Freundschafts- 
inseln, Neu-Guinea und die Philippinen; auch aus der östhchen 
Hälfte von Niederländisch-Indien waren schon durch Lesson und 
den Verfasser einige bekannt, dagegen ist der Nachweis ihres Vor- 
kommens auf Sumatra dem Forschungseifer M. Webers zu ver- 
danken und sie sind demnach auch auf Borneo und Java noch zu er- 
warten. In Englisch- Vorderindien scheinen sie zu fehlen, weder Nevill 
(handlist of Mollusca in the Indian Museum 1878), noch Theobald und 
Hanley (conchologia Indica) kennen sie von da und die zwei verein- 
zelten Angaben in der sonstigen Literatur sind sehr unzuverlässig: 
Sowerby's Physa Aliciae von „Indien" ist schon durch E. Smith a. a. 
0. als australisch nachgewiesen; Dunker's Physa Coromandehana in 
Malak. Blatt IX 1862 p. 150 könnte auch sehr wohl auf einem Irr- 
thum in der Fundortsangabe beruhen, wie solche bei Mollusken der 
Novara-Expedition mehrfach vorgekommen, in Dunker's Sammlung, 
jetzt im Museum für Naturkunde in Berlin, ist eine Schnecke dieses 
Namens nicht vorhanden , die gekielten Umgänge deuten auf eine Art 
aus Australien, von wo ja die Novara auch zahlreiche ConchyUen 
mitgebracht hat, und auch das Central Museum in Madras besass 
nach dessen Mollusken-Katalog 1867, also nach der Expedition der No- 
vara, keine Physa von der Koromandelküste oder überhaupt aus 
Englisch-Indien. Für die Physa-artigen Schnecken würde demnach eine 
Grenzlinie zwischen Indien und Australien noch westhch von Sumatra 
zu ziehen sein. 



8 

1. Isidora Sumatrana n. Taf. I Fig. 26-29. 

Testa turrita, dense striatula, nitida, olivaceo-fusca , apice nigri- 
cans; anfr. 7, parum convexi, ultiraus basi sensim angustatus; aper- 
tura lanceolata, subverticalis , niargine columellari incrassato, torto, 
subbiangulato , fuscescente. 

a) Long. 19, diam. 9V3, apert. long. 10, diam. 4V2 Mill. Fig. 28, 

b) „ 17 /j, „9, „ „ 9, „ 5 „ „ 29. 

c) ,; 17 /j, „7, „ „ ö, „ 4 „ „ AT. 
Sumatra: Ajer tegenang bei Fort de Kock. 

Variirt bedeutend in dem VerMltniss der Länge zur Breite und 
damit in der allgemeinen Gestalt, bald mehr schlank cylindrisch 
(Fig. 27), bald mehr konisch (Fig. 28, 29), mit Zwischenstufen (Fig. 26). 

2. Isidora ovalina n. Taf. I, Fig. 30, .31. und Taf. XII Fig. 5. 
Testa anguste ovata, subriraata, irregulariter striata, non nitida, 

fusca , apice nigricans ; anfr. 5 — 6 , convexiusculi , sutura sat profunda , 
ultimus basi sensim attenuatus; apertura lanceolata, paulum obliqua, 
margine columellari subperpendiculari , leviter incrassato. 

u) Long. 12, diam. 6, apert. long. 7, diam. S'/j Mill. Fig. 30. 

b) „ 12, „ 6, „ „8, „3 „ „ 81. 

c) „ J, „ 5 '3, „ „ 5, „ 2 13 „ ; jung. 
Celebes: Loka bei Bonthain. 

Auch diese Art variirt etwas in der Form an demselben Fundort, 
indem das Gewinde bald sich mehr erhebt, (Fig. 30), bald niedriger 
ist (Fig. 31). Von der folgenden I. Minahassae unterscheidet sie sich 
durch weniger gethürmte Gestalt, weniger gewölbte Umgänge und 
den geraden Verlauf des Colluraellarrands. 

Radula nach der Untersuchung von Hrn. Protz 1,8 mill. lang, 0,9 
breit, mit ungefähr 35 Längsreihen. Mittelzahn wenig kleiner als die 
übrigen, mit zwei Spitzen. Seitenzähne bis zum elften dreispitzig, 
vom zwölften an vier und zuletzt fünf-spitzig. 

3. Isidora Minahassae n. Taf. IX, Fig. 1. 

Physa Moluccensis (Less.) v. Martens in Malak. Blatt. 1867, p. 218. 

Testa ovato-acuminata , ventricosa, subtiliter striatula et prope 
aperturam sulcis verticalibus modice distantibus exarata, nitidula; 
fulvo-fusca, varicibus albidis fuscoraarginatis 2 in anfr. ultimo ornata, 
spira conica, acuminata, apice paulo obscurius fusca; anfr. 6'/j, sutura 



profunda discreti, turgidi; ultimus ventrosus, basi celeriter atten- 
uatus; apertura ovato-piriformis , sat obliqua, margine columellari 
infra subinerassato , rotundate in basalem transeunte. 

Long. 16, diam 9, apert. long. 9 diam. 5 Mill. 

Nord-Celebes, Minahassa, im See von Tondano ein Exemplar 
von mir 26 Juli 1862 gefunden. 

Lässt sich durch das mehr zugespitzte, tiefer eingeschnittene Ge- 
winde, die stärkere Sculptur des letzten Umgangs und die schwächere 
Verbreiterung des Columellarrands doch von der folgenden unterschei- 
den, soweit nach einem Exemplar zu urtheilen möghch ist. Ich würde 
sie, da noch andere Arten in Celebes vorkommen, gerne I. Tonda- 
nensis genannt haben, wenn das nicht zu ähnhch der schon beste- 
henden Tongana Q. G. (von Tonga-tabu) lautete. 

Gegen die Vereinigung dieser Art mit Lesson's Physa Moluccensis 
spricht entschieden, dass er selbst diese „peu ventru" nennt, und 
zwar im Vergleich mit seiner Ph. Novae-Hollandiae , welche wesent- 
lich schlanker als Is. Minahassae ist. 

4. Isidora Timorensis (Sow.?) n. Taf. IX, Fig. 3, 4. 

Physa Moluccensis (Less.) v. Härtens in Malak Blatt. 1867 p. 218. 
Clessin in der neuen Ausgabe von Chemnitz S. 344. Taf. 48 Fig. 10. 
Schepman Notes Leyd. Mus. XIV, p. 155. 

Testa ovato-oblonga , subtiliter striatula et prope aperturam costuhs 
verticalibus obsoletis sculpta, nitidula, pallide flavescenti-grisea , apice 
rufescenti-fusca , varicibus 1 — 2 albis, palhde fuscomarginatis in anfr. 
ultimo ornata; spira sat elongata, obese conica; anfr. 6, valde con- 
vexi, sutura modice impressa discreti, penultimus turgidus, sublaevis, 
ultimus ovatus, versus basin sensim attenuatus; apertura paululum 
obliqua, piriformi-ovata , margine columellari valde dilatato et incras- 
sato, superne sensim in callum columellarem conspicuum, inferne sub- 
angulatim in marginem basalem transeunte. 

Long. 16 Vg diam. 8 ; aperturae long. 9, diam. 4V2 Mill. 

15 9 • 9V 5 

Timor, bei Delhi (im portugiesischen Theil), zahlreich in einem ein- 
getrockneten Sumpfe, ohne andere Süsswasserschnecken 
von mir 7. Dec. 1862 gefunden. Süsswasserseen zwischen 
Susuk und Ainiba in Central-Timor, H. ten Kate. 
Auch bei dieser Art zeigt sich, wie bei vielen andere Süsswasser- 



10 

Schnecken, dass längere Exemplare nicht nur relativ, sondern auch 
absolut etwas schmäler sind als die kürzeren, indem jede einzelne 
Windung, wenn sie mehr von der vorhergehenden umfasst, um so 
breiter werden muss, um gleichen Rauminhalt zu erhalten. Die 
Farbe ist möglicherweise etwas ausgebleicht. 

Limnaea Timorensis Sow. catalogue of the Shells of Earl Tankerville 
1825, appendix p. VIII, ist folgendermassen beschrieben: L. testa 
sinistrorsa, oblonga, spira acuminata, laevi tenuiter striata, anfractibus 
quinque rotundatis, ultimo majusculo; apertura oblonga, labio interne 
minime expanso. Long '/j,, unc, lat. Vj^ unc. [Etwa 20 und IP/^Mill.] 
From Timor. Weder die Maassangaben, noch die Zahl der Windungen 
und „labio interno minime expanso" passen nicht auf die von mir 
gefundene Schnecke ; vielleicht kommt noch eine zweite Art auf Timor 
vor oder sollte es gar wirklich eine linksgewundene Limnaea sein? 
Die Maassangaben würden auf meine L. javanica var. porrecta von Timor 
passen und eine mir seiner Zeit von Dr. Mörch aus Kopenhagen zuge- 
schickte Zeichnung der Schnecke, welche Beck als L. Timorensis ange- 
nommen hat, stellt auch eine rechtsgewundene Limuaee dar, im 
Gegensatz zu Sowerby's Worten. 

5. Isidora Celebensis Marts. Taf. IX Fig. 2. 

Physa Celebensis Marts., Clessin in der neuen Ausgabe von Chem- 
nitz, Physa S. 350 Taf. 49 Fig. 8. 

Testa ovato-elongata , per omnes anfractus aequaliter subcostulato- 
striata, nitidula, pallide grisea, varicibus parum distinctis, apice 
nigricante; spira elongata, sat obesa; anfr. 7, convexiuscuh , sutura 
superficiali, alba, leviter appressa et crenulata, penultimus antepenul- 
tirao multo longior, ultimus ellipticus, versus basin sensim attenua- 
tus; apertura valde obliqua, piriformis, margine collumellari valde 
dilatato et incrassato, superne plicula spiratim int r ante a 
Gallo parietali separate, inferne subangulatim in marginem basalem 
transeunte. 

Long. 23, diam. 11, aperturae long. 10 Vj diam. 5 Mill. 
Celebes, Beccari. 

Durch den noch stärker verdickten, nach oben mit einer bestimmt 
abgegränzten Spiralfalte versehenen Columellarrand , sowie die gleich- 
massigere Sculptur und gestrecktere Gestalt von der eben beschrie- 
benen J. Timorensis zu unterscheiden. 



11 

Sollte dieses vielleicht Lesson's Physa Moluccensis sein, welche er, 
Voy. Coquille, zool. II 1, 1830 p. 332 folgendennassen beschreibt: 

Les Moluques nourrissent une physe tres-voisine de celle de la 
Nouvelle Hollande, tres-commune a Amboine. La coquille a 8 lignes 
de hauteur [18 Mill.] sur 4 de diametre [9 Mill.]. La forme est ovale- 
allong6e; sa spire tres-aigue; son demitour [dernier tour ?] peu ventru. 
La bouche, dirigee ä gauche, a son bord externe coupant, en ellipse. 
La columelle est tordue au milieu. La couleur est fauve noirätre. 
Ce sera physa moluccensis. 

Die in der Mitte gedrehte Columelle bezeichnet vielleicht die ange- 
gebene Columellarfalte ; die Maassangaben lassen sich mit den obigen 
vereinigen. Seitdem hat meines Wissens Niemand eine Physa auf 
Amboina oder sonst auf den Molukken gefunden. 

6. Isidora stagnalis n. Tafel I Fig. 32 — 34. 

Testa obese ovata, subrimata vel imperforata, striatula, vix niti- 
dula, fusca, apice nigricans; spira brevis, acuminata; anfr. i'/j con- 
vexi , sutura profunda , ultimus basi leviter attenuatus ; apertura ovata, 
margine externe valde arcuato , margine columellari subperpendiculari, 
superne incrassato. 

Long SVj, diam. 6, aperturae long. 7, lat. 3 Miü. 
Sumatra: See von Manindjau. 

In Vergleich mit den übrigen Arten aus Niederländisch-Indien cha- 
racterisirt sich diese Art durch das kurze Gewinde als See-form, in 
dem eine Verkürzung des Gewindes, d. h. Umhüllung eines grössern 
Theils jeder vorhergehenden Windung durch die folgende der Schale 
mehr Festigkeit und Widerstandskraft gegen die mechanische Gewalt 
des Wellenschlages gibt, wie es ja auch die mitteleuropäischen See- 
formen in der Gattung Limnae zeigen, z.B. L. stagnalis var. lacus- 
tris Stud. und bodamica Cless., L. auricularia var. ampla und Mon- 
nardi Hartm. u. a. Bei manchen Exemplaren ist das Gewinde auch 
etwas cariös (fig. 33, 34) wie man es so oft bei Melanien und Am- 
pullarien , seltener bei Limnaeen findet ; bei Physa habe ich das früher 
noch nicht gesehen. 

Planorbis Geoff. 

Schale spiral in Einer Ebene gewunden. Fühler fadenförmig. 

Auch diese Gattung ist im malayischen Archipel nur durch wenige. 



12 

kleine Arten vertreten, welche nicht wesentlich von den in andern 
Erdtheilen vorkommenden abweichen. Nur von der Nordostküste Su- 
matra's, also dem nächsten Anschluss an das asiatische Festland, 
nämlich Deli, hat das Berliner Museum für Naturkunde auch eine 
grössere Art erhalten, den für Vorder- und Hinter-Indien charakte- 
ristischen Planorbis exustus Desh. (Coromandelianus Beck, In- 
diens Bens.) welcher unserem europäischen PI. corneus L. nahe steht. 

A) Planorbis s. str. 

1. Planorbis Sumatranus n. Taf. I. Fig. 8— 10 und Taf. XII. Fig. 6 und 9. 
Testa depressa, paucispira, utrinque umbilicata, pallide cinerea; 

anfr. 3, sat celeriter crescentes, supra convexi, ad peripherian» an- 
gulati, infra planiusculi, ultimus antice distincte descendens; sutura 
profunda; umbilicus latiusculus; apertura perobhqua, margine externo 
bene arcuato, columellari stricto, fauce flavescente. 
Sumatra: Danau di bawah. 

Diam. maj. 6, min. 4V3, alt. 2, diam. apert. 3 Mill. 

Radula mit 33 Längsreihen. Mittelzahn undeutlich zweispitzig, 
wenig kleiner als die übrigen. Seitenzähne ziemlich schräg zur Mitte 
gerichtet, vom ersten bis zum zwölften zweispitzig, die Hauptspitze 
an der Innenseite. 

Beim zwölften Seitenzahn hat die Hauptspitze nach innen einen 
kleinen Seitenzacken. Vom dreizehnten ab sind die Seitenzähne nie- 
drig und vier- bis fünfspitzig. Kiefer hellhornfarben , dreiteihg. Mittel- 
stück schmal, aus c 30 ungleich breiten, einander ziemlich paral- 
lelen Leisten zuzammengesetzt , deren vordere Enden dem Rande des 
Kiefers eine Zähnelung verleihen. Die Seitenstücke sehr zart, gleich- 
falls aus feinen Leisten bestehend. 

Die Genitalien stimmen im Allgemeinen mit denen der Gyraulus- 
Gruppe überein. Der Penis trägt an seinem vorderen Ende ein chiti- 
nöses Stilet, das vöUig dem von Planorbis albus gleicht; es ist ein 
dütenartig gerolltes lancettUches Blatt mit verdickter Basis, durch 
welche er auf dem Penisende befestigt ist. Durch die erwähnte Ein- 
rollung gleicht er auf dem ersten flüchtigen Blick einem der Länge 
nach durchbohrten pfriemenförmigen Gebilde (Fig. 9). 

2. Planorbis proclivis n. Taf. I, Fig. 11—16. 

Testa subdepressa, paucispira , utrinque umbilicata , griseo-flavescens ; 



13 

anfr. 3, sat celeriter crescentes , convexi , ultimus antice valde des- 
cendens ; sutura profunda ; umbilicus inferus latus ; apertura perobliqua , 
margine externo bene arcuato, columellari stricto. 

Diam. maj. i'/g, min. 4, alt. 2V2; diam. apert. 2 Mill. 

Sumatra: Pajakombo, Ajer-tabit, Tabeh di Aripan östlich von 
Singkarah , Danau di atas , hier bis 28 Met. tief. 

Durch die abgerundete Peripherie leicht von der vorigen zu unter- 
scheiden. Im Jugendzustand, fig. 14 — 16, ist die Mündung noch nicht 
nach vorn übergeneigt, daher das allgemeine Ansehen ein ganz ande- 
res, doch lässt der weite tiefe Nabel schon die Art erkennen. 

3. Flanorhis compressus Hutt. Taf. 1 , Fig. 17 — 22. und Taf. XII, Fig. 
7. und 10. 

PI. neglectus Yan Hasselt 1823, ohne Beschreibung. 
PI. compressus Hutton in Journ. As. Soc. Bengal m, 1834, p. 93, 
94. Benson ebenda V, p. 743. v. Härtens in Malak. Blatt 1867 S. 213. 
Hanley u. Theobald Conchologia Indica p. 40 pl. 99 fig. 1 und 4. Cles- 
sin in der neuen Ausgabe von Chemnitz Planorbis S. 107. 
PI. Tondanensis (non Q. G.) Mousson jav. MoU. S. 44, Taf. 5, Fig. 4. 
Java: Situ-Bagendit bei Garut, Preanger-Regentschaften , das 
grösste Stück 6 MiUim. im Durchmesser, 2 hoch; 
Buitenzorg, junge Stücke. 
Celebes: bei Makassar, im Fluss bei Tete-adji und in Luwu 
namentlich im Fluss bei Palopo; auch von mir bei 
Makassar in einem Süsswassersumpf an der Wur- 
zeln von Pistia gefunden. 
Zuerst von Van Hasselt auf Java gefunden, dann von ZoUinger, 
Teysmann und mir, auf Sumatra bei Palembang und auf Celebes bei 
Makassar ebenfalls von mir. Exemplare von Singapore und Pulo Pinang in 
der Sammlung der East India Company, jetzt dem Britischen Museum 
einverleibt. In Vorderindien selbst verschiedene Fundorte angegeben. 

Clessin's Abbildung, Tafel 17 (nicht 16) Fig. 10 stellt die schärfer 
gekielte Abart dar, welche ich am angeführten Ort als var. Siamen- 
sis bezeichnet habe, und zu der ich nun auch Exemplare von den 
Phillippinen kenne; vielleicht is sie besser als eigene Art zu trennen. 
Der Artname compressus ist zwar in dieser Gattung schon von 
Michaud 1830, also vor Hutton, für eine andere Art gebraucht 
worden, aber da diese ohne Zweifel der "ächte Vortex von Linne 



14 

ist, braucht desshalb Hutton's Name nicht geändert zu werden. 

Nevill's PI. javanicus Mouss. handhst Moll. India Mas. I p. 244 ist 
entweder auch diese Art oder noch wahrscheinlicher mein PI. infrali- 
neatus, Malak. Blatt 1867 p. 213, Clessin Taf. 23 Fig. 4, da Nevill 
seine Art von Freiherrn von Richthofen in grösserer Anzahl aas Java 
erhielt, wie ich die ebengenannte. 

Ptadula nach der Untersuchung von Hrn Protz 0,9 Mill. lang, 0,15 
breit; 31 Längsreihen. Mittelzahn niedrig, mit zwei sehr kleinen 
Spitzen. Seitenzähne dreispitzig mit längerer Mittelspitze, welche all- 
mälig kleiner wird; beim siebenten bis elften sind die drei Spitzen 
ziemlich gleich. Die weiter nach aussen folgenden Zähne sehr niedrig, 
vier- und zuletzt fünf-spitzig. 

Bei den Genitahen ist der Penis mit einer stumpfen kegelförmigen 
Papille versehen, an deren Basis die Ausgangsöffnung liegt. Ein Sti- 
let, wie es bei dem im allgemeinen Habitus ähnlichen europäischen 
PI. albus vorkommt, nicht vorhanden, so dass er hierin dem PI. mar- 
ginatus näher steht (Fig. 10). 

4. Planorbis Tondanensis A. G. Taf. I Fig. 23 — 25. 

Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, Zool. II p. 209 pl. 58 fig. 
39. — V. Martens in Malak. Blatt. 1867. p. 215 - Clessin a. a. 0. S. 
218 (unrichtig Fondanensis). Nevill handhst Moü. India Mus. I p. 244 
(fälschlich „tonganensis"). 

Nord Celebes: See von Tondano, Quoy und von Martens. 

Nach Nevill handlist p. 244 hat auch Teysmann diese Art in dem 
genannten See gesammelt , ich habe aber die Exemplare nicht gesehen. 

Diese Art, aus dem See von Tondano im nördlichen Celebes, wird 
nach Mousson's Vorgang von den neueren Autoren für identisch mit 
dem vorigen gehalten, obwohl Mousson selbst schon hervorhebt, dass 
die letzte Windung in Quoy 's Figur verhältnissmässig grösser sei, als 
bei seinen javanischen Stücken. An dem einzigen offenbar noch jungen 
Stücke, das ich selbst bei flüchtigem Aufenthalt an dem genannten 
See fand, sehe ich hierin einen so auffallenden Unterschied von gleich 
grossen jungen PI. compressus , dass ich ihn für eine eigene Art halten 
muss, vgl. die Abbildung dieses jungen Tondanensis, Fig. 23—25 
mit einem jungen compressus von Buitenzorg, Fig. 20 — 22. Hoffentlich 
bringen die Herren Sarasin reicheres Material von dort mit. 



15 



B) Segmentinä Flem. 

Schale stark glänzend, im Innern mit periodisch sich wiederholen- 
den Verdickungen, welche nach aussen als helle Strahlen durchschei- 
nen. Auch diese Untergattung kommt sowohl in Indien als in Au- 
strahen vor. 

5. Planorbis calathus Bens. 

Benson in Ann. Mag. n. h. (2) V, 1850 p. 349. Hanley u. Theobald 
Conchol. Indica p. 18 pl. 39 üg. 1—3. Clessin Planorbis in d. Fort- 
setzung V. Chemnitz, S. 136 Taf. 15 Fig. 13. Tapparone-Canefri fauna 
malacologica deUa Nuova Guinea in Ann. Mus. civ. st. nat. di Ge- 
nova XIX 1883, p. 249. 
Java Buitenzorg. 

Bis jetzt von Vorderindien, Ceylon und Slam, aber auch von den 
Aru-inseln bei Neu-Guinea bekannt , so dass seine Auffindung in Java 
eine merkliche Lücke ausfüllt und weitere Nachweise für die andern 
Inseln des niederländischen Gebiets in Aussicht steht. Die vorliegen- 
den Exemplare sind nur klein, das grösste 2^2 MiU. im grossen 
Durchmesser und etwa 1 hoch, mit 3 Zahnstrahlen auf der letzten 
Windung, verhältnissmässig noch höher, stumpf kantiger u. die obern 
Windungen mehr eingesenkt als bei PI. Clessini Westerl. und in noch 
höherem Grad als bei unserem europäischen PI. nitidus. Lebhaft gold- 
gelb glänzend; ein kleineres Exemplar blass weisshch. 

Ancylus Geoff. 

Schale einfach mützenförmig. Fühler kurz, dick. 

Das Auffinden dieser Gattung auf Java und Celebes füUt eine bis 
jetzt bestandene scheinbare Lücke in ihrer Verbreitung aus, da man 
sie sowohl von Vorderindien nebst Ceylon, als von den Philippinen 
und Nord- Australien kannte , aber noch nicht von Niederländisch- 
indien. 

1. Ancylus Javanus n. Taf. I, Fig. 35 — 37. 

Testa oblonga, sat depressa, pallide flavescens, nitidiuscula , vertice 
sinistrorsum flexo, ad ^/^ longitudinis sito, obtuso, lateribus strictis, 
paraUehs, extremitate anteriore magis attenuata. 

Long 2Vs, lat. V^, alt. 1 Mill. 
Java: Buitenzorg. 



16 

2. Ancylus Gelehensis n. Taf. I, Fig. 38, 39. und Taf. XII, Fig. 8. 

Testa ovato-oblonga , sat convexa, diaphana, alba vel fuscescens, 
opaca , vertice sinistrorsum spectante , ad V« longitudinis sito , acutius- 
culo, lateribus paulum arcuatis, extremitate antica et postica subae- 
qualiter rotundatis. Long. 3, lat. 2, alt. 1 Mill. 

Celebes: Pare-Pare und in einem Flüsschen bei Loka (Bonthain). 

Radula nach der Untersuchung von Hrn. Protz 0,5 Mill. lang, 0,1 
breit, mit etwa 33 Läugsreihen. Im Ganzen ähnlich derjenigen von A. 
(Velletia) lacustris, jedoch, die Querreihen geradlinig. Mittelzahn zwei- 
spitzig. Die vordere Kante der Seitenzähne ist sehr schräg gestellt; 
diese selbst vom ersten bis sechsten dreispitzig, vom siebenten an 
vierspitzig, vom zehnten an fünfspitzig; die äussersten Seitenzähne 
sehr niedrig und vierspitzig. 

h) PROSOBRANCHIEN. 

AMPÜLLARIIDEN. 
Ampullaria Lam. 

Schale bauchig-eiförmig, mit kurzem Gewinde und länglich-ellipti- 
scher, unten meist etwas nach vorn vorgezogener Mündung und etwas 
ausgebreitetem, oft besonders gefiirbten Mündungsrand. Deckel bei den 
altweltlichen Arten fest, kalkig, concentrisch , der Kern dem Innen- 
rande näher als dem Aussenrande. Thier für Luft- und Wasser- athmung 
eingerichtet, indem neben der Kiemenhöhle mit kammförmiger Kieme 
noch ein eigener Nebenraum mit gefässreichen Wandungen zum sub- 
sidiären Luftathmen vorhanden ist. Ein Paar langer spitziger sehr be- 
weglicher Fühler, an deren Basis auf eigenen kurzen cylindrischen 
Stielen die Augen sitzen; ein zweites Paar kürzerer Fühler weiter 
vorn am Mund. Hierüber und über die Anatomie der Arten des in- 
dischen Archipels siehe Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe III p. 
167 pl. 57 flg. 1-4. (Gray, flg. moll. an I pl. 47 fig. 1 und 4) Am- 
pullaria Celebensis, und Semper Entwicklungsgeschichte der Amp. polita, 
Utrecht 1862. Nach Quoy und Gaimard ist Amp. Celebensis lebendig 
gebärend. 

Die Ampullarien sind über die Continente und grösseren Inseln der 
Tropenzone ringsum verbreitet, circumtropisch ; in Afrika kommen 
sie durch der Nil bis Aegypten (A. ovata), in Nord-Amerika bis Georgia 



17 

(A. depressa); nach Süden gehen sie nur in Südamerika etwas über 
den südlichen Wendekreis hinaus. In Australien scheinen sie völlig 
zu fehlen, einige frühere Angaben über australische Ampullarien bei 
Jan und Reeve haben sich bis jetzt nicht bestätigt; auch aus Neu- 
Guinea und Timor keimen wir bis jetzt noch keine, so dass ihre Ver- 
breitung im malayischen Archipel nur bis Celebes reicht, wo sie aber 
noch gut vertreten sind , wie auch auf den Philippinen ; hierin also 
ist Celebes, und zwar auch das südliche, philippinisch und nicht 
australisch. Auf Amboina sagte mir ein praktischer Conchyliensammler, 
Hr. Hoed, der selbst schon auf Celebes und Buru gewesen war, dass 
Ampullarien auch noch auf der Insel Amblauw, südöstlich von Buru, 
vorkommen, sonst aber nirgends auf den Molukken, namentlich nicht 
auf Amboina oder Ceram; letzterem kann ich aus eigener Erfahrung 
beistimmen , ersteres möge wenigstens einem künftigen Besucher dieser 
wenig bekannten Insel zur Berücksichtigung empfohlen sein. Aus der 
Insel Bangaai zwischen Ost-Celebes und den Sula (nicht Sulu) Inseln 
ist neuhch eine Ampullaria, wahrscheinlich Celebensis, in deutsche 
Sammlungen gekommen. 

Aus Niederländisch-Indien kenne ich bis jetzt nur drei Hauptformen 
von Ampullarien: die grosse, unten namentlich in der Jugend stärker 
verschmälerte A. ampuhacea mit ziemhch kurzem Gewinde, die 
kleinere unten mehr bauchig gerundete A. scutata und die mehr 
regelmässig eiförmige spiegelglatte A. polita Desh. ; ob die beiden 
ersteren nur sehr variabel sind oder sich innerhalb derselben noch 
mehrere Arten mit haltbaren Characteren, vielleicht auch nach den 
einzelnen Inseln, unterscheiden lassen, ist mir noch nicht klar. Ich 
begnüge mich daher im Folgenden die von Prof. Weber gesammelten 
aufzuführen. 

1. Ampullaria ampullacea Lam. 

Cochlea lutaria, die grosse, Rumph amboin. rarit. p. 92 (deutsche 
Übersetzung S. 56) Tab. 27 fig. Q, und p. 88 (deutsch 50) wo IX 
Deckel. Hehx ampullacea Linne syst. nat. ed. X und Mus-Lud. Ulr. 
p. 666, zum Theil, soweit auf Rumph bezüglich. Amp. Celebensis 
Quoy et Gaimard Voy. AstroL, Zool. III p. 167 pl. 57 fig. 1-4 Mous- 
son jav. moll. S. 59 Taf. 9 fig. 1. — A. Sumatrensis Dunker, Phihppi 
in der neuen Ausgabe v. Chemnitz, Amp. S. 59 Taf. 19 Fig. 12. — 
A. ampullacea (L.) Reeve conch. ic. X fig. 48. — Veth Midden-Sumatra 



18 

p. 12 pl. 2 fig. 7. (Radula). - v. Härtens in Malak. Blatt 1857 p. 185. 
Sumatra: In einem Weilier bei Solok, ein junges Stücli. 
Celebes: Luwu; jüngere Exemplare in einem Teich bei Makassar 
und im Fluss bei Palopo. 

Philippi liatte diese Art durcii Dunker von Danau-luar in Sumatra, 
Quoy und Gaimard von Manado in Celebes. Ich habe diese Art auch 
zu Palembang auf Sumatra, zu Singkawang auf Borneo, bei Marcs 
in sumpfigen Reisfeldern und in der Minahassa auf Celebes gesam- 
melt; in Mousson's Sammlung findet sie sich auch von der Insel 
Banka und von Pardana (?) auf Java, im Berliner Museum ferner von 
Tana-laut im Südwesten von Borneo durch Semmelink und aus Deli 
an der Nordostküste Sumatra's durch L. Martin , in Leyden auch von 
Putus-Sibau in Borneo durch Büttikofer. Rumph kannte sie schon von 
Celebes (Makassar), Java, Bali und Sumatra, dagegen darf man dar- 
aus, dass sie bei ihm vorkommt, nicht schiiessen, dass er sie auf 
Amboina gefunden habe; seine amboinische Raritäten-kammer ent- 
hält eben alle Naturalien, die er während seines langen Aufenthaltes 
auf Amboina zusammengebracht hat, wie man auch heute noch dort 
durch eingeborne Händler Conchylien aus Celebes, Timor, Neu-Guinea 
erhalten kann , und gerade die Anführung der besondern Fundorte 
zeigt, dass Rumph sie nicht von Amboina hatte. 

Philippi a. a. wollte A. Sumatrensis als eng genabelt von Gele- 
bensis, die undurchbohrt sei, unterscheiden, aber in seiner Beschrei- 
bung und Figur hat Celebensis eine enge Nabelspalte und Quoy u. 
Gaimard sagen a. a. 0. le bord columellaire cache un ombilic en 
fente, peu saillant. Der Unterschied ist also nicht gross. 

Eine kleine Form von den Saleyer -Inseln, das grösste Stück 
nur 39 Mill. lang, 30 breit, Mündung 29, doch schon mit etwas 
verdicktem Mundrand, dürfte nach dem kurzen Gewinde auch noch 
eher zu dieser Art, als zu scutata zu rechnen sein; das grösste 
Stück ist einfarbig braun mit regelmässigen breiten etwas erhabenen 
Vertikalstreifen; Bänder nur im Innern der Mündung sichtbar. Bei 
zwei kleineren, entschieden unausgewachsenen Stücken ist diese Skulp- 
tur fast gar nicht vorhanden, die Färbung aussen grünbraun mit 
zahlreichen wenig dunkleren grünlichen Bändern. 

2. ÄmpuUaria scutata Mouss. 
Cochlea lutaria, die kleine, Rumph a. a. 0. 



19 

Amp. scutata Mouss moll. jav. S. 60 Taf. 8 fig. 2, 1849. — v. Här- 
tens in Mal. Blatt. 1857 S. 186. 

Amp. conica (? ? Gray in Wood index testur. suppl. tab. 7 fig. 22, 
1828) Hanley miscell. conchol. tab. 3, fig. 13 links, 1854. — Reeve 
conch. ic. fig. 10. — Nevill catal. Moll. Ind. Mus. 1877 p. 7 und hand- 
list II, p. 5. — Böttger. Bericht d. Senkenberg. Gesellsch. 1890 S. 156. 

Amp. Javanica Reeve conch. ic. flg. 96. 

Amp. compacta var. Reeve conch. ic. üg. 71. 

Java: Buitenzorg, ein ganz junges Exemplar; ebenda auch von 
Prof. Semon gefunden. 

Gelebes: Tete-adji und Tempe, grösstes Exemplar 48 Mill, lang, 
41 breit, Mündung 23 lang. Auch von mir bei Makas- 
sar am Boden eines Süsswassersumpfes gefunden. 

Ich fand diese Art auch bei Palembang und Lahat auf Sumatra, 
Singkawang , Bengkayang , Mampawa und Mandhor im westüchen 
Theil von Borneo; in Mousson's Sammlung sah ich Exemplare von 
Banka und Bali. Auch bei Singapore , Malakka und auf Pulo Pinang 
ist sie gefunden. 

Mehrere englische Autoren betrachten diese Art als identisch mit 
A conica Gray bei Wood, 1828, welcher Name die Priorität haben 
soll. Die ursprünghche stark verkleinerte Abbildung, Wood index 
testac. suppl. pl. 7 üg. 22, ohne Fundortsangabe passt aber nicht zu 
scutata; Hanley conchol. miscellan. 1854 gibt zwei Abbildungen, wie 
er sagt, nach dem Typus, d. h. Original-exemplar. Diese zwei sind 
aber unter sich verschieden, diejenige links, Mündungsansicht, dürfte 
scutata sein, diejenige rechts dagegen, Rückenansicht, kann nicht von 
demselben Individuum sein und passt nicht zu scutata, wohl aber 
besser zur Originalflgur bei Wood. Blanford in British Burma Gazeteer 
I p. 712 setzt dagegen conica Gray gleich Amp. paludinoides Phil., was 
eine gut verschiedene Art ist. Pfeiffer, novitat. conchol. I, p. 51, hat 
conica Wood sogar auf eine Art von Cuba gedeutet, so wenig fest 
gestellt ist sie durch jene Abbildung; ich ziehe daher den sichern 
Namen scutata vor. 

PALUDINIDEN. 
Vivipara Lam. 
Vivipara Lam. 1809. Viviparus Montf. 1810. Paludina Lamarck 



20 

1812 z. Theil. Schale kugelig-konisch oder eiförmig, grünlich oder 
bräunlich, Mündung eiförmig, oben spitzwinklig, unten einfach ab- 
gerundet. Deckel dünn, glänzend braun, mit concentrischen An- 
wachslinien und dem Kern nahezu in der Mitte, etwas näher dem 
Columellarrand. Lebendiggebärend, Junge mit schon ausgebildeter Schale 
von mehreren Windungen, öfters mit Haarreihen, in dem Ovidukt der 
weiblichen Exemplare zu finden; die Schalen der weibliehen Thiere 
öfters etwas grösser und bauchiger als die der männlichen; letztere 
an der Ungleichheit der Fühler zu erkennen. 

Diese Gattung ist weit verbreitet, sowohl im alten Continent, als 
in Nordamerika und "Westindien; namentlich kommt sie auch in 
Vorderindien und in Australien vor ; ihr Fehlen auf den Molukken 
dürfte daher mehr der Seltenheit passender stehender Gewässer als 
einer geographischen Grenze zuzuschreiben sein. Betreffs der Arten 
des malayischen Archipels haben Quoy und Gaimard das Lebendig- 
gebären bei V. costata, im Monat September am See von Tondano, 
festgestellt; vgl. auch die Bemerkung bei V. Javanica. Meist am Grund 
sitzend, seltener an Wasserpflanzen. 

1, Yivipara costata Q. G. 
Paludina costata Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, zool. III 
1832 p. 170, pl. 58 fig. 1-5. - Reeve conch. icon. XIV fig. 6. 
V. Martens in Malak. Blatt 1865 S. 148, 149. Schepman Not. 
Leyd. Mus. XV p. 455. 

— Burroughiana Lea in Transact. Am. philos. soc. V (Najad. I) 
1835—1837 p. 225 pl. 19 fig. 80 von Luzon. 

— angularis (non Müll.) Phihppi Abbild, neuer conch. I. Taf. 1 
üg. 10. Küster neue Ausgabe von Chemnitz, Pal. S. 26. Taf. 5, 
Fig. 15, 16 und Taf. 6 Fig. 3—5. Reeve a. a. 0. fig. 14. 

An den stark abgesetzten Windungen und dem oflenem Nabel, der 
meist deutlich Spiralskulptur zeigt, zu erkennen. Die typische Form, 
mit stark ausgeprägten zwei Kanten, die eine in Schulterhöhe und 
daher auf allen Windungen sichtbar, die untere nur an der letzten 
Windung, und einer oder mehreren starken Spiralleisten dazwischen, 
ist bis jetzt aus dem nördlichen Celebes, Borneo und den Phi- 
lippinen bekannt; ich fand sie im See von Tondano, woher sie 
auch Quoy u. Gaimard hatten, und unterhalb davon bei Sawangan. 
Vermuthlich gehören zu ihr auch Pal. carinata Valenciennes in Hum- 



21 

boldt observations zoologiques 11 1829 p. 252 pl. 56 fig. 2, fälschlich 
von Mexico angegeben , wahrscheinlich von den Philippinen , wie einige 
andere ebenda beschriebene Schnecken, und Pal. tricostata Lesson 
Voy. de la Coquille, zool. II 1830 p. 349, ohne Abbildung, angeblich 
von Neu-Gruinea. 

Vivipara costata var. laevior n. Taf. II, Fig. 5, 6. 
Paludina Burroughiana (Lea) Reeve conch. ic. XIV fig. 16. 
Die beiden Kanten schwächer, die obere zuweilen fast ganz ge- 
schwunden, die Spiralleisten ebenfalls schwach, nur streifenartig. An 
der breiteren Gestalt, der deutlichen Abflachung der Schale gegen die 
Naht zu und dem offenen, etwas kantigen Nabel noch von V. Java- 
nica zu unterscheiden. 

Java: Sjnagar, ein junges Exemplar. Schön ausgebildete Exem- 
plare, bis 36 Mill hoch und 28 breit, Mündung 19, aus 
dem Gebirgs-See Telaga Patengan, 4600' hoch, in den 
Preanger-Regentschaften durch Hern von Richthofen im 
Berliner Museum für Naturkunde. 
Celebes: Fluss bi Marcs, Seen bei Tete-adji und bei Sidenreng 
(Fig. 5). Minralang-Fluss bei Tempe und See ebenda 
(Fig. 6). 
Aus dem nördhchen Theil von Celebes kenne ich bis jetzt diese 
Form noch nicht, doch zweifle ich kaum, dass sie auch dort vor- 
komme, da eine noch mehr abgerundete Form, an der beide Kan- 
ten verschwunden sind, aber der Nabel noch offen, vielleicht Mous- 
son's gratiosa, von Tombuku durch Hrn. Pdbbe im Berliner Museum 
vorhanden ist. Immerhin zeigt sich aber auch schon so, das Süd- 
Celebes mehr mit Java, Nord-Celebes mehr mit den Philippinen ge- 
mein hat. 

Schon Mousson (moll. jav. S. 62) hat richtig erkannt, dass die im 
alten Werk von Chemnitz (conch. cab. IX flg. 1222, 1223) abgebildete 
chinesische Art von Phihppi's angularis = costata Q. G. verschieden 
ist, aber er hat übersehen, dass eben diese Art von Kanton (quadrata 
Bens.) 0. Fr. Müller's angularis ist (bist, verm 1774 p. 187). 

2. Vivipara Javanica Busch. 

Paludina Javanica V. d. Busch bei Philipp! abbild. neuer conchyl. 
I Taf. 1 Fig. 11, 12, 1844. Mousson jav. moll. S. 61 Taf. 8 Fig. 3, 



22 

4. Küster in d. neuen Ausgabe v. Chemnetz, Taf. 5 Fig. 7 — 10. 
Reeve fig. 52. v. Härtens in Malak. Blatt. 1865 S. 150. — Nevill 
handlist Ind. Mus. Calcutta II p. 23. — Böttger im Bericht d. Senken- 
berg, nat. Gesellschaft 1890 p. 155. 

Die typische Form, mit schwacher dichter Spiralskulptur, kaum 
oder wenig eingeschnittener Naht, ganz engem, fast verdecktem Na- 
bel und meist blassgrüner, seltener dunkelsaftgrüner Farbe, scheint 
durch ganz Java häufig zu sein; ZoUinger sammelte sie zu Tjirin- 
gin in Bantam, ich in der Umgegend von Batavia, ferner bei Sin- 
danglaya, Prof. Semon bei Buitenzorg , F. Jagor zu Malembong (Ma- 
langbong) in den Freanger-Regentschaften ; im mittlem Java fand ich 
sie in einem Teich der Wasserburg bei Djokjokarta und am Ufer des 
Solo flusses bei Surakarta; im östlichen bei Surabaja und erhielt sie 
auch von Passuruan. Das mehr oder weniger Hervortreten einer Spur 
von einer unteren Kante, mehr oder weniger Wölbung der Umgänge 
Ofienbleiben eines Nabelritzes oder Schluss desselben , helle oder schwärz 
liehe Färbung des Mundsauraes kann an einem und demselben Fund 
orte variiren, so dass Mousson's drei „Hauptformen" scalaroides 
albomarginata und nigromarginata kaum mehr als individuelle Abän 
derungen sind. Ausserhalb Java ist sie von Zollinger auf Madura 
und Bali (P. amplior Mouss. in seiner Sammlung, Reeve fig. 55, 
scheint eine etwas bauchige kleine Form von javanica), auf Su- 
matra bei Palembang von mir und Teysmann (var. Sumatrensis 
Mouss. in seiner Sammlung, mit hamraerschlagartigen Eindrücken, 
die aber auch bei javanischen Exemplaren vorkommen) und auf Bor- 
neo bei Singkawang von mir (mit schwarzem Mindungsrand) gefun- 
den worden. 

Das grösste Exemplar aus Java, das ich gesehen, ist 37 Mill. lang, 
25 breit, Mündung 16^^ und 14. 

Viviimra Javanica var. Moussoiii n. 

Paludina angularis (non Müll.) Mousson moll. jav. S. 62 Taf. 8, 
fig. 5. 

Durch schärfere Spiralskulptur ausgezeichnet und sich dadurch 
der V. costata nähernd, aber in der Form noch ganz zu Javanica 
gehörig. 

Java: Buitenzorg und Situ bagendit unweit Garut in den Fre- 
anger-Regentschaften. Zollinger fand sie bei Tjiringin 



23 

in Bantam, ich bei Sumedang, ebenfalls in den Pre- 
anger- Regentschaften. 

Das grösste der von Prof. Weber im Situ bagendit gefundenen 
Stücke ist 34 Mill. lang, 25 breit, Mündung 15 lang nnd 12 breit, 
es hat 7 Windungen und keine Spur einer untern Kante, während 
ein nur wenig kleineres, 32 Mill., diese Kante noch deutlich zeigt. 

Unter den Exemplaren von Buitenzorg finden sich auch junge, von 
4 Windungen , sie zeigen zwar keine Haare , wie die neugebornen der 
europäischen V. contecta Millet (Listeri Forbes, vera Frnfld.), aber 
doch 2 — 3 Spiralreihen kleiner Grübchen, welche auf frühere Anwe- 
senheit von Haaren deuten (Taf. H Fig. 1, 2), so dass also auch 
hierin die indische Art mit der europäischen übereinkommt. 

Vivipara Javanica var. Celebensis Mouss. Taf. II Fig. 4. und Taf. XII Fig. 11. 

Paludina Celebensis Mouss. in collect. 

— virescens Reeve conch. ic. fig. 70. (jung), v. Martens in Mal. 
Blatt. 1865 p. 149. 

Skulptur gleichmässig fein wie bei der typischen Javanica, aber 
die Windungen stärker gewölbt, eine Schulterkante nicht eigentlich 
vorhanden , aber doch durch stärkere Rundung auf den früheren Win- 
dungen angedeutet, auf der letzten aber keine Spur davon. Untere 
Kante deutlich. Nabel ganz eng. Glänzend, dunkelbraun. 

Coleb es: Teich bei Makassar, Fluss bei Tete-adji und Palopo- 

Fluss in Luwu. Junge Exemplare zeigen die Spur 

einer obern Kante, aber nicht (oder nicht mehr) 

die drei Kanten der europäischen Arten. 

Ähnhch breite und dunkelbraune Stücke mit stark gewölbten obern 

Windungen auch von Samarang auf Java durch Wiepken in Dunker's 

Sammlung, 37 Mille hoch, 21 breit, Mündung 14^2 und 12 Mill. 

Vivipara Javanica var. Macassarica n. 

Windungen mehr gewölbt mit tieferer Naht; Scnlptur gleichmässig 
fein; keine Spur von unterer Kante. Dunkel grünbraun. 

Bei Makassar in Süsswassersümpfen von mir gefunden, meist stark 
mit Algen bewachsen, auf Schlammgrund. Variirt bei gleicher Länge 
merkhch in der Breite, so habe ich zwei Stücke vor mir, welche 
beide 28 Mill. lang sind und eine Mündung von 15 Mill. Länge ha- 
ben, aber das eine ist 22, das andere nur 20 Mill. breit. 



24 
Vivipara Javanica var. Saleyerica Taf. II Fig. 3. 

Eine kleine ziemlich breite Form ohne Spur von Schulterkante , 
die untere Kante aber deutlich wie bei var. Celebensis. Mündungs- 
rand innen schwarz. Nabel eng. 5 Windungen. Länge 18'/s, Breite 
15, Mündungslänge lO'/a Mill. 

Saleyer, vier Stück ziemlich gleicher Grösse, daher vermuth- 
lich erwachsen. 

Dass diese Art oder doch eine sehr ähnliche auch auf Ceram, also 
im Gebiet der Molukken, vorkomme, scheint sich aus Exemplaren 
zu ergeben, welche ich auf Amboina in den Sammlungen dortiger 
Liebhaber sah und welche nach mündlicher Angabe von Ceram kom- 
men sollten. Doch ist sichere Bestätigung wünschenswerth. 

Radida von Vivipara Javanica var. celebensis (Taf. XII Fig. 11). 

Ähnlich der bei Troschel unter dem Namen angularis abgebildeten 
Art. Mittelplatte breit, am freien Rande mit 11 Zähnchen, von de- 
nen der mittlere fast ein Drittel so breit wie die ganze Platte ist. 
Zwischenplatte mit 9 Zähnchen , der sehr breite mittlere nach innen 
in eine starke Spitze ausgezogen, welche die innere Vorderecke der 
Platte bildet. Innere Seitenplatte mit 11 Zähnchen; an den die innere 
Ecke bildenden grösseren Zahn schliessen sich nach innen 4, nach 
aussen 6 Zähnchen von fast gleicher Grösse an. Die 11 Zähnchen 
der ziemlich breiten äusseren Seitenplatte sind sehr winzig. 

3. Vivipara Sumatrensis Dkr. Taf. X Fig. 1, 2. 

Paludina Sumatrensis Dunker in Zeitschr. f. Malak. 1852 S. 128. - 
Reeve conch. ic. fig. G5. - v. Martens in Malakol. Blatt. 1865. S. 149. 

Paludina lineolata Mouss. in collect, (v. Frauenfeld in Verhandl. 
zool. bot. Gesellsch. 1862 p. 1163?) non Reeve. 

Sumatra: Solok in einem Weiher und Singkarah. 

Dunker hat diese Art zusammen mit Unio macropterus und Cor- 
bicula pullata aus dem üanauluar erhalten, ich fand sie längs des 
Enim-flusses bei Muara Enira, Gunung Megang und Lahat, sowie am 
Musi-fluss bei Tibingtingi und Kepahiang; das Berliner Museum er- 
hielt sie auch von Deli an der Nordostküste Sumatra's durch L. Martin. 
Morelet, series conchyl. IV p. 301, Nevill (handlist II p. 22) und 
Andere wollen diese Art mit der siamesisches P. polygramma Marts, 
Proc. Zool, Soc. 1860 p. 18 identiflciren , ich finde sie aber durch die 



25 

deutliche Spiralskulptur und das Vorhandensein einer untern Kante, 
zu welcher sich an einigen Exemplaren noch eine obere gesellt, hin- 
reichend verschieden und näher der javanica, als der Bengalensis, mit 
welcher sie nur die zahlreichen dunkeln Bänder gemein hat. Mousson's 
P. lineolata von Palembang an der Mündung des Musi-Üusses , habe 
ich, als ich 1864 seine Sammlung durchsah, unbedenklich für Suma- 
trensis gehalten , dagegen beschreibt v. Frauenfeld a. a. 0. sie als glatt 
und Reeve bildet als lineolata, flg. 50, eine Schnecke aus Slam ab, 
welche ich für die glatte, der Bengalensis viel näher stehende poly- 
gramma aus Slam halte. 

4. Vivipara grossicosta n. Taf. II Fig. 7, 8. 

Testa conoideo-oblonga , imperforata, costis grossis latiusculis, in 
anfractibus superioribus 2 — 3 conspicuis, in ultimo 5 — 8, tribus ba- 
salibus approximatis levioribus, interstitiis verticaliter striatulis; pe- 
riostraco flavescenti-fusco , concolore; anfr. 6, convexi, sutura sat 
impressa distincti , ultimus basi rotundatus ; apertura parva , sat obliqua , 
subovata, superne obtuse angulata, peristomate recto, crassiusculo , 
margine columellari leviter arcuato, subduplicato. 

Long. 27, diam. 19, aperturae long. 13, lat. 10 Mill. 
Sumatra: See von Singkarah. 

Sehr eigenthümlich durch die dicken starken Spiralrippen, welche 
denen der chinesischen V. angularis Müll, (quadrata Bens.) ähnlich, 
aber in grösserer Anzahl vorhanden sind. 

Bithynia Leach. 

Schale ähnhch Paludina, aber immer kleiner. Deckel fest, kalkig, 
concentrisch. Fühler dünn, fadenförmig, bei beiden Geschlechtern gleich. 

1. Bithynia truncata Eyd. Soul. Taf. IX Fig. 11, IIb. 

Eydoux et Souleyet Voyage de la Bonite zool. II, p. 548, pl. 31, 
üg. 22—24. 

B. goniomphalos Möbelet in E.evue zoolog. 1866 und series conchyl. 
IV p. 34, pl. 13 flg. 4; Nevill handlist Moll. Ind. Mus. II p. 38. 

Konisch-eiförmig, eng durchbohrt, schwach gestreift, ziemlich fest- 
schalig , dunkelbraun ; Gewinde nur bei jungen Exemplaren spitz und 
unversehrt, bei älteren immer ausgenagt, so dass oft nur 3, höchstens 
5 Windungen übrig bleiben. Nabelritz von einer stumpfen Kante um- 



26 

geben. Mündung eiförmig, nur wenig schief, oben winklig, Mündungs- 
rand dick, etwas doppelt, aussen oft schwärzlich. Länge 9, Breite 7, 
Mündung 5 und 4 Mill. Deckel an der Aussenseite etwas gewölbt, 
weiss , glatt, an der Innenseite etwas concav, mit deutlich concentrischen 
Anwachsstreifen. 

Gel ehe s: bei Luwu. 
Dieselbe Art habe ich auf Java im See von Grati bei Passuruan und 
bei Malang gefunden, ferner auf Gelebes bei Makassar, und in Slam 
bei Bangkok , Eydoux und Souleyet in Gochinchina ; im CalcuttaMuseum 
ist sie aus Birma vertreten. Die Exemplare von Malang weichen durch 
mehr geradlinig conische Form etwas ab. 

Pachydrobia Gross. Fisch. 1876. 

Schale Paludina-artig, glatt, dick, mit stark verdicktem Mündungs- 
rand. Deckel spiral. Mittelplatte der Radula ähnlich wie bei Hydrobia, 
aber die Mittelspitze breit und stumpf; vier Zähnchen jederseits auf 
der Fläche der Mittelplatte (Poirier in Journ. de Gonchyl. XXIX 1881 , 
pl. 3 flg. 1). 

1. Pachydrobia lacustris n. Taf. IX, Fig. 12—15. 

Testa ovata, imperforata, laevis, nitidula, pallide flava, apice ob- 
tuso, sutura mediocriter impressa; anfr. 4, convexiusculi , regulariter 
crescentes, ultimus convexus, basi sensira attenuatus; apertura sub- 
verticalis, ovata, superne acutangula, peristomate valde incrassato, 
modice expanso, caerulescente-albido , continuo, margine externo leviter 
arcuato , basali late rotundato , columellari paulum arcuato , indistincte 
in callum parietalem crassum turgidum transeunte. Long. 5, diam. 3 
aperturae long. 2^1^ diam., V-l^ Mill. (incluso peristomate). 

Var. snhglohom Fig. IS, Spira breviore, anfr. ultimo magis convexo, margine ex- 
terno peristomatis superne valde arcuato. Long, 4V2 diam. 3, .aperturae long. 3, 
diam. 2V2 Mill. 

Sumatra: See von Singkarah, typische Form und Varietät unter 
einander. 
Kleiner und verhältnissmässig kürzer als P. parva Lea, mit schwä- 
cherem Parietalwulst. 

2. Pacliydrohia parva Lea. 

Pachychilus parvum Lea Proc. Ac. nat. sc. Philadelph. VIII 1856 
p. 145 und observ. ünionid. XI p. 76 pl. 22 fig. 14. 



27 

Melania crassilabrum Eeeve conch. icon. XII fig. 221. 1860. 

Paludomus cyanostomus Morelet Journ. de Conch. XII 1864 p. 288. 

Paludomus parvus (Lea) Morelet series conchyl. IV p. 315. 

Melania parva (Lea) Brot Melaniaceen in d. neuen Ausgabe v. 
Chemnitz S. 55 Taf. 6 Fig. 10. 

Grösser und mehr länglich grünüch, Mündung sehr dickwandig, 
bläulichgrau; 10 Mill. lang, SVg breit, Mündung einschliesslich des 
Randes 5, ohne denselben SVg Mill. 

Diese sonst von Slam und Cambodja bekannte Art habe ich auch auf 
B r n e in fliessendem Wasser , dem Kapuas-Strom bei Pontianak , 
gefunden; Issel gibt sie von Sarawak an. 

MELANIIDEN. 
Melania Lam. 

Schale länglich , oft gethürmt , nicht selten mit ausgeprägter Skulptur 
(Höcker, Vertikalrippen oder Spiralleiste'n) ; Mündung länglich, oben 
mehr oder weniger spitzwinklig, unten gerundet und ein wenig ein- 
gebuchtet (ausgegossen, wie die Dille einer Kanne oder eines Schöpf- 
löffels), aber in verschiedenem Grade der Ausprägung, zuweilen zugleich 
etwas lappig vorgezogen. Deckel ziemlich dünn, hornig, spiral gewun- 
den, mit mehr oder weniger Windungen (Taf IV Fig. 23 — 27). Kopf 
mit vorstehender etwas zweilappiger Schnauze und 2 verhältnissmässig 
kurzen konischen Fühlern. Mantelrand ausgezackt. Abbildungen und Be- 
schreibungen von lebenden Thieren aus dem malayischen Archipel bei 
Quoy und Gaimard, Voyage de l'Astrolabe, zool. pl. 56 (wo auch die 
Deckel mancher Arten), Eydoux u. Souleyet Voy. de la Bonite, zool. 
pl. 31 und Adams genera moll. pl. 31, Copieen davon in Gray'sfigures 
of mollusc, an. I pl. 55 und II pl. 127»; die Radula in Troschel's Ge- 
biss der Schnecken, Bd I Seite 117—124, Tafel 9 und 10. 

Die Melanien leben vorherrschend in fliessendem Wasser, öfters an 
Steinen, doch auch in stehendem, und zeigen oft in hohem Grade 
das Angefressen-sein oder den völhgen Verlust der obersten Windun- 
gen, wie so manche Süsswasserschnecken ; dieses kan veranlasst sein 
durch wirkliches Anfressen seitens anderer Schnecken, wie es an euro- 
päischen Schnecken, namentlich in kalkarmen Gewässern direkt beobach- 
tet ist, oder durch mechanische Verletzung und Abreibung, von welcher 
die vorstehende Spitze besonders getroffen wird, da sie bei Bewegung 



28 

der Schale am meisten von dem Drehpunkt absteht und daher den 
weitesten Bogen beschreibt, auch der schon am längsten bestehende 
u. daher am öftesten der Gefahr ausgesetzte, zudem ursprünglich dünnste 
Theil der Schale ist, oder durch chemische Auflösung des Kalkes mit- 
telst Humussäuren u. dgl, oder auch durch Einnistung mikroskopischer 
Algen. Diese an sich verschiedenen Ursachen können sich gegenseitig 
combiniren, namentlich wird die mechanische Verletzung der kalklosen 
Schalenhaut erst den chemischen Augriff auf die Kalkschale möglich 
machen. Man nennt es im Allgemeinen „cariös", angefressen oder „an- 
genagt", „erosus", die Gesammtwirkung eine „testa truncata" oder 
„decollata", ohne damit im einzelnen Fall bestimmen zu wollen, welche 
von den oben genannten Ursachen vorliegt. Ein eigentlicher Artcha- 
racter ist es nicht, gehört daher streng genommen nicht in die Diagnose, 
aber wohl kann es bei manchen Arten in Folge der Eigenthümlichkeit 
ihres Aufenthaltes häufiger und in höherem Grade als bei andern vor- 
kommen und dadurch einigermaassen bezeichnend für dieselben sein. 
Seltener ist Auflagerung von Kalksinter auf die unverletzte Schale, 
hauptsächlich in den kalkreichen Bächen bei Kupang auf Timor von 
mir und Prof. Weber bei Melania laevigata und Neritina brevispira 
gefunden. 

Die Melanien sind in der östlichen Erdhälfte weit verbreitet, von 
Krain und dem Amurland bis Mossambique, Australien und den Sand- 
wich-inseln; in Amerika finden sich Melaniiden von den grossen Seen 
zwischen Britisch-Nordamerika und den Vereinigten Staaten an bis ins 
südliche BrasOien, sie werden aber jetzt meist als besondere Gattun- 
gen von Melania getrennt; am nächsten stehen diesen noch die mittel- 
amerikanischen Pachychilus. Ein besonderer Fieichthum der Inseln gegen- 
über den grossen Festländern findet bei Melania nicht in dem Grade 
wie bei Neritina statt; immerhin spielen aber Melanien und Neritinen 
bei weitem die Hauptrolle unter den Süsswasserschnecken Niederlän- 
disch-Indiens , sowohl nach Arten-, als Individuenzahl. Die Melanien 
dieses Gebiets lassen sich nach der Schale ziemlich bestimmt in 
verschiedene Unterabtheilungen gruppiren, welche hier im wesent- 
lichen nach A. Brot's Monographie angenommen sind. Die Mehrzahl 
derselben ist diesseits und jenseits der Wallace'schen Grenzlinie ver- 
treten, wie auch in den benachbarten Gebieten der ostafrikanischen 
Inseln, Vorder- und noch mehr Hinter-Indiens, der Philippinen und 
von Neu-Guinea; ein aufiälliger Unterschied iu den grössern am 



29 

meisten charakteristischen Arten zwischen Borneo und Celebes lässt 
sich aber nicht verkennen. Borneo schliesst sich hierin, wie in ande- 
rem, noch eng am Sumatra und Hinterindien an (Gruppe Brotia). 
Für Süd-Celebes ist M. perfecta und die ihr nächst stehenden Arten 
besonders charakteristisch. Java hat eine Gruppe , soviel wir bis jetzt 
wissen, ganz ausschliessHch für sich, diejenige der M. testudinaria 
und sulcospira. Von den 10 Untergattungen, welche in Niederländisch- 
indien vertreten sind, leben acht sowohl in der östlichen als in der 
westlichen Hälfte, nämlich Stenomelania , Melanoides, Plotia, Tiaropsis 
und Tarebia von Sumatra bis zu den Molukken und Timor, ja bis 
Neu-Guinea und zum Theil noch in Polynesien; Sermyla von Banka 
(wahrscheinlich auch noch auf Sumatra zu finden) bis Molukken und 
Timor; Balanocochlis von Java bis Flores und Neu-Guinea, endlich 
Melania in engern Sinn zwar auch wieder von Sumatra bis Neu- 
Guinea, aber doch in der östUchen Hälfte, auf den Molukken, häufi- 
ger und reicher entwickelt, dagegen von Timor noch nicht bekannt, 
übrigens weiter westlich noch auf den ostafrikanischen Inseln und 
selbst stellenweise auf dem Festland von Ost-Afrika. Die Wallace'sche 
Grenzlinie wird also nur von zwei unter 10 Untergattungen einge- 
halten, der einen auf Java beschränkten und von Brotia, welche, 
durch den Deckel gut unterschieden, für das Festland von Hinter- 
indien sowie Sumatra und Borneo charakteristisch ist und schon auf 
Java seltener und in abgeschwächter Form vorkommt. 

Für die systematische Anordnung, Artbegrenzung und Benennung 
habe ich mich mit wenigen Ausnahmen an die gründliche und ge- 
diegene Monographie dieser Gattung gehalten, welche A. Brot in 
der neuen Ausgabe des Conchylien-Cabinet's von Martini und Chem- 
nitz 1874 gegeben hat. 

Mehrere, wenn nicht alle Arten von Melania sind lebendig- 
gebärend, wie Vivipara; beobachtet wurde das zuerst bei M. 
tuberculata in Algier von Dr. Raymond (Journal de Conchyliologie III 
1852 p. 327), ferner an M. crenifera Lam. (granifera Q. G.) auf 
Guam von Quoy und Gaimard Voy. Astrolabe III p. 150 pl. 56 flg. 
19 und ich habe ebenso bei M. lateritia von Sawangan im nördlichen 
Celebes auch ausgebildete junge Schalen von 3 — 4 Windungen inner- 
halb der erwachsenen Schalen gefunden, sowie in von Prof. Weber 
gesammelten Exemplaren von Mel. perfecta und scabra, also Arten 
aus den Untergattungen Melanoides , Plotia und Tarebia. Allerdings 



30 

findet man auch zuweilen Melanien, an deren Schalen Eikapseln 
kleben , ganz ähnlich denen der Neritinen , so z. B. M. funiculus auf 
Buru, plicaria (hastula) auf Halmaheira, lateritia auf Samar (Philip- 
pinen) aber eben wegen dieser Ähnlichkeit und weil ich sie nur da 
fand , wo auch Neritinen häufig waren , glaube ich , dass es die 
Eikapseln von Neritinen sind, welche diese letzteren so gut wie auf 
die Schalen anderer Neritinen, auch einmal auf die Schalen von 
Melanien abgelegt haben mögen. 



A) Balanocochlis P. Fisch. 1883. 

(Melanella Brot z. Th., nicht Dufresne 1822 = Eulima und nicht 
Swains. 1S4U, typ. M. Holandrei, = Amphimelania P. Fisch.). Eiför- 
mig, glatt. Deckel mit stark ausgebildeter Spirale. 

1. Melania glans Busch. 

Melania glans Busch & bei Philippi Abbild. I. S. 3. Taf. 1. Fig. 8. 
9. Reeve conch. icon. vol. XII fig. 232. Adams genera moll. pl. 31 
fig. 4 a, b (lebendes Thier und Deckel). Brot Melaniaceen in der 
neuen Ausgabe von Chemnitz S. 14 Taf. I Fig. 3, 3": 

M. inermis Lesson in Duperey. Voy. de la Coquille, Zoologie II. 1. 
1830 p. 359. 

M. siccata Busch bei Phil. loc. cit. Taf. 9. Fig. 9. Reeve loc. cit. 
Fig. 230. 

Flor es: Fluss bei Reo. Ein nicht ganz erwachsenes Exemplar, 
18'/j Mill. lang, 11 breit, Mündung 13, oberes Ende 
erhalten, zugespitzt, glatt. 

Sonst von Java, wo ich sie selbst bei Palabuan gefunden, den Obi- 
inseln bei Halmaheira durch ein von Dr. Bernstein gesammeltes Stück 
im Leidner Museum, von Amboina durch Prof. Semon, den Philip- 
pinen nach Cuming bekannt; ferner auf Waigiu (Waigamma oder 
Wagen) an der Nordwestspitze Neuguinea's durch Lesson, gefunden, 
von Neu-Hannover und von Port Carteret auf Neu-Irland (Neu-Meck- 
lenburg) im Berliner Museum vorhanden. Die Exemplare von Neu- 
Irland stimmen so gut mit Lesson's Beschreibung überein, dass über 
die Zugehörigkeit von M. inermis zu glans, welche schon Brotu. a. 0. 
S. 15 vermuthet, mir kein Zweifel bleibt. Demnach sowohl auf den 



31 

Sunda-Inseln, als im östlichen Theil des malayischen Archipels ver- 
breitet, diesseits und jenseits der Wallace'sche Grenzlinie. 

Lesson's Name inermis ist zwar um mehrere Jahre älter, als 
derjenigen von Busch, aber da er nicht von einer Abbildung be- 
gleitet war und desshalb längere Zeit nicht beachtet und fast ver- 
gessen Wieb, so dürfte es nicht zur leichteren Kenntniss der Arten 
beitragen , um seinetwillen den bekannteren , durch eine gute Abbil- 
dung gesicherten und in den beiden Monographien von ßeeve und 
Brot angenommenen Namen glans zu verdrängen. 

B) SüLCOSPiEA Troschel. 

Pachychilus (Lea) z. Theil und Sulcospira (Trosch.) bei Brot. Schale 
gethürmt, glatt mit mehr oder weniger Spiralskulptur, ohne Falten 
oder Knoten; Aussenrand dünn. Deckel breit oval, mit 3 — 4 Win- 
dungen, deren Anfang annähernd in der Mitte desselben. 

Die glatten (M. testudinaria) und die spiral gefurchten (sulcospira) 
lassen sich nicht scharf von einander trennen, da auch bei ersterer 
nicht nur immer an der Basis, sondern oft auch an den untern Win- 
dungen, zuweilen selbst an den oberen, Spiralstreifung vorkommt. 
Die mittel- und südamerikanischen Pachychilus (Lea) sind in der all- 
gemeinen Form ähnlich und haben auch einen ebenso gebildeten 
Deckel , siehe P. Fischer und Crosse Exploration scientiflque d. Mexique , 
Moll. pl. 52 fig. 1— 3 b und c, aber die meisten haben einen dicken 
stumpfen Aussenrand, woher der Name. 

2. Melania testudinaria Busch. 

Melania testudinaria Busch bei Philipp! Abbild. Taf. 1 Fig. 14. 
Mousson Land- u. Süssw. Moll. v. Java S. 66. Taf. 11 Fig. 3. Reeve 
Fig. 154. Brot Melan. S. 49. Taf. 6. Fig. 3^. 

M. mutabilis Hasselt icon. ineditae 10, Fig. 1. 

Java: See Situ-Bagendit bei Garut, Preanger P^egentschaften. 

Die vorUegenden Exemplare entsprechen der Var. a testudinaria im 
engeren Sinn bei Mousson t. u. a. 0., sie gleichen sehr der M. foeda, 
sind aber bei gleicher Lä,nge etwas breiter, und die Windungen 
unterhalb der Naht ein klein wenig eingeschnürt. Dieselbe sind 
vorherrschend schwärzlich überzogen und nur unmittelbar an der 
Mündungswand ist die charakteristische gelbbraune Farbe mit dunkel- 
braunen quadratischen oder striemenförmigen Flecken sichtbar. 



Bis jetzt nur aus Java bekannt, aber hier weit verbreitet: Hasselt 
fand sie in den höher gelegenen Gegenden (hoogstreken) der Preanger- 
regentschaften , F. Jagor ebenda bei Malembong (Malangbong) , ich 
sammelte sie während einer ziemlich raschen Reise durch die 
Insel im Westen bei Buitenzorg (ebenda auch Prof. Semon) und 
Tjandjor, in der Mitte im Fluss von Solo (Surakarta) und bei Djok- 
jokarta, im Osten bei Surabaya und im „blauen Wasser" bei Passa- 
ruan; in der Dunker'schen Sammlung sind Exemplare von Samarang 
an der Nordküste und in Mousson's Sammlung solche aus Rogodjampi 
im äussersten Osten Java's (Res. Banjuwangi), von Stöhr gesam- 
melt, Böttger, im Bericht d. Senkenbergischen Gesellschaft 1891 er- 
wähnt zwar, dass Ad. Strubell diese Art auch auf Amboina erhal- 
ten hat, zweifelt aber selbst an der Richtigkeit des Fundortes. Ich 
kann nur wiederholen, was ich schon früher betont habe, dass ich 
auf Amboina eingeborene und europäische Sammler gefunden habe, 
welche Conchylien aus Celebes, Timor und Neuguinea neben richtig 
amboinesischen ohne bestimmte Fundortsangabe aufbewahrten und mir 
auch mittheilten und dass Amboina seit Rumph's Zeiten ein Central- 
punkt für den Handel mit Conchylien und Korallen ist, der von da 
bis Singapore getrieben wird ; grössere Sammlungen werden dort zu- 
sammengebracht und nach Europa verschickt. Man muss daher mit 
der Vaterlandsangabe Amboina immer sehr vorsichtig sein, wenn 
nicht ein bestimmter Fundort auf der Insel genannt ist. 

Deckel bei Mousson moll. jav. Taf. 11 Fig. 1 rechts unten abge- 
bUdet. 

3. Melania foeda Lea. Taf IL Fig. 9. 10. 

Lea in Proc. Zool. Soc. 1850 p. 180. — Brot matöriaux bist. 
Melan. IE pl. 33. Fig. 4; Melaniaceen S. 51. Taf 6. Fig. 4. 
Java: Buitenzorg. 

Ähnlich der bekannteren M. testudinaria , aber schlanker, mit fla- 
cheren Windungen, grünlich-braun, an der Basis nur wenige Spiral- 
streifen, durchschnittlich 5, wovon nur die zwei untersten deutlich 
erhaben sind. Das grösste Stück ungefähr halb so lang wie Brot's 
Abbildung, doch oben stärker abgenützt, daher eigentlich nicht soviel 
kleiner. Kleinere Stücke, bis 16 Millim. lang, zeigen noch eine 
stumpfe Kante im untern Drittel der zur Zeit letzten Windung und 
diese Kante fällt auch öfters durch ihre dunkle schwärzlichgrüne 



33 

Farbe auf, indem sie von der Inkrustation frei bleibt, welche sich 
sonst auf der Schale oft zeigt. Ganz junge Exemplare, bis 4 Millim. 
lang, Mündung V2 Millim., sind hell grüngelb mit einem breiten 
braunschwarzen Band an der Kante. 

Tm Berliner Museum auch von Malangbong , Preanger, durch F. Jagor. 

Deckel rundlich, dem von Litorina litorea im Umriss ähnlich, 
mit 3—4 Windungen, ganz ähnlich wie der bei Mousson abgebildete 
von M. testudinaria. 

4. Melania sulcospira Mouss. 

'■ Mousson jav. Moll. S. 68 Taf. 9 Fig. 3. 1849. Brot Melaniaceen S. 
56 Taf. 6 Fig. 11. 

Sulcospira typica Troschel Gebiss d. Schnecken I S. 117 Taf. 9 
Fig 6. Radula. 

Java: Tjipanas. 

Das vorliegende Stück etwas schlanker als Mousson's Abbildung. 

Im Berliner Museum auch von Batavia und von Malangbong, durch 
F. Jagor. M. spadicea Reeve, von Junghuhn auf Java gesammelt, im 
Leidener Museum, dürfte dieselbe Art sein. 

Deckel mit vier Windungen wie bei den beiden vorigen. 

C) Bbotia A. Ad. 

(Melanoides Brot z. Th.). 

Länglich , mit mehr oder weniger ausgeprägten Höckern oder Dornen ; 
Mündung rundlich, ihr unterer Rand eckig vorgezogen. Deckel kreis- 
rund, 4 — 6 Spiralwindungen bildend. (Taf. IV. Fig. 25—27). 

A. Adams hat den Namen Brotia für die hinterindische Melania 
pagodula vorgeschlagen wegen der ungewöhnlichen Form ihres Deckels. 
An den von Prof. Weber gesammelten Exemplaren von Mel. suma- 
trensis und ihren nächsten Vorwandten zeigt sich dieselbe Form des 
Deckels und daraus ergibt sich Brotia als eine natürliche Gruppe 
knotiger Melanien, die vom östlichen Ende des Himalaya bis Borneo 
reich, aber in Java nur schwach vertreten ist. In Brot's Monographie 
stehen diese Arten nebst einigen andern in der Untergattung Mela- 
noides, welche aber einen andern Namen bekommen müsste, wenn 
sie beibehalten würde, da der Name Melanoides von Olivier auf M. 
tuberculata begründet ist. Eine generische Abtrennung von den übrigen 



34 

Melanien, der Form des Deckels wegen, empfiehlt sich desshalb nicht, 
weil bei M. glans und testudinaria der Deckel einen Übergang zwischen 
dem vielgewundenen runden von Brotia und den andern Melanien macht. 
Auch die amerikanische Gruppe der M. glaphyra hat einen ähnlichen 
Deckel wie Brotia. 

5. Melania sumatretisis Brot 
Brot Melaniaceen S. 87 Taf. 10 Fig. 2b und Taf. 13 Fig. 1, 1», Ib. 
Sumatra: Fluss Sumani bei Solok, in mehrerlei Variationen; 
1) Falten lang und schmal, ähnlich wie in Brot's 
Figur 13, la, aber schwächer. 2) Falten senkrecht, 
in starke Knoten ausgehend, Brot 10, 2b. 8) Falten 
fast verschwunden, aber starke Knoten bildend. 
See von Singkarah, bis zu einer Tiefe von 30 Met., 
nur junge Exemplare mit starken Spitzen, das 
grösste Stück 18 Millim. lang, 9^ breit, Mündung 
H lang, 5 breit. 
Danau di bawah, nur einige noch kleinere Stücke, 
8—12 Millim. lang, mit den charakterischen Knoten. 

Var. Docnna Brot 

Melania Boeana Brot in Journal de Conchyliologie vol. XXIX 1881 
p. 154 pl. 6 fig. 1, la. 

Sumatra: Danau di Atas. 

Bei dieser Form ist auf den oberen Windungen nur Eine Reihe 
starker spitziger Knoten vorhanden, auf den späteren zwei, durch 
Falten unter sich verbunden, auf der letzten sind die Knoten und 
Falten fast ganz verschwunden und es treten schmale wenig erhabene 
Spiralleisten an ihre Stelle. Brot unterscheidet a. a. Stelle seine M. 
Boeana van Sumatrensis hauptsächlich dadurch, dass erstere nur Eine 
Reihe Knoten , letztere zwei auf den obern Windungen habe und zwar 
bei M. Boeana diese Reihe in der Mitte des sichtbaren Theils der 
Windung, gleichweit von der nächst obern und der nächst-untern Naht 
entfernt liege, also nicht einer der beiden Reihen bei Sumatrensis ent- 
spreche; demnach würde auch die von ihm in der Monographie der 
Melaniaceen Taf. 10 Fig. 2b abgebildete Form von Sumatrensis zu 
Boeana gehören. An den von Prof. Weber gesammelten Stücken lässt 
sich aber an demselben Exemplar das Vorhandensein einer Reihe gros- 



35 

serer Knoten gleichweit von beiden Nalitlinien und das Auftreten einer 
Reihe kleinerer oberhalb derselben, näher der obern Naht, verfolgen, 
ebenso bei dem als M. Boeana bezeichneten Exemplar der Paetel'schen 
Sammlung. Dadurch verliert dieser Unterschied an specifischem Werth. 

Var. mitescens Marts. Taf. II Fig. H — 13. 

Melania Sumatrensis var. mitescens Martens, Schepman in Veth 
Midden Sumatra, Mollusca p. 13 tab. 1 flg. 3. 4. 

Sumatra: Ajer-tabit bei Pajakombo. See von Manindjau, Auch 

einzelne Stücke vom Fluss Sumani und vom Danau 

di Atas gehören hierher. 

Hier stehen statt der Knoten auf den meisten Windungen nur fast 

glatte kantige Spiralleisten. Die zwei obersten Windungen sind glatt, sehr 

dunkel gefärbt , auf der dritten bis fünften stehen sehr schwache Knoten. 

Var. provisoria Brot 

Melania provisoria Brot in Journ. de Conch XXX 1881 p. 186 pl. 
6 flg. 2. 

Sumatra: See von Manindjau. 

Scheint sich durch die schlanker gethürmte Form und das voll- 
ständige Verschwinden der Spiralkanten auf der obern Hälfte jeder 
Windung noch von var. mitescens unterscheiden zu lassen, sowie 
dadurch , dass die Windungen flacher sind. Die von Brot a. a. 0. Fig 
Ib abgebildete Form von Boeana scheint eine Mittelform zwischen 
beiden zu sein. Auch die von Dr. Ludeking in seiner Natuur- en ge- 
neeskundige Topographie von Agam 1867 S. 58 als M. varicosa auf- 
geführte Art aus dem See von Manindjau dürfte wohl diese Varietät 
von Sumatrensis sein ; denn varicosa Troschel = variabilis Bens, ist 
eine nahe verwandte bis jetzt nur aus Vorderindien bekannte Art. 

M. Sumatrensis ist übrigens nicht nur auf die Seen der Padang'schen 
Hochlande beschränkt, denn ich fand dieselbe 1862 weiter südlich 
auch bei Kepahiang (sowohl mit Knoten , als var. mitescens) und Trus- 
san unweit Tibingtingi am oberen Musi. Auch Prof. Mousson hat sie 
durch Teysmann aus dem Binnenlande van Palembang erhalten, aber 
aus Java sah ich 1863 in seiner Sammlung nichts Ähnliches als die 
von ihm in seinem Werke über javanische Mollusken Taf. 10 Fig. 4 
abgebildeten Stücke, welche durch die etwas gebogenen glatten, 
mehr von einander abstehenden Rippen von M. Sumatrensis verschieden 



36 

sind und doch wohl zur vorderindischen M. variabilis Bens, (varicosa 
Troschel) geliören, wie auch Mousson annahm. Diese ist schon in 
früherer Zeit, z. B. durch Lamare. Picquot, zalilreich in europäische 
Sammlungen gekommen; die durch keine nähere Fundortsangabe ge- 
sicherte Annahme , dass sie aus Java stamme, dürfte ein Irrthum sein. 

Deckel von MeJania Sumatrensis kreisrund. Kern in der Mitte, 
6 — 7 Windungen, nach typischen Exemplaren aus dem Fluss Sumani 
und Stücken von var. niitescens Taf. IV Fig. 25. 

Im Nordosten Sumatra's, bei Deli, findet sich nach von Martin 1891 
erhaltenen Exemplaren eine Form, welche zwischen der eigentlichen 
M. Sumatrensis und der für Borneo charakteristischen M. episcopalis 
Lea (Brookei Reeve) in der Mitte steht; sie hat zahlreichere Rippen 
als letztere, dieselben sind aber oben deutlich abgesetzt. 

In Borneo habe ich M. episcopalis Lea sowohl im nordwest- 
lichen Küstengebiet bei Sewali und Bengkayang als auch im grossen 
Binnen.see Danau Sriang im obern Stromgebiet des Kapuas gefunden, 
immer in Flüssen, sei es an Steinen oder an im Wasser liegenden 
Baumstämmen, seltener unmittelbar auf dem lehmigen Grunde. Auf- 
fallend ist an ihr die lebhaft wachsgelbe Färbung der abgeriebenen 
obern Windungen. Im Südosten Borneo's findet sich M. sparsi no- 
dosa Busch, nach Exemplaren, welche Dr. Semmelink auf Tanah- 
laut und Hr. Grabowsky bei Pramassan-alai gesammelt hat; diese ist 
der M. episcopalis auch noch nahe verwardt. 

6. Melania curvicosta n. Taf. II. Fig. U und Taf. IV Fig. 27. 

T. conico-turrita, plicis validis curvatis (13-17) sculpta, interstitiis 
laevibus, basi spiratim lirata, juvenis olivaceo-fusca , adulta nigricans, 
apice decoUato ; anfr. superstites pleruraque 4 , valde convexi , sutura pro- 
funda, supremam liram spiralem ostendente. Apertura ovata, superne 
et inferne acuta, fauce nigricante, basi rotundatim producta et effusa. 

Long. decoUatae 87, diam. 18, apert. long 14'/j, diam. 10 Mill. 

Deckel kreisrund, 5 Windungen, Kern in der Mitte. Taf. IV. Fig. 27. 
Sumatra: See von Mauindjau. 

Die etwas schiefen, deutlich bogenförmigen Falten (Rippen) stehen 
in der Regel um reichlich das Doppelte ihrer Breite von einander 
entfernt , stellenweise an demselben Exemplar aber auch dichter an- 
einander; ihre Zahl auf der letzten oder vorletzten Windung wech- 
selt dem entsprechend zwischen 18 und 17, ebensowohl bei den 



37 

grösseren, als bei kleineren (jüngeren) Stücken. Diese Bogenfalten be- 
ginnen etwas unterhalb der Naht und gehen etwas über die grösste 
Wölbung jeder "Windung herab, hören aber da auf, wo die Naht 
der folgenden Windung sich ansetzt oder ansetzen würde, so dass 
sie auch auf den oberen Windungen in ihrer ganzen Länge zu sehen 
sind. Unterhalb von ihnen , auf der Unterseite jeder Windung , liegen 
die starken erhöhten Spiralleisten, in der Regel 4, immer um mehr 
als das Doppelte ihrer Breite von einander entfernt. Zuweilen kommt 
dazu noch eine fünfte obere , die unteren Ende der Bogenfalten ver- 
bindend, in der Regel bedeutend schwächer, und diese, zuweilen 
auch noch die nächst-folgende sind in dem zur Naht eingebuchteten 
Theile der obere Windungen in der Regel auch noch zu sehen. Die 
obersten Windungen sind bei allen vorliegenden Stücken zerstört; so- 
weit an jüngeren Exemplaren die Skulptur sich nach oben verfolgen 
lässt, bis zu einen grössten Durchmesser von 2V2 — 3 Mill. für die 
einzelne Windung, ist die Skulptur dieselbe, nur zeigen die Bogen- 
falten daselbst öfters schwache Knoten oder Spitzen, nach dem Typus 
von Mel. Menkeana und Julien! , Brot Mel. Taf. 11. Fig. 1 und 2. 
Von Mel. Sumatrensis Brot unterscheidet sich diese Art sogleich 
durch die bogenförmigen nach oben verschmälerten und allmälig aus- 
gehenden, nicht geradlinigen und nach oben in Knoten endigenden 
Falten, von Mel. Verbecki Brot durch die schiefe Richtung der Falten 
und durch die mit Ausnahme der obersten nur schwachen Spiral- 
leisten der Unterseite, von M. subphcata Schepm., der sie wohl am 
nächsten steht, durch die viel stärkeren und regelmässigen Bogenfalten. 
M. Zollingeri Brot aus Java ist unsere, Art sehr nahe, aber dadurch 
verschieden, dass die Falten etwas knotig sind und die obere Naht 
nicht erreichen. 

7. Melania suhplicata Schepm. Taf. IL Fig. 15. und Taf. IV Fig. 26. 

Schepman in Veth, Midden-Sumatra , Mollusca pl. 14. Taf. 1. Fig. 6. 
Sumatra: See von Manindjau, zusammen mit M. curvicosta. 

Unterscheidet sich von M. curvicosta eigentUch nur dadurch, dass 
statt der stark ausgeprägten Bogenrippen nur viel schwächere und 
dafür auch viel zahlreichere Bogenstreifen vorhanden sind. Einzelne 
Stücke zeigen auf der vorletzten oder drittletzten Windung schwache 
breitere fallenartige Bogenstreifen, welche an die Bogenrippen von 
curvicosta erinnern und es in Frage stellen, ob nicht noch weitere 



38 

Übergänge zu finden sein dürften. Alle vorliegenden Exemplare sind ein- 
farbig, trüb grauschwarz. Deckel wie bei den vorigen, Taf. IV. Fig. 26. 
Hier schliesst sich M. torquata Busch aus Java an; wenn Lu- 
deking a. a. 0. die letztere am angeführten Orte auch aus Agam in 
Sumatra nennt , so hatte er vielleicht eben nur M. subplicata vor sich. 

8. Melania Verbeeki Böttg. Taf. IL Fig. 16-18. 

Böttger bei Brot in Recueil zoologique Suisse, tome IV 1886 p. 
90 pl. 6 fig 9. 

Sumatra: See von Singkarah, bis zu einer Tiefe von HO Met. 

Die vorliegenden Exemplare sind meist schlanker als die ange- 
führte Figur, das grösste bei massiger Erosion der Spitze 28 Mill. 
lang und 9 breit. Mündung 8 lang und S'A breit, die Farbe trüb 
bräunlich-aschgrau , die Vertikalfalten bei einigen Exemplaren in 
senkrechte Reihen von 3—4 starken Körnern aufgelöst (Fig. 18), die 
Spiralrippen der Basis zuweilen sehr schwach und zwar gerade bei solchen 
Exemplaren, an denen die Vertikalfalten recht stark sind (Fig 16). 

Vav. taevis. Fig. -19. 20. 

Skulptur ganz verschwunden, Färbung grüngelb mit drei dunkeln 
Spiralbändern, wovon das zweite an der peripherischen Kante, das 
dritte ganz unten an der Basis der Schale und daher an den obern 
Windungen nicht sichtbar. Bei einigen Stücken nur die Basis grüngelb. 

Fundort derselbe, 1 Exemplar auch von Ajer-tabit bei Pajakombo 
(Fig. 20). So auffällig verschieden diese Stücke auf den ersten Anblick 
erscheinen , so finden sich doch bei Vergieichung aller in dem See 
von Singkarah gefundenen Stücke so manche Übergänge, dass man 
sie nicht als eigene Art trennen kann. 

9. Melania papulosa n. Taf IL Fig 21. 

Testa conico-turrita , pallide flavescens, tuberculis rotundis fuscis 
in anfractibus superioribus bi-, in sequentibus tri-vel quadriseriatis 
sculpta; anfr. superstites 4 — 6, convexi , sutura sat profunda dis- 
tincti, ultimus basi convexus, liris spiralibus elevatis 8 — 4 sculptus. 
Apertura ovata, basi producta, margine externo bene arcuato, marg. 
columellari sat arcuato, modice incrassato, caerulescenti-albido. 

Long. 22, diam. 10; aperturae long. 8 diam. S'A Mill. 

Deckel kreisrund, mit mindestens 4 Windungen. 
Sumatra: See von Singkarah. 



39 

Im erwachsenen Zustand sehr charakteristisch durch die scharf 
geschiedenen Höckereihen; nur bei einzelnen Exemplaren treten die 
vertikal übereinander stehenden 3 — 4 Höcker so nahe zusammen, 
dass sie einige Ähnlichkeit mit den knotigen Vertikalfalten einzelner 
Stücke von M. stricticosta zeigen ; die oberen Windungen haben Ähnlich- 
keit mit denen von M. sumatrensis, zeigen aber schon sehr bald regel- 
mässig zwei Spiralreihen von Höckern , bei sumatrensis dagegen nur eine. 

10. Melania stricticosta n. Taf. II. Fig. 22 — 26. 

Testa conico-turrita , plicis verticalibus validis rectis, 
öupra suturam abrupte terminatis, interstitia latitudine non aequan- 
tibus sculpta, paUide flavescens, rarius fasciis nigricantibus 3 picta; 
anfractus 6 superstites, superiores saepius magis tumidi, interdum 
plicis unituberculatis , anfr. ultimus basi liris spiralibus elevatis 4 — 7 
sculptus; apertura ovata, basi producta, margine externe subrecto, 
margine columellari valde arcuato, modice incrassato, albo. 

Long. 26, diam. ll'A, aperturae long. BVa, diam. 6 Millim. 
„ 20 „ 9 „ »7 A )) 5 „ 

Sumatra: See von Singkarah. 

Durch die geraden starken, oberhalb der Naht plötzhch abbrechen- 
den Rippen ausgezeichnet; die Zwischenräume zwischen denselben 
IV2 — 2V2 so breit als die Rippen. Im Übrigen mehrfach variabel. 
Die Mehrzahl der Stücke zeigt oberhalb der Naht gar keine Spiral- 
skulptur, manche Exemplare aber (Fig. 24) mehr oder weniger schwache 
erhabene Spiralstreifen, welche da wo sie über die Rippen gehen, 
diese etwas knotig machen. Die Rippen zeigen auf den obersten 
Windungen, welche noch erhalten sind, oft in der Mitte ihres Ver- 
laufs einen spitzen Knoten , welcher an diejenigen von M. Sumatrensis 
erinnert, aber auf den folgenden Windungen bald verschwindet; nur 
bei einzelnen Stücken (Fig. 24j erhält sich derselbe, etwas tiefer 
herabrückend, noch auf einigen weiteren Windungen. Auch die 
Stärke der Falten ist nach den Exemplaren etwas variabel. Die Farbe 
ist bei den meisten ein gleichmässiges blasses Grau-Gelb, bei einem 
einzigen Stück (Fig. 22) treten drei gut ausgeprägte schwärzliche 
Bänder auf, wie bei manchen Exemplaren von M. Verbeeki; einzelne 
sind dunkler gefärbt, aber auch einfarbig. Bei jungen Stücken (Fig. 
25. 26) treten die spitzen Knoten stärker hervor. 

Von M. Verbeeki unterscheidet sich diese Art durch die schlankere 



40 

Gestalt und in der Regel durch weit stärkere Ausbildung der Rippen, 
namentlich schon auf den oberen Windungen, sowie durch den unten 
lappig ausgezogenen Mundrand. Mel. Bocki hat auch Ähnlichkeit, ist 
aber kleiner , schlanker , hat stärker gewölbte Windungen , tiefere 
Nähte und den Muudrand unten abgerundet, nicht vorgezogen. 

D) Stenomelania P. Fisch. 

Gruppe von Mel. aspirans Mousson moll. jav. 1849 S. 78. 

Melania s. str. Brot. Melaniaceen S. 113. 

Stenomelania P. Fischer manuel de conchyliologie p. 701. 1885. 

Langgezogen und scharf zugespitzt ; Skulptur verschieden, in der Regel 
auf den untere Windungen sich verlierend. Deckel schmal oval mit 
wenig Windungen, der Anfang derselben ganz unten. (Taf. IX Fig. 10). 

Der Typus der Gattung Melania bei Lamarck, Systeme d. an. s. 
vert. 1801 p. 91 ist M. amarula, ohne dass eine andere Art genannt 
würde, daher hat P. Fischer mit Recht dieser Unterabtheilung einen 
neuen Namen gegeben. 

Die in Niederländisch-Indien lebenden Arten lassen sich nach ihrem 
allgemeinen Habitus in kleinere Unterabtheilungen gruppiren, deren 
ich etwa folgende annehmen möchte: 

a) Normales: Verhältnissmässig gross und schlank, mit A''ertikal- 

falten an den obersten Windungen: 
M. plicaria (hastula), acutissima, turris, scipio, constricta. 

b) Coarctatae: Letzte Windung verhältnissmässig plump und 

eckig. . Vorzugsweisse glatt. 
M. Javanica, rustica, bisinuata, obesula. 

c) Terebriformes: Verhältnissmässig klein und schlank, mit 

Spiralskulptur, meist mit Flecken oder Bändern. 
M. terebriformis, acicula, monile, amabilis. 

d) Grenulatae: Mittelgross und verhältmässig weniger schlank, 

mit breiten Spiralgürteln, welche selbst wieder Vertikal- 
skulptur zeigen. 
M. crenulata, seraicancellata , uniformis, Mindorensis, litigiosa, 
arctecava, Moluccensis, semiornata. 

e) Acamptostylae: Kleiner, konisch-gethürmt, Columellarrand 

wenig oder gar nicht gebogen, Sculptur schwach. 



41 

M, punctata, laevigata, fulgurans, ornata, Timorensis. 

f) Acuminatae: Mittelgross oder klein, unten verhältnissmässig 

breit, nach oben sehr spitz zulaufend; Sculptur schwach 
oder fehlend. 
M. clavus, tristis, distinguenda , Papuensis. 

g) Humerosae: Ebenso, aber mit auffälliger Schulterkante. 

M. cochlidium , costellaris, sobria, pireniformis, angulosa, Tenkatei. 

11. Melania plicaria Born. 

Strombus fluviatihs Rumph amboinsche rariteit-kamer p. 101 
(deutsche Übersetzung S. 70) Taf. 30. Fig. P. 

Helix plicata Born index test. Mus. Caes. Vindobon. 1778 p. 403 
uro V. 3, nicht p. 376 uro IL 5. 

— plicaria Born testacea Mus. Caes. Vindobon. 1780. p. 389 tab. 
16. flg. 14. - Mel. pl. Chenu manuel flg. 1985. Brauer S. B. Akad. 
Wien 1878, p. 68. 

Melania hastula Lea in Proc. Zool. Soc. 1850 p. 189. Adams gen. 
moll. pl. 32 flg. 1, la, b, lebendes Thier und Deckel. Hanley conch. 
miscell. flg. 21. Brot Melaniaceen S. 180 Taf. 16. Fig. 3. Nevill 
Handlist II p. 228. 

— costata (non Quoy) Reeve conch. ic. flg. 28, 29. 

— sentulata (Martyn) Tapparone-Canefri Mus. civ, Genov. VI 1874 
p. 359 und faun. malac. d. Nuova Guinea 1883 p. 24. 

Celebes: Kaju-malowe an der Bai von Palos, Prof. Wichmann 
(an der Wurzel des langen nördlichen Arms von 
Celebes). 

Flor es: Fluss Ba bei Endeh. 

Adonara: Bach Waikilaki, Prof. Wichmann. 
Diese Art findet sich auch im nördlichen Theil von Celebes, wo ich 
dieselbe bei Kema und A. B. Meyer auf den Togian-inseln fand; im 
Leidener Museum Exemplare aus dem See von Tondano. Auf den Mo- 
lukken sammelte sie Strubell auf Ternate, ich auf Halmaheira, ferner 
bei Wahai auf Ceram und auf Amboina; von letzterem Ort befindet 
sie sich auch durch Zollinger in Mousson's Sammlung, durch Doria 
im Museum zu Genua und durch Strubell bei Böttger; es ist daher 
wohl anzunehmen, dass auch Rumph, s. oben, diese Art vor sich 
hatte; derselbe sagt, dass sie an schlamnigen Flussmündungen vor- 
komme und von den Eingebornen gegessen werde. Ob aber die von 



42 

Martyn universal conchology Theü IV 1784, pl. 123, unter dem Namen 
Limax scutulatus abgebildete Melanie, angeblich aus China, dieselbe 
Art sei, scheint mir doch noch recht zweifelhaft, os könnte wohl 
auch M. fuscata Born sein; auch ist dieser Name später als der von 
Born gegebene. Immerhin ergibt sich schon aus Rumph, dass diese 
Art schon im vorigen Jahrhundert in europäische Sammlungen kam. 
Ob diese Art auf Java vorkommt, ist mir noch zweifelhaft; als ich 
1863 die Sammlung von Mousson in Zürich und dann diejenige des 
Museums in Leiden auch wegen der Süsswasserschnecken des nieder- 
ländisch-indischen Archipels durchsah , glaubte ich in beiden Exemplare 
dieser Art, von Zollinger und von Hasselt gesammelt, zu erkennen. 
Nevill rechnet auch Formen von den Nikobareu, Andamanen und Ma- 
rianen zu dieser Art. 

Var. cincta Taf. X Fig. 8. 

Melania cincta Lea in Proc. Zool. Soc. 1850 S. 183. Reeve couch. ic. 
fig. 35. Brot Melaniaceen S. 162 Taf. 19 Fig. 6, Copie nach Reeve, 
Flor es: Fluss Ba bei Endeh. 

Unter den in diesem Fluss gesammelten Exemplaren von M. plicaria 
findet sich eines, welches in der Gestalt und Sculptur den übrigen 
typischen gleich, durch die dunkelrothbraune Farbe und eine helle 
weissliche Binde an der Basis auffällt und darin ganz mit M. cincta 
übereinstimmt, deren Vaterland bis jetzt nicht bekannt war. 

12. Melania acutissima Busch Taf. III Fig. 1 , 2. 
Brot Mel. p. 129 Taf. 16. Fig. 2, 2a. Nevill handlist II p. 226. 
Flores: Fluss bei Mbawa, unterhalb des Wasserfalls, zweiter Fluss 
bei Mbawa, und Fluss Ba bei Endeh ; Fluss bei Bombang. 
Durch die an mehreren Exemplaren erhaltene sehr fein ausgezogene 
Spitze und die sehr starke Biegung des Columellarrandes characterisirt. 
Einzelne oder mehi'ere Spiralfurchen unter der Naht und mehrere an 
der Basis, immer schwach und nicht an allen Exemplaren gleich. Fär- 
bung grünlich braun, einfarbig oder jüngere Exemplare mit kurzen 
dunkelbraunen Striemen. Auf den obevn Windungen an einigen Exem- 
plaren Spuren von Vertikalfalten, aber schwach und unregelmässig, 
dadurch scheint sie von M. plicaria verschieden. Bei einzelnen stark 
ausgenagten Exemplaren zeigt die Ausfüllung der obern Windungen 
glasartigen Glanz. 



43 

Deckel (Taf. IX Fig. 10) länglich oval, im Umriss an denjenigen 
von Neritina erinnernd, mit nur einer Spur von Spirale ganz unten, 
also sehr verschieden von demjenigen der Untergattung Brotia. 

Reeve u. Brot kannten noch keinen Fundort für diese Art; Hr. 
Fruhstorfer hat sie seitdem auch auf Java bei Palabuan gefunden. 
Nevill bezieht ein in Luzon gefundenes Exemplar auf diese Art. 

13. Melania javanica Busch. 

Melania coarctata (Lam.) Philippi Abbild. II S. 174 Taf. 4. Fig. 20. 
Mousson Zeitschr. Malak. 1849 S. 182. Reeve conch. ic. üg. 22. 

Melania Javanica v. d. Busch bei PhiUppi a. a. 0. — Brot Melaniaceen 
S. 246 Taf. 26 Fig. 7. 
Java, bei Tjipanas. 

Hr. Fruhstorfer hat schöne Exemplare dieser Art in verschiedenen 
Abstufungen der Skulptur und der Nahtrinne bei Sukabumi in den 
Preanger-Regen tschaften gesammelt und unter den Namen M. arctecava 
und semiornata an das Berliner Museum abgegeben; M. arctecava 
Mouss. und M. semiornata Brot sind davon ganz verschieden. 

14. Melania Usinuata n. Taf. III Fig. 7. 

Testa turrita, crassa, fusca; spira truncata, anfr. superstites 4, 
convexiusculi , sutura sat profunda gradata distincti, leviter arcuatim 
striatuh et hris spiralibus nonnullis, in superiore parte cujusvis an- 
fractus tenuioribus, obtusis, supra suturam et in basi anfr. Ultimi 
latioribus distincte marginatis sculpti; anfractus ultimus paulo magis 
intlatus , basi rotundatus ; apertui'a ovata , margine externo supra late 
emarginato, dein producto, caerulescente , margine basali leviter emar- 
ginato, non producto, crasso, flavescente, margine columellari crasso, 
albido, leviter arcuato, extrorsum fuscolimbato. 

Long, speciminis truncati 26 Miü. , diam. ISVa, aperturae long. 12, 
diam. 7V2 Mill. 

Sumatra: Danau di atas, nur Ein erwachsenes und Ein jün- 
geres Exemplar. 

Scheint zunächst der M. javanica Busch verwandt, namentlich in 
Form und Verhältniss der einzelnen Windungen, (doch ist die letzte 
verhältnissmässig kürzer und runder), unterscheidet sich aber leicht 
durch die stärkeren in der Peripherie und an der Basis scharf gürtel- 
artig abgesetzten Spiralleisten und die auffallende Ausrandung des 



44 

Obern Theils des Aussenrandes. "Wegen letzterer hätte man sie pire- 
niformis oder pirenoides nennen können, wenn diese Namen niclit 
schon vergeben wären. Die Ausrandung tritt aber erst bei Vollendung 
des Wachsthums ein; denn bei dem jüngeren Stück ist dieselbe noch 
nicht vorhanden und ebensowenig an den Anwachsstreifen der erwach- 
senen 5 Mill. hinter der Mündung. 

15. Melania rustica Mouss. 

Mouss. in Journ. de Conch. VI 1857 p. 160. Brot. Mel. S. 138 Taf. 
17 Fig. 2, 2a, 2b. 

Flor es: Fluss bei Bari. 

Durch die eigenthümliche Form der letzten Windung, im obern 
Drittel eingeschnürt und dann rundlich vorgewölbt, zu erkennen. 

Diese Form tritt aber nur bei erwachsenen deutlich hervor. Einige 
Exemplare zeigen mehrere vertiefte Spiralfurchen auf den mittleren 
Windungen, eines auch noch eine solche auf der letzten unterhalb 
der Naht. Alle sind stark schwarz inkrustirt, doch zeigt ein Stück 
noch die starken geraden Vertikalrippen an den obersten Windungen. 

Das grösste Exemplar, oben nur wenig abgenützt, 78 Mill. lang. 

Deckel normal für die Gattung, Taf. IV Fig. 23, 24. 

Diese Art ist sonst aus dem östlichsten Theil von Java bekannt: 
Bezuki, durch Dr. Semmelink, Rogodjampi in Banjuwangi durch Zol- 
linger und Stöhr. Auch sah ich 1864 in Mousson's Sammlung Exem- 
plare von Bah unter dem Namen M. digitalis; ihre Verbreitung er- 
streckt sich demnach, die Wallace'sche Grenzlinie überspringend, vom 
östlichen Theil Javas wahrscheinlich über die ganze Inselreihe bis 
Flores einschliesslich. 

16. Melania monile Mouss. 

Mousson im Journal de Conchyliologie VI 1857. p. 162. Brot Melan. 
S. 173 Taf. 20 Fig. 7. 

Timor: Kupang, Prof. Wichmann. 

Durch den verhältnissmässig sehr kleinen letzten Umgang, wodurch 
in der allgemeinen Form eine Ähnlichkeit mit Terebra hastata L. 
entsteht, und die regelmässige feine Spiralstreifung ausgezeichnet; 
28 Mill. lang, 8^'s, breit, Mündung 8 lang und 4 breit, blass grünlich, 
auf den obern Windungen zahlreichere kleine rothbraune Flecken, nicht 
entschieden spiral gereiht, etwas grössere vertikal-längliche immer unter 



45 

der Naht; auf der ersten Hälfte der letzten Windung nur noch diese, 
aber schon verkleinert, auf der zweiten Hälfte gar keine mehr vor- 
handen. Nur Ein Exemplar. 

Moussen gab früher mit Fragzeichen Java und später etwas unbe- 
stimmt die Molukken nach Ernbrecht als Vaterland an. 

17. Melania amabüis Rv. Taf. III Fig. 13. 

Melania pulchra v. d. Busch in Malak. Blatt. V 1858 p. 35, nicht 
M. pulchra desselben Autors bei Philippi Abbild , III S. 55 Taf. V Fig. 
1. 1848. 

Melania amabilis (Busch) Reeve conch. icon. XII fig. 223, kopirt 
bei Brot Mel. S. 192 Taf. 22 Fig. 4. 
Celebes: Tümpel bei Tempe. 

Diese wenig bekannte Art glaube ich in einer kleinen Melanie, 16 
Millim. lang, zu erkennen, welche durch ihre allgemeine Gestalt zu- 
nächst an clavus erinnert. Es sind 10 Windungen vorhanden, die Spitze 
erhalten, aber der grösste Theil der Schale stark inkrustirt, nur die 
Spitze, einzelne Stellen der drittletzten und vorletzten Windung und 
der grösste Theil der letzten frei. Vertikaifalten sind nirgends zu er- 
kennen ; 1 — 2 schwache Spirallinien auf der drittletzten und vorletzten 
dicht über der Naht, keine auf der letzten. Farbe blass grünlich-gelb 
mit zwei Reihen rothbrauner Flecken und einem rothbraunen Basal- 
band. Länge 16 Mill., Durchmesser 6; Mündung 4V2 lang. Zusammen 
mit ihr eine Anzahl ebenso kleiner und gleichfalls stark inkrustirter 
Stücke, welche grösstentheils zu M. tuberculata var. virgulata zu ge- 
hören scheinen. 

18. Melania crenulata Chemn. 

Helix turrita crenulata Chemnitz Conch. Cab. Band IX 1786 S. 165 
Taf. 135 Fig. 1230. 

Melania crenulata (Chemn.) Dcsh. Lam. an. S. vert. ed. 2 VIII p. 
434. Brot Melan. S. 114 Taf. 14 Fig. 9. 

Var. porcata Jonas. 

Melania porcata Jonas bei Philippi Abbild, neuer Conch. II S. 173 
Taf. 4 Fig. 19. Mousson Moll. jav. S. 69 Taf. 11 Fig. 4. 
Melania crenulata var. Brot Melan. S. 117 Taf. 14 Fig. 9e. 
Celebes: Wasserfälle bei Maros, 41 — 47 Mill. lang. 
Flores: Fluss bei Mbawa, unterhalb des Wasserfalls, 33 Mill. 
lang, 10 breit. 



46 

Eine altbekannte Art , die typische Form von den Phüippinen , die 
var. porcata von Manila und nach Mousson auch von Java bisher be- 
kannt. Ich fand die Art auch bei Manado im nördlichen Celebes und 
auf Ternate. 

19. Melania semiornata Brot. Taf. III. Fig. 8. 

Brot in Revue zoologique 1860 pl. 16 flg. 5 und Melaniaceen S. 159 
Taf. 19 Fig. 10. 

Flore s: bei Donah, nur Ein Exemplar. Sonst von Java bekannt. 

Das vorliegende Exemplar, 25 Mill. lang und 9';j im Durchmesser, 
Mündung 10 lang und einschliesslich des Coluraellarrardes 6, ohne den- 
selben 5 breit, ist auf den zwei obersten Windungen (eine mindestens 
ist abgestossen) stark abgerieben, glatt und schwärzlichbraun; auf den 
nächsten vier ziemlich dicht stehende starke geradlinige aber etwas 
schief stehende Vertikalfalten, von Naht zu Naht; auf den folgenden 
drei werden diese Falten breiter und richtig senkrecht, aber kürzer, 
so dass sie nur eine Zone unter der obern Naht bilden und vor dem 
Einsetzen der untern Naht schon aufhören. Die Naht ist auf diesen 
Windungen etwas stufenartig vortretend. Die Spiralskulptur besteht 
in vertieften ziemlich zahlreichen Linien, welche durch die Falten und 
durch deren Zwischenräume gleichmässig verlaufen. Die allgemeine 
Färbung ist grünlichgelb mit zerstreuten rothbraunen kleinen Flecken 
zwischen den Spirallinien, die Zone unterhalb der Naht aber bläulich- 
grau, ziemlich scharf abgesetzt. 

Von Brot's Beschreibung seiner semiornata aus Java unterscheidet 
sie sich nur dadurch, dass auf den obern Windungen keine Flammen- 
zeichnung vorhanden ist und die letzte Windung nicht glatt ist, son- 
dern Spiralfurchen zeigt, doch sind diese schon ziemlich schwach und 
könnten, wenn die Schale noch weiter wachsen würde, sich ganz ver- 
lieren. Vom Jugendzustand der M. uniformis var. aequisulcata unter- 
scheidet sie sich dadurch, dass die ganze Schale von der Spitze an 
rascher an Breite zunimmt, und durch die abgekürzten Falten der 
mittlem Windungen; von jungen M. semicancellata Busch und crenu- 
lata Cheran. durch die zahlreicheren Spiralfurchen mit schmäleren unter 
sich gleichmässigen Zwischenräumen, 11 zwischen der Naht und dem 
grössten Umfang der letzten Windung. 

20. Melania uniformis Q. G. 

Quoy et Gaimard Vov. Astrolabe III p. 154 pl. 56 flg. 30-83, 



47 
von Manado, lebendes Thier. Brot. Mel. S. 124 Taf. 15 Fig. 3, 3a. 

Var. crispulata n. Taf. III Fig. 3. 

Testa turrita, solidula, nitida, lineolis verticalibus teneris numerosis 
et sulcis spiralibus teneris numero variantibus, plerumque una sub- 
suturali profundiore sculpta , virescenti-grisea , interdum fuscomaculata. 
Spira superne gracilis, breviter erosa; anfr. circa 14?, plani, ultimus 
infra modice rotundatus, parte tota basali sulcis spiralibus distinctis, 
8 — 10, inümis latiusculis sculptus. Apertura lanceolata, superne peracuta, 
inferne latiuscule rotundata, margine columellari crasso, valde arcuato, 
sat brevi, margine basali externe subcrenulato , fauce plumbeocaerulea. 
Long. 50, diam. IS'/s» aperturae long 17, lat. 9 Mill. 

» 49 „ 14, „ „ 16 „ T], „ 

Flores: Bari und Fluss bei Reo. Von mir 1868 auch auf Ado- 
nara gesammelt. 

Timor: Fluss Koinino bei Kupang, von Prof. Wichmann gesammelt. 

Rotti: Fluss bei Baä, Prof. Wichmann. 
Diese Form stimmt in den meisten Characteren mit Brot 's Be- 
schreibung von Melania uniformis überein; der hauptsächlichste Unter- 
schied- ist, dass die Spiralfurchen bei allen vorliegenden Exemplaren 
stark ausgeprägt sind, nicht „obsolete paucistriato", oder in der deut- 
schen Beschreibung „fein gestreift" oder wie nach Quoy und Gaimard 
nur auf der ersten Windungen vorhanden. Die feinen Vertikallinien, 
deren Vorhandensein Brot mit „interstitiis crispuhs" bezeichnet, sind 
auf der ganzen Schalenoberfläche vorhanden. Die Spiralfurchen auf dem 
sichtbaren Theil der früheren Windungen und auf der obern Hälfte 
der letzten variiren sehr, bei einigen Exemplaren sind ausser einer 
oder auch zwei unter der Naht keine vorhanden, bei andern sind sie 
zahlreicher, aber immer schwach und ungleich. Vertikal-falten , wie sie- 
Brot's Figur 1 auf Taf. 16 zeigt, sind an keinem der vorliegenden 
Exemplare zu sehen. Wie die Skulptur der obersten Windungen sei, 
kann nicht angegeben werden, da dieselbe wie bei so vielen Süss- 
wasserschnecken aus der Umgebung von Kupang durch Kalksinter 
überzogen ist. 

Nach Brot findet sich diese Art auf den mittleren Philippinen (Gui- 
maras, Siquijor) und auf Nord-Celebes. In Mousson's Sammlung sah 
ich seiner Zeit dieselbe (M. fulgida Reeve) auch von Bima auf Sum- 
bawa und in Cuming's Sammlung von Lombok; ich selbst sammelte 
sie auf Adonara. 



48 

Das Exemplar von Flores zeigt auf den oberen Windungen die 
unterbrochenen schmalen rothen Spiralstreifen von M. punctata Lam., 
von der es sich eigentlich nur noch durch mehr zugespitztes Gewinde 
und seine Grösse, 57 Millim. lang, 17 breit, Mündung ly, unterscheidet. 

Var. aequisulcata. n. Taf. III, Fig. 4, 5. 

Testa turrita, solidula, nitidula, sulcis spiraHbus regularibus pleris- 
que et lineolis verticalibus teneris numerosis per omnes anfractus 
sculpta, virescenti-fusca, unicolor vel maculis rufo-fuscis irregularibus 
picta. Spira superne gracilis , anfr. c. 11? superiores plicis verticali- 
bus sat validis et confertis sculpti, ultimus basi modice rotundatus, 
sulcis basalibus non fortioribus. Apertura lanceolata, superne peracuta, 
inferne rotundata, margine columellari crasso, levius arcuato, margine 
basali externe subintegro, fauce caerulesenti-cinerea. 

Long. 46, diam. 13. apert. long. 15'/. lat. 7 Mill. 

Flores: Fluss Mbawa unterhalb des Wasserfalls und Fluss Ba 
bei Endeh; auch ein Stück aus dem Fluss bei Reo 
scheint hieher zugehören. 

Wegen der gleichmässigen Spiralfurchen auf allen Windungen und 
der regehnässigen Vertikal-strichelung ihrer breiteren Zwischenräume 
möchte man diese Form zunächst auf M. crenulata nach Brot's Auf- 
fassung beziehen. Aber der ganze Habitus gleicht zu sehr demjenigen 
unserer uniformis, der Columellarrand der Mündung ist sogar noch 
weniger gekrümmt als bei dieser und auch die braunfleckige Färbung 
passt nicht zu crenulata. — M. figurata var. striata Mousson jav. 
S. 118 Taf. 22 Fig. 4 links, von Bima auf Sumbawa könnte dieselbe 
Form sein und dann gehören vielleicht überhaupt die von ihm als M. 
figurata und aspirans beschriebenen Formen, S. 116 — 118 zu uniformis. 

Var. plicatula. Taf. III, Fig. 6. 

Minor, pliculis verticalibus subplanis in anfractibus omnibus excepto 
ultimo, lineis spiralibus impressis raris, anfractu ultimo sublaevi, basi 
spiratim sulcato: Long. 21, diam 7, apert 7V2Min. 

Grünlichbraun mit zahlreichen schmalen unterbrochenen dunkeln 
Spiralbändern. 

Saleyer: Fluss Bankal.' 

21. Melania litigiosa Brot 
Melania Mindorensis var. Reeve conch. ic. flg. M^. 



49 

Melania litigiosa Brot in Revue Zool. 1860 pl. 16 fig. 4; Melania- 
ceen S. 17 Taf. 20 Fig. 5. 

F 1 r e s : Fluss bei Bari ; junge Exemplare (fig. 9, 10) im Fluss Donah. 

Ein Exemplar zeigt auf allen Windungen, ausgenommen die drei 
letzten , regelmässige Vertikalfalten, was Brot a. a. 0. wohl bei M. min- 
dorensis im engeren Sinn , aber nicht bei litigiosa erwähnt ; zugleich 
zeigt dieses Exemplar die schlanker ausgezogene Spitze, wie sie bei 
litigiosa vorkommen soh. Ein anderes, ebendaher, ist verhältnissmässig 
plumper mit mehr konischem Gewinde. Die Massangaben für beide sind: 

a. Länge 53 MilL, Durchmesser 15, Mündung 18 lang, 9 breit. 

b. „ 47 „ „ 15, „ 16V, „ 9 „ 
Bei beiden ist die Spitze nur unbedeutend verletzt. 

Dieser Befund lässt mir zweifelhaft erscheinen, ob litigiosa als eigene 
Art von mindorensis zu trennen ist. 

Nach Brot kommt M. Mindorensis auf den Phihppinen, litigiosa 
sowohl auf den Philippinen, als auf .Sumbawa (der westlichen Nach- 
barinsel von Flores) und auf Amboina vor, dagegen habe ich auf Am- 
boina eine Schnecke gesammelt, welche ich nach den von ihm ange- 
gebenen Unterscheidungsmerkmalen für M. Mindorensis halten muss. 

22. Melania laevigata Lam. Taf. III, Fig. 14, 15. 

Lamarck an. s. vert. VI 2 1882 nro 7; ed. 2 VIII p. 431. Delessert recueil 
pl. 30 fig. 12. Brot materiaux Mel. III, p. 14, pl. 1 fig. 8, 9.; Mela- 
niaceen S. 171 Taf. 20 Fig. 9. — v. Martens in Sitz. Bericht, d. 
Berlin. Akad. d. Wiss. 1877 S. 281. Taf. I Fig. 17, 19. 
Timor: bei Kupang, Prof. Wichmann. 

Insel Rotti bei Timor: Fluss von Baa, von Prof. Wichmann 
gesammelt. 

In Grösse und Färbung mit Brot's Beschreibung übereinstimmend, 
aber die Mündung voller, nicht so nach unten verschmälert, wie in 
beiden Figuren, 9 und 9*, bei Brot, und dadurch noch näher der 
punctata Lam. (albescens Lea), mit welcher auch schon Brot sie in 
nächste Beziehung bringt. Wenn beide in eine Art zu vereinigen sind , 
so ist dieselbe wiederum den mittleren Philippinen, Molukken (ßött- 
ger 1891) und Timor gemeinsam, aber nach Exemplaren im Leidner 
Museum auch auf Java von Dr. Junghuhn gefunden. Wenn nicht, ist 
sie Timor und der nächst anliegenden Insel Rotti eigenthümlich. 

Von der obigen M. uniformis var. crispulata unterscheidet sie sich 

4 



50 

unter anderm auch durch dichtere Aufwindung: die Breite (Durch- 
messer) des sichtbaren Theils der vorletzten Windung, von der Rücken- 
seite aus gesehen verhält sich zu deren Länge (Achsenrichtung) bei 
laevigata wie 3 : 2, crispulata wie 5 : 3, was für das an Schnecken- 
formen geübte Auge schon einen merklichen unterschied macht. 

Die Zeichnung : unterbrochene schmale braune Spiralbänder und grös- 
sere braune Flecken unter der Naht, ist bei jüngeren Exemplaren 
meist deuthcher, bei altern mehr verwischt. 

Ich möchte vermuthen dass die von Schepman Not. Leyd. Mus. 
XIV p. 155 von Kupang angeführte inkrustirte M. punctata eben 
diese laevigata ist, welche auch ich und Th. Studer in den Bächen 
um Kupang stark mit Kalk inkrustirt gefunden haben. 

23. Melania clavus Lam. Taf. III Fig. 11. 

Lamarck an. s. vert. VI z. 1822 nro 8 ; ed. 2 VIII p. 431. Delessert re- 
cueil pl. 30 fig. 13. Brot mater. Mel. III p. 15 pl. 1 fig. 17, Melania- 
ceen S. 175 Taf. 21 Fig. 17. Nevill handlist II p. 223. 

Melania acuminata Dunker in Philippi Abbild. IS. 160 Taf. 3 Fig. 
5. 1844. 

Melania acus Lea Proc. Zool. Soc. 1850 p. 181. Reeve conch. ic. üg. 92. 
Celebes: Tempe in einem Teich. 
Flor es: Fluss Donah bei Ende, etwas schlanker, Fig. 11. 

Exemplare mit braunem Schlammüberzug, die Vertikalfalten der 
oberen Windungen verhältnissmässig schwach und ziemlich schief. Ich 
sammelte diese Art im Fluss bei Wahai auf Ceram in sumpfigen aber 
fliessenden Wasser nahe am Strande, das grösste Exemplar 46 Mill. 
lang, 13 breit, Mündung 15 und S'A, die meisten Stück 80—35 Mill. 
lang, und zu Batu-gantong auf Amboina; A. B. Meyer auf den Togian- 
Inzeln im Golf von Gorontalo. Brot kannte sie nur von den Philip- 
penen und Neu Irland ; das Vorkommen auf Celebes und auf den Mo- 
lukken bildet eine Brücke zwischen diesen Fundorten. 

Nevill vereinigt mit dieser Art sogar einige Formen, welche durch 
ihre Schulterkaute zur nächsten Unterabtheilung gehören dürften. 

E) Melanoides Oliv. 

Melanoides Olivier, voyage ä l'empire Ottoman 1807 vol. II p. 40. 
Striatella Brot Melaniaceen S. 193. 



51 

Gethürmt, massig schlank, mit Gitterskulptur, Naht öfters ver- 
tieft. Mündung unten gerundet Deckel mit wenig Windungen, oval. 

Die Art, auf welche Olivier seine Gattung] Melanoides gegründet 
hat, ist M. tuberculata Müll, (fasciolata Oliv.) und daher muss dieser 
Untergattung jener Name bleiben und ist der Name Striatella über- 
flüssig. 

Auch hier lassen sich wieder einige Unterabtheilungen zum leichteren 
Überblick für die Arten von Niederländisch-Indien aufstellen. 

a) Instrictae: durschnittlich grösser , mit gröberer , etwas höcke- 

riger Gitterskulptur und merklich eingezogener Naht. 
M. perfecta, robusta, Wallacei, Buginensis, subsuturahs, dis- 
juncta, vincta, Wichmanni. 

b) Inciso-striatae: Mit scharf eingeschnittenen Spirallinien , im 

Übrigen der M. tuberculata ähnlich. 
M. crepidinata, inhonesta, Adonarae. 

c) Elevato-striatae: Spirallinien erhaben , Vertikalfalten massig 

oder schwindend, keine Höcker. 
M. tuberculata, unifasciata, pulchella, cylindracea, fontinalis. 

24. Melania perfecta Mouss. Taf. EI. Fig. 16. 17. Taf. IX. Fig. 5, 6. 
Mousson Moll. Jav. S. 116 Taf. 22. Fig. 5. Reeve flg. 84. Brot 
Melan. S. 79. Taf. 9 Fig. 4. 

Celebes: Wasserfälle bei Marcs. Fluss bei Maros unter 

Bantimurong, bis 39 Mill. lang und 14 breit. 

Fluss Minr alang bei Tempe. Mousson's Original- 

esemplare sind auch von Maros, und ich habe sie 

1861 auch bei den Wasserfällen daselbst gefunden. 

Diese Art und ihre nächsten Verwandten scheint mir nach der 

Form der Basis der Mündung mehr hieher als zu M. Sumatrensis zu 

gehören. 

Auch diese Art ist lebendiggebärend; die Schalen in Mutterleib 
mit schon 5 Windungen, noch ganz ohne Spiralskulptur, glänzend 
dunkelbraun, zweite und dritte Windung mit starken aber nicht 
zahlreichen Vertikalfalten (Taf. IX Fig. 6). 

Deckel annähernd kreisförmig, aber mit vortretender Ecke, ähnlich 
dem von Litorina litorea und mit mindestens fünf ziemlich engen 
Windungen (Taf. IX Fig. 5). 



52 

25. Melania robusta n. Taf. III. Fig. 18-20. 

Testa obese conico-turrita , liris elevatis spiralibus parce nodulosis 
exarata, interstitiis grossiuscule verticaliter striatis, junior obscure 
fusca, adulta nigra, apice breviter eroso; anfr. superstites 7 — 8, vix 
convexiusculi , siatura superficiali juncti, supremi indistincte vertica- 
liter costulati, ultimus medio obtuse angulato-rotundatus. Apertura 
ovata, fauce caerulescente , basi late, at breviter effusa. 

Long. 42 diam. 17; apert. long. 14 diam. 10 Mill. 

Celebes: Fluss bei Pare-Pare und Fluss bei Palopo in Luwu. 

Die Sljulptur der unteren Windungen ähnlich derjenigen der norma- 
len Mal. perfecta, aber auf den obersten der erhaltenen Windungen 
mit zahlreicheren, enger aneinander stehenden, liaum knotigen Spiral- 
leisten; starlie, etwas entfernt von einander stehende geradlinige 
Vertikalfalten, welche aber auf den nächstfolgenden Windungen 
rasch schwächer und zahlreicher werden und mehr oder weniger in 
die Knötchen der Spiralleisten und die Vertikalstreifen der Zwischen- 
räume sich auflösen; ebenso scheint es bei der normalen perfecta zu 
sein. Aber durch die verhältnissmässig breiten und vollen, gegen die 
Naht kaum eingedrückten Umgänge, sowie durch die absolute Grösse 
unterscheidet sich diese Form von Mousson's und Brot's perfecta. 

Auch von mir 1 Exemplar am Wasserfall bei Maros 1861 gefunden. 

26. Melania loallacei Reeve. Taf. III. Taf. 22 (jung). 

Reeve conch. ic. flg. 66. Brot. Melan. S. 80 Taf. 9. Fig. 5. 

M. constricta Mouss. collect. 

Testa turrita, suturis valde instrictis, nigricanti-fusca ; anfr. circa 
12, medii subplani, plicis verticahbus obtusis, nonnullis subarcuatis, 
supra suturam terminatis, inferiores duo rotundati, superne seriebus 
2 — 3 nodulorum, dein liris compluribus subnodulosis sculpti. Apertura 
parva, subcircularis , basi rotundata, margine externo et columellari 
bene arcuatis, fauce plumbeocoerulea. 

Long. (35), lat. 12 Vi, apert. long. 9, lat. 7 Millim. 
Celebes: Fluss bei Maros. 

Gleicht im Habitus der M. perfecta, unterscheidet sich aber sofort 
bei direkter Vergleichung durch die verhältnissmässig viel kleinere 
letzte Windung, daher mehr cylindrische als konische Gesammtform, 
die flachen nur vertikal-gefalteten mittleren Windungen und die Reihen 
gesonderter Knötchen auf den 2 letzten Windungen. 



53 

Die Vertikalfalten werden zwar weder bei Reeve noch bei Brot 
im Text deutlich hervorgehoben, doch passt die übrige Beschreibung 
so gut, dass ich an der Bestimmung nicht zweifle. Durch Kombini- 
rung eines jungen und eines alten oben abgenützten Exemplars ergibt 
sich, dass deuthche Vertikalfalten auf der 6. oder 7. Windung beginnen 
und bis zur 9*«° bleiben; der Übergang zur Skulptur der beiden letz- 
ten (10. und 11.) ist rasch und geschieht dadurch, dass die Falten 
sich in ihrem obern Theile in Knötchen auflösen , während die stumpfe 
Spiralkante, welche ihr unteres Ende noch etwas oberhalb der Naht 
aufnimmt, sich zu einer wirkhchen Spiralleiste ausbildet und unter 
ihr sofort eine zweite entsteht. Die Skulptur der mittleren Windungen 
erinnert so sehr an einige Potamides (Cerithidea) , dass ein Blick auf 
die runde, nicht ausgeschnittene Basis der Mündung nöthig ist, um 
die Schale nicht zu diesen zu stellen. 

Wallace's Exemplare sind von Makassar, Mousson's ebenfalls vom 
südlichen Theil von Celebes. 

27. Melania buginensis n. Taf. III. Fig. 21. 

Testa turrita, graciüs, liris spiralibus latiusculis obtuse nodosis, in 
anfr. mediis circa 7 conspicuis sculpta, nigrescenti-fusca ; anfr. super- 
stites 9, convexiusculi , infra angustati, sutura instricta distincti, 
ultimus basi sensim attenuatus, hris confertioribus , sublaevibus. 
Apertura elliptico-oblonga, margine externe tenui, crenulato, leviter 
arcuato, basali rotundato, columellari paulum incrassato, valde ar- 
cuato, caerulescenti-albido , fauce plumbeo-coerulea. 

Long 47, diam. 13, apert. long. IS'/a lat. 8 Millim. 

Celebes: Fluss bei Balang-nipa, im Gebiet von Boni an der Ost- 
küste der Süd- westlichen Halbinsel, an Stellen, wo 
das Wasser bei Ebbe ganz süss ist. Fluss bei Palopo 
in Luwu. 

Gehört auch in die Nähe von M. perfecta, unterscheidet sich aber 
durch schlankere, minder konische Gestalt, verhältnissmässig grössere 
Höhe des sichtbaren Theils der früheren Windungen und viel stärker 
gebogenen Columellarrand , welcher die Mündungsform ähnlich derjeni- 
gen von M. hastula und acutissima macht. Die Skulptur ist nur von 
der drittletzten Windung an gut erhalten; von den sieben Spiralgüi*- 
teln der dritt- und vorletzten sind die zwei untersten dicht über der 
Naht schmäler und ohne Knoten, auch der oberste dicht unter der 



54 

Naht schmal und schwachknotig, die vier übrigen reichhch doppelt so 
breit als die Zwischenräume und breite, nicht scharf vorstehende 
Knoten bildend. 

Ein jüngeres Exemplar von Luwu zeigt, dass die obersten Windun- 
gen schmälere glatte etwas schiefe Vertikalfalten und zwei stärkere 
Spirallinien unmittelbar unter der Naht haben; hierauf folgen zwei 
"Windungen, welche nur einzelne scharfe Sinralstreifen zeigen und 
dann erst beginnen die kurzen Falten der späteren Windungen. 

Diese Art schliesst sich noch gut an M. perfecta und robusta an. 

28. Melania vincta n. Taf. III. Fig. 23-25. 

Testa turrita, sublaevis, leviter verticaliter striatula, pallide Cor- 
nea, parce rufo-variegata ; apice integra. Anfractus 11, regulariter 
crescentes, lira filiform! tenui spirali paulo supra suturam et 
zona inter hanc et suturam impressa cincti, ultimus obtuse 
angulatus, basi convexa liris nonnullis spiralibus elevatis plus mi- 
nusve obsoletis cinctus. Apertura piriformis, margine externo superne 
sinuato, dein producto, basi late sinuatorotundata, margine columel- 
lari vix arcuato, incrassato, caerulescenti-albido. 

Long. 17, diam 6, apert. long 5, diam 3 Millim. 
Celebes: Fluss bei Banti-murong. 

Von M. wallacei, an welche sie durch die Vertiefung über der 
Naht erinnert, neben der schlankeren Gestalt und schwächeren Skulptur 
wesentlich dadurch unterschieden, dass die vertiefte Zone über der 
Naht nicht schief, einen Winkel mit der übrigen Oberfläche 
bildend einspringt, sondern im Ganzen parallel mit derselben und 
etwas tiefer liegt. Der ganze Habitus, namentlich auch die Form der 
Mündung, gleicht mehr demjenigen von M. clavus Lam. 

Schliesst sich im Bau der Nath an M. subsuturalis Mete, von 
Borneo, disjuncta Brot von Borneo?, Tapparonii Brot unsichern Fund- 
orts und wallacei Reeve von Celebes an, unterscheidet sich aber von 
all diesen in Skulptur, Gestalt und Färbung. 

29. Melania Wichmanni n. Taf. III, Fig. 26, 27. 

Testa conico-turrita, plicis verticalibus rectis sat validis (17 in anfr. 
penult.) et lineis incisis spiralibus paucis prope peripheriam cujusve 
anfractus sculpta , pallide flavescenti-grisea , unicolor , apice saepius 
integre; anfr. 18, subplani, sutura paululum instricta, ultimus basi 



55 

modice convexus, striis spiralibus] incisis compluribus, saepius obso- 
lescentibus sculptus; apertura ovata, basi rotundata, non distincte 
producta, margine externo vix, columellari modice arcuato, illo tenui, 
hoc incrassato, albido. 

Long. 30, diam. 9, apert. long. 9, diam. 4^2 Mill. 

Timor: bei Kupang, Prof. Wichmann. Auch bei Delli im nörd- 
lichen Theil der Insel ein verbleichtes Stück von mir 
1862 gefunden. 

Die Vertikalfalten hören an jeder der früheren Windungen etwas 
oberhalb der Naht auf; sie schwinden fast .ganz auf der letzten Win- 
dung und bei einigen Stücke schon mehr oder weniger auf der vor- 
letzten. Die scharf eingeschnittenen Spirallinien treten auf den frühe- 
ren Windungen immer nur unmittelbar oberhalb der Naht auf, zwei 
bis drei zwischen dem untere Ende der Falten und der Naht selbst, 
bei einigen Stücken auch noch 1 — 2 den untersten Theil der Falten und 
deren Zwischenräume durchschneidend ; auf der letzten Windung er- 
scheinen sie demgemäss in dem mittleren peripherischen Theil in der 
Zahl von 2 — 4 , und unterhalb derselben , durch eine glatte Zone ge- 
trennt, an der Basis zahlreichere aber meist sehr schwach ausge- 
prägte, bei den grössten Stücke kaum oder gar nicht mehr erkenn- 
bare Spiralhnien; an Jüngern Exemplaren sind sie stärker und an 
solchen tritt auch zuweilen an der Basis ein verwaschenes braunes 
Band auf, entsprechend demjenigen von M. unifasciata. 

Diese Art verbindet einigermassen die Gruppen Stenomelania und 
Melanoides, die allgemeine Gestalt, lang ausgezogen und scharf zu- 
gespitzt, mit flachen Windungen, starker Vertikal- und schwacher 
Spiralskulptur, erinnert an Stenomelania, die Mündung ist mehr die- 
jenige von Melanoides. Man kann an M. malayana Issel denken, aber 
nach der Abbildung bei Brot, Mel. Taf. 26 Fig. 9 und dem damit 
übereinstimmenden Exemplar der Paetel'schen Sammlung ist diese 
weniger konisch und sie hat auch eine stärkere Spiralskulptur. Von 
unserer obigen M. Wallacei, mit welcher sie in den geradhnigen 
Vertikalfalten übereinstimmt, unterscheidet sie sich dadurch, dass die 
Spiralskulptur an den früheren Windungen etwas über der Naht deut- 
lich hervortritt und hier dadurch eine Art Einschnürung veranlasst, 
wie es oft auch bei M. tuberculata der Fall ist. Die Mündung 
ist breiter, mehr nach dem Typus der M. tuberculata, ein breites 
dunkleres Band an der Unterseite der letzten Windung, wie so oft 



56 

bei M. tuberculata, ist bei M. wichmanni schwach angedeutet 
und die charakteristischen spiral gereihten Flecken fehlen gänzlich. 

30, Melania crepidinata Rv. 

Reeve conch. icon. XII fig. 1 20. Brot Melaniaceen S. 238 Taf. 25 Fig. 1 3, 1 3a. 
Sumatra: Flüsschen bei >Singkarah. 

Von M. tuberculata und unifasciata dadurch unterschieden, dass die 
Spirallinien sich als eingeschnitten, nicht als erhöht darstellen, 1 — 2 
unter der Naht und eine grössere Anzahl im mittlem Theil jeder 
Windung und im unteren der letzten. Vertikalfalten sind auch nicht 
vorhanden , sondern nur feine Streifen an ihrer Stelle. Gelbbraun , 
unter der Naht eine Reihe grösserer dunkelbrauner Flecken und immer 
an der Basis, oft auch in der Mitte ein breites dunkles Band. 

Länge 20, Breite 8, Mill. ; Mündung 7 lang, 4Vj breit. 

Nach Cuming und Brot auf Java und Borneo; das Berliner Museum 
besitzt ein Exemplar von der Insel Palawan im Nordosten von Borneo. 

31. Melania tuberculata Müll. 

Mousson Moll. Jav. p. 73. Brot Melaniaceen S. 247. Nevill handlist 
11 p. 239-246. 

Var. a plioifera Mouss. 

Plicis verticalibus distinctis per omnes anfractus, in ultimo abbreviatis. 

Nerita tuberculata O.-Fr. Müll. bist. verm. 11 1774 p. 191 (von 
Koromandel.) — Schröter Geschichte d. Flussconchylien 1779 S. 373 
uro. 171 Taf. 8 fig. 14. Helix acicula Gmelin Linn. syst. nat. ed. XIII 
p. 3668. Chemnitz Conch. Gab. IX Taf. 136 Fig. 1262. 

Melanoides fasciolata Olivier voy. emp. Ottom. II p. 40 pl. 31 fig. 
7. - Melania f. Lam. an. s. vert. 7 VI 2 1822 nro 16. 

Melania tuberculata Deshayes in Lamarck an s. v. ed. 2. VIII p. 434. — 
PhiUppi Abbild. I S. 4 Taf. 1 Fig. 19. Reeve conch. ic. flg. 87 und 110. 

Melania tuberculata var. b. plicifera Mouss. Moll. Jav. S. 73 Taf. 11 
Fig. 7. 

M. tuberculata Brot Mel. Taf. 26 Fig. 11, 11«. Hanley u. Theobald 
conch. Ind. pl. 74 fig. 4. 

Melania Layardi Dohrn Proc. Zool. Soc. 1858 p. 135. Reeve conch. 
icon. fig. 104. Hanley u. Theobald conch. Ind. pl. 73 fig. 8. 

Sumatra: Flüsschen bei Kaju-tanam und im See Danau-di- 
bawah, an ersterem Ort mit der folgenden zusammen. 



57 

Java: Buitenzorg, mit der folgenden Varietät und in dieselbe 

übergehend. 
Celebes: Fluss bei Maros, See von Sidenreng bei Tete-adji (nicht 

über 12 Mill.) und See von Tempe. 
Flor es: Fluss bei Reo und Fluss bei Bombang, mit der folgen- 
den; Mbawa unterhalb des Wasserfalls; Sumpf bei 
Maumeri, 39 Mill. lang, in die folgende übergehend. 
Adonara: bei Tana merah. 
Diese Form, welche in Aegypten die vorherrschende ist, habe ich 
auch bei Bengkajang, Sewali und Lumar im nordwesthchen Theil von 
Borneo gesammelt, Dr. S. Martin bei Deli an der Nordostküste von 
Sumatra. 

var. b) virgulata Q. G. 

Plicis verticalibus nullis, striis spiralibus aequahter dispositis. 
Melania virgulata Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, Zool. III, 
p. 141, pl. 56, üg. 1 — 4: mit lebendem Thiere u. Deckel. Desh. in Lam. 
an. s. vert. ed. 2, VIII, p. 437. Reeve conch. ic. Fig. 109a. 

Melania tuberculata var. a. virgulata Mousson Moll. Java, S. 73, 
Taf. 11, Fig. 6. - Hanley u. Theobald conchol. Ind. pl. 74, fig. 1. 
M. tuberculata Brot. Mel. Taf. 26, Fig. 11c, lld. 
Melania punctulata Grateloup Reeve conch. ic, flg. 100. 
Melania Layardi Dohrn Proc. Zool. Soc. 1858, p. 135 z. Theil. 
Hanley u. Theobald conchol. Ind. pl. 73, fig. 9. 

Melania afünis van Hasselt tabulae inedit. im Leidner Museum , tab. 
10, fig. 2. 

Sumatra: Ajer teganang zwischen Fort de Kock und Padang- 
Pandjang. Flüsschen bei Kaju-tanam, in var. semi- 
nuda übergehend, See von Singkarah (klein) und 
Sawah bei Singkarah. Tabeh di Aripan. Weiher bei 
Solok. Danau di bawah und Danau di atas, in letz- 
terem bis 25 Mill. lang und 10 breit, meist stark 
angenagt. Padang-fluss (klein). 
Java: Buitenzorg, nur bis 24 Mill. lang, mit Übergängen zu 

var. seminuda. Tji-panas. 
Celebes: Maros. See bei Teteadji. Pare-Pare. Fluss Minralang 
bei Tempe, bis 20 Mih. lang, mit Übergängen zu 
seminuda. Palima in Brackwasser, sehr klein, nicht 
über 10 Mill. Luwu, in seminuda übergehend. 



58 

Saleyer: im FIuss Bonea und bei Bangkalan. 
Flor es: Fluss bei Bombang, zusammen mit var. plicifera. 
Mbawa unterhalb des Wasserfalls, in var. plicifera und 
seminuda übergehend. Maumeri. 
Adonara: Tana-merah und im Bach Waikelaki, (letzte Win- 
dung aufiallig flach). 
Timor: Kupang, Prof. Wichmann. 
Diese Varietät habe ich auch bei Lahat , Trussan und Kepahiang im 
Gebiet des Musistroms auf Sumatra, bei Surabaya auf Java, bei 
Bengkajang und Lumar auf Borneo gesammelt, A. B. Meyer im nörd- 
lichen Theil von Celebes. 

var. c) seminuda. Tab. IV, Fig. i. 

Pallide fusca, nitidula, anfractibus magis inflatis, penultirao et 
ultimo superne sublaevibus, medio distincte spiratim liratis, plicis 
verticalibus nullis. 
■PMelania suturalis Philippi Abbild. II, p. 173, Taf. 4, Fig. 17. 
Melania tuberculata var. Hanley u. Theobald conch. Ind. pl. 74, fig. 2, 3. 
Sumatra: See von Manindjau, Ajer-tegenaug , Kaju-tanam, 
Tabeh di aripan , Danau di bawah und Danau di atas. 
Celebes: Kaju-malowe an der Bai von Palos. See von Tempe. Boni. 
Saleyer: Bangkalan, in var. virgulata übergehend. 
Fl eres: Fluss bei Pieo und Kotting. 
Adonara: Bach Waikelaki. 

Rotti: Fluss Oitelao bei Bilba und Fluss bei Talae, Prof. 
Wichmann. 
Diese Varietät , welche man gerne für eine eigene Art halten möchte , 
wenn sie nicht so vielfach durch Zwischenformen mit var. virgulata 
verbunden wäre, habe ich auch auf Sumatra bei Palembang, Lahat 
und Benkulen, auf Java bei Anjer und Sindanglaya (Preanger), auf 
Borneo bei Singkawang und Bengkajang, auf Celebes bei Makassar 
und Tondano, auf Batjan, Ceram bei Wahai und auf Amboina, auf 
Adonara und auf Timor bei Kupang gesammelt und das Berliner Mu- 
seum für Naturkunde besitzt sie ferner von der Insel Salang an der 
Küste von Malakka durch Capt. Joh. Weber, von Deli an der Nord- 
ostküste Sumatra's durch Dr. S. Martin , vom Singalang auf Sumatra 
durch Beccari, vom Kali Manudjajo, Res. Rembang auf Java durch 
F. Jagor, von den Togian-inseln bei Celebes durch A. B. Meyer. 



59 
var. d angularis Tab. IV, Fig. 2, 3. 

Praecedenti similis, at angulo spirali elevato infra suturam. 

Sumatra: Kaju-tanam, Solok und Danau di atas, mit Über- 
gängen zu seminuda. 

var. e tnmcatula Lam. Tab. IV, Fig. 4. 

Melania truncatula Lam. an. s. v. VI, 2. 1822 nro 15; ed. 2 VIII 
p. 433. Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe, Zool. III p. 143 pl. 56 
fig. 5 — 7 mit lebenden Thier u. Deckel. — Delessert recueil pl. 30 fig, 
17. Brot materiaux Mel. III, p. 22; pl. 1, fig. 13. 

Melania tuberculata var. Brot Melaniac. S. 250. Taf. 26, Fig. lle, 11 ff. 
Java: Blauw-water bei Passuruan. 

Cylindrisch mit verhältnissmässig kleiner Mündung , nur 4 Umgänge 
erhalten , die beiden obern mit starken etwas bogenförmigen Vertikal- 
falten und gut ausgeprägten Spiralrippen , die beiden untern fast glatt , 
doch unter dem schwarzen Überzug bei näherer Betrachtung doch 
noch Spuren von beiderlei Skulptur zeigend ; Naht deutlich angedrückt , 
etwas breit rinnenförmig. Erinnert auf den ersten Anblick sehr an 
M. disjuncta Brot Mel. S. 195. Taf. 22, Fig. 11 von Borneo('?), bei 
welcher aber die Spiralskulptur fast ganz fehlt. Lamarck's Exemplare 
stammen aus Timor, wahrscheinlich von Peron's Reise, diejenigen 
von Quoy u. Gaimard aus Mauritius. 

Melania tuberculata ist bekanntlich sehr weit verbreitet, einerseits 
nach Nordwesten über Indien, Vorderasien und Nordafrika bis zur 
Südseite des Kaukasus, Cypern und Malta, andrerseits nach Austra- 
lien (Queensland). Man kann mit einiger Wahrscheinlichkeit anneh- 
men, dass ihre ursprüngHche Heimat die des Reises, also doch wohl 
Vorderindien sei, und dass sie durch dessen Kultur, welche ja theil- 
weise im Wasser vor sich geht, mittelbar durch den Menschen ohne 
sein Wissen so weit verbreitet wurde, was durch den engen inter- 
nationalen Verkehr der mahomedanischen Kulturvölker begünstigt 
wurde. Bei Kupang auf Timor z. B. habe ich sie gerade in den Be- 
wässerungsgräben der Reisfelder gefunden. Sie kommt sowohl in 
stehendem als in ruhig fliessendem Wasser , hier gerne auf Schlamm- 
grund, vor. 

32. Melania adonarae n. Tab. IV, Fig. 5. 
Testa turrito-conica , leviter striatula et lineis incisis spiralibus 



60 

exarata, olivaceofusca , margine suturali tumido flavescente, anfr. 10, 
regulariter crescentes, superiores plicis verticalibus subarcuatis obso- 
letis decussali, ultimus basi tumidus, lineis incisis et strüs vertica- 
libus frequentioribus, zona basali fusca et regione centrali pallide flava. 
Apertura ovata, subverticalis, basi latiuscula, non distincte producta, 
margine externe superne paulum recedente, margine columellari valde 
arcuato, crasso, albo. 

Long. 27, diam. 10, aperturae long. U, diam. Tj., Mill. 

Insel Adonara bei Flores: im Bach Waikelaki. 

Gehört auch noch in die Reihe der M. tuberculata und schliesst 
sich zunächst an var. seminuda an , aber die oberen Windungen zeigen 
eine schwächere und andere Skulptur; die späteren Windungen zeigen 
scharf eingeritzte Spirallinien ziemlich gleichmässig über die ganze 
Oberfläche, nur an der Basis der letzten dichter aneinander und tiefer. 
Auch ist die wulstige heller gefärbte Nahtgegend charakterisch. 
Das auffallend breite und dunkle Basalband erinnert an M. unifasciata 
Mouss., aber diese ist nach der Originalbeschreibung des Autors jav. 
Moll. S. 71 auf den späteren Windungen ganz glatt, während Brot 
in seiner Monographie S. 262 ihr auf denselben auch noch vertiefte 
Streifen besonders über den Nähten und an der Basis zuei'kennt. 
Hat im Habitus auch Ähnlichkeit mit M. canalis Reeve fig. 63 von den 
Phihppinen, bei welcher die Naht auch hellgefärbt aber nicht aufge- 
wulstet ist, und M. bullioides Rv. flg. 65 ebenfalls von den Philip- 
pinen, bei welcher die Naht zwar auch aufgewulstet , aber die obern 
Windungen starke Vertikalfalten zeigen. 

33. Melania cylindracea Mouss. 

Mousson moll. Jav. S. 72 Taf. 11 Fig. 9. 
Java: Buitenzorg. 

Etwas grösser als die Abbildung bei Mousson, übrigens in den 
wesentlichen Merkmalen, schlanke cylindrische Form und schwache 
Skulptur, mit derselben übereinstimmend. Stark inkrustirt, nur die 
letzte Windung theilweise frei , mit abgeflachten sehr undeutlichen 
Vertikalfalten und spärlichen abgeriebenen Spirallinien. Länge 18 Mill., 
Breite 6'lg, Mündung S^'s- In Mousson's Text ist die Längenangabe 
7,5 Mill. vielleicht ein Druckfehler für 17,5, denn 7'lj Mill. Länge 
bei 5,2 Breite würde eine viel breitere eiförmige Gestalt ergeben, nicht 
eine schlank cylindrische wie die Abbildung zeigt; diese hat 13 Mill. 



61 

Länge bei 5 Breite. Auch bei andern Figuren dieses Buchs , z. B. 
der nebenstehenden M. unifasciata, ist die Figur kleiner als die 
Maass-angaben im Text, wahrscheinlich weil eben nicht das grösste, 
sondern das best erhaltene Exemplar abgebildet wurde. 

Diese Art ist bis jetzt nur aus dem westlichen Theil von Java 
bekannt; Mousson's Exemplare sind aus Pardana, Resid. Bantam. 

Ich habe Brot's Monographie bei dieser Art nicht angeführt, da 
dessen Abbildung Taf. 26 Fig. 10 durch die bauchige und relativ 
grössere letzte Windung und die eingeschnürte Naht wesentlich von 
Mousson's Abbildung abweicht und sich mehr der M. fontinahs nähert. 

34-. Melania fontinalis Phil. 

Philippi Abbild. HI, S. 57, Taf. 5, Fig 7. Brot Melan. S. 253, 
Taf. 26, Fig. 9. 

Celebes: See Sidenreng bei Tete-adji und Fluss Miuralang bei 
Tempe. 

Der vorigen in Skulptur und Färbung ähnlich, aber in der Ge- 
sammtgestalt verschieden, indem zwar die drei oberu der noch erhal- 
tenen Windungen ziemUch gleich breit sind, die letzte aber bauchig 
vorsteht. Vertikalstreifen flach. Was Nevill handlist II, p. 246 als 
M. fontinalis von Penang beschreibt, passt nicht zu den vorliegenden 
Exemplaren, obwohl Philippi seine Art auch von Penang hatte. 

35. Melania pulcheUa n. Tab. IV, Fig. 21 , 22. 

Testa parva, cylindraceo-turrita , pallide flavescens, rufo-maculata , 
nitidula, apice integre; anfr. 6, regulariter crescentes, convexiusculi , 
plicis verticalibus sat validis et lineis spiralibus sculpti, ultimus et 
pars penultimi sublaevis, lineis spiralibus plus minusve distinctis, 
nitidus; apertura lanceolato-ovata , margine columellari sat arcuato, 
crassiusculo , externo tenui, supra sinuato, infra producto, basali 
paulum sinuato. 

Long. 67;, diam. 2^/8, aperturae long. 2^2, diam. l'/j Mill. 
Sumatra: See von Singkarah. 

Diese Art hat das Ansehen einer jungen M. tuberculata mit sehr 
schwacher Skulptur und ungewöhnlich blasser Färbung; das dunkle 
Band an der Basis, das öfters bei M. tuberculata und ihren nächsten 
Verwandten auftritt und der M. unifasciata Mouss. den Namen ge- 
geben hat, ist bei einigen Exemplaren vorhanden. Aber vergüchen 
mit zweifellosen Stücken junger tuberculata stimmt sie doch nicht 



62 

hinreichend überein , erscheint namentlich mehr cyUndrisch und durch 
das baldige Verschwinden der Skulptur unterschieden. 

F) Plotia Ad. 

Eine Stachelreihe wenigstens auf den obern Windungen, ausgeprägte 
Spiralskulptur. Meist klein und blassgefärbt. Deckel länglich, schmal, 
mit ganz kleiner Spirale. 

36. Melania scahra Müll. Taf. IV, Fig. 6-12, Taf. IX, Fig. 8, 9. 
Brot Melaniaceen S. 266. 

var. a) spinulosa Lam. Tab. IV, Fig. 6. 

Anfr. Omnibus prope suturam muricato-denticulatis. 
Buccinum scabrum 0. Fr. Müller bist. verm. II, 1774, p. 136 (von 
Koromandel). Schröter Geschichte der Flussconchylien 1779, p. 299, 
Taf. 6, Fig. 18. Chemnitz Conch. Gab. IX, S. 188, Taf. 136, Fig. 
1259, 1260. Helix aspera und lugubris Gmelin Linn. syst. nat. ed. 
XIII, p. 3656 und 3665. 

Melania scabra Ferussac essai d'une methode conchyliologique 1807, 
p. 73. Theobald u. Hanley conchol. Ind. pl. 73, flg. 1 — 4. Brot Melan. 
Taf. 27, Fig. 147. Nevill handlist II, p. 281. 

Melania spinulosa Lam. an. s. vert. VI 2, 1822, nro 12; ed. 2. VIII, 
p. 433. Delessert recueil pl. 30, fig. 15. Quoy et Gaimard Voy. de 
l'Astrol. Zool. III, p. 147, pl. 56, fig. 12—14 mit lebenden Thier u. 
Deckel copirt bei Gray üg. Moll, an I pl. 55, fig. 7. Phihppi Abbild. 
I, S. 6, Taf. 1, fig. 20. Mousson MoH. Java, Taf. 11, Fig. 12. Mo- 
relet series conchyl. IV, p. 319. 

Sumatra: See von Singkarah, bis 30 Met. tief. 

Celebes: Fluss bei Maros und Bantimurong. Pare-Pare. Palopo 

in Luwu, Palima. 
Flor es: Fluss bei Bari und Fluss bei Reo; zweiter Fluss bei 
Mbawa, dicht am Meer, 27 Mill. lang, 12 breit, Mün- 
dung U'/g lang. 
Ausserdem ist diese Form im Berliner Museum vertreten von Mau- 
ritius, Madras, Calcutta, der Insel Salang an der Halbinsel Malakka, 
Slam und Pegu, Java, Cerara, Adonara, Timor, sowie den Philippinen 
und Palaos inseln. 

var. b) acanthiea Lea. 
Spinis paucioribus, 3 — 6 in anfr. ultimo, longioribus. 



63 

Melania acanthica Lea Proc. Zool. Soc. 1850 p. 194. Hanley conchol. 
miscell. fig. 8. Adams gen. Moll. pl. 31, üg. Sab, Deckel. Brot Me- 
laniaceen ,S. 278, Taf. 28, Fig. 10, 10a, lOö. Nevill handlist II, p. 281. 

Melania spinulosa Lam. Reeve Conch. in fig. 1.56a b. 

Celebes: Pare-Pare und Balangnipa, an Stellen, die bei Ebbe 

Süss Wasser haben. 
Saleyer: Fluss Bangkai an. 
Flor es: Fluss bei Bari. 

Im Allgemeinen nimmt die Zahl der Dornen auf den untern Win- 
dungen ab , so zeigt z. B. ein Stück von Balangnipa auf der viertletzten 
und der drittletzten 8, auf der vorletzten 5, auf der letzten 4; ein 
anderes beziehungsweise 8, 4 und 3. 

Ein Exemplar von der Insel Saleyer, bei welchem schon die vor- 
letzte Windung nur 5 stark nach auswärts gerichtete Dornen zeigt, 
die letzte dagegen zahlreiche schwächere, bildet einen deutlichen 
Übergang zur typischen Form und zeigt, dass M. acanthica nicht als 
Art getrennt werden sollte, denn hier ist dasselbe Individuum im 
Verlauf seines Lebens wieder von acanthica zu spinulosa zurückgekehrt. 

Diese Form ist im Berliner Museum noch vorhanden von den Sey- 
chellen , Andamanen , Nord- Celebes (Kema) , Ceram , Adonara , den 
Philippinen und Palaos-inseln. 

var. c) nodosocostata Mouss. Tab. IV, Fig. 7. 

Anfr. ultimo infra saturam serie nodulorum coronato. 
Melania spinulosa var. nodoso-costata Mousson. Moll. Jav. S. 76, 
Taf. 11, Fig. 1. 

Melania scabra var. Hanley u. Theobai conch. Ind. pl. 73, fig. 4 
und 5. Brot Melaniaceen Taf. 27, Fig. 14, 14a, 14&. 

Sumatra: See von Manindjau , Ajer-tabit bei Pajacombo, See 

von Singkarah, Danau di atas, Padang. 
Java: Situ bagendit und Sinagar. 

Celebes: Bantimurong bei Marcs, Fluss bei Pare-Pare, See 
Sidenreng bei Tete-adji, Minralang-FIuss bei Tempe, 
Palima, Fluss bei Palopo in Luwu. 
eyer: Fluss Bangkalan, vorherrschend lang und schlank, 
bis 23 Mill. lang, 10 breit, Mündung 9 lang. 
Flor es: Fluss bei Bari und bei Reo; Fluss bei Mbawa unterhalb 
des Wasserfalls; Kotting, hier ein Stück mit einem 
breiten braunen Spiralband unterhalb der Knoten. 



64 



Adonara: Tanaraerah, Prof. Wichmann , 25 Mill. lang, D'/j breit, 
Mündung OVg lang. 
Diese Form ist im Berliner Museum ferner vertreten von Mauritius, 
Madras und Bettighery in Vorderindien, Banka, Ceram, Amboina, 
Timor, den Philippinen und Palaos-inseln. 

var. d) anguliferci Taf. IV, Fig 8. 

Anfr. ultimo (et penultirao) infra suturam linea angulari Integra 
notato. 

Brot Melaniaceen Taf. 27, Fig. 15a. 

Sumatra: Flüsschen bei Kaju-tanam, 24 Mill. lang, 13 breit, 

Mündung I2V2 lang. 
Celebes: Fluss bei Maros, 21 Mill. lang, 9 breit, Mündung 8. 
Rotti: Fluss Oitelao bei Bilba und Fluss bei Talae, Prof. Wich- 
mann, 25 Mill. lang, lO'/s breit, Mündung 10 Mill. 
Diese Form habe ich auch zu Muaradua auf Sumatra und auf Ter- 
nate gefunden und ausserdem von Java und Siara erhalten. 

var. e) mutica. Taf. IV, Fig. 9 — i2. 

Anfr. ultimo infra suturam convexo, spinis, nodis lineave angulari 
nullis. 

Hanley u. Theobald conch. Ind. pl. 73, fig. 6. Brot Melaniaceen 
Taf. 27, Fig. 14c, Ud. 

Sumatra: See von Manindjau und Ajer-tabit bei Pajacombo. 
Java: Buitenzorg, schlank und klein; Tjipanas, 17 Mill. lang, 

10 breit, Mündung 8'/,; Sinagar. 
Celebes: Bantimurong bei Maros. See Sidenreng bei Tete-adji; 

Fluss von Kaju-malowe bei Palos; Luwu. 
Saleyer: Fluss Bangkalan. 
Flor es: Fluss bei Bombang; Fluss bei Mbawa, oberhalb des 

Wasserfalls, zweiter Fluss dicht am Meer; Kotting. 
Timor: Kupang, Prof. Wichmann. 
Bei einem Exemplar von Bantimurong, 26 Mill. lang, ist schon 
die drittletzte AVindung ohne Knoten, bei solchen von Flores, Rotti 
und Timor die beiden letzten. 

Diese Form ist im Berliner Museum noch vertreten von Mauritius, 
Ceylon, Banka, Ceram und den Philippinen. 

Die angegebenen Varietäten gehen vielfach in einander über, so 



65 

dass man manche Exemplare ebenso gut zu der einen als zu der 
andern stellen kann; an vielen Fundstellen kommen zwei oder drei 
dieser Formen mit Übergängen untereinander vor, alle fünf aber er- 
innere ich mich nicht an Einer .Stelle beisammen gefunden zu haben. 

Das grösste Exemplar, von Flores, zeigt eine Länge von 27 V2, 
eine Breite von I2V3 Mill., die Mündung 11 Mill. (Taf. IV, Fig. 6.) 

Melania scabra ist in Niederländisch-Indien in ähnhcher Weise 
allgemein verbreitet, wie M. tuberculata, und kommt ebenfalls auch 
in Vorder-indien vor; die damals dänische Besitzung Trankebar oder 
Tarangawari an der Koromandelküste ist der Ort, von welchem beide 
Arten zuerst in die Conchyliensammlungen von Kopenhagen und damit 
in die europäische Litteratur gekommen sind. Beide finden sich auch 
sonst oft zusammen in demselben Gewässer. Aber M. scabra geht 
im Westen nur bis zu den osafrikanischen Inseln , im Osten nicht über 
Neu-Gruinea, findet sich dafür auch in Slam und Cochinchina. Ich 
habe die Art in Niederländisch-Indien an 21 verschiedenen Orten 
gefunden, von Sumatra bis Ternate, Amboina und Timor, zu Lumar 
in Borneo in den Wassergräben der Reisfelder, zwischen Charen 
(Nitella pseudoflabellata A. Br.), aber an andern Orten auch auf Steinen 
in Bächen, so bei Wahai auf Ceram und bei Kupang auf Timor, 
hier auch öfters mit Kalk incrustirt. 

Auch diese Art ist lebendig gebärend ; die im Mutterleib gefundenen 
Schalen zeigen schon bis 5 Windungen, alle rasch an Umfang zu- 
nehmend, daher die ganze Schale fast kreiseiförmig, die vierte Win- 
dung mit zahlreichen verhältnissmässig schwachen Vertikalfalten, die 
fünfte schon mit knotiger Schulterkante. (Taf. IX, Fig. 8.) 

Deckel (Tab. IX, Fig. 9), schmal, länglich, mit einem fast 
geradlinigen und einem stärker gebogenen Seitenrande, ähnlich wie bei 
dem Deckel von Neritina; Spirale ganz klein, unten; ziemlich starke, 
etwas unregelmässig wellenförmige Anwachslinien. 

37. Melania granum Busch. 

Philippi Abbild. I, S. 4, Taf. 6, Fig. 7. Brot Mel. S. 270, Taf. 
27, a-d. 

Melania scabra var. granum Nevill handlist II p. 285. 
Sumatra: See von Manindjau. 

Bis 15 Mill. hoch und 8 breit, trüb röthlich grau mit den roth- 
braunen Zikzakstriemen und Flecken. Breiter als scabra, fast kubisch, 



66 

mit weniger zahlreichen und dafür breiteren Spiralleisten, oberhalb 
der Dornenreihe fast horizontal abgeflacht, die Dornen selbst nach 
aussen gerichtet mit kurzer runder Basis, sehr selten etwas falten- 
förmig herablaufend. 

Ich habe- seiner Zeit, 1861 — 62, diese Art auch bei Kepahiang und 
Trussan auf Sumatra (oberes Gebiet des Musi), sowie bei Sumedang 
auf Java gefunden. 

G) Melania s. Str. 

Typus von Melania Lamarck syst. d. an. s. vert. 1801. 

Tiara (Bolten) Brot, non Swainson 1831, Melacantha Swains. 1840, 
Amarula Sow. 1842. Ziemlich gross, mit Dornenreihe an der Schul- 
terkante, Aussenrand der Mündung nicht ausgebuchtet. Schalenhaut 
dick, dunkel gefärbt; Deckel schmal. 

38. Melania setosa Swains. 
Buccinum aculeatum Lister bist, conch. mantissa 1692, pl. 1055, flg. 8. 
Voluta fluviatilis Rumph amb. rar. p. 106 (deutsch S. 79) zum Theil. 
Buccinum fluviatile Gualtieri index test. tab. 6, fig. B. — Favanne 

conchyliologie pl. 61, fig. G, 5. 
Melania setosa Swainson in Brand's Quarterly Journal of science 
1824, nr. 38, pag. 13 und Zool. illustr. (2) I, 429, fig. 1. Lesson 
Voy. de la Coquille Zool. II, 1, p. 351, pl. 41, fig. 2 mit Deckel. 
Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe Zool. III, p. 145, pl. 56, fig. 
8 — 11 lebendes Thier, copirt bei Gray fig. moll. an. I, pl. 55, 
fig. 2, 11. Philipp! Abbild. I, Taf. 3, Fig. 40. Reeve conch. ic. 
XII, fig. 186. Brot Melan. S. 297, Taf. 30, Fig. 5. 
Melacantha setosa Troschel Gebiss d. Schnecken I, S. 122, Taf. 9, 
Fig. 11. Radula. 

Flores: Fluss bei Bari und Sungei-Nargi bei Konga. 
Schlanker als Brot's typische Figur, mit erhaltener Spitze, 89 
Mill. lang, 23 breit, Mündung 24 lang, 13 breit. 

Deckel schmal, Kern am untern Ende gegen aussen, die Spirale 
nicht sehr deutlich; Innenseite mit langgezogener matter Anheftungs- 
fläche, im Umkreise derselben glänzend. 

Ich habe diese Art 1862 auf Amboiua von dem damaligen Hafen- 
meister Paulus zusammen mit M. diadema Lea (Brot Taf. 29, Fig. 2) 



67 

erhalten , mit der Angabe , dass dieselben beim alten Fort Laha an 
der Westseite der Bai von Amboina gefunden seien. Dieses Vorkom- 
men macht es um so wahrscheinlicher, dass Rumph diese Art schon 
gekannt habe, und in der That hat er unter dem Namen Voluta flu- 
viatihs, Fluss-Papstkrone , beide, M. setosa und diadema, zusammen- 
gefasst, denn er sagt a. a. 0. 106 ausdrücklich: mit feinen Furchen 
längs der Windungen und an deren Kanten weiche Dornen, welche 
zuweilen aber auch stumpf und steif sind. Weiche, d. h. biegsame 
Dornen sind für M. setosa charakteristisch; seine Abbildung, Taf. 33, 
Fig. FF. stellt aber eine Art ohne deutliche Spiralskulptur und mit 
starken Zacken vor, also M. diadema. Die Benennung „amarula", d. 
h. die kleine bittere, stammt auch von Rumph her und ist Ueberset- 
zung des malayischen „papeytje", weil die Schnecke einen etwas bit- 
tern Geschmack habe, bezieht sich daher ursprünglich auf diese zwei 
Arten. 

Ferner lebt M. setosa auf der Insel Buru, wo ich sie bei Oki an 
der Südküste auch in Gesellschaft von M. diadema gefunden 
habe; durch Ida Pfeiffer erhielt das Berliner Museum ein Exemplar 
aus Makassar, durch F. Jagor von der Insel Samar (Philippinen) und 
in Mousson's Sammlung befindet sich eines von Bali; Lesson sam- 
melte sie auf der Insel Waigiu (Waigamme) bei Neu-Guinea. Sie ist 
demnach im östlichen Theil des malayischen Archipels ziemlich ver- 
breitet. Bedenklicher steht es mit ihrem Vorkommen im Westen, auf 
den grossen Sunda-inseln. Allerdings hat Frustorfer die kaum davon 
zu trennende M. setifera angeblich aus Java dem Berliner Museum 
mitgetheilt, und nach Reeve soll Cuming sie vom Cap Palmas in 
Sumatra gehabt haben, sonst ist mir aber kein Fundort derselben 
in Java, Sumatra, Malakka oder Borneo bekannt geworden. 

Schon Mörch hat im Journal de Conchyliologie Band XX, 1872, 
p. 819 — 321 die früher unter M. amarula zusammengefassten Formen 
als eigene Arten unterschieden und benannt, er hat aber die 
unterscheidenden Merkmale selbst nicht angegeben, sondern lässt nur 
die Formen, welche er meint, durch Angabe des Fundorts und eini- 
ger Citate mehr errathen als erkennen. 



68 



M R H. 



Namen 



CiTATE. 



Vorkommen. 



amara Mörch 1872. 
amarula L. 
crenularis Desh. 
melanus Montf. 1811. 
coacta Meiisclien 1787. 
mitra Menschen 1778. 



mitra bei Reeve fig 1 75. 
Müll. Chemnitz Schröter. 
Mag. Zool. 1843, 83. 
Encycl. meth. 458, 6. 
Argenville. Born. 16, 21. 
Schröter Flusse. 9, 12. 



Sumatra, Nikobar. 
Amboina. 

? 
Ile de France, Bourbon. 

? 
? 



BROT vertheilt diese sechs Formen folgenderraaassen (Melan. S. 289 — 295). 



Mörch 
nro. 


Brot 
nro. 


Namen. 


Vorkommen. 


1 
2 
3 
4 
5 
6 


301 
300 
301 
297 
299 
293 


Cybele A. Gould 1847. 
diadema Lea 1850. 
Zu Cybele 3. 
amarula (L.) Lam. 
thiarella Lara. 
Plotia sp. 


Sumatra, Fidji , Philippinen. 
Philippinen, Amboina. 

Madagascar, Mauritius. 
? 



Melania diadema Lea oder amarula (L.) Mörch habe ich wie schon 
erwähnt, auch auf Amboina erhalten und auf Buru selbst gefunden, 
und sie ist wohl unzweifelhaft die von Rumph, dem Urheber des 
Namens amarula, gemeinte Form, sowie wahrscheinlich auch die von 
Linne. Von M. Cybele liegt auch ein Exemplar mit dem Fundort 
Sumatra in der Berliner Sammlung, es ist aber sonderbar, dass die- 
selbe auch auf den Philippinen und auf den Viti- (Fidji ) Inseln vor- 
kommen soll , ohne bis jetzt auf Java , Celebes , Flores oder den Mo- 
lukken gefunden zu sein. Entweder ist unsere Kenntniss von der 
Verbreitung dieser Arten noch sehr lückenhaft oder sind diese beiden 
doch nicht so scharf als Arten zu trennen. 

H) TiAjROPSis Brot. 
Brot Melan. S. 299. 

Gethürmt, dickschalig, mit einer Knotenreihe und bogenförmig zu- 
rücktretendem Aussenrand der Mündung. Schalenhaut dünn, blass. 



69 

39. Melania Bocki Brot, Taf. IV, Fig. 13-16. 

Brot in Journ. de Conch. XXIX, 1881, p. 157, pl. 6, flg. 3. 

Sumatra: Seen von Manindjau , Singkarah , Danau di bawah und 

Danau di atas, bis 25 Met. Tiefe. Auch Sawah bei 

Singkarah. 

Scheint für die Padangschen Oberlande (Bovenlanden) eigenthümlich 

zu sein. Im Danau di atas einzelne Stücke bis 25 Mill. lang und 10 

breit, aber diese sehr stark abgerieben. M. Snellemanni Schepman 

in Veth, Midden Sumatra p. 15, Taf. 6, Fig. 5 ist dieser Art ziemlich 

ähnhch, hat aber schon auf den obern Windungen zahlreichere Rippen. 

i) Tarebia Ad. 

Länglich eiförmig, mit mehreren Spiralreihen von runden Höckern 
(Körnern). Aussenrand der Mündung bogenförmig zurücktretend. Deckel 
ziemlich schmal eiförmig, mit kleiner Spirale unten. 

40. Melania spedabiUs Brot. 

Melania lateritia var. Reeve fig. 165 a b. 

Melania spectabilis Brot. Melaniaceen S. 321, Taf." 33, Fig. 15. 
Sumatra: Flüsschen bei Kaju-tanam und bei Tabeh di aripan. 

Zwischen M. celebensis und lateritia. Körner verhältnissmässig gross, 
aber flach, in .Spiral- und Vertikaheihen , meist nur in den zwei oberen 
Reihen deutHch ausgeprägt, darunter nur glatte mehr oder weniger 
deutlich begränzte Spiralgürtel. Naht stark abgesetzt. Kolumellar- 
rand stark gebogen, dick. 

Auch auf Neu-Irland, nach von Dr. Finsch gesammelten Exem- 
plaren im Berliner Museum. 

41. Melania celebensis Q. G. 

Quoy et Gaimard voy. Astrolabe, zool. III, p. 152, pl. 56, fig. 

26—29 mit Weichtheilen und Deckel. Brot Mel. S. 317, Taf. 

32, Fig. 15, 15a, 15c. 

Celebes: Fluss bei Marcs und Bantimurong. See von Tempe. 
Fluss bei Tete-adji. See Sidenreng bei Tete-adji, klein 
und schlank. Fluss bei Pare-Pare. Fluss bei Palopo in 
Luwu. — Fluss von Kaju-malowean der Palos-bai, Prof. 
Wichmann. 

S a 1 e y e r : Fluss Bonea , schön ausgebildete Exemplare, das grösste 
30 MiU. lang, U'/j breit, Mündung 13 lang. 



70 

Flore s: Fluss bei Bari. Fluss bei Reo, bis 37 lang, 15'/» breit, 
Mündung IBV^- Zweiter Fluss bei Mbawa, dicht am 
Meer und Fluss bei Mbawa, unterhalb des Wasserfalles; 
Fluss bei Baa, Endeh. 
Durch schlankere Gestalt und zahlreichere Spiralreihen von Körnern, 
auf der letzten Mündung meist noch 4, von M. spectabilis zu unter- 
scheiden. Ein auffallend bauchiges Exemplar von Pare-Pare, 34 Vg Mill. 
lang, 15 breit, Mündung 18, zeigt sogar 8 — 9 gekörnte Spiralreihen 
auf der letzten Mündung, die zweite, vierte und siebente auöällend 
schmaler , aus Verdopplung hervorgegangen , wie sich beim Zurückver- 
folgen nach der vorletzten Windung erkennen lässt. Die unter ein- 
ander stehenden Körnchen reihen sich öfters zu schiefen Linien, was 
an M. semicostata erinnert, aber der Unterschied zwischen der Skulp- 
tur des oberen und unteren Theils der letzten Windung ist nie so 
scharf und gross wie bei dieser. Fast immer schwarz überzogen. 

var. obsoleta, Tab. IV, Fig. 29. 

Körnelung sehr schwach. Nur 18 lang und ß'/i breit, Mündung 7. 
Form sehr schlank. 

Celebes: Fluss Minralang bei Tempo. 

var. minor, Taf. IV, Fig. 30. 

Nur bis 15 Mill. 1.; kaum 6 breit, Mündung 7, Aussenseite und 
Inneres der Mündung .schwärzlich. 

Celebes: Palima in Boni, in Brackwasser zusammen mit M. 
semicostata, öfters stark incrustirt. 
Körner mehr oder weniger deutlich in schiefer oder etwas bogen- 
förmiger Reihe, an semicostata erinnernd, aber in der allgemeinen 
Form verschieden. 

var. annectens n. Tab. IV, Fig. 31. 

Testa conico-ovata , seriebus 3 — 4 granorum quadratorum, subtus 
liris latiuscuhs sculpta, nigricans, unicolor, paiüulum decollata, anfr. 
superstites 6 — 7, subgradati; superiores planati, ultimus convexius- 
culus. Apertura lanceolato-ovata, margine externe superne recedente, 
marg. coluraellari incrassato, sat curvato, pallide coeruleo. Long. 32, 
diam. 13, apert. alt. 4Vi diam. 8 Mill. 

Celebes: Fluss bei Palopo, Luwu. — Fluss bei Pare-Pare. Fluss 
Minralang bei Tempe (jung). 
Würde ich für die von Brot näher beschriebene Mel. granifera Lam. 



71 

halten , wenn derselbe nicht ausdrücküch auf die gerade Columella be- 
sonderen "Werth legen würde. Wohl nur etwas bauchigere Varietät von 
Celebensis. Q. G. 

42. Melania granifera. Lam. 
Lamarck an. s. vert. ed. 1. VI 2. nro. 13. 1822; ed. 2. VIII. p. 433. 
Brot Mel. S. 321, Taf. 33, Fig. 13, 13a (nicht M. granifera von 
Quoy et Gaimard). 

Celebes: Wasserfälle und Fluss bei Maros, schlanker als die 
typische Form, 24 Mill. lang, 8 breit, Mündung 11, 
hell bräunlichgelb, mit einzelnen rothbraunen Flecken 
(Ebenda habe ich sie auch 1861 gefunden). 
F 1 r e s : Fluss bei Reo. Fluss bei Mbawa unterhalb des Wasser- 
falls. Fluss bei Bombang. Fluss Donah bei Endeh. Fluss 
bei Maumeri. Kotting. Sikka. 
R 1 1 i : Fluss Oitelao bei Bilba und Fluss bei Talae, Prof. Wichmann. 
Im Allgemeinen durch mehr bauchige eiförmige Gestalt, schwächere 
und ungleichmässige Ausbildung der Körner, mehr geraden Columellar- 
rand und Verengung des untern Theils der Mündung von M. cele- 
bensis unterschieden, auch hell braungelb gefärbt; doch finden sich 
oft Exemplare, bei welchen man im Zweifel bleibt, zu welcher von 
beiden sie zu stellen seien. Nur von Einem Ort , dem Fluss bei Mbawa 
unterhalb des Wasserfalls, liegen charakteristische Stücke von beiden 
Arten, ohne Übergangsformen, vor, dagegen vom Fluss bei Reo eine 
Anzahl Stücke, die nur mit Mühe und so zu sagen bösem Gewissen 
zwischen beiden Arten vertheilt werden können. Die Exemplare von 
Rotti nähern sich durch stärkere Ausbildung der Körner der M. cele- 
bensis, haben aber doch die eiförmigen Gestalt von granifera. 

Ich fand diese Art auch auf Timor bei Kupang, in Bächen an Steinen 
sitzend, in Gesellschaft von Neritina brevispina und öfters wie diese 
mit Kalksinter bedeckt; ferner bei Atapupu. 

Ähnliche Formen, die ich auf den Molukken, namentlich zu Batu- 
gantong auf Amboina gesammelt habe, scheinen eher zu M. verrucosa 
Hinds zu gehören. 

43. Melania lineata Gray. 

Helix lineata Gray in Wood ind. testaceol., Suppl. 1828, fig. 68. 
M. hrata Benson in Journ. Asiat. Soc. of Bengal V, 1836, S. 782. 
Beeve fig. 170. Brot. Melan. S. 328, Taf. 33, Fig. 6. 



72 

M. lineata Troschel Archiv f. Naturgeschichte 1837, S. 176. - Phi- 
lipp! Abbild. I, S. 161, Taf. 3, Fig. 7. - Mousson Moll. Jav. S. 
75. - Nevill handhst II, p. 276. 
Sumatra: See von Singkarah, bis zu 30 Met. Tiefe. 
Durch Herrn Grabowsky erhielt das Berliner Museum diese Art auch 
aus dem südöstlichen Theil von Borneo, nämlich dem Fluss Batang- 
alai in Pagat. Sonst aus Bengalen, Tenasserim und Java bekannt. 

var. semigranosa Busch. 

Melania semigranosa von dem Busch bei Philippi Abbild. I, S. 2, 
Taf. 1, Fig. 13. ? Troschel Gebiss d. Schnecken I, p. 123, pl. 10, 
flg. 1. Radula. 

— lineata var. subgranosa Mousson Moll. Jav. S. 75, Taf. 10, Fig. 6. 

— lirata var. y Brot Melan. S. 329, Taf. 33, Fig. ßb. 

— lineata var. semigranosa (Busch) Nevill handlist II, p. 7. 

— granulata van Hasselt tab. inedit. im Leidner Museum tab. X, fig. 3. 
Sumatra: Fluss von Padang , See von Singkarah , spärlich unter 

der typischen Form. 
Java: Situ bagendit in den Preanger-Regentschaften , Ein Exem- 
plar mit v7ohl erhaltener Spitze, 26 Mill. lang, IOV2 breit, 
Mündung llVj, drei Körnerreihen auf der früheren Win- 
dungen, vier, wovon aber die zweite viel kleinere Körner 
hat, auf der letzten. Ich fand dieselbe auch bei Palabuan. 

44. Melania flavida Dunk. 

Philippi Abbild. Ed. I, S. 164, Taf. 3, Fig. 15. 

Testa subturrita, liris spiralibus obtusis sat depressis viridifuscis 
nitidulis, in anfr. superioribus ternis conspicius, in ultimo 6 — 7 sculpta, 
ceterum leviter striatula, griseobrannea. Anfr. 6 vix convexius- 
cuü, infra suturam impressam subangulati, ultimus basi sensim 
attenuatus. Apertura circa V. testae longitudinis occupans, lanceolata, 
margine externo tenui, superne recedenti-sinuato, inferne convexe 
producto, margine coluraellari incrassato, valde arcuato, pallide cae- 
ruleo, fauce plumbeo-coerulea. 

Long. 25, diam. 11, apert. long. 11, lat. 6 MiU. 

Sumatra: Danau di atas und Danau di bawah. Ajer-tabiet bei 
Paja-kombo. Fluss bei Padang. 

Die meisten der vorliegenden Exemplare oben stark ausgefressen, 
daher das Verhältniss der Mündung zur ganzen Schale nur vermu- 



73 

thungsweise und die Skulptur der oberen Windungen gar nicht ange- 
geben werden kann. 

Bei den Exemplaren von Ajer-tabiet tritt die dunkelgrüne Farbe der 
mittleren und unteren Spiralleisten auf hell bräunlichgelbem Grunde 
besonders auffällig hervor, fehlt aber der obersten. 

Brot Mel. S. 329 vereinigt M. flavida mit lirata Bens, und semigranosa 
Busch in eine Art und alle drei sind einandor auch sehr nahe, aber 
M. lineata hat nur kleine Knötchen , um mehr als ihren Duchmesser von 
einander abstehend und durch eine dunkle Tiinie verbunden, in einer oder 
zwei Spiralreihen; M. semigranosa stärkere Knoten, grösser als ihre 
Zwischenräume, mit oder ohne dunkle Linie, in zwei bis drei Spiral- 
reihen; M. flavida nur eine Keihe dicht aneinder liegender blasser 
flacher Knötchen nach dem Originalexemplar in Dunker's Sammlung 
und Phiüppi's Abbildung; bei den Exemplaren aus Sumatra sind auch 
diese meist ganz verschwunden. 

45. Melania dissimulans n. Tab. IV, Fig. 32. 

Testa ovato-turrita , solida, nigricans; spira truncata, anfr. super- 
stites 5 — 6, superiores subplani, gradati, granis series 3 spirales 
formantibus , plus minusve in plicas subverticales grossas confluentibus 
sculpti; anfr. ultimus convexiusculus , granis 4 seriatis, magis sejunc- 
tis, intermediis minoribus, denique versus aperturam compressis et 
linea nigra spirali concatenatis , basi hris spiralibus crassiusculis 3—4 
sculptus. Apertura superne acuta, basi late sinuata, margine colu- 
mellari crasso, albido. 

Long. 17, diam. 8, apert. long. 8 Mill. 

N. 0. Sumatra: Deh, legit Martin. Museum Berolin. uro. 43446. 

K) vSermtlä Ad. 
Obere Hälfte der letzten Windung mit schiefen Radialfalten. 

46. Melania semicostata Phil. 

Philippi Abbild. II, 3. 171, Taf. 4, Fig. 2. - Brot. Melan. S. 308, 
Taf. 32, Fig. 3. — M. Riqueti (non Grateloup) Mousson Moll. Jav. 
S. 76, Taf. 11, Fig. 10. 

Celebes: Palima in Boni, Brackwasser, das grösste Stück, noch 
etwas abgestutzt, 15 Mill. lang, Mündung 6'/2, die 
Mehrzahl der Stücke nicht über 10 Mill., Mündung 
4'/3. — Boni, ohne nähere Fundortsangabe, mit andern 
Süsswasser-Melanien, durchschnittlich grösser, bis 18 Mill. 



74 

Diese Art steht in der Mitte zwischen den Untergattungen Tarebia 
und Sermyla : von der letzteren hat sie die schiefen Falten , diese 
sind aber nicht glatt wie bei den typischen Arten von Sermyla, M. 
tornatella Lea von den Philippinen und M. Riqueti Grat, aus Vorder- 
indien, sondern von Spiralfurchen durchschnitten und dadurch mehr 
oder weniger in Körner aufgelöst. 

Ich habe diese Art auch bei Surabaya auf Java gesammelt. 

Die nahe verwandte ächte M. Riqueti liabe ich bei Makassar in 
sumpfigem Brackwasser gesammelt, an einer Stelle, wo die Eingebornen 
Salz gewinnen , mit Stenothyra Moussoni die einzige lebende Schnecke , 
die ich daselbst fand. Ferner bei Muntok auf Banka und bei Singka- 
wang auf Borneo. Diese letztern Fundorte führen zu den vorderindi- 
schen hinüber, welche Brot anführt; Brackwasserschnecken haben 
oft eine weitere Verbreitung als ächte Süsswasserbewohner. 

47. Melania pinguicula n. Taf. IV, Fig. 17 — 20. 

Testa turrito-ovata , pallide olivaceo-flavescens, sebaceo-nitida, sub- 
tiliter striatula, plicas verticales tenues reguläres et sulcos spirales 
distinctas, pücas nodulatim secantes, in anfr. superioribus exhibens, 
in inferioribus plicis nullis, sulcis obsolescentibus; anfractus convexi- 
usculi, sutura mediocri, albida, ultimus basi convexus, lineis elevatis 
spiralibus et fascia basali fusca. Apertura ovata, basi late rotundata, 
margine externo tenui, supra modice sinuato, margine columeliari 
incrassato, valde arcuato, albo. 

Long. 14 diam. 6 — 7, aperturae long. 6, diam. 3 Mill. 

Sumatra: Danau di bahwa, Ajer-tabit bei Pajacombo und See 
von Singkarah. 

In letzterem nur ein ganz kleines, wahrscheinlich junges Exemplar, 
5 Mill. lang und 2 breit, Mündung 2, mit öV^ Windungen, die erste 
einen glatten vorstehenden Knopf bildend, während die übrigen die 
oben beschriebene Skulptur deuthch zeigen; das dunkelbraune Basal- 
band ist schon vorhanden. 

Die Exemplare aus dem Danau di bahwa haben die oben angegebene 
Grösse, die oberen Windungen stark abgenützt, an den drei untern 
noch gut erhaltenen nur noch Spuren der charakteristischen Sculptur. 

Dem allgemeinen Ansehen nach kann diese Art noch in die Gruppe 
Sermyla gestellt werden, obwohl die Sculptur viel schwächer ist. 



75 

NASSIDEN. 

Canidia Ad. 1891. 

Schale ähnlich der von Melania, länghch, mit Vertikalfalten, Mün- 
dung unten deutlich ausgeschnitten und darüber eine schwache Ein- 
biegung des Aussenrandes, ähnlich wie bei Strombus, nur schwächer. 
Columellarrand unten eine enge Nabelritze bildend. Deckel hornig, 
länglich-rhomboidal mit endständigem Kern, nicht wie bei Nassa ge- 
zähnelt. Radula ähnüch derjenigen von Nassa , Mittelplatte bogenförmig 
mit 6 Spitzen, Seitenplatte mit 3 stärkern, die äussere mehr abste- 
hend. (Brot in Journ. de Conch. XXIV 1876, pl. 12, fig. 1 und 3). 

1. Canidia Helena Phil. 

Melania Helena, Meder bei Philippi abbild. neuer Conchyl. II, S. 170, 
Taf. 4, Fig. 4. 

Melanopsis Helena Mousson Moll, jav, S. 64, Taf. 10, Fig. 2. 

Bräunhch-grün mit drei dunkelbraunen Bändern, Windungen ziem- 
lich gewölbt, mit geraden glatten Vertikalfalten, auf der vorletzten 
gegen 20, auf der letzten schwächer und flacher. Spitze gut erhalten, 
glatt, kugelig; 20 Mill. lang, 7'/2-10 breit, Mündung 8-10 Mill. 
Java: See Situ-bagendit bei Garut, Preanger-Regentschaften , 
zusammen mit Melania tuberculata var. phcifera. 

Bei der beträchtlichen Entfernung dieses Fundortes von und Erhe- 
bung über dem Meere ist diese Gattung als entschiedene Süsswasser- 
bewohnerin anzuerkennen und nicht etwa als submarin, wie man 
daraus hätte vermuthen können, dass sie und die nahverwandte Clea 
in Borneo die einzigen Rhachiglossen unter den Süsswasserschnecken 
sind. Philippi und Mousson geben keinen näheren Fundort als Java 
überhaupt an, ich fand sie bei Surabaja in süssem Wasser in einiger 
Entfernung vom Meere und auch auf Timor bei Kupang, doch hier 
nicht lebend. Strubell fand sie im „Tji-lewung in der Umgebung von 
Buitenzorg" und wenngleich Böttger sie unter die Brackwasser-arten 
setzt (Bericht Senkenb. Gesellsch. 1890, S. 165) , so scheint mir doch 
diese Angabe auf einen Fundort hinreichend weit von und über dem 
Meere zu deuten, um sie dem reinen Süsswasser zuzurechnen; es ist 
wohl der Tji-üwong gemeint , welcher am Berg Gedeh in der Assistenz- 
Residentschaft Buitenzorg entspringt und bei Batavia mündet, und 



76 

Buitenzorg selbst liegt 270 niederl. Ellen über dem Meer. F. Jagor 
fand sie auf Java bei Malembong (Malangbong) in den Preanger- 
Regentschaften , 8 deutsche Meilen vom Meere entfernt und etwa 
3000 rhein. Fuss hoch, de Filippi und Giglioli bei Batavia ohne nähere 
Angabe über die Fundstelle. Nach französischen Autoren kommt die- 
selbe Art in Cambodja in rasch fliessenden Bächen (torrents) und in 
einem Binnensee Udong (über 20 deutsche Meilen vom Meer entfernt) 
vor, P. Fischer, catalogue d. distrib. geogr. de moll. terr. et fluv. de 
rindochine 1891, p. 60. Die grössten Stücke, welche ich gesehen 
habe, 29 Hill, lang, 15 breit, Mündung 13 MiU. hoch, sind aus Neu- 
Hannover, von der Expedition der Gazelle mitgebracht, mittlere 
Grösse 20—21 Mill. lang, 7'/^ breit, Mündung 8 MiU. 

In Niederländisch-Indien findet sich noch eine zweite Art, C. Tem- 
m i n c k i , welche Dr. Semmelink bei Tana-laut im südöstlichen Borneo 
gefunden hat. 

Auch die nahe verwandte Gattung Clea dürfte dem eigentlichen 
Süsswasser, nicht dem Brackwasser angehören, da das Berliner Mu- 
seum für Naturkunde Clea nigricans, sowohl var. maxima Brot als 
var. fasciata E. Smith aus Südost-Borneo von Hrn. Grabowsky mit 
der Angabe erhalten hat, dass sie daselbst im Pramassan-gebirge ge- 
funden sei, zusammen mit Melania sparsinodosa ; Doria und Beccari 
haben Clea nigricans im nordöstUchen Theil von Borneo bei Sadong 
im Wasser klarer Bäche (nelle acque di limpidi ruscelli) gefunden, 
Issel moll. Born. p. 102, Büttiköfer im Fluss Sibau (Schepman 1896). 
Über die Arten und Varietäten von Clea s. E. Smith in Proc. malac. 
Soc. London I, 1895, p. 251-252. 

NERITIDEN. 

Rhipidoglossen (Fächerzüngler) mit halbkreisförmiger Mündung und 
plattenartiger Mündungswand. 

Neritina Lam. 
Spiralgewunden. Deckel die Mündung schhessend, aussen glatt. 

A) AuEiouLATAE (Neriptorou Recluz). 

1. Neritina auriculata Lam. 

Laraarck Tabl. Encycl. meth. pl. 455, flg. 6; an. s. vert. ed. 1. VI 2 
nro. 11; 2 VIII, p. 572. - Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, 



77 

Moll. p. J98, pl. 65, fig. 6—8. — Härtens Neritina in d. neuen Aus- 
gabe von Chemnitz S. 30, Taf. 6, Fig. 24—27. 
Celebes: Boni. 
Von Ceylon bis Neu-Irland verbreitet. 

B) Hemisphaerioae (Clypeolum Recluz). 

2. Nerüina pulUgera L. 

Rumph amb. var. p. 76 (Deutsche Übersetzung S. 31 , Tab. 22 , 
Fig. H. — (Nerita) Linne syst. nat. ed. XII, p. 1253. — Sowerby 
thes. conch. II, pl. 111, fig. 65, 66. — Reeve conch. ic. IX, 
flg. 9. — Härtens a. a. 0. S. 49, Taf. 1, Fig. 4, 5. 
Celebes: Fluss von Maros, Fluss bei Pare-Pare, See bei Tete- 

adji und Fluss bei Balang-nipa. 
Flor es: Fluss bei Bari und Fluss bei Reo. 
Von letztgenanntem Ort das grösste Exemplar, 35 Hill, im grossen 
Durchmesser, 26 hoch, Wölbung 18. Auch diese Art ist weit ver- 
breitet; ausser den a. a. 0. genannten Fundorten habe ich sie auch 
in letzter Zeit von der Insel Ponape (Karohnen), durch Hern 0. Zembsch 
in Süsswasser gefunden, erhalten. 

3. Nerüina iris Mouss. 

Mousson moll. jav. S. 81, Taf. 12, Fig. 8—10. Härtens a. a. 0. 

S. 52, Taf. 9, Fig. 5, 6. 

Celebes: Fluss bei Palopo in Luwu. 

Timor: Fluss Koinino bei Kupang. Prof. Wichmann. 
Die erwachsenen Stücke dieser Art unterscheiden sich hauptsäch- 
lich durch ihre längliche, weniger verbreiterte und abgeflachte Gestalt 
von N. pulUgera; junge Exemplare, bis 12 Hill, im grössten Durch- 
messer, sind aber noch verhältnissmässig breiter und flacher. Die 
Zähnelung des Columellarrandes ist meist recht schwach, doch bei 
einem erwachsenen Exemplar von Palopo so stark wie bei puUigera, 
die rothe Färbung des hintern Randes der Columellarfläche ist bei 
erwachsenen bald mehr bald weniger markirt. Die ohr-artige Erhe- 
bung am Ende der Naht kann bei jungen Stücken so deutlich sein, 
wie bei pulligera, bei erwachsenen fehlt sie ganz oder ist kaum an- 
gedeutet. Nach all diesem steht N. iris der pulligera sehr nahe und 
ist im Jugendzustand nicht sicher von ihr zu unterscheiden. An jun- 
gen Exemplaren fehlt öfters alles Roth in der Hündung; dasselbe 
kommt auch bei ganz jungen Stücken von N. pulligera vor. 



78 
var. loiclimanni Taf. X, Fig. lO. 

Major, paulo magis rugosa, area columellari grossius rugulosa, 
sulco arcuato in parte posteriori insigni , margine columellari distincte 
denticulato. 

Diana, maj. 27, min. 12, alt. 19, marg. columell. 12, lat. areae 
columellaris 10 Mill. 

Timor: Fluss Koinino, Prof. Wichmann, mit Kalksinter inkrustirt. 

Von Timor war N. iris bis jetzt nicht bekannt ; die von Prof. Wich- 
mann gesammelten Exemplare zeichnen sich durch ihre Grösse, stär- 
kere Wölbung und gröbere Skulptur, sowohl an der Aussenseite, als 
in der Mündung, aus. Bei erwachsenen zeigt sich eine bogenförmige 
Furche im hintern Theil der Columellarfläche , der hintern Umgrän- 
zung derselben ungefähr parallel, bei einem Exemplar sehr deutlich 
ausgeprägt, bei einem andern sehr schwach; spurweise Andeutung 
derselben sehe ich auch bei einzelnen Exemplaren aus Celebes. Das 
Roth im Innern der Mündung bei einem Stück sehr lebhaft, bei einem 
andern nur blass orange; das Roth am hintern Rand der Columellar- 
fläche fehlt bei diesem letztern gänzlich. Bunte Netzzeichnung öfters 
vorhanden. Naht herabgebogen wie bei N. iris. Ein junges Stück auch 
breiter, mit kleinen schwarzen Flecken, ohne Roth in der Mündung. 

C) Neeitaea Roth. (Pictae Menke, Seeratae Recluz). 

4. Neritma variegata Less. Tab. X, Fig. 14. 

Lesson Voy. de la Coquille, Zool. 11, p. 378. — Martens a. a. 0. 

S. 98, Taf. 10, Fig. 11-17. - N. Sumatrensis Sow. conch. 

illustr. flg. 5i. 

Celebes: Fluss bei Maros. 

Adonara: Tanah-mera. 

Timor: Fluss Koinino, Prof. Wichmann. 
Einzelne der vorliegenden Stücke aussen ganz schwarz, eines fast 
ganz gelb, die meisten schwarz mit mehr oder weniger grossen gel- 
ben Flecken; der rothe Fleck an der Columellarfläche zuweilen sehr 
deutlich, zuweilen kaum oder gar nicht angedeutet (an in Spiritus 
aufbewahrten Stücken). Ein Exemplar zum Theil von einer Kalk-In- 
crustation bedeckt, wie es auf Timor so oft bei N. brevispina vorkommt. 
Das Exemplar von Maros Tab. X, Fig. 14 ist jung, nur 7 Mill. im grossen 
Durchmesser, und sehr lebhaft gefärbt, rothgelb mit drei breiten 
schwarzen Bändern und zahlreichen nicht ganz kleinen gelben Flecken 



79 

auf beiden Farben. Charakteristisch ist die tiefschwarze Farbe der 
Aussenseite des Deckels mit weisslichem Fleck am Anfang der Spirale. 

5. Neritina ziczac Lam. 

Lamarck an. s. vert. ed. 1. VI 2. 1822; ed. 2 VIII, p. 570, Philippi 
Abbild. Conch. I, Taf. ], Fig. 10. — Sowerby thesaur. conch. II, 
fig. 105, 106. - Martens a. a. 0. S. 101, Taf. 10, Fig. 20, 22. 
Celebes: Palima. 

Timor: bei Kupang, Prof. Wichmann, ebenda auch von mir und 
von Th. Studer gefunden. 
Die Stücke von Celebes und Timor typisch, schwarz mit zahlrei- 
chen schmalen blassgelben, etwas zackigen Linien. Dass diese Art 
wirklich die von Lamarck gemeinte ist, woran ich früher a. a. 0. 
gezweifelt, davon habe ich mich später, 1883, durch Vergleichung 
des Lamarck'schen Original-Exemplars im Museum zu Genf überzeugt. 

6. Neritina communis Q. Gr. 

Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe, Zool. III, p. 195, pl. 65, flg. 12 — 
14. - Sowerby thes. II, flg. 17, 18, 22-25. - Reeve conch. ic. 
IX, fig. 88. - Martens a. a. 0. S. 113, Taf. 11, Fig. 6, 7, 9. 
Celebes: Boni. 

Bunt gefleckt, eine fast einfarbig gelb, keine mit Roth. 

D) Clithon Reoluz. 

7. Neritina brevispina Lam. 

Rumph amb. rar. p. 76 (deutsche Übersetzung S. 85) Tab. 22 Fig. 0. — 

Lamarck an. s. vert. ed. 1. VI 2 uro. 9. 1822; ed. 2 VEI, p. 572; 

Delessert recueil des coquilles de Lamarck pl. 82, fig. 5. — Sowerby 

conchol. illustr. fig. 8; thes. conch. II, fig. 45, 51, 52. Reeve conch. 

ic. IX, fig. 28. - Martens a. a. 0. S. 156, Taf. 17, Fig. 1-4 und 9. 
N. Corona Linne Syst. nat. ed. X, p. 777, zum Theil, Hanley ipsa 

Linn. conch. p^ 397, pl. 5, fig. 10. 
N. coronaaustralis (Chemnitz) Mouss. jav. moll. S. 83 und 118, 

Taf. 12, Fig. 12, Taf. 20, Fig. 11 und Taf. 22, Fig. 6, 7. 

Flor es: im Fluss bei Bari und demjenigen bei Reo. 

Adonara: bei Tanah-merah. 

Rotti: im Fluss von Baä, Prof. Wichmann. 
Die Exemplare von Bari, Reo und von Rotti ohne Stacheln (var. 
mutica), diejenigen von Adonara theils mit, theils ohne. 



80 

8. Neritina angulosa Recl. 

Recluz in Proc. Zool. Soc. 1842 p. 173. — Reeve conch. ic. IX, fig. 
51. - Härtens a. a. 0. S. 158, Taf. 17, Fig. 5, 6 und 10. - N. 
Corona var. Sowerby thes. conch. II, flg. 1, 2. 
Flor es: im westlichen Theil im Fluss bei Reo, im mittlem 
(Endeh) im Fluss bei Mbawa unterhalb des Wasserfalls 
und wiederum ganz nahe am Meer, im Fluss bei Braai 
und im Fluss Donah, endlich im östlichen Theil im 
Sungei-Nargi bei Konga. 
Unterscheidet sich hauptsächlich durch kürzeres Gewinde, deutliche 
Schulterkante und gröbere Runzeln ohne helle Flecken von N. bre- 
vispina; bei einzelnen Exemplaren kann man aber zweifelhaft sein, 
zu welcher sie zu stellen. Exemplare mit und solche ohne Stacheln 
kommen an demselben Fundorte zusammen vor, unter denen im Fluss 
Donah gesammelten überwiegen die stachellosen bei weitem bei erwach- 
senen und jungen , im Sungei-Nargi dagegen bei beiden die gestachelten. 
Meist schwärzlich oder dunkelbraun, im Fluss bei Braai auch bräun- 
lich-gelbe mit schwarzen oder schwärzlichen Bändern. War bis jetzt 
nur von den Philippinen und Süd-Celebes bekannt. 

9. Neritina squarrosa Recl. 

Recluz in Proc. Zool. Soc. 1S42, p. 178. - Härtens a. a. 0. S. 162, 
Taf. 16, Fig. 13—18. — N. squamosa Sowerby thes. conch. II, 
fig. 26, 27. - Reeve conch. ic. IX, fig. 56. 
N. ruida Mousson in Journ. de Conchyliologie VI, 1857, p. 162. 

Timor: Fluss Koinino bei Kupang, Prof. Wichmann. 
Verhältnissmässig gross, bis 26 MiU. im grossen Durchmesser und 
15 in der Wölbung. 

War bis jetzt von Java bis Flores, Amboina und den Philippinen 
bekannt, aber noch nicht von Timor. Den von Recluz gegebenen 
Namen „squarrosa" glaubten Sowerby und Reeve in squamosa corri- 
giren zu sollen, was allerdings eine verständlichere Benennung sein 
würde, aber auch squarrosa, schorfig, grindig bezeichnet das Aus- 
sehen der Oberfläche dieser Art recht gut, sie sieht aus wie mit ver- 
trocknenden Eiterpusteln bedeckt. 

10. Neritina faba Sow. Taf. X, Fig. 11. 

Sowerby conchol. illustr. flg. 10; thes. conch. II, flg. 220, 221. — 
Martens a.a.O. S. 176, Taf. 18, Fig. 14-17. 



81 

Celobes: im Fluss bei Maros. 

Flores: Fluss bei Bari. 
Mehrere Exemplare, die grössten 11 Mill. im grossen Durchmesser, 
6 im kleinen, 10 hoch, glänzend gelbbraun mit zahlreichen weissen 
Tropfen, welche nach vorn zugespitzt, oder auch abgerundet, 
selten quer abgeschnitten, immer dunkelroth oder schwarz gesäumt 
sind, und 2 — 4 mehr oder weniger dunkleren Bändern, welche we- 
niger solche Flecken enthalten. 

11. Neritina flavovirens Busch. Taf. X, Fig. 12, 15, 16. 

V. d. Busch bei Philipp! Abbild. Conch. I, S. 26, Taf. 1, Fig. 23. - 
Marteiis a. a. 0. S. 184, Taf. 19, Fig. 1, 2. 

Celebes: Fluss bei Balang-nipa, an Stellen, welche bei Ebbe 
ganz süsses Wasser zeigen, und im Fluss bei Palopo. 

Die vorliegenden Stücke, meist ohne Zweifel noch nicht ausgewachsen, 
sind vorherrschend glänzend olivengrün, einzelne ganz einfarbig, an- 
dere mit ziemhch breiter schwarzer Nahtbinde , andere mit weissen , 
öfters schwarz-gespitzten Pfeilflecken, welche aber gegen die Mündung 
zu ganz verschwinden. Einzelne Exemplare mit mehreren Stacheln 
auf der letzten Windung, (fig. 12), eines mit nur einer. Ein Exem- 
plar (ohne Stacheln) ganz ockergelb, aber auch mit der schwarzen 
Nahtbinde (flg. 15). 

Deckel schmal, Aussenseite weisslichgrau mit schwarzem Anfangs- 
fleck und schwarzem Aussenrand und deutlicher Bogenfurche; Innen- 
seite ähnlich gefärbt, Zapfen stark, mit stumpfem blassgelben Knopfe, 
Rippe schlank, blassgrau, Zwischenwand sehr schief. 

12. Neritina confluens n. Taf. X, Fig. 9. 

Testa oblongo-semiglobosa , leviter striatula, subopaca, obscure oli- 
vacea strigis nigris subverticalibus undulatis multifariam inter se con- 
fluentibus et maculis interstitialibus nonnullis caerulescenti-albidis picta ; 
spira prominula, conica, brevi, sutura appressa , lacera, antice valde 
descendente; apertura diagonahs, ampla, intus plumbea, margine ex- 
terne subsemicirculari, sursum sigmoideo, columellari paulum sinuato, 
obtuse et inaequaliter denticulato, area columellari coriaceo-rugulosa, 
plumbea, retrorsum flavescente, in parte dimidia inferiore arcuato- 
angulatim terminata. 

Diam. maj. 22, min. 14, alt. 23; margo colum. 13, lat. areae 
colum. 6V2 Mül. 

6 



82 

Deckel aussen weisslichgrau mit breitem dunkelrothem Randsaum, 
deutlich ausgeprägter Bogenfurche, innerhalb welcher das Grau etwas 
dunkler ist; ganz unten weisslich mit orangegelbem Randfleck; Innen- 
seite weisslich mit mehr oder weniger gelbröthlichen Stellen und zu- 
nächst dem dunkelrothen Randsaum bläulichgrün; Zapfen kräftig, 
ziemlich schief nach aussen, orangegelb, Rippe abgeflacht, längs- und 
quer-gestreift, mit breit abgestutztem unten ausgehöhltem Ende, 
Zwischenwand ziemlich aufrecht. 

Flores: im FJuss bei Bombang, Fluss l^ei Wukur unweit Sikka 
und im Fluss bei Douah. 

Adonara: von Hrn. Nägele erhalten. 
Zunächst verwandt mit N. chlorostoma Brod. von Polynesien und 
N. retropicta Marts. von Japan, aber iu Gestalt und Zeichnung doch 
verschieden. Schon ganz junge Exemplare von kaum 5 Mill. im gros- 
sen Durchmesser zeigen die charakteristischen schwarzen unter sich 
anastomosirenden Striemen (fig. 9/"). 

13. Nerüina Ualanensis Less. 

Neritina Oualaniensis Lesson , Voy. de la Coquille , Zool. II , p. 379, 
1880. - Reeve conch. ic. X, fig. 68. - Härtens a. a. 0. S. 193, 
Taf. 20, Fig. 1—24. 

Neritina Mertoniana Recluz in Proc. Zool. Soc. 1843. p. 71. — Sow. 
thes. conch. II, fig. 242—246. - Reeve fig. 141. 

Neritina pulchella Mörch in Videnskab. Meddelelser naturhist. Före- 
ning Kjöbenhavn 1872, p. 27. 
Celebes: bei Makassar. 

Eine im Brackwasser des indischen und paciflschen Oceans weit 
verbreitete Art , von Madras , Ceylon , Siam und Hongkong (von Hrn. 
Schmacker erhalten) bis Nord-Australien, den Viti-Inseln , Ualan bei 
den Karolinen und Süd- Japan bekannt. Die vorliegenden Exemplare, 
obwohl nicht zahlreich, zeigen doch die hauptsächlichsten Zeichnungs- 
varietäten : 

a) conferta: grünlich mit zahlreichen schwarzen Wellenlinien. 

b) polydelta: ebenso aber noch mit kleinen weissen Dreiecken. 

c) diremta: schwarze Wellenlinien weit von einander abstehend, 

einzelne weissgesäumt , auf gelblichem Grund. 

d) frondicincta : drei gelbliche mehr oder weniger ausgezackte Spi- 

ralbänder auf dunkelm Grund. 



83 

e) nigrobifasciata : wie b, aber noch zwei breite schwarze Spiral- 
bänder, das obere dicht an der Naht. 

E) Neritilia Marts. 

14. Neritina {Nerüilia) consimilis Märts. Tab. X, Fig. 17. 

Von Härtens a. a. 0. S. 243. Taf. 23, Fig. 25, 26 und Taf. A, Fig. 17. 
Celebes: Luwu, zwei Exemplare. 

Obgleich es auffallend ist , eine Art , welche bis jetzt nur aus einem 
Bach der Insel Mauritius bekannt war, in Celebes wiederzufinden, 
kann ich doch weder an der Schale noch am Deckel Unterschiede 
finden, welche zur Aufstellung einer neuen Art berechtigen würden. 
Die Schale ist von einem schwarzen Überzug ganz bedeckt, nur die 
Columellarfläche davon frei und bläulich grau, während das ebenfalls 
einzige Exemplar von consimihs im Berhner Museum gelb ist, mit 
schwärzlich grauer Columellarfläche. Grosser Durchmesser S'/^ MiU., 
kleiner 3, Höhe 2, Columellarrand 2, Breite der Columellarfläche 
1^2 MiU. Von der etwas grösseren polynesischen N. rubida A. Gould, 
welcher sie in dieser Färbung mehr gleicht , und deren nächster Fund- 
ort , die Viti-inseln , ungefähr ebensoweit in entgegengesetzter Richtung 
von Celebes entfernt ist als Mauritius, unterscheidet sie sich wesent- 
lich durch die Bildung des Deckels, bei consimilis flach ohne einen 
bestimmten aus der Fläche heraustretenden Fortsatz, bei N. rubida 
mit einem solchen (a.a.O. Taf. A, Fig. 16). 

Der Umstand , dass Prof. Weber weder von den Padang'schen Ober- 
landen und deren Landseen in Sumatra, noch von den Preanger- 
Regentschaften in Java Arten dieser Gattung mitgebracht hat, wohl 
aber aus den Küstengegenden von Celebes, Flores und Timor, be- 
stätigt auffallend was ich in der Monographie dieser Gattung 1879 
hervorgehoben habe, dass Neritina mehr den Inseln und der Nähe 
des Meeres angehöre als andere Süsswasserschnecken und höher ge- 
legenen Continentalgegenden fremd sei. 

Septaria Fer. 1807. 
(Navicella Lam. 1809). 

Ohne Spiralwindungen, Spitze gerade nach hinten. Deckel in den 
Fuss eingesenkt. 



84 

1. Septaria suborbicularis Sow. 

Noote-Doppen Rumph amb. rar. p. 123 (Deutsche Übersetzung S. 
104) Taf. 40, Fig. 0. 

Patella porcellana L. syst. nat. ed. X, 781; Mus. Lud. Ulr. p. 689; 
Graelin ed. XIII, p. 3692 z. Theil. 

Navicella suborbicularis Sowerby cat. Shells Earl of Tankerville p. 
X. — Recluz in Revue Zool. 1841, p. 377. — Sowerby thes. conch. II, fig. 
30, 31. — V. Martens in der Fortsetzung v. Martini — Chemnitz , Navi- 
cella S. 91, Taf. 6, Fig. 5-14. 

Navicella orbicularis Reeve conch. ic. IX, fig. 5. 
Flores: im Fluss bei Bombang und in demjenigen bei Mbawa 
unterhalb des Wasserfalls, sowie im Fluss Donah nahe 
Endeh. 
Timor: bei Kupang, mit Kalksinter überzogen, Prof. Wichmann. 
Ausserdem in Niederländisch-Indien von .Sumatra, Java, dem nörd- 
lichen Celebes, Ternate, Ceram, Amboina und Adonara bekannt, siehe 
Martens a. a. 0. 

subvar. furcalo-radiain. 

V. Martens a. a. 0. S. 31, Fig. 9, 10. 
Flores: im Flusse Braai bei Endeh. 
Auch von Java und den Philippinen bekannt. 

var. compressa. 

Navicella Urvillei var. Quoyi Recluz in Revue Zool. 1841, p. 378. 
Flores: im Fluss bei Bombang und demjenigen bei Mbawa zu- 
sammen mit der typischen Form. 

Recluz hatte sie von Amboina. 

Diese Art ist im Allgemeinen an den breiteren, dem kreisförmigen 
sich nähernden Umriss und namentlich dem verhältnissmässig breiten 
und kurzen, mehr quer bandförmigem als dreiseitigen Septum zu 
erkennen, doch finden sich, wie bei manchen andern der Gattung, so 
auch bei dieser öfters auffällig schmälere und seitlich wie zusammen- 
gedrückte Formen, bei denen dann das Öeptum verhältnissmässig 
länger ist; zum Vergleich mögen die folgenden Ausmessungen dienen, 
welche auch zeigen, dass die jüngeren durchschnitthch flacher sind. 



85 



a) Typische 


Form. 










Länge Breite 


Höhe 


Breite 


Länge 




der 


Schale. 




des Septums. 




31 


24 


18? 


12V2 


4 Mill. 


(Timor). 


28 V2 


24 


11V, 


12 


2 „ 


(Donah). 


24 


20^/, 


8 


10 


3 „ 


)) 


17 


15 


5 


8 


2V, „ 


» 


12 


10 


4 


6 


IV. „ 


H 


5V2 


4 


1% 




H 


» 


b) compressa 












30 


21 


11 


131/, 


5 „ 


(Mbawa' 



Die Zeichnung ist in der Regel netzförmig, aber an Exemplaren 
mit wohl erhaltener Schalenhaut wenig hervortretend, mehr bei ab- 
gebleichten oder etwas abgeriebenen; zuweilen zerfallt das Netzwerk 
in drei Felder, zwischen denen zwei breite vom Wirbel zum Vorder- 
rand ziehende Strahlen ohne Zeichnung sich befinden. Dieses macht 
den Übergang zur Subvar. furcato-radiata , bei der die Zeichnung in 
stärkeren schwarzen vom Wirbel ausstrahlenden Linien besteht, mehr 
oder weniger breit, nicht oder nur sehr wenig anastomosirend, öfters 
auch ähnlich in drei Felder getheilt. Die Innenseite ist bei allen vor- 
hegenden Stücken graublau, das Septum weisslich, der Hinterrand oft 
gelblich, auffallend röthlichgelb bei manchen Stücken aus dem Fluss 
Donah. Schwarze Flecken an der Innenseite nahe dem Wirbel sind eine 
Ausnahme. 

Var. compressa zeigt ganz dieselbe Färbung wie die typische Form 
und unterscheidet sich dadurch von der in der Form ähnlichen S. 
luzonica. 



2. Septaria Janellei Recl. Tab. X, Fig. 13. 

Navicella Janellei Recluz in Revue Zool. 1841, p. 376. — Sowerby 
thes. conch. II, flg. 11—13. — Reeve conch. ic. IX, fig. la — c. — 
V. Martens a. a. 0. S. 25, Taf. 4, Fig. 16-19. 
Flor es: im Fluss bei Reo, nur 1 Exemplar. 

Sonst von den Marianen und Philippinen, sowie unbestimmt von 
den Molukken (angeblich Amboina in Tapparone's Bearbeitung der 
von Doria gesammelten Mollusken) angegeben. Nahe mit der vorigen 
verwandt , aber stärker gewölbt , mehr glänzend und lebhafter ge- 
zeichnet. Das vorliegende Exemplar 36 Mill. lang, 26 breit, 13V2 hoch. 



86 

also etwas höher als die halbe Länge, Septum 15 breit und 9^1 lang, 
dreiseitig, röthlichgelb. 

3. Septaria tesseUata Lam. 

var. clypeolum Recluz. 

Navicella clypeolum Recluz in Proc. Zool. Soc. 1842, p. 157. — Sow. 
thes. II, fig. 32 — 35. — Reeve conch. ic. IX, fig. 24, 24a. 

Navicella tessellata var. clypeolum , v. Härtens a. a. 0. S. 37 , 
Taf. 7, Fig. 8-15. 

Navicella radiata Reeve conch. syst. pl. 199, fig. 7. 

Celebes: bei Balang-nipa, an einer Stelle, wo das Wasser bei 

Ebbe vollständig süss ist. 
Flor es: im Fluss Braai bei Endeh. 

Sonst noch von Sumatra, Java, Timor, Batjan und Buru bekannt. 

An der flachen Gestalt, dem nicht überragenden Wirbel und dem 
längeren dreiseitigen, am Innenrand stärker ausgebuchteten Septum 
leicht zu kennen. Das Exemplar von Flores ist 17 Hill, lang, 14 breit, 
vorn verengt, 5 hoch, Septum BVj lang und 3 breit, Zeichnung drei- 
strahlig, Innenseite blau, nach hinten gelb. 

Das Exemplar von Balang-nipa 13 Mill. lang, 10 breit, 4 hoch, 
Septum 5V, lang und 2 breit. 

SÜSSWASSER-BIVALVEN. 

MYTILIDAE. 

Modiola Lam. 

Wirbel nahe am vordem Ende der Schale, im Innern ohne Scheidewand. 
Mantelränder längs der ganzen Unterseite nicht verwachsen. 

1. Modiola leucostida n. Tab. X, Fig. 18 — 21. 

Testa oblonga, utrinque leviter radiatim striatula, tenuis, olivaceo- 
fusca, punctis albis adspersa, prope apices et intus zonis arcuatis 
roseo-purpureis picta; pars antica perbrevis, rotundata, leviter radia- 
tim costulata, pars media laevis compressa, angulo obtuso tumido a 
parte superiore et posteriore separata; margo dorsalis usque ad me- 
dium longitudinis stricte in alam obtusam ascendens , dein arcuatim in 
marginem posteriorem rotundatum transiens, margo ventralis medio 
paulum sinuatus. 



87 

Long. 10, alt. apicis SVj, alae 6, diam. 4 Mill. Vertices in '/,„ 
long, i'/jo, angulus alae in V3 long, situs. 
Celebes: Fluss bei Maros. 

Süsswasser-arten aus dieser sonst marinen Gattung kennt man 
noch aus Hinterindien und China folgende: 

M. lacustris Marts. im See Tungting, Prov. Hunan in China, an Steinen, 
Anodonta und Corbicula festsitzend, Sitzgsber. Malak. Blatt. 1875, S. 
186 und in Pfeiffer's novitat. concholog. IV, Taf. 135, Fig. 2, 8 abgebildet. 

M. Siamensis Morelet im See Tonhsap in Cambodja und bei Vin- 
luong in Cochinchina (übrigens hier an den Wurzeln der Rhizophoren, 
also wohl in Brackwasser) Morelet, series conchyl. IV, 1875, p. 365, 
pl. 17, flg. 8. 

M. Lemeslei Rochebrune im Mekong-strom , Bull. Soc. philomath. 
de Paris 1881. 

Rochebrune hat dafür die Gattung Limnoperna aufgestellt , welche 
aber vorerst nur auf das Vorkommen im süssen Wasser, nicht auf 
einen Formunterschied gestützt ist. 

Modiola subramosa Hanl. soll nach Strubell im Bach von Batu-gadja 
bei dem Städtchen Amboina leben, Böttger im Bericht d. Senkenb. 
Gesellsch. 1891, S. 310; auch mir wurde während meines Aufent- 
haltes in Amboina von einer solchen Muschel im süssen Wasser da- 
selbst gesprochen (Mal. Blatt, 1863, S. 131), ich vermochte sie aber 
dort nicht aufzufinden, wohl aber sehr zahlreich auf Steinen in der 
Bai von Amboina selbst. Siehe unten unter den Brackwasser-Mollusken. 

Modiola glaberrima Dunker (unter dem Namen Perna) Reeve flg. 
48, lebt nach Angas Proc. Zool. Soc. 1867, p. 929 im Paramatta- 
fluss bei Sydney auf schwarzem Schlammgrund ; da aber hinzugefügt 
wird , in 6 Faden Tiefe düifte es doch an der Mündung und vielleicht 
schon im Meere sein; dieselbe soll sich eine Art Nest zusammenspin- 
nen, wie M. vestita Phil, und Lima ventricosa Sow. im Mittelmeer, 
beides Meennuscheln. 

Ausserdem spukt in den Sammlungen noch der Name Modiola flu- 
viatilis Parreyss mit der Fundortsangabe: Sumatra, auf eine Süss- 
wasserart dieser Insel hinweisend. In Dunker's Sammlung ist aber 
unter dieser Bezeichnung M. Metcalfei Hanley vorhanden, eine grös- 
sere marine Art des malayischen Archipels, in Pätel's Sammlung die 
kleine M. perfragilis Dunker, und eine junge tulipa Lam. 

Aus Slam und Cambodja sind auch einige Dreissena (Morelet in 



88 

Revue Zool. 1866, p. 167, Morelet Journ. de Conch. XXXII, 1884:, 
p. 603 u. Rochebrune BuU. Soc. philomath. 1881) beschrieben. Es ist 
daher nicht ganz unwahrscheinlich, dass auch noch in Borneo diese 
Gattung gefunden würde. 

Diese Gattung unterscheidet sich von Mytilus und Modiola durch 
eine Scheidewand im Innern der Wirbelgegend und durch Verwachsung 
der beiderseitigen Mantelränder längs der hintern Hälfte der Bauchseite. 

UNIONIDEN. 

Die Unioniden spielen in Niederländisch-Indien durchschnittlich eine 
geringere Rolle als im Festlande von Indien und Afrika, und stehen 
an Häufigkeit der Arten und Individuen entschieden gegen die Cyre- 
niden zurück, was wohl durch insulare Natur und der dadurch be- 
dingten Beschaffenheit der Flüsse bedingt sein mag. Denn auch sonst 
treten auf Inseln die Unioniden wenig hervor, sind z. B. sehr schwach 
vertreten auf Cuba, gegenüber der grossen Zahl und manchfaltigen 
Ausbildung derselben in Nord-, Central- und Süd-Amerika. Am reichsten 
an Unioniden dürfte Borneo sein , das ja an sich am meisten festlandartig 
ist und sich in seiner Fauna näher an Slam und Cochinchina an- 
schliesst. Auch Sumatra hat noch einige auffallende Formen, wie U. 
superbus Lea (macropterus Dunk.), der sich an den siamesischen U. 
capax anschliesst, cucumoides Lea und den hier zu beschreibenden U. 
Verbecki. Die Philippinen sind noch ärmer an Unioniden, als die 
Sunda-inseln ; denn sie besitzen nur den einen zwischen Unio und 
Anodonta schwankenden Typus der Anodonta purpurea Val. in mehreren 
kaum als Arten von einander zu trennenden Formen. Gelebes scheint 
gar keine Unioniden zu besitzen; nicht nur Prof. Weber, auch P. 
und Fr. Sarasin scheinen keine daselbst getroffen zu haben, letztere 
nennen in ihrem Reisebericht (Zeitschr. d. Gesellsch f. Erdkunde XXX, 
1895, S. 384), aus dem Binnensee Peso im Mittelstück der Insel 
zwischen den Golfen von Boni und Tomini wohl Melanien und Palu- 
dinen als zahlreich vorhanden, aber kein Wort von Unioniden. 

Auch den Molukken, der Inselreihe östlich von Java und der Insel 
Timor fehlt diese Familie; dieselbe hält demnach innerhalb Nieder- 
ländischindien die Wallace'sche Grenzlinie ein (abgesehen von Bali, 
dessen Fauna noch zu wenig bekannt ist), aber der Mangel der Unio- 
niden ist mehr ein insularer als ein australischer Character, denn auf 



89 

dem Hauptland von Australien und schon in südlichen Theil von 
Neu-Guinea finden sich wieder eine Anzahl Unionen. 

Die von mir in Niederländisch-Indien gefundenen Unioniden habe 
ich schon in den Malak. Blatt. 1867, S. 10 — 17 zusammengestellt, 
ich behandle daher hier nur die von Prof. Weber gefundene Art und 
verweise für Borneo auf die in der Literatur angegebenen Arbeiten 
von Drouet. 

"Dnio Retz. 

1. Unio Yerbecki Böttg. mscr. Taf. Fig. 1, 2, 4, und 5. 

Testa ovato-elhptica , crassiuscula, rugis elevatis fulminato-undulatis 
per majorem superficiei partem sculpta, antice breviter rotundata, 
postice producta, subrostrata, margine superiore postico paullo ultra 
ligamenti ünem horizontaU, dein angulo obtuso descendente, lineis 
angularibus duabus a regione verticis in rostrum descendentibus , in- 
feriore validiere; margo ventralis antice leviter arcuatus et paululum 
hians, medio convexus, postice leviter sinuatus. Dentes cardinales 
parvi, valvae sinistrae 2, obliqui, valvae dextrae unicus nodiformis, 
laterales antici sat breves, asperi, laterales postici elongati, leviter 
arcuati, laeves. Vertices detriti, in pullis bifariam tuberculosi. 
Long. 47, alt. 26, diam. 18. Vertices in '/^ longitudinis siti. 

Sumatra: See von Singkarah. 
Neben U. radulosus aus Borneo die einzige Unio-art mit starker 
Skulptur aus Niederländisch-Indien ; sie erinnert am meisten an solche 
aus Siam und Cochinchina wie U. rusticus und scobinatus Lea , pellis- 
lacerti Morelet. 

CYRENIDAE. 

Zur Bestimmung der Cyreniden des malayischen Archipels liegen 
zwei grössere, mit Abbildungen versehene Bearbeitungen der Fa- 
milie oder Gattung vor, C 1 e s s i n ' s Cycladeen in der Fortsetzung des 
Conchylien-Cabinets von Martini und Chemnitz, 1874 — 79, und Sower- 
by's Gatt. Cyrena in der Fortsetzung von Reeve's Conchologia iconica 
Bd. XX, 1876. Beide sind unabhängig von einander , indem Sowerby 
Glessin's Arbeit nirgends citirt und offenbar nicht kannte, sie ergänzen 
dadurch einander gegenseitig, widersprechen sich aber auch öfters in 
den Bestimmungen. Clessin behandelt die ihm bekannten Arten gründ- 
licher, gibt namentlich auch Beschreibung und Abbildung des Schlosses, 



90 

aber das ihm zu Gebot stehende Material an ausländischen Arten war 
spärlicher, hauptsächlich aus den Sammlungen von Maltzan, Pätel, 
Grüner, welche eben einzelne Exemplare ohne nähera Fundortsangabe , 
durch Händler bezogen, besassen, wobei falsche Bestimmungen nicht 
ausgeschlossen, und eine Controle durch Vergleichung der Original- 
Literatur konnte Clessin nicht überall ausüben, da ihm manche Werke 
nicht zugänglich waren. Sowerby gibt nur sehr unvollständige Literatur- 
Angaben und stellt mit wenig Ausnahmen nur die Aussenseiten der 
Muschel dar, aber sein Bestimmungen sind in sofern zuverlässiger, als 
sein Material, das des Britischen Museums und der Cuming'schen 
Sammlung, die Originale der zahlreichen neuen Arten von Deshayes 
enthält. 

Da im Museum für Naturkunde in Berlin von manchen Arten 
zahlreiche Exemplare mit specieller Fundortsangabe, direkt aus den 
Händen des Sammlers, mir vorliegen , welche in der bisherigen Literatur 
noch nicht berücksichtigt sind , so gehe ich hier etwas weiter auf die 
im niederländisch-indischen Archipel vorkommenden Arten ein, als 
ausschliesslich durch die Bestimmung der von Prof. M. Weber ge- 
sammelten bedingt wird. 

Cyrena (Lam.) Gray, Desh. 

Vorderer und hinterer Seitenzahn nicht gekerbt, vorderer kurz. 
Schalenhaut an frischen Exemplaren meist längs den concentrischen 
Streifen oder Rippen franzenartig vorstehend. Innenseite in der Regel 
weiss, ohne Violett. A''on Vorder-Indien und Ceylon bis Nord- Australien 
und Neu-Caledonien in unter sich oft recht ähnhchen Arten verbreitet , 
hauptsächhch im Küstenland, zunächst dem Meere, oft im Brack- 
wasser, doch nicht immer. Die Artunterscheidung wird dadurch schwierig, 
dass Schloss und Skulptur wenig scharfe Unterschiede geben und die all- 
gemeinen Umrisse bei Individuen desselben Fundortes einigermassen im 
Verhältniss der Längenausdehnung zur Höhe variiren. Dennoch scheint 
es vorerst noch das Beste, die Arten nach dem allgemeinen Umriss 
zu gruppiren und, ähnlich wie es schon Deshayes 1854 gethan hat, 
nach den einzelnen Inseln auseinander zu halten. 

A) Proclives. B) Suborbiculares. 

Vorderrand vom Wirbel an steil Vorderrand und Hinterrand bo- 

abfallend bis zur Mitte der Höhe genförmig, Unterrand auch gebogen, 

der ganzen Schale oder noch tiefer, Länge der Schale die Höhe wenig 



91 



(Froclive^J. 
Unterrand wenig gebogen, Ge- 
samrntumriss der Schale daher je 
nach der Ausbildung des hintern 
Theils mehr oder weniger gleich- 
schenkhg-dreieckig oder beilförmig: 
bengalensis Desh. Bengalen, 
siamica Piime, Slam, 
sumatrensis Sow. Sumatra, 
ponderosa Prime, Philippinen. 

buschi Phil. Bomeo. 
triangularis Mete. Bomeo. 

impressa Desh. Java. 
Moussoni n. Java. 

jukesi Desh. (faUax Cless.) Nord- 
Australien. 

G) ExPA>fSAE. 

Nach hinten schnabelartig ver- 
längert und etwas zusammenge- 
drückt, meist hellfarbig: 

ceylonica Chemn. Ceylon, 
expansa Mouss. Java, 
moluccensis n. Batjan. 
papua Less. Neu-Guinea. 
? ventricosa Desh., Sow. Nord- 
Australien, 
rugulosa Mouss. Nord-Australien. 



(Su Ivrl/kra lores) 
übertreffend. Wölbung der Schale 
schwach : 



proxima Prime, Hinter-Indien. 

suborbicularis Busch, Philippinen, 
Celebes. 

laevis Prime, Bomeo. 

nitida Desh. Bomeo (Cless.) Neu- 
Guinea (Tapp. Can.) 

bernardiana Prime, Neu-Caledo- 
nien. 



essingtonensis 
straJien. 



Prime, Nord-Au- 



D) Ctpeinoideae. 

Stark gewölbt, etwas länger als 
hoch , vom und hinten abgerandet, 
hinten oft durch eine vom Wirbel 
herabsteigende Furche eingebuchtet. 

Schalenhaut meist dunkel 

galatheae Mörch, Nikobaren. 

eximia Dunk. Java. 

coaxans Gm. Molukken. 

cyprinoides Q. G. Neu-Guinea. 

divaricata Ptv. „ „ 

slnuosa, Desh. Java?, Ceylon?, 
Phihppinen. 

caledonica Sow. ') Neu-Caledonien. 

cyprinaeformis Prime , Nord-Au- 
stralien. 



1) Anmerkung. Bei der Tafel X der Sowerby-RReve'schen Bearbeitung von Cyrena 
stimmen die Nummern der Figuren nicht mit denen des Testes überein, was bei 
flüchtiger Benützang dieses Werkes irre führen kann. Vergleichnng lehrt dass: 



92 

Es ergibt sich daraus , dass die Hauptformen sicli durch den grössten 
Theil des Gebietes wiederholen. 

Bei manchen Arten von Cyrena findet sich namentlich an alten 
dickschaligen Exemplaren an der Innenseite der Schalen eine eigen- 
thümliche Verdickung, von den Wirbeln herabsteigend, nach vorn 
steil abfallend, nach hinten allmälig abschwellend, oder auch an der- 
selben Stelle nur eine schwache Vertiefung, von zwei schmalen leicht 
erhabenen Rändern begränzt. Die Lage entspricht an den AVeich- 
theilen der Stelle, wo die innere Kieme nicht mehr von der äussern 
bedeckt wird, sondern unmittelbar unter dem Mantel sichtbar wird, 
aber diese Gränze verläuft an den Weichtheilen schiefer, als die An- 
schwellung oder Furche an der Innenfläche der Schale, so dass sie 
nicht die alleinige Ursache sein kann. So finde ich es bei Exemplaren 
von C. eximia, coaxans, Sumatrensis, sinuosa, auch bei einem Stück 
von C. triangulata. Ebenso bei Batissa. 



^&|- 



A) Peoclives. 

1. Cyrena sumatrensis Sow. 

Sowerby genera of Shells Nro. 5, pl. 27, circa 1820, kopirt bei 
Reeve conchol. systematica I, pl. 63. Hanley bivalv. p. 94, pl. 15, 
fig. 1. Philippi Abbild. III, Taf. 3, Fig. 4, kopirt bei Clessin Cyclad. 
Taf. 18 Fig. 2. Desh. catal. Veneridae Brit. Mus. II, p. 242. Sow.-Reeve 
conch. icon. XX, fig. 62. 

Sumatra: nach der Angabe von Sowerby in einem Bächlein 

gefunden ; ein etwas verbleichtes Exemplar habe ich 

1862 von Benkulen mitgebracht, kann mich aber 

des näheren Fundorts nicht erinnern. 

Die unter dem Namen Sumatrensis in der Dunker'schen und Pä- 

tel'schen Sammlung enthaltenen Stücke, sowie ein unter demselben 

Namen vom Madras-Museum passen alle nicht zu diesen Abbildungen 

und schliessen sich näher an suborbicularis an. Nach französischen 

Autoren kommt C. Sumatrensis auch in Slam, Cambodja und bei 

Saigon vor. 



Fig. 39a — b ist carolineasis , N. 'i\a — b des Textes. 
„ 40 „ sublobata, N. 39 

„ 41 „ caledonica, N. 40 „ „ 

„ 42 „ fallax, N. 41 

Nur für 38, nitidula, stimmen die Kummer der Figur und des Textes überein. 



93 

2. Cyrena impressa Desh. 

Cyrena impressa Desh. cat. Ven. II, p. 249. 

— ceylonica (Chemn.) Clessin Cyclad. S. 103, Taf. 17, Fig. 1, 2. 
Java: nach Jukes bei Desh. 

Gross, vorn durch % der Höhe steil abfallend, unten und hinten 
gerundet mit schwacher Andeutung einer hintern Furche; vorderer 
Seitenzahn sehi- stark. Das mir vorliegende Exemplar der Pätel'schen 
Sammlung, 86 Mill. hoch, 87 lang, 51 dick, gleicht so sehr der 
erwähnten etwas zu schief nach vorn geneigten Abbildung eines 
Maltzahn'schen Exemplars bei Clessin, dass man es für das Original 
halten könnte. Wirbel in V3 der Länge, Winkel der Seitenzähne annä- 
hernd ein rechter. 

Deshayes gibt die Art zugleich auch von den Philippinen und Aus- 
stralien an. 

3. Cyrena triangularis Mete. 

Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1851, p. 74 und Ann. Mag. N. H. (2) 
XI, 1853, p. 21. Sow.-Reeve fig. 25. 

Borneo: Gegend von Sarawak, Hamilton bei Metcalfe. 

Auffallend beilförmig, indem der Vorderrand weit über die Mitte 
der Höhe herab steil und etwas concav abfällt, der Hinterrand nicht 
viel weniger steil aber leicht convex und der Unterrand in der Mitte 
wenig gebogen ist mit schwacher Hinterfurche. Ein mir vorliegendes 
Exemplar 57 Mill. hoch, 61 lang, 30 dick, Wirbel in ^1-, der Länge, 
Winkel der Seitenzähne ungefähr ein rechter. 

Ein Exemplar in der Dunker'schen , dem Berliner Museum einver- 
leibten Sammlung, von H. Dohrn gegeben, ganz zur erwähnten Ab- 
bildung passend , hat die Fundortsangabe Slam. Manche Arten von 
Süsswasserthieren sind allerdings Borneo und Slam gemeinsam. 

0. triangula Philipp! abbild. neuer conchyl. Taf. 2, Fig. 3, 1849 
unbekannter Herkunft, ist ähnlich, aber doch schärfer dreiseitig, der 
Unterrand wenig aufgebogen; Prime erklärt dieselbe für eine amerika- 
nische Art, von Mazatlan. 

4. Cyrena iuscM Phil. 

Philippi Abbild. III, S. 77, Taf. 2, Fig. 2, 1849, Sow.-Reeve fig. 
113. Issel moll. borneensi p. 109. 
Cyrena triangularis (Metcalfe) Prime in Annais of the Lyceum of 



94 

nat. bist, of New York, VIII, p. 235, fig. 65, kopirt bei Clessin 
Cyclad. S. 121, Taf. 19, Fig. 1. 

Borneo: Bellida im Gebiet von Sarawak, malayisch teccajon 
udgion nacb Doria und Beccari. 
Der Vorderrand nicht so steil und tief abfallend, wie bei der vori- 
gen, so dass die Art einen Ül)ergang zur folgenden Gruppe bildet; 
keine Furche am hintern Theil. Zwei Exemplare von Doria und Bec- 
cari im Berliner Museum. Clessin's C. Buschi, S. 104, Taf. 13, Fig. 
6 angeblich aus China, kann ich nicht für dieselbe Art halten. Phi- 
lipp! und Sow.-Reeve geben keine Vaterlandsangabe, in Mousson's 
Sammlung ist auch ein Exemplar aus Java als C. Buschi bezeichnet. 

5. Cyrena Moussoni n. 

Cyrena Ceylonica var. major Mousson moll. jav. S. 89, Taf. 13. 
Ziemlich stark gewölbt, seidenglänzend, blättrig gerieft, dunkel- 
braun; vor und hinter den Wirbeln beinahe gleich gross und in 
gleichem Winkel annähernd geradlinig abfallend, aber vorn ist das 
Maximum schon in der Hälfte der Höhe und abgerundet , hinten etwas 
tiefer und eckig; Unterrand stark gebogen. 

Mousson's Exemplar: Länge 87, Höhe 81, Durchmesser 49 Mill. 
Fruhstorfer's „ „ 90, „ 86, „ 49 „ 

79 74 49 

Wirbel in V, — '/s der Länge. Winkel der Seitenzähne etwa 110 — 115°. 
Java: Fluss Panimbang bei Pardana (Bantam), ZoUinger. Tjandjor 
und Tji-Kalong, Preanger Regentschaften, Fruhstorfer. 
Nähert sich im Umriss schon mehr der zweiten Gruppe, Suborbi- 
calares, ist aber zu stark gewölbt für dieselbe. 

B) SUBOBBICULAEES. 

6. Cyrena suborbicularis Phil. 

Philippi Abbild. EI, S. 77, Taf. 2, Fig. 1. Desh. cat. Ven. H, p. 243. 
Clessin Cyclad. S. 104, Taf. 13, Fig. 5. 

Celebes: PaUma, in den Reisfeldern (Sawah) und ein junges 
Exemplar bei Pare-Pare am Strand, M. Weber. Bei 
Makassar, v. Martens. Auf den Togian-inseln im Golf 
von Gorontalo, ein junges Exemplar, A. B. Meyer. 
Demnach in Celebes weit verbreitet. 
Die Dimensionen der beiden erwachsenen Stücke sind: 



95 

Palima: Länge 64, Höhe 61, Durchm. 31. 
Makassar: „ 67, „ 63, „ 35. 

Die Wirbel in V5 der Länge, Winkel zwischen den Seitenzähnen 
etwa 115°. Hintere Furche schwach angedeutet. 

Die Färbung ist bei dem in Spiritus aufbewahrten Exemplar von 
Palima bräunhchgelb , bei dem trockenen von Makassar hell grünlich- 
gelb; jenes zeigt an den concentrischen Rippen kurze häutige Zacken, 
wie solche bei vielen Arten dieser Gattung in frischem Zustand vor- 
kommen. Das Vortreten der Lunular-Gegend in der Profil- Ansicht , 
ist bei beiden Exemplaren ungefähr ebenso deutlich , wie in der Original- 
Abbildung bei Phüippi, schwächer als in der Figur bei Clessin. 

Diese Art kommt auch auf den Philippinen vor, wie schon Philippi 
angibt und mehrere von F. Jagor in Brackwasser bei Patrocinio und 
Paracali (Prov. Camarines Norte) und Mariveles (Prov Bataan) auf 
Luzon, gesammelte Stücke im Berliner Museum bestätigen. Dagegen 
scheint die Vaterlandsangabe China bei Deshayes wenig glaubwürdig. 
Übrigens bin ich geneigt eine jüngere Schale , welche ich bei Benkulen 
auf Sumatra gefunden, dieser Art zuzurechnen. 

Von Borneo stammen ferner noch Cyrena laevis Prime Ann. Lyc. 
nat. bist. N. York VHI, p. 233, fig. 64, nicht sehr genau kopirt bei 
Clessin, Taf. 21, Fig. 4, und vielleicht auch C. nitida Desh. Clessin 
S. 120, Taf. 22, Fig. 5, 6, bei Deshayes selbst Proc. Zool. Soc. 1854, 
p. 23 und cat. Ven. II, p. 250 ohne Vaterlandsangabe. 

Aus Timor ist mir bis jetzt nur eine halbe jüngere Schale be- 
kannt geworden, von Th. Studer auf der Expedition der Gazelle bei 
Pariti gesammelt und früher von mir (Monatsberichte der Berlin. 
Akad. 1877, S. 286) als suborbicularis aufgeführt, aber sie zeigt einen 
grössern Winkel zwischen den Seitenzähnen, etwa 120° und ist ver- 
hältnissmässig niedriger, ("4372 Mill. lang, 39 hoch) so dass ich bis auf 
weiteres Material lieber auf die Benennung verzichte. 

C) EXPAIJSAE. 

7. Cyrena expansa Mouss. 

Mousson land- und süssw. MoU. Jav. S. 89, Taf. 14, Desh. cat, 
Ven. II, p. 243. Clessin S. 105, Taf. 15, Fig. 1, 2. 

Java: Im östlichen Theil der Insel, Zollinger bei Mousson. 

Hintertheil schief nach unten verlängert und dann rechtwinklig ab- 
gestutzt, ohne Furche, aber mit einer Andeutung von Radialkante. 



96 

Mousson's Exemplar ist 81 Mill. lang, 68 hoch und 50 im Durch- 
messer, das Exemplar] der Dunker'schen Sammlung, von Oberst Winter 
aus Java erhalten, 97 lang, 76 hoch und 58 im Durchmesser. Wirbel 
in Vs der Länge, Winkel der Seitenzähne 130°. Ein noch grösseres, 
unbekannten Fundortes im ßerhner Museum, ist 105 Mill. lang, 
86 hoch und 57 dick, Wirbel in Vs der Länge, Winkel der Seiten- 
zähne 122°. 

Ganz ähnliche Formen hat das Berliner Museum auch aus Hinter- 
indien, nämlich eine kleine, 63 Mill. lang, 51 hoch, 30 dick, von F. Jagor 
zu Pongoor bei Malakka gefunden und eine mittelgrosse, in Slam von 
Hrn. de Castelnau erhalten 94 Mill. lang, 79 hoch und 46 dick. 

Auf Sumatra soll nach Philippi Abbild. HI, S. 108 Cyrena ceylo- 
nica Chemn. vorkommen; leider stehen mir keine sicher ceylonesische 
Exemplare zu Gebot und es scheint zweifelhaft, ob die Abbildungen 
bei Philippi Taf. 3, Fig. 3, bei Sow.-Reeve fig. 111 und bei Clessin 
Taf. 18, Fig. 1 unter sich und mit der Original-Figur im alten 
Conchylien-Cabinet von Chemnitz, Band VI, Fig. 336, als Art über- 
einstimmen; leider ist sie in Hanley und Theobald's Conchologia In- 
dica als Brackwasser Art ausgelassen. 

In Mousson's Sammlung sah ich 1863 zwei Cyrena-arten aus Palem- 
bang auf Sumatra, als C. Buschi Phil, (gravis Mouss. mscr.) und 
C. excavata bezeichnet, über welche ich gegenwärtig nichts näheres 
angeben kann. 

8. Cyrena moluccensis n. Tab. VI. Fig. 4. 

Cyrena cyprinoides (Q. G.) Clessin Cyclad. S. 124 Taf. 20, Fig. 3, 4. 
Cyrena papua Less.? Shepman in Notes from the Leyden Museum 
XV, p. 159. 

Testa subtriangularis , striis concentricis confertis fimbriolatis, niti- 
dula, pallide virens, intus alba; margines superi anterior et posterior 
subaequaliter et mediocriter declives, posterior longior; pars antica 
rotundata, postica obtuse rostrata, non distincte truncata; margo 
ventralis valde arcuatus, posterius ante rostrum saepius leviter emar- 
ginatus. Dentes cardinales parvi, lateralis anticus sat validus, lateralis 
posticus mediocris. 

a) Long. 106, alt. 9Ü'/j, diam. 55. 
^) ,> 96, „ 90, „ 47. 

c) „ 94, „ 71, „ 42. 



97 

d) Long. 91, alt. 77, diam. 47. 

e) „ 87, „ 60, „ 36 (Ternate). 
/) „ 62 V„ „ 54, „ 28. 

g) „ 42, „ 40, „ 19. 

ä) das grösste, b) ein charakteristisches normales Exemplar, c) das 
am meisten langgezogene, d) das verhältnissmässig kürzeste und 
höchste, e) und f) jüngere Stücke. Wirbel in ungefähr V5 der Länge, 
hierin etwas variirend. Winkel der Seitenzähne ungefähr 130°, bei 
alten und jungen gleich. 

Molukken: Bat j an, in einem Morast, der nur durch einen 
schmalen Landstreifen vom Meer getrennt, in Ge- 
sellschaft mit C. coaxans, v. Martens Sept. 1862. 
Ternate, eine jüngere Schale, v. Martens. Ceram 
bei Pasahari, Martin 1892. Molukken, ohne 
nähern Fundort, Semper bei Clessin, möglicher 
Weise von mir stammend. 
Clessin's Abbildung entspricht gut einem der von mir gesammelten 
Stücke, dessen Dimensionen unter d. angegeben sind; die Mehrzahl 
der meinigen sind aber länger im Verhältniss zur Höhe, daher ich 
oben die Dimensionen der hierin am meisten verschiedenen Stücke 
desselben Fundortes angegeben habe. Jüngere Exemplare zeigen da- 
gegen die Hinterseite weniger entwickelt und sind auch verhältniss- 
mässig flacher. 

Von der javanischen C. expansa unterscheidet sich diese Art durch 
verhältnissmässig kürzere oder höhere Form, stärker gebogenen Unter- 
rand und geringere Ausbildung des Schnabels am hintern Theile. Bei 
der Mehrzahl der Exemplare ist gar keine Kante daselbst zu erkennen , 
bei einzelnen aber eine breitere und etwas mehr der senkrechten 
Linie sich nähernde radiale Anschwellung, welche eine sehr seichte 
Einbuchtung am hintern Theil des Unterrands veranlasst , wie auf 
Clessin's Figur. — C. oblonga bei Sow. Reeve flg. 37 ist unserer Art 
sehr ähnlich, aber ganz verschieden von C. oblonga Quoy et Gaimard, 
Voy. Astrol. 82, 6-8 und Desh. cat. Yen. p. 257. 

Die nahe verwandte C. Papua Less. lebt im süssen Wasser klei- 
ner Bäche nach Lesson's ausdrücklicher Angabe, Voy. de la Coquille, 
Zool. II, 1, p. 428. 



98 

D) C'iTKINOIDEAE. 

9. Cyrena eximia Dkr. 

Dunker in Zeitschr. f. Malak. 1852, S. 51 und in Pfeiffer's Novi- 
tates conchologicae Band I, S. 88, Taf. 24. 

Batissa eximia (Dkr.) Deshayes catal. Venerid. II, p. 235. 
Java: Fluss Progo bei Magelang (Resid. Kediri, östl. Java), von 
Scheepmaker an Dunker gegeben. Im Mangle-dickicht bei 
Menudjaja auf der Insel Nusa Kambangan an der ttüd- 
küste, F. Jagor. 

Stark gewölbt und ringsum gerundet, mit schwacher Andeutung 
einer hintern Radialfurche. Dickschahg, Aussenseite schwärzlich. 

Dunker's Exemplar: Länge 102, Höhe 85, Durchmesser 58. 

Jagor's Exemplar: „ 122, „ 101, „ 73. 

Wirbel in V3 der Länge. Winkel der Seitenzähne etwa 140°. Die 
breiten Falten am hintern Theil scheinen hauptsächlich in der Scha- 
lenhaut zu liegen ; sie sind an dem Jagor'schen Exemplar schwächer 
als auf Dunker's Abbildung und bei einem zweiten ganz abgeriebenen 
im Berliner Museum gar nicht zu erkennen. 

C. galatheae Mörch in Katalog der Kierulf sehen Sammlung, 1850, 
S. 82 , Taf. 2 , von den Nikobaren , ist dieser Art sehr ähnlich , nur 
sind die Zähne bei Mörch's Art verhältnissmässig viel grösser. 

C. divaricata Desh. cat. Brit. Mus. Veneridae II, p. 2-17, Sow.- 
Reeve fig. 28 von Neu-Guinea, von 0. Finsch in Neu-Irland gesam- 
melt, mit ebensolchen Falten, wird von 0. Reinhardt, Sitzungsbe- 
richte d. Gesellsch. nat. Fr. 1886, p. 60 mit der javanischen eximia 
vereinigt, scheint mir aber durch den stärker abfallenden Vorderrand 
und den viel mehr verkürzten Hintertheil hinreichend verschieden und 
meiner C. coaxans näher zu stehen. 

10. Cyrena coaxans Gm. Tab. VI. Fig. 1 — 3. 

Chama lutaria s. coaxans, holländisch: quakkers, malayisch: bia 
Kodok (Frosch-muschel) Rumph. amb. rar. p. 138, Taf. 42, Fig. H, 
deutsche Übersetzung S. 126, die Figur etwas verändert. 

Venus coaxans Gm. Linne syst. nat. ed. XIII, p. 3278 zum Theil. 

Grosse Cyrena, Martens in Malak. Blatt. X, 1862, S. 130. 

Cyrena coaxans (Gm.) Martens bei Shepman , Notes from the Ley- 
den Museum, XV, p. 158. 

Testa subglobosa, striis concentricis confertis fimbriolatis, nitida 



102 „ 88 


I) 


52 (Amboina). 


86 „ 75 


!) 


45 (Batj.). 


80 „ 76 


» 


49 (Batj.). 


73 „ 68 


i; 


38'/2 (Batj.). 


50% „ 47 


!) 


271/2 (Amb.). 


21 „ 18 


n 


9V2 (Wahai). 



99 

olivaceo-fusca , intus alba, medio et ad dentes cardinales Inride fla- 
vescens; margo anterior usque ad mediana fere altitudinem sat decli- 
vis, dein rotundatus, margo posterior ad eandem altitudinem minus 
declivis, leviter convexus, dein subverticaliter truncatus, sulco radiali 
leviter impresso, margo ventralis modice arcuatus. Dentes cardinales 
et lateralis anticus validi, lateralis posticus parvus, remotus. 

a) Long. 118 alt. 97 diam. 77 (Batjan). 

b) „ 

n » 
9) » 

Wirbel in etwa V, der Länge, etwas variirend. Winkel der Seiten- 
zähne bei dem grössten Stück (Maas-angabe a) 145°, bei mittelgros- 
sen (b, c) 185°, bei Jüngern (e, f) 130 — 125°. Jüngere Stücke sind 
auch durchschnittlich flacher. 

Molukken: Batjan in einem Morast ganz nahe am Meer, zu- 
sammen mit C. moluccensis, v. Martens Sept. 1862. 
Ceram: bei Wahai eine junge Schale ig) im Brackwasser, v. 

Martens 1862; bei Pasahari, Martin 1892. 
Amboina: Rumph. An der Mündung des Flüsschens Weynitua, 

V. Martens 1862. 
? Buru: Rumph. 
Auch bei Kema , am nordöstlichen den Molukken zugewandten Ende 
von Celebes , fand ich eine halbe Schale am Strand , welche hieher zu 
gehören scheint. 

Rumph sagt von dieser Art: „man findet sie an schlammigen Stel- 
len , meist an der Mündung grosser Flüsse , wo sie zur Zeit der Ebbe 
bemerkt werden und durch Öffnen und Schliessen der Schale wie 
die Frösche quacken , so dass man sie von weitem hören kann. Sie 
sind gut zu essen, wenn man sie vorher einen halben Tag in süsses 
Wasser legt, damit sie den meisten Sand ausspeien. Die grössten fin- 
det man auf der Insel Buru." Auch ich habe auf Batjan diesen quacken- 
den Ton gehört, er gleicht demjenigen, welchen Limnaea stagnalis 
von sich gibt, wenn sie an der Oberfläche des Wassers ihr Athem- 
loch öffnet, nur dass er bedeutend lauter ist; ich vermuthe daher, 
dass er beim Öffnen der Schale entsteht und dass die Muschel so ober- 



100 

flächlich liegt, dass dabei etwas Luft eindringt. Dass Rumph diese 
Art meint, ergibt sich aus dem Umriss der Figur und den Worten 
stahlgrün und bauchig in seiner Beschreibung. Was er weiter von dem 
Steinchen „Mestica", das man öfters bei ihr, wie bei Tridacna, finde, sagt 
bezieht sich wohl auf eine Verhärtung des Schlossbandes und man 
möchte desshalb auch an eine Batissa denken, da bei dieser Gattung 
das dicke Ligament eher solche perlenartige Bildungen zeigen könnte. 

7 

vielleicht hat Rumph auch B. violacea von Celebes gehabt und mit 
dieser Cyrena zusammengeworfen, aber von den Molukken ist mir 
keine Batissa bekannt. Chemnitz , Schröter (Einleitung in die Conchy- 
lienkenntniss III, S. 160) und Gmelin haben Rumph's Muschel mit 
einer andern von Ceylon zusammengeworfen und hauptsächlich nach 
letzterer beschrieben; da für diese der Artname oeylonensis besteht, 
kann der Name coaxans, der gerade aus Rumph genommen ist, für 
die unsrige bleiben. 

An einzelnen wohlerhaltenen Stücken zeigt sich eine ganz schwache 
Kante, die nur von der Oberhaut gebildet wird und mit deren Ab- 
reibung verloren geht; die Radialfurche ist auch schwach und läuft 
mehr nach unten aus, ohne eine merkliche Lappenbildung am Hin- 
terrande zu veranlassen. 

11. Cyrena cyprinoides Q. G. 

Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, Zool. III, p. 513, pl. 82, flg. 
1—3, non Clessin, nee. Sow.-Reeve. 

Ceram: bei Pasahari, Martin 1892. 
Neu-Guinea: Port Dorey, Q. G. 

Scheint sich durch etwas länger gezogene, mehr viereckige Form 
und mehr schnabelförmig nach hinten und unten verlängertes Hinter- 
theil mit herablaufender stumpfer Kante ohne Furche von C. coaxans 
zu unterscheiden. Die Abbildung bei Quoy und Gaimard zeigt 108 
Mill. Länge, 98 Breite, 68 Durchmesser, die Wirbel stehen in % der 
Länge und der Winkel zwischen den Seitenzähnen beträgt etwa 120°; 
das Stück aus Ceram, welches ich von Hrn. Schepman erhielt, be- 
ziehungsweise 81, 6.5, 49, Vg. 

12. Cyrena sinuosa Desh. 

Deshayes in Proc. Zool. Soc. 1854, p. 18, und cat. Ven. Brit. Mus. 
p. 249. Clessin S. 228, Taf. 45, Fig. 1. Sow.-Reeve flg. 26. 



101 

Cyrena cyprinoides (Q. G.) Sow.-Reeve flg. 24. 

Diese Art, durch die deutliche Furche des hintern Theils, welche 
vom Wirbel herabsteigend den Hinterrand zweilappig erscheinen lässt, 
gekennzeichnet, ist entweder ungewöhnlich weit über verschiedene 
Inseln verbreitet oder überhaupt keine geographisch abgeschlossene 
Art, sondei-n ein Formzustand, der bei verschiedenen Arfen vor- 
kommt. Die Inseln , welche für dieselbe in Betracht kommen , sind : 

1) Ceylon, nach Sowerby-Reeve fig. 26. 

2) Java, im Fkiss Paningbang, Originalfundort nach Deshayes; 
das ist ohne Zweifel derselbe Fluss, welchen Mousson als Pan- 
imbang für seine ceylanica major, unsere Moussoni, angibt, aber 
während Deshayes der seinigen eine tiefe herablaufende Furche 
am Hintertheil zuschreibt, ist in Mousson 's Beschreibung nichts 
davon zu finden und auf seiner Abbildung nur eine leise Ein- 
biegung am Hinterrand, aber keine entsprechende Furche zu 
sehen. Auch Tapparone-Canefri Zool. Viagg. Magenta Malac. (Atti 
Accad. Torin. 2, XVIII, 1874 p. 134), erwähnt eine C. sinuosa 
Desh. gleich Ceylanica Mouss. von „Takerang, Fiume Murera" 
in Java. 

3) Palaos-inseln, Aibukit. Einige von Prof. Sernper daher er- 
haltene Stücke passen ebenfalls recht gut zu dieser sinuosa; das 
grösste, 106 Mill. lang, 97 hoch, 59 dick, zeigt am grössten 
Theil der Schale schwache aber deutliche erhabene Pvadialstreifen 
auf der wohlerhaltenen Schalenhaut, andere kleinere nur spurweise. 

Unterscheidet sich von C. coaxans durch stärkere Ausbildung der 
hinteren Furche und des dadurch abgetrennten Lappens am Rande; 
ferner ist sie verhältnissmässig mehr zusammengedrückt, im Umriss 
mehr quadratisch. 

All diese Formen: Galatheae, eximia, coaxans, cyprinoides und 
sinuosa sind jedenfalls nahe unter einander verwandt und ergeben 
sich vielleicht künftig als Variationen einer Art, vorerst möchte ich 
sie aber, auf eine Anzahl von 15 Exemplaren von Batjan gestützt, 
als geographisch getrennt auseinander halten. 

Batissa Gray. 

Vordere und hintere Seitenzähne fein gekerbt, vorderer dick und 
verhältnissmässig kurz. Schlossband sehr gross und dick. Schalenhaut 
glänzend , am Rand leicht abblätternd. Die concentrischen Streifen meist 



102 

am vordem Theil stärker vortretend. Innenseite mehr oder we- 
niger violett. 

Weichtheile : Lage der Kiemen und der Siphonen wie bei Corbicula, 
aber die Mantellappen hinten weiter unter sich verwachsen, die Ver- 
wachsung nimmt das hintere Drittel des Bauehrandes ein (nach einem 
von Prof. Weber mitgebrachten Exemplar von B. violacea var. Cele- 
bensis). Die leistenartige Verdickung, welche sich bei manchen Arten, 
z. B. bei B. violacea, tenebricosa, gigantea, mehr oder weniger kon- 
stant und deutlich an der Innenseite der Schale unterhalb des Wirbels 
findet, liegt in der Gegend, wo die innere Kieme nach vorn über die 
äussere hervorragt, stellt aber nicht den Abdruck der Kiemenränder 
dar , wie man vermuthen könnte , indem diese viel stärker schief nach 
hinten, die genannte Verdickung mehr senkrecht nach unten ver- 
läuft und daher mehr den Verdickungen entspricht, welche bei 
manchen Soleniden vorkommen. 

Angeblich von Indien , sicher von den Nikobaren über Niederländisch- 
indien und Neu-Guinea bis nach Neu-Caledonien und den Vitiinseln ver- 
breitet, also noch mehr insular als Cyrena und Corbicula. Scheint 
hauptsächlich in Flüssen vorzukommen. Th. Studer bemerkt betreffs 
B. tenebrosu Hinds, dass sie im Flusse Rewa auf Ovalau (Viti-gruppe) 
bis 50 Seemeilen landeinwärts vorkomme und zwar im untern Flusslauf 
klein, weiter aufwärts bis 10 Cm. gross (Forschungsreise der Gazelle III, 
1889, S. 275) was zeigt, dass es eine ächte Süss wasser- Muschel ist. 

Die einzelnen Arten sind schwer zu unterscheiden und zu charak- 
terisiren, da an demselben Fundorte die Form der Exemplare öfters 
ziemlich variirt, doch dürften sich auch hier nach der allgemeinen 
Form zwei Artengruppen unterscheiden lassen : 

Ä) RoTüNDATAE, annähernd kreisrund, mit stark gebogenem Unter- 
rand, oft mit etwas Radialskulptur an einzelnen Stellen; B. rotun- 
data Lea, jayensis Lea und producta Sow. 

B) Ellipticae, länglich in der Richtung von vorn nach hinten, 
Unterrand wenig gebogen; keine Radialskulptur. 

Typus B. violacea Lam. Hieher die Mehrzahl der beschriebenen Arten. 

A) ROTUNDATAE. 

1. Batifisa jayensis Lea. 

Cyrena jayensis Lea observ. Unionid I, p. 220, pl. 17, flg. 52. 
1834. - Sowerby-Reeve XX, fig. 19. 



103 

Batissa Jayensis Deshayes cata], Veneridae Brit. Mus. II, p. 237. 
Clessin Cyclad. S. 207, Taf. 33, Fig. 3, 4. 

Testa triangulari-cordata , sat tumida , concentrice rugosa, rugis partis 
anticae irregulariter conjunctis, sculptura radiali sparsim distincta; 
margine supero antico valde declivi usque ad dimidium altitudinis, 
leviter arcuato, margine supero postico multo minus declivi, postico 
medio truncato , subverticali , margine ventrali sat arcuato ; extus nitida , 
obscure olivaceo-fusca , periostraco setulas in series radiantes dispositas 
exhibente, intus violascenti-albida , zona marginal! violacea. Dentes 
laterales antici et postici subaequaliter longi. 

Long, 71, alt. 61, diam. 34V2 (Benkulen). 
„ 67, „ 62, „ 36 „ 

„ 81, „ 77, „ 44 (Java, Winter). 
Wirbel in Vj — Vy der ganzen Länge. Winkel der Seitenzähne 
115-125°. 

Sumatra: in Flüssen, Deshayes loc. cit. — Benkulen, von Här- 
tens 1862, hiernach die obige Beschreibung. 
Java: „Batavia?" Jay bei Lea. Ein Exemplar, aus Java durch 
Oberst Winter erhalten in der Dunker'schen Sammlung. 
Unterscheidet sich von B. rotundata zunächst dadurch, dass der 
obere Theil des Vorderrandes und der mittlere Theil des Hinterrandes 
viel steiler abfallen und daher der ganze ümriss weniger kreisförmig 
ist; ferner ist die ßadialsculptur viel spärücher, oft nur spurweise 
vorhanden. 

B. lenticularis Desh., Sow.-Reeve fig. 3, ist unserer Art ähnlich 
aber eckiger. 

Die Namensform „jayensis" ist unpassend, da die Endung „ensis' 
nur an Ortsnamen, nicht Personennamen gefügt wird, und dürfte 
daher passend zu jayana umgeändert werden, wenn das nicht dem 
folgenden „javanica" zu ähnlich wäre. 

2. Batissa javanica Mouss. 

Cyrena rotundata (Lea) Philippi Abbild. III, S. 107, Taf. 3, Fig. 1. 

Cyrena violacea var. javanica Mousson moll. jav. S. 88, Taf. 15, 
Fig. 1, 1849. 

Batissa violacea var. suborbicularis Deshayes cat. Veneridae Brit. 
Mus. 1854. 

Batissa sphaericula Prime in Proc. Zool. Soc. 1862, p. 2. 



an drei Fruhstorfer'schen 
Exemplaren. 



104 

Java: Fluss Panimbang bei Pardana, (Bantam), in grosser Menge , 
von den Eingebornen als schmackhafte Speise gesucht und 
Toe genannt, ZoEinger bei Mousson; Palabuan, Fruhstorfer. 
Die Fruhstorfer'schen Exemplare weichen durch geringere Höhe 
nicht unerheblich von Mousson's Angaben ab, sind aber selbst wie- 
der unter sich ziemlich verschieden : 

a) Länge 68, Höhe 60, Durchra. 33, nach Mousson's Abbildung. 

b) „ 71 „ 57 „ 83 

c) „ 66 „ 48 „ 28 

d) „ 61 „ 49 „ 32 
Die Wirbel bei a, c und cl in ^/g, bei b in Vj der ganzen Länge. 
In der Form zwischen B. rotundata und jayensis einerseits, viola- 

cea und sundana andrerseits die Mitte haltend, doch noch mehr zu 
den Rotundatae gehörig und doch vielleicht noch mit jayensis zu 
verbinden. 

Batissa rotundata Lea observ. I, 17,51, Sow. Reeve flg. 4 und 
Clessin 33, 1. 2. — Deshayes gibt für diese Art Java und die Phihppi- 
nen als Vaterland an , ersteres vielleicht nur nach Philipp! vgl. B. 
javanica; Lea selbst kannte den Fundort seines Exemplars nicht, Sow. 
Reeve gibt Indien, aber nicht die Philippinen an, obwohl ihm die 
Cuming'sche Sammlung zu Gebote stand; das Vaterland dieser Art, 
wovon mir schöne Exemplare im Berliner Museum, auch ohne sichere 
Fundortsangabe, vorliegen, scheint daher noch unsicher. 

Batissa compressa Prime von Borneo, Proc. Zool. Soc. 1860, 
p. 320, testa ovato-orbiculari , tumida, compressa, subaequilaterali, intus 
violacea, epidermide polita atrovirescente vestita; umbonibus erosis; 
dentibus cardinalibus subaequalibus , laterahbus elongatis serrulatis. 

2% (engl.) Zoll lang, 2V3 hoch, IV,^ im Durchmesser, bis jetzt 
nicht abgebildet, ist mir nicht näher bekannt, die Worte tumida und 
compressa widersprechen sich ge wisser massen. 

B) Ellipticae. 
3. Batissa violacea Lara. 

var. Celebensis. Tab. V Fig. 3. 

(Cyclas Braguiere Tabl. Encycl. method. pl. 301 , fig. 1«, b. 

Testa trigonoelliptica , sat compressa, concentrice rugosa, rugis in 



105 

parte antica fasciculatim in taenias complanatas conjunctis, sculptura 
radiali nulla; pars antica compressa, rotundata, pars postica longior 
arcuatim rotundata; margines superni anterior et posterior ad dimi- 
dium fere altitudinis subaequaliter decUves, margo ventralis medio 
parum, anterius et posterius magis arcuatus; extus olivaceo-fusca , 
intus pallide violascens , radiis duobus violaceis obsoletis ; dentes late- 
rales posteriores valvae destrae inter se appropinquati. 
Long. 84, alt. 66V2, diam. 34 Mül. 
„ 73 „ 58 „ 30 „ 

Wirbel in Vg der ganzen Länge. Winkel der Seitenzähne 122—130°. 
Celebes: Tjenrana. — Fluss bei Pampanua im Gebiet von Boni. 
Auch einzelne im Fluss bei Maros (unweit Makassar) 
gefundene Stücke sind hieher zu zählen. 

Zunächst verwandt mit B. insignis Desh. von den Philippinen, 
Sow.-Reeve fig. 7 , aber mehr dreiseitig , der Oberrand vorn und hin- 
ten mehr schief und geradhnig abfallend bis nahe zm- Hälfte der Scha- 
lenhöhe; im Umriss gleicht sie auch ziemlich der B. humerosa Desh., 
Sow.-Reeve fig. 18. Bei einzelnen Exemplaren zwei oder gar drei sehr 
stumpfe Anschwellungen, vom Wirbel nach hinten herabziehend — 
man kann sie noch nicht Kanten nennen, auch prägen sie sich nicht 
im Umriss als Ecken aus. Der hintere Seitenzahn der hnken Schale 
ist verhältnissmässig schlanker und die beiden der rechten Schale 
demgemäss näher aneinander. Die Queerfurchen der vordem und der 
hiQtern Seitenzähne sind mit der Lupe sehr deutlich zu sehen. 

Als Jugend zustand dieser Art dürfte eine ganz kleine Muschel aus 
dem Fluss bei Maros zu betrachten sein , Taf. Y, Fig. 6 , 7 Mill. lang, 
5V2 hoch und 2 dick, Wirbel in % der Länge, die schon im Allge- 
meinen die Umrisse von Batissa und die etwas ungleichmässige con- 
centrische Sculptur dieser Gattung zeigt, hell grünlichgelb, Wirbel 
vorstehend, glatt, röthlich, Lunulargegend violett und zwei undeut- 
liche violette Strahlen. Das Ligament ist schon verhältnissmässig gross. 

Var. Macassarica. Tab. V, Fig. 8. 

Testa cordato-elliptica , sat tumida, rugis concentricis levibus, in 
parte antica irregulariter confluentibus et complanatis, sculptura ra- 
diali nulla; margine antico modice declivi usque '^ altitudinis, dein 
arcuatim producto, margine postico supero minus declivi, medio obli- 
que subtruncato, margine ventrah levi arcuato; extus olivaceo-fusca. 



106 

nitidiuscula , intus pallide violacea , versus marginem posteriorem radiis 
2 violaceis obsoletis. Dentes laterales antici posticis parte tertia breviores, 
at crassiores. 

Long. 48, alt. 38, diam. 22 Mill. 

Wirbel in Vie der Länge. Winkel der Seitenzähne 127". 
Celebes: Makassar, v. Martens 1862. 

Schliesst sich in der allgemeinen Form und dem Mangel aller 
Radialskulptur an B. violacea an , ist aber verhaltnissmässig stärker 
gewölbt und der Vorderrand fällt mehr ab. Von den drei bei Makassar 
gefundenen .Stucken sind zwei noch merklich kleiner, als oben ange- 
geben, aber ihre Wirbel doch schon stark abgerieben, eines zeigt an 
der Innenseite das Violett strahlig vertheilt, ähnlich wie B. minor 
bei Sowerby-Reeve flg. 8b; diese Art unterscheidt sich aber nach der 
genannten Abbildung und einem etwas grösseren Exemplar der Dun- 
ker'schen Sammlung, 45 Mill. lang, 38 hoch und I8V2 im Durch- 
messer, von den Viti-inseln, dadurch, dass der Oberrand sowohl vorn 
als hinten weniger abfällt und dadurch die ganze Schale mehr läugs- 
oval erscheint, und dass sie viel weniger gewölbt ist. 

Var. dücoidea. Tab. V, Fig. 9. 

Testa suborbicularis , corapressa, strüs concentricis superficiaUbus , 
antice in costas tenues elevatas confluentibus; pars antica rotundata, 
magis compressa, margine supero sat declivi; pars postica paulo 
longior, rotundata, magis tumida, margine supero usque ad finem 
ligamenti minus declivi, dein convexe arcuato; margo ventralis medio 
leviter arcuatus. 

Long. 67, alt. 59, diam. 26 Mill. 
AVirbel in V5 der Länge. Winkel der Seitenzähne 118°. 
Celebes: Fluss bei Marcs, Ein Exemplar, mit var. Celebensis 
zusammen gefunden. Unterscheidet sich von B. ro- 
tundata und jayensis neben dem völligen Mangel der 
Skulptur auch durch die viel geringere Wölbung der 
Schalenhälften. B. ponderosa Prime Ann. Lyc. N. York 
VIII p. 231 zeigt einen ähnlichen Umriss. 

Var. extensa. Tab. V, Fig. 7. 

Testa longitudinaliter ovata, tumida, strüs concentricis superficia- 
Ubus, antice in costas tenues elevatas confluentibus; pars antica 
brevis, rotundata, margine supero sat declivi; pars postica producta, 



107 

ad extremitatem rotundata , margine supero convexo , minus declivi ; 
margo ventralis levissime arcuatus. 

Long. 75, alt. 57, diam. 30 Mill. 

Wirbel in Vs der Länge. Winkel der Seitenzähne 130°. 

Celebes: Fluss bei Maros, Ein Exemplar, mit der vorigen und 
mit var. Celebensis zusammen gefunden. 

Unter dem Artnamen violacea, dem ältesten in der Gattung Ba- 
tissa, werden in den systematischen Werken ziemlich verschiedene 
Formen beschrieben. Die älteste dazu citirte Abbildung, von Bruguiere 
in den Abbildungen zur Encyclopedie methodique , pl. 301 fig. 1 , als 
Cyclas bezeichnet, stimmt fast genau in Umriss und Grösse, Stellung 
der Zähne und Muskeleindrücke mit dem grössten Exemplar aus dem 
Tjenrana, nur ist der Unterrand ein klein vrenig mehr gerade. Die 
Abbildung nach einem Exemplar der Lamarckschen Sammlung in 
Delessert's recueil de coquilles döcrites par Lamarck, pl. 7 flg. 5, stellt 
eine kleinere und mehr längliche, übrigens sehr verbleichte Muschel 
dar, Länge 62, Höhe 46 Vj, Durchmesser I6V2 Mill., Wirbel in Vg der 
Länge, Winkel der Seitenzähne 120°, stimmt aber auch nicht recht 
mit der obigen var. oblonga. Die spätem Abbildungen von violacea 
bei Philippi Abbild. III Taf. 3 Fig. 2, Clessin Taf. 33 Fig. 5 und 
Sow. Reeve fig. 15 zeigen alle eine niedrige längs-ovale Form mit 
längerem Vordertheil und mehr geradem Unterrand, aber stimmen 
auch nicht befriedigend unter sich überein; bei Philippi ist der 
hintere Seitenzahn am Ende kräftig eingebogen, während an den mir 
vorliegenden Stücken kaum eine schwache Andeutung einer derartigen 
Verlängerung zu sehen ist, vielleicht nur vom Zeichner zu stark 
markirt ; bei Sowerby-Reeve zeigt sich eine bestimmte stumpfe Kante 
am Hintertheil und vor derselben eine leichte Einbiegung des Unter- 
randes. 

Lamarck kannte die Herkunft seiner violacea nicht, Deshayes gibt 
Neu-Guinea mit Berufung auf Lesson an, den er aber unter den 
Gitaten nicht aufführt, Phihppi China, tianley und Sowerby-Reeve 
den indischen Ocean, Clessin die Inseln des pacifischen Oceans, 
keiner also einen speciellen zuverlässigen Fundort. Nach Quoy und 
Gaimard kommt violacea mit cyprinoides zusammen bei Port Dorey 
auf Neu-Guinea vor und darauf bezieht sich wohl die Angabe bei 
Deshayes. 

Die als var. discoidea und extensa aufgeführten Stücke würde ich 



108 

UDbedenklich für verschiedene Arten halten, wenn mehrere unter 
sich gleiche Stücke vorlägen; aber da nur je Ein Exemplar mit 2 — 3 
von mehr normaler Form zusammen im Fluss bei Maros gefunden 
wurden , so sind es vielleicht doch nur extreme Individuen ; freilich 
ist unter dieser Voraussetzung die Art schwer zu definiren. 

B. Keraudreni wurde von ihrem Autor Lesson auf der Insel 
Waigiou (Wageu, Waigame) au der Nordwestseite von Neu-Guinea 
gesammelt (Voy. de la Coquille , Moll. p. 429) und dürfte daher 
zunächst unter den Formen von Neu-Guinea zu suchen sein ; sie 
ist nach der Abbildung, ebenda pl. 11 fig. 3, 69 Mill. lang, 59 
hoch, mit einer deutlichen Kante am Hintertheil, Wirbel in 'A 
der Länge, Winkel der Seitenzähne 120°, ziemlich ähnlich der vio- 
lacea bei Sowerby-Reeve fig. 15. — Deshayes catal. Veneird. p. 236 
vereinigt diese mit der merklich kürzeren und mehr abgerundeten 
Philippinarum Hanley, recent bivalv. p. 351 pl. 14, fig. 60 von den 
Philippinen; zu dieser letzteren passt recht gut eine Anzahl Exem- 
plare , welche F. Jagor bei Mariveles in der Provinz Bataan auf Luzon 
gesammelt hat, 55 — 57 Mill. lang, 45 — 46 hoch, 23 — 25 dick, Wirbel 
in V5 — Va der Länge, Winkel der Seitenzähne 120° und ich halte 
daher diese für eine gute, von Keraudreni verschiedene Art. Clessin 
bildet eine ganz andere Form als Keraudreni ab, und ebenso ist 
dessen B. philippinarum , Taf. 44 Fig. 1, ganz von derjenigen von 
Hanley verschieden, dagegen mit gigantea Sowerby-Reeve im ganzen 
übereinstimmend. 

Corbicula Meg. 

Vorderer und hinterer Seitenzahn lang, deutlich quer gekerbt. 
Schale mit meist starken concentrischen Rippen, Schalenhaut glän- 
zend , glatt , Innenseite mehr oder weniger violett. Von den Küsten- 
ländern des Mittelmeers und Vorderasien durch das tropische Afrika 
und Indien bis Japan und Nord- Australien verbreitet, und auch in 
Südamerika vom Orinoko bis zum La Platu wieder auftretend, tertiär 
auch in Europa weiter verbreitet, durchschnittlich kleiner als Cyrena 
s. Str. und Batissa; iu vollständig süssem Wasser. 

Über die Weichtheile.- siehe P. Fischer in Journ. de Conchyliologie 
XI 1863 p. 1-10 pl. 4 fig. 1-3, nach Untersuchung der chinesischen 
G. Largillierti Phil., dasselbe auch von Prime in Ann. Lyc. n. h. 
New- York VIII p. 422—427 üg. 7—9 wiedergegeben. 



109 

Auch in dieser Gattung lassen sich hauptsächlich nach dem äussern 
Umriss mehrere Artengruppen unterscheiden, welche sich in verschie- 
denen geographischen Gebieten wiederholen: 

A) Tbansveesae. 

Schale von vorn nach hinten verlängert, weniger hoch, ungleich- 
seitig, meist dick, weniger glänzend. 
C. transversa Marts. Japan. 

— Debrixiana und Fenouilliana Heude, China. 

— jagori n. Ins. Samar, Phihppinen. 

— lamarckiana Prime Hinterindien. 

— moltkeana Prime Singapore, Sumatra. 

— javanica Mouss. Java. 

— trapezoidea n. Sumatra. 

— subplanata n. Celebes. 

— ovalina Desh. Nord-Australien. 

B) TüMIDÄE. 

Auch etwas verlängert, annähernd gleichseitig, dreieckig, stark 
gewölbt, glänzend. 
C. tumida Desh. Sumatra, Borneo. 

— celebensis n. Celebes. 

C) Teiangulaees. 

IJngleichseitigdreieckig, mehr oder weniger herzförmig, Vordertheil 
entschieden kürzer, meist glänzend. 

C. Martensi Cless. (fuscata var. atrata Reinh.) Japan. 

— japonica Prime (biformis Reinh.) Japan. 

— Largiüierti Phil. China. 

— Bocourti Morelet Saigon. 

— Baudoni Morelet Tonkin. 

— Sayana Prime Philippinen. 

— venustula Prime Philippinen. 

— ducalis Prime, Java. 

— trapezoidea n. Sumatra. 

— angulifera n. Sumatra. 



110 

— regularis Prime Vorderindien. 

— fuscata Lam. China. 

— Cumingi Prime Philippinen, Borneo. 

— sulcata Cless. Java. 

— sracilis Prime Java. 



b'- 



D) SUBAEQÜILATERAE. 

Fast gleichschenkhg-dreieckig, nahezu oder ganz so hoch als lang, 
dickschalig, mit starken Ptippen, in der Regel nicht glänzend. 
C. crassula Mouss. Vorderasien. 

— cashmirensis Desh. Hanley a. Theobald Conch. Ind. 138, 2. 3 
(non Cless., Reeve) Vorderindien. 

— Sandri Reinh. Japan. 

— fluminea Müll. Kanton , China. 

— Seleciana Heude, China. 

— gravis Heude, China. 

— Moreletiana Prime, Morelet (erosa Sow.-Reeve, vix Prime) 
Cambodja. 

— Tonkiniana Morelet Tonkin. 

— pullata Phil. Sumatra, Borneo, Java. 

— lacustris n. Sumatra. 

E) Debiles. 

Dünnschalig, abgerundet, mit schwächerer Ausbildung der Skulptur. 
C. borealis und Soriniana Heude, China. . 

— castanea Morelet, Cochinchina. 

— rivalis Busch. Java. 

— tenuis m. Tungtingsee, China. 

— gibba m. Sumatra. 

— ? pulchella Mouss. Java. 

Eine weitere besondere Gruppe, die im niederländisch-indischen 
Archipel nicht vertreten ist , bildet die verhältnissmässig sehr grosse , 
glatte, nach hinten zugespitzte, Cytherea-ähnliche C. Woodiana Lea 
von China. 

Die amerikanischen Corbicula-arten sind hierbei nicht berücksichtigt, 
da sie durch einen gemeinschaftlichen Charakter, die zwar sehr kurze 
aber doch erkennbare Mantelbucht, als besondere Abtheilung sich 



111 

abgrenzen, die auch schon zwei eigene Namen erhalten hat, Polyme- 
soda Raf. 1820 und Leptosiphon P. Fisch. 1872. 

Ä) Teansveesae. 

1. Corhicula javanica Mouss. > 

Cyrena orientahs (Lam.) var. javanica Mouss. moU. jav. S. 86 Taf. 
15 Fig. 2 1849. Clessin Cyclad. S. 181 Taf. 31 Fig. 20. 

Corbicula Moussoni Deshayes catal. Venerid. Brit. Mus. n p. 227. 18-54. 
Java: bei Tjikoya, wird vom Volke „Remis" genannt und ge- 
gessen, Zollinger bei Mousson. Tjipanas, v. Martens ; 
Sukabumi, Fruhstorfer. Alles im westlichen Theil der 
Insel. 

Die grösste Art dieser Gattung in Niederländisch-Indien , ein Exem- 
plar von Fruhstorfer ist 45 Mill. lang, 38 hoch, 14 dick. Der vordere 
Seitenzahn kürzer als der hintere, Wirbel in Vj der Länge, Winkel 
der Seitenzähne nach Mousson 113 — 115°, an kleineren von ihm selbst 
erhaltenen Exemplaren aus Tjikoya, 28 Mill. lang, 22 hoch, 18'/'2dick, 
bis 125°. 

Unter dem Namen Cyrena orientahs hat Lamarck eine Art aus 
Chine und eine aus Vorderasien („Orient", vermuthlich von Olivier's 
und Bruguiere's Reise) vereinigt. Die Abbildung in Delessert's recueil 
de coquilles de Lamarck pl. 7 fig. 8. scheint C. fluminalis MüU. darzu- 
stellen wie sie z. B. bei Ismailia vorkommt. 

Wahrscheinlich gehört auch hieher die javanische C. ovahna in 
Frauenfeld's Liste der Novara. Mollusken, Verhandl. Zool. bot. Gesellsch. 
Wien 1869 S. 863; die ächte ovalina Dess. ist nordaustralisch. 

2. Corbicula Moltkeana Prime. Tab. VE Fig. 1—6. 

Prime in Bull. Mus. compar. Zool. V p. 43, 1878 pl. 2 fig. 2. 
Sumatra: im See von Manindjau , M. Weber. Alahang — Pan- 

djang und Bedar — Alam, Schepman. 
Singapore nach Prime, auch von F. Jagor und von mir daselbst 
gefunden. 

Schale sehr variabel in der Form des Unterrandes, welcher bald in 
der Mitte fast gerade , bald stärker gebogen ist ; auch das Verhältniss 
der Länge zur Höhe sehr wechselnd, wie folgende Maass-angaben 
zeigen : 



112 
a) Länge ol'/j, Höhe 23, Durchmesser 15, Wirbel in V7 der Länge. 

") n 2°i )i ^^1 II ^'^ hl 11 II /- 11 Ji 

c) 1! 28, „ 21 A, „ 14, „ „ "/ii „ „ 

d) „ 27, „ 22 /j, „ 14, „ „ /s „ „ 

e) „ 28 Vi, „ 25, „ Ki, „ „ -4 „ „ 
Winkel der Seitenzähne 108—110°. 

Die Schale ist vorn stets mehr zusammengedrückt und abgerundet, 
hinten schief abgestutzt, doch in verschiedenem Grade; auch das 
hinterste Ende ist stärker zusammengedrückt. Ältere Exemplare sind 
aussen schwarz, innen tief violett, jüngere aussen öfters dunkel 
gelbbraun, innen bräunlich-violett. 

Die kurzen hohen Formen, wie die deren Maasse unter e) angege- 
ben , könnte man als var. abbreviata bezeichnen ; sie kommen aber 
mit den andern zusammen vor. 

3. Gorbicula subplanata n. Tab. VII Fig. 7 — 10. 

Testa longitudinaliter triangulo-ovata , subcompressa , costis concen- 
tricis plus minusve complanatis, interstitia subaequantibus vel paulo 
angustioribus , antice rotundata, postice rotundato-rostrata , margine 
supero antico et postico subaequaliter declivibus, margine ventrali 
leviter arcuato; estus nigricans, intus cinereo-livida , postice fusces- 
cens, dentibus lateralibus anticis et posticis subaequalibus , pallide 
violaceis, plus minusve arcuatis. 

Long. 25, alt. 20, diam. 13 Mill. ; vertices in Y-, longitudinis siti. 

Angulus inter dentes laterales 113°. 
Celebes: Fluss Minralang bei Tempe. 

Ähnlich C. moltkeana Prime und noch mehr C. ovalina Desh. Reeve 
fig. 77 von Nord- Australien , von beiden durch den kürzeren, steiler 
abfallenden Vordertheil zu unterscheiden, die Seitenfläche ist im allge- 
meinen weniger gewölbt, als bei den andern Arten des Archipels, die 
Rippen weniger vorstehend und breiter, doch an verschiedenen Exem- 
plaren in verschiedenem Masse; öfters verbinden sich auch einzelne 
Rippen schon in der Mitte der Schale, nicht erst nahe dem Rande. 
Die Seitenzähne sind bald mehr, bald weniger gebogen, der vordere 
etwas stärker und mehr im ganzen gebogen, der hintere mehr gerade, 
aber an manchen Stücken am Ende deutlich eingebogen. 



113 

B) Tdmidae. 

4. Corbicula tumida Desh. 

Deshayes in Proc. Zool. Soc. 1854 p. 343 und catal. Venerid. Brit. 
Mus. II p. 229. Prime. in Ann. Lyc. N. York VIII p. 219 flg. 50. 
Clessin S. 135 Taf. 24 Fig. 11 (ungenaue Copie nacli Prime) und Taf. 
25 Fig. 5, 6. 

Sumatra: Lahat, Benkulen und Pulo-bai bei Benkulen , v. Martens. 
Borneo: in Cuming's Sammlung. Sarawak, Beccari und Doria. 
Bengkayang und Sepang, Residentie Sambas, v. Mar- 
tens, März und April 1863. Fluss Limbang, von Stau- 
dinger erhalten. 
Ähnlich einer jungen ducalis, aber stärker gewölbt bis zu den Pbän- 
dern und etwas mehr gleichseitig. Wie überhaupt bei dieser Gattung 
sind jüngere Exemplare meist verhältnissmässig niedriger und länger, 
als alte: unter den von mir bei Benkayang gesammelten finde ich 
folgende Abänderungen in den Formverhältnissen bei gleicher Sculptur 
und sonstigen Charakteren: 

Höhe 12, Dicke 9. 
„ 13, „ 10. 

„ 14V2, „11. 

„ 15, „ 11. 

„ 18, „ 13. 

bis 75 der Länge, Winkel der Seitenzähne zwischen 



5. Corbicula celebensis n. Tab. VII Fig. 11 — 13. 

Testa longitudinaliter ovata, tumida, costis concentricis vahdis, 
duplo angustioribus quam interstitia, prope marginem anticum acutan- 
gule convergentibus , versus marginem posticum alternis, obsolescen- 
tibus; antice latius rotundata, postice subproducta, margine supero 
antico et postico primum subaequaliter levissime declivibus, postico 
dein magis declivi usque ad dimidium altitudinis, margine ventrali 
modice arcuato; extus fusca vel üavescens, nitida, ad vertices detrita, 
rubescens, intus palhde violacea vel hvido-albida , versus umbones 
rubescens, dentibus lateralibus violaceis, anticis et posticis subaequah- 
bus, anticis primum subrectis, dein bene arcuatis, posticis aequaliter 
levissime arcuatis. 

8 







a) 


Länge 

!) 
)) 
W 
)I 


1 12V, 
14,' 
16, 
17, 
19, 


Wirbel 


in 


Vt 


bis 7s 


der I 


112 und 


130' 


■> 







114 

Long I7V2, alt. 14, diara. 9 ; vertices in V7 loDgitudinis siti. (Makassar). 

„ 15, „12, „ 9Vj; „ „ „ „ „ (Maros). 

„ 20, „17, „ 12; „ „ „ „ „ (Tete-adji). 

Wirbel in V7 der Länge, Winkel zwischen den Seitenzälinen 120 — 125°. 
Celebes: bei Makassar von mir, im Fluss bei Maros, im See bei 
Tete-adji, in dem von Tempe und im Fluss Minralang 
bei Tempe von Prof. Weber gefunden. 

Das Exemplar von Makassar, glänzend braun, mit auffallig rothen 
Wirbeln, steht ungefähr in der Mitte zwischen den kleineren mehr 
kugeligen glänzend gelben von Maros und den grösseren mehr grünlich- 
braunen von Tete-adji, deren Mehrzahl, todt gesammelt, aussen glanz- 
los und innen weiss ist, während einzelne Stücke noch aussen etwas 
Glanz und innen die charakteristische Färbung zeigen. Das Verhalten 
der Rippen an ihren beiden Enden ist einigermassen variabel, am 
vordem Ende verbinden sich oft zwei unter einem spitzen Winkel 
mit einander oder die eine hört doch erst ganz nahe an der andern 
auf, während diese noch weiterläuft; am hintern Ende fällt oft mehr 
oder weniger regelmässig je eine Rippe aus, während ihre zwei Nach- 
baren weiterlaufen, zuweilen verflachen sie sich aber auch in unregel- 
mässiger Reihenfolge oder fast alle zugleich zu vielen feinen Streifen. 

C) Trianguläres. 
6. Corbicula ducalis Prime. 

Cyrena fluminea (Müll.) Philipp! Abbild. II S. 76 Taf. 1 Fig. 3. 
— Mousson moU. jav. S. 87 Taf. 15 Fig. 3. — Corbicula flum. üesh. 
cat. Venerid. p. 226 zum Theil. Böttger Bericht d. Senkenberg. Ge- 
seUsch. 1890 S. 163. 

Corbicula ducalis Prime in Proc. Boston Soc. nat. bist. VIII p. 274 
1862; Ann. Lyc- N.-York VIII p. 225 flg. 58. und Bull. Mus. comp. 
Zool. V p. 43 mit Figur. — Clessin S. 184 Taf. 32 Fig. 5, 6. — 
Schepman in Veth Midden-Sumatra p. 17. 

— colonialis Prime in Ann. Lyc. nat. bist. New York VIII 1867 

p. 416. — Clessin S. 199. 

— fluminea var. Moussoni Clessin S. 154 Taf. 27 Fig. 16—18, 

aber nicht C. Moussoni Desh. 1854. 
Sumatra: Ajer tegenang bei Fort de Kock; in einem Weiher 
bei Solok oberhalb Singkarah; im Fluss bei Kaju- 
tanam, M. Weber. Alahan-Pandjang, Schepman. 



115 

Java: Buitenzorg, Tji-panas und Situ-bagendit , M. Weber. Aus 
Buiteuzorg auch in Dunker's und Strubeü's Samm- 
lung. Zahlreiche charakteristische und lebhaft gefärbte 
Exemplare, Originale zu Clessin's Abbildung von mir 
Aug. 1861 bei Sindang-laya (zwischen Bandong und 
Buitenzorg) gesammelt. Sukabumi, Fruhstorfer. Also 
überhaupt im westlichen Java verbreitet. Java, in 
allen Gebirgsbächen , Zolünger bei Mousson. 
Celebes: im See von Tempe, M. Weber. 
Ungleichseitig dreieckig, Hinterrand in der Mitte senkrecht abge- 
schnitten , aussen grüngelb bis schwarz , innen bläulich weiss , in der 
Mitte oft röthlich, Schloss meist violett. Vorderer Seitenzahn ziemlich 
so lang wie der hintere. 

a) Länge 33, Höhe 28, Dicke 20 (Ex. v. Fruhstorfer). 

b) „ 26 Vj, „ 24, „ 16 (Tjipanas, Weber). 

c) „ 25, „ 21, „ 16 (Mousson 's Figur). 

Wirbel in % der Länge. Winkel der Seitenzälme ungefähr 100°. 

Junge Exemplare sind länger im Verhältniss zur Höhe und oft ein- 
farbig gelb , doch an den starken weit von einander abstehenden Rippen 
kennthch; ein Exemplar von 8 Mill. Höhe und 10 Länge zeigt 22 
Rippen, wenn man die ganz kleinen und feinen am Wirbel nicht mit- 
zählt; die untersten sind etwa 1 Mill. von einander entfernt. Dass 
solche Exemplare zur Art gehören , kann man durch Vergleichung mit 
erwachsenen Stücken erkennen, welche oben noch nicht zu sehr ab- 
gerieben sind. 

Die ächte fluminea Müllers stammt nach dessen Historia vermium 
II 1774 p. 206 aus China und ist daher unter den chinesischen Arten 
zu suchen. Prime selbst erklärt seine ducalis für identisch mit Mous- 
son's fluminea , seine Abbildung stellt sie etwas klein und hinten kürzer 
dar, aber auch seine Beschreibung von colonialis passt ganz gut auf 
die vorliegende Art. 

7. GorUcula trapezoidea n. Tab. VIT Fig. 14 — 19. 

Testa trapezoidea, sat tenuis, versus margines valde compressa, 
costis validis, prominentibus , subinaequalibus , sesqui-vel duplo an- 
gustioribus quam interstitia; antice breviter rotundata, areola ianceo- 
lato-elongata, linea pertenui elevata circumscripta, postice producta, 
costis debilioribus , margine postico superne leviter dechvi usque ad 



116 

dimidiura fere altitudinis, dein plerumque subverticaliter truncato, 
rotundatim in raarginem ventralem subrectum transeunte; extusgriseo- 
fusca, (juvenis nitida, virescens), intus violascens, zona marginali et 
impressionibus muscularibus laete violaceis; dentes laterales breviiis- 
culi, antici arcuati, postici recti. 
Long 20, alt. 17, diam. 12, Mill. Vertices in V3 longitudinis siti. 

n 1 ') n ■'■'^ '2> j! -'-'-' '2' » ;i )i '5 » » 

Angulus inter dentes laterales 120°. 
Sumatra: im See Danau di atas. 

Einigermassen variabel im Umriss, bald etwas höher, bald etwas 
mehr nach hinten verlängert, die vorliegenden Exemplare meist durch 
schlammige Auflagerung mehr oder weniger entstellt, namentlich im 
hintern Theil. 

Steht gewissermassen zwischen den Gruppen der Transversae und 
der Debiles in der Mitte. 

8. Corbicula angulifera n. Tab. VII Fig. 28 — 31. 

Testa triangulari-rotundata, tumida, costis concentricis elevatis 
tectiforraibus, antice et postice aequaliter validis, postice angulatim 
ascendentibus, interstitiis angustis; nigricans, intus intense violacea; 
pars antica rotundata, margine superiore ultra dimidiam altitudinem 
valde declivi ; pars postica subrostrata , margine superiore paulo minus 
declivi, inferiore subtruncato; margo ventrahs vix convexus, angulatim 
in posteriorem transiens. 
Long. 25Vj, alt. 22, diam. 1-5 ( Vertices in V^— "„ longitudinis. 

„ 22, „ 19, „ 13 I Angulus dent. lat. 100°. 
Sumatra: Danau di atas und Danau di bahwa. 

Jüngere Exemplare, 12V2 Mill. lang, 11 hoch, T'A in Durchmesser, 
zeigen den Wirbel etwas mehr nach der Mitte zu, in '/^ der Länge, 
und einen grösseren Winkel zwischen den Seitenzähnen, etwa 108° 
und ähneln dadurch etwas der C. tumida, zeigen aber schon die cha- 
rakteristische Ecke im Verlauf der Rippen am hintern Theil; auch 
von C. trapezoidea sind sie nicht immer leicht zu unterscheiden. 

9. Corbicula sulcata Cless. 

Clessin Cyclad. S. 188 Taf. 82, Fig. 17, 18. 1878. 
Java: Buitenzorg, Batavia und Surabaya, v. Martens 1861, 
62. Samarang, in der Dunker'schen Sammlung. Also 
durch die ganze Länge von Java verbreitet. 



117 

Ziemlich gleichseitig, dicht gerippt, dunkelbraun, innen violett; 
Unterrand stark gebogen. 

Länge I6V2, Höhe U'A, Durchmesser IOV2 (Clessin) 

„ 25, „ 21, „ 14 (von Surabaja) 

„ 22, „ 20, „ 13. 

Wirbel in V7 der Länge, nach Clessin's Figur beinahe in der Mitte. 
Winkel der Seitenzähne 108—110°. 

C. gracilis Prime in Journal de Conchyliologie X 1862 p. 389 pl. 
14 fig. 7, kopirt bei Clessin S. 191 Tat. 38 Fig. 2 , Sow.-Reeve Cyrena 
flg. 67, auch von Java, ist dieser Art sehr ähnlich, nur merklich 
kürzer im Yerhältniss zur Höhe. 

C. Cumingi Desh. , von Borneo nach Prime Ann. Lyc. N. York 
VIII p. 217, dagegen von den Phihppinen nach der Originalangabe 
bei Deshayes catal. Brit. Mus. Yen. p. 228 und Proc. Zool. Soc. 1854 
p. 228, ist nach der Originaldiagnose von Deshayes und der Abbil- 
dungen bei Sowerby-Reeve 53 und Prime fig. 16, 17 dieser sulcata 
sehr ähnlich , während Clessin Taf. 29 Fig. 9, 10 eine etwas andere 
Form als solche abbildet. Namentlich finde ich auch die innere Fläche 
der Ligamentträger (Nymphen) bei C. sulcata etwas gekörnt, wie es 
Deshayes angibt, übrigens ebenso auch bei C. tumida von Borneo. 
Nach von Prime erhaltenen Exemplaren aus Borneo ist C. Cumingi 
etwas mehr dreieckig durch stärkeres Abfallen des Vorder- und Hin- 
terrandes, etwas weniger gewölbt, aussen lebhaft grünlich gelb, innen 
nur blass violett. 



D) Stjbaequilateeae. 

10. CorUcula puüata Phil. 

Philippi Abbild, neuer Conchyl. III p. 110. — Deshayes catal. Vene- 
rid. II p. 232. 

Corbicula dayakorum Issel moll. borneensi (Ann. Mus. civ. di stör, 
nat. Genov. VI) 1874 p. 410 (473) tav. 7 fig. 25—27. 

Sumatra: Danau-luar, in der Dunker'schen Sammlung. Bei Pa- 

lembang und Gunung Megong, v. Martens Apr. 1862. 

Borneo: Marop bei Sarawak, Beccari und Doria. Singkawang 

(Resid. Sambas) und Pontianak, v. Martens 1863, 

hier im Fluss Kapuas an Stellen, wo der Einfluss 



118 

von Fluth iiud Ebbe schon sichtbar, aber noch kein 

Salzgeschraaclv; im Wasser merkUch ist ; wird daselbst 

gegessen. 

Ein Exemplar von C. pullata in der Dunker' sehen Sammlung, ver- 

muthlich von Philipp! selbst seinem Freunde Dunker gegeben, macht 

es mir möglich diese wenig gekannte, von Philippi ohne Abbildung 

beschriebene Art zu identificiren , und meine Exemplare von Bornoo 

erlauben mir nicht, Issel's dayakorum als Art davon zu trennen. 

Ziemlich gleichschenklig-dreieckig, doch vorn etwas mehr gerundet, 
ungefähr so hoch als lang, mit ziemlich flachen Rippen, die Zwischen- 
räume breiter, mit den Rippen parallelen Streifen. Aussen graugrün 
bis schwarz, innen violett, Randzone dunkler violett. 
Länge 27V2, Höhe 27, Durchra. 17'/^ (Danauluar) 

„ 19 (Palembang) 
„ lö'/j (Pontianak) 
„ ? (Issel's dayakorum) 

14 I 

" (Pontianak). 

„ 14 ) Sumbawa) 

„ 26 (abweichendes stück von 
"Wirbel in '9 bis Vs der Länge. Winkel der Seitenzähne 95 — 98°. 
Die in letzter Reihe angegebenen Dimensionen sind von einem un- 
gewöhnlich grossen und hohen Exemplar, höher als lang , bei welchem 
der Winkel zwischen den Seitenzähnen auötlllig klein, nur 75°, ist. 
Issel's Angabe dass bei seinem grössern, 27 Mill. langen Exemplar 
der Durchmesser 26, also nur 1 Mill. weniger betrage, scheint mir 
im Vergleich mit seinen andern Angaben und meinen ziemlich gleich 
grossen Stücken von Pontianak ein Versehen für 1(3. 

C. Javana Clessin Cyclad. S. 180 Taf. 31 Fig. 16. 17, ist ähnlich, 
hat aber stärkere, weitläufiger gestellte Rippen und hellere braune 
Färbung. Ich fand einige verbleichte Stücke bei Surabaya. 

11. Corbicula lacustris n. Tab. VII Fig. 20-24. 

Testa alte cordato-trigona, solida, tumida, postice obtuse angulata, 
post angulum gibba et liris radiantibus 2 obsoletes exarata; costis 
concentrieis validis, duplo angustioribus quam interstitia; latere an- 
tico ultra dimidium altitudinis valde declivi , rotundatim in marginem 
ventralem leviter arcuatum transeunte , margine postico usque ad 
dimidium altitudinis decüvi, dein subverticahter truncato, angulatim 



31, 


» 


29, 


26'A, 


)J 


25, 


27, 


» 


24 Va, 


22, 


» 


21, 


21, 


•n 


20, 


33, 


;; 


35, 



119 

in marginem ventralem transeunte; extus fulvo-fusca, i;arte antica 
magis fulva, intus jjallicle camea, ad marginem fulva, dentibus late- 
ralibus anticis et posticis elongatis, jiarte externa paulum arcuatis, 
posticis paulo longioribus, rsaepius violaceis. 
Long. 14, alt. li'A, diam. 11 Mill.; vertices in V» longitudinLs siti. 
11 1^ Q'/ '/ 

Angulus dent. lat. 64—80'. 

Sumatra: See von Singkarah, bis zu einer Tiefe von 50 Metern. 

Diese Art erinnert im allgemeinen Umriss an C. crassula Mouss. 
(coq. de Bellardi flg. 12, Martens vorderasiat. Conch. Taf. 5 Fig. 56) 
aus Syrien, unterscheidet sich aber leicht von derselben durch die 
stärker vortretenden Rippen und die, wenn auch stumpfe doch deut- 
liche Kante, welche den hinteren Theil der Muschel von der mittleren 
gewölbten Seitenfläche scheidet ; bisweilen , doch nicht bei allen Exem- 
plaren erscheinen auf diesem hintern Theil noch zwei erhabene vom 
Wirbel ausstrahlende Leisten , in ihrem Verlauf t>ald mehr oben , bald 
mehr unten deutlicher sichtbar. .Junge Exemplare sind verhältniss- 
mässig nicht so hoch und erscheinen durch den stärker vorgezogenen 
hintern Theil im Umriss mehr quadratisch; die hintere Kante ist 
schon sichtbar. 

So auffallend diese Art von den übrigen des indischen Archipels .sich 
unterscheidet , so finden sich doch auch in demselben See Stücke , welche 
grösser und breiter (eigentlich länger von vom nach hinten; sind, die 
Kante abschwächen, aussen schwärzlich und innen stark violett 
werden und so bedenkUch zu C. puUata hinneigen, ähnlich wie C. 
crassula in flurninalis übergeht; ein derartiges Exemplar, an welchem 
aber noch die zwei hinteren ausstrahlenden Linien zu erkennen sind, 
ist in Fig. 20 und 24 abgebildet, während die Mehrzahl der Exem- 
Ijlare den Fig. 22, 2-3 entsijricht. 

Bock, Proc. Zool. Soc. 1881 p. 6-3-3 gibt G. gracüis als häufig in 
den Seen von Sumatra, namentlich dem von Singkarah an; vielleicht 
hat er diese Art vor sich gehabt. 

C. erosa Desh. bei Reeve fig. 46, unbekannten Fundortes, ist nach 
einem gut mit dieser Abbildung übereinstimmenden Exemplar in 
Pätel's Sammlung unserer Art recht ähnlich, hat namentlich dieselbe 
hohe gleichschenklige Gestalt und am altem Theil der Schale ebenso 
starke und weit aus einander stehende Flippen, femer ebenfalls das 
hintere Feld durch eine erhabene Linie begränzt, aber sie ist nicht 



120 

nur viel grösser, 28 Mill. lang und 31 hoch, sondern die hintere 
Fläche auch deutlich ausgehöhlt, namentlich gegen die Wirbel hin, 
also auch an Jüngern Exemplaren , wodurch die sie begrenzende Linie als 
Kante erscheint und es ist auf diesem Feld keine Spur von den er- 
habenen Radialfalten der C. lacustris vorhanden. Diese C. erosa von 
Reeve 1877, ist übrigens nicht, wie Reeve angibt, von Deshayes 
in den Proc. Zool. Öoc. 1854 beschrieben, auch sonst meines "Wissens 
nicht, und ist ziemlich verschieden von C. erosa Prime 1861, Ann. 
Lyc. nat. bist. VIII p. 213 flg. 40 von Cambodja, kopirt bei Clessin 
Taf. 2ü Fig. 12, 13. 

E) Debiles. 

12. Corbicula rivalis Busch Tab. VII Fig. 32, 33. 

V. d. Busch bei Philippi Abbild. III S. 110 Taf. 3 Fig. 5, 1850, 
kopirt bei Clessin S. 159 Taf. 27 Fig. 15. Desh. cat. Veneria. II p. 228. 
Java: v. d. Busch und Zolhnger. 

Ein Exemplar, welches ich direkt von Mousson erhalten, erlaubt 
mir eine deutlichere Abbildung von dieser eigenthümlichen Art zu 
geben. Sehr dünnschalig. 

C. compressa (Mousson) Desh. cat. Venerid. p. 227, Sow.-Reeve 
Cyrena flg. 58 und Clessin S. 165 Taf. 29 Fig. 11, 12, von Java, ist 
vielleicht dieselbe Art ; wenigstens habe ich mir 1864 in Cuming's 
Sammlung notirt, dass dieselbe nur durch ihre Grösse von dem von 
Mousson erhaltenen Exemplar von rivalis sich unterscheide. 

13. Corbicula pulchella Mouss. 

Mousson moU. Jav. S. 88 Taf. 15 Fig. 4, Desh. catal. Venerid. II 
p. 228. Clessin S. 181 Taf. 30, Fig. 7, 8. 
Java: Tjikoya, Zollinger. 

Nach Mousson's Beschreibung und Abbildung bin ich geneigt sie für 
eine eigene, durch die feinen Rippen („tenuiter sulcata", „fein ge- 
rieft") und die gelblichweisse , nicht violette Innenfärbung kenntliche 
Art zu halten, aber es liegt mir kein Exemplar vor, das diese Kenn- 
zeichen hat. Länge 11, Höhe 10, Durchmesser 6, Wirbel in Vj der 
Länge, Winkel der Seitenzähne 120° nach Mousson. Dagegen erhielt 
ich 1862 von Mousson selbst 3 Exemplare seiner pulchella, von Zol- 
hnger gesammelt, welche zwar in Grösse, Umriss und Färbung 
mit seiner Abbildung übereinstimmen, aber doch so starke Rippen 



121 

haben, dass sie nicht recht in diese Abtheilung und auch nicht be- 
friedigend zu Mousson's Beschreibung passen. 

14. Corbicula gibba n. Tab. VII Fig. 25—27. 

Testa triangulari-trapezoidea , tenuis, medio tumida, postice subro- 
strata, compressa, costis concentricisinaequalibus, plerisqueparum pro- 
minentibus, postice obsolescentibus , antice subrotundata , margine 
antico superne ultra dimidium altitudinis modice declivi, dein celeriter 
in partem anticam marginis ventrahs valde arcuatam transeunte, margine 
postico superne modice declivi ultra dimidium longitudinis , dein bre- 
viter subverticali , denique rotundatim in partem posticam marginis ven- 
trahs subrectam transeunte; estus virenti- vel nigricanti-fusca , intus 
albida; dentes omnes debiles, laterales antici breviusculi, parum 
dechves, prope ünem leviter Srcuati, postici sesqui-longiores , sat 
declives, subrecti. 

Long. I8-/3 alt. 14V2 diam. llVj Mill. Vertices in '4 longitudinis siti. 
Sumatra: im See Danau di atas. 

Diese eigenthümliche Art erinnert im Umriss einigermassen an die 
Gattung Petricola, namentlich die europäischen P. lithopaga durch 
den verlängerten und kurz abgestutzten hintern Theil und die starke 
Biegung des vordem Theils des Unterrandes. Prof. Weber sammelte 
sie gleichzeitig mit C. trapezoidea in dem genannten See, sie ist 
ebenfalls stark mit vertrocknetem Schlamm überzogen, dieser Überzug 
ist aber theils rostroth, theils schwarz und haftet mehr an der Mitte 
der Schale, bei trapezoidea blass graugelb und am hinteren Ende. 
Beide Arten sind daher wohl nicht an derselben Stelle des Sees unter- 
einander gefunden. C. gibba ist bedeutend dünnschahger und ich sehe 
keine deuthchen Zwischenformen zwischen beiden. Da die vorliegenden 
Exemplare todt gesammelt sind, beruht die weissliche Färbung der 
Innenseite vielleicht auf Verbleichung. 

Gatt. Pisidium. 

1. Pisidium sumatranum n. Tab. IX Fig. 16 — 18. 

Testa rotundata, sat convexa, tenuiter concentrice striata, nitidula, 
alba, verticibus obtusis prominulis, antice breviter rotundata, postice 
producta, margine dorsali leviter declivi, postico subtruncato, mar- 
gine ventrali valde arcuato ; dens cardinahs valvae dextrae bicuspidatus. 



122 

Long 2—2'/^ MilL, alt. 1*4—2, diam. P,',— 1*/,. Mill. Vertices in 
'/^ longitudinis. 

Sumatra: Ajer-Tegenang bei Fort de Kock, in einer Höhe von 
1150 Met. in Gesellschaft von Melania, 23 Mai 1888. 

Muschel klein, breit eiförmig, wenig länger als breit, massig auf- 
geblasen, festschalig, sehr fein aber unregelmässig gestreift, etvyas 
glänzend, weisslich, durchscheinend; Wirbel stumpf, wenig hervor- 
tretend. Oberrand schneidend, gebogen, gegen den Vorderrand mehr 
abwärts gekrümmt, Hinterrand abgestutzt, Unterrand stark gebogen, 
allmählich in den Vorderrand übergehend. Ligament kurz , freiliegend , 
Schlossleiste unter dem Wirbel verbreitet. Links (Fig. 18«) 2 Cardinal- 
zähne, der äussere fast gerade, gegen den Oberrand wenig geneigt, 
sehr dünn, niedrig, den Schalenrand nur wenig überragend, den inne- 
ren Zahn nach hinten überragend ; dieser bedeutend höher und kräfti- 
ger, mehr gebogen, nach hinten schräg abfallend, seine obere Kante 
nach aussen umgebogen, Fiinne zwischen beiden Zähnen schmal, nach 
hinten sich erweitend. Seitenzähne einfach, ziemlich hoch, mit stumpfer 
Spitze. Rechts 1 Cärdinalzahn (Fig. 18c), vorn und hinten hakenförmig 
nach innen gebogen, obere Kante in der Mitte stark ausgeschnitten, 
sodass die Ecken als spitze Zähne hervortreten. Seitenzähne (Fig. 185) 
doppelt, die äusseren feiner und niedriger als die kräftigen inneren, 
Rinne lang und weit. 

Diese Beschreibung ist möglichst in denselben Ausdrücken gehalten, 
wie die Artbeschreibungen in Clessins's Monographie der Cycladeen. 

Bis jetzt die einzige Art dieser Gattung aus Niederländisch Indien. 
Was von den Weichtheilen in Spiritus sich erhalten hat, zeigt in der 
Kürze und Vereinigung der Siphonen deutlich den Character von Fisi- 
dium im Gegensatz zu Sphaerium. Das Vorkommen einzelner kleiner 
Schalen in den grössern deutet auch auf Lebendig-gebären und zwar in 
geringer Zahl von Jungen hin, wie es bei Pisidium von Nilsson und 
Baudon beobachtet ist. 

FsammoteUma. 

Eine Psamraobiide, welche in rein süssem Wasser vorzukommen 
scheint, siehe weiter unten bei den Brackwasser-Mollusken. 



123 



B) BRACKWASSER-MOLLUSKEN. 

Neben den bisher aufgeführten Mollusken gibt es noch eine Anzahl 
von solchen, welche häuptsächlich da leben, wo sich Süss- und Meer- 
wasser mischt , an den Flussmündungen und in Strandseen , welche 
noch durch schmale Sandstreifen vom Meere getrennt sind ; für Nieder- 
ländisch-Indien kommen dabei hauptsächlich die Mangle-dickichte in 
Betracht, von Rhizophora (Rhizophoreen) , Avicennia (Verbenaceen), 
Sonneratia (Myrtaceen) und Aegiceras (Myrsineen) gebildet, welche 
theils die Flussmündungen selbst, theils überhaupt schlammige Küsten- 
strecken umsäumen. Das Wasser kann hier je nach der Zeit von Fluth 
und Ebbe in wenigen Stunden, nach dem höhern oder niedrigeren 
Wasserstand der Flüsse, Regenzeit oder Trockenheit, in grössern 
Zeiträumen an Salzgehalt zu- oder abnehmen. Das Wesentliche ist, 
dass wir hier ein Gebiet haben, das weder völlig zum Süsswasser, 
noch völlig zum Meer gehört und eine Anzahl eigenthümlicher Mol- 
luskenformen in ihm leben, welche weiter aufwärts im Land, in be- 
trächtlicherer Entfernung vom Meer, nicht vorkommen, wenn sie 
auch innerhalb des Gebietes an einzelnen Stellen leben, an denen 
augenblicklich kein Salzgehalt nachzuweisen ist. Schwieriger ist es sie 
von den Meer-Mollusken scharf abzutrennen , sie bilden gewissermaassen 
die Facies des Schlammbodens in der Litoralzone und erst wo der 
Grund überwiegend sandig oder steinig, felsig wird, treten andere 
ächte Meeresformen auf. Über dieses Vorkommen habe ich für Nieder- 
ländisch-Indien schon von meiner Reise 1860 — 63 aus in denMalakol. 
Blättern 1863 S. 79—81, 125—131, 175, 176 meine Erfahrungen 
mitgetheilt , sodann im Allgemeinen auch in dem amtlichen Werk über 
die Preussische Expedition nach Ost-Asien: Zoologie I 1876 S. 317 — 
820 , doch möchte ich mir erlauben , hier im Anschluss an die Bear- 
beitung des von Prof. Weber mitgebrachten neuen Materials auch das 
Specielle aus meinen früheren Beobachtungen zu erwähnen. Eine Liste der 
an der Küste von Birma, namentlich dem Delta desirawaddy, beobach- 
teten Brackwasser-Mollusken hat Blanford im British Birma Gazetteer 
Band I, S. 714 — 716 gegeben. Die Thierwelt der Manglesümfe an der 
Nordost-küste Australiens schildert anziehend Tenison- Woods in Proc. 
Linn. Soc. of New South Wales V 1880 p. 107—131 (Auszug in 
Malak. Blatt. 1882 S. 93). 



124 

Es möge erlaubt sein hier wiederzugeben, was icli am Ende meines 
16-monatlichen Aufenthaltes in Niederländisch-Indien 1861 — 1863 als 
Gesammteindruck über derartiges Vorkommen niedergeschrieben habe. 

„Der reine Systematiker mag die Auriculiden als Landschnecken 
„betrachten , welche an sehr feuchten Orten und hauptsächlich in der 
„Nähe des Meeres leben, die Neritinen und Cyrenen als Süsswasser- 
„ Mollusken, welche da und dort noch in das Salzwasser hineinreichen, 
„die Potamides und Baum- Austern als Salzwasserthiere des seichten 
„Schlammgrundes. Wenn aber die Thiere nach dem Medium, in 
„welchem sie leben, gruppirt werden sollen, so muss man der That- 
„sache ihr Recht wiederfahren lassen, dass Pythia, Neritina und 
„Potamides dicht bei einander an derselben Stelle leben und öfters 
„als nächste Nachbarn Austern und Littorinen haben, und wer selbst 
„diese Thiere an ihrem Standorte sammelt, wird bald durch Erfahrung 
„lernen, dass da, wo eine dieser Brackwasserschnecken lebt, er weder 
Heliceen oder Cyclostomiden , noch Paludinen und Unionen zu erwar- 
ten hat , aber ebensowenig Cypraeen oder Trochus. 

„Die Auricuhden und Assimineen finden sich meistens, manche 
„Neritinen (Neritodryas) nicht selten, Potamides und Pannus zuwei- 
„len, Littorina fast immer über Wasser. Neritodryas und die Litto- 
„rinengruppe Littorinopsis ersteigen Gebüsche und selbst niedrige 
„Bäume, die Auriculiden, Neritina crepidularia , Potamides und die 
„Baum- Austern finden sich häuptsächlich an feuchtem Holz, die letz- 
„teren zwei hauptsächüch an lebendigem, wie Wurzeln und Schöss- 
„Unge der Rhizophoren u. dgl. , die andern auch an abgestorbenen 
„grösseren oder kleinen losen Holzstücken. Pannus und Assiminea 
„leben auf, Cyrena in weichem Schlammgrund. Die Auriculiden und 
„die genannten Neritinen findet man auch an Orten, wo mindestens 
„zeitweise das AVasser ganz süss und fliessend ist, doch immer nur 
„im Küstenstrich, Potamides und Pannus an Flussmündungen nicht 
„leicht höher als das Salzwasser geht, Littorina, Assiminea und die 
„Austern wohl nie im Gebiet des süssen Wassers und ebenso am 
„Rand des offenen Meeres als in halbsalzhaltigen Sümpfen , wenn 
„überhaupt noch Manglegebüsch daselbst vorhanden ist. Diese bilden 
„dadurch den Übergang zu einer zweiten Reihe von „submarinen" 
„Mollusken, nämlich zu denjenigen, welche nichts mit Süsswasserzu 
„thun haben, sondern an Steinen und Felsen unmittelbar am offenen 
„Meer, von reinem Seewasser benetzt, aber doch den grössern Theil 



125 

„ihres Lebens au der Luft über Wasser zubringen, so die nicht zu 
„Littorinopsis gehörigen Littorinen, einige Melampus-arten, Plecotrema 
„und die (nicht in Niederländisch-Indien vorkommende) Auriculiden- 
„gattung Pedipes; ähnlich auf Schlammgrund mit einzelnen Steinen 
„einige Arten von Nerita, Modiola und Perna, auf reinem Schlamm- 
„grund die Oncidiiden." 

Wenn übrigens im Folgenden sämmtliche mir aus Niederländisch- 
indien bekannt gewordeneu Arten aus den Familien der Psammobiiden 
und Soleniden behandelt sind, so will ich damit nicht alle für sub- 
marin oder Brackwasserbewohner erklären, sondern es geschieht 
hauptsächlich, um deren verwickelte Synonymie aufzuhellen. 

a) PULMONATEW. 

ONCIDIIDAE. 

Die Oncidien oder Peronien , schalenlose Schnecken mit derbhäutigem 
gewölbten längsovalen Mantel, welcher Kopf und Fuss völlig über- 
deckt , sind im Gebiet des malayischen Archipels , soweit meine Erfah- 
rungen reichen , entschiedene Meerbewohner '), welche auf weichem oder 
mit losen kleineren Steinchen bedecktem Schlammgrunde leben , an so 
seichten Stellen , dass sie bei der Ebbe vom Wasser verlassen werden , 
öfters nahe den Mangle-dickichten an der Flussmündungen, doch 
nicht eigentlich in denselben. Soweit ich mich erinnere und meinen 
Notizen entnehmen kann , habe ich während meiner ostasiatischen 
Reise 1860—63 Oncidien nur an den Meeresküsten gefunden, auf 
Schlammboden, aber meist an festen Gegenständen, an und unter 
einzelnen Steinen fest sitzend, zwischen Fluth- und Ebbe-grenze, bei 
Petshabari (Siam) in Brackwasserkanälen, bei Singapore an der Mün- 
dung eines kleinen Baches ins Meer, an Steinen zusammen mit der 
Strand-Assel Ligia, bei Dodinga (Halmaheira) an Steinen nahe der 
untern Ebbegrenze, zusammen mit ächten Meerschnecken, wie Pur- 
pura und Columbella. Mehrmals habe ich bemerkt, dass sie über 
Wässer die Fühler ausstreckten und umherkrochen. Springfische, 



1) Allerdings soll eine Art, Oncis montana Plate a. a. O. S. 194 nach von MöUendorif 
auf der Philippinen-insel Sibuyan „noch oben auf einem Berg an Felsen und alten 
Baumstämmen" gefunden sein: „Sie wurde von dem Orohideensammler C. Äoebelin ge- 
sammelt." 



126 

(Periophthalmus) an denselben Stellen mit Oncidien habe ich bei 
Singapore, Makao, Zamboanga und Larentuka gesehen. 

Die besten neueren Arbeiten betrefifs der Systematik dieser Familie 
sind von C. Sem per, Reisen im Archipel der Philippinen, Land- 
mollusken Heft V 1880 und von Plate im Zoologischen Jahrbuch 
VII, Abtheilung Anatomie, 1. Heft 1894; dieser letzteren Arbeit ist 
wesentlich das Folgende entnommen , die von Prof. Weber gesammelten 
Exemplare sind durch Dr. Max Meissner untersucht und bestimmt. 

Oncidium Buchanan, s. str. Plate. 

Hyponota (Unterseite des Mantels) schmäler als die Fusssohle. Rand 
des Mantels nicht gekerbt, ohne grosse Drüsen. Rückenaugen, wenn 
vorhanden, in Gruppen angeordnet. 

Ä) Augen gruppenweise auf retractilen Papillen. 

1. Oncidium verruculatum Cuv. 

Cuvier Mem. anat. Moll. 1817 nro XIII. Keferstein Zeitschr. f. 

wiss. Zool. XV 1865. 
Semper a. a. 0. S. 255: Plate a. a. 0. S. 168. 

Amboina: von Marlons. 

Timor: Kupang von Martens und Expedition der Gazelle. 
Vom Rothen Meer bis Philippinen und Tahite verbreitet. 

2. Oncidium Peroni Cuv. 

Cuvier Annales du Mus. d'hist. nat. V 1804 p. 87 Taf. 6. = Mem. 

Moll. no. 13. — Plate a. a. 0. S. 172. 
Peronia Mauritiana Blainville malacologie 1825 Taf. 46 Fig. 7. 
Onchidium Tonganum Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe, Zool. II 
p. 210 pl. 15 flg. 17, 18. Semper a. a. 0. S. 258 Taf. 19 Fig. 29. 
Ohne Zweifel auch noch in Niederländisch-Indien zu finden, da 
einerseits von den Nikobaren , andererseits von den Phihppinen und 
Neu-Guinea bekannt und ebenfalls weit verbreitet, von Mombas an 
der Ostküste Afrika's bis zu den Tonga- oder Gesellschafts-inseln. 

3. Oncidi%im tumidum Semp. 

Semper S. 262 Taf. 20 Fig. 3, 4. — Plate S. 173. 
Singapore: v. Martens und Semper. 



127 

4. Oncidium Amhoinae Plate. 
Rate a. a. 0. S. 177 Fig. 8. 

Amboina: von Martens. 

5. Oncidium Palaense Semp. 
Plate S. 180. 

Amboina: nach Dr. Plate. 
Palaos: nach Semper. 

B) Augen einzeln auf contractilen Höckern. 

6. Oncidium luteum Semp. 

Semper S. 274, Taf. 20, Fig. 10, 12. Plate S. 181. 
Singapore: Semper. 
Celebes: Fluss Djenemaedja bei Luwu, M. Weber. 

7. Oncidium aberrans Semp. 
Semper S. 267. Plate S. 187. 

Wahrscheinlich von Singapore, Semper. 

8. Oncidium nigrum Plate. 
Plate a. a. 0. S. 188. 

Borneo: Gerard. 

C) Augen auf der glatten Haut unregelmässig vertheilt. 

9. Oncidium amUguum Semp. 

Semper a. a. 0. S. 264 Taf. 19 Fig. 4, 5, 10, Taf. 20 Fig. 5. 
Singapore: Semper. 
Palaos: Semper. 
Philippinen: Samar, F. Jagor. 

Oncis Plate. 

Hyponota so breit oder breiter als die Sohle. Mantelrand nicht ge- 
kerbt. Rückenaugen, wenn vorhanden, einzeln stehend. 

a) Augen einzeln. 

1. Oncis coriacea Semp. 

Onchidium coriaceum Semper a. a. 0. S. 271 Taf. 19 Fig. 1. Plate 
S. 190 Fig. 34. 



128 

Singapore: v. Härtens und Semper. 
Celebes: bei Luwu, M. Weber. 
Halmaheira: Dodinga, v. Härtens. 
Java: ein Exemplar im Berliner Huseum. 
Auch Nikobaren, Pulo Pinang und Philippinen. 

b) Augen fehlen. 

2. Oncis lata Plate. 

Plate a. a. 0. S. 191 Taf. 7 Fig. 2. 

Celebes: Hündung des Flusses Djenemaedja in Luwu , H. Weber. 

Die vorliegenden 10 exemplare, stimmen mit der Beschreibung 
Plate's genau überein bis auf die Färbung des Randsaums der Hy- 
ponota. Diese ist nicht gelb, sondern schmutzig gelb-grau. Die gleiche 
Farbe zeigt die Umrandung des Athemloches. Die Haasse der vorlie- 
gende Stücke sind folgende : Das grösste ist 33 mm. lang , 27 mm. 
breit, die Sohle misst in der Hitte 8, das Hyponotum 9,5 mm. Das 
kleinste Exemplar ergab: Länge: 16 mm., Breite: 14 mm.. Sohle: 
4 mm. Hyponotum: 5 mm. (Dr. Meissner.) 

Plate's Original-Exemplare sind aus Neu-Britannien. 

8. Oncis coeca Plate. 

Plate S. 199 Fig. 9. 
Amboina: Expedition der Gazelle. 

Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass Oncis Martensi Plate S 196 
Fig. 7 von mir nicht bei Singapore, sondern bei Petshaburi im Golt 
von Slam gefunden wurde. 

Oncidella Gray. 

Mantelrand fein gekerbt oder gelappt. Auf der Spitze der grösseren 
Kerblappen münden grosse Drüsen aus. Ohne Rückenaugen. 

1. Oncidella griseofusca Tapp. 

Tapparone-Canefri Moll, del viaggio della Magenta Taf. 2 Fig. 1. 
Singapore: Expedition der Magenta. 

Die Abtheilungen Oncidina und Peronina sind bis jetzt in unserem 
Gebiet noch nicht beobachtet. 



129 



AURICULIDAE. 

Luftathmende Schnecken , ohne Deckel , mit zwei Fühlern , die Augen 
an deren Basis, meist hinter denselben. Radula musiogloss, die Queer- 
reihen meist wellenförmig. Schale verhältnissmässig dick, öfters ge- 
färbt oder mit Skulptur, spiral, länglich; Mündung länglich, mit 
mindestens einer Spiralfalte am Columellarrand ; Aussenrand oft ver- 
dickt. Im Innern der Schale die Scheidewände zwischen den einzelnen 
"Windungen oft aufgelöst, und die Windungen der Weichtheile dann 
durch eine neugebildete Zwischenhaut verbunden. 

Fast alle sind ächte Brackwasserschnecken ; nur die Gattung Cary- 
chium lebt im Binnenland und einige Arten von Melampus, Pedipes 
und Plecotrema kann man ebenso gut wie die Littorinen als Meer- 
schnecken betrachten, indem sie an Felsen und Steinen an der offenen 
Meeresküste leben , bei der Fluth oft unter Wasser. Schon Ferussac, 
Prodrome 1821 p. 91 ff. bezeichnete sie als Pulmones gehydrophiles, 
Land-Wasserschnecken, und sagt von ihnen, sie seien „destines ä 
„peupler avec certains Pectinibranches les parties basses des cötes, 
„les etangs saumätres, qui ne conviennent ni aux Pulmones fluvia- 
„tiles [den Limnaeiden] , ni aux veritables Pectinibranches marins , et 
„oü l'alteration des marees les expose souvent aux memes circonstan- 
„ces que les Pulmones fluviatiles qui sont souvent exposes h un 
„dessechement complet que causerait leur mort, s'ils ne pouvaient 
„respirer l'air en nature, et attendre dans la vase encore humide le 
„retour des pluies." Und Souleyet, welcher mehrere Arten im in- 
dischen Archipel lebend beobachtet hat, sagt, Voy. de la Bonite, 
zoolog. II p. 523 „les Auricules sont des Mollusques Pulmones, mais 
„qui vivent constamment sur les bords de la mer ou aupres des 
„marais salins et pour lesquels la proximite de l'eau salee parüt etre 
„aussi n6cessaire .que le sejour dans l'eau douce pour les Pulmones 
„fluviatiles; les Auricules vivent memo une partie du temps sous 
„l'eau, ce qui a sans doute porte quelques zoölogistes ä les regarder 
„comme des animaux marins, respii"ant par des branchies." An der 
Westküste von Borneo genügte mir bei Mampawa eine halbe Stunde, 
um 4 Arten von Auriculiden aus drei Gattungen zu finden, während 
in dem weit landeinwärts gelegenen Binnensee Danau Sriang , während 
eines Aufenthaltes von 10 Tagen, keine einzige Auricuhde mir zu 
Gesicht kam. 



130 

Ich habe sowohl bei Alexia auf den Schlammbänken der Lagunen 
von Venedig, (Malak. Blatt. 1857 p. 131) als bei Pythia, Auricula und 
Cassidula in Niederländisch-Indien mich überzeugt, dass sie an Stellen 
leben , welche bei Fluth von Wasser bedeckt sind , aber doch bei Ebbe 
an der Luft herumkriechen und dabei die Fühler frei ausstrecken , 
also in voller Lebensthätigkeit sind, während Limnaea und Planorbis 
wohl auch hie und da etwas aus dem Wasser herauskriechen, aber 
dann ihre Fühler unthätig am Kopf angelegt halten. Sie sind also 
entschieden mehr Luftthiere als die Limnaeiden; doch fehlt noch 
die Beobachtung, wie sie sich unter Wasser verhalten, ob sie hier 
unthätig bleiben oder zwar sich bewegen, aber doch die Fühlen we- 
niger gebrauchen , als an der Luft , sowie es die ächten Landschnecken 
machen; so schien es mir bei Alexia zu sein. Ihr Verhalten zwischen 
Wasser und Luft gleicht demnach, abgesehen vom Salzgehalt, dem 
von Succinea. 

Dass die Auriculiden wirklich durch eine ähnliche Lungenhöhle wie 
Hehx Luft athmen, haben Quoy und Gaimard an Auricula Midae, 
Trinchese an A. Malchi (Issel moll. borneensi p. 38), Moquin-Tandon 
an Alexia myosotis und Souleyet an Melampus castaneus anatomisch 
nachgewiesen. Quoy und Gaimard haben übrigens beobachtet, dass 
Auricula Midae mehrere Tage unter Wasser gehalten am Leben bleibt , 
was wir ja auch von den luftathmenden Limnaeen wissen. 

Pythia Link. 

Pythia (Bolten 1798) Link 1807. Polydonta Fisch. AValdh. 1807. 
Scarabus Montf. 1810. Strigula Perry 1811. 

Schale seitlich zusammengedrückt mit gegenüber liegenden meist 
hellen, braungesäumten Varicen, wie Ranella, schwach längsstreifig, 
die meisten Arten ohne Bpiralsculptur. Mündung mit zwei Zähnen , 
der untere oft doppelt, über der Columellarfalte und 8 — 6 abwech- 
selnd grösseren auf einer Leiste der Aussenrandes ; Aussen- und Un- 
terrand ausgebreitet. 

a) Statt des Nabels eine geschlossene Queerspalte. 

1. Pythia trigona Troschel Tab. VIII Fig. 1. 
Polydonta carinata Beck ind. moll. 1837 p. 101 ohne Beschreibung- 



131 

Scarabus trigonus Troschel in Archiv f. Naturgeschichte 1838 I p. 
207, Taf. 4 Fig. 5. Reeve in Ann. Mag. n. h. IX p. 219; conch, 
syst. II pl. 188 fig. 2; conch. icon. XII flg. 22. Küster Auricul. 
S. 10 Taf. 1 Fig. 6. Adams a. Reeve Zool. Samarang p. 56 pl. 
14. fig. 12, lebendes Thier. Issael moll. borneensi p. 61. 
Pythia trigona (Troschel) Ffr. mon. Auric. p. 75. Nevill handhstip. 222. 
Stark zusammengedrückt, an den Längsseiten scharfkantig, auf 
hellerem Grund dunkelbraun gefleckt; Nabelspalte lang, völlig ge- 
schlossen. Länge 17 — igV^ Mill., grösste Breite 16 — 20, kleinerer 
Durchmesser 8Vj— 12, Mündung 10 — 12Vj Mih. lang. 

Singapur e: über Wasser dicht am Rande von Brackwassergräben 
in den Cocospflanzungen am westlichen Ende der 
Rheede, zusammen mit Auricula Judae, von mir 
gefunden. 
Pululez bei Bintang, wohl Pulu Loos an der Ostseite der Einfahrt 
nach Bintang, Röttger s. Troschel a. a. 0. — Mampawa an der West- 
küste von Borneo, an sumpfigen Stellen nahe am Meeresstrand, in 
Mehrzahl von mir gefunden ; ebenso in Borneo , Nordwest- oder Nordost- 
küste , unter verwitterndem Laube (decaying leaves) A Adams. — Insel 
Tjabuan, Lowe und Beccari. — Luzon, Cuming. — Irawaddy-delta 
Blanford. - Trincomale auf Ceylon Nevill, 

Dass Beck's Polydonta carinata hieher gehört, scheint mir aus dem 
Namen selbst, der Stellung vor P. plicata und dem Fundort Singapore 
mehr als wahrscheinlich. 

2. Pythia plicata Fer. 

Cochlea compressa fusca etc. Lister bist, conch. 1688 pl. 577 fig. 32, 
copirt bei Klein meth. ostracol. Taf. 1 Fig. 24 und Favanne conchyl. 
pl-i 65 fig. D 4. 

Helix scarabaeus merkwürdige Abänderung, Chemnitz Conch. Cab. 
IX 1786 Fig. 1251, 1252. 

Strigula purpurea Perry conchology 1811 Tab. 15 Fig. 4. 

Scarabus phcatus Ferussac prodr. p. 101 no. 2. Lesson Voy. Co- 
quille, zool. II p. 385. Troschel in Wiegmann's Archiv 1838 I S. 106. 
Taf. 4 Fig. 2. Küster Auriculaceen S. 9 Taf. 1 Fig. 34. Reeve conch. 
syst. pl. 188 flg. 3 ; conch. ic. fig. 28. Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1851 p. 76. 

Scarabus triangularis Benson in Asiat. Journ. V 1836 p. 354. 

Auricula plicata Desh. bei Lam. an. s. vest. ed. 2. VIII p. 339. 



132 

Pythia plicata (Fer.) Pfr. mon. auricul. p. 76. Nevill handlist I p. 222. 
Pythia inflata Pfr. novitat. conch. I 57. Taf. .3 Fig. 34. 
Massig zusammengedrüclit , an den Seiten gerundet, violett-braun, 
öfters etwas gebändert; Nabelspalte kürzer, aber auch ganz ge- 
schlossen. 

Ceylon bei Jaffna (Gardener). Trankebar und Pondichery auf der 
Koromandelküste (Chemnitz und Deshayes). Bengalen 
(FeiTis-sac, Lamare-Picquot , Benson, Stoliczka). Irawaddy-Delta 
und Salween (Blanford); Rangan und Mulmein in de Ecke von 
Pegu und Tenasserim (Stoliczka), Pulo Pinang (Sammlung 
der Ostindischen Compagnie in London und Stoliczka). In Slam 
sammelte ich sie im Kanalsystem zwischen Bangkok und dem 
westlich davon gelegenen Thachin, noch in der Küstenzone, am 
Rand eines künstlichen Teiches, den Fuss der Bäume, welche im 
Wasser standen, bis zu einer Höhe von zwei Fuss über Wasser 
besetzend. Nordwestküste von Borneo (Metcalfe). Surabaya im 
östl. Java, nur ein todtes und abgeriebenes, aber zweifellos zu 
dieser Art gehörigen Stück von mir gefunden. 
Eine grössere Anzahl von Exemplaren , welche ich in Slam sammelte , 
zeigt , dass die Kennzeichen , nach welchen Pfeiffer seine P. inflata von 
plicata unterscheidet, sich auf das Mannichfachste bei den an dersel- 
ben Stelle lebend gesammelten combiniren: kürzere mehr quadrati- 
sche oder gestrecktere mehr eiförmige Gestalt mit dem Vorhandensein 
oder Fehlen eines dritten Zähnchens an der Mündungswand gleich 
unter der grössern Falte und mit stärkerer oder schwächerer Ausprä- 
gung einer Queerkante an der Basis; von den Zähnen des Aussen- 
randes sind fast immer nur drei deutlich ausgeprägt und von diesen 
der oberste der kleinste, zwischen dem mittlem und untern oft noch 
zwei, unterhalb des untern zuweilen noch einer spurweise als kleines 
Knötchen auf dem Verbindungswulst; zuweilen wird einer von diesen 
eingeschalteten so gross wie der oberste. Windungen zähle ich an 
allen meinen erwachsenen Stücken bei verschiedener Grösse, 18 — 24 
Mill., neun oder doch acht und eine halbe; aber die obersten sind 
schwer zu zählen, da die Naht gar nicht vertieft ist. Auch die Fär- 
bung ist bei inflata und plicata ungefähr dieselbe , eines der Exemplare 
aus Bengalen , durch Lamare-Picquot erhalten , im Berliner Museum , 
stimmt in der Färbung ganz mit Pfeiffer's Abbildung von P. inflata 
überein und zeigt auch den ersten Ansatz zur Verdopplung der untern 



133 

Parietalfalte. Die violette Farbe ist nur durch Verbleichen aus der 
dunkelbraunen entstanden. 

b) Nabel auch ganz geschlossen, aber nicht in Form einer Queerlinie. 

8. Pythia imperforata A. Ad, 

Scarabus imperforatus A. Ad. Proc. Zool. Soc. 1851 p. 151. Reeve 
conch. ic. fig. 10. 

Pythia imperforata (A. Ad.) Pfr. mon. auricul. p. 80. 

Celebes: Flussmündung Djenemaedja südlich von Palopo in 

Luwu, M. Weber. 
Borneo: A. Adams. 
Die von Prof. Weber mitgebrachte Schnecke weicht von der Beschrei- 
bung bei A. Adams und Pfeiffer darin ab, dass die letzte Windung 
nicht verschmälert genannt werden kann, die Columellarfalte genau 
queer verläuft, nicht schief aufsteigt und der Aussenrand an allen 
vorliegenden Stücken nur 3 Zähnchen zeigt. Da im Übrigen alles 
stimmt, möchte ich keine besondere Art daraus machen. 

c) Nabel rundlich, eng. 

4. Pythia scaräbaeus L. 

Cochlea compressa variegata etc. Lister bist, conch. IV 1688 pl. 

577 flg. 31, copirt bei Klein meth. ostrac. Taf. 1 Fig. 23, und 

Born test. mus. Caes. p. 364 fig. a. 
— imbrium Rumph amb. rar. p. 91 (deutsche Ausg. S. 55) Taf. 

27 Fig. I. Gualtieri ind. test. tab. 4 Fig. 8. Argenville conchyl. 

ed. 1 pl. 12 fig. T; ed 2 pl. 9 fig. T (nicht ganz ausgewachsen). 
Helix scaräbaeus Linne syst. nat. ed. X, p. 768; ed. XII p. 1241 

Hanley ipsa linn. conch. p. 355. — Chemnitz Conch. Cab. IX S. 179. 

Fig. 1249, 1250, auch noch nicht ganz ausgewachsen, copirt bei 

Küster Auricul. Taf. 1 Fig. 1, 2. 
Helis Pythia Müller bist. verm. II p. 88. 
Scarabus imbrium Montfort conch. syst. II 1810 p. 307. Leach zool. 

misceU I p. 96 pl. 42. Ferussac prodr. p. 101. Lesson Voy. de la 

Coquille, zool. IL p. 333, pl. 10 fig. 5, lebendes Thier, copirt bei 

Oken allg. Naturgesch. Taf. 23 Fig. 8 und Gray fig. moll. an. III 

pl. 306 fig. 3. Troschel in Archiv. Naturgesch. 1833 I S. 204 Taf. 



134 

4 Fig. 1. Reeve conch. syst. pl. 88 flg. 11. A. Adams und Reeve 
zool. Samarang, Moll. p. 56 pl. 14 fig. 13 lebendes Thier copirt 
bei H. A. Ad. genera moll. pl. 82 fig. 3. 

Scarabus scarabaeus Reeve conch. ic. XII fig. 5. 

Audcula scarabaeus Lam. an. s. vert. "VI 2 p. 132 ed. 2 VIII p. 
327. Quoy et Gaimard Voy. Astrol. II p. 162 pl. 13 flg. 24, 
lebendes Thier. 

Pythia rictans Schumacher essai syst. test. p. 229. 

Pythia scarabaeus (L.) Pfr. mon. Auricul. p. 82. v. Härtens Monatsber. 
Berlin. Akad. 1877 p. 286. 

Eiförmig, an den Seiten stumpfwinklig, gelblich-bräunlich mit zahl- 
reichen dunkelbraunen, verschieden gestalteten Flecken und mit runzel- 
artigen flachen, unter sich parallelen Längsstreifen unterhalb der Naht; 
Nabel meist offen, halbkreisförmig, nur selten ganz geschlossen. Untere 
Falte der Mündungswand durch eine Furche gleichmässig zweigetheilt 
32—41 Mill. lang, 18—23 breit, Mündung 20—23'). 

Unausgewachsene Exemplare, denen noch eine oder eine halbe Win- 
dung fehlt, haben zwar auch schon eine gezahnte und verdickte Mün- 
dung, lassen sich aber doch daran erkennen, dass der Aussenrand 
nur schmal ist, namentlich nach unten sich nicht so lappenartig aus- 
breitet , wie bei den erwachsenen , wodurch auch die Breite der ganzen 
Schale im Verhältniss zur Länge grösser erscheint, und dass die Colu- 
mellarfalte direkt in den Mündungsrand übergeht. Schon junge Stücke 
von erst 11 Mill. Länge und 7 Breite zeigen Zähne in der Mündung. 

Rumph sagt a. a. 0. von seiner Cochlea imbrium: es werden diese 
Schnecken an der Seeküste, unter verfaulten Blättern und Holz, so- 
wohl am Strand als mehr landwärts, ja öfter auch auf den Bergen 
gefunden , und es ist nicht wahrscheinlich , dass sie vom Strande dahin 
kriechen könnten; man glaubt daher, dass sie durch den Wind bei 
starkem Platzregen von unten aufgehoben und daselbst niedergeworfen 
werden; mir aber kommt es wahrscheinlicher vor, dass sie auf den 
Bergen selbst durch den Regen erzeugt werden, weil man sie daselbst 
sowohl klein als gross findet. Soweit Rumph, und manche haben 
desshalb diese Gattung als ächte Landschnecken angesehen ; es fragt sich 
aber was Rumph unter seinen „Bergen" versteht. Tb. Studer, welcher 



1) In Pätel's Sammlung, jetzt im Berliner Museum, ein noch etwas grösseres Stück, 
43V5 Mill. lang, SC"/;; breit, Mündung SS'/j, angeblich von den Molukken; die obigen 
Angaben nach den Exemplaren, die ich selbst auf den Molukken gesammelt. 



135 

sie ebenfalls auf Amboina gesammelt hat, sagt ausdrücklich „im 
Brackwasser und nahe dem Ebbestrand ungemein häufig" (Forschungs- 
reise der Gazelle III. Zoologie 1889 S. 220). Es ist mir aber nicht 
bekannt, dass sie irgendwo einigermaassen entfernt vom Meere ge- 
funden wurde. Ich fand sie auf Ternate, Tidore, Moti, Kajoa, Batjan 
und bei Dodinga auf Halmahera nur im Gebiet des salzhaltigen Was- 
sers, am Boden oder seltener an Blättern von Gesträuch; zu Oka bei 
Larentuka auf Flores aUerdings am Rand eines Bächleins mit süssem 
Wasser, aber doch noch innerhalb der Strandzone; bei Wahai auf 
Ceram in der Nähe des Meeres , aber doch in Gesellschaft ächter Land- 
schnecken : Gyclotus Amboinensis und Helicina suturaHs. Lesson sagt 
von Sc. Lessoni Blainv. auf Neu-Irland: in geringer Entfernung vom 
Meer, unter Moos und namenthch in den immer feuchten Blattachseln 
einer AmaryDidee, Pancratium; abgeriebene Schalen auch in einer 
Entfernung von mehr als 1 Lieue in Wäldern und auf Bergen. Quoy 
und Gaimard berichten, dass P. scarabaeus auf den Lande (ä terre) 
nicht weit vom Strande leben, sie dieselbe aber nie unter Wasser 
gesehen haben; sie sei apathisch und lichtscheu, verberge sich unter 
abgestorbenem Laube und komme nach starkem Regen aus der Schale 
hervor. A. Adams fand diese Art auf Celebes und Borneo unter todtem 
Laub und vermodernden Pflanzentheilen in Wäldern nahe der Meeres- 
küste. 

Die geographische Verbreitung der Art zu umgränzen ist desshalb 
unsicher, weil die Unterscheidung der Arten in dieser Gattung 
schwierig ist und die verschiedenen Autoren darüber nicht immer 
einig sind. Halten wir uns zunächst an Pfeiffer's Monographie der 
Auriculaceen 1856 und nehmen an, dass alle Autoren, welche er zu 
dieser Art citirt oder welche nach ihm den Artnamen scarabaeus L. 
gebrauchen, auch dieselbe Art gemeint haben, so ergibt sich folgende 
Verbreitung : 

Amboina-gruppe der Molukken : Amboina , einzelne Stücke ich selbst , 
andere von Th. Studer bei der Expedition der Gazelle. Haruku, 
K. Martin (Schepman Not. Leyd. Mus. XV p. 153). Saparua, 
Strubell (Böttger Bericht d. Senkenberg. Gesellsch. 1891 S. 276). 
Buru, Lesson. 
Banda-gruppe , Strubell bei Böttger a. a. 0. , etwas abweichend. 
Eigentliche Molukken : auf den oben angeführten Inseln von mir ge- 
funden ; Batjan von Strubell. 



136 

Nördliches Celebes : A. Adams und A. B. Meyer im Berliner Museum. 

Borneo, wahrscheinlich das nordöstliche, A. Adams. Die Adams'- 
sehen Stücke von Celebes und Borneo werden von PfeiÖ'er als 
eigene Art, P. Reeveana, betrachtet, mon. auricul p. 81. 

Timor, s. unten var. tripartita. 

Neu-Guinea und Umgebung: Port Dorey, RafFray. Aruinseln, Bec- 
cari. Neu-Irland , Lesson , von Blainville als Sc. Lessoni getrennt, 
aber von Pfeifler mit scarabaeus vereinigt. Neu-Irland und Neu- 
Hannover, Expedition der Gazelle. Neue Hebriden, Quoy und Gaimard. 
Salomons-inseln , Cox. Auch der von Hombron und Jacquinot 
voy. pole sud pl. 10 flg. 15—17 abgebildete Scar. insularis von 
der Salomons-inseln gleicht meinen Exemplaren von Halmahera 
so genau, dass ich ihn für dieselbe Art halten muss. 

Dagegen stehen mir die beiden Angaben: Java bei Frauenfeld, Ver- 
handl. zool. bot. Gesellsch. 1869 p. 877 und Nikobaren bei Nevill 
handlist I p. 221 noch zu isolirt, um sie unbedingt anzunehmen. 

Pythia scarabaeus var. tripartita. 

29 Mill. lang, 19 breit, Mündung 20 lang. Die eigentliche Columel- 
larfalte stark, aber nicht in der Mitte durch eine Furche zweigetheilt, 
sondern an der Ober- und an der Unterseite mit einem kleinen An- 
hang , der untere deutlicher abgesetzt. Farbe des einzigen , anscheinend 
etwas abgeriebenen Exemplars hellkastanienbraun, ohne Flecken. Im 
Übrigen mit P. scarabaeus von den Molukken übereinstimmend. 
Timor bei Kupang, Prof. Wichmann, Ein Exemplar. 

Es ist mir sonst noch keine Art dieser Gattung aus Timor vorge- 
kommen und bleibt es daher noch zweifelhaft, ob es nur eine individu- 
elle Variation oder eine geographisch abgegränzte Abart oder gar Art sei. 

5. Pythia pantherina A. Ad. 
Helix scarabaeus var. Favanne conchyliologie 1780 pl. 65 fig. Dl. 
Scarabus pyramidatus (non Reeve) Küster Auricul. S. 62 Taf. 9 

Fig. 3. 4. Mousson moll. jav. S. 49 Taf. 5 Fig. 10. Smit in 

Natuurkund. Tijdschr. Nederl.Indie XX 1860 p. 324. 
Scarabus pantherinus A. Adams Proc. Zool. Soc. 1850 p. 152. Issel 

moll. borneensi p. 61. 
Pythia pantherina (A. Ad.) Pfeiffer mon. Auricul. p. 94. Böttger 

Ber. Senkenberg. Gesellsch. 1891 S. 275. 



137 

Merklich kleiner, schlanker, mit stärker verlängertem spitzem Ge- 
winde, aber in der Skulptur und den Zähnen nicht wesentlich von P. 
scarabaeus verschieden. Nabel eng. 

Länge 21-34 Mill., Breite 14-20, Mündung 13-20. 
Obwohl diese Art im allgemeinen Umriss sich aufTällig genug von 
normalen P. scarabaeus unterscheidet, so habe ich doch einige Be- 
denken, ob sie sich bei reicherem Material scharf getrennt halten 
lassen wird. Auf Tawalli unweit Batjan fand ich nämlich neben an- 
dern normalen P. scarabaeus ein Exemplar, das noch etwas kleiner 
und schlanker als diese pantherina ist, 20 Mill. lang, 12 breit, Mün- 
dung 11 Mill. lang, das in allen übrigen Beziehungen, Färbung, 
Sculptur u. s. w. ganz genau mit den zugleich gefundenen normalen 
P. scarabaeus zusammenstimmt und daher kaum anders als eine ver- 
kümmerte Form desselben zu betrachten ist ; dann würde aber pan- 
therina ganz innerhalb der Variations-breite von scarabaeus liegen. 
Pfeiffer, der nur die Dimensionen eines Exemplars bei beiden angibt, 
findet desshalb auch mehr Unterschied in der Grösse, während ich, 
von jeder Art die grössten und kleinsten (erwachsenen), die mir vor- 
gekommen, ausmessend, eine weitere Variationsbreite für beide finde; 
das Stück von 34 Mill Länge ist aus Java, von Zollinger an Mousson 
gegeben. Dagegen erhält die Art eine gewisse weitere Berechtigung 
dadurch, dass sie auch in der westiichen Hälfte von Niederländisch- 
indien verbreitet ist , wo der Vorkommen der ächten scarabaeus noch 
sehr zweifelhaft ist. 

Sumatra: bei Benkulen von mir gefunden, bei Tiku in der 
Assistenz-Residentschaft Agam von Dr. Ludeking, 
angeblich an Kalkfelsen (Smitt a. a. 0.) 
Java: Anjer an der Sundastrasse, von mir gefunden. Südwest- 
küste Java's, Resid. Bantam, nahe dem Strand in den 
von Busch-holz bedeckten Sümpfen , an Stämmen , wenig 
über Wasser, van Hasselt. Insel Nusa-Baron an der Süd- 
küste, Zollinger bei Mousson. 
Borneo: A. Adams nach Pfeiffer. Tandjong-datu bei Sarawak, 

Doria und Beccari. 
Celebes: Cuming'sche Sammlung nach Pfeiffer. 
Philippinen: Cagayan auf Mindanao und Siquijor, Cuming. 
M 1 u k k e n : Tawalli (vgl. oben) und Wahai auf Ceram , v. Martens. 
Haruku und Saparua, Strubell (Böttger a, a. 0.). 



138 

Nach Jousseaume Mem. Soc. geol. de France VII 1894 auch auf 
Ceylon , nach Nevill handlist p. 222 auch auf den Nikobaren , nach 
Tapparone-Canefri auf Neu-Guinea bei Mansinam von Albertis gefunden. 

Ausser den hier gekennzeichneten Arten sind noch die folgenden 
von verschiedenen Autoren als in Niederländisch-Indien vorkommend 
angegeben ; ich muss es dahin gestellt sein lassen , wie weit dieselben 
sich bei näherer Kenntniss und reicherem Material bewähren werden. 

Pythia Reeveana Pfr. monogr. Auricul p. 81 auf die von A. 
Adams selbst als scarabaeus bezeichnete Art begründet, Reeve 
flg. 6 von Borneo, Celebes und den Philippinen. 

— albovaricosa Pfr. novitat. I S. 6 Taf. 3 Fig. 1. 2 und mo- 
nogr. p. 87 von Celebes, 44 Mill. lang, fast glatt, einfarbig 
bräunlich (abgerieben?), wenig von scarabaeus verschieden. 

— Celebensis Pfr. monogr. p. 89, Reeve fig. 1 von Celebes, 
einfarbig gelblich, mit gelben Varicen, obere Parietalfalte ein- 
fach, Columellarfalte schwach, Mündungsrand violett-röthlich. 

— striata Reeve, Pfr. monogr. p. 94, Reeve conch. ic. fig. 26. 
von den Philippinen, ist Quoy und Gaimard's Aur. scarabaeus 
ohne nähere Fundortsangabe, von Süd-Amboina und Haruku 
nach Böttger Ber. Senkenb. Ges. 1891 S. 277 und Shepman Not. 
Leyd. Mus. XV p. 154 

— crassidens Hombron et Jacquinot (Scarabus) Voy. pole sud, 
Zool. V p. 40 pl. 10 flg. 12 — 14 von Amboina, möchte ich nach 
der Abbildung entschieden für ein unausgewachsenes Stück und 
zwar wahrscheinlich von P. undata halten, welche demnach auch 
auf Amboina vorkäme. Da bei dieser die eigenthüraliche Skulptur 
erst auf der letzten Windung deutlich wird , ist es nicht zu ver- 
wundern , wenn sie auf der Abbildung noch nicht ersichtlich ist und 
in der Beschreibung, welche Rousseau nur nach der Abbildung ge- 
macht hat, ohne die Exemplare vor sich zu haben , die Schale glatt 
genannt wird. Böttger dagegen, S. 275 a. a. 0., erklärt sie für 
eine gute Art, welche Strubell auf Nord-Amboina , Haruku und 
Saparua gesammelt habe, und für identisch mit P. Wallacei Pfr. 
Proc. Zool. Soc. 1861 pl. 2 fig. 2 von Batjan, welche nach dem 
dünnen Mündungsrand zu urtheilen , wohl auch ein Jugendzustand 
ist. Shepman Not. Leyd. Mus. XV p. 154 hat sie auch von Sa- 
parua , zweifelt aber daran , dass sie von P. striata constant 
verschieden sei. 



139 

- Pollex Hends Voy. Sulph., Zool. Moll. p. 60 pl. 16 flg. 9. 10, 
Pfr. mon. p. 87, Reeve flg. 7, von der Viti-inseln, soll nach 
Böttger Ber. Senkenberg. Gesellsch. 1891 S. 276 auch auf Ha- 
ruku und Saparua vorkommen. 

— semisulcata A. Ad., Pfr. mon. p. 93, unbekannten Fund- 
ortes, nach Böttger's Bestimmung bei Shepman Not. Leyd. Mus. 
XV p. 153 auf Saparua gefunden. „Species distinctissima" Pfr. 

6. Pythia undata Less. 
Scarabus undatus Lesson Voy. de la Coquille, Zool. II 1880 p. 336 
pl. 10 flg. 6. Pveeve in Ann. Mag. n. h. IX p. 219 pl. 4 flg. 4; 
conchol. System. II pl. 188 flg. 4; conch. icon. XII flg. 17. Küster 
Auriculac. S. 65 pl. 9 flg. 8, 9. 
Polydonta abbreviata Beck ind. moll. 1837 p. 101. 
Scarabus variabilis var. Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll. 

pl. 10 flg. 7. 9. 
Pythia undata (Less.) Pfeiffer mon. auricul. p. 90. 
Scarabus avellana Reeve conch. icon. XII flg. 67t. 
Etvras breit oval, mit unregelmässig wellenförmigen, unter sich 
anastomosirenden Längsrunzeln, einfarbig grünlichbraun. Nabel ziem- 
lich weit. Obere Parietalfalte zweischenklig ; Columellarfalte quer-gestellt, 
dick, in den Innern Theil des Columellarrandes auslaufend. Aussen- 
rand mit 4 — 5 grössern und öfters einigen kleinern Zähnen. 22 — 29 
Mill. lang, 14—18 breit, Mündung 15V3-2O. 

Sumatra: Palembang, Teysmann in Mousson's Sammlung. 

M a d u r a bei Java , Reeve. 

Bali bei Djembrana, Zollinger in Mousson's Sammlung. 

Flor es bei Oka unweit Larentuka, am Rand eines Baches ganz 

nahe am Meeresstrand , v. Martens. 
Buru bei Kajeli in einem schwach-salzigen Strandsumpf, in Ge- 

Seilschaft von Neritina dubia, v. Martens. 
Ceram: Wahrscheinlich von Rosenberg, in Dunker's Sammlung. 
Insel Waigiou oder Waigarae bei Neu-Guinea, Lesson. 
Neu-Guinea, Hombron und Jacquinot. 
Die eigenthümliche Sculptur tritt erst auf der letzten Windung und 
auch da in der zweiten Hälfte derselben stärker hervor; auf den 
früheren Windungen sind die Längsstreifen schwächer und mehr ge- 
rade, unter sich parallel; bei den Exemplaren von Buru sehe ich auch 



140 

1—2 vertiefte feine Spirallinien in der Nähe der Naht; dadurch nähert 
sie sich etwas der folgenden. 

Da die angegebenen Fundorte eine weite Verbreitung über Nieder- 
ländisch-Indien andeuten, so ist es auffallend, dass diese Art nicht 
auch neuerdings von Anderen wiedergefunden oder vielleicht auch nur 
nicht erkannt worden ist. P. Cumingiana Petit von den Phiüppinen und 
P. leopardus Reeve von Neu-Caledonien stehen unserer Art sehr nahe. 

7. Pythia Borneensis A. Ad. 

Scarabus Borneensis A. Adams Proc. Zool. Soc. 1850 p. 152; Met- 
calfe Proc. Zool. Soc. 1851 p. 72. 

Pythia Borneensis Pfeiffer monogr. Auricul. p. 96. 

Konisch eiförmig, durch vertiefte Spirallinien, welche unterhalb der 
Naht etwas stärker werden, und Längsstreifen fein gegittert, braun, 
etwas gebändert. Nabel (nach Schwaner's Exemplaren im Leydner 
Museum) zuweilen ganz geschlossen, zuweilen halbrund oder selbst in 
der Richtung des kleinen (nicht des grossen) Durchmessers linienförmig. 
Der Columellarrand ist tief zweigetheilt , sein innerer Schenkel setzt 
sich aber nicht wie bei P. undata in die Columellarfalte fort, sondern 
diese läuft an ihm vorbei bis zum äussern Rande. Obere Parietalfalte 
zweischenklig , untere durch ein hinzutretendes Zähnchen verdoppelt, 
23^9—25 Mill. lang, 11—12 breit, Mündung 16—17 Milk 

Borneo, Taylor bei A. Adams und Schwaner im Leydner Mu- 
seum; speciell Gegend von Sarawak, Metcalfe. 

Cassidula Per., Gray. 
Ferussac prodr. 1821 p. 105 als Untergattung von Auricula. — 
Gray Proc. Zool. Soc. 1847 p. 175. Pfeiffer mon. Auricul. p. 108. 

Schale verkehrt eiförmig (d. h. das breitere Ende nach oben) , spiral 
gefurcht, braun, einfarbig oder gebändert; bei den meisten Arten ein 
Spiralkiel in der Nabelgegend. Mündungsrand breit umgeschlagen, na- 
mentlich auch der Culumellarrand , roseuroth oder weisslich; zwei 
Parietal- und eine Columellarfalte; Aussenrand in Mitte und unterm 
Drittel breit nach innen ausgedehnt , dann nach oben plötzlich schmaler, 
wodurch eine vorspringende Ecke entsteht. 

Weichtheile ähnlich wie bei Pythia: Fühler konisch, zugespitzt, 
Augen nach innen und hinten in einem hellen Hof der sonst stark 



141 

pigmentirten üSTackenhaut. H. und A. Adams gen. moll. p. 238 pl. 82 
üg. 2 lassen den Fuss am hintern Ende zweispitzig sein, ich habe 
das nie bemerkt und finde auch an den Zeichnungen des lebenden 
Thiers bei Hombron und Jacquinot und bei Souleyet den Fuss ein- 
spitzig. Auricula monile Q. G. aber, welche einen zweispitzigen Fuss 
hat und von Gray üg. moll. an. IV p. 118 als Cassidula aufgeführt 
wird, gehört der Schale nach entschieden zu Melampus. In den Be- 
schreibungen ist öfters angegeben, dass die untere Paritalfalte sich in 
den Kiel um den Nabel fortsetze; in der That sieht man oft zwischen 
Columellarrand und der unteren Parietalfalte eine Verlängerung des 
Spiralkiels nach innen mehr oder weniger deutlich verlaufen, am 
schärfsten ausgeprägt bei Exemplaren welche noch jünger sind, in- 
dem hier noch keine neue Schichte auf den untern Theil der Mün- 
dungswand aufgelagert ist, also diese Fortsetzung des Spiralkiels 
trifft immer in einem spitzen Winkel auf die untere Parietalfalte, 
zuweilen in die Mitte derselben; nur wo letztere noch nicht ganz aus- 
gebildet ist, trifft der Spiralkiel in einzelnen Exemplaren auch auf 
das äussere Ende der Falte, so dass der Schein einer unmittelbaren 
Fortsetzung, doch immer mit veränderter Richtung, entsteht. Als 
Art-unterschied sind diese Verhältnisse nicht zu verwenden, eben 
weil sie von der zeitlichen Ausbildung des Individuums abhängen. 

Cassidula ist durch das ganze Gebiet des indischen Oceans im wei- 
testen Sinn, von der Ostküste Afrikas bis Australien (Sydney) und 
Polynesien verbreitet, kommt aber ausserhalb desselben nicht vor. 

1. Cassidula auris-felis Brug. Taf. VIII Fig. 12 — 14. 

Voluta coffea Chemnitz Conch. Cab. IX 2 S. 45 Fig. 1043, 1044, 

gut, aber sehr gross, copirt bei Küster Auricul. Taf. 3 Fig. 3 

Nicht Linne's Vol. coffea. Favanne conchyliologie pl. 65 flg. H 7, 

verkleinert. 
Bulimus auris-felis Bruguiere Encycl. method. Vers I, p. 343 (etwas 

unsicher, vielleicht eher C. nucleus), pl. 460, flg. 5. 
Auricula felis Lamarck an. s. vert. ed. 1 VI, 2; ed. 2 VIII p. 226. 

— Ferussac prodr. p. 115. — Souleyet Voy. Bonite, Zool. II p. 

516 pl. 29 fig. 21—23, lebendes Thier, copirt bei Gray flg. moll. 

an. III pl. 304 fig. 3. — Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1851 p. 72. 

Sowerby bei Reeve conch. ic. XX fig. 25. 
Cassidulus Chemnitzii Beck ind. moll. p. 105. 



142 

Auricula fusca Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll. pl. 9 

fig. 7, 9, fig. 8 lebendes Thier. 
Cassidula auris-felis (Brug.) Proc. Zool. See. 1847 p. 179. Pfeiffer 

mon. Auricul. p. 117. 

— inflamraata (Bolten) Mörch catal. Yoldi p. 38. 

— coffea Adaras gen. moll. II p. 238 pl. 82 fig. 2, 2a (zu kurz). 
Tapparone-Canefri Zool. Viagg. Magenta, Malac. (Mem. Accad. 
Torino 2 XXV 14 1874) p. 106. 

Schale verhältnissmässig gross, mit nur schwacher Skulptur, etwas 
glänzend, kastanienbi'aun oder gelblich-braun, meist ein helleres mehr 
oder weniger bestimmtes Band etwas unterhalb der Naht. Mündung 
ziemlich eng, etwa '/, der ganzen Schalenlänge einnehmend; zwei 
Parietalfalten , die obere dünn und fast senkrecht, die untere etwas 
stärker und schief. Columellarfalte durch eine Furche mehr oder weniger 
bestimmt zweigetheilt, das untere Stück kleiner, Aussenrand frisch 
rosenroth, verbleicht weisslich; der verbreitete Mitteltheil desselben 
gekerbt. 24—31 Mill. lang, 16—19 breit, Mündung 20—25. 

Benkulen auf Sumatra, v. Martens. Jebus auf Banka, Teysmann 
in Mousson's Sammlung. Java, Heusinger bei Pfeiffer; Novara Exped. 
und Magenta ; Tandjong Priok bei Batavia , Strubell ; bei Surabaja von 
mir gefunden. Bor neo, Hombr. et Jacq.; Gegend von Sarawak, Metcalfe 
und Beccari. Arakan, Blanford. Mergui und benachbarte Inseln, auf 
Schlammflächen und in Mangle sümpfen , Th. Philippi und J. Anderson. 
Bangkok im Kanalsystem zwischen dieser Stadt und Thachin, auf 
feuchtem Schlammboden, zur Zeit meiner Anwesenheit über Wasser; 
v. Martens. Daria in Cochinchina, Morelet. Manila, Cuming. 

In Neu-Guinea und Polynesien scheint sie nicht vorzukommen. 

2. Cassidula multiplicata Marts. Tab. VIII Fig. 2. 

Cassidula multiplicata v. Martens Monatsberichte d. Berlin. Akad 
d. Wiss. 1865 p. 54; Pfeiffer mon. Pneum. suppl. III p. 354. 

— Bensoni (Pfr.) Martens Linn. Soc. Journ. XXI 1886 p. 166. 
Ähnlich der vorigen , aber die Columellarfalte an ihrem äussern Ende 

durch Furchen in drei oder vier Stränge getheilt. Gewinde stumpf, 
mehr gewölbt als zugespitzt. Schultergegend mit kaum merklicher 
Kante, ohne helles Band oder nur mit schwacher Andeutung eines 
solchen nahe der Mündung; die Spiralfurchen unterhalb derselben oft, 
aber nicht immer, schwächer, als oberhalb. Aussenrand blass roth- 



143 

braun oder gelb-braun, sein verbreiteter mittlerer Theil mit einer oder 
zwei stärkeren Einkerbungen. 17 — 21 Mill. lang, ll'/j — 14 breit, Mün- 
dung 13— löVs- 

Bangka, Teysmann in Mousson's Sammlung. Singapore, häufig 
in Gesellschaft mit C. mustelina von mir gefunden. Elphinstone Bay 
bei Mergui, J. Anderson. 

Diese Art habe ich in verschiedenen Sammlungen unter dem Namen 
C. nucleus gesehen , aber der ursprüngliche Typus von C. nucleus , 
Martyn universal conchology II pl. 67 (ed. Chenu pl. 24, fig. 2) von 
Otaheite, ist eine ganz andere Art, viel ähnlicher der C. mustelina 
Mouss., wenn nicht identisch mit derselben. Küster's Abbildung und 
Pfeiffer's Beschreibung von nucleus passen dagegen ziemhch gut zu 
dieser Art , doch ist bei beiden die Columellarfalte nur als doppelt 
angegeben ; C. nucleus bei Gassies faun. conchyl. de la Nouv. Caledonie 
pl. 3, flg. 9 hat die Columellarfalte einfach und scheint kaum von 
mustelina verschieden. Unausgewachsene Exemplare zeigen die Co- 
lumellarfalte noch ganz einfach und die Oberfläche von einer Cuticula 
bedeckt, welche vertikale Reihen von Häarchen zeigt, die aber sehr 
leicht abfallen und daher bei trockener Aufbewahrung meist verloren 
gehen; solche Exemplare habe ich a. a. 0. irrig für C. Bensoni Ffr. 
gehalten. Eine ähnliche Behaarung kommt bekanntlich auch bei jungen 
Exemplaren von Marinula Firmini Fayr. vor. 

Die phihppinisclie C. Quadrasi Hidalgo von Zebu zeigt dieselbe 
Zertheilung der Columellarfalte und ist auch in der ganzen Gestalt 
sehr ähnlich, zeigt aber nach dem mir vorliegenden Stücken tiefere 
Spiralfurchen auf dem ganzen letzten Umgang und bleibt etwas 
kleiner. 

3. Cassidula turgida Ffr. 

Ffeiffer in Malak. Blatt. 1854 S. 134; novitat conch. I S. 48 Taf. 
12 Fig. 19, 20; monogr. Auricul. p. 115. 

Gewissermassen eine C. multiplicata im Kleinen, nur 11 — 14 Mill. 
lang, S'/g-S breit und die Mündung ebensolang, bauchig-eiförmig mit 
kurzem Gewinde und gitterförmiger Skulptur, im frischen Zustand 
an den Knotenpunkten mit Häarchen bedeckt, einfarbig dunkelbraun, 
zuweilen mit einem helleren Wachsthumsabsatz ; 2 Farietalfalten ; Co- 
lumellarfalte durch Furchen mehrfach getheilt, Aussenrand gelblich, 
der verbreiterte mittlere Theil öfters mit einem stumpfen Zähnchen 



144 

gegenüber der untern Parietalfalte ; auch in der obern Bucht über dem 
verbreiterten Theil meist ein stumpfes Zähnchen. 

A m b i n a , bei Weynita auf weichem Schlammgrund zwischen den 

Wurzeln von Rhizophoren, mit C. sulculosa zusammen, 

von Martens. Philippinen-insel Negros, Cuming. 

Pfeiffer's grössere Varietät von Singapore, 15Vj Mill. lang, 9 Vg breit, 

Mündung 11 Mill. lang, muss der C. multiplicata sehr nahe kommen. 

Cassidula Bensoni Pfr. ebenda, Fig. 17, 18, monogr. 111 von 

Singapore ist dieser Art ähnlich, aber mit einfacher Columellarfalte. 

4. Cassidula mustelina Desh. Tab. A^III, Fig. 15. 

Knorr Vergnüg, d. Augen VI 1773, Taf. 17, Fig. 9. 

Auricula mustelina Deshayes in Encycl. meth., Vers II p. 92 und 
Lamarck an. d. vert. ed. 2 VIII p. 336. Küster Auricul. S. Taf. 4. 
Fig. 3, 4. Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1851 p. 72. 

Cassidulus mustelae Beck ind. moll. p. 105. 

Cassidula mustelina Pfeiffer mon. Auricul. p. 116. Gassies faune 
malac. de la Nouv. Caledonie p. 71, pl. 3, flg. 10. Tapparone-Canefri 
faun. mal. Nov. Guin. p. 223. 

Auricula rhodostoma Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll, 
pl. 9, flg. 1-3. 

— coflea. (L.) Sowerby-Reeve conchol. icon. XII flg. 27. 

Breit eiförmig, nach oben angeschwollen, mit kurzem Gewinde 
und zahlreichen schwachen Spirallinien, kastanienbraun und weisslich 
gebändert. Mündungsrand rosenroth, verbleicht weisslich. 

Der verbreiterte mittlere Theil des Aussenrandes mehrfach einge- 
kerbt, oberhalb desselben eine tiefe kurze Einbucht und darüber wie- 
der ein stumpfes Zähnchen. Obere Parietalfalte sehr schwach, mittlere 
nicht vorhanden, die untere und die Columellarfalte einfach, aber 
stark ausgeprägt. 22 — 27 Mill. lang, 15— 17V2 breit, Mündung 17 — 
22 Mill. 

Diese altbekannte und leicht kennbare Art ist von F. Jagor auf 
der kleinen Insel Nusa-Kembangan au der Südküste von Java gefun- 
den und in einem ungewohnten grossen Exemplar, dessen Maasse oben 
als Maximum angeführt , dem Berliner Museum gegeben. Ferner wird sie 
aus Borneo von Metcalfe a.a.O., auch aus Java und aus Sumatra 
von P. Fischer catalogue d. distribut, göographique d. moll. terr. de 
rindochine 1891 p. 40 angeführt. Deshayes hat sie zuerst aus Neu- 



145 

Seeland angegeben; Beccari hat sie auf den Aru-inseln, Hombron 
und Jacquinot auf Neu Guinea gefunden, Montrouzier auf Neu-Cale- 
donien , Cuming auf den Philippinen ; in Castelneau's Sammlung sah 
ich sie von Chantabun in Slam. Pfeiffer nennt noch Singapore und 
Pulo-Pinang nach Bacon und Cantor, P. Fischer a. a. 0. auch noch 
Cambodja, Formosa und Mauritius; von letztgenannter Insel habe ich 
zwar verschiedene Auriciüiden , aber nie diese Art erhalten ; ebenso 
wird das Vorkommen auf Neuseeland sehr zweifelhaft, Hutton führt 
sie in seiner zweiten Zusammenstellung der neuseeländischen Mol- 
lusken, manual 1880, gar nicht mehr an. 

Die Bänder wechseln an Zahl und Breite; am konstantesten ist ein 
blass weissliches in der Schultergegend, dasselbe, welches auch bei 
C. felis angedeutet ist, und zwei andere in der untern Hälfte der 
Schale ; ausserdem sind Naht und Nabelkiel weiss. An Einem Exemplar 
ist nur ein breiteres weisses Band in der Mitte, abgesehen von dem- 
jenigen an der Schulterhöhe. Wenn die weissen Bänder breit und die 
braunen Zwischenräume eng werden, so erscheint die Schale weiss 
mit 4 braunen Bändern. Bei einem Exemplar treten die Bänder erst 
nahe der Mündung auf, das Übrige ist ganz braun. 

5. Gassidula triparietalis n. Tab. VIII. Fig. 16. 

Auricula nucleus (Martyn) Gassies faune conchyliolog. de la Nouv. 
Caledonie 1863 p. 71, pl. 3, fig. 9. 

Gassidula distans Mousson mscr. in seiner Sammlung. 

Breit eiförmig mit ziemlich kurzem stumpfem Gewinde, mit zahl- 
reichen sehr seichten Spiralfurchen ; Aussenseite einfarbig schwarzbraun. 
Obere Parietalfalte sehr schwach, untere gut ausgebildet; eine weitere, 
etwas tiefer nach innen liegende , vertikal aufsteigende weissliche Falte 
zwischen beiden, doch der unteren näher. Columellarfalte stark, ein- 
fach, nicht bis an den Rand reichend; von ihrem äussern Ende 
erhebt sich eine vertikale Falte, welche bis zur Innern Fortsetzung 
des Nabelkiels emporsteigt. Aussenrand und Columellarrand braungelb , 
mittlerer Theil des Aussenrands verbreitet, unterhalb der vorsprin- 
genden Ecke nicht eingekerbt ; oberhalb jener Ecke ist der Aussenrand 
nur massig eingebuchtet, die Bucht ist länger als tief, verliert sich 
allmähg nach oben und zeigt nur zuweilen einen ganz kleinen Vorsprung 
in ihrer Mitte. Im frischen Zustand ist die Aussenfläche der Schale 
mit kurzen Häärchen besetzt, welche aber leicht abfallen, die Ober- 

10 



146 

fläche bleibt aber dann matt und nur die Mündungswand ist glänzend. 
15-21 Mill. lang, 9-13 breit, Mündung 11-17 MiU. 

Ich fand diese Art zahlreich auf Batjan, im Mangle-dickicht auf 
von brackischem Wasser durchtränkten Grund , theils am Boden selbst , 
theils an den Wurzeln oder dem untersten Theil der Stämme von 
Sonneratia , theils auf am Boden liegenden Blättern und Zweigen ; eben- 
falls bei Wahai auf Ceram, auch im Mangle-dickicht. Kleinere Exem- 
plare (15—16 Mill. lang) bei Oka unweit Larentuka auf Flores, am 
schlammigen Rand eines Bächleins ganz nahe am Meeresstrand. In 
Mousson's Sammlung sah ich 1864 übereinstimmende Exemplare von 
Djembrana auf Bali, durch Zollinger gesammelt. 

Diese Art kann ich in keiner der vorhandenen Beschreibungen und 
Abbildungen wieder erkennen; in der allgemeinen, etwas verkehrt 
konischen oder Cassis-förmigen Gestalt gleicht sie der C. mustelina 
Desh., welche aber schon durch ihre Färbung auf den ersten Anblick 
sich unterscheidet, bei näherem Anblick auch durch den Mangel der 
dritten Parietalfalte und die tiefere aber kürzere Einbucht oberhalb 
des verbreiterten Theils des Aussenrandes. Von C. nucleus Küst. 
Auricul. Taf. 4. Fig. 5, 6 und Pfeiffer, mon. auricul p. 115 (nicht 
Martyn), unterscheidet sie sich durch die einfache, nicht verdoppelte 
Columellarfalte ; C. nucleus von Gassies faun malac. de la Nouv. Ca- 
ledonie 1863 p. 71 pl. 3 flg. 9 zeigt zwar die einfache Columellarfalte, 
ist aber schlanker, auch gebändert, ebenfalls ohne die dritte Parietal- 
falte und mit anderer Einbucht des Aussenrandes. 

6. Cassidiüa sulculosa Mouss. Tab. VIII. Fig. 17. 

Auricula sulculosa Mousson jav. raoll. S. 45. Taf. 5. Fig. 8. 
Cassidula sulculosa (Mousson) Pfeifler mon. auricul. p. 114. 
Von tiefen, nicht sehr gedrängt stehenden Spiralfurchen durchzo- 
gen, blass grünlich-gelb mit mehreren breiten dunkelbraunen Bändern; 
Gewinde verhältnissmässig länger als bei den vorigen und spitziger. 
Columellarfalte nach aussen tief herabsteigend und so gewissermassen 
einen Innern Schenkel des zweigetheilten Columellarrands bildend ; keine 
Verbindung zwischen den beiden Parietalfalten. 12—17 Mifl. lang, 
6-8V2 breit, Mündung 8'/g— 12. 

Java: Bucht von Pampang, Residentschaft Banjuwangi, an den 

Wurzeln von Rhizophoren, Zollinger. 
Celebes: Mündung des Djenemaedja in Luwu, Prof. Weber. 



147 

Molukken: Ternate, in Cuming's Sammlung und bei T;andauer ; 

Amboina an der Mündung des Flüsschens von Wey- 

Bita und auf Ceram bei Wahai auf weichem von 

Salzwasser durchdrungenem Schlammgrund zwischen 

den Wurzeln der Rhizophoren, v. Martens. 

Flor es: am Rand eines Süsswasserbächleins , doch nicht weit 

vom Meere und ebenfalls anf weichern Grund , v. Martens. 

Cuming hat sie auch auf der Insel Burias, Philippinen, gefunden, 

F. Jagor bei Legaspi an der Südostküste von Samar, ich auch bei 

Singapore. 

Auch diese Art zeigt im frischen Zustand öfters Häärchen in Ver- 
tikalreihen. 

7. Cassidula Sowerbijana Pfr. Tab. VIII. Fig. 3. 

Pfeiffer in Zeitschr. f. Malak. 1853 S. 125; monogr. Auricul. p. 111. 
Tapparone-Canefri faun. malac. della Nuov. Guinea p. 227, fig. 7. 

C. decussata A. Adams Proc. Zool. 1854, p. 111. 

Länglich oval mit verhältnissmässig langem aber stumpfen gewölb- 
tem Gewinde, fein gitterförmig gestreift, gelbbraun (nach Pfeiffer 
dunkel kastanienbraun, einfarbig). Obere Parietalfalte höckerförmig , 
untere stark, horizontal, an allen meinen Exemplaren sich fast direkt 
in den Nabelkiel fortsetzend, Columellarfalte stark, einfach. Mündungs- 
rand blassgelb , Aussenrand in der Mitte zahnförmig verspringend , aber 
nur wenig verbreitert. 11 — 13'/2 lang, 7V3 — 8 breit, Mündung 7 — 9 Mill. 

Singapore, Pfeiffer, ebenda von mir gefunden. Wokan, Aru- 
i n s e 1 n , Beccari. Moretan-bai an der Ostküste Australiens , Pfeiffer. 

Diese Fundorte machen es mehr als wahrscheinlich, dass die Art 
auch in Niederländisch-Indien vorkomme. 

Cassidula faba Menke, Zeitschr. f. Mal. 1853 S. 124, Pfr. no- 
vitat. Taf. 2. Fig. 7, 9 und monogr. p. 110, von Java, durch Heu- 
singer erhalten, ist dieser Art offenbar sehr nahe und scheint sich 
nur durch die breit-eiförmige Gestalt zu unterscheiden; wenn beide 
vereinigt werden sollten , so müsste der Name faba vorangestellt werden. 

8. Cassidula luteseens Pfr. Tab. VIII. Fig. 18. 
Pfeiffer mon. auricul. p. 113. 

Mit lang vorstehendem spitzigen Gewinde und nur 1—2 Spiralfur- 
chen unter der Naht, gelbbraun oder auch (nach dem Boden?) grün- 



148 

lieh schwarz, meist einfarbig, selten mit Spuren von drei dunkel- 
braunen Bändern; Gewinde lang und spitz. Mündungsaum blass gelb 
oder bei den dunkeln Exemplaren trüb rosenroth. Columellarfalte stark , 
einfach, bis ganz nahe an den Rand fortgesetzt; die beiden Parietal- 
falten ziemlich gleich schwach, die obere viel mehr schief aufsteigend 
als die untere. Aussenrand deutlich doppelt, der äussere ausgebreitet, 
der innere gerade, nach innen in der Mitte verbreitert und hier un- 
terhalb des grossen Zahns noch mit einem zweiten kleineren versehen , 
10-15 Mill. lang, 6-8 breit, Mündung 6Vj-8. 

Pfeiffer kannte des Vaterland dieser Art nicht, ich glaube sie in 
einer -Art wieder zu finden, welche ich auf den Molukken und 
zwar an der Ostküste von Halmahera, unweit Dodinga sammelte, auf 
Steinen dicht am Meere , aber noch über der gewöhnlichen Fluthhöhe ; 
auch auf Gross-Tawalli nördlich von Batjan fand ich ein Exemplar, 
das einzige mit Spuren von Bändern, das ich gesehen. Die Färbung 
und ihr Spielraum erinnert an diejenige einer Schnecke aus einer ganz 
andren Ordnung, Nassa corniculum (Olivi) aus dem Mittelmeer , welche 
auch meist gelbbraun, seltener ganz dunkel und zuweilen mit Bän- 
dern verkommt; doch lebt diese mehr auf Tangen. 

Jickeli, Land- u. Süssw. Moll. Nordost. Afrikas 1874 S. 186 ver- 
einigt diese Art mit C. labrella Desh. von Mauritius und C. Kraussi 
Küst. von Südafrika; mir scheint sie jedoch durch die geringe Anzahl 
von nur 1 oder 2 Spiralfurchen' zwischen Naht und Schultengegend , 
wo die afrikanischen eine grössere Anzahl zeigen , und durch das 
längere spitzigere Gewinde gut verschieden. 

9. Cassülula flaveola Marts. Tab. VIII. Fig. 19. 

Sitzungsberichte d. Akad. d. Wiss. BerUn 1865 S. 24. Pfeiffer mon. 
pneum. IV, p, 351. 

Klein, mit ziemlich langem konischem Gewinde und dichten Spiral- 
furchen, braungelb. Kiel der Nabelgegend kräftig ausgebildet. Die bei- 
den Parietalf alten ziemlich schwach, die Columellarfalte einfach in den 
Columellarrand einbiegend. Aussenrand in der Mitte mit einer kurzen, 
mehr zahnförmigen Verbreiterung. 9V2— luVj Mill. lang, 5Vg breit, 
Mündung 6 Mill. 

Auf Ceram bei Wahai nur todt von mir gefunden. 

Ophicardelus paludosus Garrett in Am. Journ. of Conchol. VII, 
p. 220, pl. 9, flg. 3. Plecotrema paludosus im Catalog von Godeä'roy, 



149 

Melampus paludosus bei Pfeiffer pneum. IV p. 327 scheint dieser 
Art nalie zu stehen und jedenfalls zu Cassidula zu gehören. 

10. Cassidula Gruneri Pfr. 

Pfeiffer Malak. Blatt. 1854 p. 111; mon. Auricul. p. 109. 

Noch kleiner, mehr bauchig, mit kürzerem Gewinde, spiralgefurcht, 
Kiel der Nabelgegend ganz undeutlich. Nur eine Parietalfalte (die 
untere). Columellarfalte einfach, den Rand nicht erreichend. Aus- 
senrand nur mit einem kleinen Zahn in der Mitte, 7 Mill. lang, 4'/2 
breit, Mündung 5. 

B r n e , Grüner. 

Plecotrema Ad. 

Klein (5 — 8 -Mill.) konisch, eiförmig, spiral gefurcht, gelblichbraun, 
ohne Basalkiel, 2 Parietalfalten , die untere verzweigt, eine Columel- 
larfalte; Aussenrand verdickt mit 2-3 Zähnchen. 

Ich habe keine Art dieser Gattung selbst lebend gefunden und führe 
daher nur kurz die bis jetzt im Gebiet von Niederländisch-Indien vor- 
gekommenen Arten an; nach der Habitus-ähnlichkeit mit Pedipes 
leben dieselben vermuthlich mehr auf Steingrund an der eigentlichen 
Meeresküste als im Brackwasser; doch führt Blanford PI. Cumingia- 
num ausdrücklich vom Irawaddy-delta an. 

PI. exaratum Ad. Proc. Zool. Soc. 1853 p. 122 Pfr. mon. Auric. 
p. 104. Borneo, A. Adams. 

— punctigerum Ad. Proc. Zool. Soc. 1853 p. 120. Pfr. mon. 
Auric. p. 105. Borneo, Taylor. Singapore, Bacon. 

— punctat ostriatum Ad Proc. Zool. Soc. 1853 p. 121. Pfr. 
mon. Auric. p. 106. Borneo und Singapore, Taylor. 

— imperforatum Ad. Proc. Zool. Soc. 1853 p. 120. Pfr. mon. 
Auric. p. 106. Ein wahrscheinlich hieher gehöriges Exemplar aus Ma- 
dura in Mousson's Sammlung. Sonst von den Philippinen bekannt. 

Auricula Lam. s. Str. 

Auricula Lam. 1799. Auriculus Montf. 1810. Marsyas Oken 1815. 
EUobium (Bolten 1798) Adams gen. 1854. 

Schale verhältnismässig gross, cylindrisch-eiförmig oder etwas seit- 



150 

lieh flachgedrückt, etwas gekörnt, unter einer einfarbig gelbbraunen 
ziemlich leicht verloren gehenden Schalenhaut weiss. 

Mündung mit Einer starken Columellarfalte , darüber zuweilen noch 
1 — 2 kleinere; Aussenrand verdickt, aber nicht ausgebreitet. Fühler 
lang, in eine schief aufgesetzte längliche Anschwellung endi- 
gend; Augenpunkte unter der Haut versteckt, inner- 
halb der Basis der Fühler. 

Schon Lesson, Voyage de la Coquille 1822 — 25, veröffentlicht 
1830, hat die Augen bei A. Midae an der gewöhnlichen Stelle ver- 
misst und die Anschwellung an der Spitze der Fühler gesehen, aber 
einen schwarzen Punkt in diese hineinzeichnen lassen; er wurde dess- 
halb von Deshayes leise, von Küster (Auriculaceen S. 68) unverdient 
hart getadelt; selbst Gray nahm Lesson's sonst richtige Zeichnung 
nicht in seine Sammlung der flgures of molluscous animals auf, wahr- 
scheinlich weil Quoy et Gaimard, Voy. de l'Astrolabe in ihrer 
Zeichnung des Thiers derselben Art die Fühler einfach zugespitzt enden 
lassen, übrigens richtig die rudimentäre Beschaffenheit und subcutane 
Lage der Augen bemerkten. Später hat Souleyet, Vog. de la Bo- 
nite, dasselbe bei der kleineren Art, A. Judae, wieder gefunden und 
richtig abgebildet. Von den früheren Lehrbüchern hat nurRang,ma- 
nuel des mollusques 1829, diese Ausnahme von den übrigen Auricu- 
liden erwähnt, p. 173 „tentacules en forme de gland an sommet". Ich 
habe sowohl A. Midae als Judae lebend gesehen und bei beiden die 
eigenthümhche Anschwellung gefunden , bei A. Judae auch den schwar- 
zen Punkt im Innern der Fühler zuweilen vom äussern, zuweilen 
vom Innern Piand der Fühler aus durchscheinen sehen, zuweilen auch 
gar nicht, je nach der Streckung des Fühlers; bei A. Midae aber, bei 
welcher die Haut stärker und mehr grobkörnig ist, konnte ich den 
Augenpunkt gar nicht von aussen erkennen. (Malak. Blatt. 1863 S. 126). 

Diese Verkümmerung der Augen hängt wohl damit zusammen, 
dass die Thiere öfters in den Grund oder in vermoderndes Holz ein- 
gebohrt leben, wie es Lesson bei Auricula Midae und ich bei A. 
Judae gesehen. 

1. Auricula Midae L. 

Lister bist, conch. suppl. 1692 pl. 1058 fig. 6. 
Midas-Ohr und Cylinder lutarius Rumph amb. rar. p. 107 und 120 
(deutsche Ausg. S. 80 und 100) Taf. 33 Fig. HH, fä,lschlich links , 



151 

copirt von Klein meth. ostrac. Taf. 7 Fig. 122, verbessert in der 
deutschen Ausgabe. 
Strombus integer etc. Gualtieri ind. test. tab. 55 fig. 9. 
Oreille de Midas Argenville conchyliologie ed. 1 1742 p. 270 pl. 15 

fig. G; ed. 2. pl. 10 fig. G. 
Bulla auris-Midae Linne syst. nat. ed. X p. 728. 
Voluta „ „ „ „ „ ed. XH p. 1286. Gmelin ed. XIII 

p. 3435. 
Auris-Midae etc. Martini Conchyl. Cabinet II p. 121 flg. 436, 438, 
copirt in der neuen Ausgabe von Küster, Auriculaceen Taf. 2 
Fig. 1 — 3. Favanne conchyliologie pl. 65 fig. H2, recht gut. 
Helix auris-Midae 0. Fr. Müller bist. verm. p. 110. 
Bulimus auris-Midae Bruguiere Encycl. method. pl. 460 fig. 6. 
Auricula Midae Lam. an. s. vert. VI p. 137; ed. 2 VIII p. 323. 
Leach zool. miscell. I p. 74 .pl. 82. Ferussac prodrome p. 102. 
Lesson Voyage de la Coquille, Zool. 11 p. 337, atlas Moll. pl. 9 
fig. 1 A — C , lebendes Thier , vgl. oben. — Quoy et Gaimard , Voy. 
Astrolabe Zool. II p. 156 pl. 14 die ganze Tafel, lebendes Thier, 
und Anatomie , vgl. oben , ersteres copirt in Oken's Isis 1834 , p. 
285 Taf. 2, in Oken's allg. Naturgeschichte Taf. 23 Fig. 9, in 
Küster's Auriculaceen Taf. A fig. 1 und in Gray's fig. moll. an. III 
pl. 306 fig. 12. — Pfeiffer mon. Auriculac. p. 125. — Martens Mal. 
Blatt. X 1863 p. 126. Sowerby bei Reeve conch. ic. XX fig. 1. 
Die grösste Art, 65—106 Mill. lang und 34—53 breit, meist etwas 
seitlich zusamengedrückt , indem eine halbe Windung vor der Mün- 
dung ein früherer Mündungsrand (Varix) vorhanden ist ; nur Eine Falte 
an der Innern Mündungswand oberhalb der starken Columellarfalte. 
Frisch lebhaft kastanienbraun, äusserer Mündungsrand blass röthlich. 
Lebt nach Rumph in den morastigen Sagu-Wäldern [Metroxylon 
Rumphi, vgl. Potamides palustris] oder auch in morastigen Flüssen, 
„daher man sie nicht zu den Seeschnecken rechnen kann", aber doch 
nach p. 107 (80) in salzigem Schlamm (braak slyk). Lesson fand sie 
lebend eingegraben in den weichen Grund (enfoncee dans la terre meuble) 
am Fuss von Bäumen , 12 bis 15 Schritte vom Rand des Meers. 

Ich fand sie bei Wahai auf Ceram auf Sumpfboden nahe am Meer 
im Mangledickicht, wo keine ächten Landschnecken zu sehen waren. 
Quoy und Gaimard haben sie mehrere Tage unter Wasser lebend 
erhalten. 



152 

Diese Art ist im malayischen Archipel von Malakka bis Neu-Guinea 
verbreitet; von Malakka erhielt das Berliner Museum Exemplare 
durch Feod. Jagor, von Singapore ist sie im Calcutta-Museum ver- 
treten, von Slam in den Sammlungen von Rob. Schomburgk und Vic. 
Castelneau, von Kampot in Cambodja durch P. Fischer, von Tonkin 
durch Mabille angegeben, von Palembang auf Sumatra und Jebus 
(Djeboes) auf Banka ist sie durch Teysmann in Mousson's Samm- 
lung , von Java im Leydner Museum und speciell von Batavia durch 
Grüner in Dunker's Sammlung, von der Nord Westküste Borneo's 
sah ich sie bei Stevens in London, an der Nordostküste bei Ligiton 
fand sie A. Adams, Zool. of the Samarang, Moll. p. VI; vom süd. 
liehen Celebes bei Boni im Leydner Museum, von Ceram auch im 
Mousson's Sammlung, Lesson sowie Quoy und Gaimard fanden sie bei 
Port Dorey in Neu-Guinea, Beccari auf den Jobie- und Aru-inseln. 

Man kann zwei Formen unterscheiden, 

1) eine breitere, seitlich mehr zusammengedrückte , gewissermaas- 
sen Ranella-artige, indem ein früherer Mündungswulst gerade einen 
halben Umgang von der bleibenden Mündung nach rückwärts entfernt 
ist, die Breite «/,„ oder ^Z,,, der Länge. Hieher alle von Jagor bei Ma- 
lakka gesammelte Stücke, das Steven'sche von Nordwest-Borneo und 
die Abbildungen bei Rumph, in der Encyclopödie , bei Leach und 
Reeve fig. 1. 

2) eine schmalere, mehr cylindrische , bei welcher der frühere 
Mündungswulst nicht um eine halbe Windung , sondern nur um V4 
oder weniger von der Mündung absteht , die Breite ungefähr die Hälfte 
der Länge oder noch etwas weniger; hieher meine Exemplare von 
Wahai auf Ceram, ein Stück von Halmaheira (Landauer), das Stück 
aus Java im Leydner Museum, die Abbildungen bei Gualtieri, l)ei 
Martini, bei Quoy u. Gaimard und bei Reeve, flg. Ib. 

2. Auricula subnodosa Mete. 
Auricula subnodosa Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1S51 p. 72. Pfeiffer 
novitat. conch. I p. 4 Taf. 2 Fig. 10, 11; monogr. Auricul. p. 127. 
— Malchi (Müll.) Reeve conch. ic. XX flg. 2. Issel moll. borneensi 

(Ann. Mus. civ. stör. nat. Genova VI 1874) p. 57 (420). 
Die einzelnen Windungen nach oben stärker gewölbt, die letzte und 
zuweilen auch die vorletzte mit einigen faltenartigen Knoten versehen. 
Mündungsfalten wie bei A. Midae. Grösse etwas geringer, das grösste 



153 

Exemplar, das ich sah, 80 Mill. lang, 40 breit, Mündung 33, durch 
Resident Schwaner im Leydner Museum (Aur. Schwaneri Herklots in 
coli.), das von Pfeiffer beschriebene, etwas grösser 81, 41 und 42, das 
grösste in Pätel's Sammlung 75, 40 und 43, das kleinste, das ich kenne 
nur 64, 35 und 46Vr 

Hauptsächlich von Borneo bekannt, von wo Metcalfe sie aus Sa- 
rawak erhielt, ich sie bei Singkawang im holländischen Gebiet fand, 
Doria und Beccari wieder bei Sarawak. Im Leydner Museum ist ein 
Exemplar, das vielleicht aus Java stammt, durch Green erhalten. 
Ich möchte auch ein kleines Exemplar, das ich zu Singapore mit 
A. Judae zusammen gefunden, noch zu dieser Art rechnen. 

Müller's Helix auris Malchi, hist. verm. II p. 112, Chemnitz Conch. 
Gab. IX 2 p. 41 Taf. 121 Fig. 1037, 1088 war ich früher auch ge- 
neigt für identisch mit A. subnodosa zu halten, namentlich wegen 
der Worte: „anfractus costati, costae sive tubera elevata in extimo 
et in quibusdam quoque in penextimo margine". Aber die Betrachtung 
der Abbildung bei Chemnitz, welche doch wohl eines der Original- 
exemplare darstellt, scheint mir doch besser auf A. Midae zu passen 
und jene Worte demnach sich nur auf die Varicen zu beziehen ; auch 
ist es nicht wahrscheinlich, dass Müller schon eine Art aus Borneo 
kannte. Das Kennzeichen , auf welches Müller das Hauptgewicht legt , 
ist „axi exciso patentissimo" was in der Beschreibung näher ausge- 
führt wird: „Paries anfractus majoris aperturae oppositus segmentum 
„circuli quasi arte adeo excisus, ut omnium anfractuum interiora 
„pateant , totaque Cochleae structura ad summum verticem usque ocu- 
„lis sistatur". 

Es ist das entweder ein ungewöhnlich weit nach vorn fortgesetztes 
Vorschreiten der Resorbirung der Innern Wände, welche an sich für 
die meisten Auriculiden charakteristisch ist, oder vielleicht noch wahr- 
scheinlicher mechanische Abreibung durch Einsiedlerkrebse, welche in 
den betreffenden Exemplaren geherbergt haben, wie schon Chemnitz 
und Bruguiere vermutheten ; an den verschiedensten Arten von Meer- 
schnecken habe ich solche Defekte der Innern Forsetzung der Mün- 
dungswand bei von Einsiedlerkrebsen bewohnten Stücken gesehen, 
oft ganz scharf abgeschnitten, und eine Auswahl von solchen in der 
Schausammlung des Museums für Naturkunde in Berlin aufgestellt. 

Auricula Mörchi Menke Zeitschr. f. Malak. 1853 p. 124, Pfr. 
novitat. conch. I S. 3. Taf. 2 Fig. 1. 2; monogr. Auricul. p. 128, vielleicht 



154 

von Java, ist mir als eigene Art verdächtig, indem im Berliner Mu- 
seum ein Exemplar, leider unbestimmter Herkunft sich befindet, 
welches zwischen dieser A. Mörchi und der normalen A. subnodosa 
in der Mitte steht und bereits Spuren der charakteristischen Knoten 
auf der letzten Windung zeigt, welche der von Menke beschriebenen 
noch fehlen. Eine Vergleichung der Dimensionen ergibt: 

Länge Breite Mündung 
A. Mörchi 40 22 28 Mil. 

Mittelform 53 30 34 „ 

A. subnodosa, klein 67 36 42'A „ 

„ gross 80 40 48 „ 

Es eingibt sich daraus, dass auch schon bei kleineren ausgebildeten 
Formen von A. subnodosa die Breite mehr als die Hälfte der Höhe 
ausmacht. Die schwächere Wulst-auflagerung auf der Mündungswand , 
die nach unten schmälere und etwas eckige Form der Mündung und 
die geringere Verdickung des Aussenrandes , welche als Unterschiede 
von A. Mörchi gegen subnodosa bei Vergleichung der Pfeifferschen 
Diagnose sich ergeben, passen ganz gut zu der Annahme, dass 
erstere ein Jugendzustand der letzteren sei, der schon einen vor- 
läufigen Mündungsrand (künftigen Varix) gebildet, dem aber noch 
etwa eine Windung zur Vollendung fehlt. 

Auch Auricula Scheepmake'ri Petit Journ. d. Conchyl. I 
1850 p. 405, leider ohne Abbildung, und darnach Pfeiffer monogr. 
Auricul. p. 128, angeblich von Sumatra, scheint noch eine zweifelhafte 
Art; sie ist meines Wissens nicht wiedergefunden; sie schliest sich 
in der Grösse (80 Mill.) und dem A^orhandensein von nur 2 Falten 
an A. Midae und subnodosa an, die Mündung soll aber nur die Hälfte 
der ganzen Länge ausmachen, was nicht einmal bei den gestrecktes- 
ten Formen von A. Judae erreicht wird. 

3. Auricula Judae L. Tab. VHI Fig. 6-11. 

Lister bist, conch. I 1685 pl. 32 fig. 30. — Bonanni observ. circa 

viv. 1691 p. 322 fig. 37 und im Mus. Kircherianum HI fig. 412. 
Die kleinere Art des CyUnder lutarius, Rumph. amb. rar. S. 120 

(deutsche Ausg. S. 100). 
Bulla auris — Judae Linne syst. nat. ed. X p. 728. 
Voluta „ „ „ „ „ „ XII p. 1287; Gmelin ed. 

Xni p. 3437. 



155 

Auris Midae tridentata Martini Conch. Cabinet II p. 128 üg. 449— 

451; Schröter Geschichte d. Flussconchyhen S. 315 Taf. 9 Fig. 

10 (nicht ausgewachsen). 
Helis auris — Judae 0. Fr. Müller hist. verm. II p. 109. 
Auricula Judae Lam. hist. d. an. s. vert. ed. 1. VI 2 p. 137; ed. 2. 

VIII p. 324. Ferussac prodr. p. 102. Lesson Voy. Coquille, zool. 

n p. 338. Souleyet Voy. Bonite, Zool. II p. 515 pl. 29 flg. 19, 

20, lebendes Thier, copirt bei Gray fig. moll. an. ni pl. 304. flg. 

4. Beck ind. moll. 1837 p. 103. Küster Aariculaceen S. 15 Taf. 

3 Fig. 1. 2. (jung). Pfr. mon. Auricul. p. 130. Woodward manual 

pl. 12 fig. 35. Nevill handlist l p. 225. Tapparone-Canefri faun. 

malac. delle Nuova Guinea 1883 p. 217. Reeve conch. ic. XX 

fig. 16 jung, 16Ö erwachsen. 

— reticulata Schumacher essai syst. lest. p. 229. Anton verz. conch. p.48. 

— tridentata Mörch catal. Yoldi p. 37. 

Ziemlich cyhndrisch, runzhg und nur schwach granuhrt; zwei 
Falten auf der Mündungswand oberhalb der Columellarfalte , welche 
verhältnissmässig schwach und fast senkrecht ist. 

Sehr variabel in der Gesammtgestalt : die absolute Länge wechselt 
an den von mir gemessenen , als erwachsen anzunehmenden Exemplaren 
^wischen 68 Vj und 30 Mill. , die absolute Breite zwischen 24 V2 und 
ISVa die Länge der Mündung zwischen 38 und 21 ; relativ wechselt 
die Breite zwischen V2 und V3 der Länge, die Mündung zwischen 
V4 und V5 der Gesammtlänge. Noch nicht ganz ausgewachsene Exem- 
plare können schon einen verdickten Aussenrand haben, da auch bei 
dieser Art Varicen vorkommen, sind aber doch daran zu erkennen, 
dass dieser Rand nicht sehr dick und nicht breit nach aussen umge- 
legt , namentlich aber der unterste Theil der Mündung schmal und 
nicht ausgebreitet ist; die Abbildungen bei Schröter und Küster 
scheinen mir solche Jugendzustände darzustellen. 

A. Judae fand ich zu Singapore im Brackwassergräben im Cocos- 
wäldchen am östlichen Ende der Rheede; bei Larentuka an einem 
Bächlein nahe am Meeresstrand, in faulendes Holz eingebohrt. Lesson 
fand sie in der Mitte schlammiger Sümpfe (au milieu des maröcages 
fangueux) welche von grossen Mangle-sträuchern bedeckt waren, Th. 
Studer in der Galewostrasse (Neu-Guinea) in Mangle-sümpfen, Souleyet 
auf Pub Pinang in Brackwassersümpfen nahe am Meeresufer. 

Sie scheint nach beiden Seiten noch etwas weiter verbreitet zu 



156 

sein, als ihre grössere Scliwester A. Midae. Abgesehen von Bombay 
an der Westküste von Vorderindien, was Nevill a. a. 0. für 
eine Varietät von A. Judae, Mitchell (catal. Mollusc. Madras Mus. 
1867 p. 53) für eine mir unbekannte A. fustis Bens, angibt, ist sie 
an der Ostküste von Vizagapatam, halbwegs zwischen Madras und 
Calcutta im Madras Museum vorhanden (Mitchell ebenda), von Port 
Cunning an der Ganges-Mündung, von Ära k an und den Andama- 
nen im Calcutta-Museum (Nevill), vom Irawaddj-delta (Blanford), von 
Mergui in Tenasserim und den benachbarten Inseln durch Th. Philippi 
und John Anderson (Journ. Linn. Soc. Zool. XXI 1886 p. 166), von 
der Insel .Sa lang durch Joh. Weber im Berliner Museum, auf Pulo 
Pin an g von Souleyet beobachtet und auch im Calcutta-Museum, 
von Malakka schon von Humphreys bei Ferussac angegeben , bei 
Singapore von Feod. Jagor, mir und Nevill gefunden. Aus Siam sah 
ich sie in der Sammlung von Castelneau, aus Cochinchina erhielt 
sie Morelet. Auf Sumatra fand sie Teysmann bei Palembang, auf 
Banka derselbe bei Jebus und ich bei Muntok, auf Java Strubell 
bei Tandjong Priok, Resid. Bantam; von Sumenap auf Madura ist 
sie in Mousson's Sammlung. An der Westküste von Borneo sah 
ich sie bei Mampawa und Singkawang; Aus Süd-Celebes ist sie 
im Leydner Museum von Makassar, und ebenda wurde sie von 
mir gefunden, aus Nord-Celebes von den Togian-inseln in 
der Bucht von Gorontalo durch A. B. Meyer im Berliner Museum. 
Für die Philippinen wird ihr Vorkommen von Mörch (cat. collect. 
Kierulf) Beck und L. Pfeiffer bezeugt, in Mousson's Sammlung ist eine 
kleine Form, 30 Mill. lang, von Manilla. Auf der Molukken fand 
ich sie in den Strandsümpfen von Batjan und von Wahai auf Ceram, 
Lesson auf der Insel Buru, Th. Studer (Exped. d. Gazelle) auf Am- 
boina selbst und daran schliesst sich ihr Vorkommen auf den Aru- 
inseln (Beccari) , Waigiou oderWaigame (Lesson), Salawatti (Exp. d. 
Gazelle) und Neu-Guinea selbst (Albertis). Östlich von Java leitet 
das Vorkommen auf Flor es, wo ich sie bei Larentuka und Oka, 
und auf Timor, wo ich einzelne Stücke bei Kupang, Th. Studer bei 
Pariti fand, nach Australien hinüber, wo sie nicht nur im nördlich- 
sten noch tropischen Theil bei Cap York (Cox bei Nevill), sondern 
auch an der Westküste bis mindestens zur Meermaidstrasse etwas 
südl. vom Wendekreis (Exp. Gazelle), an der Ostküste bis Queensland 
(Mus. Godeffroy) vorkommt. 



157 

Bei dieser weiten Verbreitung und der grossen Variabilität in der 
äussern Form, die sichi aus den verschiedenen Combinationen inner- 
halb der oben angegebenen Gränzen ergibt, ist es nicht zu verwun- 
dern, dass manche Autoren nicht nur verschiedene Varietäten (Les- 
son, Beck, Tapparone-Canefri), sondern auch besondere Arten unter- 
schieden haben, welche schliesslich doch auf individuelle oder lokale 
Variationen herauskommen, aber kaum ein abgeschlossenes geogra- 
phisches Gebiet für sich haben dürften. Für solche Variationen bin 
ich geneigt zu halten: 

A. ponderosa Ferussac prodr. p. 102, Ffr. mon. 131, Bonanni 
Kirch, fig. 412, Philippinen?, anscheinend dieselbe mit Pfeiffer's 
turrita. 
, — reticulata Anton verz. conch. samml. 1839 p. 48, eine kleine, 
stark gekörnte Form mit kurzem Gewinde, schon von Pfeiffer 
p. 181 zu Judae als Varietät gestellt. 

— polita Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1851 p. 132 Pfr. novitat. I 
Taf. 7 Fig. 12. 13; mon. p. 132, Issel moll. Born. p. 59 mit 
einer var. elata, aus Borneo, ist doch vielleicht nur eine nicht 
ganz vollständig ausgebildete A. Judae. 

— dactylus Pfr. novitat. conch. I Taf. 5 Fig. 15, 16; mon. p. 
129, von Borneo, aber nach Nevill auch von Port Canning, 
Arakan, den Andamanen und Singapore, nach Brazier auch in 
Neu-Guinea, also ungefähr im ganzen Gebiet von A. Judae; schon 
von Nevill als Varietät zu A. Judae gestellt, worin ich ihm 
nur recht geben kann; es ist eine verhältnissmässig grosse und 
dicke, stark granulirte Form mit kürzerem Gewinde , so zu sagen , 
eine var. reticulata im Grossen. 

— turrita Pfr. novitat. conch. I Taf. 4 Fig. 8. 9; mon. p. 129. 
Reeve conch. ic. üg. 31 von den Philippinen. Scheint zwar durch 
auffallende Schlankheit sehr verschieden, aber das Berliner Mu- 
seum besitzt ein Exemplar (var. subturrita m.), leider ohne 
Fundortsangabe, das zwischen dieser und einer normalen Judae 
gerade in der Mitte steht, und daher den Werth dieser Unter- 
schiede sehr beeinträchtigt. 

— Australiana Tapparone-Canefri Zool. viaggio Magenta, Malac. 
(Mem. Accad. Törin. 2. XXVIII 1874) p. 105 Taf. 2 Fig. 10, 
ziemlich lang gestreckt, von Australien; der Verfasser bezeichnet 
sie selbst als zwischen A. Judae und turrita stehend. 



158 

Ein Zusammenstellung der Formverhältnisse dieser angeblichen 
Arten ergibt Folgendes: 



Länge 



Breite 



Mündung 







absolut 


absolut 




zurL 


,änge 


absolut 


; zur Länge 


Judae sehr gross 




68V, 


Mill. 


24 V, 


= 


V23 


Mill. 


88 


— 


Va Mill, 


normal, flg. 7 




53 


)) 


22 


= 


V5 


!! 


34 


— 


Vs „ 


klein, fig. 8 




44 


» 


18 


=r 


% 


)I 


26 


= 


V3 „ 


jung 




43 


» 


20 


= 


%t 


n 


29 Va 


z= 


'A „ 


var. dactylus Ffr. 




52 


I) 


25 


=: 


v. 


» 


31 


=: 


V5 „ 


— polita Mete. 




57 


» 


24 


= 


% 


)! 


39 


= 


V3 „ 


— elata n 




47 


n 


20 


= 


Vn 


!) 


30 


— 


V 

'8 !I 


— subturrita n fig 


. 9 


48 


!! 


17 


= 


V3 


)I 


29 


— 


% „ 


— turrita Ffr. 




50 


)! 


16 


= 


Vio 


)1 


24 V, 


= 


V, „ 


— subponder. n fig. 


11 49 


I) 


23 


= 


'/, 


» 


35 


— 


% ,, 


— — klein fig. 


10 


35 


» 


17 


= 


V. 


M 


23 


= 


% n 


— reticulata Ant. 




28 '4 


!) 


14 


= 


V, 


H 


20 


= 





Auriculastra Marts. 

Schale längUch, nicht gekörnt, mit einer Parietal- und einer Co- 
lumellarfalte ; Aussenrand etwas verdickt, aber ohne Zähne. 

Augen an der Oberfläche der Innenseite der Wurzel der Fühler , wie 
bei der Mehrzahl der Auriculiden. 



1. Auriculastra subula Q. G. 

Auricula subula Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, Zool. II p. 
171 pl. 13 flg. 39, 40 kopirt bei Küst. Auricul. Taf. 8 fig. 9. 10. 
Desh. Lam. an. s. vert. ed. 2 VIII p. 334. — A. Adams und 
lleeve Zool. Voy. Samarang, Moll. p. 55 pl. 14 flg. 15, lebendes 
Thier. — Ffeifl'er mou. Auricul. p. 141. — Sowerby-Reeve conch. 
icon. XX flg. 12. — Tapparone-Canefri faun. malac. della Nuova 
Guinea p. 222, — Gassies faune conchyl. de la Nouv. Cal6donie 
p. 69 pl. 6 flg. 4. — Canefri faun. malac. della Nuova Guinea p. 222. 

Pythia subula Beck ind. moll. p. 104. 

Auricula, eine weit kleinere Art, v. Martens Malak. Blatt. 1863 
S. 127. 



159 

Marinula (Auriculastra) subula v. Martens in Möbius Beiträge zur 
Meeresfauna v. Mauritius 1880 S. 208. 

Auricula (Auriculastra) subula v. Martens in Linn. Soc. Journ. 
XXI 1886 p. 167. 

Länglich spindelförmig, glatt und glänzend, einfarbig bräunlich 
gelb; Gewinde, wenn gut erhalten, sehr spitzig, aber oft cariös; 
Naht oft zackig eingerissen. Mündung innen weiss, oben sehr spitz. 
Eine ziemlich starke, queer verlaufende Parietalfalte , der unteren bei 
Auricula Judae und bei Cassidula entsprechend. Columellarfalte klein, 
ziemlich vertikal, Columellarrand bei unausgewachsenen Stücken 
unten abgestuzt. Aussenrand ziemlich geradlinig, unten sehr dick, in 
der Mitte etwas anschwellend. 11 — 15 Mill. lang, 5— 57^ breit, Mün- 
dung 5-8 MiU. 

■ Port Canning in Bengalen, Wood-Mason bei Neviü. Mergui, 
auf Schlammflächen, J. Anderson. Singapore, Benson in Mousson's 
Sammlung. Petshabari in Slam, v. Martens. Nördliches Celebes 
an schlammigen Flussufern über dem Bereich des Wassers , A. Adams. 

Dodinga auf Halmaheira und Wahai auf Ceram, am Meeres- 
strand und im Mangle-dickicht auf Schlammboden, an letzterer Stelle 
zusammen mit Auricula Midae von mir gefunden, ferner bei Oka 
unweit Larentuka auf Flor es, am schlammigen Rand eines Baches 
nahe dem Meeresstrande, zahlreich, lebend. Philippinen, Cuming, 
Palaos, Semper. Key-inseln, Beccari. Port Dorey auf Neu-Guinea 
Raffray. Neu-Ireland, Quoy und Gaimard. Neu-Caledonien, Gassies, 

Der Unterschied zwischen unausgebildeten Stücken mit, wie bei 
Achatina abgestutzter Columella und vollständig ausgebildeten, bei 
denen der Columellarrand sehr dick ist und nur durch eine öfters 
kaum merkliche Falte vom Unterraude sich abgränzt , ist so beträcht- 
lich, dass man erst durch eine Reihe von Exemplaren von dem völ- 
ligen Übergehen der einen in die andern sich überzeugt. Daher auch die 
verschiedenen Angaben über die Zahl der Columellarfalten bei ver- 
schiedenen Autoren. Auricula elongata Parr., Pfr. mon. Auric. p. 140 von 
den Sandwich-inseln hegt mir in denselben zwei Formen vor und 
damit fällt der Unterschied, welchen Pfeiffer in der Anzahl der Co- 
lumellarfalten zwischen A. elongata und subula angibt, weg, so dass 
erstere hauptsächlich nur noch durch die dunkle schwarzbraune Farbe 
von subula sich unterscheiden lässt und vielleicht nicht scharf von ihr ge- 
trennt werden kann. Quoy und Gaimard scheinen von A. subula nur 



160 

die unausgebildete Form gekannt zu haben, da sie die 3 Colutiaellar- 
falten in die Diagnose aufnetimen , (die erste ist die Parietalfalte , die 
dritte die Abstutzung des Columellarrandes) und ebenso Pfeiffer, 
„plicis 2 columellaribus, oblique tortis; peristoma siraplex", dagegen 
von A. elongata nur die ganz erwachsene „plica columellaris exigua, 
leviter torta, margine dextro intus calloso, columellari dilatato adnato". 
Dagegen hat schon A. Adams a. a. 0. angegeben, dass an jungen 
Stücken die Columella abgestutzt und die Aussenlippe dünn sei, was 
ich erst bemerkte, nachdem ich an den von mir gesammelte Exem- 
plaren zu demselben Resultat gekommen war. 

Auricula Dunkeri Pfr. von Borneo, mon. Auric. p. 360, kann 
ich nach der Beschreibung nicht von einer völlig ausgewachsenen A. 
subula unterscheiden, nur ist sie grösser, 20 Mill. lang, Mündung 18, 
als ich subula je gefunden; abgebildet ist sie nicht; nach Issel auch 
auf Neu-Guinea. 

Auricula semiplicata Ad. von Singapore, Pfr. novitat. I Taf. 
6, Fig. 3, 4. A. saccata Pfr. von Manila, mon. Auric. p. 140 und 
A. Oparica Ad. stehen der Schale nach der subula so nahe, dass sie 
höchstwahrscheinlich auch in der Augenstellung mit ihr übereinstim- 
men und demnach zu Auriculastra gehören. Wie es sich aber hierin 
mit A. pellucens Menke, für welche sehr verschiedene Fundorte an- 
gegeben werden, verhalte, muss die Zukunft lehren. A. gangetica 
Bens., tornatelliformis Petit und stagnalis Orb. dürften vermuthlich, 
der granulirten Oberfläche wegen, in derselben Gattung mit A. Judae 
und Midae bleiben. Auch Melampus Wilkei Dohi-n, Pfr. mon. pneum. 
IV p. 325 dürfte besser hier als unter Melampus stehen. 

Melampus Montf. 

Melampus Montfort Conch. syst. II 1811. Pfr. mon. Auric. p. 13. 

Conovulus Lamarck extr. du cours 1812. Auricula groupe Conovules 
Ferrusac prodr. p. 104. 

Melampus und Tralia H. et A. Adams genera of moll. II p. 243, 244. 

Schale massig klein, (6—18 Mill.), verkehrt ii:onisch, wie die Gat- 
tung Conus, mit kurzem Gewinde und langer schmaler Mündung; 
Aussenrand derselben gerade, einfach, aber tiefer nach innen mit 
Spiral laufenden (weissen) Falten. Columellarfalte immer vorhanden, 
meistens auch einige oder mehrere Parietalfalten. 



161 

Fühler zugespitzt, an der Basis einander sehr nahe; Augen nach 
innen und hinten von ihrer Basis deuthch sichtbar; Schnauze ziemlich 
verlängert. Fuss zuweilen, aber nicht immer in zwei Spitzen ausgehend. 

Durch alle Tropengegenden verbreitet, lebt meist auf dem vom 
Seewasser durchdrungenen Boden der Stranddickichte, öfters mit 
Auricula und Cassidula zusammen, scheint aber stellenweise auch 
auf Felsengrund am offenen Meer vorzukommen, so z.B. auf den Ka- 
narischen Inseln und auf Madeira gemeinschafthch mit der Gattung 
Pedipes, doch auch hier gern über Wasser und auch an der Luft 
das Athemloch öffnend, siehe Lowe im Zoological Journal V 1835 
p. 284, M. exiguus. 

Eine systematische Trennung der Arten mit zweispitzigem Fuss 
(Melampus im Sinn von Adams) von denen mit einfachem (Traha) lässt 
sich bis jetzt nicht durchführen , da die Angaben der Beobachter über 
dieselbe Art darin abweichen: M. coffea L. einfach nach Pfeiffer mon. 
auric. p. 15, und Adams genera pl. 82, flg. 7, zweispitzig nach 
Örsted bei Mörch Malak. Blatt. VI 1859 S. 117 und diese Art ist 
gerade der historische Typus der Gattung, der unter allen LTmständen 
den Namen Melampus behalten muss. Auch lassen sich keine Schalen- 
charaktere angeben, welche mit diesem Unterschied parallel gehen 
würden. 

Ä) Schale im Ganzen glatt. 

1. Melampus fasciatus Desh. Tab. VIII, Fig. 4. 
Auricula fasciata Deshayes in Encycl. meth. Vers 11 1830 p. 90 

und in Lamarck an. sans vert. ed. 2. VIII p. 337. Küster Auri- 

culaceen S. 33, Taf. 5, Fig. 9 — 11. Mousson moll. jav. S. 46, 

Taf 5, Fig. 7. 
— monile (non Lamarck) Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe. Zool. 

II p. 166 pl. 13 fig. 28-33, lebendes Thier, kopirt bei Küster 

Taf. A, fig. 2, 3 und bei Gray fig. moll. animals III, pl. 306, 

fig. 10, 11. 
Melampus fasciatus (Beck. ind. moll. p. 107). Pfeiffer mon. Auricul. 

p. 38. v. Martens in Möbius Beitr. Faun. Mauritius S. 208 ; donum 

Bismarckianum p. 55. Nevill handlist p. 216. — Böttger Ber. 

Senckenberg. Gesellsch. 1891 S. 278. 
Conovulus fasciatus Guerin iconographie du regne animal, Mollus- 

ques pl. 7, fig. 8. 

11 



162 

Auricula soricina Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll. pl. 9, 

flg. 23-26. 
Tralia (Pira) fasciata Adams genera moll. II, p. 244. 
Bauchig-eiförmig, blass röthlich oder gelblich mit mehreren schma- 
len dunkelbraunen Bändern; Gewinde convex, oben stark zugespitzt; 
die Obern Windungen radial (vertikal) gefurcht; Naht angedrückt und 
eingerissen. Drei Parietalfalten , die mittlere meist stärker; vier bis 
sechs Falten am Aussenrand. 13 — 15 Mill. lang, 8 breit, Mündung 
9-10'A lang, 3-4 breit. 

Äussere Weichtheile blass gelb, Fuss schlank, hinten zweispitzig 
mit einer schwachen Queerfurche in seiner vordem Hälfte (Quoy und 
Gaimard). 

Java: van Hasselt im Leydner Museum u. Göring im Berliner 
Museum; Tjiringin, von ZolHnger, Anjer von mir ge- 
funden. 
Molukken: Ceram, Hombron und Jacquinot, ebenda bei Wahai 
von mir gefunden, todt am Strande. Amboina, 
Dr. Ludeking und Strubell. Tawalli bei Batjan unter 
Strandpflanzen, todt, v. Martens. 
Flor es: Oka bei Larentuka, v. Martens. 

Timor: bei Kupang in brackischem stehendem Wasser, das 
nur durch einen Sandstreifen vom Meer getrennt ist 
und bei hoher Fluth oder Stürmen wohl von demsel- 
ben erreicht wird, hier die einzige lebende Schnecke, 
V. Martens. 
Quoy und Gaimard sagen, sie lebe nicht fern vom Strande und sei 
sehr beweglich, namentlich bei regnerischem Wetter. 

Im Berliner Museum ausserdem aus Mauritius, Bengalen, der Insel 
Salangan an der Küste von Malacca (Joh. Weberj, Finschhafen in 
Neu-Guinea, den Neuen Hebriden (Cox) und Neu-Caledonien, Port 
Curtis in Queensland, Manila i,von Besser), Bohol und den Palaos, 
(Semper), Samoa, Tahite und Jaluit vertreten, ferner von Mayotte, 
(Comoren) , Röunion und den Seychellen durch Morelet , Deshayes , 
Nevill u. s. w. angegeben , von Ceylon , Arakan , den Andamanen und 
Nikobaren durch Nevill , Stoliczka und Frauenfeld , von Saigon durch 
Morelet, von den Philippinen durch Cuming, von Sorong und den Key- 
inseln durch Albertis und Beccari, von Neu-Guinea und Neu-Irland 
durcli Quoy und Gaimard, von A^iti, Uvea, Mangareva, den Ellice- 



163 

inseln und Vaitupu durch Godeffroy, Hombron, Pease etc., von der 
Christmas-insel durch P. Fischer. 

Demnach weit verbreitet durch den indischen und stillen Ocean; 
dagegen ist der angebliche M. fasciatus von den Küsten des rothen 
Meers (Morelet) nach Jickeli eine andere Art, M. Siamensis Marts. 

Die Farbe frischer Exemplare ist mehr blondgelb oder röthlich, die 
todter verbleichter mehr violettgrau , die obern Windungen sind nicht 
selten lebhafter violett gefärbt , die Columellargegend bald gelblich , bald 
röthlich, bald rein weiss, niemals aber so lebhaft und scharf umschrie- 
ben rothbraun wie bei dem südafrikanischen M. lividus Desk. Zuweilen 
sind die Bänder blass oder nur spurweise vorhanden; in der Regel 
4 — 5 anwesend, das zweite und dritte zuweilen unter sich verbunden. 

2. Melampus luteus Q. G. 
Auricula lutea Quoy et Gaimard Yoy. Astrolabe, Zool. II, p. 163, 
pl. 13, flg. 25—27, lebendes Thier, copirt bei Küster Auricul. 
Tab. A, flg. 4 und bei Gray flg. moU. an. III pl. 806, fig. 5. 
Desh. bei Lamarck an. s. vert. ed. 2. VIII, p. 388. Küster 
Auricul. S. 39, Taf. 6, Fig. 1-3. Mousson moU. jav. S. 47, 
Taf. 5, Fig. 5-6. 
Melampus luteus (Q. G.), Beck ind. moh. p. 166. Adams gen. moU 
II, p. 243. Pfeiffer mon. Auricul. p. 36. Martens Donum Bis- 
marckianum S. 55. Nevill handhst p. 217. 
Etwas grösser und breiter als die vorhergehende, einfarbig gelb, 
oben etwas stumpf kantig, die Spitze nicht so vorstehend, die Mün- 
dung etwas breiter, 18 — 21 Mill. lang, lOV^ — 12 breit, Mündung 14 — 
16 lang, 4—5 breit. 

Äussere Weichtheile blassgelb, Fusssohle mit einer Queerfurche 
vor der Mitte, hinten zweispitzig (Quoy u. Gaimard). 

Java: Insel Nusa-Baron, ZoUinger. Südküste, v. Richthofen im 
Berhner Museum. 
Im Berliner Museum auch von Mauritius, den Salomons-inseln (Cox) , 
Samoa, Suwarow-, KingsmiU-, Mac Kean- und Marshall- Inseln, Jaluit 
(Finsch) und Port Essington vertreten; ausserdem von Reunion und 
Diego Garcias durch Nevill und Deshayes, von den Phihppinen bei 
Pfeiffer, von Sorong und Neu-Guinea durch Eaffray und Albertis, 
Louisiaden , Cox , Neu-Caledonien durch Gassies , von Guam (Marianen) 
und Vanikoro durch Quoy und Gaimard, den Loyalty-Inseln durch 



164 

Newcomb bei Nevill, von Viti, Phoenix, und Lord Hood's island 
durcli Godeffroy, Pease und Cuming angegeben, also ungefähr ebenso 
weit verbreitet als M. fasciatus. Zweifelhafter ist das angebliche Vor- 
kommen an der Westküste von Südamerika: Tumaco an der Grenze 
von Neugranada und Ecuador nach Anton, und Peru, von wo Tschudi 
Exemplare mitgebracht hat, welche ich vom Neuchateier Museum 
erhalten habe und nur durch vollständige Ausfüllung des Nabelritzes 
von den javanischen unterscheiden kann. 

Quoy und Gaimard geben als Fundort „unter Bäumen am Meeres- 
strand" an, es sind wohl Rhizophoren oder ähnliche gemeint. 

B) Mit schwacher Spiralskulptur, namentlich an der Basis. 

3. Melampus nucleolus Marts. Tab. VIII, Fig. 21. 
V. Martens in Monatsberichte d. Akad. d. AViss. Berlin 1865, S. 55. ; 
Pfeiffer mon. pneum. IV p. 308. Tapparone-Canefri faun. mal. d. 
Nuova Guinea p. 231. 
Birnförmig, ohne Schulterkante, undurchbohrt, nur an der Basis 
mit einigen Spiralfurchen, schwarzbraun, Gewinde kurz, aber ziemlich 
spitz. Mündung unten schmäler bleibend als bei den meisten Arten. 
Zwei Parietalfalten auf weissen Grund, beide weit unten, ziemlich 
gleich gross, rein weiss. Columellarfalte sehr schief; Columellarrand 
röthlichgelb. Falten am Aussenrand ungefähr 10, abwechselnd kleiner 
uud grösser, durch eine Lippe verbunden. 6—8 Mill. lang, 4 — 5 
breit, Mündung 5— 6Vj. 

A m b i n a , bei der Mündung des Flüsschens Weynitu auf wei- 
chem Schlammboden im Mangle-dickicht , zwischen 
Rhizophoren-Wurzeln , zusammen mit Cassidula sul- 
culosa von mir gefunden, kleiner uud mehr ein- 
farbig bei Wahai auf Ceram. 

Insel vor Calape auf der philippinischen Insel Bohol , 
von Seraper im Berliner Museum, 6 Mill. Key 
Bandan, NeuGuinea, Beccari. 
Jüngere Exemplare sind mehr elliptisch , d. h. unten weniger ver- 
schmälert, die Falten des Aussenrandes noch wenig und unregelmäs- 
siger ausgebildet, die Farbe des Columellarrandes bald" nur blassgelb, 
bald rostroth, die Spiralstreifung kaum zu erkennen. 

Melampus castaneus Meg. von den Sandwich-inseln , Küster 



165 

« 

Auricul. Taf. 5, Fig. 18 — 20 und Pfeiffer mon. Auricul. p. 30, pneum. 
IV, p. 306, wo die weitere Synonymie zu finden , ist dieser Art sehr 
ähnlich, namentlich in der Färbung, aber bedeutend grösser, 15 — 16 
Mill. lang, QV^— 10 breit, Mündung 12^/2 — 13, ohne Spiralstreifung 
an der Basis und mit weniger Falten, 6 — 7, hinter dem Aussenrand. 
Diese Art hat A. Adams , Zool. voy. Samarang p. 55, pl. 14, fig. 17, 
(M. leucodon), auch auf der Insel Mayo zwischen dem Nordostende 
von Celebes und Ternate gefunden (nach p. V vielleicht auch bei 
Manado selbst), in Gesellschaft von Assiminea, sie ist daher wahr- 
scheinhch auch noch unter die Arten von Niederländisch-Indien auf- 
zunehmen. Mousson kennt sie von den Samoa-inseln , P= Fischer führt 
sie als sehr zweifelhaft von Cochinchina an, Nevill auch von den 
Palaos, Nikobaren und Mauritius, Deshayes von Reunion (M. fuscus). 
Hienach würde sie weit verbreitet sein, wie M. fasciatus und Intens, 
wenn die Bestimmungen alle richtig sind. 

Von den Palaos oder Pelew-inseln habe ich durch Semper eine 
eigen thümhche Zwischenform zwischen M. castaneus und nucleolus 
erhalten, 13 Mill. lang, 8 breit, Mündung 9, umberbraun, mit sehr 
feinen und gedrängten, kaum sichtbaren Spiralstreifen an der Basis, 
Falten 7, vorn verbunden; leider nur Ein Exempler; sie möge als M. 
nucleolus var. Semperi bezeichnet werden. 

4. Melampus Singaporensis Pfr. Tab. VIII, Fig. 5 und 23. 

Pfeiffer in Malak. Blatt. 1855, p. 8; novitat. conch. I Taf. 12, Fig. 

15, 16; monogr. Auricul. p. 41. 
Spindelförmig-länglich, undurchbohrt, mit feinen, an der Basis etwas 
stärkeren Spiralstreifen, glänzend, grünlich-gelblich mit braunen Rän- 
dern ; Gewinde konisch , oben entschieden zugespitzt. Drei Paritalfalten , 
die beiden obern klein und öfters fehlend; Columellarfalte vortretend; 
3 — 4 lange, ganz von einander getrennte Falten am Aussenrand, 
dazwischen zuweilen kleinere Zähnchen. 8 — 12^/, Mill. lang, 4 — 7Vg 
breit, Mündung SV. -10 Mill. 

Singapore, Bacon bei Pfeiffer, auch von mir daselbst gefunden. 
Ceram und Amboina, in Gesellschaft von Cassidula sulculosa, 

von mir. 

5. Melampus Siamensis Marts. Tab. VIII Fig. 24. 

Von Martens in Monatsberichte d. Akad. d. Wiss. Berlin 1865 p. 



166 

54. Jickeli Moll. v. Nordostafrika S. 176 Taf. 7 Fig. 2. Morelet 
series conchyl. IV p. 271. Issel moll. Born. p. 57. Pfeiffer mon. 
pneum. IV p. 307. 

Eiförmig, etwas bauchig, glatt, nur an der Basis mit einigen 
Spiralfurchen , etwas glänzend , hellbraun , meist mit mehreren dunkel- 
braunen Bändern; Gewinde konisch, ziemlich stumpf. Zwei Parietal- 
falten, die obere vertikal gestellt, etwas gezähnelt, die untere hori- 
zontal, stark; Columellarfalte schief herabsteigend, weit vortretend; 
Columellarrand dicht an die Aussenseite angelegt; 4 — 6 Falten am 
Aussenrand, alle am vordem Ende unter sich durch eine weisse 
innere Lippe verbunden. 

11-13'/, Hill, lang, 6-7V2 breit, Mündung 7V2— 10. 

Zuerst bei Petshaburi in Siam auf Schlammboden in Gesellschaft 
von Pythia pücata und Cassidula auris-felis von mir gefunden, später 
auch ein Stück bei Singapore und eines bei Mampawa an der 
Westküste von B r n e 0. Aus Borneo erhielt sie Issel auch durch die 
Händler Dämon. Schech said bei Massaua und Dahlak-inseln im 
Rothen Meer, Issel und Jickeh; letzterer sammelte sie daselbst 
auf Stämmen von Avicennia, immer gesellig unter sich, doch nicht 
mit Cassidula zusammen. 

C) Schale mit ausgeprägter Skulptur (Signia Ad.). 

6. Melamptis granifer Mouss. 
Auricula granifera Mousson moll. jav. S. 46 Taf. 5 Fig. 9 und Taf. 

20 Fig. 7 (Skulptur). 
— granosa Hombron et Jacquinot. Voy. pole sud V pl. 9, flg. 20, 22. 
Melampus granifer (Mouss.) Pfeiffer mon. Auricul. p. 42. Tapparone- 

Ganefri faun. mal. Nuov. Guinea p. 229. 
Tralia (Signia) granifera Ad. gen. moll. II p. 245; Chenu manuel 

de conchyl. I p. 477 fig. 3528. 
Eicheiförmig, in der obern Hälfte scharf und zierlich granulirt, 
Gewinde convex, oben zugespitzt. Drei Parietalfalten , die oberste 
punktförmig, zwei bis vier Falten am Aussenrand. 
lO'A-13 Mill. lang, 6-7 breit, Mündung 8V2— 10. 
Java: Bai von Pampang, Resid. Banjuwangi, an der Wurzel 
von Rhizophoren, Zollinger. 

Insel Burias, Philippinen, Cuming. Port DoreyaufNeu- 



167 

Guinea, Raffray. Torresstrasse, Hombron und Jacquinot. 
Nach Nevill und Robillard auch auf Mauritius. 

7. Melampus sulculosus Marts. Tab. VIII Fig. 20. 

Von Martens in d. Monatsberichten d. Akad. d. Wiss. Beriin 1865 
S. 55; Pfeiffer mon. pneum. IV p. 305. 

Länghch-eiförmig , dicht spiralgefurcht, dunkelbraun mit mehr oder 
weniger deutlichen blassen Bändern; Gewinde convex, oben meist 
cariös. Eine untere Parietalfalte , 2 — 3 Falten am Aussenrand, 

8 Mill. lang, 4 breit, Mündung 6. 

Amboina: an der Mündung des Weynitu-flusses. 

Nahe unter der Naht sind die Anwachsstreifen etwas stärker und 
bilden mit den Spiralfurchen eine schwache Körnelung; dadurch, 
sowie durch die Färbung erhält die Schale eine auffallende Ähnlichkeit 
mit Cassidula sulculosa Mouss. Man könnte sich fragen , ob es nicht 
etwa der Jugendzustand derselben sei, aber ganz abgesehen davon, 
dass bei keiner Art von Cassidula noch im unausgewachsenen Zu- 
stand Falten an der Innenseite des Aussenrandes gesehen worden 
sind, ist doch auch das was man von den obern Windungen sieht, 
nicht übereinstimmend genug für eine solche Annahme. 

B) Ohne Falten an der Innenseite des Aussenrands. 

8. Melampus edentulus Marts. Tab. VIII Fig. 22. 

Von Martens in Monatsberichte d. Akad. d. Wiss. Berhn 1865 S. 

55; Pfr. mon. pneum. IV p. 328. 
Annähernd eiförmig, sehr stumpfkantig, mit undeutlicher Spiral- 
streifung , einfarbig schwarzbraun , zuweilen mit Spuren von helleren 
Bändern, namentlich in der Schultergegend; Gewinde massig, oben 
stumpf. Nur Eine Parietalfalte (die untere) und diese klein; Columel- 
larfalte stark, ziemlich horizontal, vortretend. Aussenrand weisslich, 
sehr schwach verdickt, ohne Falten. 
8 Mill. lang, 5 breit, Mündung B'A- 
Flor es: Oka bei Larentuka, auf Schlammboden an einem kleinen 
Bache nahe seiner Mündung, in Gesellschaft von M. 
fasciatus, Auriculastra subula, Cassidula triparietahs , 
sulculosa und Pythia scarabaeus. 
In allen übrigen Beziehung ein ächter Melampus, aber durch den 
Mangel der Falten an der Innenseite des Aussenrandes von der gros- 



168 

sen Mehrzahl der Arten abweichend ; da diese Falten auch schon bei 
Jüngern Exemplaren der anderen Arten vorhanden sind, kann man 
ihre Abwesenheit nicht als Jugendcharakter ansprechen. 

b) PROSOBRATfCHIEN. 

CERITHIIDEN UND MELANIIDEN. 

Diese zwei Familien sind sowohl nach der Schale als nach den 
Weichtheilen nahe mit einander verwandt, taeniogloss mit vorragen- 
der Schnauze, spitzen Fühlern mit Augen an der äussern Basis und 
kurzem, fast wappenschildförmigen Fuss; der Deckel spiral, meist mit 
wenig, selten mit mehr Windungen. Der Unterschied in der Bildung 
am TJnterrande der Mündung, ein deutlich abgegränzter zurückgebo- 
gener Kanal bei den typischen Cerithien und ein flacher Ausguss bei 
den typischen Melanien , zeigt vielerlei Abschwächungen und Zwischen- 
stufen innerhalb beider Familien. 

Cerithium Adanson, Brug. 

Ein deutlicher kurzer, etwas zurückgebogener Kanal an der Mün- 
dung. Sculptur mehr oder weniger höckerig. Deckel oval mit wenig 
Windungen. 

Die meisten Cerithien leben im Meer, doch manche gern an Fluss- 
mündungen oder sonst an schwächer salzhaltigen Stellen auf Schlamm- 
grund, so schon C. vulgatum Brug. in den venetianischen Lagunen. 

Es sollen hier nicht alle Arten dieser Gattung, welche in Nieder- 
ländisch-Indien vorkommen, aufgeführt werden, sondern nur diejenigen, 
welche au Flussmündungen auf Schlammflächen oder im Mangle-dickicht 
beobachtet wurden und diejenigen, welche diesen im allgemeinen 
Habitus so nahe stehen, dass man einen ähnlichen Aufenthalt für sie 
annehmen kann und im indischen Ocean weit verbreitet sind. 

Ä) Gethürmte, oben schlank zugespitzte Arten, mit aufiaUigen 
Wülsten (Wachsthumsabsätzen). 

1. Cerithium Trailli Sow.^ 
? Cerithium lineolatum Traill in Journal of the Indian Archipelago 
1847. 8. p. 226, fig. (Figur ohne Beschreibung). 



169 

Cerithium Trailli Sow.^ thes. 11 fig. 93. 1855. Reeve conch. ic. XV 
fig. 24. 

Feinknotige Spiralrippen, diejenige zunächst unter der Naht mit 
etwas stärJieren Knoten. Blass weisslichgrau , Knoten meist etwas 
dunkler. Spitze sehr schlank. Aussenrand der Mündung dünn, etwas 
ausgebogen. 

Singapore, häufig, Traill und v. Martens; Pub Los oder Loz am 
Eingang der Bai von Bintang, von einem Missionär an das Berliner 
Museum gegeben. Lakkediven, Theobald. 

Die bleiche Färbung und schwache Skulptur deutet auf Aufenthalt 
im Schlamm. 

2. Cerithium corallinum Kien. 

Cerithium coralium Dufresne bei Kiener iconogr. p. 32. pl. 8. fig. 3. 
üeshayes Lamarck an. s. vert. ed. 2. IX. p. 317. Reeve conch. 
icon. XV. pl. ö fig. 29. 

Cerithium ustum Hombron et Jacquinot A^oy. au pole sud, moU, 
pl. 23. fig. 18, 19. 

Schlank spindelförmig , vertikal gefaltet mit Spiralreihen von Körnern ; 
ein starker Wulst in der Regel im ersten Drittel der letzten Windung, 
in der Mündungsansicht die linke Seite der Schale einnehmend. Mün- 
dung schmal, mit kurzem gerade vorstehendem Kanal. Farbe frisch 
dunkelbraun oder schwärzlich, verbleicht mehr oder .weniger roth 
(daher der Artname). Länge I6V2— 34 Mill., Breite 7—12, Länge der 
Mündung 5 — lOV^. 

Wijnkoops-Bai bei Palabuan auf Java, v. Martens 1861. Togian- 
inseln in der Bucht von Tomini, Celebes, A. B. Meyer. Batjan; bei 
Wahai auf Ceram; Weynitu in der Bai von Amboina und in der Bai 
von Kupang auf Timor, v. Martens 1862. Auch von Ceylon, den 
kleinen Inseln bei Mergui in Tenasserira, von Singapore, den Philip- 
pinen, Salomons- und Viti-inseln bekannt. 

Kiener, bei dem der Artname zuerst vorkommt, schreibt „coralium", 
französisch corail; da der Name sich doch nur auf die rothe Farbe 
beziehen kann, dürfte corallinum richtiger sein. 

Nahe verwandt ist C. rubus Reeve fig. 75 (non Martyn) von Ceylon 
und den Inseln bei Mergui und C. turritum Sow.^, Reeve fig. 88 von 
der Philippinen-Insel Burias; ersteres hat stärkere, mehr spitze Knoten , 
letzteres tiefer eingeschnittene Nähte. 



170 

3. Cerithium patuhim Sow. 

Cerithiura patuhim Sowerby thesaur. conch. I fig. 74. Reeve conch. 
ic. fig. 33, V. Härtens in Jonrn. Linn. Soc, Zool. XXI 1886 p. 168. 

— pellucidum Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll. pl. 23, 
fig. 24. 25. 

— gibberosum Dunker Mollusken d. Novara Expedition Taf. 1 Fig. 7. 
Gedrungen konisch, mit einem starken Varix auf der Rückenseite 

des letzten Umgangs , schwärzlich. 3 Reihen Höcker auf der vorletzten 
Windung sichtbar, die der obersten Reihe kleiner. Mündungsebene schief 
nach unten vorgezogen. Schale 22 Mill. lang, 11 breit, Mündung Slang. 
Bei Wahai auf Ceram, an Steinen am äussern Rande der Mangle- 
dickichte, bei Ebbe auch über Wasser, und auf Amboina an der 
Mündung des Flüsschens von Weynitu an den Wurzeln der Mangle- 
sträucher selbst. Auf Gross-TawalU nördlich von Batjan an den Wur- 
zeln und Ausläufern von Sonneratia, unter Wasser, im Brackwasser- 
gebiet. Auch von John Anderson in der Elphinstone Island Bay bei 
Mergui, Tenasserim, in den Mangle-sümpfen gesammelt. 

B) Kürzere und stumpfere, stark körnige oder knotige Arten. 

4. Cerithium tuberculatum Linne. 

Strombus tuberculatus Linne, syst. nat. ed. XII. p. 1213. Hanley 
ipsa linn. conch. p. 276. pl. 4. fig. 4. 

— rugosus Wood ind. test. suppl. 1628, pl. 4, fig. 10. 
Cerithium rugosum Kiener icon. p. 54, pl. 15, fig. 3. Deshayes La- 

marck an s. vert. ed. 2, IX p. 819. Sowerby^ thesaur. conch. 
II, fig. 195, 19b. Reeve conch. XV, fig 45. 

— gemmulatum var. Hombron et Jacquinot Voy. pole sud , Mollusq. 
pl. 24, fig. 7, 8. 

— tuberculatum Reeve conch. icon. XV, fig. 21. Nicht Cerithium 
tuberculatum Lamarck und anderer Autoren. 

Zahlreiche rundliche Körner in Spiralreihen , drei Reihen auf der vor- 
letzten Windung sichtbar bleibend ; die einzelnen Körner in derselben 
Reihe öfters etwas ungleich an Grösse, schwarze (dunkelbraune) und 
weisse (blassgelbe) an demselben Individuum. Naht unmittelbar vor 
der Mündung nicht auffällig aufsteigend, Mündung verhältnissraässig 
klein, mit dickem weissem Rand. Ältere Mündungswülste stellen- 
weise vorhanden. Länge 17—24 Hill., Breite 9 — 13'A, Mündungslänge 
7 — IOV2; ein ungewöhnlich grosses Stück 26, 14, 9'/,. 



171 

Anjer auf Java, Batjan, Dodinga auf Halmaheira an der Ostküste, 
Wahai auf Ceram, Larentuka auf Flores und Cap Gonsalvi auf Ado- 
nara, Atapapu auf Timor, v. Martens. Häufig im Rothen Meer, von 
Ehrenberg bei Djidda gefunden, ferner an der Ostküste Afrika's bei 
Zanzibar (v. d. Deken) und den Querimba-inseln (Peters), an den Sey- 
chellen und an der Küste von Tenasserim, andrerseits an den Philip- 
pinen, der Geelvinks-bai in Neu-Guinea, der Torres-strasse. Findet 
sich oft an einzelnen Steinblöcken. 

Var. bifasciatum Sow. 

Cerithium bifasciatum Sow. Reeve loc. cit. flg. 34. 

— nigrofasciatum Reeve ebenda fig. 58. 

Zwei bis drei breite braune oder schwärzliche Spiralbänder auf 
weisslichem Grund. 

Wahai auf Ceram, mit der gewöhnlichen Färbung. Auch Philippi- 
nen und von mir bei Hongkong gefunden. 

5. Cerithium variegatum (Q. G. ?) Kien. 

Favanne conchyliologie 1780, pl. 39, fig.. C 7. 

Cerithium variegatum (Quoy et Gaimard Voy. de l'Astrolabe, Zool. 
II, pl. 55 fig. 17?) Kiener iconogr. p. 55, pl. 15, fig. 2 (bräunlich). 
Reeve conch. icon. XV, fig. 41. 

Körner ungleichfarbig oft zusammengedrückt, in mehr als drei 
Reihen auf dem sichtbaren Theil der vorletzten Windung, auf der 
letzten deutliche dünne Spiralleisten zwischen den Körnerreihen. Fär- 
bung verschieden, öfters röthlichbraun. Mündung klein, oft rosenroth. 
Länge 15—22 Mill., Breite 7—10, Mündunghöhe 5—7. 

Wijnkoops-bai bei Palabuan auf Java, Larentuka auf Flores und 
Atapupu auf Timor, v. Martens. Phihppinen , Cuming. Geelvinks-bai, 
Strubell. 

Ob Quoy und Gaimard's C. variegatum von Tongatabu dieselbe Art 
sei, ist mir zweifelhaft, da ihre Figur nur drei Knotenreihen auf 
der letzten Windung und keine Spiralleisten dazwischen zeigt. 

Var. Janellei H. J. 

Cerithium zonale var. Quoy u. Gaimard Voy. Astrolabe, Zool. II, 
pl. 55, fig. 9. 

— Janellei Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll. pl. 24, fig. 19, 20. 
Grösser und verhältnissmäckig dicker, 21—25 Mill. lang, 10—23 



172 

breit, Mündung 9 — 9V3. Ein ungewöhnlich grosses Stück von Samoa 
32 Mill. lang, 18 breit, Mündung ISVj. Vorherrschende Färbung 
weiss mit zahlreichen kurzen schwarzen Spiralbändchen , haufenweise 
zusammengruppirt. 

Batjan , v. Martens. Ferner vom Rothen Meer im Berliner Museum. 
Seychellen, Möbius. Segaarbai in Neu-Guinea, Expedition der Gazelle. 
Neu-Irland, Finsch. Salomons-inseln , Dr. Hartmann. Insel Vavao, 
Hombron u. Jacquinot. Samoa, Museum Godeffroy. 

In der allgemeinen Gestalt dem C. petrosum Wood ind. conch. suppl. 
4, 9 und Reeve flg. 43 ähnlich , abor bei diesem ordnen sich die stär- 
keren Körner zu vorstehenden vertikalen Falten. 

6. Cerühium morum Lam. 

Lister bist, conch. pl. 1024, fig. 90. 

Cerithium morus ') Lamarck bist. nat. an. s. vert. ed. 1. VII, n°26; 
ed. 2. IX, p. 302. — Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe, zool. II, 
pl. 54, fig. 13, 15 mit lebendem Thier und Deckel. — Kiener 
iconogr. pl. 15, fig. 1. Reeve conch. ic. XV, fig. 42. 

Cerithium concisum Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Mollusq. 
pl. 24, fig. 1, 2. 

— obscurum Hombron et Jacquinot ebenda, fig. 5, 6. 

Körner gleichmässig, alle schwarz (verbleicht rothbraun), auf dem 
sichtbaren Theil der vorletzten Windung in drei Reihen. Rückenseite 
hoch gewölbt; Naht vor der Mündung stark aufsteigend. Allgemeine 
Form etwas variabel, durchschnittlich kürzer und bauchiger als bei 
den vorigen , schon mehr der dritten Gruppe sich nähernd. Länge 
18—25 Mill., Breite 10%—lA^j.,, Mündungslänge 10—11; eine auf- 
fallend kleine Form von Benkulen nur 12, 6, 5. 

C. morum lebt nach Dufo (Ann. Sei. nat. 2. XIV, 1840 p. 61) auf 
sandig-schlammigem Grund, bei Fluth 1— l'/j Meter unter Wasser und 
bei Ebbe im Trockenen, zahlreich, gruppenweise auf kleinen Erhöhun- 
gen, welche mehr von Meerpflanzen bedeckt sind. 

Muntok auf Banka, Benkulen auf Sumatra, Anjer auf Java, Batjan 
und Amboina, v. Martens. Togian-inseln bei Celebes, A. B. Meyer. 



1) Lateinisch morus Maulbeerbaum, mOTttm Maulbeere, daher dürfen Conchylien 
welche mit einer Maulbeere verglichen werden, nur morum, nicht monis genannt wer- 
den. Lamarck selbst nennt sie französisch niüre, nicht murier. Dasselbe gilt für Kicinula 
morus Lam. 



173 

Insel Rotti bei Timor, Dr. ten Kate. Hr. F. Jagor fand sie zu Blakang- 
mati bei Singapore in Gesellschaft von Enzina duclosiana, ich auch 
bei Simaharadscha an der Ostküste des Golfs von Slam und auch 
zu Aberdeen bei Hongkong, die Expedition der Gazelle auf Neu- 
Britannien. Ferner wird sie vom Rothen Meer, Persischen Meerbusen, 
Madagaskar, Mauritius, den Seychellen, Bombay, dem südlichen Japan , 
den Philippenen, Vanikoro und den Salomons-inseln angegeben. 

Var purpurascens Sow.. 

Cerithium purpurascens Sow.^ thes. conch. H, flg. 99. — Reeve 
conch. icon. XV, flg. 36 (von den Philippinen). 

Die Körner spitziger und mehr ungleich ; ein starker Wulst auf der 
Rückenseite der letzten Windung wie bei C. patulum: 18 — 21 Mill. 
lang, 11 — 13 breit, Mündungslänge 10. 

Insel Batjan und an der Ostküste von Halmaheira bei Dodinga v. 
Martens. Häufig an der Ostküste des Golfs von Slam bei Simaharadscha , 
Ko-Sichan und Lemkobang, v. Martens und v. Richthofen. Singapore 
bei Blakang-mati , Jagor. Tuticorin gegenüber Ceylon, Thurston. 

Mit C. morum verwandt, aber grösser mit plumperen Knoten in 
geringerer Anzahl sind die beiden folgenden, welche zwar bis jetzt 
noch nicht in Niederländisch-Indien gefunden worden sind , aber mehrfach 
mit C. tuberculatum verwechselt wurden. 

Cerithium Borni Sow. 

Strombus tuberculatus (L.) Born test. mus. Caes. Vindobon. 1780, 
tab. 10, fig. 16, 17 und Chemnitz Conch. Gab. IV, flg. 1490. 

Cerithium Borni Sowerby- thes. conch. II, flg. 68. Reeve conch. 
icon. XV, flg. 26. 

Nur zwei Reihen dunkler Knoten auf der vorletzten Windung. Bis 
36 mm. lang, 17 breit, Mündung 15 lang. 

Insel Hongkong bei dem Orte Aberdeen und Insel Formosa bei 
Tamsai , an einzelnen Steinen auf Schlammgrund , v. Martens. Nach 
Reeve auch auf den Seychellen. 

Cerithium Schröteri Mörch. 
Murex asper (L.) Schröter Einleitung in die Conchylien-kenntniss 
Bd. I, (S. 540), Taf 3, Fig. 7. 



174 

Cerithiutn tuberculatum (L ) Description de l'Egypte, Moll. pl. 4, 
flg. 11. Lamarck bist. nat. d. an. s. vert. ed. 1. VII nro 28; 
ed. 2, IX, p. 324. Kiener icon. p. 35, pl. 13, fig. 1. Issel mala- 
cologia del mare rosso p. 148. 

— Schroeteri Mörch cat. collect. Yoldi 1852, p. 58. 

— caeruleuni Sowerby- thes. conch. II, fig. 72. Reeve fig. 8. Issel 
malacologia del mar rosso p. 147. 

Blaugrau mit nur Einer Reihe starker Knoten auf der vorletzten 
Windung. Bis 38 mm. lang und 20 breit; Mündung 17 mm. 

Im Rothen Meer von Öavigny, Ehrenberg u. A. gefunden, auch von 
Suez im Berliner Museum. Querimba-inselu an der Küste von Mos- 
sambique, W. Peters. 

C. tuberculatum (L.) bei Sowerby- genera of Shells part. 42, pl. 249, 
fig. 4, nach 1828, identisch mit Reeve conchologia systematica pl. 
226, fig. 4, ist wieder eine andere Art, C. semiferrugineum Lamarck 
aus West-indien. 

G) Kurz-konisch, Rückenseite stärker gewölbt, Bauchseite 
etwas abgeflacht. 

7. Cerithium hreviculum Sow.- 

Sowerby' genera of Shells part 42 nach 1828 pl. 259, fig. 1 ; iden- 
tisch mit Reeve Conch. icon. pl. 226, fig. 2; Kiener iconogr. p. 
pl. 45, fig. 4 ; Deshayes Lamarck an. s. vert. ed. 2. IX, p. 320 ; 
Sowerby^ thes. conch. II, fig. 1 ; Reeve conch. ic. XV, fig. 46. 
Starke, unter sich gleiche, rundliche, schwarze Körner in drei 
Spiralreihen auf der vorletzten Windung. Schwarzbraun, zuweilen mit 
helleren Punkten, Mündung weiss. 16 — 21 mm. lang, 10 — 14 breit, 
Mündung 8 — 9. 

Palabuan auf Java, Batjan und Wahai auf Ceram, v. Martens. 
Philippinen, Cuming. G-eelvink-bai in Neuguinea, Strubell. 

8. Cerithium inflatum Q. G. 

Lister hist. conchyl. pl. 1024, fig. 89, 1687-88; Quoy et Gaimard 
voy. Astrolabe, Zool. 11, pl. 55, fig. 10; Kieuer iconogr. pl. 7, fig. 1; 
Deshayes Lamarck an. s. vert. ed. 2. IX, p. 319; Reeve conch. 
icon. XV, fig. 60. 

Körner sehr ungleich, auf der letzten Windung in der zweiten und 
dritten Reihe zusammengedrückt, grösser und weniger zahlreich, öfters 



175 

höckerartig vorstehend; auf der vorletzten Windung drei Reihen, die 
Körner der zweiten und dritten Reihe unter sich gleich, die der ersten 
nur spurweise vorhanden. Dunkelbraun, Mündung dunkel. 20.27 mm. 
lang, 13 — 16 breit, Mündung lO'/s — 14 mm. 

Nord-Celebes , A. B. Meyer. Ostküste von Halmaheira bei Dodinga, 
auf Schlammgrund an Steinen und auf Flores bei Oka unweit Laren- 
tuka, im Mangle-gebiet , v. Martens. Amboina, Expedition der Gazelle. 
Vanikoro, Quoy und Gaimard zwischen Salomon-inseln und Neuen 
Hebriden. 

9. Cerithium ohesum Sow. 

Sowerby^ thes. conch. II, fig. 79. Reeve conch. icon. XV, fig. 64. 

Fast glatt, mit schwachen Vertikalfalten und Spiralstreifen, erstere 
nur an der Naht deutlich ; schwärzlich , die Furchen öfters heller ; 
Mündung innen schwarz-linnrt. 18 mm. lang, 11 breit; Mündung 8 mm. 

Nord-Celebes, A. B. Meyer. Ternate und Adonara, hier an Wurzeln 
und Ausläufern der Mangle-büsche , v. Martens. Philippinen-insel Bohol, 
Cuming. 

Auch Cerithium obeliscus Brug., an dem ziemlich langen, 
rechtwinklig zur Columelle rückwärts gestreckten Kanal kenntlich , führt 
Blanford unter den „estuarine Shells" auf. Diese Art ist in Niederlän- 
disch-Indien weit verbreitet, (Rumph Taf. 30, Fig. N) ich habe Scha- 
len bei Benkulen auf Sumatra, auf Java, bei Mampawa auf ßorneo, 
Buru, Larentuka auf Flores und Atapupu auf Timor gefunden, sie 
ist mir aber nicht besonders als Brackwasser- art aufgefallen. 

Potamides Defr. 

Potamide (franz.) Defrance 1810.. Vibex Oken Lehrbuch d. naturg. 
1815, grössentheils. 

Deckel kreisrund, mit vielen engen Windungen. Schale gethürmt, 
meist braun oder bräunlich, zuweilen violett und gebändert, mit 
deutlicher Skulptur ; Rand der Mündung in der Regel flach ausgebreitet 
(ausgenommen Telescopium) , Kanal deutlich eingeschnitten und abge- 
setzt, aber kurz und gerade. Schnauze lang vorstehend, am Ende 
zwei-lappig; Fühler spitz, Augen in V3 bis Vj ihrer Länge. Fuss breit 
und vorn abgerundet. Radula ähnlich wie bei Cerithium, aber die 
äussere Platte am Aussenrand eingekerbt. 

Die meisten Arten werden von den Eingebornen gern gegessen. 



176 



A) Pykazus Montf. (Terebralia Swains.) 

Vertiefte Spirallinien und oberfläcliliche Längsfalten ; Naht vor der 
Mündung merklich aufsteigend. Färbung der äussern Weichtheile ein- 
farbig schwärzlich. 

1. Potamides palustris L. Tab. IX, Fig. 24, 25. 
Lister bist, conch. IV, 1688, pl. 836, flg. 62 und pl. 837 flg. 63. 
Strombus palustris Ptumph amb. rar. p. 101 (deutsche Ausg. 8, 
71). Taf. 30, fig. Q. Linne syst. nat. ed. XII, p. 1213. Chemnitz 
Conch. Cab. IX, Fig. 1472. Seba thesaur. III, Tab. 50 fig. 13, 14 
erwachsen, fig. 17 und 15, jünger. 
Cerithium palustre Brug. Encycl. Vers I, p. 467 nro 19. Lam. an. 
s. V. ed 2 IX, p. 284. Kien pl. 1, lebendes Thier, bopirt bei 
Gray fig. moll. an. II pl. 127, flg. 6. Quoy et Gaimard Voy. 
Astrol. III p. 121 pl. 55, fig. 14-16 lebendes Thier und Deckel 
cop. Gray fig. 6, I pl. 54, fig. 4. Hombron et Jacquinot Voy. pole 
sud, Moll. pl. 23, fig. 2 lebendes Thier, copirt bei Gray fig. moll. 
an. III pl. 267, fig. 2. Tennent nat. hist. of Ceylon 1861. I pag. 
381 fig. 12. Berkeley in Zoological Journal V 1831, pl. 31, 32. 
Pyrazus palustris (L.) Adams gen. moll. pl. 30, fig. 8, 8^ Deckel, 

8l> Schale. Reeve conch. ic. XV, fig. 1. 
Aussenrand oben eingebuchtet, unten vom Columellarrand getrennt. 
Erwachsen 46-107 lang, 34—46 breit, Mündung 28—37 Mill. (in 
Turin soll ein Stück von 160 Mill. Länge sein). 
Celebes: bei Makassar, M. Weber. 
„Diese Schnecke hält sich in dem morastigen Sago-dickicht auf, wird 
auf Amboina gar nicht , aber viel auf Ceram , Buru and Celebes ge- 
funden", Rumph. 

Diese Sagogebüsche werden von Sagus Pannphi Willd. = Metroxy- 
lon Rumphi Martins gebildet, welches nach Miquel, Flora van Neder- 
landsch Indie III, p. 141 in sumpfigen Gegenden nahe der Küste 
wächst und namentlich auf Ceram und Djilolo (Halmahera) grosse 
Wälder bildet. In der Bai von Amboina habe ich bei Weynitu jün- 
gere Exemplare gesammelt, erwachsene auf Ceram bei Wahai am 
Strande und bei Hrn Hoed in Amboina Exemplare von Buru gesehen. 
A. Adams fand sie an der Nordostküste von Borneo bei der Insel 
Ligitan. 4° 20' N., in den ausgedehnten Mangle-sümpfen , theilweise in 



177 

den Schlamm eingesenkt und nur mit den Gewinde vorstehend (their 
spires bristling the surface, Zool. Samarang, Moll. p. VI); Reinhardt 
fand sie auf Pulo Panjang, Nikobaren, sehr zahlreich zwischen den 
Zweigen [Wurzeln?] der Mangle-büsche (Mörch. Journ. de Conch. XX 
p. 321); Dufo sah sie auf den Seychellen ebenfalls auf Schlammgrund, 
an und in Flussmündungen. 

Die geographische Verbreitung dieser Art erstreckt sich vom Piothen 
Meer und Mossambique bis Australien; aus Niederländisch-Indien und 
dessen näherer Umgebung mögen noch folgende Fundorte genannt 
werden: Singapore, Traill. Sumatra, Tapparone-Canefri, Palabuan, 
Südwestküste von Java, v. Frauenfeld und v. Martens. Muara Tange- 
rang (ob vielleicht Tangulang in Ees. Djapara, Nordküste?) auf Java, 
de Fihppi und Giglioli, Exp. Magenta. Makassar, M. Weber, Manado, 
Quoy und Gaimard. Kajoa nördl. von Batjan, v. Martens. Insel Luci- 
para zwischen Timor und Amboina, Expedition der Gazelle. Sorong,' 
Beccari, und Raffles-Bay in Neu-Guinea, Hombron und Jacquinot. 
Somerset in Nord-Australien, 0. Finsch. Slam, in der Sammlung von 
Castelneau. Mariveles, Prov. Bataan, auf Luzon, F. Jagor. 

Tennent a. a. 0. unterscheidet eine kürzere, mehr in einander ge- 
drungene Form des Felsengrundes und eine schlankere des Sandgrundes. 

Junge Exemplare sind durch schlankere Gestalt, sowie die etwas 
schiefere Stellung der Längsfalten von solchen der folgenden Art zu 
unterscheiden; Kiener pl. 27 fig. 2a stellt ein solches vor. Etwas 
ältere, aber noch nicht vollständig ausgebildete zeigen eine starke 
Columellarfalte , zwei schwächere Parietalfalten und mehrere Zähne 
an der Innenseite der Varicen (Fig. 25). 

Mitten durchgeschnitten zeigen auch erwachsen eine um die Colu- 
melle durch alle Windungen sich schlingende Spiralfalte, ferner eine 
Spiralfalte auf der früheren Mündungswand, jetzt Scheidewand der 
Umgänge, und einzelne Knoten an der Innenseite der Aussen wand, 
was sehr an Nerinea erinnert (Fig. 24). 

2. Potamides semistriatus Mörch. 

Cerithium sulcatum Kiener icon. pl. 27, fig. 1. 

— semistriatum (Bolten) Mörch catal. collect. Yoldi p. 57, 1852. 

Pyrazus semitrisuleatus (wohl Schreibfehler) Reeve conchol. icon. 
XV fig. 4. 

Der folgenden Art sehr ähnlich , nur grösser und mit bedeutend 

12 



178 

schwächerer Skulptur. Mündungsaum ebenso angelegt. Ein Exemplar 
von Timor 58 Mill. lang, 23 breit, Mündung 24; von Nord-Australien 
73, 34 und 33. 

Bei Pariti auf Timor von Th. Studer, Expedition S. M. Seh. Ga- 
zelle, gefunden. Sonst von Nord-Australien bekannt: Port Essington 
bei Reeve, Somerset in einem Mangrove-sumpf, Finsch, Port Darwin 
in Nord. Australien, R. Schomburgk im Berliner Museum. 

3. Potamides sulcatus Born. Tab. IX, Fig. 27. 

Bonanni recreatio mentis et oculorum 1680, flg. 68. — Lister bist. 

conch. IV pl. 1021 flg. 85 (jung). 

Strombus mangiorum Rumph. amb. rar. S. 101, Taf. 30, Fig. T., 

deutsche Ausgabe S. 71, aber hier die Abbildung ganz verändert, 

ein achtes Cerithium darstellend. — Gualtieri ind. test. tab. 57, flg. E. 

Murex sulcatus Born index Mus. Caes. 1778 p. 324; testacea Mus. 

Caes. p. 320. 
Turbo mangiorum Chemnitz Conch. Gab. IV, S. 823. Fig. 1484, 

1485. Favanne conchyl. pl. 40 flg. A. 3. 
— Moluccanus Gmelin Linn. syst. nat. ed. XIII p. 3563. 
Strombus fuscus Gmelin ebenda p. 3528, nach Knorr Vergnüg, d. 

Augen. V, Taf. 18 Fig. 8 (unausgewachsen). 
Cerithium sulcatum Bruguiere Encycl., Vers I, p. 486, uro 20, pl. 
442 flg. 2, sehr gross. Lamarck an. s. vert. VII p. 68, ed. 2. 
IX p. 285. Lesson Voy. de la Coquille, zool. II 1 p. 408. Quoy 
et Gaimard Voy. Astrolabe, Zool. III p. 121 pl. 54 flg. 22, 23, 
lebendes Thier und Deckel , kopirt in Oken's allgem. Naturgeschichte. 
Taf. 23, Fig. 5 und Gray, fig. moll. an. I, pl. 52, flg. 1. Sowerby 
genera of Shells pl. 260. fig. 3. = Reeve conch. syst. pl. 227, 
fig. 3. Kiener iconogr. pl. 27 fig. 2 (nicht 1). v. Härtens Malak. 
Blatt 1863 S. 128. 
Pyrazus sulcatus Reeve conch. ic. XV flg. 1. Troschel Gebiss. d. 
Schnecken I S. 148. Taf. 12, Fig. 5 (Radula). 

Potamides sulcatus (Born) v. Martens Mouatsber. Berlin. Akad. 1877 
p. 288. Tapparone-Canefri faun. malac. de la Nuova Guinea p. 57. 

Aussenrand oben nicht eingebuchtet, unten, wenn vöHig ausgebildet, 
mit dem Columellarrand verwachsen, so dass aus dem Ausschnitt 
ein ringsum geschlossenes Loch wird, wie bei Triforis. 26 — 51 Mill. 
lang, 14-28 breit, Mündung IIV2-2I. 



179 

Sumatra: Brandewijnsbai an der Westküste, M. Weber. 

Celebes: Makassar, M. Weber. 

Nach Rumph an morastigen Stellen , an den Wurzeln von „Mangium 
caseolare" und an Steinen in deren Nähe; diese Staude, herb, 
amboin. III, Taf. 73 und 74, ist Sonneratia alba L. ül. und S. acida 
Smith, an den Küsten von Niederländisch-Indien weit verbreitet, aus 
der Familie der Myrtaceen, vgl. Miquel Flora van Nederlandsch-Indie 
I p. 495 — 497. Lesson fand diese Art auf schlammigen Küstenstrecken 
in Neu-Guinea und der nahen Insel Waigiou (Waigame), in bracki- 
schem (saumätre) Wasser der mit Manglegebüsch bedeckten Stellen, 
längs der Bäche, welche in die Buchten einmünden. Ich fand sie bei 
Singapore auf Schlammboden im Mangle-sumpf am Rande eines Rinn- 
sals, das bei Ebbe noch Wasser enthielt, auf Batjan in Salzwasser, 
an Stämmen von Bäumen, die im Wasser standen, in odei- etwas 
über Wasser. Bei Wahai auf Ceram war es die erste Schnecke , welche 
ich vom festen Land in den Mangle-sumpf eindringend fand, zahlreich 
an den Wurzeln der Rhizophoren oder an vereinzelten Steinen sitzend , 
einen Theil des Tages über Wasser , zusammen mit P. telescopium , 
Cassidula sulculosa und Neritina communis; weiter hinaus gegen das 
offene Meer zu, auf offenem von abgestorbenen Kurallenblöcken gebil- 
deten Boden gesellt sich ein achtes Cerithium, C. patulum. dazu, 
aber P. sulcatus ist da seltener und verschwindet bald ganz. Auf Batjan 
an Baumstämmen in salzigem Wasser, unter und auch etwas über 
Wasser. Auch auf Flores und Adonara fand ich diese Art an den 
Wurzeln der Mangle-büsche. 

Ebenfalls durch die ganze Ausdehnung von Niederländisch-Indien 
verbreitet, aber weiter weltlich nur von Madagascar durch Sganzin 
1843 bekannt. Singapore, F. Jagor und v. Martens. Brandewijnsbai an 
der Westküste von Sumatra, M.Weber. Anjer auf Java, Schottmüher 
während der preussischen Expedition. Batavia, de Filippi und Giglioh. 
Makassar M. Weber. Togian-inseln im Golf v. Gorontalo, A. B. 
Meyer. Auf den Molukken von mir auf Batjan , auf Ceram bei Wahai , 
auf Amboina bei Weynitu, auf Flores bei Larentuka und auf Timor 
bei Atapupu gefunden. Pariti auf Timor, Th. Studer, Insel Rotti bei 
Timor, Dr. ten Kate. Ferner fand ich sie bei Hongkong und Makao, 
Guming auf den Philippinen, Tasson und Morlet in der Bai Halong 
in Tonkin, Beccari auf den Arn und Kei-Inseln, Sorong und Jobie in 
Neu-Guinea. Fernere Fundorte sind: Arwani in Neu-Guinea, Berliner 



180 

Museum. Meermaid-Strasse an der Westküste von Australien, schon 
ausserhalb des Wendekreises, Th. Studer bei der Expedition der Ga- 
zelle, und noch südlicher, zwischen Freeraantle und Geographe-Bay , 
33-33','j'' S.Br., Dr. Preiss 1835-42. Nordostküste zwischen 15 und 
17° N.Br. Tenison-Woods. 

•Jüngere Exemplare zeigen eine sehr schiefe Coluraellarfalte, eine 
Paritalfalte und einen starken Zahn innen am Varix. Dasselbe sieht 
man noch an aufgeschnittenen Schalen, Fig. 27. 

4. Potamides tenerrirmis Schepm. Taf. IV, Fig. 33. 

Schepman in Notes from the Leyden Museum XVI 1894-, p. 133, 
pl. 6 (radula). 

Glänzend schwarz, ziemlich dünnschalig, konisch-gethürmt, mit 
Spiralfurchen auf allen Windungen und gut ausgeprägten geradlinigen 
Vertikalfalten auf den mittlem Windungen, etwa 11 — 12 auf jeder 
Windung; auf der letzten Windung sind die Vertikalfalten geschwun- 
den, aber die erhöhten Leisten zwischen den Spiralfurchen zwischen 
Naht und grösstem Umfang erscheinen durch vertiefte Vertikallinien 
mehr oder weniger in quadratische Warzen zerschnitten. • 

Grösstes Exemplar, oben abgestutzt, mit noch 6 Windungen, 29 
Mill. lang, 14 breit, Mündung 13 Vj lang und 8 breit. 

Insel Roti: Salzsee Oemassapoka, Prof. Wichmann. 

Obgleich nicht in allem mit Schepman's Beschreibung übereinstim- 
mend , namentlich auch grösser, dürfte die vorliegende hier abgebildete 
Schnecke doch nicht als Art zu trennen sein. 

B) Telesoopium Montf. 

Scharf konisch d. h. hoch kreiseiförmig, Basis fast eben, durch 
eine Kante abgegrenzt; Spiralskulptur vorwiegend; Mündungsrand 
einfach. Unterer Theil des Aussenrandes der Mündung lappig vorge- 
zogen; Columella fast horizontal, spiral gedreht. Äussere Weichtheile 
bräunlich oder schwärzlich, etwas fleckig, mit denen von P. palustris 
übereinstimmend. 

5. Potamides telescopium L. 

Lister hist. conch. IV 1688 pl. 624 flg. 10. 

Zee-ton (Seetonne), Schijnvoet bei Rumpli amb. rar. S. 75 (deutsche 

Ausg. S. 29) Taf. 21 Fig. 12. Gualtieri index test. Tab. 60 flg. D. E. 



181 

Telescope, Argenville conchyliologie ed. I. 1742 pl. 14 (ed. 2 pl. 11) 

flg. B. = Favanne pl. 39 üg. B 1. Seba thesaur. III pl. 50 flg. 1-12. 

Trochus telescopium Linne syst. nat. ed. X p. 760; ed. XII p. 

1231. Chemnitz Conch. Gab. V S. 14 Fig. 1507—1509. 
Cerithium telescopium Bruguiere Encycl. meth. , Vers I p. 485 nro. 
17. Lamarck an. s. vert. VII, p. 67; ed. 2. IX, p. 286. Quoy 
et Gaimard Voy. Astrol. , Zool. III p. 125 pl. 55 fig. 4 — 6; leben- 
des Thier und Deckel , copirt bei Gray, üg. moll. an. I, pl. 54 fig. 2. 
Hombron et Jacquinot Voy. pole sud , Moll. pl. 23 fig. 1 , leben- 
des Thier, copirt bei Gray fig. moll. an. III pl. 267 fig. 1. — 
Kiener icon. pl. 28 fig. 1. Berkeley in Zoological Journal V 1835 
431 — 439, pl. 20, 21 lebendes Thier und Anatomie, cop. bei Gray 
fig. moll. an. II, pl. 127, fig. 5 und Adams gen. moll. pl. 31 fig. 1. 
Chenu manuel de Conchyl. I p. 286 fig. 1930. 
Telescopium indicator Montfort conch. syst. II 1811 p. 438. 
— fuscum Schumacher essai 1828 p. 233. Reeve conch. icon. XV 
fig. 1. Gray guido p. 106, Radula. Tapparone-Canefri Zool. Viagg. 
Magenta Malac. (Mem. Accad. Torin. 2 XXVIII) p. 42. Tapparone 
Canefri faun. malac. della Nuova Guinea p. 57. A. Adams. Zool. of 
the Samarang. Moll. p. VI; gen. moll. I, p. 292, pl. 31, flg. l», Deckel. 
Potamides Telescopium (L.) v. Martens Monatsberichte d. Berlin. 

Akad. 1877 S. 289. 
Einzige Art dieser Unterabtheilung. A. Adams fand sie an der 
Küste von Borneo in einem von tröpfelndem (trickling) Bächlein be- 
wässerten Mangle-sumpf, theilweise in den Schlamm vergraben, aber 
die Spitzen vorstehend ; ich bei Wahai auf Ceram , ebenfalls im 
Mangle-sumpf, in Gesellschaft von P. palustris und sulcatus, und bei 
Singapore in kleinen Brackwasser-gräben , zwischen Cocos-pflanzungen 
am Meeresstrande; Reinhardt auf den Nikobaren ebenfalls in Gesell- 
schaft von P. palustris , nur weniger zahlreich. Th. Studer auf Timor 
und in Nordwest-Australien ebenfalls im Mangle-dickicht. 

Im indischen Arichipel auch ziemlich verbreitet, doch weniger 
häufig als P. palustris und sulcatus; auffallend ist, dass Rumph 
selbst sie nicht gekannt hat, sondern sie erst durch den Herausgeber 
Schijnvoet in Holland in sein Werk eingeführt wurde. Madagascar 
nach Sganzin. Ins. Reunion oder Bourbon, Maillard. Malabar-küste , 
Kiener. Trankebar, Chemnitz. Ceylon, Tennent. Strandsee von Pu- 
hcat bei Madras, Mitchell catal. Moll. Madras Mus. p. 24. Calcutta, 



182 

Reeve, Brackwasser (estuaries) von Birma, Blanford. Salang, Job. 
Weber. Singapore, Traill. Sümpfe bei Batavia, de Filippi und Giglioli. 
Tandjong Priok bei Batavia, im Mangle-sumpf, Strubell. Borneo, Reeve; 
Ligitan an der Nordostküste von Borneo, 4° 20' N. , A. Adams. 
Amboina, Quoy und Gaimard. Ceram, v. Härtens. Insel Buru , Quoy et 
Gaimard und Hoed. Pariti auf Timor, Th. Studer. Mariveles, Prov. 
Bataan, Luzon, F. Jagor. Raffles-bay in Neu-Guinea, Hombron und 
Jacquinot. Insel Sorong, Beccari. Meermaid -Strasse , schon ausserhalb des 
Wendekreises, Th. Studer Exped. d. Gazelle, und ebenfalls an der 
AYestküste Australiens, Dr. Preiss. 

Man kann bei dieser Art zwei Formen unterscheiden, auf welche 
schon Tapparone-Canefri a. a, 0. aufmerksam gemacht hat: 

ä) eine schlankere, mehr genau konische, so z.B. ein Stück 94 
Mill. lang, aber nur 40 breit, Mündung 21 hoch; die Kante der 
letzten Windung ist meist deutlich ausgeprägt. Hieher gehören 
die Stücke von Wahai, von Timor und von der Meermaid- 
strasse, welche mir vorliegen, und die Abbildung bei Quoy und 
Gaimard (aus Amboina), während diejenige bei Kiener zwar 
auch eine schlanke Gestalt, aber doch eine abgerundete Kante 
zeigt. 
b) eine breitere, kürzere, mit mehr bauchig vortretender letzter 
Windung, deren Kante sehr abgerundet ist, z.B. ein Stück 86 
Mill. lang und doch schon 48 breit, Mündung 22 hoch. Hieher 
die Exemplare von Buru, von Batavia und von Mariveles auf 
Luzon, und die Abbildung bei Hombron und Jacquinot, ein 
Exemplar von Neu-Guinea darstellend. Dagegen ist die Figur bei 
Reeve zwar auch breit und kurz, zeigt aber doch eine schärfere 
Kante. 
Diese beiden Formen gränzen sich demnach ebenso wenig geogra- 
phisch bestimmt von einander ab , als sie formell scharf von einander 
geschieden sind. Man könnte vermuthen, dass es Geschlechtsunterschiede 
seien, die zweite Form etwa Weibchen, aber dagegen spricht der 
Umstand, dass die von Einem Fundort mir vorliegenden 2—4 Stück 
stets derselben Form angehören; wahrscheinlicher sind es Habitusfor- 
men, durch die Art des näheren Aufenthaltes bedingt, die breitere, 
kürzere und stumpfe auf sehr steinigem Grund, stärkeren mechani- 
schen Insulten ausgesetzt, die schlankere, schärfere auf weichem 
Schlammgrund mit geringerer Wellenbewegung, analog den von Ten- 



183 

nent auf Ceylon unterschiedenen zwei Formen von P. palustris (S. 177). 
Die Lebenszähigkeit dieser Gattung zeigt sich unter anderm darin , 
dass Benson ein Exemplar von Potamides telescopium 14 Tage in 
Süsswasser, hierauf über 4 Monate in Salzwasser und dann wieder 
14 Tage ohne Wasser aufbewahrt hat und es doch am Leben geblie- 
ben ist, während sonst Meerthiere rasch in süssem Wasser sterben 
(Zool. Journal V 1835 p. 465). 

C) Ttmpanotonos (Mörch) Ad. 

Knotige Spiralgürtel. Die einzelnen Windungen, namentlich die 
letzte, unterhalb der Naht in der Schultergegend eckig vorstehend. 
Mündung rundlich. Spitze nicht regelmässig in grösserer Ausdehnung 
verloren. 

Tympanotonos soll „Trcmmel-schlegel" bedeuten und wurde von 
den Conchyliologen des vorigen Jahrhunderts für verschiedene ge- 
thürmte Schnecken , namentlich Turritellen und Cerithien , gebraucht ; 
Klein method. ostraeolog. 1753 begreift darunter das, was wir jetzt 
Potamides im weitesten Sinn nennen , aber auch ächte Cerithien , 
sowie Vibex auritus und fuscus, als Illustration gibt er letzteren 
Tab. II fig. 34 und P. muricatus, flg. 35. Mörch catal. Toldi 1853 
hat den Namen wieder aufgebracht, aber fälschlich Tympanostoma 
geschrieben, für die charakteristischen westafrikanischen P. muricatus 
und radula, die Gebrüder Adams den Namen in richtiger Schreibweise 
angenommen für dieselben Arten, ihnen aber auch die indischen hier 
zu erwähnenden beigefügt. 

6. Potamides cingulatus Gm. 

Lister hist. conch. II 1685 pl. 122 fig. 19. Martini Conch. Gab. IV 

S. 328. Taf. 157 Fig. 1492 (von Trankebar). 
Murex cingulatus Gmelin Linn. syst. nat. ed. XIII p. 3561 , auf 

das vorhergehende Citat gegründet. 
Cerithium fluviatile Potiez et Michaud galerie d. moll. I, p. 363 pl. 

31 fig. 19-21. 1838. Kiener iconogr. Cerith. pl. 19 fig. 3. Desh. 

bei Lam. an. s. vert. ed. 2 IX p. 320. Hombron et Jacquinot 

Voy. pole sud, Moll. pl. 23 flg. 10, 11. 
Tympanotonos fluviatilis (Pot. Mich.) Pi,eeve conch. ic. XV fig. 9. 

Troschel Gebiss d. Schnecken I S. 14 Taf. 12 Fig. 2 (Radula). 



184 

Cerithium incisum Hombron et Jacquinot Voy. pole sud, Moll. pl. 
23 fig, 8, 9. 

Tympanotonos retifer Reeve conch. ic. XV fig. 1. 

? Tympanotonos fluviatilis (Pot. Mich.) Reeve flg. 9. 

Potamides fluviatilis (Pot. Mich.) v. Martens in Journ. Linn. Soc. 
XXI p. 109. 

— cingulatus (Gm.) v. Martens Monatsberichte d. ßerl. Akad. 
1877 S. 288. 

Auf den obern Windungen drei Reihen gleich grosser flacher Körner, 
von welchen auf dem Rücken der letzten Windung nur die oberste 
erbalten bleibt, die zwei andern zu flachen Leisten werden. Mündung 
schief länglich, unten vorgezogen, oben eckig, aber an die vorher- 
gehende Windung noch angelegt. Die Körner meist gleichfarbig, zu- 
weilen aber auch die der obern Reihe heller, gelblich weiss. 19 — 40 
Mill, lang, 8y^ breit, Mündung 5'/,— lO'A Mill. 
Makassar auf Celebes: M. Weber. 

Weit verbreitet im Gebiet des indischen Oceans: Malabar-Küste in 
Brackwasser, Potiez und Michaud; Trankebar auf der Koromandel- 
küste, Martini; Ceylon, Hanley, Tennent und Nevifl; Tuticorin und 
Pamban im Golf von Manaar, Thurston; Ganges-Mündung, Lamare- 
Picquot im Berhner Museum; Mergui, Theod. Philipp! ; Mergui und 
die benachbarten Inseln King-, Elphinstone- und Sullivan-island , auf 
Mangle-Stämmen und im Sand unterhalb derselben , unmittelbar über 
der Fluthgrenze, J. Anderson. Insel Salang, Job. Weber. 

Auf Singapore, Sumatra bei Benkulen, Banka bei Muntok, Java 
bei Surabaya von mir gefunden ; bei Banjuwangi ebenfalls im östl. Java 
von Dr. SemmeUnk. Borneo, Reeve und Hombron, Jacquinot (incisum). 
Makassar, in Salzwasser und Wahai auf Ceram, v. Martens. Philip- 
pinen, Reeve. Slam, Cochinchina und Lagune Thuan-An in Annam 
Rochebrune und Morlet. Makao und Hongkong, in Salzwasser, v. Mar- 
tens. Nangasaki, Lischke. Meermaidstrasse an der Westküste Aus- 
straliens, im Maugle-dickicht , Th. Studer auf der Expedition der 
Gazelle. 

Diese Art schliesst sich nach Mündung und Skulptur näher an P. 
palustris und sulcatus , als an decollatus an , neben welch letzteren 
sie von Reeve und Andern gestellt wird. Im Innern zeigt sie an 
Jüngern Exemplaren allerdings keine Falten, aber doch einen massigen 
Zahn an der Innenseite des Varix. 



185 

7. Potamides alatus Phil. 

CeritMum alatum Philipp! abbild. neuer Conch. I 1849. 1. Fig. 11. 

— fluviatile (Pot. Mich.) Hombron et Jacquinot Voy. pole sud pl. 
23 flg. 10, 11- 
Tympanotonos eurypterus Reeve conch. ic. XV flg. 8. 1866. 

Durch spitzwinljliges Vorstehen der obern Mündungsecke, welche 
sich von der vorhergehenden Windung ganz ablöst, von P. cingulatus 
verschieden, Gesammtform lang und schmal. 

Mergui Theod. Philippi. „Burmese estuaries generally" Blanford. Sin- 
gapore, Hombron und Jacquinot; Philippinen, Reeve; Slam und Tonkin, 
Morlet, also wohl auch in Niederländisch-Indien noch zn finden. Pam- 
ban im Golf von Manaar, Vorderindien, Thurston. 

Reeve's Tymp. alatus, fig. 8, angeblich von West-Africa, ist ganz ver- 
schieden von Phihppi's Art und mindestens sehr nahe dem P. cingulatus. 

8. Potamides micropterus Kiener. 

Cerithium micropterum Kiener iconogr. pl. 30 flg. 3. 
Tympanotonos micropterus Reeve conch. ic. XV fig. 7, Chenu manuel 

conchyl. I p. 265, fig. 1924. 
Grösser und breiter conisch. Mündungsecke noch mehr vorstehend, 

Borneo, Kiener. Philippinen, Reeve. 

D) Cerithidea Swains. 

Oberes Ende bei den erwachsenen regelmässig abgestossen. Vertikal- 
falten schärfer ausgeprägt, schmaler als ihre Zwischenräume. IMündung 
rundlich, der Aussenrand nach oben nicht wirklich ausgebuchtet, 
immer deutlich umgeschlagen. Keine Falten oder Zähne im Innern. 

Äussere Weichtheile, namentlich Schnauze und Fussrand öfters 
lebhaft gefärbt, namentlich auch roth. 

Radula einer unbestimmten Art, Gray, guide moll. p. 108. 

Die einzelnen Arten unter sich sehr änhlich. 

Auf Singapore habe ich zu zwei verschiedenen Malen, im August 
1860 und September 1861 zwei Arten dieser Gattung lebend beob- 
achtet und gefunden, dass die Äugen im untern Drittel der Fühler 
stehen, der Fühler oberhalb derselben aber gleich viel dünner ist und 
nur unter Wasser ausgestreckt getragen wird, über Wasser an der 
Luft aber so dicht an den untern Theil angelegt wird, dass er nicht 



186 

leicht zu sehen ist und man sich erst, indem man das Thier wieder 
unter Wasser bringt, von seiner Anwesenheit überzeugen kann; auf 
Tafel X, Fig. 4,5, 7, ist das nach den Zeichnungen, die ich an Ort und 
Stelle machte, dargestellt. Aus diesem Umstand erklären sich, glaube 
ich, auch die abweichenden Angaben von A. Adams, Zoology of the 
voyage of H. M. S. Samarang 1848, p. 44, wonach die Augen bei 
P. obtusus [quadratus] und einer dem decollatus ähnlichen Art end- 
ständig sein sollen, dagegen bei P. decollatus selbst der Fühler sich 
als dünner Faden darüber hinaus verlängert. Da die Arten im Übrigen 
so nahe unter sich verwandt sind, kann ich nicht annehmen, dass 
sie hierin so wesentlich verschieden seien und glaube eher, dass A. 
Adams die ersteren eben nicht unter AVasser beobachtet hat. P. Fi- 
scher hat für diejenigen mit angeblich endständigen Augen eine eigene 
Gattung Aphanistylus vorgeschlagen, Manuel p. 682, welche als 
auf einem Beobachtungsfehler beruhend nicht anzunehmen ist. Bei 
Assiminea dagegen ist auch unter AVasser keine beträchtliche Verlän- 
gerung des Fühlers über das Auge hinaus zu sehen. 

Nach der Beobachtung von A. Adams hängen sie sich mittelst 
selbstgesponnener Fäden an die Zweige der Mangle-stauden , so dass 
sie auch bei geschlossenem Deckel nicht herabfallen (Zoology of the 
voyage of H. M. S. Samarang, Moll. p. 44, pl. 13, flg. 3). 

9. Potamides obtusus Lam. Tab. IX, fig. 22. 

Cerithium obtusum Lamarck an. d. vert. VII, ed. 2, IX, p. 294; 
Kiener icon., pl. 29, fig. 1. Hombron et Jacquinot, Voy. pole sud 
pl. 23, flg. 3, lebendes Thier, copirt bei Gray fig. moll. an. III, 
pl. 267, flg. 3. - Eydoux et Souleyet, Voy. Bonite, Zool. II, p. 600, 
pl. 39, fig. 1, cop. Gray, II, pl. 127«, fig. 10. 
Cerithidea obtusa (Lam) Adams gen. moll. pl. 31, fig. 2b. Reeve conch. 

icon. XV, fig. 4. Chenu manuel conchyl. I, p. 286, fig. 1927. 

Die grösste Art, 35-52 Miil. laug, 22-27 breit, Mund. 14-20 Mill. 

Die Falten am letzten Umgang um das Doppelte ihrer Breite von 

einander abstehend, recht schief. Unterseite ziemlich flach, nur durch 

eine sehr stumpfe Kante von der Seitenfläche getrennt. Hellbraun 

ohne Flecken, die Nahtgegend und öfters auch ein Band unter der 

Kante weisslich. Mündungsaum dick. Schnauze scharlachroth und 

schwarz queergebändert. Fühler und vorderer Fussrand scharlachroth. 

Calcutta, von Nevill erhalten. Mergui , Theod. Philippi; ebenda in 



187 

Mangle-gebüsch, J. Anderson; Salang, Job. Weber; Pub Pinang in 
Pfützen brackischen Wassers, Souleyet; Malakka, Reeve. Singapore, 
Traill und F. Jagor; ebenda auf Schlammboden an der Mündung 
eines Baches bei Ebbe über Wasser, v. Martens; Singkawang, Mam- 
pawa und unterhalb Pontianak , an der Westküste von Borneo , 
V. Martens. Tanah-laut, Südöstliches Borneo, Dr. Semmelink; Timor, 
Peron bei Lamarck. 

Auch von Slam aus Mouhot's Sammlung erhalten und aus Cochin- 
china von den französischen Autoren genannt. 

Von Ostafrika nur aus Madagascar bei Lamarck und Sganzin an- 
gegeben. 

10. Poiamides quadratus Sow. Tab. IX, Fig. 23. 
Cerithium obtusum (Lam.) Quoy et Gaimard, Voy. Astrolabe, Zool. 
III, pl. 55, fig. 19 — 24, lebendes Thier und Deckel, copirt bei 
Gray fig. moll. an, I, pl. 52, üg. 2. — Adams et Pv,eeve Zool. 
Samarang, Moll., p. 43, pl. 13, fig. 3; lebendes Thier. 

— obtusum var. Kiener iconogr. pl. 29, flg. 2. 

— Quoyi Hombron et Jacquinot, Voy. pole sud, Moll pl. 23, fig. 6. 7. 
Cerithidea quadrata Sowerby bei Reeve conch. icon. XV, fig. 5. 

Adams gen. moll. pl. 31, fig. 2. — Tapparone-Canefri Zool. Viagg. 
Magenta, Malac. C. Mem. Accad. Torino 2 XVIII, 1874, p. 40. 

— Kieneri (Hombr. Jacq.) bei Reeve conch. icon. XV flg. 6. 
Kleiner und schlanker, die Falten kaum oder gar nicht schief, auf 

den früheren Windungen näher bei einander als auf der letzten, Fal- 
ten und Spiralleisten scharf, an ihrer Kreuzung zu Spitzen sich 
erhebend; Unterseite fast eben, scharf von der Seite abgesetzt. Fär- 
bung ähnlich wie bei P. obtusus, aber die blasse Farbe unterhalb der 
Naht weiter abwärts, bis zur vierten Knotenreihe reichend. 

Mündungsrand dünner. 24—33 M. lang, 13—16 breit, Mund. 9— llVg. 

Schnauze etwas warzig , in der vorderen Hälfte schwarz , mit gol- 
denen Punkten, in der hintern und ebenso die Fühler von der Basis 
bis zu den Augen gelb mit zahlreichen rothen Flecken; so habe ich 
es auf Singapore gesehen; A. Adams beschreibt die Schnauze als 
braun mit drei gelben Längslinien, die mittlere vorn gegabelt und 
die Fühler geringelt; nach der Abbildung bei Quoy und Gaimard 
Schnauze gelb und schwarz gebändert. 

An Steinen und an Wurzeln von Mangle-sträuchern , zur Ebbezeit 



188 

über Wasser auf Amboina von mir gefunden. A. Adams sah sie 
ebenfalls in brackischem Wasser in Mangle-sümpfen und Flussmündun- 
gen, an Steinen und Blättern kriechend und öfters mittelst eines 
Schleimfadens an Zweigen oder Wurzeln der Mangle-stauden aufgehängt. 
Malakkka, Reeve; Salang, Job. Weber; Singapore, A. Adams, F. 
Jagor, V. Härtens, Giglioli, Hombron und Jacquinot (Quoyi). Borneo, A. 
Adams ; Slam und Cambodja, französische Autoren ; Makassar, v. Mar- 
tens; Mariveles, Prov. Bataan, Luzon, F. Jagor. Insel Buru, Quoy und 
Gaimard. Wahai auf Ceram, Weynitu auf Amboina und Atapupu auf 
Timor, v. Marfans; Pariti auf Timor, Th. Studer Expedition der Gazelle. 

Cerithium Kennerii Hombr. et Jacq. , Voy. pole Sud, Moll. pl. 
23, üg. 4. 5 (Gray III, pl. 267, fig. 4. 5)|, von NeuGuinea (im 
Text von Rousseau p. 96 Kieneri) scheint mir eine Zwischenform 
zwischen P. obtusus und quadratus. 

11. Potamides decoUatns Brug. 
Cerithium decollatum Bruguiere Encycl. meth., Vers I, nr. 45 ; Lam. 
an. s. vert. ed. 1, VII, ed. 2, IX, p. 294; Sow. genera of Shells 
pl. 260, fig. 2 = Reeve conch. syst. pl. 227, fig. 2. Kiener icon. 
pl. 28, flg. 2. 
Cerithidea decolkta (Brug.) Reeve conch. icon. XV, fig. 14. Adams 
gen. moll., pl. 31, fig. 2a; Deckel, Chenu manuel de conchyl., I, 
p. 286, flg. 1931; Troschel Gebiss. d. Schnecken, I, S. 147, Taf. 
12, Fig. 4 (Radula). 
Falten ziemlich senkrecht, zahlreich, auch auf der letzten Windung, 
ihre Zwischenräume kaum breiter als sie selbst. Unterseite gewölbt, 
nicht durch eine Kante von der Seitenfläche abgesetzt. Färbung 
dunkler , violett-braun , Nahtgegend weisslich , Mündungsrand massig 
stark, gefärbt. 

Zanzibar von der Decken, und Mossambique, Prof. Peters im Ber- 
liner Museum. Madagaskar, Bruguiere. Ganges-mündflng , Laraare- 
Picquot. Singapore, Jagor. Mampawa an der AVestküste von Borneo, 
V. Martens. Nach Tenison- Woods an der Nordostküste Australiens an 
kleinen Stämmen von Melaleuca leucodendron , welche auf den über- 
flutheten Flächen ausserhalb des Randes der Manglebüsche wächst; 
übrigens mir zweifelhaft, ob gerade diese Art oder eine der nächst- 
verwandten. 



189 

Murex decollatus Linn. ist nicht diese Art (vgl. Hanley ipsa Linn. 
conch. p. 341), sondern wahrscheinlich die südamerikanische Melania 
atra Pdchard (truncata Lam.). 

12. Potamides rhizophorarum A. Ad. 

Cerithidea rhizophorarum A. Adams bei Reeve, conch. icon. XV, 
flg. 13. 

Mehr cylindrisch, Sculptur dicht gegittert. 

Borneo und Philippinen , an Mangle-wurzeln. Cochinchina , P. Fischer. 

Es scheint mir noch etwas zweifelhaft ob die japanischen Exem- 
plare, welche Tapparone-Canefri in Zool. del viaggio delle Magenta 
Malacolog. (Mem. Acad. Torio. 2, XVIII, 1874) p. 38 als C. rhizospe- 
rarum, Druckfehler für rhizophorarum, beschreibt und Taf. 1, Fig. 14 
abbildet, zu dieser Art gehören; ähnliche Stücke, welche ich in 
Japan gesammelt, passen auch nicht genügend zu Reeve's Beschrei- 
bung und Abbildung. 

13. Potamides ornatus A. Ad. 

Cerithidea ornata A. Ad. E.eeve conch. icon. XV, üg. 22, Sowerby 
thesaur. fig. 277, 278. Böttger, Bericht d. Senkenberg. Gesellsch. 
1890, S. 167. Schepman Not. Leyd. Mus. XIV, p. 155. 

Klein und schlank , Windungen gewölbt , Falten senkrecht , auch 
auf den früheren Windungen um mehr als ihre eigene Breite von ein- 
ander abstehend. Färbung dunkel-violettbraun, ein helleres röthhch- 
gelbes Band oben gleich unter der Naht und ein zweites ähnliches in 
der Mitte jeder Windung, beide über Rippen und Zwischenräume hin- 
weggehend, daher die Rippen gefleckt erscheinen. 26 — 29 Hill, lang, 
12— I8V2 breit, Mündung 9— g'/^ Mill. 

Tandjong Priok bei Batavia, in Brackwasserlagunen , StrubeU. Nord- 
westküste von Sumatra, nach Schepman. Molukken, bei Batjan von 
mir an schwach salzhaltigen morastigen Stehen gefunden, zusammen 
mit Neritina communis Q. G., turrita var. Cumingiana Recl. und mit 
N. (Neritodryas) Cornea L. ; ebenda auch in dem Brackwasser-see Telaga 
an den Stämmen von Sonneratia, zur Fluth-zeit etwas über Wasser. 

Auch bei Kajeh auf Buru und Kupang auf Timor von mir gefunden. 
Nord Westküste von Sumba, Dr. ten Kate. Ferner bei Manila. Reeve 
nennt sie von einer andern Insel der Philippinen , Negros. 



190 

14. Potamides Charbonnieri Petit. 

Cerithium Charbonnieri Petit in Journ. de Conchyliologie II, 1851, 
p. 264, pl. 7, fig. 7. 

Cerithium unicarinatum Metcalfe in Proc. Zool. Soc. 1851 , p. 73 
und Ann. Mag. n. h. (2) XI, 1853, p. 70. 

Cerithidea Charbonnieri (Petit) A. A. Adams genera moll. pl. 31 , 
fig. 2, lebendes Thier. Reeve conch. icon. XV, fig. 12. 

Windungen flach, Falten senkrecht, zahlreich. Unterseite durch 
einen vortretenden Kiel umgrenzt. 38 — 48 Mill. lang, 19 — 20 breit, 
Mündung 53 Mill. 

Borneo, Schiffsarzt Charbonnier; Umgegend von Sarawak, Met- 
calfe; Tanahlaut im sudöstlichen Borneo, Dr. Semmelink. Eine klei- 
nere Form „Pdviere de Moeara Kempick, ile de Palerabang, von Hrn. 
Wallays gesammelt", Petit a. a. 0. vermuthlich eines der vielen Muara 
(Vereinigung von zwei Flüssen) im Gebiet von Palembang auf Su- 
matra. Slam, Cochinchina und Tonkin, Mabille und Andere. 

15. Potamides corneus A. Ad. 

Cerithidea cornea A. A. Adaras bei Reeve conch. icon. XV, fig. 21. 

Falten stark, ziemlich senkrecht, nicht ganz nahe an einander. 

Windungen flach, nur an der Naht eingezogen. Spiralskulptur nur an 

der Unterseite, diese durch eine einfache Kante abgegrenzt. 29 Mill. 

lang, 14 breit, Mündung 10 Mifl. 

Borneo, an Flussmündungen, (Reeve); .Sudöstküste von Neu- 
Guinea, Semon. 

16. Potamides Tenkatei Schepm. 

Cerithidea Tenkatei Schepman in Tijdschr. Ned. Dierk. Vereenig. 
(2) IV, 1893, p. 66. 

Gethürmt, braunschwarz oder röthlichbraun , mit zahlreichen scharf 
ausgeprägten , etwas bogenförmigen Vertikalfalten , welche an den un- 
tersten Windungen etwas weitläufiger auseinanderstehen, und dazwi- 
schen ähnlich verlaufende schwachen Linien. Spiralfurchen nur auf den 
2 — 3 letzten Windungen , eine stärkere nahe unter der Naht und einige 
schwächere zwischen ihr und dem grössten Umfang ; stärker ausgeprägt 
an der Basis der letzten Windung , namentlich gegen die Peripherie zu. 

Insel Rotti bei Timor, im Salzsee Tasi-Poko, Dr. H. ten Kate. 

A. Adams , Zool. Samarang p. 44, spricht noch von einer unbestimmten 



191 

Art, welche er in Borneo viele (englisclie) Meilen landeinwärts, wo 
das Wasser vollkommen süss, an den Blättern von Pontederia und 
an Pdedgräsern (sedges, ? Carex) im Schlamm an den Fluss-ufern ge- 
funden habe; die Farbenbeschreibung der Weichtheile stimmt mit der- 
jenigen bei P. obtusus überein. Mir ist weder auf Borneo, noch sonst 
ein Potamides bedeutend landeinwärts vorgekommen. 

Taunus Montf. 
Pirena Lam. z. Theil. 

Schale glatt, schwarz oder dunkelbraun, lang gethürmt; Mündung 
mit einem breit abgerundeten obern und untern Ausschnitt, zwischen 
welchem der Aussenrand lappenartig vortritt. Radula mit 3 lappigen 
Seitenplatten. 

1. Faunus ater L. 
Strombus palustris laevis Rumph amb. rar. S. 101 (deutsche Ausg. 

S. 71), taf. 30, fig. R. 
— ater Linne syst. nat. ed. X, p. 746. Chemnitz conch. cab. IX, 

S. 191, üg. 2227. 
Nerita atra Müll. bist. verm. II, p. 188. — Cerithium atrum Brug. 

Encycl. Yers. I, nro 18. 
Cerithium fluviatile Brug. Encycl. meth. I, p. 485. Ferussac essai 

meth. conch. p. 69. 
Pirena terebralis Lam. an. s. vert. ed. 1. VI 2, p. 169; ed. 2, VIII, 

p. 499. Lesson Voy. de la Coquille , zool. II 1 , p. 360. Quoy et 

Gaimard Voy. de l'Astrolabe, zool. III, p. 161, pl. 56, fig. 40 — 

42, lebendes Thier, copirt bei Gray, flg. moU. an. I, pl. 55, fig. 1. 
Ebena nigra Schumacher essai syst. test. 1817, p. 207. 
Melanopsis atra Ferussac in Mem. Soc. d'hist. nat. de Paris 1821, p. 

141. Sowerby Genera of sheUs nro 22, pl. 131, Fig. 1, (mit Auster). 
Pirena atra (L.) Mousson moU. jav. S. 63, Taf. 10. Fig. 1. — Troschel 

Gebiss d. Schnecken I, S. 118, Taf. 9, Fig. 7, Radula, 
Faunus ater (L.) Brot Melaniaceen S. 410, Taf. 44, Fig. 3. Nevill 

handlist moU. Indian Mus. II, p. 217. 
„Man findet diese Art ebenfalls (mit Bezug auf den vorherbeschrie- 
benen Potamides palustris) an morastigen Flüssen und an den Wurzeln 
der Bäume, sind auch gut zu essen", Rumph. Ich fand diese Schnecke 



192 

auf Batjan, an Bachmündungen in schwach salzigem Wasser auf 
kahlem Schlammgruiid , bei Ebbe öfters über Wasser , nicht selten 
kleine Austern an der Schale aufgewachsen; ganz ebenso auf Buru 
auf kahlen morastigen Stellen der Flussmündung, bei Ebbe über Was- 
ser; bei Weynitu auf Amboina an der Mündung eines Baches. Lesson 
fand sie auf Buru im Brackwasser (eaux saumätres) auf Sumpfboden, 
der theilweise nicht vom Wasser bedeckt war (maröcages ä demi de- 
couvertes) und auch auf NeuGuinea. Die Expedition der Gazelle auf 
der Bougainville-insel (Salomons-inseln) auch im Manglesumpf 

Java, „aus dem Flusse Tjimarra", Zollinger; Celebes mit Fragzeichen 
Nevill Calcutta Mus. (handlist II, p 217). Neu-Guinea und Neu-Irland, 
Lesson und Quoy et Gaimard. Ceylon und Nikobaren Nevill. Philippinen , 
Cuming. Pulo-Condor Rochebrune. 

Auf Batjan habe ich an mehreren noch lebenden Exemplaren eine 
eigenthümliche glatte Abschleifung der einen langen Seite der Schale, 
der Mündungseite entsprechend , gesehen , bis auf ein Drittel des Durch- 
messers, und die dadurch entstandenen Öffnungen durch Neu- Ablage- 
rung geschlossen, also offenbar während des Lebens, wahrscheinlich 
durch Nachschleifen der langen schweren Schale auf dem Boden ent- 
standen. 

Quoyia Desh. 

Schale konisch-gethürmt , die obern Windungen regelmässig abge- 
stossen; Mündung mit einer Spiralfalte am obern (hintern) Ende des 
Columellarrandes und einem kleinen Ausschnitt am untern Rande. 
Deckel mit sehr wenigen Windungen. Schnauze sehr vorstehend, mit 
dunkeln Queerlinien ; Augen an der Aussenseite der langen und spitzen 
Fühler, nahe der Basis. 

L Quoyia decollata Q. G. 
Planaxis decollata Quoy et Gaimard Voy. Astrolabe, Zool. III, p. 
489, pl. 33, flg. 33, 37; lebendes Thier und Deckel, copirt bei 
Gray fig. moll. an. I, pl. 24, fig. 4 und Adams Gen. moll. I, p. 
323 , pl. 34 , fig. 8 , 3 a ö c. 
Spiralgefurcht, braun mit dunkleren Striemen, 14-18 Mill. lang, 
12-13 breit, Mündung 11-12. Kopf und Fuss schwärzlich. 

Diese Gattung gehört schon mehr zu den wirklichen Meerschnecken, 
als zu den nur submarinen; ich fand sie zu Batjan an der Küste 



193 

schon näher dem niedrigsten als dem höchsten Wasserstande, neben 
kleinen Purpura-arten und Columbellen und bei Ternate am offenen 
Meer, etwas über Wasser, an Lavablöcken bei Ebbe über Wasser; in 
einer Schüssel mit Seewasser kroch sie alsbald über Wasser heraus. 
Strubell gibt an sie am Fluss Batugadja bei der Stadt Amboina 
(Böttger, Bericht d. Senkenb. Gesellsch. 1891, S. 208), A. Adams an 
der Nordostküste Borneos zwischen der verschlungenen Wurzeln der 
Mangrove-[Mangle-] Büsche (Zool. Sam. Moll. p. V, VI) gefunden zu 
haben. Quoy and Gaimard fanden sie an Flussmündungen bei Port 
Dorey, Neu Guinea. Th. Studer in Neu Hannover an Mangle-büschen. 

Im Gebiet von Niederländisch-Indien fand ich sie noch auf Tawalli, nörd- 
hch von Batjan und auf Adonare, Beccari auf den Kei-inseln. Quoy und 
Gaimard fanden sie an Bachmündungen an der Küste von Neu Guinea. 

Diese Gattung scheint dem östlichsten Theil des indischen und dem 
nächst anliegenden des stillen Oceans anzugehören, westwärts nicht 
weiter als bis zur Ostküste Borneos, ostwärts bis zu den Carolinen 
(Insel Yap) und Neu-Irland vorzukommen. Das Berliner Museum erhielt 
sie namentlich von Neu-Hannover und dem Macluer-golf auf Neu-Guinea 
durch die Expedition der Gazelle, von Neu-Britannien und von Ponape 
(Carolinen) durch 0. Finsch. 

Melania. 

Als Brackwasserbewohner sind auch einige der schon oben behan- 
delten Melanien, namentlich M. Celebensis Q. G. var. minor aus der 
Untergattung Tarebia (S. 70), M. semicostata Phil, und Riqueti Grateloup 
(S. 37, 74) aus der Untergattung Sermyla zu nennen. 

LITTORINIDEN" UND RISSOIDEN". 

Auch diese sind den Cerithiiden und Melaniiden in Deckel, Fühlern, 
Fuss und Radula sehr ähnlich und an der Schale im Allgemeinen nur 
dadurch zu unterscheiden, dass dieselbe nicht so gethürmt, meist 
eiförmig, die Mündung meist ohne Ausschnitt oder Ausguss, der Co- 
lumellarrand oft verbreitert ist. Sculptur sehr verschieden. Ein Aus- 
schnitt an der Mündung kommt übrigens bei der Gattung Rissoina 
vor. Deckel ebenfalls hornig, spiral, in der Regel mit wenig Windun- 
gen, aber bei einer Untergattung von Littorina, Pagodus, auch mehr 
kreisrund mit zahlreicheren Windungen, wie bei Potamides und Brotia. 

13 



194 



Littorina Fer. 

Schale meist dick, konisch, aber nach unten abgerundet. Columellar- 
seite der Mündung flächenartig ausgebreitet. Radula ungewöhnlich lang, 
mehrfach länger als die Schale. Obwohl wasserathmend , doch viel 
über Wasser lebend. 

A) LiTTOEiNOPSis Mörch 1870. 

Dünnschalig, spiralgestreift und bunt gezeichnet, Coluraellarrand oft 
etwas violett gefärbt. 

Hauptsächlich im Mangle gebüsch vorkommend und daher zu den 
Brackwasser-Schnecken zu rechnen. 

1. Littorina scabra L. 

Buccinum foliorum Rumph amb. rar. 1705, p. 98, Taf. 29, Fig. Y. 
deutsche Ausgabe S. 66, aber die Figur etwas verändert, eine 
Nassa darstellend. Gmelin Linne syst. nat. ed. XIII, p. 3493; 
Martens in Mal. Blatt. X, 1863, p. 80. 

Hehx scabra Linne syst. nat. ed. X, 1758, p. 770; Hanley ipsa 
Linn. conch. p. 305. 

Littorina Novae-Hiberniae Lesson Voy. de la Coquille , Zool. 11 , 1 , 
p. 338. 

Littorina angulifera (Lam.) Quoy et Gaimard Voy. Astrol. Zool. II, 
p. 770, pl. 33, flg. 2, 3, lebendes Thier, copirt bei Gray flg. Moll. 
an. I, pl. 51, flg. 1, la. 

Littorina scabra (L.) Philippi Abbild, neuer Conchylien, I, Littorina 
IV, S. 38, Taf. IV, Fig. 3, 5. Reeve conch. icon. X, flg. 21. 
Chenu manuel conch. I, p. 800, flg. 2106. Nevill handlist Moll. 
Indian Mus. II, p. 145. Troschel Gebiss der Schnecken I, S. 133, 
Taf. 10, Fig. 18. (Radula). Martens Mal. Blatt. 1863, S. 80 und 
129; Weinkauff Littorina in d. neuen Aufl. v. Chemnitz S. 37, 
Taf. 4, Fig. 7-10. Böttger Bericht d. Senkenb. Gesellsch. 1890, 
S. 169 und 1891, S. 309. v. Martens in Don. Bismarckianum , 
S. 39 und in Möbius Beitr. Meeresfaun. Mauritius, S. 284. 

Länglich-konisch, mit einer mehr oder weniger kielförmig vorsprin- 
genden Kante an den obern Windungen in der Naht; an der letzten 
etwas unterhalb des grössten Umfanges, eine Basalfläche von der 



195 

Seitenfläche abscheidend. Durch vertiefte Spirallinien werden 1 1 Spiral- 
leisten zwischen der Naht und dieser Kante gebildet, von denen aber 
mehrere oder alle wieder durch eine Mittellinie zweigetheilt werden , 
sodass die Zahl der Spiralfurchen bis 22 steigen kann; die Zahl ist 
daher kein festes Artkennzeichen gegenüber der westindischen und 
westafrikanischen L. angulifera Lam. , wohl aber die schlankere Ge- 
stalt, weniger gewölbte Windungen und die untere Kante. Strohgelb 
bis hellbraun, mit unregelmässig schiefen, öfters unterbrochenen oder 
zu Flecken aufgelösten braunen Striemen, 20 — 30 Mill. lang, 15 — 20 
breit, Mündung 14-17 Mill. 

Das grösste Stück, das ich bis jetzt gesehen, fand ich bei Palabuan 
auf Java; es ist 38 Mill. lang und 25 breit, die Mündung in ihrer 
schiefen Ebene 22 MiU. lang und 15 breit. 

Rumph sagt: „Man findet sie in Menge an den Blättern und Aesten 
solcher Bäume sitzen, welche am Strand wachsen, vorzüglich auf dem 
Mangium fruticans", das ist nach seinem herbar. amboin. III, Tab. 77 
Aegiceras majus Gärtn. (Rhizophora corniculata L.), ein mit den Myr- 
sineen nächstverwandter, aber in Habitus und Vorkommen den Rhi- 
zophoren gleichender Baum, der gesellig an vielen Küsten des indi- 
schen Oceans wächst, vgl. Miquel Flora van Nederlandsch Indie II, 
p. 1080, 1031. 

Ich habe diese Littorine an den Zweigen und Blättern von Sonne- 
ratia und Rhizophora auf den Molukken-inseln Ternate, Tawalli, 
Batjan und bei Dodinga auf Halmaheira gefunden, auf Ceram bei 
Wahai im Mangle-dickicht, auf A m b o i n a selbst an den Mangle-büschen 
bei Weynitu, die grössten Stücke auf einzeln stehenden Bäumchen 
von Bruguierea Rumphi Blume (Mangium celsum bei Rumph herb, 
amboin. Tafel 68) am Meeresstrand selbst, sowie auch an Pfählen; 
ferner bei Oka nahe Larentuka auf F 1 o r e s , hier zahlreich auf Steinen 
am Rand eines Bächleins dicht am Meeresstrand. F. Jagor fand sie 
zu Blakang-mati bei Singapore lebend „auf allen Zweigen und Blättern 
der Manglebäume", ebenso Th. Studer in der Segaarbai und Galewo- 
strasse (Neu-Guinea) an Mangle-Stämmen und Blättern. Bei Makassar 
fand ich sie an Pfählen sitzend in einen schlammigen Einbucht. Weit 
verbreitet im Gebiet des indischen Oceans. Phihppi gibt als Fundorte 
Singapore und die Philippinen-inseln Mindoro , Panay, Masbate und Min- 
danao , ferner Kanton , Neu-Guinea , Neu-Irland und Australien an. 
Das Berliner Museum besitzt sie von Bagamoyo (G. A. Fischer) und 



196 

Inharabane südlich von Mossambique (Peters), Mauritius und den Sey- 
chellen (Möbius), „Burmese estuaries generally" (Blanford), Salang an der 
Küste von Malacca (Job. Weber), Singapore (F. Jagor und v. Härtens), 
Tandjong Priok und Pulo Lang bei Batavia (Strubell); Surabaya, Ma- 
kassar, Banka, Ternate, Batjan, Halmaheira, Amboina (v. Martens); 
Sarawak (Metcalfe); Ceram (Ida Pfeiffer) ; Aru-inseln (Beccari); Salawatti 
(Exp. d. Gazelle) ; Neu-G-uinea (Neu-Guin. Compagnie); Neu-Irland (durch 
Kobelt erhalten) ; Slam, den Philippinen-inseln Luzon und Samar (Jagor) ; 
Zamboanga auf Mindanao und Tamsui auf Formosa (v. Martens) ; dem 
Macluer-golf an der AVestküste von Australien (Exp. d. Gazelle) ; Kings- 
mill-inseln (Pease); Jaluit (Finsch) und Puripet (Dunker's Sammlung). 
Im Leidner Museum auch von Gorontalo, Adonara und Solor. An 
der Ostküste Australiens reicht sie nach Tenison- Woods südlich 
soweit als die Strandgebüsche von Avicennia vorkommen, bis Port 
Jackson. 

Weinkauff a. o. gibt ihr noch eine weitere Verbreitung, vom Cap 
bis zu den Sandwich-inseln ; das Cap nennt er wohl desshalb, weil 
Krauss in seinen „südafrikanischen Mollusken" L. intermedia, welche 
Weinkauff zu scabra rechnet , aufführt , aber er fand sie in Natal , das 
schon eine viel mehr tropische Fauna hat als das Cap. Auf den Sand- 
wich-inseln lebt Lit. Newcombi Reeve, welche Weinkauff mit scabra 
vereinigt, doch lässt sie sich ihrer Form nach noch davon unter- 
scheiden. Die älteste Abbildung einer derartigen Schnecke, bei Lister 
bist, conch. IV, 1688, Taf. 583, Fig. 38, passt gut zu dieser Art, 
doch ist nach der Beischrift Barbados zu vermuthen, dass die ver- 
wandte west-indische Art, angulifera Lam. (Phasianella) gemeint sei; 
auch Chemnitz's Helix scabra, Conchyl. Cabinet XI, fig. 2077 ist 
diese angulifera. Dagegen ist ziemlich zweifelhaft, ob Bonanni recr. 
1681 , fig. 14-3 diese Art vorstellt. 

Weinkauff in seiner Monographie von Littorina S. 70 tadelt, dass 
ich L. ambigua Reeve fig. 6-1 zu dieser Newcombi und Philippi's 
ambigua, Taf. 7, Fig. 6, zu pintado Wood citirt habe; Reeve's ambi- 
gua soll nach ihm zu picta Phil, und Philippi's ambigua zu Newcombi 
gehören ; ich bin hierin den Angaben von Pease Americ. Journ. of Con- 
chology IV, p. 127, welcher ein reiches Material von Conch ylien der 
Sandwich-inseln hatte und mit der Cuming'schen Sammlung verglich, 
gefolgt und halte es auch jetzt noch, nach erneuter Vergleichung der 
Figuren mit sicher bestimmten Exemplaren, für das Richtigere. 



197 

Littorina scabra var. 

Littorina arboricola, Reeve conch. icon. X, fig. 27, 1857. Nevill 
handlist II, p. 147. 

Mit stärkeren Spiralleisten, meist eine stärkere mit einer schwächeren 
abwechselnd, durchschnittlich schlanker, bis 29 MiU. lang, 19 breit, 
Mündung 13. 

Singapore auf Zweigen der Mangle-bäume , Cuming , Jagor, StoUczka 
und V. Martens. Muntok auf Banka, Zamboanga auf Mindanao und 
Gross-Tawalli bei Batjan, v. Martens; Mambulao auf Luzon, Jagor. 
Larentuka und Solor, Leidn. Mus. Salawatti bei Neu-Guinea und Bou- 
gainville-insel , Expedition der Gazelle. Kuschai, Karoünen, Finsch. 
Kingsmill-inseln , Pease. 

2. Littorina intermedia Phil. 
Phüippi Proc. Zool. Soc. 1845, p. 141; Abbild, neuer Conchyl. n, 
S. 223, Taf. 5, Fig. 7-9. (Reeve conch. icon. X, fig. 101 nicht 
gut, ob dieselbe Art?) v. Martens Donum Bismarckianum S. 39. 
Journ. Linn. Soc. XXI, 1886, p. 169. Nevill handlist II, S. 146. 
Böttger Bericht d. Senckenberg. Gesellsch., 1890, S. 168. 
Littorina Winteriana Dunker in coli. 

— scabra var. 3 Weinkauff, Lit. in d. Forts, v. Chemnetz S. 38, 
Taf. 4, Fig. 16—18. 

— ziczac (Chemn.) Blanford in Brit. Birmah Gazetteer I, p. 714 
(nach Exemplaren in der Dunker'schen Sammlung). 

Ähnlich L. scabra, aber kleiner, die letzte Windung ohne Kante, 
mit nur 8 vertieften Spirallinien auf dem sichtbaren Theil der vor- 
letzten Windung. 14-22 Mill. lang, 9-10 breit, Mündung 7V2-8. 

Muntok auf Banka und Anjer in der Sundastrasse , v. Martens ; 
Krakatau, Strubel! ; Mündung des Tjihwong bei Batavia, Leid. Mus. 
Amboina, Oka bei Larentuka und Adonara, v. Martens. 

Bei Muntok sah ich diese Art nur unter Wasser, nicht so hoch 
oben wie L. vihs. Philippi kannte sie vom Rothen Meer, Natal (Krauss), 
Mergui (Theod. Philippi), dem nördlichen Austrahen, Tahite und Eliza- 
beth-Island in Polynesien ; Nevül ebenfalls von Rothen Meer , den 
Malediven , Ceylon , Andamanen und Nikobaren , Arakan, Pulo Pinang , 
ferner den Samoa- und Kingsmill-inseln; das Berliner Museum hat sie 
auch vom Rothen Meer, Natal, Inhambane, Nossi-Be bei Madagascar, 
dem Golf von Manaar, Port Canning in Bengalen, Formosa, Moreton- 



198 . 

Bai an der Ostküste Australiens, und etwas abweichend von den 
Kingsmill-Inseln. F. Krauss fand sie in Natal ebenfalls an Stämmen 
der Rhizophoren in Gesellschaft mit Potamides decollatus. 

3. Littorina carinifera Menke. 
Phasianella carinifera Menke synops. moll. 1830, p. 51 u. 141. 
Littorina perdix King in Zoological Journal V, 1831, p. 345. 

— carinifera Philippi Abbild, neuer Conch. II, S. 227, Taf. 5, Fig. 
22—24. Weinkauff S. 48, Taf. 6, Fig. 2-3; Böttger Bericht d. 
Senckenb. Gesellsch. 1890, S. 167; Nevill. handlist II, S. 151; 
Reeve conch. icon. X, flg. 29. 

- filosa (Sow.) Weinkauff Littorina S. 57, Taf. 7, Fig. 10, 11. 
Mit starken Spiralkielen, 2 — 4 auf der drittletzten und vorletzten, 

4 oberhalb des Hauptkiels auf der letzten Windung; trüb graubraun 
mit röthlichen Flecken oder Flammen auf den Kielen. 18 — 24 Mill. 
lang, 12—17 breit, Mündung 9—14 hoch. 

Benkulen, v. Martens; Java, Macklot (bei Philippi) u. Winter in 
Dunker's Sammlung; Krakatau und Tandjong Priok bei Batavia, in 
Mangle-sümpfen, Strubell ; NusaKembangan an der Südküste von Java, 
Jagor; Borneo, Reeve (wahrscheinlich Sarawak); Philippinen-Insel 
Negros, Cuming; China, Cecille bei Philippi; Bombay und Arakan, 
Andamanen und Nikobaren bei Nevill. Mergui, Anderson; Insel Salang 
an der Küste von Malakka, Joh. Weber; Singapore, Jagor und Mar- 
tens. Karolinen, 0. Finsch. 

Weiter nach Osten ist sie nicht bekannt. 

4. Littorina conica Phil. 

Philippi Proc. Zool. Soc. 1845, p. 141 ; abbild. neuer Conch. III S. 9, 
Taf. 6, Fig. 1. 2; Reeve, X, fig. 36; Weinkauff, Littorina S. 54, 
Taf. 7, Fig. 1 und 4. Nevill. handhst II, p. 149. 

Konisch mit ebenen Seitenwänden und deutlichem Kiel, dünnscha- 
lig, fein Spiral gestreift, blass gelblich oder hellgrau, einfarbig oder 
mit dunkleren Flecken. Mündungsrand oft etwas ausgebogen. Nahe 
mit L. scabra verwandt und höchst wahrscheinlich wie diese auf 
Mangle-gebüsch lebend. 

Java, Philippi. Ferner Mergui, Th. Philippi. Singapore, in Lischke's 
Sammlung; Port Canning in Bengalen, Nevill. 



199 

5. Littorina melanostoma Gray. 

Gray Zoology of Beechey's voyage 1839, p. 140; Philipp! a.a.O. Taf. 
5, Fig. 16; Reeve X, fig. 45; Weinkauff S. 41, Taf. 4, Fig. 19. 

Schlank konisch, mit deutlichem Kiel, blassgelb, spiral- gestreift, 
mit dunkelbraunem Columellarrand. Lebt auch auf Mangle-gebüsch , 
ist mir aber in Niederländisch-Indien noch nicht vorgekommen. Zwar 
gibt Philippi a. a. 0. Java als Fundort an, aber das ist ein Irrthum, 
indem er sich auf das Berliner Museum beruft, wo diese Art schon 
lange aus Bengalen durch LamarePicquot vertreten ist, aber nicht 
aus Java; auch in der »Sammlung Dunker's, welcher viel durch Hrn. 
Winter aus Java erhalten hat und mit Philippi sehr befreundet war, 
ist sie nicht aus Java vorhanden. Metcalfe erhielt sie von Sarawak, 
wesshalb Reeve auch Borneo als Vaterland angiebt. Sonst kennt man 
sie von Mergui (Th. Philippi), „Burmese estuaries generally" (Blanford), 
Port Canning in Bengalen (Stoliczka). 

6. Littorina albicans Mete. 

Metcalfe Proc. Zool. Soc. 1851, p. 73 und Ann. Mag. n. h. (2) XI, 

1853, p. 70; Reeve X, fig. 44, copirt bei Weinkaufi' Lit. S. 81, 

Taf. 11, Fig. 2,3. Chenu manuel de conchyl. I, p. 300, fig. 2098. 

Schlank, mit abgerundetem Kiel, weiss, auf der letzten Windung 

mehrere frühere Mündungsränder rippenartig vorstehend. 

Bis jetzt nur von Sarawak auf Borneo bekannt, von Sir James Brooke 
seiner Zeit an Cuming gegeben, selten in unsern Sammlungen. 

7. Littorina undulata Gray. 

Gray in Zoology of Beechey's voyage p. 140. Phiüppi Abbild, neuer 
Conch. II, S. 225, Taf. 5, Fig. 18. Reeve conch. icon. X, fig. 67. 
V, Martens Don. Bismarck. p. 39. Weinkaufi' Littorina S. 73, Taf. 
9, Fig. 14, 15. Chenu manuel moll. I, p. 300, fig. 2108. Nevill 
handhst Moll. Indian Mus. II, p. 143. 
Littorina ramosa Menke in collect. Dunker. 

Bläulich- weiss mit braunen, wellenförmig gebogenen Striemen. Mehr 
dickschalig und kleinmündig als L. scabra, mit schwächerer Spiralstrei- 
fung. Columellarfläche violett-rosenroth : 21 Mill. lang, 12 — 13 breit, 
Mündung 10—11 hoch. 

Sumatra: bei Benkulen, an einzelnen Steinen des sandigen Mee- 
resstrandes, über Wasser, v. Martens. Banka bei Muntok v. Mar- 



200 

tens. Krakatau, Strubell. Java, v. d. Busch; Anjer und Palabuan im 
westlichen Java, v. Martens; Tjilatjap, Leidner Mus. Celebes beiKema 
und bei Makassar, an Felsen über Wasser, v. Martens. Ternate, 
Batjan, Amboina, Banda, Flor es bei Larentuka, Adonara 
und Timor bei Kupang, v. Martens. S a m a o, Leidner Mus. Im Beriiner 
Museum von Ceylon bei Pointe de Galle (v. Martens) und der gegenüber- 
liegenden Küste bei Pamban (Thurston), den Philippinen Luzon und 
Samar (Jagor), sowie Mindanao (v. Martens), Bougainvilleinsel und 
Macluer-Golf in Neu-Guinea (Esped. der Gazelle), Formosa (Schmacker), 
Palaosinseln (Semper), Karolinen (Pease) und Jaluit (Finsch). Ferner 
ist sie in der Literatur angegeben von der Annesley-Bai im Rothen 
Meer, den Lakkediven, Madras, Arakan, Pulo-Pinang und Singapore, 
sowie den Aru-inseln, Neu-Caledonien, Nordost- Australien, Viti-inseln , 
Uvea und Gesellschafts inseln. Also weit verbreitet durch den indischen 
Ocean und Polynesien; von Ost- Afrika ist sie mir unter manchen von 
dort erhaltenen Sammlungen noch nicht vorgekommen. 

Lebendes Thier mit hellbraunen, dunkler geringelten Fühlern und 
dunkelbrauner Schnauze, an den Seiten des Fusses gelbbraun gewellt. 
Die Grundfarbe der frischen Schale bald röthlich, bald weiss, bald 
bläuhch , der Columellarrand immer hell violett. 

Ein ganz ungewöhnlich grosses Stück in Dunker's Sammlung, leider 
ohne nähere Fundortsangabe, 23 Mill. lang, 15 im Durchmesser, Mün- 
dung lI'/-> lang und 8 breit, dabei sehr dickschalig, was auf hohes 
Alter schliessen lässt; das grösste Stück unter den von mir bei Pala- 
buan gesammelten, ist übrigens fast ebenso gross, 22 Mill. lang, 14 im 
Durchmesser, Mündung 11. Die meisten Stücke sind aber bedeutend 
kleiner. Lit. columna Jonas bei Phillippi Abbild. III, S. 1-i, Taf. 6, 
Fig. 15, unbekannter Herkunft, nur nach einem Exemplar bisher 
bekannt, dürfte wohl eine etwas schlankere Abart mit mehr ausge- 
zogenem Gewinde darstellen, wenigstens passen mehrere der von mir 
bei Benkulen und Tidore gesammelten Exemplare recht gut zu der 
Figur. 

Lit. pida Phil., Reeve fig. 81, von den Sandwich-inseln , ist ähnlich 
gezeichnet wie lebhaft gefilrbte undulata, aber kürzer und mehr ku- 
gelig, mit dickerer Schale und dem für die Untergattung Melarrhaphe 
charakteristischen weissen Bande im untern Theil des Innern der 
Mündung, das ich bei keinem Stücke von L. undulata finde; wohl 
zeigen sich bei dieser auch öfters hellere Stellen im Innern der Mün- 



201 



düng, den Zwischenräumen zwischen den dunklen Wellenstriemen der 
Aussenseite entsprechend, aber eben desshalb unregelmässig gebogen 
und mehr senkrecht, nicht gerade und in der Richtung der Spirale. 



Die folgenden Littorinen sind mehr Bewohner von Felsen an der 
offenen Meeresküste, als Brackwasserbewohner; ich nehme sie aber 
doch hier auf, da sie oft über Wasser zu finden sind und daher auch 
submarin genannt werden können. 

B) Teotus Montf. 1811. 

Tectarius Valenciennes 1833, Pagodus Gray 1839, Pagodella 
Swainson 1840. 

Stark knotig. Mündung sehr schief zur Achse , mit zahnartiger Ver- 
dickung am Columellarrand. Deckel mehr rundlich, mit vielen Win- 
dungen. 

8. Littorina pagodus L. 
Trochus tertius sive Papuanus longaevus Rumph amb. rar. S. 74 
(deutsch S. 28) Taf. 21, Fig. D. Le toit chinois Argenville con- 
chyliologie ed. 1, pl. 1 1 (ed. 2, pl. 8) fig. A. 
Turbo pagodus Linne syst. nat. ed. X, p. 762. Chemnitz Conch. 

Gab. V, fig. 1541, 1542. 
Monodonta pagodus et M. bicolor Lamarck bist. nat. an. s. vert. 
ed. 1, VI, nro 2 und 1 ; ed. 2, IX, p. 172 und 171. Delessert 
recueil d. coq. pl. 36, fig. 12. 
Trochus pagodus Quoy et Gaimard, Voy. Astrolabe III, p. 269, pl. 

62, fig. 1 — 4, lebendes Thier. 
Littorina pagodus Philippi abbild. neuer Conch. II, S. 139, Taf 2, 
Fig. 1. — Chenu manuel de conchyliologie I, p. 301, fig. 2117 
und (bicolor) 2118. - Weinkauff Littorina S. 41, Taf. 5, Fig. 42. 
Die grösste Art, mit zwei Spiralreihen starker, spitziger Knoten, 
7 — 17 in einer Reihe auf der letzten Windung, spiralgefurcht, blass 
bräunhch, zuweilen die obern Windungen dunkelbraun oder schwärz- 
lich (bicolor). Bis 64 — 67 Mill. lang und 52 — 54 breit, Mündung senk- 
recht gemessen 32 Mill. Der Deckel ist nicht so kreisförmig und eng 
gewunden wie bei den folgenden Arten (Echinella Swains.). 



202 

Auf Timor bei Kupang fand ich diese Art an einem durch die 
Brandung stark zernagten Kalkfelsen, dessen Oberfläche in Farbe und 
Skulptur so sehr der Schale dieser Schnecke ähnlich war, dass ich 
erst bei ganz nahem Herantreten sie bemerkte. Rumph kannte sie 
von den Inseln Manipa und Kelang zwischen Ceram und Buru, 
sowie von Messoal (Misool) bei Neu-Guinea. Aus Java, von Winter 
erhalten, in Dunker's Sammlung und im Leidner Museum. Zanzibar, 
nach Cuming; Misool, Leidn. Mus. Neu-Irland, Quoy und Gaimard, 
Torres- Strasse , Nevill und Cox. 

9. Littorina bullata Martyn. 

Trochus buUatus Martyn univ. conch. pl. 38 (ed. Chenu pl. 10, fig. 6). 

— grandinatus Chemnitz Conch. Gab. X, fig. 1639 (Copie nach Martyn). 

Monodonta papulosa Lamarck bist. nat. an. s. vert. ed. 1 , VI, nro 
4; ed. 2, IX p. 173. 

Littorina papulosa Deshayes bei Lamarck , a. a. 0. ; Delessert recueil 
pl. 36, fig. 10. Philippi abbild. II, S. 140, Taf. 2, Fig. 3-6. 
Chenu manuel de conchyl. I, p. 301, fig. 2113. 

Littorina bullata Weinkauff Littorina S. 87, Taf. 12, Fig. 5-7. 

Mehr kreiseiförmig mit nur Einer vorspringenden Kante, aber 3 — 4 
Reihen kleinerer stumpfer Höcker auf der letzten und vorletzten Win- 
dung, auf den früheren meist nur zwei; diese Höcker sind öfters, 
doch nicht constant, innerhalb derselben Spiralreihe durch schwarze 
oder braunrothe Linien verbunden. Grundfarbe blass braun , zuweilen 
ins Orangerothe ziehend; nicht selten ein breites schwärzliches Band 
dicht unter der Naht. Dimensionen sehr variabel, Länge erwachsener 
Stücke 34 — 43 Mill., Breite 25 — 34, senkrechte Höhe der Mündung 
13-15. 

Java, Leidn. Mus. Nord-Celebes, A. B. Meyer. Timor, Lamarck, 
wahrscheinlich durch Peron. Kupang auf Timor, v. Martens. Auch 
von den Phillippinen und Nord- Australien bekannt, nach Reeve auch 
von Zanzibar. Die Angabe Neuseeland ist höchst wahrscheinlich falsch , 
da Hutton sie nicht von da aufiührt. 

Philippi unterscheidet mehrere Varietäten nach der allgemeinen Form, 
der Zahl der Höckerreihen und der An- oder Abwesenheit der die Höcker 
verbindenden Farbenstreifen; die beiden letzteren Momente wechseln 
aber an Exemplaren ähnlicher Form und gleichen Fundortes, so dass sie 
nicht gut zur Unterscheidung von Varietäten dienen. Für Niederländisch- 



203 

Indien kommen hauptsächlich zwei Formverschiedenheiten in Betracht 

a) die ächte papulosa Lam. bei Delessert abgebildet, gleich var 
rustica Philippi flg. 3. Reeve flg. la und Id. Weinkauff flg. 5. 
6, 8. Chenu flg. 2114, verhältnissmässig breit, Trochus-formig 
Höhe (Länge) zur Breite wie 6 : 5. Höcker massig gross und spitz 
meist in 3 Reihen, die oberste dicht an der Naht, oft ohne Far 
benlinien, doch auch mit schwarzen und rothen. Hieher die Exem 
plare von Timor; Amboina und Batjan, Leidner Mus. 

b) die eigentliche bullata Martyn oder grandinata Chemnitz, 
var. elegans und quadriseriata Philippi flg. 2, 5 und 7, 
Reeve flg. lö, fehlt bei Weinkauff. Höher und schlanker, Höhe zur 
Breite wie 7:6 (14 : 9 — 11), Höcker kleiner, stumpfer, meist in 
4 Reihen , doch auch in 3 oder 5 , oft durch schwarze Farben- 
linien verbunden, wenigstens in der obern Reihe. Hieher die 
Exemplare von Nord-Celebes, sowie solche von den Philip- 
pinen (Pasacao, Provinz Camarines-Sur, von Jagor gesammelt). 

Eine weitere Varietät, ebenso kreiseiförmig, aber nur die unterste, 
die Kreiselkante bildende Höckerreihe gut ausgebildet , die höheren sehr 
schwach, ist var. subinermis Phil. Fig. 4, Reeve Fig. 1, Weinkauff 
Fig. 7; für diese kenne ich noch keinen bestimmten Fundort. 

Nächst verwandt und wohl auch noch im Gebiet von Niederländisch- 
indien zu finden sind L. (P.) tectum-Persicum L. PhiL fig. 9, 
Reeve fig. 3, und coronaria Lam., Phil. fig. 8, Reeve fig. 2. Erstere 
stellt sich zwischen L. pagodus und buUata var. rustica, hat nur zwei 
stärkere Höckerreihen von meist dunkler Färbung und dazwischen 
eine dunkles Spiralband , in welchem kleine Höcker auftreten können ; 
Java, Leidner Museum. Letztere schliesst sich an die oben geschilderte 
schlanke bullata b an, ist noch heller, isabellgelb oder weisslich, mit 
kleinen Höckern , aber der letzte Umgang abgerundet , indem die zweit- 
unterste Höckerreihe im grössten Umfang liegt, die unterste schon 
zur Unterseite gehört; Mündungsrand verdickt und gekerbt. Specielle 
Fundorte Philippinen und Lord Hood's-insel (Maratea); ferner Hervey- 
oder Mangia- oder Cook's-inseln, wozu Rarotonga (Pease und Museum 
Godeffroy unter den Namen bullata). 

Auch Lit. (Echinella) cumingi Phil., niedriger kreiseiförmig 
mit zwei (scharf) vorstehenden Spiralreihen kleiner scharfer Knoten 
und ofi'enem Nabel, sonst von den Phihppinen und Polynesien bekannt, 
soll nach Exemplaren im Leidner Museum bei Java vorkommen. 



204 



C) NODILITTOEINA 11. 

Schale mit starken Knoten in Spiralreihen, wie bei Tectus, aber 
Mündung und Deckel typisch, d.h. die Mündung mehr vertikal stehend, 
oben spitzwinklig, Columellarrand und Unterrand verdickt und abge- 
flacht. Färbung meist dunkel. Deckel oval, mit wenig Windungen, 
Anfang der Windungen im untern Drittel. 

Hieher neben den im Folgenden erwähnten auch die westindischen 
nodulosa Ffr., dilatata Ürb., trochiformis Dillw. und antoni Phil, sowie 
die westafrikanische granosa Phil. 

10. Littorina vilis Menke. 

Philippi abbild. neuer Conch. 11, S. 145, Taf. 2, Fig. 21, 1846 
(vergrössert). Reeve conch. icon. X, Fig. 12. 

Littorina pyramidalis (Q. G.) Martens und Langkavel Donum Bis- 
marckianum pag. 40. 

Littorina Malaccana (Phihppi?) Reeve conch. icon. X, Fig. 7. 

Hoch und spitz konoidisch, mit zwei Reihen grosser, weisslich oder 
blass orange gefärbter Knoten auf aschgrauem Grund, 12 — 16 in einer 
Reihe auf der letzten Windung, je nach der absoluten Grösse der 
Schnecke; daneben spiralgefurcht und dicht unterhalb der Naht eine 
mehr oder weniger deutlich ausgebildete Reihe kleinerer Knoten, an 
der Unterseite der Schale die Spiralfurchen stärker und dadurch die 
erhöhten Leisten zwischen ihnen mehr hervortretend, öfters etwas 
uneben. 7 Windungen, die drei obersten glatt, glänzend weiss oder 
dunkel rothbraun gefärbt, so dass die Spitze, wenn erhalten, immer 
weiss ; auf der vierten beginnen die Knoten verhältnissmässig schwach , 
erst auf der fünften und sechsten treten sie stärker hervor, es ist 
aber nur die eine P^eihe starker Knoten frei sichtbar, die zweite von 
der Naht halb oder noch mehr verdeckt. Die Mündung nimmt etwas 
weniger als die halbe Schalenlänge ein und steht nur wenig schief, 
Columellarrand und Unterrand sehr dick, letzterer namentlich bei 
jüngeren Exemplaren öfters etwas lappenförmig vorgezogen und aus- 
gehöhlt, beide braungelb oder dunkelbraun; Inneres der Mündung sehr 
dunkelbraun mit einer weissen Spiralbinde im untern Theil, die bis 
an den Rand ausläuft, wie bei Melarrhaphe. Bis 11 Mill. hoch und 
7 '4 im Durchmesser, Mündung mit dem Rand 5 hoch und 4 breit. 

Java, Winter in Dunker's Sammlung. Banka beiMuntok, unweit 



205 

des Leuchthurms über Wasser auf einzelnen Felsblöcken, v. Martens. 
Ferner Singapore, v. Martens. Inseln Lampee und Pilai bei Mergui, 
J. Anderson; Ceylon, Blanford in Dunker's Sammlung, und Pamban 
am Golf von Manaar, Thurston. Im Golf von Slam bei Lemsoba an 
der Mündung des Flusses von Phantaburi, v. Martens, und bei der 
Insel Kosülian an der Ostseite des Golfs, von Richthofen. Im süd- 
lichen China bei Hongkong , v. Martens und Schmacker , bei Swatau , 
Denicke und v. Möllendorff; Formosa, Schmacker. Luzon, Jagor. Auch 
Exemplare aus Neu-Britannien, von der Expedition S. M. Schiff Gazelle 
gesammelt, und von den Marquesas-inseln , durch Pease erhalten, 
scheinen hieher zu gehören. 

Ob Litt. Malaccana Phil, abbild. III, S. 5, Taf. 6, Fig. 17 von Pulo 
Pinang an der Küste von Malakka dieselbe Art sei, ist mir noch 
etwas zweifelhaft , da ihre Knoten viel kleiner und nicht so auffallend 
gefärbt sind. 

Nahe verwandt mit dieser Art sind : 

Littorina pyramidalis: Quoy et Gaimard Voy. Astrol. MoU. 

III, p. 482, pl. 33, fig. 12—15. Phil. abbUd. II, Taf. 2, Fig. 10 

und 20, Reeve fig. 14. Chenu manuel fig. 2115. 

Mit derselben Anordnung der Knoten, aber breiter und grösser, 

10 — 15 Mill. breit, bei 13 — 18 Höhe. Die grossen Knoten meist von 

zwei bis drei Spiralfurchen durchzogen, bei L. vilis nur von Einer. 

Von Südost- und Süd-Australien. 

Littorina Natalensis: Krauss bei Philippi abbild. II, Taf. 3, Fig. 4. 

Mit 3 — 4 Spiralreihen ungefähr gleich starker Knoten, in der all- 
gemeinen Form zwischen L. vilis und pyramidalis, schlanker als diese, 
breiter als jene. Von Südost- Afrika. 

Littorina subnodosa: Phil, abbild. 11, Taf. 3, Fig. 8, 9; Reeve 
fig. 10. Weinkauff Taf. 13, Fig. 10, 4. 

Mit 3 Reihen schmaler (von oben nach unten zusammengedrückter) 
Knoten , so breit wie pyramidalis , aber mit minder tiefer Naht. Rothes 
Meer. 

Zweifelhaft bleibt mir noch Litt, trochoides Gray Zool. Beechey 
p. 140, 1839; Phil, abbild. II, Taf. 3, Fig. 3, Reeve fig. 105 und 
Weinkauff Taf. 14, Fig. 7, unbekannter Herkunft; sie ist im ganzen 
Habitus der eben beschriebenen L. vilis ähnlich, aber scheint noch 



206 

eine weitere Reilie von grössern Knoten an der Unterseite zu haben; 
denn Gray in der Originalbeschreibung spricht , nachdem er die beiden 
Reihen schon erwähnt hat, noch von einer weiteren „in front", was 
bei ihm die Unterseite der letzten Windung, entsprechend der Stel- 
lung am kriechenden Thier, bezeichnet und Reeve's Abbildung zeigt 
unten am Aussenrand der Mündung noch einen stärkern Knoten 
tiefer als die untere Knotenreihe bei L. vilis. 

D). Melaerhaphe Meg. 1828, Ad. 

Klein, mit schwächerer Spiralskulptur oder glatt, bläulich oder 
schwärzlich gezeichnet, Columellarrand oft dunkel gefärbt. An der 
B^sis meist eine schwache Kante und ihr entsprechend im Innern 
der dunkeln Mündung ein weisser Streifen. 

In den Tropengegenden weit verbreitet und auch im Mittelmeer ver- 
treten ; wenig zahlreich und nicht sehr typisch in Niederländisch-Indien. 

11. Littorina gr anularis Gray. 

Gray in Zoology of Beechey's voyage 1839, p. 140 (Phil, abbild. 
neuer Conch. III, p. 6.3, Taf. 7, Fig. 7 stark abgerieben). Reeve 
conch. icon. X, fig. 

Littorina exigua Dunker moll. jap. 1860, tab. 2, fig. 3 ; Lischke jap. 
Meermoll. II, S. 70; Weinkauff, Litt. S. 95, Taf. 13, Fig. 13 und 
16 (schlecht). 

Littorina ventricosa var. subgranosa Nevill handlist II, p. 152. 

Konoidisch kugelig, mit massig tiefer Naht und 5—6 stärkeren 
gekörnten, erhabenen Spiralleisten, die zweite und die letzte eine 
stumpfe Kante bildend, darüber und darunter noch mehrere, dazwi- 
schen einzelne nicht gekörnte schmälere Spiralleisten. Weisslich, die 
oberen Windungen oft etwas dunkler, bläulich. Spitze meist hellbraun. 
Unteres Ende der Mündung etwas lappenartig vorgezogen wie bei 
Litt, rudis. Inneres der Mündung dunkelbraun mit weissem Rande 
und unten mit weissem Band; Columellarrand weisshch, nach aussen 
dunkelbraun gesäumt und ausserhalb desselben eine schmale Abschlei- 
fungsfläche. 8 Mill. lang, 7'/2 breit, Mündung 6 lang und 4Vg breit; 
jüngere Stücke verhältnissmässig schmäler mit verhältnissmässig 
längerem Gewinde, z.B. 6 lang und 4Vji breit, Mündung 4 lang und 
2V2 breit. 



207 

Singapore und Hongkong, v. Martens, daher wohl auch in Nieder- 
ländisch-Indien noch zu finden ; Andamanen , Irawaddi-delta und Ceylon, 
Nevill. 

Eine Zwischenform zwischen granularis und ventricosa, mit sehr 
undeutlichen braunen Striemen und einzelnen körnigen Leisten, 11 
Mill. lang und 5V2 breit, habe ich aus dem Golf van Slam. 

Lischke und ihm folgend Weinkauff glauben, dass Reeve's Litt, 
granularis nicht diejenige von Gray sei und ziehen daher den Namen 
exigua Dkr. vor; es scheint mir aber doch nach der Beschreibung, 
dass Gray dieselbe Art vor sich hatte wie Eeeve, nur ein abgerie- 
benes und daher rothbraun erscheinendes Exemplar, wie auch Philippi 
ein solches abbildet; die Art ist auch an der chinesischen Küste 
verbreitet und daher schon seit längerer Zeit in den europäischen 
Sammlungen. 

12. Lütorina ventricosa Phil. 
Philippi a. a. 0. III, S. 51, Taf. 6, fig. 19. Reeve conch. icon. X, 
flg. 93. Weinkauff, a. a. 0. S. 79, Taf. 10, Fig. 14, 15. Nevill. 
handlist II, p. 152. 
Konoidisch-kugelig, die einzelnen Windungen stark gewölbt und 
durch eine tiefe Naht getrennt, die letzte mit einer sehr stumpfen 
undeutlichen Kante, ein klein wenig unterhalb der obern Mündungs- 
ecke; deutlich spiralgefurcht, die Leisten zwischen den Furchen auf 
der vorletzen Windung und zuweilen auch noch am Anfang der letzten 
etwas körnig; schmutzig aschgrau mit nach vorn und stärker nach 
unten herabsteigenden, ziemlich hellbraunen Bändern, welche mehr 
im Zikzak verlaufen und zuweilen sich netzartig untereinander ver- 
binden ; Spitze schwarzbraun ; Inneres der Mündung nur am Rande 
weisslich mit hellbraunen Flecken , weiter innen gleichmässig mittel- 
braun, mit gut ausgeprägtem weissem Band im untern Theil; Colu- 
mellarrand blass leberbraun, mit sehr schmaler Abschleifungsfläche 
ausserhalb desselben. 

Bis 10 Mill. lang und S'/j breit, Mündung 6 lang und einschliessl. 
Columellarrand S'A breit. 

Amboina am steinigen Vorsprung von Batu-merah, und Ceram 
bei Wahai, v. Martens. Ebenfalls bei Amboina an Ufersteinen 
in der Ebbezone von der Expedition der Gazelle gefunden. 
Malacca, Philippi; Pulo Pinang, Reeve; Bombay, Arakan und 



208 

Andamanen, Nevill. Mergui, J. Anderson. Aus Neu-Caledonien 

durch P. Godet erhalten. 
Die vorletzte und die früheren Windungen , wenn sie nicht abge- 
rieben sind, deutlich gekörnt, die Spitze schwärzlich. Junge Exem- 
plare , denen die ganze letzte Windung noch fehlt , SVj Mill. hoch und 
4 im Durchmesser, können daher leicht, der feinen Körnelung wegen, 
viel feiner als bei granularis , für eine eigene Art (? millegrana Philipp! 
abbild. 7, 15) gehalten werden; namentUch wenn sie auch in ihrer 
Färbung abweichen. So fand ich bei Palabuan auf Java ein so 
kleines, weiss mit zwei schwarzen schmalen Spirallinien, und zu 
Larentuka auf Flor es ein fast einfarbig schwärzliches. 

LiUorina ventricosa var. Struhelli. 

Littorina pusilla (?? Philipp! abbild. neuer Conch. II, 1847, S. 164, 
Taf. 4, Fig. 15). ?Küster bei Weinkauff Littorina S. 11, Taf 1, 
Fig. 20-22. Böttger Bericht Senckenberg. Gesellsch. 1890 S. 168. 

Eonoidisch-kugelig, spiralgefurcht, hell aschgrau mit ziemlich zahl- 
reichen von oben und hinten nach vorn und unten verlaufenden, 
schwach S-förmig geschwungenen, dunkelbraunen Bändern; Spitze 
schwarzbraun ; Inneres der Mündung mittelbraun mit denselben dunkeln 
Bändern, ein weisses Band im untern Theil der Mündung vorhanden; 
Columellar fläche einfarbig leberbraun. Abschleifungsfläche ausserhalb 
derselben wenig ausgebildet. 

Grösstes Stück von Krakatau 7 Mill. lang, S'/j breit; Mündung 5 
lang und einschliesslich des Columellarrandes 3 breit. 

Krakatau, Strubell 1889 oder 1890. 

Durch weniger tiefe Naht, gleichmässig convexe letzte Windung 
und bestimmtere Ausprägung der schiefen Bänder von der vorherge- 
henden zu unterscheiden, doch wohl nur Varietät. 

13. Littorina subgranosa Frnfld. 
Littorina subgranosa v. Frauenfeld, Verband], der Zool. bot. Gesellsch. 
Wien 1865, S. 913 und Reise d. Novara, Mollusken S. 9, Taf. 1, 
Fig. 10; Böttger Bericht d. Senckenb. Gesellsch. 1890, S. 169. 
— miliaris var. subgranosa Nevill handlist II, p. 152. 
Konoidisch mit seichter Naht, letzte Windung abgerundet zwei- 
kantig; schwach spiralgefurcht, trübgrau, auf der letzten Windung 
mit drei breiten , etwas vorstehenden weissen, braungefleckten Gürteln , 



209 

der obere und untere den beiden stumpfen Kanten entsprechend ; dar- 
über und darunter, zuweilen auch dazwischen noch einige weisse, 
braungefleckte Bänder, die aber weniger breit und weniger scharf 
begränzt sind. Von einer Körnelung kann ich an den vorliegenden 
Exemplaren nichts sehen. Inneres der Mündung dunkelbraun, mit 
weissen Flecken am Rand und weissem Bande unten ; Columellarrand 
blass trüb weisslich oder röthlich, nach aussen dunkelbraun gesäumt. 

Krakatau, StrubeU nach Böttger. 

Das Exemplar von Krakatau habe ich nicht gesehen, sondern nur 
solche von Madras und Ceylon aus Böttger's Sammlung, diejenigen 
von Madras bis 8 '4 lang und 6 breit, Mündung öV^ lang und fast 
5 breit, mit deuthcher Abschleifungsfläche und hellem breitem Spi- 
ralband auf derselben, gleich ausserhalb des Columellarrandes , dieje- 
nigen von Ceylon dagegen nur 7 MiU. lang und 5 breit, Mündung 4 
und 3, mit nur schwach angedeuteter Abschleifungsfläche. Nach 
Frauenfeld's Originalbeschreibung wird die Art bis 12 MiU. hoch und 
8 breit, und zeigt 10 — 12 gekörnelte Leisten. 

14. Littorina Uangiüata n. Taf. IX , Fig. 26. 

Testa oblongo-ovata , solidula, leviter spiratim striata, carinis spi- 
ralibus duabus albidis sculpta, superiore humerali tenuiore, inferiore 
peripherica crassiore, cinerea, lineis elevatis albidis, saepius fulvoma- 
culatis, fascia basaü albida; spira acuta, anf. 5, regulariter crescentes, 
convexiusculi, sutura leviter impressa; apertura ampla, subovata, intus 
fusca, fascia basali alba, margine columellari rectilineo, pallide flavido, 
dilatato, anfr. ultimo prope marginem columeUarem attrito et complanato. 

Long. 10 diam. maj. 8 min. 5; apert. long. 7 lat. incl. marg. col. 4, 
excluso 3. 

Long. 15 diam. maj. 10 min. 8; apert. long. 10 lat. incl. marg. col. 
7, excluso 6. 
, Benkulen an der Westküste von Sumatra, v. Martens. 

Ähnlich der L. Vitiensis Reeve flg. 82, aber grösser und keine 
Knötchen auf den Kielen und an der Basis; von Böttger's L. sub- 
granosa durch die Grösse, glattere Oberfläche und Mangel der gefleck- 
ten Bänder zu unterscheiden, übrigens ihr auch sehr ähnlich. 

Das weisse Band der Basis ist dasselbe, welches auch im Innern 
der Mündung erscheint, aber hier ist es auch an der Aussenseite 
scharf ausgesprochen. 

14 



210 

Bei einzelnen Exemplaren zeigen einer oder beide Kiele schwache 
knotenförmige weisse Erhabenheiten auf dunklerem Grunde, während 
der Raum zwischen ihnen noch einfarbig grau mit sehr feinen .Spiral- 
linien bleibt; bei zwei endlich zeigt auch dieser mittlere Theil ein hel- 
leres Band, das durch eine schmale dunklere Linie zweigetheilt ist. 
Dadurch kommt die Art der L. subgranularis näher. 
Lit. mauritiana Lam., angeblich weit verbreitet, ist mir in 
Niederländisch-Indien nicht vorgekommen , aber auch die artliche 
Identität zwischen der ächten mauritiana Delessert recueil pl. 37, 
fig. 14 und der austrahschen (unifasciata Gray) scheint mir nach 
Vergleichung von Exemplaren sicherer Fundorte unrichtig; die 
Exemplare von Mauritius haben den kurzen violetten gebogenen 
Columellarrand von L. obesa, die australischen von Sidney und 
Adelaide den breiten leberbraunen mit Abschleifungsfläche von 
L. neritoides L. und ziczac Chemn. 

Stenothyra Bens. 
1856. Nematura Bens. 1836, schon früher vergeben. 

Schale ähnlich derjenigen von Bithynia, konisch-eiförmig, glatt, 
aber etwas von der Rücken- zur Bauchseite plattgedrückt wie 
bei Pythia; der letzte Umgang vor der Mündung stark herab- 
steigend, diese eiförmig, auffällig klein mit ringsum zusam- 
menhängendem Rand. Deckel kalkig, concentrisch. Radula ähnlich 
derjenigen von Bithynia, Mittelplatte mit 2 Basalzähnen (Troschel 
Gebiss d. Schnecken I, Taf. 7, Fig. 11, St. deltae). 

1. Stenothyra Moussoni u. Taf. IX, Fig. 7. 
Paludina ventricosa (Q. G.) Mousson jav. moU. S. 63, Taf. 8, Fig. 6. 
Testa conoidea, ventricosa, laevis, nitidula, pallide Cornea vel griseo- 
viridis, unicolor; anfr. 4Vj, convexi, 'priores spiram conicam efflcien- 
tes, penultimus inflatus, ultimus non latior quam penultimus; aper- 
tura valde obliqua, parva, ovata, peristomate subincrassato. 
Long. 2Vj MilL, diam. IVj, apert. long, et lat. vix 1 Mih. 
Java: Lagunen des südlichen Java, Zollinger bei Mousson; in 
aquis salsis stagnantibus littoris australis provinciae Malang 
(Residentschaft Passuruan, östl. Java), Zollinger auf der 
Etikette einer Alge, Vaucheria Javanica Kützing, 



211 

an welcher mein Vater mehrere dieser kleinen Schnecken 
fand. Surabaja, an der Mündung des Kediri-flusses , in 
salzhaltigem Wasser, v. Martens. 
Celebes: Makassar in einem Salzwassersumpf an der Meeres- 
küste, V. Martens. 
Die Fühler des lebenden Thiers fand ich bei den Exemplaren von 
Makassar lang und spitzig, mit zwei dunkeln Ringen, welche an die- 
jenigen der europaischen Brackwasser-Schnecke Hydrobia (Peringia) 
ulvae erinnern. 

Es ist mir sehr zweifelhaft, ob diese Art die von Quoy and Gaimard 
Voy. Astrolabe III, p. 173, pl. 58, fig. 6—8 beschriebene Paludina 
ventricosa sei, welche in dem Süsswasser-See von Tondano, 2204 
über dem Meer und etwa 20 Kilometer davon entfernt, gefunden 
wurde; allerdings habe ich noch keine Exemplare aus diesem See ge- 
sehen. Die vorliegende Art von Java und Makassar unterscheidet sich 
von dem Typus der Gattung, St. Deltae Bens, aus dem Ganges-Delta , 
5 Mill. lang und SVj breit, durch weit geringere Grösse und etwas 
schlankere Gestalt. 

Ausserdem werden aus dem malayischen Archipel noch folgende 
Arten angeführt beide schon durch die senkrechte Stellung der Mün- 
dung von der vorigen verschieden. 

2. Stenothyra strigüata Bens. 

Ann. Mag. n. h. (2) XVII, 1856, p. 498. v. Frauenfeld, Verhandl. 
zool. bot. Gesellsch. Wien 1862, p. 1158; Issel moll. borneensi p. 89. 

Mit feinen Spiralfurchen und kurzen Radialstrichelchen ; blass , aber 
meist mit schwärzlichem Überzug; 7 Mill. lang, 4 breit. 
Borneo, Cuming; bei Sarawak, Issel. 

3. Stenothyra polüa A. Ad. 

Proc. Zool. Soc. 1851, p. 226 und Ann. Mag. n. h. (2) XII, 1853, 
p. 284. St. bicristata Semper in coli. 

Glänzend kastanienbraun , deutlich abgeplattet , mit einem ausge- 
prägten Kiel am untern Ende der Mündung, welcher sich nach oben 
als stumpfe Kante schief über die der Mündung entgegengesetzte Seite 
der letzten Windung bis zur Naht fortsetzt; ein zweiter schwächerer 
Kiel nach aussen vom Innern Mündungsrand, eine nabelartige Vertie- 
fung abgrenzend, ähnlich wie bei manchen Arten von Assiminea und 
bei Lacuna. 



212 

Singapore und Pulo Pinang in den Sammlungen von Cuming und 
Mousson. Insel Basilan bei Mindanao, in einem Süsswasser-sumpf, 
Semper. Also wohl auch noch auf Sumatra und Borneo zu erwarten. 

Für die typische Art, St. deltae, gibt Benson als näheren Fundort 
den Fluss Hoogly bei Calcutta und den Salzsee Ballinghat an, also 
auch Brackwasser; Nevill handlist II, p. 43, Chandipal, Port Canning, 
Calcutta und Bhagalpur. Auch Blanford führt die beiden in Birma 
vorkommenden Arten von Stenothyra unter den „Estuarine Shells", 
und nicht unter den Süsswasser-Conchylien auf. 

Assiminea Leach. 
1835. Paludinella Pfr. 1841. Optediceros Leith 1883. 

Schale Paludina-ähnlich , eiförmig oder abgerundet konisch, meist 
glatt und etwas fettig glänzend, mit flacher Naht, oben spitz. Mün- 
dung eiförmig, Mundrand gerundet, Columellarrand mehr oder weniger 
verdickt, Aussenrand einfach. Deckel dünn, mit wenig Windungen. 
Alle Arten klein. 

Fühler kurz, cylindrisch, Augen an oder ganz nahe ihrem obern 
Ende, sodass man die Fühler auch nur als Augenstiele betrachten 
kann. Radula am ähnlichsten derjenigen von Lithoglyphus, s. Troschel 
Gebiss d. Schnecken I, Taf. 7, Fig. 13, 14 und Gray Ann. Mag. n. h. 
(3) III, 1859 pl. 3, fig. 12, 13. 

Leben auf kahlen Schlarambänken an Flussmündungen oder in ruhi- 
gen Meeresbuchten, bei Ebbe über Wasser, nie meines Wissens im 
Binnenland und sind daher wie die Auriculiden den submarinen Schne- 
cken zuzuzählen. Dr. Leith hat beobachtet, dass sie in Meerwasser 
dasselbe zu verlassen streben, indem sie an den Wänden des Gefässes 
emporkriechen, in Süsswasser dagegen gebracht sich sogleich schliessen 
und nach einiger Zeit absterben. 

Benson hat Ass. fasciata (Francesi) an den Stufen einer Anlande 
bei Barrackpore im Gebiet der Gangesmündungen gesammelt, an einer 
Stelle , an welcher der Einfluss von Fluth und Ebbe auf die Höhe des 
Wasserstandes sich bemerklich macht und während der Trockenzeit 
das Wasser schwach salzig, während der Regenzeit süss ist; die 
Schnecken sassen zwischen Fluth- und Ebbe-Gränze, zeitweise über 
Wasser (Zoological Journal V, 1835 p. 4G3). Vgl. auch JeÖreys british 
Conchology V, p. 97. Blanford in Ann. Mag. nat. bist. (3) XVII, 1887 



213 

und Heude moll. terr. de la vaU6e du fleuve bleu p. 81, 82, pl. 21, 
lebende Thiere und Anatomie. 

In der Nordsee nur durch Ass. Grayana vertreten und auch im 
Mittelmeer noch selten , ist die Gattung an den Küsten und Inseln 
des Indischen und Stillen Oceans ziemlich häufig, diesseits und jen- 
seits der Wallace'schen Grenzlinie. 

Böttger gibt eine kritische Aufzählung der bis 1887 bekannten 
Arten im Jahrbuch d. malakol. Gesellschaft XIV, p. 163 ff. , es sind 
75, sie vertheilen sich auf Nordsee und Mittelmeer, Cuba, West- und 
Süd- Afrika, einige ostafrikanische Inseln, Vorder- und Hinter-Indien 
mit Ceylon, Andamanen und Nikobaren, ferner China, Formosa, Ja- 
pan, die Philippinen, Banka und Borneo, Neu-Caledonien , Australien, 
Neuseeland, eine Anzahl der polynesischen Inselgruppen bis zu den 
Marshall's und Gesellschaftsinseln, endlich an der Westküste von 
Amerika, Californien und Chile. Hiernach könnte es scheinen, als ob 
gerade in Niederländisch-Indien eine Lücke bliebe, zwischen Banka, 
Borneo und den Philippinen einerseits, Australien und Neu-Caledonien 
andrerseits, diese wird aber wenigstens theilweise dadurch ausgefüllt, 
dass Alber tis eine Art, Cyclotropis Papuensis, an der Südküste von 
Neu-Guinea gefunden hat , und ich eine bei Anjer auf Java , zwischen 
Algen; leider ist mir das einzige Stück wieder verloren gegangen, aber 
die Zeichnung, welche ich damals machte, lässt keinen Zweifel an 
der Bestimmung der Gattung. 

Noch von L. Pfeiffer wurden manche hieher gehörige Arten zu Hy- 
drocena oder Omphalotropis gestellt: Gattungen, welche sich an der 
Schale nicht immer leicht von Assiminea unterscheiden lassen, aber 
in der Lebensweise, Form der Fühler und Stellung der Augen, sowie 
in Deckel und Radula gut davon verschieden sind: Hydrocena lebt an 
feuchten Felsen, hoch über dem Meere, Omphalotropis ist eine ächte 
Landschnecke wie Cyclostoma. Vgl. v. Martens in Ann. Mag. nat. 
bist. XVII, 1866 S. 202. 

Ä) Akten ohne Kante an der Basis der Schale. 

1. Assiminea brevicula Pfr. 
Hydrocena brevicula Pfeiffer Proc. Zool. Soc. 1854, p. 306; monogr. 

pneumonopom. suppl. I, p. 156. 
Assiminea brevicula. Morelet series conchyl. IV, p. 294. Nevill in 



214 

Journ. Asiat. Soc. vol. 50, I, 1881, p. 159; pl. 7, fig. 6, lebendes 
Thier; handlist II, p. 67. Böttger Jahrb. mal. Ges. XIV, 1887, 
p. 163, wo noch mehrere Synonyme zu finden. 

Var. miniata Marts. Taf. IX, Fig. 21 und Taf. X, Fig. 3. 

Assiminea miniata v. Martens in Ann. Mag. n. h. (3) XVII 1866, 
p. 201. 

— rubella (Blanf.) Issel moll. Born. p. 87. 

Lebhaft scharlachroth (die typische brevicula „corneofulva", röthlich- 
gelb) , fast kugelig, glatt, mit einer Spiralfurche unterhalb der Naht. 
6 Mill. lang, 4^2 breit, Mündung 4 und 3 Mill. Auch die äussern 
Weichtheile röthlich, der Kopf intensiv roth. 
Celebes: bei Makassar, M. Weber. 

Ich fand dieselbe bei Singapore. Morelet erhielt sie von Bangkok in 
Slam auf Schlammboden am Strande im Manglegebiet, bei Ebbe über 
Wasser, als die oberste Schnecke in diesem Gebiet. Nevill gibt für die 
Art brevicula überhaupt noch die Andamanen, das Irawaddy-delta , 
Arakan, Malacca, Borneo und Amoy in China, Böttger Ceylon, Hai- 
nan, Luzon und Cebu, Bangkok in Slam an. Von den Andamanen 
besitzt das Berliner Museum dieselbe, so lebhaft rothe Varietät durch 
Röpstorff, und von Mergui, wo sie auch auf Scblammflächen gefunden 
wurde, durch John Anderson. 

2. Assiminea variegata n. Taf. TX, Fig. 19. 

Testa ovato-conica, arcuatim rimata, laevis, pallide flavescens, fas- 
ciis pallide rufis duabus et macularum dilutarum serie supera et infera 
picta; anfr. 5^*2 , regulariter crescentes, convexiusculi, sutura paululum 
impressa, ultimus ad peripheriam et in basi rotundatus; apertura mo- 
dice obliqua, ovata, superne angulata, margine columellari arcuato, 
subincrassato. 

Long. 41/ä, diam. 3; apert. long. 2 diam. P/, Mill. 
Celebes: Luwu M. Weber. 

Erinnert in der Färbung an A. carinata Lea (maculata Marts., fas- 
ciolata Morelet) von den Schlammbänken des Menam-stromes unterhalb 
Bangkok, entbehrt aber die diese auszeichnende Nabelkante und ist 
auch viel kleiner. 

Auf Borneo, aber bis jetzt nur vom Englischen Gebiet bekannt, 
kommen noch vor: 



315 

Cornea Pfr. (Hydroc.) Proc. Zool. Soc. 1854, p. 306; Mon. pneum. 
suppl. p. 156. — Ass. subcornea Nevill, Böttg. a. a. 0. S. 205, 
nicht Ass. Cornea Leith 1853, eiförmig-konisch, oben zugespitzt, 
einfarbig gelbUch, Nabel fast oder ganz geschlossen, 10 Mill. lang, 
5 breit, Mündung 4 '4 hoch. Borneo, Bashi-insel, Formosa und 
? Japan. 

Borneensis Issel (Amnicola) moU. born. p. 88, pl. 7, fig. 16 — 18. 
Böttg. a. a. 0. S. 162. Bintulu westlich von Sarawak. 

Moussoni Issel (Amnicola) moU. born. p. 87, pl. 7, fig. 13 — 15. 
Böttg. a. a. 0. S. 192. Ebendaher. 

B) Cyolotropis Tappeeone — Canefri faun. malac. deUa 

Nuova Guinea, 1883, p. 278. 

Mit einer scharfen Kante um den Nabel. 

3. Ässiminea carinata Lea Taf. IX, Fig. 20 und Taf. X, Fig. 6. 
Assiminea carinata Lea Proc. Acad. Philad. VIII, 1856, p. 114 ; Journ. 
Ac. Philad. VI, 1867, p. 120 (Observ. Najad. IX, p. 70), pl. 22, 
fig. 13; V. Martens in Ann. Mag. n. h. (3) XVII, 1866, p. 203; 
Böttger a. a. 0. S. 166. 
Omphalotropis maculata v. Martens in Proc. Zool. Soc. 1860, p. 11; 
Pfr. mon. pneumop. suppl. 11, p. 176; Mal. Blatt. 1863, p. 120, 
zu Assiminea 
Hydrocena fasciolata Morelet in Revue Zool. 1862, p. 478 und Assim. 
f. Morelet series conch. IV, p. 295 ; Omphalotropis f. Pfr. mon. pneum. 
suppl. 11, p. 176. 
— fulvida Pfeiffer in Journ. de Conch. X, 1862, p. 44, pl. 6, fig. 4; 

mon. pneum. suppl. 11, p. 176. 
Omphalotropis carinata (Lea) Issel moll. borneensi p. 84, pl. 7. fig. 7 — 9. 
Gestreckt konisch, aber an der Peripherie gerundet, gelblich, un- 
regelmässig gestriemt und mit einem dunkleren Bande; ein scharf 
ausgeprägter Kiel um den engen Nabel. Länge 10, Breite 6, Mündung 
4V2 Mill. 

Äussere Weichtheile grau ; Fühler lebhaft roth , die schwarzen Augen 
an der Oberseite derselben ganz nahe der Spitze. 

Siam, im Schlamm der P^eisfelder und am schlammigen Ufer der 
Kanäle unterhalb Bangkok von mir 1861 lebend beobachtet und ge- 
zeichnet. Auch Missionär Heude und Sir John Bowring hatten sie aus 



216 

Siam nach Philadelphia und London geschickt. Nevill kennt sie auch 
von Mulraein in Tenasserim; Morelet von Siam und Cochinchina, hier 
an den Ufern des Flusses Bien-Hoa. Doria und Beccari fanden sie 
im Gebiet von Sarawak auf Borneo, Teysmann auf Banka (Exem- 
plare in Mousson's Sammlung); danach gehört sie auch der Fauna 
von Niederländisch-Indien an. 

Lea hat diese Art, ohne die Weichtheile zu kennen, wegen der 
Ähnlichkeit mit Ass. Francesi schon richtig zu Assiminea gestellt; 
ich kannte 1860 nur erst die Schale und stellte sie desshalb zu Om- 
phalotropis, habe dann aber 1861 das Thier lebend beobachtet und als 
Assiminea erkannt. 

4. Assiminea lirata Morelet. 

Hydrocena lirata Morelet series conchyl. IV, 1873, p. 296, pl. 13, fig. 8. 

Omphalotropis Paladilhi Issel moll. born p. 85, pl. 7, fig. 10 — 12. 

Assiminea lirata Böttg. a. a. 0. S. 183. 

Eiförmig-konisch , spiral gerippt , dunkelbraun (mit gelblichen Flecken), 
5'/s Mill. lang, 4 breit, Mündung 3. 

Banka, Teysmann. Sarawak, Doria und Beccari. Delta des 
Mekong in Cochinchina, Morelet. 

5. Assiminea radiata Pfr. 

Hydrocena radiata Pfeiffer Proc. Zool. Soc. 1854, p. 808; monogr. 

pneum. suppl. p. 163. 
Assiminea radiata Böttger a. a. 0. S. Ilt9. 

Eiförmig-konisch, mit gelber Radialzeichnung, Nabel sehr eng. 7 
Mill. lang, 4 breit, Mündung 3Vj hoch. 
Borneo. 

BHACHIGLOSSA. RHACHIGLOSSEN. 

Unter diesen finden sich nur wenige Arten, welche als Bewohner 
des Brackwassers und der Mangledickichte zu bezeichnen sind. Aus 
Niederländisch-Indien sind mir mit Sicherheit keine bekannt, doch 
reichen vielleicht einzelne Arten von Purpara vom Meere aus noch 
in dieses Gebiet herein und möchte ich noch auf die zwei folgenden 
aufmerksam machen: 



217 



Nassa Lam. 

1. Nassa olivacea Brug. 
Buccinum olivaceum Bruguiere Encycl. meth. pl. 304, fig. 7. Kienei- 
icon. Bucc. fig. 53. Quoy et Gaimard Voy. Astrol. Zool. pl. 32, 
fig. 13-15 lebendes Thier. Eydoux et Souleyet Voy. Zool. pl. 41, 
fig. 14-16. 
- taenia Gmelin Linne syst. nat. ed. XIII, p. 3493 (1791), auf 
die Figur bei Knorr Vergnüg, d. Aug. V, Taf. 10, Fig. 3 gegründet. 
Über die fragliche Priorität zwischen Gmehn und Bruguiere vgl. 
Menke in Zeitschr. f. Malak. 1847, S. 42. 
Nassa oüvacea Reeve conch. icon. VIII, flg. 19. v. Martens bei 

Möbius Beitr. Meeresfauna v. Mauritius p. 242. 
Scheint durch ihre kastanienbraune Farbe und den öfters an ihr 
vorhandenen Schlammüberzug auf Vorkommen im Schlamm der Fluss- 
mündungen hinzuweisen , doch ist mir keine direkte Angabe darüber 
bekannt. Die grösste Art der Gattung Nassa, bis 4 Cm. lang, obere 
Windungen mit Vertikalfalten , untere mit oder ohne solche ; meist ein 
gelbhch- weisses Band in der Mitte der letzten Windung. Weit ver- 
breitet im indischen Ocean von Mauritius und den Seychellen bis 
Australien und Polynesien, aus Niederländisch-Indien mir nur die 
var. approximata Pease , kleiner, die Vertikalfalten auch auf der letzten 
Windung noch vorhanden, 31 Mill. lang, 17'/^ breit, Mündung 15, 
auf Bat Jan vorgekommen. 

Engina Gray. 

1. Engina Duclosiana Sow. 
Columbella Duclosiana Sow. thes. conch. I Columbella fig. 15, 16. 
Chenu illustr. conch. gl. Columb. pl. 8, fig. 19,20. Reeve conch. 
icon. XI, flg. 76 v. Martens. Journ. Linn. Soc. XXI, p. 68. 
Schmutzig-braun, glanzlos, verkehrt konisch, mit schmaler beiderseits 
gezähnter Mündung. Irawaddy-delta, Mergui und Singapore auf Schlamm- 
flächen in Gesellschaft von Neritina crepidularia Lam., also wohl auch 
auf Sumatra zu erwarten. 



218 

BHIPIDOGLOSSE (NERITIDEN). 
Neritina- 

Unter Neritinen ist in erster Linie zu nennen: 
1. Neritina crepidularia Lam. 
Sowerby thes. conch. II, pl. 113, flg. 139 — 144. Reeve conch. icon. 
IX, fig. 36. V. Martens Neritina in der Fortsetzung v. Chem- 
nitz S. 36, Taf. 7, fig. 1 — 14, mit ihrer Varietät melanostoma 
Troschel, Phil, abbild. I, Taf. 1, flg. 11, oft mit rothmündigen an 
demselben Fundort zusammen , als Brackwasserbewohnerin in 
Niederländischindien verbreitet; wir kennen sie von Banka, 
Sumatra , Borneo , Java , Bali , Süd-Celebes und Timor ; auf den 
Molukken ist sie mir nicht vorgekommen. 
Ferner die Untergattung Neritodryas, mit glattem Columellar- 
rand und bunter Zeichnung, die glatte N. dubia Chemn. und die 
Spiral gefurchte N. Cornea L. (amphibia Less.) enthaltend, beide von 
Sumatra oder Java bis zu den Molukken und Neu-Guinea verbreitet, 
auf den Büschen von Mangle, Sonneratia und Pandanus im Brack- 
wassergebiet, bei Ebbe über Wasser häufig; vgl. v. Martens a. a. 0. 
S. 136-143. 

Eine entschiedene Salzwasserbewohnerin ist endlich die kleine N. 
Ualanensis Less. (Mertoniana Recluz), 7 — 12 MiU. im grössten 
Durchmesser, sehr bunt gefärbt, ähnlich der westindischen N. vir- 
ginea, aber durch den Deckel verschieden, dessen zwei Fortsätze 
durch eine Zwischenwand verbunden sind. Häufig an den Meeres- 
küsten in mehr oder weniger salzigem Wasser, von Sumatra bis zu 
den Molukken und Timor. S. v. Martens a. a. 0. S. 193-196. Taf. 
20, Fig. 1—24. 

Auf Batjan fand ich in dem brackwasserhaltigen See Telaga auch 
Neritina communis Q. G. auf schlammigem Grund und Septa- 
ria tessellata Lam. (S. 86) an Stämmen und horizontalen Ästen 
etwas über Wasser. 

Nerita L. 

Durch dicke Schale mit ausgeprägter Spiralskulptur und ohne glatte 
glänzende Schalenhaut, starke Zähne in der Mündung, Runzeln auf 



219 

der Mündungswand und plattgedrückte Muskelfortsätze am Deckel 
von Neritina unterschieden. 

Auch aus dieser sonst marinen Gattung sind zwei Arten bestimmt 
als Bewohner der Manglesümpfe an Wurzeln und Stämmen von 
Bruguierea und Aegiceras, durch Tenison-Woods (Proc. Linn. Soc. N. 
S. Wales V, 1880, p. 120) bezeugt, nämlich: 

1. Nerita lineata Chemn. 

Chemnitz Conch. Cat. V, üg. 1958, 59. Hombron et Jacq. Voy. pole 
sud, moll. pl. 17, fig. 23 — 25, lebendes Thier und Deckel; Reeve 
conch. icon. IX, flg. 13. v. Marlons Fortsetz. v. Chemnitz Nerita 
S. 15, Taf. 4, Fig. 12-15. 
Queer-oval, aschgrau mit zahlreichen vertieften schwarzen Spiralli- 
nien; Mündung gelb, Deckel gekörnt. Von Mergui bis Südwest- und 
Nordost- Australien verbreitet , häufig bei Singapore , in Niederländisch- 
indien von mir auf Banka gefunden. 

2. Nerita planospira Anton. 

Anton verz. d. Conch. 1839, S. 30. PhiUppi abbild. neuer Conch. 
• I, S. 83, Taf. 1. Fig. 1. v. Martens a.a.O. S. 23, Taf. 4, Fig. 4— 

7. — Valvata granulata, zweite Art, Rumph amb. rar. p. 78, 

deutsch S. 34. — N. atropurpurea Recluz Revue Zool. 1841, p. 107. 

Reeve conch. icon. üg. 38. — N. angularis Hombr. et Jacq. Voy. 

pole sud, moll. pl. 16, flg. 7 — 11. 
Dreieckig, mit flachem Gewinde und Schulterkante, spiral gerippt, 
grau mit helleren Wellenbinden, an der Mündung schwärzlich, Deckel 
aussen glatt. Von den Nikobaren und Tenasserim bis zu den Samoa- 
inseln und Carolinen bekannt, in Niederländisch-Indien bei Banka 
(v. Martens), Nusa-Kumbangan an der Südküste van Java (Jagor), 
Togian-inseln im Golf von G o r o n t a 1 o (A. B. Meyer) , Weynitu auf 
Amboina an den Wurzeln der Wakkat-bäume (Sonneratia ?) von 
Rumph, ebenda an losen Steinen auf Schlammgrund von mir gefun- 
den, sowie auf Batjan und bei Atapupu auf Timor. Bei Singapore fand 
ich sie in einem Mangle-sumpf auf Schlammboden am Rande eines 
bei Ebbe auströmenden Rinnsals. 



220 

BIVÄiVEN. 

OSTREIÜAE. 

Ostrea L, 

Ungleichschalig , die linke Schale an fremde Körper angeheftet, 
tiefer und von individuell unregelmässigem Umriss, die rechte flach. 
Ein inneres Band in einer länglichen Bandgrube. Nur ein Muskelein- 
druck. Mantel ringsum offen. Kein Fuss. 

A) Schalenrand dünn, nicht scharfzackig. 

1. Ostrea mytüoides Lam. 
Ostrea radicum sive lignorum Rumph amboin. rar. S. 154 (deutsch 
S. 151), Taf 46, Fig. 0, copirt bei Klein method. ostrac. tab. 8, fig. 17. 

— parasitica Gmehn Linne syst. nat. ed. 13, p. 3336 zum Theil. 

— mytüoides Lam. an. s. vert. ed. 1, VI, 1, uro 21; ed. 2, VII, 
p. 297. Hanley rec. bivalve shells p. 300. Reeve conch. ic. XVIII, 
fig. 3. V. Martens Linn. See. Journ. XXI, 1886, S 173. 

Ostrea arborea (Chemn.) v. Frauenfeld Verhandl. Zool. bot. Ver. Wien 
1867, S. 887. 

— Belcheri Reeve a. a. 0. fig. 11. -^«. 
Dünnschalig , flach , länglich ; der Länge (eigentlich Höhe) nach den 

Mangle-Zweigen aufsitzend; Innenseite der Schale gegen den Rand 
zu schwarzviolett und immer in der Nähe des Schlosses, zuweilen 
in % der Ausdehnung, mit weissen Knötchen und entsprechenden 
Grübchen in der Fläche versehen. 

Buru und die drei Inseln Manipa, Kelang und Bonoa zwi- 
schen Buru und Ceram , an den Wurzeln der Mangle-bäume (Rhizo- 
phora und Bruguierea), Rumph. Weynitu auf Amboina, Batjan und 
Zamboanga auf Mindanao, überall an Mangle-wurzeln v. Martens; 
die letzteren dicke grosse Stücke mit starken Knötchen. Adonara, 
Dr. Semmelink; Togian-inseln in der Bai von Gorontalo, A. B. 
Meyer; Java, Frauenfeld. Zebu, Phihppinen, Hanley. Elphinstone- 
island bei Mergui in Tenasserim, an Stämmen von Manglebäumen , 
J. Anderson. Ceylon, Reeve. Tonkin, Crosse (0. arborea). 

Entspricht der 0. arborea Chemnitz VIII, flg. 681, copirt in Encycl. 



221 

meth. pl. 185, fig. 1. Mörch de gasar Adanson's) von West- Afrika 
und West- Indien in Habitus und Aufenthalt: diese letztere Art hat 
aber keine Knötchen und Grübchen an der Innenseite des Randes 
und ist blasser gefärbt, nicht dunkelviolett. Chemnitz gibt zwar 
keinen Fundort für seine 0. arborea an und hält sie für identisch mit 
Eumph's Art, aber da keine Grübchen erwähnt sind und keine dunkle 
Randzone gezeichnet, so folge ich Mörch (catal. Toldi II, 1853, p. 62), 
welcher vermuthlich die Original-Exemplare von Chemnitz kannte und 
sie als westindisch bezeichnet : das' Berliner Museum für Naturkunde 
besitzt derartige Stücke sowohl aus Jamaica und Haiti durch Verkrü- 
zen und v. Maltzan, als von der Westküste Afrika's in Gabun, durch 
Buchholtz und bei Chiloango fnördl. vom Kongo; durch v. Mechow. 
0. parasitica Chemnitz Conch. Gab. VIII, fig. 660, Hanley bivalv. p. 
298 = bilineata Bolten und rhizophorarum Guilding gehört, wahr- 
scheinlich zu derselben Art. Gmelin's 0. parasitica umfasst beide. 
Dieser Artname ist insofern unpassend als die Baumaustem so wenig 
parasitisch sind, als die auf Steinen sich anheftenden, sie suchen 
beide nur einen festen Anhalt. 

2. Ostrea nigromarginata Sow. 

Sowerby bei Reeve conch. icon. XVEI, fig. 85. v. Martens in Linn. 
Soc. Journ. XXI, 1886, p. 173. 

Der vorigen ähnlich, noch dünner, annähernd kreisrund, mit sehr 
breiter, schwarz-violetter Pi,and-färbung der Innenseite. 

Makassar, flach an Holzstücken angewachsen , M. Weber. Weynitu 
auf Amboina, an Mangle- wurzeln (nicht immer scharf von der vorigen 
zu trennen) v. Martens. 

Elphinstone-island bei Mergui, an Mangle-stämmen , J. Anderson. 
Arakan, Reeve. 

3. Ostrea echinata Q. G. 

Ostrea echinata Quoy et Gaimard. Voy. Astrolabe, Zool. HI, p. 455, 
pl. 76, flg. 13, 14. Hanley rec. bivalve Shells p. 302. v. Martens 
a.a.O. S. 173. 

— spinosa (Q. G.) Desh. Lamarck an. s. vert. ed. 2 VII. nro 53. 
Reeve conch. icon. XVIII, fig. 79. 

Klein, flach, mit zahlreichen schwärzlichen, ziemhch stumpfen Sta- 
cheln auf der freien Schale. 



222 

Amboina, Quoy und Gaimard. Larentuka auf Flor es, v. Märten s. 

Inseln bei Mergui, mit den vorigen auf Mangle-stämmen , J. Ander- 
son. Philippinen, Hanley. China, Meyen in Berliner Museum. Auch 
in Japan: Nangasaki, Schottmüller während der Preussischen Expedi- 
tion 1860; Enosima, Hilgendorf; Yokohama, v. Martens. 

Quoy und Gaimard geben als lateinischen Namen 0. echinata, als 
französischen Huitre epineuse und daraus hat Deshayes wahrscheinhch 
aus Versehen 0. spinosa gemacht. 

B) Alecteyoniä Fischer Waldh. 1807. 

Lopha (Bolten) Mörch. 1851. Dendrostrea Swainson 1840. 
Schalenrand scharfzackig. 

4. Ostrea folium L. 

Ostreum cratium, Sery-oesters, Rumph amb. rar. S. 155 (deutsch 

S. 151) Taf. 47, Fig. A. copirt bei Klein meth. ostrac. Taf. 8, Fig. 22. 

Feuille, Argenville conch. ed. 1, p. 316, pl. 22, fig. F; ed. 2, pl. 

19, üg. F; ed. 3 par Favanne, pl. 45, flg. D 4. 
Lorbeerblatt, Knorr Vergnüg, d. Augen I, Taf. 23, Fig. 2. 
Oistrea folium Linne syst. nat. ed. X, p. 699, ed. XII, p. 1148. 
Chemnitz conch. Cab. VIII, S. 21, flg. 662—666, copirt in Encycl. 
meth. pl. 184, flg. 10 — 14. Lam. an. s. vert. ed. 1 , VI 1 nro 
39; ed. 2, VII, p. 232. Hanley rec. bivalve shells p. 307. Reeve 
conch. icon. flg. 40, v. Martens a.a.O. S. 173. 
An Flechtwerk von Reusen (Sery), welches ein halb Jahr in der 
See gestanden, und kleiner an Wurzeln von „Mangium fruticans" 
(Aegiceras majus Gärtn., fam. Myrsineae) an der Landenge von Baguala 
auf Amboina, Rumph. Weynitu auf Amboina , an Rhizophoren , 
V. Martens. 

Weit verbreitet im Indischen Ocean ; die westlichsten Fundorte , die 
mir vorgekommen, die Cargados-riöe (Robillard) und Golt von Manaar 
(Thurstou). 

Var. Brucella Lam. an. s. vert. ed. \. VI, 1. nro. 38; ed. 2. VII, p. 231. 

Länglich , der Länge nach in der Mittellinie auf stielrunden Körpern 
aufsitzend, nach rechts und links annähernd gleichmässig schief und 
gleich breit, mit zahlreichen (7 — 8) Falten. 



223 

Auf Virgularia juncea, Lamarck; auf Cirripathes spiralis, ein Exem- 
plar im Berliner Museum 32 Mill. lang, 19 breit; beide Zoophyten 
sind im indischen Archipel zu Haus. 

Diese Form gehört schon mehr dem wirklichen Meere an, möge 
aber hier noch der nahen Verwandtschaft wegen aufgeführt werden. 

5. Ostrea cucullata Born. 

Ostreum saxatile Rumph amb. rar. S. 155 (deutsche Ausgabe S. 151), 
V. Martens Malak. Blatt. 1863, S. 130. 

Ostrea cucullata Born index 1778 p. 10; testacea mus. Caes. Vin- 
dobon. p. 114, Tab. 6, Fig. 11, 12, copirt in Encycl. meth., Vers, 
pl. 182 , fig. 1 , 2. Lamarck an. s. vert. ed. 2. Hanley bivalve Shells 
p. 306. Chenu manuel conchyl. II, p. 197, fig. 1003. Reeve conch. 
icon. fig. 34. 

Ostrea cornu-copiae Chemnitz conch. cab. VIII, S. 7 Fig. 679. 

Sehr unregelmässig geformt, Rand überall oder doch wo er frei 
vorsteht, mit scharfen zackigen Falten, innen mit dunkel schwarz- 
blauem Saum und meist einer Reihe von Körnern. Meist ziemlich 
klein, 2Vj— 3, selten bis 6. cm. 

Schon mehr im offenen Meer, an Steinen, doch auch noch auf Schlamm- 
boden an Flussmündungen , auf kleinen Steinen oder Conchylienschalen. 
An der nördlichen Seite der Bai von Amboina , an allerlei Steinen und 
Steinchen, Scherben, Ziegeln und dgl., Rumph. Ich fand sie bei Am- 
boina an den Pl^ählen der Anlande des Dampfschiffes, bei Weynitu 
unweit Amboina auf der Schale lebender Potamides sulcatus aufge- 
wachsen , bei Batjan auf Faunus ater und erhielt ein Stück auf Nerita 
plicata sitzend von der Insel Salang (Küste von Malakka) durch Joh. 
Weber. Sumatra nach Hanley. Bangpra im Golf van Slam, zahl- 
reich, und bei Hongkong, v. Martens. Küste von Mossambique, und 
Querimba-inseln , die Stämme und Zweige der Mangle-stauden mit 
dichter Kruste umgebend, Peters. 

Ist eine der häufigeren Arten im indischen Ocean. 

AVICULIDEN. 
PERNA Brug. 

Schloss geradlinig mit mehreren Vertiefungen und Vorsprüngen , aber 
so, dass Vertiefung auf Vertiefung und Vorsprung auf Vorsprung passt, 



224 

indem das Schlossband (Ligament) in melirere Theile getrennt, die 
Vertiefungen ausfüllt. Mittelst eines Byssus angeheftet. Innen perl- 
mutterartig mit einem grossen Schliessmuskel näher dem hintern als 
dem vordem Rande. Lebend durch Byssus-fäden an feste Körper ange- 
heftet. 

1. Perna vitrea llv. 

Perna spec. v. Härtens in Malak. Blatt. 1863, p. 131. 

Verhältnissmässig klein, annähernd vierseitig, etwas höher (vom 
Schloss nach dem entgegengesetzten Kand) als lang (vom vordem zum 
hintern Rand), Oberfläche glatt, glänzend schwarzbraun, mit deutlichen 
Wachsthums-absätzen. Vorderende des Schlossrandes schnabelförmig 
vorspringend, Vorderrand unterhalb desselben eingebuchtet und zwar 
an der rechten Schale tiefer als als an der Unken, zum Austritt des 
Byssus ; in der untern Hälfte schwach convex , ohne bestimmte Grenze 
in den gebogenen Unterrand übergehend ; Hinterrand entweder in 
stumpfem Winkel vom Hinterende des Schlossrandes abgehend und 
dann convex schwach gebogen , ohne scharfe Grenze gegen den Unter- 
rand, oder mehr geradlinig schief nach unten und hinten, zuweilen 
selbst etwas eingebuchtet, eine stumpfe, öfters abgerundete Ecke 
mit dem Unterrand bildend. Innenseite trüb- violett perlmutterartig, 
gegen die Pfänder zu schwärzlich; an den Wirbeln oft mehr oder 
oder weniger abgerieben, matt hellgrau. Schlossrand mit nur 4 — 6 
Vertiefungen. Bis 42 Hill, lang, 30 breit und 13 im Queerdurchmes- 
ser, die meisten Exemplare aber bedeutend kleiner, 24 lang, 19 breit 
und 6 dick, oder noch darunter. 

Diese Art fand ich auf Amboina an der Mündung des Flusses 
von Batumera, an Stellen, wo das Wasser nicht salzig schmeckte, 
doch in gleichem Niveau mit dem Meer, an Steinen bei Ebbe über 
Wasser, zusammen mit Potamides quadratus und Neritina communis, 
ich muss sie also auch noch zu den Brackwasserbewohnern rechnen. An 
einer Stelle fand ich sie noch ein Paar hundert Schritte landeinwärts 
im Bache , aber da die Eingebornen sehr oft Steine vom Strande holen 
zu verschiedenen Zwecken, so wäre es möglich, dass auch der Stein 
an welchem sie sassen, vom Strande herbeigeschleppt worden sei 
Übrigens waren alle noch fest durch den Byssus angeheftet und ent 
hielten noch die Weichtheile. Dieselbe Art fand ich noch an verschie 
den anderen Stellen von Niederländisch-Indien oberflächlich am Strande 



225 

so auf Java bei Palabuan, auf Ternate, auf Halmaheira nahe 
Dodinga an der Ostseite des Isthmus (hier bis 35 Mill. lang und 26 
breit, hellbraun), Banda-Neira und Timor bei Kupang; Hr. v. 
Richthofen auch an der Mündung des Udjong-tji auf Java. 

Reeve hatte sie von den Philippinen. Durch 0. Finsch erhielt sie 
das Berliner Museum von der Karolinen-insel Ponape „an Wurzeln 
der Mangrove (Mangle), sehr fein schmeckend", in einem 32 Mill. 
langen und 21 breiten dunkelbraunen, etwas strahhg gezeichneten Exem- 
plar. P. acutirostris Dunker im Mus. GodefFroy von den Viti-inseln 
unterscheidet sich nur durch etwas dickere und stärker gewölbte 
Schale und scheint nicht wohl als Art zu trennen ; ebensowenig eine 
von Prof. Möbius auf den Seychellen gefundene Form. So ist auch 
diese Art weit verbreitet. 

Ob der Hinterrand nach unten sich umbiegt oder geradlinig schief 
nach hinten bis ganz unten herabsteigt, macht wohl einen merklichen 
Unterschied im Umriss , wechselt aber bei sonst ganz ähnlichen Exem- 
plaren desselben Fundorts und hängt wahrscheinhch davon ab, wie 
das angeheftete Thier freien Raum zum Weiterwachsen fand. Auch 
bei den typischen Arten der Gattung, Perna isognomon und 
ephippium, wechselt die Richtung des Hinterrandes in analoger 
Weise. 

MYTILIDAE. 

Mytilus. 

Auch von dieser Gattung dürften einige Arten ins Brackwasser 
reichen. Blanford führt den grossen, schön grünen Mytilus viridis L. 
(smaragdinus Lam.) unter den estuarine Shells von Birma auf; der- 
selbe ist noch in Singapore häufig, aber in Niederländisch-Indien mir 
nicht vorgekommen. 

Modiola. 

SuB&EN. Beaohydontes Swains. 

Schale mit etwas körnigen Radialrippen , daher der Rand ringsum 
gezähnelt. Ein oder zwei schmale schwache Zähne im Schloss. Wirbel 
ganz nahe dem vordem Ende der Muschel, sodass nur ein kleiner 
Raum zwischen ihnen und dem Vorderende des Unterrandes bleibt. 

15 



226 

1. MocUola (Brachydontes) subramosa Hanl. 

Mitulus anatarius Rumph amb. rar. S. 151 (deutsch S. 145) Taf. 46, 
flg. C, (nicht gut). 

Modiola subramosa Hanley rec. bivalv. Shells p. 241, pl. 24, fig. 30. 
Reeve conch. icon. X, fig. 46, copirt bei Clessin Mytiliden in d. 
neuen Ausgabe von Martini-Chemnitz S. 121, Taf. 31, Fig. 11. 

Modiola striatula (Hanl.) v. Martens in Jagor Reisen in den Philip- 
pinen 1873 S. 191. 

Modiola ramosa Clessin ebenda S. 134, Taf. 26, Fig. 8. 

Die Radialrippen schon am vordem Theil des Oberrandes 
sich nach vorn umbiegend und mehrfach gegabelt, überhaupt 
am ganzen Ober- und Hinterrand ziemlich regelmässig gegabelt und 
dadurch schmäler als im mittlem Theil, nach unten und vorn ver- 
flacht und in der Regel den vordem Theil des Unterrandes nicht er- 
reichend. Wirbel beinahe die Vorderspitze der Schale bildend. Ecke 
des Oberrandes mehr oder weniger deutlich, vor der Hälfte der Länge, 
Unterrand gerade oder sehr schwach eingebogen. Färbung trüb roth- 
braun , am vordem Theil mehr oder weniger abgerieben , grau oder 
röthlich; einzelne Exemplare heller mit concentrischen violettbraunen 
Bändern. Gesammtumriss etwas variabel, Höhe von Vj zu V3 der Länge 
wechselnd; mein grösstes Stück von Amboina 36 Mill. lang, an der 
Ecke 14 hoch und 14 breit (im Queerdurchmesser) , also ebenso breit 
als hoch , gewöhnlich aber etwas höher als breit. Nach Hanley V» engl. 
Zoll. (32 Mill.) lang und '/» (12'4 Mill.) hoch; Reeve's Figur 26 Mill. 
lang und 11 hoch. 

Bai von Amboina, bei Ruma-tiga haufenweise an losen Steinen auf 
weichem Grund, v. Martens 1862; ebenso fand sie Rumph. Vgl. auch 
S. 87. Ternate, Dunker'sche Sammlung. Celebes, Pätel's Samm- 
lung. Mindanao, Hanley. Rio Catarman, auf der Philippinen-insel 
Samar, in Löchern der Thonbänke des Ufers oberhalb des Gebiets der 
Nipa-Palmen (also wohl schon in süssem Wasser) Jagor. 

Pätel's Modiola ramosa ist nach seinem Exemplare, jetzt im Berliner 
Museum, ganz sicher eine junge subramosa und der Name wohl nur 
Schreibfehler für subramosa, da Hanley als Autoriteit beigefügt ist. 

Ähnlich derselben ist M. striatula Hanley ebenda fig. 29. Reeve 
fig. 72, copirt bei Clessin Taf. 33, Fig. 2 unter dem falschen Namen 
strigata, was eine glatte Art ist, Reeve fig. 38, von Clessin S. 119 



227 

beschrieben, aber nicht abgebildet. Rippen zahlreicher, schmäler und 
schärfer, am vordem Theil des Oberrandes, nur wenig sich aufbiegend 
und hier gar nicht, am Hinterrand nur seltener, sich gabelnd und 
daher im Allgemeinen am Rand breiter als in der Mitte der Schale; 
Ecke des Oberrandes ganz abgerundet, ungefähr in der Hälfte der 
Länge; Unterrand immer eingebogen. Glänzend graulich, öfters mit 
dunkeln Farbenstrahlen. Reeve's Figur 39 Mill. lang, 12 hoch, mein 
grösstes Exemplar von Singapore 36 Mill. lang, 13 hoch, 11 im 
Durchmesser. 

Singapore häufig in einem schwarzen Sumpf dicht bei der 
Stadt, V. Martens 1861. Phihppinen, Hanley. 

Ferner Modiola emarginata Bens., Reeve fig. 73, Clessin S. 
114, Taf. 26, Fig. 3, nach aus Calcutta erhaltenen Exemplaren in der 
Berippung zwischen den beiden vorgenannten in der Mitte, indem die 
Rippen am Oberrande vor der Ecke sich etwas stärker umbiegen als 
bei striatula und hier auch einzelne sich gabeln, noch mehr am Hin- 
terrande, aber bei weitem nicht alle. Farbe braun, ähnlich wie bei 
subramosa, doch mehr gelblich. Ein Unterschied gegen beide liegt aber 
darin, dass das Vorderende stärker angeschwollen ist, die Wirbel 
höher stehen und der Vorderrand zwischen ihnen und dem vordem 
Ende des Bauchrandes fast senkrecht abfällt, (in Reeve's Abbildung 
nicht so auffällig , wie an den mir vorliegenden Stücken) , während er 
bei M. striatula noch etwas schnabelförmig nach vorn vorspringt und 
einige stärkere Rippen zeigt, bei M. subramosa fast null ist. Grösse 
der vorliegenden Exemplare 28 Mill. lang, 11 hoch, 10 im Queerdurch- 
messer. Unterrand stark eingebogen. Färbung trüb gelbbraun. Auch 
im Brackwasser der Birmanischen Küste nach Blanford. 

Clessin's zweite M. emarginata, S. 120, Taf. 25, Fig. 7, 8 kann ich 
nach dem Original-Exemplar in Pätel's Sammlung nicht für dieselbe 
Art halten, sie ist viel länger ausgezogen und hat viel schwächere 
Rippen; wahrscheinlich gehört sie zu M. Fortunei Rv. fig. 75 von China. 
Clessin's Mod. Paeteliana S. 111, Taf. 31, Fig. 7, 8 ist nach dem 
Original-Exemplar in Paetel's Sammlung nichts anderes als die west- 
indische M. sulcata Lam. ; die Fundortsangabe „Philippinen" steht 
nicht auf der Paetel'schen Etikette. 



128 



ARCIDAE. 

Area. 

Sehr zahlreiche zwischen einander eingreifende Zähnchen in 

gerader Reihe. 

Die meisten Arten leben auf Steingrund, an Felsen oder auf Koral- 
len und gehören dem offenen Meere an , doch scheinen einige Arten 
auch noch in das Brackwasser hereinzureichen, so Area granosa L., 
Cardium-förmig mit starken knotigen Radialrippen, von schlammgrauer 
Farbe, (Rumph amb. rar. S. 143 deutsch 131, Taf. 44, Fig. K) häufig 
bei Singapore und auch bei Pulo-tikas unweit Benkulen (Sumatra), 
Surabaya (Java), Mampawa (Westküste von Borneo), Makassar (Celebes) 
und Kupang (Timor) von mir gefunden, von Makassar und der Nord- 
küste Ceram's bei Rumph angegeben, ferner bei den Inseln Lucipara 
(zwischen Timor u. Amboina) und Dana (südwestlich von Timor) von 
der Expedition, der Gazelle. Ihr sehr ähnlich, nur etwas mehr länghch, 
A. nodifera Marts. Proc. Zool. Soc. 1860. 17 mal so lang als 
hoch, mit mehr auseinander stehenden Rippen, welche zahlreich in 
Bangkok (Slam) zum Essen verkauft wird und welche ich auch bei 
Palabuan (Java) gefunden habe. Bei beiden ist die Anzahl der ausstrah- 
lenden Rippen im wesentlichen gleich, 18 — 21, wenn man die kleinsten 
vordersten und hintersten mitzählt, 13 davon stark und unter sich ziem- 
lich gleich. 

Zwei andere kleinere Arten, Scaphula pinna und deltae Bens, 
führt Blanford als „estuarine Shells" von Burma an; Sc. celox (Area 
scaphula Bens. Proc. Zool. Soc. 1835) lebt sogar in ganz süssem Was- 
ser im Ganges gebiet , von Calcutta aufwärts bis Humerpoor am Jumna , 
etwa 600 engl. Meilen vom Meer (Woodward); aus Niederländisch- 
indien ist diese Untergattung von Area bis jetzt noch nicht bekannt. 

LUCINIDAE. 

Lucina Brug. 

Vorherrschend linsenförmig, ringsum schliessend, mit schwach ent- 
wickelten Schlosszähnen und zwei Muskeleindrücken, von denen der 
vordere, bandförmig verlängert, nach innen dem vordersten Theile der 



229 

Mantellinie parallel verläuft ; hievon ist die Gattung unter allen andern 
Muscheln zu erkennen. Fuss lang, fingerförmig, sehr beweglich. 

Meermuscheln, von denen aber einzelne auf sumpfigem Boden an 
Flussmündungen leben, diese gehören zur Untergattung Anodontia 
(Link) Mörch, mit concentrischer schwacher Sculptur und sehr schwa- 
chen, fast verschwindenden Schlosszähnen. Die beiden hier aufzufüh- 
renden Arten zeichnen sich durch eine deutliche, graubraune schlamm- 
farbige Schalenhaut über der an sich weissen Schale aus. 

1. Lucina edentula (L.) Taf. XI, Fig. 1, 2. 

Venus edentula Linne syst. nat. ed. X, p. 689, ed. XII, p. 1135. 

Lucina edentula (L.) Phihppi Zeitschr. f. Malak. 1845, p. 179 und 
Philippi Abbild, neuer Conch. II, S. 105, Taf. 1, Fig. 1. v. Mar- 
tens Linn. Soc. Journ. XXI, 1886 S. 173. 

Lucina Philippiana Hanley, Reeve conch. ic. fig. 28. 

Vorn und hinten abgerundet, mit ungleich starker concentrischer 
Streifung, ohne Vertiefung im hintern Theile. Schlossrand dünn. 

Batjan, v. Martens. 

Inseln Elphinstone und Sulhvan bei Mergui, J. Anderson. Golf von 
Manaar, Thurston. Nicht L. edentula Lam., Encycl. meth., Vers. pl. 
284, fig. 3 und Hanley, was L. chrysostoma Phil. ist. 

2. Lucina Philippinarum Hanl. Taf. XI, Fig. 3, 4. 

Hanley rec. bivalve sheUs p. 348, pl. 14, fig. 18. Reeve conch. ic. 
fig. 18. V. Martens a. a. 0. S. 174. 

Hinten mehr gerade abgeschnitten , mit starken gleichmässigen con- 
centrischen Rippen, im hintern Felde immer eine sichtbare Vertiefung. 
Etwas dickschaliger als die vorige, Schlossrand stärker, Schlossband 
sehr dick. Bis 70 Mill. lang und 72 hoch. 

Muntok auf Banka, v. Martens. Pariti auf Timor, im Mangle- 
sumpf, Expedition der Gazelle. Inseln bei Mergui in Tenasserim, in 
brackischem Wasser, zusammen mit Cyrena proxima, Singapore, J. 
Anderson. Manila auf sandigem Schlamm an den Wurzeln der Mangle- 
bäume, Cuming. Port Canning an der Ganges-mündung , Brit. Mus. 
Port Denison, Queensland, Tenison-Woods. 

L. induta Stoliczka aus dem Gangesdelta bei Port Canning ist eine 
Zwergform derselben Art. 

Junge Stücke dieser Art, ^/^ engl. ZoU. (19 Mill.) lang, wurden im 



230 

Indischen Ocean nahe Trincomali aus einer Tiefe von 200—350 Faden 
durch das Schleppnetz erhalten, E. Smith Ann. Mag. N. H. (.6) XVI, 
1895, p. 14; es ist aber nicht gesagt, ob dieselben lebend, noch mit 
Schalenhaut bekleidet oder abgestorben waren ; dass dieselbe Art jung 
in solcher Tiefe und erwachsen auf Mangle-boden lebe, ist sehr un- 
wahrscheinlich. 

CYRENIDAE. 

Cyrena. 

Mehrere Arten der Gattung Cyrena im engern Sinne, siehe oben 
S. 90, kommen im malayischen Archipel nach meinen Erfahrungen 
nur in der nächsten Nähe des Meeres , nicht im Binnenlande, vor und 
können daher auch gewissermaassen zu den Brackwasser-Mollusken 
gerechnet werden , siehe C. coaxans und C. Moluccensis. C. Papua 
Less. fand Th. Studer auf Neu-Hannover im Flusse bis zur ersten 
Barre aufwärts, wo das Wasser noch unter Einfluss von Fluth und 
Ebbe steht. C. Bengalensis Sow. wird von Blanford unter den estua- 
rine shells und als in den birmanischen Estuaries allgemein vorkom- 
mend angeführt. 

GLAUCOMYIDAE. 
Glaucomya Bronn 1854. 

Glauconome Gray 1828, nicht Goldfuss 1826. 

Muscheln von der Gestalt eines Unio, mit grünlicher, oft etwas 
gerunzelter Schalenhaut; jederseits 3 kleine Zähne im Schloss, einer 
derselben jederseits zweispaltig; eine tiefe abgerundete Mantelbucht. 
Mehrere Arten von Cuming an Flussmündungen in der Bai von Manila 
und sonst auf den Philippinen gefunden, im malayischen Archipel im 
engern Sinn, wie es scheint, ziemlich selten; auch in China (Salinen 
bei Taku Exp. der Magenta) und Bengalen; aus andern Meeren bis 
jetzt nicht bekannt. 

1. Glaucomya virens L. 
Solen virens Linne syst. nat. ed. XII, p. 1115; Hanley ipsa Linn. 
conch. 1855, p. 32, pl. 1, fig. 1. 



231 

Glauconome virens Reeve conch. icon. II, fig. 9. Issel moll. born. p. 115. 
Nach hinten schnabelförmig verlängert, von der Gestalt des Unio 
tumidus, in der Mitte etwas eingedrückt. Wirbel in ^j^ der Länge. 
21 Mill. lang, 19 hoch. 

Java, nach Linne, seitdem meines Wissens nicht mehr da ge- 
funden. 
Borneo, bei Sarawak, Issel. 

2. Glaucomya Sumatrensis Prima. 

Prime in Journ. de Conch. X, 1862, p. 384 pl. 14, flg. 3. 
Nach hinten schnabelförmig verlängert und der Obberrand hier deut- 
lich herabsteigend. 24 Mill. lang, 15 hoch, 10 im Queerdurchmesser. 
Sumatra. 

3. Glaucomya Cumingi Prime. 

Prime in Journ, de Conch. X, 1862, p. 384, pl. 14, fig. 4. 

Kürzer, Wirbel in der halben Länge, also vor und hinter den Wir- 
beln gleich lang. Länge 85, Höhe 25, Queerdurchmesser 15V2. Hinterer 
Rückenrand auch deutlich herabsteigend. 

Malakka: könnte daher wohl auch bei Sumatra vorkommen. 

Nach Tapparone-Canefri würde die grössere Gl. rugosa Hanley, welche 
Cuming auf den Philippinen fand , bei den Aru-inseln vorkommen , was 
auf ein Vorkommen der Gattung auch in den Molukken schhessen 
lässt. 

PSAMMOBEDEN. 

Die Psammobiiden sind zwar im Allgemeinen Meerbewohner und 
leben hauptsächlich auf Sand- und Schlammgrund, aber manche dess- 
halb auch an Flussmündungen, in schwächer salzigem Wasser, eine, 
den mir zugekommenen Angaben nach, sogar in Süsswasser. Mehrere 
sind bei den Eingebornen als Speise sehr behebt. Da die Arten oft 
unter sich sehr ähnlich und zuweilen mit einander verwechselt worden 
smd, gebe ich hier eine Übersicht der Arten, welche aus dem malayischen 
Archipel, von Sumatra und Malakka bis zu den Molukken und Timor 
einschliesslich mir bekannt geworden sind , theils durch eigenes Sam- 
meln während meines Aufenthaltes in Ost-asien, -1860 — 63, theils 
durch spätere Zusendungen oder durch die Sammlung des Museums 
für Naturkunde in Berlin. 



232 



Soletellina Blainv. 

Hiatula Modeer, z. Theil, Ad. 1S58, nicht Lacepede 1800 
noch Swains 1835. 

Mantelbucht in der ganzen Länge an die Mantellinie angelegt (ma- 
crosynapt). Meist grosse, dunkelgefarbte Arten, of mit zwei hellen 
Farbenstrahlen , welche vom Wirbel zum Unterrande etwas divergirend 
herablaufen. Schlosszähne rechts 1, links 1 — 2. 

1. SoleteUma rostrata Spengl. 

Batavische peersche Zonne-stralen , Valentyn, oud en nieuw Oost- 

Indie III, 1726, Taf. 13, Fig. 5. 
Solen diphos Chemnitz conch. cab. VI , flg. 53 , 54 , nicht Linne. 

— rostratus Spengler in Skrivt. naturhist. Selskab Koiienhagen 
III, 2 1794, p. 99. Lam. an. s. vert. ed. 1 uro 21; ed. 2 VI, 
p. 61. Encycl. method. Vers pl. 226, flg. 1. 

Sauguinolaria diphos Sowerby genera of Shells part XXX, pl. 148, 
(odei' 151), flg. 3, 4, cop. bei Reeve conch. syst. pl. 52, flg. 3, 4. 

Solen violaceus, (theilweise). Chenu illustr. conch. Solen pl. 3, 
fig. a, b und pl. 8, fig. 6, 6a (verbleicht). 

Psammobia rostrata Hanley rec. bivalve Shells, p. 58. 

Soletellina radiata Blainv. traite de malacol. pl. 77, fig. 5; Desmou- 
lins Act. SOG. Linn. de Bordeaux 1832 p. 101. 

— diphos (L.) Reeve conch. icon. X, fig. 8. 

Hinter den Wirbeln länger und etwas niedriger als vor densel- 
ben, mit deutlichem Schnabel. Rechts und hnks nur ein Zahn deutlich 
ausgebildet, rechts öfters mit einem Nebenzacken nach vorn, links 
eine zahnartige Längsleiste als zweiter Zahn. Bis 105 Mill. lang, 48 
hoch und 25 breit (Chenu's Abbildung sogar 111 lang, 51 hoch). 
Wirbel in V5 oder V^, der Länge. 

Malacca, Cuming. Batavia, Valentyn. Ceylon, in dort käuflichen 
Sammlungen. Estuaries of Pegu, Blanford. 

2. Soletellina diphos L. 

Solen diphos Linne mantissa plant, alt. 1771 p. 544 ; Hanley ipsa Linn. 
conch. p. 452 und 552. Spengler Skrivt. naturhist. selsk. IIP, 
1794, p. 98. 



233 

Solen violaceus Lamarck bist. an. s. vert. ed. 1 V, nro. 20; ed. 2 VI, 
p. 60; Delessert recueil pl. 2, flg. 5. — Chenu illustr. conchyl. 
Solen pl. 4, fig. 3c (die mittlere untere Figur). 
Soletellina violacea ßlainville dict. sei. nat. tome 49, p. 440. Des- 

moulins Act. Soc. Linn. de Bordeaux V, 1832, p. 101. 
Solecurtus violaceus Lesson Voy. Coquille, Zool. II. 1. pag. 432. 
Psammobia violacea (Lam.) Hanley recent bivalves p. 59. Philippi 

abbild. neuer Conch. I, S. 97, Taf. 1, Fig. 2. 
Soletellina Cumingiana Deshayes, Reeve conch. icon. X, fig. 4. 
Hinter den Wirbeln breit, abgerundet, nicht wesentlich niedriger als 
vor denselben. Links ein zweiter (hinterer) Schlosszahn, schief und 
schwach, rechts nur ein schwacher Zahn. Bis 113 Mill. lang, 52 hoch, 
25 breit. Wirbel in 15/38 der Länge. 

Java, v. d. Busch und in Dunker's Sammlung. Buru, Lesson. 
Burmese estuaries, allgemein, Blanford. Golf von Manaar, Thurston. 
Baie d'Hulong in Tonkin, Crosse. Philippinen, Pteeve. 

Solet. truncata und planulata P^eeve, fig. 9 und 15, beide von den 
Molukken angegeben, dürften zu S. chinensis (Chemn.) gehören, 
welche mir bis jetzt nicht aus dem malayischen Archipel vorgekom- 
men ist, wohl aber aus Slam. 

3. Soletellina atrata Desh. 

Piceve conch. ic. X, fig. 14. 

Vorn und hinten abgerundet, hinter den Wirbeln kürzer als vor 
denselben. Links ein zweiter (hinterer) Zahn kaum angedeutet. 37 — 
38 Mill. lang, 22 — 23 hoch, 10 im Queerdurchmesser, Wirbel in 3/5 
der Länge. 

Batjan, von mir gefunden. Amboina in den Dunker'schen Samm- 
lung. Sonst von den Philippinen und Japan bekannt. 

Elizia Gray. 

Schale fast kreisrund mit glänzender gelber Schalenhaut. Links 3, 
rechts 2 Schlosszähne, je einer zweispaltig. 
Mantelbucht ganz frei aufsteigend. 

1. Elizia orbiculata Wood. 
Solex orbiculatus Gray in Wood ind. test. suppl. 1828, p. 3, fig. 6. 



234 

Psaramobia orbicularis Deshayes in Guerin Magaz. de Zoolog. 1839, 
pl. 7. Chenu illustr. conchyl. Psamraobia pl. 1, fig. 2. 

Soletellina orbiculata Reeve conch. icon. X, flg. 18. 

Elizia orbiculata Adams gen. moll. II, p. 893, pl. 103, fig. 5. Chenu 
manuel de conchyl. II, p. 66, fig. 270, 271. 

Sumatra, Capt. Martin. Mampawa bei Mandhor an der Westküste 
von Borneo auf Sumpfboden im Mangle-gebiet, v. Martens. Singapore 
V. Martens. Pulo Pinang, Malacca und angeblich auch Siam Morgan, 
(Bull. Soc. Zool. de France X, 1885). 

Reeve's S. reversa, flg. 17 (von Malacca) ist vielleicht nur Jugend- 
zustand. 



Psammotellina P. Fisch. 

Psammotella H. u. A. Adams 1856, und Deshayes bei Reeve, non 
Blainville. 

Schale massig gev?ölbt, Unterrand ziemlich stark gebogen, Hinter- 
rand ohne deutliche Ecke oder Kante. Schlosszähne jederseits 2, aber 
einer öfters verkümmert. Mantelbucht mit ihrem untern Rand nahe 
der Mantellinie und ihr ziemlich parallel verlaufend, doch meist nicht 
ganz mit ihr zusammenfallend, am vordem Ende abgerundet (hemi- 
synapt), doch an den einzelnen Stücken etwas unter sich abweichend. 

1. Psammotellina serotina Lam. 

Psammotaea serotina Laraarck an. s. vert. ed. 1 V, nro. 5; ed. 2 
VI, p. 181. 

Psammobia serotina (Lam.) Phihppi abbild. neuei Conch. I, Taf 2, 
flg. 7. 

Psammotella ambigua Deshayes bei Reeve conch. icon. X, flg. 5. 

— subradiata Deshayes bei Reeve conch. icon. X, flg. 6. 

Ziemlich gewölbt und öfters, doch nicht immer, ziemhch dickschalig, 
vorn gerundet, hinten schnabelartig zugespitzt, aussen massig oder 
blass violett, mit 1 — 2 wenig ausgeprägten, weisslichen Strahlen in 
der hintern Hälfte, Wirbelgegend meist mehr röthhch. Innenseite in 
der Regel intensiv rötlich-violett, oft mit weisslichera Randsaum, Zähne 
etwas variabel. Mantelbucht nur wenig weiter nach vorn reichend als 
die Wirbel, ihr oberer Rand nach vorn einen convexen Bogen bildend, 



235 

der untere Rand nach vorn sich etwas erhebend und von der Mantel- 
linie entfernend. Länge 48 — 55 Mill., Höhe 29 — 32, Queerdurchmesser 
16 — 18, Wirbel in V7, zuweilen Vg der Länge. 

Amboina, gekauft, und Adonara bei Flores, am Strand auf- 
gelesen, V. Martens. Luzon, F. Jagor in Mehrzahl. 
Hongkong, Mad. Schütze. 
Unter einer grossem Anzahl philippinischer Exemplare finde ich 
folgende Variationen betreffs der Ausbildung der Zähne: 

1) rechts der vordere, links der hintere sehr schwach und klein. 

2) rechts der hintere, links der vordere schwach. 

3) rechts und links der hintere kaum zu erkennen. 

4) rechts beide gut ausgebildet, links der hintere schwach. 

5) rechts und links beide gut ausgebildet. 

An mehreren Exemplaren findet sich in der Mitte der Innenseite 
eine unregelmässige Erhöhung, durch Einnistung eines fremden Kör- 
pers, (Schwamm?) verursacht. 

Ob diese Art in der That Lamarck's serotina sei, ist nicht ganz 
sicher, da Lamarck keine Abbildung citirt und sein Exemplar auch 
nicht von Delessert oder Chenu abgebildet wurde, doch lässt sich 
Lamarck's Beschreibung damit vereinigen und namentlich die Angabe 
von zwei weissen Strahlen spricht dafür. Dass er die Schale dünn 
nennt, ist kein Gegengrund, da in der Dunker'schen Sammlung einige 
recht dünnschalige Exemplare vorhanden sind. Philippi's serotina passt 
in der Abbildung sehr gut zu den mir vorliegenden Stücken; zwar ist 
der ünterrand der Mantelbucht mit der Mantellinie zusammenfallend 
gezeichnet, aber darin kann man sich leicht irren, wenn man nicht 
genau zusieht. 

2. Psammotellina pallens n. 

Weisslich, mit ziemlich groben Anwachsstreifen und glanzloser gelb- 
brauner Schalenhaut, Wirbelgegend vorn und hinten blassröthlich ; 
Innenseite rosenroth. Links zwei gleichstarke Zähne, rechts der hin- 
tere weniger vortretend. Mantelbucht bedeutend weiter nach vorn 
reichend als die Wirbel, ihr Oberrand nach vorn herabsteigend, Unter- 
rand in seiner ganzen Länge sehr nahe der Mantellinie. 45 Mill. lang, 
29 hoch, 15 im Queerdurchmesser, Wirbel in -V^ der Länge. 

Pulu Loz am Eingang des Hafens von Bin fang, südlich von 
Singapore, Beierhaus im Berliner Museum, 1837 oder 1840, wahr- 



236 

scheinlich von Missionär Böttger erhalten. Bildet einen Übergang zu 
Soletellina betreös der Mantelbucht. 

3. PsammoteUina Malaccensis Desh. 

Psamraotella Malaccensis Desh. bei Reeve Conch. icon. X, flg. 2. 
Klein, oval, gelblich, 26 Mill. lang, 16 hoch, Wirbel in V, der 
Länge. Queerdurchmesser und Form der Mantelbucht unbekannt. 
Malakka, Cuming. 

4. PsammoteUina Semmelinki n. Taf. X, Fig. 23, 24. 
Längs-elliptisch , Wirbel beinahe in der Mitte der Länge, aber 

die Schale doch ungleichseitig, das vordere Ende voller abgerundet, 
der Rückenrand vor den Wirbeln nur schwach absteigend, hinter 
denselben stärker abfallend, zuerst etwas concav, dann convex; 
Hinterrand etwas schief, einen abgerundeten AVinkel sowohl mit 
dem Ober- als mit dem Unterrand bildend; Unterrand in der Mitte 
wenig gebogen , vorn stärker aufsteigend als hinten. Concentrisch ge- 
streift, mehrere Wachsthumsabsätze durch concentrische, aus mehreren 
Streifen bestehende Anschwellungen raarkirt. Schalenhaut glänzend 
dunkel-grün braun ; Wirbelgegend in weiterem Umfang abgerieben , 
röthlich. Innenseite violett, in der Mitte röthlich. Zähne rechts zwei, 
ziemlich stark, fast quadratisch, am freien Ende etwas zweigetheilt , 
der hintere merklich kleiner; links einer stark vorstehend, nach dem 
freien Ende zu breiter und zweigetheilt Mantelbucht weiter als die 
AVirbel nach vorn ausgedehnt, bis zu ^/, der ganzen Länge von vorn 
an gerechnet, grossentheils dicht neben der Mantellinie angelegt, aber 
vorn in kurzem Bogen aufsteigend, 

a. Tj'pisch. Länge 32 MilL, Höhe 17, Queerdurchm. 11, Wirbel in 
"/3J der Länge. 

Java: Bezuki in der Nähe des Hauptortes in Süsswasser, in 
Gesellschaft von Ampullarien und Melania, Dr. Semme- 
link (Militärarzt zu Larentuka 1863, später in Java und 
Borneo). Fig. 23. 

b. Strubeln n. Länge 31 Mill, Höhe 20, Queerdurchmess. 10, 
Wirbel in »/,,. 

Java: bei Talabuan, in Süsswasser, Br. Strubell. 
Hinterrand steiler herabsteigend und mit einer niedrigeren Rundung 
in den Unterrand übergehend. Aussen glänzend dunkelgrün mit Spuren 



237 

von zwei helleren Strahlen im hintern Drittel, innen dunkel violett. 

c. Borneensis: Länge 20^2 Mill., Höhe 12, Queerdurchm. ß'/j, 
Wirbel in "/21 der Länge. 
Borneo: südwestl. Theil, Tanah-laut, ebenfalls von Dr. Semme- 
link und als Süsswasser Muschel bezeichnet. Fig. 24. 

Kleiner, hinten etwas mehr eckig, im untern Theil der Schale 
heller gelbgrün , innen violett der zweite Zahn der rechten Seite schwä- 
cher ausgebildet.. Von jeder dieser Formen habe ich nur ein Exemplar 
gesehen. 

Da die Fundorte an der Küste liegen und noch keine Psammobiide 
unseres Wissens tiefer im Binnenland gefunden ist, führe ich diese 
Art auch noch unter den submarinen auf, ohne zu bezweifeln, dass 
das Wasser, in dem sie lebt, wirklich süss sei. Die glänzende, dunkle 
Schalenhaut gleicht derjenigen von Soletellina, aber die Form der 
Mantelbucht trennt sie von dieser Gattung. 

5. PsammoteUina connectens Marts. Taf. X, Fig. 22. 

Psammobia (Psammotaea) connectens v. Martens in Ann. Mag. nat. 
bist. (3) XVI, 1865, p. 431. 

Längs-eif örmig , ziemhch hoch, der Unterrand in der Mitte gerad- 
linig, nicht gebogen, das vordere Ende mehr schmal zugerundet, der 
Rückenrand vor den Wirbeln geradlinig, entschieden herabsteigend, 
hinter denselben ganz kurz concav und dann schwach conves. Hinterer 
Theil der Schale (hinter den Wirbeln) mehr voll gerundet, höher aber 
kürzer als der vordere. Aussenseite dunkel violett, mit glänzender, 
dunkel gelbbrauner Schalenhaut, welche aber von den Wirbeln aus 
in ziemlich weiter Ausdehnung abgerieben ist; Andeutung Eines 
weisshchen Farbenstrahles, dem hintern von Soletelliua atrata ent- 
sprechend. Innenseite dunkelviolett. Am Schloss rechts ein kleiner 
zusammengedrückter, rechtwinkhg abstehender Zahn, links zwei, 
zweigetheilt, nicht so weit vorspringend, der vordere schwächer. 
Ligament-träger (Nymphe) verhältnissmässig länger als bei S. atrata, 
nahezu die Hälfte der Entfernung von den Wirbeln zum Hinterende 
einnehmend (bei S. atrata %). Mantelbucht nach vorn weit über die 
Wirbel hinausgehend, bis zu V3 der Länge der ganzen Schale von 
vorn an gerechnet, zungenförmig , grösstentheils dicht an die Mantel- 
linie angelegt, nur am vordem Ende einen kurzen Bogen bildend. 
Länge 27, Höhe 15, Queerdurchmesser 8 Mill. Wirbel in V7 der Länge. 



238 

Banka, bei Muntok, Ein Exemplar v. Martens; wahrscheinlich aus 
einer sandigen Strecke mit Mangledickicht in der Nähe des Leuchtthurms. 

Im Habitus der Soletellina atrata ähnlich , aber durch das gerundete , 
ein wenig von der Mantellinie sich ablösende Vorderende der Mantel- 
bucht von dem Gattungcharacter der Soletellinen abweichend; von Ps. 
Semmelinki durch die Abkürzung und Rundung des Hinterrandes und 
merklich weiteres Vordringen der Mantelbucht zu unterscheiden. 

Fsammotaea Lam. 

Capsa subgen. Capsella Desh. 1854. gen. Capsella 
Reeve 1857, non Gray. 

Massig gewölbt, Unterrand mehr gerade; eine stumpfe Kante von 
den Wirbeln zum untern Ende des Hinterrandes verlaufend und hier 
eine stumpfe Ecke bildend ; eine zweite stumpfe Ecke am obern Ende 
des Hinterrandes. Unterer Rand der Mantelbucht in ihrer vor- 
dem Hälfte stark aufsteigend, von der Mantellinie sich mehr 
und mehr entfernend, oberer ziemlich horizontal, nur ganz vorn einen 
Bogen bildend (brachysynapt) , Zähne rechts zwei, links öfters nur 
einer, indem der hintere, der meist schon klein ist, ganz schwindet. 

1. Fsammotaea radiala Desh. 

Capsella radiata Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854, p. 348. Reeve conch. 
icon. X, flg. 7. 

Ziemlich gewölbt und nach hinten anschwellend, aussen violett oder 
rosa-violett, in der Regel mit mehreren dunklen violetten Strahlen und 
röthlicher, gelber oder weissUcher Färbung der Wirbelgegend; zuweilen 
der hintere Theil der Schale einfarbig dunkler violett, selten ganz 
ohne Strahlen. Schalenhaut glanzlos braun , meist nur an den Rändern 
erhalten. Innenseite blass-violett mit durchscheinenden Strahlen oder 
einfarbig intensiv- violett , bei älteren Exemplaren Innenseite blasser 
violett, aber fast immer mit violetten Strahlen, auch wenn diese an 
der Aussenseite nicht sichtbar. 

Mantelbucht soweit als die Wirbel oder etwas weiter nach vorn 
reichend. Zähne schwach, rechts zwei, der hintere breiter aber aufsitzend , 
doch zuweilen sehr schwach ausgebildet; links der vordere gut ent- 
wickelt, der hintere sehr klein oder ganz fehlend. Länge 35—40 Mill., 
Höhe 19—21'/,, Queerdurchmesser 10-18, Wirbel in 7, der Länge. 



239 

Grösstes, anscheinend sehr altes Stück von Luzon 50, 21, 17, %. 
Der Färbung nach kann man drei Varietäten unterscheiden, welche 
aber unter einander vorkommen: 

a) Mit mehreren violetten Strahlen, die aussen und innen sicht- 
bar sind. 

b) Mit einigen sehr blass violetten Strahlen, das hintere Drittel 
der Schale einfarbig dunkler violett. 

c) Aussen und innen fast einfarbig violett, aussen gegen die Wirbel 
zu dunkler und mehr röthlich, mit Spuren von zwei weissen 
Strahlen in der hintern Hälfte; innen sehr intensiv violett. 

An der Westküste von Borneo (b), sowie bei Larentuka (b) auf 
F 1 r e s , bei A d o n a r a (a, &, c) und bei Kupang auf Timor {a,b, c) 
von mir gefunden. Cuming und Jagor haben sie auf den Philippinen 
gesammelt, letzterer bei Mariveles Prov. Bataan auf Luzon. Nach den 
individuellen Variationen , welche eine Anzahl von F. Jagor auf Luzon 
gesammelt und dem Berliner Museum gegeben, aufweist, möchte ich 
glauben, dass Capseha Candida Reeve 13 eine ältere radiata ist. Auch 
seine Capsella rufa, üg. 3, ist sehr ähnlich. 

2. Psammotaea violacea Hanl. 

Tellina gari E.umph amb. rar. p. 146 (deutsche Ausg. S. 137), Taf. 
45, Fig. D. 

Psammotaea violacea (Lara. bist. nat. d. an. s. vert. ed. 1 V, nro. 
1; ed. 2, VI, p. 180?). Hanley rec. bivalves p. 60, pl. 12, flg. 60. 
Mörch. catal. Toldi 1853, p. 10. 

Capsella violacea Desh. bei Reeve conch. ic. X flg. 6. 

Verhältnissmässig länger als die vorige, mit gröberen Anwachs- 
streifen, aussen glanzlos, violett-blau, mit schwachen Spuren von 
weissen Strahlen, Wirbel mehr röthlich mit breiten dunkelvioletten 
Strahlen; Schalenhaut grünhchbraun, glanzlos. Innenseite bläulich-violett 
von massiger Intensität, mit Spuren von weissen Strahlen, gegen die 
Wirbel zu weisslich. Zähne rechts zwei, gut ausgebildet, der hintere 
stärker, links der vordere deutlich ausgebildet , aber öfters abgebrochen , 
der hintere sehr klein. Mantelbucht nach vorn nicht oder kaum über 
die Wirbel hinausragend. Länge 41 — 45, Höhe lOV^ — 21 V^, Queer- 
durchmesser 11 — 13 Vj, Wirbel in V, — ^/jj der Länge, ein sehr grosses 
Exemplar von Java 79 Mill. lang, 36 hoch, 21 im Queerdurchmesser, 
Wirbel in */9 läer Länge. 



240 

Java, in der Dunkerschen Sammlung. Amboina und Adonara, 
V. Martens. Kei-inseln, Beccari. Auch in Siam von mir auf dem Markte 
gekauft. Philippinen, Cuming. 

Dieses scheint mir nach der kurzen Beschreibung und nach der 
Abbildung die Muschel zu sein, aus welcher zu Rumph's Zeiten — 
ob jetzt noch , weiss ich nicht — auf den Molukken eine delikate Brühe, 
Bokassan genannt, bereitet wurde; auf Psammotellina serotina, welche 
ich auch auf Amboina käuflich erhielt, passt weniger die Beschreibung 
der Färbung, „schwärzlich oder dunkelblau, mit wenigen blassweissen 
oder dunkeln Strahlen an den Ecken" und der längliche Umriss der 
Figur. Der Name, „gari" bezieht sich auf eine Vergleichung des Bokas- 
san mit dem alt-römischen „garum", es i.st nicht der einheimische Name. 
Linne hat den Namen von Rumph entlehnt, aber auf eine andere Art 
angewandt; Schumacher hat Gari sogar als Gattungsnamen für die 
Psammobien angewandt, da es doch Genitiv-form ist; wahrscheinlich 
meinte er, es sei die einheimische Benennung, für welche aber Pi,umph 
selbst „blastor" und „blastol" angibt. 

Ob Laraarck wirkhch diese Art meinte, ist noch etwas zweifelhaft, 
da er jederseits nur einen Zahn angibt, oder gar einerseits einen, 
andrerseits keinen. Sein Exemplar war 50 Mill. lang und stammt aus 
Neu-HoUand. 

3. Psammotaea elongata Lara. 

Psammobia elongata Lamarck an. s. vert. ed. 1, V nro 7; ed. 2 
VI, p. 176. Sow. genera of Shells pl. 214 fig. 2, = Pteeve conch. 
syst. I, pl. 53, fig. 2. Hanley rec. bivalves pl. 11, fig. 46. Phi- 
lippi abbild. III, Taf. 2, Fig. 2. Delessert recueil pl. 5, fig. 4. 
Capsella elongata Reeve fig. 4. 

Ähnlich der violacea, aber hinten nicht so anschwellend, verhält- 
nissmässig etwas länger, blass mit ziemlich zahlreichen violetten 
Strahlen. Länge 37, Höhe 17, Queerdurchmesser 12 Mill. Wirbel in 
Va der Länge (Exempl. von Flores). Ein grösseres unbekannter Her- 
kunft 57. 27. 16. -/s- 

Flores, in Dunker's Sammlung. Aru-inseln, Beccari. Nach Lamarck 
im Rothen Meer. (Ob Verwechslung mit Psammotellina rosea Gmel.?). 

4. Psammotaea solida Reeve. 
Capsella solida Reeve fig. 5. 



241 

Verhältnissmässig höher, kürzer und weniger gewölbt, aussen weiss- 
lich mit violettblauen Strahlen und namentlich einem breiten violett- 
blauen Flecken gerade hinter der Mitte der Schale. Mantelbucht weiter 
nach vorn sich erstreckend als die Wirbel. Länge bis 54 Mill., Höhe 
30. Wirbel in % der Länge. 

Malakka, Cuming. 

6. Psammotaea tenuis Reeve. 

CapseUa tenuis ßeeve fig. 14. 

Vorn langgestreckt, zungenförmig , hinten etwas höher, violett ge- 
strahlt. Länge 36 '4, Höhe 17, Queerdurchmesser 11 '4, Wirbel in */g 
der Länge. 

Flor es, Dunker'sche Sammlung. 

Psammobia Lam. 

Stärcker zusammengedrückt, meist mit zwei mehr oder weniger ab- 
gestumpften Ecken am hintern Ende. Zähne links 1, rechts 2, meist 
etwas zweilappig. 

Mantelbucht fast ganz an die Mantelline angelegt, nur am vordem 
Ende kurz aufgebogen (hemisynapt). 

Ä) Schale mit gleichmässiger Oberfläche : 

PSAMMOCOLA BlalUV. 

a) Glatt. 

1. Psammobia occidens Gm. 
Sol. occidens Chemnitz Conch. Gab. VI, 1782, S. 74, Taf, 1, Fig. 

61. — Solen occidens Gmelin Linne syst. nat. ed. Xin,p. 3228. 
Sanguinolaria occidens Lam. h. n. an. s. vert. ed. 1. V nro 1; ed. 

2 VI, p. 167. Encycl. meth., Vers pl. 226, fig. 2. Hanley rec. 

bivalves p. 55. Chenu illustr. conchyl. pl. 1, üg. 4. 
Soletellina occidens Deshayes Dict. class. ; XV, p. 489; Desmoulins 

Act. Soc. Linn. de Bordeaux V, 1832, p. 162. 
Psammobia occidens Chena illustr. conch. pl. 1 , fig. 4 ; manuel de 

conch. II, p. 64, fig. 260. Reeve conch. icon. X, fig. 11. 
De grösste Art des Archipels, bis 101 Mill. lang, 60 hoch, 27 im 
Queerdurchmesser, Wirbel in V- der Länge. 

16 



242 

Blass röthlich, mit weissen Strahlen und weissen Flecken. Wirbel 
in Vr. der Länge. 
Java, Oberst Winter in Dunker's Sammlung. Ceylon oder Niko 
baren , Chemnitz. Ceylon , Reeve und in einer von Graf zu 
Eulenburg 186ö dort gekauften Sammlung. 
Ps. nivosa Desh., Reeve fig. 21, von den Philippinen, scheint kaum 
davon verschieden. 

2. Psammohia grata Desh. 

Deshayes in Proc. Zool. Soc. 1854, p. 318. Reeve X, fig. 10. 

Oval, ähnlich Ps. vespertina aus dem Mittelmeer, vorn und hinten 
abgerundet, weisslich mit fleckig- violetten , öfters weiss-getüpfelten 
Strahlen. 48 Mill. lang, 28 breit, AVirbel ein wenig vor der Mitte 
der Länge. 

Amboina, Cuming's Sammlung. 

Sollte diese Art vielleicht Solen castrensis Spengler, Chemnitz Conch. 
Cab. XL S. 200 Fig. 1935, 1936 sein, welche übrigens aus Guinea 
angegeben ist; was Deshayes und Reeve Ps. castrensis nennen, Reeve 
flg. 32, ist weit schmäler und hinten stärker eckig, als die Original- 
flgur bei Chemnitz. 

3. Psammohia eburnea Reeve. 
Reeve conch. icon. X, fig. 40. 

Klein, einfarbig weiss, mit einer deutlichen hinteren Kante, welche 
fast parallel dem hintern Rückenrande verläuft, 30 Mill. lang, IG hoch. 
Wirbel hinter der Mitte der Länge, etwa in '/^ derselben. 

Malacca, Curaing. 

4. Psammohia tristis Desh. 

Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854, p. 318. Reeve X, fig. 13. 

Breit oval, in der Form ähnlich der striatella, schwach concen- 
frisch gestreift, weisslichgrau , innen blassviolett, Hinterrand fast 
senkrecht abgeschnitten, 48 Mill. lang, 29 breit, Wirbel in der Mitte 
der Länge. 

Amboina, Cuming's Sammlung. 

Ps. vespertinoides Lesson Voy. Coquille, zool. TI 1. p. 426, 
1830, etwas gewölbt, goldroth, wie gefirnisst, Wirbel und Innenseite 
violett, 49 mill lang, 27 hoch, 16 im Queerdurchmesser, von Buru, 
leider nicht abgebildet, vielleicht eher zu Psammotaea gehörig. 



243 
b) Mit schwacher Radialskulptur. 

5. Psammobia Denikei n. Taf. X, fig. 25. 

Länglich , glänzend gelblichweiss mit blassröthlichen Flecken und 
an der Innenseite mit zwei vom Wirbel divergirenden gelbrothen Strah- 
len, welche an der Aussenseite durchscheinen; vorderes und mittleres 
Feld mit unregelmässigen, zum Theil ziemhch starken Wachsthums- 
linien, hinteres Feld mit starken concentrischen Runzeln, die Zwi- 
schenräume schwach radialgestreift; an der linken Schale diese Radial- 
streifung deutlicher, die Runzeln durchsetzend. Vorderes Ende abge- 
rundet, hinteres etwas abgestutzt; Wirbel in der Mitte der Länge 
der Schale. Mantelbucht dicht anliegend. 

Länge 22 MilL, Höhe 10 '/g Queerdurchmesser 5. 

Makassar, von Denicke gesammelt, aus der Sammlung des ver- 
storbenen Hafenkapitäns Fokkes in Hamburg erhalten. 

Trotz der anliegenden Mantelbucht dem ganzen Habitus nach nicht 
zu Soletellina zu bringen. 

c) Mit regelmässig concentrischer stärkerer Skulptur. 

6. Psammobia insignis Desh. 

Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854 p. 322. Reeve X, fig. 15. Chenu 
manuel II, p. 64, fig. 257. 

Mit concentrischen d. h. den Anwachsstreifen und dem Rande 
entsprechenden Rippenstreifen, einzelne doch auch etwas schief. Im 
hintern Felde sind dieselben stärker, einige werden knotig, andere 
fallen aus. Am hintern Ende drei Kiele, wovon der unterste am weites- 
ten vorspringt, und vor diesem eine kleine Einbiegung des Unterendes. 
Röthlichgelb mit unterbrochenen violetten Strahlen, welche theilweise 
concentrische Bänder bilden, 63—66 mM. lang, 30 — 31 hoch, 16Vs im 
Queerdurchmesser. Wirbel in der Mitte der Länge. 

M 1 u k k e n , Cuming bei Reeve, ohne Fundortsangabe bei Deshayes. 

Nahe verwandt mit der philippinischen Ps. elegans Desh., Reeve 
fig. 35 und der ostafrikanischen Ps. bicarinata Desh., Reeve flg. 
28 und 30, von Zanzibar, welche selbst wieder sehr untereinander 
übereinstimmen, aber durch ein schärfer zugespitztes Hinterende sich 
von Ps. insignis unterscheiden lassen, indem bei ihnen nicht der un- 
terste, sondern der mittlere Kiel des hintern Endes am weitesten 
vorspringt. 



244 

7. Psammobia radiata Dkr. 

Dnnker in Philippi Abbild, neuer Conchylien I S. 194. Taf. 2, Fig. 5. 

? Psammobia amethystea Reeve conch. icon. X, üg. 19. 

Concentrisch gefurcht, blass- violett mit hellbraunen Strahlen, Hinter- 
rand eckig; 4.3 Mill. lang, 21 hoch 42-50 Mill. lang, 19-2.3 hoch, 
9Vj — 10 im Queerdurchmesser, Wirbel in Vj der Länge. 

Java und Amboina, Dunker bei Philippi.? Ceylon, Layard bei 
Reeve. 

Ist mir im malayischen Archipel nicht vorgekommen. 

D) Heteroglypta Marts. 1880. 

Skulptur des mittlem (und meist auch vordem) Drittels der Schale 
von derjenigen der hintern auffällig verschieden, jene gedrängte , durch 
scharfe enge Furchen getrennte, den Anwachsstreifen und dem Rand 
nicht genau entsprechende Leisten bildend (Gari Schumacher, P. Fischer). 

a) Hinteres Feld ziemlich glatt, nur concentrisch gestreift. 

8. Psammobia caerulescens Lara. 

Laraarck an. s. vert. ed. IV, 1818, nro. 6; ed. 2 VI, p. 174. Encycl. 

meth. Vers pl. 227, fig. 5. Sowerby genera of Shells part 35 pl. 

214, fig. 8. = Reeve conch. syst. I. pl. 53, üg. 3. Hanley rec. 

bivalv. p. 57. 

Tollina amethystea z. Theil Chemnitz Conch. Cab. A''I, S. 102. 

Taf. 10, Fig. 9B 
Psammobia tripartita Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854, p. 321. Reeve 

conch. icon. fig. 20. 
Die Leisten im vordem Theil breiter und dem Rand parallel , im 
mittlem Theil durch Gabelung nach hinten oder Einschiebung neuer 
beinahe an Zahl verdoppelt, nicht mehr ganz dem Rande parallel, 
nach hinten schon ein Stück vor der stumpfen Anschwellung, welche 
von den Wirbeln zum hintern untern Ende herabläuft, verschwindend. 
Hinteres Feld glatt. Hinterrand schief, mit einer stumpferen obern 
und einer entschiedeneren untern Ecke. An der linken Schale ist die 
Sculptur des hintern Feldes fast ganz verwischt, an der rechten 
Schale dagegen deutlich. Blass violett mit blassbraunen Strahlen und 



245 

stellenweise kleinen weissen Flecken, Innenseite röthlich violett. Zähne 
rechts zwei, der vordere stärker, der hintere zuweilen ausgebrochen; 
links ein mittlerer zweispaltiger, zuweilen Spuren eines vordem und 
hintern sehr kleinen und schiefen. Länge 6ü Mi IL, Höhe 28, Queer- 
durchmesser 11. Wirbel in Vso der Länge. 

Java und F 1 o r e s in Dunker's Sammlung , jetzt im Museum für 
Naturkunde in Berhn. Nikobaren, Chemnitz. Cebu, Philippinen, Cuming. 

Lamarck citirt zwar sowohl Chemnitz fig. 92 als üg. 93 zu seiner 
caerulescens , aber die Worte „rugis transversis furcatis anastomosan- 
tibus" entscheiden für die vorhegende Art. 

Die Richtung der Leisten im mittlem Theil ist im Allgemeinen noch 
den Anwachshnien parallel, aber doch an einzelnen etwas schief, so 
dass einzelne am Rand oder den Wachsthumsabsätzen auslaufen; bei 
einzelnen Exemplaren mehr als bei andern. 

Anmerkung. Der Name Gari ist für eine Gattung oder Untergattung 
unannehmbar, da es der Genitiv von Garum (leckere Brühe), ist ; Schu- 
macher, essai d'un syst, conchyl. 1817 p; 131 erwähnt in seiner Dia- 
gnose gar nicht der eigen thümlichen Skulptur und citirt Chemnitz 
üg. 92 und 93 für sein „Gari vulgaris", indem er gari verrauthlich 
als Malayischen Namen der Muschel betrachtet. Ich habe 1880 den 
Namen Heteroglypta für diese Psammobien mit ungleichmässiger 
Figur vorgeschlagen, Möbius Beiträge z. Meeresfauna von Mauritius S. 381. 
P. Fischer will diesen Namen auf diejenigen mit runzligem Hinterfeld 
(contraria, scabra) beschränken und führt für die übrigen den Namen 
Gari wieder ein. 

9. Psammobia truncata L. 

Telhna truncata Linne syst. nat. ed. XII p. 1118, ed. XIII (Gmelin) 
p. 3234. Hanley ipse Linn. conch. p. 40. E. Römer Programm 
d. höhern Realschule zu Cassel 1871 p. 13. 

— amethystea Chemnitz. Conch. Cab. VI, 1782, S. 100, 101 zum 
Theil, Taf. 10 Fig. 92. — Gari amethysteum Mörch catal. coli. 
Toldi 1853 p. 11. 

Psammobia bipartita Philippi in Zeitschr. für Malakozool. 1848, S. 166. 

— pulchella Lam. an. s. vert. ed. 1 V, nro 14; ed. 2 VI, p. 177, 
Hanley recent bivalv. 1842 — 56 p. 58. 

— coerulescens (Lam.) Reeve fig. 60. 

Im Ganzen der vorigen ähnhch , aber die Leisten im mittlem Theil 



246 

der Schale mehr nach hinten und unten herabsteigend, nicht zahl- 
reicher als im vordem und in gleicher Stärke bis zu einer scharfge- 
zogenen Kante fortgesetzt , welche von den Wirbeln nach dem hintern 
Theil des Unterrandes herabsteigt; an dieser Kante bilden sie einen 
deutlichen Winkel, werden plötzlich niedriger und laufen der hin- 
tersten Strecke des Unterrandes parallel bis zu einer leichten An- 
schwellung, welche ebenfalls von den Wirbeln nach der untern Ecke 
des Hinterrandes läuft und also der stumpfen Kante von Ps. caeru- 
lescens und von Psammotaea entspricht, hier biegen sie nochmals in 
einem AVinkel um und verlaufen dem Hinterrande parallel nach oben. 
Hinterrand etwas schief abgestutzt, seine untere Ecke abgerundet 
rechtwinklig, die obere stumpfwinklig. Blassviolett, gegen die Wirbel 
zu lebhafter röthhch-violett , Wirbel weiss; Innenseite ziemlich hell 
violett. Piechts zwei ziemlich gleich starke Zähne, links ein mittlerer 
zweispaltiger und dahinter ein kleiner, sehr schiefer. Länge 45, Höhe 
22, Queerdurchmesser 10 Mill. Wirbel in '4 der Länge. Nach Römer 
a. a. 0. sogar bis 63 Mill. lang. 

Java, Linne. Molukken, Chemnitz und Gust. Schneider. Am- 
boina, gekauft, v. Martens. Manila, Largilliert bei Philippi. Ceylon, 
Reeve. In Ostafrika auf den Querimba-inseln zwischen Quiloa und 
Mossambique von Prof. Peters gesammelt. 

Die auflallende kantenartige Linie im hintern Drittel der Schale, an 
welcher die absteigenden Rippen alle gleichmässig plötzlich abbrechen 
und sich in merklich niedrigere, dem Rand parallele fortsetzen, charak- 
terisirt diese Art besonders und ist wohl von Linne mit den Worten 
parte antica sutura distincta gemeint; denn es sieht in der That so 
aus, als ob hier zwei ganz verschiedene Schalen aneinander gesetzt 
seien und zwar nicht einmal in derselben Ebene, das Hinterstück etwas 
tiefer hegend. (Linne nannte bekanntlich bei den Muscheln hinten , 
was nach der Lage des Mundes vorn ist). 

10. Psammobia striatella Phil. 

Psammobia striatella Philippi in Zeitschr. f. Malakozool. 1849 S. 166. 

— Lessoni (Blainv., Desh.) Reeve üg. 8. 

Etwas kürzer und rundlicher als die vorige. Leisten des vordem 
und mittlem Theils in gleicher Anzahl und schief heiabsteigend , die 
Anwachslinien schneidend, aber gleichmässig bis zu der Anschwellung 
fortgesetzt, welche von den Wirbeln zum untern Ende des Hinter- 



247 

randes läuft. Hinteres Feld der Schale (hinter dieser Anschwellung) 
etwas ausgehöhlt, mit schwacher und unregelmässiger, dem Hinterrand 
paralleler Streifung, fast glatt. Hinterrand nahezu senkrecht oder ein 
wenig schief, am obern und untern Ende fast gleichmässig abgerundet. 
Aussen nahe den Wirbeln lebhaft röthlich violett , dann durch ein sehr 
blasses Violett gegen den Rand zu in Isabellgelb übergehend, zuweilen 
haarfeine dunkelgraue, kürzere oder längere Farbenstriche, von oben 
nach unten verlaufend, unregelmässig vertheilt, einzelne sehr spitze 
Winkel mit einander bildend, an einzelnen Stellen auch mehrere zu 
einem grauen Flecken zusammenfliessend. Innenseite gleichmässig hell 
violett. Rechts zwei zweispaltige, ziemlich gleiche Zähne, links ein 
mittlerer zweispaltiger und ein hinterer sehr kleiner und schiefer. 

Das grösste Stück des Berliner Museums (aus der Pätelschen Samm- 
lung angeblich von Manila) 45 MiU. lang, 25 V2 hoch, 13 im Queer- 
durchmesser. Ein Stück von Amboina beziehungsweise 38, 20 und 10. 

Amboina, gekauft, v. Martens. Molukken, G-ust. Schneider 
(als pulchella). Samar, Philippinen, Curaing. 

11. PsammoUa Reevei n. 

Psammobia pulchella (Lamarck) Reeve conch. icon. X, fig. 23. 

Etwas mehr gestreckt, annähernd oder völlig doppelt so lang als 
hoch; Wirbel in halber Länge der Schale; hintere obere Ecke am 
Ende des fast horizontalen Rückenrandes sehr deutlich und von da 
der Hinterrand sehr stark abfallend, etwa in einem Winkel von 100°. 
Unterrand schwach gebogen, in der Mitte fast geradhnig. Sculptur 
schwach, am Vorderrand noch concentrisch , aber bald beginnen tiefer 
eingeschnittene Linien, welche etwas nach hinten und unten herab- 
steigen und die Wachsthumsabsätze in sehr spitzem Winkel kreuzen; 
dieselben hören eine kurze Strecke vor der Anschwellung auf, welche 
von den Wirbeln nach vorn und unten zum untem Ende des Hinter- 
randes zieht; das hintere Drittel der Schale mit schwachen concentri- 
schen Streifen. Färbung blass, bläuhch oder weisslich, mit blassbraunen 
oder röthlichen Strahlen; wenn diese breit werden, kann man auch 
sagen, blass röthlichbraun mit weissen Strahlen. Innenseite blass gelb- 
lich. Mantelbucht nach vorn bis zur halben Länge reichend. Rechts 
zwei Zähnchen, das vordere spitz, das hintere etwas stärker, zweige- 
theilt; links eines, stumpf viereckig. Länge 32 — 43, Höhe ISVs— 21, 
Queerdurchmesser 8 — 9 MiU. 



248 

F 1 r e s , in der Dunkerschen Sammlung. Manila , Philippinen , 
Cuming. 
Lamarcks Ps. pulchella kann diese Art nicht sein, da derselbe von ihr 
sagt: „un angle en ligne oblique separe les stries transverses de Celles 
du cöte anterieur" (post^rieur nach jetziger Terminologie), während 
bei der vorliegenden die schiefen Streifen des Mittelfeldes nach hinten 
einfach auslaufen, ohne dass ihr Ende durch eine bestimmt gezogene 
scharfe Linie markirt würde; wohl aber ist das bei Ps. truncata L. 
der Fall und ich beziehe daher Lamark's pulchella mit Hanley auf 
diese schon früheren Conchyhologen bekannte, aber von ihm sonst 
nicht erwähnte Art ; auch seine Farbenangabe passt besser auf truncata. 

b) Hinterfeld mit stärkern, dem Rand parallelen Runzeln. 

12. Psammobia scabra Chemn. 
? Tellina gari Linne syst. nat. ed. X, p. 674 E. Römer Programm 

d. höheren Bürgerschule zu Cassel 1871, S. 6. 
Teilina scabra Chemnitz Conch. Gab. VI, 1782, S. 102, Taf. 10, 

Fig. 94. 
Psammobia maculosa Lamarck bist. nat. d. an. s. vert. ed. 1 V, 

1818, nro 5; ed. 2 VI, p. 174. Encycl. möthod. Vers pl. 228, flg. 

2. Chenu illustr. conch. pl. lö, fig. 3, 4. Hanley reo. bivalves 

p. 57, pl. 11, fig. 28. Cuvier regn. an. ed. illuströe pl. 113, fig. 3. 

— corrugata Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854, p. 324. Reeve X, fig. 9. 

— ornata „ „ „ „ „ p. 323. „ „ fig. 26. 

— marmorea „ „ „ „ „ p. 324. „ „ fig. 27. 
Schiefe Leisten etwas unregelmässig wellig, gleich breit oder etwas 

schmäler als die Zwischenräume, im mittern Theil deuthch herab- 
steigend, die Anwachslinien schneidend, nicht zahlreicher als im vor- 
dem, nach hinten gleichmässig bis zu der Anschwellung fortgesetzt, 
welche von den Wirbeln zum untere Ende des Hinterrandes geht, 
auf dieser in einem stumpfen Winkel oder kurzen Bogen sich nach 
oben umwendend und durch das ganze Hinterfeld als starke Runzeln 
aber öfters in geringerer Zahl verlaufend, indem einzelne, stellen- 
weise jeder zweite, an der Umbiegungsstelle ausfallen; in der 
Mitte des Hinterfeldes öfters eine zweite vom Wirbel herablaufende 
Anschwellung, Hinterrand abgerundet oder von oben bis zum Ende 
dieser zweiten Anschwellung schief nach hinten, von da bis zum 



249 

untern Ende fast senkrecht und daher drei abgestumpfte Ecken bildend , 
eine obere, mitlere und untere, die obere ist die stärkste. Aussen 
isabellgelb oder blassviolett mit mehr oder weniger unregelmässigen , 
trüb braunen , zu Flecken unterbrochenen Strahlen. Wirbelgegend öfters 
mehr röthlich, Wirbel weisslich; Innenseite lebhafter orangegelblich, 
die braunen Flecken violett durchscheinend. Zähne rechts zwei ziemlich 
gleich starke, hnks einer, alle schwach zweispaltig. Länge 40 — 42 — 48, 
Höhe 21'/2 — 22V2 — 25, Queerdurchmesser 11 — 12 Mill., zuweilen auch 
grösser (50 Mill. bei Chenu) Wirbel in '/, oder «/jj der Länge. 

Ostindische Gewässer, sehr rar, Chemnitz. Molukken und Neu- 
Holland, Reeve marmorea. Ticao und Cebu, Philippinen, Reeve corru- 
gata und ornata. 

In der Dunkerschen Sammlung ein Exemplar, bei welchem nahe 
dem Unterrand die schiefen Streifen spärlicher werden und dafür zahl- 
reichere, dem Rand parallele auftreten, während normal nur 2 — 3 
stärkere Wachsthumsabsätze nahe dem Rand und ihm parallel ver- 
laufen. Der Unterschied der Sculptur zwischen dem mittlem und 
hintern Theil ist überhaupt bei jungen Exemplaren am stärksten; bei 
den altern werden gegen den Rand zu die schiefen Streifen immer 
weniger schief, mehr dem Rand parallel und die meisten gehen auf 
das hintere Feld über, nicht nur je die zweite, wie im obern Theil 
der Schale. 

Diese Art hat Linne vermuthlich unter seiner Teilina gari gemeint , 
nach der Beschreibung im Museum Lud. Ulricae conchyl. p. 34 , 35. 
Die von ihm citirte Figur bei Argenville ed. 1, pl. 25, ed. 2, pl. 22, 
fig. I scheint dagegen die europaische Ps. vespertina zu sein. 

Deshayes hat theils nach der Färbung, theils nach Einzelnheiten 
der Sculptur mehrere Arten unterschieden, seine marmorea hat nach 
Reeve's Abbildung die zweite Anschwellung im Hinterfeld deuthcher 
ausgeprägt und am Rand als kleine Ecke vortretend, wie auch Chenu's 
Figur 4; bei ornata (und rubicunda) erwähnt er, dass auf der linken 
Schale die schiefen Leisten nicht auf die Runzeln des Hinterfelds 
übergehen , sondern ein glatter Raum dazwischen bleibt , während bei 
marmorea sie (beiderseits) unterbrochen , bei corrugata (beiderseits) 
continuirlich seien. Ich finde an den Exemplaren im Berliner Museum, 
worunter mehrere unter den Deshayes'schen Namen aus Paetel's 
Sammlung, überhaupt die rechte Schale öfters etwas stärker gewölbt 
als die hnke und am Hinterfeld auf der rechten die Runzeln etwas 



250 

stärker und breiter , auf der linken schmäler , daher scheinbar weniger 
und schwächer, aber nie eine völlige Lücke zwischen den schiefen 
Streifen und den Runzeln. Diese Ungleichheit beider Schalen erinnert 
schon an diejenige bei Teilina , mit welcher Gattung Psammobia, trotz 
des Unterschiedes in der Zahl der Kiemen, doch offenbar verwandt ist. 
Auch Ps. rubicunda Desh. p. 324, Reeve flg. 34, von den Philippinen, 
steht unserer Art noch nahe, scheint aber durch die feineren zahl- 
reicheren schiefen Streifen und die rothe Färbung mit weissen Flecken 
sich unterscheiden zu lassen. 

13. Psammobia virgata Lam. 

Psammobia virgata Lamarck an. s. vert. ed. 1 V, nro 1 ; ed. 2 VI, 
p. 171. — Chenu illustr. conch. pl. lö, fig. 2. 

— costata Hanley recent Bivalves p. 59, pl. 11, üg. 12, 1846 — 52. 

? — intermedia Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854, p. 319; Reeve conch. 
icon. fig. 25. 

Auf den ersten Anblick den vorigen ähnlich , aber keine regelmässig 
schief herabsteigenden Streifen, sondern nur concentrische (dem Rand 
parallele) grobe Runzeln, welche aber doch im mittlem Feld stellen- 
weise etwas unregelmässig werden, ein wenig schief und in einander 
einmündend und beim Übergang auf das Hinterfeld sich steil auf- 
biegend, sodass sie dadurch sich immer noch an Heteroglypta an- 
schliessen lässt, ähnlich wie Ps. caerulescens. Blass gelblich mit mehr 
oder weniger ausgesprochenen schmalen, ziemlich hellen, röthlich-violetten 
Strahlen. Untere Ecke des Hinterrandes spitz vorgezogen, obere sehr 
stumpf. Länge 47, Höhe 26, Queerdurchmesser 12 Mill. Wirbel ein 
wenig vor der Hälfte der Länge. 

Indischer Ocean, Lamarck. Australien, Hanley. Dürfte also wohl 
auch in Niederländisch Indien noch zu finden sein. P. intermedia Desh. 
und Reeve, angeblich von Portugal, kann ich nicht bestimmt davon 
unterscheiden. 

14. Psammobia praestans Desh. 

Deshayes Proc. Zool. Soc. 1854, p. 322. Reeve flg. 16. 

Mittlerer Theil mit sehr schief herablaufenden Furchen, welche aber 
verschwinden, ehe sie den Unterrand erreichen. Hinterer Theil mit 
starken concentrischen , dem Rand parallelen, runzeiförmigen Leisten, 
ähnlich wie bei Ps. scabra. Gesammtfärbung röthhch violett, mit 



251 

einigen schmalen, bräunlich-röthlichen Strahlen und zerstreuten weissen 
Flecken ; Innenseite blassviolett. Allgemeine Form höher und rund- 
licher als bei Ps. coerulescens. Hinterende weniger eckig. 47 MiU. lang, 
23 hoch, 13 im Queerdurchmesser. Wirbel nur wenig vor der Hälfte 
der Länge. 

Molukken , Cuming. 

c) Hinterfeld mit viel gröberer, herabsteigender Sculptur. 

15. Psammohia squamosa Lam. 
Lamarck an. s. vert. ed. 1, V, 1818, Nro. 9; ed. 2, VI, p. 176. 
Woodward manual p. 22, üg. 10. Hanley, rec. bivalv. pp. 57, pl. 11, 
flg. 47. Reeve conch. ic. X, flg. 50. Delessert recueil pl. 5, fi. 6 
= Chenu illustr. pl. 1, flg. 6. Cuvier regn. anim. ed. illustree, 
pl. 113, flg. 3. 
Länger gestreckt, mit stark convexem TJnterrand. Im vordem und 
mittlem Theil schiefe, gedrängte Streifen, nach hinten und unten herab- 
steigend und die Anwachslinien schneidend; im hintern Theil gehen 
dieselben rasch in doppelt oder dreifach so starke, etwas knotige Rip- 
pen mit breiteren Zwischenräumen über, von denen 2 — 4 noch in den 
hinteren Theil des Unterrandes, die folgenden in den Hinterrand aus- 
laufen und diesen gekerbt erscheinen lassen. Es ist ein wirklicher 
Übergang einer schwächeren Leiste in eine starke Pappe; die starken 
Rippen lassen sich nach vorn und oben in die schwachem Leisten 
verfolgen , und kommen als solche nicht von den Wirbeln selbst , 
sondern von vorn und unterhalb derselben herab. Hinterrand schief 
nach unten und hinten gerichtet, sein oberes und unteres Ende aber 
einfarbig dunkelviolett oder blass isabellgelb. Zähne rechts ein gut 
ausgebildeter und öfters ein kleiner vorderer, hnks nur einer, gut 
ausgebildet. Länge bis 32 , Höhe 14 , Queerdurchmesser 7 Mül. Wii'- 
bel in ^/j — ^lg der Länge. 

Man kann verschiedene Farbenvarietäten unterscheiden: 

1) dunkelviolett, Delessert nnd Chenu am a. 0. 

2) weisshch, Wirbelgegend röthhch-violett bis scharlachroth , Reeve 
flg. 426. 

3) blassgelblich, ziemlich einfarbig, Reeve flg. 42a. 

Batavia, in Dunker's Sammlung. Borneo, Wood ward. Auch 
an den Küsten von China und Japan. 



252 

Nicht wesentlich davon verschieden scheinen: 
Ps. denticulata Adams und Reeve Zool. Voy. Samarang p. 80, pl. 24, 
flg. 2. Reeve flg. 49 Chinesisches Meer. 

— rugulosa Adams und Reeve Zool. Voy. Samarang p. 81, pl. 24, 
fig. 4. Reeve fig. 51. Chinesisches Meer. 

— palmula Reeve fig. 41. Sydney. 

— Caledonica Crosse, Neu-Caledonien , Pätel'sche Sammlung, Far- 
benvarietät 2. 

Asaphis Modeer. 

Asaphis Modeer 1793. Capsa Bruguiere 1797 z. Theil, Lamarck 
Systeme d. an. s. vert. 1801, Capsula Hwass bei Schumacher 1817, 
Isarcha Gistl 1848. 

Psammobiiden mit radial gerunzelter, etwas körniger und mehr oder 
weniger dichotomer Sculptur. Mantelbucht schief aufsteigend, von der 
Mantellinie sich ablösend. 

Über die Weichtheile vgl. P. Fischer in Journ. de Conchyl. VI, 1857, 
p. 329 pl. 13, fig. 4. 

1. Asaphis rugosa Lam. 
Chama difl'usior etc. Lister. bist, conch. pl. 425, fig. 273, 1687. 
Tellina arenosa Rumph amb. rar. S. 145 (deutsch S. 136) Taf. 45, 
Fig. C. 

— inaequilatera Gualtieri ind. test. tab. 86, fig. B, C. 
Venus versicolor Gmelin p. 3281. 

Venus deflorata z. Theil Linne Syst. nat. ed. X, p. 687 ; V. defl. 

var. ß Gmelin ed. XIII, p. 3274. 
Teilina anomala Born test. mus. Caes. p. 31. Chemnitz Conch. Cab. 

VI, S. 92 und 94, fig. 83. 

Capsa rugoso Lamarck Syst. d. an. s. vert. 1801. Reeve conch. icon. 

fig. 16, Id. 
Sanguinolaria rugosa Lamarck, Hist. nat. d. an s. vert. V, 1818; 

ed. 2 VI, p. 170. Chenu illustr. conch. pl. 1, fig. 1-3, pl. 2, fig. 

3 — 5. Cuvier regn. an., ed. illustree pl. 113, fig. 1. 
Psammobia rugosa Sowerby genera of Shells pl. 214, fig. 1 —Reeve 

conch. syst. I, pl. 53, fig. 1. Hanley rec. bivalv. p. 56 z. Theil. 
Asaphis deflorata Mörch cat Yoldi II, 1853, p. 9; Journ. d. Conchyl. 

VII, 1858, p. 138. 



253 

Capsa deflorata Reeve conchol. icon. vol. X, fig. Ib. 
Asaphis rugosa Chenu Manuel d. Conchyl. 11, p. 63, fig. 256. 

var. dichotoma. 

Sanguinolaria dichotoma Anton Verzeichn Conchyl. 1839, p. 4 (citirt 
Rumph's Abbildung). 

Asaphis dichotoma Mörch. cat. Toldi II, p. 9; Journ. d. Conchyl. 
VII, p. 138. 

Sanguinolaria arenosa Römer krit. Untersuchung d. Arten Venus 1851. 

Capsa deflorata Reeve conch. icon. X, fig. la— le. 

Aussenseite weisslich oder blassockergelb oder ziemlich blassviolett 
mit concentrischen violetten Bändern oder blassziegekoth mit stärker 
rothen Wirbeln, ziemlich glanzlos, am hintern Rand fast immer dun- 
kelviolett; innen glänzend, der violette Fleck nimmt den hinteren 
Theil jenseits der Mantelhnie und auch noch die ganze Mantelbucht 
ein; selten fehlt derselbe. 

Die var. dichotoma unterscheidet sich nur dadurch, dass die Rippen 
verhältnissmässig stärker und unter sich ungleich sind, ziemlich viele 
derselben nach unten sich in zwei gabeln, geht aber ohne bestimmte 
Abgrenzung in die typische Form über. 

Obwohl Rumph sie arenosa nennt, sagt er doch, dass sie in hartem 
Schlammgrund lebe, eine Hand breit bis einen Schuh tief eingegraben, 
den Hinterrand in die Höhe gerichtet. Dufo (Ann. sc. nat. 2, XIV, 
1840, p. 220) fand sie auf den Seychellen und Amiranten auf Schlamm- 
grund mit Meerpflanzen, einige Zoll tief eingegraben. Tenison- Woods 
dagegen nennt sie unter den Muscheln der Korallenriffe. 

Weit verbreitet im indischen Ocean vom Rothen Meer (violascens 
Forskai) an bis Tahite. In Niederländisch-Indien fand ich sie bei 
Anjer auf Java, ferner auf Ternate, Batjan, Halmaheira, 
Banda-Nera, Kupang auf Timor und erhielt sie auf Buru; var. 
dichotoma auf A m b o i n a und A d o n a r a ; Beccari fand letztere auch 
auf den Aru-Inseln; Böttger erwähnt sie von Padang auf Sumatra 
und Pulo Pandjang bei Java. Das grösste mir bekannte Stück, von 
den Philippinen durch F. Jagor für das Berhner Museum erhalten, ist 
95 Mill. lang, 64 hoch und 42 im Durchmesser. Ebenso gross die Ab- 
bildung bei Gualtieri flg. C. Mittlere Grösse etwa 50 lang, 35 hoch, 23 dick. 

Folgende Farben Varietäten sind die häuflgsten: 
1) Weisslich, an den Wirbeln violett. 



254 

2) Weisslich mit violetten concentrischen Bändern : Gualtieri 86, C. 
Chemnitz fig. 79. Reeve fig. Id. 

3) Weisslich und violett gestrahlt, bald die eine, bald die andere 
Farbe vorherrschend: Lister fig. 273 Knorr II, 20,5. Chemnitz p. 81. 
Reeve le. 

4) Blassröthlich , zuweilen auch nur weisslich, mit lebhaft rothen 
Wirbeln: Knorr V, 9,8. Chemnitz p. 83. Reeve Ic. 

5) Gelblich, die Wirbel lebhafter gelblich, zuweilen orange: Chem- 
nitz p. 82. Reeve Id. 

Dieselbe Gattung findet sich auch häufig in Westindien (Cuba , 
Haiti, Barbados u. s. w.). Schon Lister gibt Mauritius und Barbados 
als Fundort bei seiner Figur an, Chemnitz (S. 94) betont die grosse 
Ähnlichkeit seiner Figuren 7U — 82 aus Westindien mit 83 aus Ost- 
indien, sie seien „weder in der Form noch Bauart und Bildung im 
geringsten verschieden", nur sei an den ostindischen „nichts Violettes, 
weder innerlich noch äusserlich zu sehen". 

Lamarck gibt als Fundort „les mers des Indes et ceUes de l'Ame- 
rique". Mörch, catal. Yoldi II, 1853, p. 9 und im Journ. de Conch. 
VII, 1858, p. 138 unterscheidet mehrere Arten mit verschiedenem 
Herkommen , nämlich : 

A. dichotoma Anton, Chemnitz fig. 83, ostindisch. 

— deflorata L. (rugosa Lam.), auch ostindisch, aber mit dem Citat 
Chemnitz flg. 82, welche nach Chemnitz eigener Angabe west- 
indisch ist. 

— deflorata var. violascens Forsk. (Venus) vom Rothen Meer. 

— coccinea Martyn (Cardium) univ. conch. pl. 135 (ed. Chenu pl. 44, 
fig. 2) und Chemnitz fig. 79 — 81, westindisch. 

Nach wiederholter Vergleichung einer grössern Anzahl von Exem- 
plaren verschiedener Fundorte aus Westindien, kann ich keinen kon- 
stanten Unterschied zwischen ostindischen und westindischen in der 
Form oder Färbung finden ; einzelne Unterschiede , ob hinten mehr 
langgezogen oder steiler abgestutzt, finden sich ebenso innerhalb der 
westindischen als innerhalb der ostindischen; violette Färbung aussen 
auch bei vielen ostindischen , z. B. solchen von Java , Ternate , Batjan 
und Banda, innen fehlt sie nur wenigen Stücken. Betreffs der Skulptur 
sind aber die westindischen meist mit zahlreicheren feineren und 
minder erhabenen Runzeln versehen, sodass sie mehr eben anzu- 
fühlen sind, doch ist das auch kein scharfer Unterschied, grössere 



255 

Exemplare van Cuba sind so rauh wie philippinische und Exemplare 
von Tahite so glatt wie viele westindische. 

Das Exemplar von Venus deflorata in Linne's Sammlung entspricht 
nach Hanley der Figur 79 bei Chemnitz und diese ist westindisch. 

Entschiedene dichotoma , bei denen viele Rippen gegabelt sind , kenne 
ich nur aus dem indischen Meer, sie sind meist kleiner und aussen 
einfarbig gelblich, aber es findet sich eine Reihe unmerklicher Über- 
gänge von ihnen zur gewöhnlichen Form. 

■SOLENIDEN. 

Die Soleniden schliessen sich nahe an die Psammobien an und sind an 
der Schale eigentlich nur durch das stärkere Klaffen am vorderen und 
hintern Ende zu unterscheiden. Für die Weichtheile ist allerdings der 
gerade nach vorn gestreckte, cyhndrische, am freien Ende sich erwei- 
ternde Fuss charakteristisch , womit sie sich mehr oder weniger senk- 
recht in weichen Grund einbohren. Diese Form des Fusses dürfte, nach 
der allgemeinen Schalengestalt zu schliessen, bei Siliqua und Cultellus 
modificirt, mehr seitlich zusammengedrückt sein und sich dadurch 
näher an Psammobia anschliessen. Wie be! diesen leben einzelne For- 
men der Soleniden auch in schwachsalzigem Wasser an Flussmün- 
dungen, andere wirklich im Meere auf Sandboden; die ersteren sind 
an der glanzlosen, stark ausgebildeten Schalenhaut, die letztern an der 
glatten glänzenden Aussenseite der Schale im Allgemeinen zu erken- 
nen. Aber da genauere Beobachtungen über das Vorkommen der 
einzelnen grossentheils noch fehlen , werde ich hier wie bei den Psam- 
mobien alle aus dem Gebiet von Mederländisch-Indien (einscliliesslich 
des englischen Theils von Borneo und von Singapore) mir bekannt ge- 
wordenen Arten kurz aufführen. 

Bei der Bestimmung von Muscheln aus dieser Familie ist noch mehr 
als bei den Psammobien davor zu warnen, nach der Zahl der auf 
den ersten Anblick sichtbaren Schlosszähne zu urtheüen; dieselben 
brechen nämlich sehr leicht ab , da sie oft sehr dünn und stark vor- 
stehend sind, und die Bruchstelle ist nur bei genauer Betrachtung zu 
erkennen. 

Soleeurtus (Blainv.) Desh. 

Solecurtus Blainville 1824 in zu weitem Sinne; enger begränzt von 
Deshayes in Lamarck bist. nat. d. an. s. vert. VI 1835, Sowerby bei 



256 

Reeve, Clessin. — Psammosolen Risso 1856. — Macha Oken allgem. 
Naturgeschichte 1835 '), Dunker. 

Mantelbucht gross, soweit nach vorn als das Schloss reichend, ab- 
gerundet, ihr unterer Rand in der vorderen Hälfte sich von der Man- 
tellinie ablösend und aufsteigend. Vorn und hinten kurz abgerundet. 
Schlosszähne jederseits zwei, aber einer oder beide sehr klein oder 
verkümmert (abgebrochen?). Weichtheile: Fuss sehr dick, keulenför- 
mig, am Ende etwas zugespitzt; beide Athemröhren im grössern 
Theil ihrer Länge vereinigt, nur am Ende getrennt, die eine etwas 
länger. 



->&>- 



A) Macha (Oken). 

Mit eingeritzten schiefen Linien, von oben und hinten nach vorn 
und unten verlaufend, auf der Aussenfläche rosenroth oder weiss, die 
einfarbig braune Schalenhaut meist nur in der Nähe des Randes 
erhalten. 

1. Solecurtus Philippinarum Dkr. 

Solen strigilatus var. Chenu illustr. conchyl. pl. 6 flg. 3. 

Macha Philippinarum Dunker Proc. Zool. Soc. 1861 p. 424. 

Solecurtus Philippinarum Reeve conch. ic. XX fig. 12. Clessin Solen 
in der neuen Ausgabe von Chemnitz S. 90. Taf. 21 Fig. 8. 

Rosenroth mit 2 weissen Strahlen ; ungefähr halb so hoch als 
lang. Eingeritzte Linien den untern Theil des Vorderrandes er- 
reichend, nur die 2 — 5 vordersten kurz,' viel früher aufhörend; die- 
selben im hintersten Theil der Schale mehr gerade nach unten oder 
etwas zackig verlaufend, i-änge 52 Mill., Höhe 24 — 25, Queerdurch- 
messer 16, so nach den philippinischen Exemplaren in Dunker's 
Sammlung (in Dunker's Text 57 lang); dasjenige von Java nur 38 
lang, 19 hoch und 11 im Durchmesser. Wirbel in '/•, der Länge. 

Java, Oberst Winter in Dunker's Sammlung. Manila, Dunker 
ebenda. 



1) Anmerkung. Dieser Name ist wahrscheinlich von Solen macha Molina hist. nat. d. 
Chile 1786 entnommen und driickt wie Mytilus chorus und Venus thaca bei demselben 
Moliua den landesüblichen Namen der betreffende Muschel aus; die Übertragung von 
der Chilenischen Art, einem eigentlichen Solen, auf vorstehende Gattung durch Oken ist 
willkürlich. 



257 

Sehr ähnlich dem europäischen S. strigilatus L., dieser nur etwas 
grösser, verhältnissmässig etwas länger gegen die Höhe, keine der ein- 
geritzten Linien auch nur das untere Ende des Vorderrandes errei- 
chend, 9—12 oder mehr schon in grösserer Entfernung davon auf- 
hörend. Dass aber bei S. strigilatus am hintern Theil die eingeritzten 
Linien fehlen, wie Clessin S. 85 angibt und seine Figuren zeigen, 
finde ich wohl bei Exemplaren aus Venedig, welche mein Vater dort 
gesammelt hat, bestätigt und zwar in noch grösserer Ausdehnung, 
als bei Clessin's Abbildung; dagegen bei den Exemplaren, welche ich 
in Neapel auf der Strasse gekauft, sind solche bis zum Hinterende 
gut ausgebildet vorhanden und zwar wie bei S. Philippinarum hier 
fast senkrecht und etwas zackig. Die absolute Zahl dieser eingeritzten 
Linien ist nicht bestimmt für die Arten festzustellen, da sich eben 
hinten beim Weiterwachsen stets neue bilden und da die vordersten, 
ganz kurzen, dicht hinter den Wirbeln befindlichen bei Abreibung leicht 
verschwinden, von ihnen aber nur eine Stufenreihe zu den längeren, 
den Unterrand erreichenden ist. Auf die Länge von 1 Centimeter 
kommen bei beiden, S. strigilatus und Philippinarum, 5—6 Linien 
in der Mitte der Schale. 

S. strigilatus lebt im Mittelmeer auf Schlammgrund an tieferen Stel- 
len, nach Olivi und Poh, und gilt als sehr wohlschweckend. Ähnlich 
mag es sich mit den indischen Arten verhalten. 

2. Solecurtus rhombus Spengl. 

Solen strigilatus var, Chemnitz Conch. Gab. VL P- 62. Fig. 44. 

— rhombus Spengler in Skrivter af Naturhist. Selskabet III 2, 
Kopenhagen 1794, S. 102. 

Solecurtus Pacificus Pease mscr. 

Macha Quoyi (Desh.) v. Martens und Langkavel Donum Bismarck- 
ianum S. 61, Taf. 4, Fig. 6. 

Macha Cumingiana (Dunker) Catalog Mus. Godeffroy IV. 1869 p. 
107. Catalog. Mus. Godeifroy, V. p. 165. 

Höhe die Hälfte der Länge oder selbst ein wenig mehr; die einge- 
ritzten Streifen sehr zahlreich und nahe beieinander, auch den unteren 
Theil des vordem Schalenstückes einnehmend und nur vorn und oben 
fehlend, die meisten gerade von oben und hinten nach vorn und 
unten verlaufend, nur die hintersten eingebuchtet mit der Concavität 
nach hinten. Hinterrand etwas weniger gerundet als der Vorderrand 

17 



258 

und etwas höher. Unterrand sehr schwach concav. Glänzend weiss , 
mit blass gelber, nur nahe den Rändern erhaltener Schalenhaut. Länge 
bis 45 Mill., Höhe bis 25, Wirbel in etwas weniger als '/s C/t — '/,) 
der Länge. 

Molukken, von G. Schneider erhalten. Ostindien, Chemnitz. Niko- 
baren, Spengler. Viti-inseln, Mus. Godeffroy. Kingsmill-inseln, Pease. 

Die oben angegebenen Maasse nach den Exemplaren von den Mo- 
lukken ; diejenigen von den polynesischen Inseln sind kleiner, 39 — 40 
Mill. lang und ebenso das von Chemnitz abgebildete. 

Unterscheidet sich durch die Höhe der ganzen Schale im Verbältniss 
zur Länge und durch die relative Höhe und sehr geringe Rundung 
des Hinterrandes sowohl von dem europäischen S. candidus Ren. als 
von dem südpacifischen S. albus Quoy und Gaimard Voy. Astrol. Moll. 
ni, p. 453, pl. SB, üg. 11, (non Blainv. = candidus Ren.) = S. Quoyi 
Desh. Lam. an. s. vert. ed. 2 VI, p. 63, 1835, welche beide im ganzen 
und namentlich hinten niedriger, hinten auch mehr verlängert und 
abgerundet sind, Wirbel in V., der Länge; zu diesem S. albus oder 
Quoyi gehört auch wohl als etwas grössere Form S. albus (Martyn), 
Reeve fig. 16, copirt bei Clessin Taf. 24, Fig. 3, aber nicht Tellina 
alba Martyn univ. conch. X, pl. 157 (ed. Chenu pl. 56 flg. 1), angeb- 
lich vom Cap, vielleicht nur strigilatus selbst. S. Cumingianus Dunk. 
ist mir nur durch die Originalbeschreibung in Proc. Zool. Soc. 1861 
p. 425 bekannt, wornach ihre Höhe nicht die Hälfte der Länge er- 
reicht (17 und 41 Mill.) und sie von Westindien, den Antillen, stam- 
men soll; in Dunker's eigener Sammlung, jetzt im Besitz des Berliner 
Museums, ist ein Exemplar von den Vitiinseln mit diesem Namen 
bezeichnet, das verhältnissmässig höher ist und ohne Zweifel zu 
S. rhombus gehört; es ist rein weiss, wie dieser und auch in Dun- 
ker's Originaldiagnose heisst es: testa alba. Clessin hat dagegen eine 
rosenrothe Art mit zwei weissen Strahlen als S. Cumingianus be- 
schrieben und abgebildet, Solenaceen S. 87 Taf. 21 Fig. 3, obgleich 
er Dunker's Originaldiagnose anführt. 

Solecurtus o b 1 o n g u s Dunker von Luzon , Reeve fig. 2, Clessin Taf. 
22 Fig. 4. mit eingeritzten Linien und einer seichten, von den Wir- 
beln gerade nach dem Unterrand hinziehenden Mittelfurche, verknüpft 
die erste Unterabtheilung mit der folgenden. 

B) Ohne eingeritzte schiefe Linien, dagegen mit einer seichten 



259 

ziemlich breiten Furche , welche an der Aussenseite vom Wirbel senk- 
recht gegen den ünterrand herabläuft und an der Innenseite sich als 
schwacher Vorsprung bemerklich macht. Meist einfarbig. Azor Leach. 

3. Solfixurtus Scheexjrnakeri Dkr. 

Macha Scheepmakeri Dunker Zeitschr. Mal. 18-52, p. 56; novitat. 
conchol. II, S. 121, Taf. 39, Fig. 10, 11. 

Solecurtus Scheepmakeri Dank. Reeve conch. icon. XIX, fig. 14. 
(Hessin Solenaceen S. 88, Taf. 10, Fig. 1. 

Mit grünlich-brauner Schalenhaut und schwacher Andeutung von 
Farbenstrahlen. Furche bis zum Unterrand reichend. Hinten etwas 
niedriger als vom. Wirbel in '/, — ^;, der Länge. Bis 88 Mih. lang, 38 
hoch und 22 im Queerdurchmesser. 

Molukken, Gr. Schneider. Insel Guimaras, Philippinen, Cuming. 

S. abbreviatus, A Gould, Reeve fig. 5 von Malakka, ist sehr ähn- 
lich, aber viel kleiner, nur 32 Mill. lang und 16 hoch; Wirbel in % 
der Länge; vorn und hinten gleich hoch. 

Die Gattung Novaculina Bens, mit kürzerer Mantelbucht, etwa bis 
zur halben Entfernung zwischen dem hinteren Muskeletndruck und 
dem Wirbel reichend, mit derber, sich leicht ablösender, grauer Scha- 
lenhaut, im Schlamm der Mündungen grösserer Ströme, des Ganges, 
Irawaddy und Tangtsekiang häufig, ist meines Wissens innerhalb 
Niederländisch-Indien noch nicht gefunden. 

Siliqua Meg. 1811. 

Leguminaria Schumacher 1817. Aulus Oken 1821 z. Th. und 1835, 
Dunker, nicht Oken 1815. Solecurtoides Desmoulins 1832. lla- 
chaera A. Gould 1841, Clessin, Solenaceen in d. neuen Ausgabe 
7. Martini u. Chemnitz 1888, Cultellus z. Theil, Reeve conch. icon. 
Schale anglich, zusammengedrückt, vom und hinten abgerundet; 
an der Innenseite eine starke, vom Schloss bis nahe zum Unter- 
rand verlaufende Leiste, nahezu senkrecht, aber ein wenig schief 
nach vorn. Mantelbucht massig, abgerundet. Rechts zwei, Unks ein 
kleiner Schlosszahn und dahinter eiue starke Ligamentleiste. Weich- 
theUe nach dem europäischen S. legumen L. zu schhessen: Fuss ver- 
kehrt konisch, am dickern Ende flach oder etwas vertieft, Athem- 
röhren ziemlich kurz, getrennt. 



260 

Weichtheile einer andern Art dieser Gattung, S. Nuttalli, beschrieben 
und abgebildet von Middendorff, .Sibirische Reise, II, p. 270, 271; 
Beitr. z. Malacolog. Rossica Taf. 21, Fig. 4, 5. 

A) Violett mit weissen Strahlen, dünn und glänzend. 

1. Siliqua radiata L. 
Chama tenuis violacea Lister bist, conch. pl. 422, fig. 266, 1687. 
Teilina violacea Rumph amb. rar. p. 147 (deutsch S. 139), Taf. 

45, Fig. E. 

Solen radiatus Linne syst. nat. ed. X, p. 675, ed. XIII, p. 3225. 

Chemnitz conch. cab. VT, fig. 38, 39 =z Clessin Taf. 5, Fig. 9, 10. 

Desmouhns Act. Soc. Linn. V; 1632, p. 108. Encycl. meth. pl. 

225, flg. 2. Hanley ips. Linn. conch. p. 30. Lamarck an. s. vert. 

ed. IV, nro. 19. Chenu illustr. conchyl. pl. 4, fig. 2. 

Telhna rosea Martyn univ. conch. IV, pl. 157, ed. Chenu pl. 56, flg. la. 

Siliqua radiata Megerle von Mühlfeld 1811 in Magaz. d. Gesellsch. 

nat. Freunde, Beriin V, S. 44. 
Leguminaria costata Schumacher essai p. 126, Taf. 7, Fig. 1. 1817. 
Aulus radiatus Oken allg. naturgeschichte 297. V. S. 
Solenocurtus radiatus Swains. treat. malacolog. 1840, p. 366. 
Cultellus radiatus Reeve conchol. icon. XIX, fig. 12. 
Machaera radiata , Chenu manuel de conch. II, p. 23, fig. 102. Clessin 

a. a. 0. S. 59, Taf. 3, Fig. 9, 10. Copie von Chemnitz. 
Altbekannte Art mit 4 weissen Strahlen auf dunkel-violettem Grund. 
Oberrand fast gerade, Unterrand etwas aufgebogen. "Wirbel in 7- der 
Länge. Das grösste Exemplar, das ich bisher gesehen , in der Dun- 
kerschen Sammlung 113 Mill. lang, 38 hoch, H^'j im Durchmesser, das 
kleinste 31 Mill. lang, 14 hoch, AVirbel in V, der Länge, also weiter 
vorn und Höhe relativ grösser. 

Sumatra, Jay. Java, Winter in Dunker's Sammlung. Palabuan 
im südwestlichen Java und Makassar auf Celebes, v. Martens. In 
feinem Sand senkrecht eingegraben , am Rande der niedrigste Ebbe, 
Schlüsselloch-ähnliche Löcher bildend , Ostseite des Passes von 
Amboina im Sand, Rumph. Fl eres Dunker. Ferner Tranquebar 
(Tarangawari an der Ostküste von Vorderindien), Chemnitz. Golf v. 
Manaar, Thurston. Slam, Morelet. Alle Exemplare, welche ich gesehen, 
haben 4 weisse Strahlen, in nahezu gleicher Stellung, doch verschie- 
denem Grad der Ausbildung, der zweite stets der auöalligste und oft 



261 

der breiteste, der vierte öfters fast verschwunden; Chemnitz bildet 
aber auch ein kleineres Exemplar mit nur 2 Strahlen ab, der vordere 
dem vordersten der vier entsprechend, der hintere zynischen den zwei- 
ten und dritten fallend (Chemn. VI, fig. 40 = Clessin Taf. 5, Fig. 11). 

Reeve's kleinere Figur von Cultellus japonicus, üg. 15a, scheint mir 
eine junge S. radiata zu sein. 

Neben dieser Art gibt es einige verwandte im weiteren Gebiet des 
indischen Oceans, von deren keiner mir aber ein sicherer Fundort in 
Niederländisch-Indien bekannt ist, so : 

Siliqua Japonica Dunker (Aulus) Proc. Zool. See. 1861, p. 426. 
Cultellus japonicus Reeve fig. 15b. Machaera Japonica Clessin Taf. 
18 Fig. 5. Oberrand vorn und hinten mehr herabsteigend, Unterrand 
gerade oder etwas eingebogen, Wirbel in V3 oder Vg der Länge. 4 oder 
5 weisse Strahlen. 59 Mill. lang, 25 hoch. Ost- Afrika, Dunker'sche Samm- 
lung. Eastern Seas, Sowerby bei Reeve. Japan, Cuming bei Dunker 1861, 
aber in Dunker's index mollusc maris Japonici 1882 nicht erwähnt. 
Solen politus Gray in Wood ind. test. suppl. 1828, fig. 6 ist sehr ähnhch. 

Siliqua B eich er i Gray bei Reeve (Cultehus) fig. 19 = Cless. 18, 4, 
länger gestreckt, Ober- und Unterrand in der Mitte horizontal, 42 Mill. 
lang und nur 16 hoch, Wirbel in V4 der Länge; dieselben 4 Strahlen. 
Java? in Bülow's Sammlung. 

Sihqua Grayana Dunk. (Aulus) Proc. Zool. Soc. 1861, p. 427. Reeve 
Cultellus fig. 17 = Clessin 20, 4. Kleiner und vorn kurz abgerundet, 
hinten länger ausgezogen, 32Vj Mill. lang, 15 hoch, Wirbel in V4 der 
Länge; dieselben 4 Strahlen, aber etwas breiter. Ceylon. 

Siliqua fasciata Spengler (Solen) Skrivt. nat. selsk. Kjöbenhavn 
IV, 1794 uro. 12; Mörch Mal. Blatt. XVII, 1870, S. 109. Dunk. 
(Aulus) novitat mar. p. 118, Taf. 39, Fig. 5—7, Clessin 20, 4. Klein, 
längsoval, 16 Mill. lang, 8 hoch, Wirbel in Vg der Länge. Dieselben 
vier Strahlen, der hinterste schwach. Fundort unbekannt. Vielleicht 
nur Jugendzustand von S. radiatus. 

- Siliqua pulchella Dunk. (Aulus) Zeitschr. Mal. 1852, p. 58; novi- 
tat. mar. S. 20, Taf. 6, Fig. 4, Clessin 20,6, Th.; langgezogen, sehr 
dünn, 31 MiU. lang, 11 hoch, Wirbel in % der Länge, nur 1 weisser 
Strahl, der Innern Leiste entsprechend, in Japan häufig und zu allerlei 
Zierrat benützt; in der Dunker' sehen Sammlung auch als aus Java 
von Madame Schnell erhalten angegeben, doch wahrscheinlich eine 
Verwechslung mit Japan. 



262 

B) Einfarbig, weiss mit bräunlicligelber Schalenhaut. 

2. Siliqua Winteriana Dunli. 

Aulus Winterianus Dunker Zeitscbr. Mal. 1852, S. 57 und novitat. 
mar. S. 120, Taf. 39, Fig. 8, 9. v. Härtens Journ. Linn. Soc. 
XXI, 1886, p. 218. 

Cultellus Winterianus Reeve XIX, fig. 10b. 

Machaera Winteriana Clessin S. 61, Taf. 10, Fig. 3, 4. 

Leguminaria alba Rousseau in Voyage au pole sud, mollusq. pl. 26, 
fig. 6. 

Längs elliptisch, vorn etwas höher und kurz abgerundet, hinten 
schmäler und langgezogen, am Ende abgerundet, Oberrand hinter 
den Wirbeln geradlinig, schwach abfallend, Unterrand etwas ein- 
gebogen. Bis 87 Mill. lang und 34 hoch, 17 im Durchmesser, ein- 
zelne Exemplare verbal tnissmässig etwas kürzer und höher, 72 
lang und 31 hoch. Ein jüngeres Exemplar in Dunker's Sammlung 
59 Mill. lang und 19 hoch. Wirbel in %— V,o der Länge. 

Java, Winter in Dunker's Sammlung ; Sandstrecke an der Mündung 
des Tjimandiri bei Palabuan im südwestlichen Java, und Pulu- 
bai bei Benkulen an der Westküste von Sumatra, v. Härtens. 
Samarang auf Java, von Wessel erhalten. Borneo, Rousseau, 
Sullivan- und King-insel bei Mergui an der Küste von Tenasserim, 
in 7 — 10 Faden Tiefe, J. Anderson. 
Die innere Leiste markirt sich an der Aussenseite als weisser Strich. 

3. Siliqua minima Gmel. 

Hinutissima Leguminum Chemn. conch. cab. VI S. 48, fig. 31. 

Solen minimus Gmelin Linne syst. nat. ed. XIII, p. 3227. 

Solen pellucidus Spengler Skrivt. naturh. Selsk. III 2, Kopenhagen 
1794, nro 13. 

Siliqua minima Horch cat. Yoldi, II, p. 8. 

Hachaera minima Clessin a. a. 0. S. 68, Taf. 5, Fig. 1, 2, cop. v. 
Chemnitz. 

— albida Clessin, S. 65, Taf. 18, Fig. 3. 

Klein, queer oval, Wirbel in % der Länge. 

Es liegen mir zwei unter sich etwas verschiedene Formen vor; 

1) etwas höher, Unterrand in der Mitte schwach eingebuchtet, vorn 
etwas höher als hinten, vorn derart abgerundet, dass der untere Theil 



263 

des Vorderrandes stärker aufsteigt, als der obere herab. 26 Mill. lang, 
13 hoch, 6^2 im Queerdurchmesser. In mehreren Beziehungen also der 
S. Winteriana ähnlich, kann aber doch nicht der Jugendzustand der- 
selben sein; denn wenn man die Anwachsstreifen der "Winteriana 
verfolgt, so erkennt man, dass sie bei ähnlicher absoluter Grösse ver- 
hältnissmässig bedeutend länger gestreckt war. Mit dieser Form stimmt 
im Allgemeinen Clessin's albida, Taf. 18, Fig. 3 überein, nur ist sie 
noch etwas höher und ohne Einbiegung des ünterrands. 

Fundort der mir vorliegenden Stücke unsicher. Clessin gibt Malacca 
nach der Bülow'schen Sammlung an. 

2) etwas niedriger, vorn und hinten gleich hoch, Ober- und Unter- 
rand horizontal, letzterer ohne Einbiegung, Unterrand vorn etwas 
schwächer aufgebogen. 25 Mill. lang, 11 hoch, 6 im Queerdurchmesser. 
Diese passt in der Form besser zu der Originalabbildung von Chem- 
nitz = Clessin 5, 1, 2. Chemnitz hatte sie von Tranquebar, ein Exem- 
plar in Dunker's Sammlung angeblich aus China. 

Siliqua albida Adams et Reeve moll. Zool. Samarang 1848, p. 84 , 
pl. 23, flg. 15 aus dem Archipel von Korea ist noch etwas niedriger 
und der Unterrand stärker convex, Wirbel in Vj der Länge; zu ihr 
gehört wohl auch Dunker's Aulus minimus, ind. moU. Jap. p. 175 
aus Japan. 

Ciütellus Schumacher. 

Schale lang gezogen, zusammengedrückt, ohne innere Leiste; Man- 
telbucht sehr kurz, senkrecht zum hintern Muskeleindruck aufsteigend 
und in ihrer ganzen (geringen) Länge dicht an die Mantellinie angelegt. 
Rechts zwei bis drei, links 1 — 2 schwache Schlosszähne. 

A) Weiss mit blassgelber oder blassbräunlicher Schalenhaut, am 
vordem Ende beide Schalen sich stärker von einander entfernend. 
Links und rechts 2 Zähne, links der hintere Zahn stärker zweigespalten. 
Cultellus im engern Sinn. Von aussen der zweiten Gruppen von Siliqua 
ähnlich, aber von innen leicht zu unterscheiden. 

1. Cultellus maximus Chemn. 

„Leguminum maxima" Chemnitz Conch. Gab. VI, flg. 85. Solen 
maximus Gmel. Linn. syst. nat. ed. XIII, p. 3227. 1791. 

Solen lacteus Spengler Skilvt. natur. bist. Selskab III, 2, Kopen- 
hagen 1794, p. 94. Mörch Mal. Blatt. XVII, 1870, S. 1U9. 



264 

Solen planus Lamarck Encycl. meth. pl. 223 fig. 5; bist. nat. d. 
an. s. vert. ed. 1 VI, nro 9. Chenu illustr. concli. pl. 5, fig. 3. 

Cultellus magnus Schumacher essai p. 130, 1817, Taf. 7, Fig. 4. 

Cultellus planus Clessin Solenaceen S. 48 , Taf. 5 , Fig. 6 (fig. von 
Cheranitz\ 

Cultellus maximus Mörch catal. Yoldi II, p. 9. Adams gen. moll. 
II, p. 344, pl. 93, flg. 2. Dunker novitat. mar. S. 11 , Taf. 3, 
Fig. 4. Reeve conch. icon. fig. 3. Clessin Solenaceen S. 47, Taf. 
16, Fig. 4. 

Wirbel in V5 bis ^/^ der Länge, Oberrand hinter den Wirbeln sehr 
schwach concav, Unterrand grossentheils gerade, vorderes Ende etwas 
lappig vorgezogen und auffällig auseinanderklaffend , hinteres Ende kurz 
abgerundet; 95—126 MiU. lang, 36—40 hoch, 12—15 im Queerdurch- 
messer. Junges Exemplar 60 lang , 20 hoch , 7 im Durchmesser, Wirbel 
in V,7 der Länge. 

Borneo, Sarawak, Beccari. Singapore, ein junges Exemplar von 
mir gefunden. Malacca. Cuming in Dunker's Sammlung. Nikobaren, 
Chemnitz und Spengler. 

Clessin a. a. 0. führt C. maximus und planus als zwei Arten neben 
einander auf, gibt aber für planus eben die Chemnitz'sche Figur, auf 
welcher der Artname maximus bei Chemnitz und Gmelin beruht; 
ferner gibt er für seinen maximus 137 Mill. Länge und 40 Mill. 
Breite (Höhe; an, wenn man aber seine Figur nachmisst, ergeben 
sich nur 126 Mill. Länge bei richtig 40 Höhe. 

Der Ausdruck „Leguminum maxima" bei Chemnitz soll heissen: 
unter den Schoten die grüsste, wie er es auch deutsch übersetzt „die 
grösste Gattung der Hülsen", mit Beziehung auf Solen legumen. 
Leguminum ist der Genetiv pluralis, und Clessin hat daher nicht 
ganz Recht, Leguminum als eine von Chemnitz aufgestellte Gattung 
aufzuführen; Chemnitz hält sich in diesem Bande seines AVerkes an 
Linne und stellt sie in die Gattung Solen. 

Eine nahe verwandte Art ist C. orientalis Dunk. Zeitschr. Mal. 
1850, p. 31 ; novitat conch. p. 10, Taf. 3, Fig. 3, durch dickere Schale, 
schwächere Aufwärtskrümmung der untern Hälfte des Unterrandes 
und etwas geringere Höhe der hinteren Hälfte im Vergleich zur vor- 
dem verschieden. Dunker's Originalexemplar ist 107 Mill. lang, vorn 
34, hinten 32 hoch, Wirbel in Vi der Länge. 

Wahrscheinlich gehören zu derselben Art auch die erheblich grössern 



265 

Formen, welche in Chenu's illustr. conchyl. Solen pl. 5, flg. 7, (als 
S. planus) und manuel de conchyl. II, p. 23, üg. 100, als C. planus 
in Reeve's conch. icon. XIX, fig. 2 und bei Clessin S. 46, Taf. 18, 
Fig. 1 beschrieben und abgebildet sind, erstere Figur 148 Mill. lang, 
vorn 50, hinten 447 hoch, Wirbel in -/g der Länge, bei Reeve 152 
lang , 50 hoch , Wirbel in ^/j j ; bei Clessin unter dem Namen C. 
lacteus Spengl., was aber nach Mörch, welcher Spengler's Exemplar 
vor sich hatte, ein einfaches Synonym von C. maximus ist; ein 
Exemplar in Pätel's Sammlung 138 Mill. lang, vorn 45, hinten 41 
hoch, 20 im Durchmesser, Wirbel in ■*/,g. Als Vaterland gibt Dunker 
nur unbestimmt Ostindien, Reeve Malakka, Clessin nach Bülow's 
Sammlung Ceylon an. 

2. Cultellus scalprum A. Gould. 

Solen scalprum A. Gould in Proc. Boston Soc. nat. bist. III, 1842 — 
50, p. 214 oder Expedition Shells p. 74; United States Explor. 
Exped. Mollusca p. 388, pl. 33, fig. 502. 

Cultellus subellipticus Dunker Proc. Zool. Soc. 1861, p. 421. Reeve 
conch. icon. fig. 9. Clessin S. 43, Taf. 16, Fig. 3. 

Wirbel in V^ — Vig der Länge. Oberrand hinter den Wirbeln horizon- 
tal, ünterrand etwas convex, Vorderrand etwas schmäler vorgezogen, 
von unten länger aufsteigend als von oben absteigend. Rechts zwei 
Zähne, der vordere dünn, stark vorspringend, der hintere divergirend, 
aber leicht abbrechend; links zwei, der vordere gegabelt, leicht ab- 
brechend. Vor den Wirbeln eine zahnartige Leiste unter und parallel 
dem Oberrand ; eine ähnliche in dem hintern Drittel der Schale. Vorderer 
Muskeleindruck sehr nahe den Wirbeln und sein hinterer Rand merk- 
lich erhöht , auf dem ersten Anblick den Eindruck einer von den Wirbeln 
herabkommenden Leiste machend. Bis 87 Mill. laug, 29 hoch und 15 
im Queerdurchmesser. Das Original-Exemplar Dunkers nur 46 lang, 
16 hoch und 7 im Durchmesser, ist vermuthlich ein jüngeres Exem- 
plar; ebenso dasjenige von A. Gould. 

Surabaya auf Java, auf den Strassen als Speise verkauft, in den 
Schlammbänken an oder nahe der Mündung des Kediri-flusses , v. 
Martens. Singapore, Unit. Stat. Exploring Expedition. Malacca, Cuming 
King-island bei Mergui, J. Anderson. 



26(5 

3. Gultellus attenuatns Dkr. 

Cultellus attenuatus Dunker novitat. Taf. 24, Fig. 4, Reeve fig. 
4 (jung), Clessin 11, 1. 

Oberrand hinter den Wirbeln kaum etwas concav, Unterrand stark 
convex, vorn massig breit abgerundet, im hinteren Drittel auftallig 
verschmälert, bis 110 Mill. lang und 30 hoch. Wirbel in -/^ der Länge. 
Im Übrigen dem vorigen ähnlich. „Tsoken-head", Sumatra, ein Exem- 
plar aus die Sammlung des verstorbenen Hafen-kapitäns Fokkes in Ham- 
burg, jetzt im Berliner Museum. Sonst nur von den Philippinen bekannt. 

Cultellus vitreus Dunk. Reove fig. 22 und Clessin 16, 2 von Singa- 
pore, nur 18 Mill. lang und 6 hoch, vielleicht etwas junges. Ein 
Pätelsches Exemplar 36 lang, 9 hoch, Wirbel ebenfalls '/, ; links 3 Zähne, 
der mittlere stark gegabelt, rechts zwei einfache Zähne, also weder 
zu Ensis noch zu Solen im engsten Sinn gehörig. 

Cultellus subcylindricus Clessin Solenaceen S. 48, Taf. 4, Fig. 
6, 7 von der Insel Salanga an der Wurzel der Halbinsel Malakka, 
unterscheidet sich von subellipticus durch nur etwas schlankere Form 
und geringere Grösse; Clessin's Original-Exemplar ist 61 Mill. lang, 
20 hoch, 10 in Durchmesser; ein kleineres Exemplar, welches das 
Berliner Museum von Joh. Weber aus Salanga erhielt, nur 46 Mill. 
lang, 15 hoch, 6 im Durchmesser, Wirbel in V4 der Länge. Ein fast 
gleich grosses junges Exemplar von subellipticus, mit grösseren in 
Surabaya erhalten, ist bei nur 48Va Mill. Länge schon ebenso hoch 
(15 Hill.), 7 im Durchmesser, und die Wirbel stehen etwas mehr nach 
vorn, in V30 (V3 ^4) der Länge. 

B) PHARELLA Gray. 

Langgestreckt, glanzlos, gelbbräunlich, Wirbel in ungefär V3 der Länge. 
Links 3, rechts 2 schwache Zähne; Weichteile mit kurzem dickem 
Fuss und kurzen Athemröhren. 

4. Cxdtellus oUvaceus Mete. 

Novaculina olivacea Metcalfe in Proc. Zool. Soc. 1851 , p. 74 und 

Ann. Mag. n. h. (2) XI, 1853, p. 71. 
Pharella Javanica (Lara.) Adams gen. nioll. pl. 93, fig. 1. 
Pharella acutidens Chenu manuel de conchyliologie II, p. 22, fig. 90. 
Cultellus olivaceus Issel moll. borneensi (Ann. Mus. civ. di Genova 

VI, 1874) p. 115. Reeve XIX, fig, 27. 



267 

Pharella olivacea Clessin S. 54 , Fig. 7. Copie nach Reeve. 

Höhe zur Breite wie 1 : S^/j , Unterrand meist gerade (selten in der 
Mitte liurz eingebogen), am hintern Ende stärker aufgebogen als am 
vordem. Wirbel ein wenig weiter nach vorn , Schale verhältnissmässig 
etwas stärker als bei der folgenden. Länge bis 98 — 103 Mill., Höhe 28, 
Queerdurchmesser 14—15, Wirbel in Vj„ der Länge. Kleinstes Exem- 
plar 70 lang, 22 hoch, 12 im Durchmesser. 

Borneo, im Gebiet von Sarawak, Metcalfe. Singapore, Novara- 
Expedition und von Härtens. Fluss Manquindaya an seiner Mündung 
in die Bucht von Subig, Provinz Bataan, Westküste von Luzon, 
auf Schlammgrund, Jagor. 

5. Cultellns Javanicus Lam. 
Solen Javanicus Lamarck bist. nat. an. s. v. V, 1818, Nro. 13; ed. 
2, VI, p. 58. Delessert recueil de coq. pl. 2, fig. 4 nach dem 
Exemplar von Lamarck. Woodward in Ann. Mag. n. h. (2) XVI, 
1885, p. 22, Fig. 
Solecurtus Javanicus Desmouhns in Act. Soc. Linn. d. Bordeaux 1832. 
Solen acutidens Broderip and Sowerby, Zoological Journal IV, 1828, 
p. 361; Zoology of Capt. Beechey's voy. 1839, pl. 43, flg. 2; 
Reeve conchol. System. II, pl. 26, flg. 2. Hanley rec. bivalv. p. 17, 
pl. 11, fig. 36. 
Solen Michaudii Cuilliaud in Magasin de Zoologie 1839, pl. 2. 
■ Pharella Javanica Gray figures of moU. animals V, 1857, p. 30 Ab- 
bildung der Weichtheile; Chenu Manuel de conchyl. II, p. 22, flg. 
97 und p. 23, fig. 99 unter d. Namen cultellus Gray's Figur 
ungenau kopirt. 
Solecurtus acutidens Reeve conch. icon. XIX, fig. 25. 
Cultellus Javanicus Reeve conch. icon. XIX, fig. 28. 
Pharella acutidens und Tb. javanica Clessin. S. 52, 53, Taf. 15, 

Fig. 4 und 5. 
Höhe ungefähr V4 der Länge. Unterrand in der Mitte mehr oder 
weniger eingebogen, vorn und hinten ziemlich gleichmässig aufgebogen. 
Schlosszähne stark zusammengedrückt und säbelförmig aufwärts ge- 
bogen, rechts der mittlere halb so klein als der vordere und hintere, 
links beide gleich. Wirbel in V3 (^r ) der Länge. Grösstes Stück in 
Dunker's Sammlung unbekannter Herkunft 81 Mill. lang, I7V3 hoch, 
9Vj im Queerdurchmesser. Gewöhnliche Grösse 57 — 68 lang, 13 — 16 



268 

hoch, 8 — 9 im Durchmesser; das kleinste, vermuthlich erwachsene mit 
den andern zusammengefunden, 30 Mill. lang, 1V\ hoch, ßV^ im Durch- 
messer. Das kleinste Stück in der Dunker'schen Sammlung, wahr- 
scheinlich jung, 40 lang, 8V, hoch, 5 im Durchmesser, diese kleinen 
also verhältnissraässig etwas niedriger als die grössern. 

Pongoor bei Malacca , in brackischem Wasser , tief im Schlamm , F. 
Jagor. Singapore in schwarzgrauem Schlammgrund , zahlreich auf dem 
Fischmarkt zu kaufen, v. Martens. Sumatra, Cailliaud und Hanley. 
Java, Leschenault bei Lamarck und Winter bei Dunker. Bata via, Stru- 
bell. Borneo, Cuming in Dunker's Sammlung. Makassar, M. AVeber. 
Manila, v. Besser im Berliner Museum; Manila, Basay auf Samar, 
Inseln Bohol und Negros, Cuming in Dunker's Sammlung. Liu-kiu- 
inseln, Exp. v. Beechey. 

Der Fuss des lebenden Thieres, Taf. XII, flg. 12, wechselt sehr 
in seiner Gestalt: kurz beilförraig, wenn er eben aus der Schale 
hervorkommt, wird er bald länger und eicheiförmig mit centripetal 
sich verschiebender Auschwellung , wenn das Thier sich im Schlamm 
fortbewegt, zuweilen selbst trichterartig, wenn er sich an einen 
fremden Gegenstand anlegt, um sich daran zu flxiren und die Schale 
nachzuziehen. Beide Athemröhren kurz und unter sich vereinigt. 

Die frische Schale ist blass gelbgrau, glanzlos oder schwach seiden- 
glänzend, vor den Wirbeln und im hintern Theile meist mit einer 
schmutzig graubraunen, lamellös-schuppigen Schalenhaut bedeckt; die 
Innenseite bläulichweiss , gegen die Wirbel zu gelblich. Die Sculptur 
ist eigenthümlich : die ziemlich groben Anwachsstreifen werden näm- 
lich von zahlreichen feineren und schärferen theilweise überdeckt und 
wie zusammengesetzt, theilweise durchbrochen, indem diese letzteren 
stellenweise sich aufbiegen und nach den AVirbeln zu gerichtete Win- 
kel bilden, was an die Sculptur' mancher nordamerikanischer Unionen 
erinnert. Diese Aufbiegungen kommen aber nicht an allen Individuen 
und nicht immer an derselben Stehe vor, am häufigsten im mittlem 
Theil der Schale. Eine sehr schwache oberflächliche Radialstreifung 
lässt sich ausserdem noch erkennen. 

Die dünnen Schlosszähne brechen sehr leicht theilweise oder ganz 
ab, daher die verschiedenen Angaben über ihre Grösse und Zahl. 

Ob Hanley's Solen Javanicus recent bivalv. p. 14, pl. 11, flg. 19 
dieselbe Art, ist mir zweifelhaft, da die Abbildung ihn sehr schlank 
darstellt; die braunen unregelmässigen Streifen bilden kein Hinderniss, 



269 

da älinliche, wie es scheint, von der Schalenhaut fester anhaftendem 
Schlamm gebildet, auch bei sichern Exemplaren von Javanicus vor- 
kommen. 

6. Cultellus acuminatus Hanl. 

Solen acuminatus Hanley Proc. Zool. Soc. 1842, p. 122. 

Cultellus acuminatus Reeve üg. 29. 

Pharella acuminata Clessin Solenaceen S. 53, Taf. 15, üg. 1. 

Dem vorhergehenden sehr ähnlich, nur nach hinten noch mehr ver- 
schmälert aber Wirbel in %— V^ der Länge, Höhe zur Breite wie 
1 : 37^ , Unterründ kaum merklich concav, weniger von unten aufstei- 
gend. Grösseres Exemplar aus China 76'/;, Mill. lang, 19 hoch, grösster 
Queerdurchmesser beträchtlich hinter den Wirbeln 11 Mill.; kleineres 
aus Java 65, 17 und 9. 

Java, von Cuming an Dunker gegeben. Sonst aus Hongkong bekannt. 

7. Cultellus ovalis Dkr. 

Pharella ovalis Dunker Proc. Zool. Soc. 1861, p. 423; novitat. mar. 
S. 118, Taf. 39, Fig. 4. Clessin S. 56, Taf. 10, üg. 5. 

Cultellus ovalis Reeve conch. icon. p. 24. 

Höhe zur Länge wie 3 : 8. Ober- und Unterrand ziemlich gleich- 
massig schwach convex, hinteres Ende merklich mehr verschmälert 
als das vordere, Wirbel in etwas weniger als ^s der Länge. Jederseits 
nur 1 stark zusammengedrückter, säbelförmig vorstehender Schloss- 
zahn, links vor ihm 2 kleinere stumpfe, rechts dahinter ein sehr 
schwacher, stumpfer, schief aufsitzend (an dem einzigen Original- 
Exemplar Dunker's , wenn nicht etwa an jeder Seite einer abgebrochen). 
73 Mill. lang, 27 hoch, 13'/2 im Queerdurchmesser. 

Singapore; Cuming bei Dunker. Vermuthlich auch noch in Nieder- 
landisch-Indien anzutreffen. Diese Art erinnert in der mehr ovalen, 
stärker zusamengedrückten Form an die Cultellus in engerm Sinn, 
namentlich C. subellipticus , gehört aber nach der matten, feingestreif- 
ten Schalenhaut, der Farbe der Aussen- und Innenseite und der Zahl 
der Zähne näher zu C. oüvaceus und Javanicus. 

C) Ensiculus Ad. 1860. 

Aussen und innen röthlich mit bräunlichen Flecken. Oberrand mehr 
oder weniger concav. Wirbel vorn. Links 3, rechts 2 Zähne , der 
hintere jederseits weiter zurück und dem Rande parallel ausgedehnt. 



270 

8. CuUellus cultellus L. 
Teilina cultriformis Rumph amb. rar. S. 147 (deutsch 139) Taf. 45, 

Fig. F. 
Solen cultellus Linne syst. nat. ed. X, p. 675. Gmelin ed. XIII, 
p. 3224. Chemnitz Conch. Gab. VI, flg. 36, 37. ==Clessin Taf. 5, 
Fig. 7, 8. Lamarck Encycl. meth. pl. 223, fig. 4; bist. nat. an. 
s. vert. ed. 1, VI uro 8, ed. 2. Chenu illustr. conch. Solen pl. 2 
fig. 6. Favanne in Argenville conch. ed. 3 pl. 35, flg. C. unten. 
Cultellus cultellus Chenu manuel de conchyl. II , p. 23 fig. 98, nicht 
99. Reeve conch. fig. 23, = Clessin Solenaceen S. 40, Taf. 3, 
Fig. 2. 
Ensiculus cultellus H. Adams Proc. Zool. Soc. 1360. Taf. 14, Fig. 2. 
Violett-röthlich mit zahlreichen unregelmässigen hellbraunen Flecken. 
Oberrand vorn stark concav, hinter dem Ligament nahezu horizontal , 
Unterrand stark convex, Vorderrand steil abfallend , Wirbel in V? oder 
etwas weniger der Länge. Schale 64 — 73 Mill. lang, in der Mitte der 
Länge 17 — 21 hoch, Queerdurchmesser 8 Mill. 

Amboina, an der Mündung des Flusses Weynitu in die Bai von 
Ambon , senkrecht im Sand steckend , beim Nachgraben rasch tiefer 
hinunterrückend, Rumph. Java, Winter in der Dunker'schen Samm- 
lung. Manila, v. Besser im Berliner Museum. Philippinen, Cuming. 
Tranquebar in Vorderindien, Chemnitz. Macluer-Golf in Neu-Guinea, 
Exped. Gazelle. Thursday-island in der Torres-strasse Semon. 

C. aspersus und lividus Dkr., Clessin Taf. 14, Fig. 3 und 4, 
jener von China, dieser von Luzon angegeben, sind sehr ähnlich, 
nur durch etwas mehr vorgezogenen Vordertheil verschieden und 
wohl nur Varietäten. 
C. concinnus Dkr. Proc. Zool. Soc. 1861 p. 423 von der Insel 
Negros, Philippinen, dürfte nach den Original-Exemplaren in 
Dunker's Sammlung der Jugendzustand von cultellus L. sein. 
Länge 30, Höhe 10 Mill. Färbung wesentlich wie bei cultellus. 
Cultellus Cumingianus Dunker Proc. Zool. Soc. 1861 p. 422. 
Reeve fig. 7a und b. Clessin S. 39, Taf. 14, Fig. 5; cop. nach Peeve. 
Verhältnissmässig .höher und kürzer, Oberrand kaum oder gar nicht 
concav, Unterrand nur massig convex, vorn und hinten kurz abge- 
rundet bis ganz nahe ans Hinterende gleich hoch bleibend. Flecken 
blasser braun, oft unter sich zu einem unregelmässigen Netzwerk 
verbunden, sodass die helleren Zwischenräume mehr oder weniger als 



271 

Flecken hervortreten, 63 Mill. lang, 17 hoch, lOV^ im Durchmesser; 
Wirbel in V« der Länge , Insel Cebu , Philippinen , Cuming. 

Zwei Exemplare in der Dunkerschen Sammlung mit der Notiz „äus- 
serst constant in Form und Zeichnung". Das schiefe braune Feld, wel- 
ches Clessin a. a. 0. an der Cumingschen Figur hervorhebt und mit 
dem mancher ächter Solen vergleicht, dürfte doch wohl nur vom Er- 
haltenbleiben der Schalenhaut oder stärkeren Zusammenfliessen der 
Flecken herrühren; keines der Dunker'schen Exemplare zeigt etwas 
gleiches. 

Var. Dunkerianus. 

Ein drittes Stück der Dunkerschen Sammlung, ebenfalls von ihm 
als Cnmingianus bezeichnet, weicht einigermassen in Form und Farbe 
ab: Vorderrand etwas schmäler vorgezogen, die zwei hintern Drittel 
des Unterrandes gerade, ja ein wenig eingebogen. Färbung blass röth- 
lichbraun mit zerstreuten kleinen weissen Flecken, 66 lang, 16 hoch, 
10 im Durchmesser. Wirbel in V7 der Länge. 

In der Färbung ähnlich dem C. australis Dkr. von Port Essington, 
aber in der Form des Unterrandes und Hinterendes verschieden. 

Insel Flor es. 

9. CuÜdlus marmoratus Dunk. 

Dunker Proc. Zool. Soc. 1861 p. 423, ind. moll. jap. p. 174, Taf. 7, 
Fig. 24, copirt bis Clessin S. 37, Taf. 4, Fig. 4. 

Oberrand gleichmässig und ziemlich stark ooncav, Unterrand noch 
stärker. Vorder- und Hinterende kurz abgerundet, klein, dunkler 
röthlichbraun gefleckt mit zahlreichen kleinen weissen Flecken, 46 
mm. lang, 11 hoch, 6'/j im Durchmesser. Wirbel in V^ der Länge, 
also sehr weit vorn. Das einzige Exemplar der Dunker'schen Samm- 
lung hat zwei Etiketten ; auf der einen steht Japan , auf der andern 
Flores. Da Japan durch die Publikation von Dunker gesichert ist , 
dürfte Flores das unwahrscheinlichere sein. 

Solen. L. restr. 

Schale langgestreckt, Ober- und Unterrand unter sich parallel , Wir- 
bel und Schloss ganz vorn, Vorder- und Hinterrand nahezu gerad- 
hnig abgeschnitten, gleichmässig klaffend. Fuss cylindrisch, nach dem 
freien Ende zu eicheiförmig sich verdickend. Athemröhren massig 
lang, unter sich verbunden. 



272 

Indem jede Anwachslinie ana iiintern Ende unten sich plötzlich auf- 
biegt, entstehen bei weiterem Wachsthum auf der Aussenfläche zwei 
bestimmte langgezogene Dreiecke mit verschiedener Richtung der An- 
wachslinien , ein vorderes unteres nach hinten zugespitztes mit hori- 
zontalen, und ein oberes hinteres nach vorn zugespitztes mit senk- 
rechten Wachsthumslinien ; die Gränze beider Dreiecke verbindet alle 
diejenige Punkte , welche einmal im Laufe des Wachsthums die untere 
Ecke gebildet haben. So ist es bei allen Arten beider Untergattungen, 
nicht nur bei der einen , Ensis , bei welcher P. Fischer es angibt, doch 
mehr oder weniger in die Augen fallend , je nachdem die Farbenbän- 
der mehr oder weniger hervortreten. 

Da die Artunterscheidung und Synonymie hier etwas schwierig ist, 
erwähne ich alle aus dem malayischen Archipel, einschliesslich Singa- 
pore und der Philippinen bekannten Arten. 

Ä) Solen im engern Sinn. 

Links und rechts vorn je 1 zusammengedrückter rechtwinkliger Zahn. 
a) Rücken- und Unterrand geradlinig. 
aa) Vorderrand merklich schief. 

1. Solen curtus Desmoul. 
Solen rectus brevis Lister bist, conch. pl. 410 fig. 256, 1687. 
Solenes bivalves Rumph. amb. rar. p. 149 (deutsch S. 142) Taf. 

45, fig. M. 
Manche de couteau Argenville conchyliologie id. 1 p. 343, pl. 27 (ed. 

2 pl. 24) fig. K. = Favanne conchyliologie pl. 55 , fig. B. 1 unten. 
Solen vagina Linne syst. nat. ed. X. p. 674 zum Theil; Mus. Lud. 

Ulr. p. 472. Hanley ipsa Linn. conch. p. 29. — Chemmitz Conch. 

Gab. VI, S. 43 z. Theil, fig, 26, copirt bei Clessin Solenaceen, 

Taf. 3, Fig. 4. - Encycl. raeth., Vers pl. 222, fig. la 6c. 

— vagina var. a. Spengler in Skrivter af Naturhist. Selskabet 
III 2, 1794, p. 84. 

— — vagina var. abbreviata Lamarck bist. nat. an. s. vert. ed. 1. 
V, nro. 1, 2, 1818; ed. 2, VI p. 54. 

— curtus Desmoulins in Actes de la Sociöte Linnöenne de Bordeaux 
V, 1832, p. 113. 

— abbreviatus Philippi abbild. neuer Conchyhen I, S. 1, Taf. 1, 



273 

Fig. 1, 1843. - Clessin Solenaceen S. 9, Taf. 2, Fig. 10 (und 
Taf. 4, Fig. 2?). 

— Chemnitzii Chenu iUustrations conchyliolog., Solen pl. 1 flg. 5, 
5a und 7 (vor 1846) — Clessin Solenaceen S. 5, Taf. 1, Fig. 4. 

— brevis (Grray??j. Mörch cat. collect. Toldi n, 18-53, p. 6. Reeve 
conch. icon. XIX flg. 6. 

Vorn schief abgeschnitten , ohne merkliche Furche aussen , aber 
innen mit wulstigem Ptand; vorderes Ende der ManteUinie dem Vor- 
derrande nahe und ihm parallel. Hinterende ein wenig niedriger, Hin- 
terrand fast senkrecht, doch unten etwas abgerundet. 

Grünlich -braun , heller oder dunkler, fast eüifarbig, abgerieben matt- 
rosemoth iV-^ — 5 mal so lang als hoch, jüngere nur 4 mal. Mein 
Exemplar von Amboina 105 Mül. lang, 21 hoch, 15 im Dm'chmesser. 
Durchschnittliche Grösse aber nur etwa 76 — 88 lang, 13 — 17 hoch. 
Das kleinste anscheinend ausgewachsene 55 lang, 12 hoch. 

Amboina, E,umph; ebenda von mir gefunden. Makassar, v. 
Martens. Java, Winter in Dunker's Sammlung. Manüa, Valenciennes 
in derselben Sammlung. Philippinen, Cuming bei Reeve. Kei Bandan, 
Beccari. Tranquebar, Spengler. 

Es kann kein Zweifel sein, dass diese Art die von Linne im ilu- 
seum Ludovicae TJlricae beschriebene ist, aber im Systema naturae 
hat er mit derselben auch den europäischen S. marginatus Donov. 
(rotundatus Spengl., vagina vieler Autoren) vereinigt, da er als Va- 
terland das europäische und das indische Meer angibt und die Abbil- 
dung der europäischen Art bei Gualtieri citLrt. Da desshalb in vielen 
Schriften, so noch neuerdings bei Jeffreys und Clessin, diese europäi- 
sche Art S. vagina genannt wird, dürfte es vorzuziehen sein den 
zweideutigen Namen ganz fallen zu lassen und die eine Art margina- 
tus, die andere curtus zu nennen, was zu keiner Verwechslung An- 
lass gibt. 

Solen brevis Gray, im Britischen Museum, wird oft als identisch 
mit dieser indischen Art betrachtet; er ist meines Wissens zuerst in 
Hanley's recent Bivalves 1842 — 56, p. 12, pl. 13, flg. 42 pubücirt, 
demnach später als der Name von Desmouhns, und scheint sich 
danach durch rechtwinklig abgeschnittenen Vorderrand, sowie durch 
die Färbung zu unterscheiden; auch soll er aus amerikanischen Mee- 
ren stammen. Die von Reeve für brevis gegebene Abbildung, fig. 6., 
(ob nach Gray's Original gezeichnet?) ist 117 Mül. lang und I4V2 hoch, 

18 



274 

also verhältnissmässig zu lang und schlanck für unsern curtus und 
gleicht eher einem Jüngern S. grandis Dkr., nur ist er hinten etwas 
zu niedrig dafür. 

Solen Ceylonensis Leach zool. miscell. I, p. 22, pl. 7, 1814. Knorr 
vergnüg, d. äugen I, Taf. 28, Fig. 3, S. vagina (part.) Chemnitz Conch. 
Gab. VI, S. 43, Taf. 4, Fig. 28 = Clessin Solenaceen Taf. 3, Fig. 5, 
6, Spengler Skrivter naturh. Selsk. III, 2, p. 83, S. vagina var. a 
major Lam. hist. nat. an. s. vert. V, not., ed. 2, VI, p. 64, S. vagina 
Schumacher essai p. 124, Taf. 6, Fig. 3, S. truncatus Sow. gen. part 
32 pl. 194, Fig. 1, (1830) Reeve conch. ic. 1, S. intermedius Koch 
bei Philippi abbild. I, S. 36, Taf. 1, Fig. 5, 1843 (nicht Clessin) S. La- 
marcki Chenu illustr. conchji. Solen pl. 1, fig. 2, 2a; 5—6 mal so lang 
als hoch, mit deutlich ausgeprägten Purpurbändern, welche wie bei 
der Gattung überhaupt parallel den Anwachslinien im hintern oberen 
Dreieck senkrecht, im vordem untern horizontal verlaufen; am hintern 
Ende ebenso hoch oder auch etwas höher als am vordem. Ein vom 
Grafen zu Eulenburg auf Ceylon erhaltenes Stück 158 Mill. lang, 27 
hoch, 19Yj im Durchmesser, ein Stück der Dunker'schen Sammlung 
188 lang, 22V2 hoch, kleinere 120 lang und 20 hoch. Bis jetzt mir 
nur aus Ceylon bekannt, könnte aber wohl auch in Niederländisch- 
indien noch gefunden werden. 

Solen grandis Dunker Proc. Zool. Soc. 1861, p. 418; novitat. conch. 
II, S. 71, Taf. 24, Fig. 5, Clessin Solenaceen S. 18, Taf. 7, Fig. 1, 
nach dem Original-Exemplar in Dunker's Sammlung, nahezu so gross 
wie S. Cej'lonensis, 125 Mill. lang und 25 hoch, also 1 : 5, bräunlich 
wie S. curtus, Hinterrand unten etwas mehr abgerundet als bei diesen 
beiden und ebenso hoch wie der Vorderrand. Soll von den Philippinen 
stammen, im Berliner Museum aber nur Exemplare aus dem nördli- 
chen Cliina und aus Japan mit bestimmten Fundortangaben, aus Japan 
auch von Lischke und Dunker ind. moll. jap. angeführt; das japani- 
sche Exemplar aus Dunker's Sammlung ist aber nur 103'/ä Mill. lang 
bei 25 Mill. Höhe, also Verhältniss nahezu 1 : 4, wie bei S. curtus, 
doch der Hinterrand unten charakteristisch abgerundet. Jedenfalls ste- 
hen diese Arten sich sehr nahe. 

Solen regularis Dkr. Proc. Zool. Soc. 1861, p. 419; Reeve conch. 
ic. fig. 30. Clessin Solenaceen S. 22, Taf. 9, Fig. 2. Vorn schief abge- 
schnitten, ohne Furche wie curtus, einfarbig braun, i^/^ bis etwas 
über 5 mal so lang als hoch, 59—68 MiU. lang, 12—15 hoch, 9 im 



275 

Durchmesser, von Madras angegeben, könnte nach den Exemplaren der 
Dunker'schen Sammlung wohl ein Jugendzustand oder kleinere Form 
von curtus sein. 

2. Solen Timorensis Dkr. 

Dunker Zeitschr. f. Malak. 1852, S. 56, novitat conchol. S. 9, Taf. 
3, Fig. 2, Reeve flg. 27, Clessin Solenac. S. 18, Taf. 6, Fig. 1. 

Vorn sehr schief abgestutzt, untere Ecke scharf, Vorderrand ohne 
Furche, Hinterrand umgekehrt von oben und vorn nach unten und 
hinten schief, auch hinten etwas höher als vorn, blass gelblich mit 
blass röthlichen Bändern, etwa 6 mal so lang als hoch. Unterrand 
128, Oberrand 116 MilL, Höhe vorn 18, hinten 20 Mül. 

Timor, Scheepmaker'sche Sammlung. Im Berliner Museum nicht 
vorhanden. 

3. Solen BecM Phil. 

Philippi Abbildungen neuer Conch. HI, S. 48, Taf. 2, Fig. 1. 1847 

copirt bei Clessin Solenac. S. 5, Taf. 1, Fig. 4, 5. 
? Solen Lamarckii var. Chenu illustr. conch. pl. 1, Fig. 4. 
Gross, dunkelbraun, Vorderrand wenig schief mit schwacher Furche 
Hinterrand gleich hoch oder ein wenig niedriger, schwach abgerundet 
Oft ein helleres kleines Dreieck, Basis nach unten, hinter dem Vor 
derrand. Grössere Stücke über 5, kleinere 4V2 mal so lang als hoch 
Philippi's Original 107 Mill. lang, vorn und hinten 20 hoch; zwei 
Stücke von Java heller gelbüch, nur 89 Mill. lang, I9V2 hoch, 12 im 
Durchmesser. 

Java, Winter in Dunker's Sammlung. Philippi kannte das Vater- 
land seines Original-Exemplars nicht. 

4. Solen exiguus Dkr. 

Dunker Proc. Zool. 1861, p. 419 und novitat. conch. S. 117, Taf. 

39, Fig. 1. 
Mit schiefem, aber etwas gewölbtem Vorderrand, 4 mal so lang als 
breit, 38 — 40 Mill. lang, 8 — 9 hoch, 4 — 5 im Durchmesser. 

B r n e , Cuming. Dürfte sich ähnhch zu S. Becki verhalten , wie 
regularis zu curtus. 



276 

5. Solen corneus Lamarck. 

Lamarck bist. nat. d. an. s. vert. V, 1818 nro 2; ed. 2. VI, p. 54. 
Delessert recueil des coquilles de Lamarck pl. 2, üg. 2. Hanley 
rec. Bivalves p. 11, pl. 10, fig. 42. Philippi abbild. neuer conch. 
III, S. 44, Taf. 2, Fig. 2. Reeve conch. icon. XIX, fig. 19, aber 
nicht pl. 7, fig. ISO. Clessin Solen. S 9, Taf. 2 (nicht 3) Fig. 8, 9. 

Etwa 6 mal so lang als hoch. Vorderrand schief, etwas gewölbt 
und dunkel gesäumt, Hinterrand ziemhch senkrecht. Glänzend gelb- 
braun , fast einfarbig. Delessert's Figur, die doch wohl ein Original- 
exemplar darstellt, 53 V2 MiD. lang, 9^^ hoch, Philippi's Figur 60 lang 
und 10 hoch, diejenige bei Reeve 67 und 10, ein Stück aus Borneo in 
Dunker's Sammlung 61 Mill. lang, 9 hochund 6'/3 im Queerdurchmesser. 

Java, Leschenault (verschrieben Laichenau) bei Lamarck. Borneo 
und Philippinen von Cuming erhalten in Dunker's Sammlung. Tuti- 
corin im Golf von Manaar bei Ceylon, Thurston. Rothes Meer, Phi- 
lippi. Tschifu im Golf von Petscheli, durch v. Möllendorff erhalten. 
Japan, Dunker. 

Vielleicht gehört hieher auch ein grösseres Stück, angeblich aus 
Java, 91 Mill. lang, 16 hoch, 12 im Queerdurchmesser. 

Die Abbildung von S. corneus bei Chenu illustr. conch. pl. 1, fig. 8 
ist beträchtlich weniger schlank, 51 Vj Mill. lang und 12 hoch, und 
passt besser zu S. Schultzeanus Dunker novitat. S. 8, Taf. 3, Fig. 
1 , welcher angeblich aus Portugal stammen soll , aber das Berliner 
Museum besitzt ein sehr gut damit übereinstimmendes Exemplar von 
Swatau in China, aus der Sammlung des verstorbenen Hafenkapitäns 
Fokkes in Hamburg. 

Sehr ähnhch, aber bedeutend grösser und noch schlanker, 7 mal so 
lang als hoch, (121 Mill. lang, 17 hoch) mit schmaler Furche längs 
des Vorderrandes, ist S. Gouldi Conrad 1867, Dunker ind. moll. 
Jap. S. 173, Taf. 16, Fig. 11, von Reeve unrichtig als S. gracilis 
Philippi abgebildet, fig. 17. 

Solen Malaccensis Dunker. Proc. Zool. Soc. 1861, p. 419; 
novitat. S. 72, Taf. 24, Fig. 6, Reeve fig. 20, Clessin Taf. 7, Fig. 
6, ist diesem ähnlich, 115 Mill. lang, 17 hoch und 11 im Queer- 
durchmesser, bei Reeve 128 lang und 15 hoch, also 7 — 8 mal so lang 
als hoch, mit sehr deutlicher Furche am Vorderrand, hinten schmal 
und kaum abgerundet. Von Malakka, also wohl auch noch in Nieder- 
ländisch-Indien zu finden. 



277 

Solen gracilis Philipp! in Zeitschr. f. Malakozool. 1847, p. 72. 
Dunker novitat. conch. S. 71, Taf. 24, Fig. 3. (nicht Reeve und Clessin). 

Sehr schlank , 7 — 8 mal so lang als hoch , glänzend hornbraun , mit 
schwacher Bänderung beider Felder. Vorderrand ein wenig gewölbt, 
doch ohne Furche, dunkel-gesäumt, ein wenig schief; Hinterrand 
ziemlich senkrecht, nur wenig abgerundet. Das grösste Stück in Dun- 
ker's Sammlung 111 Mill. lang, 14 hoch, 10 im Durchmesser, von 
der Philippinen-insel Negros; ein zweites 94, 12 und S^j, das von 
ihm abgebildete nur 85, 12 und 8. Clessin's Abbildung Taf. 6, Fig. 
4 weicht durch senkrechten Vorderrand ab; Reeve's S. gracilis von 
Japan ist S. Gouldi Conrad, 

6. Solen linearis Spengl. 
Spengler in Skrivter naturhist. Selskab. Kopenhagen III, 1794, 
p. 87. Chemnitz Conch. Cab. XI, S. 95, Fig. 1931, 1932. Hanley 
recent bivalves p. 12. Reeve conch. icon. fig. 22. Clessin Solena- 
ceen S. 23, Taf. 9, Fig. 4. 
Dünn und sehr schmal, 7 — 11 mal so lang als hoch, weisslich, 
dicht violettröthlich gebändert. Vorderrand etwas schief mit schwa- 
chem Einkniff, 42-61 Mill. lang, 6-7 hoch; Reeve's Figur 78 lang, 
7 hoch. 

„Borneo shoal, Java sea, off Borneo's East coast" von unbe- 
kanntem Geber im Berhner Museum. Mkobaren , Speng- 
ler und Chemnitz. Philippinen, Reeve. In Japan zu 
verschiedenen Zierraten verwandt, v. Martens. 
Ähnlich ist S. cylindraceus Hanly rec. bivalv. p. 337, pl. 12, 
fig. 41, Philipp! abbild. III, Taf. 2, Fig. 5, Clessin Taf. 1, Fig. 6, 7, 
S. corneus var. Reeve conch. icon. pl. VII, flg. 18ö, sechsmal so lang 
als hoch, blass gelblich, Vorderrand concav, schief mit deutlicher 
Furche, Hinterrand stumpf gerundet. Länge 60 — 65 Mill., Höhei 
7^/^ — 9 hoch, 7 im Queerdurchmesser. Die früheren Autoren geben 
keinen Fundort an ; im Berliner Museum ist er von den Querimba- 
inseln an der Ostküste von Afrika, von W. Peters gesammelt, vorhanden. 
Solen vitreus Dunker Proc. Zool. Soc. 1861 p. 420. Reeve conch. 
icon. XIX, flg. 9. Clessin Solenaceen S. 23, Taf. 9, Fig. 5. Weiss 
und so durchsichtig , dass Mantellinie und Mantelbucht auch von aussen 
zu sehen sind, gerade, 4 — 4-/2 mal so lang als hoch, Vorderrand 
schief, gewölbt, mit deutlicher Furche; Hinterrand etwas schief ab- 



278 

gerundet. Zähne jederseits nur Einer. •41 — 42 Mill. lang, 9 — 10 hoch, 
6 im Durchmesser. Malakka und Singapore (Pätel's Sammlung). Viel- 
leicht nur Jugendzustand, aber von welcher Art? 

b) Vorderrand senkrecht. 

7. Solen pidiis Chenii. 

Manche de couteau Argenville conchyliologie ed. 1. 1742 , pl. 27 
(ed. 2, pl. 24) flg. M. = Favanne conch. pl. 55, flg. B 2. 

Solen Vagina var. c minor maculis variis picta Lamarck hist. nat. 
d. an. s. vert. ed. 1, V nro. 1; ed. 2, VI, p. 54. 

Solen pictus Chenu illustr. conch. Solen pl. 1 , fig. 6 , (vor 1846 , 
da in Engelmann's bibl. hist. nat. erwähnt). 

Solen versicolor Philippi Abbild, neuer conch. III , S. 43 , Taf. 2 , 
Fig. 3. 1847 Clessin Solenaceen S. 8, Taf. 2, Fig. 6, 7. 

Vorderrand aussen etwas eingekniffen, innen stark gewulstet; Hin- 
terrand ziemlich senkrecht. Zeichnung weiss und violett-braun, mehr 
marmorirt und fleckig als gebändert. Schale verhältnissmässig 
dick, 5 mal so lang als hoch; 80 — 88 Mill. lang, 13 — 17 hoch, ein 
ungewöhnlich grosses Stück unbekannter Herkunft 98 Mill. lang und 
18 hoch, also 1 : 5Vä. 

Molukken, Dunker'sche Sammlung und von G. Schneider in 
Basel. Manila, v. Besser im Berliner Museum. 

Betreffs der Zähne finde ich an den vorliegenden Stücken aufifallende 
Variationen: das eine von den Molukken zeigt sowohl den rechten 
als linken Zahn zweispaltig, aber am linken ist der vordere, am rech- 
ten der hintere Theil mehr vorstehend; an einem zweiten von den 
Molukken ist der rechte Zahn stark, aber sehr zusammengedrückt 
und einfach, der linke abgebrochen; an dem dritten von den Molukken 
beide abgebrochen (oder nicht ausgebildet?) 

Kecht ähnlich in der Färbung, aber merklich sclilanker ist S. Sloa- 
nei Gray bei Hanley rec. bivalv. p. 12, pl. 11, fig. 18, Reeve fig. 
10, Clessin S. 26, Taf. 9, Fig. 6, von Sydney in Australien, 78-80 
Mill. lang, 11 — 13 hoch, 8-11 im Durchmesser, also 6 — 7 mal so 
lang als hoch. 

Solen pictus Philippi Zeitschr. f. Mal. 1848 ist davon verschieden. 
S. pictus Spengler ist Psammobia vespertina. 



279 

8. Solen Belesserti Chenu. 

Solen Delesserti Chenu, le^ons elementaires pl. 1, fig. 3; Reeve 

conch. icon. XIX, fig. 8, copirt bei Clessin S. 30, Taf. 12, Fig. 

4. (nicht gut). 
Solen brevissimus Martens in Ann. Mag. nat. bist. (3) XVI, Dec. 

1865, p. 432. 

— exiguus (Dunker) Reeve conch. icon. fig. 32. 
? — minimus Zelebor in Dunker's Sammlung. 

— Dunkerianus Clessin Solenac. S. 35, Taf. 16, Fig. 1. (nicht 
Taf. 8, Fig. 5). 

Auffallend kurz, nur 3'/2 mal länger als hoch, und stark gewölbt, 
hornfarbig, wenig glänzend, mit starken Wachsthumsabsätzen. Vor- 
derrand senkrecht etwas abgerundet, mit deutlichem Einkniff hinter 
dem Rande. Hinterrand etwas mehr abgerundet, 33 — 37 Mill. lang, 
9—10 hoch, 8'/o im Queerdurchraesser. Rechter und linker Zahn 
hinter dem Einkniff des Vorderrandes stehend. Innenseite auffallend 
röthlich, namentlich hinten. Athemröhren vereinigt, mit schwarzen 
Ringen wie eingeschnürt. 

Singapore auf den Strassen verkauft, wahrscheinlich aus dem 
Schlamm der Flussmündung daselbst, v. Martens, Oct. 1861, auch 
von Zelebor in Singapore erhalten. Philippinen-insel Zebu, Cuming in 
der Dunkerschen Sammlung. 

Die beiden folgenden sind zwar bis jetzt noch nicht aus Niederlän- 
disch-Indien bekannt, mögen aber doch als auffällige Formen aus der 
nächsten Nachbarschaft hier eine Stelle finden: 

c) Rücken- und Unterrand etwas gebogen. 

Solen Woodioardi Dkr. 

Dunker Proc. Zool. Soc. 1861 p. 420; novitat. S. 70, Taf. 24, Fig. 
8. Clessin Solenaceen S. 15, Taf. 6, Fig. 6. 

Solen Fonesii Reeve conch. icon. XIX, fig. 29. 

Oberrand etwas concav, Unterrand etwas stärker convex gekrümmt ; 
Aussenseite glänzend hornbraun, fast einfarbig, die beiden Dreiecke 
kaum angedeutet. Vorderrand wenig schief, mit flaclier, nach unten 
sich etwas erweiternder Furche. Kleine Stücke 4V3 mal, grössere 
5 mal so lang als hoch. Dunker's Exemplare 51 — 53 Mill. lang, 11 — 
12 hoch, 7 im Durchmesser; Reeve's Figur 59 lang, 12 hoch. 



280 

Phillipineu, Insel Zebu, Cuming. 
S. Fonesii Dunker Proc. Zool. Soc. 1861, p. 419 (verrauthlich 
Druckfehler für Jonesii) = Jonesii Reeve flg. 11 aus dem nördlichen 
Australien ist eine andere, nicht gekrümrate Art. 

B) Ensis Schumacher. 

Links zwei zusammengedrückte Schlosszähne, senkrecht vom Schloss- 
rand abstehend, nahe bei einander, den einen der rechten Seite zwi- 
schen sich nehmend. Dahinter links und rechts 1 — 2 schief zurück- 
liegende Zähne. Manche Arten sichelförmig gebogen. 

Solen (Ensis) Luzonicus Dkr. 

Dunker Proc. Zool. Soc. 1861, p. 421. 

Etwas gekrümmt, blass gelb, 82 Mill. lang, vorn 14, hinten 16 '/s 
hoch, Queerdurchmesser 7 Mill. Links und rechts zwei schiefliegende 
Zähnchen hinter den Hauptzähnen. 

Philippinen, Insel Luzon. 

Reeve's und Clessin's Abbildungen dieser Art, dort flg. 24 und pl. 
7, flg. 20Ö, hier Taf. 12 (nicht 13) Fig. 7 passen nicht zu dem Exem- 
plar in der Dunker'schen Sammlung, indem sie einen viel zu schie- 
fen A''orderrand und eine mehr geradlinige Gestalt der ganzen Schale 
zeigen, auch bedeutend kleiner sind. 

PHOLADIDAE. 

Die grosse Mehrzahl der Arten von Pholas, Teredo und verwandten 
Gattungen sind acht marin; manche finden sich allerdings gerne in 
treibendem Holz und werden dadurch weit verbreitet, so die meisten 
Teredo-Arten , Pholas (Martesia) striata L. = clavata Lam., Rumph's 
Pholas lignorum (amb. rar. S. 152 deutsch S. 147, Taf. 46, flg. H) 
und in Europa die Gattung Xylophaga. Die jungen Thiere dürften in 
der Regel im Meere selbst an das schon schwimmende Holz sich an- 
setzen. Doch sagt Rumph am angeführten Ort von Ph. striata, dass 
sie in vermoderten Pfählen wachse , welche in salzigem Wasser stehen , 
und von verschiedenen Hafenplätzen geht die Sage, dass die dort 
ankernden Schiffe leicht von Teredo inficirt werden. In Vorderindien 
sind auch zwei hieher gehörige Arten in ganz süssem Flusswasser 



281 

gefunden worden: Pholas (Martesia) rivicola Sow. im Flusse Pantai, 
12 engl. Meilen oberhalb seiner Mündung in schwimmendem Holz und 
Teredo (Nausitora) Dunlopei P. Wright in einem Seitenarm des untern 
Ganges, Comer, oberhalb Mandarapore, 70 engl. Meilen oberhalb des 
Meeres , ohne nähere Angabe der Art des Vorkommens (Transact. Linn. 
Sog. XXIV 1864:, p. 451); in beiden Fällen wird angegeben, dass 
das Wasser ganz süss war, obwohl der Einfluss von Fluth und Ebbe 
durch Stauung oder stärkern Abüuss des Wassers sich noch bemerklich 
macht. In Niederländisch-Indien ist meines Wissens etwas Ähnliches 
noch nicht beobachtet. Aber zwei Arten sind für die Mangle-gegenden 
so charakteristisch, dass sie hier angeführt werden müssen. 

Pholas L. 

Untergattung Maetesia (Leach) Blainv. 

Jede Schale durch eine vom Wirbel herablaufende Furche in einen 
vordem und hintern Theil mit feilenartiger Skulptur getheüt, der 
hintere mit glatter zugespitzter A^erlängerung , der vordere ebenfalls 
mit einem glatten, aber stark gewölbten Anhang, welcher die vordere 
Lücke völlig schliesst. Accessorische Schalenstücke ein breites über den 
Wirbeln, ein schmales über dem hintern Rückenrand und ein eben- 
falls schmales über dem hintern Bauchrand. Alle Arten verhältniss- 
mässig klein und bauchig, vorzugsweise in Holz bohrend. 

1. Pholas {Martesia) striata L. 
Pholas lignorum Rumph amb. rar. p. 152 (deutsch S. 147) Taf. 46, 
Fig. H (nicht gut). Gualtieri ind. test. tab. 105, fig. F. 

— striatus Linne syst. nat. ed, X, p. 670. — Ph. striata Gmelin 
ed. XIII, p. 3215. Encycl. meth. pl. 170, fig. 1—3. Sowerby 
gen. of Shells nro. 24 pl. 136, fig. 2 = Reeve conch. syst. pl. 24, 
fig. 2; thesaur. conch. II, fig. 40 — 42. Reeve conch. icon. XVIII, 
fig. 32. 

— pusillus Linne syst. nat. ed. X, p. 671. — Ph. pusiUa Gmelin 
ed. XIII, p. 3216. Chemnitz Conch. Gab. VIE. fig. 867—871. 

— clavata Lamarck bist. nat. an. s. vert. ed. 1 nro. 9; ed. 2, VI, p. 46. 
Martesia striata Gray in Ann. and Mag. n. h. (2) VIII, 384. Adams 

gen. moh. II, p. 330, pl. 90, fig. 5. Chenu manuel de conch. 
II, p. 9, fig. 48-50. Woodward manual p. 329, pL 23, flg. 21. 



282 

Tryon Pholadacea p. 92. Clessin Plioladea in der neuen Ausgabe 
von Martini-Chemnitz S. 45, Taf. 10, Fig. 2, 3 und 7, 8. 

Drei unpaare accessorische Schalenstücke, ein breites fast kreisför- 
miges über den Wirbeln, je ein schmales über dem hintern Rücken- 
rand und dem hintern Bauchrand. Skulptur hinter der Furche ebenso 
dicht wie vor derselben. 

(Molukken) in vermoderten Pfählen, welche in salzigem Wasser 
stehn, Rumph. Durch schwimmendes Holz weit verbreitet im indischen 
und atlantischen Ocean, zuweilen selbst bis zu den Küsten Englands 
gelangend, theils in der Holzwand von Schiffen, theils in treibenden 
Blöcken von Mahagoni — Holz. (Forbes-Hanley und Jeffreys). 

2. Pholas (Martesid) rivicola Sow. 

Pholas rivicola Sowerby thesaur. H, fig. 90, 91. Adams und 
Reeve Zool. Voy. Saraarang, Mollusca p. S-l, pl. 23, fig. 5; Reeve 
conch. icon. XVin, fig. 22. 
Martesia rivicola Gray loc. cit. p. 384. Tryon Pholadacea p. 91. 

Clessin Pholadea S. 44, Taf. 11, Fig. 5, 6. 
Parapholas fluminalis Blanford in Journ. Asiat. Sog. (2) VI, 1867, 
p. 67, pl. 3, flg. 1, 3. Stoliczka Palaeontologia Indica EI, p. 20, 
24. Clessin c. a. 0. S. 50, Taf. 13. Fig. 4, 5. 
Vorderes accessorisches Schalenstück in zwei seitliche Hälften ge- 
theilt. Schale hinter der Furche viel glatter, nur mit entfernter stehen- 
den, hauptsächlich von der Cuticula gebildeten concentrischen Larael- 
len. 27 Mill. lang und 11 hoch. 

Ost-Borne 0. Fluss Pantai bei Gunung Tabor, 12 engl. Meilen 
aufwärts von der Mündung, wo das Wasser schon süss ist, im 
schwimmenden Holz der Anlande, A. Adams. Petshaburi im Golf von 
Siam und im süd-chinesischen Meer unter S° N. Br. in schwimmen- 
dem Holz, V. Martens, 8 Aug. 1860. Aus Port Canning, im Delta 
des Ganges, von Stoliczka eingesandt. Brackwasser von der Mündung 
des Irawaddi, Blanford. 

Blanford's Parapholas fluminalis, von Stoliczka selbst erhalten, kann 
ich nicht wesentlich verschieden finden ; wegen dem doppelten Schalen- 
stück über dem Wirbel wurde sie zu Parapholas gesteUt, aber im 
Übrigen gleicht die Schale viel mehr einer Martesia als einer Parapholas. 
Diese Art lebt also nicht nur in süssem, sondern auch in salzigem Was- 
ser und kommt mit schwimmendem Holz bis ins offene Meer hinaus. 



283 



Teredo L. 

Schale viel kleiner als das ganze Thier, von der Struktur und fei- 
lenartigen Skulptur einer Pholas, ungefähr so hoch wie lang, vorn und 
hinten stark klaffend, mit einer von den Wirbeln herablaufenden 
Furche aussen; innen jederseits ein langer gebogener Fortsatz. Körper 
in die Länge gezogen , nur ganz vorn von der Schale bedeckt , übrigens 
eine von der Schale getrennte röhrenförmige Kalkmasse absondernd 
und sich dadurch von der Umgebung isolierend. Athemröhren eine 
Strecke weit vereinigt, an ihrer Trennung mit einem Paar schalen- 
artiger schaufeiförmiger Kalkstücke (Paletten) versehen. 

Ä) FußOELLA Lam. 

Furcella Lam. 1801. Septaria Lamarck 1816. Clossonaria Ferussac 
1821, corrigirt zu Ciausaria von Menke 1828. Kuphus (Guettard) der 
neueren Autoren. 

Röhre nach aussen nicht fest angewachsen, im Schlammgrund ste- 
ckend, keulenförmig und ziemlich gerade, vorn dicker und durch ein 
dünneres Stück geschlossen, hinten zwei verhältnissmässig lange 
Gabelarme für die Athemröhren büdend, schon in der Mitte, bei äus- 
serhcher Einheit, innen durch eine Scheidewand zweigetheilt. Paletten 
schaufeiförmig, am freien breitern Ende concav mit Mittelrippe, der 
Stiel schlank und annähernd stielrund, etwas plattgedrückt und un- 
regelmässig gebogen. 

Seit Mörch wird diese Abtheilung von den meisten Autoren Kuphus 
oder Cuphus genannt, mit Berufung auf Guettards Werk von 1774; 
wenn man aber dieses selbst nachschlägt, S. 139 und 141, findet sich, 
dass er seine Gattung auf eine zweifelhafte Figur von Seba gegrün- 
det hat, thesaur. III, tab. 94, die Figur unterhalb der grossen Fur- 
cella, eine mehrfach gekrümmte etwas konische Röhre, aus deren 
breitem Ende ein keulenförmiger Weichkörper, aus dem schmalen ein 
schmälerer am Ende gegabelter Weichkörper hervorsteht. Guettard hat 
diese Figur als Typus seiner neuen Gattung in seinem Werk, Tafel 
69, Figur 8 kopirt, und charakterisirt dieselbe als Meer-röhre (tuyau 
marin), deren Thier konisch und am hintern Ende gegabelt sei; dass 
die Röhre selbst sich gable, steht in der Gattungsdiagnose nicht 
und ist auch in der Figur nicht der Fall. Wenn diese überhaupt ge- 



284 

deutet werden kann, so liegt es am nächsten an eine eigentliche 
Teredo zu denken, deren Siphonen und Paletten das hintere gegabelte 
Ende bilden ; auch die Grösse passt dazu. Nur ist die Röhre für Teredo 
zu vielfach gekrümrat. Die zweite Art Guettard's scheint eine Vermetus- 
röhre, ähnlich lumbricalis, locker spiralgewunden. Seine vierte und 
fünfte Art sind nun allerdings unsere Teredo arenaria, aber er stellt 
sie selbst nur mit Zweifel in diese Gattung und sie können also nicht 
den Ausschlag geben. Der Name Kuphus ist wohl das griechische 
Wort Ku^poi , gekrümmt, da Guettard öfters in seinen Namen das 
griechische Ypsilon dem Französischen entsprechend mit ü wiedergibt. 

1. Teredo (Furcella) arenaria L. 
Solen arenarius Rumph amb. rar. p. 124 (deutsch S. 105) Taf. 41, 

Fig. D.E., copirt bei Martini Conchylien-Cabinet I, Taf. 1, fig. 6. 
Serpula arenaria Linne syst. nat. ed. X, p. 787 zum Theil, nicht 

ed. XII. 

— polythalamia Linne syst. nat. ed. XII, p. 1266; Gmelin ed. 
XIII, p. 3742. 

— sp. Schröter Einleitung in die Conchylien-kenntniss II, p. 557. 
Kuphus nro. 4 und 5 Guettard memoires sur diverses parties de 

la physique III, 1774, p. 139, 140. 
.... Griffiths in Philosophical Transactions , London 1806, p. 289, 

pl. 10, 11. 
Teredo gigantea Home ebenda, pl. 12, fig. 4, 5; Oken, Lehrbuch 

der Naturgeschichte 1815 und allgemeine Naturgeschichte Tbier- 

reich II. S. 282. 
Septaria arenaria Lamarck bist. nat. d. an. s. vert. ed. 1, V, 1818; 

ed. 2, VI, p. 331. Ilanley recent bivalves p. 3; v. d. Hoeven 

Lehrbuch d. Zoologie I, S. 727. 
Furcella gigantea Oken Naturgeschichte für Schulen 1821. GrayProc. 

Zool. Sog. 1857, p. 257, pl. 39, flg. 1-3, Paletten, und 1861, p. 313. 
Clossonaria Ferussac tableaux syst. d. an. moUusques 1821, p. XLV, 

von Menke 1828 zu Ciausaria corrigirt. 
Cuphus polythalamius Gray list of genera (Proc. Zool. Soc. 1857) 

p. 189. 

— giganteus H. und A. Adams genera mollusc. II, pl. 648. Reeve 
conch. icon. XX, fig. 1. Clessin Pholadeeu in d. neuen Ausgabe 
von Martini und Chemnitz S. 79, Taf. 68. 



285 

Septaria gigantea Chenu manuel de conchyliologie II, p. 14, flg. 67, 

Röhre und Paletten. 
Euphus arenarius Percival Wright in Linnean Soc. Transact. XXV, 

1866, p. 561 und 563. 
Cuphus clausus Reeve conch. icon. XX, fig. 2. 
Einzelne Röbrenstücke sind abgebildet bei List er bist, conch. III, 
1692, pl, 1056, Seba thesaurus III, Tab. 94 (fig. 1, m, n, 
meist ohne Bezeichnung), Martini Conch. Gab. I, fig. 111, Klein 
descriptio tubulor. marin tab. 1, flg. 3, Favannne conch. pl. 
5, flg. N, letztere von Lamarck syst. an. s. vert. 1801 als 
Fistulana cornicula und bist. nat. d. an. s. vert. 1816 als F. 
corniformis beschrieben, Chenu manuel II, p. 11, fig. 63. 
Pulo-Batu (Tanah Massa und T. Balla) an der Westküste von Su- 
matra, Schlammgrund in 1 — 20 Fuss Tiefe, in verschiedenen 
Richtungen liegend, bis 1 Fuss aus dem Schlamm hervorragend, 
nach dem Erdbeben von 1797 gefunden, Griffiths. Insel Buru 
in der Einbucht von Kajeli auf sandigem, mit kleinen Steinchen 
vermischten Grund und Insel Ceram in der Bai von Amahai 
(Südküste) an den Wurzeln der Mangle-bäume , in schlammigem, 
knietiefem Morast, unter welchem harter Grund mit kleinen Stein- 
chen, Rumph. Ich erhielt kleine Stücke nebst Paletten in Amboina 
und auch auf Singapore, in Holz. 
Die ganze Länge gibt Rumph zu 2—3 Fuss, Grifflths bis 5 Fuss 
4 Zoll an; im Museum für Naturkunde in Berlin ist ein Fragment 
von nahezu 1 Met. Länge, an welchem aber der ganze gegabelte 
Theil fehlt. Grösster Durchmesser der Röhre am vordem Ende nach Grif- 
flths 9 Zoll, nach Rumph 2—3 Queerfinger, nach Woodward 2 engl. 
Zoll, an dem Berliner Stück 5 Cm., in einer Figur bei Reeve 6'/2 Cm. 
Dicke der Röhren wand nach Grifflths bis Vg Zoll , nach Rumph wie 
ein Strohhalm oder selbst Federkiel, am Berliner Stück 8 Mill. Länge 
der Gabeltheile in Rumph's Abbildung 13 Cm. 

Nach Rumph steckt die Röhre ziemlich senkrecht im Grund und 
die beiden Gabelenden ragen etwas über den Grund hervor, womit 
auch zusammenhängt, dass er letztere schmutzig und bewachsen, das 
eingegrabene Vorderende aber rein und weiss fand; was er von Aus- 
und Ein-ziehen sagt, bezieht sich wohl nur auf die fleischigen Athem- 
röhren innerhalb der Gabelstücke der Kalkröhre. Grifflths fand die 
Röhren bis 1 Fuss aus dem Schlamm vorrasend und in verschiede- 



286 

nen Richtungen liegend; da er aber ausdrücklich hervorhebt, dass er 
sie nach dem Erdbeben von 1797 gefunden habe, so ist es möglich, 
dass er sie nicht in normaler Lage fand. 

Man hat zuweilen behauptet, Kuphus unterscheide sich dadurch, 
dass ihm die beiden eigentlichen Schalen am Vorderende fehlen, weil 
man sie eben in den leeren Röhren nicht gefunden hat. Aber schon 
Rumph sagt ausdrücklich, dass in der Mündung (dem dicksten Theile, 
also dem vordem Ende des Thiers entsprechend, während er die 
Kalkhülle der beiden Athemröhren als Wurzeln bezeichnet) zwei 
Beinchen, die wie eine Bischofmütze zusammenstehen, im Fleische 
stecken, ohne an der Schale fest zu sein; das sind offenbar die bei- 
den ächten Schalen, denen von Teredo und Pholas entsprechend. Das 
Vorhanden sein dieser Schalen ist dann auch von Home neuerdings 
bestätigt und Percival Wright hat eine in den Paletten ganz ähnliche 
Art mit Schalen als Kuphus Manni beschrieben. Auch erwähnen schon 
Rumph und Griffiths, dass die vordere Mündung der Röhre in der 
Regel offen, aber zuweilen auch geschlossen sei, wahrscheinlich ver- 
hält es sich damit wie bei Martesia und Pholadidea, wo die vordere 
Lücke zwischen den Schalen bei jungen Exemplaren, die noch weiter 
bohren, offen, bei erwachsenen durch eine Kalkplatte geschlossen ist; 
Reeve hat demnach Unrecht aus den geschlossenen eine eigene Art, 
K. clausus, zu machen. Immerhin ist es zu wünschen, dass wohler- 
haltene Exemplare dieser Art und wo möglich auch ihre Jugend- 
zustände von Naturforschern beobachtet würden und in die europäischen 
Museen kämen. 

B) Hyperotus Guettaed. 

Uperotis Guettard 1778, von Hermannsen 1849 zu Hyperotus 

corrigirt, wahrscheinlich von OVfpoir, Mörserkeule. Guetera Gray 

1846. 

Röhre stark gekrümmt, am hintern Ende eng und einfach. Paletten 

schaufeiförmig, in der Mitte der Aussenseite glänzend dunkelbraun, 

nach dem freien Ende zu glanzlos und divergirend gestreift. Gesellig. 

2. Teredo (Uperotis) clava Gm. 
Herkules-keule Walch in d. Zeitschrift Naturforscher, Halle X, 1777, 
S. 38, Taf. 1, kopirt bei Oken allg. Naturgeschichte S. 284. Taf. 



287 

VI, Fig. 3, d, e. — Spengler ebenda XII, 1779, S. 53, Taf. 1, 

2, copirt in der franz. Encycl. meth., Vers. pl. 167, flg. 6 — 16 

und Oken a. a. 0. üg. 8 a— c. 
Uperotis nro. 2 Guettard memoires sur diff. parties de la physique 

III, 1774, p. 126, pl. 70, flg. 8, 9. 
Teredo sp. Schröter einleit. in die conch. II, S. 574, Taf. 6, Fig. 20. 

— clava Gmelin Linne syst. nat. ed. XIII, 1791, p. 3748. — Cles- 
sin Pholadeen S. 78, Taf. 20, Fig. 4-8, v. Martens in Semon 
Forschungsreisen in Austr. und mal. Archip. V, S. 95, Taf. 4, 
Fig. 10 (Paletten). 

— nucivora Spengler in Skrivter naturh. selsk. Kjöbenhavnll, 1792. 
Deshayes in Cuvier regn. an. ed. illustree, Moll. pl. 114, Fig. 4. 

Fistulana gregata Lamarck syst. d. an. s. vert. p. 129, 1801; hist. 

nat. an. s. vert. ed. 1, 1818 nro. 3; ed. 2, VI, p. 31 und 29 (F. 

en paquet) Hanley recent bivalves p. 3. 
Teredo clavata Oken Lehrbuch d. Naturgeschichte 1815. 
Fistulana clavata Oken Naturgeschichte f. Schulen 1821 ; allgemeine 

Naturgeschichte, Thierreich II, S. 284, Taf. 19, Fig. 3. (nach 

Walch und Spengler). Deshayes traite element. pl. 2, fig. 15 — 18. 
Guetera clava Gray üst of genera of rec. mollusks (Proc. Zool. Soc, 

1847) p. 188. 
Uperotis Cucurbita (Meuschen) Mörch catal. collect. Toldi 1853, p. 2 
Teredo corniformis (Lam.) Woodward manual 1856, p. 330. 

— nuvicora (err. pro nucivora) Glessin Pholaden S. 72, Taf. 17, Fig. 
15 — 18 (Copirt nach Reeve). 

M 1 u k k e n , specieU Amboina (Semon), gesellig eingebohrt in die drei- 
eckigen , holzartig harten Fruchtstücke von Xylocarpus granatum Kö- 
nig = Carapa moluccensis Lam. (Miquel Flora van Nederlandsch-Indie 
I, p. 546, fam. Meliaceae, Granatum litoreum bei Kumph herbarium 
amboinense III, p. 92, tab. 61), ein Baum, der am Meeresstrande der 
Molukken und Timor's wächst; zwei ähnliche Arten von Xylocarpus 
an der Küste von Java. — Woodward sagt, diese Art lebe in Cocos- 
nüssen und andern Früchten, P. Fischer nennt nur die Cocosnüsse. 
Kein Bruchstück einer Cocosnuss kann solche ebene Flächen zeigen, 
wie die Theilstücke von Xylocarpus , welche durch das Auseinanderfallen 
der Fruchtfächer entstehen und dadurch das Ansehen eines queer halbir- 
ten Schnitzes einer Apfelsine erhalten. Ich weis nicht, ob man annehmen 
darf, jene Autoren hätten solche Stücke für Fragmente einer Cocos- 



288 

nuss gehalten oder ob ein bestimmter Fall von ihrem Vorkommen in 
Cocosnüssen beobachtet ist. 

Angegeben wird unsere Muschel ferner von Koromandel (Hanley) 
und dem Golf von Manaar bei Ceylon (Thurston). Guettard nannte die 
Art „quintivalve" fünf-schalig , indem er zu den zwei regelmässigen 
Schalen noch die zwei Paletten und als fünftes Stück die Röhre zählt; 
das Fruchtstück, in dem sie sitzen, hielt er für eine Art Schwamm. 

Auch Teredo (Calobates) thoracites A. Gould mit eigenthümlich 
stelzen-oder krücken-förmigen Paletten, langgestielt mit kurzer tritt- 
förmiger Platte und darüber noch einem langen lattenförmigen Fortsatz 
(P. Wright Trans. Linn. Soc. XXV, 1866, p. 564, pl. 64, fig. 6-12 
und v. Martens Journ. Linn. Soc. XXI, 1886, p. 174) lebt an der 
Küste von Mergui in alten Manglestämmen ; da Paletten davon auch 
schon bei Singapore gefunden wurden, dürfte er auch noch in Nieder- 
ländisch-Indien zu erwarten sein. 

EINHEIMISCHE BENENNUNGEN. 

Während für Landschnecken keine volks- üblichen Bezeichnungen 
innerhalb Niederländisch-Indiens mir weder auf meinen Reisen daselbst , 
noch in der Literatur vorgekommen sind '), gibt es dagegen eine ganze 
Anzahl solcher für Süsswasser- und Brackwasser-Conchylien. Es rührt 
das wahrscheinlich daher, dass die letzteren durchschnittlich viel zahl- 
reicher an Individuen vorhanden, desshalb leichter zu finden sind und 
von den Eingebornen vielfach als Speise benützt werden, und was 
der Mensch isst, das unterscheidet und benennt er auch. Über Essen 
von Landschnecken, in Süd-Europa so allgemein, ist mir dagegen aus 
Niederländisch-Indien nichts bekannt geworden. 

Die Mehrzahl der im Folgenden aufgeführten Benennungen sind von 
Rumph angegeben, was durch R. bezeichnet wird; ob dieselben noch 
jetzt in den von ihm genannten Gegenden, meist Amboina oder Ma- 
kassar, üblich sind, kann ich nicht angeben. Einige javanische sind 
nach Zollingers Mittheilungen bei Mousson genannt, meist aus dem 
westlichen Theil der Insel, also wohl in sundanesischer Sprache; die- 



1) Eiae Ausnahme bildet nur die grosse Nanina Brookei, welche auf Borneo als 
Schmuck verwendet wird und nach einer Mittheilung von Grabowsky vou den Einge- 
bornen in Mindai buai genannt wird. 



289 

selben sind mit Z. bezeichnet. Einige andere liabe ich während meiner 
Reise gehört und notirt (M.). 

Ampullaria malayisch gondang zu Pardana in Bantam Z. ; 
ich notirte mir „guntan" zu Palembang auf Sumatra, offenbar 
dasselbe Wort. Sundanesisch tottan, Z. Auf Celebes bei Ma- 
kassar und Marcs die grossen (A. Celebensis) sisso salombe, 
die mittlem sisso kapeng, die kleinen (junge oder A. scutata?) 
sisso potir; auf Tomboko wonko oder wonke, auf Bau 
kakol, R. 

Vivipara bei den Eingebornen am Flusse Pramassan-alai im süd- 
östlichen Borneo kaliting oder tambarukong nach einer 
Mittheilung von Grabowsky. 

Melania diadema und setosa auf Amboina holländisch-malayisch 
papeytje, die kleine bittere, daher der lateinische Name ama- 
rula; amboinesisch laholum oder lahorum, P»,. — M. phcaria 
malayisch auf Amboina sipot oder sipot-ayer (Wasser-s.), 
amboinesisch sessu, R. vgl. oben „sisso" für Ampullaria. 

Faunus ater auf Ternate malayisch papatjo, M., vermutlich 
dasselbe Wort wie das obige papeytje. 

Potamides palustris malayisch auf Amboina borangan, am- 
boinesisch sipot ketjil (kleiner s.), R., (vergl. Melania plicaria), 
der Zusatz klein passt aber wenig für diese grössere Schnecke. 

Litorina pagodus malayisch auf Amboina kukussan-'papuan, R. 

N e r i t i n a puUigera malayisch auf Amboina bia-mattacu (Rothau- 
gen-schnecke), Pt., N. brevispina amboinesisch hehul R. 

Pythia scarabaeus malayisch auf Amboina bia ribut (Regen- 
schnecke) R., daher der Artname imbrium bei Montfort. 

Auricula Midae holländisch auf den Molukken slyk -rolle 
(Schlamm- walze) , was auf ihren Aufenthalt hindeutet , also in ihrer 
Heimat entstanden ist, während Midas-Ohr und Judas-Ohr von den 
holländischen Liebhabern in ihren Sammlungen ersonnen sind. 

Pseudodon tindgion-grogrö malayisch ^) in .Sarawak , Issel. 

Unio productior sundanesisch kidjing, Z. 

Cyrena coaxans malayisch auf den Molukken bia kodoq (Froscb- 
muschel), daher bei den Holländern quakker, R. Vgl. S. 99. 



1) In englischer Schreibweise. 



290 

C. Buschi teccadjon-udgionbei den Malayen in Sarawak, Issel. 
Batissa Javanica sundanesisch toe, Z. 
Corbicula malayisch zu Palembang auf Sumatra ramis, M., zu 

Tjikoya im westlichen Java remis, Z. Dasselbe Wort gilt nach 

Kumph auf den Molukken für eine Teilina, daher der Artname 

Telhna remies bei Linne, der also mit unhörbarem zweitem e 

zu sprechen ist. — C. pullata (Dayakorum Issel) bei den Malayen 

in Sarawak teccadjon-udgion, Issel, derselbe Name wie für 

Cyrena Buschi. 
Ostrea mytiloides malayisch auf Amboina tiram basaar 

(grosse Auster) oder tiram akkar, holländisch stok-oester, 

R. 0. folium sery-oester, R. vgl. S. 222. 
Modiola sp. asusseng-bebek (Enten-muschel) auf Amboina , R. 
Psammotaea violacea malayisch auf Amboina bia bokassan 

(Brühen-muschel , vgl. S. 240) amboinesisch blastol oder blas- 

tor, R. 
Asaphis rugosa malayisch auf Amboina bia passir oder asus- 

sen passir (Sand-muschel), R. 
Siliqua radiata und Cultellus cultellus malayisch auf Amboina 

bia pissou (Messer-muschel) R. 
Solen malayisch auf Amboina bia butu, b. saron, b. kuku 

oder auch kräng sissu, R. 
• Teredo arenaria malayisch kappang besaar R. 

MEERES-KONCHYLIEN VON PROF. WEBER GESAMMELT. 

I. Von Sumatra, 
in der Brande wijnsbaai, Padang, auf dem- Korallenriff: 
Conus coronatus Dillw. 

Purpura hippocastanum (L.) var. intermedia Kien. 
Nassa olivacea Brug. s. oben S. 217. 
Cypraea argus L. 
— lynx L. 
Turbo argyrostomus L. 

IL Von Java. 
Insel Enkhuizen bei Batavia : 

Cypraea arabica L. jung, die Mündungsründer schon gebildet, aber 
auf der Rückenseite noch die Färbung des unerwachsenen Zustandes. 



291 

IIL Von Celebes. 

1) bei Makassar. 
Murex capucinus Chemn. 
Nassa sp. Fragment. 
Cerithium corallinum Defr. 

Ostrea nigromarginata Sow. flach an Holzstücke angewachsen. 

Area granosa L. vgl. S. 228. 

Cardium donaciforme Spengl. 

Mesodesma glabratum (Lam.) 

Donax faba Chemn. 

Cultellus javanicus (Lam.) 

2) Pare-Pare, nördlich von Makassar am Strand. 
Natica mamilla (L.). 

Area (Barbatia) Candida Helbl. 

Circe divaricata fChemn.) 

— gibbia (Lam.). 

Cytherea meretrix (L.) 

Tapes (Hemitapes) striatus (Gm.) 

Mactra antiquata Spengl. 

3) Mandhar, Westküste von Central-Celebes. 
Strombus canarium L. 

IV. Von Flores 
bei Maumerie. 
Ohva sanguinolenta Lam. 
Bulla ampulla L. 

ALLGEMEINE BEMERKUNGEN. 

Wenn wir die Süsswasser-Mollusken des malayischen Archipels im 
Ganzen überblicken, so finden wir zunächst eine Anzahl von Gat- 
tungen und Untergattungen, welche auch in Europa und überhaupt 
in verschiedenen Erdtheilen, namentlich auch Nord- und Südamerika, 
sich wiederfinden und der Süsswasserfauna den Eindruck einer relati- 
ven Gleichmässigkeit über die ganze Erde hin geben; hieher die Gat- 
tungen Limneea, Planorbis, Ancylus, Vivipara, Anodonta, 
Unio, Sphaerium (Cyclas) und Pisidium, wie sich ja auch 



292 

unter den Süsswasser-Insekten und Süsswasser-Pflanzen manche, den 
europäischen sehr ähnUche Formen finden. Aber diese bilden doch eine 
Minderheit sowohl nach Zahl der Gattungen oder Untergattungen und 
Arten, als nach der Menge der Individuen und dem Volumen gegen- 
über den wesentlich den Tropenländern angehörigeu Ampullarien, 
Melanien , Xeritinen ') und Cyrenen (einschliesslich Corbicula). Diese 
sind so zu sagen circumtropisch , d. b. den tropischen Ländern der 
östlichen und westlichen Erdhälfte gemeinsam, doch zeigen sich unter 
ihnen auch schon einzelne bestimmte Gegensätze zwischen Amerika 
und der alten Welt: so haben die amerikanischen Ampullarien dünne 
hornige, die altweltlichen feste kalkige Deckel, die amerikanischen 
Cyrenen eine wenn auch kleine Mantelbucht, die altweltlichen keine 
und in diesen Beziehungen stimmen die Arten des malayischen Ar- 
chipels ausnahmslos mit denen der Festländer von Asien und Afrika. 
Die Melanien und Neritinen sind im tropischen Amerika verhältniss- 
mässig weniger zahlreich und manchfaltig als in Hinterindien und dem 
malayischen Archipel ; die tropisch-amerikanischen Melanien bilden zwei 
eigene, der alten Welt fremde Abtheilungen, Pachychilus und Doryssa, 
die letztere von dem besten Melanienkenner Ä. Brot bereits als eigene 
Gattung betrachtet, Pachychilus desgleichen von P. Fischer. Die süd- 
amerikanische Süsswasserfauna unterscheidet sich ferner von der ma- 
layischen durch mehrere eigenthümliche Muschelgattungen wie Hyria, 
Castalia, und überhaupt die grössere Eolle, welche die ünioniden in 
Südamerika spielen, dann auch noch durch den Mangel der Gattung 
Vivipara, welche in Amerika südlich nicht über Cuba hinausreicht. 
In ähnlicher Weise unterscheidet sich die tropisch afrikanische 
Süsswasserfauna von der malayischen ebenfalls durch die reichere 
Entwicklung der Ünioniden mit mehreren eigenthümlichen Gattungen 
wie Iridina , Spatha und Mutela und namentlich Aetheria , sowie die 
viel geringere Zahl von Melanien und Neritinen, und den Mangel von 
Cyrena (abgesehen von Corbicula). Beide, sowohl die positiven als die 
negativen Unterschiede kennzeichnen die malayische Süsswasserfauna 
als die einer Inselwelt, die tropisch-amerikanische und tropisch-afrika- 
nische als die grosser Festländer. 



1) Ich rechne Neritina liier zu den tropischen und nicht zu den allgemein verbreiteten 
Gattungen, obwohl auch mehrere Arten in Europa leben, weil erstens sie sowohl in 
Nordamerika und Sibirien als dem ausscrtropi?cheu Südamerika und Australien fehlen 
und die meisten und grössten Arten in den Tropengegenden leben und zweitens die Arten 
des malayischen Archipels andern Tntergattungen als die europäischen angehören. 



298 

Um Ähnlichkeit und Unterschied der roalayischeH Süsswasaerfauiia 
von derjenigen der benachbarten geogra'phiacben Gebiete Vorder- und 
Hinter-Indien , Australien und PoIjTiesiea zu erkennen, müssen ^vir 
erst die hauptsächlichsten Familien besonders betrachten: 

DieLimnaeiden oder luftathmenden Süsswasserschnecken sind von 
flinterindien und Sumatra bis Celebes und Tir. gleichmäs- 

sig verbreitet, aber in verhältnisvsmässig geringe; ^...za:.. ..jjd in nicht 
sehr vom allgemeinen Typus differenzirten Formen: dieselben treten 
in Australien in theü weise reicherer Ausbildun?; dagegen in Polyne- 
sien noch viel sparsamer auf; der malayische . zeigt sich also 
auch hierin als insular gegenüber Australien. Lie Gattung Limnjea 
speciell zeigt noch in Bengalen eine reichere Ausbildung, die Gruppe 
der Limmea acuminata Lam-, (siehe meine Conchologischen Mtthei- 
lungen I, Heft 5 u. 6, -S. 75—87, Tafel 14 und 13), woran sich die hin- 
terindischen und malayischen Arten zunächsi; anschliessen und dann wie- 
der im äussersten Nordosten von Polynesien die eigenthümliche amphi- 
drome, mehrfach verkannte Öruppe Erinna, (siehe meine Bemerkungen 
in Ann. Mag. nat. bist. (-3), XVII, 1866, p. 207), wofern diese Arten- 
gruppe überhaupt noch zu Limncea gehört. Amphipeplea ist im Gebiet 
des indischen Oceans sicher nur für die Philippinen nachgewiesen, 
bleibt noch zweifelhaft für Australien und ist aus XiederländLsch- 
Indien noch nicht bekannt. Physa und Mdora müssen wir trotz 
wesentlicher Verschiedenheiten bei dieser Betrachtung noch zusam- 
menfassen, da die Zugehöiigkeit der nur nach Schalen bekannten 
Arten zu der einen oder andern zweifelhaft bleibt; sie fehlen merk- 
würdiger Weise bis jetzt in Vorder- und Hinter-Indien gär.z.:,. . 
sind aber in Sumatra durch M. Weber's Sammlungen nachgewiesen, 
finden sich wieder, aber nicht zahlreich, in Celebes, den Molukken, 
Timor, Ifeu-Gruinea ond Polynesien bis zu den Sandwich-inseln, errei-- 
chen aber ihre reichste Entwicklung unter allen Ländern der Erde 
in Australien. Planorbis hat noch in Vorder- und Hinter-Indien sowie 
im nördlichen Theü von 'Sumatra eine grössere , dem europäischen cor- 
neus nahe stehende Art, PI. Indiens: im übriger. ^:---:' — ,:- Xieder- 

ländisch-Indien finden sich, wie auch in Austrai:e_ ..rnesien 

(Viti-inseln) nur kleinere Arten aus der weitverbreiteten Gruppe des 
europäischen PL albus und femer bis jetzt von Java bekannt ein Ver- 
treter der in Europa und dem Festland von Asien weit verbreiteten 
Gruppe des PI. nitidus (Segmentina). Ancylus, durch M. Weber für 



294 

Java und Celebes nachgewiesen, kommt auch in Vorderindien vor, 
ist aber bis jetzt noch nicht weder für Hinterindien, noch für Neuguinea 
und Polynesien aufgefunden. Wenn wir die erforderliche Rücksicht 
darauf nehmen, dass so kleine Süsswasserschnecken lange unbeachtet 
bleiben können, so dürfen wir wohl sagen, dass die Limnaeiden durch 
Niederländisch indien ziemlich gleichmässig , aber im Ganzen schwach 
vertreten sind, am schwächsten vielleicht auf den Molukken als den 
kleinern Inseln und im Ganzen gut mit denen des Festlandes von 
Indien stimmen, doch etwas ärmer vertreten sind, aber auch Eine 
auflallende Annäherung an Australien betreffs Isidora aufweisen. 

Die Ampallarien sind in Vorder- und Hinter-Indien , Sumatra, 
Borneo, Java, Celebes und den Philippinen durch grosse, charakte- 
ristische Arten vertreten, fehlen aber weiter östlich völlig, sowohl 
den Molukken, Flores und Timor, als Neu-Guinea, Australien und 
Polynesien. 

Vivipara verhält sich in den hier in Betracht kommenden Gebie- 
ten ähnlich wie Ampullaria, sie spielt eine ganz wesentliche Rolle 
unter den Süsswasser-Conchylien in Vorder- und Hinter-Indien, Suma- 
tra, Borneo, Java, Celebes und den Philippinen, fehlt aber weiter 
östlich auf den Molukken (Ceram fraglich), Flores und Timor, sowie 
Polynesien , dagegen liegt ein wichtiger Unterschied darin , dass sie wie- 
der in Neu-Guinea und Australien auftritt, und zwar in letzterem eigen- 
thümliche, von den indischen abweichende Formen hat; hier ist also 
der Gegensatz nicht Indien und Australien, West und Ost, sondern 
Festland oder grössere Inseln gegenüber den kleineren. 

Über die Melanien ist schon S. 29 das Nähere angegeben; im 
Allgemeinen kann man sagen, dass die charakteristischen Artengrup- 
pen derselben schon auf den Maskarenen und Vorder-Indien beginnen, 
reicher in Hinter-Indien ausgebildet sind und ziemlich gleichmässig 
durch Niederländisch-Indien bis Neu-Guinea und zu den Viti-inseln sich 
fortsetzen, während die entfernteren polynesischen Inseln und Austra- 
lien viel ärmer an Melanien-formen sind; nur die Untergattung Brotia, 
für Bengalen, Hinterindien und die drei grossen Sunda-inseln sehr 
charakteristisch, schneidet scharf zwischen Borneo und Celebes ab, 
und auf Celebes tritt dafür eine eigene kleinere Artengruppe auf, 
diejenige von M. perfecta Mouss., welche übrigens auch noch auf 
Borneo und Timor Vertreter hat; die kleinen Artengruppen von M. 
testudinaria und sulcospira sind bis jetzt sicher nur von Java bekannt. 



295 

Dio einzigen Süsswasser-Khachiglossen Clea und Canidia, äusser- 
]ich den Melanien ähnlich, hat Hinterindien mit den drei grossen Sunda- 
inseln gemein, sie fehlen aber schon in Celebes und das Vorkommen 
von Canidia auf Timor bedarf noch der Bestätigung. 

Die Neritinen und die ihnen nahe verwandten Navicellen sind 
ebenfalls ziemlich gleichmässig durch Niederländisch-Indien verbreitet, 
aber im Ganzen noch mehr insular als die Melanien, indem sie auf 
dem Festland von Vorder- und Hinter-Indien bedeutend schwächer 
vertreten sind, dagegen in vollem Formenreichthum noch über Neu- 
Guinea und die Viti hinaus bis zur Samoa-gruppe und Tahite reichen, 
und wieder im aussertropischen Australien fehlen. Durch den Besitz der 
grössten Art, der sehr eigenthümlichen N. labiosa, schliesst sich das 
nördhche Celebes besonders nahe an die PhiUppinen an. 

Die Unioniden (vgl. S. 88) sind reich ausgebildet in China und 
Hinterindien , einige charakteristische grössere Formen von Unio finden 
sich auch auf der Halbinsel Malakka und in Sumatra (U. delphinus, 
cucumoides, superbus), die javanischen sind bescheidener und gleichen 
mehr den vorderindischen, die von Borneo sind wieder etwas manch- 
faltiger. Auf Celebes, Flores, Timor und den Molukken fehlen die Unio- 
niden, treten aber im östlichen Neuguinea und Australien wieder auf. 

Von den Cyreniden ist die Gattung Cyrena ziemlich gleichmässig 
über Hinterindien und den malayischen Archipel bis Neuguinea ver- 
breitet, Batissa ist auf dem Festland von Asien sehr spärlich (B. 
triquetra Desh. in Cochinchina), findet sich in verhältnissmässig gros- 
sen Arten auf den drei grossen Sunda-inseln , ferner auf Celebes , Neu- 
Guinea und noch auf den Viti-inseln , fehlt dagegen auf den Molukken , 
wo nur im Brackwasser grosse Cyrenen vorkommen , sowie auf Flores 
und Timor, s'oviel wir bis jetzt wissen. Corbicula, auf dem Festland 
von Asien weit verbreitet, lebt ebenfalls auf den drei grossen Sunda- 
inseln und auf Celebes, überspringt ebenfalls die kleineren östlichen 
Inseln, tritt aber wieder in Australien auf. 

Im Ganzen können wir demnach sagen, dass betreflfs der Süsswas- 
ser-mollusken der malayische Archipel am meisten mit dem Festland 
von Hinter-indien übereinstimmt, in einigen Beziehungen ärmer ist, 
in andern aber reicher und nur in Einer Beziehung (Isidora-Physa) 
sich näher an Australien als an das Festland von Indien auschliesst. 
Ein Gegensatz zwischen der westlichen und östlichen Hälfte tritt nur 
darin hervor, dass die östlichen Inseln, wahrscheinlich weil sie 



296 

kleiner sind, im manchen Beziehungen ärmer sind und einzelner 
Formen ganz entbehren (Brotia, Unioniden). Dagegen treten in der 
östlichen Hälfte keine wesentlich neuen Typen auf, die in 
der westlichen fehlen würden; denn selbst die eben genannten Isidoren 
finden sich schon auf Sumatra; unter den Landthieren dagegen hat 
bekanntlich die östliche Hälfte auch ihre besonderen Formen (Beutel- 
thiere, Kakatu, unter den Landschnecken Xesta und Planispira). Die 
Grenzlinie, welche Wallace zwischen Borneo und Celebes zieht, trifft 
nur für Brotia, Paludomus, Pachydrobia, Clea und die Familie der 
Unioniden zu, sie ist aber auch für diese wichtige Familie nicht eine 
Grenze zwischen Indien und Australien, sondern nur zwischen gros- 
sen und kleinen Inseln. Dagegen besteht keine Grenze zwischen Borneo 
und Celebes in Betreff der Limnaeiden, Ampullarien, der Gattungen 
Vivipara und Bithynia, von 7 unter 11 Untergattungen von Melania, 
11 unter 14 Neritinengruppen und Navicella, ferner den Cyreniden- 
gattungen Cyrena, Batissa und Corbicula, also entschieden bei der 
Mehrzahl der Süsswasserformen unter den Mollusken. Dabei ist noch 
besonders hervorzuheben, dass Celebes, wenn auch durch den Mangel 
der Unioniden der östlichen Hälfte d. h. den kleineren Inseln sich 
anschliessend, doch durch den Besitz von Ampullaria, Vivipara, Ba- 
tissa, Corbicula, auch Bithynia, Planorbis und Ancylus, die alle wei- 
ter östlich in Niederländisch-Indien fehlen, umgekehrt sich der west- 
lichen Hälfte oder den grössern Inseln anschliesst. Es ist eben das 
Übergangsgebiet zwischen beiden. 

Bei dem Interesse , welches gerade Celebes als Mittelglied zwischen 
Westen und Osten des Archipels hat, dürfte es von einigem Interesse 
sein näher anzugeben , wie sich nach unserer jetzigen , freilich noch sehr 
beschränkten Kenntniss die Arten der Süsswasser- und der Brack- 
wasser-Mollusken auf dieser Insel zu den westlich und östlich davon 
gelegenen Inseln sowie unter sich zwischen dem Norden und Süden 
der Insel verhalten : 

Süsswasser-arten . Brack wasser-ar ten . 
Überhaupt auf Celebes 52 29 

Eigenthüralich für die Insel 16 1 

Gemeinsam nur mit Java, Borneo, 
Hinterindien oder den Philippinen 

(Asiatisch) 15 3 



297 

Süsswasser-arten . Brackwasser-arten. 
Gemeinsam nur mit den östlicheren 
Inseln, Molukken und Flores 
(Australisch nach Wallace) 7 i 

Gemeinsam mit beiden Gebieten 15 20 

Gemeinsam zwischen Nord- und 

Süd-Celebes 15 7 

Nur in Süd-Celebes 20 15 

Nur in Nord-Celebes 17 7 

So sehr diese Zahlen durch weiteres Sammeln sich verändern wer- 
den, so lässt sich doch schon Einiges daraus mit grosser Wahrschein- 
lichkeit erkennen. Zunächst die weit ausgedehntere Verbreitung der 
Brackwasser-bewohner (1 eigenthümhche , 20 dem AVesten und Osten 
gemeinsame auf 29 überhaupt) als die der wirkhchen .Süsswasser- 
bewohner (16 eigenthümhche und nur 15 zugleich mit Ost und West 
gemeinsame auf 52 im Ganzen). Dann überschreiten gerade reichhch 
doppelt soviele die Wallace'sche Grenzlinie nach W. und N. ohne sich 
weiter nach Osten zu verbreiten, als die Grenzlinie einhalten und 
weiter im Osten, aber nicht im Westen vorkommen (15 zu 7). Es 
hängt das überhaupt damit zusammen, dass kleinere Inseln immer 
viel ärmer an echten Süsswasserthieren sind und die kleineren Inseln 
für Celebes eben im Osten liegen. Was den Unterschied zwischen 
Nord- und Süd-Celebes betrifft, so ist derselbe allerdings nicht so be- 
deutend als bei den Landschnecken, bei denen nach der im zweiten 
Band gegebenen Tabelle nur zwei beiden Theilen gemeinsame Arten 
auf 59 bis jetzt nur im nördlichen oder nur im südlichen Theil ge- 
fundene kamen, aber doch immerhin noch beträchtlich, 15 auf 37. 
Von grösseren charakteristischen Formen, die weniger leicht zu über- 
sehen sind , lässt sich hervorheben , dass Batissa bis jetzt nur in Süd- 
Celebes, Neritina labiosa nur in Nord-Celebes gefunden ist. Allerdings 
kennen wir bis jetzt auch Liranaea, Ancylus, ßithynia, die Gruppe der 
Melania perfecta und semicostata, einzelne Neritinen-gruppen und 
Corbicula nur von Makassar, nicht von der Minahassa, aber da das 
meist kleine Formen sind, kann es auch darauf beruhen, dass eben 
in Süd-Celebes öfter und intensiver gesammelt wurde , namentlich auch 
jetzt durch Prof. Weber. Immerhin lässt sich aber daraus auch für 
die Süsswasser- Mollusken nachweisen, was schon bei den Landschne- 
cken hervorgehoben wurde, dass Makassar sich näher an Java und 



298 

Flores, die Minahassa sich nälier sowolil an die Philippinen als an 
die Molukken anschliesst, was auch nicht zu der Wallace'schen Grenz- 
linie stimmt, aber wohl mit der geographischen Lage. Hoffentlich 
erhalten wir bald durch die Sammlungen der beiden Sarasin nähere 
Kenntniss über die Mollusken von Nord- und Central-Celebes , ob und 
wo eine merkliche Naturgrenze innerhalb Celebes besteht. 

Die Grenzlinie zwischen Bali und Lombok bleibt für die Süsswasser- 
Mollusken ganz imaginär, so lange wir fast nichts über die auf diesen 
Inseln lebenden Arten wissen; nur dass wir durch den alten P»umph 
von Ampullarien auf Bali hören, spricht dafür, dass Bali mehr mit 
Java als Flores übereinstimmt. Was durch Zollinger bei Mousson aus 
Sumbawa (Bima) erwähnt wird, schliesst sich genau an das Vorkom- 
men in Flores an; für Flores im Vergleich zu Java aber zeigt sich 
dieselbe Übereinstimmung im Vorhandenen und in Verarmung in ein- 
zelnen Abtheilungen, wie überhaupt zwischen der östlichen- und west- 
hchen-Hälfte des Archipels. 

Unter den oben als vorzugsweise charakteristisch für den malayischen 
Archipel hervorgehobenen Familien der Ampullarien, Melanien, Nerti- 
nen und Cyrenen bilden nur die Ampullarien eine scharf umgränzte, 
ausschliesslich dem Süsswasser angehörige Familie. Die Melaniiden 
dagegen enthalten schon verschiedene Brackwasser-bewohner und sind 
durch kein einzelnes Kennzeichen scharf von den nächstverwandten 
Meerbewohnern z. B. Cerithien zu trennen. Die Neritinen enthalten 
selbst einige marine Arten und es ist kaum möglich eine bestimmte 
Grenze zwischen ihnen und den meerbewohnenden Neriten zu ziehen; 
sie sind auch im Allgemeinen auf Inseln und in Küstenländern viel 
reicher vorhanden als im Innern des Festlandes, wo sie schon in 
massiger Höhe ihre Grenze finden, viel früher als die Limnaeiden 
(vgl. meine Monographie von Neritina S. 284 und 291). Die Cyrenen 
werden gewöhnlich mit Sphaerium und Pisidium zusammen als gut 
abgeschlossene Süsswasserfamilie betrachtet, enthalten aber doch 
mehrere Brackwasserformen, sowohl unter den lebenden Arten, (vgl. 
S. 230) als unter den fossilen (s. Sandberger Land- und Süsswasser- 
Conchylien der Vorwelt S. 9 und 19); auch gehören sie nach der all- 
gemeinen Organisation von Weichtheilen und Schale in die grössere 
Abtheilung der Veneraceen, welche überwiegend marin ist. Es ergibt 
sich darauss der überraschende Öchluss, dass die im malayischen 
Archipel vorherrschenden und für ihn charakteristi- 



299 

sehen SüssAvasser-MoUusken sowohl organisch als geo- 
graphisch von den marinen weniger entfernt sind, als 
die für die kälteren Länder charakteristischen Süss- 
wasser-Mollusken, nämlich die circumpolaren Limnaeiden , welche 
den Landschnecken näher stehen als den Meerschnecken, und die 
innerhalb der Bivalven scharf gesonderten Unioniden. 

Es liegt daher um so näher an die Betrachtung der Mollusken des süssen 
Wassers gleich diejenige der Brackwasser-Mollusken anzuknüpfen, indem 
diese sich oft der Familie, nicht selten selbst der Gattung nach nicht 
von ihnen trennen lassen. Wenn wir die Brackwasser-Mollusken , für 
den malayischen Archipel speciell die Mollusken der Mangle sümpfe , 
im Ganzen dem Vorkommen nach dadurch von denen des Landes und 
der Süsswassers trennen können, dass sie nur in der Küstenzone, 
nicht im Binnenland und im Gebirg zu finden sind, so ist es dagegen 
schwer die Brackwasser-Mollusken von denen des Meeres überhaupt 
scharf zu trennen; die Mangle-Sümpfe bilden eben eine bestimmte 
Facies der Meeresküste und wo man nicht nähere Augaben über die 
Natur der Fundorte hat, kann man im Zweifel bleiben, ob eine Art 
noch zu den Brackwasser-Mollusken im obigen Sinn oder schon zu 
den eigentlichen Meeres- be wohnern gehört. Ich habe daher in der Be- 
arbeitung bei den Littorinen, den Psammobien und Soleniden etwas 
weiter gegriffen und alle mir bekannt gewordenen Arten aus Nieder- 
ländisch-Indien genannt, obwohl einige wahrscheinlich oder sicher 
Bewohner flachen Sandstrandes oder auch (Littorinen) von Felsen- 
küsten sind und so schon der eigentlichen Meeresfauna angehören. 

Die Brackwasser-Mollusken in diesem Sinne sind noch mehr gleich- 
massig durch Niederländisch-LKÜen verbreitet, als die Süsswasser- 
Mollusken, viele gehen von Ost-Afrika bis tief nach Polynesien durch 
und ein irgend wie erheblicher Gegensatz zwischen der westlichen und 
östlichen Hälfte von Niederländisch-Indien , den grossen und den klei- 
nen Inseln lässt sich hier gar nicht erkennen , wie die speciell für die 
Brackwasser-MoUusken entworfene Tabelle zeigt; wenu Vorder-indien 
auf derselben verhältnissmässig arm erscheint, so rührt diess haupt- 
sächlich daher, dass an dessen Meeresküsten verhältnissmässig selten 
Conchyhen gesammelt wurden, wir eigenthch nur Ceylon und die 
anliegende Festlandküste, sowie Bengalen in dieser Beziehung näher 
kennen. 



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torquata 
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pulligera, 

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cingulatus 
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obtusus, 

quadratus, 

decüllatus, 

rhizophora- 

rum, ciiarbon- 

nieri, corneus 

Temminkiana 

nigricans, 
costulata 


rubicunda 
crepidulai'ia 

cryptospira, 
pennata 


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telescopium 

cingulatus 
ornatus 

Helena, 
Temminkiana 






crepidularia 

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Bruguierei 






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palustris, 
sulcatus 


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sus, aeneolus, 

insularis 

Velthuizeni 

Sliepm. 

Semmelinki, 

prolongatus, 

lingulatus, 

Trompi 










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nodifera 

exilis Lea (po- 

lita Mouss ) 

vandembu- 

schianus, 

zoilingeri, 

crispatus 


evanescens, Ja- 

vanus, exilis, 

Medeiianus, 

miitatus, 

Orientalis, pro- 

ductior, dimo- 

tus, Sumatren- 

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insignis, 

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2. ÜBERSICHT DER VERBREITUNG DER GATTUNGEN UND 

UNTERGATTUNGEN. 



1. Süssw ASSEN Mollusken. 



Pulmonata 

Limnaea 

Amphipeplea 

Isidora (Pliysa) 

Pliysastia 

Planorbis 

Segmentina 

Ancylus 

Taenioglossa 

Anipullaria 

Vivipara 

Bithynia 

Paludoraus? 

Lacunopsis 

JuUienia 

Pacliydrobia 

Tatea 

Melania 

Balanocochli.s 

Testudinaria 

Sulcospira 

Brotia 

Stenomelania 

Melanoides 

Plotia 

Plotiopsis 

Melania s. str. 

Tiaropsis 

Tarebia 

Sermyla 

Rhachiglossa 

Canidia 
Clea 

Rhipidoglossa 

Neritina 
Neritaea 
Neritodryas 
Clithoii 
Navicella 

Bivalvea 

Modiola 

Dreissena 

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313 



Anodonta 

Solenaia 

Pseudodon 

Unio 

Cristaria 

Cyrena 

Batissa 

Corbicula 

Sphaei'ium 

Pisidium 

Psammotellina 

Pliolas (Martesia) 

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2. Brackwasser Mollusken. 



Pulmonata 

Okcidiidae 

Oncidium 

Oncis 

Oncidina 

AURICULIDAE 

Pythia 
Cassidula 

Plecotrema 
Auricula 

Auriculastra 
Melampus 

Laemodonta 

Taenioglossa 

Gerithium 

Potaraides 

Pyrazus 

Telescopium 

Tympanotonos 

Cerithidea 

Taunus 

Pirenopsis 

Quoyia 

Littoi'inopsis 

Tectus 

Nodilittorina 

Melarrhaphe 

Stenothyra 

Assiminea 

Rachlglossa 

Nassa 
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314 



Rhipidiglossa 

Nei'itina 
Nerita 

Docoglossa 

Acmaea 

Bivalvia 

Ostrea 
Perna 

Mytilus 
Modiola 

Area 

Scaphula 

Lucina 

Cyi'eiia 

Glaucomya 

Soletellina 

Elizia 

Psainmotellina 

Psammotaea 

Psananiobia 

Asaphis 

Soleciirtus 

Novaculina 

Siliqua 

Cultellus 

Solen 

Pholas 

Martesia 

Teredo 

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LITERATUR. 

Zu der schon Band II, S. 247 — 250 angeführten Literatur ist als 
Süss- und Brackwasser-MoUusken betreffend hinzuzufügen: 

Für den malayischen Archipel Oberhaupt. 
E. von Martens. Land- tind Strandschnecken der Molnkken in Pfeiffer'« Malako- 
zoologiflchen Blättern 1863, S. 68—87 and 105 — 1.36, der Inseln östlich 
von Java, ebenda S. 169 — 180. 

— üeberblick der Najadeen (Unioniden) des indischen Archipels. Ebenda 8. 

10—17. 

— üeber die oatasiatischen Limnaeaceen. Ebenda S. 211—227. 

— Limnaea Javanica in dessen Conchyliologische Mittheilnngen ßand I , Heft 

5 und 6, 1881, S. 87-91, Taf 16. 

— Uebersicht der während der Reise am die Erde in den .Jahren 1874 — 76 auf 

S. M. Schiff Gazelle gesammelten Land- und Süsswasäer-Mollnsken , in 
den Monatsberichten der Kgl. Akademie der Wiss. in Berlin, Mai 1877, 
S. 261 — 291, Taf. 1, 2, Timor, Amboina and Lncipara betreffend, Sammler 
Dr. Theopbil Stnder. 

— Ueber die Süsswasser-Mollasken des malayischen Archipels, in den Sitzungs- 

berichten d. Gesellsch. natarforschender Freunde in Berlin 1881, S. 109 — 111. 

— Mollusken in Semon Zoologische Forschungsreisen in Australien und dem 

malayischen Archipel Band V (Jenaische Denkschriften VIII) 1894, S. 

83 — 96, Taf. IV. Java und Amboina betreffend. 
A. Brot. Note sur quelques esp&ces de Melanies nouvelles, in Eecneil zoologiqne 

Snisse tome IV no. 1 1886, pag. 87 — 109, pl. .5 — 7: Melania Verbeeki 

Böttg. mscr. p. 90, pl. 4, fig. 9, Sumatra; .Mel. Savinieri p. 93, pl. -5, 

fig. 9. Flosa Tanabang bei Batavia , Dr. de la Savinifere; Mel. Tayloriana 

p. 104, pl. 7, fig. 2. Borneo. 
A. Böttger. Ad. Strubell's. Konchylien aus Java II und von den Molnkken, 

im Bericht d. Senckenbergischen naturf. Gesellschaft in Frankfurt a. M. 

1891, S. 241, 318, Taf. 3 und 4. 

Sumatra und Java. 
M. Seh ep man. Neritina (Clithon) snbocellata, Not. Leyd. Mus. VII, 1884, 
p. 49, pl. 4, fig. 3. 

— On a coUeotion of shells frorn the Moluccas in: Notes from the Leyden 

Museum 2V, 1893, p. 147 — 159, pl. 3. 



316 

Br. Strubel 1. Neue Süsswasser-Conchylien aus Sumatra und Java, in Nach- 
richtsblatt d. deutsch. Malakolog. Gesellsch. 181)7, S. 8 — 12. (Nach 
Ansicht der Original-Exemplare halte ich Microcondylaea hagenii für 
Pseudodon zollingeri var. angulosus Mouss., Micr. gracilis für identisch 
mit Unio Palembangensis desselben Autors , Micr. bicristata für eine 
jüngere Form der hagenii, Unio hagenii für ü. Sumatrensis Lea, non 
Dkr., Melania strigatu für foeda Lea und Mel. Palembangensis für eine 
Variation von M. Sumatrensis Brot.}. 

Für Borneo. 
M. Schepman. Malakologische Bijdragen , in Tijdsohr. d. nederl. dierk. Ver- 
eeniging (2) I, 1885, Clea costulata. 

— PaUidina Semmelinki in Tijdschrift der nederl. dierknndige Vereeniging 1888. 
E. von Martens. Unio Semmelinki in den Sitzungsberichten d. Gesellsch. naturf. 

Freunde in Berlin 1891, S. 121. 

Ausserdem konnte ich eine Anzahl von Conchylien, welche Dr. Sem- 
melink bei Heybane in Südost-Borneo gesammelt hat, für die vorlie- 
gende Zusammenstellung benützen. 
H. Drouet. Unionidae in Chaper Voyage ä Borneo vol. V, 1892, p. 145 — 154. 
zwei Tafeln, 8 Arten. 

— Deacription de deux Unionidae de Borneo in Revue Biologique du Nord de 

la France VI, 1893 — 94, 3 pp. mit zwei Holzschnitten: Unio prolongatus 
und Pseudodon insularis. Dieselben auch beschrieben im .Journal de Con- 
chyliologie 1895, p. 36 und 37." 
M. Schepman. The Mollusca of the Dutch Scientific Borneo Expedition in 
Notes from the Leyden Museum vol. XVII, p. 145 — 162, pl. 2—4, 1895. 

— On Unio infrarostratus. Ebenda XVIII, p. 140 (= caudiculatus Marta). 

Inseln östlich von Java: 
M. Schepman. Land- und freshwater-shells collected by Dr. H. ten Kate in 
Soemba, Timor and other East-Indian Islands. Notes from the Leyden 
Museum XV, 1892, p. 145-160, pl. 6. 

— A new Potamides. Not. Leyd. Mus. XVI, 1894, p. 133, pl. 6. 

V. Martens. Einige Land- und Süsswasser-Schnecken von den Inseln Lombok 
und Bonerate. Setzungsberichte der Gesellschaft naturforschender Freunde 
zu Berlin. 1896. Dec. S. 157 — 165. 

Ausserdem sind wichtig für die nähere Kenntniss der Süsswasser- 
Mollusljen des malayischen Archipels die in Küster's und Kobelt's neuer 
Ausgabe des systematischen Conchylien-Cabinet's von Martini und 
Chemnitz enthaltenen Monographieen der Gattung Neritina 1879 
und Navicella 1881 von E. v. Martens, der Familie der Mela- 
niaceen von A. Brot und der Cycladeen (Cyreniden) von S. Clessin 
1874—79. 



TAFEL-ERKLÄRUNG. 



TAFKL I. 

Fig. 1. 2. Limnaea brevispira n. , See von Manindjau, von oben und von der 
Mündungseite, anderthalbfach vergrössert ji 1 & von oben in natürlicher 
Grösse. 

» 3. 4. Limnaea Javanica var. costulata n., Tjipanas. 

» 5. » » » intumeseens Marls., mit weissen Flecken , Bont- 

hain auf Celebes. 

» 6. Limnaea Javanica var. turgidula n., Ajer-tabit auf Sumatra. 

» 7. » y> » angustiov n., Pare-Pare auf Celebes. 

» 8 — 10. Planorbis Sumairanus n. , Danau di bawah, Sumatra, von der Mün- 
dungseite , von oben und von unten , 4 fach vergrössert ; 9& von 
oben in natürlicher Grösse. 

» "11 — 13. Planorbis proclivis n., Ajer tabit, in denselben Stellungen, 3 fach ver- 
grössert. 

» 14 — 16. Planorbis proclivis n., Ajer tabit, jung, in denselben Stellungen, 4 fach 
vergrössert. 

» 17 — 19. Pkmorbis compressens Hutt., Makassar, jung, in denselben Stellungen, 3 
fach vergrössert. 

» 20 — 22. Planorbis compressus Hutt., Makassar, in denselben Stellungen, 6 fach 
vergrössert. 

» 23 — 25. Planorbis Tondanensis Q. G., See von Tondano , in denselben Stellun- 
gen , 6 fach vergrössert. 

» 26 — 29. Isidora Sumatrana n., Ajer tegenang, mehrere Variationen in der Form 
von demselben Fundort, Fig. 26 normale oder Mittelforra, 

» 30. 31. Isidora ovalina n., Bonthain, zwei Variationen von demselben Fundort. 

» 32 — 34. » stagnalis n., See von Manindjau, doppelt vergrössert; Fig. 33 
Spitze von der Seite, 34 von oben, beide 4 fach vergrössert. 

» 35 — 37. Ancylus Javanus n., Buitenzorg, 35, 36 von oben, 37 von der Seite. 
5 fach vergrössert. 

» 38. 39. » Celebensis n., Pare-Pare , Celebes , von oben und un- 
ten, 6 fach vergrössert. 



318 



TA-FKL. U. 

Fig. i. 2. Vivipara Javanica var. iloussoni n., ganz jung, Buitenzorg, Mündiing- 
und Rückenseite , 3 fach vergrössert , daneben Umriss in natürlicher 
Grösse. 

» .^. Vivipara Javanica var. Saleyerica n., Saleyer-inseln. 

» 4. » » var. Celebensis n., Palopo 

» 5. 0. » costata Q. G. var. laevior n., See von Sidenreug, Celebes, 

Fig. 5 und See von Terape, Fig. C. Die Fig. 6b stellt ein Stück der 
Oberfläche desselben Stückes von der Schulterkante zur untern Kante 
in den Verlängerung der Naht in doppelter Grösse dar, um die 
Skulptur zu zeigen. 

» 7. 8. Vivipara grossicosta n., See von Singkarah, Sumatra. Fig. Verwachsen, 
8 jünger. 

» 9. 10. Melania foeda Lea jung, Buitenzorg, in 2 Altersstufen, 3nial ver- 
grössert, daneben Umriss in natürlicher Grösse. 

» H — 13. Melania Sumatrcn.sis Brot var. mitesccnti Marts., Ajer-tabiet, Sumatra. 
Fig. 11 erwachsen, in natürl. Grösse; Fig. 12, 13 jung, 3-mal ver- 
grössert. 

» 14. Melania curvicosta n., See von Alanindjau. 

» 15. » subplicata Schepm., See von Manindjau, Sumatra. 

» 16 — 18. » Verbecki BijtUj., See von Singkarah, drei in der Ausbildung 

der Skulptur verschiedene Stücke von demselben Fundort. 

» 19 — 20. Melania Verbecki var. laevis n., Fig. 19 erwachsen, in natürlicher 
Grösse, See von Singkarah; Fig. 20 jung, doppelt vergrössert, Ajer- 
tabiet. 

» 21. Melania papillosa n., See von Singkarah. 

» 22 — 26. Melania slricticosta n., See von Singkarah. Fig. 22 — 24 erwachsen in 
natürlicher Grösse, 25 jung, l'/j fach vergrössert, 20 noch jünger, 
doppelt vergj'össert. 

TAFEL III. 

Fig. 1. Melania acutisxima Busch, jüngeres Exemplar von Mbawa, Flores. 
» 2. » » Busch, älteres Exemplar, ebendaher. 

» 3. ./ uniformis Q. G. var. crispulata n., Koinino, Timor. Hb Scnlp- 

tur doppelt vergrössert. 
» 4, 5. » uniformis var. aequisulcata n., .Mbawa, Flores. 4b Skulptur 

doppelt vergrössert. 5 jüngeres Stück. 
» 6. » uniformis var. plicatula n., Saleyer. 

» 7. » bisinuala n., Donah, Flores. 

» 8. » semiorniita Brot, Donah, Flores. 

» 9. 10. » litigiosa Brot, jung aus dem Fluss Donah, Flores. 

» 11. » clavus Lam., Fluss Donah, Priores. 

» 12. " litigiosa Brot, Bari, Flores. 12fc Skulptur dreifach vergrössert. 

» 13. » amabilis Reeve, Tempe, Celebes. 13b Rückenseite. 

» 14. 15. . » laevigata Lam., 14. Kupang, Timor. 15. inkrustiites Exemplar 

von Rotti. 
» 10. 17. » perfecta Mouss., Celebes. IG. von Maros. 17. junges Exemplar 

Celebes. 



. 3. 


» 


4. 


» 


5. 


» 


6. 


» 


7. 


» 


8. 


» 


-12. 


» 



319 

Fig. 18 — 20. » robusta n., Pare-pare, Celebes. 19, 20. jung. 
» 21. » Buginensis n., Balang-nipa, Celebes. 

» 22. 1) Wallacei Reeve, jung. Mai'os, Celebes. 

» 23 — 25. » vincta n., Bantimurong, Celebes. 22. Rückenseite. 23. vorletzt- 

Windung doppelt vergrössert. 
» 26. 27. » Wichmanni n., Kupang, Timor. 26. jung. 27. erwachsen. 

TAFEL IV. 

Fig. 1. Melania tuherculata Müll. var. seminuda n., Adonara. 16 Skulptur, 
dreimal vergrössert. 
tuherculata Müll. var. angularis n., Kaju-tanam , Sumatra. 
tuherculata Midi. var. truncatula Lara., Passuruan, Java. 
Adonarae n., Adonara. 56 Spitze vierfach vergrössert. 
scabra Müll. var. spinulosa Lara., sehr gross. Mbawa, Flores. 
V » nodosocostata Mouss., Adonara. 

» » angulifera n., Kaju-tanam , Sumatra. 

» » mutica n., verschiedene Abstufungen im Ver- 

schwinden der Knoten an den untern Windungen. 9 von 
Rotti. 10 und 11 von Bantimurong auf Celebes, 12 von 
Mbawa auf Flores. 
13 — 16. » Bocki Brot, Seen auf Sumatra, 13 — 15 natürliche Grösse, 16 

ein junges Exemplar dreifach vergrössert. 
17 — 20 , » pinguicula n., See von Singkarah, Sumatra, dreifach vergrössert. 

21 — 22 » pulchella n., See von Singkarah, Sumatra. Mündungs- und 

Rückenansicht, beide dreifach vergrössert. 
23. 24. Deckel von Melania rustica Mouss., 23. Aussenseite. 24. Innenseite. Ty- 
pische Form des Melaniendeckels. 

25. » Melania (Brotia) Sumaireiisis Brot. 

26. » » » » subplicata Schepm. 

27. » » » » eurvicosta n. 

28. Junges Exemplar von Melania Sumatrensis Brot in natürlicher Grösse. 

29. Melania Celehensis Q. G. var. obsoleta n., Minralang, Celebes. 

30. » » » » var. minor n., Palima, Celebes in Brackwasser. 

31. )) » » » var. annectens n., Palopo, Celebes. 

32. » dissimulans n , Deli, Sumatra. 

33. Potamides tenerrimus Schepm., Salzsee Oemassapoka auf Rotti. 33'' Mün- 
dung von der Seite. 

TACEL, V. 

;. 1. 2. TJnio Verhecki Böttg., See von Singkarah, Sumatra. 1. rechte Schale 
von aussen 2. von oben. 
3. Batissa violacea Lam. var. Celehensis n., Tjenrana-Fluss , Celebes. 
Rechte Schale von innen, linke von aussen. 
4. 5. Unio Verhecki Böttg., See von Singkarah. 4. linke Schale von innen. 
5. ganz jung 

6. Batissa violacea Lam., ganz jung. Maros, Celebes. 

7. » » Lam. var. extenso, n., Maros, Celebes. Rechte Schale 
von innen, hnke von aussen, ebenso bei den Folgenden. 



320 

Fig. 8. Batissa violacea Lam. var. Macassarica n., Makassar, Celebes. 
V 9. » » » var. discoidea n., Mai'os, Celebes. 



TAFEL. VI. 

Fig. i. Cyrena coaxans Gm., Batjan. Rechte Schale von innen, linke von aus- 
sen; ebenso bei den Folgenden. 

2. Cyrena coaxans Gm., jung. Cerani. 

3. » » noch jünger. Ceraiu. 
•4. » Moluccensis n., Batjan. 

TAFEL. VII. 

Fig. 1 — 6. Corbicula Moltkeana Prime, See von Manindjau, Sumatra, individuelle 
Form-verschiedenheiten , linke Schale von aussen. 3. rechte 
Schale von innen. 4. Ansicht von vorn. 

» 7 — 10. » subplanata n., Fliiss Minralang Celebes. 

» ll — 13. » Celebensif! n., Makassar, Celebes. 

» 14 — 19. » trapezoidea n., Danau di atas, Sumatra, Fig. 19 jung. 

» 20 — 24. » lacustris n., See von Singkarah, Sumatra. Fig. 21. jung. 

22. linke Schale von innen. 23. rechte Schale von innen. 

» 25 — 27. » gibba n., Danau di atas, Sumatra. 

» 28 — 31. » anguUfera n., Danau di atas, Sumatra. 

n 32, 33. » rivalis Busch, Java. 

TAFEL VIII. 

Fig. 1. Pythia trigona Troschel, Singapore. Kopf des lebenden Thiers. 

» 2. Cassidula multiplicata Marts., Singapoie. Kopf des lebenden Thiers. 

» 3. » Sowerbyana Pfr., Singapore, lebendes Thier. 

» 4. Melampus fasciatus Desh., Timor, lebendes Thier, natürliche Grösse. 

» 5. » Singaporensis Pfr., Singapore, lebendes Thier, ein wenig 

vergrössert. 

» 6. Auricula JudaeL., Singapore, lebendes Thier, natürliche Grosse. 6. Fühler 

von der Innenseite, c. Fühler von der Aussenseite, beide mit dem 
unter der Haut durchscheinenden Auge, beide vergrössert. 

Diese Figuren, 1 — nach von E. v. Wartens 1861 und 1862 ge- 
machten Skizzen. 

» 7 — 11 Auricula Judae L., verschiedene Schalenformen, 10 von Singapore, 
11 von Singkawang auf Borneo. 

» 12 — 14 Cassidula auris-felis Brug., verschiedene Schalenformen von Bangkok 
in Siam 

» 15. » mustelina Desh., ungewöhnlich kleines Exemplar. 

» 16. » triparietalis n., Batjan, ein klein wenig vergrössert. 

» 17. » sulculosa Mouss., Amboina, grösstes Exemplar. 

» 18. » hitescens Pfr., Dodinga, Halmaheira. Vergrössert. 

» 19. » ßaveola Marts., Ceram. Vergrössert. 

» 20. Melampus siileulosus Marts., Amboina. Etwas mehr als doppelt vergrössert. 

» 21. » nucleolus Marts., Amboina. Ebenso vergrössert. 

» 22. » edentulus Marts., Larentuka. Ebenso vergrössert. 



321 

Fig. 23. Melampus Singaporensis Ffr., Singapore. Doppelt vergrössert. 
» 24. » Siamensts Marts., Petshaburi, Siam. J)oppelt vergrössert. 



XA.FEL IX. 

Fig. \. Isidora Minahassae n., See von Tondano ; 16 von der Rücliseite. 

» 2. » Celebensis Marts., Celebes. 

» 3. 4. » Timorensis (Sow.) Delhi , Timor. 

» 5. Melania perfecta Mouss. Maros. Deckel. 

» 6. » » » » jung; 6b oberste Windungen dreimal 

vergrössert. 

» 7. Sietiothyra Moussoni n., Makassar. Lebendes Thier. 

» 8. Melania scahra Müll., Bari, Flores, junge Schale, dreifach vergrössert. 

» 9. » » » » » Deckel. 

» 40. Deckel von Melania acutissima Busch, Flores. 

» H. Bitliynia truncata Eyd. Soul, Luwu, Celebes. Doppelt vergrössert. 116 
Spitze von oben , vierfach vergrössert. 

» 12 — 15. Pachydrobia lacustris n., See von Singkarah, Sumatra. 12 t}'pisch, 
13 var. subglobosa, 14 jung, 15 noch jünger; alle dreifach ver- 
gi'össert. 

» 16 — 18. Pisidium Sumatranum n., Sumatra. 16 grösseres, 17 kleineres Exem- 
plar, von der rechten Seite, 166 und 176 dieselben von oben, alle 
5 fach vergrössert. 18a Schloss der linken. 186 Schloss der i-echten 
Schale. 18c rechter Cardinalzahn , alle drei sehr vergrössert. 

» 19. Assiminea variegata n., Luwu, Celebes, 19b Rückseite. Beide dreifach 
vergrössert. 

» 20. Aifsiminea earinata. Lea, Siam, 206 von unten. Natürliche Grösse. 

» 21. » 6reuicMZa var. rni'm'ata Marts., Singapore, dreifach vergrössert. 

» 22. Potamides {Cerithidea) obtusus Lam., Singapore. 22b Rückseite. 

» 23. » » quadratus Sow., Singapore 23b Rückseite. 

» 24. » (Pi/)'azus) palustris L., aufgeschnitten um die Falten an 

der Columella, an den Scheidewänden und an der Innenseite der 
Aussen wand zu zeigen. 

» 25. Potamides {Pyrazus) palustris L., unausgewachsen, solche Falten an 
der Mündung zeigend. 

» 26. Littorina biangulata n,, Benkulen , Sumatra. 266 Rückseite. 

» 27. Potamides (Pyrazus) suleatus Born, aufgeschnitten um die Falte an 
der Columella zu zeigen. 

TAFEL. X. 

Fig. 1. 2. Vivipara Sumatrensis Dkr., Solok , Sumatra. 
V 3. Assiminea^ brevicida var. miniata Marts., Singapore, lebendes Thier, 3 

von oben, 3b von unten. 
» 4. Potamides {Cerithidea) quadratus Sow., Singapore, Kopf von oben. 

» 5. » » obtusus Lara., Singapore, Kopf von oben. 

» 6. Assiminea carinata Lea, Siam, lebendes Thier von oben. 

» 7. Potamides (Cerithidea) quadratus Sow., Singapore , Kopf von unten. 

» 8. Melania plicaria var. cincta Lea, Flores, 8b Rückseite, 8c Skulptur 

doppelt vergrössert. 



322 

Fig. 9. Neritina confhiens n.. Sikka, Flores, 9() Deckel von aussen, 9c ira 
Profil, 9d von innen, 9e Rückseite der Schale, natürliche Grosse, 
9fg junge Exemplare von Donah , Flores, 2 u. 3 lach vergrössert. 

» 10. Nerilina iris var. Wiclunantn n., Koinino, Timor, mit Deckel, l(l'> 
Schale von oben. 

» 11. Ncritina faba Sow., Maros, Celebes, doppelt vergrössert. IIb Rück- 
seite, 11c Deckel von aussen, llrf Deckel von innen, ebenfalls dop- 
pelt vergrössert., 11c Schale in natürlicher Grösse. 

» 12. Net'ilina flavovirens Busch, Balanga-Nipa , Celebes, jung mit Stacheln, 
12& von oben , beide dreifach vergrössert. 

» 13. Septaria Janellei Recliiz, Reo, Flores, von oben, 136 von unten, 13c 
von der Seite. 

» 13. Neritina variegata Less., jung, Maros, Celebes. 14-b Rückseite, beide 
doppelt vergrössert, 14c natürl. Grösse. 

» 15. Neritina flavovirens Busch, jung, Balang-Nipa, Celebes, einfarbig, zwei- 
mal vergrössert. 

» IG. Ncritina flavovirens Busch, jung, Balang-Nipa, Celebes, bunt, zwei- 
und einhalbmal vergrössert. 

» 17. Neritina (Neritilia) consimilis n., Luwu, Celebes, 17'» Rückseite, beide 
vierfach vergrössert, 17c natürliche Grösse, 17rf Deckel von aussen, 
17e Deckel von innen, beide vierfach vergrössert. 

» 18 — 21. Modiola leucosticta n., Fluss bei Maros, Celebes, 4 verschiedene Ex- 
emplare, doppelt vergrössert. 

» 22. Psainmotellina connectens Marts., Banka. 226 von innen , 22c von oben. 

» 23. » Semmelinki n., Bezuki, Java, 236 von innen, 23c von 

oben. 

» 24. Psainmotellina Semmelinki n., kleinere Form von Tanah-Iant, Borneo, 
246 von innen, 24c von oben. 

» 25. Psammobia Denikei n., Makassar, 256 von innen. 



TAFEL XI. 

Fig. 1. Lucina edcntula L., Molukken. 16 von oben. 
» 2. » » jung. 

» 3. » Philippinarnm Hanl., jung, Timor. 36 von oben , Wirbel stark 

abgerieben. 
» 4. Lucina Philippinarum Hanl. , erwachsen. 46 von oben. 



TAFEL XII. 

Fig. 1. Zungenzähne von Limnaea brevispira n., Sumatra. 300 fach vergrös- 
sert. Die einzelnen Zahlen bezeichnen, der wievielte Zahn von dem 
mittelsten (m) an nach aussen gezählt dei' betrefl'ende ist. Ebenso 
bei den folgenden Figuren. 

» 2. Zungenzähne von Limnaea Javanica Mouss. var. angustior, Rotti, 300 

fach vergrössert. 

» 3. Kiefer von Limnaea brevispira n., 25 fach vergrössert. 

»4. » » » Javanica Mouss. var. angustior, 25 fach vergrössert. 



Fig- 5- Zangenzähne fon hi/JM-a ovalina n,, Celebsa. 300 faeJ» \ergfO>serl. 
»6, » » PlanorbUi Sumairare>/s a., Stinjatra, 300 fecb rer- 

gr'iüÄWt- 
» 7. Zangenzähne vom Pktn/zrUs v/mp'te^'j^ts Htttt,, C^bss, 300 fech Ter- 

gr'/Siert, 
» 8. Zungenzähne toh An(s>jl%>j( CeVihetms n., Cdebes, 300 fech Tergr&isert. 
» 9, StiM "iess PUinorbh Sumatranvj} ru, 50 fach Tergr'jKj»rt, 
* -10. Pen« » » com'fjreüT'/Ji Hatt,. 14 ßteh Tergrc/äasert. 

» 4i, Zoogenaäbne von VvAfMru, Javanicj, Tar. Cfefeie>?«i* Monas. 300 ßidii 

Tergrf^^ert, 
» 42. Venschiedene Fcnrrflea de« Fwäües am lebaidea (juUell'M JavmvtnA^ \jäxa^, 

Singapore, nach dem Leihen Tom Verfeiaser gezeädmet. 

* Alle Figuren dieaer Tafel, mit AtJ.?nahme der letzten, twi Hm. Protz naie^ 
üntereochung an Spiritus-Exemplaren gezeicJinet. 



ALPHABETISCHES NAMENREGISTER. 



Alle Namen von Gattungen und Untergattungen sind mit grossen , 
alle Artnamen mit kleinen Anfangsbuchstaben geschrieben. Wenn 
derselbe Artname in mehreren Gattungen vorkommt, ist der Name 
der Gattung abgekürzt beigesetzt. Wenn derselbe Name auf mehreren 
Seiten vorkommt, ist diejenige zuerst erwähnt, auf welcher er näher 
besprochen wird. 



abbreviata Polyd. 139. 
abbreviatiis Solecurt. 259. 

— Solen 272. 

aburraas 127. 
Aoamptostylae 40. 
acanthica 62. 63. 
acicula Hei. 56. 
— Mul. 40. 
aouleatum 66. 
aoiiminata Mel. 50. 

— Phar. 269. 
acumiaatus Sol. Cult. 269. 
acus 50. 

aoutidens 266. 267. 
acutirostris 225. 
acutissima 40. 42. 
adonarae 51. 59. 
aequisulcata 48. 
affinis 57. 
alatum, -us 185. 
alba Legum. 262. 
— Teil. 258. 
albescens 49. 
albicans 199. 304. 
albida 262. 263. 
albovaricosa 138. 
albus 258. 



Alectryonia 222. 
amabilis 40. 45. 
amara 68. 
Amarula 66. 
amarula 67. 68. 
ambigua Litt. 196. 

— Psamin. 234. 
amboinae 126. 
amethystea 244. 245. 
amphibia 218. 
ampuUacea 17. 
Ampullaria 16. 29. 2SÜ. 
anatarius 226. 
Ancylus 15. 293. 
angularis Mel. 59. 

— Ner. 219. 

— Pal. Viv. 20. 21.22. 
angulifera Corb. 109. 116. 

— Litt. 194. 

— Mel. 64. 

— Plias. 194. 
angulosa Mel. 41. 

— Ner. 80. 
angustior 4. 
aunectens 70. 
anoniala 252. 
arborca 220. 
arboricola 197. 
Area 228. 



arctecava 40. 43. 

arenaria, -us 284. 285. 290. 

arenosa 252. 253. 

Asaphis 252. 290. 

asper 173. 

aspera 62. 

aspersus 270. 

Assiminea 124. 212. 

ater 191. 

atra 191. 

atrata 109. 

atropurpurea 119. 

atruni 191. 

attenuatus 266. 

Aulus 259. 

Auricula 149. 289. 

Auriculastra 158. 

auriculata 76. 

Auriculiden 124. 129. 

Auriculus 149. 

auris-felis 141. 

— judae 153. 155. 

— malchi 153. 

■ — midac 151. 154. 
australiana 157. 
avellana 139. 
Azor 259. 



325 



Balanooochlis 30. 
Batissa 131. 290. 
baudoni 109. 
Baum- Austern 124. 
beoki 275. 
belcheri Cult. Sil. 261. 

— Ostr. 220 
bengalensis 91. 230. 
bensoni 142. 144. 
bernardiana 91. 
biangulata 209. 
bioarinata 243. 
bioolor 201. 
bioristata 211. 316. 
bifasoiatum 171. 
bilineata 221. 
bipartita 245. 
bisinuata 40. 43. 
Bithynia 25. 
booki 69. 
bocourti 109. 
boeana 34. 
borealis 110. 

borneensis Amn. Ass, 215. 
— Pyth. Soar. 140. 
boi-ni 173. 
Brächyodontes 225. 
brevicula Ass. Hydr. 213. 
brevioulum Cer. 174. 
brevis 273. 
brevispina 79. 289. 
brevispira 2. 
brevissimus 279. 
brookei 36. 
Brotia 33. 
buginensis 51. 53. 
bullata, -US 202. 
buUioides 60. 
burroughiana 20. 
buschi 90. 93. 96. 290. 



caerulesoens 244. 245. 
caeruleum 174. 
calathus 15. 
caledonioa Cyr. 91. 92. 
— Psamm. 252. 

Calobates 288. 
canalis 60. 
Canidia 75. 295. 



Capsa 252. 
Capsella 238. 
Capsula 252. 
carinata Ass. 215. 

— Polyd. 130. 
oarinifera 198. 
oarolinensis 92. 
cashmiriensis 110. 
Cassidula 140. 
Cassidulus 140. 
castanea 110. 
oastaneus 165. 
castrensis 242. 
oelebensis Ampuli. 17. 

— Anoyl. 16. 

— Batiss. 104. 

— Corbic. 109. 113. 

— Isid. 10. 

— Mel. 69. 193. 

— Pal. 23. 

— Phys. 10. 

— Vivip. 23. 24. 
celox 228. 
Ceritliidea 185. 
Cerithium 168. 
ceylonensis Sol. 274. 
ceylonica Cyr. 91. 92. 94. 96 
charbonnieri 190. 
oliemiiitzi Cass. 141. 

— Sol. 273. 
cincta 42. 
cingulatus 183. 
Ciausaria 283. 
clausus 285. 

clava 286. 287. 
okfata Phol. 280. 281. 

— Ter. 287. 
clavus 50. 40. 
Clea 76. 295. 
Clithon 79. 
Clossonaria 283. 284. 
Clypeolum 77. 
clypeolum Sept. 86. 
coacta 68. 
coarotata 43. 

coaxans 91.98.101.230.289. 

cocoinea 254. 

cochlidium 40. 

coeoa 128. 

coerulescens v. caerulesoens. 

coffea 141. 142. 144. 

colonialis 114. 

communis 79. 218. 



compacta 19. 
compressa Bat. 104. 

— Corb. Cyr. 120. 

— Nav. Sept. 84. 
compressus Plan. 13. 
concinnus 270. 
conoisum 172. 
confluens 81. 

conica Amp. Hei. 18. 

— Litt. 198. 304. 
connecteus 237. 
Conovulus 160. 
consimilis 83. 
constricta Mel. 40. 52. 
coralium 1 
corallinum ) 
Corbicula 108. 290. 
coriaceum 127. 
Cornea Ass. Hydr. 215. 

— Cerith. 190. 

— Ner. 218. 
Corneas Pot. 190. 

— Sol. 276. 
corniculum 285. 
corniformis 285. 287. 
coromandelianus 12. 
Corona 79. 

— australis 79. 
coronaria 203. 
corrugata 248. 249. 
costata Legum. 260. 

— Mel. 41. 

— Pal. 20. 

— Psamm. 250. 

— Yiv. 20. 
oostellaris 40. 
costulata 3. 
crassidens 138. 
orassilabrum 27. 
orassula 110. 
cratium 222. 
orenularis 68. 
crenulata 40. 45. 
crepidinata 51. 56. 
orepidularia 124. 218. 
crispulata 47. 
cuouUata 223. 
Cucurbita 287. 
Cultellus 259. 263. 
cultellus 270. 290. 
cultriformis 270. 
cumingi Corb. 110. 117. 

— Echin. 203. 



326 



cumingi Glauc. 23. 

— Litt. 203. 
cuniingiana Mach. 257. 

— SoletcU. 233. 
cumingianus Cult. 270. 

— Sol. 258. 

Cuphus 284. 
curtus 272. 
curvicosta 36. 
cyanostonms 27. 
oybele 68. 
Cyclotropis 215. 
cylindracea Mel. 51. 60. 
cylindraceus Sol. 277. 

cypriRaeforinis Ol. 

oyprinoidus 91. 96. 100. 101 

Cyrena 90. 124. 230. 289. 

Cyreniden 29. 292. 295. 

D. 

dactylus 157. 158. 
dayakorum 117. 
debrixiana 109. 
decollata Cerith. 188. 

— Quoyia 192. 
decollatum Cer. 188. 
deoollatus Mur. 188. 

— Planax. 192. 
decussata 147. 
deflorata 252. 254. 
delesserti 279. 

deltae Nem. Stenoth. 212. 

— Scaph. 227. 
Dendrostrea 221. 
donikei 243. 
dentioulata 252. 
diadema 66. 68. 289. 
diohotoma 253. 254. 255. 
dipbos 232. 

discoidea 106. 
disjunota 51. 54. 
dissiinulans 73. 
distaus 145. 
distinguenda 41. 
divaricata 91. 98. 
Dreissena 87. 
dubia 217. 
ducalis 109. 114. 
duclosiana 217. 
dunkeri Auric. 160. 

dimkerianus Cult. 271. 
— Sol. 379. 

dunlopei 281. 



Ebena 191. 

eburnea 242. 

echinata 221. 

Echinclla 203. 

edentula Luc. Ven. 229. 

edi-ntulus Melamp. ] 67. 

elegans Litt. 203. 

Psamm. 243. 
Elizia 233. 
EUobium 149. 
elongata 240. 
emarginata 227- 
Engina 217. 
Ensiculus 269. 
Ensis 280. 
episoopalis 36. 
erosa 120. 
Brucella 222. 
essingtonensis 91. 
eurypterus 185. 
exaratum 149. 
excavata 96. 
exigua Litt. 206. 
exiguus Sol. 275. 279. 
eximia 91. 97. 101. 
expansa 91. 95. 97. 
extensa 106. 
exustus 12. 

F. 

faba Cass. 147. 
— Ner. 80. 
fallax 92. 
fasciata Auric. 161. 

— Clea 76. 

— Sil. 261. 

— Tralia 162. 
fasciatus Aul. Sol. 261. 

— Melamp. 161. 
fasciolata Hydr. 215. 

— Mel. 56. 
Fannus 191. 124. 289. 
felis 141. 
fenouilliana 109. 
fllosa 198. 
Fistulana 285. 287. 
flaveola 147. 

flavida 72. 
flavovirens 81. 
fluminalis 282. 
Üuminea 110. 114. 115. 



fluviatile Cer. 183. 185. 
fluvialilis Mod. 87. 

— Stromb. 41. 

— Vol. 66. 
foeda 32. 
foliorum 194. 
folium 222. 290. 
fonesii 279. 280. 
fontinalis 51. 61. 
ftilgurans 41. 
fulvaster Un. 309. 
fiilvida 215. 
furcato-radiata 84. 
Furcella 283. 
fusca Auric. 141. 
fuscata Corb. 110. 

— Mel. Hei. 42. 
fuscum Telcsc. 181. 
fuscus Mur. 178. 

G. 

galatbeae 91. 98. 101. 
Gari 240. 244. 
gari 239. 240. 248. 
gemmulatum 170. 
gibba 110. 121. 
gibberulum 170. 
gigantea, -us 284. 
glaberrima 87. 
glans 30. 
Glaucomya 1 
Glauconome ) 
goniompbala 25. 
gouldi 276. 
gracilis Corb. 117. 119. 

— Microc 316. 

— Sol. 277. 
grandinata, -us 203. 
grandis 274. 
granifer Melamp. 160. 
granifera Auric. Tral. 166. 

— Mel. 71. 
granosa Are. 228. 

— Auric. 166. 
granularis 206. 
granulata Mel. 72. 

— Valv. 219. 
granum 65. 
grata 242. 
gravis Corb. 110. 

— Cyr. 96. 
grayana, -us 261. 
gregata 287. 



327 



griseofusoa 128. 
grossicosta 25. 
gruneri 149. 
üuetera 286. 

H. 

hagenii Microo. 316. 

— Un. 316. 
liastula 41. 
helena 75. 

Heteroglypta 244. 245. 
Hiatula 232. 
Hyperotus 286. 

I. 

imbriuni 133. 
imperforata Pyth. 133. 
imperforatum Pleo. 149. 
imperforatus Scar. 133. 
impressa 93. 91. 
inoisum 183. 
indicator 181. 
indicus 12. 
induta 229. 
inermis 30. 
inflammata 141. 
inflata Pyth. 132. 
inflatum Cer. 174. 
infralineatus 14. 
infrarostratus 309. 816. 
inhonesta 51. 
insignis 243. 
insularis 316. 
intermedia Litt. 197. 

— Psamm. 250. 

intermedius Sol. 274. 
intumescens 3. 
iris 77. 
Isaroha 252. 
Isidora 6. 



ianellei Cer. 171. 

— Nav. Sept. 85. 
japonica Corb. 109. 

— Mach. Sil. 261. 
japonicus Cult. 261. 
javana Corb. 118. 
javanica Amp. 19. 

— Bat. Cyr. 103. 290. 

— Corb. Cyr. 111. 

— Limn. 3. 

— Mel. 43. 40. 



javanica Pal. 21. 

— Phar. 266. 267. 

— Viv. 21. 
javanicus Cult. 267. 

— Plan. 14. 

— Solec. Sol. 267. 
javanus Ano. 15. 
jayana 103. 

jayensis 102. 
jonesii 280. 
judae 154. 
jukesi 91. 

kennerii 188. 
keraudreni 108. 
kieneri 188. 
kraussi 148. 
Kuphus 283. 284. 



labrella 148. 
lacteus 263. 265. 
lacustris Corb. 110. 118. 

— Mod. 87. 

— Paoh. 26. 
laevigata 41. 49. 
laevior 21. 

laevis Cyr. 91. 95. 

— Mel. 38. 
lamaroki Sol. 274. 275. 
lamarokiana Corb. 109. 
largillierti 109. 

lata 128. 
lateritia 69. 
layardi 56. 57. 
Leguminaria 259. 
lemeslei 87. 
lenticularis 103. 
lessoni 246. 
leucodon 165. 
leucosticta 86. 
lignorum Ostr. 220. 

— Phol. 281. 
Limnaea 2. 293. 
Limnaeiden 1. 293. 
Limnaeus s. Limnaea. 
linearis 277. 
lineata Mel. Hei. 71. 

— Ner. 219. 
lineolata 24. 

lirata Ass. Hydr. 216. 
— Mel. 72. 



lirata Omph. 216. 
litigiosa 48. 40. 
Littorina 194. 289. 
Littoriniden 193. 
Littorinopsis 124. 194. 
lividus 270. 
longaevus 201. 
Lopha 221. 
Luoina 228. 
lugubris 62. 
lutaria Cham. 98. 

— Cochl. 17. 18. 
lutarius Cyl. 150. 
lutea Auric. 163. 
lutescens 147. 
luteum One. 127. 
luteus Melamp. 163. 
luzonicus 280. 

M. 

macassarica Bat. 105. 

— Viv. 23. 
Macha 256. 
maculata 215. 
maculosa 248. 
magnus 264. 
malacoana Litt. 204. 
malaccensis Psamm. 236. 

— Sol. 276. 
malayana 55. 
malchi 152. 
mangiorum 178. 
Marinula 158. 
marmoratus 271. 
marmorea 248. 249. 
Marsyas 149. 
martensi 109. 
Martesia 281. 
mauritiana Litt. 210. 

— Per. 126. 
maxima Clea 76. 
maximus Cult. Sol. 263. 
Melacantha 66. 
Melampus 125. 160. 
Melanella 30. 

Melania 27. 289. 292. 294 

— s, Str. 40. 66. 
Melaniiden 27. 
Melanoides 33. 50. 
melanostoma Litt. 199. 304. 

— Ner. 218. 
melanus 68. 



328 



Melarrhaphe 206. 
mcrloniana 82. 218. 
micbaudi 2G7. 
mioi'0))terum, -us 185. 
midae 150. 289. 
miliaris 208. 
minahassae 8. 
mindorensis 40. 48. 49. 
miniala 214. 
minima, -us 262. 
minor 70. 
minutus 279. 
mitcscens 35. 
mitra 68. 

Modiola 86. 125. 225. 290. 
moerchi 153. 
mollkcana 109. 111. 
moluccanns Mur. 178. 
molucct-nsis Cyr. 91. 94. 96. 
230. 

— Mel. 40. 

— Phys. 8. 9. 11. 
monile Auric. 141. 161. 

— Md. 40. 44. 
moreletiana 110. 
morum, -us 171. 
moussoni Ass. Amn. 215. 

— Corb. 111. 114. 

— Cyr. 91. 94. 

— SUmolh. 210. 

— Viv. 22. 
multiplioata 142. 
mustelina 114. 
mutabilis 31. 
miitica 64. 
mytiloidcs 220. 290. 
Myülus 225. 

N. 

Nassa 217. 
natalensis 205. 
Nausilora 281. 
Navicella 83. 295. 
negluct.us 13. 
NemaUira 210. 
Neriptcron 76. 
Nerita 125. 218. 
Neritaea 78. 
Nc.ritidun 76. 
Neritilia 82. 

Ncritina 76. 124. 217. 289 
292. 295. 



Neritodryas 124. 218. 
nigra 191. 
nigrofasciatum 171. 
nigromarginala 221. 
nigrum 127. 
nitida 91. 95. 
nivosa 242. 
nodifera 228. 
NodiliUorina 204. 
nodoso-costata 63. 
Novaculina 259. 
novae-liiberniae 194. 
nucivora 287. 
nuoleolus 164. 
nucleus 145. 146. 
nuvicora 287. 



obeliscus 175. 

obesula 40. 

obesum 175. 

oblonga Cyr. 91. 

oblongus Solcc. 258. 

obscurum 172 

obsoleta 70. 

obtrusa, -um, -us 186. 187. 

occidcns 241. 

olivacea Nass. 217. 

— Novae. 266. 
olivaoeum Bucc. 216. 
olivaciius Cult. 266. 
Onchidium s. Oncidium. 
Onoidella 128. 
Onoidiidac 125. 
Oncidium 125. 

Oncis 127. 
Ophicardelus 148. 
Optediccras 212. 
orbicularis Nav. 84. 

— Psamm. 234. 
orbiculata, -us 283. 
Orientalis Cult. 264. 
— Cyr. 111. 
ornata Cerith. 189. 

— Mel. 41. 

— Psamm. 248. 249. 
ornatus Pot. 189. 
Ostrea 220. 290. 
oualancnsis 82. 
ovalina Corb. 109. 

— Isid. 8. 
ovalis 209. 



201. 



Paohychilus 27. 31. 
Pachydrobia 26. 
paeteliana 227. 
Pagodella 
Pagodus 
pagodus 201. 289. 
palaense 127. 
palembangensis Mel. 316. 

— Unio. 316. 
pallens 235. 

palmula 252. 
Paludina 19. 
Paludinella 212. 
Paludomus 27. 
paludosus 148. 
palustre, -is 176. 289. 
papulosa Ijill. Mon. 202. 

— Mel. 38. 
papua 91. 96. 97. 230. 
papuensis 51. 
Parapliolas 282. 
parasitica 220. 221. 
parva, -um, -us 27. 
palulum 1 70. 
pellueidura Cer. 170. 
pellucidus Sol. 262. 
perdix 198. 
perfecta 51. 
Perna 223. 
peroni 125. 
Peronia 120. 125. 
petrosum 170. 
Pharella 266. 
pbilippiana 229. 
philippinarum Bat. 108. 

— Luc. 229. 

— Mach. Solcc. 256. 
Pholadiden 280. 

Pholas 281. 
Physa 8—11. 
picta Litt. 196. 200. 
piotus Sol. 278. 
pinguicula 74. 
pinna 228. 
Pirena 191. 
pireniformis 41. 
Pisidium 121. 
Planorbis 11. 293. 
planospira 219. 
planulata 233. 
planus 264. 265. 



329 



Plecotrema 125. 149. 
plioaria 40. 41. 289. 
plicata Hei. 41. 

— Pyth. Scar. 131. 
plicatula 48. 

Plotia 62. 
polita Amp. 17. 

— Aurio. 157. 158. 

— Stenoth. 211. 
politus Sol. 201. 
polIex 138. 
Polydonta 130. 
polygramma 25. 
polythalamia, -us 284. 
ponderosa Aurio. 157. 

— Cyr. 91. 
porcata 45. 
poroellana 84. 
porreota 5. 

Potamides 124. 175. 289. 
praestans 250. 
proolivis 12. 
producta 102. 
prolongatus 316. 
provisoria 35. 
Psammobia 241. 
Psammobiiden 231. 
Psammocola 241. 
Psammosolen 256. 
Psammotaea 238. 290. 
Psammotella 234. 
Psammotellina 122. 234. 
Pseudodon 289. 
piilohella Corb. 110. 120. 

— Mel. 51. 61. 

— Ner. 82. 

— Psamm. 245. 247. 248. 

— Sil. 261. 
pulchellus Aul. 261. 
pulohra 45. 
pullata 110. 117. 
pulligera 77. 289. 
punctata 41. 49. 
punctato-striatum 149. 
punotigerum 149. 
punctulata 57. 
Purpura 216. 
purpurasoens 173. 
purpurea 131. 
pusillus 281. 
pyramidalis 204. 205. 
pyramidatus 136. 
Pyrazus 175. 



Pythia 130. 289. 
pythia 133 

Q. 

quadrasi 143. 
quadrata Cerith. 187. 
— Pal. Viv. 31. 
quadratus Pot. 187. 
quadricingulata 203. 
quoyi Cer. 187. 

— Mach. Solec. 257. 258. 
Quoyia 192. 

R. 

radiata Ass. 206. 

— Caps. 238. 

— Hydr. 206. 

— Mach. 260. 

— Nav. 86. 

— Psammobia 244. 

— Psammotaea 238. 

— Sil. 260. 290. 

— Soletell. 232. 
radiatus Sol. Aul. 260. 
radicum 220. 

ramosa Litt. 199. 

— Med. 226. 
reeveana Pyth. 138. 
reevei Psamm. 247. 
regularis Corb. 109 

— Sol. 274. 
reticulata 155. 157. 158. 
retifer 183. 
rhizophorarum Cer. 189. 

— Ostr. 221. 

rhodostoma 144. 
rhombus 257. 
riotans 134. 
riqueti 73. 74. 193. 
rivalis 110. 130. 
rivicola 2S1. 382. 
robusta 52. 51. 
rosea 260. 
rostrata, -us 232. 
rotundata 102. 104. 
rubella 314. 
rubicunda 349. 350. 
rubus 169. 

rugosa Asaph. etc. 252. 
rugosum Cer. 170. 
rugulosa Cyr. 91. 

— Psamm. 252. 



ruida 80. 
rustica Litt. 203. 
— Mel. 44. 40. 

S. 

saleyerica 24. 
sandai 110. 
savinieri 315. 
saxatile 223. 
sayana 109. 
scabra Litt. Hei. 194. 

— Mel. 62. 

— Psamm. Teil. 248. 
scabrum Bucc. 62. 
scalprum 264. 
Scapbula 338. 
soaphula 227. 

scarabaeus 131. 133. 136. 289. 
Soarabus 130. 
scheepmakeri Auric. 154. 

— Mach. Solec. 258. 
schroeteri 173. 
schultzeanus 276. 

scipio 40. 
scutata 18. 
scutulata 41. 42. 
Segmentina 15. 
seleoiana 110. 
semicancellata 40. 
semicostata 73. 193. 
semigranosa 72. 
serainuda 58. 60. 
semiplicata 160. 
semistriatum , -us 177. 
semisulcata, -us 138. 
semitrisulcatus 177. 
semmelinki Pal. 316. 

— Psamm. 236. 

— Un. 316. 
semperi 165. 
Septaria 83. 218. 283. 
Sermyla 73. 
serotina 234. 235. 
setifera 67. 

setosa 66. 289. 
siamensis Melamp. 165. 

— Mod. 87. 
siamioa Cyr. 91. 
siocata 30. 
Signia 166. 
Siliqua 359. 390. 
Singaporensis 165. 



330 



sinuosa 91. 100. 101. 
sloanei 278. 
smaragdinus 225. 
snellemanni 70. 
sobria ■il. 
Soleourtiis 255. 
Solen 271. 272. 290. 
Soleniden 255. 
Soletellina 232. 
solida '2iO. 
soricina 162. 
sowerbyana 147. 
sparsinodosa 36. 
speotabilis 69. 
sphaericula 103. 
Sphaerium 291. 
spinosa 221. 
■ spinulosa G2. 63. 
squamosa Ncr. 80. 

— Psamm. 251. 
squarrosa 80. 
stagnalis 11. 
Stenomelania 40. 
Stenothyra 210. 
striata Pho). Mart. 281. 

— Pyth. 138. 
Striatella 50. 
striatella 246. 
striatula 225. 226. 
striatus Soar. 138. 
stricticosta 39. 
slrigata 316. 
strigilata Stcnoth. 211. 
strigilatus Soleo. 256. 257. 
Strigula 130. 

Strubeln Litt. 208. 

— Psamm. 236. 
subcornea 215. 
subcylindricn.s 266. 
subellipticus 265. 
subglobosa 26. 
subgranosa Litt. 208. 

— Mel. 72. 
subinermis 203. 
sublobata 92. 
subnodosa Auric. 152. 

— Litt. 205. 
suborbicularis Bat. 103. 

— Cyr. 91. 94. 95. 

— Nav. Sept. 84. 
subplanata 112. 109. 
subplicata 37. 
subradiata 234. 



subramosa 87. 226. 
subsuturalis 51. 54. 
subteres 4. 
subula 158. 
succinea 3. 
sulcata Aur. 160. 
sulcatina 110. 117. 
sulcatum Cer. 178. 177. 
sulcatus Mur. Pot. 178. 
Sulcospira 31. 
sulcospira 33. 
sulculosa Aur. Cass. 146. 
sulculosus Mflamp. 167. 
sumatrana Isid. 6. 
sumatranum Pis. 121. 
sumatranus Plan. 12. 
sumatrensis Amp. 17. 

— Cyr. 92. 91. 

— Glauo. 231. 

— Mel. 34. 35. 

— Ner. 78. 

— Pal. Viv. 24. 

— Un. 316. 
suturalis 58. 



taenia 217. 
tapparonei 54. 
Tarebia 69. 
tayloriana 316. 
Tcctarius 201. 
tcctum-pL'rsicum 213. 
Tectus 201. 
Telescopium 180. 
telesoopium 180. 
temmincki 76. 
tenerrimus 180. 
tenkatei Cerith. Pot. 190. 

— Mel. 41. 
tenuis 110. 
Tcrebralia 176. 
terebralis 191. 
terebriformis 40. 
Teredo 283. 
tessellata 86. 218. 
testudinaria 31. 
thiarella 68. 
thoracites 288. 
Tiara 66. 
Tiaropsis 68. 
timorensis Isid. 9. 

— LLmn. 10. 

— Mel. 41. 



timorensis Sol. 275. 
tondanensis 13. 14. 
tonganum 126. 
tonkiniana 110. 
torquata 36. 
trailli 168. 
Tralia 160. 161. 
transversa 109. 
trapezoidea 109. 115. 121. 
triangula 93. 
triangularis Cyr. 91. 93. 

— Scar. 131. 

tridentata 154. 155. 
trigona, -us 130. 
triparietalis 145. 
tripartita Psamm. 244. 

— Pyth. 136. 
tristis Mel. 41. 

— Psamm. 242. 
troclioidcs 205. 
truncata Bith. 25. 

— Psamm. 244. 

— Soletcll. 233. 

— Teil. 244. 
truncatula 59. 
tuburculata Mel. 51. 57. 
tuberculalum Ccr. 170. 172. 

173. 174. 
tumida Corb. 109. 113. 117. 
tumidum Ouc. 126. 
tiirgida 143. 
turris 40. 
turritum 169. 
Tympanotonos 183. 
typica 33. 

U. 

ualanensis 82. 218. 
undata, -us 139. 
undulata 199. 
unicarinatum 190. 
unifasciata 51. 60. 61. 
uniformis 46. 40. 
Unio 89. 289. 
Dnioniden 88. 292. 295. 
Uperotis 286. 287. 
ustum 169. 



Vagina 272. 273. 274. 278. 
variabilis Mel. 36. 

— Scar. 139. 
varicosa 36. 



331 



variegata Ass. 214.. 

— Ner. 78. 
variegatam Cer. 171. 
ventricosa Cyr. 91. 

— Litt. 207. 

— Pal. Stenoth. 211. 

314. 
ventrosa 4. 
venustula 109. 
verbeoki Mel. 38. 
— Un. 89. 
verrucnlatum 126. 
versicolor Sol. 278. 

— Yen. 252. 
vespertinoides 242. 
Vibex 175. 183. 



vilis 204. 
vinota 51. 54. 
violacea Bat. 102. 104. 

— Capsell. 239. 

— Cyr. 108. 

— Psammobia 233. 

— Psammotaea 239. 290. 

— Soleteil. 233. 
violaceus Sol. 233. 
violasoens 254. 
virens 230. 
virescens 23. 
virgata 250. 

viridis 225. 
vitiensis 209. 
vitrea Fern. 224. 



vitreus Cult. 266. 

— Sol. 277. 
Vivipara 19. 289. 294. 

wallacei 51. 52. 54. 
wiohmanni Mel. 51. 55. 59. 

— Ner. 78. 
wilkei 160. 
woodiana 110. 
woodwardi 279. 



ziozao Litt. 197. 

— Ner. 79. 
zonale 171. 



HIRTTDINEES DES INDES NEERLANDAISES 



RAPHAEL BLANCHARD. 



M. le professeur Max Weber m'a fait Taniitiö de me confier l'etude 
des Hirudinees recueillies au cours de son beau voyage d'exploration 
zoologique aux Indes neerlandaises. Son importante collection ne ren- 
ferme qua des Sangsues d'eau douce ou terrestres; eile comprend six 
genres et huit especes, dont quatre nouvelles. 

GLOSSOSIPHONIDAE. 

A cette famille se rapportent deux especes nouvelles; l'une d'elles 
rentre dans le genre ifeZoödeZfa, dont j'aidonnerecemmentladiagnose'). 

Glossosiphonia Johnson, 1816. 
1. Glossosiphonia Weber i. nova spocies. 

Animal epais, cordiforme, long de 9 mm., large de 4 mm. 5 (fig. 1). 
Corps grisätre , le dos ötant parseme de tubercules Irreguliers : quelques- 
uns semblent etre en s6ne lineaire et se r6peter de trois en trois 
anneaux. Ventouse posterieure large de 1 mm. 5, petite, circulaire 
ou lögerement oblongue, presque entierement cachee sous le ventre. 

Quatre anneaux pröoculaires, le second ötant le plus long. Trois 
paires d'yeux, placöes sur trois anneaux consöcutifs: les deux antö- 
rieurs sont plus petits et plus rapprochfe Tun de l'autre; ceux des 



1 ) R. ßlanchard , Viaggio del dott. A. Borelli uella llepublica Argentiua o ncl Para- 
guay. XXI. Uirudinces. BoUeltino dei Musei di :ool. ed anat. comp, della r. Univerdtä 
di Torino, XI, u° 2G3 , 1896; voir p. 1. — R. Rlauchard, Hirudineeu OstrAfrikas. Die 
Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete , Berlin, in 8°. 1S97; voir p. 4. 



333 

deuxieme et troisieme paires sont plus gros, plus ecartes et assez 
etroitement juxtaposes Tun ä l'autre. Le quatrieme anneau appartient 




A 



x^^■'XX^1 ^ 



B 



Fig. 1. 



aussi ä l'extremite cephalique: celle-ci se trouve delimitee par un 
sillon assez profond, qui passe en arriere de lui et qui se distingue 
avec une egale facilite au dos et au venire. En attribuant, comme 
d'habitude, le numero 1 au premier anneau oculifere, on constate que 
le pore genital male est perce sur le milieu de l'anneau 23, c'est-ä- 
dire sur le dernier anneau du somite X. La vulve n'est pas visible. 

Le nombre total des anneaux est de 65 : l'anus s'ouvre entre le 
dernier et Tavant-dernier ; les anneaux 60 et 62, qui representent 
respectivement le deuxieme et dernier anneau des somites XXIII et 
XXIV, sont plus Courts que les autres. Les somites III — V sont con- 
stitues par un total de six anneaux; les somites VI— XXI sont com- 
plets, c'est-ä-dire formes chacun de trois anneaux; les somites XXII — 
XXIV comprennent chacun deux anneaux; les somites XXV — XXVI 
sont representös par les trois derniers anneaux. 

Cinq exemplaires, du lac de Manindjau (Sumatra). L'un d'eux pre- 
sente une anomalie consistant en ce que le deuxieme et le troisieme 
anneau du somite XVIII sont fusionnes dans leur moitie gauche, ä 
la face dorsale. 

Cette espece a une certaine ressemblance avec la Glossosiphonia he- 
terocUta (Linne), ä cause de la disposition de ses yeux; mais cette 



334 



derniere est toujours lisse et a les yeux des deux premieres paires s6- 
pares par un , parfois meine par deux anneaux ; de plus , le pore genital 
male s'ouvre entre les anneaux 25 et 26 , et non sur l'anneau 23. 

Helobdella R. Blanchabd , 1896. 
1. Helobdella gracilis , nova species. 

Animal fusiforme, efflle, grisätre, concolore, sans taches ni bandes, 
long de 6 mm., large de 1 mm. (fig. 2). Corps elargi en arriere, 

puis se rötröcissant pour 
s'insörer sur la ventouse 
posterieure par une sorte 
de pödoncule. Deux yeux 
bien distincts , comme 
dans tous les represen 
tants du genre Helobdella, 
pas de „glande cervicale" 
Extr6mit6 cephalique cor 
di forme, elargie, compre 
nant trois anneaux pr6ocu 
laires et les huit premiers 
anneaux, ceux-ci represen- 
tant les somites I — IV. 

Le nombre total des an- 
neaux est de 69. Les so- 
mites I — III sont consti- 
tu6s par les cinq premiers 
anneau; les somites IV 
— XXII sont complets , 
c'est-ädire formes chacun 
de trois anneaux; les so- 
A B ^ mites XXIII-XXVI sont 

'^' ' representös par les sept 

derniers anneaux. Le dernier anneau des somites V — XXII est limitö 
en avant et en arriere par un sillon plus accentue que celui qui s6- 
pare les anneaux 1 et 2 de chaque somite; il en resulte que le troi- 
sieme anneau est, k premiere vue, plus apparent que les deux autres. 
Les papilles segmentaires ne sont pas visibles. 

La ventouse ant6rieure est largement excavee; on distingue l'orifice 




335 

de la trompe ä son sommet; un peu plus large que le cou, eile est 
limitee en arriere par l'anneau 7. La ventouse postörieure, un peu 
moins large que le corps, est circulaire et cupuliforme. Le pore genital 
male est perce entre les anneaux 26 et 27, c'est-ä-dire entre les so- 
mites X et XI; la vulve s'ouvre entre les anneaux 28 et 29, c'est- 
ä-dire entre le deuxieme et le troisieme anneau du somite XL L'anus 
est situe entre le dernier et l'avantdernier anneau. On voit par trans- 
parence , ä travers le tegument ventral , sept paires de caecums intesti- 
naux, developpes dans les somites XII ä XVIII; ceux de la derniere 
paire s'inflechissent en arriere et se prolongent jusqu'ä la partie pos- 
t6rieure du somite XXI. 

Vingt-six exemplaires, trouves ä Buitenzorg (Java) dans la cavite 
branchiale de Paratelphusa sp.? 

GN ATHOBDELLID AE . 

Dans un mömoire recent, cite plus haut, j'ai demontre la necessite 
de diviser cette famille en trois tribus distinctes : Haemadipsinae , Hi- 
rudininae et Semiscolecinae. Ce dernier groupe n'est connu, jusqu'ä, 
present, que d'Amörique; les deux autres habitent aussi bien l'ancien 
que le nouveau monde; ils sont representes Tun et Lautre dans les 
recoltes de M. Max Weber. 

HAEMADIPSINAE. 

Cette tribu est constitu^e par les Gnathobdellides terrestres: eile 
comprend actuellement les six genres Mesohdella R. Bl. , Phüaemon 
R. Bl. , Haemadipsa Tennent, -Phytohdella E.. Bl. , Planohdella R. Bl. 
et Xerobdella Frauenfeld. Le premier de ces genres est special au 
Chili, le dernier se rencontre dans les Alpes d'Autriche; les quatre 
autres genres sont tres repandus dans la rögion indo-malaise ')• Les 
recoltes de M. Max Weber ne renferment que deux especes, appar- 
tenant l'une et l'autre au genre Haemadipsa. 

Haemadipsa Tennent, 1861. 
1. Haemadipsa seylanica (Moquin-Tandon , 1826) R, Bl. , 1894. 

Synonymie: Hirudo zeylanica Moquin-Tandon, 1826. 
Hirudo flava Schmarda, 1861. 



1) R. Blanchard, Revision des Hirudinees du Musee de Dresde. Abhandlungen und 
Berichte des kön. zool. und anihrop.-ethnograph. Museums zu Dresden 1892 — '93, n° 4 (1894). 



336 

Un exemplaire de la foret de Paninggahan (Sumatra). — Neuf exem- 
plaires pris en foret, sur le mont Singalang (Sumatra). 

Cette espece, dont la coloration peut varier consid6rablement , a des 
caracteres morphologiques extrememeot fixes. Elle est tres repandue 
dans toute la region indo-malaise , aux Philippines , au Japon et dans 
toute la presqu'ile indo-chinoise. Je n'ai rien k changer ä la diagnose 
que j'en ai donnee en 1894. 

2. Haeinadipsa sylvustris E. Blanchard , 1894. 

Un exemplaire de la foret de Kaju-tanam (Sumatra). — Six exem- 
plaires de la foret de Manindjau (Sumatra). 

Cette espece est dejä connue de Birmanie '). Elle ne diflere de la 
precedente que par l'existence de deux anneaux au somite III, la troi- 
sieme et la quatrieme paire d'yeux etant separees par un anneau. 

HIRUDININAE. 

Ce groupe comprend les Gnathobdellides d'eau douce. Ainsi que je 
l'ai etabli dans le memoire dejä cite, il se divise naturellement en 
deux s6ries, suivant que les mächoires portent une ou deux rangees 
de dents: la premiere serie est celle des Monostichodonta ; la seconde, 
Celle des Distichodonta. Toutes deux sont representöes , chacune par 
un genre, dans la collection de M. Max Weber. 

Iiimnatis MoquinTandon , 1826. 

Synonymie: Bdella Savigny, 1817 (non Latreille, 1795). 

Ce genre a pour type la Lirmiatis nüotica (Savigny), du nord de 
l'Afrique ou, plus exactement, de toute la rögion circummöditerra- 
neenne. Meconnue par MoquinTandon et les autres zoologistes, cette 
espece a ete restauree par nous et est devenue le type d'un genre 
qui comprend d'assez nombreuses especes: celles-ci sont repandues 
dans les zones tropicales et temperöes de l'ancien monde; eUes ont etö 
classees jusqu'ä present dans le genre Hirudo, mais meritent d'en 
etre distraites et d'etre rapprochees de la Limnatis nüotica, avec la- 
queUe elles presentent d'evidentes affinites. En effet, toutes ces Sangsues 



1) H. Blanchard, Viaggio di Leouardo Fea in Birmania e regioni viciue. LVII. Hiru- 
diaees. Annali del Museo civico di sioria naturale di Oenova , (2), XIV, p. 113 — 118, 1894. 



337 

röpondent ä la diagnose suivante, par laquelle, en 1894, nous avons 
caracterise la genre Limnatis ') : 

„Mächoires ornees de papilles et armees d'une rangee de plus de 
100 dents tres aigues. Levre anterieure creusee d'un sillon en dessous." 

Sous-GENEE Poeeilobdella R. Blanchard, 1893. 

En 1893, nous avons 6tabli ce groupe pour une division du genre 
Limnatis ^) , dont tous las representants repondent h la diagnose 
suivante : 

„Le dos est orne d'une ligne noire mediane, continue ou inter- 
rompue; dans ce dernier cas, eile se poursuit sans Interruption sur 
les cinquieme, premier et deuxieme anneaux de deus somites suc- 
cessifs. Le troisieme et le quatrieme anneau pres de la ligne mediane, 
le second et le cinquieme pres du bord lateral, portent de chaque 
cöte une tache noire quadrangulaire. Le premier anneau est depourvu 
de ces taches." 

Admettons que les unes ou les autres de ces taches puissent faire 
defaut ou meme que toutes puissent manquer h la fois; que, dans 
chacun de ces cas, la bände noire medio-dorsale puisse etre ou non 
continue, et l'on concevra quelle diversitö d'aspect peuvent presenter 
les Hirudinees en question. Cette diversite est sartout frappante, 
quand on examine des animaux vivants : chez les uns , le dos est de 
couleur verte; chez les autres, il tire davantage sur le fauve ou le 
jaunätre ; de meme , le ventre est rouge brique , avec une bände noire 
laterale plus ou moins marquee, ou jaune plus ou moins clair et sans 
bandes laterales. De telles differences semblent avoir l'importance de 
caracteres speciüques: aussi a-t-on multiplie les especes et peut-on 
aisement en citer une quinzaine appartenant ä ce groupe, mais une 
revision severe en reduira notablement le nombre. 

Ce sous-genre n'est encore connu, ä l'etat indigene, que des regions 
baignöes par l'Ocean Indien ; l'une des especes qui le composent a ete 
transportee jusqu'aux Antilles, apparemment par l'Homme, ainsi que 
nous le dirons plus loin. 

Nous ne meconnaissoiis pas que l'etablissement des sous-genres com- 



1) R. BlaQohard, Hirudinees de l'Italie continentale et insulaire. BoUeitino dei Musei 
di zool. ed anai. comp, della r. Universita di Torino , IX, n" 192, 1894; voir p. 42.' 

2) R. Blanoliard, Revision des Hirudinees du Musee de Turin. BoUeitino dei Musei di 
sool. ed anai. comp.... di Torino, VIII, n° ll-ö, 1893; voir p. 28. 

22 



338 

plique le plus souvent la nomenclature , sans aucun avantage r6el; 
aussi avons-nous songe un instant ä elever au rang de genre la serie 
des PcecüobdeUa. Nous avons cependant renoncö ä cette id6e, en con- 
siderant combieu les caracteres tires de la coloration sont fugaces et 
inconstants. Observe-t-on des PcecüobdeUa Vivantes ou conserv6es de- 
puis peu dans l'alcool, la diagnose ci-dessus permet de les reconnaitre 
au Premier coup d'ceil; examine-ton des individus ayant sejourne 
longteraps dans l'alcool, le pigment noir lui-raeme a ete dissous, la 
decoloration est complete, et ces animaux ne se distinguent plus en 
aucune faqon des autres Limnatis. 

1. Limnatis (Poßcilobddla) granulosa (Savigny, 1820) R. Bl., 1893. 

Synonymie: Sanguisuga granulosa Savigny, 1820. 
Hirudo manülensis Lesson, 1842. 
Sanguisuga hypochloros Wahlberg, 1842. 
Sanguisuga hypochlora Wahlberg, 1842. 
Hirudo amhoinensis Quoy et Gaimard, 1859. 
Hirudo smaragdina Quoy et Gaimard, 1859. 
Hirudo batavica Diesing, 1859. 
Hirudo muUistriata Schmarda, 1861. 
Hirudo chinensis Kinberg, 1866. 
Hirudo Luzoniae Kinberg, 1866. 
Hirudo maculosa Grube, 1866. 
Hirudo Loioei Baird, 1869. 
Hirudo Belcheri Baird, 1869. 
Hirudo maculata Baird, 1869. 
Hirudo inconcinna Baird, 1869. 
Hirudo assimilis Baird, 1869, 
Hirudo saigotiensis Whitman, 1886. 

Un exemplaire capturö dans une riviere k Pajakombo (Sumatra). — 
Un exemplaire du lac de Singkarah (Sumatra). — Un jeune exem 
plaire des marais de Singkarah. — Un exemplaire du lac Tabeh di 
Aripan, pres Singkarah. — Trois exemplaires du lac Telagä pabilä 
pres Singkarah. — Un exemplaire de Buitenzorg (Java). — Trois exem 
plaires de meme provenance. — Un exemplaire de Tjibodas (Java) 
recueilli par le Dr. Went. — Un exemplaire capture dans une riviere 
pres Tete adji (Celebes). — Au total treize exemplaires, dont sept 
provenant de Sumatra, cinq de Java et un de Celebes. Tous ces in- 



339 

dividus ont le ventre jaune clair, sans bände noire laterale; ils se 
rapportent k VHirudo maculosa Grube , dont ils ont tous les caracteres. 

Cinq exemplaires, dont trois jeunes, pris dans une riviere ä, Lüwü 
(Celebes); le ventre est jaune fonc6, avec bandes laterales noires. Ces 
cinq specimens appartiennent ä la Sanguisuga granulosa Savigny. 

Neuf exemplaires, recueillis dans un 6tang, ä Macassar (Celebes); 
le ventre est orange et borde d'une large bände noire. Ces exemplaires 
correspondent ä VHirudo muUistriata Schmarda. 

A cöte des trois especes nominales que nous venons d'enumerer, 
nous pourrions citer tels autres specimens ä ventre jaune clair avec 
bandes noires, qui devraient etre attribuös ä VHirudo maculata Baird; 
et d'autres encore ä ventre vert sombre, qu'il faudrait designer sous 
le nom de Sanguisuga hypochlora Wahlberg. 

La validite de toutes ces especes peut paraitre acceptable ä ceux 
qui attachent ä la coloration et ä l'aspect plus ou moins cliagrine du 
tögument une importance primordiale; au contraire, eile semblera re- 
poser sur une base bien fragile, ä ceux qui savent combien sont de- 
cevants de semblables caracteres. Depuis plusieurs annees, nous avons 
examine un nombre considerable d'Hirudinees de la rögion indo-ma- 
laise, repondant ä l'un ou l'autre des types enumeres ci-dessus; nous 
avons cherche tout d'abord ä les repartir entre les diverses especes 
dont il vient d'etre question, mais nous avons du bientöt y renoncer, 
en constatant que , ä part les differences de coloration , tous ces indi- 
vidus presentaient entre eux la plus parfaite ressemblance anatomique 
et morphologique. 

Nous sommes donc convaincu de l'identite des differentes especes 
nominales enoncees en synonymie; elles constituent tout au plus des 
Varietes ou des races , comme certaines especes mieux connues {Hirudo 
medicinalis, Hirudo troctina, Limnatis nilotica, Haemopis sanguisuga) 
nous en offrent d'irrecusables exemples. Des faits du memo ordre s'ob- 
servent aussi chez les Hömadipsines , comme nous l'avons indique 
plus haut: par exemple, VHaemadipsa zeylanica revet les aspects les 
plus varies et les plus disparates, tout en conservant intacts ses ca- 
racteres morphologiques. Nous allons bientöt observer aussi les memes 
faits chez la Limnatis javanica. 

La liste synonymique qui est placee en tete de ce chapitre atteint 
une longueur inusit6e; eile nous amene a supprimer d'un seul coup 
quinse especes nominales. Nous avouons avoir hösite longtemps h faire 



340 

une teile hecatombe; mais celle-ci est absolument ndcessaire et resulte 
de ce que, le plus souvent, il nous a ete possible d'exarniner las types 
laisses par les difförents auteurs. 

Quoy et Gaimard ont recueilli ä Amboine, au cours de l'expedition 
de Dumont d'ürville, des Hirudinöes dont ils donnerent de courtes 
diagnoses ä de Blainville; mais celles-ci resterent inedites jusqu'en 
1859, epoque ü laquelle Gervais et Van Beneden les firent connaitre '). 
Nous les transcrivons ci-apres : 

„Hirudo amboinensis Quoy et Gaim. , msc. — D'un beau vert en 
dessus, avec un trait noir medio-dorsal interrorapu; fauve orange en 
dessous, avec les bords noirs. Diraensions de notre Sangsue medicinale. 

„Vit ä Amboine (iles Moluques). 

„Hirudo smaragdina Quoy et Gaimard, msc. — üne belle bände 
d'un bleu emeraude entre deux bandes noires bordees de fauve, en 
dessus; le dessous marbre de brun et de bleuätre. 

„Vit k Java." 

On conserve au Museum de Paris (n«ä 186 et 187) deux Hirudinees 
rapportöes d'Amboine par les naturalistes de VAstrolabe; Tun d'eux 
(n° 187) präsente une anomalie des anneaux des somites XVII et 
XIX. Ce sont, sans aucun doute, les types de V Hirudo amboinensis; 
on y retrouve sans peine les caracteres de la Limnatis granulosa. 

Cette meme collection renferme plusieurs autres Sangsues recoltees 
aussi par Quoy et Gaimard, mais aucune de Ceylan; le type de Y Hi- 
rudo smaragdina reste donc inconnu. N6anmoins, nous croyons pou- 
voir assimiler aussi cette espece nominale ä, la Limnatis granulosa, 
dont eile rappelle övidemment la variete hypochlora. 

Le Musöum de Paris ne possede pas les types de VHirudo manil- 
lensis Lesson ^). La tres courte description qui en a et6 donnee est 
dejä, saffisante pour faire reconnaltre la Limnatis granulosa. Cette as- 
similation paraitra rationnelle, si l'on sait que la Limnatis granulosa 
est effectiveraent r6pandue aux Philippines et en Chine. Le Musee de 
Madrid en possede trois spöcimens provenant des Philippines, deux 
de Gubat Albaz , l'autre de Sibul ; ce dernier a le ventre brun verdätre 
et est, par consequent, conforme ä la description de Lesson. 



1) P. Gervais et P. J. Van Benedea, Zoologie medicale. Paris, 1859; voir II, p. 176 
et 177. 

2) J. P. Lessou, Description d'uno uouveUe espece de Sangsue. Revue zoologique , p. 
8, 1842. 



341 

Le Musöe de Stockholm , qni possede les especes döcrites par Wahl- 
berg, ne renferme plus le type de la Sanguisuga hypochlora; comme 
nous l'öcrivait M. le Dr. H. Theel, voilä plusieurs annees qu'il est 
perdu. Bien quo tres imparfaite, la description que Wahlberg a donnee 
de l'espece nominale en question est nöanmoins süffisante pour nous 
donner la certitude que celle-ci n'est qu'une simple forme de la Lim- 
natis granulosa. Tout au plus peut-on se demander si Wahlberg n'a 
pas eu plutöt affaire ä la Limnatis javanica , dont certains individus 
ont aussi le ventre vert, comme nous le verrons plus loin. En effet, 
les trois exemplaires vivants sur lesquels il basait son espece lui 
avaient ete rapportes de Java. 

Diesing cite, sous le nom ä'Hirudo batavica, une Hirudinöe qu'Ebrard ') 
d6crivait en ces termes: „Elle ressemble beaucoup aux Sangsues dra- 
gons de l'Algerie , mais eile porte sous le ventre une espece de plastron 
couvert d'une multitude de'taches couleur brique foncee." Cette Hiru- 
dinee, qu'Ebrard appelait simplement „Sangsue de Batavia", n'est 
autre chose que la Limnatis granulosa. 

Les Hirudinees decrites par Schmarda ^) sont conservöes au Musee 
zoologique de l'üniversitö de Vienne; M. le professeur Grobben a eu 
raraabiUte de nous les envoyer en communication. Quatre flacons ren- 
ferment les types de VHirudo muUistriata , de Ceylan: le n° 219 con- 
tient quatre individus, dont deux jeunes (de Trincomalie) , le n° 220 
deux individus (de Belligan), le n° 221 un individu (de Ratnapura), 
le n° 222 treize individus (de Belligan). Aucun de ces animaux ne 
differe de la veritable Limnatis granulosa; ils doivent etre consideres 
comme lui 6tant identiques '). On remarquera du reste que VHirudo 
granulosa Savigny ne figure pas sur la liste des especes recueillies 
par Schmarda. 

Le Musöe de Stockholm possede les types de deux especes etablies 
par Kinberg, en 1866: Hirudo chinensis, de Chine, et Hirudo Lu- 
zoniae^ de Manille; les descriptions sont tres insuffisantes et d'ailleurs 
inexactes. L'etude des specimens typiques nous a permis, malgre leur 



1) Ebrard, Nouvelle Monographie des Sangsues medicinales. Paris, in-8°, 1857; voir 
p. 53—54. 

2) L. K. Schmarda, Neue wirbellose Thiere. Leipzig, in-4°, 1861; voir 2. Hälfte, p. 2. 

3) Schmarda attribue 100 dents ä son Hirudo muUistriata; par l'examen direct des 
types , nous avons reconnu que les dents etaient beaucoup plus nombreuses et qu'il n'y 
avait, a cet egard, auoune difference avec la Limnatis granulosa. 



342 

decoloration et l'absence totale de bandes ou de taches noires, d'iden- 
tifler ces denx formes avec la Limnatis granulosa, 

On remarquera que Baird figure ä lui tout seul pour ciuq especes 
dans la liste synonymique qui precede. Nous avons examinö de pres, 
au British Museum oü ils sont conservös, les types de quatre de ces 
especes et leur etude nous a donn6 la conviction qu'aucune d'elles 
n'est valable. Elles avaient d'ailleurs öte etablies avec une evidente 
legerete, sans le moindre souci de critique ou de coraparaison anato- 
mique et morphologique avec les especes voisines. 

L'Hirudo Loioei est originaire de Sarawak (Bornöo). L'unique exem- 
plaire (n° 39) est tres contracte, long de 75 mm., large de 19 mm.; 
il est concolore, d'un gris jaunätre, et montre encore des traces de 
la ligne noire mödio-dorsale ; l'anus döbouche derriere l'anneau 101; 
on ne voit pas trace de l'anneau 102. L'animal est d'ailleurs entiere- 
ment conforrae k la Limnatis granulosa, tant par sa morphologie 
exterieure que par la structure de ses mflchoires et le nombre de ses 
dents. Les seules difförences appr^ciables tiennent, d'ime part ä ce que 
la ventouse posterieure est de taille particulierement grande et creusee 
en forme de coupe ä orifice retröci, et d'autre part ä ce que les tu- 
bercules de la peau , qui se montrent frequemment mucrones chez les 
Limnatis gramdosa tres contractees, presentent ici une exageration 
de ce caractere ; en effet , on voit jusqu'ä deux , trois et meme quatre 
pointes ä leur surface. Mais on ne saurait attribuer la moindre im- 
portance specifique ä un tel aspect, ainsi que nous l'expliquerons 
plus bin. 

L'Hirudo Belcheri est aussi de Borneo. Le type (n° ö5) est incon- 
testablement identique ä la Limnatis granulosa; ses tubercules cutanös 
sont ögalement h6riss6s de deux ou trois pointes. 

VHirudo maculata est representee par un specimen provenant de 
Slam (n° 36), long de 65 mm., large de 14 mm. et dans lequel il est 
impossible de ne pas reconnaitre une jeune Limyiatis granulosa. 

L'Hirudo inconcinna est encore identique ä cette derniere. L'unique 
exemplaire (n° 34), rapportö de Ceylan par le Dr. A. Wmith, en 1852, 
est long de 10 cm. et large de 2 cm. Le ventre est concolore, sans 
doute par suite de la dissolution des pigments; la face dorsale, ögalement 
concolore, d'un brun fonce, montre encore les traces d'une bände m6- 
diane noire. On compte 101 anneaux; l'anus s'ouvreen arriere du der- 
nier. Les anneaux 95 et 96 sont entierement d6doubl6s ä la face dorsale ; 



343 

les anneaux 96 et 97 se fusionnent dans leur portion mödio-ventrale. 

L'Hirudo assimüis Baird, qui est originaire de Hong-Kong, n'existe 
plus au British Museum, mais la description sommaire qui en a ete 
donnöe, jointe aux considerations tirees de l'tiabitat, lögitime notre 
maniere de voir quant ä son identite avec la Limnatis granulosa. 

Cette derniere est partout employee pour la Phlebotomie, dans les 
pays qu'elle habite. Aussi est-il vraisemblable que c'est eile encore que 
Whitman ^) a signalee sous les noms de „large Medicinal Leech of 
Saigon" et d'Hirudo saigonensis: comme il est dit plus loin, l'espece 
qui nous occupe est tres commune en Cochinchine et nous savons de 
source certaine qu'elle y est employee en m6decine. 

Ainsi comprise , la Limnatis granulosa est une espece tres repandue. 
On l'observe dans tout l'Hindoustan ; le Museum de Paris en possede 
des exemplaires du Bengale (flacons no^ 66 ä 73), de Bombay (n° 75), 
de la cöte de Malabar (no« 79, 82) et de la cöte de Coromandel (nos 83, 
93, 215, 247, 248); le British Museum en a aussi quelques exemplaires 
provenant du sud de l'Hindoustan (nos 37, 38, 41, 42). L'espece s'etend 
vers Test tout le long des cötes et remonte assez loin ä l'interieur 
des terres: on trouve ä Londres des individus de Perak (n° 38) et de 
Slam (n° 36 , Hirudo maculata Baird) ; ä Paris , des individus de 
Bangkok (n"» 89, 90), du Cambodge (n" 81) et de Cochinchine (n^s 76, 
84, 85, 87, 98). L'espece a encore ete signalöe ä Singapore par Grube 
{Hirudo maculosa). 

Gräce ä l'amabilite de M. le Dr. Kermorgant, directeur du Service 
de sante des colonies, nous possedons dix-neuf exemplaires, pris ä 
Campot (Cambodge) sur l'Elephant; la plupart d'entre eux sont de 
tres grande taille et mesurent jusqu'ä 180 mm.; les uns ont le ventre 
olivätre ou ardoise, concolore et sans bandes noires laterales, les au tres 
l'ont jaune orange avec deux bandes noires. Nous devons aussi h 
l'amabilite de M. le Dr. Treille, inspecteur general du Service de santö 
des colonies, vingt-quatre exemplaires de cette meme espece provenant 
de Quan-Yen (Tonkin). D'ailleurs, l'espece en question remonte encore 
plus loin vers le nord; eile passe en Chine, d'oü Baird l'a decrite sous 
le nom ^'Hirudo assimilis, et atteint Hong-Kong, comme en fait foi 



1) C. O. Whitman, The Leeches of Japan. Quarierlt/ Journal of niicr. science , (2), 
XXVI, 1886; voir p. 73 et 78 du tire ä part. 



344 

Texemplaire du Mus6e de Stockholm que Kinberg a döcrit sous le nom 
A'Hirudo chinensis. 

Voilä pour la röpartition de la Limnatis graniüosa sur le continent. 
Cette meme espöce se retrouve dans les iles voisines. De l'HindoustaD, 
eile passe ä Ceylan, oü Schmarda l'a observöe {Hirudo muUistriata); 
le Museum de Paris {n°^ 74, 249) et le British Museum (n° 34, Hirudo 
inconcinna Baird ; n° 40) en possedent aussi plusieurs exemplaires 
ayant semblable origine. Gräce ä l'amabilitö de M. A. Kaznakov, offi- 
cier de la marine russe, nous en possödons nous-meme plusieurs spe- 
cimens de cette meme ile: Tun d'eux provient de Matara, l'autre de 
Tissamaharama , pres Colombo. 

La Limnatis granulosa est tres repandue dans l'archipel malais 
(Sumatra, Java, Bornöo): la plupart des Musees en possedent des 
exemplaires venant de l'une ou l'autre de ces iles. Elle existe aussi 
ä Poulo-Condor, d'oü le Museum de Paris en possede un exemplaire 
de taille collossale (n° 88). Elle vit dgalement ;\ Celebes et aux Mo- 
luques: un exemplaire, recueilli ä Amboine par Quoy et Gaimard, 
pendant l'exploration de VAstrolabe, ligure au Museum de Paris 
(n° 186); c'est probablement le type de VHirudo ambOinensis. Un 
autre exemplaire (n° 187) a encore ete recueilli ä Amboine par Bom- 
bron et Jacquinot, pendant l'expedition de Dumont d'Urville; il prä- 
sente quelques anomalies des anneaux. Le Mus6e de Copenhague ren- 
ferme aussi deux exemplaires provenant d'Amboine (n° 18). 

L'espece se rencontre egalement aux Philippines, oii Lesson l'a 
indiqu6e sous le nom &'Hirudo manillensis et Kinberg sous celui 
^'Hirudo Luzoniae. Le Museum de Paris possede deux specimens de 
cette provenance: Tun rapportö de Luc^on par Marche en 1880 (n° 251), 
l'autre capturö par Montane en 1881 , dans le rio Agusan , dans le 
nord-est de Mindanao (n° 188). Au Musöe de Madrid figurent deux 
exemplaires de Gubat Albaz (n° 13) et un exemplaire de Sibul(n°14). 
Le Musee de l'Universite de A^ienne contient aussi trois specimens 
provenant du meme archipel (n° 226). 

Enfin, l'espece qui nous occupe s'ötend jusqu'aux iles Mariannes: 
trois specimens du Mus6um de Paris, un adulte (n° 189) et deux 
jeunes (n° 190), ont 6te rapportös de Guam par Quoy et Gaimard. 

On peut donc definir l'habitat de la Limnatis {Pcccilobddla) granu- 
losa en disant qu'elle se rencontre dans toute cette portion du con- 
tinent asiatique qui est situöe ä Test de la mer d'Omarr et au sud 



345 

du tropique du Cancer. De lä, eile se repand dans les iles et archipels 
situes jusqu'au lO«* degre de latitude sud et au 150^ delongitude est. II 
est donc vraisemWable qu'on la rencontrera aux Carolines, aux Palaos 
et en Nouvelle-Guinöe. Rien ne demontre sa pr6sence en Australie, 
mais il n'est pas Impossible qu'elle se trouve dans le nord, dont la 
faune est encore peu connue. En somme, on peut donc dire que cette 
espece est particuliere ä la region indo-malaise. 

Aussi est-il tres interessant de la retrouver aus Antilles, oü eile 
a ete, sans aucun doute, transportee par THomme, dans un but me- 
dicinal; jet6e dans les ruisseaux, eile s'y est acclimatee. On la trouve 
en efFet en abondance ä la Martinique, oü eile est tres prospere: le 
Mus6e de Copenhague en. possede trois exemplaires de cette prove- 
nance (n° 21). Nous en avons requ nous-meme, ä deux reprises, de 
nombreux exemplaires vivants. I^e prämier envoi, comprenant une 
trentaine d'individus, nous a 6te fait gracieusement en 1891 par le 
P. Vanhaecke,. supörieur du söminaire-coUcge de Fort-de-France ; c'etait 
vraiment un beau spectacle, que ces animaux ornes des couleurs les 
plus vives. En 1893, nous recevions d'une autre source un nouvel 
envoi; il s'y trouvait un individu de taille gigantesque qui, fixe en 
demi-extension, mesure exactement 9,4:5 mm. de longueur. Nousnesau- 
rions dire si l'espece se retrouve aux Antilles ailleurs qu'ä la Martinique. 

Dans toutes les regions qu'elle habite, la Limnatis granulosa se 
presente sous des aspects varies (fig. 3) et avec des colorations di- 
verses; nöanmoins, aux points de vue anatomique et morphologique, 
eile reste toujours identique ä ellememe, sauf de legere variations 
que nous allons indiquer. Elle atteint communement une longueur de 
150 ä 180 mm. et depasse tres souvent 200 mm.; sa taille est donc 
bien superieure ä celle des Hirudininae reputees les plus grandes, 
comme Hirudo medicinalis et Limnatis nilotica. 

Nous n'insisterons pas sur les colorations diverses que peut prä- 
senter la Limnatis granulosa; nous les avons indiquees maintes fois, 
au cours des discussions qui precedent. La ligne noire medio-dorsale 
se detache le plus souvent sur la couleur fondamentale (fig. 3, A); 
d'autres fois, eile repose sur une bände noirätre plus ou moins large 
et ininterrompue d'un beut ä l'autre du corps (B). Dans d'autres cas 
encore, cette bände fohcee fait defaut et l'on trouve ä sa place quatre 
taches carrees symetriques, siegeant sur le troisieme et le quatrieme 
anneau de chaque somite (fig. 3 , C). 



346 

La partie laterale du dos est occupee de chaque cöte par quatre 






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lignes brunes, sinueuses, continues chez certains individus, fröquemment 
interrorapues et tres reduites chez d'autres (I—L). Ces lignes sontaccou- 
plöes ; dans chaque couple , elles se rapprochent et s'^cartent alternative- 
ment : rapprochöes et paralleles sur le cinquieme , le premier et le second 
anneau de deux somites consecutifs, elles s'ecartent l'une de l'autre 
sur le troisieme et le quatrieme anneau d'un meme somite. Elles 
forment ainsi un ölegant dessin. Las papilles segmentaires de la rangle 
intermediaire sont situees entre les deux lignes du couple externe. 



347 



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Fig. 4. 



L'aspect de l'animal varie beaucoup, suivant qiie son tegument est 
lisse ou granuleux: il est lisse pendant l'extension, mais devient gra- 
nuleus quand il se contracte. L'etat granuleux de la peau est d'aiUeurs 
entierement soumis ä sa volontö; quand il est tres accentue, chaque 
tubercule cutane se herisse d'une ou plusieurspetitessailliesacuminees, 
qu'on prendrait pour autant de 
mucrons (flg. 4). On congoit 
donc que certains naturalistes, 
attachant ä l'aspect du tegument 
une importance excessive, aient 
etabli des especes d 'apres ce 
seul caractere. La meme erreur 
a ete commise pour d'autres 
Hirudinöes, par exemple pour la 
Pontohdella muricata (Linne), ä 
laquelle sont strictement identi- 
ques la Pontohdella spinulosa Leach et la Pontohdella laevis de Blainville. 

La Partie antörieure du Corps (fig. 5, A et B) est constituee exac- 
tement comme chez Hiriido medicinalis ; pourtant, il n'est pas rare 
de constater le dedoublement seit du 
dernier, seit des deux derniers an- 
neaux du somite VI, dans la plus 
grande partie de leur face dorsale; 
les taclies noires laterales siegent alors 
exclusivement sur la moitie poste- 
rieure du dernier anneau (flg. 5, A). 
Cette disposition est frequente chez 
les individus de la Martinique ; chez 
quelques-uns , on observe meme le 
dedoublement de 1' anneau 10 ou der- 
nier anneau du somite V, ä sa face 
dorsale. Le dedoublement des deux 
derniers anneaux du somite VI se constate encore chez deux individus 
provenant du district de Madras (British Museum, n° 38), chez divers 
individus de Pondichery (Musöum de Paris, n° 93), chez des individus de 
Campet (Cambodge) et du Tonkin faisant partie de ma collection, etc. C'est 
donc une particularite qu'on ne peut aucunement invoquer comme carac- 
tere specifique. 




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348 

Les somites VII ä XXII inclusivement sont entiers, c'est-ä-dire 

forraes de cinq anneaux distincts. Le somite XXIII (fig. 6) comprend 

norraalement trois anneaux, chacun des deux 

derniei's equivalant k deux anneaux fusionnes. 

xsi Cette coalescence bien connue est mise ici en 

— evidence par la disposition des taches noires 

OTT marginales: les taches correspondant h Celles 

qui siegent sur le deuxieme anneau du somite 

-^^ -complet n'occupent, en effet, que la moitiö an- 
terieure du deuxieme anneau du somite XXIII; 
les taches representant Celles qui siegent sur le 
cinquieme anneau du somite complet n'occupent 
'^' ' que la moitie postörieure du dernier anneau du 

somite XXIII. II est ä remarquer que les deux derniers anneaux de 
ce meme somite sont plus longs que le premier, ce qui resulte encore 
de leur coalescence primitive; souvent meme, ces deux anneaux se 
montrent plus ou moins dedoubles, suivant les individus: parfois ils 
le sont d'une faqon inappröciable, parfois au contraire ils le sont en 
entier; un seul d'entre eux peut subir ce dedoublement. 

Le somite XXIII est donc formö, suivant les cas, de trois, de 
quatre ou de cinq anneaux plus ou moins nettement delimitäs. Cette 
Variation s'observe encore chez des exemplaires de toute provenance: 
eile semble etre particulierement fröquente ä la Martinique, mais se 
voit aussi chez des individus de Pondichery (Mus6um de Paris, n°^ 93 
et 248), de Ceylan (collection öchmarda, n° 222; British Museum, 
n° 34, Hirudo inconcinna Baird), de Saigon (Museum de Paris, n° 84), 
de Celebes (collection Max Weber), ainsi que chez plusieurs individus 
du Cambodge et du Tonkin faisant partie de ma collection. Ce carac- 
tere n'est d'ailleurs pas special ä la Limnatis gramdosa; on l'observe 
au moins aussi frequemment chez une Limnatis du S^n^gal dont nous 
posstjdons de nombreux exemplaires. 

Les somites XXIV et XXV sont formfe chacun de deux anneaux: 
pour la raison que nous venons de dire, la moitie anterieure du second 
anneau porte les taches noires laterales correspondant h Celles qui 
siegent sur le deuxieme anneau du somite complet; quant aux an- 
neaux posterieurs du somite i)entamere primitif, ils ont disparu d'une 
faQon si complete qu'il ne reste pas trace de leurs taches noires. Le 
somite XXVI est generalement constituö par un seul anneau, derriere 



349 

lequel s'ouvre l'anus; parfois pourtant, on voifc sur le cöte de celui-ci 
une et meme deux moities d'un second anneau, le 102«. 

Les mächoires sont volumineuses , ornees de grosses papilles. La 
mächoire mediane porte environ 150 dents, les mächoires laterales en 
ont environ 160; les dents les plus grandes mesurent 26 i/. de hauteur. 

2. Limnatis (PcecUobdella) javanica (Wahlberg, 1855) R. Bl., 1897. 

Synonymie: Hirudo javanica Wahlberg, 1855. 

Hirudinaria javanica (Wahlberg, 1855) Whitman, 1886. 

Un exemplaire de Buitenzorg (Java). 

Cette espece n'est pas particuliere ä Java; on la rencontre aussi 
ä Bornöo, ä Sumatra, au Bengale, en Birmanie, etc. Les pores sexuels 
sont separes Tun de l'autre par sept anneaux 
(flg. 7) : roriflce male est perce entre le deuxieme 
et le troisieme anneau du somite X, la vulve . H ' - ' l i : \ ^ 

s'ouvre entre le quatrieme et le cinquieme an- 
neau du somite XI; caractere morphologique qui 
rend l'espece aisement reconnaissable. Celleci a 
d'ailleurs la plus etroite ressemblance avec la ''^ '"^ ^ 

Limnatis granulosa, ä quelque point de vue 
qu'on l'envisage: l'aspect general, la taille, la Fi^. 7. 

coloration, la disposition des bandes et des taches sont identiques. 

L'animal est de grande taille: d'apres Sluiter, il mesure jusqu'ä 
175 mm. de longueur. Le dos est verruqueux, exactement comme 
chez Limnatis granulosa. La ventouse anterieure est large, les mä- 
choires sont volumineuses et donnent ä l'exträmite c6phalique un as- 
pect renüe tout special; elles portent des papilles et sont armees cha- 
cune d'environ 150 dents; chez un meme individu, les trois mächoires 
portaient respectivement 142, 148 et 154 dents. Les derniers somites 
sont constitues comme suit: le somite XXIII comprend trois anneaux, 
les somites XXIV et XXV chacun deux anneaux, le somite XXVI 
un seul anneau, en arriere duquel debouche l'anus. 

Wahlberg a etabli cette espece ') d'apres des specimens qua Pihlgren 
avait rapportes vivants de Samarang (Java). Us avaient la face dor- 
sale d'un gris clair, tirant sur le vert olive, avec une bände noire 





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1) P. Wahlberg, Kya Blodiglar. Öfveraigt af k. Vetensk. Akad. Förhandl, SJI, p. 233, 
1855. — Neue Blutegel. Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss., VUI, p. 271, 1856. 



350 

mediane ininterrompue ; les flancs etaient d'un jaune clair, avec des 
taches noires carrees , de grosseur inegale et disposöes transversale- 
ment; la face ventrale etait d'un rouge brun unicolore, et presentait 
de chaque cöte une bände laterale noire, partout egalement large. 
Cette espece est employöe ä Java pour l'usage mödical. T^e type n'est 
plus reprösentö dans les collections du Musee de Stockholm que par 
un seul exemplaire, etiquetö faussement „Hirudo Jiypochlora Wahlb.?" 
Ca speeimen est totatement decolore ä l'heure actuelle; ses pores 
sexuels occupent bien la Situation caractöristique. 

Sluiter a observö lui-meme cette espece ä Java; dans une note com- 
muniquee ä Whitman ') , il en döcrit deux variötes. 

L'une d'elles a le dos d'un vert olive sombre, tirant parfois vers 
le vert d'herbe et parfois vers le brunätre; la ligne mediane est oc- 
cupee par une bände noire interrompue, dont chaque fragment s'ötend 
sur trois anneaux, dans les regions moyenne et posterieure; degrandes 
taches noires irreguhcres sont dispersöes le long des flancs. La ligne 
laterale est d'un jaune clair dans sa portion dorsale et d'un jaune 
rougeätre dans sa portion ventrale. La face ventrale est rouge brique, 
bordee de chaque cöte par une large bände vert sombre, entremelee 
de taches noires dans sa portion interne. 

L'autre vari6te a le dos ornö des memes taches et des memes bandes 
que la precedente, mais la teinte generale est d'un vert plus fonce. 
La face ventrale n'est plus rouge brique, mais presente la memo cou- 
leur verte que la face dorsale; les bandes laterales foncees sont plus 
larges et plus melangöes de noir. 

Ces deux varietes vivent ensemble dans les rizieres, oii alles abon- 
dent; on les trouve communöment dans les terrains bas avoisinant 
Batavia et dans d'autres localitös da la cöt6 septantrionale de Java; 
alles sont indifferemment utilis6es en mödecine. 

En outre de 1 'exemplaire rapportö de Buitenzorg par M. Max Weber, 
nous avons eu l'occasion d'examiner de nombreux spöcimans de la 
Limnaiis javanica et cet examen nous a dömontre la grande variabi- 
lite de sa coloration. Par axemple, des specimens de belle tailla, an- 
voyes de Sumatra par M. M.-C. Piepers, alors conseiller ä la Haute- 
Cour de justice des Indes neerlandaises , ont le dos orne des taches 



1) C. 0. Whitman , The Loeclies of Japan. Quarlerly Journal of micr. science , (2), 
XXVI, p. 58—00 liu tirage a. part, 18SC. 



351 

noires laterales caract6ristiques ; la ligne mediane est occupee par une 
bände noire ininterrompue , siegeant sur trois anneaux seulement ; le 
ventre est rouge brique et presente de chaque cöte une large bände 
noire. Trois exemplaires appartenant au Musee de Yienne et recueillis 
k Buitenzorg (Java) par le Dr. Adensamer, en 1895, ont le dos comme 
les pröcedents, mais le ventre est d'un jaune plus clair et les bandes 
laterales noires, nettement deliraitöes en dehors, se degradent en de- 
dans. Chez deux exemplaires appartenant au Musee civique de Genes 
et recueillis ä-Bhamo (Birmanie) par L. Fea, en 1885, les taches la- 
terales existent bien ä la face dorsale, mais on ne voit aucune trace 
de la bände noire mediane; la face ventrale est d'un jaune verdätre 
concolore, avec une bände noire bordant la bände jaune lat6rale. 

Toutes ces variations, chez une meme espece dont les caracteres 
morphologiques sont particulierement bien definis, confirment l'opinion 
que nous avons emise plus haut quant ä. Tiden tite des nombreuses 
especes nominales que nous avons cru devoir reunir h la Limnatis gra- 
nulosa: elles permettent d'apprecier ä leur juste valeur les variations 
de couleur at Timportance systematique qu'on leur a attribuee bien ä tort. 

Sans tenir suffisamment compte de Tevidente parente qui existe 
entre cette espece et la Limnatis granulosa, Whitman a cree pour 
eile, en 1886, le genre Hirudinaria, exclusivement base sur la dis- 
position particuliere des orifices sexuels. II admettait alors que, dans 
le groupe des Hirudinides, la Situation des pores gönitaux entre le 
deuxieme et le troisieme anneau des somites X et XI est tres fixe 
et que toute Variation de ce caractere doit acquörir une grande valeur 
systematique. Cette meme Interpretation avait conduit jadis G-rube h 
distraire du genre Haemadipsa les Hirudinees terrestre d'Australie et 
ä instituer pour eile un nouveau genre Chthonobdella. 

J'ai longtemps partage moi-meme une semblable opinion. Mais la 
suite de mes etudes m'a demontre que certains types presentaienf 
une Situation tres variöe des oriflces sexuels et que leur position, va- 
riable dans un meme genre mais fixe dans les hmites d'une meme 
espece, constituait un excellent caractere specifique. Tel est le cas 
chez les Macrobdella Verrill (non Phihppi) parmi les Hirudinines ; tel 
est surtout le cas dans toute la tribu des H6madipsines ; on peut 
meme dire qu'il s'agit lä d'un caractere general, puisque pareille Va- 
riation s'observe encore chez les Glossosiphonides et les Herpobdellides. 

Le genre Hirudinaria Whitman ne merite donc pas d'ätre conserve; 



352 



VHirudo javanica Wahlberg doit simplement prendre place dans le 
sousgenre PcecüobdeUa, h cöte de la Limnatis granulosa. 

Haemopis Savigny, 1820. 
Ce genre est le type des Hirudinines distichodontes. L'espece la 
mieux connue, Haemopis sanguisuga (Linne), est repandue dans toute 
l'Europe, aux Etats-Unis, en Siberie, en un mot dans les rögions 
froides et tempöröes de rhemisphere septentrional. Aussi est-il inte- 
ressant de retrouver un representant authentique de ce groupe dans 
des contrees aussi tropicales que l'archipel malais. 

Nous avons döcrit en 1894 une Haemopis birm.anica, rapportee par 
L. Fea de Birraanie. Depuis lors, notre conception du genre Haemopis 
s'est notablement modifiee et nous nous proposons de soumettre cette 
espece k une revision. 

1. Haemopis Weberi. nova species. 
Cinq exemplaires, de la riviere de Kaju tanara (Sumatra). 
Animal contracte, tres aplati, long de 53 mm., large de 10 mm., 

d'une teinte grise uni- 
forme, sans taches ni 
bandes (flg. 8). Yeux 
non apparents; on voit 
ä grand peine ceux des 
deux premieres paires. 
Papilles segmentaires 
non visibles, ce qui 
~ rend difficile l'interprö- 
tation raötamörique de 
l'extremite posterieure. 
Les pores g6nitaux et 
les pores nephridiaux 
occupent leur Situation 
habituelle. 

Le nombre total des 
anneaux est de 103. Les 
anneaux 7 et 8, fu- 
Fig. 8. sionnös ä la face ven- 

trale, sont söpares sur presque toute la largeur de la face dorsale. 
Les anneaux 10 et 13 sont dedoubles sur presque toute la largeur de 




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XXI 

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XI 



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^ 30-31 



353 



la face ventrale. Las somites VII— XXII sont complets, c'est-ä-dire 
pentameres. Las somites XXIII — XXVI sont representes par un total 
de dix anneaus. 

La ventouse antörieure est tres petite; eile est limit6e en arriere 
par l'anneau 6. Les mächoires sont 
elles-memes tres petites et portent 
chacune deux rangees de dents tres 
peu nombreuses , au nombre de quatre 
ä six dans chaque rangee (fig. 9) : 
ces dents sont blanches, de taille et 
de forme irrögulieres et inegalament 
espacees. La ventouse posterieure est 
grande , en forme d'äcuella et large de 
6 mm. 5 ä 8 mm. L'anus s'ouvre der- 
riere le dernier anneau. 





Fig. 9. 



HERPOBDELLIDAB. 

On n'a encore Signale aucune Herpobdellide dans la r6gion indo- 
malaise, exception faita de la Nephelis quadriUneaia Grube, des iles 
Mcobar; les Hii'udin6es de ce type y sont pourtant repandues et nous 
en ferons connaitre plusieurs formes tres remarquables dans un pro- 
chain memoire. L'espece que nous decrivons ci-dessous, d'apres les 
recoltes de M. le professeur Max Weber, merite ä plus d'un titre de 
fixer l'attention: c'est la seconde espece du genre Dina, connu jusqu'ä 
präsent des regions temperees de l'hemisphere septentrional ; eile pre- 
sente d'ailleurs d'interessantes particularites anatomiques. 

Dina E. Blanchaed, 1892. 
- - 1. Dina Weber i, nova spcies. 

Un exemplaire de Buitenzorg (Java). — Sept exemplaires du lac de 
Manindjau (Sumatra). — Deux exemplaires recueillis dans la riviere 
de Loka, ä Bonthain (Bontaeng) (Celebes). 

Animal de petite taille, le plus grand des exemplaires examines 
ayant 28 mm. de long sur 2 mm. ä 2 mm. 5 de large (fig. 10). Teinte 
grisätre uniforme, sans apparence de taches ni de bandes. Comme chez 
Dina. quadristriata (Gmbe), type du genre, le troisieme anneau des so- 
mites VI — XXII est dedouble sur toute son etendue. Quant au reste, 
notre nouvelle espece differe du type par des caracteres tres remarquables. 

33 



354 



Le Premier anneau oculiftre ne porte jamais qu'une seule paire 

d'yeux , par suite de l'avor- 
tement des yeux lateraux; 
tel etait du moins le cas 
chez tous les individus quo 
nous avons etudiös. Les yeux 
des deux paires postörieures 
sont portes par Tanneaii 5. 
L'anneau 9 est dedouble ä 
la face dorsale. Les somites 
I — V sont representös col- 
lectivement par les anneaux 
1 — 11. Les somites VI — 
XXII sont complets, c'est-ä- 
dire formes chacun de cinq an- 
neaux , doat le troisieme est 
dedouble; ils comprennent 
les anneaux 12 — 96. En ar- 
riere du somite XXII debou- 
chent les derniers pores ne- 
phridiaux; au-delä on compte 
encore onze anneaux: le nom- 
bre total des anneaux est 
donc de 107. L'anus s'ouvre 
^'^- !''• entre les anneaux 104 et 105. 

Comme c'est la regle chez les Herpobdellides , le clitellum embrasse les 
quatre derniers anneaux du somite IX , les somites X et XI tout entiers 
et le Premier anneau du somite XII. L'orifice genital male est perce sur 
le quatrieme anneau du somite X; la vulve s'ouvre soit sur le quatrieme 
anneau du somite XI , soit entre le troisieme et le quatrieme anneau de 
ce meme somite. 

Eu outre de ces deux orifices normaux , on observe encore sur le clitel- 
lum deux autres pertuis dont l'existence semble etre constaute: l'un 
(fig. 10, a) deux debouche derriere le troisieme anneau du somite IX, 
l'autre (fig. 10, b) döbouche derriere le troisieme anneau du somite XII. 
Nous nous proposons de rechercher ultörieurement avec quels organes 
sont en rapport ces deux orifices sexuels suppl6mentaires. On doit les 
rapprocher de ceux que nous avons fait connaitre pröcedemment chez la 




355 



D 



Xerohdella Lecomtei, et de ceux que presentent aussi las Macrobdella. 

Eü outre des Hirudinees decrites plus haut, la collection de M. Max 
Weber renfermait un seul exemplaire, apparemment tres jeune, d'une 
Sangsue provenant du lac de Situ bagendit, pres Garut (Java). II s'a" 
gissait d'un animal long de 7 mm. 5, large de 1 mm. 25, fusiforme, 
lisse, arrondi, ayant l'aspect des Herpobdellides (fig. 11). Nous pensons 
qu'il appartient 
effectivement ä 
cette famille. 

Les anneaux 
sont au nombre 
de 103, non com- 
pris deux an- 
neaux preoculai- 
res. L'anus s'ou- 
vre en avant du 
penultieme an- 
neau. La levre 
posterieure de la 
ventouse buccale 
est constitu6e 
par l'anneau 2. 
Le pore genital 
male est perce 
entre les somites 
X et XI, c'est- 
ä-dire entre les 

anneaux 34 et 35. La vulve s'ouvre trois anneaux plus loin, entre 
les anneaux 37 et 38. Les deux derniers anneaux de chaque somite 
pentamere sont plus intimement unis que les autres; par endroits, ils 
ont le meme aspect que l'anneau 3 dedouble des Dina. Deux yeux 
seulement sont apparents. On apercoit quelques papilles sur les der- 
niers anneaux , mais sans qu'on puisse determiner sürement leur nom- 
bre et leur Situation. 

Cette Hirudinäe appartient apparemment h une espece nouvelle, dont 
il est tres desirable de pouvoir achever l'etude. Ses caracteres g6ne- 
riques ne sont pas assez nettement indiques pour que nous puissions 
la classer et la d6nommer. 




EXPLICATION DES FIGURES. 



Fig. 1. — Glossosiphonia Webcri. A, face dorsale: B, face ventrale; C, indication 
de la grandeur naturelle. 

» 2. — Helobdella gracilis. A, face dorsale: B, face ventrale; C, indication de 
la grandeur naturelle. 

» 3. — Limnatis {Poecilohdellä) granulosa. Douze dessins representant les divers 
aspects que peut presenter la face dorsale. 

» 4. — Limnatis grarmlosa. Premier anneau d'un somite de la region moyenne 
du Corps, pour montrer les tubercules cutanes; une moiti6 seuleraent 
a ete flguree. D, face dorsale; V, face ventrale; h, pore nephridial; 
XY, ligne niMiane. 

» 5. — Limna(ts sfrann tosa. Extremite ant6rieure. A, face dorsale; 13, pvofil gauche. 

» 6. — Limnatis granulosa. ExtremitÄ posterieure vue par la face dorsale. 

» 7. — Limnatis {Pcecilohdella) javanica. Partie moyenne du coips, vue par la 
face venti'ale , pour montrer les orifices g^nitaux. 

» 8. — Haemopis Weberi. A, extremite anterieure, vue par la face dorsale: B, 
la meme, vue par la face ventrale; C, extremite posterieure, vue par 
la face dorsale; D, indication de la grandeur naturelle. 

» 9. — Haemopis Wefeeri. Mächoire vue par la face lateiale(A)et par la tranche(ß). 

» 10. — Dina Weberi. A , extremite anterieure , vue par la face dorsale ; B , la 
meme, vue par la face ventrale; C, extremite posterieure, vue par la 
face dorsale; D, indication de la grandeur naturelle. 

» 11. — llerpobdellide indetermin^e, de Java. A, extremite anterieure, vue par 
la face dorcale; B, la meme, vue par la face ■ventrale; C, extremite 
posterieure , vue par la face dorsale ; D , trois somites de la partie 
moyenne du corps; E, indication de la grandeur naturelle. 



ISOPODES TERRESTRES DES INDES 
NEERLANDAISES 



REODEILUS PAR 



M. le Professeur MAX WEBER 



MM. les Docteurs FRITZ et PAUL SARASIN (de Bäle) 

DETEEMINES PAK 

A. DOLLPÜS. 



Le nombre des especes d'Isopodes terrestres recueillis en Malaisie 
par MM. le professeur Max Weber et les Docteurs Fritz et Paul 
Sarasin (de Bäle) est de 32, dont 29 sont nouvelles. C'est un chiffre 
considerable qui s'explique par des recherches faites en des localites 
encore inexploröes et dans des habitats speciaux, sous la mousse, 
dans des troncs pourris, dans l'humus, etc.; plusieurs des especes ont 
ete trouvees sur les montagnes. 

Nous avons ici encore une fois ä signaler l'extreme localisation de 
la plupart des formes tropicales d'Isopodes terrestres; le genre Arma- 
dillo, qui parait si repandu dans les pays chauds, est represente par 
dix especes, dont une seule Ä. murinus se trouve generalement dans 
tous les pays tropicaux; les autres ont une dispersion tres restreinte. 

Le genre Toracljia (nouveau) presente des caracteres morphologiques 
curieux. 

Les genres MesarmadiUo (3 especes), Periscyphus (1 espece) et 
Alloniscus (3 especes) sont d'autant plus interessants.ä signaler dans 



358 

les Indes Neerlandaises , que leur aire de dispersion s'en trouve sin- 
gulierement accrue. 

Les genres Porcellio et Philoscia qui ont de nombreux reprösentants 
en Europe (oü les Porcellio atteignent leur maximura de developpe-' 
ment) comprennent respectivement trois et sept especes. — 81 ä ce 
dernier chiffre nous ajoutons une espece de Philoscia {Ph. angnsticauda 
BL.; precedemment signalee ä Bornöo, nous voyons que ce dernier 
genre doit etre tres-repandu dans rArchipel Indien. 



ARMADILLO. 

§ 1 . Parties coxales du premier segment pereial peu distinctes et ne 
formant qu'un petit repli dentiforrae, situe sur la face infe- 
rieure, assez bin du bord lat6ral. 

1. Ärmadillo Sarasinorum, nova s]3ecies. 

Corps ovale-oblong , assez convexe, lisse et ünement ponctue. 

Cephalon assez court, ä bord frontal presque 
rectiligne ; prosepistome presque plan , ne depas- 
sant pas le front, mais formant seulement un 
rebord un peu epaissi de chaque cöte. — Yeux 
moyens, environ IG ocelles. — Antennes cour- 
tes, Premier article du fouet trois fois plus 
court que le second. Pereion: premier seg- 
ment ä bords lateraux faiblement releves ante- 
rieurement; coxopodite ne formant qu'un tres- 
petit repli dentiforme sur la face inferieure du 
segment. — Deuxieme segment ä repli coxal 
encore moins apparent. — Dernier segment ä 
bord posterieur faiblement incurve. Pleon, Tel- 
son: premier segment du pleon entierement 
Cache sous le dernier segment pereial. — Pleotelson un peu plus large 
que long, ä incurvation laterale m6diocre, ä sommet presque droit et 
d'un tiers moins large que la base. — Uropodes: endopodite bien 
developpe atteignant les ^/j du pleotelson; exopodiCe tres-petit, insere 
sur le face supörieure, tout pres de l'angle posterointerne du Pro- 
cessus basilaire. 

Couleur: brun rougeätre, avec une large tache claire de chaque 
cöte des segments; uropodes presentaut une tache claire. 




l'iL'. 1«. 




Fig. u. 



359 

Dimensions: Longueur, 6 millimetres ; largeur, 2,6 millimetres. 
Celebes, Un exemplaire ? et un exemplaire jeune. Aus Baum 
Moos am Masarang (Dr. Sarasin). 




Fi-r. 2a. 



2. Ärmadillo albipes, nova species. 

Corps ovale-oblong, convexe, lisse et finement ponctuö. 

Cephalon: bord anterieur du prosepistome 
depassant un peu le front sur tonte sa lar- 
geur; prosepistome presqne plan, avec une 
tres-faible depression mediane. Yeux petits, 
environ 12 ocelles. Antennes courtes, premier 
article du fouet au moins deux fois plus 
court que le second. 

Pereion: premier segment ä relief anteri- 
eur peu marque, ä bords lateraux releves; 
coxopodite formant sur la face inf6rieure du 
segment un repli dentiforme. — Deuxieme 
segment ä repli coxal tres-döveloppe , visible 
meme sur la face dorsale , et garni ainsi que 
l'article suivant des pattes de petits poils courts. 

Pleon , Telson : Pleotelson aussi long que large , incurve sur les 
cötes et ä sommet egalant environ les ^j. de la base. — Uropodes: 
endopodite bien developpe, poilu, atteignant presque les -/s du pleo- 
telson; exopodite petit mais tres-distinct sur la face superieure, in- 
sere pres de l'angle postero-interne du processus basilaire. 

Couleur: blanc, avec une large bände mediane gris-fonce, inter- 
rompue de part et d'autre de la ligne mediane par des lineoles claires ; 
cephalon fonce, tache de blanc; cötes du pleon munis d'une tache 
foncee; pleotelson fonce; pattes blanches. 

Dimensions: longueur, 10 millimetres, largeur, 4,5 millimetres. 

Sumatra, Bajang pres Singkarah et Singkarali. Plusieurs exem- 
plaires (Prof. Max Weber). 




3. Ärmadillo murinus, Brandt (Cubaris). 
Java, Buitenzorg Plusieurs exemplaires (Prof. M. Weber). 

Flor es, Maumerie „ „ „ „ „ 

Sumatra, Singkarah „ „ „ „ „ 



360 

Celebes, Gegend von Duri, 400 — 650 metres (Drs. Sarasin). Deux 
exemplaires. Kema 400 — 650 metres (Drs. Sarasin). Quatre exemplaires. 

Cette espece est commune dans tous los pays tropicaux. 




Fig. 3a. 



4. Ärmadülo arcuatus, nova species. 

Corps large , assez convexe , un peu deprimö siir les cötes , finement 

ponctue, presque lisse. 

Cephalon: prosepistome prösentanl ime 
convexite triangulaire un peu deprirae au 
centre; le bord anterieur du prosepistome 
est un peu concave et depasse le front sur- 
tout sur les cöt6s qui sont tresdeveloppes 
et presque lobules. Yeux grands, 20 ocelles, 
Antennes moyennes; premier article du 
fouet pres de trois fois plus court quo le 
second. 

Pereion: le mamelon anterieur du premier 
Segment est apparent, quoique le relief soit 
peu accuse; il est triangulaire posterieure- 
ment; bord lateral un peu deprime mais 
Fig 34. non releve; coxopodite dentifornie; celui du 

deuxit'me segment est plus developp6. 

Pleon, Telson. — Premier segment pleonal visible mais tres-court. 
Pleotelson aussi long que large, ti cötes fortement arqu6s, ä sommet 
au moins aussi large que la base. Uropodes: endopodite atteignant 
au moins la raoitiö du pleotelson, exopodite assez developpe, ins6r6 
sur le cöte interne et vers les '^j^ de la base; visible par consequent 
sur la face Interieure aussi bien que sur la face sup6rieure. 
Couleur: gris-clair, linöole de blanc, parties lat6rales blanches. 
Dimensions: longueur 11 millimetres, largeur 5 millimetres. 




Sumatra, Manindjau. Plusieurs exemplaires cT?. (M. Weber). 



§. 2. — Parties coxales du premier segment pereial distinctes poste- 
rieurement et formant en dessous du bord lateral un Proces- 
sus divergent. 



361 




FiK. ia. 



5. Ärmadillo rectifrons, nova species. 

Corps peu convexe, tres-ünement ponctue setace. 

CephaloD court, ä bord frontal tout 
ä fait rectiligne; prosöpistome ne de- 
passant pas le front, ä relief presque 
nul. — Yens graods, environ ISocelles. 
Antennes assez longues , premier article 
dn fouet trois fois plus conrt que le 
second. 

Pereion: premier segment ä bord 
lateral faiblement relev6 anterieurement; 
coxopodite distinct seulement sur le 
quart postörieur et nettement divergent. 
Deuxieme segment h coxopodite for- 
mant un faible repli. 

Pleon, Telson: Premier segment du 
pleon entierement cache sous le dernier segment pereial. Pleotelson 
un peu plus large que long, ä incurvation laterale peu profonde, ä 
sommet d'un tiers moins large que la base. Uropodes : endopodite bien 
developp6 et atteignant les ^/j du pleotelson; exopodite tres-petit, 
insere sur la face sup6rieure, pres de l'angle postero-interne du Pro- 
cessus basilaire. 

Couleur : marbre de brun rougeätre sur fond clair ambre , avec une 
bände mediane foncee dedoublee; pleon muni de petites taches claires 
sur fond fonce; uropodes rougeätres. 

Dimensions: Longueur 9 millimetres, largeur 4 millimetres. 

C e 1 e b es, Macassar. Deux exemplaires cT, deux exempl. ? (Drs. Sarasin). 
Ussu. Un exemplaire J. „ „ 

Kema. Deux exemplaires ?, un exempl. d". „ „ . 

Loka, pres Bonthain. Un exempl. ? (jeune) (Prof. M.Weber). 




§ 3. — Parties coxales du premier segment pereial distinctes sur 
toute la longueur du bord lateral, separees de celui-ci par 
un sillon, et plus ou moins divergentes posterieurement. 



6. Ärmadillo Floresianus, nova species. 
Corps convexe, flnement ponctue. 
Cephalon court; prosepistome applique contre le front, un peu con- 




362 

vexo avec une faible depression mediane. Yeux moyens, environ 15 
ocelles. Antennes courtes, premier article du 
fouet deux fois plus court que le second. 

Pereion : Premier segment muni d'un mame- 
lon anterieur peu apparent; duplicature coxale 
distincte sur toute la longueur du bord lateral, 
raais divergente seulement dans son quart pos- 
terieur. Deuxieme segment ä duplicature coxale 
tres distincte , ^galant la longueur du bord latöral. 
Pleon Telson: premier segment du pleon 
tres-reduit, mais cependant apparent sur la face 
superieure. Pleotelson aussi long que large, ä 
cötes peu incurves vers l'extremitö post6rieure, 
ä sommet d'un tiers environ moins large que 
la base. Uropodes: endopodite petit, atteignant 
ä peine la moitie du pleotelson ; exopodite pres- 
qu'imperceptible, ins6re ä l'angle posterointerne du processus basilaire 
(face sup6rieure). 

Couleur: blanchätre, avec une double bände mediane grise. 
Dimensions: longueur 7,8 millimetres, largeur 2,9 millimetres. 
Fl eres, Sikka. Un exemplaire ? : (Prof. M. Weber). 



Fi)' 5a 




Fig. 54. 



7. Armadillo coecus , nova species. 
Corps etroit, tres-convexe, flnement ponctue-sötace. 

Cephalon: prosepistome plan, applique contre le 
front. — Yeux nuls. — Antennes courtes, premier 
article du fouet trois fois plus court que le second. 

Pereion: premier segment ä duplicature coxale 
distincte sur toute la longueur du bord latdral, 
mais ä peine divergente. Deuxieme segment ä du- 
plicature coxale dentiforme, peu döveloppöe. 

Pleon, Telson: processus lateraux du jileon peu 
courts. Pleotelson presqu'aussi long que large, ä 
cötes peu incurvös , ä sommet depassant ä peine la 
moitie de la largeur de la base. Uropodes: endopo- 
dite allonge, depassant la moitie du pleotelson; ex- 
C6. opodite completement atrophie. 




Fig. 6a. 




363 

Couleur: blanche uniforme. 

Dimensions: longueur, 6 millimetres, largeur, 2 millimetres. 

Java, Buitenzorg. Un exemplaire ?. — (prof. M. Weber). 




Fig. la. 




Fig. Ib. 



8. Armaclülo velutinus, nova species. 

Corps convexe, tres-flnement et denseraent ponctue-setace , excepte 
sur les lineoles- du pereion. Cephalon : 
Prosepistome ne depassant pas le 
front , presentant un relief en ecusson 
triangulaire et deprime au centre.— 
Yeux moyens, formes de 10 ocelles. - 
Antennes courtes, premier article du 
fouet deux fois plus court que le 
second. 

Pereion: premier segment ä bords 
latöraux faiblement relevös; dupli- 
cature coxale distincte sur toute la 
longueur du bord latöral et un peu 
divergente posterieurement. Deuxieme 
segment ä coxopodite moyen. 

Pleon , Telson : premier segment 
du pleon tres-reduit, mais visible 
sur la face superieure. Pleotelson ä 
peu pres aussi long que large, ä 
cötes bien incurves , et ä bord apical 
un peu arrondi, d'un quart moins large que la base. Uropodes: 
endopodite allonge, depassant les ^/j du pleotelson; exopodite tres- 
petit, situe sur la face superieure de Tarticle basilaire. 

Couleur : gris-brunätre , avec une ligne mediane et des lineoles 
laterales claires. Antennes ä extreraites blanches. 

Dimensions: longueur, 8 millimetres, largeur, 3,5 millimetres. 

Sumatra, Singalang, (Sommet, sous les pierres). Trois exemplaires 
jeunes (Prof. M. Weber). 

Celebes, iVTacassar, dans le feuillage. Deux exemplaires ? (Drs. 
Sarasin). 

Loewoe (Prof. M. Weber). Un exemplaire 5. 




Fig. 7c. 



364 



9. Armadülo Webcri, nova species. 
Corps ovale allonge, assez convexe, lisse et glabre. 

Cephalon: prosöpistome, un peu convexe, ap- 
plique contre le front. 

Antennes courtes; premier article du fouet 
trois fois plus court que le second. Yeux assez 
grands, environ 16 ocelles. 

Pereion: Premier segment sans mamelon 
median. — Duplicature coxale distincte sur toute 
la longueur du segment, mais divergent seule- 
ment ä partir du tiers posterieur. 

Pleon, Telson. Premier segment pleonal pres- 
qu'entierement cache sous le dernier segment 
pereial. Pleotelson aussi long que large, ä cötös 
incurvös, ä bord posterieur d'un tiers moins 
large que la base. Uropodes: endopodite attei- 
^'g ^*- gnant aux deux tiers du pleotelson; exopodite 

petit, inser6 dans une logette, sur la face superieure de l'article 
basilaire, pres du bord interne. 
Couleur: Gris, avec de petites linöoles claires sur le pereion. 
Dimensions: longueur 6 millimetres, largeur 2,3 millimetres. 




Fig. 8a. 




Sumatra, Caverne Ngalau, pres Pajakomboh. (Prof. M. Weber). 
Trois exemplaires cf?. 



10. Armadülo brevicauda, nova species. 
Corps ovale allong^, tres convexe, finement ponctu6 setace, surtout 
postärieurement. 

Cephalon: bord frontal un peu inflechi vers 
le milieu et döpasse par le prosöpistome qui 
est separe du front par un sillon assez grand 
de chaque cöte; prosepistome avec une failie 
depression mediane. — Yeux moyens, environ 12 
ocelles. — Antennes courtes : premier article du 
fouet trois fois plus court que le second. 
Pereion : premier segment muni d'un mamelon 




365 




anterieur large et peu accentuö; duplicature coxale distincte sur toiit 
le bord latöral du segment, inais peu divergente pos- 
terieurement. Deuxieme segment ä duplicature coxal3 
egalant aussi la longueur du cöte du segment. 

Pleon, Telson. Pleotelson de moitie plus court que Fig. gj. 
long, ä cötes faiblement incurves. Uropodes: l'article basilaire tres- 
court et large; endopodite tres-petit; exopodite insere non loin de 
l'extremite apicale de Tarticle basilaire, du cöte interne. 

Couleur : Clair, avec des marbrures et taches brunes formant une double 
Zone foncee de part et d'autre de la ligne mediane et une tacbe laterale. 

Dimensions: Longueur, 7 millimetres; largeur, 3 millimetres. 

Flores, Maumerie. Plusieurs exemplaires (M. Weber). 

TOBADJIA , novum genus ^). 
Corps ovale, convexe, se roulant en boule (armadilliforme). Cephalon 
h prosepistome carene , tres-d6velopp6 , et repoussant les parties tergales 
qui ne forment plus de part et d'autre du cephalon qu'une aire circum- 
oculaire, limitee du cöt6 interne par un rebord tres-accuse. Antennes 
ä fouet bi-articule. Pereion ä premier segment prösentanl des reliefs 
tres-apparents et une duplicature coxale distincte. Pleotelson plus ou moins 
triangulaire-arrondi. Pleopodes bi-tracheates. Uropodes munis d'appendices 
bien developpes; Texopodite, plus petit que l'endopodite , est ins6re vers 
l'angle postero-interne de la base. 

1. Toradjia Celebensis, nova species. 

Corps ovale, convexe, ä reliefs tuberculeux, tres-accentu6s sur le 
premier segment pereial , lisse posteri- 
eurement. 

Cephalon: Prosepistome muni sur 
toute sa longueur d'une carene aigue 
qui se termine posterieurement (sur la 
face tergale) par un elargissement. Les 
aires circum-oculaires sont limitees an- 
terieurement par un tres-fort relief tuber- 
culiforme ä contour presque quadran- 




Fig. Wa. 



1) Nous nommoDs ce geure nouveau, tres-remarquable par la disposition singuliere du 
cephalon, d'apres Ja peuplade indigene de Celebes — Toradja et prenons pour type du 
geure Toradjia Celebensis. 



366 




Fig. lOi. 



;;ulaire , et posterieurement par im angle moins accentue. Veux grands , 
20 ocelles. Antennes courtes , premier article du 
fouet plus de deux fois plus court que le second. 
Pereion: premier segment Präsentant un ma- 
melon anterieur ä contour sinueux et un pli 
postero-latäral ; duplicature coxale marginale, 
divergente posterieurement. Deuxieme segment 
presentant en dessous un tres-petit repli coxal 
dentiforrae. 

Pleon , Telson : premier segment du pleon tres- 
developpe; Segments 3 ä 5 ä Processus postäro- 
lateraux , assez etroits et fortement diriges en 
arriere , ceux du 5«' segment presque paralleles. Pleotelson triangulaire 
h sommet arrondi. Uropodes : base peu oblique, presque quadrangulaire , 
6galant en longueur le pleotelson; endopodite 6troit, depassant le pleo- 
telson ; exopodite petit , ötroitement lanceol6-aigu , insere pres de l'angle 
posterointerne de la base (face införieure) et depassant le pleotelson. 
Couleur: Gris, avec de petites lineoles claires de part et d'autre de 
la ligne mediane. Pleotelson et uropodes roux. 
Dimensions: longueur, 5 millimetres; largeur, 2 millimetres. 




F]\'. lOc. 



Celebes, Soputan 1200™ dans l'humus. Deux exemplaires $ (Dr. 
Sarasin). 



2. Toradjia Gorgona, nova species. 

Corps ovale, convexe, fortement granulc-tubercule sur la partie ante- 

rieare, plus finement granule latera- 
lement et posterieurement. 

Cephalon: Prosepistome ä carene 
tresaccentuee et tres-aiguö, llmitöe 
postei-ieurement (face tergale) par un 
elargissement triangulaire scutiforme. 
Aires circumoculaires, bordees ante- 
rieurement par un fort rebord ä con- 
tour arrondi et posterieurement par 
un repli assez large. Yeux moyens, 

environ 12 ocelles. Antennes courtes, premier article du fouet plus 

court que le second. 




Fi". 11«. 



367 




Fig. Üb. 



Pereion: premier segment presentant un relief median limite par 
un repli epais, sinueux, interrompu au milieu. 
Duplicature coxale peu divergente limitee posteri- 
eurement par une fissure presque marginale et 
visible sur la face superieure. Deuxieme segment avec 
un petit pli coxal dentiforme sur la face inferieure. 

Pleon , Telson : Pleon ä processus lateraux bien 
developpes, ceux du cinquieme segment presque 
paralleles. Pleotelson triangulaire , ä, sommet arrondi. 
Uropodes : base droite, arrondie exterieurement, de- 
passant le pleotelson. Endopodite et exopodite döpas- 
sant le pleotelson, l'exopodite est inserö pres de 
l'angle postöro-interne de la base. 

Couleur: Gris, avec de petites lineoles claires. 

Dimensions: longueur, 6 raillimetres; largeur, 2,2 millimetres. 

Deux exemplaires, sans localite indiquee (Prof. M. Weber). 




Fi-. l\c. 




Fisr, na. 



3. Toradjia cephalica, nova species. 

Corps tres-convexe , faiblement tubercule anterieurement, lisse poste- 
rieurement. 

Cephalon: Pros6pistome ä carene bien accen- 
tuee et aboutissant posterieurement (face tergale) 
ä UD fort elargisseraent scutiforme triangulaire. 
Aires oculaires ä rebord moins fort que dans les 
especes precedentes. Yeux moyens, environ 14 
ocelles. Antennes courtes, premier article du fouet 
plus court que le second. 

Pereion: premier segment k mamelon anterieur limite par un fln 
repli sinueux. Pi,epli postero-lateral tres-bien forme et servant ä emboiter 
la partie anterieure du deuxieme segment. Duplicature coxale peu diver- 
gente posterieurement. Deuxieme segment paraissant depourvu de du- 
plicature coxale. 

Pleon , Telson : Pleon ä processus lateraux assez courts , ceux du cin- 
quieme segment non paralleles. Pleotelson semi-circulaire. Uropodes: 
base grande, droite, arrondie du cötö externe et depassant le pleotel- 
son ; endopodite et exopodite plus courts que dans les especes prece- 
dentes, ne depassant pas sensiblement la base. 

Couleur: Grisbrun, avec des lineoles claires de part et d'autre de 



368 

la ligne mediane , deux taches blanches sur le premier segment pereial , 
et une large tache confluente sur les 2« et 3'^ segments. Uropodes clairs, 

Dimensions: longueur 4 milümetres ; largour 1,5 millimetres. 

Java, Tjibodas. Un exemplaire , (Prof. M. Weber). 

MESARMADILLO ')• 




Kt''. 13a. 



1. Mesarmadülo orientalis, nova species. 
Corps convexe, iin peu retreci posterieurement , finement poilu. 

Cephalon : ligne frontale un peu 
proeminente au milieu, Processus 
lateraux courts , quadrangulaires 
arrondis, Prosöpistome lögereraent 
convexe , ne depassant pas le front. 
Le cephalon presente un sillon cir- 
culaire oblique. Yeux grands, en- 
viron 20 ocelles. Antennes assez 
longues, premier article du fouet 
uu peu plus court que le second. 
Pereion. — Coxopodite distinct 
sur tout le bord lateral du segment 
et formant anterieurement un large 
bourrelet; la partie posterieure est 
Caches sous l'angle postöro-lateral 
du segment. — Segments 2 et 3 
'"' ' ' k cötes obtus6ment quadrangulaires. 

Pleon, Telson. — Cinquieme segment pleonal ä processus lateraux 




1) Ce genro parait voisin da G. Perisci/phis, Gerstaecker (Die Gliederthier-Fauna des 
Sansibar-Gebietes 1S73 = Cercoci/tomis Budde-Limd = Periscypfuis Biidde-Luud. — II 
s'en distingue par la disposition du premier segment pereial: „epimeris integris" d'aprcs 
Budde-Lund (Crustacea Isopoda terrestria), c'est-ä-dire sans parties coxales distinctes. — 
A cet cgard Perisct/phits leucocephalus Budde-Lund, de Rangoon (Viaggio di L. Fea in 
Birmania, LXIV, Isopodi terrestri (in Mus. Civ. Genova, 1894) qui presente une lamina 
coxale doit probablement etre rattaclie au G. Mesurmmlillo. 

Voici l'observatiou dont nous avons fait suivre la description des especos du G. Mesar. 
madillo provenant des Antilles (Ou West-Indian terrestical Isopod. Crustaceans, in Proc- 
.^ool. Soo., 1896): „This genus was considered until lately to be African; its ränge 
seems wido, and extends from Madagascar to the coast of Guinea and tlie Antilles. No 
Jsiatk species has i/et beeil mentioneit' . On voit qu'il faut etoudre encore considcrablemeut 
l'aire geographique de ce gcure, et y compreudre les Indes orientales. 



369 



presque paralleles. Pleopodes munis de 4 (ou 5?) paires de trachees. 







Fig. 13^. 



Fig. ISc. y Fig. 13«. 

Fig. i-id. 

Pleotelson triangulaire , ä cötes fortement incurves, termine par une 

pointe obtuse. Uropodes ä base tres- 

d6velopp6e , atteignant presque le som- 

met du pleotelson et terminee du cöte 

interne par une dent obtuse; endopo- 

dite tres-long, d6passant sensiblemeut 

je pleotelson ; exopodite petit , insöre 

ä l'estremitö apicale de la base. 

Couleur: Gris-brun, avec des taches 
Manches formant des lignes longitudi- 
nales, et des lineoles claires. 

Dimensions: longueur, 12 millimetres; largeur S'/j millimetres. 

Celebes, Sommet du Masarang (cf). - Sommet du Sudara (d"). — 
Sommet du Lokon (d" ?). - Soputan, dans l'humus üeune) (Dr. Sarasiu). 

2. MesarmadiUo elegans, nova species. 

Corps convexe, peu large, tres-finement poilu. 

Cephalon: ligne frontale un peu 
proeminente au milieu, Processus la- 
teraux presque nuls. Prosepistome un 
peu convexe, ne depassant pas le 
front. Sillon oculaire court. Antennes 
assez longues ; premier article du fouet 
deux fois plus court que le second. 
Yeux moyens, environ 16 ocelles. 

Pereion: premier segment presen- 
tant une legere saillie antero-mediane ; 
coxopodites distincts et formant un lar- 
ge et öpais bourrelet siUonne sur toute 
la longueur du bord lateral (face supe- Fig. ub. 




Ua. 




370 




Fig. 14c. 



rieure). Segments 2 et 3 ä angle postero-latOral un peu arrondi. 

Pleon, Telson. — Cinqnii'ine segraent pleonal 
ä cötes incurves, et terminö par une pointe 
subaiTondie. Uropodes ä base tres developpe , 
large, atteignant le sommet du pleotelson; en- 
dopodite allonge, depassant un peu le pleotelson ; 
exopodite petit lanciole, apical. 

Couleur: Gris-brun avec des rangees longitu- 
dinales de taches claires et des lineoles claires. 
Uropodes roux. 

Diraensions: longueur, 9 mlllimetres; largeur, 
3,5 railliraetres. 

Fig. Uli. 

C e 1 e b e s, Kema, sous du bois pourri Plusieurs exemplaires ? (Sarasin). 




3. Mesarmadülo guttatus, nova species. 
Corps convexe, glabre, finement ponctue. 

Cephalon 




Fi". 15a 




Fig. 15Ä. 




Fig. 15(/. 



ligne frontale un peu 
proöminente au milieu; Processus la- 
teraux courts , quadrangulaires arron- 
dis. Sillon oculaire assez court. Pro- 
sepistome presque plan , ne depassant 
pas le front. Antennes assez longues; 
Premier article du fouet un peu plus 
court que le second. Yeux moj'ens, 
environ 14 ocelles. 

Pereion: premier segment ä coxo- 
podite formant un bourrelet distinct 
sur toute la longueur du bord lateral 
et plus large anterieurement que pos- 
terieurement. 
Pleon, Telson. — Cinquierae segment pleonal ä 
Processus lateraux presque paralleles. Pleotelson 
triangulaire , k cOtes incurves , ä pointe obtuse. Uro- 
podes h base n'atteignant pas toutä-fait le sommet 
du pleotelson; endopodite le depassant, exopodite 
apical, lancüoie, assez grand. 



Fig. l&c. 



371 

Couleur: Gris-brun, avec une large tache blanche de chaque cötedes 
Segments pereiaux, et une double rangee longitudinale de taches et 
de lineoles claires de part et d'autre de la ligne mediane. Pleon ne 
presentant que deux taches claires sur le troisieme segment. 

Dimensions : longueur, 6 millimetres ; largeur 2,6 millimetres. 

Sumatra!?). — Un exemplaire ?, sans localite (Prof. M. Weber). 



PERISGYPHÜS. 

1. PeriscypJius Weber i, nova species. 

Corps ovale, assez convexe, lisse et glabre. 

Cephalon: Prosepistome faiblement convexe, depassant le front dont 
il est separe par un sillon et formant 
au devant de lui un rebord sinueux ä 
Processus median, peu accentue et ä 
lobes lateraux subaigus. Yeux assez 




Kg. 163. 



Fia;. 16i. 





Fi". Wd. 



grands, environ 24 ocelles. Antennes 
moyennes, ä fouet bi-articule; premier 
article d'un tiers plus court que le 
second. 

Pereion : premier segment ä bord 
posterieur un peu sinueux ; pas de 
parties coxales distinctes. 

Pleon, Telson. — Pleon ä Processus 
lateraux elargis vers l'estremite. Pleo- 

telson triangulaire arrondi, plus court que long. Uropodes ä base tres- 
developpee, droite, obtusement quadrangulaire, depassant lepleotelson, 
et presentant ä l'angle interne une forte encoche oi:i s'insere l'endopodite, 
celui-ci egale ä peu pres la moitiö de la longueur de l'exopodite; tous 
deux depassant notablement le p>leotelson. 

Couleur: Gris, avec une serie de taches laterales et lineoles claires 
de part et d'autre de la ligne mediane. 

Dimensions: longueur 12 millimetres; largeur 5,2 millimetres. 



Sumatra , Kajoe tanam. Plusieurs exemplaires cT ?, (Prof. M. Weber). 
Manindjau „ „ „ „ „ „ 

Padang, Apenberg „ „ „ „ „ „ 



372 



PORCELLIO. 




Fi». 17a. 



1. Porcellio Simdaicus, nova species. 

Corps ovale, peu convexe, assez forteraent granule anterieurement , 
et des lignes de granulations plus faibles sur les segtnents pereiaux 
posterieurs. 

Cephalon : bord frontal ä processus median large- 
raent triangulaire , lobes lateraux arrondis; prosepi- 
stome un peu convexe mais sans granulation centrale. 
Yeux petits, environ 12 ocelles. Antennes courtes, 
Premier article du fouet deux fois plus court que le 
second. 

Pereion : premier segment ä bord postörieur presque 
droit et non sinueux. 

Pleon , Telson : Pleotelson plan, aussi long que large, 
incurve sur les cötes et prolonge en pointe subaigue. Pleopodes de la 
premiere paire {J) courts et largement tronques. Uropodes ä base un 
peu plus courte que le pleotelson; endopodite depassant un peu le 
pleotelson, exopodite court, lanceole. 

Couleur : Gris avec une tache claire diffuse sur les segments pereiaux 
et des lineoles claires de part et d'autre de la ligne mediane, parfois 
les lineoles sont absentes. 

Dimensions: Longueur, 5 millimötres; largeur, 2 millimetres. 




Sumatra, Singkarah. Plusieurs esemplaires </? (M. Weber). 
Java, Buitenzorg. „ „ „ „ „ 

Celebes, Makassar. Un exemplaire „ „ „ 



2. Porcellio palliclipennis, nova species. 
Corps ovale , peu convexe , flnement granule , surtout anterieurement. 
Cephalon : Bord frontal ä processus median peu 
accentuä, largement triangulaire arrondi; lobes latö- 
raux un peu obliques, arrondis du cöte interne; pro- 
söpistome muni d'un relief sinueux transversalement. 
Yeux petits. Antennes courtes, premier article du 
fouet trois fois plus court que le second. 
Pereion: premier segment ä bord posterieur non sinueux. 




Fig. ISa. 




373 

Pleon, Telson: Processus lateraux du pleon bien developpes, ua peu 
divergents. Pleopodes de la prämiere paire chez 
le cf ä exopodite court, arrondi du cöte interne. 
Pleotelson plan, triangulaire , h sommet aigu. 
Uropodes ä base n'atteignant pas tout ä fait 
l'extremite du pleotelson; endopodite court, n'at- 
teignant que le moitie du pleotelson; exopodite 
lanceole. 

Couleur: Gris, avec des lineoles claires de part et d'autre de la 
ligne mediane. Antennes claires. 

Dimensions: longueur, 4,8 millimetres; largeur, 2 millimetres. 

Flore s, Maumerie. Plusieurs exemplaires d"?- (M. Weber). 



PiK. IS*. 




Fis. ISc. 




Fii?. 19a. 




¥h'. 19i. 



8. Porcellio modestus , nova species. 

Corps ovale, peu convexe, un peu deprime sur les cötes, granule 
surtout anterieurement, sur le cephalon et les Pre- 
miers Segments pereiaux. Marge frontale fine et si- 
nueuse; Processus frontal median petit, triangulaire, 
un peu entaille, lobes lateraux assez grands, tres- 
obliques, arrondis du cöte interne. Yeux moyens. 
Antennes ? 

Pereion: Premier et deuxieme segments ä cötes 
releves; bord posterieur du premier segment tres- 
peu sinueux. 

Pleon , Telson. — Pleon ä Processus lateraux des segments 3 ä 5 
bien developpes et peu divergents. Pleopodes de la prerniere paire ä 
exopodite se terminant en une pointe subaigue. Pleotelson plus long 
que large, ä peine incurve sur les cötes et ä sommet subobtus. Uro- 
podes ä bas egalant presque le pleotelson; endopodite etroit, allonge 
et depassant scnsiblement le pleotelson; exopodite? 

Couleur: G-ris-brun avec des lineoles claires de part et d'autre de la 
ligne mediane du pereion et une zone laterale un peu moins foncee 
Partie posterieure gris-uniforme. 

Dimensions: longueur, 6 millimetres; largeur, 2,8 millimetres. 

Saleyer. Un exemplaire incomplet d". (M. Weber). 



25 



374 

4. Porcellio sp.? (exemplaires jeunes?) 

Espece de coiileur blanche tres-finement granulee, ä lobes frontaux 
tresobliques , bord posterieur du premier segment presque droit, et 
pleotelson triangulaire ä sommet arrondi. 

Sumatra, Singkarah. Deux exemplaires (M. Weber). 

METOPONORTHUS. 



1. Mäoponorlhus pruinosus, Brandt (Porcellio). 
Plusieurs exemplaires : 
Java, Buitenzorg 

Sumatra, Caverne (Ngalau), pres Pajakombo 
Flores, Maumerie 
Endeb 



(Prof. M. Weber). 



» 


)) 


11 


» 


II 


II 


11 


11 


II 



ALLONISCUS. 




Fi'^ 20«. 



1. Alloniscus Floresianus, nova species. 
Corps ovale, fineraent granule. 

Cephalon : processus frontal median largement triangulaire et lobes 
lateraux obtusement quadrangulaires. Prosepistome 
im peu convexe. Yeux grands , environ 18 ocelles. 
Antennes moyennes, fouet tri-articule, ä articles 
egaux. 

Pereiou: premier segment ä bord posterieur non 
sinueux. Segments 2 ä 5 (chez la $) presentant une 
region coxale distincte et limitee sur la face dorsale 
par un sillou longitudinal. 

Pleon, Telson. — Processus lateraux des segments 
pleonaux bien developpes et subaigus. Exopodite des 
pleopodes de la premiere paire (chez le J) arrondi, 
avec un petit processus subaigu, et un relief semi- 
iunaire. Pleopodes suivants fortement cilies. Pleotel- 
son triangulaire presque rectangulaire. Uropodes: 
base droite, atteignant presque la longueur du pleo- 
telson ä cöte externe un peu carene; endopodite depassant le pleotel- 
son; exopodite lanceole. 




20i 




2()c. 





375 

Couleur: jannätre clair, marbre, tache et lineole de gris; parties 
laterales claires. 

Dimensions: longueur, 8,5 millimetres; largeur, 4 millimetres. 

Flores, Sikka. Plusieurs exemplaires, c/?: (Prof. M. Weber). 

2. Alloniscus albus, nova species. 

Corps ovale allonge , peu convexe, couvert de granulations qui devien- 
nent presque spinescentes sur le cephalon et le premier 
Segment pereial. 

Cephalon: ligne frontale apicale presque droite et sans 
Processus ni lobes. Prosepistome convexe. Yeux petits, Fig. 21». 
noirs, formes de 4 ocelles. Antennes inoyennes: fouet 
tri-articule, les deux premier articles subegaux egalant 
ensemble le troisieme qui se termine par un poil apical. 

Pereion : Bords lateraux des deux premiers Segments 
uu peu releves; bord posterieur presque droit. '°' 

Pleon, Telson. Processus lateraux des segments pleonaux 3 — 5 un 
peu divergents, etroits, subaigus. Pleopodes de la premiere paire (chez 
le cf), ä exopodite court muni d'un petit processus obtus. Pleotelson 
un peu plus court que large, triangulaire ä sommet subobtas. Uro- 
podes ä base egalant le pleotelson; endopodite lineaire depassant le 
pleotelson; exopodite court, lanceole. 

Couleur: Blanc. 

Dimensions: longueur, 5 millimetres; largeur, 2 millimetres. 

Sumatra, Manindjau. Deux exemplaires cf $ (Prof. M. Weber). 

8. Alloniscus coecus , nova species ^). 

Corps largement ovale, peu convexe, un peu deprime, couvert de 
flnes granulations, plus accentuees anterieurement. 

Cephalon: ligne frontale sinueuse, avec un faible pro- V^ 
cessus median et des lobes lateraux tres-obliques et sub- 
aigus. Prosepistome plan. Yeux nuls. Antennes courtes, f's- 22«. 
fouet tri-articule, ä articles subegaux. 




1) Dans les deux especes precedentes, los J ne preseutent pas de regiou coxale distincte. 
Peut-etre y aura-t-il lieu de faire dans le genre Alloniscus deux sections (ou coupos geue- 
riques nouvelles) basees sur ce caractere. 




376 

Pereion: Premier segment k bord posteiieur droit. 

Pleon, Telson. — Processus lateraux des segmentsS — 5 
assez larges, döprimes. Pleotelson triangulaire ä sommet 
subobtus, ä cötes un peu sinueux. 

Uropodes: base egalant la longueur du pleotelson, endo- 
Fig 22«. podites petits raais döpassant le pleotelson. Exopodites? 
Couleur: Blanc. 

Java, Buitenzorg. Trois exemplaires cT?. (Prof. M. Weber). 
Sumatra, Kaju tanam. Denx exemplaires ?. „ „ „ 

PHILOSCIA. 

. Philoscia truncata, nova species. 

Corps lisse, brillant, avec des poils epars, surtout posterieurement. 
Pleon en retrait tresaccuse. 

Cephalon: Ligne frontale non sinueuse, visible seu- 
lement sur la face inf6rieure '). La partie cöphalique 
Fig. 23a. ainsi repliöe presente une döpression transversale. Lo- 
bes lateraux inflecliis etroits, ä bord superieur sinueux. 
Prosepistome developpe. Yeux gi-ands, environ 20 ocelles. 
Antennes longues, les trois articles du fouet subegaux. 
Pereion. — Premier segment ä bord post6rieur regu- 
Kg. 234. lierement courbö et non sinueux. Septieme segment ä 
angles post(5rieurs forteraent tronquös; toutefois, dans certains exem- 
plaii'es, ce caractere est moins fortement marque que dans d'autres. 
Pleon en retrait tres-marqu6, les segments pleonaux atteignant ä 
peine la raoitie de la largeur des segments pereiaux ; Processus late- 
raux des segments 3 ä 5 ä peine indiques. Pleotelson triangulaire , ä 
peu pres aussi long que large, ;i sommet subobtus. Uropodes ä base 
tres-developpee, tres-allongee et depassant de beaucoup le pleotelson, 
le cöte externe est canalicul6. Endopodite etroiteraent lanceolö; exo- 
podite ä peu pres deux fois plus long que l'endopodite. 

Couleur: brunfonce, avec de nombreuses petites taches et linöoles 





1) Toutcs les especes du gcure rhiloscia dücrites ci-dessous appartieuueut au groupe 
(de beaucoup le plus uombreux), ou la partie ceplialique tcrgalö est coudee anterieure- 
mcut et rcfoule le piosepistome sur la face iuferioure, de sorte que le rcbord froutal est 
visible souleinout sur celte face, au lieu d'etre apical. 



377 

claires; parties postero-laterales du dernier segment d'iin roux clair. 
Pattes marbrees de brun. 

Parfois, les taches claires des segments 2 et 4 se fondent en larges 
plages qui occupent presque tout le segment (variete zonata). Dans les 
exemplaires de Flores, les petites taches claires sonfc plus nettement 
limitees que dans ceux de Celebes. 

Dimensions: longueur, 8 millimetres ; largeur, 3,3 inillimetres. 

Celebes, Plusieurs exemplaires c??. Masarang dans la mousse 
d'arbres (Dr. Sarasin). 
„ Soputan, 1200 metres, dans l'humus. Plusieurs exem- 

plaires (type et var. zonata). (Dr. Sarasin). 
„ Un exemplaire. Sommet du Lokou (Dr. Sarasin). 

Flores, AVukur, pres Sikka. Quatre exemplaires (var. ^;o?zata) (/ $. 
(Prof. M. Weber). 

2. Phüoscia variegata, nova species '). 

Corps lisse, glabre, pleon fortement retreci. 

Cephalon: ligne frontale non sinueuse, visible seulement sur la face 
inferieure. Lobes lateraux inflechis etroits. Yeux moyens, 
environ 18 ocelles. Antennes moins longues que dans 
l'espece precedente, fouet ä articles subegaux, avecun 
long poil apical. 

Pereion: Deux premiers segments tres-faibleraent sinu- 
eux posterieurement. — Septieme segment ä bord poste- 
rieur sinueux, ä angle postero-lateial aigu. 

Pleon en retrait sensible (moins accuse que dans vig. 245. 
l'espece precedente); Processus des segments 3 ä 5 petits, presque 
appliques. Pleotelson triangulaire un peu plus large que long, ä cötes 
un peu iucurves et ä sommet arrondi. Uropodes ä base egalant le pleo- 
telson , ä cöte externe canalicule ; endopodite lineaire , depassant de 
beaucoup le pleotelson, a cöte externe canaliculö, exopodite pres de 
deux fois plus long que Tendopodite. 

Couleur: fond clair, avec de larges plages, taches et lineoles brunes; 





1) Fhiloscia tnmcata et Pä. variegata sont toiites deux voisiiies de Ph. ungustieanda , 
ßiidde-Lund, espece de Boriieo. — Elles en diiferent entre autres par la forme du pleo- 
telson qui est deux fois plus large quo long dans Tcspece de Borneo. 




378 

le quatrieme segment est ponctue de brun sur fond clair. Pattes claires. 
Diraensions: longueur, 6 millimetres ; largeur 2,8 millimetres. 

Celebes, Masarang, Cratere. Un exemplaire cT- (Dr. Sarasin). 
„ Soputan, 1200 metres, humus. Deux exemplaires (^. 

(Dr. Sarasin). 

3. Phüoscia cinctella, nova species. 

Corps lisse, glabre; pleon en retrait sensible. 

Cephalon: ligne frontale peu sinueuse, visible seulement sur la face 
inferieure ; le pros6pistome est tres-reduit. Lobes latöraux 
inflöchis tres-etroits. Antennes moyennes, les deux Pre- 
miers articles du fouet egalent ensemble le troisii-me qui 
est muni d'un long poil apical. Yeux moyeus, ocellesau 
nombre d'environ 20, peu distincts. 

Fereion: Bord posterieur du premier segment presque 
droit. Septieme segment ä bord posterieur peu sinueux, 
Flg. 25i. ä angle postero-lateral aigu. 
Pleon, Telson. — Pleon en retrait assez sensible; Processus lat^raux 
des Segments 3 — 5 petits, mais non appliques. Pleotelson triangulaire 
un peu plus large quo long, h sommet obtus. Uropodes ä baseegalant 
le pleotelson, ä cöte externe canalicule; endopodite lineaire d^passant 
de beaucoup le pleotelson ; exopodite d'un tiers environ plus long que 
l'endopodite. 

Couleur : claire , avec une double bände transversale brune sur chaque 
segment et une tache allongee transversale de chaque cutö, entre les 
bandes. Pleon et pleotelson bruns, avec trois petites taches claires sur 
le pleotelson. Pattes claires. 

Dimensions: longueur, 6,5 millimetres; largeur 2,iJ millimetres. 

Celebes, Masarang, mousse des arbres. Un exemplaire ?. (Dr. Sa- 
rasin). 

4. Phüoscia Weberi, nova species. 
Corps lisse, pleon en retrait sensible. 

Cephalon : ligne frontale un peu sinueuse , visible seulement sur la 
face införieure. Lobes lateraux inflechis tres-courts, presque nuls. Pro- 



379 



sepistome peu developpe. Yeux grands, environ 16 ocelles. Anten nes 

Pereion: Premier segment ä bord posterieur un peu 
sinueux. Septieme segment a angles posterieurs aigus. 

Pleon, Telson. — Pleon en retrait marque; Processus 
lateraux des segments 3 ä 5 tres-petits, presque nuls. 
Pleotelson un peu plus court que large , sommet obtus. 
Uropodes ä base tres allong6e , depassant le pleotelson, 
ä cöte externe canalicule; endopodites lineaires, depas- 
sant la moitie de l'exopodite qui est etroitement 
lanceole. 

Couleur: claire, avec des taches laterales et des lineoles gris-fonce 
sur les trois premiers et les trois derniers segments, presque nulles 
sur le quatrieme, pleon presentant de larges taches foncees; extremite 
des exopodites foncee. 

Diraensions: longueur, 5,5 millimetres; largeur 2,4 millimetres. 




Fi-;. 20*. 



Sumatra, Manindjau. Un exemplaire ?, (Prof. M. Weber). 




Fis. 27«. 



5. Philoscia Sundaica, nova species. 

Corps lisse. — Pleon en retrait sensible. 

Cephalon: ligne frontale peu sinueuse, visible seulement sur la face 
inferieure; lobes lateraux inflechis courts. Prosepistome 
peu developpe. Yeux grands, au moins 20 ocelles. An. 
tennes assez longues; fouet ä articles subegaux. 

Pereion: Premier segment a bord posterieur non 
sinueux. Septieme segment ä incurvation forte et un 
peu sinueuse. 

Pleon, Telson: Les cötes du deuxieme segment ne 
sont pas Caches sous le dernier segment perelal. Seg- 
ments 3 — 5 ä Processus tres-petits, ä peine distincts, Fig. 27*. 
a cötes flnement rebordes. Pleotelson de moitie plus court que large, 
triangulaire ä sommet subaigu. Uropodes: base depassant un peu le 
pleotelson , ä cöt6 externe canahcule ; endopodite hneaire depassant de 
beaucoup le pleotelson , mais n'atteignant pas a la moitie de l'exopo- 
dite qui est longuement lanceole-lineaire. 

Couleur: Gris-brun, avec une serie de taches claires de chaque cöte 
des segments pereiaux et des lineoles claires de part et d'autre de la 





380 

ligne mediane; pleon gris uniforme; pleotelson plus clair. La pigmen- 
tation peut diminuer d'^tendue et parfois disparaitre (exemplaires pres- 
qu'albinos du Singalang). 

Dimensions: longueur, 5 millimetres; largeur, 2,2 millimetres. 

Sumatra, Mont Singalang, sommet, sous les pierres. Plusieurs 
exemplaires.(Frof. M. Weber). 
„ Manindjau. ün exemplaire ?. (l'rof. M. Weber). 

Java, Tjibodas „ „ „ „ „ „ 

„ Buitenzorg „ „ „ „ „ „ 

6. Philoscia pallida , nova species. 
Corps allonge, presque lisse, tres-flnemeiit et presqu'imperceptible- 
ment granule sur les cötes, avec quelques poils epars 
posterieurement. Pleon en retrait sensible. 
Cephalon: L'angle frontal est plus obtus que dans 
Fi^ 28,7 ^^^ autres especes signalees ici; ligne frontale un peu 

sinueuse, visible seulement sur la face inferieure, lobes 
lateraux inflechis etroits, courts. Prosepistome peu de- 
veloppe. Yeux petits, environ 6 ocelles. Antennes lon- 
gues, glabres; premier article du fouetegalant lesdeux 
Fig. 2S4. autres reunis. 

Pereion : premier segment ä bord posterieur non sinueux; septieme 
Segment ä incurvation reguliere, non sinueuse. 

Pleon, Telson. — Les cötös des deux premiers segments sont d6ga- 
ges; Segments 3-5 ä processus petits et peu apparents, ä cötes fine- 
ment rebordes. 

Pleotelson de moitie plus court que large, triangulaire ä sommet 
subobtus. Uropodes ä base atteignant ou dejmssant ä peine le sommet 
du pleotelson, k cöt6 externe canalicule; endopodite lineaire depassant 
la moitie de la longueur de l'exopodite qui est grele et lineaire. 
Couleur: Blanc ou faiblement pigmente de gris. 
Dimensions: longueur, 7 millimetres; largeur 2,2 millimetres. 

Java, Tjibodas. Plusieurs exemplaires, (Prof. M. AVeber). 




381 




Fiar. 29a. 



7. Philoscia alba, nova species. 

Corps assez etroit, lisse, avec quelques poils epars; pleon en retrait 
sensible. 

Cephalon : ligne frontale visible seulement sur la face 
inferieure. Lobes lateraux inflechis trescourts, presque 
nuls. Prosepistome reduit. Yeux tres-petits, formes de 
4 ocelles. Antennes longues, tres-poilues , fouet ä Pre- 
mier article plus long que ceux des deux autres. 

Pereion: Premier segment ä bord posterieur non 
sinueux. Septieme segment fortement et regulierement 
incurve. 

Pleon, Telson. — Segments du pleon sans processus lateraux. Pleo 
telson triangulaire, trois fois plus court que large. Uropodes ä bas 
depassant de beaucoup le pleotelson, k cöte externe canalicule; endo 
podite et exopodite lineaires, tres-longs. 

Couleur : Blanchätre. 




Fi?. 29b. 



Celebes, Tomohon dans des palmiers (Arenga) pourris. Quatre 
exemplaires d" 2. (Dr. Sarasin). 



LIGIA. 



1. Ligia exotica, Roux. 

Celebes, Badjowa. Plusieurs exemplaires (Prof. M. Weber). 



382 



EXPLICATION DES EJGURES 

INSEEEES DANS LE TEXTE ET DES PLANCHES XIII, XIV, XV. 



Fig. 1. — Armadillo Sarasinorum. — ct. Partie anterieure, ceplialon et (iciix Pre- 
miers segraents pereiaux, inontrant les parties coxales (face införieiire). 
h. Pleotelson et uropodes (face inferieiire). 

Fig. 2. — Armadillo alhipes. — Lettres comme ci-dessiis. 

Fig. 3. — Armadillo arciiatus. » » » 

Fig. 4. — Armadillo rectifrons. » » » 

Fig. 5. — Armadillo Florcsianu.^. » » » 

Fig. 6. — Armadillo coecus. » » » 

Fig. 7. — Armadillo celiiliiius. » » » c. CinquiL'ine segiiient 

pleonal, pleotelson et uropodes avec l'exopodite, viis en dessiis). 

Fig. 8. — Armadillo Weberi. — Lettres comme ci-dessus (fig. 7). 

Fig. 9. — Armadillo brericauda. » » » » » 

Fig. 10. — Toradjia Celebensis. — (/. Partie anterieure, ceplialon et preinier 
Segment pereial (face superieure). — b. Id., (face infeiieure). — c. 
Uropodes (face inferieure). 

Fig. 11. — Toradjia Gorgona. 

Fig. 12. — Toradjia ceplialica. — a. Partie anterieure, ceplialon et denx premiers, 
Segments pereiaux , face inferieure. 

Fig. 13. — Mcsarmadillo Orientalin. — a. Pai'tie anterieure, ceplialon et premier 
seginent pereial, flice superieure. — 6. Cephalon, face inferieure — 
c. Cöte du preraier segment pereial , parties coxales. — (/. Piemier 
pleopode (,/). — e. Partie posterieure , cinquieme segment pleonale 
pleotelson et uropodes, face superieure. — f. Uropodes, face infe- 
rieure. — g. Maxillipede, extrrmite a|)icale. 

Fig. 14. — Mcsarmadillo clctjans. — Lettres comme ci-dessus (lig. \'S). 

Fig. 15. — Mcsarmadillo gullalus. » » » » » 

Fig. 16. — Pcriscyphiis Weberi. — a. Cephalon, vu en dessous. — b. Cöte du 
premier segment pereial, face sui)erieure. — c. Premier pleopode 
(if). — '/. Urupode (face inferieure). 
i_jrt_ Fig. 17. — Porceltio, .'^inidaicus. — a. Ceplialon, vu en dessous. — h. i'remier 

pleopode ((f). 

Fig. 18. — Purcelliq palliiUijennis. — Lettres comme ci-dessus (flg. 17). — c. Uro- 
(lode, (nee inferieure. 
iimHxlUo modcstus. — Lettres comme ci-dessus (fig. 17). 
•esiatuis. — Lettres comme ci-dessus 
albu.i. » » » 



Fig 


19. — PmHxlMo^ n 


Fig. 


20. — Alloninctis 


Fig: 


21. — 


Fig. 


22. — » 




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coecus 










AMPHIBIEN DES INDISCHEN ARCHIPELS, 



Dr. P N. VAN KAMPEN. 

Mit Tafel XVI. 



Die von Prof. Weber heimgebrachte Amphibiensammlung bereichert 
unsere Kenntnis mit einigen neuen Arten und neuen Fundorten andrer, 
ist aber auch durch ihren Reichtum an Larven interessant. Die 
Larven der Batrachier des Archipels sind noch sehr wenig bekannt, 
so dass viele Arten der Sammlung noch nicht beschrieben waren. So 
weit ich dieselben mit Sicherheit oder doch Wahrscheinlichkeit auf 
eine bestimmte Art zurückführen konnte, habe ich sie beschrieben 
in der Weise, wie Boulenger und Flower es schon für einige Indi- 
schen Arten gethan haben. Inwieweit diese Diagnosen genügend 
sind, die Larven nahverwandter Arten aus einander zu halten, wird 
sich erst später herausstellen müssen ; vielleicht sind dazu bisweilen 
ausführlichere Beschreibungen notwendig. Auch muss bemerkt werden, 
dass viele Charaktere sehr variabel sind und dass ausserdem durch 
die Conservierung (in Alkohol) Schrumpfungen eintreten, namentlich 
der Flossmerabranen. Die Diagnosen der Larven sind daher in mancher 
Hinsicht nur noch vorläufige, und nur ein grösseres Material wird 
ausweisen können, was die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale sind. 

Ausser der Sammlung von Prof. Weber aus dem Jahre 1888 — 89 
und wenigen Exemplaren, die er im Januar 1899 in Buitenzorg sam- 
melte, sind im folgenden Verzeichnis noch einige kleinere Amphibien- 
Sammlungen aus dem Indischen Archipel aufgenommen. An erster 
Stelle gehören hierzu die Amphibien, welche durch die Niederländische 
Siboga-Expedition (1899—1900) auf verschiedenen, zoologisch oft noch 
wenig oder nicht erforschten Inseln gelegentlich erbeutet worden sind; 



384 

dann einige von Herrn Prof. K. Kraepelin (Hamburg) im Jalire 190-i in 
der Nähe von Buitenzorg gesammelte Exemplare, welche er mir zur 
Bestimmung überlassen hat, und endlich noch einige im Zoologischen 
Museum zu Amsterdam befindliche Exemplare verschiedener Herkunft. 
Die Exemplare, bei welchen nicht das Gegenteil hervorgehoben ist, 
sind sämtlich von Prof. Weber gesammelt worden. 

Für Hilfe bei dieser Arbeit bin ich Herrn Boulenger, der einige 
meiner Bestimmungen controlierte, Dank verschuldet; ferner auch den 
Herren Prof. Boettger, Prof. Möbius, Dr. van Lidth de Jeude und Dr. 
Poux, die mir Exemplare zur Vergleichung überliessen. 

Ranidae. 

1. Oxyglossus lima Tschudi. 

Boulenger, Cat. Batr. Sah, 1882, p. ö. 

Java: Situ Bagendit bei Garut, 1 Ex. — Buitenzorg, 4 Larven 
(Prof. K. Kraepelin leg.). 

Bescheibung der Larve (Taf. XVI, Fig. 1). — Den Beweis, dass 
die erwähnten Larven zu dieser Art gehören, liefern die schon gutent- 
wickelten hintern Extremitäten, welche in jeder Hinsicht, so nament- 
lich durch den Besitz eines Tarsalhöckers, mit denen vom erwachsenen 
0. lima übereinstimmen. Ausserdem ähneln sie den von Boulenger 
(Proc. Zool. Soc. London 1897, p. 228) beschriebenen Larven von 0. 
laevis Gthr. Bei einem Exemplare sind auch die Vorderbeine durchge- 
brochen. Nachfolgende Beschreibung gilt nur für die drei jüngeren. 

.Schwanzlänge ± 2; mal die Körperlänge und dr 4 mal die Schwanz- 
höhe. Körperlänge Ij— 1| mal die Körperbreite. Nasenloch von Schnau- 
zenspitze und Auge gleich weit entfernt. Entfernung zwischen Auge 
und Schnauzenspitze kleiner als die zwischen Auge und Spiraculum. 
Abstand zwischen den Augen 3 — 4 mal die zwischen den Nasen- 
löchern. Spiraculum von der Basis der Hinterbeine weniger entfernt 
als von der Schnauzenspitze und sogar etwas weniger als vom Auge. 

Die Larven haben eine sehr auffallende Gestalt, indem der Körper 
durch eine schwache, aber deutliche transversale Einschürung in zwei 
etwa gleich lange Abschnitte geteilt ist; der hintere Abschnitt ist 
breiter als der vordere, welcher nach vorn zugespitzt ist. Die Nasen- 
löcher sind einander sehr genähert. Die Augen liegen auf der Ober- 



385 

Seite. Das Spiraculum liegt weit nach hinten, linksseitig, lateral, am 
Ende einer nach hinten und etwas nach oben gerichteten Röhre. Der 
Anas liegt median, wie bei 0. laevis. Schwanz zugespitzt; untere 
Flosse niedrig, obere hoch, wenig niedriger als die Basis des musku- 
lösen Teiles, nach vorn bis zur Schwanzwurzel reichend. 

Der Mund ist klein und steht ganz vorn am Körper. Die Lippen 
bilden zusammen eine kurze Röhre mit sehr enger Öifnung. Die 
Kiefer sind schwarz gerandet, der untere breiter als der obere. Hörn- 
Zähne fehlen. 

Weisslich mit brauner Zeichnung; nur der Bauch ganz ungefleckt. 
Kehle mit vier braunen Längsbinden, von welchen die beiden äusseren 
durch eine vertikale Binde mit den Augen verbunden sind. Schwanz- 
flossen mit dunkeln Flecken, welche sich bis auf die Ober- und Unter- 
seite des muskulösen Teiles fortsetzen; dieser hat ausserdem eine 
braune Seitenlinie an der Basis. 

Körperlänge 11mm.; Schwanzlänge 28 mm.; Körperbreite 7 mm.; 
Körperhöhe 6 mm.; Schwanzhöhe 7 mm. 

2. Rana kuhli Schleg. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 20. 

Java: Tjibodas, viele Ex., juv. 

3. Rana macrodon Kühl. 

Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 24, Taf. I, Fig. 4. 

Sumatra: Umgebung von Solok und Singkarah, viele Ex., juv.; 

Matua, 2 Ex., juv. 
Flores: Maumeri, viele Ex., juv.; Kotting, 1 Ex., juv. 
Es liegen mir grösstenteils nur sehr junge Tiere vor, welche ich 
nicht immer mit Sicherheit von jungen R,. modesta unterscheiden 
kann, so dass die Exemplare von Flores auch zu dieser Art gehören 
könnten. 

4. Rana modesta Blgr. 

Boulenger, Cat. Batr. Sal, p. 25, Taf. I, Fig. 8; Proc. Zool. Soc. 
London 1897, p. 228. 

Müller, Verhandl. Naturf. Ges. Basel, Bd. X, H. 3, 1895, p. 867. 

Celebes: Kwandang, 1 Ex., juv. (Siboga-Exped.). 

Saleyer: 1 Ex., juv. 



386 

Talau t-Inseln, 6 Ex., cf und 9 (Siboga-Exp.). 

Niisa Laut, 1 Ex., 9 (Siboga-Exp.). 
Diese Fundorte sind interessant, weil R. modesta bis jetzt nur von 
Celebes bekannt war. Die Unterscheidung zwischen R. viodesta und 
viacrodon ist, wie Müller hervorhebt, oft schwierig; die Zugehörigkeit 
der Exemplare der Talaut-Inseln zu R. modesta ist aber durch die 
Stimmsäcke der Männchen sichergestellt. Ausserdem ist das Vorkommen 
dieser Art auf den Talaut-Inseln nicht befremdend, wegen der bekann- 
ten Übereinstimmung der Fauna dieser Inseln mit der von Celebes. 
Dasselbe gilt für Saleyer; das hier von Prof. Weber gefundene jugend- 
liche Tier könnte aber auch zu R. macrodon gehören. Weniger zu 
erwarten war R. modesta auf Nusa Laut (östlich von Ambon); das 
weibliche Exemplar von dieser Insel lässt sich aber kaum von denen der 
Talaut-Inseln unterscheiden und zeigt alle Merkmale von R. modesta: 
der Interorbitalraum ist ein wenig schmäler als das obere Augenlid; 
die Gaumenzähne fangen in der Höhe des Hinterrandes der Choanen 
an; zwischen den Augen befindet zieh eine Hautfalte; die Kopfrumpf- 
länge beträgt 6(3 mm. 

.5. Rana microtympanum n. sp. (Taf. XVI, Fig. 2). 

Celebes: Loka bei Bonthain, 6 ausgebildete Ex. und 8 Larven. 

Voraerzähne in zwei kurzen, schrägstehenden Reihen, welche zwi- 
schen den Hinterrändern der Choanen anfangen und nach hinten über 
dieselben «hinausragen. Unterkiefer vorn mit zwei kurzen, stumpfen 
Zahnfortsätzen. Kopf so lang wie breit; Schnauze ziemlich spitz, kürzer 
als die Orbita; Canthus rostralis winklig, gerade; Lorealgegend wenig 
schief, konkav; Nasenloch gleich weit entfernt von Schnauzenspitze 
und Ürbita; oberes Augenlid so breit wie der Interorbitalraum oder 
ein wenig breiter. Trommelfell sehr klein, '/s Augengrösse. Finger mit 
etwas geschwollenen Spitzen ; der erste Finger gleich lang oder etwas 
kürzer als der zweite. Zehen mit kleinen, aber deutlichen Scheiben; 
die Schwimmhaut erreicht alle Scheiben; ein Hautsaum längs der 
Aussenseite der fünften Zehe; eine Tarsalfalte; Subartikulartuberkel 
mittelmässig ; innerer Metatarsalhöcker länglich, so lang wie oder etwas 
änger als die Hälfte der ersten Zehe; kein äusserer Metatarsaltuberkel. 
Das Tibiotarsalgelenk reicht bis zwischen Auge und Schnauzenspitze. 

Haut des Rückens warzig; eine ziemlich starke Falte über dem 
Trommelfell; keine Seitenfalte; obere Augenlider hinten mit kleinen 



387 

Warzen; eine Falte zwischen deren Hinterrändern. Unterseite glatt. 

Die Farbe der Oberseite (in Alkohol) ist braun mit verwaschenen 
dunkeln Flecken; eine dunkle, vorn hell gerandete Querbinde zwischen 
den Augen; Lippen dunkel gewürfelt; Extremitäten mit dunkler Quer- 
bänderung. Unterseite hellgelblich, mit oder ohne brauner Marmorie- 
rung der Kehle. 

Die .Kopfrumpflänge des grössten Exemplares beträgt 32 mm. Die 
Tiere haben aber wenig entwickelte Geschlechtsorgane und sind wahr- 
scheinlich noch jung. 

Auf Anraten von Herrn Boulenger habe ich für diese Tiere, welche 
jungen Rana modesta Blgr. sehr ähnlich sind, eine neue Art aufgestellt. 
Von der genannten Art untersch^den sie sich durch das Längenver- 
hältnis der ersten Finger und namentlich durch das kleine Trommelfell. 

Beschreibung der Larve. — Die Larven sind durch Übergänge 
mit den entwickelten Tieren verbunden. Alle besitzen schon Anlagen 
der hintern Extremitäten. 

Schwanzlänge etwas weniger als 2 mal die Körperlänge und 4 — 5 
mal die Schwanzhöhe. Körperlänge etwa l'/s mal die Körperbreite oder 
etwas kürzer. Nasenloch vom Auge etwa so weit entfernt wie der 
horizontale Durchmesser der Augen beträgt, etwas weiter von der 
Schnauzenspitze. Auge gleich weit von der Schnauzenspitze wie vom 
Spiraculum entfernt. Entfernung zwischen den Nasenlöchern wenig 
kleiner als die zwischen den Augen und etwa so gross wie die Mund- 
breite. Spiraculum gleich weit entfernt von der Schnauzenspitze wie 
von der Basis der Hinterbeine. 

Schnauze nach unten umgebogen und dadurch, von oben gesehen, 
sehr kurz. Augen auf der Oberseite. Spii'aculum linksseitig, nach oben 
und hinten gerichtet. Anus rechtsseitig nahe dem Unterrande der 
Schwanzflosse. Schwanz an der Spitze abgerundet; die Flossen niedrig, 
die untere mit ziemlich geradem Rande, die obere bis zur Schwanz- 
wurzel reichend, an der Basis des Schwanzes sehr niedrig, weiterhin 
etwas höher als die untere Flosse, mit konvexem Pfände. 

Piand der Unterlippe und Seitenrand den Oberlippe mit wenig zahl- 
reichen Papillen. Kiefer schmal schwarz gerandet. Zahnreihen: ili; die 
Zähne sind sehr schwach und bei den meisten Larven ganz undeutlich. 
Oberseite, muskulöser Teil des Schwanzes und bisweilen ein Teil 
der Flossen braun; sonst farblos. 



388 

Körperlänge 13 mm.; Schwanzlänge 25 mm. ; Körperbreite 10 mm.; 
Körperhöhe 7 mm. 

6. Rana microdisca Bttgr. 

Boettger, Ber. Offenbacher Ver., 1892, p. 137; Semon's Zool. For- 
schungsreisen, Bd. V, Lief. 1, ISiW, p. 113, Taf. V, Fig. 2a-d. 
Müller, Verh. Naturf. Ges. Basel, Bd. X, H. 3, 1895, p. 839. 
Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1897, p. 230. 

Celebes: Loka bei Bonthain, 1 Ex. 
Das Trommelfell ist sehr undeutlich. 

7. Rana tigrina Daud. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal , p. 26. 

Java: Buitenzorg (1899), viele Ex. ; Situ Bagendit bei Garut, 1 Ex. 

Lombok: bei der Pidjot-Bai, 2 Ex. (Siboga-Exp.) ; bei Labuan 
Tring, 1 Ex. (Siboga-Exp.). 

Rotti, 5 Ex., juv. (Prof. A. Wichmann leg., 1S89). 

Flor es: Reo, 5 Ex. 

Celebes: Makassar, 1 Ex. ; Luwu, 8 Ex. ; Pare-Pare, 1 Ex. 
Allen Stücken fehlt der Zahnfortsatz des Unterkiefers fast ganz. 
Daneben besitzen sie noch einige andere Merkmale, durch welche sie 
sich konstant von den Exemplaren aus Vorder-Indien, die ich habe ver- 
gleichen können, unterscheiden. So ist z. B. die Schwimmhaut weniger 
vollständig: es bleibt immer wenigstens das letzte Glied der 4. Zehe 
und die Innenseite der Endphalange der 2. und 3. Zehe frei (vergl. 
Taf. XVI, Fig. 3 a, b). Auch der Hautsaum der 5. Zehe is meistens 
etwas weniger entwickelt und die Schnauze ist stumpfer. 

7a. Rana tigrina Daud. var. angustopalmata nova (Taf. XVI, Fig. 3 c). 
Sumba: Fluss bei Waingapu, 3 Ex. (Siboga-Exp.). 
Celebes: Tempe, 1 Ex.; Fluss La-Palupa bei Tempe, 7 Ex.; 
Pampanua, 1 Ex. ; Katjang, 2 Ex. ; Maros, 1 Ex. ; 
Pare-Pare, 2 Ex. — Makassar, 1 erwachsenes Ex. (Siboga- 
Exp.), zahlreiche junge Ex. und Larven. 
Saleyer: 2 Ex. 
Diese Varietät bildet einen Übergang zu R. limnocharis. Sie unter- 
scheidet sich nämlich durch die Schwimmhäute der Zehen, welche 
nicht oder fast nicht länger sind als bei R. limnocharis: von der 



389 

vierten Zehe sind die 3 oder 2^/., letzten Glieder, von den übrigen 
Zehen ist die Endphalange und von der zweiten und dritten Zehe 
ausserdem die Innenseite des vorletzten Gliedes frei, oder zum Teil 
durch einen schmalen Hautsaum eingefasst. Auch der Hautsaum an 
der Aussenseite der fünften Zehe ist nicht mehr entwickelt als bei 
R. limnocharis. Dagegen fehlt ein äusserer Metatarsaltuberkel (sieh 
p. 390, unter R. limnocharis). Weil dieser aber nach Boulenger auch 
bei R. limnocharis nicht immer vorhanden ist, würde ich die Tiere 
gewiss zu dieser Art gebracht haben, von welcher einzelne Stücke 
sonst fast gar nicht zu unterscheiden sein, wenn nicht zwei derselben 
(beide Weibchen) für R. limnocharis viel zu gross wären: das eine 
(von Pampanua) erreicht 80, das andere (von Tempe) sogar 92 mm. 
Körperlänge. 

Beschreibung der Larve. — Die Larven von Makassar, welche 
durch Übergänge mit den ausgebildeten Exemplaren verbunden sind, 
sind merkwürdigerweise sehr verschieden von der Beschreibung, welche 
Flower (Proc. Zool, Soc. London 1899, p. 892) von der Larve von R. 
tigrina giebt. 

Schwanzlänge meistens etwas mehr als l'/i i^ial die Körperlänge, 
welche ± 1 ^2 ™al die Körperbreite beträgt. Nasenloch von der Schnauzen- 
spitze etwas weniger entfernt als vom Auge; dieses von Schnauzen- 
spitze und Spiraculum etwa gleich weit entfernt. Abstand zwischen 
den Augen ± 2'/^ mal der Abstand zwischen den Nasenlöchern und 
grösser als die Breite des Mundes. Spiraculum etwa in der Mitte der 
Körperlänge. 

Augen auf der Oberseite. Spiraculum linksseitig, lateral, nach oben 
und hinten gerichtet. Anus an der rechten Seite, nahe dem. Unter- 
rande der Schwanzflosse. Schwanz am Ende abgerundet; die Flossen 
niedrig, die obere im frischen Zustande wahrscheinlich etwas höher als 
die untere, bis zur Schwanzwurzel reichend. 

Der Mund stimmt fast ganz mit dem der Larve von R. macrodon 
nach der Beschreibung von Flower (1. c , p. 889) überein. Seiten und 
unterer Rand mit Papillen. Kiefer schwarz gerandet. Zähne ~; die 
äussere der unteren Reihen kürzer als die beiden andern, die innere 
nicht unterbrochen. 

Körper grau, oben mehr bräunlich, mit undeutlicher Marmorierung; 
Unterseite weiss. Schwanz mit den Flossen braun gefleckt. Helle 

26 



390 

VertebralUnie und dunkle Binde zwischen den Augen bei älteren Lar- 
ven oft schon vorhanden. 

Körperlänge 15,5 mm.; Schwanzlänge 26 mm. 

8. Rcma Umnocharis Wiegm. 

Boulenger, Cat. Batr. Öal., p. 28 (ß. gracilis); Fauna Brit. India, 
Rept, and Batr., 1890, p. 540. 

Werner, Verhandl. Ges. Wien, Bd. XL VI, ISioCi, p. 22. ■ 
Sumatra: Pajakomboh, 4 Ex.; Telago apabilo, viele Ex.; Ajerte- 
genang, 2 Ex.; Umgebung von Solok und Singkarah, 
viele Ex. 
Java: Buitenzorg (1899), viele Ex. 
Lombok: bei der Pidjot-Bai, 3 Ex. (Siboga-Exp.). 
Wie Werner finde ich bei allen Exemplaren einen kleinen Metatar- 
saltuberkel. Dagegen besteht in der Breite des gelben Rückenstreifens 
kein Unterschied mit R. tigrina, da er bei beiden Arten sowohl schmal 
wie breit sein kann. Wenn bei B. Umnocharis eine breite Vertebral- 
binde vorhanden ist, findet man in der Mittellinie derselben gewöhn- 
lich noch eine schmälere und noch hellere Linie; es scheint also, als 
ob die schmale und die breite Linie zwei von einander unabhängige 
Merkmale wären. 

9. Rana erijthraea Schleg. 
Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 65. 

Sumatra: Ajer tegenang, 1 Ex.; Padang-Pandjang und Kaju 

tanam, 2 Ex. und I juv. ; Solok und Singkarah, 

mehrere erwachsene und junge Ex. und 8 Larven. 

.Tava: Buitenzorg, 1 Ex.; Tjitajam, 2 Larven (K. Kraepelin leg.). 

Bei einem der Exemplare von Padang-Pandjang ist die Kehle dunkel 

gefleckt. 

Beschreibung der Larve. — Von den beiden von Herrn Prof. 
Kraepelin gesammelten Larven besitzt die eine schon vollständig ent- 
wickelte hintere Extremitäten und gehört deutlich zu R. erythraea; 
das junge Tier von Kaju tanam bildet ausserdem einen Übergang zu 
den erwachsenen Tieren. Da meines Wissens die Larve dieser so 
verbreiteten Art noch nicht bekannt ist, gebe ich hier eine Beschrei- 
bung derselben, hauptsächlich nach den (besser cou.servierten) von Java. 



391 

Schwanzlänge etwa 2 mal die Körperlänge und 3'/>— 4- mal die 
Schwanzhöhe. Körperlänge etwa l''/4 Körperbreite. Nasenloch der Schnau- 
zenspitze näher als dem Auge; dieses von der Schnauzenspitze und 
vom Spiraculum gleich weit entfernt. Der Abstand zwischen den Augen 
beträgt etwa zwei Drittel der Körperbreite und mehr als zweimal 
die Entfernung zwischen den Nasenlöchern; letztere ist etwas kleiner 
als die Breite des Mundes. Spiraculum der Basis der Hinterbeine 
näher als der Schnauzenspitze. 

Augen auf der Oberseite, später aber auch von unten her sichtbar. 
Spiraculum linksseitig, lateral, nach oben und hinten gerichtet. Anus 
rechtsseitig, dem unteren Rande des Schwanzes genähert. Schwanz 
von der Wurzel an bis etwa halbweg etwas in Höhe zunehmend, dann 
niedriger und in eine Spitze endend ; der muskulöse Teil nimmt jedoch 
schon von der Wurzel an in Höhe ab; die untere Flosse ist etwas 
niedriger als die obere und hat im höchsten Teil etwa die Hälfte der 
Höhe des muskulösen Teiles an der Basis; die obere Flosse reicht bis 
zur Schwanzwurzel. 

Unterlippe und Seiten der Oberlippe mit Papillen. Kiefer schmal 
schwarz gerandet. Zähne -p- ^ , die äussere untere Pbeihe am kürzesten, 
die innere fast ununterbrochen. 

AVeiss; Piücken und Körperseiten graubraun, mehr oder weniger 
deutlich marmoriert ; auch der Schwanz mit den Flossen ist marmoriert, 
aber heller. Charakteristisch sind (wenigstens bei älteren Larven) drei 
weisse Linien: eine Vertebrallinie von der Oberseite des Kopfes bis 
zur Schwanzflosse und zwei an der Stelle der späteren Seitenfalten; 
die zwei letzteren sind anfänglich so schmal wie die VertebraUinie, 
später aber breiter und wie beim erwachsenen Tiere unten dunkel ein- 
gefasst; auch beim jungen Tiere von Kaju tanam sind die drei Linien 
noch vorhanden. Eine dunkle Längsbinde jederseits an der Basis des 
Schwanzes. Auf Schwanz und Unterseite des Körpers wenige zerstreute, 
dunkle Tüpfel. 

Maasse der beiden Exemplare von Java : 

Körperlänge: 18 mm. 15 mm. 

Schwanzlänge: 40 „ 29 „ 

Körperbreite: 10 „ 8,5 „ 

' Körperhöhe: 9 „ 7,5 „ 

Schwanzhöhe: 10 „ 8 



392 

10. Rana javanica Horst. 

Horst, Notes Leyden Mus., Yol. V, 1883, p. 243 {R.maai,lariava.x. 
javanica). 

Java: Tjibodas, 1 Ex. 

Das mir vorliegeniie Tier, ein Weibchen, stimmt genau mit den 
von Horst als R. viaciilaria var. javanica beschi-iebenen Exemplaren, 
die ich im Museum zu Leiden vergleichen konnte, überein. Nur ragen 
die Vomerzähne nicht hinter die Choanen hinans, ein Unterschied, 
der aber v?enig wichtig ist, weil viele andere i?ana-Arten in der- 
selben "Weise variiren (cf. R. chalconota). Die Nasenlöcher sind der 
Schnauzenspitze nur wenig mehr genähert als der Orbita. Die Scheiben 
der Finger und Zehen sind klein, aber deutlich. Die Tibia ist etwas 
länger als die halbe .Kopfrumpflänge. Der Rücken ist nicht ganz glatt, 
sondern sehr feinkörnig; dies trifft aber auch für einen Teil der 
Originalexemplare zu. Seitliche Drüsenfalte schmal, heller gefärbt als 
der Rücken ; unter ihr an den Körperseiten einige zerstreute Drüsen. 
Körperlänge 42 mm. Die Männchen der Üriginalexemplare haben ausser 
der Armdrüse auch einen subgularen Schallsack. 

Boulenger (Ann. Mag. Nat. Hist. (6), Vol. A'III, 18M1, p. 291) hat 
diese Art mit R. nicobariensis Stol. identiflzirt. Die Originalexemplare 
unterscheiden sich von dieser aber durch die weiter von der Schnauzen- 
spitze entfernten Nasenlöcher, den breiteren Interorbitalraum (etwa 1 '/j 
mal so breit wie das obere Augenlid) und die kürzere Schwimmhaut: 
dieselbe lässt die Phalangen der ersten und zweiten und die Innenseite 
der Phalangen der dritten Zehe fast ganz frei, an der Aussenseite der 
dritten und der Innenseite der fünften Zehe eiTeicht sie das Ende 
der ersten Phalange, von der vierten Zehe ist nur das erste Glied halb 
behäutet. Einige Übereinstimmung besteht auch mit R. gracilis Grav., 
aber auch von dieser weicht R. javanica in mehreren Punkten ab 
(Lage der Nasenlöcher, Längenverhältnis der Finger u. s. w.). Hin- 
gegen scheint es, mir nach der Beschreibung zu urteilen, sehr wohl 
möglich, dass R. hmniscata Bttgr. (Boettger, Zool. Anz. 1893, p. 337) 
mit R. javanica identisch ist. 

11. Rana chalconota Schleg. 
Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. ßG. 
Boettger, Ber. Ofifenb. Ver. 1892, p. 141. 

Sumatra: Kaju tanam, mehrere Larven. 



393 

Java: Buitenzorg (1899), 1 Ex.; Tjibodaa, mehrere Ex. 
Celebes: Loka bei Bonthain, 5 Ex. 

Bei den meisten, namentlich den älteren Tieren springen die Vomer- 
zähne über das Niveau der Choanen nach hinten vor; diese schon 
von Boettger imd Werner (Verh. Zool. bot. Ges. Wien XLVI, 1896, p. 22) 
erwähnte Eigentümlichkeit ist also gewiss keine Ausnahme. Ein 
kleiner, bisweilen undeutlicher, äusserer Metatarsaltuberkel ist immer 
vorhanden. Die Kehle ist bei mehreren Exemplaren mehr oder weniger 
dicht dunkel marmoriert. Die Breite der Drüsenfalte ist sehr variabel. 

Boulenger erwähnt R. chalconota nicht in seiner Liste der Amphibien 
von Celebes (Proc. Zool. Soc. 1897); die von Peters von dieser Insel 
erwähnten Exemplare identifiziert er mit R. everetti Blgr. Das Exem- 
plar, welches Peters in dem Monatsber. Akad. Berlin 1872 (p. 585) 
erwähnt, habe ich durch das freundliche Entgegenkommen von Herrn 
Prof. Möbius vergleichen können; es besitzt breite Drüsenfalten und 
es ist mir nicht möglich es von R. chalconota zu unterscheiden. Auch 
die in der obenstehenden Liste erwähnten Exemplare von Loka stim- 
men ganz mit aus Java stammenden Individuen von R. chalconota 
überein; es sind jedoch alle noch junge Tiere (sieh auch unten, bei 
R. everetti, p. 395). 

Das Originalexemplar von Polypedates Junghuhnii Blkr. (Bleeker, 
Natuurk. Tijdschr. Nederl. Indie, Dl. XI, 1856, p. 469) befindet sich 
im Museum zu Leiden und ist nicht von R. chalconota verschieden. 

Beschreibung der Larve. — Die meisten der erwähnten Larven 
von Kaju tanam besitzen schon wohl entwickelte Extremitäten und 
sind hieran mit ziemlich grosser Sicherheit als R. chalconota zu 
bestimmen. Sonst wäre nur noch an R. labialis Blgr. zu denken, 
aber mit den von Flower (Proc. Zool. Soc. 1896, p. 903) beschriebenen 
Larven dieser Art haben sie wenig Ähnlichkeit. Die folgende Be- 
schreibung gilt für die Larven, bei denen die Vorderextremitäten noch 
verborgen sind. 

Länge des Schwanzes etwa P/4 mal die des Körpers und mehr als 
5 mal so gross wie die Schwanzhöhe. Körper etwa l'/s mal so lang 
wie breit. Nasenloch von Schnauzenspitze und Auge gleich weit ent- 
fernt. Auge ungefähr ebenso fern von der Schnauzenspitze wie vom 
Spiraculum. Die Entfernung zwischen den Augen ist -±- 2 mal die 
zwischen den Nasenlöchern, ±. IV2 »nal die Breite des Mundes und 



394 

ungefähr die Hälfte der Körperbreite. Das Spiraculum ist der Basis der 
Hinterbeine näher als der Schnauzenspitze. 

Augen auf der Oberseite. Spiraculum linksseitig, ganz lateral, nach 
oben und hinten gerichtet. Anus rechtsseitig, nahe dem Unterrande 
des Schwanzes. Schwanz gleichmässig verschmälert, mit spitzem Ende; 
die Flossen gleich hoch, sehr niedrig (vielleicht aber im Alkohol ge- 
schrumpft), viel niedriger als der muskulöse Teil; die obere Flosse 
reicht l)is zur Schwanzwurzel. 

Rand der Unterlippe und Seitenrand den Oberlippe mit Papillen. 
Kiefer schmal schwarz gerandet. Zähne '^ '\; die innere der oberen 
Reihen sehr klein, bisweilen fehlend ; die unteren Reihen wenig ver- 
schieden in der Länge, aber die äussere am kürzesten, die innere 
kaum merklich unterbrochen. 

Weiss; Rückenseite braun geflockt oder marmoriert; muskulöser 
Teil des Schwanzes hellbraun. 

Maasse eines der grössten Exemplare: Körperlänge 16 mm.; Schwanz- 
länge 27 mm.; Körperbreite 10 mm.; Körperhöhe 8 mm. 

12. Rana everetti Blgr. 

ßoulenger, Cat. Batr. Sah, p. 72, Taf. VI; Proc. Zool. Soc. London 
1897, p. 232. 

Celebes: Loka bei Bonthain, 4 ausgebildete Ex. und zahlreiche 
Larven. 

Diese Art steht Tt. chalconota gewiss sehr nahe. Ich bringe zu ihr 
vier Stücke, zwei erwachsene und zwei junge, die sich hauptsächlich 
nur durch die kürzere und mehr abgerundete Schnauze, welche nur 
wenig über den Unterkiefer vorragt, von R. chalconota unterscheiden. 
Der Rücken ist sehr fein gekörnelt. Die Zehen sind nicht, wie Bou- 
lenger angibt, ganz behäutet, sondern die beiden letzten Glieder der 
vierten Zehe ragen frei vor. Die übrigen Unterschiede mit R. chalconota, 
welche Boulenger in seiner Diagnose angibt (Lage der Vomerzähne, 
Besitz eines äusseren Metatarsaltuberkels, schmale Drüsenfalte u. s. w.) 
sind jetzt fast alle hinfällig geworden (sieh oben bei R. chalcotiota). 
Herr Boulenger, dem ich diese Stücke und die oben erwähnten aus 
Celebes stammenden Exemplare von R. chalconota sandte, teilte mir 
denn auch mit, dass er weitere Untersuchungen notwendig urteilt, 
um die Unterscheidung zwischen R. chalconota und everetti aufrecht 
zu erhalten. 



395 

Beschreibung der Larve. — Die von Prof. Weber in Loka 
gesammelten Larven, welche, wie Übergänge zeigen, sicher zu R. 
chalconota oder everetti gehören, weichen sehr ab (namentlich in den 
Merkmalen des Mundes und in der Färbung) von den oben als wahr- 
scheinlich zu B. chalconota gehöiig beschriebenen, während sie ziem- 
lich gut mit Boulenger's Beschreibung der Larven von R. everetti 
übereinstimmen. Es scheint dies daher doch auf einen Unterschied 
zwischen den beiden Arten hinzudeuten. Die obere Schwanzflosse ist 
etwas höher als die untere; die Länge des Schwanzes SYj — 5 mal so 
gross wie die Höhe. Der Mund ist etwas schmäler als der Interocular- 
raum. Zähne f^, die innere untere Reihe kaum unterbrochen. Die 
Farbe ist wie Boulenger angibt; nur ist die obere Schwanzflosse 
meistens nicht oder schwach gefärbt. Die Larven sind sehr gross; bei 
einer der grössten is die Körperlänge 20 mm., die Schwanzlänge 
44 mm., die Schwanzhöhe 9 mm. 

13. Rana^ celebensis Ptrs. 

Peters, Monatsber. Akad. Berhn, 1872, p. 585 (nee Boulenger, Cat. 
Batr. Sah, p. 70; Proc. Zool. Soc. London 1897, p. 232). 

? Celebes: Gorontalo (gesammelt von Herrn Kimmel) '). 

Diese Art wurde von Peters beschrieben nach einem Exemplare 
von Menado, das er aus dem Museum zu Leiden empfangen hatte, 
und welches von Schlegel den Namen ^celebensis" bekommen hatte. 
In Leiden fand ich jetzt noch eine Flasche mit einem erwachsenen 
und mehreren jungen Tieren, gesammelt von Forsten in Menado, und 
mit dem Namen „Rana celebensis" versehen. Die Tiere stimmten 
ziemlich gut mit Peters' Beschreibung überein, nicht aber mit der 
später von Boulenger gegebenen Diagnose : sie gehören aber offenbar zu 
R. varians ßlgr. Durch die Güte von Herrn Prof. Möbius konnte ich 
auch das Originalexemplar von Peters vergleichen und fand, dass es sich 
in einigen Hinsichten von den jetzt noch in Leiden vorhandenen unter- 
scheidet, ohne aber mit R. celebensis von Boulenger identisch zu sein. 
Die Beschreibung dieses Originalexemplares lautet wie folgt. 

Vomerzähne in zwei kurzen Reihen, welche bis etwas hinter das 



1) Der Finder gab seinem Geiläclitnisse nacli als Fundort Kaliajan, MiUel-Boruco, an; 
weil er aber auch in Gorontalo gesammelt bat, ist lüermit das Vorkommen der Art 
auf Borueo noch nicht sichcrcfestellt. 



396 

Niveau der Choanen reichen. Kopf länger als bieit ; Schnauze gerundet, 
über den Unterkiefer vorragend, so lange wie die Orbita. Canthus 
i'ostralis gerade, vfinklig; Lorealgegend fast vertikal, konkav; Nasen- 
loch näher der Schnauzenspitze als dem Auge. Interorbitalraum so 
breit wie das obere Augenlid. Trommelfell deutlich, horizontal-oval, fast 
so gross wie das Auge. Erster Finger deutlich länger als der zweite, so 
lang wie der vierte. Zehen fast ganz behäutet, die zwei letzten Phalangen 
der vierten Zehe frei. Scheiben an Fingern und Zehen sehr deutlich. 
Subartikulartuberkel wohl entwickelt: zwei Metatarsaltuberkel , der 
innere oval, stumpf, der äussere rund, wenig kleiner als der innere; 
keine Tarsalfalte. Das Tibiotarsalgelenk erreicht das Kasenloch; Tibia 
etwas kürzer als die vordere E.Ktremität, länger als die halbe Kopf- 
rumpflänge. 

Haut des Rückens feinkörnig; eine deutliche, breite (etwa wie bei 
R. erytliraea) Drüsenfalte an jeder Seite des Rückens; ausserdem zwi- 
schen diesen Falten zwei Längsreihen von grossen, flachen Warzen 
und zerstreute kleinere Warzen an den Seiten des Körpers; kleine 
Warzen auch auf der Oberseite der Ober- und Unterschenkel ; Unter- 
seite glatt. 

Oberseite braun : Lorealgegend, Temporalfleck, Falten und Warzen 
des Rückens und Querbänder auf den E.xtremitäten dunkler; eine 
weisse Binde längs der Oberlippe; Unterseite hell gefärbt. 

Kopfrumpflänge 4ß mm. 

Von Boulenger's Beschreibung von R. celvbensis weicht das Original- 
exemplar demnach namentlich durch das Längenverhältnis der ersten 
Finger ab, von R. varians durch die breitere Drüsenfalte und die 
Drüsen des Rückens; auch sind die Fingerscheiben etwas grösser als 
bei den in Leiden vorhandenen Exemplaren. 

Das oben verzeichnete, von Herrn Kimmel gesammelte Exemplar, 
welches in der Breite der Drüsenfalten mit dem üriginalexemplar von 
R. celebensis übereinstimmt, zeigt aber durch kleinere Fingerscheiben 
und Fehlen der grossen Rückendrüsen Annäherung an R. varians; 
auch ist die Schnauze etwas länger als die Orbita und stehen die 
A''omerzähne ganz zwischen den Choanen. Es scheint mir nicht un- 
möglich, dass R. celebensis und varians identisch sind. 

Boulenger hat seine Diagnose von „7?. ce/eöcHszs" gegeben nach einem 
Exemplare von unbekannter Herkunft und andere Exemplare scheinen 



397 

von dieser Art nicht bekannt zu sein. Diese Art stammt also wahr- 
scheinlich gar nicht aus Celebes. 

14. Rana jerboa Gthr. 

Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 67; Ann. Mag. Nat. Hist. (5), Vol. 
XIII, 1884, p. 397 (Ä. masonii); Ann. Mus. Genova (2a), Vol. XIII, 
1893, p. 335). 

Boettger, Ber. Offenbacher Ver. 1892, p. 138 {R. masoni). 
Sumatra: Paninggahan, 1 Ex. 
Java: Tjibodas, 2 erwachsene Ex. und 4 Larven. 

Bei den drei ausgebildeten Tieren stehen die Voraerzähne zwi- 
schen den Choanen, welche keine auffallende Grösse haben. Die Tiere 
von Tjibodas sind ein c? von 42, und ein 9 von 68 mm. Kopfrumpf- 
länge. Die Rückenhaut des Männchens ist dicht körnig mit zerstreuten 
Warzen. 

Das Exemplar von Sumatra, ein cT von 30 mm. Kopfrumpflänge, 
ist deshalb interessant, weil Rana jerboa von dieser Insel noch nicht 
nachgewiesen war, obgleich sie in Hinter-Indien, Borneo und Java 
aufgefunden ist. Das Tier weicht ab durch die sehr deutliche Bände- 
rung der Extremitäten, hat aber übrigens alle Merkmale von R. jerboa. 
Im Museum zu Leiden befindet sich übrigens ein typisches Exemplar 
dieser Art von Sumatra. 

Beschreibung der Larve. — Über die Larven von Tjibodas hat 
schon Max Weber eine kurze Mitteilung mit Abbildung veröffentücht 
(Ann. Jardin Bot. Buitenzorg, Suppl. II, 1898, p. 10); er fand sie in 
einem schnelltliessenden Bache, wo sie sich an Steinen festsaugten. Ich 
schreibe sie nur mit Zweifel R. jerboa zu, weil sie mit den Larven, 
welche Boulenger als zu dieser Art gehörig betrachtet (Cat. Batr. Sah, 
p. 89; Proc. Zool. Soc. 1893, p. 526 sq.) namentlich in der Zahnformel 
nicht übereinstimmen. Da aber auch von diesen die Zugehörigkeit zu 
R. jerboa nicht feststeht, können die von Prof. Weber gesammelten 
Larven doch sehr wohl zu dieser Species gehören, namentlich auch mit 
Rücksicht auf die an demselben Ort gefundenen erwachsenen Exem- 
plare. Jedenfalls weist die Tatsache, dass jetzt zwei verschiedene Larven 
mit Saugnäpfen von Java bekannt sind, darauf hin, dass auf dieser 
Insel ausser R. jerboa noch eine mit ihr verwandte Rana-Axt lebt, 
welche dort noch nicht aufgefunden worden ist. 



398 

Die Beschreibung der Larven lautet: 

Körper fast anderthalb mal so lang wie breit (die Breite etwa gleich 
dem Abstände vom vordem Körperende bis zum hintern Ende der 
Saugscheibe). Schwanz etwa P/, Körpei'länge. Nasenlöcher den Augen 
mehr genähert als der Schnauzenspitze. Augen auf der Überseite, dem 
Spiraculum etwas näher als der Schnauzenspitze, weiter von einander 
entfernt als die Nasenlöcher. Mund mit den Lippen zwei mal breiter 
als die Entfernung zwischen den Augen. Spiraculum lateral, auf der 
linken Seite, nach hinten und oben gerichtet, dem hintern Körper- 
ende weit mehr genähert als dem vordem. Analtube, infolge des Fehlens 
einer deutlichen Flosse an der Schwanzbasis, median. Die Schwanz- 
flossen niedrig, reichen nach vorn nicht bis zur Schwanzwurzel, die 
untere setzt sich aber als eine schwache Leiste so weit fort. Schwanz- 
■ länge ungefähr 4^/j mal die Höhe an der Basis, S'/s mal die grösste 
Höhe, die Flossen mit einbegriffen. Spitze des Schwanzes abgerundet, 
nicht zugespitzt wie bei den von Boulenger beschriebenen Larven. 

Ober- und Unterkiefer mit schwarzem, schwach gezähneltem Rande, 
nicht gerippt, beide aus einem Stücke. Untere, und Seiten der oberen 

4 

Lippe mit niedrigen Papillen. Zahnformel konstant \-~, die äusseren 

8 

Reihen in beiden Lippen sehr zart und zuweilen unvollständig. Hinter 
dem Munde eine grosse Saugscheibe, deren hinteres Ende in dersel- 
ben Vertikallinie liegt, wie die vordere Spitze der Spiraculartube ; sie 
wird seitlich und hinten durch einen hohen freien Hautsaum, vom 
durch die Unterlippe eingefasst. 

Farbe (in Alkohol) : Oberseite des Körpers graubraun , Unterseite 
farblos; Schwanz braun mit helleren Flecken; Flosse farblos, nur mit 
einzelnen braunen Tüpfeln längs der Basis. 

Die vier Larven sind alle fast gleich gross, mit wenig entwickelten 
hinteren Extremitäten; beim am meisten geförderten Exemplare sind 
noch keine Haftscheiben, wohl aber eine Schwimmhaut zu erkennen. 
Die Maasse dieses Tieres sind: Körperlänge 16 mm.; Schwanzlänge 
28 mm.; Körperbreite 11mm. 

15. Rana hosii Blgr. 
Boulenger, Ann. Mag. Nat. Hist. (6), Vol VHI, ISnl, p. 290. 

Sumatra: Umgebung von Singkarah, 2 Ex. 
Diese Art was bis jetzt nur von Borneo bekannt. 
Das grösste Exemplar (85 mm. Kopfrumpflänge) stimmt ganz mit 



399 

Boulenger's Beschreibung überein; das kleinere (48 mm.) weicht ab 
durch den Interorbitah-aura, welcher etwas schmäler ist als das obere 
Augenlid und durch die geringere Grösse der äusseren Fingerscheiben, 
deren Mittellinie nur etwas mehr als der halbe Trommelfelldurchmesser 
beträgt. Von R. jerboa Gthr. sind beide Tiere übrigens durch den stark 
körnigen Rücken ohne Warzen und durch die der Schnauzenspitze ge" 
näherten Nasenlöcher deutlich verschieden. 

16. Rana baramica Bttgr. 

Boettger, Abh. Senckenb. Naturf. Ges., Bd. 25, H. 2, 1901, p. 391. 
Banka (Coli. Bleeker), 1 Ex. 

Diese Art war bis jetzt nur von Borneo bekannt. Das Exemplar 
von Banka, ein iMännchen, weicht von Boettger's Beschreibung nur ab 
durch die Vomerzähne, welche nicht in ovalen Häufchen, sondern in 
kurzen schiefen Pteihen stehen, durch den Interorbitalraum, welcher ein 
wenig schmäler ist als das obere Augenlid und durch das Trommelfell, 
welches nur ^/j des Augendurchmessers erreicht. Auch scheint der 
Kopf etwas länger zu sein: die Schnauze ist so lang wie die Orbita. 
Oberseite und Seiten sind hellbraun mit deutlichen dunkelbraunen 
Flecken, welche auf den Hinterbeinen Querbänder bilden ; einige Flecken 
auf den Lippen und eine Binde vor und unter den Trommelfell gelb- 
Kch weis; Trommelfell braun. Unterseits nur auf Kehle und Brust 
dunkel marmoriert. Maasse: Kopfrumpflänge 62 mm.; Kopflänge 
(Schnauzenspitze bis Hinterrand des Trommelfells) 23 mm. ; Kopf breite 
20 mm.; Trommelfell 5 mm.; Auge 7,5 mm.; Unterschenkel 30 mm. 

17. Rhacophorus leucomystax Gravenh. 

Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 88 {Rh. maculatus p. p.); Proc. Zool. 
Soc. London 1889, p. 29; Fauna Brit. India, Rept. and Batr., 1890, 
p. 474. 

Boettger, Semon's Zool Forschungsreisen, Bd. V, Lf. 1, 1894, p. 113. 
Plower, Proc. Zool. Soc. London 1896, p. 905, Taf. XLIV, Fig. 2 
(Larve); id. 1899, p. 898, Taf. LIX, Fig. 3 (Larve). 

Sumatra: Matua, 1 Ex. {quaclrilineata-F ovm); Paninggahan, 

mehrere Larven. 
Java: Buitenzorg (1899), 2 Ex. (von denen eins die quadrili- 

neata-Yorm). 
Timor: Kupang, 1 Ex. (quadrüineata; A. Wichmann leg.). 



400 

Celebes: Bantimurong, 1 Ex. 
Saleyer, 5 Ex. 

Die Tiere von Saleyer und Timor unterscheiden sich durch den Be- 
sitz eines lileinen äusseren Metatarsaltuberkels. Das Exemplar von 
Bantimurong hat sehr lange Hinterbeine, wie Boettger auch bei Exem- 
plaren von Buitenzorg fand : das Tibiotarsalgelenk ragt weit über die 
Schnauzenspitze hinaus, der Unterschenkel erreicht fast zwei Drittel 
der Kopfrurapflänge (3y bezw. 66 mm.); andere Unterschiede mit dem 
typischen Rh. leucomystax bestehen aber nicht; die Kopfhaut ist mit 
dem Schädel verwachsen und nicht frei wie bei Rh. coUetti Blgr. 

Die Larven, von denen die meisten noch keine Extremitäten be- 
sitzen, stimmen ganz gut mit den Beschreibungen und Abbildungen 
Flower's überein ; nur erreicht der Schwanz nicht die zweifache Kör- 
perlänge (z. B. : Körper 1 7 mm., Schwanz, vom Hinterende des Körpers 
ab, 27 mm.) und ist der Körper etwa 2 mal so lang wie breit. Ober- 
lippe mit 4 Zahnreihen. 

18. Rhacophorus anodon n. sp. (Taf. XVI, Fig. 4). 

Sumatra: Schlucht bei Ajer Mantjur (Kaju tanam), 1 Ex., 9- 
Vomerzähne fehlen. Choanen kleiner als die Tubenöffnungen. Zunge 
ohne Papille. Kopf länger als breit, die Breite beträgt ungefähr ^'^ 
Kopfrumpflänge. Schnauze stark über den Unterkiefer vorragend, abge' 
stutzt; ihr Vorderrand, welcher die Nasenlöcher vereinigt, bildet eine 
gerade Linie, so dass die Nasenlöcher ganz vorn liegen. Canthus rostralis 
scharf, gerade, so lange wie die Orbita; Lorealgegend fast senkrecht, 
ausgehöhlt. Interorbitalraum zwei mal so breit wie das obere Augenlid. 
Trommelfell dem Auge sehr nahe und so gross wie dieses. Finger und 
Zehen schlank; die Spitzen der Finger zu grossen, die der Zehen zu 
etwas kleineren Haftscheiben verbreitert; Scheibe des dritten Fingers 
grösser als der halbe Durchmesser des Trommelfells; Endphalangen T- 
förmig; eine knorplige intercaläre Phalange. Erster Finger kürzer als 
der zweite, dieser kürzer als der vierte. Spannhaut rudimentär, an den 
Händen fehlend, an den Füssen etwas deutlicher, aber bei den drei 
inneren Zehen nur die Metatarsalia vereinigend und an den äusseren 
nicht über die Hälfte des ersten Gliedes hinausreichend. Subartikular- 
höcker klein. Metatarsaltuberkel fehlen. Keine Tarsalfalte. Das Tibio- 
tarsalgelenk reicht an der Schuauzenspitze vorüber; Tibia fast ^/^ der 
Kopfrumpflänge. 



401 

Haut oben und unten ganz glatt, die des Kopfes mit den Fronto- 
parietalia verwachsen. 

Die Farbe (in Alkohol) ist hei] rötlich graubraun, oberseits dunkler 
als unten. Oben und unten mehrere weisse Fleckchen ; eine Reihe der- 
selben längs dem Canthus rostralis und dem äusseren Fände des 
oberen Augenlides, andere längs den beiden Lippen ; auf den Extre- 
mitäten stehen sie in mehr oder weniger deutlichen Querreihen ; die 
Finger und Zehen haben einen weissen Fleck auf der Oberseite jedes 
Gelenkes und zwei nebeneinander auf jeder Haftscheibe; nur die Schei- 
ben der beiden ersten Finger und Zehen sind ganz weiss; übrigens 
stehen die Fleckchen zerstreut auf Rücken und Bauch, ein grösserer, 
dunkel umsäumter, jederseits hinter dem Trommelfelle. 

Kopfrumpflänge : 24 mm. 

Weimgleich diese neue Art wegen des Fehlens den Vomerzähne 
eigenthch zu dem Genus Ixalus zu bringen wäre, so betrachte ich sie 
doch als einen Rhacophorus, erstens weil auch bei einer anderen Art 
von Rhacophorus {Rh. edentulus F. Müll.) die A^omerzähne gelegent- 
lich fehlen können und dann namentlich wegen der Gestalt der End- 
phalangen. Dazu kommt die Verknöcherung der Kopfhaut, welche 
m. W. bei keiner Ixalus-A.\t beobachtet ist. Falls sich herausstellen 
sollt, dass bei Rh. anoclon die Vomerzähne immer fehlen und das 
beschriebene Exemplar keine Ausnahme bildet, ist kein einziges durch- 
greifendes Merkmal zwischen Rhacophorus und Ixalus mehr vorhan- 
den und werden diese Genera demnach vereinigt werden müssen. 
Übrigens deutet die Verkümmerung der Vomerzähne bei zwei Arten 
von Rhacophorus, die sonst keine Beziehungen zu einander aufweisen, 
auf die Möglichkeit hin, dass die Arten des Genus Ixalus polyphyle- 
tisch entstanden sind und wäre auch aus diesem Grunde seine Ver- 
einigung mit Rhacophorus wünschenswert. 

Das Fehlen der Vomerzähne, das grosse Trommelfell und die rudi- 
mentäre Schwimmhaut der Zehen sind alles Merkmale, wodurch sich 
Rh. anoclon von fast allen anderen Rhacophorus- Arten unterscheidet. 
Die Verknöcherung der Kopfhaut deutet auf ein Verwandtschaft mit 
der »wac?.(/ah<s-Gruppe hin. Eine grössere Annäherung besteht aber in 
mehreren Hinsichten zu Ixalus pictus Ptrs. und namentlich zu I. fla- 
vosignatus Bttgr. von Java. 



402 

1 9. Rhacophorus javanus Bttg. 
Boettger, Zool. Anz. XVI, 1893, p. 338. 

Java: Tjibodas, 1 erwachsenes und 1 junges Ex. 

Vomerzähne in kurzen, wenig schiefen Reihen, die an der vorderen 
inneren Eci^e der Choanen anfangen und von einander etwas mehr 
getrennt sind als die Länge einer Zahnreihe beträgt. Zunge liinten 
massig tief ausgerandet ; die Lappen nicht länger als breit. Kopf etwa 
so lang wie breit. Schnauze zugespitzt. Schnauzenkante winklig, auch 
vor den Nasenlöchern deutlich. Lorealgegend etwas schief, konkav. 
Nasenloch der Schnauzenspitze viel näher als dem Auge. Interorbital- 
räum ein wenig breiter als das obere Augenlid. Trommelfell */. Augen- 
grösse. Die drei äusseren Finger mit ^/j, der innere mit sehr kurzer 
Spannhaut: diese reicht am vierten Finger und an der Aussenseite 
des dritten etwas an dem letzten Subartikularknötchen vorüber, an der 
Aussenseite des zweiten Fingers noch etwas weiter; an der inneren 
Seite des dritten Fingers reicht sie bis halbwegs zwischen die zwei 
letzten Subartikularhöcker, an der inneren Seite des zweiten und an 
der äusseren des ersten Fingers erreicht sie die Basis des letzten 
Höckers. Die Spannhaut der Füsse erreicht alle Scheiben, nur nicht 
an der vierten Zehe, von welcher die zwei Endglieder frei bleiben. 
Subartikularhöcker klein, einfach ; ein sehr kleiner innerer, kein äusserer 
Metatarsaltuberkel. Scheiben der drei äusseren Finger grösser als das 
halbe Auge, die der inneren Finger und der Zehen kleiner als das 
Trommelfell. Das Tibiotarsalgelenk reicht etwas über die Schnauzen- 
spitze hinaus. 

Haut oben glatt; Kinnwinkel, Bauch und proximaler Teil der Ober- 
schenkel körnig. Falten über dem After und längs der Aussenseite 
von Vorderarm und Tarsus als schwache, aber deutliche Leisten an- 
gedeutet; diejenige des Tarsus setzt sich längs dem äusseren Rande 
der fünften Zehe fort, ist aber getrennt von dem kleinen dreieckigen 
Hautzipfel am Tibiotarsalgelenk: eine Falte vom Auge über dem 
Trommelfell nach hinten unten ziehend. 

Das ganze Tier ist gelblichweiss , wahrscheinlich aber im Alkohol 
sehr gebleicht. Der Bauch ist heller und auch die Hautsäume sind 
durch weissliche Färbung markiert. 

Körperlänge 45 mm. 

Wenngleich dieses Tier in einigen Hinsichten vom Originalexemplar 
der Art. welches ich durch die Güte der Herrn Prof. Boettger und 



403 

Dr. Römer vergleichen konnte, abweicht (namentlich durch die län- 
gere Schwimmhaut der Finger, die grösseren Fingerscheiben und das 
kleinere Trommelfell), so glaube ich doch nicht, dass diese Unterschiede 
genügend sind, um eine neue Art aufzustellen. 

Das junge Tier besitzt noch den Schwanz, der Mund hat aber die 
Larvencharaktere schon verloren, so dass ich von diesen nichts näheres 
mitteilen kan. 

20. Rhacophorus {moniicola Blgr. ?) 

Boulenger, Ann. Mag. Nat. Hist. (6), vol. XVII, 1896, p. 395; Froc. 
Zool. Soc. London 1897, p. 234, Taf. XVI, Fig. 3. 
Celebes: Loka (Bonthain), 3 Larven. 

In der Ausdehnung der Schwimmhaut zwischen den Fingern der 
bei einer der Larven schon wohl entwickelten, wiewohl noch bedekten, 
vorderen Extremitäten stimmen die.se Larven von den vier von Ce- 
lebes bekannten EhacopJiorus-Arten am meisten mit Rh. monticola 
überein. Die Zugehörigkeit zu dieser Art ist umso wahrscheinlicher, 
als sie schon von Loka bekannt ist. 

Schwanzlänge 172 bis 2 mal die Körperlänge. Diese etwa Vj., mal 
die Körperbreite. Nasenloch gleich weit entfernt von Schnauzenspitze 
und Auge, dieses ungefähr ebenso weit von der Schnauzenspitze wie 
vom Spiraculum. Die Entfernung der Augen ist ungefähr gleich der 
Breite des Mundes (mit den Lippen), viel breiter als die Entfernung 
der Nasenlöcher und ungefähr die Hälfte der Körperbreite. Der Abstand 
von Spiraculum bis zur Schnauzenspitze gleich dem vom Spiraculum 
bis zum Anus. 

Augen auf der Oberseite (in Abweichung von den Larven anderer 
Rhacophorus- Arten). Spiraculum linksseitig, lateral, nach oben und 
hinten gerichtet. Anus rechtsseitig, höher als der Unterrand der 
Schwanzflosse. Schwanz zugespitzt, die Flossen niedrig (vielleicht im 
Alkohol geschrumpft), die obere Flosse reicht bis zur Schwanzbasis. 

Unter- und Seitenrand der Lippen mit Papillen; der Unterrand ohne 
den bei Rh. leucomystax vorhandenen medianen Einschnitt. Zähne: 
5-^ oder \—, die zweite obere und die dritte untere Reihe sehr schmal 

2 "2 

unterbrochen, die drei unteren etwa gleich lang. 

Oberseite des Körpers braun, Unterseite und ganzer Schwanz gelb- 
hch weiss; bei den altern Larven eine glänzende Querbinde zwischen 
den Augen. 



4C4 
Körperlänge 15,5 mm.; Schwanzlänge 28,5 mm.; Körperbreite 10 mm. 

21. Rhacophorus reinicardti Boie. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 88. 
Boettger, Ber. Offenbacher Ver. 1892, p. Ul. 

Java: Buitenzorg oder Tjibodas, 1 Ex. (Prof. Stahl leg.). 
Interorbitalraum breiter als das obere Augenlid. 

22. Ixalus aurifasciahis Schleg. 
Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 100. 
Boettger, Ber. Offenbacher Ver., 1892, )>. 142. 

Java: Tjibodas, 1 Ex. 
Das mir vorliegende Tier stimmt mit der von Boulenger gegebenen 
Diagnose nicht ganz überein, viel besser aber mit derjenigen Boettgers. 
Die Schnauze ist zugespitzt, das Nasenloch gleicli weit enfernt vom 
Auge wie von der Schnauzenspitze, der Interorbitalraum viel breiter 
als das Augenlid, das Trommelfell nicht sehr deutlich, von fast halber 
Augengrösse; das Tibiotarsalgelenk reicht bis zum Nasenloch. Eine 
dunkle Binde zwischen den Augen; vor derselben ist die Oberseite 
des Kopfes zwischen den Canthi rostrales hell gefärbt. 

Engystomatidae. 

23. Microhyla achatina Boie. 
Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 166. 

Java: Tjibodas, 1 Ex. 
Die Endphalangen (wenigstens die der vierten Zehe) sind nicht, 
wie Boulenger für Microhyla angibt, einfach, sondern sehr deutlich 
T -förmig. 

24. Microhyla annectens Blgr. 

Boulenger, Ann. Mag. Nat. Bist. (7), Vol. VI, 1900, p. 188. 
Java, Tjibodas, 1 Ex. (Prof. K. Kraepelin leg.). 

Diese Art ist bis jetzt nur aus Hinter-Indien bekannt. Aus Java 
(Pengalongan, 4000 Fuss) hat aber Boulenger (Ann. Mag. Nat. Hist. (6), 
Vol. XIX, 1897, p. 108) eine nahe verwandte Art, M. palmipvs, be- 
schrieben. Das mir vorliegende Exemplar stimmt in fast allen Hin- 
sichten, worin sich die beiden Arten unterscheiden, mit der Diagnose 



405 

von M. annectens überein : die Scheiben der Finger und Zehen sind 
gross, die Zehen sind halb behäutet, das Fersengelenk reicht über die 
Schnauzenspitze hinaus; dagegen sind zwei deutliche Metatarsalhöcker 
vorhanden. Oberseite graubraun mit einem dunklen Flecken auf dem 
Rücken und davon getrennt eine sehr undeutliche Querbinde zwischen 
den Augen ; eine schwarze, nach oben scharf begrenzte Binde an der 
Seite, von der Schnauzenspitze bis zur iVlitte des Rumpfes. Extremitäten 
mit mehreren schwarzen Querbinden; die proximalste Querbinde des 
Oberschenkels is durch einen Längsstreifen verbunden mit einem 
schwarzen Flecken neben dem After. Unterseite dunkel marmoriert. 
Kopfrumpflänge 15 mm., Unterschenkel 10 mm. 

Auch bei diesem Tiere ist die Endphalange T-förmig, der Querbalken 
aber kürzer als bei M. achatina. 

25. Microhyla spp. 

Sumatra: Paninggahan, mehrere Larven; Umgebung von .Sing- 
karah, mehrere Larven. 

Die Larven von Paninggahan, zum Teil ohne, zum Teil mit Anlage 
der hintern Extremitäten, weichen nur in Nebensachen von den von 
Flower (Proc, Zool. Soc. 1899, p. 903) beschriebenen Larven ab, von 
welchen er vermutet, dass sie einer Microhyla- Axt angehören. Sie sind 
aber kleiner (höchstens 21 mm. Totallänge) und die Schwanzflossen 
sind farblos. Der Hautlappen, welcher das Spiraculum nach unten be- 
grenzt, ist jederseits in einen abgerundeten Zipfel ausgezogen. 

Die anderen Larven von Sumatra stimmen zwar in den Hauptsachen 
(Lage von Augen, Spiraculum und Anus, Fehlen von Hornkiefern und 
-Zähnen) mit den erstgenannten überein, gehören aber gewiss einer 
andern Art an. Die iVEundöffnung ist klein und nur die untere Lippe 
wohl entwickelt. Auch das Spiraculum ist klein und wird nach unten 
nur durch einen einfachen Hautlappen begrenzt. Sie unterscheiden 
sich auch von den erstgenannten Larven durch ihren Silberglanz. 
Totallänge 20 mm. Zu welcher Art sie gehören ist auch an diesen 
Larven leider nicht zu entscheiden; eine von ihnen hat schon ent- 
wickelte Extremitäten, welche denen der Microhyla- Arten ähnlich sind, 
mit kleinen Haftscheiben und fast vollständiger Schwimmhaut zwi- 
schen den Zehen; dies gibt aber keine Andeutung für die Artbestim- 
mung, v?eil nach Flower (1. c.) die Larven von M. ornata D. & B. 
anfänglich vollständige Schwimmhäute besitzen, die später verschwinden. 

27 



406 

26. Callula piUchra Gray. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 170. 

Celebes: Makassar, 2 Ex. 

BüFONIDAE. 

27. Bufo cruentatus Schleg. 

Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 286 {B. borbonicus p. p.). 

Horst, Notes Leyden Museum, Vol. V, 1883, p. 286. 
Java: Tjibodas, 6 Ex. 

Die Tiere weichen nur in der Länge der Hinterbeine von der Be- 
schreibung, welche Horst nach Untersuchung der Original-Exemplare 
gegeben hat, ab: das Tibiotarsalgelenk erreicht nur bei den drei klei- 
neren Exemplaren (21 — 26 mm. Koitfrumpflänge) die Schnauzenspitze, 
bei einem andern Tier von 26 mm. den Vorderrand und bei den zwei 
grössten (.35 mm.) nur den Hinterrand des Auges. Werner (Zool. 
Anz., 1897, p. 26.5) hat nach diesem Merkmal eine neue Art, B. mon- 
tauus, aufgestellt, welche aber wohl ohne Zweifel mit B. cruentatus 
synonym ist. 

28. Bufo melaiiostidus Schneid. 
Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 306. 

Java: Buitenzorg, 2 Ex. 

29. Bufo biporcains Schleg. 
Boulenger, Cat. Batr. Sah, p. 311. 

Java: Tjibodas, 2 Ex. 

Celebes: Makassar, 4 Ex. ; Luwu, 1 Ex.; Tete adji, 2 Ex. 

80. Bufo asper Gravenh. 

Boulenger, Cat. Batr. Sal, p. 313. 

Sumatra: Pajakoraboh, 4 Ex.; Solok und Singkarah, 3 Ex.; 
Padang Pandjang oder Kaju Tanam, 2 Ex. ; Schlucht 
bei Ajer Mantjur (Kaju Tanam), 1 Ex., juv. 
Java: Buitenzorg, 1 Ex.; Tjibodas, 2 Ex. 
Das Exemplar von Buitenzorg, ein Weibchen, wurde in Copula mit 
B. melanostidus angetroffen (im März). 



407 

31. Bufo celebensis Schleg. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 313. 

Celebes: Makassar, 6 Ex.; Loka, bei Bonthain, 1 Ex. 

Hylidab. 

32. Hyla dolichopsis Cope. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal., p. 384. 

Boettger, Ber. Offenbacher Ver. 1892, p. 155; Semon'a Zoolog. 
Forschungsreisen, Bd. V, Lf. 1, 1894, p. 111; Abhandl. Senckenb. 
Ges., Bd. XXV, H. 2, 1901, p. 372. 

Werner, Verhandl. Ges. Wien, Bd. XL VI, 1896, p. 23. 

V. Kämpen, Nova Guinea, V. Zoologie, Bd. I, p. 171. 
Ambon, 1 Ex. cf. 
Talaut-Inseln: Beo, Insel Karakelang, 1 Ex. 9; Lirung, Insel 

Salibabu, 3 Ex. 99. 
Kei-Inseln: Tual, 2 Ex., cf und 9. 
(alle Exemplare gesammelt durch die Siboga-Expedition). 

Wie bei den von mir beschriebenen Exemplaren aus Neu-Guinea, 
ist auch bei diesen die Grösse der Haftscheiben sehr variabel ; sie ist 
namentlich bei den Tieren von Lirung geringer als die des Trommel- 
felles (bei einem der Exemplare z. B. 3 gegen 4 mm.) 

Auch die andren Eigentümlichkeiten haben sie mit den genannten 
Exemplaren aus Neu-Guinea gemeinsam : alle haben ein mehr oder 
weniger deutlich granulirte Oberseite (var. tenuigranulata Bttgr.); die 
Schnauze ist etwa anderthalbmal so lang wie der Augendurchmesser; 
die Kopulationsbürste der Männchen ist gelappt, nicht geteilt. 

Das Vorkommen der Art auf den Talaut-Inseln ist wichtig, nament- 
lich weil sie hier mit der celebensischen Rana mocksta zusammen 
lebt (sieh oben, p. 386). Auf den Kei-Inseln war meines Wissens bis 
jetzt noch kein einziger Batrachier nachgewiesen worden. 

33. Hxjla everetti Blgr. 

Boulenger, Ann. Mag. Nat. Hist. (6), Vol. XIX, 1897, p. 509. 
Savu: bei Seba, 1 Ex. (Siboga-Exp.). 

Das vorliegende Tier weicht nur darin von Boulenger's Beschreibung 
ab, dass der Interorbitalraum breiter ist als das obere Augenlid, und 
die Schwimmhaut das vorletzte Glied der 4. Zehe frei lässt. Kopf- 
rumpflänge 27 mm. 



408 



Pelobatidae. 

34. Leptobrachium hasselti Tschudi? 

Boulenger, Cat. Batr. Sal, p. 441. 
Sumatra: Paninggahan, 1 Larve. 

Diese Larve zeigt in den Charakteren des Mundes eine solche 
Übereinstimmung mit der Larve von Pelohates fuscus, dass ich trotz 
der lateralen Stellung des Afters an ihre Zugehörigkeit zu der Familie 
der Pelobatidae nicht zweifle. Von den von Sumatra bekannten Arten 
dieser Familie (Megalophrijs montana und nasvta, Leptobrachmm has- 
selti) besitzen die Arten von Megalophrijs ganz andere Larven, so 
dass nur L. hasselti übrig bleibt. Hiermit sind auch die schon ziem- 
lich weit entwickelten hintern Extremitäten der Larve in Übereinstim- 
mung. Ausserdem stimmt sie der Hauptsache nach überein mit den 
kurzen Angaben Boulenger's (Proc. Zool. Soc. 1890, p. 37). Es ist be- 
merkenswert, dass die beiden nahverwandten Genera Leptobrachium 
und Megalophrys ganz verschiedene Larven besitzen. 

Schwanzlänge fast zweimal die Körperlänge und mehr als viermal 
die Schwanzhöhe. Körperlänge fast zweimal die Körperbreite. Nasen- 
löcher dem Auge etwas näher als der Schnauzenspitze. Der Abstand 
zwischen Auge und Schnauzenspitze etwas kleiner als der zwischen 
Auge und Spiraculum. Die Entfernung zwischen den Augen ist zwei- 
mal die zwischen den Nasenlöchern ; letztere ein wenig kleiner als 
die Breite des Mundes. Spiraculum gleich weit von der Schnauzen- 
spitze wie vom Anus. Augen auf der Oberseite. Nasenlöcher oval. 
Spiraculum linksseitig, von oben und unten sichtbar, nach oben und 
hinten gerichtet. Der Anus liegt rechtsseitig, etwas vom LTnterrande 
der Schwanzflosse entfernt. Schwanzende ziemlich spitz; die Flossen 
niedriger als bei Pelobates fuscus, die obere höher als die untere, mit 
konvexem Rande, sich nicht auf den Rücken erstreckend; die Höhe 
des muskulösen Teiles an der Basis ist ^/., der ganzen Höhe. 

Mund auf der Unterseite. Sein ganzer Rand mit Papillen, ausser einer 
kleinen Strecke in der Mitte des oberen Randes; die Papillen stehen 
längs dem oberen Rande in einer, längs den Seiten und dem Unterrande 
in zwei Reihen. Kiefer fast ganz schwarz. Zähne \ '; die äussere 
obere Reihe sehr kurz und ganz wie bei Pelobates (Boulenger, Proc. 
Zool. Soc. 1891, Taf. XL VI, Fig. 7a), die folgenden von aussen nach 



409 

innen in Breite abnehmend, die innere aber noch sehr deutlich; die 
äussere der unteren Reihen liurz, die zweite schmal unterbrochen, die 
übrigen deutlich geteilt mit einigen kurzen abgesprengten Teilen an 
den »Seiten. 

Oberseite (ausser der Schnauze), Seiten und muskulöser Teil des 
Schwanzes braun mit dunkler braunen (nach Boulenger schwarzen) 
Flecken und Marmorierung; übrigens weiss, mit kleinen braunen 
Flecken auf den Schwanzflossen. 

Körperlänge 25,5 mm.; Schwanzlänge 48 mm.; Körperbreite 13,5 mm.; 
Schwanzhöhe 11 mm. 

35. Megalophrys montana Kühl. 
Boulenger, Cat. Batr. Sal , p. 442. 

M. Weber, Ann. Jardin Bot. Buitenzorg, Suppl. 11, 189S, p. 5 (Larven). 
Sumatra: Singalang, 1 Ex. 

.Java: Tjibodas, 1 junges Ex. und mehrere Larven. 
Die Larven sind schon von Weber beschrieben worden. Der Anus 
liegt bei denselben median. 



Die nachfolgende Liste enthält eine Aufzählung der in der Lite- 
ratur bis jetzt aus dem Indischen Archipel erwähnten Amphibien, 
nebst ihrer Verbreitung über die verschiedeneu Inseln. Ausserdem 
habe ich von den betreffenden Arten immer angegeben, ob sie auch 
ausser dieser Inselgruppe vorkommen und in welchen Gegenden (Fest- 
land Asiens; Philippinen, einschl. den Palawan- und Sulu-Inseln; Po- 
lynesien ; Festland Australiens). 

Ich habe versucht die Liste so vollständig wie möglich zu machen, 
Angaben aber, namentlich älterer Autoren, welche mir zweifelhaft 
erschienen, fortgelassen oder nur in den Noten am Ende der Liste 
erwähnt. Es ist selbstredend, dass die Liste dennoch noch viele Fehler 
und UnVollständigkeiten enthalten muss. Namentlich die Amphibienfauna 
der meisten kleineren Inseln, unter welchen gerade das so wichtige 
Übergangsgebiet der Kleinen Sunda-lnseln und Molukken, ist noch sehr 
wenig erforscht. 



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416 

rt) Rana tigrina: für Banka, Riouw und Bali nur durch IJleeker 
erwähnt. 

b) Rana erythraea: für Banka nur durch Bleeker angegeben. 

c) Rhacophorus leucotnystax wird von Meyer (Abhandl. Mus. Dresden 
1887) auch für Ternate erwähnt. 

d) Rhacophorus reinwardti: Peters (Ann. Mus. Genova, Vol. III, 
1872) nennt als Fundstelle auch Borneo; Beule nger hat dies aber 
in seinem „Catalogue" nicht übergenommen. 

e) Callula pulchra: für diese Art gilt dasselbe wie für Rhac. rein- 
wardti. 

f) Biifo cruentatus: auch diese Art gibt Peters (1. c), nicht aber 
Boulenger, für Borneo an. Peters trennte sie aber nicht von B. 
borbonicus, so dass nicht ersichtlich ist, welche der beiden Arten er 
meint. 

g) Bufn melanostidus : von Bleeker (Nat. Tijdschr. Ned. Indiö, dl. 
XIV, 1857) als „B. scaber" auch für Celebes erwähnt. 

h) Bufo biporcatus: von Bali nur durch Bleeker bekannt. 

i) Hyla dolichopsis : Ceram wird nur von Bleeker als Fundort 
angegeben. 

./) Hyla genimaculata : Horst (Notes Leyden Mus., V, 1883) gibt 
als Fundstelle des einzigen Exemplares an: Gebee (Gagie?). 



ERKLÄRUNG VON TAFEL XVr. 



Fig 1. — Larve von OxiJdlossus lima, X ^'k- «P- Spiraculum. 

Fig. 2. — Kopf von Rann microlympanum, etwa X 2. 

Fig. 3. — Unterseite des i'ecliten Fiisses von Tiaiifi tii/riiiri : a. von Calciitta: /<. von 
Btiit.enzorg; c. von R. liijrinn var. aiir/tixlopalinata von Tempc (Cele- 
bes). X ■!• 

Fig. 4. — Rliacop)H)ftis cinoilon. X 2. 



Nach DruokleguDg vofsteliender Aibeit braclite Dr. P. N. van Kampen in Krfali- 
rung, dass Hyla doliohopsis aucli im westliclien Teil des Archipels (Sumatra, Java, Banka) 
vorkommt; vergl. Bulletin du Departement de l'agriculture des Indes neerlandaises 
m VIII. (Zoologie II) 1907). 

Max Weber. 



REGISTER 
zu „Amphibien des ludisclieii Archipels". 



achatina, Microhyla, 404. 
Amphibien, 383 sqq. 
annectens, Microhyla, 404. 
anodon, Rhacophorus, 400. 
asper, Bufo, 406. 
aurifasciatus, Ixalus, 404. 
bararaica, Rana, 399. 
biporcatus, Bufo, 406. 
borbonicus, Bufo 406. 
Bufo, 406. 

asper, 406. 

biporcatus, 406. 

borbonicus, 406. 

celebensis, 406. 

cruentatus, 406. 

melanostictus, 406. 

montanus, 4'"'6. 

Bufonidae, 406. 
Callula, 406. 

pulchra, 406. 

celebensis, Bufo, 407. 

Rana, 395. 

chalconota, Rana, 392, 394, 395. 

cruentatus, Bufo, 406. 

dolichopsis, Hyla, 407. 

dolichopsis, Hyla, var. tenuigranulata, 407. 

edentulus, Rhacophorus 401. 

Engystoraatidae, 404. 

erythraea, Rana, 390. 

everetti, Hyla, 407. 

Rana, 393, 394. 

flavosignatus, Ixalus 401. 
gracilis, Rana 390, 392. 
hasselti, Leptobrachium, 408. 
Hyla, 407. 

dolichopsis, 407. 

, var. tenuigranulata, 407. 

everetti, 407. 



Hylidae, 407. 
Ixalus, 401, 404. 

aui'ifasciatus, 404. 

flavosignatus, 401. 

pictus, 401. 

javanica, Rana, 392. 
javanus, Rhacophorus, 402. 
jerboa, Rana, 397. 
Junghuhnii, Polypedates, 393. 
kuhli, Rana, 385. 
labialis, Rana, 393. 
lemniscata, Rana, 392. 
Leptobrachium, 408. 

hasselti, 408. 

louconiystax, Rhacophorus, 399. 
leucomystax, Rhacophorus, quadrilineata, 

Form. 399. 
lima, Oxyglossus, 384. 
limnocharis, Rana, 388, 389, 390. 
Lüsii, Rana, 398. 
macrodon, Rana, 385, 386. 
macularia, Rana, var. javanica, 392. 
maculatus, Rhacophorus, 399. 
masoni, Rana 397. 
Megalophrys, 408, 409. 

montana, 408, 409. 

nasuta, 408. 

melanostictus, Bufo, 406. 
niicrodisca, Rana, 388. 
Microhyla, 404. 

■ achatina, 404. 

annectens, 404. 

palniipes, 404. 

spp., 405. 

microtympanum, Rana, 380. 
modesta, Rana, 385, 407. 
montana, Megalophrys 408, 409. 
montanus, Bufo, 406. 

28 



418 



monticola, Rhacnpliorus, 403. 
nasuta, Mogaloplirys 40S. 
nicobariensis, Rana, 392. 
Oxj'glossus, 384. 

lima, 384. 

palmipes, Microhyla, 404. 
Pelobatidae, 408. 
pictus, Ixalns 401. 
Polj'pedates, 393. 

Junghiilinii, 393. 

pulchia, Callula, 406. 
Rhacophorus, 399. 

anodon, 400. 

edentuliis, 401. 

javamis, 402. 

leiicomystax, 399. 

!eucomy.''tax quadrilineata Form. 399. 

maciilatus, 399 

monticola, 403. 

leinwaidti, 404. 

Rana, 383. 

baramica, 385. 

celebensis, 393. 

clialconota, 392, 394, 393. 



Rana, erythraea, 390. 

eveietti, 393, 394. 

gracilis, 390, 392. 

javanica, 392. 

jerboa, 397. 

Kulili, ,383. 

labialis. 393. 

lemniscata, 392. 

limnocharis, 388, 389, 390. 

Losii, 398. 

macrodon, 385, 386. 

maculai'ia, var. javanica, 392. 

masoni, 397. 

— ■— microtympanum, 386. 

nindesta, 385, 407. 

nicobariensis, 392. 

tigrina, 388. 

tigrina, var. angustopalniata, 388. 

varians, 395, 396. 

Ranidae, 384. 

reinwardti, Raeopliorus, 404. 

tigrina, Rana, 388. 

tigrina, Rana. var. angustopalmata, 388. 

varians, Rana, 395, 396. 



GESAMTREGISTER 
zu den vier Bänden der „Zoologischen Ergebnisse". 

(Der jedesmalige Band ist durch die erste römische Zahl augedeutet). 



aberrans, Oncidium IV, i27. 
Ablepharus boutoni v. furcata, I, '174 
abramus, Vesperugo, I, 128. 
Acanthion javanicum, I, 121 ; III, 267. 
Acanthopsis choerorhyuchus, III, 425. 
achatina, Microhyla, IV, 404. 
achatiuacea, Stenogyra, II, 243, 261. 
Achorutes armatus, I, 89. 

crassus, I, 90. 

Acmorhyuohus Auuae, III, 301. 
Acridotheres cinereus, III, 280. 
Acrobunus bifasciatus, III, 19. 
Acrocephalus orieutalis, III, 277. 
Acrochordoniclithys rugosus, III, 420. 
acuminatus, Cultellus, IV, 269. 
acutissima, Melania, IV, 42. 

, Stenogyra, II, 243. 

adamsi, Amphidromus, II, 241, 261; III, 

191. 
Adolf], Ilelicarion, II, 223; III, 114. 
adonarae, Melauia, IV, 59. 
aemula, Argiope, I, 196. 
aenea, Carpophaga, III, 305. 
aequidens, Platyrhachus, III, 357. 
aetherea, Argiope, I, 195. 
affmis, Caprimulgus, III, 292. 

, Milvus, III, 271. 

, Nothippus, III, 22. 

agilis, Hylobates, I, 99. 
Ajer tabit, I, IV. 
Ajer tegenang I, IV. 
alatus, Potamides, IV, 185. 
alba, Philoscia, IV, 381. 
albicans, Littorina, IV, 199. 
albicollis, Streptocitta, III, 280. 
albicoruis, Glomeris, III, 323. 



albicoxa, Gagrella, III, 10. 
albipes, Armadillo, IV, 359. 

, Henicops, III, 309. 

albocinctus, Dolornedes, I, 207. 
albovaricosa, Pythia, IV, 138. 
albus, AUoniscus, IV, 375. 

SiphoDJulus, III, 341. 

Alcedo bengaleusis, III, 286. 

floresiana, III, 292. 

alecto, Pteropus, 1, 125. 
Alectryonia, IV, 222. 
alexandrinus, Mus, I, 119. 
AUouiscus albus, IV, 375. 

coecus, IV, 375. 

floresianus IV, 374. 

Alona Sarsi, II, 124. 
Alycaeus celebensis, II, 217. 
jagori, II, 262. 

hochstetteri, II, 262. 

amabilis, Melania, IV, 45. 
Ambassis buroensis, III, 408. 

urotaenia, III, 408. 

ambiguum, Oncidium, IV, 127. 
Ambon, Süsswasserfische, III, 439. 
Amboinae, Oncidium, IV, 127. 
amboinensis, Cyclemys I, 176. 
, Cyclotus II, 212. 

, Lophura I, 167. 

Amphibien, IV, 383. 

Verbreitung dei' IV, 409. 

amphidroma, Nanina II, 261. 
Amphidromus adamsi, II, 241, 261; III, 191. 

annae, II, 240. 

contrarius, II, 241 ; III, 208. 

interruptus, II, 262. 

perversus, II, 239, 261. 

porcellanus, II, 241, 262, III, 204. 

sultanus, II, 240. 



420 



Ariijihidroiiui.s suspectus, II, 2il. 
aiiiiik'xicaudata, Cynouyi'teris, I, I2G. 
amiuillacea, Aniiiullaria, lY, 17. 
Anipullaria aini)ullacea, IV, 17. 

scutata, IV, 18. 

Anabas scandens, III, 417. 
Anas gibberifrons, III, '285, 306. 

■ SLiperciliosa, III, 306. 

anastoniosaus, Cladophora. I. (il. 
Aneylus javauus, IV, l.'i. 
Anguilla niauritiana, III, 'i'28. 

sidat, III, 428. 

anjiiilifera, Corbicula. IV, 116. 
aii>;ulosa, Xeritina, IV, 80. 
angiistus, Sipliunorliinus. III, 336. 
Annae, Acuun-byiiclius, 111, 301. 

, Anipliidniiniis, II, 240. 

, Benliamia, III, 32. 

Annadrilus quadrangulus, III, 44. 
aiinectens, Mierohyla, IV. 404. 
aiinulicornis Sira, I, 87. 

Anoa depi'i'ssicornis, I, 112. 
aniidon, Rliacuiilmrus, IV, 400. 
Anünialüfhilus weberi, I, 181. 
Auornaloinma lycosinuni, I, 200. 
Anomalurus, Schuppen, II, 13. 
Anorrliinus galeritus, III, 269. 
Antlirt!j)tes cclobcnsis, III, 278. 

malaccensis, III, 300. 

Anura fortis, I, 91. 

Aplysilla sulfurea, I, 59. 

apogon, Barbus, III, 422. 

A])terygota des Indischen Archipels, I, 73. 

arborea, Oslrea, IV, 220. 

Area, IV, 228. 

grancira, IV, 228. 

nodifera, IV, 228. 

Arcidae, IV, 228. 
arcuata, Plectana, I, 193. 
arcuatus, Armadillo IV, 3G0. 
Ardea novae hollandiae, III, 306. 

. picata, III, 283. 

purpurea, III, 283. 

Ardeiralla flavicollis, III, 284. 
Ardeola speciosa, III, 284. 
Ardetta cinuaniomea, III, 269 II, 284. 
arenaria, Teredo, IV, 284. 
ai'genteus, Therapon, III, 407. 
argeutimaculatus, Mesoprion, 111, 407. 
argiUacea, llelix, II, 237 I, 262; III, 171. 
Argiope aemula, I, 196. 

aetherea, I, 195. 



Argiope crenulata, I, 196. 

Doleschallii, I, 195. 

opulenta, I, 196. 

trifasciata, I, 195. 

arguta, Nanina, II, 261. 
argyrotaenia, Rasbora, III, 423. 
Ariophanta Runiphii, II, 230. 
Arniadillo albijies, IV, 359. 

arcuatus, IV, 360. 

brovicauda, IV, 364. 

coecup, IV, 362. 

floresianus, IV, 361. 

niurinus, IV, 359. 

rectil'rons, IV, 361. 

sarasinoruni, IV, 358. 

velutinus, IV, 363. 

Weberi, IV, 364. 

ai-niandvillei, Mus. III, 79. 
arniatus, Achorute.s, 1, 89. 

, Barbus, III, 421. 

, Doratonotus, III, 371. 

, Mcgascole.x, III, 71. 

Artaniides floris, III, 299. 
Artanius leucogaster, III, 278, 286. 
Asaphis rugosa, IV, 252. 

asper, Bufo, IV, 406. 
aspro, Platyptera, III, 415. 
assimilis, Circus, III, 272. 
Assiniinea, IV, 212. 

borneensis, IV, 215. 

brevicula, IV, 213. 

carinata, IV, 215. 

Cornea, IV, 215. 

lii'ata, IV, 216. 

niiniata, IV, 214. 

Moussoni, IV, 215. 

radiata IV, 216. 

variegata, IV, 214. 

Astur trinotatus, III, 271. 

sylvestris, III, 289. 

ater, Faunus, IV, 191. 
atra, Gagrella, III, 7. 
atrata, Soletellina, IV, 2:53. 
atro-roseum, Strongylosonia, III, 368. 
attenuatus, Cultellus, IV, 266. 
Attus cornutus, I, 209. 

aurea, Helix, II, 239. 

Auricula, IV, 149. 

.\ui-icula australiana. IV, 157. 

daitylus, IV, 157. 

Dunkori, IV, 160. 

tasciata, IV, 16(J. 

Judae, IV, 154. 



421 



Auricula Midae, IV, 150. 

Mörchi, IV, 153. 

ponderosa, IV, 157. 

reticulata, IV, 157. 

semiplicata, IV, 160. 

subnodosa, IV, 152. 

turrita, IV, 157. 

Auriculastra subula, IV, 158. 
auriculata, Neridna, IV, 71. 
Au)-iculidae, IV, 129. 
aurifasciatus, Ixalus, IV, 404. 
aureifrons, Zosterops, III, 303. 
auris-felis, Cassidula, IV, 141. 
Austeni, Microparmarion, III, 109. 

Vaginulus II, 246. 

australasiae, Hormurus, III, 96. 
australiana, Auricula, IV, 157. 
australis, Dactylochalina, I, 60. 



Ba I, IX. 

bacha, Spiloniis, III, 269. 
Badjoa, I, VI. 
Balangnipa, I, VI. 
Bali, Süsswasserlische, III, 443. 
baliodirus, Diadophis, I, 184. 
baliuroides, Gobius, III, 413. 
banjumas, Siphia, III, 277, 286. 
banteng, Bibos, I, 112. 
Bantiniurong I, V. 
baramica, Rana, IV, 399. 
Barbichthys laevis, III, 423. 
Barbus oligolepis, III, 423. 

apogon, III, 422. 

arniatus, III, 421. 

douronensis, III 422. 

• goniosoma, III, 423. 

hainpal III, 422. 

javanicus, III, 421. 

lateristriga, III, 422. 

maculatus, III, 422. 

obtusirostris, III, 422. 

repasson, III, 421. 

— — schwauefeldii, III, 421. 

soro, III, 422. 

tambra, III, 422. 

tambroides, III, 422. 

Bari, I, VIII. 
Batissa, IV, 101. 

javanica, IV, 103. 

jayeQsis, IV, 103. 

violacea, IV, 104. 



Batjo-keke, I, V. 
Baza subcristata, III, 290. 
beccarii, Mermerus, III, 22. 
Becki, Solen, IV, 275. 
Beloniscus ochraceus, III, 19. 

pustulosus, III, 20. 

quinquespinosus, III, 19. 

bengalensis, Alcedo, III, 286. 

, Symbranchus, III, 428. 

Benhamia Annae, III, 32. 

floresiana, III, 34. 

malayaua, III, 35. 

bergii, Sterua, III, 285. 
Betta pictum, III, 419. 
biangulatus, C5^clotus, II, 214. 
biangulata, Littorina, IV, 209. 
Bibos bauteng, I, 112. 
bicolor, Cryptodesmus, III, 373. 

, Ennea, II, 261. 

, Phyllorhina, I, 127. 

, Sciurus, I, 115. 

. , Trocboniorpba, II, 261. 

bideus, Platyrhachus, 111, 356. 
bifasciatus, Acrobunus, III, 19. 
bitasciatum, Cerithium, IV, 171. 
Bima, I, VII. 

biocellatus, Gobius, III, 410. 
Bipalium claviforme, I, 141. 

dubium, I, 142. 

ephippium, I, 139. 

liasseltii, I, 142. 

gracile, I, 142. 

kuhlii, I, 142. 

nigrilumbe, I, 140. 

quadicinctum, I, 140. 

sexcinctum, I, 140. 

Verbreitung, von I, 135. 

weberi, I, 141. 

biporcatus, Bufo IV, 406. 
bipunctatus, Diadophis I, 184. 
Bira, I, VI. 

Birakeke, I, VI. 
bisinuata, Melania, IV, 43. 
Bithyuia truncata, IV, 25. 
bitorquata, Streptopelia, III, 305. 
Bivalven, IV, 220. 
bleekeri, Mugil, III, 416. 

, Vaginulus, II, 262. 

Bocki, Melania, IV, 69. 
bogorensis, Calamaria, I, 182. 

, Ephydatia, I, 33. 

Bombang, I, IX. 
Boni, I, VI. 



422 



L!ont;ieng, 1, VII. 

Bonthain, I, YII. 

buutoiü V. fureata, Aljk'pliarii^^, I, I7i. 

borealis, Motacilla, III, 277. 

, Phylloscopus, III, 29;?. 

borneensis, Assiminea, IV, 215. 

, Cvelophonis, II, 261. 

, Pytliia, IV, 140. 

Borni, Ceritbium, IV. 173. 
Bostriciltbys siueiisis, III, 414. 
Bothrops en-thrurus, I, 192. 

puniceus, I, 192. 

wagiei-i. I. 192. 

brachyproctus. Rbinocricus. III. 393. 
brachynrus, DüiTiclitliys. III, 428. 
Brackwasser-lloilusken, IV. 1, 123, II 

299. 
braminu.s, Typblops. I, 180. 
brevicauda, Aniiarlillo, 1\. 364. 
brevicauda, Croeidura, I, 124. 
brevicula, Assiminea. IV, 213. 
breviculiim, Ceritbium, IV, 174. 
brevilabiatu.s, Orpbuaeiis, III. 317. 
brevipes, Totanus, III, 283. 
brevispina, Neritina, IV, 79. 
brevispiaa, Staiineoclavis, I, 195. 
brevispira, Limnaea, IV. 2. 
broderipi. Orinlus. III. 292. 
bruneiceps, Jlimia, III, 250. 
Bubalus bubalus, I, '1-12. 
bubalus, Bubalus. I. 112. 
Bubulcus coromaudiis. III. 284. 
Buceros cassidix, III, 275. 
buffouis, Hemiramphus, III, 426. 
Bnfo asper, IV, 406. 

biporcatus, IV, 406. 

lelebensis, IV, 407. 

cruentatus. IV, 406. 

melaiiostictus, IV, 406. 

buginonsis, Melania, IV, 53. 
Buitenzorg, I, IV. 
bullata, Littorina, IV, 202. 
Bungarus semifasciatus, I, 191. 
buroensis, Anibassis, III, 4(38. 
buscbi, Cyreua, IV, 93. 
Butastcr liveiiter. III, 271. 
Ifutni'iik's javauica, III, 284. 

C. 

Cacatiui. |i;irviila. III. 291. 

sulpburea, III, 273. 

Cacomaiitis virescens, III, 276. 



faiTuloscens, Psanimubia. IV, 2'i4. 
Calamaria bugnrousis, I, 182. 

linnaei, I, 182. 

paviinentata, I. 182. 

variabilis, I, 183. 

veriiiifurinis, I, 182. 

calathus, Planorbis, IV. 15. 
ealedduicus, Nyeticorax. III. 28t. 
Caletor unguidens. III, 15. 
calidris, Tutanus, III, 283. 
Callithamaion membranaceum, I, 59. 
callitricbus, Mus, I 120. 
Callula pukbra, IV, 406. 
C'alommata sumatraiia. I. 2iiO. 

sundaica. I. 200. 

Calorliyuclius, Piliampbococcyx. III. 275. 
Calornis minor, III, 280. 
Calotes celebensis, I, 167. 

cristatellus. I. 167. 

jubatus. I, 167. 

calva, Cambala, III, 377. 
Canibala calva, III, 377. 

cavei'uicola, III, 377. 

dentata, III, 378. 

Canipodeidae, I, 76. 
Candida, Strix. III, 272. 
Canidia Helena. IV, 75. 
caniuus, Plotosus, III, 419, 
Cantoris, Eleotris, III, 414, 
capensis, Pericliacta, III, 62. 
caprata, Pratincola, III, 277, 293. 
Caprinuilgus affinis, III. 292. 
Caranx bippos, III, 4(19. 
carinata, Assiminea, IV. 215. 
carinatus, Otostigmus, III, 312, 
carinifera, Littorina, IV, 198. 
carinulata, Rhysida, III, 314. 
carneum, Strongylosonia, III, 362. 
Carpio, Cyiirinus, III, 424. 
C'arpopliaga aenea, III, 305. 
eartilagineus, Triouyx, I, 176, 
caveniicola, Cambala, III, 377. 
cassidix, Buceros, III, 275. 
Cassidula, IV, 140. 

• auris-felis, IV, 141. 

llaveola, IV, 148. 

Gruncri, IV, 149. 

hitescens, IV. 147. 

nuiltiplicata, IV. 142. 

mustelina, IV, 1 W. 

Sowerbyana, IV, 147. 

sulculosa. IV. 146. 

triparietalis, IV, 145, 



423 



Cassidiila turgida, IV, 143. 
Castor, Schuppen, II, 15. 
catenulata, Argiope, I, 196. 
caudatus, Doryichtchys, III, 429. 
caveraicola, Chaerilus, III, 91. 
celebensis, Alycaeus, II, 217. 

, Anthreptes, III, 278. 

, Bufo, IV, 407. 

, Calotes, I, 167. 

, Chaerilus, III, 93. 

, Corbicula, IV, 113. 

, Cuscus, I, 114. 

, Haplochilus, III, 426. 

, Isidora, IV, 10. 

, Melania IV, 69. 

, Oriolus, III, 276. 

, Pythia, IV, 138. 

, Rana, IV, 395. 

, Sus, I, 111. 

, Toradjia IV, 365. 

Celebes, Fauna von III, 405 II, 468. 

, Fischfauna, III, 429, 465. 

, Säugetliiere, III, 474. 

celebicum, Dicaeum, III, 279. 
celebius, Gobius, III, 410. 
celerrima, GagreUa, III, 9. 
Central-Celebes, I, VII. 
Centrococcyx javanensis, III, 276. 
Centrodesnius typicus, II, 370. 
Centropus javanicus, III, 292. 
cephalica, Toradjia, IV, 367. 
Cercocebus cynamolgus, I, 102. 
Cerithidea, IV, 185. 
Cerithium, IV, 168. 

bifasciatum, IV, 171. 

Borni, IV, 173. 

breviculum, IV, 174. 

corallinum, IV, 169. 

inflatum IV, 174. 

lanellei, IV, 171. 

Kenneri, IV, 188. 

niorum, IV, 172. 

obesum, IV, 175. 

— — patulum, IV, 170. 

■ purpurascens, IV, 173. 

Schröteri, IV, 173. 

, Trailli, IV, 168. 

tuberculatum, IV, 170. 

variegatum, IV, 171. 

cliacunda, Chatoessus, III, 427. 
Chaerilus cavernicola, III, 91. 

celebensis, III, 93. 

— — variegatus, III, 90. 



chalcides, Lygosoma, I, 174. 
chalconota, Rana, IV, 322. 
Chalcophaps indica, III, 305. 
chamaeleontinus, Gonyocephalus, I, 166. 
Chanos salmoneus, III, 427. 
Charadrius fulvus, III, 281, 305. 

minor, III, 282. 

Charbonnieri, Potamides, IV, 190, 
Chatoessus chacunda, III, 427. 
Cheloue mydas, I, 176. 

Chibia leucops, III, 278, 286. 
chilensis, Ternnocephale, I, 2. 
chloris, Halcyon, III, 269 II, 275, 286, 292. 
chloroptera, Myzomela, III. 279. 
choerorhynchus, Acanthopsis, III, 425. 
Chroolepus, I, 51. 
chysodorus, Spirobollelus, III, 399. 
cln-ysogrammus, Spirobollelus III, 400. 
chrysoproctus, Spirobollelus, III, 400. 
cidaris, Nanina, II, 224; III, 120. 
ciliocinctus, Lagochilus, II, 216. 
cincta, Lepisma, I, 80. 
cinctella, Philoscia, IV, 378. 
cinerea, Ortygometra, III, 282. 

Spongilla, I, 35. 

cinereus, Acridotheres, III, 280. 

Parus, III, 293. 

Totanus, III, 283. 

cingulatus, Potamides, IV, 183. 
cinnamomea, Ardetta, III, 269 IT, 284. 
Cinnyris frenatus, III, 279. 

pectoralis, III, 301. 

porphj'rolaemus, III, 279. 

solaris, III, 300. 

Circus assimilis, III, 272. 
Cisticola exilis, III, 277, 293. 
Cladophora anastomosans, I, 61. 
Ciarias, Lagerung der Lunge I, 355. 
, Lagerung der Niere, I, 355. 

macrocephalus, III, 419. 

magur III, 419. 

- nieuhofi, III, 419. 

, Schwimmblase, I, 356. 

Teysmanni, III, 419. 

Clausilia moluccensis, II, 245; III, 229. 
Clausilia obesa v. gracilior, II, 244 ; III, 

224. 
clava, Teredo, IV, 286. 
claviforme, Bipalium I, 141. 
clavus, Melania, IV, 50. 
coaxans, Cyreua, IV, 98. 
coeca, Oncis, IV, 128. 
coecus, Alloniscus, IV, 375. 



424 



coccus, Armadillo, IV, 302. 
coelestiiiiis, Glyplüdodon, III, 410. 
coenilea, Ilyi)lieotrix, I, 50. 
CoUoinbola, I, 8:i. 
communis, Neritina, IV, 218. 
oompactns, Siphunocryptus, III, 340. 
compressus, Plaiiorbis, IV', 13. 
concoloi', Cryptodesmus, III, 370. 
confluens, Neritina, IV, 81. 
conica, Littorina, IV, 198. 
connectens, Psammotellina, IV, 237. 
consimilis, Neritina, IV, 83. 
conspicuum, Strongylosoma, III, 368. 
contrarius, Anipliidromus II, 241, III, 208. 
Coracias temmiiickii, III, 274. 
corallinin, Cerithium, IV, Kl'.t. 
Corbicula, IV, 108. 
aiigiilifera, IV, Hü. 

celebensis, IV, 113. 

ducalis, IV, 114. 

gibba, IV, 121. 

javanica, I, 111. 

lacustris, IV, 118. 

Moltkeana, IV, 111. 

puUlioUa, IV, 120. 

puUata, IV, 117. 

rivalis, IV, 120. 

subplanata, IV, 112. 

sulcata, IV, 110. 

trapezoidea, I\', 11.5. 

tumida, IV, 113. 

coretbrurus, Pontoscolex, III, 57. 
coriacea, Oncis, IV, 127. 
Cornea, Assiminea, IV, 215. 
Cornea, Neritina, IV, 218. 
corneus, Potamides, IV, 190. 

Solen, IV, 270. 

cornutus, Attus, I, 209. 
coromandus, Biibulcus, III, 284. 
Corvus enca, III, 280. 

macrorbynchus, III, 303. 

costata, Vivipara, IV, 20. 

costulata, Trochomorpha, II, 232; II, 159. 
crassidous, Pytbia, IV, 138. 
cra.ssula, Helix, II, 238, 201 ; III, 189. 
crassus, Acborutes, I, 90. 
crenulata, Argiope, I, 196. 

, Melaiiia, IV, 4.5. 

crcpidinata, Mohinia, IV, 50. 
crepidularia, Neritina, IV, 218. 
criniger, Gobius, III, 413. 
cristatellus, Calotes, I, 167. 
Crocidura brcvicauda, 1, 124. 



Cmcidiira nrientalis, I, 124. 

webori, 1, 123. 

Grorodilus porosus, I, 175. 
enientatus, Bufo, IV, 4(X). 
Cryptodesmus bicolor, III, .373. 
coucolor, III, 376. 

sumatranus, 111, 370. 

Weberi, III, 374. 

Cryptops rulieeps, III, 315. 
Ctenus fimbriatus, I, 207. 
cucullata, Ostrea, IV, 223. 
Cuculus intermedius, III. 27.5. 
Cultellus acuniinatus, IV, 269. 
• attenuatus, IV, 206. 

cultellus, IV, 270. 

javanicus, IV, 207. 

maximus, IV, 2()3. 

marmoratus, IV, 271. 

olivaceus, IV, 266. 

ovalis, IV, 209. 

scalprum, IV, 265. 

Cumingi, Glaucomya, IV, 231. 
curtus, Solen, IV, 272. 
eurvicauda, Epeira, I, 193. 
curvicosta, Melania, IV, 30. 
Cuscus celebensis, F, 114. 
cu.spidata, Marthana, 111, 11. 
cyanura, Pitta, III, 269. 
Cyclemys amboinensis, I, 176. 
Cyclestiieria Hislopi, 11. IIS. 
Cyclopborus borneensis, II, 261. 
— — eximius, II, 215. 

perdix, II, 216 I, 261. 

planorbulus, II, 214. 

Gyclops Simplex, II, 125. 
Cyclostoniidae, 11, 210. 
Cyclotropus, IV, 215. 
Cyclotus amboinensis, II, 212. 

biangulatus, II, 214. 

floresianus, II, 211. 

fulminnlatus, II, 212. 

politus, II, 212. 

reticulatus II, 262. 

cylindracea, Alelania, IV, 60. 
Cylindropbis rufa v. melanota, I, 180. 
cyanurum, Lygosoma, I, 174. 
rynaniolgus, Cercocebus, I. 102. 
c-ynoi-eplialum, Sicydium, 111, 414. 
Cyuonycteris aniplexicaudata, I, 120. 
Gynopterus niarginatus, I, 126. 
cyprinoides, Cyrena, IV, 100. 
Gyprinotus pyxidatus, 11, 134. 
Gyprinus carpio, III, 424. 



425 



Cypris longiseta, II, 133. 

odiosa, II, 131. 

Riohardi, JI, VM. 

Sarsi, II, •132. 

Webori, JI, 129. 

Cyi'cna, I, 230 IV, <M. 

bii.sdii, IV, 93. 

ooiixans, IV, 98. 

cyprinoidß.s, IV, 100. 

exiriiia, IV, 98. 

expansa, IV, 95. 

impressa, IV, 93. 

rnoiuccensiK, IV, 9ß. 

Moii.ssoni, IV, 94. 

sinnosa, IV, 400. 

suljorbiciilaris, IV, 94. 

sumatronsis, IV, 92. 

triangiilarJs, IV, 93. 

Cyi'ßniiJar-, /V, 89, 230. 

» 

dactylus, Ariricula, IV, 1.57. 
Da(;tylo<-,halina australis, I, fiO. 
Danaii di atas, I, IV. 

di bahwa, I, III. 

godang, I, IV. 

daniconiiis, Rasbora, III, 423. 
Dapliiiflla fixcisa II, '119. 
d'aj-fiiaiidvillei, Gyniriodactylus, I, 103. 
IJasyjtus, Riechwülste, II, 92. 
decipiens, Spongilla, I, 40. 
decollatus, l'otamides, IV, 188. 
decollata, Quoyia, IV, 192. 
decurnaiius, Mus, I, 119. 
Delessei-ti, Sülen, IV, 279. 
Denikei, Psarnrnobia, IV, 243. 
densa, Nanina, II, 201. 
dentata, Cambala, 111, 378. 
dopressicornls, Anoa, I, 112. 
Desmogaster, III, 49. 
diaderna, Phyllorliina, I, 127. 
Diadophis baliodirus, I, 184. 

bipunctatus, I, 184. 

Diaptomus orientalis II, 127. 
Dibamus riovae-giiineae, I, 175. 
Dicaeum celebicuni III, 229. 

igniferum, III, 301. 

dicbotorna, Sanguiiiularia, IV, 253. 

, Spongocladia, I, 58. 

dichotornurn, Spongodendroti, I, .58. 
DJdelpljys, Schuppen, II, 18. 
Dina Weberi, IV, 353. 



Dino Webej'i, III, 17. 
diphos, Soletellina, IV, 232. 
Djenennaedja I, VII. 
Doleschallii, Argiope I, 195. 
dolichopsis, llyla, IV, 407. 
Dolorriedes albocinctus, I, 207, 417. 
douronensis, Barbus III, 422. 
Dona, I, IX. 

iJoratonotiis arrnatus, III, 371. 
IJoryichtbys bi'acbyurus III, 428, 

caudatijs, III, 429. 

Draco lineatus, I, 166. 

volans, I, 160. 

dubia, Ncritina, IV, 218. 

, Pericliaeta, III, 68. 

diibiiini, Jjipaliun], I, 142. 
ducalis, Corbicula, IV, 114. 
duclosiana, Engina, IV, 217. 
Dules marginatu.s, III, 407. 
Dnnkeri, Aui-icula, IV, 160. 
Diissiirnieri, Erpiiila, III, 4<J9. 

K 

ebui'nea, Psaiiinjobia, IV, 242. 
echinata, Ostrca IV, 221. 
Edontata, Charaktere, II. 101. 

, Gebiss, II, 105. 

edcntiila, Lucina, IV, 229. 
edentulus, Melam|)us, IV, 167. 
Edoliisoma niorio, 111, 278. 
eduli.s, Pteropus, I, 125. 
Elanus hypoleucos, III, 271. 
Elaps trilineatus, I, 191. 
elegans, Mesarmadillo, IV, 309. 

, Siphonotus III, 339. 

Eleotris cantoris, III, 414. 

butis, III, 415. 

(usca, III, 414. 

gymnopornus, III, 415. 

gyi'inoides, IM, 414. 

hoedti, III, 414. 

nielanosorna, III, 415. 

opbioceplialuK, III, 414. 

Elizia orbiculata, IV, 233. 
elongata, P.sammotaea, IV^, 240. 
emys, Testudo, I, 176. 
enca, Corvus, III, 280. 
Endeh, I, IX. 

Engina duclosiana, IV, 217. 
Engraulis indicus, III, 427. 
Engystomatidae, IV, 404. 
Ennea bicolor, 11, 261. 

29 



426 



Ensiciiliis, IV, '2(ilt. 
Entomobrya tlon-iisis, I, 86. 
Entomostraca, II, 118. 
Eonycteris speUica, I, l'2(i. 
Epeira curvirauda, I, lillt. 

inaiirata, I, 197. 

oj)lii|ipium, Bipaliuiii, I, 139. 
Epliydatia bogoreiisis, I, 33. 

fluviatilis, I, 32. 

fluviatilis, Symbiose, I, 50. 

Equiila Dussumitn-i III, 4t)9. 
erytliraea, Rana, IV, 390. 
Erythra phoeniciira III, 269, 282, 280. 
erytliro)ileuriis, Thyropyn;us, III, 384. 
erythrurus, Bütlirops, I, 192. 
Eiulynaniis oriontalis, III, 292. 
eumelanus, Rhinocricus III, 394. 
Eurystomus orientalis, III, 274. 
Evorctti, Hyla, IV, 407. 

, Rana, IV, 394. 

exaratuin, Plecotreina, IV, 149. 
excisa, Daphiieila, II, 119. 
exiij(uus, Soli'ii, IV, 275. 
exilis, Cisticola, III, 277, 293. 
eximia, Cyrena, IV, 98. 
eximius, Cyclophorus, II, 215. 
exotica, Ligia, IV, 381. 
expaiisa, Cyrena, IV, 95. 
exsei-ta, llelicina, II, 222. 



faba, Neritina, IV, 80. 
faU'inellus, Plegadis, III, 284. 
fasciata, Auriciila, IV, 160. 

, Ralliiia, III, 305. 

, TeiiiiKieeiihala, I, 26. 

fasciatus, Jlelampus, IV, 160. 

, Nemacliiliis, III, 425. 

Fauna von Celebes, III, 405, 408. 
Faunus ater, IV, 191. 
Felis minuta, I, 109. 

pardus, I, 108. 

tigi-is, I, 108. 

ferrugineus, Gallus, III, 281. 
libulata, Reniera, I, 58. 
lilamentosus, Gerres, III, 408. 
fimbriatus, Ctenus, I, 207, 
funetaria, Lipiira, I, 90. 
Finschi, Tiirdinus, III, 276. 
Fisr.lifauna von Celebes, III, 429, 465. 
flabellifonne, Thaninoclouiuni, I, 58. 
ilava, Motacilla III, 293. 



Ilavedla, C'assidiihi, IV. 1 i8. 

, Geryouiine, III, 278. 

flaviceps, Siplionopliora, III, 336. 
flavicoUis, .\rdeii-alla, III. 284. 
flavieoxis, Strongylosoma, III, 366. 
llavida, Melania, lY, 72. 
Ilavinianus, Isometrus, Ilt. 87. 
Ilavisternus, Platyrhacbiis, III, 3i6. 
Ilavovii'ons, Xei-itina IV, 81. 
tlorense, Lygosonia, I, 173. 
Ilorensis, Entomobrya, I, 86. 
Flores, I, VII. 

Flores, Süsswasserfi.solie, III, 437. 
floi-osiana, Alcedo, III, 292. 

, Benhamia, III, 34, 

, Helix, II, 235, 

, Xanina, II, 230. 

Iloi'esianus, Alloniscus IV, 374. 

, Arniadillo, IV, :{61, 

. Cydotns, II, 211. 

Iloris, .Vrtaniide.s. III, 299. 

, Terpsipbone, III, 293, 

, Treron, III, 305. 

Kluss Ba. I, IX. 

Dona, I, VIII. 

La Palupa, I, VI. 

Minralang, I, V, VI. 

Tjenrana. I, VI. 

lUiviatilis, Epliydatia, 1, .32, 

, Heiiiiraiiipbus, III, 427. 

• , Meyenia, I, 32, 

, Spongilla I, 32. 

ibeda, Melania, IV, 32, 
folium, Ostrea, IV, 222. 
fontinalis, Melania, IV, 61, 
tbrinosus, Isometrus, III, 88. 

, Sipbonotus. III, 338, 

lornieata, Gasteracantlia, I, 194, 
tbi'tis, Anura, I, 91. 
frenatus, Cinnjris, III. 279. 
fronatus, Ilemidactylus, I, 163. 
frontata, Gallinula. III, 282. 
fulgiilus, Moiiacliak-you, III, 292, 
fiilniinulatus, C'yclotus, II, 212, 
t'ulvus, Charadrius, III, 281, .305. 
fulvizona, Naiiiu. II, 228, 
Fiircella, IV, 283. 
l'usia, Eleotris, III, 414. 
tiisconianus, Tarsius, III, 2<it. 



gacbua, Upliioceplialiis, III, 41' 
Gagrella albieoxa, III, 10. 



427 



Gagi'ella atra, III, 7. 

celerrima, III, 9. 

hasseltii, III, 8. 

monticola, III, 8. 

sepia, III, 8. 

• teuuis, III, 6. 

Galeopithecus volans, I, Ml. 
galeritus, Anorhinus, III, 269. 
galliiiacea, Parra, III, 306. 
Gallinago niegala, III, 283. 
Gallinula frontata, III, 282. 
Gallus feiTugineus, III, 281. 
Gasteracantha fornicata, I, 194. 

Kochii, I, -194. 

leuco-melas, I, 194. 

vittata, I, 194. 

Gazzola typica, III, 280. 
Gecko verticillatus, I, 164. 
Geliyra mutilata, I, 163. 
Geopelia striata, III, 281. 
Geoplana iiasuta, I, 133. 
sondaica, I, 133. 

, Verbreitung von, I, 131. 

Gerres filamentosus, III, 408. 

, kapas, III, 408. 

Gerygone flaveola, III, 278. 
gibba, Gorbicula, IV, 121. 
gibberifrons, Anas, III, 285, 306. 
giganteus, Hyllus, I, 209. 
giuris, Gobius, III, 411. 
gladiator, Sphaeropaeus, III, 327. 
glaus, Melania, IV, 30. 
Glareola grallaria, III, 282. 
glareola, Totanus, III, 282. 
Glaucomya Cuniingi, IV, 231. 

sumatrensis, IV, 231. 

virens, IV, 230. 

Glaucomyidae, IV, 230. 
Glauconome, IV, 230. 
Glomerodesinus sumatranus, III, 333. 
Glouieris albicornis, III, 323. 

infuscatus, III, 324. 

gloriosa, Tortula, I, 204. 
Glossosiphonia Weberi, IV, 332. 
Glossosiphonidae, IV, 332. 
glottis, Totanus, III, 283. 
Glyphidodou coelestinus, III, 416. 
Glyphidrilus weberi, III, 37. 
Glyptosternum platypogon, III, 420. 
Gnathobdellidae, IV, 335. 
Gnomulus sumatranus, III, 25. 
Gobius baliuroides, III, 413. 

biocellatus, III, 410. 



Gobius celebius, III, 410. 

criniger, III, 413. 

giuris, III, 411. 

grammepomus, III, 411. 

javanicus, III, 412. 

lacrymosus, III, 412. 

reichei, III, 413. 

goesi, Trigoniulu.s, III, 395. 
Golf von Boni, I, VI. 
Gonibregrnatus insularis, III, 318. 
Gonyocephalus chainaeleontinus, I, 166. 
— — grandis, I, 166. 

kuhlii, I, 166. 

tuberculatus, I, 166. 

goniosoma, Barbus, III, 423. 
Gordius sumatrensis, II, 138. 

Weberi, II, 137. 

gorgona, Toradjia, IV, 366. 
gracile, Bipalium, I, 142. 
gracilis, Helobdella, IV, 334. 

, Stenogyra, II, 243, 261. 

Gracula venerata, III, 304. 
Graculus sulcirostris, III, 306. 
graffl, Vaginulus, II, 246, 262. 
grallaria, Glareola, III, 282. 
grammepomus, Gobius, III, 411. 
grandis, Gonyocephalus, I, 166. 

, Jj'ngipicus, III, 291. 

granifer, Melampus, IV, 166. 
granifera, Melania, IV, 71. 
granosa, Area, IV, 228. 
granularis, Littorina, IV, 206. 
granulosa, Limnatis, IV, 338. 
granum, Melania, IV, 65. 
grata, Psammobia, IV, 242. 
Graucalus leucopygius, III, 278. 
grayi, Tropidophorus, I, 175. 
griseicauda, Treron, III, 287. 
griseofusca, Oncidella, IV, 128. 
grossicosta, Vivipara, IV, 25. 
gruneri, Cassidula, IV, 149. 
grunewaldi, Perionyx, III, 75. 
guttatus, Mesarmadillo, IV, 370. 
gutturalis, Hirundo, III, 293. 
Gymuüdactylus d'armandvillei, I, 163. 

marnioratus, I, 163. 

gyrinoides, Elcotris, III, 414. 

H. 

Haare von Manis, II, 21. 
Haemodipsa sylvestris, IV, 336. 
zeylanica, IV, 335. 



428 



Haeniadii)siiiae, IV, .'iH5. 
Haemopis Webei'i, IV, '^^^3. 
Halcyon chloris, III, Ü(i9, 275, 286, 292. 
Haliaetus leuco^^aster, III, 272, 2«;. 
nalicliiindria, I, 61. 
Haliclioiulria, Symbioso de, I, .">(>. 
hainpal, Barbus, III, 422. 
Haplochilus celebensis, III, 426. 

panebax, III, 426. 

Hasseltii, Bipaliuni, I, 142. 
, Gagrolla, III, 8. 

, Lpiiidiifiiplialiclitliys, III, 425. 

, Leptoliracliium, IV, 408. 

, Osteochilus, III, 420. 

, Polyacantbus, III, 418. 

, Vaginulus, II, 261. 

, Vos|iertilio, I, 128. 

Hautdrüsen, von Manis, II, 22. 
Helena, Caniilia, IV, 75. 
Heliaster indus v. ambiguus, III, 271. 
Helicariou adolli, II, 22:i, III, 114. 
Helicina e.\serta, II, 220. 

oxytropis, II, 262. 

Helictis Orientalis, I, 110. 

Helix ai-giUacoa, II, 237, 262, III 171. 

aurea, II, 239. 

Crassula, II. 238, 201. III. 180. 

Iloresiana, II, 235. 

intumescens, II, 234. 

niendax, II, 2137. 

quadrivalvis, II, 261. 

ri.tatoria, II. 234. 

siniilaris, II, 236, 262. 

solorensi.s, II, 235, III, 169. 

sparsa, II, 227, III, 142. 

sumatrana, II, 235, III, 160. 

textoi-ia, II, 236. 

tomentosa, II, 261. 

tuba, II, 238, III, 190. 

winteriana, II, 234, 261. 

Helobdella gracilis, IV, 334. 
Helostoma temminckii, III, 418. 
llenicops albijies, III, 309. 
Ileniidactjlns frenatus, I, 16.!. 

platynrus, I, 163. 

Heniiramphus bullonis, 111, 426. 

tluviatilis, III, 427. 

üi-ientalis, III, 427. 

sumatranus, III, 426. 

lienrici, Mustcia, I, HO. 
herculos, S(diai'ro|iaeus, III, 326. 
Hei'onnia nuiltipuncta, I, 196. 
Heri)cstes javaiiicus. 1, HO. 



Ilerpubdellidae, IV, .3.53. 
Heteriichordeunia nionticola, III, 342. 
Heteroglypha, IV, 244. 
Iletei'opoda spcc, I, 204. 

venatoria, I, 204. 

Iiicksoni, RluTiorricus, III, .339. 

, Siphonotus, III, 3,39. 

Himantopus leucocepbalus, 111, 28;l. 
Iiippos, Caranx, III, 4<^t9. 
Hirudineen. IV, 332, 336. 
Hirundo javanica, III, 277, 293. 

guttui-alis, III, 293. 

Hislopi, Cyclestheria, II, 118. 
hispidus, Tylognathus, III, 421. 
hochstetteri, Alycaeu.s, II, 262. 
hoedti, Eleotris, III, 414. 
bonialoeephaluin, Ptychozoon, I, 165. 
Homaloptera pavonina, III, 424. 



wa.ssincki, III, 4i 



96. 



Horniurus australasiao, III 

weberi, III, 97. 

hortensis, Ti'oclius, II. 226. 
Ilosii. Rana, IV, 398. 
Houlleti, Pei-ichaeta, III, 64. 
buniberti, Phityrbaclms, III, 345. 
buniplireysiana, Nanina, II, 2()1. 
hybrida, Hydrochelidon, III, 28.5. 
Hydroclielidon hybrida. III, 285. 

nigi'a, III, 285. 

Hyla dolicliopsis, IV, 407, 417. 

Everetti, IV, 407. 

Hylhis giganteus, I, 209. 
Ilylobates agilis, I, 99. 

, Aorta abdominalis, I, 424. 

, Artei'ia coeliaca, II, 185. 

, .\rt. hepatica, II, 185. 

, Art. lienalis, II, 185. 

, Art. niesenterica inf., II, 

, Art. niesenterica sup., II, 

, Art. renalis, II, 185. 

. Art. sperniatica, II, 185. 

- -, Buccalf'alten, II, 172. 

, Calcaneus secundarius, I, 

, Carpale I, 1, 338. 

, Cartilagd triangularis, I, 

, Chorda vocalis, II, 162. 

, Darinkanal, II, 174. 

, Diaphragma, II, 148. 

, Gaumenfaltcn II, 174. 

, Gebiss, II, 179. 

, Gehirn, II, 18(j. 

, Glandula parotis, 11, 172. 

, (ilandula sublingnalis, II. 



185. 
18.5. 



i-'i:i. 



338. 



429 



Hylobates, Glandula submnxillaris, II, 17'i. 
, Glandula, thymus, 11, 18± 

Glandula, thyreoidea. II, 182. 

Herz, II, 183. 

Kehlkopf, II, 161. 

Leber, II, 181. 

leuciscus, I, 99. 

Ligament, coraco-cost., I, 225. 

Ligament. Pouparti, I, 272. 

Lungen, II, 182. 

Milz, II, 181. 

Mm. contrahentes, I, 256, 311. 

Mm. extensores carpi radial., I, 237. 

Mm. gemelli, I, 290. 

Mm. interossei, I, 258, 313. 

Mm. interspinales, I, 266. 

Mm. ischio-cavernosi, I, 319. 

Mm. lumbricales, I, 258, 309. 

Mm. serrati postiei, I, 270. 

Mm. spinosi, I, 264. 

Mm. transversi, I, 264. 

Muse, abduct. digiti V, I, 255, 310. 

Muse, abduct. halluc, I, 308. 

Muse, abduct. poUicis, I, 257. 

Muse, abductor poUic. brev., I. 257. 

Muse, abduct. poll. long., I, 238. 

Muse, adductor brevis, I, 284, 

Muse, adductor halluc, I, 312. 

Muse, adductor long., I, 283. 

Muse, adduct. mag., I, 284, 293. 

Muse. Aneon. ext. I, 233. 
Muse. Aneon. int. I, 233. 

Muse, biceps, I, 230. 

Muse, biceps femoris, I, 292. 

Muse, bivent. max. inf., II, 192. 

Muse, brachial, int., I, 232. 

Muse, bulbo-eavernos., I, 319. 
Muse, eonstrict. pharyng. inf., II, 



154. 
153. 



Muse, eonstrict. jiharyng. med., 11, 



Muse, eonstrict. urethrae, I, 320. 

Muse, coraco-brachial., I, 229. 

Muse, erieo-arytaen. lat., II, 159. 

Muse, erico-arytaen. post., II, 158. 

Muse, erieo-thyreoid. ant., 11, 156. 

Muse, deltoides, I, 225. 

Muse, diaphragmaticus, I, 320. 

Muse, extens. brev. digit. et hal- 
luc, I, 298. 

Muse exteusor earpi uln., I, 238. 

Muse, extens. cruris quadriceps., I, 
278. 



Hylobates, Muse extens. digiti mim., 1,241. 
Muse, extens. digitor. long., I, 297. 

Muse extensor digit. prof., I, 243. 
Muse extensor digitor., subl. I, 237, 
Muse, extensor hall, long., I, 298. 
Muse, extens. pollic brev., I, 239. 
Muse, extens. pollic long., I, 243. 
Muse, llexor brevis digiti V, 1, 255. 
Muse, flexor brevis digiti V, 1,311. 
Muse flexor, brev. hall., I, 309. 
Muse, llexor earpi radial., I, 247. 
Muse, flexor carpi ulnar., I, 245. 
Muse flexor digitor. brev., 1, 304, 308. 
Muse, flexor digitor. long., I, 301. 
Muse, flexor. digitor. profund., 1, 249. 
Muse, flexor. digitor. subl., I, 248« 
Muse flexor hall, long., I, 301. 
Muse, flexor pollic brev., I, 252. 
Muse, flexor pollic. long., I, 251. 
Muse gastrocnemius, I, 308. 

Muse genio-glossus, II, 173. 
Muse, genio-hyoid., II, 144. 

Muse glosso-epiglott., II, 173. 

Muse, glosso-pharyng., II, 151. 

Muse, glutaeus max., I, 286. 

Muse glutaeus med., I, 287. 

Muse glutaeus nimim., I, 287. 

Muse, gracilis, I, 283. 

Muse hyo-glossus, II, 173. 

Muse ileo-costalis, I, 263. 

Muse, ileopsoas, I, 277. 

Muse, infraspinatus, I, 222. 

Muse, interarytaenoideus, II, 160. 

Muse, latissimo-condyloid., I, 233. 

Muse latissimus dorsi, I, 227. 

Muse levator scapulae, I, 218. 

Muse levator uvulae, II, 174. 

Muse levat. veli palatini, II, 174. 

Muse, longissim. cervieis, I, 267. 

Muse longissim. dorsi, I, 264. 

Muse longissim. lumbor., I, 266. 

Muse long, capitis, II, 139. 

Muse. long, colli, II, 139. 

Muse, masseter, II, 140. 

Muse multifldus, I, 266, 268. 

Muse mylo-hyoideus, II, 144. 

Muse obliq.ab dorn, ext., I, 271, 393. 

Muse obliq. abdom. int., I, 273. 

Muse obliq. capit. inf, I, 269. 

Muse, obliq. capit. sup., I, 270. 

Muse obturator. ext., I, 285. 

Muse obturat. intern., I, 289. 

Muse omo-cervicalis, I, 218. 



430 



Hylübatus, Muso. oiiuilivoideus, II, 145. 
, Muse, opponens digiti quiiiti, I, iäC). 

:vii. 

Muse. 0]ipiineMs lialhieis, I, 310. 
Muse, opponens pollieis I, '25H. 
Muse, palato-glossus, II, 174. 
Muse, palato-pharyng., II, 152, 174. 
Muse, paliuaris brev., I, 255. 
Muse, palinai'is lorifr., I, 240. 
Muse, peetineus, I, 280. 
Muse, peetoral. major I, 221!. 38a, 



387. 



391. 



Muse, peetoral. minor, I, 224, 385, 



Muse, peroneo-tibialis, I, 300. 
Muse, peroneus brev., I, 294. 
Muse, peroneus long., I, 293. 
Mu.se. plantaris, I, 301. 
Muse, popliteus, I, 301. 
Muse, iironator quadrat., I, 251. 
Muse. i)ronator teres, I, 247. 
Muse, psoas minor, I, 270. 
Muse. pter3'go-bueeo-mylo-pliaryng., 
151. 

Muse, pterygoideus, ext. II, -141. 
Muse, pterygoideus, int. II, 141. 
Muse, pyramidalis. I, 276. 
Muse, pyrifnrmis, I, 289. 
Muse, quadrat. fenioris, I, 2110. 
Muse, quadratus lumbor., I, 270. 
Muse. reet. abdominis, I, 274, 309. 
Muse, rectus capit. ant. 11, 139. 
Muse, reetus capit. maj., I, 209. 
Muse, reetus capit. min., I, 209. 
Muse, rliomboides, I, 222. 
Muse, sartorius, I, 278. 
Muse, scalenus ant., I, 220. 
Muse, scalenus med., I, 221. 
Mu.se. sealenus post., I, 221. 
Muse, seinimenibranosus, I, 292. 
Muse, semispinulis, I, 208. 
Muse, semitendinosus, I, 291. 
Muse, serrat. ant. maj., I. 228. 
Muse, soleus, I, 300. 
Muse, sphincter ani, I, 310, 320. 
Muse, spinalis capit., I, 208. 
Muse, spinal, eervie., I, 208. 
Muse, spino-eaudalis, I, 319. 
Muse, spinoso-eaudalis, I, 317. 
Muse, spleuius capit. & eervie., I, 



202. 



Hyl 



Muse, sterno-cleido-niastoideus, I, 



217. 



10 



324. 



batus, Muse, stcrno-liyoidens, 11, 144. 
Muse, sterno-thyreoideus, II, 140. 
Muse, stylo-glüssns, II, 173. 
Muse, stylo-hyoidcus, II, 143. 
Muse, stylo-laryngo-pharyng., II, 

Muse, subelavius, I, 224. 
Muse, subscapularis, I, 220. 
Muse, subseaji. minor, I, 220. 
Muse, snpinator brev., I, 236. 
Muse, snpinator long., I, 230. 
Muse, suprascapularis, I, 223. 
Muse, supraspinatus, 1, 222. 
Miisc. temporalis, II, 140. 
Muse, tensor veli palat., II, 174. 
Muse, teres maj., I, 220, 227. 
Muse, tliyreo-arytaeuoid., II, 159, 

Muse, tliyreo-liyuid., II, 147. 

Mu.sc. thyreo-pharyng., II, 154. 

Muse, thyreoid. transvers., II, 155. 

Muse, tibial. ant., I, 290. 

Muse, tibialis postie., I, 305. 

Muse, transverso-pei'inei su|)crf., I, 



Muse, transversus, abdoni., I, 274. 

Muse, trapezius, 1, 217. 

Muse, trieops, I, 233. 

Muse, tuberoso-eaudal., I, 317. 

Muskeln. I, 212. 

Nervi Mm. vasti, I, 450. 

Nervi eutan. femor. lat., I, 451. 

Nervi muse. iliaci, I, 455. 

Nervi muse. peetinei, I, 450. 

Nervi muse. psoas, I, 454. 

Nervi muse. rect. fem., I, 450. 

Nervi nnisc. sartorii, I, 450. 

Nervus fetnoralis, I, 452. 

Nervus iseliiadieus, I, 453. 

OS centrale, I, 331. 

Pankreas, II, 181. 

Pajiillae eircunivallat., II, 173. 

I'apill. tbliatae, II, 173. 

periphere Nerven, I, 212. 

Pisiforme, I, 339. 

Pleurasäcke, I, 410. 

Plexus braehialis, I, 327. 

Plexus lumbalis, I, 329. 

Praehallux, I, 34«. 

Praepollex, I, 332. 

Proc. styloideus, II, 14;}. 

Radiale, I, 338. 

Rückeumai'k, I, 424. 



431 



Hylobates, Rumpf, I, 366. 

, Sinus Morgagni, 11, 162. 

, Spinalnerven, I, 429. 

, Sternale Rippen, I, 396. 

, Sternum, I, 402. 

• , syndactylus, I, 100. 

, thoraco-lumbale Nerven, I, 432. 

, thoraeo-Iumbalc Wirbel, I, 422. 

, Thoraxskelet, I, 394. 

, Thoraxwand, I, 385. 

, Tonsillen, II, 173. 

, Trachea, II, 182. 

, Tuberositas scaphoidei, I, 342. 

, Unterzunge, II, 172. 

, Wirbelsaule, I, 343, II, 200. 

, Zähne, II, 197. 

, Zunge, II, 172. 

, Zungenbein, II, 149. 

, Systematische Stellung, I, 457. 



igniferum, Dicaeuni, III, 301. 
Ilyocryptus longiremis, 11, 123. 
immaculata, Scolopendrella, III, 319. 
immarginata, Rhysida, III, 314. 
imperforata, Pythia, IV, 133. 
imperforatum, Plecotrema, IV, 149. 
impressa, Cyrena, IV, 93. 
inaequidens, Platyrhachus, III, 857. 
inaequipes, Sarotes, I, 206. 
inaurata, Epeira, I, 197. 
indica, Chalcopliaps, III, 305. 
indica, Pachyura, I, 123. 
indica, Perichaeta, III, 60. 
indicus, Engraulis, III, 427. 
indicus, Japyx, I, 77. 
indicus, Scorpio, III, 95. 
indus, var. ambiguus, Heliaster, 111,271. 
infans, Microcystis, II, 261. 
inflatum, Cerithium, IV, 174. 
infascatus, Glomeris, III, 324. 
insignis, Phlogius, I, 203. 
insignis, Psammobia, IV, 243. 
insignis, Sciurus, I, 117. 
insularis, Gonibregmatus, III, 318. 
insularis, Taeniopygia, III, 303. 
intermedia, Littoi'ina, IV, 197. 
intermedius, Cucculus, III, 275. 
intermedius, Pygoplus, III, 23. 
intermedius, Zosterops, III, 279, 303. 
interruptus, Amphidromus, II, 262. 
intumescens, Ilelix, II, 234. 



iris, Neritina, IV, 77. 
Isidora celebensis, IV, 10. 

minahassae, IV, 8. 

ovalina, IV, 8. 

stagnalis, IV, 11. 

sumatrana, IV, 8. 

tirnorensis, IV, 9. 

Isometrus flavimanus, III, 87. 

formosus, III, 88. 

maculatus, III, 88. 

mucronatus, III, 85. 

Isopodes terrestres, IV, 357. 
Ixalus aurifasciatiis, IV, 404. 



jaculator, Toxotes, III, 409. 
jagori, Alycaens, II, 262. 
Janellei, Cerithium, IV, 171. 

, Septaria, IV, 84. 

Japygidae, I, 77. 
Japyx indicus, I, 77. 
jarbua, Therapon, III, 407. 
javanensis, Centroccyx, III, 276. 

, Monopterus, III, 428. 

— — , Mygale, I, 202. 

, Selenoscomia, I, 202. 

javanica, Batissa, IV, 103. 
— — , Butorides, III, 284. 

, Corbicula, IV, 111. 

, Hirundo, III, 277, 293 

, Limnaea, IV, 3. 

, Limnatis, IV, 339. 

, Manis, I, 113. 

, Melania, IV, 43. 

, Rana, IV, 329. 

, Stenogyra, II, 262. 

, Tupaja, I, 122. 

, Vivipara, IV, 21. 

javanicuni, Acanthion, I, 121, III, 207. 
javanicus, Barbus III, 421. 

, Gentropus, III, 292. 

, Cultellus, IV, 267. 

, Gobius, III, 412. 

, Herpestes, I, 110. 

, Lepidocyrtus, I, 85. 

, Thyropygus, III, 380. 

javanus, Ancylus, IV, 15. 

, Rhacophorus, IV, 402. 

jayensis, Batissa, IV, 103. 
jerboa, Rana, IV, 397. 
Jubatus, Calotes, I, 167. 
Judae, Auricula, IV, 154. 



432 



Jyngipicus graiidis, III, 291. 

H. 

Kadjang, I, VI. 

kapas, (ierres, III. 408. 

kapirat, Notopterus. 111, 427. 

Keuneri, Cerithium, IV, 188. 

Keo, I, IX. 

Kei-ivoula picta, I, 129. 

weberi, I, 129. 

Knrliii, Gasteracantlia, I, 194. 

Küttin>r, I, IX. 

Kiihlii, Bipalium, I, 142. 

, Cionyocephalus, I, ICO. 

, Xephila, I, 197. 

, Itana, IV, 385. 



lacrymosu.s, Gobius, 111, 412. 
laeustris, Corbicula, IV, 118. 

, Pacbyilroliia, IV, 20. 

laeta, Tareutula, I, 208. 
Lagochilus ciliocinctiis. II, 210. 
Lalage leiicoiiygialis, III, 278. 

, timoriensis, III. 280. 

lanceolatus, Spizaotus, III, 272. 

Lauil-Evertebraten, I, II. 

Landsclinecken, II. 209. 

laevis, Barbicbthys, III, 423. 

Lapadi, I, V. 

La-ralupa, I, VI. 

lata, Oncis, IV, 128. 

lateristi'iata, Kasbora, 111, 424. 

hUeristriga, Barbu.s III, 422. 

Lathrodectus scelio, I, 198. 

laticoUis, Platyi-hai-lnis, III 349. 

latidiMis, Otostigmus, 111. :tl3. 

Latiinndjong, 1, VII. 

Leber, Lagerung bei Siliiroideu, I, 355. 

lenipyi, Scops, III, 269. 

Lepidcicaiupa weberi, I, 76. 

Lopiduceiibaliclithys hasseltii, III, 425. 

Lepidocyrtn.'i javauicus, I, 85. 

— — , variabilis, I, 84. 

Lepi.sma cincta, I, 80. 

nigra, I, 82. 

Le]iisniidae, I, 80. 
Li'pt.ibrachiuni Hasselti. IV, 408. 
leptoiiyx, Lutra. I, lU'. 
Leptcipoma incmssoni, II, 217, 202. 
vitiviiin. 11. 217, 262. 



Leptosira, I, 54. 
lepturus, Mus, I, 120. 
Lepus nigricoUis, I, 122. 
leucisi'us. Ilylobates, I, 99. 
leuciicepbalus, llimantopus, III, 283. 
leucogaster, Artanius, 111, 278, 280. 

, Haliaetus, III, 272, 280. 

Icuco-melas, Gatseracantha, 1. 191. 
leucomystax, Paradoxuru.s, I, 109. 

, lihacopliosus. IV, 399. 

leucops, Chibia. 111, 278, 280. 
leucoingialis, Lalagi\ 111, 278. 
leucopygius. Graiirahis. 111. 278. 
Icucosticta, Modiola, IV, 80. 
Ligia exotica, IV, 381. 
Lilla, I, L\. 

lima, Oxyglnssus, IV, 384. 
limbilei-a, Naniua, II, 229. 
Limuaea biwispira, IV, 2. 

javanica. IV, 3. 

Limnaeidae, IV, •!. 
Lininatis grauulosa. IV, 338. 

javanica. IV, 339. 

limnocharis, Hana, IV, 3tH). 
Limosa, uropygialis, 111, 300. 
Lindu, I, IV. 
linearis, Solen, IV, 277. 
lineata, Melania, IV, 71. 

■ , Nerita, IV, 219. 

, Typhlina, I, 180. 

lineatus, Draco, 1, 100. 
linnaei, Calainaria, I 182. 
Liocassis poet-ilopterus, III, 420. 
Lipura finietaria, I, 90. 
Lipurinae, I, 89. 
lirata. .Vssiminea, IV, 210. 
Lithobius weberi. III, 310. 
litigiosa, Melania, IV, 48. 
Littorina albicans, IV, 199. 

biangulata, IV, 209. 

bullata, IV, 202. 

, carinifera, IV, 198. 

coniea, IV, 198. 

granularis. IV. 200. 

intermedia, IV, 197. 

melanostonia, IV, 199. 

pagodus, IV, 2ai. 

pusilla, IV, 208. 

pyramidalis. IV, 205. 

scabra. IV, 194. 

siibgrauosa. IV. 20S. 

undahita, IV, 199. 

ventricnsa, iV, 207. 



43^ 



Littoi-iua vilis, IV, 204. 
Littorinidea, IV, 193. 
liurus, Tetrodon, III, 429. 
liventer, Butaster, III, 271. 
lobifera, Pupina, II, 218. 
Loka, I, V, VII. 
long'icornis, Scutigera, III, 309. 
longiremis, Ilyocryptus, II, 123. 
longiseta, Cypris, II, 133. 
Lophodesmus pusillus, III, 372. 
Lophura amboineusis, I, 167. 
Loriculus stigmatus, III, 273. 
Lucina edentula, IV 229. 

philippiuarum, IV, 229. 

Lucinidae, IV, 228. 
lucius, Ophiocephalus, III, 417. 
luctuosa, Myristicivora, III, 281. 
lutesceQS, Cassidula, IV, 147. 
luteum, Oncidium, IV, 127. 
luteus, Melampus, IV, 163. 
Lutra leptonyx, I, 110. 
luzonicus, Otocryptops III, 315. 

, Solen, IV," 280. 

Lycosa, I, 208. 

lycosinum, Anomalomma, I, 200. 

Lygosoma chalcides, I, 174. 

cyanurum, I, 174. 

florense, I, 173. 

maculatum, I, 172. 

malayanum, I, 170. 

olivaceum, I, 174. 

sanctum, I, 171. 

smaragdiuum, I, 174. 

striolatum, I, 172. 

sumatrense, I, 174. 

temminckü, I, 174. 

variegatum, I, 173. 



Macacus maurus, I, 103. 
macassariensis, Macropygia, 111, 287. 
Macha, IV, 256. 
macklotii, Pteropus, I, 126. 
macroceplialus, Ciarias, III, 419. 
Macrochlamys minuta, II, 231, 111, 151. 
macrodon, Rana, IV, 385. 
Macroglossus niinimus, I, 127. 
Macrones nemurus, III, 420. 

nigriceps, III, 419. 

• planiceps, III, 420. 

Macroptery.x wallacei, III, 275. 
Macropjfgia macassariensis, III, 287. 



Macropygia meiiadensis, III, 281. 
macrorhynchus, Corvus, III, 303. 
Macrothrix spinosa, II, 123. 
Macrotoma montana, I, 84. 
maculata, Nephelia, I, 196. 
maculatum, Lygosoma, I, 172. 
maculatus, Barbus, III, 422. 

, Isometrus, III, 88. 

, Mastacembelus, III, 415. 

Maevia, I, 209. 

magur, Ciarias, III, 419. 

Makassar, I, IV. 

malabarensis, Nephilengys, I, 197. 

malaccensis, Aiithreptes, III, 300. 

, Psammotellina, IV, 236. 

, Viverricula, I, 109. 

malayana, Benhamia, III, 35. 
malayanum, Lygosoma, I, 170. 
Malcolmsonii, Steuocypris, II, 133. 
Mabuia multifasciata, I, 170. 

rudis, 1, 170. 

Mammalia from the Malay Archipelago, 

I, 93. 
Mauidae, Merkmale der, 11, 99. 
Manindjau, I, III. 
Manis, AUantois, II, 62. 

, Analdrüsen, II, 24. 

, Anatomie, II, 1. 

, Auge, II, 97. 

, Augenlider, 11, 98. 

, Centrale, II, 76. 

, Darmkanal, 11, 43. 

, Descensus testiculor., IL, 48; 51. 

— — , Dottersack, II, 61. 

, Entwickelung, IL 1. 

, Fussskelet, II, 77. 

, Gaumenfalten, II, 36. 

, Gebiss, II, 33. 

, Gehirn, II, 86. 

, Gehörorgan, II, 96. 

, Geruchsorgan, II, 89. 

, Geschlechtsorgane, IL 45. 

, Haare, II, 21. 

, Hautdrüsen, II, 22. 

, Hautskelet, II, 75. 

, Inguinalkörper, II, 52. 

, Integument, II, 5. 

, Jacobson. Organ, II, 93. 

— ■ — , javanica, I, 113. 

, Kopfskelet, II, 74. 

, Leber, II, 44. 

, Magen, II, 37. 

, Maxillo-turbinale, II, 91. 

29 



434 



Manis, Mildidniseii, II, 30. 

, NagclljiliUing, II, 27. 

■, Nagcliilialanx, II, 27. 

, Xalirung, II, ii. 

, Xeiveiisystem, II, 8(j. 

, Ovarium, II, Mi. 

, Penis, II, 49. 

— — , Pisifoniie, II, 77. 

, Placeiita, II, 57. 

, Scheide, II, 40. 

, Scl)U|ij»en, II, 5. 

, Steiisonsche Kanäle, 11, 'J3. 

, Stensonsche Nasendrüse, II, '.>'). 

■ , Sterniim, II, 79. 

, Thranendrüse, II, 9H. 

. Uterus, II, 46. 

, Zitzen. II, 30. 

, Zunge, II, 35. 

, Zungenbein, II, 3(). 

Marchesettia siiougioides, Symbiose de, 

I, 64. 
marginatus, Cynoiiteiiis, I, 12(>. 

, üules, III, 407. 

niarnioiata, Seytodes, I. 19S. 
niarmoratus, Cultellus. IV. 271. 

, (iymnodactylus, I, l(i:!. 

Maros, I, V. 

Martensi. Panuarion, 111, \0~. 

Martesia, IV, 2S1. 

Marthana rus|iidata. III. II. 

Masepe, 1, V. 

Mastacenibelus maculatus, 111, 415. 

unicoloi', III, 415. 

Maumeri, 1, VIII. 
niauritiana, Aiiguilla, 111, t28. 
niaurus, Macacus, I, KKi 

, Senuiopithecus, I. 102. 

maximus, Cultellus, IV, 203. 
Mbawa, I, IX. 

Mecistoceplialus punctifiMus, 111, 317. 
spissus, III, 317. 

niegala, (ialliuago, III, 2H3. 
Megaliiphrys inuutana, IV, 409, 
Megaderma spasma, I, 128. 
megalophthalnius, Rliynchodeuius, I, 134, 
niegaloproctus, Trigoniulus, III, 397, 
Jlegasecilex annatus, III, 71. 
nielaloplius, Senindpitliecus, I, KM. 
Melanipus, IV, 100, 
Molarnpus edentulus, IV, 107. 

fasciatns, IV, 1(50. 

granifcr, IV, 106. 

Intens, IV, 163. 



Melanipus uucleulus, IV, 104. 

siamensis, IV, 165, 

singaporensi.s, IV, 165. 

suiculosus, IV, 167. 

melanauelieu, Ptilniins. 111. 2S7. 

Melania, IV, 193. 

Melania acntissinia, IV, 42. 

.Vdouai'ae, IV, 59. 

aniabilis, IV, 45. 

bisinuata, IV, 4.3. 

Bocki, IV, 09. 

buginensis, IV, 53. 

celebcnsis, lY, 69. 

clavus, IV, 50. 

crennlata, IV, 45. 

crepidinata, IV, 5(5. 

curvieosta, IV, 36. 

cyliudracea, IV. til). 

fiavida, IV, 72. 

foeda, IV, 32. 

fontinalis, IV, 61. 

glans, IV, .30. _ 

granilera, l\', 71. 

granuui, IV, 05. 

virgulata, IV, 57, 

javanica, IV, 43. 

lineata, IV, 71, 

litigiosa, IV, 4S. 

nionile, IV, 44. 

papulosa, IV, 38. 

perfocta, IV, 51, 

liinguiiula, IV, 74. 

plicaria, IV, 41. 

pulcbella, IV. Ol. 

nibusta, IV, 52. 

nistica, IV, li. 

scaln'a, IV, (52. 

semico-stata, IV, 73. 

semioi-nata, IV, 40. 

setüsa, I\, 66. 

sper.tabilis, IV, 69. 

strirticosta, IV, 39. 

subplicata, IV, 37. 

- — sulcospira, IV, 33. 

suniatrcnsis, IV, 34. 

testndinaria, IV, 31. 

tubert'ulata, IV, .56, 

unilorniis, IV, 46. 

Vei-beekii, IV, 38. 

vincta, IV, .54. 

Wallacei. IV, .52. 

Wichnianni, IV, 5i. 

nielanoceplialiis, Ptilnpus, III, .305. 



435 



melanogaster. Plotes, III. 285. 
melanosoma. Eleotris. III, 415. 
melanospilus. Ptilopus, III, 2S1. 
melanostictus, Bufo, IV, 406. 
rrielanostoma, Littorina, IV, 199. 
Melarrhaphe, IV, 206. 
rneliceps, Mydaus, I, HO. 
rnenadensis, Macropygia, IIT, 281. 
rnendax, Helix, II, 237. 
meridionalis, Stoparola III, 278. 
Mermerus beccarii, III, 22. 
Merops omatiis, III, 292. 

philippinuä, 111, 274, 291. 

Mesarmadillo elegarus, IV, 369. 
guttatus, IV, 370. 

Orientalis, IV, 368. 

Mesoprion argentimaculatus, III, 407. 
Metoponorthus pruino.sus, IV, 374. 
Mej'enia fluviatilis, I, 32. 

nieyeri, !ilastacembelus, III, 415. 
microcephalus, Osteochilus, III, 421. 
Microcystis infans, II, 261. 
microdisea, Rana, IV, 388. 
Microhyla achatina, IV, 404. 

anuecten-s, IV, 404. 

Microparmarion Austeni, III, 109. 

Strubeln, lü, 108. 

micropterus, Potarnides, IV, 185. 
Microstictus wallacei. III, 273. 
microtyrripanum, Rana, IV, .386. 
Midae, Auricula, IV, 150. 
Milvus affins, III, 271. 
minahas.sae, Isidora, IV, 8. 
miniata, Assiminea, IV, 214. 
minima, Siliqua, IV, 262. 
minimus, Macroglossus, I, 127. 
minor, Calornis, III, 280. 

, Charadrius, III, 282. 

, Temnocephala, I, 26. 

Mim-alang, I. V, VI. 
minuta. Felis, I, 109. 

, Macroehlamys, II, 231, III, 151. 

'., Tringa, IIL .306. 

mirandus, Platyrhachus, III. .348. 
mirus, Platybunus, III, .5. 
mitratus, Semnopithecus, I, ICfi. 
modesta, Rana, IV, 385. 
modestus, Porcellio, IV, .373. 
Modiola, IV, 86. 

leucosticta, IV, 86. 

striatula, IV, 226. 

subramosa, IV, 226. 

Mollusken, Brackwasser-, IV, 123, 299. 



MoUu.sken-Verbreitunff, IV, 291. 

, Vertheilung, IV, 300. 

Moltkeana, Corbicnla. IV, 111. 

molacca, Mania, III, 280. 

moluccensis, Clausilia, II, 245, III, ^9. 

, Cyrena, IV, 96. 

; Tinnuncaluä, III, 289. 

Monacanthus tomentosiis, III, 429. 
Monachalcyon fulgidus, III, 292. 
Moina, Weberi, II, 120. 
monile, Melania. IV, 44. 
iloniliga-ster, III, 46. 
Monoptenjs javanen-sis, III, 428. 
montana Slacrotoma, I, 84. 

, Megalophrjs, IV, 409 

rnonticola, Gagrella, III, 8. 

, Heterochordeuma. IIL 342. 

, PlatjThachus, UI, 3.53. 

, Rhacophoms, IV, 403. 

Mörchi, Auricula, IV, 153. 
morio, Edoliisoma, III, 278. 
Moussoni, Assiminea, IV, 215. 

, Cyrena, IV, 94. 

, Leptöpoma, II, 217, 262. 

, Stenothyi-a, IV, 210. 

morsitans, Scölopendra, III, 312. 
morum, Cerithinun. IV. 172. 
Motacilla flava, m, 293. 
mucronatus, Isometrus, in, 85. 
Mugil Bleekeri, III, 416. 

ileyeri, III, 415. 

Troscheli, III, 416. 

MüUeri, Tanygnathus, III, 273. 
multicarinata, Trochonanina, II, 2;32. 
multifasciata, Mabuia, I, 170. 
multiplicata. Cassidula, IV, 142. 
multipuncta, Herennia, I, 196. 
Munia bruneiceps, III, 280. 

molucca, lü, 280. 

orycivora, III, 280. 

propinqua, III, 303. 

muricola, Vespertilio, I, 128. 
raurinus, Armadillo, IV, 359. 
Mus alexandi-inus, I, 119. 

armandvillei, III, 79. 

callitrichus, I, 120. 

decumanus, I, 119. 

lepturus, I, 120. 

rattus, I, 119. 

, Schuppen von, II. 18. 

setifer, I, 118, III, 82. 

vvichmanni, I, 120. 

musanga, Paradoxurus, I, 109. 



43« 



niiisica, Pericliaeta, III, 59. 
nuisschcnbrockii, rarailoxunis, I, I 10. 
Mustela heiiricii, I, lld. 
mustelina, Cassidula, IV. 141. 
mutilata, Gehyra, I, 1G3. 
niydas, Chelone, I, 176. 
Mydaus nieliceps, I, HO. 
Mygale javaneiisi.s, I, 20i2. 
Myristicivnra liictuosa, III, 281. 
Myrniecopliaga, Scluipiien, II, Iti, 17. 
Mystai"oli'iiius padaiigensis, III, 4'2;i. 
Mytilidae, IV, 8(3. 
mytiloides, Ostrea, IV, 220. 
Mytilus, IV, 225. 
Myzoniela chloroptera, 111, 27'J. 



TS. 



Naja tri|judiaiis, I, 101. 

Nanga Dona, 1, IX. 

Naniua amphidroma, 11, 201. 

arguta, II, 261. 

cidai-is, 11, 224, 111, 120. 

densa, II, 261. 

- lloresiaua, II, 2;(0. 

fulvizona, II, 228. 

huniphreysiana, II, 201. 

liiiibitei-a, II, 229. 

noinoreusis, II, 224, 262, III, I2:i. 

umbilicaria, II, 261. 

rareguttata, II, 227. 

riigata, II, 229. 

rumphi, II. 229, 111, 146. 

truclitis. II, 226, 262. 

vomer, II, 236, 111, 147. 

wallacei, II, 224. III, 119, 

napu, Tragulus, I, MI. 
Nassa olivacea, IV, 217. 
nasuta, Gnoplana, I, 133. 
noglpctus, Trüpidorhyiiclius, III, 303. 
Xi'iiiacliiliis fasciatus, III, 425. 
iieinatoidBS, Hliyiichodemus, 1, 135. 
inMiioreu^^is, Naniiia, 11, 224.262,111,123. 
neniurus, Macrones, Hl, 420. 
noocaledonic.a, Spongocladia, 1, 58. 
Xephilengys malabaren.sis, I, 197. 

rhodostenion, I, 197. 

Nephila Kiihlii, I, 197. 

niaciilata, I, 196. 

Piepersii, I, 197. 

Nerita liueata, IV, 219. 

plano.sph'a, IV, 219. 

Neritideii, IV, 218. 



.Xciitina angulusa, IV, 80. 

auricujata, IV, 70. 

-. brevispina, IV, 79. 

communis, IV, 218. 

coulluens, IV, 81. 

eonsimilis, IV, 83. 

Cornea, IV, 218. 

crepidularia, IV 2 IS. 

dubia, IV, 218. 

faba, IV, 80. 

Ilavovireus. IV, 81. 

iris, IV, 77. 

pulligera, IV, 77. 

sqiiarrosa, IV, 80. 

ualancnsis, IV, 82, 218. 

varii'gata, IV, 78. 

ziczac, IV, 79. 

Neritodryas, IV, 218. 

Nicoletia phytopliila, 1, 80. 

Niere, Lagerung bei Siluroida, I, 355. 

nlcubofi, Ciarias, III, 419. 

nigra, llydroclielidon, III, 285. 

, L(^i)isma, I, 82. 

nigriceps, Macrones, III, 419. 

, Zeplironia, III, 329. 

nigricollis, Lepus, I, 122. 
nigricorne, Strongylosonia, III, 364. 
nigriUuube, Bipalium, 1, 140. 
nigni-albus, Ty]ibIops, I, 180. 
nigromarginata, Ostrea, IV, 221. 
nigruni, Oncidiuin, IV, 127. 
Ninox scutulata, III, 272. 
nitidu.s, Pteromys, I, 1 15. 
Noctiluca miliaris, Symbiose ile, 1, 69. 
nodifera, Area, IV, 228. 
Xodilittorina, IV, 204. 
notatus, Sciurus, I, 1 1(). 
Nütliippus aflinis, III, 22. 
Notopterus kapirat, III, 427. 
novae-gnineae, Dibannis, 1, 175. 
novae-hollandiae, Ardea, III, 300. 

— - Scytiii-ops, III, 292. 
novae-zehiiidiae, Teninocefibala, I, 26. 
nuc-k'olus, Melampus, IV, 164. 
nudata, Pytbia, IV, 139. 
Xycticebus tardigradus, 1, 108. 
Nycticorax caledonicus, 111, 284. 

nycticorax, 111, 300. 

nycticorax, Xycticoi-ax, III, .idii. 



&. 



obesav.gracilior, Claiisilia. ll,2'i i, 111,224. 



437 



übesum, Cerithiura, IV, 175. 
obtusus, Potamides, IV, 186. 
occidens, Psammobia, IV, 241. 
ochraceus, Belouiscus, III, 19. 
octomaculatus, Plathj'thoniisus, I, 207. 
octoua, Stenogyra, II, 244, 262 HI, 210. 
odiosa, Cypris, II, 131. 
olfax, Osphromenus, III, 418. 
Oligodou subquadratus, I, 183. 
oligolepis, Barbus, III, 423. 
olivacea, Nassa, IV, 217. 
olivaceum, Lygosoma, I, 174. 
olivaceus, Cultellus, IV, 266. 
Oiicidella griseofusca, IV, 128. 
Oncidiidae, IV, 125. 
Oncidium, IV, 126. 

aberrans, IV, 127. 

— anibiguum, IV, 127. 

Amboinae, IV, 127. 

luteum, IV, 127. 

nigrum, IV, 127. 

palaense, IV, 127. 

, Peronii, IV, 126. 

tumidum, IV, 126. 

verruculatum, IV, 126. 

Oncis coeca, IV, 128. 

coriacea, IV, 127. 

lata, IV, 128. 

opercularis, Polyacanthus, III, 418. 
Ophidia Malay Archipelago, I, 178. 
opliiocephalus, Eleotris, III, 414. 
gacliua, III, 417. 

lucius, III, 417. 

polylepis, III, 417. 

striatus, III, 416. 

Opilioniden, III, 1. 
Opisthoporus rostellatus, II, 201. 
Optediceros. IV, 212. 
opulenta, Argiope, I, 196. 
orbiculata, Elizia, IV, 233. 
Orientalis, Aci-ocephalus, III, 277. 
, Crocidura, I, 124. 

, Diaptomus, II, 127. 

, Eudynamis, III, 292. 

, Euiystornus, III, 274. 

, Helictis, I, 110. 

, Hemiramphus, III, 427. 

, Mesarmadillo, IV, 368. 

, Otostigmus, III, 312. 

Oriolus bi'oderipi, III, 292. 
— — celensis, III, 276. 
ornatus, Merops, III, 292. 
, Potamides, IV, 189. 



ornatus, Trichoglossus, III, 273. 
orphea, Pachycephala, III, 286. 
Orphnaeus brevilabiatus, III, 317. 
Ortygometra cinerea, III, 282. 
brycivora, Munia, III, 280. 
Orycteropus, Riechwülste, II, 92. 
Oscillaria spongeliae, I, 59. 
Osphromenus olfax, III, 418. 

trichopterus, III, 418. 

striatus, III, 418. 

Osteochilus hasseltii, III, 420. 
— — microcephalus III, 421. 

vittatus, III, 421. 

Ostracoden, II, 129. 
Ostrea arborea, IV, 220. 
cucullata, IV, 223. 

echinata, IV, 221. 

folium, IV, 222. 

nigromargiuata, IV, 221. 

mytiloides, IV, 220. 

Ostreidae, IV, 220. 
otahetica, Spongia, I, 58. 
Otocryptops luzonicus, III, 315. 
Otopoma politum, II, 213. 
Otostigmus carinatus, III, 312. 

latideus, III, 313. 

Orientalis, III, 312. 

spinosus, III, 312. 

ovalina, Isidora, IV, 8. 
ovalis, Cultellus, IV, 269. 
Oxj'glossus lima, IV, 384. 
O.'tyopes striolatus, I, 209. 
oxytropis, Helicina, II, 262. 



Pachj'cephala orphea, III, 286. 

teysmani, III, 286. 

Pachydrobia" lacustris, IV, 26. 

■ parva. IV, 26. 

Pachyura indica, I, 123. 
pachyurus, Thyropygus, III, 385. 
padagensis, M^'stacoleucus, III, 423. 
pagodus, Littoriua, IV, 201. 
palaense, Oncidium, IV, 127. 
Palamnaeus spinifer, III, 96. 
Palima, I, VI. 

pallens, Psammotellina, IV, 235. 
pallescens, Spongelia, I, 59. 
pallida, Philoscia, IV, 380. 
pallidipennis, Porcellio, IV, 372. 
pallipes, Siphouorhinus, III, .335. 
palmetta, Rhodymenia, I, 59. 



438 



l'alu|»,, I, VII. 

I';ila\veli, I, Vlil. 

l'ahKlincIla, 1\\ 21'i. 

lialiistris, l'iitaiiiidi's, IV, ]7ll. 

I'ani)]aiuia, I, VI. 

pauayensis, Stenogyra, II, 'ii'S, 201, III, 

223. 
pancliax, lla|iliicliiliis, III, WCi. 
I'ariiljaria, I, \'. 
liantliiTiiia, l'vtliia, IV, 130. 
liapilldsa, Molariia, IV, 3S. 
l'araayptops Weberi, III, ;ilO. 
l'aradoxuru.s leucomystax, I, 109. 

Muisanga, 1, 109. 

imissolii'nbi'ockii, I. 111*. 

Parasit vou Teiimocc|iliala. I. 27. 
liardus, Felis, I, 108. 
I'are-Pai'p, I, V. 
Pannarion Marteusi, 111, 107. 

impillaris, III, IOC, 111. 

rcticulatus, II, 221, III. 111. 

taeuiatiis, II, 222, III, III. 

, Weberi, III, 105. 

Pari-a galliiiacea, IM, 30Ü. 
l'arus liiierous, III, 293. 
parva, Pacliydrobia, IV, 26. 
parvula, Cacatiia, III, 291. 
l)atuluiii. C'prithiuni, IV, 170. 
paviiuentata, Calamaria, I, 182. 
|)av()riitia, Ibmialoptera, III, 424. 
pei'ti)ralis, Ciiiiiyris, III, 301. 
I'elitiius, segnipes, III, 25. 
Pehibatidae, IV, 408. 
perdix, Cyclopliorus, II, 210. 201. 
perlVeta, Melaiiia, IV, 51. 
Periebaeta eapensis, III, 02. 

dubia, III, 08. 

HoiiUeti, III, 04. 

indica, III, 00. 

musiL-a, III, 59. 

posthuma, III, 61. 

saiigirensis, III, 68. 

sumatrana, III, 09. 

Pcrionyx grunewaldi, III, 75. 

viülaceus, III, 72. 

Peri.seyplius Weberi, IV, 371. 
Penia vitrea, IV, 224. 
Peroni, (_)iicidiiiiii, IV, 120. 
l)erversus, Aiiiphidnuiiiis, II, 239, 201. 
pbayri, Trioiiyx, I, 170. 
Plioladidae. IV, 280. 
Pbai-ella, IV, 200. 
pliilippiuai'iiiii. Liii-iiia, IV, 229. 



piiilippiiiaruiii, SuIci'iH'tus, IV, 2."i(). 
idiilippiiius, Menjps, III, 274, 291. 
l'liilMiiiyius striatus, II, 233. 
Pbiloscia alba, IV, 381. 

ciiictella, IV, 378. 

pallida, IV, .380. 

suiidaica, IV, 379. 

truncata, IV, 370. 

variegata, IV, 377. 

Weberi, IV, 378. 

Pblügius iiisigiiis, I, 203. 

iduieiiiciira, Erytlira, III, 209, 282, 289. 

Pb.ilas rivieola, IV, 282. 

striata, IV, 281. 

phryiiifoniiis, Platliythoinisiis, I, 207. 
Pbyllorbina bicolor, I, 127. 

diadeiua, I, 127. 

Pliylloscopus boroalis, III, 293. 
pliytbopbila, Nieoletia, I, 80. 
picata, Ardea, III, 283. 
piita, Kerivoula, I, 129. 
pietutu, lietta, III, 419. 
pietus, Söleii, IV, 278. 
Piepersii, Nepliila, I, 197. 
pinguicula, Melaiiia. IV, 74. 
piiiguis, Scolopeudra, III, 312. 
Pirata i)iraticus, I, 208. 
piraticus, Pirata, I. 208. 
pisL-atrix, Siila, III, 285. 
Pisidium suiiiatraiuim, IV. 121. 
Pistills spoetabilis, I, 207. 
Pitliiipbiira, I, .55. 
I'itta cyauura, III, 269. 
Plaiiorbis <-alatlnis, IV, 15. 

conipressiis, IV, 13. 

])ruidivis, IV, 12. 

suiuatraiiHs, IV, 12. 

■ toiulaueusis, 1\, lt. 

plaiiorbis, Troclionini-pba. II, 232,201.111 

1.52. 
phiiiorbiiliis, C'ycbiplinnis, 11, 214. 
plaiiüspira, Nerita, IV, 219. 
Plotiisus caiiiiuis, III, 419. 
I'hityliiiuiis iiiinis, HI, 5. 
plalypoguii, (ilyptostenimii, 111, 420. 
Platyptera aspro, III, 41.5. 
Platyrliarlius aequideiis, 111, 357. 

bideiis, III, .3.50. 

tbuisternus, III, 346. 

buiiiberti, III. 345. 

iiiaequidens, III. 3,57. 

latirollis, 111, 349. 

iiiiraiiibis, 111, 34S. 



439 



Plat3'rhachiis nionticola, III, 353. 
subalbus, III, 347. 

submissus, III, 355. 

subspiiiosiis, III, 352. 

verrucosus, HI, 354. 

Weberi, III, 351. 

xanthopus, III, 350. 

plat5'rhyncha, Tringa, III, 283. 
Platythomisus octomaculatus, I, 207. 

phryniforniis, I, 207. 

platyurus, Hemidactylus, I, 163. 
Plecotrema, IV, 149. 

exaratum, IV, 149. 

imperfbratum, IV, 149. 

puuotatostriatum, IV, 149. 

punctigerum, IV, 149. 

Plectana arcuata, I, 193. 
Plegadis falcinellus, III, 284. 
plicaria, Melania, IV, 41. 
plicata, Pythia, IV, '131. 
Plotes melauogaster, III, 285. 
Poecilobdella, IV, 337. 
poecilopterus, Liocassis, III, 420. 
polita, Stenotliyra, IV, 211. 
politurn, Otopoma, II, 213. 
politus, Cyclotus, II, 212. 
pollex, Pythia, IV, 139. 
Polyacanthus hasseltii, III, 418. 

opercularis, III, 418. 

polylepis, Ophiocephalus, III, 417. 
ponderosa, Auricula, IV, 157. 
Pontoscolex corethrurus, III, 51. 
porcellauus, Amphidroinus, II, 241, 262, 

III, 204. 
Porcellio modestus, IV, 373. 

pallidipennis, IV, 372. 

sundaicus, IV, 372. 

porosus, Crocodilus, I, 175. 
porphyrolaemus, Cinnyris, III, 279. 
postbuma, Perichaeta, lll, 61. 
Potamides, IV, 175. 
Potamides alatus, IV, 185. 

Charbonnieri, IV, 190. 

cingulatus, IV, 183. 

corneus, IV, 190. 

decoUatus, IV, 188. 

micropterus, IV, 185. 

obtusus, IV, 186. 

ornatus, IV, 189. 

palustris, IV, 176. 

quadratus, IV, 187. 

rhizopborai'um, IV, 189. 

semistriatus, IV, 177. 



sulcatus, IV, 178. 

telescopium, IV, 180. 

teuerrimus, IV, 180. 

Tenkatei, IV, 190. 

praestau.s, Psammobia, IV, 250. 
Pratincola caprata, III, 277, 293. 
proclivis, Planorbis, IV, 12. 
proboscideus, Rhyuchoproctus, 111, 386. 
propinqua, Munia, III, 303. 
Prosobranchien, IV, 168. 
pruiuosus, Metoponorthus. IV, 374. 
Psammoclema ramosum, I, 59. 
Psammocüla, IV, 241. 
Psammobia caerulesceiis, IV, 244. 

, Deuikei, IV, 243. 

eburnea, IV, 242. 

grata, IV, 242. 

insignis, IV, 243. 

occideus, IV, 241. 

praestans, IV, 250. 

radiata, IV, 244. 

Reevei, IV, 247. 

scabra, IV, 248. 

squamosa, IV, 251. 

striatella, IV 246. 

tristis, IV, 242. 

truncata, IV, 245. 

virgata, IV, 250. 

Psammobiiden, IV, 231. 
Psammütaea, elongata, IV, 240. 

radiata, IV, 238. 

solida, IV, 240, 

tenuis, IV, 240. 

violacea, IV, 239. 

Psammotellina, IV, 122. 

coiinecteus, IV, 232. 

raalaccensis, IV, 236. 

pallens, IV, 235. 

Semmelinki, IV, 236. 

serotina, IV, 234. 

Pseudo-Cblorophyllkörper, I, 49. 
Pseudorhabdion torquatum, I, 183. 
Psitteuteles weberi, III, 290. 
Pterocyclus, sumatranus, II, 211, 261. 

tenuilabiatus, II, 262. 

Pteromys nitidus, I, 115. 

Pteropus alecto, I, 125. 

edulis, I, 125. 

hypomelanus, I, 125. 

macklotii, I, 126. 

Ptilopus melanaucben, III, 287. 

rnelanocephalus, III, 305. 

melanospilus, III, 281. 



440 



PtycliiiziMjii liornaloce|ilraluiii. I. Itl."). 
piiolla, Hypothynus, III, 278. 
piilchella, Corbii-ula, IV, 120. 

, Mchuiia, IV, (;i. 

piilchra, Callula, IV, iOG. 
puUata, Corbicula, IV, 117. 
piilligera, Neritina, IV, 77. 
Pulmoiiaten, XI, 125. 
puiictatostriatiuii, Plecotrema, IV, 149. 
IJunctitVoris, M(■ci^*tucepllallls, III, 317. 
l)uiictigeniiii, Plecotrema, IV, 149. 
puiiiceus, Bothrops, I, 192. 
Puiitius, III, 422. 

iJiipillaris, Panuarion, III, llXi, 111. 
Pupiiia lobitera, II, 218. 
]iurpurasceiis, Cerithiuni, IV, 173. 
piirpurea, Ardea, III, 283. 
pusilla, Littorina, IV, 208. 
pusillus, Lophodesmu.s, III, 372. 
pustulosus, Beloniscus, III, 20. 
pyginaeuin, Stroiigylosonia, III, 300. 
Pygoplus intermedius, III, 23. 
pyramidalis, Littorina, IV, 20.5. 
Pytliia, IV, 130. 
Pythia albovaricosa, IV, 138. 

bonieeiisis, IV, 140. 

celebeiisis, IV, 138. 

crassidens, IV, 138. 

iniperforata, IV, 133. 

uudata, IV, 139. 

pantberiiia, IV, 130. 

plicata, IV, 131. 

])ollex, IV. 139. 

Reeveaiia, IV, 138. 

iscarabaeus, IV, 133. 

semi.siilcata, IV, 139. 

.striata, IV, 138. 

trigona, IV, 130, 

pyxidatiis, (.'y|iriiiotus, II, 134. 



quadraiigiiliis, .Vnnadrihis, III, -44. 
(piadratiis, Potamides, IV. 187. 
iiuadriciiictum, Bipaliiim, I, 14t). 
qiiadricorni.s, Te.miiocephala, I, 2C. 
iiuadrilirieatiis, Tliei'apoii, III, 408. 
iliiini|iii'spiiiosus, Beloniscus, III, 19. 
(,)Noyia decollata, IV, 192. 



radiata, Assimiiiea, IV, 210. 



radiata, Psaiiimuliia, IV. 2't4. 

, P.sammotaea, IV, 238. 

, Siliqiia, IV, 200. 

Hallina tasciata, III, 305. 
ramosum, Psammociema, I, 59. 
Rana, baraniica, IV, 899. 

celebensis, IV, 395. 

clialcoiiota, IV, 392. 

ei'vtbraea. IV, 390. 

evci-etti, IV, 394. 

, Hüsei, IV, 398. 

javaiiica, IV, 392. 

jerbüa, IV, 397. 

Kiihli, IV, 385. 

limnochai'is, IV. 390. 

macrodoii, IV, 385. 

microdisca, IV, 388. 

mycrotyiiipamim, IV, 380. 

modesta, IV, 385. 

tigrina, IV, 388. 

Ranidae, IV, 384. 
rareguttata, Xauiiia, II, 227. 
Rasbora argyi'otaenia, III, 423. 

daiiiconiiis, III, 423. 

lateristi-iata, III, 424, 

siimatrana, III, 424. 

rattus, Mus, I, 119. 
rectifrons, Armadillo, IV, 301. 
i-eeveaiia, Pythia, IV, 138. 
Reevei, Psammobia, IV, 247. 
Reicliei, Gubius, III, 413. 
Reiiiwardti, Rhaeoplioriis, IV, 404. 
Reniera fibulata, I, 58. 
— • — , Symbiose de, I, 64. 
Reo, I, VlII. 

reonus, Trigoiiiuhis, III. 390. 
repassoii, Barbus, III, 421. 
Reptilia Malay Archipelago, I, 159. 
reticulata, Auricula. IV, 157. 

, Tubella, I, 31. 

reticulatus, Cyclotus, II. 202. 

, Draco, I, 100. 

, Parmarion, II, 221, III, 111. 

Rhachioglossa, IV, 216, 
Rhacophorus aiiodon, IV, 4IK). 

javanus, IV, 402. 

leucomystax, IV, 399. 

monticola, IV, 403. 

Reiiiwardti, IV, 404. 

Rhamphococcyx calorhynclins, III, 275. 
Rhiijidoglossa, IV, 218, 
Rhijiidura teysmani, III, 278 
Rhinocricus bracliyproctus, HI, 393. 



441 



Rhinocricus emulans, III, 394. 

Hicksoni, III, 394. 

semicinctus, III, 392. 

, Weberi, III, 391. 

xaiithozouus, III, 393. 

rhizophorarum, Potamides, IV, 189. 
rhodosternon, Nephileiigys, I, 197. 
rhodostoma, Trigonocephalus, I, 191. 
Rhodymenia palmetta, I, 59. 
rhombus, Solecurtus, IV, 257. 
Rhynchodemus megalophtbalnius, I, 134. 

nematoides, I, 135. 

, Verbreitung von, I, 134. 

Rhynchoproctus proboscideus, III, 386. 
Rliysida carinulata, III, 314. 

immarginata, III, 314. 

rugulosa, III, 314. 

Richardi, Cypris, II, 130. 
Rissoiden, IV, 193. 
rivalis, Corbicula, IV, 120. 
rivicola, Pholas, IV, 282. 
robusta, Melania, IV, 52. 
Rokka, I, IX. 

rosenbergi, Strix, III, 272. 
roseo-Iimbata, Stanneoclavis, I, 195. 
rostellatus, Opisthoporus, II, 261. 
rostrata, Soletelliua, IV, 232. 
rotatoria, Hei ix, II, 234. 

, Trochomorpha, II, 262. 

Rotti, Süsswasserfische, III, 438. 

rubro-ciiictus, Thyropygus, III, 382. 

rubro-linibatus, Thyropygus, III, 381. 

rudis, Mabuia, I, 170. 

rufa V. melaaota, Cylindrophis, I, 180. 

ruflceps, Cryptops, III, 315. 

rufilatus, Turnix, III, 281. 

rufipectus, Spilorais, III, 271. 

rufipes, Zephrouia, III, 331. 

rugata, Nanina, II, 229. 

rugosa, Asaphis, IV, 252. 

rugosus, Acrochordoniohthys, III, 420. 

rugulosa, Rhysida, III, 314. 

Rumpf der Hylobatiden, I, 366. 

rumphii, Ariophanta, II, 230. 

— , Nanina, II, 229, III, 146. 

Rusa Radja, I, VIII. 

Russa russa, I, 112. 

russa, Russa, I, 112. 

rustica, Melania, IV, 44. 



S. 



saccolaimus, Taphozous, I, 130. 



Saleyer, I, IV, VII. 

salmoneus, Chanos, III, 427. 

salvator, Varanus, I, 169. 

Samau, Süsswassererfische, III, 438. 

sanctum, Lygosonia, I, 171. 

sangirensis, Perichaeta, III, 68. 

Sanguinolaria dichotoma, IV, 253. 

sarasiuorum, Armadillo, IV, 358. 

Sareminja, I, V. 

Sarotes inaequipes, I, 206. 

Sarsi, Alona, II, 124. 

, Cypris, II, 132. 

Säugethiere, Celebes, III, 474. 
scabra, Littorina, IV, 194. 

, Melania, IV, 62. 

, Psammobia, IV, 248. 

scalprum, Cultellus, IV, 265. 
seaudens, Anabas, III, 417. 
scarabaeus, Pythia, IV, 133. 
scelio, Lathrodectus, I, 198. 
Scheepniakeri, Solecurtus, IV, 259. 
schlegeli, Tomistoma, I, 176. 
Schröteri, Cerithium, IV, 173. 
Schuppen v. Anomalurus, II, 13. 

V. Gastor, II, 15. 

V. Didelpliys, II, 18. 

von Manis, II, 5. 

, Mus, II, 18. 

von Myrmecophaga, II, 16, 17. 

schwanefeldii, Barbus, III, 421. 
Schwimmblase, Siluroiden, I, 361. 
Sciurus bicolor, I, 115. 

■ insignis, I, 117. 

notatus, I, 116. 

tenuis, I, 115. 

weberi, 1, 115. 

Scolopendra mor.-iitans, III, 312. 

pingius, III, 312. 

subspinipes, III, 312. 

Scolopendrella Immaculata, III, 319. 
Scops lempyi, III, 269. 
Scorpio indicus, III, 95. 
Scotophilus temminckii, I, 128. 
scutata, Ampullaria, IV, 18. 
Scutigera longicornis, III, 309. 
scutulata, Niuox, III, 272. 
Scythrops novae hollandiae, III, 292. 
Scytodes marmorata, I, 198. 
Scytonema, I, 58. 
See Danau di atas, I, IV. 
See Danau di bahru, I, III. 
See Danau di bahwa, I, III. 
See Danau gedang, I. IV. 



442 



See ManinJiiiii. I. III. 
See Singkarall, I, III. 
See Situ bagciiilit. I, l\. 
See Telago aiiabilo, I, IV. 
segnipes, Pelitnus, III, 25. 
Seleiio-scomia javanensis, I, 202. 
semicarneum, Strong3iosoma, III, 363. 
semicinctus, Rhinocricu.s, III, 392. 
semicostata, Melaiiia, IV. 73. 
semifasciatiis, Bunganis. I. IKI. 
semiornata, Melania, IV. 'i(i. 
semiplicata, Auricula, IV, I(i0. 
semistriatus, Potamides, IV, 177. 
semisulcata, Pythia, IV, 130. 
Senimeliiiki, Psanimotellina, IV, 230. 
Spiniiopitliocus maunis, I. I(i2. 

, melalopliiis, I, 101. 

mitratus, I, 102. 

Seiiiperi, Temnocephala, I, 20. 
sepia, Gagrella, III, 8. 
Septaria, IV, 83. 

Janellei, IV, 84. 

suborbioiilai'is, IV, 8't. 

tessellata, IV, 80, 218. 

serotina, Psammotellina, IV, 234. 
setifer, Mu.s, I, 118, III, 82. 
setosa, Melania, IV. 00. 
sexcinctum, Bipaliuia, I, 140. 
sexlineatus, Tacliydrniniis, I, 100. 
siameiisis, >I('laiii]ius. IV, 10.5. 
Sicydium eynocephalum, III, 414. 

maerostetholepis, III, 414. 

wichraarini, III, 413. 

sidat, Angiiilla, III, 428. 
Sidenreng, I, V. 

Sikka, I, IX. 

Siliqua minima, IV, 202. 

radiata, IV, 200. 

— , Winteriana, IV, 262. 

Siluroiden, Lagerung der Leber, I, 355. 

, Lagerung der Niere, I, 355. 

, Schwimmblase, I, 301. 

similaris, Ilelix, II, 230, 202. 
Simotes triliueatus, I, 184. 
.simplex, Cyclops, II, 125. 
sinensis, Bostrichthys, III, 414. 
Singalang, I, IV. 
Singalang-Tandikat, 1, IV. 
singaporeiisis, Melampus, IV, 105. 
Singkarah, I, III. 
Sinis vagus, III. 13. 
sinuosa, Cyreua, IV, 1(K>. 
Siphia banyumas, III, 277, 286. 



SipbniKicryptus cuiiipactus, III. 3'i(t. 
SipbiiMiijulus albus, III, 341. 
Si|diiincipliiira flavireps. III, 330. 

vittata, III, 337. 

Siplionorhinus angustiis, III, 33(i. 
— — pallipes III, 335. 
Siphimotus elegans, III, 339. 

tnrinosiis, 111, 338. 

hi.ksimi, III, 3.30. 

Sira annulicornis, 1, 87. 

suniatrana, I, SS. 

Situ bagendit, 1. IV. 
smaragdinum, Lygosoma, I, 174. 
solai'is, Cinnyris, III, 300. 
Siilei-urtus. IV, 255. 
Solecurtus jihilippinaruin. IV, 2.50. 

rhonibus, IV, 257. 

, Scheepmakeri, IV, 2.50. 

Solen Becki, IV, 275. 

corneus. IV, 270. 

— — curtus, IV, 272. 

Delesserti, IV, 279. 

exiguus, IV, 275. 

— • — linearis, IV, 277. 

luzonicus, IV, 280. 

pictus, IV, 278. 

timorensi,s, IV, 27.5. 

Wdodwardi IV, 279. 

Suleuiden, IV, 255. 
Soletellina atrata, IV, 233. 

diphos, VI, 232. 

rostrata, IV, 232. 

solida, Psammotaea, IV, 240. 
solorensis, Helix, II, 235, 111, 109. 
sondaica, Geoplana, I, 133. 
Simpigilliden des Indischen Archipels, 

I, 30. 
soro, Barbus, ill, 422. 
Sowerbyana, Cassidula, IV, 147. 
spasma, Megadernia, I, 128. 
speciiisa, Ardeola, III, 284. 
spectabilis, Melania, IV, 09. 

, Thomisus, I, 207. 

, Pistius, I, 207. 

spectrum, Tarsius, III, 202. 
spelaea, Eonycteris, I, 120. 
Sphaeropaeus gladiator, III, 327. 

hercules, III, 320. 

Sphasus, I, 209. 

spicifer, Syngnathus, III, 428. 
S|)ilo]ielia tigriua, III, 305. 
Spilornis bacha, III, 209. 
ruiipectus, III, 271. 



443 



spiuifer, Palamnaeus, III, 96. 
spinifera, Spougelia, I, 59. 
spiuosa, Macrothrix, II, 123. 
spinosus, Otostigmus, III, 312. 
Spirobollelus cliryodirus, III, 399. 
chrysogrammus, III, 400. 

chryoproctus, III, 400. 

Spirostreptus vittatus, III, 387. 
spissus, Mecistocephalus, III, 317. 
Spizaetus lanceolatus, III, 272. 
spongeliae, Oscillaria, I, 59. 
Spongelia pallesceiis, I, 59. 

spinifera, I, 59. 

Spongia otahetica, I, 58. 
Spongilla cinerea, I, 35. 

decipiens, I, 40. 

fluviatilis, I, 32. 

- - sumatrana, I, 38. 

vesparium, I, 31, 45. 

Spongocladia dichotoma, I, 58. 
neocaledonica, I, 58. 

vaucheriaeformis, I, 57. 

Spongodendron dichotomum, I, 58. 
squamasa, Psammobia, IV, 251. 
squarrosa, Neritina, IV, 80. 
stagnalis, Isidora, IV, 11. 
Stanneoclavis brevispina, I, 195. 

roseo-limbata, I, 195. 

Stenocypris Malcolmsonii, II, 133. 
Stenogyra acutissima, II, 243. 

gracilis, II, 243, 261. 

javanica, II, 262. 

Stenogyra achatinacea, II, 243, 261. 

octona, II, 244, 262, III, 210. 

^ panayensis, II, 243, 261, III, 223. 

Stenothyra Moussoni, IV, 210. 

polita, IV, 211. 

strigilata, IV, 211. 

Sterua bergii, III, 285. 
stigmatus, Loriculus, III, 273. 
Stoparola meridionalis, III, 278. 
Streptocitta albicollis, III, 280. 
Streptüpelia bitorquata, III, 305. 
striata, Geopelia, III, 281- 

, Pholas, IV, 281. 

, Pythia, IV, 138. 

striatella, Psammobia, IV, 246. 
striatula, Modiola, IV, 226. 
striatus, Ophioceplialus, III, 416. 

, Philomycus, IV, 233. 

stricticosta, Melania, IV, 39. 
strigilata, Stenoth3-ra, IV, 211. 
striolatum, Lygosoma, I, 172. 



striolatiis, Oxyopes, I, 209. 
Strix Candida, III, 272. 

rosenbergii, III, 272. 

Strongylosoma atro-roseum, III, 368. 

carneum, III, 362. 

coarctatum, III, 366. 

• conspicuum, III, 368. 

flavicoxis, III, 366. 

nigricorne, III, 364. 

pygmaeum, III, 360. 

semicarneum, III, 363. 

subalbum, III, 360. 

subflavum, III, 3(55. 

subnigrum, III, 365. 

vinosum, III, 361. 

weberi, III, 367. 

Strubelli, Microparmarion, III, 108. 

, Vaginulus, II, 247. 

Striivea delicatiila, I, 61. 

delicatiila, Symbiose de, I, 56. 

Stylocellus sumatranus, III, 26. 
subalbum, Strongylosoma, III, 360. 
subalbus, Platyrhachus, III, 347. 
subcristata, Baza, III, 290. 
subflavum, Strongylosoma, 111, 365. 
subgranosa, Littorina, IV, 208. 
submissus, Platyrhacbus, III, 355. 
subnigrum, Strongylosoma, III, 365. 
subnodosa, Auricula, IV, 152. 
suborlicularis, Cyrena, IV, 94. 
suborbicularis, Septaria, IV, 84. 
subplanata, Corbicula, IV, 112. 
subplicata, Melania, IV, 37. 
subquadratus, Oligodou, I, 183. 
subramosa, Modiala, IV, 226. 
subspinipes, Scolopendra, III, 312. 
subspinosus, Platyrhacbus, III, 352. 
subula, Auriculastra, IV, 158. 
Süd-Celebes, I, IV. 

suillus, Hylomys, I, 123. 
Sula piscatrix, III, 285. 
sulcata, Corbicula, IV, 116. 
sulcatus, Potamides, IV, 178. 
sulcirostris, Graculus, III, 306. 
sulcospira, Melania, IV, 33. 
sulculosa, Cassidula, IV, 146. 
sulculosus, Melampus, IV, 167. 
sulfurea, Aplysilla, I, 59. 
sulpliurea, Cacatua, III, 273. 
sultanus, Amphidromus, II, 240. 
sumatrana, Calomniata, I, 200. 

-. Helix, II, 235, III, 160. 

, Isidora, IV, 8. 



444 



sumati-ana, Pcrichaetn, III, (39. 

, Rasbc.ra, III, 424. 

, Sira, I, 88. 

, Spongilla, I, 38. 

, Troclioniorplia, II, 261. 

sumatramiiii, I'isidium, IV, 121. 
suniatramis, CL'yptodcsuiiis, III, JiTÜ. 

, Glmneridesmus, III, 333. 

• , Giiüiiiulus, III, '■2h. 

, Hemiraniphus, III, 427. 

, Planorbis, IV, 12. 

, Pterocycliis, II, 211, 261. 

, Stylücelhis, III, 2(1. 

siimatreuse Lygosoiua, I, 174. 
Sumatreusis, Cyrena, IV, 92. 

Glauconiya, IV, 231. 

, Gordius, II, 138. 

, Melania, IV, 34. 

, Vagiiuilus, II, 240. 

, Vivipara, IV, 24. 

Suniba, Süswassprlisi-Iio, III, 4.38. 
Sumbawa, I, A II. 

suudaica, Caluiimuita, I, 2INt. 

, Pbiloscia, IV, 37!l. 

sundaicus, Porcellio, IV, 372. 
supercilio.sa, Anas, III, 30(3. 
Sus colebensis, I, 111, 
verrucosus, I, 111. 

vittatus, I, 111, in, 2(37. 

suspectus, AniphidruMiüs, II, 241. 
Süsswasser-Kauua, I, 1. 
Süsswasserlisclie, III, 40.5, 445. 
, Ambdll, III, 43'J. 

'-, Bali. III, 443. 

, Celcbcs, III, 429. 

, Flores, III, 4:^7, 

, Rütti, III, -'(aS. 

, Samau, III, 438. 

, Suniba, III, 438. 

, Timur, III, 438. 

Süsswasser-MoUuskeu, IV, 1, 201. 
sylvestris, Astur, III, 289. 

, Haomadipsa, IV, 33(5. 

Symbiose de rEjibydatia lUiviatilis, I, .5(3. 

de Halioliundria, I, .56. 

de Marcliesettia sponginnlcs, I, 64. 

de Noftihica miliaris, I, GO. 

quelques uouveaux cas de, I, 48. 

de Reniera, I, 64. 

de Struvea delicatula, I, 5(3. 

— ■ — de Trenteptdilia s)iniigo|iliila, I, .50. 
Symbrancluis bengaleiisis, III, 428. 
syudactylus, Hylubates, 1, 100. 



Syngiiathiis spicifer, III, 428. 



Tabcb di Aripan, I, IV. 
Tac.liyilnjnius sexlineatiis, I, 169. 
tacliypus, Trigcmiulus, III, 397. 
taeiiiatus, Parmariun, II, 222, III, IM. 
Taeniiipygia iusularis, 111, 303. 
tambra, Bai bus, III, 422. 
tanibroides, Barbus III. 422. 
taiia, Tupaja, I, 122. 
Tanctte, I, V. 

tangalunga, Viverra, 1, 109. 
Tanygnathus mülleri, III. 273. 
Tajibozous saccolaimus, I, 130. 
tardigradus, Nycticebus, I, 108. 
Tarentula laeta, I, 208. 
Tarsius fusconumus, III, 264. 

spectrum. 111, 262. 

Tectus, IV, 201. 
Telago apabila, 1, IV. 
Telescopium, IV, 180. 
telescopium, Potamidcs, IV, 180. 
temmiiu-ki, Coracias, III, 274. 

, Helostonia, III, 418. 

, Lygosonia, I, 174. 

, Scütopliilus, I, 128. 

Tomnocepbala, I, 1. 

cbilcusis, I, 2, 26. 

, Darmapparat, I, 20. 

, Ei, I, 17. 

, Entvvickelung, I, 17. 

, Excretorischer Apparat, I, 9. 

fasciata, I, 2(). 

, Hautdecke, 1, 5. 

, Hautdrüsen, I, 0. 

, Miinnlicbe Gesclileclitsurgain', I, 12. 

niiiiiir, I, 26. 

, Muskulatur, I, 5. 

, Nervensystem. I, 21. 

niivae-zelaudiae, 1, 26. 

quadricurnis, I, 26. 

Setnperi, I, 2(). 

, Spermatogenese, I, 1.3. 

Vorkommen, I, 3. 

, Weibliche Gescbleclitsorgaiic, 1, l'i. 

Teninocejdialidae, I, 25. 
Tempe, I, V, VI. 
Templetonia, I, 89. 
Tempk'toiiiinae, I, Ki. 
teiierriniiis, Potamides, IV, 180. 
Tenkatci. l'olaiiiides, IV, lOd. 



445 



tenuis, Gagrella, III, 6. 

, Psammotaea, IV, 240. 

, Sciurus, I, MS. 

Teredü ai-euaria, IV, 284. 

clava, IV, 286. 

tenuilabiatus, Pterocyclus, II, 262. 
Terpsiphone floris, III, 293. 
Te.studo emys, I, 176. 
testudinaria, Melauia, IV, 31. 
tessellata, Septaria, IV, 86, 218. 
Teteadji, I, V, VI. 
Tetrodon liurus, III, 429. 
textoria, Helix, II, 236. 
teysmani, Ciarias, III, 419. 

, Pachycephala, III, 286. 

, Rhipidura, III, 278. 

Tbamuocloniiini flabellUbrme, I, 58. 
Therapon argenteus, III, 407. 

jarbua, III, 407. 

micracanthus, III, 408. 

quadi'ilineatus, III, 408. 

Tbomisus spectabilis, I, 207. 
Thyropygus erythropleurus, III, 384. 

javanicus, III, 380. 

pachyurus, III, 385. 

rubro-cinctus, III, 382. 

rubro-limbatus, III, 381. 

Weberi, III, 382. 

xaiithouütus, III, 381. 

xaiithiirus, III, 382. 

Tbysanura, I, 73, 76. 
tigriua, Raua, IV, 388. 

, Spilopelia, III, 305. 

tigris, Felis, I, 108. 
Tinnunculus moluccensis, III, 289. 
Timor, Süss"wasserfl.sche, III, 438. 
timorensis, Isidora, IV, 9. 

, Solen, IV, 275. 

, Lalage, III, 286. 

Tjenrana, I, VI. 
Tjibodas, I, IV. 
Tjipauas, I, IV. 
togianus, Varanus, I, 169. 
tomentosa, Helix, II, 261. 
tomeatosus, Moiiacanthus, III, 429. 
Tomistoma schlegeli, I, 176. 
toudaneiisis, Planorbis, IV, 14. 
Toradjia celebeusis, IV, 365. 

eephalica, IV, 367. 

gorgona, IV, 366. 

torquatum, Pseudorhabdion, I, 183. 
Tortula gloriosa, I, 204. 
Totanus brevipes, III, 283. 



Totanus calidris, III, 283. 

cinereus, III, 283. 

glareola, III, 282. 

glottis, III, 283. 

hypoleucos, III, 282, 289. 

Tuxotes jaculator, III, 409. 
Tragulus napu, I, 111. 
Traüli, Cerithium, IV, 168. 
trapezoidea, Corbicula, IV, 115. 
Treutepoblia spongophila, Symbiose de, 

I, 50. 
Treron iloris, III, 305. 

griseicauda, III, 287. 

veruans, III, 281. 

triangularis, Cyreiia, IV, 93. 
Trichoglossus ornatus, III, 273. 
trichopterus, Osphromenus, III, 418. 
trifasciata, Argiope, I, 195. 
trigona, Pythia, IV, 130. 
Trigouiulus goesii, III, 395. 

megaloproctus, III, 397. 

reonus, III, 396. 

tachypus, III, 397. 

Trigonoceplialus rhodostonia, I, 191. 
triliueatus, Elaps, I, 191. 

, Simotes, I, 184. 

trinotatus, Astur, III, 271. 
Tringa niinuta, III, 306. 

platyrbyncha, III, 213. 

Trionyx cartilagineus, I. 176. 

phayrii, I, 176. 

triparietalis, Cassidula, IV, 145. 
tripudians, Naja, I, 191. 
tristis, Psammobia, IV, 242. 
Trochomorpba bicolor, II, 261. 

costulata, II, 232, III, 1.59. 

planorbis, II, 232, 261, III, 152. 



Trochonanina multicarinata, II, 232. 
Trochus hortensis, II, 226. 
trochus, Xauiua, II, 226, 262. 
Tropidopborus grayi, I, 175. 
Tropidorhyachus neglectus, III, 303. 
troscheli, Mugil, III, 416. 
truncata, Bithynia, IV, 25. 

, Philoscia, IV, 376. 

, Psammobia, IV, 245. 

tuba, Helix, II, 238, III, 190. 
Tubella retioulata, I, 31. 
tuberculata, Melania, IV, 56. 
tuberoulatum, Cerithium, IV, 170. 
tuberculatus, Goniocepbalus, I, 166. 



446 



tuinida, Curbicula, IV, 1 13. 
tiiniidmii, Onciiliiiin, IV, 120. 
Tiipaja javanica, I, 122. 

tana, I, 122. 

Tiirdinus linschi, III, 276. 
turgida, Cassidula, IV, 143. 
Turnix rulilatus, III, 281. 
tiirrita, Aiiricula, IV, 157. 
Tylognathus lüspidus, III, 421. 
Tvmpanotonus. IV, 183. 
Typhlina lineata, I, 180. 
Typhlops bramiuus, I, 180. 

uigro-albiis, I, 180. 

typica, Gazzüla, 111, 280. 
tyiiicus, Ceiiti'üdesmus, 111, 370. 



Uiiibilii-aria, Naiiiiui, II, 261. 
iiiidulata, Littuiina, IV, 199. 
uiiyuidens, L'alettir, 111, 15. 
unicolo)', Mastaceiubelus, III, 415. 
imicülor, Xeuopeltis, I, 182. 
uuiformi.s, Melania,, IV, 46. 
Unio Verbeeki, IV, 89. 
Unioiiiden, IV, 88. 
Uperotis, IV, 280. 
iiropygialis, Liiiiosa, III, 306. 
urotaenia, Ambassis, III, 408. 



Vaginulus Austtnii, II, 240. 

bloekeri, II, 202. 

graffi, II, 240, 202. 

hasselti, II, 261. 

Strubelli, II, 247. 

sumatreasis, II, 240. 

vivii)arus, 11, 240. 

Weberi, II, 24ß. 

vagus, Sinis, III, 13. 
Varanus salvator, I, 109. 

togianus, I, 169. 

varlabilis, Calamaria, I, 183. 

, Lepidocyrtus, I, 84. 

variegata, .\ssiininea, IV, 214. 
, Neritiua, IV, 78. 

, Pbilüscia, IV, 377. 

variegatuni, Corithium, IV, 171. 

, Lygosonia, I, 173. 

variegatus, Cbaerilus, III, 90. 
vaucberiaeforniis, Spongocladia, I, 57 
vclutiiuis, .VniKidiliii, IV, 303. 



i09. 



vcnatiii'ia, Hcteropoda, I, 204. 
VL'iierata, Gracula, III, 304. 
ventricdsa, Littorina, IV, 207. 
Verbeeki, Melania, IV, 38. 

, Unio, IV, 89. 

Verbreitung der Amphibien, IV, 

der Mollusken, IV, 291. 

verniil'urniis, Calamaria, I, 182. 
veruaus, Ti-eron, III, 281. 
verrucosus, Plathyrbachus, 111, 354. 

, Sus, I, 111." 

verruculatum, Oncidiuui, IV, 126. 
Vertheilung der Mollusken, IV, 300. 
verticillatus, Gecko, I, 104. 
vesparium. Si)ongilla, I, 31, 45. 
Vespertilio hasseltii, I, 128. 

muricola, I, 128. 

Vesperugo abramus, I, 128. 
Viciria, I, 209, 

vilis, Littorina, IV, 204. 
vincta, Melania, IV, 54. 
vinosuni, Öti'ongylosoma, III, 301. 
violacea, Batissa, IV, 184. 

, Psanimotaea, IV, 239. 

violaoeus, Perionyx, III, 72. 
virens, Glauconiya, IV, 230. 
virescens, Cacomantis, III, 270. 
virgata, Psanimobia, IV, 250. 
virgulata, Melania, IV, 57. 
vitrea, Perna, IV, 224. 
vitreuni, Leptopoma, 11. 217, 262. 
vittata, Gasteracantlia, I, 194. 

, Siplionopbora, III, 337. 

vittatus, Osteochilus, III, 421. 

, Spirostreptus, III, 387. 

, Sus, I, 111, III, 267. 

Viverra tangalunga, I, 109. 
Viverrieula malaccensis, I, 109. 
Vivipara costata, IV, 20. 

grossicosta, IV, 25. 

javanica, IV, 21. 

sumatrcnsis, IV, 24. 

viviparus, Vagiuulus, II, 246. 
volans, Draco, I, 100. 

, Galeopithecus, I, 111. 

vomer. Xauiiui. II, 230, 111, 147. 



Wadjo, I, VI. 
wagleri, Bothrops, I, 192. 
Wallaeei, Macro])teryx, III, 275. 
, Melania, IV, .52. 



447 



Wallacei, Microstictns, III, 273. 

, Nanina, II, 224, III, 119. 

wassinki, Homaloptera, III, 425. 
Weberi, Anomalochilus, I, 181. 

, Armadillo, IV, 364. 

, Bipaliiim, I, 141. 

, Crocidura, I, 123. 

, Cryptodesmus, III, 374. 

, Cypris, II, 129. 

, Dina, IV, 353. 

, Dino, III, 17. 

, Glossosiphonia, IV, 332. 

, Glyphidi-ilus, III, 37. 

, Gordius, II, 137. 

• , Ilaemopis, IV, 353. 

, Hormurus, III, 97. 

, Kerivoula, I, 129. 

, Lepidocampa, I, 76. 

, Lithobius, III, 310. 

, Moina, II, 120. 

, Paraci'3''ptops, III, 316. 

, Parmarion, III, 105. 

— ■ — , Periscyphus, IV, 371. 

, Philoscia, IV, 378. 

, Platyrhachus, III, 351. 

, Psitteuteles, III, 290. 

• , Pihinocricus, III, 391. 

, Sciurus, I, 115. 



Weberi, Strongylosoma, III, 367. 

, Tnyropygus, III, 382. 

, Vaginulus, II, 246. 

Wichmanni, Melania, IV, 54. 

, Mus, I, 120. 

, Sicydium, III, 413. 

wiiiteriana, Helix, II, 234, 261. 

, Siliqua, IV, 262. 

Woodwardi, Solen, IV, 279. 
Wukur, I, IX. 



Xauthonotus, Thyropygus, III, 381. 
xanthopus, Platyrhachus, III, 350. 
xanthozonus, Rhinocricus, III, 393. 
Xenopeltis unicolor, I, 182. 

Z 

Zeylanica, Haemadipsa, IV, 335. 
Zephronia nigricops, III, 329. 
— • — rufipes, III, 331. 
Ziczac, Neritina, IV, 79. 
Zoochlorella, I, 49. 
Zooxanthella, I, 49. 
Zosterops aureifroiis, III, 303. 
intermedius, III, 279, 303. 



BERICHTIGUNG. 

Teil I Seite 121 lies unter Acanthiou javanicum Guv. : South-Celebes : Ma- 
nudju statt Maniodjau. 



MAX WEBER, Zool. Ergebnisse IV. 

20. 



Tab. XV. 



V^-^ 




A.DolIfus del. 



A.J J.Wendel lith. 



^MMJrap impr. 



MAXWEBEH, ZooLEr^el^nisse W. 



Taf. XVI. 






3a. 



31). 



3c. 





^aitKEOTcpen. del. 



P.-W.fflXrapiiKp-c. 



SUPPLEMENT 

ZUM 

Gesamtregister zu den vier Bänden der „Zoologischen Ergebnisse' 



Durch ein bedauernswertes Versehen fehlen in obengenanntem Gesamtreo-ister 

die Namen der Genera und Speoies der Crustaceen, die im 2. Bande auf 

Seite 265 bis 57-1 behandelt wurden. Dieses Supplement möge einen 

Ersatz dafür bieten. 



Actaea, II, 277. 
Actaeodes, II, 278. 
acuminata, Caridina, II, 371. 
acutirostris, Palaemon, II, 454. 
acutus, Gelasimus, II, 306. 
Admete, Thalamita, II, 285. 
Aega interrupta, II, 553. 
africana, Telphusa, II, 301. 
Alcironidae, II, 551. 
Alitropus typus, II, 553. 
alphonsianus, Palaemon, II, 437. 
Alpheus, II, 404. 
Amphipoden, II, 529, 562. 
anchoralis, Penaeus, II, 515. 
angulhasensis, Mei'hippolyte, II, 407. 
angustifrons, Sesarma, II, 342, 347. 
anisodon, Goniosoma, II, 285. 
anmilipes, Gelasimus, II, 307. 
anomala, Thalassina, II, 354. 
Apus, II, 537. 
Argulus Indiens, II, 544. 
armata, Atya, II, 357. 
Atergatis, II, 277. 
atkinsoniana, Telphusa, II, 297. 
Atya, II, 355, 541. 
Aubryi, Sesai'ma, II, 327. 



B 



Banksü, Matuta, II, 351. 



barbatus, Pseudograpsus, II, 317. 
bariensis, Palaemon, II, 496. 
bidens, Sesarma, II, 330. 
bisulcata, Atyoida, II, 360, 363. 
Bornneri, Palaegyge, II, 558. 
Bopyridae, II, 555. 
Borrei, Palaegyge, II, 557. 
Branchipns, II, 537. 
brevicarpalis, Caridina, II, 397. 

var. endehensis, Garadina, II, 399. 

brevicarpus, Palaemon, II, 418. 
brevirostris, Alpheus, II, 405. 

, Atya, II, 360. 

, Caridina, II, 371. 

brevitarsis, Dotilla, II, 313. 
Burgeri, Palinurus, II, 354. 



canaliculatus, Penaeus, 11, 510. 
carcinus, Palaemon, II, 421. 
Cardisoma, II, 285. 
Caridina, II, 363, 541. 
carnifex, Cardisoma, II, 285. 
celebensis, Telphusa, 11, 297. 

var. lokaensis, Telphusa, II, 300. 

-var. pareparensis, Telphusa, 11,301. 

chiragra, Gonodactylus, II, 518. 
chlorodopsis, 11, 278. 
Clibanarius, II, 352. 
coarctatus, Gelasimus, II, 308. 
concinnus, Leander, II, 506. 



450 



ciinvcxa, l"';iratel|ilnisa, II, :!(1'2. 
cordirnaiia, Ocyixide, 11, 305. 
crassipos, Tacliaea, II, 55'2. 

, Metaplax, II, S^S. 

crassus, PseiulogTa|isiis, II, 317. 
crenata, Thalamita, II, 285. 
Cnistaceen d. Süsswassers, II, 5'28, .535, .543. 
custos, Diogenes, II, 352. 
Cymotlioinae, II, 537. 

n 

Danae, Palaeinoii, II, 438. 

, Thalamita, II, 285. 

dasypiis, Palinurus, II, 355. 
debiiis, Leander. II, 507. 
Decapoden, II, Sil, 543. 
Decazei, Telphusa, 11, 302. 
Dehaanii, Geotelphusa, II, 289. 
dentata, Porcellana, II, 351. 
dentatus, Ptyehoguatlius, II, 318. 
deiiticulata, Telphusa, II, 290. 
denticiilatifrons, Remipes, II, 3.51. 
dentipes, Metaplax, II, 327. 
diaphanus, Pagurus, II, 352. 
Diogenes, II, 352. 
dispar, Palaemon, II, 427. 
distinctus, Metaplax, II. 320. 
dolichodactylus, Alpheus, II, 407. 

, Palaemon, II, 477. 

Dotilla, II, 308. 

Dussumieri, Gelasimus, II. 300. 

K 

Edwardsii, Alplieus, II, 407. 

, var. brevipes, Sesarma, II, 330. 

elegans, Metaplax, II, 32.5. 

, Palaemon, II, 440. 

endehensis, Palaemon, II, 405. 
Entomostraca, II, 528, 537. 
equidens, Palaemon, II, 453, 450. 
esculentus, Palaemon, II, 477. 
Euruppellia, II, 278. 
euryrhyncbus, Palaemon, II, 477. 
exaratus, Leptodius, II, 278. 
exilirostris, Caridina, II, 309. 



fasciatus, Palinurus, II, 354. 
fenestrata, Dotilla, II, 311, 313. 
floresiaua, Orchestia, II, 562. 



floridus, AtiTgatis II, 277. 
Ibiviatilis, Palaegyge, II, .559. 

, Telphusa, li, 290, 29.3. 

foroipatus, (ielasimus, II, 300. 
Forskalii, Pilumnus, II, 28.3. 
tbssarum, Caridiiui, li, 397. 
frontalis, C'ardisdina, II, 280. 
, Sesarma, II, 334. 



Gelasimus, II, 305. 
Geosesai-ma, II, 341. 
Geotelpluisa, II, 288, 541. 
Giardi, Probopyrus, II, 557. 
glaber, Ptychognathus, 11, 324. 
Goniosoma, II, 285. 
Gonodactylus, II, 518. 
gracilidigitus, Alpbeus, II, 400. 
gracilipes, Utica, II, 316. 
gracilirostris, Caridina, II, 399. 
gracilis, Leptodius, II, 278. 
grandimanus, Palaemon, II, 487. 
grandirostris, Caridina, II, 390, 399. 
granulata, Telpliusa, II, 290. 
granulüsus, Pyxidognathus, II, 317. 

H 

liii-tinianus, Palaemon, 11, 480, 500. 
Ilorstii, Palaemon, II, 400. 
humieola, Orchestia, II, 569. 



lehtliyuxenus, .lellinghausii, II, 537, .545. 

montanus, II, 537. 

Idae, Palaemon, II, 422, 437. 
impressa, Sesarma, II, 330, 336. 
iucerta, Tachaea, II, 552. 
indicum, Sarmatium, II, 350. 
Indiens, Argulus, II, 54-i. 

, Leander, II, .507. 

, Penaeus, II, 511. 

, var. longii'ostris, Penaeus, II. 511. 

intermedia, Dotilla, II, 311, 313. 

, Sesarma, II, 331, 337. 

intermedius, Diogenes, II, .354. 

, Ptychognathus, II, 322. 

interrupta, .\ega, II, 553, 
Isopoden, II, 529, 537, 540. 



japonieus, Palaemon, II, 402. 



451 



javanicus, Palaemon, II, 457. 
Jellinghausii, Ichthyoxenus, II, 537, 545. 

H. 

Kuhlii, Geotelphusa, II, 288. 
, Ocypode, II, 304. 



laevis, Caridina, 11, 376. 

, Sesarma, II, 333. 

Lafondi, Sesarma, 11, 331. 

Lamarckii, Xanthodes, II, 278. 

lampropus, Palaemon, II, 493. 

laiiceifrons, Palaemon, II, 437. 

lar, Palaemon, II, 445. 

Larnaudii, var. brevimarginata, Telpliusa, 

II, 294. 
lata, Euruppellia, II, 283. 
latidactylus, Palaemon, II, 501, 504. 
latifrons, Metopograpsus, II, 314. 
latimaniis, Palaemon, II, 477. 
Leander, II, 506. 

lepidactylus, Palaemon, 11, 487, .500. 
lepidact3-loides, Palaemon, II, 497. 
Leptodius, II, 278. 
limula, Telphusa, II, 297. 
lineolata, Atya, II, 357. 
literata, Varuna, II, 315. 
lacustris, Tacliaea, II, 537, 538, 557. 
longicarpus, Leander, II, 506. 
longicornis, Pilumnus, II, 284. 
longimanus, Palaemon, II, 445. 
longirostris, Caridina, II, 395. 
longitarsus, Clibanarius, 11, 3.52. 
Lucasii, Philonicus, II, 516. 
Lysiosquilla, II, 518. 



n 



Macrophthalmus, II, 308. 
maculata, Lj'siosquilla, II, 518. 

, Paratelphusa, II, 303. 

, Sesarma, II, 347. 

raaculatus, Metopograpsus, II, 314. 
madagascariensis, Palaemon, II, 447. 
de Mani, Palaegyge, II, 560. 
Martensü, Orchcstia, II, 564. 
Mastersü, Penaeus, II, 513. 
Matuta, II, 351. 

mayottensis, Palaemon, II, 445. 
melanochira, Chlorodopsis, II, 278. 



melissa var. moluccensis, Sesarma, II, 328. 
merguiensis, Diogenes, II, 3,52. 

, Penaeus, II, 511. 

Merhippulyte, II, 407. 
messor, Metopograpsus, II, 314. 
Metaplax, II, 325. 
Metasesarma, II, 350. 
Metopograpsus, II, 314. 
miles, Diogenes, II, 352. 
modestus, Palaemon, 11, 469. 
Moeschii, Sesarma, II, 331, 336. 
moluccensis, Atya, 357. 
nionoceros, Penaeus, II, 513. 
montana, Orchestia, II, 567. 
montanus, Ichthyoxenus, II, .537. 
Mülleri, Philonicus, II, 516. . 
multidentata, Caridina, II, 380. 
myctiroides, Dotilla, II, 313. 

m 

natator, Gouiosoma, II, 285. 
Nauticaris. II, 409. 
nepa, Squilla, II, 518. 
Neptunus, II, 284. 
nilotica, Caridina, II, 395. 
nipponensis, Palaemon, II, 441. 
nodulifera, Sesarma, II, 342. 

O 

obtusipes, Geotelphusa, II, 290. 
Ocypode, II, 304. 
Orchestia, II, 540, 562. 

floresiana, II, 562. 

humicola, II, 569. 

Martensü, II, 564. 

montana, II, 567. 

parvispinosa, II, 566. 

Orchestidae, II, 562. 

Orientalis, Merhippolyte, II, 407. 

ornatus, Palaemon, 11, 445. 



Palaegyge, II, 557. 

Bonnieri, IT, 558. 

Borrei, II, 557. 

fluviatilis, II, 559. 

de Mani, II, 560. 

Palaemon, II, 410, 541. 
Palinurus, II, 354. 
Paratelphusa, 11, 302, 541. 



452 



]]iir(>|i;ii'rrisis, Caridina, II, ;i79. 

|iai'vir(istris, Caridina, 11, 375. 

liarvisjiiiuisa, Orcliestia, II, 5ü(j. 

[jiTtiiiatus, Pliilonicus, II, 515. 

pelagicus, Neptuiuis, II, 281. 

Penaeus, II, 510. 

perplexus, Gelasimus, II, 308. 

Philonicopsis, II, 517. 

Pliilonicus, 11, 515. 

jiii-tiis, Metopograpsus, II, ,315. 

pilimaiui.s, Palacmon, II, 471. 

var. leptodactyhis, PalaciiHui, II, "17(1. 

pilipes, Ptychognatluis, II, 318, 325. 
Pilummis, II, 283. 
placiduhis, Palaeiiion, 11, 4.8!! 
placidus, Palaeinon, II, 'i83. 
Plagusia, 11, 317. 
Piircidlaiia, II, 351. 
I'r(jbüii3i'u.s, 11, 557. 

Giardi, II, 557. 

]pi'ynina, Thalaiuita, II, 285. 
Psi>udiigrai>sus, II, 317. 
Ptyi-Iicignatlius, II, 318. 
IHisillus, Ptyc-liiignathiis, II, 325. 
Pyxiddgiuitliiis, II, 317. 

ipiadrata, 8i'sin'iiia, I!, 328. 
(|iiadraf Hin, C'ardisunia, II. 287. 

n 

i'ajiax, Alplicns, II, 404. 
Ueinipcs, II, 351. 
i'ouniiincnsis, PalacniDii, 11, 154. 
Riedelii, Ptychognatluis, II, 321. 

var. pilosa, Ptychognatluis, 11, 323. 

Kdcini'la typns, II, 537, 553. 
Rousscauxi, Metasesarma, II, 350. 
ruber, Palaenion, II, 445. 
rudis, Pahu'inon, II, 440. 
rugata, Actaca, 11, 277. 



sanguinolcntus, Neiitunus, II, 285. 
Sarinatiiim, II, 350. 
scahriculus, Palaenion, II, 4(32. 
scrabiuscuhis, Piluiniuis, II, 284. 
.scorpio, Sqiiilla, II, 518. 
Scylla, 11, 285. 
■ semisulcatus, Penaeus, 11, 51(t. 



Seinineliiikii, LimihIit, 11. 507. 
sei'rata, .\tya, II, 303. 

, Scylla, II, 285. 

serratirostris, Caridina, II, .382. 

var. celebensis, Caridina, II, 385. 

Sesarraa, II, 327. 
sianiensis, Caridina, II, 307. 
sinuatifrons, Teliihusa, II, 29C. 
Sluiteri, Piluniniis, II, 283. 
spatlnilirostris, Caridina, 11, .374. 
spectabilis, Palaenion, II, 440. 
Sjienceliatei, Caridina, II, 371. 
spinipes, Chlorodoiisis, II, 278. 
Squilla, II, 518. 
siilcata, Dotilla, II, .300. 
siiniatreiisis, Tclphiisa, II, 28'J, 200. 
snndaicus, Palaenion, II, •i37. 
Sijsswasser-(!rustaceen, II, 528, 535, 543. 
sylvicola, Sesarma, II, 345, 350. 



Tacliaea crassipcs, II, .552. 

incerta, II, .552. 

lacustris, II, 537, 538, 551. 

tacniolata, Sesarma, II, 330. 
taliitensis, Atyoida, 11, 303. 
Telpluisa, 11. 20O, 541. 
testiidiiuirins, Keniipes, II, 351. 
Thalaniita, 11, 285. 
Thalassina, H, 354. 
toinentosus, Actaeodes, II, 278. 
transversus, Macrophthaliiius, 11, 3(18. 
trapezoidea, Sesarma, H, 338. 
triaiigiilaris, (ielasiniiis, 11, 307. 
tridentata, Paratelphiisa. II. 302. 
tnliercnlata, Plagnsia, II, 317. 
typns, Alitropus, II, 5.53. 

, Caridina, 11, 307. 

var. lungirostris, Caridina, II, ;iOO. 

, Rocinida, II, 537, 553. 



V 

l'rvillri, Cardisiiiiia, 11, 
Utica, II, 31(1. 



vagns, Palacmon. II, 
Varnna, II, 315. 
Verschlejipung von 
II, 530. 



280. 



Süsswasserticrcn 



453 



verspertilio, Piluninus, II, 283. 

victrix var. crebrepuuctata, Matuta, 

n, 35i. 
vinosa, Euruppellia, II, 278. 
vocans, Gelasimus, II, 305. 

W 

Weberi, Caridiiia, II, 371. 

var. sumatrensis, Caridina, II, 375. 



Weberi, Palaemon, 421. 

, Sesarma, II, 338. 

Wicbmanni, Dotilla, II, 308. 

Wyckii, Caridina, II, 386. 

var. gracilipes, Caridina, II, 393. 



Xanthodes, II, 278. 



Der erste Band enthielt: 

Einleitung mit drei Karten. 

Max Weber: Heber Themnocephala Blanchard; mit Tafel I, II, III. 

Max "Weber: Spongillidae des Indischen Archipels; mit Tafel IV. 

Max "Weber et Mme A. "Weber — van Bosse: Quelques nouveaux cas de 
Symbiose; avec Planche "V. 

J. T. O u d e m a n s : Apterygota des Indischen Archipels ; mit Tafel "VI, "VII. 

Max "Weber: Mammalia from the Malay archipelago. I. 

I". A. Jentink: Mammalia from the Malay archipelago. II; with Plate 
VIII, IX, X, XI. 

J. C. C. Loman: Ueber neue Landplanarien von den Sunda-Inseln; mit 
Tafel XII, XIII und 4 Zincographien. 

Max "Weber: Eeptilia from the Malay Archipelago I. Sauria, Crocodilidae, 
Chelonia; with Plate XIV. 

Th. "W. van Lidth de Jeude: ßeptilia from the Malay Archipelago II. 
Ophidia; with Plate XV, XVI. 

A. "W. M. van Hasselt: Araneae es Archipelago Malayano. 

J. H. P. Kohlbrügge: Versuch einer Anatomie des Genus Hylobates. 
Erster Theil; mit Tafel XVII, XVIII, XIX und 24 Figuren im Texte. 

Max Weber: Eigenthümliche Lagerung der Leber und Niere bei Siluroiden; 
mit Tafel XX. 

G. Rüge: Anatomisches über den Rumpf der Hylobatiden. Ein Beitrag zur 
Bestimmung der Stellung dieses Genus im Systeme; mit Tafel XXI, 
XXII, XXIII, XXIV, XXV. 



Der zweite Band enthielt: 

Max Weber: Beiträge zur Anatomie und Entwickelung des Genus Manis; 
mit Tafel I— IX. 

J. Richard: Entomostraces d'eau douce de Sumatra et de Celebes. I. Phyl- 
lopodes, Cladoceres et Copepodes ; avec planche X, fig. 1 — 5. 

E. Moniez: Entomostraces d'eau douce de Sumatra et de Celebes. II. 
Ostracodes; avec planche X, fig. 6 — 27. 

A. Villot: Gordiens de Sumatra. Description de deux especes nouvelles. 

J. BT. E. Kohlbrügge: Versuch einer Anatomie des Genus Hylobates. 
Zweiter Theil; mit Tafel XI und 2 Figuren im Text. 

E. von Martens: Landschnecken des Indischen Archipels; mit Tafel 
XII-XIV. 

J. G. de Man: Decapoden des Indischen Archipels; mit Tafel XV — XXIX. 
(Abgeschlossen Juni 1891). 

Max Weber: Die Süsswasser-Crustaceen des Indischen Archipels, nebst 
Bemerkungen über die Süsswasser-Eauna im Allgemeinen. Mit Tafel XXX 
und 22 Zincographien. 



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Der drille Band enlhiell: 

J. C. C. Lora an: Opilioniden vou Sumatra, Java und Flores, mit Tafel I. 

E. Horst: Earthworms from the Malav Archipelago; with plates II, III 
and IV. 

P. A. Jentink: On a new species of Rat from the ialand of Flores; with 
plate V. 

B.. J. Pocock: Scorpions Iro-Ji the Malay Archipelago; with plate VI. 

H. Simroth: lieber einige Parmarion-Arten , mit Tafel VII und VIII. 

Max Weber: Bemerkung zu Tafel VII. 

Pr. Wieg manu: Beiträge zur Anatomie der Landschnecken des Indischen 
Archipels; mit Tafel IX, X, XI, XII, XIII, XIV, XV und XVI, 

Max Weber: Notizen über Säugethiere des Indischen Archipels. 

J. Büttikofer: Ornithologische Sammlungen aus Celebes, Salever und 
Flores, mit Tafel XVII und XVIII. 

E. J. Pocock: Chilopoda, Symphyla and Diplopoda from the Malav Archi- 
pelago; with plate XIX, XX, XXI and XXII. 

Max Weber: Die Süsswasser-Pische des ludischen Archipels, nebst Bemer- 
kungen über den Ursprung der Fauna von Celebes. 



Druck der „Buchhandlung und Druckerei vormals £. J. Brill" in Leiden. 



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