(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Zoologischer Jahresbericht"

JSU 



MARINE BIOLOGIGAL LABORATORY. 



Received 

Accession No. •P*^/' 

Given by 

Place, 



*:t*J<o book op Pamphlet is to be pemoved fpom tbe Liab- 
oratopy uaithout the pepmission of the Tpustees. 



^. 



^-^y, 



ZOOLOGISCHER JAHRESBERICHT 



FÜR 



1880. 



HERAUSGEGEBEN 

VON DER 



ZOOLOGISCHEN STATION ZU NEAPEL. 



REDIGIRT 

VON 

PROF. J. VICT. CARUS 

IN LEIPZIG. 




LEIPZIG, 

VERLAG VON WILHELM ENGELMANN. 
1881. 



ZOOLOGISCHER JAHRESBERICHT 



FÜR 



1880. 

HERAUSGEGEBEN 

VON DER 

ZOOLOGISCHEN STATION ZU NEAPEL 



REDIGIRT 

VON 

PROF. J. VICT. CARUS 

IN LEIPZIG. 



1. ABTHEILUNG: 

ALLGEMEINES BIS VERMES. 

MIT REGISTEK. 



LEIPZIG, 

VERLAG VON WILHELM ENGELMANN. 
1881. 



Alle Rechte vorbehalten. 



Vorwort des Herausgebers. 



Im Interesse erhöhter Benutzbarkeit und auf mehrfache an 
ihn gerichtete Vorstellungen hin hat der Unterzeichnete die Thei- 
lung des Jahresberichts in vier gesonderte und einzeln verkäuf- 
liche Abtheilungen angeordnet. Er hofft damit im Sinne der 
zahlreichen Specialisten gehandelt zu haben, welchen sowohl der 
Umfang des ganzen Berichts wie die dadurch bedingte Höhe des 
Preises die Anschaffung erschwerte. 

Auch für den vorliegenden Jahrgang sind beträchtliche Sub- 
ventionen bewilligt worden von Seiten des kgl. Italienischen und 
des kaiserl. Russischen Unterrichts-Ministerii, der kgl. Preußischen 
Akademie der Wissenschaften und der Bürgermeister-Kellinghusen- 
Stiftung zu Hamburg. Durch diese Unterstützungen allein ist die 
Fortsetzung des großen und schwierigen Unternehmens ermög- 
licht worden; es ist des Unterzeichneten angenehmste Pflicht dafür 
öffentlich den Dank der Zoologischen Station abzustatten. 

Neapel, December 1881. 

Prof. Anton Dohrn. 



Inhalts- Übersicht. 



F. Arthropoda. Seite 

1. Allgemeines 1 

2. Pygnogonidae 4 

3. Crustacea 5 

I. Allgemeines 11 

II. Cirripedia 17 

III. Copepoda 19 

IV. Ostracoda 26 

V. Cladocera 28 

VI. Phyllopoda 28 

VII. Leptostraca 29 

VIII. Thoracostraca 29 

IX. Arthrostraca 51 

4. Poecilopoda. Trilobitae 64 

5. Protracheata 66 

(1—5. Ref. : Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

6. Arachnida 66 

(Ref. Anatomie etc. : Dr. Paul Mpyer in Neapel ; I — IX. Prof. A. 
Äusserer in Graz.) 

I. Allgemeines über die Klasse 73 

II. Acarida 75 

in. Tardigradae 77 

IV. Araneidae 77 

V. Opiliones 92 

VI. Pedipalpi 92 

VII. Scorpiones 92 

VIII. Pseudoscorpiones 93 

IX. Galeodidae 93 

7.Myriapoda 94 

(Ref.: Anatomie Dr. P. Mayer, das Übrige Prof. Fil. Funzago 
in Sassari.) 

8. Hexapoda 105 

I. Anatomie, Biologie etc 105 

(Ref. : Dr. P. Mayer in Neapel.) 

II. Hemiptera 123 

(Ref. : Dr. O. M. Reuter in Helsingfors.) 

III. Orthoptera 177 

(Ref.: Dt. Herrn. Krauss in Wien.) 

IV. Pseudo-Neuroptera 188 

(Ref. : Prof. H. Hagen in Cambridge, Mass.) 



IV Inhalts-Übersicht. 

Seite 
V. Neuroptera 213 

(Ref. : Prof. H. Hagen in Cambridge, Mass.) 

VI. Diptera 230 

(Ref. : Dr. Ferd. Kar seh in Berlin.) 
VII. Lepidoptera 259 

A. Rhopalocera 259 

(Ref. : Dr. H. Dewitz in Berlin.) 

B. Heterocera 281 

(Ref. : Prof. H. Frey in Zürich.) 

Vni. Hymenoptera 306 

(Ref. : Prof. Dr. K. von Dalla Torre in Innsbruck.) 

IX. Coleoptera 357 

(Ref. : Herr Edg. Frhr. von Harold in München.) 

Autoren- Register 411 

Sach-Register 425 

(Das Register der neuen Gattungen befindet sich am Schlüsse der IV. Abtheilung). 



F. Arthropoda. 

1. Allgemeines. 

(Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

1. Balfour, F., A Treatise on Comparative Embryology. Vol. 1. 1S80. Cap. 17 — 19. p. 316 

—452. 

2. Claus, C. , Grundzüge der Zoologie. Zum wissenschaftlichen Gebrauche. -1. Aufl. 

1. Bd. Marburg 1880. Arthropoda p. 509 — 821, und zwar: Crustacea p. 515 — 
642, Arachnoidea p. 642 — 675, Onychophora p. 675— 676, Myriapoda p. 676— 6S3 
und Hexapoda = Insecta p. 683 — 821. 

3. Krukenberg, C. Fr. W., Vergleichend-physiologische Studien an den Küsten der Adria. 

Experimentelle Untersuchungen, l.u. 2.Abth. 1880. 3. Abth. u. dem Titel : Ver- 
gleichend-physiologische Studien zu Tunis, Mentone uiid Palermo 1880. 

4. Lienard, V., Recherches sur le Systeme nerveux des Arthropodes. Constitution de 

l'anneau oesophagien. I. Partie in: Arch. Biologie T. 1. p. 381 — 391 PI. 15. 
*5. Megnin, P., Les Parasites et les maladies parasitaires chez l'homme, les animaux do- 

mestiques et les animaux sauvages avec lesquels ils peuvent etre en contact. 

Insectes, Arachnides, Crustaces. Paris 1880. (484 p., 26.!pl.) 
*6. Notthaft, J., Ueber die Gesichtswahrnehmungen vermittelst des Facettenauges, in: 

Abhandl. Senckenberg. Nat. Ges. (91 p., 3 Taf.). 
7. Nussbaum, M., Zur Differenzirung der Geschlechter im Thierreich, in: Arch. f. mikr. 

Anat. 18. Bd. p. 1—122. Taf. 1—4. Arthropoden p. 51—53. 

Claus (2) äussert sich in der 4. Auflage seines Lehrbuches der Zoologie in 
Bezug auf die Phylogenie der Arthropoden folgendermaßen (p. 515) : »Auf welchem 
Wege und durch welche Formen die A. phylogenetisch aus Anneliden hervor- 
gegangen sind, steht bislang Icaum vermuthungsweise zu erörtern. Jedenfalls 
können Larvenformen von A. wie die Nauplius- und Zoealarve der Crustaceen, 
welchen überhaupt keine directe phylogenetische Bedeutung beizulegen ist — 
nicht direct auf Anneliden und deren Larven bezogen werden. Vielmehr dürften 
langgestreckte, vielringelige Zwischenglieder mit zwei Stirnfühlern und gelappten, 
borstentragenden Gliedmaßen vorauszusetzen sein. « Die Brauchiaten oder Cru- 
staceen sind die älteren , zum Theil auf niederer Lebensstufe zurückgebliebenen 
Formen. »Die Tracheaten erscheinen ihnen gegenüber nicht auf einen einheitlichen 
Ursprung zurückführbar, indem sich die von den polygnathen Crustaceen (Gigan- 
tostraca) ableitbaren Arachnoideen den in näherer Verwandtschaft verbundenen 
Myriopoden und Insecten gegenüberstellen.« — Als Classen der Arthropoden 
unterscheidet Verf. 1) Crustacea^ 2) Arachnoidea, 3) Omjchophora ^ 4) Myrio- 
poda, 4) Hexapoda = Insecta. — Referat über die Crustaceen im engeren Sinne s. 
unten. Die Merostomata und Poecilopoda werden als Gigantostraca den Eucrusta- 
cea gegenüber gestellt und zu den Crustacea gerechnet. Als Anhang erschei- 
nen die Trilobiten, deren Stellung noch unsicher ist. — Die Arachnoidea zerfallen 

2oo^og' Jahresbericht 18S0. 11. \ 



\ 



F. Arthropoda. 

in die Lmguatululae , Acarina — liier werden anhangsweise die Pycnogonidae 
untergebracht p. 654 ff.) — , Tarcliymda , Araneidae, P/udangidae , PedipaJpi, 
Scoi-pionidea und Pseiidoscorpioncs. — Referat Über die Insecten s. unten. 

Lienard {^] hat die Quereommissur hinter dem Oesophagus zur Verbindung 
der beiden Längscommissureu des Schlundringes, die bereits für Krebse und einige 
Insecten bekannt war, näher untersucht. Er nimmt mit Bezug darauf 4 Typen 
an : 1) denjenigen der Crustaceen. Hier ist der Schlundring sehr lang, die Quer- 
eommissur vom Unterschlundganglion ziemlich entfernt. Vertreten bei Deca- 
poden. Sqidlla, Apus , ferner hei Lünuhis , Myriapoden und unter den Insecten 
bei Blajjs, Necrophorus, Gryllus, Blattei und der Raupe von Pieris. 2 denjenigen 
von Dytiscus (nach Leydig) . Die Quereommissur befindet sich dicht am ünter- 
schlundganglion. Vertreten bei den Isopoden und unter den Insecten bei Lihel- 
liila etc., Ckindela etc. und Phryganea. 3) denjenigen von Cossiis nachLyonet, , 
bei welchem die Quereommissur vom Gehirn ausgeht. Es ist der Haupttypus ; 
er besteht bei Myriapoden und unter den Insecten bei Schmetterlingsraupen , der 
Larve von Tenth-edo, hei Mantis. Locusta etc., Hydroplulus etc. 4) denjenigen 
der saugenden Insecten. Hier entspringt die Quereommissur aus dem nämlichen 
Neurilem wie das Unterschlundganglion. Vertreten bei Hemipteren, Lepidopteren, 
Dipteren und Larven von Hymenopteren. 

Nussbaum 0) faßt in seiner Arbeit über die Differenziruug der Geschlechter 
im Thierreiche die Spermatogenese bei Insecten [Tenebn'o, Hydrophilus und Blatia) 
im Sinne von La Valette St. George auf, läßt aber die peripherischen 
Theilstücke der Spermatogonien [Ursamenzellen zu den Zellen der FoUikelhaut, 
die centralen hingegen durch fortgesetzte Theilungen und Umbildungen zu Samen- 
fäden Averden. Die Kerne und Zellen der FoUikelhaut sind an noch nicht ganz 
reifen Follikeln nachweisbar. Bei Astacus werden die von Grobben als Ersatz- 
keime bezeichneten Zellen als die Follikelzellen , deren Herkunft übrigens vom 
Verf. nicht nachgewiesen worden ist, gedeutet, so daß auch hier alle Abkömm- 
linge einer Spermatogouie feines Spermatoblastes nach Grobben, in einem 
Follikel die Umwandlung in Samenfäden durchmachen. 

In Krukenberg' s vergleichend-physiologischen Studien ,''^ finden sich eine 
Reihe von Notizen über Arthropoden, deren Zusammenstellung im Folgenden ver- 
sucht worden ist. Theil I. p. 62 u. 63. Die dialytisch gereinigten Pepsinextracte 
von Pinnotheres pisiim , Pagurus macidattis und Eriphia spinifro7is geben diasta- 
tisches Enzym; Auszug von Hummer- oder Pagurus -Leber liefert solches nicht, 
dagegen tryptisches Ferment. Theil II. p. 20 u. 21 befindet sich eine Tabelle 
über das Vorkommen von Harnsäure , Guanin , Leucin und Hippursäure bei Ar- 
thropoden nach eigenen und fremden Beobachtungen. Was die Harnsäure 
betrifft, so ist p. 27, nur bei Spinnen und Krebsen ihr Vorkommen zweifelhaft. 
Sie konnte nicht dargestellt werden aus den Excrementen von Onismts und 
den Lebern von Decapoden. Dagegen wurde eine große Anzahl Insecten mit 
Erfolg auf ihre Anwesenheit geprüft, jedoch fehlt sie bei Apis, bei Tetrix, Lo- 
custa und anderen Orthopteren. Bei Osmodenna eremita war der Darm voll 
Harnsäure, die vielleicht zum Theil von ihm selbst ausgeschieden war ; dasselbe 
gilt vom Enddarm <\exEuprep'm caja. Bei Lampyris sind sogar alle Gewebe, z. B. 
Leuchtorgan, Darm . Fettkörper. Muskeln, nicht ausgebildete Eier, voller Harn- 
säure. Bei einigen Raupen und auch bei Cimhex wurde sie vermißt , doch ließ 
sich nie ein Insect auffinden , bei dem sie im Fettkörper gewesen wäre, im Darme 
oder den Vasa Malpighii dagegen gefehlt hätte. — Hummerlebern sind ip. 34 j 
frei von Taurin und Harustofi", Muskeln reich an Tyrosin und vielleicht auch mit 
Harnstoff versehen. — Die Lebern der Decapoden enthalten p. 41) verhältnismäßig 
wenig Fett. — Nach Claude Bernard steht (p. 54) das Auftreten von Gly- 



1. Allgemeines. 3 

cogen in Zusammenhang mit der Häutung ; auch wird letzteres gleich den Krebs- 
steinen zur Bildung des Panzers verbraucht. Bernard bezeichnet die Larven 
von Miisca lucüia als »wahre Glycogensäcke« ; Zucker ist in ihnen nicht enthalten, 
wohl aber in der Puppe, und in der Imago sogar neben Glycogen. Ähnlich ver- 
hält es sich mit den herbivoren Raupen ; somit wird das Glycogen im Orga- 
nismus selbst gebildet. Verf. vermißt (p. 58) den Nachweis für das von Bal- 
biaui behauptete Vorkommen des Glycogens bei Arachnoidenembryonen , weil die 
von Diesem aufgeführten chemischen Reactionen nicht genügen. — Auf p. 63 
werden in der tabellarischen Übersicht über die Verbreitung einiger characte- 
ristischen chemischen Verbindungen im Thierreiche auch die Arthropoden behan- 
delt. — In Bezug auf die thierischen Farbstoffe wird (p. 73 — 75) ausgeführt, 
daß das Colorit von Locusta viHdissima der » Effect mehrerer durch Lösungsmittel 
trennbarer Pigmente« sei. Eins geht mit gelber Farbe in Äther über, wobei die 
Thiere roth werden ; das Gelb wird durch das Licht zerstört. Es ist wohl vor- 
zugsweise der Grund der grünen Färbung der Heuschrecken und auch des Virbius 
[? im Original steht constant Mirbius. Ref.] ; ferner ist ein gelbgrüner Farbstoff 
vorhanden, der aber nicht Chlorophyll ist. — p. 104 werden Angaben über die 
Menge des Wassers (72%), der organischen (22 "^/o) und anorganischen (ßO/o) 
Materie bei Squilla mantis gemacht. — Theil IH. p. 62 — 64. Die Farbe der 
Flügeldecken von Carnbus aumtus und Lytta vesicatoria beruht auf Interferenz ; 
wenn man bei Conservirung der Letztgenannten in Alkohol oder Äther gleich- 
wohl in dem Auszuge die Absorptionsstreifen des Chlorophyll findet , so liegt dies 
lediglich an dem Darminhalte. Das Smaragdgrün der Cantharidenflügeldecken 
geht durch Kochen der Flügel mit Wasser, Salzsäure oder Natronlauge in das 
Braungrün der Flügeldecken von Carabus auratus im Spätherbste über ; deshalb 
muß der Farbenwechsel bei klimatischen Einflüssen von Texturveränderungen 
herrühren. — Im Blute der Decapoden ist (p. 78) oft nur der rothe, oft auch der 
blaue Farbstoff [Haemocyanin] vorhanden , zuweilen kommen auch beide zusam- 
men vor. Auch die Gerinnbarkeit des Blutes beim Stehen an der Luft wechselt 
(p. 102) sehr. — Bei den Krebsen besteht (p. 190) kein durchgreifendes Ab- 
hängigkeitsverhältnis der spectroskopisch unterscheidbaren Leberpigmente von 
den Blutfarbstoffen. — In Bezug auf das Herz der Crustaceen bestätigt Verf. 
(p. 167) die Angaben von Eckhardt und Berger, denen zufolge bei Astacus 
nur der hintere Theil des Herzens nach Loslösung vom vorderen noch seine 
Zuckungen fortsetze , fand aber bei Astacus und Eriphia , daß bei weiterer Zer- 
stückelung der hinteren Hälfte die Contractionen aufhörten. 

Balfour behandelt in seiner vergleichenden Embryologie (^) die Tracheaten 
im XVII. , die Crustaceen (Referat s. unten) im XVIU. und den Rest der Arthro- 
poden im XIX. Capitel, in welchem er auch Bemerkungen über die ganze Gruppe 
macht. Ihm zufolge stammen die Crustaceen von den Phyllopoden, die Tracheaten 
von Landanneliden ähnlich dem Peripatus ab. — Die Pycnogoniden sind vielleicht 
auch Spinnen, dann aber muß angenommen werden, daß beide Phyla bereits sehr 
frühzeitig aus einander gegangen seien. — In Betreff der Poecilopoden ist Verf. 
sehr geneigt, sie ebenfalls zu den Spinnen zu rechnen. Die 6 Paar Thoracal- 
gliedmaßen entsprechen als sämmtlich postoral denen der Arachniden; freilich 
muß dann eine nachträgliche Wiederaufnahme der Kiemenathmung postiilirt 
werden. — Über die Stellung der Pentastomiden und Tardigraden äußert Verf. 
keine Ansicht. — Die Protracheaten (Verf. nennt sie Prototracheateu) werden 
eingehend auf Grund eigener embryologischer Forschungen besprochen. Das 
Nervensystem legt sich als eine Verdickung des Ectoblastes in zwei getrennten 
Strängen an. Das Oberschlundganglion stellt eine solche Verdickung an der 
Ventralseite der Kopflappen vor dem Munde dar; später wächst in jede von ihnen 

1* 



r. Arthropoda. 

eine Einstülpung des Ectodermes hinein, doch schließen sich , ähnlich wie bei den 
Tracheaten, diese Öffnungen wieder. Das Mesoderm geht aus zerstreuten Zellen 
hervor und bildet später zwei Längsbänder, welche den Körper in 3 Regionen 
(eine mittlere für den Darm und zwei seitliche für das Nervensystem) scheiden. 
Diese Abtheilungen bestehen auch noch bei den Erwachsenen. Die Leibeshöhle 
setzt sich in die Beine und die Kopflappen fort. Der Mitteldarm ist zwar frei 
von Dotter, dagegen sind seine Zellen voller Dottertheilchen; er erstreckt sich 
weit nach vorn. Vorder- und Hinterdarm bilden Einstülpungen. Die Beschrei- 
bung des Tracheensystems bei erwachsenen Peripatus, wie sie Moseley liefert, 
wird vom Verf. bestätigt. Das 1. Paar postoraler Anhänge wird provisorisch als 
Mandibel, die Mundpapillen werden als Maxillen gedeutet u. s. w. , dagegen wer- 
den die Fortsätze der Kopflappen, welche die Lippen bilden, nicht als echte Glied- 
maßen angesehen. Bei den Myriapoden besteht nach Verf. eine Homologie der 
Gliedmaßen mit denen der Insecten. Als 1 . Maxillenpaar wird mit Metschni- 
koff die viertheilige Platte hinter den Mandibeln betrachtet ; das darauf folgende 
1 . Gehbeinpaar der Larve ist dann die 2 . Maxille . Die Giftklauen der erwach- 
senen Chilopoden haben bei den Chilognathen kein Homologon , so daß also das 
1 . Paar Gehfüße von Jenen das 2. Paar bei Diesen vorstellt. — Bei den Insecten 
sind die Antennen den übrigen Gliedmaßen nicht gleichwerthig, sondern eher den 
paarigen Fortsätzen der praeoralen Lappen bei den Chaetopoden gleichzusetzen. 



2. Pycnogonidae. 

>." ■ (Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

1. Croneberg, A., Über die Mundtheile der Arachniden. in: Arch. f. Naturg. 4 ü. Jahrg. 

p. 285—300 Taf. 14—16. 

2. Sars, G. O., Crustacea et Pyenogonida nova in itinere 2. et 3. expeditionis anno IST" 

et 1878 collecta (Prodromus descriptionis). in: Arch. f. Math, og Naturvid. 4. Bd. 
p. 427—470. 

3. d'Urban, ^y. S. M., The Zoology of Barents Sea. in; Annais of Nat. Hist. 'C^] Vol. 6. 

p. 253 ff. 

4. Wilson, E. B., Synopsis of the Pyenogonida of New England, in: Trans. Connecticut 

Acad. Vol. 5. p. 1 — 26 PI. 1—7. 

Nach Croneberg (') ist das Rostrum der Pycnogoniden aus Verschmelzung 
eines Antennenpaares hervorgegangen, während die Eierträger vielleicht den 
paarigen Anhängen des Rostrum der Arachniden entsprechen. Es gehören darum 
auch die Pycnogoniden zu den Spinnen , haben sich jedoch von diesen schon ab- 
getrennt, ehe es bei denselben zur Ausbildung des Rostrum kam [vergl. unten das 
betreffende Referat bei den Arachniden] . 

Entwickehmgsgeschichte der Pycnogoniden, vergl. Balfour, s. oben p. 3. 

Stellung im System, vergl. Claus, s. oben p. 1. 

D'Urban gibt (•') eine Liste der Fundorte von 5 Arten Nymphon. 

Miers führt (Journ. Liun. Soc. Vol. 15. Nr. Sl p. 72) Nymphon robusiwn 
von der Discovery Bay an. 

Wilson führt (4) als zur Fauna vonNeu-England, deren nördliche Grenze er 
bei Halifax zieht , gehörig die folgenden Pycnogoniden auf: Pycnugonnm littorale 
Ström, Tanystyhmi orhiculare M., Ac/ie lia spinosa 'Wils. [= Zetes) , Palleiie empusa 
n., Pseudopallene 'n.g.) /^^'s/j/rfa Stimps. [■= Pallene), P. discoidea Kr. [= Pallcnc) , 
Phoxichilidimn maxillare Stimps., P. minor n., Anoplodactylus (n. g.) /m^?« Wilson 



3. Crustacea. 5 

[Phoxichilidium maxillare Smith, nec Stimpsoü), Ammothea achelioidesn., Nymphon 
Stroemii Kr., N. longitcirse Kr., N. grossipes Fabr. [N. brevitarse u. mixtum Kr.\ 
N. hirtipes Bell. Alle genannten Arten sind abgebildet und eingehend beschrieben. 

Neue Gattungen und Arten. 

Ammothea acheUoides. Bay of Fundy. Wilson, p. 16. PI. 5. Fig. 1. 

Anoplodactylus n. g. Ähnlich Phoxichilidium, nur Eierträger 6gliedrig, beim Q feh- 
lend, Beine ohne Hülfskiauen. Wilson, p. 14. 

Ni/mphon pallenoides. Eingang des Saitenfjord, 80 — 90 Faden, auf Hydroideu ; 
1 Ex. Sars, p. 470. 

Nymphon serratum. 74053'N., 15055'O., 1 SOFaden ; 76022' N., 170l3'O., 146Faden. 
Sars, p. 471. 

Pallene empusa. Vineyard Sound; Noank, Conn. Wilson, p. 9. PI. 3. Fig. 2. 
,, malleolata. 72027'N., 2005rO., 191 Faden; 790 59'N., 5040' 0., 459 Fa- 
den ; 800N., 80 15'O., 260 Faden. Bars, p. 469. 

Phoxichilklium minor. Cusco Bay, auf einem Schwamm. Wilson, p. 1-^. PI. 4. 
Fig. 2. 

P&cadopaUene n. g. Eierträger llgliedrig, Rostrum spitz, Beine ohne Hiüfsklauen. 
Wilson, p. 10. 

Taui/styhmi orbiculare. Vineyard Sound; südlich bei Virginien. Wilson, p. 5. 
PI. 2. Fis:. 2. 



3. Crustacea. 

(Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

1. Asper, G., Beiträge zur Kenntnis der Tiefseefauna der Schweiz er seen. in: Zool. Anz. 
* 3. Jahrg. Nr. 51. p. 130—134. Nr. 54. p. 200—207. 

2. Salfour, F., A Treatise on Comparative Embryology. Vol. 1. 1880. Crustacea p. 380 

—443. 

3. Bellonci, G. , Sui lobi olfattori del Nephrops norivegicus. in: Mem. Accad. Scienze 

Istit. Bologna (4) T. I. p. 429—431. m. 1 Taf. 
*4. V. Beneden, E., Existence d'un double appareil et de deux liquides sanguins chez les 

Arthropodes (contenu d'un billet cachete depose le 14. Oct. 1871). in: Bull. Acad. 

Sc. Belg. T. 49. Nr. 1. 1880. p. 5—6. 
ö. , De l'existence d'un appareil vasculaire ä sang rouge dans quelques Orustaces. 

in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 47. p. 35—39. Nr. 48. p. 55—60. 

6. Boas, J. E. V., Lithodes und Pagurus. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 60. p. 349— 352. 

7. , Studier over Dekapodernes Slägtskabsforhold. in : Vidensk. Selsk. Skrifter (6) 

2. Bd. p. 25—162. Französisches Resume p. 163—207. Taf. 1—7. 

8. Brady, G. Stewardson, A monograph of the free and semi-parasitic Copepoda of the 

British Islands. London, Ray Society. Vol. 1. (1878) 148 p., 36 Tafeln. Vol. 2. 
(1880) 182 p., 49 Tafeln. Vol. 3. (1880) 83 p. 11 Tafeln. 

9. Brandt, A. , Commentare zur Iveimbläschentheorie des Eies. 2. Theil: Das Keim- 

bläschen als primäre Zelle, in: Arch. f. mikrosk. Anat. 17. Bd. p. 551 — 574. 

10. , Von den Armenischen Alpenseen. 2. Theil. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. Hl 

— 115 (Crustaceen p. 114). 

11. , Über mediterrane Crustaceen aus den Gattungen Stenorhynchus , Achaeus, 

Inachus, Herhstia und Pisa, unter Benutzung von Materialien des Dr, A. Philippi. 
in: Melang. biolog. Acad. Sc. Petersbourg. T. 10. p. 529 — 565. 



6 F. Arthropoda. 

12. Brandt, E., Du Systeme nerveux de Yldothea entomon (Crustace isopode!. in: Compt. 

rend. Acad. Sc. Paris T. 90. p. 713—715. Auch in: Ann. of Nat. Hist. '5) Vol. 6. 

p. 98, 99. Auch: Referat d. 6. Russ. Naturforscherversammlung, in: Zool. Anz. 

3. Jahrg. Nr. 53. p. 187—188. 
*13. Brocchi, P., Note sur un Crustace fossile recueilli dans les schistes d'Autun. Bull. 

Soc. Geol. France (3). T. 8. p. 5 — 10. (n. g. : Nectotelson). 

14. Brooks, W. K., The larval stages of Squilla ernjuisa Say. in: Chesapeake Zool. Labor. 

Scient. Results for 1878. p. 143—170. Taf. 9—13. 

15. , The embryology and metamorphosis of the Sergestidae. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. 

Nr. 69. p. 563—567. 

*16. , The Young of the Crustacean Leucifer , a Nauplius. in: Amer. Naturalist, 

Vol. 14. p. 806-808. 

17. Budde-Lund, G., Prospectus generum specierumque Crustaceorumlsopodum Terrestrium. 

Kopenhagen 1879. 10 Seiten. 

18. Claus, C. , Grundzüge der Zoologie. Zum wissenschaftlichen Gebrauche. 4. Aufl. 

1. Bd. Marburg 1880. Crustacea p. 512—642. 

19. , Über Herz und Gefäßsystem der Stomatopoden. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 71. 

p. 611—617. 

20. , Erklärung u. s. w. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 50. p. 106 — liO (persönliche 

Bemerkung gegen E. van Beneden). 

21. Czernjawski, "W. , Die Megalopa - ähnlichen Krabbenlarven, in: Arbeit. Soc. Entom 

Ross. Petersburg. 11. Bd. 1878. 46 Seiten mit 2 Tafeln. 

22. , Genealogie der Mysiden. Protokolle der 6. Russ. Nat. Versamml. in: Zool. 

Anz. 3. Jahrg. Nr. 54. p. 213—214. 

23. Day, Francis, On a new Entomostracon from Afghanistan, in : Proc. Zool. Soc. London 

J880. P. m. p. 392. 

24. Ernst, A., On Dana's Lysiosquüla inornata. in: Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. 

p. 436. 

25. Faxon, W. , Description of Leucifer typus M. Edw.? in: Chesapeake Zool. Labor. 

Scient. Results for 1878. p. 113—119. Taf. 7. 

26. , On some points in the structure .of the Embryonic Zoea. in: Bull. Mus. Comp. 

Zool. Cambridge Mass. Vol. 6. Nr. 10. p. 159—166. Taf. 1 u. 2. 

27. Fraisse, P., das Auftreten von Branchi'pus Gruhü (von Dybowskij in der Umgegend 

von Würzburg, in: Zool. Anz. 3. Jahrg. No. 57. p. 2S4-2S6. 
*2S. Friedenfels, E. v., Über Artemia salina und andere Bewohner der Soolenteiche in 
Salzburg, in: Verhandl. Siebenbüvg. Ver. f. Nat. 30. Bd. p. 112 — 178. 

29. Fries, S., Nachricht über neue Untersuchungen der Falkensteiner Höhle, in: Jahres- 

hefte Ver. Vaterland. Naturkunde Würtemberg. 36 Jahrg. p. 105 — 111, 116 — 117. 

30. Geddes, P. , On the coalescence of amoeboid cells into plasmodia, and on the so- 

called coagulation of invertebrate fluids. in: Proc. Royal Soc. Vol. 30. p. 252—255. 
m. 1 Tafel. 

31. , Sur la chlorophylle animale. in : Arch. Zool. gener. exper. T. 8. p. 58. 

32. Grimm, Ose, Beitrag zur Kenntnis einiger blinden Amphipoden des Kagpisees. in: 

Arch. f. Naturgesch. 46. Jahrg. p. 117 — 126. 

33. , On some blind Amphipoda of the Caspian Sea. in : Annais of Nat. Hist. (5) 

Vol. 5. p. 85—92. 

34. Grobben, C. , Die Antennendrüse der Crustaceen. in: Arb. Zool. Zoot. Inst. Wien. 

3. Bd. p. 93— IIU. Taf. 9. 

35. Haller, G. , Beschreibung einiger neuen Peltidien. in: Arch. f. Naturg. 46. Jahrg. 

p. 55—71. Taf. 4—5. 

36. , Vorläufige Mittheilungen über Saussureana. in: Mitth. Schweiz. EntomoL 

Gesellsch. 5. Bd. p. 571 — 574. m. 1 Tafel. 



3. Crustacea. 7 

37. Haller, G., Über einige neue Cymothoinen. in; Arch. f. Naturg. 46. Jahrg. p. 375—395, 

Taf. 18. 

38. , Miscellanea arthropodologica 1. und 3. in: Zeitschr. f. d. gesammt. Naturw. 

(Giebel; 53. Bd. p. 742—749 m. Holzsschn. 

39. Harger, O., Report on the Marine Isopoda of New England and adjacent waters. 

in: Report of the U. S. Commissioner of Fish and Fisheries. Part. VI, for 1878. 
(1880) p. 297—462. Taf. 1—13. 

40. Hartog, M. M., On the anal respiration of the Copepoda. in: Quart. Journ. Microsc. 

Sc. Vol. 20. p. 244—45. 

41. On the respiration of the Crustacea. in: Quart. Journ. Microsc. Sc. Vol. 20. 

p. 485. 

42. Haswell, W. A., Note on the Phyllosoma stage of Ihacus Pero^iii Leach. in: Proe. 

Linn. Soc. New South Wales. Vol. 4. 1879. p. 280—282. 

43. , On two new species of Crabs of the genus Stenorhynchiis. in: Proc. Linn. Soc. 

New South Wales. Vol. 3. 1879. p. 408—409. 

44. , On two new species of the genus Paratymolus Miers (Crustacea brachyura), 

from Australia. in: Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 302—304. Taf. 16. 

45. , Notes on the Australian Maioid Brachyura. ibid. p. 145 — 147. 

46. , Preliminary report on the Australian Amphipoda. ibid. p. 30 — 34. 

47. , On Australian Amphipoda. in: Proc. Linn. Soc. New South Wales. Vol. 4. 

1879. p. 245—279. Taf. 7—12. 

4S. , On some additional new genera and species of Amphipodous Crustaceans. in : 

Proc. Linn. Soc. New South Wales Vol. 4. 1879. p. 319—350. Taf. 18—24. 

49. , On some new Amphipoda from Australia and Tasmania. in: Proc. Linn. Soc. 

New South Wales. Vol. 5. p. 97—105. Taf. 5—7. 

50. Heider, K. , Abwehr, in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 49. p. 93 — 94 (persönliche Be- 

merkung gegen E, van Beneden). 

51. Henneguy, L. F., On the existence of polar globules in the ovum of the Crustacea. 

in: Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 6 p. 465. 

52. Hesse, E., Description de deux Crustaces nouveaux, male etfemelle, du genre 2)<«e- 

moura, decrits et peints sur les individus vivants. Revue Sc. natur., Montpellier 
(21 T. 2. p. 5—15. Taf. 1. 

53. Holdsworth, E. W. H., Note on the distribution of the Crayfish [Astacus] in Spain. 

in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. P. III. p. 421—422. 
* 54. Joseph, G., Über Nipharrjus putaneus aus Venedig, in : Ber. nat. Sect. Schles. Ges. 
vaterl. Cultur. 1879/80. p. 35—36. 

55. Jourdain, S., Sur les cylindres sensoriels de Tantenne interne des Crustaces. in : Oompt. 

rend. Acad. Sc. Paris. T. 91. p. 1091-1093. 

56. Kellikott, D. S., A larval Arrjulus. in: North Amer. Entomol. Vol. 1. p. 57 — 60. 
"57. Kingsley, J. S., Notes on the geographieal distribution of the Crustacea. in: Amer. 

Naturalist. Vol. 14. p. 209—211. 

58. , On a collection of Crustacea from Virginia, North Carolina and Florida, with 

a revision of the genera of Crangonidae and Palaemonidae. in : Proc. Acad. Nat. 
Sc. Philadelphia 1879. p. 383—427. 

59. , Carcinological Notes, in: Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia. 1880. p. 34—37. 

60. , Carcinological Notes. II. Revision of the Gelasimi. in : Proc. Acad. Nat. Sc. 

Philadelphia. 1880. p. 135—155. 

61. — -, Carcinological Notes. III. Revision of the genus Ocypoda. in: Proc. Acad. 

Nat. Sc. Philadelphia. 1880. p. 179—186. 

62- , Carcinological Notes. IV. Synopsis of the Grapsidae. in: Proc. Acad. Nat. Sc. 

Philadelphia 1880. p. 187—224. 



3 F. Arthropods. 

63. Kirk, T. W., Description of a ne-w species oi Palinurus. in: Annais of Nat. Hist. ;'5) 

Vol. 6. p. 14—15. 

64. Kolmodin, L., Ostracoda silurica Gotlandiae. Öfvers. K. Vet. Akad. Förhandl. Stock- 

holm 1879 p. 133—139. 

65. Kossmann, R., Zoologische Ergebnisse einer im Auftrage der königl. Academie der 

Wissenschaften in Berlin ausgeführten Reise in die Küstengebiete des Rothen 
Meeres. II. Hälfte I. Liefg. Malacostraca. 2. Theil : Anomura. p. 67—140. Taf. 
4—15. 

66. Kossmann, R., Über Bopyriden. in: Tagebl. 53. Versammlung deutscher Naturforscher 

p. 211—212. 

67. Krieger, K. R., Über das Centralnervensystem des Flusskrebses, in: Zeitschr. f. wiss. 

Zool. 33. Bd. p. 527—594. Taf. 31-33*. 

68. Krukenberg, C. Fr. W., Zur Kenntnis des .'Haemocyanins und seiner Verbreitung im 

Thierreiche. in: Centralbl. medicin. Wiss. 1880. Nr. 23. 

69. Lacaze-Duthiers, H. de, Histoire de la Lmira Gerardiae, ty^e nouveau de Crustace 

parasite. in : Arch. Zool. gener. experim. T. 8. p. 537 — 581 m. Holzschn. (Auszug 
aus: Mem. Acad. Sc. Paris.) 

70. Mac Leod, J., Deux Crustaces nouveaux pour la faune Beige, in : Compt. rend. Soc. 

Entom. Beige. T. 23. p. 74—75. 

71. de Man, J. G., On some species of the genus Sesarma Say and Cardisoma Latr. in : 

Notes Leyden Museum. Vol. 2. Nr. 1, Note V. p. 21—36.. 

72. , On some species of Gelasimus Latr. and Macrophthahnus Latr. in: Notes Leyden 

Museum. Vol. 2. Nr. 2. Note XIII. p. 67—72. 

73. , Crustacea von Midden Sumatra. Systematische Lijst, met besohrijving der 

nieuwe soorten. Met 2 Taf. Aus : Midden Sumatra van P. J. Veth, Natuurl. Hist. 
11. Afd. C. 

74. — ^^, On some podophthalmous Crustacea, presented to the Leyden Museum by Mr. 

J. A. Kruyt, collected in the Red Sea near the city of Djeddan. in: Notes Leyden 
Mus. Vol. 2. Nr. 3. Note XXI. p. 171—185. 

75. Mayer, P., Über die in der Zoologischen Station zu Neapel gebräuchlichsten Me- 

thoden zur mikroskopischen Untersuchung, in: Mitth. Zool. Station Neapel. 2. Bd. 
p. 1—27. 

76. , Carcinologische Mittheilungen. IX. Die Metamorphosen von Palaemonetes va- 

rians Leach. ebenda p. 197 — 221. Taf. 10. 

77. Miers, E. J. , On a small collection of Crustacea made by Edward "WTiymper, Esq., 

chiefly in the North Greenland Seas ; with an appendix on additional species col- 
lected by the last British Arctic Expedition, in: Journ. Linn. Soc. Vol. 15. p. 59 
—73. 

78. Notice of Crustaceans collected by P. Geddes, Esq., at Vera Cruz, in: Journ. 

Linn. Soc. Vol. 15 p. 85—87. 

79. , On the Squillidae. in: Annais of Nat. Hist. f5) Vol. 5. p. 1—30, 85—127. 

Taf. 1—3. 

8U. , On a collection of Crustacea from the Malaysian Region. Part. I. Crustacea 

oxyrhyncha and cyclometopa, except Thelphusidea. in: Annais of Nat. Hist. (5) 
Vol. 5 p. 226 — 239, pl. 13. Part. IL Thelphusidea, Catometopa and Oxystomata. 
ibid. p. 304—317. pl. 14. Part. III. Crustacea anomura and macrura (except Pe- 
naeidea]. ebenda p. 370 — 354. pl. 15. Part. IV. Penaeidea, Stomatopoda, Isopoda, 
Suctoria and Xiphosura. ebenda p. 457 — 472. 

*81. Milne-Edwards, A., Xiphosura et Crustacea Mexicana. Nr. 5 u. 6. p. 185 — 264. Mit 
15 Tafeln. 1879. 

82. , Note sur une nouvelle espece de Crustace aveugle provenant des grandes pto- 

fondeurs de la mer. in : Ann. Scieiic. natur. T. 9. Nr. 2. 1 Seite. 



3. Crustacea. 9 

83. Müller, Fr., Wasserthiere in Baumwipfeln. JSlpidium bi-omeliarum. in: Kosmos 

3. Jahrg. p. 38fi— 388. mit 1 Holzschn. Übersetzung unter dem Titel: an Ento- 
mostracon living in tree-tops. in: Nature. Vol. 22. p. 55—56. 

84. , Die Putzfüsse der Kruster. in: Kosmos 4. Jahrg. p. 148 — 152 m. Holzschn. 

85. , Fr. , Palaemo7i potiuna. Ein Beispiel abgekürzter Entwickelung. in : Zool. 

Anz. 3. Jahrg. p. 152 — 157. 

86. W. , Beitrag zur Kenntnis der Fortpflanzung und der Geschlechtsverhältniase 

der Ostracoden nebst Beschreibung einer neuen Species der Gattung Cypris [C. 
bicolor). in: Zeitschr. f. d. ges. Naturw. (Giebel). 53. Bd. p. 221—246 mit 2 Taf. 

87. Nauck, E., das Kaugerüst der Brachyuren. in: Zeitschr. für wiss. Zool. 34. Bd. 

p. 1—69. Taf. 1. 

88. Nebeski, O. , Beiträge zur Kenntnis der x\mphipoden der Adria. in: Arb. Zool. 

Instit. Wien. 3. Bd. p. 111—162. Taf. 10-13. 

89. Packard, A. S., Notes on phyllopod Crustacea. in: Amer. Naturalist. Vol. 14. p. 53, 

90. , New Classification of the Orustacea. in . Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. 

p. 189 — 190 (nach: American Naturalist; vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 393). 

91. , Fossil crawfish from the tertiaries of Wyoming, in: Amer. Naturalist. Vol. 14. 

p. 222, Auch in Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 435 — 436. 

92. Parona, C, Di due Orostacei cavernicoli [Nipharg. put. Koch e Titanethes fene- 

riensis n. sp.) delle grotte di Monte Fenere (Val Sesiaj. in: Atti Soc. Ital. Sc. 
Natur. T. 23 p. 42—60. Tav. 2—3. 

93. , Di un nuovo Grostaceo cavernicolo [Titanethes Feneriensis n. sp.), in: BoUet. 

Scientif. T. 1, p. 95—96. 

94. Plateau, F., Recherches physiologiques sur le coeur des Crustaces Decapodes. in: 

Arch. de Biologie T. 1. p. 594—695. pl. 26 u. 27. 

95. Poppe, S. A., Über eine neue Art der Calaniden=Gattung Temora Baird. in: Abh. 

naturw. Ver. Bremen. 7. Bd. p. 55 — 6o. Tafel 3. 

96. Rehberg, H., Beitrag zur Kenntnis der freilebenden Süsswasser-Copepoden. in: Ab- 

handl. naturw. Ver. Bremen. 6. Bd. p. 533 — 554. Taf. 6. 

97. , Weitere Bemerkungen über die freilebenden Süsswasser-Copepoden. in: Ab- 

handl. naturw. Ver. Bremen. 7. Bd. p. 61 — 67. Taf. 4. Fig. 1 — 8. 

98. , Zwei neue Crustaceen aus einem Brunnen auf Helgoland, in: Zool. Anz. 

3. Jahrg. Nr. 58. p. 301—303. 

99. Riebet, Gh., De l'influence des milieux alcalins ou acides sur la vie des ecrevisses, 

in Compt. rend. Acad. Sc. Paris. T. 90, p. 1166-1168. 

100. Richiardi, S., La Clupea sprattus ed il Lernaeenicus sprattae. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. 

Nr. 72. p. 642. 

101. , Sopra due nuove specie di Crostacei parassiti. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 69. 

Process. verbal. Soc. Toscana Sc. natur. Pisa p. 26. 

102. , Catalogo sistematico dei Orostacei che vivono sul corpo degli animali. in: 

Catal. Sezione Ital. Esposiz. Berlino p, 147 — 152. 

103. Richters, Ferd., Zur Verbreitung des Branchipus Grubii. in: Zool. Anz, 3. Jahrg. 

p. 359. 
*104. Robertson, D., Catalogue of the fresh- and brackish-water species of Ostracoda 
(Referat in: Journ. R. Microsc. Soc. Vol. 3. p. 788 — 790). 

105. Roth, W, E. , The »gastric mill« of the Crayfish. in: Nature, Vol. 21. p. 395. 

(Papiermodell zur Erläuterung der Bewegungen des Kaumagens . 

106. Rougemont, Ph. de, Organes genitaux et physiologie de la generation de \Astacus 

fluviatilis. in: Bull, Soc. Sc. Nat. Neuchatel T. 11. p. 400—402. 

107. Sars, G. O., Fortsatte Bidrag til Kundskaben om vore Bardehvaler »Finhvalen« og 

»Knölhvalen«. in: Christiania Videnskabsselskabs Forhandl ISSO. Nr. 12. p. 7, 8 
u. 15 des Sonderabdrucks. 



10 F. Arthropoda. 

108. Sars, G. O., Kye Bidrag til Kundskaben om Middelhavets Invertebratfauna. II. Middel- 

havets Cumaceer. in; Arch. f. Math. og. Naturvidensk. -3. u. 4. Bd. 1S79. 196 Seiten, 
60 Tafeln. 

109. , Crustacea et Pycnogonida nova in itinere 2. et 3. expeditionis norvegicae anno 

1877 et 1878 collecta (prodromus descriptionis. Arch. f. Math, og Naturvid. 4. Bd. 
p. 427—476. 

HO. Schlüter, C, Neue Arten der Gattung Hni^lo-paria. in: Verhandl. naturhist. Vereins 
Preuss. Rheinl. u. Westfalens. Bd. 'M). 1879. Sitzungsber. p. 179. 

111. , Neue fossile Brachyuren. in: Verhandl. naturhist. Vereins Preuss. Rheinl. u. 

"Westfalens. Bd. 36. 1879. Sitzungsber. p. 179—180. 

112. Semper, C, Die natürlichen Existenzbedingungen der Thiere. Internat, wissensch- 

Bibliothek. 39 u. 40. Bd. 299 u. 296 Seiten. 

113. Smith, S. J., Besprechung der Arbeit von Kingsley über Krebse von Virginien u. s. w 

(in Proc. Aead. Nat. Sc. Philad. 1879. p. 383—427) in: Amer. Journ. Sc. Vol. 19. 
p. 423—424. 

114. , Nest-building Amphipoda. in: Trans. Connect. Acad. 1880, ferner in; Nature, 

Vol. 22. p. 595, und in: Journ. R. Microsc. Soc. London. Vol. 3. p. 945. 

115. , Notes on Crustacea collected by Dr. G. M. Dawson at Vancouver and the 

Queen Charlotte Islands, in; Report Progress Geolog. Survey Canada 1878 — 1879. 
p. 206—218. 

116. , On some points in the structure of a species of the »Willemoesia group of 

Crustacea". in: Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 269—273. 

117. , On the species of Phmixa inhabiting the New England Coast, with remarks 

on their early stages. in: Trans. Connecticut Acad. Vol. 4. p. 247 — 253. 

118. , Occasional occurrence of tropical and subtropical species of Decapod Crustacea 

on the coast of New England, in : Trans. Connecticut Acad. Vol. 4. p. 254-267. 

119. , On the Amphipodous genera Cerapus, Unciola and Lepidactylis, described by 

Thomas Say. ibid. p. 268—284. Taf. 2a. 

120. Stebbing, T. R. R., Gastrosaccus sj^iniferus, Goes, newly described and figured. in; 

Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 6. p. 114—118. Taf. 3. 
12!. , On Gastrosaccus sjyinifer. ebenda, p. 328. 

122. Targioni Tozzetti, A., Crostacei mediterranei. in: Catalogo degli espositori e delle 

cose esposte della Sezione Italiana sull" esposizione internazionale di pesca in 
Berlino 1880. p. 120—126. 

123. Thomson, G. M., New species of Crustacea from New Zealand. in : Annais of Nat. 

Hist. (5) Vol. 6. p. 1—6. PI. 1. 

124. Uljanin, W., Blastoderm- und Keimblätterbildung bei Orchcstia 3Ionta(jui und me- 

diterranea. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 52. p. 163 — 164. 

125. d'Urban, W. S. M., The Zoology of Barents Sea. in: Annais of Nat. Hist. 5) Vol. 6. 

p. 253 ff. 

126. della Valle, A., Sui Coriceidi parassiti, e sull' anatomia del genere Liclimnolgus. in .■ 

Mitth. Zool. Station Neapel. 2. Bd. p. 83—106. Tafel 5 u. 6, und in: Memorie R. 
Accad. Lincei Roma (3) T. 5. 20 p. 2 Tafeln. 

127. Weber, ^I., Über den Bau und die Thätigkeit der sogenannten Leber der Crustaceen. 

in ; Arch. f. mikrosk. Anat. 17. Bd. p. 385-457. Taf. 36 — 38. 

128. Weismann, A., Parthenogenese bei den Ostracoden. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 49. 

p. 82—84. 

129. Whitfield, R. P., Notice of new forms of fossil Cnistaceans from the Upper De- 

vonian Rocks of Ohio , with descriptions of new genera and species. in : Amer. 
Journ. So. Vol. 19. p. 33-42. 



3. Crustacea. I. Im Allgemeinen. \\ 



I. Crustacea im Allgemeinen, 

Die neue (4.) Auflage von Claus' Grundzüg-en der Zoologie [^^) bebandelt 
auf Seite 515 — 642 des 1. Bandes die Crustaceen , die in drei Abtbeilungen: 
Entomostraca , Malacostraca und Gigantostraca zerfallen. Die ersteren werden in 
folgender Ordnung aufgefübrt : Phyllopoda Branchiopoda , Cladocera] , Osfracoda, 
Copepoda [Eucopepoda, Branchmra\ , Cin-iped'Ht. Zu den yialacostraca geboren die 
Leptostmca [Nehaliadae] , welcbe den Übergang zu den Pbyllopoden darstellen, die 
Arthrostraca , und zwar ^\q Amphlpoda [Laemodipoda , Crevettina , Hyperina] und 
Isojwda [^?z- und Eulsopoda), sowie die Thoracostraca [Cumacea, Stomatopoda^ Pod- 
ophthalmata. Die Gigantostraca endlicb zerfallen in Merostomata und Xw/iosura, 
denen anbaugsweise die Trilobitae zugesellt werden. — Vom Nauplius (p. 518) 
meint Claus, daß er nicbt direct zur Trovhophora Hatscbek's in Beziebung zu 
setzen, sondern von einer vielgliedrigen Stammform abzuleiten sei. Innerlicb sei 
er viergliedrig uud bestebe aus dem Vorderleibe mit drei Segmenten und dem 
Hinterleibe, von dem sieb bei weiterer Entwickelung vorne neue Ringe abschnüren. 
Der Vorderleib entspreche dem primären Vorderkopf der böberen Krebse und 
habe in jedem Segmente ein Nervencentrum , nämlicb das Gebirnganglion zur 
Innervirang der Vorderfübler , den Scblundring oder » das durch den Oesophagus 
getrennte Ganglion des Mundsegmentes mit dem 2. Antennenpaare« und die An- 
lage des Unterscblundganglion für die Mandibel. — Die Segmente des Crustaceen- 
leibes entstehen in der Reihenfolge von vorn nach hinten. 

Grobben (3^) hat die Antennendrüse bei einer Anzahl niederer und höherer 
Krebse untersucht. Bei den Larven von Estheria und BranchipKs besteht sie aus 
zwei Theilen, einem bisher übersehenen Endsäckeben und einem davon ausgeben- 
den Kanal, dem Harnkanälchen , das von nur drei durchbohrten Zellen gebildet 
wird. Beim Nauplius von Cetochilus und Cijchps verhält die Drüse sich ebenso, 
nur besteht bei dem erstgenannten Copepoden das Harnkanälchen aus einer ein- 
zigen Zelle. Bei den Gammariden Gammarus murinus] kommt zu den erwähnten 
Theilen noch als Einstülpung der äußeren Haut, und daher mit einer Chitinschicht 
ausgekleidet, ein kurzer Gang, der Harnleiter dazu ; auch wird das Harnkanälchen 
nicht aus durchbohrten Zellen gebildet , sondern hat eigene zellige Wandungen. 
Bei Mysis ist das Endsäckcheu klein , das Kanälchen sehr lang uud vielfach ge- 
wunden , der Harnleiter kurz , bei SirieUa das Kanälchen sehr kurz und weit, 
sackartig. Von Decapoden bespricht Verf. Palaemon und Astacus. Bei jenem ist 
das Harnkanälchen mit vielen Ausstülpungen versehen und erweitert sich darauf 
zu einer Harnblase. Auch das Endsäckeben bat viele Blindschläuche ; zwischen 
ihnen liegt ein Netz von Bindegewebe, in dessen Lücken das Blut lebhaft strömt. 
Der gröbere Bau der Drüse von Astacus ist bekannt ; im hellgrünen Anfangstheile 
des Kanälchens zeigt sich hier wie bei Palaemon eine Cuticula. — Die Antenuen- 
drüse stimmt darnach in ihrem Bau mit der Schalendrüse überein 'namentlich sind 
in gleicher Weise die Zellen des Harnkanälebens senkrecht zur Richtung des Lu- 
mens gestreift;, darf also auch wohl für eine Bildung des Mesodermes, nicht aber, 
wie Reichenbach will, des Ectodermes gelten. Ihre Function erfüllt sie wahr- 
scheinlich in folgender Weise. Im Endsäckcheu gebt die Abscheidung von Wasser 
aus dem wenigstens bei den höhereu Krebsen durch die bindegewebigen Stütz- 
fasern gestauten, also unter Druck befindlichen Blute vor sich ; es wäre demnach 
hier eine Art Glomerulus Malpigliii gegeben. Das Harnkanälchen würde in Folge 
seiner Stäbchenstreifung einem Tubulus contortus derWirbelthierniere entsprechen 
und so die Abscbeidung des Harnes übernehmen ; da es bei den Phyllopoden aus 
durchbohrten Zellen besteht , so ist es in in dieser Form wahrscheinlich von den 



12 F. Arthropoda. 

Wüi'mern ererbt worden. Bei den Süßwasserformen der letzteren und ebenso der 
Krebse scheint gegenüber den marinen Arten im Allgemeinen eine Verlängerung 
des Kanälchens sowohl der Antennen- als auch der Schalendrüse Regel zu sein. 

Nach Hartog (^^j besteht Analrespiration auch bei Zoeen von Decapoden 
[vergl. unten Referat über Copepodeu p. 20"|. Überhaupt ist das Rectum durch- 
lässiger als die äußere Haut, wie aus dem Verhalten gegen Farbstoffe hervorgeht. 

Mayer (^^j [Palaemonetcs'^. 2201 erwähnt, daß die Retinacula der Schwimmfüße 
bei Peneiden, Sergestiden und Mysideen fehlen ; dieser Umstand spreche für die 
Abstammung dieser Gruppen von einer Schizopodenform, welche dieselben bereits 
eingebüßt hatte , während die übrigen Decapoden zu den Euphausiden , Stomato- 
poden und Nebalia in nähere Beziehung treten. Die Retinacula werden bei den 
Arthrostraken durch Haken an den Basalgliedern der Schwimmfüße ersetzt. 

Weber ('2") hat seine anatomischen und physiologischen Studien über die 
Leber der Krebse an Isopoden, Amphipodeu und Decapoden augestellt. Er unter- 
scheidet ganz allgemein sogen. Ferment- und Leberzellen; erstere werden durch 
Osmiumsäure (0,2 — 0,5 o/o, sehr rasch, letztere langsam geschwärzt; der Saft der 
ersteren verdaut Fibrin , derjenige der letzteren kommt der Galle nahe, so daß 
die sog. Leber wohl als Hepatopancreas angesehen werden darf vergl. unten:. 
Von Einzelnheiten sind folgende bemerkenswerth : 1 . Leber von Porcellio und 
Oniscus. Sie besteht aus zwei Paar gelb- bis dunkelorangerothen Blindschläuclien, 
deren Unterschiede in der Farbe weder vom Geschlechte , von der Größe und der 
Häutungsperiode, noch von dem Füllungsgrade des Darmes abhangen. Umgebeu 
wird sie von einer structurlosen Tunica propria , einer Muscularis und einer sehr 
lückenhaften, vom Fettkörper herstammenden Serosa. Die Circulärfasern der 
Muscularis verlaufen schräg um die Drüse herum und geben zu der Täuschung 
Anlaß, als ob letztere selbst um ihre Längsaxe gedreht sei. Ihre Contractionen 
veranlassen die Entleerung der Secretionszellen und treiben auch das Secret aus 
(vergl. unten). Jede von ihnen erweist sich, wie schon Spangenberg und 
Claus angegeben, als eine einzige, mit nur Einem Kerne versehene Muskelzelle, 
die sich zur Umspannung des Drüsenschlauches spindelförmig auszieht uud lougi- 
tudinale Ausläufer zur Bildung der Läugsmusculatur aussendet. Im Parenchyme 
der Drüse sind die zwei Arten Zellen schachbretartig gelagert , und zwar sind die 
Fermentzellen ziemlich flach, die Leberzellen dagegen höher und auch größer. 
In beiden zeigen sich die Kerne stets in lebhafter Theilung begriffen. Die zahl- 
reichen Körnchen im Plasma der Fermentzellen ^Referent führt in Folgendem die 
Abkürzung F. resp. L. für diese und die Leberzellen ein', schwärzen sich mit 
Osmiumsäure , lassen sich mit Wasser ausziehen und sind nach ihren chemischen 
Reactionen weder Fett noch Glykogen , Traubenzucker , kohlen- oder harn- 
saure Salze. Zum Nachweis der letzteren wird Lithiumcarbonat in concentrirter 
wässeriger Lösung empfohlen.) Die L. sind ganz voll Secretbläschen, welche sich 
mit Wasser nicht verändern, mit Äther dagegen ausziehen lassen. 2. Leber von 
Typhloniscns Sieini Schöbl. Die 4 Leberschläuclie sind gleich denen des Aselh's 
cavatictts (vgl. Zool. Jahresber. f. 1S79. p. 419 embryonal geblieben, d. h. sie haben 
keine schräge, sondern quere Muskelreifen, und außerdem ist das obere Paar 
viel kürzer als das untere : vielleicht ist diese Erscheinung als Rückschlag aufzu- 
fassen. 3. Leber von Asellus cavaticus und aquaticns. Sie hat gleichfalls quere 
Muskelreifen, welche ihrer Genese nach auch einer einzigen Zelle gleichzustellen 
sind. Weber bestätigt die Beobachtung Dohrn's , daß die erste Muskelbewegung 
bei Embryonen von Asellus die Ergießung des Lebersecretes in den Darm zur 
Folge hat.; Was das Drüsenparenchym anlangt, so sind beide Zellarten bei A. 
cavaticus viel größer als bei A. (Kfiaticus ; dies gilt auch von deu Körnchen in den 
F. Bei Winter- und auch bei Hunger-Individuen sind die L. nahezu frei von 



3. Crustacea. I. Im Allgemeinen. 13 

Secretbläschen , die F. stets voll Körnchen. 4. Leber von Li(/ia oceanica. Sie 
besteht aus 3 Paar Schläuchen , von denen das äußerste nur halb so lang wie die 
übrigen ist und quere Muskelringe besitzt, während die beiden anderen Paaie nur 
in der hinteren Hälfte mit solchen, in der vorderen dagegen mit schrägen Ringen 
ausgestattet sind. Offenbar sind die Schrägringe besser zur Auspressung des Se- 
cretes geeignet; sie kommen auch nur den landbewohnendeu Onisciden mit ihrer 
wasserärmeren Nahrung zu, bei denen die Leberschläuche überhaupt relativ grö- 
ßer als bei den anderen Isopoden sind. 5. Function der Isopoden-Leber. Das 
Absorptionsspectrum ihres Secretes ist dem der Froschgalle gleich , auch finden 
sich in den Contentis des Darmes (neben Amylumkörnern) zuweilen Cholesterin- 
krystalle ; hieraus folgt, daß im Lebersafte gewisse . an einen fettartigen Körper 
gebundene Farbstoffe enthalten sind, welche den Gallenpigmenten der Vertebraten 
nahe stehen und eine gleiche fuuctionelle Rolle spielen. Ihr Sitz ist in den Secret- 
bläschen der L. zu suchen. Da aber das Lebersecret ferner in Folge der An- 
wesenheit eines aus den F. stammenden Stoffes Fibrin verdaut, so darf man die 
Drüse als Hepatopancreas bezeichnen ; doch ist dieser Name ohne Beziehung auf 
Pepsin oder Trypsin gewählt. 6. Leber der Amphipoden [Gammams pulex , G. 
fluviatilis , G. pidemms, G. marinus , G. locusta, Talitrrts , Ofc/iesiia] . Die Zellen 
ihrer Tunica serosa sind zu einem Netze verbunden ; die Muscularis verhält sich 
gleich der von Asellns, dagegen ist das Parenchym . dessen Zellen viel kleiner als 
bei den Isopoden sind , durchaus anders gebaut. Es besteht nämlich aus zwei 
Arten Längsbändern , die mit einander abwechseln und sich als Secretions- und 
Reserveband bezeichnen lassen. Ersteres ist 4 — 6 Zellen breit und enthält die 
meist durch eine große Secretkugel blasig aufgetriebenen F. sowie die L., welche 
eben dadurch an der einen Seite tief eingebuchtet sind ; in das Lumen springt es 
wegen der großen F. weit vor. Das Reserveband hingegen ist bei Winterthieren 
fast frei von secretorischem Inhalte. Wie aus ihm die F. entstehen , ließ sich 
nicht ermitteln; von den L. gilt, daß sie meist plötzlich erscheinen. Am blinden 
Ende jedes Drüsenschlauches sind überhaupt nur gleichartige Zellen ; weiter nach 
vorne sieht man zwar im Plasma einzelner Zellen feine Tröpfchen und Stäubchen, 
doch tritt zugleich schon die reihenweise, Anordnung zu Längsbändern hervor. 
Die Intima der Drüse ist wie bei den Isopoden nur ein homogener Plasmasaum, 
welcher sich bei Erhärtung mit Reagentien von den Zellen abhebt und als be- 
sondere Membran erscheint. 7. Leber der Decapoden [Astacns] . Die grö- 
ßeren Lappen der umfangreichen Drüse sind durch bindegewebige Häute ge- 
trennt; auf die einzelnen Schläuche gehen ähnliche Hüllen wie diejenigen der 
Iso- und Amphipoden über. Die Muscularis [Astacns, Crcmgon, Carcwus) verhält 
sich gleich der von Aselhis , das Parenchym in der Hauptsache gleich dem von 
Gammarus , nur sind die Secretionsbänder hier so breit , daß die Reservebänder 
kaum sichtbar werden. Die Übergänge von Reservezellen in L. (Meckel's »Fett- 
zellen«) sind sehr deutlich, junge F. (Meckel's » bilinhaltige Zellen«) dagegen 
nicht. In den functionirenden F. herrscht das Secret zuweilen so sehr vor, daß 
der Zellenleib kaum noch zu erkennen ist. 

Geddes (^i) hat bei seinen Versuchen über den Nachweis des Chlorophylles 
bei Thieren an Idotea hectica keine Gasentwickelung im Lichte wahrgenommen 
und bezweifelt daher die Identität des grünen Farbstoffes dieses Isopoden mit 
Chlorophyll. 

Krukenberg C'*) findet Haemocyanin im Blute von Eriphia und Squilh, nicht 
aber von Astacns (Krukenberg"s fernere physiologische Notizen über Crustaceen 
s. oben S. 2). 

Mayer (^0 p 2. Anm. 2) erwähnt der sehr geringen Durchlässigkeit der Haut 
von Artemia salina L. gegen Picrinschwefelsäure und constatirt ein gleiches Ver- 



14 F. Arthropoda. 

halten bei dem Süßwasserdecapodeu Palaemcmetes ('^ p. 214 Auin. 3 . Ferner 
bezeichnet er z^, p. 2U Anm. 1) die von Bellonci in den Ganglienzellen der 
Squilla gefundenen eigenthümlichen Halbmonde als Kunstproducte. 

Riebet (/'''') hat die Einwirkung gewöhnlicher Säuren und Basen auf Fluß- 
krebse untersucht, die in Lösungen derselben von bestimmter Stärke eingesetzt 
werden. Am raschesten äußert einen Einfluß von den Säuren die Salpetersäure, 
fünfmal langsamer die Schwefelsäure ; die Oxalsäure verhält sich wie die Mineral- 
säuren, während Essig- und Weinsteinsäure sehr viel schwächer sind. Unter allen 
Geweben des lebenden Krebses wird am ehesten die Musculatur angegriffen ; sie 
zeigt nach jeder Contraction eine minutenlange Lähmung. Von den Basen ist die 
harmloseste Baryt ; energischer schon wirken Kalk , Natron und Kali ; dagegen 
stirbt in Ammoniaklösung (0.5 gr. NHj auf 1 Liter Wasser) ein Krebs in wenigen 
Minuten. 

In Semper's Schrift über die natürlichen Existenzbedingungen der Thiere 
(^'2 s_ Zool. Jahresber. f. 1879. p. 99] finden sich folgende auf Crustaceen bezüg- 
liche referirbare Angaben vor. I. p. 99 wird von Flnnotheres hohthuriae (in den 
Wasserlungen der Holothurien von den Philippinen i erwähnt , daß er als Zoea 
noch mit Augen versehen, später aber durch allmähliches Hinüberwachsen der Stirn 
über die sich wahrscheinlich auch rückbildenden Augen blind werde. — p. 102 
wird einer blinden Cymothoe gedacht, die aber am Tageslicht lebt. — p. 181 : 
Bopyrus ascendens n. sp. ist als Schmarotzer eines Palaemon in Gebirgsbächen fern 
vom Meere zu Hause. — p. 277 wird »die typische Gattung Palaemon eine echte 
Süßwasserform« genannt; »fast alle Arten leben im süßen Wasser«. — p. 2S2: 
Als Süßwasserkrabben werden noch verzeichnet : Varuna llterata (Lnzon) , meh- 
rere neue Arten Hymenosoma Sümpfe und Flüsse der Philippinen, sowie Fluß bei 
Canton) . — p. 215 : Seit sechs Jahren in trockenem Schlamme aufbewahrte Eier 
YOü' Apus geben beim Aufweichen stets noch Junge. — H. p.23: Hapahcarcinus 
marsiipialis Stimps., welchen Verf. auf den Philippinen lebend beobachtete, bringt 
an den von ihm bewohnten Korallen Seriaiopora, Sideropora u. s. w.) eine krank- 
hafte Wucherung der Äste hervor und wird zuletzt in eine Art Galle einge- 
schlossen. Auch Cryptochirus aus Trachyphyllia, Goniastraea u. S. w. lebt ähnlich 
(p. 28). — p. 129 : Apus und Branehipiis fehlen gänzlich auf den Philippinen und 
den Palauiuseln, scheinen auch sonst im hiuterindischen Archipel nicht vorzu- 
kommen. — p. 156: Limnoria terebrans bohrt auch in festen Kalkstein. 

Balfour {}] behandelt in seinem Werke über vergleichende Embryologie die 
Crustaceen auf p. 380 — 443 des 1. Bandes. Bei Argzdus deutet er (p. 408 im 
1. Stadium (Cyclops) das von Claus für den Mandibulartaster erklärte Gebilde 
als die nach demselben Autor fehlende erste Maxille. In Bezug auf den Nauplius 
der Cirripedien bestätigt er fp. 411) die Lage des Mundes am Grunde der Ober- 
lippe. Über Ontogenese und Phylogenese der Krebse spricht er sich p. 417 — 425 
aus. Der Nauplius , den er übrigens in anderer Gestalt vorführt (hinter den 3 
bekannten Fußpaareu noch andere Paare zweiästiger Füße , Körper gegliedert, 
Herz vorhanden, vielleicht auch Panzer und zusammengesetzte Augen, Oberlippe 
groß) ist vielleicht als phylogenetische Form aufzufassen ; ihr sind am ähnlichsten 
die Larven der Copepoden und Branchiopoden geblieben. Bei den Malakostraken 
sind 4 Embryonalstadien von Wichtigkeit . nämlich Nauplius , Protozoea , Zoea 
und Mysis ; unter diesen ist der Nauplius in der veränderten (eben gezeichneten 
Form und ebenso die Mysis ein » ancestral type «, die Protozoea nur eine Vorbe- 
reitung zur Zoea, letztere zwar auch ancestral , aber ein späteres Stadium als der 
von Claus aufgestellte Protophyllopode. Es existirten ehemals erwachsene Mala- 
kostraken mit reducirtem oder fehlendem Thorax und mit theilweise oder gänzlich 
rückgebildeten Thoracalextremitäten ; sie hatten vielleicht Schwimmfüße und ein 



3. Crustacea. I. Iin Allgemeinen. 15 

vielkammeriges Herz , und gaben die Lebensweise der schlammbewohnenden 
Phyllopoden zu Gunsten des Schwimmens auf. Später jedoch erwarben sie sieb 
die Brustgliedmaßen wieder , und so erklärt sieb dab zeitweilige Schwinden und 
nochmalige Auftreten der betreffenden Extremitäten bei den Larven von Stomato- 
poden und Sergesles ; indessen wäre es möglich , daß letztere Vorgänge keine 
phylogenetische Bedeutung haben. Ähnlich verhält es sich mit dem Mandibular- 
palpus, der unzweifelhaft von den Malakostraken wieder erworben wurde. Ne- 
balia ist eine »prozoeale« Form, die Cumaceen und Edriophthalmen dagegen sind 
»postzoeal«. — Die Seitenaugen der Copepoden haben wohl kaum etwas mit den 
Augen der Phyllopoden zu thun. Die Cirripeden hängen nicht, wie Claus will, 
mit den Copepoden zusammen , sondern sind unabhängig von einer älteren zwei- 
klappigen Phyllopodenform ausgegangen. Die Ostracoden der Gegenwart haben 
eine Reduction in der Zahl ihrer Beine erfahren. 

Alex. Brandt deutet in seinen Commentaren zur Keimbläschentheorie (^) die 
bezüglichen Angaben in der Arbeit von Paul Mayer über die Entwickelung der 
Decapoden dahin, daß das Blastoderm von Zellen gebildet werde , die vom Keim- 
bläschen abstammen sollen. 

Im Ei von Asellus aquatkus hat Henneguy (^^j Polzellen — und zwar ent- 
weder 2 größere oder 4 kleinere — beobachtet, hält sie jedoch nicht für Rich- 
tungsbläschen , da sie mit dem Auftreten ' der ersten Furchungsebene nichts zu 
thun haben. Woher sie stammen, ist nicht ermittelt ; sie verschwinden, wenn sich 
der Dotter bereits in 1 Segmente getheilt hat. 

A. Brandt gibt (^o; folgende Übersicht der Krebsfauna des armenischen 
Alpensees Tschaldyr. Ein Gammaride, ähnlich dem G^amw«r«<s/;2</e:c; zahlreich 
eine Art Cypris; ein Exemplar von Asellus; von den pelagischen Krebsen am 
häufigsten : Daphnia hjalina Leyd. , ferner weniger zahlreich Leptodora hyalina 
Lillj. und Bythotrephes longimanus Leyd., beide Arten größer als die europäischen. 

D'Urban gibt (^^s) eine Übersicht der Fundorte von 19 der Fauna der Barents 
See angehörigen Crustaceen , nämlich von 2 Cirripedien , 1 Arthrostraken und 
7 Thoracostraken. 

Smith gibt (^i^) eine Übersicht der Krebsfauna der Vancouver und Königin 
Charlotte Inseln nach den Sammlungen von G. Dawsou. Es werden aufgeführt 
von Brachyuren: Heterograpsus nudus Stimps., Fahia suhquadrata Dana, Cancer 
magister Dana, C. productus ßandall, C. antennarius Stimps. , Trichocarcinus orego- 
nensis Miers , Tehnessus sen-a^?^« White , Oregonia gracilis Dana, Pugettia gracilis 
Dana, Scyra actitifrons Dana, ; von Anomuren: Hapalogasier inermis Stimps., 
Eiqjagiirus granosimaniis Stimps., E. tenuimcmus Stimps., Paguristes turgidus Stimps.; 
vonMacruren: Gebia pugetiensis Dana, , Crangon vulgaris Fahr., Nectocrungon 
lar Brandt, Paracrangon echmatiis Dana, Hippolyte Gaimardi M. Edw., H. spinus 
White, H. Phipsii Kr., H. brevirostris Dana, H. groenlandica Maqx^ , Pandalus 
Z)ß?ifire Stimps. , P. pubesceniulus Dana, \ von Cumaceen: Diastglojjsis [n.) Daiv- 
soni n. sp. ; von Isopoden: Lygia dilatata Stimps., Synidothea nodulosa Harger, 
Sp/iaeroma &i)ec . , Ta^iais? S'pec. ; von Cirr i p edien : Telracliia porosa Da,na,, Lepas 
analifera L. 

Miers berichtet (^'^j über eine Sammlung von Krebsen aus dem Grönländischen 
Meere. Die Anzahl der Arten beträgt 27, darunter 12 von Einer Localität (Hare 
Island, nördlich von Disco Island, 30 Faden tief). Es sind: 1 Hyas, 1 Cranyn, 
3 Hippolyte, 1 Pandalus ; 1 Mysis ; 1 Diastylis ; 1 Idothea ! wahrscheinlich Jugeud- 
form] , 2 Aega ; l Hyperia , 1 Anonyx, 1 Onesimus , 1 Lajjhystitis (an Brustflosse 
von Gadus), 1 Oedicerus; 1 Atyhis, 1 Gammarus, 1 Ampelisca , 1 Eusirus, 1 Ca- 
prella, 2 Cyamus; 1 Branchinecta ; 1 Caligus (auf dem ganzen Körper von Gadus) , 
1 Binematura (theils frei, theils auf dem » Greenland Shark« [Carcharias glaucus 



16 



F. Arthropods. 



L. ?] , gewöhnlich an dessen Augen), 1 Lemaeopoda (Augen des »Greenland 
Sharkw). Im Anhange wird ein Nymjjho^i und ein Baianus aufgeführt. 

Thomson beschreibt (^^sj einige neue Arten Schizo- , Iso- und Amphipoden, 
die er im Hafen von Dunedin (Neu-Seeland) in Tiefen bis zu sechs Faden ge- 
funden hat. 

Sars beschreibt (^*'9) 49 neue Arten Krebse, nämlich 4 Cirripedien, 1 Cope- 
poden, 1 Cumacee, 3 Mysideen, 1 Decapoden, 7 Isopoden und 32 Amphipoden, 
aus den nordischen Meeren, zum Theil aus bedeutender Tiefe. 

Asper (1) hat die Tiefseefauna der Schweizer Seen untersucht und gelangt 
dabei mit Bezug auf die Krebse zu den in nebenstehender Tabelle verzeichneten 
Ergebnissen. Im Züricher See ist ein durchsichtiger pigmentloser Gammaride, 
ähnlich dem Gammarus pulex vorhanden , der in Tiefen von 60 und 140 m noch 
gut entwickelte Augen hat, obwohl auch bei 40 m sehende und blinde Formen 
neben einander vorkommen ; die letzteren sind genau gleich dem Gammarus 
[Niphargus] puteanus var. Forelii Humbert aus dem Genfer See. 



















G.pulex 
am Ufer 
zahl- 
reich 






kl 

ja 3> 
OS 




P- bß^ .5 '^ '^ 


1 *^ 

P-6£^ <= 3 N 2 




,-• S '^ '-' 








'S .2 .»- 




'«.2:^ 

P.6ßP, 

OD 










is. 

OCQ, 


11 










a 

o 
o 




Mm 














003 




CS -.eÄ 




a 2 3 
— 'S ^ 






2 '■ 
g » » 

> 


r=3 






bc 

3 
::S 


bC 

M3 

3 
:e3 




ü 
'S 

CO 


00 q3 3 

o ''-Ig 








§,="3 " "" '^ ^ 


t- i3--3 














1 

a M 

|p. 




•Em 




00 


.2 ^ cc 


CO ^ 


:c3 .^ ü 


1 1 1 

1 ^o a 


a 

o 






e 




50 

P- 


s 


rri 

3 5 2 bc 


3 

o 

C 

>;^ 
1-1 


00 


05 

3 

i 


2 !^ 3 

a %-B 
a « 2 

CS -3 o 
O P,pM 


•^ 03 
CO ri 
3P3 

<1 



3. Orustacea. II. Cirripedia. 17 



II. Cirripedia. 

Die Schrift von Lacaze-Duthiers (^'J) ist ein Auszug aus einer größeren, 
dem Referenten leider unzugänglich gebliebenen Arbeit über Laura GeranUae (in 
den M^moires de l'Academie des Sciences , mit 8 Tafeln) . In dem Korallpolypen 
Gerardia [Gorgonia tiiberculata Lam.) findet sich in das Gewebe fast ganz versenkt 
eine bohnenförmige Kapsel von rosa und violetter Farbe und 2 — 4 Cent. Länge ; 
sie liegt mit ihrer Längsaxe parallel dem Stamme des Wohnthieres und hat an 
der einzigen hervorragenden Stelle einen Hilus , an dem sich eine in das Innere 
der Schale führende und von 5 Höckern umgebene Öfi'nung befindet. Die Schale 
läßt sich ohne zu reißen aus dem Polypenstocke entfernen und leicht in eine 
rechte und linke Hälfte, die nur durch eine Naht verwachsen sind, spalten. In 
ihrem Inneren schwebt, jederseits nur an einem Punkte befestigt, ein etwa 1 Cent, 
langer Krebs. Dieser zeigt nach hinten von der Anheftungsstelle (der Partie un- 
mittelbar hinter dem Kopfe) S deutliche Segmeute und ist in der Art S-förmig ge- 
krümmt , daß Kopf und Schwanz einander sehr genähert sind. Dem Kopfe ent- 
spricht an der Schale der eine unpaare Höcker des Hilus, während ein Paar 
Höcker die mächtigen Muskeln anzeigen , welche den Körper bewegen und viel- 
leicht auch den Hilus öö"nen. Das letzte Segment mit der Furca liegt dicht am 
Hilus. — Die Schale oder der Mantel besteht aus 2 Schichten, einer äußeren 
von Knorpelhärte und einer inneren weichen. Jene wird von sehr vielen Canälen 
durchsetzt, die nach dem Innern zu ofi"en, au-ßen aber mit einer dünnen Haut ge- 
schlossen und auf der Außenfläche der Schale mit feinen , radiär ausstrahlenden 
Filamenten (s. unten) umgeben sind, so daß die Schale nicht glatt, sondern mit 
einer Unmenge feiner Sternchen besetzt erscheint. Die Innenschicht hingegen ist 
braun, in Längsfalten gelegt, von einer Cuticula bedeckt und voll zarter Haare. Zwi- 
schen beiden Schichten liegt Bindegewebe mit vielen Fettzellen, und in den Lücken 
des ersteren Leber, Eierstock und ein reiches Gefäßnetz. — Der Körper weist 
12 Segmente auf. Die Furca des Schwanzes hat jederseits 4 Borsten. Von Beinen 
sind 6 Paar vorhanden. Am 1. Ringe hinter dem Kopfe sind die »pattes de la 
premiere paire femelle« wegen ihrer Beziehung zu den Oviducten so genannt, 
eingelenkt, dann kommen 4 Paar «männliche Beine«, und endlich ein 6. Paar am 
6. Ringe. Alle sind sie mit Haaren, und die des 1. — 5. Paares auch mit Cirren 
versehen. Die Trennung in vielleicht je 3 Glieder ist nicht deutlich. Der Kopf 
ist kegelförmig und trägt auf seiner Spitze die » armature buccale «, nämlich 1 Paar 
Stilette und 2 Paar säbelförmige Blätter. Diese scheinen nur der jungen Laura 
zur Anbohrung zu dienen, bei den erwachsenen Thieren hingegen functionslos zu 
sein. Es ist nur Ein Paar dreigliedriger Antennen vorhanden. Von den inneren 
Organen hat sich ein Nervensystem in Gestalt eines Ober- und Unterschlund- 
ganglions nebst Schlundring gefunden ; außerdem liegen am Kopfe in der Nähe 
des großen Muskels zwei drüsige Körper von unbekannter Bedeutung. Der Darm- 
kanal ist stets mit goldgelber, breiiger Masse (»paraissant identique ä la secretion 
du foie«) erfüllt. Mund und After fehlen wahrscheinlich. Dicht hinter der sehr 
engen Speiseröhre mündet mit weiter Öfi'nung rechts und links je ein sehr geräu- 
miger Leberschlauch , der vom Mantel herkommt und dort in den blinden Enden 
seiner wenig zahlreichen Zweige mit sehr großen Zellen ausgekleidet ist, die nach 
dem Darme zu immer kleiner werden. Besondere Athmungsorgane fehlen. Für 
die Circulation sind 3 unpaare mediane Längsgefäße, 1 dorsales und 2 abdominale 
vorhanden , welche anastomosiren und sich in dem Mantel in ein sehr reiches 
(durch subcutane Injection darstellbares) Netz von Capillaren auflösen. Letztere 
sollen unmittelbar unter der knorpelharten Schalenhaut verlaufen, eigene Wan- 

Zoolog. Jahresbericlit. ISSÜ. II. 2 



18 F. Arthropoda. 

düngen mit deutlichen Zellen und Kernen besitzen, und auch in die oben bezeich- 
neten Porencanäle eindringen. Die von letzteren ausgehenden Filamente ^Stern- 
haare) werden als Saugwurzeln '»radicelles«) betrachtet und sollen, da sie sich 
in das Gewebe der Gerardia einsenken , durch Endosmose die Ernährung der 
Laura besorgen. Die Leber hat alsdann durch ihre Verzweigungen im Mantel die 
aufgenommenen Säfte erst von den unbrauchbaren Stoffen zu reinigen und wirkt 
so ausschließlich als Excretionsorgan . »En resume, l'alimentation directe n'existe 
pas ou est tres problematique ; labsorption se fait par la carapace dans les tissus 
de la Gerardia et Tepuration des produits absorbes s'accomplit par l'excretion bi- 
liaire rejetee dans le tube digestif qui chez Tadulte a perdu l'activite de ses fonc- 
tions« (p. 569). Die Hoden liegen im 2. — 5. Beinpaare, und zwar in dem aufge- 
triebenen Basalgliede jedes Beines in Gestalt vieler Schläuche , die isolirt direct 
nach außen münden. Die unbeweglichen Spermatozoiden haben die Form ge- 
krümmter, an beiden Enden zugespitzter Stäbchen , und können den sehr engen 
Ausführungsgang eines Schlauches nur einzeln passiren. Die Ovarien befinden 
sich im Mantel; ihre Äste verlaufen mit denen der Leber und der Gefäße, und 
enden in sehr zahlreichen Blindsäcken. Die Oviducte münden an der Basis des 
1. Beinpaares aus. — Die Befruchtung der Eier geschieht im Mantel und wohl 
immer mit dem eigenen Samen. Auch die Entwickelung hat dort statt ; sie bietet 
anscheinend nichts Abweichendes. Der Nauplius hat ein Auge und einen langen 
Schnabel. 

Über Ontogenie der Cirripiden vergl. Balfour ('-], s. oben p. 14. 

Nach M i e r s waren auf einem -Palinurus Hügeli Heller vom Hafen von Sydney 
viele Alepas tubuhsa (^*. p. 379 Anm. 1). 

Sars (i*^^) hat auf den in Foyn's Etablissement untersuchten Exemplaren von 
Bakenoptera musculus Comp, keinerlei Parasiten gefunden . während ein an den 
Lofoten in Augenschein genommenes Exemplar mit Pennella Balfienopterae und 
darauf sitzenden Conchoderma vittata versehen war. Auf Megaptera boops Fabr. 
waren dagegen Conchoderma aw-ita, Coronida diadema und Ct/amus boopis reichlich 
vorhanden (vergl Zool. Jahresbericht f. 1S79. p. 395 u. 398, Aurivillius) . 

Fauna von Grönland, vgl. Miers (^"j s. oben p. 15. 

Fauna von Vancouver und Königin Charlotte Inseln, vergl. Smith [^^^] s. 
oben p. 15. 

Lacaze-Duthiers theilt auf Grund seiner Befunde an Laura (s. obenp. 17) 
die Cirripedia abortiva in 4 Gruppen , nämlich in die bekannten drei der Suctoria, 
Apoda und AbdominaUa , und in die neue der Ascothoracida aut Rhizothoracida. 
Einziger Vertreter derselben ist Laura Gerardiae Lacaze. 

Über parasitische Cirripedien, vergl. Richiardi ['^^'^), s. unten p.20. 



Neae Gattangen und Arten. 

[Anordnung der Familien nach Claus, Lehrbuch 4. Auflage, der Gattungen und 
Arten in alphabetischer Folge.] 

Familie Pollicipedidae. 

Scalpellum anffuslmn (S. Sirömu Heller). 62M4,5'N. IMS'O. 412 Fad.; 76033, S'N. 
120 51' 0. 743 Faden. Sars, Crust. Pycn. p.466. 
» cornuium. 6604rN. 60 59' 0. 350 Fad. ; 7 P 42' N. 370 l' 0. i48Fad.; 
780 1,7' N. 9025'O. 416 Faden. Sars, p. 466. 
hamatum. 68021'N. 10040'O. 457Fad. ; 7l025'N. 15040, 5'0. 620 Fad.; 
780 1.7'N. 9025'O. 416Faden. Sars p. 468. 



3. Crustacea. III. Copepoda. 19 

Familie Peltogastridae. 

Sylon Hymenodorae. 1 Ex. , auf Hymenodora glacialis. C5047,5'N. 307'W., 1862 

Faden. Sars, Crust. Pycn. p. 469. 
SaccuUna rotnndata. Auf Eriphia laevimana (^f. Miers, Malay. Crust. Annais 

Vol. 5. p. 470 Taf. 15. Fig. 18, 19. 
Von noch unbestimmter Stellung : 
Laura. Diagnose vergl. oben Laeaze-Duthiers, Arcli. Zool. T. 8. 
Laura (n . ) Gerardiae . Im Korallpolypen Gerardia . Lacaze-Dutliiers, Arch. 

Zool. T. 8. 



III. Copepoda. 



E. van Beneden [^) weist daraufhin, daß er die von Heider in Anspruch 
genommene Entdeckung des Gefäßsystems mit rothem Blute bei Lemanthropus 
schon im Jahre 1868, und zwar außer an dem genannten Copepoden auch an 
Clavella und Cycnus (Congericola) gemacht, und 1873 in den Bull, de l'Acad. de 
Belgique kurz veröffentlicht habe. In den beiden letzteren Krebsen ist der Ap- 
parat einfacher gebaut ; bei Cycnus besteht er aus vier ventralen Längsstämmen. 
In Bezug auf Lemanthropus., von dessen Circulationsvorrichtungen Verf. eine neue 
Beschreibung liefert, zeigt sich der Unterschied von den Angaben Heider's, 
daß in den perivasculären Räumen der Leibeshöhle amöboide Zellen vorhanden 
sind. Das Hämoglobin hat Verf. bereits vor 1872 spektroskopisch aufgefunden. 
Die Einrichtungen für den Blutumlauf sind demnach clenen der Anneliden ähnlich, 
aber natürlich nicht homolog. Das rothe Blut dient wahrscheinlich zur Über- 
tragung von absorbirtem Sauerstoff in die Leibeshöhle und zur Fortschaffung der 
Kohlensäure , ist daher kein eigentliches Blut , sondern nur analog den rothen 
Blutkörperchen; es mag also passend als »Liquide hematique« bezeichnet werden. 
Dagegen ist die Flüssigkeit in der Leibeshöhle analog dem Blutplasma der Verte- 
braten, und kann darum »Liquide plasmatique« heißen. Die zur Aufnahme des 
ersteren Liquors dienenden Gefäße (canaux hematiques) entstehen auf Kosten der 
»cellules vasoformatrices du tissu conjonctif « , indem sich das axiale Plasma der 
Zellen mit Hämoglobin imprägnirt, das peripherische hingegen zum »canal hema- 
tique« verschmilzt. — Vergl. hierzu die persönlichen Bemerkungen von Heider 
(50) und Claus (20). 

Brady (S) gibt in seiner Monographie der freilebenden und halbschmarotzen- 
den Copepoden Englands eine Einleitung (Vol. I. p. l — 13), sowie einen Abriß 
der »general anatomy and development of the Copepoda « {Vol. UI. p. 1 — 22), 
letzteren nach Gegenbaur, Huxley, Claus u. A. (Notizen über das Nerven- 
system, Verlauf des Bauchstranges nach Marcus Hartog). Er behält zwar 
die Thorell'sche Eintheilung nach den Mundwerkzeugen bei (s. unten), stimmt 
jedoch in der Deutung derselben bei den Poecilostomata und Siphonostomata mit 
Claus überein, betrachtet demnach die immer vorhandenen strittigen Gliedmaßen 
als Mandibel und Maxille, nicht aber nach Thorell als Maxille und Maxillarpalpus. 
Die Beobachtung von Boeck , der zufolge das Auge von ThorelUa hrunnea Boeck 
nicht genau median liegt , bestätigt Verf. — Er empfiehlt die Conserviruug der 
Copepoden in Alcohol oder einer Lösung von Chloralhydrat ( 1 2 Gran) in Campher- 
wasser ( l Unze) , sowie für mikroskopische Präparate die Glyceringelatine , und 
behauptet ferner mit Bestimmtheit, daß Glyceriu kohlensauren Kalk löse. 

Über den Bau der Antennendrüse bei Copepoden vergl. G robben (^*), s. 
oben p. 11. 



20 F- Arthropoda. 

Hartog beobachtete (^^) Analrespiration bei Canthocamptus, Cyclops und 
Diaptomus , sowie bei den Nauplien der beiden letztgenannten Gattungen ^ Vergl. 
oben p. 12). 

Della Valle verbreitet sich (^20) ühev die Anatomie von Lichomolgvs Sarsii 
Clap, Der von Claus als 1. Abdominalsegment betrachtete Körperring gehört 
nach Verf. , da er mit Fußrudimenten versehen ist, besser zum Thorax. In der 
zweiten Antenne sind vielleicht Drüsen vorhanden. Beim Nervensystem lassen 
sich keine gesonderten Ganglien unterscheiden. Als Tast- uncfc Geruchsorgane 
dienen Borsten am 2. Segmente der Vorderfühler. Ähnlich wie bei Sapphirina 
gehen auch bei Lichomolgus zu den zahlreichen Hautdrüsen besondere Nerven. 
Der Magen ist sehr weit. Besondere Athmungs- und Kreislaufswerkzeuge fehlen. 
Die Hoden ließen sich nicht auffinden ; das Vas deferens ist paarig ; die Sperma- 
tozoiden bestehen aus einem Kopfe mit zwei Fäden und sind beweglich. Das 
Weibchen ist sehr ähnlich dem von Pachjsoma und besitzt einen unpaaren Eier- 
stock. 

Ke lli CO tt beschreibt (^**; ein Larvenstadium eines ^^^?/^«s. 

Über Entwickelungsgeschichte der Copepoden vergl. Balfour (2), s. oben 
p. 14. 

Fritz Müller erwähnt (^^j ^^s gelegentlichen Vorkommens eines Cyclops in 
den Wasseransammlungen , die sich zwischen den Blättern von Bromelia auf den 
Gipfeln hoher Urwaldbäume vorfinden. 

Rehberg gibt (•'*^) in seinen Beiträgen zur Kenntnis der freilebenden Süß- 
wasser-Copepoden auch einige biologische Notizen. Indem einTorfcanal allmählich 
zugeworfen wird, geräth die in ihm lebende Thierwelt in Wassermangel ; als Folge 
davon zeigt sich eine Verkleinerung der neuen Generationen, ohne daß jedoch die 
Eier an Ausdehnung abnähmen, ferner Verkümmerungen und Verletzungen an 
den Gliedmaßen. Weiter bespricht Verf. einen Hermaphrodit von Cyclops agilis 
Koch , der rechts mehr die Charactere des Männchens , links die des Weibchens 
zeigte , und theilt mit , daß noch nicht ausgewachsene Weibchen von Cyclops 
ßmbriatus bereits begattet werden. 

Über das Vorkommen parasitischer Copepoden auf Walen vergl. Sars [^^'^), s. 
oben p. 18. 

Fauna von Armenien, vergl. A. Brandt [^^), s. oben p. 15. 

Fauna von Grönland, vergl. Miers ('^), s. oben p. 15. 

Fauna der Schweiz, vergl. Asper (i), s. oben p. 16. 

Rehberg beschreibt C-^*) zwei neue Crustaceen aus einem Brunnen von Hel- 
goland, nämlich Pleuroxus puteanus, und Cyclops helgolandicus , und sieht als deren 
Stammeltern P. trigonellus 0. F. M. resp. C . puhhellus Koch au. Die Umwande- 
lung soll durch den Einfluß des vom Meere chemisch veränderten Brunnenwassers 
in nur 70 Jahren — der Brunnen wurde erst 1S09 gegraben — hervorgebracht 
sein. 

In dem Cataloge der Italienischen Abtheilung auf der Berliner Fischerei-Aus- 
stellung liefert Richiardi ein Verzeichnis von ectoparasitischen Copepoden 
(44 Gattungen) und Cirripedien (2 Gattungen) nebst Angabe ihrer Wohnplätze 
(102. p. 147). 

Rehberg zählt (06) folgende, der Fauna von Bremen angehörige freilebende 
Copepoden des Süßwassers auf. Von Cyclopiden: Cyclops elonyatus Cl., temd- 
cor7us C\. (Cfo?/sü' Poggenpohl, quadricomis var. bBaird), signatus Koch [coronatus 
Cl. , quadricornis YSiX. cBaird], strenmis Fischer [brevicaudatus Q\.) , viridis Jnv.. 
{brevicomis Cl.) , gigas Cl. , lucidulus Koch [vernalis Fisch. , furcifer C\.), siivplex 
Poggenpohl [Leeuwenlwehi FLock] .^ hyalinus u. , pulc/iellus Koch [bicuspidatus CL), 



3. Orustacea. III. Copepoda. 21 

bisetosus Rehh . {"f bicuspülatus &nrs; früher noch nicht in Bremen gefunden] , hn- 
ffuidus Sa.vs, i7w' ff nis Gl. [Lttbbockii Brady) , afftlis Koch {serruhtiis Fisch.) , macrurus 
Sars [spinulosus Cl.) , omatus Poggenpohl (Cfo?mV Heller,:, pygmaeus n., diaphanus 
Fisch. (Äifo/'-ir Sars , mhmtus QX.), j^haleratiis Koch , ßmbriatus Fiäch. [crassicornis 
Sars, 6Ve(^^(?r! Heller, /?aM/;er Fritsch) , Poppein. [Ct/clojjs Helleri Bradj ist nicht 
= C. Clcmsii Heller, sondern besser wohl als C. dentatus zu bezeichnen ; C. Kauf- 
>nanm Uljanin nicht =i7e^^m Brady, sondern eigene Art) ; vonHarpactieiden: 
Canthocamptus inmutusO. F. M., Incidulus B,Ghh . [minutiis Cl.), gracilis Sars; von 
Calaniden: Dlaptowus coemleus Müll. ( Wesiivoodii Lubb. , castor Desm. , ßagellatus 
Ulj.?), gracilis Sars [amblyodon Marenzeller) , Temora CVawsw Hock. [Heterocope 
robusta Sars = H. saliens Lillj.i. — Die beiden Arten Cyclops ßmbriatns Fischer 
und C. Poppei n. ist Verf. geneigt als Abkömmlinge von C. agilis Koch aufzu- 
fassen. 

Nach Richiardi (^^oj findet sich Clupea sprattus und auf ihr an gewohnter 
Stelle lim Auge) der Parasit Lemaeenicus sprattae auch in den Toscanischen Ge- 
wässern vor. 

Hesse beschreibt (^-) eine neue Art der Gattung Dinematura und knüpft daran 
einige Bemerkungen über die Lebensweise dieses Schmarotzers, ohne jedoch Neues 
zu bieten. 

ßrady hält sich in seiner Monographie der freilebenden und halbschmarotzen- 
den Copepoden Englands (**) in Bezug auf die großen Gruppen an die Eintheilung 
von Thoreil in Gnathostoma , Poecilostoma und Siphonostoma , und läßt auch die 
Familien fast alle in ihrer alten Begrenzung bestehen (neu jedoch die Misophrüdae 
und Artotrogidae, s. unten). Die Anzahl der Gattungen beträgt 67 ; zu ihrer Be- 
stimmung sind Tabellen vorhanden. Von Arten werden 151 beschrieben und ab- 
gebildet, während Baird 1850 erst 13 kannte. Es sind folgende: 

I. Fam. Calanidae Dana mit den Subfamilien Calaninae und Pontel- 
linae. 1. Calamis ßnmarchicus Gunner (C. magnus, borealis und e^e^owsLubb. = 
formae juvenes . 2. Metridia armata Boeck (= Paracalanus hibernicus Brady & 
Robertson]. 'A. Pseudocalamis elongafus Boeck; P. a?'maf us Boeck. 4. Candace n. 
sp. 5. Dias longiremis Lillj. 6. Temora longicornis 0. F. M. ; T. velox Lillj. 
7. Diaptonms castor Jur. (= D. JVestwoodii Jjuhh .] . 8. Isias clavip es Boeck. 9. 
Centropages typicus Kr. ; C. hnmatus Lillj. 10. Parapontella n. g. brevicornis Lubb. 
{= Pontella brevicor?iis huhh .) . 11. Pnntella Wollastoni Lubb. [== P- helgolandica 
Claus) . 12. Anomalocera Pattersonii Tempi. 

II. Fam. Misophrüdae n. fam. (Ähnlich den Calaniden, nur Vorderfühler 
7 — ISgliedrig, viel kürzer als der Cephalothorax ; robust und im Allgemeinen den 
Cyclopiden ähnlich.) 13. Misophria pallida Boeck. 14. Pseudocyclops nicht = 
Misophria (^, sondern eigene Gattung) crassiremis Brady ; P. obtusatus Br. & 
Robertson. 15. Cert-mm ^rar/yi Norman ms. 

in. Fam. Cyclopidae Baird p. p. 16. Oithona splnifrons Boeck i^. helgolan- 
dica Cl.). 17. Cyclopina litoralis Brady; C. gracilis Cl. ; C. ? ovalis Brady [Cyclops 
ovalis; Vol. H. p. 181). 18. Thorellia (? Euryte Philippi) brunnea Boeck. 19. Cy- 
clops signatus Koch ; C. tenuicornis Cl. ; C. strenuus Fischer; C. gigas Cl. ; C. pul- 
chellus K.OCh\ C. insigyris Q\. \ C. serritlatus Y'lichev. C. macrurus Sars; C. afßnis 
Sars; C. Kau/manni J]\j . : C. Helleri Brady (? Chusii ReWer) ; C. phaleratus Koch: 
C. crassicornis 0. F. M. ; C. aequoreus Fischer. 20. Pterinopsylliis n. g. insignis 
n. sp. 

IV. Fam. Notodelphyidae Thoi-ell mit den Subfamilien Notodelphyi- 
nae, Doropyginae (n.; Vorderfühler S — 10 gliedrig, beim (^f nicht zum 
Greifen modificirt ; Furca mit sehr kleinen Dornen) und Ascidicolinae(n.;l.u. 2. 
Thoraxsegment verschmolzen, Abdomen beim(;j^ mit 6, beim $ mit 5 Segmenten) . 



22 F. Arthropoda. 

21. Notodelphys Allmani Thor. (? elegans und rufescens Thor.) ; N. coeruleaThov.; 

C. agilis Thor. ; C. prasina Thor. 22. Doropygus pulex Thor. ; D. auritus Thor. ; 

D. Normanni n. sp. ; D. porciuauda n. sp. 23. Botachus cylindratus Th.ov. 24:. No- 
topterophorus pupilio Hesse. 25. Ascidicola rosea Thor. 

V. Farn. Buproridae Thor. 26. Enierocola emf« Norm, (nicht abgebildet.) 

VI. Farn. Harpacticidae CI.p.p. (incl.Peltidiidae) mit den 9 Subfamilien : 
Longipediinae(Gattung27u. 28), Tachidiinae (29u. 30; und Amymoninae 
Boeck (31 — 34), Stenheliinae(n. ; 35 — 38 ; Innenastdes I.Fußes 2 — 3gliedrig, 
verlängert und zum Greifen eingerichtet; Mandibularpalpus 2gliedrig), Cantho- 
camptinae (n.; 39 — 47 ; Mandibularpalpus meist 1 gliedrig ; Nebenast des Hinter- 
fühlers sehr klein und gewöhnlich 1 gliedrig; Innenast des 4, Fußes fast immer 
2 — 1 gliedrig), Nannopinae (n.; 48, 49.; Vorderfühler 6 gliedrig, Nebenast des 
Hinterfühlers 1 gliedrig ; Mandibularpalpus 1 gliedrig; Innenast des l.u. 2. Fußes 
2 gliedrig, des 3. u. 4. Fußes rudimentär), Harpacticinae Boeck p.p. (50 — 56), 
PorcellidiinaeBoeck(57) und Idyinae(n.; 58 u. 59; Vorderfühler 7 — 9gliedrig, 
Nebenast des Hinterfühlers 1 — 4 gliedrig; Innenast des 1. Fußes 2 gliedrig, 
Außenast 3 gliedrig, beide Äste des 2. — 4. Fußes 3 gliedrig;. 27. Longipedia 
coronata Gl. 28. Ectinosoma spmipes n. sp. ; E. melaniceps Boeck; E, erythrops n. 
sp. ; E. atlantictim Br. &Rob. (= Microsetella atlantica Br. & Rob.). 29. Zosime 
tyjnca^OQclk. 30. Bradya (ypica Boeck. 31. Tachidms brevicornis 0. F. M. 32. 
Euterpe gracilis Gl. 33. Robertsoma n. g. temiis Br. & Rob. (= Ectinosoma tenue 
Br. & Rob.). 34. Amymone sphaerica Gl. ; A. longimana Gl. 35. Stenhelia hispida 
n. sp. ; S. ima Brady [Canthocamptus imiis Brady u. ? C. rostratus Gl.) . 36. Anieira 
longipes Boeck. 37. Jonesiella n. g. fusiformis Br. & Rob. (= Zosime); J. spinu- 
losa Br. &Rob. (= Zosime). 38. Delavalia palustris Brady; D. reflexa^x. & Rob. ; 
D.jrobusta Br.&Rob. 39. Canthocamptus minutus 0. F. M. (nec Glaus) ; C. hiber- 
nicus n. sp.; C palustris n. sp.; C. trispinosus n. sp.; C. northumbricus n. sp.; 40. 
Attheyella n. g. spinosa n. sp. ; A. cryptorum Brady. 41. Mesochra Lilljeborgi 
Boeck [Paratachidius gracilis Br. & Rob.) ; M. Rohertsoni u. sp. 42. Tetragoniceps 
n. g. malleolata n. sp. 43. Diosaccus tenuicornis Gl. (= Daciylopus und Nitokra). 

44. Laophonte (= Cleta Gl., Asellopsis Br. &Rob.) serrata Gl. ; L. horrida Norm.; 
h. thoracica Boeck [Tetragoniceps longiremis Br. & Rob.) ; L. similis Gl. ; L. curti- 
cauda Boeck ; L. longicaudata Boeck ; L. lamellifera Gl. ; L. hispida Br. & Rob. 

45. Normanella n. g. dubia Br. & Rob. (= Laophonte) . 46. Cletodes (= Ortho- 
psyllus Br. & Rob.) limicola Brady (= pectinata Br. & Rob.) nebst var. gracilis; 
C. longicaudata Br. & Rob. ; C. proiinqua Br. & Rob. ; C. linearis Gl. 47. Enhy- 
drosoma curvatum Br. & Rob. (= Rhizothrix). 48. Nannopus n. g. /»a^wsi'm n. sp. 
49. Platychelipusu. g. litoralis n. sp. 50. Dactylopus tisboides Gl. ; D. similis Cl. ; D. 
Stromii Baird [D. cinctus Gl.) ; D. tenuiremis Br. & Rob. ; I) .flavus Gl. ; D. brevi- 
cornis Gl. ; D. minutus Gl. 51. Thalestris mysis Gl. ; T. helgokmdica Gl. ; T. rufo- 
cincta Norm. ms. ; T. harpactoides Gl. ; T. Clausii Norm. ; T. ru/oviolascens Gl. (?) ; 
T. serrulata n. sp. ; T. hibcrnica Br. & Rob. ; T. longimana Gl. ; 2\ peltata Boeck 
[= AmenophiaBoQoik). 52. Westwoodia nobilis Bah'd. b3. Iliopsyllus coriaceus Br. 
& Rob. 54. Harpacticus chelifer 0. F. M. ; H. fulviis Fischer; H. flexus Br. & 
Bob. 55. Zaus spinatus Goodsir [Z. spinosus Gl. & Boeck) ; Z. Goodsiri Brady 
(Z. ovalis C\.) . 56. Peltidium (Alteutha Baird, ChnYfes Goodsir , -S^^crojoe Goodsir 
p. p.) depressum Baird; P. interruptum Goods. ; P. cremdatum n. sp. 57. Porcelli-- 
dium, teniiicauda Gl. ; P. fimbriatum Gl. ; P. viride Phil. ; P. szibrotundum Norm. 
58. Idya furcata Baird. 59. Scutellidium tisboides Gl.; S. fasciatum Boeck (= 
Aspidiscus Norm.). 60. Cylindropsyllus n. g. laevis n. sp. 

VII. Farn. Gorycaeidae Thor. 61. Cotycaeus ang Heus huhh . 62. Monstrilla 
anglica Lubb. (nicht abgebildet) . 



3. Crustacea. III. Copepoda. 25 

VIII. Farn. Sappliirinidae Thor. 63. Lkhomolgus (= BoeckiaM. Macrochei- 
ron Bra-Ay) ßicicohis Brady; L. liber Br. & Rob. ; L. are^iicolus Bmäj ; L. ThoreUii 
Br. & Rob. ; L. furcillatus Thor. ; L. forßcula Thor. 

IX. Farn. Artotrogidae n. fam. (Abdomen deutlich abgesetzt; Vorderfühler 
9 — 20gliedrig, Hinterfühler 3 — 4-, Nebenast — 1 gliedrig ; Mund zum Sipho 
umgewandelt ; Mandibel stiletförmig , mit oder ohne Palpus ; Kieferfüße 2 — 4- 
gliedrig, mit starker Klaue; 1. — 4. Fuß 2 ästig [selten 4, Fuß lästig], 5. Fuß 
rudimentär oder nicht vorhanden). 64. Cyclopicera nigripes Br. & Rob. ; C. lata 
Brady (= Ascomyzon echinicola =? Artotrogus Lilljehorgii juv.) ; C. gracilicauda 
n. sp. 65. Artotrogus ( Asterocheres Boeck u. Ascomyzon Thor.) Boeckii Brady 
(Ascomyzon Lilljeborgü) ; A. magniceps n. sp. ; A. Normani Br. & Rob. (= Dys- 
pontius) ; A. Lilljehorgii Boeck (== Asterocheres). 66. Dyspontius striatus Thor. 
67. Acontiophorus n. g. scutatus Br. & Rob. ; A. arviatiis n. sp. 

Hai 1er (^s) zerfällt die Familie der Peltidien in 5 Genera: Porcellidium GL, 
Oniscidium Hall. , non Glaus (mit den Untergattungen Peltidium Phil. =^ Onis- 
ciditim Gl. und Zausoscidium Hall.), Alteutha Baird, Eupelte Gl. und Zaus Goods. 
Die früher vorläufig aufgestellte Art (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 396) 0. 
i?icertum wird, da die Exemplare verloren gegangen, nicht näher beschrieben. 

Richiardi (^^')hat die Männchen von Sphaerifer gefunden und an ihrem Bau 
mit Sicherheit erkannt , daß die genannte Gattung in der That zu den Philich- 
thidae gehöre. Ferner beschreibt er zwei neue parasitische Gopepoden. 

Nach Della Valle (126) müssen die Gorycaeiden, Bomolochiden und Ergasi- 
liden verschmolzen werden, da sie im Bau der Mundtheile und Antennen überein- 
stimmen und sich auch wahrscheinlich in der Lebensweise ähnlich sind. Die ge- 
wöhnlich zu den Ergasiliden gerechneten Gattungen Doridicola und Sepicola sind 
bereits früher als Arten von Lichomolgus erkannt worden ; demselben Schicksale 
dürften die Sarsischen Gattungen EoUdicola, TerebelUcola , SabelUphilus und Chone- 
jj/iilits anheimfallen, so daß sechs Gattungen eingezogen sind. Dagegen werden 
5 neue Formen, nämlich 1 neue Gattung mit 2 Arten und außerdem 3 Arten be- 
schrieben. 

Poppe (9^) beschreibt Temora affinis n.. sp. und zieht T. Clausii Roek zu T. 
velox Lillj. 

Nach Rehberg (9^) stimmen die 3 Arten Cyclops ßmhriatus Fischer, C. Poppei 
Rehberg und C.phaleratus Koch in ihren ersten Entwickelungsstadien völlig überein, 
ebenso C. albidus Jur. und C. ßiscus Jur. Ferner ist C. albidus Jur. statt C. an- 
nulicotmis Koch. , C. bistriatus Koch und C. tenuicornis GL, ebenso C. ßtiscus im\ 
für C. sig7iatus Koch und C. coromitus Gl. , und C. rubens Jur. für C. strenuus 
Fisch, und C. brevicaudatus Gl. ZU setzen. C. helgolandiciis Rehbg. gleicht voll- 
kommen C /j?/Me//?<s Koch in dessen 3. Häutungsstadium, stammt also von ihm ab. 
Auch C. longicornis Vernet ist eine rückgebildete Form von C. agilis Koch. C. 
pygmaeus Rehberg = C. aßßnis Sars. CantJiocamptus trispinosus Brady findet sich 
bei Bremen vor ; eine neue Art derselben Gattung erhält den Namen C. ßontinalis. 

Nene Gattangen nnd Arten. 

Von unbestimmter Stellung im System : 
Cylindropsyllus n. g. (Cylindrosoma). Abdomen 4 gliedrig; Vorderftthler 5 gliedrig, 

Hinterfühler 2gliedrig; Innenast des 1. — 4. Fußes 2gliedrig, Außenast 3gliedrig; 

5. Fuß rudimentär, blattartig. Brady, Gopepoda, Vol. 3. p. 30. 
Cylindropsyllus (n.) hevis. Nur 1 Exemplar; off Hartlepool, 5 Faden, Schlammsand. 

Brady, Gopepoda, Vol. 3. p. 30. Taf. 84. Fig. 1—8. 



24 F. Arthropoda. 

Familie Cyclopidae. 
Pterinopsyllus ( Lophophorus ) n. g. khxMoh. Cyclops , nur Mandibularpalpus 2ästig 
und 5. Fuß blattartig. Brady, Copepoda, Vol. 1. p. 121 und Vol. 6. p. 23. 



Cuclops kyalinus ]_ t>ii n 3 ni . tt-t^ 

"« ,/ ™o^«o l Bremen. K e n b e r g , Copepoden. Abli. naturw. Verein Bremen 

l PoppeT I P- ^4-' ^46' ^^^- 'r^^- 6- Fig. 1, 2, Fig. 3-6, Fig. 9-11. 

» helgolandicus . Helgoland. Rehberg, Zool. Anzeiger 3. Jahrg. p. 302. 

Pterinopsyllus (n.) ijisignis, off Durham Coast, 27 Faden, Sand. Brady, Copepoda, 

Vol. 1. p. 122. Taf. 13. Fig. 1 — 10. Taf. 15. Fig. 10. 



Familie Harpacticidae. 
Attheyella n. g, Ahnlicli Canthocaniptus, nur Innenast des 1. Fußes 2 — 3gliedrig 

und kaum verlängert, des 2. u. 3. Fußes 1 — 2gliedrig, des 4. Fußes Igliedrig. 

Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 58. 
Jonesiella n. g. Innenast des 1. Fußes 2gliedrig, länger als Außenast. Brady, 

Copepoda, Vol. 2. p. 38. 
Nannopiis n. g. Ähnlich Tachidius , aber Außenast des 1. — 4. Fußes 3gliedrig. 

Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 100. 
Normanella n. g. Ahnlich Laophonte und Cletodes , aber Hinterfühler mit Nebenast; 

Mandibularpalpus 2 ästig ; 1. Fuß ohne Greif klaue, Innenast verlängert. Brady, 

Copepoda, Vol. 2. p. 87. 
Platychelipus n. g. Ähnlich Nannopus, aber Anßenast des 1. Fußes 2gliedrig. 

Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 102. 
Rohertsonia n. g. Nahe TacMdius , aber Nebenast des Hinterfühlers 2 gliedrig. 

Brady, Copepoda. Vol. 2. p. 24. 
Tetragoniceps n. g. Hinterfühler sehr lang, 3 gliedrig; Mandibularpalpus 2 ästig; 

Innenast des 1. — 4. Fußes 2 gliedrig, Außenast 3gliedrig; 5. Fuß lästig. 

Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 65. 
Zausosmdium n. subg. Weibchen neun-, Männchen zehngliedrig : unterer Maxillarfuß 

mit Greif hand; Innenast des 1. Fußpaares zwei-, Außenast dreigliedrig. Haller, 

Peltidien, Zool. Anz. p. 67. 

Attheyella (n.) spinosa. Tümpel bei Morton Junction nahe Sunderland ; alter Canal 
bei Peterhead; Fluß beiPwllheli inCaernai'vonshire. Brady, Copepoda, Vol. 2. 
p. 58. Taf. 43. Fig. 15—18. Taf. 46. Fig. 13—18. 
Canthocamptus fontinalis . Göttingen. Rehberg, Weitere Bemerk, p. 66. Taf. 4. 
Fig. 4 und 6. 
» hibernicus. MuUingar Canal , Dublin; See bei Newport. Brady, Co- 

pepoda, Vol. 2. p. 52. Taf. 46. Fig. 1—12. 
» northumhricus. See bei Bolam. Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 57. 

Taf. 45. Fig. 1—14. 
» palustris. St. Marys (Scilly) ; River Stour; Maningtree; Oulton 

Broad; Isle Oronsay, Skye. Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 53. 
Taf. 39. Fig. 13—23. 
» trispinosus. Fluß Nene bei Peterborough. Brady , Copepoda, Vol. 2. 

p. 55. Taf. 45. Fig. 15—22. 
Bactylopus rufocincta Norm. ms. Durham; Yorkshire ; Scilly; Firth of Clyde; North 
Wales; Irland. Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 125. Taf. 57. Fig. 1—9. 
» serrulafa. Nur 1 rf von New Grimsby Hafen auf Scilly Inseln, 14 Faden, 
Sandschlamm. Brady , Copepoda, Vol. 2. p. 133. Taf. 59. Fig. 2—1 1. 



3. Crustacea. III. Copepoda. 25 

Ectinosoma erythrops. off the coasts of South Durham and North Yorkshire , 5 — 30 
Faden. Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 12. Taf. 36. Fig. 11—17. 
» spinipes (= melaniceps Brady) . An allen Küsten Englands , vom Ebbe- 

strand bis zu 40 Faden. Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 9. Taf. 36. 
Fig. 1—10. 
Mesochra Robertsoni. Lough Enask, Lough Arddery ; Newport. Brady, Copepoda, 

Vol. 2. p. 64. Taf. 47. Fig. 1—15. 
Nannopus (n.) palustris. Seaton Sluice, Northumberland. Brady, Copepoda, 

Vol. 2. p. 101. Taf. 77. Fig. 18—20. 
Oniscidium sciilptum. Ha 11 er, Peltidien, p. 65. Taf. 4. Fig. 4. 

» triarticulatum. Hall er, ebenda p. 64. Taf. 4. Fig. 3. 

Peliidium crenulatum. Scilly Inseln ; Roundstone , Connemara. Brady, Copepoda, 

Vol. 2. p. 163. Taf. 72. Fig. 6—15. 
Platycheliptis (n.) litoralis. See Lothing, Suffolk; Seaton Sluice, Northumberland. 
Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 103. Taf. 79. Fig. 20 — 23. Taf. 80. Fig. 
15—19. 
PorceUidium ovatum. 80 — 150 Meter. Hai 1er, Peltidien, p. 58. Taf. 4. Fig. 1. 

» parvulum. Haller, ebenda, p. 60. Taf. 4. Fig. 2. 

Stenhelia hispida. Tobermory ; Clew Bay in Irland 1 Faden ; off Hartlepool 5 Faden, 
off Marsden in Durham 30 Faden; Portincross in Ayrshire 15 Faden; Ventry 
Bay in Irland. Brady, Copepoda, Vol. 2. p. 32. Taf. 42. Fig. 1—14. 
Tetragoniceps (n.) malleolata. St. Agnes (Scilly), 12 Faden. Brady, Copepoda, 

Vol. 2. p. 66. Taf. 78. Fig. 1.— 11. 
Zausosctdmm (n.) Folii. Haller, Peltidien, p. 68. Taf. 5. Fig. 3 u. 4. 



Familie Calanidae. 
Candace peciinaia. Scilly Inseln, etwa 40 Faden. Brady, Copepoda, Vol. 1. p. 49. 

Taf. 10. Fig. 1—12. Taf. 8. Fig. 14—15. 
Cervinia Bradyi Norm. ms. Oban. Brady, Copepoda, Vol. 1. p. 86. Taf. 24a. 

Fig. 3—13. 
Temora affinis. Jahdebusen , Ems und Weser (in See- , Brak- und Süßwasser) . 

Poppe (9ä), p. 55 ff. Taf. 3. 



Familie Pontellidae. 
Parapontellan. g. Nahe PonteUa, aber Innenast des I.Fußes dreigliedrig; 2. Kiefer- 
fuß rudimentär ; Mandibularpalpus lästig. Brady, Copepoda, Vol. 1. p. 68. 



Familie Notodelphyid ae. 
Doropygus Normani [Jjjsyllus Thor.) . In Ascidien von Roundstone in Irland, Brady, 
Copepoda, Vol. 1. p. 136. Taf. 32. Fig. 1—14. 
» porcicauda. In Ascidia parallelogramma und andere Arten von Durham 

und Birtirbuy Bay in Irland. Brady, Copepoda, Vol. 1. p. 138. 
Taf. 27. Fig. 1—9. Taf. 33. Fig. 14—16. 



Familie Corycaeidae. 
Anthessius n. g. Nahe Lichomolgus , aber Mandibel sichelförmig und mit tasterartigem 
Anhange; Maxille stiefeiförmig; 1. Maxillarfuß mit wenigen Zähnen. De IIa 
Valle, Coriceidi. p. 102. 



26 F. Arthropoda. 

Anthessius{vL.)pleurohrancheae. Auf Pleurobranchea. DellaValle, Coriceidi.p.l04. 
Taf. 6. Fig. 56—58. 
» solecurti. Auf Solecurtus strigilatus. DellaValle, Coriceidi. p. 102. 

Taf. 6. Fig. 49—55. 
Lichomolgus actiniae. Auf Actinia concentrica var. viridis. DellaValle, Coriceidi. 
p. 97. Taf. 5 u. 6. Fig. 27—32. 
» chromodoridis. Nur Q, auf Chromodoris elegans. DellaValle, Co- 

riceidi. p. 101. Taf. 6. Fig. 43—48. 
» pteroidis. Auf Pteroides spinulosus. DellaValle, Coriceidi. p. 99. 

Taf. 6. Fig. 33—42. 
» Sarsii Clap. var. branchialis. Auf Kiemen von Spirographis Spallan- 

zanii. DellaValle, Coriceidi. p. 97. 



Familie Ascomyzontidae. 
Acontiophorus n. g. ( Solenostoma ^v . &Rob.). Ähnlicli Artotrogus , aber Vor der- 
fühler llgliedrig, Hinterfühler 4gliedrig, ohne Klaue; 5. Fuß 2gliedrig ; Sipho 
länger als Cephalothorax. Brady, Copepoda, VoL 3. p. 69. 



Acontiophorus (n.) armatus (= Ascomyzon ornatum Br. »&;Rob.). 2 Exemplare. Scar- 

borough; Robin Hood's Bay. Brady, Copepoda, Vol. 3. p. 69. Taf. 90. 

Fig. 1—10. 
Artotrogus magniceps (= orbimlaris Bv . & Rob. , nec'Boeck-. Off Portincross , Ayr- 

shire 15 Faden, und off RedCliff, Yorkshire 30 Faden, je 1 Exemplar. Brady, 

Copepoda, Vol. 3. p. 61. Taf. 93. Fig. 1—9. 
Ascomyzon Thorelli. Spitzbergen und Küste Norwegens. Sars, Crust. Pycnog. 

p. 4^4. 
Cyclopicera gracilicauda. Nur 1 Exemplar; off Robin Hood's Bay, Yorkahire 35 

Faden. Brady, Copepoda, Vol. 3. p. 58. Taf. 83. Fig. 1 — 10. 



Familie Caligidae. 
Dinematura musteli laevis . Hesse (^2). p. 6 ff . Taf. 1 



Familie Dichelestiidae. 
Phüichthys ßatolae. In Schleimcanälen von Stromateus fiatola. Ricbiardi, Zool. 
Anz. 3. Jahrg. p. 69. 

Familie Lernaeopodidae. 
Brachiella ramosa. Auf den Kiemenbogen von Xiphias gladius. Richiardi, Zool. 
Anz. 3. Jahrg. p. 69. 



IV. Ostracoda. 



Claus (18. Zoologie 4. Aufl. p. 541) faßt Hesse's Copechaetiens (vergl. Zool. 
Jahresber. f. 1879. p. 404) als verstümmelte oder wenigstens monströs entstellte 
Formen von Asterope auf. 

Nach Weismann's vorläufigen Mittheilungen (^^s) istdieParthenogenesisbeiden 
Ostracoden in ausgedehnter "Weise vorhanden , da auch hier wie bei den Daph- 
noiden die Colonien häufig von der Gründung bis zur Vernichtung durch Aus- 



3. Crustacea. IV. Ostracoda. 27 

trocknen des Wassers u. s. w. nur eine kurze Zeit leben. Bei Candona Candida 
und Cypris vidua finden sich im Frühjahre und Sommer beide Geschlechter , im 
Si^ätherbste nur Weibchen mit leerem Samenbehälter und reifen Eiern. Cypris in- 
congruens hat sich 9 Monate lang parthenogenetisch züchten lassen; das große 
birnförmige Receptaculum des Weibchens war stets leer. Bei Candona Candida, 
Cypris monacha und mehreren anderen zweigeschlechtlichen Arten von Cypris 
haben alle halbwegs erwachsenen Weibchen Sperma im Receptaculum. Nie par- 
thenogenetisch scheint Cyprois monacha zu sein. Hiernach sind die einschlägigen 
Verhältnisse mannigfaltiger als bei den Daphnoiden ; wesentlich dabei ist aber, 
daß hier nie beide Fortpflanzungsarten neben einander herlaufen , sondern stets 
eine oder die andere ausschließlich herrscht. Es unterliegt übrigens keinem 
Zweifel, daß die Parthenogenese sich aus dem zweigeschlechtlichen Zustande her- 
vorbildet , da stets ein Samenbehälter vorhanden ist. — Über die Anatomie des 
Männchens bemerkt Verf. , daß die Zenker 'sehe »Schleimdrüse« nichts als ein 
äußerst muskulöser Ejaculationsapparat ist , den nur Ein Samenfaden auf einmal 
passiren kann. 

Wilh. Müller liefert [^^) einen Beitrag zur Kenntnis der Fortpflaüzung und 
der Geschlechtsverhältnisse der Ostracoden. Er unterscheidet letztere in solche, 
bei denen Männchen immer oder häufig , und solche , bei denen sie nur zeitweilig 
oder selten vorkommen. Zur ersten Gruppe gehören Cypris ovum und punctata 
Jur., disparYi^Qh.., Notodromas monacha MviW. . Candona Candida M.Vi\\. , fabaeformis 
Fisch, und wohl sämmtliche Cypridinen , zur zweiten nur (?yjom spec, nämlich 
C. ornata, puhera und yhfsc/ff/'a Müll., virens^fuscata und a?<rani;m Jur. , aculeatalj'ü^ . , 
afßnis Fisch, und hicolor n. Die Parthenogenesis ließ sich durch Züchtungsver- 
suche an Cypris ornata und aurantia , sowie an Candona Candida direct nach- 
weisen, bei C. ovnm und p%inctata hingegen nicht. Im Übrigen zeigte sich das 
numerische Verhältnis der (^ zu den ^ in der ersten Gruppe sehr schwankend, 
und zwar so , daß die Zahl der (^ während des Frühjahrs und Sommers wächst, 
später wieder abnimmt. Bei Candona scheinen im Winter die erwachsenen (^ 
gänzlich auszusterben. — Die Zahl der Eier bei Cypris ornata beträgt 2 — 300, 
bei den kleineren Arten ist sie aber bedeutend geringer ; die Geschlechtsreife 
wird erst verhältnismäßig spät erreicht. Manche Arten gehen beim Herannaheu 
des Winters völlig zu Grunde. — Von den Geschlechtsorganen beschreibt Verf. 
eingehend Form und Function des sehr complicirt gebauten Penis bei verschiede- 
nen Arten Cypriden und Cytheriden; der Weis mann 'sehen Deutung der 
Schleimdrüse als eines Ejaculationsapparates stimmt er nicht bei. Für Candona 
Candida gelang es ihm , in den Eiern je einen Samenfaden nachzuweisen , durch 
dessen Aufnahme die vorher kugeligen Eier elliptisch werden. Auch die äußeren 
Geschlechtsunterschiede werden einer Erörterung unterzogen. 

Entwickelungsgeschichte der Ostracoden, vergl. Balfour (2) s. oben p. 14. 

Nach Fritz Müller (^^j ^ebt das zur Familie der Cytheriden gehörige Eljn- 
dium hromeliarum n. sp. mehr denn 100 Kilometer weit vom Meere entfernt in den 
Wasseransammlungen , die sich zwischen Bromeliablättern auf den Gipfeln hoher 
Urwaldbäume befinden, und scheint außerhalb dieses Wohnortes nicht fortzu- 
kommen. 

Fauna von Armenien, vergl. Brandt [^^), s. oben p. 15. 

Fauna von England, vergl. Robertson (i04). 

Fauna der Schweiz, vergl. Asper (i), s. oben p. 16. 

Kol modin (6*) zählt 17 Arten Silurischer Ostracoden von Gothland auf und 
bildet 4 davon ab. Neu sind 3 Arten. 



28 F. Arthropoda. 

Nene Gattnogen und Arten. 

Familie Cytlieridae. 
Elpidium bromeliarum n. g. n. sp. Schale viel breiter als hoch, ähnlich der von 
ii7/;e Barr. Fritz Müller, s. oben. 



Familie Cypridae. 
Cypris bicolor. Mtihlberg bei Erfurt; Rudisleben bei Arnstadt. W. Müller, Ostra- 
coden. p. 236. Taf. 4. Fig. 24—26. 



Fossile Arten: 

Beyrichia grandis. EkstaDjupvik (Gothland) , im Silur. Kolmodin, p. 138. Taf. 19. 

Fig. 3. 
Elpe reniformis. Wisby, im Silur. Kolmodin, p. 135. Taf. 19. Fig. 2. 
Leperditia tuberculata. Wisby, im Silur. Kolmodin, p. 135. Taf. 19. Fig. 1. 



V. Cladocera. 



Rehberg über PUuroxus auf Helgoland '\^^], s. oben p. 20. 
Fauna der Schweiz, vergl. Asper (';, s. oben p. 16. 

Nene Gattangen und Arten. 

Familie Lynceidae. 
Pleuroxus puteanus . Helgoland. Rehberg, Zool. Anzeig. 3. Jahrg. p. 302. 



VI. Phyllopoda. 

Antennendrüse, vergl. Grobben (3*), s. oben p. 11. 

Durchlässigkeit der Haut von Ariemia, vergl. Mayer ('5), s. oben p. 13. 

Fraisse (2^) hat bei Würzburg den Branchijms Grubii Dyh. in zwei Varietäten 
entdeckt, deren Größe in geradem Verhältnisse zur Wassermenge des Aufenthalts- 
ortes steht. Ob dieser Fall plötzlichen Erscheinens durch Verschleppung von Eiern 
oder durch Umwandlung von Br. stagnalis in Br. Grtihii erfolgt ist . läßt Verf. 
unentschieden. 

Auch Richters (^03) }^^^ in Frankfurt a/M. den Branchipus Grubii aufgefunden, 
bemerkt aber dazu , daß die im Frankfurter Museum befindlichen Exemplare von 
Brayichipiis frtther fälschlich als Br. stagnalis bestimmt waren, das Vorkommen der 
erstgenannten Art also nicht neu sei. Vielleicht verhalte es sich in Bezug auf 
Würzburg ebenso. 

Whitfield verbreitet sich ( 129) ^q^ neue Formen fossiler Krebse aus 
dem Oberdevon vom Ohio und beschreibt auch zwei neue Gattungen mit 4 
neuen Arten. Von diesen rechnet er Echimcaris (mit 3 Arten zu den fossilen 
Phyllopoden, die er folgendermaßen in 7 Sectionen theilt: 1. Schale länglich, 
hinten abgestutzt, glatt : Ceratiocaris M'Coy, Caryocaris Salter,- Hymenocaris Salter, 
Solenocaris Meek . ? Colpocaris Meek. 2. Schale wie bei 1 , jedoch hinten in Sta- 
cheln ausgezogen und mit Längsfurchen: Dithyocaris [Argas] Scouler. 3. Schale 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 29 

länglich, abgerundet, mit concentrischen Streifen: Lingulocaris Salter, 4. Schale 
dreieckig, punktirt oder netzförmig, und concentrisch gestreift : Dictyocaris Salter. 
5. Schale suboval oder nahezu eiförmig, mit Längsfurchen oder Höckern: Echino- 
caris n. 6. Schale breit, oval oder eiförmig, ohne Höcker oder Furchen : Physo- 
caris Salter. 7. Schale aus anscheinend 3 Stücken zusammengesetzt, glatt: Pelto- 
caris Salter, Discinocaris Woodw. , Aptichopsis Barr., Ftei-ocaris Barr. — Zu 
Echinocaris n. ist Ceratiocaris punctatus Hall und vielleicht auch C. armatus ^aXl zw. 
rechnen. 

Neue Gattungen and Arten. 

Fossil: 
Echinocaris n. g. Schale zweiklappig , nahezu eiförmig , abgerundet , mit Längs- 
furchen ; Anzahl der freien Segmente wenigstens vier ; Schwanzplatte mit langem 
Stachel und seitlich davon je einem beweglichen Stachel. Typus : E. sublaevis 
Whitfield, p. 34. 

Echinoca)-is (n.) muUinodosa, jmstulosa und sublaevis, Leroy , Lake County, Ohio, im 
Oberdevon (» Erie Shales «) . Whitfield. p. 38, 38, 36. 



Familie Branchipodidae. 
Slreptocephalus floridanus. Packard , Amer. Natur. Vol. 14. p. 53. 



Familie Apusidae. 
Apus dukianus. Tümpel bei Kelat. Day, Afghanistan, p. 392. 



VII. Leptostraca. 

Claus (IS. Zoologie, 4. Auflage p. 571 ff.) schafft für die Nebaliaden, welche 
den Übergang von den Phyllopoden zu den Malacostraken bilden, die Gruppe der 
Leptostraca als gleichwerthig den Arthrostraca und Thoracostraca ; über die Ver- 
wandtschaft derselben mit den palaeozoischen Formen Hymenocaris , Peltocaris 
u. s. w. wagt er keine Entscheidung. Die Anatomie wird eingehend behandelt. 
Nur die Gattungen Nebalia Leach und Paranebalia Cls. 

Phylogenie von Nebalia, vergl. Balfour (2), s. oben p. 14. 

Neue Gattung: Paranebalia Cls. Außenast der Brustbeine schmal und bein- 
förmig gestreckt ; Kiemenanhang klein und reducirt. Einzige Art : P. longipes 
Will. Suhm. 



VIII. Thoracostraca. 

a. Allgemeines. 

Antennendrttse, vergl. Grobben (■"), s. oben p. 11. 

Retinacula der Schwimmfüße, vergl Mayer (^^j^ g. q\^q-q^ p_ jo. 

Mayer (^6, Palaemonetes p. 204) hat die bekannten Versuche von Hensen 
über die Bildung von Otolithen wiederholt und ist dabei zu denselben Resultaten 
gekommen. Er operirte mit pulverisirtem Marmor und mit Silberkry stallen. 



3ü F- Arthropoda. 

Claus f*^. Zoologie 4. Auflage p. 624) wendet sich gegen die von Haeckel 
(in seiner Arbeit über die Gastrula und Eifurchung der Thiere) gemachten An- 
gaben über die Entwickelung des Peneus. Der von Haeckel dem Peneus zuge- 
schriebene Embryo «ist dem Naupliuskeim der Garneelen [Palaemon, Crangon, 
überaus ähnlich und wird sicher nicht als Nauplius geboren«. 

Mayer \^^. Palaemonetes p. 202) macht darauf aufmerksam, daß sich bei Pa- 
laemoneies das Naupliusauge zeitlebens erhalte , obwohl es wegen seiner Lage tief 
unter der Haut bei ganz alten Individuen kaum noch sichtbar sei; ein ähnliches 
Vorkommen sei von Claus für junge Gonodactylus erwähnt. 

Entwickelungsgeschichte der Thoracostraken , vergl. Balfour (2), s. oben 
p. 14. 

Kossmann behandelt in dem vorliegenden Theile seines Reisewerkes (^^) den 
Rest der Malacostraken. Bei den Anomuren gibt er eine Synopsis der Gattung 
Remipes mit 7 Arten. — Von Leucifer beschreibt er den Copulationsanhang des 
Männchens als ein Rohr, das vielleicht zur Aufnahme der Spermatophore vor der 
Einführung in das Weibchen diene, zugleich aber eine Drüse berge, deren Secret 
mit in die weibliche Geschlechtsöffnung eingespritzt werde. Die Vorsprünge am 
6. Abdominalsegmente des Männchens sollen Vertiefungen, vermuthlich Saug- 
näpfe, tragen. — Zu den Schizopoden rechnet er auch die Cumaceen, deren 
Kiemenapparat dem membranösen Anhang am ersten Kieferfuße der Mysideen 
entspreche. Bei Nannastacus bilde das Rückenschild, da wo es das Auge bedeckt, 
eine secundäre Cornealinse , die von den 3 primären des Auges wohl zu unter- 
scheiden sei. — Unter den Stomatopoden ist Gonodactylus falcatus Forsk. = 
chiragra Fabr. und variirt außerordentlich stark in der Färbung. 

Isopoden. Tanaiden. Die Gattung Ze/j^cAe/m Lillj. ist zu Gunsten von Pa- 
ratanqis aufzugeben. Von den übrigen Familien entwirft Verf. die nachstehende 
TabeHe : 

Archisopoda : Pleon mit 6 Segmenten, Schwanzflosse völlig ausgebildet, Os mandu- 
catorium.. 

1. Reihe: Erhaltung der Segmentation und des Os manducatorium, Umbildung der 

Schwanzflosse in Grifi"el. 

a. Pleopoden = Kiemen:- Asellidae. 

b. Vordere Pleopoden für Luftathmung umgebildet: Oniscidae. 

2. Reihe : Erhaltung des Os manducatorium , Rückgang der Segmentation und all- 

mähliche Umbildung der Schwanzflosse, die jedoch plattenförmig bleibt. 

a. Verschmelzungen im Pleon, Uubeweglichkeit einer Lamelle in der 
Schwanzflosse : S2)haero7nidae. 

b. Umbildung der Gaudalfüße in einen Deckel für die Pleopoden : 
Idotheidae. 

c. Völlige Verschmelzung des Pleon in Ein Stück : Mimnopsidae. 

3. Reihe : Umbildung des Os manducatorium in ein Os haustellatorium : Cirolanidae. 

Reihe a. Umbildung des Os sectorium in ein Os morsorium; Verschmel- 
zungen im Pleon : Serolidue. 
Reihe ß. 

a. Umbildung des Os sectorium in ein Os haustellatorium : 

Cymothüidae. 

b. Rückbildung der Mundgliedmaßen, Umbildung der Pleopoden. 

Boi^yridae. 
0. Gänzlicher Schwund der Mundgliedmaßen : Cryptoniscidae. 

Bopyriden. Unter Bezugnahme auf eine demnächst erscheinende Arbeit 
trennt Verf. die echten Bopyriden von den Cryptonisciden und beläßt daher bei 
ersteren nur die Gattungen Argeia Dana = Bopyrus Latr. , Bopyroides Stimps., 
Cepon Duv., Dajus Kr., Gyge Corn. & Panc. , Jone Latr., Leidya, Corn. & Panc. 
(die er übrigens später zu Cepon zieht) , Phyllodurus Stimps. , Phryxus Rathke 
und vielleicht die Hesse'schen Gattungen Athelges , Pleurocrypta und Prosthetes. 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 31 

Die Unterfamilie der Joninae theilt Verf. folgendermaßen ein : Pleon des Männ- 
chens A. ohne Gliedmaßen: Argeia Dana, B. mit Gliedmaßen. 1. Pleopoden ge- 
fiedert: Ce/;oM Duv. 2. baumförmig verästelt und weit hervorragend : /o??e Latr. 
3 . baumförmig verästelt , aber vom Rücken her mit Ausnahme des letzten Paares 
unsichtbar: GigatUione K.o%%m.. i. 1. Die Thoracalkiemen bezeichnet Verf. als Haft- 
beutel, da sie sich zwischen die Kiemen des Wohnthieres einsenken könnten. 

Amphipoden. Die Gattungen Orchestia, Talorchestia , 7 alünis und Orchestoi- 
dea werden zu Orchestia vereinigt , so daß zu letzterer Gattung alle Formen der 
Orchestiden mit verkürzten Vorderfühlern und ohne Haken an den Maxillarfüßen 
gehören. — Wesiwoodilla Sp. B. , Kröyera Sp. B. und Monoculudes Stimps. sind 
vielleicht = Oedicerus Kr. 

Fauna von Grönland, vergl. Miers (^'^), s. oben p. 15. 



b. Stomatopoda. 

Claus (^9) faßt seine Untersuchungen über das Herz der Stomatopoden fol- 
gendermaßen zusammen: »1) Das Stomatopodenherz zerfällt in einen vorderen, 
herzartig erweiterten Abschnitt und in ein langgestrecktes , vielkammeriges 
Rückengefäß. 2) Der erstere entspricht dem Decapodenherzen und findet seine 
Lage in der Maxillar- und vorderen Kieferfußregion. Derselbe ist von einem 
großen Ostienpaare durchbrochen und entsendet am Vorderrande eine mediane 
Kopfaorta mit den Augengefäßen und zwei seitliche , die Schale , Gehirn und An- 
tennen versorgende Arterien, am hinteren Rande zwei quergerichtete hintere Herz- 
arterien. 3) Das Rückengefäß ist von 12 Spaltenpaaren durchbrochen und ent- 
sendet 1 3 Paare von seitlichen Arterien . so wie am Hinterende eine das sechste 
Abdominalsegment und das Telson durchsetzende hintere Aorta. 4) Es ist eine 
mediane Baucharterie vorhanden , welche von dem linken oder rechten hinteren 
Herzgefäß entspringt und ventralwärts in ganzer Länge der Bauchganglienkette 
anliegt, diese mit Gefäßschlingen versorgend. 5) Ein sympathischer Nerv verläuft 
an der Dorsalseite des Rückengefäßes, an jeder Kammer desselben eine große 
Ganglienzelle bildend.« 

Ganglienzellen von Squilla, vergl. Mayer C^'^), s. oben p. 14. 

Mayer C^^, Palaemonetes p. 219) hat eine Stomatopodenlarve , welche noch um 
ein Stadium jünger als die jüngste von Fritz Müller 1862 erwähnte ist, aus dem 
Ei gezüchtet und bezieht sie auf Squilla mantis. 

Brooks (14) hat die von ihm für Larven von Squilla empusa (der einzigen dort 
vorkommenden Squillide) erklärten jungen Squilliden nicht aus Eiern erhalten, 
auch nicht weiter gezüchtet, sondern alle Stadien aus dem Auftriebe gefischt. Als 
2 . Stadium beschreibt er eine Alima , die genau der von Fritz Müller erwähnten 
entspricht. Die freien Segmente des Körpers werden in der Reihenfolge : 9, 10, 
11, 15, 16, 17, 18, 19, 12, 13, 14, 1, 20, 21, 2, 3 angelegt. Auf die Mund- 
theile ist Verf. nicht genauer eingegangen. Was das Nervensystem betrifft, so 
sind im 1. Stadium die Ganglien der Segmente 5 — 14 erst undeutlich getrennt, 
während die von 15 — 19 lange Commissuren besitzen. Im 2. Stadium sind jene 
schon gesondert, entbehren aber noch der Commissuren, welche für die von 12 
— 14 im 3. Stadium erscheinen. Zu gleicher Zeit ist auch das 20. Ganglion vor- 
handen, obwohl das zugehörige Segment noch fehlt. Im 4. Stadium endlich rücken 
die Ganglien von 7 — 11 noch näher zusammen, und gestaltet sich das Nerven- 
system überhaupt wie bei den erwachsenen Thieren. 

Fauna der Malayischen Region, vergl. Miers (^o). 

Fauna des Rothes Meeres, vergl. Kossmann [^'^], s. oben p. 30. 



32 F. Arthropoda. 

Miers gibt (^^j in seiner Arbeit über die Sqiiilliden, in welcher er ausschließ- 
licli die erwachsenen Formen berücksichtigt hat, folgende Übersicht der 6 Gat- 
tungen. Das Rostrum reicht A. nicht über die Hälfte des Augensegmentes: Lepto- 
squilla, B. bis zum Ende desselben : 1. Raubfinger verbreitert: Gonodactylns, 2. 
nicht verbreitert : a. Cephalothorax gewöhnlich gerippt : Squilla , b. nicht gerippt : 
aa. Postabdomen convex: Pseudosquilla , bb, flach: a. Augenstiele am Ende 
schmal: Chloridella, ß. gewöhnlich verbreitert : Lysiosquilla. — Die 5 3 Arten ver- 
theilen sich wie folgt : 

Lysiosquilla. Anhänge des vorletzten Gliedes der 3 letzten Thoracalfüße fast 
linear [L. maculuta Fabr. , glabriuscula Lam. , scabricauda Lam. , DesuussKrd 
Stimps.) oder verbreitert (L. scohpendra 'Ldiix . , eusebia Risso , lati/rons De Haaii, 
Brazieri u., acani/iocarpns Gvaj ined., spinosa Wood-Mason.) . 

Squilla. A. Freie Thoracal- und 1. — 5. Abdominalsegmente mit submedianen 
Kielen. I. vorletztes Glied der Raubfüße ohne unbewegliche Stacheln. Zahl der Sta- 
cheln am Raubfinger 3 fS. Ferussacii Roux), 4 (S. miles Hess), 5 (S. scorpio Latr., 
Dufresnii Leach ined., prasinolineata? Dana, s?/^/)Zea; Wood-Mason , multicarinata 
White), 6 (S. costata De Haan, mantis Latr. , empusa Say, neglecta Gibbes — die 
beiden letzten vielleicht = aS. mantis \jSiix. — , dubia M. Edw., nepa Latr.), 7 
— 8 (S. armuta M. Edw.j ; U. mit solchen [S. raphidea Fabr.). B. ohne solche: 
Zahl der Stacheln am Raubfinger 5 'S. Desmarestii Ris,so , 6 [S.fasciata De Haan). 

Pseudosquilla. A. Rostrum ohne Medianstachel, Vorderfühler gewöhnlich zart 
C. ciliata Fabr. , quadrispinosa Eyd. Soul. , vielleicht nur = Abnormität von P. 
ciliata ; oculata ^xwWq , monodactyla A. M. E. , 07-naian., styliferaM.. Edw., em- 
pusa ? De Haan), B. mit solchem, Vorderfühler robust [P. Lessonü Gu^r., P. Cerisii 
Roux). 

Leptosquilla Schmeltzii A. M. E. 

CMoridella == Chlorida Eyd. Soul.) Latreillei Eyd. Soul., (/ecom^a Wood-Mason, 
rotundicauda n. 

Gonodactylus. A. Rostrum ohne Stachel [G. scyllarus L. , japonimis De Haan, 
cultrifer White, Bradyi? A. M. E., Bleekerii A. M. E.), B. mit Stachel (G. chi- 
rayr« Fabr. , ^/-o/j/^^r?« White ined. , G'^en'«« White , ^n'spwos?« White und var., 
ylyptocercus Wood-Mason, Folinii A. M. E., excavatus n., furcicaudatus n. 

Ernst billigt es (2*), daß Miers eine von ihm früher erwähnte Squilla von 
La Guayra zu Lysiosquilla scabricauda Lam. = iiiornata Dana zieht. 

Nene Gattungen and Arten. 

Leptosquilla n. g. Augensegmente sehr lang, Augenstiele weder am Ende noch in 
der Mitte verbreitert Miers, Squilliden. Annais, Vol. 5. p. 12. 



Chloridella rotundicauda. Formosa. Vielleicht = erwachsene C. microphthalma M. 

Edw. Miers, Squilliden, p. 15. Taf. 2. Fig. 5, 6. 
Gonodactylus excavatus. Miers, Squilliden. p. 123. Taf. 3. Fig. II, 12. 
» furcicaudatus. ebenda, p. 124. Taf. 3. Fig. 13 — 16. 

» graphurus White ined. Indopacific Region, ebenda, p. 120. Taf. 3. 

Fig. 9. 
» tri.spiiwsus White var. pulchellus, Ceylon, ebenda, p. 122. 

Lysiosquilla Brazieri. Port Jackson (Australia) 3 Faden. Miers, Squilliden, p. 11. 
Taf- 1. Fig. 3—6. 
» acanthocarpus Gray ined. Port Essington (Australia). ebenda, p. 11. 

Taf. 1. Fig. 7—9. 
Pseudosquilla ornata. Philippinen. Miers, Squilliden. p. 111. Taf. 3. Fig. 5, 6. 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 33 

SguÜla Du/resnii liQSich meä. Miers, Squillidae p. 18. Taf. 2. Fig. 8, 9. 
» massavensis (nur l Exemplar). Kossmann, Rothes Meer p. 99. 

c. Camacea. 

Sars (^ö^) hat eine sehr eingehende Arbeit über die von ihm 1876 in Goletta 
(Außenhafen von Tunis), Syracus, Messina, Neapel und La Spezia in Tiefen bis 
zu 50 Faden gefundenen Cumaeeen geliefert (vergl. Zoolog. Jahresber. f. 1879 
p. 59) ; er gibt darin Beschreibungen und Abbildungen von 23 Arten, die fast alle 
in beiden Geschlechtern vertreten sind. Verf. faßt die Cumaeeen als eine eigene, 
zwischen Thoraco- und Arthrostraken stehende Gruppe auf. Die vielfach als 1. 
Brustfuß bezeichnete Extremität nennt er nach wie vor den 3 . Kieferfuß und zählt 
daher nur 5 Paar Brustfüße. Der für die Cumaeeen eigenthümliche Kiemenapparat 
ist nach des Verf. alter , hier wieder aufgenommener Anschauung die modificirte 
Fächerplatte (»vifte«) des 1. Kiemenfußes und befindet sich in einer besonderen, 
medianwäits durch eine dünne Membran begrenzten Höhle. Die sämmtlichen gut 
bestimmten Gattungen werden in 8 Familien wie folgt vertheilt : 

1. Cumidae; Cimia M. Edw., Stephanomma G. 0. S. , Cyclaspis G. 0. S., 
Iphinoe Sp . B . , Cumopsis n. 2.Vaunthompsoniidae: Vaunthompsonia Sp . B . , 
Leptocimia G. 0. S. 3. Lampropidae: Lamprojjs G. 0. S., Plaiyaspis G. O.S. 
Sie sind im Mittelmeere noch nicht aufgefunden. 4. Leuconidae: Leucon Kr., 
Eudorella Norm. 5. Diastylidae: Diastylis Say, Leptostylis G. 0. S. 6. 
Pse udocumidae : Pseudocuma G. 0. S. , Peicdopus G. 0. S. 7. Campylas- 
pidae: Campylaspts G. O.S. 8. Cumellidae, Cimiella G. 0. 8., Nannastacus 
Sp. B. — Incertae sedis sind : StraucMa Czernikowski, Olhiu Marcusen , Chalarostylis 
und Spencehatea '^orm. — Spuria : Condylura Lamk. = Diastylis Say, Bodotria 
Goods. = Cuma M. Edw. (J* adult., Alauna Goods. = Diastylis Say, Eudora Sp. 
B. = Eudorella Norm., Halia Sp. B. = Iphinoe Sp. B., Venilia und Cyrianassa 
Sp. B. = Iphinoe Sp. B. (^ adult., Diops Paulsson =^ Nannastacus Sp. B. 

Die Arten sind [* bedeutet bei alten Arten beschrieben und abgebildet) : 

I. 1. Cuma, bisher nur 2 Arten bekannt, darunter C. * Edimrdsii Goods. (Sy- 
racus, Neapel, Spezia, 5 — 10 Faden, Sand). C. pusilla G. O.S. = C. scorpioides 
juv. ; neu 2 Arten. 2. Cyclaspis, bisher nur 1 Art bekannt, neu 1 Art. ?>. Iphinoe, 
bisher nur /. * gracilis Sp. B. bekannt; neu 2 Arten und 1 Varietät. 4. Cumopsis, 
bekannt nur : C. * Gooclsirii van Ben. = Ctima Edwardsii Sp. B. Goletta, Strand ; 
Neapel; neu 1 Art. U. 5. Vaunthompsonia , bekannt nur V.* cristata Sp. B. 
Messiua, Spezia; Q 10 — 20 Faden in Schlamm, (^ (= Bodotria longipes Norm.), 
Nachts oft pelagisch. Hierher gehört wahrscheinlich auch Leucon anomalus G. 0. 
S. IV. 6. Leucon, bekannt 2 Arten, neu 1 Art. 7. Eudorella, bekannt 7 Arten, 
darimter E.* truncatula Sp. B. '^(^ adult. = inermis Meinert) , Neapel 20 — 25 Fa- 
den, weicher Lehm ; Spezia, dieselbe Tiefe; neu 1 Art. V. 8. Diastylis, bekannt 
22 Arten, darunter D.* ruyosa G. 0. S. Syracus, Messina, Spezia, 10 — 20 Fa- 
den, Schlamm; auch Bayonne ; neu 1 Art. VI. 9. Pseudocuma, bekannt nur die 
Art P. * cercaria v. Ben. = Ctmia bella Mein. =? Cyrianassa longicornis Sp. B. 
Goletta, Küste; Messina, Syracus; Bayonne; neu 1 Art. VH. 10. Campylaspis, 
10 Arten, darunter 2 neue. VHI. 11. Cumella , bekannt nur C* pygmaea G. 0. 
S. ((J* adult. =:: ugilis Norm.), Messina, Spezia, 6 — 10 Faden, (J' oft pelagisch; 
neu 1 Art. 12. Nannastaciis, bekannt 3 Arten, darunter N. * tinguiculatus Sp. B. 
(= Diops parvulus Pauls. ; Cuma unguiculata Sp. B. = ^ ; N. binoculoides Sp. B. 
= (J^), Messina, Spezia, 6 — 10 Faden. Schlamm, nur ; q^ oft pelagisch ; neu 
1 Art. 

Fauna des Rothen Meeres, vergl. Kossmann [^^\, s. oben p. 30. 

Zool. Jahresbericht. 1880. II. 3 



34 F- Arthropoda. 

Nene Gattangen and Arten. 

Cumopsis n. g. (Typus: Cuma Edwardsii Sp. B.). Glieder der Vorderfüliler beim (^ 
sich verbreiternd ; 2. und 3. Fußpaar an der Basis mit Borsten tragendem, 
ungegliedertem Fortsatze. Sars, Cumaceen des Mittelmeeres p. 51. 

Diastylopsis n. g. Weicht von Diastylis darin ab , daß die Terga und Epimera des 
3. und 4. freien Brustsegmentes zu einem Schilde von Y2 der Länge des 
Carapax verschmolzen sind. Smith, Crustacea Vancouver. Report Geol. 
Canada p. 215. 



Campylaspis glahra. Circa 20 Faden Schlamm: Messina 2 Ex., Spezia 1 Ex. Sars, 
Cumaceen, p. 129. Taf. 44—47. 
)) macropltthalma. Messina 20 Faden (3 $). Sars, p. 139. Taf. 48 — 49. 

Cuma gibba. Goletta 2 — 5 Faden, Sand. Sars, Cumaceen p. 22. Taf. 4 — 5. 
» pulchella. Neapel 5 — 10 Faden, Sand; Bayonne. Sars, Cumaceen p. 24 u. 
176. Taf. 6 u. 60. 
Cumella limicola. Spezia 6 — 10 Faden, Schlamm; Messina frj^ wahrscheinlich oftpe- 

lagisch). Sars, p. 155. Taf. 53—54. 
Ctimopsis (n.) laevis. Syracus, Neapel, Spezia, Bayonne. Sars, p. 60. Taf. 22. 
Cyclaspis cornigera. Goletta 2 — 5 Faden, Bayonne. S ars, p. 28. Taf. 7 — 9. 

» Sarsii. Kossmanu, Rothes Meer. p. 88. Taf. 4. Fig. 3. 
Diastylis neapolitana. Neapel 50 Faden, Lehm (2 Q mit Eiern). Sars, Cumaceen, 
p. 109. Taf. 39. 
.) nodosus. 1 Ex. 7803' N. 11« 18' 0., 125 Faden. Sars, Crust. Pycnog. 
p. 472. 
Diastylopsis (n. ) Dawsoni. Dixon Entrance auf Queen Charlotte Island, 111 Faden. 

Smith, Crust. Vancouver. Report Geol. Canada p. 215. 
Eudorella nana. Neapel; Spezia 20 — 30 Faden, Lehm. Sars, p. 92. Taf. 33. 
Iphinoe gracilis. Sp. B. var. serrata. Goletta, einige Faden, Sand; Messina; Neapel 
vor der Villa communale. Sars, p. 36. Taf. 10 — 14. 
» inermis. Goletta einige Faden, Sand. Sars, p. 48. Taf. 17 — 18. 
» tenella. Goletta, Syracus, Neapel, Spezia. Sars, p. 45. Taf. 15 — 16. 
Leucon mediterraneus . Spezia 20 — 30 Faden, Schlamm. Sars, p. 77. Taf. 27 — 29. 
Nannastacus longii-ostris . Spezia 6 — 10 Faden, Schlamm (mit Cumella limicola]. 
Sars, p. 171. Taf. 58—59. 
» Sarsii. Kossmann, Rothes Meer. p. 90. Taf. 4. Fig. 4 — 9, Taf. 5. 

Fig. 1. 
Pseudocuma ciliafa. Goletta, Küste (mit P. cercaria. Nur §). Sars, p. 123. 
Taf. 43. 

d. Schizopoda. 

St ebb in g (i2o_ 121J gibt eine Beschreibung von Gastrosaccus spinifer Goes = 
sanctus Norm. = Mysis spinifera Goes. In einer zweiten Abhandlung theilt der- 
selbe Verf. mit , daß die Bruttasche der (von ihm in Whitby gefundenen) Gastro- 
saccris an die ersten Schwimmfüße angeheftet sei. 

Retinacula an den Schwimmfüßen, vergl. Mayer (^ß), s. oben p. 12. 

Auf der 6. russischen Naturforscherversammlung sprach Czernjawski über 
die Genealogie der Mysiden (22; . Nach A. Brandt ist der wesentliche Inhalt des 
Vortrages folgender. Die Mysidenfauna Rußlands wird von 10 auf 26 Arten ge- 
bracht; beschrieben werden 32 meist neue Arten und zum Theil auch ihre Jugend- 
formen. Die ganze Gruppe stellt einen Seitenzweig dar, welcher da, wo die Ma- 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 35 

cruren beginnen, entspringt. Ihre Vorfahren lebten pelagisch und besaßen drei 
Geißeln an den Vorderftihlern (in der Gegenwart nur noch bei den Männchen von 
Podopsis vorhanden) , sowie in beiden Geschlechtern zweiästige abdominale 
Schwimmfüße, während bei allen 90 bekannten Mysiden die Abdominalfüße nicht 
mehr zum Schwimmen dienen können , vielmehr bei den Männchen allmählich 
atrophiren , bei den Weibchen meist schon ganz rudimentär sind. Darum auch 
leben erstere noch mehr pelagisch , indeß bei der Gewöhnung an den Aufenthalt 
auf dem Grunde die Schwimmäste der Beine und Kieferfüße sich mehr oder we- 
niger rückbilden. Die rechte und linke Mandibel sind bei den Mysiden ungleich, 
bei den Macruren gleich. Die Schwanzplatte ist ursprünglich ganzrandig und er- 
hält erst später ihren Einschnitt. Die Art Mysis oculata ist darum auch ein Ab- 
kömmling von M. relicta, was im Gegensatze zur Meinung von G. 0. Sars steht. 
Im Ganzen sind die Mysiden in der Regressive befindlich , weil die Weibchen stets 
mehr und mehr von der pelagischen Urform abweichen ; letzterer Umstand läßt 
sich allgemein als ein Zeichen für Rückschritt auffassen, während »jede Thier- 
gruppe, in welcher sich das Männchen mehr von der Urform entfernt, eine pro- 
gressive ist.« 

Neae Gattangen und Arten. 

Familie: Mysidae. 

Haplosiyliis n. g. = Gastrosaccus Norman p. p., nämlich die Arten, welchen am 3. 

Abdominalfuß der Schwimmast fehlt [G. Normani Sars und neue Art, s. u.). 

Kossmann, Rothes Meer p. 94. 
Pseudomysis n, g. Ähnlich Mysideis , aber Augen ganz rudimentär. Sars, Crust. 

Pycn. p. 430. 

Boreomysis 7iobilis. 1 (^. 79059' N. SMO'O., 459 Faden. 1 Sars, Crust. Pycn. 

» scyphops. 71059' N. 11040' 0., 1110 Faden, j p. 428. 429. 

Haplostylus (n.) erythraeus. Kossmann, Rothes Meer. p. 94. Taf. 6. Fig. 1 — 8. 
Mysis denticulata. Neu Seeland , Dunedin Harbour 4 Faden. Thomson, Annais 

VI. p. 1. 
Pseudomysis (n.) ahjssi. iQ. 71059' N. 11040' 0., 1110 Faden. Sars, Crust. 

Pycn. p. 430. 
Siriella Panlsoni = S. j'aliensis Faulson j nicht Czerniawski. Kossmann, Rothes 

Meer. p. 95. Taf. 6. Fig. 9—14. 

e. Decapoda. 

Fritz Müller (84) beschreibt eingehend die Putzfüße , deren sich die Deca- 
poden hauptsächlich zum Reinigen der Kiemenhöhle bedienen. Bei den Palaemo- 
niden ist es das 1 . Gehfußpaar , das aber auch noch beim Zerkleinern der Beute 
behülflich ist, bei Alpheus und Verwandten das 2., bei Porcellana , Galathea^ den 
Paguriden u. A. m. das 5. Paar. Palinurns , Homanis und auch andere Deca- 
poden verwenden die Brustfüße nicht zu dem bezeichneten Zwecke. Bei den Bra- 
chyuren besorgen die 3 Paare Kieferfüße mit ihrem Flabellum , dessen Haare in 
verschiedener Weise gezähnt, gesägt u. s. w. sind, das Putzen, und alsdann sind 
noch zum Auskämmen dieser Haarbürsten kleine avicularienähnliche Knöpfe an 
den Kiemen selber angebracht (Trichodactylus). 

Nach Geddes (^O) enthält das Blut von Pagurus, Cancer und Caram« zweierlei 
Körperchen, Die grobkörnigen unter ihnen senden, aus dem Kreislaufe entfernt, 
nur stumpfe Pseudopodien aus, die feinkörnigen hingegen fadenförmige ; auch sind 

3* 



36 F. Arthropoda, 

nur die letzteren zur Bildung eines Plasmodium bei der Coagulation des Blutes im 
Stande. 

Nach TargioniTozzetti (^^^p- 122) enthält die Hypodermis von Telphusa 
ßm-iafilis Latr., wie aus Behandlung derselben mit irgend einer Säure hervorgeht, 
in reichlicher Menge harnsaure Salze. 

Analrespiration bei Zoeen, vergl. Hartog (''o), s. oben p. 12. 

Leber der Decapoden, vergl. Weber (i^^)^ s. oben p. 12. 

Haemocyanin bei Decapoden, vergl. Krukenberg (^s), s. oben p. 13. 

Widerstand der Gewebe gegen Reagentien, vergl. Riebet (^'^j, s. oben p. 14. 

Plateau's Untersuchungen (9^) sind schon 187S in den Bulletins de l'Acade- 
mie de Belgique kurz veröffentlicht worden. Der Herzbeutel der Decapoden [Ho- 
marus, Astacus, Carcinus und Cancer] besitzt stets distincte Wandungen ; er ist bis 
auf die Öffnungen geschlossen , durch welche das Blut aus den Kiemen zurück- 
kehrt ; sein Boden besteht, wie schon Dogiel gefunden, in der Mediane aus Binde- 
gewebe, seitlich aus einer einzigen Schicht quergelagerter quergestreifter Muskel- 
fasern. Das Herz selbst ist, auch wenn es von seinen Befestigungsbändern abge- 
trennt wird, nicht rund, sondern eckig. Der von Lemoine beschriebene unpaare 
Herznerv, welcher aus dem Ganglion stomatogastricum stammt, existirt und wirkt 
als Beschleunigungsnerv ; sein Antagonist kommt von der Brustnervenkette her. 
Das von Dogiel als Herznerv aufgefaßte Nervenpaar, welches gleichfalls dort 
entspringt, ist wahrscheinlich kein echter Herznerv, sondern versorgt nur die 
Streckmuskeln des Hinterleibes, durchbohrt aber natürlich, um zu diesen zu ge- 
langen, das Pericardium und gibt vielleicht einige kleine Zweige daran ab. Im 
Herzen selbst finden sich, wie bekannt, automatische Gangliencentren vor , auch 
muß ein Verlangsamungsnerv vorhanden sein, hat aber noch nicht aufgefunden werden 
können. Der gesammte Blutumlauf wird übrigens vom Herzen besorgt, während 
das Pericardium trotz seiner Muskeln daran keinen Antheil hat. Das Herz pulsirt 
in feuchter Luft noch eine Stunde (Homarus) oder mehr (Carcinus), zwei Stunden 
(Smerinthns tiliae], ja selbst 1 7 Stunden fG^eoi'n//)esj lang, im Salzwasser jedoch 
weniger lange Zeit. 

Krieger C'") hat seine Untersuchungen über das Nervensystem des Flußkrebses 
bereits im Jahre 1878 in einer vorläufigen Mittheilung (Zool. Anzeiger L p. 340 
— 342; vergl. Bericht von Hofmann und Schwalbe für 1878, Arthropoden 
Nr. 38. p. 167) veröffentlicht. Die Härtung der betreffenden Gewebe erzielte er 
durch Dämpfen mit Osmiumsäure, oder durch 24 stündiges Einlegen in Vs Vo^S® 
Chromsäure und nachheriges Auswaschen mit Wasser) ; die Maceration geschah in 
Chromsäure oder chromsaurem Ammonium (0,005 — 2 ^/o) mehrere Tage lang. Die 
erlangten Resultate erstrecken sich sowohl auf die Histologie als auch auf die 
Topographie des Nervensystems. A. Histologisches. In Bezug auf die ner- 
vösen Elemente stimmt Verf. fast ganz mit Dietl überein. Die Ganglienzellen, von 
denen die größten (in den Abdominalganglien) 170 ij, messen und einen Kern von 
60 [JL besitzen , sind membranlos, liegen aber in einer bindegewebigen Kapsel. Sie 
sind stets unipolar, d. h. sie haben einen oder mehrere Fortsätze, die aber sämmt- 
lich von demselben Pole ausgehen. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß 
die Zellen alle an der Peripherie der Ganglien liegen. Der Kern ist kugelrund. Es 
gibt drei Arten Ganglienzellen : große mit meist mehreren Kernkörperchen, kleine 
mit nur einem Kernkörperchen und ganz kleine ohne Plasmasaum um den Kern. 
Was die Nervenfasern betrifft, so sind alle starken, selbst die sogenannten colos- 
salen Fasern nicht aus Primitivfibrillen zusammengesetzt, sondern sind Röhren mit 
homogenem Inhalte. Die Ranvier sehen Einschnürungen konnten nicht zur An- 
schauung gebracht werden ; eben so wenig ließ sich Näheres über die Structur der 
feinen Nervenfasern, die im Chiasma der Optici und einem Theile des Nerven der 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 37 

1 . Antenne vorkommen und Ausläufer der Ganglienzellen , ohne oder mit wenig 
Protoplasma darstellen , ermitteln. Die Leydig'sclie Punetsubstanz ist ein Filz 
feinster Fasern, welche durch Theilung der Ausläufer der Ganglienzellen entstehen 
und sich wiederum zu den peripherischen Nerven vereinigen. Ein directer , d. h. 
ohne Vermittelung der Punetsubstanz erfolgender Übergang der genannten Aus- 
läufer in die Nerven wurde nirgends beobachtet. Die bindegewebigen Elemente 
lassen sich in Neurilem oder Hülle der einzelnen Fasern und Perineurium oder 
allgemeine Hülle trennen. Letztere ist eine aus sich kreuzenden Fasern gebildete 
Membran und wird außen und innen von zellig-blasigem Bindegewebe umgeben. 
B. Topographisches. (Weil die Detailbeschreibung ohne Wiedergabe der Ab- 
bildungen unverständlich sein würde, so muß in Betreff derselben auf das Original 
verwiesen werden ; es können daher hier nur die wichtigeren Angaben Platz fin- 
den) . 1. Gehirn. Es lassen sich an ihm von Punetsubstanz mehrere Paare Ballen 
unterscheiden, nämlich zwei seitliche Paare (und zwar ein vorderes, aus dem ein 
Theil des Nerven der oberen Antenne , und ein hinteres , aus welchem der Theil 
der Optici für das Chiasma hervorgeht) , ferner eine vordere mediane Anschwellung 
mit zwei Paaren für den Rest des Opticus und eine hintere Anschwellung mit drei 
Paaren für den sogenannten nerf tegumentaire , den Rest des Nerven der oberen 
und den ganzen Nerven der unteren Antenne. Für diese sieben Paar Ballen sind 
aber nur fünf Paar Ganglienzellenlager vorhanden. Im Chiasma der Optici scheint 
eine völlige Kreuzung der Fasern stattzufinden. 2. Schlundcommissur. Sie ent- 
steht aus den Ballen der vorderen und hinteren Anschwellung des Gehirns und hat 
jederseits ein Ganglion, von dem drei Nerven ausgehen , nämlich einer zum Oeso- 
phagus, zwei andere, welche mit den vom Vorder- und Hinterrande des Gehirns 
entspringenden Nerven ein Geflecht bilden, zu den Eingeweiden im Cephalothorax. 
Die beiden Colossalfasern setzen sich an einem nicht näher ermittelten Orte des 
Gehirnes aus mehreren schwächeren Fasern zusammen. 3. Unterschlund- und 
Thoracalganglien. Ersteres besteht aus sechs Ganglien mit vier oberen und sechs 
unteren (zu den sechs Paar Mundtheilen) Nervenpaaren ; seine fünf ersten Paar 
Punctsubstanzballen sind mit einander verschmolzen ; an Ganglienzellenlagern hat 
es sieben untere, acht seitliche und fünf obere, außerdem ein ganz vorne gelege- 
nes aus kleinen Zellen. Jedes Brustganglion besitzt ein Paar Ballen, sowie zwei 
große und ein kleines Lager und entsendet jederseits einen starken Nerv zum ent- 
sprechenden Beine, sowie dahinter einen schwächeren zu den Brustmuskeln. Die 
Ausläufer der Ganglienzellen enden hier wie im ünterschlundganglion ebensowohl 
im Ballen desselben, als auch in demjenigen des anderen Antimeres. In letzterem 
Falle steigen sie zum Theile in der Längscommissur aufwäi'ts, durchsetzen alsdann 
dieselbe wagrecht , so daß sie wie Quercommissuren erscheinen , und enden so 
höher als sie entspringen. Die Fasern jedes Hauptnerven kommen bündelweise aus 
den Ballen desselben Ganglion, aber auch in einzelnen Strängen von den entgegen- 
gesetzten und entsprechenden Antimeren der vorhergehenden und vielleicht auch 
der folgenden Ganglien, möglicherweise sogar vom Gehirn. Die Fasern der Längs- 
commissuren werden beim Eintritt in ein Ganglion schmäler, so daß z. B. die 
Colossalfasern ihren Querschnitt von 6S00 auf 4000 D jx verringern. 4. Die fünf 
Abdominalganglien haben je nur ein Lager und zwei Paar Ballen ; sie lassen aus 
jedem Ganglion, ähnlich den Thoracalganglien zwei, aus der Längscommissur ein 
Nervenpaar hervorgehen. Die Wurzeln für jene verhalten sich in der schon an- 
gegebenen Weise ; die für den Commissuralnerv bestehen aus nur wenigen , aber 
dicken Fasern , welche sich beim Verlaufe in der Musculatur des Abdomens ab- 
platten. Eine Scheidung der Längscommissur in einen oberen motorischen und 
unteren sensibelen Theil existirt nicht. 5. Schwanzganglion. Es enthält drei 
Ballen , nämlich zwei seitliche und einen medianen , die je aus drei Ballen ver- 



38 - F. Arthropoda. 

schmolzen sind , sowie ein unteres großes und ein oberes kleines Lager. Nach 
unten gehen vier Paar Nerven und ein uupaarer, nach oben ein Paar aus. Die 
Längscommissur zerfällt schon vor dem Eintritte in das Ganglion in ein oberes und 
unteres Bündel. Ersteres verläuft zum vierten unteren Nervenpaare und vielleicht 
auch zum unpaaren Nerven, welcher den Enddarm versorgt ; letzteres zu den übrigen 
unteren Nerven, die jedoch auch Fasern aus dem Ganglion erhalten. Die Colossal- 
fasern spalten sich in der Schwanzgegend, gehen zum Theile auf das andere An- 
timer über und setzen das obere Nervenpaar zusammen, welches sich übrigens nicht 
wie früher (1878) angegeben, zum Enddarme, sondern zur Schwanzmuscu- 
latur wendet, also wohl den erwähnten Commissuralnerven entspricht. 

Nach Bellonci {^) entspringt hei Nephrops der Olfactorius , d. h. der fein- 
faserige Theil des Nerven der 1 . Antenne im Gehirne an zwei Stellen : die größte 
Partie aus dem von Dietl als untere Markmasse des Lobus opticus bezeichneten 
runden Körper (Krieger's hinteren Punctsubstanzballen) , die kleinste , wie schon 
Krieger nachgewiesen, aus den vorderen Punctsubstanzballen. Inersterem nun homo- 
logisirt Verf. gewisse Zellen auf Grund ihres chemischen und physikalischen Ver- 
haltens mit den Glomeruli olfactorii des Bulbus olfactorius niederer Wirbelthiere. 
Sie bestehen aus einem von bindegewebigem Stroma gestützten Netzwerke nervöser 
Substanz, in welches die Ausläufer kleiner Ganglienzellen münden und aus welchem 
die Fasern des Olfactorius hervorgehen. Auch bei Insecten sollen diese Körper an 
der Ursprungsstelle des Antennennerven vorhanden sein. 

Smith (^^^) hat an einem einzigen getrockneten Exemplare von Polycheles 
sculptus n. sp. nicht mit Sicherheit erkannt, ob Corneafacetten vorhanden sind. 
Die Öffnung des Ausführganges der grünen Drüse befindet sich auf einem beson- 
deren Fortsatze. Das letzte Paar Brustfüße besitzt eine unvollkommene Scheere. 

Die Beschreibung, welche Jourdain (^^) von dem ersten Antennenpaare bei 
Podopjithalmen mit Bezug auf die Sinneshaare derselben gibt, enthält keine zum 
Referate geeignete neue Thatsachen. Verf. kommt zum Schlüsse : »En se fondant 
sur leur structure anatomique , independamment de toute exp^rimentation physio- 
logique, on n'est pas en droit d'affirmer que ces cylindres sontaffectesäl'olfaction«. 

Nauck (*■') studirte mehr als 70 Arten Brachyuren mit Bezug auf ihr Kau- 
gerüst. Er unterscheidet an letzterem eine große Zahl verschiedener chitinöser 
Verhärtungen und belegt sie mit besonderen Namen. Im oberen Theile des vor- 
deren Abschnittes des Kaumagens sind stets 3 unpaare mediane (vorderes , mitt- 
leres und hinteres Superomedianum) und 3 Paar laterale Stücke vorhanden ; an 
den Seitentheilen befinden sich je 4 Zwischenstücke (ein oberes, mittleres, unteres 
und hinteres) ; auf der Unterseite ist unpaar das Inferomedianum, sind dagegen 
paarig das vordere und hintere Inferolaterale. Die Nahrung wird von einem 
auf dem Inferomedianum vor- und rückwärts geschobenen zahnartigen Vorsprung 
des mittleren Superomedianum zerrieben und gelangt, nachdem sie ein Haarsieb auf 
dem hinteren Superomedianum passirt hat, in den hinteren Abschnitt des Magens, 
dessen härtere Stücke wohl nur Stützapparate darstellen. Der Oesophagus ist 
häufig mit einer Klappenvorrichtung versehen ; der ganze Kaumagen wird durch 
ein Sehnengerüst in der Schwebe gehalten. — Nach der Form des genannten 
Zahnes werden vom Verf. die Brachyuren in Cyclodonten und Heterodonten (nur 
die Pinnotheriden und Gelasimiden) getrennt; erstere zerfallen wieder in Coelo- 
styliden (Catometopen und Oxyrrhynchen) und Platystyliden (Oxystomaten und 
Cyclometopen) . Eine vermittelnde Stellung zwischen beiden Hauptabtheilungeu 
nehmen die Trapeziden ein und sind deswegen von den Cyclometopen zu trennen. 
Die Cancriden gehören zu den ältesten Brachyuren. — Es folgt eine Beschreibung 
des Kaugerüstes bei den einzelnen Gattungen und Arten , zu denen im Anhange 
einige neue hinzutreten. 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. . 3 9 

Nach Miers (®^ Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5, p. 374) ist hei Paptirus de- 
formis M. Edw. die weibliche Geschlechtsöffnung auch beim Männchen vorhanden 
i^wie schon Hilgendorf erwähnt hat), während bei der sehr ähnlichen Art P. pedtm- 
ctilatus Herbst dies nicht der Fall ist. 

Keimbläschen der Decapoden, vergl. A. Brandt (9) s. oben p. 15. 

Brooks ('^) hat Leucifer und einen anderen Sergestiden, wahrscheinlich Acetes, 
untersucht und gibt darüber einen vorläufigen Bericht. Von Leucifer sagt er: 
1 j »Das Ei unterliegt einer totalen regelmäßigen Furchung , und die Furchungs- 
linien erstrecken sich bis zum Mittelpunkte des Eies, wo eine centrale Furchungs- 
höhle gebildet wird. 2) Es existirt eine Einstülpungsgastrula. 3) Die Larve ver- 
läßt das Ei als Nauplius, 4) Es gibt eine Protozoea, aber kein Elaphocaris- und 
kein Acanthosoma-Stadium, da sich die Protozoea in einen Schizopoden umwan- 
delt, der in der allgemeinen Form dem erwachsenen Leucifer gleichkommt. 5) Das 
fünfte Brustsegment fehlt auf allen Entwickelungsstufen völlig. Es existirt nie 
eine Spur von ihm oder seinen Anhängen.« Im Einzelnen macht Verf. noch fol- 
gende Mittheilungen. Die Eier, etwa 20 an der Zahl, befestigt Leucifer am letz- 
ten Brustbeinpaar. Wenn der Embryo, der schon nach 36 Stunden zum Aus- 
schltipfen reif ist, aus 72 Zellen besteht , so plattet er sich auf der einen Seite ab 
und stülpt sich dort ein (Gastrula) ; zwei Zellen aus der Mitte des abgeplatteten 
Raumes treten in die Furchungshöhle ein und bilden wahrscheinlich das Mesoderm. 
Der Nauplius hat eine sehr große Oberlippe, ein unpaares Auge und ein frontales 
Sinnesorgan. Hinter dem 3. Beinpaar (Mandibel) sind 4 Beinpaare angedeutet. 
Im Ganzen ähnelt er mehr dem Nauplius von Euphausia als dem von Peneus; 24 
Stunden später gleicht die Larve sehr dem jüngsten, von Claus beschriebenen 
Euphausia-Stadium : die 4 erwähnten Beinpaare treten zu Tage, und außerdem 
sind noch 5 Segmente , sowie das ungegliederte Abdomen sichtbar. Nach der 
nächsten Häutung zeigen sich an Stelle der späteren zusammengesetzten Augen 
Pigmentanhäufungen ; nach weiteren 2 Häutungen ist das Elaphocaris-Stadium 
erreicht. Die Seitenaugen entbehren noch der Stiele, alle Beine bis zum 4. Brust- 
fuße incl. sind vorhanden, aber der 3. Maxillarfuß, sowie der 1. — 4. Brustfuß nur 
als Knospen ; der 6 . Schwimmfuß ist gleichfalls hervorgeknospt , während seine 
Vorgänger fehlen. Noch eine Häutung führt zur Mysisform, bei welcher außer den 
nun gestielten Seitenaugen das Naupliusauge noch persistirt und der 6. Schwimm- 
fuß völlig ausgebildet ist. Die 5 ersten Schwimmfüße bilden sich erst später all- 
mählich heraus. Das erwachsene Männchen weicht von der Jugendform mehr ab, 
als das Weibchen. — Von Acetes (?) kamen die Protozoea, eine Elaphocaris- und 
Acanthosomaform, sowie das nur kurze Zeit bestehende Mysisstadium zur Beobach- 
tung. Auch hier fehlt das 5. Brustsegment nebst seinen Anhängen völlig ; die 
Anhänge des 4 . Segmentes werden auf einem Stadium nur durch die stummelartigen 
Außenäste vertreten. 

Fritz Müller beschreibt [^^) die Metamorphosen einer neuen Süßwasserart 
von Palaemon (P. Potiuna), die ein Beispiel abgekürzter Verwandlung darbietet. 
Ungleich einem nahen Verwandten , der gleichfalls in süßem Wasser lebt (dem 
Palaemon Poliporanga F. M.), aber als Zoea ausschlüpft, verläßt diese Art das Ei 
schon in weit entwickelter Gestalt mit allen Hinterleibsfüßen, vollzähligen Kiemen 
u. s. w., und ist bereits nach 4 Häutungen , die in 3 — 4 Tagen abgemacht sind, 
dem Erwachsenen äußerlich völlig gleich. Die Anzahl der Eier Eines Weibchens 
beträgt nur 6 — 20, selten mehr, bei P. Potiporanga von gleicher Größe etwa 1200. 
Die Vorderfühler sind im 1 . Stadium noch die einer Palaemoniden-Zoea , im 2 . 
schon die eines Palaemon, und bereits im 3. mit einer Ohrhöhle versehen. Die 
Hinterfühler haben gleichfalls im 2. Stadium ihre endgültige Gestalt erreicht, nur 
nimmt die Anzahl der Glieder an der Fühlergeißel auch später noch zu (und zwar 



40 F- Arthropoda. 

in der Art , daß in der ganzen Länge derselben sich am Grunde eines Gliedes ein 
kürzeres unteres Stück abschnüi't). Die Mandibeln haben auch im 4. Stadium 
ihren Taster noch nicht erhalten ; überhaupt sind in den ersten 3 Stadien die Mund- 
theile noch nicht functionsfähig , so daß die Jungen bis dahin auf den reichlichen 
Vorrath Nahrungsdotter angewiesen sind. Das 2. und 3. Paar Kieferfüße dienen 
mit ihren Innenästen zuerst als Gehbeine , bis diese selbst sich aus einästigen, 
borstenlosen, unbewegten Stummeln (I.Stadium) hervorgebildet haben, was schon 
im 2. Stadium der Fall ist. Die Scheerenfüße (1. und 2. Thoracal fußpaar] sind 
von Anfang an einästig, und auch vollständig gegliedei't, werden jedoch erst im 
4. Stadium zum Greifen benutzt. Die 5 ersten Fußpaare des Hinterleibes ent- 
behren anfänglich noch der Schwimmborsten und Hafthäkchen, sind jedoch schon 
thätig und functioniren bereits im 2. Stadium genau wie bei den Erwachsenen. 
Das Schwanzblatt ist schon im ersten Stadium als besonderes Stück abgesetzt, sehr 
breit und mit 32 — 37 Borsten versehen, auch läßt es schon die Anlage des 6. 
Fußpaares erkennen, welches aber erst im 3. Stadium frei wird. — Die Kürzung 
der Entwicklung führt Verf. in diesem Falle auf den Vortheil zurück, welcher für 
die jungen Thiere darin liegen muß , in dem stark bewegten Wasser der Felsen- 
bäche die Jugendzeit möglichst rasch zu verleben, und macht zugleich darauf auf- 
merksam , daß die sich ähnlich verhaltende Hippolyte polaris der nordischen Meere 
wohl auch in ihrer Gattung vereinzelt dastehe , indem wenigstens eine Hippolyte 
von Desterro als Zoea ausschlüpfe. — Die Gattungen Bithynis Philippi und Macro- 
brachium Sp. Bäte erklärt Verf. für unhaltbar, da der für sie maßgebende Cha- 
racter (enorme Länge der hinteren Scheerenfüße) sich bei sehr alten Männchen von 
Palaemon Potiuna vorfinde. 

Mayer hat sich 'C^) mit den Metamorphosen des Palaemonefes vartans Lesich, 
den er in Süßwasseransammlungen in der Umgegend von Neapel (Lago d'Averno 
u. s. w.) gefunden hat, eingehend und im Hinblick auf die Arbeit von Fritz 
Müller über Palaemon Potiuna (vergl. vorstehend) und von Faxon über Palaemo- 
netes vulgaris (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 406) beschäftigt. Er beschreibt 
7 verschiedene Stadien, nach deren Verlauf das junge , allerdings noch nicht ge- 
schlechtsreife Thier im Wesentlichen die Charactere der ausgewachsenen Exem- 
plare besitzt. Das Ei verläßt der Palaemoyietes des Süßwassers im Besitze sämmt- 
licher Kopf- und Brustbeine und des größten Theiles der Kiemen , ferner mit den 
Knospen der 5 ersten Hinterleibsbeine, und zeigt so mit Bezug auf seine Entwick- 
lung eine weit größere Ähnlichkeit mit dem Palaemon des Süßwassers als mit dem 
Palaemoyietes des Meeres, welcher als Zoea, also ohne Abdominalfüße, Gehfüße und 
Kiemen, ausschlüpft. Ein Mysisstadium, das letzteren kennzeichnet, wird von P. 
varians nicht durchlaufen, insofern wenigstens das 3. — 5. Brustfußpaar stets ein- 
ästig sind. Welcher Umstand diese Abkürzung der Ontogenese bewirkt hat, ist 
nicht zu ermitteln , jedenfalls ist es nicht der Übergang der erwachsenen Thiere 
aus dem See- in's Süßwasser gewesen. Wann dieser stattgefunden, läßt sich 
gleichfalls nicht feststellen, doch braucht er nicht an allen heutigen Fundorten zu 
gleicher Zeit geschehen zu sein. Die Gattung Pahemonetes ist übrigens trotz der 
Abwesenheit des Mandibulartasters, welcher bei Palaemon nur in der Jugend fehlt, 
von letzterem als der älteren Form abzuleiten, da alle Malacostraken einen solchen 
Taster besaßen, Palaemonetes Vaxi also nachträglich eingebüßt hat, wie denn über- 
haupt dieses Organ vielleicht überall im Schwinden begriffen ist. — Im Einzelnen 
bieten die Metamorphosen von P. varians mehrere Eigenthümlichkeiten dar, welche 
von Du Cane meist übersehen wurden , so daß seine Angaben stets auf Palaemon 
bezogen worden sind. Für das 1. Stadium ist characteristisch die Anwesenheit 
sämmtlicher Beine, während das Schwanzblatt mit seinen 14 B orsten noch völlig 
dem einer Zoea von Palaemon gleicht und die Augen kaum erst gestielt sind. Die 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 41 

Antennen verhalten sich sehr ähnlich denen von Palaemon Poiiuna. Die Mund- 
theile scheinen von Anfang an gut ausgebildet ; das 2 . und 3 . Paar Kieferfüße dient 
zum Laufen. Von Kiemen sind nur die Pleurobrauchien sämmtlicher Thoracal- 
füße vorhanden, während diejenigen der mehr nach vorn gelegenen Extremitäten 
sich erst allmählich entwickeln. Die beiden ersten Thoracalfußpaare sind zwei- 
ästig und schon mit einer Scheere versehen , aber unbewegt ; die drei hinteren 
Paare sind einästig. Die Abdominalfüße sind weiche, deutlich zweiästige Knospen 
und fungiren erst im 4. Stadium in der richtigen Weise. Im 2. Stadium sind 
schon an Stelle der Kieferfüße die Gehfüße getreten ; der Außenast an den 
Scheerenfüßen wächst noch, um erst im 4 . Stadium zu einem unbedeutenden An- 
hange zurückzusinken und im 6. oder spätestens 7. Stadium ganz einzugehen. 
Das 6. Abdominalfußpaar tritt erst im 3. Stadium auf, ist aber erst im folgenden 
völlig ausgebildet. Wie bei Palaemon Pothma beginnen auch bei P. varians die 
Jungen nicht vor dem 4. Stadium zu fressen ; zu gleicher Zeit ist in dem Vorder- 
fühler die Hörhöhle mit den Hörsteinen zu sehen (vergl. hierüber oben p. 29) . — 
Verfasser wendet sich zum Schlüsse gegen Balfour's Auffassung der Zoea (vergl. 
oben p. 14) als einer palingenetischen , nicht caenogenetischen Form, die nicht 
eine Mysis mit rückgebildetem Thorax und verloren gegangenen Abdominalfüßen 
sei, wie sie Balfour sich vorzustellen scheine, sondern einer Protozoea mit (behufs 
besseren Schwimmens) abnorm früh entwickeltem Abdomen gleichkomme. 

Die Darstellung, welche Boas (^, Decapoden, p. 50flf.) von der Entwicklung 
desselben Palaemonetes gibt , weicht in manchen Punkten von der Mayer's ab. 
Die Exemplare stammen aus Brakwasser in der Nähe von Kopenhagen. Bei der 
eben ausgeschlüpften Larve sind die Brustfüße bereits alle , und zwar die 3 ersten 
Paare als Spaltfüße zugegen (ob bei allen Individuen , wird ausdrücklich zweifel- 
haft gelassen) , dagegen ist von den Schwimmfüßen und den Kiemen noch keine 
Spur vorhanden. Selbst im 3. Stadium sind die Schwimmfüße noch sehr kurz, zu 
gleicher Zeit und auch noch im 4. Stadium sind die 4 ersten Paar Brustfüße zwei- 
ästig. Die Kiemen treten erst im 4. Stadium auf. 

Smith beschreibt (*^8 p. 263) die Megalopa von Calappa mamiorata Fabr. 
Smith führt an (i^''), dass an der Küste von Neu-England die gewöhnliche Art 
von Pinnixa die P. chaetopterana Stimps. sei, während P. Sayana Stimps. seltener 
vorkomme. Die von Faxon auf die erstgenannte Art bezogenen älteren Ent- 
wicklungsstadien gehören wahrscheinlich zu P. Sayana. 

Nach Faxon (26) hat die Zoea von Panopaeus Sayi merkwürdig lange Hinter- 
fühler, die aus einem einzigen Stachel von der Länge des Rostrums bestehen ; der- 
selbe wird später zum Stachel der normalen Antenne. Die Zoea von Carcimis 
maenas behält noch 24 Stunden nach dem Ausschlüpfen die Lai'venhülle bei, welche 
in Form der Antennen und des Schwanzes von der Zoea abweicht und auch keinen 
Stirn- und Rückenstachel besitzt. Übrigens hat die Gestalt der Antennen eben- 
sowohl phylogenetische Bedeutung wie die von Mayer darauf hin untersuchte des 
Schwanzblattes ; sie weist nämlich auf die Function der Fühler als Schwimmfüße 
zurück. Die zweite Häutung findet in den ersten 7 Tagen noch nicht statt. 

Haswell beschreibt (^^j gin muthmaßlich zu Ibacus Peronii gehöriges Phyllo- 
soma aus dem Hafen von Sydney und spricht die Ansicht aus , das an gleicher 
Stelle gefundene Phyllosoma Duperreyi Guerin möge ein noch jüngeres Stadium 
desselben Thieres sein. 

Fritz Müller (§*) macht darauf aufmerksam, daß die Bachkrabbe Trichodacty- 
liis das Ei als fertige Krabbe verlasse. 

Czernjawski (2i) hält diejenigen Megalopaformen für die älteren, welche 
noch mit dem Rückenstachel versehen seien und eine dreieckige Körperform sowie 



42 F- Aithropoda. 

eine horizontale Stirn haben. Ferner zeigt nach ihm die Metamorphose von Hyas 
an, daß diese Gattung in gleicher Höhe mit den Porcellaniden stehe. Die jüngsten 
Krabben seien die querovalen, weniger jung die viereckigen. — Verf. beschreibt 
einige bis dahin unbekannte Megalopaformen und belegt sie , obwohl er sie selbst 
als Jugendstadien betrachtet, mit eigenen Gattungs- und Ai'tnamen, z. B. Proto- 
monolepis (n. pseudogenus) suhqimdratus (n. pseudospecies] , Stadium primum und 
Stadium secundum ; letzteres erhält den Zusatz : An larvae Heterograpsi Lucasii ? 
Von Paraclesmarestia prototypa wird eine Forma fortior , intermedia und pacifica 
(simplicior) unterschieden. Andere Namen sind : Tribola, Quadribola, Spinaria, He- 
misphaerium, Hyadella u. s. w. 

Boas (6) betrachtet Z/Mo(/es als einen Eupagurus, der sich wieder an das Leben 
ohne Schneckenhaus gewöhnt habe , und nimmt ein gleiches Verhältnis zwischen 
Birgus und Coenobita an. Von den Paguriden ist nach ihm Paguristes die älteste 
Form, während eine zweite Gruppe von Eupagurns und eine dritte vom Rest der 
Familie gebildet wird. 

Boas (^) hat sich bei seinen Studien über die Verwandtschaftsverhältnisse der 
Decapoden ^) in erster Linie an das Hautskelet (Rückenschild , Gliedmaßen, Kie- 
men, Schwanzblatt) gehalten, aber auch die fossilen Formen und die Metamorphose 
vielfach berücksichtigt. Als Hauptgruppen unterscheidet er (vergl. Zool. Jahres- 
bericht für 1S79. p. 411) die Natantia ^Peneiden und Cariden = Eukyphotes) und 
Reptantia (darunter als letztes Glied die Brachyuren als eine in der Gegenwart 
stark entwickelte, aber uniforme Gruppe). 1. Peneiden (vergl. hier und im 
Folgenden den nebenstehenden, aus den vielen Einzelstammbäumen des Originals 
combinirten Stammbaum) . Von Peneus sind Sicyonia und Sergestes abzuleiten. 
Leucifer ist (im Einklang mit Claus) als ein sehr abnormer Sergestes aufzufassen. 
Sfenqpus, welcher übrigens die Eier nicht ablegt , sondern an den Schwanzfüßen 
ti'ägt," steht Pejieus weniger nahe. Eup/iema ist das Mysisstadium irgend eines 
Peneiden, nicht gerade des Peneus, wie Claus meint. Die Arten von Cerataspis 
sind Lai'ven von wahrscheinlich noch unbekannten Peneiden , nicht von Schizo- 
poden (Dohrn). 2. Eukyphoten. Sie stammen von einer den heutigen Pe- 
neiden sehr nahestehenden Form ab. Der (jfdiiiwa.g Palaemon nähert sich am meisten 
Ponfonia, weniger Hlppolyte, dieser wieder Pandalus sowie Alpheus. Am nächsten 
den Peneiden kommt noch Ca?v'(/zwa ,• Crangon {xLQh^iPontophihis, Argis wuü Sabinea) 
und Pasiphae sind abnorme Typen ; Nika ist eine Form zwischen Crangon und den 
Eukyphoten und gehört wahrscheinlich zwischen Hippolyte und Palaemon. Bei den 
Gattungen Udora und Udorella aus dem Jura befinden sich an allen Thoraxfüßen 
Außenäste. Auch Hefriga gehört trotz des Mangels der Rami externi zu den nor- 
malen Eukyphoten, ob auch Blaculla, ist nicht sicher. Jagoria ist das Mysissta- 
dium eines Eukyphoten. (Verf. beschreibt die Metamorphose von Palaemonetes 
varia7is; s. darüber oben p. 41). 3. Hom ariden. Die Gattung Homariis, mit 
der sich Nephrops füglich vereinigen ließe, hat mit den Eukyphoten nichts zu thun, 
sondern stammt von den Peneiden ab. Die fossilen Homariden (Hoploparia) sind 
keine besonderen Gattungen , sondern theils Homarus , theils Nephrops. Asiacits, 
Cambarus u. s. w. sind keine typischen Homariden, auch Eryma aus dem Jura, 
sowie Pseudastacus , Pseudoglyphaea , Glyphaea , Magila und Pemphix aiTS dem 
Muschelkalk und Clytia aus der Kreide stehen ferner. 4. Loricaten. Sie 
schließen sich durch Palinurelhs an die Homariden an. Von einer dem Palinurus 



1) Das Referat ist nach dem dänischen Original ohne Berücksichtigung des sehr ein- 
gehenden »Resume en francais« gemacht. 



44 F- Arthropoda. 

Lalandii nahe stehenden Form stammen die Scyllarinen ab ; Cancrinus aus dem 
lithographischen Schiefer ist eine Übergangsform zwischen letzteren und den Pa- 
linuriden. Der Archaeocm-abus Bowerhankii M'Coy aus dem Londonthon ist kein 
Crangonide, sondern ein echter PaUnums. Boas beschreibt ferner Jugendstadien 
von Pal'muriis, Scyllarus und Paribacus, die älter als das Phyllosoma noch schwim- 
men (»Natantstadium«) und führt die Gattung Pkyllamphion auf ein solches zurück. 
5. Eryoniden. Polycheles und der damit identische Eryon stammen nicht direct 
von den Loricaten ab. Amphion ist wahrscheinlich die Larve von Polycheles (vgl. 
Zool. Jahresbericht für 1879. p. 412). 6. Th alassiniden. Von ihnen steht 
Axius den Homariden am nächsten , an ihn reiht sich Thalassma an , mit welcher 
Gebia nahe verwandt ist. CalUanidea steht in nahen Beziehungen zu Callianassa ; 
die Art C. Gimdlachi Martens ist ein Axius. 7. Anomala. Sie zeigen Verwandt- 
schaft zu den Vorigen und zerfallen in die Paguriden, Hippiden und Galatheiden. 
Von ersteren kommt Paguristes der Stammform Axj^is am nächsten ; ihm schließt 
sich Coenobitd an , von der Birgus die freilebende Modification ist. Eine zweite 
Gruppe der Paguriden bildet Eupagurus nebst Lithodes , welches einen zum Leben 
ohne Gehäuse zurückgekehrten Eujmgurus darstellt, und der Zwischenform Hapa- 
logaster [Lomis] . Cryptolithodes typicus^X^xAi ^^ Lithodes cryptolithodesVt^^^. Die 
Galatheiden stehen in mancher Beziehung der Stammform näher als die Pagu- 
riden : nahe verwandt mit Galathea ist Porcellana , entfernter Aeglea. Die Hip- 
piden sind als Seitenzweig zu betrachten ; Stimpson's Gattung Mastigopus ist 
ein ziemlich abnormer Remipes. 8. Brachyuren. Sie sind im Ganzen von einer 
zu den Anomala gehörigen Form abzuleiten, die aber di^m. Axius noch näher stand, 
als den heutigen Anomala, und zerfallen in die Brachyura genuina und die Dro- 
miaceen. Auf erstere wird nicht weiter eingegangen, letztere vermitteln den 
Übergang zwischen ihnen und den Anomala. Der Gattung Dromia ist Homola 
sehr ©ahe verwandt. 

Haswell kommt (*5) bei seiner Aufzählung der australischen Maioidea zum 
Schlüsse , daß sich eine nördliche und südliche Fauna unterscheiden lasse ; die 
erstere stehe der von Borneo , den Philippinen , Neu-Caledonien u. s. w. sehr 
nahe und habe fast nur Periceriden und Parthenopiden aufzuweisen , während die 
letztere, fast nur mit Inachiden und Maiiden versehen, sich an diejenige Neu-See- 
land's, Japan's und Europa's anschließe. Im Einzelnen führt Haswell folgende 
Arten auf. Slenorhynchus brevirostris, ciirvirostris A. M. E. , ßssifrons n. (Austra- 
lien, Neu-Seeland) . Gonatorhynchus tumidus n.. (Port Jackson; . Achaeus breviceps 
n. (ebenda). Oncinopus angulaius n. (ebenda und in Nord- Australien) . Halimus 
tumidtis Dana, H. spinosus Hesse, H. laevis und deflexifrons n. (Neu Süd- Wales und 
Tasmanien) . Camposcia retusa Latr. Henocarcinus tuberculatus White , H. depressiis 
Miers, Huenia proteus De Haan, H. bifurcata Streets, Menaethios monocerus Latr. 
— Chlorinoides tenuirostris n. (Torres Straße). Egeria HerbsäiM. Edw., E. arach- 
noides Rumph. Chorilibinia gracilipes Miers. Paramithrax barbicornis Latr., P. ster- 
nocostulatus ^ . Edw., P. Peronii M. Edw. Leptomithrax australieiisis WxQXi , L. 
spinulosus n. (Gemäßigte Zone). Micippoides longimanus n. Schizophrys aspera 
White, Cyclomaia margaritata Stimps. Hyastenus oryx A. M. E. Micippa parvi- 
rostris Miers, M. spatulifrons A. M. E. , M. superciliosa n., M. inermis n. Para- 
micippa spinosa Stimps. 3 Arten Tiaritiia. — Lambrus loyigimanus M. Edw. , L. 
turriger, hoplonotus, harpax und calappoides Ad. & White, L. nodosus Luc, L. af- 
ßnis A. M. E., L. spinifer und Sandrockii n. Cryptopodia fornicata Fabr., C. spa- 
tulifrons Miers. Zebrida longispina n. Gonatonotus pentagonus Ad. & White, G. 
crassimanus n. Harrovia tuberculata n. 

Kingsley beabsichtigt in seinen »Carcinological Notes« [^^, ^^, ^S ^2) Beschrei- 
bungen neuer Arten, synonymische Verbesserungen , Bemerkungen über geogra- 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 45 

phische Verbreitung u. s. w. der Decapoden zu geben. Nach Nr. 1 ist Potamia 
latifi-ons Rand, eine Pseudotelphusa , kommt Pseitdotelphusa simiatifrons Sm. in San 
Domingo vor, und beläuft sich die Zahl der beschriebenen 7>^/msa-Arten auf 45, 
von denen eine Liste gegeben wird. Neu sind außerdem 3 Arten Telphusa und 1 
Art Dilocarcinus. — In Nr. 2 werden die zahlreichen Arten der Gattung Gelastmus 
auf 4 1 reducirt und bis auf 6 abgebildet. Wegen der sehr eingehenden Synonymik 
muß auf das Original verwiesen werden. Neu sind 2 Arten. — In gleicher Weise 
behandelt Nr. 3 die Gattung Ocypoda, von der nur 11 Arten (darunter 1 neue) 
bestehen bleiben , während 1 6 zu anderen Gattungen verwiesen werden und 3 
nicht identificirt werden konnten. — Nr. 4 endlich ist eine Revision der Dana'- 
schen Familie der Grapsidae mit den Unterfamilien Grapsinae (Antennen von der 
Stirn bedeckt ; Grapsini: ohne Haarleiste auf den äußeren Maxillar fußen, Sesar- 
mi?ii : mit Haarleiste: und Plagusinae (Antennen frei). Zur Bestimmung der 34 
Gattungen ist ein Schlüssel vorhanden ; es sind : GoinopsisY). 'S.., Metopograpsus 
M. Edw. (3 spec), ^jo/yrrtyus?« Hell. [NectograpsiisS.Q\\.), G rapsus hsim. (5 spec. ; 
Ort/iograpsus n. subg. m. In. sp.), Geograpsus ^tp&. (Discoplax A.M. 'S,.; 4 spec), 
LeptograpsusM.. Edw., Grapsodes Hell., Cgriograpsus Dana, (2 spec), Pachygrapsus 
Rand. (11 spec), Nmitilograpstts'^. Y^diVf. [Planes Bell),, Euchtrograpsits M.'Edw., 
BracJiygrapsusn. (In.sp.), Pigc hognaihus BtTßB. [Gnathograpsus A.M.'Ei., 4spec.). 
Acmaeopleura '^t^?, . , Pseudograpsus M.. 'Eä'W. (3 spec), Varuna M.. 'Eidw . [Tricho- 
pus De H.), Utica White (3 spec), Glyptograpsus Sm., Heterograpsus Luc. [Hemi- 
grapsus Dana; 13 spec), Eriocheir D. H. (3 spec), Perigrapsus Hell., Platygrapsus 
Stps. [Platynotus D. H.), 3Ietasesarma M. Edw. (3 spec), Sarmatium Dana [Meta- 
g7-apst(s M. Edw., 6 spec), Rhacovottis Gerst. , Sesarma Say [Pachysotna De H., 
Holomefopus M. Edw., 61 spec, nicht revidirt) , Arahis M.JEdw., Clisiocoeloma 
A. M. E., HeliceDQ'S.. (9 spec), Cyclograpstts'iA.'EidiW . [Gnai/ioc/iasrmis'Kc'LeSij ; 
5 spec), Chasmagyiathus De H. [Paragrapsiis M. Edw., 7 spec), Plagusia Latr. 
(Arten hier und bei der folgenden Gattung nicht aufgeführt) , Leilophus Miers 
[Acantltopus De H.). 

Kingsley [^^) verbreitet sich über folgende aus Virginien, Nord-Carolina und 
Florida stammende Decapoden: Lcptopodia sag i tiaria heach , Metoporap/iis calca- 
rafe Stps. , Coryrhynchus [Podonema Stps.) Riisei Kingsl., Chorinxts heros Leach, 
Epialtus longirosfris Stps., Polia mutica Stps., Libi7iia dubia M.. Edw., L. emarginata 
Leach, Microphrys bicornuta l^aXv . , Macrocoeloyna irispinosa Miers, thonia actdeata 
Stps. [0. V Herminieri Desb. & Schramm, 0. anisodon v. Mart.), Mithraculus co- 
ronatus White, M.sculptus Stps., M. cinctimanus Stps., M. hirsutipes 'Km^^l. (Taf. 
14. Fig. 1), Mithrax spinosi^simus M.Edw._, 31. hispidus M.Edw., M . pleuracanthus 
Stps., Plafylambrus serratus A. M. E., Heterocrypfa granulata Stps., Cancer irro- 
raius Say, Actaea spinifera n., A. nodosa Stps., Menippe me?-cenaria Stps.,- Pa??o/?e?/s 
HerbsäiM. Edw., P. Packardii KingS^l., P. iexanus 8t'ps., P . depressus 8m. , Eury- 
tium limostmi 8tißs,., C/ilo7-odius ßon'danns Glhhes, C. lo7igimanus M. Edw., C.dispar 
Stps. , Hete7-actaea ceratojms Kingsl., Pilimmus aculealus M. Edw., P. dasypodus 
Kingsl., P. gemmatus Stps., Eiqnlumnus (n. g.) Websteri n., E7-iphia go7mgra M. 
Edw., Achelous S2miir)ia7ius D . H . , A. Gibbesit 8t^S., Calli7iecles /laslaius Oi'dwaj, 
I^'epdmus Sayi Qtps., Ca7-ci77us maeiias Leach, Platyonychiis ocellatus Ijatr . , Etiryplax 
7xitida Stps., Gelasimvs «iwoa; Le Cte, G. pugillator Latr., G. vocator v. Mart., 
Ocypoda arenaria Say, Go7iiopsis c7-nentatus D. H. , Pachygrapsus transversus Gibb., 
Grapsus macxilatus M. Edw., Plagusia depressa^aj, Sesarma cinerea 8ay, S. reticu- 
lata Say, Aratus Piso7iii M. Edw., Pi777iotheres ostreum Say, P.macrdatus Say, Pin- 
nixa cyli7idricä White, P. chaetopterana Stps., Calappa marmoi-ata Fabr., Hepatus 
deco7-us Gibb., P er sephone punctata 8i^^., Lithadia cariosa Stps., L. lactmosa n., 
Dromidia antillensis Stps., Hypoco7icha a7-cuata Stps., Petrolisthes sexspinosiis Stps., 



46 ^- Arthropoda. 

P.jugosus Streets, P. armatus Stps., Pisosoma glabra n., Porcellana pilosa M. Edw._, 
P. Sat/aiiaJjea,(ih., P. sociata Say, Polyonyx macrocheles Stps., Enceramus praelongns 
Stps. (Taf. 14. Fig. 4), HIppa emefiia Fabr., Albunea Pareiii G\i6y., Lepidops ve- 
mista Stps., Gebia affinis Say, Callianassa Stimpsoni Sm.^ Palinurus americanus 
Streets, Crangon vulgaris Fabr. , Hippolysmata Wurdemamii Stps. , Tozeuma caroli- 
nensis Kingsl. (Taf. 14. Fig. 8], Concordia (n. g.) gibberosiis n. , Alpheus minus 
Say, A. Websterin., A. heterochelis Say, A. Packardii n., A. Candei Gnev., Ogyris 
alphaer ostr is "0.., TAorßoridanusKmgsl. (Taf. 14. Fig. 6) , Po77^otiia unidens n., Pa- 
laemonetes carolinus StpS., P. vulgaris Stps., Urocaris longicaudata Stps., Sicyonia 
carinata M. Edw., S. laevigata Stps., Peneus constrictus Stps., P. brasiliensis Latr. 

Kingsl ey gibt ferner (^8, p. 405) synonymische Bemerkungen zu 2 Arten der 
Gattung Petrolisthes und liefert (p.4ll flF.) eine systematische Übersicht der Cran- 
goninen, Atyinen und Palaemoninen. Er unterscheidet : Familie Crangonidae. 
l . Unter familie Crangoninae vni Crangon Fabr. (incl. Steiracrangon'Kmaih..; 
Typus C. vidgaris Fahr.], Po7itop kiltis hesich (incl. ^e^o« Risso ; Tjims P. spinosus 
Leach] , Sabinea Owen, Nectocrangon Brandt [ArgisKr.; Typus N. lar Owen] , Pa- 
racrangon Dana [echinatus Dana) ; 2. Unterfamilie L y s m a t i n a e mit iV/A« Risso 
[Proeessa Leach ; Typus N. edulis Risso) , Lysmata Risso [Melicerta Risso ; Typus 
L. seticauda R.), Hippolysmata Stps. [yittata Stps.), Tozeuma Stps. [Angasia Wh. ; 
Typus T. lanceolatum Stps.). Latreutes Stps. [ensiferus M. Edw.), Rhynchocyclus 
Stps. [CyclorhynchusF) .FL. , Typus R. j)la7iiros(7-is D.FL.), Concordia n. g. 3. Unter- 
familie Gnathophyllinae mit Gnathophjllum. Familie A ty i d a e . 1 . Unter- 
familie Atyinae mit Atya Leach [scabra Leach), Evatya Sm. [crassa Sm.), Aty- 
oida Rand., Caradina M. Edw. [typus M. Edw.), Atyephyra Brito Capello [rosiana 
Br. C), Troglocar is Dovm. [Schmidlii Dorm.) . 2. Unterfamilie Ephyr in ae mit 
Miersia Kingsl. [= Ephyra Roux ; Typus M. pehgica Risso) . Familie Palaemo- 
nidae-. 1. Unterfamilie Alpheinae. a. Mandibel mit Palpus : AlpheusF&hx. 
(incl. Betaeus Dana; Typus A. rapax Fabr.), Alope^Lx. [palpalis Wh.), Arete 
Stps. [dorsalis ^i])S.], Athanas heach, Hipp o ly le heach [Bellidia Gosse ; Typus//. 
spinus Sow.), Caridioti Goes [Doryphoriis Norm. ; Typus C. Gordotii Sp.B.), Bytho- 
caris G. 0. S. [simplicirostris G. 0. S.), Cryptocheles G. 0. S. [pygmaea G. 0. S.!, 
Rhynchocinetes'^. FdiW. (^y/j?/s M. Edw.), Ogyris ^tj)S. [orientalis Sit'ps .) , Pterocaris 
Hell. [typica'E.eW.). b. Mandibel ohne Palpus: Auto7iomea Risso [Olivii Fässo) , 
FzVims Stps. (incl. Caradi7ia tenuirostris 8p. B. ; Typus V. aciiminafusF>ana,), Thor 
Kingsl. (== subg. ; Typus T. ßo7-idamis K.). 2. Unterfamilie Pandaliuae mit 
Pandalus Leach [Pontophilus Risso ; Typus P. Montagui Leach s . 3 . Unterfamilie 
Palaemoninae. a. Mandibel ohne Palpus. a. Vorderfühler mit 2 Geißeln. 
Typton Costa {Po7itonella^e\[., Typus T. spo7igicola Costa), Ponto7iia Latr. [custos 
Forsk.), Co7'alliocaris Stps. [Oediptis Dana; Typus C. superhus Dana), Harpilius 
Dana [hitesce7is Dana), Anchistia Dana [Pelias Roux; Typus gracilis Dana) . ß. Vor- 
derfühler mit 3 Geißeln. Eu7-hjnchus Miers [W7'zesniotvski Miers), Palaemo7ietes 
Hell, [varians Leach), ?7ror«r/s Stps. [lo7igicaudata Stps.) . b. Mandibel mit Pal- 
pus. a. Vorderfühler mit 2 Geißeln. Palaemo7iella Dana [tenuipes Dana) , Hyme- 
nocera Latr. ß. Vorderfühler mit 3 Geißeln. Palaemon Fabr. [Leander Desm., 
Bithy7iis Phil., Macrobrachiwm Sp. B.; Typus P. squilhLj.), C/yphiops Dana [sjji- 
7iulosima7ius Dana). 4. Unterfamilie Oplophorinae mit Oplopho7-us M. Edw. 
[typus M. Edw.), Caulurus Stps. [Xiphocaris v. Mart. ; Typus C. pelagicus Stps.), 
Thalassiocaris Stps. [Regulus Dana; Typus T. lucidus Dana). 

De Man bespricht '^'^) einige Decapoden von Sumatra, nämlich Paratelphusa 
macidata De Man m. Abbildung), Telphusa Lamaudii k. M.E., Geotelphnsa spec, 
Thalassi7ia a7xomala Herbst und Palaei7io7i pilimaims De Man (m. Abb.) . 

Miers {^^) hat die Bleeker'sche Sammlung von Crustaceen aus den Gewässern 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 47 

Ost- Asiens (»Malaysian Region«) einer Bearbeitung unterzogen. Er beschreibt dabei 
2 neue Gattungen und 12 neue Arten und gibt eine Reihe synonymischer Bemer- 
kungen. 1. Decapoda. Palaemoti equidens Dana, = or7ia(iis Oliv. Leucosia ob- 
scm-a Bell = 2^C'tti(la Bell var. Sesarma aspera Hell, vielleicht = affinis De 
Haan. Das Genus Heterograpsus Luc. vielleicht :^^ Pseudograpsiis Latr. Eriphia 
trapezlformis Hess = hevimana Latr., E. Smithii M'Leay = laevimana Latr. var. 
Epixanthus dilatatus De Man = dentatus White. Das Genus Lachnopodus Stimps. 
= Liomera. Lambnis RumpMi Bleek. = UimelUger White. Doclea sebae Bleek. 
= brachyrhynchus Bleek. juv. D. microchir Bleek. vielleicht = macracanthvs 
Bleek. 

Smith zählt [^^^) eine Reihe Fälle von gelegentlichem Vorkommen tropischer 
und subtropischer Decapoden an der Küste von Neu-Englaud auf. Er nennt : Ocy- 
pode quadrata Fabr., Grapsus pictiis Lam. (= ornatus M. Edw. = altifrons Stimps. I , 
Pachygrapsus transversus Stimps. (= innotatus Dana = socius Stimps. = ? minutus 
Sauss. = intermediiis Hell.), Nautilograpsus minutus M. Edw., Neptunus Sayi 
Stimps., Calappa marmorata Fabr., Polyonyx macrocheles Stimps., Petrolisthes ar- 
matus Stimps., Latreutes ensifer Stimjjs., Peneus brasiliensis Latr. 

Fauna des Rothen Meeres, vergl. Kossmann (6^) s. oben p. 30. 

Nach De Man (^^), welcher 26 Arten aus dem Rothen Meere einer Besprechung 
unterzieht, ist Etisus maculatus vielleicht = E. laeinmamis Rand., Xantho denticu- 
latus De Haan = Chlorodius niger Rüpp., Xantho De Haanii Krauss = Chlorodhis 
De Haanii ^qWqx = Phymodius obscnrus Luc, Trapezia dentata A. M. E. = T. 
caerulea Rüpp. = T. cymodoce Herbst, T. cymodoce A. M. E. = T. ferruginea 
Lati'., wahrscheinlich auch T. areolata (var. inermis) A. M. E. = T. ferruginea 
Latr. 

Fauna der Vancouver und Königin Charlotte Inseln , vergl. Smith i}^^), s. 
oben p. 15. 

A. Brandt bespricht ('i) auf Grund der von Philippi 1838 und 1839 ge- 
machten Sammlungen und Aufzeichnungen einige Mittelmeer-Decapoden, nämlich 
Stenorhynclms longirostrisYabx., S. phalangiumVQHm., S. aegypfizisM.^äw., Achaeus 
Crfl!«cÄ?Y Leach, Inachus scorpio Fabr. var. /«ißCzernj. [mauritanicus Luc), /. do- 
ry nchus IjQaah., I. thoracicus Roiix, Herbstia co7idyliata M . Edw. (mit Abbildung i, 
Pisa Gibsii Leach , P. armatahatr. (m. Abb.), P. nodipes Leach [armata 'Rowx, 
Tnac/ius musivus Otto), P. tetraodon heach, P. convexa Ph. n.sp.? (m. Abbildung; 
vielleicht nur Monsti'osität der vorigen Art), P. coralli?ia Rhso (m. Abb.), P. qua- 
dricornis Phil. n. sp.? (m. Abb. ; vielleicht nur Monstrosität). 

In dem Cataloge der Italienischen Abtheilung auf der Berliner Fischerei-Aus- 
stellung gibt Targioni-Tozzetti (122) eine Übersicht der »Crostacei mediter- 
ranei«, welche fast nur Decapoden umfaßt und einige synonymische und biolo- 
gische Bemerkungen enthält. Palaemon squilla Fabr. lebt nach ihm auch in Brak- 
oder Süßwasser. 

Mayer [''^, Palaemonetes p. 198) weist darauf hin, daß die Meinung Joseph's 
(vergl. Zool. Jahresbericht f. 1879. p. 409) über das ganz recente Verschwinden 
von Palaemonetes varians [Anchistia lacustris] aus dem Meere auf einem Irrthume be-- 
ruhe, da sie sich auf die Bezeichnung des Fundortes «Adriatisches Meer« an einigen 
Exemplaren im Wiener Museum stütze und diese schon 1866 durch v. Martens 
berichtigt sei. 

Mayer ['^^, Palaemonetes p. 200) gibt für Caridina Desmarestii Joly als neuen 
Fundort Sardinien an. 

Nach Kirk (63) ist die gewöhnliche Languste des Fischmarktes von Sydney 
Palimirus tumidus n. sp. 



48 ^' Arthropoda. 

Holdsworth erwähnt [^^], daß Astacus ßuviatiUs dicht bei Madrid vorkomme, 
im Duro, Tajo und Ebro unbekannt sei, sich dagegen in mehreren aus der Um- 
gegend von ikladrid stammenden Zuflüssen der genannten Ströme aufhalte. 

Faxon liefert (^s] eine Beschreibung von Leiicifer iypus, der beim Fort Wool 
gefunden worden ist. 

M i e r s gibt eine Übersicht über einige von G e d d e s in Vera-Cruz gesammelte 
Decapoden C^*). Hiernach ist Pachygrapms socius Stimps. vielleicht = P. trans- 
versus Stimps. var. Es folgt die Beschreibung eines Pinnotheres , welcher als P. 
angelicus Lockgt. angesprochen wird, vielleicht aber nur eine neue Art, P. Ged- 
desi, darstellt. 

Nach Miers ['''^) ist Hippolyte securifrons Norm. [H. Lttljeborgi Daniellsen & 
Boeck) vielleicht = H. spinus. 

A. Milne Edwards berichtet [y^] \i\iQX Nephropsls Agassizüw. sp., der in der 
Straße von Florida 1500 Meter tief gefunden wurde und gleich N. Stewarti Wood 
Mason (Andamanen, 600 Meter) rudimentäre Augen in Gestalt kleiner Tuberkel 
ohne Cornea besitzt. 

De Man verbreitet sich {^^j tiber die Arten Gelasimus vocans Rumph., G. Ma- 
rionis Desm., G. Dttssumteri M. Edw., G. anmdipes A. M. E., Macrophthalmus ca- 
rinimanus Latr., M. hrevis Herbst und Euplax Boscü Axiä. 

De Man bespricht {'^) 14 Arten Sesarma und 5 Arten Cardisoma , darunter 
keine neue. Die von Hilgendorf vereinigten S. pkta De Haan und S. affinis 
De Haan faßt er als getrennte Arten auf. 

Nach Has well [^^] steht die Gattung Para(ywo^ws am nächsten der Gattung 
JeZmessMs White und könnte mit ihr zu einer besonderen Familie, welche den Über- 
gang von den Corystiden zu den Homoliden bilden würde, vereinigt werden. 

Smith gibt ("^j in einer Besprechung der Arbeit von Kings ley über Krebse 
von Virginien die Notiz, daß Actaea spinifera n. wahrscheinlich = A. acantha A. 
M. E. und Eupilumnus Websteri n. g. sp. wahrscheinlich = Domacea hispida 
Stimps. juv. sei. 

Neue Gattangen and Arten. 

Fossiler Macrure: 
Palaeopalaemon n. g. Ohne Rostrum ; Augenstiele kurz, Antennen stärker als Brust- 
beine, diese mit Ausnahme des 2 . platten Gliedes fadenförmig ; Schwanzplatte 
jederseits aus 5 Theilen gebildet. Whitfield, p. 40. 



Palaeopalaemon [u.] Newberryi. Leroy, LakeCounty, Ohio. Oberdevon (»Erie Shales«) . 
Whitfield, p! 41. 

Familie : Carididae. 
Alpheoides Paulson. (Diagnose russisch, übersetzt von Kossmann, Rothes Meer p. 8 1 ) . 

Ähnlich Alpheus, nur an der Basis der Brustfüße Anhänge. Hierher A. laevis, 

crassimamis u. s. w. 
Concordta n. g. (Lysmatinae ■ . Rostrum sehr kurz, Vorderfühler mit 2 Geißeln, äußere 

Maxillarfüße kurz, stark, I.Paar Brustfüße kürzer und stärker als 2. Paar, dieses 

kürzer als 3. — 5. Paar. Kingsley, Proc. Philad. p. 413. 



Alpheus Websteri. \ g-^y ^^g^ Kingsley, Proc. Philad. p. 416 u. 417. 

» PacJiardn . ) 

Btjthocaris leucopis. 7 1059' N., 11040' 0., 1 1 10 Faden. Sars, Crust. Pycnog. p. 427, 



3. Crustacea. VIII. Thoracostraca. 49 

Concordia{n.)fftbberosus. FortMacon. 1 Q. Kingsley, Proc.Philad.p. 414. Taf. 14. 

Fig. 5. 
Ogyris alpkaerostris . Northampton, Virginia. lEx. Kingsley, Proc. Philad. p. 420. 

Taf. 14. Fig. 7. 
Penetis Joyneri. Yokohama. Miers, Malay. Crust. Annais (5.) Vol. 5. p. 458. 

Taf. 15. Fig. 8—10. 
Pontonia miidens. Key West. Kingsley, Proc. Philad. p. 422. Taf. 14. Fig. 9. 



Familie: Astaeidae. 

Cambarus primaevus. Tertiär von Wyoming. Packard, Am. Nat. p. 222. 

Hoploparia calcarifera , nepkropsiformis und siilcicatida. Westfälisches Becken. Schlü- 
ter, p. 179. 

Nephropsis Agassizii. Straße von Florida, 1500 Meter. A. Mi Ine Edwards, 
Ann. Scienc. Nat. (6.1 T. 9. Art. 2. 



Familie: Palinuridae. 

Palimirus tumidus. Whanigaroa, Hafen der Westküste der nördlichen Insel von Neu- 
seeland. Kirk, Palinurus. p. 14. 

Polycheles sculptus. Nova Scotia , 250 Faden (1 cJ*)- Smith, Proc. Nat. Mus. 
Washington 1879. 

Familie: Thalassinidae. 
Axius princeps. Wladywostok. Boas, Decapod. p. 98. Fig. 214 — 217. 
Callianidea mucronata (nur 1 Exemplar; vielleicht = C. typaM.. Edw.). Koss- 
mann, Rothes Meer. p. 80. 
» Steenstrupii (2 Exemplare) . West-Indien. Boas, Decapoden p. 108. 



Familie: Porcellanidae. 
Pisosoma glabra. Key West. Kingsley, Proc. Philad. p. 406. Taf. 14. Fig. 2. 



Familie: Dromiadae. 
Epidromia n. g. Beine ähnlich denen von Cryptodromia. Anterolateralrand bis zum 
vorderen Mundwinkel fortgesetzt. Kossmann, Rothes Meer p. 69. 



Dromia (Dromidia) orientalis. Indo-Malayische Region. Miers, Malay. Crust. 

Annais of Nat. Eist. (5.) Vol. 5. p. 370. Taf. 15. Fig. 1, 2. 
Dromiopsis gibbosus. Westfälisches Becken. Schlüter, p. 179. 
Epidromia (n.) granulata (2 (^j . Kossmann, Rothes Meer p. 69. 



Familie: Raninidae. 
Paninella Schloetibachi. Westfälisches Becken . Schlüter, p. 179. 



Familie: Leucosiadae. 
Lithadia lacunosa. Saratosa Bay. (1 q^). Kingsley, Proc. Philad. p. 403, 



Familie: Calappidae. 
Matuta circulifera. Indo-Malayische Region. Miers, Malay. Crust. Ann. ofNat. 
Bist. (5.) Vol. 5. p. 315. Taf. 14. Fig. 5. 

Zoolog. Jahresbericht. 1880. II. 4 



50 F- Arthropoda. 

Familie: Majidae. 
Cyclocoeloma n. g. Nahe Othonia, doch Cephalothorax länger und ohne Seitendornen . 
Miers, Malayische Crustac. Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 5. p. 228. 



Cyclocoeloma (n.) tnherculatum . Amboina. Miers, Malay. Crust. p. 229. Taf. 13. 

Fig. 1, 2. 
Stenorhynchus hrevirostris. Port Jackson, 5 — 8 Faden. 1 Ha s well, Steno- 

» fissifrons. Auckland, Neu-Seeland (l Q) j rhynchus p. 408, 409. 

» Czernjawskii. Jalta; Sewastopol. A. Brandt, p. 533. 



Familie Cancridae. 
Actaea spinifera. Plantation Key. 1 (^. Kingsley, Proc. Philad. p. 392. 
Coeloma balticum. Schlüter, p. 180. 



Familie: Eriphidae. 
Eupilnmnus n. g. »External maxillipeds with the meral Joint short and narrow, it 
being only about 2/3 as wide as ischial Joint, which is short and 
broad.« Kingsley, Proc. Philad. p. 397. 



Eupilumnus (n.) Wehsieri. Key West, Florida. Kingsley, Proc. Philad. p. 397. 

Taf. 14. Fig. 3. 
Pilumnopeus granulosus. Indo-Malayische Region. Miers, Malay. Crust. Ann. of 

Nat. Hist. (5.) Vol. 5. p. 236. Taf. 13. Fig. 4—6. 
Pilumnus Bleekeri. Neu Guinea. Miers, Malay. Crust. ebenda, p. 235. 



Familie: Portunidae. 
Hedrophthalmusn. ^. Nahe Podophthalmus. Nauck, Brachyuren. p. 67. 



Hedrophthalmus (n.) thalamithoides . Philippinen. Nauck, Brachyuren. p. 67. 
Lissocarcinus boholensis^Qm^QV mQ^. Bohol. Nauck, Brachyuren. p. 67. 
Lttpocyclus philipptfiemis Semi^er 'med. Nauck, Brachyuren. p. 68. 



Familie: Telphusidae. 
Dilocarcinus spinifrons . Oberer Amazonenstrom. Kingsley, Carc. Notes Nr. 1. 

p. 35. 
Telphusa emarginata. West-Africa ; Port Natal. | Kinffslev Carc Notes 
)) enodis. Ceylon. [ j^t^. ^ ' gg^ gg^ 37 

» rugosa. Ceylon. ) 

» sumatrensis. Agam. Miers, Malay. Crust. Ann. of Nat. Hist. (5.) 
Vol. 5. p. 304. Taf. 14. Fig. 1, 2. 



Familie Pinnotheridae. 
Holothuriophilus u. g. Nahe Pinnotheres. Nauck, Brachyuren. p. 66. 



Holothuriophilus (n.) trapeziformis . Parasit in Holothuria maxima Semper. Nauck, 

Brachyuren p. 66. 
Pinnotheres flavus . Philippinen. Nauck, Brachyuren. p. 66. 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 51 

Familie Ocypodidae. 
Gelastmus hngidigitum. Moreton Bay, Australien. 1 Kingsley, Carc. Notes Nr. 2 
» Snlithn. Natal. j p. 144. Taf.9. Fig. 13. Fig. 14. 

Ocypoda Ryderi. Natal. Kingsley, Carc. Notes Nr. 3. p. 183. 



Familie: Grapsidae. 
Brachygrapsus n. g. Cephalothorax breiter als lang, ohne Querfurchen, Seitenränder 
mit Zahn ; 4 . Glied der äußeren Kieferfüße trägt den Palpus am 
Innenwinkel. Kingsley, Carc. Notes Nr. 4. p. 203. 

CoelocMrus n. g. \ ^^^^ Pseudograpsus. Nauck, Brachyuren. p. 66. 

Facnystomum n. g. j 

Orthograpsus n. subg. (zu Gi-apsus] . Cephalothorax nach hinten verbreitert, Seiten- 
ränder gerade , mit einem Zahn hinter dem Orbitalwinkel ; Antennen 
begrenzen die Augenhöhle ; Scheerenfinger scharf. Kingsley, 
Carc. Notes No. 4. p. 194. 



Brachygrapsus (n.) hevis. Neu-Seeland. Kingsley, Carc. Notes Nr. 4. p. 203. 
Coelochiriis (n.) crinipes. Philippinen, Süßwasser. Nauck, Brachyuren p. 66. 
Orthograpsus (n.) Hillii. West-Indien; Key West. Kingsley . Carc. Notes Nr. 4. 

p. 194. 
Pachystomum [n.) phillppinense. Nauck, Brachyuren. p. 66. 
Sesarma granosimana. Indo-Malayische Region. Miers, Malay. Crust. Ann. of 

Nat. Hist. (5.) Vol. 5. p. 312. Taf. 14. Fig. 3. 



IX. Arthrostraca. 

a. Allgemeines. 

Claus (1*, Zoologie 4. Auflage) faßt das kugelförmige Organ des Amphipoden- 
embryo als die Anlage der Nackendrüse der Phyllopoden auf (p. 581) und findet 
die Angabe Fraisse's, daß Entotiiscus CavoUnü ein Hermaphrodit sei (vergl. Bericht 
V. Hofmann u. Schwalbe f. 1878, Arthropoden Nr. 50. p, 170) »nicht gerade 
wahrscheinlich« i p . 592). 

Retinacula der Schwimmfüße, vergl. Mayer C^'*), s. oben p. 12. 

Leber der Arthrostraken, vergl. Weber ('27)^ §. oben p. 12. 

Entwicklungsgeschichte der Arthrostraken, vergl. Balfour (2). s. obenp. 14. 

Fauna von Armenien, vergl. A. Brandt (i", s. oben p. 15. 

Fauna von Grönland, vergl. Miers ['''), s. oben p. 15. 

Fauna des Rotheu Meeres, vergl. Kossmann C^j, s. oben p. 30. 

Fauna der Schweiz, vergl. Asper (^i, s. oben p. 16. 

Parona berichtet (■'-) ühQV Nijjhargus puteanus ^oq\\ und Titanethes feneriensis 
n. sp. aus den Höhleu des Monte Fenera. Der letztgenannte Isopode ist völlig 
blind, dafür aber an fast allen Theilen seines Körpers mit Tastorganen versehen. 

Fries hat [^^) Asellus cavaticus Schi0dte auch in Pumpbrunnen in Hameln 
(Hannover) und Gammarus piUeanus Koch in der Erdmannshöhle bei Hasel (Schopf- 
heim) gefunden. (Der Rest der Abhandlung entspricht der Veröffentlichung im 
Zool. Anzeiger 2. Bd., vergl. Zool. Jahresbericht f. 1879. p. 415, 421 u. 425.] 

4* 



52 r. Arthropoda. 

, b. Ampbipoda. 

Antennendrüse, vergl. Grobben (34), s. oben p. 11, 

Grim m 32) zieht aus dem Umstände, daß im Caspischen Meere in Tiefen bis zu 
500 Faden neben völlig angenlosen Ampliipoden auch Formen mit sehr gut ent- 
wickelten Sehwerkzeugen vorkommen , den Schluß , daß keineswegs von einer 
absoluten Finsternis , sondern nur von großer Dunkelheit die Rede sein könne. 
Bei 10 neuen Gammariden aus einer Tiefe von 108 Faden fand er die Augen in 
allen Stadien der Ausbildung vertreten. Zum Ersätze für die fehlenden Augen 
sind Tast-, Geschmacks- und Geruchsorgane in reichlicherem Maße als sonst vor- 
handen. Gammari/s (Niphargtts) jmteanus soll von dem kleinäugigen N. caspius 
abstammen, der sich nur noch in der Tiefe des Caspischen Meeres (35 — 90 Faden) 
habe erhalten können. 

Nebeski verbreitet sich (s^) im anatomischen Theile seiner Arbeit über die 
einzelligen Drüsen der Corophiiden und von Orchestia , über die Harndrüsen der 
Crevettinen und über das Rectum , die Kiemen und die Geschlechtsorgane von 
Orchestia. Bei den Corophiiden liegen im 3. und 4. Beinpaare zwei Arten ein- 
zelliger Drüsen , die nach der Beschaffenheit ihres Plasmas als » dunkle « und 
»helle« unterschieden werden. Für jede Art und Gattung ist Form und Anoi-d- 
nung derselben zu Drüsencomplexen constant. In der Zelle befinden sich zahl- 
reiche feine , mit einer sehr zarten Cuticula ausgekleidete Röhrchen , welche alle 
in einen der Zelle anliegenden Secretbehälter münden. Von diesem aus läuft ein 
Gang, in dessen Wandung Kerne nicht mit Sicherheit nachzuweisen waren , nach 
der Klaue des Beines zu und vereinigt sich entweder mit den gleichartigen Ca- 
nälen der benachbarten Zellen , oder öffnet sich nach getrenntem Verlaufe in den 
Grund einer Chitinblase , welche eine Einstülpung der Klauenwandung darstellt. 
Die Zellen haben hiernach mit den verwandten Bildungen bei den Phronimiden 
(nach Mayer und Claus; und den Caprelliden (nach Haller) nur geringe Ähnlich- 
keit, sollen dagegen in ihrem histologischen Verhalten den Afterdrüsen von Tri- 
chodes (nach Leydig) sehr nahe kommen. Das Secret dieser einzelligen Drüsen 
wird von den Corophiiden beim Bau ihrer bekannten Röhren aus Sand-, Schlamm- 
nnd Holztheilchen oder aus dem Thallus der ülven als Kitt verwandt. — Die ein- 
zelligen Drüsen von Orchestia weichen in ihrem histologischen Verhalten nur 
wenig von denen der Corophiiden ab , liegen aber gruppenweise in allen Extremi- 
täten und auch am Rumpfe und münden mit ganz kurzem Ausführgange einzeln 
auf der Haut aus. Da sie nur bei der an das Leben auf dem Lande gewöhnten 
Orchestia , nicht aber bei der verwandten marinen Gattung Nicea vorkommen, so 
dient ihr Secret vielleicht zur Feuchthaltung der Körperoberfläche , speciell der 
Kiemen. — Die Harndrüsen der normalen Amphipoden (Crevettinen) sind paa- 
rige (nur bei Melita ist das Organ unpaar; Blindschläuche, die an der Grenze von 
Hinter- und Mitteldarm von dem letzteren ausgehen und daher den Malpighii' sehen 
Gefäßen der Insecten nicht gleichkommen, Sie besitzen gleich dem Mitteldarme 
eine äußere Rings- und eine innere Längsmuskelschicht, haben aber ein wesent- 
lich anderes Epithel ; ihr Excret ist nur bei Orchestia fest , besteht hier haupt- 
sächlich aus Calciumcarbonat und verdrängt bei massenhafter Anhäufung die 
Epithelzellen bis auf die Kerne oder gar nur bis auf unbestimmte Plasmareste. 
Bei Orchestia ist auch das Rectum abweichend von dem aller übrigen vom Verf. 
untersuchten Amphipoden gebaut. Es ist sehr lang und zerfällt in zwei Abschnitte. 
Der hintere, dem normalen Rectum entsprechende ist mit einer Reihe starker Con- 
strictoren , welche durch je eine dorsale und ventrale sehnige Partie in zwei 
. Muskelhalbreifen zerlegt werden und zwei Muskelprimitivbündel darstellen, sowie 
mit genau longitudinal verlaufenden Längsmuskelbündeln belegt ; der vordere, nur 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 53 

bei Orchestia entwickelte , ist gleichfalls eine Einstülpung des Ectoderms und be- 
sitzt eine dicke Cuticula mit feinen Börstchen und einen Belag von Muskelfasern, 
deren Hauptmasse in zwei lateralen, völlig von einander getrennten Partien schräg 
verläuft und so die Wirkung von Ring- und Längsmusculatur combinirt. Jede 
Partie ist nach ihrem histologischen Bau als ein breites , flaches Primitivbilndel 
aufzufassen , dessen quergestreifte Fibrillen als zusammenhangende Lage direct 
auf dem Darmepithel ruhen und an ihren dorsalen Enden von einer Schicht fein- 
körnigen Plasmas nebst den Muskelkernen bedeckt sind. Nach außen von diesen 
Schrägmuskeln liegt noch ein sehr dünnes und lockeres , vielfach unterbrochenes 
Stratum von Längsmuskeln. — Die Kiemen der im Wasser lebenden Amphipoden 
werden von zwei Epidermislamellen gebildet , welche an einzelnen Stellen durch 
erhöhte und mit einander zusammenstoßende Zellen auseinander gehalten werden, 
so daß zwischen ihnen für die Circulation des Blutes ein mehr oder minder reich- 
licher Raum bleibt. Letzterer wird z. B. bei den Corophiiden durch starke Aus- 
bildung der hohen Zellen so eingeengt , daß außer dem großen peripheren Blut- 
canal nur noch wenige Querlacunen vorhanden sind. Die Zellen selbst werden 
senkrecht zur Kiemenfläche von helleren Streifen durchzogen und sind in diesen 
vielleicht für Gase durchlässiger. Bei Orchestia, welche derbere Kiemen besitzt, 
sind die Stützzellen derselben besonders hoch und scheinen auch zwischen sich 
eine Cuticula abzusondern ; im Binnenraume der Kieme befindet sich ein binde- 
gewebiges Maschenwerk, dessen Lücken das Blut durchströmt. — Die Hoden von 
Orchestia bieten die merkwürdige Erscheinung dar, daß normal in einem bestimm- 
ten Theile ihres Keimlagers Eier entstehen , während zugleich der Rest desselben 
Sperma hervorbringt. Das Keimlager ist eine Plasmamasse mit spindelförmigen 
Kernen ; von ihm schnüren sich die Spermatoblasten als wohlbegrenzte Zellen ab , 
werden haufenweise durch ein vielleicht von ihnen selbst ausgeschiedenes Secret 
zu einer Masse verklebt, und trennen sich dann wieder beim Eintritt in einen an- 
deren Theil des Hodens in kleinere Gruppen ; jede von diesen bildet durch Thei- 
lungsvorgänge einen Satz Samenfäden aus, deren Vex'einigung zu einem Spermato- 
phor das drüsige Epithel des Hodens besorgt. Im oogenen Theile des Keim- 
lagers hingegen entstehen an Stelle der Spermatoblasten , und ihnen vollkommen 
gleichwerthig, die jungen Eier, wachsen heran, gelangen aber wohl nie oder nur 
in Ausnahmefällen nach außen , so daß auch nach Anfüllung des vorhandenen 
Raumes mit Eiern die Thätigkeit des Eischlauches erlischt. Im Ovarium von 
Orchestia befindet sich das Keimlager abweichend von dem Verhalten desselben 
bei den übrigen Amphipoden medial ; in Folge davon kommen die reifen Eier la- 
teral zu liegen. 

Über den Vortrag, welchen Uljanin auf der 6. Russischen Naturforscherver- 
sammlung gehalten hat (^"^^), berichtet A. Brandt. Hiernach hat sich in den 
frisch gelegten Eiern von Orchestia Montagui und 0. mediterranea kein Keim- 
bläschen auffinden lassen. Bei der Furchung treten zunächst 2, dann 4 Dotter- 
kugeln mit je einer »sternförmigen Zelle« von beträchtlicher Größe auf, welche 
demnächst aus den Furchungskugeln heraus an die Peripherie des Eies gelangen 
und sämmtliche Blastodermzellen liefern. Die 4 Kugeln und 4 Zellen zerlegen 
sich in je 4 größere und 4 kleinere Kugeln resp. Zellen , und theilen sich darauf 
jede noch zweimal. Während alsdann die Grenzen der Kugeln gänzlich ver- 
schwinden, »drängen sich die peripherischen Zellen der kleineren Sorte , welche 
zunächst in die Bildung des Blastoderms eingehen, an einander , fließen gelegent- 
lich auch zusammen, ziehen ihre fadenförmigen Fortsätze ein und nehmen schließ- 
lich eine polygonale Form an.« Der Anfang des Blastoderms (Blastodermscheibe) 
entsteht da, wo ursprünglich die 4 kleineren sternförmigen Zellen lagen. »Die 
fertige Blastodermscheibe überzieht fast zwei Drittel der Eioberfläche und besteht, 



54 F- Arthropoda. 

wie an Durchschnitten sichtbar , aus einer Schicht annähernd kubischer , etwas 
verlängerter Zellen. Bevor noch die Keimscheibe resp. das Ectoderm ganz voll- 
endet, beginnt bereits die Bildung des Mesoderms. Es entsteht deutlich durch 
Abspaltung vom Ectoderm.« Das kugelförmige Organ, welches ein Homologen 
der Schalendrüse der Mollusken sein soll, »entsteht hart am Rande der Blastoderm- 
scheibe als kleine rundliche, auch etwas ins Innere des Dotters vorspringende Ver- 
dickung und besitzt eine centrale Delle.« Später rückt es allmählich immer mehr 
vom Centrum der Blastodermscheibe weg, bis »es sich schließlich an der entgegen- 
gesetzten Stelle des Eies, da wo der Rücken des Embryo entstehen soll , befindet. 
In diese Epoche fällt die Ausscheidung der sogenannten Blastodermcuticula.« Hat 
es seine definitive Lage eingenommen , so beginnt unmittelbar unter ihm der Zer- 
fall des Dotters in Ballen und verbreitet sich von dort aus weiter. »Wie bei an- 
deren Arthropoden , so wird die Dotterballung durch im Dotter liegende Zellen 
bedingt. Da nun aber im gegebenen Falle diese Zellen in der Nachbarschaft des 
kugelförmigen Organes liegen , so mögen sie sich geradezu von demselben losge- 
löst haben. Mithin hält es der Vortragende für sehr wahrscheinlich , daß vom 
Boden der Einstülpung des kugelförmigen Organs sich die das Ectoderm [Ento- 
derm? Ref.] bildenden Zellen ablösen.« 

Cyamus auf Walen, vergl. Sars (^'^'), s. oben p. 18. 

Smith beschreibt [^^'^) den Röhrenbau von Cerapus und anderen Amphipoden 
(p. 274 Anm. 1), bei welchem die Excremente dieser Thiere starke Verwendung 
finden. Microdeutopus grandimanus spinnt mit Hilfe des 3. und 4. Brustfußpaares 
Zweiglein von Algen mit einer Art Cement zusammen, füllt die Lücken mit abge- 
bissenen Algenstückchen sowie den eigenen Kothballeu an und bespinnt das Innere 
des Rohres mit Cementfäden. In einer halben Stunde ist ein solcher Bau fertig. 
Ähnlich verfahren AmpMthoe und Cerapus, während Unciola irrorata Say nicht 
selbst zu bauen, sondern die fremden Röhren von Amphipoden und Anneliden zu 
benutzen scheint. 

Fauna des Rothen Meeres, vergl. Kossmann (^ä), s. oben p. 30. 

Für das Gebiet des Adria sind nach Nebeski (^^j neu: Probolium tergestinum 
n. sp. . Lilljeborgia pallida Sp. B. , Dexamine doUchonyx n. sp. , Pherusa (Atylus) 
btspinosa Sp.B., Microdeutopus versiculatus Sp.B., Microprotopus maculatus Norm., 
Cyrtophium Darwinii Sp. B. und Orchestia cavlmana Hell. Letztere Art findet sich 
im Garten der Triestiner Zool. Station an feuchten Stellen, geht aber im Wasser 
bald zu Grunde, ist somit ein echter Landamphipode , der auch unter der Erde in 
einen Winterschlaf verfällt. Von Leucothoe denticuhta Costa sind die in Schwäm- 
men und Ascidien lebenden Individuen fast immer farblos , die übrigen lebhaft 
roth. Die Corophiiden benutzen die kräftigen Haken am Außeuaste der Schwanz- 
füße und am Schwanzblatte zur Verankerung an ihren Röhren oder an dem 
sonstigen Substrate. Drei zwischen Ulven lebende Arten von Amphithoe scheinen 
sich ihrer außergewöhnlich langen Antennen zum Anlocken und Spüren der Nah- 
rung zu bedienen. 

HasweU gibt [^^) einen vorläufigen Bericht über die von ihm gefundenen 
Australischen Amphipoden. Die Fauna des tropischen Queensland unterscheidet 
sich nach ihm wesentlich von dem gemäßigten Theile des Continentes (Port Jack- 
soni, und zwar ist sie dort mehr kosmopolitisch, hier specifisch australisch. Im 
Einzelnen führt Verf. auf: 

TaUtrus spec. : Neu Süd- Wales (über SOMiles von der See in »damp woods and 
scrubs« und Tasmania. 

TaUtrus spec. : Queensland (Mangrove Swamps). 

Tulorchestia, Orchestoidea, Allorchestes : überall. 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 55 

Stegocephalus latns n. sp. : Tasmania. 

Cyproidea n. g., 2 Arten: Port Jackson. 

AmarylUs n. g., 1 Art: Tasmania; 1 Art: Port Jackson. 

Lysianassa, mehrere Arten : Port Jackson und Port Denison. 

Glycera n. g., 1 Art : Nord- Australien und Port Jackson. 

Ampelisca, 1 Art \ p^^.^ j^ckson und Port Denison. 

Phoxus, 2 Arten j 

Oedicerus, 1 Art t Sydney. 

Nicothoe, 1 Art / 

Pherusa und Atylus : vorhanden. 

Lencothoe, Melita, Megamaera, Maera, Gammarus : Überall. 

Eusirus, 1 Art : Tasmania. 

Macleayia n. g., Chloris n. g. 

Polycheria n. g., 2 Arten: Port Jackson. 

Microdeuteropus, mehrere Arten: Port Jackson. 

Xenocheira n. g. 

Haplocheira n. g., Port Jackson. 

Amphithoe, mehrere Arten : Port Jackson und Port Denison. 

Podocerus \ 

Cyrtophium, 3 Arten I . p^^.^ Jackson. 

Icihus j 

Colomastix ) 

Ha s well ('*^, ^^) gibt in einer ausführlicheren Arbeit die Beschreibungen von 
9 neuen Gattungen ^nd über 70 neuen Arten, sowie einige synonymische Bemer- 
kungen. Von letzteren sind hervorzuheben : Talorchestia quadrimana = Orchestia 
qtmdrimana Dana (Küste von Neu Süd- Wales , sandige Buchten) . Maera rubro- 
maculata = Gammarus rulromactdatus Stimps. (Port Jackson) . 

Smith (119) gründet auf die eingehendste Neubeschreibung der Gattung Ce- 
rapxis Say nach der einzigen Art C tuhdaris Say die Familie der Cerapinae im 
Gegensatze zu den Podocerinae , und führt als Kennzeichen an : nur 3 Paar Kie- 
men (am 3. — 5. Segment) ; 3 Paar Brutklappen (am 2. — 4. Segment) ; 2. u. 3. 
Pleopode größer als l., 2. u.3. ; Uropode einästig. Die übrigen Species der Gat- 
tung Cerajius werden der Gattung Erichthonius M. Edw. zugetheilt, als deren Ty- 
pus E. difformis M. Edw. (= Cerapus Leachii und Htmterü Sp. B.) gilt. — 
Ferner ist die Gattung Sulcator Sp. Bäte = BelUa Sp. Bäte = Pterygocera Latr. 
= Lepidactylis Say , so daß die unter dem Namen S. arenarius bekannte einzige 
Art L. arenarius zu heißen hat. 

Nach Nebeski (^®) ist Gammarus Edwardsü Sp. B. = G. locusta Fabr. var. 
und Atylus bispiiiosus Sp. B. eine Pherusa. Aora und /Stimpso7tia gehören wahr- 
scheinlich zu den Podocerinen , nicht zu den Gammariden. Podocerus longicomis 
und largimanus Heller sind trotz des Vorhandenseins der Nebengeißel am Vorder- 
fühler zur Gattung Amphithoe zu rechnen. Zu Podocerus fakatus Mont. gehört als 
zweite männliche Form P. pulchelhis M. Edw., als junges Weibchen P. pelagicus 
Sp. B., als altes Weibchen P. variegatus Leach. Es gibt überdies eine dunkle 
Varietät derselben auf Algen und eine helle auf Tubularien. Die Gattung 
Cyrtophium ist wahrscheinlich mit den Dulichiiden näher verwandt als mit den 
Corophiiden. 



56 F- Arthropoda. 



Neae Gattongen and Arten. 
Familie : Caprellidae. 

Caprella cornigera \ ciark Island , Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 347, 

» echmaia ^ 343^ 34g rp^f^ 23. Fig. 4. Fig. 2. Taf. 24. Fig. 1. 

» obesa ] 

» inermis. Port Jackson. Has well, Austr. Amph. p. 348. Taf. 23. Fig. 3. 

» microtuberculata. 74053'N., 15055' 0., ISOFaden; TGMG'N., 15042' 0., 
70 Faden. Sars, Crust. Pyenog. p. 465. 

» tenuis. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 276. Taf. 12. Fig. 5. 

» gigantea (1 Ex.). Nordsee. \^ Haller, Miscell. artlirop. p.742. Fig. 1 

» dentata. Iscbia, auf Bryozoen. / — 3 und p. 744. Fig. 4 — 9. 
Protelh, australis. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p.276. Taf. 12. Fig. 4. 

» Danae. (2$, Icf). 1 Ko SS mann , Rothes Meer. p. 126, 128. Taf. 12. 

» subsjiinosa. (3 cf ) . / Fig. 1 — 7, Fig. 8, 9. 
Proto Novae Hollandiae. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 275. Taf. 12. 
Fig. 3. 

Familie: Dulichidae. 

DuUchiamacera. Je lEx. 6904rN., 15050,5' 0., 870Fadenund 72057'N., 14032'O., 
447 Faden. Sars, Crust. Pyenog. p. 464. 
» septentrionalis . 1 (^, 1 Q. . Spitzbergen, Magdalenenbucht, 10 — 20 Faden. 
Sars, ebenda p. 463. 



Familie: Corophiidae. 

Amphithoides u. g. Vorderfühler mit Nebengeißel, letzter Schwimmfuß mit nur 1 
Häkchen, sonst = Amp/iit/ioe. Kossmann, Eothes Meer p . 135. 

Haplocheira n. g. (Podoceride) . Beide Fühlerpaare fast gleich, vorderes ohne Bei- 
faden, hinteres subpediform; 1. u. 2. Fuß einfach, hintere Pleopoden 
2ästig, Äste ungleich. Haswell, Austr. Amph. p. 273. 

Polycheria n. g. Thorax breit; Vorderfüliler ohne Beifaden, fast so lang wie Hinter- 
fühler; 1. u. 2. Bein subcheliform, 3. — 7. Bein mit Greifklaue, hin- 
tere Pleopoden 2ästig; Telson doppelt. Haswell, Austr. Amph. 
p. 345. 

Xenocheira n. g. (Podoceride). Schlank; Vorderfühler sehr lang, mit Beifaden; 
Mandibel mit Palpus , 1. u. 2. Fuß sehr behaart; hintere Pleopoden 
2ästig; Telson einfach. Haswell, Austr. Amph. p. 272. 



Amphithoe cinerea \ Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 269. Taf. 11. 

» grandimana f Fig. 4. p. 270. 

» erythraea. Kossmann, Rothes Meer. p. 134. Taf. 14. Fig. 12, 13. 
» qiiadrimana . Clark Island, Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. 

p. 337. Taf. 21. Fig. 7. 
» setosa. Botany Bay. Haswell, Austr. Amph. p. 270. 
Amphithoides (n.) longiconiis (3 Exemplare). Kossmann, Rothes Meer. p. 135. 
Cerupm megalops. 7l025'N., 15040, 5'0., 620 Faden ; auch bei Jan Mayen. Sars , 

Crust. Pyenog. p. 461. 
Colomastix Brazieri. Port Jackson. 2 — 10 Faden. Haswell , Austr. Amph. p. 341. 
Taf. 22. Fig. 4. 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 57 

Colomastix hamifer (1 Exemplar). Kossmann, Rothes Meer. p. 136. Taf. 15. 

Fig. 1 — 10. 
Cyrtophium dentatmn. Clark Island, Port Jackson \^ Haswell, Austr. Amph. p.342. 
» minutiim. Port Jackson j 343. Taf. 22. Fig. 5. 6. 

» parasiticum. Port Jackson , auf Cucumaria pentagona Quoy & Gaim. 

Haswell, Aiistr. Amph. p. 274. Taf. 12. Fig. 1. 

» ? hystrix. Vielleicht = n. g. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. 

p. 104. Taf. 7. Fig. 3. 

Ghuconome petalocera [G. planipes G. 0. S.) . 62044,5' N., 1048' 0., 412 Faden; 

63010,2' N., 4059,6' 0., 417 Faden; 6307' N. , 1026' W. , 1081 

Faden; 6604I' N., 6059' 0., 350 Faden,- 67024' N., 8058' 0., 452 

Faden; 69045, 7'N., 16015' 0., 649 Faden; 7i025'N., 15040,5' 0., 

620 Faden; 74054' N., 14053'O., 658Faden. Sars, Crust. p.462. 

Haplocheira (n.) typica. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 273. Taf. 11. 

Fig. 2. 
Icilius australis. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 274. Taf. 12. Fig. 2. 
» punctatus. Port Jackson, 1 — 2 Faden auf Kalkschwämmen , namentlich auf 
Veluspa polymorpha. Haswell, Austr. Amph. p. 343. Taf. 23. 
Fig. 1. 
Microdeuteropus australis . Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 271. Taf. 11. 
Fig. 5. 
» temdpes, chelifer Vi. Mortoni. Clark Island, Port Jackson. Haswell, 

Austr. Amph. p. 339, 340, 339. Taf. 22. Fig. 1, 3, 2. 
Podocerus assimilis. 67024' N., 8058' 0., 452 Faden. Sars, Crust. Pycn. p. 459. 
» australis. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 338. Taf. 21. Fig. 8. 

hrevicornis [P. latipes G. 0. S.)- 63010,2' N. , 4059,6' 0., 417 Faden; 
73047,5' N., 14021'O., 767 Faden; 76022' N., 17013' 0., 146 
Faden; 79059' N., 5040' 0., 459 Faden; 8OOO' N., 8015' 0., 260 
Faden. Sars, ebenda p. 460. 
» lonfficornis. 1 Ex. 71059' N., II040' 0., 1110 Faden. Sars, p. 461. 

Polycheria (n.) tenuipes und hrevicornis. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. 

p. 345. Taf. 22. Fig. 8. 
Xenocheira [n.) fasciata. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 272. Taf. 11. 
Fig. 6. 

Familie: Orchestiidae. 
Aspidophoreia n. g. Nahe Allorchestes, aber Coxae des 1. — 4. Beines sehr breit, Tel- 
son schuppenförmig gespalten. Haswell, Austr. Amph. p. 101. 



Allorchestes niger . Clark Island, Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 319. 

» rupicoh. Clark Island, Port \ ^^ ,,1^ 1 1 ^^-^-wr. 

Jackson; Botany Bay. \\\^^}}l t ''• ^ o. ?' . x.'- !' 

, • • ' 1 . . ( 252. Taf. 8. Fig. 1. Taf. 7. Fig. 4. 

» longicornis und crassicornis ? 1 ttc r 

beide von Kiama. ' ^^' 

Aspidophoreia (n.) dieme7iensis . Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 101. Taf. 6. 

Fig. 2. 
Orchestia fissisinnosa (1 §?). Kossmann, Rothes Meer . p . 129. Taf. 1 3 . Fig . 

1—5. 
» Macleyana. Port Jackson; Kiama. Haswell, Austr. Amph. p. 250. 

Taf. 7. Fig. 2. 
Talitrus assimilis. Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 97. Taf. 5. Fig. 1. 



58 F- Arthropoda. 

Taliirm sylvaticus. Neu Süd- Wales (bis 30 Miles von der See, »wood and scrubs«). 

Haswell, Austr. Amph. p. 246. Taf. 7. Fig. 1. 
Tahrchestia diemenensis. Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 248. Taf. 7. 

Fig. 6. 
» limicola. Bei Bowen , Queensland , in Mangrove-Sümpfen. Haswell, 

Austr. Amph. p. 98. Taf. 5. Fig. 2. 
» ? marmorata uudi 23ravidactyla. Tasmania. ebenda p. 99, 100. Taf. 5. 

Fig. 3. Fig. 5. 
» quadrimana Yax . Port Denison. ebenda p. 100. Taf. 6. Fig. 1. 

» terrae-reginae . Port Denison, Queensland, auf Sandstrand, ebenda p. 98. 

Taf. 5. Fig. 4. 



Familie: Gammaridae. 

Amaryllis n.g. Stegocephalinae) . Vorderfühler mit Beifaden; Mandibel mit Palpus ; 
1. Fuß subpediform, 2. subcheliform , Äste des 4. u. 5. Pleopoden 
griflfelförmig, des 6 . breit lanzettlich : Telson schuppenförmig. Has- 
well, Austr. Amph. p. 253. 

Cyproidia n. g. Körper breit; Vorderfühler ohne Beifaden ; Mandibel ohne Palpus; 

1. u. 2. Bein subcheliform, hintere Pleopoden 2ästig; Telson einfach ; 
Coxae des 3. u. 4. Beines zu Schilden verbreitert, welche die übrigen 
Beine verdecken. Haswell, Austr. Amph. p. 320. 

Glycera n.g. (Lysianassinae) . Vorderfühler lang, mit Beifaden; Mandibel mit Palpus ; 

2. Fuß länger als 1., subcheliform, hintere Pleopoden 2ästig; Telson 
doppelt. Haswell, Austr. Amph. p. 256. 

Harmomia n. g. Ähnlich Eurystheus, aber 3. — 7. Bein dick; Telson einfach ver- 
längert ; Vorderfühler mit Beifaden ; Mandibel mit Palpus ; 1 . Bein 
sehr groß und gleich dem 2. subcheliform. Haswell, Austr. Amph. 
p. 330. 

Neobule n. g. (Stegocephalinae). Vorderfühler einfach; Mandibel ohne Palpus; l.u. 
2 . Fuß subcheliform , Coxen des 4 . Fußes breit , hintere Pleopoden 
2ästig; Telson schuppenförmig. Haswell, Austr. Amph. p. 255. 

Panoplaea n. g. Nahe Pleustes , aber 1. und 2. Fuß schlank und scheerenförmig ; 
Kieferfuß mit schuppenförmigem Fortsatze am Ischium. Thomson, 
Neu-Seeland. Ann. of Nat. Hist. (5.i Vol. 6. p. 2. 

WyviUea n. g. Vorderfühler mit Beifaden , kürzer als Hinterfühler ; Mandibel mit 
Palpus; 1. u. 2. Bein subcheliform, 2. sehr breit; hintere Pleopoden 
lästig; Telson einfach. Haswell, Austr. Amph. p. 337. 



Acidostoma laticornis . lEx. 68''65'N., 9^44' 0., 634 Faden. Sars, Crust.Pycnog. 

p. 440. 
Amaryllis (n.) macrophthalmtis. Tasmania 1 Haswell, Austr. Amph. p. 253, 254. 

» brevicornis. Port Jackson. / Taf. 8. Fig. 3. 

Ampelisca australis. Port Jackson. 5 — 6 Faden. Haswell, Austr. Amph. p, 257. 
Taf. 9. Fig. 1. 
» mimiticornis. 63010,2' N., 4^59,6' 0., 417 Faden; 66Ml'N., 6059' 0., 
350Faden; 67024'N., S058'O., 452Faden; 71025'N., 15040, 5'0., 
620 Faden; 68065' N., 9044' 0., 634 Faden; 79059' N., 5040' 0., 
459 Faden. Sars, Crust. Pycnog. p. 455. 
» odontoplax. 2 Ex. 66048,2' N., 12082' 0., 142 Faden. Sars, p. 454. 
Amphilochus squamosus. Neu-Seeland, Dunedin Harbour. Thomson, Ann. of Nat. 
Hist. (5.) Vol. 6. p. 4. Taf. 1. Fig. 4. 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 59 

Anonyx ( Hippomedon ? ) calcaratus. 6902' N. , 11026' W., 1004 Faden; 75O12' N., 

302' 0., 1200 Faden; 74054' N., 14053' 0., 658 Faden. Sars, 

Crust. Pycnog. p.440. 

» (Omsmius) leticopis. 1 Ex. 6608,5' N., 300'O., 805 Faden. Sars, p.438. 

» {Tryphosa) pusillus. 1 Ex. 6902' N., 11026' 0„ 1004Faden. Sars, p. 439. 

» (Onisimus) turgidus. 2 Ex. auf einer Actinie , 72053,5' N., 21051' 0., 223 

Faden. Sars, p. 437. 
» typhlops. 69059,5' N., 6015' 0., 1710 Faden; 70023' N., 2030' 0., 1760 
Faden. Sars, p. 436. 
Atylus megalophthalmus. Clark Island, Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. 
p. 102. Taf. 6. Fig. 4. 
» microdeuteropus. Clark Island, Port Jackson , Botany Bay. ebenda p. 102. 

Taf. 6. Fig. 3. 
» monoculoides wii^ lippus. Clark Island, Port Jackson, ebenda p. 327, 328. 
Taf. 18. Fig. 4. Taf. 20. Fig. 1. 

Autonoemegacheir. 1 Ex. 70055,5' N., I8038' 0., 107 Faden. Sars, p. 458. 
Bruzelia serrata. 66041' N., 6059' 0., 350 Faden. Sars, p. 447. 
BijbUs abyssi. Je 1 Ex. 63010, 2' N., 4059,6' 0., 417 Faden; 6604I' N., 6059' 0., 
350 Faden, und 71025' N., 15040,5' 0., 62o Faden. Sars, p. 456. 
Cressa ahyssicoh. 1 Ex. 72057' N., 14032' 0., 447 Faden. Sars, p. 453. 
Ct/proidia in.) ornata und lineata. Clark Island, Port Jackson. Haswell, Austr. 

Amph. p. 320. 321. Taf. 18. Fig. 1, 2. 
Dexamine dolichonyx. Triest. Nebeski, Amphipoden d. Adria. p. 35. Fig. 40. 
Ejnmerialoricata. 75031,5' N., 17050' 0., 123 Faden; 7803' N. , 11018' 0., 125 

Faden. 8OOO' N., 8015' 0., 260 Faden. Sars, p. 450. 
Etesinis cuspidatus Kr. var. antarcticus. Neu-Seeland, Dunedin Harbour. Thom- 
son, Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 6. p. 4. 
» dubius. Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 331. Taf. 20. Fig. 3. 
Glycera [u.) ienuicornis. Howickgroup, Nordost- Australien; Port Jackson. Haswell, 

Austr. Amph. p. 256 u. 322. Taf. 8. Fig. 6. 
Harmomia[n.) crassipes. Clarklsland, PortJackson. Haswell, Austr. Amph. p.330. 

Taf. 19. Fig. 3. 
Harpinia abyssi [H. crenulata G. 0. S.). Überall in großen Tiefen der nordischen 
Meere. Sars, p. 443. 
» carinata. Je 1 cf (?) . 67056,5' N., 4011' 0., 778 Faden und 74054' N., 

14053' 0., 658 Faden. Sars, p. 444. 
» mucronata. 71025' N., 15'40,5' 0., 620 Faden; 70036' N., 32035' 0., 

148 Faden. Sars, p. 446. 
» serrata. Bei Jan Mayen. Sars, p. 445. 
Iphimedia (?) ambigua (wo?). Haswell, Austr. Amph. p. 327. Taf. 24. Fig. 2. 
Leucothoe crassimana . Kossmann, Rothes Meer. p. 131. Taf. 13. Fig. 9, 10. 
» commensalis. Port Jackson und anderswo in Neu Süd-Wales. Haswell, 

Austr. Amph. p. 261. Taf. 10. Fig. 3. 
)) diemenensisA Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 262, 263. Taf. 9. 
» gracüis. j Fig. 5. Taf. 10. Fig. 2. 

» novae kollandiae (wo?). Haswell, Austr. Amph. p. 329. Taf. 20. 
Fig. 2. 

Lysianassa australiensis . PortJackson. Haswell, Austr. Amph. p. 323. Taf. 18. 
Fig. 3. 

» nitens. "\ PortJackson. Haswell, Austr. Amph. p. 255, 256. Taf. 8. 
» afßnis. j Fig. 5. 



^0 ' F- Arthropoda. 

Maera dentifera, hamigera, viy-idis. Clark Island, \ Haswell, Austr. Amph. p. 332, 

Port Jackson. | 333, 333, 334. Taf. 20. 

» approximans. Clark und Shark Islands, ( Fig. 4. Taf. 21. Fig. 1. 

Port Jackson. I Fig. 2. Fig. 3. 

» crassipes. Port Jackson, ebenda p. 103. Taf. 7. Fig. 2. 
» erythraea. 3 Exemplare. \ Kossmann, RotkesMeer. p.l32, 133. Taf.l4. 
» massavensis. 2 Exemplare. / Fig. 1 — 8. Fig. 9 — 11. 
» Ramsayi. Port Jackson. Haswell, Austr. Ampk. p. 264 u. 334. Taf. 10 

Fig. 1. 
» spinosa. Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 26S. Taf. 10. Fig. 5. 
Megamaera Boeckii. Clark Island, Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 336. 
Taf. 21. Fig. 6. 
» dienienensis . Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 266. Taf. 11. 

Fig. 3. 
» fascicidata. Neu-Seeland, Dunedin Harbour und Christchurch. Thom- 

son, Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 6. p. 5. Taf. 1. Fig. 5. 
» Master sii. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 265. Taf. 11. 

Fig. 1. 
» subcarinata. Port Jackson , Botany Bay; Port Stephens. Haswell, 

Austr. Amph. p. 335. Taf. 21. Fig. 4. 
» suensis. Sue Island, Torres Straits. Haswell, Austr. Amph. p. 335. 

Taf. 21. Fig. 5. 

Melita australis. Port Jackson; Tacking Point. Haswell, Austr. Amph. p. 264. 
Taf. 9. Fig. 6 u. 7. 
)) pallida. n^b8,b' N., 5010' 0., 1333 Faden. Sars, Crust. Pycn. p. 457. 
Metopa- aequicornis. 1 Ex. 76033,8' N., 12051' 0., 743 Faden. Sars, p. 453. 
» sp^ctabüis [M. Alderi G. 0. S.), mit voriger Art und auch 63010, 2' N., 
4059,6' 0., 417 Faden. Sars, p. 451. 
Montagua longicornis u. Miersii. Haswell, Austr. Amph. p. 323. Taf. 24. Fig. 5. 

Fig. 4. 
Neobule (n.) algicola. Kiama. Haswell, Austr. Amph. p. 255. Taf. 8. Fig. 4. 
Oedicerus aequimanus . 1 Exemplar. Kossmann, Rothes Meer. p. 130. Taf. 13. 
Fig. 6—8. 
» are?iico^a (? =/o5sor Stimps.). Shark Island, Port Jackson. Haswell, 

Austr. Amph. p. 325. Taf. 24. Fig. 3. 
» latrans. Bondi Bay, Neu Süd-Wales. Haswell, Austr. Amph. p. 324. 

Taf. 19. Fig. 1. 
» macrocheir. 2$. 6902' N., 11026' W., 1004 Faden. Sars, p. 449. 
Panoplaea (n.) dehilis. \ Neu-Seeland, Dunedin Harbour. Thomson, Ann. of 

)) sinnosa ] Nat. Hist. (5) Vol. 6. p. 3. Taf. 1. Fig. 2. Fig. 3. 

Pherusa australis. Botany Bay. Haswell, Austr. Amph. p. 103. Taf. 7. Fig. 1. 

» laevis. Kiama. ebenda, p. 260. Taf. 9. Fig. 4. 
PJioxus Batet 1 Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 259, 25S. Taf, 9. 
» villosus ) Fig. 3. Fig. 2. 

» oculatus. Jan Mayen, 10 — 30 Faden. Sars, p. 441. 
Proholium tergcstiymm. Nebeski, Amphipoden d. Adria. p. 33. Fig. 39. 
Stegocephalus latus. Tasmania. Haswell, Austr. Amph. p. 252. Taf. 8. Fig. 2. 
Tritopis 1 appendiculata. 1 Ex. 70051' N., I303' 0., 1287 Faden. Sars, p. 451. 
Urothoe abbreviata. 1 Ex. 71025' N., 15040,5' 0., 620 Faden. Sars, p. 446. 
« pmguis. Bondi, Neu Süd-Wales . Haswell, Austr. Amph. p. 325. Taf. 19. 
Fig. 2. 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 61 

Wyvillea (n.) longimana. Port Jackson. Haswell, Austr. Amph. p. 337. Taf. 22. 
Fig. 7. 

Familie: Platyscelidae. 
Synopia Orientalis. Kossmann, Rothes Meer. p. 137. Taf. 15. Fig. 11 — 13. 

c. Isopoda. 

Ed. Brandt erwähnt (^^j in seiner Notiz über das Nervensystem von Idotea, 
daß bei Porcellio , Oniscus , Ligidium und Anilocra das üntersclilundganglion mit 
dem folgenden verschmolzen sei. 

Polzellen des Embryo von Asellus, vergl. Henneguy (^i), s. oben p. 15. 

Farbstoff von /(i?o/'m vergl, Geddes (^'), s. oben p. 13. 

Mac Leod führt (''") als neu für die Fauna Belgiens Sphaeroma serratmn Sp. 
B. und Flatyarthrus Hoffmannseggii Brandt an. 

Fauna des Rothen Meeres, vergl. Kossmann [^^], s. oben p. 30. 

H arger (39) gibt in seiner Arbeit über die Isopoden von Neu-England und 
den angrenzenden Gewässern (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 424) zunächst 
eine Übersicht über den äußeren Bau der Isopoden. Er unterscheidet sodann 14 
Familien, nämlich: Oniscidae , Bopyridae, Asellidae, Munnopsidae, Idoteidae, Are 
turidae, Sphaeromidae, Limnoriidae , Cirolanidae, Aegidae , Cymothoidae, Anthuridae, 
Gnathiidae (Anceidae) und Tanaidae. Als zur Fauna der genannten Gegend gehörig 
führt er auf (ein * bedeutet : ohne Abbildung , ein f : ohne Beschreibung) : Phi- 
loscia vitiata Say, Scyphacella aretiicola Smith, Acfoniscus ellipticus Harger ; *\Ce- 
pon distorttis Leidy, *-\Gyge Hippolytes Sp. B. & W., *\Phryxiis abdominalis Kr., 
*\Dajus mysidis Kr. , *-\ Bopyrits spec, Jaera albifrons Leach (/. copiosa Stps.), 
Janira (Asellodes) a/fe Harger, *J.s2iinnsa Harger, Mimna Fabricii Kr., Munnopsis 
typica Sars, Eurycope robusta Harger, * Ilyarachna spec; Chiridotea coeca Harger, 
C. Tuftsii Harger, Idotea irrorata M. Edw. [tricuspidata Desm.), /. phosphorea 
Harger, /. robusta ^T. [nie tallica ^OSC] , Synidotea nodulosa Harger , *S. bicuspida 
Harger, Erichonia ßliformis Harger , E. attenttata Harger , Epelys trilobus Smith, 
E. montosus Harger ; Asfacilla [Leachia] granulata Harger ; Sphaeroma qtiadriden- 
tatum Say; Limnoria lignortmi'Wh\te\ Cirolana concha7-um. Harger [Conilera concha- 
nim H.), *C. polita Harger; Aega psora Kr., Syscenus n. g. *infelix n. sp.; Nero- 
cila mimda Harger, Aegathoa loliginea Harger, Livuneca ovalis White ; Anthura po- 
lita Stps. [A. brunnea H.), Paranthura brachiata Harger, Ptilanthura tenuis Harger; 
Gnathia (Anceus) cerina Harger; Tanais vittatus Lillj., Leptochelia algicola Harger, 
L. limicola Harger, L. rajiax Harger, * L. ßlum Harger, L. coecaHarger. — Von 
den 46 hier aufgeführten Arten sind 11 nur südlich, 19 nur nördlich von Cape 
Cod bekannt ; 1 1 kommen auch in Europa vor. Genauere Angaben finden sich in 
einer Tabelle auf p. 433 — 435 des Originals vor. 

Fauna der Vancouver und Königin Charlotte Inseln, vgl. Smith [^^^), s. oben 
p. 15. 

Budde-Lund (i^) führt als vorläufige neue Gattungen von Land -Isopoden 
auf: Lyprobius (Subgenus von Onisms ; mit 1 u. sp.), Hemilepistus (1 n. sp.), 
Metoponorthus (10 n. sp.;, Stenomaerus (1 n. sp.), Leptotrichu^ , Bathytropa (In. 
sp. ; alle = Subgenera von Porcellio), Armadillomscus (1 n. sp.), Eluma (1 n. sp.), 
Cylloma (1 n. sp.) und Stymphahts (1 n. sp.). An neuen Arten sollen außerdem 
beschrieben werden xon Alloniscus 3, Philoscia 6, Platyarthrus 1, Porcellio 23, Cy- 
listicus 1, Armadillidium 4, Armadillo 9, Ligia i, Trichoniscus 1, Haplophlhalmus l 
und Tyhs 1. 



62 F- Arthropoda. 

Miers gibt [^^) in einer Bearbeitung der Bleeker' sehen Krebse folgende syno- 
nymiscbe Bemerkungen. Das Genus Ichthyoxenns Bleek. wohl nur = Lkoneca. 
Genus Emphylia Kölbel wohl nur ^ Subgeuus von Nerocila , so JS. cienophora 
Kölbel = ? iV. sundaica Bleek. Arülocra leptosoma Bleek. = ? ^. alloceraea 
Kölbel. Cymothoa marginata Bleek. ist eine Ayiilocra; C. Edwardsü ^leek. = (^ 
juv. und C. Stromatei Bleek. = Q von C. Leschenmdtü Leach. 

Haller beschreibt i^^) die neue Idoteidengattung Saussureana aus Labrador. Sie 
ist augenlos und hat auf der Bauchseite des vorletzten Brustringes zwei kleine 
Höcker, welche vielleicht Gehörorgane darstellen. Die äußeren Genitalien sind in 
beiden Geschlechtern gleich. 

Kossmann's Vortrag über Bopyriden [^^] beschäftigt sich mit Gigantione 
Moehii n. g. n. sp., die in der Kiemenhöhle von Rüppellia impressa lebt. Die 
Mundwerkzeuge dieses Schmarotzers sind beim Weibchen auf löffeiförmige Man- 
dibeln und rudimentäre Maxillen beschränkt, dagegen ist das Grundglied der 
Vorderfühler zu einer die Mundöffnung von vorne her bedeckenden Platte erwei- 
tert ; beim Männchen treten die Fühler nicht in Beziehung zum Munde und enden 
die Mandibeln mit einfacher Spitze. 

Neue Gattangen and Arten. 
Familie Tanaidae. 
Paratanais cornutm. 72''27'N., 20051'O., 191 Faden. Sars, Crust. Pycnog. p.431. 
» erythraea (nur 1 (^1. Kossmann, Rothes Meer. p. 103. Taf. 7. Fig. 

1—4. 
» Kröyeri (nur 1 $). Mittelmeer. Kossmann, Rothes Meer. p. 105. 

» tenuis. Neu-Seeland, Dunedin Harbour, 4 — 5 Faden. Thomson, Ann. 

of Nat. Hist. (5.) Vol. 6. p. 2. Taf. 1. Fig. 1. 



Familie: Pranizidae. 
Anceus Rhinohaüs. Nasen- und Kiemenlöcher y on Rhinobates halavi. Kossmann, 
Rothes Meer. p. 105. Taf. 8. Fig. 1—6. 
» robmtus. 12^1' N., 20051' 0., 191 Faden; 7801, 7' N. , 9025' 0., 416 Fa- 
den. Sars, Crust. Pycnog. p. 432. 



Familie: Cymothoidae. 
Corilana n. g. Ahnlich Cirolana , nur 1 Brustbein sehr kurz und mit langer Klaue, 

seiner Stellung nach ein zweiter Kieferfuß. Kossmann, Rothes Meer. 

p. 115. 
Reyiocilau.^. Nahe Anüocra , Stirn breit, nicht abwärts geneigt; Vorderfühler 

Sgliedrig, Glieder sehr groß und breit ; die 3 letzten Thoraxsegmente 

seitlich sehr nach hinten verlängert. Miers, Malay. Crust. Ann. of 

Nat. Hist. Vol. 5. p. 464. 
Syscenus n. g. Nahe Aega; ohne Augen ; Palpus der Kieferfüße 2gliedrig ; Abdomen 

eingeschnürt; Schwimmfüße nackt. H arg er, Neu-England p. 387. 



Anilocra acummata. Insel Bourbon. Hall er, Arch. f. Naturg. 46. Jhrg. p. 389. 
Cirolana arabica. (1 Exemplar;. Kossmann, Rothes Meer. p. 114. Taf. 8. Fig. 7 

— 12. Taf. 9. Fig. 1—4. 
Corilana (n.) erythraea (1 Exemplar von 3 Mill. Länge;. Kossmann, Rothes Meer. 

p. 115. Taf. 9. Fig. 5—12. 
Cymothoa paradoxa. Indischer Ocean. Mundhöhle von Camna; m?-««^?/«. Hall er, 

p. 378. 



3. Crustacea. IX. Arthrostraca. 63 

Cymothoa rotimdifrotis . Mauritius. Hall er, Arcli. f. Naturgesch. 46.Jhg. p. 375, 
Taf. 18. Fig-. 1—4. 
» spinifera. Mund- und Kiemenhöhle von ZoJoifes auctormn (jii\iY . Haller, 

Miscell. arthrop. p. 752. Fig. 12. 
Livoneca cumulus . Guadeloupe, Mundhöhle von Acanthuruschirurgus. Haller, Arch. 
f. Nat. 46. Jhrg. p. 383. Taf. 18. Fig. 13—15. u. Miscell. arthrop. 
p. 752. 
» elUpsoidea. (wo?) Haller, Arch. f. Nat. p. 386. Taf. 18. Fig. 16 u. 17. 
» Lunelii. Macassar , Innenseite des Kiemendeckels von Upeneus indicus. 

Haller, ebenda p. 381. Taf. 18. Fig. 10—12. 
» plagulophora . Mauritius. Ha 11 er, ebenda p. 380. Taf. 18. Fig. 8 u. 9. 
Nerocila laevinota . West-Borneo. \ Miers, Malay. Crust. p. 467, 468. Taf. 15. 

» longispina. Malabar. / Fig. 15, 16 und Fig. 17. 

Renocila (n.) ovata. (wo?) Miers, Malay. Crust. p. 464. Taf. 15. Fig. 11 — 14. 
Syscenus (n.) infelix. 1 Ex. Nahe Cape Cod, 130 Faden, Schlamm. Harger, New 
England p. 387. 



Familie: Idoteidae. 
Saussureana n. g. Ähnlich Glyptonotus. 1. — 3. Fuß mit Greifhand, 4. — 7. Schreit- 
füße. 50 (9?) u 70 (o^?) Mill. lang. Labrador. Haller, s. oben 
p. 62. 



Chiridothea megalura. 63^7' N., 1026 W., 1081 Faden; 63022-,5' N., 5'*29' W., 
1215 Faden; 69059, 5' N. , 60 15' 0., 1710 Faden; 71059' N., 
11040' 0., lUOFaden; 77058, 5' N., 501O' 0., 1333Faden. Sars, 
Crust. Pycnog. p. 432. 

Synidothea incisa . 1 Ex. Spitzbergen, Magdalenenbucht, 61 Faden. Sars, p. 433. 



Familie: Asellidae. 
Acanthonisciis n. g. Ähnlich Janira, nur 1. Fußpaar ohne Scheere und Schwanzfüße 
griflfelförmig. Sars, Crust. Pycnog. p. 434. 



Acanthonismis (n.) typhlops. 68021' N., IO040' 0., 457 Faden. Sars, p. 435. 
Ischnosoma quadrispinosum . 1 Ex. 67056, 5'N., 40irO., 778Faden. Sars, p.435. 



Familie: Bopyridae. 
Gigantione n. g. Kossmann, s. oben p. 62. 
Cepon messoris (1 Q). Kiemenhöhle von Metopograpsus messor. Kossmann, Rothes 

Meer. p. 122. Taf. 11. Fig. 1—7. 
Gigantione (n.) Moebii. Kossmann, s. oben p. 62. 
Leptophryxus clypeatus [Dajus Mysidis G. 0. S.) . Auf Pseudomma roseum. 1 Paar. 

63010,2' N., 4059,6' 0., 417 Faden. Sars, p. 436. 



Familie : Entoniscidae. 
Zeuxo longicolUs. Am Abdomen von Chlorodius exaratus. zusammen mit Sacculina. 
Kossmann, Rothes Meer. p. 124. Taf. 11. Fig. 8, 9. 



Familie: Oniscidae. 
Titanethes feneriensis . Höhlen des Monte Fenera (Val Sesia) . Paroua, Atti Soc. Ital. 
s. oben p. 51. 



64 F- Arthropoda. 

4. Poecilopoda. Trilobitae. 

(Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

1. Boiau, H. , Über die Häutung und das Wachsthum eines Pfeilschwanzes, Limulus 

pulyphemus L., in : Verhandl. Naturwiss. Ver. Hamburg-Altona. 4. Bd. p. 22 — 23. 

2. Grenacher, H., Über die Augen einiger Myriapoden. in: Arch. f. mikroskop. Anat. 

18. Bd. p. 415—467. Taf. 20, 21. 

3. Hoernes, R., Die Trilobitengattungen Phacops und Dalmanites und ihr vermuthlicher 

genetischer Zusammenhang, in : Kosmos. 7. Heft. p. 20 — 32. m. Holzschn. 

4. Holm, G., Anteckningar om Wahlenberg's lllaenus crassicauda. Öfvers. k. Vetensk. 

Akad. Förhandl. Stockholm. 37. Jahrg. Nr. 4. p. 3—18. Taf. 5. 

5. Milne-Edwards, A., Xiphosura et Crustacea Mexicana. Nr. 5 u. 6. p. 185 — 264. m. 15 

Tafeln. 1879. 

6. Packard, A. S.. The Anatomy, Histology and Embryology of Limulus polyphernus. 

in: Anniversary Memoirs of the Boston Soc. Nat. Hist. 1880. 45 Seiten mit 
7 Tafeln. 

7. , Structure of the Eye of Limulus. in: Amer. Naturalist p. 212 — 213; auch in : 

Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 434—435. 

8. , Eye of Trilobites. in: Amer. Naturalist. Vol. 14. p. 503; auch in: Journ. Roy. 

Micr. Soc. Vol. 3. p. 948. 

9. , On the internal structure of the brain of Limulus polyphernus. in: Zool. Anz. 

3. Jahrg. p. 306—310. Auch in: Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 6. p 29—33. 

10. Vogdes, A. W., Description of a new Crustacean from the Upper Silurian of Georgia, 

with remarks on Calytnene Clintoni. in: Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia, p. 176 
—178. m. 4 Holzschn. 

11. Walcotty C. D., Notes on some sections of Trilobites, from the Trenton limestone, 

and description of new species of Fossils, in: 31. Report New York State Mu3_ 
Nat. Hist. (Albany 1879J p. 1 — 17. m. 1 Taf. — Auszug mit Bemerkungen von 
V. Koenen. in: Neu. Jahrb. für Miner. 1880. Vol. 1. p. 428—432. Taf. 8. 

12. Waldschmidt, E., Broyiteus thysanopeltis im Devon, in: Zweit. Jahresber. nat. Ges. 

Elberfeld. p. 33—34. 
13 , Crustacea in the old red sandstone. in: Nature. Vol. 21. p. 240. 

Packard hält (^j nach eingehender Vergleichung des Limulus mit den Arach- 
noiden und Crustaceen an seinem früheren Satze fest, demzufolge die Merosto- 
mata nebst den Triboliten als Palaeo-, die Crustaceen als Neocm-ida zu bezeichnen 
seien. — Aus dem Abschnitte über die Histologie ist hervorzuheben, daß Magen 
und Darm des Chitins entbehren, Speiseröhre, Kaumagen und Enddarm dagegen 
eine chitinige Intima besitzen. Zu beiden Seiten des Kaumagens und Magens 
liegen eigenthümliche , hellrothe Drüsen von nierenähnlichem Bau; jede besteht 
aus einem Stamme und vier einfachen Ästen ohne Lumen, besitzt keinen Ausführ- 
gang, soll jedoch ein Excretionsorgan sein. Dem Auge fehlt ein Ganglion opti- 
cum; die harten Theile des Trilobitenauges kommen mit denen des Auges von 
Limulus überein. (Vergl. im Übrigen weiter unten das Referat p. 65). Im Gehirn 
sollen die Punktsubstanzballen fehlen (vergl. Referat p. 65). — Beim Embryo 
soll die Blastodermhülle sich häuten, dabei ihre Kerne verlieren und hart werden. 
Ein Gastrulastadium wurde nicht gefunden. Der Darm soll sich erst lange Zeit 
nach dem Ausschlüpfen des Embryo bilden ; Herz und Muskeln legen sich viel 
später als das Nervensystem an, welches bereits differenzirt ist, ehe die Brust- 
füße erscheinen. Bei der Larve sind 9 getrennte Ganglien in der Bauchkette vor- 
handen. 

Embryologie von Limulus, vergl. Balfour (^), s. oben p. 14. 



4. Poecilopoda. Trilobitae. 65 

Stellung der Poecilopoden und Trilobiten im Systeme, vergl. Claus, s. 
p. 1. 

Nach Bolau (^) beträgt das Wachsthum eines Limulus, wie es sieh aus dem 
Vergleiche des Volumens der abgeworfenen Schale mit demjenigen des ausge- 
schlüpften Thieres ergibt, 12 — 15%. 

Structur des Schlundringes von Limulus, vergl. Lienard, s. oben p. 2. 

Grenacher (2) macht darauf aufmerksam, daß die früher von ihm behauptete 
Ähnlichkeit des Auges von Limulus mit dem der Myriapoden nur mit der Ein- 
schränkung auf /«^Msund Glomeris richtig sei. 

Bei den zusammengesetzten Augen von Limxthis erhält nach Packard (^) jede 
Facette ihren eigenen Nervenzweig. Echte Facetten der Hornhaut fehlen , viel- 
mehr sind nur Chitinkegel vorhanden , welche von außen gesehen den Eindruck 
von Facetten machen. Diese Kegel werden bei der Häutung mit abgeworfen. 
Kry Stallkegel und Stäbchen sind auch nicht vorhanden ; jeder Zweig des Seh- 
nerven tritt direct an das Ende des Chitinkegels. In Folge dieses äußerst ein- 
fachen Baues unterscheidet das Auge wohl kaum mehr als Licht und Dunkelheit. 
Die beiden einfachen Augen sind genaue Wiederholungen einer Facette des zu- 
sammengesetzten Auges, mit dem Unterschiede jedoch, daß bei ihnen der Kegel 
kürzer und stumpfer ist. 

Nach Packard (•'), welcher das Gehirn von Limulus an Schnitten studirte, 
besteht der Schlundring aus 6 Paar Ganglien. An Stelle der von Milne- Ed- 
wards beschriebenen Gefäßhülle um das Centralnervensystem findet sich für das 
Gehirn und die von ihm ausstrahlenden Nerven ein Perineurium aus faserigem 
Bindegewebe. Vom oberen Drittel des Gehirns entspringen 3 Paar Nerven und 
ein unpaarer Ocellarnerv, von den unteren zwei Dritteln gar kein Nerv. In histo- 
logischer Beziehung hat man große und kleine Ganglienzellen, Fasern, welche 
von den großen Zellen ausgehen, endlich runde Massen aus Kernen und einem sie 
umschließenden Netzwerke von Fasern zu unterscheiden. In den unteren zwei 
Dritteln des Gehirns scheint nur Bindegewebe zu sein, ähnlich demjenigen, in 
welches nach dem Verf. bei Embryonen oder jungen Larven die Ganglien einge- 
bettet sind. Bemerkenswerth ist die Asymmetrie, daß links ein Strang breiter 
Nervenfasern viel ausgedehnter ist als rechts. Im Ganzen läßt sich also das Ge- 
hirn des Limulus nicht mit dem anderer Arthropoden vergleichen. Punktsubstauz 
und pilzhutförmige Körper sind in ihm nicht vorhanden. 

Ho er n es untersucht (^l auf Grund der Arbeiten von Barrande die böh- 
mischen Vertreter der Trilobiteugattungen Phacops und Dahnanites und kommt zu 
dem Resultate, daß Phacops aus dem Obersilur von Dalmanites socialis aus dem 
Untersilur abstammt. 

Vogdes beschreibt (i^) eine neue Art Cahjmene und bespricht die Art C. Clin- 
toni Vanuxem. 

Die Arbeit von Walcott {^^) über die Organisation der Trilobiten erfährt in 
dem Neuen Jahrbuch für Mineralogie u. s. w. eine Besprechung durch Dam es 
und V. Koenen unter fast wörtlicher Wiedergabe der Resultate, zu denen Verf. 
gekommen ist. Hiernach waren ventrale Bogen zur Einlenkung der Beine vor- 
handen ; diese , mit 5 oder mehr Gliedern versehen , trugen am Endgliede eine 
Klaue und am Basalgliede eine »Ansatzstelle für einen gegliederten Anhang«, der 
wahrscheinlich den Epipoditen der recenten Crustaceen homolog ist. Die Kiemen 
waren zu je zweien an den Rumpf beinen befestigt und spiralig gedreht ; «an oder 
über« den Kaufüßen waren borstentragende Anhänge , die als »umgewandelte 
Rumpfkiemen« gedeutet werden. Die 4 Paar Kaufüße wurden »gebildet durch die 
Basalglieder der kleineren Anhänge und das größere Paar des hinteren Anhangs- 
paares.« Die Trilobiten gehören daher zu den Crustaceen und bilden mit den 

Zool. Jahresbericht. ISSO. II. '5 



ßß F. Arthropoda. 

Eurypteriden und Xipliosuren die Gruppe der Merostomata. Auch Trilobiteneier 
hat Verf. gefunden, nämlich mehr als 100 längliche, 1/2 ^^- im Durchmesser 
haltende Eier von Ceraums pleurexanthemus . — Ferner beschreibt Verf. 8 neue 
Arten Trilobiten. — v. Koenen spricht sich zweifelnd über die »Beine« aus 
und macht darauf aufmerksam, daß er an Phacops latifrons auf Schliflfen am Hin- 
terrande jedes Leibesringes zwei innere kalkige Fortsätze gefunden hat , welche 
jedenfalls den Darmcanal einschlössen und vielleicht auch Stützpunkte für die 
Füße lieferten. 

Holm liefert (*) eine eingehende , durch Abbildungen erläuterte Beschreibung 
von Illaemis erassiccmda Wahlbg. unter besonderer Berücksichtigung des Original- 
exemplares und gibt die Synonymik zu 1. Dalmani Vollborth. 

Waldschmidt ('^j fand Bronteus thysanopeltis im Mitteldevon von Wildungen. 

Neae Gattungen and Arten. 

Calymene rostrata. »Clinton Group, Taylor's Ridge , near Catoosa Station ; and also 
at Dug Gap, Georgia«. Vogdes p. 176. Fig. 1, 2. 



5. Protracheata. 

(Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

1. Peters, W., Arten von Feri^Hitus. in: Sitzgsber. Gesellsch. naturforsch. Freunde Berlin 

p. 28—29. 
2. Variation der Fußzahl bei Peripatus capensis Grube, in: Sitzgsber. Gesellsch. 

natuif. Freunde Berlin p. 165 — 166. 

Peters macht (-) darauf aufmerksam , daß he'i Peripatus juli/orym's die Fuß- 
zahl von 27 — 32, bei P. capensis von 17 — 22 variiren kann. 

Ontogenie und Phylogenie der Protracheata, vergl. Balfour, s. oben p. 3. 

Balfour (Notes on the development of the Araneina. in; Quart. Journ. 
Microsc. Sc. Vol. 20. April p. 189) hat auch bei Peripatus die von Hatschek 
für die Schmetterlinge behauptete Epiblastverdickung zur Bildung einer medianen 
Portion des Bauchstranges nicht wahrgenommen. 



6. Arachnida. 

(Anatomie etc. Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel; 
I — IX: Prof. Dr. Äusserer in Graz.) 

1. B., . . . ., Suieide of the Scorpion. in: Nature Vol. 21. p. 325. 

2. Balfour, F. M., Notes on the development of the Araneina. in: Quart. Journ. Micr. 

Sc. Vol. 20. p. 167—189. PI. 19—21. 

3. Barrois, J., Investigations on the development of the Spiders, in: Annais of Nat. Hist. 

(5) Vol. 5. p. 197—211. PI. 9. (Uebersetzung aus: Journ. Auat. Phys. 1878 Tom. 
14. p. 529—547). 

4. Blanc, H., Anatomie et physiologie de l'appareil sexuel male des Phalangides. Sper- 

matogenese — fecondation — hermaphroditisme. in: Bull. Soc. Vaudoise Sc. nat. 
(2) Vol. 17. p. 49—78. PI. 4—6. 

5. Campbell, F. Maule, On certain glands in the maxillae of Tegenaria domestica, Black- 

wall, in: Journ. Linn. Soc. London Vol. 15. p. 155 — 156 m. Holzschn. 



6. Arachnida. Anatomie. 67 

6. Campbell, F. Maule, On supposed Stridulating-Organs oi Steatoda guttata, Wider, and 

Linyphia tenebricola, Wider, in: Journ. Linn. Soc. London. Vol. 15. p. 152 — 155. 
m. Holzschn. 

7. Croneberg, A., Über die Mundtheile der Arachniden. im: Areh. f. Naturgesch. 46. 

Jahrg. p. 285—300. Taf. 14—16. 

8. Curran, W., Suicide of the Scorpion. in Nature Vol. 21. p. 325. 

9. Gillman, F., Suicide of Scorpion. in: Nature Vol. 21. p. 275. 

10. deGraaf, H. W. , Beiträge zur Kenntnis des anatomischen Baues der Geschlechts- 

organe bei den Phalangiden. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 42 — 43. 

11. Haller, G. , Zur Kenntnis der Tyroglyphen und Verwandten, in: Zeitschr. f. wiss. 

Zool. 34. Bd. p. 255—295. Taf. 9—11. 

12. , Acarinologisches Nr. III. in: Arch. f. Naturgesch. 1880. 46. Jahrg. p. 369 — 374. 

Taf. 17. Fig. 7—9. 

13. Hutchinson, R., Scorpion Suicide? in: Nature Vol. 21. p. 226. 

14. Kramer, P. , Über die postembryonale Entwicklung der Milbengattung Olyciphagns. 

Arch. f. Naturgesch. 46. Jhrg. p. 102—110. Taf. VII. 

15. Loman, J. C. C. , Beiträge zur Kenntnis des anatomischen Baues der Geschlechtsor- 

gane bei den Phalangiden. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 90 — 92. 

16. Mac Leod , J. , Notice sur l'appareil venimeux des Araneides. in: Arch. de Biol. T. 

1. p. 573—582. PI. 24. 

17. , Sur la structure de l'appareil venimeux des Araneides. Commun. prelimin. in: 

Bull. Acad. Beige. Tom. 50. p. 110—113. 

18. Megnin, P., Sur une modification particuliere d'un Acarien parasite. in: Compt. rend. 

Ac. Sc. Paris. Tom. 90. p. 1371—1373. 

19. Michael, A. D., A further contribution to the knowledge of British Oribatidae. in: 

Journ. Roy. Micr. Soc. Vol. 3. p. 32—43, 177—201. PI. 3—6. 

20. Neumann, C. J. , Sur le developpement des Hydrachnides. in: Entomol. Tidsskrift 

1. Tom. p. 169. 

21. Semper, C, Die natürlichen Existenzbedingungen der Thiere. Internat, wiss. Biblio- 

thek 3y. u. 40. Bd. 299 u. 296 Seiten. 

Systematische Stellung der Arachnoiden, s. Claus, vergl. oben p. 1. 

Über Harnsäure und Glycogen bei Arachnoiden, s. Krukenberg, vergi. 
oben p. 2. 

Ontogenie und Phylogenie der Arachnoiden, s. Balfour, vergi. oben p. 3. 

Die Frage , ob der Skorpion sich unter Umständen selbst tödte , hat auch im 
Jahre 1880 mehrere Forscher beschäftigt. So wendet sich Hutchinson ('^j 
gegen Gillman (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 464) und leugnet die Mög- 
lichkeit des Selbstmordes , da in den Gillman'schen Experimenten die Thiere von 
der Hitze gestorben seien. Gillman (9) wieder hält seine Behauptung' auf- 
recht; doch wird ihr von Curran (*) und einem Anonymus (^) auf Grund eigener 
Versuche widersprochen. 

In einer vorläufigen Mittheilung veröffentlicht de Graaf (lo) seine Beobach- 
tungen über den Bau der Geschlechtsorgane bei den Phalangiden , von denen er 
3 Arten untersucht hat. Er gelangt unter Anderem zu folgenden Resultaten : »Der 
Hermaphroditismus kommt zuweilen bei den Männchen vor. Die Hoden können 
gänzlich in ein Ovarium umgebildet werden. Die Eizellen entwickeln sich auf der 
Oberfläche des Testis, ohne dabei die Entstehung der Spermatozoiden zu beein- 
trächtigen«. Letztere sind platt, eirund und mit einem dunklen ovalen Kerne ver- 
sehen. »Den Weibchen fehlen Receptacula seminis. Der Ovipositor wird von drei 
einander frei umschliessenden Scheiden umgeben«, von denen die beiden innersten 
chitinös, die äußerste muskulös ist. Der Penis ist von nur einer Scheide umhüllt. 
»Beim Weibchen münden am Ende des Oviductes in die Vagina zwei sehr kleine 



68 F- Arthropoda. 

Drüsen ein , welche die Function haben , die Eier beim Legen mit einander zu 
verlcitten. Die Phalangiden besitzen zwei Augenpaare«. 

Kurz nachher und aus Veranlassung der vorstehend referirten Mittheilung macht 
Loman ('^j gleichfalls die Ergebnisse seiner auf dasselbe Thema gerichteten 
Arbeit bekannt. Er weist darauf hin, daß der Hermaphroditismus bei Männchen 
bereits früher entdeckt worden sei , hat aber die gänzliche Umbildung von Hoden 
in Ovarien nicht beobachtet und läßt die Zeit dieser Eibildung auf dem Hoden mit 
dem Ende der Fortpflanzung zusammenfallen. Die Eier entstehen im Ovarium aus 
den Epithelzellen. Der Ovipositor und gleich ihm der Penis hat außer den Chitin- 
ringen eine innere bindegewebige und eine äußere muskulöse Scheide. Die von 
de Graaf als Kittdrüsen gedeuteten kleinen Gebilde in der Vagina sind, da ihr In- 
halt deutlich aus Samenkörperchen besteht, ihr Bau dem der Samentaschen bei 
den Pentastomiden und ihre Lage der des Penis während der Copulation ent- 
spricht, Eeceptacula seminis. Der Ovipositor hat an jeder seiner beiden Klappen 
eine als Tastapparat beim Eierlegen wirksame und mit Nerven versehene Borste. 
Das Chorion der Eier ist structurlos. Ein Verkitten der Eier findet nicht statt, 
auch fehlen die Kittdrüsen. Die Spermatozoiden sind platt oval und haben keinen 
Kern. Zur Untersuchung sind 8 Arten Phalangiden gelangt. 

Blanc' s Untersuchungen (4) über den männlichen Geschlechtsapparat der Pha- 
langiden erstrecken sich auf die vier Arten Phalangium opilio , comuimn, lo7igjpes 
und rotunchim. Nach einer Reihe biologischer Bemerkungen weist Verf. darauf 
hin , daß der Hoden zwar unpaar ist , aber in der Mitte eine tiefe Einschnürung 
besitzt und daher vielleicht als ursprünglich paarig anzusehen ist. Die paarigen 
Ausführgänge haben eine äußere Wand von sehr dünnen flachen Zellen und dar- 
unter ein Cylinderepithel , welches vermuthlich einen Saft zur Mischung mit dem 
Samen absondert. Eine Muskelschicht fehlt, ist dagegen im unpaaren Vas deferens 
dicht vor dem Eintritt desselben in den Penis in sehr starker Lage vorhanden ; 
an derselben Stelle ist das Cylinderepithel sehr flach geworden und hat eine dicke 
Intima von Chitin abgeschieden. Im Penis selbst hat der Ductus ejaculatorius nur 
eine ganz dünne chitinogene Membran. Die Ofinung liegt am Ende der Penisspitze 
oder der Eichel ; letztere, die nur bei Ph. opilio und comutum vorhanden , hat 
eigene Muskeln, während bei den andern Arten der ihr entsprechende Körper mit 
dem Penis verwachsen und von anderer Form ist. Im Inneren ist der Penis voller 
Bindegewebe, auch verlaufen zwei Tracheenstämme in ihm. Bei Ph. longipes und 
rotundum sind ferner im Penis zwei kleine Diverticula seines Canales vorhanden, 
welche mit einer unorganisirten , wahrscheinlich eiweißartigen Masse gefüllt sind 
und vielleicht accessorische Drüsen für die Begattung darstellen. Die Penisscheide 
ist nicht (Loman, vergl. oben) doppelt, sondern einfach, aber am Hinterende mit 
zwei Chitingräten zum Ansätze der Musculi protractores penis versehen. Die Re- 
tractores erstrecken sich von der Basis des Penis bis ins Abdomen hinein , sodaß 
die Hervorstoßung des ganzen Apparates bei der (übrigens nicht beobachteten) 
Begattung und die nachherige Zurückziehung lediglich durch Muskeln erfolgt. 
Die zwei großen accessorischen Drüsen besitzen unter der Tunica propria ein 
Epithel zur Absonderung eines flüssigen Secretes , beim Weibchen sind sie viel 
weniger entwickelt. — Der Hode liegt ohne Einhüllung in Bindegewebe gänz- 
lich frei da. Seine Tunica propria wird von polygonalen platten Zellen, die aber 
nur bei jungen Individuen de^^tlich sind, gebildet. Das Epithel besteht aus 
zweierlei Zellen: aus polygonalen mit klarem, und aus runden mit körnigem 
Plasma ; jene liegen in Gruppen von 6 — 8 , diese nur zu 2 — 3 zusammen. Aus 
den letzterwähnten Zellen, den Spermamutterzellen, geht der Samen in folgender 
Weise hervor. Zunächst theilt sich der Kern in 2, 4, 8, 12 Stücke, während die 
noch ungetheilte Zelle weiter wächst. Dann theilt sich auch das Plasma und so 



6. Arachnida. Anatomie. 69 

hat man je 20 — 30 Tochterzellen. Diese schwimmen in einer Flüssigkeit ; die 
Wand der Mutterzelle wird durch einen Theil ihres Plasmas ansehnlich verdickt. 
Der Kern dieser Tochterzellen nun theilt sich nach einigen Wandelungen in 
4 — 8 kleine Partien, um diese lagert sich Plasma und so bilden sich als Enkel- 
zellen die Samenfäden, und werden durch Platzen der Wände frei. Die Sperma- 
tozoiden sind bewegunslos, biconvex, linsenförmig und haben einen linsenförmigen 
Kern. Häufig läßt sich auch eine Degeneration der Spermamutterzellen oder deren 
Kerne beobachten ; die Reste derselben finden sich dann als kleine glänzende, 
von einer Membran eingehüllte Körperchen im Hoden vor. — Die von de Graaf 
als Kittdrüse aufgefaßten Gebilde am Ende des Eileiters sind ihrem Inhalte zu- 
folge echte, in ihrer Form freilich nach den einzelnen Arten sehr wechselnde Re- 
ceptacula seminis. Sie münden in die Scheide mit sehr engem Gange und sind 
mit einer Chitinintima ausgekleidet. Das im Vergleiche zu ihnen sehr große Ei 
preßt beim Durchgange durch die Scheide ihren Inhalt in letztere und veranlaßt 
also selbst die Befruchtung. Da es aber mit einer Dotterhaut umgeben ist , so 
müssen die Spermatozoiden in irgend einer Weise (amöboid?) beweglich sein. 
Das Chorion entsteht erst nach der Befruchtung. — Zwitterige Männchen hat 
Verf. nur bei Ph. opilio und comutum gefunden. An einem und demselben Hoden 
können auch während der Bildungszeit des Spermas Eier in allen Entwickelungs- 
stadien auftreten und mit Keimfleck und Dotterkern versehen sein. Vielleicht 
werden sie zu Gunsten des Spermas später wieder resorbirt. Zwitterige Weibchen 
gelangten nicht zur Beobachtung. 

NachCampb eil (^) ist der Stridulationsapparat von )S'ifm^(/ö in bekannter Weise 
an der Grenze von Thorax und Abdomen gelegen, und zwar kommt er bei 'S", gut- 
tata beiden Geschlechtern, bei S. bijnmctata nur dem Männchen zu. Bei Linyphia 
besitzen ihn zwar Männchen und Weibchen, dagegen liegt er an den Palpen und 
Kieferfühlern. Töne lassen sich freilich bei dieser Art auch mit dem Mikrophon 
nicht wahrnehmen. 

Tegenaria und andere Spinnen aus den Familien der Epeiriden, Salticiden, The- 
ridiiden u. s. w. besitzen nach Campbell (^j in den Maxillen sehr viele (junge 
Thiere erst wenige) kleine Drüsen. 

Mac Leod behandelt (^ß) die Histologie der Giftdrüsen bei den Araneiden. 
Um die Drüse ist eine einzige Schicht quergestreifter Muskelfasern spiralig ge- 
legt ; jede Faser ist rings von Bindegewebe umgeben. Das cylindrische oder co- 
nische Drüseuepithel trägt die Kerne an der Außenseite. Die Zellen desselben 
enthalten (zur Zeit der Ruhe?) einfaches Plasma, aber auch wohl (in der Thätig- 
keit?) in ihrer inneren Hälfte Secret. Der Ausführungsgang ist bei den größeren 
Arten gleichfalls mit einem Muskelbeleg versehen, bei den kleineren hingegen 
nicht. Der von Muskeln freie vordere Theil der Drüse verhält sich dem Ausfüh- 
rungsgange gleich. 

Augen der Spinnen, vergl. Grenacher, s. unten p. 94. 

Semper erwähnt (Existenzbedingungen!, p. 278) einer noch unbeschriebenen 
Spinne , die in Löchern von Corallenblöcken lebt und so bei jeder Fluth unter 
Wasser gesetzt wird. 

In Betreff der Untersuchung von B a r r o i s (3) wird auf das Referat über die 
Originalarbeit in Hofmann und Schwalbe's Jahresbericht f. 1878. Arthropoden 
Nr. 67. p. 176 verwiesen. 

Balfour's Untersuchungen über Spinnenentwickelung (2) sind an Agehna 
labyrinthica angestellt worden. Die Eier wurden nach der Methode von Bobrezki 
conservirt, nach dem Ablösen des Chorions mit Haematoxylin gefärbt und in 
Eiweiß eingebettet. Verf. unterscheidet 4 Embryonalperioden, von welchen die 
erste die Furchung umfaßt , die zweite bis zur Segmentbildung, die dritte bis zur 



70 F. Arthropoda. 

Entwickelnng aller Gliedmaßen reicht und die letzte die Zeit bis zum Ausschlüpfen 
des Embryo begreift. 1. Periode vacat. 2. Periode. Am jüngsten zur Beobach- 
tung gelangten Stadium war die Furchuug schon abgelaufen , und bereits ein 
Blastoderm um den Dotter vorhanden. Letzterer bestand aus polygonalen , von 
Dotterkügelchen gebildeten Segmenten , zwischen denen sich Kerne mit Proto- 
plasmahöfen und einem davon ausgehenden Protoplasmanetze befanden. Zu jedem 
Segmente gehörte ein Kern, der jedoch gewöhnlich nicht im Mittelpunkte dessel- 
ben, sondern an einer Seite lag ; hiernach läßt sich das Segment als eine voll- 
ständige Zelle auffassen , während in späteren Stadien wahrscheinlich die Kerne 
zahlreicher als die Segmente sind. Das Protoplasma der Dotterzellen war in ra- 
pider Vermehrung begriffen. Zuerst nun beobachtete Verf. nach dem geschilderten 
Stadium eine Verdickung des Blastoderms auf der Ventralseite desselben ; die 
hierzu erforderliche Zellvermehrung geht zum größten Theile zwar von dem 
Blastoderme, aber auch von den Dotterzellen aus. Nahe an ihrem Hinterrande 
ist die Verdickung an einer Stelle zweischichtig ; dies ist der Cumulus primitivus 
Claparede's, oder die Anlage des allerdings als Keimblatt noch nicht vorhandenen 
Mesoblastes. — Im 1. Stadium der 3. Periode sind bereits die Lappen des Vor- 
derkopfes, ein Schwanztheil und dazwischen etwa 3 Segmente vorhanden, welche 
denen der ersten 3 Paar Gehfiiße entsprechen. Das Mesoblast hat nun Blattform 
angenommen . ist aber nicht bilateral angelegt, sondern bildet eine einheitliche 
Masse ; die Wanderung der Dotterzellen zum iBlastoderm hin dauert noch fort. 
Ein weiteres Stadium mit 6 Segmenten zwischen Kopf und Schwanz zeigt am Ende 
des letzteren eine leichte Hervorragung, vermuthlich einen Rest des Cumulus pri- 
mitivus. Das Mesoblast besteht jetzt aus 2 Längsstreif eu. Sind 9 — 10 Segmente 
vorhanden, so treten Spuren von Extremitäten auf, allerdings noch nicht am Seg- 
mente der späteren Kieferfühler , sondern erst an den nächsten 5 Segmenten. 
Zugleicli ist das Mesoblast bereits segmentirt und in eine Darm- und eine Haut- 
platte geschieden ; letztere setzt sich auch in die Gliedmaßen fort. In einem fer- 
neren Stadium sind alle 16 Segmente vorhanden und die 10 vorderen auch mit 
den Anlagen der Extremitäten versehen. Die Ventralplatte bedeckt den Rücken 
fast ganz. Der Vorderdarm wird von einer Grube gebildet, die mit einer tempo- 
rären großen Oberlippe und einer kleineren Unterlippe versehen ist. In der Mit- 
tellinie ist das obere Keimblatt sehr dünn , seitlich dagegen dick , weil sich hier 
die Bauchganglienkette allmählich , und zwar in der Richtung von vorn nach 
hinten ausbildet, ohne jedoch vorerst vom Epiblaste abgetrennt zu sein. Für die 
Kieferfühler ist eine besondere ganglionäre Verdickung vorhanden , welche von 
dem zum Oberschlundganglion werdenden Lappen des Vorderkopfes unabhängig 
ist. Die Gehfüße haben bereits 5 , die Kiefertaster 4 Glieder , die Kieferfühler 
hingegen werden erst später zweigliedrig und enden dann mit einer rudimentären 
Schere, ein Umstand, der pylogenetisch auf die Abstammung von scherentragen- 
den Vorfahren hindeutet. Auch im Kopfsegmente ist eine Fortsetzung der Leibes- 
höhle enthalten. — In der letzten Periode bildet sich zunächst der Rückentheil 
völlig aus und geht im Zusammenhange damit die Umrollung des Embryo vor 
sich, welcher bis dahin dorsal gekrümmt war, jetzt aber bei der allmählichen 
Verlängerung des Rückens und Aufzehrung des Dotters sich ventral krümmt. In 
Folge davon rücken die beiden Ganglien jedes Segmentes, welche sich inzwischen 
vom Epiblaste abgetrennt haben , aus ihrer ursprünglich dorsalen Lage erst seit- 
lich weit aus einander und treffen später wieder ventral zusammen. Die Segmente 
treten auch auf dem Rücken hervor. Das Mesoblast des letzteren bildet sich aber 
nicht durch Ausdehnung der beiden Platten desselben vom Bauche aus , sondern 
entsteht direct aus den Dotterzellen und schließt darum anfänglich noch keine 
Leibeshöhle ein. Bevor es sich aber auf der Rückenseite ebenfalls in die beiden 



6. Arachnida. Anatomie. 71 

Schichten trennt, ist bereits das Herz als solider, mit dem Epiblaste in Verbindung 
stehender Zellstrang angelegt : die peripherischen Zellen desselben werden später 
zu den Herzwänden , die centralen zu Blutkörperchen. Die Ganglien bestehen 
noch immer für jeden Leibesring getrennt ; dasjenige der Kieferfühler wirkt bei 
der Bildung der Schlundcommissur mit. Der Vorderdarm ist länger geworden, 
der Hinterdarm weist Spuren von wahrscheinlich 2 Malpighischen Schläuchen 
auf. An einem spätem Stadium hat sich die Trennung von Thorax und Abdomen 
bereits vollzogen ; der Dotter liegt in letzterem. Auf den Gliedmaßen hat sich 
eine Cuticula abgeschieden. Die 4 Paar Abdominal extremitäten sind völlig einge- 
gangen, falls sie nicht, was allerdings höchst unwahrscheinlich wäre , die beiden 
zu dieser Zeit auftretenden Paare Spinnwarzen darstellen. Hinter diesen besteht 
noch, aber schon sehr klein geworden, der Schwanzlappen. Das Mesoblast ist 
auf dem Rücken ganz fertig und auch im Hinterleibe segmentirt. An der Grenze 
zwischen je zwei Körperringen vertieft sich die Darmplatte in den Dotter hinein 
und zwar in Form unvollständiger Septa (Barrois) , die sich an ihren freien inneren 
Enden verdicken. Hierdurch zerfällt die Leibeshöhle in Quercanäle , die vielleicht 
venöse Räume sind und auch wohl die Queräste der Aorta enthalten. Die Septa 
theilen dann durch Auswüchse die Abdominalhöhle in kleinere Fächer, in welchen 
später der Rest des Dotters verbleibt , und liefern wahrscheinlich das Mesoderm 
für den Darm. Die Hautplatte des Mesoblastes hingegen verwandelt sich im Hin- 
terleibe zum Theil in Längsmuskeln , die aber einstweilen noch von Segment zu 
Segment unterbrochen sind. Im Thorax und dem Bauchtheile des Abdomens ist 
gleichfalls schon Musculatur vorhanden. Das Herz ist ein von Muskeln umgebenes 
Epithelrohr und steht noch dorsal in Verbindung mit dem Epiblast. Die Arterien 
sind bereits gebildet. Die Ganglien sind zwar im Hinterleibe schon zu einem 
Längsstreife verschmolzen, jedoch dauern noch 3 — 4 Quercommissuren andeutungs- 
weise fort. Dasselbe gilt von den Thoracalganglien ; es besteht übrigens auf kei- 
nem einzigen Stadium auch nur die Andeutung einer Verdickung des Epiblastes 
zur Bildung einer medianen Portion des Bauchstranges , wie es Hatschek für die 
Lepidopteren angibt. Die Ablösung der Ganglien vom Epiblaste ist vollzogen. Die 
Ganglien der Kieferfühler sind mit den Oberschlundknoten verschmolzen und bil- 
den so einen Theil der Schlundcommissur, welche von denjenigen der Kiefertaster 
vervollständigt wird. Die Oberschlundknoten selbst bestehen aus mehreren Thei- 
len ; einem centralen mit dem Anfang der Schlundcommissur , einem vordem 
ventralen , und zwei dorsalen in Gestalt halbkugeliger Lappen , welche vielleicht 
den sogen, pilzhutförmigen Körpern entsprechen und mit je einer Höhlung ver- 
sehen sind. Diese ist aus einer halbkreisförmigen Einstülpung des Epiblastes auf 
einem früheren Stadium hervorgegangen. Der Vorderdarm ist noch geschlossen ; 
sein blindes Ende wird zum Saugmagen der erwachsenen Spinne. Auch der Hin- 
terdarm, dessen 2 Malpighische Gefäße nun deutlich erkennbar sind , steht noch 
nicht mit dem Mitteldarme in Verbindung. Dieser ist nämlich kaum augelegt und 
bildet sich wahrscheinlich vom Hinterdarme her, jedenfalls aber »nicht an der 
Oberfläche, sondern im Inneren des Dotters« ^ von dem er auch seine Zellenlage 
erhält. Eine Schicht Mesodermzellen ist bereits um ihn herum vorhanden. Zum 
Mitteldarme sind zu rechnen der Magen im Thorax und der Darm im Abdomen, 
sodaß sie nicht , wie Barrois meint , als Producte des Vorder- und Hinterdarmes 
aufgefaßt werden dürfen. Der Rest des Dotters wird (vergl. oben) später in Fä- 
cher eingeschlossen und bildet darin aus seinen Zellen eine besondere Wandung ; 
vielleicht gehen daher aus jenen die Leberschläuche mit ihrer Mesodermbeklei- 
dung hervor. Indessen könnten auch wohl die Verdickungen am Ende der Septa 
die Anfänge der Schläuche bilden. — Aus den angeführten Beobachtungen 
kommt Verf. zu folgenden Schlüssen : 1 ) die Spinnen stehen den Tracheaten näher 



72 F. Arthropoda. 

als den Krebsen ; 2) die Bildung des Darmcanales und des Mesoblastes verläuft 
sehr ähnlich wie bei den Insecten ; 3 die Kieferfühler entsprechen als postoral 
angelegte Gliedmaßen den Mandibeln oder ersten Maxillen. 

Croneberg (') findet, daß bei den Milben das sogenannte Rostrum (Oberlippe, 
Epipharynx) und die entsprechenden Bildungen die Rudimente wenigstens Eines 
Paares Kopfextremitäten (der Antennen) darstellen. Die Anlage des Rostrums 
ist beim Embryo paarig und befindet sich vor den Kieferfühlern. [Wegen der 
Vergleiche mit den Pycnogoniden s. oben p. 4]. 

Halle r's Arbeit (^') über die Tyroglyphen und Verwandte zerfällt in eine 
Anzahl gesonderter Abschnitte, von denen der 1., 2. und 5. hier nicht zu refe- 
riren sind. Im 3. Abschnitte constatirt Verf., daß Homopus sciurimis Koch höchst 
wahrscheinlich die achtb einige Hypopusform zu Dermacarus sciurinus n. g. n. sp. 
sei. Sein Mund ließ sich nicht mit Sicherheit auffinden ; auch die Anwesenheit 
eines Darmes konnte nur aus den Kothballen erschlossen werden. In der Nähe 
der hinter dem After gelegenen Haftapparate befinden sich zwei löffeiförmige Ge- 
bilde, die vielleicht Sinnesorgane darstellen oder auch zur Aufsaugung des roth- 
braunen Secretes eines benachbarten Drüsenpaares dienen mögen. Geschlechts- 
organe wurden vermißt. Wahrscheinlich ist übrigens auch Dendroptus Kram, eine 
Hypopusform. — Der im 4. Abschnitte behandelte Dermacarus (n. g.) ist ein 
parasitirender Tyi'oglyphe und hat seine systematische Stellung zwischen Derma- 
leichen und Tyroglyphen. Beim Männchen fehlen die Saugnäpfe neben dem After, 
sind aber vielleicht functionell durch Krallen an den Füßen ersetzt. — Der »Ver- 
such einer Schilderung der inneren Anatomie von Tyroglyphus und Bermacarrisa. 
(6. Abschnitt) führt zu folgenden Resultaten. Es existirt eine vom Oesophagus 
durchbrochene Ganglienmasse. Tast- und sonstige Sinneswerkzeuge fehlen bei 
Dermacarus, dagegen finden sich bei Tyroglyphus an der Spitze der Palpen und am 
Ende der Fußglieder Taststifte, sowie an den beiden Paaren Vorderfüßen kolben- 
förmige Geruchsorgane. Ein Herz fehlt nicht nur bei den genannten Formen, 
sondern auch , entgegen Kramer , bei den Gamasiden ; auch Tracheen sind nicht 
vorhanden. Der Oesophagus ist weit, der Magen sehr geräumig, fast kuglig ; in 
ihn münden ein Paar lange weite , bis an das Ende des Körpers reichende Blind- 
säcke (Leber ?) . Im Enddarm trifft man stets Kothballen an ; diese sind in eine 
feste Haut mit weißlichen Körnern verschiedener Größe , welche dem Inhalte der 
Malpighischen Gefäße bei den Gamasiden entsprechen, eingehüllt. Speicheldrüsen 
kommen vielleicht bei Dermalcichus vor. Im vorderen Körpertheile liegen zwei 
gelbliche Körper. Dermaleichus besitzt als Excretionsorgane zwei Malpighische 
Schläuche von Gestalt eines V^ welche ihr Secret in den Enddarm ergießen. Die 
von Claparede beschriebenen Excretionstaschen finden sich auch hier vor. Der 
äußere Geschlechtsapparat des Männchens von Dermacarus weist einen Penis auf, 
der von einem complicirten Systeme Chitinplatten gestützt wird. Die vier sogen. 
Haftnäpfe sind in der Ruhe in tiefe Taschen zurückgezogen und fungiren auch 
kaum als Befestigungsmittel , vielmehr als nervöse Apparate , und zugleich wohl 
beim Männchen, um die Begattung aufzuheben, beim Weibchen, um die Eier aus 
der Genitalspalte auszustoßen. Von echten Haftnäpfen findet sich nur beim 
Männchen von Tyroglyphus ein Paar an der Afterspalte. Accessorische Begattungs- 
werkzeuge sind an den Beinen in Form von Krallen vorhanden. Von inneren Or- 
ganen existiren hei Dermacarus drei Paar Hoden und eine Samenblase, die bei 
jungen Larven leichter zu sehen sind und noch ohne Verbindung mit dem Aus- 
führungsgange sein sollen. Bei Tyroglyphus sind nur zwei Paar Hoden vorhanden, 
während eine Samenblase nicht aufgefunden und das Sperma nicht mit Sicherheit 
erkannt werden konnte. Die Eier gelangen durch eine Spalte, welche sich durch 
Ruptur der Bauchdecken zwischen den Rändern der Geschlechtsöffnung bildet. 



6. Arachnida. I. Allgemeines über die Klasse. 73 

in's Freie. Von den inneren weibliclien Organen , welclie am besten an jungen 
Individuen zu sehen sind , liegen bei Tyroglyphus die Ovarien hinten neben dem 
Enddarme; als Ausfilhrungsgang fungirt ein Oviduet und ein Uterus d. h. ein 
einfacher Eileiter mit traubenförmigen , als Eitaschen zu bezeichnenden Diver- 
tikeln ; letztere besitzen eine drüsige Verschlußvorrichtung , deren Secret zur 
Bildung der Eihülle dient. Die Eier sollen sich vom Ovarium ablösen, in die Leibes- 
höhle fallen und von da in den Eileiter gerathen, wo sie in den Eitaschen einige 
Zeit verbleiben. Die Begattungsöffnung liegt auf dem Rücken, hinter dem After, 
wie bei den Dermaleichen. Das gleichfalls dorsale Receptaculum seminis ist un- 
paar , hat aber zwei Ausführungsgänge ; Samen konnte in ihm nicht mit Sicher- 
heit nachgewiesen werden. Die Befruchtung findet im Eileiter, wahrscheinlich kurz 
nach dem Austritte des Eies aus dem Ovarium statt. Bei Dermacancs scheinen 
die Eier sich direct von den Eierstöcken abzulösen und in die Eitaschen zu gelan- 
gen. Die Begattungsöffnung liegt hier am Hinterrande des Körpers, der Samen- 
behälter ist kuglig. — Der 7 . Abschnitt behandelt die Eier von Tyroglyphus und 
einigen anderen Milben. Im Ovarium finden sie sich in allen Größen und allen 
Stadien der Ausbildung des Keimbläschens. Die Eihülle wird durch Abschnürung 
eines Theiles der OvarialhüUe gebildet. Eine zweite Eihülle von unregelmäßiger 
Dicke entsteht in den Eitaschen. Die Hoplophoreu bringen ihr einziges Wintere! 
in dem nach der Häutung abgelegten abdominalen Panzerstücke unter ; andere 
Oribatiden tragen es mit sich herum. — Die Larven von Damaeus geniculatus Nie. 
besitzen auf dem Rücken Höcker, welche aus Unrath und anderen Körpern (Rin- 
denabfällen u. s. w.) sowie den fi-üheren Exuvien bestehen. 

Haller beschreibt {^^j ^n einer vielleicht neuen Art Tromhidium ein eigen- 
thümliches Gehörorgan. An der Stelle der Augen befinden sich nämlich zwei 
halterenförmige, dünnwandige Kapseln, in denen ein Nerv (Opticus?) mit Gang- 
lion verläuft. Eine Gehörblase fehlt, dagegen ist Gehörsand vorhanden. 

Nach Kr am er [^^) werden die Augen der Milbengattung Glyciphagus schon 
im Ei augelegt. Das erste Larvenstadium hat 6 Füße, entbehrt noch des Atrium 
genitale, zeigt dagegen 2 Hautdrüsen an den Seiten des Hinterleibes sehr deutlich. 
Im 2. Stadium besitzt die Larve schon das 4. (hinterste) Fußpaar und, was nach 
Megnin erst viel später der Fall sein soll, das Atrium genitale , das aber erst mit 
2 Saugnäpfen versehen ist. Die Zahl der letzteren steigt im 3. Stadium auf 4, 
und im 4. Stadium endlich lassen sich die Geschlechter äußerlich erkennen. Die 
Begattung findet bei Tyroglyphus in der Weise statt , daß das (^ mit dem Bauche 
gegen das Q gekehrt unter ihm liegt und von ihm mit fortgeschleift wird. 

Megnin erwähnt (i^), daß die auf Nagethieren und Vögeln schmarotzende 
Milbe Cheyletus heteropalpus ein förmliches Nest spinnt und in demselben die Eier 
iinterb ringt. Die auskriechenden Larven sind bereits mit acht Beinen versehen. 

Nach Michael (^^), welcher 15 Arten Oribatiden auf ihre Entwickelung unter- 
suchte , ist die Larve stets sechsbeinig und unterliegt die Nymphe immer drei 
Häutungen, bei denen jedoch die abgestoßenen Häute vielfach nicht abgeworfen, 
sondern in einer für jede Species eigenthümlichen Weise umhergetragen werden. 
Die Häutung selbst dauert mehrere Tage , während derer die Thiere aufgeblasen 
und wie todt erscheinen. Die frühesten Stadien tragen oft noch Spuren des seg- 
mentirten Hinterleibes. — Des Weiteren werden noch biologische Beobachtungen 
mitgetheilt. 

I. Allgemeines über die Klasse. 

1. Bertkau, D. Ph. , Verzeichniß der von Prof. Ed. van Beneden auf seiner im Auftrage 
der belgischen Regierung unternommenen ■wissenschaftlichen Reise nach Brasi- 
lien und La Plata i. J. 1872 — 75 gesammelten Arachniden. (Auszug aus dem 



74 F. Arthropoda. 

XLIII. Theile der Memoires couronnees et Memoires des savants etrangers, publies 
par TAcademie royale des sciences, des lettres et des beaux arts de Belgique. 
Bruxelles, 18S0. gr. 40. (mit 2 Kupfertafeln und 120 p.) 

2. Croneberg, A., Über die Mundtheile der Arachniden. (in: Troschels Arch. f. Naturg. 

46. Jahrg. 3. H. p. 285—300 Taf. XIV— XVI.) 

3. Karsch, D. F., Ar achnologisclie Blätter. (Decas I) in: Giebel's Zeitschr. f. d. gesammt. 

Naturw. 3. Folge 5. Bd. p. 373—409. Taf. 12. Berlin ISSO. 
*4. Megnin, P. , Les parasites et les maladies parasitaires, l'homme, les animaux. 1 Vol. 
500 p. av. grav. d. 1. texte et un atlas d. 26 pl. Paris 1880. 

5. Pavesi, P., Studi sugli Aracnidi africani. I. Aracnidi di Tunisia. in: Annali d. Mus. 

civ. d. Stör. nat. di Genova. Vol. XV. 1880. p. 279—388. 

6. Simon, E., Notes sur des Arachnides recueillis ä Sebenico en Dalmatie, par M. Munier 

Chalmas. (in: Bull. Soc. Ent. Franc. Seance du 25. /2. 1S80. Paris.) 

7. , Materiaux pour servir ä une faune arachnologique de la Nouvelle-Caledonie. 

in: Compt. rend. d. 1. Soc. Entom. Belgique. Seance du 6./11. 1880. 12 p. 

8. , Liste d' Arachnides recueillis aux environs d'Alexandrie lEgypte) par M. A. Le- 

tourneux. in: Bullet. Soc. Entom. France 1880. No. 7. p. 73. 

9. , Synonymie des plusieurs especes d'Arachnides. in : Bullet. Soc. Entom. France 

1880. Nr. 19. p. 165. 

Ad. 1. Enthält das Verzeichnis von 74 Arten aus den Ordnungen der Scorpione 
(3 Sp.), Araneen (56 Sp.), Opiliones (14 Sp.) und Milben (4 Sp.). Darunter 43 
neue Arten und 5 neue Genera (s. unten) . 

Ad. 3. Enthält: 1. Üeber Corinna K. und ihre Verwandten. 2. Neue Spin- 
nen vom Feuerlande. 3. Zur Gattung Herenria Thor. 4. Neue Laterigraden. 
5. Zur Attidengattung Partia. 6. Über die Familie der Hexophthalmiden. 7. Neue 
und minder bekannte americanische Spinnen des Berliner Museums. 8. Zur 
Kenntms der Attiden. 9, Neue Phalangiden des Berliner Museums. 10. Scorpio- 
nologische Fragmente. (Das Nähere unten.) 

Ad. 4. Kam dem Referenten nicht zu Gesicht. Die Arbeit, das Resultat 20- 
jähriger Studien enthält nach einem Referate [Bulletin Soc. Entom. d. France 
No. 13. p. 127 (1880)] des Autors- neun Capitel über parasitische Milben und 
eines über Linguatuliden. 

Ad. 5. In der Einleitung (p. 7 — 20) erfahren wir über die Sammlungen afri- 
canischer Spinnen , die dem Verfasser für seine Studien zu Gebote stehen , und 
erhalten ein Resum^ der auf die Spinnenfauna dieses Erdtheiles Bezug habenden 
Arbeiten. Ihr folgt (p. 21 — 33) die vollständige Bibliographie. Die Arachniden- 
fauna von Tunis, womit der Verfasser seine Studien über africanische Arachniden 
eröffnet, weist gegenwärtig 1 15 Arten auf, welche sich auf 70 Genera, 22 Fami- 
lien und 6 Ordnungen vertheilen. Nur 12, darunter 11 neue Arten können als 
autochtone genannt werden , während die übrigen auch von andern Theilen der 
Mittelmeerländer bekannt sind. 

2 neue Gattungen: Enoplognatha und Tylophora und 11 neue Arten werden 
ausführlich beschrieben, (siehe unten) . 

Ad. 6. 17 Arten, darunter 11 Araneiden, je ein Scorpion und Pseudoscorpion 
und 4 Opilioniden. Außer diesen eine neue Art: Coehtes Mimieri sp. n. 

Ad. 7. S. führt 41 Species, darunter 20 neue und 2 neue Genera aus Neu- 
Caledonien auf (siehe unten). 

Ad. 8. 11 Arten, darunter eine neue: Mütia LetourneuxU (siehe unten). 



6. Arachnida. II. Acarida. 75 



II. Acarida. 

*10. Girard, Maurice, Note sur les Acariens, qui se nourrissent de vegetaux vivants. in: 
Journ. Soc. d'Hort. de France 18S0. (war dem Referenten nicht zugänglich}. 

11. Haller, D. G. , Die Milben als Parasiten der Wirbellosen insbesondere der Arthro- 

poden (m. 7 Holzschn.) Halle 1S80. 80. (90 p.) 

12. , Miscellanea acarinologica. in: Mittheilungen d. Schweiz. Entom. Gesellsch. 

Schaffhausen. Bd. 5. Nr. 9. 1879 (erschien 1880). p. 502—508. 

13. , Zur Kenntniss der Tyroglyphen und Verwandten, in: Zeitschr. f. wiss. Zool. 

34. Bd. p. 255—296 und T. IX— XI. 

14. , Acarinologisches (1. Pontarachna Phil. Eine Hydrachnide des mittell. Meeres, 

2. Über eine neue Iler/amerus-Art und diese Gattung im Allgemeinen, 3. Über 
das muthmaßliche Gehörorgan der Acariden). in: Archiv f. Naturg. 46. Jahrg. 

3. H. p. 355—374. T. XVII. Berlin 1880. 

15. Kramer, P., Über die postembryonale Entwickelung bei der Milbengattung Glycipha- 

gus. in: Archiv f. Naturg. 46. Jahrg. 1. Heft p. 102—110 und T. VH. 

16. Low, D. Fr., Beschreibung von neuen Milbengallen nebst Mittheilungen über einige 

schon bekannte, in: Verhandl. Zool. bot. Ges. Wien 29. Bd. p. 715—727. 

17. Megnin. P., Notes sur une nidification particuliere d'un Acarien parasite d'oiseaux, le 

Cheijletus heteropalpus Megn. in: Bull. Soc. Entom. France. 1880. Nr. 12. p. 119 
und 120. 

18. , Sur un Acarien destructeur du Phylloxera. in: Bull. Soc. Entom. de France 

1880. Nr. 15. p. 134—135. 

19. Michael, A. D., With the assistance of C. F. George. A further contribution to the 

knowledge of British Oribatidae (Part 11.) in: Journal Royal Micr. Soc. London 
Vol. 3. Nr. 2. 1880. p. 177—201. PI. V. und VI. 

20. Neumann, C. J. , Sur le developpement des Hydrachnides [Araignies aquatiqiies) in : 

Entom. Tidskr. Bd. I. H. 3 u. 4. p. 169. Stockholm 1880. 

21. Pichard, Sur un Acarien destructeur du Phylloxera gallicole. in: Compt. rend. Acad. 

Sc. Paris. T. 90. Nr. 26. p. 1572—1573. 

Kram er' s Studien [^^) ttber die postembryonale Entwickelung von Glyciphagus 
ergaben, daß bei diesem Genus eine Nymphe in dem von Duges und nach ihm von 
Megnin gebrauchten Sinne nicht vorkommt, da das erste achtfüßige Stadium (nach 
der ersten Häutung der sechsbeinigen Larve) bereits mit einer, wenn auch nur 
von zwei Saugnäpfen begleiteten Geschlechtsöffnung versehen ist. 

Was Megnin bei TyroglypJms für den Begattungsact hält und abbildet (Journ. 
d'anat. et phys. 1874), ist nach Kr. nur eine für die Begattung vorbereitende 
Stellung. Bei der Begattung drückt das Männchen seine untere Leibesfläche der 
des Weibchens an und wird in dieser Stellung von dem Weibchen mit fortge- 
schleppt. Die bei Tyroglyphus durch Megnin beobachtete, vorbereitende Stellung 
kommt bei Glyciphagus nicht vor. 

NachNeuma'nn (^o) überspringt Lmmesia pardina Neum. die erste Lai^ven- 
phase , indem sie in der Form der zweiten Larvenstadien anderer Hydrachuiden 
dem Ei entschlüpft. Eylais Latr. legte Anfangs August eine große Menge Eier, 
von denen die Hälfte sich nach 5 Wochen entwickelte, die andere Hälfte aber erst 
im April des folgenden Jahres. Kaum dem Ei entschlüpft kamen die Larven an 
die Oberfläche des Wassers, wo sie mit großer Schnelligkeit sich herumtummelten. 
Daraus kann man wohl annehmen, daß sie ihre Jugend auf dem Körper von Was- 
serinsecten zubringen. 

Hall er (^2) theilt folgendes mit. Die während des Sommers ovoviviparen Ori- 
batiden legen im Herbste Wintereier, die sich erst im kommenden Frühlinge 



76 F. Arthropoda. 

entwickeln. Im Herbste findet man unter Moos fast in jedem abgestreiften Chitin- 
panzer der Hoplophoren ein mäßig großes und länglich ovales Ei, welches ziemlich 
in der Mitte einer der beiden Seiten mittelst einer orangegelben Masse befestigt 
ist. Letztere erscheint unter dem Mikroskope aus zahlreichen Zapfen verschie- 
dener Größe , und entspricht der zweiten Eihülle , die man an den Eiern vieler 
anderer Acariden findet. 

Bei Tyroglyphus farinae liegt jene hier chitinähnliche , erstarrte Haut dem Ei 
nicht dicht an , sondern dasselbe liegt frei in ihr , wie in einer Glocke , welche 
mehr als den doppelten Durchmesser hat, und es verhindert, daß das Ei zu 
tief im Mehle untersinkt , wodurch die weitere Entwickelung verhindert werden 
könnte. 

Von einigen der Gattung Nothrus angehörigen Oribatiden wird das Winterei 
auf dem Rücken getragen und namentlich bei N. scaliger das verhältnismäßig 
große, langgestreckte Ei von einem kleinen Deckelchen zeltartig geschützt. 

Weiter wird gezeigt , daß einige der von Nicolet als Larven angeführte Milben 
selbständige Formen sind. 

So gehört Hypochthonms rufulus K. nicht wie Nicolet will, zu Leiosoma ovata 
Nie, sondern ist, wie Eier tragende Individuen beweisen, eine selbständige Art. 
Nothnis scaliger ist die achtfüßige, geschlechtslose Nymphe von Nothrus theleproctus. 
(Doch s. oben I. Der Ref.) 

Die sechsbeinige Larve von Damaeus geniculahts Nie. bedeckt die Rtickeufläche 
mit den abgelagerten Bälgen, Excrementen und Rindenstücken, um sich den Ver- 
folgungen zu entziehen. Hai 1er, (i2). 

Wie sich Larven und Puppen von Mücken häufig zufällig ins Meer verirren, so 
findet man , wie Haller ('^j angibt, auch oft Milben in demselben, die sich dem 
neuen Medium noch durchaus nicht anpassen konnten , und daher darin bald zu 
Grunde-.gehen. Daher gilt es bei der Aufzählung der Salzwassermilbeu sehr vor- 
sichtig zu sein. Die unter den Salzwassermilben einzige Hydrachnide: Fontarachna 
punctulum Phil, wird ausführlich beschrieben. 

Pichard (^i) fand in den Phylloxera-Gallen der Oporto-Reben zu Vaucluse 
unter den trächtigen Phylloxera- Weibchen und ihren Eiern sechsbeinige zarte 
Milbenlarven (von rother Farbe , mit kurzem Rüssel und 2 runden Augen \Trom- 
bidium'^]) , meist zu zwei in einer Galle. Sie bohren sich mit dem Rüssel am 
Bauche oder an den Seiten des trächtigen Weibchens ein, während ihnen die jun- 
gen, flinken Thiere leicht entschlüpfen. 

Megnin (^*) erkannte in den genannten Thieren nach eigenen Untersuchungen 
die Larven von y)Trombidion sogeuxn deren Metamorphose er im Jahre 1876 An- 
nales Sc. nat.) studirte. Die Hoffnung, daß dieser Feind der Phylloxera irgend 
welchen Einfluß auf die Zurückdrängung dieser letztern ausüben könnte, sind un- 
berechtigt , da diese Milbe im Jahr höchstens hundert Eier legt. Auch die Hoff- 
nungen , welche man auf die übrigen Feinde der Phylloxera unter den Milben : 
die Tyroglyphen, Hoplophoren VM^ Ganiasiden, setzte, kann M. nicht theilen. Denn 
diese Thiere leben nur vom Detritus der Phylloxera , und den Wurzeln der von 
ihnen zerstörten Reben. 

Megnin (•^j fand an dem Sternaltheile des americanischen Cardinales — Car- 
dinalis fulgens Bp. — zahlreiche feine Gespinnste , unter welchen sich Häufchen 
von Eiern in verschiedenen Entwicklungsstadien , sowie leere Häute und den- 
selben eben entschlüpfte kleine Milben fanden. Diese achtbeinigen Larven erwie- 
sen sich nach ihrem anatomischen Baue und der Form des Rüssels und der Beine 
als zu Cheyletus heteropalpus Megn. gehörend , welche Form wie ihre Verwandten 
auf Vögeln und Nagern schmarotzen. Solchen Schutz für die Brut hat man bei 
Thiermilben noch nicht beobachtet und es nähern sich die Chevletiden nun auch 



6. Arachnida. III. Tardigradae. IV. Araneidae. ^ 77 

dadurch den spinnenden Tetranychiiden , welchen sie ihrem Baue nach so nahe 
stehen, die aber auf Pflanzen schmarotzen. 

Dermacarus nov. gen. Hall er [^^). Den Übergang zwischen Tyroglyphen und Der- 
maleichen bildend. Auffallender Geschlechtsdimorphismus. Trugköpfchen kurz 
und breit, Mandib ein scher enförmig, Palpen 5gliedrig. Leib nach hinten trep- 
penförmig abnehmend. Extremitäten des Männchens stark verdickt, die des 
Weibchens dünner und länger. Äußerer Geschlechtsapparat des Männchens 
mächtig entwickelt; Chitinapparat des Weibchens sehr lang und schmal. 
Sp. typ. D. scmrinus CK. 

Homopiis C.K. ist die Larvenform (Hypopusform) zu Dermacarus Haller. (Hai 1er 13). 

Listrophorus Pagenstecheri n. sp. (H a 1 1 e r ^^j _ 

Megamertis Haltica n. sp. (Hall er ^^) . 

Michael (^^j führt 14 Species mit Fundortsangaben aus England auf. Von 
früheren Autoren nicht berücksichtigte Merkmale werden aufgeführt und kritische 
Bemerkungen über Synonymie angefügt. Ausführlich beschrieben werden 3 neue 
Arten : Orihata sphagni n. sp., O. quadricornuta n. sp., Leiosoma palmicincta n.sp. 
Ein eigener Abschnitt wird der ausführlichen Beschreibung der noch nicht be- 
kannten Larvenformen von : Oribata lapidariahvic., Notasjns h'pilis üerra. , N. lu- 
corumK.., Scutovertex sculptus Mich . , Eremaeus oblongusH., Damaeus verticillipes 
Nie, Tegeocramis coriaceus , T. labyrinthicus und Hermannia bisiriatus Nie. ge- 
widmet. 

Low (i6j bringt Mittheilungen über 31 verschiedene Milbengallen, darunter 13 
noch nirgends beschriebene oder erwähnte. 



III. Tardigradae. 

22. Beal, F. E. L., Tardigrades and Eggs. in: The American Naturalist. Vol. 14. No. 8. 
p. 593 — 594. w. 3 woodc. 

B e a 1 constatirt mit Genugthuung , daß es ihm gelang in Bezug auf das Eier- 
legen der Tardigraden Beobachtungen zu machen , die mit den in Europa ge- 
machten Erfahrungen übereinstimmen. 



IV. Araneidae. 



23. Becker, L., Communications arachnologiques. Sur les moeurs de deux especes de 

Lycosa. in: Soc. Entom. Beige. T. 23. Compte rend. p. CLV— CLVIII. 

24. , Communications arachnologiques. Captures en Belgique et en Allemagne. 

Ebenda, p. CLXXXI— CLXXXIV. 

25. , Communications arachnologiques. Ebenda, p. CLXXXVIII— CLXXXIX. 

26. Bergroth, E., Araneides de Siberie. in: Compt. rend. Soc. Entom. Belg. 3. Ser. No. 

1. p. X. 

27. Bertkau, D. Ph. , Verzeichniß der bisher bei Bonn beobachteten Spinnen, iu: Ver- 

handl. d. nat. Ver. d. preuß. Rheinlande und Westphalens. Jahrg. 27. 4. Folge. 
7. Bd. Bonn 1880. p. 215—343 und Taf. VI. 

28. , Vortrag über die Spinnenfauna von Bonn und über secundäre Geschlechtsunter- 
schiede bei Spinnen. Gehalten in der Herbstversammlung des naturh. Vereines 
am 3. October 1880. Bonn 8 p. 80. 



78 F. Arthropoda. 

29. Beneden, E. van, Note sur un Ctenoide originaire du Bresil, trouve ä Liege, in: 

Bull. Acad. Belg. T. 49. p. 655—659. 

30. Boys, e.V., The influence of a Tuning-Fork on the Garden-Spider, in: Nature. Vol. 

23. Nr. 581. p. 149. 150. 

31. Butler, A. G., On Arachnides from the Mascarene Islands and Madagascar. in: Pro- 

ceed. Zool. Soc. London 1879. p. 729—734. PI. LVIII. 

32. Cambridge, O. P. , Rev., On some new and rare Spiders from New-Zealand, with 

characters of four new Genera, in: Proceed. Zool. Soc. London 1879. p. 681—703. 
PI. LH und LIII. 

33. , On some new and little known Spiders of the Genus Argyrodes Sim. in: 

Proceed. Zool. Soc. London 1880. P. H. p. 320—344. PI. XXVHI— XXX. 

34. Emerton, J. H. , Breeding Habits of Spiders, in: The American Naturalist. Vol. 14. 

Nr. 8. p. 595. Philadelphia 1880. 

35. Hansen , H. J. , Sur les dessins d'Araneides danoises donnes dans l'ouvrage illustre 

»Zoologia Danica«, publie par M. le professeur Schioedte avec une Subvention 
de l'Etat de Danemark, in: Entomologisk Tidsk. Bd. I. H. 3 und 4. p. 169—170. 
Stockholm 1880. 

36. Van Hasselt, A. W. M. , Bijdrage tot de kennis van den Lipistius desultor Schioedte. 

in : Verslagen en Meddel. kon. Akad. v. Wetensch. Naturk. 2. R. 14. Deel. 2 St. 
p. 186—196. Amsterdam 1880. 

37. Karsch, D. F., Westafricanische Myriopoden und Arachniden gesammelt von Herrn 

Stabsarzt Dr. Falkenstein, in: Giebel's Zeitschr. f. d. gesammt. Naturw, 3. Folge 
4. Bd., der ganzen Reihe 52. Bd. p. 825—837. T. XI. Berlin 1879 (erschien 
1880). 

38. , Die Zwergmännchen der Araneiden-Gattungen : Nejihila , Celaenia und Caero- 

stris. Ebenda, p. 808—841. T. XI. 

39. , Zur Arachnidengattung : Theraphosa W. Ebenda, 53. Bd. p. 843 — 846. Ber- 
lin 1880. 

40. Keyserling, Graf E., Die Spinnen Amerikas. — Laterigradae. — Nürnberg 1880. gr. 

40. 283 p. und 8 zum Theil colorirte Kupfertafeln. 

41. , Neue Spinnen aus Amerika, in: Verhandl, Zool.-bot. Gesellsch. Wien 29. 

Bd. p. 293—350. T. IV. Wien 1880. 

42. Koch, Dr. L., Die Arachniden Australiens. 26. Lieferung. Nürnberg 1880. gr. 4^. 

43. Lucas, H., Note relative ä une Araneide de la tribu des Attides. in: Bull. Soc. En- 

tom. France 1880. Nr. 17. p. 148. 

44. Pavesi, P. , Sulla istituzione di due nuovi generi d'aracnidi. in: Rendiconti del R. 

Istituto Lombardo. Serie II. Vol. XIII. Fase. VI & VII. Adunanza del 18 marzo 
1880. Milano 1880. p. 1—3. 

45. Simon', E. , Captures d' Arachnides interessants faites aux environs de Paris en 1S7S 

& 1879. in: Bull. Soc. Entom. France Seance du 28. Janvier 1880. 

46. , Indication de la capture de deux Arachnides trfes rares [faite en mars dernier 

pres la Ferte-Milon (Aisne) , sur les bords marecageux de l'Ocorq. in : Bull. 
Soc. Entom. France 1880. No. 7. p. 72. [Dolomedes limbatus Hahn, Pardosa riibro- 
fasciata Ohlers). 

47. , Description d'un nouveau genre d' Arachnides de la famille des Dictynidae. in; 

Bull. Soc. Entom. France 1880. No. 7. p. 71. 

48. , Etüde sur le genre Lahdacus Cambr. in: Bull. Soc. Zool. France 1880. 

Seance du 30. juillet 1880. Paris p. 1 — 5. 

49. , Diagnoses de deux nouvelles especes d'Arachnides. in: Bull. Soc. Entom. France. 

1880. No. 9. p. 93. 

50. , Description de trois nouvelles especes d'Arachnides d'Egypte refue de M. A. 

Letourneux. in: Bull. Soc. Entom. France. No. 15. p. 133. Paris 1880. 



6. Arachnida. IV. Araneidae. 79 

51. Simon, E., Description d'une nouvelle espece d'Arachnide. in: Bull. Soc. Entom. 

France 1880. No. IT. p. 14S. 

52. Sörensen, "William, Sur le rapprochement des sexes chez quelques Araignees. in: En- 

tom. Tidskr. Bd. I. H. 3 u. 4. p. 171—174. Stockholm 1880. 
*53. Workmann, Thom. , On Irish Spiders W. pl. in: Proceed. Belfast Nat. Hist. Soc. 

1878/80. p. 267—282. 
*54. , A contribution toward a list of Irish Spiders, in: Entomologist. June 1880. p. 

125—130. 

a. Lebensweise der Araneiden. 

Nach Mittheilungen von Cambridge (32) werden wir durch Hector mit einer 
im Seewasser lebenden Spinne bekannt gemacht , welche ähnlich wie unsere Süß- 
wasserspinne — Argyroneta aquatica — ihr Netz unter dem Wasser webt. Roh- 
sonia marina Hector [Agelenidae , s. unten p. 84) lebt in den der Ebbe und Fluth 
unterworfenen Sümpfen von Cap Campbell (Neu-Seeland) , indem sie ihr Nest in 
den zahlreichen Lithodomushöhlen der dortigen Felsen baut. Sie wurde von ihrem 
Entdecker (Mr, Robson) immer in diesen Höhlen und stets unter Wasser gefunden, 
wo sie über der Mündung der Höhle ein wasserdicht schließendes Netz webt, hinter 
welchem sich das Nest und der verschieden geformte Eiersack mit den zahlreichen 
Eiern finden. Wird sie gestört, so flüchtet sie sich auf den Grund, und mit einem 
kleinen Fische in einem Gefäße mit Wasser zusammengebracht , tödtet sie den- 
selben sofort, indem sie ihre kräftigen Kieferfühler in den Leib desselben einbohrt. 

Es ist dies der erste bekannte Fall, daß eine echte Spinne in der See lebt. Mit 
Argyroneta hat sie außer der Lebensweise wenig gemein. 

Sörensen (^^j schildert einige Fälle geselligen Zusammenlebens von Spinnen, 
ohne wesentlich neues zu bringen. 

Em ertön (3*) belauschte die Begattung von Xysticus und gibt eine instructive 
Abbildung zum bessern Verständnis seiner kurzen Schilderung. 

Über Euophrys erratica W. siehe unten (Attidae) p. 90. 

b. Systematik und Faunistisches über Araneiden. 

Hansen (35) bringt eine vorläufige Mittheilung über die zu Schioedte's Zool. 
dan. im Sommer 1S81 erscheinenden Illustrationen zur Morphologie dänischer 
Spinnen. Die 260 nach der Natur von H. entworfenen Figuren werden nicht 
bloß den anatomischen Bau dieser Thiere eingehend illustriren , sondern auch die 
wichtigsten Gattungen und Arten zumeist in beiden Geschlechtern und mit Detail- 
zeichnungen der Augenstellung, Palpen und Klauen wiedergeben. Eingehend be- 
rücksichtigt wurde das Stridulationsorgan und der Bau der Klauen. 

Kar seh (3*) reproducirt Simon's Angaben über die Zwergmännchen der 
Gattung Nephila und fügt dem schon Bekannten die neue Beobachtung hinzu, daß 
sich solche Zwergmännchen auch bei der Gattung Celaenia Thor, und Caerostris 
Thor, finden. 

Denselben Gegenstand behandelt auch Bert kau (2^), indem er sich des wei- 
teren über secundäre Geschlechtsunterschiede bei den Araneiden ergeht und die 
beiden Geschlechter besonders in Bezug auf Größe , Gestalt und Färbung mitsam- 
men vergleicht und an Beispielen das Gesagte klarstellt. 

Bert kau (^'^j legt in seinem Verzeichnisse der bisher bei Bonn beobachteten 
Spinnen das Resultat 6jährigen Sammeins im genannten Gebiete vor. Vor den 
Verzeichnissen ähnlicher Art hat dieses den Vorzug zahlreicher kritischer Bemer- 
kungen über Synonyma, vieler Angaben bisher übersehener Kennzeichen der Arten 



80 F. Arthropoda. 

und des steten Hinweises des bisher bekannten Verbreitungsgebietes der aufge- 
führten Formen. 

Es werden 315 Arten, darunter 5 neue, aufgeführt (2^). 

In einem Vortrage Bertkau's (^s), gehalten in der Herbstversammlung des 
naturhistorischen Vereines zu Bonn , wird die Bonner Spinnenfauna mit der von 
Münster , Nürnberg und Danzig , sowie mit der von Schlesien und der Schweiz 
namentlich in Bezug auf die Zahl der den Gebieten gemeinsamen und verschiedenen 
Arten verglichen und hervorgehoben , daß unter den im Gebiete von Bonn aufge- 
fundenen 315 Arten nicht weniger als 2 7 von zum Theil recht entlegenen Punkten 
anderer Erdtheile bekannt wurden. Für manche der genannten Arten ist sehr 
wahrscheinlich der Handel des Menschen das verbreitende Mittel gewesen ; andere 
aber mögen im Laufe der Jahrhunderte auch wohl durch die Luftschifffahrt selbst 
über Meere hinweggesetzt haben. 

Butler (^1) theilt ein Verzeichnis der durch Mr. H. Slater von Keunion und 
Mauritius mitgebrachten Spinnen mit ; 1 7 Arten , darunter 4 neue und eine neue 
Gattung: Pyresthesis, siehe unten. 

Kar seh (3^) beschreibt 8 neue Arten westafricanischer Spinnen, siehe unten. 

Simon {^^] verzeichnet 9 Araneidenspecies aus der Umgebung von Paris, von 
denen eine bisher nur aus Deutschland, die übrigen nur aus den Mittelmeerländern 
bekannt waren. 

Unter dem Titel »Neue Spinnen aus America« macht uns Graf Key s erlin g(^^) 
mit 35 neuen Spinnen- Arten verschiedener Familien in ausführlicher Beschreibung 
und Abbildung bekannt. 

Nach dem Titel des Graf Key s erlin g'schen Werkes (^o) ^.u schließen, dürfte 
das umfangreiche Werk als der erste Band einer Spinnenfauna Americas zu be- 
grüßen sein. In demselben werden die Laterigraden im Sinne Thor eil 's, so- 
weit solshe dem Verfasser aus America zu Gebote standen, ausführlich beschrieben 
und die neuen Arten entweder in toto oder doch in ihren characteristischen Thei- 
len bildlich vorgeführt. Arcys W. und Anetes Menge sind natürlich aus der 
Gruppe ausgeschieden und die Gattung Thomisoides Nie. als Repräsentant einer 
neuen Familie eingeführt. Diphya Nie. und Sylvia Nie. — dem Autor nicht aus 
eigener Anschauung bekannt — werden als wahrscheinlich hierher gehörig nur 
genannt. Hingegen kann Damdius Thor, auf Thomisris solophus Doumerc in der 
irrthümlichen Annahme gegründet , daß fragliches Thier nur 6 Augen habe, 
nicht weiter bestehen ; nach Augenstellung und Kopf bildung gehört die Art wahr- 
scheinlich zu Thomisus W. Es zerfallen demnach die Laterigradae in die beiden 
Familien: 1. Thomisoidae, 2. Sicaroidae , wovon erstere in die Unterfamilien: 
Thomisinae, Philodrominae und Heteropodinae gespalten wird, während letztere nur 
die Gattung Thomisoides Nie. umfaßt. 

Die Thomisinae und Philodrominae werden nach den von Thoreil (On Europ. 
Spid.) angegebenen Merkmalen unterschieden; bei den Heteropodinae sind »die 
unteren Mittelaugen selten mehr als um ihren Durchmesser über dem Stirnrande« 
stehend. 

Die neue Familie der Sicaroidae ist characterisirt durch 6 Augen, den Mangel 
der Epigyne und der Tasterklaue beim Weibchen, sowie dadurch, daß der bulbus 
genitalis beim Männchen am Endgliede der Palpen frei herabhängt. 

So lange man die Athmungsorgane nicht genauer kennt, dürfte die systematische 
Stellung zweifelhaft bleiben. Ihr Habitus, die Stellung der Beine, der Mangel der 
Afterkrallen und der Bau der Mundtheile weist sie zu den Laterigraden , ihre 
6 Augen und der einfache Bau der Copulationsorgane erinnert an die Dysderi- 
den , sowie letztere Eigenschaft und wohl auch die Mundtheile sie den Scyto- 
diden nähern. 



6. Arachnida. IV. Araneidae. 8I 

Analytisclie Tabellen geben eine Übersicht und erleichtern das Bestimmen der 
Familien, ünterfamilien, der Gattungen und fast durchgeheuds auch der Arten. 

Die 153 beschriebenen Arten (darunter 117 neue) vertheilen sich auf 27 Gat- 
tungen, darunter 6 neue (siehe unten) . 

Rechnen wir dazu noch die 114 von andern Autoren beschriebenen, dem Ver- 
fasser jedoch aus eigener Anschauung nicht bekannten americanischen Arten, 
so kennen wir schon gegenwärtig 267 verschiedene Laterigraden aus einem Lande, 
das auf Arachniden noch so wenig erforscht ist. Auch bei dieser Gruppe bestätigt 
sich die Erfahrung, daß die Arachnidenfauna Central- und Süd-Americas von der 
Nord-Americas fast ebenso verschieden ist, wie von der Europas. 

Die Übereinstimmung der europäischen und nordamericanischen Laterigraden- 
fauna erstreckt sich allerdings mit Ausnahme von Tibelhis oblongns W. , Misumena 
vatia Cl. und Philodromus aureolus Cl., die wohl durch Schiffe von einem Con- 
tinente in den andern verschleppt sein dürften , nicht auf die Arten sondern nur 
auf die Gattungen. 

c. Einzelne Familien, Gattungen and Arten. 

Territelariae. 

Wie schon früher Cambridge, zeigt nun auch Hasselt (^ß) an einem sehr wohl 
erhaltenen reifen Spiritusexemplare aus Sumatra, daß LipMstius (richtiger als Li- 
pistius) deutliche Spinnwarzen besitzt. In einer »Naschrift over den Anetes coele- 
teron Menge« wird der bekannte Fall erwähnt , wie Menge eine junge verletzte 
Epeiride unter diesem Namen als eine spinnwarzenlose Spinne in die Wissenschaft 
einführte. 

Nach einem dem Stuttgarter Museum gehörigen Exemplare einer riesigen Vogel- 
spinne, welche Karsch [^oj ^it Theruphosa Blondii Latr. für identisch hält, 
scheint es dem Autor ausgemacht, daß Sericopelma Auss. sich vollständig mit 
Theraphosa Auss. deckt und daher ersterer Gattungsname einzugehen habe. Außer 
7h. Blondii \j. gehören noch hierher: Th. [Sericopelma] rubronitens Auss. und die 
neue Art: Th. panamanu n. sp. Karsch. 
Mygale tnincata Hentz. und Actinopt(s loricatus hält Karsch für eine und dieselbe 
Species und sind ihm daher die Genera Cyclocosmia Auss. und Chorizops Auss. 
ebenfalls identisch. 
Tapiimtichenius redtwctis n. sp. Karsch [(^) p. 25 und 387], Costa Eica. 
Pacht/lomerus ntgosKs VL. sp. Karsch (3), Costa Rica. 
Tachypelma n. gen. Karsch [(3), p.3S9]. 

In die Nähe von Theraphosa und Eurypelma gehörend, aber die vordem Seiten- 
augen, welche mit den Mittelaugen auf die Ebene projicirt, einen vorn concaven 
Bogen formiren, sind auffallend größer als die Mittelaugeu, die Tarsalklauen ganz 
zahnlos , die kurze Scopula des Metatarsus IV ist ungetheilt , an der Innenseite 
von Femur IV fehlt die Sammtbürste , Metatarsus IV ist länger als Tibia IV und 
das Sternum fast kreisrund. 

Spec. typ. : Pachypelma oculata Nie. = [Mygale oculata Nie). 

Orthothrichusn.. gen. Karsch [(^) p. 390]. 

Mit Selenocosmia Auss. am nächsten verwandt, jedoch die um ihren Durchmesser 
von einander entfernten Mittelaugen kleiner als die vordem und hintern Seiten- 
augen. Beine des I. Paares um ihren Tarsus länger als die des IV.. An der Tibia I 
des Mannes vom innen 2 Dornen. Scopula breit und dicht. Die obern Spinn- 
warzen etwas kürzer als Patella I. 

Spec. typ. : 0. vulpinus n. sp. Karsch (ebenda), Chile und Valparaiso. 

Zoolog. Jahresbericht. l&SO. II. 6 



82 ^- Arthropoda. 

Acanthogonatus n. gen. Kar seh [f^j p.391]. 

Der Gattung Leptopehna Auss. am nächsten stehend. Augen nahe beisammen, 
die vordem Mittelaugen rund , die übrigen oval , die 4 vordem untereinander 
gleich weit entfernt und in gerader Flucht, die hintern Augen bilden einen etwas 
nach hinten concaven Bogen, sie liegen paarweise unmittelbar hinter dem vordem 
Seitenauge, so daß die hintern Mittelaugen etwas zwischen jedem entsprechenden 
vordem Mittel- und Seitenauge eingeklemmt erscheinen. 
Spec. typ. : A. FrancMi u. sp. Kar seh [(3) Chile]. 

Cyrtauchenius macidatus n.. sp. Bert kau (^) . 

Nemesia miomala n. sp. Bertkau (ebenda, p.l7, Fig. 3). 

Nemesia fossor n. sp. Bertkau (ebenda, p. 19, Fig. 4). 

Diplura gymnognatha n. sp. Bertkau (ebenda, p.21, Fig. 5). 

Thalerothele n. gen. Tapinocephaloriim Bert kau (ebenda, p.23, Fig. 6). 

Wii Macrothele Kv&'s,. und /sc/iwoZ/^eZe Auss. zunächst verwandt. Kopftheil durch 
eine tiefe Furche getrennt, Augenfeld doppelt so breit als lang, die vordem Mit- 
telaugen die größten, Kieferfühler über der Insertion der Klaue nur mit Borsten, 
nicht mit Zähnen bewaffnet, nur am Innern Falzrande mit einer Reihe von Zähneu. 
Füße ohne Scopula. Obere Spinnwarzeu dünn, wenig kürzer als das Abdomen. 

Th. fasciata n. sp. 

Macrothele annectens n. sp. Bert kau (ebenda, p. 26). 

Crypsidromus fallax "0.. sp. Bertkau (ebenda, p. 27, Fig. 8), 

Trechona adspersa n. sp. Bertkau (ebenda, p. 30, Fig. 9). 

Lasiodosa Be?iedenn n. sp. Bertkau (ebenda, p. 34, Fig. 10). 

Hotnoeomma familiaris n. sp. Bertkau (ebenda, p. 37, Fig. 11). 

Bolostromus brevipes n. sp. Kar seh (3'^), aus Chinchoxo. 

Arbanitis Hiittonii n. sp. Cambridge (^2), Dunedin, Neu-Seeland. 

Migas distinctus n . sp . Cambridge (^^j . 

Ischnocolus ttmetanus n. sp. Pavesi {^), Tunis. 

Drassidae. 

Corinna CK. wird von Kar seh (3) nach Thorell's Vorgang zu den Drassiden 
gestellt und mit den Verwandten zu einer Subfamilie : Corinnidae vereinigt : 

Corinnidae, Subfam. Drassidarum: Oculi 8 ; maxillae convexae, non im- 
pressae ; oculorum series postica, desuper visa , procurva : pedes aculeati ; man- 
dibulae ad basin inermes : 

A. Abdomen dorso scutum basale durius format : 

1. Oculi medii antici mediis posticis manifeste majores; mandibulae in 
(J' et Q) fortiores. ovato cylindratae ; pedes Iparis longissimi: 

Corinna CK. 

2. Oculi medii antici mediis posticis non majores; mandibulae parvae, 
posteriora versus directae, antice subplanae ; pedes IV par. longissimi : 

Thargalia u. gen. 

B. Abdomen dorso scutum basale durius non format; oculi medii antici 
mediis posticis manifeste majores : 

1. Pedes Ipar. longissimi: Mandane n. gen. 

2. Pedes IV par. longissimi : 

a. Mandibulae longissimae, porrectae, ungue longissimo (saltem in (^] : 

Megalostrata n. gen. 

b. »Mandibulae directae«, »unguis mediocris« (saltem in (^) sec. Thoreil : 

Corinnoma n. gen. {Corinna Thor., nee Koch'. 



6. Arachnida. IV. Araneidae. 83 

1. Zu Corinna CK.: C. ruhripes CK., C. nigricans CK, und die neue Art 
C. gigantea Karsch aus Brasilien. 

2. Zu Thargalia n. gen. : Corinna memnonia CK. = C. cingxdata CK., viel- 
leicM auch: C. tricolor CK. und C. amoena CK. 

3. Mondäne sudana n. sp. 

4. Megalosirata venißca n. s^. (Costa Rica:. 
Adcatomus n. gen. Drassidarum, Karscli (^ p. 386. 

Durch Bildung der Maxillen und Mandibeln der Gattung Clnracanthium K. am 
nächsten, aber das zweite Beinpaar ist länger als das erste. Metatarsus + Tar- 
sus IV nicht länger als Tibia -j- Patella IV. 

Spec. typ. : Adcatomus ciudadus n. sp. Karsch (ebenda). Lima. 
Castianeira Tl. gen. Drassidarum K e y s e r 1 i n g (^i) p. 334. 

Cephalothorax fast doppelt so lang als breit, hinten auffallend schmal. Augen 
gedrängt, in 2 parallelen Reihen , die V. M. Augen die größten und mehr als um 
ihren Durchmesser vom Stirnrande entfernt. Die Maxillen ohne Eindruck, Lippe 
etwas breiter als lang. Füße 4, 1, 2, 3, bestachelt, ohne Scopula. Das Abdomen 
oben und an den Seiten mit fester Chitinhaut bedeckt, die vorne einen ringförmi- 
gen Wulst zur Aufnahme des dünnen Stieles bildet. Vor den kurzen Spinnwarzen 
am Bauche ein kleines Hügelchen. 

Spec. typ.: C. riibicimda n. sp. aus N. Granada. 
Heteromma n. gen. Drassidarum Karsch (3). 

8 Augen in zwei Reihen ; vordere Augenreihe gerade , Augen einander sehr 
genähert, hintere Augenreihe bildet einen nach vorn concaven Bogen. Clypeus 
sehr niedrig. Maxillen doppelt so lang als die halbkreisförmige Lippe, etwas schief 
nach außen gerichtet. Beine an Länge wenig verschieden, kurz, deutlich und wie 
die Palpen mit Scopula an den Tarsen. 

Spec. typ. : H. Fuegiana n. sp. Feuerland. Karsch (3). 
Tylophora n. gen. Pavesi (**) . 

Vom Habitus der algerischen Formen Drassus dives wnäfashwsns Luc. und nahe 
verwandt mit Hypsinotus L.K. ist bei der neuen Gattung die hintere Augenreihe 
stärker nach vorne gebogen und länger als die vordere ; die dicken Mandibeln 
besitzen am Falzrande wenige kurze Stacheln , die convexen Maxillen ohne Im- 
pression in der Mitte und doppelt so laug als die breite vorn breit abgeschnittene 
Lippe. Der niedere Kopf ist vom Thorax undeutlich getrennt. Die Beine im 
Verhältnisse 4,1, 2 , 3, auch an den Metatarsen der Hinterbeine bestachelt. 

Tylophora Antinoriin. sp. aus Tunis. (Ebenda). 
Ctenophthalmus n. gen. E. Simon ("). 

Mit Leptoctenus L.K. verwandt; jedoch die Augen der dritten Reihe sind so 
groß wie die der zweiten, die Maxillen gerade, die Lippe breiter als lang, gerade 
abgestutzt, nicht die Hälfte der Länge der Maxillen erreichend. Nach Simon je- 
doch zu den Drassiden in die Nähe von Zora zu stellen. 

Ctenophthalmus lineatus n. sp. E. Simon (Nouvelle-Caledonie) . 
Anyphaena mollicoma n. sp. St. Fe de Bogota. A. mandibularis n. sp. Bogota, A. 

furcata n. sp. Peru, A. pilosa n. sp. N. Granada. Keyserling f'*^) . 
Chiracanthium niolle n. sp. und Ch. granadense n. sp. aus N. Gi'anada, Ch. Pauca- 

lensen. sp. Peru. Keyserling (^i). 
Liocranum haemorrhoum n. sp. B e r t k a u (*) . 
Hypsinotus cruentus n. sp. Bertkau (ebenda, p. 50, Fig. 14). 

» loricatus n. sp. Bert kau (ebenda, p. 52, Fig. 15). 

» inermis n. sp. Bertkau (ebenda, p. 54, Fig. 16). 

» plu77iipes u. sp. Bert kau (ebenda, p. 54, Fig. 17). 

6* 



84 F. Arthropoda. 

Zoropsis Albertisii n. sp. Pavesi (^] p. 62. 
Cluhiona venusia n. sp. Pavesi (ebenda, p. 49). 
Prosthesima Kerimii n. sp. Pavesi (ebenda, p. 72). 

» incompta n. sp. Pavesi (ebenda, p. 74). 

Graphosa zeugitcma n. sp. Pavesi (ebenda, p. 76). 

» recepta n. sp. Pavesi (ebenda, p. 78). 
Drassus peregrimis n. sp. E. Simon (") Nouvelle-Caledonie. 

» malagassicus n. sp. Butler [^^). 

» myogaster n. sp. Bertkau (2^) p. 267, Fig. 5. 
PhrunolUhus scalaris n. sp. Bertkau (2^) p. 273, Fig. 6. Bonn. 
Cluhiona paduana n. sp. Karsch (3). Feuerland. 
Anyphaena trivittata n. sp. Bertkau (i) p. 44, Fig. 12. Brasilien. 
Liocranum alexandrimim n. sp. E. Simon (^). 
Miltia Letoiirneuxii n. sp. E. Simon (^) . 

Dictynidae. 

Diotima n. gen. E. Simon [^'^). Das neue Genus von Amaurohhis und Titanoeca 
durch seinen niedern Kopf, die stacbellosen Vorderbeine, die einander sehr nahe 
stehenden Augen ; von Dictyna durch die geraden , oben nicht ^usammenneigen- 
den Maxillen und die nach innen zu nicht concaven Mandibeln ; von Lethia endlich 
durch die bestachelten Hinterbeine und seine Lippe , die doppelt so lang ist als 
breit, verschieden. 

Diotima hirsutissima n. sp. E. Simon (^'^) . Am Meeresufer. Frankreich. 

Dictyna scalaris Canestrini = D. hicolor E. Simon [E. Simon ('-•)]. 

Amaurohius longipalpis Croneberg = Nurocia albosignata E. Simon (ebenda). 

Agelenidae. 

Rohsonia n. gen. Cambridge O.P. (3^). [Syn. : Argyroneta marina Hector 
(Trans, and Proc. N. Zeal. Inst. Vol. X und Desis Robsonii Llewellyn (ebenda, 
Vol. IX. p. 253. pl. Xn, lS79)j. 

VonZJesML.K. (non Walck.j, wie es scheint fast nur durch die sparsamere Be- 
stachelung der Beine verschieden. 

Spec. typ. ; R. marina Hector. Über Lebensweise siehe oben p. 79. 
Thaida n. gen. Karsch (3) p. 3S9. An Cybaetis L.K. sich anschließend. Augen 
in 2 fast parallelen nach unten concav gebogenen Querreihen. Lippe viereckig, 
so lang wie breit. Alle Beine, deren 1 . das längste ist, deutlich bestachelt. 
Spec. typ. : Th. peculiaris n. sp. Karsch (ebenda], Chile. 
Cybaeus antarcticus n. sp. Karsch (3) Feuerland. 

» varius n. sp. Keyserling {*^). 
Agroeca aureoplumata n. sp. Keyserling (•*') N. Granada. 
Caelotes Munieri n. sp. E. Simon (6) Sebenico. 

Enyonidae. 

Hu(to7iia n. gen. Cambridge O.P. (^'^j. Mit Ceto E. Simon verwandt, doch der 
Cephalothorax viel länger als breit, mit stark gewölbtem Rücken. Die vorn zuge- 
spitzten , ziemlich langen Maxillen treffen sich vorn über der langen und spitzen 
Lippe. 

Spec. typ.: H. palpimanoides u. sp. Cambr. (ebenda). 



6. Arachnida. IV. Araneidae. , 85 



Episiuidae. 

Da Episinus W. mit den typischen Theridiiden wenig wirkliche Verwandtschaft 
hat , sondern mehr mit den durch die australische Gattung Stephanopis Cambr. 
sich ihnen anschließenden Thomisiden, wird wegen des Vorkommens von Episinus 
neben Stephanopis in Neu-Seeland die neue Familie der Episinidae gegründet; 
Cambridge •^"■^j. 
E. atiiipodianus n. sp. Cambridge (ebenda). 

Theridiidae. 

^c^msom'ö n. gen. Cambridge, (^2). Mit ^wyo^/s verwandt. Cephalothorax be- 
trächtlich gewölbt, Kopf breit, vorgewölbt. Augenfeld nach vorn und unten ge- 
richtet. 

Spec. typ. : A. nana n. sp. Cambridge (ebenda), Neu-Seeland. 

Phycosoman. gen. Cambridge [^'^). Von Actimonia durch den kürzeren runden 
Cephalothorax , das schmälere und eiförmige Sternum , die längern Beine und 
das weiche, weit über den Vorderleib sich wölbende Abdomen verschieden. 
Spec. typ.: Pk. oecoboides n. sp. Cambridge (ebenda), Neu-Seeland. 

Taphiassa n. gen. Theridinarum. E. Simon C^). 

Vom Habitus einer Linyphia aus der Gruppe L . circumspecta Blw., jedoch die 
Maxillen kurz , convex , nach innen gebogen , außen gerundet , die Lippe kaum 
länger als breit, mehr als halb so lang als die Maxillen. Die vordere Augenreihe 
stark nach vorn gekrümmt , die hintere Reihe fast gerade ; Vorderaugen klein 
und einander sehr genähert , die der hintern Reihe groß , die Mittelaugen sehr 
genähert, von den Seitenaugen weit abstehend. Das Sternum breiter als lang, 
Füße nicht bestachelt. 

Taphiassa impressa n. sp. E. Simon (^), Nouvelle-Caledonie. 

Enoplognatha n. gen. Pavesi ("*■*) für Theridium mandibulare Luc. (= Zilla mandi- 
bidaris Thorell = Epeira diversa Blw. = Steatoda mandihilaris Simon = Pachy- 
gnatha mandibularis Cambridge), Theridium nigro-marginatum Luc. , Zilla crucifera 
und Z. mordax Thor, wird die neue Gattung Enoplognatha creirt und des irregu- 
lären Netzes dieser Thiere wegen zu den Theridiiden gestellt. 

E. Simon (') führt für den bereits anderwärts vergebenen Namen: Stegosoma 
Cambr. den neuen: Oorodes E. Simon ein. Oorodes musicus n. sp. E. Simon 
(ebenda), Nouvelle Cal^donie. 

Argyrodes'Et.^ivaou (Cambridge(33)) . Das namentlich in seinem Endabschnitte mehr 
oder minder sonderbar geformte Abdomen ist beibeiden Geschlechtern verschieden. 
Die merkwürdigen Auswüchse am Kopfe vieler Männchen erinnern an das Genus 
Walckefiaera Blw. Der Kopf ist nämlich vorn durch einen mehr oder minder tiefen 
Transversalschnitt in 2 Höcker oder Abschnitte getheilt ; im untern jedoch liegen 
niemals Augen, während bei Walckenaera dieser Fortsatz immer, entweder an der 
Spitze oder am Grunde die vordem Mittelaugen trägt. Mit Ariamnes Thor, hat das 
Genus die langen und dünnen Beine der beiden ersten Paare und die Form des 
Abdomens gemein. Der glänzend roth durchscheinende Anhang an den weiblichen 
Genitalien scheint ein an der Luft erhärtetes Secret zu sein. Über die Lebens- 
weise dieser Thiere weiß man nur , daß sie ihre unregelmäßigen Gewebe immer 
an den unregelmäßigen Theilen eines Epeiriden-Netzes bauen. Durch die 21 
hier neu beschriebenen Arten steigt die Zahl derselben auf 29, welche sich auf die 
warmen Länder der alten und neuen Welt vertheilen. 



36 F. Arthropoda. 

Neue Arten: Argyrodes ßavescens n. sp. Ceylon, A. concinna n. sp. Amazons, 
A. samoensis u. sp. Samoa, A. argentata n. sp. Ost-Indien, Ceylon, Madagascar, 
Amazons. A. jucunda n. sp. Parana S. Amer. A. antipodkma n. sp. Sydney, A. 
lugens n. sp. Amazons, A. abscissa n. sp. Madagascar, A. procrasünans n. sp. 
Bombay, A. scintilhlana n. sp. Ceylon, A. nasuta n. sp. Ceylon, A. bicomis n. 
sp. Parana, A. sextuberculata n. sp. Amazons, A. minax n. sp. Madagascar, A. 
afßnis n. sp. Parana, A. obtusa n. sp. Amazons, A. ampUfrons n. sp. Amazons, 
A. infelix n. sp. Amazons, A. felix n. sp. Parana, A. (?) nigra n. sp. Ceylon — 
Cambridge \^^), Argyrodes lepida n. sp. Cambridge {^-). 

[Walckenaera cristata Blw, Thiere aus Neu-Seeland lassen keinen Unterschied er- 
kennen zwischen den in Europa lebenden dieser Art. Cambr. (32)]. 
Linyphia subdolan. S'p., L.peramoenan.'S,^., L.melanopygtan. Slß. Cambridge, [^'^) , 
Mimetus mendicus n. sp. Cambridge (ebenda) . 

Thlaosoma Atkinsonii n. sp., Th. Heciori n. sp., Cambr idge O.P. (ebenda). 
? Stegosoma quadrattim n. sp. Cambridge O.P. (ebenda). 
Lithyphantes lepidus n. sp. Cambridge (ebenda) . 

» atrocyaneus n. sp. E. Simon i'). 

Euryopis quinqrienotata u. sp. E. Simon (°') Palermo. 
Lophomyna vittatum u. sp. Bertkau (2', Bonn. 

TAertdiimi todinum n.s,^., Th. luditis n.STp., Th. ßavo-aurantiacum'a..S^. E. Simon (^) 
» palustreu. sp. Pavesi (^j, Tunis. 
» haemorrhoidale n.. sp. Bertkau {}) , Brasilien. 
» Dromedarius n. sp. E. Simon (^), Aegypten. 

Epeiridae. 

Taczanoivskia nov. gen. Keyserling (-^^i. Der sehr breite Cephalothorax hoch ge- 
wölbt, hinten steil abfallend, nach vorn sanft zu den Augen sich senkend. Der 
Kopftheil sehr schmal. Vorderaugen unter sich fast gleichweit abstehend, die 
Mittelaugen bilden ein Trapez mit der Basis nach vorn, die Seitenaugen an einem 
kleinen Hügelchen dicht beisammen. 

Die dünnen Beine stachellos, die Tarsen auffallend kurz. Von den beiden 
Hauptklauen die äußere doppelt so lang wie die innere , Abdomen stark gewölbt^, 
lederig, unbehaart. 

Sp. typ. : T. striata n. sp. Peru. Keyserling (ebenda). 

Tetragnatha cladognatha n. sp. Bertkau i}) p. 79. Fig. 27. 
» illinoiemis Tl. sp. Keyserling (*^). 

Eugnatha facdis n. sp. E. Simon {^^) . 

Singa abbreviata n. sp. Keyserling (^i), Neu-Granada. 
» duodecimguttata n. sp. Keyserling [^^], Neu-Granada. 

Cyclosa formosa n. sp. Karsch (3''), Loango-Küste. 
» punctata n. sp. Keyserling (4^), Neu-Freiburg. 
» pusilla n. sp. E. Simon (''). 

Lorinia rubroguttidata n. sp. Keyserling (^^). Amable. Maria. 

Meta triangidaris n. sp. Keyserling ('*^) Amable. Maria. 
» nigroventris u. sp. Keyserling (^i) Neu-Granada. 
» tmgulata n. sp. Karsch '.'^~') Loango-Küste. 

Nephila constricta n. sp. Karsch (^7) Loango-Küste. 

Epeira punctillata n. sp. Illinois, E. baltimoretisis n. sp. , E. imanima n. sp. Neu- 
Freiburg, E. nniformis n. sp. Neu-Freiburg , E. vemisttda n. sp. Neu-Freiburg, 
E. re/esn.sp. Neu-Freiburg, E. alticeps n. aip. Neu-Freiburg; Keyserling (^i). 



6. Arachnida. IV. Araneidae. 87 

Epeira hiplagiata n. sp. , E. coerulea n. sp., E. undulata n. sp., E. 12-tuherculata n. 

sp. Bert kau [^]. 
Epeira ßavicoma n. sp., E. Noumeensis n. sp. und E. Savesii n. sp. E. Simon (') . 

» penicillipes u. sp. Karsch (^^j Loango-Küste. 

» Slaieri n. sp., E. locuples n. sp. Butler (3i). 

» nox E. Simon = £". pillula Thoreil und 

)) Laglazei'Et. Simon = jE. telura Thorell, E. Simon (9). 

Gasteracanthidae. 

Caerostris stygiana n. sp. Butler (^i) . 
Paraplectana peruana n.s^. Keyserling (*i). 
» semialba n. sp. E. Simon C']. 

Thomisidae. 

über die Laterigraden Americas von Graf E. Keyserling siehe 
oben: IV. b. p. 80. 

Xysticus stomachostis n. sp. Nord- America , X. funestus n. sp. Nord- America , X. 
ti'igulatus n. sp. Nord- America , X. pulcherrimus n. sp. Süd- America, X. gracilis 
n. sp. Süd- America, X. cliscursmis n. sp. Colorado, X. benefactor n. sp. Colorado, 
X. locuples n. sp. Nord- America , X. auciificus n. sp. Colorado, X. lenis rx. sp. 
Colorado, X. quinquepunctatus n. sp. Colorado, X. punctatus n. sp. Nord-Carolina, 
X. elegans n. sp. Nord- America , X . ßavovittatus n. sp. America, X. linibatns n. 
sp. Colorado, Texas, X. califomicus ti. sp. , X. Emertoni n. sp. Nord- America, 
X. variabilis n. sp. Nord- America , X. quadrilineatus n. sp. Nord-America , X. 
gulosus n. sp. Nord-America, X. maculatusu. sp. Nord-America, Keyserling (■'o) , 

Xyst. cor Canestrini = X. comptulus E. Simon (E. Simon (•'). 

Platyarachne n. gen. Keyserling (^^j p. 46. Die Stellung der Augen der Gattung 
Misumena ähnlich, jedoch der Thorax ganz flach, der senkrechte Clypeus ebenso 
hoch wie die Area der Augen , die kurzen Maxillen an der Außenseite stark aus- 
geschnitten, einander vorn fast berührend. 
Sp. typ. : PI. [Thomisiis] episcopalis Tacz. 

Charis n. gen. Keyserling (ebenda p. 48). In Bezug auf die Gestalt des Cepha- 
lothorax mit Synema E. S. verwandt; die obern M.-A. bedeutend weiter von 
einander entfernt, als von den Seitenaugen. 

Sp. typ. : Ch. rubripes n. sp. Keyserling (ebenda) Peru. 

Oxyptila nevadensis n. sp., 0. georgiana n. sp. Keyserling (ebenda). 

CoriaracJme versicolor TX. sp. Nord- America, Keyserling (ebenda). 

Synaema hrasiliana n. sp. , S. rubromactdata n. sp. Nord-America, S. nigromaculata 
n. sp. Nord-America, S. obscura n. sp. Nord-America, S. nigra n. sp. Peru, S. 
^wm/a n. sp, Peru, S.illustris n.^'g. Peru, aS. ivV/afe n. sp.Peru, Keyserling [^^]. 

Stropkius n. gen. Keyserling [^^] p. 73. Der Cephalothorax vorn an der Stirn 
nicht halb so breit wie in der Mitte ; beide Augenreihen fast gerade, die Maxillen 
fast fünfmal so lang wie breit, die spitze Lippe nur wenig kürzer. 
Sp. typ. : St. nigricans n. sp. Peru (ebenda). 

Thomistts guadahyrensis n. sp. Peru (ebenda). 

» granulatus n. sp. Niassa, Th. hlandus n. sp. Africa austr. , Th. musculus 
n. sp. Bintang [Karsch (3) p. 382 ff.] 

Mistimena oblongan. sp. Illinois, M. spinosu n. sp. Georgia, M. rosea n. sp. Georgia, 
Baltimore, Mexico, M. americana n. sp. Georgia, Baltimore, M. georgiana n. sp., 
M. lenis n. sp. Brasilien, M. mexicana n. sp., M. dubia n. sp. Mexico, M. gracilis 



88 F. Arthropoda. 

n. sp. Mexico, M. splendem n. sp. Mexico, M. varia n. sp. Neu-Granada, M. pal- 
lens n. sp. Peru, Columbia, Brasilien. 31. crocea n. sp. Bahia, M. bwittata n. sp. 
Uruguay, M. variegata n. sp. Peru, 31. imnctata n. sp. Peru, M. amaUUs n. sp. 



Peru, M. ruhripes n. sp. Peru, M. conspersa n. sp. Peru, Keyserling 



f40 



}■ 



Diaea damnosa n. sp. Mexico, D. spinosa n. sp. Neu-Granada, Z>. pallida n. sp. 

Neu-Granada, Keyserling ('*<>). 
Diaea ruf oannulata n. sp. E. Si mon (^) . 
Rimcinia nig7-omaculata n. sp. Brasilien, Ä. crassipes n. sp. Neu-Granada, R. parva 

n. sp. Neu-Granada, iZ. magna n. sp. Neu-Granada und Mexico, i?. Brendeln n. 

sp. Georgia, Peoria, Keyserling (40). 
UraarachneM. gen. Keyserling f*»] p. i3o. Eine scharfe Querleiste trennt die 

beiden Augenreihen ; der lange, schmale Hinterleib überragt die Spinnwarzen 

bedeutend. 
U. longa n. sp. Brasilien, Keyserling, ebenda. 
Acanthonotus Tacz. [Der Name muß fallen, da er schon 1839 von C. Koch für 

Arachniden und noch früher auf Crustaceen, Fische und Vögel angewendet wurde. 

Karsch (3) p. 386.] 
A . pertivianus n. sp. Keyserling (^^j . 
Tmarus SioUzmaymi n. sp. Peru, T. tmcttis n. sp. Peru, T. montericensis n. sp. Peru, 

T. litoralis n. sp. Brasilien, T. galbanatns n. sp. Para, T. coeruletis n. sp. Para, 

T. rubrosignatus n. sp. Para, T. interrittis n. sp. Para, T. viridis n. sp. Para, T. 

magriiceps n. sp. Californien, T. mbromacidatus n. sp. Georgia, T. albolineatus u. 

sp. Brasilien, T. incertus n. sp. Neu-Granada, T. maculosus n. sp. Neu-Granada. 

Keyserling [^^). 
Stephanopoides n. gen. Keyserling (^o) p. 166. Cephalothorax vorn sehr breit, 

Clypeus senkrecht. Die untern M.-A. dem Stirnrande sehr genähert ; sonst an 

Stephanopis Cambr. , Eripus W. und durch die Gestalt des Cephalothorax an Sg- 

nema Sim. sich anschließend. 
St. brasilianan. sp., St. Simonin. sp. Para, (Keyserling, ebenda). 
Stephanopis furcilktta n. sp. Brasilien, St. badia u. sp. Neu-Granada, St. lucida u. 

sp. Neu-Granada (Keyserling, ebenda). 
Ceraarachne n. gen. Keyserling (^o) p. 192. Die Maxillen am Ende in eine 

lange Spitze auslaufend und wie die spitz zulaufende Lippe sehr lang und schmal. 
Sp. typ.: C. varia n. sp. (Keyserling, ebenda). 
Thanatiis granadensis n. sp., Th. mactilatus n. sp. Peru, Th. chorillensis n. sp., Th. 

rubicimdus n. sp. Georgia, Th. coloradensis n. sp. Keyserling [^^). 
Philodromus praelustris u. sp. Colorado, Ph. spectabilis n. sp. Colorado, Ph. satullus 

n. sp. Colorado, Ph. clarus n. sp. Nevada, Ph. laticeps u. sp. Georgia, Ph. ex- 

positus n. sp. N. -Washington, Ph. infuscatus n. sp. Baltimore, Ph. imbecilhs n. 

sp. Georgia, Keyserling (^o). 
Philodromus Clarae n. sp. Bertkau (2') p. 246, Fig. 1. 
Selenops mexicanus n. sp., S. nigromaculatiis n. sp. Mexico, Keyserling (*'*). 
Voconia Thor, [bereits von Thorell selbst in Holconia geändert, s. auch Karsch (3) 

p. 386]. 
Holconia mactilata n. sp. Uruguay, Keyserling ('*'*). 
Themeropis granadensis n. sp. Keyserling ebenda. 
Heteropoda pumila n . sp . Neu-Granada, Keyserling ebenda . 
Sparassus lutetis n. sp. Peru, Sp. montamis n. sp. Peru, Sp. nigrivittatus n. sp. Peru, 

Sp. ftmestus n. sp. [fällt nach Karsch (3) p. 386 vielleicht mit Heteropoda rosea 

Karsch 1879 zusammen], Sp. pelhicidus n. sp. Peru, Sp. tigrinus n. sp. Peru, >S^. 

clarus n. sp. Mexico, Sp. obscurus u. sp. Mexico. Sp. rapidus n. sp. Brasilien. Sp. 



6. Arachnida. IV. Araneidae. > 89 

fasciatus n. sp. Brasilien, aS^. helvtis n. sp. Neu-Granada, Sjj. rufus n. sp. Neu- 
Granada, >S^. antiguensis u. sp., Sp. jmraensis n. sp. Keyserling (^'^j. 

Sparassus extensipes n. sp. Kar seh (3) p. 383. Cairo. 
» gentilislü.. sp. Karsch (3''). 

Micrommata ophthalmica n. sp. E. Simon (49) Algier, 

Bomis duricornis \s.. sp. E. Simon ('') . 

Cermius luzonicus n. sp. Kar seh (3) p.383. 

Pyresthesis n. gen. Thomisidarum Butler (3i) zunächst mit Loxohates T\iov . ver- 
wandt, nach Cambridge jedoch mit Synema E. Simon (jedoch von ihr verschieden 
durch den stark gewölbten Thorax) . 

Sp. typ. P. Cambridyn n. sp. Butler (ebenda). 

Sicaroidae. 

Sicaroidae nov. fam. Laterigrad. Keyserling (^o) (siehe oben IV. b. p. 80.) 
Thomisoides Nicoletin. sp. Chili, Th. peruensis n. sp., Th. gracilis n. sp. Peru, Key- 
serling (ebenda) . 
Hexophthalma Karsch dürfte wahrscheinlich zu Thomisoides Nie. gehören. Da der 
Name SicarUvoia. Latreille schon auf Dipteren angewendet wurde, empfiehlt Karsch 
denselben in den »bezeichnenderen« der Hexophthalmoiden umzutaufen, Karsch (^] 
p. 385— 386. 

Lycosidae. 

Ocyale conspersa u. sp. Karsch (3^) Loango-Küste. 
Dolomedes albicoxa n. sp. Bertkau (^). 

Ancylometes n. gen. Bert kau [(^) p. 114]. Von Dolomedes hatv . nur durch die Au- 
genstellung verschieden. Die Augen in zwei so sehr nach rückwärts gekrümmten 
Bogen gestellt, daß die vordem Seitenaugen mit den hintern Mittelaugen in die- 
selbe Gerade zu stehen kommen. Die vordem Mittelaugen um das anderthalb- 
fache ihres Durchmessers vom Stirnrande und halbsoweit von einander entfernt. 
Die Augen der hintern Reihe gleich groß und doppelt so groß wie die vordem Mit- 
telaugen. 
Ancylometes vulpes n. sp. Bertkau ebenda, p. 114. 
Trochosa humicola n. sp. Bertkau ebenda, p. 65, Fig. 20. 

» terminalis w.. sp. Bertkau ^']. 
Tarentulä nychthemera n. sp. Bertkau (i) p. 68, Fig. 21. 
» Volxemii n. sp. Bert kau (i) p. 70, Fig. 22. 
» pttgiln. sp. Bertkau [^) p.71, Fig. 23. 
» Sternalis n. sp. Bertkau (i) p. 73, Fig. 24. 
» pardalina n. sp. Bertkau (^) p. 75, Fig. 25. 
Lycosa molitor n. sp. Bertkau (^) p. 76, Fig. 26. 
» magellanica n. sp. Karsch [^]. 
» festiva n. sp. Pavesi (^) Tunis. 
Anoteropsis flavovittata n. sp. E. Simon (") . 

Ctenidae. 

Alle Erfahrungen über die Verwandtschaft der Spinnen haben Bert kau dahin 
geführt, in dem Besitz oder Mangel einer Afterklaue, bzw. der Federhaarbüschel 
ein wichtiges systematisch-constitutives Merkmal zu sehen, daher nur die mit einer 
Afterklaue versehenen Cteniden den Lycosiden anzureihen, die ohne Afterklaue 
der Familie der Drassiden zuzuzählen oder in deren unmittelbare Gesellschaft zu 



90 F- Arthropoda. 

stellen seien. Ohne Afterklaue : C^e/msWalck. (nonKeyserl.j, CalociemtsKeySieYl., 
Isocte^ms Bertkau; mit Afterklaue: Ancyhmetes Bertkau [Bert kau (*) p. 55 
und 113]. 
Ctenus cydothorax -a.. sp. Bert kau (ebenda, p.56, Fig. 18). 

Isoctenus n. gen. Kopf so hoch wie der Thorax, Die quadratische Lippe nicht 
halb so lang wie die Maxillen. Das letzte Beinpaar das längste, an den 4 Vorder- 
tibien unten eine Doppelreihe von je 5 Stacheln ; das obere Spinnwarzenpaar nicht 
länger als das untere, sehr kurz; nur 2 Tarsalklauen . Bert kau (ebenda, p.61). 
Isoctenus folnferus Tl. sp. Bertkau (ebenda, p. 61). 
» bicolor n. sp. vanBeneden (^9) Brasilien. 
Ancyhmetes n. gen. Bertkau, siehe unter Lycosiden. 
Caloctenus variegatus n. sp. Bertkau \}) p. 59, Fig. 19. 
» major n. sp. Keyserling (^i) Peru. 

Senoculus Taczanowski (1S72) hat 8 Augen in 3 Reihen (Tarsen mit After- 
klaue) und wird daher der Name : Platyctenus vorgeschlagen. Keyserling (^i) 
p.338). 

Neue Art PL [S.) ruhromactihtus n. sp. Peru, Keyserling (ebendal. 
^S^enoc^enMs n. gen. Keyserling, ebenda, p.341. \on Platycte^nis ^urah. die be- 
deutend gestrecktere Gestalt und die zahlreichen Stacheln an Tibien und Meta- 
tarsus I. verschieden. 3 Tarsalklauen. 

Sp. typ. St. gracilis n. sp. Peru. Keyserling, ebenda. 
Rev. 0. P. Cambridge, welcher das Genus Labdacus im Jahre 187 3 mit der 
brasilianischen Art : L. monastoides Cb. creirte, betrachtete es als Repräsentanten 
einer eigenen Familie, welcher noch die Gattung Triclaria CK. beizugesellen sei ; 
nach Simon (^*) gehört Labdacus zu den Cteniden und schließt sich durch die 
Gattung Acanthoctenus Keyserl. der typischen Gattung Ctenus W. an. 
Die 5. neu beschriebenen Arten sind : 
Labdacus iricolor n. sp. Brasilien 
» plumosus n. sp. Brasilien 
» rußcapillus n. sp. Brasilien 
» purpurexis n. sp. Panama 
» parullelus n. sp. Brasilien. 



"> E. Simon i-^s) 



Dinopidae. 
Dinopis granadensis yi. sp. Keyserling [^^] Neu-Granada. 

Attidae. 

Lucas (■*'^) fand, daß Euop/irys erratica V^^alck. mit Vorliebe die Mauern und 
die Plafonds der Wohnzimmer aufsuche. Ein genaueres Studium der Lebensweise 
dieses Thieres, welches wegen seiner kurzen Beine nur schwer im Laufe oder 
Sprunge sich die Nahrung holen kann , ergab , daß es an der Mauer zahlreiche 
außerordentlich feine Fäden spinnt, welche ein unregelmäßiges Netz mit sehr 
weiten Maschen bilden , und in welchem sich kleine Dipteren , namentlich Ne- 
moceren, Culiciden und Tipuliden verfangen, die ihm als Beute dienen. 

Nach Kar seh (3) ist, entgegen ThorelFs Anschauungen, 7oa;ez<s CK. der Gat- 
tung Saliicus Latr. weit näher stehend, als der Gattung Synemosyna Hentz ; Janus 
CK. indessen steht der Gattung Leptorchestes Thor, und Synageles näher. 

Da der Name Cebrenis E. Sim. bereits von Stäl für eine Hemipterengattung 
vergeben ist, wird derselbe von E. Simon in Cebrenus umgewandelt. E. S im o n(*9). 
Ceh-enus puhherrimus n. sp. E.Simon (•*") Algier. 



6. Arachnida. V. Qpiliones. 91 

Hyctia insignipes n. sp. E. Simon C). 

Homalattus Gambeyin. sp. E. Simon C^) . 

Enophrys lunatus n . sp . B e r t k a ii ( ^ ) . 

Partia Karscli ist mit Eris CK. zunächst verwandt. Kar seh (^) p. 384. 

Kar seh (3) führt Janus melanocephalus CK. als Repräsentanten der neuen 

Gattung: Janigena ein (p.394). 
Synemosyna opaca n. sp. Samar. 
Saltmis furcatus n. sp. Bengal. S. bravus n. sp. Ceylan. S. denticulatus n. sp. 

Köbek. S. contractus n. sp. Ceylan. S. aüenuatus n. sp. Luzon. S. dilatatus 

n. sp. Niassa. 
Homalattus deplanatus n. sp. Luzon. 
TMlaeus hulbosus n. sp. Mexico. 
Neon punctulattis n. sp. Bolivia. 
Alcmena vittata n. sp. Caracas. 
Dendryphantes comatus n. sp. Syria. 
Eris harbatns n. sp. Luzon, Manilla. 
Maevia luzonica n. sp. Luzon. 

Ictidops constricttcs n. sp. Luzon. /. deruptns n. sp. Luzon. 
Hasarius coelestis n. sp. Luzon, Kar seh (3). H. punctiventris n. sp. Kar seh (3^) 

Loango-Küste. 
Plexippus lividus n. sp. Luzon. P. calcaratus n. sp. Macassar. P. setosus n. sp. Luzon. 

P. coernleus n. sp. Luzon. P. unicolor n. sp. Luzon. P. slmplicissimus n. sp. 

Luzon. P. intermedius n. sp. Luzon. P. planiceps n. sp. Luzon, Kar seh [^). 



V. Opiliones. 



55. Simon , E. , Premier Supplement au travail intitule : Essai d'une Classification des 
Opiliones Mecostethi. in: Compt. rend. Soc. Ent. Belg. T. 23. p. C— CHI. 

Siehe außerdem die schon erwähnten Schriften von Bertkau (^), Kar seh (3) 
und Simon (^ u. ^j. 

Gonyleptidae. , 

Ibalonms n. gen. Kar seh (3). Der Gattung Epedanus Thor, sehr nahe 
stehend, jedoch verschieden durch das Dornpaar des Dorsalscutums. Die Beine 
sind sehr ungleich lang, die des zweiten Paares die längsten, ihr Tarsus aus zahl- 
reichen (10) Gliedern gebildet und am Ende mit nur einer starken Klaue ver- 
sehen ; die des vordersten Paares die kürzesten , ihr Tarsaltheil nur aus wenigen 
(4) Gliedern bestehend, das Endglied mit einer winzigen Klaue. Die beiden letzten 
Beinpaare sind gleichgebildet, die des dritten jedoch fast um ein Viertel kürzer 
als die des Endpaares, der Tarsaltheil 5gliedrig, in 2 starke Klauen endend. 

/. Jagoriin. sp. Luzon. (Kar seh, ebenda.) 

Hinzuarms n. gen. Kar seh (3). Kein Augenhügel. Die beiden Augen um 
zwei Drittel Leibesbreite von einander abstehend. Tarsus III u. IV aus je 5 kurzen, 
Tarsus II aus je 5 längern und Tarsus I aus je 3 längern Gliedern zusammen- 
gesetzt. 

H. insulanus n. sp. Anjoani. (Kar seh, ebenda.) 

Adaeum n. gen. Kar seh (3). Scheint der Gattung Scotolemon'LviQ. am näch- 
sten verwandt zu sein, jedoch der birnförmige Körper vorn in einen aufrechten, 
ziemlich hohen an der Spitze rundlichen Augenhügel vorgezogen. Die Palpen 
sehr dick, die Beine auffallend kurz. 



92 F. Arthropoda. 

Sp. typ. A. asperatum n. sp. Karsch(3) »Cap-Drege«. 
Gonyleptes vatius Bertkau [(i) p. 95, Fig. 35]. 

» picus n. sp. Bertkau (ebenda, p.98, Fig. 36). 
» granulatus n. sp. Bertkau (ebenda, p. 101). 
Anctstrotus acanthoscelis n. sp. Bert kau (ebenda, p. 103, Fig. 37). 

» urceohris n. sp. Bertkau (ebenda, p. 104). 

Mischonyx n. gen. Gonyleptidarum Bert kau (ebenda, p. 106). Cephalotho- 
rax etwas länger als breit , in der Mitte scbwach erweitert , dann wieder ver- 
schmälert, der niedere Augenhügel trägt über jedem Auge ein Höckerchen. Die 
Hinterbeine mit 3 Metatarsalgliedern und 2 ungezähnten, auf gemeinschaftlichem 
Stiele eingelenkten Krallen. 
Mischonyx squalidus n. sp. (Bertkau ebenda, p. 107, Fig. 38). 
Collonychium n. gen. Bert kau (ebenda, p. 108). Von voriger Gattung nur da- 
durch verschieden, daß die beiden Hinterbeine an dem die beiden ungezähnten 
Krallen tragenden Stiele außerdem eine Haftscheibe besitzen. 
Collonychium bicuspidatiim n. sp. Bert kau (ebenda, p. 108, Fig. 39). 
Equitius n. gen. E. Simon (^^). 
Mennerus Savesii n. sp. E. Simon C^). 

Cosmetidae. 

Dampeirus n. gen. Ka,v seh. {^]. Augenhügel rundlich, oben bezähnelt. Beine dünn, 
ziemlich gleich lang. 

Sp. typ. D. anstralis n. sp. Kar seh (3j Australien. 

Phalangidae. 

Acantholophus diversicolor n. sp. Karsch, (3) Africa austr. 

Sclerosoma sicanum Pavesi = Phala7igitim [Mastobunus] tuberculiferum H. Lucas (Si- 
mon). 



VI. Pedipalpi. 



56. Karsch, Dr. F. , Zur Kenntniss der Tarantuliden (in : Archiv f. Naturg. 46. Jahrg. 
2. H. p. 244—249 und Taf. X. Berlin ISSO.). 

Streitschrift gegen Butler's Aufsatz : Respecting a new Distinction between 
the Species of the genus Phrynus. Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1879. 



VII. Scorpiones. 

57. Becker, Leon., Etudes sur les Scorpions. (Premier article). in: Ann. Soc. Ent. Belg. 

T. 24. Seanee du 3. juillet 18S0. p. 1—12. pl. 2 und 3. Brüssel ISSO. 

58. Simon, E., Note sur quelques Scorpiones de Mossoul, (aneienne Ninive), sur le Tigre, 

en Mesopotamie. in: Bull. Soc. Ent. France. Seanee du "/2 1880. 

Siehe außerdem die Schriften von Bertkau (i) und Karsch (3). 
Ldon Becker beschreibt (^^j nach einer kurzen historischen Einleitung über 
die Systematik der Scorpione 6 neue Arten, siehe unten. 

Unter den 3 aus Mossoul von Simon erwähnten Scorpioneu ist eine neue Art. 



6. Arachnidae. VIII. Pseudoscorpiones. IX. Galeodidae. 93 

Buthus Smilcyi n. sp. E. Simon (^s) Mossoul. 

Chactas (?) quinquedentatus n. sp. Karscli [^) Ostindien. 
» Schaumii u. sp. Karcli [^] Ind. or. 

Diplocentrus Guncllachii u. sp. Karsch (3) Trinidad. 

Diplocentrus sulcaius Karsch wird als Type einer neuen Gattung : Cyphocentrus 
n, gen. aufgestellt. (Augenhügel durch eine Furche getrennt.) Telegonus, welcher 
Name bereits von Hübner an Lepidopteren vergeben wurde , wird in Mecocentrus 
umgetauft und die ganze Abtheilung Acanthochiroidae genannt. Karsch (3). 

Yüv Hormiinisl'kQv. (1876) hat der ältere Gattungsname iibc/«efcs Sund, ein- 
zutreten. Karsch ("^). 

Scorpio Simonit n. sp. L. Becker (^^) Liberia. 
» crassimamis Tx. sp. L. Becker (^'^) Indien. 

Theuthraustes Ecuadorensis n. sp. L. Becker [^'] Ecuador. 

Diplocentrus Purvesii u. sp. L. Becker (^^) Insel Antigua. 

Ischyiiiriis De Changei u. sp. L. Becker [^'^) Manilla. 

Isometrus de Villei n. sp. L. Becker (^'') Guayaquil. 

Cercopho7inis Glasioni u. sp. Bertkau [^) aus Brasilien ist mit C. sqimma Gerv. aus 
Australien näher verwandt als mit der ebenfalls aus America stammenden Art : 
C. hrachycentrus. 



VIII. Pseudoscorpiones. 

Außer den schon citirten Schriften vonPavesi [^) und E. Simon C') siehe 
Hagen in: American Entomologist ISSO, Nr. 3. 

Neue Arten : 
Chihonius Packardi n. sp. Hagen. 
Olpium microstethum n. sp. Pavesi (^) Tunis. 
Obisium antipodum n. sp. E. Simon C^) Neu-Caledonien. 



IX. Galeodidae. 

59. Karsch, D. F. , Zur Kenntniss der Galeodiden. (in: Arch. f.. Naturg. 46. Jahrg. 2. 
H. p. 228—243. T. 10. Berlin 1880.) 

Eine kritische Besprechung von E. Simon 's Essai d'une Classification des 
Galeodes, Paris 1879 und Beschreibung neuer Gattungen und Arten nach Typen 
im Berliner Museum. — Simon's Änderung des Namens Solpuga in Gaetulia ist 
unstatthaft. Welche der von C. Koch in die unter Gluvia gebrachten Arten als 
Type seiner Gattung aufzufassen ist, läßt sich dermalen nicht entscheiden. G. prae- 
cox und gracilts bilden die Typen neuer Gattungen. 
Zerbma n. gen. Tarsus III 2gliedrig, Tarsus IV Sgliedrig, Femur IV dünn und 
nicht compreß , die beiden Endglieder der Tarsen der Hinterbeine gleich lang ; 
die Klauen an den 3 letzten Fußpaaren klein und zart. Angenhügel dick. 
Sp. typ. L. gracilis O.K. 
Daesia n, gen. Tarsus U und HI 2gliedrig , Tarsus IV 4gliedrig. Metatarsalglied 
der Maxillarfüße unten mit Dornen besetzt [(^). 
Sp. typ. D. praecox CK. 
Damit verwandt : 
Biton n. gen. Von Daesia dadurch verschieden, daß das Metatarsalglied der 



94 F- Arthropoda. 

Maxillarfüsse unten nur mit längeren und kürzeren Borstenliaaren bekleidet Q ) . 
Sp. typ. B. Ehrenhergii n. sp. Dongolah. 

Galeodes scalaris CK. = G. leucophaeus CK. 

Solpuga jubata CK. nicht synonym mit GaetuUa setifera (Oliv.) Simon. S. chelicomis 
Licht. =S.juhata CK. =S. africana Licht. GaetuUa vincta Sim. ist verschieden 
von S. vincta CK. und mag S. prodnctaKsa^dk heißen; jedoch gehören S. badia 
und S. rufescens CK. zu S. vincta CK. 

Solpuga fatalis Licht. = S. lethalis CK. 

S.ßavescens CK. ist verschieden von Gaet. nigripalpis (Duf.) Sim. 

S. fusca, lateralis und lineata CK. sind leicht unterscheidbare Formen. 

S. Merope Sim. mit S. fusca CK. und S. dentatidens Sim. mit S. lateralis CK. ver- 
wandt. 

Gluvia st7-iolata CK. verschieden von Gl. dorsalis (Latr.) Sim. Datames geniculatus 
Sim. ist verschieden von Gl. geniculataC.K. Gluvta/ormicaria CK. wahrscheinlich 
= Gl. cinerascens CK. Gl. formicaria , cinerascens und elongata CK. gehören 
wahrscheinlich zu Datames Sim. ; daher hatte für Datames Sim. Gluvia CK. und 
für Gluvia Sim. ein neuer Name einzutreten. 

Rhax impavida CK. gehört nicht zu Dinorhax. 
Neue oder minder bekannte Galeodiden. 

Solpuga niassa n. sp. Nyassa. S. nasuta n. sp. Zanzibar. S. Schweinfurthi n. sp. 
Djur. S. scopulata Hantam. 

Gnosippus n. gen. Tarsus 11 und III 1 gliedrig ; Coxen des vierten Paares sehr 
verlängert, kaum kürzer als der Femur. Der obere Man dibularfinger vorn ge- 
gabelt, innen mit einem kurzen halbmondförmigen Flagellum. 
Sp. typ. G. Klunzingeri n. sp. 

Gylippus quaestiunoulus n. sp. Köbek. 



7. Myriapoda. 

(Referenten: Dr. Paul Mayer (Anatomie) und Prof. F. Fanzago in Sassari.) 

1. Grenacher, H. , Über die Augen einiger Myriapoden; zugleich eine Entgegnung an 

Herrn Prof. Dr. V. Graber in Czernowitz. in: Arch. f. mikr. Anat. 18. Bd. p. 
415—467. Taf. 20—21. 

2. Hauser, G. , Physiologische und histologische Untersuchungen über das Geruchsorgan 

der Insecten. in: Zeitschr. f. wiss. Zool. 34. Bd. p. 367—403. Taf. 17—19. 

3. Mason, N., Eyes and brain of Cermatia forceps, in: Amer. Naturalist. T. 14. p, 602. 

Referat in: Journ. Roy. Micr. Soc. Vol. 3. p. 783. 

4. Seliwanof , A. , Bau der Segmente bei verschiedenen Geschlechtern der Geophilidae. 

in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 167. 

5. Sograf, N. , Anatomie von Lithohius forßcatus. in: Arb. Zool. Museum Moskauer 

Universität. 1. Bd. (ISSO). 2. Heft. 34 p. m. 3 Taf. (Russisch). 

Die Abhandlung Grenacher 's (^jüber die Augen einiger Myriapoden beginnt mit 
einer Nachuntersuchung der Graber' sehen Arbeit über das Tracheatenauge (vergl. 
Zool. Jahresber. f. 1879. p. 391). Die von letzterem Autor beschriebenen Vor- 
der- und Mittelkerne der Retina existiren nach Grenacher's Beobachtungen an 
Scorpionen und Spinnen [Biithus , Ischmirus und Lydias so^vie Epeira und 
Lycosa) nicht, die Hinterkerne sind keine Kerne, sondern andere Gebilde von un- 
bekannter Bedeutung, welche zwar sehr stark Farbstoffe speichern, aber das Licht 



7, Myriapoda. 95 

wenigstens eben so stark brechen wie es Ol tliut , kein kohlensaurer Kalk sind 
und vielleicht nicht in, sondern zwischen den Retinaelementen liegen. Die wirk- 
lichen Retinakerne hat Graber dagegen übersehen. Sonach ist das Retinaelement 
in der That eine einzige Zelle mit nur einem Kerne. Auch der vom Verf. be- 
hauptete , von Graber geläugnete Dimorphismus dieser Elemente in den Augen 
einer und derselben Spinne, wie er sich in der prae- und postbacillären Lagerung 
der Kerne äußert (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 386) besteht zu'Recht, da 
die Nachprüfung durchaus dieselben Resultate ergeben hat. Im medialen Hinter- 
auge von Epeira , Tegenaria , Argyroneta u. s. w. , das im Allgemeinen postbacil- 
läre Kerne aufweist , befindet sich aber eine Stelle , wo die Kerne praebacillär 
liegen (wie dies Graber hervorgehoben hat) , also mit denen des Vorderauges über- 
einstimmen. Die von Graber beschriebene praeretinale Zwischenlamelle d. h. die 
Cuticula zwischen Glaskörper und Retina ist bei Scorpionen sehr deutlich , bei 
Spinnen sehr zart. — Was nun die Myriapoden betrifft, so hat Verf. die Scolo- 
pendriden Heterostoma, Branchiostoma , Cormocephalus und Scolopendra und außer- 
dem Scutigera , Lithobiits , Juhis und Glomeris untersucht. Von diesen haben die 
erstgenannten jederseits nur 4 Stemmata, Julns, Glomeris und Lithohius »gehäufte 
Ocellen« , Scutigera endlich »Facettenaugen«. Über die Anzahl der Schichten im 
Weichkörper ihres Auges ist kein abschließendes Urtheil möglich, da sie bei Scu- 
tigera zweifelhaft geblieben ist , bei Branchiostoma sich je nach der Lebensphase 
auf eins oder zwei beläuft und nur bei Scolopendra, Julus und Glomeris sicher nur 
eins beträgt. Der Glaskörper ist bei Scolopendra bestimmt hypodermatisch, seine 
Cuticula bildet die Linse , sodaß also hier Verhältnisse wie im Spinnenstemma 
vorliegen. Bei Lithobius ist dies zweifelhaft ; Jttlus und Glomeris haben überhaupt 
keinen Glaskörper ; bei Sctttigera sind anscheinend keine zelligen Elemente zur 
Abscheidung der Linse vorhanden. Darum ist die Rückführung der Retiuaele- 
mente auf die Hypodermis nicht allgemein möglich. — Für die Physiologie der 
Augen ist Folgendes von Bedeutung. Zwar können die Linsen von J^dus, Glomeris 
und den Scolopendriden ein Bildchen entwerfen, indessen ist seine Perception 
unmöglich , da die Retinaelemente nicht wie im typischen Arthropodenstemma 
parallel zur Augaxe, sondern senkrecht auf ihr stehen, somit hinter einander an- 
geordnet sind und vom Lichte quer durchsetzt werden. Es empfängt also jedes 
Stäbchen auf jedem Punkte seiner Länge andere Theile des Bildchens, wie auch 
jedes Strahlenbüschel alle vor seinem Vereinigungspunkte gelegene Elemente 
theils mehr , theils weniger afficirt. Hiernach ist nur die Empfindung von Hell 
und Dunkel möglich, doch können sich wenigstens bei Juhis und Glomeris die Ein- 
zelaugen ergänzen und ein musivisches Sehen gestatten. Bei Lithobius befinden 
sich zwar die Stäbchen zum Theile in der für gesonderte Perception günstigen 
Lage, dagegen mangelt hier (wie übrigens auch bei den schon erwähnten Augen) 
das Pigment zur Isolirung der Stäbchen , deren Zahl noch dazu nur gering ist. 
Doch ermöglichen auch hier die vielen Einzelaugen das musivische Sehen. Das 
Auge von Scutigera endlich fungirt wie ein zusammengesetztes Insectenauge. (Die 
früher vom Verf. behauptete Ähnlichkeit des Auges von Limulus mit dem der My- 
riapoden gilt nur mit der Beschränkung auf Jtdus und Glomeris] . Von Einzeler- 
gebnissen verdienen noch folgende besonderer Erwähnung. 1. Scolopendriden. 
Die Stäbchen sind rundliche, nicht aus Längsstücken zusammengesetzte Röhren. 
Bei frisch gehäuteten Exemplaren ist die Linse noch sehr dünn , der sie abschei- 
dende Glaskörper hingegen stark entwickelt. Die Verbindung der Opticusfasern 
mit den Elementen der Retina hat Verf. nicht deutlich erkannt. Die Zellen der 
Retina sind pigmentirt , die Stäbchen pigmentfrei ; um das ganze Auge ist stark 
Pigment entwickelt. Die von Graber behauptete Cuticula zwischen Glaskörper und 
Retina hat Verf. nicht aufgefunden. Von den 3 Graberschen Kernen jedes Re- 



96 F. Arthropoda. 

tinaelementes existirt nur der hintere, der sogen. Ganglienzellenkern. 2. Lithobms. 
Der Glaskörper fehlt. Dicht unterhalb der Linse befinden sich einige kleine Zell- 
kerne von unbekannt gebliebener Bedeutung ; ferner liegt dort ein Kranz großer 
Zellen, die nach innen zu einen Besatz sehr feiner Haare tragen ; letztere müssen 
also vom Lichte durchsetzt werden. Die Retina befindet sich mehr im Hinter- 
grunde des Auges ; der Übergang der Opticusfasern in die Retinaelemente ist hier 
wie auch bei Jtdus sehr deutlich , dagegen lassen sich die Stäbchen nicht gut er- 
kennen. 3. Julus. Die Cornealinse ist ähnlich der von Limulus innen und außen 
fast plan, verkalkt. Der Glaskörper fehlt. Es sind viel mehr Stäbchen vorhanden, 
als die Zahl der sie abscheidenden Zellen beträgt. Zwischen den Retinaelementen 
liegen Pigmentzellen. Um alle Augen ersti'eckt sich eine starke Cuticula, um jedes 
einzelne eine feinere. 4. Glomeris. Das Auge ähnelt dem von Lithobius im Bau 
der Linse, dem von JxiUis in der Beschafi"enheit der Retina. 5. Scuttgera. Die Au- 
gen sind äußerlich facettirt , weichen aber in ihrer Structur bedeutend von den 
echten Facettenaugen ab. Die optischen Vertreter der Krystallkegel, dieKrystall- 
körper , sind auf Schnitten zerklüftet und in Salzsäure bis auf zurückbleibende 
Membranen löslich ; obwohl sich Kerne nicht auffinden lassen, sind es doch viel- 
leicht modificirte Zellen. Retinula und Rhabdom sind trichterförmig und bestehen 
sozusagen aus zwei Etagen, von denen die obere, weitere aus 9 — 12 Zellen nebst 
zugehörigen Stäbchensäumen, die untere, engere aus 3 — 4 Zellen nebst Stäbchen 
zusammengesetzt ist. Die Verschmelzung der Opticusfasern mit den Stäbchen- 
zellen ist sehr deutlich. Die Zellen der Retinula sind stark pigmentirt; außerdem 
finden sich noch drei Arten Pigmentzellen vor. — In einem kurzen Nachtrage 
bespricht der Verf. die Arbeit von Sograf (vergl. unten) mit Bezug auf die in ihr 
enthaltenen Abbildungen der Augen. 

Hauser (2) beschreibt die Geruchskegel von Lithohius (vergl. Referat bei 
Insecteß, unten p. 106). 

Schlundring der Myriapoden, vergl. Lienard, s. oben p. 2. 

Ontogenie der Myriapoden, vergl, Balfour, s. oben p. 3. 

S g r a f 's [^) anatomische Arbeit nher Lithohius berücksichtigt sämmtliche Systeme 
dieses Thieres. In Bezug auf das Hautskelet unterscheidet Verf. drei Typen bei 
den Myriapoden : die Chilognathen, bei denen die Segmente, welche die Kiefer- 
füße tragen, ganz selbständig sind, die Geophiliden, wo das mittlere Segment 
sich fast ganz zwischen dem 1. und 3. verbirgt, und den Rest der Chilopoden, bei 
welchen das mittlere Segment völlig eingegangen ist. — Von Muskeln finden sich 
glatte an den Ausführgängen der Samendrüsen , den Anhangsdrüsen der Ge- 
schlechtsorgane, den Receptacula seminis und dem Chylusmagen vor. Verzweigte 
quergestreifte Muskeln sind auf dem Darme und der Dorsalwand des ventralen 
Blutsinus vorhanden. — Das sympathische Nervensystem hat Verf. nicht näher 
verfolgt ; in Betrefi" der Leydig'schen Punctsubstanz bringt er nichts Neues vor 
und hat auch den Übergang der Zellen in Nervenfasern nicht ermittelt ; er unter- 
scheidet zweierlei Arten Ganglienzellen. Die Nerven bestehen bei Scolopendra 
aus zahlreichen (bis zu 50) Bündeln Nervenfasern, von denen jedes sein beson- 
deres Neurilem besitzt. Die Augen sind einfach, an Zahl nach den Individuen 
verschieden (18 — 33); jedes entspricht einem Stemma, wie es Grenacher für 
Phryganiden angibt (vergl. unten). — Vom Darmcanal gibt Verf. eine ein- 
gehende histologische Beschreibung. — Was die Drüsen angeht, so münden die 
Speicheldrüsen jederseits mit einem Gang dicht unter der Oberlippe. Am Kopfe 
sind ferner Drüsen von unbekannter Function vorhanden. Die Giftdrüsen in dem 
zweiten Kieferfußpaare entsprechen nahezu der Beschreibung von Mac Leod. Die 
mit einem Muskelnetze vesehene Drüse ist aus vielen kleinen einzelligen Drüsen 
zusammengesetzt , deren Gänge alle an Einem Puncte in den großen Gang aus- 



7. Myriapoda. 97 

münden ; letzterer verläuft im Inneren des Kieferfußes bis zur Öffnung in der 
Nähe der Spitze. Das Secret der Coxaldrüsen dient wohl zur Anfertigung des 
Gewebes , mit welchem sich die Thiere ihre Wohnplätze polstern und auch (bei 
einigen Arten) die Eier einhüllen. Die einzelligen Hautdrüsen sondern wahr- 
scheinlich die lackartige Masse ab , welche vor der Häutung noch unter der alten 
Chitinlage abgeschieden wird und das Thier beim Herauskriechen aus derselben 
noch ganz überzogen hält. — Das Herz besitzt eine Ringmusculatur. Der 
Bauchsinus verhält sich genau wie ihn Graber beschrieben. — Die Tracheen 
verzweigen sich wie in den Larven von Wespen und ähnlichen Insecten. — Der 
Geschlechtsapparat der Männchen weicht histologisch von dem der Insecten nicht 
ab. Die Eier entwickeln sich wie bei den Spinnen. — Zum Schlüsse vergleicht 
Verf. jedes Organ von Lithobius mit dem der andern Myriapoden. Was die Augen 
betrifft , so verhalten sie sich bei den Scolopendriden wie bei Lithobius , sind da- 
gegen bei Cermatia [Scutigera] zusammengesetzt nach dem Typus Forficula. Die 
Coxalporen werden bei Himanthartum und Geophilus functionell durch ähnlich ge- 
baute Drüsen am Hinterende des Körpers in der Nähe der Geschlechtsöffnungen 
ersetzt. 

Latzel, Rob., Beitrag zur Kenntnis der Geophiliden. in: Zool. Anz. November 1880. 
L'Autore delimita e da una estesa diagnosi del genere Notiphilus. 

Tömösvary, Edm. , Beitrag zur Kenntnis der Myriapoden Ungarns. 1. Die Chilopoden. 
in: Zool. Anz. December 1880. 

Tra le specie annoverate in questo lavoro notiamo le seguenti, nuove per la 
scienza. Lithobius dubius : Minus robustus, sublaevis ; flavo-brunneus, marmoreus. 
Antennae longiores, 37 — 40 articulatae. Ocelli utrimque 18 — 20, in series 4 di- 
gesti (6-h5-]-3-4-3 — 7-|-6-l-4-f-3). Laminae dorsales angulis omnes 
rotundatis. Pori coxales elliptici, 4, 6, 6, 5. Pedes anales inflati, unguibus binis, 
infra calcaribus, 0, 1, 3, 3, 3 armati. Genitalium femineorum unguis bi-vel tri- 
lobus, calcarium duo paria. Coxae pedum maxillarium secundi paris dentibus 4 
armatae. Long. 18 — 20mm. — Lithobius Dadayi: Subgracilis, sat laevis ; 
ochraceus vel castaneus. Antennae tenues, dimidium corpus longitudine aequan- 
tes, 46 — 52 articulatae. Ocelli 12 — 14 in series 4 digesti. Laminae dorsales 
omnes angulis posticis rectis, vel subrectis. Pori coxales rotundi 4, 5, 5, 4 — 
5, 6, 6, 5. Pedes anales sat longi et tenues, nunquam sulcati, infra calcaribus 
0, 1, 3, 3, 2. Genitalium femineorum unguis obsolete trilobus ; calcarium duo 
paria. Coxae pedum maxillarium secundi paris dentibus 4 armatae. Long. 15 — 
17mm. — Mecistocephalus himgaricus : Minus robustus, postice attenuatus ; flavus 
vel ochraceus ; capite cum trophis brunneo. Lamiua cephalica multo longior quam 
latior, sparsissime punctata, pilis brevioribus vestita. Lamina basalis brevis aeque 
longa ac lata, margine laterali subrecta. Antennae breviores, attenuatae. Pedes 
maxillares secundi paris flexi marginem frontalem magno spatio superantes ; 
coxae coalitae , sat latae , pilis in 5 series dispositis , margine anteriore dentibus 
duobus minimis armato. Lamina ventralis ultima triangularis. Pleurae posticae 
pilis brevioribus vestitae , poris numerosis , majoribus et minoribus. Pori anales 
duo, sat magni. Pedes anales pedibus paris antecedentis multo longiores, pilis 

_ brevioribus et longioribus vestiti , feminae marisque tenues. Pedum paria Q 43, 
(5^41. Long. 18 — 20mm(5', 20 — 22 mm Q. — Geophilus paradoxus: Minus 
gracilis, ferrugineus ; capite cum trophis fen'ugineo vel brunneo ; corpore postice 
attenuato. Lamina cephalica multo longior quam latior, pilis longioribus sparse 
vestita. Lamina basalis latior quam longior ; lamina praebasalis obtecta. An- 
tennae longae, pilis longis sparsissimae vestitae. Pedes maxillares secundi paris 
flexi marginem frontalem magno spatio superantes ; coxae coalitae quadratae, 

Zoolog. Jahresbericht 18S0. II. 7 



98 F- Arthropoda. 

tarsorum articiüus primus dentibus duobus armatus, margine externo pilis agregatis 
vestito. Laminae dorsales sparsae pilosae, bisulcatae in medio bifoveolatae. Spi- 
racula rotunda. Laminae ventrales pilosae, medio unisulcatae. Lamina ventralis 
ultima subquadrata , lateribus subrectis , margine anteriore pilis longis sparse, 
posteriore pilis brevioribus condensius vestito. Pori anales duo parvi. Pleurae 
posticae pilis longioribus vestitae , poris parvis ; aequalibus, numerosis. Pedes 
anales pedibus paris antecedentis multo longiores , pilis longioribus et brevioribus 
vestiti, feminae crassiores marisque tenues, ungue magno armati. Pedum feminae 
paria 43 — 45, maris 41 — 43. Long, feminae 27mm, maris 25mm. 

Karsch, F., Westafricanische Myriapoden und Arachniden. Mit 1 Taf. in: Zeitschr. f. 

ges. Nat. (Giebol) 52. Bd. p. 825. 
Peters, W., Über die Arten von Peripaüis. in: Sitzungsber. d. Ges. nat. Fr. Berlin. Nr. 2. 

p. 28—29. 
Karsch, F., Über einen neuen europäischen Myriapoden. in: Sitzungsber. Ges. nat. Fr. 

Berlin p. 58 — 59. 
Ryder, John A., Scolope7idrella as the type of new order of Articulates (Symphyla). in: 

Amer. Natur. Vol. 14. 
Sseliwanoff, A., Eine Bemerkung über »Lithobius sibn-icus« Gerstfeldt's. in: Zool. Anz. 
Nov. 1880. 

L'Autore stabilisce le vere diagnosi differenziali tra il L. Sibiriens Gerst. e 
L. Orientalis Sseliw., perche la diagnosi data dal Gerstfeldt e incompletissima , ed 
egli stesso avea messo sotto il nome di L. sibirict/s una specie tutta diversa [L. 
Orientalis). Le diagnosi sono le seguenti : L. Sibiriens; Coxae pedum maxillarium 
dentibus 4 (5, 6, 7) armatae. Antennae articulis 20 — 23 (24' compositae. Oculi 
ocellis 8 — 12, in series 3 — 4 digestis. Pedes primi paris calcaribus 2, 3, 2 ; pedes 
anales calcaribus 1, 3, 2, 1 armati. Pori coxales rotundi vel ovales 5. 5.5.5 — 
7. 8. 7.^6. Genitalium femineorum unguis Simplex, calcarium tria paria. Long. 
13 — 28mm. 

L. Orientalis ; Coxae pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Antennae articulis 
17 — 21 compositae. Oculi ocellis 9 — 13 in series 2 digestis. Pedes primi paris 
calcaribus 0, 1, 1 — 1, 2, 1 ; pedes anales calcaribus 1, 3, 2, 1 armati. Pori 
coxales rotundi 4, 5, 4, 4 — 5, 6, 6, 5. Genitalium femineorum unguis bi- vel 
trilobus; calcarium duo paria. 

Haase, Erich, Zur Kenntnis der sibirischen Myriapoden. in: Zool. Anz. Mai 1880. 

L'Autore completa le diagnosi date dal Gerstfeldt di due miriapodi e sono i se- 
guenti : Lithobius sibiricus Gerstf. Brunneus, laminis ventralibus pedibusque palli- 
dioribus, capite rufescente; sat robustus, sat glaber, laevis, capite subcordato, 
latiore quam longiore. Antennae dense tenuiter pilosae, sat breves, 18 — 24 arti- 
culatae. Oculi parvi, ocellis 11 — 12, in series 3 digestis. Coxae pedum maxilla- 
rium coalitae dentibus 6 armatae. Laminae dorsales omnes angulis rectis. Pori 
coxales rotundi, 4. 5. 5. 4 — 5. 5. 6. 5. Pedes primi paris calcaribus 1, 1, l ; 
pedes praeanales calcaribus 1, 3, 2, ; pedes anales calcaribus 1, 3, 2, ar- 
mati. Pedes postici longi, sat tenues ; pedes anales unguibus binis armati. Geni- 
talium femineorum unguis late excavatus, paene integer. Long. 12 — 16 mm. 

Craspedosoma armatiim Gerstf. ) Haase (sub Jidus Gerstfeldt) . Subteres, spar- 
sissime setosum. Vertex sparse, frons multo densius curte crinita. Oculi subtiian- 
gulares, seriebus ocellorum G transversis, ocellis 23. Antennae latitudine corporis 
multo longiores. Segmenta lateribus in processum obtusum, sat longum productis. 
Sculptura sat distincte reticulata, tuberculis in utroque latere ternis, magnis, ca- 
rina dorsali distincta. Setae laterales segmentorum binae vel singulae, tubercula 
media semper seta instructa. Valvulae anales leviter marginatae, setis paucis, 



7, Myriapoda. 99 

curtis ornatae. Pedes latitudine corporis paullo longiores. Femina: Paria pedum 
50. Numerus segraentorum 30. Color flavescens , pedibus lividis , antennis ni- 
grescentibiis. Long. 9 — 11mm, lat. 1,35 mm. 
Latzel, Rob., Zwei neue mitteleuropäische Arten der Gattung Lithobitis Leach. in: Zool. 
Anz. Mai 1880. 

LUholius nodulipes n. sp. Rufo-brunneus, laevigatns. Antennae dimidium cor- 
p\is longitudine vix aequantes, 35 — 46 articulatae. Ocelli utrimque 11 — 19, in 
series 3 — 4 digesti. Coxae pedum maxillarium II. paris dentibus 4 armatae. La- 
minae dorsales 9, 11, 13 angulis posticis productis. Pori coxales uniseriati , ro- 
tundi, parvi, in coxis singulis 4, 5, 5, 4 — 6, 6, 6, 5. Pedes anales sat longi, 
ungue singulo, infra calcaribus 0, 1, 3, 1, armati, articuli I. margo lateralis 
inermis; in mare pedum analium articulus 5. supranodulo ovali setigero e foveola 
ante apicem valde prominente instructus. Genitalium femineorum unguis bi-vel 
trilobus; calcarium duo paria. Long. 9 — 14 mm, lat. 1,5 — 2 mm. 

Lifhobius cyrtopus n. sp. Bruuneo-flavus, fusco fasciatus, capite rufescente, pe- 
dibus posticis saepe flavo - annulatis ; sat gracilis, sublaevis. Antennae dimidium 
corporis longitudine saepe aequantes, 36 — 46 articulatae. Ocelli utrimque 15 — 22, 
in series 4 — 5 digesti. Coxae pedum maxillarium II. paris dentibus 4 armatae. 
Laminae dorsales 11, 13 angulis posticis modice productis vel fere rectis. Pori 
coxales rotundi, uniseriati, in coxis singulis 3, 4, 4, 3 — 4, 5, 5, 4. Pedes anales 
breves. ungue singulo vel unguibus binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 2, — 0, 1, 3, 3, 1 
armati; articuli 1. margo lateralis inermis. In maribus pedum analium articulus 3. 
ante apicem processu coniformi valido instructus atque articulus 5. supra profunde 
sulcatus. Genitalium femineorum unguis trilobus ; calcarium duo paria. Long. 
10 — 16 mm, lat. 1,5 — 2 mm. 

Haase, Erich, Schlesiens Chilopoden I. Chilojwda anamorpJia. Breslau 1880. 

I Chilopodi sono divisi in questo lavoro in due gruppi cioe : Chilopoda ana- 
morpba (Scutigerini e Lithobiini) e Chilopoda epimorphaJScolopendrini e Geophilini). 
Tra i primi vivono in Silesia i seguenti. Scutigera coleoptrata — Lithobius forßcatus ; 
L. piceus; L. nodulipes; L. nigrifrons; L. bucculentus ; L. agilis ; L. cyrtopus; 
L. mutabüis ; L. muticus ; L. calcaratiis , L. erythrocephalus ; L. lapidicola ; L. 
crassipes ; L. curtipes; L. ae?-ugmosus ; L. pelliduus n. sp. Pergracilis , laevis. 
Caput parvum, rotundatum, aeque longum ac latum. Antennae non ita longae, 
sparse pilosae, 39 — 44 articulatae. Oculi ocellis 9 — 13, in series 3 — 4 digestis. 
Coxae pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Pori coxales minimi, rotundi, in 
femina 3, 3, 3, 3 ; in mare 3, 3, 3, 3 — 4, 4, 4, 4, plerumque 3, 4, 4, 3. Pedes 
auales ungue singulo armati. Pedes primi paris calcaribus 0, 1, 4 validis ; pedes 
praeanales calcaribus 0, 1, 3, 3, 2 ; pedes anales calcaribus 0, 1, 3, 2, armati. 
Pedes postici breviores, sat inflati. Genitalium femineorum unguis manifeste trilo- 
bus, gracilis. Color: griseo - testaceus capite antennisque rufescentibus, laminis 
dorsalibus obscure medio taeniatis et marginatis , laminis ventralibus pedibusque 
praeter posticos testaceos lividis. Long. 9 — 12 mm. Henicops fulvicomis. 

Fanzago, Filippo, Nuova forma di Miriapodo, Lühohiushrachycephalus. Sassari 1880. 

Lamina cephalica subcircularis, lateribus subrectis, parte postica sulco profun- 
diore (V notata. Antennae breves, articulis 28, tertiam partem longi tudinis cor- 
poris vix superantes. Oculi ocellis 16. in 4 series longitudinales 5 — 4 — 4 — 3 
digestis. Coxae pedum maxillarium secundi paris dentibus 7 -f- 7 armatae. Scuta 
dorsualia 6, 7, 9, 1 1 , 13 angulis posticis productis. Scuta ventralia setis non vestita. 
Pori coxales subovales, (in pedum paribus 12 — 13 — 14 — 15) 8 + S-f-9 + 8. 
Pedes primi paris calcaribus 4 -f- 4 -[- 2 . Pedes anales calcaribus 1 -f- 4 -|- 3 -j- 2 . 
Color : testaceus-brunneus. Long. 20 mm. 



100 F. Arthropoda. 

KarSCh, F., Über die von Dr. 0. Finsch während seiner polynesischen Reise gesammelten 
Myriapoden und Arachniden. in: Sitzungsber. Ges. nat. Fr. Berlin. Nr. 5. p. 
77—83. 

Sseliwanoff, A., Lithohiidae XpaHnmieca Bt aiyaei iiMnepaTopcKou aKajieMiH nayKi.. 

In questo lavoro vengono descritte come nuove le seguenti specie. Lithubius Po- 
tanini: Labiumdentibus 4 armatum. Ocelli S — 10. Antennae 20 — 23 articulatae . 
Pedes primi paris calcaribus 2, 2, 1 — 2,3, 1; pedes anales calcaribus 1, 3, 2, 1. 
Pedum analium articulus primus calcare singulo armatus ; articulus ultimus ungue 
singulo armatus. Pori coxales 6, 7, 6, 5 — 6, 7, 7,6. Long. 13 — 15mm. — Li- 
thobius giganteus: Labium dentibus 4 armatum. Ocelli 7 — 10. Antennae 20 — 23 
articulatae. Pedes primi paris calcaribus 2,3,3; pedes anales calcaribus 1,3,2,1. 
Pedum analium articulus primus calcare singulo armatus. Pori coxales 5, 4, 4, 4 
(5,5,5,5 — 7,5,5,5). Genitalium femineorum unguis bilobus. Long. 22' — 
44mm. — Lithobius loricatus: Labium dentibus 4 armatum. Ocelli 5. Antennae 
20 articulatae. Pedes primi paris calcaribus 2, 2, 2 — 3 ; pedes anales calcaribus 

1, 3, 3, 0. Pedum analium articulus primus calcare singulo armatus ; articulus ul- 
timus ungue singulo armatus. Pori coxales 5, 4, 4, 4. Long. 29 mm. — Lithobius 
Czekanowskii : Labium dentibus 4 armatum. Ocelli 11 — 17. Antennae 20 — 24 
articulatae. Pedes primi paris calcaribus 1,1,1 — 1, 3, 2 ; pedes anales calcari- 
bus 1, 3, 2, — 1,3, 2, 1. Pori coxales 5, 6, 6, 5 — 7, 7, 7, 7. — Lithobius Po- 
rathi: Labium dentibus 4 armatum. Oculi ocellis 5 — 7 compositi. Antennae 19 
articulatae. Pedes primi paris calcaribus 0, 0, 1 — 1, 2, 1 armati ; pedes anales 
calcaribus 1, 3, 1, armati. Pori coxales 3, 4, 4, 3 — 4, 5, 5, 3. Long. 7 — 9mm. ^ — 
Lithobius Brandtii: Labium dentibus 4 armatum. Oculi ocellis 9 compositi. An- 
tennae 20 articulatae. Pedes primi paris calcaribus 1, 3, 1 armati; pedes anales 
calcaribus 1, 3, 2, armati. Pori coxales 3, 4, 4, 3 — 3, 4, 5, 4. Long. 10 — 11mm. 
Nel lavoro queste specie surriferite sono piu estesamente descritte. 

Sseliwanoff, A., Myriapoda. in: Horae Societatis Entomologicae Eossicae T. XII. 

Altre nuove specie di Miriapodi sono diagnosticate in questa memoria. Litho- 
bius Kessleri: Labium dentibus 10 — 12 armatum. Ocelli 15 — 16 in series 4 dis- 
positi. Antennae 43 — 45 articulatae. Pedes primi paris calcaribus 1, 3, 2 — 

2, 3, 2 ; pedes anales calcaribus 1,3,3,1 — 1,3, 3, 2. Pedum analium articulus 
primus calcare singulo armatus ; articulus ultimus ungue singulo armatus. Pori 
coxales 6, 7, 6, 5 — 6, 7, 7, 6. Genitalium femineorum unguis trilobus; calcarium 
paria tria. Long. 21 — 26 mm. — Lithobius oblongus: Labium dentibus 7 (8?) ar- 
matum. Ocelli 13 in series 3 dispositi. Antennae 58 articulatae. Pedes primi 
paris calcaribus 2, 3, 2 ; pedes anales calcaribus 1, 3, 3, 2. Pedum analium ar- 
ticulus primus calcare singulo armatus; articulus ultimus ungue singulo armatus. 
Pori coxales 5, 7, 7, 5. Long. 26mm. — Lithobius Portchimkii : Labium dentibus 
8 — 10 armatum. Ocelli 11 — 14 in series 3 — 4 dispositi. Antennae 41 — 45 arti- 
culatae. Pedes primi paris calcaribus 1, 3, 2 — 2, 3, 2 — 2, 3, 3; pedes anales 
calcaribus 1,3, 3, 1 — 1,3, 3, 2. Pedum analium articulus primus calcare singulo 
armatus ; articulus ultimus unguibus binis armatus. Pori coxales 5, 5, 5, 4 — 
5, 6, 6, 5 — 6, 7, 7, 6. Long. 18 — 23mm. — Lithobius Cronebergii : Labium 
dentibus 4 armatum. Ocelli 12 in series 3 dispositi. Antennae 33 articulatae. 
Pedes primi paris calcaribus 1, 3, 1 ; pedes anales calcaribus 1, 3, 3, 0. Pedum 
analium articulus primus calcare singulo armatus ; articulus ultimus unguibus binis 
armatus. Pori coxales 4, 5, 5, 4. Long. 13mm. — Lithobius caucasicus: Labium 
dentibus 4 armatum. Ocelli 6 — 8 in series 2 — 3 dispositi. Antennae 33 — 42 ar- 
ticulatae. Pedes primi paris calcaribus 0, 0, 1 — 1, 3, 1 ; pedes anales calcaribus 
1, 3, 3, 1. Pedum analium articulus primus inermis ; articulus ultimus unguibus 



7. Myriapoda. 101 

binis armatus. Pori coxales 2, 2, 3, 2 — 3, 4, 4, 3. Genitalium femineonim unguis 
integer. Long. 8 — 15mm. — Lithobius coloratus: Labium dentibus 6 armatum. 
Ocelli 11 — 17 in series 3 — 4 dispositi. Antennae 49 — 51 articulatae. Pedes primi 
paris calcaribus 1, 3, 2 ; pedes anales calcaribus 1, 3, 3, 1. Pedum analium arti- 
culus primus inermis ; articulus ultimus unguibus binis armatus. Pori coxales 
4, 5, 5, 3 — 4, 5, 5, 4. Long. 18 — 20 mm. — Lithobius Taczanovskii : Labium den- 
tibus 6 armatum. Ocelli 27 in series 6 dispositi. Antennae 48 articulatae. Pedes 
primi paris calcaribus 1, 1, 1. ; pedes anales calcaribus 1, 3, 3, 2. Pedum analium 
articulus primus inermis; articulus ultimus unguibus binis armatus. Pori coxales 
5,6,6,6. Genitalium femineorum unguis trilobus; calcarium duo paria. Long. 
20 mm. — Lithobius elegans : Labium dentibus 8 — 13 armatum. Antennae 20 ar- 
ticulatae. Ocelli 19 — 27 in series 4 — 5 dispositi. Pedes primi paris calcaribus 
2,3,2; pedes anales calcaribus 1,3,2,1. Pedum analium articulus primus iner- 
mis; articulus ultimus ungue singulo armatus. Pori coxales 7, 8, 8, 6 — 8, 9, 9, 8. 
Genitalium femineorum unguis trilobus; calcarium duo paria. Long. 21 — 26mm. 
— Lithobius Stuxbergii: Labium dentibus 8 — 10 armatum. Ocelli 18 — 27 in series 
4 — 5 dispositi. Antennae 23 articulatae. Pedes primi paris calcaribus 1,3, 3 ; 
pedes anales calcaribus 1, 3, 2, 1. Pedum analium articulus primus inermis ; ar- 
ticulus ultimus unguibus binis armatus. Pori coxales 6, 8, 8, 6 — 9, 9, 10, 8. Ge- 
nitalium femineorum unguis trilobus ; calcarium duo paria. Long. 19 — 30 mm. 

Ryder, John, A. , A pale variety of Polyxenus fascieulatus. in: Amer. Naturalist, p. 811 

—812 
Haase, Erich, Ein neuer deutscher Geophilus. in: Zool. Anz. Februar 1880. 

Geophilus sudeticus n. sp. Gracilis; lividus capite tropbisque flavis, pilis lon- 
gioribus sparsissime vestitus. Pedes maxillares secundi paris tenuiter punctati, flexi 
margiuem frontalem longo spatio non attingentes ; coxae coalitae, perlatae, lami- 
nam cephalicam in lateribus superantes, margine antico inermi, lineis duabus cbi- 
tineis integris fultae, unguis deute basali parvo armatus. Lamina cephalica multo 
longior quam latior, angusta, sparse et tenuiter punctata; lamina basalis lata, 
lamina praebasalis bbtecta. Antennae breviores, sparsius pilis longis vestitae. 
Laminae dorsales subglabrae, manifeste bisulcatae. Spiracula sat parva, rotunda. 
Laminae ventrales anticae ante et post processibus cbitineis instructae, poris ven- 
tralibus permultis distinctis in foveam transversam dispositis, medio impressae, bi- 
sulcatae. Pedes brevissimi, medio paullo longiores. Pleurae posticae subglabrae, 
pilis sparse vestitae, coartatae, poris senis sat maguis, partim obtectis instructae. 
Lamina ventralis ultima lateribus rotundatis. Pedes anales pedibus paris prae- 
cedentis pa^^llo longiores, pilosi, ungue valido armati. Pori anales duo , parvi. 
Pedes feminae 6 — 7. Long. 47 mm, lat. 1,8 mm. 

Magretti, Paolo, Una seconda escursione zoologica all' isola di Sardegna. Lettera al prof. 
P. Pavesi. Negli Atti della Societa Italiana di scienze naturali, vol. 23. 1880. 
L'Autore enumera alcune specie di Miriapodi da lui stesso raccolte in Sardegna 
e sono il Geophilus Gabrielis Fab., la Scohpendra dalmatica C. Kocb, YJulus dal- 
maticus C. Koch, XJ. ßavipes e il Lysiopetalum carinatum Br. 

Fanzago, Filippo, Escursione in Calabria : Miriapodi. Bullettino della Societä entomologica 
Italiana, Anno 12. p. 265—277. 1880—1881. 

L'Autore studio i Miriapodi raccolti dal Professore Cavanna in Calabria, 
dal quäle lavoro risulta che le specie ivi trovate fino ad' ora sommano a 53. 
In questa memoria sono descritte come nuove le seguenti specie : Lithobius 
calabrensis. Lamina cephalica subquadrata, eadem longitudine ac latitudine. 
Oculi ocellis 15 in seriem transversam digestis. Antennae articulis moniliformi- 



102 ^- Arthropoda. 

l3us, setosae, tertiam partem corporis longitudinis vix assequentes. Sciita dorsalia 
laevia, obsolete rugosa, sparsepilosa. EiditJwbius. Labnim 6 — 6 dentatum. Pori 
coxales vnc^ 6 + 7 + 7 + 7 — 6 + 7 + 7 + 7, ovales. Pednin analium articulus 
primus iuermis. Color dorsi castaneo - brunneus , laminis pedibusque castaneo- 
violaceis. — Lithubhis depressus coi segiienti caratteri : Lamina cephalica sub- 
quadrata, postice emarginata, punctis impressa, setis vestita. Antennae articulis 
43 moniliformibus, ultimo 2 praecedentes longitudine aequante, setosae, dimidiam 
corporis longitudinem assequentes. Oculi ocellis 9 magnis in 3 series longitudi- 
nales digestis compositi (4 — 3 — 2). Coxae pedum maxillarium secuudi paris 
dentibus 7 + 7 armatae, setis longis vestitae. Scuta dorsalia =^ Lithobius. Pori 
coxales 3 + 3 + 3 + 3, subrotundi. Pedes anales calcaribus 1+4 + 2 + 1 ar- 
mati. Color dorsi flavescens, capitis ferrugineus. — Jidus zamem'color colla se- 
guente diagnosi : Corpus crassum, postice non attenuatum, non crinitum ; vertex 
sulco nullo. Antennae altitudine corporis breviores. Oculi sub trianguläres, ocellis 
34 compositi. Segmentum primum lateribus fere semicirculariter rotundatis. 
Sculptura rara, non profunda. Foramina repugnatoria parva, procul pone suturam 
transversam sita. Spina segmenti Ultimi nulla. Pedes altitudinem corporis multo 
breviores. Valvulae anales marginatae, tuberculatae , non setigerae. Numerus 
segmentorum 54. Long. corp. § 15 mm. Color Zamenis viridißavi, micans, cum 
pedibus intense rufescentibus. — Jtdus Blasioi cosi descritto : Habitus Julo fas- 
ciaio K. simillimus, sed segmentum ultimum spina nulla prominente. Crassus. 
Corpus postice non attenuatum, non crinitum. Vertex sulco. Oculi trianguläres, 
seriebus ocellorum septenis transversis (28 — 30). Antennae altitudine corporis 
paulo breviores. Segmentum primum lateribus non productis, non striatis. Sculp- 
tura perampla, pertenuis. Stigmata procul pone suturam transversam sita. Sutura 
retrorsun;^ non angulata. Valvulae anales hirsutae, non marginatae. Pedes alti- 
tudine corporis multo breviores. Long. 15 — 3 mm Q. Corpus totum flavicans, 
abdomine pallidiore , annulis margine posteriore coeruleis. Pedes flavescentes. 
Finalmente il nuovo genere Hirudisotnci contraddistinto come segue : Caput mini- 
mum, subrotundatum , infra segmentum cepbalicum positum , omninoque abscon- 
ditum; os sugentiforme. Oculi ocellis 3 — 4 uniseriatis. Antennae breves, crassae, 
7 articulatae : articulo septimo brevissimo. Corpus ellipsoideum , supra in medio 
longitudinaliter non sulcato, segmentis 14 — 41 maxime carinatis ; segmentum ce- 
phalicum magnum, caput antennasque recondens. Pedes carinis segmentorum om- 
nino absconditi. Corpus in turbinem vel spiram contractile. Long. 4 — 12 mm, 
lat. 3 mm. Specie H. pallUhm, caratteri del genere. Tav. U. Fig. 1, 2, 3. 

Latzel, Rob., Die MjTriapoden der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Wien 1880. 
Die Chilopoden. 
I Miriapodi vengono divisi come segue: 
I. ordine : Cldlopoda Latr. 
II. » Symphyla Ryd. [Scolopendrellidae] . 

in. » Diplopoda Blainv. 

I. sottordine : Chilognatha Latr. 
II. » Colobognatha Brd. [Polyzoniidae] . 

III. » Heierognatha Hwmh. Qi^SiU%%. (Paüropodidae) . 

IV. » Malacopoda Blainv. [Peripatidae] . 

I Chilopodi sono distribuiti in questo lavoro nelle diverse famiglie, con diagnosi 
anche di ciascun genere. Tra i Lithobüdae notiamo le seguenti specie nuove. Li- 
thobius leptopus : Robustus , laevis ; rufo-brunneus vel castaneus, obsolete fusco- 
fasciatus, pedibus fusco-luteis, laminis ventralibus brunneis. Antennae dimidium 
corpus longitudine vix aequantes, 40 — 47 articulatae. Ocelli utrimque 13 — 23, 



7. Mpiapoda. |()3 

in series 4 — 5 digesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 16 — 20 brevissimis 
armatae. Lamina dorsalis 6. angulis posticis fere rectis vel curtis ; laminae dor- 
sales 1., 9., 11.. 13. angulis posticis valde productis. Pori coxales numerosi, in- 
distincte multiseriati, rotundi. Pedes anales longiores, valde graciles, iingiie sin- 
gulo , infra calcaribus 0, 1, 3, 3, 1 armati , articiüi I. margine laterali inermi. 
Genitalium femineorum unguis integer; calcarium duo paria. Long. 16 — 25mm, 
lat.2,5 — 3,4 mm. — LithoMus dalmaticns : Robustus, subasperatus ; rufus, fronte 
cum tropbis pedibusque posticis fulvescentibus , pedibus ceteris fuscoluteis. An- 
tennae dimidio corpore breviores, 43 articulatae. Ocelli utrimque 18 — 19, in 
series 4 digesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 11 inaequalibus armatae. 
Laminae dorsales 9,, 11., 13. angulis posticis valde productis. Pori coxales 
transversales, vel ovales 7, 8, 8, 6. Pedes anales vix inflati, unguibus binis, quo- 
rum secundo sat parvo, infra calcaribus 1, 1, 3, 3, 1 armati. Coxae pedum paris 
13., 14., 15. calcare singulo laterali instructae. Long. 21,5mm, lat. 3,4mm. — 
hithohius peregrimis : Satrobustus, minus laevis ; violaceo-brunneus, capite prae- 
sertim antice fulvescente. Antennae dimidio corpore fere longiores, 45 articulatae. 
Ocelli utrimque 15 — 18, in series 4 digesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 
8 — 16 armatae. Laminae dorsales 9., 11., 13. angulis posticis valde productis. 
Pori coxales uniseriati subovales : 6, 7, 7, 5. Pedes anales sat graciles, unguibus 
binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 3, 1 ( — 2) armati. Coxae pedum paris 13., 14., 15. 
calcare singulo laterali instructae. Genitalium femineorum unguis manifeste tri- 
lobus ; calcarium paria duo. Long. 14 mm, lat. 2,2 mm. — Lithobius aulacopus : 
Satgracilis, sublaevis ; rufo-vel pallido-castaneus. Antennae dimidium corpus 
longitudine fere aequantes, 35 — 49 articulatae. Ocelli utrimque 7 — 10, in series 
3 digesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Laminae dorsales 9., 
11., 13. angulis productis. Pori coxales rotundi, 3,4,4,3 — 5,5,6,5. Pedes 
anales unguibus binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 1, — 0, 1, 3, 2, armati ; arti- 
culi L margo lateralis inermis; in mare articulus 4. et 5. supra profunde sulcatus. 
Genitalium femineorum unguis trilobus ; calcarium duo paria. Long. 8,5 — 12 mm, 
lat. 1,2 — 2 mm. — Lithohius pygmaeus: Satgracilis, laevis; ferrugineus vel di- 
lute bruiineus, pedibus posticis plerumque ferrugineis. Antennae dimidium corpus 
longitudine vix aequantes, 29 — 35 articulatae. Ocelli utrimque 6 — 9, in series 
2 — 3 digesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Laminae dorsales 
9., 11., 13, angulis manifeste, in maribus lamina dorsalis 7. angulis paululum pro- 
ductis. Pori anales rotundi 2, 3, 3, 2 — 3, 4, 4, 3. Pedes anales unguibus biuis, 
infra calcaribus 0, 1, 3, 1, armati ; articuli L margo lateralis inermis. Pedes 4 
postici modice incrassati, in maribus articulo 5. supra sulco abbreviato instructo. 
Genitalium femineorum unguis trilobus ; calcarium duo paria. Long. 6 — 7 mm, 
lat. 0,9 — 1,4mm. — Lithohius anochis : Sat gracilis, sublaevis; castaneus, pedum 
articulis 3 — 5 saepissime nigro adspersis. Antennae dimidium corpus longitudine 
haud aequantes, 40 — 43 articulatae. Ocelli utrimque 10 — 16, in series 4 digesti. 
Coxae pedum maxillarium inermes. Laminae dorsales 9., 11., 13. angulis productis. 
Pori coxales rotundi, vel subovales 4, 4, 5, 3 — 5, 6, 6, 5. Pedes anales unguibus 
binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 2, — 0, 1, 3, 3, 1 armati; articuli I. margo late- 
ralis inermis. Maris pedes postici incrassati. Genitalium femineorum unguis tri- 
lobus ; calcarium duo paria. Long. 9,5 — 14,5 mm, lat. 1,5 — 2 mm. — Lithobius 
subtilis: Gracilis, laevis ; dilute brunneo-flavus, fusco-fasciatus , pedibus posticis 
praeter articulum 4. et 5. flavidum obscurioribus. Antennae dimidium corpus lon- 
gitudine vix aequantes, 39 articulatae. Ocelli utrimque 10 — 14, in series ?> — 4 
digesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Lamina dorsalis 9. angulis 
posticis rectis , laminae dorsales 11., 13. angulis subrectis. Pori coxales rotundi 
3, 3, 3, 3. Pedes anales unguibus binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 1, armati (in 



104 F. Arthropoda. 

mare) non siücati; articuli I. margo lateralis inermis. Pediim paris penultimi ar- 
ticulus 5. in mare supra sulco profundo abbreviato instructus. Genitalium femi- 
neorum unguis trilobus; calcarium duo paria. Long. 8 mm, lat. 1,2 mm. — Lithn- 
bius 2^usillus : Gracilis, laevis ; brunneus vel castaneus, pedibus posticis et partim 
antennis ferrugineis. Antenuae dimidio corpore multo breviores, 26 — 33 articu- 
latae. Ocelli utrimque 5, quorum singulo maximo, in series 2 digesti. Coxae 
pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Laminae dorsales omnes angulis rectis 
vel rotundatis. Pori coxales rotundi, 2, 2, 2, 2 — 3, 3, 3, 3. Pedes anales modice 
incrassati , unguibus binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 1, armati, in utroque sexu 
haud sulcati ; articuli I. margo lateralis inermis. Genitalium femineorum unguis 
trilobus; calcarium duo paria. Long. 6 — 8mm, lat. 1mm. — Lithobius stygius : 
Minus robustus , subrugosus ; dilute brunneus vel pallidus , capite cum trophis 
aurantiaco. Antennae tenues, dimidium corpus longitudine aequantes, 35 — 41 ar- 
ticulatae. Ocelli utrimque 5 — 7, in series 2 — 3 digesti. Coxae pedum maxillarium 
dentibus 4 armatae. Laminae dorsales omnes angulis posticis rectis vel rotundatis. 
Pori coxales rotundi vel ovales, 3, 4, 5, 3 — 4, 6, 6, 5. Pedes anales tenues, un- 
guibus binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 3, armati, articulo I. calcare singulo late- 
ral! instructo. Genitalium femineorum unguis obsolete trilobus ; calcarium graci- 
lium paria duo. Long. 11 — 15mm, lat. 1,5 — 2 mm. — Lithobius illyricus: Minus 
robustus, sublaevis ; flavo-brunneus , capite fulvescente. Antennae dimidio cor- 
pore certe longiores, 50 — 58 articulatae. Ocelli utrimque 11 — 13, in series 3 di- 
gesti. Coxae pedum maxillarium dentibus 4 armatae. Laminae dorsales omnes 
angulis posticis rectis vel rotundatis. Pori coxales rotundi 5, 6, 6, 5 (4). Pedes 
anales tenues, unguibus binis, infra calcaribus 0, 1, 3, 3, 1 armati, articulo I. cal- 
care singulo laterali instructo. Genitalium femineorum unguis trilobus ; calcarium 
gracilium duo paria. Long. 14 — 17 mm, lat. 1,7 — 2,2 mm. — Oltre ciö le se- 
guenti uitove specie di Geofili : Geophilus gorize^isis : Ocbraceus , capite , antennis 
tropliisque brunneo-ochraceis. Lamina cephalica aeque longa ac lata, sparse te- 
nuiter punctata. Antennae sat breves. Pedes maxillares flexi marginem frontalem 
paulo superantes , coxis antice dentibus duobus nigris , sat validis , lineis duabus 
chitineis integris. Laminae ventrales, latiores quam longiores, anticae sat grosse 
punctatae, omnes praeterea sulcis ternis vel foveis exaratae. Lamina ventralis ul- 
tima angusta. Pleurae posticae sat magnae, poris numerosis instructae. Pori 
anales duo, magni. Spiracula rotunda, duo antica magna, cetera sat parva. Pedes 
anales pedibus paris praecedentis dnplo longiores, inermes. Pedum paria feminae 
81 . Long. 67,5 mm, lat. 2, 1 mm. — Geophilus strictus: Ochraceus, capite cum tro- 
phis dilute brunneo. Lamina cephalica longior quam latior. grosse punctata. An- 
tennae sat breves. Pedes maxillares flexi marginem frontalem attingentes , coxis 
punctatis , inermibus, lineis chitineis fere integris. Laminae ventrales anticae 
fovea media, mediae sulcis ternis impressae ; lamina ventralis ultima lata. Pleurae 
posticae poris utrimque ca. 12, in foveam obtectam exorientibus, infra insti'uctae. 
Pori anales duo , sat magni. Spiracula antica magna , ovalia vel subfissiformia, 
cetera parva, rotunda. Pedes anales pedibus paris praecedentis fere duplo lon- 
giores, inermes. Pedum paria maris 77. Long. 45 mm, lat. 1 mm. — Geophilus 
condylogaster : Brunneo-flavus, infra pallidior, capite cum trophis rufescente. La- 
mina cephalica vix longior quam latior. Antennae breves. Pedes maxillares flexi 
marginem frontalem attingentes, coxis latis, inermibus, lineis duabus chitineis ab- 
breviatis, ungue dente basali parvo. Lamina praebasalis non omnino evanida. 
Laminae ventrales anticae fovea mediana profunda , ceterae fovea vix profunda, 
omnes praeterea utrimque impressionibus notatae ; laminae ventrales 5 — 15 in 
margine antico fovea singula magna transverse-ovali profunde impressae, in mar- 
gine postico processu obtuso singulo, coniformi armatae. Lamina ventralis ultima 



1 



8. Hexapoda. I. Anatomie, Biologie etc. a) Im Allgemeinen. 1 05 

lata. Pleurae posticae poris utrimqiie 5 — 6, partim obtectis instructae. Fori 
anales inconspicui. Spiracula sat magna, rotunda. Pedes anales pedibus paris 
praecedentis vix longiores, ungne sat magno instructi. Pedum paria feminae 51. 
Long. 41mm, lat. 2,2mm. — Geophüus pygmaeus: Flavus, capite cum tropliis 
brunneo-flavo. Lamina ceplialica longior quam latior, sparse punctata. Antennae 
breviores. Pedes maxillares flexi marginem frontalem attingentes vel vix supe- 
rantes, coxis inermibus , sparse punctatis lineisque duabus chitineis abbreviatis ; 
pedum maxillarium unguis deute basali manifesto armatus. Laminae ventrales 
foveola mediana longitudinali exaratae , anticae tenuiter punctatae ; lamina ven- 
tralis ultima lata. Pleurae posticae poris utrimque 4 — 5, partim obtectis instruc- 
tae. Poris anales duo, sat magni. Spiracula rotunda, sat magna. Pedes anales 
pedibus paris praecedentis longiores, uugue parvo armati. Pedum paria feminae 
41 — 43, maris 41. Long. 15 mm, lat. 0,8 mm. — Finalmente istituisse un nuovo 
genere [Stigmatogaster] per Y Himantarhmi gracile di Meinert 1870. 



8. Hexapoda. 

I. Anatomie, Biologie etc. 

(Referent: Dr. Paul Mayer in Neapel.) 

a. Im Allgemeinen. 

1. Brandt, E. , Recherches sur l'anatomie comparee du Systeme nerveux dans les divers 

ordres de la classe des Insectes. in: Compt. rend. Acad. Sc. Paris. T. 91. p. 
935—937. 

2. Burgess, E., Recent studies in insect anatomy. in: Psyche, Organ of the Cambridge 

entomol. Club. 3. Bd. Nr. 71. p. 27 — 43. (Jahresbericht). 

3. Claus, C., Grundzüge der Zoologie. Zum wissenschaftlichen Gebrauche. 4. Aufl. 1. Bd. 

Marburg 18S0. Insecta p. 683—821. 
*4. Goss, H., The geological antiquity of Insects. Twelve papers on fossil Entomology. 
London 1880. (Reprint of the papers in The Entom. Monthly Mag.). 

5. Hauser, G. , Physiologische und histiologische Untersuchungen über das Geruchsorgan 

der Insecten. in: Zeitschr. f. wiss. Zool. 34. Bd. p. 367—103. Taf. 17—19. 

6. Jaworowski, A., Über die Entwickelung des Rückengefäßes und speciell der Muskula- 

tur bei Chironomus und einigen anderen Insecten. in : Sitzgsber. Wiener Akademie. 
80. Bd. p. 238—258 m. 5 Tafeln. 

7. Joseph, G. , Vorläufige Mittheilung über Innervation und Entwickelung der Spinnor- 

gane der Insecten. in : Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 326 — 328. 

8. Krancher, O. , Der Bau der Stigmen bei den Insecten. Vorläufige Mittheilung, in: 

Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 584—588. 

9. Meinert, F., Sur la conformation de la tete et sur l'interpretation des organes buccaux 

chez les Insectes, ainsi que sur la systematique de cet ordre, in : Entom. Tidsskr. 
1. Vol. p. 147—150. 

10. Reuter, O. M. , Sur l'hybridisation chez les Insectes. in: Entom. Tiusskr. 1. Vol. 

p. 174—177. 

11. Scudder, S. H., The Devonian Insects of New Brunswick, in: Anniversary Memoirs 

of the Boston Soc. Nat. Hist. 1880. 41 p. m. 1 Taf. 

Claus (^) behandelt die Insecten (Hexapoden) auf p. 683 — 821 der neuen Auf- 
lage seines Lehrbuches. Die Orthoptera tbeilt er in: Thysamira , Orthoptera ge- 
nuina [Cursoria, Gressoria, Saltatoria) und 0. pseudo-netiroptera [Phgsapoda, Cor- 



1 06 F- Arthropoda. 

rodentia , Amphibiotica) , die RhyncJiota in: AjJtera = Parasitica , Phytophthires, 
Cicadaria = Homoptera, und Hemiptera , die Diptera in : Antliata , Brachycera, 
Nematocera und Aphaniptera. 

Nach Me inert (9) entsprechen die Antennen der Insecten den Augenstielen 
der Crustacea podo}yhthalmata und können daher nicht als Anhänge eines beson- 
deren Kopfsegmentes gelten. Die Zahl der letzteren beträgt nur bei den Ortho- 
pteren, Hemipteren und Chilopoden vier, sonst drei. Die Gliedmaßen des 2. und 
3. Segmentes fehlen gänzlich bei den Dipteren, Siphonapteren, Siphonculaten und 
Hemipteren; in diesen vier Gruppen sind die stechenden Mundtheile durchaus 
nicht etwa Gliedmaßen , sondern Verlängerungen der betreffenden Metamere oder 
des Pharynx, und nur bei den Dipteren gibt es gegliederte Palpen (vergl. unten 
bei Dipteren) . In den Kopf ragen von den Basen dieser Verlängerungen innere 
Fortsätze zum Ansatz der Muskeln hinein. Die Mandibeln sind als Exponenten 
des 3. Metameres aufzufassen; echte Mandibeln besitzen von den Lepidopteren 
nur Zyyaena und Smerinthus, denn die gewöhnlich so bezeichneten Stücke sind die 
Seitentheile des 1 . Tergites (des Labium) . Die Ordnung der Metameren von vorn 
nach hinten ist: 1) Metamer des Labium, 2) der Maxille, 3) der Mandibel. — 
Auf Grund obiger Betrachtungen theilt Verfasser sämmtliche Insecten in solche 
mit fernrohrartig protractilen , hauptsächlich nicht gegliederten Mundtheilen 'die 
genannten 4 Gruppen) und in solche mit festen, gegliederten Mundtheilen. 

Brand t's Mittlieilung [}) ist eine Zusammenfassung der Resultate seiner Ar- 
beiten über das Nervensystem der Coleopteren, Lepidopteren, Dipteren und He- 
mipteren. (Vergl. Zool. Jahresber. f. 1879, p. 471, 477, 482 und 484.) 

Über den Schlundring bei Insecten vergl. Lienard, s. oben p. 2. 

Bellonci hat an der Ursprungsstelle des Antennennerven bei Insecten die- 
selben glomeruli olfactorii wie auch bei Nephrops vorgefunden. Vergl. oben p. 38. 

Seine lüntersuchungen über das Geruchsorgan der Insecten eröffnet Hauser (0) 
mit einer Keihe physiologischer Experimente. In ihrem Verhalten gegen stark 
riechende Substanzen wie Terpentinöl, Carbolsäure, faules Fleisch u. s. w. zeigen 
sich danach die Antennen bei sehr vielen Insecten , auch bei Litholms und Julus 
als die percipirenden Organe. Indessen hatten doch nicht alle Versuchsthiere nach 
Exstirpation der Fühler ihren Geruchssinn eingebüßt, z. B. Carabus, Pyrrhocoris 
u. s. w. Andererseits übten nach der genannten Operation die Männchen nur sel- 
ten die Begattung aus. — In Betreff der Histologie der Antennen macht Verfasser 
folgende Angaben. Bei Orthopteren [Oedipoda , Caloptomis] sind an ihnen Tast- 
borsten, sowie vom 8. oder 9. Gliede an bis zu 50 Gruben an jedem Gliede vor- 
handen ; diese Gruben sind wahrscheinlich mit einer feineu Haut geschlossen und 
tragen im Innern je ein Riechstäbchen. Letzteres ist das Ende einer mit einem 
riesigen Kerne und 10 — 14 Kernkörperchen darin ausgestatteten Zelle, an welche 
eine Nervenfaser herantritt. Ähnlich verhält es sich mit Gryllotalpa und Steno- 
bothrxis, bei Mantis dagegen stehen in Grübchen Chitinkegel mit einer Öffnung an 
der Spitze. Die Fühler der Neuropteren [Chrysopa] haben keine Gruben, dagegen 
15 — 20 blasse Zäpfchen in jedem Gliede. Bei den Hemipteren [Pyrrhocoris) sind 
nur zwei Arten Tastborsten vorhanden. Die Dipteren haben, wie schon Mayer 
hervorgehoben, im dritten Fühlergliede 1 — 200 Gruben, theils einfache, theils zu- 
sammengesetzte mit bis 200 Riechhaaren. Diese sind auch hier [Cyrioneura sta- 
bulans Fabr.) nur die Enden von Zellen und ragen in die Gruben frei herein. Von 
den Lepidopteren hat bei Vcmessa jedes Glied des Fühlerkolbens gegen 50 Gruben, 
welche denen der Fliegen ähneln, aber nur je ein Stäbchen enthalten. Der Kern 
der Nervenendzelle ist wie bei den Heuschrecken sehr groß. Unter den Coleo- 
pteren haben viele Familien, z. B. Carabiden, Cerambyciden, Curculioniden u. s. w. 
überhaupt keine Fühlergruben (ausgefallene Haare hinterlassen nur Scheingruben). 



{ 



8. Hexapoda. I. Anatomie, Biologie etc. a) Im Allgemeinen. J07 

Bei Monohammus ist ein eigenthttmliclier, nicht genau erkannter Apparat vor- 
handen. Dagegen existiren Gruben bei Ä'^/j/^a , Stajohyllnus . Tenehrio ^ PMhnthus 
und zwar bei letzterer Gattung außer vielen kleinen eine große nach Art der zu- 
sammengesetzten der Fliegen. Die Innenseite der Blätter an der Fühlerkeule der 
Lamellibranchier trägt eine Unzahl (an jeder Antenne beim Q 17 500, beim (^ 
39 000) Grübchen, gegen deren zarte Verschlußhaut in einem noch tieferen Ca- 
nale der Fortsatz einer (Nerven- ?) Zelle aufsteigt. Bei Dytiscus gibt es außer- 
dem noch besondere Zapfen, welche denen von Vespa und Apis ähnlich sind, auch 
an den Kiefei- und Lippentastern vorkommen und bei Carahus zu größeren 
Scheiben gruppirt stehen ; wahrscheinlich hat man es hier mit Geschmacksorganen 
zu thun. Bei den Hymenopteren endlich zeigt sich während der Entwickelung 
der Individuen ( Vespa crabro) ein Stadium , in welchem die Nervenendzelle zwei 
Kerne enthält , von denen der untere persistirt , der obere dagegen sich auflöst. 
Es kommen hier auf jedem Fühlergliede etwa 60 Geruchskegel, 70 Tastborsten und 
13 — 1400 mit spaltförmiger Öffnung versehene Geruchsgruben vor; diese sind 
auch bei allen Cynipiden, Braconideu und Ichneumoniden vorhanden, jedoch 
fehlen bei letzteren die Kegel. Fonnica besitzt mehr Kegel als Gruben und bei 
den Tenthrediniden kommen nur jene vor. — Was die Myriapoden betrifft, so 
besitzt Lithobms Geruchskegel. — Aus den vorstehenden Angaben ist ersichtlich, 
dass die verschiedene Entwickelung der Geruchsorgane mit der Lebensweise ihrer 
Träger im vollen Einklänge steht. Alle Insecten, die beim Aufsuchen der Nah- 
rung oder Ablegen der Eier auf ihren Geruch angewiesen sind, haben viele Füh- 
lergruben oder Geruchskegel. Besonders deutlich tritt diese Erscheinung bei 
Dipteren , Bienen , Wespen und Ichneumoniden , und wegen der sexuellen Zucht- 
wahl auch bei Schmetterlingen hervor. Überhaupt haben in allen Insecteuord- 
nungen die Männchen stärker entwickelte Fühler als die Weibchen , sobald diese 
träge sind und sich an geschützten Orten aufhalten. 

Jaworowski (6) studirte die postembryonale Entwickelung des Herzens an 
Dipteren und Ephemeriden. Jeder Ringmuskel des ßückengefäßes entsteht aus 
zwei einkernigen Zellen , die nur zum Theil in der Medianlinie mit einander ver- 
wachsen. Bei Chironomvs hat diese Verwachsung während des Larvenlebens über- 
haupt nicht statt, und so wirken die beiden Ringhälften nicht immer gleichzeitig. 
Theile der Muskelzelle übernehmen die Dienste der Klappen ; diese sind daher 
nicht etwa mehrzellig, sondern zeigen immer nur Einen Kern. Die taschenartigen 
Interventricularklappen der Chironomus- und ^/j/^emera-Larven sind ähnlich den 
übrigen Zwischenklappen gebaut. Wo die Ostienklappen stark entwickelt sind, 
gelangen in der Regel die Interventricularklappen gar nicht zur Ausbildung. Das 
Endocardium ist eine selbständige homogene Membran. 

Nach Plateau (s. oben p. 36) pulsirt das Herz eines getödteten Geotrupes und 
Smerinthus in feuchter Luft noch 17 resp. 2 Stunden. 

Krancher (8) unterscheidet 5 Arten Stigmen : «I. St. ohne Lippen, a) Das 
einfachste St. repräsentirt ein Loch, das von einem Chitinringe stets offen er- 
halten wird, b) Das St. besteht aus einer Reihe von Einzelstigmen, die meist von 
einem gemeinsamen Chitinringe umgeben sind und deren röhrenförmige Fortsätze 
sich nach unten zu einer Trachee vereinigen. IL St. mit Lippen, c) Die Lippen 
werden repräsentirt durch einfach gebaute, spärlich behaarte Chitinwülste, d) Die 
Lippen sind dachförmig nach innen ausgezogen und zeigen eine üppige Behaarung, 
die oft zu einem engen Filznetz zusammenschießt, e) Das runde St. zeigt an der 
einen Seite ein nach dem Centrum vorspringendes Mittelstück.« Bei keinem In- 
secte sind mehr als 10 Stigmenpaare vorhanden. Den einzigen Fall von 3 thora- 
calen Paaren liefern die Puliciden , sonst gibt es nur pro- und meta- oder nur 
meso- und metathoracale Stigmen. Die Lage der Abdominalstigmeu wird von 



108 F- Arthropoda. 

den Lebensgewolinlieiten des Thieres stark beeinflußt ; bei Insecten , welche in 
staubigen u. s. w. Medien leben, sind die Stigmen bäufig sogar unter den Flügel- 
decken angebracht, übrigens auch mit Haaren umstellt u. s. w. Der Tracheen- 
verschlußapparat läßt trotz großer Differenzen in den Einzelheiten doch stets 4 
Theile unterscheiden : den Verschlußbügel, den Verschlußhebel oder -kegel, das 
Verschlußband und den Verschlußmuskel. Die genannten drei Chitintheile werden 
vom Muskel bewegt und schließen so das Stigma ;. genetisch sind sie nur locale 
Verdickungen der Spiralfaser der Trachee, und so ist auch der Verschlußbügel so- 
zusagen »aus lauter Tracheenspiralen zusammengeleimt«. 

Joseph H] untersuchte mit Bezug auf Innervirung und Entwickelung der 
Spinnorgane die Phryganiden und die Gattungen Hypoixomeuta , Cladius, Lyda 
und Microgaster . Die Versorgung mit Nerven geschieht vom Unterschlundganglion 
und dem Verdauungsnervensystem aus. Zwischen der PeritonealhüUe des Spinn- 
schlauches und der Drtisenzellenschicht erstreckt sich ein deutliches Nervenge- 
flecht, von dem aus feine Fäden zu den Drüsenzellen vordringen. Die Anlage des 
Spinnorgans geschieht in folgender Weise. Wenn die Unterlippe noch getheilt ist, 
zeigt sich darin eine kleine Einstülpung im Bereiche des 4. Körpersegmentes. 
Anfangs besitzen die Zellen derselben noch den Character der Ectodermzellen. 
Entweder gleichzeitig hiermit oder schon früher hat die Einstülpung des Vorder- 
darmes, später oder gleichzeitig diejenige der Speicheldrüsen statt, welch letztere 
aus der Wandung der Mundhöhle entstehen. Hiernach sind zwar die Spinn-, nicht 
aber die Speicheldrüsen echte Hautdrüsen und nähert sich auch das Secret der 
ersteren noch mehr dem Chitin. Die Ausbildung der drei Abtheilungen des Spinn- 
schlauches — Drüse , Behälter , Ausführgang — ist nach den Gattungen ver- 
schieden. Bei Hyponomeuta und Bomhyx fehlt der jungen Raupe, bei den Phryga- 
niden überhaupt der Behälter. 

In Bet:i'eff der Spermatogenese bei Insecten, vergl. Nussbaum, s. oben p. 2. 

Über das Vorkommen von Glycogen, Harnsäure etc. Farbstoff bei Locusia, Fär- 
bung von Carabus und Lytta vergl. Krukenberg, s. oben p. 2, 3. 

Scudder {^^) beschreibt in seiner Abhandlung über die devonischen Insecten 
die Flügel von 6 Arten und gelangt dabei zu folgenden Schlüssen. Sein früherer 
Ausspruch , daß der generelle Typus der Flügelstructur seit den ältesten Zeiten 
unverändert geblieben sei , erfährt von Neuem eine Bestätigung. Alle bisher be- 
schi'iebenen frühesten Tracheaten waren Insecten («insects were hexapoda«) und 
giengen anscheinend den Arachniden und Myriapoden voraus ; da aber nur die 
Flügel bekannt sind, so ist dieser Schluß unsicher. Sie waren sämmtlich Hetero- 
metabolen (doch läßt sich nicht entscheiden, ob sie kauende oder saugende Mund- 
theile besaßen) und gehörten wohl zu den Neuropteren oder Pseudoneuropteren. 
Fast alle sind sie auch mit den Palaeodictyopteren aus der Kohle verwandt, be- 
sitzen jedoch häufig Flügel von complicirterer Structur, als bei Diesen der Fall ist. 
Im Übrigen waren die devonischen Insecten groß , hatten häutige Flügel und be- 
wohnten in ihren Jugendstadien das Wasser. Einige sind gänzlich ausgestorben, 
andere haben sich in noch lebende Formen fortgesetzt. Ihre große Verschieden- 
heit deutet auf den Reichthum des Insectenlebens in jener Epoche hin ; auch sind 
sie mit Bezug auf ihr Flügelgeäder zum Theil complicirter als die lebenden Formen. 
Im Ganzen ist man also dem Anfang der Dinge in Devon nicht näher als in der 
Kohle. 

Reuter [^^) liefert im Wesentlichen eine Aufzählung der in der Litteratur 
vorhandenen Fälle von Kreuzung bei den Insecten. 

Über Ontogenie der Insecten vergl. Balfour, s. oben p. 3, 4. 



8. Hexapoda. I. Anatomie. Biologie etc. b) Aptera. Pseudoneuroptera. 109 

b) Einzelne Ordnungen. 

Aptera. 

12. Reuter, O. M., Sur l'accouplement chez deux especes de l'ordre des Collemboles. in: 

Entom. Tidsskrift Vol. 1. p. 159— IGl. 

13. , Sur la fonction du tube ventral des Collemboles. in: Entomol. Tidsskr. Vol. 1. 

p. 162—163. 

Reuter (i^) beobachtete bei den kleinen Individuen (bis zu 1/3 mm Größe) 
zweier Arten von *S'wz2??M?/r?«, wie das Männchen mittels seiner mit besonderen Haken 
versehenen Antennen das Weibchen mehrere Tage hindurch festhielt , ohne daß 
dabei anscheinend die Begattung vollzogen wurde. Die großen etwa 1 mm langen 
Weibchen derselben Arten wurden nie in Vereinigung mit Männchen angetroffen. 

Nach Reuter (^■^) sollen die Collembolen [Sminthurus, Isotoma) mit Hülfe ihrer 
eigenthümlich gebauten Krallen die atmosphärische Feuchtigkeit, welche sich zwi- 
schen den Haaren des Körpers ansammelt , zu Tropfen vereinigen und letztere 
theils mit dem Munde , theils mit dem ventralen Rohre in das Innere des Körpers 
aufnehmen. 

Pseudoneuroptera. 

14. Hagen, H., Beitrag zur Kenntnis des Tracheensystems der Libellen, in; Zool. Anz. 

3. Jahrg. p. 157—161. 

15. , Essai d'un Synopsis des larves des, Calopterygines. in: Ann. Soc. Entom. Bel- 

gique. 23. Bd. p. LXV— LXVII. Dasselbe im Auszuge in: Entom. Monthly Mag. 
Vol. 17. p. 90 unter dem Titel: Respiration of the larvae of Euphaea. 

16. , Kiemenüberreste bei einer Libelle ; glatte Muskelfasern bei Insecten. in: Zool. 

Anz. 3. Jahrg. p. 304—305. 

17. Poletajew, N. , Flugmuskeln der Lepidopteren und Libelluliden. in: Zool. Anz. 3. 

Jahrg. p. 212—213. 

18. , Des glandes salivaires chez les Odonates (Insectes nevroptferes) . in: Compt. 

rend. Ac. Sc. Paris. T. 91. p. 129. 

19. Poletajew, O. , Quelques mots sur les organes respiratoires des larves des Odonates. 

in: Horae Soc. Entom. Ross. Vol. 15. 16 p. 2 Taf. 

20. VaySSiere, A., Sur la metamorphose du Prosopistoma. in: Compt. rend. Ac. Sc. Paris. 

T. 90. p. 1370—1371; auch in: Annais of Nat. Hist. (5) VoL 6. p. 252. 

21. Zimmermann, 0. , Über eine eigenthümliche Bildung des Rückengefäßes bei einigen 

Ephemeridenlarven. in: Zeitschr. f. wiss. Zool. 34. Bd. p. 404^406. m. 4 Holzschn. 

Hagen (^^, ähnlich auch ^^) macht in Bezug auf das Tracheensystem der Li- 
bellenlarven folgende Angaben. Entgegen der Meinung Palmen' s sind die 8 ab- 
dominalen Stigmen bei ihnen alle offen, auch vom 2. Paare an mit einem Muskel- 
apparate versehen , scheinen aber nicht gebraucht zu werden. Das prothoracale 
Stigma ist hingegen , wenn auch vielleicht nur zum Auslassen der Luft , sicher 
thätig. Überhaupt sind dieses und das mesothoracale Stigma bei Larve und 
Image fast gleich gebaut. Ferner ist Palmen's Darlegung, der zufolge das Gewebe 
der Tracheenkiemen des Afterdarmes nicht abgeworfen , sondern von der Image 
übernommen würde , in dieser Allgemeinheit unrichtig , bei Epitheca wenigstens 
bleibt stets der ganze Apparat in den Exuviis zurück. Auch besteht der Respira- 
tionsapparat der Agrioniden nicht, wie Palmen will , aus drei äußeren Kiemen- 
blättern ; bei den Calopteryginen nämlich sind, wie schon Dufour beschrieben 
hat , neben den Stigmen und den zu ihnen gehörigen Schwanzkiemen auch noch 
Darmkiemen vorhanden, und bei Etiphaea splendens und Anisopteryx comes in. sp.j 
existiTen außerdem kegelförmige Kiemen wie bei Siah's an den beiden Seiten des 



]](j F. Arthiopoda. 

Leibes vom 2. — 8. Segmente. Über den inneren Bau der Libellenlarven gibt 
Verfasser noch an. daß bei Epttheca und Libellula, auch, bei Aeschna und Gomphis, 
nicht aber bei den Agrioniden, am Vorderraude des 5. Bauchschildes eine Spalte 
vorhanden sei, die in einen wohl als Drüse zur Absonderung einer Gelenkscbmiere 
fungirenden Sack führe ; vielleicht sei derselbe ein Überrest der Abdomiualau- 
hänge, die bei Euphaea noch völlig ausgestülpt vorhanden seien. 

Hagen (i^) macht darauf aufmerksam, daß in der Gattung Enphaea die Kiemen 
der Larve auch bei der Imago erhalten bleiben. Ferner hat nach ihm die Perlide 
Bktyopteryx signata zwei Paar Kiemenschläuche an der Unterseite des Kopfes und 
besitzt Etiphaea in den Schwanzkiemen glatte Muskelfasern , welche offenbar zur 
Coutraction der in den Kiemen enthaltenen zwei Tracheenstämme dieneu. Die 
Zwischenräume sind von Bindegewebe ausgefüllt. Vielleicht finden sich auch bei 
anderen Calopteryginen ähnliche Verhältnisse. 

Nach Polet ajew (^^) zerfallen die Flugmuskeln der Lepidopteren in drei 
Gruppen, nämlich in die medianen Senker, lateralen Senker und mittleren Heber. 
Den Libellen fehlen die zuerst genannten Muskeln ; die lateralen Senker befestigen 
sich bei ihnen direct an der Flügelbasis, bei den Lepidopteren dagegen an beson- 
deren »Gelenkknöchelchen«. 

Pol et ajew (i'^) untersuchte die Speicheldrüsen der Aeschniden, Libelluliden 
und Agrioniden. Sie liegen im Thorax; die beiden Ausführungsgänge vereinigen 
sich zu einem unpaaren, unter der Zunge mündenden Canale. 

Frau Polet aj ew (i^j gibt eine Beschreibung der Form der Kiemen bei den 
Odonatenlarveu ohne Berücksichtigung der histologischen Verhältnisse. 

Nach Vayssiere ^20j igt Prosopistoma die Larve von Caenis spec, also einer 
Ephemeride. 

Nach Zimmermann (2') befindet sich in den drei Schwanzborsten der Larven 
von C/oe und Palingenia ]q ein Blutgefäß als directe Fortsetzung des Herzeus und 
besitzt eine endständige sowie mehrere seitliche Öffnungen, aus denen das Blut in 
die Gewebe der Borste übertritt. Bei der Larve von Cloe diptera L. hat das Herz 
in seinem mesothoracalen Abschnitte an der Dorsalseite einen Anhang in Form 
einer gestielten Blase , welche sich an den Pulsationen nur schwach und unregel- 
mäßig betheiligt. 

Orthoptera. 

22. Bertkau, P. , Über den Tonapparat von Ephippigera vitiiim. in : Verh. Naturh. Ver. 

d. preuss. Rheinlande u. Westfalens. 36. Jahrg. 1S79. p. 269 — 276. 

23. Catnerano, L., Nota sopra un caso dl colorazione naturale delle trachee di im insetto. 

in: Atti Accad. Sc. Torino. Vol. 15. 4 Seiten. 

24. , Osservazioni intorno allo Stenobothriis stbmcus (Linn.). in: Atti Accad. Sc. 

Torino. Vol. 15. 

25. , Note intorno allo svilluppo della Forficula aiiriciilaria (Linn.). in: Bull. Soc. 

Entom. Ital. Vol. 12. p. 46—50. 

26. Riley, Ch. V., Dimorphism in Locusts (Acrididae). in: Amer. Entomologist p. 219—220. 

Nach Bert kau (^2) sind hei Ep/n'ppig er a die Flügeldecken sehr verkümmert 
und wirken kaum noch als Tonapparat. Beide Geschlechter zirpen auch dann, 
wenn sie ergriffen werden. Beim Männchen trägt die linke , beim Weibchen die 
rechte Decke die Schrillader. Auf der Decke der anderen Seite befindet sich der- 
selbe, aber functionsunfähige Apparat. 

Camerano [^^] erwähnt, daß bei 7 Exemplaren von Stenobothrus sibh-icus L. 
Darm, Malpighische Gefäße und Tracheen der Beine feuerroth gefärbt waren, und 
zwar war bei den Tracheen die Intima Trägerin des Pigments. Bei Hydrophilus 



8. Hexapoda. I.Anatomie, Biologie etc. b) Coleoptera. 111 

und anderen Insecten läßt sich durch Einspritzung einer leicht ammoniakalischen 
Carminlösung in das lebende Thier zwar Färbung der Eingeweide, Blutkörperchen 
und Muskeln, nicht aber der Tracheen erzielen. 

Camerano [^^) beschreibt als secundäreu Geschlechtscharacter bei Stenoho- 
thrus die Anschwellungen an den Vordertibien des Männchens, welche zum bes- 
seren Festhalten des Weibchens während der Begattung zu dienen haben. 

Die jungen Furßcida häuten sich, wie Camerano [^'^] bestätigt, bis zur Er- 
reichung der Geschlechtsreife dreimal. 

Riley (^6) bestätigt die Angabe Scudder's, der zufolge die Gattung Pezoiettix 
nur auf die kurz geflügelten Individuen der Gattung Caloptenus gebaut sei, nimmt 
aber für sich die Priorität dieser Entdeckung in Anspruch. 

Coleoptera. 

27. Camerano, L., Ricerche intorno alle solcature delle elitre dei Ditiscidi come carattere 

sessuale secundario. in: Atti R. Accad. Torino. Vol. 15. 9 Seiten. 

28. Eaton, A. E. , Notes on the intermittent light of Luciola lusitanica. in: Entom. 

Monthly Mag. Vol. 17. p. 94—95. 
*29. Goi'ham, H. S., Structure of the ZaTw^'y'"*^^'''^ with reference to their phosphorescence. 
in: Trans. Entom. Soc. London, p. 63-66. 

30. Jousset de Bellesme, Recherches experimentales sur la phosphorescence du Lampyre. 

in: Journ. Anat. Physiol. Robin et Pouchet. Vol. 16. p. 121—169. 

31. , Recherches experimentales sur la phosphorescence du Lampyre. in: Compt. rend. 

Ac. Sc. Paris. T. 90. p. 318—321; auch in: Ann. of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 345 
—347. 

32. Lichtenstein, J., Metamorphose der Lytta vesicatoria. Mit Bemerkung von F, Brauer. 

in: Verhandig. zool.-bot. Ges. Wien. 29. Bd. 1879. 3 Seiten. 

33. Lindeman, K., Monographie der Borkenkäfer Russlands. Die Gattung Dendroctonus. 

in: Bull. Soc. Nat. Moscou. 54. Bd. p. 53—87. Taf. 2. 

34. Meinert, Fr., Sur l'homologie des elytres des Coleopteres. in: Entom. Tidsskr. 1. Bd. 

p. 168. 

35. Michels, H. , Beschreibung des Nervensystems von Oryctes nasicornis im Larven-, 

Puppen- und Käferzustande, in: Zeitschr. f. wiss. Zool. 34. Bd. p. 641 — 702. 
Taf. 33—36. 

36. Müller, H., Ein Käfer mit Schmetterlingsrüssel, in: Kosmos 3. Bd. p. 302—304. 

37. Ormerod, E. A., A use of the hook on the tibiae of the forelegs oi Hylohius abietis. 

in: The Entomologist p. 166. 

38. Osborne, J. A., Parthenogenesis in the Coleoptera. in: Nature. Vol. 22. Nr. 570. p. 

509—510. 

39. Parfitt, E. , On the phosphorescence of the Glow-worm. in: Entom. Monthly Mag. 

Vol. 17. p. 94. 

40. Patton, W. H., On the spiracles of Coleoptera and on the sound produced by Poly- 

phylla. in: Psyche. Vol. 2. p. 278—279. 

41. Sahiberg, J. R., Sur le dimorphisme de la sculpture chez les femelies des Dy^wcJt^es. 

in: Entom. Tidsskr. 1. Bd. p. 166-167. 

Meinert (3^) hält die Elytra der Käfer für homolog den Tegulae derHymeno- 
pteren und den Pterygoden der Lepidopteren , während er den Vorderflügeln der 
beiden letzten Ordnungen die Alulae der Käfer entsprechen läßt. 

Nach H. Müller (''6) hat Nemognatha chry&omelina aus Süd - Frankreich nur 
wenig verlängerte Maxillen, eine Art derselben Gattung vom Itajahy hingegen 
einen langen Rüssel, der bis auf den Mangel der RoUbarkeit dem der Lepidopteren 



112 F. Arthropoda. 

gleichkommt. Es ergibt sicli hieraus , daß die Umbildung der Maxillen zu einem 
Rüssel bei den Lepidopteren in verhältnismäßig kurzer Zeit erfolgt sein kann. 

Ormerod (3'^) hat bei Hylobius beobachtet, wie die Haken an den Tibien zur 
Reinigung der Mandibel verwendet werden. 

Nach Fat ton [^^) bringt das Männchen von Polyphylla variolosa einen Ton 
hervor, während es das Abdomen unter den Elytren auf- und abbewegt. Verf. 
spricht sich in Betreff der Stigmen dahin aus , daß die Imagines höchstens 7 ab- 
dominale und 3 thoracale besitzen. 

Osborne {^^) hat in Fortsetzung seiner Versuche mit Gastrophysa raphani 
(vergl. Zool. Jahresber. für 1879. p. 479) aus einem unbefruchteten Ei eine weib- 
liche Imago gezüchtet. Bei den parthenogenetisch entwickelten Larven zeigten 
sich zahlreiche Monstrositäten. Weibchen, an denen zuerst Parthenogenesis con- 
statirt wurde, begatteten sich zuweilen später und legten befruchtete Eier ab. 

Brauer bemerkt zu den von Lichtenstein (32] gemachten Beobachtungen 
über Entwickelung der Lytta vesicatoria (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p.478), 
daß die Larve im Freien vielleicht von Heuschrecken-Eiern lebt. 

Michels [^^] beschreibt im ersten Theile seiner Abhandlung die Lage und 
Form des Nervensystems von Oryctes bei Larve, Puppe und Imago. Bei er- 
sterer innervirt das Oberschlundgangliou die Fühler und gibt dann vorn ein Ner- 
venpaar ab , das zum Ganglion frontale verschmilzt ; der von diesem weiter ver- 
laufende unpaare Mundmagennerv weist noch ein Ganglion auf. Der paarige Nerv 
gleichen Namens dagegen entspringt von der unteren hinteren Seite der Gehirn- 
wand und hat mehrere ganglionäre Einlagerungen. Außer dem eigentlichen 
Schhmdringe existirt noch eine besondere, gleichfalls die Speiseröhre umgreifende 
Commissur, wie sie Leydig bei Telephorus und Dytiscus gefunden hat. Das Bauch- 
mark ist kurz und hat 11 Anschwellungen. Aus der ersten gehen 4 Nervenpaare 
zur Kopfm^usculatur und den Mundtheilen , aus der 2. — 4. je 2 Nervenpaare zu 
den Beinen und zur Stammesmusculatur, aus der 5. zwei Nervenpaare zum 4. und 
5. Segmente, aus der 6. — 10. je ein Paar zu den betreffenden Segmenten, aus der 
11. endlich 3 Paare zum 11. — 13. Ringe hervor. — In der Puppe sind die drei 
ersten Anschwellungen des Bauchmarkes , also Unterschlund - , Pro - und Meso- 
thoracalganglion getrennt, das Metathoracalganglion ist dagegen mit den unter 
sich innig verschmolzenen Abdominalganglien verbunden. — Bei der Imago ist 
das sympathische Nervensystem fast gleich dem der Larve , jedoch findet sich in 
den Verlauf des paarigen Nerven nur je ein Ganglion eingelagert. Die Quercom- 
missur ist viel kürzer geworden, das Bauchmark stark contrahirt und Meso- sammt 
Metathoracalganglion mit den abdominalen zu einer Masse verschmolzen. Von 
den beiden letzten Ganglien des Thorax gehen je zwei Nerven aus (einer zum be- 
treffenden Bein, der andere zum Flügel und zur Stammesmusculatur) , vom 1 . Ab- 
dominalganglion eben so viele, weil sowohl das 4. nur dorsal ausgebildete als 
auch das 5. Segment von ihm versorgt werden. — Es folgt eine sehr eingehende 
Beschreibung des Tracheensystems in Bezug auf Anordnung und Verlauf 
der einzelnen Äste ; die Einzelnheiten hierüber sind im Original nachzulesen. In 
der Larve versorgt das 1. (prothoracale) Stigma allein das Gehirn, die Dorsalseite 
des Bauchmarkes und auch die 3 ersten Knoten des letzteren auf der Ventralseite. 
Für den Rest derselben treten die übrigen Stigmen in der Art ein , daß an das 
4. — 11. (letzte) Ganglion je ein Zweig vom 2. — 9. (letzten) Stigma tritt. In der 
Imago liegen die Verhältnisse wie in der Larve ; bei der Puppe sind sie vom Verf. 
nur lückenhaft verfolgt worden . — In Bezug auf den inneren Bau des Bauch- 
m a r k e s der Larve ist zu bemerken , daß sich zweierlei Neurilem unterscheiden 
läßt, ein äußeres, membranöses mit Kernen und ein inneres (granulärzelliges nach 
Leydig) mit deutlichen Zellen, Auf der Bauchseite beträgt seine Dicke bis zu 



8. Hexapoda. I. Anatomie, Biologie etc. b) Coleoptera. 113 

Yj von derjenigen des ganzen Bauchstranges. Im inneren Neurilem verlaufen die 
Tracheenstämme und bringen so eine völlige Trennung des Bauchmarkes in zwei 
Antimeren zu Stande ; die feinsten Tracheen dringen dabei in die Nervenfaser- 
masse ein. Von Ganglienzellen sind drei durch ihre Größe gekennzeichnete Arten 
vorhanden. Sie treten zu Packeten zusammen , deren Trennung von einander je- 
doch nicht, wie Leydig will, durch Tracheen erfolgt. Die sogenannte Punktsub- 
stanz besteht aus Faserzügen, die nach allen Richtungen verlaufen. Die periphe- 
rischen Nerven werden von einer sehr großen Anzahl querer Faserztige gebildet, 
die »von allen Regionen der betreffenden Bauchmarksanschwellung kommen, zu- 
meist aber unten seitlich oder ganz ventralwärts entspringen , dann dorsal ziehen 
und schließlich, von oben kommend, mit denjenigen Faserbündeln zum peripheren 
Nerven zusammentreten , die in den Trennungsebenen der einzelnen Knoten von 
den an Faserzahl stets geringer werdenden Längsstämmen abtreten« . Complicirter 
noch ist der Bau des Unterschlund- und des letzten Abdominalganglions sowie der 
drei Brustknoten. — Bei der Puppe findet sich im Bauchmarke von Histolyse keine 
Andeutung vor. — Im Käfer wird die Sonderung in Antimeren nicht mehr durch 
Tracheen , sondern nur noch durch das innere Neurilem bewirkt, welches bedeu- 
tend dünner geworden ist und die Zusammensetzung aus Zellen nicht mehr wahr- 
nehmen läßt. Die vom Gehirne durch den Schhmdring und das ganze Bauchmark 
verlaufenden Längsfaserzüge bilden gerade wie bei der Larve die Commissuren 
und nehmen von vorne nach hinten an Masse ab, indem jeder periphere Nerv ein 
Bündel erhält, das übrigens vom anderen Antimer stammt. Andere Querbündel 
verlaufen von den Ganglienzellen des einen Antimeres zum Nerven des anderen. — 
Mit Bezug auf die Metamorphose des Nervensystems kommt Verf. zum Schlüsse, 
daß die getrennten Nervenknoten des Bauchmarkes nicht durch Neubildung ent- 
stehen, sondern aus dem der Larve durch Streckung hervorgehen , sowie daß die 
peripheren Nerven gleichfalls dieselben bleiben und sich höchstens neue Zweige 
da bilden, wo in der Larve keine vorhanden waren. 

Lindeman(^3j liefert in seiner Monographie der Borkenkäfer Rußlands zu- 
nächst eine Beschreibung des Skelettes und der Extremitäten der Gattung Den- 
droctonus. Von Stigmen findet er 8 Paar, nämlich 1 thoracales und 7 abdominale 
vor. Die Weich th eile hat er ausschließlich an D. miccms studirt und gelangt dabei 
zu folgenden Resultaten. Der Mitteldarm entbehrt wie gewöhnlich der Cuticula 
und der Muscularis. Der Kaudarm, von dem eine eingehende Beschreibung gege- 
ben wird, bietet keine Besonderheiten dar. Der Dünndarm ist in seinem mittleren 
Theile mit drei Längsreihen von je ungefähr 50 drüsigen Anhängen versehen. 
Die Anzahl der Malpighischen Gefäße beträgt 6. Die Speicheldrüsen stellen zwei 
einfache Röhren dar. Beim Weibchen gibt es eine besondere Begattungstasche, 
in deren unteres Ende das Receptaculum seminis mündet. Jederseits sind nur zwei 
Eiröhren vorhanden ; ihnen fehlt die Muscularis. Dasselbe gilt von den paarigen 
Anhangsdrüsen, die obendrein auch keine Chitinintima besitzen, also keine Aus- 
stülpungen der Bursa copulatrix sind. Beim Männchen ist ein Paar traubenför- 
miger Hoden nebst den zugehörigen Samenblasen und je 2 Anhangsdrüsen ent- 
wickelt ; die beiden erstgenannten Organe haben weder Musculatur noch Intima. 
Den Samenfäden fehlt der Kopf. Vom Nervensystem ist ein Ober- und Unter- 
schluud- , sowie ein getrennter Prothoracalknoten zu unterscheiden, während die 
beiden anderen Thoracalganglien verwachsen und die sämmtlichen Eine Masse 
darstellenden Abdominalgauglieu der letzteren sehr genähert sind. Das Ganglion 
frontale fehlt vielleicht ; außer ihm existiren einige andere zum Sympathicus ge- 
hörige Knoten. — Was die Larve von D. micans betrifft, so ist sie augenlos und 
entbehrt des Kanniagens , hat jederseits bloß 1 5 Drüseuanhänge und eine aus 1 
Ganglien bestehende Bauchkette. (Bei der Larve von Scolytus und Phloeophthorus 

Zoolog. Jahresbericht. 1880. IL 8 



114 F. Arthropoda. 

sind 11 vorhanden.) Eine längliche große Platte unter der Hirncommissur ist 
vielleicht das Ganglion frontale. 

Camerauo (2") ist der Ansicht, die Furchen in den Elytren der Weibchen von 
Dytiscus marginalis und anderer Arten seien nicht durch geschlechtliche Zuchtwahl 
entstanden und haben auch keine Bedeutung für den Act der Begattung. Auch 
gefurchte Männchen finden sich in kalten oder nahrungsarmen Gewässern. Über- 
haupt nimmt bei den Weibchen die Furchung ab , je südlicher sie vorkommen, 
und zwar gilt diese Regel sowohl für die Arten im Ganzen als auch innerhalb 
jeder Art für die Individuen. Die Formen mit gefurchten Flügeldecken seien 
phylogenetisch älter als die mit glatten Elytren. Die mit letzteren versehenen 
Weibchen seien übrigens nicht etwa geschlechtlich verkümmert , sondern haben 
reife Eier. 

Sahlberg {^^] hält die Dytisciden -Weibchen mit gefurchten Elytren bei den 
großen Arten für typisch, bei den kleinen hingegen die mit glatten Decken. Jene 
sind im Allgemeinen mehr im Norden verbreitet und leben in kalten Gewässern 
mit geringer Vegetation. 

Nach Eaton (2S) strahlt Ludola lusitanica etwa 36 Mal in der Minute einen 
Y4 — 1/3 Secunde dauernden Schein aus. 

Die Intermittenz des Lichtes von Lampyris rührt nach Parfitt (^^j davon her, 
daß das Insect seine Bauchseite abwechselnd dem Beobachter zu- und von ihm 
abwendet. 

Jousset de Bellesme (^'', ^^j hat von Neuem die so oft angeregte Frage 
nach der Ursache der Phosphorescenz bei Lampyns behandelt. Um den Willen 
des Thieres zu eliminiren, beraubt er es des Gehirnes und erregt dann durch 
einen mäßigen electrischen Strom die Phosphorescenz. Es stellt sich dabei her- 
aus," daß zur Production des Lichtes die Gegenwart des Sauerstoffes unentbehrlich 
ist , mithin die Zellen des Leuchtkörpers einen Stoff erzeugen , welcher erst bei 
seiner Oxydation durch die in den Tracheen enthaltene Luft zu leuchten beginnt. 
Werden die Zellen durch Zerreiben in einem Mörser völlig zerstört, so ist auch in 
reinem Sauerstoff kein Licht zu bemerken, daher ist die Substanz nicht fertig ge- 
bildet vorhanden. Theilweise Zerstörung hingegen reizt wegen des reichlicheren 
Luftzutrittes die Zellen zu erhöhter Thätigkeit an. Ein mit Schwefelwasserstoff 
getödtetes Insect leuchtet indeßen auch in dem letzten Falle nicht mehr , da seine 
Zellen durch die Einwirkung des Giftes abgestorben sind. Sonach ist die Phos- 
phorescenz der Entwickelung electrischer Ströme bei Torpedo und der Muskel- 
bewegung analog und steht gleich diesen unter dem Einflüsse des Nervensystemes. 
Vielleicht ist die von den Zellen producirte Materie Phosphorwasserstoff. 

Nach Fahre (^*; lebt die Larve von Myiodytes suhdipterus von den Larven der 
Hymenopterenart Halictus sexcinctus Latr. 

Hymenoptera. 

42. Adolph, E., über das Flügelgeäder des Lasius umhratus Nyl. in: Verh. Naturh. Ver- 

eins d. preuss. Rheinlande u. Westfalens 37. Jahrg. p. 35 — 53. Taf. 1. 

43. Beijerinck, M. W. , Ein Beleg zu der von Dr. Adler entdeckten Heterogonie von 

Cynipiden. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 179 — 180. 

44. Breitenbach, W., Eine Beobachtung an Hymenopterenflügeln. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. 

p. 522 — 523. 

45. Canestrini , Joh. , Über ein sonderbares Organ der Hymenopteren. in: Zool. Anz. 3. 

Jahrg. p. 421— 422. 

46. , e A. Berlese, La stregghia degli Imenotteri. in: Atti Soc. Veneto-Trentina Sc. 

Nat. 7. Bd. p. 53—73. Taf. 7. 



8. Hexapoda. I. Anatomie, Biologie etc. b) Hymenoptera. 115 

47. Cook, A. J. , The tongue of the Honey-bee. in: Amer. Naturalist. Vol. 14, p. 271 

—280. 

48. Fahre, J. H., Etüde sur les moeurs et la Parthenogenese des Halictes. in: Ann. Sc. 

natur. (6.) T. 9. No. 4. 27 Seiten. Auch in: Annais of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 
194—196. 

49. Fletcher, J. E. , On parthenogenesis in Tenthredinidae und alternation of genera- 

tions in Cynipidae. in : Entom. Monthly Mag. p. 269 — 270. 

50. Forel, A., Über 3Iyrynecocystus mellujer Llave. in: Mitth. morph. physiol. Gesellsch. 

München. Ärztl. Intelligenzblatt 1880. 2 Seiten. 

51. Lubbock, J. , Observations on Ants, Bees, and Wasps; with a description of a new 

species of Honey-Ant. Part VII. Ants. in: Journ. Linn. See. Zool. Vol. 15. p. 
167—187 Taf. 8. 

52. Nassonoff, N., Anatomischer Bau und postembryonale Entwickelung der Ameise, in: 

Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 162—163. 

53. Quay 7 J-) Notes on the use of the ovipositor in the Long-Sting Ichneumons of the 

genus Rhyssa. in: Amer. Entomologist. Vol. 3. p. 219. (Eine unklar gehaltene Be- 
schreibung der Operationen mit dem Legestachel.) 

Canestrini {^^) und Berlese {^^) untersucliten den früher als Sporn be- 
schriebenen Striegelapparat an den Vorderbeinen näher. An der Tibia befindet 
sich bei fast allen Hymenßpteren ein unbeweglicher Sporn, am Tarsus eine ent- 
sprechende oft mit Stacheln besetzte Grube, die aber nach Verschluß durch den 
Sporn noch Raum genug zum Durchziehen der Zunge behufs Reinigung derselben 
bietet. Die Ausbildung des Apparates, welcher übrigens in beiden Geschlechtern 
und auch bei der Arbeitern vorkommt , ist bei den einzelnen Familien eine sehr 
verschiedene. 

Breitenbach (44) hat gefunden, daß die Faltungen der Flügel bei den Pup- 
pen von Vespa und ^^j/s auch an den Imagines noch kenntlich sind , da an den 
bezüglichen Stellen sowohl die Behaarung fehlt als auch die Tracheen eine dünnere 
Chitinschicht besitzen. 

Adolph (42) beschreibt die Abnormitäten im Aderverlaufe, wie er sie an den 
Vorderflügeln von 170 Individuen (60 (5^, 110 ^j des Lasins imibratus l^j\. be- 
obachtet hat. Es handelt sich dabei ebensowohl um Fälle von überzähligen als 
auch von mangelnden Adern ; derartige Abweichungen von der Norm finden sich 
in Bezug auf einzelne Adern bei über 307o ^ll^i" untersuchten Thiere. 

Nach Cook (4^) gelangt die Biene je nach den Umständen auf drei verschie- 
denen Wegen zu ihrer Nahrung : sie leckt entweder den Honig mit der Zunge auf 
oder schlürft ihn durch die Spalte zwischen den zusammengelegten Maxillen oder 
saugt ihn durch das feine Rohr ein, welches im Inneren der Zunge liegt. 

Aus Fahr e's (48) Untersuchungen an Halictus sexcmcfus Latv . und H. cylin- 
dricus Latr. ergibt es sich , daß die Begattung im Herbste und zwar unterirdisch 
im Innern des Nestes stattfindet. Die Männchen sterben darauf, die Weibchen 
hingegen bleiben in ihren Nestern bis zum Mai und legen die Eier ab. Im Juli 
erscheint die erste , nur aus Weibchen bestehende Generation, aus welcher im 
September parthenogenetisch beide Geschlechter hervorgehen. Weil die Männchen 
nur ganz kurze Zeit leben, auch von den Weibchen in Farbe und Form sehr ab- 
weichen , so haben natürlich die Systematiker viele unhaltbare Arten aufgestellt. 

Nach Beij erinck (43) legt Biorhiza optera Fabr. ihre Eier in Eichenknospen ; 
aus der so entstandeneu Apfelgalle geht Andricits terminalis Fabr. in beiden Ge- 
schlechtern hervor. Wahrscheinlich setzt diese Art ihre Eier in Eichenwurzeln 
ab und producirt so eine Galle, aus welcher Biorhiza ausschlüpft. 

Nach Fletcher (49) legt Nematus miliaris unbefruchtete Eier, aus denen bei 



116 F. Arthropoda. 

einer Beobaclitung 2 1 (^ und nur 1 ^ liervorgiug. Auch Nematus palUdus pflanzt 
sich parthenogenetisch fort, und auch hier waren die Jungen alle (j'. 

WieForel (^^) ermittelt hat , befindet sich bei der Honigameise der Honig, 
welcher nach den früheren Autoren frei im Hinterleibe liegen sollte , im colossal 
gedehnten Vormagen. Die übrigen Organe sind noch alle erhalten, aber sehr 
plattgedrückt. Aus dem Studium der Geschlechtsorgane und des Giftorgans geht 
hervor, daß diese wandelnden Honigbehälter sich von den gewöhnlichen Arbei- 
tern eben nur durch ihren Mageninhalt unterscheiden. 

Lubbock's (^^) neueste Beobachtungen an Ameisen erstrecken sich über ein 
ausgedehntes Gebiet. Zunächst zeigen seine vielfachen Versuche, daß die Ameisen 
in der That die Gabe der gegenseitigen Mittheilung besitzen. Nachdem z. B. eine 
Ameise sich mit der Loslösung eines befestigten Gegenstandes längere Zeit ver- 
gebens abgemüht hatte , eilte sie leer zum Neste und kam stets mit mehreren Ge- 
fährten zurück. Die Erkennung der Stammverwandtschaft ferner gelang selbst 
dann , wenn das zum Experiment ausgewählte Nest in zwei Theile getrennt wor- 
den war, bevor noch Junge vorhanden waren ; letztere wurden, obwohl getrennt 
von den übrigen Bewohnern des Nestes aufgezogen, von diesen bei der Vereini- 
gung als Freunde behandelt. Hiernach ist die Erkennung keine individuelle ; ob 
sie aber bloß durch den Geruch bewirkt wird, ließ sich nicht ermitteln. — Die 
frühere Angabe . derzufolge die Arbeiter nur Eier legen , aus denen Männchen 
hervorgehen, erfährt durch die neueren Beobachtungen eine Bestätigung. — In 
Betreff der schon bei anderer Gelegenheit (vergi. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 480) 
besprochenen Langlebigkeit der Ameisen verdient Erwähnung , daß die 2 Köni- 
ginnen der Formica fnsca vom December 1874 und Arbeiter vom Juni 1875 am 
17. Juni 1880 noch lebten. — Ohne Erfolg blieben wiederum die Bemühungen, 
eine fremde Königin von einem verwaisten Neste adoptiren zu lassen. — Was den 
Ortsinn beta;itFt , so besitzen ihn die Ameisen zweifellos und behalten daher die 
einmal eingeschlagene Richtung bei. — Die Versuche mit dem Telephon, die etwa 
seitens der Ameisen hervorgebrachten Töne zu hören, erwiesen sich als resultat- 
los und führten so zu keiner sicheren Entscheidung. — Verf. wendet sich noch- 
mals gegen Dewitz' Ansicht , der zufolge der Stachel der Ameisen nicht rückge- 
bildet, sondern unausgebildet, in der Entwickelung stehen geblieben sei. — Die 
Behandlung der Aphideneier ist , wie schon Huber gezeigt , eine sorgsame ; die 
aus ihnen hervorgehenden Aphiden sind Blatt-, nicht Wurzelläuse und legen im 
Herbste Eier an die Blätter ; diese werden dann von den Ameisen in ihr Nest ge- 
tragen und den Winter über geschützt. — Den Schluß der Arbeit bildet die Be- 
schreibung einer neuen Honigameise [Camponoius inßahis) von Adelaide , welche 
ihre Eigenschaft ganz unabhängig von dem bekannten Mynnecocystus mexicanus 
erworben hat. 

Nassouoff (^2j igt in Betreflf .der postembryonalen Entwickelung der Ameise 
(nach dem Referate von A. Brandt) zu folgenden Resultaten gekommen: »die 
Hautdecken des Kopfes der Imago erscheinen als Neubildungen, die der Brust 
und des Bauches hingegen sind direct aus dem Larvenstadium überkommen. In 
den Organen des Kopfes und der Brust lassen sich keine destructiven Processe, 
sondern nur Umbildungen wahrnehmen«. 

Hemiptera. 

*54. KUnckel d'HerculaiS, J. , Disposition particuliere des ipattes chez les nymphes des 
Cicuda. in: Ann. Soc. Entom. France. (5.) T. 9. p. 358—360. 

55. Lichtenstein , J. , Neues über Entwickelung der Pemphiginen. in : Sitzgsber. zool.- 
botan. Gesellsch. Wien 1S80. 



8. Hexapoda. I. Anatomie, Biologie etc. b) Diptera. 117 

56. Lichienstein. J., Metamorphose du Puceron des galles ligneuses du Peuplier noir, 

Pemphicjus bursarius Linn. sub A2}his (partim), in: Compt. rewd. Ac. Sc. Paris. 
T. 90. p. 804—805; auch in: Annais of Nat. Hist. (5.) Vol. 5. p. 433—434. 

57. , Complement de l'evolution biologique des Pucerons des galles du peuplier 

[Pemphigus bursarius Linn.). in: Compt. rend. Ac. Sc. Paris. T. 91. p. 339 — 340; 
auch in: Annais of Nat. Hist. (5.) Vol. 6. p. 404—405. 

58. Rossi , A. , Sul modo di terminare dei nervi nei muscoli dell' organo sonoro della 

Cicada. in: Rend. Ac. Sc. Bologna 1879|80. p. 119—120. 

Lichtenstein (^^ sej findet wie bei allen Pemphigiden so auch bei Pemphigus 
bursarius vor der geschlechtlichen Form vier Larvenformen , von denen zwei ge- 
flügelt, zwei flügellos sind. Die erste geflügelte Form wandert aus den Gallen im 
Juni oder Juli aus und gebiert Junge, die mit einem Rostrum versehen sind. Was 
aus diesen wird, ist nicht bekannt. Im August kommt die andere geflügelte Form 
zurück, dringt in die Borkenrisse ein und gebiert »Puppen«, aus denen schnabel- 
lose Männchen und Weibchen hervorgehen. Von letzteren legt jede nur Ein Ei, 
aus dem im Frühling diejenigen Insecten ausschlüpfen , welche die Gallen er- 
zeugen. 

Nach den Züchtungsversuchen desselben Autors (5^) gehört Pemphigus bursarius 
zum Cyclus von P. ßlaginis ; letztere Form ist geflügelt und legt die Eier auf der 
Rinde von Populus ab. 

Diptera. 

59. Brandt, E., Nervensystem der Dipterenlarven, in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 215. 

60. Ciaccio, G. V., Nuove osservazioni intorno all' intima struttura degli occhi dei Dit- 

teri. in: Rend. Accad. Sc. Bologna 1879/80. p. 134—135. 

61. Hammond, A., On the thorax of the blow-fly [Musca voinitoria) . in: Journ. Linn. Soc. 

Vol. 15. No. 81. p. 9—31. Taf. 1 und 2. 

62. Joseph, G., Actora aestuum Meigen. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 250 — 252. 

*63. Künckel d'HerculaiS, J. , Observations sur les moeurs et metamorphoses du Gymno- 
soma rotundatum L., Diptere de la famille des Museides. Ann. Soc. Entom. France. 
(5). T. 9. p. 349—357, 361. m. 1 Taf. 

64. Meinert, F., Sur la construction des organes buccaux cliez les Dipteres. in: Entomol. 

Tidsskr. 1. Bd. p. 150—153. 

65. Menzbier, M. A., Über c'as Kopfskelet und die Mundwerkzeuge der Zweiflügler, in: 

Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou. No. 1. p. 8—71. Taf. 2 u. 3. 

66. Müller, F., Paltostoma torrentimn. Eine Mücke mit zwiegestaltigen Weibchen, in: 

Kosmos 4. Bd. p. 37 — 42. m. Holzschn. 

67. Vlallanes, H., Sur l'appareil respiratoire et circulatoire de quelques larves de Dip- 

teres. in: Compt. rend. Ac. Sc. Paris. T. 90. p. 1180—1182. 

68. , Sur les terminaisons nerveuses sensitives dans la peau de quelques insectes. 

in: Compt. rend. Ac. Sc. Paris. T. 91. p. 1089—1091. 

69. Weyenbergh, H., Description d'une puce gigantesque [Pulex grossiventris vü..). in: Bol. 

Acad. Nac. Cienc. Republ. Argentina. 1879. p. 188—193. 

Meinert(64) gelangt in Betreff der Segmentirung des Dipterenkopfes zu fol- 
genden Ergebnissen. Das erste Metamer ist gespalten und zwar bildet das Tergit 
in Gemeinschaft mit dem Epipharynx das Labrum, das Sternit das Labium. Das 
zweite Metamer ist das der Maxillen ; die Lobi maxillares sind Fortsätze des Meta- 
meres , keine echten Extremitäten ; auch die Maxillarpalpen sind nur bei Culex 
und Tipula gegliedert, sonst überall einfache Fortsätze des Segmentes. Das dritte 
Metamer entbehrt stets der Extremitäten und hat auch nur selten Fortsätze, uäni- 



118 ^- Arthropoda. 

lieh die Mandibeln. Der Hypopharynx dient theils zum Steclien, tlieils als Aus- 
mündungsort der Speicheldrüsen. 

Nach Menzbier (^5) besteht der Kopf der Insecten höchst wahrscheinlich aus 
sechs Segmenten, von denen jedes aus einem Paare Imaginalscheiben Histoblasten) 
hervorgeht. Das erste Segment bildet den Hinterkopf mit den Punktaugeu , das 
zweite den Vorderkopf mit den Fühlern , das dritte die Oberlippe, das vierte hat 
als Anhänge die Mandibeln, das fünfte die ersten und das sechste die zweiten 
Maxillen. — Verf. liefert sodann eine Beschreibung des äußeren und inneren Chi- 
tinskeletes mit zum Theil neuer Terminologie. Der Bau des Rüssels ist leicht 
verständlich bei Haematopota und Chrysops , da bei ihnen der Lebensweise wegen 
die Mundtheile stark entwickelt sind. Es finden sich 3 unpaare und 2 paarige 
Elemente vor, nämlich das aus 2 Lamellen (dem eigentlichen Labrum und dem 
darunter gelegenen Epipharynx) verwachsene Labrum, der Hypopharynx und die 
rüsselförmige tasterlose Unterlippe (zweites Maxillenpaarj , sowie die messerför- 
migen Mandibeln und die mit Tastern versehenen ersten Maxillen. Bei Si/rykus 
sind die zweiten Maxillen rudimentär und nur noch ihre Taster erhalten. Bei 
Empis läßt sich das Labrum nicht mehr (durch Maceration in Kalilauge^ in die 
zwei Platten trennen , fehlen die Mandibeln und sind die ersten Maxillen zu einer 
kleinen unpaaren Nadel verschmolzen, die Taster aber noch erhalten. Bei Musca 
ist ebenfalls das Labrum mit dem Epipharynx verwachsen, aber noch trennbar, 
auch der Hypopharynx noch vorhanden ; Mandibeln und erste Maxillen fehlen, 
dagegen sind die Taster der letzteren erhalten. Bei Sargus endlich existiren nur 
noch Labrum, Maxillentaster und Unterlippe , so daß also mit der Veränderung 
der Nahrung auch eine Vereinfachung des Stechapparates Platz greift. Übrigens 
sind Epi- und Hypopharynx nichts als Fortsätze der Schlundwände ; jener ver- 
wächst mit dem Labrum , dieser fungirt als Rinne zur Fortleitung des Speichels 
und manchmal auch beim Stechen. Auch die Oberlippe, nicht nur die Unterlippe 
entwickelt sich, wie die Beobachtungen an Musca zeigen, aus paariger Anlage. 

Nach Hammond [^^] ist der Thorax von Musca, wie sich aus Analogie mit 
den anderen Insecten, aus der Anordnung der Muskeln und aus der Entwickelung 
ergibt, eigentlich fast ausschließlich ein Mesothorax. Zum Metathorax gehören 
nur die Halteren, das Endosternum, die Coxen des 3. Beinpaares und vielleicht 
noch ein schmaler Streif am Hinterrande der Mesoepimeren ; seine Muskeln sind 
fast ganz rudimentär; seine Cavität geht direct in die des Hinterleibes über. Der 
Prothorax besteht aus den Humeri und den Gelenkhöckern für den Kopf. Das 
letzte Thoracalstigma gehört zum Meso-, das erste zum Prothorax. Die Protho- 
racalhörner der Puppe von Alusca und Tipula sind Homologa der Flügel , da sie 
gleich ihnen aus Imaginalscheiben hervorgehen. 

Viallanes ("'>) suchte Nervenendigungen in der Haut von Eristalis und Musca 
an Stellen ohne besondere Sinneshaare. (Methode: Einlegen der Haut in l^^/gige 
Osmiumsäure , dann in 2 5 o/^ ige Ameisensäure 1 Minuten lang , darauf in 
0,0002 "/oiges Goldchlorid 24 Stunden lang im Dunkeln, endlich unter Belichtung 
nochmals in Ameisensäure.) Unter der einschichtigen Hypodermis liegt eine 
bindegewebige Membran mit Kernen ; zwischen dieser und der Hypodermis er- 
strecken sich Züge von Zellen, die mittels besonderer Fortsätze mit beiden Schich- 
ten zusammenhangen und sich gegen Ende des Larvenlebens mit Fett füllen. 
Zwischen ihnen verlaufen viele nackte Nervenfasern , welche anastomosiren und 
zu Ganglienzellen anschwellen. Letztere sind alle multi(3 — 5)polar, doch ist einer 
von den Fortsätzen stärker als die anderen und führt zum Hauptnerv , während 
die übrigen theils die Anastomosen besorgen, theils unter oder zwischen den Hy- 
podermiszellen endigen. Die stärksten Nerven haben noch besondere, eigenthüm- 
lich gestaltete Ganglien. 



8. Hesapoda. I. Anatomie, Biologie etc. b) Lepidoptera. 119 

Nach Vi all an es {^^) ist das Herz der Limnobiden- (r^eno;j/;ora ?) larven ein 
langer, contractiler, vorn und hinten offener Schlauch mit Kernen, die gleichfalls 
contractu sind und bei der Systole aus der längsovalen in eine kreisrunde Form 
übergehen. Im letzten Leibesringe ist es durch feine Tracheenäste wie mit einer 
Art Gitter geschlossen, welche das ganze Segment erfüllen und von je einem 
Längsstamme ausgehen, der vom letzten Stigma entspringt. Das Blut wird dem- 
nach schon hier oxydirt und das Herz gestaltet sich so völlig arteriell. Vorne be- 
sitzt es zwei seitliche spindelförmige Anschwellungen und liegt hier ganz frei in 
der Leibeshöhle , während es nach hinten von einer einzigen Schicht Pericardial- 
zellen bedeckt ist, die später den Pericardialsinus begrenzen. Die seitlichen Herz- 
öflfnungen fehlen der Larve noch völlig, sind jedoch durch den Mangel der Peri- 
cardialzellen an dem Orte ihres späteren Auftretens schon angedeutet und entstehen 
durch Einstülpung der Herzwand. 

Aciora , eine Dryomyzine , lebt nach Joseph (^2) in der Meeresbrandung, ist 
aber von einer Schicht einer wachsartigen Masse überzogen und bleibt daher 
trocken. Der Überzug fällt von Zeit zu Zeit ab und erneuert sich dann; anfangs 
ist er ölartig. Die ihn erzeugenden Drüsen liegen hauptsächlich zwischen den 
Flügelmuskeln und haben ihre Ausführgänge unterhalb der Ansätze der Flügel 
und Schwingkölbchen. Die Larve lebt im Blasentange und im Sande, die Puppe 
nur in letzterem. 

Die beiden weiblichen Formen von Paltostoma , einer Blepharoceride , unter- 
scheiden sich, wie Fritz Müller [^^) berichtet, in der Größe der Augen und dem 
Bau der Mundtheile und Füße von einander ; keine von ihnen schließt sich in 
allen Characteren dem Männchen an. Letzteres hat ein Nebenauge auf beson- 
derem Stiele hinter den großen, auf dem Scheitel zusammenstoßenden Hauptau- 
gen. Die Mundtheile der großäugigen Weibchen sind zum Blutsaugen , die der 
kleinäugigen gleich denen der Männchen zum Honigsaugen eingerichtet, wie sich 
denn auch bei den Mücken die Männchen von Honig, die Weibchen von Blut näh- 
ren. — Die Larve besitzt auf der Bauchseite hintereinander sechs Saugnäpfe 
und bedient sich ihrer in den wilden Gebirgsbächen zum Festheften an Steine 
u. s. w. Die Puppe ist mit der ebenen Bauchfläche dem Steine aufgekittet. 

Weyenbergh (6^) fand auf Dasypus minutus Desm. eine Flohart [Pulex grossi- 
ventris n.) , von der das Weibchen weich ist, ein sehr dickes und großes Abdomen 
hat und selbst während der Begattung an dem Wohnthier festgesogen bleibt , das 
Männchen hingegen flohähnlich und beweglich ist. 

Lepidoptera. 

70. Aurivillius, Chr., Des characteres sexuels secondaires chez les Papillons diurnes. in: 

Entomol. Tidsskr. 1. Bd. p. 163—166. 

71. Batelli, A., Sopra le colorazioni di alcune larve di Lepidotteri. in: Bull. Soc. Entom. 

Ital. T. 11. 1879. p. 139—141. (Verhalten des Pigmentes in den Zellen der Epi- 
dermis) . 

72. Brandt, E., Anatomie von Hepialus humidi. in. Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 186. 

73. Breitenbach, W. ,, Über die Function der Saftbohrer der Schmetterlingsrüssel, in: 

Katter's Entomol. Nachr. ISSO. Nr. 4. p. 29—34. 

74. Buckler, W., Is the number of moults of Lepidopterous larvae constant in the same 

species? in: Entom. Monthly Mag. Vol. 17. p. 42 — 43. 

75. Burgess, G., The structure and action of a butterfiy's trunk. in: Amer. Naturalist. 

Vol. 14. p. 313—319. m. Holzschn. 

76. , Contributions to the anatomy of the Milk-Weed Butterfly Danais Archippus 

(Fabr.). in: Anniversary Memoirs Boston Soc. Nat. Hist. 18S0. 16 p. m. 2 Taf. 



120 F- Arthropoda. 

77. CholOdkowski, N., Über die Hoden der Schmetterlinge, in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 115 

—117. 

78. Dorfmeister, G., Über den Einfluss der Temperatur bei der Erzeugung der Schmetter- 

lingsvarietäten, in: Mitth. naturwiss. Ver. f. Steiermark. 1879. p. 3 — 8. mit 1 Taf . 

79. Edwards, W. H. , Experiments upon the efFect of cold applied to Chrysalids of But- 

terflies, in : Psyche. Vol. 3. p. 3 — 6. 

80. FUgner, K., Der Duftapparat von Sphinx ligiistri. in: Katter's Entom. Nachricht. 

p. .166. 
*81. Keferstein, A., Betrachtungen über die Entwickelungsgeschichte der Schmetterlinge. 
Erfurt 1880. 116 Seiten. 

82. Künckel d'Herculais, J., Signification morphologique des appendices servant ä la Sus- 

pension des Chrysalides. in: Compt. rend. Ac. Sc. Paris. T. 91. p. 395 — 397. 

83. Meineri, F., Sur un organe des Lepidopteres homologue aux balanciers (halteres) 

chez les Dipteres. in: Entomol. Tidsskr. 1. Bd. p. 168 — 169. 

84. V. Reichenau, W., Die Duftorgane des männlichen Ligusterschwärmers [Sphinx ligustri). 

in : Kosmos. 4. Bd. p. 387 — 390. m. Holzschn. ; auch in : Katter's Entom. Nach- 
richt. Nr. 13. p. 141, 

85. Riley, Ch. V., Philosophy of the pupation of butterflies, and particularly of the A^?/m- 

phalidae. in: Amer. Naturalist, p. 162 — 167. 

86. Sandahl, O. Th., Quelques observations sur le developpement de TÄ/^owomeMto evony- 

7neUa Sc. in: Entomol. Tidsskr. 1. Bd. p. 158 — 159. 

87. Tichotnirof , A. , Bau der Sexualdrüsen und Entwickelung der Sexualproducte bei 

Bombyx 7no7'i. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 235 — 237. 

88. , Über das Köpfchen von Bomhyx mori. in: Nachricht. Gesellsch. Freunde Na- 
turwiss. u. s. w: Moscau. 37. Bd. 1880. 4 Seiten m. 6 Holzsch. (Russisch). 

89. j Zur Entwickelungsgeschichte des Maulbeer-Seidenspinners im Ei. in: Nach- 
richt. Gesellsch. Freunde Naturwiss. u. s. w. Moscau. 37. Bd. 1880. 4 Seiten. 
(Russiscli). 

Meiner t(^3j jj^t gefunden, daß bei den Noctueliden das Segmentum mediale 
(4. Brustsegment) ein mit Haaren besetztes Organ von der Form der Halteren 
trägt. 

In Betreff der Flügelmusculatur vergl. Poletajew, s. oben p. 110. 

Über die Phylogenese des Schmetterlingsrüssels vergl. Müller, s. oben p. 111. 

Nach Breitenbach C^^j dienen die Zahnbildungen am Rüssel (verg. Zool. 
Jahresber. f. 1879. p. 484) in erster Linie als Saftbohrer, daneben aber auch als 
Tastorgane, nicht jedoch, wie es Fritz Müller will, als Schmeckstifte. Der Her- 
antritt von Nervenfasern an sie wurde nicht beobachtet. 

Auri villi US ['^) weist nach, daß die drei Categorien secundärer Geschlechts- 
unterschiede , nämlich Verschiedenheiten in der Farbe und in der Form der ho- 
mologen Theile und besondere Einrichtungen für das eine Genus , sämmtlich bei 
Lepidopteren vertreten sind. Er zweifelt die Deutung F. Müllers in Betreff der 
Duftschuppen au. 

Nach dem A. Brandt'schen Referate ("2) überE. Brandt' s anatomische Unter- 
suchung von Hejnalus hiimiiU fehlt bei dieser Art der Rüssel, ist der Thorax wie 
bei allen Lepidopteren dreiringelig , hat das Herz acht Kammern, fehlen dem 
Weibchen die Glandulae appeudiculares, bleiben die Hoden getrennt und hat der 
Kropf dieselbe Form wie bei der Puppe , so daß also im Ganzen hier ein Beispiel 
von Bildungshemmung vorliegt. 

Tichomirof C^^) bespricht eingehend das innere und äußere Skelet des Kopfes 
von Bombyx. Die Mundöffnuug ist nicht, wie Cornalia angibt, klein, sondern stellt 
eine ansehnliche Querspalte dar. Die Oberlippe fehlt gänzlich ; was Savigny als 



8. Hexapoda. I. Anatomie, Biologie etc. b) Lepidoptera. 121 

solche ansprach, ist der Epipharynx. Die Mandibeln werden von zwei hohlen 
Höckern gebildet. Der rudimentäre Rüssel besteht aus zwei weichhäutigen, unter- 
halb der Mundöffnung gelegenen Schläuchen ; die Kiefertaster fehlen. Die Lip- 
pentaster sind zweigliedrig. Einzelne Theile des stark entwickelten inneren Ske- 
letes sind hohl und zeigen so , daß sie als Einstülpungen der Kopfwand zu be- 
trachten sind. Im Übrigen ist die Form dieses Skeletes für alle Schmetterlinge 
characteristisch ; dasselbe gilt für die Käfer. 

Bürge SS ('^) gibt an, daß der Rüssel nicht durch Muskeln ausgestreckt und 
durch seine Elasticität eingerollt, sondern genau auf entgegengesetzte Weise be- 
wegt werde. Das zum Saugen nöthige Vacuum werde durch Ausdehnung der 
Mundhöhle mittels besonderer Muskeln erzeugt. 

Burgess("6) behandelt, ohne auf Histologie einzugehen, die Anatomie des 
erwachsenen Danais. Neu sind einige Bemerkungen über den Rüssel und den 
Saugact fs. voriges Referat) , sowie über das Herz und die äußeren männlichen 
Geschlechtswerkzeuge. Die Aorta erweitert sich im Thorax zu einer birnförmigen 
Blase, die mit Bindegewebe umgeben ist. In der Bindehaut zwischen dem S. und 
9. Hinterleibsringe befindet sich beim Männchen in einer sackförmigen Einstül- 
pung ein Haarpinsel , welcher hervorgestreckt und durch einen Muskel wieder 
eingezogen werden kann ; die Verwendung dieses (Duft- ?) Apparates ist nach dem 
Verf. unbekannt. 

Reichenau C^^) gibt für Sphinx ligustri an, daß der Moschusduft bei Entfal- 
tung der Duftorgane noch bis auf 1/2 m Entfernung zu riechen sei. Die Organe 
liegen am Unterrande des ersten Bauchringes ; die Duftmasse soll in den nicht in 
gewöhnlicher Weise eingelenkten Dufthaaren wie in Capillarröhren aufgehäuft 
sein und aus der Spitze der Haare ausgepreßt werden. Bei Zygaena befindet sich 
der entsprechende Apparat in Gestalt zweier Blasen am Ende des Hinterleibes. 
Übrigens halten sich die Falter auf solchen Blumen auf, deren Geruch ihrem 
eigenen gleichkommt. 

Cholodkowski (^^) hat an 34 Arten Rhopaloceren den Bau der Hoden stu- 
dirt und unterscheidet mit Bezug darauf vier Typen. Den niedrigsten stellt He- 
jnalits mit seinen zwei getrennten , zusammengesetzten Hoden dar ; eine höhere 
Stufe nehmen die zwei scheinbar einfachen von Pygaera u. s. w. ein ; weiter kommt 
derunpaare, aber in der Mitte eingeschnürte von Z_yrae?«rt u. s. w., endlich der 
unpaare, runde von Pieris u. s. w. Die äußere Kapsel ist ohne innige Beziehung 
zum Hoden selbst. 

T i c h m i r f ' s (^^) Arbeit über den Bau der Sexualdrüsen und die Entwickelung 
der Sexualproducte bei Bomhyx mon ist einstweilen nur aus dem von A. Brandt 
mitgetheilten Referate bekannt. Ihm zufolge hat Verf. eine »deutliche centrale 
Communicationsöffnung in der epithelialen Scheidewand zwischen Ei- und Dotter- 
kammern« nachgewiesen, durch welche eine »granulirte, der Substanz der Dotter- 
bildungszellen ähnliche Masse gleichsam als Strom in den Dotter eindringt«. Das 
Epithel aller Kammern , in welchen das Ei bereits von den Dotterbildungszellen 
abgesondert ist , besteht aus dichtgedrängten Zellen , die in den Dotterkammern 
immer flacher , in den Eikammern immer höher werden und sich an der Bildung 
des Chorions betheiligen. In den Endkammern der Eiröhren liegen unmittelbar 
unter der Tunica propria kleine, weiter nach innen größere Zellen ; die peripheri- 
schen wandeln sich in's Epithel der Eiröhren , die übrigen in Eier und Dotterbil- 
dungszellen um. Das Wachsthum des Eies erfolgt zum großen Theile, wenn nicht 
gar vollständig auf Kosten der Dotterbildungszellen, dagegen ist eine Betheiligung 
der Epithelzellen daran schwer anzunehmen. — Die Hoden enthalten am blinden 
Ende runde , weiter unten langgezogene Spermatoblasten mit eigener Hülle und 
»stellen zwei Säcke dar , in deren Höhlung Tracheen eindringen und sich daselbst 



122 F- Arthropoda. 

reichlich verzweigen«. Daher können die Wandungen auch nicht innen mit einem 
Epithel ausgekleidet sein, entsprechen vielmehr der gemeinsamen äußeren, die 
Eiröhren umgebenden Hülle. »Directe Homologa der Eiröhren fehlen den Testi- 
keln; hingegen lassen sich die einzelnen Follikel den Eikammern an die Seite 
setzen. Mithin wäre die ganze Menge der mit Spermatoblasten auf verschiedenen 
Entwickelungsstufen angefüllten Follikel nicht als Inhalt der Genitaldrüse, sondern 
als ein Theil derselben anzusehen«. Die Spermatoblasten sind zu Anfang rund- 
liche Zellen mit Kern und Kernkörperchen , neben dem ein stark lichtbrechendes 
Körperchen auftritt. »Die Bildung der Spermatozoiden erfolgt nach dem Schema 
von La Valette St. George und Bütschli«. 

Tichomirof's (*'J) Untersuchungen über die Embryogenese von Bombyx wur- 
den bereits im Jahre 18 7 7 angestellt. (Vergl. das Referat im Zool. Jahresber. f. 
1S79. p.486.) Die jüngsten Embryonen waren völlig segmentirt. Die erste an 
ihnen beobachtete Veränderung war die Bildung des Mundes , kurz darauf die des 
Afters sowie das Auftreten der Nervenrinne, die zuerst sehr kurz ist und mit dem 
Munde in Verbindung steht. Die 7 Paar Anhänge des Kopfes und Thorax er- 
scheinen in der Ordnung von vorn nach hinten , jedoch fast gleichzeitig. Später 
schließt sich die Nervenrinne und entstehen um den Mund zwei Paar Höcker, 
welche nachträglich zur Oberlippe und zur echten Unterlippe verschmelzen. Letz- 
terer sitzen in der Larve die zweiten Maxillen (sogen. Unterlippe] auf. — Der 
Raum zwischen dem Embryo und der serösen Hülle, sowie zwischen dieser und 
dem Amnion ist mit Dotterzellen angefüllt ; diese enthalten meist viele Kerne und 
zwischen den von denselben zur Peripherie ausstrahlenden Plasmafäden viele Dot- 
tertheilchen ; zuweilen sind sie jedoch auch dotterarm. Aus ihnen geht, wie dies 
schon Dohrn angegeben, das Mesoderm und zwar hauptsächlich die Wanderzellen 
hervor. Letztere wandern zum »Nabelcanal« d. h. zum Ort der Vereinigung des 
Embryo mit dem äußeren Dotter hin. — Das Ectoderm ist ein hohes Cylinder- 
epithel. Aus ihm entsteht das Nervensystem und zwar betheiligt sich die Nerven- 
rinne in der von Hatschek angegebenen Weise an seiner Bildung. Die Stigmen 
und Öffnungen der Spinndrtisen erscheinen gleichzeitig. Was Hatschek als Kopf- 
tracheen ansieht, sind Theile des inneren Skeletes , so daß also die Homologie der 
Tracheen und Spinndrüsen feststeht. Aus dem Ectoderm stammt auch noch eine 
Masse runder, großkerniger Zellen, welche in den Extremitäten und um die Stig- 
men angehäuft sind, sich später ganz vom Ectoderm ablösen und während des Ei- 
lebens unverändert bleiben. — Das Mesoderm ist zuerst segmentirt angelegt und 
zerfällt darauf in zwei Längsbänder. Hernach tritt eine Trennung in zwei Schich- 
ten ein. Aus der oberen geht, wie dies Kowalewski beschrieben, das Darmdrüsen- 
blatt hervor. Der Zellenhaufen , welchen Hatschek als Anlage des Entoderms 
anspricht, findet sich auch dann noch unverändert vor, wenn der Mitteldarm be- 
reits zur Hälfte fertig und mit der Muskellage versehen ist, kann also nicht diese 
Bedeutung hnben. Die seitlichen Entodermanlagen wachsen einander auf der 
Bauchseite entgegen und so bildet das Epithel des Mitteldarmes bald einen Halb- 
cylinder. Zugleich sind aber die beiden Hälften des Darmfaserblattes bereits auch 
auf dem Rücken mit einander verschmolzen ; es entsteht also ein Rohr mit oben 
einschichtiger, unten zweischichtiger Wandung. Bald darauf schnürt es sichln 
der Art seitlich ein , daß es auf dem Querschnitte die Gestalt einer S annimmt ; 
der obere Theil trennt sich später völlig ab und wird zum Herzen, somit ist vor- 
übergehend ein wahrer Gastro vascularapparat vorhanden. Auch dann schon, wenn 
die Hohlräume des Magens und Herzens selbständig geworden sind, ist eine Zeit- 
lang die Muskelschicht beiden Organen noch gemeinsam. — In sehr späten Sta- 
dien sieht man häufig vom Amnion zur Serosa einzelne Plasmafäden ausgespannt, 
die wahrscheinlich von den Wanderzellen herrühren. 



8. Hexapoda. IL Hemiptera. a) Allgemeines etc. b) Faunistisches. 123 

Buckler (^^j stellt die Zahl der Häutungen bei den Schmetterlingslarven als 
nicbt constant hin; er selbst hat 6 bis 9 beobachtet. 

Nach Sandahl (^^j lieferten Larven von Hyponomeuta, die 10 Tage ohne Futter 
gelassen worden waren, gut entwickelte und nur nicht völlig ausgewachsene Ima- 
gines. 

Wie Ktinckel ^^-) ermittelt hat, hängen sich die Puppen der Papilioniden und 
Nymphaliden an Haken auf, welche die Gliedmaßen des 12. Segmentes dar- 
stellen. 

Riley (*^) behandelt eingehend die Art, in welcher bei den Schmetterlingen, 
deren Puppen Suspensi sind, die Befestigung der Larve und nachher der Puppe 
zu Stande kommt. Erstere hängt sich in der von ihr um das Hinterende des Kör- 
pers ausgeschiedenen Seidenmasse mittels der Afterbeine und der mit Haken be- 
setzten Analplatte auf. Alsdann geht die Abwerfung der Larvenhaut vor sich ; in 
dieser kritischen Periode bleibt die Puppe an den noch nicht völlig abgelösten 
larvalen Chitinhäuten des Enddarms , der hintersten Tracheenstämme und der 
Partien um den After herum hangen und hakt sich darauf mittels ihrer eigenen 
Analplatte, des sogen. Cremaster, und anderer Vorsprünge von Neuem in der 
Seide fest. [Dem Referenten sind die hierauf bezüglichen Einzelnheiten nicht klar 
geworden.] 



II. Hemiptera. 

(Referent; Dr. O. M. Reuter in Helsingfors.) 

a) Allgemeines über geographische Verbreitang. 

Buchanan-White, F., The number of known Species of Hemiptera Heteroptera. in: Nature. 
Vol. 22. Nr. 574. p. 606. 

Nach dem Verf. ist die Zahl der bisher bekannten Hemiptera Heteroptera 
ungefähr 7800 (7780), wovon 7445 Gymnocerata und 334 Cryptocerata. Von 
jenen sind 1503 europäisch, 3248 in den übrigen Theilen der alten Welt gefunden, 
2694 americanisch. Die correspondirenden Zahlen der Cryptoceraten sind 95, 
120 und 119. Die artreicheste aller Familien ist die der Capsiden,von welcher in 
Europa 500, in den übrigen Theilen d. alten Welt 134 und in America 312 Species 
gefunden sind. Unter den Cryptoceraten ist die Familie der Corisiden die art- 
reichste, indem Europa 72, die übrigen Länder der alten Welt 17 und America 
34 Species hervorbringt. In seinem Catalog der Hemipteren von 1859 zählt 
Dohrn 3627 Hemiptera Heteroptera auf. 

b)^Fauüistisches. 
Regio palaearctica. 

Butler, E. A., Captures^near Hastings, in: Ent. Monthly Mag. Vol. 17. p. 67. 68. 

Auf p. 68 sind einige Heteropteren angegeben. 
Cavanna, G., Note sopra Emitteri Italiani. in: Bull. Soc. ent. Ital. Vol. 10. 1878. p. 260 — 
265 (erschienen 1879, übersehen in Zool. Jahresber. f. 1879). 

Der Verf. zählt 18 Arten] aus Umbrien, 27 aus Monte Morello und Poggio de' 
Balzi, 5 1 aus Ligurien, 6 aus Taormina und 6 1 aus Monferrato auf. 
Chicote, C, Adiciones ä la Enumeracion de los Hemipteros observados en Espana y Portugal 
in: Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. T. 9. 1880. p. 185—203. 



124 F- Arthropoda. 

Ist eine Ergänzung des 1879 herausgegebeneu und in denselben Annalen (T. 8. 
p. 147 — 186.) publicirten Verzeicliuisses. Die meisten Arten sind aus den 
Arbeiten ausländischer Autoren citirt , viele für Spanien und Portugal neue sind 
aber auch von den Herren Bolivar und Chi cot e gefunden; einige noch unbe- 
schriebene nur nominal genannt ; zwei neue Arten und eine neue Varietät sind von 
Reuter beschrieben (p. 193 — 195). Einige Druck- und Schreibfehler müssen 
berichtigt werden. So z. B. ist Orthotylus tripimctatus Reut. p. 192 ein dem 
Referent ganz räthselhaftes Thierchen, das er nimmer beschrieben oder benannt 
hat; Hoplomachus Tumber ff i Fall. p. 195 muß T/iwibe}yi und Solenoxyphus crassipes 
Reut. p. 196 c7-assiceps heißen; ebenso is,t Dekocephahis ptmctaius Flov in jnmciKm 
zu ändern ; Psyllopsis salicicola Erst, ist räthselhaft, Psylla salicicola Forst, ist näm- 
lich kein Psyllopsis. [Die in Puton's Cat. Hem. d'Eur. 2. Edit. nicht als spa- 
nisch angegebene Arten sind unten in den resp. Familien berücksichtigt.] 
Edwards, J., An additional Species of British Hemiptera. in: Ent. Monthly Mag. Vol. 17. 
p. 150. 

Lygus atomarius Mey. in Norwich gefunden. 
Fieber, F. X., Les Cicadines d'Europe d' apres les originaux et les publications las plus 
recentes : IV. [ partie : Description des Especes. Traduit de Tallemand par Ferd. 
Reib er ; in: Revue et Mag. de Zool. par Guerin-MeneAÜlle. 

Der Ref. hat nur die Separat- Ausgabe (p. 1 — 96) gesehen. Siehe unten bei 
den Fulgoriden. 
Fowler, W. W., Saprinus immundus and other beetles etc. at Hunstanton. Norfolk, in: Ent. 
Monthly Mag. Vol. 16. p. 275. 

Auch einige Hemipteren, besonders Corisen, aufgezählt. 
Fritsch, K., — siehe unten in d. Abtheilung Biologie. 

Herve, Notes entomologiques. in: Bull. Sog. d'etudes scientif. Finistere. I. Fase. 2. p. 36. 
Einige interessante Arten aus d. Umgebung von Morlaix; Deltocephalus macu- 
liceps Boh., neu für Frankreich. 
Horvath, G. v., HemipterologiaiKözlemenyck. in: Termesz. Füzetek. Vol. 4. 3. 1S80. lOpag. 
Die erste Abtheilung beschreibt vier neue Arten* und die macroptereu Formen 
zweier schon früher bekannten. Die zweite ergänzet des Verfassers Monographia 
Lygaeidarum Hungariae und zählt 8 Arten auf. Die dritte und vierte Abtheilung 
geben einige Notizen über die geographische Verbreitung verschiedener Arten in 
Ungarn und bezieht t-ich die dritte hauptsächlich auf die Tatra-Gegend. 
flEOB.ieB'B; B. E. (Jakovleff, V. E.), HoBtia no.!iy>KecTKOKpi,i.ii,M iHemiptera Heteroptera) 
PyccKou <j>ayHLi. in: Bull. Soc. imp. Natural. Mose. 1880. Nr. 1. p. 127 — 144. 
Neue Arten der russischen Fauna (11 Species), p. 129 — 131 eine Übersicht 
(in russischer Sprache) der russischen Galeathus- Axi&n. 

HEOB.ieß'B, B., Matepiajiti ]i,jik ^ayHLi nojiyuiecTKOKptMtix'j) pocciii u cociaiiiixt ex Hcä 
cxpaHT., I— III, ebenda. Nr. 1. p. 157—173; IV. ebenda. Nr. 2. p. 385—398. 
Die erste Abtheilung beschreibt 7 (2 neue) russische und asiatische Pyrrhoco- 
riden; die zweite die russischen Cyrtochilen (3 Arten, 2 neu) ; die dritte vier neue 
Aradiden und enthält eine Synopsis der russischen Mezira-Axi&a. (5 Species) ; die 
vierte endlich ist eine Monographie der Acanthosoma des russischen Reiches, 
7 Arten, 6 neue. 

flBOB.ieB'B; B., no.iyiuecTKOKpi>iJiLiii (Hemiptera Heteroptera) *ayHLi Poccin u cociaHux-B 

et Heä crpaHi. in: TpyÄti PyccK. Bhtomoj. OömeciB. T. 9. 
Vierzehn neue Arten aus verschiedenen Gegenden des russischen Reiches. 
Killias, E., Beiträge zu einem Verzeichnisse der Insectenfauna Graubündens. I. Hemiptera 

Heteroptera 55 pag. in: Jahresber. d. Naturf. Ges. Graub. Jahrg. 22. p, 42. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. b) Faunistisches. 125 

Die Einleitung gibt eine allgemeine Übersiclit über Vorkommen von Insecten in 
Graubünden, einen historisch -biographischen Bericht über die Entomologen, 
welche Graubünden durchforscht haben; p. 61 — 89 folgt das Namenverzeichnis 
der gefundenen Heteropteren mit Angabe der geographischen Fundorte und 
■ theilweise auch des Aufenthaltsortes der Thiere. 2S0 Species in 143 Gattungen 
werden aufgezählt ; von diesen leben in der Ebene und montanen Region gleich- 
zeitig 120, ferner noch von der Ebene bis in die alpine Reg. 52, ausschließlich 
in der montanen und alpinen Reg. 10 und endlich nur in der alpinen Reg. 8; 
unter allen Arten sind es somit wieder im Ganzen 262, welche die Ebene, 182, 
welche die montane und 70, welche die alpine Region bewohnen. 19 Arten sind 
in Puton's Catalog für die Schweiz nicht augegeben. Keine neue Arten. 
Koppen, Fr. Th., Die schädlichen Insecten Rußlands, in: Bd. 3 von Beitr. z. Kenntn. d. 
Russ. Reiches und d. angrenz. Länder Asiens, 2. Folge. St. Petersburg, ISSü. 
Die schädlichen Hemipteren Rußlands, 12 Arten, werden näher erörtert. Diese 
sind: Strachia jnistulata Fieb., Str. ornata L., Fsylla mali Forst., Aphis rosae L., 
ulmariae Sehr., brassicaelj. ., mali F., Schiznneura /ff/?/yfra Haussm., Dactylopms 
longispinus Targ. Tozz., Lecanmm persicae Fabr. — Phylloxera vastatrix Planch. 
ist noch nicht in Rußland gefunden und beziehen sich alle Angaben von den 
Verheerungen dieser Art in Süd-Rußland auf Dactyhpins longispinus Targ. Tozz. 
Lethierry, L.. Especes nouvelles pour la Belgique. in: Ann. Soc. ent. Belg. 18S0. p. clxi. 

Vier Heteropteren, drei Homopteren. 
Mayr, M., Rhynchota Tirolensia II. Hemiptera Homoptera (Cicadinen). in : Ber. naturwiss.- 
med. Vereines in Insbruck. p. 1^25. (Separat.) 
2 Membraciden , 6Cicadaceen, 30 Fulgoriden , 13 Cercopiden, 2 Ulopiden, 
1 Paropide, 1 Scaride, und 103 Jassiden ; im Ganzen 158 Arten; unter diesen 
ist Mycterödus orthocephalus (Fieb.) noch unbeschrieben; interessant sind Metropis 
maura Fieb., Selenocephalus Flori ^ik\. , Gnaf/iodus frontalis Fieh. und Cicaduh 
frontalis Fieb. 
Mulsant, E. et Rey, Cl., Histoire naturelle des Punaises de France. Lygeides; Pyrrhocoriens- 
Lygeens. Paris. Oct. 1879, 80. p. 1—59. 

23 Species aus Frankreich beschrieben (unter denen auch Lygaens Saundersi 
angegeben, obwohl nur in Spanien gefunden). Ein neues Subgenus. 
Norman, G., List of Hemiptera Homoptera occurring in Pitlochry in Perthshire. in : Ent. 
Monthly Mag. T. 16. p. 213 u. 214. 

89 Species aufgezählt. Auch drei in d. früheren Heteropteren-Verzeichnisse 
des Verfassers nicht erwähnte Heteropteren angeführt. 

OmaHHHB, B. , (Oschanin, V.), MaTepia.iLi äjih *ayHi.i IIojiyjKecTKOKpBijiBix'i. TypKecxaHa. 
in: TypKCCT. Otä. uiinep. Obeo;. JIioö. 3ct. Auxp. u 9th. T. 1. Heft 1. p. 89 — 163. 
Materialen zu einer Hemipterenfauna Turkestans p. 99 u. 100 Vorrede; 
p. 101 — 112 eine Übersicht der verschiedenen Localitäten, russisch; p. 127 — 
163 Verzeichnis und Beschreibung der der Fulgoriden - Unterfamilie Dicty- 
ophorina^ikX angehörenden Arten aus Turkestan. 6 Arten Dictyop/iora (3 neu) und 
13 Orgerius (12 neu). Diagnosen lateinisch, ausführliche russische Beschrei- 
bungen. 

Puton, A., Synopsis des Hemipteres — Heteropteres de France. 3ieme Partie. Reduvides, 

Saldides, Hydrocorises. in: Mem. Soc. Sc. de Lille. T. 7. p. 161 — 245. 

In diesem Theil der ausgezeichneten Arbeit des Verf. 's hat er die Reduviiden 

(nicht, wie Puton schreibt, Reduviden), von denen 6 Emesini, 17 Reduvini, 16 

Nabini (p. 161—192], die Saldiden (p. 193—207, 23 Spec.) und die Arten der 

Hydrocorisae (p. 208—238, 1 Pelegonide , 3 Naucoriden, 2 Nepiden, 4 Noto- 



J26 ^- Arthropoda. 

nectiden und 29 Corisiden) beschrieben. Freilich sind noch nicht alle die ange- 
führten Arten in Frankreich gefunden, finden sich aber doch sehr wahrscheinlich 
da, da sie schon für die benachbarten Länder nachgewiesen sind. Auch einige 
Synonymen angegeben. P. 238 Errata zur T. 1 und 2 und p. 239 — 243 einige 
Addenda. Eine neue Art beschrieben. 
Puton, A., Notes sur des Hemipteres. in: Bull. Soc. Ent. France, 1880. p. 6 — 7. 

Die Verbreitung von 1 3 Heteropteren und 5 Homopteren in Frankreich be- 
treffend. 
Reiber, F. et Puton, A., Catalogue des Hemipteres — Homopteres (Cicadines et Psyllides) 
de l'Alsaee et de la Lorraine et Supplement au Catalogue des Hemipteres — Hetero- 
pteres. Colmar, 1880. 32 pag. in: Bull. Soc. d'Hist. Nat. de Colmar, 1879—1880. 
302 Homopteren aus Elsaß und Lothringen ; in dem Supplemente sind unter An- 
deren 24 Heteropteren angeführt, welche nicht in d. Catal. des Hem. Heter. de 
l'Alsaee et de la Lorraine (1875 — 1876) angegeben sind, so daß nun die elsaß- 
lothringischen Heteropteren 518 Species repräsentiren. 
Reuter, O. M., Remarks on some British Hemiptera — Heteroptera (concluded). in: Ent. 
Monthly Mag. T. 17. p. 10—1.5. 

Zu seinen in den früheren Jahrgängen dieser Zeitschrift publicirten kritischen 

Bemerkungen fügt der Verf. hier noch einige Schlußbemerkungen und begegnet 

einigen Einwürfen des Herrn Douglas. Synoptische Beschreibungen einiger Or- 

thotylus und Globwej)s- Arten. 

Reuter, O. M., Diagnoses Hemipterorum novorum II. in: Öfvers. of Finska Vet. Soc. Förh. 

T. 22. p. 9—24. 

2 5 neue Arten und 4 neue Gattungen , die meisten aus Griechenland und 
Spanien. 
Reuter-, O. M., Nya bidrag tili Äbo och Alands skärgards Hemipterfauna. in: Meddel. af 
Soc. pro^Faun. et Flor. Fenn. T. 5. 1880, p. 160—2.36. 
Ist ein Verzeichnis mehr oder weniger seltener Arten 'von denen 273 aufge- 
zählt werden) , welche in dem südwestlicheren Archipel Finlands gefunden sind. 
Für Finland neu sind 9 Heteropteren und 1 9 Homopteren . von denen 7 als ganz 
neue Arten lateinisch beschrieben sind. Mehrere synonymische Bemerkungen, 
Beschreibungen neuer Varietäten und Formen , synoptische Übersichten (latei- 
nisch) der Arten kritischer Gattungen (und zvfax Psallus pp. 178 — 182, Salda 
der Gruppe 'S*, saltatoriae pp. 185 — 187, Corisciis der Gruppe C. feri pp. 189 — 
190, Gei-ris subg. LitmiotrecJms ^XkX. pp. 191 — 192, Athysaniis , p. 213 — 228) 
finden sich in dem Text eingemischt. 
[Der Referent erlaubt sich hier einige schwerere Druckfehler zu berichtigen. Pag. 178 
unten liest man : 

2. (]]. Pedes tibiis saltem parte testaeeis. Antennae articulis duobus primis saltem 
ad partem nigris. 

3. (101. Nigri vel nigro-rubiginosi, interdum'colore pallidiore rubiginoso vel ochraceo 
Variante s. 

Dies muß gelesen werden : 

2. (1). Pedes tibiis saltem parte testaeeis. 

3. (10). Antennae articulis duobus primis saltem ad partem nigris. Nigri vel nigro- 
rubiginosi, etc. 

Pag. 215 oben liest man: 

7. (6). Commissura tegminum pallida ; area intermedia apicalis latitudine basali triplo 

longiore. 
8.(9). Elongatus. Vertex sublunatus etc. ; welches zu lesen ist : 
7. (6) . Commissura tegminum pallida. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. b) Faunistiches. 127 

8. (9). Elongatus. Area intermedia apicalis latitudine basali triplo longior. Ver- 
tex etc. 

Pag. 222, Zeile 3 oben, steht: »valvula segmento ultimo ventrali duplo breviore, 

obtusangulariter rotundato « ; statt »valvula segmento ultimo ventrali duplo brevior, 

obtusangulariter rotundata«. Endlich pag. 227, 42 (45) steht : Vertex margine interoculari 
dimidio longitudine haud vel parum longiore ; lies : Vertex margine dimidio interoculari etc.; 

und p. 227, 45 (42) steht: »Vertex margine interoculari etc.« statt »Vertex 

margine dimidio interoculari.«] 

Reuter, O. M., Finlands och den Skandinaviska halföns Hemiptera Heteroptera. in: Ent. 
Tidskr. T. 1. p. 114—1^5. 
Der Verf. hat eine Beschreibimg in schwedischer Sprache sämmtlicher skandi- 
navisch-finischer Heteropteren begonnen und in diesem Heft die Pentatomiden 
und Coreideu bis Horosoma beschrieben. 
Reuter, O. M., Fran Dalarö i September. Entomologisk skizz. Ebenda p. 201 — 208. De 
Dalarö, en septembre. Ebenda p. 216 — 227. 

Die Resultate einer entomologischen Excursion im Anfang September nach Da- 
larö unfern Stockholm. Mehrere Arten für die Umgebungen Stockholms und 
acht für Schweden neu. 

Sahlberg, J., Bidrag tili det Nordenfjeldske Norges insektfauna, in Christiania Videnskabs- 
selsk. Forh. 1880. Nr. 9. p. 1—13 fSepar.). 
Ein Verzeichnis der von dem Verf. im nördlicheren Norwegen im Sommer 1879 
gefundenen Hemipteren (29 Heteroptera und 17 Homoptera), von denen 15 He- 
teropteren und 7 Homopteren für Norwegen neu. Eine Species neu beschrieben 
(Salda alpicola). 

Sajo, K., Entomologische Bilder aus den ungarischen Flugsand-Steppen. I. in : Ent. Nachr. 
1880. p. 198—202. 
Der Verf. bespricht dieColeopteren- undHemipteren-Fauna der Flugsand-Puszta 
zwischen Waitzen und Gödöllö in ungarischem Tieflande. Manche intei-essante 
Hemipteren angeführt, unter (\.Qne,u Metiaccarns deltocephalus Yiob . . Emblethis cüia- 
tus Horv. , E. arenarius var. denticollls Horv. , Blissus Dorlae Ferr. und Plinthisus 
coiwexris Fieb. 
Saunders, E., Notes on Hymenoptera and Hemiptera captured at Chobham. in : Ent. Montly 
Mag. T. 27. p. 68, 69. 
Pag. 69 sind drei Heteropteren angeführt. 
Saunders, E., Captures of British Hemiptera-Heteroptera. Ebenda p. 165. 166. 

Atractoiomus magnicornis Fall., Lycjus limhatus Fall, und Dicyphus stachydis Reut. 
Spängberg, J., Smärre Meddelanden. in: Ent. Tidskr. T. 1. p. 198—200. 

Der Verf. publicirt u. A. einen Brief von Dr. Reuter über Hemipteren, welche 
dieser in der Umgegend Stockholms gefunden hat und die für Schweden nicht 
früher erwähnt waren . Ebenda französisch : Petites Communications entomologiques, 
p. 215—216. 

Weslhoff, F., Verzeichnis bisher in Westfalen aufgefundener Arten aus der Gruppe: Hemi- 
ptera heteroptera. Erster Artikel, in: Acht. Jahresber. d. Zool. Sect. d. Westf. Prov. 
Ver. f. Wissensch. u. Kunst, p. 55 — 64. 

Ist ein Verzeichnis der in Westfalen gefundenen Corisidae (IS Arten) , Noto- 
nectidae (2) , Nepidae (2) , Naucoridae (l) , Hydrometridae (10) , Saldidae (7), 
Reduviidae (10), Aradidae (4) und Acanthiidae (1). Von Corisideu finden sich 
in Westfalen 6 Arten, von Saldiden 2, von Reduviiden 1 und von Aradiden 1, 
welche noch nicht in den Niederlanden beobachtet sind , dagegen sind 2 nieder- 
ländische Corisiden , 1 Hydromeim , 3 Saldiden und 2 Reduviiden noch nicht in 



128 ^- Arthropoda. 

Westfalen gefunden. Eine Salda wird als neu angesproclien. Bei der Anordnung 
des Materials ist der Verf. leider Bärensprung's schon altem Catal. Hemipt. Eur. 
gefolgt. [Warum nicht Puton's Catalog?]. Einige als neu angesehene Farben- 
Varietäten sind beschrieben und (obgleich oft sehr unwesentlich verschieden) auch 
benannt. 

[Übrige, die palaearctische Fauna betreffende Arbeiten sind unten bei den resp. 
Familien angeführt.] 

Regio aethiopica. 

Butler, Art. G., Orthoptera and Hemiptera of Rodriguez , in Account petrol. , botan. a. 
zool. coli, in Kerguelens Land and Rodriguez 1S74 — 1875. London 1S79 (in Phil. 
Trans, of Roy. Soc. Vol. 16). 

Schon in dem Jahresbericht von 1879 von dem Refer. erwähnt, aber nicht 
von ihm gesehen. 20 Arten Hemiptera aufgezählt, unter denen auch ein Aj^tino- 
thrips. Abgebildet sind: Reduvms Icmiger 'Qnil. Tab. liv, f. 6, Velia infernalis 
Butl., f. 5, Sigara felix^uil., f. 8, Cocciis ceratiformis'QvLil., f. 9. Diese Arten 
sind schon 1876 von Butler in Ann. of Nat. Hist., (Ij Vol. 17, p. 411 und 112 
beschrieben. 

Regio indica. 

Distant, W. L., Scientific Resultats of the second Yarkand Mission, based upon the collection 
and notes of the late Ferd. Stoliczka, Ph. D. Rhynchota. Calcutta 1879. 40. p. 1 — 15. 
Mit 1 Tafel. 

50 Species werden aufgezählt, die elf neuen schon in Trans. Ent. Soc. 1879, 
I, p. 129 — 136 beschrieben (s. Zool. Jahresber. 1879, p. 492). Abgebildet sind 
alle -die neuen Arten: Dalpada confusa p. 3, f. 1, Palomena Reuteri p. 4, f. 2, 
Menida distincta p. 6, f. 3, Eurydema Wilki7isi iß. 5, f. 4, Arocatus püosulus p. 9, 
f. 5, Phytocoris stoliczcanus p. 9, f. 6, Calocoris stoUczcanus p. 10, f. 7, C. For- 
sythi'g. 10, f. 8, Eeduvius Reuteri -p. 11, f. 8, Gerris Sahlbergi 'p. 12, f. 10, Ha- 
hhates? orientalis $ p. 12, f. 11 — 12b. Zwei Faunen sind in der Sammlung Dr. 
Stoliczka 's repräsentirt : die eine indische oder orientalische enthält 18 Spe- 
cies aus Murree (7 neu) , unter denen 9 indisch, 2 für die indische und die palae- 
arctische Region gemein, eine gemein für die indische, aethiopische und palaearc- 
tische und endlich 5 palaearctisch ; die Arten aus anderen Localitäten, 32 Species, 
sind beinahe ausschließlich palaearctisch ; 1 5 Arten sind in der cisatlantischen oder 
mediterranen Region gefunden und von diesen vier auch in der Subregion der at- 
lantischen Inseln. 

Regio neotropica. 
Distant, W. L., Biologia centrali-americana. Rhynchota. 4^^. p. 1 — 64. Tab. I — IX. 

Ein Prachtwerk über die centralamericanischen Hemipteren mit ausführlichen 
Synonymen (von denen mehrere vorher nicht enträthselt) und Verbreitungs-An- 
gaben ; viele neue Arten beschrieben. Beinahe alle Arten schon abgebildet. Cyd- 
nina : 32, Scutellerina : 31, Asopina: 41, Cyrtocorina : 2, Discocephalina : 11, 
Pentatomina: 104 (zusammen mit den indem im März publicirten Heft aufge- 
zählten, 144) Arten. Wird fortgesetzt. 
White, F. Buchanan, List of the Hemiptera coUected in the Amazons by Prof. J. W. H. 
Trail, in the years 1873—1875, with descriptions of the new species. Part. I. in: 
Trans. Ent. Soc. 1879. part. 4. (decemb.) p. 267-276. 

In dieser Abhandlung werden die von Prof. Trail in Amazon-Gegenden gefun- 
denen Hydrometriden mit 2 Arten (1 neu), Veliiden mit 3, Hebriden mit 1 (neu), 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. c) Biologie, d) Systematisches u. Descriptives. 129 

Gerriden mit 4, Naucoriden mit 2, Belostomiden mit I (neu), Nepiden mit 2 
(1 neu], Notonectiden mit 2 (neu, eine neue Gattung) und Corisiden mit S (6 neue 
Arten, 1 Varietät, 1 neues Subgenus) aufgezählt. 

c) Biologie. 

Comstock, J. H., Report upon Cotton Insects. AVashington 1879. 

P. 166 — 170 sind einige Hemipteren angegeben, welche die Larven der für die 
Baumwollen-Pflanze schädlichen Aletia argillacea Hübn. (Lepidopteraj aussaugen. 
Diese sind: Arma (Podisus) spinosa Dali., Rhapkigaster (Nezara) hikiris [pennsyl- 
vanica Fitch), Acanihocephala {Metapodius} femorata Fabr., Prionotus cristatus Linn. 
und Sinea multispinosa De Geer. Alle Arten sind abgebildet. 

Friisch, Karl, Jährliche Periode der Insectenfauna von Österreich-Ungarn, in: Denkschr. 
Math, naturw. Classe Kais. Ac. Wiss. 42. Bd. Wien, 1880. 

Eine 39 Seiten große und mit drei interessanten graphischen Tabellen versehene 
Abhandlung; p. 1 — 20 gibt der Verf. ein Register der Erscheinungszeiten von 
6 Cryptoceraten, 182 Gymnoceraten, 26 Cicadarien, 1 Psyllide und 8 Aphiden ; 
p. 25 — 39 folgen Tabellen über die Frequenz der Arten, Gattungen und Familien 
wie auch über Vertheilung der Arten, und zwar beziehen sich die Tabellen p. 25 
— 32 auf Wien und die p. 33 — 39 auf Salzburg. Die graphischen Tabellen stel- 
len die jährliche Frequenz der in Wien und Salzburg herrschenden Arten, Gat- 
tungen und Familien in Procenten der Jahressumme dar und beziehen sich auf 
folgende resp. Arten, Gattungen und Familien. Arten: Lygaeus saxatilis, Mormi- 
dea nigricornis, M. baccarum, Strachia oleracea, Cimex p7'asi7ius, Grap/iosoma li- 
neata ; Gattungen : Lygaeus, Mormidea, Ciniex^ Graphosoma^ Strachia, Calocoris ; 
Familien : Lygaeidae, Coreidae, Phytocoridae wnä Macropeltidae. 

d) Systematisches und Descriptives. 
Disianf, W. L., Notes on Exotic Rhynchota with descriptions of new species. in: Trans. Ent. 
Soc. 1880. P. 3. p. 147—153. Mit Tafel. 
Sieben neue Heteropteren (6 abgebildet) und zwei neue Homopteren (1 abgebil- 
det) ; zwei neue Pentatomiden- Varietäten ; Bemerkungen über Edessa inclyta Walk, 
und Plisthenes düatatus Montr. Die beschriebenen Arten aus Süd-America, West- 
Africa, China und dem indischen Archipel. 
Distant, W. L., Notes on some Exotic Hemiptera, with descriptions of new Species. in : Ent. 
MonthlyMag. Vol. 16. p. 201—203. 
Drei Heteropteren, ein Homopter; aus Africa und Ostindien. 
Signoret, V., De quelques Genres nouveaux et Especes nouvelles de Vordre des Hemipteres 
faisant partie de la Collection du Musee civique de Genes, in: Annali Mus. Civ. Nat. 
Genova. Vol. 15. p. 531—545. 

15 neue Arten, ein neues Genus ; die Arten stammen meistens aus Neu-Guinea, 
nur drei aus Celebes und eine aus Persien her. 

Familie Pentatomidae. 

Die Pentatomiden Skandinaviens und Finlands von Reuter in Ent. Tidskr. I, 
p. 116 — 135 beschrieben: Cydnina 7 Spec, Scutellerina 6, Pentatomina 20, Aso- 
pina 5, Acanthosomina 6, alle vorher bekannte Arten. 

Subfam. Cydnina. 
Die Cydniden Central- America's, 32 Arten, von Di st an t in Biol. Centrali- 
amer. p. 1 — 12 aufgezählt. Folgende sind abgebildet: Taf. II: Cyrtomenus exca- 
vatus'D'i'&i. Fig. 12, teter Spin. Fig. 13, grossusTisM. Fig. \^,Pangaeus margoDdW. 

Zool. Jahresbericht. 1880. II. 9 



130 ^- Arthropoda. 

Fig. 15, pweatus Stäl Fig.. 18, discrepans Ullier Fig. 19, Microporus testudinatus 
Uhler Fig. 24, Thyreocoris C/iampioni D'ist. Fig. 25, guttiger Stäl Fig. 16, qiiadri- 
sigtiatus8ta\F\g. 17; — Taf. III: Syllobus emarginatus Qt'dl Fig. 6, Aethus nitidulus 
Walk. Fig. 3, Pangaeus fortis Walk. Fig. 8, impuncticollis Sign. Fig. 7, Thyreocoris 
rostratus Stäl Fig. 5; — Taf. IV: Rhytidophorus indeniatus \]\i\.QX ¥\g . 9, Stenocoris 
longulus Dali. Fig. 10, Microporus mexiccmus T>\zt. Fig. S, Lobonotus anthracinus 
Uhler Fig. 7, Cyrtaspis atratula ^ik\ Y'ig . 13. 

Neue Genera imd Sp e ei es. 

Lactistes, Signoret, Ann. Soc. Ent. Fr. 1S79, p. CLXXII. Capite antice fortiter 
dilatato, medio leviter sinuato, lobo medio lateralibus Ijreviore, bis antice plerum- 
que contiguis ; pronoto convexo, antice quam postice angustiore ; tibiis anticis an- 
gulo antico laterali fortiter dilatatis, tarsis ante banc dilatationem insertis. L. 
rostrellus Scbiödte, vericulatus Scbiödte, vicinus n. sp., Bombay, truncato-serratus 
n. sp., Nord-Indien, protumidus n. sp., Abyssinien, ohesipes n. sp. , Neu-Holland ; 
ebenda. 

Syllohts, Signoret, ebenda, p. CLXXIII. Capitis lobis lateralibus ante medium 
unitis ibique lobulos duos rotundatos reflexos formantibus, marginibus lateralibus 
prope oculos convexis, dein concavis, apice sinuatis ; antennis articulo secundo 
brevissimo. Typus : Cydnus emarginatus Stäl, ebenda. 

Scoparipes, Signoret, ebenda, p. CLXXIII. Capite lateribus spinulis pilisque longis 
instructo , tibiis posticis deplanatis , interne medio late sulcato-excavatis et mar- 
gine externo liujus sulci pilis faseiculum formantibus instructo, cetero etiam spinis 
typicis armatis. Typus : Cydnus latipes Hope, ebenda. 

Pachymeroides , Signoret, ebenda, 1880, p.VII. Corpus elongatum, magnum, de- 
plauatum; capite ciliato, antice denticulato, lobo medio in lobulos quatuor parvos 
dentiformes et lateralium utroque etiam in lobulos quatuor partitis ; antennis 4-ar- 
ticulatis, arficulo secundo longissimo; femoribus anticis medio dente valido arma- 
tis, apice bilobatis et ipso apice dente parvulo instructis ; corio apice valde sinuato. 
Prope genus ^mnesifMs. Typus: P. Bolivari u. sp., Ecuador; ähnlich jG'mÄ/eM/s 
arenarius unter den Lygaeiden. 

Aninestoides, Signoret, ebenda, p. VIII. Corpus ovale, convexum; capite ciliato et 
denticulato, denticulis latis, lobiformibus ; antennis 5-articulatis, secundo brevi 
vix distinguendo (ut in Amnesto) ; rostro pedes intermedios haud attiugente ; tibiis 
anticis valde dilatatis, externe quinquespinosis, interne quadrispinosis ; sulco os- 
teolario marginem episterni attiugente. Typus: A.Ritzemae n. sp., Java, ebenda. 

Macrymenus, Signoret, ebenda, p. XVIII. Capite sinuato, lobo medio lateralibus 
breviore, bis angulis dilatatis, maris fere dentem formantibus, pone lineam mediam 
usque ad oculos rotundatis, feminae haud sinuatis ; rostro brevi, coxas anticas 
vix superante ; antennis art. 2*^° 3^^° nonnihil breviore ; scutello brevi, apice ob- 
tuse angulato ; corio brevissimo , membrana longa late rotundata ; pedibus cum 
femoribus magis minus spinosis, spinis posticorum sat validis, tibiis anticis ut in 
Cydnu^ posticis maris late biarcuatis, feminae rectis; sulco osteolario apice tuber- 
culato. Typus: M. metnbrafiaceus n. sp., Australien, ebenda. 

Peltoxys, Signoret, ebenda, p. XXXIII. Corpus oblongum ; capite antice rotundato, 
lobo medio lateralibus nonnihil longiore ; rostro coxas intermedias attiugente, art. 2*^" 
longissimo; antennis art. 2"^° 3*^° breviore; pronoto transversim sulcato; scutello 
brevi ; corio apice fortiter sinuato, membranae aeque magno, nervis prominenti- 
bus ; abdomine utrinque ultra membranam prominente ; tibiis cum femorum inter- 
mediorum apice spinulosis, anticis dilatatis, posticis rectis; sulco osteolario longo. 
Typus: P. pubescens n. sp., Saigon, ebenda, p. XXXIV. 

Stenocoris, Signoret, ebenda, p.XLIX. Capite rotundato, piloso, spinis destituto. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Pentatomidae. 131 

lobo medio antice augustato, lateralibus convergentibus, clypeo tarnen haiid inclii- 
dentibus: antennis art. 3*^'*^ brevissimo, 2^°, 4^° et 5^° aeque longis ; rostro lon- 
gissimo basin segmenti ventralis tertii attingente : pronoto medio constricto, trans- 
versim impresso, disco antico convexo, margine antico valde impresso, lateribns 
immarginatis ; scutello longo, apice angulato-angustato ; hemelytris longis ; pedi- 
bus ut in Cydno; pectoris maculis opacis maximis, sulcis osteolariis apice bilobatis. 
Typns : Aethus longulus Dali. 

Sehiriis impressus, Kärnthen, v. Horvath, Hemipt. Közl. p. 1. 

Cyrtomenus excavatus, Costa Rica, Distant, a. a. 0. p. 2. Taf. II. Fig. 12. 

Pancjaeus impuncticollis (Sign.), Mexico, Panama, ebenda, p. 7, Taf. III, Fig. 7. 

Microporus mexicanus, Mexico, ebenda, p.8, Taf . IV, Fig. 8. 

Thyreocoris Championi, Honduras, Guatemala, ebenda, p. 11, Taf. II, Fig. 25. 

Synonymen u. s. w. 

Cyrtomenus crassus Walk. =castaneus A. et S. =mirabüis Perty und C. obtusus Uhler 
= Var. desselben. Distant, a. a. 0. p. 3. 

Aethus nitidulus Walk, ein echter Aethus, p. 4 ; Ae. insularis Dali, nec Hope = te^iuis 
Walk. = Pa«_$'ßeMs ^;/cmi'?<5 Stäl, p. 5 ; Ae. Rober tsoni Yiiah. = Cydnns femoralis 
H. S. = Pangaeus biUneatus Say, p. 6 ; Ae. fusiformis Walk. = JEctinops holomelas 
Burm., p. 8 ; Dist ant, a. a. 0. 

Co7-imelaena cyaneo-niyraWaXk. = cyanea Uhler = Thyreocoris coerulescens Stäl, Di- 
stant, ebenda, p. 10. 

Thyreocoris histeroides Say = nitiduloides Wolff, ebenda, p. 10. 

Cydnus nigrita Fabr. neu für Schweden, Reuter, Ent. Tidskr. I, p. 117. 

Subfam. Plataspina. 

Cbjyfosoma f«;;?Va^?<m n. sp., Amur , Wladiwostok, Jakovleff, Tpy^i;. PyccK. 9h;t. 
Oöm,. XI. (Separ. p. 1). 

Subfam. Scutellerina. 

Die Scutellerinen Central-Americas , 31 Arten, von Distant in Biol. Cent.- 
Am. p. 12 — 26 aufgezählt. Folgende sind abgebildet: auf Taf. I: Pachycoris 
torridus Scop. , Fig. 1 — 7, Orsilochus vanabilis R. Sch. var. complicatus Uhler, 
Fig. 8, \sa\ jnmctatissimus Dali., Fig. 9, Symphylus deplanatus H. Sch., Fig. 12, 
13, Augocoris Ehrenbergi Germ. , Fig. 10, 11 ; Taf. U: Orsilochus sticticus Dali., 
Fig. 1, scttrrilis Stäl, Fig. 23, Dystus puberulus Stäl, Fig. 2, Homaemus proteus 
Stäl, Fig. 3,4, Sphyrocoris elo7igatus Dht. , Fig. 6, pimciellus 8ta.\, Fig. 5, Sym- 
phylus plagiatus Walk. , Fig. 7, rnodestus Stäl, Fig. 5, Signoreti Dist., Fig. 9, Ca- 
mirus moestus Stäl, Fig. 1 1, socius Stäl, Fig. 10 ; auf Taf. III : Tetyra farcta Germ., 
Fig. 1, Symphylus gibbus Dist., Fig. 2. 

Melanodema n. g. Jakovleff, Tp. PyccK. 9ht. Oöm,., XI (Separ. p. 7). Corpus ob- 
longo-ovale, leviter convexum; capite trigono, convexo, clypeo lato, percurrente ; 
lobis genarum postice dilatatis ; antennis gracilibus, art. basali capite breviore et 
2''° fere aeque longo, 4*° , 5^'^ aequelongo et 3*° duplo longiore ; rostro coxas 
posticas attingente ; pronoto trapeziformi , fere aeque longo ac lato, antice angu- 
stato, lateribus rectis ; scutello longo, angusto, dorsi longitudine ; pedibus bre- 
vibus. Eurygastri affine. Typus: M. carbonarium n. sp. , Persien, ebenda, p.7. 

Phimodera ocidata , Mangischlak, Ph. distincta, Astrachan, nn. spp., Jakovleff, 
a. a. 0. p. 2 u. 5. 

Trigonosoma modestum n. sp., Persien, ebenda, p. 8. 

Sphyrocoris elongatus n. sp., Mexico, Distant, Biol. C.-A., p.21, Taf.II, Fig. 6. 

Symphylus modesttis n. sp,, Guatemala, ebenda, p. 22, Taf. 11, Fig. 8, Signoreti n. sp., 



132 F- Arthropoda. 

Mexico, ebenda, p. 22, Taf. II, Fig. 9, ffibbosus n. sp., Mexico, ebenda, p.22, 

Taf.III, Fig. 2. 
Lobothyreus obscurus n. sp., Peru, Distaut, Trans. Ent. Soc. ISSO. P. 3. p. 147, 

Taf.V, Fig. 1, la. 
Pachycoris marginellus üsW . ist eine Varietät von Orsiloc/ms variabilis H. Seil., Di- 

stant, Biol. C.-Am., p. 17. 

Subfam. Peutatomina. 

Die Pentatomiden Central- Americas, 133 Arten, von Distant in Biol. C.-Am. 
p. 49 — 88 (und in dem im März 1881 erschienenen Hefte bis p. lOOj aufgezählt. 
[Unten sind nur die im Jahre 1880 publicirten Arten erwähnt.] Von diesen 
sind abgebildet : Taf.V. : Macropyghim reiicitlare Fahr. ^ Fig. 5, 3IelanocIernws tar- 
tareus Stäl, Fig. 6, Cosmopepla consjJici'llaris Dali., Fig. 8, Mo7-m{dea collaris Dali., 
Fig. 9, angtistata ^ik\, Fig. 10, jnctiventris ^\k\, Fig. 11, notuhta H. Seh., Fig. 12, 
Sibmia arn}ataJ}Si\\., Fig. 17, Galedanta myopsYs^iX . , Fig. 13, Enschistus verrucifer 
Stäl, Fig. 14, tristigmm Say, Fig. 20, 21, strenuus^tkX. Fig. 16, biformis Stal, 
Fig. 15, Proxys victor YSihw , Fig. 18, Thyantha casta ^ik\, Fig. 19, Chlorocoris 
atrispmus Stäl, Fig. 22, nißspinus DdW.. Fig. 23, aberrans Dist. . Fig. 24, Loxa 
t'ör/e^ate Dist., Fig. 25 ; Taf . VI : 3Iacropygmm parimniDist. , Fig. 2, Brochynema 
obscura H. Sch., Fig. 5, Mormidea inermis Dali., Fig. 7, taetra Walk., Fig. 6, 
Euschistus rngifer Stäl, Fig. 8, 9, jmrculus Stäl, Fig. 10, comptus Walk., Fig. 11, 
/mea^?« Walk. , Fig. 12, Berecynthus delirator Fabr., Fig. 14, Padaetis trivittattis 
H. Sch. , Fig. 16, Hymenarcys reticulaia Stal , Fig. 17, Chlorochloa C//ito-/ Stäl, 
Fig. 18, Tiicopepla semivittata Say, Fig. 15, Peribalus Ihnbolarms Stäl, Fig. 19, 
Chlorocoris rubescms WsX\i. , Fig. 20^ subrngosus Stäl, Fig. 21, Champio7ii Dist., 
Fig. 23, Loxa affinis Dali., Fig. 22, Pharypia mtidiventris Stäl, Fig. 24, fasciaia 
Hagl. , Fig. ?S; Taf . VII : Mormidea laevigata Dist. , Fig. 3 , Euschistus integer 
Stäl, Fig. 5, Thyantha taeniola Dali., Fig. 4, Chlorocoris irroratus Dist., Fig. 16, 
Murgantia munda Dali., Fig. 20, histrionica Hahn, Fig. 21, Arocera melanopyga 
Stäl, Fig. 11, apta Walk., Fig. 12, in-otea Dist., Fig. 18, afßnis Dist., Fig. 19, 
patibulata Dist., Fig. 17, sjolendens Blänch., Fig. 13, 14, rvfonotata Stäl, Fig. 15, 
Nezara sticiicaDsiXX. ., Fig. 22, marginata P. B., Fig. 23, Banosa varians Stäl, Fig. 27, 
mÄj^^a Walk., Fig. 10, Piezodortis Guildingi Ho^e, Fig. 6, Phinaens fuscopunctatus 
Stäl, Fig. 8, Taurocer7fs achilles Stal , Fig. 24, edessoides STp'm. , Fig. 25, Phaloecus 
deco}-atus Dht., Fig. 29 :, Taf . VUI : Banosa S/dli Dist., Fig. 3, Taurocertis abrtipta 
Walk., Fig. 1, Bothroco7-is ftiscopunctakis J)i%t., Fig. 5, Brachystethns vicinus Sehn. , 
Fig. 4, r?(bromaciilatusDa\\., Fig. 6, Peromatus notaitis[Buvm. , Fig. 8, Edessa la- 
ticornis Stäl, Fig. 9, costalis Stäl, Fig. 10, taririna Stk\, Fig. 11, haedina Stäl, 
Fig. Ib, j'ugaia Hope, Fig. 13, vetitralis Walk., Fig. 12, oliv acea Stil, Fig. 14, 
nigricornis Stäl, Fig. 16; Taf. X (erschienen 1881): Peromaius truncatus Dist., 
Fig. 1 . [Die auf Taf. IX abgebildeten Arten sind noch nicht in dem im Jahre 1880 
erschienenen Text erwähnt. 

Neue Gattungen und Arten : 

Cnephosa, Jakovleff, Tp. PpecK. 3ht. 06u;., XI, Separ. p. 11 : Corpus oblongo- 
ovale, inferne alte convexum , capite declivi. latit. vix longiore, antice leviter 
angustato, margine later. sub-recto, clypeo percurrente ; ocul. parvis ; ant. gra- 
cilibus, art. 1. capite multo breviore, 2. 1™° solum 1/4 longiore et 3*'° vix 
breviore, 4. et 5. fere aeque longis ; rostro gracili cox. post. atting. , art. 1. 
capite longiore ; mesosterno coucavo carina instructo ; pronoto antice angustato, 
margine apic. profunde exciso, angul. humeral. obtuse convexis, rotundatis ; scu- 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Pentatomidae. 133 

tello lato , linguaeformi, corio longiore; etc. Typus: Cn. ßavomarginatau. ■i^. 

Persien, ebenda, p. 12. 
Aspideurus, Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. p. 535: Prope Eriryaspim et Flami- 

niam , carina et lamina sternali nulla , corpus rotundatum , globosum , pronoto 

declivi, cap. cum ocul. longitudine latiore, lobo medio lateribus aequelongo ; 

scut. magno corio longiore et hoc membranamque ad partem tegente ; pro-, meso- 

et metasternis fere unitis ; spina ventrali longa , deplanata, pedes intermed. at- 

tingente. Typi: A. 4-maculatns n. sp., Neu-Guinea, ebenda, p. 535, A. varie- 

gatus n. sp., Celebes ebenda, p. 536. 
Allocotus Mayri, Neu-Guinea, Signoret, a. a. 0. p. 532. Allocotus gehört weder 

zu d. Halyarien noch zu den Asopiden. Ebenda, p. 531. 
Spudaeus Doriae, Neu Guinea, ebenda, p. 533. 
Oestopis"! acuta, Persien, ebenda, 535. 

Tropicoris Z)«tvV/« China, Signoret, Bull. Soc. ent. France 1880, p. XXXV. 
Palomena amplificata, Nord-China, p. 140, Taf. V, Fig. 2, spmosa, p. 149, Taf. V, 

Fig. 3, Dis'tant, Trans. Ent. Soc, 1880, P. 3. 
Caura excelsa, Calabar, p. 150, Taf. V, Fig. 4, marginata, Calabar, p. 151, Taf. V, 

Fig. 5; ebenda. 
Staria ohsctira, Persien, Jakovleff, Tp. PyccK. 9ht. Oöm;. XI, Sep. p. 10. 
CyrtocMhis persicus, p. IQ'i, fuscus, p. 165, beide aus Nord-Persien, Jakovleff, 

Bull. Mose. 1880, No. 1. 
Cynenica affinis, Bombay, Distant, Ent. M. Mag. Vol. 16. p. 202. 
Macropyghmi parvum, Panama, Distant, Biol. C.-Am., p. 50, Taf. VI, Fig. 2. 
Mormidea laevigata, Mexico, ebenda, p. 55, Taf. VII, Fig. 3. 
Chlorocoris aberrans, Costarica, ebenda, p. 69, Taf. V, Fig. 24, C/iampmii, Gua.temsL\a, 

ebenda, p. 69, Taf. VI, Fig. 23, irroraizis, Mexico, p. 69, Taf. VII, Fig. 16. 
Loxa variegata, Costarica, ebenda, p. 71, Taf. V, Fig. 25. 
Arocera protea , Guatemala, p- 73, Taf. VII, Fig. 18, ajßnis, Mexico, Guatemala, 

Nicaragua, p. 74, Taf. VII, Fig. 19, paühulata , Costarica, p. 74, Taf. VII, 

Fig. 17; ebenda. 
Baussa Stäli, Costarica, ebenda, p. 80, Taf. VIII, Fig. 3. 
Phaloecus decoratus, Honduras, Guatemala, ebenda, p. 83, Taf. VII, Fig. 9. 
Bothrocoris fuscopunctatus, Panama, Guiana, ebenda, p. 84, Taf. VIII, Fig. 5. 
Peromatus trwicg.his , Mexico, ebenda, p. 86, Taf. X, Fig. 1. 

Synonymien : 

Ochleriis guttipes Walk. = Macropygkim reticidare Fabr., ebenda, p. 49. 

Brochynema tenehrom Walk. = obscura H. Sch., ebenda, p. 52. 

Mormidea discoidea Dali. = notulata H. Sch., ebenda, p. 56. M. grisescens Stäl = 

toeifraWalk., ebenda, p. 56. 
Perihalus modestus Uhler = limbolarius Stäl, ebenda, p. 65. 
Chlorocoris distinctus Sign. = 7'ußspinus Dali., ebenda, p. 68. 
Strachia notabilis Walk. = Pharypia ]ndchella, ebenda, p. 76. 
Vulsirea transducta Walk. = Parypia nitidiventiis Stäl, ebenda, p. 77. 
Nezara viridis Scott = viridula Linn., ebenda, p. 78. 
Rhaphigaster dimidiatiis Stäl = Pentatoma basalis Walk. = Phaphigaster derivatus 

Walk. = Baussa varians Stäl, ebenda, p. 80. 
Tatiroce?-us hector Stäl = edessoides Spin., ebenda, p. 82. 
Edessa arietina Stäl =jugafa Stäl, ebenda, p. 88 ; E.eucroma Walk. =olivacea Stäl, 

ebenda, p. 88. 
Dalpada remota = Halyomorpha picus Fabr.; Distant, Ent. Monthly Mag. 

Vol. 16, p. 201. 



134 F- Arthropoda. 

Palomena dissimilis Fabr., Fieb. =^ prasina lAmi. (vera!); Reuter, Ent. Tidskr. 

I, p. 206. 
Carpocoris nigricornis Fabr. muß mit seinem ältesten sicheren Namen pitrjmreipennis 

De Geer genannt werden; Reuter a. a. 0. p. 207. 

Geographisches: 

Neu für Schweden : SciocorismicrophthalmusYXoY, p. 125, »Sc. Mm5r/«?<5 Wolff , p. 

125, Pentatoma pinkola Muls. et Rey, p. 129 ; Reuter, a. a. 0. 
Neu für Elsaß und Lothringen: Neottiglossa lineolata Muls. et Rey, Reiber und 

Puten, Catal. p. 30. 
Neu für Spanien : Aelia cognataF'ieh. ; Chico te, Adic. p. 186. 
In Ostindien gefunden: Palomena vmdisshna Poda, Carpocris nigricornis Yd^x.., Doly- 

coris baccarum Linn., Eiirydama festiva Linn. ; Distant, Yark. Miss. p. 4 — 7. 

Biologisches : 

Cavanna, Carpocoris verhasci in colonie sulla cima di monte Miletto (Matese), in Soc. 
Ent. Ital. Resoconti a. 1879, p. 25 (erschienen 1880). 

Der Verf. hat im Miletto-Gebirge (2050 m.) eine Colonie von 70 bis 100 Indi- 
viduen oben genannter Art gefunden, 
Künckel d'Herculais , J. , Observations sur les moeurs et metamorphoses du Gymnosoma 
rofwidatmn Jj'mn., in Ann. Soc. ent. France 1879, p. 348 — 357, Tab. X, Fig. 1 — 6 
(erschienen 1880). 
Der Verf. hat die Larve dieser Fliege als Endoparasit in Rhaphigaster griseus 
gefunden. Die Entwicklungsgeschichte des Gymnosoma wird umständlich ge- 
geben. 
Strachia ornata L. hat den Kohl im Kreise Chwalynsk Ssaratow) in Süd-Russland 
im Jahre 1861 gänzlich vernichtet. Sie tritt jährlich in zwei Generationen auf : 
die erste im Trühjahre , die zweite im Juli-August. Koppen, Schädl. Ins. 
Russl. p. 445, Der Strachia pustulata Fieb. ist wahrscheinlich der Schaden in 
Ssaratow im Jahre 1852 zuzuschreiben, der dem Kohle, den Radischen und Rüben 
durch Aussaugen der Pflanzen zugefügt wurde. Diese Art kommt auch massenhaft 
in Sisymbrium Sophia vor; ebenda, p. 444, 
Strachia oleracea Linn. wird nicht von Vögeln gefressen. Perris, Amer, Natur. 

Vol. 14. p. 98 (Uebersetz.). 
Rhaphigaster [Nezara] hilaris (= pennsyhaniais Fitch) wird als die Larven von 
AletiaargillaceaHübn. (Baumwoll-Larve) in Nord- America aussaugend angegeben. 
Comstock, Rep. on the Cotton Worm, p. 167, Fig. 13. 

Subfam. Tessarotomina. 

Oncoscelis antennatns n.sp., Torres Straits, Distant, Trans. Ent. Soc. 1880, P. 3. 

p. 150, Taf. V, Fig. 6. 
Plisthenes dilatatus Montr. ist von PI. meriunae Fabr. verschieden ; ebenda, p. 151. 

Subfam. Acanthosomina. 

Acanthosoma labidnroides , p. 387, crassicaudum , p. 390, forßcula, p. 392, alle aus 
WlsidmoBtock, denticaudum, Iß. 394, spinicollis, p.396, und angustattmi, p. 397, alle 
aus Amur, neue Arten, Jakovleff, Bull. Mose. 1880, No. 2. 

Elasmostethus Fiebert Jakovl. ist wahrscheinlich mit Cimex griseits Linn. identisch,' 
dessen Fühler von Linne braunschwärzlich beschrieben sind ; in solchem Falle muß 
der gemeine C. griseus aut. rec. interstinctus Linn. genannt werden; bisher aber 
sind dem Verf. keine schwedischen Exemplare von E. Fieberi bekannt. Reuter, 
Ent. Tidskr. I, p. 135. 



8. Hexapoda. II, Hemiptera. d) Pentatomidae. 135 

Elasmostethus Fieber i iskovX. in Finnland gefunden, Reuter, Ent. Tidskr. I, p. 135; 

in Elsaß und Lothringen, Reiber u. Puton, Cat. p. 30. 
Acanthosoma proxima Dali, aus Indien; Distant; Yark. Miss. p. 7. 
AcantJwsoma haemorhoidale Linn. auf Alnus glutinosa als Nymphen und Imagines 

gefunden, Reuter, Ent. Tidskr. I, p. 206. 

Subfam. Asopina. 

Di^. Asopiden Central- Americas, 41 Arten, von Distant in Biol. C.-Am. p. 27 — 
43 aufgezählt. Abgebildet: aufTaf. I: Stiretrus anchorago Fabr., Fig. 14, 15, 
O^lomiis dichrous H. Sch. Fig. 16, 0. protens Stäl, Fig. 17, Perillus conßuens H. 
Seh., Fig. 18, Podisus lineohtus H. Sch., Fig. 19, sagitta Fabr., Fig. 22, congrex 
Stäl, Fig. 20, ErähyrrhyncJmsßoridamis\Amx., Fig. 21 ; Taf. 11: Coryzorhaphis 
crucnta Stäl, Fig. 20, Podims acuttssimus Stäl, Fig. 22, cloelia Qt&l, Fig. 21, 
Taf . LH : Stiretrus crucifer Stäl, Fig. 9, coeruletts 1)2X1. , Fig. 10, ßavipes Stäl, 
Fig. j1, rutilus Dali., Fig. 20, mntahilis Stäl, Fig. 16 et 19, proteus Stäl, Fig. 15 
et 17, Heteroscelis lepida Stäl, Fig. 21, Perillus virgatus Stäl, Fig 22, Podisus 
tinctus DaW.j Fig. 23, cy^ms Dist., Fig. 24; Taf. IV: Oplomus distinctus Dist., 
Fig. 11, iripusiulatus FsLhv . , Fig. 16, ruiihisYSiV. biarcuaitts Walk., Fig. 18, nigri- 
jiemiis Lb\\., Fig. 19, mundus &ita\, Fig. 17, Perillus circumcinctus Stäl, Fig 6, 
Mutyca "jrandis Dali., Fig. 12, Podisus marginiventris Stäl, Fig. 24, fuscescens 
Dali., Fig. 20, mexicanus Dist., Fig. 5, modestus Dali., Fig. 4, nigriventris Dist., 
Fig. 14, msiyms Dist., Fig. 15, fm'arm Walk., Fig. 21, /o/e Stäl, Fig. 1, thetis 
Stäl, Fig. 2, Tynacanthus ptilchricornis Stäl, Fig. 3; Taf. VII: Podisus rubroma- 
culatus Dist., Fig. 1. 

Neiie Arten: 

Picromertis ängusticeps, Amur, Jakovleff, TpyA- PyccK. 3ht. Obu],. XI, Separ. 

p. 13; vicimis, Peking, Signoret, Bull. Soc. Ent. France, 1880. p. XXXIV. 
Oplomtis distincbis, Mexico, Distant, Biol. C.-Am. p. 30, Taf. IV, Fig. 11. 
Podisus a^nis (=/Mseesce«s Stäl nec Dali.) , Mexico, Guatemala, Columbia, ebenda, 

p. 38. Taf. III, Fig. 24 ; mexicamis, Mexico, p. 38, Taf. IV, Fig. 5 ; nigriventris, 

Guatemala, p. 39, Taf. IV, Fig. 14; insignis , Guatemala, p. 39, Taf. IV, Fig. 

15; rubromactdatus, Mexico, p. 41, Taf. VII, Fig. 1, ebenda. 
Podisus aenescens 8t&\, var. \mä Oplomtis marginalisHoi^ej var., Amazons, Distant, 

Trans. Ent. Soc. 1880. P. 3. p. 148. 

Synonymen etc. 

Oplomus pulcher Dali. = nigripennis Dali. ; 0. biarcuatus Walk. = Varietät von 

rt(tilus'DaX\.\ Distant, Biol. C.-Am. p. 31. 
Coryzorhaphis leucocephala Dali nec Spin. = cruciata Stäl, ebenda p. 35. 
Podisus puncdpennis H. Sch. = halys Stäl = Uneolata H. Sch. ebenda, p. 36. 
Arma monospila Walk. = Podisus sagitta Fabr., ebenda p. 37. 
Podisus fuscescens Stäl pars = affinis Dist. n. sp., ebenda p. 38. 
Arma (Podisus) spinosa Dali., vorher als den Colorado-Käfer, Coccinellen und Pristi- 

phora grossulariae Walsh angreifend bekannt , saugt auch die Larven der für die 

Baumwolle schädlichen Aletia argillacea Httbn. in Nord-America aus. Com- 

stock, Rep. on Cotton-worm, p. 166, Fig. 12. 

Subfam. Discocephalina. 

Die 11 Arten Central-Americas von Distant in Biol. C.-Am. p. 44 — 49 aufge- 
zählt. Abgebildet: Taf. IV: Bryptocephala obtusiceps Stäl, Fig. 23, Discoce- 
phala humilis H. Sch., Fig. 22; Taf. V: D. notulata Stäl, Fig. 1 , marginella 



136 F- Arthropoda. 

Stäl, Fig. 2, Dinocoris tripterus Fabr., Fig. 3, ^^icews P. B., Fig. 4; Taf. VI: 
Discocephala clypeata Stal , Fig. 1, Dinocoris obscurusDaW.., Fig. 3, Eurystethics 
Siffnoreii Bist., Fig. 13, Enyncoris ramosaWaXk., Fig. 4; Taf. VII: Pelidnocoris 
iSto/jHagl., Fig. 2. 

Eurystethus Signoreti n. sp., a. a. 0. p. 47. 

Discocephala inobtrusa Walk. == clypeata Stäl, ebenda p. 45. 

Dinidor punctiger Hope = Cataulox centralis Walk. =: Dinidor tripterus Fabr., ebenda 
p. 46 ; D. tmicolor Hope = jncetis P. B., ebenda. 

Familie Coreidae. 

Die Coreiden Skandinaviens und Finnlands von Reuter im Ent. Tidskr. I. p. '35 — 

147 schwediscli beschrieben: Coreina 3 Sp. , Pseudophloeina , 6, Alycina 1, 

Corizina 9 [Chorosoma Schillingii wird in der Fortsetzung folgen) . 
Stenocephalus orientalis n. sp., Bombay, Madras, Di st an t, Ent. M. Mgg. Vol. 

16. p. 202. 
Corizus rubricosus n. sp., Abyssinien, Bolivar, An. Esp. Hist. Nat. T. 8. p. 140 

(in Zool. Jabresber. f. 1879 durch Druckfehler als rubricomis) . 
Syromastes fundator H. Seh. (= longicornis Costa) aus Sicilien; Puton, ßuU. Soc. 

ent. Fr. 1879. p. CLIII. 
Verlusia rhombea autorum uec Linn. = V. quadrataFsibr.:, Reuter, Ent. Tidskr. 

I. p. 137. 
Priocnemicoris refulgens Costa =ßaviceps Guer. = albithorax Boisd.; Signoret , Ann. 

Mus. Civ. Gen. Vol. 15. p. 537. 
Neu für die Schweiz : Psettdophloeus Falleni Schill. ; Killias, Jahresber. Nat. Ges. 

Graub. XXII. p. 66. 
Neu für Spanien : Pseiido2Moeus Falleni ^cWl., Bothrostethus annulipes \jViC.., Put.; 

Chicote, Adic. p. 187. 
In Ostindien gefunden: Camptopus lateralis Germ., Therapha Hycscyanii Linn.; 

Distant, See. Yark. Miss. p. 8. 
Acanthocephala (Metapodius) femorata Fabr. (= Rhinuchus nasutus Say) die Larven 

von Aletia argillacea Htibn. in Nordamerica aussaugend. Comstock, Rep. on 

Cottonworm. p. 168. Fig. 14. 

Familie Lygaeidae. 
Nlulsant, E. et Rey, Cl., Histoire naturelle desPunaises de France. Lygeides. PjTrhocoriens 
Lygeens. Oct. 1879. 80. p. 1—59. 
Siehe oben unter Regio palaearctica. 

Subfam. Lygaeina. 

Lygaeus vemistus Boeber (1791) ist nur eine Nominal- Art ohne begleitende Beschrei- 
bung, erst von Herrich Schäflfer in Nom. entom. p. 58 unter diesem Namen be- 
schrieben, muß darum Z./a?m7;V/m Fabr. genannt werden. Mulsant et Rey, 
a. a. 0. p. 15. 

Lygaeus saxatilis Scop. und equestris Linn. in Ostindien : Distant. See. Yark. Miss, 
p. 9. 

Arocatt(s Eoeselii ^ch.., Nysius fuliginosus Fieb. und helveticus 'R. Sch. in Spanien; 
Chicote, Adic. p. 187. 

Orsillus depressus Muls. et Rey in Ungarn; v. Horvath, Hern. Közl. p. 4. 

Subfam. Berytina. 
Der Dimorphismus von Neides tipularius Linn. erörtert von Reuter in Ent. M. 
Mag. Vol. 17. p. 10. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Lygaeidae. J37 

Berytus Signoreti Yiob . in Elsaß und Lothringen, Rieb er u. Puton, Cat. p. 30. 
B. jnlicornis Flor in Ungarn, v. Horvath, Hern. Közl. p. 8. 

B. cognahis Fieb. und Megalomerium meridionale Costa in Spanien, Chicote, Adic. 
p. 187. 

Subfam. Blissina. 
Sajo, K., Die bisher unbekannte macroptere Form von Blissus Doriae Ferr. in Ent. Nachr. 
1880. p. 235—238. 
Diese Form wurde in Ungarn entdeckt und p. 237 — 238 beschrieben. Der 
Verf. beschreibt auch Übergangs- oder Zwischen-Formen in der Entwickelung 
der Hemiely tren , die er hemimacroptere benennt. Auch die Larve beschrieben 
p. 236. 
Thomas, C, The Chinch-bug in: Amer. Ent. p. 46—47. 85—87. 

, Temperature and rainfall as affecting the Chinch-bug. — Periodicity in its increase. 

ebenda p. 240—242. 
Die betreffende, für das Getreide in Nord-America sehr schädliche Art, Blissus 
leucopierus, in allen Entwicklungs-Stufen p. 85 abgebildet, überwintert als Imago 
und kommt jährlich wenigstens in zwei Generationen vor. Besonders zahlreich 
wird sie in dürren und heißen Jahren, und sind in dieser Hinsicht die Jahre 1854, 
1871 und 1874 hervorzuheben. Auch im Jahre 1864 trat sie in Missisippi sehr 
massenhaft auf, und der von ihr verursachte Schaden wurde da auf 100,000,000 
Dollars geschätzt. 
Ischnodemus sahuleti auf Elymus arenarius ; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V. 
p. 163. 

Subfam. Geocorina. 
Geocoris erythrophthahms n. sp. , Balcan, Reuter, Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. 

xxn, p. 9. 

G. [Ophthalmicus] anmdicornis , Neu-Guinea , Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. 

Vol. 15. p. 539. 
G. semipunctatus Yioh . , in Spanien, Chicote, Adic. p. 187. 

Subfam. Oxycarenina. 

Anomaloptera /lelianthemi Ferv . , forma macroptera, in Frankreich (Dax.), Puton, 

Syn. III, p. 240. 
Microjilax diiGmoides Co&tsi, in Frankreich, ebenda p. 241 ; Brachyplax linearis Scott, 

im continentalen Frankreich, Puton, Bull. Soc. ent. Fr. 1880, p. VI. 
Microplax alhofasciata Costa, in Spanien, Chicote, Adic. p. 188. 

Subfam. Myodochina. 

Neue Arten und Formen : 

Sajo, Karl, Die bisher unbekannte macroptere Form von Plinthisus convexusYiob. ( = 
hnngarimis Horv.), in: Ent. Nachr. 1880. p. 141 — 142. 

Der Verf. hat ein macropteres Exemplar von P. convexusYiob. in d. Flugsand- 
steppeu Ungarns gefunden ; f. brach, in denselben Localitäten vorherrschend. 

Sajo , Karl , Weitere Funde von macropteren Exemplaren des Plinthisus convexus Fieb. 

und die Larven dieser Art; ebenda p. 238 — 240. 

Die Larve beschrieben. Der Verf. glaubt, daß die Seltenheit der macropteren 

Exemplare davon abhängt , daß diese sich früher entwickeln und bald vom Orte 

ihrer Entwickelung davonfliegen. Wo viele entwickelte Brachypteren sind, aber 

nur mehr wenige Larven , findet man sehr selten Macropteren ; wo aber viele 



138 F- Arthropoda. 

Larven, da sind diese am leichtesten zu finden. Übrigens meint der Verf., daß alle 

Plinthisen dimorph sind. [Ganz entschieden !]. 
Rhyparochromus Lederi, Transcaucasien, v. Horvath, Hern. Közl. p. 2. 
TropistetJms ßavicornis, Celebes, Signoret, Ann.JMiis. Civ. Gen. Vol. 15., p. 538. 
Ischnocoris sinuaticollis, Griechenland, Reuter, 0fr. Finska Vet. Soc. Förh. XXII, 

p. 9. /. intermedius, Belgien, Nord-Deutschland, v. Horvath, Bull. Soc. ent. 

Fr. 1880. p. LXIV. 
Sttjgnus Mayeti^ Süd-Frankreich, Puton, Bull. Soc. ent. Fr. 1879. p. XVI. Syn. 

m. p. 241. 

Microtoma morio und M. angustida, Griechenland, Reuter, a. a. 0. p. 10. 
Scolopostethus grandis, Ungarn, v. Horvath, Hern. Közl. p. 3. 

Synonymen: 

Douglas , J. W. , The generic Name Pachymerus in Hemiptera , in : Ent, M. Mag. Vol. 
17. p. 46 u. 47. 

Der Name Pachymerus muß den Darstellungen Puton' s zufolge für die Hemi- 
pteren-Gattung reservirt und in den Coleopteren unterdrückt werden. Siehe Pu- 
ton, Bull. Soc. ent. Fr. 1879. p. CLIII. 1880. p. LVÜI. 

RhjparoehromuH Mrsutus Fieb. wird von Puton als nur eine hispide Varietät von 
Rh. antennatus'^(^\S\. angesehen; Bull. Soc. ent. Fr. 1880, p. VII; Syn. UI, 
p. 241. 

Scolopostethus püomsVi,QVii. wird von Puton fraglich nur als eine hispide Varietät 
YOXL S. afßnis angegeben; Bull. Soc. ent. Fr. 1879, p. CLIII; wahrscheinlich 
doch gut verschieden; Reuter, Ent. M. Mag. Vol. 17, p. 15. 

Scolopostethus ericetorum Leth. = decoratus Hahn, und decoratus Hahn, Abänder. = 
affinis Schill.; Reuter, Ent. M. Mag. Vol. 17, p. 10, 11. Wird von Dou- 
glas bezweifelt, ebenda. Pachymerus afßnis, Abänd. b Hahn = adjunctus Dougl. 
et Sc, Dott-glas, ebenda. 

Geographisches» 

Neu für Ungarn: Diplonotus luridus Hahn, Macrodema micropterum Gurt., Peritrechus 
Inniger Schill., P. gracilicornis Put/, Trapezonotus anorus Flor, Drymus pilicornis 
Muls. et Rey, Scolopostethus grandis Horv. ; v. Horvath, Hern. Közl. p. 4 u. 5. 

Neu für Elsaß und Lothringen : Heterogaster semicolon Fieb . ; R e i b e r und Puton 
Cat. p. 30. 

Neu für Frankreich: Drymits (= Lamproplax) piceus Flor, Puton, Bull. Soc. ent. 
Fr. 1880, p. VI; Syn. HI, p. 242. 

Neu für Spanien: Plinthisus Putoni Hovy . , Drymus pumilio Put., Dr. pilicornis Muls. 
et Rey; Chicote, Adic. p. 188. 

In Ostindien: Lamprodema bevicollis Fieb. und Gotiionotus marginepunctatus Wolff; 
Distant, See. Yark-Miss. p. 9. 

Biologie : 
Fletcher, J. E., Gastrodes Abietis in Worcestershire. in: Ent. M. Mag. Vol. 16, p. 278. 
Norman, G., Gastrodes Abietis in Morayshire, ebenda, p. 214. 

Zwischen den Schuppen der Zapfen von Abies excelsa und Douglasi gefunden. 

Reufer, O. M., Till Gastrodes Abietis Afnads historia. in: Ent. Tidskr. p. 185, französisches 

Resume, ebenda, p. 213. 

Der Verf. referirt, durch obige Notizen veranlaßt, die interessante schon 1775 

in Acta Acad. Theod. Palatinae III, p. 62 — 68 publicirte Beobachtung Köhl- 

reuters über die Überwinterung d. G. Abietis und die Beziehungen der Kreuzvögel 

zu dieser Wanzenart. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Tingitidae. Aradidae. 139 

Trape-zonotus distinguendus Flor, lebt an Meeres-Ufern unter Fnciis \md bietet eine 
ausgezeichnete Farbenprotection in dem Sinne dar, daß er still bleibend sehr leicht 
der Aufmerksamkeit des Sammlers entgeht. Re uter , Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, 
p. 165. 

Subfam. Pyrrhocorina. 

Nartobis n. subg. für Pyrrhocoris margmatits ; Mulsant etRey, Hist. Pun. Lyg. 

p. 3. 
Pyrrhocoris so7-didus, Schaku, p. 160, disjmr, Japan, p. 161, nn. sp., Jakovleff, 

Bull. Mose. 1881, No. 1. 
Ectatops nigroscutellatiis n. sp., Neu-Guinea , Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. 

Vol. 15. p. 539. 

Familie Tingitidae. 
Subfam. Piesmina. 

Neu für Norwegen: Piesma quadrafa Fieb. ; J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. Ins. 

I, p. 4. 
Neu für Spanien : Piesma Letkerrgi Bol. lined.) ; Chicote, Adic. p. 189. 

Subfam. Tingitina. 
Neue Arten und Varietäten: 

Campylostira pilifera, Griechenland, Reuter, Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. XXII, 
p. 12. 

Orthostira acutangida, p. 127, und 0. paradoxa, p. 128, Sarepta ; Jakovleff, Bull. 
Mose. 1880, No. 1. 

Acalypta gracilis Fieb. forma macr. ; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, p. 166. 

Galeatus brevispinus, p. 132, Sarepta, Knmarofß, p. 133, Derbent, decorus, p. 134, 
Saratow, Jakovleff, a. a. 0. 

Munanthia(T7'opidochila) caucasica, p. 137, Derbent, tenidcornis, p. 138, Sarepta; M. 
(Physatochila) distinguenda , p. 139, Sarepta; M. ( Catoplatus) dilatata, p. 140, 
Derbent, Jakovleff, a. a. 0. ; M. (Cotoplatus)Krueperi,K\e'm-As[en,i\ndantica, 
Griechenland, Macedonien, Reuter, Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. XXII, p. 11. 

Geographisches etc. : 
Neu für Belgien : Campylostira vema, Lethierry, Ann. Soc. ent. Belg. 1880, p. 

CLXI. 
Neu für Elsaß und Lothringen: SerentMa femoralis var. conftisaVvX.^ Monanthia ati- 

gustata H. Sch., costata Fabr., Reib er und Puton, Cat, p, 30 u. 31. 
Neu für Frankreich: Monanthia histricula Fnt. aus Avignon, Madrid ; Puton, Bnll. 

Soc. ent. Fr. p. VI, Syn. III, p. 243. 
Neu für Spanien: Orthostira musci Sehr., suturalis Put., Dictyonota ßdiginosa Costa, 

Monanthia auricidata Costa, augustata H. Sch. , elongata Fieb., striculata Put.; 

Chicote, Adic. p. 1S9. 
In Ungarn: Monanthia arigustata H. Sch. und unicostata Muls., v. Horvath, Hern. 

Közl. p. 8. 
Dictyonota crassico7-nis Fall. var. erythrophthalma Germ, mit Lasius niger gefunden ; 

Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, p. 166. 

Familie Aradidae. 

Acoriicm n. g., Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. Vol. 15, p. 540 ; scutello posterius 
late obtuse rotundato, transverso ; Gen. Aneuro affine, dilfert articulo 4. antenn. 
3. multo breviore. Typus: A. griseolum n. sp., Neu-Guinea, a. a. 0. p. 541. 



140 F. Arthropoda. 

Aradus spinicollis, p. 166, undi melas, p. 168, un. spp. aus Wladiwostok, Jakov- 

leff, Bull. Mose. 1880, Nr. 1. 
Aneurus macrotylus n. sp., Wladiwostok, ebenda, p. 169. 
Mezira setosa u. sp., Wladiwostok, ebenda, p. 171. 
Cmyphus furcatns n. sp. , Neu-Guinea, Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. Vol. 15, 

p.541. 
Neuroctenus vkinus n. sp., Neu-Guinea, ebenda, p. 540. 
Neu für Elsaß und Lothringen : Aradus versicolor H. Seh., Reiber und Puton. 

Cat. p. 31. 
Neu für die Schweiz ; Aradus versicolor H. Seh. ; Killias , Jahr. Nat. Ges. Graub. 

XXII, p. 74. 
Neu für Spanien : Aradus jmllescens H. Seh. und dilatatus Duf. , Chicote, Adic. 

p. 190. 

Familie P h y m a t i d a e. 

Cook, A. J., Another Bee-Enemy, in Canad. Ent. XI. 1. p. 17—20. 
Phymata erosa, s. Zool. Jahresber. für 1879. p. 688. 

Familie C ap s i d a e . 

Die Orthoiylns-AxtQ-n. Britanniens mit grünem Cellnerv und durchscheinenden Hemi- 
elytren synoptisch beschrieben von Reuter in Entom. Monthly Mag. Vol. 17, p. 
11 u. 12. ^ 

Die Psallus- AxiQW Finnlands, dichotomische Übersicht von Reuter, Medd. Soc. F. 
Fl. Fenn. V, p. 178—182. 

Neue Gattungen und Arten: 

Ischnoscelis, Reuter, Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. XXII, p. 15. Inter genera 
Phytocoris et Calocoris; corpus subelongatum, fronte parum declivi, clypeo verticali 
prominente basi a fronte profunde discreto ; rostro coxas interm. haud superante : 
antennis corpore longioribus, minus gracilibus, art. 1 . pronoto breviore : pronoto 
later. sinuatis ; xypho marginato ; femoribus posticis (^f linearibus, anum paullo 
superant. ; tarsis longis, art. 1.2. aeque longo. Typus: 7. rubrmem's n. sp., Al- 
gier, a. a. 0. 

Cremnorrhinus , ebenda, p. 18, corpus oblongum {(^) vel late ovale (Q) ; capite for- 
tius nutante, rostrato-producto, latitudine vix longiore, vertice immarginato, 
fronte fortiter declivi, angulo faciali acuto, genis mediocribus, gula sat obliqua ; 
oculis ovalibus pronoto contiguis , orbita interiore reeta divergentibus ; rostro 
coxas interm. paullo superante, art. 1. gulam parum superante; ant. ad ocul. 
apic. insertis, art. 1. brevi; pronoto basi sinuato; hemielytris Q saepe abbrevia- 
tis ; femorib. post. ab epipleuris hemel. longius remotis ; tib. vix spinul. ; tars. art. 
2. et 3. aeque longis, aroliis cum unguvic. connatis. Prope Orthocephalum Fieb. (?) . 
Typus: Cr. basalis n. sp., Macedonieu, Griechenland, ebenda, p. 19. 

Camarocyp/iüs , ebenda, p. 21, oblongus , capite transverso, pone ocul. sub-con- 
strieto, quinquangulari, vertice late postiee ante marginem elevatum depresso, 
clypeo verticali, fortiter prominente, basi bene discreto, genis altis, gula vix obli- 
qua; rostro coxas interm. haud superante, art. 1. capite haud longiore; pronoto 
apice strictura angusta annuliformi , later. 1/3 antica parallelis distinete margina- 
tis, dein subito valde ampliatis, obtusis, angul. post. acutiusculis, disco post. valde 
convexo, ant. subhorizoutali, utrinque callo maximo suborbiculari fortiter convexo 
marginibus fortiter impresso ; xypho marginato ; eoxis post. ab epipleur. hem. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Capsidae. 141; 

parum remotis; tib. vix spimüosis ; tars. post. brevibus , art. 3. 1™«^ et 2'^° con- 

jimctis aeque lougo. Typus: C. nigrogtdaris n. sp., Griechenland, ebenda, p. 22, 
Brachynotocoris, ebenda, p. 22, gen. Beuieriae Fnt. affinis, difFert oculis versus api- 

cem magis divergentibus, rostro tantum mesosterni apicem attingente, art. 2 ulti- 

mis crassioribus, pronoto brevissimo, valde transverso, capite breviore. Typus: 

B. imncticurnis n. sp., Spanien, ebenda, p. 23. 
Lej)topterna 2»losa, Spanien, ebenda, p. 13. 
Phytocoris pilifer, p. 13, parvulus, p. 14, unicolor, p. 15, alle aus Grieclienland, 

ebenda. 
Calocoris princeps und Krueperi, Griechenland, ebenda, p. 16 u. 17. 
Megacoehim rußceps, Griechenland, p. 17, \mä ptilc/income, Spanien, p. 18, ebenda. 
Orthocephalus Bolivari, Spanien, p. 19, und dchilis, Griechenland, p. 20, ebenda. 
Pachytoma tmirica, Chrim, v. Horvath, Hem. Közl. jj. 3. 
Orthotylus parvulus (Reut.). Astrachan, Jakovleff, Bull. Mose. 1880 I. p. 142 

[schon 1879 von Reuter in Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. p. 38 beschrieben.]. 
Macrotyhis colon, Spanien, Reuter, a. a. 0. XXII. p. 23. Chicote, Adic. 

p. 194. 
Campylomma viridula, Astrachan, Sarepta, auf Salix, Jakovleff, a. a. 0. p. 143 

[== luckla Jak., s. Reut., Hem. Gymn. Eur. II. p. 296]. 
Plagiognathus olivaceus, Spanien, Reuter, Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. XXII. p. 23. 

Chicote, Adic. p. 193. 
Psalhis pallidus, Pyrenäen, Reuter, a. a. 0. p. 24. 

Globiceps salicicolu Reut. var. a — /; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, p. 172. 
Gl. selectus Fieb. var. ß, ebenda, p. 17 5. 

Synonymisches: 
Actt7wcoris Reut, m Actitocoris berichtigt; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, 

p. 167. 
Cimex fulvipes Scop. = Alloeonottts distinguendus Fieb. = A. fulvipes Scop. ; Reu- 
ter, Entom. Monthly Mag. Vol. 17. p. 14; J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. 

Ins. I. p. 6. 
Capsus hipunctatus F. Sahlb. (nee Fabr.) = Lygus lucorum Mey. ; Reuter, Medd. 

Soc. Fenn. p. 169. 
Cajjsus ßavomacnlatus YdiW. , F. Sahlb. = flavomacidatus Reut, nee Fabr. , Fieb. = 

selectus Fieb., Reuter, ebenda p. 174, Ent. M. Mag. Vol. 17, p. 12. 
Globicej)s cruciaäis Rent. = flavomaculatus Fabr.^ Fieb. Medd. Soc. Fenn. p. 174^ 

Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 13. 
Capsus flavomaculatus 'S ^x. 1 F. %2i!isSSi. = Glohiceps fulviiiesRtXii. nee Scop. = G^.sa- 

licicola Reut. n. sp., Medd. Soc. Fenn. p. 174, Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 13. 
Chlamydatus insignis Reut, nee Dougi. = flaveolus Reut. ; Chi. insignis Dougl. = 

pygmaeus Zett. var. ; Medd. Soc. Fenn. p. 175. 
Orthotylus luridus RQui.= fnscescens Kirschb. Q; ebenda. 
Psalhis Salicis Reut. (nee. Kirschb. ?) =Var. von lepidus Fieb. ; ebenda p. 178. 

Geographisches: 

Bloomfield, E. N. , Bothynotus pilosus Boh. (Minki) near Hastings ; in Ent. M. Mag. Vol. 

17. p. 165. 
Coilet, E. P., Bothynotus pilosus at St. Leonards; ebenda p. 16-5. 

Dieser Verfasser hat ein macropt. Weibchen gefunden. 
Neu für Finnland : Actitocoris signatus Reut., Phytocoris dimidiatus Kirchb., Calocoris 
hipunctatus Fabr. , Atractotomus gothicus Fall, (auf Pinus sylvestris) , Halticus pu- 
sillus H. Seh., Orthotylus flavinervis Kirschb. ; Reuter, Medd. Soc. Fenn. p. 
167 — 176. 



1^2 F. Arthropoda. 

Neu für Schweden: Phytocoris cUmidiatus Kirschb., Macroloplms nuhilus H. Sch. , 
Stiphrosoma steganoides J. Salilb. , Orthotylus viridinervis Kil'schb. , 0. striicornis 
Kirschb., Atractotomus Mali M.qj . ; Reuter, Ent. Tidski-. , I. p. 199 u. 215, 
216. 

Neu für Norwegen : Teratocoris SaundersiT>o\\^. Qi^c, Calocoris alpesiris Mey . (auf 
Convallaria verticillata ) , Bothynottis pilosus Boh.;, DkypJms jmllidus H. Sch., 
Globiceps ftilvipes Reut. [= salicicola Reut.] , Gl. dispar Roh., Apocremnus betuleti 
Fall., Agalliastes Wilkinsoni Dougl. et Sc. ; J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. 
Ins. I. p. 4 — 7 (Separ.). 

Neu für Britannien : Lyyus atomarms Mey . , Edwards, Ent. M. Mag. Vol. 17. 
p. 150. 

Neu für Belgien: Orthops cervinus H. Sch. und Orthotylus concolor Kirschb., Le- 
thyerry, Ann. Soc. ent. Belg. 1880. C. R. p. CLXI. 

Neu für Elsaß und Lothringen : Teratocoris antennatus Boh., Phytocoris populilj., 
Calocoris Reiche lü Fieh. , Pilojihorus jjerplexiis Scott, Macrolophus costalis Fieb., 
Dicyphus stachydis Reut., Orthotylus concolor Kbm., tenellusYaW.., diajjhanus K.hm., 
Atractotomus forticornis Reut., A. parvulus Reut. , Psallus diminutus Kbm. , lappo- 
nicus Reut., vitelUnus Sch., Plagiognathus alpinus Reut. ; Reiber u. Puton, Cat. 
p. 31 u. 32. 

Neu für Frankreich : Brachycoleus scrijytus Fabr. und Orthocephalus hivittatus Fieb. ; 
Puton, Bull. Soc. ent. Fr. 1880. p. VI. 

Neu für die Schweiz oder von Puton in seinem Catalog als schweizerisch nicht an- 
gegeben: Pycnopterna rhaeticaW.ey . (Mitth. Schw. Ent. Ges. I., p. 153), Lygus lim- 
batus Fall., Poeciloscytus holosericeus Hahn, Capsus 3-fasciatus lAwü.. , olivaceus 
Fabr., Bryocoris Pteridis Fall., Stiphrosoma nigruml^. Sch., Myrmecoris gracilis 
Sahlb., Hoplomachus seladonicus Fall., Atractotomus ^/^njöes Muls. et Rey ; Killias, 
Jahr. Nat. Ges. Graub. XXII, p. 77 — 82. 

Neu für Spanien : Phytocoris Signoreti Perr., albofasciatus Fieb., f//m?V/m^M* Kirschb., 
j'uniperi Frey, miridioides heth.. , Chit-otei Ro\. (ined.), ctt?-inus Rol. (ined.). Fiebert 
Bol. [ined.] , delicatulusRol. (ined.), Calocoris pilicor?iis Ranz., Dicrooscytus valesiajius 
Mey., Lygus atomariiis "iH-ey . , Pilophorus pusillus Reut . , Mimocoris coarctatus M. et 
R., Stijjhrosoma cicadifröns Costa, Halticus bicolorM. etR., eryth?'ocephalus ü. Sch., 
Orthocephalus vittipemiis H. Sch., parallelus Mey., Labops rugicollis Jak. (?), Macro- 
lophus 7iubilusll. äch., Orthotylus te7iellusFa,\\., cowco/or Kirschb., triptmcfatus Reut. 
[Der Ref. hat niemals eine so benannte Art beschrieben !J ; Sthenarus ochraceus 
Scop. [unrichtig Scop., muß Scott sein], Plagiognathus fulvipennis , Excentricus 
pla7iicornis B.. 8ch., Psallus fuscinervis Reut. , obscurellus Fall. , Quercus Kirsehh., 
Crotchii 8eott, Macrocoletfs gracilis Rut. [ist ein i^/acro/y^ws !] , P eiber i Reut, [ist kein 
Macrocoleus, = Asciodema obsoletum D. et Sc], Solcnoxyphus lepidus Fieb. Put., S. 
c7-assipes Reut, [muß crassiceps sein!] ; Chicote, Adic. p. 190 — 196. 

Aus Ungarn führt v. Horvathin Hem. Közl. p. 8 u. 9 folgende an: Calocoris 
detritus Fieb., ßothynotus pilususRoh., Myrmecoris gracilis Saihlh., Pithanus Märkelii 
H. Sch., Omphalonotus \-guttatus Kbm., Eroticoris rufescens Burm., Conostethus 
salinus Sahlb., Macrotylus elevatus F'v^ . , Amblytylus testaceus Reut., A. concolor 
Jak., Sthenarus Poser i \ax . vittatus Fieb., Atomoscelis onustus Fieb . , Tuponia prasina 
Fieb. (in Tamarix germanica; . 

Calocoris chenopodü Fall, in Ostindien, Distant, See. Yark. Miss. p. 10. 

Biologie, Dimorphismus, etc. 
Douglas, J. W., CharagocMus G gll enhali macroiitetous. in: Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 164. 
Im Sept. 1879 wurde in Darent Wood ein macropteres Männchen gefunden. 
Die Elytren ganz horizontal, das Abdomen weit überragend, mit großer Membran, 



8. Hexapoda. 11. Hemiptera. d) Capsidae. Acanthiidae. 143 

Auch die Antennen, besonders d. zweiten Glieder und die hinteren Schienen sind 
länger als gewöhnlich. 

Leptopterna ferrugataYsihx. (j^ brachypt. ; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V. 
p. 167. 

Bot/iynoius pilosusBoh., Q macropt. Collet, Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 165. 

Globicejis salicicola'Reixt., Q macropt. ; Reuter. Medd. S. Fenn. p. 172. 

Harz, C. O., Über die grüne Hopfenwanze, Calocoris vandalicus Rossi. in: Allgem. Hopfen- 
zeitung 1880. p. 134 u. 135. Mit Figuren. 

Der Verf. bespricht die Schäden, welche in England, Frankreich, Böhmen und 
besonders im Elsaß von einer grünen Wanze den Hopfenpflanzen im Jahr 1876 
zugefügt geworden sind. Diese Wanze ist nach der Bestimmung des Verfassers 
Calocoris vandalicus Rossi, eine Bestimmung, welche jedenfalls unrichtig ist, wes- 
halb auch die angegebenen Synonymen und Nahrungspflanzen falsch sind. Die 
Wanze ist in Fig. I — VI sehr gut abgebildet. Nach den Beobachtungen Stam- 
b ach 's verursachen diese Wanzen, daß mehr oder weniger zahlreiche Triebe sich 
aus dem Hauptstengel büschelig, fast hexenbesenartig entwickeln (»Narrenköpfe, 
Froschduber, Narrenbüschel«) . Sie stechen nur die jüngsten, noch weichen Spitzen 
der Stammachse an und die Stichlöcher befinden sich frei mitten in den Interno- 
dien (Fig. VHI, i) , zuweilen auch unter den Nebenblättern (Fig. VHI, ii], in 
welchem Falle auch das Nebenblatt durchbrochen wird. Besonders bei anhaltend 
trockenem Wetter welken die angestochenen Triebe ab und gehen stammaufwärts 
zu Grunde und die nächst unteren gegenständigen Blätter beginnen aus ihren 
Achseln kräftige Seitentriebe zu entfalten, welche nun ihrerseits nicht selten aber- 
mals von dem Insecte angestochen werden und so denselben Vorgang wiederholen, 
wodurch manchmal eine Menge von büschelig beisammenstehenden Seitentrieben 
entstehen. — Die betreff'ende Wanze ist Lygzts Spinolae Mey. ; Reib er und 
Puton, Cat. p. 31. 

Pantilius tunicatus Fabr. nicht nur auf Corylus, sondern auch auf Alnus glutinosa ; 
Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V. p. 167. Ent. Tidskr. I. p. 206. 

Halticus hicolor M. et R. auf Quercus viridis u. Kermes in Süd-Frankreich ; Puton , 
Bull. Soc. ent. Fr. 1880. p. VI. 

Dicyphus stac/ii/dis Heut, auf Epilobium in England; E. Saunders, Ent. M. 
Mag. Vol. 17. p. 166; auf Digitalis purp Urea in Frankreich [unrichtig bestimmt !] ; 
Puton, Bull. Soc. ent. Fr. ISSO. p. VI. 

Macrocolms Siffnoreii Reut, auf Genista, Chicote, Adic. p. 195. 

Familie Acanthiidae. 

IViegnin, P., Les Parasites et les maladies parasitaires. Paris, 18S0. (Chapitre H. p. 52 — 56). 
Das zweite Capitel behandelt Ci?nex lectularius Linn. (schlecht abgebildet p. 24. 

Fig. 20). Der Verf. glaubt [ganz unrichtig], daß auch C. columba?-ius Jen. und 

hirtindinis Jen. mit C. lectularius L. identisch sind. 
Neu für Finnland: Anthocoris pratensis Hahn u. Myrmedohia coleoptrata Fall., Reu- 
ter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn, V. p. 183 u. 184. 
Neu für Norwegen : Myrmedohia tenelki Zett. ; J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. 

Ins. I. p. 7. 
Neu für Belgien: Triphleps majusculus Reut.; Lethierry, Ann. Soc. ent. Belg. 

1880. p. CLXI. 
Neu für die Schweiz : Microphysa elegantuh Bär.; KiUias, Jahresber. Nat. Ges. 

Graub. XXII. p. 85. 
Temnostethus stigmatellus Zett. kommt auf Pinus sylvestris vor; Reuter, Medd. S. 

Fenn. p. 183. 



j^44 F. Arthropoda. 

Myrmedobia coleoptrata Fall, und Microphysa elegantula Bär. mit Lasius fuliginosus 
gefunden ; die erstere nach dem aucli mit Lasius fuliginosus lebenden Käferchen 
Alexia pilifera mimetisch ; ebenda, p. 184. 

Familie Saldidae. 

Die Saldiden Frankreichs, 23 Arten, werden von Puton beschrieben, Syn. III, 
p. 193—207. 

Die ;S'a/f7a-Arten Finnlands von d. Gruppe der xS". saliatoriah., synoptische Übersicht 
von Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, p. 185—187. 

Sahlberg, J. R., Sur des especes arctiques du genre hemiptere Salcla, et sur leur extension. 
in: Ent. Tidskr. I. p. 167—168. 

Der Verf. hebt als bemerk enswerth hervor, daß gerade die Gattung Scdda recht 
viele und sehr schöne rein arctische Arten aufzuzeigen hat, während überhaupt 
die Insecten mit unvollständiger Verwandlung in dem hohen Norden sehr wenig 
vertreten sind. Er zählt als arctisch drei scandinavische Arten, S. bifasciata 
Thoms., horealis Stäl und «^/cofo J. Sahlb. auf, die alle im arctischen Rußland von 
den vicariirenden Arten S. serior J. Sahlb., S. latifrons J. Sahlb. und S. Trybomi 
J. Sahlb. repräsentirt werden. Auch noch zwei Arten , S. rimilaria J. Sahlb. und 
S. arctica J. Sahlb. sind in der Tundraregion Rußlands entdeckt. 

Westhoff, F., Eine neue Saldide. in: Acht. Jahresber. zool. Sect. Westph. Prov. Ver. p.65 — 66. 
S. hictuosa aus Westphalen wird als neue Art angesprochen. 

Salda alpicola n. sp., Batfjelles in Norwegen, J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. Ins. 
I. p. 8. 

Salda saltatoria Linn. varr. conjuncta, vittata und irregidaris nn. varr. [!] aus West- 
phalen, Westhoff, a. a. 0. p. 62. 

Salda opacula Zett. varr. setidosa und nüidula, nn. varr., Süd -Frankreich, Puton, 
Syn. p. 19f. 

S. lateralis Fall. var. concolor n. var., Frankreich Puton, a. a. 0., p. 203. 

Synonymen: 

Salda latifrons J. Sahlb. = Var. von S. borealis Stal ; J. Sahlberg, Bidr. Nord. 
Norg. Ins. I. p. 7. 

aS". conspicua Dougl. et Sc. = riparia Fall., Puton, Syn. lU. p. 195. 

S. marginella Fieh. ist [mit Unrecht] von Puton als Syn. von S. opacula Zett. gege- 
ben, a. a. 0. p. 197 ; ist = saltatoria (J^ ; Reuter, Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 14. 

S. c-album Fieb., welche nach britischen Autoren synonym mit stellata Curt. sein soll, 
wird von Puton fortwährend c-album genannt, weil Curtis' Beschreibung nicht 
genügend und weil P. eine Zeichnung von Fieber besitzt mit der Angabe Fieber's 
»stellata Curt. orig.«, welche Zeichnung aber nur eine Var. von saltatoria 'L. 
darstellt; a. a. 0. p. 198. — S. c-album = stellata Curt. sec. spec. typ. ; Dou- 
glas, Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 14. 

S. vestita Dougl. et Sc. und S. fucicola J. Sahlb. als Varietäten von S. saltatoria L. 
angegeben; Puton, a. a. 0. p. 199. S. vestita ist = forma macropt. von S. 
stellata Curt. ; Reuter, Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 14. 

S. pilosella Thoms. eine behaarte Varietät von S. pallipes F. ; Puton, a. a. 0. p. 
203, Bull. Soc. ent. Fr. 1879. p. CLII ; S. pilosella Thoms. als gute Art, Reuter, 
Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 15. 

S. ocellata Costa = S. arenicola Scholz; Puton, a. a. 0. p. 204. 

S. CooksiGxui. eine nördlichere hispide Var. von S. geminata Costa; Puton, Bull. 
Soc. ent. Fr. 1879. p. CLII. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Nabidae. 1 45 

S. geminata Costa und venustula Scott = Varietäten von S. Coohsi Gmi. ; Puton, 

Syn. m. p. 204. 
^S", Flori Dohrn = Varietät von S. elegantula Fall., ebenda, p. 205. 
S. elegantula Fall, vielleicht nur die brachyptere, hispide Form von S. cincta H.-Sch. ; 

Puton, Bull. Soc. ent. Fr. 1879. p. CLII u. CLIII ; S. elegantula Fall, gut ver- 

scbieden von aS*. cincta H. Seh., kommt auch macropter vor; Reuter, Ent. M. 

Mag. Vol. 17. p. 15. 

Geographisches: 

Salda alpicola J. Sahlb. im russischen Lappland gefunden; Ent. Tidskr. I. p. 200. 
Neu für Norwegen : Salda boreaUs Stal, S. i)ahistris Dougl. et Sc. , lateralis Fall. ; 

J. Sahlb er g, Bidr. Nord. Norg. Ins. I. p. 7, 8. 
Neu für die Schweiz : Salda c-album Fieb. , S. nigricornis Reut, und Leptopvs boops 

Fourcr. ; Killias, Jahresb. Nat. Ges. Graub. XXII. p. 84 — 85. 
Neu für Spanien : Salda xant/wc/iila Fieb . ; Chicote , Adic. p. 196. 

Familie Nabidae. 

Reuter, O. M. , Anteckningar om Coriscus Umhatus Dahlb. , in: Öfv. Finska Vet. Soc. 
Förh. XXII. p. 25—32. 

Der Verf. hat diese seltene Art in Süd-Finnland gefunden und gibt auch Schwe- 
den, Dänemark, Preußen, Nord-Frankreich und England als Vaterland derselben 
an. Der kleine Aufsatz gibt übrigens eine Lebensgeschichte dieser Art , welche 
auf Phragmites communis an Meeres-Ufern vorkommt und davon kleineren Insecten 
lebt. Sehr kleine Larven wurden im Anfang Juni gefunden und im Anfang Au- 
gust zu Imagines gezogen. Im September sind schon die meisten Männchen ver- 
schwunden , die Weibchen ganz voll Eier. — Während ihres Larvenstadium 
besitzen die Comeeß-Arten am untern Rande der Vorderschenkel einige Dornen, 
analog mit denen , die die Imagines der verwandten Gattung Arbela Stäl charac- 
terisiren. Die Larven der C. limbatus Dahlb. und Uneatus Dahlb. haben die Spitze 
der Schenkel braun, ganz wie die Imagines der C. boops Seh. und major Costa. 
Der Verf. weist mit Beziehung auf diese Umstände auf die Theorie einer gemein- 
samen Abstammung hin. — Die Beobachtungen des Verf. haben übrigens dar- 
gelegt, daß C. Uneatus ein sehr kurzsichtiges Thierchen sein muß , daß es längere 
Zeit Hunger und Durst leiden kann, daß es die kleinen Thiere, von denen es sich 
nährt, nicht verfolgt, sondern dieselben , mit vorgestreckten Fühlern und zusam- 
mengeschlossenen Vorderbeinen (Raub-Beinen) ruhig erwartet , und endlich daß 
die Antennen als sehr empfindliche Fühlorgane fungiren. 

Die Nabiden Frankreichs als eine Tribus unter d. Reduviiden von Puton in Syn. 
III. p. 180 — 191 beschrieben; 16 Arten, 1 neu. 

Die Coriscus- Axi&a. Finnlands aus d. Gruppe des C. ferus L. von Reuter sy- 
noptisch beschrieben; Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V. p. 189 — 190. 

Nabis Reuteriamis n . sp . , Süd-Frankreich , Puton, Bull . Soc . ent . Fr . 1 8 8 . p . XLIII . 
Syn. III. p. 190. 

Alloeorhynchus jmrvulus , Celebes, Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. Vol. 15. p. 548. 

Nabis brevipennis Hahn, forma macr., v. Horvath, Hem. Közl. p. 4. 

Corisctis limbatus Dahlb., eine sonderbare forma hemimacroptera aus Finnland ; Reu- 
ter, a. a. 0. p. 188. 

Prostemma sanguineum M. et R. pars = P. bicolor Ramb., Puton, Syn. III. p. 181. 

Siälia boops Sch. = Nabis pilosuliis Fieb. = iV. major Costa; Puton, a. a. 0. p. 
185; Stcllia boops ^c\i. von diesen gut verschieden, Reuter, Ent. M. Mag. 
Vol. 16. p. 175. 

Zool. Jahresbericht. 1880. II. 10 



146 ^- Arthropoda. 

Nabis Poveri ^SiWid. = lineaius DaMh . , Puton, a. a. 0., p. 186; Reuter, Öfv. 

Finska Vet. Soc. Förh. XXII. a. a. 0. 
Coriscus vicariits Reut. = (^ von C. projnnquus Reut. (Q), ebenda, p. 27. 
Coriscus roseipennis Reut., nur eine blasse Var. \on punctipes Reut., ebenda. 
Neu für Finnland : Coriscus Uneatus Dahlb. ; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V. 

p. 187. 
Coriscmferusli. in Ost-Indien, Distant, See. Yark. Miss. p. 11. 
Corisms limbatus Dahlb . (^ mit C. ßavomarginatus Scholz § i^ copula (in Finnland , 

gefunden. Reuter, Medd. S. Fenn. p. 188. 

Familie Reduviidae. 

Die Reduviiden Frankreichs sind von Puton in Syn. III. p. 161 — 192 be- 
schrieben. Der Verf. theilt diese Familie in dreiTriben, Emesini, Reduvini [rec- 
tius Reduviinil und Nabini und weicht in dieser Hinsicht von Stäl ab. Die Cha- 
ractere der Triben sind : 

1. (2.) Coxae anticae longissimae , cylindricae, capitis apicem superantes, in 
margine antico prosterni insertae. Tarsi antici bi-vel uniarticulati. Ocelli 
nulli. Antennae longissimae, filiformes, geniculatae. Pedes intermedii et 
postici longissimi, gracillimi, antici raptatorii , tibiis femoribus brevioribus. 
Corpus angustum, saepe filiforme. — Emesini. 

2. (1.) Coxae anticae normales, magis minusve conicae, breves, capitis apicem 
haud superantes, a margine antico prosterni longe remotae. Tarsi omnes 
triarticulati. Ocelli adsunt. 

3. (4.) Rostrum triarticulatum. Ocelli in elevatione transversali verticis positi. 
Membrana basi areis duabus magnis, venis solum 2 vel 3 membranae apicem 
attingentibus . — Bednimii . 

4. (3.) Rostrum quadri-articulatum ; art. 1. brevissimo. Ocelli in elevatione 
transversali haud positi. Membrana basi areis 3 vel 4 venas plurimas paral- 
lelas marginem attingentibus radiantibus. Coxae contiguae. — Nabini. 

[Diese Eintheilung findet jedenfalls nur in der Europäischen Fauna ihre An- 
wendung.] 

Neue Arten und Varietäten. 

Harpactor lividigaster var. atripes, Algier, Puton, Syn. III. p. 180. 

Tiarodes Meldolae, Andaman-Inseln, Distant, Trans. Ent. Soc. 1880. p. 152. 

Sminthus marginellus Dist. Journ. As. Soc. Beng. 43, p. 38, Taf. II. Fig. 1 (1879) 

[im zool. Jahresber. f. 1879 übersehen]. 
Durganda nigripes, Neu Guinea, Signoret, Ann. Mus. Civ. Gen. Vol. 15, p. 543. 
Velitra marginata, Neu Guinea, ebenda, p. 544. 
Heduvim variegatus , Griechenland, Reuter, Öfv. Finska Vet. Soc. Förh. XXII. 

p. 12. 
Coranus aegyptius H.-Sch. , Muls. nec Fabr. = C. a7igtilattis 8ta\, Puton, Syn. III. 

p. 477. 
Coranus niger Fieb. [früher von Puton zum C. Fieberi umgetauft] ist nur eine Var. 

von C. niger Ramb. ; ebenda, p. 178. 
Harpactor Perrisii M. et R. = H. sanguinetis var. perrisianiis Put. (der Name Per- 

risii ist schon von Signoret einem ^«r/iacfo?- von Gaben vergeben) ; ebenda, p. 180. 
Holotrichius hictiiosus Muls. et May. von H. Cyrilli Costa specifisch verschieden ; 

ebenda, p. 175. 
Ploiaria jnlosa Fieb. = eine mehr behaarte Varietät von P. vagabunda L., mit wel- 
cher sie auch lebt; ebenda, p. 164 : Bull. Soc. ent. Fr. 1880. p. VII. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Hydrometridae. 147 

Geographie, Biologie: 

Emesa mantiformis Muls. wahrscheinlich exotisch; ebenda, p. 163. 

Neu für Elsaß und Lothringen : Ploiaria püosaFieh. , Reib er und Puton, Cat. 

p. 38. 
Neu für Spanien : Harpactor sangnineus Fabr. und Pasira basiptera Stäl , C h i c o t e , 

Adic. p. 196, 197. 
Reduvius (Rhinocoris) iracundus 8coiß . in Ostindien, Distant, See. Yark. Miss.p. 11. 
Prionotus crtstatus L. (= Reduvnis novenarius Say) nützlich als die Larven von 

AletiaargillaceaHbn. (»theCottonworm«) in Nord- America aussaugend. Sehr jung 

saugt er auch Aphiden aus; Comstock, Rep. on Cottonworm. p. 168. Fig. 15. 
Sinea multispinosa De Geer (= Red. raptatorius Say) saugt Aphiden (Schizoneura 

americana, Aphis mali, A. gossypii) und Larven von Doryphora und Aletia in 

Nord-America aus; ebenda, p. 170. Fig. 16. 

Familie Hydrometridae. 
Subfam. Mesovelina. 

Mesovelia Mulsanti u. sp., Amazon, Buchanan-White, Trans. Ent. Soc. 1879. 
P. 4. p. 268. 

Subfam. Aepophilina. 

Signoret, V., Genre Aepophilus; in Tiidschr. voor Entom. XIII. p. 1 — 3. Taf. I. Fig. 
1—9. 

Der Verf. beschreibt seine schon im Jahre 1879 in Bull. Soc. ent. Fr. beschrie- 
bene Aepoph. Bonnairii. Die Figuren geben instructive Details. 

Subfam. Hydrometrina. 

Hydrometra mensor u. sp., Amazon, Buchanan-White, a. a. 0. p. 267. 

Subfam. Velina. 

Velia virgata n. sp., Nord-Brasilien, Buchanan-White, Journ. Linn.Soc. Zool. 

Vol. 14. p. 486 (im Zool. Jahresber. f. 1879 übersehen). 
Neu für Spanien: MicroveUa Schneiden Seh. ; Chicote, Adic. p. 197. 

Sub. Gerridina. 

Die öerm- Arten Finnlands (subg. Limotrechus Stäl), mit Hinsicht der Structur der 
Tibien und Tarsen synoptisch bearbeitet von Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. 
V, p. 191—492. 

Gerris thoracica Schumm. ysly . fuscinotum n. var., Reuter, ebenda p. 191. 

Neu für Norwegen : Hydrometra aspera Yieh . \ J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. 
Ins. I. p. 11. 

Neu für Spanien: Hydrometra cinerea Put. ; Chicote, Adic. p. 197. 

Familie Naucoridae. 

-Naucoris angustior Leth. scheint nur eine Var. von N. conspersus Stäl zu sein; Pu- 
ton, Syn. III. p. 212. 

Familie Belostomidae. 

Zaiiha zelotypus n. si^., Amazon, Buchanan-White, Trans. Ent. Soc. 1879. P.4. 
p. 270. 

10* 



148 ^- Arthropoda. 

Familie Nepidae. 
Ranatra rabida n. sp., Amazon, Buclian an- White, ebenda, p. 270. 

Familie Notonectidae. 

Martarega n. g. , Buchanan-White, ebenda, p. 272, generi Anisops sat similis; 
capite pronoti marg. antico latiore, fronte lineari convexiusciüa, oculis masimis, 
ant.art. 1. brevissimo, 2. crasso, longo, cylindrico, S.cylindrico 2. longiore, sed 
multo graciliore, seriebns duabus pilis longis instr., pilis seriei poster. capitatis, 
4. dimidio 3*" aeque longo; graciliore, cylindrico; rostro art. 3. 1. et 2. conjunc- 
tim aeque longo; alis nuUis; tars. ant. mono-(^(^)vel dimeris (Q), interm. mono- 
meris, post. dimeris; fem., tib. tars, inter se longitudine subaequalibus. Typus: 
M. membranacea n. sp., Amazon, ebenda, p. 27 2. 

Anisops amnigemcs n. sp., Amazon, ebenda, p. 271. 

Ploa Letourfieuxi ji.STß., Aegypten; Signoret, Bull. Soc. ent. Fr. 1880. p. XXXIV. 

Notonecta lutea Müll., Schweiz; Killias, Jahrb. Nat. Ges. Graub. XXII. p. 88. 

Notonecta glauca L., Ostindien; Distant, See. Yark. Miss. p. 13. 

Familie Corisidae. 

Neue Gattungen, Arten und Varietäten. 

Heterocorisau.^., Buchanan-White, a. a. O.p.272, oculis magnis triangularibus 
marginem posticum capitis haud attingentibus, angulo infer. longe producto, sub- 
acuto, exter. marginem post. capitis subattingente ; pron. brevi vertici subaeque- 
longo; membr. hemelytri sinistri membrauaceo sutura distinctissima. Typus: H. 
hesperia n. sp., Amazon, ebenda, p. 273. 

Sigara selecta, p. 273, signata, socialis, p. 274, socio lis va,!'. sobrhm, seducta, simnlans, 
p. 275, Anmzon, ebenda. 

Corisa longipalis, West-Sibirien, J. Sahlberg, Kgl. Vet. Ak. Handl. XVI, Nr. 4, 
p. 38 (im Zool. Jahresber. f. 1879 übersehen). 

Corisa praeustaY'iob. var. producta, Süd-Finnland, Reuter, Medd.Soc. F.Fl. Fenn, 
p. 193; C. semistriata Fieb. var. bistriata, Westfalen, Westhoff, Achter Jahres- 
ber. zool. Sect. Wesph. p. 57. 

Synonymen. 

Corisa Panzeri Fieb. = Var. von atomaria 111., p. 222; C. Stäli Dow^l. et Sc. = sa- 
lina Put. = lacvis Thoms. = 'f coxalis Fieb. = higubris Fieb., p. 222 u. 223; C. 
melanosoma Fieb. = apicalis Fieb. = scripta Ramb. cf 2' P- 224; C. Douglasi 
(Fieb.) Dougl. = verH/eosa Wallengr. = ? distincta Fieb., p. 228 ; C. micans, du- 
bia, perpkxa, decora, Whitei und borealis von Dougl. et Sc. alle nur Varietäten 
von C. Fabricii, p. 232, C. Wollastoni Dougl. et Sc. wahrscheinlich nur eine 
dunkle Var. von praeusta Fieb., p. 233, C. intricata Dougl. et Sc. = variegata 
Wallengr. = Germari Fieb., p. 234 ; Puton, Syn. III. ; C. nigrolineata Fieb. == 
lineolata H. Seh., p. 57, C. Linnei Fieb. = regularis H. Sch., p. 58; West- 
hoff, a. a. 0. 

Cymatia fasciolata M. et R. = forma macropt. von C. coleoptrata Fabr. ; Puton, 
* a. a. 0. p. 237. 

Sigara Pouen Dougl. et Sc. = Var. von S. minutissima L., ebenda, p. 236. 

Corisa limitata Fieb. und cognata D. et Sc. in der Schweiz gefunden; Killias, Jah- 
resber. Nat. Ges. Graub. XXII. p. 89. 

Corisa hieroglyphica Duf. und G eoßrogi hesich. in Ost-Indien ; Distant, See. Yark. 
Miss. p. 13. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Cicadidae. Fulgoridae. 149 

Familie Cicadidae. 

Bessey, C. E., On the distribution of the seventeen Year Cicada of the Brood of 1878. in : 
Amer. Natur. Vol. 14. p. 27—30. 

Der Verf. berichtet über die Verbreitimg dieser Art in Nord- America im J. 1878 
und veranscbaulicht dieselbe durch eine graphische Darstellung. Weitere Notizen 
finden sich noch in einem Aufsatz »The Periodical Cicada«, ebenda, p. 172 — 173. 
KUnckel d'HerculaiS, J., Disposition particuliere des Pattes chez lesNymphes des Cicada. in: 
Ann. Soc. ent. Fr. 1879. p. 358—360. Taf. X. Fig. 7—8 (erschienen 1880). 
Der Verf. hat entdeckt, daß die vorderen Tibien an ihrer inneren Fläche eine 
Rinne tragen, in welcher die unbeweglichen und für das unterirdische Leben der 
Nymphen ganz unnützen Tarsen eingebogen liegen, und in dieser Weise gegen 
alle Verletzungen gehütet werden, um endlich bei den in den Bäumen lebenden 
Imagines voll entwickelt und zum Nutzen für das Leben werden zu können. 
Robinson, F. C, Seventeen-year Cicada in Pennsylvania, in: Amer. Ent. I. p. 178. 
Die Cicadinen Tirols, 6 Arten, von Mayr verzeichnet, Hem. Tir. p. 7. 
Cicadella annulata Brülle aus Ungarn, von Horvath, Hem. Közl. p. 9. 
Cicada septemdecim in Colorado. Amer. Ent. L p. 77 ; in Pennsylvanien, ebenda, 
p. 178. 

Familie Fulgoridae. 

Fieber beschreibt in Les Cicadines d'Europe, Quatrieme partie, die europäischen 
Arten folgender Gattungen: Lihimia Stäl mit 57 Arten (p. 1 — 62), Jassidaeus 
Fieb. mit 1 (p. 79), 3feiropis Fieb. mit 3 (p. 79 — 82), Dicranolropis Fleh, mit 
4 (p. 82—89) und Stiroma Fieb. mit 5 Arten (p. 90—96). p. 62—78 ist eine 
dichotomische Übersicht der Weibchen von 38 Libumia- Arten. 

Neue Arten, Formen und Varietäten. 

Im Zool. Jahresber. f. 1879 übersehen: 
Dictyophora sulcirostris und sororcula, Buenos- Ayres, Berg , Hem. Arg. p. 218. 
OUarus dimidiatus, Argent. Republ., ebenda, p. 220. 
Delphax maculipes, Buenos Ayres, ebenda, p. 223. 
Araeoims Lethiei-ryi, Fr^jus in Süd-Frankreich, Mulsant und Rey, Ann. Soc. 

Linn. Lyon XXV. p. 419. 
Im Jahre 1880 publicirt: 
Fulgßra andamanensis , Andaman-Inseln , Distant, Trans. Ent. Soc. 1880. P. 3. 

p. 152. Taf. V. Fig. 7, 7a. 
Flata ( Colobesthes) Pryeri, Nord-Borneo, ebenda, p. 153. 
Dictyophora striata, p. 129, avocetta, p. 131, scolopax, p. 133, Turkestan, Oscha- 

nin, Maxep. $ayH. IIoji. TnpK. 
Orgerius megacephalus , p. 139, longiceps ^ p. 141, Korolkovi, p. 143, dimorphus, 

p. 144, medixis, p. 146, Stäli, p. 148, S kabele vi, p. 150, Retiteri, p 152, Chomu- 

tovi, p. 154, similis, p. 158, Turkestan, ebenda. 
Megamelus brevifrons, Süd-Finnland, ebenda, p. 235. 
Cixius stigmaticus Germ. var. albipennis, Finnland, ebenda, p. 194. 
Liburnia latifrons, Deutschland, p. 9, alblfrons, Süd-Deutschland, p. 2\ , ßiscifrons , 

Frankreich, p. 28, melanocephala, Süd-Deutschland, Baiern, p. 37; Fieber, 

a. a. 0. 
Liburnia pargasensis, p. 197, und ^//or«^(s, p. 198 (früher für Finnland unrichtig als 

paryphasma Flor angegeben), beide aus Süd-Finnland, Reuter, Medd. F. Fl. 

Fenn., V. 



;[50 F- Arthropoda. 

Liburnia pellucida VBX . ubscnra, p. 3, siriatella yslY. lateralis, p. 8. Fieber, a. a. 0. 
lÄburnia pellucida Fabr. forma intermedia varr. h — ä, ebenda, p. 197. L. lugubrina 

Boh., forma macroptera von (^ und varr. a — c von f. brachyptera q^, ebenda, 

p. 201. L. exiffnaWQihQhQn, ebenda, p. 202. 

Synonymen. 

Belphax hivittata Boh. ist die Larve wonSlenocarenus guttula Germ., nicht von Mega- 

melus notula Germ., wie Sahlberg in Öfv. Finnl. Cicad. p. 413 angenommen hat. 

Reuter, a. a. 0. p. 196. Diese Art [bivittata Boh.] wird von Fieber a. a. 0. 

p. 89 [unrichtig] als eine Achorotile beschrieben und fraglich als die Nymphe von 

A. albosignata Dahlb. angesehen. 
Liburnia distinguenda J. Sahlb. nec Kirschb. = albostriata Fieb., ebenda, p. 197. 

Geographisches. 
Neu für Finnland: Liburnia Fairmairei Ferr . , Reuter, a. a. 0. p. 200. 
Neu für Schweden: Kelisia vittipennis Sahlb. und Liburnia Fairmairei Perv . , Reu- 
ter, Ent. Tidskr. I. p. 208 u. 217. 
Neu für Norwegen: Liburnia alpina Sahlb., Ditropis bicarinata H.-Sch. und D. bore- 

alis Sahlb. ; J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. Ins. I. p. 13. 
Neu für Elsaß und Lothringen: Delphax albostriata Fieb., Dicranotropis divergens 

Kirschb., Tettigometra lepida Fieb., impressifrons M. etR. und macrocephalaY\<^., 

Reiber und Puton, Cat. p. 7 — 9. 
Die Fulgoriden Tirols, 30 Arten, von Mayr verzeichnet, unter denen Mycterodus 

orthocephalus Fieb. noch unbeschrieben. Metropis maura Fieb. in Tirol gefunden. 

Rh, Tir. p. 8—11. 
Neu für Spanien : Helicoptera G^ene« Spin., Cixius ^eyrfewj Kirschb., Hyalestes luteipes 

Fieb., Oliahis limbatus Fieb., Eurysa lin&ata Perr. ; Chicote, Adic. p. 199 

und 200. 

Biologisches : 

Blanchard, E., Sur une Cicadelle [Hysteroptenim apterum) qui attaque les vignes dans le 
departement de la Gironde, in Comptes rend. Ac. Sc. Paris., T. 90, No. 19, 
p. 1103— 1104. 

Diese Art, die bisher aus Italien und Algier angegeben ist, ist, sich sehr reich- 
lich fortpflanzend, in einzelnen Weinbergen der Gironde gefunden worden. 

Familie Cercopidae. 

Pkilaenus aterritnus Sahlb. als nur Varietät von Pk. exclamationis Thunb. eingezogen. 
Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, p. 203. 

Ptyelus Goudoti Benn. aus Madagascar sehr variirend. Ein Exemplar mit unsym- 
metrischen Zeichnungen in beiden Elytren, zwei verschiedene Varietäten in einem 
Individuum darstellend, abgebildet; Distant, Trans. Ent. Soc. P. 3. p.XI. 

Aus Elsaß und Lothringen: Ptyelus albipennis Fabr., Reib er und Puton, Cat. 
p. 10. 

Neu für Belgien: Triecphora mactata Germ., Ann. Soc. Ent. Belg. 1880, p. CLXI. 
Aus Ungarn: Triecphora arcuata Fieb., v. Horvath, Hern. Közl., p. 9. 
Die Cercopiden Tirols, 13 Arten, von Mayr verzeichnet, Rh. Tir. p. 11 — 13. Sehr 
große Exemplare von Aphalara Salicis Deg. (13mm lang) erwähnt, ebenda 
■ P- 12. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Membracidae. Jassidae. 151 

Familie Membracidae. 

Pyranthe frustatoria n. sp., Tucnman, Berg, Hern. Arg. p. 296 (im Zool. Jahresber. 

für 1879 übersehen). 
Die Membraciden Tirols, 2 Arten, von Mayr verzeichnet, Rh. Tir. p. 6. 

Familie Jassidae. 

Signoret, V., Essai sur les Jassides Stäl, Fieb. et plus particulierement sur les Acocepha- 
lides Puton. III. et IV. ; in Ann. Soc. ent. France 1880, p.41— 70, Taf.Iu. II 
sammt p. 189— 212, Taf.VI u. VII. 

Der Verfasser beschreibt einen Parabolocratus , einen Hecalus , zwei Dorydium 
(diese als Nachträge zum zweiten Theile), ferner Reuteria n. g. mit einer, Pseg- 
TO«^»s mit zwei , Ectomopsn. g. mit einer, CAelusn n. g. mit einer, Thomsoniella 
n. g. mit einer, Citorus mit einer, Selenocephalus mit acht dem Verfasser bekannten 
und sechs unbekannten Arten, Distantia n. g. mit einer, Fieberiella n. g. mit einer, 
Phlepsms mit acht, Siva mit zwei, Tylissus mit einer, Stegelytra mit drei, Dardania 
mit einer , Coelidioides mit einer , Dabressus mit drei und Sarpestus mit einer Art. 
Alle dem Verfasser bekannte Arten sind sauber abgebildet. 
Die Jassiden Tirols von Mayr verzeichnet, 103 Arten, unter denen <Se/woce;V^a^^^s 
Flori Stäl, Gnathodus frontalis Fieb. und Cicadula frontalis Fieb.; Rh. Tir. 
p.l4— 25. 

Subfam. Paropina: 

Neu für Finnland : Megophthalmus scanicus Fall. ; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn, 
V, p.203. 

Subfam. Bythoscopina: 

Bythoscopus alni Boh. Sahlb. nee Schrank = reticulatus Curt. , nach Signoret in 

litt., Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V, p.203. 
Pediojjsisfuscinervis Boh. von nassattis Germ, specifisch verschieden ; ebenda p.20D. 
Neu für Finnland : Pediopsis ßiscinervis Boh. und scutellatus Boh. (auf Tilia) ; ebenda. 
Neu für Norwegen : Pediopsis alni ^chrsmck, Thoms.; J. Sahlberg, Bidr. Nord. 

Norg. Ins. I, p. 12. 
Aus Elsaß und Lothringen : Idiocerus Heydenii Kirschb . , signatus Fieb . , fasciatus 

Fieb., Bythoscopus carpini Boh., fuscula Fieb., Agallia simiata M. et R. ; Reib er 

und Puton, Catal. p. 11 — 13. 
Neu für Spanien: Idiocerus socialis Fieb., Pediopsis bijmnctata Leth. (auf Genista) ; 

Chicote, Adic. p.201. 

Riley, C. V., A new Leaf-Hopper injurious to small grain; in Amer. Ent., I, p. 78. 
Diedrocephala ßaviceps n. sp. aus Texas, schädlich für Weizen. 

Subfam, Tettigonina: 

Tettigonia viridis Linn. schwärmt zeitweilig in ungeheuren Massen in der Stadt Bozen, 
Tirol, und ist bisweilen in solcher Massenhaftigkeit aufgetreten, daß man im Zim- 
mer belästigt wird und alle Gassen und das Innere der Häuser in der Umgebung 
der Lampen von Cadavern bedeckt sind , so daß man sogar in den Straßen unter 
den Gaslampen die Schaufel benützen muß, um die Massen der Leichen wegzuschaf- 
fen; Mayr, Rh. Tir. p. 16, 



152 ^- Arthropoda. 

Subfam. Acocephalina. 

Neue Gattungen und Arten: 

Reuteria [der Name ist schon früher unter den Heteropteren vergeben] ; S i g n o r e t , 
Ann. Sog. ent. France, a. a. 0. p.45. Glossocrato affinis, clypeo spatuliformi, 
clavo nervis transversis, pronoto postice quam antice latiore. Typus : R. flaves- 
cetis n. sp., Tasmanien, ebenda p. 46, Taf. I, Fig. 40. 

Ectcmiops, ebenda p. 49: Psegmato et Chehisae affinis, sulco verticali carina media 
destituto, ocello oculis valde appropinquato et in ejus apice subemarginato subin- 
serto. Typus: E. chineiisis n. sp., China, ebenda p. 50, Taf. I, Fig. 42. 

Chelusa [= Hecalus Stäl pro parte), ebenda p. 51: capite infra oculos in angulum 
rotundatum prolongato, lateribus deplanato, inferne concavo, latitudini interoculari 
aeque longo vel hac nonnihil longiore , cum oculis margine antico pronoti nonnihil 
angustiore ; margine prominente verticis sulco tenuissimo ; ocellis oculis valde ap- 
propinquatis , in sulco positis ; hemielytris areolis discoidalibus quinque , tribus 
anteapicalibus, quinque apicalibus. Hecalo affinis; Typus: Acocephalus madagas- 
cariensis Sign., a. a. 0. p.51, Taf. I, Fig. 43. 

Tlwmsoniella, ebenda, p.52: Hecalo affinis, sed hemielytris areolis sex discoidalibus 
distincta, Typus: Hecalus Kirschbaumn Sta\, ebenda, p.52, Taf . II, Fig. 44. 

Distantia, ebenda, p. 65: A Sehnocephah margine capitis sulcis plurimis instructo et 
venis transversis marginalibus hemielytrorum obliquis retrorsum et introrsum ver- 
gentibus distincta. Typus: D. frontalis n. sp., Port-Natal, ebenda, p.66, Taf . II, 
Fig. 53. 

Fieberiella: Sehnocephah valde affinis, diff'ert capite sulco marginali destituto. Ty- 
pus : Selenocejjhalus Flori ^ikl, ebenda, p. 67, Taf. 11, Fig. 54. 

Coeliclioides , ebenda, p.205: Tar^fesso Stäl similis, sed limbo hemielytrorum angusto 
alisque limbo in discum clavi prolongato nullo distinctum ; a Tylisso cellulis he- 
mielytrorum discoidalibus quatuor et a Coelidia capite ocellis in margine verticis 
oculis valde äppropinquatis instructo divergens; Typus: C. carinatum n. sp., Ma- 
dagascar, ebenda, p,206, Taf. VII, Fig. 70. 

Acocephalus pelas (Fieb.), Metz, Lethierry in Reib, und Put., Catal. Hern. d'Als. 
et Lorr., p. 14. 

Dorydium? foveolatum. Australien, Signoret, a. a. 0. p.44, Taf . I, Fig. 39. 

Psegmaius Lethierrgi [Fieh .) , Georgien, ebenda, p.47,Taf. I, Fig. 41. 

Selenocephahis lusitanicus [F'ieh .] , Spanien, ebenda, p. 58, Taf. II, Fig. 47, S. steno- 
pterus, Kärnthen, Dalmatien, Griechenland, p.59, Taf. U, Fig. 48. 

Phlepsius Lacerdae, Bahia, ebenda, p. 69, Taf . II, Fig. 55, binotatus Y\Q\i . , Sarepta, 
Fersien, p. 189, Taf . VI, Fig. 5^, obsoletus [Y\Qh .] , p. 194, Taf. VI, Fig. 60, re- 
t{culatiis[Y\Qh.), südl. Rußland, p. 196, Taf. VI, Fig. 62. 

Stegelytra Bolivari, Spanien, ebenda, p. 203, Taf. VII, Fig. 67. 

Dabressus nervoso-punctahis, Nord-Indien, ebenda, p. 209, Taf. VII, Fig. 72 ; angu- 
latus, ebenda, p.210, Taf. VII, Fig. 73. 

Geographisches : 

Aus Ungarn: Acocephalus elongatus Leth. ; v. Horvath, Hem. Közl. p. 9. 
Neu für Spanien : Acocephalus pelas heth.. , Selenocejyhalus corsicus heth. , Stegelytra 
Bolivari 8ign. , Parabolocratus eximius Kivs,c]lh. ., Chicote, Adic. p. 201. 

Subfam. Jassina : 

Neue Arten : 

Lethierry, L., Description de deux Homopteres nouveaux, in: Bull. Soc. Hist. Nat. Metz, 
XV. 



8. Hexapoda. II. Heiniptera. d) Jassidae. 153 

Zwei neue Arten aus Frankreich. 

Uhler, P. R., Remarks on a new form of Jassid. (Siehe unten bei Cicadula). 

Die Athi/sanus- Arten des südwestliclien Finnlands von Reuter synoptisch bear- 
beitet; Medd. F. FI. Fenn. V. p. 213—228. Vier neue Arten. 

Thamnotettix pictus (Fieb.), Frankreich, Lethierry in Reib, und Put., Cat. p. 16. 

Cicadula Varioni, Frankreich, Lethierry, Bull. Soc. Hist. Nat. Metz, XV. 

C. exitiosa, Nord- America, Maryland, Texas, Florida, Nord-Carolina, Uhler, 
Amer. Ent. I. p. 72—73. 

Allygns ahbreviatus, Frankreich, ebenda. 

Aihi/sanus ocellaris (Fieb.), Metz, Hautes Alpen , Oesterreich, p. 17, erythrostictus 
(Fieb.), Frankreich, p. 18, laevis (Fieb.), Elsaß, Algier, p. 19, j^ellucidus {Fieh .) , 
Frankreich auf Sarrothamnus, p. 20, Lethierry in Reib, und Put., Catal. ; 
Sahlbergi, p, 220, conßnis, p. 222, fraterculus , p. 223, dumino , p. 226, promi- 
nulus, p. 228, alle aus Süd-Finnland, Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn., V. 

Chlorita aurantiaca (Fieb.), Frankreich, Lethierry, a. a. 0. p. 24. 

Zygina Frauenfeldi (Fieb.), Deutschland, Frankreich, ebenda, p. 26. 

Notm Montando7ii, Karpatheu, Puton, Bull. Soc. ent. France, 1880. p. LXXX. 

Athysanus paludosus Boh. var. c und grisescens Zett. var. b, Reuter, a. a. 0. p. 
208; A. Sahlbergi 'Reui., forma macroptera, ebenda, p. 209. 

Deltocephalus strüfrojis Kirschb. var. b. und scriptifrons Sahlb. var. b, ebenda, p. 
228 u. 229; Weibchen von D. oculatus Sahlb., J. Sahlberg, Bidr. Nord. 
Norg. Ins. I, p. 12. 

Synonymen : 

Athysanus aemulans Sahlb. vix Kirschb. = A.confusus Sahlb. nec Kirschb'. = (^Q_ 

von A. Sahlbergi n. sp. Reuter, a. a. 0. p. 209 u. 210 ; A. confusus Kirschb. 

nec Sahlb. = sordidtts Zett., ebenda, p. 210 ; A. stictojiterus Sahlb. nec Flor = 

distinguendus Kirschb., ebenda, p. 211. 
Thamnotettix jilebejus ^di^Ah . (vix Fall.) nec Jasstis id. Flor nec Athysanus id. Kirschb. 

^= Athysanus Sche7ickii'Kix^Q\ih. ebenda, p. 211 — 212. 
Athysanus domino Reut. = Var. von A. sexpimctatus Fall. (^ ; Reuter; Ent. 

fidskr. I, p. 204. 
Deltocephalus Ferrarii Füt. gehört zur Gattung Notus (ErythriaJ, Puton, Bull. Soc. 

ent. France 1880. p. LXXXL 

Geographisches: 

Neu für Finnland: Zygina tiliae Fall., Edw., Reuter, a. a. 0. p. 230. 

Neu für Schweden: Notus aridellus Sahlb. und Zygina rubrovittata Leth., Reuter, 
Ent. Tidskr. I. p. 108 u. 217. 

Neu für Norwegen : ^Mysamw con/wsMS Kirschb . , Sahlb., Deltocephalus ocellaris YdiW. 
und oculatus Sahlb. ; J. Sahlberg, Bidr. Nord. Norg. Ins. I. p. 12. 

Neu für Belgien: Graphovraerus ventralis Fall, und Notus Schmidti Leth.; Le- 
thierry, Ann. Soc. ent. Belg. 1880. p. CLXI. 

Aus Elsaß und Lothringen: Cicadula Varioni Leth., Thamnotettix intermedia Boh., 
Athysamis Heydeni Lieth.., cog?iatus D . et Sc, aemulans Kirschb., sordidus Zett., ob- 
soletus Kirschb., luridus Fieb., Jassus abbreviatus Leth., Platymetopius guttatus Fieb., 
Deltocephalus Bohemani var. calceolatus Boh., langiddus Flor, pascuellus Fall., 
JStipteryx signatipennis Boh., Reiber und Puton, Cat. p. 15 — 26. 

Neu für Frankreich : Deltocep/ialus macuUceps Boh.., Puton, Bull. Soc. ent. France 
1880. p. VII; Herve, Bull. Soc. etud. Scient. Finistere I. p. 36. 

Platymetopius Argostaniim Am. (= guttatus Fieb.) aus Mont St. Blaise in Frankreich, 
A. Bellevoye, Bull. Soc. Hist. Nat. Metz, XV. 



154 F. Arthropoda. 

Neu für Spanien: Thamnotettix parr/phanta Fieb., AllygusmodestusYlQh., Deltocepha- 
lus punctaius Flor [Der Verf. meint pzmctumFlov] ; Chi cot e, Addic. p. 201 u. 
202. 

Aus Ungarn: Athysanus HeydeniJjeth., eryt/irosticius Fieh. und Fhii/meiopms ros tr a- 
2f?<s H.-Sch. ; V, Horvatli, Hern. Közl. p. 9. 

Biologisches: 
Douglas, J. W., Note on EnpUryx stachxjäearum, Hdy. in: Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 89. 
Diese gewöhnlich nur auf Labiaten lebende Art ist von Douglas in England und 
zwar in verschiedenen Entwickelungs - Stadien auch auf Tanacetum vulgare ge- 
funden. 
Lensir, N. C, Leaf-hoppers injuring Wheat-Fields. in: Amer. Ent. I. p. 78. 

Die betreffende , in Myriaden auf den Weizenfeldern in Nord-America auf- 
tretende Art ist Cicadula exitiosa ühler n. sp. (s. oben). 
Athysanus variegatus Kirschb., auf Althaea rosea; Reuter, Medd. F.FI. Fenn., V. 

p. 211. 
Deltocephalus striifrons Kirschb. auf Trifolium, ebenda p. 228. 
Von Zyghm blandula Rossi kommt eine blaßgelbe Varietät (vielleicht specifisch ver- 
schieden) auf Salix rosmarinifolia in Süd-Finnland vor; ebenda p. 230. 

Familie Psyllidae. 

Low, Fr., Mittheilungen über Psylloden. Mit einer Tafel. Wien 1880. in: Verh. K. K. 
zool. bot. Gesellsch. in Wien 1879. p. 549—598. 

Diese für die Kenntnisse der Psylloden sehr wichtige Arbeit zerfällt in zwei 
Abtheilungen'; in der ersten sind sechs neue Arten sehr umständlich beschrieben ; 
die zweite (p. 559 — 598) enthält Beiträge zur genaueren Kenntnis einiger schon 
bekannten Arten und zwar von theils synonymischer, theils biologischer Art. Die 
Larven und^Nymphen vieler Arten werden beschrieben. Folgende schon vorher 
beschriebene Arten sind hier ausführlich behandelt: Psylla limhata M. D. p. 579, 
Trioza unifasciata \Äm , p. 580, aegojiodii l^ö'w , p. 585, senecionis ^Q.O'^ . , p. 588, 
cerasdiü. Low, p. 590, dispar Ij'öyf , p. 593, proxt'ma Flor, p. 595 und Meyer- 
Düri Jjöw, p. 596. — Abbildungen der männlichen Genitalien folgender Arten 
sind gegeben: Rhinocola Targwnii Licht., Taf. VI. Fig. 12 (Fig. 13 Flügel), 
Psylla pyrisuga Fr&t., Fig. 16, costatojmnctata Fx'&i.^ Fig. 17, visci Qwri.^ Fig. 18, 
limbata M. D., Fig. 19 U. 20 (21 Ober-Flügel), Trioza unifasciata Low, Fig. 23, 
aegojmdü höw , Fig. 23, senecionis Scop.j Fig. 24 u. 25, cerastiiH. Low, Fig. 26 
— 28^ dispar Low, Fig. 29, proxima Flor., Fig. 30, und Meyerdüri Low, Fig. 31. 
Die guten Zeichnungen sind von P. Low. 

Low, Fr., Turkestanische Psylloden. Mit einer Tafel, ebenda 1880. p. 251—266. 

Der Verf. beschreibt zehn Arten aus Turkestan, gesammelt von A. Fedtschenko, 
von denen acht neu. Gute Abbildungen (von P. Low) der characteristischen De- 
tails sind gegeben. Die schon vorher bekannten Arten, Psylla glycyrrhyzae Becker 
und Bactericera Perrisii Put. werden ausführlich beschrieben und auch abgebildet 
Taf. VL Fig. 8 a— b und Fig. 9 a— b. 

Scott, J., Description of four new species of Russian Psyllidae. in: Ent. M. Mag. Vol. 
16. p. 250—252. 
Drei Aphalaren, eine Trioza. 

Neue Arten : 
Rhinocola Fedtschenkoi, p. 252, Taf. VI, Fig. 1, turkestanica, p. 253, Taf. VI, Fig. 
2, Turkestan, F. Low, a. a. 0. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Psyllidae. 155 

Aphalara signata, p. 254, Taf. VI, Fig. 3 und macttlosa, p. 256, Fig. 4, Turkestan, 
ebenda; A. lurida, Caucasus, p. 250, zmtcolor und bicolor, Süd-Rußland, p. 251, 
Scott, a. a. 0. 

Diaphorina propinqria , Turkestan, p. 257, Taf. VI, Fig. 5, F. Low, a. a. 0. 
(1880). 

Psylla phaeoptera, Schweiz, auf Hippopliae rhamnoides, p. 549, Taf. XV, Fig. 1 — 2, 
afßjiis, Frankreich, p. 5*51, Fig. 3 u. 4, Arytaena adenocarpi, Süd-Frankreich, 
auf Adenocarpus commutatus (auch die Larve beschrieben) , p. 552, Fig. 5, F. 
Low, a. a. 0. 1879; fasciata, p. 259, Taf. VI, Fig. 6 xm^Reuteri, p. 261, 
Fig. 7, aus Turkestan, ebenda 1880. 

Trioza elaeagni^ Caucasus, auf Elaeagnus augustifolius , Scott, a. a. 0. p. 252; 
Scotti, Wien, p, 554, Taf. XV, Fig. 6, crithmi, Frankreich auf Chrithmus mari- 
timus, p. 556, Fig. 7, rumkis^ Österreich und Schweiz, p. 557, Fig. 8 u. 9. Die 
Larven und die von ihnen verursachte Deformation von Rumex scutatus werden 
näher beschrieben ; F. Low, a.a.O. IS7Q; für caia, Turkestan, p. 265, Taf. VI, 
Fig. 10, ebenda 1880. 

Synonymen: 
F. Low giebt a. a. 0. folgende Synonymen: 

Chermes calltmae Boh. = Rhinocola ericae Curt., p. 561. 

Psylla (Aphalara) lar^jomV Licht. = Rhinocola id. Low, p. 562. 

Aphalara picta Zett. kann nicht, wie Thomson angegeben hat, mit calthae Linn. syno- 
nym sein, ebenda p. 562. A. radiata Scott = nebulosa Zett. ; diese Art aber kann 
gar nicht mit Chermes graminis Linn. identificirt werden; ebenda p. 566 u. 567. 

Diaphora wird in Diaphorina umgetauft ; der Name Diaphora schon unter den Lepi- 
dopteren vergeben; ebenda p. 567. 

Psylla aphalaroides Put. = Diaphorina Puioni; ebenda p. 567. 

Psylla aurantiaca Gour. = rufitarsis M. D. = austriaca Flor = rutila M. D. = pyri 
Schmidt, nee Linn. = pyrisuga Frst. ; ebenda p. 567 u. 568. 

Chermes pu7iciicosta Thovas. = quercus Thoms. necLinn..= Psylla costatopimctata 
Frst. ; ebenda. 

Psylla nobilis M. D. = costalis Flor = ? picta Frst., p. 573; carjnni Frst. wahr- 
scheinlich = peregrina Frst., p. 574 , ityophila Low = visci Frst. = visci Curt., 
p. 575; occulta Frst. = ? ornata M. D. = ? ^J^W^?^■ Flor, p. 575 u. 576; similis 
M. D. pars = pinetiYlor, pars = crataegi Frst., p. 576; flavopunctata Flor = 
alaterni Frst., p. 577; sylvicola \j%'(ks.. = HartigiiYXov, p. 577; elegantula Zett. 
= betulae Linn., p. 578. 

Trioza sylvicola Frauenf. = senecionis Scop., p, 588; distincta M. D. nee Flor = 
Meyer-DüriY. Low, p. 596. 

Reib er und Puton geben in ihrem Cat. Hdm. Hom. d'Alsace et de Lorraine 
noch folgende Synonymen an : 

Psylla jiityophila Flor = oxyacanthaeM.. D. = crataegi Yx^i., p. 28 ; spartii 'S.diXt. 
= Genistae Latr., p. 27, spartiophila Frst. = spartii Qvl^x . nee Haxt., ferriiginea 
Frst. = costato-punctata Fxst.; sylvicola Leth. = Hartigii Flox :, ebenda. 

Irtoza dryobia Flor = haematodes Frst, = cinnabarina Frst. = remota Frst., p. 28 ; 
Tr. abieticola Frst. = ^i^amm Sehr., ebenda. 

Psylla rubi Riley = tripunctata Fitch, Riley, Amer. Entom. I. p. 62. Note. 

Geographisches: 

Neu für Finnland: Psylla discrepans Flox, ulmi Frst. nee Linn., rhamnicola Scott 
(auf Rh. cathartica) , ityophila Low (auf Salices) , stenolabis Low (Salix incana und 
caprea) , Trioza striola Flor (Salix) , cerastii Low ; dagegen ist Tr. abieticola Frst. 



156 F- Arthropoda. 

aus der finnläudischeu Fauna zu streichen; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn., 
V. p. 232—234. 

Neu für Schweden: Chermes crataegi Yv^i., Wi Flor, Trioza chenojjodii Reut, und 
sp. ign.; Reuter, Eut. Tidsk. I. p. 208 u. 217. 

Die Psylliden Elsaß' und Lothringens, 39 Arten, von Reiber und Puton verzeich- 
net, unter denen Psylla affinis Low n. sp. von Nadelbäumen angeftihrt, nicht aber 
beschrieben; Cat. p. 27 — 29. 

Aus Ungarn: Rhinocola speciosa Flor, Psylla Hartigii Flor, pyrastri Low, Floria 
Horvathi Scott und Trioza mesomela Flor; v. Horvath, Hern. Közl. p. 9 u. 10. 

Neu für Spanien: Livia crefeldensis Mxvik, Psylla costato-jmnc lata ¥v%i., iieop/iila JjÖ'W 
[auf »Rosa canina«, wirklich iteophila?], saUceti Frst. [auf Artemisia, ist diese 
richtig bestimmt?], spectahilis Flor, Psyllopsis salicola Frst. [räthselhaft, denn sali- 
cicolaYx^i. ist eine Psylla, keine Psyllopsis] , Trioza tripunctata Low und dispar 
Low, Rhinocola tamaricis Put., Ap/ialara picia Zeit. ; Chicote, Adic. p. 201 u. 
202. 

Biologisches: 

Scott, J., Description of the Nymph of Arytaena genistae Latr. in: Ent. M. Mag. Vol. 
17. p. 132 u. 133. 
Die früher unbekannte, nun von Scott beschriebene Nymphe ist im September 
auf Sarrothamnus scoparius und Ulex europaeus gefunden. 

F. Low gibt a. a. 0. 1879 mehi-ere Notizen, die Biologie der Psylliden betreffend. 
Von den Weibchen vieler T'no-a-Arten werden durch das Anheften der Eier auf 
Blätter an der entgegengesetzten Blattfläche Ausstülpungen hervorgebracht, näm- 
lich an : 

Lactuca muralis Don. von Tr. flavipennis Frst. , Hieracium pilosella L. und H. 
pratense Tsch. von Tr. proxima Flor, Taraxacum officinale Wigg. von Tr. dispar 
Low, Rhamqus catharticus L. von Tr. rhamnih., Rhamnus alaternus L. von Tr. 
marginejnmctata Flor, Berberis vulgaris L. von Tr. sp. ?, Aegopodium podagraria 
L. von Tr. aeyopodü höw , Chysanthemum leucanthemum L. von Tr. chrysanthemi 
Low, Leontodon hastilis L. von Tr. sp.?, Aposeris foetida Les. von Tr. sp.?, 
Cardamine silvatica Lk. von Tr. sp.? Die Fähigkeit , solche Deformationen zu 
verursachen, besitzen jedoch nicht alle Arten, so z. B. nicht Tr. urticae L., se7ie- 
cionis Scop., striola Flor, u. s. w. 

Ferner sind interessante Details folgende Arten betreffend publicirt. 

Rhinocola aceris Linn., der ganze Lebenscyclus genau beschrieben, p. 559 u. 560. 
Die Larven sind denen der Psylla- Arten sehr ähnlich, unterscheiden sich aber von 
ihnen dadurch , daß sie mehr gedrückt sind , einen schärferen Leibesrand haben 
und durch ihre Fühler, die nicht am Vorderrande, sondern an der Unterseite des 
Kopfes entspringen. — Rh. ericae Curt. ; die Entwicklungs-Phasen beschrieben. 
Die Larven überwintern größtentheils im halberwachsenen Zustande ; ebendap. 560 
u. 561. Die Larve auf Taf. XV, Fig. 10 u. 11 abgebildet. 

Aphalara picta Zett. lebt auf Leontodon hastilis , in dessen vollständig aufgeblühten 
Köpfchen das Weibchen seine Eier absetzt. Die halberwachsenen Larven über- 
wintern an dem Wurzelhals oder wenn möglich noch tiefer an der Wurzel. Die 
Larve beschrieben und abgebildet, p. 565, Taf. VI, Fig. 14 u. 15. Die Entwick- 
lung dieser Art ist außerordentlich langsam ; das Larvenstadium währt fast zehn 
Monate , die Imagines haben eine im Vergleich mit den Psyllinen und Triozi- 
nen kurze Lebensdauer; ebenda, p. 562 — 566. 

Psylla pyrisuya Frst. Die ganze Lebensgeschichte beschrieben. Die Imagines über- 
wintern, paaren sich gegeuEnde April oder Anfangs Mai und zwar mehrere Male 
nacheinander. Nach jedem Begattungsacte , der meist mehrere Stunden währt. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Psyllidae. 157 

setzt das Weibchen eine kleine Partie ihrer orangegelben Eier auf die jungen 
Birnbaumblätter ab. Gegen Ende Juni erschienen die ersten neuen Imagines; 
ebenda p. 567 — 570. Ps. costafo-pwictata Yr^t. die Imagines überwintern. Im 
Mai entwickeln sich die Larven aus den Eiern , Ende Juni die Imagines. Larve 
beschrieben p. 571. Ps. peregrina Erst.: Larve, auf Crataegus oxyacantha le- 
bend, beschrieben, p. 573. Ps. alaier?ii Fvst . : Larve, auf Rhamnus alaternus 
lebend, beschrieben, p. 576. 
Trioza striola Flor überwintert als Imago , lebt auf Salix caprea , begattet sich An- 
fangs Mai, worauf die Weibchen in den Haarfilz der Unterseite der jungen Blätter 
ihre Eier deponiren. Die Larven bleiben stets an der Unterseite der Blätter. Die 
Imagines erscheinen in der zweiten Woche des Monats Juli; p. 580. Tr. albiven- 
ifm Erst., auf Salix alba, purpurea und Russeliana; die Larve sowohl auf der 
Ober- als der Unterseite der Blätter; die Eier im April oder im Mai gelegt, die 
Imagines erst in August — October erscheinend; p. 582. Tr. marginepunctata 
Flor lebt auf Rhamnus alaternus in Süd-Europa ; die Larven verursachen unter- 
seits an den Blättern kleine Vertiefungen , denen auf der oberen Seite runde 
Höckerchen entsprechen; p. 583. Tr. aegojjodii Low lebt auf Aegopodium 
podagraria ; Larve beschrieben ; Imagines entwickeln sich von Ende Juli au, 
überwintern, begatten sich und legen ihre Eier Mitte Mai oder Juni ab. Das 
Eierlegen geschieht normal während der Nacht, p. 584. Tr. senecionis Scop. : 
die Larven, auf Unterseite der Blätter von Senecio nemorensis lebend, beschrie- 
ben p. 587 ; diejenigen, welche von parasitischen Hymeuopteren angestochen 
sind, verlassen die Blätter und begeben sich an die Basis des Stengels , wo sie 
dann oft in langen Reihen dicht hinter und neben einander sitzend anzutreffen 
sind. Tr. cerasiii H. Low : Imagines und Larven näher beschrieben p. 589 — 591 ; 
jene überwintern ; die Eier werden Anfangs Mai gelegt, die Imagines entwickeln 
sich gegen Mitte Juni ; die Deformationen des Cerastium (triviale und semide- 
candrum) bestehen darin , daß durch die Verkürzung der Internodien die mehr 
oder minder stark verbreiterte und kahn- oder schalenförmig gebogenen Blätter 
und die vergrünten Blüthen sich zu mehr oder minder umfangreichen Köpfen 
häufen, in deren Zwischenräumen sich die Larven aufhalten; p. 591. Tr. chry- 
santhemi Low : Larve auf Chrysanthemum leucanthemum lebend , beschrieben 
p. 592. Tr. dispar Low ; die überwinterten schon von Mitte Juli an entwickelten 
Weibchen legen vorwiegend bei Nacht von Ende April an ihre Eier an die Unter- 
seite der jungen zarten Blätter von Taraxacum officinale ; die Deformationen der 
Blätter sind flach-kegelförmige Ausstülpungen, deren Zahl der Menge der gelegten 
Eier entspricht; p. 592 — 595. 

Nahrungspflanzen: 

Rhinocola aceris Linn. auf Salices ; Reiber und Puton, Cat. p. 28. 

Aphalara calthae Linn. [= polygoni Frst.) kommt im Frühling häufig in den Blumen 
von Caltha palustris in Finnland vor; Reuter, Medd. Soc. F. Fl. Fenn. V. 
p. 231 ; A. picta Zett. lebt in Finnland auf Chrysanthemum leucanthemum ; ebenda 
p. 231. 

Psglla pineti Y\ox auf Salix purpurea, Ps. costalis Flor, crataegi Frst. und brevianten- 
nata Flor auf Nadelbäumen gefunden; Reib er und Puton, Cat. p. 28. Ps. De- 
larhrei Put. und cytisi Put. auf Polypodium , iteophila Low auf Rosa canina und 
saliceti Frst. auf Artemisia [alle wahrscheinlich nur zufällig , wenn sie richtig 
bestimmt sind. Ref.) Chicote, Adic. p. 202. 

Psylla trqmnctata für Rubus in Nord- America sehr schädlich ; das Thierchen abge- 
bildet, Füller, Amer. Ent. I. p. 62 — 63. Lebtauch auf Pinus- Arten, ebenda. 
Note. 



158 ^- Arthropoda. 

Trioza ßavipennis Frst. auf Prenanthes purpurea und Tr. remota Frst. auf Coniferen ; 
Reib er und Puton, Cat. p. 28. Tr. chenopodü Reut, in einem Trifolium- Acker 
in Finnland sehr häufig; Reuter, Medd. Soc. F. FL Fenn. V. p. 234. Larven 
und Imagines derselben Art auf Cheuopodium und Atriplex unfern Stockholm ge- 
funden; Reuter, Ent. Tidskr. I. p. 201 u. 202. 

Familie Aphididae. 

Lichtenstein, J., Chasse et Collection des Pucerons. in: Tiidschr. voor Ent. XXIII. p. 152 — 
154. 

Über Sammlungs- und Präservirungs-Methoden von Aphiden. In jeder Samm- 
lung müssen ftinf Phasen repräsentirt sein : die Stammmutter, die erste geflügelte 
Form, die aptereProles dieser, die zweite geflügelte Form und endlich die sexuirten 
Thiere. 
Lichtenstein, J., Resistance des pucerons aux froids rigoureux. in: Compt. rend. Acad. Sc. 
Paris. T. 90. Nr. 2. p. 80—81. Guide du Natur. 1880. Nr. 3. p. 65. 

, On the resistance of Aphides to severe cold. in: Ann. of Nat. Hist. (5). Vol. 5. Nr. 

28. p. 344—345. 
Der Verf. hat in dem kalten Monat December 1879 gefunden, daß nicht nur 
die unterirdische Generation von Phylloxera , sondern auch viele Ajihis - Arten 
[A. pei-sicae Boyev , evonymiY., heder ae YL.ali. , brassicae Li . , capsellae Kalt. , Rho- 
palosij)Imm, berberidis Koch) und zwar in ihrem Gemmationsstadium , die Kälte 
sehr gut ertragen haben, obwohl sie auch mit Schnee ganz bedeckt waren. Zwei 
oder drei Tage später haben sie , in das auf 8 bis 10^ geheizte Zimmer gebracht, 
Junge erzeugt. 
"VaySSiere, A., Sur une espece d'Aphide qui attaque le ble. in: Bull. Soc. dAgric. de Vau- 
. cluse. Oct. 1880. 

Der Verf. erörtert eine noch unbestimmte Aphis-Axt, die unfern Marseille ftir 
den Weizen sehr schädlich gewesen ist. Die Insecten saugen sich an dem Vege- 
tations-Halse fest , der schwärzlich und faul wird , in dessen Folge die Pflanze 
ganz verwelkt. Der Verf. wird die Entwicklungs - Phasen in diesem Jahre 
weiter verfolgen. 

Subfam. Aphidina. 

Passerini, G., Aggiunti alla Flora degli Afidi italiani colla descrizione d'alcune specie nuove. 
in: Bull. Soc. Ent. Ital. XI. p. 44—48. 

Folgende Arten sind erörtert : Auf Atropa belladonna L. : Siphonophora solani 
Pass., auf Clematis vitalba L. : A2)his vitalbae Ferr., auf Conium maculatum L. : 
Siphocoryiie capreae Fass. und foe^iiciili Fass., auf Galium aparine L. : Aphis galii 
Kalt., auf Galium mollugo L. : Aphis sp., auf Gramineen: Siphonophora cerealis 
Koch, auf Hordeum murinum L. : SipJm maydis Pass., auf Inula bifrons: Sipho- 
nophora bifrontis n. sp., auf Orobanche ramosa L. : Aphis orobanches n. sp., can- 
dicans n. sp. und phelipaeae n. sp., auf Quercus cerris L. : Phylloxera spinulosa 
Targ. , auf Robinia pseudacacia L. : Aphis labumiKalt. (?), auf Teucrium cha- 
maedrys : Phorodon chamaedrys n. sp., auf Tormentilla erecta L. , Aphis tormen- 
tillae n. sp. und auf Triticum spelta: Tychea eragrostidis PaSS. 

Siphonophora bifrontis n. sp., Italien, Passerini, a. a. 0. p. 45. 

Aphis orobanches, p. 45, candicam, p. ifi, phelipeae, p. 47, tormenällae, p. 48, n. sp., 
alle aus Italien, ebenda. 

Phorodon chamaedrys n. sp., Italien, ebenda, p. 48. 

Aphis T-osae Linn. — An dem Wurzelhals eines Grasbüschels von Poa annua hat 
Kessler eine gefltigelte grüne Blattlaus gefunden (wahrscheinlich A. Rosae] und 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Aphididae. 159 

circa 1 bis 1,6 cm. tiefer zwischen den Wurzeln neun ungeflügelte Blattläuse von 
verschiedener Größe; Kessler, Neue Beob. und Entd. an Aphiden- Arten, p. 
77. (Siehe unten bei d. Pemphigiuen.) 

A2)his ulmariae Sehr. [pisiKaXi.) . Die Nachrichten über ein Blattlaus, welche Ende 
Juli 1837 im Gouvern. Ssaratow die Erbsenarten verwüstete beziehen sich wahr- 
scheinlich auf diese Art. Koppen, Schädl. Ins. Russl. p. 447. 

Aphis mali Fabr. tödtet durch Aussaugen die jungen Triebe der Apfelbäume in der 
Umgegend von St. Petersburg; ebenda, p. 448. 

Subfam. Phylloxerina. 

Coste, M., Sur les ennemis du Phylloxera galHcole. in: Compt. rend. Acad. ad. Sc. Paris. 
T. 91. p. 460—464. Ref. in Natural. 1880. p. 290. 

Als Feinde der Phylloxera werden angegeben : die Larve von Trombidium fuli- 
ginosum (Herm.), welche nur das befruchtete Weibchen aussaugt; Gamasus viridis 
Megn. ; die Larven zweier Thrips -Arten (die eine fraglich eines Heliothrips) , 
"welche als Raubthiere angesprochen werden, obwohl die Thrips- Arten sich typisch 
von Pflanzensäften nähren ; endlich als der wichtigste aller die Larve eines 
Scymnus. 

Fabre, Etudes sur les moeurs du Phylloxera pendant la periode d'Aoüt ä Novembre 1880. 
ebenda, p. 800. 

Der Verf. hat durch Experimente gefunden, daß die jungen Phylloxeren 
gegen das Licht von den schon getroclineten ausgesaugten Wtirzelchen am Boden 
gehen, aber nur um da in den Rissen des Bodens neue frische Wurzeln zu suchen, 
nicht um die Blätter, Rinde, Aestchen u. s. w. anzugreifen. Weiter führt er die 
Seltenheit von geflügelten Individuen während des Jahres 1880 an (er hat höchstens 
vier gesehen) und bespricht schließlich eine kleine Acaride, die er für einen Para- 
siten auf Phylloxera gehalten hatte, die aber in Wirklichkeit nur von zerfallenen 
Stoffen der Wurzeln lebt. 

Laliman, Sur le Phylloxera gallicole et le Phylloxera vastatrix. ebenda, p. 275 — 277. 
Pichard, P., Sur un Acarien destructeur du Phylloxera gallicole. in: Compt. rend. Ac. Sc. 
Paris. 28. Juni 1880; Ref. in Natural., 1880. p. 250. 

Der Verf. hat einige Larven einer Acaride in d. Gallen von Phylloxera er- 
wähnt, die an dem befruchteten Weibchen fest saßen ; die Larve attakirte weder 
die Eier noch die jungen Phylloxeren. 
Die von Pichard erörterten Acariden-Larven sind die Larven von Trombidium holo- 
sericeum. Die Tyroglyphen, Hoplophoren und Gamasen, die auch als Feinde der 
Phylloxera angesehen sind, leben leider nur , ebenso wie die voll entwickelten 
Trombidien, von vegetabilischen Stoffen. Megn in, Bull. Soc. ent. France 
1880, p. C. 

Valery-IVlayet, Sur l'oeuf d'hiver du PÄyZZoarera. ebenda, p. 715 — 717. in: Compt. rend. Ac. 
Sc. Paris. 2. Nov., Ref. in Natural, p. 323. 

Von einer stark phylloxerirten Wurzel hat d. Verf. im August 200, im Septem- 
ber 500 und in ersterHälfteOctoberSOO geflügelte Insecten bekommen, von denen 
ungefähr 150 Eier abgaben. Aus diesen entstanden nur ein Männchen und 
mehrere Weibchen, das erste aber früher als die letzteren, so daß es sich nicht 
begatten konnte, weshalb auch alle Wintereier unbefruchtet blieben. Der Verf. 
meint übrigens , daß die Trockenheit der Atmosphäre ein großes Hindernis für 
die Production der Wintereier darstellt. 



160 F- Arthropoda. 

Subfam. Pemphigina. 

Courchet, Sur les Galles produites par des Aphidiens (Analyse in Eevue Scienc. Natur. 
Montpellier par E. Dubrueil, 2 Serie. T. I. Nr. 4. p. 533—541.). 

Der Verf. beschreibt die von Aphiclen verursachte Gallen auf Pistacia Tere- 
binthus, P.Lentiscus, Populus nigra und Ulmus. Die Terebinthen-Gallen sind von 
fünf Pemphiffus-Avten verursacht und bestehen alle aus Transformationen oder 
Deformationen der Blätter . In morphologischer Hinsicht sind sie von zweierlei Art, [die 
welche einer Veränderung der Gewebe des Mittelnerves ihr Entstehen zu verdanken 
haben [P. comicularius und täricularius) , und die, welche von dem in verschiedener 
Weise zurückgeballten Blattrande gebildet sind [P.palUdus, follicularius und semiln- 
narius) . Die Gallen des P. comicularius und P. utricularius sind ferner in mehrfacher 
Hinsicht verschieden : erstens in ihrer Form und ihrer Wucherungsart, zweitens in 
ihrer Insertion an dem Ästchen, indem die Gallen der ersteren Art unmittelbar an 
diesen sitzen, die der zweiten aber durch ein Petiolum abgesondert sind ; endlich 
weichen sie noch auch in ihrer Bedeutung für die Vegetation der Pflanzenaxe ab, 
' indem die Gallen von P. comicularius die Entwicklung der Vegetationsspitze 
ganz unterbrechen, die von P. utricularius aber nur von einer mehr oder minder 
deutlichen Verdickung der Rhachis begleitet sind. — Die Gallen auf Lentiscus, 
von einer Aploneura verursacht , sind in morphologischer Hinsicht den von Pem- 
phigus judlidus und P. follicidarius auf Pistacia Terebinthus bewirkten sehr ähnlich. 
— Die Gallen auf Populus nigra rühren von fünf verschiedenen Arten her und 
jede von dieser repräsentirt einen verschiedenen Typus und ist in verschiedener 
Weise entstanden. Die resp. Pemphiginen sind: Pemj)higus sinrothecae, hursarius, 
populi, affinis und Pachypappa marsupialis. Wir können hier nicht tiefer in den 
Bau der Gallen eingehen und wollen nur mittheilen, daß der Verf. auch die ana- 
tomische Structur und die verschiedenen Entstehungsarten dieser Gallen studirt 
und beschrieben hat, ebenso daß er eine früher nicht beschriebene Galle (die 
des Pemphigus j^oimli] entdeckt hat. Diese Galle ist mit einen mehr oder weniger 
langen Stielchen auf den Mittelnerv der oberen Fläche eines Blattes eingesenkt, 
rund oder oval, bisweilen lappig, glänzend grün ; an dem Punct, welcher der In- 
sertion der Galle entspricht, sieht man aus der unteren Fläche des Randes einen 
kleinen von zwei gegen einander gepaßten Wülsten begrenzten Spalt. Der Verf. 
glaubt, daß das Gewebe des Mittelnerves den größten Antheil an der Construction 
dieser Galle hat. — Die Gallen auf Ulmus werden von Teb-aneura ?</m? Kalt., T. 
alba Ratz., Colupha conijjressa Koch, Pemj)higus ulmi Licht., Schizoneura ulmi 
Kalt, und S. lanuginosa Hart, bewirkt. Sehr wenige neue Observationen liegen 
über diese Gallen vor, der Verf. gibt aber nach Lichtenstein eine instructive Über- 
sicht derselben : 

Gallen klein, vereint, grün oder hellgelb. 
Tetraneura ulmi Kalt. 



Gallen an der Ober- 
seite des Blattes 
entstehend , ohne< 
das Blatt zu defor- 
miren . 



Galle rund, von ei- \ Gallen größer, zottig , irregulär , weiß oder 



nem 



Stielchen ge- I gelb, 'mehr oder minder roth gesprenkelt, 
tragen. '■ T. alba Ratz. 



Galle abgeplattet, 

Hahnenkamm- Colopha co7npressa Koch, 

förmig. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Aphididae. 



161 



i Gallen fleischig , conisch an der Basis des Blattes und an beiden 
Seiten in' Form einer Kichererbse ausgehend. 

Pemphigus ulmi Licht. 



Gallen , das Blatt 
deformirend. \ 



Gallen das Blatt 
kräuselnd und de- 
formirend. 



( Das Blatt gegen die Basis bis zur Mitte sei- 
ner Breite einfach gerollt, einen warzigen 
weißlichen Cylinder bildend, gewöhnlich an 
der Mitte der Astchen. 

Schizoneitra uhni Kalt. 

Die Galle von den terminalen agglomerirten 

Blättern gebildet, eine Blase von der Größe 

einer Nuß oder bisweilen eines kleinen Eies, 

grüngelb, carminröthlich angeflogen. 

Schiz. lanugiiiosa Hartig. 

Die Schlußbemerkungen des Verfassers sind folgende : Keine Aphiden-Gallen wer- 
den in der Mitte des Gewebes eines Organs erzeugt ; sie fangen als einfache In- 
vagination des Blattrandes an (Gallen von Pemph. comicularius und utricularius auf 
Pist. Terebinthus) oder als ein cellulärer Wulst, der sich nach und nach um das 
saugende Insect bildet (Galle von Pemphigiis bursarius auf Populus nigra) ; oder 
auch es schließt ein sich auf sich selbst einrollender Petiolus (Blattstiel) in 
ein, eine celluläre und endlich eine wirkliche Galle darstellendes Bläschen das 
Thier ein [Pemph. spirothecae) , etc. ; mit einem Worte, alle diese Gallen gehören 
der Art an, welche Lacaze Duthiers mit dem Ausdruck »fausses galles internes« 
bezeichnet hat. Ihre Cavität ist stets weit und die Wände verhältnismäßig dünn, 
weil sie ja für eine Menge Thierchen bestimmt sind. IhreStructur ist immer der des 
gallentragenden Organes ähnlich und dieses Organ ist entweder ganz oder nur 
zum Theil transformirt, um die Galle zu erzeugen. Ihre Wände sind allgemein 
von einem ziemlich homogenen und von fibrovasculären Fascien in variabler Zahl 
durchzogenen Zellgewebe gebildet und weichen also von den Gallen derCynipiden 
wesentlich ab. Alle von dem Verf. beobachteten Aphiden-Gallen, nur mit Aus- 
nahme einer einzigen, repräsentiren appendiculäre Organe oder Theile trans- 
formirter appendiculärer Organe ; nur die Gallen des Pemphigus bursarius bilden 
sich seitlich an einem Axenorgan oder an einem Petiolus. Endlich ist noch hervor- 
zuheben, daß der Verf. beobachtet hat, daß Gallen, die aus irgend einer Ursache 
von ihren Bewohnern verlassen sind, sich auch nicht weiter entwickeln, und daß 
also stets erneuerter und ununterbrochener Einfluß des thierischeu Giftes und der 
mechanischen Thätigkeit für die Production dieser Gallen unentbehrlich ist. 
Kessler, H. F., Neue Beobachtungen und Entdeckungen an der auf Ulmus campestris L. 
vorkommenden Aphiden-Arten ; in XXVI. und XXVII. Bericht d. Ver. f. Naturk. zu 
Cassel, 1880, pp. 57—90. Mit Tafeln I u. II. 

Die schon früher bekannten Untersuchungen des Verf. über die auf Ulmen le- 
benden Pflanzenläuse sind fortgesetzt und haben die Wissenschaft mit neuen in- 
teressanten Details bereichert. Diese Beobachtungen betreffen Tetraneura ulmi 
L., T. alba 'Rdiiz. und iSc/iizo7ieura ulmi h . , welche in allen Entwicklungsstadien 
vom Verf. genau untersucht, beschrieben und abgebildet sind. Als Resultat 
der Untersuchungen ergibt sich kurz folgendes. Aus dem in Rindenrissen über- 
winternden und in den Körper des Weibchens eingeschlossenen Ei geht das Urthier 
(Stammmutter) im Frühjahr hei-vor und bringt nun die jede Art characterisirenden 
Gallen auf den Ulmusblättern hervor. Dieses Urthier bleibt auch nach der vierten 
Häutung ganz flügellos, legt so (bei T. ulmi durchschnittlich 30, bei T. alba bis 
200) Eier und stirbt endlich, immer in die Galle eingeschlossen. Aus diesen Eiern, 
welche mit einer sehr dünnen Haut versehen sind , kriechen die Jungen gleich 
nach oder bisweilen schon während des Eierabsetzens aus, streifen viermal ihre 



Zool. Jahresbericht. 1S80. 11. 



11 



152 F. Arthropoda. 

Haut ab und verlassen so im Juni die Gallen als geflügelte Thiere, um irgendwo 
wieder in Eiform hervortretende Junge zu erzeugen , welche ihr ganzes Leben 
lang uugeflügelt bleiben , sich viermal häuten und so wieder Junge (in Eiform 
abgeben , die aber nach der zweiten Häutung Flügelspuren und nach der vierten 
Häutung Flügel bekommen und im August auf die Ulme zurückkehren, einen breiten 
dicken Streif bildend , wo sie eigenthümliche (bei T. ulmi) Wanderungen an der 
von der Sonne nicht mehr beleuchteten Seite der Aeste und des Stammes in der 
Richtung von der Mitte derselben an die Wurzeln vornehmen. Hier, auf dem 
Stamme so wie an der Wurzel setzen sie eine Anzahl Eier ab und sind die Eier 
jedes Individuums von zwei verschiedenen Arten, nämlich größere und kleinere. 
Aus diesen Eiern treten nun gleich die kleinen schnabellosen, geschlechtlich aber 
getrennten Thiere hervor ; die kleineren sind Männchen und die größeren Weibchen. 
Diese beiden häuten sich nun einmal , eine Copulation findet nun statt und danach 
entwickelt sich in dem sehr bald absterbenden in den Rindenrissen sich verber- 
genden Weibchen ein einziges Ei , welches von der Körperhaut der Mutter um- 
schlossen überwintert. Das im Frühjahr nun auskriechende Junge hat also nicht 
nur die dünne Eihaut, sondern auch die der Mutter zu durchbrechen und stellt nun 
wieder das Urthier dar. Der Verf. hat also nachgewiesen , daß die geflügelten 
Thiere keineswegs geschlechtliche sind, auch nicht die vollendetsten in dem Ent- 
wickiuugskreise (sie haben keine Spur von Darm oder Geschlechtstheilen^ , son- 
dern nur eine Zwischenform, welche den Zweck hat, die von ihr abgesetzten, 
zur weiteren Entwickelung fähigen Thiere auf eine andere Nahrungspflanze zu 
tragen , weil die Blätter der bisherigen (Ulme) zur Ernährung der zarten Thiere 
nicht mehr saftreich genug sind. Welche aber diese Pflanze ist, hat er noch nicht 
gefunden : aus dem mächtigen Schnabel der von dieser geflügelten Form abgesetz- 
ten ungeflügelten Thiere ist aber zu schließen, daß das Gewebe der Pflanze, resp^ 
des betreff'enden Theiles derselben , von welchem sich diese Thiere nähren, weni- 
ger zart zu »ein braucht, auch wohl dicker sein kann, als das der Gallen auf den 
Ulmenblättern ; alle Experimente des Verf. sind aber bisher ohne Erfolg geblie- 
ben. Der Verf hat aber nicht nur eine geflügelte emigrirende Form entdeckt, 
sondern auch eine zweite , dieser ganz ähnliche , die wieder auf Ulmen zurück- 
kehrt, er hat in der That selbst die zu Tausenden an die Ulmen zurückkehrenden 
Individuen dieser Form beobachtet und dadurch die Hypothese Lichtenstein's über 
die Emigration der Aphiden in besonderer Weise bestätigt. Diese ganze Ent- 
wicklungsgeschichte hat er bei allen drei oben erwähnten Arten, nur mit kleinen 
Unterschieden der Erscheinungszeit beobachtet. So kommt T. alba wenigstens 
drei Wochen später als T. ulmi vor. — Der Verf. bespricht weiter die Gattungs- 
und Artmerkmale dieser Thiere und zwar besonders die der Gattung Tetraneura. 
welche von früheren Autoren nicht genügend characterisirt ist ; und sind die 
Charactere der Tetraneura xq^"^ . Peif)vphigus folgende: Tetraneura: Unterflügel mit 
meistens zwei (bei T. ulmi ist die eine Ader sehr undeutlich, meistens gar nicht 
zu finden) Queradern , welche ziemlich weit von einander getrennt und von der 
Randader entfernt entspringen ; PtmijMcjm : Unterflügel mit zwei Queraderu, 
welche dicht neben einander an der Randader entspringen ^p. S6). 
Lichtenstein, J., Lebensgeschichte der Pappelgallen-Blattlaus, Pemphigus bursarius [Aphis] 
Linn. in: Stett. Ent. Zeit. 1880, Xr. -1/6 pp. 218—233. 

Der Verf. erörtert erstens die Nomenclatur des Pemphigus bursarius und gibt so 
folgende Eintheilung der Blattlausgallen auf Populus nigra : 

(Gallen direct an den Zweigen sitzend P. bursarius L. 

\Gallen .an den Blattstielen und Blättern 2. 

I Gallen an Blattstielen P. spirotltecae Pass. 

\Gallen am Blatte selbst 3. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Aphididae. 163 

(Zusammengedrückte ovale Galleu auf der Mittelrippe. P. marsupialis Koch. 
\Gallen das ganze Blatt einnehmend 4. 

{Unregelmäßig blasig aufgetriebene, runzelige, wallnuß- 
große Gallen am Endtriebe der Zweige .... P. vesicalis Koch. 
Regelmäßig nach unten gebogene Blätter, deren Rän- 
der genau zusammenkommen, eine Schote bildend. P. affinis Kalt. 
Dann geht er über zur Lebensgescliiclite des Pemphigus hirsarius. Aus den 
kleineu gelben Eiern in der Rinde und aucli in den Ritzen der vertrockneten 
Gallen auf der Pappel geht iu den ersten Frülilingstagen die kleine Stammmutter 
(Fundatrix) hervor und saugt sich an einem jungen Zweige fest an. Unter ihrem 
Stich bildet sich eine schließlich wallnußgroße Galle , von Rudow schon gut be- 
schrieben. Diese Galle ist eine Rindenwucherung, dadurch erzeugt, daß sich all- 
mählich die Cambiumschicht verdichtet und erhärtet hat und sammt der Epidermis 
geplatzt ist. Nach viermaliger Häutung bringt die darin eingeschlossene Stamm- 
mutter (ohne Begattung) lebendige Junge zur Welt , die , an den Wänden der 
Galle saugend schnell heranwachsen. Die Jungen weichen in der Structur ihrer 
Antennen von der Mutter ab und bekommen gegen Mitte Juni endlich Flügel 
sammt sechsgliedrigen Fühlern. Diese sind nun die »Migrantes«, welche vom 
Juni bis gegen Ende Juli aus den Pappeln wegfliegen, wohin aber — ist hier dem 
Verf. noch nicht bekannt. In der Gefangenschaft aber legen sie gleich den Jun- 
gen der Stammmutter sehr ähnliche Junge ab , welche indeß bald, da ihre Nah- 
rungspflauze unbekannt ist, sterben. Die dritte Phase, die der »Gemmantes« ist 
also noch nicht bekannt. Ungefähr zwei Monate nach den Wanderungen kommen 
neue geflügelte Läuse (die »Pupiferen« Lichtensteins) auf den Pappeln au, die von 
den Sommerauswanderern äußerlich gar nicht abweichen. Die Sitten aber sind 
ganz andere , denn sie suchen nicht die Zweigspitzen auf , sondern die Löcher 
und Spalten in den Stämmen oder auch die alten trocknen Galleu und drängen 
sich hinein um ihre Keime abzulegen. Aus diesen kommen nun die geschlecht- 
lichen Insecten, ganz kleine ungeflügelte und schnabellose Geschöpfe hervor, 
häuten sich einmal, begatten sich und sterben kurz darauf, das Weibchen, nach- 
dem es ein gelbes , weißwolliges und flaumiges Ei gelegt hat. Da die zweite ge- 
flügelte (Herbst-) Generation also ihre Eier oft in die trockenen Gallen legt, kann 
man zuweilen in derselben Galle die Leichname der Fundatrix, Pupifera (die oben 
genannte Generation) und die sexuirteu Thiere zusammen finden. Die erste ge- 
flügelte Generation (migrans) und die von dieser herrührende ungeflügelte (gem- 
mans) sterben aber weit von der Pappel. 

Lichtenstein, J., Habits of Gall-making Plant-lice, in: Amer. Entom. , I, p. 107. 
Das obige sehr kurz angegeben. 

, Nouvelles observations sur les Migrations des Pucerons; in: Ann. Soc. entom. 

Belg. 1S40, p. CLXII— CLXIV. 

, Metamorphoses du Puceron des galles ligneuses du Peuplier noir [Pemphigus hir- 
sarius Linn.), in: Compt. rend. Ac. Sc. Paris. T. 90, No. 14, p. 804 — 806. Ab- 
gedruckt in Ann. of Nat. Hist. (5) Vol. 5. p. 433 — 434. Auch referirt in Natural, 
p. 274. 

Der Verf. vermuthet, daß Pemphigus filaginis die zwei Stadien repräsentirt, die 
in dem Lebenscyclus von P. hursarius noch unbekannt sind. 
Lichtenstein erörtert in Bull. Soc. ent. France ISSO. p. CHI — CV die Be- 
ziehungen der Ameisen zu den an Wurzeln lebenden Aphiden. Im Anfang Juli 
findet man an den Wurzeln von Setaria viridis und S. verticillata geflügelte Schi- 
zoneuren, Seh. venusta Pass. Diese können sich nicht in die Erde eingraben, war- 
ten darum ruhig, bis die Ameisen sich einfinden. Diese kommen auch bald, beißen. 

11^ 



164 F- Arthropoda. 

gleich die Flilgel der ScMzoneura ab , graben kleine Tunnels in die Erde und 
bringen durch diese die Blattlaus an ein Wurzelästchen , wo es sich festsaugt. 
Danach besuchen die Ameisen mehrmals die Blattläuse und ihre Proles , von 
welchen sie den süßen Saft saugen. Beinahe alle emigrirte sogenannte Pseudo- 
gynen haben die Flügel in oben angegebener Weise abgerissen. Ihre Proles er- 
zeugt aber endlich wieder geflügelte Individuen (die von L. so genannte Pseudo- 
gynen pupifera), welche von den Wurzeln wegfliegen. Nun sind auch die Ameisen 
behülflich , indem sie wieder Tunnels graben , die an die Wurzeln der Pflanzen 
'gehen ; durch diese kommen dann die geflügelten Blattläuse der »pupiferen Pseu- 
dogynen« heraus, nun aber werden die Flügel nicht abgebissen , sondern die 
Blattläuse können unbehindert weg fliegen. Dieses hat Lichtenstein an einem noch 
unbeschriebenen PempJügns [asteris Licht.), welcher an den Wurzeln von Aster 
sinensis lebt, beobachtet. Die betrefi"ende Ameise scheint ihm Lasius fuliginosus 
zu sein. 
Tetraneura rubra n. sp. Diese Art ist von Lichtenstein früher für T. alba angesehen, 
welche letztere sich als ein FempMgus erwiesen hat. Die T. rubra, die schon 
Reaumur bekannt gewesen zu sein scheint, erzeugt blasige, rothe, behaarte, 
dünne und auf einem Stielchen von der oberen Blattfläche sich erhebende Gallen, 
so groß wie eine Haselnuß, während die Gallen von T. ulmi grün, glatt, glänzend, 
dick sind. Die Thierchen werden auch beschrieben ; Lichtenstein, Bull. Soc. 
ent. France 1880, p. LXXXU. 

Pemphigus ulmi Licht, ist mit Tetraneura alba Ratzeb. synonym; diese aber ist ein 
Pemphigus. Wahrscheinlich ist aber Pemphigus albus Ratz, mit Eriosoma pallida 
Hai. identisch und muß dann P. palUdus genannt werden; in diesem Falle muß 
P. pallidus Derbes einen neuen Namen bekommen: P. Derbesi Licht. ; Lichten- 
stein, ebenda, p. LXXXI. 

Tetraneura alba kann wohl mcMmii Eriosoma pallida HdiX. identificirt werden. Kess- 
ler, a. a. 0.,^p. 89. 

Die Gallen von Pcwjö/«'^7«jooj!;?/// beschrieben; Courchet, a. a. 0., p. 539. 

Pemphigus bumeliae Schv. und terebinthi Psiss. in Russland ; Koppen, Schädl. Ins. 
RussL, p. 450. 

ScMzoneura lanigera Hausm. , aus Nord-America herstammend, wurde schon in den 
60er Jahren in der Krim gefunden, wahrscheinlich mit Apfelreisern aus Frankreich 
importirt; ebenda, p. 449. 

Schizoneura ulmi in Rußland weit verbreitet , auch in den Ostseeprovinzen (Estland) 
gefunden. Koppen, ebenda. 

Familie Coccidae. 

Haller, G., Entomologische Notizen; in: Mittheil. Schweiz. Ent. Ges. Bd. VI, Nr. 1. 
P- 6 — 9 beschreibt der Verf. die Larve eines noch unbeschriebenen Orthezia- 
ähnlichen Thieres, im Moose alter Obstbäume gefunden. Bis jetzt sind zwei For- 
men bekannt , beide gedrungener wie die entsprechenden Formen von Orthezia. 
Der kalkartige Überzug bildet eine einzige schmuzige Masse, die nur an den 
Rändern eine undeutliche Scheidung in sechs Querlappen erkennen läßt (einen 
für den Kopf, dann vier ziemlich von gleicher Länge und den letzten an der 
Basis ein wenig schmäler als den vorhergehenden) , zugespitzte und das Leibes- 
ende überragende Antennen, Füße und Rüssel mit kräftigen Dornen bewehrt. Das 
entwickelte Insect ist noch unbekannt, vorläufig aber ist schon der Name Orthezia 
Signoreti vorgeschlagen ; vielleicht bildet das Thierchen eine neue Gattung. 

KUnow, Zwei neue Schildläuse, in Ent. Nachr. 1880, p. 46 u. 47. Refer. : Two new Euro- 
pean Homoptera, in Ent. M. Mag. Vol. 17. p. 89 u. 90. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Coccidae. 165 

Der Verf. beschreibt zwei neue Arten aus den Umgebungen Königsbergs. Die 
erste, Aleitrodes vaccmu, lebt auf Vaccinium uliginosum, an der Unterseite von 
dessen Blättern die Puppen sitzen und mit diesen im Herbst zur Erde fallen, um 
da zu überwintern ; das Insect entwickelt sich Mitte Juni des kommenden Jahres. 
Die zweite Art, Coccus cotnari, lebt auf Comarum palustre und unterscheidet sich 
in vieler Beziehung von anderen Arten dieser Gattung, so daß der Verf. meint, 
daß darauf wohl eine neue Gattung begründet werden kann. Während nämlich 
die Coccus- Arten überhaupt bis zur Zeit der Reife herumlaufen und sich erst 
danach festsetzen, um endlich ihre Eier in ein weißes Secret einhüllend abzulegen, 
saugt sich C. comari schon frühzeitig (wahrscheinlich bald nach der Begattung] 
fest, um diesen Ort nicht mehr zu verlassen. Die Jungen, Ende Juni abgesetzt, 
entwickeln sich im Leibe der noch lebenden Mutter. 
Maskell, W. M., On some Coccidae in New-Zealand. in: Trans. New Zeal. Inst., Vol. XI, 
Art. XVI. p. 187—228. Taf. V— VIII. 

Anfangs einige allgemeine Notizen über den Bau der Cocciden. Der Verf. hat 
oft nur drei (nicht vier) Borsten im Schnabel gefunden. Viele neue Arten sind 
beschrieben und (ziemlich schlecht) abgebildet. Von Dias piden sind erörtert : 
4 Mytilaspis (3 neue), 5 Aspidiohis (3 neue) und 4 Dlaspis (1 neu), von Leca- 
niiden 4 Lecanmm, 1 Fuloinaria , 4 Ctenochiton n. g. , 1 Inglisia n. g. und 2 
Asterochiton n. g., von Cocciden 1 Acanthoooccus (fraglich als neu?), 1 E^-io- 
coGcus (neu?), 3 Dcrtylojnns (neu?), 1 Icerya (neu) und 1 Poioellia; endlich eine 
in systematischer Hinsicht räthselhafte Gattung. Von europäischen Arten sind 
folgende in Neu-Seeland, meistens in Orangerien und an importirten Bäumen ge- 
funden : Myt'dasim pomorum (p. 192. Taf. V. Fig. 2 a — d) , an Äpfeln, aber auch 
an Pflaumen, Eschen, Cotoneaster, Birnen u. s. w. (die Entwicklungsgeschichte 
gegeben) , Aspidiotus camelUae Boisd. auf Camellien, Diaspis Boisduvalü Sign, 
(p. 200. Taf. VI. Fig. 9) auf Orchideen in Orangerien, D. rosae Sandb. (p. 201. 
Taf. VI. Fig. 9c' auf Rosen in Gärten, Lecanmm hesperidum auct. (p. 205. Taf. 
VI. Fig. 12), auf verschiedenen Pflanzen und Bäumen, L.depressumTarg., L.hi- 
hernwulorum Targ., beide gemein in Orangerien, sammt L. ma"ulatum Sign, auch 
an einer Orangerie-Pflanze, Bavardia; ferner Pulvinaria camellicoh B\gn. ; aus 
Neu-Holland (Siduey) ist Aspidiotus aurantii n. sp. (p. 199. Taf. VI. Fig. 8) 
importirt. Die meisten Arten sind umständlich beschrieben und auch die nöthige 
Aufmerksamkeit deren Entwicklungsgeschichte gewidmet. 

Maskell, W. M. , Further Notes on New Zealand Coccidae, ebenda, Vol. XII. p. 291—302. 
Taf. VII. 

Der Verf. corrigirt einige Unrichtigkeiten des ersten Aufsatzes (oben), p. 291 
u. 292, und beschreibt dann 5 neue Arten, von denen zwei neue Gattungen bil- 
den. Sämmtliche Arten sind recht gut abgebildet. Endlich (p. 299 — 301) gibt 
er eine kurze Übersicht der neu-seeländischeu Cocciden und Aleurodiden. Von 
diesen sind 23 Cocciden und 4 Aleurodiden einheimisch. 

Putnam, J. D., Biological and other Notes on Coccidae. I. in: Proceeding of Davenport Aca- 
demy of Natural-Sciences. Vol. II. 1880. 
Diese Arbeit enthält 1 . eine sehr vollständige Biographie von Pulvinaria in- 
numeralilis (p. 293 — 346. Taf. XII u. XIII) und eine Beschreibung von Asjii- 
diotus ancylus Putn., p. 346 — 347. Pulvinaria innumerahilis betreff'end, gibt der 
Verf. erst die Synonymie (p. 293 — 297, 339 — 341) : danach folgen äußerst voll- 
ständige , auch in die Entwicklungsgeschichte und theilweise auch in die Anato- 
mie des Thieres eingehende Beschreibungen von Ei (p. 298), Embryo (p. 298 — 
300), Larve (300—306), Larve des zweiten Stadiums (306—307), Entwicklung 
der männlichen Pupa (307 — 308), der Männchen (308 — 313), Entwicklung der 



IQQ F. Arthropoda. 

weiblichen Pupa (314), des Weibchens (314 — 324, weitläufige anatomische Un- 
tersuchungen), Weibchen im Winter (324), im Frühling (324 — 325), der Inhalt 
der Ovarien (325—327), Entwicklung des Eies (327 — 329) , die Befruchtung 
des Eies (329 — 330), das Absetzen der Eier (330 — 331), die letzten Tage des 
Weibchens (331), Krankheiten (332), Parasiten (332—333), Feinde (333—334), 
Distributions-Mittel (334 — 335), Verheerungen durch das Insect (336), Mittel 
dagegen (336 — 337) , Nahrungspflanzen (338) , weitere Arten von Pttlviimria 
(338—341), Schlußbemerkungen (341—342) und Erklärung der Tafeln (343— 
347). Die ersten Eier werden Ende Mai auf die Blätter verschiedener Bäume ab- 
gesetzt, meist auf Acer dasycarpum, Negundo aceroides und Tilia europaea ; das 
Eierlegen dauert 5 — 7 Wochen. Die Larven, meist an der unteren Fläche der 
Blätter den Nerven ansitzend, häuten sich nach durchschnittlich drei Wochen und 
präsentiren sich nun in ihrem zweiten Stadium mit der für die Lecaniden charac- 
teristischen Analfissur. Nach und nach werden die bisher sehr ähnlichen männ- 
lichen und weiblichen Larven einander unähnlich und verwandeln sich endlich in 
Puppen, die männliche Puppe in ein feines durchsichtiges Häutchen eingehüllt. 
Die Männchen erscheinen vom 1. August bis 15. September und sterben bald nach 
der Copulation, die ungefähr zehn Minuten dauert, und oft mit zwei Weibchen 
nach einander stattfindet, so daß das ganze Leben des Männchens nur acht 
Wochen währt, während das Weibchen dreizehn Monate lebt. Das Weibchen un- 
terliegt sehr wenigen Formveränderungen, wird nur breiter und flacher, mit einer 
Dorsal-Carina versehen und bekommt in der Paarungsperiode tiefrothe Fleckchen, 
sitzt übrigens ruhig in Erwartung der Männchen, die in der Anzahl sehr wech- 
seln, oft aber, besonders wenn das Insect zahlreich auftritt, der der Weibchen 
gleichkommt; nach dem Absterben der Männchen, d. h. nach vollendeter Copu- 
lation, werden die rothen Zeichnungen des Weibchens dunkelbraun und sehr er- 
weitert. Sobald nun, im October, der Saft nicht mehr in die Blätter strömt, ver- 
lassen die Wdbchen diese, wandern an die Äste und saugen sich an diesen fest, 
und zwar vorwaltend an deren unteren Seite. Sobald nun im Winter der Saft 
auch nicht mehr in die Zweige geht, scheinen auch die Insecten ganz vertrocknet 
zu werden, und bleiben in diesem Zustande bis zum Frühling, d. h. April. Nun 
fangen die Eier an zu schwellen und zwar so, daß das Thierchen um das drei- 
fache seines ursprünglichen Volumens dicker wird. Nach Mitte Mai beginnt das 
Eierlegen und die Weibchen sind nun ganz convex elliptisch , mit einer nur 
schwachen Carina, auch viel bleicher als früher. In dieser Periode sondert das 
Thierchen viel Honig-Thau ab, welcher manche Insecten, Fliegen, Bienen, Amei- 
sen dahin leitet; ein Umstand, der von Wichtigkeit für die Verbreitung der Art 
ist, indem sich manche Eier und junge Larven an die die Blätter besuchenden 
fliegenden Insecten festkleben und so weit fortgebracht werden. Die Eier werden 
in ein aus Wachs-Fibrillen bestehendes Nest eingeschlossen (daher der Name Pid- 
vinaria) . Das Eierlegen dauert 5 — 7 Wochen, die Zahl der Eier jedes Weibchens 
wechselt von 500 bis über 2000. — Diese Art lebt nicht nur auf Acer dasycar- 
pum, Negundo aceroides, Tilia europaea, sondern auch auf Acer saccharinum, Ko- 
binia pseudacacia, Vitis labrusca, Rhus glabra, Evonymus, u. s. w. Sobald sie 
in größerer Zahl vorhanden ist, fangen die Blätter an zu verwelken und die klei- 
neren Astchen, danach auch die größeren, und endlich sterben die ganzen Bäume 
ab. Die Thiere werden jedoch glücklicher Weise von Krankheiten (unter wel- 
chen auch solche der Ovarien) ergriffen und zwar die ganz jungen Läuse, die 
männlichen Puppen gleich vor ihrer Entwicklung und endlich auch die noch 
nicht recht vitalen Weibchen im Frühling. Als Parasiten werden erwähnt ; 
kleine Körperchen, fraglich Bacterien und Pseudonavicellen, in den Ovarien des 
Weibchens, ferner einige noch unbestimmte längliche oder walzenförmige , in 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Coccidae. ] (37 

zwei oder drei Zellen getheilte Körper in den Weibchen kurz vor der Copiüationä- 
Periode und endlich eine kleine Chalcidide, Coccophagus lecanii E. Smith fPlaty- 
gaster lecanii Fitch wird fraglich als synonj'm angegeben) . Als natürliche Feinde 
sind aufgezählt, unter den Coleopteren: Chilocorus bivulnerus Muls., Hyperaspis 
signata Ol., ein kleiner Scymnus, Anatis 1 5-punctata Ol. ; ferner die Larven ei- 
ner Chrysopa, zwei Reduviiden und nach Miss Smith auch ein Acarus. 
Smith, Emily A., Biological and other notes on Pseudncoccus aceris; in the North- Amer. En- 
tern. I. No. 10. p. 71^—86. Mit einer Tafel. 

P. 73 — 74 enthalten eine kurze Geschichte über das was man frtiher über diese 
Art gekannt hat. Sowohl Curtis als Westwood scheinen ein Leccmiuiii-Männcheia. 
als das dieser Art beschrieben zu haben. Die Art kommt in Europa auf Acer, ül- 
mus, Tilia und Corylus vor, in Nord-America (Illinois) aber hat die Verf. sie nur 
auf Acer saccharinum gefunden. P. 74 — S3 folgt die Lebensgeschichte des Thier- 
chens, nämlich über die Eier (p. 74. Taf. VI. Fig. I — III), die Larven (p. 74 — 
77), die männlichen (Fig. VIII — IX), und die weiblichen (Fig. III — VII u. X), 
die männliche Pupa fp. 77 — 78. Fig. XI), das Männchen (p. 78 — 81. Fig. XII 
—XV), das Weibchen (p. 81—83. Fig. XVI— XIX; . Die jungen Larven sind 
von einem weißen Secret bedeckt, sind rotli mit siebengliedrigen Antennen [(^) 
oder gelb mit sechsgliedrigen , und erst nach der ersten Häutung mit siebenglie- 
drigen Fühlern. Übrigens sind die Geschlechter als Larven einander sehr ähn- 
lich, doch werden die Männchen nach der ersten Häutung weniger als die Weib- 
chen verändert, nur ein wenig schmaler. Diese erste Häutung findet nach 15 — 
20 Tagen nach der Geburt der Larven statt; dann werden die jungen Larven, 
ebenso die der Männchen, wie die der Weibchen, unruhig und laufen auf den 
Blättern und Ästchen herum, wonach die weiblichen wieder nach den Blättern zu- 
rückkehren, die männlichen aber in den Rissen der Rinde sich verbergen, um sich 
da in einem weißen Cocou zu verpuppen. Nach durchschnittlich 15 Tagen kom- 
men die männlichen Imagines aus den Cocons heraus. 

Nach der Copulation sterben die Männchen sehr bald (sie leben überhaupt nicht 
mehr als zwei bis drei Tage) ; die Weibchen setzen sich je drei und vier hie und 
da an die untere Fläche der Blätter fest , werden bald dick , und werden unter 
einem weißen, am hinteren Ende des Körpers nach und nach sich verdickenden 
Secret verborgen. Jedes Weibchen setzt nun 500 oder oft noch mehrere Eier ab. 
Das Eierlegen dauert von 15 — 20 Tagen und die Jungen erscheinen in einer Zeit 
von höchstens 3 Wochen. Das Weichen stirbt danach, wird ganz trocken und fällt 
oft mit dem verwelkten Blatt zur Erde. — Als natürliche Feinde wird erstens 
eine neue Chalcidide, der Acerophagus (n. g. p. 83) coccois n. sp. (p. 84, Taf. 
VI, Fig. 20 — 23) beschrieben, die 5 — 6 Eier in die schon befruchteten Weib- 
chen legt; ferner werden angegeben (p. 85) eine Syrphus-Larvc (aus deren Co- 
con die Verf. eine Chalcidide der Gattung Eulophus Geoffr. gezogen hat, Hype- 
raspis signata Ol. , Anatis 1 5-punctata Ol. und eine Chrysopa-species. Endlich 
bemerkt die Verf., daß Pseudococcus aceris jährlich in drei Generationen vor- 
kommt. Ein Emigrations -Phänomen ist bei den Jungen auch dieser Art be- 
obachtet, obwohl diese Emigration aus dem Stamme des Baumes nur kurze Zeit 
dauert, wie oben angegeben. Nur die überwinternden Larven bleiben, in ihr Se- 
cret eingehüllt, von October bis Mai in den Rissen der Rinde versteckt. 
Stillman, J. M., On the origin of the Lac. in: Amer. Natural. XIV. p. 782 — 787. 

Der Verf., der den Gummi-Lack von Arizona (mit dem Gummi-Lack aus In- 
dien analog) untersucht , hebt Gründe für die Ansicht hervor, daß dieser Lack 
nicht eine Exsudation des Baumes sei, verursacht durch das Saugen des Insectes, 
sondern daß wir es hier mit einem normalen Product des thierischen Lebens (Ex- 
cretion oder Secretionl zu thun haben. 



168 F- Arthropoda. 

Synopsis des Coccidiens qui vivent sur Tormeau, Extrait de Feuille des Jeunes Natur, 
in: Guide du Naturaliste, 1880, Nr. 2, p. 52. 

Eine dichotomische Übersicht folgender auf Ulmen lebender Cocciden (J^ und 
Q: Ritsemia inipifera , Gossyparia ulmi , Mytilaspis conchiformis , Lecanium ulmi 
und Dactylopius citri. 

Neue Gattungen und Arten: 

Asterochiton: a Lecaiiio-Diaspidis differt lobis abdominalibus nullis; Mas kell, 
a. a. 0., p. 214. A. lecanioides n. sp., p. 215, Taf. VII, Fig. 17, auf Pittospo- 
rum eugenioides und Polypodium Billardieri ; A. aureus^ p. 216, Taf. VU, Fig. 
17 d, auf Melicytus ramiflorus ; beide aus Neu-Seeland. 

Powellia mit P. vitreoradiata n. sp., Neu-Seeland , ebenda XI, p. 223, Taf. VIII, 
Fig. 22: gehört zu den Aleurodinen, ebenda XII, p. 291. P. doryphora n. sp., 
Neu-Seeland auf Olearia ilicifolia, ebenda p. 291. 

Ctenochiton, d. Division Lecanio-Diaspidae Targ. angehörend, ebenda p. 208 : larva 
lobis abdominalibus instrueta ; testa hyalino-pellucida , demum sericea vel intri- 
catopilosa ; femina pedibus antennisque etiam in periodo propagatoria instrueta. 
Ct. perforatus n. sp., p. 208, Taf. VII, Fig. 13, 14, auf Pittosporum , Drimys, 
Coprosma, Rubus, Panax, etc.; Ct. viridis n. sp., p. 211, Taf. VII, Fig. 14b, 
auf Coprosma, Panax und Rubus; Ct. elongatus n. sp., p. 212, Taf. VÜ, Fig. 
14 d, auf Geniostoma ligustrifolium ; Ct.spinosus n. sp,, p. 212, Taf. VII, Fig. 15, 
auf Atherosperma novae-zealandiae ; alle aus Neu-Seeland. 

Inglisia , aus derselben Division: Ctenochitoni similis, testa autem patelliformis, 
fimbriae segmentales nuUae. Typus: I. paiella n. sp., ebenda p. 213, Taf . VII, 
Fig. 16, auf Coprosma, Neu-Seeland. 

Poliaspis (fam. Diaspidarum) , ebenda XII, p. 293: Puparium elongatum etc. TyjDus: 
P. media n. sp., p. 293, Taf. VII, Fig. 3 — 5, auf Veronica und Leucopogon Fra- 
seri in Neu-Seeland. 

Coelostoma (fam. Coccidarum subsect. Monophlebidarum) : ^ antennae 11-articula- 
tae ; os mento, rostro setisqüe buccalibus deficiens ; (^ : antennae 10-articulatae, 
art. 2 primis crassis brevibus , reliquis longis et gracilibus , art. omnibus longe 
pilosis , sed haud nodosis ; pedes longi , trochantero sat magno, femoribus tibiis 
tarsisque haud crassis, tibiis apice dilatatis , unguiculis longis ; abdomiue corru- 
gato, corrugationibus breviter subtiliterque pilosis. haud fimbriatis (ut in Calli- 
pappo) ; alae nervis saltem bis ramosis, halteribus minutis seta destitutis ; Typus 
C. zeaUndicum, a. a. 0. p. 294, Taf. VH, Fig. 6—13. 

Orthezia Signoreti, Larve, Ha 11 er a. a. 0. (siehe oben), 

Mytilaspis pyriformis, Maskell, a. a. 0, XI, p. 194, Taf. V, Fig. 3, M. cordyli- 
nidis, ebenda p. 195, Taf . V, Fig. 4, auf Cordyline, Asplenium, Phormium, Gah- 
nia, Drimys, Astelia etc., M. drimydis , ebenda p. 196, Taf. V, Fig. 5, auf 
verschiedenen Pflanzen , besonders Drimys colorata, alle aus Neu-Seeland ; 31. 
phymatndidis , ebenda XII , p. 292, Taf. VII, Fig. 1; M. metrosideri, ebenda p. 
293, Taf. VII, Fig. 2, auf Metrosideros robustum, beide aus Neu-Seeland. 

Aspidiotus atherospermae .1 a, a. 0, XI, p. 198, Taf. VI, Fig. 7 a, b, auf Athero- 
sperma novae-zealandiae, A. dysoxyli, p. 198, Taf. VI, Fig. 7, c, d, A. aicrantii, 
p. 199, Taf. VI, Fig. 8, alle in Neu-Seeland gefunden, der letzte aber aus Syd- 
ney importirt. 

Diaspis gigas, a. a. 0. XI, p. 201, Taf. VI, Fig. 10, auf Atherosperma novae- 
zealandiae und auf Astelia sp., D. — (?), p. 202, Taf. VI, Fig. 10 c, auf Athe- 
rosperma, vielleicht eine abnorme Form des vorigen, Neu-Seeland. — D. Blan- 
kenhornii, an Reben in Italien (Novarese), Targioni-Tozzetti, Soc. Ent. It. 
Resoconti, 1879, p. 17 (erschienen 1880). Nur das Weibchen. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Coccidae. 169 

Diasjns gigas Mask., der kein Diaspis, sondern eine Fiorinia ist, wird zur F. astdlae 

umgetauft; Maskell, a. a. 0. XII, p. 292. 
Acanthococctts multispinus, ebenda XI, p. 217, Taf. VIII, Fig. 18, Neu-Seeland. 
Eriococcus araticariae, ebenda p. 218, Neu-Seeland ; E.hoheriae, ebenda XII, Taf. 

VII, Fig. 14 — 20, an der Rinde der Holieria, Neu-Seeland. 
Dactylopius calceolariae, ebenda XI, p. 218, Taf. VIU, Fig. 19, auf Calceolarien, 

Traversia, Cassinia, u. s. f., D. glaucus^ p. 219 (diese beiden fraglich als neu 

beschrieben), B. poae, p. 220, Taf. VIII, Fig. 19, e — g, an Wurzeln der Poa, 

Neu-Seeland. 
Icerya Purchasi^ ebenda p. 221, Taf. VIII, Fig. 20 u. 21, Neu-Seeland. 
Planchonia Hederae, an den Blattstielchen von Hedera helix kleine Ausstülpungen 

bildend, an denen das Thiercheu wie eingefaßt zu sitzen scheint ; Lichtenstein, 

Bull. Soc. ent. France 1880, p. XLV. 

Synonymie. 
Orthezia Äynore/f/ Buch. -White, wahrscheinlich = Dorthesia cUton Zett., die mit D. 

urticae Linn. und Cocciis cataphracta Say identisch ist; Hart, Entomol. XIII, 

p. 284. 
Coccus mmimerabilis Rathvon = Lecaniitm acet^icoräcis Fitch = Coccus aceris Leidy 

nec Schrank = Lecmiium, acericola Walsh et Riley = L. acerellae Rathv. (= ? 

Lecan. maclurae Walsh et Riley = ? Cocc. Salicis Fitch = ? Lecan. pyri Fitch 

partim = ? Cocc. adonidwn Pack. = ? C vitis Linn.) = Pulvinaria inmimerahilis 

Rathv.; Putnam, a. a. 0., p. 293. 
Coccus fahae Guer. = Guerinia serratulae Fabr., Sign. = Guerinia tinctoriae Targ. 

Tozz.; Targioni Tozzetti. Soc. Ent. Ital., Resoconti 1879 (erschienen 1880), 

p. 18. 

Geographie und Biologie: 

Hart, H. C, Dorthesia chiton in Ireland. in: Entomologist, Vol. 13. p. 284. 

Coccus variegatus Gmel. ? [Kermes variegatus Tai'g.) in Italien (Bergamo) gefunden, 
Targioni Tozzetti, a. a. 0. p. 30. 

Coccus fAiifomnaj jnirpurea. Das Weibchen legt Eier, aus denen zweierlei Larven, 
eiförmige und längere , gestreckte , ausschlüpfen. Die ersteren starben nach 
Lichtenstein's Experimenten nach einigen Tagen, die letzteren aber verwandelten 
sich , ohne Nahrung zu nehmen , in Nymphen , aus denen geflügelte Männchen 
hervorgi engen. Die vermeintlichen Weibchen sind demnach wahrscheinlich als 
Pseudogyne Lichtenstein's anzusehen, die einer geschlechtlichen Generation den 
Ursprung geben , deren weitere Entwicklung aber noch unbekannt geblieben ist ; 
Lichtenstein, Ann. Soc. Ent. France, 1879, p. 45. — Die Richtigkeit der 
Schlußfolgerung Lichtenstein's wird von Signoret bezweifelt, ebenda p. 46. 
(Diese Notiz ist schon 1879 publicirt, im Zool. Jahresber. aber übersehen.) 

Lecanixmi jyhyllococcus , America auf der Orange, Ashmead, Canad. Entom. XI. 
p. 160. 

Lecanium fraxini v. Graff (in Fasexa Kt>qob. h Oxotli. 1855, IIpHÖ hi> Nr. 13, 
cmp. 11) ist wahrscheinlich eine Aspidiotus- Art ; sie trat in dem Jekaterinos- 
slaw'schen Gouvernement Rußlands 1845 schädlich auf. Die Rinde der Eschen 
war an einigen Stellen mit kleinen Gruppen von grauen flachkegel- oder kuppen- 
förmigen oder muschelförmigen, der Rinde sehr fest ansitzenden Eierbehältern 
dieses Insects besetzt. Unter diesen Behältern fanden sich stets viele weiße Eier. 
Oft ist der ganze Stamm und ein großer Theil der Äste von diesen Behältern voll- 
ständig bedeckt. Nicht nur die Esche, auch die carolinische Pappel und biswei- 
len die Schwarzpappel wird angegriffen; Koppen, Schädl. Ins. Russl., p. 463. 



170 F- Arthropoda. 

Lecanium perskae Fabr. im Jahre 1868 an der Sttd-Küste der Krim auf den jungen 
Theilen der Pfirsichbäume schädlich. Diese Cocciden nisten namentlich auf den 
Gipfeln, so daß sie im Wachsthum zurückgehalten werden ; der Abstand zwischen 
den Blattansätzen wird um so geringer, je näher zum Gipfel, in Folge dessen die 
Blätter zuletzt einen stark verflochtenen Büschel bilden. Später sterben die jäh- 
rigen und sogar die zweijährigen Triebe ab; ebenda p. 462. 

Dacfi/lojnus lo7iffisj)mus TnYg. Tozz. ist der Coccus riV« Nedzielski's in 3e>ijie6. raaexa 
1869, Nr. 2 [Lecanium vitis Linn. ist in Russland nicht beobachtet). Diese Art 
tritt an den Reben in Rußland bisweilen außerordentlich häufig auf. Nedzielski 
theilt uns mit , daß die Schildläuse sich im Herbst mit einem weißen Flaume be- 
decken und in Gruppen zu etwa 20 Individuen versammeln, auf diese Weise Nester 
an den Knospen, in den Blattwinkeln, in den Rindenrissen der Rebenstämme u. s. w. 
bildend ; oder auch sie gehen in die Erde , bis zu einer Tiefe von über ein Fuß, 
wo die befruchteten Weibchen absterben , mit ihrem flaumigen Körper die Eier 
bedeckend, welche überwintern. Es kommt aber auch vor, daß bei früh eintreten- 
der Kälte im Herbst die Insecten unbefruchtet unter der Erde Schutz suchen und, 
den Winter über fortlebend und an den Wurzeln der Weinstöcke saugend , den 
Tod dieser letzteren veranlassen. Die Blätter, Zweige und Trauben, die von dieser 
Coccide besucht werden, werden mit einer süßen Flüssigkeit bedeckt und an diesen 
Stellen entwickelt sich häufig ein Pilz (Fumago salicina Tul. ?) . Die Fortpflanzung 
oben erwähnter Cocciden ist noch sehr ungenau bekannt; ebenda, p.455 — 468. 

Pulvinarta innmnerahilis Rathv., siehe oben Putnam, Biolog. and other Notes. 

Guerinia tinctoria Targ. Tozz. hat als Parasit die Sphaerocera subsultans Mayer (?) , 
Cryptochaetum grandicorne Rond. ; Targioni Tozzetti, Soc. Ent. Ital., Re- 
soconti 187 9 (erschienen 1880), p. 18. 

Ein kleiner weißer Acarus ist zwischen den Eiern des MytUaspis pomorum manchmal 
beobachtet und lebt vielleicht von diesen; Maskell, a. a. 0. XI, p. 194. 

Die Lecaniiden werden von Coniomyceten sehr häufig infestirt ; ebenda, p. 204. 

Ein kleiner Vogel, das Weißauge, Zosterops, pflückt den Dactylojnus calceolariaeMank. 
von den Pflanzen; ebenda, p. 219. 

Maskell, W. Nl., On a Hymenopterous Insect parasitic on Coccidae, in Transact. Xew-Zea- 
land Inst., Vol. XI, Art. XVII, p-. 220—230, Tab. IX. 

Ctenochiton perforatus Mask. hegt als Parasit eine neue Proctotrupide, Diapria 
coccophaga Mask. 

Parasita. 

Megnin, P., Les Parasites et les maladies parasitaires. SO. Paris 1880. (Chapitre IV, 
p. 72—102). 
Der Verfasser behandelt erst die Pediculiden p. 72 — 79 und die Ricinen p. 79 — 
96, weiche den Menschen und die Hausthiere angreifen, gibt p. 96 ein Verzeichnis 
der angeführten Arten nach ihren Wirthen geordnet und spricht endlich p. 97 — 
102 über die von den Läusen verursachte Prurigo und die Mittel dagegen. Ab- 
gebildet sind : Pediculus capitis de Geer, p. 74, Fig. 28, Phthirins ingimialis Denny, 
p. 75, Fig. 29, Haerfiatopinus tenuirostris Burm., p.78, Fig. 30, Trichodectes equi 
Denny, p. 82, Fig. 31, Doecophorus icterodes Denny, p. 84, Fig. 32, Goniodes styli- 
fera Denny, p. 84, Fig. 33, Goniocotes gigas Megn., p. 86, Fig. 34, Nirmus ungu- 
sticeps Gieb., p. 88. Fig. 35, Lipeurus bacillus Denny, p. 89, Fig. 36, Colpocephalum 
longicaudum Nitsch,p. 91, Fig. 37, C. turhinatum Denny, p.92, Fig. 38, Menop)on 
pallidum Denny, p. 92. Fig. 39, Trinoton conspitrcatum. Denny, p. 93, Fig. 40 und 
Gyropus gracilis Nitsch, p. 95, Fig. 4 1 . — Neue Arten sind: Goniocotes gigas, 
p. 85, Fig. 34 und Nirmus heterotypus, p. 87, diese auf Lophophorus impeyanus 
lebend. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Parasita. 171 

Piaget, E,, Les Pediculines, Essai monog'raphique. Leiden 1880. 40. I. Text p. 714. II. 
Tafeln. 

p. I — XXIX gibt der Verfasser eine historische Einleitung über Systematik 
und Biologie, p. XXX — XXXIX findet sich die resp. Litteratur über Pediculinen 
angegeben. Der Verfasser theilt diese Thiere in drei Familien ein und behandelt 
so p. 1 — 407 die Familie der Philopteridae mit 9 Gattungen, p. 409 — 614 die der 
Liotheidae mit 1 Gattungen und endlich p. 61 7 — 660 die der PedicuUdae mit 6 Gat- 
tungen ; p. 660 — 6S0 finden sich einige Addenda ; p.öSl — 696 ein Verzeichnis 
der Pediculinen nach ihren Wirthen (69 Arten Säugethiere und 310 Vögel) ge- 
ordnet. 

Folgende neue Gattungen und Arten sind beschrieben : 

Familie Philopteridae. 

p. 7 und 8 eine Synopsis der 9 Gattungen, unter denen: 

Akidoproctiis n. g., p. 7 und 208 : Antennis maris et feminae similibus, quinque-ra- 
ticulatis ; ante-capite profunde crenulato ; segmento ultimo abdominis conico vel 
acuminato. (Siehe unten.) 

Docophorus^W^oh. p. 1 6 Übersicht von zwölf die Vögel iufestirenden Arten, unter denen 
neu: D. nudipes, p. 26, Taf . I, Fig. 6, von Brachyotus otus. [Einige von anderen 
Verfassern beschriebene Arten sind hier, wie auch in übrigen Gruppen dem Ver- 
fasser unbekannt geblieben und werden nur kürzlich erwähnt.] p. 31 Übersicht 
von zehn auf Scansores schmarotzenden Arten, von denen sechs neu : B. forßcvia, 
p. 32, Taf. II, Fig. 1, von Pyrrhocorax alpinus, jn-oirusns, p. 3?!, Taf. II, Fig. 2, 
von Carpophaga bicolor, angusto-clypeaüts, p. 34. Taf. II, Fig. ?-, von Platycerys 
Barrabandi, assimilis, p. 35, Taf. U, Fig. 6, von Paradisea viridis , latichjpeatus , 
p. 37, Taf. II, Fig. 9, von Cuculus flabelliformis, obcordatus, p. 38, Taf. 11, Fig. 11, 
auf Scytrops Novae-Hollandiae ; p. 42 Übersicht von 27 Arten und drei neuen Va- 
rietäten, die die Insessoren infestiren ; die neuen sind: D. rotimdatus , p. 47, 
Taf. III, Fig. 5, von Corvus corone, albklus^ p. 4 8, Taf. III, Fig. 6, vonCorvus enca, 
communis, var. cardinaiis, p. 58, Taf . IV, Fig. 5, von Carduelis cucullata, var. pyr- 
rhulae, p. 58, von Pyrrhula vulgaris, var. passeris, p. 59, von Passer domesticus, 
var. garrtdae , p. 59, Taf. IV, Fig. 7, von Bombycilla garrula, compar , p.6I, 
Taf. VII, Fig. 1, von Loxia curvirostra, depressus, p. 64, Taf. IV, Fig. 8, von Ma-^ 
laconotus icterus, leoiitodon var. gracuhe, p. 67, Taf. V, Fig. 2, von Gracula re- 
ligiosa, var. affinis, ebenda, Fig. 3, von Sturnus cristatellus aus Java, var. suh- 
acuta, p. 68, von einem Lamprotornis, ysly. fcmorafa, p. 68, von Dacelo princep;-'., 
actiüis, p. 68, Taf. V, Fig. 4, von Paradisea azurea, fvrßcidoides, p. 72, Taf. V, 
Fig. 6, von Alcedo sp. aus Java, setosus, p. 74, Taf. V, Fig. 7, von Tropidorrhyn- 
chus moluccensis ; p. 76 u. 77 Übersicht von 21 auf Grallatoren lebenden Arten, 
von denen neu: D. jjroductus, p. 87, Taf. VI, Fig. 8, von Ardea sp. aus Java, 
continuus, p. 88, Taf. VI, Fig. 9, aufPorphyrio smaragdinus aus Java, cmarginatns, 
p.92, Taf. VIII, Fig. 1, von Ibis peregrina, angidatus, p. 93, Taf.VIII, Fig.5(Wirth 
unbekannt), indicus, p. 98, Taf. VII, Fig. 6, von Tantalus lacteus aus Java, pla- 
tyclypeatus, p. 100, Taf. VIU, Fig. 4, von Anastomus lamelligerus aus Madagascar, 
anfennatns, p. 101, Taf. VIII, Fig. 6, auf Dromas ardeola, dilcäatus, p. 102, Taf. IX, 
Fig. 3, auf Bernicla brenta, biptistulatus, p. 103, Taf. IX, Fig. l, von Ardea egretta 
aus Java, nirmdides, p. 104, Taf. IX, Fig. 2, von Numenius arquatus ; p. 105 uud 
106 Übersicht von dreizehn Arten und einer Varietät, die auf Urinatoren schma- 
rotzen, von denen neu: D. hreviantemmtus, p. 108, Taf. IX, Fig. 9, von Sula au- 
stralis, püosus, p. 116, Taf. X, Fig. 4, von Phoenicopterus antiquorum, hrevmiacu- 
latm, p. 119, Taf. X, Fig. 7. von Bernicla brenta, duhius, p. 120, Taf.X, Fig. 8, 
von Xulla mangola. In den Addenda finden sich noch D. mactdipes , p. 661, 



172 F- Arthropoda. 

Taf. LIV, Fig. 3, von einem Picus aus Bangka, trabecula, p. 662, Taf. LIV, Fig. 4, 
von Dicrurus retifer, Inngiceps , p. 663, Taf. LIV, Fig. 6, von Bracliypteracias 
leptosomns aus Madagascar. 

Nirnms Kitsch, p. 122. Übersicht von 63 Arten und Varietäten, p. 125 — 128. Neue 
sind : iV. angidatus, p. 134, Taf. XI, Fig. 4, von Strix flammea, paraboliceps, p. 135, 
Taf. XI, Fig. 5, von Psittacus aterrimus, coniceps, p. 136, Taf. XI, Fig. 6, Buceros 
Cassidix, subacutus, p. 137, Taf . XI, Fig. 7, von Scissirostrum Pagei aus Celebes, 
lad/asoiaius, p. 1 4 3, Taf. XI, Fig. 11, von Xulla mangola, paUichis, p. 144, Taf. XI, 
Fig.42, von Ptilorhynchus buccoides ausSalawatti, plati/clypeaüis, p. 145, Taf. XII, 
Fig.l, von Motacilla sdha, fraier, p.l45, Taf. XII, Fig. 2, von Lamprotornis ame- 
thystina aus Habesch, dilatato-fasciatus, p.l47, Taf. XII, Fig. 4, von Eudynamis pi- 
catus aus Ternate, acutus, p. 148, Taf. XII, Fig. 6, von Edolius sp. aus Celebes, 
brachythoraxW\i^Q]x. var. cech-orum , p.l51, Taf. XII, Fig. 2, von Parvaria cu- 
cullata, var. modulm-is, p. 151, von Acceutor modularis, acutangulatus, p. 156, 
Taf. XIII, Fig. 5, von Gracula religiosa, nigra- sigi^atns, p. 157, Taf. XIII, Fig. 6, 
von Gracula javanensis, bicurvatus, p. 159, Taf. XIII, Fig. 8, vonVidua paradisea, 
longipes, p.l60, Taf. XIII, Fig. 9, von Scissirostrum Pagei, mgromarg'matus, p.l66, 
Taf. XIV, Fig.l, von Euplocamus Horsfieldi, aciäo-fasciatus, p. 172, Taf. XIV, 
Fig. 5, von Plotus melanogaster aus Java, interruptus, p. 173, Taf. XIV, Fig. 6, 
von Phalacrocorax carbo , dispar, p.l74, Taf. XIV, Fig. 7, von Carbo sulcirostris, 
trimaculatus, p. 174, Taf. XIV, Fig. 8, von Ciconia leucocephala aus Celebes, bi- 
color , p. 175, Taf. XIV, Fig. 9, von Vanellus cristatus und Phalaropus hyper- 
boreus, inaequalis, p.l76, Taf.XV, Fig.l, von Numenius torquata, brevipes, p.l79, 
Taf . XV, Fig. 3, von Tringa subarquata, signatus , p. 186, Taf.XV, Fig. 8, von 
Recurvirostra avocetta, zonarim var. subsc a Iuris , p. 189, Taf. XVII, Fig. 8, von 
Phalaropus hyperboreus, scalaris, p.l90, Taf. XVII, Fig. 2, von Machetes pugnax 
und' Calidris arenaria, lineatus, p.204, Taf. XVI, Fig. 7, von Xema Sabinei. In 
den Addenda ^finden sich noch folgende neue Arten : goniodes, p. 665, Taf. LV. 
Fig. 1, von Coua seriana aus Madagascar, biocellatus, p. 666, Taf. LV, Fig. 2, von 
Pica leucoptera, sexmaculatus, p. 666, Taf. LV, Fig. 3, von Dicrurus retifer, seta, 
p.667, Taf. LV, Fig. 4, von Muscicapa sp. aus Celebes, quadrisetaceus, p. 668, 
von Rhynchaea variegata aus Sumatra, parvuhis, p. 669, Taf. LV, Fig. 6, von 
Gallinula chloropus. 

Akidoproctus n. gen. (siehe oben;, p. 2ü8. Neue Arten : A. marginatus, p. 209, 
Taf. XVII, Fig. 4, von Larus spinicauda, hifasciatus^ p. 210, Taf. XVII, Fig. 5, 
von Dromas ardeola. maxiinus, p. 212, Taf. XVII. Fig. 6, von Dendrocygna ar- 
borea, vagans und guttata; zu derselben Gattung gehört auch stenoj^ygus l^'iUch. 

07icop/inmsB,nd., p. 213. Übersichtvon acht Arten, p. 214. Neue : O. a/ßnis, p. 217, 
Taf. XVUI, Fig. 3, von Rougetius Bernieri aus Madagascar, bisetosus, p. 217, 
Taf. XVIU, Fig. 7, von Rallina plumbeiventris, tricolor und isabellina, sulcatus, 
p. 218, Taf. XVIII, Fig. 5, von Parra sinensis, fallax, p. 220, Taf. XVIII, 
Fig. 6, von Porphyrio melanotus aus Australien, snbfallax, p. 221, Taf. XVIII. 
Fig. 7, von Porphyrio melanopterus aus Celebes, imgidculatus, p. 671, Taf. LV, 
Fig. 8, von Eurylaimus cuculatus aus Sumatra. 

Goniocotes^wrm., p. 223. Übersicht von vierzehn Arten und einer Varietät. Neu: G. 
2Kdlidomaculatus, p. 227, Taf. XIX, Fig. 2, von Perdix javanica, bisetosus, p. 228, 
Taf. XIX, Fig. 3, von Gastrogon linearis, chrysoccplmlus Gieb. var. rotundiceps, 
p. 233, von Phasianus Reevesi, /«scmif««, p. 236, Taf. XIX, Fig. 11, von Nym- 
phicns Novae-Hollaudiae, major, p. 239, Taf. XXI, Fig. 1, von Megapodium 
rubripes, minor, p. 241, Taf. XXI, Fig. 2, von demselben ; latus, p. 672, Taf. LV, 
Fig. 9, von Goura coronata, menadensis, p. 672, Taf. LVI, Fig. 1, von Macro- 
pygia menadensis. 



8. Hexapoda. II. Hemiptera. d) Parasita. 173 

Grmiodes Nitsch, p. 241. Übersicht von 29 Arten und einer Varietät, p. 244 — 246. 
Neu: G. assimüis, p. 248, von Francolinus capensis, ocrea, p. 252, Taf. XX, 
Fig. 6, von Megapodium rubripes, longipes^ p. 253, TLaf. XX, Fig. 7, von Crax 
galeata, minor, p. 256, Taf. XXI, Fig. 3, von Columba tigrina, risoria, bitor- 
quata und domestica, subdUatatiis, p. 257, Taf. XXl, Fig. 4, von Tinamus varie- 
gatus, laticeps, p. 259, Taf. XXI, Fig. 6. von Tinamus Julius, spinösus , p. 261, 
Taf. XXI, Fig. 7, ebenda, complanatus , p. 262, Taf. XXI, Fig. 8, von Tinamus 
obsoletus, setosus, p. 263, Taf. XXI, Fig. 9, von Tinamus variegatus, acideatus, 
p. 266, Taf. XXII, Fig. 2, von Momotes Lessini, dissimilis Nitschvar. bankiva, 
p. 269, latifasciatns, p. 269, Taf. XXII, Fig. 4, von Euplocamus ignitus, major, 
p. 274, Taf. XXIV, Fig. 1, von Crossoptilum aureum, parviceps, p. 27 7, Taf. 
XXIII, Fig. 2, von Pavo cristatus, Mcvspklatns, p. 278, Taf. XXIII, Fig. 3, von 
Tragopan satyrus, excavatus, p. 281, Taf. XXIII, Fig. 4, von Tinamus canus, 
elongatus, p. 281, Taf. XXIII, Fig. 5, von Perdix coturnix ; fasciatiis (n. sp. ?), 
p. 673, Taf. LVI, Fig. 3, von Treron vernans, laevis, p. 673, Taf. LVI, Fig. 2, 
von Cryptonyx coronatus. 

Lipeimis Nitsch, p. 284. Übersicht von 60 Arten und zwei Varietäten, p. 288 — 291. 
Neu: L. oviceps, p. 295, Taf. XXIV, Fig. 4, von?, elongatm, p. 297, Taf. XXIV, 
Fig. 3, von Spizaetos cirratus, quadrimaculatus, p. 298, Taf. XXIV, Fig. 8, von 
Struthio camelus, albiolus, p. 300, Taf. XXIV, Fig. 5, von Carocopsis vasa und 
nigra, circumfasciatus , p. 301, Taf. XXIV, Fig. 6, von Platycercus melanurus, 
interrupto-fasciatus, p. 302, Taf. XXIV, Fig. 7, von Eclectus sinensis, angusticeps, 
p. 306, Taf. XXV, Fig. 4, von Procellaria cinerea, snbangusticeps, p. 308, Taf. 
XXV, Fig. 5, von ThalassidromaLeachi, graciUcornis, p. 309, Taf. XXV, Fig. 6, 
von Fregata minor, signatus, p. 310, Taf. XXV, Fig. 7, von Anastomus lamelli- 
gerus, \ax.atrata, p. 312, von Ardea caledonica aus Celebes, var. jxdlida, p. 312, 
von A. albolineata aus Celebes, praelongns, p. 312, Taf. XXV, Fig. 7*, von Tan- 
talus lacteus, aequalis, p. 315, Taf. XXVI, Fig. 1, von Phoenicophaeus caloryn- 
chus aus Celebes, leucopggus Wii^ah. var. minor, p. 320 (= leticoproctus (Nitsch), 
w&r. fasciata [= stellaris Benny) , p. 321, parviceps, p. 321, Taf. XXVI, Fig. 6, 
von Sterna hirundo, grandis, p. 323, Taf. XXVI, Fig. 7, von Thalassidroma pe- 
lagica, muiabilis, p. 324, Taf. XXVII, Fig. 1, von Procellaria glacialis und ca- 
pensis, emarginatus, p. 328, Taf. XXVIII, Fig. 2, von Totanus ochropus, longipes, 
p. 329, Taf. XXVUI, Fig. 3, von Tinamus obsoletus, latus, p. 330, Taf. XXV, 
Fig. 1, von Rheaamericana, /o??yicorms (=?5remcorri 25 Denny), p. 334, Taf. XXVII, 
Fig. 3, vonPhalacrocorax carbo und cristatus, setosus, p. 335, Taf. XXVII, Fig. 4, 
von Phalacrocorax sulcirostris, subsetostis, p. 336, Taf. XXVII, Fig. 5, vonPhala- 
crocorax melanotus, brevicor^iis , p. 337, Taf. XXVII, Fig. 6, von Carbo sulci- 
rostris aus Celebes, anmdatus, p. 340, Taf. XXVII, Fig. 10, von Sula fusca, 
bifasciatus, p. 342, Taf. XXVIII, Fig. 1, von Pelecanus crispus, squalidus Nitsch 
var. major p. 346, von Anas gibberiformis, var. colorata, von Anas melanotus aus 
Madagascar, var. pallida, auf Cygnus buccinator, var. antennaia, von Cygnus 
atratus, alle diese p. 346, thoracicus, p. 346, Taf. XXX, Fig. 6, von Anas rad- 
jah, unicolor, p. 354, Taf. XXVIII, Fig. 6, von Perdix javanica, inaequalis, 
p. 355, Taf. XXVUI, Fig. 7, von Megapodium rubripes, appendicidatus , p. 356, 
Taf. XXVn, Fig. 8, ebenda, var. major, p. 357, von Tinamus canus, docophoroi- 
des, ]). 357, Taf. XXVIII, Fig. 9, von Ortyx californicus, dissimilis, p. 359, Taf. 
XXIX, Fig. 1, von Ortyx virginianus, tricolor, p. 363, Taf. XXX, Fig. 4, von 
Diomedea fuliginosa, intermedius, p. 368, Taf. XXIX, Fig. 7, von Euplocamus 
ignitus, longus, p. 370, Taf. XXIX, Fig. 8, von Trogopan satyrus; femoratus, 
p. 675, Taf. LVI, Fig. 7, von Eclectus sp. aus Celebes, megalöps, p. 675, Taf. 
LVI, Fig. 8, von Cryptonyx coronatus aus Madagascar, parumseiosus, p. 676, 



174 F- Arthropoda. 

Taf. LVI, Fig. 7, von Rhynchaea laevigata aus Sumatra, wwmaius, p. 67 7, Taf. 
LVI, Fig. 6, von Cryptonyx coronatus, aus Sumatra und Madagascar, phtycly- 
peatm, p. 678, Taf. LVI, Fig. 5, von Perdix sp. aus Celebes, exilicomis, p. 679, 
Taf. LVI, Fig. 9, von Sterna sp. aus Banka. 

Ornithuhius Nitscli, p. 37 S. Drei Arten, keine neu. 

Trichodectes Witsch , p. 379. Übersicht von 21 Arten, p. 382. Neu T. inaequalis, p. 
388, Taf. XXXU , Fig. 3, von Herpestes iclineumon, parumpüosus (= equi 
Denny), p. 397, Taf. XXXII, Fig. 5, von Equus caballus, var. ocellata, p. 398, 
von Equus Burchelli, var. tarsata, p. 399, von javanesischen Pferden, tibialis 
(= longicornis Denny = cer^J/Redi, forte), p. 399, Taf. XXXU, Fig. 6, von Cervus 
dama, forficula, p. 400, Taf. XXXII, Fig. 7, von Cervus porcinus, crenulatus, 
p. 402, Taf. XXXII, Fig. S. von Antilope albifrons, appendimlatus, p. 403, Taf. 

XXXIII, Fig. 1, von Antilope subgutturosa , ikiIMus , p. 405, Taf. XXXU, 
Fig. 9, von Nasua fusca, penicillatus, p. 406, Taf. XXXU, Fig. 10, von Macro- 
pus penicillatus. 

Familie Liotheidae. 

P. 412 u. 413 Übersicht von neun Gattungen, unter denen: 
Boopia nov. gen., p. 413 und .599: Capite lateribus fortiter reflexis , sinn orbitali 
nuUo vel vix distinguendo , antennis margiues capitis superantibus , temporibus 
rectangulariter prominentibus, oculis maximis, simplicibus; unguiculis duobus. 
Menopon Nitsch, p. 413. Übersicht auf Raubvögeln lebender (zwei) Arten, p. 417, 
von denen neu: fulvofasciatum, p. 417, Taf . XXXIII, Fig. 3, von Buteo vulgaris, 
var. minor, p. 418, von Accipiter nisus ; Übersicht auf den Scansoren lebender 
(5) Species, neu: parumpilumm. p. 421, Taf. XXXIU, Fig. 6, von Trichoglossus 
ornatus, aciäiceps, p. 422, Taf. XXXUI, Fig. 7, von Sittace aravanna, bifurcatum, 
p. -423, Taf. XXXV, Fig. 10, von Psittacus erithacus, semUunare, p. 424, Taf, 
XXXUI, Fig. 8, von Cuculusorientalis ; Übersicht von zwölf auf den Corviuen schma- 
rotzenden Arten, neu: obovatum, p. 429, Taf. XXXIV, Fig. 1, von Corvus sca- 
pulatus, \ax. intermedia, p. 430, von Corvus torquatus , ovatimi, p. 431, Taf. 

XXXIV, Fig. 6, von Corvus scapulatus, trinohm, p. 431 , Taf. XXXIII, Fig. 10, 
von Corvus validissimus, pilosimi, p.. 432, Taf. XXXUI, Fig. 9, von Corvus senex, 
albiceps, p. 437, Taf. XXXIV, Fig. 4, von Garrulus caledonicus, ,y^ar;r/?<m, p. 438, 
Taf. XLII, Fig. 5, vonEurylaimuscucuUatus; Übersicht von achtzehn die Insessoren 
infestirenden Arten , p. 43S u. 439, neu: M.ßavescens , p. 439, Taf. XXXV, 
Fig. 9, von Sturnus cristatellus, quadrifasciahim , p. 440, Taf . XXXV , Fig. 6, 
von Passer domesticus, breviventre, p. 441, Taf . XXXV, Fig. 8, von Pastor tricolor, 
scltum, p. 442, Taf. XLU, Fig. 6, von Copsychus mindanensis, inaequale, p. 443, 
Taf. XXXV, Fig. 1, von Lanius collurio, parvulnm, p. 445, Taf. XXXV, Fig. 4, 
von Cypselus apus, parviceps, p. 446, Taf. XXXVI, Fig. 3, von Alauda arvensis, 
meniscus, p. 447, Taf. XXXVI, Fig. 7 , von Emberiza lapponica, delicatubim, p. 
448, Taf. XLII , Fig. 7 , von Picnonotus ochrocephalus, sjmiosnm, p. 449, Taf. 
XXXVI, Fig. 4 und 5, von Cardinalis virginianus und cuculatus , germanum, p. 
450, Taf. XXXVI, Fig. 1 , von Pogonorhynchus RoUeti, crassipes, p. 450, Taf. 

XXXV, Fig. 7, von Epimachus magnificus, integrum, p. 451, Taf. XXXV, Fig. 5, 
von Chalibaeus viridis, duhium , p. 452, Taf. XXXVI, Fig. 6, von Edolius lon- 
gus, subrotundum, p. 453, Taf. XXXV, Fig. 2, von Gracula sulcirostris , perfo- 
rattim, p. 453, T. XLII, Fig. 9, von Eremophila chrysolaena ; Übersicht von 18 
auf den Gallinen lebenden Arten und 1 Varietät, p. 456 u. 457; neu sind: M. 
latuni [='^ gigcmteum Denny), p. 457, Taf. XXXVII, Fig. 1 , von Tauben, mena- 
dense, p. 458, T. XLII, Fig. 8, von Macropygia menadensis, triseriatum, p. 460, 
Taf. XXXVI, Fig. 3, von Gallus bankiva , hngipalpe , p. 461, Taf. XXXVIIL 



8. Hexapoda. 11. Hemiptera. d) Parasita. 175 

Fig. 2, von Gallophasis melanotus , prochictmn [=">. fulvomaculatum Denny), p. 

461, Taf. XXXVII. Fig. 8 , von Phasianus pictus und colchicus, var. major, p. 

462, von Lophophorus splendens , albicans^ p. 463, Taf. XXXVIII, Fig. 3, von 
Eupiocamus Horsfieldi, tmisericaum, p. 464, Taf. XXXVII, Fig. 4, von Phasianus 
praelatus, lativulvalum, p. 465, Taf. XXXVII, Fig. 6, von Megapodium rubripes, 
laii/asciatum, p. 467, Taf. XXXVUI, Fig. 4, von Tetrao urogallus, biseriatnm, p. 
469, Taf. XXXVII, Fig. 2, von Gallophasis Cuvieri , unicohr^ P-471, Taf. 
XXXVIII, Fig. 5, von Perdix javanica, tarsatum^ p. 472, Taf. XLII, Fig. 4, von 
Cryptonyx coronatus aus Madagascar, abdoininale, p. 473 , Taf. XXXVI, Fig. 9, 
von Perdix cothiirnix, appendiculatum , p. 473, Taf. XXXVI, Fig. S, von Perdix 
cinerea ; Übersicht von zwölf auf den Grallatoren lebenden Arten, p. 475 , neu : 
abnorme, p. 4SI, Taf. XXXVIII , Fig. S, von Galliuula haematopus , concretum^ 
p. 4SI, Taf. XXXVIII, Fig. 9. von Porphyrio melanopterus, gracüe^ p. 4S2, 
Taf. XL, Fig. 1, von Porphyrio smaragdinus. atrofulvxim, p. 483, Taf. XXXIX, 
Fig. 2, von Platalea leucorodia, /(?mom/e , p. 4 87, Taf. XXXIX, Fig. 8, ebenda, 
sulcatum^ p. 485, Taf. XXXIX, Fig. 7, von Ardea egretta , temporale, p. 487, 
Taf. XXXEX, Fig. 6, vonLeptoptilus argala; Übersicht von fünfzehn die Urinatoren 
infestirenden Arten, neu: albesceus, p. 491, Taf. XLI, Fig. 4, von Sula austra- 
\h, fusco-fasciatiim. p. 492, Taf. XL, Fig. 9, von Lestris pomarina, interjmlatum , 
p. 493, Taf. XLII, Fig. 1, von?, gramliceps , p. 494, Taf. XLI, Fig. 6, von 
XuUa mangola, brevithoracicum , p. 495, Taf. XLI, Fig. 2, von Cygnus musicus 
und nigricollis, albo/asciatam , p. 496, Taf. XL, Fig. 6, von Tadorua vulpanser, 
intermedium, p. 497, Taf. XL, Fig. 4, von Atagen minor, obscurum, p. 497, Taf. 
XL, Fig. 8, von Anas radjah, brevipalpe, p. 498, Taf. XL, Fig. 5, von Phalacro- 
corax carbo, brevißmbriatum, p. 499, Taf, XLI, Fig. 1, von Procellaria glacialis, 
longithoracicum, p. 500, Taf. XLI, Fig. 5, von Procellaria cinerea, eurtim, p.502, 
Taf. XL. Fig. 3, von Carbo javanicus, titan, p. 503, Taf. XL, Fig. 7, von Pe- 
lecanus onocrotalus ; longitarsus, p. 504^ Taf. XLI, Fig. 7 , von Halmaturus gi- 
ganteus, extraneum, p. 506, Taf. XLII, Fig. 2, von Cavia cobaya. 

Ancisiroma Westw., p. 507 mit A. procellaria Westw. 

Colpocephalum Nitsch, p. 508. Übersicht von fünfzig Arten, unter denen neu: macu- 
latum, p. 516, Taf. XLIII, Fig. 1, von Polyborus brasiliensis , subpachy gaster, 
p. 517, Taf. XLIII, Fig. 2, von Strix noctua, flammea und passerina, caudattim 
Gieb. var. major, p. 519, von Gypogeranus serpentarius, dissimile, p. 520, Taf. 
XLIII, Fig. 4, von Milvus aegyptius, seiosum, p, 521, Taf. XLIII, Fig. 5, von 
Cathartes gryphus, pustulatum, p. 522, Taf. XLIII, Fig. 6, von Gypogeranus 
cirratus, longipes, p. 524, Taf. XLIII, Fig. 7, von Eclectus puniceus, trimanda- 
tum, p. 525, Taf. XLIII, Fig. 8, von Platycercus palliceps und Barrabandi, palli- 
dum, p. 526, Taf. XLIII, Fig. 9, von Piictolophus moluccensis , elongatum, p. 529, 
Taf. XLIV, Fig. 2, von Pyrrhocorax alpinus, parviceps, p. 531, Taf. XLIV, 
Fig. 4, von Lamprotornis aenea, biseriatum (n. sp.?), p. 532, von Gracula java- 
nensis; parumpilosum, p. 536, Taf. XLIV, Fig. 8, von Lophophorus resplendens, 
spinosnm, p. 537, Taf. XLIV, Fig. 9. von Francolinus capensis, majus, p. 538, 
Taf. XLIV, Fig. 10, von Megapodius rubripes var. Duperreyi , minus, p. 539, 
Taf. XLV, Fig. 1 , von Megapodius rubripes var. Giberti und var. Freycinetti, 
truncatum, p. 540, Taf. XLV. Fig. 2, von Grus cinerea, atrofasciatum , p. 542, 
Taf. XLV, Fig. 3, von Grus communis und pavonina, abdominale, p. 543, Taf. 
XLV, Fig. 4, von Grus leuchachen , assimile, p. 544, von Grus americana, im- 
portunimi '^\i^c\i YSiY . major, p. 549, von Ardea garcetta, gracile, p. 555, Taf. 
XLVI, Fig. 5, von Platalea leucorodia, umhrinum, p. 556, Taf. XLVI, Fig. 6, 
von Tringa subarquata und cinerea, grandiceps, p. 558, Taf. XLVI, Fig. 7, von 
Haematopus ostralegus, pustulosmn (= umbrinum Gieb.), p- 559, Taf. XLVI, 



176 F- Arthropoda. 

Fig. 8, von Machetes pugnax, biculor, p. 561, Taf. XLVII, Fig. 1, von Strepsi- 
las interpres, uniseriatimi, p. 562, Taf. XLVII, Fig. 2, von Recurvirostra avocetta, 
spinulosmn, p, 563, Taf. XLVII, Fig. 3, von Limosa melanura, sulcatum, p. 565, 
Taf. XLVII, Fig. 5, von Sterna nigra , crassipes, p. 566, Taf. XLVII, Fig. 6, 
von Sterna poliocerca, /?/s«)jes, p. 567, Taf. XLVII, Fig. 7, von Larus domini- 
canus, angulaticeps , p. 569, Taf. XLVII ^ Fig. 8, von Fregata minor, mciszmi, 
p. 569, Taf. XLVII, Fig. 9, von Phaeton flavirostris aus Madagascar, ellipticum, 
p. 570, Taf. XLVin, Fig. 1, von Xulla mangola, subßavescens , p. 571, Taf. 
XLVin, Fig. 2, von Xenorhynchus Senegal ensis, heterosoma, p. 572, Taf. XLVIII, 
Fig. 3 u. 4, von Phoenicopterus antiquonim. 

Nitschia Denny, p. 573. Fraglich als neu ist N. tibialis, p. 576, Taf. XLVIII, Fig. 
5, von Cypselus apus beschrieben. 

Laemoboihrium WitSiCh, p. 577. Neu: L. titan, p. 578, Taf . XLIX, Fig. 1, von Mil- 
vus aetolicus, emarginatum, p. 584, Taf. XLVIII, Fig. 8, von Gallinula haema- 
topus. 

TVmofo« Nitsch, p. 587. Neu: T. contimmm, p. 591 (fraglich als Art oder nur Va- 
rietät von conspurcatum Nitsch) von Cygnus, /ewora^?<m, p. 593, Taf. XLIX, Fig. 
4, von Phoenicopterus antiquorum, inter medium, p. 595, Taf. XLIX, Fig. 5, von 
Anas radjah, spmosum, p. 596, Taf. XLIX, Fig. 6, von Mareca Penelope. 

Boopia n. gen., p. 599 (siehe oben) mit B. tarsata n. sp., p. 599, Taf. L, Fig. 1, 
von Phascolomys fossor. 

Physostomum Witsch., p. 601. Neu: Ph. thoracimm, p. 606, Taf. LI, Fig. 1, von 
Centropus eurycercus aus Sumatra. Ph. bombycillae Denny ist in intermedium 
p. 605 umgetauft, Taf. L, Fig. 4. 

Enrum Nitsch, p. 607. Keine neue Arten. 

G^y;-o/?i« Nitsch, p. 608, Neu: G. turbinaüis, p. 612, Taf. L, Fig. 7, von Arcto- 
mys marmotta. 

Familie Pediculidae. 

Pag. 618 ist eine Übersicht der sechs Gattungen, von denen: 

Haematwnyzus n. g., p. 618 und 658 : Capite tubuliformi, antennis quinque-articu- 
latis, pedibus unguiculis duobus instructis. 

Pediculus Leach, p. 619. Fraglich als neu wird beschrieben: P. consobrinus, p. 627, 
T. LI, Fig. 4, von Ateles pentadactylus. 

Phtirius Leach, p. 628, nur mit Pht. inguinalis Leach. 

Pedicinus Gerv., p. 630. Neu sind: P. longiceps , p. 632, Taf. LI, Fig. 7, von 
Semnopithecus pruinosus, breviceps, p. 633, Taf. LII, Fig. 1, von Cercopithecus 
mona. 

HaemaiojnnushQa.ch, p. 638. Übersicht von neunzehn Arten, p. 635 und 636. Neu: 
tibialis, p. 646, Taf. LII, Fig. 8, von Antilope maori, mit var. antennata, p. 647, 
von Antilope sp., und var. appendictdata, p. 647, von A. subgutturosa ; macro- 
cephalus Burm. var. colorata, p. 654, von Equus asinus. 

Echinophtirius Gieb., p. 656 mit E. setosus Luc. 

Haematomyzus n. gen. (siehe oben), p. 658, mit H. proboscideus n. sp., p. 658, 
Taf. LIV, Fig. 2, von Elephas. 

Rougemont, de: Compte rendu de Touvragefde M. E. Plaget sur les PedicuUnes. in: Bull. 
Soc. Scienc. Nat. Nent. T. XII, 1. p. 150—157. 

Eine Notiz von der vorstehend referirten Arbeit Piaget's. Der Verf. discutirt 
speciell die Pediculinen des Menschen, besonders mit Hinsicht auf die Descendenz- 
Theorie ; dabei hervorhebend , daß eine Transformation ganz nothwendig ange- 
nommen werden muß um den Ursprung der menschlichen Läuse zu erklären ; ob 



8. Hexapoda. III. Orthoptera. 177 

dies progressiv oder retrograd, kann nicht sicher nachgewiesen werden, doch 

nimmt der Verf. das letztere an. 
Taschenberg, O., jjher Aie Synonymie \oti Goniocotes hologasfer. Mit Abbild, in: Zeitschr. 
f. ges. Naturw. v. Giebel. Bd. 52. p. 104—107. Taf. I. Fig. 10. 
Goniocotes hologaster Denny, von G. hologaster Nitsch verschieden, wird G. gigas 

genannt. [Schon 1879 erschienen.] 
Docophorus papuanus n. sp., Südseeinseln, auf Paradisea papuana, Giebel, Zeitschr. 

f. ges. Naturw., Bd. 52, p. 475. 
Goniodes longepilosus n. sp., Südseeinseln, auf Seleucides alba, ebenda. 
Nirmus malus, Südseeinseln, auf Seleucides alba, ebenda. 



III. Orthoptera (incl. Thysanoptera et Thysanura). 

(Referent: Dr. Herrn. Krauss in Wien). 

Orthoptera. 

Burmeister, H., Cephalocoema und Phylloscyrtus, zwei merkwürdige Orthopteren-Gattun- 
gen der Fauna Argentina. Mit 1 col. Taf. in : Abhandl. Naturforsch. Ges. Halle, 
Bd. 15. Heft 1. p. 1—20. Sep. Halle. 1880. (S. Acridiidae und OnjUidae.) 

Lomnicki, M. , Orthopterologische Notizen, in: Berichte d. Physiograph. Commiss. d. 
Acad. d. Wiss. Krakau. 1879. Bd. 13. p. 124—129. 

A. Nähere Angaben über neue oder seltenere Orthopteren : Myrmecophila acer- 
t;on<m Panz., Orphania dcnticauda GhaXTp., 3feconema varium Fah., Thamnotrizon 
FrivaldszJit/i Herm. , Decticus hicolor Phil., Chrysochraon dispar Hey er. 

B. Orthopteren der Umgegend von Böbrka und Przemyslany : 25 Arten. 

C. Orthopteren der Umgegend von Lubien: 14 Arten. 

D. Orthopteren der Umgegend von Rzeszöw: 24 Arten. 

E. Orthopteren der Umgegend von Czarnohora : 16 Arten. 

(In polnischer Sprache. Nach Zoolog. Anz. 3. Jahrg. Nr. 61. p. 363.) 
Malfatti, G. , Intorno ad alcune specie di Ortotteri genuini Lombardi. Lettera al Prof. 
Targioni-Tozzetti. in: Atti della Soc. Ital. Sc. Nat. Vol. 22. Sep. Milano. 1879. 
12 p. 
Mit Bezug auf zwei Arbeiten Pirotta's über die Orthopteren-Fauna der Lom- 
bardei liefert Verf. hier einen Nachtrag zu genannter Fauna und stellt zur leich- 
teren Übersicht die neuen Fundorte in Tabellenform denen Pirotta's gegenüber. 
Die 4 1 aufgeführten Arten vertheilen sich in folgender Weise auf die Familien : 
Mantidae 1 A., Acridiidae 24 A., Locustidae 14 A., Gryllidae 2 A. Neu für die 
Lombardei sind folgende 6 Arten: Pezotettix alpinus KoU. , Saga serrata Fab., 
. Thamnotrizon sfriolatiis Fleh . , JEp/iippiger terresirisYevs., Gryllus burdigalensisLiSitY. 
*Schöyen, W. M. , Supplement til H. Siebke's Enum. Insect. Norveg. Fase. I — II. in: 
Christiania Vidensk. Selskab. Forhandl. 1879. Nr. 3. 
Ein für Norwegen neues Orthopteron. (Nach Katter, Entomolog. Nachr. 
6. Jahrg. Litter. Rev. p.6.) 
Scudder, Samuel H., List of Orthoptera collected by Dr. A. S. Packard, Jr. in the We- 
stern United States in the summer of 1877. With plate. Author's Edition. 1880. 
Extr. from the Second Rep. U. S. Entomolog. Commission. Appendix II. p. 23 
— 2S. Plate XVII. 

47 Arten aus den westlichen Unionsstaaten: Vancouver's Isl., Washington Terr., 
Oregon, California, Montana, Idaho, Nevada, Utah und Colorado. Dieselben ge- 

Zool. Jahresbericht. 1880. II. 12 



178 ^- Arthropoda. 

hören zu folgenden Familien: Blattidae 2 A., Acridiidae 36 A., Locustidae 6 A. 
(darunter Xiphidium ensifemm Scudd. , brevipenne Scudd., fasciatum Serv. , deren 
Vorkommen im Westen bisher nicht bekannt war), Gryllidae 3 A. 8 Acridier- 
Arten sind als neu beschrieben is. Tryxalklae, Oedipodidae, Acridiidae s. str.) . 
Auf der Tafel sind einige derselben, sowie schon früher beschriebene Arten (s. 
Oedipodidae, Acridiidae s. str.) abgebildet. 

Blattidae. 

a. Fossile Blattiden. 

Geinitz, F. Eugen, Die Blattinen aus der unteren Dj-as von Weissig bei Pillnitz. Mit 1 
Taf. in: Nova Acta Ac. Caes. Leop. Carol. Bd. 41. P. II. Nr. 7. p. 423—442. 
Sep. Halle. 1880. 40. 

Revision der in dem unterdyadischen Brandschiefer von Weissig bei Pillnitz in 
Sachsen gefundenen Blattinenreste (7 Arten sind unterschieden] mit Rücksicht auf 
Scudder's Monographie (s. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 546 — 548). 

Blattina {Anthracoblattina) abnormis E. Gein. neuer Name für Anthracoblattina 
sopita Scudd. Bemerkenswerth durch die Asymmetrie beider Oberflügel , die in der 
Größe, Form, insbesondere in der Nervatur von einander abweichen. Eingehende 
Beschreibung und sorgfältige Abbildung des relativ gut erhaltenen Exemplares 
p.423 — 436; Bl.[Anthrarohl.] spectabilis^afA^.I ^. ^'M (m.Abb.); Bl. [Anthra- 
cobl.) porrecta Gein. p. 441 im. Abb.). 

Blattina [Etohlattina] flabellata Germ. var. n. dyadica Gein. (Synon. : Gerahlat- 
tina Münsteri Scudd.) p. 437 (m. Abb.) ; Bl. [Etobl.) carbonaria Germ. var. n. 
Deichmülleri Gein. p. 439 (m. Abb.) ; Bl. [Etobl.] elongata Scudd. Ergänzung 
der Beschreibung Scudder's p. 440 (m. Abb.) ; Bl. [Etobl.] Weissigemis Gein. 
p. 441 (m. Abb.). 

b. Blattiden der Jetztzeit. 

Kadyi, H., Einige Worte über die Entstellung der Eierkapseln von Periplaneta orientalis. 
in: Kosmos, eine Zeitschr. d. poln. Naturf. Ges. Kopernicus. Krakau. 1879. p. 
241. (In polnischer Sprache.) Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 61. p. 363. 

Mantidae. 

Lucas, H., Eremiaphila Aristidis n. sp. Isthmus von Suez, in: Annal. Soc. Entom. 

France. 5e Ser. T. lü. 2. Trim. Bull. Entom. p. LXXV. 
Wood-Mason, J., On the systematic Position of some little-known Asiatic Mantodea with 

Description of two new Species belonging to the Genus Hestias. in: Proc. As. 

Soc. Beng. Calcutta , November 1879. — Abstr. in: Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 

5. Nr. 27. p. 261—262. 

Das Genus Hestias Sauss. ist in der Subfamilie der Harpayidae in die Nähe von 
Acromantis und Verwandte zu stellen. Außer der typischen Art, H. Brunneriana 
Sauss. werden noch zwei weitere schon beschriebene Arten in dasselbe eingereiht, 
nämlich Pachymantis Rogenlioferi Sauss. und Mantis [Oxypilus, phyllopus De Haan, 
ferner sind zwei Arten als neu beschrieben: Hestias pictipes n. sp. Marble Rocks 
(Jabalpur) in Ceutral-Indien, p. 261 ; H. inermis n. sp. Q Näga Hills, p.262. 

Oxyjjilus Serv. ist von den 3Iantidae auszuscheiden und zu den Harpagidae zu 
stellen und zwar zwischen Hestias und Sigerpes. Als asiatische Arten werden Ce- 
ratomantis Saussurii W.-M. und Mantis [Oxypilus) bicingulata De Haan angesehen. 



8. Hexapoda. III. Orthoptera. Phasmidae. 179 

Wood-Mason, J., Description of SUjerpes occidentalis , the Type of a new Genus of Man- 

todea from West-Africa. in: Proc. As. Soc. Beng. Calcutta, November 1879. — 

Abstr. in: Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 5. Nr. 27. p. 263. 

Sigerpes n. gen. gehört in die Subfamilie Harpagidae zunächst den Genera Oxy- 

pilus und Hestias. Gattungscharactere ? In das neue Genus wird Sibylla iridens 

Sauss. und die ihr nahestehende neue Art Sigerpes occidentalis n. sp. Sierra Leone, 

p.263 eingereiht. 

Wood-Mason, J., Synopsis of the Species of Choeradodis, a remarkable Genus of Mantodea 

common to India and Tropical America, in: Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 6. 

August, p. 160—162. 
Bezüglich des Vorkommens des Genus Choeradodis Serv. hebt Verf. als bemer- 
kenswerth hervor, daß es ähnlich wie Mastax [Acridiidae] in Indien und im tropi- 
schen America Repräsentanten aufzuweisen hat. Die Arten werden hauptsächlich 
je nach dem Fehlen oder Vorhandensein eines schwarzen Flecks an der Innenseite 
der Vorderschenkel und dessen Lage am Schenkel unterschieden ; darnach nimmt 
Verf. folgende schon beschriebene Arten an: Choer. strumaria Lin., rhomhicollis 
Latr., laticollis BevY. , r/iomboidea 8to\\ , squilla &a,uss., von denen zwei [rhomhi- 
collis und rhomboidea) bei Saussure als Synonyma von strumaria aufgeführt sind, 
eine Art Saussure's Choer . cancellafaFah . ist dagegen als fragliches Synonym zu 
strumaria Lin. gezogen. Synonyma und Fundorte der einzelnen Arten sind ange- 
führt. Außerdem werden als neu beschrieben: Ch. Servillei n. sp. Q Cache (Costa 
Rica), Chiriqui, p. 161 ; Ch. Sidlii n. sp. Ecuador, p. 162. 

Phasmidae. 

Riley , Charles V., The thick-thighed Walking-Stick [Diapheromera femorata Say). in: 
Report of the Entomologist. Author's Edition. Washington 1879. p. 36 — 40. Plate 
III. From the Ann. Rep. of the Depart. of Agricult. for the year 1878. 
Ausführliche Arbeit über die Naturgeschichte dieses Insects namentlich mit Rück- 
sicht auf das schädliche Auftreten desselben , eine Thatsache , die um so interes- 
santer, als bisher über die Schädlichkeit irgend eines Repräsentanten dieser Familie 
nichts bekannt war. Dieses im Allgemeinen harmlose Thier trat an manchen Orten 
der Ver. Staaten (Ithaca, Yates Cty. [New York], Esperance Farm) so massenhaft 
auf, daß es durch Abfressen der Blätter an verschiedenen Holzarten insbesonders 
an Eichen , Rosen beträchtlichen Schaden anrichtete ; so wurden, um ein Beispiel 
anzuführen, auf der genannten Farm im Jahre 1S74 25 Morgen Waldland, be- 
stehend hauptsächlich aus jungen Eichen, total entlaubt und im Jahre 1876 trat 
das Insect daselbst noch zahlreicher auf. Aus den biologischen Details, die Verf. 
gibt, möge folgendes hervorgehoben sein: Die kleinen 2,8mm langen, glänzend 
schwarzen , ovalen Eier werden im Spätherbst vom § abgelegt und zwar läßt es 
sie einfach von seinem erhöhten Standpunkt auf Gesträuchen und Bäumen aus 
zur Erde fallen , so daß zu dieser Zeit au Orten , wo das Thier häufig ist , durch 
das Auffallen der Eier am Boden ein Geräusch wie durch Regentropfen erzeugt 
hörbar wird. Die Eier bleiben zwischen und unter dem abgefallenen Laub den 
Winter hindurch liegen und im Mai erfolgt das Ausschlüpfen der Jungen. Doch 
findet man auch im Verlaufe des Sommers noch junge Thiere. Die Stabschricke 
hat beim Verlassen des Eis eine Länge von 4 , 5 mm , Fühler und Beine nicht mit 
inbegrifi"en ; ihre Färbung ist in der ersten Zeit blaß gelb-grün. Unter günstigen 
Umständen geht das Wachsthum sehr rasch vor sich , und kann das Ende dessel- 
ben schon nach 6 Wochen erreicht sein. Mit dem Alter geht die grüne Färbung 
meist in verschiedene Nuancen von Grau oder Braun über, so daß die Farbe 
des Thieres mit dem jeweiligen Stadium der Vegetation der Eichen, auf denen es 

12* 



180 F- Arthropoda. 

lebt, genau correspondirt. Snow war der erste, der darauf aufmerksam macht, 
daß dies Insect verwüstend nur jedes zweite Jalir auftrete und es wurde constatirt, 
daß sehr viele Eier zwei Winter hindurch am Boden liegen bleiben bevor sie zur 
Entwicklung gelangen. Als ihre natürlichen Feinde werden Krähen und kleinere 
Vögel aufgeführt, außerdem mehrere Wanzen [Arma, Podisus, Acholla] . So lange 
die Thiere jung sind und sich am Boden halten, kann Geflügel, das sie gerne frißt, 
zu ihrer Vertilgung benutzt werden. Als bestes Mittel gegen ihr schädliches Auf- 
treten gibt Verf. an, die Eier im Winter zu zerstören, entweder durch Umgraben 
des Grundes oder durch Verbrennen des Laubes. Auf der beigegeben Tafel sind 
mehrere erwachsene Thiere in characteristischer Stellung auf einem Eichenzweig 
sitzend zur Darstellung gebracht, außerdem Eier und die eben auskriechenden 
Jungen. 

Äcridiidae. 

Thomas, Cyrus, The Äcridiidae of Illinois. With cuts. in : Ninth report of the State En- 
tomologist on the noxious and beneficial Insects of the State of Illinois. Spring- 
field. 1880. p. 73—140. 

In der Einleitung wird die Terminologie und die Classification der Acridier be- 
handelt. Der specielle Theil enthält Schlüssel zur Bestimmung der Genera und 
Species der in Illinois bisher aufgefundenen Acridier. Die 39 Arten sind ausführ- 
lich beschrieben und die Mehrzahl derselben in Holzschnitten zur Abbildung ge- 
bracht. Zum Schlüsse bespricht der Verf. die Eiablage und postembryonale Ent- 
wickelung von Caloptenus spretus , atlantis und feniur- rubrum, das schädliche 
Auftreten einiger Arten, unter welchen Calopienus fetmtr-rubrnm in Illinois als die 
schädlichste anzusehen ist, sowie die verschiedenen Mittel zu deren Vertilgung. 

Proscopidae. 

Burmeister, H. , Cephalocoema und Phylloscyrtus , zwei merkwürdige Orthopteren-Gat- 
tungen der Fauna Argentina. I. Cephalocoema. Mit Taf . I. Fig. 1 — 7. in: Abhandl. 
Naturforsch. Ges. Halle. Bd. 15. Heft 1. p. 3—12. 

Verf. erörtert die Gattungscharactere in ausführlicher Weise und setzt die 
Unterschiede zwischen diesem Genus und Proscopia auseinander. Bei Proscopia 
wird noch insbesondere auf die Geschlechtsunterschiede aufmerksam gemacht, die 
Klug in seiner Monographie (Horae physicae Berolin. 1820) nicht berücksichtigt 
hat. Demzufolge ist eine Anzahl der Klug'schen Arten einzuziehen, da die Ge- 
schlechter unter verschiedenen Namen von ihm beschrieben sind : Proscopia gi- 
gantea Q =Pr. oculata(^ ; Pr. hispida Q. =Pr. brevirostris (f ; Pr. punctata Q = 
Pr. acuminatat^; Pr. scabra Q =Pr. ruficornisc^ ; Pf- gramtlata Q = Pr . opM- 
opsis Q^. 

^ In Bezug auf die Lebensweise der Cephalocoema - Arten theilt Verf. mit , daß 
diese Thiere auf Feldern, im Grase, oder an ofi"enen Waldstellen im Sonnenschein 
leben und sich nach Art der Phasmen ziemlich langsam bewegen. Nur eine Art 
[C. sica Serv.) ist bis jetzt beschrieben, folgende sind als neu aufgeführt : Gepha- 
locoema lancea n. sp., Challao (Mendoza), Entrerios, p. 7 (m. Abb.); C. costulata 
n. sp., argentinische Republik, p. 9 (m. Abb.); C. calamus n. sp., im Norden der 
argentinischen Republik (Villa Occidental, Corrientes), p. 11. 

Tryxalidae. 

Camerano, Lorenzo, Osservazioni intorno allo Stenolothrus silirictis [lArm.). Torino. 1880. 
4 p. Estr. dagli Atti R. Accad. delle Sc. di Torino. Vol. 15. 



8. Hexapoda. III. Orthoptera. Acridiidae. 181 

Verf. berichtet über das Resultat seiner Untersuchung der secuudäreu Ge- 
schlechtscharactere (birnförmige Anschwellung der Vordertibia und höckerige Er- 
weiterung des Pronotum) bei dem (j^ der genannten Art. Die ausführliche Arbeit 
H.Alex. Pagenstecher 's über denselben Gegenstand: Die blasenförmige Auf- 
treibung der Vorderschieneu bei den Männchen von Stenohothms Sibiriens , Archiv 
f. Naturgesch. 30. Jahrg. 1. Bd. 1864. p.26— 31, Taf.I.B. ist dem Verf. unbe- 
kannt geblieben. Wesentlich Neues bringt er nicht bei und kommt auch bezüglich 
der Function genannter Bildungen zum gleichen Schluß wie Pagenstecher, in- 
dem er nämlich annimmt, daß die blasenförmigen Tibien den <^ als Haltapparat bei 
der Begattung dienen, und daß dieser Entwickelung der Tibien eine kräftigere 
Entwickelung der Musculatur entspricht, die wiederum eine Vergrößerung des 
Pronotum zur Folge hat. Zum Schlüsse bespricht Verf. das Vorkommen dieser Art 
in Nord-Italien und insbesondere in den Alpen Piemonts. 
Gomphoceriis shastajius n. sp., Mount Shasta, Cal. , zwischen Tannen, Scudder, 
n. Rep. U. S. Entom. Comm. Appdx. E. p. 25 (m. Abb.). 

Oedipodidae. 

Stauronotus maroccanus Thunb. , schädlich in Sicilien, Calabrien und Sardinien im 
Jahre 1871. Bullett. Soc. Entom. Italiana. Vol. 12. Trim. 3. p.252. 

St. rriaroccanus Thunb. [St. cruciatus Fab.) richtete im Juli 1879 in Andalusien in 
den Olivengärten durch Abfressen der Blätter Schaden an. Girard, Maurice, 
Annal. Soc. entom. France. 5« Ser. T. 10. Trim. 1. Bullet, ent. p.XXVHI. 

St. maroccanus Thunb. ist die in Spanien am häufigsten schädlich auftretende Heu- 
schrecke «langosta«. Anal. Soc. Espan. Hist. Nat. T. 8. 1879. Actas, Noviembre, 
p. 88—90. 

Rjeschetin, N. L., Über eine nachahmende Form von Oedipoda coerulans L. (In russischer 
Sprache.) Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 71. p. 600. 

Roebuck, Wm. Denison, Locusts in Yorkshire. in: The Naturalist (Yorkshire). Vol. 6. 
Octob. p. 42—43. 
Berichtet über das Vorkommen einzelner Exemplare von Pachytylus cinerascens in 
Yorkshire (Goole, Bradford , Leeds etc.) im September 1880 und gibt an, daß 
derselbe seit 1876, wo er in der gleichen Gegend zahlreich aufgetreten, zum ersten 
Male wieder zur Beobachtung gelangt sei. Larven sind keine gefunden worden, 
so daß unentschieden bleibt, ob das Insect eingewandert oder einheimisch. 

Cani7itda atrox Scudd. Scudder, H. Rep. U. S. Entom. Comm. Appdx. H. p. 25 
(m. Abb.). 

Arphia frigida Scudd. Scudder a. a. 0. p.26 (m. Abb.). 

Circotettix maculatus n. sp. Q^. Sierra Nevada, Gipfel, Juli. Scudder a.a.O. p. 26 
(m. Abb.). 

Trimerotropis latifasciafa n. sp. Q. Wallula, Wash., Lake Point, Utah, Aug., Sept. 
Scudder a.a.O. p.26; T. similis n. sp. (^f . Wallula, Wash. Scudder a. a. 0. p. 27; 
T. caeruleipesu. sp. Portland, Oreg., Sissons, Cal. Scudder a.a.O. p. 27; T. vin- 
ctdata Scudd. Scudder a. a. 0. p. 27 (m.Abb.). 

Psinidia uallula n. sp. Reno, Nev., Sissons, Cal., Wallula, Wash., Dallas, Oreg., 
August. Sept. Scudder a. a. 0. p.27 (m. Abb.). 

~ Acridiidae s. str. 

Berg, Carlos, Sinonimia y distribucion geografica de la Langosta peregrina [Acridium 

(Schistocerca) peregri7iuin (Oliv.) Stal]. in: Anal. Soc. cient Argent. T. 9. p. 275 

—277. 
Besprechung der Synonymie und Verbreitung dieser Wanderheuschrecke. Be- 



•[Q2 F. Arthropoda. 

züglich der ersteren ist zu erwähnen, daß der Verf. Acridium cancellatum und car- 
neipesServ., s,o\Yie Acr. para7}ense Burm. mit ihr vereinigt. In America wurde 
sie in folgenden Ländern gefunden : Republica Argentina , Banda Oriental del 
Uruguay, Paraguay, Chile, Brasil, Mexico. 
Cleveland, A. , Relation between Meteorology and the Grasshopper or Locust Pest, in: 
Americ. Naturalist. Vol. 14. Nr. 10. Octob. p. 735 -738. 

Bespricht den Einfluß der Temperatur auf die Entwicklung der Heuschrecken- 
eier und hebt hervor , wie werthvoll es für den Landwirth wäre , die Zeit des 
Ausschlüpfeus der Heuschrecke genau zu kennen, um darnach seine Vorkehrungen 
zu treffen. Leider ist die Kenntnis der Bodentemperatur in einer Tiefe von einem 
halben bis zu zwei Zoll vorerst noch mangelhaft, so daß sie nur aus der Lufttem- 
peratur approximativ zu entnehmen , wodurch Fehler in der Berechnung unver- 
meidlich. Bis jetzt steht nach Riley' s Untersuchungen fest , daß in leichtem, 
trockenen, sandigen Boden bei gleichförmiger Temperatur von 50° F. die Eier zu 
ihrer Entwicklung 65 Tage, bei 60° F. 60 Tage, bei 70° F. 55 Tage und bei 
80° F. 50 Tage nöthig haben ; eine Temperatur von 15° F, vernichtet die Eier. 

*Riley, Ch. V., The philosophy of the movements of the Rocky Mountain locust. in: 
American Assoc. for the advancem. of Science. Proceed. 27th. meet. Salem 1879. 
p. 271—276. (Nach Leopoldina, 16. Heft. Nr. 9—10. Mai 1880. p. 73.) 

, Dimorphism in hocusts (Ac7-icUdae). in: American Entomologist, Sept. p. 219 — 220. 

Anschließend an die unten ref. Arbeit Scudder's sowie an eine frühere Arbeit 
dieses Forschers (Bost. Soc. Nat. Hist. March. 1878) über dimorphische Formen 
von Caloptenus ^ erklärt der Verf. , daß er schon im Jahre 1876 (Missouri Entom. 
Rep. VIIL p.ll5, note) dieselbe Bemerkung gemacht, daß nämlich einige als 
Pezotettix beschriebene Arten nur kurzflügelige Formen von Caloptenus seien. 

Scudder, S. H., A few notes on N. Americ. Acridii. in: Canadian Entomologist. London, 
Ont. Nr. 4. April, p. 75—76. 

Über kurzflügelige Cahptenus-FovmQn, die bisher zu Pezotettix gestellt wurden : 
Pezotettix plagosus Scudd. und Caloptenus Turnhulli Thom. gehören zu einer und 
derselben Species ; Pezotettix ahditum Dodge und Caloptenus junius Dodge scheinen 
gleichfalls zusammenzugehören, ebenso Pezotettix nigrescens Scudd. und Melanoplns 
[Caloptenus) clypeatus Scudd. ; Pezotettix Scudderi Uhler gleicht Melanoplus glau- 
cipes Scudd. ; endlich ist Pezotettix enigma Scudd. offenbar nur eine kurzflügelige 
Form von Melanoplus collaris Scudd. und auch Pezotettix jucunda Scudd. ist viel- 
leicht nur eine verkümmerte Form derselben Art, mit noch kürzeren Flügeln. 
Thomas, Cyrus, Locusts in the Northwest, in: Amer. Entomologist, Sept. p. 225. 

Heuschreckenzüge [Caloptenus spretus) in Glyndon , dagegen wurde am Lake 
Superior keine wandernde Species gesehen. 



Caloptenus italicus, 1878 in der Provinz Terra d'Otranto schädlich. Bullett. Soc. ent. 

Ital. Vol. 12. Trim. 3. p.252. 
Melanoplus Packardü Scudd. ; M. cinereus Scudd. ; M. devastator Scildd. ; M. atlantis 

Ril. Scudder, Rep. H. U. S. Entom. Comm. Appdx. H. p. 24 (m. Abb.). 
Bradgnotes opimus n. sp. Sierra Nevada (Juli), Mount Shasta, Cal. (Waldgrenze), 

Oregon City. Scudder a. a. 0. p. 24, 
Pezotettix Borckii Stal. Scudder a. a. 0, p. 24 (m. Abb.) ; P. pacißcus n. sp. (^. Sis- 

sons, Cal. Scudder a. a. 0. p. 24 (m. Abb.). 



8. Hexapoda. III. Orthoptera. Locustidae. Gryllidae. 183 

LocQstidae. 

Meconemidae. 

Fitch, Edward A., Insects bred from Ct/nijjs Kollari Galls. in: The Entomologist. Lon- 
don. Vol. 13. p. 252—263. ' ' 

3feconema varium Fab. aus Eichengallen gezogen p. 262. Abbildung einer 
jungen Larve p. 252. 
Locustiden-Larve, vielleicht Leptophyes pumtatissima, in großer Menge auf Eichen. 
[Meconema varium Fab. ?Ref.) Bullett. Soc. ent. Ital. Vol. 12. Trim.2. p. 152. 

Gryllacridae. 

Novak, O. , Über Gryllacris hohemica, einen neuen Locustidenrest aus der Steinkohlen- 
formation von Stradonitz in Böhmen, in : Jahrb. Geolog. Reichsanst. Wien. 30. 
Jahrg. Nr. 1. p. 69—74. Taf. II. 

Gryllacris hohemica n. sp. Ein bei Sti'adonitz im blauen, feinkörnigen Schiefer- 
thon aufgefundener Oberflügel wird unter diesem Namen genau beschrieben und 
zur Abbildung gebracht. Am nächsten steht die Art der Gryllacris Brongniarti 
Mantell von Coalbrook Dale (Shropshire) im schottischen Kohlengebirge. — Von 
Orthopteren ist aus dem Kohlengebirge von Stradonitz außerdem noch Acridites 
priscus Andr. bekannt. 

Stenopelmatidae. 

Bolivar, J. , Notes sur les Locustiens cavernicoles d'Europe. in: Annal. Soc. Entom. 
France. 5e Ser. T. 10. 1. Trim. p. 71—72. 

Phalangopsis Linderi Dufour aus den Grotten der östlichen Pyrenäen ist nach 
dem Verf. identisch mit Locusta palpata Sulz. Für diese von Scudder zu Hadenoecus 
gestellte Art errichtet Verf. das Genus : 

Dolichopoda n. gen. Der Hauptunterschied von Hadenoecus liegt in der Be- 
stachelung der Hintertibien, die beim neuen Genus auf jedem Hinterrande mit einer 
Reihe von nicht sehr nahe stehenden Stacheln versehen sind, während sie bei Ha- 
denoecus daselbst kurze, zahlreiche, dicht gedrängte und außerdem jederseits 5 oder 
6 große von einander entfernte Stacheln tragen. Zur Unterscheidung der genannten 
sowie der verwandten Genera : Rhaphidophora Serv. , Troglophilus Krauss und 
Ceuiophilits Scudd. ist eine Bestimmungstabelle gegeben. 

Butler, Arth. G., Description of a new Species of Orthopteron of the Genus Anostostoma 
from Madagascar. With Fig. in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. 2. p. 152—154. 

Anostostoyna alatum n. sp. (^ Antananarivo (m. Abb.). Bemerkenswerth durch 
das Vorhandensein der Flugorgane, die bei den bisher bekannten Arten dieses 
Genus vollständig fehlen. 

Gryllidae. 

Burmeister, H., Cephalocoema und Phylloscyrtus, zwei merkwürdige Orthopteren-Gattun- 
gen der Fauna Argentina. II. Phylloscyrtus Guerin. Mit Taf. I. Fig. 8 — 14. in: 
Abhandl. Naturforsch. Ges. Halle. Bd. 15. Heft 1. p. 12—19. 
Die Charactere dieses ein Übergangsglied von den Grylliden zu den Locustiden 
bildenden Genus werden genau dargestellt. Zur Bestimmung der 7 bis jetzt be- 
kannten Arten (2 davon sind neu) ist ein Schlüssel in lateinischer Sprache beige- 
geben. Die hell gefärbten oft hübsch gezeichneten Arten leben im hohen Grase 



j^§4 ^- Arthropoda. 

und auf den Blättern dazwischen wachsender Stauden , munter von einem Blatt 
zum andern herumspringend. Phylloscyrtus colUurides Gerst. p. 16 (m. Abb.); Ph. 
pidchellus ühler p. 16 (m. Abb.); Ph. amoentis n. sp. Buenos Aires (Mündung des 
Riachuelo) p. 17 (m. Abb.); Ph. setosus n. sp. ebendaselbst p. 18 (m. Abb.). 
Lucas, H., Annal. Soc. Entom. France. 5e2Ser. T. 10. 2. Trim. Bull. p. LXVn— LXVIII. 
Brachytnjpus megacephahis Lefebure bisher nur aus Sicilien bekannt, wurde auch 
in Tunis aufgefunden. 

Forficalidae. 

Bormans, A. de, Etüde sur quelques Forficulides exotiques du Musee royal dH'istoire 
naturelle de Bruxelles. Avec Fig. in : Compt. rend. Soc. Entom. de Belgique. T. 
23. 1. Mai 1880. p. LXVIII— LXXIV. Extr. 8 p. 

30 Arten sind aufgeführt, worunter 1 als neu. Bei den schon bekannten sind 
zum Theil neue Fundorte, so wie Verbesserungen ihi-er Beschreibung gegeben. 

Bormans, A. de, Etüde sur quelques Dermapteres exotiques. in: Anal. Soc. Espan. Hist. 
Nat. T. 9. Cuad. 3. p. 505—515. 

20 Arten, darunter 5 als neu. Bei zahlreichen bekannten Arten Angabe neuer 
Fundorte sowie Vervollständigung ihrer Beschreibung. 

Camerano, Lorenzo, Note intorno allo sviluppo della Forßcula auricularia (Linn.) in: 
Bull. Soc. Entom. Italiana. Vol. 12. Trim. 1. p. 46—50. 

C. fand am 24. Januar 1877 unter Steinen bei Turin die abgelegten in der Ent- 
wicklung schon vorgeschrittenen Eier dieser Art, behütet von dem Q. . Wurden 
dieselben zerstreut, so trug sie das Q wieder zu einem Haufen zusammen, wobei es 
dieselben mittelst der Mandibeln faßt und so fortschleppt. Am 30. Januar begann 
das Ausschlüpfen der Larven. Zur selben Zeit fanden sich im Freien zahlreiche 
erwachsene (;j^. Was die Entwicklung der Larven betrifft, so nimmt der Verf. 
3 Häutungen an. Die erste findet statt, wenn die Larven eine Länge von 6mm 
(ohne Forceps) erreicht haben, die 2. bei 8mm Länge, die 3. bei 12mm. Die 
abgelegte Haut wird unmittelbar nach der Häutung gefressen. Am 10. März 
fand die Eiablage bei einem andern Individuum statt, die aus dieser Brut hervor- 
gegangenen Tlüere waren am 22. Mai ausgewachsen. 
Thermastris Dohrnii Scudd. Vervollständigung der Beschreibung, Bormans a. a. 0. 
p. 505. 

Anisolabis peruviana ■Q..%T^. (^. Central-Peru, Bormans a. a. O.p. 505; A.azteca 

Dohrn var., Bormans a. a. 0. p. 507. 
A. tasmanica n. sp., rf . Tasmanien, Bormans a. a. 0. p. 2 (m. Abb.); A. mar- 

ginalis Dohrn Q erwähnt, das Dohrn nicht kannte, Bormans a. a. 0. p. 3. 
Spongophora nigripennis Scudd. Verbesserung der Beschreibung insbesondere mit 

Rücksicht auf die (^ Zange, Bormans a. a. 0. p. 508. 
Ancist>'ogaster arihritica S)C\xM. Beschreibung des bisher unbekannten Q, Bormans 

a. a. 0. p. 508. 

Labia arcuata Scudd. Beschreibung des bisher unbekannten Q., Bormans a. a. 0. 
p. 509 ; L. chelicluroides n. sp. Q Lechugal, Bormans a. a. 0. p. 509. 

Sparatta Bolivarii n. sp. Central-Peru, Bormans a. a. O.p. 510. Sp.nigrina Stäl(3f 
zum erstenmal beschrieben, Bormans a. a. 0. p. 5 (m. Abb.). 

Forßcula japonicau. sp. Japan (amMeerufer) , B o r ma n s a. a. 0. p. 512 ; F. Sctidderii 
n.sp. Japan, Bormans a.a. 0. p.514; F. ErichsoniDohxn. Ergänzung der Be- 
schreibung, Bormans a. a. 0. p. 7. 



8. Hexapoda. III. Orthoptera. Thysanoptera. Thysanura. 185 

Thysanoptera (Physopoda). 

Tubiilifera. 

Reuter, O. M., Thysanoptera fennica. I. Tubulifera. Fra: Bidrag tili Känned. om Fin- 
lands Nat. och Volk. Helsingfors. 18S0. (26 p.) 

Die in Finnland bis jetzt aufgefundenen 12 Arten aus dieser Familie (Gen. 
Phloeothrips) finden sich sämmtlich in lateinischer Sprache ausführlich beschrieben. 
Die Bestimmung ist durch einen beigegebenen Schlüssel erleichtert. Nur Phl. 
statices Hai. ist von den aufgeführten Arten auch außerhalb Finnlands gefunden 
worden, 8 Arten sind überhaupt neu : 
Phloeothrips nigripesn. sp. Pargas (im Juli fliegend) p. 11; Ph. dentipes n. sp. Insel 
Kyrkslätt im Sept. auf Tanacetum vulgare (?) p. 12 ; Ph. parvipennis n. sp. Yläne 
p. 14; Ph. nodicornis n. sp. Ipsois (Aboa) im Juni auf Lindeniblättern p. 16; 
Ph. simülima n. sp. Artsjö auf Antennaria dioica p. 18 ; Ph. anmdipes n. sp. 
Artsjö (Orimattila) p. 19; Ph. monilicomis n. sp. Insel Pargas an Calamagrostis 
epigejos (?) im August p. 21 ; Ph. apicalis n. sp. ((^ Q.) Hoplax-See (Helsing- 
fors) im Mai unter der Rinde von Populus tremula p. 25. 
Reuter, O. M., A new Thysanopterous Insect of the Genus Phloeothrips found in Scot- 
land and described, in: The Scottish Naturalist. Vol. 5. 1879—1880. July. p. 310 
—311. 

Ihloeothrips setinodis n. sp. Muchalls (Aberdeen) , Dava (Morayshire) (Juli, Au- 
gust) p. 310. 

Phloeotrips oleae und Thrips sp. als Schädlinge der Oliven, erstere Art in Valdarno, 
letztere in Massarosa (Lucca) . Bullet. Soc. ent. Ital. Vol. 12. Trim. 3. p. 250, 

Stenely tra. 

Szaniszio, Albert -v. , Beiträge zur Lebensweise von Thrips frumentarius Beling. in: 
Verh. zool. bot. Ges. Wien. 29. Bd. 2. 1880. Sitzungsber. p. 33—36. 
Verf. berichtet über das Vorkommen der genannten Art in Ungarn seit dem 
Jahr 1876 und schließt daran seine Beobachtungen über die Lebensweise der- 
selben an. Das Thier wurde in verschiedenen Gegenden Ungarns meist auf Weizen, 
sodann auf Roggen und Gerste gefunden, nach der Ernte geht es auf wildwach- 
sende Pflanzen über und dürfte an Wurzeln versteckt überwintern. Die sandkorn- 
großen, gelblichweißen, länglichen Eier findet man am Grunde der Spelzen an der 
Innern Seite der Ährchen. Die Farbe der Larven ist zuerst gelblich oder grau, 
später wird sie zinnoberroth, endlich schwarz. Das fertige Thier vermag mit Hülfe 
seiner Flügel springende Bewegungen auszuführen, ein wirkliches Fliegen wurde 
nicht beobachtet. Bei der Paarung sitzt das (j^ auf dem Rücken des Q . Die ge- 
schlechtsreifen Individuen erscheinen im Frühjahr auf der Halmfrucht, sodann er- 
folgt das Eierlegen und die erwachsenen Larven zeigen sich gegen die Erntezeit. 
Was die Schädlichkeit anlangt, so wird der Ertrag an Getreide bei massenhaftem 
Auftreten wohl vermindert, jedoch wie Verf. meint in kaum bestimmbarer Weise. 

Thysanura. 
Gollembola. 

Haller, G. , Entomologische Notizen, in: Mittheil. Schweiz, ent, Ges. Bd. 6. Heft 1. 
September, p. 1 — 6. 
Mittheilungen über Poduriden p. 1 — 3 ; Lubhockia n, gen. p. 4. (s. Poduridae) . 
Isoioma iurtcensis n. sp. p. 6 (s. Degeeriadae) . 



j[gg F. Arthropoda. 

Smintliuridae. 

Reuter,- 0. M. , Etudes sur les Collemboles. I— III. Avec 1 pl. in: Extraits des Acta 
Soc. Sc. Fenn. T. 13. Helsingfors 18S0. 20 p. 40. 

I. Sur raccouplement du Smmthums p. 1 — 9. Ol fers ist der erste der über 
die Art und Weise der Begattung bei Sminthurus aquaticus Bourl. Nachricht gibt. 
Seine Angaben wurden angezweifelt, da das was er beschreibt allerdings höchst 
merkwürdig und schwer zu begreifen. Er berichtet nämlich, daß er die genannte 
Art so in Copula getroffen habe, daß das größere Q das kleinere (^ auf dem 
Rücken trage uud zwar Rücken gegen Rücken, wobei das (j^ mit seinen Antennen 
die des Q. umfasse und sich dadurch in dieser Lage zu erhalten vermöge. Eine 
derartige Vereinigung soll 4 — 5 Tage andauern, während welcher Zeit das Q. mit 
seiner Last die gewöhnlichen Bewegungen und Sprünge macht. Dem Verf. ist es 
nun gelungen diese Beobachtung bei 2 Arten [Sm. apicalis und elegantulus Reuter) 
zu wiederholen und den Hergang genauer festzustellen. Bei Sm. cqncaUs findet 
die Copula auffallender Weise nur zwischen kleinen ungefähr \/3 mm langen In- 
dividuen statt , während größere Q. , die bis zu 1 mm Länge erreichen und etwas 
anders gestaltete Antennen und Furcula besitzen, nie in Copulation gefunden 
werden. Über 1/3 mm lange (^ kommen nicht vor. Die Antennen der (^ sind in 
höchst eigenthümlicher Weise umgestaltet, indem sie nicht gerade wie die des Q. , 
sondern knieförmig hin und hergebogen und mit sonderbaren Fortsätzen und 
Haaren versehen sind. Sie werden bei der Vereinigung mit dem Q förmlich um 
die Antennen des letzteren herumgewunden, wie das auf der Tafel durch Fig. 9 
versinnlicht ist. Mit Hülfe dieser Befestigung und unterstützt durch das Q , das 
mit seinen Vordertarsen nachhilft , hebt sich das (J^ über den Kopf des ^ ^^^d 
kommt so Kopf an Kopf und Rücken an Rücken auf das Q zu liegen, um in dieser 
Position mehrere Tage herumgeschleppt zu werden , fixirt in seiner schwierigen 
Lage durch die Umschlingung seitens der Antennen. Eine directe Vereinigung 
der beiden G&schlechter zu beobachten gelang bisher nicht, so daß nicht constatirt 
ist aufweiche Weise der Samen zur weiblichen Genitalöffnung übergeführt wird. 
Bei Sm. elegantulus, wo die großen Q gänzlich fehlen, findet die Vereinigung 
gleichfalls auf die oben erwähnte Weise statt, auch die (^ Antennen zeigen den- 
selben secundären Geschlechtscharacter wie bei der vorigen Art. (Hierzu mehrere 
Abbildungen auf der beigegebenen Tafel.) 

n. Sur la fonction du tube ventral ^Vi Sminthurus ^ . 10 — 19. Durch sorg- 
fältige Beobachtung ist es dem Verf. gelungen über die Function des so merk- 
würdigen Ventraltubus der Collembolen, über welche bisher verschiedene An- 
sichten herrschten, ins Klare zu kommen. Er fand nämlich durch directe Beob- 
achtung an Sminthurus- Ariers., daß die Thiere mittelst dieses Organs einen Theil 
des für ihr Leben unentbehrlichen Wassers in den Körper aufnehmen, wodurch 
die Ansicht De Geer's, der sich schon im Jahre 174U in ähnlichem Sinne über die 
Function desselben ausgesprochen, eine Ansicht die jedoch unbeachtet geblieben, 
ihre Bestätigung fand. Ganz neu ist die Beobachtung der Art und Weise, wie sich 
die Thiere das zur Aufnahme bestimmte Wasser verschaffen. Einzelne Körper- 
theile, so insbesondere die letzten Antennenglieder, die Schenkel und Tibien, so 
wie die ganze hintere Partie des Abdomens sind mit hygroscopischen Haaren be- 
setzt, auf denen sich Wasser aus der Atmosphäre niederschlägt. Mittelst der Tar- 
salklaue wird wenn das Thier sich Wasser verschaffen will, eine hygroscopische 
Körperpartie sehr lebhaft gerieben und das Resultat dieser raschen Bewegung 
zeigt sich bald in Gestalt einer klaren Wasserperle, die an dem betreffenden Kör- 
pertheil entsteht und sodann zwischen den Klauen zum Munde geführt wird. In 
demselben Moment, in welchem der Wassertropfen den Mund erreicht, woselbst 



8. Hexapoda. III. Orthoptera. Thysanura. 187 

er zum Theil aufgesaugt wird, treten die langen Säcke mit äußerster Schnelligkeit 
aus dem Ventraltubus bis zum Munde hervor, fassen den Tropfen zwischen sich 
und gehen ebenso plötzlich, einen Theil des Wassers mit sich führend, wieder in 
die Röhre zurück. Bald wird bei dem Manöver nur 1 Fuß benutzt, bald 2 be- 
nachbarte , bisweilen sogar alle 3 der einen Seite^ und hierbei fällt der Wasser- 
tropfen besonders reichlich aus. — Bei Isotoma, deren Tubensäcke viel kürzer 
sind, so daß sie direct den Mund nicht erreichen können, hat Palmen beobachtet, 
daß das Thier seinen Körper halbkreisförmig biegt, dadurch den Mund in die 
Nähe des Ventraltubus bringt und auf diese Weise die Wasseraufnahme mittelst 
der Säcke möglich macht. (M. Abbildungen). 

III. Diagnosesde deux especes nouvelles du genre Sminthurus p. 20. Sminthurus 
apicalis n. sp. Pargas, Kökar (Aland), Helsingfors. Auf stehendem Gewässer. 
(M. Abb.); S. elegantidus n. sp.Nyland, Pargas bei Aboa, Aland. Auf stehendem 
Gewässer. (M.Abb.). 

Reuter, O. M. , Sur raccouplement chez deux especes de l'Ordre des Collemboles. in: 
Entomologisk Tidsskr. Bd. 1. Haft 3 og 4, p. 159—161. (Mit Holzschnitt.) 

, Sur la fonction du tube ventral des Collemboles. in: Entomologisk Tidsskr. Bd. 1. 

Haft 3 og 4. p. 162—163. 

Auszüge aus der oben referirten Arbeit, in denen Neues nicht enthalten ist. 

Degeeriadae. 

Isotoma Timcensisn. sp., Zürich in feuchtem Erdmoos. Haller, G., Entomolog. 
Notizen in: Mitth. Schweiz, ent. Ges. Vol. 6. Heft 1. Sept. 1880. p. 6. 

Poduridae. 

Haller, G., Entomologische Notizen, in: Mittheil. Schweiz, ent. Ges. Vol. 6. Heft 1. Sept. 
1880. p. 1—6. 

1. Mittheilungen über Poduriden p. 1 — 3: Ac/wruies jmrpnrascens huhh . Ende 
Februar auf Schneewasser in einem Waldwege (Kanton Bern) in großer Menge ; 
A. Sc/mppln n. sp. oder vielleicht A. rti/escens Nie. Ende Mai bei Oberthal (Kan- 
ton Bern) in einem lichten Tannenwald auf der Waldstraße in solchen Massen, 
daß am Boden weinrothe Flecke entstanden, p. 3. 

2. LubbocMa n. g. p. 4. (S. das folg. Ref.) 

Haller, G., Miscellanea arthropodologica. II. Luhhockia ein neues Anurophorengenus. in: 
Zeitschr. f. d. ges. Naturwissensch. 3. Folge. Bd. 5. p. 749 — 752. (Mit Holz- 
schnitten). 

Luhhockia n. g. Dieses schon in der vorhergehenden Arbeit characterisirte neue 
Genus wird hier mit einigen geringfügigen Abweichungen noch einmal beschrieben ; 
Körper cylindrisch, Segmente inäqual. Augen? Antennen gestreckt, um ein 
Weniges länger als der Kopf, fünfgliedrig. Nebenkralle an den 4 vorderen Füßen 
sehr klein, kaum zu erkennen, deutlicher an dem 3. Paare. Keine Schuppen oder 
kolbenförmige Haare, dagegen nahe dem Hinterrande des Körpers 2 starke leicht 
gebogene Dornenpaare. Springgabel sehr klein. Achorutes ähnlich, p. 749 
(a.a.O.p. 4.). L. caerulea n. sp. Zürich in Gesellschaft von Isotoma viridis Mtül. 
in Moos, Genf p. 750 (m. Abb.) (a. a. 0. p. 4.). 

Peters, W., Sitzungsber. Ges. naturforsch. Freunde. Berlin. Nr. 3. 16. März 1880. 
p. 55. 
Podura aquatica de Geer massenhaft bei Oderberg in der Mark. 



j§§ F. Arthropoda. 

Lipuridae. 

Ridley, Henry N. , A new Species of Liimra. in: The Entom. Monthly Mag. Vol. 17. 
June. p. 1 — 2. 
Lipura aurantiaca n. sp. New Radnor (April) . 

Thysanura s. str. 

Campodeadae. 

Barnard, W. S. , Campodea fragilis Meinert. With Fig. in: Amer. Entomologist. Aug. 
p. 199. 
Bericlitet über das Vorkommen dieser Art in Ithaca, N. Y., woselbst sie in 
feuchter sandiger Erde lebt. Ebendaselbst in Gärten Degeeria lamtginosa Nie, 



Beide Arten sind abgebildet. 



Lepismidae. 



Ridley, Henry N. , A new Species of 3Iachilis. in: The Entom. Monthly Mag. Vol. 17. 
June. p. 2 — 3. 
Machilis b?-evicornis n. sp. Radnor Forest unter Steinen auf trockenen Plätzen. 

Diploglossata. 

Meinert, Fr., Om Ordenen Diploglossata. in: Vidensk. Medd. Naturh. Foren. Kjoben- 
havn. 1879—1880. 3. p. 343—346. 

Eingebende Besprechung der Arbeit H. de Saussure's über Hemimerns tal- 
poides Walk. s. Zool. Jahresber. f. 1S79. p. 561.) Nach Meinert ist die genannte 
Art" als eine Mittelform zwischen Orthopteren und Thysanuren anzusehen, indem 
sie den ersteren bezüglich ihrer Form und dem Habitus nach , den letzteren aber 
bezüglich der Mundbildung am nächsten steht. 



IV. Pseudo-Neuroptera. 

(Referent: Prof. H. Hagen in Cambridge, Mass.). 

a) Palaeontologie. 

Scudder, Samuel H., The Devonian Insects of New Brunswick, in: Anniversary Memoirs 
of the Boston Sog. of Nat. Hist. 1880. 4to. 41 p. plate 1. (Abschnitt IX. General 
Summary ist abgedruckt in Amer. Journ. of Sc. Febr. 1881. Vol. 21. p. 111 — 117, 
als : Relation of Devonian insects to later and existing types. 

Die Insecten, 6 Arten, für vier ist die Gegenplatte theilweise erbalten, wurden 
1862 von Prof. C. F. Hartt bei St. John gefunden, von Scudder 1S65 beschrieben 
und abgebildet, und in 10 verschiedenen Werken mehrfach wieder abgedruckt. 
Gegenwärtig sind neue genauere Abbildungen und neue sehr ausgedehnte Be- 
schreibungen gegeben. Die Stellung der Arten im System ist besprochen, und vier 
neue Familien aufgestellt. Abschnitt IX. General Summary enthält eine Anzahl 
Folgerungen als Resultat der Arbeit, Abschnitt X. (von Princ. Dawson) die geolo- 
gischen Verhältnisse der Schichten, aus welchen die Insecten stammen, und die 
Pflanzen dieser Schichten. Die Arbeit ist mit sichtbarer Vorliebe und Mühe ge- 
fertigt. »Da die einfacheren devonischen Insecten gewisse Verwandtschaft mit den 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. a) Palaeontologie. 189 

Ephemeren zeigen, so ist eine ausführliche Schilderung des Flügelbaues der leben- 
den Ephemeren vorausgeschickt, um als Basis zum Vergleich zu dienen« (p.4 — 6) . 
Diese Schilderung enthält einige Irrthümer, so über die Vorderrandadern von 
Lachlania und OUgoneuria. Nach einem von Eaton abgebildeten Fragment einer 
Ephemere aus Solenhofen wird als neue Art Hexagenites Wei/enherghii aufgestellt 
und beschrieben. (Die Art ist als Ephemera cellulosa Hag. lange beschrieben und 
hat nichts mit Hexagenia gemein. Daß unter den 6 Arten keine Ephemere sich be- 
findet, macht die Schilderung des Geäders für diese Arbeit unnöthig. Ref.) 

Platephemera antiqua. Die frühere Beschreibung und Abbildung ist in 10 ver- 
schiedenen Werken wiederholt, und überdies in 6 anderen ohne Art -Namen er- 
wähnt. Die Beschreibung p. 7 — 13 schließt mit der Nahestellung der Art zu Dic- 
tyoneura und Verwandten. (Es ist nicht erkannt, daß P. antiqua die apicale Hälfte 
eines Libellenflügels ist; die Spitze fehlt. Alle Verhältnisse der Adern, die vom 
Verf. als characteristisch für seine neue Gattung und als Unterschiede von den 
bekannten Ephemeren angegeben werden, sind einfach die bei Odonaten gewöhn- 
lichen. Die Länge des Flügels muß bedeutender gewesen sein, als die der be- 
kannten Arten. Die plötzliche Verengung des zweiten Raudfeldes findet sich bei 
Stenophlehia . Jeder wichtige Character zu näherer Bestimmung fehlt dem Frag- 
ment. Nach Studium der Type. Ref.) Der Verf. verwahrt sich (p. 11) sehr ernst 
gegen Eaton's Kritik »über Aufstellung von Gattungen und Arten auf Flügelfrag- 
mente, da selbst das Geäder lebender Ephemeren nicht genüge um Art oder Gat- 
tung zu bestimmen«. [P. antiqua spricht doch sehr entschieden für die Richtigkeit 
der Kritik. Ref.) 

Ger ephemera Simplex. Diese Art und Gattung ist 1868 erwähnt in 5 Werken 
ohne Art-Namen und gegenwärtig zuerst abgebildet. Die Beschreibung p. 12 — 16 
ist nach der gegenwärtig weiter ausgearbeiteten Type gemacht. Das Thier zeigt 
wesentlich mehr als früher und wesentlich anders als vermuthet war , so daß der 
Name als unglückliche Wahl angesehen wird. Der Flügel ist nicht eben, sondern 
in eine Ausbuchtung des Steines gelagert. Die lange Beschreibung schließt mit 
der Angabe, daß Gerephemera noch mehr vom Ephemerentypus sich entferne, als 
Platephemera , auch durch Lagerung der Scapularis in einer weiten Ausbuchtung 
(die als zum Flügel gehörend betrachtet wird ! ) ; daß sie Dicigoneura nahe stehen 
würde, wenn nicht die Breite des Flügels vor der Externomedia und die 4 geraden 
Längsadern vor derselben verlaufend dem durchaus widersprächen. Da diese 
Eigenthümlichkeiten allen modernen Formen fehlen , wird eine eigene Familie 
Atocina vorgeschlagen. (Die Figur zeigt einen schrägen Lappen aus einem Flügel, 
der von dem der Odonaten sich in nichts unterscheidet, als durch ein 8 mm langes 
Stück des Vorderrandes [in der Beschreibung nur 2 mm] mit 2 schrägen Adern und 
Zellen. Da beide in der Beschreibung gar nicht erwähnt sind, ist die Figur viel- 
leicht fehlerhaft. Die Gegenplatte , nicht abgebildet und nicht beschrieben , hat 
einen kleinen Theil der Basis des Flügels mit einem senkrecht herabsteigenden 
Sector, wie bei Isophlebia. Alle zur näheien Bestimmung wichtigen Charactere des 
Geäders fehlen dem Fragment ; die vorhandenen Theile machen den Libellenflugel 
zweifellos, wahrscheinlich Platephemera nahe stehend. Daß die Mediastina niemals 
in Neuropteren [Linne's] »a depressed vein« p. 14 ist, mag wohl ein Schreibfehler 
sein ; sie ist es immer. Ref.) 

Homothetus fossilis . Die frühere Beschreibung und Abbildung ist seit 1867 in 
6 Werken wiederholt, imd seit 1865 oljne Namen in 5 anderen Werken erwähnt. 
Die Beschreibung p. 17 — 20 dieses am vollständigsten erhaltenen Flügels erklärt 
eine gerade Basalader, aus welcher zwei Sectoren mit gemeinschaftlichem Stamme 
entspringen, für analog dem Arculus der Odonaten. Da der Flügel sonst dem 
Geäder des Oberflügels der Sialiden- Familie durchaus sehr nahe steht, wird die 



jgO F. Arthropoda. 

Basalader, als durchaus den Odonaten angebörig, hier eine synthetische Type be- 
zeichnen, die Neuroptera und Pseudoneuroptera verbindet, und deshalb einer neuen 
Familie Homothetidae eingeordnet. (Abgesehen davon , daß die Figur nahe der 
Spitze und am Hinterrande Spuren zeigt , die vermuthen lassen, daß Theile eines 
anderen Flügels darauf liegen , brechen Flügel lebender Arten von der hornigen 
Basalschuppe genau so ab, wie es hier die Basalader zeigt. Vielleicht ist dies bei 
der fossilen Art auch so gewesen , falls nicht auch hier der andere Flügel das 
Geäder stört. Die Art ist eine Sialide der roryt/a/Zs - Gruppe mit sehr geringer 
Anzahl von Queradern. Die Type ist nicht gesehen vom Eef.) 

Dyscritus vetustus. Zwei Reihen von viereckigen Zellen , jederseits zwei Zellen 
mehr, zwischen drei Adern , eine oben abgezweigt , sollen einem kleinen Lappen 
vom Hinterrande eines Flügels angehören, sind p. 20 — 22 beschrieben, und sollen 
Homothetus nahe stehen. (Letzterer hat keine einzige viereckige Zelle , und der 
Lappen kann zu Orthopteren, Neuropteren, Pseudoneuropteren gehören. Selbst 
das Auffinden eines völlig erhaltenen Flügels kann eine Identificirung nicht mög- 
lich machen. Ref.) 

Lithentomum Harttii. Die frühere Beschreibung und Figur sind in denselben 
Werken wie Homothetus fossiUs wiederholt. Das Fragment aus dem mittleren oberen 
Theile des Flügels ist sehr unvollständig. Es läßt sich keiner bekannten Neuro- 
pteren-Familie einreihen. Nur in Ephemeren, Embiden und vielleicht Raphidien 
behauptet die Externomedia ein so bedeutendes Feld, sonst ist die Anordnung der 
Adern den Sialiden nahe stehend. Da jedoch die lebenden Gattungen die Externo- 
media weniger verzweigt haben, wird die fossile Art als ein Vorläufer der Sialiden 
angesehen und für sie die Familie CronicosiaUna vorgeschlagen. (Nach Vergleich 
der Type ist die Abbildung weniger gelungen als die übrigen. Der Flügel ragt 
mit der Basis deutlich über einen Calamiten ; Stücke des anderen Flügels liegen 
auf ihm, ihn etwas überragend. Der Flügel gehört zu Sialiden zur Gruppe Chau- 
liodes, bei der sich eine ähnliche Anordnung der Adern findet, wie diejenige, welche 
die Cro7ncosialina characterisiren soll. Ref.) 

Xenoneura antiquornm. Die frühere Beschreibung und Abbildung ist in densel- 
ben Werken wie die vorigeArt wiederholt. Es ist dies der berühmte Flügel, der in 
ringförmigen Reifen der Basis ein Stridulationsorgan besitzen und dadurch Neuro- 
pteren und Orthopteren verbinden sollte. Dieses merkwürdige Organ, das in zahl- 
reichen Publicationen angeführt wurde , ist jetzt vom Verf. für unhaltbar erklärt, 
da Stridulationsorgane stets Modificationen des Geäders sind , und also mit dem- 
selben in Verbindung stehen müssen, was hier durchaus nicht der Fall ist. Auch 
sei die Form der Reifen nicht eine solche , daß selbe zur Erzeugung von Tönen 
dienen können. Die ganze Bildung möge eine blasenartige Misbilduug der Flügel- 
basis sein , oder durch unter dem Flügel liegende fremdartige Substanzen bedingt 
werden. (Möglicher Weise sind es nur die ineinander gedrückten Segmente des 
Abdomen. Ref.) Der kleine 18 mm lange Flügel, dessen Spitzenhälfte fehlt, zeigt 
die Mediastina in der Mitte mit der Scapularis verbunden, und an gleicher Stelle 
durch eine Querader mit der Randader. Das Geäder ist sehr einfach. Von der 
Scapularis entspringt unten in der Mitte ein schräger Gabelast , und näher zur 
Basis die Externomedia mit doppelter Wurzel (fork) , sich bis zum Hinterrande 
zweimal gabelnd. Noch drei einfache Adern laufen näher der Basis und eine am 
Inuenrande. Nur zwei Queradern sind vorhanden und selbe im Basaltheil zwischen 
den einfachen Ästen. Im Randfelde stehen einige gerade Queradern in der Basal- 
hälfte. Das Geäder steht den Flügeln vieler Neuropteren (sensu strict.) nahe. Mit 
Coniopteryx ist er nur durch den Maugel an Adern zu vergleichen, mit Sialis durch 
den untern Ast der Scapularis, mit Raphidia nur durch den Verlauf der Haupt- 
aderu. Die zwei Spitzendrittel (die Figur zeigt fast die Spitzenhälfte fehlend Ref.) 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. a) Palaeontologie. 191 

sind Dictyoneura so ähnlich, daß sie den Flügel zu den Palaeodictyoptera stellen; 
aber für diese ist der Basaltheil der Flügel zu wenig bekannt , um darüber sicher 
zu sein. Xenoneura ist mit Dictyoneura vergleichbar durch die Charactere, welche 
letztere mit den Ephemeren gemein haben , und der Verf. sieht daher in diesem 
Flügel die Charactere der Ephemeren , Sialiden , Coniopterygiden und Raphidien 
vertreten und vereint mit anderen ihm eigenthümlichen. Daher muß er die heu- 
tige Kluft zwischen Neuropteren und Pseudoneuropteren überbrücken und zu einer 
eigenen Familie Xenoneuridae gestellt werden. (Es zeigt die Type deutlich, daß 
sie auf einem Pflauzentheil gelegen habe, und daß Stücke des anderen correspon- 
direuden Flügels darüber liegen, jedoch in etwas anderer Richtung. Beides macht 
das Geäder zum Theil undeutlich, und ist vom Verf. nicht erkannt. Es enthält 
dadurch der Hinterrand des Flügels eine andere Richtung , die Breite des Flügels 
ist geringer. Die ))fork« ist dadurch gebildet, daß jeder Ast zu einem andern Flügel 
gehört. Die Queradern im Kandfelde gehören wenigstens zum Theil nicht zum 
Flügel, da sie den Rand überschreiten oder nicht zur anderen Ader hinübergehen. 
Die Verbindung der Mediastina mit der Scapularis ist verschieden in Pseudoneu- 
ropteren , etwa mit Ausnahme von Fteronarcys ; ähnlich bei einigen Mantispiden 
und erinnert etwas an Sialis. Was sonst von Längsadern vorhanden, erinnert an 
Chmdiodes, womit der Flügel zunächst zu vergleichen sein möchte. Er hat durch- 
aus nichts mit den vom Verf. genannten Familien zu thun, die Sialiden ausgenom- 
men, und er überspannt in keiner Weise die Kluft zwischen Neuropteren und 
Pseudoneuropteren . Ref . ) 

Die Schluß-Übersicht p. 29 — 34 bespricht in 13 Abschnitten die Resultate der 
Untersuchung und die daraus zu ziehenden Folgerungen. I. Der allgemeine 
Character der Flügel ist heute noch dem der ältesten lusecten gleich. II. Die 
ältesten bekannten Insecten sind Hexapoden (gibt es denn andere? Ref.). III. Sie 
gehörten alle zu den «lower Heterometabola« des Verf. Sie gehören zu Neuroptera 
(sensu Linn.) . Platephemera und Gerephemera stehen den Pseudoneuropteren näher 
und haben mit den Neuropteren (sensu strict.) keine Verwandtschjift, außer inso- 
fern diese den Palaeodictyopteren verwandt sind. Lithentomtim und Xeyioneura 
sind den Neuropteren (sensu strict.) näher stehend, während Homothetus mehr ein 
Neuropteron durch den vorhandenen Arculus in auffälliger Weise an die Pseudo- 
neuropteren erinnert. IV. Beinahe alle sind »syuthetic types of a comparative 
narrow ränge«; Platephemera eine Ephemere mit Odonaten- Geäder , Homothetus 
eine Sialide mit Odonaten -Arculus. [Platephemera hat nichts mit Ephemeren ge- 
mein und überhaupt keine der Arten etwas, das zur Annahme eines synthetischen 
Typus berechtigt. Ref.) V. Fast alle Arten zeigen »affinity« zu den Palaeodic- 
tyopteren der Kohlenzeit, in feinem Geäder oder in den Längsadern, oder in bei- 
den, besonders Gerephemera und Xenoneura. (Aus der Kohlenzeit sind Odonaten 
bis jetzt nicht bekannt, der beschriebene Nymphenleib ist zweifelhaft. Ref.) 

VI. Sie sind oft mehr und nicht weniger ausgebildet als die Palaeodictyoptera, und 

VII. zeigen wenig Ähnlichkeit mit den Insecten der Kohlenzeit. In den devoni- 
schen Schichten ist keine Blatta gefunden, die die Hälfte der Kohlen -Insecten 
bildet ; auch keine Dictyoneura , das nächst häufige Kohlen - Insect , obwohl Ger- 
ephemera bestimmte und nahe Verwandtschaft damit zeigt. ^Vergl. oben Ref.) Die 
Apical-Hälfte von Xenojieura, wie der Verf. ihre Coustruction vermuthet, ist 
Dictyoneura auffallend ähnlich. VIII. Die devonischen Insecten iXenotiezira aus- 
genommen) hatten eine sehr bedeutende Größe und ihre früheren Zustände lebten 
wahrscheinlich im Wasser. IX. Einige sind deutlich Vorläufer lebender Formen, 
andere scheinen ganz ausgestorben. Zu den ersteren gehört Platephemera und Ho- 
mothetus (die Stenophleb{a-Gru\)iße ist ausgestorben Ref.), zu den letztern die übri- 
gen. Sollten die (vorher aufgegebenen Ref.) Reifen in der Basis von Xenojuura 



192 ^- Arthropoda. 

doch zum Flügel gehören , so würde nichts ähnliches selbst modificirt in Flügeln 
existiren. X. Sie zeigen beträchtliche Verschiedenheit der Structur und deuten 
deshalb auf eine reiche Fauna in jener Zeit. XI. Die devonischen Insecten 
unterscheiden sich wesentlich von allen bekannten fossilen oder lebenden ; einige 
derselben sind sogar mehr complicirt als ihre nächsten lebenden Verwandten. 
XII. Wir scheinen daher in der devonischen Epoche dem Anfange der Dinge nicht 
näher zu sein, als in der Kohlenzeit. XIII. Wenn auch einige Formen die auf 
die Hypothese der Evolution basirten Voraussetzungen bestätigen, sind ebensoviele 
vorhanden, welche nicht dadurch erklärt werden können. 

Es folgt in Abschnitt X. p. 34 — 41 von Princ. Dawson eine ausführliche Schilde- 
rung der geologischen Schichten , in welchen jene Insecten gefunden wurden, 
namentlich eine Aufzählung der zahlreichen Pflanzen. (Ein wesentlicher Mangel 
ist dabei, daß Prof. Geinitz' Erklärung in Isis 1866. p. 22 : daß eine bei Plat- 
ephemera liegende Pecopteris [Cyathites] plumosa diese Insecten in die Kohlenzeit 
weise, weder widerlegt noch erwähnt ist. Auch in der Aufzählung der Pflanzen 
der Schichte Nr. 7 ist weder diese Pflanze noch überhaupt eine Pecopteris erwähnt. 
Die Wichtigkeit der Frage erfordert, daß die bei Platephemera liegende große 
schöne Pflanze, zweifellos sicher bestimmt werde. Gerade die vorwiegende Wich- 
tigkeit dieser Insecten als älteste bekannte Formen hat Ref. veranlaßt so aus- 
führlich den Inhalt dieser Schrift zu analysiren. Ref.) 

The Devonian insects in Amer. Naturalist, Vol. 14, Decbr., p. 9u5 — 907, sind 
ein Auszug des obigen Werkes. 

b) Termitidae. 

M'Lachlan, R., Notes on the Entomology in Portugal. II. Pseudoneuroptera (in part) and 
Neuroptera Planipennia. (I. siehe Ephemeridae.) in: Entern. Monthly Mag. Vol. 
17. Octob. ]Sfo. 197. p. 103—108. 

Die Planipennia, alle Insecten sind von Rev. A. E. Eaton gesammelt, werden 
vollständig gegeben ; gleichfalls die Pseudoneuropteren , mit Ausnahme von Per- 
liden und Ephemeriden, die von ßev. Eaton selbst später gegeben werden sollen. 
Die Phryganiden, der umfangreichste Theil der Sammlung, werden später er- 
scheinen. 

Termes lucifugus, ein geflügeltes Weibchen, bei Cintra, April 27. ; Soldaten und 
Lai-ven (ob Arbeiter?) unter einem Steine am Fuße einer Kastanie bei Ponte de 
Morcellos. (Steht als T. parvulum lUig. im Berl. Mus. von HofFmannsegg. Ref.) 

Comslock, J. H. , "VMiite ants or wood lice [T. flavipes Kell.), in: Report of the Com- 
missioner of Agriculture for 1879. Washington 1880.' 8». p. 297—298. 

Die Arbeiter nagen einen Ring (girdling) aus der Rinde der Orangenbäume 
(in Florida) und der Guava - Sträucher nahe unter der Oberfläche ; auch fressen 
sie das Innere des Zuckerrohrs und anderer Pflanzen . Verf. ist sicher , daß sie 
lebende Gewächse angehen und oft zerstören. Von Houston , Texas, erhielt er 
Exemplare als Zerstörer von Pampas-Gras und Orangenbäumen , und fand selbst 
sie häufig in Florida an denselben. Man betrachtet sie dort als sehr schädlich. 
Bei lebenden Gewächsen gehen sie stets die Stelle am Erdboden oder dicht darunter 
an. Beim Pampas-Gras wird der Stengel ausgehöhlt. Bei holzartigen Gewächsen 
wird die Rinde als Ring abgefressen, der oft ganz um den Baum geht. Bei Zucker- 
rohr leiden zumeist die jungen Stecklinge, Es wird bei Orangenbäumen vorge- 
schlagen, die gewöhnlich darum absichtlich angehäufte Erde gleich nach der Ernte 
bis zur Krone der Wurzel fortzunehmen. (Verf. ist nicht sicher in Betreff der Be- 
stimmung der Art, nach mündlicher Mittheilung. Ref.) 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. b) Termitidae. [93 

Schwarz, E., The American Entomologist. Vol. III. Jan. No. 1. p. 15. 

Trichopsenms clepressus Lee. (Tachyponis) lebt als Inquiline in den Gängen von 
Termes ßavipes in Süd-Texas ; ebenfalls drei neue Aleocharinen. 

Berg, D. Carlos, La vida y costumbres de los Termitos. in: Conferencia populär dada en 
la assamblea general de la sociedad cientifica Ärgentina, el 17 de Setiembre de 
18S0. Buenos Aires 1880. 8to. p. 16. Taf. 1. 
Der Verf. gibt in anziehender Weise eine Schilderung der Termiten, ihres 
äußeren Baues , der verschiedenen Formen , die zu einer Familie gehören , ihrer 
Lebensweise, Nester, Bauten und des Schadens, den sie anrichten. In geschickter 
Weise sind die früher veröffentlichten Schriften darüber benutzt und die neueren 
und neuesten Beobachtungen damit verflochten. Der Vortrag ist für gebildete Zu- 
hörer berechnet. Eigene Beobachtungen über argentinische Arten sind einer wis- 
senschaftlichen Publication vorbehalten. Der Vortrag bedarf keines Auszuges, da 
die Mittheilung publicirten Thatsachen bestimmt war ; einige eingestreute Mitthei- 
lungen eigener Beobachtungen sind hier zu vermerken. Termitenhügel finden sich 
auch in der argentinischen Republik in der Provinz Corrientes , zwischen Santa 
Tecla und dem Fort (la Trinchera) de San Jose. Diese Tacurües, wie sie dort ge- 
nannt werden, haben die Form eines Zuckerhutes, 5 Fuß hoch, 4 Fuß im Durch- 
messer an der Basis und gehören zu Termes similis Hag. Die Gegend , in welcher 
sich diese Bauten finden, bietet dem Reisenden einen merkwürdigen Anblick. Von 
ferne gesehen, können sie für kegelförmige Hügel von Menschenhand gehalten 
werden. Sie stehen so nahe beisammen, daß Wagen und Diligencen jeden Augen- 
blick durch die für ein so kleines Insect riesigen Bauten in ihrem Wege gehindert 
werden. Sie sind von Erde, gemischt mit Speichel und Excrementen gebaut und 
so fest, daß sie nur mit der Axt zerstört werden können (p. 9). Verf. hat in der 
argentinischen Republik beobachtet : Eutermes testaceus bei Misiones, Termes similis 
bei Corrientes und Misiones, Termes Lespesii bei Buenos Aires und Banda Oriental, 
Uruguay. Am letzteren Orte wurde eine neue Art (nicht beschrieben), Termes Uru- 
guay ensis Berg entdeckt. Keine dieser Arten ist schädlich oder zerstörend aufge- 
treten. 

Leidy, Joseph, The Parasites of the Termites. in: Journ. of the Acad. Nat. Sc. Phila- 
delphia. Vol. 8. Second Ser. Part 4. 1874—1881. p. 425—447. pl. 51. 52. 

Die ausgezeichnete Arbeit ist von hohem Interesse. Verf. beobachtete Termes 
ßavipes und fand ihre Gänge mit einem braunen Stoff, offenbar von den Excrementen 
herrührend, ausgekleidet. Da er die Nahrung der Thiere zu ermitteln wünschte, 
. brachte er den Dünndarm , welcher vergleichsweise kräftig und mit braunem In- 
halt gefüllt ist, unter das Mikroskop. Die braune flüssige Masse ist allerdings der 
Nahrungsstoff. In ihm schwärmen Myriaden von Parasiten, die sogar den größeren 
Theil der Masse bilden. Wiederholte Untersuchung zeigte , daß alle Thiere die- 
selbe Parasitenwelt beherbergen. In der Litteratur fand er nur in Lespes Monogr. 
von T. lucifugus p. 237 Angaben , die genau mit den Untersuchungen des Verf. 
übereinstimmen. Auch hat Lespes einen parasitischen Nematoiden beschrieben ; 
während seine versprochene Beschreibung der anderen Parasiten nicht erschienen 
ist. Verf. hatte in »A Flora and Fauna within Animals« 1853 (Smiths. Contrib.) 
ähnliche Parasiten bei Julus (Spirobolus) marginatus und Passalus cornutus be- 
schrieben. T. ßavipes benutzt dieselbe Holznahrung wie jene Thiere , lebt zum 
Theil an denselben und hat ähnliche Parasiten. Wahrscheinlich werden also an- 
dere Termiten- Arten gleichfalls Parasiten beherbergen. Wenn der Darm geöffnet 
wird , schwärmen die Parasiten in solcher Anzahl umher , die größeren den Weg 
durch die Menge bahnend, daß eine Beobachtung erst bei größter Vertheilung der- 
selben möglich wird. Die Vermuthung, daß vielleicht der Nahrungsstoff nur aus 

Zool. .Jahresbericht. 1880. II. 13 



J94 ^- Arthropoda. 

todten Parasiten bestehe , erwies sich als unhaltbar. Von den Parasiten mögen 
3, 4 oder mehr verschiedene Arten von Protozoen sein, falls nicht einige nur ver- 
schiedene Zustände derselben Art sind. Andererseits mögen einige , die hier als 
Zustände angenommen werden, verschiedene Arten bilden. Diese Parasiten sind 
sehr verschieden von allen bekannten Arten. Ihre Zartheit und Schnelligkeit er- 
schweren die Untersuchung beträchtlich, so daß Verf. nicht durchweg mit dem 
Resultate seiner Forschung zufrieden ist. Neben jenen Protozoen fanden sich auch 
vegetabilische Parasiten, ein Nematoide, Isacis migrans Lespes, eine Gregarine. 
Eine kurze Notiz hat Verf. in Proc. Acad. N. Sc. 1877. p. 147 — 149 gegeben. 
Trichonympha agilis u. gen. et spec. tab. 51, ist die eigenthümlichste und häufigste 
Art. Verf. bekennt, daß er nicht zu entscheiden wagt , ob sie eine bewimperte 
Infusorie, Gregarine oder eine rhabdocoele Turbellarie sei , ist aber geneigt sich 
für die Infusorie oder eine zwischen ihr und Gregarine stehende Form zu erklären. 
(Detail gehört für einen anderen Bericht.) Pyrsomjmpha vertens n. gen. et spec. 
Steter Begleiter der vorigen Art, kleiner und häufiger. Dinennympfm gj-aciUs u. 
gen. et spec. Isacis migrans Lespes. Nur einmal im Darm, gemein im Kopftheil. 
Gregarina Termilis n. spec, selten. Die vegetabilischen Parasiten sind: Vibrio 
Termitis n. spec, in großer Anzahl. Arthromitus cristatus . in geringer Zahl; die- 
selbe Art lebt in Julus. Am Schlüsse ist ein parasitischer Gamasus erwähnt. 

(Acariden als Parasiten sind von König 1779, von Motschulski , Joly Acarus 
Termitumabgeb., und Ref. beobachtet; gleichfalls äußere vegetabilische Parasiten. 
LinneaEnt. X. 319. Ref.) 

c) Psocidae. 

Fitch, Edward A., Insects bred from Cynips Kollari galls. in: The Entomologist. Lon- 
don. Vol. 13. p. 263. 

Zwei Stücke von Elipsocus IVestivoodii M'Lachl. wurden von Mr. Bignell Mai iO 
und August 1 (Herzogen. 1872 erzog er 8 bis 10 Psociden von Gallen von Teras 
terminalis. (Ist schon von Linne und Zaddach beobachtet. Ref.) 

Fletcher, J. E., Stenopsocus sUgmaticiis ImhofF near Worcester. in: Entoni. Monthly Mag, 
Vol. 16. Febr. No. 189. p. 211. 

Zwei Stücke wurden October 20 vou Hagedorn und Ahorn geklopft. 

M'Lachlan, R., Elipsocus cyanops Rostock, a species new to Britain. in: Entom. Monthly 
Mag. Vol. 16. June. No. 193. p. 21. 

Ein Stück von Pinus silvestris geklopft bei Worcester von Mr. Fletcher Aug. 13 
und zwei Juni 10. Vielleicht ist dies die Art, die Hagen für Hern, flavicans L. er- 
klärt. (Ref. hatte E. hyalinus gemeint.) 

Eine zweite Note, ebenda Bd. 17. August, Nr. 195. p. 71 berichtet den Fang 
von 4 Stücken in Tuddenham und Snailwell Ende Juni auf Pinus silvestris. Verf. 
hält es für möglich, daß die beiden Stücke aus Marshall's Sammlung in seiner 
Monogr. der britt. Psociden in der Anmerkung bei Caecilius ohsoletus zu E. cyanops 
gehören . 

IVl'Lachlan, R., Notes on the Entomology of Portugal (s. Termitidae). in; Entom. Monthly 
Mag. Vol. 16. June. No. 193. p. 103. 

Myopsocus Eatoni n. sp. ein mas, Mai 16 bei Silves. Diese Gattung war bisher 
nicht in Europa vertreten, sondern in Nord-America, Ceylon, Assam, Australien, 
den Fidschi-Inseln und Neu-Seeland. Alle Arten haben auffällige Färbung. Steno- 
psocus cruciatus L. von Silves. Caecilius flavidus Steph. Juni 12 von Ponte de Mar- 
cellos. 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. c) Psocidae. 195 

Hart, Thos. H., Extreme abundance of Caecilius ■peclicularius. in: Entom. Montlily Mag. 
Vol. 17. Novbr. No. 198. p. 141. 

Die Art war überaus gemein im Kornfelde und sehr lästig den Arbeitern, denen 
die Thiere auf die Arme und in's Gesicht krochen. An späteren warmen Tagen er- 
schienen sie in unglaublicher Zahl. Leben die Thiere von kleinen Pilzen, vielleicht 
von Mehlthau? M'Lachlan erklärt die Art für C. pedlcidarim und bestätigt, daß sie 
vom Mehlthau und Überresten in Winkeln leben. (Spreu auf einer Tenne, etwa meh- 
rere Scheffel, enthielt mehr C. peclicularius und Reste davon als Spreu. Im Herbst 
waren sie jedes Jahr so gemein an meinem Arbeitsfenster in Königsberg, daß bei 
starkem Athmen einige oft eingezogen wurden und starken Husten zur Folge 
hatten. Ref.] 

Spängberg , Jac. , Sur quelques especes europeennes de la sousfamille des Psocines . in: 
Entom. Tidsskr. Bd. 1. Heft 2. p. 94—98. 

Verf. hat Typen von St. nervosus Steph. untersucht und findet, daß sie nicht zu 
St. cruciatus (M'Lachl. Cpt. rend. Soc. Belg. Tome 22. p. 167) , sondern zu St. 
immaculatus Steph. gehören. 

Stenopsocus striatulus F., Ps. morio Latr. und Ps. nebidosus Steph. werden aus- 
führlich beschrieben und die Flügel abgebildet. 

Kolbe, H. , Bemerkungen zu Dr. Jacob Spängberg's Psocina Sueciae et Fenniae. (Öfvers. 
Kgl. Vetensk. Acad. Förhdl. Stockholm 1878.) in: Stett. Entom. Zeit. Jahrg. 41. 
p. ITö— 178. 

Die ausgezeichnete Arbeit von Sp. wird vom Verf. rühmend anerkannt und her- 
vorgehoben, daß Sp. eine umfassende und neue Beschreibung des Geäders gegeben 
und die Gattungen und Arten durch neue und eigenthümliche Merkmale gesondert 
hat. Die Eintheilung der Arten von Psocus in solche mit fünfeckigem und andere 
mit viereckigem Discoidalfeld wird beanstandet , da Ps. quadrimaculatus in beiden 
Formen angetroffen wird. Für die viereckige Form wird der Name var. Latreillei 
von K. vorgeschlagen. Auch von Ps. hipunctatus kennt K. beide Formen. Sämmt- 
liche schwedische Arten kommen auch in England und Deutschland vor ; in beiden 
Ländern noch 7 mehr in England, 11 mehr in Deutschland. H.ßavicans und Phr. 
saltatrix h., beide von Sp. nicht erwähnt , sind von K. gedeutet. Ps. jiHioomis, 
von Sp. zu Ps. fasciatus gezogen, wird zu Ps. variegatus gebracht; Elips. flaviceps 
zu picicornis F. 

Kolbe, H., Das Flügelgeäder der Psociden und seine systematische Bedeutung, in: Stett. 
Entom. Zeit. Jahrg. 4J. p. 179—186. 1 Taf. 

Es wird die Deutung des Geäders von M'Lachlan ausführlich wiederholt , die- 
jenige von Spängberg und des Verf. eigene auf einer Tafel sehr übersichtlich dar- 
gestellt und die Adern und deren Zweige durch Buchstaben bezeichnet, so daß die 
Verschiedenheit der Eintheilung leicht und faßlich vortreten. Die wesentlichste 
Verschiedenheit beruht auf der Annahme , daß die ganze Verzweigung zwischen 
Mediana undDorsalis durch Verzweigung der Submediana gebildet wird (M'Lachlan), 
oder daß ein unterer Zweig der Mediana und ein oberer Zweig der Submediana, 
die sich bald auf eine kurze Strecke vereinen, die weitere Verzweigung in der Art 
bilden , daß der Zweig der Mediana die Vorderrandhälfte , der Zweig der Sub- 
mediana die Hinterrandhälfte versieht (Kolbe) . Die letzte Ansicht ist mit logischer 
Consequenz durchgeführt, an die Grundzüge zur rationellen Benennung des Flügel- 
geäders vom Ref. (Stett. Ent. Ztg. 1870) angeschlossen. Für die Arten der euro- 
päischen Fauna allein paßt die Erklärung des Verf. gut ; die Untersuchung exoti- 
schen Materials macht sie jedoch mehr als zweifelhaft und bestätigt mehr M'Lachlan s 
Ansicht. Da sich das Urtheil des Ref. auf seine noch nicht publicirten Zeichnungen 

13* 



J96 ^" Arthropoda. 

bezieht, mag liier nur erwähnt werden, daß die Gattungen Si/Uisis, Thylax, Perien- 
tomum geradezu nur M'Lachlan's Deutung gestatten. Jedenfalls wird die Prüfung 
exotischen Materials benöthigt, bevor Verfs. Deutung zweifellos zur Annahme be- 
rechtigt ist. 

Es folgt eine Übersicht der europäischen Gruppen und Gattungen der geflügelten 
Psociden mit lateinischen Diagnosen , die nur auf das Geäder Rücksicht nehmen ; 
für die Gruppen auch auf die Zahl der Fußglieder und innere Kieferlade. (Über 
diese Übersicht siehe den Bericht über die Monographie.) 

Kolbe, H. , Über die Linne'schen Species Phryganea flavilattra und Hemerobius luta7-iu^. 
in: Stett. Entom. Zeit. Jahrg. 41. p. 3.51 — 35.5. 

Verf. geht sehr ausführlich mit genauem Vergleich der Beschreibungen Linue's 
zu Werke. Er kommt zu dem Schlüsse, daß Hemerobius lutarius nicht die bekannte 
Sialis sein kann, sondern eine Nemura, wahrscheinlich N. variegaia. Dadurch ist 
Raum gewonnen die Sialis- Art als Ph. ßavilafera zu deuten, gegenüber Wallengren 
und des Ref. vorher angeführter Deutung. Neue Gründe sind nicht beigebracht, 
denn die Lebensweise paßt genau so gut zu Neuronia wie zu Sialis und das »CoUare 
antice etpostice, non ad latera flavescens« ist für beide Thiere nur gezwungen an- 
wendbar. 

Kolbe, H. , Monographie der deutschen Psociden mit besonderer Berüchsichtigung der 
Fauna Westfalens, in: Jahresber. d. zool. Section d. Prov. Ver. f. Westfalen u. 
Lippe. Münster. 1S80. p. 73—142. 4 Tafeln. 

Die sorgfältige Arbeit ist gleich ausgezeichnet durch die Klarheit der Darstel- 
lung und genaue Benutzung der Litteratur. Das entomologische Material des Verf. 
ist zumeist bei Münster gesammelt. Zur Begrenzung des Fauneugebietes sind Öster- 
reich, die Schweiz und die russischen Ostseeprovinzen zugezogen. »Die Characte- 
ristik der Famijie, der Gruppen und Gattungen ganz Original und die Artbeschrei- 
bungen fast ohne Ausnahme von frischen Stücken entworfen«. Die Stellung 
im System fp. 75) , die Characteristik der Familie (p. 76) folgen. 
Letztere ist sehr ausführlich ; als neu ist vermerkt ein kleines Spitzenglied der 
Fühler mehr bei den Männchen von PMlotarsxis picicornis ; der Mahlzahn der Man- 
dibel ist bei Hyperetes nur links vorhanden. (Bei T. divinatorius nymjiha hat die 
Mandibel an der Basis 4 kegelförmige Zähne , darunter rechterseits 6 Querleisten . 
Ref.) Bei Maxiila ist die ganz eigenthümliche Einrichtung der inneren Lade (siehe 
Burgess' Bericht) nicht erwähnt. Die Schilderung und die Erklärung des Geäders 
der Flügel ist vorher berichtet. iEin sehr complicirter Haken kurz vor der Ein- 
mündungssteile der Vena analis ist nicht angegeben. Er öffnet sich nach innen, 
liegt auf der Unterseite der Vorderflügel und dient vielleicht den Hinterflügel zu 
fixiren und das Hinterfeld aufzuheben. Ref.) Die Klauen der Tarsen haben bei 
Trocies und Myopsocns ein Zähnchen vor der Spitze. (Auch jede andere bis jetzt 
untersuchte Art. Ref.) Die Geschlechtstheile von Ps. nehdosus sind weitläufig ge- 
schildert. Der p. 83 nach des Ref. Angabe angeführte sehr große Hoden ist bei C. 
dimidiatus (unbeschrieben) von Ceylon beobachtet. Geographische Verbrei- 
tung (p. 83) . Für die palaearctische Region sind 12 Gattungen, für die orientalische 
15, für die australische 3, für die äthiopische 3, für die neotropische 6, für die nearc- 
tische 9 bekannt. Der Bernstein enthält 5 Genera. (Nach neuem Material wesentlich 
mehr. Ref.) Von den 31 bekannten Gattungen \^i Psocus kosmopolitisch und reicht 
bis zum Beginn der Tertiärzeit. [Amphientomtim ebenfalls ; die weiteren Angaben 
des Verf. werden durch mehr exotisches Material Änderungen erfahren. Ref.) In 
Nord- und Mittel- Europa sind 38 Arten bekannt, davon 21 in Scandinavien und 
Rußland. Nur in Deutschland gefunden sind 6 Arten der Gesammtzahl, in Frank- 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. c) Psocidae. 197 

reich 1, in England 1. Lebensweise und Nahrung (p.85). Auf Laubholz 
ausschließlich leben 13 Arten, auf Nadelholz 6, auf beiden 8. Quercus robur be- 
herbergt 15, Pinus silvestris 9, Abies excelsa 8, Acer campestris 8, Betula alba 7, 
Fagus silvatica 6 . Die Psocen sind gesellig und leben oft in großer Zahl (zuweilen 
nur ein Geschlecht, unter vielen hundert Ps. variegatus und hipunctatus war kein 
Männchen zu finden. Ref.) . Sie leben monophagisch von den Epiphyten der Blät- 
ter ; die Mandibeln sind genau wie die der Pilzfresser unter den Coleopteren. 
Einige leben parasitisch an Gallen, alle meist an trockenen, ofi'enen Orten. Die 
Eier (p.S8) sind meist zu 7, selten bis 15 unter einem weißen Gewebe ähnlich 
einer Schuppe befestigt an einem Blatte, sie sind verhältnismäßig groß , weißlich 
oder dunkler. Weibchen, die noch nicht gelegt , enthielten nur die erwähnte ge- 
ringe Anzahl von Eiern. Larve und Nymphe (p. 88) spinnen zuerst feine 
Fäden mit dem Munde , eine Nymphe ließ sich 2 Zoll an einem Faden wie eine 
Spinne herab und kletterte daran wieder empor. Es scheint , daß die Nymphen 
aller Arten spinnen. Die Nymphen leben unter solchem Gespinnst an der Unter- 
seite der Blätter gesellschaftlich bis zur letzten Verwandlung und verlassen es wohl 
nur aus Nahrungsmangel. Von der ähnlichen Imago unterscheiden sie unausge- 
bildete Flügel und unentwickelte Ocellen. Manche schlüpfen erst im nächsten 
Sommer aus. Wahrscheinlich unterliegen sie 4 Häutungen. Alle als Forma micro- 
ptera bezeichneten Psociden gehören wohl zu Subimago. (Ist in dieser Allgemein- 
heit unrichtig, so für die Form Westwood Fig. 16, die auch in Bernstein vorkommt 
und für Westwood Fig. 13, welche allein deutliche Ocellen mit klarer Hornhaut 
besitzt. Ref.) Flugzeit (p. 90) ist vorzugsweise der Herbst, für einige Arten 
mehr Frühling. Generationen (p. 90). C. ^ai'/rf?<s hat eine im Juni aus vor- 
jährigen Eiern , im September die zweite ; im October waren wieder Nymphen zu 
finden. Ebenso St. striatulus. Der Verf. nimmt 3 — 4 Generationen im selben Jahre 
an. Die Ausbildung vom Ei bis Imago bei St. striatulus dauerte 4 Wochen, fast 
die Hälfte davon fällt auf die Zeit bis zum Ausschlüpfen des Embryo. Noch im 
October wird zahlreich gelegt. Geschichte (p. 91 — 99) gibt die Litteratur sehr 
ausführlich und übersichtlich. Die bekannten Arten sind für die orientalische Re- 
gion 44, äthiopische 4, australische 5, neotropische 2 1 , nearctische 30, palaearc- 
tische 38 Arten, gegen 150 für die ganze Erde. In Europa eingeschleppt sind 
4 Arten. Für das Detail muß das Original eingesehen werden. Natürliche 
Systematik und Darwinismus (p. 99 — 101). Die Grundsätze, welche der 
Verf. bei Beobachtung dieses Abschnittes vorausschickt, sind gewiß zutreffend und 
werden bei umfassendem Material mit der genauen Kenntnis desselben Früchte 
tragen. Angewendet auf ein so beschränktes Material einer Fauna geben sie An- 
laß zu wesentlichen Irrthümern. Wenn Nr. 1 das numerische Verhältnis der Arten 
und Individuen zur Bestimmung des relativen Alters der Genera in Betracht ge- 
zogen werden soll, so sind die 38 europäischen Arten ganz ungenügend, zumal die 
dem Verf. aus seiner Gegend bekannten Verhältnisse des häufigen oder seltenen 
Vorkommens, mit denen anderer Gegenden geradezu im Widerspruch stehen. Er 
sagt , die 1 1 in Europa vorkommenden Arten von AmjiJiigerontia und Psocus be- 
stehen zum größten Theile aus seltenen Arten und folgert daraus das höhere Alter. 
Nach der Erfahrung des Ref. stellt sich für den Osten Deutschlands die Sache 
geradezu umgekehrt, alle Arten bis auf 2 sind dort gemein, 6 sehr gemein. 
Unter Nr. 2 werden die comparativen Verhältnisse der Körpertheile und das in den 
Species jeder Gattung vorliegende Resultat ihrer Transmutation in Betracht ge- 
zogen. Daß dabei die am meisten abweichenden Formen von vorzüglicher Wich- 
tigkeit sein müssen , liegt auf der Hand und da selbe fast ohne Ausnahme den 
exotischen Formen angehören, sind sie vom Verf. nicht berücksichtigt. Ref. ge- 
steht ofFeUj daß ihm derartige Versuche eher ein Hindernis als ein Vortheil zu sein 



J98 F- Arthropoda. 

scheinen für die wichtige Frage der Evohition . Einige interessante Aberrationen 
des Geäders werden zum Schlüsse erwähnt . Der C o n s p e c t u s g e n e r u m p . 1 2 ) 
theilt die deutschen Arten in 5 Tribus : 

I. Psocini. Cellula postica venae submedianae annata (durch die Venula 
transversalis postica) ; Ocelli tres ; Tarsi biarticulati. 
Gen.: Amphigerontia; Psociis. 

II. Caecilini. CeUula postica libera ; Ocelli tres. 

Gen.: Tarsi triarticulati. Mesopsoczis ; EUpsocus; Philo tarsus. 
Gen. : Tarsi biarticulati, Caecilius. 

III. Stenopsocini. Cellula postica ähnlich wie bei I . , doch mit dem Ramulus 

primus des äußeren Astes der Vena submediana nach seinem Ursprünge 
verbunden ; die Zelle ist oben gestielt ; ein Querast geht von der Me- 
diana zum Pterostigma ; Ocelli tres. 

Gen . : Graphopsocus; Stenopsocus . 

IV. Peripsocini. Alae anticae cellula postica destitutae ; Ocelli tres. 

Gen.: Peripsocus. 
V. Atropini. Alaenullae; Ocelli nulli; Tarsi triarticulati. 

Gen.: Hyperetes] Troctes; Atropos. 
Trib. I. Amphigerontia n, gen. von Psoczis unterschieden, weil der innere Ast 
der Mediana und der äußere Ast der Submediana durch eine Querader oder in 
einem Puncte verbunden sind , während beide Äste bei Psocus entweder in einem 
Puncte zusammentreffen oder eine kleine Strecke mehr vereint sind. Diese Gat- 
tung ist nach diesen Merkmalen kaum haltbar. Die beiden letzten Arten haben die 
Adern in einem Puncte verbunden, die beiden ersten durch eine Querader. Ame- 
ricanische Arten zeigen alle Mittelstufen, auch die Endäite des inneren Zweiges 
der Mediana divergirend, während sie bei Amphigerontia in den europäischen Arten 
parallel laufen.^ 

1. A. subnehdosa Steph. Auch in Preußen, Litthauen, Schlesien. 

2. A. hifasciaia Latr. Die Verschiedenheit beider Arten ist durch die gegebenen 
Merkmale nicht gesichert, da Stücke von A. bifasciata die Discoidal-Zelle so lang 
als die erste Art haben und die Zweige der Mediana und Submediana im Hinter- 
fltigel mitunter zusammenfließen. 

3. A. fasciata ¥. Auch in Preußen ; einzelne Stücke zwerghaft , fast 3 mm Flügel- 
länge. 

4. A. variegata. Alle Stücke der Sammlung des Ref. (24) haben die Stirne mit deut- 
lichen mitunter schwarzen Längsstreifen entgegen der Angabe des Verf. ; einige 
Männchen haben viel größere kugelige Augen als gewöhnlich. Ein Stück Lachesilla- 
Form, aber nicht Nymphe, mit deutlichen Ocellen und weniger Adern. 

Die beiden letzten Arten sind kaum von Psocus zu trennen ; nahe mit beiden 
verwandt sind Ps. moestus und lichenatus. 
Psocus . 

1. Ps. saltatrixh. Verf. hat Linne's Namen auf Ps. /mrato Latr. gedeutet, wohl 
mit Unrecht, da die macula viridialba doch auffällig genug gewesen sein muß 
und nicht (Verf.) mit »subfusca« ersetzt werden kann. Linne sagt durchaus nicht, 
daß der Fleck am Vorderrande stehe und endlich springt Ps. Uneatus nicht, 
wenigstens nicht in Preußen, wo er sehr gemein ist. 

2. Ps. nehiloso-similis Steph. Die Annahme dieses Doppelnamens (Stephens hat die 
Art unter beiden Namen beschrieben) scheint durchaus unstatthaft. Ein Weibchen 
mit dem Geäder von Amphigerontia ist als var. amphigerontoides K. beschrieben und 
spricht nach des Ref. Ansicht deutlich für das Zusammengehören beider Gat- 
tungen. 



8, Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. c) Psocidae, 199 

3. Ps. sexpunctatus L. mit var. major K. 

4. Ps. bipunctatus L. Verf. sagt: »wohl überall selten«. In Preußen ist die Art sehr 
gemein , aber unter großen Schwärmen von Weibchen nur einzelne, oft gar keine 
Männchen. Eine var. Spängbergi K. hat das Geäder von Amphiyerontia variegata. 
Die Stücke aus Preußen haben die Hinterflügel mit einer Wolke oder ohne die- 
selbe. 

5. Ps. q Hcidr imacidaäis haiw Die var. Laireillei K. ha,t "wiedei' Amp/tig er onÜa-Gesidev 
und ist bei Latreille abgebildet. 

6. Ps. mono Latr. Ref. besitzt von dieser seltenen Art ein Stück aus Winthem's 
Sammlung wohl aus Hamburg und eine Abart aus Posen. 

Trib. H. Mesopsocas n. gen. Diese neue Gattung ist auf die einzige Art M. 
tinipunctatus Müll, gegründet. Es hat diese Art einen eigenthümlichen Habitus, 
doch sind die angegebenen Merkmale nicht genügend, um eine Abtrennung zu be- 
gründen. Der Hauptunterschied zwischen Mesopsocus und Elipsocus ist genau der- 
selbe wie der zwischen Amphigerontia und Psocus und ist wie dort hinfällig. Bei 
30 dem Ref. vorliegenden Stücken haben 10 den inneren Zweig der Mediana und 
den äußeren der Submediana in einem Punct vereint, oder zusammenfließend (wie 
in E. laticeps) . Die Fußklauen haben einen Mittelzahn. Es ist jetzt mit Bestimmt- 
heit anzuführen , daß Ps. signatus aus Nord- America mit dieser Art identisch ist. 
Es liegen Ref. 5 mit M. unipunctains und 2 mit Ps. sigimius gefangene Stücke vor, 
die mit Westw. Abb. Fig. 59. 13 identisch sind; sie haben sehr kleine Neben- 
augen mit zweifelloser Hornhaut (von Westw. verneint), bei starker Vergrößerung 
sichtbar. Für den Namen 31. unipunctatus , der nur wahrscheinlich ist , war vom 
Ref. der Name aphidiodes Schrk., der sicher ist, beibehalten. 

Elipsocus Hag. 

1. E. laticeps n. sp. Diese Art ist, wie angegeben, nur durch das Geäder von der 
vorigen getrennt. Da aber Spängberg und Ref. ähnliche Stücke mit M. unipunc- 
tatus zusammen gefangen haben, und ^. laticeps unbehaarte Flügel hat wie die 
andere Art, eine Ausnahme in der Gattung Elipsocus , so wird dadurch ihr Zusam- 
mengehören mehr als wahrscheinlich , falls nicht andere stichhaltige Unterschiede 
angegeben werden können. 

2. E. abietis n. sp. mit der folgenden verwandt; (auch aus Preußen, Schlesien), 

3. E. hyalinus Steph. M'Lachlan hält diese Art möglicher Weise für eine Varietät 
der folgenden. Ref. sieht in ihr den echten Hern, ßavicans L. ; den vom Verf. 
angegebenen Fundorten ist Ostpreußen beizufügen. 

4. E. Westwoodii W\j2iGlü\.. (Auch aus Ostpreußen, Schlesien) . 

5. E. cyanops Rost. 

Philotarsus n. gen. Diese Gattung unterscheidet sich (vielleicht nur die Männ- 
chen) von allen europäischen Psociden durch die beiden verdickten Endglieder der 
Fühler und von Elipsocus durch die kleinere gerundete Hinterrandzelle und den 
mehr geraden Verlauf des Ramus exterior der Submediana. 
1. P. picicornis F. Verf. glaubt E. ßaviceps Steph. für diese Art von Fabricius hal- 
ten zu müssen. Eine var. stigrfiaK. wird bsschrieben. 

Caecilius Curt. Diese Gattung steht im Geäder der vorigen durchaus nahe, hat 
aber nur zwei Fußglieder der Tarsen. 

Subgen. I. Pterodela n. sbg. Die Flügeladern sind unbehaart; die Äste der 
Mediana und Submediana treten nur in einem Puncte zusammen. 

1. C. pedicularius L. Verf. hält H. ßavicans L. damit identisch (s. oben) und T. fa- 
tidicum L. für die Nymphe. 

2. C. quercus n. sp. Münster. (Ref. besitzt ein Stück aus Posen zur Beschreibung 
passend. Sollte diese Art nicht C. Dalii sein?) 



200 F. Arthropoda. 

Subgen. II. CaeciUus. Flügel behaart; die Äste der beiden Adern länger zu- 
sammenfließend. 

3. C. Burmeisteri Brauer. Die Art ist durch Vergleich mit Burmeister's Type end- 
lich sichergestellt. Eine var. helveticus K. ist angeführt. 

4. C. ohsoletus Steph. (Auch in Posen nicht selten. Ref.) Eine var. perlattis K. be- 
schrieben. 

5. C.ßavidus Steph. Eine var. pedtmcuhtus K. ist beschrieben. 

6. C. fuscoptertis Steph. Eine var. afßnis K. beschrieben. 

Zur europäischen aber bis jetzt nicht zur deutschen Fauna gehörig sind : 

7. C. atricornis M'Lachl. England, Holland. 

8. C. Dalii M'Lachl. England. 

Trib. III. Graphopsocus n. gen. Die Venula transversalis postica ist fein und 
noch nahe der Basis des Ramulus primus eingefügt, so daß die Cellula postica so 
groß ist wie bei Elijisocus. Die beiden Äste nur kurz oder in einem Puncte ver- 
bunden. Grcqihopsocus verhält sich zu Stenopsocus wie Elijisocus zu Caeoilius (die 
Tarsenglieder ausgenommen. Ref.) Die Art ist stark gefleckt. 
1. Gr. cruciatus'L. (identisch mit Ps. «ert'osMs Steph. Ref.). 

Stenopsocus Hag. 

1. St. strtatulusY. (Auch in Posen , Schlesien, Ostpreußen. Ref.) Eine var. /?«•- 
cata K. angeführt. 

2. St. Lachlani n. sp. (Auch aus Baiern, Schlesien, Preußen. Ref.) 

3. (S*^. inimaciilaius Steph. 

Trib. IV. Peripsocus Hag. Character der Tribus. 

1. P. p)haeopterus Steph. 

2. P. alboguttatus Dalm. Eine var. parvidus K. ist beschrieben. 

Als nicht deutsche i^franz.) Art ist P. obscums Rb. aufgeführt. 

Tiib. V. Hyperetes n. gen. Ohne Flügelspuren; Fühler 29gliedrig: Meso- 
und Metathorax getrennt ; quergereifter Basalzahn der Mandibel ; letztes Kiefer- 
glied beilförmig. 
1. H. guestfalicus n. sp. Auf Abies excelsa im Herbst. Eine merkwürdige neue 
Form. 

Troctes Burm. Die Annahme von. Trootes für Atropos ist schwerlich zu begrün- 
den. Leach hat seine Gattung Atropos auf T. lignarium De Geer begründet. Aber 
gerade die angezogene Abbildung De Geer's ist ohne Spur von Flügel und macht 
es um so mehr glaublich, daß Leach die bekannte flügellose Art meinte ; hätte er 
von der Existenz der anderen Art etwas gewußt, so würde er die Flügelschuppen 
nicht unerwähnt gelassen haben. Der Name Atropos ist vorzuziehen. Ref. 

1. T. divmatoriusM\\\\. Die als Todtenuhr bekannte Art. (Es wurde später wohl 
mit Recht angenommen, daß das Geräusch von Anobium herrührt. Merkwürdig 
genug besitzt aber T. divinatorius einen gut ausgebildeten Tonapparat. Bei der 
Kleinheit der Art ist aber starke Vergrößerung nothwendig. Die innere Fläche 
des Schenkels und zum Theil die Schiene hat die Raspel, die Seiten des Abdomen 
die Feile. Der Ton ist wohl unhörbar für Menschenohreu. Ref.) - 

2. T. formicarius ÜSig. 

Atropos Leach. [Clothilla Westw.) . 

1. A. pulsatoria h. (Auch in Cambridge, Mass. Ref.) [Clothilla studiosa Westw. ist 
hiermit identisch) . 

2. A. annulatallsig. (Auch in Cambridge Mass. Ref.) 

3. A. inqtdlina Heyden. Verf. sagt, vielleicht auch in England einheimisch, wenn 
Westwood's Abbildung wirklich dieses Thier darstellt. Ref. hat jetzt wie damals 
als er die Arten vereinte , in seiner Sammlung die Typen von Lepinttus {mpnlina 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. d) Ephemeridae. 201 

von Heyden selbst, und Paradoxoides psocoides von Motschulsky selbst vor sich und 
kann uoclimals die Identität versichern.) 

In einer Anmerkung ist noch der neu aufgestellte Psocus ßavonimbatus von der 
Mühlen aus Dorpat erwähnt als möglicher Weise zu Ampkigerontia gehörig. 

(Das lange Referat ist durch die vorragende Trefflichkeit der Arbeit, die durch- 
weg durch eigenes eingehendes Studium des Verf. begründet ist, gerechtfertigt. 
Sie bildet einen großen Fortschritt. Ref.) ') 
Kolbe, H., Über die Gewexa. Atropos Leach und Trocies Burm. in: Katter's Entom. Nach- 
richten. Jahrg. 6. Heft 8. p. 84. 

Verf. gibt das Historische über diese Gattung und kommt zum Schluß wieder 
Trocies Br. für Ps. divinatorms und Atrojjos Leach für Cl. puhatoria L. annehmen 
zu müssen, weil Leach seine Gattung auf T. lignarhmi De Geer = T. pulsatormm 
L. gegründet hat. (Das wäre richtig, wenn De Geer's Figur Flügelstummel hätte ; 
siehe vorher. Ref.) 
Hubbard, H. J., Two days coUecting in the Mammoth Cave. in: The American Entomo- 
logist. Vol. III. No. 2. Febr. 

Es wurde (p. 39) Atropos divinatoria mit Augen an Unrath entdeckt, p. 84 wird 
gesagt, daß ihre Anwesenheit in der Höhle, wenn auch wahrscheinlich nicht sicher 
gestellt sei, da der Unrath in Klumpen nach Detroit mitgenommen wurde. Außer- 
dem wurden zwei kurzflüglige Imago mit entwickelten Augen und 3 Nebenaugen 
in der sogenannten Rotunde der Höhle gesammelt. Sie sind decidirt nicht Nym- 
phen, da die Flügel wie stets bei der Imago an der äußeren Ecke des Thorax be- 
festigt sind. Beide haben 3 gliedrige Tarsen und gehören zu Myopsocus oder (wohl 
besser) zu EUpsocus. 

d) Ephemeridae. 

Eaton, Rev. E. A., Proceed. Entom. Soc. London, 

p. 5 zeigte Kupfer seines zur Publication vorbereiteten Werkes über Epheme- 

riden vor ; namentlich Triconjthus maximus [Caenis] Joly ; Baetisca obesa Say und 

eine neue Form aus Chili; alles Nymphen, p. 8 wird Zaddach's Beobachtung 

leuchtender Caenis wiederholt. 

Eatpn, Rev. E. A. , Notes on the Entomology of Portugal. I. Introductory. in: Entom. 

Monthly Mag. Vol. 17. Septbr. No. 196. p. 73—79. 

Seit Hoffmansegge' s Zeit ist Portugal kaum entomologisch untersucht und die 
damalige überaus reiche Beute ist im Berliner Museum großentheils unbenutzt ver- 
loren gegangen. Um so werthvoller ist dieser Beitrag einer Sammlung in Algar- 
bieu von Ende April bis Ende Juni. Hier wurden vorzugsweise die Ephemeriden 
berücksichtigt. Bei Lissabon April 20 — 30 fast ausschließlich Arten von Lepto- 
phlehia und Cloeon ; Mai 1 2 — 2 4 auf einer Excursion von Aldovar aus Perliden 
und Phryganiden (Hydroptiliden) ; Juni 4 — 11 bei Cea Rhyacophiliden, zahlreiche 
Larven von Phryganiden in einem Wasser von 5122', Nymphen von Siphlums. 
M'Lachlan, R. , OUgoneuria Rhenana. in: Entom. Monthly Mag. Vol. 17. Decbr. No. 
199. p. 163—164. 
August 25 in Basel bei schönem ruhigen Wetter nach einem heftigen Gewitter 
nach 5 Uhr Nachmittags flog OUgoneuria rasch doch nicht zu häufig stromaufwärts. 
Nach 6 Uhr erfüllte wie durch Zauber die Luft über dem Rhein eine dichte Masse 



1) In Entom. Monthly Mag. Vol. 17. Decbr. No. 199. p. 166—167 steht eine An- 
zeige des Werkes (von M'Lachlan) , welche dieselben Einwendungen gegen Änderungen 
der Nomenclatur wie die von Ref. macht, und eine gleiche Anerkennung ^Qva. Werke 
zollt. 



202 ^- Arthropoda. 

von Oligoneuria, alle stromauf gegen den schwachen Wind fliegend. Sie mieden die 
üferseiten mit schwächerer Strömung immer etwa 8 Fuß über dem Wasser sich 
haltend. Ohne Übertreibung, Millionen wurden gesehen, bis Verf. nach 3 Meilen 
(engl.] die Brücke von Basel erreichte, die dem Schwärm gerade im Wege lag, so 
daß hier mit der Hand beliebig viele gefangen werden konnten. Der Schwärm war 
wohl außergewöhnlich groß. Die Subimagohaut wird im Fliegen abgeworfen, eine 
Beobachtung , die auch von Eaton gemacht war ; doch glaubt dieser , daß die 
Flügelhaut nicht zugleich mit der des Körpers abgeworfen werde , da er selbe nie 
an der Subimagohaut des Körpers nachweisen konnte. 0. Rhenana fliegt auch bei 
Zürich. (Bei Basel variirt die Erscheinungszeit von Anfang August bis Anfangs 
September je nach den Jahren ; nach Imhofi" fliegen Anfangs nur Männchen und 
erst nach Einbruch der Nacht kommen Weibchen hinzu. Ref.) 

Landois, H., Über die scheinbare Nutzlosigkeit langer Thierschwänze. in: Siebenter Jah- 
resber. des Westfäl. Prov. Vereins f. 1879. p. 35 — 37. 
Ephemera lactea spreizt beim Eierlegen die Schwanzborsten weit auseinander und 
verhindert dadurch beim Berühren der Oberfläche des Wassers mit dem Leibe das 
Untersinken . 

Zimmerniann, O., Über eine eigenthümliche Bildung des Rückengefäßes bei einigen Ephe- 
meriden-Larven. in: Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 34. p. 4U4 — 406. Fig. 
Die häufige Benutzung der Larven um Blutkörperchen zu zeigen, veranlaßte die 
Untersuchung der Schwanzborsten, die im Durchschnitt ein wirkliches Gefäß zei- 
gen , das an der Oberseite der Borste verläuft. Die letzte Herzkammer verjüngt 
sich gegen das Körperende, tlieilt sich dort in '3 Gefäße , die zu den 3 Schwanz- 
borsten gehen. Der entgegengesetzte Blutlauf wird bewirkt durch die Bildung der 
letzten Herzklappe. Während die 9 vorderen mehr oder weniger nach vorn ge- 
richtet sind , hat die letzte Klappe eine sehr ausgeprägte Stellung von vorn nach 
hinten. Sie schließt bei der Contraction der letzten Kammer diese gegen die vor- 
hergehende ab;^ so daß das Blut zu den Borsten strömen muß. Aus diesen Gefäßen 
tritt das Blut durch langovale gegen Ende der Borsten an der Unterseite der Ge- 
fäße gelegene Öffnungen aus und wird durch den Hohlraum der Borste wieder nach 
oben getrieben , wobei sich Blutkörperchen in großer Zahl am Endtheile ansam- 
meln. Ob die erwähnten Öfinungen Spalten sind, welche sich bei der Systole der 
letzten Kammer öfi"nen, ist noch zu entscheiden. Diese Einrichtung wurde bei 
5 Arten Larven bestimmt, von denen 3 durch Erziehung als Che diptera, Cl. binocn- 
lata und Palingenia longicavAla bestimmt werden konnten. Bei der Imago von Che 
zeigten Querschnitte der Borsten , daß jede durch eine Längsscheidewand in zwei 
Hohlräume getheilt ist ; die Existenz eines eigentlichen Gefäßes blieb zweifelhaft 
und war an den undurchsichtigen Borsten nicht zu ermitteln , obwohl sie nach 
Wagner (Burm. Hdb. Eutom. I. p. 439) nicht unwahrscheinlich. Vielleicht helfen 
die Borsten der Larve bei der Athmung mit und erklären so die Einrichtung. Als 
bloße Steuerapparate kann man sie nicht mehr betrachten. Bei der Larve von Che 
diptera hat das Rückengefäß im Mesothorax auf seiner Oberseite eine gestielte 
Blase , welche sich rückwärts legt und sich unregelmäßig und schwach an den 
Conti'actionen des Rückengefäßes betheiligt. Näheres darüber ist noch zu ermit- 
teln. (Die sehr wichtige Mittheilung ist ein Schritt weiter in der dürftigen Kenntnis 
des Circulationsapparates der Insecten. Einen allerdings sehr verschiedenen Ap- 
parat das Blut nach hinten zu treiben, hat C. Grobben für Ptychoptera contaminata 
1875 beschrieben. Ref.) 

M'Lachlan, R. , Prosopistoma punctifrons. in: Entom. Monthly Mag. Vol. 17. Octob. 

No. 197. p. 117. 

Es sei ein Misverständnis , daß er erklärt habe , diese Art möge durchweg im 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. e) Perlidae. f) Odonata. 20$ 

Wasser leben. Er habe nur (Joiirn. Linn. Soc. Vol. 12. p. 145) in einer Note 
gesagt : Kann es flügellose Ephemeren geben ? und kann die Imago von Proso- 
pistoma dazu gehören ? Verf. hatte durchaus nicht die Absicht diesen Worten die 
Ansicht unterzulegen, die Mr. Joly und Vayssiere darin gefunden haben. 

Joly, Emile, Bull. Soc. Entom. de France. 9. Juin 1880. p. LXXV— \T[. 

zeigt an, daß er aus P/'oso/Jwfomß jo^mc^ro«« eine Ephemere erzogen habe. Die 
kleine Imago erinnert an Caenis grisea , mit dreieckigem Kopf, Ascalaphus ähn- 
lichen Augen , vier Flügeln mit einfachen Längsadern , das obere Paar sehr stark 
ausgebildet ; das fünfte Segment des Abdomen viel länger als die anderen , ähn- 
lich wie bei Baetisca, und mit drei kurzen Schwanzborsten. — Beim Abwerfen der 
Nymphenhaut ist es sehr auffällig, daß der neue Thorax zu Anfang des Vorganges 
großentheils beweglich ist und durchaus unabhängig von dem Sternaltheile und 
dem vorderen und hinteren Rande der Respirationskammer; er verwächst erst 
später mit diesen Theilen. (Die letzte Angabe ist zu außergewöhnlich, um ohne 
weitere Beobachtungen angenommen werden zu können. Ref.) Auch in Entom. 
Monthly Mag. Vol. 17. Juli. Nr. 194. p. 46 von M'Lachlan berichtet. 

Vayssiere, A. , On tlie metamorphosis of Prosopistoma. in: Ann. of Nat. Hist. (5.) Vol. 
6. Septbr. p. 252. (Extrait aus Compt. rend. Juin 7. ISSO. p. 1370). Extr. 
Journ. R. Microsc. Soc. Vol. III. No. G. p. 618—619. 

Er beobachtete Juni 3 die Metamorphose von zwei im April in der Rhone bei 
Avignon gefangenen Prosopistoma. Ende Mai wurde die Bernsteinfarbe der Nym- 
phen dunkler ; die beginnende Imago war in der Nymphe merkbar und 2 oder 3 
Tage später wurde die Haut abgeworfen. Die Imago ist Caenis ähnlich, mit drei 
Schwanzborsten . 

Joly, Emile, Sur la nymphe du genre Baetisca par Benj. D. Walsh, traduit de l'Anglais 
et annote. Angers 18S0. SO. p. 19. 
Übersetzung von Walsh's Schrift (Proc. Entom. Soc. Philad. 1866. p. 200 — 
206) und Wiedergabe seiner Figuren. Es folgen Noten des Verf., p. 13 Möglich- 
keit von Hermaphrodisie bei Prosopistoma , da äußere Genitalien fehlen und zwei 
sehr große Geschlechtsdrüsen im Körper vorhanden sind. Daß (p. 14) die frühere 
Angabe »jede Ephemeren - Larve habe drei Schwanzfädeu « durch Caloris' Ent- 
deckung der viviparen Cloe diptera widerlegt sei. Die eben geborene Larve hat 
nur zwei, spätere Stadien drei. Prosopistoma hat nur 6 Fühlerglieder. Verf. hat 
bei etwa 400 Prosopistoma , die er 3 bis 4 Monate in einer Schale beobachtete, 
niemals eine Häutung der Nymphe gesehen. 

e) Perlidae. 

Brandt, A. v., Hermaphroditism in Perlidae. in: Journ. of Roy. Microsc. Soc. London. 
April 1879. Vol. 2. No. 2. p. 145. 

Kurze Angabe der Hermaphrodisie bei Perla hipimctata (aus des Verf. Werk 

1878). 

f) Odonata. 

Torrey, Bradford, American Naturalist. Vol. 14. p. 132 — 133. 

In Weymoth, Massachusetts Juni 2 um 8 Uhr Morgens ein Zug Libellen von Ost 
nach West, eine Viertel (engl.) Meile breit, wurde den ganzen Tag hindurch bis 
zum Abend beobachtet. Ein ähnlicher Zug wurde Juni 23 in Boston gesehen. 
Richtung westlich. 

Derselbe Verf. berichtet ebenda, p. 594 über einen Zug Mai 24 bei Melrose 
Massachusetts. 



204 F* Arthropoda. 

Göldlin, Emil Aug., Libellen- Wanderung, im Zool. Garten. Nr. 4. p. 125 — 126. 

Verf. beobachtete an dem heißen Nachmittag September 17 von 3 bis 4 Uhr 
nahe Serrieres am Neuenburger See eine große Libellenwanderung. Der Schwärm 
hielt sich 5 bis 10 Fuß über dem Wasser und bildete ein 6 Fuß hohes und 30 Fuß 
breites Band. Die Thiere flogen regelmäßig je 3 bis S zusammen mit 1 bis 2 Fuß 
Abstand von Nord-Ost nach Süd-West ; wurden eine volle Stunde beobachtet und 
waren langsam und offenbar frisch ausgekommen. Es war Calopleryx virgo in bei- 
den Geschlechtern. 
SchnabI, Dr., Über Libellenschwärme. in: Katter's Entom. Nachrichten. Jahrg. 6. Heft 
15. p. 167. 
Bei Warschau zogen Mai 14 bis 16 während schöner windloser Tage ungeheure 
Schaaren von Libellula quadrimaculata ohne Beimischung anderer Arten von Süd- 
West nach Nord-Ost. Nach kalten Regentagen bis zum 20. Mai sah mau an diesem 
ersten schönen Tage etwas kleinere Schaaren derselben Art in selber Richtung 
fliegend. In vielen Gegenden Polens, so bei Mlava zogen sie Mai 1 6 in selber Rich- 
tung ; in Rußland sah man die Schaaren in vielen Gegenden , in Mohilew Mai 26. 
Ein zweiter ungeheurer Zug folgte durch Warschau Juni 6 — 7, bestand aber fast 
nur aus der seltenen Art Libellula [CordnUa? 'RQi .) ßavomacidaia mit wenigen Lib. 
quadrimaculata untermischt. In einer Mädchenschule mußte man für einige Stun- 
den den Unterricht unterbrechen, so laut schlugen die Libellen an die Fenster. 
Schalter, J., Sitzungsber. Zool. Bot. Ges. AVien. 1880. Bd. 3U. p. 40. 

In Rzeszow und anderen Gegenden Galiziens zogen Mai 14 und 15 bei herr- 
schendem Ostwinde große Schaaren von Libellula dej^ressa und Lib. quadrima- 
ctdata, letztere in Mehrzahl herüber. Es schien jede Art in abgesonderten Zügen 
von Osten nach Westen gezogen zu sein. Mai 27 wiederholten sich die Züge bei 
Westwind und gingen nun nach Westen. 
Schalter, J., Katter's Entom. Nachrichten. 6. Jahrg. Heft 12. p. 133. 

Schwärme ven Libellula quadrimaculata und depressa zogen Mai 15 — 16 in Gali- 
zien bei Ostwind von Ost nach West. Beide Arten scheinen gesonderte Züge ge- 
bildet zu haben. Auch aus Kreuznach wird von ähnlichen Zügen berichtet. 
Schalter, J , Katter's Entom. Nachrichten. 6. Jahrg. Heft 15. p. 167. 

berichtet, daß Libellula depressa und Lib. quadrimaculata Mai 27 in entgegen- 
gesetzter Richtung der früheren Schwärme , von West nach Ost verschiedene Ge- 
genden Galiziens passirt haben. 
Slefanelli , Bull. Soc Entom. Ital. T. XI. p. 29 — 36. ist ausgezogen in Katter's Entom. 
Nachrichten. Jahrg. 6. Heft 14. p. 145. 

Die Erhaltung der flüchtigen Farben der Libellen, durch Trocknen in der Luft- 
pumpe. (Vergl. Zool. Jahresber. f. 1879.) 
Brauer, Fr. , Verzeichnis der von Fedtschenko in Turkestan gesammelten Odonaten, in : 
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. 1880. Bd. 30. p. 229—232. In Fedtschenkos Reise 
1874 in russischer Sprache abgedruckt.) 
Folgende Arten sind aufgeführt: Libellula quadrimaculata , brunnea, albistyla ; 
Crocothemis erythraea ; Diplax pedemontana, depressiuscula, Fonscolombii , meridiona- 
Its; Aeschna afßnis ; Anax formosus , jyarthenope , Cordulsgaster insignis ; Gomphus 
ßavipes ; OpMogomphus serpentinus ; Onychogomphus ßexuosus ( Schneider , nicht 
Rambur); Calopteryx virgo, splendens und y£iY . xanthostigma ; Lestes virens, barbara ; 
Sympycna fusca, jjaedisca (neu); Agrion viridulumj pujnilio, elegans., senegalense, 
pidchellum, cyatMgerum, 26 Arten. — S. paedisca ist von S. fusca als eigene Art 
abgetrennt und mas et femina genau vergleichend beschrieben. Die Rücken- 
biude des Thorax hat seitlich einen quer vortretenden Zahn fast bei allen Stücken. 
Die Art ist S. paedisca Eversmanu genannt, da sie in diesem Merkmal mit der 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. f ) Odonata. 205 

Eevue des Odonaten p. 388 angeführten Type von Eversmaun übereinstimmt. (Das 
ist richtig-, die Type liegt Ref. vor, ist aber ein Irrthnm von Eversmann. Seine 
Beschreibung paßt nur awi Lesfes virens und dazu gehöien auch seine Typen cJ'Q, 
denen dies Weibchen irrthümlich beigefügt war. Bei diesem Weibchen sind die 
Rückenstriemen auf Segm. 8 — 10 nicht sehr schmal und der untere Appendix 
reicht nicht bis zur H.älfte des oberen , die Mittelkante des Thorax ist nicht gelb 
und die Seitenbinde nicht fehlend - — wie in Fedtschenko's Stücken, sondern wie 
bei S. fusca. S. paedisca Brauer ist Agrion truchmenicum Kolenati Mus. Peters- 
burg, meines Wissens nicht publicirt. Ref.) Das Verzeichnis ist sehr wichtig, da 
es den Verbreitungsbezirk der mittel-europäischeu Arten wesentlich erweitert und 
für einige die Verbindung mit der Fauna des Himalaya erklärt. Eigentlich asiatisch 
sind nur C. insignis und . flexuosus ; das Vorkommen von A. senegalense ist eine 
Anomalie. — Früher für diese Fauna verzeichnete Arten sind Platycnemis pennipes, 
Lindema telraphylla und 8 andere v. Stett. Ztg. 1856. p. 366 und 3 von Kolenati 
Bull. Mose. 1856. p. 499; es steigt die Zahl der Arten auf 39. 
Norgate, Frank, List of Insects observed in Tresco, Scilly Isles im August 1879. in: 
Entom. Monthly Mag. Vol. 16. January. No. ISS. p. 182. 

Ischnura elegans und Lib. striolata dort gefunden. 
M'Lachlan, R., Notes on the Entomology of Portugal (siehe Termitidae) p. 104 — 106. 
Libelluli na. 

Platetnim depressum, ein mas, Juni 3, Coimbra. 

Sympetrum striolatum , mas et fem., Juni 3, Coimbra. [L. rußcollis Chp. TypeR.) 
Gomphina. 

Onychogomplms forcipatus\i.^ mas et fem., Mai 23 u. Juni 12 stehen in Färbung 
zwischen der nördlichen Form und der südlichen G. unguictdatus ; Appendix ganz 
gelb. 

Gomphus G r as lini Rhr . , ein Weibchen, Juni 8, bei Cea 1692' ; bis jetzt nur aus 
dem Westen Frankreichs bekannt. 

G. pulchellus Sei., 2 Weibchen, Mai 23 u. 31. 

Cordulegaster cmnulatus Latr. , mas et fem., Juni 9 — 30, über 2000' hoch, von 
der nordischen Form. 
Aeschnina. 

Amp/üaesc/ma Irene Fonsc, 1 mas , Mai 31, bei Cintra ; neu für diese Fauna. 
Calopterygina. 

Calopteryx splendens Harr., 1 mas, Mai 22. 

C. virgo L., race meridionalis Selys, Juni 5, junges Männchen. 

C. haemorrhoidalis Van der Lind., Mai 18 bis Juni 3, mehr die provengalische 
Form. 

Agrionina. 

Platycnemis acutipennis, Mai 22. 

Ischmira Graellsii Ehr . , April 22 bis Mai 22, in verschiedenen Varietäten. 

Agrion puella L., Mai 22. — Agr. Lindcnii Sei., April 23 bis Mai 8. 

Pyrrhosoma minium Hass., Mai 20 bis Juni 14. 

Von den 15 Arten sind in Selys Revue p. 279 aufgeführt als in Portugal einhei- 
misch: S. st7-iolatmn , . forcipatus , C. haemorrhoidalis, J. Graellsii (und G. 
pidchellus p. 396. Ref.) aber Selys citirt 13 andere Arten nicht bei Eaton ge- 
sammelt, so daß 28 für Portugal bekannt sind. Alle 15 Arten waren aus Spa- 
nien bekannt außer G. Graslinii und Ae. Irene. 
Schoch, Gust. , Äeschna Irene Fonsc. , eine für die Schweiz neue Libelle, in: Mittheil. 
Schweiz. Entom. Ges. Vol. V. Heft 10. p. 553—554. 

In Wollishofen October 1 wurde ein Männchen und das nächste Jahr im Juni auf 



206 F- Arthropoda. 

einer Bergwiese des Pilatus 2 mas u. 1 fem. gefangen. Der Zahn der app. maris 
ist nach innen gerichtet, nicht nach außen ;Selys) . Es wird auf die mangelnde 
Verzweigung des sect. subnodalis unter dem Pterostigma hingewiesen. (Fehlt auch 
bei A. vinosa Say. Ref.) Die Verbreitung dieser südlichen Art bis 3000' in der 
Schweiz ist sehr merkwürdig, es ist ihr nördlichstes Vorkommen. 

Schoch, Gust., Cordulia aljyestris Selys, ebenda. Vol. 6. Heft 1. p. 17 — 18. 

Ein Stück in Bremi's Sammlung vom Gadmenthal als C. nrctica Zett. bezeichnet, 
ist C. alpestris. Ein Weibchen wurde auf der Lenzer Haide in den Rhätischen Alpen 
gefangen und auf der Melchalp am 24. Juli 2 mas ; die Art flog häufig, doch war 
sie nach 1 4 Tagen dort verschwunden . Sie flog dort frisch entwickelt um einen 
sehr kleinen Teich; über 2000m hoch. Im Heft 2 ebenda theilt der Verf. mit, 
daß inzwischen M'Lachlan beide Arten auf dem Bernhardin gefunden habe. 

Af'i'Lachlan, R. , Two additions to the Dragonflies of Switzerland. in: Entom. Monthly 
Mag. Vol. 17. Novbr. No. 198. p. 141. 
Im Engadin am Statzer See 6200' hoch sammelte er August 12 — 16 Cordulla 
metallica mas, fem. ; C. alpestris mas und C. arctica mas, fem., letzte Art neu für 
die Schweiz. AescJma juncea mas, fem. und Ae. horealis fem., letztere neu für die 
Schweiz. Der gi'ößere See von St. Moritz lieferte keine Odonaten. [Ae. horealis 
auch von der gr. Scheideck August und von Zürich. Ref.) 

Gerard, W. R., Notes on the eggs and larvae of an unknown dragonfly. in: The Ameri- 
can Entomologist. Vol. 3. July. No. 7. p. 17-1 — 175. Fig. 77 — SO. 

Im Juli in einem kleinen See bei Willowsmoe, in den Catskill Bergen (New- York) 
fand Verf. lange gelatinöse Eierstränge, je 30 bis 40 ein Bündel bildend, mit 
einem Ende an die Stengel von Potamogeton befestigt, und horizontal nahe der 
Oberfläche des Wassers schwimmend. Jeder Strang war cylindrisch , etwa ein 
Achtel Zoll im Durchmesser. 12 — 15 (? Ref.) Zoll lang, durchsichtig, opalisirend 
bei auffallendem Licht, und zusammenhängend in seiner ganzen Länge, wohl von 
einem Thiere "gelegt. Doch war die Entwickelung der Eier darin in so verschie- 
denen Stadien, daß chronologische Data über ihre Entwicklung unmöglich waren. 
Jeder Zoll enthielt ungefähr 500 Eier. (Wenn nicht die Angabe 12 — 15 Zoll ein 
Druckfehler, ist die Angabe mehr als zweifelhaft; da 500 auf einen Zoll gehen 
sollen, würde jeder Strang 6000 bis 7500 Eier enthalten; keine Odonate legt 
auch nur einen Bruchtheil dieser Summe , und namentlich dann nicht auf einmal ; 
obwohl die Eier im Wasser schwellen (Rathke) ist doch diese Längen- und Zah- 
lenangabe zu groß, um sie ohne weiteres annehmen zu können. Ref.) . Der Dotter 
breit elliptisch, gelblich, war mit einer Dotterhaut umgeben, die an dem breiteren 
Ende einen spitzen Zipfel bildet , und die Eier sind so gelagert , daß dieses Ende 
gegen die freie Spitze des Stranges und nach außen gerichtet ist. Den nächsten 
Tag waren die Stränge verschwunden, jedoch später am Tage, wenn das Wasser 
erwärmt war , flottirten sie wieder an derselben Stelle , so daß sie wahrscheinlich 
während der Nacht herabsinken und neben dem Stengel liegen. Doch konnte 
diese Thatsache , obwohl später häufig beobachtet , nicht constatirt werden , ist 
aber wohl von der Natur dazu bestimmt, daß die Eier volles Sonnenlicht erhalten. 
(? Ref.) Ein oder zwei Stränge wurden zu Hause in einem Wasserglase weiter 
beobachtet. Die Dotterhaut wird durch kräftige Bewegungen des Embryo längs 
gespalten, ihre Ränder rollen nach innen um, das Insect kommt heraus und bleibt 
dann eine Weile wie leblos liegen (Fig. 79). Dann erholt es sich, kriecht ganz 
heraus und schwimmt lebhaft umher. Der ganze Vorgang ähnelt dem von Biplax, 
wie ihn Packard beschreibt, und vielleicht gehört das beschriebene Insect zu einer 
Diplax-A:\i oder einer nahe stehenden Gattung. Die Gegenwart der Maske scheint 
dem Verf. dafür beweisend. Die weitere Erziehung gelang nicht. (Die Mittheilung 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. f) Odonata. 207 

enthält zum Theil unklare Thatsachen. Der Vergleich mit Packard's Arbeit macht 
es nicht deutlicher, da P. für seine Larve die Maske einer Libelle abbildet, und 
dicht dabei — as recently hatched Fig. 6 — eine Larve abbildet, die zweifellos 
zu Aesc/ina gehört. Die Fig. SO von Gerard ist mit Ausnahme der Maske eine 
Copie von Packard's Figur, und die Mundtheile von Fig. 79 b von so unverständ- 
licher Zeichnung, daß sie nur irrig sein kann. Ref.) 

Poletaiew, Nicolaus, Speicheldrüsen bei Odonaten, in; Horae See. Entom. Rossicae 1880. 
T. 16. — Sep. 4 p. 8to. Taf. I. 

Daraus : De glandes salivaires chez les Otlonates. Compt rend. Ac. Sc. Paris 
T. 91. No. 2. p. 129. 

Einer vorläufigen Notiz in d. Verh. d, Russ. Entom. Gesell. T. 10 wurden 
neue Beobachtungen und Abbildungen zugefügt. Alle Odonaten-Familien, Libel- 
luliden, Aeschniden und Agrioniden besitzen Speicheldrüsen, aber nur als Image, 
während sie den Larven fehlen, und hier vielleicht durch den Aufenthalt im W^as- 
ser entbehrlich sind. Die Entwickelung der Drüsen beginnt in der letzten Periode 
des Wasserlebens , in der Zeit nach der letzten Wasserhäutung , und ihre Form 
und Größe ist wie bei der Image , nur sehr zart gebaut. Die Speicheldrüsen sind 
paarig und bestehen aus vielen kleinen Säcken mit Ausführungsgängen , die sich 
zu einem großen Speichelgange vereinen (Glandulae acinosae) . Sie ähneln einer 
Traube, die Säckchen sind lang und schmal, hinten breiter. Bei Aeschniden und 
Libelluliden sind viel mehr Säckchen vorhanden [Ae. grandis über 150) als bei 
Agrioniden [Lestes sponsa gegen 60) . In jenen Familien liegen sie näher beisam- 
men von einem dichten Tracheennetz umsponnen ; bei den Agrioniden sind sie 
viel freier. Die Drüsen liegen im Prothorax neben oder über dem ersten Thoracal- 
Ganglion; zumeist vor dem vorderen Muscul. deflexor, bei Biplax mehr zurück- 
gedrängt nur bis zum Muse, elevator der Vorderflügel reichend. (Sie gehen also 
in den Mesothorax Ref.) Die Drüsentraube ist oval, die gemeinschaftlichen Aus- 
führungsgänge kurz, wenig länger als der Prothorax. Jeder Speichelgang erwei- 
tert sich vorn zu einem Reservoir , aus dem ein kurzer Gang austritt und nach 
Vereinigung mit dem der andern Seite als gemeinschaftlicher Gang ausmündet. Die 
Speichelgänge sehen quergeringt aus, die Reservoirs mit einer Zeichnung ähnlich 
dem Zellengeflecht einiger Blätter ; Die Zeichnungen sind durch die Sculptur der 
Cuticular-Schicht oder der äußeren (inneren? Ref.) chitinigen Lage ihrer Wand 
bedingt. Die Drüsen und die Speichelgänge liegen im Prothorax über der Nerven- 
kette und laufen mit ihr parallel. Im Kopfe steigt letztere höher hinauf, so daß 
die Speichelgänge und Reservoirs hier unter den Nerven liegen, und unten in der 
Ligula münden , dicht vor der hornigen Querplatte derselben. (Das Verständnis 
der Figuren würde eine gleichmäßige Benennung derselben Theile erleichtern ; 
einige Buchstaben sind ganz unerwähnt geblieben. Ref.) 

Poletaiew, Olga, Quelques mots sur les organes respiratoires des larves des Odonates. 
in: Horae See. Entom. Ross. 1880. T. 15. Sep. 16 p. 8to Taf. XIX. XX. 

Die Verf. beabsichtigt eine kurze Beschreibung des Kiemenapparates der Odo- 
naten-Larven. Als Entdecker desselben ist Poupart 1702 zu betrachten. Libellu- 
liden und Aeschniden haben Darmkiemen , Agrioniden Schwanzkiemen. Die 
Athmuugs-Oberfläche der Darmkiemen ist viel größer als die der Schwanzkiemen ; 
die Größe der einzelnen Lamellen der Darmkiemen ist sehr unbedeutend, aber die 
Zahl dieser Lamellen ist groß , so daß sie in dieser Beziehung mit Drüsen ver- 
glichen werden können. 

Die Darmkiemen stehen in sechs Längswülsten im Rectum, und die Appendices 
der Larven erlauben, wenn geöff"net, den Eintritt des Wassers. Die kleinen blatt- 
artigen Lamellen bilden 12 Reihen (je 2 an jedem Wulst) bei Aeschva, Libelhda, 



208 ■ ^- Arthropoda. 

CorduUa, Epitheca. Für die übrigen Gattungen lag Material nicht vor. [Anax ist 
von Dufonr als Aesclma grandis beschrieben nnd von Ref. Stett. Zeit. 1853 p. 
336). Suckow irrt, wenn er für A. grandis nur 5 Wülste angibt, da Verf. 6 vor- 
fand, (vergl. Stett. Zeit. 1853. p. 336). Die Larven von Cordiilia, Lihellula, 
Aesclma haben ungefähr 22 bis 25 Lamellen, also für 12 Reihen etwa 300 
(Suckow's Art hat nur 16 Lamellen, also 160). Jede Lamelle ist eine Falte der 
Haut des Rectum, ein kleiner flacher Sack , in welchem Verzweigungen der Tra- 
cheen liegen. Ihre (Lamellen) Gestalt ist verschieden bei Libelluliden und Aesch- 
niden. Bei Aesclma bilden sie ein gleichschenkliges Dreieck, mit einer laugen 
Seite befestigt, und mit der Spitze die gegenüberliegende Lamelle deckend , so 
daß es so aussieht, als wenn beide Reihen mit den Spitzen vereint wären. [Ae. 
grandis und juncea) . Bei Libelluliden bilden sie längliche Blätter mit der kurzen 
Basis befestigt, und ihre Spitzen erreichen nicht die gegenüberliegende Reihe. 
Die Lamellen liegen daher frei, sind dicht gedrängt, so daß sie die nächste fast 
bedecken , und ihre Blätter stehen an der Basis von einander ab, und lassen dort 
die Trachea eintreten. (Fig. 3, nicht Fig. 4 wie im Text.) Die Tracheen werden 
abgegeben von den 3 Längspaaren (Dufour , Cuvier) die meist, zumal das obere, 
stark gefärbt sind, und im Rectum zahlreiche Queräste aussenden. Die größeren 
Queräste des oberen Paares bilden 2 Reihen übereinander , die kleineren stehen 
näher der Spitze des Leibes. Die ersten sind doppelt oder dreifach gegabelt, die 
letzteren nur doppelt. Alle Äste geben dichotom weitere Äste ab. Das mittlere 
Längspaar hat nur eine Reihe Queräste, aber ähnlich gegabelt wie die vorigen. 
Die Queräste der Libelluliden sind verschieden von denen der Aeschniden. Sie 
stehen dichter , und das obere Paar verdünnt sich stark gegen das Ende hin und 
theilt sich in 2 Äste. Einer derselben geht zum 10. Segment, der andere zu den 
Kiemen; dieser ist länger als die übrigen Kiemenäste. Der zum 10. Segment 
gehende vereint sich mit dem mittleren Paare, wie bei Section von der Bauchseite 
gesehen werden kann. Die beiden längeren Äste anastomosiren durch einen Quer- 
ast vor der Spitze. Im Widerspruch mit Dufour 's Angabe sendet das erstere 
Längspaar keine Tracheen zu den Kiemen , was auch von Oustalet und Palmen 
bestätigt ist. Das obere Paar versorgt 8 Reihen, das untere die anderen 4 Reihen. 
Bei den Agrioniden fehlt diese Anordnung, da sie Darmkiemen nicht besitzen, 
doch sind die oberen Tracheen durch Queräste mit den unteren verbunden wie 
bei Libelluliden und Aeschniden. (Der angebliche Widerspruch p. 7 in Betreff der 
Kiemen beruht wohl darauf, daß Dufour andere Arten unter unrichtiger Bestim- 
mung beschrieben hat. Ref.) Kurz vor der letzten Verwandlung haben die Darm- 
kiemen ein verändertes zerknittertes Aussehen, durch Ablösung und Resorption der 
Umkleiduug. Athmung durch das Rectum zeigen übrigens auch Holothurien, Asci- 
dien, Nais, Limnadia und Daphnia. 

Bei der Häutung wird die Trachealhaut durch die 20 Stigmen herausgezogen, 
und die Stigmen schließen sich wieder erst IY2 bis 2 Stunden später. Verschie- 
dene Beobachtungen über Lebensdauer von Larven in schädlichen Medien werden 
angegeben. Nach Beobachtung der Verf. fand sie Odonaten-Larven des Abends 
in 90'^ Alkohol geworfen am nächsten Morgen oft noch lebend. (Wider- 
spricht direct den Beobachtungen des Ref.). Nach Besprechung der Lage, 
Zahl und Form der Stigmen wird Suckow's Angabt von der Gegenwart eines 
Luftbehälters im Rectum von Aesclma grandis besprochen und verneint [Anax 
zeigt selben genau wie in Suckow's Beschreibung Stett. Zeit. 1853 p. 343 nach 
. Beobachtung von Ref. ) . Die Darmkiemen werden den Agrioniden und insbesondere 
Calopteryx abgesprochen. (Ihre Gegenwart hat Dufour behauptet und Ref. bei 
einigen Gruppen beobachtet , auch die Verästelung der Tracheen in der mittleren 
Schwanzkieme, und sehr von-agende Unterschiede in der Form der Schwanzkiemen 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. f) Odonata. 209 

bei nicht europäischen Arten. Die Arbeit der Verf. ist um so dankenswerther, als 
sie überall auf eigenes eingehendes Studium und eigene Beobachtungen fußt. Einige 
allgemeine Schlüsse werden beim Studium eines mehr ausgedehnten Materials be- 
trächtliche' Erweiterungen und Aenderungen erfahren . Ref. ) 

»La partie mddiane de la fig. 12, qui represente le tube digestif, est dessinee ä 
tort du graveur striee.« Communicat. de l'aut. — Zool. Anz., 3. Jahrg. p. 295. 
Hagen , H. , Beitrag zur Kenntnis des Tracheen- Systems der Libellen-Larven, in : Zool. 
Anz. 3. Jahrg. Nr. 52. p. 157—161. Extr. Journ. E. Microsc. Soc. Vol. 3. No 
6. p. 616—617. 

Gegen die Angabe Dr. Palmen's, daß die Stigmen der Libellen-Larven geschlossen 
seien , werden zwei Beobachtungen angeführt , und der Einwand gemacht , daß 
Stigmen die bei jeder Häutung (etwa 10 nach Poljetajewa) offen sind, nicht ver- 
wachsen können , um so mehr als ihre innere Haut eine Fortsetzung der Cuticula 
ist. Doch machen alle Paare der Stigmen den Eindruck nicht gebrauchter Organe, 
ausgenommen die des Prothorax, die vielleicht zum Auslassen der gebrauchten 
Luft benützt werden. Das Gewebe der Tracheenkiemen des Rectum wird nicht 
bei allen Libellen in der Häutung abgeworfen, sondern bei Epitheca immer und 
Aeschna ausnahmsweise in der Nymphenhülle angetroffen, während es bei den 
übrigen (Palmen) in die Imago hinüber genommen wird. Daß bei Agrioniden- 
Larven die Respiration allein durch Schwanzkiemen besorgt wird, ist für Calopte- 
ryx nicht zutreffend ; es sind hier Rectalkiemen vorhanden , doch wird auch die 
mittlere Schwanzkieme, gegenüber der entgegengesetzten Angabe von 0. Poljeta- 
jewa, von Tracheen durchsetzt. Bei Euphaea finden sich — als vierter Athmungs- 
apparat in demselben Thiere — noch seitliche Abdominalkiemen, ähnlich wie bei 
Sialis. Natürlich fungiren nicht alle zu gleicher Zeit. Es wird auf die Anwesen- 
heit einer Drüse (?) aufmerksam gemacht , die bei Epitheca und LibelMa am Vor- 
derrande des fünften Bauchschildes durch eine schräge , 5 mm lange Spalte nach 
außen mündet. Ein Sack 0,05 mm lang und breit in Form einer phrygischen 
Mütze und von einer weiteren Haut umkleidet flottirt frei im Abdomen. Von diesem 
Sack nach außen in der Gelenkfalte liegt ein umschriebener Fleck mit viereckigen 
Zellen, dessen schon Maslowsky gedacht hat. Der Sack ist durchsichtig und zeigt 
bei stärkerer Vergrößerung feine Körnchen in regelmäßigen Reihen, wie die 
peritoneale Tracheenhaut größerer Stämme. Ein starker Längsast einer Trachee 
verengt sich plötzlich in der Gegend des Sackes, doch konnte eine Verbindung nicht 
nachgewiesen werden; gleichfalls kein Verschlußapparat des Sackes. Bei Aesc/ma 
ist der Sack kleiner, mehr dreieckig gespitzt, weiter nach außen gelegen und auch 
am sechsten Bauchschilde wiederholt. Bei Gomphus ist er Aeschia ähnlich, aber 
an drei Bauchschildern, 4 — 6, vorhanden. Bei Agrioniden konnte er nicht nach- 
gewiesen werden. Eine Deutung des Sackes (ob zur Absonderung von Gelenk- 
schmiere) konnte nicht gegeben werden, doch liegt es nahe an Überreste der 
Abdominalanhänge zu denken, die bei Euphaea völlig ausgestülpt noch vorhanden 
sind. Eriijnert wird, daß Calopteryginen paläontologisch sqhr frühe namentlich 
lange vor den Libellen auftreten. (Ein Vergleich mit den Segmentalorganen liegt 
nahe. Ref.) 
Hagen, H., Kiemenüberreste bei einer Libelle (Imago); glatte Muskeln bei Insecten. in: 
Zool. Anz. 3. Jahrg. Nr. 58. p. 304—305. Extr. Journ. R. Microsc. Soc. Vol. III. 
No. 6. p. 618. 

Bei der überraschenden Ausnahme des Vorkommens seitlicher Abdominalkiemen 
bei der Larve von Euphaea lag es nahe Überreste derselben (nach Palmen's An- 
gabe) bei der Imago zu vermuthen. Eine jüngst ausgekommene Imago von Euphaea 
in Alcohol erhalten , erlaubte an jedem Segment den Überrest der kleinen häuti- 
gen Kieme nachzuweisen, als Beweis für die Richtigkeit der Behauptung Palmen's, 

Zoolog. Jahresbericht 1880. II. 14 



210 -P- Arthropoda. 

daß solche Kiemen bei der Imago persistiren. Da die Larven der nahestehenden 
Gruppe Rhinocypha unbekannt sind, wurden alte Imagines aufgeweicht, doch 
konnten hier Kiemen nicht nachgewiesen werden. Daß Kiemensäcke überall durch 
Ausstülpung entstehen können (Palmen) , findet seine Bestätigung in dem merk- 
würdigen Falle bei Dictyopteryx signata , die zwei Paar auf der Unterseite des 
Kopfes zeigt. Diese Perlide lebt in N. -America. 

Eiiphaea bildet eine auffälligere Ausnahme durch die Gegenwart glatter unge- 
streifter Muskelfasern in den Schwanzkiemen. Die Kiemen in Form einer Rübe, 
sind gefüllt mit einer Pulpe , die zahlreiche sechseckige Zellen von Bindegewebe 
gebildet wie eine Bienenwabe enthalten. Die Zellen sind mit Fett gefüllt und 
von zwei starken carminrothen Tracheen (alle übrigen in EupJmea sind farblos) 
durchsetzt, seitlich feinere Äste abgebend. Ein Längsschnitt durch die Kieme 
legt zwei Reihen mit zahlreichen quer verlaufenden glatten Fasern bloß, beide fast 
senkrecht zu einander gestellt, die in der Hypodermis inseriren. Ein Querschnitt 
der Kieme zeigt 2/3 über den Reihen frei ohne Fasern, die obwohl ungestreift für 
Muskeln gehalten werden. Die Fasern sind glatt, elfenbeinartig, gegen die Inser- 
tion mit feiner Längsstreif ung. Es wird vermuthet, daß bei Contraction die Luft 
der Tracheen in den Leib getrieben werde , da die Füllung der Kieme mit der 
Zellenpulpe eine freie Circulation des Blutes unmöglich erscheinen läßt. Eine 
kleine innere Corona von Falten am Anfange der Kieme mag eine Ausdehnung 
ermöglichen. Die Gestalt der mittleren Schwanzkieme von Neurobasis (?) läßt 
eine ähnliche Einrichtung vermuthen. Diameter der Zellen in der Pulpe 0,08 mm ; 
der Zellenwände 0,001. (Das Vorkommen ungestreifter Muskelfasern bei Peripa- 
tus macht es weniger unglaublich, daß in anderen Insecten solche auch vorhanden 
sind. Jede Faser wird aus einer Anzahl dünnerer zusammengesetzt, und uner- 
achtet verschiedener Tingirungen und dünner Schnitte nach sorgfältiger Härtung, 
sind die Kerne nicht durchaus sicher bis jetzt beobachtet. Eine Annahme, daß 
die Fasern eine- Art Stützen aus Bindegewebe seien, würde nach bis jetzt bekann- 
ten Thatsachen ein völlig isolirt stehendes Factum sein. Ref.) 
Hagen, H., Quelques additions aux Calopterygines. in: Compt. rend. Seanc. Soc. Entom. 
Beige. 1. Mai 1880. p. LXII— LXV. — Extr. Journ. R. Microsc. Soc. Vol. 3. 
No. 6. p. 941—942. 

Psolodesimis mandarinus M'Lachl. Das Männchen wird nach vollständigen Stücken 
von Formosa beschrieben. 

Anisopleura comes n. sp. von Amballa u. Kooloo, Himalaja; das Männchen hat 
die Größe von Ep. indica und Färbung von Anis, lestoides. Mit der fossilen Art 
A. miiUi7iervis von Solenhofen sind jetzt also drei Arten dieser merkwürdigen 
Gattung bekannt, bei welcher die Costa der Hinterflügel im stumpfen Winkel vor- 
springt. 

Euphaea formosa n. sp., Männchen von Formosa. 
Hagen, H. , Essai d'un Synopsis des larves de Calopterygines. in: Compt. rend. Seanc. 
Soc. Entom. Beige. 1. Mai 1880. p. LXV— LVII. — Extr. Journ. R. Microsc. 
Soc. Vol. 3. No. 6. p. 941—942. 
Legio Calopteryx. 

Dünn, lang; Basalglied der Fühler sehr kräftig, sehr lang; die 6 anderen 
zusammen kürzer als das halbe Basalglied ; Maske verlängert, schmal, gegen die 
Spitze stark verbreitert, gespalten und bis zur halben Länge ausgeschnitten ; drei 
Kiemenblätter am Ende des Leibes und Rectalkiemen ; Füße lang, dünn. 
Genus Calopteryx. 

Die Maske hat eine langgezogene rhombische Mittelspalte, welche die Basis der 
Taster wesentlich überragt ; 3 Rectalkiemen en roquette (Dufour) , flach ; eine 
Trachee läuft rings um ihren Rand und gibt zahlreiche Zweige zum Inneren. 



8. Hexapoda. IV. Pseudo-Neuroptera. f) Odonata. 211 

Subgenus. Calopteryx. Hinterhaupt jederseits mit vorstehendem Zahn ; mitt- 
leres Kiemenblatt flach, kürzer als die anderen. 

Cal. virgo oder splendens; C. maculata? 

Subgenus Phaon. Hinterhaupt ohne Zahn ; mittleres Kiemenblatt an der 
Spitze aufgetrieben. Neurohasis chinensis? 

Genus Hetaerina. 

Maske nur bis zur Basis der Taster gespalten; längs der Seiten der Segmente 
des Abdomen eine gezähnte Hautfalte ; mittleres Kiemenblatt an der Spitze auf- 
getrieben . 

Het. californica, americana, Titia, n. sp. von Brasilien. 

Legio Euphaea. 

Ziemlich robust, kurz ; Basalglied der Fühler kaum länger als breit, die beiden 
folgenden länger , die 4 folgenden kürzer als die vorigen ; Maske flach , breit, 
etwas schmäler gegen die Basis hin, Vorderrand gerundet, in der Mitte kaum ge- 
spalten; Füße kräftig, kürzer als bei Calopteryx, zwischen den Fußklauen eine 
Plantula; Segment 1 bis 8 des Abdomen jederseits mit einer Kieme in Form eines 
kegelf. Zipfels ; drei Schwanzkiemen, dick, cylindrisch, von gleicher Länge, be- 
haart, die Spitze mehr oder minder ausgezogen ; Rectalkiemen durch drei einfache 
Säulen gebildet. 

Subgenus Anisophura. Zweites Fühlerglied kürzer als das dritte; Schwanz- 
kiemen mit sehr kurzer kegelförmiger Spitze. A. comes? 

Subgenus Euphaea. 

Gruppe 1. Schwanzkiemen mit einer Spitze so lang wie der Rest der Kieme; 
Stirn ohne Dornen. E. splendens, Ceylon (gezogen.) 

Gruppe 2. Schwanzkiemen mit einer Spitze länger als der Rest; 4 Dornen an 
der Stirn, und einige auf der Oberlippe. E. dispar? 

Legio Thore. 

Genus Cora? Kopf und Thorax 'ä\m\\QhEiiphaea; basales Fühlerglied kurz, 

das zweite länger ; Maske flach , kurz , an der Basis halb so breit wie 

an der Spitze , die stumpf elliptisch vortritt u. nicht gespalten ist; 

Füße wie bei Euphaea. C. marina? Mexico. 

Von den 11 erwähnten Nymphen ist E. sjjletidens von Nietner gezogen, und die 

europäischen gehören zu C. virgo oder splendens (Ref. unterscheidet 2 Arten, ohne 

sie mit Sicherheit zu C. virgo od. splendens stellen zu können.), H. californica u. 

americana, sind sicher, da sich eben nur diese Arten vorfinden , wo die Nymphen 

gefunden wurden ; aus selbem Grunde ist auch C. maculata wahrscheinlich, u. N. 

c?mie7isis da nur diese Art u. häufig vom selben Orte eingeschickt war. A. comes 

wurde, jung ausgekommen, mit den Nymphen zusammen eingesendet. Cora ist 

zweifelhaft, wohl kaum etwas anderes als eine Calopterygine, (oder Pseudagrion? ? 

Ref. ) . Es ist von Bedeutung , daß die Calopteryginen zwei verschiedene Formen 

von Nymphen haben , ähnlich wie die Gomphinen, welche deshalb vielleicht irrig 

in zwei Familien gespalten wurden. (Vielleicht werden doch natürlicher Gomphinen 

in 2 u. Calopteryx in 3 Familien oder gleichwerthe Gruppen zu trennen sein. Ref.) 

Seitliche Kiemen am Abdomen, lange bei den Sialinen bekannt, sind durchaus 

ungewöhnlich und neu für Odonaten. Die Athmung der ^«/j/^ara-Nymphen zeigt 

vier verschiedene Categorien in einem Thiere vereint. 

1. Stigmen, 2 am Thorax, 8 am Abdomen, jederseits. 

2. Seitenkiemen am Abdomen, innen gut mit Tracheen versehen. 

3. Schwanzkiemen, drei gut mit Tracheen versehen. 

4. Rectalkiemen, drei Säulen gut mit Tracheen versehen. 

14* 



212 F- Arthropoda. 

Ohne Zweifel wirken nicht alle gleichzeitig ; die Stigmen des Abdomen viel- 
leicht niemals, da sie mir einen kleinen Tracheenast empfangen. Das Stigma des 
Prothorax hat aber innen zahlreiche, stai'k entwickelte Tracheen, ist sicher offen, 
und dient vielleicht zum Auslassen der gebrauchten Luft. Die Gegenwart einer 
gut ausgebildeten Plantula zwischen den Fußklauen ist gleichfalls nur hier allein 
bei Odonaten vertreten. 

Gegen den Ausspruch Dr. Palmen's, daß die Stigmen der Odonaten-Nymphen 
verschlossen sind, und ihre Eänder verwachsen , kann constatirt werden, daß bei 
allen untersuchten Odonaten die Stigmen offen gefunden wurden, aber alle der- 
artig, daß sie mit Ausnahme der beiden jederseits am Thorax, sehr wahrscheinlich 
nicht functioniren. 
M'Lachlan, R. , On the mode of respiration in the larvae of the Genus Etqihaea (Calo- 

X>tenjgina) in: Entom. Monthly Mag. Vol. 17. Septbr. No. 196. p. 90. 
gibt einen Auszug obiger Arbeit , und weist in einer Note auf die Wichtigkeit der 
Entdeckung. — 

Auch kurz erwähnt in The Amer. Entomologist Vol. 3. p. 196. 

M'Lachlan, R. , On Calopterygma from the Island of Sumatra, collected by Herr Carl 
Bock, in: Entom. Monthly Mag. Vol. 16. Febr. No. 189. p. 203—206. 

Die Ai-ten stammen von den Bergen bei Paio ; es waren wenige Arten aber viele 
Stücke, und sie bilden einen werthvoUen Beitrag dieser wenig gekannten Fauna. 

Neurohasis chinensis L., nur Männchen der typischen Art. 

Vestalis lucjens Albarda, über 100 Stücke meist Männchen. Die kupferbraunen 
Stücke ähnlich der Type sind in geringer Zahl vorhanden und vielleicht sehr alte 
Expl., der metallische Schiller fehlt meist oder ist bläulich. Das Weibchen hat die 
Flügel gelber als V. luctuosa. Vielleicht ist diese Art nach Selys nur Abart von 
V. melcmia von den Philippinen. 

EiipJiaea BocU n. sp., ein reifes Männchen ; sehr nahe der nur ungenügend ge- 
kannten E. Aspasia , aber verschieden davon , wenn die letztere Art nicht sehr 
stark variirt. 

E. variegataWox . , viele Männchen, wenig Weibchen . Farbe wie bei den Stücken 
von Java, aber die Hinterflügel merklich schmäler. 

Rhinocypha angusta Sei., beide Geschlechter. Der helle Spiegel veränderlich. 

De Selys Longchamps, Lais Devülei. in: Compt. rend. Seanc. Soc. Ent. Belg. 3. Avril 
18S0. p. XLIX— LI. 
Odonaten gesammelt in Ecuador enthielten mehrere Arten von Lais. Da der Verf. 
früher diese neue Art mit seiner L. Hauxwelli vereinigt hatte, gibt er eine neue 
Übersicht der 4 verwandten Arten. 

•1. L. Hcmxwelli 8e\. Peba, Amazon und Emaraldas, Ecuador. Untere App. des 
Männchen rudimentär, beinahe fehlend; Mittelzahn der oberen App. sehr kräftig 
und sehr spitz ; Ende der oberen App. mäßig, aber immer nach innen gekrümmt. 
Weibchen unbekannt. 

2. L. Devillei n. sp. L. Hauxwelli psn'üm 4 Addit. Calopt. 30. bis. Ost Peru? ; 
Bai'sa, Ecuador. Männchen verschieden von der vorigen Art durch schwarze Fär- 
bung des Subcostalraums bis zum Nodus ; die mittlere Erweiterung der App. su- 
per, ist gerundet, gefolgt von einem sehr kleinen Zahn; die Spitze der App. 
sehr stark_ nach innen gekrümmt. Junge Männchen ohne Spitzenfleck d. Unter- 
flügel. 

3. L.fulgida Sei. [L. Hauxwelli T^SiYÜm 3 Addit; L. cuprea? partim 2 Addit.) 
Rio Napo, Ecuador u. Peba, ober. Amazon. Die Art unterscheidet sich von den 
3 andern durch den Mangel des Flecks an der Spitze der Flügel, die leicht grau 
gefärbt ist ; vielleicht ist die Art nicht von L. metallica verschieden. 



8. Hexapoda. V. Neuroptera. a) Allgemeines. 213 

4. L. cuprea Sei. S. Paulo, oberer Amazon. Männchen mit schwarzem Sub- 
costalraum wie L. Devülei, aber weniger ausgeprägt; Statur kleiner, obere App. 
an der Spitze fast im rechten Winkel gekrümmt, untere App. mit der Spitze 
plötzlich hakenförmig nach oben gebogen. 

Eine Übersicht der 14 bis jetzt bekannten Arten von Lais folgt. 

A. Pterostigma an den Hinterflügeln (mas unbekannt). L. imperatrix M. L. 
Ecuador. 

B. ohne Pterostigma. 

a. Flügel breit, roth (mas), braun (fem.). L . pudica Hag . Ypanema, Bras. 

b. Flügel schmal. 

1 . Spitzenfleck an den Hinterfltigeln d. Männchen. — L. ghbifera Hag. 
Bras., N. Freib.; L. guttifera Sei. Bras. S. Joäo del Rey ; L. sma- 
ragdina Sei. Santarem ; L. ae??ea Sei. Santarem ; L. Devillei; L. 
cuprea; L. Hauxwelli. 

2. Kein Spitzenfleck. L.fidgida; Z. meto//;m Sei. Bahia; L.hyalina 
Hag. Bras; L. prumosa Hag. Bras. ; L. marginata Sei. Peru. 

Die Arbeit ist um so werthvoller, als fast alle Arten bis jetzt Seltenheiten 
sind, Ref. 



V. Neuroptera. 

(Referent: Prof. H. Hagen in Cambridge, Mass.) 

a) Allgemeines. 

Muehlen, M. von zur, Verzeichniss der in Liv-, Est- und Kurland bisher aufgefundenen 
Neuropteren. in: Archiv f. d. Naturkunde Liv-, Est- und Kurlands Bd. 2. Lief. 
2. 1880. p. 226—236. — Separat: Dorpat 1880. 8o . 18 p. 

Verfasser hat selbst das Gebiet zwischen dem Peipus, Wirzjaerw und der est- 
nischen Grenze durchforscht, die Sammlung von Hr. Pansch für Estland u. von 
Prof. Flor für Südlivland und einige kleinere Sammlungen benutzt. Das Verzeich- 
nis von Hr. Kawall, dessen Sammlung nicht verglichen werden konnte, gibt 28 
Trichoptera und 25 Planipennia. Die Bestimmungen sind zumeist nach M'Lachlan's 
Arbeiten gemacht, und die von ihm angeführten Fundorte für Ösel aufgenommen. 
Es ist zweifellos, daß sich eine Anzahl aus dem Gouvernement St. Petersburg und 
in Südfinnland bekannter Arten auch hier vorfinden werden. So ist das auffällige 
Vorkommen von GrammotauUus Sibiriens bei Dorpat inzwischen durch am Onega- 
see gefundene Stücke erklärt. 

Phryganiden 85 Arten. 
I. Phryganeidae 12. — Neuroniah, Phryganeah, Agryjynial. — H. Lim- 
nophilidae 31. — GrammotauUus 2, Glyp)hotaelius 2, Limnophilus 20, A.nabo- 
lia 1, Phacopteryx 1, Stenophylax 3. Micropterna 1, Chaetopteryx 1. — IH. Se- 
ricostomatidae 5. — Notidobia 1, Silo i, Brachycentrus 1 , Lepidostoma 1. 
— IV. Leptoceridae 22. — Molanna 3, Leptocerus 9, Mystacides 3, Triae- 
nodes 2, Oecetis 4, Seiodes 1. — V. Hydropsychidae 10. — Hydropsyche 5, 
Neureclipsis 1, Polycentropus 1, Tinodes 2, Psychomyia 1. — VI. Rhyacophi- 
lidae 3. — RhyacopMlal, Chimarrha 1. — VII. Hy droptilidae 2. — Hy- 
droptila 2. 

Planipennia 40. 

Vin. Myrmeleontidae 1. — IX. Hemer obiidae 16, — Micromus Z^ Dre- 
panopteryxl, Megalomus 1, Hemerobius 11. — X. ChrysopidaeO. — Chrysopa 



214 -P- Arthropoda. 

9. — XI. Coniopterygidae 1. — XII. Osmyliclae 1. Sisyra 1. — XIII. 
Sialidae 2. — XIV. Raphidia 5. — XV. Panorpidae 5. — Panorpa 4, 
Borezts 1 . 

Es ist dies Verzeichnis ein wichtiger imd dankenswerther Beitrag zur Kunde 
der Fauna jener Gegend. 
Nl'Lachlan, R., Notes on the Entomology of Portugal II. (siehe Termitidae p. 192) p. 105 — 108. 
Sialidae. 
Sialis lutaria. April 27. Ein Männchen von Salamonde 30 Juni 2003' hoch ist 
zweifelhaft, aber bestimmt nicht S. nigripes Pict. [= ßiliginosa .) 

Coniopterygidae. 
C. aleyrodiformis Steph. April 24 — 27 bei Cintra. Fühler mit 30 Gliedern, 
aber in einem Geschlecht (fem. ?) kürzere und dickere Glieder. Ist dies sexuelle 
Differenz, so ist C. tineiformis bestimmt eine verschiedene Art, und nicht anderes 
Geschlecht, wie schon früher vom Verf. angegeben. 

Osmylidae. 
Sisyra Dalii M'Lachl. 10 Stücke Mai 12 — Juni 1 . Cintra und Säo Barnabe, 
ähnlich den engl. Expl., aber die Basis der Gabeln und Queradern dunkler; letz- 
tere in Zahl sehr veränderlich. 

Hemerobiidae. 

Hemerohhis subnehulosus Steph. Mai 8 — Juni 8 ; mit weniger rauchigen Flü- 
geln als in England. 

H. limbatus Wesm. April 27 — Juni 25. 

[Dilar nevadensis von Hoffmansegg gefunden als Cladocera marmorata in Mus. 
Berol. Refer.) 

Chrysopidae. 

Chrysopa vnlpan's Sehr. Juni 1 . Cintra. 

C. septempunctata Wesm. Juni 1 . 

C. formosa Br. Juni 23. 

C. nigropimctafa P. ? April 28 — Juni 11. Vielleicht nicht verschieden von C. 
ßavifrmis^ doch sind Eaton's Stücke mehr gleich C. nigropunctata. 

C. P^c^:e/^■ MLachlan [thoracica P .) Juni 23 — 25, frische Stücke sind dunkel- 
grün mit gelber Rtickenbinde. 

C. aspersa Wesm. Mai 8 — Juni 25. Sehr veränderlich für die Thoraxflecke, 
meist klein von Statur, Verf. glaubt C. prasina Burm. mit C. aspersa identisch. 

Ein einzelnes Stück Mai 16, C. viridana ähnlich; nicht bestimmbar. 

Ascalaphidae. 
A. haeticiis May 17, mehr zur Catalonischen Form von Selys gehörig. 

Panorpidae. 
P. meridionalis Rbr. April 27 — Juni 30, alle kleiner als die aus den franz. 
Pyrenäen . 
M'Lachlan, R. , Notes on some Neuroptera Planipennia described by the late Mons. 
Edouard Pictet, in bis »Neuropteres d'Espagne« (1865.) in: Entom. Monthly Mag. 
Vol. 17. August. No. 195. p. 62—64. 
Die Mittheilung ist auf Studium der Typen gegründet. 

Sialis nigripes P. ist von S. fuliginosa nicht verschieden. (Ref. ist schuld an der 
Aufstellung der Art.) 

Chrysopa microcephala Br. ist Brauer's Art und wohl nur helle Varietät von Ch. 
vidgaris. (Die Art war von Ref. , dem Herr Pictet seine ganze Sammlung zur Be- 
stimmung übersendet hatte, bestimmt als C. vulgaris.) 



8. Hexapoda. V. Neuroptera. b) Hemerobidae. 215 

C. nigropunctata, gute Art, auch von Barcelona. 

C. viridatui, richtig, auch von Quillan, Aude. 

C. geniculata, vielleicht nur ein kleines Stück der vorigen Art. 

C. Meyeri, von den beiden Stücken ist eines wohl C. alba und stimmt nicht zur 
Beschreibung, das andere steht so nahe C. nigropunctata, daß mehr Stücke zur 
Sicherstellung nöthig sind. 

C. guadarramensis , das einzige Stück, ein Weibchen, steht C. flava so nahe, 
daß es vielleicht nur Localform ist. (Die gegenwärtige Type in Pictet's Sammlung ist 
nicht die, welche Ref. vorgelegen hat. Selbe war ein Männchen, wurde mit Ram- 
bur's Type von C. pallens genau verglichen. Die ausführliche handschrift- 
liche Bearbeitung liegt noch vor. Ref.) 

C. thoracica, der schon von Walker vergebene Name ist in C. Picteti abgeändert. 

C. Zelleri, vielleicht nur C. aspersa var. ; C. Ramhurii Costa und C. neglectus 
Costa sin,d nach Typen beide C. Zelleri. 

C. ciathrata ist nicht Schneider's Art und es wird für sie der Name C. Uneolata 
vorgeschlagen. 

C. granadensis ist vielleicht zu der vorigen Art gehörig. 

C. riparia, zwei Stücke in schlechter Erhaltung. 

C. monticola, der vorigen nahe stehend. 

C. vetiosa, richtig. 

C. italica nicht von Pictet gesammelt; von Dr. Bolivar in Madrid. Das Männ- 
chen (?) hat zwei lange gekrümmte Dornen in einer Tasche zwischen den beiden 
letzten Bauchsegmenten. 

b) Hemerobiidae. 

Ridley, H. N., Notes on the larva of Chrysoint. in: The Entomologist. London, Vol. 13. 
p. 21—23. 

Larven aus Eiern an Epheu erzogen werden beschrieben , die 3 gliedrigen 
Maxillen und das schildförmige Labrum mit zwei langen Hörnern sind undeutbare 
Irrthümer (Ref.). Die Larven lebten von Blattläusen; zur Verwandlung hatte 
die Larve sich mit dem Schwanzende an's Glas befestigt. (Es ist nicht zu ermit- 
teln wohin die Larve gehört. Ref.) 
Fitch, Edward A., in: The Entomologist. London. Vol. 13. p. 263. 

Unter anderen »Insects bred from Cynips Kollari gSi\\'s>(.<. ist vermerkt, daß Mr. 
Bigneil zwei Stücke von Hemer ohitis suhnebulosus Steph. erzog, wahrscheinlich die- 
selbe Art, die im April 1874 Walker erzog. 
Norgate, Frank, List of Insects observed in Tresco, Scilly Isles, in August 1879. in: 
Entom. Monthly Mag. Vol. 16. January. No. 188. p. 182. 
Hemerobius humuli dort gefunden. 
M'Lachlan, E.., Note on Coniopterix lutea Wallengren. in: Entom. Monthly Mag. Vol. 
16. June. No. 193. p. 21. 
Zwei Stücke von Kuusamo, Finnland und von Hautaika , am Jenisei, West-Si- 
birien, beide von Sahlberg, stimmen zu Ws Beschreibung, nur ist der mehlige 
Staub nicht gelb ; vielleicht ist die Farbe der Type durch Alter verändert. Die 
Art ist größer als A. psociformis, hat 24 Glieder der Fühler. 
M'Lachlan, R., Occurrence of the Neuropterous genus Dilar in South- America, in: En- 
tom. Monthly Mag. Vol. 17. July. No. 194. p. 39, 
Ein Männchen, gefangen von Rev. T. A. Preston bei Rio, Bras., Novbr, 1872, 
gehört in diese Gattung, die bisher nur in der alten Welt vertreten war. 

D.Prestoni n.sp. iOi/2mm Flügelspannung, also wesentlich kleiner als alle be- 
kannten Arten und durch geringere Zahl von Queradern verschieden, ein Männchen. 



216 F. Arthropoda. 

(Die Entdeckung ist um so interessanter, als jetzt auch eine Art in Nord- America 
entdeckt' ist, im Juni in Beespring, Kentucky, D. americana M'Lachl. n. sp. in 
Ref. Sammlung ; das Stück ist ein Weibclien , in Größe und Färbung ähnlich D . 
Prestojii, aber als Art verschieden. Ref.) 
M'Lachlan, R., Chrysopa imllida in Switzerland. in: Entom. Monthly Mag. Vol. 17. 
Novbr. No. 198. p. 141. 

Bei Thusis nahe Via Mala, Ende August , fünf Stücke wurden von Tannen ge- 
klopft ; mehr gesehen. Die Art ist neu für diesen Theil von Europa. 
Selys-Longchamps , de, Sur une race de VAscalaphus baeticus Rbr. in: Compt. rend. des 
Seances Soc. Entom. Belg. 1880. 3. Avril. p. XLVIII— XLIX. 
Verf. erhielt von Hrn. Martorell ein Pärchen von A. baeticus Rbr. [Miegei Gr.) 
aus Catalonien. Die Färbung der Hinterflügel unterscheidet sich von der Stamm- 
art ; der helle Saum beginnt im Spitzendrittel , vor dem Pterostigma , füllt eine 
Zellenreihe mehr (unter der schwarzen Ader, der Verlängerung der Mediana) und 
geht am Hinterrande bis zur Mitte der Flügel. Der schwarze Basalfleck ist weniger 
rund, in der Mitte gespitzt. Für die Varietät wird vorläufig der Name des Ent- 
deckers vorgeschlagen, 
n/loffat, J. A., Canad. Entomologist. Vol. 12. Deebr. p. 264. 

Bei Long Point fand er den Sand voll von iliy/-me/eon-Larven . Er fieng ein Stück 
von M. abdominalis und ein anderes einer ihm nicht bekannten Art. 

c) Sialidae. 

Barnard, W. S. , Eggs of Corydalis cnmutus. in: The American Entomologist. Vol. 3. 
July. No. 7. p. 178. 

Hat die Entwickeluug der Larve beobachtet und bestätigt die Richtigkeit von 
Riley's Schilderung fAssoc. Amer. Nat. St. Louis 1878). Bei Ithaca, New- York. 
Die Eier werden an die der Sonne ausgesetzten senkrecht aus dem Wasser treten- 
den Felsen gelegt und die Jungen kommen Ende August aus. 

d) Phryganeidae. 

Hagen, H. , The exceedingly numerous appearance of a Phryganid. in : Canad. Entomo- 
logist. Vol. 12. No. 6. p. lOS. 

Brachycentrus fuliginosus erschien Mai 8, 1880 in Birmingham am Honsatonic 
River, New- York State, so massenhaft, daß die Häuser geschlossen werden mußten. 
B. nubihis ist in Nord-Rußland mitunter gleich häufig. Ausgezogen in Katter's 
Entom. Nachr. 6. Jahrg. Heft 19. p. 218. 
Norgate, Frank, (siehe Hemerobiidae, vorige Seite.) 

Limnophilns marmoratus var. auf den Scilly Inseln gefunden August 1879. 
M'Lachlan, R., Occurrence oi Limnophilus suhcentralis^x. in Britain. in: Entom. Monthly 
Mag. Vol. 16. May. No. 192. p. 277. 
Ein Männchen in Invernessshire gefunden. 
Fletcher, J. E. Notes on two British Trichopterous Insects. in: Entom. Monthly Mag. 
ebenda p. 277. 

Anabolia nervosa fliegt gewöhnlich erst wenn es recht dunkel ist ; der Verf. gibt 
aber vier Fälle an vom Flug bei Tage ; stets mit Ausnahme eines Falles flogen die 
Stücke nur einzeln ofi'enbar den Platz zu wechseln. (Bei Königsberg ist A. fusca 
sehr gemein und fliegt massenhaft am Tage , aber nur die Männchen ; ich habe 
überhaupt nur zwei Weibchen gefunden, die wohl erst im Dunkeln fliegen. Ref.) 
Chaetopteryx villosa wurde massenhaft gefunden. 



8. Hexapoda. V. Neuroptera. d) Phryganidae. 217 

M'Lachlan, R. , Insects from Portugal, in; Entom. Monthly Mag. Vol. 17. August. 
No. 195. p. 71. 

Vorläufiger Bericht über die reiche Sammlung während zweier Monate von Rev. 
A. E. Eaton: etwa 50/) Stücke mit neuen Formen, sehr wenige Limnophiliden, 
dagegen zahlreiche Stücke aller übrigen Familien (ausgen. Phrygan.). 
Binnie, Francis G. , Oecetis notata in Yorkshire. in: Entom. Monthly Mag. Vol. 17. 
Septbr. No. 196. p. 91. 
Die Art ist gemein bei Tadeaster zusammen mit Oe. testacea. M'Lachlan bemerkt 
ebenda, daß bisher nur ein Stück, von Weybridge, als englisch bekannt war und 
fügt in einer Notiz hinzu, daß er Juli 1 7 am selben Orte ein zweites Exemplar ge- 
fangen habe. 
Goody, G. C. Carnivorous habits of Caddisworms. in : The American Entomologist. Vol. 
3. July. No. 7. p. 176. 
W^iederholung einer im Science Gossip (recent number) mitgetheilten Beobach- 
tung , daß Phryganiden - Larven gelegentlich von Fischeiern und einer Spinne 
leben. Er hat sie mehrfach mit Fleischstücken vom Rind und Hammel genährt. 
Obwohl ihre gewöhnliche Nahrung auf Vegetabilien beschränkt ist , werden sie in 
Noth oder bei Gelegenheit wie andere Pflanzenfresser carnivor oder verzehren auch 
ihres gleichen. 
M'Lachlan, R., An unrecorded habit in the life history of certain Trichopterous Insects. 
in: The American Entomologist. Vol. 3. March. No. 3. p. 59. 
Abdruck des Artikels in Eut. Monthl. Magaz. Novbr. 1879. (s. Zool. Jahres- 
bericht f. 1879. p. 582). 
Hagen, H., Über die Bestimmung der von Linpe beschriebenen Arten der Gattung Phry- 
(janea. in: Stett. Entom. Zeit. Jahrg. 41. p. 97 — 106. 
Pastor Wallengrens Bestimmung der Phryganea -Axien Linnes (Journ. Linn. 
Soc. Vol. 14. p. 726) gaben Veranlassung zu einer Revision der Arten. Für 
Phryganea striata hält Verf. seine (Linnea Vol. 5.) begründete Ansicht aufrecht, 
gegenüber W's Bestimmung als N. rußcrus. — Gegen die Deutung von P. grisea 
als Limnoph. stigma wird Burmeister's und Pictet's Bestimmung beibehalten. Jeden- 
falls würde Limn. hipunctatus besser zu Linne's Worten passen als Lhnn. stigma. — 
Ph. himaculata als Limn. griseiis autor. bestimmt, wird mit M'Lachlan und allen 
früheren Schriftstellern als NeurecUpsis himaculata erhalten. — P. ßavilatera war 
als Hydropsyche [iyistahilis?] bestimmt. Die Deutung ist um so weniger annehmbar, 
als sie theilweise auf irriger Deutung des Margo exterior bei Linne beruht. Verf. 
glaubt , daß N'euronia lappomca diese Art sein möge und erwähnt dabei , daß die 
Beschreibung des Geäders es nicht erlaubt , den Hemerohius lutarius zu Sialis zu 
ziehen. — P. ßlosa wird Wallengren gegenüber als Oec. ochracea bestimmt. Die 
Annahme, daß Linne bei P. reticulata und grandis zwei Arten vermengt habe, wird 
weder durch seine Beschreibung noch durch seine Sammlung unterstützt. 
Hagen, H., Neue Neuroptera. in: Die Insecten von Vitus Graber T. I. — Stett. Entom. 
Zeit. Jahrg. 41. p. 106—107. 

Soll auf die unerklärbaren Abbildungen in diesem Werke aufmerksam machen. 
Es sind 6 Neuroptera (sensu Linne) angeführt. 
Rougemont, Ph. de, Note sur V Helicopsyche s^ierata. in : Bull. Soc. Sc. Natur, de Neuchä- 
tel T. 12. Cah. 1. p. 29—38. 
Verf. corrigirt seine frühere Mittheilung ; er stellt den Namen Fannii bis auf 
weitere Forschung als Synonym zu H. sperata. Für die geographische Verbreitung 
ist Porto (nach M'Lachl.) beigefügt. Für Italien bleibt Sicilien bis zum Corner- 
See, Edolo. Nach sorgfältigen Nachforschungen kann Bremis' Angabe des Vor- 
kommens im Genfer See nicht bestätigt werden. Gleichfalls nach eigener Forschung 



218 F. Arthropoda. 

• nicht am Pissevache noch im Canton Wallis am FuUy , noch zwischen Martinach 
und Sitten. Es folgen Angaben über Fr. MüUer's Erziehung der Helicopsyche. 

Wallengren, H. D. J. , Om Skandinaviens Arter af Familjen Phnjganidae. in: Entom. 
Tidsskrift. Stockholm. Bd. I. Haft. 2. p. 64—75. 

Die Abhandlung enthält die Unterfamilie der eigentlichen Phryganiden. Die 
genaue Eintheilung der Gattungen beruht auf eigenen Untersuchungen und ist auf 
Differenzen des Geäders gegründet. Adern und Zellen sind mit neuen Namen ver- 
sehen, deren Bedeutung (soweit Ref. bekannt) noch nicht veröffentlicht ist. Da 
selbe von Kolenati, M'Lachlan, Brauer und Ref. durchaus abweichen, ist ein Ver- 
ständnis zur Zeit schwer oder geradezu unmöglich, selbst wenn der schwedische 
Text mit der lateinischen Übersetzung verglichen wird. Was Ramus carpalis, sub- 
carpalis, sesamoideus, styloideus, glenoidalis sind, ist nicht zu entziffern. Daß die 
Anwesenheit der überzähligen Gabel in den Flügeln der Weibchen nicht erwähnt 
ist, erschwert die Deutung noch mehr. Es wird deshalb die Eintheilung der Gat- 
tungen hier nicht mitgetheilt. Gegenüber den neuen Arbeiten von M'Lachlan wird 
Neuroma, wieder in die alten Gattungen Holostomis Mannh., Oligostomis Kol. und 
Neuroma Leach aufgelöst. Holostomis hat die bekannten Arten H. phalaenoides L. 
und H. atrata Gmel. — Oligostomis hat 4 Arten ; 0. Stälii MLachl. , vielleicht 
melanische Varietät der folgenden, O. reticulata L. — O. melanoptera n. sp. von 
Schonen, vielleicht melanische Var. der folgenden O. clathrata Kol. Neuj-onia mit 
N. hpponica Hag. und N. striata L. (= rnficrus Scop.). Phryganea L. mit Ph. 
grandis'L. und Ph. bipunctata 'Reiz. [== striata Hag.). Dusystegia n. gen. von Phry- 
ganea abgezweigt, enthält D. varia F. und D. obsoleta Hag. Trichostegia Kol. hat 
T. minor Gurt. Agrypnia Gurt, mit A. picta Kol. und A. pagefana Gurt. Die An- 
nahme der alten bekannten Gattungen ist auf ein so beschränktes Material ge- 
stützt, daß sie kaum haltbar sein dürfte. Daß P. varia und Verwandte eine eigen- 
thümliche Gruppe bilden ist lange bekannt , aber gerade hier ist das Geäder so 
überaus veränderlich, daß eine neue Gattung schwerlich darauf gegründet werden 
kann. Verf. spricht umfänglich gegen des Ref. Deutung von P. striata Ij., hat 
aber neue Thatsachen nicht vorgebracht und die Einwürfe nicht entkräftigt. 

Müller, Fritz, Sobre as caf3as construidas pelas larvas de Insectos Trichopteros da pro- 
vincia de Santa Catharina. in : Archivos de Museu nacional. Rio Janeiro. Vol. III. 
p. 99—134; p. 209—114. Taf. VIII— XI. (Ende Decbr. 1879). — (Original nicht ge- 
sehen. Ref.) — Über die von den Trichopteren-Larven der Provinz Santa Catha- 
rina verfertigten Gehäuse, Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 35. Heft 1. p. 47 — 87. Taf. 
IV. V. (aus dem Portugiesischen übersetzt vom Bruder des Verf., Dr. H. Müller;. 

Das überaus wichtige Werk ist eines Auszugs schwer fähig ; viele Einzelnhei- 
ten sind schon im vorigen Berichte enthalten. 

Einleitung. »Die Ordnung der Trichoptera ist genealogisch und biologisch 
gleich wichtig. Im genealogischen System nehmen sie in Bezug auf die Schmetter- 
linge dieselbe Stelle ein , die unter den Säugethieren den anthropomorpheu Affen 
zukömmt. Es ist höchst wahrscheinlich , daß die Schmetterlinge von einem aus- 
gestorbenen Trichopteron herstammen, oder daß beide aus einer gemeinsamen 
Stammform hervorgegangen sind, von der sich die Trichopteren weniger, die far- 
benprächtigen Schmetterlinge viel weiter entfernt haben«. 

In der von Hagen 1864 publicirten Liste der bekannten Gehäuse ist aus Bra- 
silien nur eine Gmmicha und eine Helicopsyche erwähnt. Nach Bremi zeigt Ver- 
schiedenheit in der Grundform des Baustyls der Gehäuse Verschiedenheit der 
Gattung an. Verf. folgt Bremi darin und gibt überhaupt gegenwärtig nur die Ge- 
häuse. Für Helicopsyche sind drei Annahmen möglich. Es können alle Imagines 



I 



8. Hesapoda. V. Neuroptera. d) Phryganidae. 219 

derselben unter sich ähnlich und von anderen verschieden sein und dann eine ein- 
zige Gattung bilden. Oder alle Imagines können den Arten einer anderen Gattung 
so ähnlich sein, daß sie nicht abzutrennen sind. Auch in diesem Falle, der in H. 
boreaUs Hag. nicht zutrifft, wird die Gattung Helicopsyche passend beizubehalten 
sein. Oder drittens die Imagines können so verschieden sein , daß sie verschie- 
denen Gattungen angehören; auch in diesem Falle würde der Name beizubehalten 
sein , um mit einem Worte die Erbauer schneckenförmiger Gehäuse zu bezeichnen. 
Dasselbe gilt auch für alle anderen hier aufgestellten Gattungen. 

1. Gehäuse der Rhyacophiliden. Fig. 1 — 4. 

Die Larven leben frei und bauen nur vor der Verpuppung ein rohes unbeweg- 
liches Steingehäuse (Pictet führt eine Art nicht beweglicher Gehäuse an); darin bil- 
den sie einen ovalen Cocon lose im Gehäuse liegend, aber ganz verschlossen. Hier- 
durch unterscheiden sie sich von allen Trichopteren. Bei Itajahy leben Arten ohne 
Steingehäuse , denn die roh um den Cocon gehäuften Steinchen verdienen nicht 
den Namen. Häufiger sind Arten schon als Larven in beweglichem Gehäuse 
lebend. Selbe sind aus Steinen gefertigt, mit zwei Öffnungen an den beiden En- 
den der Bauchseite. Die Larve kann durch beide austreten ; zur Verpuppuug 
entfernt sie die Bauchwand und befestigt den ganzen Rand an einen Stein und 
macht das Gehäuse fester. Da frischer Durchfluß von Wasser fehlt , aber zum 
Leben nothwendig ist, werden bei den 5 mm langen und 3 mm breiten Gehäusen 
kleine Zwischenräume unregelmäßig zwischen den Steinchen gelassen. Die Larven 
leben in Quellen von raschem Lauf auf den Steinen , die Puppen unten an den- 
selben Steinen. — Eine andere Art (Fig. 2) im »Affenwinkel« mit größeren Steinen 
läßt eine größere meist viereckige von 4 Steinen begrenzte Öffnung in der Mitte 
des Gewölbes und verschließt dieselbe zur Verpuppung. Sehr gemein in schnell- 
fließenden Bächen mit Steinbettung ist ein Gehäuse mit einem kleinen Schornstein 
(Fig, 3, 4) aus meist kleineren Steinen; die Schornsteine sind von sehr veränder- 
licher Form und die Puppen haben ihn nicht mehr. 

2. Gehäuse der Hydropsychiden. 

Keine Art mit beweglichen Gehäusen ist bekannt ; sie leben in Verstecken sehr 
roher Bauart, Gänge innen fein tapezirt, außen mit Steinen oder Vegetabilien be- 
deckt. Eine Art ist in fließenden Wässern gemein auf der Unterseite der Steine, 
die größte dortige Art. Die Larve in einem Canal mit schlecht befestigten Steinen 
baut für die Puppe ein festes Gehäuse aus relativ sehr großen Steinen ; außen sehr 
unregelmäßig umschließen sie einen ovalen Raum 20mm lang und 6mm breit; 
innen glatt mit Seide tapezirt, an jedem Ende etwa 12 kleine Öffnungen (Fig. 5). 
Der Cocon aus gelblich weißer Seide, dünn aber fest, cylindrisch, an den Enden 
vielfach durchlöchert. Eine andere Art (Fig. 6) nur in Quellen von sehr schnellem 
Lauf und seltener »im Affenwinkel und Traurigen Jammer« stets gesellig oben auf 
Steinen lebend , in kunstlosen Röhren 7 mm lang, 2 mm breit aus unregelmäßig 
verbundenen Fasern und Steinchen, hat für jedes Gehäuse einen Vorhof bis 7 mm 
hoch und trichterartig erweitert, aus zierlichem Maschennetz von 0,2 — 0,3mm 
Maschenweite. Die Gehäuse stehen stets so, daß das Wasser in den Trichter 
schlägt. Nur selten leben sie einzeln, meist in langer ununterbrochener Reihe bei- 
sammen. Zur Puppe werden die Fasern durch Steine ersetzt, umschließen in einem 
Raum 7 mm lang, 3 mm breit einen festen Cocon. Der Vorhof ist dann verschwun- 
den. Imago Smicridea M'Lachl. ähnlich; 1. 4. 4. fem. , 1. 4. 2. mas Sporne. 
Rhyacophylax Müll. n. gen. 

3. Gehäuse der Leptoceriden. 

Alle Gehäuse beweglich, conisch, gerade oder etwas gebogene Röhren. Material 
der Gehäuse, Verschluß und Befestigung nach den Arten sehr verschieden. Die 



220 F- Arthropoda. 

einfachsten (Fig. 7) sind liolile Zweige, passend lang abgeschnitten, unten mit einem 
Mittelloch, oft durch Steinchen geschützt. Nicht hohle Zweige werden ausgehöhlt 
und hinten mit seitlichem Loch zum Wasseraustritt versehen. Erwachsene Larven 
haben Gehäuse 30 — 35 selten 50mm lang, eines 80mm mit 3mm Durchmesser. 
Zur Verpuppung wird der Bauchrand an einen Stein befestigt und der Eingang mit 
einem Stein verschlossen, an den das vordere Ende des Cocons angeleimt wird, der 
siebartige Löcher von 0, 12 mm Durchmesser hat. Ein ähnliches Quersieb ist hinten 
vorhanden ; es ist lederartig, fester als der Cocon. Ist der Zweig hohl, so wird er 
auch liinten mit einem Stein geschlossen, oder selber innen an das Sieb gebracht. 
Auch hier machen die Larven ein Seitenloch, das offenbar unnütz ist und die Un- 
fehlbarkeit des Instincts widerlegt. 

Grumicha Aug. St. Hilaire. Glänzend schwarze hornige Röhren, allmählich ab- 
nehmend — 1mm Durchmesser hinten; 2 (mas) und 3mm (fem.) vorn — leicht 
gekrümmt, etwa im Radius von 3 cm; lang femina 24 — 28 mm, mas IG — 21mm 
(Fig. 8 Ä). Ziemlich häufig in größeren Nebenflüssen desitajahy. Hinteres Ende 
mit einer Querwand, im Centrum ein rundes Loch 1/4 — 1/3 mm; Larven gesellig 
lebend, nicht selten 50 — 100 Gehäuse aneinander geleimt mit einer kleinen Haft- 
scheibe aus der Röhrensubstanz. Die Haftscheiben sitzen mit kurzem Stiel vorn 
am Seitenrande , selten am Rückenraude der Röhre ; mitunter finden sich 2 — 3 
Haftscheiben an derselben Röhre. Gehäuse zur Verpuppung am Mundende mit 
einer Querwand verschlossen , 1 mm unter dem Mundende ; Querwand mit ge- 
krümmter Querspalte in der Mitte, die convexe Seite nach unten liegend. Quer- 
wand fem. 2 — 2,4mm, mas 1,6 — 1,8mm; Spalte laug fem. 0,5 — 0,8mm; mas 
0,45 — 0,6 mm; Spalte breit fem. 0,1 — 0,15 mm; mas 0,07 — 0,12 mm. Der 
Fächenraum der Spalte beim Weibchen ist 0,085 qmm gleich dem Flächeuraum 
des runden Loches am hinteren Ende 0,087 qmm, so daß Einfluß und Ausfluß des 
Wassers gleichmäßig versehen ist. Die Substanz der Röhren wird wohl (Bremi, 
Fr. Müller) von den Seiden- und Spinndrüsen der Larven abgesondert, nicht aus 
Pflanzeutheilen (fiagen) . — Die Beobachtung , daß die Röhren mit Steinen ge- 
schlossen werden (Hagen) , ist richtig, nur sind dann die verlassenen Gehäuse von 
einer anderen eingedrungenen Art bewohnt (Fig. 9). (Diese Entdeckung ist höchst 
wichtig und muß eine genaue abermalige Untersuchung aller bekannten Gehäuse- 
Arten zur Folge haben; wahrscheinlich erklären sich so eine Zahl bis jetzt räthsel- 
hafter Angaben für europäische Gehäuse; doch ist es noch nicht recht begreiflich, 
wo die jungen eindringenden Larven ihre Gehäuse hernehmen, da sie offenbar die 
alten Gehäuse nicht abschneiden und später anbauen können. Ref.) 

Eine zweite kleinere Art (Fig. 10) vom Affenwinkel Grumichinha [Grumichella] 
ist 1 mm lang. Die Larven haben blasse, bräunlichgelbe Beine, die von Grumicha 
schwarze , glänzende Beine. Der Stiel der Klebescheibe ist am Bauchrande des 
Einganges befestigt, was bei Grumicha fast nie vorkommt ; die Spalte des Deckels 
liegt stets über der Mitte , bei Grumicha darunter. Sonst sind die Gehäuse ganz 
ähnlich. 

Eine Leptoceride , die Larve hat sehr lange und dünne Hinterbeine , baut im 
Bache Garcia Gehäuse aus Samen von Callitriche und deren Kapseln. Die Samen 
stehen quer zur Axe des cylindrischen hinten etwas verjüngten Gehäuses von 
5 — 6 mm Länge und 2mm Durchmesser. Mundöffuung verschieden, je nach den 
umgrenzenden Samen, drei- oder viereckig, unregelmäßig. Zur Verpuppung wird 
es durch eine Querhaut mit einem Mittelloch verschlossen (Fig. 11). 

In stehendem Wasser an Steinen oder Holz lebt eine Leptoceride (Fig. 12) in 
einem Gehäuse aus Pflanzenfasern oder langen (bis 10mm) dünnen (0,25 mm) 
Holzstücken; obere Länge der Gehäuse bis 20mm, Bauchlänge 17mm, Mund- 
öffuung 2 mm Durchmesser, hintere 1mm. Die Fasern auf der Rückenfläche über- 



8. Hexapoda. V. Neuro^otera. d) Phryganidae. 221 

ragen die Mimdöifmmg zum Schutze, sind 5 — 10 mm lang- längs gelegt ; die Fasern 
der Seitenflächen schräge , nach unten zu convergirend ; die Fasern der Bauch- 
seite 1 — 2mm lang, quergelegt. Gehäuse leicht gekrümmt, am hinteren Ende mit 
ein bis zwei längeren Fasern (Schwimmer) . Puppengehäuse kürzer 9 — 10,5 mm. 
Beide Enden werden mit gestielter Haftscheibe am Bauchrande befestigt und mit 
häutigem Deckel mit einem elliptischen Mittelspalt verschlossen, der am Hinter- 
ende senkrecht steht. 

Eine andere Art stimmt in Befestigung der Gehäuse und Endspalt mit der vori- 
gen, doch sind die Gehäuse sehr verschieden (Fig. 13) enge, runde, hinten etwas 
verdünnte , fast gerade Röhren, aus elastischer Haut mit feinem Sande bedeckt, 
dunkelbraun glatt, fast glänzend, 7 — 8,5mm lang, 9 — 10,2mm Durchmesser, 
hinten ^y^ dünner, unter den freien Gehäusen hatten einige fast die doppelte 
Länge der befestigten, ihr hinteres Ende stark verjüngt und merklich gekrümmt. 
Die Haftscheiben zweilappig oder ausgeschnitten ; beide Enden werden mit häuti- 
gem Deckel verschlossen, der vordere mit Mittelloch 0,075mm Durchmesser, mit 
drei concentrischen Zonen ringsherum, die zweite dunkler, die dritte, wallartig er- 
haben. Der hintere Deckel hat eine elliptische MittelöfFnung von 0,25 und 0, 1mm 
Axenlänge. Die Ähnlichkeit mit der vorigen Art zeigt sich auch in Larve, 
Puppe, Imago. Die Larven sind die einzigen von St. Catharina, welche schwim- 
men können, wozu die Hinterbeine gebraucht werden ; die Fühler der Larven sind 
mehr entwickelt als bei den anderen Leptoceriden. Puppen am hinteren Ende mit 
2 starken langen Spitzen , die sie abwechselnd aus der Spalte treten lassen , wohl 
zur Regulation der Strömung des Wassers. Imago sehr schön, gelbe Flügel mit 
Schmetterlingsschuppen und silbernen Querstreifen und schwarzen Punkten. 

Einen anderen Typus von Leptoceriden bilden zwei sehr ähnliche Arten von 
sehr verschiedener Größe mit Gehäusen von kleinen Steinen , kegelförmig , ge- 
krümmt, zur Verpuppung mit dem Bauchrand beider Enden befestigt und mit 
Steinen verschlossen , die eine halbmondförmige Spalte , längs des Bauchrandes 
gezähnt, freilassen. Größere Art mit Gehäusen von Steinen von 0,2 — 0,8mm, bei 
den erwachsenen weniger gekrümmt und vorn erweitert, lang 9 mm bei 3 mm breit, 
hinten 1mm breit. Befestigte Gehäuse von 15 mm Länge vorn 4 mm, hinten 3 mm 
breit, Krümmung von 3cm Radius. Hintere Öffnung verschlossen mit harter 
braun oder schwarzer Substanz mit angeleimten Steinen. Der Verschluß läßt das 
obere Drittel offen. Befestigung des Gehäuses mit einem kurzen breiten Bande am 
Bauchrande. Zur Befestigung des hinteren Endes muß zuvor die Querwand ent- 
fernt werden, die später neugebildete Querwand hat nur eine untere Spalte mit 1 2 
bis 14 Zähnen am Rande. Die Zähne der Spalte an der MundöfFnung sind kleiner. 
Der Deckel ist fast immer mit Steincheu belegt. Der hintere Spalt ist meist etwas 
in das Gehäuse zurückgezogen (Fig. 14). Die verschieden grolJen Gehäuse 15 mm 
oder 12mm lang gehören wohl zu Weibchen und Männchen. 

Die kleinere Art (Fig. 15) hat sehr ähnliche Gehäuse 8 — 9 mm laug, 2 mm vorn, 
1 Y2 1^^^ Eilten stark, mit 15mm Krümmungsradius. Die Öffnung der Querwand 
am hinteren Ende ist oval ; bei der größeren Art durch einen geraden Unterran^l 
begrenzt. Der Verschluß ist nur insofern verschieden, als ein einziger weit vor- 
springender Stein gewählt wird. Dieser Stein hat stets innen eine ebene Fläche. 
4. Gehäuse von Arten unsicherer systematischer Stellung. 
Nicht erzogen , entweder Leptoceriden oder Sericostomiden ; zu Gunsten der 
letzteren sprechen die Vorderecken des Prothorax der Larven , die in scharfe 
Spitzen auslaufen. Gehäuse plattgedrückt aus Blättern (Fig. 16), 2 die Bauch- 
seite, 2 den Rücken bildend , von wechselnedr Größe und Gestalt. Die vorderen 
ragen auf die hinteren herüber und das vordere Rückenblatt weit über die Mund- 
öffnung ; die obere Fläche der Blätter stets dem Thiere zugekehrt , wohl weil sie 



222 F- Arthropoda. 

glatter ist und sicli leichter concav krümmt. Gehäuse aus feiner Seide, von ellip- 
tischem Durchschnitt von den Blättern weit überragt , 1 5 mm lang , 4 mm breit, 
2 mm hoch, Puppengehäuse nur vorn jederseits mit Seidenfäden befestigt ; beide 
Öffnungen mit einem Siebe verschlossen. Die Art lebt in stagnirendem und auch 
in schnell fließendem Wasser, nicht sehr häufig und setzt sich lieber an Holz fest. 

Die zweite Art ist sehr auffällig durch ihren Wohnort in Sammelwasser zwischen 
den Blättern der Bromeliaceeu. Gehäuse (Fig. 17) ähnlich, kleiner, lang 14 mm, breit 
4 mm; der innere Hohlraum breit 2mm u. halb so hoch. Gewöhnlich 11 Blatt- 
stücke, 5 unten 6 oben, oder je eines mehr; das kleinste mit 9 Blattstücken nur 
7,5 mm lang. Die Blattstücke sind schärfer abgesetzt, und in der Mitte regel- 
mäßig gekrümmt , gehen nicht viel über den inneren Hohlraum hinaus, und sind 
daher regelmäßiger , mit fast geradlinigen parallelen oder nach hinten convergi- 
renden scharfen Seitenkanten. 

(Einen sehr ähnlichen Bau zeigt das vom Ref. No. 90 Stett. Zeit. 1864 p. 244 
beschriebene Gehäuse ; ein viel größeres aus dem Himalaya ist oben von einem 
großen Blatte bedeckt ; auch das No. 115 ebend. mit Schild von Lemna ist ähnlich, 
aber zu Lepidopt. gehörend. Ref.) 

5. Die Gehäuse der Sericostomiden. 

Nur durch Helicopsyche vertreten . Die erste Art sehr häufig im schnell fließen- 
den Wasser im »Traurigen Jammer« (Fig. 1 Sj , auch wohl auf der Serra do Itajahy ; 
die zweite (Fig. 19) im Weissbach, die dritte (Fig. 20) in stehendem Wasser des 
Garcia-Baches, die vierte sehr seltene (Fig. 21) ebenda. Alle befestigen u. ver- 
schließen die Gehäuse mit Deckel, und bleiben darin noch einige Zeit im Larven- 
zustande. (Berichtigung einer Stelle in der Beschreib, des Ref.) 

6. Die Larven der Hydroptiliden. 

Im Jahre 1864 kannte Hagen nur 4 Arten: Verf. hat 9 zu sehr verschiedenen 
Typen gehörig gefunden. 

1. Dünne Röhren lang 2,5 mm, breit 0,5 mm aus elastischer Haut mit feinstem 
hellbraunen Sande l)edeckt, abgeplattet, halb so hoch wie breit, Bauch eben oder 
concav , Seiten gerade oder nach hinten etwas convergirend , oder etwas convex. 
(Fig. 22) . Mund an der Bauchseite, mitunter von einem Schilde bedeckt, das brei- 
ter ist als die Röhre. Befestigt werden sie mit dem Bauchrande beider Enden, 
am Mundende mit zwei Haftscheiben oder einer zweilappigen, am After mit 
einer einfachen Scheibe. Häufig überall, unten an Steinen. Ihre Larven und 
die der folgenden Art haben allein Kiemen, drei lange Fäden am Ende des Ab- 
domen. 

2. Die drei folgenden Arten Gehäuse wie Hydroptila, doch hat die Imago einen 
Sporn an den Hinterschienen. Seitlich zusammengedrückt, an jedem Ende ein 
senkrechter Schlitz. Diese Art (Fig. 23) lang 3 mm, breit 0,5 mm, hoch 1 mm, aus 
elastischer Haut mit feinem aschgrauen Sand bedeckt. Querdurchschnitt linsen- 
förmig , Rand oben und unten parallel , mitunter etwas convergirend nach einem 
Ende ; Enden abgerundet, halbkreisförmig, bisweilen im Bogen von mehr als ISO" 
und dann breiter als das Gehäuse. Es ist kein Unterschied zwischen Rücken- und 
Bauchkante, zwischen Vorder- und Hinterende ; die Larven treten aus beiden vor. 
Die Gehäuse werden an beiden Enden mit faserigen Bändern befestigt. 

3 . In Gestalt und Dimension den vorigen sehr ähnlich ; doch fehlen den Larven 
die Kiemen, das Material der Gehäuse (Fig. 24) ist verschieden, und auf dem 
Rückenrande, von dem aus der Bau beginnt, anders geordnet als am Bauchrande ; 
Vorder- und Hinterende gleich : manche Gehäuse sind aus Stengeln einer Alge 
oder mehrerer Algenarten gebaut ; zumeist aber aus Diatomeen , rechteckigen 
Stäbchen lang 0,25, breit 0, 1 — 0,15 mm ; die Lagerung des Materials in coucen- 
trischen Streifen geben ihnen das Aussehen von Muscheln. Auch werden, mit den 



8. Hexapodae. V. Neuroptera. d) Phryganidae. 223 

vorigen Stäbclien oder allein, orangefarbene mit Gliedern 0,02 — 0,025 breit be- 
nutzt, goldenen Guirlanden älinlicli. Befestigung wie bei der vorigen Art. 

4 . Aus farbloser hyaliner Substanz , von der Lai-ve selbst abgesondert , lang 
3 — 3, 5 mm ; hoch 1 — 1,25mm; breit 0,3, stark zusammengedrückt , besonders 
■oben. Bauclirand fast gerade, Etickenrand in der Mitte stark convex, Enden ab- 
gerundet mit engem Schlitz, beide gleich. Die Gehäuse (Fig. 25J werden mit Fasern, 
wohl längs des ganzen Bauchrandes senkrecht auf Steinen befestigt. Die No. 2. 
3.4. nicht sehr selten im Bugresbach, selten anderswo. 

5. Die Gehäuse (Fig. 26) von ganz anderem Typus aus dem Bugresbach zu 
Diaulius LadislavüMüll. gehörig, lang 2,5mm, breit 0,75mm; seitlich stark zusam- 
mengedrückt bis zu Yg oder Y2 ihrer Höhe ; Querdurchschnitt elliptisch oder lin- 
senförmig, Rücken und Bauchrand fast parallel ; beide Enden gleich , gerundet, 
mit schmalem Schlitz. Vom Rückenrand erheben sich 2 fast cylindrische Röhren 
0,2 dick und doppelt so hoch, senkrecht oder gegen die Enden des Gehäuses ge- 
senkt. Die Röhren unter sich entfernt um die halbe oder drittel Länge des Ge- 
häuses. Einmal unter tausenden wurden 3 Röhren gefunden. Gehäuse gebaut aus 
denselben rechteckigen Stäbchen (wie No. 4) ; der Bau beginnt von der Mitte des 
Rückenrandes; der obere Theil der Röhren aus hyaliner Haut ohne Stäbchen. 
Die Larven ruhig , fast bewegungslos , verhalten sich sehr verschieden von den 
Larven von No. 4, die fortwährend schlängelnde Bewegungen machen , offenbar 
um den Wassereintritt durch die engen Schlitze zu erleichtern. Die Röhren bei 
Diaulius machen diese Hülfe überflüssig ähnlich wie die Rhxjacophila mit beweg- 
lichem Gehäuse. Zur Verpuppung wird Diaulius mit dem ganzen Bauchrande 
senkrecht auf der Oberseite der Steine befestigt , und zwar meist gesellig neben- 
einander in ganzen Dörfern. Nach der Befestigung webt die Larve einen ovalen 
vorn erweiterten Cocon , geschlossen wie kei Rhyacophiliden , aber verschieden, 
da er nicht frei liegt , sondern mit den Wänden des Gehäuses zusammenhängt. 
Wie Diaulius verhalten sich hierin auch die 3 folgenden Arten. 

6. In langsam fließenden Bächen Mitte August sehr häufig Larven und Puppen 
von Lagenopsyche Spirogyrae , auf Spirogyra lebend (Fig. 27); Gehäuse ähnlich 
einer Flasche ohne Boden, der untere Theil bis zur Berührung der Ränder zusam- 
mengedrückt ; Mundende kreisförmig, später der Durchschnitt elliptisch ; die Län- 
genaxe der Ellipse nimmt zu bei gleicher Breite, und nimmt vor dem Ende plötz- 
lich u. stark ab. Die Larve tritt meistens aus der Mundöffnung vor, kann es aber 
auch am anderen Ende , und trägt das Gehäuse senkrecht ; Rücken und Bauch- 
rand identisch. Gehäuse bestehend aus lederartiger Haut, gemacht aus der Ab- 
sonderung der sehr großen Spinndrüsen ; der Bau beginnt mit dem Mundende, 
das beim Fortgänge der Arbeit verstärkt wird. Allen übrigen Trichopterenlarven 
dient das neueste Ende als Thür, hier allein ist es umgekehrt. Wahrscheinlich 
leben die kleinsten Larven ohne Gehäuse, da die kleinsten Gehäuse stets ziemlich 
erwachsene Larven enthalten, die kaum Schutz finden können. Es waren sehr 
kurze Trichter von sehr dünner Haut, nicht die halbe Larve umfassend. Wahr- 
scheinlich ist das Gehäuse vorzugsweise zum Schutz der Puppe bestimmt. Die 
Mündung hat 0,5 mm Durchm. ; Länge des Gehäuses 3,5 — 4,5mm; Höhe des 
hinteren Endes 1,25 — 1,5mm; Farbe dunkelroth ins bräunliche spielend, am 
Munde dunkler bis schwarz, nach hinten heller. Die Larven haben viel längere 
Krallen an den 4 letzten Beinen. Die Gehäuse werden an der Unterseite der Blätter 
von Heteranthera oder Callitriche , bis 1 7 an einem Blatt , auf die Seite gelegt 
und jederseits an beiden Enden mittelst gestielter aber einfacher Haftscheiben 
befestigt. Dann spinnt die Larve den geschlossenen Cocon, der mit den Wänden 
des Gehäuses verschmilzt, doch bleibt am breiteren Ende V2^^^ freier Raum. Das 
Ende, welches für die Larve das hintere war, ist für die Puppe das vordere ; be- 



224 F. Arthropoda. 

vor die Larve sicli verwandelt , wechselt sie ihre Lage zweimal ; zuerst dreht sie 
sich mit dem Kopf nach dem breiteren Ende , und dann den Rücken gegen die 
freie Fläche des Gehäuses. Obwohl sonst sehr verschieden gleichen die Gehäuse 
in der Art der Befestigung der Hydr . ßabelUfera Bremi. 

7. Lagenopsyche hyalina (Fig. 28) lebt unter Steinen in schneller fließendem 
Wasser , im Bugresbache. Gehäuse in Form und Dimensionen der vorigen Art, 
nur völlig farblos und durchsichtig ; die vier hinteren Beine mit viel kürzeren 
Klauen ; die Gehäuse werden an Steinen unten befestigt, aber die Stiele der Haft- 
scheiben theilen sich am hinteren Ende in zwei Aeste , jeder mit einer Scheibe 
versehen. Sonst ist Alles wie bei Nr. 6. 

8. Rhyacopsyche Hagenii (Fig. 29). Willughby 1710 theilte alle Trichopteren- 
Gehäuse in zwei Classen, in befestigte unbewegliche und in freie bewegliche. Dies 
Gehäuse gehört einer dritten Classe an , die befestigt und doch beweglich ist. 
Ihre Gestalt ändert sich etwas mit dem Alter der Larve entsprechend dem wach- 
senden Umfange des Hinterleibes, der in Hydroptiliden mitunter sehr dick wird. 
Gehäuse jüngerer Larven cylindrisch , fast gerade , an beiden Enden offen, lang 
4,5 mm; breit 0,4 mm. Vom Rande einer der Öffnungen geht ein Seil ab , aus 
wenig unscheidbaren , mehr oder minder gedrehten Fäden , etwa von der Länge 
des Gehäuses, mit dem anderen Ende an der Oberseite eines Steines befestigt. 
Gehäuse von verwaschen brauner Farbe , ob nur aus Larvenabsonderung oder 
mit Algenfragmenten gemacht, ist unentschieden. Später erscheint an der Seite 
des Gehäuses , von der das Seil ausgeht eine Art von Hernia , eine Ausstülpung 
einer helleren Haut , die an Länge und Breite zunehmend ^/^ der Länge des Ge- 
häuses erreicht und in der Mitte so dick wie dasselbe ist. Die Grenze der Hernia 
ist zumeist scharf abgesetzt. Zur Verpuppung wird zuerst das freie Ende des Ge- 
häuses mit einer homogenen Haut (ähnlich der des Gehäuses) geschlossen. Gleich- 

• zeitig beginnt die ganze Wand des Gehäuses sich mittelst neuer Schichten bedeu- 
tend zu verdicken, und so dunkler an Farbe zu werden. Dann wird das Seil be- 
trächtlich verkürzt zu einem kurzen festen Schaft , stark genug das Gehäuse in 
aufrechter Stellung zu tragen. Es wird nun auch die andere Öffnung geschlossen. 
Die Puppe liegt im Gehäuse mit dem Kopf nach oben, und macht zum Ausschlüpfen 
ein Loch am oberen Ende. Die Art ist sehr selten, vorzüglich in schuellfließendem 
Wasser, und scheint von Algen zu leben. Sie hat den Vortheil befestigter Ge- 
häuse , verbunden mit der Möglichkeit der Bewegung um weitere Strecken abzu- 
weiden. Die Larve kann an beiden Enden austreten , und wahrscheinlich die 
Länge des Seiles verändern. Übrigens können auch Helicopsyche-lj».XYen ihr 
Gehäuse mit einigen Seidenfäden temporär befestigen um auszuruhen und Psyche- 
Larven thun bekanntlich dasselbe. (Ein Mittelglied in Betreff der Befestigung 
bilden einige Hydrojitila- Avi^n. Das Gehäuse wird durch einen oft mehrere Zoll 
langen Faden an eine Pflanze befestigt, und das Thier benutzt selben wie eine 
Spinne zum Aufsteigen. In Europa ist dies von M'Lachlan , in America vom Ref. 
beobachtet. Es ist zu erwähnen von Interesse, daß manche Trichoptera [Sericosto- 
miden, Leptoceriden] ihre Gehäuse ausnahmsweise mit langen Bändern befestigen, 
und dann nach Siebold stets Parasiten enthalten. Verf. scheint auffällig genug 
bei seinen so zahlreichen Untersuchungen nie Parasiten gefunden zu haben ; na- 
türlich kann bei Rhyacopsyche nicht daran gedacht werden. Ref.) 

9. Von dieser Art sind nur Bruchstücke der Puppe gesehen, und die Familie, 
zu der sie gehört, nicht bekannt. Das Abdomen ist dicker als bei allen vorigen 
Arten, weshalb sie hier besprochen wird. Gehäuse unbeweglich , mit der ganzen 
Bauchfläche an Steinen in rascher fließenden Bächen befestigt; mitunter sehr 
häufig im Warnow, einem Zufluß des Itajahy. Sie sind elliptisch, lang 4 — 5 mm, 
breit 2,2 — 2,5 mm, in seltenen Fällen in der Mitte bis 0,5mm hoch. Sie sind 



8. Hexapoda. V. Neuroptera. d) Phryganidae. 225 

schilclartig abgeplattet, ähnlich den Eierkapseln von Nejjhelis, brann, lederartig, 
wohl durch die Spinndrüsen der Larve gefertigt. Rückenwand viel dichter als die 
Banchwand, die kaum unversehrt vom Steine abgetrennt werden kann . Auf dem 
Rücken laufen fast immer quere Linien (mit 0,08—0,12 Abstand) parallel beide 
Seitenränder eiTeichend. Einmal waren selbe durch kleine Höcker ersetzt ; mit- 
unter sind die Linien mehr oder minder unbestimmt. Nahe jedem Ende des Ge- 
häuses ist eine runde oder elliptische Öffnung , die zur Verpuppung geschlossen 
wird. Verf. nennt sie Peltopsyche Sieholdii. 

Es folgt nun ein langer Nachtrag vom Verf. später (nach October 1878) ge- 
machter Beobachtungen p. 74 — 84. Sie vervollständigt nicht nur die Liste der 
Arten, sondern sichert durch Zucht der Image besser ihre Stellung im System. 

1. Hydropsychiden. 

Von den fünf Sectionen der Familie (M'Lachlan) finden sich drei in Santa Ca- 
tharina.- Das Gehäuse Fig. 5 (siehe vorher) gehört zu Macronema , deren Larven 
und Gehäuse unbekannt waren. (Verf. hat 2 Arten beobachtet und erzogen. 
Ref.) 

Rhyacophylax gehört wohl zur Sect. IV, unterscheidet sich aber von allen Hydro- 
psychiden durch die Zahl der Sporen des Männchen 1 . 4 . 2 . 

Eine kleine noch nicht erzogene Art lebt sehr gemein an senkrechten Felswän- 
den im Staubregen eines Wasserfalls. Gehäuse (Fig. 31) ähnlich Tinocles mactili- 
cornis Pict. Die Art gehört wohl zu Sect. V. Die längsten Gehäuse mehr oder 
minder gekrümmt, ähnlich Nemertinen, auch durch ihre Weichheit. Farbe asch- 
grau oder grünlich; halbcylindrisch ohne Bauchwand, aus Seide vermischt mit 
Algen und Diatomeen. Larven weniger lang als Yjo ^^es Gehäuses ; zur Verpup- 
pung behalten sie nur ein kleines Stück desselben , etwa 5 mm lang , verdicken 
und verfestigen die Wände. Die Puppengehäuse haften fest am Felsen; die der 
Larven sind leicht ablesbar. 

Eine andere Art, vielleicht auch aus Sect. V wurde in geringer Zahl an Felsen 
im Itajahy, die mit Podostemeen besetzt, gefunden. Sie sind Peltopsyche ähnlich, 
dunkelbraune elliptische Schilde , lang 7 mm , breit 3 mm ; die Bauch wand fehlt. 
Sie sind aus Seide gemacht, fast lederartig, innen weiß. Puppen mit 2. 4. 4 
Sporen ; Kiefertaster und andere Merkmale stellen sie zu Hydropsychiden. 

2. Leptoceriden. 

Von den 4 Sectionen der Familie (M'Lachlan) fehlt hier nur die erste. 

Die beiden Arten Fig. 14 und 15 (siehe vorher) gehören zur Section II, in 
Europa nur durch Odontocemm. vertreten. Verf. nennt diese Gattung Marüia n. gen. 
und die Arten, M. major (Fig. 14) u. M. minor (Fig. 15). Von Odontocerum 
unterscheidet sich Marilia durch nicht gezähnte Fühler, sehr große Augen der 
Männchen ; bei M. minor berühren sie sich auf dem Scheitel, bei M. major nur 
durch einen kleinen Zwischenraum getrennt ; Radius und Sector apicalis in beiden 
Flügeln verschmolzen ; auch durch andere Merkmale. Beide Arten sind häufig. 
Eine dritte anscheinend sehr seltene Art im Itajahy ist von M. major fast nur 
durch kürzere Gehäuse verschieden , als wenn die hintere Hälfte abgeschnitten 
wäre ; lang 6 mm, breit vorn 2 mm, hinten 1,5 mm. Das hintere Ende geschlossen 
durch eine Wand mit elliptischem Loch. Diese Wand ist blass und farblos, bei 
den andern schwarz oder braun. Nur ein Gehäuse gefunden. 

Vielleicht gehört Grumicha Fig. 8 auch zur Sect. H , wenigstens trennt sie von 
Sect. IV das Fehlen der Medianzelle, und von Sect. HI die Gegenwart der zwei- 
ten apical fork in allen Flügeln, Zu Sect. HI gehören Fig. 7, 9, 10, 12, 13 und 
wahrscheinlich bei den langen Hinterbeinen der Larven auch Fig. 11. Die Arten 
gehören zu drei Gattungen. 

Tetracentron Brauer. Die in hohlen Stäbchen (Fig. 7), oder als Eindringlinge 

Zool. Jahresbericht. 1S80. II. 15 



226 ^' Arthropoda. 

in Grumicha-GehsLUsen lebenden (Fig. 9 zeigen alle Merkmale dieser Gattung, 
die bis jetzt nur durch 2 Arten aus Neu-Seeland bekannt war. 

Nicht nur G rurm'c/m-GehävLse sondern auch die verschiedener kleinerer Arten 
\J\Q Setodes gemma (Fig. 13' . Marilia minor 'Fig. 15) und Grumichella (Fig. 10) 
finden sich bisweilen von eingedrungenen Larven besetzt, die wahrscheinlich auch 
zu Tetracentron gehören, da die Hinterschienen in zwei Glieder getheilt sind. 
(Diese Entdeckung ist um so wichtiger, als sie wohl die oben erhobene Frage, wo 
die jungen Tliiere leben, erklärt. Ref.) Die Eindringlinge mSetodes, Marilia und 
Grumichella pflegen an das vordere Ende des Gehäuses Holzstückchen, oft dicker 
und länger als das Gehäuse, zu befestigen, entweder anliegend oder im Winkel 
bis 30^ abstehend, wahrscheinlich als Schutz, und es ist mitunter schwer die 
Gehäuse zwischen den Holzstücken zu entdecken (Fig. 33. G. K. . 

Zur selben Gattung, aber wohl zu einer andern Art gehört eine Larve aus dem 
Bugres-Bache (Fig. 34) in einem hohlen Stäbchen ; trotzdem dies am oberen Ende 
offen war, hatte sie ein kleines Loch gemacht und die Öffnung mit einem Holz- 
stück bedeckt ; an den Seiten der Bauchfläche waren vorn kleinere Stücke be- 
festigt. 

GrumichelJa Müll. n. gen. 

Die Imago von Grumichella (Fig. 10) sind die nächsten Verwandten von Lepto- 
cerus , aber verschieden durch Gegenwart der zweiten und fünften apical fork im 
Vorderflügel beider Geschlechter, während bei Leptocerns die dritte fehlt, aber die 
erste vorhanden ist, welche in Grumichella fehlt. Diese Gehäuse, früher selten ge- 
funden, wurden jetzt sehr zahlreich an senkrechten Felsen, an denen eine sehr 
dünne Wasserschicht herabläuft, in verschiedenen Bächen beobachtet. Das hintere 
Ende hat eine Querwand mit centralem Loch , unter welchem sich von der End- 
wand des Gehäuses ein dreieckiger Vorsprung, eine Art Sporn (Fig. 32) befindet, 
entweder gerade oder ein wenig nach oben gebogen. Vielleicht dient er eingefügt 
in eine kleine Sj^alte der Felsen zum Festhalten. Der Stiel der Scheibe, welche 
die Gehäuse zur Verpuppung befestigt, geht nicht vom Gehäuse, sondern von der 
Querwand aus. Sobald die Puppe den Deckel zum Herauskommen trennt , wird 
sie mit dem Gehäuse selbst vom Wasser weggespült , bis sie an einem ruhigeren 
Orte sichere Gelegenheit zum Ausschlüpfen findet. Wäre jener Stiel, wie bei den 
übrigen Trichopteren am Gehäuse befestigt, so würde selbes am Felsen verbleiben 
und die durch die Gewalt des Wassers weggespülte Puppe zerstört werden , ehe 
sie ihre Verwandlung vornehmen kann. Die Gehäuse verschiedener Wasserfälle 
sind verschieden , völlig glatt und schwarz fam Affenwinkel) ; weniger dunkel, 
kleiner und mit mehr oder minder deutlichen Ringstreifen 'am Traurigen Jammer' ; 
mit einem sehr kurzen Sporn (bei Belxior) ; länger, dünner, mit deutlich nach 
oben gekrümmtem Sporn , der Deckel außer einer Spalte verschiedener Form mit 
ein oder zwei Löchern darunter — alle übrigen Arten haben einen halbmondför- 
migen Spalt über der Mitte — (vom Bache Caetel . Von letzterer Art wurden nur 
wenige Deckel untersucht, daher die Beständigkeit der Form noch nicht als .sicher 
betrachtet wird. Da vom Caete bis zum Affenwinkel nur 16 bis 20 km Entfernung 
ist, würde die Existenz so verschiedener Localvarietäten in solcher Nähe sehr in- 
teressant sein. 

Setodcs (Fig. 35. 12. 18). 

Die Insecten der Gehäuse Fig. 12. 13 sind in Gestalt, Nerven der Vorderflügel 
und anderen Merkmalen sehr ähnlich den typischen Arten von Setodes, S. punctata 
und viridis , doch sind die Hinterflügel schmaler und näher der Gattung Homilia. 
Müßten jene Arten aus Setodes M'Lachl entfernt werden , so gehören sie wenig- 
stens zu Setodes im alten weiteren Umfang. Beide sind gleich den europäischen 
Arten wahre Juwelen unter den Trichopteren, weshalb die Art (Fig. 131 mit gel- 



8. Hexapoda. V. Neuroptera. d; Phryganidae. 227 

ben Voi'derflttgeln , durchschnitten von silbernen Bändern und sammetschwarzen 
Flecken S. gemma n. sp. heißen mag. 

Eine neue dritte Art lebt sehr selten im Bugres- Bache unter Steinen in ganz 
ruhigem Wasser. Gehäuse gerade, kegelförmig., aus Seide gefertigt mit sehr win- 
zigen Sandkörnchen ; lang bis 14 mm, breit vorn 2mm, hinten kaum 0,25mm; 
an der einen oder anderen Seite des Rückens sind Holz- oder Pflanzenfragmente 
befestigt, die das Gehäuse bedecken und darüber ragen, unter Winkeln von 15° — 
20^, schräg nach hinten gerichtet. Auch diese Art schneidet zur Verpuppung den 
hinteren Theil des Gehäuses ab und verschließt sie ähnlich. Die Imago ist unan- 
sehnlich und hat blasse einfarbige Flügel. 

Zur Sect. IV. (M'Lachl.) gehören die beiden Arten in Blattgehäusen (Fig. 16. 
17); die Larven und Gehäuse für die Arten dieser Section waren bisher unbe- 
kannt. Die Imago unterscheidet sich von den bis jetzt aus dieser Section bekann- 
ten Gattungen durch den Radius , der sich in beiden Flügeln mit Sector apicalis 
primus vereint . durch die offene Discoidalzelle der Hinterflügel und durch das 
Fehlen der ersten Endgabel in denselben . während nur die zweite , dritte und 
fünfte vorhanden sind. Sie mögen Phylloicus n. gen., major n. sp. und die kleine 
Art aus Bromelien P. Bromeliarum u. sp. heißen. P. major mas et fem. hat 2.4.4. 
Sporne ; P. Bromel'mrum mas et fem. 2. 4. 2. ; sonst sind beide so ähnlich, daß sie 
entgegen der Regel nicht in zwei Gattungen getheilt werden können. (Inzwischen 
hat M'Lachlan ähnliche Beispiele für Agrypnia gefunden. Ref.] Dies ist noch mehr 
durch eine dritte Art bewiesen, die zwischen jenen in der Mitte steht, Ph. medius 
n. sp.mit 2. 4. 4. Spornen wie P. major und allen übrigen Merkmalen wie bei Ph. 
Bromeliarnm. Die Larven leben in kleinen Wasseradern, die langsam von Stein 
zu Stein tropfen : die Gehäuse ähnlich P. Bromeliarum aber größer und mit klei- 
nerer Blätterzahl, oben 4 — 5. unten 3 — 4. Beim Festhaften schließen sie den 
Eingang mit einem weiteren Blatt an der Bauchseite wie P. Bro^neliarum. P. major 
thut es nicht. 

3. Sericostomiden. 

Helicopsyche (Fig. 36.37 . Die verschiedenen Arten unterscheiden sich nicht 
nur durch die Form der Gehäuse, sondern auch durch den Deckel, der bei Fig. 18. 
19 einen einfachen Querspalt besitzt. Bei Fig. 20 sind die Ränder der Spalte ge- 
zähnt, mit etwa ein Dutzend Zähnen jederseits. Die Form des Spaltes und der 
Zähne variirt in Fig. 36. Die Deckel von Fig. 21 haben keinen Spalt aber zahl- 
reiche Löcher (Fig. 37) . Eine Art lebt außerhalb des Wassers an Felsen im Staub- 
regen der Fälle. Die Gehäuse ähnlich Fig. 21 aber mit einfacher Spalte im Deckel. 

4. Hydroptiliden. 

Zusammen mit Hydropsychiden (Fig. 31) , GrumicAelki{Fig.^2) , Helicopsyche 
lebt an Wasserfällen eineHydroptilide Fig. 3 8). Gehäuse lang 3 mm; hoch 0,6 mm, 
seitlich zusammengedrückt, an einem Ende abgerundet, am anderen mehr verengt 
und gerade abgeschnitten. Durch dieses tritt die Larve aus und mit diesem wird 
es an Felsen befestigt. Dann webt die Larve einen geschlossenen mit deu Wänden 
verbundenen Cocon, der am unteren Ende einen kleinen freien Raum läßt. Die 
Puppe liegt mit dem Kopf nach unten, umgekehrt als wie Lagenopsyche. 

Bei der Beschreibung von Peltopsyche Fig. 30 (siehe vorher) war die systematische 
Stellung noch zweifelhaft. Neue zahlreiche Beobachtungen stellen sie sicher zu den 
Hydroptiliden. Der ungewöhnliche und complicirte Bau der männlichen Fühler 
macht sie zur Ausnahme unter allen Trichopteren . Das Fehlen der Streifen auf 
dem Gehäuse ist nicht individuelle sondern Artverschiedenheit , durch difFerenten 
Bau der männlichen Fühler sicher gestellt. Diese viel seltenere Art wird P. Mac- 
Lachkmi u. sp. genannt und lebt mit der anderen am selben Orte. 

15* 



228 F. Arthropoda. 

5. Gehäuse ungewissen Ursprungs. 

In fast stillem Wasser an verwesenden Bäumen wurden mehr oder minder cy- 
lindrische Röhren, lang 3 — 4 cm, breit 6 — 10 mm gefunden aus unregelmäßig ge- 
fügten Blattstücken und anderen Pflanzenfragmenten, in mehreren übereinander 
gelegten Schichten , so daß der Durchmesser der inneren Röhre kleiner war und 
bisweilen nicht annähernd den halben der äußeren Rohre hatte. Das Aussehen ist 
je nach den verwendeten Substanzen sehr verschieden Fig. 39). Es finden sich 
Gehäuse aus Dicotyledonen-Blättern vermischt mit Compositen- Samen, andere aus 
Monocotyledonen- Palmen) Blättern. Alle waren leer, Bruchstücke einer Tri- 
chopteren-Larve darin, bringen sie in diese Ordnung. 

Die Länge des Auszuges bedarf bei einer so ausgezeichneten Arbeit keine Ent- 
schuldigung. Selten, wenn jemals ist eine so überraschende Menge neuer That- 
sachen auf einmal und in so knappem Räume vereint geboten. Die Liberalität des 
Verf. erlaubte überdies seine Angaben an zahlreichen Typen zu prüfen. Der 
Bruder des Verf. hat durch die Übersetzung sich alle Arbeiter verpflichtet, da das 
Original nur schwer und selten zugänglich sein wird. Ref.) 
M'Lachlan, R., A monographic Revision and Synopsis of the Trichoptera of the European 
Fauna. 1874—1880. 8to. 630 p. 59 pl. Heft XI (Schluß) erschien Juni 1880. und 
enthält p. 501—523 ; Suppl. II. p. XIII— LXXIX. Addenda — LXXXIV. Syste- 
matic Catalogue — CHI. Preface 4 p. und pl. 52 — 59. 

Die Beendigung dieser zweifellos großartigen Arbeit , die dem Verfasser viele 
Jahre unermüdeter Arbeit nach umfassender Vorbereitung gekostet hat, ist geradezu 
ein Ereignis, das die Wissenschaft fördert. Erst jetzt ist das Studium der Phry- 
ganiden mit Erfolg möglich. Es enthält 474 Arten; nichts destoweniger sind 
zahlreiche neue Arten aus dieser Familie in Aussicht gestellt. Es räumt dieses 
Werk den durch ein halbes Jahrhundert und mehr angesammelten Vorrath und 
Ballast auf, und eröff'net ein neues Leben für diese interessante Gruppe. 

Das sehr umfangj-eiche Supplement enthält zahlreiche Notizen und neue Fund- 
orte für beschriebene Arten, die besser im Original zu vergleichen sind. Hier 
mögen die neuen Arten oder neue Synonyma aufgezählt werden. 

Phryganea Sahlbcrgi, West-Sibirien ; Asiratiis samoedus, West-Sibirien ; Limno- 
jihilus correptus, Amur; L. amphes, N. West-Sibirien; zu L. picturatus ist L. 
exulans gezogen; L. scalmus Wallgr., Norwegen; L. diphyes, N. West-Sibirien; 
Anaholia furcata ist mit .^. laevis2it\X. vereinigt; Asynarchus (n. gen. yonSteno- 
phylax abgetrennt) fusorius, Lapland, mit var. rhamdophorus, Norwegen ; A. Thc- 
deni, Schweden, Finnland; A. iteratusn. A. contumax, West-Sibirien, die letztere 
auch Finnland ; A. devius'iü. West-Sibirien; A. bicor7u's , Schonen; Stenophylax 
iwpar, Lapland u. West-Sibirien ; St. consors (vorher St. montivagus var.), Savoyen ; 
Micropterna ßssa [vürhev Stetiop/iylax) ] Halesus radiutiis und H. interpunctatus 
als verschiedene Arten getrennt ; H. guttatipemns (bevor H. mucoreus) und H. 
nepos n. sp. {H. guttatipemns Stein) als verschiedene Arten getrennt; Metanota 
n. gen. mit M. [Halesus] ßavipennis ; Catadice n. gen. mit C. BoUvari, Spanien, 
Drusus anmdatus u. Peltostomis sudetica sind doch vielleicht zusammengehörig ; 
Stasiasmus n. gen. mit xS^;. [Halesus] rectus; Chilostigma praeteritum, N. W. -Si- 
birien und arct. America, Apatania crxpnophila, N. W. -Sibirien; A. meridiav.a 
Pyrenäen; A. Etonkma, Frankreich; Sericosloma tmddumVi. S. carintldacum^^Y- 
den getrennt ; S. hamiferum vereint mit S. galeatum ; S. indivisum , Deutschland ; 
Schizopelex furcifera, Pyrenäen ; Oecismus monedula, Deutschland ; Lithax obsmrus, 
Deutschland ; L. incanus, Armenien ; Silo dvjilex, anomal, vielleicht nur abnorme 
Abänderung von S. palUpcs ; Bravhycentrus adoxus, Sibirien ; Micrasema iogatimi 
Hag., Corsica ; M. gentile, N. W. -Sibirien; Thremma gallicum., Frankreich; He- 
licopsyche umfassend beschrieben, mit H. sperata\ Dinarthrum n. sp., Irkutzk 



8. Hexapoda. V. Neuroptera. d,i Phryganidae. 229 

nhnlich D . ferox (nicht beschreibbar) ; Mystacidesmonnchroa, Schweiz; Triactiodes 
Reuteri, Schweden ; Parasetodes n. gen. mit P. [Setodes] r esper sella Rbr. ; Setodes argi- 
punctella, England; Chlorop sy che n. gen. mit C. evanescens, Amur; Plectronema 
scrupom, Pyrenäen; P. lactahilis^ ebendaher; Tinodes algirica, Algier; Rhyaco- 
phila proxima, Schweiz; Rh. Rougemonti , Schweiz; die überreichen wichtigen 
Angaben über neue Fundorte und Abarten müssen im Original verglichen werden. 

Die Addenda zum Supplement enthalten Philanctus n. gen. mit Ph. Bergrothi, 
N. W. -Sibirien; Asynarchus servatus, N. W. -Sibirien; Stenophylax amurensis, 
Amur; ^S*^. gramniaticus, Amur; St. mucronatus, Schweiz. 

Auf den vollständigen systematischen Catalog folgt eine Ül3ersicht der geogra- 
phischen Verbreitung der 474 Arten. Großbritannien enthält 148, Scandinavieu 
148, Finnland 151, Ostpreußen 70, Sachsen 155, Ostreich 111, Schweiz 183, 
Frankreich 201, Belgien 102, Holland HO. Von den beschriebenen Arten sind 
65 bis jetzt nicht innerhalb der geographischen Grenzen Europas nachgewiesen ; 
sie stammen aus Nord- und Central- Asien , Kleinasien und einige aus Madeira 
und Island. Die am weitesten verbreitete Art ist Lhnnophilus afßins. von Island 
bis zum Amur. Mit Nord-Ameriea sind 2 gemein. Aus ganz Süd-Europa ist sehr 
wenig bekannt. Es folgt ein genauer Index der 8 Familien, 138 Gattungen und 
aller Arten. 

Den Anfang des Heftes bildet die Familie der Hydroptiliden , der letzten des 
ganzen Werkes. Die ausführliche Schilderung der Familie bietet eine gute L^ber- 
sicht für die europäische Fauna, (doch Avird exotisches Material hier Erweiterun- 
gen benöthigen) . Die Gattung Agrmjlea unterscheidet sich durch breiter gerun- 
dete Flügel, ohne Randausschnitt der Hinterflügel; Nebeaiaugeu u. 0. 3. 4. Spo- 
ren. Alle übrigen Gattungen haben spitze Flügel, und einen Randausschnitt der 
Hinterflügel. 

Sporen 0. 3. 4. und Nebenaiigen, mit ausgeprägtem Geäder Allotrichia n. g; 
weniger ausgeprägtes Geäder Ithytrioh'm und Oxyethira, letztere mit scharf gespitz- 
ten Flügeln; Nebenaugeu fehlen bei Orfhotrichia. Sporen 0. 2. 4. ohne Neben- 
augen Hydropiila; Sporen 1. 2. 4. mit Nebenaugen Stactohia n. g. 
Gen. Agraylea Curt. 

Verwandlung nicht bekannt. 

A.mtdtijnmctataQiWvi. mit WQ\(i\iQV A.sexmaculataGviXi. und die ungefleckte Form 
A. pumilio Zett. verbunden wird. Nord-u. Mittel-Europa. — A. cognatella n. sp. 
Finnland. — A. pallidula M'Lach. Schweiz, Ungarn, Turkestan. — A.? insidaris 
Hag. Madeira. — A.? arygrkola Kol. Stockholm. Die beiden letzten Arten vom 
Verf. nicht gesehen. 

Gen. Allotrichia n. g. 

A. pallicornis Eaton. Italien, Frankreich, England. 
Gen. Hydroptila Dalm. 

Für die Gattung Phrixocoma Eaton ist Dalman s alte Gattung wieder eingeführt. 
H. tineoides Dalm. (= H. sparsa und vectis Curt. u. brunneicomis Steph.l Ge- 
wiß mit Recht ist diese Art vom Verf. für die von Dalman anerkannt. (Die Iden- 
tität mit H. vectis scheint doch nicht sicher. Ref.) — H. occulta Eaton. England, 
Schweiz, Frankreich. — H.femoraUs Eaton. Nord-Europa, Italien. — H. pul- 
chr icornis Fict. Schweiz, England, Preußen. — H. forcipafa Eaton. Großbritan- 
nien, Italien. 

Gen. Ithytrichia Eaton. 

I. lamellaris Eat. [H. lrunneico7'nis P. ?) England u. Mittel-Europa. (Diese Art 
ist H. ßabellifera Br. und Leiochiton Fagesii Guinard. Bei H. ßahellifera hat die 
Nymphe den Zahn an der Basis der Vorderflügel Ref.) 



230 F. Arthropoda. 

Gen. Sta''tobia n. g. 
*S'./?<sc7'cor«2'sSclin. Italien, Frankreich. — S.Eaioniellan. sp. Schweiz, Pyrenäen. 

Gen. OrtlwtrkUa Eaton. 
0. ancjustella M'LacM. fast in ganz Europa. — 0. atra Hag. Madeira. 

Gen. Oxyethira Eaton. 
0. costaUs Gurt. Nord- u. Mittel-Europa. — O. distinctella n. sp. Finnland. 
Die großartige Arbeit des Verfassers ist hiermit nur temporär abgeschlossen. 
Schon jetzt hat er Material zu umfangreichen Nachträgen in Händen. Das Werk 
wird stets eine reiche und, was besser, eine sichere Quelle für spätere Beobachter 
bilden. Eef. 



VI. Diptera. 

(Referent: Dr. Ferdin. Ivarsch in Berlin;. 

1. Fang and Präparation. 

Mik, Josef, Über das Präpariren der Dipteren, in: Verh. k. k. zoolog.-botan. Ges. "Wien. 
Bd. 30. 1880. p. 359—378. 
(Ein Wiederabdruck des Aufsatzes in Knauer's »Der Naturhistoriker«. Wien. i. Dec. 

1880. Bd. 3. Nr. 4. p. 26—27 begonnen). 
Die ausführliche , durch Holzschnitte unterstützte , namentlich für angehende 
Dipterologen bestimmte Darstellung, in der hauptsächlich hervorgehoben wird, 
wie man die Dipteren nicht präpariren soll , läßt sich in folgende Hauptdogmen 
zusammenfassen ; Dipteren dürfen nicht während der ganzen Excursionszeit lebend 
umhergetragen werden ; es empfiehlt sich , lieber weniger zu fangen und gut zu 
präpariren. Die für eine trockene Sammlung (neben welcher eine Alcohol-Samm- 
lung für Untersuchungszwecke gut ist] bestimmten Objecto sind weder mittelst 
Spiritus noch Cyankali zu tödten, am besten mit Tabakrauch oder Schwefeldampf, 
wobei zu bemerken , daß Minutien nie lebend zusammen gesperrt und nicht eher 
getödtet werden dürfen, als bis man sie aufspießen kann. Dieses geschieht ver- 
mittelst nicht zu dicker lackirter Eisennadeln (Messingnadeln sind durchaus zu ver- 
werfen) in die Mitte der Linie , welche die Grenze zwischen dem Thoraxrücken 
und der rechtsseitigen Thoraxseite bildet. Die Mittellinie des Thoraxriickens muß 
der oft characteristischen Beborstung wegen völlig unversehrt bleiben. Zum Auf- 
nadeln dürfen stark behaarte oder beschuppte Formen nicht in die Hand genom- 
men werden. Für sehr kleine Minutien ist indessen statt der Nadeln Eisen draht 
(Minutiendrähtchen) zu verwenden, dessen geschliffene Spitze zwischen die Mittel- 
und Hinterhüften in das Mesosternum etwas mehr linksseitig senkrecht eingeführt 
und deren zugespitztes Ende in ein parallelepipedisch zugeschnittenes Hollunder- 
markstiickchen — und zwar zu je nur einem Stücke ! — eingesenkt wird, wäh- 
rend das l)ei Coleopteren übliche Aufkleben hier ganz zu verwerfen ist. Zur 
Unterbringung der Objecte sind staubsichere Kästen an trockenen Orten, als In- 
fectionsstoffe Campher am besten. 

Als Utensilien zu einem ordentlichen dipterologischen Ausfluge stellt Verf. im 
Anhange (p. 372 — 378) folgende zusammen : Fangschachtel, Tödtungsschachtel, 
Reserveschachtel, Minutienschachtel, Fangglas, drei bis vier mittelst Korkstöpsel 
verschließbare Cylindergläschen, Fangscheere (am geeignetsten die Schiner'sche) , 
Handnetz, Streifnetz, zwei Zwingen zum Streifnetz, der Stock dazu, Nadelpolstev, 
ein kleines »homoeopatbisches« Fläschchen, eine kurze Piucette, Loupe, Schwefel- 
hölzchen uad Cigarren, Taschenmesser, Kerbholz, Bindfaden, Zwirn und Nadel, 
die sich alle ohne besondere Tragvorrichtuug , wie Verf. ausführt , unterbringen 
lassen . 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 2. Über Sammlungen. 3. Biologisches. 231 

Rüst, Eine einfache Käferfalle. in: Katter's Entom. Nachrichten. Jahrg. 6. 18S0. 15. April. 
Nr. 8. p. 84—85. 

R. empfiehlt seinen Käferfangapparat , bestehend aus einem 20 cm hohen und 
12 cm weiten Glashafen mit starkem geleimten Papier überbunden, in dessen Mitte 
der untere vorspringende Rand eines abgebrochenen Lampencylinders mit der weiten 
Öffnung nach oben eingeklebt ist, dessen untere Öffnung bis etwa zur Mitte reicht, 
während am Boden des Glashafens auf einer etwa Zoll hohen Schicht Erde ein 
todter Maulwurf, ein Paar Mäuse oder eine Erdratte liegt und das Ganze im Gar- 
ten so tief eingegraben ist , daß der obere Rand eben bedeckt wird , das überge- 
bundene Papier aber mit vielen Nadelstichen durchlöchert ist , damit das Aroma 
die Liebhaber anlocke, auch den Dipteren -Sammlern, da der Erfinder des Ap- 
parates »beim Herausnehmen der gefangenen Käfer stets erst einige Zeit warten 
mußte, bis der Schwärm der mitgefangenen Dipteren sich einigermaßen verflogen 
hatte« . 

2. Über Sammlungen. 

Stein, J. P. E. Frdr., Die Löw'sche Dipteren-Sammlung. I. in: Stett. Entom. Zeit. 41. 
Jahrg. p. 256—259. 

Verf. ist mit der Einverleibung der Loew'schen Dipteren-Sammlung in die Ber- 
liner Königl. Museumssammlung beschäftigt und hat (bei Abfassung des Artikels) 
bereits die Einreihung der Nematoceren absolvirt. In der Königl. Sammlung wer- 
den die aus der Loew'schen Sammlung aufgenommenen Stücke mit einem victoria- 
rothen Zettelchen »von ein bis anderthalb Linien im Quadrat« versehen. 

Durch die Einordnung der Nematoceren der Loew'schen Sammlung wurde die 
Berliner Königl. Sammlung schon um 44 Gattungen in 107 Arten und 4800 
Stücken bereichert, von denen eine Anzahl der wichtigsten aufgeführt ist. 

3. Biologisches, Nutzen und Schaden, practische Dipterologie, Beziehungen zur 

Pflanzenwelt u. s. w. 

Barnard , W. S. , Notes on the development of a blackfly [Simulium) common in the ra- 

pids around Ithaca, N. Y. in: Amer. Entom. Aug. p, 191 — 192. 
Beling, Th., Die Metamorphose von Coenomyia ferrugitiea Scop. in: Verhandl. k. k. zoo- 
log.-botan. Gesellsch. in Wien. Bd. .'iU. 1880. (1881), p. 343—346. Fig. 
Die Xylophagen - ähnliche Larve wird genau beschrieben p. 343 — 344 und 
p. 343 abgebildet ; sie bedarf länger als ein Jahr zu ihrer vollkommenen Ausbil- 
dung, lebt in Waldbeständen vereinzelt in kleinen Erdhügeln und ist sehr räube- 
risch. Die Puppe wird p 344 — 345 eingehend beschrieben, p. 344 bildlich dar- 
gestellt. Die Zucht der Imago wird als sehr schwierig bezeichnet. 
Bouthery, übservations. in: Bull. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 9. 1879. 4. Trim. (24. 
mars 1880). p. CLI— CLII. 2. 

Bestätigung der Beobachtungen Megnin's betreffs der Entwickelung von Oestrus 
eqni. Die Larve gelangt auf ihrer Wanderung im Verdauungstractus nach und 
nach zum After des Pferdes, woselbst sie sich eine Zeit lang so festheftet, daß ab- 
gelöste Stücke zu Grunde giengen , während die von B.'s Kutscher im Pferdemist 
gesammelten Larven die Imago in beiden Sexus lieferten. 
Brauer, Friedrich, Eine unbewußte Entdeckung Fritz Müller's. in: Zool. Anz. 3. Jahrg. 
Nr. 51. 22. März 1880. p. 134—135. 

Handelt von einem von Fritz Müller in portugiesischer Sprache demnächst er- 
scheinenden Werke über eine in Blumenau (Brasilien) vorkommende Mücke, Curu- 
pira torreniium n. spec. (= Paltostoma Schin. von Bogota, = Hupalothrix H. Loew 
von Monte Rosa) . Ihre Lebensweise im Wasser und ihre Entwickelung ist ähnlich 



232 F- Arthropoda. 

äev der Blep/iarocera^ deren Nymphen halb ovale, mit der flachen durchsichtigen Seite 
an Steinen befestigte Mumienpuppen sind. Die Larven der Paltostoma haben einen 
asselartigen Habitus mit tiefen Segmeuteinschnitten und tragen an der Unterseite 
eine Mittelreihe von Saugnäpfen und Tracheenkiemen. Brauer hält die den 
Simuliden ähnlichen Blepharoceriden den Culiciden für verwandter als den Ti- 
puli den. 

Brischke, (Titellose Mittheilungen) über verborgene Lebensweise von Insecten. in : Kat- 
ter's Entom. Nachrichten. Jahrg. 6. 1880. Heft 6. p. 56 — 57. 

In stärker als gewöhnlich angeschwollenen Wurzelknollen von Scrophularia 7io- 
closa lebt die 7 — 8 mm lange, 2 mm breite , weiße , faltige , mit fast glattem, ab- 
schüssigem Aftersegment und jederseits 3 langen Spitzen untereinander ausge- 
stattete Made der Cheilosia gigantea Zett. [velutina Lw.), welche als Puppe ttber- 
wintert (p. 56). 

Die Wedelspitze von Pteris aquiUna wird von der Made einer wegen ihrer langen 
Stacheln Anthomyia hystrix getauften Fliege blasig ausgefressen (p. 56) . 

Die Made einer (nicht gezogenen) Anthomyia (?) frißt die Spitzen der Wedel- 
rippen unten an, sodaß die Rippen sich nach unten krümmen, die Zipfel sich nach 
unten umlegen und eine Höhlung für die Tonnenpuppe bilden (p. 56 — 57). 

Zwischen den nach unten umgeschlagenen dicken , harten Wedelrändern des 
Adlerfarn lebt auch eine rothgelbe , 1 Y2 mm lange , im Juli erwachsene Cecido- 
myiden-Made (p. 57). 

Anthomyia albimana Wahlb. lebt als weiße , 3 mm lange Made und als roth- 
braune, dünnschalige, lange, schmale Tonnenpuppe , aus der sie Ende März ent- 
schlüpft, in den unterirdischen Rhizomen bis 10 Fuß hoher Pteris aquilina. Die 
von der Made bewohnten Schäfte reißen beim Ausziehen leicht ab (p. 57). 

Bugnion^ Edouard, Metamorphoses du Meigenia bisignata (Mouche parasite de la tribe 
des Tachinaires). in: Bull, de la Soc. Vaudoise des Sc. Nat. 2e S. Vol. 17. No. 
84. Lausanne. Dec. 1880. p. 17—31. PI. I etil. 

Verf. zog aus Larven der Lina tremulae, einer Chrysomelide, Meigenia bisignata 
(Meigen) und gibt eine mit Abbildungen begleitete Beschreibung der Stände. Die 
mit einer AfteröfFnung versehene Made, die p. 24 — 25 mit denen der M. bombivora 
und Tachina villica verglichen wird, wurde aus einer Puppe des Käfers gewonnen 
(p. 19—21, PI. I, Fig. 2 et PI. H, Fig. 4— 8). Sie ist fast eben so groß als die 
Larve des Käfers. Die Puppe (p. 21— 23, PI. I, Fig. 3 et PL II, Fig. 9—14) lag 
in den vier beobachteten Fällen mit dem Kopftheil nach vorn und mit ihrem Rücken 
dem Bauch theile des Wohnthieres zugewendet. Das vollkommene Insect wird 
PI. I, Fig. 1 bildlich dargestellt. Den Schluß der Abhandlung bilden : »Indications 
bibliographiques. Remarques diverses sur les metamorphoses et les moeurs des 
Tachinaires« , in denen Verf. die einschlägigen Aufsätze Laboulbene's , van der 
Wulp's, Weyenbergh's , Lachat's, Audouin's, Bouches, Hartig's, Ratzeburg's, 
Reissig's, Kirchners, Schiner's, Rondani's, Dufour's, Lambert's und Rupertsbergers 
zu Rathe zieht. 

Außer der Meigenia fand Verf. in den Maden der Lina tremtihe kleinere flache 
Maden , die alsbald in der Gefangenschaft das Wirthsthier verließen , sich aber 
nicht entwickelten. Eine solche Made wird PL U, Fig. 13 abgebildet. Verf. ver- 
muthet darin eine Phora. 

Conil, P. Aug., Nouveaux cas de Myiasis observes dans la province de Cordova (Rep. 

Arg.) Cordoba. 1880. 80. in: Extr. du Bull. Acad. Nat. Sc. T. 3. Fase. 4. p. 296 

—325. 
Douglas, J. W., A swarin of flies [Dilophus vulgaris], in: Entom. Monthly Mag. Novbr. 

p. 142. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 3. Biologisches. 233 

FItCh, Edw. A., Cecidomyia ranuncuU? With Fig. in: The Entomologist. July. 18S0. p. 
145—146. 

, British gall-gnats. ebenda, p. 146 — 154. 

Mit Bemerkungen versehenes Verzeichnis der englischen Gallmücken. 

, Phytomyza lateralis Fall., a beneficiant Dipteron. ebenda. July. p. 166 — 167. 

, Insects bred from Cynips Kollari Galls. With cut. ebenda. Novbr. p. 252 — 263. 

Frank, B., Die Pflanzenkrankheiten, in: [Encyclopädie der Naturwissenschaften. I. Abthlg. 
13. Lieferung. Handbuch der Botanik. 4. Lieferung. Breslau. 1880. 
Der vierte Abschnitt handelt p. 530 — 570 von den »Krankheiten, welche durch 
Thiere hervorgebracht werden«. 

Im Cap. 1 : »Thierische Parasiten von auszehrender Wirkung« spielen Dipteren 
keine Rolle. Im Cap. 2: »Gallen - erzeugende thierische Parasiten« unterscheidet 
Verf. nach ihren morphologischen Characteren folgende Zoocecidien-Gruppen : 
I. Abnorme Haarbildungen [i^uxch. Phytoptiis). 

II. Krümmungen , Rollen und Falten (durch Phytoptus , Pflanzenläuse und Gall- 
mücken) . 
Verf. hat constatiren können , daß bei den Gallmücken die Bildung der Galleu 
nicht erst durch die Lebensaction der Larve , sondern schon bei der Eierablage 
durch das Mutterthier bewirkt werden muß. Er fand in den an den Spitzen der 
Triebe des Birnbaums befindlichen , jüngst entstandenen Rollen, die zwar mit der 
Knospenlage des Blattes gleichsinnig sind , aber schon die Erstarkung erkennen 
lassen, an jugendlichen Blättern nur erst die etwa ^/2 mm langen, spindelförmigen, 
bräunlichen , anscheinend ohne Befestigung an der Epidermis liegenden Eierchen 
der Cecidomyia piri Bouche bis zu 10 an der Zahl und in wenig älteren Blattrollen 
schon die etwa 1 mm langen , weißen Maden ; so daß also die sehr rasche Ent- 
wickelung der Maden das Studium der Veranlassung zur Gallenbildung erschwert. 
Auch die mit der Knospenlage nicht übereinstimmenden, erst nach Entfaltung aus 
derselben sich bildenden und im ersten Stadium nur Eier bergenden, durch Ceci- 
domyia rosaruvi Hardy erzeugten Rollen der Rosenblättchen werden p. 537 als 
Beleg herbeigezogen. 

Die genannten Misbildungen treten entweder 1) ohne, oder 2) mit Verdickung 
der Blatmasse auf; dieses an Polygonum amphibium var. terrestre durch Cecido- 
myia persicariae L. (p. 540) . 

III. Veränderte Blattformen [^wxch Phytoptus] . 

IV. Blasige Auftreibungen der Blätter (Bullositäten) , Beutelgallen oder Taschen- 
gallen [Phytoptus und Pflanzenläuse) . 

V. Knospenanschwellungen oder Triebspitzendeformationen. 

1 . Zwei oder mehrere der letzten Blätter sind zu einem hülsenförmigen Gehäuse 
aneinander gelegt : Cecidomyia veronicae Vall. an Veronica chamaedrys und 
montana. 

2 . Zahlreiche zusammengedrängte Blätter der verkürzt bleibenden Axe bilden 
eine angeschwollene Knospe , einen Blätterschopf oder eine Blätterrose : 
Phytoptus, Pflanzenläuse ; von Cecidomyinen erzeugte Blätterknöpfe an Li- 
num, Galium, Euphorbia Cyparissias etc., Blätterrosen an Salix durch Cm- 
domyia rosaria H. Lw. 

3. Auf Vergrößerung und Vermehrung der Deckblätter etc. beruhende Defor- 
mationen des Blüthenstandes (durch Phytoptus) . 

4. Auf hochgradiger Verzweigung und auf vermehrter Blattbildung in ver- 
ringerter Größe beruhende Knospendeformitäten [Phytoptus, die »Klunkern« 
der Pappeln und Eschen) . 



234 F- Arthropoda. 

5. Bleiclie, ananasförmige Knöpfe (Ananasgallenj , entstanden durcli starke, 
meist öchwa,mmig-e Auftreibuug aller Blüthenstiele einer jungen Traube oder 
aller Blattbasen einer Triebspitze : Ceckhmyia Sisymbrn Sebranck , an den 
Blttthentrauben von Nasturtium sylvestre , palustre etc. mit eingehender 
Darstellung der Gallenentwickelung (p. 549 — 550, p. 550, Fig. 38, A — F) . 

6. Deformirte Blütbenknospen : Auftretend als Vergrößerung der Blütbentheile 
z. B. an Lotus corniculatus durch Diplosis [Cecichmyia] Loti Deg., während 
bei den durch Asphondylia [Cecidomyia) verhasci (Vall.) hervorgerufenen Ce- 
cidien an Verbascum- Arten der stark aufgetriebene Fruchtknoten als Lar- 
venkammer fungirt. Besprochen wird alsdann die keine eigentliche Gallen- 
bildung veranlassende Diplosis [Cecidomyia) tritici Kirby. 

VL Auf Gewebewucherungen beruhende Anschwellungen von Stengeln und Wur- 
zeln mit äußerlich lebenden Parasiten. 

1 . Krebsbildungen an Holzpflanzen (durch Pflauzenläuse) . 

2 . Wurzelgallen des Weinstocks durch die Reblaus ; Zweiggallen an Prunus 
Padus durch Phytoptus. 

3. Gallenbildungen an Gramineenhalmen durch Dipteren-Larven, welche zwi- 
schen der Blattscheide und dem Internodium leben (die Hessenfliege, Ceci- 
domyia destructor Say, »bringt keine Gallenbildung hervor« p. 556 ; vergl. 
dazu Packard's Angaben in diesem Jahresber. p. 240); Chlorops taeniopus; 
Horinomyia Poae Bosc. 

Vn. Auf Gewebewucherungen beruhende Gallen mit innerlich lebenden Parasiten. 
I. Gallen an Wurzeln (durch Käfer, Älchen). 
II. Gallen an Stengeln : 

1 . An holzigen Zweigen von Cecidomyia saliciperda Duf. , Lasiopiera HubiHeegev . 

2. An krautartigen Stengeln von Asphondylia genistae H. Lw. ; ferner an Se- 
• laginella pentagona (nach Strassburger) ; desgl. Cynipiden-, Älchengallen. 

3. Knospengalleu von Cynipiden. 

III. Gallen an den Blättern : 

1 . Als Verdickung der befallenen Blattstelle in Folge bloßer Streckung der 
übrigens unverändert bleibenden Mesophyllzellen (Pockenkrankheit der 
Birnbäume durch Phytoptus] . . 

2. Als Verdickung der befallenen Blattstelle durch Übergang des Gewebes in 
Meristem ; endogene Neubildungen , eigentliche Galläpfel ( durch Älchen, 
Gallwespen, Gallmücken) . 

Dahin die Galle der Hormomyia capreae^iz. an Salix caprea etc. p.566 — 
567, Fig. 45, A, B (p.567); ferner Cecidomyia fagi, piligera, uhnaria, tili- 
acea, p. 565 — 566. 

IV. Gallen an Früchten durch Älchen , Gallwespen und Gallmücken : Cecidomyia 
papaveris , Aspho7idylia timhellatamm Yi.. Lw., Asphondylia grossulariae Ftch., 
Cecidomyia Brassicae Wtz. 

*6ercke , G. , Über die Metamorphose nacktflügeliger Ceratnpogon-Krten, sowie über die 
von Tunypus nigrojiunctafus Steg, und von Hydrella mntata Meig. Mit 1 Taf. in : 
Verb. d. Ver. f. naturwiss. Unterhaltung in Hamburg. Bd. 4. 1879. p. 222 — 228. 

* , Über die Metamorphose der Hydromyza livens Fall. Mit Abbild. Ebenda, p. 229 

—234. 
(Haben dem Ref. nicht vorgelegen.) 

Über die Metamorphose einiger Dipteren. Verh. des Vereins f. naturwissenschaftl. 

Unterhaltung in Hamburg. Bd. 4. 1880. Nr. 4. p. 1—13. Taf. I und H. 

Norellia spinimana Meig. und Cleigastra apicalis Meig. wurden aus den Stengeln 
des Wasserampfers (Rumex aquaticus Linn. s. R. Hippolapathum Fries) erzogen. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 3. Biologisches. 235 

Die Eier, Maden und Puppen der Norellia werden beschrieben ; ihre Taf. 2, Fig. 20 
abgebiklete Larve erzeugt die Wurmfäule der robusten Blattstiele und Blattrippen. 
Aus dem feuchten Mulm und Schlamm zog Verf. auch Rhomphidia longlrostris Meig. 
(Taf. 1, Fig. 1 — 4,9) wntl vermuthet (p. 2,*), daß ihre Made bis zu ihrer Reife 
das Wasser bewohne. 

Die Maden der Agromxjm flava Meig. (Imago, Eier, Made, Tonnenpuppe p. 3 — 
5 genau beschrieben und Taf. 2, Fig. 21 — 27 dargestellt/ leben gesellig in großen 
Blasenminen der Schwarzwurz, Symphytum patens Sibth. ; die Imago entschlüpft 
im August. 

Ceratopogon picei/s Wtz. zog Verf. aus p. 6 beschriebenen und Taf. 1, Fig. 5 — 
1 1 abgebildeten Maden und Mumienpuppen an Tanacetum-Stengeln, deren Samen- 
köpfe mit gallenartigen, von Räupchen und Rüsselkäferlarven gleich dem Stengel 
bewohnten Auswüchsen besetzt waren. Desgleichen aus weißen, schwarzköpfigen, 
großen Larven Sciara intermedia Heyden (p. 7). 

Die röthlichen, braunköpfigen Larven der Sciara Giraitdii Egg. leben (p. 7) ge- 
meinsam mit Apion radiolus-hsLYven in deren Bohrgängen des Eibisch, Malva oder 
Althaea. 

An mit Larven und Puppen der Hypera plantaginis besetzten Froschlöflfel-Sten- 
geln (Alisma plantago) in seichtem Wasser fand Verf. die Taf. 2, Fig. 28 abge- 
bildete, denen der H. mutata ähnliche Puppe von HydrelUa fulviceps Stenh. (p. 7), 
gleichzeitig mit einer undeterminirten Ephydrinen-Puppe, p. 7 — 8, Taf. 1, Fig. 29 
und der Puppe eines unbestimmten Dipteron, p. 8,*), Taf. l, Fig. 30. 

Die Larve (Taf. 2, Fig. 31) und Puppe (Fig. 32) der Ephydra breviventris Lw. 
lebt auf schwimmenden Wasserpflanzen und Conferven in Gräben mit stehendem 
Süßwasser (p. S — 9); gleichzeitig mit ihnen die Larve und Puppe einer nicht de- 
terminirten Parydra (p. 9, Taf. 2, Fig. 33). 

Die (vermuthete) Larve und Puppe der Ctenophora atrata Linn. lebt in morschen, 
dicken Lindenästen imd wird p. 9 — 10 beschrieben, Taf. 1 (Fig. 14 — 15, 17 — 19 
[Larve], 12 (^ che Puppe, 13, 16 § che Puppe) abgebildet. 

Neben Hylemyia-MiSi(\.Qn fand Verf. (p. 10) in dem giftigen Fliegentod (Agaricus 
muscarius) bedornte » Homalomyien «- Larven der Azelia Macquartii (Zett. ?), die 
von Schiner zu den Anthomyien gestellt wird. Das (J* derselben, Taf. 2, Fig. 34, 
»zeichnet sich durch das an der Spitze erweiterte vielborstige Ende der Schienen 
der Vorderbeine aus«. 

Cyrtoneura caesia Meig. entschlüpfte im September dicken , Boletus edulis be- 
wohnenden Maden (p. 10). 

Die Maden der Cyrtonenra stabulans Fall, leben im Stiel eines nicht giftigen Hut- 
pilzes und in den Raupen der Agrotis neglecta parasitirend. 

Drosopkila flaveola Meig. [Scaptomyza Ttisa'äj) und eine Pkyiomyza-Msiäe minirt 
i^p. 11] in den Blättern von Tropaeolum canariense. 

Am Schluß bemerkt Verf. , daß die irrthümlich a.ui Hydromyza fratema gedeu- 
teten Zeichnungen seiner frülieren Beiträge (Verh. Ver. f. 1876, 71/lS) sich auf 
H. Fallenii Schiner beziehen. 

Giard, A., Syrphes et Entomophthorees. Compt. rend. Ac. Sc. Paris. T. 90. No. 10. p. 
504—505. 

Über denselben Gegenstand vergl. L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 
5. ser. T. 10. 1880. 1. trim. Bull. p. XVIII— XX und Charles Brongniart, 
ebenda, p. XX— XXI. Bull, des Sciences, No. 2. 28. Janv. 1880. 

Hagen, H. A. , The probable Parthenogenesis of Cecidomyia destrudor. in: The North 
American Entomologist. Vol. 1. March. 1880. No. 9. p. fjö— 66. 
Eine Wiedergabe der Beobachtungen vom Jahre 1859, nach denen bei Ceci- 



236 ^- Arthropoda. 

domyia destructor eine parthenogenetiäche Fortpflanzung vorkommen kann , eine 
Vermehrungsweise , welche das bisweilen überraschend starke Auftreten des In- 
sects erklären möchte. 

Eeferirt in American Entomolog. N.-Y. , 3, n. S. 1, May, 1880, No. 5, 
p. 127. 
Hagen, H. A. , The YelloAV Fever Fly. in: Psyche, Cambridge. Vol. 3. No. 77. Sept. 
ISSO. p. Jll. 

Schwärme einer unbeschriebenen Sciara, der »Yellow fever fly«, im Jahi'e 1855 
in Norfolk, deren in dem Verzeichnisse Weyenbergh's (Tijdskr. v. Entomol. 1861) 
nicht Erwähnung geschehe. 

A new Species of Simulium with a remarkable nynipha case. in : Proceedings of the • 

Boston Soc. of Nat. Hist. Vol. 20. Ft. HI. April 1879— January 1880. Boston, publ. 
April 1880. p. 305—307. 

Simulium pictip es n. sp., (^f, Q, verwandt S. piscicidium Riley, Ausable River, 
Adirondack, N.-Y., im August. 

Der Cocon, welcher die Puppe umschließt , ist 7 — 8 mm lang und beträchtlich 
von dem der beschriebenen Arten unterschieden. Er bildet an seinem Ende ein 
2 mm breites Röhrchen , das sich nach der Basis zu verjüngt und aus einem sehr 
unregelmäßigen Netzwerk besteht ; manchmal ist ein Faden um das Röhrchen in 
unregelmäßiger Weise gewickelt und hat dasselbe Ähnlichkeit mit Tenthrediniden- 
Cocons. Ein Häufchen solcher Cocons ist, einer mit seiner Basis neben dem an- 
dern, an Felsen befestigt und imitirt so in etwa kleine Wespennester. Bemerkens- 
werth wäre noch, daß junge und erwachsene Maden, Puppen und entwickelte 
Insecten gleichzeitig an demselben Orte beisammen gefunden wurden. 

Hermann, Friedrich, Ein eigenthümlicher Sehutzapparat der Larve von Ctenophora atrata L. 
■ Mittheilungen des Münchener Entom. Vereins. 1880. Bd. 4. 2. Heft. p. 146—147. 

Während bei den Larven der Ctenopkora pectinicornis L. und riißcornis Mg. nur 
die gewöhnlichen sternförmig gestellten 8 Warzen sich finden, deren 4 obere nicht 
wie gewöhnlich fleischige Fortsätze bilden, sondern zu hornigen Spitzen umge- 
bildet sind, die wohl etwas bewegt werden, ohne jedoch die Function eines decken- 
den Schutzapparates einnehmen zu können , haben sich diese bei der Larve der 
Ctenophora a(ra(a h. unten zu einem quergestellten Wulste umgebildet , welcher 
nach unten zu in fleischige, stumpfe Höcker ausläuft, über denen die Afteröfihung 
liegt und findet sich oben gar keine Andeutung von Warzen. Die ovalen, roth- 
braunen Stigmen liegen schief nach seitwärts und unten gerichtet in einer seichten 
Aushöhlung, die von einem länglich ovalen Walle umgeben wird. Auf demselben 
befinden sich oben und unten in der Medianlinie je 2 kleine, schwarze Wärzchen, 
welche mit feinen Borstenhaaren besetzt sind. Die Larve besitzt nun die Eigen- 
schaft, den untern Theil des ganzen beschriebenen Apparates wie eine Kappe will- 
kürlich nach oben zu klappen und zwar dann, wenn sie sich in das morsche Holz 
einbohrt. Durch das Umlegen des unteren Wulstes nach oben werden nämlich die 
beiden Afterstigmen bedeckt und vor Verstopfung mit Erde und dergl. geschützt. 
Die erwähnten schwarzen , mit Borsten besetzten Wärzchen greifen dabei zahn- 
artig ineinander und es bildet sich dabei ein förmliches Haarsieb , das zwar der 
Luft den Zutritt zu den Stigmen gestattet, Erde und dergl. jedoch von denselben 
fernhält. 

Holmgren, Aug. Emil, Bladminerande fluglarver pä vära kulturväxter. in: Entom. Tids- 
skrift af Spängberg, Stockholm. Bd. 1. 1880. Heft 2. p. 88—90. 

Rösume : Larves des mouches mineuses snr les plantes cultivdes de la Su^de. 
p. 111. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 3. Biologisches. 237 

Holmgren, Aug. Emil, För K.ulturväxterna skadliga insekter. Bd. 1. Rättikeflugan [Aricia 
floralis Zeit.) in: Entom. Tidsskrift af Spängberg. Stockholm. Bd. 1. 1880. Heft 
3 0. 4. p. 189—191. Referat p. 214 daselbst. 
Bespricht den Schaden, den das von Schweden bis Lappland verbreitete Insect 
auf Raphanus sativiis L. und anderen Crucif'eren, die es total vernichtet, hervor- 
ruft und liefert eine Beschreibung seiner Stände. 

Joseph, Gustav, Anatomische und biologische Bemerkungen über Actora aestuum Meigen, 
einer am Strande der Nordsee in Helgoland und Sylt einheimischen Fliege, in: 
Zool. Anz. Bd. 3. 1880. 24. Mai. Nr. 56. p. 250—252. — cf. Ber. naturw. Sect. 
schles. Ges. f. vaterländ. Cultur. 1879/80. p. 40—41.) 

Das Insect wird vom Wasser nicht benetzt. Seine Larve ist habituell der von 
Scatophaga stercorarialj. ähnlich, aber größer und lebt im Blasentang , der von 
den Wellen am Strande zurückgelassen wird, den Wirkungen der Fluth ausgesetzt 
blieb und während der Ebbe einige Zeit auf dem Trockenen lag. »Die zeitweise 
Durchfeuchtung mit Meerwasser scheint für die Entwickelung der Larve noth- 
wendig zu sein, da Larven im Tang , der von der Brandungswelle nicht mehr er- 
reicht oder nur mit süßem Wasser befeuchtet wurde, starben. Die Puppen, welche 
nebst noch nicht verpuppten Larven 5 — 8 cm tief im Sande aufgefunden wurden, 
ergaben nach 14 — 18 Tagen das vollkommene Insect, in einem Falle aber eine 
(der Smicra clavipes ähnelnde) Schlupfwespen Das Weibchen derselben muß die 
kurze Zeit, welche die Fliegenmade gebraucht, um aus dem Tang in den Sand zu 
gelangen , zur Ablage seines Eies benutzen und die Parasitenlarve , welche das 
Innere der Fliegenpuppe gänzlich aufzehrt , bedarf nur 1 8 Tage zu ihrer Ent- 
wickelung. 

Karsch, F., Neue Zoocecidien und Cecidozoen. in: Zeitschr. f. d. gesammt. Natumds- 
sensch. von Giebel. Bd. 53. 1880. p. 286—309. Taf. VI und VII. Dipterocecidien 
p. 297—298. B. 

1. Cecidomyia (syn. Diplosis) Gollmeri n. sp., (^f, Taf. 4, Fig. 8 (die Galle); 
ihre Larven deformiren die Blätter einer undeterminirten Pflanze (Rubiacee ?) in 
Caracas zu unförmlichen Knäueln oder Klumpen. 

Wahrscheinliche Dipterocecidien auf: 

2. Astragalus arenarius L. bei Eberswalde ; kuglige harte, Cecidomyinen-Lar- 
ven bergende Stengelanschwellungen, ähnlich den Gallen des Apion Schmidti Bach, 
bei Eberswalde, p. 300, 12. 

3. Boswellia Carterii Birdw. , im Somalilande , braunrothe, rundliche, glatte 
Gallen von 2 mm Durchmesser auf der haarigen Unterfläche der Blätter, p. 300, 1 3. 

4. Auf der Blattuuterfläche einer Chrysophyllum - Art vom Nabumbissa-Flusse 
Gallen, ähnlich denen des Olicjotrophus piligerus Herrn. Loew auf Fagus - Arten . 
p. 300 — 301, 15. 

5 . Hieracium pratense Tausch in Ostpreußen ; Gallen ähnlich der von Bremi 
entdeckten Cecidomyia gemini-GaXlQ auf Hieracium pilosella L. p.302, 19. 

6. Populus euphratica Oliv, in Kurdistan ; Blattgallen ähnlich denen der Ceci- 
domyia tremulae Winnertz auf Populus tremula L. p. 302 — 303, 21. 

7 . Quercus macrolepis Kotschy vom Hymettus in Griechenland ; blattobersei- 
tige, gesellige, dicht und fein braungelb behaarte Gallen von 2 — 3mm Durch- 
messer ähnlich der Jugendform der Oligoirop/ms piligerus-GsillG vonFagus. p. 3 03, 23. 

8. Salix tristis Ait. in St. Louis, Mo. ; Blattrosetten, ähnlich den unsrigen der 
Dasynetira rosaria (H. Loew) . p. 305, 29. 

9. Smyrnium rotundifolium Mill. in Attica ; rundliche Stengelgallen von 5 — 
6 mm Durchmesser , von einer einzelnen Dipteren -Larve (Trypetide?) bewohnt, 
p. 306, 31, Taf. 7, Fig. 17. 



238 ■^- Arthropoda. 

10. Sonclius oleraceus L. in Westfalen ; eine fleischige, weiche Anschwellung 
des Blattstieles, von zahlreichen Cecidomyinen-Larven bewohnt, p. 306, 32. 

1 1 . Cotoneaster vulgaris Lindl. im Altai ; eine Fruchtgalle , vermuthlich ein 
Cecidomyinen-Product. p. 307— 308, 35, Taf. 7, Fig. 20. 

12. Triticum rigidum Schrad. in Odessa ; angeschwollene, vermuthlich von einer 
Cecidomyinen-Larve deformirte Blüthenstände. p.308, 36. 

(Nach Herrn Prof. Berg's freundlicher Mittheilung ist die p. 305, unter 30, a. 
beschriebene und Taf. 6, Fig. 15 abgebildete Galle die der Cecichsis eremita Curtis.) 

Kilpatrick, A. B., The Screw Worin, in: The Americ. Entern. Vol. 3. N. S. 1. Nov. ISSO. 
No. 11. p. 275. 

Maden (von Sarcophaga oder SarcopUla fj in Geschwüren am Ohre eines vom 
Hunde gebissenen Ebers. Einige Fälle ihres Vorkommens beim Menschen werden 
zusammengestellt . 

Kunckel d'Herculais, Jules, Observations sur les Moeurs et Metamorphoses du Gymno- 
soma rotundatum L. , diptere de la famille des Museides, in: Ann. See. Entern. 
France. 5. Ser. T. 9. 1S79. 4. Trim. (24. mars 1880j. p. 349—357. PI. lU et explic. 
d. Fig. d. 1. pl. p. 361—362. 

Eine genauere Darlegung der Beobachtungen des Verf. in E. Blanchard, Me- 
tamorphoses, Moeurs et Instincts des Insectes. Paris. 1868. p. 653 über Gijmno- 
smna rotundatum, die eine der Ocyptera hicolor ^vergl. Leon Dufour, Memoire pour 
servir ä Thistoire du genre Ocyptera, Ann. Sc. Nat. T. 10. 1827. p. 248 etc., 
Atlas, pl. 11. Fig. 2 et 2'), deren Larve in Rhaphigaster griseus Fabr., Pentatoma 
prasina L. parasitirt, analoge Lebensweise führt. K. glaubt in manchen Puncteu 
Dufour widersprechen zu müssen (p. 349 — 351). Die Larven der Museiden, der 
Syrphiden haben so gut wie alle Dipterenlarven wohl characterisirte Antennen, 
deren vom oberen Gehirnganglion entspringender Nerv zum Antenuenuerv der 
Image wird. Bei den Muscidenlarven dienen die Maudibeln keineswegs zum Er- 
greifen der Nahrung, sondern functioniren vielmehr als Untersttttzer der Gangbe- 
wegung ; aber bei den parasitischen Larven von Ocyptera und Gymnosoma sind 
die Mandibeln echte Hakenorgane , welche sich in die Maschen des Fettgewebes 
einschlagen und dasselbe an den Mund heranziehen , der dann so leicht die Fett- 
zellen erhascht, ohne das Hemipteron im geringsten zu verletzen. Die Gymnosoma- 
Larve nimmt von einem Stigma Besitz und es dringt die Spitze des Siphon in den 
großen Tracheenstamm, welcher von dem Thoraxstigma des Hemipteron ausgeht, 
in der Art , daß die Trachee sich genau dem Athemrohre des Dipteren anpaßt 
und so gewissermaßen mit ihm verschmilzt. Mikroskopisch ist die Trachee durch 
ihre Chitinringe characterisirt, der Siphon dagegen durch seine homogene Struc- 
tur und den Mangel der Ringelung. Die von Dufour so zierlich gezeichneten 
Zähne scheinen ihm eine Täuschung zu sein ; es wären das vielmehr chitinöse 
Verdickungen, um die Öffnung des Athemrohres klaffend zu erhalten. K. faßt den 
Siphon der Ocypteren und Gymnosomen als das Product einer besonderen Chitin- 
aussonderung auf, und nicht als unmittelbaren Körperbestaudtheil der Larve, weil 
diese sich vor der Verpuppung davon losmacht ; er habe auch keine Beziehung 
zum Athemrohr der Larven von Stratiomys und ErlstaUs , denn dieses Organ sei 
ein integrirender Körpertheil der Larve und selbst der Puppe zur Zeit der Ver- 
wandlung. — Die Ocypteren- und Gymnosomen-Larven verwandeln sich nicht 
im Leibe ihres Wirthes , der Hemipteron , welche daher weder mit voluminösen 
Puppen niederkommen , noch die Schmerzen einer Schwergeburt zu fürchten ha- 
ben. Vielmehr bohrt die Larve eine sehr kleine Öffnung in der die Tergiten ver- 
bindenden, geschmeidigen, zarten Haut ; alsdann streckt sie sich, um so dünn als 
möglich durch den Spalt zu gleiten. In diesem Augenblicke gibt sie auch ihren 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 3. Biologisches. 239 

Siphon, der in der Trachee des Hemipteron stecken bleibt, preis. Die Behutsam- 
keit und das Geschick , mit der die Larve diese ganze Operation ausführt , ist so 
groß, daß das Wirthsthier keinen Tropfen Blut verliert und die Operation, einen 
wahren, ohne chirurgische Beihülfe von der Made selbst ausgeführten Kaiser- 
schnitt, zu überleben vermag. — Die cimecophagen Dipteren bringen weder Ei 
noch Larve in das Stigma, sondern begnügen sich damit, ein einziges Ei auf einem 
Abdominaltergiten der Pentatomen abzusetzen, deren entschlüpfende Made alsbald 
ein unmerkliches Loch in die Ringe verbindende Haut bohrt und mitten in das 
Eingeweide ihres Wirthes eindringt. K. fand bei G^y?>mosom«-kranken Rhaphi- 
gaster grlseus die leere Eihülle noch auf dem Rücken eines der letzten Hinterleibs- 
ringe vor. Auch wundert er sich nicht mit dem Naturforscher von St. Sever, die 
Ocypfera-M.a.([Q\\ schon in den ersten Frühlingstagen im Leibe der Pentatomen, 
gleich bei deren Erscheinen , zu finden , und stellt die Thatsache zur Erklärung 
fest , daß die Eier der Entomoparasiten im Herbste abgelegt werden und daß sich 
die cimecophagen Maden im Laufe des Winters und im ersten Frühjahr haupt- 
sächlich entwickeln, eine Zeit, welche wegen der Winterruhe der Pentatomen ihr 
Wachsthum besonders begünstigt. 

Die Larve des Gymnosoma wird p. 354 — 355 beschrieben und ihre Lage im 
Hemipteron (Fig. 1) und nach dem Ausschlüpfen und dem Abwerfen des Siphon 
(Fig. 2), nebst einzelnen Theilen (Fig. 3—5) auf Taf . 10 dargestellt. Die Be- 
schreibung und Darstellung der Puppe p. 355 — 356, Taf. 10, Fig. 6. 

Systematisch stellt K. Gymnosoma in die unmittelbare Nähe von Ocyptera , da 
ihre Larven in ganz analoger Weise im Hemipteron der Familie der Pentatomiden 
parasitiren. p. 356—357. 

Laboulbene, Alexandre, Note sur une Mouche ä larve mineuse des feuilles du Houx 

[Pliytomyza aquifoUi Goureau, P. ilicis Kaltenbach). in : Ann. Soc. Entom. France. 

5. ser. T. 10. 1880. prem. part. p. 95—96. 

Die Made der p.96 diagnosirten PAyfomy^« aquifoUi GfOurQSiVi (syn. Phytomyza 

ilicis Kaltenbach) lebt im April und Mai einzeln in oberseitigen Minengängen der 

Blätter von Hex aquifolium und hat vielleicht noch eine zweite Herbstgeneration. 

Laker, Abbott G. , Larvae of Stratiomys in Winter, in: Entomologist. July 1880. p. 

167—168. 
Lucas, H. , Note sur des larves d'un diptere. in; Bull. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 

9. 1879. 4. trim. (24. mars 18S0j. p. CXLII. 

Eine Mittheilung über thermophile Stratioijiys-Lsivven einer nicht gezogenen Art, 
aus den salzigen Gewässern von Aidipsos auf der Insel Euboea , welche in einer 
Temperatur von 35 bis 40 Grad leben und ungefähr 14 Stunden in 18 bis 20 gra- 
digem Alcohol aushalten. 

Mac Lachlan, R., Eucalyptus galls. With Fig. in: Entom. Monthly Mag. Dec. Vol. 17. 
1S80. No. 199. p. 145—147. 

Ein fragliches Dipteron und ein Lepidopteron (Pyralide) . 

Die Galle des Dipteron an Eucalyptus gracilis in Süd - Australien , deren sich 
verschiedene hundert an einem Aste finden, ist eine deformirte Blüthenknospe von 
spindelförmiger Gestalt, p. 145 — 146, Fig. p. 145 (Cecidium). 

Malm, A. W., Sur la presence dans le canal intestinal de l'homme de la larve de Scaeva 
scamhis Staeg. in: Entom. Tidsskr. Bd. 1. 3/4. Heft. p. 170—171. 

Meade, R. H., On 3Iusca hortorum Fall, and allied species. in: Entom. Monthly Mag. 
Vol. 17. No. 193. June. 1880. p. 22—24. July. 1880. p. 25— 28 (Schluß;. 

, A few remarks upon certain dipterous Insects. in; Entomologist. Aug. 1880. p. 

177—179. 



240 F. Arthropoda. 

Megnin, J. P., Note relative ä des chevaux tues par des larves de Mouches, in: Ann. See. 
Entom. France. 5. ser. T. 10. 1880. deux. trim. Bull. p. LXX— LXXI. 
M. betrachtet als Todesursache eines unter eigenthümlichen Erscheinungen cre- 
pirten Artilleriepferdes die Larve von Hypoderma bovis. 
Vergl. Bulletin des Siiences, No. 10, 26. Mai, 1880. 

, Les Parasites et les maladies parasitaires de l'homme et des animaux. Vol. 1. 

500 p. 26 pl. et gravures dans le texte. 
Der Inhalt des herauszugebenden Werkes wird vom Autor in Ann. Soc. Ento- 
mol. Fr., 5. ser., T. 10. 1880, trois. trim., Bull., p.XCIV—XCV besprochen ; 
von Dipteren werden hauptsächlich die Oestriden und Sarcophila Wolfarti behan- 
delt, welche in Europa dieselbe Rolle spielt, wie Lucilia hominivorax in America. 

, Observations. in: Bull. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 9. 1879. 4. trim. (24. mars 

1880). p. CXXXIV-CXXXV. 
Über Oestrus ovis L. [Cephalomyia ovis Latr.j, p. CXXXIV, 2; und Asilns har- 
barus Fabr. in Africa. Dieser^wird gegenüber Macquart und andern Autoren als 
Freund der Hausthiere in Schutz genommen, da er sie umschwärmt, nicht um sie 
anzugreifen , sondern um auf Tabaniden und andere parasitische Dipteren Jagd 
zu machen. 

^Nördlinger, Lebensweise von Forstkerfen oder Nachträge zu Ratzeburg's Forstinsecten. 
2. verm. Aufl.fStuttgart. Cotta 1880. Zweiflügler p. 58—61. 
(Hat dem Ref. nicht vorgelegen.) 
Osten-Sacken , C. R. , Note on North American Trypetidae. in: Psyche. Organ of the 
Cambridge Entomological Club. Vol. .3. No. 72. April 1880. p. 53. 
Trypeta [Oedaspis] gibba Lw. (^ , Q aus terminalen Stengelanschwellungen von 
Ambrosia in Dallas, Texas, und Geneva. Ferner wurde die Lebensweise noch 
einiger nordamericanischer Arten ermittelt: E/mgoletis pomovella ; Oedaspis polita, 
an Solidago, in Gallen ; Eurosta solidagi^iis, an Solidago, in Gallen ; Eutreta diana, 
an Artemisia tridentata, in Gallen ; Asjnloia alba, auf Vernonia. 

, About Phora being merely a Scavenger and not a true Parasite. in : The Ameri- 
can Entomologist. Vol. 3. N. Ser. 1. November 1880. No. 11. p. 277. 
Verf. stellt die Litteratur über die Lebensweise der Phora zusammen (Brischke, 
Bouche, Perris, Curtis, Rondani, Goureau, Hubbard) und erkennt das in Frage 
stehende Insect nicht als eigentlichen Parasiten an. Riley bemerkt dazu a. a. 0., 
er habe Phora schon seit 1878 nicht mehr als Parasit der Aletia angesehen und 
vermuthe , daß sich als gemeinsamer Character des ganzen Genus der ergeben 
würde, daß die P//or«-Larven, wo sie von lebenden Insecten, beispielsweise Aphi- 
den, sich nährten, sie mehr fleischfressend als parasitisch wären. 

, Dr. Fr. Müller's discovery of a case of female dimorphism. among diptera. in: 

Entom. Monthly Mag. Nov. p. 130—133. 

, Habits of Bombylius. Ebenda. Dec. p. 161. 

Packard, A. S. jr., The Hessian Fly. Its ravages, habits, enemies, and means repreven- 
ting, ^its increase. Department of the Interior. in: United States Entomological 
Commission. Bull. No. 4. Washington. May 20. 1880. 8«. p. 43. 
Mit 2 Tafeln und 1 Karte, welche die Verbreitung der Cecidomyia destructor Say 
und tritici Krb. in den Ver. Staaten veranschaulicht. Die Arbeit enthält eine ein- 
gehende Darstellung des Baues , der Lebensweise und Entwickelung der berüch- 
tigten Hessenfliege , sowie eine Beschreibung und Abbildung ihrer natürlichen 
Feinde und Angabe der wirksamsten künstlichen Gegenmittel, ohne wesentlich 
Neues zu bringen, ist also vorwiegend compilatorisch. Nach seiner Darstellung er- 
zeugen die Larven wirkliche Gallen über dem Boden. Ihr periodisches Auftreten 



8, Hexapoda, VI. Diptera. 4. Verbreitung, Faunistik. 241 

wird in einem besonderen Capitel abgehandelt und wird dasselbe bis ins Jahr 1778 
zurttckverfolgt und für ihren ganzen Verbreitungsbezirk p. 34 — 35 tibersichtlich 
tabellarisch zusammengestellt. Ihr zahlreichstes Erscheinen fällt demnach im All- 
gemeinen in die Jahre 1817, 1844 und 1876. Am Schlüsse werden (p. 40) neun 
Fragen aufgeworfen, die bei weiteren Studien besondere Berücksichtigung er- 
heischten. 

Vergl. The Hessian Fly. V^i^ith füll page illustr. American Naturalist, Aug., 
p. 586— 587. 
Reuter, O. M. , On anomala kopulationsförhällanden hos insekterna och i sammenhang 
dermed stäende frägor. Aftr. ur Oefversigt af Finska Vet.-Soc.'s Förhandl. Bd. 23. 
1880. Vetenskapliga meddelanden. 30 p. 
Verf. stellt p . 2 5 die wenigen bekannt gewordenen Fälle anomaler Copulirung 
bei Dipteren zusammen; vergl. Zool. Jahresb. f. 1879. p. 599 unter Gosse; es 
handelt sich um Bibio (Gosse, Entoii.. Monthly Mag., Vol. 16, p. 160) und Molobms 
(Dale, Entom. Monthly Mag., Vol. 9, p. 46). 
Taschenberg, E., Die sogenannten Giftfliegen, in: Zeitschr. f. d. ges. Naturwissensch. 
Bd. 53. 1880. Jan. Febr. Correspondenzblatt. p. 197—199. 
Gehören in's Bereich der Fabeln. 
*Taschenberg, F. L. , Praktische Insektenkunde, Bd. 4, die Zweiflügler, Netzflügler und 
Kaukerfe mit 56 Holzschn. Bremen. Heinzius. 
(Hat dem Ref. nicht vorgelegen.) 
Vianne, E., La Cecidomyie du froment. in : Bull, dinsectologie agricole, 4. annee. No. 6. p. 83. 
*Wachtl, Fr. A., Entomologisch-biologische Studien (I.Serie), in: Mittheilungen aus dem 
forstlichen Versuchswesen Österreichs. Bd. 2. 1. p. 99 — 102. 

Beitrag zur Kenntniß der Lebensweise von Cecidomyia betulae Wtz., p. 99 — 
101, Taf. IL, Fig. 1— ID. 

Beitrag zur Kenntniß der Lebensweise von Pachystyhim Bremü Macc[. , p. 101 
— 102. (Hat dem Ref. nicht vorgelegen). 

4. Verbreitung, Faunistik. 

Arribalzaga, Compsomyia Macelluria (F.) in: Anales de la Sociedad Cientifica Argentina. 
Dicembre de 1880. Entrega 6. Tomo 10. p. 248—253. 
I. Respuesta al Senor Conil (p. 248 — 251). 

n. Algunos datos mas sobre la sinonimia y la distribucion geogräfica de este 
Museide (p. 251—253). 

A. bestreitet die Selbständigkeit der CalUphora anthropophaga Conil und 
glaubt dieselbe mit C. ßilvipes Phil, vereinigen zu müssen. 

Als Synonyma zu Compsomyia Macellaria (F.) führt er außer rubrifrons Macq., 
fasciata Walk., hominivorax Coq., infesta Phil, auf: 

Var. A. Chrysomya viridula, affinis, tibialis, Lherminieri, alia, caerulescens, socn'a, 
decora, Plaet, lepida B,.-Des,v. (1830) und als Var. B. C/trysomya/ulvicrura R.-DeSY. 
und Somomya amdipes [Lucilia?) Phil., Rond. (1863), eine Synonymie, welche das 
Vorkommen der Art in Brasilien, Montevideo, den Antillen, Carolina und Chile 
constatirt, zu welchen Fundquellen Guyana nach Erichson hinzukommt. 
Asper, G., Beiträge zur Kenntniß der Tiefseefaunen der Schweizer Seen, in: Zool. Anz. 
3. Jahrg. Mai. ISSO. No. 54. p. 200—207. 

Zahlreiche röhrenbildende rothe Dipterenlarven im Aegeri-See etc. 
Cooke, Benj., Contribution to a List of the Diptera of Lancashire and Chesire. in: The 
Naturalist (Yorkshire). Vol. 5. April, p. 134—139. May. p. 148—150. June. p. 163 
—166. July. p. 177—181. 
Dale, C. W. , Note on British Diptera of the Family Oscinidae. in: Entom. Monthly 
Mag. Vol. 16. No. 190. March, 1880. p. 233—234. 
Zool. Jahresbericht. 1880. II. 16 



242 F- Arthropoda. 

Eurhina lucida^ Plalyceplmla umbraculata und planifrons , Camarota ßavitarsis, 
Elachiptera brevipennis, Lipara lucens und tomentosa. Als neu für Britannien wer- 
den Selachops flavocincta und Siphonella [Macliza] oscinia bezeichnet. 
Fiori, Hippoboscüae di recente raccolte nel Modenese. in: Societä Entom. Ital. Resoc. 
delle Adunanze. Firenze. 1880. 1^ ad. 26. Dicembre. p. 12—13. 

Nycteribia biartmdata Hrm. (Rhinoloplius ferrum-equinum und R. euryalei, 
Leachii 'Klih. (Myotus murinus) ; p. 12. 

Cheiidomyia hirundinis Lin. (Hiruudo rustica) , cypscli Rndu. (Cypselus apus"! ; 

Ornithomyia meiallica ^ahmX., avtculana hin. (Athene noctua, Corvus gianda- 
rius) , fringülir.a (Regulus cristatus) ; 

Olfersia ardeae Macq. (Ardea purpurea, cinerea, Botaurus stellaris) ; 

Hippobosca canina Rndn., equina Lin. 

Osien-Sacken, C. E.., Die Tanyderina, eine merkwürdige Gruppe der Tipuliden. in: Ver- 
liandl. k. k. zoolog.-botan. Ges. Wien. Bd. 29. 1879. p. 517—522. 

Die 12 bekannten Arten der P/yr/^op^erma zerfallen in 2 Gruppen, deren erstere 
aus den Gattungen P^'yc/io/ji'era (5 europ., 2 americ. Arten) und Bittacomorpha 
(1 americ. Art) besteht, deren letztere, die Gruppe der Tanyderina, ungeachtet 
der großen räumlichen und zeitlichen Entfernungen ihrer 5 Arten eine sehr ein- 
heitliche ist. Die vier benannten Arten sind: Macrochile spectnmi H. Lw. im 
Bernstein; Idioplasta [früheY Proloplasi/ja] Fiic/u'i 0.-^., Nordamerica, Georgien; 
Tanyderiis pictus Philippi, Chili; und Idioplasta vijno O.-S., Californien, p. 518. 

Die fünfte Art aus Neuseeland ist neu : 

Tanydems forcipatiis (^ , p. 520 — 522 mit Darstellung des Flügelgeäders (Fig. 1) 
und der Haltezange (Fig. 2, p. 521). 

Verglichen mit den vier anderen wird die neue Art p. 519 — 520. 

Die Gruppe der Tanyderina steht in den Abnormitäten der Structur der kleinen 
Familie der Blepharoceriden nach, übertrifft sie aber in der merkwürdigen Ver- 
breitung, da die§e weder im Bernstein, noch in der südlichen Hemisphäre gefun- 
den wurden und Verf. erblickt denselben geheimnisvollen Zug faunistischer Affi- 
nität zwischen dem Bernstein der atlantischen Staaten Nordamerica's, Californien, 
Chili und Australien weniger vollständig bei Arthropeas und Apiocera. 

Vergl. Osten-Sacke n. Einige merkwürdige Fälle der geographischen Ver- 
breitung der Tipuliden. Tagebl. d. 52. Versamml. deutsch. Naturf., p. 232 — 233. 

, Über einige merkwürdige Fälle der geographischen Verbreitung von Tipuliden. 

Vortrag gehalten in der 52. Ver.gammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in 
Baden-Baden, in: Katter's Entom. Nachrichten. Bd. 6. 1880. No. 7. 1. April, p. 
67 — 68. (von M. von Hopffgarten: . 

Das Genus Ptychopterina hat 5 Arten, 1 in den atlantischen Staaten Nord-Ame- 
rica s, 1 in Californien, 1 in Chili, 1 in Neuseeland, 1 im Bernstein. 

Das Genus Elephantomyia ist vertreten in den atlant. Staaten Nord-America's, 
in Californien, im Bernstein. 

Das Genus Trochobola ist von Nord- und Mittel-Europa , Nord- America , Neu- 
seeland, Vandiemensland und Süd- Australien bekannt. 

Von der Gruppe der Anisomerina gibt es Arten mit ungeheuer langen Antennen 
im männlichen Geschlechte in den atlantischen Staaten Nordamerica's und ähnliche 
im Bernstein (p. 67) . 

Das öftere Zusammentreffen Nord-America's mit der Bernsteinfauna einerseits 
und Californiens , Chilis und Australiens andererseits, ist besonders bemerkens- 
werth, sowie daß bei gewissen Dipterengattungen das sporadische Vorkommen 
häufiger ist, als bei anderen Insectenordnungen (p. 67 — 68). 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 4. Verbreitung, Faunistik. 243 

Ritsema , C. , Niemve naanilijst van Nederlandsche Suetoria met eene tabel voor liet be- 
stemmen der inlandsche geslachten en soorten naar aanleiding van Dr. O. Taschen- 
berg Monographie. Tijdschrift voor Entom. Bd. 24, p. LX XXI— LXXX VIII. 
Die niedei'ländisclieii Piüiciden gehören den Gattungen Pulex L., mit 9 Arten, 
Hijstrichopsylla 0. Taschb. mit 1 Art und Typhlopsißla 0. Taschb. mit 6 Arten 
(im Ganzen also 16 Arten) an. Dieselben werden aufgezählt mit Angabe ihrer 
Wirthe ah Ptdex irriiansh. , globiceps 0. Taschb., /«sc7rt(f»sBosc, avium 0. Taschb., 
we^/s Walker, s«W-o?-«m Bouche, serraiiceps Gew. , erinaceiBouche, go^iiocephalus 0. 
Taschb., Hr/strichopsylla obtusiceps Rits., Typhlopsylla octactenus KoL, hexactemis 
^o\., 2)entactemis^o\., »««c«// Duges, ass/m?7/sO. Taschb., gracilis 0. Taschb. und 
(p. 86 — 89) eine Bestimmungstabelle der genannten Gattungen und Arten beigefügt. 

Wallengren, H. D. J. , Oefversigt af Skandinaviens Arter af Dipterngruppen Phasmae. 
in: Entomologisk Tidsskrift af Spängberg. 1. Bd. 1880. Haft 1. p. 16—21. 
Behandelt die vier Gattungen : Xysta Mg. mit striginervis Zett., Phosla Latr. 
mit Rothi Zett., Micra Zett. mit irixina Zett. und Älophora R.-D. mit 16 Arten, 
subcoleoptrata Lin., muscaria Fall. , obesa Fabr. [Phasia unibrata und ymm Zett,), 
ßavipennis Zett., timbripe7inis, nervosa und ah-opurjntrea Meig., vitrljyennis TiQÜ. . 
pusilla Meig., hyalipennis, nana undi jiygmaea YixW.., fasciola, zondla und opaca 
Zett. und convexa Wahlb. 

Die vier Genera werden pp. 16 — 17 in folgender Art characterisirt : 
» A. Areola carpalis alarum aperta : 

1) Ramulus ulnaris alarum extra angulum breviter sed distincte appendicula- 
tus ; abdomen convexum : Xysta. 

2) Ramulus ulnaris alarum extra angulum non appendiculatus ; abdomen de- 
planatum: Phasia. 

B. Areola carpalis alarum occlusa. 

1) Ramulus ulnaris alarum in ramulum carpalem longe ante apicem alae ex- 
currens ; areola carpalis itaque petiolata : Älophora. 

2) Ramulus ulnaris alarum in apicem alae excurrens ; areola carpalis itaque 
non petiolata : Micra « . 

Westhoff, F., Beitrag zur Kenntniß der westfälischen Arten der Abtheilung Tipulinae 
Schiner. Mit Tafel, in: Achter Jahresber. des westfälischen Provincial-Vereins für 
Wissenschaft und Kunst pro 1879. Münster. 1880. p. 39 — 54. 

Dem feuchten Klima der rothen Erde entsprechend erweist sich die Tipuliden- 
fauna derselben als außerordentlich reich und wird vom Verf. mit der der Dona- 
cien unter den Coleopteren und der Libelluliden unter den Pseudoneuropteren in 
Parallele gestellt. Verf. constatirt alsdann 44 Arten, mithin fast die Hälfte der in 
Deutschland vorkommenden Arten, 29 Arten der Gattung Tipida Linn. [nigra L., 
ßdvipen7iis Deg. , sinuata Fahr., vittataM.Q\g., Winnertzii 'EtggQV , pabulina Meig. , 
hortensisMeig., varipen7iis Meig., obsoleiaMeig., signaia Bt&eg., scripfaMeig., horto- 
rumlj., vernalisMeig., marginafaMeig. , lateralis M.e\g. [ys^x. aeqidnoctialis midi sah ti- 
tialis), riffesce7isWes,\h..j jMlitdosa Meig., oleracea lu'mn. , melanocerus ädhum.., lutei- 
/)e«n/s Meig., ßavoli?ieaiaM.eig., pagana Meig., prtnnosa Wieä., Lima [hiv limaki 
Meig., nee Linn.), lunafa hinn., peliostigma 8chnm., SeleneMeig., aj^ji/s Schum, 
und /ascij}e7mis Meig.), d Pachyrhiiia Maequart {crocata Jjinn., pratensis Ij. , qita- 
Wr?/arm Schum., rtwwfeSchum., guest/alica Westh.., corn/m?« Linn., scmTaMeig., 
maculosa Meig. und flavesce7xs Linn.), 5 Ctenopho7-a Meig. (davon 1 Hiphm-a 
Brülle: Ct. at7-ata Linn., 3 Cte7xopho7'a Brülle: Ct. pectinicor7iis Linn., flaveolaia 
Fabr. und/es/j'ra Meig., endlich 1 Dicte7iidia, Ct. bimacula ta hinn.) und 1 Ne- 
j}hroto77ia Meig. [dorsalis Fabr.) , während die Gattung Dolichopeza in keiner Art 
vertreten ist. 

16* 



244 F- Arthropoda. 

Zwei der genannten Arten werden vom Verf. als neu erkannt und ausführlich 
beschrieben : 

1. Tipula ritfescem, n. sp., 5, p. 46, 16 und p. 50 — 51, 1, 
Der T. lateralis Meig. am nächsten stehend. 

2. PacJiyrhina giiestfalica , n. sp., (^, Q. , p. 49, 5 und p. 51 — 54, 2. 
In der Gruppe der quadrifaria sich der analis und comimia anschließend. 

P. 54 bringt auch eine Bestimmungstabelle der vier Arten der Quadrifaria- 
Gruppe in beiden Geschlechtern, Pachyrhina quadrifaria Schum. j Taf. Fig. 1 — 3'; 
an«./'?« Schum., Fig. 4 — 6; cornicina Linn., Fig. 13 — 15; gnesffalicay^Q^ih.y 
Fig. 7—12. 

5. Beschreibende Arbeiten vermischten Inhalts. 

Bigot, J. M. F., Dipteres nouveaux ou peu connus. 126 partie. in: Annal. Soc. Entom. 
France. 5. ser. T. 10. 1880. prem. trim. p. 85 — 94. 

XVIII. Genres Plagiocera Macq. ; Formosia Guerin et Rutilia Rob. Desv. 
p. 85—89. 

Verf. zählt J/ß^/ofe Mg. zu Plagiocera M.?icq^. und beschreibt: 1. P. magnißca 
n. sp., o^, p. 85 — 86, 1 (Colombia) und 2. P. nitens w.?,^., Q. p. 86, 2 (Dorei, 
Nov. -Guinea). Fernere neue Arten sind : Formosia papua, (^ !Mas, Nov. -Guinea), 
p. 87 ; Rutilia castanipes, (^, Q (Australia) p. 87 — 88, 1 ; Rut. rußcornis, ^ 
(Australia) p. 88, 2; Rut. castanifrons, Q (Australia) p. 88 — 89, 3; Rut. se- 
mifulva, (^, (Australia) p. 89, 4. 

XIX. Z>/bjos?V/ö<? Macq., Big. p. 90 — 94. 

Verf. schließt von den Diopsiden die Gattung Pterodontia Griffith p. 90 aus und 
gibt p. 91 eine synoptische Tabelle der 10 Diopsideugattungen : Achias (Fabr., 
1805)', Zygotricha (Wied., 1832), Plagiocephala ^Gray, 1832J, Anaeropsis (Bigot, 
1866), Laglaisia (Bigot, 1878), Zygocephala (Rond., 1875), Sphyracephala (Say, 
Westw. 1848), J^leopsis (Rond., 1875), Diopsis Linn., 1775) , Diasemopsis 
(Rond., 1875), Hexechopsis (Rond., 1875). 

Am Schlüsse werden die beiden Genera Anaeropsis Big. (im (^ Sexus) und 
Laglaisia Big. in beiden Sexus) genauer, als früher geschehen, characterisirt (p. 92) 
und folgende neuen Arten beschrieben : Laglaisia caloptera, (^ , Q (Amberbaki, 
Nov. -Guinea) p. 92 — 93; Zygotricha rohusta (^ (Nov. -Guinea) p. 93 — 94; 
Teleopsis fulviventris, (^ (India) p. 94 ; zu Teleopsis Rond. zieht Bigot p. 94, Nota, 
auch seine beiden AxiQnfallax und Bekebuth. 

, Diagnoses de trois genres nouveaux de Dipteres. in: Annal. Soc. Entom. France. 

5. ser. T. 10. 1880. prem. trim. Bull. p. XLVI— VII. 

1. Phyllomydas, n. g. «Generis Ectyphi (Gerst. 1868) proximum, difFert : 
antennis elongatis, segmento penultimo cylindrico, ultimo, (^, circiter duplo lon- 
giore, compresso, basi parum dilatato, apice obtuse acuminato, § , duplo breviore, 
obtusiore, abdominis segmento ultimo inermi, cyathiformi, utrinque parum dilatato«. 

Typ. : Phyll. phyllocerus, (^ , Q. , Amer. boreal., p. XLVU. 

2. Enoplempts, n. g. »Generis Empidis proximum, maxime differt: femori- 
bus posticis robustis, subtus, apice, profunde mucronatis et unidentatis, tibiis 
intus, basi similiter mucronatis et unidentatis, dentibus villosulis, crassis«. 

Typ. : E. mira, n. sp. (^, California, p. XLVU. 

3. Megacyttarus, u.^. »Generis Ocyr/rowy/a« vicinum, difFert : cellulis basalibus 
abbreviatis, et, discoidali longissima , lata, subtrigona, vena transversali , fortis- 
sime sinuosa et alarum marginis posticae proxima, clausa«. 

Typ. : M. argenteits, n. sp., $ , Amer. boreal., Colorado Mus. Paris.) , p. XL VII. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 5. Beschreibende Arbeiten vermischten Inhalts. 245 

Vergl. Bulletin d. Sciences, No. 6, 24. Mars, 1880. 
Bigot, J. M. F., Dipteres nouveaux ou peu connus. 1.3e partie. in: Annal. Soc. Entom. 
France. 5. ser. T. 10. 1880. deux. trim., p. 139—154. 

XX. Quelques dipteres de Perse et du Caucase, enthält p. 140 — 143 ein Ver- 
zeichnis von 110 Species, dem p. 143 — 154 die Beschreibung der especes nou- 
velles angereiht wird. Diese sind: 

Pangojiia tigris , Q^, ^ (eine P/M7o^^(?/^e Hoflfm.) p. 143— -144; Tabcmus nivei- 
jxilpis, 2? P'145; T. abazus, Q, p. 146; Chrysops Mlokosiewiczi, Q, p. 146 — 
147; Haematopota obscura, q^, p. 147 — 148; Subula trinotata, (^, p. 148; Alci- 
mus ponticus, (5*, p. 148 — 149; Sphyxosoma flavicanda, 5, p. 149; Orthoneura 
varipes, Q,p. 150; Theria persica, (^, Q, p. 150 — 151; Theria flavidula, Q. , 
p. 151—152; Theria Urufa, cf, p. 152; Pyrgota Vagae, (f , g, p. 152—153; 
Spilographa caucasica, Q. , p. 153 — 154; Ochthiphila pallipes^ Q, p. 154. 

, Descriptions de deux nouvelles especes de Dipteres, dont l'une est le type d'un 

genre nouveau. in: Ann. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 10. 1880. quatr. trim. 
Bull. p. CL— CLL 

Genus Anoxycampta, u. g. p. CL — CLL »Ex Tachinidis , generis Petagniae 
Kondani proximum, sed praecipue differt vena alarum longitudinali quarta a quinta 
in costali sejuncta, quamvis approximata , cubito quintae obtuso et parum rotun- 
dato, uec appendiculato ; vena quinta post cubitum, apice leviter sursum flexa ; 
oculis dense et longe villosis ; alis haud abdomine longioribus ; macrochetis undi- 
que numerosis, longis«. 

1. A. hirta, n. sp. (? Q), p. CLI, 1, ex larva Heterogynis Penella (Beliier), 

Alpi inferiores. 2. Celyphus Dohmi, n. sp., (^, p. CLI, 2, Candahar. 

Holmgren, Aug. Emil, Illustrissimo viro Adolpho Erico Nordenskiöldio in patriam re- 

duci salutem dicit plurimam. Novas species insectorum cura et labore A. E. Nor- 

denskiöldii e Novaia Semlia coactorum descripsit. Holmiae. ISSO. Ex officina 

Beckmanniana. 40. 24 p. 

Enthält die Beschreibungen folgender 6 neuen Dipteren : Aricia Ahnquistn^ q^, 

Q, p. 17 — 18. — Rhamphomyia Briiseicitzn (^, Q, p. 20. — P/iamp/iomyia 

Hovgarclii, (J^, Q, p. 21 [vesperü'lioni ZeAt. proxima) . — Rhamphomyia Kjellmanii, 

2, p. 22. — Rhamphomyia Nordquisiii, (J' p. 23. — Scatomyza Stuxbergii, (J^, 

9, p. 24. 

Mik , Josef, Beschreibung neuer Dipteren, in: Verh. k. k. zool.-botan. Gesellsch. Wien. 
Bd. 30. 1880. p. 347—3.58. 

I. Eilf neue europäische Clifwcem- Arten, p. 347 — 353. 

1. Clinocera harbatula (^, Q. , Austria, Istria, Hungaria, p. 347, 1 ; 2. C. 
plecfrum, ^f, Q, Austria, Halicia , p. 347 — 348, 2; 3. C. tibiella, ^f, g' 
Austria, ducatus Salisburgensis, Tirolis meridionalis, p. 348, 3 ; 4. C Storchii, 
cT, Q, ducatus Salisburgensis, Halicia, p. 348 — 349, 4; 5. C hastata, (^, Q. 
Austria superior, p. 349, 5; 6. C. longipemiis, (J^, Q, Hungaria, p. 349 — 350, 
6; 7. C. pirata, ^, Q., Bohemia, p. 350, 7; 8. C. phantasma, (j^, Q. Austria 
infer., Bavaria, p. 350, 8 ; 9. C WachtUi, cT, Q , Austria inferior, p. 351, 9; 

10. C impudica, cf, $, Norvegia, p. 351, 10 ; 11. C Braueri, cf . 9 , Halicia, 
Austria, p. 352 — 353, 11. 

IL Hercostomus papillifer , eine neue Bolichopodiden-Kxi. p. 353 — 358; p. 354 
Fig._ 

Die Art, Hercostomus papillifer, (J', Q , von Austria inferior und von Mähren 
(p. 356, 2) zeigt ein Hinüberneigen zur Gattung Hypophyllm (p. 357). 

, Dipterologische Mittheilungen, in : Verh. k. k. zool.-botan. Gesellsch. Wien. Bd. 

30. 1880. p. 587—610. Taf. XVII. 



246 'F- Arthropoda. 

I. Über einige Dipteren ans der Sammlnng Dr. Emil Gobert's in Mont-de-Mar- 
san. p. 557—602. 

Die Sammlung enthält Perris'sche Typen. 

Tryphera nigrifacies Perris (deren Flügelgeäder Taf. 17, Fig. 1) und Clkta 
maura Perris (Ann. Soc. Linn. d. Lyon [nee Bordeaux sec. Hagen, Bibl. entomol. 
II, Perris, No. 37], 1852, p. 207 — 208 = Savia melanocephala (Meigen) Rond. 
[(;f ; Phyto nigra 'Roh. -De&Y., Q] (p. 587 — 589). 

Rhaphium tibiale Perris (a. a. 0. p. 200) = Rhaphium longicome Fall, (ein Q) 
(p. 589—590). 

Pachygaster piniVerv. (Ann. Soc. entomol. Fr., 4. ser., T. 10, 1870, p. 208, 
PI. 3, Fig. 80 — 88) = JP. minutissimns Zett., dessen Vorkommen für Österreich 
constatirt wird. (p. 890, 1). 

Medeterns ambigmts Meig. bei Perr, (a. a, 0. 2. ser., T. 10, p. 321 ff.) bezieht 
sich nicht auf Medeterns amhiguus Zett., sondern auf M. nitidus Macq. Ob aber 
die Larve und Puppe von Perris sich auf Med. ambiguus Zett. oder nitidus Maeci. 
beziehen, bleibt zweifelhaft, (p. 590 — 592, 2). 

P. 592 — 602 enthalten faunistische und synonymische Bemerkungen \\\>q\' Pihi- 
ria wnbripe7i7iis \sw . , Argyromoeba virgo Egg., Anthrax per spicillaris Lw., Bomby- 
lius niveus Mg., Habropogon exquisitus Mg. und appendiculatus Schin. , Chrysotils 
/aes2<s Wied., gramineus Ydll. , cnprens Macq. (p. 592), suavis\i\J., Systenus ad- 
■propinquans Lw., (Löw's Beschreibung des ^ dieser Art nicht ganz richtig) ; 
Medetertis aj)icalis TjQH., tnmcorum Mg., dendrobaenus ILovf . , Syntormon pallipes 
Fabr., monilis Walk. [Synarthrus] , Gymnopternus aerosus (Fall.), Hercostomus 
chaerophyllils\^. [Gymnopternus], chrysozygos 'SS^'iQ^., gracilis Stann. {== Gym- 
nopternus nigricornis Schin.), Poecilobothrus principalis Lw. [Gymnopternus] , Do- 
lichopus claviger Stann.), plumipes Scop., signatus Mg., (= Dol. argentifcr Lw.), 
latilimbatus Macq. (p. 593), festivus Hai., ungulatus Fabr. (= Dol. aeneus De G., 
p. 594), thalassinm Hai., Zool. Journ. 5. Bd., 1831, p. 313, no. 17 (= Dol. sim- 
jo/ra Stäger, Kröyer's Nat. Tiddskr., 4. Bd., 1842, 31, 22; syn. Dol. fallaciosus 
Gerst., Stett. Ent. Zeitg. 25, 21, 14) p. 594—596, zu Dol. thalassinus Fig. 2, 
3, 4, zu Dol. Simplex Mg. Fig. 5 der Taf . 17 gehörig; Dol. Wahlbergi Zett. und 
plumipes Scop. (von Schiner, Fauna 1. Bd., 217, fälschlich identificirt, werden 
p. 596, Anm. 1. scharf unterschieden; Myiolepta vara Panz. , Helomyza a/ßnis 
Mg., Blepharoptera serrata\j\n\i. [Leria, Qyn. Leriadomestica 'Roh. -DeSY.) , Tephro- 
chlamys ßavijies TiQÜ. [Heteromyza, ^yn. Leria ßingivora Rob.-Desv.), Hecamede 
albicans Mg. (Syn. : Clasiopa globißera Bohem. p. 596 ; Chloropisca ornata Mg. 
[Chlor ops, Syn. : Chlorops ßavißrons'KsiQ,(\. lind nigritnana Macq.), Tephritis praecox 
Lw. (aus Filago gallica Linn. p. 597; Agromyza obscurella Fall., Desmometopa 
M.-nigrum Zett. [Agromyza) p. 599 ; Hyalomyia aurigera Egg. [Alophora. Syn. : 
H. serotina Perr. i. 1.) p. 602. 

Neue Arten der Sammlung sind: Lauxania hispanica, (^, p. 597 — 599, Taf, 
17, Fig. 6, 7, Hispania; Aricia [Hyetodesia] Gobertii., ^, ^, p. 599 — 602, 
Gallia, Austria. 

n. Zwei neue Dipteren aus Österreich, p. 602 — 607. 

Teuchophoriis simjolex, (f^ Q , P- 602 — 604, Taf. 17, Fig. 8. Austria sup. 
Trichonta hamata , ^, Q, p. 604 — 607, Taf. 17. Fig. 9— 12, Austria sup., 
Halicia. 

III. Über das noch nicht bekannte Männchen der Trichonta 
obesa Winn., p. 607—609, Taf. 17., Fig. 13—15. 

Das (^ ist wie das Q. durch die bedeutende Körpergröße vor allen anderen 
Trichonten ausgezeichnet ; seine Analanhänge sind complicirt und eigenthümlich. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 6. Einzelne Familien, Gattungen und Arten. 247 

6. Einzelne Familien, Gattangen und Arten. 
I. Diptera ortliorliaplia. 

A. Nematocera. 

a) 1 i g n e u r a. 
1. Farn. Cecidomyidae. 

Low , Franz , Über neue Gallmücken und neue Mückengallen, in : Verh, k. k. zool.- 
botan. Ges. Wien. 30. Bd. 1880. (1881) p. 31—40. 

Verf. will die von Karscli (1877) nach den Prioritätsgrundsätzen eingefülirten 
Änderungen in der Benennung der Genera deshalb nicht gelten lassen , weil des 
Rondani Eintheilungsprincip dem H. Loew' sehen gegenübersteht und eine Ein- 
fügung in dasselbe unmöglich sei. Verf. findet das Wesen der Gattung in der je- 
weiligen Definition , nicht aber , wie fast sämmtliche modernen Autoren in dem 
einmal angenommenen Gattungstypus repräsentirt (p. 31 — 33). 

I. Neue Mücken-Arten (p. 38 — 39). 

(1) Cecidomyia galUcola, (j^, Q. , p. 33 — 34. Nieder-Österreich ; die Larven erzeugen 
an den Triebspitzen von Galium Mollugo L. artischokenförmige Blätterschöpfe, 
in denen sie gesellig leben und aus denen sie zur Verpuppung in die Erde gehen. 
Die Gallen sind ähnlich denen von Cecidomyia euphorhiae H. Lw. auf Euph. Cy- 
parissias L., vergl. Trail, Transact. Nat. Hist. Soc. Aberdeen, 1878, p. 63. 

(2) Cecidomyia violae, cJ',Q,p-34 — 35. Juli bis September in Nieder -Österreich, 
Ober -Österreich, Schlesien, Sachsen. Die Larven gesellig in rosettenartigen 
Blätterschöijfen von Viola tricolor L., innerhalb deren sie sich in einem weißen 
Cocon verpuppen. 

(3) Dijjlosis anthophthora,(^,^, p.36. Juli in Nieder-Österreich. Die sprungfähigen 
Larven leben gesellig in den deformirten Blüthen von Verbascum Orientale M. a. 
B. (Blüthenknäuel) und gehen zur Verwandlung in die Erde. Ihre Gallen sind 
kleiner als die der Aspliondylia Ferö«se?' Vall . , in denen der Fruchtknoten zur Galle 
wird, und die einer andern unbekannten Verbascum-Mücke, in denen die Corolle 
geschlossenund sehr stark aufgetrieben, die Staubgefäße dick fleischig angeschwollen 
sind und bloß der Fruchtknoten atrophirt ; bei der Anthoj)hthora-(ji\\\Q nehmen die 
Fructificationsorgane an der Gallenbildung keinen Antheil, sondern verkümmern. 

(4) Asphondylia dorycnii , <^,Q., p. 37— 39. Nieder - Österreich ; Golf von Genua 
(Alb. Müller, 1870,Entom. MonthlyMag., Vol.7. p.76) . Die Larve lebt einzeln in 
knospenförmigen Gallen an den Spitzen der Lateraltriebe von Dorycnium suflfruti- 
cosum Vill. und verpuppt sich in denselben frei ohne Cocon. Vom Mai bis Herbst 
in zwei Generationen. Die Mücke erscheint von Juni bis Juli und im Frühjahr 
nach Überwinterung oder im Herbst. 

II. Neue Mückengallen (p.39 — 40). 

1. Verbascum Lychnitis L. p. 39, 1. Blüthendeformation , bestehend aus "der ver- 
dickten, geschlossen bleibenden Corolle, Anschwellung der Staubfäden und Beutel, 
verkümmerten Fruchtknoten. Die Larve lebt gesellig und geht zur Verpuppung 
in die Erde. Nieder-Österreich. (vergl. Diplosis anthophthnra .] 

2. Hieracium Pilosella L. p. 39, 2. Bis haselnußgroße Gallen in der Mitte der 
Wurzelrosette , aus einem Blatte bestehend , das sich verdickt, verbreitert , nach 
oben kapseiförmig zusammenbiegt, beutelartige Auftreibungen zeigt, die Terminal- 
knospe der Pflanze einschließt und in ihrer Entwickelung aufhält. Die Larven 
leben gesellig und verpuppen sich in der Galle in weißem Cocon. Nieder-Öster- 
reich. (Die Galle ist nicht identisch mit der der Cecidomyia piloselhe Binn.) 



248 F- Arthropoda. 

3. Ononis Columnae All. p. 39 — 40,3. Hülsenförmig zusammengefaltete, verdickte, 
bauchig aufgetriebene Blättchen von 1 — 2 röthlichen Gallmückenlarven bewohnt. 
Vielleicht identisch mit der Galle der Cecidmnyia onolrychidis Br. an Ononis sativa 
Lam. und Medicago falcata L. Nieder-Österreich. 

4. Rhus cotinus L. p.40, 4. Deformirte Blüthen mit 1 — 4 Larven, welche springen 
und zur Verwandlung in die Erde gehen. Nieder-Österreich. 

Wachtl, Fritz, A., Beiträge zur Kenntniß der Gallen erzeugenden Insecten Europas, in: 
V«rh. k. k. zool.-botan. Gesellsch. Wien. 30. Bd. 1880. p. 531—546. Taf. XVIU. 
(Vergl. Entomologisch-biologische Studien, I. Serie, p. 91 u. f. mit Taf. lY. in: 
Mittheilungen aus dem forstlichen Versuchswesen Österreichs, 2. Bd. 1. Heft., der 
ganzen Folge 4. Heft.) 

I. Zwei neue Arten der Gattung AspJwndylia H. Loew und ihre Gallenproduete. 
p. 531— 538. 

1. Asjy/w7idi/lia Horm'ffiWsiC'hÜ, n. sp., (f, Q, p. 531 — 533, Taf. Fig. 1 — l F. 
Metamorphose in der Galle , Puppe überwinternd , Flugzeit der Mücke April bis 
Mai. Nieder-Österreich. Puppe der A. H. p. 534—535, Taf. Fig. 1 C—D. Gal- 
lenbildung: Blüthenhypertrophie von Origanum vulgare L,, p. 535, Taf. Fig. 
\E — F. — W. bespricht p.533 — 534 die Puppen der Asphondylien im Allgemeinen 
und hält wegen der Verschiedenheit in der Bildung der Puppenstacheln die von 
Fr. Loew (Verh., 1875, 25. Bd. p. 22) auf Astragalus asper Jacq. und Echium 
vulgare L. gefundenen Gallen für Erzeugnisse einer von Asphondylia verhasdYaM. 
verschiedenen Gallmticke ; desgleichen Frauenfeld's Annahme, Asphondylia verbasci 
Vall. verursache Gallen auf Celsia orientalis L. (Verh., 1868, 18. Bd. p. 1G2) für 
ebenso unrichtig (p.534, 1); W. vermuthet ferner (p.535, 1), daß die von Fr. 
Loew, Verh., 1878, 28. Bd. p. 397 publicirte Gallenbildung auf Thymus ser- 
pyllum L. ebenfalls von Asph. Hornigi herrühre. 

2. Asphondylia MH Wachtl, n. sp., cf,^, p.535 — 536, Taf. Fig. 2. Metamor- 
phose in der Galfe im August; Donau -Auen bei Wien. Puppe p. 537. Gallen- 
bildung: Deformirte Samenhülsen von Medicago sativa L. Taf. Fig. 2. »Es ist 
nicht unmöglich, daß dieses Thier durch massenhaftes Auftreten auf Feldern , die 
mit Luzerne bestellt sind , der Samenernte dieser Kleeart empfindlich schädlich 
werden kann«. Auch an Medicago falcata L. p. 537. Verf. vermuthet in Frauen- 
feld's Notiz, Verh., 1861, 11. Bd. p. 173: »gleich häufig sind die Blüthen von 
Medioago sativa L. und zahlreicher noch die Früchte von Medicago falcata L. 
von Gallmücken bewohnt«, eben diese Mückenart p. 537, 2) . 

P. 538 gibt W. eine Übersicht der bisher bekannten biologischen Verhältnisse 
der (14) euroj)äischen ^sjoAonfZy&-Arten : 

A. In EJiospengallen 4 [yenisiae R. Lw., sarothamni H. Lw., cytisi Frauenf. 
und 2ilicis Trail) , 

B. in Blattgallen 4 (n^esn Meig. , coronillaeNa\S.., ononidis F. Lw. und dorycnii 
F. Lw.), 

C. in Blüthengallen 4 [verbasci NsXX., ecküF. Lw., pruniperda Kond. und Hor- 
nigi Wachtl) , endlich 

D. in Fruchtgallen 2 [pimpinellae F. Lw. [syn. umbellatarum id.] und Mihi 
Wachtl) . 

Neue Art: Cecidomyia Gollmeri Kaxsch, vergl. unter Abschnitt 3, p. 237. 

2. Fam. Mycetophilidae. 
Neue Art : Trichonta hamata Mik, vergl. Abschnitt 5, p. 246. Daselbst auch Miks 
Beschreibung des noch nicht bekannten Männchen der Trichonta obesa Winnertz. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 6. Einzelne Familien, Gattungen und Arten. 249 



3. Farn. Simulidae. 

Neue Art: Simulümi pictipes B.SigQTi, vergl. Abschnitt 3, p. 236. 

b) Polyneura. 

4. Fam. Tipulidae. 

Loew , Herrn. , Analytische Tabelle zum Bestimmen der nordamerikaniseben Arten der 

Tipuliden-Gattung Pachyrrhina, mitgetheilt von C. E. Osten-Sacken. in: Verb. 

k. k. zool.-botan. Ges. Wien. 29. Bd. 1879. (1880). p. 513—516. 

Aus dem Nachlasse H. Loew's, vom Herausgeber in englischer Sprache gegeben, 

umfaßt die 19 von H. Loew beschriebeneu nordamericanischen Arten nebst collaris 

Wied., macrocera Say unäferfUffineaFahi'., mit Ausschluß der mexicanischen und 

der westlichen P. altissima O.-S. 

Neue Arten : Tipula rufescens und Pachyrhina guestfalica Westhoff, vergl. Ab- 
schnitt4, p. 243 — 4. — TanyderusforcipatusO.-^., n. sp., vergl. Abschn. 4, p. 242. 

5. Fam. Blepharoceridae. 

Müller, Fritz, Paltostoma torrentium. Eine Mücke mit zweigestaltigen Weibchen, in; 
Kosmos. 4. Bd. 1880. 7. Heft. p. 37—42. mit 11 Textfiguren. (Referirt in Knauer's 
»Der Naturhistoriker«. Wien. 3. Bd. 1880. No. 4. 1. Dec. p. 30 mit Holzschnitten). 
Die zweierlei Weibchen der zur Familie der Blepharoceriden gehörenden Pal- 
tostoma torrentium F. M. unterscheiden sich durch die Größe der Augen, sowie im 
Bau der Mundtheile und Füße ; die eine Gruppe der Q stimmt fast vollständig 
mit den (^ überein im Baue der Mundtheile , hat aber ganz abweichend gebaute 
Füße ; die zweite Gruppe dagegen besitzt denen des cf ähnliche Füße, aber ganz 
verschiedene Mundtheile. 
(J'. Augen fast den ganzen Kopf einnehmend, 
auf dem Scheitel zusammenstoßend ; 3 Ne- 
benaugen auf der Spitze eines besonderen 
Stieles hinter den Augen: p. 38, Fig. 1 ; 
p. 39, Fig. 7— S ; p. 40, Fig. 11 : 



Spitze der Oberlippe behaart. 



großäugig, blutsaugend: Augen 
fast die ganze Länge des Kopfes einneh- 
mend bis auf ein breites Scheitelfeld : p.38, 
Fig. 3 ; p. 39, Fig. 4 — 6 ; p. 40, Fig. 10. 



Letztes Fußglied kurz, mit basaler, 

unterer, behaarter Wulst ; Klauen 

lauff, gezähnt. 



Q 



Mundtheile nur hier vollzählig, d. 
h., Mandibeln vorhanden. 

Spitze der Oberlippe nackt. 
Letztes Fußglied lang, gerade. 



schlank, Fußklauen kurz, sichel- 
förmig gekrümmt und einfach. 



. kleinäugig, honigsaugend: Augen 

kaum halb so lang und breit : p.38, Fig. 2 ; 

p. 40, Fig. 9: 

Der Leib der im Garcia-Bache und seinen Zuflüssen, dem Caete-Bache und Jor- 
dan, an Felsen und größeren Steinen, über welche der Bach in brausendem Strome 
hintost , lebenden , grauen, asselähnlichen Larve ist durch tiefe seitliche Ein- 
schnitte in 6 Abschnitte getheilt , deren jeder in der Mitte der Bauchseite einen 
höchst zierlichen Saugnapf trägt, mittelst derer die Larven im wildesten Wasser 
sich festzuhalten und munter umherzukriechen vermögen , während sie in ruhiges 
Wasser gebracht zu Grunde gehen. Die Larven verwandeln sich in schildförmige, 
an den Felsen fest aufgekittete Puppen mit stark gewölbtem Kücken und ebener 
Bauchfläche. 

Verf. nimmt an , daß in ferner Vergangenheit beide Geschlechter der Imago 
vollzählige Mundtheile besessen hätten und supponirt zum Behufe der Erklärung 
für die kurzlebigen Männchen ein geringeres Nahrungsbedürfnis , das den groß- 



250 F. Arthropoda. 

äugigen Weibchen die Blutnalirung znr Zeitigung der Eier und für ihre eigene 
Überwinterung unentbehrlich machte , während er für die kleinäugigen Weibchen 
ein Heranwachsen der Eier zu voller Größe schon während der Puppenzeit an- 
nimmt (p. 42). 

B. Brachycera. 

a) C y cl o c e r a. 

6. Fam. Tabanidae. 

Bigot, J. M. F., Dipteres nouveaux ou peu connus. 15e partie. in: Annal. Soc. Entom. 
France. 5. ser. T. 10. 1880. quatr. trim. p. 369—376. 

XXII. Notes et melanges. Tabanidae Big. 

Den allgemeinen Auseinandersetzungen p. 369 — 373 läßt Verf. eine synoptische 
Tabelle der neueren Gattungen folgen, welche aus Pangonia und Tabamis der al- 
tern Autoren hervorgegangen sind p. 373 — 376, nämlich die folgenden 21 : Di- 
crania Macq., Diclisa Schin., Scione Walk., Sackenimyia Big., Mycteromyia Phil., 
Erephosts Rond., Cadicera Macq., Pelecorhynchus Macq. [== Coenopnyga Thoms.]-, 
Apocamjita ^c\\m.., Rhynomyza Wiedem. [= ^rof//or/?y?2c/ms Macq., Meig., alias 
RMgioglossa Meig.], Pangonia Latr., 1 PJdloliche Hoffm. [= "^.Pangonia e. p.], Sti- 
basoma Schin., Gastroxydes Saund. [= Dic/melaceraMsicq. 1838], Ditylomyia Big., 
Dic/iaelacera Macq. [= "^ Gasiroxides Saunä. 1841], ßellardiaJi.-'Desy., Therioplectes 
Zell. [part. — ^ye/a«ms Rond.], ^^'y/o^«s Ost. -Sack., TabanusLi., ßlesoniyia Macq. 

Als Synonym stellt Verf. p.372 Diabasis O.-S. zu Dichlorus; Lepiselaga Macq. 
zu Hadrus Perty, Ectenopsis Macq. zu Silvius ; Heptatonia zu Hexatoma Meig.; 
nach seiner Angabe daselbst hat seine Tabanocella keine Lebensfähigkeit. 

Brachjtomxis A. Costa (1857) wird p. 373 zu Tabamis, zu Gastroxydes oder The- 
rioplectes gebracht. 

Scione Walker ^)yeux nus«) und Diclysa Schiner (»yeux evidemment velus ou 
tomenteux«) werden p. 373 durch die in Klammern gesetzten Charactere ausein- 
andergehalten. 

Brauer, Friedrich, Die Zweiflügler des. Kaiserlichen Museums zu Wien. I. 1. Die 
Kaiserliche, Winthem'sche, Wiedemann"sche und Egger'sche Sammlung. — 2. Sy- 
stematische Übersicht. — 3. Die Tabanus-Kxien der Europäischen Mediterraneen 
und Sibirischen Subregionen. Mit 6 Tafeln. Besonders abgedruckt aus dem 42. 
Bande der Denkschriften der Math.-Naturw. Classe der kais. Acad. der Wiss. 
Wien. 18S0. 112 p. resp. p. 105—216. 

1 . Die Original-Exemplare, welche Meigen und Wiedemann von Megerle von Mühl- 
feld erhielten, tragen mit «M« versehene weiße Zettel. Weiße Zettel mit »Winth.« 
stammen aus der Winthem'schen Sammlung. Rothe Zettel mit gleicher Bezeich- 
nung aus der Wiedemann'schen. Originale von Schummel aus der damit vereinig- 
ten Schiner'schen Sammlung sind als Originale Schinefs anzusehen. Alle diese 
gehören zum Bestände der Hauptsammlung. 

Originalstücke zu Wiedemann's außereuropäischen Dipteren finden sich zumeist 
in der Sammlung Winthem's ; außerdem Originale zu Meigen's Beschreibung eu- 
ropäischer Zweiflügler. Sie tragen kleine , rothe, rauhe Zettel ohne Schrift und 
meist viereckige größere Etiquetten mit Winthem's , Meigen's oder Wiedemann's 
Schrift. Darunter befinden sich auch Hoifmannsegg'sche DiiDteren. Die As i- 
1 i d e n der Winthem'schen CoUection wurden von Schiner der Hauptsammlung ein- 
verleibt. 

Die in der Wiedemann'schen Sammlung, die schon verstümmelt in das Museum 
gelangte, fehlenden Originale finden sich meist in der Winthem'schen. 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 6. Einzelne Familien, Gattungen und Arten, 251 

Die Egger'sche Sammlung endlich enthält viele Originale Egger's und fast aus- 
schließlich österreichische Arten (p. 105 — 107). 

2. Brauer bringt zum Erweise der Natürlichkeit seiner Eintheilung der Dipteren in 
Cyclorhapha u. Orthorhapha ein neues Unterscheidungsmerkmal für das voll- 
kommene Insectbei, welches für die Cyclorhaphen in einer den Orthorhaphen fehlen- 
den, am Kopfe befindlichen Bogennaht besteht. Dieselbe liegt ziemlich senkrecht 
zur Körperlängsaxe und verläuft in einer Bogenlinie über die Ftthleransatzstelle 
(Lunula) hinweg oder bei sehr in die Breite gezogenen Köpfen [Diojjsis) quer von 
einem Auge zum andern. Zwischen beiden spielen die Syrphiden eine vermittelnde 
Rolle, bei denen übrigens, wie bei wahren Orthorhaphen, die Discoidalzelle des 
Flügels von der Discoidalader allein gebildet wird (p. 108 — 110). 

Sodann liefert Verf. eine » Characteristik der Hauptgruppen der Dipteren im 
Allgemeinen und der Familien der Diptera Orthorhapha« (p. 110 — 118). 

3. Der Hauptabschnitt der sorgfältigen Monographie behandelt (p.ll9 — 216) »die 
europäischen Arten der Gattung Tabanus L. s. str. mit Rücksicht auf die Arten 
der mediterranen und sibirischen Subregionen«. 

Es werden darin 63 Arten characterisirt , 54 in beiden Geschlechtern; von 
8 Arten (jj?<s///«s Egg., 5rer/sLw., macularisF., r^/p^«w Brauer, laiestn'atus'BYaweY, 
vittatus Fabr., regularis J. und fraierculus Wiedem.) sind nur Weibchen, von ct/a- 
nops Brauer nur das Männchen bekannt. T. vittatus ist dem Verf. nur aus den Be- 
schreibungen des Fabricius und Loew bekannt und nur 3 der 63 besprochenen 
Arten fehlen dem kaiserl. Museum [h-evis Lw., jmlchelhis Lw. und vittatus Fabr.). 
für die besprochenen Arten werden die 3 Artengruppen: Therioplectes Zell. (»Augen 
in beiden Geschlechtern behaart ; Ocellenhöcker in beiden Geschlechtern vorhan- 
den, beim Weibchen oval oder rundlich, meist rothgelb, beim Männchen oft klein, 
aber stets kuglig am Scheitel vortretend, nicht oben flach gedrückt«) mit 21 Arten, 
davon neu: Mühlfeldi (Taf. 1 und 5, Fig. 11, p. 149 — 150, (^, Q \graecus Meig., 
pp.]) von Kleinasien, Brussa und dem Amur-Flusse ; Erberi (Taf. 2 u. 5, Fig. 13, 
p. 151—152, 13, (^, 9) von Corfu; cyanops Taf. 5, Fig. 15, p. 153—154, 15, 
(^) von Syrien; — Atyhtus Ost. -Sack. (Augen in beiden Geschlechtern behaart, 
Ocellenhöcker beim Weibchen stets fehlend. . .) mit 18 Arten, davon neu: rupium 
(Taf. 2, Fig. 26, p. 163— 164, 26, 9) vom Geisberg bei Salzburg, Krain und 
latistriatus (species dubia, inter »fulvus« et »rusticus«) (Taf. 3, Fig. 33, p. 170 — 
171, 33, 9[cf ?]) von Spanien, Corfu, Dalmatien, Ragusa; — endlich Tabanus 
s. str. (Augen in beiden Geschlechtern nackt oder nur microscopisch behaart . . .) 
mit 24 Arten, davon neu: MiMi [graeeus Meig., nee Fabr. Syst. Beschr., H, 30, 
p. 53 excl. syn. et specim. MüMfeldi] (Taf. 4 und 6, Fig. 52, p. 195 — 197, 52, 
cf, 9) von Böhmen und Österreich und Gerckei (Taf. 4, Fig. 58, p. 205, 58,9) 
aus Süd-Rußland, dem Kaukasus. 

Die 55 Männchen werden p. 126 — 131, die 62 Weibchen p. 131 — 137 tabel- 
larisch characterisirt und weiterhin ausführlich beschrieben, sowie ihre Synonymic 
und Verbreitung besprochen, während einleitende Bemerkungen p. 119 — 125 auf 
die einschlägige Litteratur eingehen. 

Die geographische Verbreitung ergibt dem Verf. 7 Gruppen: 

(1) eine streng südliche, den 40'^ n. B. wenig überschreitend in der Jahres -Iso- 
therme von -|- 20 bis 4- 15» C. : 24 Arten, vorwiegend Atyhtus; 

'2) eine etwas nördlichere , vom 30° n. B. bis zum 46 und 48^ n. B. von der Iso- 
therme von 200 bis zu jener von -f- 10« C. : 7 Arten, vorwiegend Tabanus; 

(3) eine mitteleuropäische, in der Ebene zwischen dem 40 und 55^ n. B. in der Iso- 
therme von -h 15 bis -f- 5" C., südlich in den Alpen aber bis zum 35'^ n. B. : 
1 4 Arten, vorwiegend Tabanus ; 

(4) eine in der ganzen Breite der palaearctischen Region verbreitete Gruppe , zwi- 



252 ^"- Arthropoda. 

sehen dem 25 und 60» n. B. von der Isotherme von + 20bis4-5öC.: 9 Arten, 
kein Theriojdectes ; 

(5) eine nordische Gruppe, südlich nur in den Hochalpen, zwischen dem 55 und 70» 
n. B., im Süden in den Alpen bis zum 40^ n. B. in der Isotherme von + 5 bis 
0" C. : 5 Arten, nur Theriojdectes ; 

(6) eine nordische oder polare Gruppe , im Süden in den Alpen nicht vorkommend, 
aber weit nach Osten verbreitet bis zum 50^ n. B., im Westen nur bis zum 60 o 
n. B. herabreichend, im Allgemeinen zwischen dem 55 und 70^ n. B., in der Iso- 
therme von -j- 5 bis 00 C. : nur 1 Art [Therioplectes iarmidinus) ; 

(7) endlich eine Östliche, der sibirischen Subregion angehörende Gruppe, im Westen 
nur bis zum 40° n. B. nach Nordeu und 40 o östl. L. v. F. ; im Osten bis zum 50^ 
n. B. und 140" östl. L. v. F. (zwischen 120 und 140« L.), eine Art bis nach 
Nord- America (Labrador) reichend: 3 Arteu, nur Therioplectes. 

Nach den Originalen Megerle's uud denen Meigen's in der Winthem'schen Di- 

ptereusammlung des kaiserl. Museums in Wien weist Verf. zahlreiche Synonyma 

nach: 
Tabanus carhonarius Meigen = nigritus Fabr. (1794) = cjagates Loew = ater var. 

Wied. (p. 119). 
T. signatus Wied. in Meigen = mirijnlus Meig. var. (p. 119j. 
T. boreaUs Meig. = borealis Lw. [Q] -\- maculicornis Zett. [(^] [nec borealis Fabr. 

= Icipponicus Zett.] (p. 119). 
T. scalaris Meig. = bromius auct. (p. 120). 

T. bovinus Meig. = sudeticus Zett. -j- bovinus Lw. (p. 43, 44; 120, 184, 185). , 
T. glmicus Meig. = var. bro7nius smct. (p. 45, 120, 187). 

T. graecus Meig. (nec Fabr. ^= ferrugineus Meig.) pp. = T. Mihi Brauer (p. 120). 
T. luridus Meig. == luridus Fall. ip. 120) . 

T. pilosus Lw. = lateralis Megerle in Meigen (p. 154, 16 ; p. 120). 
T. ^rop;ms Schiu. = montanus Meig . (p. 120). 
T. tropicus Meig., Eanz. = luridus Schin., Lw. (p. 120). 
T. chlorophthalmus Mg . = glaucopis Mg. (p. 120). 
T. rußpes Meig. = fulvus y&y . (p. 120). 

T. auripilus Meig., lugubris Zett., aterrimus Mg. = var. aterrimus Meig. (p. 121), 
T. spilopterus Lw. = Astur Erichs, (p. 121 ; 140, 4). 
T. albipes Lw. = gigas Herbst (ji. 121 ; 165, 27) . 

T. tropicus Lw. =montanus Mg. + solstitialis -\- luridus Schin. (necFall.) (p.l21). 
T. borealis Fabr. = ? lappo7iicus Zett. (nec borealis Mg.) (p. 121). 
T. pilosus Lw. = lateralis Meig. (p. 121) . 

T. anthophilus Lw. = lunatus Fabr., Wied. (p. 121 ; 171, 34). 
T. taurinus Meig. = barbarus Coqueb. (p. 121 ; 166, 29). 
T. bromius Lw. nicht = sublunaticornis Zett., sondern eine Mischart mit maculicornis 

Zett. [nigricans Yigg.). (p. 122). 
T. cognatus Lw. = lumdatus Mg. var. (p. 122). 

T. sudeticus Zell. = ? bovinus L., bovinus Mg. pp. = bovinus Lw. (L. p.p.). (p. 122). 
T. ferrugineus Lw., Meig. = graecus Fabr. (p. 122). 
T. hifuscatus Lw. = apricus Meig. (p. 122) . 
T. obscurtishw. = anthracinus HSgg. (p. 122). 
T. gagateshy^. = nigritus Fahr. (p.l22;194,51). 
T. tergestinus Egg. = solstitiulis Schin. (p. 122) . 
T. vicimis Egg. = cordiger Meig., (^f (p. 122). 
7'. glaucescens Schin. = glaucus Mg. = bromius L., (^ (p. 122 ; 187, 45). 

Von Jaenuicke's Arten zieht Brauer auf Grund der Typen ' als Synonyma : 

bisignatus und borealis zu tropicus Meig. (1804). (p. 146, 9), — atropos zu anthra- 



8. Hexapoda. VI. Diptera. 6. Einzelne Familien, Gattungen und Arten. 253' 

cinus Hffgg. (p. 160,22), — apiarius zu tomentosus Macq. (p. 163, 25), — ornatiis 
zu rectus'LyJ. (p. 191, 48), — megacephnlus zu corfZ/yerWiedem., rf p. 201, 55). 
T. carabaghensis Portschinsky (1876/77) hält Brauer für bloße Varietät des T. tri- 
cobr Zeil. (1842) (p. 165—166, 28). 

Ein synonymisches Verzeichnis der behandelten Arten findet sich p. 108 — 110. 

Neue Tabaniden- Arten sind ferner: Pangonia [Philoliche] tigris, Bigot, s. oben 
p. 245. Tabanus niveipalpts und abazus, Bigot, S. oben p. 245. Chrysops Mlo- 
hosieiciczi, Bigot, s. oben p. 245. Haematopota obsciira , Bigot, s. oben p. 245. 

7. Farn. Xylophagidae. 

Neue Art: Subula trinotata, Bigot, s. oben p. 245. 

8. Farn. Acanthomeridae. 

Bigot, J. M. F., Dipteres exotiques nouveaux ou peu connus, comprenant la description 
d'un genre nouveau et de nouvelles especes (}il Acanthomeridae Wiedemann. in : 
Annal. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 10. 1880. prem. trim. Bull. p. V. 
Megalomym n. gen. 

»Generis ^fa??i'/iomerae Wiedem. simillimum ; difFert segmento tertio antennarum 
abbreviato, apice chaeto longo setiformi instructo«. Typ. : Acanth. seticomis 
Wiedem. Ferner: Megalormjia argyropasta n. sp., (^, Panama. 

Weitere neue Arten sind: Acanthomera mbriventris, Q, Guatemala und Acanth. 
ßilvida, Q. , Guyannensis (Mus. Paris.) 

Daselbst finden sich p.XL Berichtigungen älterer und neuerer Irrthümer und 
Druckfehler der Bigot'schen Aufsätze. 

b) Orthocera. 

9. Fam. Bombylidae. 

Karsch, F., Die Spaltung der Dipterengattung Systropus Wiedemann. in: Zeitachr. f. d. 
gesammten Naturwissenschaften von Giebel, 53. Bd. 1880. p. 654 — 658. 

Systropus, die von Wiedemann 1820 aufgestellte, von Latreille 1825 als angeb- 
lich vergebener Name in Cephenus umgetaufte Bombyliden - Gattung , wird in zwei 
Gattungen, Systrojms und Cephenus mit folgender Characterisirung zerlegt : 

Systropus: Rami quatuor venae longitudinalis primae vena brevi transversa 
cellulas quatuor clausas formant ; umfaßt nur africanische Species : S. macilentus 
Wied. , leptogaster H. Lw., "^ crudelis Westw. und clavatus n. sp., p. 657, 1 vom 
Prom. bon. spei. 

Cephenus : Rami venae longitudinalis primae cellulas tres tantum vena trans- 
versa carentes formant ; deren Arten sind in America und Asien zu Hause : C. ni- 
tidus Wieä., foenoides Westw. [sju . funereus Costa,) , ftimipennis Westw., macer H. 
Lw., Sallei Costa, (America); C. Ojihioneiis, Polistoides, Eumenoides, Sphegoides^ Ti- 
puloides Westw. (Asien) ; sowie C. cokimbianus n. sp., p. 657, 2, Bogota; angu- 
lattis w.. sp., p. 657, 3, Texas; inßiscatus , p. 657, 4, Texas; femoratus n. sp., 
Q, p. 658, 5, St. Joäo del Rey und imbecillus n. sp., (^f, p. 658, 6, Georgia. 

10. Fam. Mydasidae. 
Phyllomydas n. gen., Bigot, s. oben p. 244. 

11. Fam. Asilidae. 

Arribalzaga, D. , Enrique Linch, Asilides Argentinos (Continuation). in: Anal, de la 
Sociedad Cientifica Argentina. Febrero de 1880. Entrega 2. Tomo 9. Buenos Aires. 
p. 49—57. (ist nach T. 9, Entr. 5. p. 224 (1) die Fortsetzung von T. 9. p. 26—33, 
welcher Theil dem Referenten nicht vorlag). 



254 F- Arthropoda. 

II. Lajihrtäce Kacq. mit den 3 Gattungen (8 — 10) Ato7nosia Msicq. [Cormansis 
Walk.), als deren Species limbativetitris Thoms. (p. 50, 12), venustulan. sp., ^ 
(p. 50 — 51, 13) von Gran Chaco, Buenos Aires, Beckeri ia,Qxm. (p. 52, 14) und 

jnlosijies 1\ioms,. (p. 52, 15), Ceratolaenia ^c\n.n . , emend., als deren Repräsentant 
violaceithorax n. sp. , (^, ^ (p. 52 — 55, 16) von Buenos Aires und Dasythrix 
Loew, als deren Vertreter leucophaea n. sp., q^ (p. 55 — 57, 17) von Buenos Aires 
genannt und beschrieben wird. 

Arribalzaga, Asilides Argentinos. (Continuacion). in: Anales de la Sociedad Cientifica 
Argentina. Mayo de 1880. Entrega 5. Tomo 9. p. 224—230. 

Fortsetzung der Laphritae. 
Genus 11. Asicya n. gen., p. 224 — 227, 1 1 . In die Nähe von Dasythrix Lw. 
und Andrenosoma Rond. [Nusa Walk.) gehörig »uugues longitudine articuli Ultimi, 
modice arcuati, graciles, vix divergentes; pulvilli nulli«(p. 225) mit der typischen 
Form A. fasciafa n. sp., (^ (p. 227 — 229, 18) von Buenos Aires. 

III. Asüitae Macq. mit y>Mallophora Serv.« Macq. [Megaphorus Big.), als deren 
Art M. 7-i(ßcauda (Wied.) (p. 230, 19) von Montevideo , Banda Oriental genannt 
wird. 

Arribalzaga, Asilides Argentinos (Continuacion). in: Anales de la Sociedad Cientifica 
Argentina. Setiembre de 1880. Entrega 3. Tomo 10. Buenos Aires, p. HO — 121. 

Behandelt die argentinischen Arten der Gattungen Erax Scop. , Macq. und 
Proctophortis Schin. (14 — 15), aus denen neue Arten nicht bekannt gegeben 
werden. 

Proctophorus ^Qhm. mit nur einer Art, convexus^iQ^., (^f, Q (p. 120 — 121, 
39) von Chacabuco. 

Erax mit 8 Arten, s^r/o/a F., Walk., Q; singularis Macq., (3f, Q; senilis Wied., 
Walk., (^, Q; paiayojite7isis Macq. , (^, Q; ßavidus Wied., Walk., nee Macq.,$ 
(zu diesen 5 wird p. 110 ein Schlüssel gegeben) und Erax ßavidus Macq. nee 
Wied., Walk. ]^mellinus Wied. und longiterebratns Macq.. Q . 

Neue Asilinen- Art : Alcimus ponlicus, Bigot, s. oben p. 245, 

12. Fam. Empidae. 

Ocydromyinae. 
Megacyttarus n. gen., Bigot, s. oben p. 244. 

E m p i n a e . 

EnopUmpis n. gen., Bigot, s. oben p. 244. 

Neue Arten : liha^nphomyia Brusewitzii, Hovgardii, Kjelbnanii, Nordqtdstii Holm- 
gren, s. oben p. 245. 

Hemerodrominae. 
11 neue CUnocera- Arten, Mik, s. oben p. 245. 

13. Fam. Dolichopodidae. 

Dolichopodinae. 
Hercostomiis papillifer n. sp., Mik, s. oben p. 245. 

Hydrophorinae. 
Teuchophorns simplex n. sp., Mik, s. oben p. 246. 



8. Hexapopa. VI. Diptera. 6. Einzelne Familien, Gattungen und Arten. 255 

II. Diptera cy clorhaplia. 
A. Proboscidea. 

Aa. Hi/jiocera. 

14. Farn. Phoridae. 

Über FAora vergl. Osten-Sacken, s. oben p. 240. 

Ab. Orthocera. 
a) 1 i g o n e u r a. 

15. Farn. Muscidae. 

1. Acalypterae. 
Ephydrinae. 

KarSCh, F., Über ein neues americanisches Dipteron. in: Archiv für Naturgeschichte von 
Troschel. 47. Bd. 1. 1881. p. 15. Taf. I. Fig. 1—2. (erschien im December 1880). 
Parydra hicuspiihta 11. sp., (j^, p. 15, Taf. 1, Fig. 2,2« iSciitelliim und Flügel- 
nervatur) , von Porto Allegre im Berl. Mus. ; ähnlich der Parydra Utuhercxdata H. 
Lw., Taf. 1, Fig. 1, 1 ß (Scutellum und Flügelnervatur nach dem typ. Exemplare 
im Berl. Mus.). 

Sapromyzinae. 

Lauxania hispanica n. sp., Mik, s. oben p. 246. 
Celyplms Dohrni n. sp., Bigot, s. oben p. 245. 

Scatophaginae. 

Scatomyza Stuxbergin. sp., Holmgren, s. oben p. 245. 

Dory cerinae. 

Pyrgola Vagae n. sp., Bigot, s. oben p. 245. 

Trypetinae. 

Spilographa caucasica n. sp., Bigot, s. oben p. 245. 

Ochthiphilinae. 

Ochthiphüa palUpes n. sp., Bigot, s. oben p. 245. 

Diopsinae. 

Laglaisia caloptera n. sp., Zygotricha robiista ii. sp., Teleopsis fulviventris u. sp., 
fallax und Bekebuth, Bigot, s. oben p. 244. 

2. Calypterae. 

Anthomy zinae. 

Kowarz, Ferd., Die Dipterengattung Lasiops Mg. ap. E-d., ein Beitrag zum Studium der 

europäischen Anthomyiden. in : Mittheilungen des Münchener Entom. Vereins. 4. Bd. 

1880. p. 123—140. 

K. rechnet in einer Jiistorischen Einleitung zu Lasiops (im Sinne Rondani's Bull. 

d. soc. ent. Ital., II., 1870 und Prodr., VI., 1877) » diejenigen Anthomyiuen« 

(diese umfassen nach p. 124, 3 »diejenigen Gattungen, deren Arten im männlichen 

Geschlechte auf der Stirne genäherte oder zusammenstoßende Augen haben«), 

«welche behaarte Augen, eine nackte oder höchstens zart pubescente Fühlerborste 



256 F- Arthropoda. 

und eine unverkürzte sechste Längsader haben«, so daß von Meigen's und Schiner's 
Arten keine zu Lasiops Rondani , von Zetterstedfs Arten nur 2 zu Lasiops Rond. 
gehören, deren ausführlichen Gattungscharacter im männlichen Geschlechte p. 125 
— 126 liefern, während Ijezüglich der ihm nur von 2 der 8 beschriebenen Arten 
bekannten Weibchen auf die Artbeschreibungen verwiesen wird. 

Von den 8 beschriebenen Arten sind nun 5 neu: L. Roederi, (^, Q,, Böhmen, 
am Harze, Mai bis Juni, p. 128 — 130, 1; L. c(enocnema, (^, Böhmen und Eng- 
land, p. 130 — 131, 2 (wird p. 131, Anm. mit eriophthalma Zett. verglichen); L. 
Meadei, (^, England, p. 131 — 132, 3 ; L. parviceps, (j^, um Asch, Juli bis Au- 
gust, p. 132 — 133, 4; L. adelpha , (J' , bei Asch , Mai, p. 133 — 135, 5 (nahe 
cinereiventris Zett.); die 3 übrigen sind: L. glacialis Zett., (^, Q, p, 135 — 136, 
6, Schweizer Alpen, Alpen Lapplands, Juli bis August (syn. AntJwmyia hirticeps 
Zett., 1840, (j^ ; Aricia glacialis Zett., 1845, (;;J', Q); L. ant/iomgina Unän., (^, 
Italien, p. 136 — 138, 7, nach der Type Rondani's beschrieben! (syn. Lasiops an- 
thomyinus Rndn., 1866 und 1877); endlich L. eriophthalma Zett., <^, Ungarn im 
Juni, Lappland im Juli, p. 138 — 139, 8. 

Diese 8 Arten werden p. 127 — 128 tabellarisch bestimmt. 

Ein Anhang p. 139 — 140 bespricht noch folgende vier Lasiops-AxiQn : L. api- 
calis Meig., (J*, ist nach der k. k. Wiener Mus.- Type identisch mit semicinerea 
Wiedem. (p. 139, 1); L. occulta Meig., (^, gehört mit Schiner zu Hydrotaea R.- 
D.) [Onodonta R.-D.); L. cunctans Meig., (^, ist eine Lonchaea nach Schiner; 
cunctans Schiner = Ar. decolor Fall. ; Anth. cunctans Walk. = Onodonta (sec. 
p. 140, 3 ; p. 123, 1); endlich L. aenescens Meig., (^, eine Lonchaea Fall. = la- 
siophthalma Macq. (sec. Schiner) . 

Neue Arten : Anthomyia hystrix Brischke, s. oben p. 232. Aricia Almquistii 
Holmgren, s. oben p. 245. Aricia [Hyetodesia] Gobertii Mik, s. oben p. 246. 

Mus ein ae. 

Theria persica iiudi ßavidula nn. spsp., Bigot, s. oben p. 245. 
Formosia paptia\. sp., Bigot, s. oben p. 244. 

Dexinae. 
Rutilia ruficornis, castanifrons imd semi/ulva nn. spsp., Bigot, s. oben 244. 

Tachininae. 

Bigot, J. M. F., Diagnose d'un nouveau genre de Dipteres de la tribu des Tachitiidi. in: 
Ann. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 10. 1880. deux. trim. Bull. p. 53. 

Psecaceran. gen., »generum Meigeniae Rob.-Desv, aut Trixae Meig. vicinum; 
praecipue dijffert, segmento tertio antennarum compresso, oblongo, apice rotundato 
et basi valde coarctato, ita est, piriformi«. Typ. : P. chiliensis, (f, n. sp., Chili, 
Mus. Paris. 

Vergl. Bull. d. Scienc, No. 7. 14. Avril. 1880. 

Anoxycampta, n. gen., Bigot, s. oben p. 245. 

b)Polyneura. 
16. Fam. Syrphidae. 

Bigot, J. M. F., Dipteres nouveaux ou peu connus. 14e partie. Ann. Soc. Entom. France. 
5. ser. T. 10. 18S0. trois. trim. p. 213—230. 
XXI. SyrphidiBi^oi. — G^mx^ Eristalis (Fabr.). 

Bigot gibt zunächst p. 214 eine Übersicht der (4) Gattungen : Myathropa (Rond. 
1856), Eristalis (Fabr.), Eristahmyia (Rond.lS57J, wad Eristalimis (Rond. 1857], 



8. Hexapoda. "VI. Diptera. 6. Einzelne Familien, Gattungen und Arten.' 257 

indem er Simoides Loew, 1857 niclit scharf von Eristalis selbst zu unterscheiden 
vermag (p. 213). Der zweite Theil enthält die Beschreibung einer Anzahl espe- 
ces nouvelles, ^Eristalis, 18 Eristalomyia. Non Eristalis : 1. barhatus, (J^, p. 214 
— 215 (Indostan) ; 2. ursiiius, (^, p. 215 (Indostan) ; 3. älbibasis, (j^, p. 215 
— 216 (Indostan); 4. parens, (^, p. 216 (Amer. boreal.); 5. zonatus, (J', p. 217 
(Amer. boreal.) ; 6. inca, (^, p. 217 — 218 (Periivia). 

Yon Eristalomyia: X.paria, (^ , Q, p. 218 — 219 (Indostan); '2. picta, <^, 
p. 219—220 (Indostan); ^. Fo, (^, p. 220 (Amoy); ^.ßaveola, ^, p. 220 
— 221 (Senegal); 5. mfoscutata, (f, Q, p. 221 — 222 (Mexicus) ; 6. "f.incerta, 
Q, p. 222 (Brasilia) ; 7. %ebrina, (f , p. 222 — 223 (Ternate) ; 8. tricolor, (f, 
p. 223 — 224 (Tidore); 9. Sackenis, c^, p. 224 (Mexicus), \^ . pacJnjpoda , 9' 
p. 224 — 225 (Mexicus); W.fuhipes, ^, p. 225 — 226 (Mexicus); 12. milesioides, 
(^, p. 226 (Brasilia); 13. croceipes, Q,, p. 227 (Amer. meridion.); 14. calops, 
g, p. 227 — 228 (Colombia); 15. soulmiquensis, Q, p. 228 (Haiti); 16. albiven- 
tris 2, p. 228 — 229 (Montevideo); 17. Icalomera, Q, p. 229 — 230 (Amer. 
merid.); 18. saphirina, g, p. 230 (Nov. -Guinea). 

Neue Arten : Plagiocera (= Mallota) magnißc a wndi nitens , Bigot, s. oben p. 
244. — Orthoneura ßavipes , Bigot, s. oben p. 245. — Über Scaeva scambus 
Staeg. vergl. Malm, Abschnitt 3, p. 239. 

17. Fam. Conopidae. 

Neue Art: Sphyxosoma ßavicauda, Bigot, s. oben p. 245. 

B. Eproboscidea. 

18. Fam. Polyctenidae. 

Waterhouse, Chas. O., Description of a new species of the anomalous genus Polyctenes. 
in: Transact. Entom. Soc. London. 1880. Part. 4. p. 318—320. PI. IX. 

W. theilt die Arten der Gattung Polyctenes in 2 Sectionen : in die der neuen 
Welt mit sehr langen Hinterbeinen, die so lang sind, wie das ganze Insect, und 
ziemlich gleich geformten, basalwärts mit einem Zahne bewehrten Fußklauen, 
deren Type F. fumarius Giglioli und Westwood und die der alten Welt mit ver- 
hältnismäßig kurzen und dicken Hinterbeinen von der halben Leibeslänge des 
Insectes und ungleichen Tarsenklauen , deren eine einfach, deren andere verbrei- 
tert und tiefgespalten ist, mit der Type P. molossus. In diese Gruppe gehören 
auch P. lyrae und P. spasmae W. (vergl. Zool. Jahresber. f. 1879. p. 612 unter 
Waterhouse ! ) , während als zur ersteren Section gehörig eine neue Art beschrie- 
ben und in 2 Figuren abgebildet wird : 

Polyctenes longiceps, n. sp., p. 319 — 320, Taf. 9, an dem Temminck, Molossus 
abrasus von Guatemala. 

Die in der ersten Abhandlung des Verf. über diesen Gegenstand als Dorsalplatten 
des Mesothorax gedeuteten Theile werden hier p. 320 für Flügeldecken mit ver- 
wachsener Naht angesehen und die von Westwood angeregte Versetzung der Gat- 
tung zu den Hemipteren (statt den Hippobosciden) als einzige Alternative be- 
zeichnet. 

in. Aphaniptera. 

19. Fam. Pulicidae. 

Haller, G., Rhynchopsyllus, eine neue Puliciden-Gattung, in einigen Worten gekennzeich- 
net, in: Archiv für Naturgeschichte. 46. Bd. 1. 1880. p. 72—87. Taf. VI. 
Verf. unterscheidet zunächst zwei Hauptgruppen von Puliciden, die, deren 
Weibchen ihr Volumen nie in auffallender Weise verändern und bald [Pulex) keine 

Zool. Jahresbericht 1S80. II. 17 



258 -P- Arthropoda. 

Rückenkämme tragen, bald [Ceratopsyllus] mit solchen versehen sind und die, deren 
Weibchen zu einer gewissen Lebensperiode unförmlich anschwellen und deren 
Leibesgliederung dann entweder [Rhjnchoprion \Sarcopsyllus\\ vollkommen ver- 
wischt wird, oder [Rhynchopsyllus) deutlich bleibt. Die letztgenannte Gattung wird 
dann mit ihrem Repräsentanten, RhyncJwpsylhis pulex, n. sp., 2, einem Ectopara- 
siten hinter den Ohren von Molossus in Brasilien in Bezug auf Gattungscharacteri- 
stik, Verwandtschaftsverhältnisse, Material , äußere Körperverhältnisse, Species, 
Anatomisches eingehend besprochen. »Unterschieden ist sie von allen Gattungen 
durch die muldenförmige Unterlippe nebst deren langen, zweigliederigen Tastern, 
den deutlichen Unterkiefern und durch die beträchtliche Länge des aus Mandibeln 
und Labrum gebildeten Rüssels, welche beinahe derjenigen des halben Leibes 
gleichkommt«, (p. 73). 

Als »madenförmig« bezeichnet H. »das weibliche Thier zur Periode der Eierab- 
lage, mithin, wenn dessen Hinterleib voll Eier gepfropft ist«, die andere Periode 
»im Gegensatz zu dieser die normale« (p. 75). 

Die Zahl der Eier (durchschnittlich ca. 20 in einem Weibchen) ist eine beträcht- 
lich größere, als wie jemals bei Ceratopsyllus und Pulex (p. 86) . 

Krancher, O. , Der Bau der Stigmen bei den Insecten. , in: Zool. Anz. 3. Jahrg. 1880. 
Nr. 70. p. 584—588. 

(Nur bei den Puliciden kommen Stigmen an allen drei Brustringen vor) . 

Ritsema, C. , Versuch einer chronologischen Übersicht der bisher beschriebenen oder be- 
nannten Arten der Gattung Pulex Linn. , mit Berücksichtigung ihrer Synonymen, 
in ; Zeitschr. f. d. gesammt. Naturwissenschaften von Giebel. 3. Folge. 1880. 5. 
(53.) Bd. Jan.— Febr. p. 181—185. 

40 beschriebene und benannte Arten; 73 Artnamen, darunter 19 als Synonyma 
bezeichnet, sämmtlich mit Angabe der Quelle und des Wirthsthiers. Bei den Ko- 
lenati'schen Arten werden die älteren zu den späteren umgetauften Namen (zu- 
wider dem modernen Grundsatz der Priorität) als Synonyma gezogen, vergl. Nr. 
31, 32, 33 und 3^. 

Zu Pulex trriians h. (1767) werden P. hominis Duges (1832) und P. vulgaris 
Küchenmeister (1855), 

zu Pulex fasciattis^O?!^. (1801) C(eno}iotus octodecimdentaius 'Kolen&ti (1863), 

zu Pulex talpae Curtis (1826) P. obtusiceps Ritsema (1868), 

zu Ctenophthalmus bisoctodentatus Kolenati (1863) Pulex talpae Bouche (1833) 

[nec P. talpae Curtis] und Cten. bishidentatus Kolenati (1859), 

zu Ceratopsyllus elongatus Gurt. (1832) Pulex vespertilionis Duges (1832), 

zu Pulex canis Duges (1832) P. canis Bouche (1833) und Ctenocejjhalus novem- 

dentatus Kolenati (1859), 

zu Pulex miisculi Duges, (1832) Pulex musculi Bouche (1833) und Ctenopsyllus 

quadridentatus Kolenati (1863), 

zu Pulex vespertilionis Bouche (1833) Ceratopsyllus hexactenus Kolenati (1857), 
zu Pulex sciurorum Bouche (1833) Ceratopsyllus monoctenus Kol. (1857) und 

hidentatus Kol. (1863), 

zu Pulex felis 'Pouche (1833) Ctenocephalus enneodus'KoX. (lS59j und 

zu Pulex eritmcei 'Pouche (1833) Trichopsylla cuspidata Kol. (1863) als Synonyma 
gestellt. 

Platypsyllus castoris Ritsema (1869) hat Leconte als Farn. Platypsyllidae zu den 
Coleopteren gezogen (1872). 

Bemerkungen dazu gibt Lucas in Ann. Soc. Entom. France. 5. ser. T. 10. 
1880. deux. trim. Bull. p. LX. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. A. Rhopalocera. 259 

Taschenberg, O. , A new flea from Kerguelen-Island. in: Notes from the Royal Zoolo- 
logical Museum of the Netherlands at Leyden edited by Prof. H. Schlegel. Vol. 
2. No. 3. July ISSO. Note XX. p. 169—170. 

Irulex Kerguelensisy n.sp., an Pelecanoides urinatrixGmel. auf Kerguelen-Island 
(Royal Sound) . 
* , Die Flöhe. Die Arten der Insectenordnung Sucioria nach ihrem Chitinscelet mo- 
nographisch dargestellt. Mit 4 lith. Taf. Halle. M. Niemayer. 1880. 8°. 120 p. 
Enthält nach Zool. Anz. 84 Arten und 7 nicht untersuchte, 4 neue Arten, 
die neuen Gattungen : Hystrichopsylla und Typhlopsylla. (Hat dem Ref. nicht 
vorgelegen) . 
Weyenbergh, H., Description d'une puce gigantesque, Pulex grossiventris. in: Boletin de 
la Academia Nacional de Ciencias de la Republica Argentina. Tomo 3. Entrega 
2 y 3. Cordoba. 1879. p. 188—193. 
Das Männchen des auf dem «Quiriquincho« (Dasypus minutus Desm.) lebenden 
Parasiten hat die für die Gattung Pulex gewöhnlichen Dimensionen , während das 
Weibchen mit sehr voluminösem Abdomen ausgerüstet ist. W. nennt daher die 
Art Palex grossiventris und gedenkt, da er noch eine zweite analoge Art fand, auf 
dieselbe eine eigene Gattung zu begründen. 

, Sobre un caso de »Struma Ct/stica» del Timo, observado en Cervus rufus 111. in: 

Boletin de la Academia Nacional de Ciencias de la Republica Argentina. Tomo 3. 
Entrega 2 y 3. Cordoba. 1879. p. 194—212. 

W. benennt daselbst einen Floh, dessen Beschreibung er bei einer anderen 
Gelegenheit zu geben gedenkt: Pulex parviceps Weyenb. 



VII. Lepidoptera. 
A. Rhopalocera. 

(Referent : Dr. H. Dewitz in Berlin.) 

Browne, Montagu, Collecting Butterflies and Moths, being directions for capturing, kil- 

ling and preserving Lepidoptera and their larvae. Illustrated. Reprinted with 

additions from »Practical Taxidermy«. London. Bazaar Office. 1879. 80. (Zool. 

Anz. 3. Jahrg. p. 121.) 
Guide to Nature Printing Butterflies and Moths. By A. M. C. Contain. specimens illustr. 

of the process. Lond. 1880. 8. (Nach Friedländer, Naturae Novitates 1880. p. 3). 
Hülst, G. D., Hints on the rearing of Lepidoptera. in: Bull. Brooklyn Entom. Soc. Vol. 

2. No. 5—9. Sept. 1879— Jan. 1880. p. 63—73. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. 

Jahrg. Lit. Rev. p. 31.) 
Ballard , J. P. , Insect Lives. How to Rear a. Preserve Butterflies , Moths etc. Cincinn. 

1880. (Nach Friedländer, Naturae Novitates. 1880. p. 50.) 
Burgess , Edw. , The structure and action of a Butterfly's trunk. With cuts. in: Amer. 

Naturalist. Vol. 14. May. p. 313—319. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 296.) 
Buckler, Is the number of moults of Lepidopterous Larvae constant in the sanie species? 

in: Entom. Monthly Mag. 1880. Vol. 17. p. 42. 
Burmeister, La description physique de la republique argentine. Buenos Aires. 1879. 

Atlas. 

Neben den ausgebildeten Thieren sind Raupen und Puppen abgebildet, wie auch 
Mundtheile, Flügelgeäder, Fühler, Beine, Schuppen etc. Der Atlas ist von einem 
erklärenden Texte begleitet. 

17* 



260 F- Arthropoda. 

Trimen, E., On the pairing of a Butterfly -with a Moth. in: Trans. Entom. Soc. London, 

1880. p. xxm. 

Salamis Anacardii Linn. lind Aphdia Apollinaris Bsd. 
Aurivillius, Chr., Über secimdäre Geschlechtscharactere nordischer Tagfalter, in: Bihang 
tili K. Svenska Vet. Akad. Handlingar. Bd. 5. No. 25. Stockholm. 1880. 50 p. 
3 Taf. 
Die Geschlechtsverschiedenlieiten , die bei den Tagfaltern vorkommen, können 
in 3 Hauptgnippen eingetheilt werden : 1 . Farbenverscbiedenheit, 2 . Formver- 
schiedenbeit bomologer Gebilde (Vorderbeine, Form der Flügel, Lage der Fingel- 
rippen, Palpen), 3. Neugebilde, die dem einen Gescblecbt eigen sind, und denen 
also bei dem andern nicbts ähnlicbes entspricbt. Bei einer großen Anzahl von 
Arten werden diese Gescblechtsunterschiede nachgewiesen , und besonders die so 
mannigfach gestalteten Männchenscbuppen, die der dritten Gruppe (3 Neugebilde) 
angehören , eingehend besi^rochen. Zum Schluß folgt eine Übersichtstabelle der 
Geschlechtsverschiedenheiten und eine Aufzählung der 7 Formtypen von Männ- 
chenschuppen bei schwedischen Tagfaltern. 

, Des caracteres sexuels secondaires chez les Papillons diurnes. in : Entom. Tidsskr. 

1. Bd. 3./4. Heft. p. 163—166. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 51.) 
Müller, H., Die Falterblumen des Alpenfrühlings und ihre Liebesboten, in: Kosmos. 3 

Bd. p. 446—456. 
Boll, J., Über Dimorphismus und Variation einiger Schmetterlinge Nord-Americas. in: 
Deutsche Entom. Zeit. 24. Bd. 1880. p. 241—248. (Aus den Verhandl. d. Ver. für 
naturw. Unterh. in Hamburg. 3. Bd. 1878. abgedruckt). 

Von einer Anzahl Arten wird der Dimorphismus constatirt. Da bei Colias Eu- 
rytheme Bsd. [Ariaihie'Ei^. Keewaydin'EiA..] mit Zunahme der Wärme im Jahr auch 
die Farbenpracht zunimmt , so ist anzunehmen , daß nicht durch specielle Züch- 
tung , sondern hauptsächlich nur durch den Einfluß der Temperatur Farbenver- 
änderungen hervorgerufen werden. 

Breitenbach, W., Übe? die Function der Saftbohrer der Schmetterlingsrüssel, in: Kattefs 
Entom. Nachr. 6. Jahrg. p. 29—34. 

Die an der Spitze des Saugrüssels sich findenden Chitingebilde dienen dazu, 
die pflanzlichen Gewebe aufzureißen, damit der Saft zu Tage trete. 

Reichenow, v., Beiträge zur Phaenologie der auffälligeren Insecten um Mainz ; betreffend 
das Jahr 1879 im Vergleiche mit seinen drei vorhergegangenen Jahren (1878, 1877, 
1876). in: Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. p. 41—45; 76—81. 
Auch von mehreren Rhopaloceren wird die Erscheinungszeit, welche von den 
Witterungsverhältnissen abhängig ist, angegeben. Zahlreiches Erscheinen einzel- 
ner. Durch diese Arbeit angeregt theilt auch Rüst seine 1880 gemachten Beob- 
achtungen über Erscheinungszeit, Häufigkeit, Variation mit. (Macrolepidopterolo- 
gische Notizen dieses Jahres aus dem Lüneburgischen. Katter's Entom. Nachr. 
6. Jahrg. p. 281 ff".). 

Riley, Ch. V., Philosophy of the pupation of Butterfiies and particularly oiXhe Kympha- 
lidae. With Fig. in: Amer. Entomologist. July 1880. p. 162—167. (Nach Zool. 
Anz. 3. Jahrg. p. 601.) 

Edwards, Will. Hry., and Jos. Mart. Wilson, Chemical change of coloration in Butterflies 
wings. in: Psyche. Vol. 3. No. 75. p. 87 — 88. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. 
p. 601.) 

Meyer, J. L., The butterfly and the humming bird. in: Bull. Brooklyn Entom. Soc. Vol. 
2. No. .5—9. Sept. 1879— Jan. 1880. p. 74. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. 
1880. Lit. Rev. p. 31.) 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. A. Rhopalocera. 261 

Darwin, Ch., The sexual colours of certain Butterflies, in: Nature. Vol. 21. No. 532. p. 
237. — Kosmos. 4. Jahrg. April, p. 72 — 74. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 194 
und 297.) 
Edwards, "VV. H. , Über die Wirkung der Kälte auf Schmetterlingspuppen, in: Amer. 
Entomologist. Vol. 5. p. 110. (Nach Katter s Entom. Nachr. G. Jahrg. p. 144.) 
Die Kälte bringt nur hei dimorphen und polymorphen Arten eine Veränderung 
hervor (Albinismus oder Reduction der Größe) . 

', Experiments upon the efl'ect of cold applied to Chrysalids of Butterflies, in : Psyche. 

Vol. 3. No. 69. p. 3—6. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 38. 
Dorfmeister , G. , Über den Einfluß der Temperatur bei der Erzeugung der Schmetter- 
lingsvarietäten. Mit 1 Taf. in: Mittheil, naturw. Ver. Steiermark. Jahrg. 1879. 
p. 3—8. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 297.) 
Versuche mit Vcmessa atulanta. 
Spangberg, Jac, Sur les nervures des alles chez nos Papillons diurnes. in: Entom. Tids- 

skr. 1. Bd. 3./4. Heft. p. 154—156. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 51.) 
Schaupp, F. G., Flight of Lepidoptera in Mid-Ocean. in: Bull. Brooklyn Entom. Soc. 
Vol. 2. No. 5—9. Sept. 1879— Jan. 1880. p. 73. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. 
Jahrg. Lit. Rev. p. 31.) [Rhojialocera?]. 
Perris, E., The migration of Butterflies, in: The Americ. Entom. ISSO. p. new ser. Vol. 

1. p. 100—102. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 46.) 
Graeffe, E., Vergleichung der Papilionidenfauna der Hochalpen mit derjenigen des hohen 
Nordens, in: Zeitschr. d. Deutsch-Österreichischen Alpenvereins 1880. Heft 1. p. 
69—80. 

»Nach einer kurzen Einleitung über die Eiszeit folgt p. 74 — 78 eine Tabelle, 
in welcher die Papilioniden der Alpen und jene von Finnmark und Lappland 
neben einander gestellt sind , mit Angabe ihrer Standorte und Formen. Den 
Schluß bildet eine Anleitung zu ähnlichen Beobachtungen«. (Katter sEnt. Nachr. 6. 
Jahrg. Liter. Revue, p. 55.) 
ObertliUr, C. , Etudes d'Entomologie Liv. IV., Catalogue raisonne des PajnKonidae de 
la CoUection de Ch. Oberthür. Rennes 1880. 4. av. 6 plchs. color. (Nach Fried- 
länder, Naturae Novitates. 18S0. p. 122.) 
Crliger, C. , Über exotische Lepidopteren. in: Verhandl. d. Vereins für naturw. Unter- 
haltung. 4. Bd. (1877). Hamburg 1879. (Separatabdruck 7 p.j 
Berichte über die bei dem Hamburger Museum eingegangenen Lepidopteren- 
sendungen angeblich von Puerto Cabello (wahrscheinlich aber aus dem Innern 
stammend), von Mexico, von dem SOOO' hoch gelegenen Kosowlee (Ostindien), 
von Columbien, und Borneo. 
Dubus, J. F., Faune lepidopterologique de l'arrondissement de Saint-Quintin. in : Cata- 
logue methodique. Annee 1879. Fase. 1. St. Quentin. 1880. 8. 39 p. (Nach Fried- 
länder, Naturae Novitates. 1880. p. 132.) 
Couleru , L. , Notes laissees sur les papillons qu'il a observes dans les cantons de Neu- 
chätel et de Berne, de St. Baise a Neuveville et de Jolimont ä Chasseral, des 
l'annee 1829 a l'annee 1850. in: Bull. Soc. Sc. Nat. Neuchätel. T. 11. 3. Cah. p. 
533—607. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 194.) 
Dahi, F., Verzeichniß der bei Eutin gefundenen Schmetterlinge. 351 Macros. Tafel zum 
Bestimmen der in Schleswig-Holstein bis jetzt gefundenen Tagfalter, in : Schriften 
des naturwiss. Vereins für Schleswig-Holstein. 3. Bd. 2. Heft. Kiel. ISbO. (Nach 
Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 42.) 
Sclimidt , F., Übersicht der in Mecklenburg beobachteten 3Iacrolepidoptera. in: Archiv 
d. Vereins d. Freunde d. Naturgesch. in Mecklenburg 33. Bd. 1S79. Neubranden- 
burg 1880. p. 1—198. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 37.) 
Reich an biologischen Notizen. 



262 F- Arthropoda. 

Forbes, W. A., Three weeks Butterfly-collectiug in the Alps, in: Entom. Monthly Mag. 

1S80. Apr. p. 256—259. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 297.) 
Rosset, Chanvine, Contributions ä la faune entomologique du Valais. in : Bull, des tra- 
vaux de la Societe Murithienne du Valais. IX. Fase. p. 39. (Neuchätel ISSO). 
Ein Tagfalter- Verzeichnis ohne Bedeutung, doch local für diesen oder jenen 
Ort nicht gleichgültig. 
Maassen , P. , Beitrag zur Kenntniß der Schmetterlings-Verbreitung, in : Stett. Entom. 
Zeit. 41. Jahrg. p. 158—174. 
Sammelbericht von Kissingen und Münster am Stein. 

Schöyen , W. M. , Lepidopterologiske Bidrag til Norges Fauna, in : Nyt. Magazin for 
Naturvidenskaberne. Christiania 1S80. p. 301 — 9. 

Übersicht der in den letzten Jahren für Norwegens Fauna aufgefundenen Novi- 
täten. Bisher bekannt 1019 Arten, wovon 92 Rhop. — (Katter's Entom. Nachr. 
6. Jahrg. Lit. Rev. p. 70.) 

, Oversigt over de i Norges arktiske Region nidtil fundne Lepidoptera. in : Archiv 

for Mathematik og Naturvidenskab. 5. Bd. Christiania. 1880. p. 119 — 228. 1 

col. PI. 

Weist für die arc tische Region Norwegens 300 Schmetterlingsarten, darunter 

39 Rhop. auf. Aryynnis Polaris, deren europäisches Bürgerrecht bisher bezweifelt 

wurde, ist vom Verf. in Finnmarken in Anzahl gefunden. (Katter's Entom. Nachr. 

6. Jahrg. Lit. Rev. p. 69.) 

Butler, G. , Observations upon certain species of the Lepidopterous genus Terias , with 

descriptions of hitherto unnamed forms from Japan, in: Trans. Ent. Soc. London. 

1880. p. 197—200. Taf. 6. 

Es scheint eher Hybridation als Variation die verschiednen Übergänge von einer 

Form zur andern hervorzubringen. Beschreibung der japanischen Formen der 

Terias /iemÄe- Gruppe. 

, On new and "^little-known Butterflies from India. in: Proc. Zool. Soc. London. 

1880. p. 147—152. Taf. 15. 

, On a small Collection of Lepidoptera from Western India and Beloochistan. in : 

Ann. Mag. Nat. Hist. Vol. 5. Mar. 1880. p. 221—226. 

, On a Collection of Lepidoptera from Candahar. in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. 

p. 403—415. Taf. 39. 

23 Rhopaloceren, darunter neue Arten, werden besprochen. Häufigkeit, Er- 
scheinungszeit, Jugendstadien. 
Snellen, P. C. T., Lepidoptera (Sumatra), met eene Inleiding door Joh. F. Snelleman. 
(Aus: Midden Sumatra, Reizen etc. door P. J. Veth, T. 4. Natuurl. Hist. 8. 
Afd. 84 p.). (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 436.) 
Rhopal. 339 sp., 69 n. sp. 

Butler, On two small consignements of Lepidoptera from the Hawaiian Islands, in : En- 
tom. Monthly Mag. Vol. 17. June. p. 6—9. 

Oberthür, C, Etüde sur les collections de Lepidopteres oceaniens appartenant au musee 
civique de Genes, in : Annali del Museo civico di storia naturale di Genova T. 
15. 1879—80. p. 461—529. Taf. II. III. IV. 

Godman, F. D. and Salvin , O. , Descriptions of some supposed New Species of Butter- 
flies from New Guinea, in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. b09— 614. Taf. 56. 

Aurivillius, P. O. Chr., Lepidoptera Damarensia. Forteckning pä fjärilar insamlade i 
Damaralandet af G. de Vylder ären 1873 och 1874 jemte beskrifning öfver förut 
okända arter af . in : Öfversigt af Kongl. Vetenskaps-Akademiens Förhandlingar 
1879. No. 7. Stockholm. 



S. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Danaidae. 263 

Godman, F. D. and Distant, W. L., Descriptions of five new Species of Rhopalocera from 

East-Africa. in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 182—185. Taf. 19. 
Saalmiiller, M., Neue Lepidopteren aus Madagascar. in: Jahresber. der Senkenberg'schen 

naturf. Gesell. 1879/80. Frankfurt a. M. 1880. 
Plöiz, C. , Verzeichniß der vom Prof. Dr. R. Buchholz in West-Africa vom 5. Gr. 

nördl. bis 3 Gr. südl. Breite, auf dem Camerons-Gebirge in ungefährer Höhe von 
' 4000 Fuß und auf der Insel Fernando-Po, vom August 1872 bis November 1875 

gesammelten Schmetterlinge, in: Stett. Entom. Zeit. 41. Jahrg. p. 189 — 206, 477 

—478. 

Angaben von Ort und Zeit. 
Butler, A. G., On a second collection of Lepidoptera made in Formosa by H. E. Hob- 

son, Esq. in: Proc. Zool. Soc. 1880. Part. IV. April Ist. 1881. p. 660—670. 
30 Rhop. 
, On a Collection of Lepidoptera firom Madagascar, with Descriptions of new Genera 

and Species. in: Ann. Mag. Nat. Hist, April 1880. Vol. 5. p. 3:33—339. p. 394 

—395. [Rhop.) 
Oberihür, C. , Spedizione Italiana nell' Africa equatoriale. in: Annali del Museo civico 

di storia naturale di Genova. Vol. 15. 1879—1880. p. 129—187. Taf. 1. 
Godman, F. Ducane, and Osbert Salvin, Biologia Centrali-Americana ; or, contributions 

to the knowledge of the fauna and flora of Mexico and Central- America. Vol. 1. 

Part. 1. Sept. 1879. Part. 2. Nov. 1879. Part. 3. Febr. 1880. Rhopalocera p. 1—72. 

Taf. I— VII. 
Die neuen wie auch die meisten der bereits bekannten Arten werden besprochen. 

, A List of Diurnal Lepidoptera collected in the Sierra Nevada of Santa Marta, 

Colombia and the Vicinity. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 119—132. Taf. III, IV. 
Aufzählung von 294 Arten; Beschreibung neuer Arten. 

Gosse, P. H., The Butterflies of Paraguay and La Plata. With 1 col. pl. in: The En- 
tomologist. Sept. 1880. p. 193—205. (With 8 n. sp.). (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. 
p. 533.) 

Worthington, C. E., A list of diurnal Lepidoptera, inhabiting the State of Illinois, in: 
The Canadian Entom. 1880. p. 46—50. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. 
Lit. Rev. p. 43). 

Sprague, F. H., Notes on Butterflies of Massachusetts, in: Psyche. Vol. 3. 1879. No. 64. 
Aug. p. 257—260. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Ref. p. 37.) 

Fuchs, A. , Lepidopterologische Mittheilungen aus dem unteren Rheingau (Fortsetzung). 
in: Stett. Entom. Zeit. 41. Jahrg. p. 115—128. 
Beschreibung von Varr. und Aberr. 

Fuchs, C. , Synoptic tables of Lepidoptera (Heliconius, Danais, Colaenis, Agraulis, Ar- 
gynnis). in: Bull. Brooklyn Entom. Soc. Vol. 2. No. 5—9. Sept. 1879— Jan. 1880. 
2 p. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 31.) 

Danaidae. 

Riley , Ch. V. , The migration of Butterflies. With Figg. in : Amer. Entomologist, Apr. 

1880. p. 100—102. [Danais ArchijJjnfs) . (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 601.) 
8w&namg o{ Arc/iippm. in: The Canad. Ent. 1S80. p. 37 — 38. (Nach Katter's 

Ent. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 51.) 
Danais formosa n. sTß. Godman, in: Proc. Zool. Soc. London 1880. p. 183. Taf. 19. 

Fig. 1. East Africa. 
Amauris DamoclesFahv.YsLV. n. Plötz, in: Stettiner Ent. Zeitg. 41. Bd. p. 189. 

West-Africa. 



264 ^- Arthropoda. 

Hamadryas Zoilus Fabr. var. Oberthür, Lep. Oceaniens. in: Auuali delMuseo ci- 
vico di storia naturale di Genova. Vol. 15. 1879—80. Taf. 4. Fig. 1. 

Heliconidae. 

(Danaidoides). 

Ceruthiia phüidas n. sp. Godman & Salvin, in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 127. 

Taf. 3. Fig. 1. — Colombia. 
Oh/ras theon ^SiiQ^ (Ent. Monthly Mag. Vol. 3. p. 50.) Godman & Salvin Bio- 

logia Centrali-Amer. Zool. Rbop. Vol. 1. Sept. 1879. p. 7. Taf. 1. Fig. 2. 
Ol. imifffiis ^aWm (Ann. Mag. N. H. ser. 4. Vol. 4. p. 163) Godm.&Salv. a. a. 0. 

p. 8. Taf. 1. Fig. 1. 
Euthresis theope Godm. & Salv. (P. Z. S. 1877. p. 60), a. a. O.p. 9. Taf. 1. Fig. 3. 
Tithorea duenna Bates (Ent. Moutlily Mag. Vol. 1. p.56). Godm. &Salv., a.a.O. 

p. 9. Taf. 2. Fig. 7. 
TitA. pmi/üas Godm. &Salv. (Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 259) a. a.O. p. 10. 

Taf. 2. Fig. 8. 
Tii/i. helicaon n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 10. 
Tith. hijipothotis M. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 11. Taf. 2. Fig. 9. 
nth. irene Drury [Papilio ir. 111. Ex. Ent. Vol. 3. Taf. 38. Fig. 1) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 11. Taf. 2. Fig. 10. 
Melinaea scylax Salvin (Ann. Mag. N. H. Ser. 4. Vol. 7. p. 412). Godman & Sal- 
vin a. a. 0. p. 12. Taf. 2. Fig. 12. 
Mel. imifaia B&tes (Ent. Monthly Mag. Vol. 1. p. 55). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 13. Taf. 2. Fig. 11. 
Sc ada xant/iina Bsites {Oleria xant/t. Ent. Moutlily Mag. Vol. 3. p. 52). Godm. & 

Salv. a. a. 0. p. 44. Taf. 3. Fig. 2. 
Aen'a agna n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 15. Taf. 3. Fig. 12. 
Aer. pacißca n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 16. Taf. 3. Fig. 10. 11. 
Thyridia melantho Bates (Ent. Monthly Mag. Vol. 3. p. 50) Godm. &Salv. a.a.O. 

p. 17. Taf. 1. Fig. 4. 

Äfec/imiitis Lycidtce BaiteB (Ent. Monthly Mag. Vol. 1. p.33) Godm.&Salv. a.a.O. 
p. 19. Taf. 1. Fig. 7.' 8. 

Mec/i. isthmia Bates (P. Z. S. 1863. Taf. 29. Fig. 1) Godm. & Salv. a. a. 0. 
p. 20. Taf. 1. Fig. 11. 12. 

Mech. dorijssics Bates (Ent. Monthly Mag. Vol. 1. p. 33). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p.21. Taf. 1. Fig. 9. 10. Taf. 4. Fig. 2. 
Mech. foZ'ßtos Distant (Proc. Ent. Soc. 1876. p. XII). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 21. Taf. 4. Fig. 1. 

Mech. macrinus Hew. (Exot. Butt. Mechan. Taf. 3. Fig. 11). Godm. &Salv. a.a.O. 
p. 22. Taf. 1. Fig. 5. 6. 

Ceratinia decttmana n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 23. Taf. 4. Fig. 3. 
Cei'. megalopolis Feld. [Ithomia meg . Novara p. 360. Taf. 44. Fig. 9). Godm. & 
Salv. a. a. 0. p. 33. Taf. 3. Fig. 8. 

Cer. cleis Bates (Ent. Monthly Mag. Vol. 1. p. 33). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 23. Taf. 3. Fig. 5. 
Cer. leucania Bates (P. Z. S. 1863. p. 246. Taf. 29. Fig. 2). Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 25. Taf. 3. Fig. 9. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Heliconidae. 265 

Cer. callispila Bates (Ent. Monthly Mag. Vol. 3. p. 85). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 25. Taf. 3. Fig. 6. 7. 
Napeogenes hemimelama Godm.&Salv. (P. Z. S. 1877. p. 60) a.a.O. p. 26. Taf. 3. 

Fig. 3. 
Nap. tolosaRew. [Ithomia toi. Ex. Butt. Itli. Taf. 12. Fig. 72) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 27. Taf. 2. Fig. 1. Taf. 3. Fig. 4. 
Nap. paeclaretus Godm. & Salv. (Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 257). a. a.O. 

p. 28. Taf. 4. Fig. 4. 5. 
Dircenna euchytma Feld. [Ithomia e\ich. Novara p. 357) Godm. &Salv. a. a. 0. 

p. 30. Taf. 3. Fig. 16. 17. 
Callithomia hedüa n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 32. Taf. 3. Fig. 1. 
Call, panamensis Godm. & Salv. (Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 257) a. a. 0. 

p. 32. Taf. 2. Fig. 2. 
Epithomia n, g. callipero Bates [Direnna call. P.Z.S. 1863. p. 243. Taf. 29. Fig. 4.) 

Godm. & Salv. in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. Nov. 1879. p. 33. 

Taf. 3. Fig. 14. 
Calloleria n. g. tutia'S.Q^. [Ithomia tut. Ex. Butt. Ith. Taf. 2 Fig. 6.) Godm. & 

Salv. a. a. 0. p. 34. 
Call. azaraB.Qw. [Ithomia az. Ex. Butt. Ith. Taf. 4. Fig. 23.) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 35. 
Hyposcada n. g. adelphina Bates [Ithomia adelph. Ent. Monthly Mag. Vol. 3. p. 52.) 

Godm. & Salv. a. a. 0. p. 36. Taf. 3. Fig. 13. 
Hyp. virginiana Hew. [Ithomia virg . Ex. Butt. Ith. Taf. 9. Fig. 54.) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 35. 
Leticothyris zea Hew. [Ithomia z. Ex. Butt. Ith. Taf. 7. Fig. 40.) Godm. & Salv. 

in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. Sept. 1879. p. 38. 
Leuc. vieina Salv. [Ithomia v. Ann. Mag. N. H. Ser. 4. Vol. 4. p. 169.) Godm. & 

Salv. a. a. 0. p. 39. Taf. 3. Fig. 18. 
Leuc. aesion Godm. & Salv. [Ithomia aes. Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 258. 

a. a. 0. p. 39. Taf. 2. Fig. 4. 
Lmic . pagasa DvvLGQ [Ithomia pag. Ent. Monthly Mag. Vol. 12. p. 26.) Godm. & 

Salv. a. a. 0. p. 40. Taf. 3. Fig. 15. 
Leuc. maJcrenaRew. [Ithomia mak. Ex. Butt. Ith. Taf. 5. Fig. 29.) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 40. 
Episcada n.g. salvinia Bates [Ithomia salv. Ent. Monthly Mag. l.p.34.) Godm. & 

Salv. in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. Nvbr. 1879. p. 41. 
Episc. apuleia Hew. [Ithomia ap. Ex. Butt. Ith. Taf. 26. Fig. 163.) Godm. & 

Salv. a. a. 0. p. 41. 
Pteronymia tigranes n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 42. Taf. 4. Fig. 10. 11. 
Pteron. alcmena Godm. «fe Salv. [Ithomia alc. P. Z. S. 1877. p. 61.) a. a. 0. p. 43. 

Taf. 5. Fig. 1. 

Pteron. alope n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 43. 

Pteron. cotytto Guer. [Heliconia cot. Icon. Regne Au. Ins. p.471.) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 44. 
Pter. parva Salv. (Ann. Mag. N. H. Ser. 4. Vol. 4. p. 168.) Godm. &Salv. 

a. a. 0. p. 44. Taf. 5. Fig. 2. 
Pter. artena Hew. [Ithomia art.Ex. Butt. Ith. Taf. 13. Fig. 48.) Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 44. 



256 F. Arthropoda. 

Pter. Simplex Salv. Hthomla shnpL Ann. Mag. N. H. Ser. \. Vol. 4. p. 16S.) 

Godm. & Salv. a. a. 0. p. 45. Taf. 3. Fig. 20. 
Pteria rufocinvta Salv. [Ithomia ruf. Ann. Mag. Nat. H. Ser. 4. Vol. 4. p. IG 7.) 

Godm. & Salv. a. a. 0. p. 45. Taf. 3. Fig. 21. 
Pter . fulvescens n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 46. Taf. 4. Fig. 8. 9. 
Pter. aletta Hew. [Ithomia al. Ex. Butt. Ith. Taf. 6. Fig. 31.) Godm. &Salv. 

a. a. 0. p. 47. 
Pter. agalla n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 47. Taf. 4. Fig. 6. 7. 
Ithomia panamensis Bates [Ithomia iphianassa var. panamensis P. Z. S. 1863. p. 244. 

Taf. 29. Fig. 5). Godm. & Salv. a. a. 0. p. 48. Taf. 5. Fig. 3. 
Ithom. heraldica Bates (Ent. Montlily Mag. Vol. 3. p. 51). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 49. Taf. 5. Fig. 4. 
Ithom. xenos Bates [Dircenna xen. Ent. Montlily Mag. Vol. 3. p. 50) . Godm, & Salv. 

a. a. 0. p. 50. Taf. 5. Fig. 8. 
Ithom. patilla Hew. (Ex. Butt. Ith. Taf. 2. Fig. 2). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 50. Taf. 5. Fig. 6. 
Ithom. leila Hew. (Ex. Butt. Ith. Taf. 2. Fig. 3). Godm. & Salv. a. a. 0. 

p. 51. Taf. 5. Fig. 7. 
Ithom. hippocrenisBsites (Ent. Monthly Mag. Vol. 3. p.5i). Godm. &Salv. a.a.O. 

p. 51. Taf. 5. Fig. 5. 
Ithom. jucunda Godm. & Salv. (Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 258) a. a. 0. 

p. 52. Taf. 2. Fig. 3. 
Hi/poleria n. gen., libera n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 53. Taf. 4. Fig. 12. 

' 13. 
Hyp. fumosa n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 53. Taf. 4. Fig. 14. 
Hyp. cassotis Bates [Ithom. cass. Ent. Monthly Mag. Vol.l. p. 35). Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 54. Taf. 5. Fig. 10. 
Hyp. rhene Godm. 1& Salv. [Ithom. rh. Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 259) 

a. a. 0. p. 54. Taf. 2. Fig. 6. 
Hyp. polissena Hew. [Ithom. pol. Ex. Butt. Ith. Taf. 24. Fig. 151). Godm. & 

'Salv. 
Psetidoscada n. gen., utilla Hew. [Ithom. ritilla Ex. Butt. Ith. Taf. 17. Fig. 101). 

Godm. & Salv. a. a. O.p. 55. Taf. 5. Fig. 13. 14. 
Hymenitis lyra Salvin [Ithom. lyra Ann. Mag. N. H. Ser. 4. Vol. 4. p. 169). Godm. 

& Salv. in: Biol. Centr.-Ämer. Zool. Rhop. Vol. 1. Febr. 1880. p. 57. Taf. 5. 

Fig. 11. 12. 
Hym. furina n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 59. Taf. 4. Fig. 15. 16. 
Hym. sostinya Ueak [Ithom. sos. Pr. Ent. Soc. Phil. Vol. 5.p.217). Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 59. Taf. 5. Fig. 15. 16. 17. 18. 
Hy77i. zyyia Godm. & Salv. [Motu. zyq. P. Z. S. 1877. p. 61) a. a. 0. p. 60. Taf. 5. 

Fig. 19. 20. 
Heterosais n. gen., nephele Bates [Ithom. neph. Trans. Linn. Soc. Vol. 23. p. 548). 

Godm. & Salv. a. a. 0. p. 61. 
Het. cadra Godm. & Salv. (Ithom. cad. Ann. Mag. N. H. Ser. 5. Vol. 2. p. 259) 

a. a. 0. p. 61. Taf. 2. Fig. 5. 
Epithomia n. gen. Godman & Salvin, in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 

1. Sept. 1879. p. 32. »Costa of secondaries of male highly arched; lower disco- 

cellular beut to a right angle close to its upper end , where it emits a long recur- 

rent nervule ; middle discocellular simply curved ; upper discocellular short, 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Heliconidae. 267 

meeting the subcostal at an obtuse angle close to its extremity at a point less 
than two thirds of tlie costal margin from its base ; costal and subcostal nervures 
slightly divergent , tlie latter but slightly curved ; first segment of subcostal lon- 
ger than the three median segments; second segment very short. Tarsus of front 
leg of female with five joints, a pair of spurs on each of the second and third 
joints. (Type Dircenna calKpero Bates.) 

»The Single species which we propose to place in this separate genus has mauy 
characters in common with Callithomia. The palpi are hairy and have a compara- 
tively long terminal Joint; the secondaries are arched as in Callithomia. The 
neuration of the secondaries differs, however , in important points, the recurrent 
nervule being emitted from the lower discocellular instead of the middle. From 

Dircetma it diifers not only in having a five instead of a four jointed tarsus 

to the front leg of the female , but in other characters , in the neuration of the 
secondaries.« 

Calloleria n. gen. Godman & Salvin, in: Biol.Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. 
Nvmbr. 1879. p. 33. »Costa of secondaries of male gradually arched ; lower dis- 
cocellular, meeting the median at an acute angle, is bent to a right angle (where 
it emits the recurrent nervule) near its upper end ; middle discocellular gradually 
curved ; upper discocellular very short , meeting the subcostal at about three 
fourths of its length from its base ; cell moderately short, but proximal segment of 
subcostal longer than the three median segments ; costal and subcostal nervures 
gradually divergent, but the former approaches the latter near its distal end. Se- 
condaries of female with a short upper discocellular. Tarsus of front leg of fe- 
male with five joints, with a ßair of spurs on each of the second and third joints. 
(Type Ithomia tutia Hew.) 

»This section of Ithomia comprehends about eight or nine Tropical - American 
species, all more or less nearly allied. Two of these penetrate into Central- Ame- 
rica. As a group Calloleria seems allied to Epithomia ; but the costa of the secon- 
daries is less highly arched, the palpi seem less hairy, and the distal segment of 
the subcostal nervure much longer in proportion to the length of the nervure 
itself . « 

Hyposcada n. gen. Godman & Salvin, in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol.l. 
Nvmbr. 1879. p. 35. »Antennae long; costa of secondaries of male curved 
rather abruptly near the apex ; lower discocellular bent to an acute angle where 
recurrent nervule is emitted ; lower segment curved ; upper segment straight, 
about half the length of the middle discocellular; upper discocellular directed 
outwards about half the length of the middle discocellular ; proximal segment of 
the subcostal not much longer than the distal segment, and about equal to the 
three segments of the median nei'vure ; cell consequently short ; costal and sub- 
costal nervures wide apart and but slightly curved at their distal ends. Tarsus of 
front leg of female with five joints, with a pair of spurs on each of the second and 
third joints. (Type Ithomia adelphina Bates.) 

»The shortness of the cell of the secondaries in the male of this butterfly, coupled 
with the wide Separation of the costal and subcostal nervures and the length of 
the antennae, seems to justify its removal form the old genus Ithomia. Only two 
closely allied species are found in Central - America ; but in South America se- 
veral more occur. These show considerable diversity of coloration, but in the main 
the same wing-structure.« 

Episcada n. gen. Godman & Salvin, in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. 
Nvmbr. 1879. p. 40. »Costa of secondaries of male gradually curved; lower 
discocellular at right angles to third median segment and bent to a right angle 



268 F. Arthropoda. 

where it emits tlie recurrent nervule ; middle discocellular uearly in a line witli 
Upper Segment of lower discocellular ; upper discocellular short , directed out- 
wards ; upper radial twice as long as the distal segment of the subcostal ; sub- 
costal strong ; proximal segment slightly longer tban the three Segments of the 
median nervure ; costal and subcostal nervures divergent , but approximating to- 
wards their distal ends. Tarsus of front leg of female five-joiuted, second and 
third joints strongly spurred. (Type Ithomia salvinia Bates.y 

»In this section of the old genus Ithomia the secondaries of the male have the 
füll complement of uervules ; but the cell is differently shaped from that of Leuco- 
thyris, being much shorter, and the upper discocellular so short that the upper ra- 
dial lies close to the terminal segment of the subcostal. We are acquainted with 
fifteen or sixteen species belonging to this form , which ränge over a wide area 
from South-Brazil to Mexico.« 
Hypoleria n. gen. Godman & Salvin, in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. l. 
Nvmbr. 1879. p. 52. »Lower discocellular of secondaries of male directed across 
the wing and atrophied at its upper end , not meeting the middle discocellular ; 
middle and upper discocellulars and upper radial strong, the latter not uniting 
with the subcostal at its distal end ; lower radial very slender, a small recurrent 
nervule attached to its proximal end. Costal and subcostal divergent in the 
middle, where they enclose an elliptical space , which , however , is not closed at 
its distal end (Section a.); or costal and subcostal lying close together throughout 
their length (Section b.). 

»Secondaries of the female in Section a. with the middle discocellular very short, 
upper discocellular absent , the upper radial being a brauch of the subcostal : fe- 
male of Section b. unknown. 

(Types: Section a. H. Uhera nob. ; Section b. Ithomia polissena Hew.) 

»This genus has many of the characters of Hymenitis, but differs in not having one 
of the peculiarities of that genus, in which the upper radial and subcostal of the 
secondaries in the male unite at their extremities instead of running free to the 
margin as in the preseut genus. Five species of the group appear to belong to 
Central- America ; but the limits of the genus in South- America we have not yet 
been able to ascertain. Of these five species, H. Uhera and H. cassotis are cer- 
tainly congeneric ; the position of H. fumosa must remain doubtful until male ex- 
amples have been examined , so also must that of H. rhene, of which we have no 
specimeu at band for reexamination ; the fifth , H. polissena , is aberränt , in as 
much as the costal and subcostal nervures of the secondaries of the male lie close 
together, instead of divergiug to enclose an elliptical space as in H. liberal 
Pseadoscada n.gen. Go dman & Salvin, in: Biol. Centr.-Amer, Zool. Rhop. Vol. 1. 
Nvmbr. 1879. p. 55. »Lower discocellular of secondaries of male placed at right 
angles to the third segment of the median nervure , slightly curved and atro- 
phied at its upper end , lower radial very slender ; middle and upper discocellu- 
lar, upper radial . and subcostal very strong ; costal nervure atrophied , scarcely 
perceptible as a spur on the subcostal at about one third of its length from the 
base ; ends of upper radial and subcostal free, not uniting as in Hymeivtis. Three 
discocellular nervules present in the female ; both upper and lower radials with 
separate origin. Tarsus of front leg of female with five joints, a pair of spurs on 
each of the first, second, and third joints. (Type Ithomia jmsio Godm. & Salv.) 

«Though at first sight very similar in structure to Hymenitis. this genus presents 
so many diß'erences that its Separation seems necessary. The atrophy of the costal 
nervure in the secondaries of the male is not found in any other group . so far as 
we know ; and the subcostal and upper radial having free ends is another diver- 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Satyridae. • 269 

gence from Hymenitis, from which it also differs in the neuration of the secondaries 
of tlie female, which (in Pseudoscada) has the füll complement of nervnies.« 
Heierosais n. gen. Godman& Salvin, in: Biol. Centr. Amer. Vol. 1. Febr. 1880. 
p. 60. »Subcostal nervure of secondaries of male with a convex and concave curve, 
costal nervure forming the chord to the proximal curve ; lower discocelhüar placed 
at a large acute angle to the third segment of the median nervure , at its upper 
end it meets the lower radial ; middle discocellular and Upper radial absent , lea- 
ving the cell open ; upper discocellular atrophied , being represented by a slight 
projection on the subcostal on its lower side. Lower discocellular of secondaries 
of female strongly cnrved and bent to a large acute angle, where a recurrent ner- 
vule is emitted ; lower radial strong; middle discocellular meets the subcostal at 
a right angle, the upper discocellular and upper radial being absent. (Type Itho- 
mia nephele Bates) . 

»The neuration of the secondaries of the male of insects of this section is quite 
peculiar , and in this respect represents the simplest type of wing-structure to be 
found in the subfamily Danainae, though Pteroi^ym'ui is of almost as simple a con- 
struction in a different way. Taking this fact as atfecting the position of Hcterosais 
in the subfamily, it should perhaps stand at the head of the Rhopahcera ; but, on 
the other band, the presence in the female of a front leg with a five-jointed tarsus 
is opposed to this view. This is a point best reserved for a general review of the 
whole of the Danainae , being rather beyond the scope of a faunistic work like 
the present.« 

Satyridae. 

Edwards, W. H., On certain species of Satyrus. in: The Canad. Entom. 1880. p. 31— 32. 

51—55, 90—94, 109—115. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev.) 
Ausfout, J. L., Lepidopteres nouveaux d'Algerie. in: Le Naturaliste 1880. No. 36. 

Aus den Umgebungen von Gebdou eine neue , dem Satyrus statilimis verwandte 
Art von Austout beschrieben. 

Moore, On the Asiatic Lep. referred to the genus 3Iycalesis. in: Trans. Entom. See. 
London. 1880. p. 155—177. 

Virajxt n. gen. Anaxias Hew., Radza Moore statt Mycalesis Anax. u. Radza. 

Garerisn. gen. Sanaiava'M.oore, Francisca Cvam.^ Perdiccas Hew . , Gopa Felder 
statt Mycalesis San., Papilio Franc, Mycalesis Perd., Gopa. 

Satoa n. gen. Maianeas Hew. statt Myc. Main. 

Sadarga n. gen. Gotoma Moore, Madjicosa Butl. , Charaka Moore statt Myc. 
Got., Madj. u. Char. 

Dalapa n. gen. Sudra Felder statt Myc. Sud. 

Suralaya n. gen. Orseis Hew. statt Myc. Ors. 

Orsotriaena Wallengreen. mutata Butl., mandata Moore, mandosa Butl., Rtmeka 
Moore, Jopas Hew. statt Mycal., mut., mandata, mandosa, Run., Jop. 

Calysisme n.gen. Brusia Gram., Justina Gram., Mamerta Gram., Mineus Linn., 
Polydecta Gram. .^ Ig oletaYeXder, Naiiiilus'QuÜ.., JustitiellaBnÜ., JBlasit/s Fahl'., Samba 
Moore, Lalassis Hew . , Cejj/iens BuÜ., ^M^rens Butl., Z/«Butl., PerseusFahr., Ostrea 
Hübn., Visala Moore statt Papilio Drus., Just., Mam., Min., Pol., Mycal. Igol., 
Naut., Just., Papilio Blas., Mycal. Samba, Lal., Ceph. , lug., Zia, Papilio Pers., 
Mycal. Ostrea, Visala. 

Jatana n. gen. Mynois Hew. statt Mycal. Myn. 

Culapa Moore. Mnasicles Hew. statt Myc. Mnas. 

Pachama n. gen. Mestra Hew. statt Myc. Mest. 



270 F- Arthropoda. 

Indalasa n. gen. Moorei Felder statt Myc. Moor. 

Sammita n. gen. Mahara Moore, Heri Moore, Nkotia Hew. statt Mycal. Mals., 
Heri, Nie. 

Telinga n. gen. Adolphei Guer. statt Satyrus Ad. 

Kahanda n. gen. Malsarida Butl. Khasiana Moore statt Mycal. Mal., Kh. 
Martanda n.gen. Janardana Moore, Megamede Hew., Sangaica'QwXX. ^ts^ii Mycal. 
Jan., Meg., Sang. 

Nissanga n. gen. Patnia Moore, Jimonia Butl. statt Mycal. Patn., Jim. 
Mydosama Tl. ^Qn. fuseiim.Ye\di..^ Anapita Moove, RemuliaCxsLm.j TerminusFabi'., 
flagraixs Butl., Cacodemon Kirsch, Messene Hew., Mehadeva Boisd., Asoj)his Hew., 
Aethiops ^wil. , Bazoc/ii Güev., IIa Feld., Felder i BwÜ., Itys Feld., Sir ixs Fahr., 
Zac/iaetfsFahr., ManipaBoisä., S/iiva Boisd., P/mlon Hew . , Caesonm Wallengren 
statt Dasyomma fusc, Mycal. An., Papilio Rem., Term. , Mycal. flagr. , Cac, 
Mess., Satyrus Meh., Mycal. As., Aet/i., Satyrus Baz., Mycal. Ita, Feld., Itys, 
Papilio Sir., Zach., Satyrus Man., S/iiva, Mycal. Pkid., Caes. 

Nebdara n. gen. 7«ya^« Felder, .ß/soya Felder , AmoenaDxuee statt Mycal. 
Tag., Bis., Am. 

Sevanda n.gen. Duponcheli Gwex . , 3Iucia'H.ew. statt Satyrus Dup., Mycal. Muc. 
Lohora n.gen. Dexamena'Rew . , Dino?iB.ew., Deiatiira Hew. statt Myccd. Dex., 
Din., Deian. 

Nasapa n. gen. Aramis Hew. statt Mycal. Ar. 
Loesa n. gen. Oroatis Hew. statt Mycal. Or. 
Psrudonympha Cowani n. sp. Butler in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1880. p. 334. — 

Madagascar. 
Pseudoy^ympha turbata n. sp. Butler in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1880. j). 334. — 

Madagascar. 
PJtys'.aeneura pione Godman, n. sp. Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 183. Taf. 19. 

Fig.- 2. 3. — East-Africa. 
Debis serbonis Hew . Ent. Montlily Mag. 1876. p. 151]. Descriptions of new Indian 

Lepid. Coli. Atkinson, Calcutta 1879. p. 2. Taf. l'. Fig. 4. 5. — Darjiling. 
Zophoessa atkinsonia Hew . (Ent. Monthly Mag. 1876. p. 151). Descript, ncAV Indian 

Lepid. Coli. Atkinson, Calcutta 1879. p. 2. Taf. 1. Fig. 2. 3. — Darjiling. 
Callitaera menatider Drury [Papil. meti,. 111. Exot. Ent. Vol. 3. Taf. 28. Fig. 3). 
Godman & Salvin, in: Biol. Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. Febr. 1880. 
p. 63. Taf. 6. Fig. 1. 2. 
Callit. politaHew. [Hetaera pol. Trans. Ent. Soc. 1869. p. 34). Godm. & Salv. 

a. a. 0. p. 64. 
Hetaera macleannatiia Bates (Ent. Monthly Mag. Vol. 1. p. ISO). Godm. & Salv. 

a. a. 0. p.65. Taf. 6. Fig. 3.4. 
Pierella rubecuh Godm. & Salv. (Ann. Mag. N. H. Ser. 4. Vol. 2. p. 142). Biol. 

Centr.-Amer. Zool. Rhop. Vol. 1. Febr. 1880. p. 67. Taf. 6. Fig. 10. 11. 
Pier, incanescens Godm. & Salv. (P. Z. S. 1877. p. 61) a. a. 0. p. 68. Taf. 6. 
Fig. 5. 6. 

Pier, ocreata Godm. & Salv. (Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 4. Vol. 2. p. 143) a. a. 0. 
p. 68. Taf. 6. Fig. 7. 8. 9. 

Antirrhaea miltiades Fabr. [Papil. milt. Ent. Syst. Vol. 3. p. 66). Godm. & Salv. 
a. a. 0. p.70. Taf. 7. Fig. 1.2. 

Ant. tomasia Butl. (Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 4. Vol. 15. p. 222). Godm. & Salv. 
a. a. 0. p. 70. Taf. 7. Fig. 3. 

Ant. pterocopha Godm. & Salv. (Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 4. Vol. 2. p. 143) a. a. 0. 
p. 71. Taf. 7. Fig. 4. 5. 6. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Satyridae. 271 

Euptychia peribaea n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1S80. p. 12S, 
Taf. 3. Fig. 2. — Colombia. 

Euptychia lineata n. sp. Godm. & Salv. a. a. 0. p. 128. Taf. 3. Fig. 3. — Co- 
lombia. 

Idiomorphus Una, Plötz, C. in: Stettiner Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 195. — West-Africa. 

Id. Massalia n. sp. Plötz a. a. 0. p. 195. — West-Africa. 

Id. Vala n. sp. Plötz a. a. 0. p. 196. — West-Africa. 

Epinephele interposita Ersch. Butler in: Proc. Zool. Soc. 1880. p. 405. Taf. 39. 
Figo 1. — Candahar. 

Hipparchia diffusa n. sp. Butler in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 147. — 
India. 

Ypthima ordinata n. sp. Butler in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 148. Taf. 
15. Fig. 3. — India. 

Lamprolenis n. gen., nitida u. sp. G od m. & Salv. in: Trans. Zool. Soc. London. 
1880. p. 611. Taf. 56. Fig. 2. — N.-Guinea. 

Sadarga n. gen., oculafa n. sp. Moore in: Trans. Ent. Soc. London. 1880. p. 158. 

— India (Silhet) . 

Calysisme n. gen., indistans n. sp. Moore in: Trans. Ent. Soc. London. 1880. 

p. 164. — Calcutta. 
Samanta n. gen., Lepcha n. sp. Moore in: Trans. Ent. Soc. London. 1880. p. 167. 

— Nepal. 

Samanta n.gen., rudis n. sp. Moore in: Trans. Ent. Soc. London. 1880. p. 166. 

— India. 

Mycalesis Sophrosyne n. sp. Plötz in: Stett. Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 196. — 

West-Africa. 
Myc. Nuica n. sp. Plötz a. a. 0. p. 196. — West-Africa. 
Myc. Istaris n. sp. Plötz a. a. 0. p. 197. — West-Africa. 
Myc. Tolosa n. sp. Plötz a. a. 0. p. 197. — West-Africa. 
Myc. Peitho n. sp. Plötz a. a. 0. p. 197. — West-Africa. 
Myc. Decira n. sp. Plötz a. a. 0. p. 198. — West-Africa. 
Myc. Gerda n. sp. Plötz a. a. 0. p. 198. — West-Africa. 
Myc. melanopis n. sp. Godm. & Salv. in: Proceed. Zool. Soc. London. 1880. 

p. 610. Taf. 56. Fig. 1. —N.-Guinea. 
Lymanopoda caeruleata n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 129. 

Taf. 3. Fig. 4. — Sierra Nevada of St. Marta. 
Pedaliodes tyrrheus n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 130. 

Taf. 4. Fig. 6. — Colombia. 
Pedaliodes symmacJms n. Sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 130. 

Taf. 3. Fig. 7. —Colombia. 
Pedaliodes leucocheilus n. sp. Godm. &Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 129. 

Taf. 3. Fig. 5. — Sierra Nevada of St. Marta. 
Pedaliodes polyxo n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 129. 

Taf. 3. Fig. 8. 8 a. — Colombia. 
Moore, F., On the Asiatic Zepj^^o^^era referred to the genus ÜSfyea/esw ; with descriptions 
of new genera and species. in: Trans. Entom. Soc. London. 18S0. p. 155 — 177. 
Group I. With a glandulär pouch and tuft on both wings. — Virapa n. gen., 

GarerisVL. gen., Satoan. gen., Sadarga n. gen., Dalapan. gen., Sttralayan. gen., 

Orsotriaena Wall engren . 

Group II. With a glandulär pouch and tuft on hind wing only. — Calysisme n. 

gen., Jatana n. gen., Culapa Moore, Pachama n. gen., Indalasa n. gen., Samanta 

n. gen., Telinga n. gen., Kabanda n. gen., Martanda n. gen., Nissanga n. gen., 



272 F. Arthropoda. 

Mydosama n, gen. , Nebdara n. gen. , Sevanda n. gen., LuJwra n. gen., Nasapa 
n. gen.. Mycalesis Hübn. 

Group ni. With two glandulär pouclies and tufts on liind wing. — Loesa Moore. 

Calh/phtMman. gen. Butler in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1S80. p. 335. »Allied to 
Psetidonympha and Ypthima , but the male witli more prolonged subangulated 
primaries , the female with broader and consequently less evidently subangulated 
primaries thau in the male : the secondaries distinctly longer than in the above- 
mentioned genera , with a distinct abdominal angle forming a feebly pronounced 
anal lobe; palpi larger and much more hairy. Type C. TFarrftV (Madagascar).« 

Morphopsis n. gen., vergl. Morphidae. 

Lamprolenis n. gen. Godm. & Salv. in: Trans. Zool. Soc. London. 1880. p. 610. 
[Lampr. nitida n. sp. — N.- Guinea). Scheint Mycalesis am nächsten zu 
kommen. 

Virapa n. gen. Moorein: Trans. Ent. Soc. London 1880. p. 155. »Fore wing 
with Costa arched in the middle , apex convex, exterior margin oblique and even, 
posterior angle acute ; costal, subcostal, and median veins swollen at the base ; first 
subcostal brauch emitted immediately before end of the cell ; discocellulars bent 
inward at their middle ; radials from upper near the cell. Male with a glandulär 
patch of raised scales on the middle of submedian vein , the patch being partially 
covered by a tuft of long fine hairs exserted outward from each side of the vein. 
Hind wing oval, exterior margin convex ; first subcostal in male much curved up- 
ward at the base and thence straight to apex, emitted at more than half distance 
before end of the cell , second very concave from base of first to end of the cell ; 
Upper discocellular outwardly convex, lower straight and oblique, radial from their 
middle ; two upper median branches emitted at some distance beyond end of the 
cell. Male with a tuft of fine long hairs exserted over a glandulär patch at end 
of subcostal vein. Eyes very slightly hairy. Antennae with a well-formed slender 
club. Palpi uniformly pilose beneath to tip. Type V. Anaxias Hew.« 

Garerisn. gen. Moore a. a. 0. p. 156. »Wings broader than in Virapa. Fore 
wing more angular at apex , the costa much more arched , venation of male 
and the glandulär patch of raised scales and tuft similar. Hind wing with the 
first subcostal brauch in the male swollen beneath at its base above the cell, 
and covered on the upper side by a tuft of hair; the two upper median 
branches emitted from end of the cell. Eyes hairy. Type G. Sanatana Moore.« 

Saioan. gen. Moore a. a. 0. p. 157. »Male. — Wings short; fore wing more 
arched than in Virapa , apex more rounded ; exterior margin less oblique ; 
second subcostal brauch emitted before end of the cell ; a tuft of fine hair 
covering a glandulär patch below submedian vein ; hind wing subconical, ex- 
terior margin oblique, anal angle convex, abdominal margin short ; a tuft of fine 
hair covering a glandulär subcostal patch ; cell short , broad at its end ; subco- 
stal deeply recurved at its end, first brauch emitted near end of the cell, second 
bent downward ; discocellulars straight , slightly oblique ; middle median emitted 
before end of the cell. Antennae with a slender club ; palpi somewhat stout. 
Eyes hairy.« 

Sadarga n. gen. Moore a. a. 0. p. 157. »Fore wing shorter, with more rounded 
and less oblique exterior margin than in Virapa ; venation similar , but the veins 
more curved. Male with a slight tuft (but no perceptible glandulär patch of raised 
scales) on submedian vein before the swollen base. Hind wing very convex exter- 
nally ; first subcostal in male not curved at the base ; second concave at base and 
miich swollen beneath between first and end of the cell , and with a slight tuft of 



8. Hesapoda. VII. Lepidoptera. Satyridae. 27S 

hairs above ; two iipper median branches emitted from angle before end of the 
cell. Eyes hairy. Type S. Goiama Moore«. 

Balapa n. gen. Moore a. a. 0. p. 158. »Fore wingmore triangulär than in Gareris, 
Costa lessarched, the exterior margin oblique. Male with a similar glandulär 
patch of raised scales and tuft on the submedian vein , but less prominent. Hind 
wing not so broad , somewhat quadrate in form ; exterior margin and anal angle 
more convex and waved ; first subcostal slightly swoUen at the basebeneath, tufted 
above ; second brauch with a slightly raised fold on the upper side extending from 
first brauch to near the end. Eyes hairy. Club of autennae thicker. Type : I). 
Stulra Felder« . 

Suralaya n. gen. Moore a. a. 0. p. 159. »Fore wing comparatively long and nar- 
row; Costa slightly arched; exterior margin oblique, almost straight and eveu. 
Male with a very slight glandulär patch (more distinct beneath) sparsely covered 
with delicate short hairs. Hind wing small, oval; exterior margin convex waved ; 
first subcostal brauch slightly swoUen at its base ; second very concave at its base ; 
cell narrow; disco-cellulars very oblique. Male with a long tuft of hair covering 
a glandulär patch above base of first subcostal brauch. Eyes almost naked. 
Antennal club slender. Type: S. Orseis. Hew.« 

Calysisme n. gen. Moore a. a. 0. p. 161. Mycalesis (part) Hühner. «Wings short, 
broad. Fore wing with the costa arched at base, apex acute in male, less so in 
female, exterior margin oblique and curved, posterior angle acute ; costal, median, 
and submedian veins swollen at the base ; second subcostal brauch emitted im- 
mediately before end of the cell ; cell broad ; disco-cellulars very concave, radials 
from two angles in upper near subcostal. Hind wing oval ; costa arched at base ; 
exterior margin convex , dentate ; first subcostal branch emitted and swollen be- 
fore end of the cell ; disco-cellulars slightly concave, radial from their middle ; 
two Upper median branches from end of the cell ; male with a tuft of long hairs at 
base of subcostal covering a glandulär patch of scales. Body slender; palpi por- 
rect, slender, finely pilose beneath ; legs'slender. Eyes hairs. Antennae slender 
at tip. Type: C. Dnisia Cvata.a 

Tatana n. gen. Moore a. a. 0. p. 164. »Male. — Wings short; fore wing narrow, 
very much arched at base, apex convex ; exterior margin oblique straight. Hind 
-ying somewhat quadrate ; costa very convex in the middle, apex slightly angular ; 
exterior margin oblique, slightly convex, anal angle prolonged ; abdominal margin 
long ; a tuft of fine hair at base of subcostal ; cell short and broad at the end ; 
subcostal straight at its base, first brauch emitted near end of the cell, second 
straight at its base ; upper disco-cellular straight, lower slightly curved and obli- 
que ; two Upper median branches from end of cell. Antennae with a stout club ; 
palpi pilose to the tip. Eyes slightly hairy«. 

Pac/mma n. gen. Moore a. a. 0. p. 165. »Wings large and broad, but comparati- 
vely shorter than in Samanta. Fore wing with costa arched in the middle, apex 
rounded, exterior margin slightly oblique and convex, cilia prominent. Hind wing^ 
somewhat bluntly conical, exterior margin slightly arched, apex somewhat angled, 
exterior margin very oblique and scarcely convex ; cilia prominent ; first subcostal 
emitted at some distance before end of the cell ; cell longer, end much pointed ; 
disco-cellulars very oblique, radial from a slight angle near subcostal. Male with 
a subcostal tuft and glandulär patch as in Samanta. Palpi slender at tip. Eyes 
hairy. Antennal club gradually formed«. 

Indalasa n. gen. Moore a. a. 0. p. 166. »Male. — Fore wing somewhat narrow; 
costa arched at base , apex convex ; exterior margin oblique , straight ; hind 

Zool. JahresT)ericht. 1880. II. Ig 



274 F. Arthropoda. 

wing narrow . conical ; anterior margin arched at base, apex slightly produced : 
exterior margin oblique , slightly convex ; cell long, fusiform ; a tuft of fine liair 
at base of subcostal ; first subcostal brancli half way between the costal and se- 
cond ; disco-cellulars very oblique ; two upper median branches from end of the 
cell. Antennae with a moderately formed club. Palpi pointed and hairy to tip. 
Eyes slightly hairy«. 

Samantan. gen. Moore a. a. 0. p. 166. »Fore wing arched towards the apex, 
angle convex. Hind wing conical; exterior margin waved; first and second sub- 
costal branches emitted together from end of the cell , base of the first straight ; 
disco-cellulars straight and very slightly oblique ; cell short ; male with a small 
tuft covering a glandulär patch of scales above base of subcostal brauch. Eyes 
hairy. Type. 'S'. Malsara Moore.« 

Telingaia.. gen. Moore a. a. 0. p. 167. »Fore wing comparatively long and nar- 
row , apex slightly convex , exterior margin oblique , nearly straight, posterior 
margin convex near the base; cell long. Hind wing broad, somewhat quadrate; 
Costa arched at base and jthence straight to apex ; exterior margiu waved, con- 
vexly angular in the middle, anal angle convex; cell broad, triangulär; disco- 
cellulars very long and oblique ; second subcostal emitted just before end of the 
cell ; Upper and middle median branches from lower end of the cell. Male with 
a small subcostal tuft and glandulär patch. Palpi stout at tip, Eyes hairy. Club 
of antenna well formed«. 

Kabanda n. gen. Moore a. a. 0. p. 168. »Wings short, broad. Fore wing very 
much arched from the base, apex and exterior margin slightly convex and even ; 
cell short and broad. Hind wing bluntly conical , short; exterior margin almost 
even , anal angle very convex ; costal vein quite short and nearly straight ; first 
subcostal brauch emitted immediately before end of the cell; disco-cellulars almost 
erect ; cell very short ; middle median brauch emitted before lower end of the cell ; 
male with a sligh| subcostal tuft and glandulär patch of scales ; median branches 
dilated and grooved at their base on the upper side. Antennae short , slender. 
Eyes hairy. Palpi slender at tip. Type: K. Malsarida Butler.« 

Martanda n. gen. Moore a. a. 0. p..l69. »Wings short. Fore wing somewhat tri- 
angulär , apex slightly pointed , exterior margin slightly oblique, nearly straight 
and even. Hind wing bluntly oval ; costa very broadly convex at the base; ex- 
terior margin convex, slightly waved ; cell long, very pointed at lower end ; first 
and second subcostal branches from end of the cell ; disco-cellulars very oblique ; 
male with a double subcostal tuft covering the glandulär patch of scales. Anten- 
nae short, club stout. Eyes hairy. Palpi slender at tip. Type: M. lanardana 
Moore . « 

Isissari ga n. gen. Moorea. a.O. p. 169. »Wings short. Fore wing slightly arched 
at the base, exterior margin long, slightly convex, and nearly erect; second 
subcostal emitted at end of the cell. Hind wing bluntly conical ; costa broadly 
convex at the base and thence oblique to the apex ; exterior margin oblique ; cell 
short, quadrate, broad at its end ; subcostal not swoUen, its first brauch emitted 
immediately before end of the cell ; disco-cellulars erect, equal in length ; two 
upper median branches emitted at some distance beyond the cell ; male with a tuft 
of fine hair covering a glandulär patch at base of subcostal branches. Antennae 
gradually thickeued to tip. Eyes hairy. Apical Joint of palpi long and slender. 
Type: N. Patnia Moore.« 

Mydosa7na n. gen. Moore a. a. 0. p. 170, statt Dasyomma Yeldiev, Wiener Ent. 
Monatschr. Vol. 4. p. 401. 1860, da Dasyomma bereits bei den Dipteren ver- 
geben war. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Morphidae. 275 

Nebdam n. gen. Moore a. a. 0. p. 173. »Male. — Wings sbort broad ; fore wing 
with the Costa arched , apex slightly convex ; exterior margin oblique , nearly 
straigbt ; bind wing witb tbe costa arcbed at tbe base ; exterior margin convex 
bindward , waved ; abdominal margin long ; cell long ; subcostal vein sligbtly 
swollenbefore emitting tbe first brancb, tbe first brancb emitted before upper balf 
lengtb of tbe cell; disco-cellulars long, very oblique ; middle median brancb emit- 
ted before lower end of tbe cell ; a tuft of fine bair at base of subcostal. Anten- 
nae witb a gradually formed club. Tbird Joint of palpi long, slender. Eyes 
bairy. Type : iV. Tagala Felder.« 

Sevanda u. gen. Moore a. a. 0. p, 174. »Fore wing more lengtbened tban in 
Mydosama; apex somewbat produced , exterior margin very oblique; disco-cel- 
lulars deeply concave . Hind wing broad , bluntly oval ; cell very broad ; first 
subcostal brancb emitted at some distance before end of tbe cell ; disco-cellulars 
sligbtly oblique ; upper median brancb emitted from end of tbe cell, middle brauch 
immediately before tbe end ; male witb tbe first subcostal brancb swollen beneath 
at its base, witb a tuft of fine bairs above covering tbe glandulär patcb. Antennae 
and palpi stouter. Eyes bairy. Type: S. Duponcheli Qu^wn 

Lohora n. gen. Moore a. a. 0. p. 175. »Wings broader tban in Sevanda. Fore 
wing convex at the base and apex, exterior margin convex and slightly oblique ; 
second subcostal brauch emitted at some distance beyond end of tbe cell ; lower 
disco-cellular extremely concave. Hind wing broadly oval, costa nearly straigbt 
to apex ; exterior margin convex ; first subcostal brancb emitted at balf lengtb 
of the cell ; disco-cellulars obliquely concave ; two upper median brancbes from 
end of the cell. Male witb a tuft of fine bairs covering a small glandulär patcb 
at base of subcostal brauch. Antennae with a gradually thickened club. Palpi 
compactly clotbed to the tip beneath. Eyes bairy. Type: L. Dexamena Hew.« 

Nasapa n. gen.*Moore a. a. 0. p. 176. »Male. — Fore wing sligbtly arcbed at 
the base and before tbe apex ; exterior margin oblique , slightly convex below 
the apex ; bind wing oval ; costa arched from the base ; exterior margin and anal 
angle convex ; a tuft of fine hair covering a subcostal patcb ; cell sbort ; first and 
second subcostal brancbes at equal distances from tbe costal ; upper disco-cel- 
lular oblique , slightly concave , lower nearly erect ; two upper median brancbes 
from end of tbe cell. Antennae gradually clavate ; palpi laxly pilose beneath; tip 
rather sbort, pointed. Eyes bairy.« 

Loesa n. gen. Moore a. a. 0. p. 177. »Male. — Fore wing somewbat elongated 
and narrow ; costa arched at the base and apex ; exterior margin oblique, sligbtly 
convex ; second subcostal brancb emitted at some distance beyond tbe cell ; bind 
wing bluntly ovate ; costa arched at base ; apex, exterior margin and anal angle 
convex ; a tuft of fine bair at base of subcostal and a slender tuft covering a 
groove on middle of submedian vein ; cell sbort, broad in the middle ; subcostal 
concave at its base, first brancb emitted dose to end of the cell, second concave 
at its base ; disco-cellulars long, oblique, straigbt; two upper median brancbes 
from end of the cell. Antennae witb a well formed terminal club; palpi pointed 
at tip. Eyes bairy.« 

Morphidae. 

DrusJlla Butleri Oberthür. Lep. Oceaniens. Annali del Museo civico di storia natu- 
rale di Genova Vol. 15. 1879—80. p. 512. — N. Guinea. 

Tenaris Chionides n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Zool. Soc. 1880. p. 611. — 
N. Guinea. 

18* 



276 F- Arthropoda. 

Morpho rhodopteroyi n. sp. Godm. &Salv. in: Trans. Ent. Soc. 18S0. p. 130. 
Taf. 4. Fig. 9. — Colombia. 

Morphojjsis Alhertisi Oberthüi". Lep. Oceaniens. Annali del Museo civico di storia 
naturale de Genova Vol. 15. 1879—80. p. 513. Taf. 2. Fig. 3. — Andai. 

MorpAopsis n. gen. Oberthür. Lep. Oceaniens. in: Annali del Museo civico di 
storia naturale di Genova Vol. 15. 1879 — 80. p. 513. [M. Alhertisi Oberth.) . 
(Andai.). Ce beau Lep., dont la taille egale celle des grandes Q de Drusilla Ura- 
nia, a un facies qui rappelle ä la fois les Morphos et les Thaumantis. II dilFere des 
Morphos par la cellule fermee de ses ailes inferieures ; et ä cause de cela je le place 
immediatement avant le genre Cyllo ; puis par la longueur relativement plus grande 
de son abdomen. Les autres caracteres sont peu diflferents de ceux des Morplios. 

Acraeidae. 

Acraea chilo u. sp. Godman. in: Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 184. Taf. 19. 
Fig. 4, 5. Abyssinia. 

Acraea Antinorii Oberthür. in : Annali del Museo civico di storia naturale di Ge- 
nova Vol. 15. 1879—80 p. 157. Taf. 1. Fig. 3. — Aequatorial-Africa. 

Acraea Orestinam. sp. Plötz. in: Stett. Ent. Zeit. 41. Jhrg. p. 190. West-Africa. 

Acraea i^isigyxis T>hi?CQ.in. sp. in: Proc. Zool. Söc. Lond. 1880. p. 184. Taf. 19. 
Fig. 6. East-Africa. 

Acraea Boseae n. sp. Saalmüller, in: Jahresber. d. Senkenberg' sehen nat. Ge- 
sellsch. 1879/80. Frankfurt a. M. 1880. p. 259. — Madagascar. 

Nymphalidae. 

KIrby, "W. F., Introductory Papers on Lepidoptera. No. 15 a. 16. Nymphalidae — Kym- 

■phalinae. in: Tbe Entomologist. Jan. 1880. p. 5—7. Novembr. 1880. p. 260—267. 

(Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 193 u. 601). 
Griffith , W. J. , Sur quelques uns de nos Lepidopteres nuisibles. Vannes, impr. Galles, 

1880. 80. (14 p.). in: Extr. des Bull. Soc. polymath. du Morbihan, 1879. 2. Sem.). 

(Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 435). 
Jordan, R. C. R., Irruption of Vanessa cardiii and Pltisia gamma into Devonshire. in: 

Entom. Monthly Mag. Vol. 16. February 1880. p. 196 — 197. 
Bergonzini, C. e C. Pozzi, Sul passaggio della Va^iessa cardui nel Modenese. in: Annuar. 

Soc. Nat. Modena, Anno 13. Disp. 3. p. 141 — 144. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. 

p. 196). 
GOSS, H., Vanessa cardui in 1879. in: Entom. Monthly Mag. 1S80. March. p. 229. (Nach 

Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 196). 
Krauss und Eimer, Beobachtungen über die Züge des Distelfalters, in : Jahreshefte d. Ver. 

f. vaterl. Naturk. in Würtemberg. 36. Bd. 1880. p. 86—93. 
Observations diverses sur les migrations de papillons in: Bull. Soc. Vaud. Sc. Nat. 
Vol. 16. No. 83. p. 536 — 540. [Vanessa cardui.). nach Zool. Anz. 3. Jhrg. 
p. 437. 

OQ,Q,^^xvQ\lQ,Q oi Vaiiessa Antiopa . (Different notices) in : The Entomologist, Nov. 1880 
p. 277. nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 603. 

Wilkinson, Vanessa cardui doublebrooded. in: Entom. Monthly Mag. 1880. Vol. 17. 

p. 43. 
Scudder, S. H. , Jimonia eoenia in New England, in: Psyche. Vol. 2. No. 65/68. p. 276 

—277. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 298). 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Nymphalidae. 277 

Bairstow, S. D. , The Butterflies of North-Wales 1876—1880. in: The Naturalist. Vol. 
5. June. p. 161—163. (H. Goss adds V. C-albu7n to ihe list. Ebenda. July. p. 188). 
(Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 435). 
Versuche mit Vanessas, oben Do rfm eist er, Einfluß der Temperatur, p. 120. 
Westwood, J. O. , On two Gynandromorphous speeimens of Cirrochroa Aoris Doubleday, 
an Indian species of Nymphalideous Butterflies, in; Trans. Entom. Soe. London. 
1880. p. 113—117. Taf. II. 
Außer dieser Art, werden aucli nocli einige andere, so HipparcUa Semele vor- 
geführt, bei denen derartige Mißbildungen beobachtet worden sind. 

Darwin, Gh., Die geschlechtlichen Färbungen gewisser Schmetterlinge, in: Kosmos 4. Bd. 
p. 72—74. 

Diadema bolina. 
Staudinger, Horae Soc. Entom. Ross. Vol. 10. 1879. Separ. p. 85—86. 

Beschreibung der Raupe und Puppe von Thaler opis lonia Ev. Lebensweise. 
Edwards, W. H., Descr. of preparatory stages of Argynnis Alcestis. in: The Canad. En- 
tom. 1880. p. 69—74. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 50.) 
Es wird von Boll , Deutsche Entom. Zeitschr. 24. Bd. 1880 p. 245 vermuthet, daß 

Vanessa interrogationis Fabr. und umbrosa Str. verschiedne Formen ein und der- 
selben Art seien. 
Melitaea Tharos Bsdl. u. M. Marcia nach Edwards u. Boll, Deutsche Entom. Ztschr. 

24. Bd. 1880. p. 245 verschiedne Formen ein und derselben Art. 
Eurides edias Hew. (Journ. Entom. Vol. 1. p. 155. Taf. X. Fig. 2.) gleich Eur. Kü- 

nowii Dwtz. (Mittheil. Münchner Entom. Ver. 1877. p. 89. Taf. 2. Fig. 5.) cf. 
Trans. Entom. Soc. London 1880. p. 130. 
Terinos alurgis n. sp. Godm. & Salv. in: Proc. Zool. Soc. 1880. p. 612. N. Guinea. 
Argynnis sehne var. Kirby. in: Trans. Entom. Soc. London 1880. p. XXX. 2 Ab- 
bildungen. — Düsseldorf. 
Clark, J. A., Variety of Pyrameis cardui. With Fig. in: The Entomologist. Apr. 1880. 

p. 74—75. (Nach Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 299). 
Phipson, Trans. Entom. Soc. London. 1880. p. XX. Abbild. Pyrameis cardui var. — Ba- 

singstoke. 
Meli(aea Roberisi n.sp. Butler, in : Proc. Zool. Soc. London 1880. p. 406. Taf. 39. 

Fig. 2. Candahar. 
Phyciodes castiatiira n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 131. 

Taf. 4. Fig. 10. — Colombia. 
Phyciodes catenarius n. sp. Go dm. & Sal v. a. a. 0. p. 131 . Taf. 4. Fig. 11. — 

Colombia. 
Synchloe iranica Bienert. Butler in: Proc. Zool. Soc. 1880. p. 410. Taf. 39. 

Fig. 7. — Abbildung der Puppe. — Candahar. 
Precis actia n. sp. Distant in: Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 185. Taf. 19. 

Fig. 7. — East-Africa. 
Precis sinuata n. sp. Plötz in: Stett. Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 477. — West- 

Africa. 
DoleschalUa dascon n. sp. Godm. & Salv. in: Proc. Zool, Soc. London. 1880. 

p. 612. Taf. 56. Fig. 3. — N.-Guinea. 
Dol. dascyhs n.&Tß. Godm. & Salv. a.a.O. p.612. Taf. 56. Fig. 4. — N.-Guinea. 
Farn, A.B., Variety Jole of Apatura Iris, in: The Entomologist. Aug. p. 183. (Nach 

Zool. Anz. 3. Jahrg. p. 436. 
Panopea dißiisa n. sp. Butler in: Ann. Mag. Nat. 1880. p.336. — Madagascar. 
Euryphene Laetitia n. sp. Plötz, C. in: Stett. Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 192. — 

West-Africa. 



278 .".: F. Arthropoda, 

Aterica? Biichholzi \x. sp. Plötz in: Stett. Ent, Zeit. 41. Jahrg. p. 193. — West- 
Africa . 

Harma Ogova n. sp. Plötz a. a. O.p. 193f. — West-Africa. 

Harma Remholdin. sp. Plötz a. a. 0. p. 144. — West-Africa. 

Adolias satropaces Hew. (Ent. Monthly Mag. 1876. p. 150). Descriptions of new 
Indian Lepid. Coli. Atkinson , Calcutta 1879. p. 1. Taf. 1. Fig. 6. 7. 8. — 
Moulmein. 

Perismna gisco n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 131. Taf. 4. 
Fig. 12. — Colombia. 

Charaxes relatus n. sp. Butler in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1880. Vol. 5. Nr. 29. 
p. 394. — Madagascar. 

Charaxes viridicostatns n. sp. Aurivillius in: Ofversigt af Kongl. Vetenskaps- 
Akademiens Förhandlingar. 1879. Nr. 7. p. 41. — Damara. 

Charaxes watÜTi. w^. Butler in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 148. Taf. 15. 
Fig. 2. — India. 

Thaleropis n. gen. Stdgr. in: HoraeSoc. Ent. Rossicae. Vol. 14. 1879. Separatabdr. 
p. 8,7. Mittelgroße Falter. FüMer allmälilicli verdickt, wie bei Ajxitura. Palpen 
lang, mit ihrem freien Theile über Kopflänge hervorragend, das lange Mittelglied 
nach oben, das kurze Endglied etwas nach vorn gerichtet, so daß die Palpe als 
gegen das Ende gebogen aussieht. Behaarung ziemlich glatt, nur nach unten 
stehen einzelne Haare heiTor. Augen groß, dicht stehend , ziemlich behaart wie 
bei den Vanessen, während Apahira und Charaxes unbehaarte Augen haben. Vor- 
derflügel ziemlich stark ausgebogen. Hinterfltigel am Analwinkel etwas ausge- 
zogen, wie bei Apahira. Die Hinterflügel haben eine feingeschlossene kurze Mit- 
telzelle, wie bei Charaxes und den Vanessen; Apatiira hat sie anscheinend ganz 
off'en. Sonst ist das Geäder der Flügel mit allen diesen genannten Gattungen ziem- 
lich übereinstimmend. Färbung der Flügel braun mit schwarzen Flecken und Bin- 
den und einer weißen Punctreihe der Vorderflügel. Die Unterseite der Hinterflügel 
sehr eigenthümlict , an der Basis und vor dem Innenrand grau-weiß , dann folgt 
vom Vorderrand beginnend eine scharfe braune, nach außen tief eingezackte Halb- 
binde ; der Außentheil ist gelb und braun marmorirt. Die Füße sind denen von 
Apatura , Vanessa und anderen Nymphaliden fast gleich gebildet. — Thaler opis 
Jonia Ev. 

Lemoniidae. 

Dodona deodata Hew. (Ent. Monthly Mag. 1876. p. 151). Descript. new Indian Lep. 

Coli. Atkinson, Calcutta 1879. p. 3. Taf. 1. Fig. 1. — Moulmein. 
Esthemopsis linearis n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. 1880. p. 132. 

Taf. 4. Fig. 13. — Colombia. 
Stsenie pomona n. sp. Godm. & Salv. ebenda, Fig. 14. — Venezuela. 

Lycaeniden. 

Lampides contracta n. sp. Butler in: Proc. Zool. Soc. London. IS80. p. 406. 

Taf. 39. -Fig. 3. — Candahar. 
Castalius aurattis n. sp. Butler in: Ann. Mag. Nat. 1880. p. 336. — Madagascar. 
Pentila Acraea Dbld., n. var. sanguinea Plötz in : Stett. Ent. Zeit. 41 . Jahrg. p. 198. 

— West-Africa. 
Pent. Acraea Dbld., n. var. bimaciila Plötz a. a. 0. p. 199. — West-Africa. 
Liptena Libentina Hew., n. var. Zerita Plötz a. a. 0. p. 199. — West-Africa. 
Zeritis Aderna n. sp. Plötz a. a. 0. p. 203. — West-Africa. 
Chrysophanus stygianus n. sp. Butler in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 408. 

Taf. 39. Fig. 5. — Candahar. 



8. Hexapoda. VII, Lepidoptera. Pieridae. 279 

Cure, C. H. Capel, Chrysophanus Virgaureae in; Entomologist. February 1880. p. 45, 

wurde wiederum in einem weiblichen Exemplare in England getroffen. 
Lycaena Togara n. sp. Plötz, in: Stett. Ent. Zeit. 41. Jahrg. p.202. — West- 

Africa. 
Lycaena Mirza n. sp. Plötz a, a. 0. p.203. — West-Africa. 
Lycaena Locra n. sp. Plötz a. a. 0. p. 203. — West-Africa. 
Lycaena Buileri. Oberthür in: Annali del Museo civico di storia naturale di Genova. 

Vol. 15. 1879—80. p. 170. Taf. 1. Fig. 2. — Aequatorial-Africa. 
Lycaena Mithridates n. sp. Stdgr. in: Horae Soc. Ent. Rossicae. Vol. 14. 1879. 

Separatabdruck p. 72. — Kleinasien. 
Lycaena bracteata n. sp. Butler in: Proc. Zool, Soc. 1880. p. 407. Taf. 39. 

Fig. 4. — Candahar. 
Lycaena per sie a Bienert [Lyc. Icarus var. persica Lep. Ergeb. p. 29. 1870). Butler 

in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 407. — Candahar. 
Lycaena Argiolus L. , var. gener. U. parvipuncta. Fuchs (unterer Rheingau) in: 

Stett. Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 116. 
Waiily^ A., Polyommatus Hijjpothoe and dispar in: Entomologist. ISSO. June p. 137 — 39. 
Die Larve lebte früher mit einfacher Generation an Rumex hydrolapathum im 

Mai und Juni. 
Polyommatus Satraps n. sp. Stdgr. in: Horae Soc. Ent. Ross. Vol. 14. 1879. Se- 
paratabdruck p. 55. — Kleinasien. 
Polyommatus Phlaeas L., ab. Elens Y^\)Y. im unteren Rheingau. Fuchs in: Stett. 

Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 115. 

Parish, H. M., Pupae of Thecla querciis emitting sound. in: Entomologist. 18S0. August 
p. 186. 
Die Puppe dieses Tagfalters gibt einen Ton von sich. 
Ap/maeus lutosus n. sp. Plötz in: Stett. Ent. Zeit. 41. Jahrg. p. 200. — West- 
Africa. 
Aphn. guttatus n. sp. Plötz a. a. 0. p. 201. — West-Africa. 
Aphn. Aster ins n. sp. Plötz a. a. 0. p. 201. — West-Africa. 
Hypolycaena Bellina n. sp. Plötz a. a. 0. p. 200. — West-Africa. 
Lycaenesthes Buchhoki n. sp. Plötz a. a. 0. p. 202. — West-Africa. 
Lycaenesthes Maeander n. sp. Plötz a. a. 0. p. 202. — West-Africa. 
Sit/ion Camerona n. sp. Plötz a. a. 0. p.201. — West-Africa. 
Deloneura marginata n. sp. Plötz a. a. 0. p. 204. — West-Africa. 
Phytala Eurema n. sp. Plötz a. a. 0. p. 199. — West-Africa. 

Pieridae. 

Elwes, H. J., On the Genus Colias. in: Trans. Entom. Soc. 1880. p. 133 — 146. 
Monographische Bearbeitung. 

Bulletin of the Brooklyn Ent. Soc. II. 1879. No. 1. p. 5 — 6. Genus Colias, Bestimmungs- 
tabelle. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg. Lit. Rev. p. 31.) 
Von iVaMaZis /o/e Bsdl. wird von BoU: Deutsche Entom. Zeitschr. 24, Bd. 1880. 

p. 244. die Sommer- und Winterform besprochen. 
Colias Euryt/iem.e Bsäl., AriadneFiä., Keewaydinllä. nach B oll: Deutsche Entom. 

Zeitschr. 24. Bd. 1880. p. 243. Verschiedene Formen ein und derselben Art. 
Pieris Protodice Bsdl. und P. vernalis Edw. nach Boll: Deutsche Entom. Zeitschr. 

24. Bd. 1880. p. 244 verschiedne Formen ein und derselben Art. 
Euterpe lycurgus n. sp. Godm. & Salv. in: Trans. Ent. Soc. ISSO. p. 132. Taf. 

4. Fig. 15. — Colombia. 



280 F. Arthropoda. 

Belenois mesentina Cram. Butler in: Proc. Zool. Soc. 1880. p. 409. Taf. 39. Fig. 
6. Abbild, d. Puppe. — Candahar. 

Pieris Rembina u. sp. PlÖtz, in: Stett. Entom. Zeitschr. 41. Jahrg. p. 205. — 
Westafrica. 

Pieris Enniana Oh Qxi\xüv , Lep. Oceaniens. Annali del Museo civico di storia na- 
turale di Genova Vol. 15. 1879—80. p. 481. Taf. 4. Fig. 3. — Andai. 

Pieris Albertisi Oberthür, Lop. Oceaniens. Annali del Museo civico di storia na- 
turale di Genova. Vol. 15. 1879—80. p. 480. Taf. 4. Fig. 4. — Andai. 

Pieris ornytion n. sp. Godm. & Salv. in: Proc. Zool. Soc. 1880. p. 613. Taf. 56. 
Fig. 5. — N. Guinea. 

Lelievre, M. E., Le Naturaliste. No. 20. 1880. 

Anthocharis Belia. Esp. und A. Ausojiia Hb. sollen einmal wieder zwei ver- 
schiedene Arten sein ! Hierüber ist keine Discussion mehr möglich. 

Terias Martesii n. sp. Butler in: Trans. Ent. Soc. London. 1880. p. 198. Taf. 6. 
Fig. 1. — Japan. 

Terias aliena n. sp. Butler, in: Ann. Mag. Nat. 1880. p. 337. — Madagascar. 
» Hobsoni n. sp. Butler, in: Proc. Zool. Soc. 1880. p. 668. — Formosa. 
» unduligera n. sp. Butler, a. a. 0. p. 668. — Formosa. 

Catopsilia rtifosparsa n. sj). Butler, in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1880. Vol. 5. p. 
395. — Madagascar. 

Catopsilia decipiens n. sp. Butler, in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1880. p. 338. — 
Madagascar. 

Ixias frequens n.sp. Butler, in: Proc. Zool. Soc. London, 1880. p. 151. Taf. 15. 
Fig. 6, 7. — India. 

Ixias ivattin. sp. Butler, ebenda p. 151. Taf. 15. Fig. 1. — India. 

Jxias dharmsalae n. sp. Butler, in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 150. Taf. 
15. Fig. 8, 9. — India. 

Teracohs tripunctatus Butler [Idmais tr. Proc. Zool. Soc. London. 1868. p. 221. 
Taf. 17. Fig. 9.) Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 149. Taf. 15. Fig. 4. — 
India. ^ 

Callosiine Deidamioides u. sp. Aurivillius, in: Öfversigt af Kongl. Vetenskaps- 
Akademiens Förhandlingär 1879. No. 7. p. 45. — Damara. 

Callosune Damarensis n. sp. Aurivillius, in: Öfversigt af Kongl. Vetenskaps- 
Akademiens Förhandlingar 1879. No. 7. p. 46. — Damara. 

Euchloe venosa n. sp. Butler, in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 151. Taf. 
15. Fig. 5. — Thibet. 

Papilionidae. 

Gosse, P. H., On Papilio Homerus, its Ovum and Larva, in: Trans. Entom. Soc. Lon- 
don 1879. Part. V. p. LX— LVIII. 
Edwards, W. H., The Butterflies of North America. Ser. II. Part. IX. 1880. Painlio hre- 
vicauda Taf. VIU. B. 

Abbildung und Beschreibung der Jugendstadien. — Lebensweise. 
Sfaudinger, Horae Soc. Entom. Ross. Vol 14. 1879. Separ. p. 41. 
Beschreibung der Raupe von Thais Cerisyi B. 

Lelievre, E., Naturaliste. 1. Juni 1880. Beide Geschlechter von Thais Polyxena Schiff, 
strömen einen Duft aus. (Nach Katter's Entom. Nachr. 6. Jahrg p. 166). 
Reichenau (a. a. 0. p. 203 f.) ist überzeugt, daß hier nur vom Gestank des 
diese Thiere auszeichnenden scharfen Saftes (Blutes?), nicht aber etwa vom Duft 
der Duftschuppen die Rede sein kann. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. Hesperidae. 281 

Papilio Ajax L., Walshii, Telamontdes, Mareellus nach Edwards u. Boll. in : Deutsche 
Entom. Zeitschr. 24. Bd. 1880. p. 243. verschiedene Formen ein und der- 
selben Art. 

Papilio 5a«W« Edwards (Proc. Entom. Soc. Phil. Vol. 6. p. 200. 1866). The But- 
terfl. of North America. Ser. 2. part. 9. 1880. Papilio TsS. 10. 

Papilio Oregonia Edwards [Pap. Hippocrates var. Oregonia. Trans. Am. Entom. Soc. 
Vol. 5. p. 208. 1876). The Buttei-fl. of North America. Ser. II. part. 9. 1880. 
Papilio Taf. 7. 

Papilio Beccarii Ob er t hü r, Lep. Oceanieus. Aunali del Museo civico di storia na- 
turale di Genova Vol. 15. 1879—80. Taf. 3. 

Papilio Albertisi Oh ex ih.ür , Lep. Oceaniens. Annali del Museo civico di storia natu- 
rale di Genova. Vol. 15. 1879—80. p. 469. Taf. 2. Fig. 1. — N. Guinea. 

Papilio Goldiein. sp. Godm. & Salv. in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 613. 
Taf. 56. Fig. 6. — Neu Guinea. 

Papilio leschesn. sp. Godm. & Salv. in: Proc. Zool. Soc. London. 1880. p. 614. 

— N. Guinea. 

Hesperidae. 

Ismene Albertisi Oberthtir , Lep. Oceaniens. Annali del Museo civico di storia na- 
turale di Genova. Vol. 15. 1879—80. p. 528. Taf. 2. Fig. 2. — Audai. 

En/cides Licinus Möschl. ist event. in E. Sigovesus umzuändern. H. B. Möschler, in : 
Stett. Entom. Zeit. 41. Jahrg. p. 114—115. 

Hesperia Boseae n. sp. Saalmüller, in: Jahresber. d. Senkenbergschen nat. Ge- 
sellsch. 1879/80. Frankfurt a.M. 1880. p. 259. — Madagascar. 

Hesperia fervida n. sp. Butler, in: Ann. Mag. Nat. Hist. 1880. p. 339. — 
Madagascar. 

Pyrgus evanidus n. sp. Butler, in: Ann. Mag. Nat. Hist. Vol. 5. 1880. p. 223. 

— Sao, Hubb River, Beloochistah. 



B. Heterocera. 

(Ref. Prof. Dr. H. Frey in Zürich.) 

Allgemeines. Faunistisches u. s. w. 

Puton, A., Quelques mots sur la nomenclature entomologique — la loi de priorite et la 
loi de prescription. in: Ann. Soc. Entom. de France. 1880. p. 33. 
Ref. möchte diesen Aufsatz unseren prioritätsseligen oder -unseligen Fanatikern 
dringend zur Beherzigung empfehlen , nachdem so viel Unzweckmäßiges auf dem 
Gebiete der Lepidopterologie von Männern , welche nur ein kleines zoologisches 
Gebiet beherrschen, aber keine Zoologen sind, in den letzten Jahren auf den wis- 
senschaftlichen Markt gebracht und dadurch eine unsägliche Confusion verur- 
sacht worden ist. 

Stainton, H. T., What is meant by the term »Species«. in: Entom. Monthly Mag. May. 
p. 270. 

Anknüpfend an Huxley's Arbeit über den Flußkrebs und mit Bezugnahme auf 
den Artikel von W. Douglas (dieselbe Zeitschr. March), erhalten wir einige 
Bemerkungen über Art, Genus und Familie. 
Rössler, Dr. A., Über Studien zur Descendenztheorie. in: Deutsche Entom. Zeitschr. 1880. 
p. 249. 



282 ^- Arthropoda. 

Bespricht die bekannte Arbeit von Weismann und die polemische Entgegnung 
Schilde's (»Gegen pseudodoxische Transmutationslehren«. Leipzig 1880). 
Rössler, A., I. Versuch die Grundlage für eine natürliche Reihenfolge der Lepidopteren zu 
finden. 11. Über Nachahmung bei lebenden Wesen, insbesondere der Lepidopteren 
mit einer Betrachtung über die Abstammungslehre. (Aus den Jahrbüchern des nas- 
sauischen Vereins für Naturkunde. Jahrg. 31 — 32). 

Rössler hat in den beiden Aufsätzen allgemeine Fragen von hohem Interesse in 
klarer Darstellung behandelt. 
Boll, J., 'Über Dimorphismus und Variation einiger Schmetterlinge Nord-America's. in: 
Deutsche Entom. Zeitschr. 1880. p. 241 , iSeparatabdruck aus den Verhandl. des 
Vereins für naturw, Unterhalt, in Hamburg. Bd. 3. Jahrg. 1878. 
Der leider im Herbste 18S0 auf einer Entdeckungsreise in der Wildnis verstor- 
bene intime Freund des Ref. bespricht den Saison-Dimorphismus einer C. Chry- 
sotheme nahe verwandten Cb^^Vis- Gruppe, nämlich der C. Eurytheme Bsd. , C. Ariadne 
Edwards und C. Keeicaydin Edw. Die Larve lebt an Trifolium stoloniferum Muhl., 
dem Büschelklee der Americaner. 

Von Pieris Protodice Bsd. & Lec. ist P. vernalis Edw, die Winterform. Die 
Larven leben an Cruciferen. 

Ferner \^i Nathalis lole 'Q^di. dem Saison - Dimorphismus unterworfen; ebenso 
Melitaea Tharos Bsd. & Lee, dann M. Marcia, sowie M. Phaon Edw. , wo der 
Unterschied nur auf der Unterseite wahrnehmbar ist. Auch Vanessa interrogationis 
und V. tmibrosa Str. möchte Boll in derartiger Weise verbinden. Ctenucha venosa 
Walk., eine Zygaenide bietet ebenfalls Saison-Dimorphimus dar. Für Bombyciden 
nimmt der Verf. Ahnliches für Actias Lima L. an. 

In geringem Grade läßt sich auch für die Tagfalter Neonympha gemina Hbn., 
Terias Nicippe Gram., T. Lisa Bsd. und T.mexicana Bsd. das Ding annehmen. 

Ein nicht in der Jahreszeit begründeter Dimorphismus ist derjenige des Weibes 
von Papilio Turnus L. in seiner gelben und schwarzen Erscheinungsform [Glau- 
cus L.) . «^ 

Auch eine Harpyia-Art bot dem Beobachter gleiche Abweichung dar. 
Auch Callimorpha ßilvicosta G\. , C. Lecontei Bsd. und C interrupta-marginata 
de Beau lassen Verwandtes erkennen. Sie gehören zusammen und treten nur in 
einer Generation auf. 

Dann variiren die Exemplare der in Nord-America so reich vertretenen Gruppe 
des Noctuiden-Genus Catocala in häufigster Weise ^). 
GOSS, H., Introductory Papers^on fossil Entomology. in: Entom. Monthly Mag. January. 
1880. p. 176. 
Im unteren Miocen kommt von Schmetterlingen allein vor Vanessa vetula und 
Nepticida fossilis. 
Wallengren, H. D. J., Ett försök att bestämma en del af de utaf H. Stroem beskrifna 
Norska Insekter. in: Christiania Videnskabs Selskabs Forhandlingar. 1880. Nr. 2. 
Wallengren (Schoeyen hat Nachträge geliefert) versucht die von Stroem be- 
schriebenen Insecten (Lepidopteren und Neuropteren) zu bestimmen. 
Schoeyen, W. M. , Prioritätsberechtigte Lepidopterennamen aus H. Stroem's entomo- 
logischen Abhandlungen, in: Stett. Entom. Zeit. 1880. p. 134. 
Behandelt Prioritätsfragen einiger Heteroceren. (Ref. bedauert, den Werth der- 
artiger Dinge nicht recht würdigen zu können.) 



1) Ref. konnte den Boll' sehen Aufsatz nach Rhopaloceren und Heteroceren nicht 
zertrennen, wie denn jener hier zum ersten Male beliebte Dualismus als ein höchst un- 
bequemer im Verlaufe dieser Arbeit sich ergeben hat. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. 283 

Schoeyen, W. M., Lepidopterologiske Bidrag til Norges Fauna. Sep.-Aftr. af Nyt Maga- 
zin for Naturvidenskaberne iidgivet ved Kjerulf, Danielssen, Hiortdahl & Mohn. 
Christiania 1880. 

Mit den in den letzten Jahren in Norwegen beobachteten Arten und noch 38 
anderen, jetzt aufgeführten, erreicht die Ziffer der bis jetzt in ganz Norwegen ge- 
troffenen Schmetterlinge 1019, nämlich 92 Tagfalter, 26 Sphingiden, 71 Bomby- 
ciden, 195 Noctuiden, 175 Geometriden, 80 Pyraliden, 155 Tortriciden, 196 Ti- 
neiden, 6 Micropterygiden und 23 Federmotten. 

Jene 38 Arten sind aber: Fumea crassiorella , Agrotis linogrisea , A. triangu- 
lum, A, festiva, A. segetum, Mamestra chenopodü , Luperina Haworthi , Brotolomia 
metictilosa , Mithymna imbecilla , Cosmia fulvago , Xylina lambda , Acidalla dimi- 
diata, Phasicme petraria, Lobophora viretata , Cidaria luctuata, Eupithecia minutata, 
Ancylosis cinnamomella , Teras va7-iegana, T. schalleriana, Siaphila vtrgauremia^ 
Rethna duplana , Penthina corticana , Steganoptycha pygmaeana , Tmea co^-ticella, 
T. cloacella , Tineola hiselliella, Lanip^'onia rubiella , Hyponomeuta vigintipwictella, 
Argyresthia ephippella , A. conj'ugella , Depressaria hepatariella , Oecophora pseudo- 
spretella , Lithocolletis sylvella , Oedematophora lithodactylus , Leioptihis osteodactylus , 
Aclptilia tetradactyla. 
Sfaudinger, O., Lepidopteren-Fauna Kleinasiens. Separat-Abdruck aus den Horae Soc. 
Entom. rossicae. Petersburg 1879. Bd. XIV. 

Der allbekannte Lepidopterologe hat uns eine ausgezeichnete Fauna Kleinasiens 
in sehr umfangreicher Darstellung geliefert. 

Erforscht wurden schon vor langen Jahren Bruchstücke des hochinteressanten 
Faunengebietes von Loew, Nogell, Terren, Zach, Kindermann, Mann, Krüper, 
Lederer, Haberhauer und zuletzt durch den Verf. des Buches, welcher in dem iu- 
sectenreichen , mehrfach besuchten* Amasia mit seinen Begleitern während 1875 
höchst erfolgreich sammelte. 

Als neue Arten und neue Varietäten sind beschrieben : DeUepfiüa porcellus L., 
var. suillus (blasser, nicht roth, sondern grünlich gefärbt); Sesia Haberhaueri ; 
S. c/ialct'diformis Hb., var. expleta ; Zyg. carnioUca Scop., var. amasina ; Nola 
gigantella, nach einem Exemplar (!) aufgestellt; Arctia caja L., var. Wiskotti 
(eine höchst merkwürdige Form) ; Ocnogyna parasitaWß., var. intermedia; Ocnog. 
Herrichii; Phragmatoecia territa; Endagria Emilia; Bombyx rimicola Hb., var. 
inspersa; Acronycta pontica; Bryophila raptricula Hb., var. striata; Agrotis bi- 
rivia Hb., var.? taurica: Dianthoecia pumila ; Hadena mendax\ Orthosia rupi- 
capra ; Erastria (?) diaphora ; Acidalia intermedia ; Pellonia anctata ; Dasycephala 
(n. gen.) modesta (nach einem Exemplar aufgestellt [!] ; das Genus gehört «am 
besten zwischen Himera und Odontoptera oder Crocallisu) ; Hybernia declinans; 
Gnophos Zacharia; Gn. mutilata; Eubolia Hopfferaria ; Cidaria approximata (in 
einer sehr schwierigen Gruppe nach zwei Stücken [!] aufgestellt) ; Cid. im- 
punctata ; Cid . hortukmaria ; Eupithecia limbata; Eup . separata ; Eitp . /urcata ; 
Eup. albofasciata ; Eup. nigritaria. 

Hiermit schließen die Großscbmetterlinge ab. An Microlepidopteren sind als 
neue Species aufgeführt : 

Scoparia obsoleta ; Botys purpuralisJj., var. meridionalis ; Bot. i^) dissolutalis ; 
Bot. tritialis S. V., yslV. pontica; Bot. amasialis; Bot. 2Jauperalis ; Bot. gtittura- 
lis ; Metasia ossealis ; (?) Met. mendicalis ; Nephopteryx strigata ; Pempelia sor- 
dida; Pemp. noctivaga] Pemp. epischniella ; Asarta ciliciella ; Eucarphia seniella; 
Acrobasis celticola ; maxillaria (n. gen.) meretrix (nach einem Exemplar !) mit ge- 
nauer Beschreibung ; Myelois cinerea ; Myel. albunculalla ; Myel. umbrosella ; 
Myel. '^?) exasperata ; Ancylosis morbosella ; Anc. (?) mimeticella ; Ancrastia sfri- 
gosa; Ephestra inductella ; Tortrix ignoratana\ Conchylis dictyodana; Conch. spar- 



284 F- Arthropoda. 

sana (nach einem Exemplar aufgestellt!); Conch. {^) respirantana [\) ; Conch. cen- 
taureana ; Penthma delltana ; Grapholitka umbratana ; Graph, medulhna ; Graph, 
detersana; Graph, tetragrammana ; Steganoptycha simulatana ; Atychia compar ; 
At. tristis ; Talaeporia pallida ; Tinea fasciata ; Adela trifasciella ; Nemosois 
splendidus , Zelleria (?) impnra ; Argyresthia pretiosa ; Eidophasia tauricella (nacll 
einem Exemplar aufgestellt!); [Cerostoma albidorsella [aus Persien]); Cer. man- 
niella; Psecadia amasina; Psec. trijnmctella ; Psec. treitschheella ; [Psec. luguhris 
und Psec. vidua [erstere aus dem Balkan, letztere aus dem südwestliclien Sibirien]); 
Depressaria Zellen'; Depr. radiata ; Gelechia astragali; Bryutropha indignella; 
Pogochaetia (n. gen.) solitaria; Teleia cnmmedonella ; Tel. mersinella ; Tel. ma- 
culata; Apatelris (n. gen.) mirahella; Ergatis decoratella Zell. ; Doryphora punc- 
tatella; Dor. parvula; Nothris sulcella; Helveolellus Mann in ein neues Genus 
Holcopogon gebracht ; Pleurota (?) suhpyropella [Pleur. schlaegericella, var. syriaca 
von Beirut und Pleur. proteella von derselben Stadt); Pleur. galacticella Mann; 
Pleur. issicella Led. ; Pleur. simplex aus Syrien; Oecophora sordida ; Oec. irro- 
ratella; Gracilaria mutilata (wiederum nach e i n e m Exemjilar aufgestellt !) ; Grac. 
pallescens ; Coleophora alhipennella ; Col. setipalpella ; Col. diffinis ; Col. tri- 
stella ; Col. bivittella ; Col. echinella ; Col. similis ; Col. univittella ; Col. neces- 
saria; Col. confusa; [Col. quadrifariella von Sarepta) ; Col. tauricella] Col. oc- 
catella ; Col. breviuscula; Col. granulosella ; Col. luteolella.; Col. miserella ; 
Chauliodus wockeellus; Douglasia columbella ; Douglasia (?) minutissima; Btitalis 
tenuisquamata ; But. tabescentella ; But. paelopyga; But. anomaloptera; But. ba- 
sistrigella ; But. plxxtyptyga; But. Zelleri; But. Caramani ; But. subfasciata; But. 
canescens ; Elachista atrisquamosa ; El. deceptricula ; El. polutissima ; Lithocolletis 
deleta ; Bucculatrix basifuscella ; Buc. oppositella; Buc. i7ifans; Micropteryx ama- 
siella ; Aciptilus pentadactylus Ij., var. suljihurea. 

^Seebold, Catälogo de lo.s lepidopteros observados en los alrededores de Bilbao, in : Ana- 
les de la Sociedad espanola de la historia natural. 1879. p. 97. 
Erweiterungen eines früheren , von Dr. A. Rössler gegebeneu Verzeichnisses. 
(Dem Ref. nicht zugekommen.) 
Frey, H., Die Lepidopteren der Schweiz. Leipzig 1880. Engelmann. 

Ref. hat einen lange gehegten Plan endlich, wenn auch unvollkommen, ausge- 
führt und die Lepidopteren-Fauna der Schweiz veröffentlicht. 
Die Zahl der Arten a) ohne Varietäten b) mit Varietäten 

und zwar stehenden 

65 

30 

........ 26 

56 

67 

23 

36 

17 

1 

0^ 

2508 2829 

Zu ihnen kommen (nach dem Anstoß, welchen die Arbeit gab) schon jetzt 
nach wenigen Monaten eine Reihe neuer Arten. Ausführliche Einleitung und zahl- 
reiche Höhenangaben (in Pariser Fußen , um die Differenzen stärker hervortreten 
zu lassen) sind dem Buche beigegeben. 





beträgt 


Papiliouiden . 


171 


Sphingiden . 


61 


Bombyciden . 


170 


Noctuiden 


439 


Geometriden . 


375 


Pyralo-Crambiden . 


191 


Tortriciden . 


334 


Tineiden .... 


727 


Pterophoriden 


35 


Alucinen .... 


•5 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. 285 

Homeyer, A. von, Mein Fang im Ober-Engadin 1876 und 1878. Separat- Abdruck aus 
den Jahrbüchern des nassauischen Vereins für Naturkunde. Jahrg. 31 u. 32. 
Der Verf. , ein tüchtiger Naturforscher, gibt nach zweimaligem , längerem Auf- 
enthalte im oberen Engadin eine interessante Aufzählung seiner reichen Schmet- 
terlings -Ausbeute. Microlepidopteren fehlen leider aber gänzlich. Das Buch des 
Ref. hatte gleichzeitig so ziemlich Alles und noch Manches mehr gebracht. 
Forbes, W. A., Three week's Butterflj'-collecting in the Alps: Entom. Monthly Mag. April, 
p. 256. 
Sammelbericht aus den französischen und piemontesischen Alpen. 
Weiler, J., Die Schmetterlinge des Tauferer Thaies, ein Beitrag zur Lepidopterenkunde 
von Tirol. (Sep.-Abdr. aus dem Programme der k. k. Ober-Realschule zu Inns- 
bruck für das Studienjahr 1879 — 1880. Innsbruck. Wagner. 1880. 
Einen interessanten Beitrag zur Schmetterlingsknnde Tirols nach den lang- 
jährigen Forschungen des Verf. und mit Beihttlfe anderer Lepidopterologen , wie 
des Grafen Hugo von Engenberg, der Herren Stentz, Dr. Steudel, Streckfuß und 
des Geistlichen Wiedemair hergestellt. Das Faunengebiet umfaßt eine Höhe von 
825 m bis zur Schneeregion i Kalkformation fehlt) . Die Zahl der Großschmetter- 
linge (575) ist eine ansehnliche, die Ziffer der auch hier stark vernachlässigten 
Microlepidopteren (377) relativ sehr gering. 

Bemerkungen über Bomb, lanestn's, var. arbuscidae Frr. und Cramb. pyrami- 
dellnsTx. uob^i spemdalisWß . erhalten wir ebenfalls. Der Verf. traf letztere beide 
Arten in coitu, wie früher schon Dr. Schleich (irrt aber, wenn er sie als (J' u. Q 
vereinigen will. Jede größere Sammlung weist Cr. speculalis und pyramidellus 
auf. Ref.). 

Milliere, P., Lepidopteres des alpes maritimes, in: Le Naturaliste. No. 20. 1880). 

Aus der Umgebung von Saint Martin Lantosque während eines Sommeraufent- 
haltes erwähnt der hochverdiente Forscher die nachfolgenden Arten : 

Melitaea cynthia , Chionobas Aello , Zygaena Romeo, Leucania riparia, Xyloj^hasia 
lateritia , Mamestra pernix, Agrotis simplonia, A. valesiaca, A. renigera, A. de- 
cora^ A. engadinensis (noch ein Räthsel und kaum eine Agrotis. Ref.), A. alpe- 
stris, Noctua siihrosea, Hadena aertiginea, H. proxima, H. Treitschkei^ Dianthoecia 
xanthocyanea, Polia suda, Cucullia cineracea, C. gnaphaln, Plusia orlchalcea., P. 
bractea, P. moneta, P. illustris, P. interrogattonts, Calpe thalictri, Gnophos sero- 
tinaria , Scodonia lentiscaria, Etipithecia gueneata , E. fenestrata, E. magnata und 
Larentia aqueata. 

*Rehberg, H., Systematisches Verzeichniß der um Bremen gefundenen Großschmetterlinge, 
in: Abhandlungen, herausgegeben vom naturf. Verein zu Bremen. Bd. 6. Heft 2. 
1879. 
(Ref. nicht zugekommen.) 

Die Macrolepidopteren der Umgegend von Leipzig , zusammengestellt vom Entomologi- 
schen Verein »Fauna« in Leipzig, in. Zeitschr. für die gesammten Naturw. von 
C. G. Giebel. Berlin 1880. p. 756. 
Ein Macrolepidopteren- Verzeichnis, bis zu Genus Naclia Bsd. vorläufig gehend. 

Pfützner, J., Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge Berlins und der Umgegend, 
in: Deutsche Entom. Zeitschr. 1879. p. 33. 
Der Verf. führt als in den allerdings genau (wenigstens auf Macrolepidopteren) 
untersuchten Umgebungen Berlins auf an großen Schmetterlingen : Rhopalocera 
98, Sphingiden 45, Bombyciden 128 (127), Noctuiden 285, Geometriden 193 
(192) Arten. (Ref. hat noch nach den geschriebenen Bemerkungen seines Exem- 
plars je eine Bombyx- und eine Geometra-Art beigefügt.) 



2S6 F. Arthropoda. 

Maassen, P. , Beitrag zur Kenntniß der Schmetterlings- Verbreitung, in : Stett. Entom. 
Zeit. 1880. p. 158. 

Verf. zählt die von ihm während eines Monatesan Kissingen beobachteten Le- 
pidopteren auf. 
Fuchs, A., Lepidopterologische Mittheilungen aus dem unteren Rheingau, Fortsetzung, 
in: Stett. Entom. Zeit. 1880. p. 115. 

Hier , in der Arbeit eines ausgezeichneten Beobachters , sind neben Anderem 
erwähnt Zygaena trifoUi , var. gi-acilis Fuchs . eine interessante Form der so ver- 
änderlichen , wohl von Z. lonicerae abgezweigten Form , dann Bombyx quercus, 
var. tenuata, Eupithecia pusiUata S. V., var. Laricis Speyer und endlich E. indi- 
gata Hbn., deren Larve auch an Pinus larix zu leben vermag. 

, Ergebnisse des Lepidopteren-Fanges an Haideblüthe im September und August 

1878. in: Stett. Entom. Zeit. 1878. p. 88. 

Ein interessanter Sammelbericht, wie er sich von derartigem Forscher erwarten 
ließ. 
Reichenow v. , Beiträge zur Phänomenologie betreffend das Jahr 1879 im Vergleich mit 
seinen drei vorhergegangenen Jahren (1878, 1877 und 1876). in: Katter's Entom. 
Nachr. 18S0. p. 41 und 76. 

Enthält auch eine Anzahl Angaben über Lepidopteren. 
Rlist, D., Macrolepidopterologische Notizen dieses Jahres (1880) aus dem Lüneburg' sehen, 
in: Katter's Entom. Nachr. 1880. p. 281. 
Rüst gibt einen Sammelbericht aus dem Lüneburg' sehen. 
Weir, J. J., The Macrolepidoptera of the Shetland Isles. in: Entomologist. 1880. No- 
vember p. 249. December p. 289. 

Eine höchst interessante Arbeit über die Lepidopteren-Fauna der Shetland- 
Inseln. Meek hatte einen Sammler dorthin für nahezu vier Monate entsendet. 

Unter den Macrolepidopteren erweckt Hepialus humuli L. durch seine wunder- 
baren Varietäteif die größte Aufmerksamkeit. Staudinger hat darauf hin eine Var. 
hethlandica aufges'tellt. Man fand als einzigen Tagfalter Vanessa Cardui ilsland, 
von Staudinger früher genau erforscht und ebenfalls eine Anzahl höchst variabler 
Heteroceren-Formeu darbietend, hat keinen Tagfalter) . Neben Hep. humuli Var. 
hethlandica Stgr. fanden sich ^. Velleda, Nemeophila plantaginis , 'K.ylophasia poly- 
odon , Charaeas gro.minis , Mamestra ftirva , Agrotis porphyrea , Triphaena pro- 
nuba , Noct. festiva ,^ var. conflua, Pachnobia hyperborea , Dianfhoecia conspersa,, 
Dasypolia tempU^ Aplecta occulta , Hadena aduski, Anarta melanopa , Lare7ttia 
didymata, L. caesiata, Emmelesia albiilata^ Eupithecia venosata, E. Kanata, Co- 
remia munitata, Camptogramma bilineata, Melanippe montanata u. M. fluctuata. 

Eine Tafel zeigt die merkwürdige Variabilität von H. humuli nach 140 gefan- 
genen Exemplaren in 9 markirten Abänderungen. Die Männchen variiren beträcht- 
lich mehr als die Weiber. 

Der geschlechtliche Dimorphismus wärmerer Himmelsstriche ist also auch hier 
im kalten Inselklima noch nicht zur Geltung gekommen (Vergl. Freys Lepido- 
pteren der Schweiz) . 

Während nun manche der übrigen Shetlands-Falter wenig oder kaum abwei- 
chen, (z, B. P. hyperborea y^Qmgtr als in Schottland) variiren andere stark. Da- 
hin zählen N. festiva, Yav. conßna, Diayithoecia conspersa ., Emmelesia albiilata, 
als Var. 7y^?</eß vorgeschlagen , Eupithecia venosata ^ Melanippe montanata, Me- 
lanippe ßitctuata. Manche jener Abweichungen sind verdunkelt; andere Arten 
werden auf unseren Inseln heller. 
Lovett, E. , Sugaring at Croydon. in: Entomologist. 1880. September, p. 221. 
Sammlerbericht. 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. 287 

Dupuy, G., Mieillee naturelle, in: Le Naturaliste. No. 41. 1880. 

Sammlerbericlit. Die Früclite der Obstbäume uud die Weinbeeren ziehen viele 
Schmetterlinge an. 
Harper, W. J. , Larvae-beating in the New Forest, in: Entomologist. 1880. September, 
p. 219. 

Sammlerbericht. 
Lowrey, P. J. , A week in the New Forest, in: Entomologist. 1880. August, p. 183. 

Sammlerbericht. 
Weir, J. J. , Notes from the New Forest, in : Entomologist. 1880. September, p. 206. 

Gewöhnlicher Sammlerbericht, meistens Tagfalter betreffend. 
South, R., A month in the New Forest, in: Entomologist. 1880. April, p. 92. 

Sammlerbericht. 
Grapes, G. J. , Notes on the rearing of certain hybernating and other larvae of british 
Lepidoptera. in: Entomologist. 1880. June. p. 140. 

Sammlerbericht ohne Werth. 
Tagwell, H. W., Rare Lepidoptera collected in 1880. in: Entomologist. 1880. September, 
p. 218. 

Sammlerbericht. 
Kerry, F., Notes from Harwich for 1879. in: Entomologist 1880. April, p. 91. 

Sammlerangabe. 
Shuttleworth, E., Forcing Lepidoptera. in: Entomologist. 1880. April, p. 95. 

Erziehung einiger Arten im warmen Zimmer, wie längst bekannt. 
Wailiy, A., Hybrids and Degeneracy. in: Entomologist. 1880. July. p. 154. 

Muß im Original nachgelesen werden. 
Fox, E. C. D., Notes on the past season from Worcestershire. in: Entomologist. 1880. 
March. 64. 

Sammlerbericht. 
Carrington, J. T., Lepidoptera at Horning Fen. in: Entomologist 1880. August, p. 185. 

Abermals ein Sammlerbericht. 
Porritt, G. T., Lepidoptera at Wicken, in: Entomologist. 1880. August, p. 184. 

Ein gewöhnlicher Sammlerbericht. 
Bradbury, S., Captiu:es in Staffordshire. in: Entomologist. 1880. July. p. 163. 

Sammlerbericht. 
Winn, Gh., Captures at Torquay. in: Entomologist. 1880. May. p. 116. 

Ein gewöhnlicher Sammlerbericht. 
Porritt, G. T., Captures of Lepidoptera in Kent. in: Entomologist. 1880. July. p. 163. 

Sammlerbericht. 
Prest. W., Captures near York, in: Entomologist. 1880. September, p. 218. 

Sammlerbericht. 
Batersheli, Gill., Lepidoptera in 1879. in: Entomologist 1880. April, p. 91. 

Liefert einen Sammlerbericht. 
Thomas, J. W., Early Noctua. in: Entomologist. 1880. March. p. 64. 

Sammlerangabe ohne Werth. 
Shuttleworth, E., Early Moths. in: Entomologist. 1880. March. p. 64. 

Sammlerbericht. 
Andrews, W. V., Euchaetes Egh, Purasa Chloris, Limaeodes Cippus Cta,m.., Datana major, 
Anisota stigma, Scolecocampa liburnu. in: Psyche 1879. p. 271 — 272. 

Larvenbeschreibungen. 



288 F. Arthropods. 

Vaughan, H., The Microlepidoptera of the Shetland Isles. in: Entomologist. 1S80. De- 
cember. p, 291. 

(Vergl. oben p. 286 die Arbeit von Weir. Ref.) 

Es wurden nur 18 Microlepidopteren getroffen (offenbar eine viel zu geringe 
Anzahl) . Es sind Scoparia ambigtialis , Sc. alpina, Crambus perlellus , C. cuhnel- 
his, Sericoris liftoralis , Mixodra schulziana , Cnej)has{a miiscnlmia, Bactra lan- 
ceolana , Phoxopteryx unguicana, Pamplusia monticolana , Dichrorhampha tanace- 
tana, Catoptria ulicetana , Argyrolepia cnicana , Eiipoecilia Thuleana n.S^., Aphelia 
pratanu, Tinea rusticella, Gelechia ericetella, Glyphipteryx cladiella. 

(Ref. muß es bei dem knapp zugemessenen Räume leider unterlassen , einen 
Vergleich mit der Fauna Islands zu ziehen) . 

E. TImleana, ein kleines merkwürdiges gelbliches Thier ist dann noch beschrie- 
ben. Vaughan stellt diese Species zwischen E afßnifana u. E. ßamciliana nach 
Wilkinson's bekannter Arbeit. 
Büttner, F. O., Die Pommer' sehen, insbesondere die Stettiner Mikrolepidopteren, mit Zu- 
sätzen von Prof. Hering und Dr. Schleich, in: Stett, Entern. Zeit. 1880. p. 383. 
Eine der trefflichsten, dem Ref. bekannten faunistischen Arbeiten. Der Verf., 
leider bald nachher verstorben, hat sich durch die Mittheilung seiner reichhaltigen 
langjährigen Beobachtungen aus der Stettiner Gegend eine postmortale Anerken- 
nung erworben. Auch der sachkundigste Fachmann trifft hier und da Neues und 
Werthvolles. 
Lafaury, M. C, Descriptions de chenilles de Microlepidopteres inedites ou peu connues. 
in; Ann. de la Soc. Entom. de France. 1880. p. 73. 
Verf. beschreibt die Raupen folgender Arten: Botys ferrugalis an Cirsium pa- 
lustre (sie lebt übrigens noch an einer ganzen Anzahl anderer niederer Pflanzen) ; 
Pempelia subornatella an Thymus Serpyllum ; Eucarphia ilignella Ti., auf den 
Dünen unter Lotus crassifolius ; Bactra lanceohna in den Stielen von Juncus ef- 
fusus ; Coptoloma janthinana in den Beeren von Crataegus oxyacantha ; Tinea 
fuscipunctella ; T. "^argentimaculella an Lecanora calcarea ; Dasycera oliviella ; 
Laverna schranckella an Isnardia palustris. 

(Vieles ist davon längst bekannt. Dem Verf. geht die Kenntnis deutscher und 
englischer Arbeiten leider fast vollständig ab) . 
Ragonot, E. L., Notes on unknown or little-known Larvae of Microlepidoptera. in: 
Entom. Monthly Mag. 1880. June. p. 15. 

Der ausgezeichnete französische Forscher setzt eine frühere Arbeit fort. Es 
werden besprochen Platytes cerusselhis, Cramb. alpinellus, C. verellus, C. dume- 
iellus , C. ericellus , C. sylvellus , C. hamellxis , C. pasciiellus , C. uliginosellus, 
C. furcatellus , C. margaritellns, C. myellus, C. latistrius, C. perlellus, C. War- 
ringtoniellus , C. fascelinellus (Larve an den Wurzeln von Triticum junceum und 
anderer Gräser), C. inquinatellus, C. contaminellus, C. ctilmellus, C. craterellus, 
C. cassevtinelhis, C. lithargyrellus, Eromene ocellea und Schoenobius mucronellus . 
Die Naturgeschichte der meisten Arten bleibt noch zu erforschen. 

Butler, A. G., On Synonyms of Heterocerous Lepidoptera. in: Transactions of the Entom. 
Soc. of London. 1880. p. 55. 
Nach dem Verfasser ist Nyctemera latistriga Snellen wahrscheinlich identisch 
mit N. lacticinia von Gramer, sicher aber nicht Walker's N. latistriga. 
N. abraxata Snellen ist Pitasila grdtulosa Walkers. 
Chalcosia appendiculata gehört in das Genus Heteropan (! ?) , kaum abweichend von 

H. scijitillans von Walker. 
Aganais vitessoides ist eine Hypsa, mehr verwandt der Cramer'schen H. Silvandra. 
Digama Piepersiana ist wahrscheinlich das Weib von D. marmorea. 



8, Hexapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. 289 

Lithosia chryseola ist Moore's Capissa sambalu. Sie kommt nach Snellen auf Java und 

den Celebes vor. 
Lithosia xantholoma ist dem Weibe von L. replana Lewin sehr nahe verwandt. 
Paidia creatina , Setina nigrocincta, S. calligenoides, Hypocrita Meander und Pitane 

rpctilinea sind alles Arten von Miltochrista. Paidia creatina und Hypncrita Mean- 
der können zur typischen Form des Genus gezogen werden , P. rectilinea zu der 

mit dem Namen Sesapa bezeichneten Gruppe und die beiden letzten zur Gruppe 

Barsine. 
Hypocrita flavicollis ist eine Chalcosiide zu dem Genus ScajHesyle gehörig und der S. 

calida Walker's nahe verwandt. 

Zwischen Earias limbana und Walker's E. fervida kann der Verf. keinen spe- 

cifischen Unterschied finden. 
Amerila Pipersü ist Pelochytus Art/ms-Bertrandi von Guerin. 
Orgyia Lude.kingii ist eine Enome, nahe verwandt Walker's E. ampla. 

Zwischen Laelia suhrufa und dem (^ von L. caenosa findet Verf. keine specifi- 

schen Unterschiede. 
Laelia satiirnoides ist nicht allein keine Laelia; sie gehört nicht einmal in ein näher 

verwandtes Genus ; sie mahnt an Geodena, wahrscheinlich aber bildet sie ein neues 

Genus. 
Euproctis Moorei fällt mit Arten von Artoxa zusammen. 

Euproctis flavijoennis , wenn auch sehr ähnlich dem Q you Artoxa vanon« von Wal- 
ker, ist wahrscheinlich besondere Species, indem die eine Art von Indien, die 

andere aber von Celebes abstammt. 
Euproctis discophora ist eine Chaerotriche. Eine verwandte Species findet sich auf 

Borneo. 
Limacodes chlor ostigma ist eine Parosa, wenngleich sie auch in ihrer Färbung sehr an 

Euclea monitor von Packard erinnert. 
Limacodes circinatus ist eine Eloasa-Art, nahe verwandt Walker's Eloasa congrua. 
Limacodes catenatus scheint eine Aphendcda zu sein. 
Limacodes albiguttatus gehört in das Genus Miresa^ der M. castaneipars von Moore 

verwandt. 

Zu einem von B. Möschler vor Jahren in der Stettiner Entom. Zeitung 1872 ver- 

öff'entlichten Aufsatze bemerkt dann noch der Verfasser : 
Heterusia signata ist gleich H. Edocla von Doubleday. 
Heterusia trimaeula ist H. scintillans von Herrich-Schäfi"er. 
Heterusia ßavomaculata ist identisch mit Kollar's Soritia pulchella (^ . 
Heterusia octopunctata fällt zusammen mit einer weiblichen Varietät der Soritia sex- 

punctata von Walker. 
Phalanna amoena (wahrscheinlich africanischen Urspungs) ist entschieden der Eu- 

chromia africana von Butler nahe verwandt. 
Gnophria, quadrimaculata ist Vamuna remelana Q von Moore. 
Gnophria [Oeonistis) striguta ist gleich dem Weibe von Chrysorabdia viridaia. 
Lithosia colon dürfte in das Moore' sehe Genus Prabhasa gehören. 
Aegocera ßmbria (von Süd-Africa stammend) ist gleich der A. fervida von Walker. 
Plötz, C, Verzeichniß der vom Prof. Dr. R. Buchholz in West-Africa, — vom 5« nördl. 
bis 30 südl. Breite, auf dem Cameron-Gebirge in ungefährer Höhe von 4000' und 
auf der Insel Fernando Po, vom August 1872 bis November 1875 — gesammelten 
Schmetterlinge, in: Stett. Entom. Zeit. 1880. p. 76 und p. 298. 
Ref. hat die Überschrift aus einer (p. 189) nachfolgenden, die Rhopaloceren 

behandelnden Arbeit ergänzt. 

Erwähnt finden wir: Macroglossa trochiloides Buil. , Aspledon Sarda^ws Wlk., 

Daphnis nerii L. , Philampelus Magaera L. , Zonilia accentifera Palisot, Sjjhinx 
Zool. Jaliresbericlit. 18S0. II. 19 



290 F- Arthropoda. 

Buchhokü n. sp. (der discistriga Wlk. am uächsteu verwandt), Sph. convolvuli L.. 
Sph. solani Bsd. , AmpJionyx Morgani Bsd. , Zeuzera Ahurae n. sp., Ninia phmii- 
pes Dr. , Melittia (?) auristtigata n. sp. , AnialtJiocera tiphys Bsd. (?), Naclia (?j 
Sippia n. sp., Psgc/iotoe pallata n. sp., Syntotnis cerhera'L. , S. Thoinasina ^w.i\., 
S. negritina n. sp., S. Victorina n. sp., S. (?) Pongae n. sp., S. macrospila Wlk., 
S. (?) setipes n. sp., S. cleta n. sp., S. (?) chrysopyga n. sp., S. (?) Idda u. sp., 
Euchromia Eumolphus Cram. [= Let/ie Fah.) , E. Sperchius Bsd. (= Cassandra) 
Cram. , Diospaga (?) triplex n. sp. , Antichloris ('?) Solora n. sp. , A. (?) ßavi- 
fronsM. sp., A. (?) rufidorsis u. sp., Ponipostola Hipparchns Ya\)., P. semiaurata 
Wlk., Eligma hypsnides Wlk., Caryatis Phileta Dr., C. (?) viridis n. sp., Gno- 
phria Eningae n. sp. , Lithosia Agouchae n. sp. , — an Lith. lurideola Zk. und 
helveola Hbn. (europäische Formen; erinnernd — , Nudaria (?) sexmamlata n. sp., 
N. (?) Tosola n. sp. , Paidia (?) rufostria u. sp. , P . (??) Gibba n. sp.. Aegocera 
rectilinea Hsd., A. iliae??«« Bsd., Metagarista triphaeiioides \^\k.. , Eusemia Buch- 
hohi M. sp., E. jjallida Wlk., E. Eup/iemia Crsira., LejJtosoma famula Dr., L. 
[= Pitthea Wlk. — cojj^mMa Wlk . , L. (= P. Wlk. — ) Mungi n. sp., L. xanthura 
n. sp., L. (?) Lipara n. sp., L. (?) Doleris n. sp., L. (?) Eurema n. sp., Deile- 
mera uniformis n. sp. , Nyctemera apicalis Wllj;. , N. perspicua Wlk., N. fusci- 
pennis Wallengr. , Otroeda Hesperia Cram. , Alytarchia Amanda Wallengr., Deio- 
j)eia pulchella L., D. (?) Acrisia n. sp., Aletis Helcita L., Spilosoma Eyraljjensis 
n. sp. , Amerila vitrea n. sp. , Zatrephes (?) biseriata n. sp. , Orgyia (?) caeca n. 
sp., Leucoma parva n. sp., L. albina n. sp., Aroa (?) xanthospila n. sp., A. sid- 
phurea n. sp., Euproctis (?) Batoides n. sp., Cnethocampa (?) Cadica n. sp. , Jana 
Cosinia n. sp., Odenestes (?) minima n. sp., Plegapteryx (?) Synto7nia n. sp., P. (?) 
sihcea n. sp., Samia Plötzi Weym. in 1. n. sp. eine gewaltige Saturnide, Antherata 
Dio72eFah., Baiiaea DeyroUi Thomson, B . P/iaedusa Dniry , B . BiicMolzi n. sjß . , 
Phricodia (?) albida n. sp., Heterolepis (?) sparsa n. sp., Oiketicus (?) Buchholziu. sp. 

Die Schlußabhandlung bringt ferner: Plusia BuchhoM u. sp., P. (?) Notocyma, 
Ophideres princepsJoiXi., 0. Banakus n. sp., Aliniodes discolor Gn., Agiiomonia (?) 
Orontes n. sp., Achaea hilaris n. sp., A. Chamaeleon Gn. , A. Mania Felder und 
Rogenliofer, A. Locra n. sp., A. Mariaca n. sp., A. Darfa n. sp., Ophiodes Ca- 
meroni n. sp., Ophisma Oboni n. sp., O. (?) Ningi n. sp., Chalciope dellifera Feld. 
und Rogh., Ch. acutata Gn., Dichroniia (?) Banaka n. sp., Thermesia (?) Lumina 
n. sp. , Th. (?) Apistis, Hypugramma (?) Oba w. sp. , Hipopyra capensis H.-S., 
Patula Macrops L., Cyligramma acutior Gn., C.ßuctuosa Cram., C. BuchJiolzi n. 
sp., Acropteris ericinaria Gn., A. albaria n. sp., Phtjle (?) Banakaria n. sp., Ca- 
sera vulgär ia n. sp. , Narthecusa tenuiorata Wlk., Hypochroma Batiaria n. sp., 
Gnophos (?) Biafaria n. sp. , Fidonia (?) cristataria n. sp. , Rosema (?) sicularia, 
Siculodes sordidula n. sp. , Botys aburalis n. sp. , (der sambucalis ähnlich, aber 
größer), B. Mungalis n. sp. (der sticticalis entfernt verwandt, doch viel größer , 
Stenorr/mges sericeolalis Du]}., Eudioptis Beninalis n. sp., E. Bonjonalis n. sp., E. 
marginalis Cram., Terastia meticulosalis Cram., (?) Phryganodes abnonnalis n. sp., 
Aediodes inßictalis Gn. = insjiersalis Zell. , Zebronia podalirialis Gn. , (?) Cero- 
stoma Luehderella n. sp., Cryptolechia (?) Eningiella n. sp. 
Aurivillius , P. O. Chr. , Lepidoptera Damariensia. Förteckning pä ijärilar insamlede i 
Damarlandet af G. de Vylder ären 1872 och 1S73 jemte beskrifning öfver fönit 
okända arter. in: Üfversigt af kongl. Yetenskaps-Akademiens Förhandlingar 1879. 
No. 7. Stokholm. 

Als neue Genera und Arten aus Damara beschreibt Aurivillius die nachfolgen- 
den Heteroceren : 

Patisa aurociliata n. sp., Zeuzera liturata n. sp., Heniocha Hbn. biocnlata u. 
sp., Rhinobombyx (n. gen.) cuneaia n. sp., Trichophiaca (n. gen., zu der von 



8. Hesapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. 291 

Wallengren aufgestellten Familie der Phialiden gehörig) mit der neuen Art T. 
Devylderi, Caligida Wallengrcni n. sp. , Rhjpopteryx (n. gen.) sordida n. sp., 
Laelia amahilis n. sp., Cucullia africana n. sp., Acontia trimaculata u. sp., Ac. 
Wallengreni n. sp., Ac. Spänghergi n. sp., Ac. rectangularis n. sp., Ac. conifrons 
n. sp., Thalpochares cinerea n. sp. 
OberthUr, C. , Spedizione Italiana nell' Africa equatoriale. Risultati Zoologici. I. Lepi- 
tlotteri. Genova ISSO. 

Als neue Arten aus dem abyssinischen Sclioa erhalten wir von Oberthür be- 
schrieben iV^c^emera Antinorii , Pseudocallimorpha Doriae , Cycnia Scionana , Leu- 
coma transludica, Saturnia Antinorii und Cidaria Raphaelaria. 

Druce, H., Descriptions of new Species of Heterocera from West- Africa. in: The Entom. 
Monthly Mag. 188U. May. p. 268. 

Als neu beschreibt Druce Basiana Homimani , Etisemia grandis , E. Medeba 
von Mongo-ma Lobah und Old Calabar. 

Snellen, P. C. T., mit eene inleiding door J. F. Snelleman, Midden Sumatra, Reizen 
en onderzoekingen der Sumatra-Expeditie, uitgerust door het aardrijkskundig ge- 
nootschap 1877 — 79, beschreven door de leeden der Expeditie onder toezicht van 
Prof. P. J. Veth, Naturlijke Historie door J. F. Snelleman. Leiden 1880. 
Wir erhalten als neue Gattungen und Arten : Phragmatoecia sumatrensis , Lima- 
codes nubeciilosa , Chalcosia olivescens, Syntomis acuminata, S. guttata, S, dilatata, 
Leptosoyna regulär is, Hypocrita porphyrea, Lithosia brevipennis , L. trifasciata, Se- 
tina tahida, S. Dividata, S. piidibunda, Pitane fra^jtiUnea, Leucania pulchra, Cos- 
mia bipuncta , Hecatera impura, Erastria xmdulata , Xanthoptera diniorpha, Or- 
thogonia malayica , Epidromia ciiinaberina, Pinacia albolineata, Sitophora depressalis , 
Hommogramma cyanophora , Boarmia luteolata , Achlora circiimßexaria, Nemoria 
ruficinctaria , Netasia luctiferata, Plutodes glaucaria, P. eentraria, P. strigularia, 
Paredra (n. gen.) eogenalis, Botys Snellemanni , B. Korndörjjferi, B. nigroßmbrialis, 
B. velatalis , B. omicronahs, B. niveicilialis , B. infundibulalis, Cnaphalocrosis 
sanitalis, Margarodes aquosalis, Enyocera (n. gen.) latilimbalis, Glyphodes Piepcr- 
sialis, G. nyctealis, G. Crameralis, G. botydalis, Heterocnephes vicinalis, Hedylepta 
pyraustalis, Phycidicera (n. gen.) manicalis, Diasemia spilonotalis, Siriocauta simi- 
lalis, Hymenopiychis dentdinealis , Hydrocanvpa difßiialis , H. exsolvalis, Para- 
ponyx imgnicalis, Cataclysta vestigialis, Nymphicula (n. gen.) stipalis, Scirpophaga 
sericea Schoenobius ochraceellus. Nephopteryx dissolutella , N. anerastica, Hypso- 
tropha falsella, Bursadella in. gen.) dichroalis. 

Die Microlepidopteren sind sehr vernachlässigt. Tineen ganz unbeachtet ge- 
blieben. Man muß derartiges bei wissenschaftlichen Reisen tief bedauern. (Ref.) . 

Butler, A. G., On two small consignements of Lepidoptera] from |the Hawaiian Islands, 
in: The Entom. Monthly Mag, 1880. June. p. 6. 

Unter den erhaltenen Arten sind als neu Spaelotis lucicolens angeführt und be- 
schrieben , ferner loxocampa noctivolans , Scojmla exigua und Scoparia altivolans 
(der europäischen S. sudetica nahe verwandt) . 

Meyrick, Edw. , Microlepidoptera in Australia , |briefliche Mittheilung, in: Entom. 
Monthly Mag. 15. Bd. p. 70 und deutsche Übersetzung von P. C. |Z>eller in der 
Stett. Entom. Zeit. 1880. p. 223. 

Nach dreimonatlichem systematischen Sammeln erklärt Meyrick die Micro- 
lepidopteren-Fauna Australiens für die reichste der Erde ( I ) . Mit Ausschluß 
der Pyraliden (freilich mit fremder Beihülfe) erhielt Verf. 650 Arten und etwa 
600 andere sah er bei Sammlern und zwar aus^ den Umgebungen Sydney's (!). 
Anderes sammelte Raynor in Melbourne, sowie Burkitt in Parramatta. Mit einer 

19* 



292 F. Arthropoda. 

complicirten Fanglampe erhielt der Verf. an einem günstigen Abend nahe an 30 
Arten ! 

Verf. erwähnt einen Sc/wenobius. 11 Crambus-Arten, 2 Ercnnene, 21 Phycideen 
(letztere fast alle ans europäischen Genera nnd nicht besonders auffallend). 50 
V^ickler , wenig auffallend imd trüb , in der Mehrzahl dem Genus Tortrix ange- 
hörig. Eine interessante kleine den Grapholithen verwandte Art minirt in Smilax 
glycyphylla. 

Die Tineen bilden die Hauptmasse; sie gehören zur CZ/formifis-Gruppe mit 
einer Art Siwaeüns, eine Art zu Atychia, 4 besondere Tineen (abgesehen von den 
so ungemein verbreiteten T. tapezella, pellionella und biselliella) . Ebenso findet sich 
PluieUa cruriferariim auch in Australien vor. 2 Nemofois- Arien, 1 Bepressaria (?), 
Cryptoleckia mit mehr als 60 Arten, etwa 20 Gelechia. Ohne Zweifel gibt es hier noch 
viele neue Gattungen, welche zu den Gruppen von Hypsolophm und Pkurofa zählen. 
2 HarpeUa, aber ungewöhnlich klein, 1 Dasycera , 30 Oecophoren mit großer 
Mannigfaltigkeit, 5 Glyphipteryx, 3 Laverva, 2 prachtvolle Stathmopliora. Ferner 
traf Meyrick noch 2 sehr nahe verwandte Gattungen, welche ebenfalls ihre Hinter- 
beine aufgerichtet tragen ; eins dieser Thiere ist ein schönes kupferrothes Insect 
dem Genus Atkinsonia verwandt. Eine Cosmcpteryx ist der C. Scribaella ganz aus- 
serordentlich ähnlich. 2 Batrachedra, 1 Heliozela, 3 ElacMsta , Coleophora m\i 3 
Arten, 6 Gracilaria, 1 Coriscnmij 2 Ornix, \ ein e Lithocolletis, 2 Lyonetta, l Opo- 
stega^ 2 Bucculatrix und 2 Nepticula. 

Drei characteristische Dinge der australischen Tineen erwähnt Meyrick zum 
Schluß : \) das ungewöhnlich häufige Vorkommen gelber Hinterflügel, 2; die un- 
gewöhnliche Menge wolliger Köpfe und 3) die zum Schutze gegen die zahlreichen 
Ameisen dienende Gewebebildung der Larven. 

Verf. möchte für den australischen Continent reichlich 10,000 Microlepi- 
dopter en-Arten annehmen lü) . 

Comstock, J. H., Report of the Entomologist of the United States Departement of Agri- 
culture for the Year 1879. Washington. 

Behandelt schädliche Insecten der Baumwollenpflanze , der Orangen und eine 
Anzahl andere Species. Ref. erwähnt HcUopMIa {Leucania; unipunctata Haw., 
Nothris citrifoliella Chamb., Coleotechnitis citriella Chamb., Blastobasis citricolella 
Chamb. , Laverna sabäleUa Chamb. , Aspidisca spUndoriferellä Clemens , Gelechia 
robiniaefoliella Chamb., Lithocolletis hamadryella Clemens, L. Fitchella Clem., 
Retinia Comstochana Fernald n. sp., R.fmstrana, R. rigidava, Gdechia PinlfolieUa 
Chamb., die Pyralide Bakruma coccidk'ora Comstock, sowie B. pallida, ferner 
Blastobasis coccivorella Chamb. und Euclemensia Bassetella Clemens. fDie Abbil- 
dungen sind erbärmlich. Über Chambers' Arbeiten enthält sich der Ref. jeder 
Kritik. Man kann eben nur dasjenige, was etwa noch eine Beurtheilung verdient, 
überhaupt besprechen) . 

Com&iock, J. H., On predaceous Lepidopterous Insects. in: Entomologist of the united 
States Departement. 1879. p. 241. 

Fitch, E. A., Insects bred from Ctjyiips Kollari Galls. in: Entomologist. 1880. Novem- 
ber, p. 241. 

Weston erzog an Lepidoptereu : Tortrix viridana , Ephippiphora ohscurana, 
Coccyx splendidulana , C. argyrana nn^ Eupoecilia maculosana; Dr. Gill: Eury- 
mene dolabraria , Heusimene ßmb7-iava, Catoptria juliara, Cryptoblabes bistrigella, 
Ephippiphora obscurana , C. splendidtilana , H. ßmbriana und Lemnatophila sali- 
cella, Walker neben C. jnliana auch ein Exemplar von Basycera sidphurella 
(?Ref.). 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. Sphingida. 293 

Spezielles. 

S p li i u g i d a. 

Arnhart, L., Sep.-Abdr. der k. k. Zool.-bot. Ges. in Wien. 29. Bd. 3. Dec. 1879. 

Am Hinterleibe des Mänuclieus der Acherontia Atropos beschreibt Arnliart ein 
eigentbümliches, wolil als Kitzelorgan bei der Begattimg dienendes Gebilde. Aus 
dem Holzschnitt ist leider wenig zu entnehmen. Ref. gibt daher die Schilderung 
des Verf. wörtlich wieder : 

»Der von den Schuppen gereinigte Hinterleib zeigt im Gegensatze zu dem sehr 
einfachen des Weibchens eine Abweichung dahin , daß die zwischen den Ventral- 
nnd Dorsalplatten liegende Verbinduugshaut (in welcher die Stigmata an den 
Dorsalplatten liegen) eine schmale S-förmig gebogene Längsfalte besitzt. Die- 
selbe tritt bei gut ausgetrockneten (!) Thieren stärker auf als bei frisch getödteten. 
An der Seite zn den Ventralplatten begrenzt sie eine mit ihr gleichlaufende »Nuth«; 
die von einer hornigen dünnen Platte mehr weniger geschlossen und geöffnet wer- 
den kann. In derselben befinden sich eine Anzahl an dem oberen Ende derselben 
befestigter halbsteifer Borsten, die , in der Ruhelage parallel eingebettet, in Thä- 
tigkeit fächerförmig herausgestülpt sind. Das Ausstülpen scheint mit dem forcirten 
Ein- und Ausathmen zusammen zu hängen etc.« 
Reichenau, v., Der Duftapparat von Sphinx ligustri. in: Katter's Entom. Nachr. 1880. 
p. 141. 

Der Duftapparat an der Basis des ersten Abdominalgurtels bei Sphinx ligustri 
(^ beschreibt von Reichenau. 
Fügner, A., Der Duftapparat von Spinx ligustri. Ebenda p. 166. 

Bestätigung der von Reichenau sehen Angaben. 
Hagen, H. A., On an aquatic Sphinx larva. in: Psyche. Vol. .3. No. 77. p. 113. 

Baron von Reizenstein traf in Louisiana eine zum Genus Philampelus gehö- 
rende Raupe an Nymphaea , mit dem Abdomen im Wasser und mit Schwimmfähig- 
keit (!), höchst wahrscheinlich einer noch unbeschriebenen Art angehörig. Die 
Erziehung steht noch aus. 
Stäudinger, Sphinx Streckeri n. sp. in: Katter's Entom. Nachr. 18S0. p. 252. 

St au ding er beschreibt mit dem Namen des Americaners Strecker einen 
neuen Schwärmer, welcher in der Mitte steht zwischen der allbekannten Sph. Pl~ 
nastri und der nordamercanischen Hyloicus plebeja F. und sich durch breitere 
Flügel sowie andere organische Merkmale characterisirt. 

Das Thier traf Christoph im Juni in mehreren Stücken im Amurland bei Wla- 
diwodstok ; auch kommt es auf der Insel Asko vor. 
IVlaassen, P. , Bemerkungen zu der von A. G. Butler vorgenommenen Revision der 
Sphingiden. in: Stett. Entom. Zeit. ISSO. p. 49. 

M a a s s e n geht hier in das sehr schwierige — sagen wir geradezu — chao- 
tische Gebiet exotischer Sphingiden ein. Seine Polemik ist gegen Butler ge- 
richtet. 
Shuttleworth, E., Äwjerwi/u^s jjjo/»«/* (hermaphrodytes). in: Entomologist. 1880. May. 
p. 116. 
Erwähnt zweier mit männlichen und weiblichen Fühlern versehener Exemplare 
des Schwärmers. Das eine setzte Eier ab. 
Weir, J. J., Pupae oi Deilephila euphorhiae, emitting sound. in: Entomologist. 1880. 
September, p. 218. 

Die Puppen ergeben bei den Bewegungen der Bauchringe einen Ton. 
Raynor, G. H., Choerocampa nerii at Crieff. in: Entomologist. 1880. July. p. 162. 
Sammelbericht. 



294 F. Arthropoda. 

Cameron, P. , Notes on the Coloration and Development of Insects. in: Trans, of the 
Entom. Soc. of London. 1880. p. 69. 

Eine kleine , in der Mimicry-Richtung abgefasste Notiz über die Raupe von 
Smei-inthus populi.^- 
Packard, A. G., Gase of a mimicry in a moth. in: The american Naturalist. 1880. xVu- 
gust. p. 600. 

Trochilium PoUstiforme wiederholt die Gestalt von Polistes Ftiscus. 
Austaut, J. L. , Lepidopteres nouveaux d'Algerie. in: Le Naturaliste. No. 36. 1880. 
Ino Orana. 
Eine neue Art aus Algerien. 

Bombycida. 

Berg, C, Apuntes lepidopterolögicos. in: An. de la Soc. cientif. Argentina. Tomo X. 
p.[34. 

Berg bebt die systematische Confusion , welche beim Genus Mimalh hier 
herrscht, hervor. 

Behandelt sind die nachfolgenden Arten : M. despecta Walker , M. paenulata 
Br. Clemens, M. siimulea Clem. , M. siffni/era Felder , M. incerta MÖscMev , M. 
Traillü Butler und M. hacirimia Butl. 

Berg geht dann zu dem Genus Hohcera von Felder über und seiner Species 
H. smilax Westw. & Felder. 

Als Beitrag zu dem Genus Strebiota Hb. werden behandelt S, dicolonSiei^p. und 
S. plugima desselben Autors. 

Das Genus Heliconisa Walker gehört in die Gruppe der Psychiden. Die Species 
H. layenstecheri ist in Süd-America weit verbreitet. (Brasilien und die La Plata- 
Staäten) . 
Poujade, G. A., Observations sur les metamorphoses de VAitacus Atlas.' in: Ann. Soc. 
Ent. France. p.'483. 

Angaben über die Lebensweise dieses indischen Seidenspinners. 
Clement, A. L., Note pour servir h l'histoire du Bombyx (Actias) Selene. in : Ann. Soc. 
Ent. France, p. 161. 
Schilderung der Erziehung dieses Seidenspinners. 

Wailly, A., (London, England). Notes on a few Bombyces, Hybrids etc. in: Psyche. Vol. 
3. No. 77. p. 112. 

Bemerkungen über die Erziehung von Seidenspinnern , Erwähnung von Kreu- 
zungen zwischen Samia Gloveri, S. Ccanothi und S. Cecropia, ohne Erziehung des 
vollendeten Insectes. 
Tugwell, W. H., Natural history oi Nola centonalis. in: The Entom. Monthly Mag. 
1880. January. p. 206. 

Die Larve zog Leguminosen , Trifolium und Medicago anderen niederen Pflan- 
zen vor. 
Grapes, J. , Silk-producing and other exotic Bombyces. in: Entomologist. 1880. March. 
p. 61. 

Über die Erziehung im Freien. 
Wailly, A., Note on the egg State of Lepidoptera. in: Entomologist. 1880. March. p. 63. 
Erwähnt einiges über die Eientwicklung von Bombycideu. 

Wiskott, M., Psyche seru n. sp. in: Katters Entom. Nachr. 1880. p. 242. 

»(^ Alis cinereis ; capillis inferiore capitis parte, autennis , margine anteriore 
alarum anticarum , ciliis nigro-cinereis, capillis superiore capitis parte , thorace, 



8. Hexapoda. VII. Lepidoptera. B. Heterocera. Bombycida. 295 

abdomine, pedibns cano-flavescentibus. Luteae Stgr. propinqua, sed minor, colore 
obscuriore, antennis tennioribus, alis maguis rotundatis. Exp. al. 21 mm. 
Q Ignota. Patria Sicilia (Litus septentrionale)«. 
Heylaerts, F. J. M., Zwei Bemerkungen, in: Stett. Entom. Zeit. 1880. p. 186. 

Verfasser behandelt Phalaena Bombyx atra L. Sie ist identiscli mit P. plumi- 
fera 0. 
Grote, A. R., Oiketicus Ahboti. in; The North- American Entomologist. Vol. 1. 1880. 
p. 52. 

Oiketicus Abboti ist kleiner als 0. Poeyi von Ciiba, schwarzbraun mit glashellem 
Grenzfleck der Vorderfliigelzelle , blasser, engerer Flügelecke. Der Cocon fand 
sich an der Baumwollenpflanze bei Savannah , Georgia. Auch von Texas und 
anderen südliclien Staaten erhalten. 

, Three new Oochliopods. in: North- Americ. Entom. p. öO. 

Als neue americanische Cochliopoden Bsdv. schildert uns Grote Monoleuca 
sulphurea. Limacodes flexuosa, L. caesonia und L. latomia. 
Austaut, J. L., Lepidopteres nouveaux d'Algerie, Orgyia Josephina. in : Le Naturaliste. 
No. 27. 1880. 
Eine neue Orgyia aus der Verwandtschaft der 0. Dubia Tauscher. 

, Lepidopteres nouveaux d'Algerie, Orgya Josephina. in: Le Naturaliste. No. 28. 1880. 

Beschreibung der Larve, welche etwas von denjenigen der anderen Species des 
Genus abweicht. Die Nahrungspflanze blieb leider unbestimmt, 
Bentley, J. W., Lithosia rubricollis in Wales, in: Entomologist. 1880. July. p. 163. 

Sammelbericht. 
Alexander, P. F., Euchelia Jacobeae in August, in: Entomologist. 1880. March. p. 04. 

Sammelbericht. 
Juce, Ch. E. 'M.,^Callimorpha dominula. in: Entomologist. 18S0. September, p. 218. 

Ein Sammelbericht. 
Spängberg, J., Melanges lepidopterologiques. in: Entom. Tidsskrift. 1880. p. 91.] 

Bildet Arctia alpina von Acerbi, einstens im schwedischen Lapland bei Torneä 
gefunden ab , ferner A. venosa , var. rmirina und Caradrina quudripicnctata , var. 
Leucoptera Thunberg. 
Künckel d'HerculaiS, J., Metamorphoses et moeurs de la Dejojjea crihrariu L. [Cribrurn). 
in: Ann. de la Soc. Entom. de France, p. 159. 

Die Raupe der weitverbreiteten Art traf Pierre im botanischen Garten von 
Saigon auf Crotalaria juncea. Wenn Verf. das Thier eine Lithoside nennt, so 
dürfte er sich auf vollständig irriger Bahn bewegen. 

Vulte, V., Über das Vorkommen \oniDeiopeia pulchella. in: Katter's Entom. Nachr. 1880. 
p. 17. 

Das Thier in einem Stück Ende August bei Cassel getroff'en. 
Leiievre, M. E.,"Le Naturaliste. 1880. No. 20.» 

Männchen und Weibchen von Thais Polyxena haben gleichen, an denjenigen der 
Aristolochien erinnernden Geruch , Sjnlosoma ßdiginosa erinnert an den Geruch 
der Zygaenen. 

Bellier de la Chavig'nerie , Description d'un Bombyx nouveau de France, in: Ann. de la 
Söc. Entom. de France. 1881. p. 366. (Seance du 9. Juin 1880.) 
Einen höchst interessanten Spinner des Genus Closterä Steph. [Pygaera 0.) 
aus den Umgebungen Digne's (Basses Alpes) beschreibt und bildet der hochver- 
diente französische Lepidopterologe ab. Das vollendete Insect wurde bisher nur 
in wenigen Exemplaren Ende Mai und im Juni getroffen. Die Raupe ohne Zweifel 



296 ^- Arthropoda. 

an Weiden und Pappeln. (Der graue auffallend gezeichnete Falter ist ganz ent- 
schieden mit keiner europäischen Art zu vereinigen [Ref.]) . 

Ausiaui, J. L., Lepidopteres nouveaux d'Algerie. in: Le Naturali