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Full text of "Denkschriften der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Classe"

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COMPARATIVE ZOÖLOGY. 

AT HARVARD COLLEGE, CAMBRIDGE, MASS. 
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DENKSCHRIFTEN 



DER 



KAISERLICHEN 



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AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 



MATHEMATISCH-NATURWISSENSCHAFTLICHE CLASSE. 



FÜNFZIGSTER BAND. 




'"WIEN. 

AUS DER KAISERLICH-KÖNIGLICHEN HOF- UND STAATSDRUCKEREL 

1885. 



INHALT. 



Erste Abtheilung. 

Abhandlungen von Mitgliedern der Akademie. 

Seite 

Etüngshausen Frh. v. : Die fossile Flora von Sagor in Krain. III. Theil und Schluss. (Entbalteml Nach- 
träge und die allgemeinen Resultate.) (Mit 5 Tafeln.) 1 

Neumayr : Die geographische Verbreitung der Juraformation. (Mit 2 Karten und 1 Tafel.) 57 

Gegenbauer : Zur Theorie der Determinanten höheren Ranges 145 

Gegenbauer : Zur Theorie der aus den vierten Eiubeitswurzcln gebildeten complexen Zahlen .... 153 

Oppolzer V. : Über die Auflösung des Kepler'scheu Problems 185 

Zweite Abtheilung. 

Abhandlungen von Nicht-Mitgliedern. 

Stapf: Die botanischen Ergebnisse der Polak'schen Expedition nach Persien im Jahre 1882. I. Theil . 1 

Stapf: Beiträge zur Flora von Lycien, Carlen und Mesopotamien. I. Theil 73 

Toula: Geologische Untersuchungen in der „Grauwackenzone" der nordöstlichen Alpen. Mit beson- 
derer Berücksichtigung des Semmering-Gebietes. (Mit 1 Karte, 1 Tafel und 43 Holz- 
schnitten.) 121 

Purschke: Cfe?«;«ys sarw(*i/ca n. sp. aus dem Tegel von Hernais bei Wien. (Mit 1 Tafel.) 185 

Unterweger : Beiträge zur Erklärung der kosmisch-terrestrischen Erscheinungen. (Mit 2 Tafeln und 

3 Holzschnitten.) 19^ 

Bruder : Die Fauna der Jura- Ablagerung von Hohnstein in Sachsen. (Mit 5 Tafeln, 1 Holzschnitt und 

1 Tabelle.) 233 

Laube: Ein Beitrag zur Keuntniss der Fische des böhmischen Turon's. (Mit 1 Tafel und 2 Holz- 
schnitten.) 285 

Toida und Kall : Über einen Krokodil-Schädel aus den Tertiärablagerungen von Eggenburg in Nieder- 
österreich. (Mit 3 Tafeln und 3 Holzschnitten.) 299 



Erste Abtheilung. 



Abhandlungen von Mitgliedern der Akademie. 



Mit 2 Karten und 6 Tafeln. 



DIE 

FOSSILE FLORA VON SAGOR IN KRAIN. 



Reo..Rath Prof. Dr. CONSTANTIN Freiherr von ETTINGSHAUSEN", 

CORRKSPONDIKENDEM MITQI.IEDE DER KAISERLICHEN AKAIIEMIE PER WISSENSCHATTEN. 



m. THEIL UND SCHLÜSS. 

(EJITIiALTEP \ACIITRÄ(;E OM DIE UI.GEHEnES RESULTATE) 

(31LLfc 5 SafefH..) 
VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 8. JÄNNER 1SS5. 



Heit der Veröffentlichung des I. und II. Tlieiles meiner Arbeit über diese fossile Flora (Deukscbr., Bde. XXXII 
und XXXVII) sind aus den Scliichten von Sagor noch fortwährend neue oder in irgend einer Bezieliung 
bemerkenswerthe Pflanzenfossilien /um Vorschein gekommen. Es sind nicht nur die Fundstätten in Sagor von 
mir wiederholt bssucht, sondern auch grosse Quantitäten Rohmaterials von dort an das pbyto-paläontologische 
Institut in Graz ges^'ndet worden, wo die Pflauzeufossilien meistens durch das Verfahren der Frostsprengung 
gewonnen werden konnten. Das verspätete Erscheinen des vorliegenden letzten Theiles meiner Arbeit über die 
fossile Flora von Sagor dürfte dcssball) wohl Entschuldigung finden. In demselben sind die neuen Funde 
beschrieben und am Schlüsse die allgemeinen Resultate der Bearbeitung zusammengestellt. 

Hievon hebe ich hervor, dass die fossile Flora von Sagor zwei Abschnitte derTertiärjieriode nnd zwar den 
letzten der Eocäuzeit und den ersten der Miocänzeit umfasst; ferner dass in dieser Tertiärflora die Mischung 
von Florenelementen mindestens ebenso deutlich zu erkennen ist, wie in anderen, was den schon aus anderen 
fossilen Floren deducirten Schluss, dnss in der Tertiärflora die Florenelementc noch vereinigt waren, vollkommen 
bestätigt. Dies gilt aber nicht bloss tlir die Tertiärflora Europas. Es ist schon a priori anzunehmen, dass die 
gesellige Verbindung der Florenelemente eine allgemeine Eigenscbaft der Tertiärflora ist, denn es liegt kein 
Grund vor, yerade der europäischen Tertiärflora eine völlig abweichende Eigcnthiimiichkeit zuzuschreiben, 
während die Annahme, dass die Tertiärflora überhaupt eine Universalflora ist, welche die Elemente aller 
jetzigen Floren in sich fasst, durchaus nichts Absurdes an sich hat. Gegenwärtig findet diese Annahme durch 
die rntersuehuug der aussereuropäischen Tertiärfloren immer mehr Begründung. 

Die Vergleichung der Fossilien mit den entsprechenden Theilen der lebenden Pflanzen halie ich grössten- 
theils während meines längeren Aufenthaltes in Kew Gardens bei London vorgenommen. Für die mir daselbst 
freundlichst gestattete Benützung der reichhaltigen Sammlungen der Museen und des botanischen Gartens 
spreche ich den Herren Director Sir Joseph Hooker, Prof Daniel Oliver und J. G. Baker den verbind- 
lichsten Dank aus. 

Denkschriften der mathem.-naturw. Gl. L. Bd. i 



Constantin v. Ettingshansei 



A. Beschreibung der neu hinzugekommenen fossilen Pflanzen. 

Class. FUN Gl. 
Sphaerici miuutissinui u. sp. 

Taf. XXVIII, Fig. -2, 2 «, h. 

S. penthecik sparsis iionnunqiumi <i<l ««vw.s- »ecundarios seriafi^, iHhintissimia, rotundatis nigris, odiolo confonni 
pertusis. 

Fuudort: Savine (.Stollen). Auf eiuein Dicotyledoneu-Blattreste, wahrscheinlich einem Theilblättchen 
von Rhus. 

Auf dem hier abgebildeten unscheinbaren Fetzen eines Dicotyledouen-Blattes bemerkt man sehr feine, 
schwarze Pünktchen, welche auf der Fläche des Blattes zerstreut liegen. Da dieselben oft den Netznerven auf- 
sitzen, so könnte mau bei oberflächlicher Betrachtung verleitet werdeu, das Fossil für einen Farnrest, allenfalls 
der Gattung Pol i/podium oder Äspidium zu halten, wo ))ei mehreren Arten die der Nervation von Dicotyledonen 
ähnliche iiercatio Dri/nariae vorkommt. Bei genauerer Untersuchung mittelst der Loupe findet man jedoch, dass 
weder die Nervation des Blattrestes, noch die Anordnung der erwähnten Pünktchen alsSori zu einem Farn passt. 
Die Pünktchen sitzen nämlich zuweilen auch auf den Secundärnervtn zu mehreren in einer Reihe. In Fig. 2 a ist 
eine Stelle des Fossils vergrössert gezeichnet, an der man die erwähnte Anordnung der Pünktchen beobachten 
konnte. Fig. 2 b hingegen zeigt eine Partie, wo die Pünktchen an den feinsten Netznerven einzeln sitzen. 
Um den Beweis, dass man es hier mit einem Pilze zu tliun hat, zu vervollständigen, hebe ich noch hervor, dass 
die Pünktchen bei starker Vergrösserung sieh als Perithecien deutlich erweisen. In der Mitte der rundliehen 
Perithecien bemerkt man bei einigen eine Öffnung, was an Fig. 2 h zur Anschauung gebracht ist. Den Peri- 
thecien nach schliesst sich der l)eschriebeue Pilz der Spliaeria interpumjens Heer an, unterscheidet sieh aber 
von dieser wie auch von der ähnUchen folgenden Art durch die ausserordentliche Kleinheit der Perithecien. 

Der Blattfetzen, auf welchem der Pilz vorkommt, zeigt nach der Form, Baudbeschaffenheit und Nervation 
viele Übereinstimmung mit Theilblättchen von Rhus. 

Sphaeria Fiel tenulnervis u. sp. 

Taf. XX Vm, Fig. 3, 3 a— c. 
S. perithecüs sparsis minuHssimis, ovalibus, nigris, nstiolo rotundato 2)ertusis. 

Fundort: Savine (Stollen) auf einem Blatte von Fiaiis temdnerms. 

Die Perithecien dieses Pilzes gleichen denen der Sphaeria interpungens Heer, sind jedoch noch kleiner 
als diese, so dass sie dem unbewaffneten Auge kaum sichtbar sind. Bei genauerer Untersuchung erkennt man, 
dass sie auch durch ihre ovale Form von den Perithecien der genannten Pilzart abweichen. In der Mitte des 
Peritheciums bemerkt man eine sehr kleine, rundliche Öffnung (Fig. 3 a — 3 c). 

HpJuieria Secretmii Heer. 

0. Heer, Tertiärflora der Schweiz, Bd. I, S. l.i, Taf. I, Fig. 4«. 

Diesen von 0. Heer auf einem Stengel einer fossilen Pflanze aus dem Mergelschiefer von Öningen 
entdeckten Pilz fand ich im Steinbruch bei Savine auf einem Blatte von Fhragmifes oeningensis. 

Hhytisma gründe n. sp. 
Tat. XXVIII, Fig. 1. 
li. periflieciis magtiis rotundato-ovaUbus, sinuosis, irregidariter dehiscentibus. 

Fundort: Savine (Steinbruch). Auf einem unbestimmbaren Dicotyledonen-Blatte. 



Die fossik Flora von Saf/or in Krain. H 

Die Perithecien kommen denen von Rhytisma lyoptiU nahe, weichen aliei' in der Form und Grrösse Yon den- 
selben ab. Sie erreichen eine Länge von 7""' nnd eine Breite von 4-5""' und liegen deutlich vertieft. Die 
Furchen derselben sind nicht so regelmässig angeordnet, wie bei erwähnter Art aus der Tertiärflora der 
Schweiz. Die kleineren Perithecien gleichen wegen ihrer mehr rundlichen Form sehr denen des Xi/lomifef> 
umbilicuHis Vn^. Letzteren fehlen jedoch die Furchen; überhaupt kann ich nicht die Ansicht theilen, dass der 
Xyloinites umhilicatus ein Rlujtisma sei. 

Class. ALGAE. 
Chondrites laurencloldss m. 

Fossile Flora von 8agor, I, Denkschr. Bd. -Sa, S. 161, Tat". I, Fig. 1. 

Ein kleines Bruchstück dieser Alge wurde in letzterer Zeit im Schürfstollen bei Savine gefunden. 

Cystoseira comtnunis Ung. sp. 

Syn. : Cystosmiies communis Vng. Cliloris protogaea, p. 125, Tab. 28, Fig. 1, 2. 

Fundort: Trifail. 

Von dieser in den fossilen Floren \'on RadoboJ und Podsused in Oroaticn häufig, anderwärts aber selten 
vorkommenden Fucacee habe ich ein einziges Exemplar aus den Schichten von Trifail erhalten. 

Ord. CHARACEAE. 

Charit Meriani A. Braun. 

Taf. XXVni, Fig. 6. 
Ettingsli. Fossile Flora von Sagor, I, 1. c, S. ici. 

Am a. 0. erwähnte ich des häufigen Vorkommens dieser Art in den Mergelschiefern von Savine. Um eine 
Vorstellung von diesem Vorkommen zu geben, wurde in Fig. 6 auf cTafel ein kleines Stück Mergelschiefer mit 
d;iranf abgedruckten SporenfrUchteu, in natürliciier Grösse gezeichnet, dargestellt. 

Ich habe in Savine Steinplatten gesellen, welche mit den Sporenfrüchten dieser Art ebenso dicht bedeckt 
waren. Dieselben sind aber meistens verkohlt und zusammengedrückt, so dass man von ihrer Structur nur 
undeutliche Spuren wahrnehmen kann. 

Class. MUSCI. 
Muscites savinensis n. sp. 

Taf. XXVIII, Fig. 5, 5 a. 

M. caule filifoi-me foliato ramoso, ramulis abhreviatis, angulo acuta patentibus, alternü, foliis confertis, tenuissimis, 

subsetosis. 

Fundort: Savine (Steinbruch^ 

An derselben Stelle in Savine, wo ich die meisten Exemplare des Hijpuiim saijorianuiti erhielt, fand ich das 
auf C.Tafel in Fig. 5 in natürlicher Grösse und in Fig. r>a vergrössert dargestellte Fragment eines Moosstengels. 
Dasselbe scheint zu keiner der bis jetzt beschriebenen fossilen Moosarten zu gehören, obgleich es mit Hi/pnum 
»S'tf^jortotMm Schimp. f Muscites setosus Sap.J und entfernter mit H. Heppii Reer Ähnlichkeit verrätli. Der 
fadenförmige Stengel ist mit feinen fast borstlichen Blättern, die nur bei stärkerer Vergrösserung erkennbar 
sind, besetzt. Die Aste sind zahlreich, verkürzt, aufrecht-abstehend oder fast anliegend. Da die Gattung, nach 
diesem einzigen Fragment, sich noch nicht bestimmen lässt, so bringe ich dasselbe vorläufig zu Muscites. 

Ord. POLYPODIACEAE. 

BlecJintirn Braunii m. 

Ettiugsli., Fossile Flora von Biliu, 1, .S. 15, Taf. III, Fig. 5—8. 
Fundort: Savine (Steinbruch). 



4 Consfantin v. Etfiugs hausen. 

An der bezeichneten Fundstelle kam eine einzige Fieder dieses Farn vor, die mit der am a. 0. Fig. 7 
abgebildeten Fieder der fossilen Flora von Bilin am meisten übereinstimmt. Es liegen Al)druck und Gegendruck 
des Fossils vor. Au Erstereni l)emerkt man die lederartige Textur, au Letzterem die Nervatiou besser crlialten; 
an beiden ist die feine Zähnung des Randes deutlich sichtbar. 

Fig. 7 auf Taf. XXVIII stellt eine schneckenförmig eingerollte Knospe eines Farnkrautes dar, ülter dessen 
Bestimmung jedoch zu wenig Anhaltspunkte ermittelt werden konnten. Der derberen Textur nach wäre diese 
Knospe vielleiclit zu Blcchaum zu stellen. Das Fossil stammt aus dem Mergelscliiefer des Scliurfstolleiis bei 
Savine. 

Ord. EQUISETACEAE. 
Equisetutu repens m. 

Taf. XXVIII. Fig. 4, 4 a. 
Ettiugsh., Fossile Calam.-irien, in Haidiuger's naturwiss. Abluimll., Bd. IV, S. 93. 

E. rJdzumate rejjente ramoso, diametro circa 3"""; ramis yracilibun adscetidentibus simplicibus, diam. 1-5 — 2"^"% 

articHÜH teiiuiter Mriatis, inferioribus abbreoiatis, circa 2""^ Jongis, superioribus iisqiie ad ü™'" lonyiis; vaginis 

2 — 5""" metientibus, laxiuscuUs, multißdis, laciniis capiliaribus. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Der in Fig. 4 in natürlicher Grösse und in Fig. 4« vergrössert gezeichnete Fossilrest ist ein Ästchen des 
verzweigten Rhizoms der beschriebenen Equisetum-kxt. Es zeigt nur wenig über 1""" Durchmesser; die Glieder 
erreichen kaum 2-5™'" Länge; die Scheiden haben haarfeine anliegende Zipfel. 

Ord. CUPRESSINEAE. 
Liboeedrus saltcomioides Ung. sp. 

0. Heer, Tertiärflora d. Schweiz, Bd. I, 8.47, Taf. -21, Fig. 2. — Ettiugsh., Fossile Flora von Biliu, I, S. .i.s, Taf. 10 
Fig. 1 — 7, 14. — Syn.: Thmjtes s. Unger, Chloris protogaea, p. 11, Taf. i, Fig. 1 — 1; Taf 20, Fig. 8. — Libom/rilcs 
s. Endlicher, C'onif. S. 275. — O.Weber, Tertiärflora d. niederrhein. Brauukohlenformation , S. 46. Taf. i, Fig. lo. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Von dieser in der Tertiärflora weit verbreiteten Cupressinee fand sich ein Zweigbrnchstück vor, w'^lches 
dem in Unger's Chloris profogaea Taf. I, Fig. 4«; abgebildeten Exemplar von Radoboj nahezu vollkommen 
gleicht, wesshalb ich es für überflüssig hielt, hier eine Abbildung desselben beizufügen. Es geliört zur Form mit 
schmäleren Astgliedern, zu denen auch das Bruchstück von Monod in Heer's Tertiärflorader Schweiz, Fig. 2b, 
Taf. 21 und einige Reste, die aus der Braunkohlenformation von Leoben und von Scliönegg bei Wies mir vor 
liegen, zu zählen sind. 

Taxodium distlchum mlocenicum Heer. 

0. Heer, Miocene lialtische Flora, .S. IS, Taf II ii. III. 

Es sind neuerlich wohlerhaltene Zweigehen dieser Cupressinee, jedoch nur aus Sagor und Trifail zum 
Vorschein gekommen und ist bemerkenswerth, dass dieselbe an den so reichlialtigen Fundorten bei Savine 
bis jetzt nicht aufgesammelt weiden konnle. Die Zweigchen haben alle eine auffallend dünne und zarte Spindel 
und sind daduich von denen der Seqaoia Laitgsdorßi leicht zu unterscheiden,' worauf schon 0. Heer aufmerk- 
sam gemacht hat. 

1 Das von A. G. Natliorst iu seineu Beiträgen zur Tertiärflora Japans, Taf. IV, Fig. 8 abgebildete Zweigehen kann 
daher unmöglich zu Taxodinm dlslichmn tiiioc. gehören, da dasselbe eine dicke, starke Spiudel zeigt, wie sie bei den Zweig- 
eheu dieser Art nie vorkommt. Auch muss ich gegen Herru Nat liorst's Auualime in'otestiren, dass Heer dieses Zweigeheu 
als 3'. distichiim bestimmt haben würde, wodurch er den Fehler eines Anfängers begangen hätte. Wenn aber Herr Nathorst 
das citirte Fossil so bestiuimte. so möchte ich die anderen nicht abgebildeten Exemplare, die er nuu auch für Taxodium 
distichum mioc. hält, doch erst sehen, bevor ich seine Angabe als richtig annehme, und vorderhand nur das Vorkommen 
von Sequoia Langsdorfii in der Tertiärflora Japans als zweifellos betrachten. 



Die fossile Flora vov Sagor in Kra'iii. 5 

Ord. ABIETINEAE. 

Sequoia Couttsiae Heer. 
Taf. XXVni, Fig. 10. 
Etthigsh. Fossile Flora vou .Sag-or, I. 1. c, S. IGÜ. Taf. 2, Fig. 1—8. 

Unter den vielen Zapfen dieser .\rt, welche in Savine an beiden Localitäten gefunden worden sind , ist 
mir der liier in Fig. 10 abgebildete vom Stollen bei Savine durch die etwas grössere Zahl seiner Schuppen und 
durch seine mehr längliche Form aufgefallen. Er bekundet hiedurch eine Annäherung an die Zapfen der Sequoia 
Bowerbankn Ett. ' des London-Thons vou Sliep]iey, welche vielleielit die Stammart der .s'. CouiUiae und anderer 
Sequoia-Arten jüngerer Tertiärscliichten ist. Die mit etwas kleineren Schuppen versehenen Zapfen, welche 
Heer auf Taf. 60, in Fig. 27 seiner Abhandlung über die Lignite vou Bovey-Tracey abbildete, scheinen eben- 
falls Annäherungsformen zur S. Bowerbankii zu sein. 

Den zahlreichen Fundorten der S. Couttsiae im Braunkohlenzuge Sagor-Tüffer ist auch noch Trifail hinzu- 
zufügen, wo Zweige dieser Art gesammelt worden sind. 

Araucaria Steniberf/U Goepji. sj). 

Syn. Sequoia Steriibeiyii Heer, Tertiärflora der Schweiz, Bd. I, .S. .55, Taf. •_>!, Fig. 5. — Ettingsb., Foss. Flora von 
Sagor I, 1. c, S. 167. 

0. fleer's Ansicht, dass diese fos.sile Conifere 7A\ Sequoia gehöre, hat sich nicht bestätigt. In den 
Schichten von Häring, wo die Zweige dieser Art zu den häutigsten Fossilresten zählen, sind in letzterer Zeit, 
Dank iler grossen Verdienste, welche sich die Herren Bergrath Sclirott in Kirchbichl und Oberbergverwalter 
A. Mitteler um die Aufsammlung der fossilen Ptianzen vou Häring erworben haben, Schuppen und Bruch- 
stücke vom Zapfen einer Araucaria gefunden worden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die in hohem 
Grade araucaria-ähnlichen Zweige obiger Art und die erwähnten Zapfenreste zusannnengehören. Nach den 
Zapfen und Zweigen ist die Araucaria Stern.herijii nächst verwandt der A. e.crelsa R. Brown. 

Finus Palaeo-Hti'ohii s w. 

Fossile Flora von Sagor, I, 1. c., S. 167. 

Ausser dem schon am a. 0. erwähnten Nadelbüschel aus der Bachschichte kam im Bereiche der fossilen 
Flora vou Sagor auch ein Sammentlügel dieser Art im Steinbruch bei Savine vor. Er stimmt mit dem auf der 
Tafel I, Fig. 11 meiner Abhandlung „Beiträge zur Phylogeuie d«r Pfianzenarten" (Denkschr. Bd. XXXVUI) 
abgebildeten Samenflügel der PinuK J'alaeo-Sfrobus vollkommen nbereiu. 

Piniis JPalaeo-Taeda m. 

Taf. XXVIII, Fig. 11. 
Fossile Flora von Sagor, 1, 1. c, S. 167, Taf. I, Fig. 22— -25, 27, Hl— 38. 

Ausser den zu dieser Art gehörigen Zapfen, Nadelbttscheln und Samen, die sich im Bereiche der Sagor- 
Flora gefunden haben, kam in neuerer Zeit auch ein männliches Blütheukätzchen, Fig. 11 aus dem Steinbrucii 



1 Unter der Benennung Stquoia BouvrlMiiL-ii vereinigte ich einige früher von J. .S. Bovv erbau k als Fetrupki/okks 
bezeichnete Zapfenfrüclite aus dem Loudon-Thon der Insel .Sheppey lEtt., Report on l'hyto-Palaeontological Investigations 
of the Fossil Flora of Sheppey, Proeeediugs of the Royal Society of London, Nr. 198, 1879, p. Bi. Diese Sequoia -Art unter- 
scheidet sich von der S. Couttsiae hauptsächlich durch die grössere Zahl der Zapfeuschnppeu. Über die SVgwo/a- Natur der 
erwähnten Zapfen kann kein Zweifel obwalten; Sir Joseph Hooker und Prof. Oliver in London, welchen ich dieselben 
zeigte, slimmteu meiner Ansicht vollkommen bei. Hingegen hat Herr J. St. Gardner in seiner Monographie der Britischen 
eocenen Gymnospermen S. 12 die Zapfen der Sequoia Boicerhai(kii für Alnus-Zapfen erklärt und will seine An.sicht damit 
begründen, dass er unter den Zapfenfrüchten von Sheppey Einen Erlenzapfen entdeckte. Allein das Vorkommen von Alnus 
im Londoner Thon schliesst doch das von Sequoia keineswegs aus. An vielen Lagerstätten der Tertiärformation ist das 
Zusammenvorkommen von Sequoia und Alnus als unläugbare Thatsache bekannt. Auch die fossile Flora von Sagor gibt hiefiir 
Zeugniss ab. 



tj Consfanfin v. Eftiiigshausen. 

von Savine zum Vorsclieiu, das ich nur zu Pimifi Palaeo-Taeda bringen konnte. Es ist kleiner als die Blüthen- 
kätzchen von P. Larkio. 

Piiuis holothana Uug. 
(Juger, Fossile Floia vou Kumi, Ueukaclir. Bd. XXVI. 8. 43, Tal'. 2, Fig. 1 — U. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Es fand sich am bezeichneten Fundorte eine auffallend breite Föhrennadel, welche den Nadelblättern der 
I'. holothana aus den Tertiärschichten von Kumi vollkommen gleiclit. 

ürd. PODOCARPEAE. 
Podocarpus eorenica Ung. 
Ungci-, Fossile Flora von Sotzka, Denkschr.Bd.il. 8. 158, Tat. 23, Fig. 11—16. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ein lanzettlich-lineales Blatt von derber Textur, das ausser einem breiten, gegen die Spitze zu allmälig 
verfeinerten Mediannerv keine Nervation zeigt. Ich vereinige dasselbe mit den Blättern von Podocarpus eocenica, 
zu denen es in allen seinen Eigenschaften am besten passt. 

Ord. SMILACEAE. 

Smilax HaidiiKjerl Ung. 
Taf. XXVIII, Fig. .s, 9. 
Ettiiigsh., Fossile Flora von 8agur, I, .S. 171, Taf. II, Fig. 32, 33. 

Von wohlerhaltenen Blättern dieser Art aus dem Mergelschiefer beim Stollen von Savine konnten 
Stückchen der Epidermis abgetrennt werden. Dieselben sind in Fig. 8 und 9 vergrössert dargestellt. Sie zeigen 
unregelmässig viereckige oder buchtig gerundete Zellen, deren Begrenzung mit doppelter Contour erscheint. 
Spaltöffnungen sind an Fig. 8 keine sichtbar. Wenn die.se auch nicht vollständig gefehlt haben, so waren sie 
jedenfalls sehr selten, so wie dies an der oberen Blattseite oft vorkommt. Hingegen gehört die mit Spalt- 
öffnungen versehene Epidermis eines anderen Exemplares der unteren Blattseite an. Die Epidermis passt voll- 
kommen zu der lebender .sW/te-Arten. 

Ord. CASUARINEAE. 

Casuarina sp. 
Taf. XXVIII, Fig. 13, 14. 

C. fructibus ovalihus, compressis, ala lanceolata, acuminata, stylt basi mucronata. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Das in Fig. 1.3 und I4 in natürlicher Grösse und in Fig. 13a und 14i vergrössert und ergänzt dargestellte 
Fruchtfossil zeigt grosse Ähnlichkeit mit den geflügelten Achenien von Casuarina. Der Fruchtkörper ist oval, 
der Flügel schmallanzettlicii, in der Mitte von einem bis zur Spitze verlaufenden Nerv durchzogen. Es liegt 
jedoch nur der halbirte Flügel vor; die fchkiide Hälfte ist glücklicherweise so abgebrochen worden, dass der 
MitteJnerv noch sichtbar ist. Am Ende des Flügels bemerkt man ein dem Mittelnerv aufsitzendes Dörnchen, das 
icii für einen Griffelrest halte. Ein ähnliches Dörnchen an der Spitze des Fruehtflügels, die Griffelbasis bildend, 
kommt bei der gegenwärtig in Victoria lebenden Casuariim thuyoides Mig. vor. 

Es sind im Steinbruch bei Savine zwei Arten von C'a,sM«r/Ha gefunden worden; welclier von beiden die 
i)('seliriebene Frucht zukommt, inuss vorderliand unentschieden bleiben. Docli seheinen einige Anhaltspunkte 
gegeben zu sein, dass dieselbe zu C. sagoriana gehöre. Der stichhältigste Grund zur obigen Annahme dürfte 
sein, dass die Zweige genannter Art von vier, hingegen die der ('. sotzkiana nur von zwei Fundorten im 
Gebiete der fossilen Flora von Sagor erhalten worden sind, daher zu vermuthen wäre, dass die vorgefundene 
Frucht von der mehr verbreiteten Art stammt. 



Die fusi^ile Flora von, Sagor in Krain. 7 

Endlich ist die Anuahme nicht auszuschliessen, ja vielleicht am meisten berechtigt, dass diese Frucht 
einer dritten Art angehört. Die erwähnte Aliulichkeit des Fossils mit der Frucht V(ni Casuarina thuijoides hässt 
mit Wahrscheinlichkeit vermuthen, dass auch die Zweige der Art, von welcher dieses stammt, denen der 
genannnten lebenden Art ähnlich waren. Die C. thuijuicles ist in ihrer Tracht durcli die sehr verkürzten Inter- 
uodien, wodurch die Zweige ein thuya-artiges Aussehen erhalten, ausgezeichnet. Weder die Zweige der C. 
sotzhiana, noch die der C. smjoriaiia alier haben ein solches Aussehen, wesshalb hier die Annahme einer 
besonderen Art zulässig wäre. Indem wir die Entscheidung hierüber künftigen Forschungen überlassen, 
bemerken vsir schliesslich nur noch, dass auch aus den reichhaltigen Tertiärschichten von Schönegg bei Wies 
eine Caswarmo-Frucht zum Vorschein gekommen ist. Dieselbe gleicht mehr der von C. quadrivalvis. Näheres 
soll die Bearbeitung der genannten fossilen Flora bringen. 

Ord. MYRICACEAE. 
Myrica depei^dlta Ung. 
Ettingsh., Fossile Flora von Sagor, I. 1. c, S. 175. 

Fundorte: Savine (Steinbruch); Sagor, Bachschichte; Trifail. 

Von der erstgenannten Localität liegt mir einBlattfragment dieser Art vor, dessen Nervation bis ins feinste 
Detail eriialten ist. Die Vergleichung derselben mit den lebenden Mi/rica-Arten ergab, dass die Nervation der 
Myrka deperdito mit der von M. cerifera am meisten übereinstimmt, daher die Letztere als die nächst ver- 
wandte Analogie der Ersteren zu betrachten ist und nicht die M. penssylvanica Lam., wie 0. Heer angibt. 

In Trifail fand sieh ein etwas breiteres, aber sonst vollkommen zur 1\I. depenlita passendes Blatt, und in 
der Bachschichte von Sagor ein kleineres Blatt, welches ich ohne Bedenken dieser Species beizähle. 

Myrica salieina Ung. 

Ettingsh., Fossile Flora vou Sagor, 1. c, I, S. 17.5. 

Es fand sich diese Art in neuerer Zeit aucii in den Schichten von Trifail vor. Es kommt demnach derselben 
eine grössere Verbreitung im Gebiete unserer fossilen Flora zu. 

llyn'cd anuninata Ung. 

Uuger, Fossile Flora von Öotzka, S. 30, Tat". 6, Fig. 6, 7. 9; Tat'. 28, Fig. 2. — .Syu.: Dnjandroides a. Ettingsh., 1. c. I, 
S. 109. 

Als vor 13 Jahren der I. Theil der , Fossilen Flora von Sagor" in die Öftentlichkeit gelangte, war ich noch 
der Ansicht, dass die M. aeuminafa Ung. eine Proteaeee sei, die mit anderen ähnlichen Pflanzenfossilieu zu 
Dryandroides gehöre. Seither sind jedoch Thatsachen zu Geltung gekommen, welche für die Beibehaltung der 
Unger'schen Bezeichnung sprechen. Insbesondere ist es die Nervation, welche entschieden mehr zu Myrica als 
zu den Proteaceen passt. Es liegt mir ein Blatt der 31. ucuminata von Savine vor, dessen Nervati(ni viel besser 
erhalten ist, als an den Blättern von Sotzka und Häriug. Dieselbe ist am meisten übereinstimmend mit der 
Nervation von M. tindoria lluiz (Ettingsh., Blattskelete der Apetalen, Deukschr. Bd. XV, Taf. 4, Fig. 5, 6), 
welche ein feineres Blattnetz zeigt, als die M. cerifera. 

Auch M. Hynihuii {fiuercus l. Ung., Dryandroidea l. Ettingsh. 1. c. S. 199) ist nach wohlerhaltenen 
Exemplaren von Parschlug keine Dryandroides, sondern eine echte Myrica. 

Ebenso sind M. haerinyiana Ung. {_Banksia h. Ettingsh. 1. c. S. 198) und M. banlcsiaefoliaUrig. (^ßanksia 
Uncjeri Ettingsh. 1. c.) bei Myrica zu belassen. 

Einen nicht geringen Fehler würde man aber begehen, wenn man auf Obiges bin sämmtliche Proteaceen 
der fossilen Flora von Sagor nun streichen und zu den Myricaeu stellen wollte. Unzweifelhaft kommen in der 
Tertiärtlora Myricaceen neben Proteaceen vor, sowie daselbst Carpinus und Eii<jelh(irdtia, Ulinus und Ciipaniu 
u. s. w. sich vergesellschaftet finden. Es herrsehte ja zur Tertiärzeit, als die Elemente der Floren noch ver- 
einigt waren, eine ganz andere Vortheilung der Pflanzen als in der Jetztwelt. 



8 Constantin v. Ettingshausen. 

Ord. CUPULIFERAE. 
Carplnus Heer 11 m. 

Taf. XXVIII, Flg, 19, 20. 
Fossile Floi-a vou Sagor, I. Theil, 1. c, S. 177. 

Im Steiiibrucli bei Saviue fanden sich wolilerhaltene Blätter dieser Art, vou denen icli Eines in Fig. 20 in 
natürlicher Grösse, und die wohlerhaltene Nervation desselben in Fig. 20 a vergrössert zur Anschauung bringe. 
Aus derselben Localität kam ein inäunliclies Bliithenkätzchen (Fig. 19) zum Vorschein, das nur zu Carpiniis 
gehören kann, und welches ich mit den Blättern obiger Art vereinige. Dasselbe gleicht in Bezug auf die Grösse 
und Form der Schuppen den Kätzchen von Carpinus Betulus L., ist aber etwas länger als diese. 

Fagus Fevonlae Ung. 

Ettiagsh., Fossile Flora von Sagor, I, 1. c, S. 178. 

Es haben sich noch einige Blätter, im Ganzen jedoch sehr wenige Reste dieser Art in Savine und Trifail 
gefunden. 

Ich glaube nachgewiesen zu haben, dass Aiq Fcujus DeucaKomsXlng.'^ in die Entwickluugsreihe dieser 
Art geliört und dass sie als die unmittelbare Vorpflanze der recenten Fagus sijlvatica zu betrachten ist. Diese 
jüngere Entwickliuigsform, weiche auch als Fagus syJvatka fossiUs bezeichnet werden könnte, ist im Gebiete 
der Sagor- Flora bis jetzt noch nicht zum Vorschein gekommen und daher wohl anzunehmen, dass dieselbe 
zur Zeit dieser Flora noch nicht existirt hat. 

Castanopsis sagorlana m. 

Taf. XXVni, Fig. 18, 18 a. 
Syn. Ficus laiiceoldfo- aoumina/a. Ettingsh., Fossile Flora von Sagor, l, 1. c, S. 182, Taf. VI, Fig. 3, 4. 

C. foliis petiolatis coriaceis, angiiste-lanceolatis, integerrimis, apice aaiminatis, basi acutis, nervatione camptodroma, 
nervo primario palido prominente recto, nercis secundarüs distinctis, approximatis, inferiorihus siib angulis 
70 — 6'0°, superoribus suh angulis 45 — 55° orientihus, marginem versus ascendentihus, nerois tertiariis tentm- 
simis, approximatis, flexuosis, ramosis, oblique insertis, inter se conjunctis, rete tenerrimum includentibus. 
Fundort: Savine (Steinbruch und Schürfstollen); Sagor (Baclischichte); Trifail, Tiiffer. 
Die Ähnlichkeit dieser Blattfossilieu mit denen echter JP/««- Arten, insbesondere mit F. lanceolata Heer 
verleitete mich, dieselben -/AiFicus zu stellen. EinExemplar dieser Fossilien, in Fig. 18 dargestellt, das kürzlich 
aus dem Steinbruclie bei Savine zum Vorschein kam, dessen Nervation (Fig. 18 a) bis in das feinste Detail 
wohl erhalten ist, belehrte mich aber, dass diese Blattfossilien nicht zu Ficus, sondern zu Castanopsis gehören, 
bei welcher sehr ähnliche, lanzettförmige, zugespitzte Blätter mit genäherten bogenläufigcu, nach dem Rande 
aufwärts ziehenden Sccundärnervcn vorkommen. Die Tertiäiuerven, welche kurz, geschlängelt und zum Primär- 
nerv fast rechtwinkelig verlaufen, sowie das feinere Netz charakterisiren diese Custanopsis-BVättev, sowie die 
der jetztlebenden C. urgentea DC. (s. Ettingsh., Beiträge zur Tertiärflora Australiens, Denkschr. Bd. XL VII, 
S. 122, Taf. 7, Fig. 8) und C. tribuMdes DC, welche zu den nächstverwandten Analogien der fossilen Species 
zählen. 



1 Wenn Herr A. G. Nathorst in seinen „Boraerkungen" über meine Abhandlung zur Tertiärflora Japans die Fagus 
Dmcalionis von seiner Fayns fernit/iiiea fossilis der Art nach unterschieden wissen will , so ist er im Irrtliume. Die europäische 
und die nordameiikanische Buche haljen dieselbe Vorpflauze. Von regressiven, d. i. den VorpHanzen sich anschliessenden For- 
men scheint Herr Nathorst keinen Begriff zu haben, sonst hätte er wohl verstanden, was icli mit den Formen der Fagus 
ferrug'inea, die eine etwas gcringereZahl von Secundäiuerveu aufweisen als die gewöhnliche Form, meinte; sonst hätte er auch 
nicht diese „Racc" der F.ferniginea, auf welche ich eben für meine Ansicht grosses Gewicht legte, da sie eine Annähe- 
rung zi\r Sta,miü\'oYm F. Veucalionis bedeutet, gegen diese Ansicht ins Feld geführt. 



Die. fossile Flora von Sagor in Krain. 9 

QuercHS Dayhnes Ung. Var. clilovophylla. 

Syn.: Quercus chlorophylht Ung. Chloris pvotog., S. 111, Tai'. ;(1, Fig. 1. 

Fundort: Savine (Stollen). 

Das Pflanzenvorkoinmcii in den Scliichten \ou Farsclilug lelirt, dass Quoma Dapliiiea und Q. cliloropliijlla 
durcli i'bergänge verliuiidcn sind und dass Letztere als eine iireitbiättrige Varietät der Ersteren aufzufassen 
ist. Ein dieser Variet.ät vollUominen enlsprcclieudes Blattfossil hat sich in Savine gefunden. Weiters führt das 
Studiiun der aus den Parsehhiger Schichten zu Tage geförderten Blätter, welche man bisher als Qiierciis Daphnes 
und (7(/o/vjiy;Ay//(/- bezeichnet hat, zur Au.siciit, dass hier zwei ganz verschiedene Pflanzen, die einander 
in Filättern und zwar bezüglicii der lederartigen Textur, der länglich-elliptischen Form und der genäherten 
parallelen Secundärnerven selir ähiilicli sehen, vermengt sind. Die Eine, welche der jetztlebendeu Quercxs 
virens sehr nahe verwandt ist und die Bezeichnungen Q. Daphnes und (J. chloroplitßa erhalten hat, lässt sich 
durch eine, wenn auch nur sehr geringe Schlängelung und Biegung der Secundärnerven, sowie durch die etwas 
stärkere Entwicklung der Terliärnerven und ein dem entsprechend etwas iiieiir hervortretendes Blattnetz 
erkennen. Die Andere, welche die Bezeichnung Sapotacites Daphnes beibehalten mag, besitzt feinere geradlinige 
Secundärnerven und ein wenig hervortretendes, daher im fossilen Zustande meistens verwischtes Blattnetzj 
Eigenschaften, welche, in Combination mit den oben erwähnten gemeinsamen, zu /Srt/Joto(t'e»-Blättern am besten 
passen. 

Quercus Nauniamvl m. 

Fossile Flora von Sagor. I, S. 178, Tat. I, Fig. II. 

Von dieser Art, welche itisher nur in Savine gefunden worden ist, kam ein Biattfossil aus Trifail zum 
Vorschein. Es ist etwas grösser als das a. a. 0. abgebildete und hnt daher auch etwas stärker eatwickelle 
Secundärnerven, stimml aber in allen übrigen Eigenschaften mit diesem vollkommen überein. 

Quercus Nyinphdruni n. sp. 

Taf. XXV III, Fig. i.-,, 1.5«. 

Q. form rigide coriaceix, orafo-ob/aiif/is, baini rersus aiKjiisfafis, in superiore parte margine dentatis, in inferiore 
inlegerrimis, nerimtinne ini.vta, snpra craspeilodroina, in.fra i-aiiiptixiroma, nervo primario permlido prominente 
recfo, apicem persus attenuato; nervia seciniilariis promine)dibm arcuatis, afrinqiie 9 — dO, siilj arnjulig 
45 — 55° orientibiis simpUcibus ; nervis tertiariis tenuibax siinpdieibiia vel fureatis, inter .sc coiyundi'i, rcte 
tenerrimum includeidibus, marr/lnalHiiitf prominentibus. 

Fundort: Trifail. 

Dieses Blattfossil trägt die Eigenschaften eines Eichenhlattes sehr ausgesprochen an sich. Die Textur ist 
auflallend derb, lederartig, etwa wie bei Quercua fulpa Lieh.] die Forin länglich, gegen die Basis mehr als 
gegen die Spitze verschmälert; der Band ist bis über die Mitte der Lamina hinaus ganz, erst gegen die Siiitze 
zu gezähnt. Die Nervation ist wie bei vielen fliehen combinirt, unten bogenläufig, oben randläufig. Der Primär- 
nerv ist bis zur Mitte der Blattfläehe seiir mächlig, von da ab verschmälert er sich aber sehr rasch und erreicht 
an der Spitze die Feinheit der obersten Secumläi-nervcn. Stärke, Ursprungswinkel, Distanz und Verlauf der 
Secundärnerven sind nicht gleichmässig. Am unteren Theile treten sie mächtig hervor, schliessen mit dem 
l'rimärnerv Winkel von 45 — 50° ein und stehen weiter von einander ab als die oberen dünneren, welche unter 
etwas stumpferen AVinkeln entspringen. Die Krümmung der Secundärnerven ist nicht gleichförmig. Die Tertiär- 
nerven sind ziemlich fein, verbindend, gebogen, fast rechtwinklig entspringend, einfach oder gabeltheilig, nach 
vorne zu etwas aufgerichtet, so dass sie sich der Innenseite der Secundärner\en unter stumpfen Winkeln ein- 
fügen. Die randständigen Tertiärnerven sind stärker und treten etwas mehr hervor, daher dieselben das Aus- 
sehen von Gabelästen der Secundäriier\cn gewinnen. Das reich entwickelte sehr ausgebildete Blattnetz, 
Fig. 15 a, besteht aus rechtwinkligen fast quadratischen, sehr engen Maschen und zeigt die Feinheit des Netzes 
mancher mexikanischen oder indischen Eichen, wie Q. undidata Benth., Q. salicifoUa Ne6, Q. fenestrata 
Koxb. u. s. w. 

DeiikschrifLeu der maUiem.-üaturw. (II. L. Bii. 2 



10 Constantin v. Ef/ ingshausen. 

Nach den beschriebeneü Merkmalen ist diese Art mit Quercus furcinerois Rossm. sp. am nächsten verwandt, 
unterscheidet sich aber von derselben durch eine andere Randbeschaifenheit, durch die rechtwinklige Einfügung- 
der Tertiär- und Netzmaschen und durcli ein feineres, reiidilich entwickeltes Blattnetz. 

Eine genaue Vergleichnng der Eichenblätter in dem Royal Herbarium zu KewGardcns bei London mit dem 
Blatte der beschriebenen Art ergab, dass derselben zwar keine lebende Art in allen Eigenschaften sehr nahe 
kommt, jedoch die mexikanische Q. cuneifolia Liebm. nieiir bezüglich der Textur Form und Nervation, weniger 
in der Randbeschaffenheit gleicht. 

Quercus Drymeja U n g. 

Ettingsh, Fossile Flora von Sagor, I, S. 179. 

Ausser dem einzigen a. a. (J. erwähnten Bhitifragment von Savine, auf das ich diese Bestimmung stützen 
konnte, haben sich später noch einige Fragmente daselbst gefunden, welche das Vorkommen dieser Art in der 
fossilen Flora von Sagor bestätigen. 

Quercus Louchitis üng. 
Taf. XX VIII, Fig. 16. 
Ettiugsli., 1. c, S. 179, Taf. IV, Fig. 1—9. 

Aus dem Mergelschiefer von Savine (.Steinbrucii) kam eine Eichenfrucht, Fig. 16, zum Vorschein, welche 
ich dieser Art, als der häutigsten Eiche der fossilen Flora von Sagor und insbesondere in der genannten Localität, 
am besten einzureihen glaube. Sie entspricht auch der Frucht der analogen, jetztlebenden Art der Q. Lonchitis. 

Quercus tephrodes II ng. 

Taf. XXVIII, Fig. 17. 

Unger, Icouogniphia plautarum i'ossiliuni. Deukschr. Bd. IV, S. .37, Taf. IS, Fig. 13. — Ettingsh. Beitrag z. Tertiärfloia von 
Java, Sitzungsb. Bd. 87, I. Abth., S. 178, Taf I, Fig. 1, -2, Taf 2, Fig. 1. 

Fundort: Trifail. 

Das hier abgebildete Blattfossil aus Trifail stimmt in allen Eigenschaften mit den Blättern der Quercuü tepli- 
roths überein. Insbesondere passt dasselbe zu dem Blatte Fig. 1, 1. c. von Radoboj. In der (Grösse, Form und Ner- 
vation gleicht es auffallend dem Blatte Fig. 2, 1. c. der nordanierikanischeu Q. uquatkn Walt., welche als die 
nächstverwandte lebende Art der Q. iep//rodi'!< zu betrachten ist. 

Ord. ULMACEAE. 

Ulmus Bronnit Ung. 
Taf. XXVIII, Fig. 21, 22. 
Ettiugsh., Fossile Flora von Sagor, I, S. 181. 

Während mir früher von Sagor und Savine nur einige Bruchstücke der Flügelfrucht vorlagen, fand icli in 
etzterer Zeit ein wohlerhalteues Exemplar dieser Frucht, Fig. 21, aus dem Steinbruche von Savine, welches 
das Vorkommen der Ulnms Bronnii in unserer fossilen Flora bestätigt. Mit derselben kam das [//w?«s-Blatt, 
Fig. 22, zum Vorschein, welches sonach wohl zur selben Art zu zählen ist. 

Ord. MOREAE. 

Ficus clusiaefolia m. 

Ettingsh. Fossile Flora von Bilin, I, S. 6S, Taf. 21, Fig. 4 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Es liegt mir ein Blattfossil aus den Schichten von Savine vor, das allen seineu Merkmalen nach unzweifelhaft 
zu Ficm gehört und von den bisher beschriebenen tertiären Arten dieser Gattung mit dem Blatte der Q. clusiae- 
folia aus den Schichten von Kutschlin die meiste Übereinstimmung hat. Dasselbe gehört einem etwas kleineren 
Blatte an, als das Kutschliner Fossil, zeigt aber die gleiche Form, Blattcousistenz und Nervation, daher ich die 
Gleichartigkeit dieser Fossilien als sehr wahrscheinlich annehme. 



Die fossile Flora von Sagor in Kraiii. 1 1 

Ficus savinensis u. sp. 

Taf. XXIX, Fig. i, 4«. 
F. foliis siibairidceis , cuiimfo-obloiifjis, 'ndegerrimis ; nerratione brocliidodroma, iierro primaiio prominente redo, 
liifra uplrctii ndiJe iitfvnnato, nervis fieciunlari'^ fenuihvs , mh aii(/i(l/.-< '^0 — P)0° orienfihus, fieruoxis ramosis, 
laquei-; viari/inem (ij>i>i-o.riinalis pundli'/iHque, neroia fertiariis an(/idis acutis ec/redientihm , ramosis dictyo- 
(Iromis. 

F u 11 d ort: Saviue ( Steinbrucli). 

Die verkohlte. Substanz des Fossils ist zwar verloreu gegangen, der stäriiere Eindruck jedoch, welchen 
der Blattrand im Gestein /.nriickliess, lässt die derbe lederartige Textur des Blattes immerhin annehmen. Die 
Form ist ähnlich der von Dup/ute aquitanica, jedoch inelir länglich-keilförmig. Bei letzterer Ait fehlen aber die 
Kandsclilingen, welche hier iu einen saumläufigen Nerv zugammenfliessen (s. die Vergrösserung der Nervation, 
Fig. 4a), wie dies bei mehreren F/r«.s-Arten vorkommt. Die Seciuulärnerven entspringen unter auffallend 
spitzen Winkeln wie bei einer ostindischen Art (s. Ett., Blattskelete der Apetalen, Taf. 18, Fig. 3), mit deren 
Blättern unsere Art in allen übrigen Eigenschaften am meisten übereinstimmt. Unter den fossilen Ficus-Avten 
kommt F. paradoxa Sap. (Etudes sur la Vegetation etc. I, 2. >S. 207, Taf. 6, Fig. 7) der/'', savinensl.t am näch- 
sten. Unsere Art unterscheidet sicii aber von der genannten Art aus den bituminösen Kalkschichten von Saint- 
Zacharie durch das viel grössere Blatt und die hervortretenden Eandsehlingen der Sccundärnerven. 

Ficus hanisteriaefolht n. sp. 

Taf. XXIX, Fig. 3, 3 a. 

F.folüs coriaceis, elliptids vd obJmiif/^, iniegerrimis, basi acutis; nerratione camptodroma, nervo primär io valido, 
prominente, nerms secnndariis basilaribus sub unijulis 40 — 50'' , reliquis siib anijidis obtusioribus orientibus, 
curratis, marginem ascendentibus, inter se remotis; nervig tertiariis distindis, ramosis siibiransversis didtjo- 
dromis. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ähnlich dem Blatte von Ficus lieussü Ett., aber durch die spitzere dreiuervige Basis und die fast quer- 
läufigeu Tertiärnerven, durch welche letztere das Blatt au Banisteria und andere Malpighiaceen erinnert, ver- 
schieden. Diese haben aber keine grundständigen oder spitzläufigen Secundärnerveii. Das hervortretende Blatt- 
netz, in Fig. '6 a vergrössert dargestellt, gleicht am meisten dein von Ficus Heussii. Das Blatt hatte vielleicht, 
sowie das genannter Art, einen längereu Stiel, der aber am Abdruck verloren gegangen ist. 

Ficus tenuinervis m. 
Taf. XXIX, Fig. 1, 1«. 
Fossile Fliira vnu Sagor, 1, S. 184, Taf. VI, Fig. s. 

Fundorte: Savine (Steinbruch und Stollen); Sagor (Bachschichte); Godredesch; Islaak; Trifail. 

Das Blatt Fig. 1 vom Steinbruche bei Savine gleicht iu der Grösse mehr dem am Moskenberg bei Leoben 
aufgefundenen Exemplare dieser Art. (S. m. Beiträge z. Kenntnis d. Tertiärfiora Steiermarks, Taf. 2, Fig. 4.) 
Die vorzüglich gut erhaltene Nervation, in Fig. 1 a vergrössert, zeigt eine grosse Übereinstimmung mit der eines 
Blattfossils von Monod, das Heer zu seiner Ficus lameohda gestellt hat. (S. 0. Heer, Tcrtiärfl. der Schweiz, 
Bd. n, Taf. 81, Fig. 2, 2/;.) Bei beiden sind die Secundärnerven genähert, verhältnissmässig fein und die Netz- 
masehen länglich. Es scheint mir desshalb dieses Fossil eher zu unserer Art, als zu /'. lanceolata zu gehören, 
wo die Secundärnerven stärker sind und von einander weiter abstehen, als bei den Blättern unserer Art. 
Überdies zeigen die (Jninger Blätter der /*'. la/icco/dfu durch ihre rundlichen Maschen eine ganz andere Netz- 
bilduug. Es dürften daher die Schichten von Monod und von Savine um eine gemeinschaftliche Species mehr 
haben. 



12 Consta>itin v. Ettingshausen. 

Ficus Persephones u. sp. 

Taf. XXIX, Fig. •>. 

F. folüs coriaceis obovatis integerrimis, ajiice miicronatli^, nianjine intmjeniwis ; nerratiom brochiJodroma, uerro 
primario oalklo recto excurrente, nerris secundariisfere pdraUelis, sub angiilia 65 — 75° orientibus, flexuom 
ramosis, basin versus approximaiis et ahbreviatis ; rcmiis inter se conjunrfis ; iierris terfifirns fere fransrersiSf 
ramosis, in rete distinctum conjunctis. 

Fundort: Saviue (Steiubrucb). 

Dieses Blattfossil zeigt selir cbarakteristische Merkmale. Der Umriss iles Blattes ist verkehrt-eiförmig; der 
ungezälmte Rand tritt scharf hervor und deutet auf eine mehr derbe, lederartige Textur hin. Die ein wenig vor- 
gezogene Spitze tr<ägt ein Enddörnchen. Die wohlerbaltene Nervation zeigt einen starken geraden, gegen die 
Spitze zu allmälig verseinnälerten und über dieselbe hinaus das Dönicben bildenden l'riniärnerv. Die Seeundär- 
nerven sind gegen die Basis des Blattes zu verkürzt und daselbst einander mein- genähert; am Ursprünge sind 
dieselben etwas divergirend gebogen, verlaufen sodann unter wenig spitzen Winkeln etwas geschlängelt gegen 
den Rand zu, in dessen Nähe sie sich verzweigen. Durch die Anastomose der Äste werden wiederholt Schlingen 
gebildet, deren Bögen stärker gekrümmt sind als der Blattrand ; die Tertiärnerven gehen von der Aussenseite 
der Seeundären unter spitzen, von der Innenseite unter stumpfen Winkeln ab und verästeln sich bei bin- und 
hergebogenem Verlaufe. Die Richtung derselben ist oft fast senkrecht zu der des Primärnervs. Das zarte Netz 
ist aus vorherrschend querlänglichen Maschen zusammengesetzt. 

Die beschriebenen Eigenschaften lassen die Annahme der Gattung Ficus wohl zu. Es kommen bei einigen 
lebenden Arten derselben sogar Blätter vor, an deren kurzer oder mehr vorgezogener Spitze der Primärnerv als 
Enddörnchen hervortritt sowie an unserer Art. 

Von den bisher bekannt gewordenen i'ossilen Arten dürfte /•'. Jijux Ung. der beschriebenen am nächsten 
stehen. 

Ficus Martil m. 
Tiif. XXIX, Fig. 8, 8«. 
FossiU; Flora von Sagor, I, S. 187, Tal'. VII, Fig. 8. 

F. folüs roridccis kispidis hrerifcr pcfiohifis , orato-elliptiris rel (ih/ongis, hasi rntinidatd quinque-nervUs, mort/iiie 
undulatis; nervatioiie aiiniitodronid, iterro primario oalido\ pruiniiwiite, recto, )icrpis secuttdariis jtr<ini/iu'u- 
tibus, sub angulis 45 — (J0° orientibus, adscendentibus; nerris tcrliuriis lunjiiln siibrcrto e,ceu.ntihus, nnuosis, 
inter se conjunctis^ rete mui-rosijHminuttuni includentibus. 

Aus dem Steinbruche bei Savine sind einige wohlerbaltene Blattfossilien zum Vorschein gekommen, 
welche unsere Konntniss der Blattbildiing dieser Art vervollständigt haben. Das in der Nervatiim und Ober 
fläcbeubeschaffenbeit am besten erhaltene ist in Fig. 8 zur Anschauung gebracht. Es stimmt mit dem zuerst 
entdeckten und a. a. 0. abgebildeten Blatte der Ficus Martii in allen wesentlichen Eigenschaften überein und 
weicht nur in der Grösse von demselben etwas ab. An der Oberfläche bemerkt man in gleichmässiger Ver- 
theilung zahlreiche verkohlte Pünktchen, Fig. 8 «, welche nicht von einem Pilze herrühren, sondern jedenfalls 
von einem Überzüge, und zwar von kurzen Borsten oder Knötchen, wie man solche z. B. bei Ficus liispida und 
iilmifolia wahrnimmt ( vergl. m. Blattskelete der Apetalen, Taf 16, Fig. 2; Taf. 18, Fig. 4); insbesondere ähnlich 
ist die Grösse und Vertheilung der Knötchen bei der Letzteren. 

Das Blatt di-r Ficus Martii zeigt eine bemerkenswerthe Ähnlichkeit mit dem der F. p/aiücostata hesq., 
insbesondere der Var. Gohliana aus der amerikanischen Tertiärflora (Lesqu ereux, Contributions to the Fossil 
Flora of the Western Territories, II, Taf. 33, Fig. 1 — 3). Letztere hat jedocii zahlreichere und längere Aussen- 
nerven an den grundständigen Secundärnerven und es fehlt ein Überzug; wenigstens erwähnt Lesquereux 
nichts von einem solchen. 

Ein Blattfossil der Ficus Martii ist auch in Trifail gefunden worden. 



Die fossile Flora mti Sagor in Krain. 13 

FicHs Lanyeri m. 

Taf. XXIX, Fig. 7. 
Fossile Flora von Sagor, I, S. ISS, Taf. VII, Fig. 9. 

Das hier abgebildete l'.lattfossil kam mir aus Tril'ail zu. Es gehört einem grösseren Blatte an, als die bisher 
aus der Bacbschiehte und Friedhofschichte zu Tage geförderten Reste. Die Textur ist derb lederartig und die 
Spitze abgerundet stumpf. Durch diese Merkmaie unterscheidet sich die F. Lauf/eri hinlänglich sicher von der 
ihr vielleicht nahe verwandten /''. ti/kicjhtin, welche in der flrösse der Blätter und in der Ncrvation mit ihr 
übereinstimmt. 

Ord. PLATANEAE. 
Plataniis arerokles C4oepp. 

Goeppert, T(U-ti:ii-flora vou .Schossuit/, , S. 21, 'l'ai'. 9, Fig. 1 — 3. — Ettingsli. Fossile Flor.i von Biliu, I. c. . S. 84, Tat'. 29, 
Fig. 7. 

Fundort: Trifail. 

Es liegen einige Blattreste aus ckr oben genannten Localiiät vor. Da diese Art auch aus dem l'olirschiefer 
von Kutschlin zum Vorschein gekommen ist, wie ich a. a. 0. nachgewiesen habe, so kommt derselben eine 
grössere Verbreifung sowohl in jüngeren als in älteren Tertiärschichten zu. 

Ord. NYCTAGINEAE. 
JPisonia eocenirti m. 

Fossile Flora vou Sagor, I, S. 189, Tal'. IX, Fig. 4 — 8. 

Fundorte: Saviue (.Steinbruch), Trifail. 

In Savine hat sicii eine Frucht dieser Art gefunden, sehr ähnlich dem in Fig. 21 Tal'. 1 1 meiner „Tertiär- 
tiora von Uäring" abgebildeten Exemplar. Aus Trifail liegen einige Blätter dieser Art vor. 

Ord. LAURINEAE. 
Lnui-us pyimiyenki. II n g. 

Tat'. XXIX, Fig. 5, :, a. 
Ettingsli. Fossile Flora von Sagor, I, S. l'.td. 

Das Vorkommen dieser L(iiirns-Ai-\ in der fossilen Flora von Sagor bestätigte sich durcli neue Funde. Es 
kamen einige Blattreste aus den Schichten vou Savine (Steinbruch) zum Vorschein, deren Nervat.iou zum Theil 
wohlerhalten ist. Von denselben ist das in Fig. 5 dargestellte Fossil am meisten charakteristisch. Es zeigt die 
Oberseite des Blattes. Die Secundärnerven sind ziemlich fein, einander genähert und ihre Ursprungswinkel 
sind, besonders an den unteren, ebenso auffallend spitz, wie bei den aus der fossilen Flora von Sotzka zum 
Vorschein gekommenen l>lätterii. Das Blattnetz ist in Fig. 5 </ vergrössert zur Anschauung gebracht. 

Auch aus Trifail liegt mir ein wohlerhaltenes Blatt dieser Art vor. 

Die bisher von den Autoren 7A\ Laurus jirimitieiiiii gebrachten Blattfossilien ents])rechen meistens nicht 
dieser Laurinee. Ich will hier nur bemerken, dass die von Heer in seiner Tertiärflora der Schweiz Bd. 11, 
Taf. LXXXIX, Fig. 15 und Bd. 111, Taf. CXLVU, Fig. 10; Taf. CLllI, Fig. 3 abgebildeten Exemplare eher 
zur folgenden Art als zu L. primigeida gehören dürften. 

Lauriis phochoides m. 

Tai'. XXIX, Fig. C; Taf. XXX, Fig. .■;— 7. 
Fossile Flora von Sagor, I, S. 190, Taf. IX, Fig. 1.3. 

L. fuliift petiolKfis. cofiaceix, ooatu-ldueeolaiia rel lanccolato-dcnm'niatif:, iiäeyerrimix, upice producfiit basi aiigiialafts; 
neroatione camptodroma, neriw primario prominente, redo, apictm rerfsus valde (ittennato; nervig seciimlariis 
siih angnlis 45 — 00° orientibus, 4 — P""" inter se (Iktantibiis, tennibiis ramosis; nervix terfiariis fenuissiitiis, 
cmn nerris reticularibus atiyvio rectu exeuntibus rmnosis, rete wicrosynnamatvm furmaniibus. 



14 Constanfin v. Ettingshausen. 

Von dieser Art liegt mir eine Eeibe von Blättern aus Savine vor, welche den Formeunmfang besser 
entnehmen lässt, als dies früher der Fall sein konnte, wesshalb eine Ergänzung der Diagnose vorgenommen 
werden musste. Fig. 4 auf Taf. XXX stellt ein mehr eiförmiges, gestieltes, lang zugespitztes Blatt von leder- 
artiger f Konsistenz dar, dessen Nervatiou (in Fig. 4« vergrössert) sehr gut erhalten ist. Fig. 3 und 7 ebenda- 
seihst stellen Formen dar, die sioli den bisher in den fossilen Floren von Häring, Sagor und llilin auf- 
gefundenen anschliessen, zugleich aber auch mit Fig. 6, Taf. XXIX den Übergang zur ersterwähnten Form 
vermitteln. Fig. C> auf Taf XXX, ein liuear-lunzettliches Blatt, zeigt die schmalldättrige Form dieser Art und 
zugleich die Annäherung zur Latirus jirimigenia. Es fehlen ihr aber die grundständigen spitzläufigen Secundär- 
nerven, welche die letztere Art auszeichnen. Von L. ocofeaefolia unterscheidet sich diese Form durch die unter 
stumpferen Winkeln abgehenden nicht nach aufwärts verlängerten Rccundärnerven. Fig. 5 a. a. 0. stellt eine 
kleinblättrige Form dar. Die Secundärnerven sind entsprechend einander genähert. An allen genannten Blatt- 
fornien ist der gleiche Nervationscharaktcr, die gleiche Netzbildung (s. Fig. 5 a, 6 a) zu erkennen; sie gehören 
zweifellos zu einer und derselben Species. Fig. 3 stammt von Trifail; die übrigen, aus dem Steinbruch bei 
Savine, kamen aus einer und derselben Schichte neben einander liegend zum Vorschein und können zu den 
Abfällen eines und desselben Baumes gehören. 

Lfturus ocoteaefolia m. 

Taf. XXX, Fig. 2. 
Fossile Flora von Sagor, I, S. 100, Taf. IX, Fig. 9. 

Das hier in Fig. 9 abgebildete Blattfossil aus dem Steinbruch bei Savine zeigt die Nervation besser 
erhalten, als an dem bisher aufgefundenen Blattreste derselben Art, wesshalb ich es für gut fand, von derselben 
in Fig. 2 « eine Vergrösserung darzustellen. Die früher erhobenen Zweifel, ob diese fossile Pflanze eine Laurinee 
sei,, sind nun vollständig beseitigt, da das Rlattnetz ganz und gar das Gepräge jenes der Laurineen an sich 
trägt. Wie sich diese Art von der L. primigenia unterscheidet, habe ich schon a. a. 0. auseinandergesetzt. 

Aus Trifail liegen ebenfalls einige Blattfossilien dieser Art vor. 

Eine analoge Art der nordamerikanischeu Tertiärfloia ist Laurua ocoteoides Lesq., welche der jetztlebenden 
Ocotea yvianeiisis Aubl. (s. Ett., Blattskelete der Apetalen, 1. c. Taf XXXII, Fig. 7) ausserordentlich nahe- 
kommt und von unserer fossilen Art sich nur durch etwas breitere Blätter zu unterscheiden scheint. 

Ciwimnionvu/ni laneeolatuui, IJug. sp. 
Taf. XXX, Fig. 1. 
Ettiugsli. Fossile Flora vou Sagor, I, 1. e., S. I9:i. 

Aus dem Steinbruch bei Savine kam ein Blatt dieser Art, Fig. 1, zum Vorschein, welches bei einer Breite 
von nur 12""" eine Länge von 14'""' erreicht, daher wohl zu den längsten r.lättern bezeichneter Art gehören 
dürfte. Au einem anderen Blattlbssil dieser Art aus derselben Localität ist die Nervation prachtvoll erhalten. 
Dieselbe wurde in Fig. 1 a zur Anschauung gebracht. 

In Trifail sind sowohl von dieser Art, als auch von Cinnamomum Rossmaessleri und C. Scheuchzeri Blätter 
zum Vorschein gekommen. 

Ord. SANTALACEAE. 

Santaluin saUcinutn m. 
Taf. XXX, Fig. ii. 
Fossile Flora von Sagor, I, 1. c, S. 191, Taf. X, Fig. 24, 25. 
Fundorte: Savine (Steinbruch), Trifail. 

Ein kleines Blatt mit wohlerhaltener Nervation. Aus einem geraden, verhältnissmässig starken, bis zur 
Spitze auslaufenden Priniärnerv entspringen jederseits 3 — 4 sehr feine, im Blattgewebe sich verlierende Secun- 
därnerven unter AVinkeln vonGO— G!")°. Sie sind bogenläufig, einlach oder gabeltheilig. Tertiär- und Netznerven 
fehlen. Die Textur ist fast lederartig. 



Die fossile Flora von Saijor In Krain. 15 

Santalinn (icherontlctiin, m. 

Taf. XXX, Fig. 8. 
Ettiiigsli. Tertiäre Fora von Ilärini?. S. l'.i , Tal'. XII. Tig. C — 10. — Fo.s.silo Flora von Bilin, S. -200, Tat'. XXXIV, Fig. i. 

Fundort: Trifail. 

Ein Blatt mit vollständig eihaltenem Stiel. Durch den verliältiüssmässig längeren Stiel und die nulir 
eirunde oder kurz-elliptische Form de.*; Blattes ist die Art von den übrigen liis Jetzt bekannt gewordenen fossilen 
Santabim- Arten zu unterscheiden. Die derbe, lederartige Textur gibt sieh am Abdrurk durch die ziemlich 
mächtige, verkohlte Substanz zu erkennen. 

Ord. DAPHNOIDEAE. 

Ttaphne aquitaniin m. 
Tat". XXX, Fig. 12. 
In Tritail fand ich das hier abgebildete Blatt dieser Art, welches die Nervatlon wohlerhalten zeigt. Es 
hält in Form und Grösse geradezu die Mitte zwischen den bis jetzt aus Savine vorliegenden Blättern. Durch 
eine sehr dünne Lage verkohlter Substanz an demselben verräth sich die zartere, mehr krautartige Textur. 

Ord. PROTEACEAE. 
Hakea fraxinoides n. sp. 

Taf. XXX, Fig. II, 11 a. 
II. seminum ohlongorum ala fenue membranacea, ovafa, eneri'id, iilri/npa; semi-ilcciirrenfe; itiicho compresso 
lanceolato, dorso rugoso-cristato. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ein Same, welcher mit //a/.en-Samen am meisten übereinstimmt. Er cliarakterisirt sich durch den 
schmäleren, lanzettlich zugespitzten Kern, an des-'^en beiden Seiten der kaum etwas längere nervenlose Flügel 
halb herabläuft. Bei oberflächlicher Betrachtung hat das Fossil einige Ähnlichkeit mit einer kleinen Eschen- 
frucht. Von den bisher beschriebenen fossilen i7rt/iC«-Saraen sind einige mit läiigliclien Kernen hier in Betracht 
zu ziehen. Hakea aftika Ung. aus der fossilen Flora von Kumi hat einen verhältnissmässig grösseren Flügel, 
der zu beiden Seiten des eiförmig länglichen Kernes ganz herabläiift. Hakea Myrshiites Ett. der fossilen Flora 
von Häring zeigt einen längeren Flügel, der nur an einer Seite des lanzettlichen Kerns herabläuft. Hakea sfeno- 
sperma Sap. Etud. III, p. 20, t. 1, f. 5 hat einen netzadrigen Samenflügel, was bei den jetztlebenden Hakea- 
Arten nicht vorkommt. Die genannten Arten haben einen glatten Samenkern; an unserer Art aber ist dieser 
der Länge nach runzlich-gerippt, wie die Vergr()sseruug desselben Fig. 11« ersichtlich macht. 

Baitksia sayorkutff u. sp. 

Taf. XXX, Fig. 10, 10 a. 

B.foliiii coriaceis üneari-ohlongis, in petiolum breoein attenuafis, margine spinuloso-ilenticulatisj nervatiom campfo- 
droma, nervo primario ßrmo, prominente, recto, neroin secundariii> ienuibus, (tpproximatis, nub angul/s 70 — S0° 
orientibus, inter se conjunctis; nervis tertiariis breviasiinis dicigodromix. rete prominente microsyiinamatiini 
formantibus. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Die auffallend starke Verkohluug der Substanz und der Eindruck, welchen das Fossil im Gestein hinter- 
licss, zeigen die derbe lederartige Textur des Blattes an. Das Blatt ist lineallänglich und verschmälert sich in 
einen kurzen Stiel. Der Rand ist entfernt-klein-gezähnt. Die Zähne treten jedoch etwas verdickt hervor und 
erscheinen als stumpfliclic Dörnchen. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zugespitzten Enden der Dörnchen 
im Gestein verborgen sind, umso mehr, als das Fossil die obere Blaltfliichc zeigt, während die untere mit 
den nach abwärts gebogenen Dorii.>pitzen am Gestein haftet. Der starke rrimärnerv liegt dcutlicli in einer 
rinnenförmigeu Vertiefung, wie dies der oberen Blattfläche entspricht. An der Basis biegt er sich zum Stiel liiu 



16 Consf antin v. Ettingshausen. 

und es erscheineu die beiden Blattseiten daselbst iingleicb, ein im vorliegenden Falle vvobl ausservvesentliclies 
Merkmal, das aber bei schmalen lederartigen Blättern oft vorkommt. Die >Secund;irnerveu sind fein, genähert, 
unter wenig spitzem oder nahezu rechtem Winkel eingefügt, schwach nach dem Rande gebogen und daselbst 
durch kurze Schlingen unter einander verbunden. Die Tertiärnerven sind sehr kurz und sogleich in ein sehr 
engmaschiges Netz verästelt. Die Netznerven sind verhältnissmässig stark, die Maschen im Umrisse rundlich. 
v^. die Vergrösserung dei' Nervation Fig. 10 n.) 

Die angegebenen Eigenschaften des fossilen Blattes passen zu keiner Gattung so gut als zu Banksia. Bei 
melireren Arten derselben mit kurzem Blattstiele finden wir oft, jedoch nur als zufällige Bildung, die Blattbasis 
etwas ungleichseitig und den Primärnerv zum Stiele hingel)ogen, wie an unserem Fossil; ich nenne nur B. 
oblongifoUa, B. australis und B. inaryinata (s. m. Blattskelete der Apetalen 1. c. Taf. 43, Fig. 4; Taf. 44, Fig. 3; 
Taf. 46, Fig. 8), welche vielleicht als verwandte Analogien zu betrachten sind. In der Netzbildung gleicht 
erstere Art dem Fossil am meisten, So ähnlich das fossile Blatt auf den ersten Blick mit Blättern von Mtjrica- 
Arten zu sein scheint, so darf es doch nicht mit diesen verwechselt werden. Bei Myrka sind die Netznerven 
feiner und die Maschen meist im Umrisse queroval. (Vergl. a. a. 0. Taf. XXI, Fig. 1—4.) 

Ord. CINCHONACEAE. 

ClncJionidium anyitstifollunt m. 
Taf. XXX, Fig. 15, 16. 
Fossile Flora von Saffor, II, 1. c, Bd. 37, S. 163, Taf. XI, Fig. 2. 
C. capsulifi eUqMco-ohloiigis, teiiuifer driatis. 

Fundort: Savine (Stollen und Steinbruch). 

Ein Blattfossil, Fig. 16, das in allen seinen Eigenschaften mit dem a. a. 0. abgebildeten Blatte vom 
Stollen bei Savine, mit Ausnahme der etwas schmäleren Form, übereinstimmt.- Mit Ersterem fand sich im 
Steinbruch bei Savine eine Frucht, Fig. 15, welche zu den bisher aufgefundenen fossilen Cinchonaceen-Früchten 
am besten passt. Sie stellt eine elliptisch-längliche gestreifte Kapsel dar, welche nüt der von Cinchona Titanum 
Ung. aus der fossilen Flora von Badoboj die grösste Ahnlicldveit hat, jedoch etwas kleiner als diese ist und 
feinere, weniger hervortretende Streifen zeigt. 

Ord. APOCYNACEAE. 
Apocynophtßllum ReussU m. 

Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. 16C, Tat'. XI, Fig. -21, i-2. 

Von dieser im Bereiche unserer fossilen Flora bisher nur bei Savine aufgefundenen Art kam aus dem 
Tagbaue bei Trit'ail ein wohlerhalteues Blatt zum Vorschein. 

Apocynophi/llnni Anisonla Ung. 
Ettiugsh. Fossilu Flor.-i vnn Sagor, II, 1. c, S. Uis. 

Das von dieser Art vorliegende Material wurde in neuerer Zeit durch einige Blattfossilien aus dem Brauu- 
kohlenlager von Trifail \ermehrt. Dieselben gleichen in ihren Eigenschaften den in Radoboj, Sagor und Savine 
aufgefundenen vollständig. Das Blattnetz muss entweder sehr zart, oder wenig ausgebildet gewesen sein, da 
dasselbe an allen diesen Resten nicht sichtbar ist. 

J^chitoniuni nn'crosperinnin Ung. 

Taf. XXX, Fig. 13, 13 a. 
Kttingsli. Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, .S. 169, Taf. XII, Fig. 9. 

Fundort: Savine (Stollen und Steinbruch). 

Der vorliegeuilc Same vom Steiubrurh bei Savine ist kleiner, als der a. a. 0. abgebildete. Der Haarschopf 
ist besser erhalten und zeigt eine Länge von etwas über 2''". Er läult in eine sehr verschmälerte Spitze aus. 



Die fossile Flora ran, Sagor In Krai II. 17 

Der Form und Kleinheit des Samens nach ähnlich, ist der von Vypselites teiiuis Heer, welcher höchst wahr- 
scheinlich ein Apocynaceeu-Same ist; wie wohl die Mehrzahl der zu Cypsdites gestellten Fossilien als 
Apocyneen-Sameu gelten dürften. 

Ord. SAPOTACEAE. 
Mimusops terttaria m. 

Taf. XXX, Fig. U, 14 a. 
Syn. : Sapotacites Mimusops Ettingsh. Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. 17-2, Taf. XIII, Fig. 1. 

Ein wohlerhaltenes Blattfossil dieser Art, das aus dem Steinbruch bei Savine gewonnen wurde, zeigt 
folgende in Fig. 14« zur Anschauung gebrachte Nervation. Aus einem starken Primärnerv entspringen feine, 
einander genäherte Secundärnerven unter Winkeln von 60 — 7U°. Au ihrer Ursprungsstelle sind sie schwach 
divergirend; zwischen den längeren, die in der Nähe des Randes durch Schliugenbogen verbunden sind, ver- 
laufen einige kürzere mehr oder weniger geschlängelte feinere Secundärnerven. Die Tertiärnerven sind sehr 
kurz, netzläufig. Die Netzmaschen sind vorwiegend queroval. Diese Nervation ist ausserordentlich ähnlich der 
von Mimusops obovata (s. Ett., Rlattskelete der Dicotyledonen , Taf. 34, Fig. 8') mit deren Bliittcrn das Fossil 
auch in der Form und Textur so sehr übereinstimmt, dass man immerhin auf die Identität der Gattung 
schliessen darf. Ich bringe desshalb die von mir früher zu Sapotacites Mimusops gebrachten Blattfossilien nun 
unter die obige nähere Bezeichnung. Fig. 14 stellt ein anderes Blattfossil dieser Art aus denselben Schichten 
dar, welches durch die auffallend starke am Abdruck haftende Kohlensubstanz die steife, derbe Textur des 
Blattes anzeigt. 

Btimelia scahra n. sp. 

Taf. XXX, Fig. 18, 18 a. 

B. foliis subcoriaceis scabris, petiolatis, obovato-oblongis in petiolum attenuatis, apice obtusis, margine iiitegerrimis, 
nervatione brochidodroma, nervo primario recto, basi prominente, apicem versus valde attenuato, nervis secun- 
dariis tenuibus sub angulis 60 — 70° orientibus, laqueis margini subparalhlis, nervis tertiär iis paucis ramosis- 

Fundort: Trifail (Brandschiefer). 

Das vorliegende, ziemlich wohlerhaltene Blatt aus einem Brandsehiefer des Kohlenflötzes von Trifail zeigt 
so viele Ähnlichkeit mit dem Blatte der Bumelia snlicifoUu Sw. (s. Blattskelete der Dicotyledonen. Taf. 36 
Fig. 1) und einigen anderen Arten von Bumelia, dass es wohl keinem Zweifel unterliegt, dasselbe als zu dieser 
Gattung gehörig zu betrachten. Es ist länglich verkehrt eiförmig, stumpf, in einen 12""" langen Stiel ver- 
schmälert und zeichnet sich durch einen rauhhaarigen tiber/.ug aus, dessen Überreste am Abdrucke deutlich 
zu erkennen sind. (S. die ^■ergrösserung, Fig. 18 a.; Bei jetztlebenden Bume/ia- Arten, z.B. der obengenannten, 
kommt eine Bekleidung der Blätter zwar nicht mit steifen, abstehenden, sondern mit weichen, anliegenden 
Haaren vor, die einen seidenartigen Überzug bilden. Von den bisher beschriebenen fossilen Bumelia-Arten 
unterscheidet sich die B. scabra ausser dem erwähnten Überzug noch durch folgende Merkmale der Nervation. 
Die Secundärnerven entspringen unter wenig spitzen Winkeln und auastomosireu durch hervortretende Eand- 
schlingen. In den dadurch gebildeten Segmenten verlaufen noch 1 — 2 kürzere, mehr geschlängelte und ästige 
Secundärnerven. Die Tertiärnerven sind spärlich entwickelt und treten nicht hervor. 

Ord. EBENACEAE. 
Diospyros haeringtana m. 

Taf. XXX, Fig. 17, 17 a. 
Ettingsh. Tertiäre Flora von Häring, .S. 61, Taf. XXI, Fig. 26; Taf. XXII, Fig. II. 

Fundort: Trifail (Brandschiefer). 

Das voriiegende Blattfossil, Fig. 17, stimmt in der Form, Nervation und Textur mit den aus den Schichten 
von Häring zum A'orschein gekommenen Blättern dieser Art am besten überein. Die Nervation des Trifailer 

Denkschriften der mathem.-naturw. Gl. L. Bd. -j 



18 Constanf in r. Ef/ingshau.^en. 

Blattes, Fig. 17 a, vergrössert dargestellt, ist sehr gut erhalten unfl zeigt ein Netzwerk, welches dem von D/o?- 
pyros lanceolata Koxb. t^s. Blatfskelete der Dicotyledonen, Taf. 37, Fig. 12) sehr ähnlich ist. 

Diospyros hiUiiica m. 

Taf. XXX, Fig. 19, 19 a. 

Ettingsh. Fossile P'lora vou Bilin, II, 1. c, S. 233, Taf. 39, Fig. 17,18. — Beiträge z. foss. Flora vou Eadoboj, Sitzber. 
Bd. 61, S. 55, Taf. 2, Fig. 11. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ein vierlappiger Blütlieukelch, welcher mit dem von Diospyros bilinica vollkommen übereinstimmt. lu der 
Grösse hält er gerade die Mitte zwisclien dem Biliner und dem Kadobojer Exemplar. Das Blatt dieser Art, 
welches dem der vorhergehenden ähnlich, aber viel breiter als dasselbe ist, konnte bis jetzt an den Fundstellen 
der fossilen Flora von Sagor nicht entdeckt werden. 

Ord. ERICACEAE. 
Andromeda protogaea Ung. 

Taf. XXX, Fig. 20. 
Ettingsh. Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. 177, Taf. XIII, Fig. 20—33. 

Von einem wohlerhaltenen Blatte dieser Art aus den Schichten von Savine (Stollen) liess sich die Epider- 
mis ablösen, welche unter dem Mikroskop bei stärkerer ^'ergröäserung das in Fig. 20 dargestellte Bild gab. 
Dieselbe entspricht der Epidermis der oberen Blattfläche von Andromeda coriifoliu DC, von welcher Fig. 21 
ein Bild in der gleichen Vergrösserung zur Anschauung bringt, vollkommen, nur sind die Zellen der letzteren 
verhältnissmässig etwas grösser. Bei beiden fehlen die Spaltöffnungen. Diese sind aber an der unteren Biatt- 
fläche der genannten lebenden Art äusserst zahlreich. Das Gleiche wird auch bei der fossilen Art der Fall sein, 
was sich jedocli nicht ermitteln liess, da die untere Blattfläche von dem anhaftenden Gestein nicht losgelöst 
werden konnte, ohne das Fossil gänzlich zu zerstören. 

Rhododendron sagorianum m. 

Fossile Flora von Sagor. II. 1. c, S. 178, Taf. XIV, Fig. 30. 

Es fand sich ein Blatt dieser Art im Trifailer Tagbaue, das mit dem aus Savine vorliegenden in allen 
Eigenschaften übereinstimmt. 

Ord. SAXIFEAGACEAE. 

Hydrangea sagoi'lana m. 
Taf. XXXI, Fig. 3. 
Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. 184. Taf. XIV, Fig. 22, 28. 

Bisher ist nur eine einzige Hydrangea-Blume aus den Scliichteu des Stollens bei Savine zum Vorschein 
gekommen, mit welcher ich ein Fdattfossil aus derselben Lagerstätte vereinigte. Neuerlich ist ein zweites 
Exemplar einer Hydrangea-Blume aus dem Steinbruch bei Savine entdeckt worden, von welchem Fig. 3 eine 
Abbildung gibt. Dieselbe ist kleiner und zarter, als die ersterwähnte, zeigt aber die gleichen Nervationsver- 
hältnisse. Da das Blatt einer zweiten Art, H. dubia m. aus dem Steinbruch von Savine \ orliegt, so wäre es 
möglich, dass die kleinere Hydrangea-Blume zu dieser zweiten Art gehört. 

Ord. MAGNOLIACEAE. 
Gen. MAGNOLIOIDES nov. gen. 

Zu dieser Gattung bringe ich solche magnolia- ähnliche Blätter, welche allerdings zu den Magnolvicem 
gehören, jedoch ihrer Tracht nach weder zu MiujnoUa selbst, noch zu Maynoliadrani gestellt werden können. 
Spätere Untersuchungen werden zeigen, ob die hieher gebrachten Formen in der That einer ausgestorbenen 
Gattung, oder ob sie jetztweltlichen Gattungen einzureihen sind. 



Die fosiiile Flora von Sagor in Krain. 19 

MagnoUoides carnioUca n. sp. 

Taf. XXX, Fig. 22, 22 a. 

M. foliis anguste lanceolatis acuminatis petiolatis mfeyerrimis, suhcoriaceis, nervatione hrocMdodroma, nervo pri- 
mario hasi prominente, recfo, apicem versus valde attenuafo, nervis secundariis approximatis, tenuissitnis, stib 
angulis acufis f30—40°J orienfibus, murginetn adscenrJentihus, inter se conjunctis; nervis tertiarüs abhreviatis, 
ramosis dictyodromis, rete distinctum formantihus. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ein sclimallanzettliches zugespitztes ganzrandiges Blatt, welches am Grunde in einen 10"" langen Stiel 
verschnicälert ist, von etwas derber Consit;teiiz und mit wohlerhaltener Nervation, s. Fig. 22«. Aus einem, an der 
Basis hervortretenden, nach der Spitze zu sehr verfeinerten Primärnerv entspringen zahlreiche feine geucäherte 
Secundärnerven, den Rand hinaufziehend und schlingenförmig unter einander verbunden, unter ziemlich 
spitzen Winkeln. Die Tertiärnerven verlieren sich in einem verhältnissmässig hervortretenden Netzwerk. Von 
den bisher bekannt gewordenen fossilen Dicotyledonen nähert sich das beschriebene Fossil einigermassen der 
MagnoJia primigenia Ung., welcher jedoch grössere und breitere Blätter zukommen. Die Nervation ist aber bei 
der letzteren zu wenig im Detail bekannt, um mit der unserer Pflanze verglichen werden zu können. Das her- 
vorspringende Netz verräth immerhin etwas magnolia-artiges. 

Ord. RANÜNCÜLACEAE. 

Clematis sagoriana n. sp. 
Taf. XXXI, Fig. 2. 

C. achenio lanceolato, in stylmn 2 — 5"" longum produdo. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Gehört in die Abtheilung Viticella De Cand, mit kürzerem kahlen Griffel, welche nur wenige meist auf 
Südeuropa oder Nordamerika beschränkte Arten zählt. Ist nahe verwandt der Clematis radobojana Ung., aber 
durch die schmälere, lanzettförmig zugespitze Achene und den kürzeren Griffel von dieser Art wohl verschieden. 
Die in dieselbe Abtheilung der Gattung Clematis gehörige C. oeningensis Heer weicht durch rundliche Achenen 
von beiden genannten Arten der Tertiärflora ab. 

Ord. BOMBAGE AE. 

Bombax sagorianutn m. 

Fossile Flora von Sagor, 11, 1. c, S. 186. 

Die Theilblättchen der Bombaceen, welche sich von dem gemeinschaftlichen Blattstiel leicht lösen, dürften 
unter den Pflanzenabfällen der Tertiärzeit häufiger sich finden, als bisher angenommen worden ist. Diese 
Blättchen haben meistens ein juglansartiges Aussehen und könnten, wenn das sehr feine Nervennetz, das sie 
zeichnet, verwischt oder zu Grunde gegangen ist, als Jw^^aws-Theilblättchen gedeutet worden sein. 

Aus den Hangendschichten des Braunkohlenlagers von Trifail kam ein Blattfossil zum Vorschein, welches 
ich nur der obigen Art einreihen konnte, da es mit dem aus Savine vorliegenden vollkommen übereinstimmt. 

Ord. ACERINE AE. 

Acef integrilobum 0. Web. 
Taf. XXXI, Fig. 13, 14. 
0. Weber, Tertiärflora d. niederrheinischen Braunkohlenformation, Paläontogr. n, p. (96, Taf. 22, Fig. 5. 

Fundort: Trifail. 

Es fanden sich nur die zwei hier abgebildeten Blattfragmente. Das feine Blattnetz ist an denselben nicht 
erhalten. Fig. 14 zeigt eine Andeutung von Randzähnen, kommt aber in allen übrigen Eigenschaften dem von 
0. Weber an a. 0. dargestellten Blatte am nächsten. 



20 Consfanfin v. Etfingshausen. 

Acei ' JRüminlanum Heer. 

Taf. XXXI, Fig. 8, 9, 9 a. 
Q. Heer, Tertiäiflora d. Schweiz, Bd. Ill, S. 59. Taf. 118, Fig. 11 — 16; S. 199, Taf. 155, Fig. 136. 
Fundort: Savine (Steinbruch). 

Eine Flügelfrucht, welche mit der von 0. Heer n. a. 0. Fig. 14 abgebildeten am meisten übereinstimmt. 
Das charakteristische lockermaschige Netz des Flügels (in Fig. 9« vergrössert dargestellt) ist an dem 
Exemplar von Savine wohlerhalten. Die FlUgelbasis ist etwas mehr verengt als an dem citirten Fruchtfossil 
von Monod. 

Acer stenocarpu/Di n. sp. 
Taf. XXXI, Fig. 10— 12. 

A. fructibus parvis, mtctiUs anguste ellipücis, alis oblongis, hast angustatis, iienis sub angitlis amtissitnis ascen- 
denUbus. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Durch das schmälere Nüsschen und den nach der Basis stärker verschmälerten Flügel, dessen Nerven 
unter sehr spitzen Winkeln aufsteigen, von der nächst ähnlichen Frucht der vorhergehenden Art verschieden. 

Ord. MALPIGHIACEAE. 
Tetrapteris mimita m. 

Tai. XXXI, Fig. 1, 1 «, 5. 
Beiträge z. fossilen Flora von Radoboj, Sitziingsber., Bd. 61, S. 60, Taf. 2, Fig. 3, 8. 

Fundort: Savine (Steinbruch), Trifail. 

Eine Frucht und ein Blatt. Erstere passt in allen Eigenschaften zu dem in Fig. Sb a. a. 0. abgebildeten 
Exemplar der Frucht von Tetrapteriit miiinta. Die unvollständig erhaltenen Fruchtflügel zeigen sehr zarte 
Nerven, welche in Fig. \a vergrössert zur Anschauung gebracht, an dem genannten Exemplar von Radoboj 
aber verloren gegangen sind. Der Körper der Frucht ist stark gequetscht, aber deutlich von den Flächen 
abgegrenzt. 

In Trifail hat sich ein Blatt, Fig. 5, gefunden, welches mit dem in Fig. 3 a. a. 0. dargestellten Blatte von 
Leoben am meisten übereinstimmt und auch die Nervation eines Tetraptens-YiX&iien zeigt. Die querläufigen 
Tertiärnerven, welche an dem citirten Leobener Blattfossil sich nicht erhalten haben, sind hier deutlich wahr- 
zunehmen. 

Ich bemerke hier noch, dass von Tetrapteris sagoriana, die bisher nur von Savine bekannt war, nun auch 
aus Trifail ein Blatt vorliegt. 

Malpighiastru/m rotundifolium m. 

Taf. XXXI, Fig. 6. 
Fossile Flora von Sagor, II, I. c, S. 189, Taf. XVI, Fig. -24. 

Das vorliegende Blatt, welches aus dem Steinbruch bei Savine zum Vorschein kam, ist zwar etwas 
grösser und mehr elliptisch als das a. a. 0. beschriebene, stimmt aber in den übrigen Eigenschaften, 
insbesondere bezüglich der Nervation mit demselben überein, so dass ich an der Gleichartigkeit dieser Blatt- 
fossilien keineswegs zweifle. Die Secundärnerven, welche ebenso nach vorne gebogen sind wie bei dem 
citirten Blatte, treten entsprechend der Grösse des Blattes stärker hervor. Die querläufigen Tertiärnerven 
jedoch zeigen keinerlei Abweichung, weder bezüglich der Stärke, noch der Distanz. 

Ord. SAPIlNDACEAE. 

Sapindus aspei'lfolius n. sp. 

Taf. XXXI, Fig. 7, 7 a. 

S. foliis pinnaHfi , foliotis subcoriaris , scobris, breviter petioJath, snibfakafis obliqve lanceolafis, apice acuminatis 

basi acvfis, margine integer) imk ; nervatione camptodroma, im vis seanidarüf: latere latiore sub angulis 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 21 

ohtusiorihus orietttibus, simplieihus , maryinem adscemJentihus inter se conjundis; nervis iertiarns in con- 
spicuis. 

Fundort: Savine fSteinbrucli). 

Ein Theilblättchen, welches seiner Form und Nervatioii nach mit denen von Sapindus saldfolius A. Braun 
am meisten übereinstimmt und Uberliaupt seiner Tracht nacli sehr \Yohl zu Sapindus passt. Es unterscheidet 
sich aber von den Theilblättcben der genannten Art wesentlich durch einen Überzug von feinen Knötchen (s. 
die Vergrösserung Fig. 7 a) und durch die anscheinend etwas derbere Textur. Wegen der letzteren und des 
erwähnten Überzuges sind die Tertiäruerven, von welchen nur Spuren vorhanden sind, verwischt. Die Secun- 
därnerven stehen in fast gleichen Distanzen von einander und sind gleich stark, während bei Sapindxig falei- 
folius längere stärkere mit kürzeren und feineren abwechseln. Blätter mit Überzug finden wir aucii untei den 
lebenden Sapindus- Arten, doch haben sie nicht durch Knötchen rauhe, sondern unterseits wollig-haarige 
Blättchen, wie die indischen 6'. emargiiiatus Vahl, .S'. rubirjiiiosus Roxb. u. A. Es könnte daher die Frage auf- 
geworfen werden, ob denn das beschriebene Theilblättcben in der That zu Sapiiidus gehöre. Die Beantwortung 
derselben kann hier nur die sein, dass nach der Behaarung aliein keineswegs die Annahme einer besonderen 
Gattung zulässig ist. 

Gen. SAPINDOPHYLLUM. 

Folia pinnata, foliolis faciem Sapindi, Cupaniae nee non PauUiniae conjimgentihiis ; nervis tertiariis valde flezuosis 
didyodromis. 

Sapindophyllum paradoxum n. sp. 
Taf. XXXI, Fig. 4. 4 a. 

S. foliis amplis, foliolis hreviter petioJatis coriaceis anguste lanceolatis falciformihus, basi obliquis apice acuminatis, 
margine grosse et in aequaliter dentatis; nermfione camptodroma, nereo primario valido prominente, nervis 
secundariis teniiibus, anguh suhredo exeuntibus, approximatis ; nerris tertiariis sub angnlis acutis lariis 
insertis, abbreviatis. 

Fundort: Trifail. 

Ein Fragment eines grossen gefiederten Blattes, das ein Stück der Blattspindel und auf einer Seite der- 
selben angeheftet drei unmittelbar aneinander grenzende Blättchen zeigt. Auf der anderen Seite sind die 
Blättehen abgefallen, mit Ausnahme eines einzigen, das in fragmentäreni Zustande und verkehrter Lage noch 
an der Spindel haftet. Die Spindel ist stark c(unprimirt und gestreift; die Dicke derselben verräth, dass das 
vorliegende Blattstück weit von der Spitze entfernt ist und die ganze Länge des Blattes auf mindestens 1-5"' 
veranschlagt werden darf Die Theilblättcben sind verhältnissmässig kurz gestielt, schmal-lanzettförmig, 
sichelförmig gebogen und an der Basis schief, gegen die Spitze zu verschmälert, am Rande ungleich grob 
gezähnt. Die Consistenz der Blättchen ist, der verkohlten Substanz nach zu schliessen, als lederarfig anzu- 
nehmen. Die Nervation der Blättchen (in Fig. 4« vergrössert dargestellt) bietet mehrere sehr auffallende Merk- 
male. Der Primärnerv tritt mächtig hervor, verfeinert sich aber in seinem Ve.rlaufe gegen die Spitze zu 
bedeutend. Die Seeundärnerven sind auffallend fein, unter sehr wenig spitzem oder fast rechtem Winkel 
entspringend, einander genähert, vor dem Rande kurz nach vonie gebogen und verästelt, aber nicht in die 
Zähne einlaufend. Die sehr feinen Tertiärnerven entspringen von der Aussenseite der Seeundären unter ver- 
schiedeneu spitzen Winkeln, sind kurz, auffallend hin- und hergebogen, in ein nniegelmässig eckiges Maschen- 
netz sich auflösend. Die Grösse des Blattes, die Form und Zahnung desselben erinnern an Cupania; die Sichel- 
form der Blättchen und die auffallend ungleiche Basis an Sapindus; die Nervation an Paullinia. 



22 Constantin v. Ettingshausen. 

Ord. PITTOSPOEEAE. 

Bursaria radöbojana Ung. 
Taf. XXXn, Fig. 11, 12. 
Ettingsh. Fossile Flora von Sagor, 11, 1, c, S. 191. 

Ausser dem Fragment eines Fruchtstandes, Fig. 11, dessen schon im II. Theile gedacht wurde, fand sich 
auch ein Blatt dieser Art, Fig. 12, vur. Es stammt vom Steinbruch bei Savine. Es ist etwas kleiner und 
schmäler als das von Unger in der Sylloge plant, foss. II, Taf. I, Fig. 22 abgebildete, stimmt aber in den 
übrigen Eigenschaften mit demselben wohl Uberein. Es sei hier noch bemerkt, dass ein Fruchtstand und ein 
Blatt dieser Art auch in Sotzka zum Vorschein gekommen ist. Ersterer zeigt längere Stielchen und entspricht 
der Fig. 18 1. c. der Sylloge. 

Ord. CELASTEINEAE. 

Celastrus Aeolt m. 

Tertiäi'flora von Häring, S. 72, Taf. 24, Fig. 9—11. — Heer, Tertiärflora cl. Schweiz, Bd. III, S. 68, Taf. 121, Fig. .55, 56. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Von dieser die untern Tertiärschichten bezeichnenden Art fand sich an der oben bezeichneten Localität 
ein wohlerhaltenes Blatt. 

Celastrus sagorianus n. sp. 

Taf. XXXII, Fig. 3, 4. 

C. cajjsuJu pedkellata, mhghhoaa coriacea loctdicide trivalvi, valvis suhrotundis ohtusissimis, pedicello vix brevioribus; 

foUis coriaceis rotundato-ovatis in petiolum brevem angustatis, tnargine dentatis; nervo primario distincto, 

nervis secundarüs obsoletis. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Eine gestielte, fast kugelige lederartige Kapsel, welche eben im Aufspringen begriffen war, als sie vom 
Schlamme umhüllt wurde. Die drei rundlich-eiförmigen, stumpfen Klappen erreichen die Länge des Stielchens. 
Die Kapsel ist ähnlich der von Celastrus aidJioides Andr., deren Klappen jedoch länglich sind, die Länge des 
Stielchens aber nicht erreichen. Mit dieser Frucht fand sich an der gleichen Lagerstätte ein Blatt, das die 
Eigenschaften eines Celasfrus-B\attes zeigt und dem von C. oxijpjiijllus Vng. am nächsten kommt. Es unter- 
scheidet sich aber von demselben durch die kürzere mehr rundliche Form und die scliärferen Randzähne. 
Unter den lebenden Arten dürfte C. ovatus Eckl. vom Cap der fossilen, der Blattbildung nach, am meisten 
analog sein. Die Blätter dieser Art sind ebenfalls klein, mehr rundlich und haben scharf zugespitzte Rand- 
zähne. (Vergl. Ett., Celastrineen, Denkschr. Bd. XIII, Taf. VII, Fig. 17, 18.J Die feineu Secundärnerven, 
welche sogar an den Natnrselbstabdriicken nur wenig hervortreten, erklären das Verschwinden dieser Nerven 
au dem fossilen Blatte. Letzteres unterscheidet sich von dem der genannten lebenden Art durch die Ver- 
schmälerung der Basis in den Stiel. 

Celastrus oxi/phyllus Ung. 
Taf. XXXII, Fig. 1. 
Ettingsh., Fossile Flora von Sagor, II, 1. c. S. 193, Taf. 16, Fig. 21. 
Fundort: Savine (Stollen und Steinbruch). 

Das vorliegende Blatt vom Steinbruch bei Savine ist viel grösser als das a. a. 0. abgebildete; es gleicht 
in der Grösse, Form und Zahnung dem von Unger in der Sylloge plant, foss. II, Taf. II, Fig. 4 dargestellten. 
Ausser dem Primärnerv sind keine Blattnerven erhalten. 

Celastrus Plutonis n, sp. 

Taf. XXXn, Fig. 2. 
C. foliis coriaceis elliptids, basi acutis, apice obtiisiusculis, irregulariter dentatis, nervo primario distincto, recto, 
nervis secundarüs tenuibus, siib angulis peracutis egredientibus ramosis dicfyodromis. 



Die fosfiih' Flora ro» Sacjur in Krain. 23 

Fundort: Savine (Steinbrucli). 

Die Spuren der verkohlten Substanz, die am Abdrucke dieses Blattes haften, deuten auf eine steife leder- 
artige Textur. Die Form des Blattes ist elliptisch, die Basis kaum verschmälert, die Spitze stumpflich, der 
Rand ungleich gezähnt. Die Seeundärnerven entspringen unter sehr spitzen Winkeln, sind fein und verästelt. 
In diesen Merkmalen nähert sich das Blattfossil am meisten den Blättern von Celastrus collinus Eckl. et Zeyh. 
vom Cap (s. Ett., Celastrineen 1. c. Taf. VI, Fig. 9, 10), welche sich nur durch die Zuspitzung an den Enden 
von jenem unterscheiden. Von den bisher beschriebenen fossilen Arten schliesst sich unsere neue Art dem C. 
Ärethusae der fossilen Flora von Bilin an, unterscheidet sich von derselben jedoch durch die Form und Zähnung 
des Blattes. 

Bezüglich der übrigen bereits beschriebenen Celastrus-krien der fossilen Flora von Sagor ist nocli zu 
bemerken, dass C. europaeus Uug. auch in Trifail gefunden worden ist. 

Elaeodendron Per sei Ung. sp. 
Taf. XXXII, Fig. 5. 
Ettingsh., Fossile Flora von Bilin, III, S. 36, Taf. 48, Fig. 25, Taf. 49, Fig. U. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ein Blatt, welches zu dem a. a. 0., Fig. 25, abgebildeten Blatte von Kutschlin in allen Eigenschaften passt. 
Es zeigt, so wie dieses, eine Verschmälerung nach beiden Enden. 

Elaeodendron degener Ung. sp. 
Taf. XXXII, Fig. 6. 
Ettingsh., Fossile Flora vou Biliu, III, S. 37, Taf. 49, Fig. 5, 7—10. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Dieses Blatt passt zu kleineren Blättern dieser Art, welche aus den fossilen Fbren von Sotzka und 
Kutschlin bei Bilin vorliegen, am besten, wesshalb ich diese im älteren Tertiär verbreitete Art für die fossile 
Flora von Sagor annehme. 

Ord. ILICINEAE. 

Ilex sagoriana n. sp. 

Taf. XXXII, Fig. 17. 

Lfoliis coriaceis ohlongis, undulatis vel remote dentatis vel integerrimis ; nervatione brockidodroma, nervo primarlo 
pervalido, redo; nervis secundarüs sub angulis 50 — 60° orientibus, apice ramosis inter se coHJumtis, laqueis 
prominentibus ; nervis tertiariis paucis subtramversis, ramosis. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Es war zu vermuthen, dass die Familie der Ilicineen auch der reichhaltigen fossilen Flora vou Sagor nicht 
fehlen werde. Nachdem schon zwei //ca;-Arten für dieselbe nachgewiesen waren, brachte eine sorgfältige 
Untersuchung in Savine, der reichsten Fundstätte, einige Blattfragmente in meine Hände, welche zu einer 
dritten Art gehören dürften. Das Blatt derselben, in seiner Form und Nervation ergänzt, zeigt viele Ähnlichkeit 
mit dem der nordamerikauischen Ilex Dahoou Walt. (Vergl. Ett., Blattskc'ete der Dicotylcdonen, S. 162, 
Fig. 148, Taf. 66, Fig. 4 und 7). 

Ord. BHAMNEAE. 

Zisyphus savlnensis n. sp. 
Taf. XXXII, Fig. 7, 7 «, 

Z. foliis breoiter petiolatis ovato-lanceolatis , utrinque acumiitatis, basi aequali margine deniiculatis tripliuervüs, 
nervis lateraUbus infimis hasilaribus, acrodromis ; nercis secundarüs subtransversis, flexuosis ramosis. 
Fundort: Savine (Steinbruch). 



24 Constant in v. Eitingshausen. 

Steht in der Blnttbildung dem Zizyphns Uiiyeri Heer sehr nahe, unterscheidet sich aber von dieser Art 
durch die zugespitzte nicht ungleiche Basis, die etwas spitzeren Randzähne und durch die dem Rande weniger 
genäherten vollkummeu gruudstäudigen seitlichen Basalnerven. Ob man es hier mit einer Varietät des Z. Unyeri 
oder mit einer besonderen dieser nächst verwandten Art zu thun hat. lässt sich nach dem einzigen Blatte, 
Fig. 7, das in Savine zum Vorsehein kam, nicht befriedigend entscheiden. Bemerkenswerth aber ist, dass in 
Häring, wo die Blätter fies Z. Ungeri zu den häufigsten Pflanzenfossilien zählen, und einige Varietäten des- 
selben zu Tage knmen, eine dem oben beschriebenen Blattfossil entsprechende Varietät nicht beobachtet 
worden ist. Die Nervation, in Fig. la vergrössert gezeichnet, stimmt mit Ausnahme des erwähnten Verhaltens 
der Basalnerven mit der von Z. Ungeri überein. 

Ich erwähne hier noch, dass .^/^y/p/ms/)arrtrfmacMS Ung. sp. auch in Savine (Steinbruch) und in Trifail 
gefunden worden ist. Von den übrigen Rhamneen der fossilen Flora von Sagor ist Berchemia muUinerms A. 
Braun auch an der erstgenannten Localität zum Vorschein gekommen. 

Ord. JUGLANDEAE. 

Juglans rectinervis m. 
Taf. XXXII, Fig. U. 
Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. 198, Taf. n, Fig. 1. 
Fundorte; Savine (Stollen und Steinbruch). 

Im Steinbruch bei Savine fand sich das Blättchen Fig. 14, welches die charakteristischen Merkmale der 
Nervation dieser Art bestätigt und ergänzt. Die Secundäruerven erscheinen fast noch mehr einander genähert, 
als an dem a. a. 0. abgebildeten Exemplar vom Stollen bei Savine, und die auffallend schiefe Basis des 
Blättchens ist besser erhalten. 

Carya prae-oUvaeformls n. sp. 
Tat". XXXII, Fig. 20. 

C.folüs sub S-Jugitif^J, folioliti brevissime petiolatis ovato-lanceolatis, basi inaequalibus, apice acuminatis, margine 
remote serrulatis; nervatione brochidodroma, nervo prwiario prominente recto excurrente ; nereis secundarüs 
paucis sab angidis 40 — 55° orientihus, prominentibus marginem adscendentibus, inter se conjunctis; nervis ter- 
tiariis angido acuto vel subrecto egredientibus, remotis inter se conjunctis. 
Fundort: Savine (Steinbruch). 

Auf einem schönen Schaustücke zusammen mit Sequoia Couttsiae, Banksia longifolia, Mgrica lignitiini und 
Salix aquitanica sieht man ein Theilblättchen dieser Art. Dasselbe ist ausserordentlich ähnlich dem der nord- 
amerikanischen Carya oh'vaeformis Nutt. (s. Ett., Blattskelete der Dicotyledoneu, S. 175, Fig. 175) und unter- 
scheidet sieh von demselben nur durch das weniger kurze Stielcheu und die viel kleineren, entfernter von 
einander gestellten Randzähne, die dem unbewaifneten Auge kaum sichtbar sind. In der Nervation, von welcher 
Fig. 20a eine Vergrösserung gibt, konnte ich keinen Unterschied zwischen beiden entdecken. 

Carya trifatlensls n. sp. 

Taf. XXXII, Fig. 13, 13 a. 

C. foliis 3 — i-jugis{'ij, foliolis lanceolatis apice acuminatis, margine serrafis, subtus liispidis scabris; nervatione 
camptodroma, nervo primario valido, prominente recto, excurrente; nervis secundarüs nuinerosis sub angulis 
55 — 65° orientibus, inter se conjunctis; nervis tertiariis angulis acutis egredientibus, approximatis inter se 
conjunctis. 

Fundort: Trifail (Brandschiefer). 

Es liegt nur ein Bruchstück des länglichen lanzettförmigen Blättchens dieser Art vor, das jedoch so viele 
charakteristische Merkmale zeigt, dass die Bestimmung der Gattung und sogar der nächstverwandten lebenden 
Art keinen Zweifel übrig liess. Das Fossil trägt das Gepräge der C'ar(/a-Blättchen, insbesondere der nord- 
amerikanischen C. sulcata Nutt. (Ett., Blattskelete der Dicotyledoneu, Taf. 74, Fig. 5; Taf. 75, Fig. 9) 



r)ie foi^sile Flora von Sagor in Kraiii. 25 

ganz und gar an sicli. Doch vcrrätli es eine mehr längliob - Innzettliche Form und dieser entsprechend zahl- 
reichere Secuudärnerven. Am Fossilreste, welclies den Gegendruck der unteren Blattfläche darstellt, gewahrt 
mau dicht gestellte kleine l'unkte, welche Knötchen entsprechen, an denen steife Härchen sassen. Bei passen- 
der Beleuchtung des Abdruckes kann man die Abdrücke der Borsten deutlich sehen und selbe von den feinen, 
minder gedrängt stehenden Tertiärnerven wohl unterscheiden. (S. die Vergrösserung, Fig. 13«.) Ahnliche 
Knötchen und Haare zeigen auch die Blättchen der Carya sulcata, wie man an den citirten Naturselbstabdrücken 
wahrnehmen kann. 

Von den übrigen Carya-kxten der fossilen Flora von Sagor ist nur noch zu bemerken, dass C. Heerii Ett. 
auch aus dem Stolleu von Savine zum Vorschein gekommen ist. 

ErigelhardUa Brongniayti Sap. var. producta. 
Taf. XXXII, Fig. 15. 
Au dem verlängerten mittleren Flügel der Hülle des in Fig. 15 dargestellten Fruchtfossils von Savine 
(Stollen) sind die grundständigen spitzläufigen Nerven auffallend verkürzt und eine verhältnissmäs.sig grössere 
Zahl von Secundärnerven zur Entwicklung gekommen. Der vierte kleinste Zipfel des Involucrums fehlt. Es hat 
fast den Anschein als hätte man hier eine besondere Art vor sich. Es dürfte jedoch das Fruchtfossil, Fig. 5, auf 
Taf. XVII der fossilen Flora von Sagor, IL Theil, eine Übergangsform zu der in Rede stehenden bilden, da 
dort die grundständigen Nerven des genannten Mittelflügels, in iln-er Entwicklung etwas zurückgeblieben, die 
Spitze nicht erreichen, hingegen die oberen Secundärnerven etwas reichlicher auftreten. Das Fehlen des 
vierten Flügels kommt oft vor, da er abfällig, manchmal auch verdeckt ist, wesshalb man hierauf kein Gewicht 
legen kann. Eine solche Frucht mit einer scheinbar nur dreitheiligen Hülle, in Fig. 16« dargestellt, ist von 
Exemplaren, die den vierten Zipfel besitzen, wie Fig. 4 und 6, Taf. XVII, in keiner Weise verschieden. 

Ord. ANACARDUCEAE. 

Uhus prisca m. 

Ettingsh. Tertiärflora vou Iläriug, S. 79, Taf. XXVI, Fig. 13—23. — 0. Heer, Tertiiirflora der Schweiz, Bd. III, S. 83, 
Taf. Ii7, Fig. 10—1-2. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Es liegt von obiger Localität ein Theilblättchen dieser Art vor, das mit dem vou 0. Heer a. a. 0., Fig. 12t, 
abgebildeten am meisten übereinstimmt; dann ein zweites, das die Mitte hält zwischen den Blättchen, Fig. 20 
und 21 1. c, der fossilen Flora von Häriug. 

RJius sagorlana m. 
Taf. XXXII, Fig. 10. 
Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. -200, Tat. 18, Fig. 1—5, 8—14, 16—19. 

Von den zahlreichen Blattformen dieser Art, welche am a. 0. dargestellt werden konnten, füge ich noch das 
in Fig. 10 abgebildete Blättcheu von Savine (Steinbruch) bei, das zwar in der Grösse von den erwähnten sehr 
abweicht, aber wegen der vollständigen Übereinstimmung in der Nervation und allen übrigen Merkmalen 
gleichfalls hieher gehört. Dieses Theilblättchen, au dem der lange Blattstiel noch haftet, gleicht kleinen Blätt- 
chen von wildwachsenden Exemplaren der analogen Bhus viminaUs. 

Bims obovata Ung. sp. 

Taf. XXXII, Fig. s, 8 a. 

Ettingsh., Beiträge zur Kenntnis der fossilen Flora von Radoboj, Sitzungsber., Bd. 61, S. 24 u. 64. — Syn.: Echitoniuin 
obovatum Ung. Sylloge plant, foss. III, Tab. V, Fig. 13, 14. — Fossile Flora vou Kadoboj, Taf. IV, Fig. 3. 

Fundort: Savine (Stollen). 

Ein Theilblättchen, welches zwischen den von Unger a. a. 0. dargestellteu in der Form und Grösse vou 
einander etwas abweichenden Blattfossilien die Mitte hält. Das Blattnetz, welches an unserem Fossil besser 

Denkschriften der mathom.-naturw. Gl. L. Bd. 4 



26 Consianfln r. Effingshausen. 

erhalten ist als au dem Blättclien von Radoboj, ist in Fig. Sa vergrössert zur Anschauung gebracht. Dasselbe 
stimmt sehr gut zu der Nervation einiger südafrikanischen Bhus-Artan mit dreizähligen Blättern, was ich auch 
schon aus den Radobojer Fossilien nachzuweisen in der Lage war. 

Mhus Latotiiae n. sp. 
Taf. XXXII, Flg. 9. 

B. foliis trifoliatis, foliolis subtnembranacäs, rotundato-obovatis , remote denticidatis, basi attenuatis; ntrvaiione 
camptodroma, nervo iJrimario prominente recto , apicem versus valde attenuato, nervis secundarüs paucis, sub 
angulis 65 — 75° orientibus, temiibus, infimis abbreviaüs, angulis acutioribus egredientibus; nervis tertiariis 
tmuissimis, angulo subrecto insertis, dictyodromis. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Ein Theilblättchen, welches dem der vorigen Art in der Form und dem Charakter der Nervation nach 
ähnlich ist, jedoch durch folgende Merkmale von demselben abweicht. Die Textur ist mehr häutig, der Rand 
mit einigen Zäbnchen besetzt; der Priraärnerv tritt stärker hervor; die Secundärnerven sind in geringerer 
Zahl vorhanden und stehen weiter von einander ab; die untersten verkürzten entspringen unter viel spitzeren 
Winkeln; das Netz ist feiner und desshalb am Abdruck mehr verwischt. Das Theilblättchen ist überdies 
bedeutend grösser; da dasselbe an einer anderen Fundstelle als das der vorigen Art zum Vorschein gekommen, 
so dürfte endlich auch dieser Umstand dafür sprechen, dass es einer besonderen Art angehört, 

Ord. ZANTHOXYLEAE. 

AilantJius Ovionis n. sp. 
Taf. XXXU, Fig. 19. 
A. Samara lanceolato-oblonga, subcoriacea, nervatione obsoleta, pericarpio elliptico. 
Fundort: Savine (Steinbruch). 

In der Grösse und Form der Frucht schliesst sich diese Art an Ailanthusmicrosperm.aI{eer, unterscheidet 
sich aber von derselben, sowie von allen anderen bisher beschriebenen fossilen Arten dieser Gattung durch die 
derberen, fast iederartigen Flügel. Die Nervation der letzteren ist verwischt; doch lassen sich Spuren von 
Längsstreifeu , wie solche an den Äilanthus-FmchtMgein vorkommen, noch erkennen. 

Ord. MYRTACEAE. 

Eucalyptus oceanica Ung. 
Taf. XXXn, Fig. 16 6, 18. 
Fossile Flora von Sagor, H, 1. c , S. 203, Taf. XVH, Fig. 10—18. 

Von dieser im Gebiete unserer fossilen Flora sehr verbreiteten Art kam das hier in Fig. 16i abgebildete 
Blatt aus einem Brandschiefer bei Trifail zum Vorschein. Die sehr selten erhaltene Nervation ist deutlich 
wahrnehmbar und stimmt mit der eines Blattes dieser Art von Savine (Stollen), in Fig. 18 vergrössert 
gezeichnet, vollkommen überein. Neben dem erwälinten Blatte liegt eine wohlerhaltene Frucht der Engelhardtia 
Brongniarti Sap., Fig. 16 a. 

Ich füge hier noch die Bemerkung bei, dass von Eucahjiitus grandifolia m. auch in Trifail und Savine 
einige Blattfossilien entdeckt worden sind ; endlich, dass von CalUstemophyllum melaleucaeforme m. ein Blatt in 
Trifail gefunden worden ist. 

Ord. AMYGDALEAE. 
Prunus mohikana Ung. 
Ung er, Sylloge plant, foss. III, p. 62, Tab. XIX, Fig. 1—7. 
Fundort: Trifail. 

Von dieser bisher nur aus den Schichten von Radoboj zu Tage geförderten Art sind mir von Trifail einige 
Blattreste zugekommen, welche zu den von Unger a. a. 0. abgebildeten Blattfossilien vollkommen passen. 



Die fossile Flora von Sagor in Krain, 27 

Ord. PAPILIONACEAE. 
a) LOTEAE. 

Psoralea palaeogaea Sap. 

Fossile Flora von Sagor, II, 1. c, S. 205. 

Fundorte: Sagor (Bachschichte), Savine (Steinbruch). 

Ausser dem Theilblättchen, das aus der Localität „Bachscbichte" in Sagor zum Vorschein gekommen ist 
und dessen schon a. a. 0. Erwähnung geschah, fanden sich noch zwei Blättchen dieser Art im Steinbruch bei 
Savine. 

Glycyrrhi^d Blanduslae Ung. 

Taf. XXXII, Fig. 25, 26. 
Unger, Sylloge plant, foss. II, p. 20, Tab. IV, Fig. 6—10. 

Fundort: Savine (Stollen). 

Zwei Theilblättchen, welche zu den von Unger a. a. 0. abgebildeten Resten dieser Art gut passen. 
Fig. 26 zeigt die Nervation wohlerhalten, jedoch eine verletzte Basis. Dieselbe ist aber am Blättchen, Fig. 25 
erhalten. Form und Nervation des Letzteren stimmen mit Fig. 9 1. c. von Parschlug genau liberein. 

Hobinia Sesperiäum Ung. 
Unger, Sylloge plant, foss., p. 21, Tab. IV, Fig. U— 17. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Aus der genannten Localität liegen Hülsen, Samen und Blättchen, wie aus Parschlug vor, welche weder 
über die Zugehörigkeit dieser Reste zur Gattung Bobinia, noch über das Vorkommen der Bohinia Hesperidum in 
unserer fossilen Flora einen Zweifel übrig lassen. 

Als die nächst verwandte lebende Art ist R. Pseudo-Acada L. zu betrachten. 

Robinia Druidum n. sp. 

Taf. XXXII, Fig. 28. 

B. leguminihus oblongis, compressis, hast angustatis, medio valde coardatis; seminibus rotundatis. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Eine Hülse, welche länglich, auffallend flach, an der kurz gestielten Basis verschmälert und in der Mitte 
stark zusammengezogen ist. Durch diese Merkmale dürfte sich dieselbe von der ähnlichen Hülse der vorigen 
Art unterscheiden. 

h) PHASEOLEAE. 

Erythrina TTngeri m. 

Taf. XXXII, Fig. 21, 22. 
Fossile Flora von Sagor, U, 1. c, S. 206, Taf. XIX, Fig. 2—5. 

Fig. 21 stellt ein wohlerhaltenes Blättchen dar, dem nur die Spitze fehlt; Fig. 22 ein kleines Blättchea 
dieser Art. Beide Exemplare stammen vom Steinbruche bei Savine. Die Theilblättchen der Erythrina üngeri 
unterscheiden sich von denen der verwandten E. daphnoides Ung. auch durch die abgerundete oder fast herz- 
förmige Basis, was an Fig. 21 deutlich ersichtlich ist. 

Kennedya PhaseolUes m. 

Taf. XXXn, Fig. 23. 
Fossile Flora von Bilin, III, 1. c, S. 56, Taf. 55, Fig. 22. 

Fundort: Savine (Steinbruch). 

Das in Fig. 23 dargestellte Fossil ist ein Seitenblättchen, das noch mit dem gemeinschaftlichen Blattstiel 
in Verbindung steht. Die Kennedi/a- Arten haben dreizählige Rlätter mit einem gestielten Endblättchen und 

4* 



28 Constantin v. Ettincjshausen. 

zwei sitzenden Seiteublättclien. An genanntem Fossil sind die Tertiärnerven besser erhalten als an dem a. a. 0. 
abgebildeten Blättchen von Kntschlin. Dieselben entspringen beiderseits der Secundärnerven unter nahezu 
rechtem Winkel. 

Eennedya orbicularis Ung. sp. 

Taf. XXXII, Fig. 24. 

Syn.: Phaseolites orhicularis Ung. Fossile Flora von Sotzka, S. 54, Taf. 39, Fig. a, 1. — Ettingsh., Fossile Flora von Sagor, 
n, 1. c, S. 207, Taf. XVII, Fig. 19. 

Fundorte: Tüffer, Savine (Steinbruch). 

Die Blättchen dieser Art haben eine auiTallende Ähnlichkeit mit denen der australischen Ketiimh/a-Arten, 
namentlich der A'^. arenaria Benth. und der K. prostrata \\. Brown (vergl. Ett., rapilionaceen, Sitzungsber., 
Bd. XII, Tat'. V, Fig. 4—6). Fig. 24 stellt ein kleineres Blättchen dar, das aus dem Steinbruch bei Savine zum 
Vorschein kam. 

Phaseolites eutychos Ung. 
Uuger, Sylloge plant, foss. II, p. 21, Tab. V, Fig. 13 (ex parte). 

Fundort: Trifail. 

Es fanden sich an bezeichneter Localität einige Theilblättchen, die einer Phaaeolee angehören dürften und 
welche ich am besten dieser Art einreihen zu sollen glaube. 

Ord. CAESALPINIEAE. 

Cassia hyperborea Ung. 

Ungei-, Fossile Flora von Sotzka, S. 58, Taf. 43, Fig. 2. — Ettingsh., Tertiäre Flora von Häiiiig, ,^.91, Taf. 30, Fig. 12-14- 
— Heer, Tertläiflora d. Schweiz, Bd. III, S. 119, Taf. 137, Fig. 57—61. 

Fundort: Trifail. 

An benannter Localität fanden sich einige Blättchen dieser Art, zugleich mit denen der Cassia Phaseolites 
Ung. und C. Berenices Ung. 

Cassia Memnonia Ung. 
Taf. XXXII, Fig. 27. 
Fossile Flora von Sagor, II, 1. c., S. 222. 

Das hier abgebildete Blättchen dieser Art stammt von Trifail. Ausserdem wurde dieselbe auch im Stein- 
bruch von Savine gefunden. Ich bemerke endlich, dass Blättchen von Cascia amlii(jua Ung. nun auch von Trifail 
und Sagor (Friedhofschichte) vorliegen. 

Ord. MIMOSEAE. 

Acacia sotzkiana Ung. 
Taf. XXXU, Fig. 29. 
Ettingsh. Fossile Flora von Sagor, II, 1. c., S. 212. 

Die Hülse, Fig. 29, welche /.u den bis jetzt bekannt gewordenen Htilsenfragmenten dieser Art am besten 
passt, stammt vom Steinbruche bei Savine. Die geschnabelte Spitze derselben ist wohl erhalten. 



Die fossile tlora von Sacjor in Krain. 29 



B. Allgemeine Resultate. 

I. Reichhaltigkeit der Flora. 

Die Bearbeitung der aus dem Braunkohlengebiet Sagor-Tüifer bis jetzt zu Tage geförderten fossilen 
Pflanzenresfe ergab eine Flora von 387 Arten, welche sich auf 170 Gattungen, 75 Ordnungen und 33 Classen 
vertheileu. Es fallen den Kryptogamen 21, den Phauerogamen 3G6 Arten zu. Von den letzteren gehören zu den 
Gymnospermen 18, zu den Monotyledoneu 14, zu den Dicotyledonen 334 Arten. Die Apetalen zählen 117, die 
Gamopetalen 61 und die Dialypetalen 156 Arten. Von den beschriebenen Arten der fossilen Flora von Sagor 
sind 132 für die Flora der Vorwelt neu; die übrigen bereits aus anderen tertiären Localfloren bekannt. Nur 
18 Arten sind Wasserpflanzen und von diesen lebten drei im salzigen Wasser, die übrigen, wie die zu Ohara, 
Equisetum, Pliraymifes, Cijperus, Pofamotjeton, Najadopsis, Najadonium, Ti/pita, Ledum, Änceciomeria und 
Nymphaea gehörigen Gewächse waren Bewohner des süssen Wassers. Den bei weitem grössten Theil der 
Flora aber bildeten die Bewohner des Festlandes. Die Ordnungen der Pandaneen, Palmen, Cinchonaceen, 
Apocynaceen, Sapotaceen, Ebenaeeen, Bombaceen, Malpighiaceen, Vochysiaceen, Combretaceen; die Gattungen 
Firns, Pterospernium, EngeUmrdtia, Dalhergia, Caesalpinia, Cassia und Acacia deuten auf ein tropisches oder 
wenigstens subtopisehes Klima hin. Die Mehrzahl dieser Gattungen fällt auf die Flora der Liegendschichten 
(Friedhofschiclite). Von den Ptlanzenformen der gemässigten Zone, wie Betulaceen, Carpinus, Fagus, Corylus, 
Ulmus, Acer, Juglans u. s. w., kommt die Mehrzahl der Flora der Hangendschichten zu. Es sind daher in 
Sagor zwei dem Alter und dem allgemeinen Charakter der Flora nach verschiedene Floren zu unterscheiden, 
was weiter unten noch ausführlicher begründet wird. 

Die Erhaltung der fossilen Pflanzenreste kann im Allgemeinen als eine vortreffliche bezeichnet werden; 
insbesondere lieferten die Savineschichten ein prachtvolles Material. Es fanden sich daselbst zahlreiche Blätter 
mit wohlerhaltener Nervation, ganze Zweige, Blüthenstände, einzelne Blütheu oder deren Theile, Frucht- 
stände, einzelne Früchte und Samen. Es war sonach in vielen Fällen möglich, die Bestimmung der Gattung 
und Art auf Pflanzentheile verschiedener Kategorie zu stützen. In der Mehrzahl lagen allerdings nur Blätter 
vor. Ein sorgfältiges vergleichendes Studium der Blätter kann aber auch hier zum Ziele führen. Wir haben es 
desshalb im Interesse der Sache vorgezogen, uns diese Mühe aufzuerlegen, anstatt arbeitsscheu das ganze 
Material als unbestimmbar bei Seite zu schieben. Nicht ein beliebiges Aburtheilen Unberufener, sondern 
spätere Forschungen auf Grundlage eines vollständigeren Materials werden zu entscheiden haben, welche von 
den vorläufig nur auf Blätter gestützten Bestimmungen der Arten sich bewähren. 

II. Floreuelemente. 

Je weiter wir in der Erforschung der Tertiärflora fortschreiten, desto deutlicher tritt der Charakter dieser 
Flora als einer die jetzigen Floren vorbereitenden universellen Stammflora hervor. Dieselbe enthielt die 
elementaren Bestandtheile der Floren noch vereinigt. ' Ein specifisclier Charakter ist daher in der Tertiärflora 
noch nicht ausgesprochen. Im Verlaufe der Florenentwicklung trennten sich diese Elemente zu selbstständigen 
Floren, was aber nur dadurch geschah, dass die Elemente sich in verschiedenen Gebieten der Erde in ver- 
schiedener Weise ditferenzirt haben. Durch die vorwaltende Ausbildung Eines Elementes entwickelte sich der 
Charakter einer Flora. Ich habe vorgeschlagen, die Florenelemente nach jenen Erdtheilen, in welchen dieselben 
ihre grösste Entfaltung erreicht haben, zu bezeichnen. Selbstverständlich soll damit nicht zugleich die Genesis 



1 In mehreren von der kais. Akademie der Wissenschaften veröflfentliehten Abhandlungen habe ich den Nachweis 
geliofert, dass die Tertiäiflor;i Europas in dieser Bcziohuug keine Ausnahme bildet, sondern dass auch die Tertiärfloren 
anderer Erdtlieilc, so weit dieselben untersucht werden konnten, den gleicheu Mischlingscliaralitcr an sich tragen. 



30 Constantin v. Etf ingshausen. 

der Florenelemenfe angedeutet sein, denn es wäre wolil ein Irrthum, anznnehmen, dass die Florenelemente 
immer dort entstanden sind, wo dieselben die grösste DiiFerenzining erlangten. Die Gattung Glyptosirohus 
zählen wir zu dem chinesisch japanesischeu Florenelement. Es ist aber kein Grund vorhanden, anzunehmen, 
dass dieselbe in China oder Japan entstanden sei. Wir finden diese Gattung im Tertiär viel weiter verbreitet 
als in der Jetztwelt. Es ist anzunehmen, dass dieselbe aus der Tertiärflora in die heutige Flora übergegangen 
ist; über den Ursprung jedoch wissen wir bis jetzt nichts. Die Gattung Cinnamomum ist fast in allen bis jetzt 
genauer untersuchten Tertiärfloren enthalten. Wir zählen dieselbe zu dem ostindischen Florenelement. Ob sie 
aber in Ostindien, wo heutzutage die grösste Zahl ihrer Arten anzutreffen ist, ihren Ursprung genommen hat, 
entzieht sich noch jeder Untersuchung. Dies zur Berichtigung von Missverständnissen. 

Die oben erwähnte Beschaffenheit der Tertiärflora hat durch die fossile Flora von Sagor weitere Bestätigung 
erhalten. Es sind hier folgende Florengebiete der Jetztwelt vertreten (s. die Tabelle): 

Australien durch Actinostrohus, Casuariiia, Leptomeria, Saiitahim sp., Conospermtim, Persoonia, Grevilleu, 
Hakea, Lambertia, Lomatia sp., Banksia, DrijancJra, Notelaea, Myoporum, Loranthus sp., CaUicoma, Ceratopetalum, 
SfercuNa sp., Dodonaea sp„ Bursana, Elaeodendron sp., Pomaderris, Eucali/pfus, Kennedya sp. 

Nordamerika und Mexico durch Taxodium, P/wms sp., Myrica si^., Betida s^., Fagus s^., Ostrya »\>., 
Quercus sp., Ulmus sp., Platanus sp., Symplocos sp., Vaccinium sp., Cornus sp,, Magnolia sp., Acer sp., Evonymus 
sp., Prinos, Berchemia, Ile.r, Carya, Ptelea sp., Prunus sp., Bobim'a, Erythrina. 

Brasilien und das tropische Amerika im Allgemeinen durch Blechnm». s\y., Ficus sp., Pisonia sp., 
Persea sp-, Ocofea, Andromeda sp., Weinmannia sp., Bomhax sp., Ternstroemia, Tetrapteris, Banisteria, Sapindus 
sp., Zanthoxylum sp., Vochysia, Dioclea, Machaerium, Cassia sp., Acacia sp. 

Ostindien durch Casfaitojms, Ficus sp., Phoebe sp., Cinnamomum, Mimusops, Sterculia, Pterospermum, 
Pitfosporum sp., Dalhergia, Sophora sp., Caesalpinia. 

China und Japan durch Glyptostrohus, Cinnamomum sp., Hydrangea sp., Acer sp., Styphnolohium. 

Europa durch Pinus sp., Phragmites, Zostera, Typha, Älnus, Carpinus, Corylus, Casfanea, Ulmus sp., 
Ligustrum, Olea sp., Fraxinus sp., Vaccinium sp., Acer sp., Pisfacia sp., Prunus sp., Psoralea sp. 

Afrika durch CallUris, Kennedya sp., Olea sp., Coussonia, Celastrus sp., Pterocelastrus, Rhus sp. 

Ausserdem sind in der fossilen Flora von Sagor vertreten: Kleinasien durch Populus sp., Oleasp., 
Bhododendron sp., Juglans sp.; der Kaukasus durch P/awera sp., Rhamnus sp., Pterocarya; Californien 
durch Libocedrus sp., Sequoia, Pinus sp.; Chile durch Podocarpus sp., Laurelia, Cassia sp.,; Canarien durch 
Davallia sp., Laurus sp., Persea sp.; Neuseeland durch Hedycarya sp., Cenarrhenes, Weinmannia sp.; Java 
durch Zizyphus sp.; die Philippinen durcli Ahtonia sp. und Engelhardtia sp.; Madagaskar durch Dios- 
pyros sp.; Norfolk durch Araucaria sp., Elaeodendron sp.; St. Mauritius durch Celastrus sp. 

III. Vergleichimg der fossilen Flora von Sagor mit anderen Floren der Tertiärzeit. 

Gruppirt man jene bis jetzt untersuchten Tertiärfloren, deren Vergleichung mit der von Sagor ein Interesse 
darbietet, nach der Zahl der übereinstimmenden Arten, so erhält man folgende Reihenfolge: Bilin (121); 
Schweiz (100); Moskenberg (88); Radoboj (76); Häring (70); Sotzka(68); Eocänflora Englands (66); ältere 
Braunkohlenflora der Wetterau (51); Tertiärflora vom süd-östlichen Frankreich (42); miocäne baltische Flora 
(38) ; Senigallia (38) ; arctische Tertiärflora (37) ; niederrheinische Braunkohlenformation (37 j ; Parsclilug 
(36); fossile Flora der Cerithiea- und Congerienschichten (36); nordamerikanische Tertiärflora (32); Monte 
Promina (31). 

Mit der fossilen Flora von Bilin ' hat die von Sagor nachfolgende Arten gemein; und sind hier die 
Arten aus den tieferen Schichten (Kutschlinj durch gesperrte Cursivlettern hervorgehoben: Bleclmum Braunii, 
Libocedrus salicornioides, Taxodium distichum miocenicum, Glyptostrobus europaeus, Sequoia Langsdorfii, 



1 Ettingsb., Fossile FloiJi des Tertiärbeckens von Bilin, I— III, Denkschriften, Bd. 26, 28 u. 29. 1866—1869. 



T>ie fus.stlc Flora 'twn Sagor in. Kram. 31 

Äraticaria Sternher gii, Podocarpus eocenica, Phragmites oeningensls, Typha latissima, Casuarina sotz- 
kiana, Myrica salkina, M. Ikjnitum, M. acuminata, M. liaerhigiana, M. banksiaefolia, Betula Dryadum, 
B. prisca, B. Brongniartii, Alnus Kefersteinii, A. gracilis, Carpinus Heerii, Fagus Feroniae) Castanea atacia, 
Quercus Daphnes, Q. drymeja, Ulmus Bronnii, U. Braunii, Planera Ungeri, Ficus lanceolata, F. Morluti, F. 
Goepperti, F. clusiaefolia, F. rectinervis F. Jynx, F. arcinervis, F. ApolUnis, F. wetteravica, F. Daphno- 
genes, Artocarpidium Ungeri, Platanus aceroides, Populus mutabilis, Hedycarya europaea, Laurus 
primigenia, L. p>hoehoides, L. ocoteaefolia, L. Lalages, L. Agathophyllum, L. princeps, Persea speciosa, 
P. Heerii, Cinnamomum Eossmaessleri, C. Scheuchzeri, C. lanceolatum, C. polymorphum, G. specta- 
hile, Santalum salicinum, S. acheronticum, Banksia longifolia, Grevillea haeringiana, Cinchonidiutn 
bilinicum, Ligustrum priscum, Fraxlnus primigenia, Apocynophyllum Reussii, A.pachyphyUum, A. Amso nia, 
Fchitonium superstes, Myrsine Doryphora,Sapotacites sideroxyloides, S.Daplines, S. emarginatus, S. minor, 
Buinelia Oreadum, Diospyros hraclbysepala, D. hilinica, Androineda protogaea, Vaccinium acJicronii- 
cum, Cornus Büchii, Callicoma microphylla, Ceratopetalum haeringianum, Anoectomeria Brong- 
niartii, Nympliaea gypsorum,Bombax chorisiae/olium,Sterculia Labrusca, S. laurina, Ternstroemia 
bilinica, Acer integrilobum, A. trilobatum, A. Eüminianum, Sapindus falcifolius , Dodonaea Apocyno- 
phyllum, D. Salicites, Celastrus Aeoli, C. cassinefolius, C. Acherontis, C. Pseudo-Ilex, C. Hippo- 
lyti, Pterocelastrus elaenus, Elaeodendron Persei, E. degener, Berchemia multinervts, RhamnusGau- 
dini, R. paucinervis, Pomaderris acuminata, Juglans acuminata, Pterocarya denticulata, Engelhardtia 
Brongniartii, Rhus hydrophi la, E.jrrisca, Eucalyptus oceanica,E. grandifolia, Callistemophyllum 
melaleucaeforme, Eugenia ApolUnis, Kennedya Phaseolites, Dalbergia haeringiana, Machaerium 
palaeogaeum, Cassia Phaseolites, C. hyperborea, C. Feroniae, Acacia sotzkiana, A. parschlugiana, Mimo- 
sites palaeogaea. 

Es tritt deutlich hervor, dass hier jene Arten, welche auch den Schichten von Kutsehliu zukommen, über- 
wiegen. 

Mit der Tertiärflora der Schweiz ^ theilt die fossile Flora von Sagor folgende Arten. Die Namen der 
den älteren Schichten der aquitauischen Stufe augehörenden Arten sind in gesperrter Cursivschrift gedruckt. 
Es sind: Sphaeria Secretani , üliara Meriani, Taxodium distichum miocenicum, Glyptostrobus europaeus, 
Sequoia Langsdorfii, Araucaria Sternbergii, Pinus Palaeo-Strobus, P. liepios, Podocarpus eocenica, 
Phragmites oeningensis, Zostera Ungeri, Typha latissima, Myrica deperdita, M. salicina, M. ligni- 
tum, M. acuminata, M. banksiaefolia, Betula Dryadum, B. Brongniartii, Alnus Kefersteinii, A. gra- 
cilis, Carpinus Heerii, Quercus Daphnes, Q. drymeja, Q. Lonchitis, Q. tephrodes, Q. Gmelini, Ulmus 
Bronnii, U. plurinervia, U. Braunii, Planera Ungeri, Ficus lanceolata, F. Morloti (?), F. multinercis, 
F. Jynx, F. arcinervis, Platanus aceroides, Populus mutabilis, Pisunia eocenica, Lauras primigenia, L. 
ocoteaefolia, L. Agathophyllum, L. princeps, Persea speciosa, Cinnamomum Rossmaessleri, C. Scheuch- 
zeri, C. lanceolatum, C. polymorj^ihum., C.spectabile, Grevillea haeringiana, Banksia longifolia, 
Sapotacites emarginatus, S. minor, Mimusops tertiaria, Diospyros brachysepala, D. anceps, Andromeda 
protogaea, Vaccinium acheronticum, Cornus BäcJiii, Acer integrilobum, A. trilobatum, A. Räminianum, 
Sapindus falcifolius, S.undulatus, S. dubius, Celastrus Aeoli, C. Andromedae, C. cassinefolius, C. Ache- 
rontis, C. protogaeus, C. Pseudo-Ilex, C. oxyphyllus, C. Murchisoni, Pterocelastrus elaenus. Hex steno- 
phylla, Berchemia multinervis, Rhamnus Gaudini, R. Dechenii, Juglans acuminata, Carya 
elaenoides, Pterocarya denticulata, Rhus prisca, TerminaUa radohojensis, Eucalyptus oceanica, Gly- 
cyrrhiza deperdita, Robinia crenafa, Kennedya orbicularis, Dalbergia valdensis, D. primaeva, SopJiora 
europaea, Cassia Phaseolites, C. Berenices, C. liyperborea, C. Feroniae, C. 1 ignitum, C. ambigua, C. 
stenophylla, Podogonium Lyellianum, Acacia sotzkiana, A. parschlugiana. 



• 0. Heer, Tertiärflora der Schweiz, Bd. I— III. I8ö5— 1859. 



32 Consianfin v. Efthu/fihausen. 

Mit Moskenberg bei Leoben ' hat Sagor, und zwar sind es vorzugsweise dieSavinesclüchten, folgende 
Arten gemein: CaUifris Broiicjniartii, Libocedrus saUcornioides, Taxodium distichum miocenicion, Gli/ptostrohus 
europaeus, Sequoiä Lanc/sdorßi, S. Couttsiae, S. Tourncdii, Pinus Palae-Strohus, P. Iiepios, Podocarpus eocenica, 
Phragmiies oeningemis, Typha latissima, Casuarina sotzMana, Myrica salkina , M. haeringiana , M. liynitum 
BetuJa Dryadum, B. prisca, B. Brongniartii, AJnus Kefersteinii, A. graälis, Osfrya Ätlantidis, Fagus Feroniae, 
Castanea atavki, Quercus Apocynophylhim, Q. Lonchitk, Q. Gnielini, ülmus Bronnii, U. Braunii, Planera TJngeii, 
Ficus Janceolaia, F. Morloti, F. tenuinenis, F. Jynx, Platanus aceroides, Laiirus primigenia, L. ocoteaefolia, 
L. AgathophyUwn, Cinnamomum Bossmaessleri, C. Scheiichzeri, C. lanceolatum, C. polymorphum, Santalum 
salicinum, S. osyrinum, Persoonia Daphnes, Grevillea haeringiana, Fhnhothrium macropterum, Banksia longifolia, 
Cinchonidium Ulinicum, Apocynophyllum Beussii, A. haeringianum, A. Amsonia, Echäonium microspermum, 
Myrsine Doryphora, Sapotacites sideroxyloides, S. emarginatus, S. minor, Bumelia Oreadum, Diospyros hrachy- 
sepala D. anceps, Vaccinium acheronticum, Andromeda protogaea, Ceratopetalum haeringianum, Anoectomeria 
Bronuniarfii, Sterculia Labrusca, S. laurina, Acer triJohatum, Sajnndus falcifolius, S. didiius, S. Pythii, Cela- 
strus Aeoli, C. Hippolyti, C. europneus, Elaeodendron styriacutn, Bex stenophylla, Bhamnm Gaudini, Pomaderris 
acuminata, Juglans acuminata, Terminalia miocenica, Eucalyptus oceanica, CallistemophyUmn acuminatmn, Pru- 
nus Palaeo-Cerasusj Balberyia haeringiana, D. primaeva, Sophora europaea, Cassia Phaseolites, C. Berenices, C. 
lignitum. 

Mit Eadoboj ^ haben Sagor, insbesondere die Savineschichten, gemein: Cystoseira communis, Eqvisetum 
affine, CaUitris Brongniartii, Libocedrus salicornioides, SequoiaLangsdorßi, Pinus Urani, Podocarpus eocenica, Smi- 
lax Haidingeri, Zostera Ungeri, Typha latissima, Myrica deperdita, M. salicina, Betula Dryadum, B. prisca, Car- 
pinus Heerii, Ostrya Ätlantidis, Fagus Feroniae, Quercus Lonchitis, Q. tephrodes, Ulmus Braunii, Planera Ungeri, 
Ficus lanceolata, PopuJus mutabilis, Laurelia rediviva, Cinnamomum Bossmaessleri, C. Scheuchzeri, C. lanceolatum, 
C. polymorphum, Santalum acheronticum, Persoonia Myrtillus, Grevillea haeringiana, Apocynophyllum Amsonia, 
Neritinium majus, Echitonium superstes, E. microspermum, Myrsine Doryphora, Sapotacites Daphnes, S. minor, 
S. Chamaedrys, Bumelia Oreadum, Diospyros brachysepala, D. Wodani, D. bilinica, Symplocos radobojana, 
Andromeda protogaea, Ledum limnophilum, Vaccinium acheronticum, Magnolia Dianae, Acer Büminianum, 
Tetrapteris minuta, Sapindus PytJiii. Bursaria radobojana, Celastrus Aeoli, C. cassinefolius, C. protogaeus, C. 
oxyphyllus, C. oreophilus, C. europaeus, Bex stenophylla, I. parschlugiana, Zizyphus paradisiaca, Engelhardtia 
Brongniartii, Rhus stygia, B.obovata, Terminalia radobojensis, T. miocenica, Eucalyptus oceanica, Prunus mohikana, 
Kennedya orbicularis, Phaseolites Eutychos, Palaelobium radobojense, Sophora europaea, Styphnolobium europaeum, 
Cassia hyperborea, C. Feroniae, C. Memnonia. 

Mit Häring^ theilt Sagor, vorzugsweise die Friedhofschichte, nachfolgende Arten: CaUitris Brongniartii, 
Sequoia Tournalii, Araucaria Sternhergii, Pinus Palaeo-Strobus, Podocarpus eocenica, Typha latissima, Myrica 
lignitum, M. acuminata, M. haeringiana, M. banksiaefolia, Planera Ungeri, Ficus Jynx, Artocarpidium integri- 
folium, Pisonia eocenica, Laurus phoeboides, L. Lalages, Cinnamomum Bossmaessleri, C. lanceolatum, C. poly- 
morphum, Leptomeria distans, Santalum salicinum, S. acheronticum, S. osyrinum, Persoonia Daphnes, P. 
Myrtillus, Grevillea haeringiana, Embofhrium leptospermum, Banksia longifolia, Apocynophyllum haeringianum, 
Myoporum ambiguum, Sapotacites sideroxyloides, S. minor, Mimusops tertiaria, Bumelia Oreadum, Diospyros 
haeringiana, Andromeda protogaea, Ceratopetalum haeringianum, Dodonaea Salicites, Celastrus Aeoli, C. Acherontis, 
C. protogaeus, C. Pseudo-Eex, C. deperditus, C. oreophilus, Elaeodendron Persei, E. dubium, Bex parschlugiana, 
Rhus hydrophila, B. prisca, Zanthoxyhim haeringianum, Eucalyptus oceanica, E. haeringiana, Callistemophyllum 
melaleuceforme, Eugenia Apollinis, Kennedya Phaseolites, K. orbicularis, Phaseolites microphyllus, Dalbergia 
haeringiana, Palaelobium heterophyllum , P. radobojense, Sophora europaea, Caesalpinia Haidingeri, Cassia 



1 Ettingsh., Beiträge z. Kenntniss der Tertiärflora Steiermarks. Sitziingsber. Bd. 60, 1S69. 

2 Unger, Fossile Flora von Radoboj, Denkschriften 29. Bd., 18G9. — Ettingsh. Beiträge zur Kenntniss der fossilen 
Flora von Radoboj, Sitzungsber., 61. Bd., 1870. 

3 Ettingsh., Tertiäre Flora von Häring, Abhandl. d. k. k. geol. ReichsanstaU, II. Bd., 1852. 



Die fossile Flora von Sagor in. Kraiii. 33 

PhaseoUtes, C. hypeiiorea, C. Feroniae, C. lujnitum, C. ambigua, Acacia sotzkiana, A. parsclduyiana, Mitmsites 
hueringiana. 

Mit Sotzka' bat Sagor die folgenden, meist der Friedhofscliichte zufallenden Arten gemein: Davallia 
Haidingeri, Araucaria Sternbergii, Podocarpus eocenica, Casuarina sotzkiana, Myrica acuminata, M. haeringiana, 
M. banksiaefolia, Castanea atavia, Quercus drymeja, Q. Lonchitis, Planera Ungen, Ficus Morloti, F. Jynx, Arto- 
carpidium integrifoUum, PIsonia eocenica, Laurus prhnigenia, L. ocoteaefolia , L. Lalages, L. Agathophyllum, 
Cinnamomum Scheuchzeri, C. Inuceolatum, C. polymorphum, Santalum salicinum, S. acheronticmn, S. osyrinum, 
Persoonia Daphnes, P. Myrtillus, Banksia Jongifolia, Dryandra Ungeri, Sapotacites sideroxyloides, S. emarginatus, 
S. minor, Bumelia Oreadum, Diospyros Wodani, Andromeda protogaea, Vacdnium acher onticum, Cissus Heerü, 
Weinmannia sotzkiana, Ceratopetalum haeringianum , Sterculia Labrusca, S. laurina, Bursaria radobojana, 
Celastrus Aeoli, C. Andromedae, C. protoyaeus, C. oreopkilus, Pferocelastrus eJaemis, Elaeodendron Persei, E. 
degener, Rhus kydrophila, R. prisca, Zantlioxylum liaeringianum, Terminalia Fenzliana, Eucalyptus oceanica, 
Eugeiiia Apollinis, Callistemopliyllum melaleucaeforme, Kermedya PhaseoUtes, K. orbicularis, PhaseoUtes eriosemae- 
folius, Dalbergia primaeva, Palaeolobium heterophyllum, Sophora europaea, Cassia PhaseoUtes, C. Berenices, C. 
hyperborea, C. Feroniae, Acacia sotzkiana, A. parschlugiana. 

Mit der Eocänflora Englands* theilt Sagor bis jetzt folgende Arten, welche ebenfalls meiste ntlieils der 
Friedbofscbichte angeboren: Glyptostrobus eiiropaeus, Sequoia Lanysdorßi, S. Tournalii, S. Cotittsiae, Araucaria 
Goepperti, Podocarpus eocenica, Myrica sagoriana, M. salicina, M. lignitum, M. acuminata, M. haeringiana, M. 
hanksiaefolia, Quercus drymeja, Q. Lonchitis, Ulmus plurinervia, Planera Ungeri, Ficus lanceolata, F. Jynx, F. 
bumdiaefolia, Artocarpidium integrifoUum, Pisonia eocenica, Laurus primigenia, L. Lalages, L. Agathophyllum, 
Cinnamomum Bossmaessleri, C. polymorphum, Santalum salicinum, S. acheronticum, S. osyrinum, Baphne aqui- 
tanica, Apocynophyllum Reussii, A. haeringianum, Sapotacites sideroxyloides, S. emarginatus, Mimusops tertiaria, 
Bumelia Oreadum, Symplocos radobojana, Andromeda protogaea, Vacdnium acheronticum, Ceratopetalum 
haeringianum, Bombax sagorianum, Sterculia Labrusca, Ternstroemia bilinica, Sapindus faldfolius, Pterocelastrus 
elaenus, Elaeodendron dubium, Rhus prisca, Euciihjptus oceanica, E. haeringiana, CalUstemophyllum melaleucae- 
forme, Eugenia Apollinis, Glycyrrhiza deperdita, Kcnnedya orbicularis , PliascoUtes eriosemaefolius, Dalbergia 
haeringiana, D. primaeva, Palaeolobium heterophyllum, Sophora europaea, Caesalpinia Haidingeri, Cassia Phaseo- 
Utes, C. Berenices, C. sagoriana, C. hyperborea, C. Feroniae, C. Memnonia, Acacia sotzkiana. 

Mit der fossilen Flora der älteren Braunkoblenformation der Wetteraii'' tbeilt Sagor folgende 
Arten: Callitris Brongniartii, Libocedrus salicornioides, Taxodium distichum miocenicum, Glyptostrobus europaeus, 
Sequoia Langsdorßi, Podocarpus eocenica, Phragmites oen/nyensis, Typha latissima, Myrica salicina, M. lignitum, 
M. acuminata, M. Ungeri, Betula prisca, B. Brongniartii, Alnus Kefcrsteinii, A. gracilis, Carpinus Heerü, Fagus 
Feroniae, Castanea atavia, Quercus drymeja, Q. Gmelini, Q. tephrodes, Q. Lonchitis, Ulmus Bronnii, U. pluri- 
nervia, U. Braunii, Planera Ungeri, Ficus wetteravica, Populus mutabilis, Laurus primigenia, L.princeps, Cinna- 
momum Bossmaessleri, C. Scheuchzeri, C. lanceolatum, C. polymorphum., C. spectabile, Santalum acheronticum, 
Cinchonidium bilinicum, Apocynophyllum pachypliytlum, Myrsine Doryphora, Bumelia Plejadum, Diospyros 
brachysepala, D. lotoides, Andromeda protogaea, Acer trilobatum, A. Rüminianum, Sapindus Pythii, Rhamnus 
Decheni, Juglans acuminata, Terminalia radobojensis, Cassia PhaseoUtes. 

Mit der fossilen Flora im südöstlichen Frankreich^ hat Sagor gemein: Callitris Brongniartii, 
Libocedrus salicornioides, Taxodium distichum mioc, Glyptostrobus europaeus, Sequoia Tournalii, S. Couttsiae, 



1 Unger, Fossile Flora von Sotzka, Denkschr. IL Bd., 1850. — Ettingsh., Beiträge zur Keantniss d. fossilen Flora 
von Sotzka, Sitzimgsber. 28. Bd., 1S58. 

- Gardner et Ettingsh. Britisch Eocene Flora, 1, 11, ls79 — 1883. — Ettiugsli. Keport on phyto-palaeontol. investi- 
gations of the Fossil Flora of Sheppey. Proc-eedings K. S. Nr. 198, 1879. — Report on phyto-palaeont. investigations of 
tbe Fossil Flora ofAluraBay, I.e., Nr. 202, 1880. 

3 Ettingsh., Sitzungsber. 57. Bd. 1868. — R. Ludwig, Foss. Flora d. ältesten Abth. d. Rbeinisch-Wetterauer'J'ertiär- 
formation. Palaeontogr. VUI. Bd. 1859. 

* G. de Saporta, Etudes siir la vfigötation du Sud-Est de la France a l'epoque Tertiaire, I— LU. 1863 et sq. 

Denkschriaeu dtir mathem.-Duturw. Gl. L. Hd. 5 



34 



Co n s i a n / / n v. Eif 1 ii (/ s h a u .s e n. 



Pinus Palaeo-Strobus, Pochcarpus eocmica, Ti/pha latissima, Myrica salidna, M. lignitum, M. hanksiaefoUa, 
Betula Dnjadum, Ostrija AÜanHclis, Casfanea atavia, Quercus Lonchitis, * Ulmus Bronnn, U. phirinercia, Lanrus 
primigenia, L. LaJages, Cinnamotnum lanceolatum, C. pohjmorphum, C. spedabile, Leptomeria distans, Greinllea 
haeringiana, Embothrium leptospermum , Mimusops tertiana, Diospi/ros haeringiana, Ändromeda protogaea, 
Anoedomeria Brongniartii, Nympliaea gypsorum, Acer trüohatum, Zizgphics paradisiacus, Engelhardtia Brongni- 
artü Ehus prisca, Psoralea palaeogaea, PhaseoUtes gJycinoides, Dalhergia heatstophyUirm, D. pxdaeocarpa, 
Sophora europaea, Cassia PhaseoUtes, C Berenices. Die Flora des unteren Horizonts entspricht mehr der Flora 
der Friedhofschichte. 

Von den Arten der niiocenen Baltischen Flora ^ werden folgende auch in der Flora von Sagor an- 
getroffen: Taxodium distichum mioc., Glyptostrobus enropaeus, Sequoia Langsdorfii, S. Couttsiae, Pinus Palaeo- 
Strobus, P. hepios, Phragmites oeningensis , Typha latissima, Myrica lignitum, M. aewminafa, M. hanksiaefoUa, 
Betida prisca, Abius Kefersteinü, A. graäUs, Carpinus Beerii, Planera Ungeri, Ficus lanceolata, Pojmlus 
mutabiUs, Laiirus tristaniaefoUa, Cinnamotnum Scheuchzeri, C. lanceolatum, Myrsine DorypJiora, Sapofacifes sidero- 
xyloides S. minor, Diospyros brachysepala, D. anceps, Ändromeda protogaea, Ledum Umnophilmn, Vaccinium 
acheronticum, Sapindus faldfolius, Celastrus profogaeus, Elaeodendron Persei, Hex stenophylla, Rhamnus Gaudini, 
Eucalyptus oceanica, Cassia PhaseoUtes, C. Berenices, C. amhigua. 

Die Arten, welche die fossile Flora von Sagor mit der arktischen Tertiärflora''' tlieilt, sind aus der 
untenstehenden Tabelle zu entnehmen. Die Melirzahl der gemeinsamen Arten (32) fallt auf die fossile Flora von 
Grönland. Die Insel Sachalin theilt 16, Spitzbergen 12 und Island 6 Arten mit Sagor. 



Übersicht der Verbreitung der gemeinsamen Arten im Gebiete der arktischen Tertiärflora. 



Aufzählung der Arten der fossilen Flora von Sagor 



Taxodium distichum miocenicum Heer 



Glyptostrobus europaeus Brougn. sp. 
Sequoia Langsdorfii Brongu. sp. . . 

„ Couttsiae Heer 

Araucaria Sternbergii Goepp. sp. 
P/«Ms PaZoeo-S<ro6H.s Ettingsh. . . 
Phragmites oeningensis A. Braun 
Myrica lignitum Ung. sp 

„ acumiuaia Ung 

JBeiw/apmm Etttngsh 

„ Brongniartii 'Ett\iiSfih. . . 
Alnus Kefersteinü Goepp. sp. . . . 

Carpin us Heerii Ettingsh 

Corylus Mac Quurrii Heer . . . . 

Fagus Feroniae Ung • • 

Castanea atavia Ung 

Quercus drymeja Ung 

Ulmus plurinervia Ung 

„ Braunii Heer 

Planera Ungeri Ettingsb 

Plataniis aceroitles G o e p p 

Populus mutahitis Heer 

Laurus jirimigenia Ung 

„ AgathophyUum Ung 



O 



+ 



+ 






Anderweitiges Vorkommen 



Maekenzie, Grinnel-Land, Tschirimyi-Kaja, Amur- 
land. Mandschurei. 
Maekenzie, Simouowa. 
Maekenzie, Mandschurei. 



Grinnel-Land. 



Grinnel-Land 
Grinnel-Land 



Maekenzie, Grinnel-Land. 



Mandschurei 
Maekenzie 



1 Diese Art, dann Grmillea haeringiana, Embothrium leptospermum und Acer trilobatmn sind unter anderen Benennungen auf- 
geführt worden. Wahrscheinlich sind noch melircre Arten dieser Flora mit Arten anderer fossilen Floren zu identificiren. 
was aber erst bei gen.auerer Vergleichung der bezüglichen Objecte festgestellt werden könnte. 

2 O.Heer, Miocene Baltische Flora. 1869. 

3 0. Heer, Flora fossilis avctica. I— VII, 1868 et seq. 



Die fossile Ilora von Sarjor in Kraiii. 



'65 



Aufzählung der Arten der fossilen Flora von Sagor 


O: 
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Anderweitiges Vorkommen 


CititicimotHutH Sch&iichzßvi HöGr 




+ 


■ 




Simonowa. 
Simonowa. 

Simouowa 
Mackenzie 




+ 






+ 


+ 


-+- 


• 


Acer triiohaUtm K.Hx^wn 


öelüstt'us cussificfol ius ün^ 


Hex steuoiihullci Unj^ 






Rhamyiufi GundiHi Heer 




+ 




, 


JualuHS GCKmiftütd A. Briiiin 


Canja tleer/i Ettiugsh 


„ elaeiioides Uug 

Pterocanja dentictiluta 0. Web 



Die niederrheinische Braunkohlenformation ' hat mit Sagor folgende Arten gemein: Libocedrus 

salicornioides, Sequoia Langsrlorßi, Myrica Ikjnitum, ' Älnus Kefersteinn, A. gmcilis, Quercus Lonchitw, Ulmus 
Bromiii, U. phmnervia, Planera Unr/eri, Lauras primigenia, L. ÄgatltoplujUum, L. tristaiiiaefoUa, Litsaea 
dermatoplußlon, Cinnamomum Eossmaessleri , C. lanceolatum, C. polynwrplnim, Banksia longifolia, Sapotacites 
minor, Bumelia Oreadum, Ändromeda protogaea, Acer integrilobuw, A. frilobatum, Celastrus Andromedae, 
Elaeodendron Persei, Hex parschlugiana, Zizyphus paradisiacus, Rhammis DecJienii, Juglans acuminata, Carya 
elaenoides, Pterocarya denticulata, Terminalia miocenica, Eucalyptus oceanica, Phaseolites eriosemaefoliiis, Cassia 
Phaseolites, C. Berenices, C. pjalaeogaea, Acacia sotzkiana. 

Parschlug" theilt mit Sagor, insbesondere dem oberen Horizonte, folgende Arten : Glyptostrobus euro- 
paeus, Taxodium distichum miocenicum, Pinus hepios, Myrica deperdita, M. salicina, M. lignitum, Betula Dryadum, 
Quercus Daphnes, Q.drymeja, Q. Gmelini, Ulmus Bronnii, U. plurinervia, Populus mutabilis, Cinnamomum Boss- 
maessleri, C. polymorphum, Fraxinus primigenia, Myrsine Dorypliora, Sapotacites minor, Ledum limnophilum, 
Acer trilobafum, Sapindus Pythii, Celastrus cassinefolius, C. eurojmms, Pterocelastrus elaenus, Hex stenopJiyl/a, 
I. parschlugiana, Juglans acuminata, Carya elaenoides, Engelhardtia Brongniartii, Bobinia Hesperidum, Kennedya 
orbicidaris, Cassia hyperborea, C. ambigua, C. Memnonia, Acacia parschlugiana. 

Mit Senegallia^ hat Sagor die folgenden Arten gemein, welche grösstentheils den Savine-Schichten an- 
gehören: Taxodium distichum mioc, Glyptostrobus europaeus, Libocedrus salicornioides , Sequoia Langsdorßi, 
Araucaria Sternbergü, Podocarpus eocenica, Betula Dryadum, B. prisca, Quercus drymeja, Castanea atavia, Car- 
pinus Heerii, Ulmus Braunii, U. plurinervia, Planera Ungeri, Ficus lanceolata, Populus mutabilis, Cinnamomum 
polymorphum, C. Scheuchzeri, C. lanceolatum, C. spedabile, Santalum acheronticum, Bumelia Oreadum, Sapo- 
tacites minor, Mimusops tertiär ia. And roineda protogaea {?), Sterculia Labrusca, Acer trilobatum, Sapjindus falci- 
folius, S. dubius, Celastrus oreophUus, Hex stenophylla, Rhamnus Dechenii, Carya elaenoides, Bhus hydrophila, 
Eucalyptus oceanica, Cassia Phaseolites, Acacia sotzkiana, A. parschlugiana. 



1 0. Weber, Die Tertiäi-flora der niederrlieinischen Braunkohlenformation. 1852. — Ph. Wessel und 0. Weher, Neuer 
Beitrag zur Tertiärflora der niederrheinischen Hraunkotilenfürmation. 1S55. 

2 F. Unger, Die fossile Flora von Parschlug; Steiermark. Zeitschr. Neue Folge. 9. Jahrgang, 1KI7. — Sylloge plantarum 
fossilium. I — III. 

3 Massalongo, Studii sulla Flora fossile e Geologia Stnatigrafica del Senigalliese. 1859. In die obige Liste konnten 
einige Arten, welche für die fossile Flora von Senigalia angenommen worden sind, nicht aufgenommen werden. Die als 
Chamaecijixmtes Hariiii bezeichneten Fossilien gehören theils zu Taxodiitm distichum mioc., theils zu Sequoia Lan/jsdorfii; die 
als Pinus hepios bestimmten Nadelbüschel zu P.Laricio. Die als Quercus chhrophi/lhi, risonia eocenica, Vaccinium acheronticum, Cera- 
topetalum haeringianum , Celastrus e/acnus , Euejenia Apollinis, Olycyrhiza deperdita , Phaseolites microphyüus, Dalbergia primaem und 
Sophora eurupaca bestimmten Fossilrestc gehören zu anderen Arten, welche in der fossilen Flora von Sagor nicht enthalten sind. 



36 Constantin V. Ettingshausen. 

Mit der fossilen Flora der Congerien- und Cerithien- 8ehiehten ' thcilt Sagor, niimentlich die 
.Savine-ScliicliteUj folgende Arten: Callifris Bromjniartii, Libocecirus salicornioides, Ghjptosh'ohiis eurojmeus, 
Seqiioia Lanysdorfn, Pli raijmites oeningensis, Typlia latissima, Mi/rica deperdita, M. lignüum, Betida Dryadum, 
B.prisca, B. Brongniartii, Alnus Kefersteinii, Carpinus Heerii, Quercus drynieja, TJlmus Bronnii, U. plurinervia, 
Planera TJnyeri , Plaiaiiiis aceroidex, Fopidua mutahiUs, Cinnamomum polymorplmm, Santalum acheronticum, 
Sapotacites minor, Bumelia Oreaduni, Dioapyros hrackysepala, Acer trilohatum., Sapindus falcifolius, S. dubius, 
Hex parschlugiana, Rhamnus Gaudini, Juglans acuniiinita, Carya Heerii, Cassia PhaseoUtes, C. Berenices, C. 
hyperborea, C. Memnonia, Acacia parschlugiana. 

Mit der nordamerikanisclien Tertiärflora''^ tlieilt Sagor folgende Arten; Taxodium distichmn mioc, 
Glyptostrobus europaeus, Sequoia Langsdorßi, Pinus Pakieo-Strobus, PJiragmites oeningensis, Myrica acuniiiiata, 
Alnus Kefersteinii, Carpinus Heerii, Fagus Feroniae, Corylus Mac Quarrii, Quercus cldoropliyUai^), Q. Drymeja, 
Castanea atavia {intermedia Lesq.\ Popidiis nnitabilis, Plafanus aceroides, Uliims plurinervia (tenuinervis Lesq.~), 
Planera Ungeri, Fictis lanceolata, F. Jynx, F. nmltinervis, Laurus primigenia, L. Lalages (z. Th. L. socialis 
Ijesq."), Cinnamomum Scheuchzeri, C.lanceolatwii, C. polymorplium, C. spectabile (^C. affine Lesq.), Diospyros 
brachysepala, D. Wodani, Callicoma microphylla, Acer trilobatum, Sapindus falcifolius (z. Th. unter S. ancjusti- 
folius Lesq., z. Th. unter S. coriacens Lesq.), Berchemia midtinervis. 

Mit Monte Proniina''' hat Sagor folgende Arten gemein: BJeclummBraunU, Araucaria Steriibergii , Myrica 
haeringiana, M. banlisiaefolia, Ficus Morloti, F. Jynx, Pisonia eocenica, Laurus Lalages, Cinnamomum Ross- 
maessleri, C. lanceolatimi, C. jwlymorphnm, Santalum salicinum, S. acheronticum , S. osyrinum, BanJcsia longi- 
folia, Sapotacites Daphnes, Bumelia Oreadum, Andromeda protogaea, Vaccinium acheronticum, Sterculia Labrusca, 
Celasfrus Andromedae, C. oreophilus, Eucalyptus oceanica, Callisteniopltyllurii meJaleucaeforme, Eugenia Aiwllinis, 
Kotnedia orbicularis , D(dbergia primaeva, Sophora europaea, Caesalpinia Haidingeri , Cassia Phaseolitcs, C. 
hyperborea, C. ambigua. 

Aus der Vergleichuug der fossilen Flora von Sagor mit den oben aufgezählten Tertiärfloren ergibt sich: 

1. Den Leitpflanzen nach ist die fossile Flora von Sagor verwandt mit den fossilen Floren von 
Häring, Sotzka, Monte Promina, Kutschlin bei Bilin, der tieferen Horizonte der Tertiärformation der Schweiz, 
der älteren Braunkohlenformation der Wetterau, der Eocenformation Englands, der unteren Tertiärschichten 
des südöstlichen Frankreich, der baltischen und der niederrheinischen Tertiärschichten. Hieraus folgt, dass 
Sagor mehr als blos Eine Stufe der Tertiärformation repräsentirt. Die genauere Bestimmung der 
Horizonte kann jedoch erst aus der nachfolgenden Zusammenstellung der Localfloren resultiren. 



1 ünger, Blätterabdrücke aus dem Schwefelflötze von Swoszowiece in üalizieu. Haidingers naturwissensoh. Abhand- 
lungen. Bd. III, 1S49. — Fossile Flora von Gleichenberg, Denkschr. 7. Bd.. 1S54. — Fossile Flora von Szäntö in Ungarn. 
Denksehr., 30. Bd., 1.S70. — Ettingsliansen, Foss. Flora von Wien. issi. — Beitrag zur Kenntniss der fossilen Flora von 
Tokay. Sitzungsber. XI. Bd., 1S53. — Fossile Pflanzenreste aus dem tracliytischen Sandstein von Heiligenkreuz bei Kreinnitz. 
Abhandl. d. k. k. geol. Reichsanstalt. Bd. I, 1852. — Goeppert, Tertiärflora von Schossnitz in Schlesien. 1855. — Stur, 
Fossile Flora der Süsswasserqiiarze, Cerithieu- und Cougerienschichten. Jahrb. der k. k. geol. Reichsanstalt. Bd. XVII, 1867. 

Die nachfolgenden Arten, welche für die fossile Flora der Cerithien und Congerionscliichten angegeben wurden, 
sind in diis obige Vorzcichniss nicht aufgenommen worden. Die bezüglichen Fossilreste gehören entweder zu anderen Arten, 
welche in der fossilen Flora von Sagor nicht vorkommen, oder konnten bis jetzt nicht sicher bestimmt werden. Die Auf- 
nahme von l'iiuis Pfilrieo-Strahiix beruht auf der irrigen Annahme, dass Pinites Pseudostrobiis Endl. mit dieser Art identisch 
sei. Pinus Jinwiiis Kow. gehört nicht zu P. hepios, sondern zu P. Lariciu. Die Aufnahme der Ficu^ lanceolcita in diese fossile 
Flora beruht darauf, dass ein sehr mangelhaft crhaitenes Fossil, welches Unger in seiner Abhandlung über Swoszowice, 
Taf. XIV, Fig. 11 als Apoci/iiüphi/Uuiii hinwohitum bezeichnete, für die erstere Art erklärt wurde. Ebensowenig kann Acer sub- 
aimjiestre Goepp. mit A. inieyrilubiiin 0. Web. vereiniget werden. Zweifelhaft begründet, imd daher in das obige Verzeichniss 
der Leitpflanzen nicht aufnchmbar sind hier Laurus AyuthophyUum, Celasfrus Andromedae, C. elaenus, Rhamnus Dechenü, Termi- 
luäia radobojaiia und miocenica, Eiiyenia ApoUinis, Soj/horfi europaea, Podoyoiihoii LyeUiaintm. 

a L. Lesquereux, Contributious to thc Fossil Flora of the Western Territories, Part. IL The Tertiary Flora. 1878. 

3 Ettingshausen, Die coceue Flora des Monte Prouiina. Denksehr. 8. Bd. 1855. — K. de Visiani. Plante fossili della 
Dalmazia 1858. 



Die fossile LJora ruii Sayor inKidin. 



37 



2. Die grössere Zahl der geraeinsamen Arten mit Bilin, Moskenberg und Radoboj beruht hauptsächlich 
darauf, dass diese Localitäten genauer untersucht und der Keichthum ihrer Arten nahezu erschöpfend ans 
Tageslicht gebracht worden ist. Die Verbreitung erwähnter gemeinsamer Arten ist jedoch keineswegs so 
bezeichnend, dass daraus ein wesentlicher Anhaltspunkt zur Bestimmung des Alters der Sagor-Flora abgeleitet 
werden kann. 

3. Die geringe Zahl der gemeinsamen Arten mit Monte Promina ist aus der gegenwärtig noch unvollstän- 
digen Kenntniss der Flora dieser Localität erklärlich. Diese Arten sind jedoch zur Altersbestimmung nicht 
wenig geeignet und zeigen vielmehr deutlich an, dass die fossile Flora von Sagor einer jüngeren .Stufe als der 
aquitanischen nicht angehören kann. 

4. Die Mehrzahl der gemeinsamen Arten mit Parschlug, Senigallia und mit den Cerithien- und Congerien- 
Schichten kommen in Sagor nur selten vor. Es ist dies dahin zu deuten, dass diese Arten zur Zeit der 
Ablagerung der Sagor-Scliichteu erst im Entstehen begriffen waren oder noch nicht jene Verbreitung erreicht 
hatten, als in den jüngeren und jüngsten Abschnitten der Tertiärperiode. 



IT. Die Localfloren. 

A. Flora des Liegenden des Braunkohlenflötzes bei Sagor. 

Nächst dem Friedhofe von Sagor tritt eine Schichte eines gelblichgrauen Schieferthons zu Tage, welche 
unter die Kohle einfallend, unzweifelhaft dem Liegenden angehört. Diese Schichte, die ich kurzweg Friedhof- 
Schichte nenne, enthält zahlreiche wohlerhaltene Pflanzenreste. Herrn Director G. Fächer gebührt das Ver- 
dienst, diese Schichte entdeckt und die Lagerungsverhältnisse derselben genau ermittelt zu haben. 

Von den gesammelten Pflanzenresten sind besonders hervorzuheben: Fruchtzapfen von Actinostrobus; 
Samen einer Piniis-Art der Abtlieilung Abies; Samen von Embotliriiini UptospenmuK und Haken nnio-opiera; 
Blüthenkelche von Celastrus proto(/aeiis; Flügelfrüchte von Termi mdia FenzlmiKi \ Rhizom-Fragmente derZostera 
Unijeri; Blätter der Conjlus Mac Quarrii, einer Art der arktischen Tertiiirflora; eigenthümliche Arten von 
Ficus, Zizyphus; eine Loraiifliacee u. s. w. 

Die Flora theilt Iß Arten mit Häring, L3 mit Sotzka, 12 mit Kutschlin, 10 mit den unleren Tertiär- 
schichten der Schweiz und 9 mit Monte Promina. Sie trägt den Typus der Floren von Häring und 
Sotzka an sich. Die 40 Arten derselben sind: 



Pferis sp. 

Adinostrübus miocenicus. 
Seqiioia Couttsiae. 
Araiicaria Stern bergii. 
Piuus Pahieo-AbieK. 
Fotnmogeton Poacües. 
Zostera Ungeri. 
Typlia lafissima- 
Mgricn salicina. 

„ haerinyiana. 
Corijlus Mac. Quarrii. 
Quercus cuspidata. 
Ficus primaera. 

„ AjwUinis. 



Ficus Langeri. 
ÜinHaitiomum Scheuchzeri. 
„ lanceolatuni. 

pohjmorpimm. 
(ireriUea haeringiana. 
Hakea mucroptern. 
Embothrium leptospermum. 
ßanksia loiigifolia. 
A2)0cyiu)pliglhiii( Amsonia. 
Sap otacites sideroxyloides. 

„ emarginafus. 

A ndromeda proiogaea. 
Phthirusa Palaen- T/ieobromae. 
Dodonaea Salicites. 



Celastrus protogaeus. 
Zizyphus undulatus. 
Terminalia Fenzliana. 
Eucalyptus oceanica. 

„ haeringiana. 

„ grandifolia. 

Dalbergia primaeva. 
iStyphnnlobimn eiiropaeum. 
Caesalpinin Haidingeri. 
Cassia sagoriana. 

„ ambigua. 
Acacia parschlug iana. 



B. Flora des Hangenden des Braunkohlenflötzes bei Sagor. 

Im Hangenden des Kohlentlötzes in Sagor sind bis jetzt mehrere Schichten, welche Pflanzenreste führen, 
aufgefunden worden, nämlich von unten nach oben gezählt: die Bachschichte; Tagban Schichte I; Francisci- 
Erbstollen; fiscbführende Schichte; Tagbau Schichte IL Zu diesen kommen noch die pflanzenführenden 



38 



Consfantin v. Ettingshausen. 



Schichten von Godredesch und von Savine nnweit Sagor. Die Godredeschschichte entspricht der Bachschichte 
von iSagor; die Savineschichten (Steinbruch und Stollen) dürften höheren Schichten des Hangendsystems von 
Sagor äquivalent sein. Den Pflanzeneinschlüssen nach lassen sich keine merklichen Altersunterschiede für die 
aufgezählten Hangendschichten erkennen. Es ist sonach anzunehmen, dass die Bildung dieser Schichten nicht 
in so grossen Zeitintervallen stattgefunden hat, um einer Veränderung der Flora Raum zu gehen. Die Leit- 
pfianzen weisen auf die fossilen Floren der älteren Braunkohlenfoitnation der Wetterau, der niederrheinischen 
Braunkohlenforniation und der aquitanischen Schichten der Schweiz und im südöstlichen Frankreich hin. Die 
Flora der Hangendschichten, deren Arten im Nachfolgenden aufgezählt werden, gehört demnach 
der ersten (aquitanischen) Stufe des Miocän an. Die Gesammtflora von Sagor umfasst also 
zwei Abschnitte der Tertiärformation. Die Florulen der genannten Hangendschichten sind imFolgenden 
zusammengestellt. 

1. Bachschichte. 

Ein dunkelgrauer Schieferthon, welcher am Bache nächst Sagor zu Tage tritt. Er enthält zahlreiche 
Pflanzenabdrücke, deren Erhaltung jedoch meist minder gut ist, da die verkohlte Substanz sich vom Abdruck 
leicht ablöst und nur einen schwachen, vom Gestein wenig contrastirenden Eindruck zurücklässt. Durch die 
abwechselnde Einwirkung von Nässe und Sonnenstrahlen zerfällt das Gestein. An den oberflächlichen Lagen 
sind desslialb nur Bruchstücke von schlecht erhaltenen Pflanzenabdrücken zu finden. Eine hinreichend sorg- 
fältige Durchsuchung der tieferen Lagen dieser Schichte führte zur Kenntniss der im Folgenden aufgezählten 
79 Pflanzenarten. 



Chondrites laurencioides. 
Davallia HakUngeri. 
CaUitris Brongniartii. 
Taxodimn distichum inioc. 
Ghjpfustrohus europaeus. 
Sequoia Langsdorfii. 

„ Tournalii. 

„ Couttsiae. 
Pinus Palaeo-Strobiis. 
Smilax Haidingeri. 
TgpJin lafissimn. 
Pandcmus carniolicus. 
Flabellaria sagoriana. 
Casuarina sagoriana. 
Myrica sagoriana. 

„ lignitum. 

„ acuminata. 

„ hanksiaefolia. 
Betida prisea. 

„ Brongniartii. 
Alnus gracilis. 
Osfrga Afirn/fidis. 
Castanopsis sagoriana. 
Quercus Lonchitis. 
Ulmus Bronnii. 
Ficns Janceolata. 



Ficus sagoriana. 
„ multinervis. 
„ tenuinervis. 
„ Jynx. 
„ Deschmanni. 
„ humeliaefolia. 
„ Langeri. 
Artocarpiditim integrifolium. 
Salix aquitanica. 
Laurus tristaniaefolia. 
Persea sjjedosa. 
Oinnamomum Rosstnaessleri. 
„ Scheuchzeri. 

„ lanceolatmn. 

„ polymorphum. 

„ spectabile. 

Banksia longifoUa. 
Dryandra sagoriana. 

„ Ungeri 

Cinchonidimn latifoUum. 
Ligustrum priscum. 
Sapofacites sideroxyloides. 
„ Daphnes. 

„ minor. 

„ longepetiolatus. 

Mimusops tertiaria. 



Bumelia Oreadum. 
Diospyros sagoriana. 
Andromeda protogaea. 
Cissus Heerii. 
Sapindus Pythii. 
Zizyphus paradisiacus. 
Carya Heerii. 

„ elaenoides. 
Rhus hydrophila. 
Terminalia miocenica. 
Eucalyptus oceanica. 

„ haeringiana. 

„ grandijolia. 

Callistemophyllum melaleucaeforme. 
Eugenia ApoUinis. 
Psoralea palaeogaea. 
Dalbergia hecastophyUina. 

r, primaeva. 
Palaeolohium heterophyllum. 
Sophora europaea. 
Cassia PhaseoUtes. 

„ lignitum. 
Acacia parschlugiana. 
Mimosites haeringianus. 



2. Tagbau, Schichte L 

Das Gestein ist ein gelblichgrauer bis gelblichweisser Scliieferthon, der hie und da mit Pflanzenfossilien 
erfüllt ist. Die ergiebigsten Stellen sind nächst der Zinkhütte in Sagor gefunden worden. Es hat einst daselbst 



Die fossile Flora von flnr/or /// Krain. 39 

ein Tagbau bestanden. Frliber bezeichnete ich diese Schichte als „Zinkhiittenschichte", was an einigen Stellen 
des I. Theiles noch beibehalten blieb. Die aufgesammelten Fossilien gehören zu folgenden Arten: ' Cullitris 
BrongniarUi, TaxorHum (h'sfIcJmtn ntiocenictmi, Glyptostrobus eurojJcieus, Sequoia TouiiiaJü, S. Couttsiae, Pbms 
Palaeo-Taeda, *P. hepios, Casuarina sagoriana, Mijrica deperdita, Fagus Feroniae, Banksia lotigifoUa, Andro- 
meda protogaea, *Pterospermum sagorianum, Bursaria radohojunn, Ergthn'na Uiigen) *DaJhergia raldensis 
Mimosites haeringianus. 

3. Francisci Erbstollen. 
In einem blaugrauen Thoue daselbst komuieu Pflanzenreste sehr selten vor. Es konnten bisher nur einige 
wenige Fossilien, deren Erhaltung viel zu wUnsciien übrig Hess, an dieser LocaHfät gesammelt werden. Die 
Untersuchung dieser Reste Hess folgende 7 Arten erkennen : Glyptostrobus europaeus, Sequoia Couttsiae, Firns 
sagoriana, F. bumeliaefolia, Banksia longifolia, Andromeda protogaea, Eucalyptus oceanica. Bemerkeusw erth ist 
dass diese Arten in den reichhaltigeren Schichten, z. B. in Sänne und in der Bachschichte, vorherrschen. 

4. Fischfuhrende Schichte. 

Ein grauer Schieferthon mit oft wohl erhaltenen Fischresten. Pflanzenreste finden sich jedoch darin selir 

selten. Bis jetzt hat man nur 6 Arten aus denselben herausfinden können und zwar: Glyptostrobus europaeus, 

Sequoia Couttsiae, Ficus bumeliaefolia, Cinnamomum polymorpliuvi, BumeJin Orcadum, Andromeda protoqaea. Von 

diesen Arten kommen vier in allen oder doch in den meisten Schichten des Hangenden des Sagor-Flötzes vor. 

5. Tagbau, Schichte 11. 
Diese tritt eine kurze Strecke oberhalb der Tagbau-Schichte I zu Tage, jene überlagernd, und besteht 
aus einem kalkreichen, bald lichtgrauen, bald gelblichen Schieferthon, der zuweilen mergelartig wird. Der- 
selbe enthält nicht selten Pflanzenreste, die bis jetzt zu folgenden 16 Arten gebracht werden konnten: *Cliani 
Ungeri, Ch. Langeri, Glyptostrobus europaeus, Sequoia Couttsiae, Zostera Ungeri, Castanea ataoia, Quercus 
Lonchitis, Ficus bumeliaefolia, Pisonia eocenica, Banksia lungifolia, *Ap)0cyH0pliy1lum hreve-petiolatum, Andrunieda 
protogaea, Robinia crenata, *Dalbergia haeringiana, *Cassia palaeogaea, Podogonium Lyellianum. 

6. Godredescb. 

Diese Localität, benannt nach dem nächst liegenden Dorfe, besteht aus einem dunkelgrauen Schieferthon, 
welcher dem der Bachschichte sehr ähnlich ist. Die darin vorkommenden Pflanzenfossilien vertheilen sich auf 
folgende 11 Arten: Glyptostrobus europaeus, Ficus sagoriana, F. tenuinertis, F. Jynx, Banksia longifolia, 
Myrsine Endyinionis, Andromeda protogaea, *Cussonia ambigua, *Pistacia Palaeo-Lentiscus, Eucalyptus oceanica, 
Cassia Phaseolites. 

7. Savine. 

In der Nähe des Dorfes Savine liegen Schichten eines hellgrauen bis gelblichweissen Mergelschiefers zu 
Tage, welche einen grossen Reichthum an wohlerhaltenen Pflanzeufossilien bergen. Diese sind an zwei Fund- 
stelleu gesammelt worden, die im Ganzen 313 Arten, also den grössten Theil der Gesammtflora von Sagor 
geliefert haben. Es werden zuerst die eigenthümlichen und dann die gemeinsamen Arten aufgezählt. 

Aus einem Steinbruche bei Savine ^ sind folgende Arten gesammmelt worden : 



Xylomites sagorianus. „ Suessii. 

Sphaeria Eucalypti. „ Secretani. 



Bhytisma grande. 
Chara Langeri. 



1 Die mit* bezeichneten Arten kommen in der l'ossilen Flora von Sagor nur an Einer Localität, nämlich, wo selbe 
verzeichnet sind, vor. 

•- Zu dem genannten Fuudorte führte mich im Jahre 1850 der um die Geologie der österreichischen Alpenländer viel 
verdiente, und der Wissenschaft durch den Tod zu früh entrissene A. v. Morlot. Dieser wichtige Fundort ist gegenwärtig 
leider nicht mehr zugänglich, da der Steinbruch daselbst aufgelassen worden ist. Unweit davon, jedenfalls in derselben 
Schichte, liegen einige unbedeutende Steinbrüche, in denen PÜanzcufossilien vorkommen, jedoch nicht so häufig uud wohl- 
erhalten, wie au der zuerst ausgebeuteten Fundstelle. 



40 

Hypnum sagorianmn. 
Muscites samnensis. 
Blechnum Braunii. 
Davallia Haidingeri. 
Equisetum repms. 
,. affine. 
Cunninghamia miocenica 
Pinus Palaeo-Strobm. 

„ holothana. 
Podocarpus eocenica. 
Poadtes savinends. 

„ geniculatus. 
Cijperus laticodatus. 
Ümilax lymicinervk. 
Potamogeton sacinensis. 
Najadopsis divarkata. 
Najadonium longifo/iiiiii. 
Pandanus carnioliciin. 
Casuarina sp. 
Myrica sagoriana. 
„ sali ci na. 
„ Iiaeriiigiaua. 
Betula Dryadum. 
„ prisca. 
„ Broiigiiiartii. 
„ 'plafypter((. 
Fagus Feroniae. 
Querem ApcjcynoplitilU«) 
„ Naumriiüii. 
„ drymeja. 

aucubaefolia. 
decurrens. 
Gmeliiii. 
sagoriana. 
Ulmus plurinervia. 

„ Braunii. 
Celtis meinb i ■anifolin . 

„ coriacea. 
Ficus sagoriana. 
„ pilosa. 
„ Goepperti. 
clusiaefolia. 
samnensis. 
banisteriaefolia . 
multinervis. 
PersepJiunes. 
arcinervis. 
wetteravica. 



Constantin v. Ettingahausen. 



Ficus Atlantidis. 

„ Martii. 
Artocarpiidium integrifoUum. 

„ Ungeri. 

Populus mutabilis. 
Pisonia eocenica. 
Laurelia rediciva. 
Laurus ocoteaefolia. 
„ stenophyUa. 
,, Lalages. 
„ Agatlioplrylluni. 
,, princeps. 
Persea Heerii. 
Litsaea dermatopJi.yllum. 
Cinnamomum ScJieiichzeri. 

„ specfabile. 

Daplinogene emaryinata. 
Santaluin scdicinum. 
„ osyrinum. 
„ cuspidatutn. 
Pimelea dubia. 

Conospermum macropJiyllmn. 
Cenarrhenes Plaueri. 
Persoonia cuspidata. 
Hakea stenocarpifoJia. 

,. fraxinoidcs. 
Lambertia extincta. 
Embofliriwm stenospernnim. 
Lomatia oceanica. 
Banksia sagoriana. 
Dryandra Ungeri. 
Dryandroides elegaiis. 
Cinchonidium biUnieuni. 

,, mucroHutum. 

Olea carniolica. 
Fraxinus primigenia. 
Apocynophyllmn paciiyphyllum . 
haeringianum,. 
salicinum. 
Amsonia. 
longepetiolatum. 
Myrsine Dorypliora. 

„ eiicalyptoides. 
Sapotacites Chamaedrys. 
Diospyros bilinica. 
Symplocos sa cinensis. 
Lorantlius extinctus. 



Hydrangea dubia. 
Magnolia Dianae. 
Magnolioides carniolica. 
Clematis sagoriana. 
Acer Eüminianutn. 
„ stenocarpum. 
Tetrapteris minnta. 
Malpighiastrum rotundifolium. 
Sapindus undulatus. 

„ asperifolius. 
Bursaria radobojana. 
Celastrus Aeoli. 

Andromedae. 
sagorianus. 
Plutonis. 
oreophilus. 
„ europjaeiis. 
Elaeodendron Persei. 

„ degener. 

Eronymus Heerii. 
Hex sagoriana. 
Zizypitus paradisiaca. 

„ savinensis. 
lihanmus Gaudini. 

„ paucinerC'is. 
Pomaderris acuminata. 
Juglans acuminata. 

„ venosa. 
Carya prae-olieaeformis. 
Rhus stygia. 
„ prisca. 
„ Latoniae. 
Ptelea intermedia. 
Ailanthus Oreonis. 
Vochysia eiiropaea. 
Eucalyptus grandifolia. 
Callistemopliyllum acuininatwn . 
Psoralea palaeogaea. 
Robinia Hesperidum. 
„ Druidum. 
„ crenata. 
Erythrina Ungeri. 
Kennedya Phaseolites. 
„ orbicularis. 
Dalbergia haeringiana. 
Podogonium Lyellianum. 



Callicoma microphylla. 
Nächst dem Scliurfstollen ' bei Savine sind folgende Arten zu Tage gefördert worden: 



' Diese Fuudstelle, welche durch Herrn Schichtmeister J. .luzelv aufgeschlossen wurde und uiir ein ausserordentlich 
reiches Material lieferte, ist gegenwärtig ebenfalls uuzugäuglicli. 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 



41 



Sphaeria miitufissima. 

„ Fici tenuinerois. 
Chondrites laurendoides . 
Actinostrobus miocenicus. 
Libocedrus salicornioides. 
Castanea atavia. 
Quercus Daphnes. 

„ Fseudo-Lonchitis. 
Flanera Ungeri. 
Ficus Morloti. 

„ Daphnogenes. 
Lauras tristaniaefolia. 
Femea speciosa. 
Cinnamomum Rossmaessleri. 
Leptomeria distans. 
Emboihrium macropterum. 
Hijoseriten Liinjua. 
Cinchoniclium sagorianum. 

„ latifulium. 

Oka Noli. 

Noteiaea rectinerois. 
Lagtistrum pyriscuin. ' 
Fraxinus savinensis. 

„ palaeo-excehior. 
Neritinium majus. 
Echitoniuni superstes. 
Ahionia earninüca. 
Mjoporuiii tSnlicites. 

„ amUguum. 

Mgrsine savinensis. 

„ Endymionis. 
Sapotacites emarginatus. 

Beiden Fundstellen, beim 

Sphaeria limbata. 
Ohara Meriani. 
Callitris Brongniartii. 
Ghjpfostrnbus europaeus. 
Sequoia Langsdorfii. 

„ TournaUi. 
CoHtfsiae. 
Finus Falaeo-Taeda. 

„ inegalopfera. 
Phragmites oeningensis. 
timilax Haidingeri. 
TypJia latisshna. 
Flabellaria sagoriana. 
Casuarina sotzkianu. 
„ sagoriana. 

Mgriva deperdita. 

„ lignitum. 

Denkschriften der m aibem.-naturw. Cl. L. Bd. 



Sapotacites Heerü. 

„ longepetiolatus. 

Ciirysophyllum sagorianum. 
Bumdia Flejadum. 
„ Hefiadmn. 
Diospyros bracliysepala. 

,, anceps. 

„ lotoides. 

„ Wodani. 

Ämlromeda sagoriana. 
Bltododendron sagorianum. 
Lediim linniopiiilum. 
Vaccinium acJieronticiim. 

„ Palaeo-Myrtillus. 

Äraliophyllum hederoides. 
„ usperuni. 

„ Saportanum. 

Cornus Bücliii. 
Lorantlvits Falaeo-Exocarpi. 
Catlicoma pannonica. 
Bombax sagoi ian um. 
Sterculia lauriiia. 
Ternsfroemia b/'/inicu. 
Sapindus faldfolius. 

„ dubius. 

„ Fytliii. 
Dodonaea ÄpocynopiiyUHm. 

„ Salicifes. 

Fittosporum palaeo-tetrasperni inn. 
Celasfrus cassinefoUus. 

„ protogaeus. 

„ Miorhisoni. 



Celastrus deperditus. 
„ Hippolyti. 
Pterocelastrus elaenus. 
Elaeodendron sagorianum. 
,, styriacum. 

„ dubium. 

Frinos Jiyperborea. 
Rhamnus Deciienii. 
Carya Heerü. 
Pterocarya denticulata. 
Rhus Jiydropliila. 

,, ohovata. 
Zanthoxylum Itaeringianum. 
Ptelea microcarpa. 
Eucalyptus haeringiana. 
CaUistemop hyllum melnle iieaefo) -me. 
Glycyrrhiza deperdita. 

„ Blandusiae. 

Dioclea protogaea. 
Phaseolites glycinoides. 

„ eriosemaefolia. 

Dalbergia retusaefolia. 
Macliaerium pialaeogaeum. 
Palaeohbium radobojense. 
Styp JiHolobium europ aeum. 
Caesalpinia Heerü. 
Cassia Berenices. 

„ lignitum. 

" amhigua. 

„ stenophylla. 
Acacia parscJdugiana. 
Mimosites liaeringianus. 



.Steinbruclie und beim 8tollen, kommen folgende Arten iremeinschaftlieh zu: 



Myrica acaminata. 

„ banksiaefolia. 
Alnus Kefersteinii. 
Carpinus Heerü. 
Ostrya Atlantidis. 
Castanopsis sagoriana. 
Quercus Lonchitis. 
Vhnus Bronnii. 
Ficus lanceolata. 

„ rectinercis. 

„ tenuinervis. 

„ Jynx. 

„ Apollinis. 

„ Deschmanni. 

„ bumaeliaefolia. 
Salix aquitanica. 
Lauras primigenia. 



Laurus phoeboides. 
Cinnamomum lanceolatum . 

„ pohjmorphum. 

Daphne aquitanica. 
Fersoonia Daphnes. 

„ Myrtyllus. 
Banksia longifolia. 
Dryandra sagoriana. 
Cinchonidium angustifolimu. 
Apocynophyllum Reusmi. 

„ angnstum. 

,, tenuifolium. 

Sapotacites sideroxyloides. 
„ Daphnes. 

„ minor. 

Münusops tertiana. 
Bumelia Oreadum. 



42 



Consf antin v. Ettingshau sen. 



Diospyros SMjoriana. 
tiymplocos raclobojana. 
Andromeda protogaea. 
Araliophyllum crenulatiim. 
Loranfhus Palaeo- Eucalypti. 

„ extinctus. 
Weinmannia sotzhiana. 
Ceratopetalum haeringianum. 
Hydranyea sagoriana. 
titercuUa Labrusca. 
Acer trilohatum. 



Tefrapteris sagoriana. 
Banisteria carnioUca. 
Celastrus Acherontis. 

„ Pseudo-Ilex. 

„ oxyphyllus. 
Eex stenophylla. 
Berchemia multinervis. 
Juglans rectinercis. 
Engelhardtia Brongnia i ii. 
Rhus sagoriana. 
Terminalia radobojensis. 



Terminalia miocenica. 
,, Fenzliana. 

Eucalyptus oceanica. 
Eugenia Apollinis. 
Cofoneaster Persei. 
Sophora europaea. 
Cassia Phaseolites. 

„ sagoriana. 

„ Memnonia. 
Acacia sotzkiana. 



C. Flora der übrigen Fundorte im Braunkohlenzuge Sagor Tüffer. 

Es konnten ausser den oben genannten noch liinf Lagerstätten fossiler Pflanzen im Gebiete der Braun- 
kohlenflora Sagor-Tütfer untersucht werden. Dieselben sind: Islaak, Trifail, Hrastnigg, Bresno, Tüffer. Die 
im Folgender, zusammengestellten Floruleu dieser Localitäten passen zu der Flora der oben aufgezählten Han- 
gendschiciiten des Kolilenflötzes von Sagor vollkommen. Es kann demnach keinem Zweifel unterliegen, dass 
die Bildung sämmtlicher Lagerstätten unserer fossilen Flora, mit Ausnahme der Friedhofschichte, in eine und 
dieselbe Epoche fällt, deren Flora wir schon als der aquitanischen Bildungsstufe entsprechend bezeichnet haben. 

\. Islaak. 

Die Pflanzenfossilien finden sich in einem graulichweissen Mergelschiefer, welcher dem des Steinbruches 
bei Savine oft so ähnlich wird, dass die Unterscheidung dieser Gesteine mit Schwierigkeiten verbunden ist. 
Auch bezüglich des Vorkommens und der Erhaltung der Fossilien gleichen sich die beiden Localitäten. Es ist 
daher kaum zu bezweifeln, dass der Mergelschiefer von Islaak zur Fortsetzung des Hangendsystems des 
Sagorer Kohleiiflötzes gehört und den Savine-Schichten entspricht. Die ans demselben bis jetzt zu Tage 
geförderten fossilen Pflanzen sind: Glyptostrobus europaeus, Sequoia Langsdorßi, S. Couttsiae, Quercus Lon- 
chitis, Q. Pseiido-Lonchitis, Ficus sagoriana^ F. tenmnervis, Banksia longifolia, Echitonium. tnicrospermum, *Helio- 
tropites ■parvifolius, Sapotacites minor, Terminalia Fenzliana, Eucalyptus oceanica, Glycyrrhiza deperdita, Acacia 
parschlugiana. 

2. Trifail 

Im Hangenden des Kohlenflötzes daselbst finden sich Schichten eines dunkelgrauen Schieferthons, sehr 
ähnlich dem der Bachschichte von Sagor, welcher mit Pflanzenfossilien reichlich erfüllt ist. Über die Erhaltung 
der Einschlüsse gilt dasselbe, was schon vom Schieferthon der Bachschichte gesagt worden ist; sie lässt 
Manches zu wünschen übrig. Die besseren Stücke erhielt ich aus einem Tagbaue. In einem Braiidschicfer des 
gleichen Horizontes bei Trifail fanden sich einige vortrefflich erhaltene Pflanzenahdrücke. Die in Trifail bis 
jetzt gesammelten 76 Arten fossiler Pflanzen sind : 



Cystoseira communis. 
Taxodium distichum mioc. 
Glyptostrobus europaeus. 
Sequoia Couttsiae. 
Pinus Palaeo- Taeda. 

„ Vrani. 
Myrica deperdita. 

„ salicina. 
Betula prisca. 

„ Brongniartii. 

„ platyptera. 



Alnus Kefersteinii. 
Carpinus Heerii. 
Fagus Feroniae. 
Castanea ataoia. 
Casfanopsis sagoriana. 
Quercus Naumanni. 

„ Nympharum. 

„ Drymeja. 

, aucubaefolia. 

„ decurrens. 

„ tepkrodes. 



Ficus lanceolata. 

„ sagoriana. 

„ tenuinervis. 

„ Deschmanni. 

„ Langeri. 
Platanus aceroides. 
Laurus Lalages. 
Cinnamomum polymorphum . 
Santalum acheronticum. 
Daphne aquitanica. 
Banksia longifolia. 



Die fossile Flora von Sar/or in Krain. 



43 



Acer integrilohum. 


Cotoneaster Persei. 


„ trilohatum. 


Prunus muhikana. 


Tetrapten'ti itiinuta. 


r 


Palaeo-Cerusus. 


Sapindophijllum jjannhj.nuii. 


Phaseolites dolichop hyllos. 


Celastrus europaeus. 




Eutychos. 


Hex parschlugianii. 


Palamlobium heteropliyllum. 


Zizyphug para(l/sificu)>. 


SopJmra europaea. 


Carya tiifailenma. 


Cassia Phaseolites. 


Eni/dliariltia BtuiK/iüarti. 


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Berenices. 


Pidacia Palaeo-Lentiscus. 


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hyperhorea. 


Tenninalia miocenica. 


)7 


ambigua. 


Eucalyptus oceanka. 


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denticulata. 


„ ynuulifolia. 


V 


Mmmonia. 


Cullistemophyllum melaleucaeforme. 






Euyenia Apollinis. 







Banksia Haidingeri. 
Dryandra sagoriana. 
AporgHophyllum Eeussii. 

„ Amsonia. 

Myrsine Doryphora. 
Sapotacites sideroxyfoides. 

„ minor. 

Mimusops tertiaria. 
Bumelia Oreaduni. 

„ scabra. 
Diospyros haeringiana. 
Androtmda protogaea. 
Rhododendro}!. sagorianum. 
Bomlmx sagorianum. 

„ chorisiaefoliutn. 

3. Hrastnigg. 

Das Vorkommen vou Pflanzenfossilieii in den Schichten des Kohlenflötzes daselbst ist höchst selten. Bisher 
erhielt ich nur wenige Reste aus einem lichtgraueu Mergelschiefer im Hangenden. Derselbe ist sehr ähnlich 
dem Mergel schiefer des Steinbruches von Savine. Es konnten unter den Einschlüssen desselben folgende Arten 
unterschieden werden: Hi/pnuni sia/orinnum^ Glyptostrohus europaeus, Scqiioia Couttsiae, Typha latissima, Cinna- 
MüiiiiiiH pülyinorphiim, Banksia longifolia, Butnelia Oreaduin, Aiidrunmia protogaea, Anoectomeria Brongniartii, 
Nymphaea gypsorum, Enadypfus oceanira, Phaseolites microphyllus. Vou diesen Arten kommen 9 auch im Stein- 
bruch von Saviue vor, darunter Hypnum sagorianum. 

4. Bresno. 

In einem gelblichgraueu Schieferthou im Hangenden des Kohlenflötzes finden sich daselbst wohlerhaltene 
Pflanzenreste. Dieselben gehören zu folgenden, auch in den Savine-Schichten vorkommenden Arten: Glypto- 
strobus europaeus, Sequoia Tournalii, S. Couttsiae, Carpinus Heerii, Fiims Jynx, F. bumeliaefolia, Cinnamonmm 
polyniorphum, Banksia lonqifolia, Sapotacites sideroxyloides, S. emarginatus, Mimusopis tertiaria, Bumelia Oreaduni, 
Andronwda protogaea, Celastrus protogaeus, Eucalyptus oceanica. 

5. Tuffe r. 

Die Pflanzeufossilien kommen hier in einem lichtgraueu bis riithliidiweissen Mergelschiefer vor, welcher 
den Schiefern von Saviue ähiilicli ist und ebenso wie diese den Schichten des Hangendsystems von Sagor ent- 
spricht. Die Erhaltung der Pflanzenreste ist nahezu so gut wie in Savine. Die meisten der aufgefundenen Arten 
kommen auch in Savine vor. Dieselben sind: Hypnum sagorianum, Glyptostrobus europaeus, Sequoia Couttsiae, 
Pinus Palaeo-Taeda, Typha latissima, Myrica salicinu, Castanopsis sagoriana, Quercus Lonchitis, Ficus sagoriana, 
F. bumeliaefolia , Pisonia eocenica, Hedycaria europaea, Laurus Haueri, Cimiamomum piolymorphum, Banksia 
longifolia, Sapotacites sideroxyloides, Bumelia Oreaduni, Andromeda protogaea, Celastrus protogaeus, Eucalyptus 
oceanica und Eugenia Apollinis. 



44 



Const antin v. Ettingshausen. 



Vergleichung 

der fossileu Flora von Sagor mit den näcbstvervvandten Tertiärfloreii und der Flora der Jetztwelt. 



Systematische 
Anfzählimg der Arten 


Fundorte im Gebiete der Braunkolilen- 
flora Sagor-Tüffer 


Verwandte 
Tertiärflorei 






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Analcige Arten der Jetztwelt 


Regio I. THALLOPHYTA. 

Class. FUNGI. 
Ord. PYRENOMYCETES. 

1. Xylomites sagun'aims Ett. ... 

2. Sphaeria limhatii Ett 

3. „ Eucalypti Ett 

4. „ Suessii Ett 

5. „ minutissima Ett.... 

6. „ Fiel tenuinervis Ett. 
'• „ Secretani Heer. . . . 

8. Ehytisma gründe Ett 

Claas. ALGAE. 

Ord. FLORIDEAE. 

9. Chondrites laurenciuides Ett. 

Ord. FUCACEAE. 

10. Ci/stoaeii'a cunimuiiis Uug. ... 

Ord. f'HARACEAE. 

11. Chara Meriana A.Braun... 

12. „ Uiigeri Ett 

13. „ Langer! Ett 

Regio n. CORMOPHYTA. 

A. Acotyledoue.s. 

Class. MUSCI. 

Ord. P.RYACEAE. 

14. Hypuum sagmianuiii Ett.... 

15. Muscites savinensis Ett 

Class. FILICES. 

Ord. POLYPODIACEAE. 

16. P/erix sp.? 


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A'yt)»iu- Arten. 

Spliiiej-ia-Arteu. 

S. herburiiin Pers. 
Ehytisma sp. 

('. hiirhuta Ag. Adria. 

('. hitrlntta. 
Charii sp. 

JIi/jiniiiii sp. 


17. Bleclnium Bruunii Ett 

18. DavuUia Haidingeri Ett 

19. Earnwedelknospe 

Class. CALAMARIiE. 

Ord. EQUISETACEAE. 

20. Equisetiim repens Ett 

21. „ afßne Ett 


B. atrial Hin R.B r., ß. hrasilien^. Rad 
/>. cuiiariensis J. Sm. 

Equisetum sp. 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 



45 



Systematische 

AiitV.älilnns- iler Arten 



Fundorte im Gebiete der Braunkohlen- 
flora Sagor-Tüffer 



&H 



B. 6\Tnnospennae. 
Class. CONIFERAE. 

Ord. CUPRESSINEAE. 

•22. Aclhiostrobiis niioceiiiciis Ett. 

23. Callüris Bronyiiiartil E u d. sp. 

24. Libocedrus salicuniiouhs U. sp, 

25. TaxodiuiH distichum miuc. H.. 

26. Ghjplostruhuri eiiro/iaeus 
Brongn. sp 

Ord. ABIETINEAE. 

27. SeqiioiaLaiigsdorfiihrng. sp 

28. „ TuurnaJü Brng. sp.. 

29. „ Coiätsiae Heer. 

30. Arauairi« Sternbergii 

Goepp. sp 

31. Cuiiiiinyhatm'a mioci'iiica Ett.. 

32. Piiiüs Palaeo-Slrohiis Ett.... 

33. „ Palaeo-Taedii Ett 

34. ., Urani Ung 

35. „ Impios Ung 

36. „ iniytilujjlei'u Ett 

37. „ hohjthana Vng 

38. „ Palaeo-Abiex Uug 



Ord. PUUÜCARPEAE. 
39. Fodonii-jiua eiiceiiiai Ung. 



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40. 
41. 
42. 



43. 



44. 
4.5. 



C. Monopiityledones. 

Class. GLUMACEAE. 

Ord. GR AMINE AE. 
PhruymHes oeiihiyensix A. Br. 

Poacites aavinensis Ett 

„ yeniculatus Ett 

Ord. CYPERACEAE. 
Ci/pet'Ks Ititicnstatn^ Ett 

Class. CORONARIAE. 

Ord. SMILACEAE. 

SmiUix Hukiinyeii Ung 

„ jimicinerviü Ett 

Class. FLUVIALES. 



Ord. NAJADEAE. 
4r.. Potamoyeton Poacites Ett. . . .| + 

47. „ savincHSis Ett... 

48. Zostera Unyeri Ett 

49. Najadopsis divaricuU( K 1 1. . . . 

50. NajudoHiioßi Itinyifoliiim Ett.. 



+ 



Class.SPADICIFLORAE. 

Ord. TYPHACEAE. 
öl. Typha latissimu A. Braun. . 



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+ + 

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Verwandte 
Tertiärfloren 



^i ff) 
N |-.- i a 1.3 -s 

X |K S M |Ph 



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Analoge Arten der Jet/.twolt 



Aclmuitrobus sp. Australien. 

I('. quadrivalvU Vent. Nordat'rika 
L. decurrens Torr. Californien. 
T. distichum Rieh. Nordamerika. 



+ 



- .+ + 



G.lieterophyllus End. China, .Japan 



S. .■iempervireiis Californien. 



Araiicaria escelsa B. Br. Norfolk. 

P. Strohus L. Nordamerika. 
/'. sp. Nordamerika. 
P. Jüifolici Li ndl. Guatemala. 
P. iiiilis Mich. Nordamerika. 



. + . 

I 1 



P.iiisiyiiis Dougl. Californien. 
F. Ahies L. Europa. 



P. Chili IUI Rieh. Chile. 



/'//. commiiiiis Linn. Europa etc. 



Cyperus sp. 



Smilax sp. 



PotaiiKiytioii sp. 

Z. marina L. Europa. 



+ + 



T. lati/olia L. Europa etc. 



46 



Constantin v. Ettingshausen. 



Systematisclie 
Aiifzähliing der Alten. 



Fuudorte iui (iebiete der Braunkohlen- 
flora Sagor-Tüflfer 







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Verwandte 
Tertiärfloren 



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Analosre Arten der .Jetztwelt 



Ord. PANDANEAE. 

52. Faiit/iuiiia ctiniii)lici(!< Ett. 

Class. PRINCIPES. 

Ord. PALMAE. 
.53. Vhtheitaritt ^aiforiaiui Ett.... 

D. Apetalae. 

Class. JULIFLORAE. 

Ord. CASUARINEAE. 

54. ('asiian')i(i sotzkiatiu Ung. sp. 

55. „ sayoridiia Ett.... 

56. „ s|) 

Ord. MYRICACEAE. 

57. MijricK äaijijiiaiifi Ett. .. 

58. „ dejierdita U n g. . . . 

59. „ .•id/iciiia Ung 

0(1. „ liyitHum Uug. ... 

<>1. „ acumiiiata Ung... 

62. „ hderiiiyiujui Ung. 

63. „ banksiaefoliu Ung. 

Ord. BETULACEAE. 

64. Betidu IJri/adiim Brngu. . 

65. „ prisnt Ett 

66. „ BruiKjiiitirlü Ett.. 

67. y. jilati/iiferii Ett. . . . 

68. Aliius Kefersteinii Goepp 

69. „ tjraciViK Uug. 

Ord. CUPULIFERAE. 

70. Varpiniis Uee.rii Ett 

71. Oslryu Alliiiilidii; Ung. .. 

72. Cori/lua Mac Quairii Heer 

73. Fayiis Fcroiilae Ung 

74. Castanea utaoia Ung 

75. Castaiiopsis rfayoficiJia Ett 

76. Quercui Daphtiex Uug. var. 

rlilorophylhi 

77. j, Apocijttoplty//f(ni Ett 

78. „ Naumunni Ett.. 

79. „ NyinjiliiiruiH Ett 

80. „ cuspidalaJiosiim.sl>. 

81. „ Drytmja Ung. 

82. „ Lonchitis Ung, 

83. „ Fseudo-Loiwhitis ]i,tt. 

84. „ aucubaefulia Ett.. 

85. „ decurrens Ett 

86. „ tephrodes Ung. ... 

87. „ Gmdiiü A. Braun 

88. „ sayorlana Ett. ... 

Ord. ULMACEAE. 

89. TJlmtis Bruimii Ung 

90. „ plurinerviu Ung 

91. „ Braunii Heer 

92. Plamra Unyeri Ett 



+ 



+ 



+ 



+ 



Pandanus ap. 



C. sunialraiiu Juugh. 

sp. Australien. 
C. Ihuyoklef: Mig. (?) Australieu. 



M. jjeiiiisijhxoiica La in. Nordamer. 
M. cerifcru L. Nordamerika. 

Ausgestorbene Typen mit Frutea- 
(;(!f((-Hal)itns 



B. Rhiiiptiltrii Wall. Nepal. 
B. leittu L. Nordamerika. 

A. coidifolia Ten. Süd-Europa. 
A. oiridis D C. Europa. 



C. Betulus L. Europa. 

0. oiryinica Willd. Nordamerika 

C. Avellanu L. Europa ete. 

F.ferniyhwa Ait. Nordamerika. 

C. vescii L. Europa etc. 

C. aryentea D C. var. Ostindien. 

Q. cireiis Ait. Nordamerika. 



Q. Saiiorii Liebm. Mexiko. 
g. laiicifoliu Sciriede. itfexiko. 



y. aquatica Wa,\t. Nordamerika. 
Q. alba L. Nordamerika. 



U. campestris L. Europa. 

U. amerkuna Miclix. Nordamer. 

U. cUiuta Ehrh. Europa 

F. Rkhaidi Mich. Caucas., Greta, 



Die fossile Ilora von Sagor in Krain. 



47 



Systematische 
Aiit'zähluuff der Arten 



Fundorte im Gebiete der Braunkohlen- 
flora Sagor-Tüffer 



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Verwandte 
Tertiärfloren 



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Analoge Arten der Jetztwclt 



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10.5. 
106. 
107. 
108. 
1 09. 
110. 
111. 
112. 
113. 
114. 
115. 
116. 
117. 



Ord. CELTIDEAE. 

( Vft/V memhratüfoHa E 1 1. 
„ con'acea E tt 



Ord. MOREAE. 

Ficiia liiinxulafa Heer . . . . 

„ sagoriana Ett 

„ primaeva Ett 

„ Morloti U n g 

„ piloaa Ett 

„ Goeppeiii Ett 

., cluHaefolki Ett 

,, navinenm^ Ett 

„ hanisteriaefolia Ett. 

,, recHiiervis Ett 

„ »lulliiiemiü Heer. . . 

„ tenuinei-vis Ett 

,. Persephones Ett.... 

,, Jyiix ü n g 

„ arcinervis Heer. 

„ Apollmis Ett 

„ Deschmanni Ett. . . . 

„ hmnel iaefolia Ett. . . 

„ wettei-uvica Ett 

„ Atlant idis Ett 

., Daphnngeties Ett. .. 

„ Martü Ett 

„ Langen Ett 



Ord. ARTOCARPEAE. 

1 18. Äiiucarpidhim inlegrifoliuni 

119. „ Ungeri Ett, . 



Ord. PLATANEAE. 

Plrttduus aceroides Goepp. 

Ord. SALIOINEAE. 
I'opuluH mutal/ilis Heer. . . . 
Su/ix aqtiitanka Ett 



120. 



121. 
122. 



Cliiss. OLERACEAE. 
Ord. NYCTAGINEAE. 

123. /V«i»/« coceiiiai Ett 

Class. THYMELEAE. 
Ord. MONIMIACEAE. 

124. Hedycana europaea Ett..., 

125. Laurelia redwimi U n g 

Ord. LAURINEAE. 

126. Laiinis primigenid Ung. 

127. „ phoeboiiles Ett.. 

128. „ ocoteaefol kl Ett. 

129. „ stenophy/la Ett. 

130. „ Lalages Ung... 

131. „ AgathopJujUuiii Ung 

132. „ tristanmefolia Web. 

133. „ Lauriis Hmieri Ett.. 

134. „ princeps Heer . . . . 



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('e/lia Arten. 



F. prinoejiH Kunth. Trop. Aiiiei 
/''. e/(istim R, 0.stindieu. 

F. h.HCOsticta Hort. O.stindicu. 

F. fernigiiiai H. B. S. 0.'<tiudieii 
F.cilinlosu T,ink. Ostindien. 
FicKs sp. Ostindien. 



F. Bmjmni)ie.a L. O.stindien. 
/''. Ifiiirifolia, F. aiiguslifolki. 
F. tittiüfcens N. Ostindien. 



F. aDiericiiiia. F. hiiviitn. 
F. hciiga/ka. Ostindien. 



+ 



r. occkkntalis L. Nordamerika. 



/'. fiiphrulica Ol. Asien. 



r. Kitbcorduta Sw. Brasilien. 



H. deiUata Forst. Neuseeland. 
L. semperviren» R, P. Chile. 



L. canariensis Sm. Canarien. 
Plioebe laiici'olata Wall. Ostindien 
Ocoten giiiananeiisiii Anbl. Guiana 



+ 



48 



Constantin v. Ettinqshausen. 



Systematische 
Aufzähliiiig- iler Arten 


Fundorte im Gebiete der Hraunlcohlen- 
flora Sagor-Tüffer 


Verwandte 
Tertiärfloren 


Analoge Arten der .Jetztwelt 


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135. Persea spea'osa Heer 

136. „ Heerii Ett 

137. Litsaea dermatopliylloii W. sp. 
1 3s. Ciiimimomum Rossmaessleii H. 

139. „ Scheuchzet-i H. . 

140. „ lanceolafKmU.sp 

141. „ j)oli/niO)jiIiU)iiYiY. 

142. „ spectabik Heer 

143. DuphnofjeHe emarginala Ett. 

Ord. SANTAI-ACEAE. 

144. LeptoHwn'a dista/ia Ett. 

14.5. Santalum salicinam Ett 

146. „ acheroi/liciiiii Ett.. 

147. „ osi/riiium Ett 

148. n cuspidutum Ett... 

Ord. DAPHNOIDEAE. 

149. Daphiie- aquitaiika Ett 

150. Fimdea tlubia Ett 

Ord. PROTEACEAE. 

151. Cunospermmn macrophylliim E. 

152. Cenarrhenes Hatieri Ett.... 

153. Persoonia Daphnes Ett 

154. „ cuspidata Ett 

155. „ Mi/rtiUus Ett 

156. G-reviVea luteniii/iaiKt Ett... 

157. Hakea macroptet-a Ett 

15S. „ stenocarpifol ia Ett.... 

159. „ fraxinoides Ett 

160. Lamhertia extincta Ett 

161. Enibothrium leptospermumE 1 1. 

162. „ stenospermum 

Ett. 

163. „ macroptefmum 

Ett. 

164. Lomatia oceanica Ett 

165. Bunkfu'a sagoriana Ett 

166. „ hiigifolia Ett 

167. „ Haidingeri Ett 

I6,s. Dri/diidra sagoriaita Ett. ... 

169. „ Ungeri Ett 

170. Dryandroides etegans Ett.... 

E. Gamopetalae. 
Class. AGGREGATAE. 
Ord. COMPOSITAE. 

171. llijoserites Lingua Ett 

Class. CAPRIFOLIACEAE. 
Ord. RUBIVCEAE. 

172. CinchonidiumbiUnicum Ett.. 

173. „ sagorianmnE tt. 

174. „ angustifolimn E. 

175. „ latifulium Ett.. 

176. „ mucronatum'E^.. 


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P indica L. Canarien. 

P. gratissima Gärtn. Trop. Amer. 

C. eucahjptoldes Nees. Ostindien. 
C. pieduncidatum T h u n b. Japan 

C. Camphora L. sp. Jiipan. 

L. adda B. Brown. Australien. 
S. obtusifoUum B. Br. Anstralien. 

S. lanceolatum B. H r. Australien. 

C. hngifolinm Sm. Australien. 

C. nitida K. B r. Neuseeland. 

P. dnplinoidca Sieb. Anstralieu. 

P. mxß-tiUoides Sieb. Anstralien. 
G. oleoides Sieb. Australien. 

SteHOcai'pm salignits R. Br. Austr. 

L. uiiiflwii R. Br. Anstralien. 

L. polymorpha R. Br. Australien. 

B. oblongifüliu R. B r. Australien. 
B. spimdosu R. B r. Australien. 
B. coccinea R. Br. Australien. 

D. hngifolia R. B r. Australien. 
D. arm'ata R. Br. Australien. 

Amerikanische Cinchonaceen. 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 



49 



Systematische 
Aufzählung der Arten 



Fundorte im Gebiete der Braunkohleu- 
flora Sa.^'or-Tüffer 



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Tertiärfloren 



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Analoge Arten der Jetztwelt 



Class. CONTORTAE. 
Ord. OLEACEAE. 

177 Olea Noti Un g 

178. „ carniolica Ett 

179. Noteiaea rectiiiervh Ett 

ISO. Ligiistruyn priscum Ett 

181. Fraxinus primigenia Ung. .. 

182. „ saviitensis Ett 

183. n palaeo-ejccelsior 'Ett. 

Ord. APOCYNACEAE. 

184. Apocynophyllum Beunsii Ett. 
18.5. „ pachypliiß. E. 
166. n haeringiaii.F,. 

187. •, saUcinum E. 

188. „ angusfidiiE.. 

189. „ tenuifoliiiDiE. 

190. „ Amsonia U.. 

191. „ lange petiol.E. 
192s n hreve-petiol.^. 

19.?. NerHinium majiis Ung 

194. Echitonium superstes Ung... 

19.T. „ microspennum U.. 

196. Alstonia carniolica Ett 

Clasa. NUCULIFERAE. 
Ord. MYOPORINEAE. 

197. Mijoiiontm Salicites Ett 

198. „ ambiguum Ett. . . 

Ord. ASPERIFOLIACEAE. 

199. Hdiotropites parvifoUus Ett.. 

Class. PETALANTHAE. 



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200. 
201. 
202. 

20.3. 



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205. 
206, 
207. 
208. 
209. 
210. 
211. 
212. 
213. 
214. 
215. 
216. 



Ord. MYRSINEAE. 

Myrsine Vnrypliura Ung. . 
„ Qiicalyptoides E 1 1. 
„ savinensis Ett. . . 
„ Endymionis Ung. 



Ord. SAPOTACEAE. 

Sapofdcites siileroxyluides E. . 
n Daphnes Ett. . . . 

^ emarginatii^ Heer 

p minor Ett 

„ Heerii Ett 

., longepetioldtiis Ett. 

„ Chaniaedrya U. sp. 

Miniiisops tertiaria Ett 

Chrysophyllum sagorianiim E. 

Bumdia Oreadum Uug 

„ Plejadnm Ung 

„ Heliudiim Ett 

„ scabra Ett 



+ 



Ord. EBENACEAE. 
217. Diospyros hfierimfiana Ett. 
218. 



brachysepala A. B r 



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0. exasperata Jacq. Cap. 

0. europaea L. Süd-Europa, Orient 



O. europaea L,. .^UQ-Jliuropa, Uriei 
N. loiiyifolia R. B r. Australien. 
L. vulgare L. Europa, Caucasus. 



F. excdsior L. Europa. 



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+ 



+ 



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+ 



Amsonia laiifolia Michx. Nordam 
Periploca graeca L. Süd-Europa. 
A. mucrnphylla Wall. Philipp.-Ins. 

MyoporioH sp. Australien. 



M. lancifolia Mart. Brasilien. 



M. salicifolia DC. Guadeloupe. 



+ 



Bumdia rctusa Sw. Jamaika. 



3//»iHS()jw sp. Ostindien. 

Ch. argcnteum J HC. Trop. Amerika 

B. neroosa Spr. Jamaika. 



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D. Lotus L. Süd-Europa etc. 



DcukBchriften der mathem.-naturw. Gl. L. Bd. 



50 



Consfantiti v. Etfingshausen. 



Systematische 
Aufzählung der Arten 



Fundorte im Gebiete der PSrauukolilen 
flora Sagor-Tüfl'er 



Er M 



219. Diosjtyros ancejjs Heer. . 

220. „ /otoides Uug. . . 

221. „ sagoriana Ett. 

222. „ Wodanl Ung. . 

223. „ biUnica Ett. . . 



Ord. STYRACEAE. 

224. Symplocos mdobojana Ung. 

225. „ stivinensis Ett. .. 



Class. BICORNES. 

Ord. ERICACEAE. 

226. Amlromeda protogaea Ung. . 

227. B sagoriana Ett. . . 

228. RJtodudeiidron sagoriamim E, 

229. Ledmn limnophüum Ung. . . . 

Ord. VACCINIEAE. 

230. Vac tnium acheronficum Ung. 
23 1 „ Palaeo-Mgiiillus E, 



F. Dialypetalae. 
Class. DISCANTHAE. 

Ord. ARALIACEAE. 

232. Oiissonia ambigua Ett 

233. Ardliophyllum hedei-oides Ett 

234. „ crenu/atiim E. . 

235. „ asperum E.... 

236. „ Saportaiium E 

Ord. AMPELIDEAE. 

237. Cissiis Heeiii Ett 



Ord. CORNEAE. 

238. Camus Büchii Heer 

Ord. LORANTHACEAE. 

239. Loranthus Eucalypti Ett. . . . 

240. „ extinctus Ett 

241. „ Palaeo-Exocarxn E. 

242. Phfhirusa Falaeo-Tlieobromae 

Ett. 
Class. CORNICULATAE. 

Ord. SAXIFRAGACEAE. 

243. C'allicoma pannonica Ung. .. 

244. „ micfophylla Ett.... 

245. Ceratopetalum haeringiaHum 

Ett. 

246. Weinmannia sotzkiana Ett 



247. Hydrangea saynriaua Ett. 

248. „ dubia Ett 



Class. POLYCARPICAE. 

Ord. MA6N0LIACEAE. 

249. Magnolia Dianae Ung 

250. Magnolioides carnioHca Ett. 



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Analoge Arten der Jetztwelt 



D virginiana L. Nordamerika. 
D. lanceolala Poir. Madagaskar. 



S. ma-inca HB. Mexiko. 



A. cucahjploides DC. Trop. .\mer. 
li. acahides D e s f. Kleinasien. 



V. Klainiiieiiiii Alt. Nordamerika. 
V. Myiiillus L. Europa. 



C. thyrsißora Tliiinb. Cap. 



Cormi-s sp. Nordamerika. 



L. miraculosus Mi q.. Australien. 
L. oleaefoUiis Ch. et Seh. Cap. 
L. Exocarpi Behr. Australien. 



Ph. Tlieobromae Will d. Tr. Araer 



C. serratifolia Andr. Australien. 



C. yummiferttm Sm. Au.stralicu. 
Weinmannia sp. N.-Seeld. u. T. Am 



H. Hortensia D C. China, Japan. 



M. grandifloraLinu. Nordamerika 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 



51 



Fundorte im Gebiete der Braunkohlen- 
flora Sagor-Tüffer 



Systematische 
Aufzählung der Arten 



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Verwandte 
Teitiärfloren 



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Anah)ge Arten der Jetztwelt 



Ord. i; AN UN C UL A( JEAE. 
251. Clematis sagoriana Ett 

Class. NELUMBIA. 

Ord. NYMPHAEACEAE. 

S.öS. Anoectomeria Brunyniaiii S. . 
25ii. Nyinphaea gjipsorum Sap. .. 

Class. COLUMNIFERAE. 

Ord. BOMBACEAE. 
•254. Bombax sayorianum Ett.... 

255. „ choriäiaefoliuiH Ett.. 

U.d. STERCULIACEAE. 

256. Sterculia Labrusca Ung 

257. „ Jaurhta Ett 

Ord- BÜTTNERIAOEAE. 

258. Pterospermum sagorianuut E. 



Class. GUTTIFERAE. 

Ord. TERNSTROEMIACEAE 
259. TeritfitiveiHia hilinica Ett.... 



Class. ACERA. 

Ord. ACERINEAE. 

260. Acer büegrilobum 0. Web.. 

261. ri trilobatum A. Braun . 

262. „ Eüminianuin Heer... 
2(J3. „ stenocarpum Ett 



Ord. MALPIGHIACEAE. 

264. Tetrapteris sagoriana Ett.. 

265. „ minuta Ett. ... 

266. Banisteria carniolica Ett. . . 

267. Malpiyhiastrum rotundifol. E. 

Ord. SAPINDACEAE. 

268. Saphidus falcifolius A. B r. . . 

269. „ undulatas Heer. . . 

270. „ duhius'üug 

271. „ PytJdi Ung 

272. „ asperifoUus Ett.... 
293. Sapixdophijllum paradoxumE. 

274. Dodonaea Apocynophyllum E. 

275. „ So//ates Ett 

Class. FRANGULACEAE. 

Ord. PITTOSPOREAE. 

276. Pitlosjjvrion pulaeo-tetrasper- 

tnuni Ett. 

277. Binsaria rudohojana Ung. . . 

Ord. CELASTRINEAE.. 

278. Celasirus AeoU Ett 

279. „ Andromedae Ung. , 

280. „ cassinefoUus Ung. 



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B. gluucescens Sw. Brasilien. 
Chorisia ajjeciosa St. Hill. Tr. Am. 



S. diversifolia G. Don. Australien 
Sterculia sp. Ostindien. 



/'. laiiceaefi)lium Roxlj. Ostindien, 



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+ + 



+ 



+ 



+ 



+ 



T. dentatu S w. u. A. Trop. Amer, 



A. campestre L. Europa. 

A. rubrum L. Nordamerika. 

A. pühjmorphum Sieb. .Tapan. 



Tetrapteris sp. Trop. Amerika. 
Banisteria sp. Brasilien. 

S. surinamensis Poir. Trop. Amer. 



D. viscosa L. Australien. 

D. laurifulia Sieb. u. A. Austral. 



/'. tetraspermum W. et A. Ostiud. 
B. spitwsa Cav. Australien. 



C. Iriyi/iius DC. St. Mauritius. 

C ylaiwas Salt. 

C buxifoüas L. Cap. 



7* 



52 



Consf antin v. Ettingshausen. 



Systematisehe 
Aufzähluus iler Arten 



Fundorte im Gebiete der Braimkohlen- 
flora Sagor-Tüflfer 



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Verwandte 
Tertiärfloren 



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Analoge Arteu der Jetztwelt 



281. Celastrus Acherontis Ett 

282. „ protogaeuü Ett 

283. „ Pse«fZo-27(a; Ett 

284. „ sayoriamis Ett. ... 
28.5. „ oxyphyUus Ung. ... 
28G. „ P/«tom!S Ett 

287. „ JlfwrcÄisoH/ Heer . . 

288. ,, (h2}erdit HS Ett 

289- „ (ireophtjUus Uug. .. 

290- „ Hiiipohjti Ett 

291. „ europaeiis Ung. ... 

292. Pterocelustfiis elaeMKsVug.ap 

293. Elaeodenih-OH Persei Ung.sp 

294. „ sagorianwnEtt 
29.5. „ styriaciim Ett. 

296. „ rifej/eHecUug.sp. 

297. „ dubium Ett. . . 

298. Evoiiymiis Heetii Ett 

Ord. ILICINEAE. 

299. Hex steHophylla Ung 

300. „ parscJilugiana Ung. ... 

301. „ saguriaiia Ett 

302. Prinos hyperhorea Ung. ... 

Ord. RHAMNEAE. 

303. Zizyphus puradisiacus Ung. 

304. „ undiüatus Ett.... 
30 5. „ savinensis Ett.... 

306. Bercliemia mitltlnervis A. Br, 

307. Bhamnus Gaiidini Heer.... 

308. „ Z>ec/je/»V Weber . 

309. „ paticinervis Ett... 

310. Pontaderris uciotiiiiataEtt. . 

Class. TEREBINTHINEAE. 

Ord. JUGLANDEAE. 

Sil. Juglans acuminata A. Br. . . . 

312. 

313. 

314. 

315. 

316. 

317. 



venosa Ett. . 

„ recthiervis Ett 

Carya prae-oHoaefortiiis Ett. 
„ e/aeiioides Ung. sp. .. 

„ trifailensis Ett 

„ Ueerii Ett 

318. Pterocarya deiitiadata Web.. 

319. Engelhardüa Brongniarti S a p 

Ord. ANACARDIACEAE. 

320. PiMacia Palaeo-LeiUiscus Ett. 

321. Bhus stygia Ung 

322. „ 2«'i^<^ l^tt 

323. „ hydrophila Ung 

324. „ sagoriana Ett 

325. „ obovata Ung. sp 

326. „ Latoniae Ett 



Ord. ZANTHOXYLEAE. 

327. Zanthoxylum haeringianum E, 

328. Ptelea intermedia Ett 

329. „ microcarpa Ett 

330. Aüanthus Orionis Ett 



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+ . \+ C. emplmtrifolius E. et. Z. Cap. 
.1 + 1+ C. riyidiis Thunb. Cap. 
+ . !+ C. itttegriß-ilius Thunb. Cap. 

C. ooatus Eckl. Cap. 
+ + C. acuminulus Thunb. Cap. 

C. colUnus Eckl. et Z. Cap. 

C. iteterophyllus'Ei c k 1. et Z e y h. Cap 



+ 



+ 



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+ . + 



+ 



C. caiiipestris E. et Z. Ca]j. 

C. myiiifoliiis L. Jamaika. 

Pterocelastrus sp. Cap. 

E. cur-tipendulum Endl. Norfolk. 



+ ..£". (iiisfrale V. u. A. Australien. 

E. atropurpureusic (p Nordamerika, 

+ J. anguslifolia Willd. Nordamer. 

J. DahooH Walt. Nordamerika. 
P. glaber L. Nordamerika. 

Z. cätidifnlius D C. Java. 

B. voiiibilis DC. Nordamerika. 
+ . \+ B. yraiidifnlius Fisch. Kaukasu.'i. 



+ 



+ 



+ 



+ 



+ 



+ 



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Pomoderris sii. Australien. 



J. regia I.. Persien. 



C. olivaeformi.i N u 1 1. Nordamer. 

C. sulcata Nutt. Nordamerika. 
C.aquatica Mich. Nordamerika. 
P. caiwasica Kth. Kaukasus. 
Engdhardtia Sp. Philippinen. 



P. Lentiscus L. Süd-Europa. 

Bhus sp. Amerika. 

Bh. viminalis Val. Süd- Afrika. 
Bhus sp. Süd-Afrika. 



Z. horrldiwi Brasilien. 

Pteleu sp. Nordamerika, Mexiko. 

P. podocarpa DC. Mexiko. 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 



53 



Systematische 
Aufzählung der Arten 


Fundorte im Gebiete der Braunkohlen- 
flora Sagor-Tüifer 


Verwandte 
Tertiärfloreu 


Analoge Arten der Jetztwelt 


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Class. CALYCIFLORAE. 
Ord. VüCHYSL\tEAE. 

331. Vochysia europaea Ett 

Ord. COMBRETACEAE. 

332. Terminaliu radobojensis Ung. 

333. „ miocenica Uug. . . 

334. „ Fenzliami Ett. . . 

Class, MYRTIFLORAE. 

Ord. MYRTACEAE. 

335. Eucalypitus oceanica Ung. . . . 

336. „ haeringiana Ett.. 

337. „ grandifolia Ett. . 

338. Call istcmuphytl um iiieluleucae- 

forine Ett. 
3.'!9. „ acuminatum E. 

340. Metrosideros europaea Ett... 

341. Eugenia Apollinis Ung 

Class. ROSIFLORAE. 
Ord. POMACEAE. 

342. Cotoneaster Persei Ung 

Ord. AMYGDALEAE. 

343. Prunus mohicana Ung 

344. „ Palaeo-C'erasus Ett.. 

Class. LEGUMINOSAE. 
Ord. PAPILIONACEAE. 

345. Psoralea palaeogaea Sap. ... 

346. Glyzyrrhiza deperdita Ung. . 

347. „ Blandusiae Ung. 

348. „ Hesperidum Ung. 

349. Robinia Druiduni Ett 

350. „ crenata Heer 

351. Erythrina Ungeri Ett 

352. Diodeu protogaea Ett 

353. Kennedya PhaseoUtes Ett. .. 

354 „ urbicularis Ung. sp. 

355 PhaseoUtes glycinoides Sap. . . 

356 „ microphyllus Ett.. 

357 „ dolichophiillus W. . 

358 „ Eutychos Ung 

359 „ erioseniaefolius U. . 

360. Dalberyia hecastojjhi/lliiiaS Stp. 

361. „ palaeocarpa Sap. . 

362. „ haeringiana Ett. . . 

363. „ valdensis Ueev . .. 

364. „ retusaefoliaWeh.si). 

365. „ primaevu Ung.... 

366. Machaerium palaeogaeum Ett. 
361 PalaeolobiumheterophyllumVlig. 

368. „ radabojense Ung.. 

369. Soplwru curupaea Ung 

370. Styphnolubium europaeum Ett 


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V. atuminatu H. M. V. Br.-i.silieu. 

Eucalyptus sp. Australien. 

M. polymorpha G a u d. Oceanien. 

P. caruliniaiut Ait. Nordamerika. 
P. Cerasus L. Europa. 

P. hituminosa L. Süd-Europa. 

G.lepidota Nutt. Nordamerika. 

B. Pseudo-ActKia L. Nordamerika, 
ft. hispida L. Nordamerika. 
E. coralloides DC. Mexiko. 
D. lasiocarpa Mart. Brasilien. 
K. arabiai H. et S t. Afrika. 
K. arenaria Benth. Australien. 

Dalberyia sp. Ostindien. 
D.ferruyinea Koxb. Ostindien. 
M. muticum Benth. Brasilien. 

S. tomenlosa L. Ostindien. 
St. japonicum Schott. Japau. 



54 



Constantin v. Ettingshausen. 



Systematische 
Aufziililung der Ai-ten 



Fundorte im Gebiete der BrauiiliDlilen- 
flora Sagor-Tüffer 



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Verwandte 
Tertiärfloren 



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Analoge Arten der .Tetztwidt 



Ord. CAESALPINIEAE. 

371. Caesalpinia Haiditujeri Ett 

372. „ Heerii Ett. . 

373. Cassia Phaseolües Ung. 

374. „ Berenkes Ung... 

375. „ sayuriana Ett... 

376. „ hi/jjerborea Ung. 

377. „ Feroniae Ett 

378. „ liynitum. Vng.. . . 

379. „ ambi(/ua Ung. . . 

380. „ denticuJafa Ett. . 

381. n stenopliyUa Heer 

382. „ Meninonia Ung.. 

383. n xiulaevijaea Web. 

384. Podogonium Li/ellianum Heer 

Ord. MmOSEAE. 

385. Acacia sotzkiana Ung 

386. „ parscMiujkina Ung. . 

387. Mimosites haerinykiims Ett.. 



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C. itepiaria Roxb. Ostiadien. 

C. micrunthera D C. Brasilien. 
C. laeviyata W. Trop. Amerika. 
C. planisiliqua Lam. Troji. Amer. 
C. laeciyata W. Trop. Amerika. 
C. stlpulacea A i t. Chile. 
C. chri/solricha Coli. Antillen. 



C. australis Sims. 



A. poiiortceiiaif W. Trop. Amerika. 
Acacia sp. Trop. Amerika. 



Die fossile Flora von Sagor in Krain. 55 



Erklärung der Tafelu. 



TAFEL XXVIII. 

V\g. 1. lilujUsiiia yrandc Ett. Pilz, .•iiit' einem iiubestiiiimbaren Dieotyledonen-Blatl. Vom Steinbruch bei Savinc. 

„ 2. SjiJia^fia minutissima Ett. Pilz, auf einem Dicotyledonen-Blattreste, wahrscheinlieh von JUius. Vom Stollen bei 

Savine. 2a u. 2b Vergrösserunj^en der Perithecien. 

„ 3. Sphaerin Fici teiiuinervis Ett. Auf einem Blatt von Fiats tcmiiiiiTvi.<. Vom Stollen bei Savine. 

„ 'I. Equisefum repens Ett. Vom Steinbruch bei Savine. Fig. in Vergrösserung. 

„ 5. Muscites savinensis Ett. Steinbruch bei Savine. Fig. 5a vergriissert. 

„ G. Ohara Mer tan i A.Braun. Von derselben Localität. 

„ 7. Furnwedelknosije, vielleicht zu Bhchiium Braunii gehörig. Von derselben Localität. 

„ s. Epidermis yitn Smihix HaidiiKjeri Ung. Von einem Exemplar aus dem Stollen bei Savine. 

„ 9. Epidermi.s eines anderen Exemplars derselben Art; zum Vergleiche mit der vorigen. 

;, 10. Sequüia Couttsiae Heer. Zapfenfrueht. Vom Stollen bei Savine. 
„11. Pinus Palaeo-Taeda Ett. Männliche BlUthe. Steinbruch bei Savine. 

„ 1-2. Podocarpus eocenica Ung. Blatt vom Steinbruch bei Savine. 

„ LS, U. Samen von Casimrimi. I3(i und 136 dieselben vergrössert dargestellt. Vom Steinbruch bei Savine. 

„ 15. Qucrcus Nympharum Et't. 15 a Vergrössernng der Nervation. 

„ 16. Quercus Lonchitis Ung. Frucht. Steinbruch bei Savine. 

„ 17. Quercus fephrodes Ung. Blatt. Trifail, Tagbau. 

„ 18. Custanopsis sagoriana Ett. is«. Die Nervation vergrössert gezeichvet. Steinbruch bei Savine. 

„ 19. -20. Carpinus Heerii Ett. Fig. 19 Blüthenkätzohen ; Fig. 20 Blatt, beide vom Steinbruch bei Savine. 

,., 21. 22. Ulmus Bronnii Ung. Fig. 21 Flügelfrucht; Fig. 22. Blatt. Steinbruch bei Savine. 

TAFEL XXIX. 

Fig. 1. Ficus teniiinervis Ett. Fig. la. Vergrössernng der Nervation. Steinbruch bei Savine. 

„ 2. Ficus Persephones Ett. Von der genannten Lagerstätte. 

„ 3. Ficus banisteriaefolia Ett. Von eben daher. Fig. 3a die Nervation vergrössert dargestellt. 

„ 4. Ficus savineiiKis Ett. Fig. 4« Vergrössernng der Nervation. Aus der gleichen Lagerstätte. 

„ .i. La urus primigen ia Ung. Fig. öa die Nervation vergrössert. Steinbruch bei Savine. 

„ 6. Laurus plioeboides Ett. Von eben daher. 

„ 7. Ficus Langeri Ett. Trifail, Tagbau. 

„ 8. Ficus Martii Ett., Steinbruch bei S.-iviue. Fig. 8« Die Nervation vergrössert dargestellt. 

TAFEL XXX. 

Fig. 1. Ciimamomum lanceolatum Ung. Fig. la Vergrössernng der Nervation. Steinbruch bei Savine. 

„ 2. Laurus ocoteaefolia Ett. Fig. 2« die Nervation des Blattes vergrössert. Von derselben I^agerstätte. 

„ 3—7. Laurus plioeboides Ett. Fig. 4o, 5n, 6 a Vergrösserungen der Nervation. Fig. 3 von Tagbau bei Trifail, die übrigen 

ans dem Steinbruch bei Savine. 
„ 8. Santalum acJieronticum Ett. Aus dem Tagbau bei Trifail. 
„ 9. Santalum salicinum Ett. Aus dem Steinbruch bei Savine. 

„ 10. Banksia sagoriana Ett. Fig. 10« die Nervation vergrössert dargestellt. Steinbruch bei Savine. 
„ 11. Hakea fraximides Ett. Geflügelter Same. Fig. l\a derselbe schwach vergrössert. Steinbruch bei Savine. 
„ 12. Daphne aqniianica Ett. Aus dem Tagbau bei Trifail. 

„ 13. Echitonium microsp ermum Ung. Same mit Haaischopf. Fig. 13« Vergrösserung. Steinbruch bei Savine. 
„ 14. Mitnusops tertiaria Ett. Fig. 14« Vergrösserung der Nervation. Steinbruch bei Savine. 



56 Cons tantin v. Ettingshausen. Die fossile Flora von Sagor in Krain. 

Fig. 15, 16. Cinch/oniiUum niigustifolium Ett. Fig. 15 Frucht. Fig. 16 Blatt. Steinbruch bei Savine. 

„ 17. Diospyros haeriiujiaim Ett. Fig. 17« Vergrösserung der Nervation. Au.s einem Brand.schicfer bei Trifail. 

„ 18. Bumdia scabra Ett. Fig. 18« ein Blattstück schwach vergrössert. Aus einem Brand.schiefer bei Trifail. 

„ 19. Diospyros bih'nica Ett. Blüthenkelch. Fig. 19« der.selbe schwach vergrössert. Steiubruch bei Savine. 

„ 20. Epidermis von Andromeda protoyaea Ung. Von einem Blatte aus dem Stollen bei Savine. 

„ 21. Epidermis der Aiidromeda (Lciicoflioe) coriifoHa DC. von Brasilien, zur Versleichung mit obiger. 

„ 22. MagnoUoldes carnioUca Ett. Fig. 22« die Nervation vergrössert dargestellt. Vom Steinbruch bei Savine. 

TAFEL XXXI. 

Fig. 1, 5. Tetrapteris nmiiifa Ett. Fig. 1 Frucht. Steinbruch bei Savine. Fig. 1« ein Fruchtflügel vergrössert gezeichnet. 
Fig. 5 Blatt von Trifail. 
„ 2. Clematis sagoriana Ett. Frucht mit Griffel. Steinbruch bei Savine. 
„ 3. Ilydiangea sagoriana Ett. Frucht mit Griffel. Steinbruch bei Savine. 
„ 4. Sapindophyllum 2Mrado.Kiim Ett. Fragment eines grossen gefiederten Blattes aus dem Tagbau bei Trifail. Fig. In die 

Nervation vergrössert dargestellt. 
„ 6. Malpighiastrum rotundifolium Ett. Steiubruch bei Savine. 
„ 7. Sapindus asperifolius Ett. Theilblättchen. Fig. 7a Vergrösserung eines Stückchens desselben, um den Überzug zu 

zeigen. Steinbruch bii Savine. 
„ 8, 9. Acn- Riiminiriiium Heer. FlügelfrUchte; aus dem Steinbruch bei Savine. 

„ 10—12. Acer stenocarpum Ett. FlügelfrUchte; Fig. 9« eine derselben schwach vergrössert. Steinbruch bei Savine. 
„ 13, 14. Ave)- integrilobum O.Weber. Blattfossilien aus dem Tagbau bei Trifail. 

TAFEL XXXIL 

Fig. 1. Celastrus oxyphyllus Ung. Steinbruch bei Savine. 
„ 2. Celastrus Plutoiüs Ett. Von derselben Localität. 

„ 3, 4. Celastrus sagorianus Ett. Fig. 3 Kapselfrucht; Fig. 4 Blatt von ebendaher. 
„ 5. Elaeodendron Persei Ung. sp. Von derselben Lagerstätte. 
„ 6. Elaeodendron degener Ung. sp. Von ebendaher. 
„ 7. Zizyphm savinensis Ett. Von ebendaher. Fig. 7« Vergrösserung der Nervation. 

8. Uhus ohovata Ung. sp. Theilblättchen. Vom Stollen bei Savine. Fig. 8a die Nervation vergrössert dargestellt. 
„ 9. Bhus Lafoniae Ett. Theilblättchen. Vom Steiubruch bei Savine. 
„ 10. Bhus sagoriana Ett. Theilblättchen. Von derselben Lagerstätte. 
„11, 12. Bursaria radobojana Ung. Fig. 11 Fragment eines Fruchtstandes, von der Tagbauschichte I in Sagor; Fig. l-> Blatt 

vom Steinbruch bei Savine. 
„ 13. Carya trifailensis Ett. Fragment eines Theilblättchens. Aus einem Brandschiefer bei Trifail. Fig, 13 ein Stück vergrös- 
sert dargestellt, um die Nervation und den Überzug zu zeigen. 
„ 14. Juglans rectinervis Ett. Theilblättchen. Steinbruch bei Savine. 
„ 15. Engdhardtia Brongniarti Biip. i\tr. producta. Fruchtfossil. Stollen bei Savine. 

16« Engdhardtia Brongniarti Sap. Frucht sammt Hülle; b Blatt \im Eucalyptus oceanica Ung. Aus einem Braudschiefcr 
bei Trifail. 
„ 17. Ile.i- sagoriana Ett. Steinbruch bei Savine. 

„ 18. Vergrösserung der Nei-vation eines Blattes von Eucalyptus oceanica Ung. vom Stollen bei Savine. 
„ 19. Ailanfhus Orionis Ett. Frucht. Steinbruch bei Savine. 
„ 20. Carya prae-olivaeformis Ett. Theilblättchen. Von ebendaher. 
., 21, 22. Erythrina Ungeri Ett. Theilblättchen. Von ebendaher. 
, 23. Kennedya Phaseolites Ett. Theilblättchen. Von ebendaher. 
„ 24. Kennedya arbicularis Ett. Theilblättchen. Von ebendaher. 
„ 25. 26. Glycyrrhiza Blandusiac Ung. Theilblättchen. Vom Stollen bei Savine. 
„ 27. Cassia Memnonia Ung. Theilblättchen. Aus dem Tagbau bei Trifail. 
„ 28. Robinia Druidum Ett. Hülsenfrucht. Aus dem Steinbruch bei Savine. 
_ 29. Acacia sotzkiana Ung. Hülseufrucht. Von ebendaher. 



Cv-.r.ttinÄstoisPnrKüs.silc Kluia vnii Sa^or. 



T:.r.XX\TIl. 




üthugeäridJckHof-u Staatsdruckeiei . 



Denkscliriften d.k.Akad.d.W.math.nalurw^. Classe L Bd l.Ablh. 



(' v. Elliiiisliiiiiscii: Kiissili' Fliiivi von .Sajjiir. 



TmIXXK. 




Lilh u godr 1 i Müiof u Stojt--:<)riicl<erel . 
/ Fniix IcniiiniTiis. " K Pcrsi-phoircs. •? E biinistcriac/iiliti 't F. saxincnsis.ö l.iiuriix /iniiurfciun ti I, /ih,tvhoiilrx TVUusl.tuuii'ii X h'.Muriii . 



Denkschriften d.k.Akad.d.W.math.nalurw. Classe.LBd.I.Abth. 



(' v.Ellin^sliausen: Fossile Klmj von Sa;!"!' 



IVif.XXX. 




lith u gedridWüiof-u Staatsdruckerei . 



/ Cinnammmmi Inm-eolalum . '.: lauriis o,;>f,;u-/b!„r3.-'i l../,/,o,-/>o,Jc-s. A' S,u,h,/„m iK'/icnm/irum ■ .9 S.sftiuimun lU Kanl.-sia satforiaiui 

It Haken rraxinoi,lcs.l2 Dofi/im- aqititanicn . t.'lKrhitimiimi wicrKspmnum l'i Miniuxu/is Icrlmria 15, Iti liitchonidiiim nnx/iislirohum 

n Dtospyros haeriutfiana /,V l!,u,ielu< xcn^hra l.'l IJuispyi-o.s hUinict .:UI .l„drniiu-iia ,jr,rto<faea. :'/ A roriilohn .2Z Maff/wlioide.i carnioTica.': 

Denkschriften d.k.Akad.d.U'.niath.naturw. Classe L.Bd.l.Abfh. 



(" r. Ftlin^sliauseii: Kussile Flma von Sai'dr. 



TmC.XXXI. 




brhugectrididcHofu Staatjdruclterei. 



/, s. Telrn/iloris muuilti -? Clrmalis sngoriana . 3 HydTttnijeit sagorta/ia . 'f Sapindophi/lUi/ri iJiirinÜKviuu G MaLpi<f/iiasli-iun roliirnii „ 
foUiim . 7 Snpmitiix asperilbiinx. ti, 9 Acer Ramiinununt . 10. l'-i A.stcnocaipiutL . 13, l'l A. üUfijrilohuiii . 

Denksclirifleii d.k.Akad.d.W.malli.naluiw. Classe L.Bd.I.Ablh. 



r v.Kttiii&liauseTi: Fossile Klora von Saj!or. 




Lith-ugedridklcHof-u-Staat^druckeret. 



/ (etaslrii.-.- n.vi/phi/llas . Z C. Flutonis. .?, * r.sa^oriani/s r, F.lneodendroi) Fcrsei li K.ihuiciier. 7 y.i/.i/plius sarinensis. S R/iiix öbai-atw. 
;)n.LiiloiuaclO k saxionana.ltj'^ Bursaritt vudobojmia i:i Carya LvUaUciLsis.l'f Jiitjlans reclinerris.lSEniicIlumitiiiBrongniarlii . 11 
.flp.v siiqorianit .IS Rucali/pliis orcaiuni . 1!) AilanOix Orionix. ::0 raiya piac-oUi-ueformis iV, ;'S' f;rifll,rina 7'n,/pri i'3 Kentu-dia 
l'litiseolUcs. Z'l K orbU-alnri.-.-. ^5. 7tJ llli/rt/rltr/.n Blnndiunn,' ;'7 (assia Mi'mnonia :;,S Kohi/nn Oruidum.29 Acada sofxkiana . 

Denksrlirifteii d.k.Akad.d.VV. math.naturvv. ClasseL.Bd.l.Abtl\. 



57 



DIE 

GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG DER JURAFORMATION. 



M. NEDMAYR, 

CORRESPONDIRENDEM MITOUEDE DER KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCIIAITEN, 



(&\IU 2 3ia-cicn lUiS i Sa fei.) 



VORGEI-KfiT IN PRU SITZUNG AM 12. FEBRUAR 1885. 



I. Einleitung". 

Der Stratigraphie fällt zunächst die Feststellung der Reihenfolge zu, in welcher die Schichten mit ihren 
Thier- und Pflanzenresten nach einander auftreten, sie gibt die chronologische Scala für die Geschichte der 
Erde und ihrer Bewohner. Als eine zweite Aufgabe reiht sich daran das Problem, auf dieser Basis den Zustand 
unserer Planeten zu verschiedenen Zeiten zu reconstruiren, ein Problem, das der Geologe nie aus den Augen 
verlieren darf, dessen Lösung aber mit ganz aussergewöhnlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Nur für 
gewisse, besonders sorgfältig studirte Abschnitte der Erdgeschichte wird es möglich, wenigstens in den rohesten 
Umrissen, ein Bild von den klimatischen Verhältnissen, von der Vertheilung von Wasser und Land u. s. w. 
zu entwerfen. 

In einem früheren Aufsatze habe ich versucht, das Vorhandensein von klimatischen Zonen während der 
Jura- und älteren Kreidezeit über die ganze Erde nachzuweisen, * indem ich zeigte, dass gewisse marine Formen 
in einem Gürtel um den Äquator das Maximum ihrer Entwicklung erreichen, dass andere über die gemässigte 
Zone hinaus nicht oder nur sehr spärlich gegen die Pole sich verbreiten, während eine polare Fauna wenigstens 
in der nördlichen Hemisphäre mit voller Deutlichkeit nachgewiesen werden konnte. War es auch durchaus 
unmöglich, absolute Werthe für die damaligen Temperaturen zu erhalten, so konnten doch die relativen Unter- 
schiede festgestellt werden, und es scheint mir das in derThat der einzige Weg, auf dem überhaupt ein Resultat 
zu erzielen ist. Allerdings gibt es noch eine andere Methode, welche mehrfach angewendet wird, und welche 
nicht nur relative, sondern absolute Werthe geben soll. Dieselbe geht ausschliesslich von der Untersuchung der 
Landfauna- und Flora aus, sie vergleicht die geologisch alten Formen mit ihren jetzt lebenden Verwandten 
und nimmt an, dass jene unter denselben äusseren Bedingungen, namentlich unter denselben klimatischen 
Verhältnissen gelebt haben, wie diese. 

Es ist das in letzter Linie nichts Anderes als eine Übertragung des berühmten pfianzengeographischen 
Grundsatzes von Griesebach, nach welchem nuter gleichen äusseren Verhältuissen ähnliche Formen 



1 „Übur klimatiache Züueu wälu'eud iler ,Jui':i- luul Kreidüzeit." Diosi; Dciiksclirirteii. I8S.1. l!il. 47. 8.277 ff. 

Deiil^äcUrifttiU dur mathum.-uaiur^v. Ci. L. Ud. g 



58 M. N('ii.mai/r. 

auftreten; allein so grosses Verdienst sicli dieser Autor um die Pflanzengeograpliie erworben, und mit so 
grossem Aufwände von Geist und Gelehrsamkeit er gerade diese Auffassung vertreten hat, so haben doch die 
neueren Forschungen dieselbe nicht bestätigt, die Botaniker haben dieselbe, wenn ich richtig orientirt bin, 
ziemlich allgemein verlassen. 

Auch in der Geologie darf einer derartigen Richtung kein zu grosser Einfluss auf die Beurtheilung der 
Verhältnisse eingeräumt werden; man muss berücksichtigen, dass nahe verwandte Thiere und Pflanzen oft 
unter sehr verschiedenen äusseren Verhältnissen leben, und dass ein und derselbe Typus sich verschiedenen 
Bedingungen anpassen, sowohl in einem warmen als in einem kalten Klima existiren, ja seine Lebens- 
gewohnheiten und Bedürfnisse total ändern kann. Ich habe früher auf einzelne besonders auffallende Beispiele 
dieser Art hingewiesen, auf Rhinoceros und Elephanten im Eisboden Sibiriens, auf das Zusammenvorkommen 
von Riffkorallen und cyclostomen Bryozoen in den älteren Ablagerungen. ' 

Sobald die Anpassungsfähigkeit der Organismen an verschiedene Temperaturverliältuisse anerkannt ist, 
muss natürlich der Werth der Landbewohner für die Beurtheilung der Klimate in der Vorzeit auf ein geringeres 
Mass beschränkt werden. Bis zu einem gewissen Grade bleibt sie immerhin von Bedeutung, namentlich wenn 
es sich um geologisch sehr junge Vorkommnisse handelt. Wenn z. B. in diluvialen Ablagerungen zusammen 
Reste der Zwergbirke, des Halsbandlemmings, des Rennthiers, des Polarfuchses und anderer hochnordischer 
Säugethiere, endlich die Schalen von Landschnecken gefunden werden, die jetzt etwa in Lappland oder in den 
höchsten Theilen der Alpen leben, dann wird man hier mit Sicherheit auf ein kaltes Klima schliessen dürfen. 

Schon bei Beurtheilung der Tertiärformation müssen wir in dieser Richtung sehr vorsichtig sein, und es 
lässt sich wohl kaum die Überzeugung abweisen, dass die meisten Forscher, welche auf diesem Gebiete 
arbeiten, in ihren Schlüssen etwas zu positiv sind. Wenn man aus der Tertiär- und Oberkreideflora Grönlands 
schliesst, dass das dortige Klima damals wärmer war als heute, so ist das ohne Zweifel richtig, aber man geht 
zu weit, wenn man aus der Flora geradezu die mittlere Jahrestemperatur einer weit zurückliegenden Zeit für 
diesen oder jenen Ort berechnet. Es ist dabei ganz unberücksichtigt geblieben, dass nicht nur einzelne Formen 
sondern ganze Faunen und Floren sich acclimatisiren können. 

Auch muss es befremden, dass in manchen derartigen Werken nur die auf warmes Klima hinweisenden 
Formen hervorgehoben werden; daneben aber kommen in jenen alten Ablagerungen oft auch ausgezeichnete 
Vertreter der jetzt in gemässigten Breiten lebenden Typen vor. So hat z. B. Velenovsky kürzlich Epheu, 
Weide und Kirsche in der böhmischen Kreide nachgewiesen.^ 

Vor Allem ist dabei eine auffallende Erscheinung zu beachten, die sogenannte Polflüchtigkeit der Floren 
und Faunen des festen Landes; Buffon hat die Idee ausgesprochen, dass bei der allmäligen Erkaltung der 
Erde die Pole zuerst eine genügend niedrige Temperatur iur die Existenz von Organismen erlangen mussten, 
und daher das Leben an den Polen begonnen und sich von da aus verbreitet habe. Diese Ansicht ist namentlich 
für die Festlandsorganismen mehrfach hervorgehoben worden, und besonders in neuerer Zeit hat sich die Auf- 
fassung in der Form wesentlich befestigt, dass die grossen Landmassen im nördlichen Theile der Nord- 
hemisphäre die Geburtsstätte der meisten Typen der Binnenorganismen darstellen, welche sich von hier aus 
nach den verschiedenen nach Süden auslaufenden Continentalmassen verbreiteten. Solche Ansichten finden wir 
unter anderen bei G. Jaege r;* Wallace sucht das Vorkommen gemeinsamer Gattungen oder Familien auf den 
einzelneu durch weite Meeresflächen getrennten Festländern der südlichen Halbkugel stets in der Weise zu 
erklären, dass sie dorthin von einer gemeinsamen Heimat auf dem grossen, bald zusammenhängenden, bald in 
eine ameiikanische und in eine europäisch-asiatische Hälfte getheilten Nordcontinent gelangt seien." Mag auch 
diese Art der Erklärung nicht für alle Fälle ausreichen, so kann es doch in der That kaum als ein Zufall 



1 L. c. S. 279. 

2 Velenovsky. Die Flora der böhmischen Kreideformation. Beitrage zur ralaontologie Osterreich-Uug-arns. Bd. IL, 
Heft L, Bd. V., Heft I. 

ä G. Jäger, in Sachen Darwins. 1874. p. 204. 

^ Wallace, die geographische Verbreitung der Thiere; deutsche Ausgabe. 1876. 



Die geographische Verhreittauj der Juraformation. 



59 



betrachtet werden, dass die alten Vorfahren der anthropoiden Affen, der Lenuiren, der Tapire, der Centetiden 
u. s. w. in älteren Ablagerungen unserer Gegenden gefunden werden. E. Suess hat kürzlich darauf hin- 
gewiesen, dass in gewissen zoogeographischen Zonen der Jetztzeit, die von Südosten her aufeinander folgen, 
sich die Analoga jeuer Wiibelthierfauuen nachweisen lassen, welche nacheinander in Europa gelebt haben und 
im Laufe der Zeit immer weiter aus ihrem ursprünglichen Verbreitungscentrum fortwanderten und durch nach- 
rückende Faunen gedrängt wurden.' 

Es Wcäre durchaus unrichtig, diese stetige Bewegung einer immer fortschreitenden Temperaturerniedrigung 
von den Polen her zuzuschreiben; unter dieser Voraussetzung müssten gerade in den Tropenregionen die 
geologisch ältesten Typen angesiedelt sein, während diese thatsächlich in der südlich gemässigten Zone im 
südlichen Neuholland, Tasmanien und Neuseeland in grösster Zahl vertreten sind und die bedeutendste Eolle 
spielen. Überdies sehen wir ohne eine klimatische Änderung denselben Proccss sich unter unseren Augen fort- 
setzen; speciell die Pflanzen der nördlich gemässigten und subarktischen Region der alten Welt sind im aller- 
höchsten Grade befähigt sich über neue Gebiete zu verbreiten und sich solche zu erobern. Speciell für den 
skandinavischen Florentypus wird das von Hooker^ hervorgehoben und Wallace führt eine Reihe sehr 
bemerkenswerther Thatsachen hiefür an.' 

Wir sehen darin die Fortsetzung einer Erscheinung, welche für die Verbreitung der Landorganismen seit 
uralter Zeit, vielleicht seit der Steinkohlenforuiation massgebend war; während nordische Typen nach Süden vor- 
drangen und sich daselbst acclimatisirten, wurde ein Theil derselben in der ursprünglichen Heimat durch neue 
Typen verdrängt; sie werden sich der warmen Temperatur der neuen Verbreitungsbezirke im Laufe von 
Hunderttausenden oder Millionen von Jahren so vollständig angepasst haben, in den tropischen Regionen ver- 
weichlicht worden sein, dass sie in dem kalten Stammlande nicht mehr existiren könnten. Auf diese Weise 
werden, ohne dass grosse Veränderungen der klimatischen Verhältnisse auf der Erde dazu nöthig wären, boreale 
Typen sich in tropische umwandeln können; es geht aber daraus auch hervor, dass die Temperaturbestim- 
mungen nach dem Habitus alter Floren und Faunen auf einer unzuverlässigen Grundlage beruhen und daher 
vermuthlich ungenaue Resultate geben, die um so unrichtiger sind, je älter die in Rede stehenden Ab- 
lagerungen sind. 

Seit wann dieser Vorgang des steten Drängens nordischer Faunen und Floren nach Süden dauert, ist schwer 
mit Sicherheit zu entscheiden. Es ist eine bekannte Thatsache, dass nach der Mitte der paläozoischen Zeit in 
der Carbonformation die grosse Hauptmasse aller Kohlenflötze sich nördlich \ oni 30. Grad nördl. Br. befinden, 
wir haben also hier eine Concentration von Landmassen in der nördlichen Region, und so sehr deren ümriss 
und Ausdehnung sich geändert hat, so ist doch dieser Charakterzug seit jener Zeit nicht dauernd verschwunden, 
wenn derselbe auch während maucher Zeiträume, z. B. während der Ablagerung des oberen Jura, zurücktrat. 
Darauf gründet es sich, dass ich oben sagte, dass die Polflüchtigkeit des continentalen Lebens, oder richtiger 
dessen Ausstrahlen aus dem nördlichen Theil der arktischen Halbkugel vielleicht bis in die Steinkohlen- 
formation zurückgehe. Ob sich in der jetzigen Verbreitung der Organismen noch Spuren jener uralten Vorgänge 
direkt nachweisen lassen, ist wohl schwer zu sagen. Die grossen reich verzierten Aftcrspinneu, wie sie in den 
europäischen Kohlenbildungen vorkommen, sind jetzt vorwiegend charakteristisch für Südamerika; die 
Liphistiden, die einzig sicher nachgewiesenen Vertreter der Spinnen in der Kohlenformation, sind jetzt auf eine 
Art auf einer kleinen Insel der Sundagruppe reducirt;* weniger prägnant sind die Ergebnisse, zu welchen die 
Verbreitung der Insecten führen, da gerade die wichtigsten Carbontypen, Kakerlaken, Termiten u. s. w. auch 
in weit späterer Zeit noch in Europa verbreitet sind. So kommen wir hier zu keinem entscheidenden Resultate 



1 E. .Suess, über die vermeiutlicheu .säculareu Schwaukimg-en einzelner Theile der Erduberflächc. Verhandlungen der 
geologischen Reichsanstalt, 1880. p. 177. 

- Hoolser, Introductory essay on the Flora of Australia. p. 103. 

3 Wallace, Island Life. p. 479. 

* Karsch, über ein Spinneuthier aus der schlesischen Steinkohle u. s. w. Zeitschr. der deutschen geol. Gesellsch. 188-j. 
S. 558. 

8* 



60 M. Neuinayr. 

und finden erst in dem Vorkommen von Hatfeiia, einem friadisclien Reptiltypus, auf Neuseeland sichereren 
Boden. 

Diese Erwägungen verbieten es bei Untersuchungen über die klimatischen Verhältnisse älterer Forma- 
tionen, in unserem Falle des Jura, den nächstliegenden und scheinbar naturgemässesten Weg einzuschlagen 
und aus der Verbreitung der nächsten Verwandten damaliger Formen in der Jetztzeit die wichtigsten Fol- 
gerungen zu ziehen. In ähnlicher Weise verhält es sich, wenn wir die Methoden ins Auge fassen, nach welchen 
wir die Verbreitung von Meer und Festland in der damaligen Zeit verfolgen müssen; am einfachsten wäre es 
natürlich, auf der geologischen Karte die marinen Vorkommnisse aufzusuchen und die äussersten derselben mit 
einer Linie zu umziehen. Ein solches Vorgehen würde aber zu durchaus falschen Resultaten führen, da die 
ungeheure Wirkung der Denudation dabei ganz ausser Berücksichtigung bliebe, und wir müssen daher den 
Charakter der einzelnen Ablagerungen, die Verbreitung der organischen Formen sehr wesentlich berück- 
sichtigen, und die geologische Beschaffenheit der sedimentfreien Strecken genau prüfen, ob der Mangel an 
Meeresablagerungen ein ursprünglicher ist, oder ob früher vorhandene Jurabildungen an diesen Stellen zerstört 
worden sind. 

Beschäftigen wir uns zunächst mit der zuletzt genannten Frage, welche die meisten Schwierigkeiten 
bietet, so finden wir, dass eine Reihe von Merkmalen vorhanden ist, welche ein Urtheil gestatten, und zwar um 
so sicherer, wenn mehrere solche Charaktere zusammentreffen. Sehen wir ein aus vorjurassischen Gesteinen 
bestehendes Massiv, an dessen Rändern die Juraablagerungen horizontal in tieferem Niveau liegen, so ist 
damit der Schluss noch nicht unmittelbar gestattet, dass wir es mit einer Insel oder einem Festlandstheil der 
Jurazeit zu thun haben; eine Erklärung ist hier ebenso gut in der Weise möglich, dass man es mit den Folgen 
des Absinkens an einer Verwerfung zu thun habe. Auf dem stehen gebliebenen Theile, dem „Horste", sind in 
Folge der Höhenlage die oben liegenden jüngeren Bildungen zerstört, während sie auf der tieferen, abgesunkenen 
Scholle sich erhalten konnten. Wenn wir demnach aus dem Vorhandensein einer älteren Masse ohne Jura- 
ablagerungen schliessen sollen, dass dieselbe damals über Wasser war, so müssen andere Kriterien hinzu- 
treten. Solche sind das Auftreten von Strandbildungen, ferner von eingeschwemmten Landpflanzen in den 
anstossenden Jurabildungen, oder das Vorkommen der letzteren nicht in einer grösseren Masse aufeinander 
folgender Niveaus, sondern nur in einem vereinzelten Horizonte. Ferner werden wir denselben Schluss ziehen 
dürfen, wenn sich zu beiden Seiten der älteren Ablagerung Unterschiede in dem Sediment oder der Fauna der 
anstossenden Jurabildungen zeigen, grösser als sie sonst auf gleiche Entfernung zu erscheinen pflegen. Endlich 
wird ein hoher Grad von Wahrscheinlichkeit für eine solche Annahme vorhanden sein, wenn auf der alten 
Masse jüngere Schichten, speciell in unserem Falle solche der Kreidezeit, übergreifend auftreten, ohne dass 
an irgend einer Stelle zwischen diesen und den älteren Gesteinen Reste von Jura zu finden wären. 

Wo keines dieser Kriterien zutrifft, wird man zwar nicht mit Sicherheit, aber doch mit Wahrscheinlichkeit 
schliessen können, dass das Fehlen des Jura nur der Denudation zuzuschreiben sei; um mit Bestimmtheit ein 
solches Urtheil fällen zu können, müssen allerdings noch andere, positive Anhaltspunkte dazu kommen. 

Von besonderer Bedeutung ist es namentlich, die Grenzen der grossen Meeresbecken festzustellen. Wie wir 
aus dem Vergleiche zwischen mittelländischem und rothem Meere, zwischen atlantischem und stillem Occan 
wissen, treten in solchen Fällen unter Umständen ausserordentlich tiefgreifende Verschiedenheiten ein. Von 
sehr grossem Betrag sind dieselben jedoch nur, wenn die Trennung eine sehr lange dauernde war; ist dieselbe 
dagegen eine verhältnissmässig junge, so sind die Abweichungen weit weniger ausgeprägt, wie es das Auf- 
treten zahlreicher pacifischer Formen im karaibischen Meere zeigt. 

Beim Versuche, in ähnlicher Weise bei den Jurabildungen vorzugehen, bieten sich Schwierigkeiten 
für die Unterscheidunng derjenigen Abweichungen, welche durch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Becken 
bedingt sind, von jenen, welche der Faciesentwicklung oder klimatischen Differenzen zugeschrieben werden 
müssen. Die erste Klippe ist dadurch verhältnissmässig leicht zu vermeiden, dass man nur in gleicher Facies 
ausgebildete Sedimente zum Vergleiche heranzieht, soweit das überhaupt möglich ist, und in der Regel, allein 
nicht immer, kann n'an sich auf die Betrachtung der allverbreitelen Cephalopodenablagerungen beschränken. 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 6 1 

Schwieriger ist die Unterscheidung von jenen Merkmalen, welche mit den klimatischen Verhältnissen im 
Zusammenhange stehen. Die letzteren wurden in dem früher citirten Aufsatze schon geschildert, und wir 
brauchen daher nicht auf diesen Gegenstand zurückzukommen; für die Faunen versciiiedener Meereshecken 
bei gleichen Temperaturverhältnissen kann gelten, dass sie namentlich dadurch charakterisirt sind, dass nicht 
sowohl andere Gattungen als vielmehr verschiedene Formenreiheu ein und derselben Gattung auftreten, und 
vor Allem, dass im Verlaufe der Zeit eine fortwährende Steigerung der Unterschiede stattfindet, was bei 
klimatischen Ditferenzen nicht der Fall ist. 

In erster Linie habe ich mir die Aufgabe gestellt, eine Übersicht über die bisher bekannten Jura- 
vorkommnisse und die wesentlichsten Charaktere ihrer Faunenverwandtschaft zu geben, wobei naturgemäss 
die sehr bekannten Verhältnisse nur kurz erwähnt und das Hauptgewicht auf die Beziehungen der Ablagerungen 
aus weniger genau erforschten Gegenden gelegt wurde. Eine derartige Zusammenstellung ist seit 25 Jahren 
seit dem Erscheinen der Lettrcs sur les roches du Jura von Marcou nicht mehr versucht worden, und 
seit dieser Zeit ist das Beobachtungsmaterial ausserordentlich angewachsen, so dass das Bild ein wesentlich 
anderes geworden ist. Allerdings bat Marcou später wieder die bis 1874 bekannt gewordenen Angaben in 
seiner Erläuterung zur zweiten Auflage einer geologischen Karte der Erde mitgetheilt, doch konnte der Natur 
des Werkes nach kein zusammenhängendes Bild gegeben werden. * 

An die Übersicht der einzelnen Juradistricte knüpft sich eine Besprechung der Beziehungen, in welchen 
die marinen Ablagerungen zu den Binnenbildungen und zu älterem Gebirge stehen, und es führte dies zu dem 
Versuche, die Verhältnisse von Festland und Meer zur Jurazeit annähernd zu bestimmen, und wenigstens in 
den gröbsten Umrissen auf einer Karte graphisch darzustellen. Natürlich kann es sich dabei nur für die best- 
bekannten Theile von Europa darum handeln, etwas in Einzelheiten einzugehen, im Übrigen ist es nicht mög- 
lich mehr zu bestimmen, als z. B. dass zwei Meere, deren Lage durch wenige isolirte fossilfiihrende Localitäten 
angegeben ist, durch ein Festland getrennt gewesen seien. Welche Form und Grösse dieser Continent gehabt 
habe, lässt sich durchaus nicht feststellen, die Zeichnung auf der Karte soll nur die Anwesenheit überhaupt 
markiren, sie macht aber nicht den mindesten Anspruch auf irgend welche Genauigkeit. Trotzdem gelingt 
es, wenigstens die wichtigsten Hauptzüge der Landvertheilung vorzuführen. Vor Allem aber tritt eine That- 
sache mit überraschender Klarheit und in vollem Umfang zu Tage, nämlich der ausserordentliche Unterschied 
in der Verbreitung zwischen Lias und Malm und die riesige Ausdehnung, in welcher die mittleren und oberen 
Schichten des Jura über ältere Gesteine übergreifen und zwar vorwiegend in der nördlichen Hemisphäre. Es 
bildet das einen merkwürdigen Contrast gegen die Gleiclnnässigkeit, welche sich in der Vertheilung der 
klimatischen Zonen während Jura- und Kreidezeit geltend macht. 

Der Plan zu der vorliegenden Arbeit ist seit langer Zeit gefasst und Material zu derselben gesammelt 
worden; trotzdem trat dem Abschlüsse derselben eine unüberwindliche Schwierigkeit entgegen in den 
herrsehenden Ansichten über die Bedeutung der alten Massen, deren Auffassung als Inseln zu einer Ver- 
theilung von Land und Wasser in Europa führten, wie sie mit der BeschaiTenheit der Jnragesteine und ihrer 
Fossilreste in unlösbarem Widerspruch stand: die älteren reconstruirten Karten zeigen kleine Binnenmeere, in 
welchen man als Sediment vorwiegend Sandsteine oder an Muscheln und Schnecken reicheThoue hätte erwarten 
sollen, während in derThat pelagischeThiere in der grossen Mehrzahl der Ablagerungen dominiren, und stellen- 
weise dicht an den Rändern der angeblichen Festländer gelegene Bildungen den Charakter von Sedimenten 
aus küstenferner, hoher See tragen. Diese Schwierigkeit ist jetzt durch das Erscheinen des ersten Bandes des 
Werkes von E. Suess, „das Antlitz der Erde" gehoben, der die archaischen Massen als stehengebliebene 
Pfeiler anffasst, um welche herum alles Land in die Tiefe gesunken ist, und von welchen die jüngeren Sedi- 
mente durch Denudation entfernt sind. Es kam nun für die mitteleuropäische Area darauf an, diese allgemeine 
Autfassung auf den speciellen Fall anzuwenden, die einzelnen „Horste" auf ihr Verhalten zu den Jurasehichten 
zu prüfen, und daran konnten dann die übrigen Beobachtungen und Folgerungen angeknüpft werden. 



Marcou, Explicatiou (l'nnc secondc Edition de la carte geologique de la terro. Zürich 1875. 



62 M. Neumayr. 

Bei der Ausarbeitung wurde ich von einer Reihe von Fachgenossen in freundlichster und erfolgreichster 
Weise unterstützt, theils durch Mittheilung von Thatsachen, theils durch Unterstützung bei der Aufsuchung 
der nicht immer leicht zu erreichenden Literatur, theils durch Überlassung vrerthvollen Versteiuerungsmaterials 
aus wenig erforschten Gegenden. Ich erlaube mir für diese werthvolle Hülfe den folgenden Herren meinen 
wärmsten Dank auszusprechen: l)en Herren Geheimrath E. Beyrich in Berlin, Professor Dames in Berlin, 
Dr. H. Dohrn in Stettin, Professor E. Kayser in Berlin, Dr. W. Kobelt in Schwanheim, Dr. 0. Lenz in 
Wien, Professor B. Lundgren in Lxind, Professor Muschketoff in Petersburg, Magister Pawlow in Moskau 
Dr. Pohlig in Bonn, Ingenieur Eomanovsky in Petersburg, Professor Sollas in Dublin, Professor Sness, 
Dr. Tietze und Professor Toula in Wien, Professor Waagen in Prag. 

II. Der süddeutsche Jura und seine Ausläufer. 

Wir beginnen unsere Betrachtung mit den am längsten bekannten Vorkommnissen der mittel- 
europäischen Provinz. Die grössten zusammenhängenden Massen unserer Ablagerungen sind hier der 
Jurazug, der von Franken durch Schwaben, die Schweiz nach Frankreich verläuft; hier erlangen die jurassi- 
schen Bildungen südlich vom Centralplateau eine sehr grosse Verbreitung, sie schlingen sich in breiter Ent- 
wicklung um dieses herum, und bilden einen fortlaufenden Kranz um das Pariser Becken, unter dessen jüngeren 
Bildungen sie verborgen aber sicher vorhanden sind. Durch den Canal unterbrochen treten sie dann in England 
wieder auf und sind hier theils unbedeckt, theils von Kreide- und Tertiärbildungen verhüllt im ganzen Süd- 
westen des Landes von Lyme Regis bis zur Mündung des Tees vorhanden. Endlich ist noch das Gebiet des 
nordwestlichen Deutschland zu nennen, dessen unzusammenhängende Scliollen allerdings kein so grosses 
Areal an der Oberfläche einnehmen, als es der Jura in anderen Gegenden occupirt, die aber trotzdem von 
grösster Bedeutung sind.' 

In den hier besprochenen Gegenden ist der Jura im Allgemeinen vollständig entwickelt ; nur die alier- 
obersten Schichten desselben fehlen oder zeigen brakischen Charakter, während untergeordnete Süsswasser- 
bildungen im mittleren Tlieile local an gewissen Punkten von England und Frankreich vorkommen. 

Es wird unsere nächste Aufgabe sein, die Verhältnisse der mitteleuropäischen Hauptbecken zu bestimmen, 
doch müssen wir uns zu diesem Zwecke zuerst mit dem Vorkommen einiger isolirter Juraschollen beschäftigen. 
Es gehört hierher in erster Linie der Jura zwischen Regensburg und Pas sau, dann seine Fortsetzung 
in Mähren in der Umgebung von Brunn, und weiterhin in Polen. 

Während bei Regensburg der Lias noch vorhanden ist, fehlt er weiter im Osten gegen Passau, das 
älteste Glied, welches hier auftritt, ist der in Franken so entwickelte Eisensandstein, welcher in die Unterregion 
des mittleren Jura gehört und die beiden Zonen des Harpoceras Murchisonae und das Harpoceras Sowerhyi 
repräsentirt; ob derselbe hier bei Passau beide Horizonte darstellt oder nur den jüngeren derselben, muss 
unentschieden bleiben. Die höheren Schichten des mittleren Jura sind schwach entwickelt, dagegen finden wir 
die Unter- und Mittelregion des oberen Jura sehr schön vertreten, jedoch in einer Ausbildung, welche von jener 
Frankens in manchen wichtigen Punkten abweicht, und sich an die Vorkommnisse von Brunn und Krakau 
anschliesst.^ Die ausserordentliche Entwicklung der Zone des Peltoceras bimammatum, sowie eine Anzahl von 
Fossilien, die diesen östlichen Localitäten gemeinsam sind, sonst aber fehlen oder nur selten vorkommen, 
bilden das gemeinsame Band. 

Wir treffen hier zum ersten Male auf einen der Fälle, in welchen der Lias fehlt und höhere Schichten sich 
übergreifend auf altes Gebirge, hier auf die Gesteine des Randes der böhmischen Masse legen. Ein ähnüches 



1 Vergl. die Übersichtskarten inOppel, Jurartirm.ation iu Eiigland, Frankreich und im südwestliclien Deutschland, und 
in Seebach, „der hannoverische Jura". 

2 Gümbel, Geognostische Beschreibung des Königreiches Baiern; Bd. 11., das baierisch- böhmische Grenzgebirge, 
p. 695. — L. v. Amniün, die Juraablageruugen zwischen Kegensburg und l'assau. • — V. Uhlig, die Jurabildungen in der 
Umgebung von Brunn ; Beiträge zur l'aläontologie Österreicli-Üngarns. Bd. I. 



Die geofimpliisclic VrrhreifniKj der Jurdformdltoii. 63 

Verhältuiss findeu wir in der Umg'ebuug vou Brünu, bei Olomutschan iiud ;iu den beuacliburteu l'unkteu, au wel- 
chen nahe der Grenze der böhmischen Masse, doch schon der sudetischen Entwickhuig angehörig, der Jura 
ungleichmässig auf Syenit und devonischem Kalke liegt. Das älteste Glied sind Kalke mit ziemlich undeutlichen 
Fossilien, die sich einerseits den sogenannten Zeit larner Kalken bei Passau, anderseits den Oolithen von 
Bai in und anderen Punkten bei Krakau innig auschliessen und vermuthlich gleich den letzteren den oberen 
Theil der Bath- und der Kellowaystufe repräsentiren. Darüber folgen mächtiger entwickelte Kalke der Oxford- 
stufe, Schichten mit Cardioceras cordatum, dann solche mit Peltoceras transversarium, endlich eine Corallien- 
Entwicklung vom Alter der Zone der Peltoceras bimammatum. ' 

Waren die Vorkommnisse bei Passau und Olomutschan sehr kleine Denudationsreste einer ursprünglich 
sehr weit ausgedehnten Ablagerung, so treten uns viel ansehnlichere Complexe derselben in den zusammen- 
gehörigen Vorkommnissen in Oberschlesien, in der Gegend von Krakau und von Czenstochau in 
Russisch-Polen entgegen.^ Über Grundgebirge von verschiedenem Alter treten hier zuerst mitteljurassische 
Bildungen auf, unter denen das älteste bisher sicher nachgewiesene Glied ein Saudstein mit Inoceramus 
■pohjplocus ist, vom Alter der Zone des Harpoceras Sowerhiji und vergleichbar dem aus der Gegend von Passau 
erwähnten Eisensandstein. Dann folgen Schichten mit Parlhiso)iia ferruginea, mit Park. Parkinson/, dann die 
wegen ihres ausserordentlichen Fossilreichthums berühmten Oolithe mit einer dem oberen Theile der Bathstufe 
und dem Kelloway entsprechenden Fauna. Zu oberst folgen überaus fossilreiche Kalke der Oxfordstufe in der- 
selben Weise wie bei Olomutschan gegliedert. 

Es entsteht die Frage, ob sich in späteren Abschnitten der Jnrazeit das Meer nicht hierher erstreckt habe, 
ohne aber Sedimente zurückzulassen. Es ist wahrscheinlich, dass Kimmeridgebildungen vorhanden waren, die 
aber vermuthlich als leichter zerstörbar vollständig denudirt wurden, während erst der harte, oft kieslige 
Oxfordkalk eine feste den Einflüssen widerstehende Decke darstellt. Es ist namentlich das vonZeuschner 
und F. Römer erwähnte Vorkommen von Schichten mit Exoyyra virgula im Gebirge vou Kielce'' weiter im 
Osten, welches das frühere Vorhandensein jüngerer Schichten im Westen anzeigt. 

So sehen wir zahlreiche Reste einer den südlichen und südöstlicheu Theil der böhmischen Masse um- 
ziehenden Jurapartie, in welchen der Lias stets fehlt; in derselben Weise finden wir im Nordosten dieser Masse 
isolirte Reste oberjurassischer Ablagerungen, welche von Meissen nach Zittau und vou da nach Böhmen 
dem Fusse des Riesen- und Isergebirges entlaug fortstreicheu.* Es sind das die seit langer Zeit durch ihre 
merkwürdigen Lagerungsverhältnisse berühmten Jurapartien von Hohenstein, Weinböhla und anderen 
Orten in Sachsen, die schon vor langer Zeit die Aufmerksamkeit von A. v. Humboldt, L. v. Buch, C. v. 
Leouhardt, Elie de Beaumont und ihrer Zeitgenossen erregt haben; weiterhin gehören die Vorkommnisse 
von Steruberg, Khaa und anderen Orten iu Böhmen hierher. Es kommen hier nur unbedeutende Erosiousreste 
vor, die grosse Hauptmasse der sehr weit ausgedehnten Ablagerung ist zerstört und nur isolirte kleine Schollen 
haben sich in Folge ihrer eigenthümlicheu Lagerung erhalten; die Juragesteine ruhen auf oberer Kreide auf 
und werden von Granit bedeckt, und nur unter dem Schutze des letzteren haben sie sich stellenweise der 
Denudation entzogen. 



1 Uhli^, 1. c. — Suess, das Antlitz der Erde. Vol. I. p. -274 if. 

- Hohenegger - Fallaux, geognostisclie Karte des ehemaligen Gebietes von Krakau. Diese Denkschriften 1867. 
Bd. 24. — Römer, Geologie von Oberschlesien. — Oppel-Waageu, die Zone der Ainmonites transversarins. Beuecke, 
geoguostisch-paläontologische Beiträge, Bd. I. — Neumayr, C'ephalopodentauna der Oolithe von Baiin. Abliandl. der geol. 
Reichsaustalt. Bd. V. — Vergl. ferner Arbeiten von Zeuschner, Reuss, Laube, Alth u. s. w. 

^ Zeuschner, die Gruppen und Abtheilungen des polnischen Jura; Zeitschrift der deutscheu geologischen Gesellsch. 
1869. p. 791. — F. Römer, Geolojjie von Oberschlesien, p. 273. 

^ Cotta, Geogn. Beschreibung des Königreiches Sachsen, Heft 5. Geolog. Wanderungen Heft. 2. — Ewald, Zeitschr. 
der deutschen geolog. Geseüschaft Bd. XI. 1858. p. 8. — Lenz, das Auftreten jurassischer Gesteine in Böhmen, Zeitschrift 
für die gesamnite Naturw. 1870. (Mai Heft). — v. Dcchen, über grosse Disloeationeu; Natm-w. Verein f. d. Rheinlande. 
1881. Sitzungsb. S. 9. — Bruder, zur Kenntnis der Juraablagerungen von Sternberg bei Zeidler iu Böhmen. Sitzungsber. 
der Wiener Akademie. Bd. 83. Abth. 3. 1881. — Dames, Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellschaft. Bd. 26. S. 210. — 
Suess, das Antlitz der Erde, Bd. L S. 276. — Bruder, Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellschaft, Bd. 36, S. 413. 



64 M. Neumaijr. 

Die ältesten Scliicliten, welche liier auftreten, sind schwarze Thone, die vermuthlich dem unteren Oxford, 
den Perarmatenschichten, vielleicht einem wenig höheren oder tieferen Niveau entsprechen; darüber folgen 
Kalke mit Formen aus den beiden Zonen des Pdtoceras bimammaUim und der Oppelia fenuilobata. Der Charakter 
dieser Ablagerungen mahnt in erster Linie an die süddeutschen Vorkommnisse, die nächsten Beziehungen sind 
znm Frankeujura vorhanden; daneben tritt aber in Pdtoceras Geinitzi Brud. eine Form auf, die sich an Typen 
von der Ostseite der böhmischen Masse, von Olomutschan, ansehUesst, während Gryphaea düatata und einige 
Seeigel an norddeutsche Vorkommnisse erinnern. 

Wir haben hier eine überaus wichtige Erscheinung vor uns ; die sächsisch-böhmische Jurazone hängt 
nirgends mit dem süddeutschen Jura zusammen, und trotzdem zeigt sie mit ihm die allernächste Verwandtschaft; 
At^pidoceras acanthicum, loncjispinmn, Perisphindes polygi/ratiis, inconditus, involuhis, OJcostephanus stephanokhs 
sind lauter Arten, die noch nie in Norddeutschland oder im oberschlesisch-polnischen Jura gefunden sind, die 
abgesehen von dem sächsisch-böhmischen Zuge nur südlich von dem vorspringenden Sporne des ThUriuger- 
waldes auftreten. 

Wir werden auf diesen Gegenstand später wieder zurückkommen ; wir beschäftigen uns hier zunächst mit 
den Daten, die sich aus den bisher besprochenen Thatsachen ergeben. Aus den vielfachen Beziehungen 
zwischen all' den Ablagerungen, die sich von Eegeusburg über Passau nach Mähren und von da nach Krakau, 
Oberschlesien und in die Gegend von Czeustochau erstrecken, kann mit Sicherheit geschlossen werden, dass 
die böhmische Masse nach Südwesten, Süden und Osten von einem zusammenhängenden Meere mit sehr gleich- 
massiger Fauna umgeben war; wenigstens wissen wir das für die obere Hälfte des mittleren und die untere 
Hälfte des oberen Jura mit Bestimmtheit, während speciell für den Lias nähere Daten fehlen. 

Wir können hier nocli um einen Schritt weiter gehen ; au dem südlichsten Theile der böhmischen Masse 
zwisclien Linz und St. Polten treten die Gebilde der alpinen Provinz, in welchen der Jura durchaus abweichend 
entwickelt ist, sehr nahe an die böhmische Masse heran, so dass zwischen beiden für einen Meeresstrich, der 
die Passauer mit der Brünner Entwicklung hätte verbinden können, kein Raum bleibt. War hiefür kein Platz 
neben der böhmischen Masse, so musste die Verbindung über diese gehen, es musste ein breites Stück ihrer 
Südliälfte vom Meere bedeckt gewesen sein, wie das schon melirfach angenommen worden ist. 

Man könnte auf die Vermuthung kommen, dass ganz Böhmen zur Jurazeit unter Wasser war, und dass die 
damals gebildeten Ablagerungen wieder zerstört wurden; es scheint mir das aus zweierlei Gründen wenig 
wahrscheinlich; in erster Linie spricht dagegen der Umstand, dass nirgend im Innern des Landes auf der lang 
gestreckten Linie von der mährischen Grenze bis Saaz der Jura im Liegenden der übergreifenden Kreide auf- 
tritt. Ausserdem aber spricht noch ein zweiter Grund dafür, dass ein Theil der böhmischen Masse damals festes 
Land war und Sediment von da nach Süden ins Meer gelangte; gerade südlich von derselben sind sowohl 
Trias- als Juraablagerungen in den Alpen reich an Saudsteinen und Schieferthonen (Lunzer Sandstein, 
Grestener Schichten), auch Landpflanzen finden sich reichlich, und wir können als deren Heimat nur jenes 
nördliche Festland betrachten. 

Dass von Oberschlesien aus ein zusammenhängendes Meer längs dem Fusse der Sudeten sich erstreckte, 
dürfte wohl von keiner Seite in Zweifel gezogen werden, und dieses vermittelte die Verbindung mit dem 
sächsischen Jura, von dem aus das Meer nach Südosten, nach Böhmen an den Fuss des Riesen- und Iser- 
gebirges vordrang. 

Welche Rolle dabei den Sudeten zukam, wird später noch besprochen werden, hier sei nur darauf hin- 
gewiesen, dass die an deren Fusse befindlichen Ablagerungen des oberen Jura grösstentheils keine Spur vou 
mechanischen Sedimenten, überhaupt keine Andeutung von Küstennähe zeigen, es sind meist Kalke mit durch- 
aus pelagischer, an Cephalopoden und Kieselschwämmen reicher Fauna. 

Ehe wir mit der Betrachtung der weiter im Westen gelegenen Theile des mitteleuropäischen Jura beginnen, 
müssen wir noch dessen Verbreitung nach Osten erwähneu. An den Krakauer Jura, der mit Schichten des 
Doggers auf älterem Gebirge übergreifend auftritt, schliessen sich isoiirte Vorkommnisse von oberem Jura an, 
über die nur wenig bekannt ist; abgesehen von der Umgebung von Czenstoebau finden sich solche an einigen 



Die (jmyraphische Verbreitung der Juraformafioii. 65 

Ptinkteu in Grosspolen vor, die namentlich an der Pilicza und au der Lyssa Hora bei Kielce in grösserem 
Umfange auftreten; aus dem letzteren Gebirge werden Diceraskalke citirt (vergl. oben). 

Von grosser Bedeutung sind die Kalke der oberen Kimmevidgestufe von Nizniow im Dniesterthale in 
Ostgalizien, deren Fauna durch A. v. Alth monographisch bearbeitet worden ist.' Diese Ablagerungen niheu 
auf devonischen Schichten auf und bilden Erosiousreste einer wahrscheinlich wenigstens in einzelnen Schollen 
unter den jüngeren Gebilden der galizischen Ebene weit verbreiteten Decke. Die vorwiegend aus Muscheln und 
Schnecken bestehende Fauna zeigt die meiste Verwandtschaft mit den nurdwestdeutschen Vorkommnissen, 
nächstdem mit jenen Frankreichs und der westlichen Schweiz, und wir erhalten damit einen neuen Beweis für 
das Vorhandensein einer weit geöffneten Verbindung mit dem norddeutschen Meere. 

Nach einer sehr grossen Unterbrechung finden wir weitere Spuren von Juraablagerungen des mittel- 
europäischen Typus weit im Osten in Südrussland, an den Ufern des Donetz, bei Isjum; auch hier entblösst 
der tief in die Ebene eingeschnittene Fluss weisse Kalke des oberen Jura, welche höchst merkwürdiger Weise 
denjenigen von Nizniow in Galizien in Fauna und Faciesentwicklung nahe stehen und gleich ihnen mit den 
Kimmeridgebilduugen der Umgebung von Hannover ausgesprochene Verwandtschaft zeigen. ^ Dieser Umstand 
wird um so auffallender, als es sich hier nicht etwa um eine aus Tiefseethieren und pelagischen Schwimmern 
bestehende „universelle" Fauna handelt, sondern alle Anzeichen für das Vorhandensein einer Ablagerung aus 
seichtem Wasser vorliegen. Wir sind dadurch berechtigt, anzunehmen, dass nördlich von den Gewässern der 
alpinen Provinz ein breiter Strich Meer von Podolien her sich bis in die Donetzgegend erstreckte, dessen Nord- 
rand wir bei Besprechung der Grenzen gegen die russische Provinz näher ins Auge fassen werden. 

Endlich ist noch hervorzuheben, dass der Jura am Nordrande des Kaukasus den mitteleuropäischen 
Typus trägt, während derselbe im Innern des Gebirges alpin entwickelt ist; der Jura der Krim ist rein alpin 
und beide müssen mit den Juragewässern im Westen in offener Verbindung gestanden haben. 

Kehren wir zu den Verhältnissen am Rande der böhmischen Masse zurück, so tritt eine schwierige Frage 
an uns heran, wenn wir die Verbreitung des Meeres von Sachsen aus verfolgen wollen. Der sächsisch-böh- 
mische Jura zeigt in klarster Weise den Typus der süddeutschen, der fränkisch-schwäbischen Entwicklung, aller- 
dings mit deutlichen Anklängen an die norddeutschen, wie au die ostsudetischen Verhältnisse. Diese letzteren 
sind aber doch nur in untergeordnetem Maasse vorhanden, der Hauptsache nach haben wir ein Stück Franken- 
jura vor uns, und wenn Überhaupt aus dem Faunencharakter Schlüsse auf die geographischen Verhältnisse der 
Vorzeit möglich sind, so ist die Folgerung unab weislieh, dass hier eine directe Meeresverbiudung vorhanden war. 

Betrachten wir nun den Bau der zwischenliegenden Gegend, so bietet zunächst eine Ausbreitung des 
Meeres am Nordrande des Erzgebirges keine Schwierigkeit; dann aber treffen wir auf die mitteldeutsche Trias- 
landschaft und auf den mächtigen nach Nordwesten gerichteten Gebirgszug des Frankenwaldes und des 
Thüringerwaldes. Wir können uns nicht verhehlen, dass wir entweder jede Möglichkeit der Erklärung der 
Verbreitungsverhältnisse der fossilen Faunen aufgeben, oder in streng logischer Consequenz schliessen müssen, 
dass die Sedimente des schwäbisch-fränkischen Jurazuges sich als zusammenhängende Decke über das ganze 
Süd- und mitteldeutsche Triasland fortsetzten, ja selbst den Thüringerwald ganz oder zum grössten Theile 
verhüllten. Wir müssen dann einen Betrag von Denudation annehmen, der stellenweise kaum geringer als 
2000 Meter angeschlagen werden kann, aber für den grössten Theil der Strecke allerdings weit hinter diesem 
Maximum zurückbleibt. 

Glücklicher Weise hat sich in neuerer Zeit bei den Geologen eine richtige Anschauung von der uner- 
messlichen Kraft und Wirkung der Denudation Geltung verschafft, und man hat sich mehr und mehr davon 
überzeugt, welch' grossen Fehler man durch Unterschätzung dieses gewaltigen Factors begeht. Es darf gerade 
für den vorliegenden Fall als ein specielles Verdienst der Arbeiten der preussischen geologischen Landesanstalt 



1 A. v. Alth, die Verateinerungen des Nizniower Kalksteines. Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns. 1882. 
Ud. 1. S. 183—354. 

- Trautschold, über den Jura von Isjum. 15ulletins de la societti de naturalistes de Moscou. 187S. Vol. II. 

Denkschriften der mathem.-niturw. Gl. L. Bd. 9 



66 M. Neumayr. 

betrachtet werden, dass sie hier einen richtigen Weg eingeschlagen und die Grösse solcher Erscheinungen 
gewürdigt hat. Jedenfalls beträgt die Masse der Abtragung, die wir hier voraussetzen müssen, noch bei weitem 
nicht so viel, als z. B. in dem grossen Caüondistrikte Nordamerikas nach Button,' und die Möglichkeit eines 
solchen Vorganges wird sicher nicht in Abrede gestellt werden können; eine eingehendere Besprechung der 
Verhältnisse wird ergeben, dass wir denselben als einen in hohem Grade wahrscheinlichen bezeichnen dürfen. 
Wir müssen das süddeutsche Stufenlaud^ zum Ausgangspunkte unserer Betrachtung nehmen; 
der weite Eaum zwischen dem Schwarzwakl, dem Rheiuthale und dem Odenwald im Westen, der böhmischen 
Masse im Osten, der schuttbedeckten Donauhochebene im Süden und dem mitteldeutschen Gebirgszuge im 
Norden wird von fast vollständig horizontal gelagerten Schichten der Trias und des Jura eingenommen, welche 
nur eine ganz leichte, im Durchschnitte gegen Südost gerichtete Neigung besitzen. Geht mau innerhalb dieses 
Gebietes von der nordwestlichen Grenze her nach Süden oder Südosten, so durchschneidet man der Reihe 
nach alle Horizonte vom ältesten bis zum jüngsten. Geht man z. B. vom Neckarthaie bei Heidelberg aus, wo der 
Fluss bis auf die granitische Unterlage einschneidet, so findet man, abgesehen von den schwachen Spuren des 
Rothliegenden, zunächst die mächtigen Massen des Buntsaudsteines und überschreitet dann der Reihe nach 
Muschelkalk, Keuper, Lias, mittleren Jura, und erreicht endlich den durch die untere Abtheilung des oberen 
Jura gebildeten Steilraud der schwäbischen Alp. Ist dieser erstiegen, so befindet man sich auf einer rauhen 
Hoclifläche, auf welcher in der Regel die höhereu Glieder des oberen Jura eine weitere Terrasse bilden. 

Da alle Schichten gleichmässig ganz leicht nach derselben Richtung geneigt sind, in welcher dieser Weg 
verläuft, so liegt natürlich der Rand dieser Terrasse nicht um so viel höher, als die Mächtigkeit der verquerten 
Schichten beträgt, sondern die Unterschiede sind viel geringer; der Buntsandstein liegt auf dem Königsstuhl 
bei Heidelberg in 1752' Meereshöhe, der vordere Steilraud der schwäbischen Alp misst etwa 2200', aber die 
Liasfläche an seinem Fusse ist nur etwa 1100' über dem Meere, also viel niedriger als der mittlere 
Buntsandstein auf dem Königsstuhl. Im Allgemeinen steigen die einzelnen Schichten je nach ihrer Verwitter- 
barkeit und Dicke in grösseren oder kleineren Stufen oder in flach geböschten Geläuden über einander auf, 
wobei die leichte Neigung der Bänke die durch die Überlagerung hervorgebrachten Höhenunterschiede wieder 
ausgleicht, so dass das Niveau, bis zu welchem jeder einzelne Horizont ansteigt, lediglich von seiner 
Widerstandskraft gegen die Denudation abhängt. Die festen Massen des Buntsandsteines und des oberen 
Jura, und nächst iiinen der Muschelkalk bilden bedeutende Höhen, während die leichter zerstörbaren Gesteine 
des Keupers, des Lias und des braunen Jura flachere Formen zeigen und ein Hügelland bilden; innerhalb 
dieses letzteren bedingen dann wieder die festeren Sandsteinbäuke des Keupers, namentlich der Stuben- 
sandstein, ferner die Arietenkalke des unteren Lias, die Posidonomyenschiefer des oberen Lias, und in 
Württemberg die blauen Kalke mit Stephanoceras Sauzei im mittleren Jura deutliche Terrainstufen. Bei normalem 
Auftreten, wo keine localen Brüche die Verhältnisse stören, streicht jede einzelne Schicht frei nach Norden, 
respective Westen in die Luft aus, sie könnten sich, ohne auf ein Hiuderniss zu stossen, unbegrenzt weiter 
ausdehnen, und wenn wir alle einzelnen Schichten, wo sie durch Erosion abgeschnitten sind, gleichmässig fort- 
gesetzt denken, so würden sie sich ganz regelmässig auf den Buntsandstein des Odeuwaldes legen und über 
diesem eine Decke von mehreren Tausend Fuss Mächtigkeit bilden. 

Es entsteht nun zunächst die Frage, wie die heutigen Reliefverhältnisse des süddeutschen Stufenlandes 
entstanden sind, und ob eine Ausdehnung der Jurasedimeute über das schwäbisch-fränkische Unterland und 
bis auf die Höhen des Odenwaldes und des Spessart angenommen werden darf. 

Wir wenden uns zu der autfalleudsteu und grössten aller dieser Stufen, zu dem vom unteren weissen Jura 
gebildeten Steilrande der schwäbisch-fränkischen Alp, dessen merkwürdige Gestalt schon so mannigfache 
Vermuthungen hervorgerufen hat. Man hat an Korallriffe gedacht, deren Steilabsturz hier stehen sollte, aber es 
genügt, ein beliebiges Profil zu begehen, die wohlgeschichteten Kalke und die vielfach dazwischen liegenden 



1 Button, tertiary histoiy ofthe great Canon. Mouographs of the United States geologisch Siirvey. Vol. II. 1882. 

2 Für den schvväbiaoh-fränkischeu Jura vergl. die bekannten Werke vouOppel, Queustedt und Waagen. 



Die geographische Verbreitung der Juraformai ion. 67 

Mergel zu betrachten, um die Unrichtigkeit einer solchen Auffassung zu erkennen. Ebensowenig hat man es 
mit einer durch tektonische Verhältnisse bedingten Grenze zu thun, denn die tieferen Schichten streichen 
durchaus ungestört unter die hellen Kalke. Es ist also der Absturz durch Erosion hervorgebracht, und es kann 
sich nur um die Frage handeln, ob das Meer oder fliessende Wässer und Atmosphärilien gewirkt haben. Die 
erstere Annahme muss unbedingt abgelehnt werden, da nach Schluss des Jura das Meer nicht mehr hierher 
vordrang, und es kann sich daher nur um sogenannte subaerische Denudation handeln. 

Es fragt sich nun, wie es kömmt, dass gerade solche Formen durch Abwitterung entstanden, wie es zu 
erklären ist, dass auf einer etwa 50 Meilen langen Linie überall eine in ungefähr gleicher Höhe absehneidende 
Kalkmasse sich erhebt, und ob diese Erscheinung mit der Annahme subaeiischer Denudation vereinbar ist. 

Die Steilheit der Stufe erklärt sich sehr einfach aus der Beschaffenheit der Gesteine, aus dem Auftreten 
sehr mächtiger, widerstandskräftiger Kalkmassen über den sehr leicht zerstörbaren Thonen und Oolithen des 
oberen Doggers. Es bleibt also nur die Frage nach der Ursache der gleichmässigenHöhe des Steilrandes, welche 
nicht von der Mächtigkeit der oberjurassischen Kalke gegeben ist, denn nur die untere Hälfte derselben tritt 
hier auf, die höheren Horizonte bilden eine zweite weiter rückwärts liegende Stufe. Wir haben es hier mit der 
Wirkung eines allgemeinen, aber noch nicht genügend gewürdigten Gesetzes zu thun, nach welchem die Wir- 
kung der Erosion mit der Höhenlage zunimmt. Diese Erscheinung, auf welche ich schon bei einer früheren 
Gelegenheit kurz aufmerksam gemacht habe,' wird einerseits bedingt durch den intensiveren Temperaturwechsel 
und grössere Niederschlagsmengen auf exponirten Höhenpunkten, anderseits durch das Bestreben der flies- 
senden Wässer, einen in normaler Curve verlaufenden Thalweg herzustellen. 

Diese Factoren wirken zusammen, um mit steigender Höhe nicht nur in einfach arithmetischer, sondern 
in geometrischer Progression eine Zunahme der Erosionswirkung hervorzurufen, welche Alles auf ein 
normales, mit der Entfernung vom Meere gleichmässig ansteigendes Niveau zurückzuführen sucht. Was 
bedeutend darüber hervorragt, verfällt rascher Zerstörung. Allerdings sind es nicht etwa Höhenunterschiede 
allein, durch welche die Intensität der Erosion bedingt wird, sondern selbstverständlich ist die Beschaffenheit 
der Felsarten selbst auch von wesentlichstem Einfliiss; in derselben Höhenlage, in welcher ein plastischer 
Thon, ein bröckliger Sandstein oder Schiefer rascher Vernichtung anheim fällt, wird harter Kalk oder Quarzit 
noch sehr wenig angegriffen werden. Es wird sich für jedes Gestein in jedem einzelnen Falle ein bestimmtes 
Normalniveau herausstellen, in welchem die Zunahme der erosiven Kräfte mit der Höhe die Widerstandskraft 
der betreffenden Felsart leicht überwältigt ; bis zu diesem Niveau wird dieselbe überall vorkommen und nur 
langsam erodirt werden, über der betreffenden Linie aber allgemein zerstört sein. 

Die Anwendung dieser Gesetze gibt in einfacher Weise die Erklärung für die Entstehung eines Terrains, 
wie es das süddeutsche Stufenland darstellt; man sieht nun leicht ein, wie es kommt, dass jeder bestimmte 
Horizont überall in annähernd demselben Niveau auftritt, und es ist klar, dass alle höheren Schichten durch 
Denudation verschwinden mussten, auch wenn über dem Buntsandstein des Odenwaldes und Spessart noch 
Muschelkalk Kenper und der ganze Jura lag. Man muss sich nur daran erinnern, dass diese Gegenden seit Ende 
der Jurazeit nicht mehr vom Meer bedeckt sind und also die Denudation vermuthlich seit vielen Millionen Jahren 
in denselben thätig ist. 

Der Ansicht gegenüber, dass der concentrische Stnfenbau der süddeutschen Jura-Triaslandschaft lediglich 
der verschiedenen Wirkung der Erosion in verschiedener Höhe zuzuschreiben sei, ist allerdings ein Bedenken 
laut geworden.* Wenn das Meer sich aus einem Gebiete zurückzieht, so muss sich auf dem trocken gelegten 
Boden sofort ein System von Wasserläufen ausbilden, und dem in dieser Weise entstehenden Thalsysteme 
muss gewissen Erfahrungen nach ein hoher Grad von Persistenz zugeschrieben werden. Da nun im Allgemeinen 
ein leichtes Ansteigen der Schichten gegen Nordwesten vorherrscht, und demnach an dem nördlichen und 



1 Geologische Beschreibung der Insel Kos. Diese Denkschriften Bd. XL, S. 229. 

2 Tietze, die geognostischen Verhältnisse der Umgebung von Lemberg. Jahrbuch der geologischen Reichsangtalt. 
1882. .S. 101, 



68 M. Neumayr. 

westlichen Rande die Trockenlegung begonnen zu haben scheint, so mUsste man erwarten, dass die Flüsse alle 
gegen Süden und Osten, speciell in unserem Falle, dass Main und Neckar in die Donau abfliessen; es wären 
das Verhältnisse, wie sie uns das Pariser Becken darstellt. 

Dieser scharfsinnige Einwurf kann jedoch die hier geäusserte Auffassung nicht widerlegen; zAinächst gilt 
das Gesetz der Persistenz der Flussläufe nur für Gegenden mit tief eingeschnittenem Thalsysteni, während in 
sehr flachen Distrikten, wie es ein eben erst trocken gelegtes, durch Sediment allmälig ausgefülltes, flaches 
Meeresbecken darstellt, die Flussläufe bekanntlich grossen Schwankungen ausgesetzt sind, wie das eine Menge 
von Beispielen, die Veränderungen im Unterlaufe des Hoang-ho, die Verlegung des Amu-Darja, und vor Allem 
die Umgestaltung des Fhisssystemes Norddeutschlands während der Diluvialzeit ^ erkennen lassen. 

Es kömmt hier aber noch ein weiterer wichtiger Factor in Frage; wie namentlich aus den Arbeiten von 
Fraas und GUmbel hervorgeht und Suess kürzlich in übersichtlicher Darstellung gezeigt hat,^ ist das 
süddeutsche Stufenland ein Seukungsgebiet, in welchem ein ganzes Netzwerk von Brüchen verläuft; die 
einzelnen Schollen sind zwischen den Spalten niedergebrochen, es hat also eine tektonische Veränderung des 
Reliefs stattgefunden, das gerade unter den vorhandenen Bedingungen eine Veränderung der Flussläufe 
hervorbringen konnte. In der That sehen wir, dass die Thalwege der Flüsse unseres Gebietes zahlreiche 
Anhaltspunkte für eine solche Annahme bieten ; vor Allem kann der Lauf des Main's mit seinen grossartigen 
Kniebieguugen kein ursprünglicher, das jetzige Thal muss aus verschiedenen heterogenen Stücken zusammen- 
gesetzt sein, es sind in ihm Tiieile verschiedener ursprünglich von einander getrennter Draiuirungssysteme 
vereinigt. Am deutlichsten tritt die ursprüngliche Gestaltung im östlichen Theile unseres Gebietes hervor. Die 
Altmühl, welche in einem seichten Canon den Steilrand des Jura durchbricht, war aller Wahrscheinlichkeit 
nach früher eine der Hauptabflussadern unseres Terrains, während die Thalsohle für die heutige Wassermenge 
viel zu gross ist. Schon die Oberflächenverhältnisse machen es wahrscheinlich, dass der Oberlauf des Mains 
oberhalb Bamberg sich durch das Regnitzthal in die Altmühl ergossen habe; dafür spricht namentlich auch das 
abnorme Verhältniss, dass ein grosser Theil der Nebenflüsse der Regnitz unter einem stumpfen Winkel gegen die 
heutige Richtung der Wasserläufe einmündet. 

Es kann natürlich nicht davon die Rede sein, hier weitere Speculationen über diesen Gegenstand ein- 
zufügen, die eine genauere Localkenutniss erfordern würden, als sie mir zur Verfügung steht. Das Gesagte 
wird an sich schon genügen, um zu zeigen, dass die hydrographischen Verhältnisse kein Hinderniss gegen die 
Annahme der hier gegebenen Auflassung der Bildungsgeschichte des süddeutschen Terrassenlandes bilden. Die 
theoretische Möglichkeit solcher Denudationserscheinungen kann nicht geleugnet und ebensowenig bestritten 
werden, dass dieselben seit Ende der Jurazeit einen so bedeutenden Umfang erreicht haben, als er hier 
angenommen wird. Es entsteht demnach die Frage, ob diese möglichen Vorgänge auch wirklich stattgefunden 
haben. 

In erster Linie spricht dafür der vollständige Mangel irgend welcher möglichen Uferlinie; die Jura- 
ablagerungen, die von Schaffhausen bis Coburg in der Regel den Rand des Hauptsteilrandes des oberen Jura 
bilden, sind lichte Kalke, deren Fauna der Hauptsache nach aus Ammoniten besteht; dazu gesellen sich, 
bisweilen in grosser Menge auftretend, kalksehalige Brachiopoden, wenige Muscheln, Schnecken und See- 
igel, dafür aber stellenweise ungeheure Mengen von Kieselschwämmen. Wenn man für irgend welche juras- 
sische Sedimente mit voller Sicherheit sagen kann, dass sie nicht in seichtem Wasser gebildet sind, so sind 
es diese Kalkgebilde der Zonen des Peltoceras himammatmn und der OppeKa tetiuüobata ; sie finden in den jetzi- 
gen Meeren ihr Analogen in dem Kalkschlamm mit zahlreichen Kieselschwämmen, und wir können darnach 
die Meerestiefe, in der sie gebildet wurden, nicht geringer als zu 500 Faden annehmen; der Meeresspiegel 



1 Berent, der Nordwesten Bedins. Abh.andlungen zur geologischen Specialkavte von Preussen. Bd. II. 

2 Fraas, geognostiscbe Beschreibung von Wiivtemberg. S. XIX ff. — Gümbel, geognostische Beschreibung des König- 
reiches Baiern. Bd. IT., das bnierisch-böhmische Grenzgebirge, und Bd. TIT., Fichtelgebirgc und Frankenwald; an mehreren 
Orten. — Suess, Antlitz der Erde, Bd. I, S. 252. 



Die geographische Verhreitwuj der Juraformation. 69 

befand sich also mindestens um 3500', vielleicbt aber um 12000' höher als der mittlere Buntsandstein auf dem 
Königsstuhl bei Heidelberg, wobei noch der Betrag aller Senkungen an Bruchlinien nicht in Betracht gezogen 
ist, welche zwischen Odenwald und Alp verlaufen. Berücksichtigt mau die ^Mächtigkeit der denudirten 
Sedimente, des oberen Buntsandsteins, des Muschelkalkes, Keupcrs, Lias und mittleren Jura, so findet man, 
dass dieselben, auf die Höhe des Odeuwaldes gelegt, noch nicld bis zum Niveau des Wasserspiegels empor- 
ragen konnten. 

Von grösster Wichtigkeit sind die isolirtcn Partien jurassisclier Sedimente weit draussen im Triaslande; 
dieselben konnten sich allerdings für gewöhnlich nicht erlialteu, dieses war nur da der Fall, wo in einer 
Grabenwerfung eine Scholle in die Tiefe gesunken ist. Weitaus das interessanteste Vorkommen dieser Art 
ist die „Juraversenkung" von Langenbrücken, ' dicht am Südrande des Odenwaldes, nur wenige Stunden 
von Heidelberg entfernt; hier liegen zwischen den AUuvien des Rheinthaies und den Keuperbildungen, von 
diesen theils durch Brüche getrennt, theils an Flexuren abgesenkt, in geringer Ausdelmung jurassische Ab- 
lagerungen von den tiefsten Psilonotenschichten bis einschliesslich zur Zone des Harpoceras Murchisoiiae ; 
dass aber auch noch höhere Schichten vorhanden waren and durch Denudation verschwunden sind, beweist 
ein Fund von Benecke, der in den Diluvialablagerungen von Wiesloch ein Exemplar eines Sfephanoceras in 
einem Icbhait gelb geiarbten Kalke entdeckte.^ Keine Spur von Strnndbildungen, nicht das leiseste Anzeichen 
von Küstennahe lässt den schon nach den Lagerungsverhältnissen unmöglichen Gedanken entstehen, dass 
man es mit Küstenbildungen am Fusse eines schon damals existirenden Sandsteingebirges zu thun habe. 
Mit absoluter Bestimmtheit beweist uns dieses Vorkommen, dessen ehemaliger Zusammenhang mit dem 
schwäbischen Jnra längst crknunt ist, dnss dieselben Ablagerungen sich auch über den Rücken des 
Odenwaldes erstreckten. 

Dasselbe, wie für den Odenwald, mnss auch für Spessart, Vogelsberg und Rhön, überhaupt 
für das ganze grosse Buntsandsteingebiet südlich vom Thüringerwald gelten;''' die Verhältnisse sind genau 
dieselben, die Kuppen dieser Gebirge sind durch Erosion aus ein und derselben Sandsteintafel heraus- 
gearbeitet. Von Interesse sind in dieser Gegend namentlich die zahlreichen basaltischen Eruptivgesteine,welche 
in der Mehrzahl der Fälle als Reste von früheren Decken auftreten; als widerstandskräftige Massen haben 
sie sich erhalten und bilden grossentheils die bedeutendsten Gipfelhölien, und unter dem Schutze derselben 
haben sich an vielen Stellen jüngere Gesteine erbalten, welche sonst ringsum überall denudirt worden sind; 
es würde zu weit führen, hier zahlreiche Beispiele anzuführen, ich erinnere nur an den grossen Dolmar bei 
Mein in gen, wo mitten in einer Muscliclkalklandschaft unter dem Basalte Lcttenkohle und Gypskeuper 
hervortritt, oder an den grossen Gleichberg bei Hildburghausen, an welchem sogar noch der Stuben- 
sandstein auftritt. Auch in Grabenverwerfungen iiaben sich mehrfach jüngere Gesteine erhalten, wenn auch in 
keinem Falle die Reihe bis zum Jura hinaufreiclit. Welch' ungeheure Abtragungen hier stattgefunden haben, 
hat schon Emmerich und neuerlich in sehr rationeller Weise Bücking dargethan; allein ich bin überzeugt, 
dass ihre Ansichten noch weiter ausgedehnt werden müssen, und dass, wie schon früher erwähnt, auch der Jura 
hier vorhanden war und abgetragen wurde. 

Für diese Anschauung spricht abgesehen von dem Fehlen irgend eines Ufers eine eigenthümliche 
Betrachtung; der Basalt des grossen Dolmar beispielsweise ruht auf Lettenkohle und Gypskeuper und greift 
von diesen auf Muschelkalk und Buntsandstein über; seine untere Grenze fällt ungefähr mit der Isohypse 



1 Deffner und Fraas, die Jiir.iver.seiikung vou Langenbrücken. Neues Jahrbuch. 1S59. S. I. S. .513. — ßenecke, 
Lagerung und Zusammensetzung des geschichteten Gebirges am südUchen Abhänge des Odenwaldes, p. 45 ff. — Be necke 
und Cohen, geognnstische Beschreibung der Umgebung von Heidelberg. S. 471, 604. 

2 Auch Deffner und Fraas (1. c.) berichten von einem Stej'Jianoceras in der Blum 'sehen Sammlung. 

3 Vgl. für die folgenden Auseinandersetzuugeu namentlich: Emmerich, geologische Skizze der Umgebung von Mei- 
ningen. Kealschulprogramm. Meiningen 1873. — Bücking, Gebirgsstörungeu und Erosiouserscheiuuugen südwestlich vom 
Thüringcrwald. Jahrbuch der preuss. geolog. Landesanstalt 1880. S. 60. — Frantzen, Störungen in der Umgebung des 
grossen Dolmar bei Meiningen. Ebenda p. 106. — Pröschold, die Marisfehler Mulde und der Feldstein bei Themar. Ebenda 
1882. S. 190. 



70 M. Neumayr. 

von 1800' preussisch zusammen. Aller Walirscheinliclikeit nach haben wir es mit einem Theil eines sehr 
mächtigen Stromes zu tlimi, der bei seiner Entstehung sich im Thalnivean horizontal ausbreitete. Da nun heute 
das Tlialniveau in jener Gegend ungefähr bei 1000' ist, so hätte man seit der Eruption der Basalte, also etwa 
seit Mitte der Tertiärzeit eine mittlere Denudation von etwa 800' anzunehmen. Hätte nun in dieser Gegend 
mit f]nde der Trias die Sedimentbildung aufgehört und wäre das Land trocken gelegt worden, so käme man 
zu dem seltsamen Resultate, dass während des enormen, durch Jura, Kreide und unteres Tertiär repräsentirten 
Zeitraumes nur sehr wenig erodirt worden ist, während in der sehr viel kürzeren Periode von der Mitte des 
Tertiär bis heute etwa 800' abgetragen wurder. Ganz anders verhält es sich dagegen, wenn die Denudation 
erst nach der Jurnzeit begann und über der Trias noch 1500 — 2000' jurassischer Sedimente lagen; in diesem 
Falle kömmt man zu einer annähernd richtigen Proi)ortion zwischen Zeitdauer und Masse des denudirten 
Materials, und wir müssen also auch aus diesem Grunde annehmen, dass Spessart, Eöhn und Vogelsberg 
von mächtigen Juragesteinen bedeckt waren. 

Damit kommen wir auf die schon mehrfach ausgesprochene Ansicht, dass ein directer Zusammenhang 
zwischen schwäbisch-fränkischem und nordwestdeutschem Jurameere bestanden habe. Wohl ist noch ein 
weiter Zwischenraum bis zu jenem Schwärme von Juravorkommnissen, die von der holländischen Grenze 
am Nordrande des Harzes vorüber bis in die Gegend von Magdeburg streichen; allein es ist zum grossen 
Theil nur Triasland, genau vom Charakter desjenigen, welches wir bisher besprochen haben, und alle jene 
Gründe, die bisher erwähnt wurden, sprechen auch hier für eine Forterstreckung des Jura. Wir können dieses 
mit um so grösserer Sicherheit annehmen, als von der Hauptmasse der nordwestdeutschen Vorkommnisse einige 
isolirte Ausläufer theils in Grabenversenkungen gelegener, theils auf Bergkuppen isolirter Liasgesteine sich 
weit nach Süden und Südosten erstrecken. Es gehören hierher namentlich die Vorkommnisse nördlich von 
Eisenach und aus der Umgebung von Gotha, deren eigenthnniliche Verhältnisse kürzlich von Max Bauer 
und von J. G. Bornemann geschildert worden sind.' 

Wir sind damit dem Nordrande des ThUringerwaldes und des Frankenwaldes in unmittelbare 
Nähe gerückt, und wir müssen uns zur Besprechung des letzten und schwierigsten Theiles der in Mittel- 
deutschland vorliegenden Frage, zu dem Verhältnisse dieses Gebirges zu den Juraablagerungen wenden. 
Liasbildungen rücken von Norden dicht an den Thüringerwald heran, und nehmen bei Eisenach an der Schicht- 
aufrichtung des letzteren einen allerdings ihrer weit nach Norden vorgeschobenen Lage nach nur schwachen 
Antheil. Sie weichen in ihrem Gesteinscharakter nicht wesentlich von den gewöhnlichen Vorkommen dieser 
Horizonte ab, und zeigen keine Spur von den Charakteren einer Strandbildung, so dass wir mit Sicherheit 
auf eine ehemalige Fortsetzung gegen Süden schliessen können. 

Sehr bemerkenswerth sind die Verhältnisse am Südrande des Gebirges; der fränkische Jura biegt in der 
Gegend von Berching, nördlich von Ingolstadt aus der westöstlicheu in eine südnördliche Richtung über und 
verläuft dann parallel dem Bande der böhmischen Masse, des Ficlitelgebirges und des Frankenwaldes bis in 
die Gegend von Coburg, unterlagert von der Trias und von dem älteren Gebirge durch Bruchlinien geschieden, 
die namentlich durch die Arbeiten von Gümbel näher festgestellt worden sind. Das Mainthal oberhalb 
Lichtenfels und in seiner Verlängerung eine von Lichtenfels gegen Nordwest verlaufende Linie schneiden die 
zusammenhängende Verbreitung des Jura ab, die Trias tritt hervor, aber etwas weiter nordöstlich finden sich 
noch zwei grosse Juraschollen. Die eine weiter nordwestlich gelegene, deren Lage wir durch Einberg bei 
Coburg und Sonnenfels fixiren können, enthält den ganzen Lias und vom mittleren Jura die tieferen Partien 
mit Einschluss des Eisensandsteines, also der Zone des Harpocerag Murchisonae und vermuthlich auch der- 
jenigen des Harpoceras Üowerhji. Die zweite südöstliche Partie, in dem Winkel zwischen Main und Rodach bei 



1 Heinrich Credner, geognostische Karte des Thüringerwaldes. — Derselbe; Versuch einer Bildnngsgeschichte der 
geognostischen Verhältnisse des ThUringerwaldes. — Max Bauer, über die geologischen Verhältnisse der Seeberge und des 
Galberges bei Gotha, Jahrbuch der preuss. geolog Landesanstalt 1881. — F, G. Bornemann, von Eisenach nach Tliale 
uud Wutha; Jahrb. d. preuss. geolog. Landesanstalt. l88o. 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 71 

Biirgkunstadt gelegen, zeigt auch höhere Glieder imd urafasst uacli der Uüinberscheu Karte noch den grösseren 
Tbeil des oberen Jura bis zur oberen Grenze der Tenuilobatenschicbten. Gegen das ältere Gebirge schneiden beide 
Juravorkömmnisse mit GUmbers grosser „Culmbacher Spalte" ab, deren Verhältnisse an der Burgkunstädter 
Jurainsel Heinrich Credner darstellt. 

In mehreren der Richtung des Gebirges parallelen Brüchen ist die Trias von der centralen paläozoischen 
Zone abgesunken; in der äussersten dieser Stufen ist Buntsandstein und Muschelkalk sehr steil gegen den 
Gebirgsrand geneigt und an sie stösst unmittelbar der annähernd horizontale Jura an; bei Wildenberg liegen 
die Schichten mit Peltoceras bimammatum in einer Meereshöhe von 1527', die Tenuilobatenschicbten am Gais- 
hiigel bei Kirchleus in einer Höhe von 1625', während ein kleines Stück davon entfernt der obere Buntsand- 
stein in einer Höhe von 1582' ansteht. Die Jurascholle ist demnach im Veri;leiche zur benachbarten Trias 
wenigstens um löüO' in die Tiefe geworfen, wobei der Betrag, um welclien die Triaspartien gegen die 
paläozoischen Ablagerungen abgesunken sind, noch gar nicht in Beciinung gezogen ist. Da nun überdies 
gerade die obersten Lagen der Juravorkommnisse von Burgkunstadt wieder jenen oben geschilderten Charakter 
eines in mittleren Meerestiefen gebildeten Gesteines an sich tragen, so können wir mit Sicherheit schliessen, 
dass zu dieser Zeit das Meer hier 2000' höher stand, als heute die grössten Höhen des Thüringerwaides sind, 
dass aber dem Cliarakter der Sedimente nach sein Niveau auch noch um 10.000' höher gewesen sein kann, 
als dieses Minimum angibt. ' 

Wir müssen uns hier allerdings erinnern, dass der Tliüringerwald nicht aus horizontalen Sedimenten 
besteht, sondern aus aufgerichteten Massen, und dass uns daher der richtige Massstab für seine ehemalige 
Höhe fehlt. Wir wissen nicht, wie viel durch Denudation abgetragen ist, und wir wissen ebensowenig, um wie 
viel er an Hölie durch nachjurassische Aufrichtung gewonnen hat. Soviel aber ist wohl jedenfalls siclier, dass 
der Thüringerwald nicht etwa 12.000' an Höhe durch Erosion verloren iiat, und somit ist aus dem Charakter 
und der Lagerung der am Südrande gelegenen Jurasedimente zuoäclist die Möglichkeit seiner vollständigen 
Überflutung zur Jurazeit gegeben. Dass eine solche auch wirklich stattgefunden hat, geht vor Allem aus dem 
Charakter der in der Burgkunstädter Scholle unmittelbar an das Gebirge anstossenden oberjurassischen 
Sedimente hervor. Unsere Kenntniss der Ablagerungsvorgänge in den jetzigen Meeren sind heute nach den 
grossartigen Schleppnetzuntersuchungen der Siebzigerjahre so weit gediehen, dass wir in dieser Beziehung 
mit einiger Sicherheit urtheilen können. Es ist eine absolute Unmöglichkeit, ziemlich reine Kalke mit zahl- 
reichen Hexactinelliden- und Litliistidenrestcn mit selir spärlichen Muscheln und Schnecken und sehr vielen 
Cephalopodeuschalen als Strandbildung zu betrachten. Die Entfernung vom festen Lande niuss mindestens zehn 
geographische Meilen betragen haben, war aber wahrscheinlich grösser, und wenn wir die räumlichen Ver- 
hältnisse ins Auge fassen, so finden wir, dass auch die äussersten Juravorposteu im Norden und Süden des 
Thüringerwaldes kaum mehr als aciit Meilen in der Luftlinie von einander entfernt sind. 

Wir sind am Ende dieser langen Betrachtung zu dem Ergebnisse gelangt, dass, wie schon C. v. Se ebach 
angenommen hat, das Jurameer sich aus Sudosten über die Region des Odeuwaldes, des Spessart, des Vogels- 
berges (ohne seine modernen Eruptivmassen gedacht), über die Röhn, den Thüringer- und den Frankenwald 
ununterbrochen nach Norden erstreckte und von da mit den Meerestheilen in Verbindung stand, aus welchen 
sich der Jura Nordvrestdeutschlands einerseits, der sächsisch-böhmischen Region anderseits ablagerte. Die 
jurassischen Sedimente bildeten über alles Land eine zusammenhängende Decke, welche später im weit- 
gehendsten Masse der Denudation verfiel, und von welcher, abgesehen von dem zusammenhängenden 
schwäbisch-fränkischen Zuge, nur vereinzelte Schollen erhalten geblieben sind. 

Es drängt sich dabai wohl fast von selbst die Frage auf, ob etwa der Harz gleich dem Thüringerwalde 
vom Jurameer überflutet war. Die Verhältnisse liegen hier etwas anders, zwar fehlt es auch hier an eigent- 
liclien Strandbiidungeu, aber die oberjurassische Sedimente an seinem Nordrande mit ihren Rifi'korallen, mit 
den dickschaligen Nerineen- und Pteroceras-Arten sind ganz typische Seichtwasserbildung en. Übrigens sind 



1 Vergl. bezüglich aller Einzelheiten die citirten Werke voa Heiuricli Creduer und Giiiu bei. 



72 M. Neumayr. 

die in der Literatur enthaltenen Ang:aben über den Harzrand noch nioht zusammenhängend «enug, um ein 
sicheres TJrtheil zu erlauben, zumal ich selbst die dortigen Jurabikhuigen nur durch sehr flüchtigen Besuch 
kenne. Für die geographische Auffassung der grossen jurassischen Meeresräume ist es ziendicli gleich- 
giltig ob hier eine kleine Insel über das Wasser emporragte oder nicht, so interessant auch das Problem vom 
localgeologisclien .Standpunkte aus sein mag. Nachdem der von Süden an den Harzrand hinreichende Bunt- 
sandstein nachdem bisher Gesagten offenbar von Muschelkalk, Keuper und Jura bedeckt war,' und die 
Schichten des letzteren am Nordrande des Harzes steil aufgerichtet sind, so ist es ziemlich wahrscheinlich, 
dass auch hier eine vollständige Überdeckung vorlag, aber ein wirklicher Beweis ist nicht vorhanden. 

Wir haben bisher der Einfachheit wegen stets nur vom .Iura im Allgemeinen gesprochen, ohne auf das 
Verhalten einzelner Glieder einzugehen; da jedoch, wie früher erwähnt, diese sich durchaus nicht immer 
"•leicbmässig verhalten, so müssen wir hier auch dieser Frage einige Worte widmen. Bekanntlich dringt im ober- 
sten Keuper nach langer Unterbrechung wieder die erste Meeresfauna in Mitteleuropa vor und nach der Uber- 
einstinmiung der meisten Arten mit solchen aus der rliätisehen Stufe der Alpen dürfen wir dieselben als eine 
Einwanderung aus dem alpinen Becken betrachten, und dasselbe gilt auch von den ältesten Liasfaunen. * 
Gerade im Lias und während der ersten Hälfte des mittleren Jura ist die Übereinstimmung zwischen dem 
südlichen und dem nordwestlichen Deutschland eine so auffallende, dass für diese Zeit ganz besonders die 
Annahme einer directeu Meeresverbinduug an sich schon, auch ohne nähere Untersuchung der topographischen 
Verhältnisse, in den zwischenliegenden Gegenden höchst wahrscheinlich wird. In der That hat v. Seebacb 
schon vor 20 Jahren sich in der entschiedensten Weise für den Zusammenhang des nordwestdeutschen mit 
dem süddeutschen Jura ausgesprochen, und diese Folgerung auch auf den grössten Theil des mittleren Jura 
ausgedehnt.^ Auch von anderer Seite wurde diese Auffassung angenommen, so von Waagen, der allerdings 
durch die Eigenartigkeit der norddeutschen Vorkommnisse aus der Zone des Harpoceras Sowerhyi gehindert 
wurde die Fortdauer der Verbindung während des mittleren Jura anzunehmen.* Bei der in den höheren 
Schichten des Unterooliths wieder stärker hervortretenden Ähnlichkeit scheint aber dieser Contrast weniger 
durch Trennung, als durch die Faciesentwicklung bedingt, indem die ,s'o«w/%/-Scliichten im Norden in thoniger, 
im Süden in sandig-kalkiger Entwicklung auftreten. 

Im oberen Jura verschwindet jedoch die Ähnlichkeit beider Gebiete fast ganz, und es mag gewagt 
erscheinen wenn trotzdem eine directe Verbindung angenommen wird, die allerdings gerade für diesen 
Abschnitt durch die Verhältnisse bei Burgkunstadt so entschieden angedeutet wird. In der That, wenn wir 
den oberen Jura Nordwestdeutschlands betrachten, wie wir ihn durch die Zusammenfassungen von Heinrich 
Credner, C. v. Seebach und C. Struckraann so genau kennen,' so erseheint der Gegensatz gegen den 
fränkisch-schwäbischen Typus so gross als irgend möglich. Über den Hersumer Schichten folgen in ununter- 
brochener Reihenfolge Seichtwasserbildungen mit Korallen, Seeigeln, Austern und anderen Muscheln, diek- 
schali"en Schnecken, unter welchen die Nerineen dominiren, und nur vereinzelt treten in den sogenannten 
Portlandbildungen Ammoniten auf. In Süddeuschland dagegen überwiegen Ammoniten- und Spougien- 

kalke. 

Allein gerade eine nähere Erwägung des Wesens dieser gi-ellen Unterschiede beweist, dass sie für die 
uns beschäftigenden Fragen ganz ohne Bedeutung sind. Ein entscheidender Beweis für die Isolirung beider 



1 Vergl. auch Moest.a, das Liasvoikommeu von Eichenberg in Hessen in Beziehung auf die allgemeinen Verliältuisse 
des Gebirgsbaues im Nordwesten des Thüiingerwaldes. Jahrb. der k. preuss. geolog. Landesanstalt und der Bergaliademie 

Berlin. 1883. S. 57. 

2 Neumayr, über unvermittelt auftretende Cephalopodentypen im mitteleuropäischen Jura. Jahrbuch der geolog. 
Reichsanstalt. 1S78. S. 64. — Beiträge zur Kenutniss des untersten Lias iu den nordöstlichen Alpen. Abhaudlungeu der geo- 
logischen Reichsanstalt. 1879. Bd. VIL S. 4S. 

3 C. v. Seebach, der hannoversche Jura, S. 67. 

* W.Waagen, A\% Zomh Aez Ammonites Sowerhyi. Benecke's geognostisch-paläontologische Beiträge, Vol. L S. ."580. 

* Heinrich Credner, über die Gliederung des oberen Jura und der Wealdenbildungen im nordwestlichen Deutschland. 
C. v. Seebach, der hannoversche Jura. — C. Struckmann, der obere Jura in der Umgebung von Hannover. 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 73 

Biklnngsräume wäre es etwa, weuu in Norddcutsclilaud ebenfalls Ammonitenfaunen vorhanden wären, die 
aber andere Formenreihen und Arten aufzuweisen balien, als sie in Frauken oder Sobwabeu vorkommen, 
unter den gegebenen Verliiiltnisscn aber finden wir nur überaus tiefgreifende Faciesunterschiede, die aber 
ebensogut in ein und demselben als in verschiedenen Meeresbecken vorkommen, und die weder für noch gegen 
zusamnienliäugende Meeresbedeckung das mindeste beweisen. Dass auch in Süddeutschland unter günstigen 
äusseren Verhältnissen dieselbeu Formen vorkommen, zeigen die stellenweise auftretenden Pterocerasschichten 
u. s. w. 

Übrigens kann durchaus nicht behauptet werden, dass der Zusammenhang der beiden Meeresbecken sich 
während der ganzen Dauer des oberen Jura erhalten habe. Nach Ablagerung der Tenuilobatenschichten, also 
ungefähr um die Mitte der Kirameridgezeit, tritt eine starke Abnahme der Meerestiefe ein, die nicht allein 
durch die Sedimentanhäufung erklärt werden kann; die „plumpen Felsenknlke", die Frankendolomite, die 
Korallenbildungen von Nattheim und Kehlheim, die Pterocerasschichten, die Prosoponkalke, die hthograplii- 
sciicn Schiefer u. s. w. sind ebensoviele Seichtwasserbildungen eines mehr und mehr eingeengten Beckens, das 
seiner Trockenlegung entgegen geht, und es ist sehr wahrscheinlich, dass mit diesem Zurückweichen des 
Meeres, also nach Ablagerung der Tcnuilol)ntenschichten, die Verbindung nach Norden aufhörte. 

Mit dem Nachweise der hier ausführlich besprochenen Verhältnisse wird auch die früher schwer ver- 
ständliche sächsisch-böhmische Entwicklung erklärt; das Jurameer, das den Thüringer- und Frankeuwald 
überschritt, breitete sich von hier aus am Fusse des Erzgebirges nach Osten und reichte bis au das 
Riesen- und Isergebirge. Wenn wir aber an diesen Ausgangspunkt unserer Betrachtung zurückkehren, und 
die verschiedenen Anschauungen und Erfahrungen anwenden, die wir auf diesem Wege gemacht haben, dann 
erscheinen uns diese unter den Granit gequetschten Vorkommnisse in einem neuen Lichte. Der Umstand, dass 
der Jm-a nuf da erhalten blieb, wo er durch den Granit geschützt ist, läs«t auf die Denudation grosser Massen 
schliesseu. Da nun die Ablagerungen von Hohenstein, Sternberg u. s. w. nichts von Strandbildungen ac sich 
haben, sondern im Gegentheil gleich den öfter erwähnten Ablagerungen des weissen Jura in Frankeu und 
Schwaben Sedimente aus ziemlich tiefem, küstenferuem Meere darstellen, so werden wir zu der Folgerung 
gezwungen, dass auch das Kiesen- und Isergebirge, überhaupt die Sudeten vom Jurameere bedeckt waren. Es 
gilt das aber nicht für die ganze Dauer des Jura, sondern dessen untere Theilc fehlen, und wir haben es hier 
wie schon früher erwähnt, mit einer der Kegionen zu thun, in welchen die höheren Abtheihmgeu der Forma- 
tion über bedeutend ältere Gebilde übergreifen. 

III. Der Jura im westlichen und nördlichen Mitteleuropa. 

An seinem südwestlichen Ende verschmälert sich der schwäbische Jurazug; er überschreitet den Rhein 
bei Schaffhausen, und kurz nachdem er auf schweizerisches Gebiet übergetreten ist, wird er durch das Vor- 
springen des Schwarzwaldes auf seine geringste Ausdehnung beschränkt; es ist das die tektonisch merk- 
würdige Gegend, in welcher der Jurazug von der Plateau- iu die Kettenentwicklung übergeht; von hier gegen 
Südwesten hat man es mit einem wirklichen Juragebirge zu thun. Sobald der Südrand des Schwarzwaldes 
passirt ist, breitet sich der Jura wieder mächtig aus; einerseits ziehen sich seine aufgerichteten Ketten in süd- 
westlicher Richtung bis an die Rhonealluvien bei Lyon, anderseits breiten sich die Ablagerungen nach 
Nordwesten über Vesoul und Dijon aus und verbinden sich mit jenen Juragesteinen, welche die südwestliche 
Umrandung des Pariser Beckens darstellen. Allerdings fehlt gerade auf der Verbindungsstrecke der obere 
Jura, nur mittlerer Jura und Lias sind vorhanden, und man hat in Folge dessen au eine Trockenlegung gedacht, 
welche während der Ablagerung des Malm das Schweizer vom Pariser Becken geti-ennt hätte. Diese Auf- 
fassung ist jedoch durchaus unhaltbar und das Fehlen kann nur der Denudation der höheren Schichten 
zugeschrieben werden; es geiit das schon aus der in vieler Beziehung sehr grossen Übereinstimmung 
zwischen dem ;\Iahn des Juragebirges und demjenigen des Pariser Beckens, vor Allem aber daraus 
liervor, dass die in den Kirallcnbildungen der Oxfordstufe im Departement Haute Marne auftretenden 



Denkschriften der mathem.-naturw. Ol. L. Bd. 



10 



74 M. Neumayr. 

cephalopodenflihrenden Eiuschaltungen fast nur Amnioniten von süddeutsch-schweizerischem Typus enthalten, 
wie Peltoceras himammatum, Aspidoceras eucyphum, Oppelia compsa, Holbeini, tricristata, Perisphincfes Eniesti, 
Tiziani. ' 

Zwischen den schwäbischen Jura und die östliche jurassische Umrandung des Pariser Beckens schiebt 
sich ein breiter Zwischenraum ein, welcher zu beiden Seiten von Triasgesteinen gebildet wird, dann folgt 
gegen innen das alte Gebirge des Schwarzwaldes und der Vogesen, die Mitte nimmt das Rheinthal ein. 
Vielfach wurde diese Region als ein Festland der Jurazeit betrachtet, neuerdings aber ist sehr mit Recht die 
Ansicht ausgesprochen worden, dass auch hier die älteren Gesteine nur durch Denudation bh issgelegt worden 
seien. 

Schon Elie dcBeaumont hatte erkannt, dass Schwarzwald und Vogesen ursprünglich ein zusammen- 
hängendes Gebirge waren, dessen centrales Stück später an Bruchlinicn iu die Tiefe gesunken ist; die 
Versenkung wird heute durch das Rbeiuthal eingenommen.^ Der Abbruch fand in mehreren parallelen Stufen 
statt, welche das Auftreten verschiedener Partien von Buntsandstein an den Gehängen der beiderseitigen 
Gebirge und in der Tiefe des Thaies bedingen. Auch innerhalb der am Fusse der Höhen liegenden Jura- 
schollen lässt sieh nachweisen, dass sie selbst noch mehrfach von parallelen Verwerfungen durchsetzt sind, wie 
das schon aus der alten Angabe von Fromherz hervorgeht, dass im Breisgau die einzelnen Jurahorizonte 
nicht übereinander, sondern nebeneinander auftreten, so dass man vom Scbwarzwaide gegen Osten auf immer 
jüngere Schichten trifft.^ 

Die Bedeutung dieser Erscheinungen war allerdings vou Beaumont theilweise nicht riclitig aufgefasst 
worden, aber die von ihm ausgesprochene Ansicht, dass der jüngere Buntsandstein sich nach einer Hebung der 
Vogesen und des Schwarzwaldes an deren Rändern abgelagert habe, blieb lange Zeit hindurch ziemlich 
allgemein anerkannt. Nach den neueren Untersuchungen von Bleicher, Beuecke, Laspeyres und 
Lepsius kann aber die Unrichtigkeit derselben niciit bezweifelt werden.* 

Diese Beobachtungen lassen mit Bestimmtheit darauf schliessen, dass der Jura über Schwarzwald und 
Vogesen eine zusammenhängende Decke bildete und erst in späterer Zeit bis auf die iu die Tiefe gesunkenen 
Theile durch Abtragung zerstört wurde. Das wird auch bestätigt, wenn wir die nach aussen gerichteten 
Flanken der Gebirge, den östlichen Abfall des Scliwarzwaldes und den westlichen der Vogesen betrachten. 
Auch hier sitzen die sedimentären Ablagerungen an einer Reihe von parallelen Längsbrüchen vom Gebirge ab, 
es tritt ein ähnlich wie am inneren Gehänge beschaffener Stufenbau auf, der sich nur durch grössere Breite 
der Stufen, durch weiteren Abstand der einzelnen Verwerfungen von diesem unterscheidet. Fraas hat diese 
Verhältnisse in seiner geologischen Beschreibung von Württemberg zusammengestellt, und gezeigt, „dass von 
einer Anlagerung der schwäbischen Flötzgebirge an den Schwarzwald keine Rede sein kann". ^ Suess hat 
aus diesen Verhältnissen und aus den analogen Erscheinungen am Westrande der Vogesen geschlossen, dass 
diese Gebirge nur stehen gebliebene Pfeiler, „Horste" sind, und dass vom Centralplateau von Frankreich bis 
zum Böhmerwald „eine gemeinschaftliche, zusammenhängende Unterlage von paläozoischen und archaischen 



1 Loriol, Royer et Tombeck, description g6ologique des E^tages jurassiques supeiieures de la Haute-Marne. — 
Tombeck, »ur la vrnie position de la zone ä Ammonites tenuilobatus dans la Haute-Marne. Bull. soc. göol. 1878, S6r. III. 
Vol. VI. S. 6. 

2 E. de Beaumont, Explication de la carte göologique de France. I. p. 267—437. 1841. 

3 Fromherz, die Juraformation des Breisgau. 1838. — Vergl. ferner die genauen Beschreibungen der den Westfuss 
des Schwarzwaldes behandelnden Kartenblätter in den Beiträgen zur inneren Statistik des Grossherzogthums Baden. 

* Bleicher, essai de Geologie comparee des Pyreuöes, du plateau central et des Vosges. Colmar 1870. —Benecke, 
über die Trias in Elsass-Lothringen und Luxemburg. Abhaudl. zur geolog. Specialkarte von Elsas.s-Lothringen, Bd. I, 1S77. 
— Derselbe, Abriss der Geologie von Elsass-Lothringen. 1878. — Lepsius, über den bunten Sandstein in den Vogesen. 
Zeitschrift der deutschen geol. Gesellschaft. 1873. S. 83. — Laspeyres, Kreuznach und Dürkheim. Ebenda 18C7, S. 803. 
1868, S. 153. — Laspeyres, briefliche Mittheilung. Ebenda 1876, S. 397. 

* 0. Fraas, geogn. Beschreibung von Württemberg, Baden und HohenzoUern. S. XX— XXVI. 



Die gcograjiMsche Verbreitung der Juraformation. Ib 

Bildungen bestand, aufwelclie die Scliicbten der Trias- und Jurameere abgelagert wurden".* leb scbliesse 
uiicb dieser Auffassung vollständig an. 

Ein gewaltiges System aller Gesteine, den Vogesen und dem Scbwarzwalde bedeutend Überlegen und der 
böbmiscben Masse ebenbürtig, ragt aus einem Kranze jurassischer Gebilde in der Mitte Frankreichs empor, 
das Centralplateau, mit seinen berühmten Vulkanen, die aus dem archaischen Gebirge hervortreten. Es 
ist schwierig, sich aus der Literatur ein sicheres Urtheil über die Beschaffenheit dieses Gebietes zu ver- 
schatfeu, da die französischen Autoreu selbst in dieser Richtung sehr verschiedener Ansicht sind; die 
herrschende, oder wenigstens die verbreitetste Meinung ist jedenfalls die, dass das Centralplateau zur Jurazeit 
eine Insel war, und dieselbe ist so oft wiederholt worden, ja sie bildet geradezu die Basis fast aller 
Speculationen über die physische Geographie Frankreichs in jener Periode, dass es überflüssig erscheint, Ver- 
treter dieser Richtung zu nennen. Allein darin ist keine Gewähr für deren Richtigkeit geboten, die insulare 
Beschatfenheit drängt sich beim ersten Blick auf die geologische Karte in einer Weise auf, dass eine nähere 
Prüfung in der Regel unterlassen wurde. Es ist das eben die natürliche Folge der falschen Tendenz bei der 
Reconstruction der Meeresverbreitung in der Vorzeit, einfach die Regionen, wo heute die Formation ausstreicht, 
mit einer Linie zu umziehen, ohne die Bedeutung der Denudation genügend in Rechnung zu ziehen, eine 
Methode, die C. v. Seebach schon vor 20 Jahren mit Recht auf das entschiedenste verurtheilt hat.'^ 

Von um so grösserem Werthe sind vereinzelte Arbeiten, die von dem herrschenden Vorurtheile sicii frei 
erhalten und die Verhältnisse in kritischer Weise behandeln; in dieser Richtung sind namentlich die Aufsätze 
von Maguan'' und Bleicher,* ferner für einen kleinen District, den Morvan, eine Schrift von Velain und 
Michel-Levy'' zu nennen. Die letzteren haben für die eben genannte Bergregion gezeigt, dass dieser nord- 
östliche Vorsprung der grossen Masse von Stufenbrüchen umgeben ist, und dass in ^'ersenkungen jurassische 
Sedimente sich erhalten haben. Da nun überdies südlich vom Morvan bedeutende Jurainseln von Macon bis an 
die Loire vorspringen, so darf man mit Bestimmtheit annehmen, dass wenigstens dieser Theil vom Jurameere 
bedeckt war. 

Nicht ganz so bestimmt sind die Resultate bezüglich der grossen Hauptmasse des Centralplateau's; 
Magnan" schildert auch von hier den Rand xmigebende mächtige Brüche, an denen die äusseren Theile 
abgesunken sind, er weist nach, dass stellenweise eine Sedimentdecke von 1600 Meter Dicke denudirt worden 
ist, dass die Ränder der alten Masse in keiner Weise alten Küstenlinien entsprechen und dass man vergebens 
nach irgend welcher Spur eines alten Strandes sucht. Endlich liegen an verschiedenen Stellen des Central- 
plateau's, allerdings nicht in der Mittte desselben, aber doch in sehr beträchtlicher Höhe isolirte Schollen von 
Trias- und Juraablagerungen, und so darf man es denn als zum mindesten sehr wahrscheinlich bezeichnen, 
dass auch diese Masse vom Meere bedeckt war, wenn auch ein sicherer Beweis bei dem grossen Umfange der- 
selben nocli nicht erbracht ist, und immerhin eine kleine Insel im Centrum vorhanden gewesen sein könnte. 

Die weitere Verbreitung des Jurameeres lässt sich zunächst leicht verfolgen; dass sowohl vom Central- 
plateau aus gegen Südwesten das Gebiet der Gironde, als nach Norden das ganze Pariser Becken vom 
Wasser bedeckt war, kann nicht dem mindesten Zweifel unterliegen. 

Im Süden findet die mitteleuropäische Provinz ihre Fortsetzung im nördlichen Spanien und Portugal; 
schon vor längerer Zeit hat Suess ' die Ähnlichkeit dortiger Juraablagerungen mit denjenigen des nördlichen 



1 E. Suess, das Antlitz der Erde, Vol. I, S. 256 ff. 

2 C. v. Seebach, der hannoversche Jura. S. 68. 

3 Magnan, Etüde des formations secondaires des bords S. — 0. du plateau centrale entro les vall6es de la Vere et du 
Lot. Bulletin de la sociötö d'histoire naturelle de Toulouse Vol. III. 1SC9. p. 5. Bull. soc. geol. de France. Sör. II. Vol. 27. 
1869 — 70, p. 509. 

* Bleicher, 1. c. 

5 Michel-L6vy et V61ain, sur les faillea du revers oecidental du Morvan. Bull. soc. göol. 1877. S6i-. III. Bd. 5. S. 350. 

6 L. c., S. 77 flf. 

' Suess, einige Bemerkungen über die secuudären Brachiopoden Portugals. Sitzungsb. d. kais. Akad. d. Wisaensch. in 
Wien. Bd. XLII. 1860. 

10* 



76 M. Netimayr. 

Frankreich hervorgehoben; ausführlichere Berichte verdanken wir C lioffat,' nach welchem im südlichen Por- 
tugal der alpine, im mittleren und nördlichen der mitteleuropäische Jura herrscht. Die Verhältnisse in Spanien 
werden unten bei Besprechung der alpinen Provinz im Zusammenhang abgehandelt werden. 

Noch durchaus unüberwindliche Schwierigkeiten stehen einer riclitigen Beurtheilung der ausgedehnten 
Vorkommnisse archaischer und paläozoischer Gesteine im nord westliclien Frankreich entgegen; die Vc-r- 
hältnisse sind hier so schwierig und bieten so wenig entscheidende Momente, dass man fast jede Ansicht in 
dieser Richtung vertreten könnte; ob diese alten Gebilde vom Jurameere überflutet waren, ob sie eine 
beschränkte Insel darstellten, oder ob sie die Reste eines grossen Festlandes darstellen, zu welchem auch 
Com Wallis und Irland gehörten und das sich vielleicht weit in den atlantischen Ocean hinaus erstreckte, 
lässt sich nicht entscheiden. Auf der diesem Aufsatze beigegebenen Karte habe ich eine vermittelnde Annahme 
zur Darstellung gebracht, welche die Bretagne mit Cornwallis zu einer Insel vereinigt, ohne aber für deren 
Richtigkeit einen Beweis geben zu können. 

In England tritt die Hauptmasse des Jura, wie oben erwähnt, auf einer langgestreckten, von Südsüdwest 
nach Nordnordost verlaufenden Zone auf, welche bei Lyme Regis in Somersetshire beginnt und sich schräg 
durch die Insel bis ins nördliche Yorkshire an die Mündung des Tees zieht. Das südöstliche England ist von 
jüngeren Bildungen des Wälderthones, der Kreide und des Tertiär bedeckt, unter denen die Juraschichten 
durchstreichen, allerdings nicht so ungestört, als man anzunehmen geneigt sein möchte. Im Allgemeinen kann 
es keinem Zweifel unterliegi^n, dass der Hauptjurazng Englands die nördliche Umrandung eines gewaltigen 
Beckens ausmacht, deren Gegenflügel wir in den Ablagerungen am Nordrande des französischen Central- 
plateaus finden; allein die Tief bohrungen, die in London und in seiner Umgebung zu wiederholten Malen 
angestellt worden sind, zeigen, dass hier unter den jüngeren Gebilden ein Rücken älteren Gesteines, eine 
„paläozoische Axe", durchstreicht, welcher von einem Theile der englischen Geologen als eine Fortsetzung der 
Ardennen und des Rückens der belgischen Kohlenfelder betrachtet wird, eine Auffassung, die auch von 
Suess vertreten wird. In neuester Zeit hat ein Aufsatz von Judd ausserordentlich wichtige neue Aufschlüsse 
über diesen Gegenstand geliefert, und die älteren Beobachtungen zusammengefasst. Bei einer von Judd 
beschriebenen Bohrung in Richmond (Surrey) wurde unter dem Tertiär zunächst die weisse Kreide, dann 
oberer Grünsand und Gault durchsunken, weiter folgten schwache Andeutungen von unterer Kreide und dann 
sofort mitteljurassischer Grossoolith, welcher schon früher bei einer Brunnenbohrung in London gefunden, aber 
bisher verkannt worden war. Die unmittelbare Unterlage desselben bilden dann bunte Mergel und Sandsteine, 
die von Judd zur Trias, von anderen zum Devon gestellt werden.* 

Mag nun wirklich durch diese Tiefbohrungen ein ostwestlich streichender Bergrücken erschlossen 
sein, welcher die Mendip Hills südlich von Bristol in der Richtung gegen die belgischen Gebirge fortsetzt, 
oder mag diesem in der Tiefe liegenden Zuge älterer Gesteine eine solche Bedeutung nicht zukommen, 
jedenfalls ist dessen Vorhandensein und die ausserordentliche Reduction des Jura über demselben sicher 
festgestellt. Lias und Unteroolith fehlen ganz und ebenso der obere Jura, alles was wir kennen, ist ein Stück- 
chen der Bathgruppe. 

Judd zieht aus diesen Verhältnissen den wie es scheint durchaus richtigen Schluss, dass dieses Gebiet 
während der Ablagerung von Lias und Unteroolith trocken lag und erst zur Zeit der Bathstufe überflutet 
wurde, doch scheint dies nur für die südliche Hälfte der Fall gewesen zu sein; dass auch während des oberen 



1 P. Choffat, 6tiule stratigraphique et palöontologique des terrains jurassiques du Portugal. 1. livraison. Section des 
travaux göologiques du Portugal. Lissabon 1880. — Vergl. ferner D. Sharp e, on the secondary district of Portugal, which 
lies on the north of the Tagus. Quart, journ. geol. soc., Vol. VI. 1849. 

" Godwin-Austen, on the possible extension of the coal measuies under the south eastern pari of England. Quar- 
tcrly journ. Vol. 12, 1856. p. 38. — Prestwich, on the section of Messrs. Meux and Co. artesian well in Tottenham Coui-t 
Road. . .and on the probable rauge of lower Green.sand and pulaeozoic rocks under London. Ebenda 1878. Vol. 34, p. 9U2. — 
Suess, Entstehung der Alpen S. 88. — Judd, on the naturc and rehitions of the jurassic deposits, which uuderlie London. 
Quart, journ. X884. Vol. 40. S. 724. 



Die rjc'ograplihche VcrhreiUing der Juraformation. 11 

Jura das Meer die Gegend deckte, und dnss .seine Ablagerungen nur durcli Denudation zerstört sind, gelit aus 
dem Umstände hervor, dass die Sandsteine der unteren Kreide in dieser Gegend liäufig Rrucbslückc von 
oberjurassischen Gesteinen enthalten. 

Die Ufer des englischen Jurabeckens gegen Nordwesten dürften sich von der jetzigen Grenze der Ablagerungen 
nicht sehr weit entfernt haben; die Liasbildungen am Eande des südwestlichsten Theiles jeuer Zone, in 
So niersetshirc und im südlichen Wales zeigen den Charakter von Strandbilduugen in ausgezeichneter 
Weise/ das Auftreten der brakisehen Stonesfield-Scliiefer, endlieii die Kohlen- und Landpflanzen im mittleren 
Jura von Yorkshire deuten auf die N.ähe der Küste, und nur das Vorkommen einer isolirten Jurascholle 
zwischen Liverpool und Birmingliam, auf der Grenze von Chesshire und Shropshire, lässt darauf schliessen, dass 
ein Meeresarm zwischen dem alten Gebirge von Wales und der Kette des Penin vorhanden war, und ebenso 
vereinzelte Partien im nordwestlichsten England, in Cumberland, zeigen eine weitere Fortsetzung an. 

Über die Ausbreitung des Jura gegen Norden geben uns die überaus wiclitigen Arbeiten von Judd über die 
mesozoischen Ablagerungen in Schottland Aufschluss. ^ Die schottischen Hochlande bestehen der Haupt- 
sache nach aus archaisclien Bildungen und alten paläozoischen Gesteinen; mesozoische Ablagerungen und unter 
iiinen Jura treten nur in einer Anzahl von Schollen an der östlichen und westlichen Küste und auf den an die 
Westküste sich anschliessenden Inseln Mull, Skye, Rum u. s. w. auf. Die Entwicklung schliesst sich hier 
vielfach an diejenige im nördlichen England, in Yorkshire an, sie zeigt jedoch die charakteristischen Eigen- 
thümlichkeiten der letzteren Gegend in bedeutend gesteigertem Maasse, indem Pflanzen und Kohlen führende 
Ablagerungen, vielfach mit Brakwasserconchylien, gegen Norden, eine noch weit grössere Bedeutung 
erlangen. 

Diese Art der Ausbildung spricht entschieden dafür, dass wir es mit Bildungen zu thun haben, welche in 
derNähe der Küste entstanden sind, und daraufweist auch das Auftreten von Breccien, theilweise mit mächtigen, 
eckigen Blöcken hin, welche so eigenthiunliche Verliältnisse zeigen, dass man selbst an die Mitwirkung von 
Eis bei dem Transporte des Materials gedacht hat. 

Man könnte daraus zu schliessen geneigt sein, dass das schottische Hocldand schon damals ungefähr in 
derselben Ausdehnung wie heute als eine Insel aus dem Meere hervorragte; allein nach der sehr überzeugenden 
Darstellung von Judd wäre eine solche Annahme entschieden falsch. Die heutige Umgrenzung Schottlands ist 
wesentlich durch eine Anzahl grosser Verwerfungen aus nachjurassicher Zeit gegeben, und die Lage des Jura 
au der Küste ist nur dadurch bedingt, dass er hier abgesunken ist und sich in dieser tiefen Lage der Erosion 
entzog, während die Hauptmasse desselben, welche in den höheren Regionen blieb, hier vollständig zerstört 
und abgetragen wurde. So verhält es sich an der Ostküste, in Suthcrland und in den angrenzenden Gebie- 
ten, an der Westküste und auf den inneren Hebriden dagegen haben sich selbst die abgesunkenen Jura- 
partien meist nur da erhalten, wo mächtige Lavadeeken sich in späterer Zeit über dieselben ausbreiteten 
und sie vor der Denudation schützten. Judd schliesst daraus, dass zur Zeit des Jura die schottischen Hoch- 
lande zum grössten Theile vom Meere bedeckt waren; da ferner im nordöstlichen Irland und auf der diesem 
nahe gelegenen Insel Rathlin mesozoische Ablagerungen in derselben Weise als Denudationsreste unter jün- 
geren Eruptivdecken hervortreten, so wird eine Ausdehnung des Meeres bis dorthin angenommen. Allerdings 
waren die Gebirge des Hochlandes vermuthlich nicht ganz unter Wasser, und einzelne Inseln scheinen immer 
vorhanden gewesen zu sein; Judd äussert sich jedoch nicht über die Lage derselben, sondern behält die 
näheren Angaben über diesem Gegenstand einem weiteren Aufsatze über die mesozoischen Ablagerungen 
Schottlands vor.* 



1 Ch. Moore, on ubnoimal londitidus ut Soeoiulary dciiosits wheu comicctcil with thc Somersetshirc aud South-Wales 
coal-basin and on the age of the Button and Suthoidown Series. Quarterly Journal of the geological Society. 1867. S. 449. 

2 Judd, the Secondary roeks of Scotland. Quarterly Journal of the geological socicty 1873. S.9S. Ebenda. 1874, S. 220. 
Ebenda 1878. S. 660. 

3 Auf den Karten habe ich, nur uui die Anwesenheit von Land überhaupt anzudeuten, eine dem Hauptzuge der Grain- 
pians entsprechende Insel verzeichnet. 



78 M. Neumayr. 

Jedenfalls sind diese kleinen Flecken festen Landes nicht hinreichend, um in weitem Umkreis den 
Ablagerungen den ausgeprägten Charakter der Landnähe zu verleihen; Judd weist jedoch darauf hin, dass 
nianclie Jurabildungen inSchottland geradezu in der Nähe der Mündung eines grossen Flusses abgelagert worden 
sein müssen, und wir müssen also nach einer grösseren Continentalmasse suchen. Diese kann nur im Norden 
gewesen sein, um so mehr als gegen Norden die brakischen Bildungen an Mächtigkeit und Bedeutung 
zunehmen, die marinen dagegen abnehmen, und wir werden bei Besprechung der nordischen Juraregion 
sehen, dass auch aus anderen Gründen an dieser Stelle ein Festland angenommen werden muss, das mit dem 
heutigen Norwegen zusammenhing und sich im Westen, aller Wahrscheinlichkeit nach nur an einer Stelle und 
nur zeitweilig durch einen Caual durchbrochen, bis nach Amerika erstreckte. 

Aus Irland kennt man ausser den winzigen Resten im nordöstlichen Gebirge keinen Jura; weder die grosse 
centrale Kohlenkalktafel noch die Randgebirge haben weitere Spuren geliefert, und die Ansicht von Hüll, dass 
Irland seit sehr langer Zeit eine Insel ist, hat sehr viel Waluscheinlichkeit, wenn auch keinen entscheidenden 
]5cweis für sich. ^ 

Wir kehren von dieser Abschweifung gegen Norden und Westen wieder zu der „paläozoischen Axe" des 
südöstlichen England zurück, wo ein alter Landrücken von mittel- und oberjurassischen Bildungen übergreifend 
bedeckt wird. Ganz analoge Verhältnisse finden wir wieder, wenn wir den Canal überschreiten und bei 
Boulogne-sur-Mer die gegenüberliegende Küste von Frankreich betreten. Hier liegen auf den Ablagerungen 
der Kohleuformation zunächst Sandsteine, die man für eine Binnenentwieklung des Unterooliths hält, dann 
folgen, wie in der Nähe von London, als älteste marine Sedimente ver.schiedene Glieder der Bathstufe und dann 
der ganze obere Jura, und es seheint also auch hier, wie bei London bis nach der Mitte der Jurazeit keine 
Meeresbedeckung stattgefunden zu haben.* 

Wir kommen hier wieder an den Rand eines weiten Gebietes, in welcliem Juraablagerungen fehlen, in 
welchem auch die Trias nur schwach vertreten ist, während ältere Gebilde, von übergreifenden Ablagerungen 
der Kreide und des Tertiär, sowie von jungem Schwemmland theilweise verdeckt, allgemein verbreitet auftreten. 
Zunächst treffen wir von Boulogne nach Osten fortschreitend auf das belgische Kohlengebiet, an das sich 
die Ar denn en anschliessen, ferner jene grosse Masse archaischer und paläzoischer Gebilde im nordwest- 
lichen Deutschland, zu welchem Hohe Venn, Eifel, Idarwald, Huusrück, Taunus, Westerwald und 
Sauerland gehören, und welche gegen Norden unter die Diluvial- und Alluvialbildungen am Rhein und der 
Maas und unter die Kreide Westphalens untertauchen. 

Mehrere Thatsachen liefern den ziemlich sicheren Beweis, dass wir es hier mit den Resten einer alten 
Insel zu thun haben, die zur Jurazeit aus dem Meere hervorragte. In erster Linie spricht dafür die unmittelbare 
Auflagerung der Kreidebildungen und auch von Wealden auf altem Gebirge, eine Erscheinung, die namentlich 
im nördlichen Theile des Gebietes so verbreitet auftritt und so allgemein bekannt ist, dass es überflüssig ist, 
einzelne Beispiele anzuführen. Zu demselben Ergebuiss führt uns der eben besprochene Umstand, dass selbst 
die letzten schwachen Ausläufer dieser Masse bei Boulogne und London nur von der Bathstufe und dem oberen 
Jura bedeckt werden, und dass auch dieser letztere im Pas de Calais eine Seichtwasserbildung ausgesprochenster 
Art ist, in welcher die einzelnen Eutwicklungsarten auf den kürzesten Strecken wechseln.^ 

Auch in den Sedimenten der Juraformation, welche diese alten Gesteine umgeben, findet die Nähe des 
Landes deutlichen Ausdruck; es ist dies namentlich mit dem Augulatensandstein des untersten Lias der Fall, 
welcher sich in seiner Verbreitung an die Umgebung dieser Insel hält; wir finden denselben im nordwestlichen 
Deutschland, Württemberg, Baden, Elsass-Lothringen, Luxemburg und den anstossenden Theilen von Frankreich 



1 Hüll, the physical geology and geography of Ireland. 1S78. 

2 Pellat, Annales de la sod6t6 g^ologiqiie du Nord, Vul. V. — Gossolet, esquisse geologiqiie du Nord, p. lim. — 
Lappai-ent, traitö de geologie, p. 856. 

3 Loriol et Pellat, moviographie p.alöontologiqnc et geologiqne de l'ötage Portlandien des euvirons du Boulogne-sur- 
Mer. Memoires de la soci6t6 de phys. et d'hist. nat. de Gen6ve. 186G. Vol. 19. — Loriol et Pellat, Monographie göolo- 
gique et paleontologiquc des etages suporioiirs de lu foruiation jurassicpie do Üouiogne-sur-Mer. Ebenda 1874. Vol. 23, 24. 



Die (/t'Of/raphit^chr Vcrlimtuini der .Jicrnfornutilon. 79 

ausgezeicLnet entwickelt, wähieDcl derselbe iu etwas grösserer Eutferiuing, z. B. iu Franken, der Schweiz und 
am Nordraude des Centralplateaus von Frankreich zurücktritt. Die stärkste Entwicklung finden wir im 
Luxemburgischen, wo auch in anderen Horizonten des Lias sich vielfach sandige Bildungen einstellen. 
Spärlicher werden derartige Andeutungen allerdings in höheren Schichten, doch darf wohl auf denselben 
Ursprungsort das Vorkommen sandigen Materials in den Kimmeridgebildungen der Weserkette bei Lüb- 
becke, an der Egge u. s. w. zurückgeführt werden, zumal da diese Entwickluugsart mit der meist in Nord- 
west-Deutschland verbreiteten kalkigen Ausbildungsweise im auffallendsten Gegensätze steht. ^ Endlich 
mag aucli an das Auftreten des dem Neocom angehörigen Quadersandsteines im Teutoburgerwald erinnert 
werden. 

Schwierig wird die Frage nach der Umgrenzung der Ardenneninsel, wie ich dieses alte Festland nennen 
will. Schon aus den Profilen bei Boulogne, ferner aus dem verschiedenen Verhalten der umgebenden Sedimente 
aus verschiedenen Abtheilungen des Jura lässt sich schliessen, dass nicht während der ganzen Dauer dieser 
Formation das feste Land denselben Umfang gehabt habe, sondern dass dasselbe während des Lias am 
grössten war und später bedeutend an Ausdehnung verlor. Am Südende sehen wir auch hier wie am Schwarz- 
wald, an denVogesen u. s.w. ein ganz ähnliches System paralleler stufenförmig absitzender Verwerfungen, durch 
welche in den Ardennen der Jura an vielen Punkten in unmittelbaren Contact mit paläozoischen Bildungen 
kömmt, ^ und wir dürfen daraus mit derselben Sicherheit schliessen, dass der Jura viel weiter nach Norden 
reichte, als ihn die geologische Karte angibt. Auch für das deutsche Gebiet machen sich ähnliche Verhältnisse 
geltend, auch hier haben riesige Denudationen stattgefunden, ja F. v. Richthofen bezeichnet z.B. das Gebiet 
der Eifel geradezu als eine Abrasiousfläche. Wie weit aber der Jura von Süden her etwa gereicht haben mag, 
lässt sich nicht angeben, und ähnlich verhält es sich gegen Osten. 

Im Nordosten * bilden der Teutoburgerwald und in seiner Verlängerung die Reihe isolirter Schollen , die 
hier bis in die Gegend von Arolseu und Warhurg zieht, die der Ardenneninsel am nächsten gelegenen Jura- 
vorkommnisse ; sie tauchen unter die Kreidebildungen der westphälischen Mulde hinab, aber sie kommen 
an deren jenseitigen Rande nicht mehr zum Vorschein; hier liegt die Kreideformation unmittelbar auf dem 
Kohlengebirge auf und es lässl sich nicht bestimmen, wo unter der Decke jener die Südgrenze des Jura sich 
befindet. 

Weiterhin nach Westen fehlen fast alle Andeutungen von Juraablagerungen, doch zeigen die Angaben 
von Schlüter, welcher nicht weit von Aahaus nahe der holländischen Grenze ein Exemplar von Schlotheimia 
angukita aus einer Brunnengrabung erhielt,* dass eine Fortsetzung der Jurabilduugen unter dem Diluvium 
vorhanden ist. Noch etwas weiter nordwestUch wurden von Hosius aus einem Bohrloche bei Wesecke 
bituminöse Schiefer mit Inoceramus amygdaloides als oberer Lias angeführt;^ es entstanden wohl Zweifel an 
dieser Deutung, aber v. Dechen und Schlüter haben sich der wohl kaum zu bestreitenden Ansicht von 
Hosius angeschlossen.^ 

Sind auch diese Daten sehr unvollständig, so geben sie uns doch eine annähernde Vorstellung von dem 
Umfange der Ardenneninsel und danach wurden die Umrisse derselben hypothetisch in die Karte eingetragen. 

Der nordwestdeutsche Jura, seine Lage und Bedeutung bedarf keiner weiteren Erörterung, nach- 
dem die Beziehungen desselben zu den Bildungen in Süddeutschland schon eingehend erörtert wurden. 
Weiterhin finden sich im Norden und Osten der dem Harze vorgelagerten grösseren Vorkommnisse zahlreiche 



1 F. Römer, die jurassische Weserkette, eine geognostische Monographie. Verhandhingen des naturhistorischen Vereins 
für die Kheinlaude und Westphiilen. :söS. Vol. 15. 8. 352 ff. 

- Go.s8elet, Esqnisse göologique du nord de la France. S. 183. 

3 Für die folgenden Verhältnisse vergl. namentlich: H. v. Dechen, geolog. und paläontolog. Übersicht der Rheinpro- 
vinz und der Provinz Westphalen. — Ferner desselben geolog. Karte der Rhehiprovinz und der Provinz Westphaleu. 

* Schlüter, Verhandlungen des naturwissenschaftlichen Vereines für die Rheinlande und Westphalen. Is74. Bd. 31. 
Sitzungsber. S. 229. 

5 Hosius, ebenda. 1S60. Bd. 17. Sitzungsber. S. 290. 

6 v. Dechen, a. a. 0. S. 385. 



80 M. Netimayr. 

vereinzelte Spuren von Jura vor, welche die Verbreitung über die ganze norddeutsche Ebene beweisen, 
doch ist all' das, was man kennt, fragmentarisch, es besteht entweder aus ganz unbedeutenden anstehenden 
Partien oder aus isolirten Geschieben im Diluvium, oft den einzigen bekannten Resten von Ablagerungen, so 
dass eine Deutung der Einzelheiten sehr schwierig wird. 

Im Allgemeinen lässt sich mit Sicherheit über das Vorkommen des „baltischen Jura", wie Beyrich 
diese Bildungen genannt hat, ' sagen, dass in den westlichen Theilen des Gebietes die älteren, in den östlichen 
die jüngeren Jurastufen stärker vertreten sind. In der Gegend von Hamburg und in Holstein treten ver- 
schiedene Gesteine des Lias und der untersten Dogger auf, von denen namentlich die aus der Grenzregion 
dieser beiden Stufen stammenden Vorkommnisse hier vorherrschen;^ für andere wird die Insel Bornholm, 
das südlichste Schweden (Schonen') oder auch Mecklenburg und Pommern als Heimat genannt. 
Natürlich muss man sich stets daran erinnern, dass mit einer derartigen Angabe über die Herkunft erratischer 
Geschiebe nicht mehr ausgedrückt wird, als dass an diesem oder jenem Orte genau dasselbe Gestein mit den- 
selben Fossilien ansteht, das man als Findling angetroflen liat. Jene Schollen anstehender Juraschichten auf 
Bornholm, in Schonen, in Mecklenburg und Pommern sind nur unbedeutende Erosionsreste früher weithin im 
baltischen Gebiete verbreiteter Decken von Sedimenten. Lias als einziger anstehender Vertreter des Jura ist 
auch aus Mecklenburg bekannt, wo namentlich die Oberegion desselben entwickelt ist.^ In ähnlicher Weise 
zeigen auch die südskandinavischen Vorkommnisse nur Lias; auf Bornholm scheinen die kohlenführenden 
Ablagerungen über marinen Schichten des mittleren Lias zu liegen, während in Schonen abgesehen von den 
bekannten Vorkommnissen rhätischer Schichten namentlich Arieteukalke entwickelt sind.* 

Es fragt sieh zunächst, ob in diesen westlichen Gegenden die höheren Juraschichten in mariner Entwicklung 
überhaupt nicht abgelagert worden sind ; es Hesse sich in der That ein Anhaltspunkt für eine solche Ansicht 
in dem Umstände finden, dass auf Bornholm zu oberst kohlenführende Bildungen auftreten. Allein es liegen 
doch wichtige Thatsachen vor, welche zu der entgegengesetzten Auffassung zwingen. Das Vorkommen von 
Geschieben mit Parkiiisonia Farliinsoni und mit Kellowayversteinerungen würde allerdings nichts beweisen, 
da diese aus den östlichen Verbreitung.sbezirken stammen können, wenn auch der Umstand von Bedeutung ist, 
dass das im Geschiebelehm von Bülk in Holstein gefundene Parkinsoniergestein weiter im Osten nicht 
wieder auftritt.'' Entscheidend scheint mir dagegen das Auftreten von Kellowaygeschieben auf Seeland, in 
Jütland, und vor Allem bei Helsingborg und Romeleklint in Schweden.® Höhere Juraschichten 
sind allerdings in dieser Region auch unter den Geschielien nicht vertreten, doch ist es mir auch hier wahr- 
scheinlicher, dass das Fehlen einer vordiluvialen Denudation nicht einer Trockenlegung der betreffenden 
Gegenden zuzuschreiben sei. In diesem letzteren Falle handelt es sich aber nicht um eine durch Beweise gestützte 
bestimmte Ansicht, sondern bei der Abwägung der zwei vorhandenen Möglichkeiten seheint mir lediglich der 
Umstand für das frühere Vorhandensein höherer Juraschichten zu sprechen, dass in Europa im Allgemeinen das 
Maximum der Verbreitung mariner Ablagerungen etwa an die obere Grenze der Oxfordschichten fällt. 



1 Beyi-lch, Zeitschr. der deutschen geolog. Gesellschaft. 1861, S. 143. 

2 Zimmermann, Jiirageschiebe aus Holstein. Neues Jahrbuch 1818. S. 791. — Zimmermann, Jurago.schiebe von 
Hamburg. Zeitschr. der deutschen geolog. fJesellsehaft. iSfiS. S. 247. — Meyn, Jurageschiebe aus Ahreudsburg. Zeitschr. 
der deutschen geol. Gesellschaft. 18(57, p. 41 und 1874, p. 355. — Gottsche und Wiebel, Skizze zur Geoguosie Hamburgs 
und seiner Umgebung. Festschrift der 4i). Versammlung deutscher Naturforscher 187G. — Gottsche, die Sedimentärgeschiebe 
der Provinz Schleswig-Holstein. Yokohama 1883. 

a E. Geinitz, Beitrag zur Geologie Mecklenburgs. Archiv des Vereines der Freuude der Naturwisseuschafteu in Meck- 
lenburg. 1879. — E. Geiuitz, der Jura von Dobbertin in Mecklenburg und seiue Versteinerungen. Zeitschrift der deutschen 
geologischen Gesellschaft. 1880, S. 5io. 

1 Forchhammer, om de Bornholmske kulforraationen. Danske Vidensk. Selsk. Af. 1838, Vol. VII. S. 1—64. — Lund- 
gren, Bidrag tili kaennedomen om Juraformationen paa Boruholm. Lund 1878. — Hebert, recherches sur l'age des grhs ä 
combustibles de Helsingborg et Hogauäs. Annales des sciences geologiques. Vol. I. — Lundgren, Studien öfver faunen i 
den steukolsförande bildiugar i uordviirtre Skäne. Lund 1878. — Lundgren, Undersokninger oever MoUusktauuen i Sveriges 
äldre mesozoiske bildiugar. Lund, Universitäts arsskrift. Vol. 13. 

•'' Gottsche, Sedimeutärgcschichto Schleswig-Holsteins 1. c. S. 37. 

fi Gottsche, 1. c. S. 59. 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 8 1 

In Pommern ist Lias, mittlerer imd oberer Jura von mehreren Punkten tlieils anstehend, theils in sehr 
grossen Blöcken bekannt, die nicht auf weite Strecken transportirt sein dürften. ' Der östlichste Punkt, von 
welchem wir Lias kennen, ist Camniin, weiterhin treten dann nur mehr höhere Schichten sowohl anstehend 
wie in Geschieben auf. Von anstehenden Vorkommnissen weiter im Osten sind namentlich einige Vorkommnisse 
von Oxfordkalken mit Bhynchonella cracoviensis, Terebratula hisuffarcinata, Waldheimia trigoneUa im östlichen 
Theile von Posen und in den anstossenden Theilen von Polen, bei Inowrazlaw, Parcin, Pilica u. s. w. zu nen- 
nen, welche sich in ihrer Fauna enge an die Vorkommnisse in Oberschlesien, bei Krakau und Czenstochau an- 
schlicssen. Ferner hat Römer bei Inowrazlaw auch ein etwas tieferes Niveau mit Harpoceras hectictim, Aspi- 
doceras pcrarmatum u. s. w. nachgewiesen, und dieses findet sich vermuthlich auch bei l'insk. Bei Neudamm 
im Samland treten Geschiebe mit Amaltheiis Lamberfi in solcher Häufigkeit auf, dass das Hervortreten von Jura 
in dieserGegend wahrscheinlich wird, und endlich hat im äiisserstenNordosten Deutschlands das Bohrloch von 
Purmallen bei Memel Kelloway- und Oxfordschiehten mit Gryphaea dilatafa und einer costaten Trigonie auf- 
geschlossen. Diese Zusammenstellung mag nicht ganz vollständig sein, sie erfüllt aber jedenfalls den hier 
zunächst vorliegenden Zweck, auf die weite Verbreitung einer allerdings theilweise durch Denudation zerstörten 
Decke von Juravorkonimnissen unter den jüngeren Ablagerungen der norddeutschen Ebene hinzuweisen. * 

Unter den Geschieben finden sich in den östlicheren Gegenden selten Vertreter der Parkinsonier- 
schichten, ebenfalls ziemlich spärlich oberjurassische Gesteine, Nerineenkalke, Kalkmergel mxiExogyra virgula 
imd braungrauer mürber Sandstein mit Perisphiiictes cf. blplex und einer Trigonie aus der Gruppe der Clavel- 
laten, doch sind all' diese Vorkommnisse nur sehr dürftig vertreten.^ Weitaus am häufigsten finden sich die 
auch weiter im Westen viel verbreiteten Gesteine der Kellowaystufe, diese bezeichnendsten Glieder des baltischen 
Jura, die ihr häufiges Vorkommen wohl hauptsächlich der sehr zähen widerstandskräftigen Beschaffenheit ihrer 
kieseligen Kalke verdanken. Diese Vorkommnisse, welchen schon eine sehr ansehnliche Literatur, leider aber 
noch keine zusammenfassende Monographie gewidmet ist, sind durch das Vorkommen von Cosmoceras Jason 
und durch eine gi-osse Zahl anderer Fossilien charakterisirt; höhere Schichten des Kelloway mit Cardioceras 
Lamberti sind seltener vertreten.* 

Besonderes Interesse gewinnen diese Bildungen durch ihre nahe Verwandtschaft mit jenen wichtigen, 
isolirten Juravorkommen mitten auf den alten Bildungen der baltischen Provinzen Russlands; es sind das 
die berühmten Localitäten von Popiläny und andern Punkten an der AVinda, theils in Curland, theils im 
Gouvernement Kowno gelegen, welche von L. v. Buch und namentlich eingehend von Grewinck geschildert 
worden sind. Sie stellen ein Bindeglied dar, welches die mitteleuropäischen Juraablagerungen mit jenen einer 
anderen grossen Provinz, der russischen, verknüpft, und gehören darum zu den wichtigsten Juravorkomm- 
nissen, die wir kennen. ^ 



1 Wessel. der Jura m Pommern. Zeitschrift der deutschen geologischen Gesellschaft 1S54. S.30ö. — Beyrich, ebenda. 
1S61, S. 143. — Sadebeck, ein Beitrag zur Kenntniss des baltischen .Jura, ebenda ISOC. S. 292. — Berendt, anstehender 
Jura in Vorpommern, ebenda 1874. S. .3.55. — Beyrich, ebenda 1870, S. G74. — Hauehecorne, ebenda S. 432 775. 

2 Runge, Zeitschrift der deutschen geologiachen Gesellschaft. Bd. 21, S. 470. Bd. 22, S. 44. — Schubert Zeitschr. 
für Berg-, Hütten- und Salinenwesen 1875. Bd. 23. — F. Römer, 55. Jahresbericht des schlesischen Vereines für vaterländische 
Cultur. 1877. S. 59. — Jentzsch, Jahrbuch der preuss. geolog. Landesanstalt. 1880, S. 349. — Jentzsch, Jura von Ino- 
wrazlaw, Schriften der Königsberger i)hysikalisi-h-ükonomischen Gesellschaft. 1883. Sitzungsb. S. 41. — Jentzsch, derUnter- 
gruud des norddeutschen Flachlandes. Ebenda issi. S. 45. — Huysseu, Übersicht der bisherigen Ergebnisse der vom preus- 
sischen Staate ausgeführten Bohrungen im norddeutschen Flachlande. Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellschaft. 1880, 
S. 629. — Berendt und Jentzsch, neuere Tiefbohrungen in Purnialleu bei Memel. Jahrbuch d. k. preussischen geologischen 
Landesanstalt. 1882. S. 347. — Grewinck, das Bohrloch von Pnrmalieu im Lichte der geolog. Kenntniss seiner Umgebung. 
Dorpat, Sitzungsber. der naturlbrsch. Gesollsch. 1877, S. 559. 

ä Vergl. namentlich Berendt und Dames, geologische Beschreibung der Gegend von Berlin. 1880. S. 88. — Dames, 
Zeitschr. der deutsch, geolog. Gesellsch. 1874. S. 3G4. 

* Ausser den schon erwähnten Aufsätzen von Beyrich, Dames undGottsche vergl. Andrae, Zeitschr. der deut- 
schen geolog. Gesellschalt. 1800. S. 573. — F. Römer, ebenda 1862. S. 619. — E. Suess. Neues Jahrbuch 1807. S. 342. 

5 L. V. Buch, Beitrag zur Bestimmung der Gebirgsforniatiouen in Russland. Karstens Archiv. 1840. Bd. 15. S. 75. — 
Grewinck, Geologie von Liv- und Curland. Archiv für die Naturkunde Esth-, Cur- und Livlands. 1858. Scr. I, Vol. IL 

ücnkschi'ilten der inalliera.-iiatuiw. Gl. L. Bd. j I 



82 M. Nmimaijr. 



IV. Ursprung" der meclianischen Sedimente in Mitteleuropa. 

Während bisher fast uur die Verbreitung, die Fauna und die Lagerung der Scliicbteu näher ins Auge 
gefasst wurden, und der Gesteinscharakter uur ganz nebenbei Berücksichtigung fand, wird es nothweudig, 
nun auch diesen letzteren etwas näher zu würdigen. Im Grossen und Ganzen kann man sagen, dass im Lias 
die mechanischen Sedimente stark vorherrschen, dass im oberen Jnra dagegen die zoogenen Kalke dominiren 
während der mittlere Jnra auch in dieser Richtung eine Mittelstellung einnimmt. 

Wir wissen jetzt, dass die mechanischen Sedimente einen Gürtel vou 100 — 200 Seemeilen um die Conti- 
nente zu bilden pflegen, dass die zoogenen Gesteine erst in grösserer Entfernung von den Küsten dominiren, 
aber unter Umständen auch bedeutend näher an das Festland heranrücken. Ferner müssen wir berücksich- 
tigen, dass mächtige und mit ziemlich gleichmässigem Charakter über weite Flächen verbreitete Ablagerungen 
von Thon oder Sand verhältnissmässig grosse Landmasseu erfordern, durch deren Denudation das Material zur 
Gesteinsbildung geliefert wurde. 

Betrachten wir nun von diesem Standpunkte aus die Ablagerungen von Mitteleuropa, so finden wir in 
erster Linie, dass aus dem bedeutenden Überhandnehmen der Kalke im oberen Jura auf eine Abnahme oder 
ein FernerrUcken des Landes geschlossen werden muss. Li der That finden wir, dass der obere und stellenweise 
auch ein Theil des mittleren Jura in vielen Gegenden über ältere Sedimente übcrgrciff, dass er bisher trockenes 
Land überflutet. Es ist das in Böhmen, Schlesien, im ausserkarpathischen Theile von Mähren und in Polen und, 
wie wir später sehen werden, in den weiten Ländergebieten Russlands der Fall; ebenso werden wir finden, 
dass sich auch im Norden eine ganz ähnliche Transgression des oberen Jura einstellt, und dass nördlich von Eng- 
land und Norddeutschland ebenfalls zur Liaszeit weite Continentalflächen existirten. Wir haben also zunächst 
zwei grosse Ursprungsstellen der basischen Thon- und Sandsteinsedimente in Mitteleuropa, einen nordischen 
Continent, von dem die Shetlands-Inseln und Scandinavien Reste darstellen mögen, und einen grossen Ost- 
continent, dessen äussersten Vorsprung die böhmische Masse bildet. Grosse Flüsse, deren Lage wir allerdings 
nicht nachweisen können, mussten hier münden. 

Ausser diesen grossen Landmasseu war noch die grosse Ardenneninsel vorhanden, welche namentlich zu 
Beginn des Lias eine bedeutende Rolle spielte. 

Die tiefsten Ablagerungen des Lias sind vorwiegend kalkiger Natur; die ersten mechanischen Sedimente 
sind die Sandsteine aus der Zone der Schlotheimia angulata. Wenn wir hier die Verbreitung der sandigen 
Ablagerungen verfolgen, so finden wir, dass dieselben weitaus ihre stärkste Entwicklung in der Luxemburger 
Gegend und im Norden von Elsass Lothringen zeigen; nächstdem sind die Sandsteine in Schwaben gut 
vertreten, schwächer inFrauken und Nordwest-Deutschland, in allen anderen Gegenden fehlen sie ganz oder sind 
nur in schwacher Andeutung vorhanden. Mit anderen Worten, der Sand ist auf die Umgebung der Ardennen- 
insel beschränkt und speciell muss ein an deren Südseite mündender Fluss die Hauptmasse des Materials 
geliefert haben, das sich dann nach Süden ausbreitete. 

Die in höherem Niveau folgenden Arieteuschichten sind fast in ganz Mitteleuropa durch Kalke vertreten, 
erst in derOberregiou des unteren Lias, in Quenstedt'sLias ß, nehmen stellenweise dieThone wieder überhand, 
jedoch nicht überall, sondern diese ICrscheinung beschränkt sich auf zwei ziemlich weit von einander entfernte 
Gegenden, auf das nordwestliclie Deutschland und auf Württemberg, während z. B. in Franken und im Schweizer 
Jura nichts derartiges zu finden ist. Die auffallende Übereinstimung der Ablagerungen z. B. in der Gegend von 
Salzgitter und in Schwaben macht es wahrscheinlich, dass eine grosse nordsüdliche Zone solcher Thone 
sich aus der Gegend von Hannover bis nach Württemberg erstreckt habe, eine Annahme, für welche auch der 
Umstand spricht, dass bei Langenbrücken unweit Heidelberg diese Gebilde in ausgezeichneter Entwicklung 
auftreten. 

Die nächsten grosseuThonmassen gehören den Amaltheen-Schichten des mittleren Lias an, welche nament- 
lich im südlichen England, in Norddeutschland, Sclivvabeu, Lothringen, Luxemburg und in einigen Theilen der 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 83 

ausseralpinen Scliweiz in dieser Weise entwickelt sind; merkwürdigerweise sind diese Tlione in Franken nur 
schwach vertreten, während solche hier daflir in der nächst höhereu Zone in den Schichten m\i Ämaltheus 
gpinatus ausserordentlich entwickelt sind; in Schwaben ist diese höhere Zone durch thouarme, nur schwach 
mergelige Kalke vertreten, in Norddeutschland und im südlichen England durch Thone. Wie immer auch das 
Verhältniss der Ablagerungen in Franken und Schwaben zu einander sieh gestalten mag, jedenfalls ist es 
Thatsache, dass von der Oberregion des mittleren Lias die untere Hälfte im Westen, die obere Hälfte im Osten 
dieses Bezirkes durch starke Thonzufuhr ausgezeichnet ist, während dieGesammtheit dieser Stufe in Nordwest- 
Deutschland und Süd-England thonig ist. 

Versuchen wir nun für die Thone des unteren und mittleren Lias die Herkunft zu ermitteln, so ist in 
erster Linie klar, dass die merkwürdige Übereinstimmung in den verschiedenen Gegenden, deren Ähnlichkeit 
hervorgehoben wurde, auf gemeinsamen Ursprung der gleichaltrigen Scblammmassen hinweisen. Aus Westen 
kann die Thonzufuhr nicht kommen, da in Frankreich die Thonentwicklung weit schwächer ist, ebensowenig 
von der Ijöhmischen Masse her, da in Franken der Hauptsaclie nach dieselbe Erscheinung herrscht und nur in 
der Zone des AmaltJmis spinatiis eine Ausnahme stattfindet. Ebensowenig kann das Ardennenfestland 
nach der Vertheilung der Sedimente in Betracht kommen, namentlich wegen des Mangels an unterliasischen 
Thonen in Luxemburg und Lothringen, während für die Amaltheen-Thone das Areal der Insel viel zu klein war, 
um so gewaltige Sedimentmassen zu liefern; wir müssen also den Ursprungsort im Norden suchen. Verfolgen 
wir nun diese Richtung weiter, so finden wir, dass der Mangel entwickelter Tbonbildungen in der Ober- 
region des englischen Unterlias, im Gegensatz zu dem Thonreichtbum, welcher im südliehen England in der 
Oberregion des Mittellins herrscht, auf zwar im Norden gelegene, aber in ihrer Lage doch verschiedene Quellen 
der Thonzufuhr tür beide Abschnitte hinweist. In dem ersteren Falle scheint aus Norden oder Nordosten, 
im letzteren aus Nordwesten der Schlamm herbeigeführt worden zu sein. In der Tliat werden wir sehen, dass 
nach all' diesen Richtungen das mitteleuropäische Becken zur Liaszeit durch weite Festlandsmassen abge- 
schlossen war, und dass von dort aus grosse Ströme ihr schlammbeladenes Wasser ins Meer gebracht haben 
können. 

Eine Schwierigkeit für die Erklärung bietet nur das Auftreten dieser Ablagerungen in Süddeutschland, 
und speciell der Contrast zwischen fränkischer und schwäbischer Entwicklung. Wir können nur eine Deutung 
dieser Thatsachen finden, wir müssen annehmen, dass eine Nordströmung östlich an der Ardenneninsel vorbei 
in das süddeutsche Gebiet vordrang und dahin den fein vertiieilten Schlamm jener im Norden einmündenden 
Flüsse mitführte; nach der Verbreitung und der Mächtigkeit der Sedimente lief diese Meeresströmung während 
der zweiten Hälfte des unteren Lias und während der Ablagerung der Schichten mit AmaUheus manjaritatus 
hart östlich von der Ardenneninsel nach der schwäbischen Region, dann aber erlitt sie eine Ablenkung nach 
Osten, wie das Überhandnehmen der Thone in Franken, jene der Kalkmergcl in Schwaben in der Zone des 
Amaltheus spinatiis beweist. 

Im oberen Lias finden wir den Thongehalt der Gesteine geringer, die Verbreitung analoger Vorkommnisse 
ist eine ähnliche wie im mittleren Lias, doch scheint sieh die an der Ardenneninsel vorüberziehende Strömung 
wieder weiter nach Westen gezogen zu haben, wie die stärkere Entwicklung von Kalken in dem Posidonien- 
Horizonte Frankens andeutet. 

Wir mussten hier zu der Hypothese einer von Norden herkommenden Strömung greifen, welche die 
Sedimente nach Süden brachte; wir werden später noch auf die Spuren ihrer Thätigkeit kommen und uns 
überzeugen, dass eine Reihe verschiedener Thatsachen für die Richtigkeit dieser Annahme spricht. 

Ganz andere Verhältnisse finden wir mit dem Beginne des mittleren Jura; die Unterregion dieser Abtheilung 
ist in England und im nördlichen Frankreich sehr schwach und auch im nordwestlichen Deutschland nicht 
stark entwickelt, die dunklen Thone an der Basis und die darüberliegendeu Eisensandsteine sind Gebilde, 
deren Maximalentwicklung nach Süddeutschland fällt. Bei dieser Art der Verbreitung kann natürlich von einer 
Sedimentzufubr aus Norden nicht die Rede sein, und wir können hier nur annehmen, dass von der 
böhmischen Masse und ihrem ausgedehnten Hinterlande her die mechanischen Sedimente kamen; dafür spricht 

11* 



84: M. Neumayr. 

auch der Umstand, dass die Tlione mit Harpoceras opalimim uud die Eiseusandsteioe mit Ilaipoceras 
Murchisonae gerade in Franken so ausserordeutlicli entwickelt sind. 

Nach dieser bedeutendsten Entwicklung des mechanischen Sedimentes, die wir im süddeutschen Jura 
überhaupt kennen, erfolgt keine Sedimentzufuhr mehr von Westen her; denn gerade um jene Zeit mit den 
letzten Phasen der Bildung des Eisensandsteines begann die grosse Transgression des Jurameeres nach Osten, 
und der grosse Continent, dessen vorspringenden Ausläufer die böhmische Masse bildete, wurde zum grossen 
Theile überflutet. 

Die Oberregion des mittleren Jura ist nicht eben reich an mechanischen Sedimenten, erst in der Kelloway- 
stufe und in den tieferen Oxfordschichten nehmen sie wieder starke Bedeutung an; es ist das die Region der 
auch die Kellowaystufe umfassenden Oxfordthone in England und Nord-Frankreich, der Ornatenthone und der 
Thone mit Terebratida impressa im Süden. Die Verbreitung der Thonsedimente ist hier wieder eine ganz andere, 
als im Beginne des mittleren Jura, sie erinnert weit mehr an die Vorkommnisse des mittleren Lias, speciell an 
die Amaltheentbone; auch hier ist das Maximum und mutLmasslicher Ausgangspunkt im Nordwesten, auch hier 
finden wir eine auffallende Reduction der Mächtigkeit in Franken gegenüber Schwaben, und wir werden 
dadurch auf gleiche Verhältnisse hingewiesen, wie sie oben geschildert wurden. 

Von da an tritt der grosse Wendepunkt in der Beschaffenheit der jurassischen Sedimente ein; Thone 
sind in den höheren Jurabildungen fast ganz auf England und das nördlichste Frankreich beschränkt; in allen 
anderen Gegenden Mitteleuropa 's ist von nun an die kalkige Entwicklung weitaus vorwiegend, wenn auch 
vereinzelte Thonbildungen nicht fehlen. DieUrsache fUrdiese Veränderung ist sehr leicht anzugeben ; wir werden 
bei der weiteren Besprechung der Verbreitung des Jura uns überzeugen, dass jene weiten Festlandsregionen 
im Norden und Osten, welche bisher Schlamm geliefert hatten, nun grossentheils selbst vom Meere überflutet 
■wurden, die Zufuhr der Sinkstoffe hörte in Folge dessen auf. Auch als das Meer gegen Ende der Jurazeit in 
Mitteleuropa seichter, und ein Theil des Landes in den letzten Phasen der Formation trocken gelegt wurde, 
kam von diesem neu entstehenden Festlande kein thoniger Schlamm, sondern nur kalkiger Detritus, und zwar 
so reichlich, dass das Meerwasser nicht die ganze Menge der hergeführten schwebenden Kalktheile aufzulösen 
im Stande war; so konnten sich local, in Buchten, mechanische Kalksedimente bilden, wie wir sie namentlich 
in den lithographischen Schiefern von Eichstädt, Solenhofen, Nusplingen und Cirin vor uns sehen. 

V. Der Jura der nordischen Region. 

Die Verbreitung des russischen Jura darf in ihren Hauptumrissen als bekannt vorausgesetzt werden. 
Sie bedeckt grosse Räume des europäischen Russland, allein die vorhandenen Ablagerungen bilden, wie wohl 
ziemlich allgemein angenommen wird, nur die Denudationreste einer früher weit bedeutenderen Ausdehnung, 
die sich jedenfalls gegen Osten bis an den Fuss des Ural erstreckte, während gegen Nordosten die Ablagerungen 
an der Petschora' mit jenen von Moskau in Verbindung standen; die Verbreitung nach den andern Himmels- 
richtungen wird später besprochen werden. 

Um über die uns hier beschäftigenden Fragen Klarheit zu erhalten, ist es nothwendig, uns etwas mit der 
Gliederung des russischen Jura zu befassen. Nachdem L. v. Budi die Grundlage für das Verständniss 
gegeben hatte,* bildeten einen wesentlichen Fortschritt die Untersuchungen von Murchison, Verneuil und 
Keyserling,^ und die Beschreibung der von ihnen gesammelten Versteinerungen durch d'Orbigny lieferte 
in paläontologischer Hinsicht das Funtamentalwerk über diesen Gegenstand. * Dagegen hatte in geologischer 
Richtung noch keine richtige Auffassung platzgegriffen, indem der ganze russische Jura als dem westeuropäi- 



1 Keyserling, wissenschaftliche Beobachtungen auf einer Reise in das Petsehoraland 1846. 

2 L. V.Buch, Beitrag zur Bestimmung der Gehirgsformationen in Russland. Karsten's Archiv, Bd. 15. 1840. 

3 Murchison, Verneuil, Keyserling, Geology of Russia iu Europe and the Ural Mountains. Vol. I. 1845. 

• D'Orbigny in Murchison, Verneuil, Keyserling, Geologie de la Russie d' Europe et des montagnes de l'Oural. 
Vol. U, S. 418—488, 



Die rjeocjraphisclte Verbreitung der Juraformedion. 85 

sehen Callovien und Oxfordien entsprechend betrachtet wurde. Es waren die Arbeiten einer Reihe russischer 
Geologen, welche die Keuntniss förderten und eine Gliederung' der Jnnischicliten durchführten. Roniller, 
Voisshisky, Hoffmann, Auerbach und Andere erwarben sich hier grosse Verdienste, vor Allem aber 
waren es die Arbeiten von Trautsehold, welche bahnbrechend wirkten, und aufweichen alle weiteren Unter- 
suchungen beruhen, w-enn sich auch in einigen Punkten die Auifassung jetzt verändert hat. ' 

Ich selbst habe zu zeigen gesucht, dass in den tieferen Schichten des russischen Jura die Übereinstimmung 
mit Mitteieuroiia eine grössere, in den höheren Lagen eine geringere ist, als man bis dahin angenommen 
hatte, und dass für jene scharfe Parallelen mit den Bildungen des Westens möglich sind.^ Diese Auffassung 
ist von einer Anzahl russischer Geologen angenommen, aber die ausgesprochenen Ansichten wesentlich 
erweitert und im Einzelnen verbessert worden, und einer Reihe neuerer Arbeiten von Karitsky, ^ Lahns en,* 
Milasehe witsch,^ Nikitin,*' Pawlow, " 8i nzow,* Tei sseyre' und Vischniakoff '" verdanken wir nun 
eine sehr j:enaue Kenntniss einer Anzahl wichtiger Vorkommnisse. 

Die Reihe der Ablagerungen beginnt mit den Macrocephalcnschichten und dann folgt eine, wie es scheint 
ununterbrochene Serie bis an die obere Grenze des Jura, die allerdings nur an wenigen Punkten vollständig 
sichtbar ist. In denKelloway- und Oxfordschichten ist die Übereinstimmung mit Westeuropa eine ausserordent- 
lich grosse; in der ersteren Stufe ist eine tiefere Abtheilung mit Macrocephalen und eine höhere mit Ornaten 
zu unterscheiden, dann folgen Ablagerungen mit Canlioccrus cordation, darüber solche mit Cardioceran alternans, 
welche zusammen die Oxford- und vermuthlich auch einen Theil der Kimmeridgestufe vertreten. Die Zahl der 
übereinstimmenden Arten ist namentlich in den tieferen Schichten eine sehr grosse, und weist mit voller 
Bestimmtheit darauf hin, dass Mitteleuropa und das russische Becken damals in offener Verbindung 
waren. Die Unterschiede zwischen den lieiderseitigen Bildungen sind, wie an einem anderen Orte gezeigt 



1 Es würde zu weit führen, hier die ganze ältere Literatur über russischen Jura aufzuzählen; unter den zahlreichen Arbeiten 
von Trautsehold sind für die allgemeine Übersicht namentlich wichtig: Der Moskauer Jura, verglichen mit dem westeuro- 
päischen. Zeitschr. d. deutschen geolog. Gesellschaft isel, S. 3(31. — Das Gouvernement Moskau, ebenda. 1S72. S. 361. — 
Nomenciator palaeontohigicus der jurassischen Formation in Kussland. Bulletins de la societe des naturalistes de Moscou. 1862. 
Vol. II, S. 356. — Ergänzung zur Fauna des russischen Jura. Verhandl. der Petersburger mineralog. Gesellschaft 1876. — Der 
russische Jura. Neues Jahrbuch 1877. S. 474. 

-' Neumayr, die Ornatenthone von Tschulkowo und die Stellung des russischen Jura. Ben ecke's geognostischpaläon- 
tologische Beiträge 1870. Bd. K, S. Sil. 

8 Karitzky, geologische Untersuchung im Kancwsky' sehen Kreise des Gouvernements Kiew, angestellt in den Jahren 
1882 und 1883. Petersburg 1884. (Russisch). 

* Lahusen, über die jurassischen Bildungen im südwestlichen Theile des Gouvernements Rjäsan. Neues Jahrbuch l.s77. 
S. 483. — Die Fauna der jurassischen Bildungen des rjäsanschen Gouverueraents. Memoires du comit6 geologique, Vol. I. Nr.l. 
Petersburg 1883. 

s Milas ehe witsch, Etudes palöontologiques. 2. Sur les co\iches a Ammonites »lacrocephahis en Russie. Bulletins de la 
societ6 des naturalistes de Moscou. 1879, Vol. II. — Geologische Untersuchung aus dem Sommer des Jahres 1878 im süd- 
westlichen Theile des Gouvernements Kostrome; Materialien zur Geologie Russlands. Bd. 10. ^Russisch). 

6 Nikitin, die Ammoniten der Gruppe Ups Am(ilthei<sfuiiiferns. Bulletins de la sociöto des naturalistes de Moscou 1878- 
Vol. II. (Russisch). — Der Jura der Umgebung von Elatma, eine paläontologisch -geognostische Monographie. Nouvelles 
memoires de la societö des naturalistes de Moscou issl. Vol. 14. — Die Juraablagerungen zwischen Rybinsk, Mologa und 
Myschkin an der oberen Wolga. Memoires de l'acadömie imperiale des sciences du St. P6tersbourg. 1881. S6r. VII, Vol. 28, 
Nr. 4. — Allgemeine geologische Karte von Russland. Blatt 56. Jaroslawl. Memoires du comit6 gfeologique. Vol. I, Nr. 2. — 
Petersburg 1884. 

' Pawlow, der Jura au der unteren Wolga. Moskau 1884. (Kussisch). — Pawlow, notious sur le Systeme jurassique 
de Test de la Russie isS4. Bulletins de la societe geologique de France 1884, S6r. III, Vol. 12, pag. 694. — Pawlow, die 
Jurabildungen von Ssimbirsk. Verhandlungen der geologischen Reichsanstalt. Wien 1885. 

* Sinzow, geologische Beschreibung des Gouvernements Saratof. Verhandl. der mineralog. Gesellschaft in Petersburg. 
1870. (Russisch). 

3 L. Teisseyre, ein Beitrag zurKenntnis der Cephalupodenfauna der Ornatenthone im Gouvernement Rjäsan. Sitzungsb. 
der k. Akad. d. Wissensch. in Wien, mathematisch-uaturw. Classe, Bd. 88, Abth. I; S. 537. 1883. — Przyczynek do znajo- 
mosci Formacyi Jurasowcj srodkowo-rosyjskiego-rozwoju. Sitzungsberichte der mathem.-naturw. Classe der Krakauer Akad. 
1882, Bd. 10. 

10 Vischniakoff, Notice sur les comtes jurassiquea de Syzran. Moskau 1874, 



86 M. Neumayr. 

wurde, solche, wie sie verscliiedene Meeresprovinzen mit abweichenden klimatischen Verhältnissen charakte- 
risiren. i 

Für ims ist vor Allem die Frage von Wichtigkeit, welclier Art die Verbindung zwischen beiden Becken, 
und wo dieselben gelegen waren. Auf der einen Seite deutet das oben genannte isolirte Vorkommen von 
Popiläny .■in der Winda auf das Vorhandensein einer Wasserstrasse vom nordöstlichen Deutschland aus der 
Region des baltischen Jura her, und darauf weist auch das häufige Vorkommen gewisser Formen im russischen 
Jura liin, welche in der Nordzone der mitteleuropäischen Provinz vorkommen, in Süddeutschland und im ost- 
sudetischen Jura dagegen fehlen oder sehr selten sind; hierher gehört die Gruppe des Stephanoceras coronatum 
und des Belenuiites exceniricus. Wir dürfen also die alte Ansicht vollkommen adoptiren, dass der baltische Jura 
mit dem russischen in Verbindung war. 

Auf eine zweite Communication hat wolil Trautschold zuerst hingewiesen, sie führte aus dem ober- 
schlesisch-polnischcn Gebiete nach Iniierrussland; dafür spricht eine Reihe von Typen, welche theils für die 
Krakauer Gegend, theils für Czenstocbau in Polen, theils für den Brünuer Jura charakterisch sind und 
bei Moskau wiederkehren. Hieher g&h'övt Trehmtula pseudotrkjonella Ty&Vit^ eh., welche selir innig mit 
Terehratula calear Suess aus Baiin verwandt ist,^ Cosmuceras Fuchsi Neum. von Baiin ist nach Teisseyre 
durch eine sehr nahe stehende Form in den Ornatenschichten des Gouvernements Rjäsan veitreten. Peltoceras 
instabile Uh lig des Brünner Jura hat L ah u s e n in derselben Gegend nachgewiesen, und nach einer mündlichen 
Mittheilung von Herrn v. Bukowsky kömmt die Gruppe des Perisphindes mosqumsis bei Czenstochau in 
Polen vor; endlich erinnere ich mich bestimmt, die von Lahuseu aus Tschnlkowo als PerispUndes variahilis 
beschriebene Form von Baiin gesehen zu haben. 

Waren demnach Verbindungen nach beiden Richtungen hin vorhanden, so bleibt die Frage zu erörtern 
übrig, ob wir zwei getrennte Meeresstrassen anzunehmen haben, oder ein weithin offenes Meer, das den ganzen 
Raum zwischen dem baltischen Gebiete, der Gegend von Krakau und dem Moskauer Becken überflutete. Das 
Vorkommen von anstehendem Gestein gibt uns keinen Aufschluss, da abgesehen von dem Jura an der Winda 
nielits von derartigen Vorkommnissen bekannt ist, es mUsste demnach im Fall der zweiten Annahme eine 
Sedimentdecke von ganz enormer Ausdehnung denudirt sein. Allerdings bildet das keine Unmöglichkeit ; weit 
schwerer wiegen dagegen die Beweise, welche der Charakter der Fauna liefert. Die russische Jurafauna 
hat entschieden nordischen Charakter, auch in Gegenden, die weit südlicher liegen als die Localitäten des 
baltischen Jura; das wäre kaum möglich, wenn eine ganz ungehinderte Verbindung vorhanden gewesen wäre. 
Sind dagegen nur zwei Meeresstrassen von massiger Breite und zwischen diesen eine bedeutende Insel vor- 
handen, dann ist es sehr wohl verständlich, dass im russischen Becken als einem nach Norden offenen Theile 
des borealen Meeres die Temperatur des Wassers kalt genug blieb, um den nordischen Faunencharakter 
hervortreten zu lassen. 

Nach dem Ende der Oxfordstufe ändert sich das Verhältniss vollständig, es tritt eine durchaus 
abweichende Entwicklung der Fauna ein. und wenigstens was die Ammoniten anlangt, können nur ganz ver- 
einzelte Formen genannt werden, welche beiden Gebieten gemeinsam sind. Es ist keine Möglichkeit vorhanden, 
directe Parallelen mit mitteleuropäischen Ablagerungen zu ziehen, und ich stimme daher ganz mit dem Vorschlage 
Nikitin's überein, diese höheren Abtheilungen imter dem Namen der Wolgastufe zusammenzufassen, die 
wir ungefähr den oberen Kimmeridge- und Tithoubildungen, vielleicht auch dem untersten Neocom des 
Westens gleichstellen können. 

Über die Ursachen dieser Abweichungen nnd der fortschreitenden Steigerung ihres Betrages kann kein 
Zweifel herrschen, wir müssen ihn der Absperrung der Verbindung nach Westen zuschreiben, mit welcher aller 
Wahrscheinlichkeit nach eine Zunahme des Einflusses der kalten nordischen Gewässer Hand in Hand ging. Ich 



1 Über klimatische Zonen, vergl. oben. 

2 Szajnocha, die Rrachiopodenfauna der Oolithe von Baiin bei Krakau. Denkschriften d. k. Akademie der Wissensch. 
in Wien, mathem.naturw. Clasae, 1S79, Bd. 11, S. i\, Tat. IV, p. 5—7. 



Die f/eograjMsrJie Verhrcifiiiif/ dar Juraformation. 87 

gehe auf diesen Gegenstand nicht ein, da ich denselben sclion früher l)esprochen halje und fasse das Ergebniss 
nur in wenigen Worten zusammen. Mit Beginn der Kellowaystufe wird das russische Recken vom Meere über- 
flutet, eine Verbindung mit Mitteleuropa eröffnet, und das neu entstandene Meer grossentheils von hier aus 
colonisirt. Die Fauna stimmt mit der mitteleuropäischen nahe überein, erhält aber durch die Seltenheit einiger, 
die Häufigkeit anderer Formen nordisches Gepräge; das letztere verstärkt sich in den Oxfordbildungen, wo die 
ersten Aucelleii auftreten, aber die Verbindung mit dem Westen dauert an; dieselbe wird erst mit Ende der 
Oxfordstufe unterbrochen, und von da an tritt Divergenz ein. 

So deutlich diese GrundzUge hervortreten, so viele zweifelhafte Punkte sind noch in den Einzelheiten 
vorhanden, die namentlich durch die wichtigen Untersuchungen von Pawlow in der Umgebung von 
Ssimbirsk aufgedeckt, aber auch ihrer Lösung schon entschieden näher gebracht worden sind. Die von ihm 
beschriebenen Localitäten, weit südöstlich an der unteren Wolga gelegen, scheinen den Schlüssel für das Ver- 
ständniss der höheren Juraschichten Russlands zu bieten. Wohl sind dieselben schon seit längerer Zeit 
bekannt, ' allein die früheren Besucher dieser Gegend hatten nicht hinreichende Zeit zur genaueren Feststellung 
der Schichtfolge in ihren Einzelheiten gehabt. 

In den mächtigen Thonen, welche hier am Wolgaufer aufgeschlossen sind, liegen im oberen Theile 
Inoceramus aitceUa Trautsch. und eine Amraonitenfauna, von welcher Lab usen in neuerer Zeit eine Mono- 
graphie geliefert hat. * Diese Formen gehören der unteren Kreide an, doch ist es vorläufig noch nicht möglicli, 
das Niveau innerhalb dieser Abtheilung festzustellen, welchem sie entsprechen; der ganze Charakter, der 
manche Anklänge an die norddeutschen Hilbildungen und an den Quader desTeutoburgerwaldes zeigt, spricht 
daflir, dass wir es mit oberem Neocom oder mit Aptien zu thun haben. In tieferem Niveau folgt dann die 
Wolgastufe Nikitin's und unter dieser die tieferen Jurabildungen bis herab zu den Macrocephalenschicliten. 
Die Reihenfolge ist nach Pawlow die folgende: 

A. Inocerameu-Schichten von Ssimbirsk. (Neocom.) 

B. Obere Wolgastufe, aj mit Oxynoticeras catenulatum Fisch., suhclipeiforme Mitasch., Okostephanus 
SMW/tes Trautsch., ZascAj^Mr/cMS Trautsch. h) mit Ox.ijnotkeras catenulatum Y\a eh., Olcostephanus Okensis 
Orb., subditus Trautsch. 

C. Untere Wolgastufe mit Perisphindes viri/atas Buch, Quenstedti RouiU., biplex Sow., Belemnites 
magnißcus Orb., absolutus Fisch. 

D. Hopliten- und Cycloten-Schichten mit HopUtes pseudomutabUis Lor., Eudoxus Orb., Undorae 
Pawl, Aspkioceras Upanuii Opp., Deald Herb., loiigispiiium Sow., meridionale Gem., Cardioceras aUernans 
Buch, cf. Kapffi Opp. 

E. Alternans-Schichten mit Cardioceras aUernans Buch., Aptychus und vielen Bivalven, darunter die 
ersten Aucellen. 

F. Cordaten-Schichten mit Cardioceras cordatum Sow., tenuicostat um 'S ik., quadratoides 'Sik., Pe.ri- 
sphinctes plicatilis Sow., Belemnites Panderianus Orb. 

F. Kellowaystufe. 

Das grosse Interesse dieses Profiles liegt darin, dass hier zwischen den Ablagerungen mit Cardioceras 
aUernans und denjenigen mit Perisphinctes virgatus eine Sehichtgruppe mit einer sonst dem russischen Jura 
durchaus fremden Fauna auftritt, welche aus einer Reihe bezeichnender Kimmeridgeammoniten der mittel- 
europäischen und der alpinen Provinz besteht. Eine Gliederung dieser Hoplitenschichten, wie sie Pawlow nennt, 
ist noch nicht mit voller Sicherlieit durchgeführt, doch iässt sich nach dem genannten Autor so viel erkennen, 



1 Trautschold, der luojerameutliou von Ssimbirsk. BuUetius de la societe des uaturalistes de Moscou 1850, Vol. I. 
Fossilien von hier lagen schon L. v. Buch vor. 

2 Lahusen, über Versteinerungen aus dem Tlione von Ssimbirsk. VerhandUmgen der Petersburger mineralog. Gesellsch. 
1879, Ser. II, Bd. 9, S. 33. Besonders auftalleud ist die Ähnlichkeit von 0!costepha)ius progredicus Lah. mit Ok. Decheiü Köm. 
und Verwandten, und von Ok. discofalcatiis Lah. mit Ok. Phillipsi Rom. 



88 M. Neumayr. 

dass die Hopliten vorwiegend in der Oberregion, die Aspidoceren in der Unterregion liegen, und es entspricht 
diese Vergesellscbaftnng und Aufeinanderfolge merkwürdiger Weise der Gliederung in die Scliiehteu mit 
Ojrpelia tenuilobata und in solche mit Hoplites Eudoxus, wie wir sie in Westeuropa in der Kimmeridgestufe 
finden. Darnach können die Hoplitenschichten von Ssimbirsk als die westeuropäische Kimmeridgestufe in ihrer 
Gesammtheit oder wenigstens zum grössten Theil ersetzend betrachtet werden. 

Eine offene Frage bleibt es noch, wie in anderen Gegenden Russlands, wo die Hoplitenschichten fehlen, 
und der Horizont des Canlioceras alfemans unmittelbar unter demjenigen des Perisphindis virgatus liegt, die 
Kimmeridgestufe vertreten ist. Da Canlioceras altcfiians bei Ssimbirsk auch noch in die Hoplitenschichten 
hinaufreicht, so wird es dadurch wahrscheinlich gemacht, dass bei Moskau, in Rjäsan u. s. w. eine zusammen- 
hängende und nicht weiter gegliederte Bildung mit Carclioceras alfemans zeitlich dem obersten Theil der 
Oxfordstufe und der Kimmeridgestufe Westeiu-opa's oder den Schichten mit Cardioceras altenians und den 
Hoplitenschichten zusammen, wie sie bei Ssimbirsk auftreten, entspricht. Eine Entscheidung über diese Frage 
muss natürlich weiteren Untersuchungen vorbehalten bleiljcu, welche die Entwicklung von Ssimbirsk mit 
derjenigen im centralen Russland in Zusammenhang bringen werden. 

Von grösster Bedeutung sind die Vorkommnisse von Ssimbirsk für die Deutung der Wolgastufe; da die 
Virgatenschichten über dem Lager von Hoplites Eiidoxus und pseudonmtahUis auftreten, welche für den oberen 
Theil der Kimmeridgestufe chnrakteristisch sind, so müssen sie bedeutend jünger sein, als man in der Regel 
angenommen hat, und namentlich jünger, als sie nach meiner früheren Auffassung sein sollten.' Wenn auch 
noch kein ganz sicheres Urtheil möglich ist, so werden sie doch wahrscheinlich dem unteren Tithon, dem 
Solenhofer Schiefer und den Portlandbildungen entsprechen. Wie sich dann der obere Theil der Wolgastnfe 
mit der Hauptmasse der Aucellen, mit OxijnoUceras catenidatiim und Olcostephanus subditus sich stellen werden, 
lässt sich noch durchaus nicht entscheiden, und ebensowenig lässt sich bestimmen, wo die Grenze zwischen 
Jura- und Kreideformation gezogen werden muss. Von Mitteleuropa her ist man gewöhnt, diese beiden 
Formationen oder wenigstens deren marine Vertreter scharf geschieden zu sehen, aber es ist kein zwingender 
Grund vorhanden, warum das auch in Russland so sein sollte. In den Alpeu ist der Übergang ein ganz allmäliger, 
und wenn das Studium der mesozoischen Ablagerungen von diesem Gebiete ausgegangen wäre, so hätte 
wohl Niemand daran gedacht, eine derartige Grenze zwischen dem Kalk und dem Cementmergel der Porte 
France zu ziehen. Die Möglichkeit, dass die höchsten Theile der Wolgastufe schon dem untersten Neocom des 
Westens entsprechen, ist durchaus nicht ausgeschlossen, die Entscheidung darüber ist der Zukunft vorbehalten, 
für den Augenblick ist weder nach der einen, noch nach der anderen Richtung ein entscheidendes Argument 
vorhanden. 

Wie diese Frage auch gelöst werden mag. jedenfalls ist sodel sicher, dass im südöstlichen Rnssland 
plötzlich Anklänge an die mitteleuropäische Entwicklung auftreten, zu einer Zeit, in welcher die Verbindung 
nach Westen schon vollständig aufgehört hatte. Wir werden also dadurch auf eine Communication in anderer 
Richtung hingewiesen, und zwar kann dieselbe allen Anzeichen nach nur gegen Süden gerichtet gewesen sein. 
Darauf deuten auch die Vorkommnisse von Oreuburg, deren iiäiiügster Ammonit, Hoplites Kirgiseiisis Ovh. 
von Pawlow ganz richtig als ein von den übrigen russischen Formen abweichender und mit mittelenropäischcn 
Arten verwandter Tj'pus bezeichnet wird, nnd wo überdies auch Aspidoceras longispinum auftritt.^ Es wird 
dadurch sehr wahrsclieialleh, dass diese Region mit der kaukasischen in offener Verbindung war, nnd auch 
die Ablagerungen der Halbinsel Mangischlak am östlichen Ufer des caspischen Meeres, von welchen früher 
gezeigt wurde, dass sie neben vorwaltenden mitteleuropäischen Typen auch Aucellen enthalten,^ machen dies 
wahrscheinlich. Dagegen dürfte westlich vom Kaukasus ein Festlandsrückeu die mitteleuropäisch ent- 
wickelte Jurafauna am Donetz von der innerrussischea getrennt haben, da der Contrast zwischen beiden 



1 Neum.iyr, OruateuUiou vou Tseliulkovvo 1. c. S. 333. 

2 A. a. 0. 

3 Neumayr, klimat. Zonen u. s. w. S. 296. 



iJk geof/rap/üschc Vt;rhreitaiig der Jurafonnatio)!. 89 

ein gauz besouders .ausgeprägter ist, und naeli dem Charakter der Ablageruiigea iu Podolien (vergl. oben 8. 9) 
müssen wir für diese Gegend dasselbe annehmen. 

Nach diesen Auseinandersetzungen liejit das Verliältniss zwischen der Moskauer Region und Mitteleuropa 
ziemlich klar. Während des Maximums der Meeresausbreitung ist die Abgrenzung zunächst durch die 
skandinavisch-finnische Masse gegeben, mit welcher aller Wahrscheinlichkeit nach auch der nördliche Theil 
der jetzigen Ostseeprovinzen Russlands veibunden war. Dann folgt eine Meerestrasse, deren Lage einerseits 
durch das westlichste Auftreten des innerrussichen Jura bei Smolensk'^ andererseits durch die Vorkomm- 
nisse an der Winda bezeichnet ist. Weiter reihte sich eine Insel an, die in ihrer Lage ungefähr dem 
westrussischen Landrücken entsprecheu mochte. Dann müssen wir wieder eine Wasserstrasse annehmen, 
welche den polnischen Jura mit dem russischen verbindet und sich aller Wahrscheinlichkeit nach aus der 
Gegend von Lublin gegen Osten über Pinsk erstreckte. Endlich folgt eine lang hin von West nach Ost ausge- 
dehnte Insel, deren westliche Hälfte durch die podolische Platte und den awratinsclien Landrücken angedeutet 
ist, und sich weiterhin gegen Osten südlich von Kiew vorbei über Charkow vermuthlicli bis in die Nähe der 
Wolga zog. 

Ehe wir die Grenzen näher untersuchen, welche festes Land dem Moskauer Jurabecken in anderer Ricli- 
tung gezogen hat, ist es nöthig, diejenigen Gegenden zu betrachten, welche Ablagerungen von verwandtem 
Charakter beherbergen. Bekanntlich sind es die nördlich gelegenen Regionen, in welchen wir einen ganzen 
Kranz von Vorkommnissen ähnlicher Natur finden. Schon im europäischen Russland haben die oben erwähnten 
Untersuchungen von Keyserling^ Juraablageningen mit zahlreichen Aucellen und Moskauer Ammoniten 
bis in die Nähe des Eismeeres nachgewiesen, doch finden sich unter den von ihm angeführten Formen auch 
einige, die eher den Typus von Kreideformen an sich tragen, z. B. Olcostephanus iwJyptijchus und diptychus 
und Oxynoticeras Balduri. Es wird näheren stratigraphischen Untersuchungen vorbehalten bleiben, da« Lager 
dieser Formen und dessen Verliältniss zu jenem der Aucellen und der Jura-Ammoniten festzustellen, jedenfsxlls 
kann es uicht auffallen, dass die ersten Recognoscivungen in diesem Gebiete noch zu keiner scharfen Abgren- 
zung geführt haben, nachdem eine solche selbst in der viel untersuchten Moskauer Gegend der schwierigen 
Verhältnisse wegen noch nicht mit Sicherheit vorgenommen werden konnte. 

Etwas zweifelhaft ist noch die Bedeutung des Ural; seine .Aufrichtung erfolgte in vorjurass'scher Zeit, 
und in seinen südlichen Ausläufern, den Mugodjaren, liegen Cenomanablagerungen unmittelbar auf dem alten 
Gebirge.-' Weiter uördlicli dagegen treten bei Kitschigina nördlich von Troitzk Juraablagerungen übergreifend 
auf Kohlenkalk und alten Massengesteinen* auf, und es darf daraus geschlossen werden, dass wenigstens ein 
Theil des Gebietes vom Jurameere bedeckt war, zumal die Juraf;iuna östlich und westlich von dem Gebirge 
sehr ähnlichen Charakter zeigt, was bei dem ^■orhandensein einer mehr als 300 Meilen langen, nordsUdlich 
verlaufenden Festlandsscheide schwer verstiuidlicl) wäre. Trotzdem wäre es wohl zu gewagt, auf ein isolirtes 
Vorkommen hin die Überflutung des ganzen Gebirges anzunehmen, und ich habe demnacli auf der Karte den 
nördlichen Theil des Ural als Insel dargestellt. 

Ostlich vom Ural begegnet uns zunächst Jura im Wogulenlande; Hochstetter und Toulahaben auf 
ilirer Reise nach dem Ural in Petropawlowsk eine grosse und schöne Sammlung von Ammoniten gesehen, welche 
175 Werst nördlich von der Stadt gesammelt worden waren und einzelne Exemplare, darunter OJcostejjhanus 
subditus von dort mitgebracht. \on da an scheint die Formation durch das ganze riesige Ländergebiet der 
sibirischen Niederung bis jenseits der Lena vorhanden zu sein, doch ist <las, was wir von dort kennen, sehr 
wenig. Das Land ist grossentheils von jungen Bildungen bedeckt und nur an den Ufern der tiefeinschneidenden 
Flüsse bietet sich stellenweise Gelegenheit zur Beobachtung. Berücksichtigt man noch die grossen Schwierig- 
keiten der Reisen und des Transportes von Sammlungen in jenen wenig erforschten Gegenden, so kann das 



1 Trautschold. Nomenclator pal. der jur. Form. 1. c. 357. 

2 A. a. 0. 

ä Suess, das Antlitz der Erde. I. S. 641. 

*) Karpinsky, geologische Karte des Ostabhanges des Ural. Peteraburg 1884. 

Denkschriften der mathetn.-naturw.CI. L. Bd . 12 



90 M. Neuniayr. 

geringe Maass uuserer Keuutnisse iiieht Wunder uehinen. Aus dem Wassergebiete des Obi brachte 
Strajewsky^ eine Anzahl von Jurafossilien mit; auf der Preobraschenjeinsel an der Einmündung der 
Cbatunga ins Eismeer fand Nordenskiöld unter 75° nördl. Breite einen Belemniten, welcher nach Lundgren 
am meisten Ähnlichkeit mit Bei. giganteus, ferner mit der Gruppe des Bei. Puzosianus und mugnißcus zeigt, 
welch' letztere im Moskauer Jura verbreitet vorkömmt. ^ Weiter kennen wir namentlich durch die Untersu- 
chungen von Middendorf und Fr. Schmidt Juraablagerungen aus dem Taimyrlande, von den Ufern des 
Jenissei, des Olenek und der Lena.* 

In der Region des Eismeeres hat Nordenskiöld auf Novaja Semlja eine ziemlich reiche Jurafauna, 
darunter Cardiocevas altermtns gesammelt,* noch weit höher im Norden hat Leigh Smith an der Küste des 
Franz Josephs-Landes Belemniten gefunden, welche als der Oxfordstufe angehörig gedeutet wurden,^ 
und Lieutenant Anjou hat Ammoniten von den neusibirischen Inseln mitgebracht. 

Diese Daten reichen vollständig zur Bestätigung der Annahme hin, dass die ganze sibirische Niederung 
und das angrenzende Eismeer zur Jurazeit unter Wasser war; schwieriger gestaltet sich dagegen die Frage, wo 
die Grenzen dieses Meeres im Süden zu suchen sind. Im russischen Amurgebiete und im südlichen Theile von 
Ostsibirien treten die bekannten kohlenflihrenden Jurabildungen mit Landpflauzen auf, deren an Coniferen 
reiche Flora Heer beschrieben hat; stellenweise sind diese Ablagerungen von marinen Molluskenresten 
begleitet, die nicht mit Sicherheit bestimmt werden konnten, '' und wir müssen daher hier die Südgrenze des 
Jurameeres suchen; auch der Altai enthält keine Juraablagerungen," das Ufer muss daher an seinem nörd- 
lichen Fusse vorübergelaufeu sein. Der Continent, dessen nördliche Küste wir hier berührt haben, war offenbar 
von bedeutendem Umfang, da in ganz China, Hinterindien und der malayischen Inselwelt der Jura entweder 
fehlt oder nur durch Binnenbild ungeu mit Kohlen vertreten ist. 

Auch im Thianschan spielen Juraablagerungen mit Landpflanzen und Kohlenflötzen eine wichtige Rolle 
und wir haben über dieselben namentlich durch die Untersuchungen von Muschketoff und Romanowsky 
sehr wichtige Aufschlüsse erhalten;* ausser den schon verütfentlichten Daten steht mir eine ausserordentlich 
interessante briefliche Mittheilung zur Verfügung, welche Herr Muschketoff mir zuzusenden die Güte hatte, 
sowie eine Karte, in welcher die ein/elneu Juravorkommuisse von ihm eingezeichnet sind. 

Die Verbreitung des Jura ist hier eine sehr bedeutende, und es ist ja bekanntlich jetzt ftir die angebliehen 
Vulkane des Thianschan (mit Ausnahme desjenigen von Beschan) durch Muschketoff nachgewiesen worden, 
dass die betreffenden Angaben nur auf die Erscheinungen an brennenden Flötzen von Jurakohle zurückzuführen 
sind. Im östlichen Thianschan sind Turfan, Urumtsi und andere als kohlenführende Localitäten bekannt, im 



1 L. V. Buch, Beiträge zur Bestimmaug der Geblrgsformation in Russland. S. 104. 

2 Luudgren, om eu Belemuit fnln Preobraschenie-ör. Oversigt af Vetenskaps- Akademiens-Förhandlinger. 1881. 
Nr. 7, S. 3. 

3 Middendorf, Reise in den äussersten Norden und Osten Sibiriens. Bd. I, Tlieil I, 1848, S. 203, 211, 251. Bd. IV, 
1867, S. 300. — Fr. Schmidt, wissenächaftliche Resultate der zur Aufsuchung eines Mammuthcadavers von der k. Akad. 
der Wissensch. an den unteren Jeuissei ausgesandteu Expedition. Memoires de l'acadeinie imperiale des scieuces de St. 
Pötersbourg, Ser. VII., Vol. 18, Heft I, 1S72. — Fr. Schmidt, über die Gattung Lopatiui.i und einige andere Petrefacten aus 
den mesozoischen Schichten am unterem Jenissei. Verhandlungen der Petersburger mineralog. Gesellschaft, S6r. II, Bd. 7, 
1872, S. 279. 

■» Tullberg, über Versteinerungen Nowaja-Semlja's. Bihang tili Sveuska Vetenskaps-Akademiens-Handlingar, Bd. 6. 

5 Markham, the voyage of the Eira and Mr. Leigh Smith's arctic discoveries in 1880. Proceedings of the royal 
geographica! society 1881. S. 135. 

Heer, Flora fossilis arctica Bd. IV, 1877. Beiträge zur Juraflora Ostsibiriens und des Amurlandes. 

' Cotta, der Altai, sein geologischer Bau und seine Erzlagerstätten. 

8 Muschketoff, kurzer Bericht über eine Reise im Thianschan im .Tahre 1875. Schriften der Petersburger mineralog. 
Gesellschaft. ls75. (Rassisch.) — Romanowsky, geologisclie und paläontologische Übersicht des nordwestlichen Thianschan 
und des südöstlichen Theiles der Niederung vonTuraa. Materialien zarGeologie vonTurkestau. Lief.I. 1,S80. — Romauowsk y, 
historische Geologie und paläontologischer Charakter der Sedimente des westlichen Tiiianschiin und der turanischen Niede- 
rung. Ebenda, Lief.3, 1884. (Rassisch.) — Milaschewitseh, über turkestanische Liaspflauzen. Berichte der Gesellschaft für 
Natarwiäseaschaftea, der Authrop jlogie, Ethaographit;. Moskau, BI. VIII. 



Die geograpliiscjie Vcrhreifvtig der Jurqformatiop. 91 

westlichen Theile des Gebirges zieht sich eine grosse Anzahl von A^orkomnmissen aus der Gegend der Stadt 
Turkestan bis östlich von Kuldseba etwa vom 69° bis 83° östlich von Greenwich. Eine weitere Gruppe 
ähnlicher Gesteine liegt südlich und südwestlich von Kokan und östlich von Samarkand. 

Allein nicht die ganze centralasiatische Eegion entbehrt der marinen Juraablagerungen, und wenn solche 
bisher auch nur von wenigen Localitäten bekannt sind, so genügen diese Daten doch, um wenigstens annähernd 
ein Bild der dortigen Verhältnisse zu geben. Jurabelemniten sind von Regel im Borochorogebirge und 
im Tagaliuskischen Rücken gefunden worden,* und es deutet diess zunächt an, dass zwischen den Binnen- 
regionen des westliclien Tbianschau und jenen des Bogdo-Oola, von Turfan und Urumtsi eine Meeresstrasse 
nach Süden reichte. Weitere Juravorkommnisse finden sich im Pani i r, und zwar namentlich in der Schlucht des 
Kisilart und in der nördlich davon gelegenen Sa- Aalai-Kette , doch reichen sie nicht weiter nach Norden. 
Wohl sind die Fossilien, welche sich hier finden, nicht sehr charakteristisch; es sind neue oder nicht ganz sicher 
bestimmbare Arten der Gattungen Lima, Spoiuhjlus, Thraa'a, Pecten, Mijoconcha und Nen'topsis, doch stimmt der 
ganze Habitus der Fauna gut zu jurassischem Alter, und da die Ablagerungen von Kreidebildungen überlagert 
werden, so ist wohl die Deutung von Rom anowsky ausserordentlieh wahrscheinlich. Endlich sind braune Kalke 
mit Belemniten von Stoliczka am Karakorumpasse gefunden worden.^ 

Romanowsky folgert aus den vorhandenen Daten, dass zur Jurazeit ein Festland vorhanden war, dessen 
Umfang er in folgender Weise angibt: Im Westen reichte dasselbe bis an das westliche Ufer des Aralseesund 
bis an den Ural, im Norden bis in den südlichsten Theil Westsibiriens, wo das Kuznitzkisehe Becken 
ebenfalls Binnenentwicklung zeigt; im Süden endlich würde die Sa-Alai-Kette des Pamir die Grenze 
bezeichnen. 

Es muss als sehr wahrscheinlich betrachtet werden, dass die marinen Juraablagerungen des Pamir mit 
denjenigen des Karakorum und des Borochorogebirges im Zusammenhang standen, und es wäre sonach, ledig- 
lich nach der geographischen Coufiguration, die Annahme naheliegend, dass das ganze Tarimbecken damals 
ebenfalls vom Meere bedeckt war; ein unmittelbarer Anhaltspunkt hiefür ist allerdings insoferne nicht gegeben, 
als Juraablagerungen von hier noch nicht bekannt sind, doch ist auch kein Grund gegen deren Vorhandensein 
unter den jüngeren Bildungen gegeben. Dagegen müssen wir den Kwenlün als ein entschieden älteres Gebirge 
betrachten, das vom Jnrameere nicht überfluthet war, und dasselbe gilt von der krystallinischen Kette des 
Himalaya; zwischen beiden aber befand sich ein Meeresbecken, aus welchem sich die überaus ammoniten- 
reichen Ablagerungen der Spitishales niedergeschlagen haben. 

Diese Juraablagerungen auf der nordöstlichen Seite des Himalaya und in Tibet bilden einen höchst merk- 
würdigen Ausläufer des nordischen Jura, mit dem sie wahrscheinlich in der Gegend des Karakorumpasses in 
Verbindung standen. Ich habe schon früher theils nach den Untersuchungen von Waagen,' theils nach eigenen 
Beobachtungen auf die borealen Beziehungen der Fauna der Spitishales hingewiesen,* diese Ansicht ist durch 
Teisseyre neuerdings bestätigt worden,^ und daher kann jedenfalls das Vorhandensein einer Verbindung 
nach Norden mit Sicherheit gefolgert werden. 

Die Fauna des Jnra im Himalaya ist namentlich durch Oppel,^ ferner durch Blanford ' bekannt geworden, 
dagegen wissen wir noch sehr wenig über eine Gliederung der dortigen Ablagerungen. Stoliczka® hat für ein 
beschränktes Gebiet folgende Reihenfolge gegeben: 



1 Regel, Gartenflora Deutschlands, Russlands und der Schweiz. Reiseberichte 1879. 

" Scientific lesults of the second Yarkand missiun; based upon the collections and notes of the late Stoliczka, 
Geology by Blanford, Calcutta. 1879. 

3 Waagen, Jurassic fauna of Cutch, 1. c. S. 238. 

* Neumayr, Oruateuthone von Tsohulkowo und die Stellung des russischen Jura. Benecke's geognostisch-paläontol. 
Beiträge, Bd. U. — Über klimatische Zonen u. s. w., 1. c. 

^ Teisseyre, Ornatenthone des Gouvernements Rjäsan. I.e. 

^ Oppel, paläontologisclie Mittheiluugen. 

7 Blanford inStrachey, Paläontology ofNiti. 

8 Stoliczka, in Mömoires of the geological Survey of India 1865, Bd. V, S. 1 — 154, 

12» 



92 M. Neumayr. 

1. Gieumal Sandstone, hat bisher nur Bivalven geliefert. 

2. Spitishales, deren Fauna eingebender besprochen werden soll. 

3. Shaly limestoue mit Belemnites und Posidonomya ornata, eine nur local aui'tretende Bildung. 

4. Upper Tagung, zum Lias gerechnet; mit Ammoniies cf. macrocephalm und Gastropoden, einzelnen 
Bivalven und BracLiopodeu, von denen einige mit Formen der alpinen Hierlatzschichten identificirt werden. 

5. Tagung limestone (Khätisch). 

Der Tagling limestone, der schon zur Trias gerechnet wird, kann uns hier nicht beschäftigen; die oberen 
Taglingsehichten sind dagegen um so wichtiger, als dieselben dem Lias angehören sollen, von welchem, abge- 
sehen von diesem einen Punkte, in ganz Asien östlich vom Kaukasus noch keine Spur geiundeu worden ist. In 
der Tliat kann ich die Deutung von Stoliczka dem Vorkommen eines Macrocephalen gegenüber nicht als 
berechtigt ansehen. Die in der sogenannten Hierlatzfacies entwickelten Ablagerungen zeigen gerade in ihren 
Gastropoden und Brachiopoden selbst bei ziemlich weit verschiedenem Alter auffallende Ähnlichkeit, und da 
man zur Zeit der Publication der betretfeudtn Arbeit von Stoliczka derartige Bildungen nur aus dem Lias 
kannte, so erscheint es ganz uatürlicli, dass er auf solche in die Augen springende Charaktere grossen Werth 
legte. Seitdem hat man das Auftreten derselben Facies in anderen Horizonten kennen gelert, und ich möchte 
dabei an einen sehr lehrreichen Fall erinnern. Im Jahre 1878 kam nach Wien an die geologische Eeichsanstalt 
aus dem karpathischen Klippeuzug von einer Localität in der Nähe von Neumarkt in Galizien eine für die 
Karpathen durchaus neue, vorwiegend aus Gastrojjoden, Bivalven und Brachiopoden bestehende Jurafauna, bei 
deren erstem Anblicke Niemand daran zweifelte, dass man es mit echten Hierlatzschichten zu thun habe ; allein 
dabei waren einige kleine Ammoniten vom Typus der Kellowayfauna, und darauf hin stellte Uhlig diese 
Ablagerungen auch wirklich in die Kellowaystufe, so unerhört für diese auch die ganze Vergesellschaftung der 
Gattungen erscheinen mochte. Spätere Funde bestätigten diese Annahme vollständig, indem eine ganze Reihe 
von Ammoniten desselben Alters in jener Schicht gefunden wurde.^ So möchte ich annehmen, dass wir bei dem 
oberen Tagling vor einem ähnlichen Verhältnisse stehen, und dass das Vorkommen eines Macrocephalen von 
grösserer Bedeutung ist, als die Ähnlichkeit der Gastropoden u. s. w. 

Die Gieumalsandsteine und der Kalk mit Posidonomya ornata können bei ihrer sehr dürftigen Fauna kaum 
in Betracht kommen, und wir haben daher nur die Spitishales eingehender zu besprechen. Eine Gliederung 
derselben in einzelne Horizonte ist noch nicht durchgeführt, und wir müssen uns darauf beschränken, die 
Beziehungen der einzelnen Arten näher ins Auge zu fassen. Schon Oppel hat hervorgehoben, dass, wenn auch 
keine Art in Europa sich identisch wiederfindet, doch eine Anzahl derselben auffallend an Kellowaytypen 
erinnert. Von solchen Formen sind zu nennen: 

Cosmoceras Cautleyi Opp. (l. c. Tab. 78, Fig. 2, Cosmoceras Sömmeringi Opp. 

non Fig. 1). Perisphindes Sabineanus Opp. 

„ Theodorii Opp. (1. c. Tab. 78, Fig. 3 Peltoceras Buprechti Opp. 

non Tab. 83, Fig. 2). Belemnites Gerardi Opp. 

An Fonnen aus oberem Oxford oder unterem Kimmeridge in Europa schliesst sich an: 

Oppelia Lymani Opp. 

Mit Formen aus oberem Tithon und unterem Neocom schliessen sich an : 

Hoplites Theodorii Opp. (Tab. 83, Fig. 2). Olcostephanus Groteanus Opp. 

„ Mörikeanus Opp. „ Cautleyi Opp. (Tab. 1^, Fig. 1, 

Olcostephanus Schenki Opp. j non Fig. 2.) 



' Uhlig, Beiträge zur Kenntnisi der Juraformation in den k;irpathischen Klippen. Jahrbuch der geolog. Reichsanstalt 
1878. S. 6il. — Über die Fauna des rothen Kellowaykalkes der penninischen Klippe Babieszcwka hei Neumarkt in West- 
galizien. Ebenda 1881, S. 381. 



Die geographische Verhreifvng dei' Jurafoyniatiov. 93 

Mit dem Jura vonCutch in Indien haben die Spitishales nach Waagen folgende Arten gemein ' (das Niveau, 
das sie in Cutch einnehmen^ ist in Klammern beigefügt): 

Bekmnites Gerardi Opp. (Oberes Kelloway und ' Stejjhanoceras Nepalense Qiysüj (Oxford). 



unteres Oxford). 

Stephanoceras Maya Sow. (Oxford). 



Perisphindes frequens Opp. (Untertithon). 
Harpoceras KoheUi Opp. (Kimmeridgej. 



In erster Linie geht aus diesen Daten hervor, dass in den Spitishales aller Wahrscheinlichkeit nach der 
ganze obere Jura vertreten ist; in zweiter Linie machen sich neben vorherrschenden Anklängen an die 
boreale Provinz auch einige Annäherungen an Mitteleuropa, vrenn auch nur schwach, geltend; endlich darf 
aus dem Vorkommen von fünf identischen Arten auf das Vorhandensein einer Meeresverbindung nach Süden 
geschlossen werden, doch müssen wir aus der überaus kleinen Zahl gemeinsamer Formen bei sehr geringer 
Entfernung schliessen, dass dieselbe eine überaus beschränkte war;^ auch das allerdings ausserordentlich 
seltene Auftreten eines Lytocems in den Spitishales (Lyloceras exoticmn Opp.) weist auf eine derartige Verbin- 
dung hin.* 

Es knüpft sich daran die wichtige Frage nach der Verbreitung von Wiisser und F.and in jenen Reginnen 
wir gehen aber für den Augenblick nicht auf diesen Punkt ein, auf den wir bei Besprechung der in Asien 
auftretenden Juraablagerungen von nördlich gemässigtem und tropischem Typus zurückkommen werden. 

Wenden wir uns vom asiatischen Festlande nach Nordosten, so ünden wir auf den aleutischen 
Inseln sehr fossilreiche Schichten, welche Eichwald* als dem Gault und Neocom entsprechend gedeutet 
hat, und deren Fauna wir etwas ins Auge fassen müssen. Unter den zahlreichen Muscheln und Schnecken 
ist nur das Vorkommen von Aucellen von Bedeutung, eingehendere Besprechung erfordern die Cephalo- 
poden. 

Belemniies pisiilliformis erinnert in der äusseren Form sehr an die bekannte Art des europäischen Neocom, 
weicht aber durch seine lauge Furche sehr entschieden von derselben ab. 

Belemnites sicarius, inaequilateralis und conformis gehören der im russischen Jura so verbreiteten Gruppe 
der Excentrici an. 

Ammonites Doroschim, ein Olcostephamis, über den ich mir kein bestimmtes Urtheil erlaube, der aber in 
Nikitin's Wolgastufe seine nächsten Verwandten haben dürfte. 

Ammonites Dutempleanus, Milletianus, nach den Abbildungen kaum deutbar, doch stimmen diese letzteren 
nicht zu den europäischen Typen. 

Ammonites Carteroni, Tab. VlI, Fig. 5, nicht deutbar, Taf X, Fig. 1, dürfte ein Stephanoceras aus der 
Gruppe der Bullaten sein. 

Ammonites IscJimae kann ich nicht beurtheilen. 

Ammonites Astierianus, Taf. VIII, ist jedenfalls mit Olcostephanus Antierianus Orb. nahe verwandt, noch 
näher scheint er dem Olc. psilostoma Neum. et Uhl. aus dem norddeutschen Hils zu stehen. — Tab. IX, Fig. 1, 
gehört einer ganz anderen Gruppe an, und scheint mit Hteplianoceras Loganianum Whiteaves von Charlotte- 
Island vielleicht auch mit der von Lahuseu ' als Cosmoceras Gowerianum aus den Kelloway bildungen von 
Tschulkowo im Gouvernement Rjäsan abgebildeten Form identisch. 



1 Waagen, 1. c. S. 237. 

' Waagen I. c. 

■^ Die Fauna der Spitishale(< kann keineswegs als eine typisciiboieale betiachtet werden, sondern als die Bevölkerung 
eines Beckens, das von Norden aus besiedelt wurde, dann aber unter dem Einflüsse relativer Abgeselilossenheit und eines 
der südlichen Lage entsprechenden warmen Klimas eine sehr selbststäudige Entwicklung genommen hat. 

* Eich wald, geognostisch-paläontologische Bemerkungen über die Halbinsel Maugischlak und die aleutischen Inseln. 
Petersburg 1881. 

' Die Fauna der jurassischen Bildungen des rjäsanschen Gouvernements. Petersburg. M6moires du comite geologique. 
Vol. I. Nr. 1, Tab. VI., Fig. 5 — 7 (uon Fig. 8). 



94 M. Neumayr. 

Diese Betrachtung ergibt jedenfalls, dass auf den Aleuten mehrere verschiedene Horizonte vorhanden, und 
dass unter den Fossilien namentlich Juratypen von nordischer Verwandtschaft vertreten sind; vermuthlich sind 
Kellowayablageuingen und Schichten der Wolgastufe dort zu finden. 

Wir betreten das amerikanische Festland und begegnen hier auf Alaska Vorkommnissen, welche eine 
Fortsetzung der aleutischen zu bilden scheinen. Grewiuck hat sich der überaus mühsamen Sichtung der von 
dort erhaltenen Angaben und Sammlungen unterzogen. ' Unter den Fossilien findet sich Ammonites hiphx, wohl 
unzweifelhaft ein Perisj)]/ indes des oberen Jura, den Eichwald wohl mit Unrecht mit Ohostephanns Milletianus 
Orb. aus dem Aptien vereinigt hat. Ammonites Wosnessenshji ist eine neue, zu Olcostephanus gehörige Art. 
Ferner werden Belemm'tes paxiUostis und Unio liasinus citirt, doch möchte ich ^daraus noch nicht auf das 
Vorhandensein von Lias schliessen, zumal da zur Zeit der Besprechung die Gruppe des Bei. excentricus, die 
manche ähnliche Formen bietet, noch nicht hinreichend bekannt war. 

Nachrichten über höchst interessante Juravorkommnisse im höchsten Norden von Amerika verdanken wir 
den kühneu Polai fahrten M'Clintock's, dessen Materialien von Houghton beschrieben worden sind. ^ Die 
Hauptmasse des arktisch-amerikanischen Archipels bilden archaische und paläozoische Ablagerungen, welche 
eine Fortsetzung der den nordöstlichen Theil des Continentes bildenden alten Masse darstellen. Hoch im Norden, 
zwischen 76° und 78°, haben sich jedoch an einigen Stellen transgredirend aufliegende Partien von Jura auf 
Prinz Patrick's-Insel, Bathurst-Insel und Exmouth-Insel (nördlich von Grinnell-Land) gefunden. 
Von besonderer Wichtigkeit ist der Fundort an der Wilkie-Spitze, Prinz Patrick's-Land, unter 76° 20' nördlicher 
Breite und 117° 20' westlicher Länge; es sind Knochenreste, vielleicht von einem Ichthyosaurus stammend, 
einige Gastropodeusteinkerne, eine Avkula {Monotis septentrionalis Houghton) und Ammonites M Clintocki. 
Die letztere Artist ein typisches Harpoceras, und wird von Houghton mit Harp. concamm in nächste Beziehung 
gebracht; damit stimmt aber der Mündungsquerschnitt und speciell der Nabelabfall nicht überein. Die Form 
scheint aus Europa noch niclit bekannt, hat aber nach den Abgüssen der Originale, die ich der Freundlichkeit 
von Herrn Sollas in Dublin verdanke, ihre nächsten Verwandten vermuthlich im unteren Theile des mittleren 
Jura, nicht im Lias. (Vgl. den paläontolog. Anbang.) 

Minder bestimmt sind die Angaben über die anderen Punkte des arktisch-amerikanischen Archipels; von 
hier werden nur Enalosaurierknochen genannt, und dieselben als Hasisch gedeutet; dass das Vorkommen 
solcher Knochen an sich über das Alter nichts entscheidet, braucht kaum eingehender hervorgehoben zu werden, 
aber allerdings erlangt dasselbe dadurch einiges Gewicht, dass an der Wilkie-Spitze solche Reste mit 
Harpoceras M' Clintocki zusammen vorkommen; immerhin muss man sich daran erinnern, dass nach Dräsche 
die Ichthyosaurierreste auf Spitzbergen nicht im Jura, sondern in der Trias liegen. 

Ehe wir die polaren Juravorkommnisse weiter nach Osten verfolgen, müssen wir uns hier mit zwei weiter 
südlich gelegenen Localitäten von arktischem Typus beschäftigen, welche sich in Nordamerika befinden. Die 
eine derselben liegt in den Black Hills von Dakota, von wo Cardioceras, ein Belemnit aus der Gruppe der 
Excentrici, sowie verschiedene Muscheln von geringerer Bedeutung beschrieben worden sind. Ich gehe nicht 
näher auf diesen Gegenstand ein, da ich bei einer früheren Gelegenheit die betreffenden Daten mitgetheilt habe. ' 
Die Fauna ist eine rein boreale, und aus deren Charakter kann mit Sicherheit darauf geschlossen werden, dass 
das arktische Meer hierher gereicht habe; der Umfang und die Abgrenzung dieses Beckens wird weiter unten 



1 G rew in ck, Beitrag- zur Kenntniss der orographischen und geognostischen Beschaifenheit der Nordwestküste Amerika'» 
mit den angrenzenden Inseln. Verhandlungen der Petersburger mineralogischen Gesellschaft 1848 — 49. 

2 M'Clintuck, Reminiscences of arctic ice-travel in search of Sir John Fianklin and his Companions. With geolo- 
gical notes and illustrations by Houghton. Journal of the Royal Dublin Society. Vol. I, 1858. S. 239. ff. — M'Clintock, 
a narrative of the discovery of the late of Sir John Franklin and his comp;inions. London 1859. Geological account of the 
arctic Archipelago by Houghton, S. 372. Vergl. auch Feilden and deRance, Geology of the coasts of the arctic lands 
visited by the bite british Expedition under Capitain Sir George Nares. Quarterly Journal of the geolog. Society. 1878. 
S. 556. 

3 Kewton and Jenney, Report on the geology aud the resources of the Black Hills of Dakota. Washington 1880. — 
Neumayr, über klimatische Zonen während der Juin- und Kreidezeit. Diese Denkschriften, Bd. 47. S. 302. 



Die geographischi' Verhreifwicj (h-r Juraformation. 95 

im Zusammenliange mit den ausserboiealen Juravorkommnisseii Novdamerika's bes-pvochen werden, da wir die 
nothwendigeu Daten für die Beurtheilung dieser Verhältnisse noch nicht kennen gelernt haben. 

Einer etwas eingehenderen Besprechung bedürfen die Ablagerungen, welche unter 53° nördlicher Breite 
auf Charlotte-Island an der nordamerikanischen Westküste auftreten. Dieselben sind durch eine wichtige 
Arbeit von Whiteaves im Jahre 1876 näher bekannt geworden, und ich hatte aus diesen Miftheilungen 
geschlossen, dass dort Jura und obere Kreide vertreten seien, und dass die Ablagerungen des ersteren eine 
Misclifauna von borealen und nördlich gemässigten Typen enthalten. In der Zwischenzeit ist eine neue und 
eingehendere Darstellung von Whiteaves erschienen, welche über die Lagerungsverhältnisse einigen Auf- 
scliluss gibt, und in welcher die sämmtlichen in Frage stehenden Bildungen von Charlotte Island, ferner der 
Jura der Black Hills in Dakota, und die gesammteu Aucellen führenden Schichten Russlands zur Kreide gestellt 
werden. ' 

Die Schichtfolge wird nach den Untersuchungen von Dr. 6. M. Dawson mitgetheilt, und zeigt mehrere 
Abtheilungen : 

1. Obere Schiefer mit Inoceramus problematicus. 

2. Versteinerungslose Conglomerate. 

3. Untere Schiefer, das Hauptlager der Fossilien. 

4. Versteinerungsleere Agglomerate. 

5. Unterer Sandstein mit Ammonites cf. Bequienianus Orb., ScJdoenbachia propinqua Wliit., Nemodon 
Fischeri u. s. w. 

Wir wenden uns zunächst der unter.sten Abtheilung zu; ist die Fauna derselben in der That eine 
cretacische, und ist die Lagerung der Schiebten richtig aufgefasst, so würde damit allerdings die Frage so 
gut wie entschieden sein. Über die Lagerung muss ich mich jeder Ansicht vorläufig enthalten, was aber 
den Charakter der Fossilien anlangt, so ist die Frage eine schwierige. Ammonites cf. Requieniatius kann 
überhaupt gar nichts entscheiden, es ist nach der Darstellung von Whiteaves ein schlecht erhaltener 
Steinkern mit scharfer Externseite, keilförmigem Muudungsquerschnitt, engem Nabel und glatten Flanken, 
dessen Loben nicht sichtbar siml, und man könnte denselben eben so gut mit einer Form des mittleren Jura, 
z.B. Oxi/noticerasStauffense Opp. oder mit Ox.cateimlatum Orb. als mit einer Kreideart vergleichen. Schloenbachia 
propinqua ist noch nicht abgebildet, und nach einer Beschreibung ein Urtheil zu fallen ist schwierig, selbst 
wenn dieselbe, wie es hier der Fall zu sein scheint, gut ist. Nur soviel möchte ich hervorheben, dass die 
Angabe von dem Vorhandensein eines gekerbten Kieles in der Jugend weit mehr an ein oberjurassisches 
Cardioceras als an eine cretacische Schloenbachia erinnert. Nemodon Fischeri Orb. ist eine aus den Oxford- 
schichten des Moskauer Jura beschriebene Art; von anderen Arten dieser Schicht ist Oxytoma mucronata aus 
dem Jura der Black Hills zuerst bekannt geworden, ebenso Pleuromija subcompressa; die übrigen liier vor- 
kommenden Muscheln sind ohne Bedeutung. 

Wir erhalten also durch die Betrachtung der unteren Sandsteine keinen bestimmten Aufschluss; wenden 
wir uns nun zu den unteren Schiefern und ihrer artenreichen Fauna, so finden wir in dieser Elemente vereinigt, 
die gesondert betrachtet werden müssen. 

In erster Linie seilen wir Formen, die anderwärts der Kelloway- oder Oxfordstufe angehören, oder 
solchen so nahe stehen, dass sie nicht wohl ein wesentlich verschiedenes Alter haben können; es sind das: 

Pleuromya subcompressa Meek. 

Nemodon Fischeri Orb. 

Trigonia intermedia Fahrenkohl 



Stephanoceras L'Hjaniaiium Wh. 

„ oblatum Wh. 

„ cepoides Wh. 

Belemnites densus Meek. 



Oxytoma mucroncttum Meek. 



1 Whiteaves, geological siirvey of Canada Vol. I, pait \. On some invertebrates from the coal-bearing rocks of Queen 
Charlotte Island. 1879. part a, On the fossils of the coal-bearing deposits of the Queen Charlotte Island, collested by Dr. 
Dawson in 1878. 1884. — Whiteaves, on ths lowsr Cretaceous rocks of British Columbia. Transactions of the royal society 
of Canada. Sect. IV, 1882. S. 81. — Neümayr, klimatische Zonen, 1. e. S. 303. 



96 M. Neumayr. 

Von diesen Arten ist Steph. Loganianiim selir nalie mit Sfeph. redelohatum v. Hauer aus dem unteren 
Baflionien verwandt, noch näher mit einem von Pawlow in den Macroeeplialenscliicliten von .Ssimbirslc 
gesammelten Ammoniten, sowie mit der von Labusen aus Tscbiilkowo als Cosmoceras Gowerianum angeführten 
Form, endlich mit der durch Eicbwald von den Aleuten als Ammonites Astierianus (1. c. Tab. IX, Fig. 1) ab- 
gebildeten Art.' Steph. oblatum ist ein entschiedener Macrocepbale, Steph. cepohJeH ein Bullate, mithin sind die 
drei Ammoniten sehr cliarakteristische T.ypen. Dazu werden sieh wohl noeli Periqihindes Carlotteiisis Wli. und 
Stephanocems Bichurdsoni gesellen lassen, doeli ist ihr Typus uicht entschieden genug, um eine bestimmte 
Ansicht zu gestatten. Nemodon Fischen und Trigonia intermedia sind Moskauer Typen, die übrigen Arten der 
Liste sind zuerst aus den Oxfordschichten von Dakota beschrieben worden. 

Von Formen, die auf ein höheres Juraniveau hinweisen, ist nur Perisphinctes Skidegatensis zu nennen. 

Endlich ist eine grosse Anzahl typischer Kreidearten vorhanden, deren Aufzählung hier eben so wenig 
nothwendig erscheint als diejenige der rein localen Typen. 

Diese Zusammensetzung der Fauna muss sehr ernsthafte Bedenken gegen die Angabe wachrufen, dass 
alle diese Arten in ein und demselben Niveau liegen. Lägen Formen vor, die sonst den obersten Jura und die 
unterste Kreide charakterisiren, so wäre es kaum berechtigt, gegen die geologischen Daten Einwendungen zu 
erheben; so aber sind es ganz vorwiegend tiefere Horizonte des oberen Jura, auf welche die jurassischen Typen 
hinweisen, wälirend unter den cretacischen Formen alle Anklänge an Neocom und Aptien fehlen und kein Fossil 
auf tieferes Niveau als den unteren Gault deutet. Schon dadurch wird es wenig wahrscheinlich, dass alle Fossilien 
der unteren Schiefer ein und demselben Niveau angehören, allein auch die geologischen Angaben enthalten 
genügende Anhaltspunkte für einen solclien Schluss. An den meisten Localitiiten enthalten die unteren Schiefer 
nach den Angaben von G. M. Dawson eine reine Kreidefauua, und nur au einigen Punkten sind die juras- 
sischen Typen mit cretacischen gemischt gefunden worden. Ein solches Verhiiltniss beweist mit Sicherheit, 
dass eine Gliederung in mehrere Horizonte möglich ist, und wenn diese einmal durchgeführt sein wird, wird 
sich auch ergeben, dass die Fossilien des Gault und der Unterregion des oberen Jura hier so wenig wie ander- 
wärts in ein und demselben Horizonte liegen. 

Eine eigenthiimliche Schwierigkeit bietet nur noch das Auftreten der Aucellen ; im Jahre 1875 fand 
G. M. Dawson auf Vancouver-Island Aucellen zusammen mit einer Fauna, die von Whiteaves als dem 
oberen Neocom angehörig bezeiclmet wird; eine Ansicht, die viel Wahrscheinlichkeit für sich hat. Da 
nun Aucellen auch von Gabb aus der der Kreideformation angehörigen Shastagruppe Californiens 
angeführt werden, so betrachtet Whiteaves geradezu alle Aucellenscbichten, auch diejenigen Russlands, als 
Neocom. 

Eine solche Verallgemeinerung ist sicher nicht richtig; Aucellen finden sicli in Russland schon in den 
Schichten mit Cardioceras cordatum und kommen von da an bis liinauf in die Ablagerungen mit Oicostephanus 
subditus vor,' die möglicherweise sclion dem Neocom entsprechen, man kann also nicht von einem eng begrenzten 
Aucellenhorizont sprechen, wenn diese Muscheln auch an den meisten Punkten Russlands in den hölieren 
Horizonten am häufigsten sind. Sobald man berücksichtigt, dass die Aucellen in einer Anzahl nicht eben leicht 
von einander zu unterscheidender Arten durch eine grosse Sehichtreihe hindurchreiciien, ist die Schwierigkeit 
gehoben, die sich hier zu bieten scheint, mag nun die Aucella Piochii in Californien und Columbien im oberen 
Jura oder im Neocom vorkommen. Für das Auftreten des letzteren Horizontes auf Cliarlotte-Island fehlen 
jedenfalls bis jetzt alle Anhaltspunkte. Unter diesen Umständen dürfen wir es als sehr wahrscheinlich bezeich- 
nen, dass hier typische Juraablagerungen von nordischem Gepräge vorkommen.^ 



1 Vgl. oben S. 37. 

- Vgl. Pawlow, uotions sur le systöme jurassique de l'Est de la Rii33ie. Bulletins de la soci6t6 gÄologique de France 
1881, S^r. 3, Vol. 12, S. 691. — Quenstedt bildet eine Äucella impre.isae aus den tiefsten Lagen des weissen Jura Würt- 
tembergs ab. 

3 In der Zwischenzeit hat sich auch White (American Journal Bd. XXtX, März 1885, S. 228) in entschiedener Weise 
gegen die Verallgemeiaeraugeu von Whiteaves ausgesproshcu. (Anm. während der Corr.) 



Die qeofjrd'plihche Verhreifung der .Tiirafonuatioit. 97 

Wir kehren zur Betrachtung der Polarregiou zurück, iiiiierlialli welcher wir zuletzt die Vorkommnisse des 
amerikanisfhen Nordarchipels betrachtet liabeu. 

Au der grönländischen Ostküste hat Payer bei der zweiten deutscheu Nordpolexpeditiou auf der 
Kuhniusel Jurafossilien gesammelt, welche durch Toula beschrieben worden sind; es fand sich eine ober- 
jurassische Perisphinctenform {Per. Payeri), einige Belemniten, welche mit Moskauer Arten überein- 
stimmen, Aucellen, eine Goniomya und einige andere Muscheln. Ausserdem enthielt ein anderes Gestein 
eine Bhyncltonella, welche wahrscheinlich mit Bit. ßssicostata Suess aus den Kössener Schichten der Alpen 
Übereinstimmt und uns vielleicht eine Andeutung über das Vorkommen dieses obersten Triashorizoutes in 
den Polarregionen gibt. ' 

Seit längerer Zeit bekannt sind die Juravorkommnisse auf Spitzbergen, welche ebenfalls in dem Auf- 
treten von Aucellen und Cardioceras den borealen Charakter in ausgezeichneter Weise an sich tragen; von 
anderen Fossilien ist noch ein Perisphindes zu nennen, der mit Per. tripJicatus verglichen wurde.* Die Ichthyo- 
saurierreste aus Spitzbergen^, welche mau ebenfalls als* jurassisch betrachtet hat, gehören nach Dräsche der 
Trias an.* 

Die bisher erwähnten Juravorkommnisse bilden einen weiten Kranz rings um den Pol, das letzte Glied 
desselben scheinen die wenigstens ihrer Marinfauna nach noch wenig bekannten Ablagerungen auf Andö, der 
nördlichsten unter den Lofoteninseln zu liilden."' Hier treten Kohlenlager mit Landpflauzen auf, welche von 
Heer untersucht worden sind und mit denjenigen von Ostsibirien und dem Amurlande sowie von Cliina und 
Japan grosse Verwandtschaft zeigen. Es ist das eine Thatsache von hervorragender Bedeutung tür die Beur- 
theilung der Verbreitung festen Landes; sie beweist, dass von der norwegischen Küste bis zum stillen Ocean 
ein zusamn)enhängendes Florengebiet vorhanden war. Die marinen Couchylien, welche auf Andö gefunden 
wurden, sind von Dahll, Kjerulf und C. Mayer untersucht worden; letzterer, welchem einige Belemniten 
und die Photographieen der allerdings wenig cbarakteiistischen Muscheln vorlagen, identifieirt dieselben mit 
Formen des unteren Dogger, speciell mit solchen aus der Zone des Harpoceras Murchisonae, während Dahll 
und Kjerulf in denselben Oxfordtypen sehen, eine Ansicht, die mir nach dem Charakter der von Kjerulf 
abgebildeten Ammoniten und der Gryphaea dilatuta, sowie nach dem von ihm angefllhrten Vorkommen von 



' Toula, kurze Übersicht der geolog. Beschaffenheit von Ostgröuland zwischen 73° und 70° növdl. Br. Verhandlungen 
der geolog. Reichsanstalt 1872. S. 71. — Toula, Beschreibung inesozoisclier Versteinerungen von der Knhninsel. Reisewerk 
der zweiten deutschen Nordpolexpedition, Bd. II, S. 497. 

2 Nordenskiöld, sketch of the geology of Spitzbergen, Stockholm 18C8. — Lindström, Trias- och Juraförsteniugar 
frän Spitzbergen. Svenska Vetenskaps- Akademien» handlingar 186.5. Bd. VI, Nr.ü. — Fraas, Neues Jahrbuch 1872, S.203. — 
Lundgren, Bemerkungen über die von der schwedischen Expedition nach Spitzbergen 1882 gesammelten .Tum- und Trias - 
l'ossilien. Bihang tili Svenska Vetenskaps-Akademiens haudlinger Bd. VIU, Nr. 12, 1883. 

3 Hulke, Memorandum on some fossil Vertebrate remains coüected by the Swedish expeditions to Spitzbergen. Bihaug 
tili Svenska Vedenskaps-Akademiens Handlingar. 1872/73. I. Heft 1.. 

* Dräsche, petrogi-aphisch- geologische Beobachtungen an der Westküste Spitzbergens. Tscherraak's mineralogische 
Mittheilungen, 187-1, S. isi, 201. 

5 T. Dahll, oni Finmarkens üeologi. Videnskaps-Selskabets i Christiania Forhaudlingar l868,S.213. — Kjerul 1', Stenriget 
och fjeldlaeren. Kristiania 1870. — Pettersen, Lofoten och Vestraalen; Archiv for Mathematik og Naturvidenskab udgivet af 
Lie, Müller og Sars. Kristiania 1S80. — Heer, Flora fossilis avctica, Bd. IV, 1877. Übei- Pflanzeuversteinerungen von Andö. 
Mayer führt in dem letzten Werke Pecten disciformis, Iimcernmns aimiydaloides'^, Lima subdiiplimfa, Askirte excivata, Behmnitex 
ßJdinciUci und brevifoniiis an. Die mei.sten der genannten Mu.scheln .sind sehr indifferente Formeu, die sehr ähnlich auch im Mos- 
kauer Jura vorkommen; speciell wäre zu untersuchen, ob //(u<;e/«/H/(.< ((mygduhides nicht ameAnceUa ist, deren Vorkommen auf Andö 
Dahll anführt; auch ein Vergleich der Belemniten mit den russischen Typen w<äre wünschenswerth. Die von Kjerulf (I.e. 
S. 274) mitgetheiltcn Holzschnitte von Fossilien sprechen eher für ein jüngeres Alter: die glatten Kammmuscheln sind wenig 
entscheidend; seine G/7//<;«(ert rfZ/utote als unrichtig bestimmt zu betrachten, kann ich mich nicht eutschliessen. Die Ammoniten 
sind schlecht erhalten, aber soviel lässt sich mit Sicherheit sagen, dass aus dem untereu Dogger keine derartigen Formen bekannt 
sind. Fig. 330 stellt ein grosses, evolutes Exemplar mit einzelnen groben Rippen auf der Wohnkammer und mit herabhän- 
gendem Nahtlobus dar, was sehr gut auf Perisphinctes plicatilis und Verwamlte passt. Fig. 331 scheint ebenfalls ein Pertsphinctes 
za sein, doch ist hier die Deutung weit unsicherer. Im Ganzen möchte ich mich eher der Ansiclit auschliesseu, dass Oxford 
vorliegt. 

DeukschriftüU Jor matheol.-naturw. Gl. L. Bd. I o 



98 M. Netimayr. 

Aucellen jedenfalls plausibler erscheint. Die Ammouiten scheinen zwar schlecht erhalten, doch dürfte eine ein- 
gehendere Untersuchung derselben die rorhandenen Zweifel lösen. 

Werfen wir einen Blick auf den Charakter der nordischen Juraablagerungen, so finden wir, abgesehen von 
den schon bei einer früheren Gelegenheit besprochenen Provinzcharakteren, als eine wichtige Eigenthümlichkeit, 
dass, soweit unsere Erfahrungen reichen, die tiefsten Glieder der Formation überall fehlen. Aus der an der 
grönländischen Ostküste gefundenen Rhynchonella ßssicostata kann vielleicht auf eine Vertretung der obersten 
Trias (rliätisclie Stufe) geschlossen werden, wenn es auch bedenklich erscheinen mag, aus einem vereinzelten 
Brachiopodenvorkommen eine solche Folgerung abzuleiten. Jedenfalls aber ist nichts von Ablagerungen bekannt, 
welche mit Sicherheit dem Li;is zugetheilt werden könnten, die ältesten Vorkommnisse, diejenigen von Prinz 
Patrik's-Land, verweisen wahrscheinlich auf unteren Dogger. Soweit demnach unsere Erfiihrungen reichen, 
würde in der ganzen ungeheuren arktischen Provinz rings um den Pol, in ganz Innerrussland, in Sibirien und 
bis nach Tibet eine Transgression des Meeres stattfinden, welche ungefähr mit dem mittleren Jura beginnt und 
ihr Maximum mit der Oxfordstufe erreicht. Allerdings ist unsere Kenntniss jenes gewaltigen Ländergebietes 
noch viel zu gering, um das vollständige Fehlen des Lias wirklich zu behaupten , ja es ist mir persönlich 
wahrscheinlich, dass man noch ältere Jurabildungen finden wird, aber bis jetzt sind sie nicht bekannt, und 
jedenfalls ist für einen grossen Theil des Gebietes das Stattfinden einer solchen Transgression nachgewiesen. 

Der zweite Punkt von Bedeutung ist, dass wie in Russland, so auch in den übrigen arktischen Regionen 
eine specifische Übereinstimmung von Formen aus jüngeren Ablagerungen als Oxford mit mitteleuropäischen 
Typen nicht stattfindet. Es ist das namentlich von Wichtigkeit für den Versuch, die Verhältnisse auf der 
Grenze zwischen der arktischen und der nördlich gemässigten Zone festzustellen. Wir haben bereits für die 
Region von der unteren Wolga bis nach Skandinavien die Vertheilung von Wasser und Land besprochen, und 
gesehen, dass zur Kelloway- und Oxfordzeit eine Reihe von Inseln vorbanden war, welche beide Becken 
trennte, während sich vorher und nachher eine zusammenhängende Festlandsmasse von der Wolga bis Skan- 
dinavien erstreckte. Da auch weiter westlich die zoogeographischen Verhältnisse dieselben waren, so müssen 
wir auch hier eine Trennung durch Festland zwischen dem Nord- und dem Südmeere annehmen, die nur zur 
Oxfordzeit theilweise vom Meere überfluthet war. 

Den ersten Fingerzeig liefert uns der Jura auf Audö; wir haben hier eine Comltination von Kohlenflötzen, 
Landpflanzen und Meeresmollusken, welche auf die Nähe der Küste, und zwar der Südküste des Nordmeeres 
hinweist. Die südlicheren Theile der Lofoten sind Bruchstücke jenes Festlandes. Weitere Spuren desselben 
haben wir oben bei Besprechung des Jura am Rande der schottischen Hochlande und auf den inneren 
Hebriden gefunden ; schon aus der Vertheilung der Sedimente, aus der Zunahme der Kohlen und Landpflanzen 
führenden Scliichten gegen Norden und der Abnahme der marinen Vorkommnisse in derselben Richtung konnte 
auf die Existenz eines grossen nordwärts vorliegenden Continentes geschlossen werden, und wir sehen diese 
Folgerungen durch Beobachtungen auf ganz anderem Gebiete, über die Verbreitung der marinen Organismen 
bestätigt. Aller Wahrscheinlichkeit nach bilden die Shetlandsinseln ein Überbleibsel jenes Landes, das sich 
von Norwegen aus hierher erstreckte. Schon früher wurde darauf aufmerksam gemacht, dass stellenweise in 
Schottland die Oxfordschichten transgrediren und in ihrer Fauna subarktischen Charakter zeigen, und mau 
wird daraus auf eine zeitweilige Meeresverhindung an dieser Stelle schliessen dürfen. 

Gegen Westen muss dieses Festland mit Nordamerika in Verbindung gestanden sein, oder es kann 
wenigstens nur eine geringe Unterbrechung zwischen beiden stattgefunden haben; es ist bekannt, dass 
im ganzen Gebiete zwischen den Black Hills von Dakota, dem Golfe von Florida, dem Eismeere und dem 
atlantischen Ocean keine Spur von marinem Jura, wohl aber Binnenablagerungen mit Resten von Wirbelthiereu 
bekannt sind. Über die Einzelheiten der Abgrenzung des westlichen Tiieiles dieses Continentes gegen Westen 
und Süden wird später die Rede sein ; gegen Norden muss dieselbe natürlich südlich von Patrick's-Land und 
Grinnell-Land gelegen haben, und es ist nicht wahrscheinlich, dass die Bildungen auf diesen Inseln unmittelbar 
in der Nähe der Küste abgelagert worden seien. Die Strandlinie dürfte zwischen 90° und 140° westl. von 
Greenwich ungefähr da verlaufen sein, wo heute die Grenze zwischen dem amerikanischen Continent und 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 99 

dem arktischen Archipel sich befindet. Berücksichtigen wir ferner, dass Grönland an seiner Ostkliste Jura 
zeigt, dass seine Hauptmasse aus uralten Gesteinen besteht, seine ziemlich bekannte Westküste dagegen ver- 
schiedene Binnenablageruiigen, aber keinen marinen Jura zeigt, so kömmt man zu dem Resultate, dass der 
Sund zwischen Batfinsland und Grönland nicht existirte, sondern beide zusammen eine nach Norden vor- 
springende Halbinsel des amerikanischen Continentes bildeten. 

VI. Der alpine Jura. 

Über das Verhältniss des alpinen zum ausseralpinen Jura, über die wesentlichen Unterschiede zwischen 
beiden und über die Ursachen dieser Abweichungen habe ich mieli in dem früher angeführten Aufsatze aus- 
gesprochen; es entsteht jedoch die Frage, ob klimatische Verschiedenheiten, welchen ich die Differenzen 
zugeschrieben habe, zur Erklärung ausreichen, oder ob, wie an der Grenze zwischen mitteleuropäischem und 
russischem Becken, noch ausserdem eine Trennung durch zwischenlagcrndes Festland angenommen 
werden soll. Ich habe mich schon bei früheren Anlässen gegen eine solche Annahme ausgesprochen und 
namentlich darauf hingewiesen, dass in manchen Gegenden, z. B. in Mähren, die einander sehr nahe gelegenen 
alpinen und ausseralpinen Juraablagerungen von gleichem Alter auffallende Übereinstimmung in ihrer Fauna 
zeigen und nur das Vorkommen der specifisch alpinen Formen einen Unterschied bedingt. ' Allerdings ist dieser 
Grund, wenn auch wichtig, doch nicht entscheidend, da immerhin die Möglichkeit nicht ausgeschlossen 
erscheint, dass gerade an einzelnen derartigen Stellen, an welchen die Ablagerungen beider Bildungsräume 
sich nähern, eine Meeresstrasse zwischen denselben vorhanden war. Auch die Unwahrscheinlichkeit, welche 
in der Annahme einer langen, schmalen, vom Dniester bis nach Frankreich, vielleicht bis nach Portugal sich 
erstreckenden Insel liegt, verdient zwar alle Berücksichtigung, aber sie schliesst keine Unmöglichkeit in sich. 
Dagegen liefert der Faunencharakter sichere Beweise gegen das Vorhandensein eines solchen Landstriches 
während der Jurazeit; wäre der Unterschied zwischen alpiner und ausseralpiner Entwicklung ganz oder tlieil- 
weise durch zwischenliegendes Festland bedingt, so müsste sich derselbe im Verlaufe der Zeit steigera, wir 
milssten erwarten, dass gleichaltrige und isopische Faunen aus dem Lias einander noch verhältnissmässig nahe 
stehen, während sie sich im oberen Jura im schärfsten Gegensatze zu einander befinden müssten. Das ist that- 
sächlich nicht der Fall; ob wir Arieten- oder Tenuilobatenschichten mit einander vergleichen, immer ist unter 
den Ammnniten eine beträchtliche Artenzahl gemeinsam, und nur einzelne Formengruppen halten sich ganz 
oder wenigstens der Hauptsache nach an die eine oder die andere llegion. 

Kann nach dem Charakter der Fauna ein trennendes Festland nicht vorhanden gewesen sein, so 
finden wir noch andere, directe Belege für offene Meerescommunication. So ist es z. B. unverständlich, wie 
sich die Nähe der böhmischen Masse in dem Auftreten von Sandsteinen in der Nebenzone der Alpen auf der 
Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich geltend machen kann, wenn dieses alte Festland durch einen 
Meeresarm und südlich davon durch die supponirte Insel von der alpinen Region getrennt war. Namentlich aber 
verdient das bisher noch nicht hinreichend gewürdigte Auftreten der sogenannten Algäuschiefer* im Wasser- 
gebiete des Lech, der Hier und in den benachbarten Gegenden hervorgehoben zu werden. Dieselben werden 
der sogenannten Fleckeumergelentwicklung zugerechnet, jener Gruppe liehtgrauer etwas thoniger Kalke mit 
einzelnen dunkleren Flecken, welche mehrfach verbreitet im Lias und Neocom, seltener im mittleren und oberen 
Jura der Westalpen vorkommen. Die Algäuschiefer jedoch zeichnen sich vor allen Fleckenmergeln durch dunklere 
Farbe, hohen Thongehalt und ausgezeichnete Schieferung aus. Durch ihre Fauna werden sie als der Zone des 
AmaUheus margaritatus angehörig charakterisirt, sie fallen also dem Alter nach mit der grössten Anhäufung von 
Thonen in England, Norddeutscliland und Schwaben zusammen; es wurde oben gezeigt, dass diese thonigen 
Sedimente von einem am Nordrande der mitteleuropäischen Region gelegenen Festlande aus ins Meer gelangten 



1 Jahrbuch der geologischen Reichsanstalf. 1871. S. 522. Verhandlungen der geologischen Reichaanstalt 1872. S. 54. 
- Gümbel, geognost. Beschreibung des baierischen Alpengebirges. 



1,-i' 



100 M. Neumayr. 

und von da durch eine am Ostrande des Ardennenmassivs verlaufende Strömung nnch Süden geführt wurden. 
Nun liegt das Verbreitungsgebiet der Algäuschiefer gerade in der weiteren Fortsetzung jener Thonmassen 
gegen Süden, und es wird um so wahrscheiulicher, dass diese sich wirklich dahin ausgebreitet haben, als 
wir sonst durchaus ohne Erklärung für die Herkunft des Thonmaterials blieben. Auch in der Fauna lässt sich 
der Einfluss der von Norden her vordringenden kälteren Gewässer deutlich nachweisen, indem gerade die 
Algäuschiefer fast allen anderen alpinen Ammoniten.-^cliichteii gegenüber durch das Zurücktreten der typisch 
alpinen oder südlichen Gattungen Lißoa'ins und Pln//loccras ausgezeichnet sind. Wir können demnach das Auf- 
treten dieser Gebilde mit einer zeitweiligen Änderung der Strömungsverhältnisse in Verbindung bringen. 

Es lassen sich noch andere analoge Ercheinungen aufführen, unter denen wohl die auffallendste das Vor- 
kommen von bituminösen Schiefern des oberen Lias mit Posidonomya Bronni in den Schweizer Alpen im 
Molesongebirge und in den östlichen Theilen des Landes ist;' ferner das Auftreten von Purbeckschichten in 
den Freiburger Alpen. '^ Merkwürdigerweise ist sogar die Entwicklung im Jura der Ostschweizer Alpen \iel- 
fach analog derjenigen im Aargau und in Schwaben, während der Jura in den Alpen der westlichen Schweiz 
mit dem Typus des ausseralpinen Theiles des Cantons Bern, von Neufchatel und den angrenzenden Theilen 
Frankreichs übereinstimmt, ja wenn man die Linie Bascl-Olten, welche im Juragebirge ungefähr die Grenze 
zwischen der Entwicklung der östlichen und westlichen Schweiz bildet, weiterhin bis in die Alpen verlängert, 
so trifft sie auch hier in der Gegend des Brienzer See's auf die Grenze zwischen östlichem und westlichem 
Typus. * 

Wir können daraus schliessen, dass alpine und ausseralpine Provinz in ganz offenem Zusammenhange 
waren. Eine zweite hypothetische Landmasse, bezüglich deren die Ansichten ausserordentlich getheilt sind, 
soll die krystallinische Kette der Alpen gebildet haben, und dieselbe Meinung wird consequeuter Weise 
auch für die Karpathen gelten müssen. Fs würde viel zu weit iühren, hier eine Darstellung der verschiedenen 
Auffassungen zu geben, zumal es sich bei denselben in der Hegel nicht darum handelt, die Ausbreitung des 
Meeres während eines bestimmten Zeitraumes festzustellen, sondern um die Frage, ob in dieser Region bedeu- 
tende vortertiäre Störungen stattgefunden haben, welche auf die Tektonik des Kettenbaues von entscheidendem 
Einflüsse sind. Es ist aller Grund für die Annahme vorhanden, dass wie in anderen Gebieten, so auch in den 
Alpen, zu verschiedenen Zeiten sehr verschiedene Zustände geherrscht haben. Wenn wir z. B. in denselben 
Gegenden, in welchen der Jura als hochmariner Cephalopodenkalk auftritt, das Rothliegende durch die Oon- 
glomeratmassen des Verrucano vertreten sehen, so müssen wir daraus auf grossartige Veränderungen schliessen, 
welche in der Zwischenzeit stattgefunden haben. 

Wir beschränken uns hier ganz auf den Jura, und es mag noch hervorgeholten werden, dass eine Über- 
tragung dessen, was hier gefolgert wird, auf andere Formationen nicht zulässig erscheint. 

Für die Beurtheilung ist die Thatsache vor allem wichtig, dass der alpine Jura, von wenigen localen Vor- 
kommnissen abgesehen, vorwiegend aus Kalken besteht, neben welchen Thone ziemlich selten, Sandsteine und 
Ponglomerate nur in wenigen localen Ausnahmefällen auftreten, die wir noch besprechen werden. Auch 
Korallenriffe sind nicht häutig, und geliören den höchsten Horizonten des Jura an, sie bildeten sich zu einer 
Zeit, in welcher die anstossenden ausseralpinen Gebiete trocken lagen oder wenigstens nur mehr die letzten 
Reste eines schon stark eingeengten Meeres enthielten, so dass wir wenigstens in vielen Fällen auf ein gegen 
Norden hin seicht werdendes Meer und damit zusammenhängende Ritfbildung schliessen dürfen. So treten z. B. 
in den Karpathen die Riffe nur ganz am Nordrande auf, wo sie in Mähren, Schlesien und Galizien am Aussen- 
rande der Flyschzone als Klippen aus den jüngeren Sandsteinen hervorragen, während die gleichaltrigen 
Bildungen im Inneren des Gebirges als Ammoniten- oder Aptychenkalke entwickelt sind. 



1 Fis cher-Ooster, verscliiedinu' geoiogi.ichc Mittlieihmgeii. Bevu, Zeitschr. der natuiforfschenfleTi Gesellsch. Dec. 1870. 
— C. Mösch, der Jura in den Alpen dci- Ostschweiz. Zürich l,s72. S. .5. 

- Gilliöron, Les Alpes de Fribourg en general et de Monsalvens en particnlier. Beitr. zur geologischen Karte der 
Schweiz, Bd. 12. 

' Mösch, 1. c. 



Die [jeograp/nsclic l^erbreihiiKj der Ji<raf<irvinti()n. 101 

Directe Beweise für das Übergreifen des Jiirameeres über die ganze Centralregion der Alpen durch 
anstehende Gesteinsvorkommnisse im Bereiche des krystallinischen Gebirges liegen nnr für gewisse Theile der 
Alpen vor; in der Schweiz liegt horizontal gelagerter Jura in der Gegend von C'haniounix als winziger Erosions- 
rest auf dem Gipfel der Aiguilles rouges. in der Gruppe des Montblanc ist derselbe mehrfach verbreitet 
und in sehr bedeutender Höhe z. B. auf den 3227 Meter hohen Tours Sallieres vorhanden, und im Südosten 
dieser Gebirgsgruppe streicht eine Zone von Juragesteinen auf italienischem Gebiet im Feretthale durch und 
zieht sich nach dem Wallis hinüber. ' Südwestlich davon treten die seit langer Zeit berühmten Juragesteine dei; 
Tarentaise nnd Maurienne auf, während in der weiteren Erstreckung der Westalpen die Verbreitung 
gleichalteriger Ablagerungen vorläufig noch zweifelhaft ist. Wir begegnen hier jenen Complexen von krystal- 
linischen und snbkrystallinischen Schiefern, die jünger sind als die ältesten Schiefergesteine der Alpen, und 
in der Regel als umgeänderte Sedimentärgehilde betrachtet werden. Über das Alter derselben sind aber die 
Ansichten noch sehr unsicher, vermnthlicli gehören dieselben verschiedenen Horizonten an, doch lässt sich 
etwas Bestimmteres darüber nicht sagen, wenn es auch wahrscheinlich sein mag, dass auch der Jura hier seine 
Vertretung finde. 

Günstiger gestalten sich die Verhältnisse östlich \on der Gruppe des Montblanc, speciell in der Umgebung 
des Gotthard; am Nufenenpasse auf der Wasserscheide zwischen dem obersten Wallis und Val Leventina 
treten die bekannten Belemniten führenden Schiefer auf, in derselben Weise charakterisirte Juraablagerungen 
stehen am Lukmanierpasse zwischen dem Gebiete des Rheines und des Ticino an und setzen die Haupt- 
masse des mächtigen, den Pass beherrschenden Scopi zusammen. Auch am Südabhange treten dieselben 
Gesteine, allerdings nicht durch Versteinerungen charakterisirt, bei Airolo, in Val Canaria und Val Piora 
auf. ^ Weiter im Süden erscheint wieder ,luia bei Arona am l'fer des Lage Maggiore und am Comcrsee, so 
dass hier an einem ehemaligen Zusammenhange der jurassischen Ablagerungen über die ganze Breite der 
Alpen nicht gezweifelt werden kann. Ferner liefern die viel besprochenen Kalkkeile und andere isolirte 
Juravorkoramnisse der Finster-Aarhornmasse, die sich auch auf deren Südseite hinüberziehen, einen deutlichen 
Beleg für das ehemalige übergreifen ausgebreiteter Jurapartieii über die krystallinische Kette. '' 

Noch weiter östlich in Graubündeu und in den anstossenden Theilen von Tirol treten wieder Schiefer 
weit in das Gebiet der krystallinischen Zone herein, deren Alter noch nicht bestimmt werden kann; bald 
werden dieselben als Flysch, bald als dem Jura angehörig oder als paläozoisch gedeutet, ohne dass ganz 
sichere Beweise für eine oder die andere Ansicht vorlägen; Versteinerungen von entscheidender Bedeutung 
scheinen nicht gefunden worden zu sein, und die Angaben über das Vorkommen von Belemniten sind in Zweifel 
gezogen worden. 

In der Hauptmasse der Ostalpen fehlt es, so weit wir urtheilen können, an isolirten Jurapartien im 
krystallinischen Gebiete. Vielleicht verbergen sich noch solche unter den ,, Radstädter Tauerngebilden"; auch 
aus dem Vorkommen vorgeschobener Triaspartien, z. B. im Ortlergebiet und an der Brennerlinie, könnte ge- 
schlossen werden, dass diese Trias früher von Jura bedeckt war, der nun denudirt ist; immerhin aber sind 
diese Anhaltspunkte für eine bestimmte Annahme viel zu schwankend. Im Allgemeinen machen die Ostalpen 



' Vergl. A. Favre, recherches geologiques dans les parties de la Savoie, du Pifemont et de la Suisse voisines de 
Mont-BIanc. 1867. — Gerlach, das südwestliche Wallis. Beiträge zur geolog. Karte der Schweiz. Bd. IX, Bern 1S7I. — 
Gerlach, die peiiuinischen Alpen. Ebenda Bd. 27. — Studer, Geologie der Schweiz, iin zahlreichen .Stelleu. — Über Taren- 
taise und Maurienne, deren Literatur überaus ausgebreitet, vergl. Favre I.e. 

'i Studer, Geologie der Schweiz. Bd. I. S. 375. — C. v. Fritsch, das Gotthardgebiet. Beiträge zur geologischen 
Karte der Schweiz. Bern, Bd. XV. S. 125 flf. 

3 Aus der sehr ausgedehnten Literatur über diesen Gegenstand seien hervorgehoben: Studer, Notice sur les Alpes 
Beruoises. Bulletins de la soc. geol. de France is:il. Vol. II, S. .^1. — Escher, Erläuterunjjen der .Vnsichten einiger Con- 
tactverhältnisse zwischen krystallinischen Feldspathgestcinen im Berner Obeilando. Neue Denkschriften der allgem. Schweizer 
Gesellschaft für die gesammten Naturwissenschaften. 1839, Bd. III. — Studer, Geologie der Schweiz , Bd. I , S. 166, 178 et 
passim. — Baltzer, der mechanische Contact zwischen Gneiss und Kalk im Berner Oberland. Beiträge zur geologischen Karte 
der Schweiz, Bd. XX. 'Ausserdem eine Reihe früher erschieuener kleinerer Aufsätze des Verfassers). — Heim, Untersu- 
chungen über den Mechanismus der Gebiigsbildung. 1878. 



102 M. Neumayr. 

den Eiiiduuk eines Gebirges, welclies viel mehr von der Denudation angegriffen und weiter in sein Inneres 
blossgelegt ist als die Westalpen. Dalür spriclit die weit schärfere Sonderuiig von krystallinischer und paläo- 
zoischer Zone von einander und von dem Kalk- und dem Flyschgürtel in dem ersteren Gebiete, und die Selten- 
heit jüngerer, eingefalteter Partien, welche in der Schweiz so vielfach in den älteren Zonen auftreten. Nirgends 
finden wir Erscheinungen wie die der Kalkkeile des Berner Oberlandes u. s. w. Ebenso weist die viel grössere 
Entwicklung breiter Querthäler in Tirol und anderen ostalpinen Ländern auf eine stärkere Wirkung erosiver 
Kräfte hin. Denken wir uns die Schweizer Alpen in ihren Kammlinien und Gipfeln um etwa 500 Meter durch 
Denudation erniedriegt, die grossen Hauptwasserläufe des Eheines, der Aare, der Keuss, der Rhone u. s. w. 
ungefähr in demselben Niveau wie heute, wenigstens so weit sie annähernd „fertige" Thalstrecken durch- 
laufen, so wäre die Ähnlichkeit mit den Ostalpeu eine viel grössere, die Scheidung der einzelnen Zonen durch 
Entfernung eines grossen Theiles der den älteren Gesteinen aufgelagerten oder eingefalteten jüngeren Gebilde 
weit schärfer ausgesprochen, und die Querthäler viel besser entwickelt. 

Wir können hier auf eine weitere Begründung dieser Auffassung nicht eingehen, die von dem Hauptgegen- 
stande zu weit ablenken würde; das Ergebniss, welches wir ans dem Auftreten isolirter Schollen von Jura 
ableiten können, besteht darin, dass für das Centrum der Westalpen das Herübergreifen von Jura über die 
krystallinische Zone nachgewiesen, für deren südwestlichen und östlichen Flügel wahrcheiniich ist, während fiir 
die Ostalpen die Anhaltspunkte sowohl für als gegen eine solche Annahme durchaus ungenügend sind. Für 
das letztere Gebiet sind wir ganz auf den Vergleich der Ablagerungen im Norden und Süden angewiesen. 

Die grösste Bedeutung in dieser Beziehung haben vor allem die Liasbildungen der Umgebung von Lienz 
im Pusterthal. In der Regel ist in diesem Abschnitte der Südalpen der Lias durch die sogenannten grauen 
Kalke oder Rozzokalke vertreten, deren Bedeutung noch näher besprochen werben soll. Es sind das ent- 
schiedene Seichtwasserbildungen mit Landpflanzen und Muscheln, die nur ganz vereinzelt Einlagerungen von 
Ammonitenkalken enthalten; nur im nördlichsten Theile der Südalpeu treten hier die pelagischen Ammoniten- 
kalke bei Lienz auf, unmittelbar an die alten krystallinischen Schiefer der Grossglocknergruppe angelehnt. Es 
ist, wie Suess hervorgehoben hat, ein Stück nordalpinen Lias, und dessen Vorkommen wäre absolut unver- 
ständlich, wenn wirklich die Centralkette ein altes Ufer gewesen wäre; wir werden dadurch zu der Annahme 
gezwungen, dass ein Zusammenhang mit den übereinstimmenden Gesteinen im Norden vorhanden war.' 

Es mag ferner darauf hingewiesen werden, dass die rothen Ammonitenkalke des obersten Jura mit Asindo- 
ceras acanthicum und Terebratula (Uphija in den Nord- wie in den Südalpen annähernd gleich weit nach Westen 
reichen; endlieh ist es wahrscheinlich, dass die mergeligen Gesteine im mittleren und oberen Lias der Lom- 
bardei, namentlich im sogenannten Medolo der Umgebung von Brescia und in Val Trompia, genau im Süden 
des Gebietes der Algäuschiefer, aus derselben Quelle wie diese ihren Thongehalt erhalten haben. 

In derselben Weise verhält es sich in den Karpathen; am Nordrande derselben, d. h. in der Nähe des 
alten Ufers tritt der oberste Jura, die tithonische Stufe, in Form von Korallenkalken auf; weiter im Süden, in 
der Nähe des Südrandes der Sandsteinzone, finden wir eine Aufbruchswelle von Jura, die südliche Klippenzone, 
welche gerade auf der Grenze zwischen zwei Entwicklungsformen des oberen Jura auftritt; ihre nördliche 
Hälfte zeigt uns rothe Ammonitenkalke, die südliche Aptychenkalke; noch weiter südlich in der Kalkzone der 
Tatra u. s. w. kehren diese letzteren wieder, und sie wiederholen sich in ganz gleicher Weise auch südlich von 
der Hauptmasse der Karpathen.^ 

Nach diesen Thatsachen ist es im höchsten Grade unwahrscheinlich,, dass die krystallinischen Zonen der 
Alpen und Karpathen zur Jurazeit festes Land waren; aber allerdings ist damit noch nicht bewiesen, dass das 
ganze Gebiet während der vollen Dauer der Jurazeit vom Meere bedeckt war, ja es liegen sogar sehr bestimmte 
Anhalts]iunkte vor, dass local und zeitweilig Inseln in diesem Gebiete auftraten. Für den oberen Jura fehlen 
mit wenigen unbedeutenden Ausnahmen die Spuren einer Trockenlegung; nur im Gebiete der Freiburger 



1 Suess, das Antlitz der Erde, Vol. I. S. 341. 

- Neiniiayr, .Jurastudien, 5. Der penninische Klippenziig. Jahrbuch der geologischen Reichsanstalt 1871. p. 503 ff. 



Die geographische Verhrdtmuj der Juraformation. 103 

Alpen sehen wir die oberste Zone des Jura durch die Binneuablagerungen des sogenannten Purbeck- 
kalkes vertreten, • wie das in der mitteleuropäischen Provinz allgemeine Kegel ist, soweit Sedimente 
dieses Alters nicht ganz fehlen. Auch für die Existenz einer beschränkten Insel in der Gegend der niederen 
Tauern liegen einzelne Anhaltspunkte vor, doch sind dieselben noch zu unbestimmt, um ein weiteres Eingehen 
zu gestatten. 

Auf andere Verhältnisse treffen wir in den tieferen Horizonten des Jura ; dabei darf allerdings kein Werth 
auf den Umstand gelegt werden, dass stellenweise isolirte Ablagerungen höherer Jurasohichten local über- 
greifend auf Triasbildungen auflagern, wie das z. B. mit den Macrocephalenschichten im Brielthal bei Gosau 
oder mit den Schichten des Aspidoceras acanthium von St. Agatha im Salzkammergut der Fall ist. Diese Er- 
scheinung hängt mit der schon vielfach besprochenen Lückenhaftigkeit des alpinen Jura zusammen, deren Grund 
bisher noch nicht sicher festgestellt ist, die aber jedenfalls nicht V(in zahllosen \'eränderungen in der Ver- 
breitung des Meeres, sondern wahrscheinlicher mit Strömungsverhältnissen zusammenhängt. 

Von um so grösserer Bedeutung ist ein solches Übergreifen, wo dasselbe nicht ganz local, sondern über 
weite Striche stattfindet und von entschiedenen Anzeichen einer Küstenbildung begleitet ist. Hierlier ist 
zunächst das Auftreten der dem oberen Tlieile des unteren Lias augehörigen Hierlatzschichten zu rechnen, 
welche vom Sonnwendjoch am Aachensee an gegen Osten bis nach Niederösterreich an einer Menge von 
Punkten den Massen obertriadischer^Dachsteinkalke aufgelagert sind, Spalten in diesem ausfüllen und Blöcke 
von Kalk enthalten. Es wird dadurch sehr wahrscheinlich gemacht, dass ein grosser Theil jener mächtigen 
Triasplateaus, welche diese Gegend ciiarakterisiren , während der Zeit des untersten Lias als Inseln 
hervorragten. 

Ähnlich verhält es sich mit den unterliasischen „Pisanaquarziten" am Nordrande der hohen Tatra, welche 
stellenweise conglomeratische oder breccienartige Structur annehmen. Ferner fehlt auf der weiten Strecke von 
Eperies im Saroser Comitat in Oberungarn bis Neumarkt in Galizien dem südlichen karparthischen Klippen- 
zuge der Lias vollständig; die Schichtfolge beginnt regelmässig mit Thouen und Mergeln des untersten Dog- 
gers mit Harpoccras opaUnum, und es ist wahrscheinlich, dass auf dieser Strecke das Gebiet, welches heute 
von der karpathischen Sandsteinzone eingenommen wird, zur Liaszeit trocken lag. 

In den Westalpen deutet vielleicht der Umstand, dass in der Finster-Aarhornmasse und in der Tödi-Wind- 
gällengruppe wie am Calanda der dem oberen Dogger angehörige Eisenoolith das tiefste Glied des Jura bildet, 
auf eine ähnliche Erscheinung, und für weiter westlich gelegene Gegenden hat Schaardt auf Anzeichen festen 
Landes aufmerksam gemacht. ^ 

Jedenfalls handelt es sich dabei nur um verhältnissmässig kleine, isolirte Inseln, von deren Existenz zur 
Zeit des oberen Jura keine Spur melir zu finden ist. Eingehende Loealuntersuchungen werden deren Zahl ver- 
muthlich noch vermehren, vielleicht wird sich nachweisen lassen, dass selbst im oberen Jura noch ein oder die 
andere vorhanden war, allein jedenfalls existirte die krystallinische Kette des gewaltigen alpin-karpathischeu 
Bogens damals der Hauptsache nach nicht als ein über Meer aufVagender Landrücken. Dagegen finden sich 
bestimmte Anzeichen von Festland in anderen Theilen der alpinen Region. 

In erster Linie ist hier die spanische Meseta zu nennen. Im Allgemeinen ist der Jura in Spanien sehr 
verbreitet und nimmt einen Flächenraum von mehr als 22.000 Quadratkilometer oder 4-45 7o des ganzen 
Landes ein.^ Die Daten, welche über den Charakter dieser Ablagerungen vorliegen, sind noch ziemlich 
unzulänglich, doch lässt sich in den Hauptzügen erkennen, dass im südlichen Theile alpine, im nördlichen 
Theile ausseralpine Entwicklung herrscht, wie das von Choffat für das angrenzende Portugal nachgewiesen 



1 Gilliörou, les Alpes de Fiibourg eu g6u6ral et le Montsalvens eu particulier. Beiträge zur geolog. Karte der 
Schweiz. Bd. XII. 

2 Hans Schardt, fetudes geologiques aiir le Pays d' enhaut Vandois. Bulletins de la sociöte Vandoise des sciences 
natm'elles 18S4, fol. 20, S. 108. 

ä Breve Idea de la constitiicion geolugica de Espaiia (ohne Autorangabe). Boletin de la comision del mapa geolögico 
de Espaua Vol. V. 1878. S. 149. — Vergl. auch Verneuil etOoUomb, carte geologique de l'Espagne. 



104 



M. h'eumuy r. 



worden ist.' Die von Verneuil bei Cahra in der Provinz Cordoba (Andalusien) entdeckten, und von Soliloen- 
bach theilweise bestimmten Formen sind typisch alpin,''' wovon ich mich auch persönlich überzeugen konnte. 
Dasselbe gilt von den von Vilauova beschriebenen Vorkommnissen der Provinz Castellon-'' und nach Orueta 
wohl auch von denjenigen der Provinz Malaga, aus Vielehen Ammonites plicatilis und tatricus angeführt werden.* 
Eine ausführlichere Liste der in der Provinz Granada gefundenen Jurafossilien, welche Gonzalo y 
Tarin miltheilt," enthält die folgende typisch-alpine Animonitenfauna, in welcher Formen des mutieren und 
oberen Lias, sowie des Tithon die grösste Rolle spielen. 

Harpoceras Arolkum Opp. 
Haploceras elmatum Opp. 

„ Erato Orb.? 
Hammatoceras variahih Orb. 



Amaltheus Loscombi Sow. 
Pht/Uoceras mediterraneuni Neu m. 

„ ptychoicum Quenst. 

, isotypus Ben. 

„ silesiacum Opp. 
Lytoceras quadrisulcatmn Orb. 

„ nmnicipah Opp. 

„ Liehigi Opp.? 
Harpoceras radialis Rein. 

„ Levesquei Orb. 

serpentinum Rein. 
Normannianum Orb. 






Stephanoceras coronatum Sow. 
PerispJtindes plicatilis Sow. 

„ transitorius Opp. 

„ microcanthus Opp. 

„ Köllikeri Opp. 

Olcostephamis Groteanus Opp. 
Peltoceras Arduennense Orb. 
Aspidoceras liparum Opp. 



Anders verhält es sich in den nordwestlichen Theilen des Landes; Aranzazu schildert den Jura der 
Provinzen Bnrgos, Logronjo, Soria und (Uiadalajara, welcher mitteleuropäischen Charakter zeigt,*' und Castel 
führt, abgesehen von anderen Fossilien aus Guadalajara, die folgenden Ammoniten an: ' 

Hammatoceras uariabile Orb. 
Coeloceras annulatum Sow. 

„ Deplacei Orb. 

„ Hollandrei Orb. 



Lytoceras jurense Ziet. 
Amaltheus margaritatus Mtf. 

„ Spinat US Brug. 
Ariefites bisulcatus Brug. 
Harpoceras Aalense Ziet. 
bifrons Brug. 
complanatum Sow. 
discoides Ziet. 
radians Rein. 
serpentinum Rein. 
opalinum Mand. 
thouarsense Orb. 
„ hecticum Rein. 
„ canaliculatuw Buch. 
„ lunula Ziet. 
Hammatoceras insigne SchUbl. 



Stephanoceras Humphriesianum Sow. 
Macrocephalites macrocephalus Schi. 

„ microstoma Orb. 

Beineckia anceps Rein. 
Perisphinctes Backerine Sow. 

„ plicatilis Sow. 

„ Martiusi Orb. 

„ transitorius Opp. 

Aspidoceras perarmatum Sow. 
Parkinsonia Garantana Orb. 
Cardioceras cordatum S o w. 



1 Choffat, ötudes stratigrapbiques et pal6ontologiques sur les terraius jurassiques du Portugal; a. a. 0. 

-' 8chlöubach, die tithonische Fauua in Spanien, verglichen mit der Südtirols. Verhandlungen der geolog. Reiehs- 

austalt 1S67. S. 251. 

3 Vilanova, Memoria geoguostico-agricola sobre la Provincia de Castellon. Memorias de la real Academia de Cien- 

cas de Madrid. Tomo IV. 1S59. 

1 Orueta, Bosquejo lisico y geolögico de la region septeutrional de la Provincia de Malaga. Boletin de la cumisiou 
del mapa geolögico de Espana 1877. Bd. IV. 

5 Gonzalez y Tarin, Resena fisica y geol6gica de la provincia de Granada. Boletiu 1S81. Vol. VIII. 

6 Aranzazu, Apuntes pora una descripcion fisica y geolögica de las pro vincias de Bnrgos, LogroSo, Soria y Guada- 
lajara. Boletin de la comision del mapa geolögico de Espaüa Vol. IV. 1877. 

I Castel, Descripcion geolögica de la Provincia de Guadajara. Boletiu 1881, Vol. Vlll. 



Die geof/rapJtif«J/t' Verlircifiniq der Jurtiformafion. 105 

Aus dieser Liste kann man auf das Vorhandensein von unterem, mittlerem und oberem Lias, von Unter- 
oolitli, Kelloway- und Oxfordstufe, vielleicbt aucli von Tithon scldiessen, und da ausser dem gerade in 
Mitteleuropa häufigen Lijioccras jurmse kein Angehöriger der Gattungen PhijUoceras und Lytoceras unter den 
aufgeführten Arten ist, so kann man die Entwicklung mit Bestimmtheit als mitteleuropäisch ansprechen. Weiter 
gegen Osten wird die Sache fragliclier; aus d<?r Provinz Huesca citirt Mallada BeJemnites compressus, Har- 
2}0ceras bifrons und radialis,^ doch ist hier die Zalil der Arten noch zu gering, al-; dass man daraus auf den 
Charakter der Ablagerungen einen bestimmten Schluss ableiten könnte. Auch die Angaben über die noeli 
weiter östlich gelegenen Provinzen Lerida,'^ Barcelona-' und Tarragona* gestatten noch kein sicheres Urtlieii, 
wenn auch die Angaben von Gombau für die zuletzt genannte Gegend eher auf ausseralpine Verhältnisse hin- 
weisen. Wir wissen also noch nicht genau, wie die (irenze zwischen alpiner und ausseralpiner Entwicklung 
hier verläuft. In Portugal kommt allerdings noch ausseralpiner Jura und Wealden südlich von den westlichen 
Ausläufern der IMeseta vor, und man könnte dadurch auf die Vermutliung gebracht werden, dass^ wie um den 
Südrand der böhmischen Masse, so auch um den der Meseta sich ein schmaler Streifen des ausseralpinen Jura- 
Meeres herumziehe, doch wissen wir darüber nocli nichts Bestimmtes. 

Obwohl die geologiselie Kenntniss Spaniens durcli die Thätigkeit des Aufnahmscomit6s in neuerer Zeit 
ganz überras(diende Fortschrilte gemacht hat, so fehlt es doch vorläufig noch an einer eingehenden paläon- 
tologischeu Untersuchung der gefundenen Fossilien, und erst wenn diese wichtige und lohnende Aufgabe 
gelöst ist und eine Monographie der gefundenen Juraversteinerungen vorliegt, wird man mit Sicherheit die 
Grenzen zwischen alpiner und mitteleuropäischer Entwicklung feststellen können. 

Zwischen den Landstrischen, in welchen Juravorkommnisse auftreten, finden sich andere, in welchen 
Ablagerungen dieses Alters fehlen; hierher gehören zunächst die aus alten Schiefern u. s. w. bestehenden 
Theile der betisehen Cordillere, welchen gegen Norden eine mesozoische Zone vorliegt;' wir haben es mit einem 
einseitigen Kettengebirge von alpinem Typus zu thun, welches an seinem Südrande abgebrochen ist, und wie 
bei den übrigen alpinen Ketten ist kein zwingender Grund vorhanden, hier eine alte Insel anzunehmen; aller- 
dings ist unsere Kentniss noch keine vollständige, doch spricht der Gliarakter der Juraablagerungen, der rothen 
Ammonitenkalke, welche in der Kalkzone der i)etischen Cordillere auftreten, entschieden gegen die Nähe von 
festem Lande. 

Anders verhält es sich mit dem spanischen Centralplateau, der „Meseta", welche die Mitte des Landes 
einnimmt und an ihrem Südrande von der hochaufragenden Sierra Morena begrenzt ist. Gegen Süden, Osten 
und Norden von jurassischen Ablagerungen umgeben, nach Westen bis an den atlantischen Ocean ausgedehnt, 
erhebt sich hier eine alte blasse, ein „Horst", an dessen Zusammensetzung wesentlich Granit, Gneiss und 
andere krystallinische Schiefer, paläozoische Ablagerungen mit Auflagerungen von oberer Kreide und Tertiär 
betheiligt sind.*' Die Grösse dieser Masse und das Auftreten transgredirender Kreidebildungen machen es sehr 
wahrscheinlich, dass wir hier eine alte, der böhmis'-'hen Masse vergleichbare Insel ^or uns haben. 

Östlich von Spanien haben die balearischen und pitiusi sehen Inseln Juraablagerungen von typisch 
alpinem Charakter mit Terehmtulu dipluja und vielen Ammoniten geliefert, doch muss es sehr zweifelhaft 
erscheinen, ob der ganze zwischen Spanien, Südfrankreich und Italien gelegene Meerestheil zur Jurazeit über- 



1 Mallaila, Doscriiieion fisica y j^eolögica de la i)rovinfia de Hiiesea. Meiuorias ilc la uomisiou del mapa geolögico 
de Espaua ISTS. 

'- Bauza, Breve reseSa geolögica de las provincias de Tarragona y Lerida. Boletiii ls76. Bd. III. 

3 Maureta und Thos y Codina, Descripeion fisiea. geologica y miuera de la piovincia de Barcelona, lleuio- 
rias 1881. 

* Gombau, Ee-scüa fisica y geologica de la provineia da Tarragona. l'.oletin 1877. 

6 Vergl. über die betische Cordillere die Übei-sicbt bei Siiess, Antlitz der Erde. I. S. 298 — 302, welche nach den 
Arbeiten von Botella, Dräsche, Gonzalez y Tarin, MacPherson und Orueta zusammengestellt ist, 

'5 Gil y Maestre, Descripeion fisica, geologica y minöra della provincia du Salamanca. Memorias 1880. — Egozeue 
und Mallada, Memori.i geolögica-minöra de la provincia de Caceres. Memorias 1876. — Donaire, Descripeion tisica y 
geologica de la provincia de Avihi. .Memorias 1879. 

Denkschriften der mathem.naturvr . C). L. Bd. 14 



106 M. Neiimayr. 

fluttet war;' auf Sartl inicn tritt allerdings Jura in bedeutender Verbreitung auf, und zwar sowobl im Ceutruni 
als im nördlichen Tlieile der Insel;'' dagegen scheint derselbe in Corsica zu fehlen, wo Nummulitenkalk auf 
rliätischen Ablagerungen ruht, von diesem durch eine fossilfreie Kalkbildung unbekannten Alters getrennt.^ 
Audi hier haben wir es mit altem Festland zu thun, und da die zmschen Corsica und dem toscanischen Fest- 
lande gelegenen kleineren Inseln ganz aus alten Bildungen bestehen und manche zoogeographische Anhalts- 
punkte für den Bestand einer grösseren Landmasse spreciien,* welche sich in der Vorzeit hier befand, so wird 
es wahrscheinlich, dass Corsica mit Giglio, Pianosa, Monte Christo, Gianutri u. s. w. eine zusammen- 
hängende Masse bildeten, wofür auch die thonige Beschaffenheit der toscanischen Liasgesteine spricht. Dagegen 
haben wir auf Elba Liasabiagerungen, und das Meer hat sich also bis hierher erstreckt.'" 

Ein weiteres Gebiet, welches als ehemalige Insel in Frage kommen kann, ist die krystallinische Masse des 
südlichen Calabrien; in der That fehlen hier alle älteren Jurabildungen, allein an einer Reihe von Punkten 
legen sich oberjurassische Ablagerungen, namentlich solche tithonisclien Alters auf die altern Gesteine 
auf," und wir haben es daher mit einem Areal zu thuu, in welchem eine Transgression des oberen Jura 
stattfindet. 

Als ein altes Festland ist die Gegend des heutigen adriatischen Meeres bezeichnet worden, und ich 
selbst habe mich für die Existenz eines solchen in jungtertiärer Zeit ausgesprochen;' dagegen kann für die 
Existenz eines solchen in der Jurazeit kein hinreichender Anhaltspunkt beigebracht werden. Die einzige That- 
sache, welche in dieser Weise gedeutet werden könnte, ist das Auftreten jener liasischen grauen Kalke mit 
Ter ebratula Rozzoana, zahlreichen Muscheln und einzelnen Bänken mit eingeschwemmten Landpflanzen, welche 
im Etschthal, in den Sette-Comuni und an vielen anderen Punkten jener Gegend auftreten.*' Wäre diese 
bekannte Seichtwasserbildung auf das südtirolisch-venetiauische Gebiet beschränkt, so könnte daraus etwa 
auf ein sehr nahes, und zwar am besten auf ein Adriafestland geschlossen werden; allein wir haben hier nur mit 
den äussersteu westlichen Ausläufern einer sehr weit verbreiteten Erscheinung zu thuu. Dieselben Ablagerungen 
treten in der Gegend von Laibach iu Krain auf, sie zeigen sich bei Karlstadt in Croatien^ und sind durch 
die Arbeiten der geologischen Reichsanstalt iu grosser Ausdehnung in Bosnien nachgewiesen worden. '"Ein 



1 Lamarmora, observations gßologiques sur les deus iles Baleares Majorqiie et Miuorque faites en Decembpr 1833 et 
en Janvier 1S34. Toriuo, Memoria dell' Aceadeiiiia 1835, Vol. 38, S. 51. — Haime, sur la gi''ologie de I'ile de Majorqiie. 
Bulletins de la societe göologique de France 1855, Vol. 12, S. 734. — H6rmite, litudes geologiques sur les iles BaU'ares. 
Paris 1879. — H6rmite, Note sur la positiou qu'occupeut dans File de Malorque la Terebratula diphya et jauitor. Bul- 
letins de la soc. geol. de France 1879, Scr. III, Vol. 7, S. 207. — Molina, Rese5a fisica y geolögica de las Isles Ibiza y 
Forraentera. Boletiu 1880, Vol. VIL — Vi dal, Exciirsion geolögica per la isla de Malorca. Boletin 1S79. Vol. VI. 

- Lamarmora, Voyage en Sardeigue. Vol. II. l'alcoutologie par J. Meneghini, S. 263 — 3C6. 

3 Hollande, giäologie de la Corse. Annales des sciences geologiques. Vol. IX, 1877. — Lotti, Appunti sulla geologia 
della Corsica. Bolletino del Comitato geologico d'Italia 1883. S. 267. 

* Forsyth-Major, die Tyrrhenis. Zeitschrift Kosmos 1883. Vol. VII, S. 104. 

5 Lotti, Osservazioni geologiclie sulle isole del AichipelagoToscano. Bolletiuo del Comitato geologico d'Italia 1884, S. 52. 

G Suess, die Erdbeben des siuUieheu Italieu. Denkschriften der Wiener Akademie. 1874, Bd. .'il. — Burgersteiu und 
Noe, geologische Beobachtungen im südlichen Calabrien. Sitzungsber. der Wiener Akad. Bd. LXXXI. Abth. I, 1880. S. 164. 

" Stäche. Verhandlungen der geolog. Reichsanstalt 1876, S. 127. — Suess, Entstehung der Alpen, S. 92. — Mojsi- 
sovics, die Dolomitriflfe von Siidtirol und Venetien. 1S78, S. 531. — Neumayr, über den geolog. Bau der Insel Kos. Denk- 
schr. d. Wiener Akad. Bd. 40, 1879. .S. 263. — Neumayr, Verh. d. geolog. Keichsanstalt. 1882, .'S. KU. — Stäche, geolog. 
Landschaftsbild des istrischen Küstenlandes. Österr. Revue. B. 6. S. 174. 

8 A. de Zigno, Flora fossilis formationis oolithicae. — Benecke, über Jura uud Trias in Südtirol. Benecke's geogno- 
stisch-paläoutologische Beiträge. Vol. I. — de Zigno, Annotation! paleontologiehe. Meinorie del Istituto Veneto. 1870, 
Vol. 15. — Zittel, geolog. Beobachtungen aus den Centralapenniuen, Benecke's geognostisch-paläoutologische Beiträge 
Bd. II, 1869, S. 162. ff. — Vacek, Verhandl. der geolog. Reichsanstalt 1877, S. 304. — Lepsius, das westliche Südtirol, 
Berlin 1878. — Mojsisovics, die Dolomitriffe in Südtirol und Venetien. Wien 1879. — Taramelli, Monografia stratigra- 
fica e paleontologica del Lias nelle provincie Venete. Atti del Istituto Veneto. Scr. V, Vol. V. 1880. — Neumayr, über den 
Lias im südöstl. Tirol und in Venetien. Neues Jahrbucli 1881. Bd. I, S. 207. 

9 J. Schmidt, über die Fossilien des Vinicaberges bei Karlstadt in Croatien. Jahrbuch der geolog. Reichsanstalt 1880. 
S. 719. — Schloenbach, Verhandlungen der geolog. Reich.sanstalt 1869, S. 68. — Mojsisovics, Dolomitriffe, S. 91. 

1" Mojsisovics, West-Bosnien und Türkisch-Croatien. Jahrbuch der geolog. Reichsaustalt 1880. S. 31. 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 107 

weiteres Glied derselben Kette bildeo die liasisclien Kcihlenablageniiigen von FUnfkircheu inUngam', sowie 
die einem seichten Meere entstammenden, kohlenführendeu Ablagerungen im Banat, welcbe entschieden in 
der Nähe einer Küste gebildet sein müssen.^ Im Balkan tritt dieser Charakter weniger hervor, wenn auch die 
Armuth an Ammoniten auffällt, und z. B. die verhältnissmässig grosse Zahl von Muscheln, welche Toula im 
mittleren Lias von Bratjo\re nördlich von Sophia gefunden hat, für geringe Meerestiefe sprechen. ** 

Aus derartigen Anhaltspunkten hatte schon Peters auf die Anwesenheit festen Landes auf der Balkan- 
halbiusel geschlossen,* welches speciell zur Liaszeit seine grösste Ausdehnung erreichte. Mojsisovics ver- 
folgte diese Verhältnisse weiter, und sprach die Ansicht aus, dass dieses „orientalische Festland" sich im 
nordwestlichen Theile der Balkanhalbinsel befunden habe, zwischen Bosnien und dem Balkan, und dass der 
Umfang des trockenliegenden Areals zur Liaszeit am grössten war, sich dann immer einengte, bis zur Kreide- 
zeit die Ausdehnung des Meeres ihr Maximum erreichte.'' 

An der Existenz einer solchen Insel kann nicht der mindeste Zweifel gehegt werden, und es ist nicht 
unwahrscheinlich, dass das Agramer Gebirge, das slavonische Gebirge, die Frusca Gera in Syrmien Überreste 
derselben darstellen; Fünfkircheu dürfte ungefähr einen Punkt ihres Nordrandes während ihrer grössten Aus- 
dehnung bezeichnen, eine auch nur entfernt genaue Abgrenzung ist bei unserer verhältnissmässig geringen 
Kenntniss eines Theiles jeuer Ostländer und der grossen Ausdehnung deckender Diluvialablagerungen nicht 
möglich. Jedenfalls war aber dieses Stück festen Landes schon zur Zeit des oberen Jura sehr viel kleiner 
geworden, in den meisten Gegenden, aus welchen oben Seichtwasserbildungen des Lias angeführt wurden, 
ist für den Malm nichts Derartiges zu erwähnen. In Südtirol und Venetien treten die pelagischen rothen 
Ammoüitenkalke auf, und solche wiederholen sich im Gebiete von Fünfkirchen, im Banat'' und wenigstens 
in einem Theile des Balkan," und Andeutungen einer noch wenig bekannten, aber zum mindesten nicht 
litoralen Entwicklung des oberen Jura sind auch für Croatien* und Bosnien^ gegeben. 

Schon in diesem Falle ist es kaum möglich, mehr als die Existenz eines Festlandes anzugeben, die 
Begrenzung desselben ist durchaus unsicher. Wenn wir in weiterer Verfolgung unserer Betrachtung zu den 
übrigen wenig bekannten Ländern vorschreiten, so wird uns immer wieder diese Schwierigkeit begegnen, und 
sie wird sich oft in noch verstärktem Masse einstellen. Wir werden nur mehr die allergröbsten Züge festzustellen 
suchen, eine relativ detaillirte Schilderung, wie sie für das westliche Europa gegeben werden konnte, gehört 
weiterhin in den Bereich der Unmöglichkeit. 

Als eine weitere Insel darf wohl das tliracische Massiv betrachtet werden, südlich vom Balkan gelegen, 
welches wesentlich aus krystalliuischen Schiefern besteht; gegen Westen dürfte dasselbe nach den Arbeiten 
von F. V. Hoch stetter '" bis in die Nähe des Wardargereicht haben, im Osten ist die jetzige Begrenzung durch 
das Becken des Erkene, der bei Enos ins ägäische Meer mündet, wahrscheinlich einem späteren Einbrüche 
zuzuschreiben; ursprünglich erstreckte sich das Massiv weiter, selbst die Prinzeninseln im Marmarameer 



1 Peters, über den Juia von Fünfkiichcn, Sitznngsber. der k. Akad. d. Wissensch. in Wien. 1863. Bd. 46. S. 241. 

3 Tietze, geologische und paläontolog. Mittheilungen aus dem südlichen Theile des Banater Gebirges. Jahrbuch der 
geolog. Keichsanstalt 1872. S. 51. 

s Toula, geolog. Untersuchungen im westlichen Theile des Balkans und in den angrenzenden Gebieten. V. Ein geolog. 
Profil von Sofia über den Berkovica-Balkan nach Berkovac. Sitzuugsber. der k. Akad. in Wien. Bd. 77. Abth. I, S. 10 (des 
Separatabdr.). 

* Peters, 1. c. 

5 Mojsisovics, West-Bosnien u. s. w., 1. c, S. 112. 

6 Tietze, Banater Gebirgsstock, I. c, S. 74. 

' Toula, geolog. Untersuchungen im westlichen Theile des Balkan und in den angrenzenden Gebieten. I. Ein geolog 
Profil von Osmauieh am Arcer über den Sveti-Nikola-Balkau nach Ak-Piilanka an der Nisava. Sitznngsber. der k. Akad. in 
Wien. Bd. 75. I. Abth. 1877, S. 40 (des Separatabdr.). 

8 Stur, Jahrbuch der geolog. Reichsanstalt. 1863, S. 506. 

9 Mojsisovics, das westl. Bosnien u. s. w. 1. c, S. .33. ^ Tietze, das östl. Bosnien, ebenda S. 142. 

1" F. v. Hochstetter, die geolog. Verhältnisse des östlichen Theiles der europäischen Türkei. Jahrbuch der geolog. 
Reichsanstalt. 1870. S. 3 66. 

14* 



108 M. Neumayr. 

scheinen einen Überrest (k>sf]1)en (Imznstellen, und aller Wabrscbeinlichkeit nacli war auch der nordwest- 
lichste Theil von Kleinasien festes Land. 

Andeutungen einer weiteren Insel erhalten wir diireh die Untersuchungen von Peters über die 
Dobrudscba; * im nördlichen, gebirgigen Theile des Landes treten aufgerichtete Ablagerungen des Jura auf. 
unter welchen sich Vertreter des Lias, des mittleren und oberen Jura nachweisen Hessen. Im südlichen, flachen 
Theile des Landes werden die krvstallinischeu Schiefer unmittelbar von horizontal gelagerten Kalken des 
oberen Jura bedeckt, deren namentlich an Muscheln, .Schnecken und Brachiopoden reiche Fauna an die 
tithonischeu Korallenbildungen der Kariiathen, aber auch an die f¥e/-oce/'as-Schichten von Hannover, Frank- 
reich und der westlichen Schweiz erinnern. Es wäre jedoch nicht gerechtfertigt, diese Bildungen als dem ausser- 
alpinen Typus angehörig zu bezeichnen, wenn auch die Faciesentwickelung, welche hier herrscht, in der alpinen 
Kegion ungewöhnlich ist; von den zwei Ammonitenarteu, welche hier vorkommen, gehört die eine der Gattung 
Fhylluceras an. Jedenfalls geht aus diesen Daten hervor, dass die südliche Dobrudscba und wohl auch einige 
angrenzende Gebiete zur Zeit des Lias, des Dogger und des unteren Malm trocken lagen und erst gegen Ende 
der Jurazeit überflutet wurden. 

Der westliche Theil der Balkanhalbinsel scheint von Meer bedeckt gewesen zu sein; allerdings ist die 
Zahl derjenigen Funkte, an welchen sicherer Jura nachgewiesen, eine ziemlich geringe, doch ist die Ursache 
hiefür wohl hauptsächlich in der ausserurdentlicben Fossihumuth der betretfenden Bildungen, sowie in unserer 
geringen Keuntniss dieser Länder zu suchen. Die Vorkommnisse in Bosnien und der Herzegowina wurden schon 
erwähnt, im westlichsten Croatien hat Stoliczka in der (legend östlich von Fiume dunkle Kalke mit ober- 
jurassischen Ammoniten fFefisphindus cf. pohjplociif>, Haploci-ras cf. Eratoj, und Fötterle bei Lapac im 
Liccaner-Eegimente Kalke mit nicht näher bestimmbaren Perisphincten gefunden. Aus Dalmatien ist eine 
Reihe von Vorkonmmissen bekannt; aus der Gegend von Verlicca ist Terebratula diphya, und ein an die Solen- 
hofer Schiefer erinnernder l'lattenkalk mit Fischen, Lumbricarien und Ammoniten bekannt, welche jedenfalls 
der Oberregion des oberen Jura angehören. In den Hocclie di Cattaro stellen bei Castelnuovo vermuthlich 
jurassische Nerineenkalke an, bei Schmokowac, unweit Risaiio, befindet sich ein vermuthlich unterliasischer 
Brachiopodenkalk mit Eliynchonellinen, und im südlichsten Dalmatien kommen hornsteinreiche Kalke vor, 
welche bei Budua einen Aptychus aus der Gruppe der LameUosl geliefert haben. ^ An diese Vorkommnisse 
schliessen sich dann die von Tietze in Montenegro gefundenen rothen Ammonitenkalke mit unbestiinm- 
bareu Perisphincten an.^ 

Es folgt nun eine grosse Lücke, welche durch unsere dürftige Kenntniss von Albanien und Macedonien 
bedingt wird, und erst in Griec-henland treffen wir wieder auf einige Anhaltspunkte. Hier treten in ungeheurer 
Mächtigkeit helle Kalke und flyschähuliche Sandsteine auf; im westlichen Mittelgriechenland, in Aetolien 
und Akarnanien, wo die Reihenfolge am vollständigsten ist, lassen sich folgende Glieder unterscheiden:* 

1. Obere Kalke mit Hippuriten. 

2. Sandsteine, häufig mit Kalkeinlagerungen. 

3. Untere Kalke. 

Ausser den Hippuriten der oberen Kalke hat diese Gegend keine bestimmen Fossilien geliefert, weiter 
östlich dagegen hat Bittner in einem rothen Kalke bei Agoriani im Parnassgebiete eine Fauna entdeckt,^ welche 
von grosser Wichtigkeit ist. Sie enthält, abgesehen von neuen oder nicht sicher bestimmbaren Vorkommnissen 
die folgenden Arten: 



1 Peters, Gruudliuieu zur Geographie imil Geologie der Dobrudscli.i, II. Geologischer Theil. Denksehrifteu der kais. 
Akademie iu Wien. 1867. Bd. XXVII, S. 173—189. 

- F.V.Hauer, geol. Übeisichtskarte der östeir. Monarchie. Blatt 10. Daluiatien. Jahrbuch der geolog. Reiehsanstalt 
1868, S. 443. — Eichenbaum, die Braehiopoden von Schmokovac bei Risauo in Dalmatien. Ebenda 1883, S. 713. 

s Tietze, geolog. Übersicht von Montenegro. Ebenda 1884. S. 84. 

* Neumayr, der geolog. Bau des westlichen Mittelgriecheuland. Deukschr. d. k. Akad. der Wissensch. Bd. lo, S. 120. 

■T Bittner, der geolog. Bau von Attica, Boeotien, Lokris und Paruassis. Ebenda, S. 20. 



Die geographische Vcrhreliung der Juraformation. 109 

Haploceras latidorsatum Mich. Haploceras Beudanti Brongn. 

„ Majorianum Orb. Lyfoceras Agassizianmn Pict. 

Es ist das der Horizont der Perte du Rlione, wir haben es mit unterem Gault zu thun. Über das 
Niveau, welches diese rothen Kalke im Parnassgebiete einnehmen, ist allerdings keine vollständige Sicherheit 
vorhanden, doch scheinen dieselben eine Einlagerung im oberen Tlieile der Sandsteine zu bilden. Die tieferen 
Theile des Sandsteines, und die überaus mächtigen und petrographiseh mebrt'ach gegliederten unteren Kalke 
sind also älter als Gault, und es liegt die Vermutliung nahe, dass ein Tlieil derselben wenigstens dem Jura 
angehöre. Ganz Akarnanieu besteht aus diesen Kalken, ebenso die au der akarnanischen Westküste gelegenen 
kleinen Inseln, sowie die östliche Hälfte \(Ui Leukadia. Bei dem ausserordenilich regelmässigen Streichen der 
Ketten im westlichen Griechenland kann kein Zweifel bestehen, dass diese Bildungen sich auch im westlichen 
Epirus fortsetzen, und vermuthlich sind es dieselben Kalke, welche bei Avlona die akrokeraunischen Berge 
bilden und hier ins Meer hinausstreicheu. In die nördliche Fortsetzung der unteren Kalke von Leukadia und 
den kleinen westakarnanischen Inseln fällt aber auch Cori'u oder wenigstens sein östlicher Theil, und hier hat 
Port lock vor einer längeren Reihe von Jahren auf der dem Hafen V(m Corfu vorliegenden Insel Vido Jura- 
fossilien entdeckt. ' Ich selbst habe den Punkt im Jahre 187(3 besucht und unbestimmbare Ammonitenspuren 
gefunden, dot h musste eine weitere Untersuchung unterbleiben, da dieselbe vou den Strandwächtern kategorisch 
verboten wurde, und die Zeit zur Erwirkung einer Erlaubuiss von den betreffenden Behörden zu kurz war. Im 
Pelopounes haben Boblaye und Virlet bei Xauplia Jurafossilien, Neriueen und Dicerateu, gefunden, welche 
Deshayes beschrieben hat;^ dieselben scheinen einem „Corallien" des oberen Jura anzugehören, dessen 
genaues Alter vorläufig nicht bestimmbar ist. 

Unter diesen Umständen ist es sehr wahrscheinlich, dass ein ansehnlicher Theil der im östlichen Theil 
der Balkanhalbinsel verbreiteten lichten mesozoischen Kalke dem Jura angehört. 

VII. Der Jura in Afrika. 

Wie die Gebirgsketten der afrikanischen Nordküste von Tunis bis zum atlantischen Ocean tektonisch 
lediglich ein Stück des südeuropäischen Alpensystemes sind, so verhält es sich auch bezüglich der dort auf- 
tretenden Sedimentablagerungen; auch der Jura findet sich in grosser Verbreitung, und seine Ablagerungen 
sind in Algerien durch die bekannten Arbeiten der französischen Geologen, die hier aufzuzählen überflüssig 
wäre, in sehr befriedigender Weise erforscht. Auch aus Marokko liegen wenigstens Andeutungen über das Vor- 
kommen von Jura vor^ und der Kalk des Felsens von Gibraltar, der geologisch noch zu Marokko gehört, 
wird für jurassisch gehalten, wenn auch die dafür vorhandenen Anhaltspunkte ziemlich sehwach sind und sich 
auf das Vorkommen einer mit Rhynchonella concinna verwandten Form beschränken.* Über das Auftreten juras- 
sischer Ablagerungen in dem Gebiete von Tunis liegt keine Angabe in der Literatur vor, und es war mir daher 
von um so grösserem Interesse, von Herrn Dr. W. Kobelt in Schwanheim einen vom Djebel Zaghuan bei 
Tunis stammenden Ammoniten zu erhalten, welchen er im vorigen Jahre gesammelt hafte. Es ist ein Feris- 
phindes aus der Gruppe des Per. colubrinitü, der zwar neu ist, aber nach seiner Form jedenfalls dem oberen Jura, 
und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach der Kimmeridgesfufe oder- dem unteren Tithon angehört. Dieser Pw. 
Kobelti, wie ich ihn zu nennen vorschlage,'' steckt in einem rothen Kalke, der z. B. von dem Diphyenkalk von 

1 Portlock, Quarterly jourual geolog. soc. is4ö. Vol. I. S. mV. Gefundeu wurden uubestiuimliare Plauulateu und IWe- 
braliila cf. pala. 

- Expedition seientifique eii Moree. Sciences physiques. Vol. II, Geologie et iiiineralogie. ü. ir,4. — Vol. III, Zoologie 
et Botani(iiie. S. ls3. 

3 Bleicher, sur les regiona comprises entre Tanger, el Araieh et Meftn^s. Comptes rendiis. 1874. Vol. 78, S. 1712. — 
Lenz, vorläufiger Bericht in Mittheilungen der afrikanischen Gesellschaft 1S8.3. Vol. II, S. 100. — C. v. Fritsch, über die 
geolog. Verhältnisse in Maroeco, Zeitschr. für die gesammten Naturwissenschaften. 18S1, Vol. 6, S. 201. 

* Ramsay und Geykie, on tho gcology nf Gibraltar. <^>u:irterly Journal of tlie geological society. I,s7s, S. öo.'i. 

5 Vergl. Anhang I. dieses Aufsatzes. 



110 M. Neumayr. 

Eoverefo nicht zu iiiiteis^cheiden ist. Dasselbe Stück enthält auch ein Fragment e,mt,s Aptychus aus der Gruppe 
der Lamellosi. 

Südlich von dem Gebirge von Marokko, Algier und Tunis liegt die flach gelagerte „Wüstentafel", welche 
in der Schottregion an das Mittelnieer herantritt und von da an gegen Osten dessen Südküste bildet. Wie 
bekannt, fehlt in diesem weiten Gebiete, dem auch die arabische Halbinsel angehört, jede Spur von jurassischen 
Bildungen, obere Kreide liegt hier überall unmittelbar auf archaischen oder paläozoischen Bildungen auf. ' 

In dem gewaltigen Theile Afrika 's südlicli von der Sahara kennen wir einen einzigen Punkt, an welchem 
jurassische Ablagerungen sich im Inneren des Landes finden; es sind das die von Blanford^ beschriebenen 
Kalke von Antalo in Abyssiuien, welche eine nicht eben artenarme, aber aus wenig charakteristischen 
Typen bestehende Fauna enthalten, Dass dieselben wirklich unserer Formation angeb(3ren, kann wohl keinem 
Zweifel unterliegen, doch liegen keine hinreichenden Anhaltspunkte vor, um zu entscheiden, welchem Horizonte 
sie angehören ; vielleicht wird ein bestimmteres Urtbeil darüber möglich sein, wenn einmal die paläontologische 
Bearbeitung der Jurafauua von Cutch in Indien, von der wir bis jetzt nur die Cephalopodeu kennen, erschienen 
sein wird. 

Abgesehen von dieser Region scheint jedoch das Jurameer den afrikanischen Contineut nur an seinen 
Osträndern bespült, nicht aber grössere Strecken desselben bedeckt zu haben. Wohl ist unsere Kenntniss noch 
sehr gering, aber alle Angaben weisen darauf Iiiu, dass wir es mit einem uralten Coutiueute zu thun haben, 
und aus dem ganzen Gebiete südlich von der Sahara scheinen marine Ablagerungen, welche jünger sind als 
das Devon, ganz zu fehlen oder auf den äussersten Küstensaum beschränkt zu sein, während jüngere Biunen- 
ablageriingen mit Landpflanzen namentlich aus dem Süden in grosser Ausdehnung bekannt sind. 

Auch an den Bändern scheinen marine Ablagerungen mesozoischen Alters nur sporadisch überzugreifen; 
in erster Linie sind für uns die zuerst von Fraas erwähnten und von Beyrich näher beschriebenen Jura- 
ablagerungen von Mombassa, ungefähr unter 4° südl. Breite, von grösstem Interesse, deren Cephalopoden mit 
solchen der Catrolgruppe von Cutch, theilweise auch mit denjenigen der Tenuilobatenschichten Europa's 
übereinstimmen.^ 

Ein zweites Vorkommen wird durch einen von Peters im Jahre 1843 am Conduziaflusse bei Mossam- 
bique gesammelten Ammoniten angedeutet, welcher im mineralogischen Museum der Universität in Berlin 
aufbewahrt wird, und den Herr Geheimrath Beyrich mir anzuvertrauen die Güte hatte. Das Stück, welches 
in seiner Erhaltung merkwürdig an gewisse Vorkommnisse des russischen Jura erinnert, ist ein Pht/Uoceras, 
das ich von dem im Neocom der alpinen Provinz vorkommenden PJii/Il. semistriafum Orb. in keiner Weise unter- 
scheiden kann.* Allerdings ist damit eine ganz präcise Altersbestimmung kaum möglich; PhijU. aeittistriatmn 
findet sich bei uns im alleruntersten Neocom, steht aber dem Fhi/U. serum Opp. aus dem Tithon sehr nahe, 
so dass deren Unterscheidung schon einige Aufmerksamkeit erfordert; da nun gerade die Phylloceraten zu den 
etwas kritischen Ammonitengruppen gehören, so möchte ich nach einer einzelnen Art aus einer so entlegenen 
Gegend kein absolutes Urtheil darüber abgeben, ob wir es mit oberstem Jura oder mit unterster Kreide zu 
thun liaben, wenn auch das Letztere wahrscheinlicher ist. 

Treten uns sowohl bei Mombassa als bei Mossambique die verwandtschaftlichen Beziehungen zu Europa 
in der auffallendsten Weise entgegen, so verhält es sich durchaus anders mit einem dritten Vorkommniss, das 
wir hier ebenfalls in Betracht ziehen müssen, obwohl es nicht dem obersten Jura, sondern der untersten 
Kreide angehört; es sind das die sogenannten Uitenhageschichten des Caplandes,^ welche in ihrer sehr 



1 Zittel, Beiträge zur Geologie und Paläontologie der libyschen Wüste, PalaeontograpLica Bd. 30 — Suess, das Antlitz 
der Erde, Vol. I, S. 462. 

" Blanford, geology and zoology ofAbyssinia, I, S. 170. 

•3 Beyrich, über jurassische Ammoniten von Mombassa, Monatsber. der Berl. Akad. 1877, S.96. — Über Hildebrandt's 
Sammhipgen von Mombassa. Ebenda 1878, S. 767. 

1 Vergl. Anhang II. 

^ Holiib und Neumayr, über einige Fossilien aus der Uitenthagefonnation in Südafrika. Diese Denkschriften. 1881, 
Bd. 44. 



Die geographische Verhreifnnf/ der Jinrifont/afioii. 111 

reielien, schon etwa 80 Arten umfassenden Marinfauna nicht eine Form aufzuweisen haben, welche mit 
Bestinimtlieit mit einer enrnpäischcn identiticirt werden könnte. Allerdings f::ehören die Uitenhageschiehten, 
wie jetzt fast mit voller Sicherheit gesagt werden kann, nicht zum Jura, sondern zur alleruntersten Kreide, und 
gehören daher streng genommen nicht in den Bereich unserer Betrachtungen; allein man muss berücksichtigen, 
dass zwischen zwei unmittelbar benarlibarten Zonen, auch wenn zufällig zwischen ihnen hindurch die Grenze 
zwischen zwei Formationen gelegt worden ist, doch stets eine sehr nahe verwandtschaftliche Bezieliung zu 
existiren pflegt, und dass erhebliclie Veränderungen in der geographischen Vertlieilung von Meer und Festland 
in so kurzer Zeit in der Regel nicht vor sich zu gehen pflegen, und wir werden daher die aus der Untersuchung 
der ältesten untercretacischen Bildungen abgeleiteten .Schlüsse für die Beurtheilung des oberen Jura ver- 
werthen können. 

Als der wichtigste Punkt, welcher sich aus der Betrachtung derUitenliagcfauna ergibt, ist in erster Linie die 
vollständige Verschiedenheit von allen europäischen Vorkommnissen hervorzuheben; allerdings sind unter den 
Ammonitiden einige Typen mit solcbea aus Europa nahe verwandt, aber es sind das durchaus nicht Formen, 
die speciell in den näher gelegenen Gegenden uuseres Erdtheiles, nämlich in der alpinen Eegion, ihre Analoga 
finden, sondern die meiste Ähnlichkeit bietet der norddeutsche Hils. Der eine von den zwei Typen, welcher 
beiden Regionen gemein ist, gehört überdies zu den kosmopolitischen Vorkommnissen und kehrt aucli im 
uördliclien Russland, in Tibet und vcrmuthlich auch iu Japan wieder. Wir haben es also hier wahrscheinlich 
mit Ablagerungen aus einem Meeresbecken zu thun, welches von den europäischen Regionen abgeschlossen 
war, resp. mit denselben nur auf weiten Umwegen in Verbindung stand. Namentlich wird es dadurch 
unwahrscheinlich , dass damals offenes Meer die Stelle des jetzigen sUdatlantischen Oceans einge- 
nommen habe. 

Kaum geringer scheint aber, so weit die allerdings noch dürftigen Kenntnisse reichen, der Gegensatz 
gegen die oben besprochenen Vorkommnisse an der OstkUste von Afrika, gegen Mossambique und Mombassa 
zu sein. Nur zwei Gegenden sind es, in welchen wir bedeutungsvolle Anklänge an die Uitenhagefauna finden; 
einige Muscheln derselben kehren im obersten Jura im südöstlichen Theile der indisclien Halbinsel wieder.' 
und eine Gruppe von Trigonieu, Steinmanns Triyoniae subqwulratae, ist bis jetzt auf Südafrika und Süd- 
amerika beschränkt, wo sie sich in den chilenischen Anden wiederfindet. ''■ 

Auf Madagaskar nehmen mesozoische Ablagerungen den westlichen Theil der Insel ein, und Jura 
scheint in bedeutender Verbreitung vorzukommen, doch ist das, was wir dafon kenneu, noch sehr dürftig; 
wir wissen nur, dass Nerineenkalke und Ammonitenscliichten von alpinem Charakter auftreten, welche 
sich jedenfalls an die Entwicklung von Mossambique und Mombassa, nicht aber an die südliche Ausbildung 
anschliessen.* 

Auf die Folgerungen, welche aus den oben geschildertea Verhältnissen abgeleitet werden müssen, gehen 
wir hier nicht weiter ein, wir werden darauf zurückkommen, wenn wir die Vorkommnisse in Indien und in 
Südamerika kennen gelernt haben werden. 

Beiläufig sei hier noch erwähnt, dass Dr. Holub von seinen Reisen iu Südafrika zwei Gryphaeen mit der 
Localitätsbezeichnung „zwischen Cradoe und der Tarkastadt" mitgebracht hat; der Fundort wäre demnach im 
nordöstlichen Theile der Capcolonie. Die Exemplare stimmen in Form und Erhaltung auffallend mit schwä- 
bischen Vorkommnissen von Grijphaea arcuata, und ich kann mich der Vermuthung nicht erwehren, dass 
man es mit Stücken zu thun habe, die von irgend einem Einwanderer nach den Diamantfeldern einge- 
schleppt und Herrn Dr. Holub mit irriger Fundortsangabe mitgetheilt wurden. 

Von der ganzen Westküste Afrika's ist nichts von Jura bekannt, wenigstens liegt keine irgend verbürgte 
Nachricht darüber vor. Bei der Discussion einer Arbeit erwähnte Boubee im Jahre 1850 in der Pariser 



1 Medlicott and Blanford. Geology of India. S. Siii. 

2 Steinmann, die Gruppe der Trigoniae pseudo-quadiatae. Neues Jalirbuch I8s-j, Vol. I, S. 219. 

3 P. Fischer, Coinptes readus lS7ö. Vol. 66, S. 1H. — Vergl. Neumayr, klimatische Zonen 1. c, S. 300. 



112 M. Neuniaij}'. 

geologischen Gesellschaft, dass er Oxfovdfossilien vom Senegal erhalten habe, doch beschränkt sich seine, nur 
etwa eine Zeile lange Kotiz einfach auf die Angabe, ' und da keine weitere Nachrieht und keine Bestätigung 
aus späterer Zeit vorliegt, so darf man wohl annehmen, dass es sieh um eine Verwechslung handelt. Ahnlich 
verhält es sich mit einer zweiten Angalic über Lias an der GuineakUste. Es wurden in der Londoner geologi- 
schen Gesellschaft im Jahre 1836 Liasfossilien von der Westküste Afrika's vorgelegt, welche sowohl den 
Arten als der Erhaltung nach vollständig mit solchen von Lym3 Regis übereinstimmten. Die Übereinstimmung 
war eine so ausserordentliche, dass sofort Zweifel an der Richtigkeit der Fundortsaugabe erhoben und die Ver- 
muthung ausgesprochen wurde, dass die Stücke verwechselt worden seien. Daraufgab der Capitän, welcher 
die Stücke mitgebracht hatte, die bestimmte Erklärung ab, dass er dieselben selbst auf Fernando Po, Accra 
und Sierra Leone gesammelt habe, und dass sie dort in Menge vorkommen. ^ Ich habe mich bemüht, irgend 
welche Daten über ein derartiges Vorkommen zu erhalten; sowohl Herr Dr. H. Dohrn in Stettin, als Herr Dr. 
0. Lenz, an welche ich mich um Auskunft wandte, erklärten es nach ihrer Kenntniss Westafrika's für sehr 
unwahrscheinlich, dass dort etwas Derartiges vorkomme. Herr Dr. Dohrn sciireibt: „Dass übrigens aus- 
gewaschene Versteinerungen in den Lngunenbildungen und Waldsümpfen von Guinea zwischen der Niger- 
mündung und Cap Palmas zahlreich umlierliegeu sollten, ist an sich schon nicht glaublich." 

Da es sich bei den von Leacb vorgelegten Versteinerungen nicht etwa um Fossilien handelt, die bei einer 
Expedition in das Innere gesammelt worden sind, sondern dieselben nach dem mitgetlieilten Wortlaute an ver- 
schiedenen Küstenpunkten aufgelesen sein sollen, so scheinen mir die Mittheilungen von Dr. Dohrn ent- 
scheidend. Überdies sind ja diese Gegenden wiederholt von Naturforschern besucht worden, und wenn 
die Fossilien Avirklich in Menge vorhanden wären, so hätten sie gewiss auch ihren Weg nach Europa gefunden 
und wären beschrieben oder wenigstens erwähnt worden. In dieser Annahme bestärkt mich noch ein weiterer 
Umstand. Murehison citirte die Liasbildungen von Fernando Po und der gegenüberliegenden Küste in der 
im Jahre 1839 erschienenen Ausgabe des Silurian System, S.583, als Beleg für die ausserordentliche Überein- 
stimmung der altenForraationen in weit von einander entlegenen Gegenden; in späteren Ausgaben (z.B.Siluria 
4. ed. 1867) ist diese Stelle ausgelassen, und ich schliesse daraus, dass ihm die Nachricht nicht mehr glaub- 
würdig erschienen ist. Ich kann nur annehmen, dass ein aus England kommendes Schiff dort Ballast ausgeladen 
hat, und dass es Stücke davon sind, welche von Capitän Bullen aufgesammelt wurden. 

Soweit unsere Kenntnisse der afrikanischen Westküste südlich vom Atlas reichen, hat sich au derselben 
kein Jura gefunden, und es ist «auch nicht wahrscheinlich, dass er sich noch finden wird. 

Während abgesehen von dem äussersten Nordwesten das Vorkommen von marinem Jura ein äusserst 
beschränktes ist, scheinen pflanzenführende Binnenablagerungen in dem Gebiete Afrika's südlich vom Äquator 
grossen Raum einzunehmen; speciell in der Capregion sind dieselben näher untersucht, und die Flora zeigt 
ganz auffallende Ähnlichkeit mit derjenigen der gleichartigen Bildungen in Indien. 

VIII. Der Jura im ausserborealen Asien. 

Unsere Kenntniss des asiatischen Jura ist sehr gering, und ich habe dem, was ich früher über diesen 
Gegenstand gesagt habe, nur wenig beizufügen. Der nordwestliche Theil von Klein asien dürfte mit der 
thraeischen Insel verbunden gewesen sein; aus dem übrigen Theile des Landes kennt man von zwei Punkten 
Juraablagerungen, und zwar aus der Gegend von Angora im Centrum ^ und von Amassy in der päphlago- 



1 BuUetins de la societ6 geulogique de France 1850, Vol. VII, S. 28.3. 

- Proceediugs of the geological soeiety, 183G. Vol. II, S. 415. Die Notiz lautet: „Mr. Leach a short time since pre- 
sented to the soeiety some orgauic remains stated to have been obtaiued by Commodore Sir Charles Bullen on the West- 
Coast of Africa. As these oi-ganic remaius agree exactly with fossils of common occurrenee at Lyme Regis, it was con- 
jectured that some mistake might have occured respecting them. But Mr. Leach has been subsequently infoimed by Sir C'harle.s 
Bullen, that they were collected by himself and officers at West-Bay, Fernando Po, Accra and Sierra Leone and thit 
they occuri- in abuudance." — Die Ablagerungen vim Cap Bianco und Caj) Verde scheinen der Kreideformatiou anzugehören. 

3 Tchichatcheft. Asie mineure, Geolugie. Vol. II, Cap. 1. 



Die geograpJii sehe Verbreitung der Juraformation . 113 

iiisclien Ktistenveg-ion. ' Die erstero Localität gehört nach der charakteristischen Aininouiteufauna bestimmt 
der Uxfordstufe au, die zweite hat keine ganz sicher entscheidenden Formen geliefert, doch scheint es sich 
auch hier um oberen Jura zu handeln. 

Aus Syrien kennen wir durcli Fr aas die viel besprochenen Oxford- und Kellowayablagerungen des 
Hermon, '^ während im Norden, im Kaukasus, wohl entwickelter mariner Jura vorhanden ist, unter dessen 
Gliedern Vertreter der verschiedensten Stufen vom untersten Lias bis zum Tithon nachgewiesen werden 
können; wir dürfen daraus schliessen, dass zur Zeit des oberen Jura der grösste Theil von Kleinasien und das 
Land zwischen dem Kaukasus und der afrikanisch-arabischen WUstentafel vom Meere bedeckt war, und wir 
haben oben gesehen, dass von da aus dann nach Norden eine Verbindung mit dem Meere des Moskauer Beckens 
vorhanden war. 

Der Jura im Kaukasus ist noch aus einem anderen Grunde von grossem Interesse; es ist hier der 
äusserste östliche Punkt, von welchem wir marinen Lias kennen; ausserdem ist auf dem ganzen asiatischen 
Festlande noch kein sicheres Vorkommen dieses Alters nachgewiesen worden, und wir müssen bis Japan 
gehen, um wieder unzweifelhafte marine Liasbildungen zu finden. Wir treten in die Region der Liaskohlen 
ein; die Vorkommnisse von Fünfkircheu in Ungarn, von Bersaska im Bauat können als äusserste Vorläufer 
dieser Entwicklung gelten, auch in der Krim und im Kaukasus sind Landpflauzen im Lias verbreitet,^ 
dann finden sie sich in einer, wie es scheint, fortlaufenden Kette in Persien,* auf Maugischlak, •'• iu 
Turkestan, im ganzen Thianschan, '^ in China' und im südlichen Sibirien** bis an die Ufer des pacifischen 
Oceans. 

Der Nachweis mariner Jnraablagerungen jüngeren Alters ist weiterhin gegen Osten etwas unsicher und 
schwierig; bei einer früheren Gelegenheit habe ich die Angaben über das Vorkommen solcher Bildungen auf 
der Halbinsel Mangischlak und bei Krasnowodsk an der Ostküste des kaspischen Meeres, von dem Nord- 
rande des Usturt und vom westlichen Ufer des caspischen Meeres besprochen, aus denen die Anwesenheit 
mariner Juraschiehten, aber kaum mehr, gefolgert werden kann. ' 



1 Schlelian, Versuch eiuer geolog. Beschreibuug der Gegend zwischen Amassy und Tyola-Asy .an der NordkUste von 
Kleinasien. Zeitschr. d. deutsehen geolog. Gesellschaft 1852, S. 96. 

- Fraas, Ans dem Orient. 2. Theil. Geolog. Beobachtungen am Libanon. Stuttgart 1878. — Derselbe, Neues Jahrbuch 
1877. S. 17. — Neumayr, klimatische Zonen. 1. c, S. 295. 

3 E.Favre, etude stratigraphique de la partie Sud-Ouest de la Crimee Genf 1877, S. 10. — Abich, sur la structure 
et la göologie du Daghestan. Mömoires de 1' academie imperiale de St. Petorsbourg. 18C2, S6r. VII, Vol. 10. — Göppert, 
Beiträge zur fossilen Flora Russlands. Abhandlungen der schlesiohen Gesellschaft für vaterländische Cultur. 1860. — Ab ich, 
vergleichende Grundzüge der Geologie des Kaukasus wie der armenischen und nordpersischen Gebirge. Memoires de l'aca- 
demie imperiale de St. Petersbourg 1S59. — E.Favre, Reclierches göologiques dans la chalne centrale du Caucase. Genf, 
187.-.. 

* Göppert, über das Vorkommen von Liaspflanzen im Kaukasus und in der Alboruskette. Bulletins de 1' academie 
imperiale de St. Petersbourg. — Tietze, Bemerkungen über die Tektonik des Albursgebirges. Jahrbuch der geolog. 
Reichsaustalt l,s77, S. 389. — Tietze, Die Mineralreichthümer Persiens. Ebenda 1879, S. 599. — Vergl. ferner für die 
asiatischen Liaskohlen im Allgemeinen: Hochstetter, Asien, seine Zukunftsbahnen und seine Kohlenschätze. 1876, 
S. 156. 

'■> Helmersen, Notiz über die Berge Aktau umi Ivtiratau auf der Halbinsel .Mangischlak am Ostufer des kaspischen 
Meeres. Mölanges physiques et chimiques tirös du buUetin de l'acad. imp6r. de St. Petersbourg. Vol. Vni, 1870. 

" Muschketoff, kurzer Bericht über eine geologische Reise in Turkestan im Jahre 1875. Schriften der Petersburger 
mineralogischen Gesellschaft 1876. (Russisch.) — Romanowsky, geologische und paläontologische Übersicht des nord- 
westlichen Thianschan und des südöstlichen Theiles der Niederung von Turkestan. Materialien zur Geologie von Turkestan. 
Lief. I, 1880. 

' Richthofen, China. Bd. IV. Paläontologischer Tlieil. 10. Schenk, jurassische Pflanzenreste. 

8 Heer, Flora fossilis arctica. Bd. IV, 1879. Beiträge zur Juraflora Ostsibiriens und des Amurlandes. 

8 Eichwald, geologisch-paläontologische Bemerkungen über die Halbinsel Mangischlak und die aleutischen Inseln. 
Petersburg 1861. — Helmersen, über die Berge Akt.au und Karatau u. s. w. I.e. — Tietze, über eiaen kurzen Aus- 
flug nach Krasnowodsk im westlichen Turkestan. Jahrb. d. geol. Reichsanstalt 1875, S. 1. — Vergl. ferner Neumayr, über 
klimatische Zonen u. s. w. 1. c. S. 296. 

Denkschriftea der mathem.-uatarvir. Gl. L. Bd. 15 



114 M. Neumayr. 

Dass vom Kaukasus und von Armenien nacli dem nordwestliclien Persien Juraablagerungen herüber- 
reichen, kann nach den Angaben von Grewinck und Abich keinem Zweifel unterliegen/ und Pohlig hat 
kürzlich an der Ostseite des Urmiah-See's Ammoniten gefunden, welche nach dem Vorkommen von Perisphinctes 
und von Äjiti/ckus lamellosus dem oberen Jura anzugehören scheinen.^ Auch Loftus führt ältere mesozoische 
Ablagerungen mit Ammoniten von dem Passe zwischen Ser-Abi-Sir und Faylun an.' Im Albursgebirge endlich 
hat Tietze* über der liasischen Kohlenformation lichte Kalke gefunden, die zwar keine Versteinerun;;en 
geliefert haben, aber nach den Lagerungsverhältnisseu mit fast absoluter Sicherheit als jurassisch ange- 
sprochen werden können. 

Aus dem südlichen Persien, aus Afghanistan und Beludschistan haben wir keine sicheren Daten 
über das Vorkommen von Jura, keiner der Reisebericlite aus neuerer Zeit erwähnt desselben; ich habe nur 
eine Stelle in der Literatur entdecken können, in welcher eine Andeutung über diesen Gegenstand gegeben 
scheint. L. v. Buch sagt bei einer Besprechung des indischen Jura und speciell der Ablagerungen in Cutch, 
dass die dortigen Vorkommnisse eine Fortsetzung der Gebirge von Südpersien und Mekran zu sein scheinen. 
Diese Bemerkung weist dem ganzen Zusammenhange nach darauf hin, dass L. v. Buch Angaben über Jura- 
vorkommnisse von dort vorgelegen haben, doch ist es mir nicht gelungen, irgend eine weitere Spur zu finden.'' 

Trotzdem kann gerade in diesem Falle aus den thiergeographischen Verhältnissen geschlossen werden, 
dass diese Gegenden vom Jurameere bedeckt waren, und es ist sehr wahrscheinlich, dass Ablagerungen dieses 
Alters auch noch gefunden werden. Um diese Verhältnisse klar zu legen, müssen wir vor Allem einige indische 
Vorkommnisse kennen lernen; in der Nähe der Indusmündung treten die berühmten Juraablagerungen von 
Cutch auf, welche mit wahrscheinlich der Bathstufe angchörigen Schichten mit Oppelia serrujem Waag. 
beginnen und von da an nach aufwärts die ganze Schichteufolge bis zum Tiihon zeigen." Durch die Arbeiten 
von Waagen ist die geradezu wunderbare Übereinstimmung dieser Faunen und ilirer Aufeinanderfolge mit 
den europäischen Bildungen nachgewiesen; wir können daraus mit ab-^oluter Sicherheit schliessen, dass zwi- 
schen den beiden Gebieten eine Meeresverbindung existirt habe, und für diese gibt es keine andere Richtung 
als diejenige durch Beludschistan oder Afghanistan und Persien. 

Allerdings haben neuere Reisende, namentlich Blanford ' und Griesbach*, weder im südöstlichen 
Persien, noch in Afghanistan oder Beludschistan Jura gefunden, ja stellenweise scheint dort obere Kreide 
unmittelbar auf archaischen Gesteinen zu liegen, und Blanford ist sogar geneigt, die Auffassung von Loftus 
über das Vorkommen vorcretacischer Ablagerungen in Zweifel zu ziehen. Trotzdem sind die zoogeographi- 



1 Grewinck, die geognostischen imd oiographischen Verhältnisse des nördliclien Persieu. Schriften der Petersburger 
mineralogischen Gesellschaft. 1853. — Abich, vergleichende Grundzüge der Geologie des Kaukasus u. s. w. 1. c. 

ä Pohlig, geologische Untersuchungen iu Persien. Verhandl. der geol. Keichsanstalt. 1884. S. 281. — Herr Dr. Pohlig 
hatte die Güte, mir einige vorläufige Notizen mitzutheilen; das Material von dort ist noch nicht angelangt und daher noch 
nicht bearbeitet. 

3 Loftus, on the geology of portions of the Tureo-Persian frontiers. Quarterly Journal of the geological society. 1855. 
Vol. XI. S. 289. 

1 Tietze, Mittheilungen aus Persien. Verhandl. der geol. Keichsanstalt. 1875. S. 29. — Tietze, der Vulkan Demawend 
in Persien. Jahrb. der geol. Reichsanstalt. 1878. S. Iis7. 

'■> L. V. Buch, über Ceratiteu. S. 35. 

^ Waagen, Abstract of the results of examination of the Ammouitefauua of Cutch, with remarks on their distribution 
among the beds and their probable age. Kecords of the geological survey oflndia 1871. Nr. 4. — Waagen, Jurassic fauna 
of Cutch. I. The Cephalopoda. Palaeontologia Indica. Ser. IX. Vol. I. — Waagen, über die geographische Verbreitung der 
fossilen Organismen in Indien. Denkschr. der kais. Akad. d. Wissensch. in Wien. 1877. Vol. XXXVIII. — Medlicott and 
Blanford, Geology oflndia. Vol. I. S. 250. Vergleiche die beiden zuletzt citirten Werke auch bezüglich der übrigen indi- 
schen Vorkommnisse. 

' Blanford, note on the geological formations seen along the coasts of Biluchistan and Persia from Karacho to the 
head of the Persian Gulf. Records of the geological survey oflndia. 1872. Vol. V. S. 41. — Blanford, Eastern Persia, au 
account of the journeys of the persian boundary couimission. Vol. II. Geology and Ornithology. 

* Griesbach, Report on the geology of the section between the Bolan Pass in Bihichistan and Girishk in South-Af- 
ghanistau. Memoirs of the geological survey of India. 1882. Vol. XVIII. S. 1. 



Die geographische Verbreitung der Juraformaiion. 115 

sehen Bezieliiingen der Fauna von Cutcli mit dem Westen und Südwesten zu klar, als dass ein ZMeifel an 
dem Vorhandensein einer Verbindung entstehen könnte. Wie sich diese scheinbaren Widersprüche lösen 
werden, ist heute freilicli noch nicht zu sagen. Es darf wohl daran erinnert werden, dass in Gegenden, in 
welchen Jura und Kreide als weisse, undeutlich geschichtete Kalke mit grossen dickschaligen Muscheln 
fDiceras, Reqiiienia, Badiolites, HippiuitesJ entwickelt sind, die Trennung und Unterscheidung beider grosse 
Schwierigkeiten macht; so ist es z. B. in Griechenland der Fall, wo es mir absolut unmöglich war, Jura und 
Kreide zu trennen, ähnlich verliält es sich in Dalmatieu und Bosnien, und dasselbe wird sich stets wieder- 
holen, wo für eine Gegend mit derartiger Ausbildung nicht ganz sorgsam durchgeführte Detail aufnahmen 
vorliegen. Ja selbst in einem so wohl durchforschten Lande wie Südfrankreieh bietet es stellenweise 
die grössten Schwierigkeiten, im gegebenen Falle Kreide- und Jurnkalke zu scheiden. Es liegt daher die 
Möglichkeit nahe, dass in Afghanistan und Beludscliistan in den als Rudistenkalke gedeuteten Bildungen auch 
oberjurassische Glieder stecken, deren Nachweis erst genauen und lange dauernden Localstudien vorbehalten 
sein wird; vielleicht aber lag auch die Communieation weiter im Süden und führte über die heutige Strasse 
von Ornms und über Maskat. Auf der Karte wurde nur schematisch die Verbindung durch Beludschistan, 
Afghanistan und das südliche Persien gezogen. 

Ausser der nahen Verwandtschaft mit Europa zeigt der Jura von Cutch noch sehr auffallende Beziehungen 
zu den Vorkommnissen von Mombassa an der Ostküste des äquatorialen Afrika, wie dies von Beyrich ein- 
gehend hervorgehoben worden ist, ' ja die Übereinstimmung ist hier noch grösser als mit Europa. Es muss 
also das Meer sich östlich von der afrikanisch-arabischen Wüstentafel nach Süden gezogen haben. Wir haben 
es aber hier offenbar nicht mit einem grossen offenen Ocean zu tliun, sondern mit einem von Land umgrenzten 
Mittelmeer; hiei'ür spricht in erster Linie die ganz fundamentale Verschiedenheit zwischen den Ablagerungen 
des Caplandes und jenen von Mombassa, Madagaskar und Mossambique, welche das Fehlen jeder Verbindung 
auf weite Strecken bekundet und sich in gleicher Weise auch in der Verbreitung der oberen Kreide zu 
erkennen gibt. 

Einen weiteren Beleg erhalten wir, wenn wir die jurassischen Bildungen der alten Masse des Dekan ins 
Auge fassen; marine Sehichtcu sind nur am äusscrsten Ostrande bei Madras und im Godaverydi stricte vor- 
handen, im Innern der Halbinsel aber finden wir ausschliesslich Sandsteine und Schieferthone mit Landpflanzen, 
in welchen nie auch nur die Spur eines Meeresthieres vorhanden ist; es ist das der „peninsulare Typus" 
der indischen Geologen. Es würde zu weit führen, hier auf die Gliederung dieser Ablagerungen und auf die 
Flora einzugehen, zumal die Entwicklung in verschiedenen Districten eine sehr abweichende ist. Es soll nur 
hervorgehoben werden, dass im Allgemeinen die Kajmahal- und Mahadeva-Gruppe ungefähr dem Lias, die 
Jubulpoor-Gruppe den höheren Abtheilungen des Jura zu entsprechen scheint. Für uns ist am wichtigsten die 
nahe Verwandtschaft, welche die Flora dieser indischen Ablagerungen mit derjenigen der gleichalterigen Ab- 
lagerungen in Südafrika zeigt, eine Übereinstimmung, welche durch vielfach hervortretende Ähnlichkeit 
der Gesteine noch gehoben wird. ^ 

So sieht man sich durch die Betrachtung der jurassischen Organismen zu einer Hypothese geführt, 
welche von anderer Seite auf einem anderen Gebiete durch die Betrachtung der jetzigen Landfauna wahr- 
scheinlich gefunden worden ist, zu der Annahme eines Festlandes, welches das südliche Afrika, die 
östliche Hälfte von Madagaskar und die vorderindische Halbinsel über die Breite des heutigen indischen 
Oceans hin verbindet. Diese „Lemuria" oder die indo-madagassische Halbinsel, wie sie hier genannt 
werden soll, ist heute verschwunden, allein ihre Stelle wird uns heute noch durch einzelne übrig gebliebene 
Fragmente, vor Allem durch die Amiranten und Seychellen bezeichnet, und die langgezogene Korallenriff- 
region der Chagos, der Malediven und Lakkediven gibt aller Wahrscheinlichkeit nach die Gegend an, in 
welcher ein nordsüdlich gerichtetes Kettengebirge auf diesem Festlande verlief. Dadurch erhalten wir auch 



1 Loc. cit. 

- Vergl. Blanford, Memoira of the geological survey of India. Vol. VI. S. 325. 

15 = 



116 M. Neuwayr. 

den Abschluss jener grossen Bucht, welche aus der Gegend von Cutch .sicli nach dem Süden erstreckte, und 
aus welcher sich die Gesteine von Monibassn, Mossambique und Madagaskar niederschlugen; wir bezeichnen 
dieses bedeutende Becken als das äthiopische Mittelmeer, und als eine in den Körper Afrika's einspringende 
Bucht desselben muss jenes Gewässer bezeichnet werden, iu welchem sich die Antalokalke Abyssiniens 
bildeten. 

Wir müssen hier noch ein merkwürdiges Element in der Jurafauna von Cutch hervorheben, nämlich das 
Auftreten einiger Muscheln, welche mit solchen aus den Uitenhagescliichten Südafrika's identisch oder sehr 
nahe verwandt sind ; namentlich wird Trii/oiüa veidricosa als gemeinsam citirt. Man könnte dadurch zu der 
Ansicht geführt werden, dass das äthiopische Mittelmeer nach Süden, gegen das Capland zu durch 
eine Strasse mit dem antarktischen Ocean communicirte, doch spricht biegegen der Charakter der Vorkomm- 
nisse im äquatorialen Afrika. Überdies treten auch die Uitenhagetypen in Cutch weniger hervor, als iu den 
isolirten Jurapartien, welche am Ostrande der indischen Halbinsel im Godaverydistrikt und bei Madras auf- 
treten, und die Wanderung dieser Formen hat demnach auf der östlichen, nicht auf der westlichen Seite 
der indo-madagassischen Halbinsel stattgefunden.' 

Jedenfalls wird durch die bedeutendeÜbereinstimmung jener Juraschollen an der Coromandelküste mit dem 
Jura von Cutch auch die Existenz einer Meeresverbiudung in dieser Richtung bewiesen, und bei dem Mangel an 
allen marineu Juravorkommnissen an der indischen Westküste südlich von Cutch ist es am wahrscheinlichsten, 
dass diese Wasserstrasse ungefähr der heutigen Ganges- und IndusmUndung gefolgt sei, wofür die isolirten 
Jurapartieu in Rajputana zu sprechen scheinen. 

Diese Auffassung ist mir die wahrscheinlichere, und sie wurde auch auf der Karte zum Ausdrucke gebracht, 
doch lässt sich noch eine zweite Möglichkeit vertreten; im Östlichen Himalaya, z. B. in Sikkim, sind die Flötz- 
formationen nicht marin, sondern nach „peninsularem Typus" entwickelt, d. h. sie bestehen aus Sandsteinen, 
Schiefern u. s. w. mit Landptlauzen, ganz wie im Dekan. Man könnte daraus folgern, dass Dekan und 
Sikkim eine zusammenhängende Ijandmasse gebildet haben, u\ul dass die Verbindung des Südmeeres mit 
Cutch westlich von der indischen Halbinsel stattgefunden habe. Allein dieselben Gründe lassen sich für einen 
Zusammenhang Indiens mit Siiditfrika anführen, und die überwiegende Wahrscheinlichkeit spricht immerhin 
für die hier adoptirte Auffassung, zumal da auch der Anschluss der Lakkediven an die indische Westküste ent- 
schieden zu Gunsten derselben zeugt. 

Eine andere wichtige Frage, die wir heute nur in ihren allgemeinsten Umrissen beantworten können, ist 
die nach den Beziehungen des Jura von Cutch zu demjenigen der nördlicheren Gegenden. Einige isolirte Vor- 
kommnisse in Rajpu tan a bilden zunächst in naturgemässer Weise die Verbindung mit den Ablagerungen in der 
Salt Range am Indus, südlich vuu Rawal Pindi und Peschawer; ^ hier ist der mittlere Jura und die Kelloway- 
gruppe iu einer Weise entwickelt, welche an die Verhältnisse in Cutch erinnert, doch ist noch nicht sicher 
festgestellt, ob die Fauna sich mehr dem mitteleuropäischen oder dem alpinen Typus nähert. In höherem 
Niveau treten dann schwarze Schiefer auf, welche petrographisch mit den Spitishales des Himalaya überein- 
stimmen, aber deren charakteristische Fauna noch nicht geliefert haben. 

Etwas weiter nördlich, in Hazara, namentlich am Mount Sirban, den wir durch die Untersuchungen 
von Waagen und Wynne näher kennen gelernt haben,* gestalten sich die Verhältnisse etwas verschieden. 
Mount Sirban, ein äusserster Ausläufer des Hindukusch-Systemes, ostnordöstlich von Peschawer am Ihelum- 
flusse gelegen, zeigt schon Spitischiefer mit ihrer bekannten Fauna, allein darüber folgt noch eine Bildung, 



1 Vergl. die citirten Werke von BUmford, Medlicott und Waagen. 

- Waagen, Salt Range fossils. Palaeontologia indica. Vol. XIII. — Waagen, geographische Vertheilung der fossilen 
Organismen 1. c. — Wynne, on the Geology of the Salt Range in the Punjab. Memoirs of the geological survey of India. 
1878. Vol. XIV. 

•^ Waagen and Wynne, the Geology of Mount Sirban in the iipper Punjab. Memoirs of the geological survey of 
India. 1872. Vol. IX. S. ^51. 



Die (jeographhche Verbreifmig der Juraformation. 117 

der Gieumalsandsteiii, welcher hier noch die Trifjonia ventrkosn der Uitenhageschichten in Südafrika und der 
Oomiaschicbten der peninsularen Area führen; es ist also auch hier noch ein Ineinandergreifen der südlichen 
und der nördlichen Entwicklung. Schon ein geringes Stück gegen WSW., südlich von Attock, haben diese 
Schichten schon ganz den Typus der Himalayavorkonininisse verloren, während derselbe im Norden und 
Osten, jenseits der ersten Kette des Himalaya. in voller Reinheit hervortritt. 

Wir haben oben die Ansicht Waagen's kennen gelernt, dass die sttdindischen .Jura-Ablagerungen einem 
anderen Meeresbecken angehören, als diejenigen desHimalaya, und dass nur eine schmale, durch das Vorkommen 
weniger gemeinsamer Arten bekundete Verbindung zwischen beiden vorhanden war. Die Vorkommnisse der 
Salt Range und von Hazara gehören offenbar jener schmalen nordsüdlich verlaufenden Verbindungslinie an. 
Wir müssen uns hier ein Verhältniss denken, wie es heute zwischen Mittelmeer und Rothem Meer vorhanden 
ist, nur mit dem Unterschiede, dass das Stück, welches dem heutigen Isthmus von Suez im Jurameere Indiens 
entsprach, vielleicht dauernd, wahrscheinlich al)er nur zeitweilig vom Wasser überflutet, und so ein allerdings 
sehr beschrcänkter Austausch von Arten möglich war. 

Die Frage, wie die Abgrenzung des tibetanischen Beckens gegen das indische stattfand, lässt sich nach 
dem heutigen Stande unserer Kenntniss noch nicht bestimmt beantworten; nach der einen Richtung gegen 
Osten kann es allerdings nicht zweifelhaft sein, dass eine lange von der chinesiscb-hinterindisehen Region vor- 
springende Halbinsel sich zwischen beide Meere einschob, welche der Lage nach ungefähr der südlichen Kette 
de; Himalaya entspricht. Schwieriger dagegen verhält sich die Sache im Westen, da wir über den Bau des 
Hindukusch noch viel zu wenig wissen. Nur soviel lässt sich sagen, dass von jener grossen, durch Roma- 
nowsky reconstruirten turanischen Insel eine Fortsetzung abgezweigt haben muss, welche südlich vom 
Pamir, vielleicht theilweise mit dem Hiiidukusch der Lage nach zusammenfallend, nach Südosten reichte und 
sich dem westlichen Ende der Himalaya-Halbinsel stark näherte. 

In den südlichen Gegenden der ferneren Thcile Ostasiens scheinen marine Jurabildungen vollständig zu 
fehlen; wie in der vorderindischen Halbinsel, im östlichen Theile des Himalaya, im Thianschan und in China, 
so scheint auch in Hinterindien die pflanzenführende Rinnenentwicklung verzuherrschen; wenigstens ist deren 
Vorkommen in Touking neuerdings durch Zeiller nachgewiesen worden.' In der ganzen Region der Sunda- 
Inseln, der Molukken, der Papua-Inseln und der Philippinen fehlt jede Spur von jurassischer Entwicklung, und 
es ist im höchsten Grade wahrscheinlich, dass alle diese Länder mit den dazwischen liegenden Meeren einem 
grossen Continent angehörten, der im Norden liis in die Amurregion, nach Ostsibirien und an den Altai reichte; 
wie wir später sehen werden, erstreckte sich derselbe auch noch sehr weit nach Südosten über den grössten 
Theil von Neu-Holland, nach Tasmanien, Neu-Seeland u. s. w. 

Die spärlichen und noch etwas unsicheren Nachrichten über das Aultreten mariner Jurabildungen auf den 
Lu-Tschu-Inseln und in Japan habe ich früher besprochen, und da keine neueren Nachrichten über diesen 
Gegenstand bekannt geworden sind, so wäre es zwecklos, hier nochmals auf die Einzelnheiten dieses Gegen- 
standes einzugehen.^ Berücksichtigt man das Vorkommen jurassischer Pflanzenschichten in Japan, ^ so wird 
es wahrscheinlich, dass damals in diesem Theile Ostasiens das Meer ungefähr mit dem Aussenrande der 
„Festoninseln" zusammenfiel, während die von denselben umschlossenen Binnenmeere noch festes Land waren. 

IX. Der aiistralisclie Jura. 

Wie in Hinterindien, so fehlt auch in dem ganzen Bereiche der malayischen und papuanischen Inselwelt 
jede Spur von Jura und auch der australische Continent zeigt nur an seinem Rande Ablagerungen 



1 Zeiller, snr la flore des charbons du Tonking. C'omptes rendus. 10. .Juli 1882. 

- Die Literatur vergl. in Neuraayr, kliraatiselie Zonen, 1. c. S. 299. 

3 Geylcr, über fossile Pflanzen aus der .Turafoiniation Japans. Palaeoutographica. Bd. XXIV. (Neue Folge Bd. IV.). 
S. 221. — Geyler, über einige paläontologisclie Fragen insbesondere über die Juraformation Nordost-Asiens. Vortrag in 
der Senkenberg' sehen Gesellschaft, ara -24. Nov. 1877. — Wahrend des Satzes dieses Bogens sind wichtige neue Daten über 
den Jura in Japan bekannt geworden. Vergl. darüber den Nachtrag. 



118 M. Neumayr. 

dieses Alters; wohl könnte man diesen letzteren Umstand mit unserer geringen Kenntniss dieses schwer 
zugänglichen Confincntcs erklären, doch weist die sehr allgemeine Vergesellschaftung der marinen Sedimente 
mit Kohlenflötzen und Landptlauzeu daraufhin, dass dieselben in der Nähe der Küste gebildet seien. 

Das wichtigste, ja das einzig sichere Vorkommen von marinem Jura findet sich in Westaustralien; 
Moore ' bildet von hier costate Trigonieu von echt jurassischem Habitus ab und identificirt einige Ammonilen 
mit Formen des Lias und mittleren Jura in Europa, nämlich: 



Harpoceras radians 
Aalense. 



n 

„ Walcotti. 



Stephanoceras Brocchü. 
Macrocephalifes macrocephalus. 



Die Zeichnungen zeigen kaum irgendwelciie Ähnlichkeit mit den europäischen Typen und sind nicht 
genügend, um irgend ein Urtheil über die vorliegenden Arten zu gestatten. Eine Anzahl von Muscheln wird 
mit europäischen Arten indentificirt. Ein Belemnit, der mit Bei. canaliculatus vereinigt wird, steht dieser Art 
jedenfalls sehr nahe und zeigt mitteljurassischen Charakter, doch darf dabei allerdings nicht vergessen 
werden, dass eine ähnliche Form auch in den Uitenhageschichten in Südafrika auftritt. Glücklicherweise ent- 
hält das geologische Institut der hiesigen Universität einige Fossilien aus derselben Region, welche sich mit 
einiger Sicherlieit deuten lassen. Unter den Ammoniten fällt in erster Linie ein Bruchstück eines Coronaten 
auf, welchen ich von dem in der Zone des Steph. Humphnesianum verbreiteten Stephanoceras Blagdeni in keiner 
Weise unterscheiden kann. Allerdings ist das Exemplar zu einer absolut sicheren Bestimmung nicht genügend 
erhalten, doch ist mir ein Irrthum sehr wenig wahrscheinlich. Dazu gesellen sich zwei weitere Exem- 
plare von Ammoniten, von denen der eine ziemlich indifferent ist, der andere dagegen entschieden auf mitt- 
leren Jura hinweist, ferner die schon von Moore angeführte Trigonia, ein cbarakterloser Myacit, und endlich 
Lima (Ctenosfreon) proboscidea in einem Exemplare, welches mit den Vorkommnissen des europäischen 
Unteroolithes vollständig übereinstimmt.^ Durch diese Fossilien wird mit Bestimmtheit ein der Mittelregion 
des mittleren Jura, ungefähr der Zone des Stephanoceras Humphriesianum entsprechender Horizont festgestellt. 
Alle weiteren Angaben über das Vorkommen von marinem Jura in Australien, die bisher vorliegen, scheinen 
mir theils zweifelhaft, theils entschieden irrig. 

In erster Linie gilt das von den mehrfach verbreiteten Ablagerungen mit Belemnites at<s^rafe Phillips 
und verwandten Formen. Diese letztere Art ist in dem oben citirten Aufsatze von Moore beschrieben, und 
stammt aus Queensland, wo sie zusammen mit Crioceras austräte Moore vorkömmt. Schon das Auftreten 
eines grossen Crioceras spricht gegen jurassisches Alter; Crioceras austräte wird überdies von Waagen aus 
dem Aptien von Cutch in Indien angeführt.'' Immerhin wäre es möglich, dass das Crioceras aus anderen 
Schichten stammt, als der Belemnit, doch auoli der Charakter des letzteren ist ein entschieden cretacischer. 
Derselbe ist, ebenso wie Bei. Canhami Täte* von Peake in Centralaustralien, durch ein sehr wichtiges Merk- 
mal ausgezeichnet, nämlich durch das Verhandensein von zwei einander gegenüberstehenden tiefen kräftigen 
Furchen am Alveolarende des Eostrums. Dieser Charakter ist in Europa nur bei ganz wenigen Belemniten 
bekannt, nämlich bei einzelnen Formen des obersten Lias wie Bei. exilis u. s. w., bei Bei. Waageni Neum. 
aus den Oolithen von Baiin bei Krakau, bei dem vermuthlich ebenfalls oolithischen Bei. Meijrati Ooster und 
bei dem untercretacischen Bei. hicanaUculatus Blainv. Zwischen den oolithischen und den Kreideformen 
mit doppelter Furche ist nur eine äussere Ähnlichkeit, nicht wirkliche Verwandtschaft vorhanden, indem 



1 Moore, Austialian Mesozoic Geolog-y. Quurteily Journal geol. soc. 1870. S. 226. Die folgende Zusammenstelhing kann 
keinen Anspruch auf Vollständigkeit machen, da leider die australischen Zeitschriften sehr spät, unregelmässig und lücken- 
haft zu uns gelangen, uud in Australien erscheinende Einzelwerke überhaupt nur sehr schwer zu erhalten sind; ich hoflfe 
jedoch, dass meine Darstellung keine sehr wesentliche Lücke enthält. 

2 Vergl. Anhang TU. 

3 Waagen, Jurassic Fauna of CutcL. I. Gephalopoda, p. 245. — Palaeontologia Indica. Ser. IX. Vol. I. 

* Täte, new species of Belemnite from the Mesozoic Strata of Central- Australia. Transactions. . .of the Royal Society 
of South- Australia. Adelaide 188ö. Vergl. Etheridge, in Royal Society ofTasmania. Hobart Town 1878. 



Die (/eograph Ische Verhreitung der Juraformation. 119 

bei den evsteren eine siplioiiale und eine antisiplionale, bei den letzteren zwei laterale Furchen vorlianden 
sind, und in diesem Cliarakter scbliessen sich Bd. audralis und Canhami an Bei. hkanalkulatus an. Noch 
näher steht aber diesen der von Blanford aus der oberen Kreide der Umgebung von Madras beschriebene 
Bei. eclusus. Die Liasarteu aus Europa haben zwar auch laterale Furchen, doch ist bei denselben der ganze 
Typus ein abweichender. 

Eine Anzahl von Ammoniten aus Queensland hat M'C'oy als Kreidefornien beschrieben, aber nicht abge- 
bildet,* und einige weitere Arten liat Etheridge bekannt gemacht.^ Unter diesen ist Ämmonites Sutherlandi 
eine sehr indifferente Form, von der ich nicht entscheiden möchte, ob sie zu Phtjlloceras oder zu Haploceras 
geiiört; Ämmonites Beiulanti var. MitchelU, welcher nach Etheridge vermuthlich mit Amm. Flmlersi M'Coy 
identisch ist, scheint nach Abbildung und Beschreibung, namentlich nacii der ersten, mit Haploceras Bihma 
Stol. aus der Kreide von Madras sehr nahe verwandt, und Aminonites Daiittreei lässt sich mit keiner 
bekannten Form mit Sicherheit in Parallele stellen. Einige Muscheln und Sehnecken werden als jurassisch 
angeführt. 

In neuerer Zeit ist durch Tenison-Wo o ds^ vom Palmer Eiver in Queensland ein Ammoidtes Ohne 
beschrieben worden, der an gewisse jurassische Formen aus der Reihe der Oppelia subradiata, z. 15. an 
Oppelia hi/lexuosa erinnert; allein nach der Zeichnung ist auch ein Vergleich mit Haploceras bicurmtum und 
Verwandten aus der unteren Kreide uiclit ausgeschlossen, und die Zugehörigkeit zu der letzteren Formation 
wird dadurch wahrscheinlich gemacht, dass die anderen in jener Gegend gesammelten Exemplare, so w'eit sie 
deutbar sind, auf Kreide hinweisen. 

Unter diesen Umständen kann von einem sicheren Nachweise für die Existenz mariner Juraschichten 
in Queensland nicht die Rede sein, wenn auch nach den Zweischalern sein Vorhandensein nicht unwahr- 
scheinlich ist; mit Bestimmtheit liisst sich nur das Vorhandensein von Kreideschichten feststellen, und 
zwar dürften mindestens zwei Horizonte vorhanden sein, von denen der eine dem Apiien von Cutch, der 
andere der oberen Kreide von Madras zu entsprechen scheint. Die Verwandtschaft mit Europa scheint 
ziemlich gering. 

Ähnlich Verhaltes sich mit Südaustralien; Belemnites orientaUs und Canhami sind Kreide-Bicanaliculaten; 
von den wenigen Musclieln und Schnecken, welche citirt werden, gibt keine einen Anhaltspunkt, und 
auch eine so indifferente Form wie Rhynchonella varians v. Buch, deren richtige Identification mir !^ehr 
zweifelhaft ist, kann nicht als beweisend betrachtet werden.* 

Weit verbreiteter sind Juraablagerungen mit Landpflanzcn und Kohlen, welciie mit den analogen 
Bildungen in Indien, noch melir aber mit jenen auf Neu-Seeland Übereinstimmung zeigen. Die pflanzen- 
fUhrenden Ablagerungen am Olarence-River in Neu-Süd-Wales, ferner aus Victoria und Tasmanien werden 
mit den Kohlenschichten des Jura, die Kohle von Queensland mit den liasischen Clenthill-beds in Neu- 
seeland verglichen. ^ 



1 M'Coy, Journal of the Royal Society of Victoria 1865. 

2 Daiutree, Notes on the geology of the Colony of Queensland, with descriptions of fo.ssils by Etheridge and Carru- 
thers. Qiiarterly Journal of tho geological society. 187-2. S. 271. — Vergl. noch Gregory, in Quart, journ. 1861; — ferner 
Etheridge juu., in Proceediugs of tlie Koyal phy.sical siic. of Ediaburgli 1880, wo Crioceras Jockü vom Tate-Flu.ss in Queens- 
hind abgebildet ist. 

3 Tenison-Woods, ou some mesozoic fossils from the l'.ümer river, Queensland. Transactious of the Royal Society 
of New South Wales. Sidney. 1S82. Vol. 16, S. 147. 

^ Anniversary Adress of tlie President. Transaetions of the Koyal society of Soutii-Australia. Adehiide 1879. S.L. 'J'ate 
fuhrt folgende Arten an: Bd. australis Phill., Bei. Canhami 'l nie, Natica variahüis Moore, Monotis BarkJyi Moore, Modiola 
uiiica Moore, Modiola sp. , Cytherea Clarkei Moore, ßJiynchondla variabilis Moore. Die letztgenannte Art ist bei Moore 
(Australian mesozoic geology 1. c.) nicht als neu beschrieben, soudern als RhynchoneUa variabilis Buch angeführt, was ein 
liipsus calami statt Bli. varians sein dürfte. 

5 Hector, on the geological formations of New-Zealand compared with those of Australia. Journal of the Royal Society 
of New-South-Wales. 1879. Vol. XIII. S. 65. 



120 M. Neumayr. 

Die geologisclie Keimfiiiss der Juraablagei-inigen iu Neu-.Seelaiid ist weit vollständiger als derjenigen in 
Australien, doch ist dieselbe bcgreifiielierweisc auch noch nicht vollständig, und es fehlt namentlich noch an 
einer eingehenderen paläontologischen Bearbeitung. Die ersten Nachrichten haben wir durch Hochstetter 
erhalten, ' und scitlier haben die Forscher des Geological Suvvey von Neu-8eeland viele neue Beobachtungen 
gemacht. 

Die Eintheilung des Jura ist nach den neueren Darstellungen von Hector die folgende:* 

I. Oberer und mittlerer Jura: 

a) Mataura Series; dunkle Mergel und feinkörnige .Sandsteine mit Pflanzen und wenig marinen 

Fossilien. 
h) Putataka Series; grobkörnige Saudsteine mit verhärteten Schiefern, nach unten Conglomerate. Enthält 

Pflauzenreste und Kohlenflötze. 
c) Flag Hill Series; iu der Oberregioii mit Landpflanzen, von welchen mindestens eine mit einer 

Rajmahal-Form aus Indien übereinstimmt. In der Unterregion Marinchonchylien, namentlich Brachiopoden, 

unter denen Spiriferina rostrata und eine mit der permischen Terebratula elongaia verwandte Form. Die 

ganze Schichffolge wird mit dem „Lower oolite" parallelisirt. 

II. Lias: 

dj Catlines River and Bastion Series. Zaiilreiche Liasfossilien, namentlich Ammoniten, von denen 
15 Arten bestimmt werden konnten. 

Eine eingehendere paläoiitologische Beschreibung scheinen von all' diesen marinen Fossilien ausser den 
von Hochstetter gesammelten Stücken nur die Belemnitcn erfahren zu haben. ^ Bei. Otapirknsis Hector, der 
sowohl in der Trias als im Lias auftritt, könnte nach der Abbildung ebensowohl zu Aulacoceras als zu Belemnites 
gestellt werden. Belemnites Aucklandicus Hau. ist mit den Canalieutalen des europäischen Dogger sehr 
nahe verwandt und kömmt mit Trigonia costata und anderen mitteljurassischen Arten zusammen vor. Der nahe 
verwandte Bei. Hochstetter i Hector (= Aucklandicus var. minor Hau.) wird in den oberen Jura gestellt. Eine 
weitere Art, Bei. Catlinensis Hector, erinnert an Bei. culloriensis und liastatus Europa' s, und bei uns würde man 
das Lager einer derartigen Form in der Kelloway-Gruppe suchen. In Neu-Seeland liegt er nach Hector 
zusammen mit HopUtes Novozelandicus Hau., der seine nächsten Beziehungen, wie Oppel hervorgehoben hat, 
bei Typen des Tithon und wohl auch des unteren Neocom findet* (Hoplites transitorius, proyenitor Opp., 
Neocomiensis Ovh.). Bei. australis dürfte in Neu-Seeland wie in Australien der unteren Kreide ange- 
hören. Die von Hochstetter gesammelten Aucellen liegen nach diesem Forscher mit Bei. Aucklandicus 
zusammen. 

Suchen wir uns aus den gegebeneu Daten eine Vorstellung über die wahrscheinliche Vertheilung von 
Wasser und Land in jenen Gegenden zu machen, so müssen wir vor Allem berücksichtigen, dass der Jura in 
Australien und Neu-Seeland alle Anzeichen der Küstennähe trägt; bald haben wir eine Binnenablagerung mit 
Landpflanzen und Kohlen, bald ein Gemenge solcher mit Mariuresten, seltener diese letzteren allein. Einen 
weiteren Anhaltspunkt bildet die Übereinstimmung der Pflanzen- und Kohlenschichten in all' diesen Gegenden, 
und wir werden daher annehmen müssen, dass der westliche Theil von Neu-Seeland und die australisch- 
tasmanischen Loealitäten annähernd die Grenzen einer zusammenhängenden Landm;isse darstellen, und nach 
dem allerdings nur negativen Anhaltspunkte des Fehlens von marinen Juraschichteu in den dazwizclien 
liegenden Gegenden werden wir annehmen müssen, dass dieser Continent mit dem hinteriudisch-chinesischeu 



1 Hochstetter, Geologie von Neuseeland. Reise Seiner Majestät Fregatte Novara. Geologischer Theil. Bd. I. Abth. I. 
S. 27—33. 1864. — Hauer und Zittel, Paläontologie von Neu-Seelaud. Ebenda. Geol. Theil. Bd. I. Abth. IL S. 19 ff. 

2 Hector, Progress Report. Reports of geological explnrations. New-Zealand 1879. 8.8. 

3 Hector, on the Belemnites found in New-Zcaland. Ti-ansactiona of the New-Zealand Institute 1877. Vol. X. S. 484. 
■■ Üppel, die tithonische Etage. Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellschaft. 1865. S. 5.5,5 



T)le f/eo(/raphi.sche Verhreifunrj der Juraformatinn. 121 

zusamiuenliing und auch die malayisclien und papuaiiisclieu Inseln umtasste. Dagegen kann ein unmittel- 
barer Zusammenliang mit der vorderindisclicn Halbinsel wegen des Auftretens mariner Juraschichtcu an der 
Ostküste dieser letzteren nicbt stattgefunden haben. 

Die weitere Abgrenzung dieses Continentes hat grosse Schwierigkeiten; wir müssen uns daran erinnern, 
dass einzelne alte Fragmente, wie die Seychellen, und grosse Schwärme von Koralleninseln, der Chagos- 
Archipel, die Lakkediven und Malediven, uns die Eeste jenes alten Continentes anzeigen, der einst Vorder- 
indien mit Afrika verband. Man kann sich der Überzeugung nicht verschliessen, dass das Heer der Inseln im 
grossen Ocean uns ebenfalls die Spuren eines alten Continentes anzeigt. 

Diese Ansicht darf als eine begründete bezeichnet werden, aber es fragt sich natürlich, ob dieses Fest- 
land zur Jurazeit existirt hat, und welchen Umfang dasselbe gehabt haben mag. Wenn wir die Inseln des 
grossen Oceaus auf einer Karte ins Auge fassen, so können wir in verschiedenen Theilen verschiedene Anord- 
nung und Beschafienheit der Inseln beobachten. Eine erste Gruppe umfasst die grossen südwestlichen Inseln, 
von welchen ein grosser Theil ältere Sediment- und Massengesteine enthält, welche von Neu-Guinea bis zu den 
Fidschi-Inseln streichen, und welchen sich im Süden Neu- Seeland anschliesst. Diese erste Gruppe wird nach 
Norden und Osten von zahlreichen kleinen, aber verhältnissniässig gedrängt liegenden Inseln umgeben; hieher 
gehören die Palaos, die Carolinen, der Marshalls-Archipel, das Heer von Eilanden, das sich von hier bis zu den 
Niedrigen Insehi erstreckt, und Alles, was zwischen diesem äusseren Gürtel und der erwähnten Gruppe der 
grossen Inseln liegt. Als ein isolirtes Glied derselben Abtheilung können die Sandwichsinseln gelten. Eine 
dritte Gruppe endlich umt;\sst die ganz isolirten kleinen Inseln, welche zwischen Japan und Hawaii und der 
vorigen Inselzone liegen. 

Fassen wir nun Polynesien als den Überrest eines uralten Continentes auf, so werden diese drei Kate- 
gorien von Inseln durch ihre Lage uns zeigen, in welcher Reihenfolge die einzelnen Theile dieser Fest- 
landsmasse verschwunden sind. Zuerst versank die Region der kleinen isolirten Inseln, dann die Region der 
zahlreichen kleinen Inseln, zuletzt diejenige der gi'ossen Inseln. Wir müssen nun prüfen, ob Anhaltspunkte 
für die clnuuologische Fixirung dieser Piiasen vorhanden sind; das Auftreten von marinen Jurabildungen auf 
Japan und den Lu-Tschu- Inseln spriclit gegen die Annahme, dass zur Jurazeit Japan noch mit den Sandwichs- 
inselu zusammengehangen habe; wir müssen also die erste Phase des Processes in vorjurassische Zeit 
versetzen. 

Wir müssen hier etwas auf die jetzige Fauna von Neu-Seeland eingehen; man kennt ausser Fledermäusen 
kein einheimisches Säugethier mit Bestimmtheit; die sogenannte Maoriratte muss als sehr problematiscii 
betrachtet werden, dagegen soll in den wenig bekannten Hochregionen der Südinsel ein äusserlich an eine 
Fischotter erinnerndes Thier leben, das nach Hochstetter von den Eingebornen Waitoteke genannt wird; 
Haast hat die Fährten desselben angetrotfen, und zwei Engländer haben ein Exemplar aus so unmittelbarer 
Nähe gesehen, dass sie mit einer Peitsche nacli demselben schlagen konnten, worauf es sich ins Wasser 
flüchtete.' Diese Angaben sind so bestimmt, dass wir das Vorhandensein eines derartigen Geschöpfes als 
wahrscheinlich bezeichnen müssen, wenn auch eine weitere Bestätigung nocli zu erwarten ist. Unter den 
Vögeln sind die grossen i)«Mor;(/s, die bekannten Moa, zu nennen, während unter den Reptilien Zfa/to-/«; ein ent- 
schieden mesozoischer Typus, her\()rznliel)en ist. Diese bezeichnendsten Vertreter verweisen jedenfalls auf 
eine Trennung Neu-Seelands von dem grossen Continente in einer sehr frühen Zeit, in welcher Hatteria-'ähn- 
liche Reptilien noch lebten, in welcher Säugcthiere schon vorhanden, aber nocli sehr spärlich waren. Wägen 
wir die einzelnen Thatsachen gegen einander ab, so müssen wir daraus folgern, dass Neu-Seeland mindestens 
seit dem Ende der Jurazeit von der australisch-malayischen Festlandsregiou getrennt ist. 

Wenn dieses Ereigniss schon zu Ende der Jurazeit eingetreten ist, so wird es dadurch sehr unwahrschein- 
lich, dass die australisch-polynesisehe Kegion sich kurz vorher in dem zweiten der oben genannten Stadien 
befunden habe, wir müssen annehmen, dass schon damals die Ausdehnung des Festlandes auf die 



1 Vergl. Hochstetter, Neu-Seeland, und W.Ulace, Island Life. 

OenkscbrifteD der mathem. nuturw. Gl. L. Bd. jq 



122 M. Neiimayr. 

Region der grossen Inseln beschränkt war; darauf weist aueli der Umstand liin, dass in Neu-Caledonien 
marine Triasablagerungen auftreten. Die Region des stillen Oceans mit Ausnahme dieses Festlandes war 
bis Amerika schon damals Meer, aus dem vermuthlich verschiedene Inselgruppen hervorragten. 

X. Der Jura im aiisserborealen Amerika. 

Wenden wir uns von Neu- Seeland nach Osten, so treffen wir jenseits des südpacifisclien Oceans der 
Jurazeit auf den südamerikanischen kontinent. • Es ist bekannt, dass in der Andenkette an vielen 
Punkten in Ciiile, der argentinischen Republik, in Bolivien und Peru marine Juraablagerungen auftreten, die 
vom Lias bis ins Tithon zu reichen scheinen. Aus dem südlichsten Theile bis iiinab zum Feuerland ist Kreide 
von mehreren Punkten bekannt, dagegen fehlt es bisher noch an sicheren Zeichen des Vorkommens von Jura, 
da für die Einreihung der HeUceras führenden Schichten der Nassau-Bucht westlich vom Cap Ilorn keine hin- 
reichenden Belege vorhanden sind.^ Allerdings mnss es als im hohen Grade wahrscheinlich bezeichnet werden, 
dass der Jura in der südlichen Fortsetzung jener Gebirgsketten vorhanden sei, in deren nördlichem Theile er 
eine so grosse Rolle spielt, doch fehlen uns noch die positiven Beweise hiefür. 

Im nördlichsten Theile der südamerikanischen Anden, in Ecuador, scheint kein Jura vorzukommen, und 
es ist wahrscheinlich, dass damals die Meeresküste etwas weiter westlich lag als heute. Dagegen finden wir 
vyieder einige, wenn auch vorläufig noch schwache Spuren in jenen von Südwest nach Nordost streichenden 
Ketten, welche von den hohen Anden abzweigend, durch Columbien nach Venezuela streichen; Stein mann 
erwähnt von einem Punkte am Rio Guayaho in Neu-Granada eine dem liasischen ^ma/^Äews sp/«rti«s ver- 
wandte Form, und eine zweite aus der Gruppe des Amaltheus pmhdatus, welche zwischen Pital und La Plata 
gefunden wurde. * 

Wir sehen demnach den südamerikanischen Continent nach Westen und Nordwesten von einem verhält- 
nissmässig schmalen Saum mesozoischer Marinablagerungen umgeben, unter welchen solche jurassischen 
Alters eine bedeutende Rolle spielen. Die grosse Hauptmasse des Landes und die ganze atlantische Küste 
besteht aus alten Ablagerungen, denen mehrfach mesozoische Süsswasserbildungen und transgredirende 
Schichten oberer mariner Kreide aufgelagert sind ; wir haben die bestimmtesten Anhaltspunkte für die Annahme, 
dass abgesehen von den Gebirgsketten im Westen und Nordwesten ganz Südamerika zur Jurazeit Fest- 
land war. 

Die nächste Frage, die sich uns entgegenstellt, ist die, ob die Ostküste dieses Confinentes mit dem 
heutigen Verlaufe der Küste annähernd zusammenfiel, oder weiter nach Osten gerückt war. Für die letztere 
Annahme spricht der Umstand, dass sich nirgends vereinzelte, an den Rändern übergreifende Jurapartien finden, 
wie wir sie an der Ostküste von Afrika und auf der vorderindischen Halbinsel finden. Berücksichtigen 
wir nun weiter, dass dasselbe Verhältniss wie hier auch an der Westküste von Afrika herrseht, dass also die 
beiden den südatlantischen Ocean einsäumenden Festländer sich weiter ausdehnten als heute, so werden wir 
dadurch zunächst mindestens auf erhebliche Einengung dieses Beckens zur Jurazeit geführt. Eine wesentliche 
Bestätigung erhalten wir dafür durch das Auftreten von Bruchstücken eines alten Continentes, welche zwischen 
den vulcanischen Producten derCap Verden auftreten,* während auf amerikanischer Seite die Falklands- 
inseln mit ihren Thonschiefern und devonischen Fossilien auf eine Ausdehnung des Festlandes in dieser 
Richtung hinweisen. Vor Allem aber ist von Bedeutung, dass der St. Pauls Felsen, welcher fast in der 
Mitte des atlantischen Oceans unter dem Äquator hervorragt, nach den Untersuchungen von Renard aus einem 
Olivingesteine besteht.^ 



1 Bezüglich der Literatur vergl. Neumayr, Ivlimatische Zonen. — Siiess, das Antlitz der Erde. Bd. I. S. 655 — 697. 

■J Dana, Geology of tlic United States exploring- esposition during the yars 1838—42. New-Yorlv 1849. S. 004. 

3 Steinmann, über Jura und Kreide in den Anden. Neues Jalirbuch 1882. I. S. 169. 

•i Dölter, die Vulljane der Cap Verden und ihre Producte. Graz 1882. 

'•> Renard, desi'iiptiou litbologique des recit's de St. Paul. Annales de la socii'te beige de Mieroscopie, 1882. 



Die (jeogruphische VerhreHung der Juraformation. 123 

Diese Tbatsachen legen uns die Mögliclikeit nahe, dass Siidanicrilca damals mit Afrika zusammen- 
hing, und wir werden nach zoogeograjihischen Daten suchen müssen, welclie für oder gegen eine solche 
Annahme sprechen. In erster Linie ist hier die Beschaffenheit der Uitenhagefauna in Südafrika wichtig, 
welche, wie wir oben gesehen haben, unter ihren etwa 80 Arten nicht eine einzige aufzuweisen hat, 
welche sich tibereinstimmend in Europa wiederfände. Einen so vollständigen Contrast trotz überein- 
stimmender Faciesentwickhing müssen wir bei offener Meeresverbindung als in) Widerspruche mit unseren 
Erfahrungen über die geographische Verbreitung der jurassischen Organismen bezeichnen. Auf der anderen 
Seite finden wir beim Vergleiche der südamerikanischen Juralormen mit den europäischen, dass nicht nur eine 
Menge von pelagischen Schwimmern, von Ammoniten, in beiden Gebieten vorkommen, sondern wir finden auch 
eine überraschend grosse Zalil von Muscheln des europäischen Jura in den chilenischen, argentinischen 
und bolivianischen Anden wieder, die sich nicht quer über ein breites oifenes Meer zu verbreiten ]tflegen. 
Nach den sehr gewissenhaften Arbeiten von Gottsche und Steinmann können die folgenden Arten ange- 
führt werden. ' 



Pecten p umilus L a m . 
„ laminatus Lam. 
„ alatus V. Buch. 
Lima jiech'niformis Schi. 
Pseudomonotis subsfriata Ziet. 
„ Münsteri Br. 

„ costata Sow. 

Posidonomya Bronni Voltz. 



Modiola imbrimta Sow. 
Tricjonia signata Ag. 
iMcina plana Zieten. 
Astarte excavafa Sow. 
Isocardia cor data Buckm. 
Pleuromya jurassi Ag. 
PJioladomya fidicula Sow. 



Wie die vollständige Verschiedenheit der Capfauna von der europäischen für einen quer über den süd- 
atlantischen Ocean hinreichenden Continent spricht, so führt auch die grosse Zahl der den Anden und Eurojia 
gemeinsamen Muscheln zu der Annahme eines solchen Festlandes, an dessen Nordküste hin die Ausbreitung 
auch nichtpclagischer Formen leicht stattfinden konnte. Endlich darf das Auttreten der oben erwähnten 
Tri(/oiiiac pficudoquadratae am Cap und in Südamerika ebenfalls als ein Beleg in dieser Richtung betrachtet 
werden, indem diese Gruppe längs der Südküste dieses Continentes ihre Wege und Wanderstrasseu 
finden konnte. 

Die iiothwendige Consequenz einer solchen Auffassung ist natürlich, dass das heute von Centralamerika, 
dem caraibischen Meere und den Antillen eingenommene Areal zur Jurazeit von Wasser bedeckt war, und dass 
sich von hier eine Verbindung nach Europa hinüberzog, welche die merkwürdige Ähnlichkeit der beiderseitigen 
Faunen erklärt. 

Die Zusammensetzung Centralamerika's widerspricht einer solchen Annahme durchaus nicht, 
wenigstens kommt nach den Mittheilungen von Dollfuss und Montserrat mariner Jura in Guatemala vor,^ 
allerdings nur ein isolirter Punkt in jenem weiten Gebiete, dessen Kenntniss uns aber berechtigt, in den 
überaus wenig erforschten Regionen eine weitere Verbreitung der Formation anzunehmen. Von den Antillen 
ist noch kein Juravorkommen mit Sicherheit bekannt, doch wissen wir, dass mesozoische Bildungen an deren 
Aufbau sehr wesentlichen Antheil haben, und von Cuba gibt de Castro wenigstens au, dass dort zwei 
Ammoniten gefunden worden seien, deren Zugehörigkeit zum Jura ihm am wahrscheinlichsten sei; leider 



1 Gottsche, über jurassische Versteineningen aus der argentinischen Cordillere. Palaeontograpbica. Suppl. III. Lief. 2. 
Heft 2. 1878. — Steinmann, zur Kenntniss der Jura- und Kreideformation von Carocoles (Holivia). Neues Jalirbuch. Bei- 
lage. — Bd. I. 1881. S. 2.39. 

- Dollfuss et Montserrat, Voyage g6ologique dans les republiques de Guatemala et .Sau Salvador. Paris 1868. — 
Ncumayr, klimatische Zonen, 1. c. 8. ;tOl. 

16* 



124 M. Neumayr. 

sind jedoch diese wichtigen Fossilien his jetzt, wie es scheint, noch keiner näheren Bestimmung- unterzogen 
worden. ' 

Mexilio ist noch fast vollständig Terra iucognita, doch ist jedenfalls eine weite Verbreitung mesozoischer 
Ablagerungen sichergestellt, unter denen allerdings, soweit die wenigen Notizen eine Orientirung gestatten, 
die obere Kreide die grösste Verl)reituug zu besitzen scheint, wie durch mehrfache Fossilfunde sichergestellt 
ist. Doch fehlt es auch nicht an Daten, welche für eine bedeutende Entwicklung des Jura sprechen, und 
namentlich Dollfuss hat bedeutende Scliiciitencomplexe, welche das ganze Plateau von Orizaba zusammen- 
setzen, zu dieser Fdrmation gestellt; leider haben wir nur wenige Notizen darüber, da nur ein vorläufiger 
Bericht erschienen ist, und der frühzeitige Tod des verdienten Forschers die Veröffentlicimng näherer Angaben 
gehindert hat. 

Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass von hier aus eine otfene Verbindung mit dem Meere bestand, 
welches den westlichen Theil der Vereinigten Staaten von Nordamerika einnahm. Die ersten Nachrichten über 
marinen Jura in Nordamerika (abgesehen von Alaska) hat Mareen gegeben, welcher eine Eeihe von Abla- 
gerungen am Rande desLlano Estacado auf der Grenze von Texas undNeu-Mexiko auf Grund des Vorkommens 
einiger Bivalven und der Lagerung über rothen Sandsteinen und bunten Mergeln in diese Formation einreihte, 
und weit ausgebreitete Vorkommnisse in jenen Regionen damit identificirte.* Dieser Auffassung ist allerdings 
in entschiedener Weise widersprochen, und die l)etreffen(len Schichten sind als zur Kreide gehörig bezeichnet 
worden. Es ist natürlich für einen europäischen Geologen, der die betreffenden Gegenden nicht kennt und nie 
ein Fossil von dort gesehen hat, weder möglich noch zulässig, über eine derartige Controverse eine eigene 
Meinung zu äussern, wenn es auch schwer fällt, anzunehmen, dass ein so ausgezeichneter Jurakenner wie 
Mareen, sich getäuscht habe. Jedenfalls aber steht das Vorkommen von Jura und zwar in grossem Massstabe 
in den westlichen Regionen der Vereinigten Staaten ausser Zweifel, und ich erinnere nur an die aus Californien 
abgebildeten, unzweifelhaften Jurafossilieu." 

Die Entwicklung der Formation in verschiedenen Theilen des fernen Westens bietet grosse Verschieden- 
heiten; ein Gebiet des Vorkommens bietet Californien und speciell die Sierra Nevada, wo Liasammo- 
niten und eine Anzahl anderer Fossilien auftreten, deren Charakter bei einer früheren Gelegenheit eingehend 
besprochen wurde; ich habe nachzuweisen gesucht, dass die hier auftretenden Ablagerungen den Faunen- 
charakter der nördlich gemässigten Zone an sich tragen, dass aber einzelne boreale und tropische Typen sich 
zugesellen, wie das von einem nach Nord und Süd weit oifenen Ocean nicht anders erwartet werden kann. Es ist 
kein Grund vorhanden, hier nochmals auf diese Verhältnisse einzugehen, und ebensowenig kann die Controverse 
hier besprochen werden, welchen Antheil am Aufbaue der californischen Gebirge die Juragesteine haben. 

Östlich von der Sierra Nevada fehlen auf eine bedeutende Strecke die jurassischen Bildungen in dem 
Gebiete der sogenannten Basin Ranges, und erst im Wahsatch-Gebirge treten solche wieder auf und 
finden sich weiterhin im Uintagebirge und in dem ganzen Räume bis zu den Rocky Mountains, ja sie über- 
schreiten diese sogar und treten noch am östlichen Fusse derselben auf, um dann zu verschwinden; in der 
Region derPrairien fehlen alle Andeutungen ihres Vorhandenseins, und obere Kreide liegt hier unmittelliar auf 
altem Gebirge auf * 

Der Charakter des Jura vom Wahsatch bis jenseits der Rocky Mountains ist ein wesentlich gleicher und 
von dem californischen Typus abweichender, marine Fossilien treten spärlich auf, namentlich Zweischaler 



1 De Castro, Pniebas de qiie la Isla de Cuba ha estado unita al coutinente Americano y breve idea de sua 
constitucion. Boletin del uiap;i geolog. de Esp.-ißa. i.ssi. Vol. VIII. 

- Marcou , Geology Ol' North America. Zürich 1858. S. 17 ff. — Marco u, Lettre» sur les roches du Jura. ISSg- 
S. 281. 

3 Gabb, in American Journal of Conchology Vol. V — Gabb in Wliitney, Palaeontology of California. Vol. I. 

■1 Clarence King, Systematical Geology. United States exploring expedition of the 40. Parallel. Vol. I. S. 28.5 — 96. 
S. 340— 375. — Powell, Keport on the Geology of the ea.steru part of tlie üinta Mountains. I.s76. — Suess, das Antlitz 
der Erde. Vol. I. S. 713—763. 



Die geographii^che Verhrcitung der Juraßmuatioii. 125 

finden sich an nielireren Punkten, von Cephalopoden ist nur der Belemnites densus der Black Hills von 
Dakota gefunden worden. Neben denMceresuiolIusken kommen aber auch einzelne Binncnmollusken vor, ' und 
vor Allem treten stellenweise in fabellial'teu Mengen die seltsamen Reste ungeheurer Landreptilien auf, 
der Ätlantosaurus, Brontosaurus, Ceratonaurm, Diphdocits und einer Menge anderer, die wir wenigstens theil- 
weise durch die Beschreibungen von Marsh kennen gelernt haben. 

Für unsere Untersuchungen ist in erster Linie wichtig, dass diese Schichten sich in ihrer Meeresfauna 
nicht an die westlichen Vorkommnisse in Californien anschliessen, sondern nähere Beziehungen zu den im 
Norden gelegenen Black Hills zei{;en. V,ir müssen ferner berücksichtigen, dass die eben geschilderten 
Ablagerungen mit ihrer eigenthümlichen Fauna nicht als rein marine Gel)ilde betrachtet werden können, 
sondern ganz den Charakter von I5ildungen aus einem umschlossenen Becken nmchen, das vermuthlich nur 
nach einer Richtung mit dem Meere in Verbindung steht, und in welchen in wccliseluden Perioden, oder auch je 
nach seinen einzelnen Tlieilen bald das salzige, bald süsses oder brakisches Wasser die Oberhand gewinnt. Da 
nun überdies dieses Gebiet von dem californischen durch eine breite Strecke ohne Jurnsedimente getrennt ist, 
welche damals festes Land gewesen zu sein scheint, so erhalten wir das Ergebniss, dass die Jurabildungen der 
Wahsatch, der Uinta-Berge, der Rocky Mountains sich in einer gegen Norden, gegen die Black Hills offenen 
Buclit abgelagert haben, welche wir als dieUinta-Bucht bezeichnen. Die Fauna der Black Hills unterscheidet sich 
von der californischen Entwicklung wesenilich durch den rein borealen Charakter der Fossilien, welcher bei 
dem geringen Breitenunterschiede etwas auffallend ist. Vermuthlich dehnte sich eine Landstrecke, welche das 
Uintabecken von dem californischen Meere trennte, noch weiter gegen Norden aus, so dass die Bucht nur gegen 
die kälteren borealen Gewässer geöifnet war. 

Die südliche Grenze der Bucht lässt sich noch nicht mit Siclierheit feststellen; im südlichen Theile der 
Rocky Mountains lässt sich kein .Iura nachweisen, dagegen ist solcher in der Region des grossen Canon des 
Colorado noch vorhanden; die südlicher gelegenen Gegenden sind noch nicht untersucht, und vermuthlich war 
hier eine Landverbindung zwischen der Hauptmasse des nordamerikanischeu Continents und der Halbinsel 
vorhanden, welche das eben besprochene Becken gegen Westen begrenzte. Die Möglichkeit aber ist nicht 
ausgeschlossen, dass eine solche Verbindung fehlte, dass wir es nicht mit einer Halbinsel, sondern n)it einer 
Insel zu thun haben, und dass das Uinta-Becken sich auch nach Süden öffnete. 

Der ganze östliche Theil der Vereinigten Staaten scheint zur Jurazeit festes Land gewesen zu sein, 
wenigstens fehlen alle sicheren Spuren von marinen Bildungen dieses Alters. Allerdings ist eine sehr vage 
Andeutung vorhanden, welche die Annahme eines localen Übergreifens jurassischer Meeresbildungen nicht 
ganz unmöglich erscheinen lässt. Gabb hat aus Virginien einige Fossilien beschrieben, die er als triadisch 
deutet, und unter diesen befindet sich ein üeratites virginianus.'^ Allerdings sind Abbildung und Besehreibung 
des kleinen Exemplares sehr dürftig, und seltsamer Weise soll der Sipho subcentrale Lage haben; die Loben 
werden als Ceratitenloben bezeichnet, sind jedoch zwar schwach aber deutlich ringsum gezackt. Die Berip])ung 
erinnert etwas an diejenige gewisser Jiiratypen, doch sind die Daten zu ungenügend, um irgend einen bestimm- 
teren Schluss zu erlauben; immerhin müssen wir die Möglichkeit im Auge behalten, dass hier von Südwesten 
her eine Meeresbucht nach Virginien übergegriffen habe, wenn ich dies auch nicht für wahrscheinlich halte. 
Im übrigen fehlt jede Spur von marinen Juraablagerungen, und der östliche Theil der Vereinigten Staaten 
bildete damals offenbar einen Theil jenes Continentes, zu dem auch die canadischen Territorien und die 
Hudsonsbay-Länder gehörten, und der sich quer über den nördlichsten Theil des atlantischen Oceans gegen 
die skandinavischen Meere hinüber erstreckte. 



1 Charles A. Wüte, a review ot the non-mmiue fossil Mollusca of Nortli-America. Exti-act of the annual report of the 
U. S. geological survey 1881—82. Washington 1883. Tab. 3. 

- Gabb, Description of new fossils, prob, triassic, trom Virginia. Philadelphia, Journal ol' the acaderny of natural 
Science. 1860. Vol. VI. S. 307. Tab. lö. Fig. 27. — Die übrigen abgebildeten Arten sind ganz indifferent. 



126 M. Neumayr. 

XI. Zusammenfassung. 

In kurzen Zügen wurde die Verbreitung des Jura auf der P'rdoberfläclie dargestellt, so weit unsere Kennt- 
nisse derselben reichen, nnd es mnss nun der Versuch gemacht werden, aus der Menge der Einzelangaben die 
allgemeineren Eesultate abzuleiten. Als das auffallendste Ergebniss darf jedenfalls der überaus grosse Unter- 
schied bezeichnet werden, welcher sich zwischen jenen Arealen heutigen Festlandes ergibt, welche von marinen 
Ablagerungen des Lias, und denjenigen, welche von oberem Jura bedeckt werden. Wenige Abschnitte der 
ganzen Reihen der Sedimentformationen kennen wir aus so beschränktem Räume vertreten, wie den Lias, 
während der Malm zu den sehr weit verbreiteten Bildungen gerechnet werden niuss. Es ist das keine neue 
Beobachtung, aber aus der zusammenliängenden Übersicht Über alle einzelnen Vorkommnisse tritt der Umfang 
der Erscheinung klarer hervor, als das bisher der Fall war. 

In erster Linie fehlt dem ungeheuren Areal der borealen Region nach unseren heutigen Erfahrungen der 
marine Lias vollständig, und die ältesten Altlugerungen, über deren Stellung wir mit einiger Sicherheit ein 
Urtlieil fällen können, diejenigen auf Prinz Patriks-Land, gehören wahrscheinlich dem unteren Dogger 
an. Die riesigen Ländergebiete der sibirischen Niederung, ganz Inuerrnssland und eine grosse Anzahl 
isolirter Punkte in den übrigen Thcilen des nördlichen Gebietes zeigen das Auftreten von mittlerem und oberem 
Jura, übergreifend über ältere Ablagerungen. Um uns die Bedeutung dieses Verhältnisses zu vergegen- 
wärtigen, müssen wir uns erinnern, dass die russisch-sibirische Area für sich allein mehr als die Hälfte des 
Landgewinnes der heutigen Continente dem Jura gegenüber darstellt. 

Damit ist jedoch die Aufzählung der Gegenden, in welchen der Lias fehlt, höhere Jurastufen aber vor- 
handen sind, noch bei weitem nicht erschöpft; in dem ausserborealen Europa zeigt das östliche Norddeutsch- 
land, Schlesien, Bö]}men, das ausseralpine Polen, Passau, die Umgebung von Brunn und die Donetzregion die- 
selbe Erscheinung, und aus ganz Asien ist Lias nur aus dem Kaukasus und aus Jajtan nachgewiesen. In der 
ganzen nördlichen Hemisphäre kennen wir marinen Lias nur aus dem westlichen Tiieil der mitteleuropäischen 
Provinz, aus dem grösseren Theile der alpinen Provinz, aus Japan, der Sierra Nevada in Californien und von 
einem kleinem Punkte im nördlichsten Theile von Südamerika. 

Wir haben hier nur die grossen Gebiete in ihren allgemeinen LTmrissen ins Auge gefasst, allein wir treffen 
auf analoge Verhältnisse in kleinem Massstabe, wenn wir in den Regionen, welche Lias enthalten, die Einzel- 
heiten des Auftretens ins Auge fassen. In England bildete jener alte Rücken, der von den Mendip Hills 
nach London zieht, zur Liaszeit eine Insel, während höhere Juraschichten denselben in mariner Ausbildung 
überdeckten, und dasselbe ist an der Nordküste Frankreiclis bei Boulogne sur Mer der Fall. In der alpinen 
Region hat die serbisch-croatisc.he Insel zur Liaszeit viel grössere Ausdehnung, als während der Zeit des 
oberen Jura, im südwestlichen Tirol und in Venetien werden die pflanzenführenden Seichtwasserbildungen 
der grauen Liaskalke von pelagischen Ammonitenkalken des mittleren und oberen Jura bedeckt, ' bei 
Fünfkirehen tritt Liaskohle und rother Ammonitenkalk des oberen Jura auf, im Banale werden von eben- 
solchen die Seichtwasserbildungen und Kohlenflötze des Lias bedeckt. In den Nordalpen finden wir nur 
m Lias Strandbildungen und Kohlenflötze, und ebenso scheint der ganze Nordrand der Karpathen zur 
Liaszeit trocken gelegen zu haben. Endlich liegen in Calabrien Nerineenkalke des oberen Jura unmittelbar 
auf altem krystallinischem Gebirge. 

Wir können das Resultat dahin zusammenfassen, dass wo immer wir auf der nördlichen Halbkugel 
Verschiebungen im Stande des Sleeres bisher haben nachweisen können, überall eine Zunahme der Wasser- 
bedeckung im oberen Jura dem Lias gegenüber hervortritt. 

Es sind allerdings einige wenige Punkte bekannt, an welchen das Gegentheil vermuthet werden könnte. 
Als ein derartiges Vorkommen kann der Lias von Schonen bezeichnet werden, wo nur mariner Lias, aber 
keine höheren Juraschichten vorkommen. Allein in diesem Falle wurde gezeigt, dass wir es nur mit den Folgen 
der Denudation zu thun haben, und das Vorkommen diluvialer Geschiebe das ehemalige Vorhandensein jüngerer 
mariner Glieder beweist. 



Die (jeof/rapJii^eJir Verhrc'ttwifi der Jiirdfor^nafinn. 127 

Eiü zweites Gebiet, welches in Betraclit kommen kann, ist Scliottland und das nördliche England; wohl ist 
auch hier die Oxfordstufe mindestens eben so sehr marin entwickelt, als der Lias, und sie greift wenigstens 
stellenweise über, allein in anderen Horizonten des mittleren und oberen Jura treten mehrfach bedeutende Brak- 
wasserbiidungen mit Landpflanzen und Binnenconcliylien auf; wenn wir aber den ganzen Charakter der 
Bildungen näher ins Auge fassen, so zeigt es sich bei dem vielfachen Wechsel von marineu und brakisehen 
Bildungen als wahrscheinlich, dass wir es nicht mit immer wieder oscillirenden Bewegungen im Stande von 
Land und Wasser, sondern mit den Wirkungen der Einmündung eines grossen von Norden kommenden 
Stromes zu thun haben, die innerhalb des Überaus langen Zeitraumes, um den es sich hier handelt, mehr- 
fache Schwankungen in Riclitung, Wassermenge, Sedimentführung u. s. w. erlitt, und dass wir dieser 
loealen Ursache die geschilderten Verhältnisse zuzuschreiben haben. 

Wir können es daher als eine allgemeine Kegel für die nördliche Hemisphäre bezeichnen, dass, wo über- 
haupt Verschiebungen im Stande des Wassers beobachtet werden können, dieselben in einer allgemeinen 
Zunahme des Meeres im oberen Jura dem Lias gegenüber hervortreten. Sollten Ausnahmen überhaupt vor- 
kommen , so sind dieselben rein localer Natur. Es ist das eine der grössten Verschiebungen im gegenseitigen 
Stande von Land und Meer, mit der sieh innerhalb der ganzen Erdgeschichte nur das gewaltige Übergreifen 
der oberen Kreide und nach entgegengesetzter Richtung der enorme Rückzug des Meeres um die Mitte der 
Kohlenformation, und auf der Grenze zwischen Kreide und Eocän vergleichen lässt. 

Wir haben bisher Lias und oberen Jura einander in ihrer Gesammtheit gegenübergestellt und den mittleren 
Jura fast ganz ausser Betracht gelassen. Wir müssen nun zunächst die einzelnen Phasen der grossen Jura- 
transgressiou ins Auge fassen. Innerhalb des Lias Unterschiede zu machen, schiene nur unter den heutigen 
Verhältnissen sehr gewagt. Erst auf der Grenze zwischen Lias und Dogger tinden wir sichere Anhaltspunkte; 
in der karpathischen Klippenregion zwischen Neumarkt und Eperies sind die Schichten mit Harpoceras opalinum 
die erste Meeresbildung, der wir begegnen. Vielleicht lässt sich auch aus dem Umstände, dass im westlichen 
Theile der norddeutschen Tiefebene die ältesten Jurageschiebe der Grenzregion zwischen Lias und mittleren 
Jura angehören, für diese Region ein ähnlicher Schluss wahrscheinlich m;ichen. Von etwas jüngerem Alter sind 
die ältesten transgredirenden Schichten in der Gegend von Krakau und bei Passau, es treten hier zu unterst eisen- 
schüssige Sandsteine auf, welche der Zone des Harpoceras Murchisonae oder derjenigen des Harpoceras Sowerbyi 
entsprechen, und vermuthlich gehören hieher im hohen Norden die Ablagerungen auf Prinz Patricks-Land. 
In einigen Theilen der nördlichen Kalkalpen in der Schweiz, in der Umgebung von Brunn, auf der paläo- 
zoischen Axe des Londoner Beckens, bei Boulogne sur Mer und wahrscheinlich in Cutch in Indien beginnt 
die ninrine Schichtreihe mit Ablagerungen der Bathstufe. 

Air das sind jedoch verhältnissmässig geringe Fortschritte des übergreifenden Meeres; erst nach Abschluss 
des mittleren Jura, während der Ablagerung der Kelloway- und Oxfordstufe, überflutet der Ocean die aus- 
gedehntesten Gebiete. In einem grossen Theile des europäischen Russland und Sibiriens, im Himaiaya, wahr- 
scheinlich auf den aleutischen Inseln, endlich auf Charlotte Island beginnt der Jura mit dem tiefsten Niveau 
der Kellowaystufe, im Verlaufe desselben Zeitabschnittes und der darauf folgenden Oxfordstufe breitet sich 
das Meer in Russland und Sibirien weiter aus und die Ablagerungen der Oxfordstufe finden wir nun auch in 
Spitzbergen, Novaja Sendja und in den Black Hills von Dakotah. Um diese Zeit scheint das Meer annähernd 
seine grösste Ausbreitung auf der nördlichen Hemisphäre gefunden zu haben, und nur wenige Punkte lassen 
sich nennen, an welchen jüngere Schichten übergreifen; es ist das der Fall in Calabrien, bei Nizniow in 
Podolien und am Donetz, vielleicht auch in einem kleinen Theile des nördlichsten Karpathensaumes, in der 
Region der tithonischen Korallriffe von Stramberg, Inwald u. s. w., obwohl für diese letztere Gegend kein hin- 
reichender Beweis volle Sicherheit für die Annahme gibt. 

Ich habe soeben erwähnt, dass die Oxfordstufe das Maximum der Meeresausdehnung auf der nördlichen 
Hemisphäre bezeichnet, und wenn im Vorhergehenden von dem Contraste zwischen Lias und Malm die Rede 
war, so wurde dabei immer die Verbreitung des letzteren während dieses Maximums verstanden. Nach Über- 
schreitung desselben macht sich namentlich in Mitteleuropa eine Abnahme des Wasserstandes bemerkbar. 



128 ^f- Neumayr. 

Dieselbe gibt sich zunächst in dem massenbafteu Auftreten von Korallriffen und in der Absperrung der 
Meerescoiiimunicationen, welche ans der baltischen Region und von Galizieu aus nach Riissland führten, schon 
während der letzten Phase der Oxfordzeit geltend. Von da au nehmen Seichtwasserablagerungeu, Koralliiffe 
und Bildungen mit zahlreichen Muscheln und Schnecken, aber wenigen Cephalopoden melir und mehr über- 
hand, das Meer verlässt gewisse Regionen, es treten grosse brakische Binnengewässer auf, in welchen sich 
die Furbeckbildungen absetzen, und zum Schlüsse der Juraformation ist fast die ganze mitteleuropäische 
Region festes Land oder von Binnenseen bedeckt. 

In Mitteleuropa treten uns diese Erscheinungen in unzweideutiger Klarheit entgegen, uud auch in den • 
alpinen Regionen fehlt es nicht an Andeutungen für das Stattfinden eines ähnlichen Vorganges; ganz abgesehen 
von dem localen Eingreifen von Purbeckkalken in den Freiburger Alpen zeugt dafür namentlich die Aus- 
dehnung, welche in den höchsten Theilen des Jura, im Tithon die Korallenbildungen erreichen. Auch in 
(!utch in Indien scheint die oberste Zone des oberen Jura zu fehlen, das höchste marine Glied in dieser Gegend, 
die ()omia-Grui)pe, entspricht ungefähr den Portlandbildungen und darüber folgen Sandsteine mit Land- 
pflanzen lind Kohlen. Dagegen fehlt es vorläufig an bestimmten Anhaltspunkten für die Annahme, dass es sich 
in anderen Theilen der nördlichen Halbkugel ebenso verhalten habe. Wir müssen uns dabei sehr'hüten, aus den 
vorliegenden Daten nach der einen wie nach der anderen Richtung bestimmte Folgerungen abzuleiten. 
Allerdings sind an einer Reihe von Punkten des borealen Jura keine jüngeren Ablagerungen als Oxford- 
schichten bekannt, und die Verbreitung der Ammonitenfauua der Wolgastufe ist eine verhältnissmässig 
geringe und man könnte sich dadurch in der That zu der Annahme bestimmt fühlen, dass der Rückgang des 
Meeres zu Ende des Jura in der ganzen nördlichen Halbkugel ein allgemeiner gewesen sei. Allein dem stehen 
verschiedene sehr bedeutendeBedenken entgegen. In erster Linie haben wir nicht den mindesten Anhaltspunkt, 
um zu beurtheilen, ob in jenen verhältnissmässig wenig bekannten Regionen nicht noch Vieles zu finden ist, 
und ob bei dem Fehlen der höchsten Juraschichten die Wirkung der Denudation nicht eine ganz unverliältniss- 
mässig grosse Rolle spielt. Die Kriterien für die Feststellung des Rückzuges des Meeres, soweit sie sich auf 
das Fehlen höherer Schichten stützen, sind an sich in der Regel weit weniger sicher, als diejenigen, nach 
welchen man ein Übergreifen l)estiramt. Dazukommt aber noch ein zweiter Gesichtspunkt; wir beurtheilen 
die Borealfauna des obersten Jura nach der Entwicklung in der Moskauer Region, die doch nur ein süd- 
licher Ausläufer des nordischen Beckens ist. Es ist sehr wohl möglich, dass die Ammonitenfauna der Wolga- 
stufe sich grossentheils überhaupt nicht nach Norden erstreckt hat, und dass ammonitenarme Aucellen- 
gesteine hier den obersten Jura repräsentiren. 

Diese Gründe verbieten uns heute von einer Einengung des borealen Meeres gegen Ende des Jura zu 
sprechen, aber die Thatsachen gestntten ebensowenig einen entgegengesetzten Schluss, und wir müssen 
einräumen, dass unsere Kenntnisse viel zu gering sind, um darüber irgend eine bestimmte Ansicht auszusprechen. 
Wir können also auch nicht beurtheilen, ob die Einengung des Meeres, welche gegen Ende des Jura in Mittel- 
europa und einem Theile der alpinen Region nachgewiesen werden kann, eine locale Erscheinung ist 
oder nicht. 

Der Überblick üljer weitgreifende Änderungen in der Vertiieilung von Land und Meer kann unter 
Umständen Aufschluss über deren Ursache geben und dadurch für die Lösung von Fragen der dynamischen 
Geologie bedeutungsvoll werden. Es ist bekannt, dass die Verschiebungen von Land und Meer, welche sich 
fortwährend in der Erdgeschichte geltend machen, von verschiedenen Seiten verschiedenen Ursachen zuge- 
scin-ieben werden. Die Einen halten Veränderungen im Stande des Meeresspiegels für ausgeschlossen, sie 
betrachten die Oberfläche des Oceans als eine fix gegebene Gleichgewichtsfigur und schreiben alle Umge- 
staltungen den Bewegungen der festen Erdrinde und ganz vorwiegend den säcularen Hebungen und 
Senkungen zu. Andere dagegen betrachten die Vertheilung des Wassers als variabel und bestreiten wenigstens 
das Vorkommen von grossen continentalen Hebungen. Allein auch unter den Anhängern der letzteren Richtung 
machen sich verschiedene Meinungen geltend; entweder wird angenommen, dass das Wasser des Meeres sich 
abwechselnd auf der einen und dann wieder auf der anderen Halbkugel ansammle, oder es tritt die Ansicht 



Die geographische Verbre'dung der Juraformation. 129 

auf, dass das Wasser in alternirenden Perioden von deu Polen nacli dem Äquator und dann wieder vom 
Äquator nach den Polen abströme. Endlich können noch andere,, etwa mit einer Verscliiebung der Erdaxe 
zusammenhängende Veränderungen des Wassers angenommen werden. 

Wenn wir von diesem Standpunkte aus die Thatsacheu betrachten, so wird es gestattet sein, abzuwägen, 
für welche der verschiedenen Ausicliten dieselben sprechen. Wolil wäre es sehr voreilig, aus dieser einen 
Beobaehtungsreihe einen ganz bestimmten Schluss abzuleiten ; es wird nur möglich sein, zu sagen, für welche 
Auffiissung einseitig nach dieser Gruppe von Thatsachen die grösstc Wahrscheinlichkeit spricht; werden dann 
von verschiedenen Seiten zahlreiche ähnliche Beobachlungsreihen zusammengestellt und kritisch geprüft, so 
wird die Combination all' dieser Ergebnisse im Falle der Übereinstimmung unter einander mit einem ziemlich 
hohen Grade von Wahrscheinlichkeit zu urtheilen gestatten, und hiefür iVIaterlal beizubringen, ist vorläufig die 
Aufgabe, und nur von diesem Standpunkte aus wird das hier abgegebene Urtheil aufgelasst werden dürfen. 
Dasjenige Resultat, welches heule vollständig klar vor Augen liegt, die Zunahme der Wasserbedeckung 
auf der nördlichen Hemisphäre nach Ablauf der Liaszeit, spricht der Allgemeinheit der Erscheinung wegeu 
nicht für die Annahme von Continentalbewegungen. Eine Senkung aller Festländer dieser Region entspricht 
wenigstens all' denjenigen Vorstellungen, welche man sich von säcularen Ikwegungen der Erdkruste und 
ihren Ursachen macht, in keiner Weise. Mag man zur Erklärung der Senkungen die Bildung einer synclinalen 
Falte von sehr grosser Amplitude herbeiziehen oder die Ursache in der Zusammenziehung der l'^rde durch 
Kühlung suchen, niemals wird man auf diese Weise sich eine Bewegung entstanden denken können, welche 
sich in gleichem Sinne über eine ganze Halbkugel erstreckt. Eine solche Verschiebung spricht weit mehr dafür, 
dass Änderungen der Attractionsverhältuisse, im weitesten Sinne gesprochen, das flüssige Element des Wassers 
in seiner Gleichgewichtslage beeinflussen, nur so werden wir die Verbreitung der Erscheinung begreifen 
können. 

Seilen wir es also vom Standpunkte der Vertheilung der Jurasedimente auf der nördlichen Halbkugel als 
wahrscheinlicher an, dass d;is Wasser seinen Stand geändert habe, so entsteht die weitere Frage, welcher Art 
diese Bewegung war. In erster Linie spricht wieder die Allgemeinheit der Erscheinung dagegen, dass eine 
Verlegung der Erdaxe als Ursache betrachtet werde, denn unter dieser Voraussetzung müssten auf der allein 
bisher in Betracht gezogenen Nordhemisphäre manche Gebiete ein entschiedenes Ansteigen, andere ein ebenso 
deutliches Zurückgehen des Wasserspiegels erkennen lassen. 

Es bleiben noch die beiden übrigen, oben genannten Erklärungen, neben denen aber weitere Möglich- 
keiten in keiner Weise ausgeschlossen sind; wenn wir uitheileu wollen, ob das Wasser abwechselnd von 
den Polen zum Äquator und von da wieder zu den Polen strömt, oder ob alternirend die nördliche und südliche 
Hemisphäre die Hauptansammlung des Meerwassers aufzuweisen haben, so müssen wir vor Allem die Ver- 
breitung des Jura auf der südlichen Halbkugel ins Auge fassen, die bisher ganz ausserhall) der Betrachtung 
geblieben ist. 

Leider ist unser Wissen in dieser Richtung ein sehr beschränktes und gestattet kein sicheres Urtheil; in 
den südamerikanischen Anden und in Neuseeland ist mariner Lias vorhanden, ja in dem letzteren Gebiete 
scheint gerade dieser Abschnitt hocdimarin zu sein, während in den späteren Gliedern des Jura Sandsteine 
mit Landpflanzen und Kohlenflötzen überhand nehmen und mit marinen Schichten wechsellagern. Sehr 
unbestimmt ist, was wir ül)er Neu-Holland wissen: Unteroolitii ist dort sicher vorhanden, dagegen fehlt es au 
sicheren Beweisen für das Vorhandensein von höheren Juraschichten. Von Moore werden einige Fossilien des 
oberen Lias angelührt, doch stimmen deren Abbildungen durchaus nicht zu diesen ludentificatioueu; wir 
können demnach über die Verhältnisse in Neu-Holiaud gar nichts sagen. 

Etwas bestimmter lauten die Angaben für das südliche Afrika; als erwiesen kann vorausgesetzt werden, 
dass das Innere des Landes vom jurasischen und überhaupt vom mesozoischen Meere nie bedeckt wurde, 
Marinbildungcn sind nur von den äussersten Rändern bekannt; auch hier kennen wir nur eine einzige sichere 
Juralocalität, nämlicii Mombassa, wo eine Ammonitenfauna der Kimmeridgestufe auftritt; dazu kommen noch 
bei Mossambique und an der Algoabai Ablagerungen, welche der Grenzregiou zwischen Jura und Kreide 

Ut;ak£chrifiea der malhem.-ualurw . Gl. L. Bd. \1 



130 M. Neumar/r. 

angeliören, aber aller Wahrscheinlicbkeit nach zu den tiefsten Gliedein der letzteren Formation gerechnet 
werden müssen. Die Vorkommnisse auf Madagaskar sind viel zu wenig bekannt, um eine nähere Alters- 
bestimmung zu gestatten. 

Es sind hier nur wenige Daten gegeben, auf welche man irgend einen Sehluss bauen könnte. lu dem 
Fehlen des Lias und überhaupt der tieferen Juraglieder Hesse sich etwa ein Anklang an die Verhältnisse der 
Nordhemisphiire erkennen, aber dem steht die Thatsache gegenüber, dass die übergreifenden Glieder in 
Afrika nicht demjenigen Abschnitte angehören, welcher dort das Maximum der Meeresverbreitung bezeichnet 
nämlich der Oxfordstufe; sie sind jünger und theils zu einer Zeit abgelagert, in welcher das Meer im Norden 
schon im Kückzuge begriffen war, theils entsprechen sie geradezu (Mossambique, Algoabai) dem durch die 
Piirbeck- und Wealdeubildungen bezeichneten Minimum in Mitteleuropa. 

Die Daten sind daher durchaus unzureichend, um irgend ein bestimmtes Urtheil über die Wasser- 
bewegungen abzuleiten, welche während der Jurazeit auf der südliehen Halbkugel stattfanden, und es wird 
daher auch unmöglich, über den Character der Meeresschwaukuugeu jener Zeit überhaupt schlüssig zu werden. 
Wenn der madagassische und australische Jura einmal seiner Gliederung und Verbreitung nach näher bekannt 
sein wird, so werden wir vielleicht etwas klarer sehen, aber ein bestimmtes Urtheil wird erst möglich sein, 
wenn einmal über den geologischen Bau der den Südpol umgebenden Landmassen wenigstens einige Nacii- 
richten bekannt werden sollten, wozu allerdings vorläufig wenig Aussicht vorhanden zu sein scheint. 

Mit diesen Betraclituugen hängt eiue andere Frage innig zusammen; bei gleichbleibender absoluter Wasser- 
menge ist es wahrscheinlich, dass stets das Verhältniss zwischen festem Land und Meer ein annähernd 
gleiches bleiben, der Umfang der Continente ziemlich geringen Schwankungen unterworfen sein und Gewinn 
und Verlust an Land sich ungefähr ausgleichen werden. Wir sehen nun, dass auf der nördlichen Halb- 
kugel nach Sehluss der Liaszeit das Meer sich sehr stark ausbreitet, wir werden also daraus schliesseu müssen, 
dass in anderen Gebieten das Gegentheil eintrat und um dieselbe Zeit weite Strecken trocken gelegt wurden. 
Wo dieses aber der Fall war, ob in der tropischen, in der südlich gemässigten oder in der antarktischen 
Eegion, darüber sind wir vollständig unwissend, und höchstens die Verhältnisse auf Neu-Seeland lassen uns 
eine Möglichkeit in dieser Beziehung ahnen. 

Aus all' dem Gesagten geht hervor, dass bei dem Versuche, die ehemalige Verbreitung von Meer und Fest- 
land kartographisch darzustellen, niemals für die Gesammtzeit des Jura ein einheitliches Bild gegeben werden, 
sondern dass eine solche Karte nur einen bestimmten Zeitpunkt behandeln kann. Es ergibt sich aber 
auch ferner, dass für den Lias und wohl auch für den Dogger die Materialien für eiue solche C'ombination 
fehlen; es kann nur hervorgehoben werden, dass während des Lias auf der nördlichen Halbkugel eine ähnliche 
Anhäufung von Festland vorhanden war, wie wir sie heute sehen. 

Auf der beigegebenen Karte {1.) ist der Versuch gemacht, die Vertbeiluug von Land und Wasser ent- 
sprechend dem Maximum der Ausbreitung des Meeres zur Zeit des oberen Jura graphisch darzustellen. 
Natürlich sind die Grenzlinien in einem grossen Theile ihres Verlaufes ganz willkürlich gezogen, nur 
in den allergröbsten Umrissen mag sich das Bild den tbatsächlichen Verhältnissen nälieru. Als wichtige 
Charakterzüge treten uns entgegen zunächst die Gruppirung grosser Festlaudsmasseu in den tropischen 
Eegionen, während im Norden nur ein grosser Continent vorhanden ist; ein pacitisches Becken, welches 
von dem heutigen in seiner Form nicht sehr wesentlich abweicht, während der Atlantische Ocean noch 
nicht existirt; ein grosses Nordmeer umgibt den Pol, das im grösseren Theile seiner Breite von den 
südlicheren Meeren durch festes Land getrennt ist; endlich war vermutblich ein grosses, antarkisches Meer 
vorhanden. 

Wir wollen die einzelneu geographischen Objecte kurz besprechen; wir finden in erster Linie drei grosse 
Weltmeere. 

L Der arktische Ocean. Es wurde eingehend erörtert, dass Juraablagerungen von verwandtem 
Charakter sehr verbreitet im Norden auftreten; auf der Karte wurde ein olfeues Nordmaer verzeichnet, in das 



Die geographische Verhreitung der .hiraformation. 131 

nur Grönland als weit einspringender Ausläufer des nearktisclien Festlandes vortritt; diese Art der Darstellung 
soll niclit die Existenz vcin Inseln in dieser Eegion als unwabrsclieinlich bezeichnen, sie entspricht nur dem 
thatsächlichcn Verhältnisse, dass uns keine genügenden Anlialtspunkte vorliegen, nm die Existenz solcher 
bestimmt zu behaupten. Abgesehen von der Eegion des heutigen nördlichen Eismeeres, gehört zu diesem 
Ocean das Areal, welches heute den grössten Theil Sibiriens und das nordwestliche Amerika ausmacht. Drei 
grosse Bucliten, deren Umgrenzung später besprochen werden soll, erstrecken sich von dem offenen Nord- 
meere weit nach Süden, nämlich 1. das Moskauer Becken, 2. das Tarimbecken und die tibetanische Bucht, 
3. die Uintabucht. 

II. Der pacifische Ocean entspricht dem heutigen Becken des stillen Oceans, er ist jedoch vergrössert 
um das Areal der südamerikanischen Anden und der nordanierikanischen Westregion, während im Westen das 
heutige japanische und ostchinesisehe Meer, ferner das weite Gebiet der unten näher zu umschreibenden 
sinisch-australischen Eegion Festland war. Mit dem arktischen Ocean stand der pacifische, wie es scheint, in 
weit offener Vei'bindung. 

III. Der antarktische Ocean; seine Existenz wird durch das Auftreten übergreifender Partieen von 
marinem ,Juia imd Neocom im Capland und Neuliolland, sowie durch die Ähnlichkeiten in der Fauna der 
Ablagerungen in Südamerika, Südafrika und Südindien bezeugt, sonstige Anhaltspunkte über dessen Beschaffen- 
heit fehlen fast ganz, wir können nur aus der nahen Verwandtschaft mancher Bivalven im obersten Jura des 
südlichen Indien mit solchen derUitenhageschichten im Capland schliessen, dass eine Meeresbucht, die „indische 
Bucht" bis an die Ostküste der vorderindischen Halbinsel reichte, und da einige dieser Muscheln auch im Jura 
von Cutch wiederkehren, so geht daraus hervor, dass eine Meeresverbindung um die alte Masse des Dekan 
herum nach der Gegend der heutigen Indusmündungen reichte. 

Diese indische Bucht ist von grosser Bedeutung; sie zeigt uns die Anlage, aus welcher sich unser jetziger 
indischer Ocean entwickelt hat, indem durch das Untersinken der später zu erwähnenden indo-madagassischen 
Halbinsel, der vielbesprochenen „Lemuria", eine Vereinigung dieser Bucht mit dem äthiopischen Mittelmeere 
der Jurazeit stattfand. Die Feststellung des Zeitpunktes, wann dieses geschah, kann nicht in den Kreis unserer 
Betrachtungen fallen, für die Entscheidung dieser Frage sind vor Allem die Verhältnisse der lebenden und der 
tertiären Landfaunen massgebend. 

Diese drei grossen Oceane, welche hier besprochen wurden, umschliessen die Landmassen, welche zur 
Zeit des oberen Jura vorhanden waren; dieselben sind verhältnissmässig dicht zusammengedrängt. Zwischen 
den Continenten verläuft von West nach Ost ein grosses Mittelmeer, das im Osten bis an den sinisch-austra- 
lischen Continent reicht, an dessen Küste nach Süden umbiegt und durch eine schmale Wasserstrasse mit der 
indischen Bucht des antarktischen Meeres in Verbindung steht. Wir bezeichnen dieses Meer als: 

IV. Das centrale Mittelmeer. Dasselbe steht mit dem östlichen Theile des pacifischen Beckens in offener 
Verbindung, da aller Wahrscheinlichkeit nach Mexico, Centralamerika und der äusserste Nordrand von Süd- 
amerika, sowie die ganze westindische Area zur Jurazeit unter Wasser war. Von da zog sich das centrale 
Mittelmeer zwischen dem uearktischen und dem brasilianisch-äthiopischen Contineut nach Osten, wobei 
natürlich die Art und Weise der Begrenzung und die Breite des Meeres in keiner Weise genau festgestellt 
werden kann. Da auf dieser Strecke, welche heute einen Theil des atlantischen Oceans bildet, kein Anhalts- 
punkt zur Reconstruction der Küstenlinien vorliegt, so ist die Abgrenzung auf der Karte rein willkürlich, und 
ebensowenig können wir entscheiden, ob etwa Inseln in dieser Region vorhanden waren. 

In der weiteren Fortsetzung nach Osten, nach Europa und Nordafrika, treffen wir auf jenes grosse Becken, 
in welchem sich die Schichten des mitteleuropäischen und des alpinen Jura abgelagert haben; diese Area 
trägt eine Anzahl bedeutender Inseln, welche in den früheren Abschnitten besprochen worden sind. Von hier 
führten drei vermuthlich enge Wasserstassen nach dem arktischen Ocean, von denen die eine nördlich vom 
heutigen Schottland lag; wir bezeichnen sie als Shetlandsstrasse. Eine zweite Verbindung, die baltische 
Strasse, führte über Popiläni nach dem Moskauer Becken, und ebendahin öffnete sich die Strasse von 

17* 



132 M- l^evmayr. 

Lublin welche rlen poltiisclieii an fleii innerrussischeii Jura knüpfte. All' diese Communicationen scheinen 
aher nur während verhältnissmässif;- kurzer Zeit, während der Ablagerung der Kelloway- und des unteren 
Theiles der Oxfordstufe offen gewesen y,u sein, und sich dann wieder geschlossen zu haben. 

"Weiter nach Osten setzt sich ilas centrale Mittelmeer zwischen der arabischen WUstentafel im Süden und 
der turanischen Insel im Korden fori und erstreckte sich nach Indien, wo die Ablagerungen von Cutch und 
anderen Punkten nördlich vom Dekan mil ihrer der europ<äischeu so überaus ähnlichen Fauna die Spuren 
dieses Meeres erkennen lassen. Immer mehr verschmälert sich das Recken im Osten und steht endlich gegen 
Süden umbiegend durch die bengalische Strasse mit der indischen Bucht des antarktischen Oceans in 
Verbindung. 

Von diesem Meerestheile, der sich \ on Mitteleuropa nach Indien erstreckt, führen abemials zwei Commu- 
uicationen nach Norden ; die Existenz der einen haben wir oben aus den Arbeiten von Pawlow über den 
.Iura von Ssimbirsk kennen gelernt; diese Verbindung, die wir die Wol gastrasse nennen, war gross und breit, 
sie führte aus der kaukasischen Region nach dem russischen Becken und scheint die ganze Strecke zwischen 
der unteren Wolga und dem Uralfluss eingenommen zu haben. Die zweite Communication nach Norden muss 
aus der Gegend von Cutch nach dem Becken des tibetanischen Jura geführt haben, wir wollen sie als die 
I n d u s s t r a s s e bezeichnen. 

Wir haben gesehen, dass eine ganze Eeihe von Meerengen das centrale Mittelmeer mit dem arktischen 
Ocean verbinden, während ausser der bengalischeu Strasse im äussersten Osten keinerlei Verbindung mit dem 
Südmeere vorhanden zu sein scheint. Dafür zweigt .sieh eine mächtige Bucht, das „äthiopische Mittel- 
meer" nach Süden ab; die Existenz desselben wird gefolgert aus dem Auftreten von Ablagerungen des oberen 
Jura und der unteren Kreide bei Mombassa, Mossambique und auf Madagaskar, welche sich in ihrem Charakter, 
so weit wir denselben zu beurtheilen im Stande sind, nahe an die Vorkommnisse von Cutch in Indien und in 
der alpinen Eegion Europa's anschliessen, mit denjenigen des nahe gelegenen Caplandes dagegen uicht die 
mindeste Ähnlichkeit haben. Der Eingang dieses vermiithlich heissesten Meerestheiles der Jurazeit ist im 
Westen durch die arabische Wüstentafel begrenzt, in welcher überall Gesteine der oberen Kreide unmittelbar 
auf altem Gebirge zu ruhen scheinen; gegen Osten ist derselbe durch die alte Masse des Dekan und durch 
jene Landmasse abgeschlossen, welche Südafrika mit Indien verband, und welche wir als indisch-madagas- 
sische Halbinsel bezeichnen. Das Vorkommen der jurasischen Antalokalke in Abys.sinien weist auf die 
Existenz einer von dem äthiopischen Mittelmeere nach Norden einspringenden Bucht hin, die wir als die 
Antalobucht bezeichnen. 

Wir haben kurz die Meere der .Turazeit besprochen, in ähnlichen raschen Zügen mögen auch die Land- 
massen aufgezählt werden, deren Existenz wahrscheinlich gemacht werden konnte. 

L Der afrikanisch-brasilianische Contineul. Ganz Südamerika, mit Ausnahme des äussersten 
Westens und Südens, war zur Jurazeit festes Land, und dasselbe gilt \ on Afrika mit Ausnahme der im Nord- 
westen gelegenen Kettengebirge und beschränkter Partien an seinem östlichen und südlichen Rande. Dass 
eine Verl)indnng dieser beiden Continente quer über die Breite des jetzigen südatlantischen Oceans vorhanden 
war, wurde oben aus einer Reihe von Gründen als wahrscheinlich bezeichnet; es sprechen dafür das Fehlen 
aller jurassischen Sedimente an der OstkUste Südamerika's und an der Westküste Afrika's südlich vom Grünen 
Vorgebirge, das Vorkommen alter Gesteine auf den Cap Verden, das Auftreten des aus Serpentin bestehenden 
Felsens von St. Paul, endlich eine Reihe zoogeographischer Gründe, wie die vollständige Verschiedenheit der 
Uitenhagefauua in Südafrika von den europäischen Faunen und das Vorkommen einer grösseren Anzahl 
europäischer Muscheln im westliehen Südamerika. Wir haben liier den grössten Continent der Jurazeit vor uns, 
an dessen südöstliches Ende sich als eine mächtige Halbinsel eine Landmasse anschliesst, welche Südafrika 
und Madagaskar mit der vorderindischen Masse verbindet. Diese „indisch-madagassische Halbinsel", 
für deren Annahme alle Gründe hier zu wiederholen überflüssig ist, wird im Westen durch das äthiopische 
Binnenmeer, im Osten durch den indischen Golf begrenzt, während sie imNorden das centrale Mittelmeer berührt. 



Die geographische Verbreifmig der Juraformation. 133 

II. Der siniscb-australische Continent. Diese zweite grosse Laudmasse umfasst den grossen süd 
östlichen Tlieil von Asien, in welchem der Jura fehlt oder durch Binneuablagerungeu mit Kohlenflötzen nnd 
Landpflanzen vertreten ist, ferner die ganze nialayisch-papuanische Inselregion, Neuhollaud mit Ausnahme seines 
südwestlichen Theiles, Tasmanien, einen Tlieil von Neuseeland, die von hier gegen Ncu-Guinea streichende 
Inselkette und die dazwischen liegenden Meere. Im nordwestlichen Theile springt demTarimbecken entsprechend 
eine Bucht in dieses Festland ein, welche im Norden von der Halbinsel des östlichen Thianscban, im Süden 
durch die Kwenlünhalbinsel begrenzt ist. Südlich von letzterer springt das himalaviscbe oder tibetanische 
Becken als eine zweite Bucht ein und wird gegen Süden nur durch eine schmale Halbinsel, welche der südlichen 
Kette des Himalaja entspricht, von der „bengalischen Strasse" getrennt. An dieser Stelle nähert sich 
Sino-Australien sehr der indomadagassischen Halbinsel, während es weiter nördlich an zwei Stellen, im 
Thianscban und am Karakorum, sehr nahe an die turanische Insel herantritt. Der Continent ist nach 
Norden vom arktischen Meere, nach Osten vom pacitischen, nach Süden vom antarktischen Ocean begrenzt, 
während er im Westen an die indische Bucht, die bengalische Strasse und an die tibetanische Bucht grenzt. 

III. Der nearktische Continent, im Süden vom centralen Mittelmeer, im Westen vom pacitischen, im 
Norden nnd Osten vom arktischen Ocean umschlossen, stellt die einzige, ganz dem gemässigten und kalten 
Theile der nördlichen Hemisphäre angebörige grosse Landmasse dar; seine Grenzen im hohen Norden sind 
durchaus problematisch. Die weiten Strecken Nordamerika's, denen der marine Jura fehlt, gehören hierher, 
ferner der östliche Theil des amerikanischen Polararchipels, sowie Grönland mit Ausnahme des nördlichen 
Theiles seiner Ostküste. Nach der Verbreitung und den Beziehungen der borealen Jurafauna muss sich dieser 
Continent bis in die Gegend der Shetlandsstrasse nach Osten ausgebreitet haben. Im westlichen Theile des 
Festlandes bezeichnen der typiscb-boreale Jura der Black Hills von Dakotah, ferner die Juravorkommnisse in 
den Eocky Mountains, im Uinta- und Wahsatch-Gebirge und bis zum Coloradocafion hinab, eine tief nach Süden 
einspringende Bucht, welche gegen Westen durch die „Utah-Halbinsel" abgegrenzt ist. 

IV. Die skandinavische Insel. Durch die Shetlandsstrasse vom nearktischen Festlande getrennt, 
tiuden wir eine gewaltige continentale Insel, welche Schweden (ausser Schonen), Norwegen, die Lofoten, 
Lappmarken, die Halbinsel Kola, Finnmarken, Finnland und einen Theil der baltischen Länder Kusslands 
umfasst. 

V. Der europäische Archipel. An der Stelle des heutigen Europa befand sich im centralen Mittel- 
raeer ein Anzahl bedeutender Inseln, deren Lage eingehend besprochen wurde; ich begnüge mich daher hier 
mit der Aufzählung derselben: 

1. Irland. 

2. Grampian-Insel in den schottischen Hochlanden. 
.S. Penin-Insel im nördlichen England. 

4. Wales-Insel. 

5. Armoriscbe Insel (Nordwestfrankreich und Cornwallis). 

6. Ardennen-Insel. 

7. Iberische Insel (Spanische Meseta). 

8. Corsische Insel. 

9. Böhmische InseL 

10. Croatische Insel. 

11. Thracische Insel. 

12. Westrussische Insel. 

13. Südrussische Insel. 

Die beiden zuletzt genannten nehmen ebenso wie die skandinavische Insel an der Abgrenzung des 
centralen Mittelmeeres gegen die Moskauer Bucht Theil. 



134 M. Neumayr. 

VI. Die Turanische Insel. Die eigeuthUmlichen zoogeograpliischen Verbältnisse zwischen der 
borealen, der tibetanischen und der mitteleuropäischen Jurafauna sowie die Verbreitung von Jurakohlen und 
Landptlanzen haben zur Annahme einer Insel geführt, welche sich vom Ural und den Mugodjaren bis zum nord- 
westlichen Indien erstreckt; der westliche Thianschan schlies.st sich als eine gegen Osten gerichtete Halbinsel 
an. Mit den Ausläufern des sino-australischen C'ontiuentes zusammen umschliesst sie das Tarim-Becken und 
die tibetanische Bucht. 

VII. Die Uralische Insel. Auf den aufgerichteten Ablagerungen des südlichen Ural liegt Jura in 
tibergreifender Lagerung, dagegen ist aus dem nördlichen Theile des Gebirges nichts derartiges bekannt, und 
der letztere Abschnitt daher als Insel eingezeichnet, obwolil deren Berechtigung zweifelhaft ist. 

Die kurze Übersicht, welche hier gegeben wurde, zeigt uns die Gestaltung der Erdoberfläche zur Jurazeit, 
wie sie nach dem heutigen Stande unserer Keiintniss wahrscheinlich ist. Es braucht wohl kaum hervorgehoben 
zu werden, wie wenig genau in den Einzclnheiten die Ergebnisse sind, ja dass sie in dieser Beziehung falsch 
sein müssen. Die damaligen Continente zeigten sicher keine so plimipen Massen, wie sie auf der Karte 
gezeichnet sind, sondern sie halten reichere Gliederung aufzuweisen; die Menge der Inseln war gewiss nicht 
auf 15 beschränkt, sondern sie zählte wie heute nach Tausenden; selbst in wichtigeren Punkten werden 
vielleicht noch erhebliche Änderungen nothwendig werden. Allein das darf uns nicht hindern, in einer 
Zusammenfassung die jetzige Stufe der Eikenntniss anschaulich zu machen; es tritt dadurch weit klarer 
hervor, wo die emptindlichsten Lücken unserer Kenntnisse liegen, und wie weit wir überhaupt vor- 
geschritten sind. 

Übrigens geben uns selbst die in mancher Beziehung noch unbestimmten Resultate, die hier erzielt 
wurden, die Möglichkeit au die Hand, über gewisse Probleme ein präciseres Urtheil zu fällen, als das bisher 
der Fall war. So verhält es sich z. B. mit der Frage nach der Beständigkeit der Festländer und Meeresbecken, 
in welcher sich verschiedene Ansichten schroff entgegenstehen. Früher wurde ziemlicii allgemein eine sehr 
grosse Veränderlichkeit in dieser Beziehung angenommen und von manchen Forschern, namentlich von solchen, 
die der Geologie etwas fernerstehen, von dem Untersinken und Auftauchen von Festländern der übertriebenste 
Gebrauch gemacht. Im Gegensatze dazu hat sich eine andere Auffassung geltend gemacht, welche nur ganz 
geringe Änderungen in dieser Richtung zugesteht, und namentlich annimmt, dass die „Sockel" der Festländer 
und die grossen Meeresbecken seit den ältesten Zeiten keine wesentlichen Veränderungen erlitten haben. Diese 
Ansicht hat namentlich in neuerer Zeit und speciell unter den englischen Gelehrten sehr an Boden gewonnen, 
seitdem man durch die Tiefseeuntersuchungen des „Challenger" die Natur der Sedimente in den grössten 
Meerestiefen und namentlich den „rothen Thon" der Regionen unter 2000 Faden kennen gelernt hat. In der 
That lässt sich dem Argumente, dass man aus älteren Ablagerungen kein Gestein von der Beschaffenheit 
des rothen und braunen Tiefseethones kennt, eine grosse Bedeutung niclit absprechen. 

Allerdings tritt hier zunächst die Frage auf, ob denn die letztere Angabe wirklich richtig ist, und ich 
glaube sagen zu müssen, dass die Nachweise in dieser Richtung viel zu wünschen übrig lassen. Schon mehr- 
fach ist darauf aufmerksam gemacht worden, dass die cambrischen Trilobitenschichten mit ihrem überaus 
feinkörnigen, braunen Thongestein, ihren blinden Trilobiten und dem fast vollständigen Mangel an kalkigen 
Organismen allen Anforderungen entsprechen, die man an ein Sediment der grössten Tiefen stellen kann. ' 



1 Vergl. z.B. Mojsisovics, Dolomitriffe Südtirols. — Man hat gegen diese Auffassung angeführt, dass bei weitem 
nicht alle cambrischen Trilobiten angenlos sind, und dass eine grosse Zahl derselben Augen von mittlerer Grösse besitzt. 
Allein bei all' diesen Formen hat man zwar den Sockel der Augen gefunden, nicht aber die Linsen nachweisen können^ 
wie das sonst bei Trilobiten der Fall zu sein pflegt. Es soll das von der der Erhaltung feinerer Details ungünstigen Beschaf- 
fenheit der cambrischen Sedimente herrühren; allein ganz abgesehen davon, dass man nicht einsieht, warum gerade die 
cambrischen Gesteine dazu nicht befähigt sein sollen, während es bei den siliirischcn der F;ill ist, genügt der einfache 
Hinweis auf die wunderbare Erhaltung der zartesten Einzelheiten bei den frühesten Jugendstadien von Sao u. s, w. , um 
diesen Einwurf sofort als absolut unhaltbar zu erkennen. Die Paradoxiden und ihre Begleiter liaben eben überhaupt keine 



Die geographische Ve^-hreitung der Juraformation. 135 

Abgesehen davon, kommen aber auch in jüngeren Formationen Sedimente vor, welche mit vieler Wahrschein- 
licheit als Absätze aus sehr grossen Tiefen betraclitct werden können. Dass man sie nicht als solche erkannt 
hat, rührt wohl daher, dass man nicht am richtigen Orte gesucht oder sich eine ungenaue Vorstellung von der 
Form gemacht bat, in welcher solche Gebilde auftreten müssen. Die auffallendste Eigenthümlichkeit der 
rothen Tielseetbone ist die ausserordentliche Langsamkeit, mit welcher sie sich absetzen; die Menge des 
Sedimentes ist eine so verschwindend kleine, dass bekanntlich tertiäre Haifisch/.ähne noch jetzt ganz 
oberflächlich in deren alleroberster Lage sich finden und mit dem Schleppnetz heraufgebracht werden. 
Wir werden also in der Regel sehr wenig mächtige Absätze zu erwarten haben. Denken wir uns nun, dass 
ein Meeresboden mit rothem Thon sehr langsam gehoben wird, oder dass der Wasserspiegel über demselben 
sinkt, so werden sich mächtige IMassen lichter Kalke als Sedimente etwas geringerer Tiefen darüber ablagern. 
Finden dagegen mehrfache Oscillationeu statt, so werden einzelne sehr dünne Lagen von rothem Thon 
zwischen mächtigeren Kalken eingebettet liegen. 

Wollen wir also Tiefseethone finden, so müssen wir an der Basis mächtiger weisser Kalkmassen oder 
zwischen diesen eingeschaltet nach dünnen Bändern von rothem Schieferthon suchen; auf solche Vorkomm- 
nisse ist aber bis jetzt die Aufmerksamkeit wenig gerichtet gewesen, und sie werden auch an sich schwer zu 
finden sein, da die kleinen, wenig widerstandsiähigen Schieferlagen in der Kegel von Kalktrümmern verstürzt 
sein werden. Immerhin kommen solche Bildungen vor; im südlichen karpathischen Kiippenzug zwischen 
Eperies in Ungarn und Neumarkt in Galizien treten in grosser Verbreitung und Mächtigkeit graulich-weisse 
Aptychenkalke des oberen Jura auf, welche allgemein aus Gründen, die ich hier nicht wiederholen will, als 
Ablagerungen aus bedeutender Tiefe betrachtet werden. An einigen Punkten liegt nun in diesem Kalke eine 
dünne Einlagerung von rothem Schieferthon, welche den Anforderungen, wie sie hier genannt wurden, voll- 
ständig entspricht. 1 Bezeichnender Weise kommen vielfach auch bedeutende Ablagerungen von reinem Horn- 
stein von nicht unansehnlicher Mächtigkeit mit den Aptychenkalken vergesellschaftet vor, welche mit den 
Radiolarien- und Diatomeensedimenten der Tiefsee parallelisirt werden können. 

Andere Gesteine, welche hier in Betracht kommen müsseu, sind die rothen Cephalopodenkalke, welche 
vom unteren Silur bis zum oberen Jura verbreitet vorkommen und namentlich in der Trias und dem Jura der 
alpinen Region eine grosse Rolle spielen. Die mächtigen weissen Alpenkalke scheinen alle einen ausser- 
ordentlich geringen Gehalt eines sehr eisenreichen Silicates zu enthalten, der bei der Behandlung mit Säure 
zurückbleibt, ebenso wie das z. B. bei dem recenten (llobigerinenschlamm der Fall ist. In den rothen Cephalo- 
podeiikalken ist dieser rothe Bestandtheil zwar noch iu geringer Menge, aber doch sehr viel reichlicher als in 
den weissen Kalken vorhanden, und bei manchen Vorkommnissen bildet derselbe auf den Schiehtflächen sehr 
dünne, fast metallalisch glänzende Belege. Wir haben es hier uffenbai- mit Gesteinen zu thun, welche 
ungefähr auf der Grenze zwischen der Region des weissen und des rothen Tiefseesedimentes abgelagert 
wurden, und bei welchen ein Theil des Kalkes aufgelöst wurde. Wahrscheinlich bezeichnen die mit rothen 
Thoiibelegen verseheneu Schiehtflächen Zeiteu höheren Wasserstandes, während deren aller Kalk gelöst 
wurde. 

Es ist von grosser Wichtigkeit, dass wir nirgends horizontal gelagerte rothe Ammonitenkalke meso- 
zoischen Alters finden; sie kommen nur in gefaltetem und aufgerichtetem Gebirge vor, während z. B. die 
rothen ürthocercnkalke des Untersilur bekanntlich vielfach horizontal gelagert auftreten. Man kann daraus 
folgern, dass seit der Triaszeit zwar durch Gebirgsbilduug und Aufrichtung hinreichende Ortsveränderungen 
vor sich gegangen sind, um Sedimente aus einer Tiefe von etwa 2000 Faden unter dem Meeresspiegel an die 
Oberfläche zu bringen, dass aber diejenigen Verschiebungen, welche nicht mit Störungen der horizontalen 
Lagerung verbunden sind, seien es nun säculare Hebungen des Meeresbodens oder Senkungen des Meeres- 



Linsen gehabt, es siud Formen, bei weleben die Augen nulimentäi' geworden, ilire Träger aber erhalten sind, wie das auch 
bei gewissen lebenden Tiefseekrebseu der Fall ist. 

1 Neumayr, der penninische Kiippenzug. Jahrbuch der geologischen Reichsanstalt. 1871. Bd. 21. S. 480. 



136 M. Neumayr. 

Spiegels, hiezu nicht ausreichten. Dagegen sind seit dem Silur so bedeutende Veränderungen vor sich 
gegangen, wie die söhligen Orthocerenkalke beweisen. 

Diesen Verhältnissen gegenüber verschwindet die Bedeutung der jede weitere Prüfung abschneidenden 
Behauptung, dass bedeutende Veränderungen der grossen Meeresbecken und der Festlandssoekel überhaupt 
nie stattgefunden haben. Statt einer dogmatisirenden Auffassung kann die unbefangene Prüfung der Tbat- 
sachen wieder in ihre Rechte eintreten, und entscheidendes Gewicht muss hiebei in erster Linie den Untev- 
suchungen über die Verbreitung der alten Ablagerungen und über den Charakter ihrer Floren, Faunen und 
Gesteine ziüconimen. Die vorliegende Arbeit, welche für den Jura diese Verhältnis.se klarzustellen sucht, steht 
allerdings heute noch isolirt da, allein die Literatur enthält die nöthigen Anhaltspunkte, um für eine Anzahl 
von Perioden zwischen Ende der Juraformation und der Jetztzeit ähnliche Resultate zu erzielen, vielleicht 
für das Neocom, jedenfalls für die obere Kreide, das Eocän, Oligocän, Miocän und Pliocän. Die Aufgabe, diese 
Untersuchungen durchzuführen, ist eine sehr mühevolle, aber wenn sie gelöst ist, so wird uns der Vergleich 
einer Anzahl derartiger Karten, welche die Vertheilung von Land und Wasser in aufeinanderfolgenden 
Formationen darstellen, mehr als irgend etwas das Verständniss der grossen Verschiebungen fördern, welche 
Land und Meer im Verlaufe der geologischen Formationen erlitten haben. 

Allein schon heute gestattet die allerdings noch isolirte und in vielen Punkten unsichere Darstellung der 
Verhältnisse zur Zeit des oberen Jura manche Folgerung; wenn wir die Gruppiriing von Land und Meer ins 
Auge fassen, so finden wir, dass dieselbe weder den Ansichten derjenigen entspricht, welche oft wiederholte, 
sehr intensive Veränderungen voraussetzen, dass sie aber ebensowenig der Annahme der Beständigkeit der 
Festlandmassen und der grossen Meeresbecken günstig ist. 

Was die Meeresbecken anlangt, so finden wir, dass drei derselben, das pacifische, das arktische und das 
antarktische, in ihren grossen Hauptumrissen schon existirten, wenn auch in diesen Regionen bedeutende 
Veränderungen vor sich gegangen sind. Der pacifische Oceau erhielt seit jener Zeit im Westen erheblichen 
Zuwachs durch Versenkung ansehnlicher Landmassen an der asiatischen Ostküste, in der malayischen, 
papuanischen und australischen Region, während er im Osten durch die Aufrichtung der amerikanischen 
Cordilleren zurückgedrängt worden ist. Im Ganzen kann man sagen, dass der pacifische Ocean seit der Jura- 
zeit etwas von Osten nach Westen verschoben worden ist. 

Für die nähere Beurtlieilung des antarktischen Oceans fehlen die nöthigen Anhaltspunkte, dagegen finden 
wir, dass das arktische Meer seit der Jurazeit ausserordentlich stark eingeengt worden ist; das Moskauer 
Becken, ganz Nordasien und das nordwestliche Amerika sind seither festes Land geworden. Wir haben hier 
eine extensiv ausserordentlich bedeutende Veränderung, einen enormen Landgewinn, die Niveauversehiebungeu 
aber, welche dabei stattgefunden haben, scheinen keine sehr bedeutenden, die Bewegung keine intensive 
gewesen zu sein. Das genannte Gebiet, welches jetzt trocken liegt, scheint schon zur Liaszeit festes Land 
gewesen zu sein, und alle jurasischen Ablagerungen dieser Region, die wir kennen, tragen das Gepräge von 
Bildungen des seichten Wassers an sich. Wir finden fast ausschliesslich mechanische Sedimente, Sandsteine 
und Thone und nur sehr wenige Kalke, und fast überall treten Bivalven und Gastropoden in grosser Zahl 
auf, während Brachiopoden, Criuoiden und Kieselschwämme eine sehr geringe Rolle spielen. Wir dürfen 
also nicht etwa annehmen, dass sich hier seit der Jurazeit ein neuer Continentalsoekel aus grosser Meerestiefe 
beraufgebaut habe, sondern wir haben es nur mit der zeitweiligen Überflutung einer schon vorhandenen 
Masse durch eine seichte Wasserfläche, mit einer nicht sehr bedeutenden Oscillation zu thun. Auch heute 
würde ein verhältnissmässig sehr geringes Sinken des Landes oder ein entsprechendes Austeigen des Meeres- 
spiegels hinreichen, um sehr viele Gebiete von Russland und Sibirien unterzutauchen. 

Ganz anders verhält es sich in Westeuropa; hier war schon zur Liaszeit Meer, und wir haben für viele 
Bezirke auch sehr bestimmte Anzeichen, dass dasselbe bedeutende Tiefe besessen habe. Wir müssen hier 
zwischen den Ablagerungen der mitteleuropäischen und jenen der alpinen Provinz unterscheiden, von denen 
die ersteren der grossen Mehrzahl nach ganz oder nahezu horizontal gelagert, die letzteren dagegen durch- 
gängig aufgerichtet und gefaltet erscheinen. In der mitteleuropäischen Provinz sehen wir in einer Reihe von 



Die geographische Verbreitung der ,hiraformation. 137 

Sedimenteu, namentlich in den an Amuioniten und Kieselschwänimeu reiclieu Kalken de« ol)eien Jura, wie 
früher erwähnt, Gebilde, welche fern von der Küste in bedeutender, aber nicht in sehr grosser Tiefe abgelagert 
worden sind; diese mnss zwischen 500 und 2000 Faden betragen liaben. Da solche Gesteine heute in einer 
Höhe von mehr als 2000' über dem Meere in horizontalen Schichten liegen, so sehen wir, dass hier eine, zwar 
dem Umfange nach im Vergleich zu den arktischen Verhältnissen ziemlich geringe, aber sehr viel intensivere 
Veränderung Platz gegrifteu hat. Noch bedeutender werden diese in der alpinen Provinz, wo Ablagerungen, 
die aller Wahrscheinlichkeit nacli in einer Meerestiefe von mehr als 2000 Faden gebildet sind, in hohen 
Gebirgen aufragen. Wir haben es hier mit einer Folge von Gebirgsaufstauung zu thun, durch welche Sedi- 
mente grosser Tiefen eniporgefaltet wurden. In beiden Fällen, in Mitteleuropa wie in den Alpen, sehen wir 
also, dass an Stelle tiefen Meeres sich Festländer sammt ihren Sockeln erheben, und wir haben es hier ebenso 
wie im westlichen Amerika mit einem Landgewinne zu thun, der mit der Annahme der Constanz der Meeres- 
becken in Widerspruch steht. 

Ebenso stehen schon die Einbrüche im westlichen Theile des pacitischen Beckens, die Bildung des 
Beckens zwischen Neu-Holland, Neu-Seeland und der Linie Fidschi- Neu-Guinea, ferner des japanischen, des 
ost- und sudchinesischen Meeres u. s. w. im Widerspruche mit der vorausgesetzten Beständigkeit der Fest- 
länder; noch mehr aber gilt das bezüglich der Erscheinungen im lieutigen indischen und atlantischen Ocean. 
Von der grossen indisch-madagassischen Halbinsel sind nur das Dekan und Madagascar stehen geblieben, die 
Continentalbrücke zwischen Afrika und Südamerika und die von Nordmerika bis Sehottland reichende 
Landmasse sind verschwunden und an ihrer Stelle liegt heute tiefe See. Der atlantische und der indische 
Ocean sind verhältnissmässig junge Bildungen im Vergleiche mit der Hauptmasse des stillen Oceans, des 
nördlichen und südlichen Eismeeres. 

Diese Folgerungen aus der Verbreitung der Jurabildungen müssen bei der Entscheidung der Frage nach 
dem Umfange der Veränderungen, welche Festländer und Meeresbeckeu im Verlaufe der Erdgeschichte 
erleiden, schwer ins Gewicht fallen. Zu voller Sicherheit wird es allerdings nothwendig sein, die Vertheüuug 
anderer Formationen in ähnlicher Weise zu studiren. 

Die Fi-age nach der Natur der Vorgänge, welche solche Umgestaltungen her vorbringen, mag hier 
unerörtert bleiben; dagegen stehen andere wichtige Probleme mit Verhältnissen, wie wir sie hier kennen 
gelernt haben, in einer Beziehung, welche wir besprechen müssen, wenn auch eine Lösung der Frageu heute 
noch nicht möglich ist. 

Von einer Reihe von Forschern, in erster Linie von Lyell,' ist der Vertheilung von Wasser und Land ein 
massgebender, ja ein ausschliesslich bestimmender Einfluss auf die Veränderung des Klima's der Erde 
zugeschrieben worden. Eine Concentration der Continente in der tropischen Region soll sehr warme, eine 
Gruppirung derselben um die Pole sehr kalte Temperatur bedingen. Wir sehen gerade während der Jurazeit 
sehr beträchtliche Veränderungen dieser Art vor sich gehen, indem die mehrfach besprochene Transgression 
des Malm in der nordischen Region platzgreift. Von einem Einfluss dieser tiefgreifenden Umgestaltung ist 
aber nichts zu bemerken, ja wie an einer anderen Stelle gezeigt wurde,''' bleibt die von klimatischen Verhält- 
nissen abhängige Verbreitung der Gattungen Fhi/Ihceras, Lijtoceras und vieler anderer im oberen Jura die- 
selbe, wie sie im Lias war. 

Eine zweite Frage von grosser Bedeutung ist die, ob und in welcher Weise ein Einfluss der damaligen Ver- 
theilung von Wasser und Land auf die heutige Verbreitung der Landorganismen bemerkbar ist. Wir sehen, 
dass zur Zeit des oberen Jura wenigstens bis zu einem gewissen Grade eine Abweichung von der jetzt und in 
einer Reihe früherer Perioden giltigen Regel einer grossen Anhäufung von Land in der nördlichen Hemisphäre 
stattfand; es handelt sich aber hier um eine verhältnissmässig kurze Episode, denn während der Ablagerung 



1 Vergl. z. B. Lyell, principles of geology. 12. od. Vol. I. S. -iTO. 

2 Neumayr, klimatische Zoueu I.e. 

Denkschriftuu der mathem .-naturw. Cl. L. BJ . 



IS 



138 M. Ne.umaijr. 

des Lias und des mittleren Jura herrschte in dieser Beziehung ein ähnliches Verhältniss wie heute, und in der 
Kreidezeit kehrte dasselbe wieder zurück. 

Dagegen sehen wir in anderer Beziehung eine Gruppirung von grosser Wichtigkeit; SUd-Amerika und 
Afrika hingen zur Jurazeit zusammen, und im Osten näherte sich diesem Festlande der sinisch-australische 
Continent so sehr, dass die dazwischen liegende Meeresstrasse kein erhebliches Hinderniss für die Verbreitung 
der Landorganismen bilden konnte. Wir sehen nun in dieser Anordnung thatsächlich einen Süd- oder richtiger 
Äquatorialcoutiuent, wie ihn zahlreicheThiergeographen auf Grund der jetzigen Verbreitung vieler Organismen 
construirt haben, dessen Existenz aber allerdings von Anderen und namentlich von Wallaee in der 
entschiedensten Weise bestritten wird. So entsprechen jene zwei Continente der Jurazeit zusammen annähernd 
dem jetzigen Verbreitungsgebiete der Ratiteu, ja der Umstand, dass der Strauss der südamerikanischen Rhea 
näher stellt, als den australischen und malayischen Casuaren und Dvomaeen, könnte mit der geschilderten 
Gruppirung der Festländer sehr gut in Einklang gebracht werden. Ferner entspricht der brasilianisch-äthio- 
pische Continent annähernd dem Verbreitungsgebiete der Edentaten; die Bedeutung des Vorkommens der 
Lemuren, von Manis, der anthropoiden Affen ist schon mehrfach hervorgehoben worden, und würde mit diesen 
Vorstellungen gut übereinstimmen, und selbst die so überaus räthselhafte Verwandtschaft mancher west- 
indischer Formen mit solchen Madagascars würde sich auf diese Weise sehr einfach erklären. 

So verlockend aber eine derartige Auflassung auch sein mag, so müssen wir uns doch daran erinnern, 
dass wenigstens für die Mehrzahl der Formen mit getrennten Verbreitungsgebieten in den äquatorialen und 
südlich gemässigten Gebieten, die von Wallaee versuchte Erklärungeines Ausstrahlens aus einem ursprüng- 
lichen gemeinsamen Verbreitungsgebiete im Norden vollständig genügt, ja sogar besser passt, als die 
Annahme, dass der Südcontinent die ursprüngliche Stammlieimat gewesen sei. Das gilt z. B. ganz entschieden 
von Elephanten, Ehinoceroten, Tapir, Löwen u. s. w. Allerdings lässt anderseits die ausserordentliche 
Seltenheit von Edentateu und Ratiten im Norden gerade für diese sehr merkwürdigen Fälle eine Herkunft 
von hier als weniger plausibel erscheinen. 

Auch hier ist eine Entscheidung noch nicht möglich; dass eine wenig unterbrochene Continentalmasse von 
Südamerika über Afiika und Lidien bis Australien und Neu-Seeland zur Jurazeit existirte, darf als im höchsten 
Grade wahrscheinlich bezeichnet werden; oli aber die jetzige Verbreitung der Edentaten und Ratiten und eine 
Anzahl ähnlicher Erscheinungen durch das Vorhandensein jenes Festlandes bedingt und erklärt wird, ob 
dieses sich lange genug erhalten hat, um eine derartige Wirkung ausüben zu können, das wird sich erst 
entscheiden lassen, wenn auch die Verbreitung der Kreide- und Tertiärablageruagen in ähnlicher Weise 
untersucht und die Vertheilung von Land und Wasser während dieser Abschnitte wenigstens annähernd 
festgestellt sein wird. 



XII. Paläontologiscker Anhang und Nachtrag'. 

Anhang I zu S. 109 PerifipJuiictes Kohelti n. f. aus Tunis. (Taf. I, Fig. 1.) 

Es wurde ein juras.sischer Ammonit aus rothem Kalk vom Djebel Zaghuan bei Tunis erwähnt, welclier 
von Kobelt gesammelt worden ist. Ich beschreibe das Exemplar, das mir vom Finder freundlichst mit- 
getheilt wurde, als Perisphindes Kohelti u. f. — Gehäuse sehr flach scheibenförmig, sehr weitnablig , aus zahl- 
reichen (etwa 6—7) langsam anwachsenden, niedrigen einander nur berührenden Windungen bestehend, 
welche innen gerundet, aussen etwas abgeflacht, gerundet viereckig sind. Die Umgänge tragen zahlreiche 
scharfe, bindtadenförmigc Planulateurippen, deren auf der let/.ten erhaltenenWiudung etwa 60 stehen, und 
von denen die Mehrzahl kurz vor der Marginalkante einfach gespalten sind, während eine geringere Z;ihl 
ungespalten bleibt. Die Rippen gehen ununterbrochen über die etwas abgeflachte Externseite weg. Ausserdem 
sind sehr kräftige tiefe Einschnürungen in geringer Zahl, 1—2 auf jeder Windung, vorhanden. Lobenlinie 
nicht deutlicii sichtbar. 



Die geographische Verbreitung der Juraformation. 139 

Perisphindes KoheUt, welcher auf den ersten Blick autleren Angehörigen der Gattung ähnelt, lässt sich 
bei einiger Aufmerksamkeit sehr leicht unterscheiden, der weite Nabel, die sehr langsam anwachsenden, 
fast gar nicht umfassenden Windungen, die sehr tiefen Eiuschnürnngeu und die verhältnissmässig zahlreichen 
ungespaltenen Rippen verleihen der Art einen eigeuthlimlichen Habitus, der an Simoceras-Aüen, wie Sim. 
Douhlieri Orb. erinnert, doch fehlt die für die letztere Gattung charakteristische Externfurche. Unter den 
Perisphincteu stehen Per. colubrinus und Verwandte am nächsten. Das Niveau, welchem Per. Kohelti angehört, 
ist nicht direct bekannt, doch kann nach der Form kein Zweifel herrschen, dass er der Oberregion des oberen 
Jura angehöre. 

Das Gestein, welches den Ammouiten umschliesst, ist ein rother Kalk, welcher sich von gewissen Diphyen- 
kalken der Südalpen in keiner Weise unterscheidet; das Stück enthält an einer Stelle ein Bruchstück eines 
Aptychus aus der Gruppe der Lamellosi. — Nach freundlicher Mittheilung von Herrn Dr. Kobelt sind 
Ammoniten theilweise von sehr ansehnlicher Grösse an dem Fundorte häufig, konnten aber ohne Instrumente 
aus dem anstehenden Gesteine nicht losgemacht werden. — Die Localität befindet sich ziemlich hoch am 
Nordabhange des Djebel Zaghuan im nördlichen Tunis.* 

Anhang II zu S. 110. Phylloceras .semf.striafmn d'Orb. von Mossambique (Taf. I, Fig. 2.) 

Das mineralogische Museum in Berlin enthält ein prachtvoll erhaltenes Exemplar eines Phylloceras von 
der afrikanischen Ostküste, welches von Peters im Juni 1843 „südlich vom Conduziafiusse, nahe seiner 
Ausmündung" gesammelt wurde. Der Conduzia (auf Stanley's Karte Conducia) mündet unter 15° südlicher 
Breite nur unbedeutend nördlich von Mossambique in den indischen Ocean. 

Das Gestein ist ein schwarzgrauer glimnieriger Kalkstein, der allerdings nur den kleineren Theil de« 
Handstückes ausmacht, während die Hauptmasse desselben aus honiggelbem bis graubraunem Kalkspath 
besteht ; das Ganze erinnert sehr an gewisse Vorkommnisse des russischen Jura, mit welchem der Ammonit 
auch die prachtvolle Erhaltung der Perlmutterschale gemein hat. 

Das Exemplar wurde von Herrn Geheimrath Beyrich, welcher mir dasselbe anzuvertrauen die Güte 
hatte, als eine vermuthlich dem Neocom angehörige Form bezeichnet, und ich kann mich dem nur vollständig 
anschliessen. In der äusseren Form und Verzierung lässt sich dasselbe von Pli ijUoceras semistriatum Orh. 
Terr. cr6t. Vol. I. Tab. 41, nicht unterscheiden. Auf einer späteren Tafel desselben Bandes (Tab. 59) bildet 
d'Orbigny ein kleines Exemplar derselben Art ab, und gibt statt des früheren den Namen Ammoniten Tetlii/s; 
hier findet sich auch eine stark vergrösserte Lolienzeichnung, die ich bei einer früheren Gelegenheit als 
vermuthlich unrichtig bezeichnen zu dürfen glaubte. ^ In der That stimmt sie mit den Suturen des vorliegen- 
den Exemplares aus Afrika nicht Uberein, während dieses sieh auch in dem letzteren Charakter von Original- 
stücken ans französischem Neocom nicht unterscheiden lässt. 

Von anderen Arten steht Phi/Ilocems sermii Opp. aus dem Tithon sehr nahe, und namentlich gilt das von 
der in der Ilogozniker Breccie vorkommenden Varietät dieses Typus. Die Unterschiede sind ziemlich gering- 
fügiger Natur und beschränken sich auf das stärkere Hervortreten der Endblätter an den grossen Sätteln bei 
der Art aus dem Neocom. 

Phylloceras semistriatum ist eine Art von sehr grosser geographischer Verbreitung, da sie ausser von zahl- 
reichen Punkten Süd-Europa's und von Mossambique auch noch aus Columbien (Süd-Amerika) bekannt ist. 
Allerdings ist das Vorkommen einer einzelnen Form, die überdies mit gewissen jurassischen Typen überaus 
nahe verwandt ist, keine volle Sicherheit, dass die Ablagerungen am Conduziafiusse wirklich Neocom seien, 
doch spricht jedenfalls ein hoher Grad von Wahrscheinlichkeit dafür. 



1 Vermuthlich devonische Korallenkalke von Djebel Zaghuan werden von Stäche erwähnt. Vergl. Verhandlungen der 
geolog. Reichsanstalt 1876, S. 36. 

■-' .Jahrbuch der geologischen Reichsanstalt. 1871. S. 318. 

18* 



140 M. Neumayr. 

Anhang III zu 8. 11s. Einige Juratossilien aus West-Australien. 

Das geologische Institut der hiesigen Universität enthält eine kleine Suite von jurassischen Formen, 
welche nach der beiliegenden Etikette vom Gleneig-River im westlichen Australien stammen. Einen Fluss 
dieses Namens konnte ich auf den mir zur Verfügung stehenden Karten nicht finden, wohl aber einen Glenelg- 
District, welcher ungefähr zwischen 3ö° und 31° südlicher Breite nordöstlich von Perth im Binnenlande liegt, 
und vielleicht ist der hier entspringende Garhan- oder Moore-River der Karten mit dem genannten Namen 
gemeint. Die Localität ist in der Literatur, wie es scheint, bisher noch nicht erwähnt worden; der Hauptfuud- 
ort, von welchem die von Mnore beschriebenen Exemplare stammen, ' ist am Greenough-Kiver gelegen und 
befindet sich mindestens drei Breitegrade weiter gegen Norden; da die beiden Stellen viele Verwandtschaft 
zeigen und eine Anzahl gemeinsamer Arten besitzen, so dürfte der Jura auch in der Zwischenregion 
verbreitet sein. 

Das Gestein, in welchem die Exemplare stecken, ist ein mürber, etwas sandiger Kalk, gelbbraun mit 
grossen purpurfarbigen Partien. 

Die Yorliegenden Arten, welche Herr Prof. Suess mir freundlichst mittheilte, sind folgende: 



Stephanoceras Blagdeni S o w. 

„ Leicharti n. f. 

Perisphindes? 



Trigonia Moorei Lyc. 

Mijacites indet. 

Lima (Ctenostreon) prohoscidea. S o w. 



Von diesen Arten ist Trigonia Moorei von Lycett aus Westanstralien beschrieben worden; Lima 
prohoscidea, die schon Moore aus Ausfralicn anführt, '^ ist von der europäischen Form nicht zu unterscheiden; 
dasselbe gilt von dem als Sieph. Blagdeni bestimmten Fragment (Taf. I, Fig. 3). Das als Perisjjhindes (?) 
bezeichnete Exemplar ist sehr schlecht erhalten und könnte auch ein abgeriebenes Jugendindividuum einer 
Art aus der Gruppe des SfepJianoceras Humphriesianmn sein. Endlich liegt eine neue Art vor, die hier 
beschrieben werden soll. 

Stephanoceras Leicharti n. f. (Taf. I, Fig. 4) 

ist allerdings nur in einem nicht gut erhaltenen Exemplare vorhanden, doch reicht dasselbe zur Charakteristik 
vollständig aus. Die Art \üi \mt Steph. Humphriesianmn ^o\\., und zwar mit der typischen Form nahe ver- 
wandt, ist .jedoch etwas dünner als diese. Der liauptsäclilichste Unterschied der australischen Form der 
europäischen gegenüber beruht jedoch in der Scuiptnr; schon auf den inneren Windungen sind die Knoten 
etwas schwächer als bei Steph. Humphriesianum; im Alter aber sind gar keine eigentlichen Knoten mehr zu 
unterscheiden, sondern am Nabel entspringen gleichmässig angeschwollene Rippen, welche sich etwa unter 
der halben Höhe der Flanken in 2—3 ebenfalls wulstige Rippen spalten. Diese setzen dann ununterbrochen 
über die Externreihe weg. Die Verzierung auf dem letzten halben Umgang erinnert an gewisse, etwas 
aberrante Perisphincten, wie sie namentlich in der Bathstufe auftreten, doch sind die Knoten der inneren 
Windungen und die Abwesenheit von Einschnürungen entscheidend. Vielleicht wird Steph. Leicharti mit der 
Zeit als eines der Zwischenglieder zwischen Stephanoceras und Perisphinctes erkannt worden. 

Das vorliegende Exemplar stammt, wie schon erwähnt, vom Glenelg-River. 

Sehr bemerkeuswerth ist die Übereinstimmung der kleineu hier angetiihrten Suite mit der Fauna der 
Zone des Stephanoceras Humphriesianum in Europa, ^'on vier bestinnn baren Arten kommen zwei in Europa in 
diesem Niveau vor, und die beiden anderen, Steph. Leicharti und Trigonia Moorei sind zwar bisher auf 
Australien beschränkt, sie finden aber ihre nächsten Verwandten (Steph. Humphriesianum und Trigonia costata) 
in demselben Horizonte. 



' Charles Moore, Australian inesozoic geology and palaeontology. Qiiarterly Journal of the geological society. 1870- 
Vol. 26. S. 226. 

2 Bei Moore, 1. c. S. 255, Taf. 12. Fig. U. 



Die geographische Verbreitmig der Juraformation. 141 

Wir haben hier wieder einen jeuer merkwürdigen Fälle, in welchen eine Juraznne in Überaus grosser 
Entfernung von Europa iu derselben Weise entwickelt auftritt, und derselbe reiht sich in dieser Beziehung 
vollständig an die in Indien, Süd-Afrika und Süd-Amerika gemachten Erfahiungen an, welche die ungerecht 
fertigten Vorurtheile gegen die Zonengliederung so rasch und glänzend wiederlegt iiabcn. 

Anhang IV zu S. 94. Harpoceras ßrCUntocki Haughton von Prinz Patrick's-Land. (Taf. I, 
Fig. 5-8.) 

Die Abbildung und Beschreibung, welche Haughton von diesem Fossil gibt,' ist nicht ganz ausreichend ; 
ich habe daher nach Abgüssen der Originalexemplare, die ich der Güte von Herrn Sollas in Dublin verdanke, 
neue Zeichnungen anfertigen lassen. Haughton vergleicht seine Art m\tHarpoceras concavum Sow., und in der 
That lässt sieh in der Eippenbildung eine gewisse Ähnlichkeit mit der genannten Art des oberen Lias, sowie 
mit den annähernd gleichaltrigen Formen Earp. elegans Sow. und suhcoucamm Blake und Täte, nicht ver- 
kennen. Allein abgesehen von Abweichungen in der Art der Schwingung der Rippen, ist hier die Nabelweite 
eine andere, vor allem aber gibt die scharfe Nabelkante und die sehr stark ausgesprochene Nahtfläche den genann- 
ten Liasformen einen durchaus abweichenden Charakter. Noch näher in der Eippenbildung stehen dem Harp. 
M'Ch'nfocki gewisse Abänderungen von Harp. Miirchisonae Sow. mit stark rückwärts gebogenen Rippen, doch 
bildet auch hier die Form des Nabelabfalles einen stark abweichenden C;iiarakter, wenn auch der Gegensatz in 
dieser Beziehung nicht so gross ist, als bei Harp. concavum. Übereinstimmung in der Form des sanften kanten- 
losen Nabelabfalles und in der Rippenbildung zeigt die Gruppe des Harjy.liecticwn Rein, aus der Kellowaystufe, 
doch bildet hier wieder die Weite des Nabels einen Unterschied. 

Im Ganzen lässt sich das Urtheil ühar Harp. M'CIiiitocki dahin zusammenfassen, dass die Art aus Europa 
noch nicht bekannt geworden ist; ihre nächsten Verwandten hat sie nicht im Lias, sondern in höheren Schichten, 
und man würde das Lager einer solchen Form bei uns etwa in der Mittelregion des Unteroolithes suchen, doch 
ist damit natürlich eine präcise Altersbestimmung nicht gegeben und die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass 
die Art älter oder jünger sei. 

N a c h 1 1- a g. 

Der Jura in Japan. Die Literatnrnachrichten über das Vorkommen mariner Juraablagerangen in Japan 
waren zur Zeit der Abfassung dieses Aufsatzes sehr diiiitige ; in der Zwischenzeit ist eine Darstellung der Geo- 
logie Japans von Naumann und eine kürzere Notiz über diesen Gegenstand von Tsunashiro Wada erschie- 
nen,' welche so wichtige neue Daten enthalten, dass eine nachträgliche Berücksichtigung derselben hier noth- 
wendig wird. Die wichtigste Thatsache ist die Aufündung unterliasiseher Arietenschichten, welche nach 
Gottsche's Bestimmung Ärietites cf. rotiformi,? Sow., bisulcatus Brug. und ein Li/fnceras enthalten. Das Vor- 
kommen der letztgenannten Form weist jedenfalls darauf hin, dass diese Ablagerungen nicht dem nordischen 
Typus angehören, sondern sich aller Wahrscheinlichkeit nach an die Bildungen der gemässigten Zone 
anschliessen. Ausserdem ist eine als mitteljurassisch gedeutete Brakwasserfauna mit Cijrena, Corbicula, Of<trea, 
Solen, Placima, Melania und Natica gefunden worden, ein Vorkommen, welches die hier vertretene Ansicht 
bestätigt, dass die Küste des Jurameeres annähernd dem. japanischen Inselbogen entspreche. Von oberem Jura 
sind noch keine sicheren Spuren gefunden worden. 

XIII. Erläuterung- der Karten und der Tafel. 

Karte 1. Auf dieser Karte ist die Verbreitung des Meeres zur Zeit des oberen Jura, und zwar während 
des Maximums der Ausdehnung der Gewässer in der nördlichen Hemisphäre dargestellt; die damaligen Fest- 



> M'Clintock, Reminiscence of arctic Ice-Travel in search of Sir John Franklin and his companions. With geological 
notes by 8. Haugthon. .Joui-nal of the royal Dublin society. Vol. I. 1856/.57. S. 244. Taf. 9. Fig. 2 — 4. 

* E. Naumann, Über den Bau und die Entstehung der japanischen Inseln. Berlin 1885. S. 24. — Tsunashiru Wada, 
die kaiserliehe geologische Reichsanstalt von Japan. Berlin 1885. S. U. 



142 M. Neumayr. 

länder wurden weiss gelassen, während die Meere farbig und zwar mit verschiedenen Farben für die ver- 
schiedeneu klimatischen Zonen eingetragen sind; die nördliche und südliche gemässigte Zone erscheinen gelb, 
die arktische Region grün, die tropische blau. Da eine antarktische Zone noch nicht nachgewiesen werden 
konnte, so wurden die ihr möglicherweise angehörenden Gebiete mit der Farbe des südlich gemässigten 
Gebietes bezeichnet. 

Die Namen der grösseren Festländer, Inseln und Meerestheile sind auf der Karte eingezeichnet, die klei- 
neren Objecte dagegen nur mit Nummern oder Buchstaben bezeichnet, deren Bedeutung die folgende ist: 

1. Spanische Centralinsel (Meseta). 

2. Armorische Insel. 

3. Irland. 

4. Wales-Insel. 

5. Penin-Insel. 

6. Grampian-Insel. 

7. Ardennen-Insel. 

8. Corsische Insel. 

9. Böhmische Insel. 

10. Croatische Insel. 

11. Thracische Insel. 

12. Westrussische Insel. 
IB. Siidrussische Insel. 

14. Östliche Thianschan-Halbinsel. 

15. Westliche Thianschau-Halbinsel. 

A. Shetlands-Strasse. 

B. Baltische Strasse. 

C. Strasse von Lublin. 

D. Wolga-Strasse. 

E. Thianschan-Strasse. 

F. Indus-Strasse. 

G. Karakorum -Strasse. 
H. Bengalische Strasse. 

Karte II. Es soll hier der gewaltige Gegensatz in der Verbreitung von Lias uud oberem Jura zur 
Anschauung gebracht werden; die Verbreitung der Meere ist hier nur so weit angegeben, als sie heutiges 
Festland occupirten. Die Striche, welche damals nicht überflutet waren, sind mit lichtgelbem Ton bezeichnet, 
diejenigen, welche zur Jurazeit unter Wasser standen, mit blauer und grüner Farbe, diese geben also den 
„Landgewiun" seit der Jurazeit an. Grün sind diejenigen Gegenden colorirt, welche während der ganzen Dauer 
der Formation oder wenigstens während des grössten Theiles derselben vom Meere bedeckt waren; blau 
erscheinen dagegen die Gebiete, in welchen mariner Lias und oft auch der mittlere Jura ganz oder theilweise 
fehlt, oder nur ein einzelnes Glied des oberen Jura auftritt. Die blaue Farbe bezeichnet also das Gebiet der 
grossen Transgression, welche mit Ende des Lias beginnt und bis in die Mitte des oberen Jura fortschreitet. 

Bemerkt muss werden, dass Gegenden, welche sehr wenig bekannt sind, wie Centralamerika und 
Madagaskar, mit grüner Farbe bezeichnet sind. 



yeumniT: fii'iisraph.Vi'rliiTilun'J der Jiiialoi'malion 



lüirli'I. 




Dpnk-schriften d.k.Akad.d.W.malli.iiatunv. Clnsse I. Bd I Abth. 



XflliHHVr : (Tpfl^ritph.ViThrpilunfj der .lurarnriiiütiiin. 



Kiii" 



1» ISO UO J« JiO 120 JID 100 90 80 70 60 50 40 30 70 10 



O 10 ZO 30 40 jO CO 70 80 £>0 100 110 l?0 130 140 UO 160 t70 1£0 UO 



1 Gebiet dassdion zurJuraxeit Festfand h'ar 

Orbiet das sc/wn ziwLiaszcit Oa 
^Gebiete in welchen das VortumdcL 

Transqrcssion des oberen Jura 



Orbiet das sc/wn ziwLiaszcit Ocean war 

^Gebiete in welchen das }orhandenseinroiiLiaszjt'eH'eIhußistf 




110 IfiO ISO 140 



130 120 HD IAO M 80 70 60 SO 40 30 ?0 10 



10 20 30 40 50 £0 70 80 00 



100 110 I?0 130 140 iiO 



170 »80 "0 



KkEof-TiStaatEÖrucketti, 



Denkschriften d.k.Akad.d.VV.niath.nalurvv. Classe L. Bd.l.Ablh. 



Die (/eographiscJie VnJiri'itimy der Juriipiriiialion. 143 



Erklärung der Tafel. 

Fig. 1. Perisphinctes Kobelti n. f. Oberer Jura vom Gebel Zaguau bei Tunis. ** 

„ 2. Phylloceras semistriatuiii Orb. Neocom (?) vom Conduzia-Fiusse bei Mossambique. 
„ 3. Stephanocerus Blagdeni Sow. Mittlerer Jura, Zoue des Steplid/iuceras Humpkriesianuin von Glenelg- 

River, Westaustralien. 
„ 4. Stephanoceras Leicharti n. f. Ebendaher. 
„ 5 — 8. Harpocexas M Clintocki Hgt. von Prinz Patrick's-Land. 



144 M. Neiiviayr. Die geographische Verbreitung der Juraformation. 



Inhalt. 



I. Einleitung • ö7 

U. Der süddeutsche Jura und seine Ausläufer 6-2 

in. Der Jura im westlichen und nördliclien Mitteleuropa 73 

IV. Ursprung- der mechanischen Sedimente in Mitteleuropa s-2 

V. Der Jura der nordischen Region 84 

VI. Der alpine Jura 99 

VII. Der Jura in Afrika 109 

VIII. Der Jura im ausserborealen Asien 112 

IX. Der australische Jura 117 

X. DerJiu-a im ausserborealen Amerilia 122 

XI. Zusammenfassung 12C 

Xn. Paläontologischer Anhang uud Nachtrag 138 

XHI. Erläuterung der Karten uud der Tafel 141 



Tciiiiiavi' : (icooriiph.Wrlirpiluii!:; der Juratormalion 

4 a. 



4rb 





Zst. 



ZT> 




fi.Schonn nach ä-Kat.gez.n.lKl.. 



K-lt.Kof-"u ;j-3atodniCK'i; 



Denksclii'iften d.k.Aka(l.d.\^Tmath.nallln^•. blasse L.lJd.l.Ablh. 



145 



ZUR THEORIE 



DER 



DETERMINANTEN HÖHEREN RANGES. 



VON 



LEOPOLD GEGENBAUER, 

COnRESPONDIRBNUKM MITOMUDE DEll KAISERLICHEN AKADEMIE HER WISSENSCHAITEN. 



VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 5. MÄRZ 1885. 



In einer früheren Mittlieiluug („Über Determinanten höhereu Ranges", Dcnlischr. der k. Aiiad. der Wissensch., 
mathein.-uaturw. Classe, 49. Bd., 11. Abth., p. 225 &.) habe ich eine Classe von Determinanten höheren Ranges 
behandelt, von denen jede sich unter Adjuactiou von Einheitswurzeln auf eine Determinante derselben Ordnung 
von einem um eine Einheit niedrigeren Rang reduciren lässt. In den folgenden Zeilen werden Determinanten 
höheren Ranges untersucht, welche sich als Rroducte von Determinanten desselben Ranges, aber niedri- 
gerer Ordnung darstellen lassen. 

Die Elemente a/j, ig,...,!' einer Determinante gerader Ordnung und geraden Ranges: 

) \%,'2,---,i2p l(j„f„j„...,/2^ = l,2,3,...,2») 

seien so beschaifen, dass: 

^J ''^h,»2J»3> •••>»> ~ "'h^hyh^---^ h>-U 2n— (Vh-1,/,j.)-i,!V+2,. . .,Jv-i , 2«— «,+1, «v-i-i , (■7+2,. . .,i2p 

(iuh,h,-- -yhy = 1, 2, 3,. . ., 2?j; (J.^v; ^,v= I, 2, 3,. ,«2^ 

ist. 

Addirt man zu denjenigen Elementen der Determinante 1), welche an der ersten Stelle den Index l haben, 
jene Elemente, welche an derselben »Stelle den Index 2« — X + 1 besitzen, für Ä=: 1, 2, 3,..., «, so bleibt 
bekanntlich die Determinante uugeändert, und man hat daher die Gleichung : 

wo: 

A ■ ■ ■ ■ z=. a- ■ ■ 

'll'2>'3l- ••i'if h!'2>'3j---!''>p 



für: 

ist, während für: 

Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. L. Bd. ig 



«, >« 



«1^» 



146 Leopold Gegenhauer. 

die Gleichung: 

besteht. 

Subtrahirt man nun in der Determinante: 

I *l''3''3'--'»Vl (i„^■2,;3,...,^•2^ = 1,2, 3,. . ., 2n) 

von denjenigen Elementen, welche an der zweiten Stelle den Index 2«— /+1 haben, jene Elemente, welche 
an derselben Stelle den Index X besitzen, für X = 1, 2, 3, ... , n, so erhält man die Gleichung: 

\a I-Ib(') i 



\,H,H-.---,Hp\ I 'l,'2.'3>---,'2;> I (ij,i2,J3,...,j.^^,= 1,2, .3,...,2«) 



wo: 



für: 






■i„ :s= n 



ist, während für: 
die Gleichung: 



h>H,hi--->Hp ~ >\,h,k^---,iip "*" 'ii2w— /.+ l,/3,/4,...,;ap 



besteht. 

Nun ist aber für: 

+ '^2m— H+1, 2n— »2+1, /3''4r--:'2j."^"^'l'2"~'2+l''3>»4>--- hp 

= 0, 
und daher hat man die Relation : 

ß(l) _A 

wenn: 

i^ ^ n ; i^ > ?« 
ist. 

Genügen die Indices /, und \ den Relationen: 



so wird: 
während für : 

ist, und für : 
die Relation: 



7? ~~ n I r/ 









^H,H, »3,. . ., »2^ = %, h, »3,-- ■ . Hp '^"'H, 2»— !2 + l, «3, »4.--> »'2;. 



besteht. 

Subtrahirt man ferner in der Determinante : 

5(1) 



h,'2 '3,--v'2^ I (,:i,J2,t3,...,i2p=l,2,3,...,2») 



/^iir Theorie der Deternünanten höheren Banges. l-AT 

von denjenigen Elementen, welche an der dritten Stelle den Index 2h— X+1 haben, jene Elemente^ welche 
an derselben Stelle den Index X besitzen, für A =: 1, 2, 3, ...,«, so erhält man die Relation: 

\b^}'>. . ■ | = |5^'^ . . I 



wo: 



für: 



ist, während für: 



die Gleichunff: 



B^^.:. ..=B^^^ 



'l ; '-2 ;':()••• J *2/< 'l ; '2 > '3 > • • • J '2^) 



«3^« 



besteht. 

Berücksichtigt man die eben abgeleiteten Werthe von B{'-^ . . .so findet man die Grleichungen : 

hl '-irhfi'-jj, > 

wenn: 

und gleichzeitig einer der beiden Indices i^, i^ grösser als n ist: 



für: 



für: 



für: 



für: 



für: 



H, H, h>---> i-ip "'i< '2; kl- ■ ■, «2J, ~*~ "-"— «1+1) hl hi---iHp 



. - - . - — 9 

*r ; «2) %;• ■ •)'2jD 



R r^ . . — 9 (V» n ■ ■ . ) 

' ■ —- ' ^ ^ " '1, «2, «3 . • • • , Hp h 1 hl 2«— «3+ l,'i,'b,---i hp 



h, hihi---ihp ~ "''i.'2. '3)- ••. hp '^"''i-'-2iH'~"—'i+^i'bi---ihp 
i\ >» n ; »2 ^ H ; % >- w 

'i,»2>«'3'--->'2^ — ~^>-i,,U,iz,...,iip '^'^ii,i.^,2n—i^-hl,ii,ii,...,iip 

^(2) . =a- ■ • 

'1 ) «2 ; '3 ; • • • > *2p hi'ii '3' ■ ■ -1 ''ip 



Setzt man das eben angewendete Verfahren fort, so gelaugt man schliesslich zu der Gleichung: 

I 'l,«2,'3,--v'2,.| I 'l>'2,'3.-->'2,.|(,-j^,-,^;^...._,-^^^_l_2,3,...,-i»J 

WO die Elemente B'f^\- ,■ ■ der Determinante auf der rechten Seite den folgenden Gleichungen genügen: 

'1 ; '2; '3 J ■ ••; «2y^ 

B^r^-') . =0 

*ll'2l Hi---i '-Jip 

wenn : 

«', ^ «, 

und gleichzeitig einer der übrigen ludites 4,/3, in---, if,p grösser als 11 ist, 

la * 



148 



für; 



für; 



Jjeopold Gegenhalter. 



hl Hl Ht 



= « 



'l)*2l«3> 



•a.i 



7>(2i^-l) —4^-^— ff 



a 






1) 



Nun besteht, wie ich gezeigt habe („ Über üeterminanten höheren Ranges". Denkschr. der kais. Akad. 
der Wissensch., mathem.-naturw. CL, 43. Bd., II. Abth., p. 17 ff.) folgendes Theorem: 

Wenn für rj feste Indices alle Elemente einer Determinante ??ter Ordnung und mten Ranges, in denen 
irgend einer der anderen Indices einen von n — rj gegebenen Werthen besitzt, gleich Null sind, so zerfällt die 
Determinante in das Product zweier Determinanten ;);ten Ranges Ton den Ordnungen r^ und n — )\. 

Die erste von diesen Determinanten wird aus jenen Elementen der ursprünglichen Determinante gebildet, 
in denen die festen Indices mit den eben angeführten r^ Zahlen zusammenfallen, die übrigen Indices aber 
jene /j Werthe aus der Reihe der Zahlen ],...,« besitzen, welche unter den gegebenen n — r, Zahlen nicht 
enthalten sind; die Elemente der zweiten Determinante hingegen erhält man, wenn man aus den ursprüng- 
lichen Elementen jene auswählt, in denen die veränderlichen Indices die gegebenen «— rj Werthe besitzen, 
und die festen Indices mit denjenigen Zahlen der Reihe 1, 2, ...,w zusammenfallen, welche von den erwähnten 
rj Zahlen verschieden sind. Das Product der so erhaltenen Determinanten ist mit dem positiven oder nega- 
tiven Vorzeichen zu versehen, je nachdem das Product ihrer Hauptdiagonalglieder in der ursprünglichen 
Determinante positiv oder negativ ist. 

Es ist also : 



3) 



I '1 I '2J Hl--'! ^-ip I 



, nin — 1) , 
4 '^ ' \a 



Hi3-l^H, 



jJip 



a.-, 



•2m— j,-+-l,J.2,J3,...,j2p| 



— a 



n ->rji , n-hjo , «+J3 . • • V «+J2 



+ 



Man hat daher den Satz : 
Genügen die Elemente «,■ ;^ 



"•""«— ii-t-l, n-i-J2,n-+-JBr--, n+hp I 

{h , H ,H,--, Hp='^j 2, 3, . . ,-2»i; i] , iä ,i3 > • • ■ J-2p= 1 , 2, 3,. . ., w) . 



5 '3) 

a 



, I-, 



'l)»2>''3v 



den Bedingimgen 
a 



<n '2! 'S)--*; 'ä; 



= «; 



SO ist: 



einer Determinante gerader Ordnung und geraden Ranges: 

■■'*'^'('l,'2-»3)---;'2p=l)2,3,...,-2«) 

-1 , 2h— i'p.-l-l,/|jL+i, if,.+2,-.-,i-,-i, 2n— Jv-Hl, Jv+i , jv-)-2,..., i.,p 

{ij,i.^,ig,...,Uy=l,2,3,...,2n-,n^v-, (A, v=l,-2, 3,...,-2i)) 



'] 1 '2) '3i---! '2p I 



=4«'^-^>!« 



Jt jJ-2lJi>---!.l-2p 



(I.-. 



■i"—Ji+i,:i-iJa>---Jji. I 



""-hij W'+J2> "-H/3)---) "+J-2p'^ 



ii—ji-hi,ii-i-j.^,n+j3,..., n-i-j2p I 

('1; '2,'B'---,^2p= li 2, 3,...,2irJi,J2>.h<-- 'J-2p= 1, 2, 8,... 

Nach diesem Satze besteht z. B. für die folgende quadratische Determinante die Relation: 

X, y , M, v , r, s, t, w 

y, X, V, u , s, r , w, t 

u, V , X, y , t, w, r, s 

. V, u, y, X , ic,t, s, r 

i r, s , t, w, X, y , u, v 

s, r , w,t , tj, X, V, tc 

t, w, r, s , t(, V , X, y 

w, t , s, r , V, II , y, X 



n) 



x+iv, y + t , u+s , v+r 



ij + i , x + w, V +r , u+s 
ii + s. r+r, 
v+r, u + s, 



x+w, y + f 
y+t , x+ir 



X — w, y — t , u — s , V — r 
y — t , x — w, V — r, !', — s 
u—s , r — r, x—w, y — t 
V — r, u — s, y — t, X — w 



Zur TJieone der Determinanten höheren Ranges. 



149 



Da die beiden Determinanten auf der rechten Seite dieser Gleichung abermals den Bedingungen des auf- 
gestellten Theorems genügen, so kann jede von ihnen wieder als ein Product von zwei Determinanten zweiter 
Ordnung dargestellt werden, und daher ist ferner: 



A= 



x+w + u + r, y-hf + u+s 



x+w — » — r, y + t — u — .s 
ij + t — u — .V, ,»•+?(• — r — ;■ 



:v — iv+v — r, y — t + u — s 
y — t+u~ü, x—w + v — r 



x—w — v + r. y — t — ?<+s 
// — f — «<+.s-. ,T — w — r + r 



welche Relation sofort in die folgende von Herrn A. Piichta angegebene Gleichung („Ein Determinanteusatz 
und seine Umkehrung". Von A. Puchta. Denkschr. der k. Akad. der ^Visseusch. , mathem.-naturw. Classe, 
38 Bd., IL Abth., p. 225 ff.) : 

A = {x+y + u + v-\-w + r+s + t){x+v-^w+r—y — t — u — s) (x+w + y+i—u — v—r—s). 
. (x ■+- IC + V+ s — y— r — v — i)(x — w + f —r+ y — t + li — s) (jv — w + v — r- — y + 1 — ii + s) . 
. (x — w — i) + r+y — t — u+s){x—w — v + r — y + 1 + a — s) 
übergellt. 

Ist in der Determinante 1): 

n = 2«j, 

und genUg'en die Elemente a,- ,• ,• ,■ nicht nur den Relationen 2), sondern auch den Gleichungen: 

^'/],f., ii....,iop f'Vj,)'.,,)3,...,v-l, Shi— iVH-I. 'V+'- (V+2,.-'-*'v-i, 2»,— (v+l, /,+1, i,+i,..., i.^^, 

'*('j,/2,!3,->'V—''-"l+'V+l''V+* ''!'■+*'•••, »2^ ''X,,/2,i3v--,'V-'''i''l"~':J-+l-''!' + fr'V+2r---i'''-li2"i— 'v-l-l,''-+l. ('-,+2...., «2,, 

{i^,ü,i^,...,i^-l,i^,+^,...,l,-l,h+^,...,i.,^,= l,•>,^i,...,^n^\ iV, !v = l, 2, 3,..., Shi-, (a^v; ;/. , v= 1, 2, 3,..., 2^)), 

so erfüllen ersichtlich die Elemente der beiden, auf der rechten Seite der Gleichung 3) stehenden Determi- 
nanten die Bedingungen des abgeleiteten Theorems und man hat dalier in diesem Falle die Gleichung: 

'^"'Jl,i2'Jil---J2p-l:~>'+Jip—2Jij,\- 

■ I ^ «i+i, . n^-i-j.. . n ,+/, , . . . , «i-f-i.j, "n ,-hii , «,+i>. "i+ia ; • • ■ ^ n+Jip^'> ^ 3«i— j.j^_2+l, »fj-t-jo^, "^ 

• I — «2hi-4-j,, 2»i+i2, 2n,H-,/3,. .., 2»i-h?o^, +« 2«,-t-i,, 2Hj+J,,. 2''i+i3,-- •, -"i+i^i--! > 2«,— j.^,-!-! — 
— «2«i+ii,2«,-hior-2«i+j3----,2»i-^J2p_2.?ii.-i+^i'>."^"-«i+i,,2H,+J2. 2«i-+-./3 .iip i+l-2",-i2/,+ l r 

• I "-^tti-hj, , ■Aiii-hji. ■dn^+j^....,-in,-{-j.,p ^'3"i+ii • 3"i4-J2, ;^».j+/3,..., 'iih-i-j.,j, , , 3»i— jo^+l 

"Siii-i-ji, ■3«i+J->,3hi+J3,...,3h,+J2^_ ,,3»,— j2^,-(-l "'"'^'3»,-h;,,3»,-f-J2,3j(j+j"3,...,3«,-(-j.2^_,,J2;. I 

{'■1 , »2; '3' • • • ' »V = 1 , 2, 3, . . . , 4»j ; ./, .ia, J3, . . . ,j-sj, = 1 . 2, 3, ...,»,) . 

Man sieht sofort^ dass sieh anl' dem eben eingeschlagenen Wege das folgende allgemeine Theorem 
ableiten lässt: 

Genügen alle Partialsysteme, welche aus den Elementen a, ,■ ,• ^^ einer Determinante geraden Rang 
von der Ordnung 2^n: 



a, 



*1 1 ' 2 > '3 ) 



"■■■'* ' (^,,^2,'3v••,'2^=2>■«) 

dadurch abgeleitet werden, dass die Indices /j ,?'.,, 73,..., /j j,._)_i, '^+.2,---) '■>— u 'v-t-i> 'v+2»---' '2» ^^'^ 



•■zj> 



Werthe 1, 2, 3,..., 2'« erhalten, während jeder der beiden Indices i^, i,^ irgend eines der 2'^ ' Werthsysteme: 

1, 2, 3,...,2'«;2''«4-l, 2'«-4-2, 2'm + 3,..., 2'+!«; 2'+i «-4-1, 2''+' «-^-2, 2'-*-'« + 3,..., 3.2'«;...; 

(2'— '— l)2'«-^-l,^2■'— '— r)2''«-4-2, (2'— <^— l):iSi + 3,..., 2Si 



r 



15Q Leojiold G e (je II hau er. 

durchläuft, iler Bedingung : 

wo p., und V, die grössten Wertlie von / und i^ in dem von diesen Grössen durchlaufenen Intervalle sind, fU 

5 _ j^ l 1 X 2 ..., A — p und /ji, v = 1, 2, 3,..., 2^}, so lässt sich die Determinante als ein Product von 2P+i 

Determinanten desselben Ranges von der Ordnung 2^— P— '« darstellen, deren Elemente lineare Functionen 
von ie 2P+' in leicht bestimmbarer Weise mit dem positiven oder negativen Vorzeichen versehenen Elementen 
der ursprünglicheu Determinante sind. 
Ist speciell: 

W=: 1, 

so kann die Determinante geraden Ranges von der Ordnung 2^; 

als Product von 2^ Factoren dargestellt werden, von denen jeder die Summe aller verschiedenen, in geeig 
neter Weise mit dem positiven oder negativen Vorzeichen versehenen Elementen der Determinante ist, und 
dem Zahlenfa'ctor 40^—1)^'^'. Man sieht sofort, dass einer der Factoren die Summe aller verschiedenen Ele- 
mente ist während in allen übrigen Factoren die Hälfte der Elemente das positive, und die andere Hälfte 
das negative Vorzeichen besitzt. Für quadratische Determinanten hat diesen speciellen Fall Herr A. Puchta 
a. a. 0. abgeleitet. 

Ich will bei dieser Gelegenheit einen neuen einfachen Beweis eines von Herrn K. Weierstrass herrüh- 
renden Satzes über höhere complexe Zahlen mittheilen. 

Über die n Haupteinheiten ei,e^,e-^, ■,&„, aus denen die erwähnten complexen Zahlen gebildet sind, 
werden folgende Voraussetzungen gemacht: 

1. Die Einheiten sind von einander linear unabhängig, so dass also eine Gleichung von der Form: 

«1^1 -)-a.2e.2-(-«3e3-4-..-+«„e„ = 
nur bestehen bann, wenn alle Zahlen «^ (X = 1, 2, 3, . . . , w) den Werth haben. 

2. Die Multiplication der Einheiten ist commutativ, associativ und distributiv. 

3. Die für die Einheiten bestehenden Multiplicationsgesetze sind so beschaffen, dass die Division im 
Allgemeinen ausführbar ist. 

Das System soll selbstverständlich ein begrenztes complexes Zahlensystem in der Weise sein, dass die 
Producte der Einheiten sich wieder linear durch die Einheiten selbst darstellen lassen. 

Für die Zahlen dieses Gebietes sind bekanntlich die Addition und Multiplication commutativ, associativ 
und distributiv, es existirt ferner in diesem Zahlensysteme ein Modul der Multiplication Sj, d. h. eine Zahl, 
welche jede andere ungeändert lässt, wenn sie mit ilir multiplicirt wird. In einem solchen Zahlensysteme 
existiii nun aber, wie Herr K. Weierstrass gezeigt iiat, die Quadratwurzel aus — i^ nicht, wenn die Anzahl 
n der Haupteinheiten ungerade ist. 

Bekanntlich lässt sieb jede aus n Haupteiniieiten e^jß^^^e.^,. .,e„ den entgegengesetzten Einheiten und 
den genauen Theilen derselben gebildete complexe Zahl auf die Form: 

" — ^1 ^1 + «2 ^-J + =«3 63 + ■ • • + "11 ^H 

bringen, wo die Grössen aj, «.>, «sv, «,, aus einer unbenannten Haupteinheit gebildete Zahlengrössen sind, 
und a, ß) die Grösse bezeichnet, (]ie man dadurch erhält, dass man e- an Stelle der zur Bildung von a-^ ver- 
wendeten Einheit setzt. 



Zur Theorie der Determinaiiten höheren Ranges. 
Hat man nun n Zaiilen des Gebietes : 



151 



'1 — '^l,! «1+«1,2 *'2+«l,:j «S + ---+«!,« «n 



V, =«, 



•'?2 = *> i ^i+cx. 






-«2,« «n 



^« = «,M «^ t + ««, 2 «^2 + ==«, 3 eg + . . . + a„ „ e,j 



welche so beschaffen sind, dass die Determinante; 



-,,y.\ 



It ,)!= t. 



■") 



ni Null verschieden ist, so kann man die ursprünglichen Einlieiten und daher jede Zahl des Gebietes, also 



auch die Producte -^ix-n., linear durch die Zahlen r,^ ausdrücken. 



Existivt nun in dem betrachteten Zahlensysteme die Quadratwurzel aus — Sj, so kann man stets n — 2 
Zahlen v;., , vj.j, ..., y;„ von der BescliatTenlieit angeben, dass die eben erwähnte Determinante von Null ver- 
schieden ist, wenn : 



'1 



H> ■^■> = \' 



/: 



•i' 



gesetzt wird, weil zwischen £j und \/ — s^ keine lineare Relation besteht. 

Man hat daher für die eben genannten ii Zahlen des Gebietes die Gleichungen: 

''a '",;. = (^ /-"•) 1 ■" 1 + (/^j ,'-'•^2 ■''2 + ' /^j l'-h ■n-i+ ...+ {l, !J.)„ -n,, , 
wo die aus einer unbenannten Haupteiuheit gebildeten Grössen (X, iJ.\ den Relationen , 

4) (^, ^)v = {!h ^)v 



5) 



^ (X, (a\ (v, p), = y (X, p)^ (r, y.). 



(l,lj.,p,a= 1,2,..., n) 



genügen müssen, damit die Multiplication eommutativ und associativ ist. 
Setzt man in dem Gleichungssysteme 5) : 

X = /. = 2, 
und berücksichtigt, dass : 

(2,2)p = (p>l) 
(2,2)i = -c 

wo £ der Modul der Multiplication in den aus einer Haupteinheit gebildeten Zahlensysteme ist, welchem die 
Zahlen (k, f«.)^ angehören, so erhält man : 



oder wegen 4) : 



-(l,p),= V(2,p),(r,2), (p,a=l,2,...,n) 
r=l 

-(1,P).= 2^(2,p)r(2,r), (p,a = 1,2,3,...,«) 



Man hat daher die Relation : 



7=1 



(2, P\ (2, r). 



= |-ap)a| 



(p,a=l,2,3,...,n) 



152 Leopold Gegenhauer. Zur Theorie der Determinanten höheren Ranges. 

oder uach dem Multiplicationstlieoreme der Determinanten : 

' ' (p, ^= 1,2,3 n) 

Ist nun /( ungerade, so erhält man aus dieser Gleicliung die Formel; 

Dies ist aber unmöglicli. da die Determinante von Zahlen, die aus einer Haupteiaheit gebildet sind , der 
in dem betreffenden Zahlensysteme nicht existirenden Quadratwurzel aus dem negativen Modul der Multipli- 
cation niemals gleich sein kann. 

Es kann daher in einem aus )i Haupteinheiten gebildeten Zahlensysteme, wenn die Einheiten der ange- 
gebenen Bedingungsgleichungen genügen und die Anzahl derselben ungerade ist, v — s, niclit existiren. 

Den soeben bewiesenen Satz hat Herr K. Weierstrass, wie ich aus meinen Aufzeichnungen ersehe, 
schon am 17. Juni 1874 in der von ihm geleiteten Abtheilung des mathematischen Seminars der Berliner Uni- 
versität in anderer Weise abgeleitet, als er seine Untersuchungen über complexe Zahlen, welche aus n Haupt- 
einheiten gebildet sind, mittbeilte, die er unlängst in etwas erweiterter Form veröffentlicht hat. ( „Zur Theorie 
der aus n Hauptfinheiten gebildeten complexen Grössen". Von K. Weierstrass. Nachrichten der königl. 
Gesellsch. der Wisseusch. und der Georg-Augusts-Universität zu Göttingen aus dem Jahre 1884, p. 395 ff.) 



^■-trSfc'a-' .. 



153 



ZUR THEORIE 



DER 



AÜSDiflEfiraMIl 



Jl 1 ü 



ZKLMiElilLOETEKÖII'liiEnillLE^', 



VON 



LEOPOLD GEGENBAUER, 

CORItKSPONDIRKNnEM MITGLIKDK »ER KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. 



VORGELEGT IN DER SITZUNG AM IC. APRIL 1885. 



In den foliienden Zeilen sollen einige asymptotische Gesetze aus der Tiieorie der aus den vierten Einheits- 
wurzelu gebildeten ganzen coniplcxeu Zahlen abgeleitet werden. 

Es sei {n) der Inbegriff aller im Gauss'sehen Sinne primären ganzen complexen Zahlen von der Form 
(/ + /)/ ausser der Null, deren Normen nicht grösser als n. sind, 9((«,) die Anzahl der Individuen des Complexes («"). 

Beachtet man, dass 45((^w) die Anzahl der Darstellungen der ganzen Zahlen 1,2, 3, ...,»* durch die 
binäre quadratische Form (1,0, 1) ist und da.ss die Anzahl der Darstellungen einer reellen ganzen Zahl x 
durcli die erwähnte quadratische Form durch die Summe: 






11 



angegeben wird, wo d'i alle ungeraden Divisoren von x zu durchlaufen hat, so erhält man die Gleichung: 

x-=.n fiff ( 



I ' ,," 



Da unter den Zahlen der Reihe 1, 2, 3, . . .,m nur die Zahlen: 

l.(2a;-l), 2.{2x-\), 3.(2x-l),..., f^].(2.r-l) 

den ungeraden Divisor 2x — 1 besitzen, so verwandelt sich die letzte Gleichung in die folgende: 

Deukschriften der mathem.-natuiw. Gl. L.Bd. 20 



154 Leopold Gegenhauer. 

und daher hat man auch, wie ans Entwicklungen, die ich früher angegeben habe („Asymptotische Gesetze der 
Zahlentheorie." Denkschriften der kais. Akademie der Wissenschaften, mathematisch-naturwissenschaftliche 
Classe, 50. Band, I. Abtheilung, p. 36 ff.) erhellt: 

1) %{n) = ^ +£\/n 

wo: 

ist. 

Es ist offenbar auch: 

n 



2) §too= y, ^ 



x=(n) 

WO die Summation über alle Individuen des Complexes («) auszudehnen ist, N(x) die Norm der ganzen 
complexen Zahl x vorstellt uad b{(x) den Wertii oder 1 erhält, je nachdem N((x) kleiner als 1 ist oder nicht. 
Man hat: 



Vor/j.rZf .\^ V 



Nun ist 






:^(\/^ 



V .,/;/_^__,\= V 



^ [VbNix'^ + ß '7 /- \\ (bN(x')+ß)N(y-) N(f) 



wo: 



ist. 

Da jedesmal, wenn 



ist, auch: 



wird, so hat man auch: 



V/: 



^~^'b{p+iy+ß ^ 



« L_ = i 

(bN(^x^)+ß)N{if) A^(r)< 



« L_^l 






z 



^ 



Lässt man auf der rechten Seite dieser Gleichung x alle Zahlen des Complexes (n) durchlaufen, so hat 
man zur Summe für jeden der 91 (^J.) Werthe von i/ ilij}) Einheiten hinzugefügt und legt man alsdann dem ij nur 
jene Werthe bei, welche dem Theilbereiche {Ä) — {ß) des Complexes (m) angehören, wo: 



Bz= 



bn' + ß '^ 

ist, so hat man für jeden der 9t(?j) Werthe von x von der neuen Summe 21 (ß) Einheiten weggenommen und 
daher ist: 



V 



.=,n,^,.,-J^y hNix^)\Nm + p} ÖAV) 



-2t(p)9l(.4) + 3r(«)9t(5), 



Zur Theorie der aus den vierten Einheitswurzeln gebildeten complexen Zahlen. 155 

oder: 

Man hat daher die Relation: 

Sind die in dieser Gleiclmng auftretenden Grössen so beschaffen, dass 
ist, so hat man : 



'' I.," (fe^. -f) =„? ;" (V»(*^) - r) +|,« (VjfcÄt? -') -'"«''(^>- 





Füi 
Ist 


speciell ; 


ergebe 

/ 1 • 

x=(n) 


n sich die speciellen '. 


Formeln 

y 

x=(A)- 

X=(Ä) 








5) 


'tf;/ " 


-.) 




-p) 


ß' 


W 6iV(a;') + i3 


6- 


6) 




-f) 


(:' " 


4)' 




W H^(*^)+p) 





■S)i{n)%{B) 



so erhält man die folgende, zuerst von Herrn F. Mertens auf anderem Wege abgeleitete Formel: 



Es ist ferner; 






^ <i^)(z^G-r 



\ 

/_j 
"==(") 



wo die Summatiou bezüglich r/, über jene primären Divisoren der ganzen complexen Zahl x auszudehnen ist, 
deren complenientärer Divisor eine durch C tlieilbare rte Potenz ist. 

Bezeichnet man mit P/,,,.,j(.'r) die Summe der Normen der /,-ten Potenzen derjenigen primären Divisoren 
der ganzen complexen Zahl x, welche durch c'' tlieilbare rte Potenzen sind, so dass also Fü,,;c{x) die Anzalil 
dieser Theiler ist, so erhält man die Relation: 

^= ^ 

20* 



löü Leopold Gegenbatcer. 

Verbindet man diese Gleichung mit der Formel 1), so entsteht die Relation: 

7rwiV(c)'-(''-') V AT/ NW/, n . /-Af/ ^' ^'■""2''' V AV n'' 

^ > N{xy^''-*>+\/nN{c) 2, =xiV(ic) 



9) 



2 P^,.;c{x)' 



l0^k.|<l). 



Nun ist: 



x= [m] 



v-i_=vify(_i)- 



d"-i 






(-D^-Jjl + i + i. 



Ist s > 1, so hat man: 



1 1 1 

1 1 

1^ 2^ 3» 



wo: 



ist, und daher besteht die Gleichung: 



Lj {2x-iy (1'' 2» 3 

x=oo 

• + F = ^(^)-Zi 
|£'|<i 



l-2a;— 1)J 



x=k+i 

(Ä;+l)»-* 



/-/ N(xy 



(2a;— !)'■ 



;(«)Z 



(-l)^-'4 



[2^- "]'"(--')■ 



(0^|£i|<l) 



wo: 



_ V (-1)- ' 



3:=! 



^=m 



^' = ^(^)Z (2X-1 



t:^'-c(.) y 



(-1) 



x-l^' 



=■ [i^-'F^^-')- 



ist. 



Es ist aber; 



^=m+. 






.=['i±?] 

V _ 



r"'+'i I 



(-!)■ 



< 



V 



1 <- ?(s) 



m+3-| 






(2x— 1)' w»-' 



=m 



;-!«' 



»/ 



L2a;— 1 



i2x-iy 



< 



V 

x=1 



2a;— 1 



+ 1 



(2a;— 1)'' 



< r l0gW+C' + 



1 

»M — 1 



und daher hat man: 
10) 



M< ^ k(s)+log/«+6'+ -^} 



Zur Theorie der aus den vierten Einheitswurzelu cjehildeten complexen Zahlen. 157 

Es ist also für s > 1 : 

;t=(oo) ^ ^ 

und daher hat man auch: 

_ 7rCM^+l))L,.(,+.) 

■ — i-, r, c \-^) 






wo: 



W,//,+ iui 



W< ^-^^ i |<:(r(Ä; + l))+ — log»— logiV('-) + '^+ r,- — 1 -• f. . i ~^ V" 

■('■4) 



'"'^ '-- '" '■■"" " "- </^mcy „(/('+l)) 



4tn 

I , 1 ^ 

>1 



lA^I < ^-5^-5^ p— ^ k(r(Ä;+l))+ - log «-log i^(c)+C+ -—r-- — 

4/-T ( ' \/n-N{c) 

/- U( — lOgW lOgN(c))+C , , ON »T/ -,T AT/ \ I 1 

^CO'. 4 '4 V'« 4v/;T) V^ 2^ 

ist. 

Aus der Gleichung 12) folgt: 

Id) hm^eo ^^^^ = 4V(f'-(^-+')) (,r(;t+l)>l) 

i^j nm„=eo ^^ -8r(2r(^+l) + l)iV^c^'(*+')) 

} P_2t,ä,+i,,:(a:) 
^ "-°° n ■~2(2'-+'X2^+')+T((2r+l)(2A;+l))iV^(c(2'-+*X«+')) 

wo t2j der ate Secantencoeffieient ist. 

Ist in der Formel 8) /.■ z= und v = 1, so kann man dieselbe mit Hilfe der Relation 7) zunäclist in die 
folgende verwandeln: 



'o 



p.„„,)=.E'.(.T,)-Kv^)r 



V p„ , r^N _ 9 V 



Berücksichtigt man die von Herrn F. Hertens aufgestellte Relation: 



1 ^ r^Oog^ ^^„ ,-4 + log_2 _^ l 



wo: 

und: 

_^y (-l)-log(2x-l) 
■^'■~ ^ (2x— IV 

j:=2 ^ 



15S Leopold Gegenbauer. 

ist, so erhält man: 



r«^ 



85«. 



wo : 

3 < 

n \ * „ / n 



i^^kK^) -^^irm) 



\N{c)) \N{c), 

ist. 

Die Formel IG) hat auf dem ehen eingeschlagenen Wege für den speciellen Fall N(c) =z 1 schon Herr 
F. Mertens abgeleitet. 

Aus der Gleichung 16) ergeben sich die Relationen: 



~ 16iV(c) ^ 



17) lim„_ ^5^__=: _^(log„ + 2C---l+ ^-logi^r(o)) 



2 fiW 

18) • lim. «=00 -'-^^^ ^f^ = leivVÖ (^"^■" + -^-'+ ^ -^'^^'^^'^ 



limr|,„=oo— = 0; lim^,„=oo— =0) 



y^Po,,,.(.T)- ypo.i,.(a;) ^ n,i,c(^) 

19) lim,, _«, '-Ä!^ 5^i5^^^!^ = lim „=co ^ 



[ne] 



yp„,,,,(x)— ypo,.,.(,r) 



. , ,' HW log 10' 

20) lini.=oo -'""> io»-10-' = l^' ^"^'^ - -^ "^'-^ + ^ -\osmc) + -9- 

Von den in diesen Formeln enthaltenen arithmetischen Theoremen mögen die folgenden besonders 
erwähnt werden: 

Die Summe der reciproken /.ten Potenzen der Normen derjenigen primären Divisoren einer ganzen 
complexen Zahl von der Form a-i-hi, welche durcii c' theilbare ;te Potenzen sind, ist im Mittel gleich dem 
Ausdrucke: 

JV(c)'- ('■+') 

Die Summe der Normen der reciproken Ä,teu Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen 
complexen Zahl von iler Form a + bi, welche durch c--' tlieilbare (2/-)te Potenzen sind, ist im Mittel gleich dem 
Ausdrucke : 

2r(2/-(,^+lj + l)iV(c)2'-(''+')' 

Die Summe der Normen der reciproken (2Ä:)ten Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen 
complexen Zahl von der Form a + bi, welche durch c^' + ' theilbare (2/-+l)te Potenzen sind, ist im Mittel gleich 
dem Ausdrucke: 

;-(2r+lK2/ + l,m.2>-+l)(2Z,-+l))r(2,+ lxa,+ l)_l 

2(^'-+t)cu+,)+iY((2r+l)(2k+l))N{cf'-+')^'"+''> ' 

Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form a + b/, welche 
durch c'' theilbare ;ite Potenzen sind, ist im Mittel gleich dem Ausdrucke: 

N{cY ' 



Zur Theorie der aus Jen vierten Einheitswurzeln gebildeten complexen Zahlen. 159 

Ist: 



lini^, „=oo — = 
n 



3 

lim,,r,=oo — = 



so hat jede ganze complexe Zahl von der Form (i-^bi, deren Norm in dem Intervalle // — r,-i-l. . .u + n Hegt, 
im Mittel: 

^{,og„ + 2C+^_,ogiV(o)} 

primäre durch c theilbare Divisoren. 
Ist: 

3 

■'■/ 

so hat jede ganze complexe Zahl von der Form a + hi, deren Norm iu dem Intervalle «- r; + l. . .n+ri liegt, 
im Mittel eben so viele primäre durch c theilbare Divisoren, als jede ganze complexe Zahl des Complexes («e). 
Jede ganze complexe Zahl von der Form a + hi mit s-zifferiger Norm hat im Mittel: 



{s log 10 + 2 0'— iH ^ — logA(^c)+ ■ 



durch c theilbare primäre Divisoren. 

Die Summe der Normen der reciproken Z-ten Potenzen der ungeraden primären Divisoren einer .izanzen 
complexen Zahl von der Form a + bi ist im Mittel gleich dem Ausdrucke: 

2/. + 1 ' 

während die entsprechende Summe l'iir die halbgeraden Divisoren: 



und für die geraden: 



ö»^ 



2^+'— 1 
^p^^^L..+. ?(/,•+ 1) 

L,+,<(Ä-+1) 



4'.+< 
beträgt. 

Die Summe der Normen der reciproken \2k — 1 )tf" Potenzen der ungeraden primären Divisoren einer 
ganzen complexen Zahl von der Form (( + hi ist im Mittel gleich dem Ansdrncke: 

(2'"-l)(2;:)^-^,L2, 



2''*+'r(2Ä,-(-l) ' 

während die entsprechende Summe für die halbgeraden Divisoren: 

2(2■''^-l)(2nr■B,L^, 
4"'+*r(2A-+l) 
und für die geraden: 

(2;^)^^".BtL^, 

2''+<r(2/<^+i) 

beträgt. 



160 Leopold Gegenbauer. 

Die Summe der Normen der rcciproken (2t)ten Potenzen der ungeraden primären Divisoren einer ganzen 
complexen Zahl von der Form a+biM im Mittel gleich dem Ausdrucke: 

während die entsprechende Summe für die halbgeraden Divisoren: 

und für die geraden: 

7z"'+'t[2k-JrViru 
' 4M+2r(2/,;+l) 

beträgt. 
Ist: 

lim^,„ = oo — = , 

3 

SO hat jede ganze complexe Zahl von der Form a + bi, deren Norm in dem Intervalle n — vj + l. . .«4-^3 liegt 
im Mittel: 

-^(logH + 2C'+^+log2) 

ungerade, 

^(log« + 2C+^ 
halbgerade und : 



^ flog n-\r2C+ ^— '- - 2 log 2 
10 V 1^ 



gerade primäre Di^nsoren. 

Jede ganze complexe Zahl von der Form a-^bi mit s-zifferiger Norm hat im Mittel: 

— (slog 10+2C'— iH ^ + log 2+ —2^ — 



9 
ungerade, 

'^ / , in or. 1 8m. log 10 

-pr s log 10+ 2 G^l + L + _^ 

1d V n y 

halbgerade und: 

"■ / 1 in o/-. 1 82^1 Ol o log 10 

-^fsloglO+2C'— iH '-—2 log 2h --— 

Ib V 7t \) 

gerade primäre Divisoren. 

Es sei ferner die zahlentheoretische Function: 

wenn x. eine complexe Einheit oder aus einer geraden Anzald von verschiedenen complexen Primfactoren 

zusammengesetzt ist; 

<x{x) = — 1 

wenn .(• aus einer ungeraden Anzahl von verschiedenen complexen Primzahlen zusammengesetzt ist, und 

^(o:) = 

wenn .<■ mindestens durch das Quadrat einer complexen Primzahl theilbar ist. 



Zur Theorie der aus den vierten Einhelts wurzeln (jelildeten complexen Zahlen. 1 H 1 

Hat nun ix^i^c) den Werth 1, wenn x eine complexe Einheit oder durcli keine r'e Potenz theilbar ist, 
während ix,{x) gleich Null ist, wenn x mindestens durch die rte Potenz einer complexen Piimzahl flieilbar ist, 
so hat man: 



21) Z^(V^) = ^'<^) {d'ry-^x) 

denn ist x durch keine ;-te Potenz theilbar, so ist der einzige Werth, welchen d', annehmen kann, x, ist aber 
die grösste in x aufgehende rte Potenz aus r verschiedenen complexen Primzahlen zusammengesetzt, so ist: 

IK#)=>-(i)-(2)-(3)-(4)--(-»' 

"'r 

= 

Ist / = 1, so hat man offenbar: 

22) 2K^) = 

d 

WO die Summation über alle primären Divisoren von x zu erstrecken ist, wenn x keine complexe Einheit ist, und: 

23) Y.^(SC) = 1 

d 

wenn x eine complexe Einheit ist. 

Aus den eben abgeleiteten Formeln ergeben sich die Gleichungen: 



M) 



Z_i h\x)' ■ — i Nix)-' ~ ^ MxY 

l = (oo) • :r = (oo) ^ ^ r=(oo) ^ -^ 



95) V -A_ V K^) _i 

" ^ Zj Mx)' • Z^ iV(a;)' ~ 

x = (oo) "■ ^=(oo) ■ ' 

und daher ist: 

26) 



y p-(x) _ 1 



27) 

Man hat nun : 



^=(v'«) ^=(v'»)'"=^"' 



2- 

x = (m) 



^)(ZK\/J). 



oder : 



= V ^,(a;) 



^8) • V 5t(^)K^) = 0'^(n) (r>l) 

-=(vV) 

wo £i!.(n) die Anzahl derjenigen Individuen des Complexes (n) bezeichnet, welche durcli keine rtc Potenz 
theilbar sind. 

Denkschriften der mafheuti.-tialunv. Cl. L. Bd. oj 



162 Leopohl G cgenhaner. 

Mail hnt daher den Satz: 

Di\ idirt man die Zald n durch die Normen aller dem Complexe (n) angehörigen rteu Potenzen von Zahlen, 
die nur aus verschiedenen coniplexen Prinitactoren zusammengesetzt sind, und versielit die Anzahl der 
Individuen des irgend einem der erhaltenen Quotienten entsprechenden Theilbereiches von {ii) mit dem positiven 
oder negativen Vorzeichen, je nachdem die /'te Wurzel des Divisors aus einer geraden oder ungeraden Anzahl 
von verscliiedenen Primzahlen zusammengesetzt ist, so ist die Summe der so entstehenden Zahlen gleich der 
Anzahl jener Zahlen des Complexes (w), welche durch keine rte Potenz theilbar sind. 

Verbindet man die Gleichung 28) mit der Formel 1), so erhält man: 

_, , KU S^ p.(x) /— \^ Sx!J-(x) 

"~ 4C(»-)L. ~ * 
wo : 

Ttn V M^ /- V s'j.{x) 

ist, aus welcher Gleichung sich sofort folgende Relationen ergeben: 

IM<^ fe+7log«+C-+-^} -'r Vm)L,. 0->2) 

^ ^ ' \/n—V v^/ T 

1 

/- ( /-^ - ,, r.\ , -•■' Cr: I bn~ 1 



Es ist also : 



29) 



2^ |A,<a;) 



4C(r)L, 



30) lim„=oo^^W - r(2rH-l) 

-« ~ 4(2;r)2^-'£.L2,. 

31) lim„-^i=ik - 2^'r(2r-H) 

H. K»'-T2,?(2;-+1V 

Aus diesen Formeln fliessen die arithmetischen Theoreme: 
Unter den Zahlen des Complexes (n) gibt es im Mittel: 



4<(r)L, 

solche, welche durch keine rf« Potenz theilbar sind. 

Unter den Zahlen des Complexes («) gibt es im Mittel: 

r(2r+l)rt 



4(2nrV'-'AL,, 
solche, welche durch keine (2»-)tc Potenz theilbnr sind. 



Zur Theorie der ans den n'erten Einheitswiirzeht gebildeten complexen Z'iJileii. 163 

Unter den Zahlen des Complexes («) gibt es im Mittel: 

;r2'-T2,C(2r+l) 

solche, welche durch keine (2a + 1Vp Potenz theilbar sind. 
Unter den Zahlen des Complexes (w) gibt es im Mittel : 



4 V t[r)L,. 

solche, welche mindestens einen Primfactor in der rten oder einer höheren Potenz enthalten. 
Unter den Zahlen des Complexes (n) gibt es im Mittel : 

Tzii , 2r(2/+l) 

4 [ {^2-.fBrU. 

solche, welche mindestens einen complexen Primfactor in der (2r )ten oder einer hölieren Potenz enthalten. 
Unter den Zahlen des Complexes i «) gibt es im Mittel : 

Tin / 2^'+'r(2r+l) 



4 V ?:■'■+' T.,,Z(2>-+1) 



solche, welche mindestens einen complexen Primfactor in der (2r+ljten oder einer höhereu Potenz enthalten. 
Man hat ferner: 






und daher nach 22) und 23): 

o2) 2^(i^)K-) = l- 

Aus dieser Formel leitet man leicht einen Ausdruck für die Anzahl aller Priinzalden des Complexes («) ab, 
wenn sämnitliche Primzahlen des Complexes (\/« ) gegeben sind. 

Sind nämlich J)^, j)^, j'-f, ■ ■ ■, p,- gegebene Primzahlen des Complexes (n) nnd bezeichnet: 

\Z_; Jp„Pi,--;l>r 

x= {n) 

den Ausdruck, welchen man erhält, wenn man für x alle jene ZaliTen des Complexes («) setzt, welche nur aus 
den Primfactoren^j,, jfjj, . . ., p,. zusammengesetzt sind, so erhält man aus der eben abgeleiteten Formel sofort 
die neue : 

WO P irgend eine Zahl des Complexes (m) vorstellt, welche keinen der eben genannten Primfactoren besitzt, 
und Lg(Pj die Anzahl der Zahlen F ist. 

Sind nun die Zahlen i)\, p',^, p'.^, . . ., pi sämnitliche Primzahlen des Complexes {\/n), so ist jede der 
Zahlen P eine dem Complexe («) angehörige Primzahl mit einer Norm, welche die \/u. übersteigt und daher 
ist in diesem Falle L^iP) die Anzahl aller dem Complexe {u) angehörigen Primzahlen mit \/}i übersteigender 
Norm. 

21* 



16i Leopold Gegcnbaner. 

Die Anzahl aller Priulzalilen des Complexes (w) ist also durch folgenden Ausdruck gegeben: 

MO die Grössen ])[, p'.^, p'^, . . .,pr alle Primzahlen mit \,//( nicht übersteigender Norm sind. 

71. 



}l 

Setzt man in der Gleichung 8) c =: 1, schreibt sodann fiir ir. — — j— , mnltiplicirt mit N{if^)i).(y) und 



summirt über alle Individuen des Complexes (y/«), so erhält man: 












iV(a;)'-V.(a;) 



i:'(i^)(i:-(v^)^(f 



Nun ist aber nach der Defiuition von i}.::{x) : 

34) Z^^(\/i)^(i)'=<-(-) 

wo t',.j!,^{x) die Summe der Normen der Ä:ten Potenzen derjenigen primären Divisoren von x ist, welche ;-te 
Potenzen und durch keine ((7r)te Potenz theiibar sind. 
Man hat daher : 

35) i;. ., .{n) = V ,',_ ,, „(a.) = V 5^ / » j iV(a.)'-V,(x) 

Verbindet man die letzte Gleichung mit der Formel 12), so erhält man: 

^=(\/«) 
-C(r(Ä- + l)~) V £4J.(a;)^l x ;tC(;/-(A-+1)) V ^-K-*^") 



,_1 ^ ;^(7los» + ?(^i/.-+lj)+t'-(7logiV(.t))- 72" ^ ^ 

\ V 2// --U+v) ^ — ' -(1+2/,) 

(o^]t-,|<i) ('•(^•+4)^-' 



Ziif Theorie der ans den vierten EinheiUwurzeln gebildeten coinplexen Zahlen. 166 

y ;rf(>-(/.'+iyiL,,,-+,) V f^(.^') , 

2^ r,, _,. ,( ,r ) _ ^ n _ ^.. „,,, + „ + 

7ri:(r(7>'.+ l)) V JxK'^Vl, >/ // , . r. ^ Ar .A 7rC(r(Ä:+ 1)) V '■f^'-''' 

+ ^^^^^ — r^ ^ -^^^--^—\oi>;ii-i-C{r{k+l)) + C^G\ogN(x)] + ^^ ■ — ^ ——^ 1- 

i-— ' — ' J^(xy\r " I /.__ — ■ L 

/- V ^-f^f'') Ulog'«H-rC' „,, (4+]og2)Alx)- iV(.r)' |. 

+ V W / ; h Vjl , H ^ 1 ■ 

^ ...... ,T"+-( ^'- 4C/« V/. 



= (;/T)^*)' 



WA'+^1=:1 



Es ist daher : 



V.' 



Aj • ' ^ 4<(a/-(/^+l))L,,(,+,) 
wo: 
,. , :rf(r(/,-4-n)-L,,/,+i)fM/.-+l)) ( , ., . ^ 1 , , 1 ) 



4>r 



or / — 



H ^ ( — ; 1- + L( /■ ( A'+ 1}\ j H j i j j \- 



k - \ r ! k-— k — 

4h. '• 2n '• 16 h '' "'■ 

4h '■ 2''' 



A. < ^^^-^ " "''+'-- — ^ --L \ C,( ar(k+ 1 ) ) H log ii + C 



4«''' '• ' 2h'' >■ 16h^' '■ ">• 

3 1 

4h "^~ ^^ 



.+ |) = i 



X=:00 

.i:=2 



ist. 



Man hat daher die Gleichungen 



6^ 



37) lim.. 00 -"""'^ = 4^f^'^ft!^^r"^" KÄ-+1)>1, .>1) 



y ^2.-, -/.-,. (^) 



/_j 



38) lim „ = 00 - 



= |)!l 



r(2t7;\A;+l)+l)5,(,,+i)L2,,^.+i 



s^2-T)ä'-i'-+')*-') -' ij,,,,,,+„ n 2/-(A-+ 1 ) + r)U,r,,-+i 






39) hm, — — 



1» = 00 



2,2, + ijt2<+i)+s^(5(^2;-+l)(2/.'+l))r((2/-+l)(2Ä,-+l))L„3,.+,,(2;.+i, 



IGG Leopold Gegenbauer. 

Setzt man iu der Gleicliung 3G) /,■ = und ;■ = 1, so erhält man: 

2^ r5, „, , (X) - ^ Po, i, 1 [-^h^) K^) 
oder uacli der Relation 16): 

a; ^ (71) / - \ / ™ \ 






Nun ist aber: 



und daher hat man: 



(0^|j.,.|, |si|<l)- 






x = ioo) 



V / ^'" i, O,, 1 83JJ, (7g, (790?, 

.T=(«) 



■\ 



wo: 



\\\<^^\(^(a){\ogn^2C-l + ^'-){ii(a) + Uogn + 



3 r Q 

ÖI7 



14 

3 
ist. Füi' a n: 2 ist, wie schon Herr F. Hertens hervorgehübeu hat, A^ von der Ordnung «*. 
Man hat daher die Gleichungen: 

/ t',, o.dCa;) 

41) lim„=oo — = .,■>, ,T log »+2 C— 1 H + -y-.- =.— 

^ M lbC((7)ivc ( nr C(<7) Lt, ) 

^ T),o,a(,a;) — 2j ^m,^(^') 

^»j luc((7)y>,3 ( K C{^a) La 



+2n*{l2+d—)Lj (<^>2) 



('lim^,„=oo— = 0; limY),«=oo— = 



■'i 



) 7i, 0, a(*) — )^ ^<- 0. ^(^) X ^'' "■ ''(*^'' 



' 2rj \ne\ 



43) lim,,_^^-^t^i±^i^ _L^(Zi^:^^ = lim„= "-^^ 



3 

lim^ 



1*1).«= 00 



— = 0; lim, „=00 — = 0) 



Zur Theorie der aus <1rn rierfen Einheltswurzelu gebildeten complexen Zahlen. 1()7 
=°° TrT — TTTTTi = tt^^ — Tj- t'^ log lO-;-2L — 1 -i ' -; ^^ '- -— -\ 



^^ -j.o....,(.r) 



/ '■i,ii,23+)(j;0 



46) lim, 



j-- = i„) 



7r-'-'T2,r(27+]) ( ^ - ;r ?(27+l) r:''+' '■,, \ 

flini „=oo — = ; lim . „=oo — = 

^^^l.^.^.+ lU■■) — ^ r;,,,,+,(.r) 
48) lim-„.„=, ^=(1+V. .■=,„-,' 



'/). /I = 00 



_ 2^-^r(2a+l) I . Sfflf, (2.-H)5..+ , 2^-+^r(2a+2)TO,,+ . ) 



flimrj.M^oo — = '*; lim ,=oo — = 



n ' 



49) lim,=, 



° 10^—10^-' 



32(2;:)— ß,L,, ( *' ,-, ^ il t2,T)-^-/y, L,, ) 



50, lim.^.^^^^:^ W^^ 

Ans deu entwickelten Gleichiuigeu ergeben sich folgende arithmetische Theoreme: 

üie Summe der Normen der reciproken /tcu Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen com- 

plexen Zahl von der Form a-\-hi, welche rt'- Potenzen und durch keine (<Tr)te Potenz theilbarsiiid, beträgt im 

Mittel: 

nie Summe der Normen der reciproken /tcu Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen coni- 
plexen Zahl von der Form ,i-hhi, welciie (27)ti' Potenzen und diirch keine (27/)fe Potenz tiieilbar sind, beträgt 
im Mittel: 



168 Leopold Gegcnhaucr. 

Die Summe der Normen der reciproken {2k)ien Potenzen der)enii>en primären Divisoren einer ganzen 
complexen Zalil von der Form u-^bi, welclie (2y-i-r)te Potenzen und durch keine {o{2r+l))ie Potenz thcilbar 
sind, beträgt im Mittel : 

;t('-'-+'X-^-+"C(( 2r+ 1)( 2k-'r r))r(,,^,x2/.-n)-i 

2(-' + ')(«+') + '<(5( 2r+ l){2k+ 1) iPi {•2r+r)(2k+l) )L,^2.+ixv.-+i) 

Die Summe der Normen der reciprokeu Ateu Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen com- 
plexen Zahl von der Form a-'.-hi, welclie rt'^ Potenzen und durch keine (27/)te Potenz theilbar sind, beträgt im 

Mittel: 

r[2'jr{k+l) + l)C(>-(fc+ 1 ) )L,(;,+i) 

Die Summe der Normen der reciprokcn Ä-teu Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen com- 
plexen Zahl von der Form a->rbi, welche rte Potenzen und mindestens durch eine ('7r)te Potenz tiieilbav sind, 
beträgt im Mittel : 

Die Summe der Normen der reciproken Ä:ten Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen com- 
plexen Zahl von der Form K-yhi, welche (2/)te Potenzen und mindestens durch eine (2c7;)te Potenz theilbar sind, 
beträgt im Mittel: 

f2;rV'(^'-+"B,(,+ ,)1^2,C .-+o fi _ 2r(2ar(7,--t-l)-'rl') \ 
2r(2r(Ä--:-l) + l) ( (,2- )--('■•+ '^ß,,(;, + ,)L2,, (,,+ ,)( ■ 

Die Summe der Normen der reciproken (2Z-)ten Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen 
complexen Zahl von der Form a + hi, welche i2/ + I^p Potenzen und mindestens durch eine {(j[2r-hlj)io Potenz 
theilbar sind, beträgt im Mittel: 

^(ä,.+i)(2/.-+i)^((2r + 1)(2Ä:+ l)')r(2,+ ,)(,,+i)-i (^ 



2C''-+im-+i)+T((2r+l){2k+l)) l 4(7(2r-t-l )(2/fc+l))La(3,-Hi)(2/-t-i) )' 

Die Summe der Normen der reciproken fct'-« Potenzen derjenigen primären Divisoren einer ganzen com- 
plexen Zahl von der Form a + bi, welche rte Potenzen und mindestens durch eine (2ff*-)te Potenz theilbar sind, 
beträgt im Mittel: 

. , ,,,^ L 2ri2^r(7.-+i)+r) I 

C{>\k+l))L,^,,+ i) \i — , ■.2,,,,,, Dß f \ ■ 

^ ^ ( (27r)-"^'+'^±>c,.(/,+i)-L/2cj,(/;-fi)' 

Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form a + bi, welche 
;te Potenzen und durch keine (ar)te Potenz theilbar sind, beträgt im Mittel: 



t('7y)L„. ■ 

Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zaid von der Form n + bi, welche 
(2/-)te Potenzen und durch keine (2ar)tc Potenz theilbar sind, beträgl im Mittel: 

r(2?r-t-l)-B,-L2,. 
(2;r)-'("-')r(2r+l )5„.Lj,; 

Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form n-hbi, welche 
(2r + l)te Potenzen und durch keine (^'7(2;+l))te Potenz theilbar sind, beträgt im Mittel: 

n--'-+';(2r+l)T3, 

2-''+- l:['j[2r-'r 1 ))]\2/-+ l)Lc(.,.+ i)' 



Zur Theorie der aus den vierten Einheif.wnirzeln gebildeten complexen Zahlen. IG 9 

Die Anzalil deiji'nigen priiiiüren Divisoren einer ganzen complexen Zahl von iler Form a + bi, welche 
/•t« Potenzen nnd dnreli keine (27/-)tc Potenz tlieilbar sind, beträgt im Mittel: 

r(2(7r+l)<(r)L,. 
(27r)^-5„X,„. • 

Die Anz;ibl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form a + bi, welche 
rti' Potenzen und mindestenn durch eine (c;/-)*« Potenz thcilbar sind, beträgt im Mittel: 

c(»-)^,Yi ^ 



<{<yr)L„ 



Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form a + bi, welche 
(2/-)te Potenzen und mindestens durch eine (2(7r)te Potenz theilbar sind, beträgt im Mittel: 

(2kY"-B,.L.,,. ( 2r(2^r+ll 



2r(2r+l) ( (^■27:f--B,,LoJ- 

Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form a + bi. welche 
(2/--l-l)te Potenzen und mindestens durch eine (a(2r+l))te Potenz theilbar sind, beträgt im Mittel: 



2='+'q\2r+l) ( Clt7(2r+l))L,,.,+ ir 

Die Anzahl derjenigen primären Divisoren einer ganzen complexen Zahl von der Form <i + bi, welche 
»■te Potenzen und mindestens durch eine (2(7/-)te Potenz theilbar sind, beträgt im Mittel: 

Ist: 

lim,,,,, = 00— = 

' n 

lim ,,,„=00 — = 

so besitzt jede ganze complexe Zahl von der Form a-i-bi, deren Norm in dem Intervalle n — o + l. . .n + 'Q liegt, 
im Mittel : 

primäre Divisoren, welche durch keine Tte Potenz theilbar sind, und 

5?r ( %, m. 



^(log. + 2C'+-')(l-^-^ 



primäre Divisoren, welche mindestens einen Primfactor in der ijteu oder einer höheren Potenz enthalten. 
Ist: 

lim, „=00 — = 

' n 

i 
lim ^,„ = 00 — = 

so besitzt jede ganze complexe Zahl von der Form a->rbi, deren Norm in dem Intervalle w— vj + 1. . .« + -,7 liegt, 
im Mittel ebenso viele primäre Divisoren, welche durch keine (mindestens durch eine) ate Potenz theilbar sind, 
als jede der Zahlen des Complexes (ne). 

Denksclirifleii der malhom.-naluiw. Gl. L. B'l. 22 



170 Leopold (Jegenhauer. 

Ist: 



lim ,,,„=00— = 

n 



3 

lim,,,„ = co^ = 



so besitzt jede ganze complexe Zahl von der Form a + hi, deren Norm in dem Intervalle n^r,-\-\. . .n + r, liegt, 
im Mittel: 

-4:; — r-rr^F- log n + 2C-i '- + ;. .,,T^ — ■ 



primäre Divisoren, welche durch keine (2ff)te Potenz theilbar sind, und: 



K 



log «4-2 C+ ^-i 1 



89«, w 2r(2c^ + l) > aY[2i+l) )2T(2a+l)'^2. Wo 



^^^io«« + .c+ _^ ji^i ^ßny^B^J 2{27:y^-^ B,L,J (2kY^B, U, 

primäre Divisoren, welche mindestens einen Primfactor in der (27)ten oder einer höheren Potenz enthalten. 

Ist: 



lim 7), 


n = 


- 00 


•i 

n 

3 








lim^, 


n = 


00 


1^ 


— 






so besitzt jede ganze complexe Zahl von der Form a-\-bi, deren Norm in dem Intervalle n — r. + l . . .n-hr, liegt, 
im Mittel: 

____^log;,+2C+ -^ + ^(2.+l) ^^^W. 

primäre Divisoren, welche durch keine (27+l)te Potenz theilbar sind, und: 

primäre Divisoren, welche mindestens einen Primfactor in der (27 + l)teii oder einer höheren Potenz enthalten. 
Jede ganze complexe Zahl von der Form a + bi mit ,s-zifferiger Norm hat im Mittel: 

sloglO + 2C'-H-*+^-^.^-^! 



4C(7)LJ = ■ - ■ - ■ 9 ■ ^(5) L^ 

primäre Divisoren, welche durch keine ate Potenz theilbar sind, und: 

TT \ . ,,, „^ . sm, log 10),, 1 ^ ^- , %, m, 

primäre Divisoren, welche mindestens einen Primfactor in der c/t«'» oder einer höheren Potenz entlialten. 
Jede ganze complexe Zahl von der Form a-i-hi mit .s-zifferiger Norm hat im Mittel: 

primäre Divisoren, welche durch keine (25)te Potenz theilbar sind, und: 

'^ * inoio^9.' i_^ ^'^'^ ^'•^S-IO), 2r(2^-H-) ^ ^r(2^ + n ( 2r( 2^ + 1)5., SWaJ 

primiUc Divisoren, welche mindestens einen Primfactor in der ( 2a)te'i oder einer höheren Potenz enthalteq. 



Zur Theorie der aus den vierten FAnheitsiourzeln gebildeten complexen ZaJden. 171 

Jede gauze complexe Zahl von der Form a + hi mit s-zifferiger Norm hat im Mittel: 

primäre Divisoren, welche durch keine (2!7 + l)tß Potenz theilbar sind, und: 

-/ 1 1A o^ 1 83K, loglON/. 22'+=r(27+l) ^ 

— (s log 10 + 2 C—lH ' + " )f 1 5rri 1^ rr) — 

4V TT 9 /V ,-z-'+'t2,(:(2c;+1) / 

_ 2^T(2g + 2) / S,,+i _ 2^^+^'(2ff+l)ä)^2, +,^ 

;:--r,42(;+l)U(2=? + l) ü-'+'tj, j 

primäre Divisoren, welche mindestens einen Primfactor in der (2';-t-l)ten oder einer höheren Potenz enthalten. 
Es sei ferner : 

51) <p,(x) = ^tJ.{d)N(^^'j' 

d 

SO dass y,(x) die Anzahl derjenigen Zahlen eines vollständigen Eestsystems für den Modul x ist, welche mit x 
keinen gemeinschaftlichen Theiler haben („Recherches sur les formes quadratiques ä coefficients et ä iudeter- 
minöes complexes." Par G. Lejcume-Dirichlet. Journal für die reine und angewandte Mathematik von 
Grelle, Band 24). 

Aus der Gleichung 51) folgt die Relation: 



und daher ist: 

52) 



Z_i NixY ' ^ N(xy-'-- -^ N(xy 

x=(oo) ^ .t = (oo) ■ ' « = (oo) ^ 



..= (00) ^ ^ -^ 

V ?M V J__ V 1 

z^ Mxy ^ N(xy ~ ^ N{xy^' 

x=(oo) ^ x = (oo) a: = (oo) ^ ' 



aus welcher Relation folgt: 

53) y f,id) = Nixf 



d 



Man hat nun: 



x = (,i) ^ ' x,y={n) ^ •' 



V ./_!LvV 



_ V 



x = (n) ^ ^ d 



, N(xf 
S'u(:n). 



II 



Schreibt man in dieser Gleichung für ii = yT'"' multiplicirt mit ij.[i/) und summiri bezüglich // über alle 
Individuen des Complexes (m), so erhält man: 

22* 



172 Leopold Cieye iibauer. 

2«(jij)K,i=i:'>(si^)'"Wrt!') 

;i=(n) x,y = (n) 

oder nach 32) : 

55) Y.<p,ly)=^S^^(^^)i.(y). 



t/ = (n) y = {n) 



Es ist aber 



S',(m) = _^iV(cc)* 

a: = (h() 

= 2^(2:(-:)- 



r=i ,11 



oder wegen der Formel: 
P+2*+3h 



= V (_i).-.^2x-l)'Jl' + 2H3'-+ . . . +[2£rj1 



;■' + ' >•'■■ ,ksB.r''-' /fc^^^r^-' /kyB^r"'' 



S; 



OT*+i ^r^ (—1)—' . 



wo: 

rm+i 



"^^-"^^^"^^ '■^•' ^M2L2x-lJ l2M-lL2^-lJ ^UA-3L2:c— iJ 



ist, und daher hat man: 



56) Siim) = -— - +\ 



4(1+1) 

und : 

|A„|<:£»re* 



wo £ eine angebbare endliclie Grösse s^ nicht überschreitet. 



Die Formel 55) verwandelt sich daher in: 

Z ^*<^^ = 4(ITTT 2. ivHFT^ +" 1 M^ (O^I=..-l^^o) 



oder auch: 



wo: 



4(A:+l)C(i-+l)i.,-+, 



Zur Theorie der ans den vierten Einheitswurzeln gebildeten complexeii. Zahlen. 173 

ist, aus welcher Gleichung folgt: 

IM^ l'(il"^)^' { m-+i)+\og n+c+ -Lj + v'fao jc(:/.-)+iog «+C+ ^j (A:> i) 



lA I >/3n - 7:(l-{-L,) kL, 



(/.■=1). 



2 



Den speciellen Fall k = 1 der Formel 57) hat schon Herr Merteus mitgetheilt. 
Aus der Formel 57) folgt; 

58) lim„= 



"-°° «'•+' -4(/.+l)^(Ä-+l)L,+, 



/_, y^i-i (a;) 



59) lim^^i^Ü!^- ^(2^-+ 1^ 



8t(2-T/-"-' i;,Loi. 



\f2iix) 
60) lim i^^li^ - ^"-I^(^^-+l^ 



Mat hat daher das Theorem 

illstJinrlitrpn Tfpatsvstpms für dpn Modul ii. p-iht p« 

/i iv. 



Unter den C41iedern eines vollständigen Restsystems für den Modul u gibt es -y=r- A"(h) Zahlen, welche 



mit ?i keinen gemeinsamen Th eiler haben. 
Setzt man: 

61) Y,^(cl',)=Kr(x) 

so ist offenbar: 

X,(a-) = fx(g) 
wenn : 

x-= Q.R 

und R die grösste in a; aufgehende r'e Potenz ist. 
Es ist also : 

Xix) = 

wenn x einen Primfactor in einer Potenz enthält, deren Exponent nach dem Modul r einer der Zahlen 2, 3, 4, 
. . ., r — 1 congrueut ist, während in den übrigen Fällen: 

X.^x-) = (-1)" 

ist, wo 5 die Anzahl jener Primzahlen ist, welche in x in der Potenz /.■/■+ 1 enthalten sind. 

Ist speciell r = 2, so hat X,.(x) den Werth +1 oder — 1, je nachdem x aus einer geraden oder ungeraden 
Anzahl von (verschiedenen oder gleichen) Primzahlen zusammengesetzt ist. 

Aus der Defiuitionsgleichung 61) folgt sofort: 






V Ä,.(aO 



x=(00) ^ ^ j:=(oo) -^ ..-=(00) ^ ' 



174 Leopold G('(jenb(iuer. 

und dahei- ist: 



62) 



V h{x) _ !:{rs)L,., 

/_j N{x)''^ Mxy ^ N(x)'-' 

i=(oo) • x=(oo) a;=(oo) ■ 



aus welcher Gleichunff foli;t 



o 



63) y A,(d) = 0, 



d 



wenn X keiue /te Potenz ist, und : 

64) Y. ^-('^') = 1' 



wenn x eine rte Potenz ist. 
Man hat daher: 

WO (),.(«■) die Anzahl der Zahlen des Complexes («) ist, welche rte Potenzen sind. 

Schreibt man in dieser Gleichung für j/ : -^tt-^, multiplicirt mit ix(iß und summirt bezüglich y über alle 
Zahlen des Complexes («), so erhält man: 

— l_, '^rix). 

Schreibt man in der Gleichung 62) für s : crs und multiplicirt sodann mit ; 

V 1 



so entsteht die Relation : 



und daher ist: 



x = (00) ^ 



_ V 1 V m/^) 

— Zj Ma,>-'-iij Mxy 

x = (00) Jt = (OOJ 



= «.,,.(j^) 



Zur Theorie der aus den vierten. Einheitswurzeln gebildeten complexen Zahlen. 175 

wo «!,.(.'') die Anzahl derjenigen Divisoren von x ist, welche (7/-)te Potenzen sind und deren complementärer 
Divisor durch keine crt« Potenz theilbar ist. 
Es ist mm: 

■^=(0-) -5= (\' »)-"=(") 



=Z'(ife)(i;>^(v'ii: 



V 



Man iiat also: 






_ 7i!:{r'j)L,, _ 



wo: 



ist, aus welcher Gleichung folgt: 

'?:•' \r.^ log« 1 ) r ,log« 



(a = 2). 
Aus den eben entwickelten Formeln ergehen sich die Gleichungen: 

69) hm„ = ^ = -^^(7^ 

/ «2,-, c(a.') 

,. .rr„i (271)^"+' ^„L.,.. 

' ^)) ll"l " = OO = ...po , ix;-/ Nr 

-^ // Ibl ylr'j-ir\)C{p)L^ 



... ,. , .,■ tt. _ 2^T(2<7+l)C(r(2.+ l))L,,..^., 

'"^ 11'". = CO ;^^ - ;r'^'r,,C(27+l) 

/ a2,-+l.23+lU") 

''■' lim.=oo ^^ - 2-'*-'+"+-I\(^2;-4-l)(2(7+l)V2,?r2cr-f-l^ 



176 Leopold Gcgenha iier. 

Man hat daher die arithmetischen Theoreme : 

Jede ganze compiexe Zahl von der Korui a + hi hat im Mittel: 

primäre Divisoren, welche (5/)te Potenzen sind niul deren complementärer Divisor durch iieine ^te Potenz 
theilbar ist, nnd: 

primäre Divisoren, welelie (c7;-~)te Potenzen sind und deren complementärer Divisor mindestens durch eine 
<jte Potenz theilbar ist. 

Jede ganze compiexe Zald von der Form a + hi hat im IMittel: 



2T(2rrj-J.-l\C(G^L, 



primäre Divisoren, welche {2or\'Q Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch keine jte Potenz 
theilbar ist, und : 

{2Ky'-B,M,., j i_( 

2r(2r7+n \ r(7)L,* 

primäre Divisoren, welche (27/-)'*' Potenzen sind, und deren complementärer Divisor mindestens durch eine 
ffte Potenz theilbar ist. 

Jede ganze compiexe Zahl von der Form a + bi hat im Mittel: 

(2;r)^-('-"r(2(7+l)J?„.L^,., 
r(2rG+l)B,L,, 

primäre Divisoren, welche (2iry^ Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch keine (2ff")te Potenz 
tlieilbar ist, und: 

(2rY^-J3„.L.,, ( 2r(:27+l) l 
2l\2ar-\-l) l i^2,-T)-'/.*,L,,l 

primäre Divisoren, welche (27;)te Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch mindestens eine 
(2c7)t'' Potenz theilbar ist. 

Jede ganze compiexe Zahl von der Form a + bi besitzt im Mittel: 

2-'+-r(2 7 + lK0-(27+n')L,,...+ i. 
--+'z,,(:[2o+l) 

primäre Divisoren, welche (;(27 4-1"))'° Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch keine (2!7+l)te 
Potenz theilbar ist, und: 

^0-(2.4-l))L,..,.{l- ^,,.^J,^^_^^j 

primäre Divisoren, welche (/•(25 + l))tc Potenzen sind und deren complementärer Divisor mindestens durch 
eine (2<74-l)te Potenz theilbar ist. 

Jede ganze compiexe Zahl von der Form a + bi besitzl im Mittel: 

■,2,,^a+<)r(^2g+l)r,2,.+.)|3.+n-,t((2r+n(27-:-l)) 
2='-(2'+'T((2r+lX2ff + l)>.,C(27+l) 



Zur Tlieorie der a/is den vierten Einheitswurzeln t/efnldeten eoniplexen Zahlen. 177 

primäre Divisoren, welche (2r+l')('27+l)te Potenzen sind und deren compleinentärer Divisor durch keine 
(2j+l)f"5 Potenz theilbar ist und: 

^'^'•+"'--+"T(2.+i„2.+ii-<C((2r + l)(27+l)) ( 2^-+'r(27+l) \ 

2(-'-+')^2'+')+'l\(^2r+ 1)1 27+1)) ( ;:-'+' r,,rt 25+ 1)1 

primäre Divisoren, welche (2r+r)(27 + l)te Potenzen sind und deren complementärer Divisor mindestens 
durch eine (25 + l)te Potenz theilbar ist. 

Jede ganze complexe Zahl von der Form a + hi besitzt im Mittel: 



60^2 



primäre Divisoren, welche vierte Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch kein Quadrat 
theilbar ist. 

Jede ganze complexe Zahl von der Form a + bi besitzt im Mittel: 

6301.2 

primäre Divisoren, welche sechste Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch kein Quadrat 
theilbar ist. 

Jede ganze complexe Zahl von der Form a-hbi besitzt im Mittel: 

6300 L^ 

primäre Divisoren, welche achte Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch kein Quadrat 
theilbar ist. 

Jede ganze complexe Zahl von der Form u+bi besitzt im Mittel: 

623701,2 

primäre Divisoren, welche zehnte Potenzen sind und deren complementärer Divisor durch kein Quadrat 
theilbar ist. 

Jede ganze complexe Zahl von der Form a + bi besitzt im Mittel: 

G91-"L,g 
425675250 L^ 

primäre Divisoren, welclie zwölfte Potenzen sind und deren complemenfärer Divisor durch kein Quadrat 
theilbar ist. 

Setzt man ferner: 

74) 2^K'^n,.(v/f) = a,.(.r) 

so ist offenbar: 

wenn: 

x= Q.R'- 

nnd R'' die grösste in x aufgehende ?-te Potenz ist. 

Denkschriften der mathem.-naturw. Gl. L. Bd. 



178 Leopold Gcf/enbdKci: 

Es ist also: 

ar{x) = 

weun X clurch eine auclere, als eine erste, rte oder (r+l)tc Potenz einer Primzahl tlieilbar ist, und: 

a,.(x) = (-1)- 

in allen anderen Fällen, wenn t die Anzahl jener Primzahlen ist, welche in x in der ersten oder /-ten Potenz 
auftreten. 

Aus der Relation 74) folgt : 

Z-i N(x)''Z-j N(xY'~^ N{x)^ 
und daher ist: 

-^ ^ N(xy " C(s)t(rs)L,L,, 

y y.{x) _ V Prix) Y 1 

^ mx)"~^ Nix)'' /-> N(xy 

j.- = (oo) ^ ■' x = (oo) ^ ^ ^- = (00) ^ ^ 

aus welcher Formel sich folgende Relationen ergeben: 






76) J'ff,(ci)=0 

wenn o; keine yte Potenz isl, und: 

77) );a.(rf) = f^(V^^) 



y „ ^^7^ _ 

d 



wenn .r eine rte Potenz ist. 
Man hat daher: 



y?i/^ 



x = (00) ^ ^ .c, ;; = («) ^ -^^ 






also nach 75") und 76) : 



78) Z^(iV^)''^^^=Z'^^^'> 

^='"^ ^ = (;/„-) 

Es ist ferner: 

Zj A\uO^ Zj i\r(a;)» ■ ^ Wa;)-- 

x = (oo) ^ '^ x = (0O) ^ ^ x = (oo1 

und daher: 

79) y^(7,(rf;)=:f.(x). 

Es ist auch: 



Zur Theorie der aus den vierten Einheitswurzeln gebildeten conqjlexen Zahlen. 179 

x=(0O) ^ ^ x=(0O) ^ ' ^ = (oo) ^ ^ x = (oo) ^ ^ 

Z-i N(xy 

a:=(oo) "• ^ a: = (oo) ^ ^ x=(oO) ^ -^ a; = (00) ^ -^ 

a^(x) 



und demnach: 



^ mxV 

x = (oo) ^ 

80) Z>v(4.)a.(Y/j) = a„.f:.) 

81) _^X,(rf)a,.Q = ff,(a;). 



Man hat weiteis: 



Z = (CX3) ^ 2={00) I=(00 jr=(00) z = (00) 



oder: 



V jM:! V p-i^) _ V f:M y _ 

/ . T>r, ■. . • / . -KT, \,... / . -\T/ \„ ■ / . AT 



1 



/_! iVia;)" ■ ^ iV(x)="-» ^-J iY(x)" ' ^-' Nix)' 

x = (00) ^ - x= (OO) ' ' X=(00) ^ ' x=(00) ^ 

V F-(x-) V /^^-(^) _ V gr(/) y 1 

Z iV(a;)" "^ Nix)" ~ ^ NixY' ' •^ N(x)' 

x=(0O) x= (OO) ■ ' i= (OO) ■ a:= (OO) 



und daher: 






wo: 



ist, wenn: 






und i?"' die grösste (try)!'- Potenz ist, welche in x ohne Eest enthalten ist. 
Es ist daher: 

wenn .c durch eine Potenz einer Primzahl tlieilbar ist, deren Exponent nach dem Modul ar einer von den Zahlen 
0, 1, 2. . ., ff — 1 verschiedenen Zahl congruent oder grösser als 2nr — 1 ist, und: 

y,,,(a;) = (—1)-' 
in den übrigen Fällen, wenn r, die Aii/.ahl jener Primzahlen ist, welche in .r in der (a/i^cii Potenz yorkunnuen. 



180 Leojjold Geycnhauer. 

Es ist nun: 

^=(v/n) * = (C''>t). -'' = (") 



= 2^(^)&-(\/| 



oder nach 83) : 



Aus dieser Relation folgt: 






oder: 



i = (7l) 



wo: 



__^ y <^r(a;) /- y ^x^,.(^) 

" " 4 Lj N(xY ^ Zj ^ 

ist, aus welcher Gleichung folgt: 

,, I TzCMn" f^. . loa;» ^, 1 \ ,/<7\ ,- /- / «n 

^ V«— 1/ ^"^ T 

Es ist also: 

85) lim ' = "" - " 



^H = 00 



4C(<7)(r(r<j)iv,L„ 



86) 



« ^2(2r)='t'-+"-'K5,,L2,iv2,, 



2j X',='-(,-^') 
87) lim 



,„) rf2m+i) 



>/;:=00 



« 4(2;r)=— 'J5,,C(ff)-Cai2,., 

2_^ X2.+i,2,.+i(a;) 



88) lim„ = , —"' 



' n = ( OO I 



--■^'''+""-+'>-*r2„Tp.+.,(2r+i)-iC(2a+l)Ca2r + l)(2a+l)) 



Rclireibt man in der Gleichung 2.S) für /r. --r- — und summirt sodann bezüglich y über alle Zalilen des 
Complexes (\/m), so erhält man: 



Zur Thi-urie dir auH den vlertni K/nJicl/sirurzcln (jchüdeien complexen Zahlen. 181 



z.^'(iv(^-)= 2 KäW?)''^-^"^ 



oder nach 611: 
89) 









_ V 



/ 



£ 






= Z ; (i^))(Z^^(\/j) 

a:=(jl) ^ '^ d, 

welche Gleichung wegen der llolation 67) auch in folgender Form geschrieben werden kann: 

90) 2 ^'(¥Sv")= Z«--^^)- 

Schreibt man aber in der Gleichung 2ö) tür /•: er und für ii: , summirt sodann bezüglieli y über alle 

Individuen des Complexes {\/n), so ergibt sich die Formel: 






welche Relation nncli den obigen Eiilwicklungen in die folgende übergeht: 

91) S^Ki4y-) = Z<-(^-)- 

Für £7 = 1 verwandeln sich die Gleichungen 9U) und 91 ) in : 

92) ^0^(^)=.^(.). 

Diese Gleichung liefert folgendes Theorem : 

Dividirl man die Zahl h durch die Normen aller dem Complexe in) augeliörigen ;ten Potenzen und 
bestimmt für jeden Theilbereich des (!omplexes (/(), der irgend einem der so erhaltenen Quotienten entspricht, 



182 Leopold (rcgenbauer. 

die Anzahl der durch keine rte Potenz theilbaren Zahlen, so ist die Summe dieser Anzahlen gleich der Anzahl 
der Individuen des Coniplexes ('«). 

Aus der Gleichung 92 j folgt die Relation: 

-.."=(x/„) •■' = i\/n) 

oder : 






= ('!) 



welche Gleichung solort in die folgende übergeht: 

93) ^ < , .(X) = V ri;. (") .', ,., ,(.r). 



Es ist ferner; 



oder: 



oder schliesslich : 






^^'(ife))(Z'^-('^'-)) = i 






rf. 



94) LHmy^^^')='- 

Diese Gleichung liefert die Theoreme: 

Dividiit man die Zahl )i durch die Normen jener Zahlen des Complexes (u), welche nur aus (/.■/■)ten und 
(A-r+l)tcn Potenzen von Prinizalilen zusammengesetzt sind, und bestimmt für jeden Theilbereich des Complexes 
(m), welcher irgend einem der so entstehenden Quotienten entspricht, die Anzahl der durch keine rfe Potenz 
theilbaren Zahlen, so ist die .Summe derjenigen Anzahlen, welche einem aus einer geraden Anzahl von (/i:/-+l)teu 
und einer beliebigen Anzahl von (A-/)t''» Potenzen von Primzalileii zusammengesetzten Divisor entsprecheu, um 
1 grösser als die Summe der übrigen Anzahlen. 

Dividirt man die Zahl n durch die Normen aller dem Complexe («) angehörigen Zahlen und bestimmt für 
jeden Theilbereich des Complexes (y/), der einem auf diese Weise entstehenden Quotienten entspricht, die 
Anzahl der durch kein Quadrat theilbaren Zahlen, so ist die Summe derjenigen Anzahlen, welche einem aus 
einer geraden Anzahl von Primzahlen zusammengesetzten Divisor entsprechen, um 1 grösser als die Summe 
der übrigen. 

Schreibt mau in der Gleichung 65) für ;• : or und für ;/ : -- — :- , mnltipliclrt sodann mit /J.,(y) und 
summirt bezüglich i/ über den ganzen Complex ( v «), so entsteht die Relation: 

Z ^" {-w(^)^'-^''' = Z;f (j^'-^^^^(^^ 



= ZHMZ'*''-'>'<^ß 



Zur Theorie der ai(>< den vicrtoi Einheifswnrzchi f/childefcn complexen Zahlen. 183 

Nun ist aber: 



Zj N{xy' ^ NixY" Zj N[.i-)'' l^ ^\.^■v' 



1= (OO) ' x= (oo) 



und daher: 



_ y ^■^-'•''•) 

..= (oo) ^ ^ 









Es ist also: 



Für u rr 1 verwandelt sich diese Furniel iu: 
97) y Q\^^ Vr{x)^%\{n\ 

Man hat daher den arithmetischen Satz : 

Dividirt man die Zahl n durch die Normen aller durch keine /te Potenz theilbaren Zahlen des Com- 
plexes («") und bestimmt für Jeden Theilbereieh von («,), der irgend einem der so erhaltenen Quotienten ent- 
spricht, die Anzahl der in demselben befindlichen ;ten Potenzen, so ist die Summe dieser Anzahlen gleich der 
Anzahl der Individuen des Complexes («). 

Man hat ferner: 



S^dfe)!! «"')■« (vi)} 



Es ist aber: 



x=(00) ^ ' .<:=(00) ^ ^ a.- = (00) ^ ■' 



und daher: 



98) Vx,.(./>),x(y/|-) = K4 



Die letzte Gleichung verwandelt sich daher in die folgende : 



■'o 



Diese Gleicbung liefert den Satz: 

Dividirt man die Zaid n, durch die Normen jener dem Complexe («") angehörigen rtc" Potenzen, welche 
durch keine (2r)te Potenz theilbar sind, und bestimmt für jeden Theilbereicii von (»,), welcher irgend einem 
der so entstehenden Quotienten entspricht, die Anzahl der in demselben befindliclien r'eo Potenzen, so über- 
trifft die Summe derjenigen Anzahlen, welche einem Nenner entsprechen, dessen Basis aus einer geraden 
Anzahl von verschiedenen Primzahlen zusaniniengesetzt ist, die Summe der übrigen um 1. 



184 Leopold Gecjenhauer. Zur Theorie der aus den vierten Einheitswurzehi etc. 

Icli will bei dieser Gelegenheit mittheilen , dass die nenn Gedächtnissverse des Codex von Chartres, 
welche sich auf die von Eadnlph von Laon erwähnten, auf dem Abacus zwischen dem ersten und zweiten 
Ruche der Geometrie des Boethius, bei Gerlandus von Besannen u. A. vorkommenden räthsclhaften zehn 
Wörter „Igiu", „Andras", „Ormis" u. s.f. beziehen, (Chasles, Apergu historique, p. 473; Cantor, Geschichte 
der Mathematik, p. 765) auch in dem mit der .Signatur Vat. Univ. 5327 versehenen Pergamentcodex der vaticani- 
schen Bibliotiick mit geringen Modificationen enthalten sind — so findet sich z. B. daselbst das im Codex von 
Chartres fehlende dritte Wort des ersten Verses „sibi". Im zuletzt erwähnten Codex kommt aber überdies 
noch der im Codex von Chartres fehlende zehnte auf das Wort „Celentis" bezügliche Vers vor; derselbe lautet: 

„Terque notat trinum celentis nomine rithmum." 

An die zehn Gedächtnissverse schliesst sich der schon von Treutlein im zehnten Bande des Biilletino 
Boncompagni veröffentlichte Abacus des Gerlandus Vesontinus („Nonnullis arbitrantibus etc.") an; der 
genannte Codex enthält also ein in dem vom Fürsten Boncampagni publicirtcn Verzeichnisse der Hand- 
schriften dieses Abacus nicht angeführtes Exemplar. 



185 



ÜBER DIE 



AUFLUSUNG DES KEPLER'SCHEN PROBT.EMS. 



VON 



Pkok. TH. V. OPPOLZER, 

WIKKI.irHFM MITOr.lFDF HER KAISKHUCIIEN AKA[>EMIE TIER WISSENSPHAFTEN. 



V i> it r. E r. E i; T in u e ii s i t z ü n c am 7. M A I ISSS. 



-Uas in der Rewegung der Himmelskörper so wichtige K e p 1 e r 'sehe Proljlem hat bereits zahlreiche Lösungen 
erfahren; die diesbezügliche Literatur ist zu einem solchen Umfange angewachsen, dass es schwierig wird, 
von einer Lösung zu behaupten, dieselbe sei völlig neu. Gleichwohl halte ich die in den folgenden Zeilen 
gegebene Lösung für neu; ist sie bekannt, so ist sie jedenfalls einer unverdienten Vergessenheit anheim- 
gefallen. 

Die fjösung der transcendenteu Gleichung 

j¥z= E — esin E 

in Bezug auf E bildet den Ausgangspunkt der diesbezüglichen Untersuchungen. Man kann dieselbe leiclit in 

die Form 

„ , ,, e sin M c sin M 

tg(^-iv/) = -^^_j^ -= x-.cosM n 

überführen, in welchem Ausdrucke der Kürze halber l = -. r; rr- gesetzt wurde, a wird sicli in Bezug 

auf die Excentricität nur um eine Grösse zweiter Ordnung von der Einheit unterscheiden; hat man nun eine 
Tafel, die mit dem Argumente tg(£ — M) sofort den Werth von Ä ergibt, oder was mir bequemer erscheint, 
mit dem Argumente logtg^i/" — M) den Werth logÄ, so wird sich der auf die Gleichung 1) gegründete Rech- 
nungsmechauismus, wie folgt, gestalten: 

Man entlehnt mit dem Argumente log e sin ili aus der unten folgenden Tafel einen Näherungswerth von 
log X, berechnet mit Hilfe desselben nach der Formel 1) den Werth log ig{E — M), der jedoch von dein wahren 
Werthe, weil X nicht völlig richtig angenommen wurde, etwas abweichen, aber demselben jedenfalls schon 
nahe liegen wird. Mit dem so erhaltenen Nälierungswerthe von log tg(ß— 1/) nimmt man aus der unten iol- 
geuden Tafel einen verbesserten Werth von logX und gelangt damit zu einem neuen Werthe von log tg(/i' — M), 
der der Wahrheit näher liegen wird als der früher erhaltene; indem man die Rechnung diesen Vorschriften 
gemäss so lange wiederholt, bis keine Änderung in den Zahlen selbst hervortritt, ist der wahre Werth von 

DeükäcLi'ifleu tler m.illiem.-iuifui\v. tli. L. Bil. 24 



18G Th. V. Oppolzer. 

log \g(E—M) ermittelt, somit auch E bekauiit, da der Unterschied der excentrischen Anomalie von der vor- 
gelegten mittleren Anomalie ermittelt ist. Zunächst wird man bemerken, dass Ä für positive wie fUr negative 
Wertlie von (E--M) denselben Wertli erhält, ferner, dass das beschriebene Verfahren den Vortheil hat, dass 
man innerhalb der Näherungen niemals von den trigonometrischen Tafeln Gebrauch zu machen genöthigt ist; 
für kleine Excentricitäten wird das Verfahren sehr rasch convergiren, minder für grössere Werthe von e. Das 
eben angegebene Verfahren liisst sich jedoch so abkürzen, dass auch für sehr bedeutende Excentricitäten eine 
mehrfache Wiederholung der Näherungen umgangen werden kann. Es sei /„ der Werth, welcher einer Annä- 
herung '/.u Grunde gelegt ist; man erhält also nach 1) 

,„ ,, «sinM „, 

in welchem Ausdrucke ,r die Abweichung des wahren Werthes von (E—iM) gegen den thatsächlich gefundenen 
darstellt. Ist letztere als klein zu betrachten, so dass man mit Berücksichtigung der ersten Potenzen dieses 
Fehlers eine hinreichende Annäherung erhält, so wird, wenn man der Kürze halber für {E — M) den Buch- 
staben a einführt, aus der obigen Gleichung 2) folgen: 

X e sin M tg a 



..^^ i JL^l 

'^^"^cos«* a ,, /.., — (' COS jV/ ) " sin « I 

a— eCOSi¥ " ^ ' 



ttla — 



sm <x 
oder, mit Rücksicht auf 1): 



sm a COS a . « , „^ 



\, — e COS M \ " sin a ) 
Nun ist aber, wenn man aus der unten folgenden Tafel mit dem Argumente logtg(i!; — M+.r) den Werth 

von = — ,^ ' .. =- '-^-=^A, entlehnt, mit derselben Annäherung wie früher: 

8m (E — M+x) sin(a+d^') ' 

l = U„— A,) + Ä. = /.o — ^+ -. 1- -1^-- {1— « cotg «} , 

\ u i, i • siu a Sin a ' 



daher: 

cc 



— (\, — ^) + -. [1— a COtgaJ. 



" sm a ^ ' sm a 

Führt man diesen Werth in 3) ein und bestimmt hieraus x, so wird: 

, ^ sin a cos « 



1„ — e COS M .s 



Setzt mau also abkürzend : 
80 wird: 



. cos a . . ^ . 

1+ : rr(l— « cotga) 

A„ — e cos M^ 



f=. cos a ( 1 — a cotg «), 



« . . , ^ \, — e cos M ,,, 

\ = ,iu7 = ^ -(A -^ü) — 7 — , ^) 

A„ — e cos M 

wodurch der für die nächste Wiederholung der Rechnung uothwendige Werth erhalten wird. Es ist klar, dass 
die Formel 6j unverändert auch iür das logarithmische Incremeut gilt, also auch geschrieben werden kann: 

/ 
l„ — e cos M „. 



log ^2 =log X,— (log X,— log \) — 2 

1+ . ^ 



\ — e cos M 



über die Jiiflüsiing des Kepler' sehen Prohlems. 187 

Entwickelt man/ nach Potenzen von a, so erhält mau leicht: 

a'' cos a 1- 1 , 2 ,. 1 „ 2 „ 1 



f='-^\^-^ 



■a- 



3 I 15 315 1575 31185 ( 

Da a von der Ordnung der Excentricität ist, so ist/ eine Grösse zweiter Ordnung der Excentricität; daher 
wird für den in 7) auftretenden Factor meist einfach genommen werden dlirfen: 

/ 
X, — e cos M ' 

indem man den zugehörigen Nenner der Einheit gleich setzt. Die unten folgende Tafel gibt mit dem Argu- 
mente log(d=tg(£' — M)) in den ersten Columnen den Werth log), z= log-: — =, — -rj-. Sie ist theilweise von 

sin ( lii — M) 

mir, theilweise von den Herren F. K. Ginzcl und Dr. Eduard Mahlcr zchnstellig berechnet worden, für die 
kleineren Werthe von tg(E — M) nach der Form: 

(1 , 19 , . 443 . „ 707;i 



logX = Mod. {-tga^-_tg«^+ ^^tg.-- j^3^tg««+ . . . 



für die grösseren Werthe, bei welchen die vorstehende Reihe keine ausreichende Convergenz abgab, nach 
der Form: 

log / = Mod. 1^ Ä^+ -47> ='•*+ TT^ ='•'+ irir. «'+ ^ '" ' 



(6 ■ ISO ■ 2S;35 " 37800 467775 \' 

Die Tafel selbst ist auf 7 Stellen abgekürzt hier mitgetheilt; die letzten Stellen werden den ergriffenen 
Massnahmen zufolge selten um eine halbe Kinheit fehlerhaft sein; um eine hinreichend bequeme Interpolation 
zu ermöglichen, wurden die AVerthe von log/ dort, wo es nöthig war, für joden lOOOO. Theil des Argumentes 
angesetzt. Neben jedem Werthe von log/ findet man den Logarithmus des Factors y, der bestimmt ist nacb : 

^-tg«-^' 

Die Zusammenstellung der für die Rechnung nöthigen Vorschriften ist somit folgende: Jlan berechnet 
mittelst der gegebenen Werthe von M und c die Werthe : 

log e sin M und log e cos 31. 

Mit dem Argumente log e sin J/ nimmt man aus der Tafel den Näherungswerth log/,, und berechnet: 

. „ ,r esiniW e sin 1/ 

X„ — e cos M N ' 

Darauf entlehnt man mit dem Argumente logtgi-B — 3/+.') aus der Tafel den Werth log/, und schreibt 
hiebei den zugehörigen Werth von log </ heraus. Dann ist : 

log \ = log/,— (log/,— logXj — ^L_. 9) 

A 

Meist wird man 1+ -^ der Einheit gleich setzen dürfen. Der AVerth \(iu log /^ wird als /„ in die Formel 
A 

8) eingesetzt und die Rechnung wieder durchgeführt und so lange wiederholt, bis in den Zahlen keine Ände- 
rung mehr auftritt; eine mehrfache Wiederholung der Rechnung aber wird meist nicht nöthig sein, wie dies 
die folgenden Beispiele zeigen. 

Es sei: 

M=z 332° 28' 54" 77, log e = 9-389 7262; 
daher: 

log sin.¥=:9„ 664 6693, log cos iV= 9 -947 8574, log e sin. l/=:9„054 3955, h.gßcos7V/= 9-337 5836. 

•24 • 



188 



Th. V. Ojjpolzer. 



Mit dem Argumente 9 0544 wird aus der Tafel der Wertli von log X,, gefunden und erhalten: 

I. Versuch. 



log ^ = 0-000 9224 




log^ = 9-513 


Subtr: =0-106 2941 


2 log 


ig{E—M+x) = 8-320 


log i\r= 9-894 6283 




log/ =7-833 


log {ts{E—M+x)\ = 9„ 159 7672 




log(/:i\h = 7-938 


also: logÄ,^0- 001 4910 




log D = 3 • 755 


D = logX,— logÄ„= +5686 




8 log \ = 49 



Bei der Kleinheit der Excentricität genügte es völlig, von den oben angegebenen Vereinfachungen Gebrauch 
zu maclicn, nämlich (1 +/) : N der Einheit gleich zu setzen-, es wird also: 

log Ä^, = • 001 4861 log iV^ = 9 - 895 3482 

Subtr : = - 106 1379 log tg{E—M) = 9„ 159 0473 

Da der Werth von log X, der sich auf der Tafel zu dem eben gefundenen Werthe von logtg(/(,' — M) findet, 
0- 001 4861 ist, also mit dem Anfangswerthe übereinstimmt, so erscheint somit die Kechnung der Versuche 
beendet, und es hat in der That schon der erste Versuch den wahren Werth von log Ä,, ergeben. 

Es findet sich also schliesslich E—M^—H° 12' 25" 27 und somit E = 224° 16' 29" 50. 

Um das vorstehende Verfahren bei einem extremen Werthe für die Excentricität zu erläutern, will ich ein 
Beispiel dem Faye 'sehen Cometen entlehnen. Es sei: 

M= 34° 19' 36" 14, log e = 9- 744 2503, 
daher: 

log siniV/ = 9-751 2106, log cos JV/= 9 -916 8936, log e sin il/= 9-495 4609, log p cos il/= 9-661 1439. 

Im ersten Versuche wurde log X„ mit dem Argumente log e sin M der Tafel entlehnt, und bei den Differen- 
lialformeln die strengen Ausdrucke benutzt; um nicht zu viel Raum in Anspruch zu nehmen, ist die Rechnung 
für die einzelnen Versuche neben einander gestellt. 





Versuch I. 


Versuch II. 


Vei-such III. 


log ^« 


0^^6 6785 


o" 


-017 60.55 


0^1 7 6954 


Subtr. : 


0-260 6651 





251 8794 


0-2518087 


logA^ 


9-746 0134 


<l 


765 7261 


9-765 8867 


log tglA'— .!/+.»■) 


9-749 4475 


i) 


• 729 7.348 


9-729 5742 


log X, 


0-0191225 





-017 7066 


0-017 6955 


D 


+ 12 4440 




+ 1011 


+ 1. 


logi/ 


9-390 




9-401 




logtg(^-Jl/+.r) 


9 - 499 




9-459 




log/ 


8 - 889 




8 • 860 




\os (f:N) 


9-143 




9-094 




log(l+/:iV) 


0-057 




0-051 




logF 


9-086 




9-043 




logX» 


5-095 




3-005 




8 log /, 


—15170 




—112 





Wie man sieht, hat der zweite Versuch den wahren Werth von log Ä„ ergeben, denn der Beginn des dritten 
Versuches zeigt, dass der Werth log X^ mit log X, innerhalb der Unsicherheit einer siebenstelligen Rechnung 
übereinstimmt; führt man nun mit dem Werthe log X„ = 0-017 6955 die Rechnung zu Ende, so eriiält man: 

log Subtr. 0-2518086 

log N 9 - 765 8869 

log tg iE—M) 9 • 729 5740 

E—M 28° 12' 49" 66 
E 6-2 32 25-80. 



über die Aii/Tösiukj dc)^ Kcplcr'ncfirii rroh/itns. 





log 


log 




log 


log 






log 


log 






log 


log 


1 






±tg 


E—M 


Diff. log</ 


±tg 

,E-M) 

1 


E-M 


Diff. 


logr/ 


+tg 

{E-M, 


E-M 


Diir. 


log!/ 


±tg 
E-M) 


E^M Diff. 


'og ;/ 




sin iß—M) 


sin (E—M) 


sinfA'— .l/) 


sin [E—M) 






\ 
6-00 
01 1 


■ 000 oooo 
oooo 





9'523 

523 


6 '50 

51 


O'OOO oooo 
oooo 





9-523 
523 


7 '00 

Ol 


o'ooo 0001 
0001 





° 




9-523 
523 


7-50 
51 , 


1 

1 

O'OOO 0007 

0008 +' 


9-523 
523 




02 

03 


oooo 
oooo 









523 
523 


52 

53 


oooo 
oooo 









523 
523 


02 
03 


0001 
0001 


523 
523 


52 
53 


0008 
0008 



+ I 


523 
523 




04 


oooo 


523 


54 


oooo' 


523 


04 


0001 





523 


54 


0009 





523 




6 -05 


O'OOO oooo 




9-523 


0'S5 


O'OOO oooo 




9-523 


7-05 


O'OOO 0001 




° 



Q 


9-523 


7-55 


O'OOO 0009 


+ 1 




9-523 




06 


oooo 





523 


5Ö 


oooo 










523 


06 


0001 


523 


S^ 


0010 


523 




07 


oooo 





523 


57 


oooo 


523 


07 


0001 


523 


57 


0010 





523 




08 


oooo 








523 


58 


oooo 


523 


08 


0001 


523 


5S 


0010 


+ I 


523 




09 


oooo 


523 


59 


oooo 


523 


09 


0001 





523 


59 


00 II 





523 




6' 10 
1 1 
12 
13 
>4 


O'OOO oooo 
oooo 
oooo 
oooo 
oooo 









9-523 
523 
523 
523 
523 


6- 60 
Ol 

62 

<J3 
64 


O'OOO oooo 
oooo 
oooo 
oooo 
oooo 










9-523 
523 
523 
523 
523 


7'io 
1 1 
12 
'3 

14 


O'OOO 0001 
0001 
0001 
0001 
0001 









9-523 
523 
523 
523 
523 


7 '60 
61 
62 
63 
64 


O'OOO 001 I 
0012 

0013 
0013 
0014 


+ 1 
+ 1 



+ 1 



9-523 
523 
523 
523 
523 




6-15 
16 

17 
18 

19 


O'OOO oooo 
oooo 
oooo 
oooo 
oooo 











9 523 

523 
523 
523 
523 


6'6s 
66 
67 
68 

6y 


0.000 oooo 
oooo 
oooo 
oooo 
oooo 









9-523 

523 
523 
523 
523 


7-15 
16 

17 
18 

19 


O'OOO 0001 
0002 
0002 
0002 
0002 


+ 1 








9-523 

523 
523 
523 
523 


7-65 
66 
67 
68 
69 


O'OOO 0014 

0015 

ooiO 
0017 

0017 


+ 1 
+ 1 
+ 1 



+ 1 


9523 

523 
523 
523 
523 




6 -20 


O'OOO oooo 




9-523 


6 '70 


■ 000 oooo 







9-523 


7 '20 


O'OOO 0002 





9-523 


7-70 


oooo 0018 


+ 1 
+ 1 
+ 1 


9-523 




21 
22 


oooo 
oooo 









523 
523 


71 
72 


oooo 
oooo 


523 
523 


22 


0002 
0002 






523 
523 


71 
72 


0019 
0020 


523 
523 




23 


oooo 






523 


73 


oooo 






523 


23 


0002 





523 


73 


0021 


+ 1 


523 




24 


oooo 


523 


74 


oooo 


523 


24 


0002 





523 


74 


0022 


+ 1 


523 




6'2S 


O'OOO oooo 




9-523 


6-75 


■ 000 oooo 







9-523 


7-25 


O'OOO 0002 


Q 


9-523 


7-75 


oooo 0023 


+ 1 
+ 1 


9-523 




26 


oooo 






523 


70 


oooo 


523 


20 


0002 


+ I 


523 


76 


0024 


523 




27 


oooo 




523 


77 


oooo 







523 


27 


0003 





523 


77 


0025 


+ 1 

+ 2 

+ 1 


523 




28 


oooo 





523 


7^^ 


oooo 


523 


28 


0003 






523 


78 


0026 


523 




29 


oooo 







523 


79 


oooo 


523 


29 


0003 


523 


79 


0028 


523 




6-30 
31 
32 


O'OOO oooo 
oooo 
oooo 






9-523 
523 
523 


6'So 
81 

82 


O'OOO oooo 
oooo 
oooo 






Q 


9-523 
523 
523 


7-30 
31 
32 


O'OOO 0003 

0003 
0003 








9-523 
523 

523 


7 '80 
81 
82 


O'OOO 0029 
0030 
0032 


+ 1 

+ 2 

+ I 


9-523 
523 
523 




33 


oooo 








523 


83 


oooo 


523 


33 


0003 





523 


S3 


0033 


+ 2 


523 




34 


oooo 


523 


84 


oooo 





523 


34 


0003 


+ 1 


523 


84 


0035 


+ 1 


523 




6-35 


oooo oooo 




9-523 


6 85 


O'OOO oooo 






9-523 


7-35 


O'OOO 0004 





9-523 


7-85 


O'OOO 0036 


-f 2 


9-523 




3Ö 


oooo 










523 


86 


oooo 


523 


36 


0004 





523 


8(1 


0038 


+ 2 


523 




37 
38 
39 


oooo 
oooo 
oooo 


523 
523 
523 


87 
88 

89 


oooo 
oooo 
oooo 







523 
523 
523 


37 
3S 
39 


0004 
0004 
0004 





+ 1 


523 
523 
523 


87 
88 

89 


0040 
0042 

0044 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


523 
523 
523 




6-40 
41 


000 oooo 
oooo 









9-523 
523 


6 '90 
91 


O'OOO oooo 
oooo 






9-523 
523 


7-40 
41 


O'OOO 0005 
0005 






9-523 
5^3 


7-90 
91 


O'OOO 004O 
0048 


+ 2 
+ 2 


9-523 
523 




42 


oooo 


523 


92 


0001 


+ 1 




523 


42 


0005 





523 


92 


0050 


+ 2 


523 




43 


oooo 


523 


93 


0001 


523 


43 


0005 





523 


93 


0052 


+ 3 
+ 2 


523 




44 


oooo 


523 


94 


i 0001 





523 


44 


0005 


+ 1 


523 


94 


0055 


523 




0-45 


O'OOO oooo 




9-523 


ö-gs 


O'OOO 0001 




9-523 


7-45 


O'OOO 0006 






+ 1 

Q 


9-523 


7-95 


O'OOO 0057 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-523 




46 


oooo 





523 


9Ö 


0001 







Q 


523 


46 


0006 


523 


96 


0060 


523 




47 
48 


oooo 
oooo 









523 
523 


97 
98 


0001 
0001 


523 
523 


47 
48 


0006 
0007 


523 
523 


97 
9.S 


0063 
0066 


523 

523 




49 


oooo 


523 


99 


0001 





523 


49 


0007 





523 


99 


0069 


523 




6-50 


O'OOO oooo 




9-523 


7 '00 


O'OOO 0001 




9523 


7-50 


O'OOO 0007 




9-523 


8' 00 


O'OOO 0072 




9523 



190 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 




1<>J,' 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

{E-M) 


E—M 


Diff. 


lojfS' 


±t'g 
{E^M) 


E-M 


Diff. 


log// 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


log«/ 


±tg 

(E-M) 


E-M 


Diff. 


log.-/ 


sin (E—M), 


sin (E—M) 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


8-000 


o-ooo 0072 ^ ^ 


9-523 


8 050 


0-000 0091 


J- 1 


9-523 


8- 100 


- 000 1 1 5 





9-523 


8-150 


o-ooo 0144 


+ 1 

+ I 



+ I 
+ 1 


9-523 


OOI 


0073 





5^3 


051 


0092 ' 


523 


lOI 


Ol 15 


+ 1 


+ I 



523 


15' 


0145 


523 


002 
003 


0073 
0073 




+ 1 



523 
523 


052 
053 


0092 
0092,^° 


523 
523 


102 
103 


Ol ib 

Ol lü 


523 
523 


152 
153 


Ol 40 
0I4Ö 


523 
523 


004 


0074 


523 


054 


0093 





523 


104 


Ol 17 


523 


154 


0147 


523 


8 005 


0000 0074 


Q 


9-523 


8-055 


0000 0093 


+ 1 



+ 1 




9-523 


8-105 


0-000 Ol 17 


+ 1 



+ I 

+ I 


9-523 


8-155 


o-ooo 0148 




■f I 

+ I 

+ I 




9-523 


00t) 
007 
008 


0074 
0075 
0075 


+ 1 





523 

523 
523 


05Ö 

057 
058 


0094 
0094 
0095 


523 
523 
523 


loO 
107 
108 


Ol 18 
0118 
Ol 19 


523 
523 
523 


150 
157 
■58 


0148 

0149 

0150 


523 
523 
523 


009 


0075 


+ 1 


523 


059 


0095 





523 


109 


0120 





523 


•59 


0I5I 


523 


8-OIO 

OII 

012 
013 


o-ooo 0076 
0070 
0070 

0077 





+ 1 




9-523 
523 
523 
523 


S-oOo 
oOi 
062 
063 


000 009s 
0096 
0090 
0097 


+ 1 



+ 1 




9-523 
523 
523 
523 


8- 1 10 
1 1 1 

>i3 


o'ooo 0120 
0121 
0121 
0122 


+ 1 


+ I 



9523 
523 
523 

523 


S-160 
ibi 
162 
163 


000 Ol s I 
0152 
0153 
0153 


+ 1 

+ I 



+ I 
+ 1 


9-523 
523 

523 
523 


014 


0077 


+ 1 


523 


064 


0097 


+ 1 


523 


114 


0122 


-f I 


523 


164 


0154 


523 


8-015 


0000 0078 


Q 


9-523 


8 -005 


0-000 0098 





9-523 


8-115 


0000 0123 





9-523 


8-165 


0-000 0155 




+ I 

+ I 

+ I 




9-523 


010 


0078 




+ 1 




523 


oüö 


0098 


+ 1 




523 


IIÜ 


0123 


+ 1 

+ 1 



+ I 


523 


166 


0155 


523 


017 


0078 


523 


ob7 


0099 


523 


117 


0124 


523 


167 


0156 


523 


018 
019 


0079 
0079 


523 
523 


oü8 
0Ö9 


0099 
0099 




+ 1 


523 
523 


118 
119 


0125 
0125 


523 
523 


iö8 
169 


o>57 
0158 


523 
523 


8 020 
021 


0-000 0079 
0080 


+ 1 
Q 


9-523 
523 


S-070 
071 


■ 000 1 00 
0100 




+ 1 



+ 1 




9-523 
523 


8- 120 
121 


0000 0126 
0126 




+ 1 

+ I 



+ I 


9-523 
523 


8-170 
171 


o-ooo 0158 

0159 


+ I 
+ 1 
+ 1 

+ I 


9-523 
523 


022 
023 

024 


0080 
ooSo 
0081 




+ 1 




523 
523 
523 


072 

073 

074 


OIOI 
OIOI 

0102 


523 
523 
523 


122 

123 
124 


0127 
0128 
0128 


523 

523 
523 


172 
173 

174 


oibo 
oibi 
0161 


523 
523 
523 


8-025 


0-000 0081 


+ 1 



-f I 



9-523 


8075 


0-000 0102 


+ 1 



+ 1 




9 523 


8-I2S 


0-000 0129 





9-523 


8-<75 


o-ooo 0162 


+ I 
4- I 

+ I 
4-1 


9-523 


02Ü 
027 
028 


0082 
0082 
0082 


523 
523 
523 


07Ö 
077 
078 


0103 
0103 
0104 


523 
523 
523 


I2Ü 

127 
128 


0129 
0130 
0130 


+ I 



4- 1 


523 
523 
523 


176 
177 
178 


oib3 
oib4 
0164 


523 
523 
523 


029 


0083 


523 


079 


0104 


+ 1 


523 


129 


0131 


+ ' 


523 


179 


0165 


523 


8 030 

031 
032 

033 
034 


0.000 0083 
0083 
0084 
0084 
0085 




+ 1 



+ 1 




9-523 
523 
523 

523 
523 


8-oSo 
081 
082 
0S3 
084 


0-000 0105 
0105 

OIOÜ 

0106 
0107 




+ 1 



+ 1 



9-523 
523 
523 
523 
523 


8-130 
131 
J32 
133 
134 


0-000 0132 
0132 
o'33 
0134 
0134 




+ I 

+ I 



+ I 


9-523 
523 
523 
523 
523 


8-180 
181 
182 
1S3 
184 


0-000 01 6b 
oib7 
oiby 
0168 
oib9 


+ I 



+ I 

+ 1 

+ I 


9-523 
523 
523 
523 
523 


8-035 


0-000 0085 




+ 1 


+ 1 




9-523 


8-085 


Q-OOO 0107 


+ 1 



+ I 


+ 1 


9-523 


8-135 


0-000 0135 


Q 


9-523 


8-185 


0000 0170 


Q 


9-523 


036 

037 
038 

039 


0085 

0086 
0086 
0087 


523 
523 

523 
523 


080 
087 
088 
089 


0108 

oioS 
0109 
0109 


523 
523 
523 
523 


I3Ö 
137 
138 
139 


0135 
0136 

0137 
0137 


4-1 

+ 1 



+ I 


523 
523 
523 
523 


186 
187 
188 
189 


0170 
0171 
0172 
0173 


+ I 

+ 1 
+ I 
+ 1 


523 
523 
523 
523 


S-040 


0-000 0087 


Q 


9-523 


8 -090 


0-000 Ol 10 


Q 


9-523 


8- 140 


0-000 0138 


-j- I 


9-523 


8-190 


0-000 0174 





9-523 


041 


0087 


-f I 



+ 1 




523 


091 


OIIO 


+ I 


523 


141 


0139 





523 


191 


0174 


+ I 


523 


042 


0088 


523 


092 


Olli 


Q 


523 


142 


0139 


+ I 



523 


192 


0175 


+ I 
+ I 


523 


043 


0088 


523 


093 


Olli 


+ 1 


523 


143 


0140 


523 


193 


0176 


523 


044 


0089 


523 


094 


OII2 





523 


144 


0140 


+ I 


523 


194 


0177 


+ I 


523 


S-045 


0-000 0089 

0089 ° 

oogo 
0090 ^° 


9-523 


8 095 


0-000 0112 


+ 1 


9-523 


8- 145 


0-000 0141 


-f I 




9-523 


8- 195 


o-ooo 0178 





9-523 


04Ö 


523 


096 


0II3 


523 


140 


0142 


523 


19Ö 


0178 


+ I 


523 


047 


523 


097 


o"3l: 


523 


147 


0142 


■f I 
-|- I 


523 


197 


0179 


+ 1 
-|- I 


523 


048 


523 


098 


0II4 


Q 


523 


148 


0143 


523 


198 


0180 


523 


049 


0091 


1 * 




523 


099 


Ol 14 


+ 1 


523 


149 


0144 





523 


199 


0I8I 


4-1 


523 


8-050 


0-000 0091 




9-523 


8 100 


0-000 Ol 15 




9-523 


8-150 


o-ooo 0144 




9-523 


8-200 


0-000 0182 




9-523 



über die Auflösung des Kepler' sehen Problems. 



191 



log 


log 






log 


lüg 




log , 


log 






log 


log 




{E-M) 


E-M 


Diff. 


log^ 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diff. 


lug ,'/ 


±tgi 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


lug ;/ 


rttg 
(E-M)^ 


E—M 


Diff. 


log // 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


siu (E—M) 


sin (E—M) 


8 -200 


o-ooo 0182 


-f I 


9'523 


S - 250 


o-ooo 0229 


+ I 
+ I 
+ I 
+ I 
+ 1 


9-523 


8-300 


0-000 0288 


+ 1 
+ 2 
+ I 
+ 1 
+ 2 


9-523 


8-350 


0-000 0363 


4- 1 


9-523 


20I 

202 


0183 
0183 




4. I 


523 
523 


251 
252 


0230 
0231 


523 
523 


301 
302 


0289 
0291 


523 
523 


351 
352 


0364 
0366 


+ 2 
+ 2 


523 
523 


203 


0184 


+ 1 
+ 1 


523 


253 


0232 


523 


303 


0292 


523 


353 


0368 


4-2 


523 


204 


0185 


523 


254 


0233 


523 


304 


0293 


523 


354 


0369 


523 


8 '205 


o-ooo 0180 


^ I 


9'S23 


8-255 


0-000 0234 


+ I 
4 i 


9-523 


8-305 


0-000 0295 


+ I 
4- 2 


9-523 


8-355 


0-000 0371 


4- 2 


9-523 


20Ö 


0187 


4- I 


523 


25Ü 


0235 


523 


30Ö 


029Ö 


523 


35Ö 


0373 


4- 2 


523 


207 


0188 


-1- I 


523 


■ 257 


0236 


+ I 
+ 2 
+ 1 


523 


307 


0298 


+ I 
-t- I 
+ 2 


523 


357 


0375 


4- I 


523 


208 
209 


0189 
0189 




+ 1 


523 
523 


258 
259 


0237 
0239 


523 
523 


308 
309 


0299 
0300 


523 
523 


358 
359 


0376 
0378 


+ 2 
+ 2 


523 
523 


8-2IO 


o'ooo 0190 


+ I 


9-523 


8-260 


0-000 0240 


+ I 
4- I 


9-523 


8-310 


O'OOO 0302 


4 r 


9-523 


8-360 


0*000 0380 


4- I 


9-523 


211 


0I9I 


4- 1 


523 


2ÖI 


0241 


523 


311 


0303 


4- I 


523 


361 


0381 


■f 2 


523 


212 

213 
214 


0192 

0193 
0194 


+ I 

+ 1 
+ 1 


523 
523 
523 


262 
263 
264 


0242 

0243 
0244 


+ I 
+ 1 
+ 1 


523 
523 
523 


312 
313 

314 


0304 
0306 
0307 


+ 2 
+ 1 
+ 2 


523 
523 
523 


362 
3t>3 
3Ö4 


0383 
0385 
0387 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


523 
523 
523 


8-215 


0-000 0195 


-j- I 


9-523 


8-265 


0-000 0245 


+ I 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ I 


9-523 


8-315 


0-000 0309 


+ I 
+ 2 
4- I 


9-523 


8 -365 


o-ooo 0389 


4 I 


9-523 


216 
217 


0196 

0197 


+ 1 



523 

523 


266 
267 


0246 
0247 


523 
523 


310 

317 


0310 

0312 


523 
523 


366 
367 


0390 
0392 


+ 2 
4- 2 


523 
523 


218 


0197 


-j- I 


523 


268 


0249 


523 


318 


0313 


4_ I 


523 


368 


0394 


4 2 


523 


219 


0198 


+ l 


523 


269 


0250 


523 


319 


0314 


+ 2 


523 


369 


0396 


+ 2 


523 


8 220 


0-000 0199 


+ I 


9-523 


8-270 


0-000 0251 


4- I 


9-523 


8-320 


0-000 0316 


4- I 


9-523 


8-370 


0-000 0398 


4- I 


9-523 


221 


0200 


4-1 


523 


271 


0252 


4 I 


523 


321 


0317 


+ 2 


523 


371 


0399 


+ 2 


523 


222 


0201 


4- 1 


523 


272 


0253 


4- I 


523 


322 


0319 


4- I 


523 


372 


0401 


+ 2 


523 


223 


0202 


4- I 


523 


273 


0254 


4 2 


523 


323 


0320 


4. 2 


523 


373 


0403 


4- 2 


523 


224 


0203 


+ 1 


523 


274 


0256 


+ 1 


523 


324 


0322 


+ 2 


523 


374 


0405 


+ 2 


523 


8-225 


0-000 0204 


4- I 


9-523 


8-275 


o-ooo 0257 


4- I 
+ I 
+ I 
+ 2 
+ I 


9-523 


8-325 


0000 0324 


4_ 1 


9-523 


8-375 


0.000 0407 


4-^ 


9-523 


226 


0205 


4- I 


523 


276 


0258 


523 


326 


0325 


4- I 


523 


37Ö 


0409 ;- 


523 


227 
228 
229 


0206 
0207 
0208 


+ I 
+ 1 
+ I 


523 
523 
523 


277 
278 
279 


0259 

02Ö0 
0262 


523 
523 
523 


327 
32S 

329 


0326 
0328 
0329 


+ 2 
+ I 
+ 2 


523 
523 
523 


377 
378 
379 


041 1 

0413 
0414 


+ 2 
+ I 

+ 2 


523 
523 
523 


8-230 


o-ooo 0209 


4. I 


9-523 


8-280 


0-000 O2Ö3 


+ I 
-f I 
+ 1 
+ 2 
-f I 


9-523 


8-330 


0-000 0331 


4- I 


9-523 


8-380 


0-000 0416 


+ 2 


9-523 


231 


0210 


4- I 


523 


281 


O2Ö4 


523 


331 


0332 


4. 2 


523 


381 


0418 


4- 2 


523 


232 


021 1 


4- 1 


523 


282 


0265 


523 


332 


0334 


4- I 


523 


382 


0420 


+ 2 


523 


233 


0212 


4 I 


523 


283 


0266 


523 


333 


0335 


-f 2 


523 


383 


0422 


4- 2 


523 


234 


0213 


+ I 


523 


284 


0268 


523 


334 


0337 


+ 1 


523 


384 


0424 


+ 2 


523 


8-235 


0-000 0214 


4_ I 


9-523 


8-285 


0-000 0269 


+ 1 

+ 1 
+ 2 
4- j 


9-523 


8-335 


0000 0338 


+ 2 
4- 2 


9-523 


8 -385 


0-000 0426 


4- 2 


9-523 


23Ö 


0215 


4 I 


523 


2 86 


0270 


523 


33(^ 


0340 


523 


386 


0428 


-f 2 


523 


237 


0216 


4 I 


523 


287 


0271 


523 


337 


0342 


+ 1 
4- 2 


523 


387 


0430 


4- 2 


523 


238 


0217 


4- I 


523 


288 


0273 


523 


338 


0343 


523 


388 


0432 


4- 2 


523 


239 


0218 


+ I 


523 


289 


0274 


+ 1 


523 


339 


0345 


+ 1 


523 


389 


0434 


+ 2 


523 


8-240 


0-000 0219 


+ 1 
+ 1 
+ 1 

+ 1 
+ I 


9-523 


8-290 


0-000 0275 


+ 1 
4- 2 


9-523 


8-340 


0-000 0346 


+ 2 
4- 2 


9-523 


8-390 


0-000 0436 


+ 2 


9-523 


241 


0220 


523 


291 


0276 


523 


341 


0348 


523 


391 


0438 


+ 2 


523 


242 


0221 


523 


292 


0278 


4 I 


523 


342 


0350 


4- I 


523 


392 


0440 


+ 2 


523 


243 


0222 


523 


293 


0279 


4 I 


523 


343 


0351 


4- 2 


523 


393 


0442 


+ 2 


523 


244 


0223 


523 


294 


O2S0 


+ 2 


523 


344 


0353 


+ 1 


523 


394 


0444 


+ 2 


523 


8 -245 


0-000 0224 


+ I 
+ 1 
+ 1 
+ I 
+ I 


9-523 


8-295 


0-000 02S2 


+ 1 
+ I 
+ I 
+ 2 
+ I 


9-523 


8-345 


o-ooo 0354 


4-2 
+ 2 
+ 1 

+ 2 
+ 2 


9-523 


8-395 


0000 0446 


4-2 

-4- ■? 


9-523 


246 


0225 


523 


296 


0283 


523 


34Ö 


035Ö 


523 


396 


0448 


523 


247 


0226 


523 


297 


0284 


523 


347 


0358 


523 


397 


°45o; i ; 


523 


248 
249 


0227 
0228 


523 
523 


298 
299 


0285 
0287 


523 
523 


348 
349 


°359 
0361 


523 
523 


398 
399 


0452 
0454 


+ 2 

+ 3 


523 
523 


8-250 


0000 0229 




9-523 


8-300 


0-000 0288 




9-523 


8-350 


0-000 03 6 j 




9-523 


8-400 


0-000 0457 




9-523 



19: 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 




log 


log 






log 


log 






±tg 

{E-M) 


E-M 


Diff. 


l"g .'/ 


±tg 

E~M) ' 


E~M i 


Diflf. 


log? 


±tg 1 

[E^M) 


E—M 

sin (E—M)' 


Diflf. 


log ,9 


±tg 

{E-M) 


E—M 


Diflf. 


log^r 


sin (E—M) 




sin {E—M)' 


sin (E-M) 


8-400 


0-000 0457 


4- 2 


9-523 


8-450 


o-ooo 0575 


+ 2 


9-523 


8-500 


0-000 0723 


+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-522 


S-550 


0-000 0911 


-f4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 5 


9-522 


401 


0459 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


523 


451 


0577 


+ 3 
+ 3 
■f 2 

+ 3 


522 


501 


0727 


522 


551 


0915 


522 


402 


0461 


523 


452 


0580 


522 


502 


0730 


522 


552 


0919 


522 


403 


0463 


523 


453 


05S3 


522 


503 


0733 


522 


553 


0923 


522 


404 


04Ö5 


523 


454 


0585 


522 


504 


0737 


522 


554 


0927 


522 


8-405 


0-000 0467 


+ 2 
4- 2 


9-523 


8-455 


0-000 0588 


+ 3 
+ 2 

+ 3 

+ 3 
•+-3 


9-522 


8-505 


O-QOO 0740 


+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-522 


8-555 


0-000 0932 


+ 4 
+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 4 


9-522 


400 


0469 


523 


45Ö 


0591 


522 


506 


0744 


522 


556 


093Ö 


522 


407 


0471 


+ 3 
+ 2 
+ 2 


523 


457 


0593 


522 


507 


0747 


522 


557 


0940 


522 


408 


0474 


523 


458 


059Ö 


522 


508 


0750 


522 


558 


0945 


522 


409 


0476 


523 


459 


0599 


522 


509 


0754 


522 


559 


0949 


522 


8-410 


0-000 0478 


+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 
-f 2 


9-523 


8-460 


0-000 0602 


+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-522 


8-510 


0-000 0757 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 4 
+ 3 


9-522 


8-560 


0-000 0953 


+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 4 

+ 5 


9-522 


411 


0480 


523 


4Ö1 


0605 


522 


5" 


0761 


522 


561 


0958 


522 


412 


0482 


523 


462 


0607 


522 


512 


0764 


522 


562 


0962 


522 


413 


0485 


523 


463 


0610 


522 


513 


0768 


522 


563 


0967 


522 


414 


04S7 


523 


464 


0613 


522 


514 


0772 


522 


564 


0971 


522 


8-415 


0-000 0489 


+ 2 

+ 3 
-1 2 
-f 2 
+ 3 


9-523 


8-465 


0000 0616 


+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-522 


8-515 


0-000 0775 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 4 


9-522 


8-565 


O'OOO 0976 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 4 


9-522 


416 


0491 


523 


466 


0619 


522 


516 


0779 


522 


560 


09S0 


522 


417 


0494 


523 


4Ö7 


0621 


522 


517 


0782 


522 


567 


0985 


522 


418 


0496 


523 


468 


0624 


522 


518 


0786 


522 


568 


0989 


522 


419 


0498 


523 


469 


0Ö27 


522 


519 


0789 


522 


569 


0994 


522 


j 8-420 


0-000 0501 


+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 


9-523 


8-470 


0-000 0630 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 3 


9-522 


8-520 


0-000 0793 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-522 


8-570 


0-000 0998 


+ 5 
+ 5 
+ 4 
+ 5 

+ 5 


9-522 


421 


0503 


523 


471 


OÖ33 


522 


521 


0797 


522 


571 


1003 


522 


422 


0505 


523 


472 


0636 


522 


522 


0800 


522 


572 


1008 


522 


423 


0508 


523 


473 


0639 


522 


523 


0S04 


522 


573 


IOI2 


522 


424 


0510 


523 


474 


0642 


522 


524 


0808 


522 


574 


IOI7 


522 


8-425 


o'ooo 0512 


+ 3 
+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-523 


8-475 


0-000 0645 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 3 


9-522 


8-525 


0-000 0S12 


+ 3 

+ 4 
+ 4 
+ A- 
+ 3 


9-522 


8-575 


0-000 1022 


+ 4 
+ 5 
+ 5 

+ 4 
+ 5 


9-522 


42b 


0515 


523 


476 


064S 


522 


526 


0815 


522 


57Ö 


1026 


522 


427 


0517 


523 


477 


0651 


522 


527 


0819 


522 


577 


I03I 


522 


428 


0519 


523 


478 


0654 


522 


528 


0823 


522 


57S 


1036 


522 


429 


0522 


523 


479 


0657 


522 


529 


0827 


522 


579 


1040 


522 


8-430 


0-000 0524 


+ 3 
+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-523 


8-480 


0-000 0660 


+ 3 

+ 3 


9-522 


S-530 


0000 0830 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 

+ 4 


9-522 


8-580 


0-000 1045 


+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ 5 

-+-5 


9-522 


431 


0527 


523 


481 


0663 


522 


531 


0834 


522 


581 


1050 


522 


432 


0529 


523 


482 


0666 


522 


532 


0838 


522 


582 


1055 


522 


433 


0531 


523 


483 


0669 


+ 3 
+ 3 
+ 3 


522 


533 


0S42 


522 


583 


1060 


522 


434 


0534 


523 


484 


0672 


522 


534 


0846 


522 


584 


1065 


522 


8-435 


0-000 0536 


+ 3, 

+ 2 

■+-3 

+ 2 

+ 3 


9-523 


8-485 


0000 0675 


+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-522 


8-535 


0000 0850 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-522 


8-5S5 


0-000 !070 


+ 5 
+ 5 
+ 4 
+ S 
+ 6 


9-522 


43'' 


0539 


523 


486 


0678 


522 


53Ö 


0854 


522 


580 


1075 


522 


437 


0541 


523 


487 


0681 


522 


537 


0858 


522 


587 


loSo 


522 


43S 


0544 


523 


4S8 


0684 


522 


538 


0862 


522 


588 


1084 


522 


439 


0546 


523 


489 


0ÖS8 


+ 4 
+ 3 


522 


539 


0866 


522 


589 


1089 


522 


8 -440 


0000 0549 


+ 2 

+ 3 
-f 2 

+ 3 
+ 3 


9-523 


8 -490 


0-000 0691 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-522 


8-540 


0-000 0870 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-522 


8-590 


o-ooo 1095 


+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ 5 


9-522 


441 


0551 


523 


491 


0694 


522 


541 


0874 


522 


59' 


1 100 


522 


442 


OSS4 


523 


492 


0697 


522 


542 


0878 


522 


592 


1 105 


522 


443 


0556 


523 


493 


0700 


522 


543 


0882 


522 


593 


IIIO 


522 


444 


0559 


523 


494 


0704 


522 


544 


0886 


522 


594 


III5 


522 


8-445 


0000 0562 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 3 


9-523 


8-495 


0-000 0707 


+ 3 
+ 3 
+ 4 

+ 3 
+ 3 


9-522 


8 -545 


0-000 0S9O 


-1-4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 5 


9-522 


8-595 


- 000 1 1 20 


+ 5 
+ 5 
+ b 


9-522 


44O 


0564 


523 


496 


0710 


522 


546 


0S94 


522 


59Ö 


II25 


522 


447 


0567 


523 


497 


0713 


522 


547 


0898 


522 


597 


1 130 


522 


44S 


0569 


523 


498 


0717 


522 


548 


0902 


522 


598 


1 136 


+5 
+ 5 


522 


449 


0572 


523 


499 


0720 


522 


549 


0906 


522 


599 


JI4I 


522 


8-450 


o-ooo 0575 




9-523 


8-500 


0-000 0723 




9-522 


8-550 


0-000 09 II 




9-522 


8-Ö00 


0-000 II 46 




9-522 



über dir Auf/öfiiiHfi ff es Kepl er'seheii Prohlenis. 



193 





1"g 


log 






log 


log 




log 


log 






log 


log 












E—M 


Diff. 


•"S .'/ 


±tg 

(E^M) 


E—M 


DiffJ log .7 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diif. 


lüg ff 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


log ;/ 






sin (E—M) 


sin (E—M) 






sin {E—M) 


sin (E—M) 






8-600 


o-ooo 1146 


+ 5 
+ u 
+ 5 


9-522 


8-650 


0-000 1442 


+ 7 
+ 7 
+ 6 

+ 7 

+ 7 


9-522 


8-700 


• 000 I 8 I 5 


+ 9 

+ 8 
+ 8 
+ 9 
+ 8 


9-522 


8-75° 


0-000 2284 


+ " 
+ 10 
+ 11 
+ 11 
+ 10 


9-521 






601 

602 


II5I 

"57 


522 
522 


651 
652 


1449 
1456 


522 
522 


701 
702 


1824 
1832 


522 
522 


75' 

752 


2295 
2305 


521 
52' 






603 


1 162 


522 


653 


1462 


522 


703 


1840 


522 


753 


2316 


521 






604 


1167 


+ 5 
+ 6 


522 


654 


146g 


522 


704 


1849 


522 


754 


2327 


521 






8-605 


o-ooo 1173 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-522 


8-655 


0-000 1476 


+ 7 
+ 7 
+ 6 

+ 7 
+ 7 


9-522 


8-705 


0-000 1857 


+ 9 
+ 9 
+ 8 
+ 9 
+ 9 


9-522 


S-755 


o-ooo 2337 


+ 11 
+ 11 
+ 11 
+ 11 
+ " 


9-521 






606 


II 78 


522 


656 


14S3 


522 


706 


1866 


522 


75'' 


2348 


521 






607 


II84 


522 


657 


1490 


522 


707 


1875 


522 


757 


2359 


521 






608 


II89 


522 


658 


1496 


522 


70S 


1883 


522 


758 


2370 


521 






609 


II94 


522 


659 


1503 


522 


709 


1892 


522 


759 


2381 


521 






8-6io 
611 
612 
6.3 
614 


0-000 1200 
1206 

121 I 
I217 
1222 


+ 6 

+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 6 


9-522 
522 
522 
522 
522 


8 -600 
661 
662 
063 
6114 


0-000 15 10 
■517 
1524 
'531 
'538 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-522 
522 
522 
522 
522 


8-710 
7.. 
712 
713 
714 


0-000 1901 
igog 
igi8 
1927 
193Ö 


+ 8 
+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 


9-522 
522 
522 
522 
522 


8- 760 
761 
762 

763 
704 


o-ooo 2392 

2403 
2414 
2425 
2436 


+ 11 

+ 11 
+ 11 
+ 11 
+ 11 


9-521 
521 
521 
521 

521 






8-615 


0000 1228 


+ 6 

+ 5 
+ 6 
-f6 
+ 5 


9-522 


S-665 


0-000 1545 


+ 8 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-522 


S-715 


0-000 1945 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 


9-522 


8 • 765 


O'OOO 2447 


+ 12 
+ 11 
+ 11 
+ 12 
+ 11 


9-521 






6:ö 


1234 


522 


6ü6 


'553 


522 


716 


1954 


522 


706 


2459 


521 






6.7 


'239 


522 


667 


1 500 


522 


717 


■963 


522 


707 


2470 


521 






Ü18 
61g 


1245 
I25I 


522 
522 


66S 
669 


'5Ö7 
'574 


522 
522 


718 
719 


1972 
1981 


522 
522 


76S 
76g 


24SI 
2493 


521 
521 






8-620 

Ü2I 


O-OOO 1256 
1262 


+ 6 
+ 6 
+ 6 
+ 6 
+ 6 


9-522 
522 


8-670 
671 


0-000 15S1 
1589 


+ 8 

+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-522 
522 


8-720 
721 


o-ooo 1990 

1999 


+ 9 
+ 9 
+ 10 

+ 9 
+ 9 


9-522 

522 


8-770 
771 


0-000 2504 
2516 


+ 12 
+ IJ 
+ 12 
+ 12 
+ 11 


9-521 
521 






622 
623 
624 


1268 
1274 
1280 


522 

522 
522 


672 

Ö73 
674 


1596 
1603 
161 1 


522 
522 
522 


722 
723 
724 


2008 
2018 
2027 


522 
522 

522 


772 
773 
774 


2527 

2539 
2551 


521 
521 
521 






S-Ü2S 


0000 1286 


+ 6 
+ 6 
+ 6 
+ 6 

+ 6 


9-522 


S-Ö75 


0-000 161 8 


+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-522 


8-725 


o-ooo 2036 


+ 10 

+ 9 
+ 10 

+ 9 

+ 10 


9-522 


8-775 


o-ooo 2562 


+ 12 

+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-521 






62Ö 


1292 


522 


676 


1626 


522 


726 


2046 


522 


776 


2574 


521 






627 
628 


1298 
1304 


522 
522 


677 
Ü78 


1641 


522 
522 


727 
728 


2055 

2065 


522 
522 


777 
77S 


2586 
259S 


521 
521 






62g 


I3I0 


522 


679 


1648 


522 


729 


2074 


522 


77g 


2610 


521 






8 630 


0-000 13 16 


+ 6 

+ 6 
+ 6 
+ 6 
+ 6 


9-522 


8 -680 


0-000 1656 


+ 7 
+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 7 


9-522 


8-730 


0-000 2084 


+ 9 
+ 10 
+ 10 

+ 9 
+ 10 


g-522 


8-780 


0-000 2622 


+ 12 
+ 12 
+ 12 

-f' 3 
+ 12 


9-521 






63 > 
632 
633 


1322 
1328 

'334 


522 
522 
522 


68 1 
OS2 
0S3 


1663 
167. 
1679 


522 
522 
522 


731 

732 
733 


2093 

2103 

2II3 


521 
521 
521 


78. 
782 
783 


2634 

2646 

2658 


521 

521 
521 






634 


1340 


522 


684 


1687 


522 


734 


2122 


521 


784 


2671 


521 






8-635 


0000 1346 


+ 6 

+ 7 
+ 6 

+ 6 
+ 7 


9-522 


8-685 


0-000 1694 


+ 8 


g-522 


8-735 


0-000 2132 


+ 10 


9-521 


8-785 


o-ooo 2683 


+ 12 


9-52. 






636 

(>37 
638 

Ö39 


«352 
•359 
1365 
i37> 


522 
522 
522 
522 


686 
687 
688 
689 


1702 
1710 
.718 

I72() 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 8 


522 
522 
522 
522 


736 
737 
738 
739 


2142 
2152 
2IÜ2 
2172 


+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 10 


521 

521 
521 
521 


786 
787 
788 
78g 


2095 
2708 
2720 

2733 


+ 13 

+ 12 

+ 13 

+ 12 


521 

521 
521 
521 






8-640 


0-000 1378 


+ 6 
+ 6 

+ 7 
+ 6 

+ 7 


9-522 


S-690 


0-000 1734 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 8 


9-522 


8-740 


0-000 2182 


+ 10 
+ 'o 
+ 10 

4- 10 


9-521 


8-790 


0-000 2745 


+ I \ 


9-521 






641 
642 
Ö43 


■384 
1390 
1397 


522 
522 
522 


691 
692 
Ö93 


1742 
"75° 
■758 


522 
522 
522 


741 
742 
743 


2192 
2202 
2212 


521 
521 
521 


791 
792 

793 


2758 

277' 

2783 


+ '3 

+ 12 

+ '3 
+ 13 


521 
521 
521 






Ü44 


1403 


522 


694 


1766 


+ 8 


522 


744 


2222 


+ 10 


521 


794 


279Ü 


521 






8-645 


- 000 1 4 1 


+ 6 

+ 7 
+ 6 

+ 7 
+ 6 


g-522 


8-695 


o-ooo 1774 


+ 8 
+ 8 

+ 9 

+ 8 
+ 8 


9-522 


8-745 


0-000 2232 


+ 11 
+ 10 
-t-10 
+ 11 
+ 10 


9-521 


8-795 


0-000 2809 


+ '3 
+ 13 
+ '3 
+ '3 
+ 13 


g-521 






646 
647 
648 


1416 

1423 
1429 


522 
522 
522 


696 
697 
Ü98 


1782 

1790 

'799 


522 
522 

522 


746 
747 
748 


2243 
2253 

22Ö3 


521 
521 
521 


796 

797 
7 98 


2822 

2835 

2848 


521 
521 
521 






649 


1436 


522 


69g 


1807 


522 


749 


2274 


521 


799 


2861 


521 






8-650 


0-000 1442 




9-522 


8- 700 


■ 000 I S I 5 




9-522 


S-7SO 


0-000 22S4 




g-521 


8 -800 


o-ooo 2874 




9-521 





DenkscbrifteD der matbem.-naturw. CI. L. Bd. 



25 



194 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 


E—M 


Diflf. 


log.-/ 




E—M 


Diff. 


log (/ 


{E-M) 


E-M 


Diff. 


log ;/ 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


l"?!/ 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


sin {E—M) 


sin {E—M) 


8 • 8000 

Ol 

02 

03 
04 


o-ooo 2874 

2876 
2877 
2878 
2880 


+ 2 
+ 1 
+ 1 

+ 2 
+ 1 


9-521 

S2I 
S2I 
521 


8-8050 
51 
52 
53 
54 


0-000 2941 
2942 
2944 
2945 
2947 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 
521 

521 
521 


8-8100 

Ol 

02 

03 
04 


o-ooo 3009 
301 1 
3012 
3014 
3015 


+ 2 

+ 1 

+ 2 

+ 1 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8-8150 

51 
52 
53 

54 


O'OOO 3079 

3081 
3082 
3084 

3085 


4-2 
4-1 
4-2 
4-1 
4-1 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8 '8005 


0-000 2S8I 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8055 


0-000 294S 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8105 


0-000 3016 


+ 2 

+ 1 

+ 2 
+ 1 
+ 1 


9-521 


8-8155 


O'OOO 3086 


4-2 
4-1 
4- 2 


9-521 


00 


2S82 


521 


56 


2949 


521 


06 


3018 


521 


5Ö 


3088 


521 


07 


2884 


521 


57 


2951 


521 


07 


3019 


521 


57 


3089 


521 


08 
09 


2S85 
2886 


521 
521 


58 
59 


2952 
2953 


521 
521 


08 
09 


3021 
3022 


521 
521 


58 
59 


3091 
3092 


4-1 
4-2 


521 
521 


8 -80 10 


0-000 2888 


+ 1 
+ 1 
+ 2 

+ 1 
+ 1 


9.521 


8 - S060 


o-ooo 2955 


+ 1 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 


9-521 


S-8II0 


0-000 3023 


+ 2 

4-1 
4-1 
4-2 
4-1 


9-521 


8-8160 


0-000 3094 


4-1 
4-1 

4-2 
4-1 
4-2 


9-521 


1 1 


2889 


521 


61 


2956 


521 


II 


3025 


521 


61 


3095 


521 


12 
13 


2890 
2892 


521 
521 


62 
63 


2957 
2959 


521 
521 


12 
13 


302Ü 
3027 


521 
521 


62 
63 


3096 
3098 


521 
521 


14 


2893 


521 


64 


2960 


521 


14 


3029 


521 


64 


3099 


521 


8-8015 
16 
17 


o-ooo 2894 

2896 

2897 


+ 2 
+ 1 

+ 1 


9-521 
521 


8-8065 
66 
67 


0-000 2961 

2963 
2964 


+ 2 
+ 1 

+ 2 


9-521 

521 
521 


8-8115 
16 
17 


0-000 3030 

3032 
3033 


4-2 
4-1 

4-1 
4-2 
4-1 


9-521 
521 
521 


S-8165 
66 
67 


0-000 3IOI 
3102 
3104 


4-1 
4-2 
4-1 

4-1 

4-2 


9-521 

521 

521 


18 


2S98 


521 


ü8 


2966 


521 


18 


3034 


521 


68 


3105 


521 


•9 


2900 


+ 2 
+ 1 


521 


69 


2967 


+ 1 

+ 1 


521 


19 


3036 


521 


69 


3106 


521 


8 -8020 


0-000 2901 


+ 1 
+ 2 

+ 1 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8070 


0-000 2968 


4-2 

+ 1 
+ 1 

+ 2 
+ 1 


9-521 


8-8120 


0-000 3037 


4-2 
4-1 
4-1 
4-2 


9-521 


8-8170 


O'OOO 3108 


4-1 

4-2 

4-1 
+ 1 


9-521 


21 

22 
23 


2902 

2904 
290s 


521 
521 

521 


71 

72 
73 


2970 
2971 
2972 


521 
521 
521 


21 
22 
23 


3039 
3040 

3041 


521 
521 
521 


71 
72 

73 


3109 
3111 

3II2 


521 
521 

521 


24 


2906 


521 


74 


2974 


521 


24 


3043 


4-1 


521 


74 


3113 


4-2 


521 


8-8021; 
26 

27 
28 
29 


0-000 2908 
2909 

2910 

2912 

2913 


+ 1 

+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 


9-521 
521 

521 
521 

521 


8-8075 
7Ö 
77 
78 
79 


0-000 297s 

2976 
2978 
2979 
2981 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
4-2 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 

521 


8-8125 
26 
27 
28 
29 


o-ooo 3044 

3045 
3047 
3048 
3050 


4-1 
4-2 
4-1 
4-2 
4-1 


9-521 

521 

521 
521 
521 


8-8175 
76 

77 
78 
79 


' 000 3 I I 5 
3116 
3118 
3119 
3121 


4-1 

4-2 
4-1 
4-2 

4-1 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8-8030 


0-000 2914 


+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 


8-8080 


0-000 2982 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8130 


000 3051 


4-2 
4-1 

4-1 
4-2 

4-1 


9-521 


8-8180 


O'OOO 3122 


4- 2 


9-521 


31 
32 
33 
34 


2916 

2917 
2918 
2920 


521 
521 
521 
521 


81 
82 

83 
84 


2983 
2985 

2986 

2987 


521 
521 

521 
521 


31 
32 

33 
34 


3053 
3054 
305s 

3057 


521 

521 

521 
521 


8i 
82 
83 

84 


3124 
3125 

3126 

3128 


4-1 

4-1 
4-2 

4- I 


521 
521 
521 

521 


8-8035 
36 


o-ooo 2921 

2922 


+ 1 
+ 2 
+ 1 

+ 1 
+ 2 


9-521 
521 


8-S085 
86 


0-000 2989 

2990 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 


8-8135 
36 


0-000 3058 
3000 


4-2 
4-1 
4-1 
4-2 
4-1 


9-521 
521 


8-8185 
86 


O'OOO 3129 

3131 


4-2 
-t- 1 


9-521 
521 


37 


2924 


521 


87 


2992 


521 


37 


3061 


521 


87 


3132 


4-2 
4-1 
4-1 


521 


3S 
39 


2925 

2926 


521 
521 


88 
89 


2993 
2994 


521 

521 


38 
39 


3062 
3064 


521 
521 


88 
89 


3134 
3135 


521 

521 


8 - 8040 
41 
42 
43 


0-000 2928 

2929 
2930 
2932 


+ 1 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 


8-8090 

91 
92 

93 


o'ooo 2996 

2997 
2998 
3000 


+ 1 

+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 
521 
521 


8-S140 
41 
42 
43 


O'OOO 3065 

3067 
3068 
3069 


4-2 
4-1 
4-1 
4- 2 


9-521 
521 
521 

521 


8'8i90 
91 
92 
93 


O'OOO 3136 

3138 

3'39 
3141 


4-2 
4-1 
4-2 
-j- 1 


9-521 
521 
521 
521 


44 


2933 


521 


94 


3001 


521 


44 


3071 


4-1 


521 


94 


3142 


4-2 


521 


8 • 8045 


0-000 293-I 


+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 


8-S095 


0-000 3003 


+ 1 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 


9-521 


8-8145 


O'OOO 3072 


4-2 
4-1 
4-2 
4-1 

4-1 


9-521 


8-8195 


O'OOO 3144 


+ I 


9-521 


4U 


2930 


521 


96 


3004 


521 


46 


3074 


521 


96 


3145 


4- 2 


521 


47 
4S 
4? 


2937 
2938 

2940 


521 

521 

521 


97 
98 

99 


3005 
3007 
3008 


521 
521 

521 


47 
48 
49 


3075 
3077 
3078 


521 
521 

521 


97 
98 
99 


3147 
3148 
3149 


4-1 
4-1 
4-2 


521 
521 
521 


8 -8050 


0-000 2941 




9'52i 


8-8ioo 


O'OOO 3009 




9-521 


8-8150 


O'OOO 3079 




9-521 


8-8200 


O'OOO 3151 




9-521 



über die Aiiflösuncj des Kepler'' sehen Problems. 



19Ö 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 


E—M 


Diff. 


Itig ;/ 


±tg 

E-M) 


E—M 


Diff. 


log U 


±tg 

[E^M) 


E—M 


Diff. 


log (1 


±tg 

E-M) 


E—M 


Diff. 


log (1 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


S-S200 

1 

Ol 

02 

03 
04 


3- 000 315 I 
3152 
3154 
315s 
3157 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 


rS2i 
521 
521 
521 
521 


8-8250 

51 
52 
53 
54 


3-000 3224 
3226 
3227 
3229 
3230 


+ 2 

+ 1 

+ 2 

+ 1 
+ 1 


9-521 
521 
521 

5^1 
521 


S-S300 

Ol 

02 

03 
04 


3 -000 3299 
3300 
3302 

33°4 

3305 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


3-521 
521 
521 
521 
521 


3-8350 
51 

52 
53 
54 


3-000 3376 
3377 
3379 
3380 
3382 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8-8205 

ob 
07 
08 


0-000 3158 

3IÜO 
3IOI 
3162 


+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 


8-8255 
5U 
57 
58 


D 000 3231 
3233 
3234 
3230 


+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 
+ 2 


9-521 
521 
521 
521 


8-8305 

oö 

07 
08 


3 000 3307 
3308 
3310 
3311 


+ 1 

+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 


9-521 
521 
521 
521 


S-8355 
5f 
57 
58 


o-ooo 3383 

3385 

3387 
3388 


+ 2 
+ 2 
•4-1 

-1-2 


9-521 
521 
521 
521 


09 


3164 


521 


59 


3237 


521 


09 


3313 


521 


59 


3390 


-t-I 


521 


8-8210 
II 
12 
13 

14 


0-000 31Ü5 

31Ö7 
3168 

3170 

3171 


+ 2 
-f I 

+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 
521 
521 
521 


S-82Ö0 
61 
62 
63 
64 


O-OOO 3239 

3240 
3242 
3243 
3245 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8-8310 

II 

12 
13 
14 


0-000 3314 
3316 

33«7 
3319 
3320 


+ 2 

+ 1 
+ 2 

+ 1 
+ 2 


9-521 
521 

521 
521 

521 


8-8360 
61 
62 

63 
64 


O'OOO 3391 
3393 
3394 
3396 
3397 


+ 2 
+ 1 
-t-2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 
521 

521 

521 


8-S21S 
16 

17 
18 

19 


0-000 3173 
3174 
3170 
3177 
3179 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8-8205 
66 
67 
68 
69 


0-000 3246 

3248 
3249 
3251 
3252 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 

+ 2 


9-521 
521 
521 
521 
521 


8-8315 
16 

17 
18 

19 


0-000 3322 
3323 
3325 
3326 

3328 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 
521 
521 

521 


8-8365 
66 

67 
68 
69 


O'OOO 3399 
3400 
3402 
3404 
3405 


+ 1 
-t-2 
-1-2 
-t-I 
-f 2 


9-521 
521 
521 

521 
521 


8-8220 
21 
22 
23 


o'ooo 31 So 
3181 
3183 
3184 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 


9-521 

521 
521 

521 


8-8270 

71 
72 

73 


0-000 3254 

3255 
3257 
3258 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 

521 
521 


8-8320 
21 
22 
23 


o-ooo 3329 

3331 
3332 

3334 


+ 2 

+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 


9-521 

521 
521 
521 


8-8370 
71 
72 
73 


O'OOO 3407 

3408 
3410 
3411 


-i-I 
+ 2 
4-1 
-f-2 


9-521 
521 
521 
521 


24 


3186 


521 


74 


3260 


521 


24 


333Ö 


521 


74 


3413 


+ 2 


521 


8-8225 
26 
27 

28 


0-000 3187 

3189 
3190 

3192 


+ 2 
+ 1 

+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 
521 
521 


8-8275 
76 
77 
78 


0-000 3261 

3263 
3264 

3266 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 
521 
521 


8-8325 
2Ö 

27 
28 


o-ooo 3337 

3339 
3340 
3342 


+ 2 
+ 1 

+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 

521 
521 


8-8375 
76 

77 
78 


O'OOO 3415 

3416 
3418 
3419 


+ 1 
-t-2 
-f I 
-1-2 


9-521 
521 

521 
521 


29 


3193 


521 


79 


3267 


521 


29 


3343 


521 


79 


3421 


-f I 


521 


8-8230 


0-000 3195 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8280 


0-000 3269 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 


9-521 


8-8330 


000 3345 


+ 1 

+ 2 
+ 2 
+ 1 

+ 1 


9-521 


8-8380 


O'OOO 3422 


-1-2 
-t-2 


9-521 


31 


319Ö 


521 


81 


3270 


521 


31 


3346 


521 


Si 


3424 


521 


32 


3198 


521 


82 


3272 


521 


32 


3348 


521 


82 


3426 


1 " 
+ I 


521 


33 
34 


3199 
3200 


521 
521 


83 

84 


3273 
3275 


521 

521 


3i 

34 


3350 
3351 


521 
521 


83 
84 


3427 
3429 


+ 2 
-t-I 


521 

521 


8-8235 


O'OOO 3202 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 1 


9-521 


S-S285 


0-000 3276 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 

+ 2 


9-521 


8-8335 


0-000 3352 


+ 2 
+ 1 

+ 2 
+ 2 
+ 1 


9-521 


8-8385 


O'OOO 3430 


4-2 


9-521 


3*» 
37 
38 
39 


3203 
3205 

3206 

3208 


521 
521 
521 
521 


86 

87 
88 
89 


3278 

3279 
3281 

3282 


521 
521 
521 
521 


36 

37 
38 
39 


3354 

3355 
3357 
3359 


521 
521 
521 
521 


St) 

87 
8S 

89 


3432 

3433 
3435 
3437 


+ 1 
4-2 

4-2 
4-1 


521 
521 
521 
521 


8-8240 
41 


0-000 320c 

3211 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 

+ 2 


9-521 
521 


8-8290 
91 


0-000 3284 

3285 


+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 


9-521 
521 


8-8340 
41 


0-000 3360 
3362 


+ 2 
+ 1 

-t-2 
+ 1 
+ 2 


9-521 
521 


8-8390 
91 


0-000 3438 
3440 


i 4-2 
+ 1 


9-521 
521 


42 


3212 


521 


92 


3287 


521 


42 


ZZ^T, 


521 


92 


3441 


4-2 


521 


43 
44 


3214 
3215 


521 

521 


93 
94 


3288 
3290 


521 
521 


43 
44 


3365 
33Ö6 


521 
521 


93 
94 


3443 
3444 


4-1 

4-2 


521 
521 


8-8245 


0-000 3217 


+ 1 

:; 

+2 
+ 1 


9-521 


8-8295 


0-000 3291 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8345 


o-öoo 3368 


+ 1 
+ 2 

+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8395 


0-000 344Ü 


4-2 
4- 1 


9-521 


40 


32IS 


521 


96 


3293 


521 


46 


3369 


521 


96 


344S 


521 


47 


3220 


521 


97 


3294 


521 


47 


3371 


521 


97 


1 3449 


+ 2 


521 


48 


3221 


521 


98 


3296 


521 


48 


3372 


521 


98 


3451 


4-1 


521 


49 


3223 


521 


99 


3297 


521 


49 


3374 


+ 2 


521 


99 


3452 


4-2 


521 


8 -825c 


o-ooo 3224 




9-521 


8-8300 


0-000 3299 




9-521 


8-835C 


0-000 337C 




9-521 


8 - 840c 


O'OOO 345^! 




9-521 



25* 



96 



Th. V. Oppolzer. 





log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 








±tg 


E—M 


Diff. logf/ 


±tg 

(E-M) 


E-M 


Diflf. 


log.!/ 


±tg 

(E-M) 


E-M 


Diff. 


log*/ 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diff. 


log? 




sin {E—M) 


sin (E—M) 


sin (E~M) 


sin (E-M) 




8 • S400 


0-000 3454 


+ 2 
-j- 1 


9-521 


8-8450 


0-000 3534 


+ 2 
+ 1 


9-521 


8-8500 


0000 3016 


+ 2 


9-520 


8-8550 


0-000 3700 


+ 2 


9-520 




Ol 


345Ö 


521 


51 


353Ö 


521 


Ol 


3618 


+ 2 


520 


51 


3702 


+ 2 


520 




02 


3457 


+ 2 
+ 1 
+ 2 


521 


52 


3537 


+ 2 


521 


02 


3620 


+ I 


520 


52 


3704 


+ 1 


520 




03 


3459 


521 


53 


3539 


+ 2 


521 


03 


3621 


+ 2 


520 


53 


3705 


+ 2 


520 




04 


3460 


521 


54 


3541 


+ 1 


521 


04 


3623 


+ 2 


520 


54 


3707 


+ 2 


520 




S • 8405 


0-000 3462 


+ 2 
+ 1 

+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8455 


o-ooo 3542 


+ 2 

-|-2 


9-521 


8 -8505 


O'OOO 3625 


-l- 1 


9-520 


S-8555 


o-ooo 3709 


+ 1 


9520 




oü 


3464 


521 


56 


3544 


521 


06 


3626 


+ 2 


520 


5Ö 


3710 


+ 2 


520 




07 


3465 


521 


57 


3S4Ö 


-\. I 


521 


07 


3Ü28 


+ 2 


520 


57 


3712 


T2 


520 




08 


34')7 


521 


58 


3547 


+ 2 
+ 1 


521 


08 


3630 


+ I 


520 


58 


3714 


+ 2 


520 




09 


3468 


521 


59 


3549 


521 


09 


3631 


+ 2 


520 


59 


3716 


+ 1 


520 




8-8410 


0-000 3470 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8 • 8460 


o-ooo 3550 


+ 2 
+ 2 

+ 1 
+ 2 


9-521 


S-8510 


0-000 3033 


+ 2 


9-520 


8-8560 


0-000 3717 


+ 2 


9-520 




II 
12 

13 


3471 
3473 
3475 


521 
521 
521 


Ol 
62 
63 


3552 

3554 
3555 


521 
521 

521 


II 

12 

13 


3635 

3^^3(> 
3638 


+ 1 

+ 2 
+ 2 


520 

520 

520 


61 
62 
03 


3719 
3721 
3722 


+ 2 
+ 1 
+ 2 


520 
520 
520 




'4 


3476 


521 


64 


3557 


+ 2 


521 


14 


3(140 


+ 1 


520 


64 


3724 


+ 2 


520 




8-8415 


o'ooo 3478 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8465 


0-000 3559 


+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8515 


0-000 3641 


+ 2 


9 520 


8-8565 


0-000 3726 


+ 1 


9-520 




16 


3479 


521 


66 


35Ö0 


521 


16 


3Ö43 


+ 2 


520 


66 


3727 


+ 2 


520 




17 


3481 


521 


67 


3562 


+ 2 
+ 1 
+ 2 


521 


17 


3'H5 


+ 1 

+ 2 
+ 2 


520 


67 


3729 


+ 2 


520 




iS 


3483 


521 


68 


3564 


521 


18 


3646 


520 


68 


3731 


+ 2 


520 




19 


3484 


521 


69 


35Ö5 


S2I 


19 


3Ö4S 


520 


69 


3733 


+ I 


520 




S-8420 


0-000 34S6 


+ 1 
+ 2 

+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8 -84 70 


o-ooo 3567 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8520 


O'OOO 3Ö50 


+ I 
+ 2 
+ 2 
+ I 


9-520 


8-8570 


O'OOO 3734 


+ 2 


9-520 




21 
22 
23 


34S7 
3489 
349 > 


521 
521 
521 


71 
72 
73 


3568 
3570 

3572 


521 
521 
521 


21 

22 
23 


365' 

3Ö53 

3tJ55 


520 
520 
520 


7> 
72 
73 


3736 
3738 
3739 


+ 2 
+ 1 
+ 2 


520 
520 
520 




24 


3492 


521 


74 


3573 


521 


24 


3656 


+ 2 


520 


74 


3741 


+ 2 


520 




S-8425 


o-ooo 3494 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 

+ 2 


9-521 


8-8475 


o-ooo 3575 


+ 1 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 1 


9-521 


8-8525 


0-000 3658 


+ 2 


9-520 


8-8575 


O'OOO 3743 


+ 2 


9-520 




26 

27 


3495 
3497 


521 
521 


7<^ 
77 


3576 
3578 


521 
521 


2O 
27 


3Ö60 
3661 


+ 1 
+ 2 


520 
520 


76 
77 


3745 
374Ö 


+ 1 
+ 2 


520 
520 




28 


3499 


521 


78 


3580 


521 


28 


3(>^3 


+ 2 


520 


78 


3748 


+ 2 


520 




29 


3500 


521 


79 


3582 


521 


29 


3665 


+ 1 


520 


79 


3750 


+ 2 


520 




8-8430 


0-000 3502 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 

+ 2 


9-521 


8 - S480 


0-000 35S3 


+ 2 
-i- I 


9-521 


8-8530 


0-000 3Ö6Ö 


+ 2 
+ 2 


9-520 


8 -8580 


O'OOO 3752 


-f- 1 


9-520 




31 


3503 


521 


Si 


3585 


521 


3> 


366S 


520 


Si 


3753 


+ 2 


520 




32 


3505 


521 


82 


3581- 


+ 2 

+ 2 
+ I 


S2I 


32 


3670 


+ 1 
+ 2 
+ 2 


520 


82 


3755 


+ 2 


520 




33 


3507 


521 


83 


3588 


521 


33 


3Ö71 


520 


83 


3757 


+ 1 


520 




34 


3508 


521 


84 


3590 


521 


34 


3^)73 


520 


84 


375S 


+ 2 


520 




8 -8435 


0000 3510 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8485 


o-ooo 3591 


+ 2 
+ 2 
+ 1 

+ 2 
+ 2 


9-521 


8-S535 


o-ooo 3675 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 1 


9-520 


8-8585 


O'OOO 3760 


+ 2 


9-520 




30 


3512 


521 


86 


3593 


521 


3Ö 


3676 


520 


86 


3762 


+ 2 


520 




37 


3513 


521 


87 


3595 


521 


37 


3678 


520 


87 


37Ö4 


4- 1 


520 




3S 
39 


3515 
351Ö 


521 
521 


88 
89 


3590 

3598 


521 

521 


38 
39 


3680 
3682 


520 
520 


88 
89 


37'>S 
37Ö7 


+ 2 
+ 2 


520 
520 




8 - S440 


0-000 351S 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-521 


8-8490 


o-ooo 3600 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 


9-520 


8-8540 


o-ooo 3683 


+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-8590 


O'OOO 37Ö9 


~\- 1 


9.520 




41 

42 


3520 
3521 


521 

521 


91 
92 


3601 
3Ö03 


520 
520 


41 
42 


3685 
3687 


520 
520 


91 
92 


3770 
3772 


+ 2 
+ 2 


520 
520 




43 

44 


3523 
3524 


521 

521 


93 
94 


3Ö05 

3606 


520 
520 


43 

44 


3688 
3690 


520 
520 


93 

94 


3774 
3770 


+ 2 
+ 1 


520 
520 




8-8445 
46 


000 3526 

3528 


+ 2 

+ 1 
+ 2 
+ 2 

+ 1 


9-521 
521 


8-8495 
96 


O-QOO 3608 
3610 


+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 1 


9-520 
520 


8-S545 
4Ö 


O'OOO 3692 

3693 


+ 1 

+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 1 


9-520 
520 


S-8595 
96 


O-ooo 3777 
3779 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 




47 


3529 


521 


97 


361 l 


520 


47 


3695 


520 


97 


3781 


+ 2 


520 




48 


3531 


521 


98 


36.3 


520 


48 


3697 


520 


98 


3783 


520 




49 


3533 


521 


99 


36.5 


520 


49 


3699 


520 


99 


3784 


+ 2 


520 




8-8450 


0-000 3534 




9-521 


8-8500 


0-000 361 6 




9-520 


8-8550 


O-OOO 3700 




9-520 


8 - 8600 


0-000 37S6 




9-520 



Ülier die AiiflösHiHi des KephrselicH Prali/eins. 



197 



log 
±tg 

{E-M) 



log 
E—M 



sm(jE— M; 



Diff, 



log ;/ 



(E^M) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



'"S .'/ 



log 

±tg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Dift'. 



log .9 



log 

±tg 
(E-M) 



E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



log (/ 



S • S6oo 

Ol 

02 

03 
04 

S-S6os 
oü 
07 
08 
09 

■S'SdIO 
1 1 

12 



14 

8 -SO 15 
ib 

17 
18 

>9 

8-8620 
21 
22 
23 
24 

8-8625 
2b 
27 

28 

29 

S-S630 
31 
32 

33 
34 



8-8635 
3ü 
37 



8-8640 

41 

42 

43 
44 



DOO 3786 
3788 
3790 
3791 

3793 

o'ooo 3795 
3797 
3798 
3800 
3802 

o'ooo 3S04 

3805 
3S07 
3809 
381 1 



■000 3812 

3814 
3816 
3818 
3819 

■000 382 

3823 
3825 

3826 

382S 

•000 3830 

383 
3S3 
3835 
3S37 



o-ooo 3839 

3S40 
3842 
3844 
3846 

O'OOO 3847 

3849 

3851 
3853 
3854 

aoo 3856 
3858 
3860 
3802 
3803 



8' S645 
46 
47 
48 
49 

8-8050 



o-ooo 3865 

3867 
3869 
3870 
387 

0-000 3874 



+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 1 

+ 2 

+ 2 

+ 2 

+ 1 

+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 2 
+ 2 
+ 
-f 2 
+ 2 

+ 2 
+ 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 
+ 2 
+ 2 
+ 
+ I 

+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 1 

+ 2 

+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 1 



+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 



9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 

520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 



8-8650 

5' 
52 
53 

54 

8 -865 5 
5^ 
57 
58 
59 

8-S6()0 
61 
62 

Ö3 

64 

-8665 
6ü 
Ö7 
68 
69 

8-8670 

71 

72 
73 
74 

•86 7 5 
76 
77 
78 
79 

8-8680 

81 

82 

8 

84 

8-8685 
86 

87 
88 
89 

8-8Ö90 

9 
92 

9 
04 

8-8695 
96 
97 
98 
99 

8-8700 



3874 
3870 
38 78 
3879 
38S1 

0-000 3883 
3885 
38S6 
3888 
3890 

O'ooo 3S92 

3894 
3895 
3897 
3899 

3901 
3903 
3904 
3906 
3908 

0-000 3910 

3912 
3913 
3915 
3917 

0000 3919 

3920 
3922 

3924 
3926 



+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
-t-I 

+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 1 

+ 2 

+ 2 

+ 2 



0-000 


3928 




3930 




3931 




3933 




3935 


0-000 


3937 




3939 




3940 




3942 




3944 


0-000 


3946 




3948 




3949 




3951 




3953 


U'OOO 


3955 




3957 




3958 




3960 




3962 


O'OOO 


39Ö4 



+ 1 

+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 1 

+ 2 

+ 2 

+ 2 

+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 

+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

•M 
+ 2 

+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 



9520 
520 
520 
520 
520 

9'52o 
520 
520 
520 
520 

»■520 
520 
520 
520 
520 

)'S20 
520 
520 
520 
520 

)'520 

520 

520 
520 
520 

3-520 

520 
520 
520 
520 

5-520 
520 

520 
520 

520 
3-520 

520 

520 

520 

520 
9-520 

520 

520 

520 

520 
9-520 

520 
520 

520 
520 

9-520 



8-8700 

o 
02 

03 
04 

8-8705 
06 
07 
08 
09 

8'87io 
1 1 
12 



13 

>4 

'8715 
lO 

17 

18 

19 

8'8720 
21 
22 
23 
24 

8'8725 
26 

27 
28 
29 

8-8730 
31 
32 
33 
34 

8-8735 
3^ 
37 
38 
39 

•8740 
4 
42 
43 
44 

8 '8745 
46 
47 
48 
49 

8'875o 



O'OOO 3964 
3966 

3968 
3969 

3971 

000 3973 
3975 
3977 
3978 
3980 

O'OOO 3982 

3984 

3986 
3988 

3989 

O'OOO 3991 
3993 
3995 
3997 
3999 



•000 4000 
4002 
4004 
4006 
4008 



O'OOO 4010 
4012 

4013 
4015 
4017 

O'OOO 4019 
4021 

4023 

4024 

4026 
O'OOO 4028 

4030 
4032 
4034 
4036 

O'OOO 4037 

4039 
4041 

4043 
4045 

O'OOO 4047 
4048 

4050 
4052 
4054 

O'OOO 4056 



+ 2 

+ 2 

+ 1 

+ 2 
+ 2 

+ 

+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 

+ 2 



+ 2 


+ 1 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 1 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 1 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 1 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 
-\ I 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 1 


+ 2 


+ 2 


+ 2 


+ 2 



9-520 

520 

520 

520 
520 

■520 
520 

520 

520 

520 

'520 
520 
520 

520 
520 

9'520 
520 
520 
520 
520 

9'520 
520 
520 
520 
520 

9'52o 
520 
520 
520 
520 

9'52o 

520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9520 
520 
520 
520 
520 

9-520 



•8750 
5' 

52 
53 
54 

8-8755 
56 

57 
58 
59 

'8760 
61 

(J2 

63 
64 

■S765 

66 
07 
68 
69 

S'S77o 
71 

72 
73 
74 

8-8775 
76 
77 
78 
79 

8-8780 
Sl 
82 
83 
84 

8 '8785 
86 

87 
88 
89 

8 '8790 
9 
9 

93 
94 

8-8795 
96 

97 
98 

99 
8'8Soo 



o-ooo 4056 

4058 

4060 
4062 

4063 

O'OOO 4065 

4067 

4069 

4071 
4073 



'000 4075 

4076 
4078 

4080 
4082 

O'OOO 40S4 

4086 
4088 

4090 

409 



o'ooo 4093 

4095 

4097 
4099 

4IOI 

O'OOO 4103 
4105 
4106 
4108 
41 10 

o ' 000 4 I I 2 

4II4 

41 16 

4II8 

4120 
O'OOO 4122 

4123 
4125 
4127 
4129 

o ■ 000 4 I 3 I 
4133 
4135 
4137 
4139 

O'OOO 4141 

4142 
4144 
4146 

4I4S 

O'OOO 4150 



+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 

+ 2 

+ 2 
+ 
+ 2 
+ 2 

+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 
+ 2 



+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

•f I 
+ 2 

+ 2 

+ 2 
+ 



9-520 

520 
520 
520 
520 

9-520 

520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 

520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9'52o 

520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 
520 

9-520 
520 
520 
520 

520 

9-520 



198 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log- 






log log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


log // 


±tg 


E—M 


Diff. 


log ;y 


±tg 

{E-M) 


E-M 


Diff. 


log </ 


±tg 

{E-M) 


E—M 


Diff 


log ,(/ 


sin (E-M) 


(A'-Jtf) 


siu [E—M] 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


8 ■ S8oo 

Ol 


0-000 4150 

4152 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 


8-8850 
51 


0-000 424Ö 
424S 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 


8-8900 

Ol 


0-000 4345 
4347 


+ 2 
+ 2 


9-520 

520 


8-8950 
51 


0-000 4446 
4448 


+ 2 

+ 2 


9-520 
520 


02 


4154 


+ 2 


520 


52 


4250 


+ 2 


520 


02 


4349 


+ 2 


520 


52 


4450 


-f 2 


520 


03 


4156 


+ 2 


520 


53 


4252 


+ 2 


520 


03 


4351 


+ 2 

+ 2 


520 


53 


4452 


+ 2 

+ 2 


520 


04 


4158 


+ 2 


520 


54 


4254 


+ 2 


520 


04 


4353 


520 


54 


4454 


520 


S-SSos 


o-ooo 4160 


+ 1 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


S-8855 


0-000 4256 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 


8 -8905 


O'OOO 4355 


+ 2 
+ 2 

+ 2 


9-520 


8-8955 


000 4456 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


06 

07 


4IOI 
4>ö3 


520 
520 


56 

57 


4258 
4260 


520 
520 


oö 
07 


4357 
43S9 


520 
520 


56 

57 


445 8 
4460 


520 
520 


08 
09 


4165 
4167 


520 
520 


58 
59 


42Ö2 
4264 


520 
520 


08 
09 


43Ö1 
4363 


520 
520 


58 
59 


4462 
4464 


520 
520 


S-SSio 

I 2 


0-000 4169 
4171 
4173 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 

520 

520 


8-8860 
61 
62 


0-000 4266 
4268 
4270 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 


8-8910 
1 1 
12 


0-000 4365 
43Ö7 
4369 


+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 


8-8960 
61 
62 


0-000 4466 
4468 
4470 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 


13 

'4 


4175 
4177 


+ 2 
+ 2 


520 
520 


63 
64 


4272 
4274 


+ 2 
+ 2 


520 
520 


13 
14 


4371 
4373 


+ 2 

+ 2 


520 
520 


63 

64 


4472 
4474 


+ 2 
+ 2 


520 
520 


8-8815 


0-000 4179 


+ 2 
+ 2 
+ 1 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-8865 


0-000 4276 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-8915 


0-000 4375 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 2 


9-520 


8-8965 


0-000 447Ü 


+ 2 

+ 3 

+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


lü 


4181 


520 


66 


4278 


520 


lö 


4377 


520 


66 


4478 


520 


17 

iS 


4183 
4184 


520 

520 


67 
68 


42S0 
4282 


520 
520 


17 
18 


4379 
4381 


520 
520 


67 
68 


44S1 
44S3 


520 

520 


19 


418Ö 


520 


69 


4284 


520 


19 


4383 


520 


69 


4485 


520 


8-8S20 


0-000 4188 


+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 


S-SS70 


0-000 4286 


+ 1 
+ 2 

+ 2 


9-520 


8 -8920 


0-000 4385 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-8970 


0-000 4487 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


21 


4190 


520 


71 


4287 


520 


21 


4387 


520 


71 


4489 


520 


22 


4192 


520 


72 


4289 


520 


22 


4389 


520 


72 


4491 


520 


23 


4194 


+ 2 


520 


73 


4291 


+ 2 


520 


23 


439' 


+ 2 


520 


73 


4493 


+ 2 


520 


24 


4196 


+ 2 


520 


74 


4293 


+ 2 


520 


24 


4393 


+ 2 


520 


74 


4495 


+ 2 


520 


8-8825 

2Ö 


0-000 4198 
4200 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 


8-8875 
7Ö 


0-000 4295 
4297 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 


8-8925 
26 


0-000 4395 
4397 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 


8-8975 
76 


0-000 4497 
4499 


+ 2 
+ 2 


9-520 
520 


27 
28 


4202 
4204 


+ 2 
+ 2 

+ 2 


520 
520 


77 
78 


4299 
43° I 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


520 
520 


27 

28 


4399 
4401 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


520 
520 


77 
78 


4501 
4503 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


520 
520 


29 


420t) 


520 


79 


4303 


520 


29 


4403 


520 


79 


4505 


520 


8-8830 


o-ooo 4208 


+ 2 


9-520 


8-8880 


o'ooo 4305 


+ 2 


9-520 


8-8930 


0-000 4405 


+ 2 


9-520 


8-8980 


0-000 4507 


+ 2 


g-520 


3« 


4210 


+ 1 


520 


81 


4307 


+ 2 


520 


31 


4407 


+ 2 


520 


81 


4509 


+ 2 


520 


32 
33 
34 


42II 

4213 
4215 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


520 
520 
520 


82 

83 
84 


4309 

43i> 
4313 


+ 2 

+ 2 
+ 2 


520 
520 

520 


32 
33 

34 


4409 
44" 
4413 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


520 
520 
520 


82 

83 
84 


45" 
45 '4 

45'6 


+ 3 

+ 2 
+ 2 


520 
520 
520 


8-8835 
36 

37 
3S 
39 


0-000 4217 

4219 

4221 
4223 
4225 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 
520 
520 


8-8885 
86 

87 
88 
89 


0-000 4315 
4317 
4319 
432J 
4323 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 
520 
520 


8-8935 
36 
37 
38 
39 


■ 000 44 I 5 
4417 
44' 9 
4421 

4423 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 
520 

520 


S-89S5 
86 

87 

88 
89 


0-000 4518 

4520 
4522 
4524 

4520 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 


9-520 
520 
520 
520 
520 


S-8S40 


0-000 4227 


4* 2 


9-520 


8-8890 


0-000 4325 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 


9-520 


8 - 8940 


- 000 4425 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 3 


9-520 


8-8990 


0-000 4528 


+ 2 


9-520 


41 


4229 


+ 2 


520 


91 


4327 


520 


41 


4427 


520 


9' 


4530 


+ 2 


520 


42 


4231 


+ 2 


520 


92 


4329 


520 


42 


4429 


520 


92 


4532 


+ 2 


520 


43 


4233 


+ 2 


520 


93 


433' 


520 


43 


443' 


520 


93 


4534 


+ 2 


520 


44 


423s 


+ 2 


520 


94 


4333 


520 


44 


4433 


520 


94 


453*» 


+ 2 


520 


8-8845 


0000 4237 


+ 2 
+ 2 


9-520 


S-8895 


0-000 4335 


-f 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-8945 


0-000 4436 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-8995 


0-000 453S 


+ 3 
+ 2 


9-520 


46 


4239 


520 


96 


4337 


520 


46 


4438 


520 


96 


4541 


520 


47 
48 


4241 
4242 


+ 1 
+ 2 


520 
520 


97 
98 


4339 
4341 


520 

520 


47 
48 


4440 
4442 


520 
520 


97 
98 


4543 
4545 


+ 2 
+ 2 


520 
520 


49 


4244 


+ 2 


520 


99 


4343 


520 


49 


4444 


520 


99 


4547 


+ 2 


520 


8-8850 


0-000 424Ö 




9-520 


8-8900 


0-000 4345 




9-520 


8-8950 


o-ooo 4446 




9-520 


8 • 9000 


0-000 4549 




9-520 



über die Auflösung des Kepler^ sehen Problems. 



199 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

[E-M) 


E-M 


Diflf. 


logi/ 


±tg 
{E^M) 


E-M 


Diff. 


log .'/ 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


log;/ 


±tg 
(E-M) 


E-M 


Diff. \og,j 

! 


sin {E—M) 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


S • 9000 


0-000 4549 




9-520 


8-9050 


0-000 4654 


+ 3 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


S - 9 1 00 


o-ooo 4762 


+ 3 

+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-91 so 


O'OOO 4873 


+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 2 


9-520 


Ol 

02 


455 I 
4553 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 2 


520 
520 


51 

52 


4657 
4659 


520 
520 


Ol 

02 


4765 
4767 


520 
520 


51 

52 


4875 
4877 


520 
520 


03 


4555 


520 


53 


4661 


520 


03 


4769 


520 


53 


4880 


520 


04 


4557 


520 


54 


4663 


520 


04 


4771 


520 


54 


4882 


520 


8 • 9005 


o-ooo 4559 


+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9055 


O'OOO 4Ö65 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-520 


8-9105 


0-000 4773 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9155 


0-000 4884 


4-2 

+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 


9-520 


06 


4561 


520 


5Ö 


4667 


520 


oü 


4775 


520 


5Ö 


4886 


520 


07 


45^3 


520 


57 


4669 


520 


07 


4778 


520 


57 


488S 


520 


08 


4566 


520 


58 


4671 


520 


oS 


4780 


520 


58 


4891 


520 


09 


4568 


520 


59 


4674 


520 


09 


4782 


520 


59 


4893 


520 


8 "90 10 


0-000 4570 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-90Ü0 


0-000 4676 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 3 


9-520 


S-91 10 


o-ooo 4784 


+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9160 


0-000 4S95 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 


IZ 


4572 
4574 


520 
520 


61 
62 


4678 

4680 


520 
520 


1 1 
12 


4786 
4789 


520 
520 


Ol 
62 


4897 
4900 


520 
520 


'3 
14 


4576 
4575^ 


520 
520 


63 
64 


4682 
46S4 


520 
520 


'3 

14 


4791 

4793 


520 
520 


63 
64 


4902 

4904 


520 

520 


8'9oi5 


0-000 4580 


+ 2 
+ 2 
+ 3 


9-520 


8-9065 


0.000 4687 


+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9115 


0-000 4795 


+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-520 


8-91Ö5 


0-000 4906 


+ 3 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 3 


9-520 


16 

17 
18 


4582 

4584 
4587 


520 

520 
520 


06 

07 
68 


4689 
4691 
4693 


520 
520 
520 


16 

17 
18 


4797 
4800 
4802 


5^0 
520 
520 


60 
67 
68 


4909 

49' I 
4913 


520 

520 

520 


19 


45S9 


+ 2 
+ 2 


520 


69 


4695 


+ 2 
+ 2 


520 


19 


4804 


+ 2 

+ 2 


520 


69 


4915 


520 


8-9020 


o'ooo 4591 


+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9070 


0-000 4697 


+ 2 

XI 

+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9120 


O'OOO 4S06 


+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9170 


O'OOO 4918 


+ 2 
+ 2 


9-520 


21 


4593 


520 


71 


4699 


520 


21 


4808 


520 


71 


4920 


520 


22 
23 


4595 
4597 


520 
520 


72 
73 


4702 
4704 


520 
520 


22 
23 


48 II 
4813 


520 
520 


72 

73 


4922 
4924 


+ 2 

+ 3 

+ 2 


520 

520 


24 


4599 


520 


74 


4706 


520 


24 


4815 


520 


74 


4927 


520 


8-9025 


0-000 4601 


+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 

+ 2 


9-520 


8-9075 


0000 4708 


+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 2 


9-520 


8-9125 


0-000 4817 


+ 2 
+ 3 


9-520 


8-9175 


O'OOO 4929 


+ 2 

+ 3 

+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


2t) 


4603 


520 


7Ö 


4710 


520 


26 


4819 


520 


76 


4931 


520 


27 


4606 


520 


77 


4712 


520 


27 


4822 


520 


77 


4934 


520 


28 
29 


4608 
4610 


520 
520 


78 
79 


4715 
4717 


520 
520 


28 
29 


4824 
4826 


+ 2 

+ 2 
+ 2 


520 

520 


78 
79 


4936 
4938 


520 
520 


8-9030 
31 
32 

33 


0-000 4612 
4614 
4616 
4618 


+ 2 
+ 2 
-+-2 
+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 
520 


8-9080 
Si 
82 
83 


0-000 4719 

4721 
4723 
4725 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 3 

+ 2 


9-520 
520 
520 
520 


8-9130 
31 
32 
33 


0-000 4828 

4831 
4833 
4835 


+ 3 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 
520 


8-9180 
81 
82 
83 


O'OOO 4940 

4943 

4945 
4947 


+ 3 
+ 2 
+ 2 
4-2 

+ 3 


9-520 
520 

520 

520 


34 


4620 


520 


84 


4728 


520 


34 


4837 


520 


84 


4949 


520 


8-9035 
30 
37 


0-000 4622 
4625 
4627 


+ 3 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 
520 
520 


8-9085 
86 
87 


0-000 4730 

4732 

4734 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 3 


9-520 
520 
520 


8-9135 
30 

37 


o-ooo 4839 

4842 
4844 


+ 3 
+ 2 
+ 2 

+ 2 
+ 3 


9-520 
520 
520 


8-9185 
86 

87 


0-000 4952 

4954 
4956 


+ 2 
+ 2 

+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-520 
520 
520 


38 


4629 


520 


88 


4736 


520 


38 


4846 


520 


88 


4958 


520 


39 


4Ö31 


520 


89 


4738 


520 


39 


4S48 


520 


89 


4961 


520 


8 ■ 9040 
41 


0-000 4633 
4Ö35 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-520 
520 


8-9090 
91 


0-000 4741 
4743 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 

520 


8 • 9 I 40 
41 


O'OOO 4851 

4853 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 3 


9-520 
520 


8-9190 
91 


0-000 4963 
4965 


4-2 

+ 3 
+ 2 

+ 2 
+ 2 


9-520 

520 


42 


4637 


520 


92 


4745 


520 


42 


4855 


520 


92 


49öS 


520 


43 


4639 


520 


93 


4747 


520 


43 


4S57 


520 


93 


4970 


520 


44 


4642 


520 


94 


4749 


520 


44 


4S59 


520 


94 


4972 


520 


8-9045 


0-000 4644 


+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


8-9095 


o-ooo 4751 


+ 3 
+ 2 
+ 2 
+ 2 
+ 2 


9-520 


S-9'45 


0-000 4862 


+ 2 
+ 2 
+ 2 

+ 3 

+ 2 


9-520 


8-9195 


0-000 4974 


+ 3 

+ 2 
+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-520 


4ü 


4040 


520 


96 


4754 


520 


40 


4864 


520 


96 


4977 


520 


47 


4648 


520 


97 


4756 


520 


47 


4S66 


520 


97 


4979 


520 


48 


4650 


520 


98 


4758 


520 


48 


4S68 


520 


98 


4981 


520 


49 


4052 


520 


99 


4760 


520 


49 


4S7I 


520 


99 


4984 


520 


8-9050 


0-000 4Ü54 




9-520 


8 - 9 1 00 


o-ooo 4762 




9-520 


S-9150 


0-000 4873 




9-520 


8 -9200 


0-000 4986 




9-520 



200 



Th. V. Oppolzer. 





log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 








±tg 


E-M 


Di ff. 


logy 


±tg ! E~M 


Diff. 


log ;/ 


(E-M) 


E-M 


Diff. 


'"0 .'/ 


(E-M) 


E—M 


Diff. 


log ,'/ 




sin {E—M) 


(E^M) 


sin (E—M) 


sin [E—M) 


sin {E—M) 




8-9200 

Ol 


o-ooo 4986 

4988 


+ 2 

+ 2 

+ 3 
+ 2 
+ 2 


9-520 

520 


S-9250 
51 


o-ooo 5101 

5104 


4-3 
4-2 
4-2 

4-3 
4-2 


9-520 
520 


8-9300 

Ol 


O'OOO 5220 
5222 


4-2 
4-2 

4-3 
4-2 

4-3 


9-519 
519 


8-9350 
5t 


O'OOO 5341 
5343 


4-2 

4-3 

4-2 

4-3 
4-2 


9-519 
S'9 




02 
03 


4990 

4993 


520 
520 


52 
53 


5IOÖ 
5108 


520 
520 


02 
03 


5224 
5227 


519 
519 


52 

53 


5346 
S348 


519 
519 




04 


4995 


520 


54 


Siii 


520 


04 


5229 


519 


54 


5351 


519 




8-9205 


0-000 4997 


+ 3 
+ 2 

+ 2 
+ 2 
+ 3 


9-520 


8-9255 


0-000 5 113 


4-2 

4-3 
4-2 

4-3 

4-2 


9-520 


8-9305 


O'OOO 5232 


4-2 
4-2 

4-3 
4-2 

4-3 


9-519 


8-9355 


O'OOO 5353 


4-2 

4-3 

4-2 

4-3 
4-2 


9-519 




ob 


5000 


520 


5') 


511S 


519 


06 


5234 


519 


56 


5355 


519 




07 

oS 


5002 
5004 


520 
520 


57 

5« 


5118 
5120 


519 

519 


07 
oS 


523Ö 

5239 


519 

519 


57 
58 


5358 
5360 


S>9 
519 




09 


5006 


520 


59 


S123 


S19 


09 


5241 


519 


59 


5363 


S19 




8-9210 


0-000 5009 


+ 2 
+ 2 

+ 3 

+ 2 
+ 2 


9-520 


8 -9260 


0-000 5125 


4-2 

4-3 

4-2 
4-2 
4-3 


9-519 


8-9310 


O'OOO 5244 


4-2 

4-3 

4-2 
4-2 
4-3 


9-519 


8-93Ö0 


O'OOO 5365 


+ 3 
4-2 

+ 3 
4-2 

4-3 


9'5i9 




1 1 
12 


501 1 
5013 


520 
520 


61 
O2 


5127 
5130 


519 
S19 


1 1 
12 


5246 
5249 


519 
S19 


61 
62 


5368 
5370 


519 
519 




14 


5016 
5018 


520 
520 


(J3 
64 


5132 
5134 


519 
519 


13 
14 


5251 
5253 


519 
519 


63 

64 


5373 
5375 


519 
S19 




8-9215 


0-000 5020 


+ 3 
4-2 
+ 2 
+ 2 
+ 3 


9-520 


8-9265 


0-000 5137 


4-2 
4-2 

4-3 
4-2 
4-2 


9-519 


8-9315 


O'OOO 5256 


4-2 

4-3 
4-2 
4-2 

+ 3 


9-519 


8-9305 


O'OOO 5378 


4-2 

4-3 
4-2 
4-2 

4-3 


9-519 




16 
17 
18 

19 


5023 
5025 
5027 
5029 


520 
520 
520 
520 


6u 

Ö7 
ü8 
69 


5139 
5141 
5144 
5146 


519 
S19 
519 
519 


16 

17 
18 

19 


5258 

5261 

5263 
5265 


519 

510 

5") 
519 


66 

67 
68 

69 


5380 
5383 
5385 
5387 


519 
519 
519 

519 




8-9220 


0-000 5032 


+ 2 


9-520 


89270 


0-000 514S 


4-3 


9-519 


8-9320 


O'OOO 52Ö8 


4-2 


9-5>9 


8-9370 


O'OOO 5390 


4-2 


9-519 




21 

22 


5034 
S030 


4-2 

+ 3 

+ 2 
+ 2 


520 
520 


71 
72 


5151 

5153 


4-2 

4-3 
4-2 
4-2 


519 
519 


21 
22 


5270 
5273 


+ 3 
4-2 
4-2 

4-3 


519 
5") 


71 
72 


5392 

5395 


4-3 
4-2 

4-3 

4-2 


519 
519 




23 


5039 


520 


73 


5156 


S19 


23 


5275 


5 ' 9 


73 


5397 


519 




24 


5041 


520 


74 


5158 


519 


24 


5277 


519 


74 


5400 


519 




8-9225 


0-000 5043 


+ 3 
+ 2 
4-2 

+ 3 
+ 2 


9-520 


S-9275 


O'ooo 5160 


4-3 
4-2 
4-2 

+ 3 
4-2 


9-519 


8-9325 


O'OOO 5280 


-t-2 

4-3 
4-2 

4-3 
4-2 


9-519 


S-9375 


O'OOO 5402 


4-3 
4-2 

4-3 
4-2 

4-3 


9-519 




26 


5046 


520 


7U 


5163 


519 


2U 


5282 


519 


76 


5405 


519 




27 


5048 


520 


77 


5IÖ5 


519 


27 


52S5 


519 


77 


5407 


519 




28 
29 


5050 
5053 


520 
520 


7S 
79 


5167 
5170 


519 

519 


28 
29 


52S7 
5290 


519 
5'9 


78 
79 


5410 
5412 


519 

519 




8-9230 


0-000 5055 


+ 2 


9-520 


8-9280 


• 000 5172 


4-2 


9-519 


8 -9330 


O'OOO 5292 


4-2 


9-519 


8-9380 


O'OOO 5415 


4-2 


9-519 




31 


5057 


4-2 

-H3 

4-2 
4-2 


520 


81 


5174 


4-3 
4-2 

4-3 
4-2 


519 


3> 


5294 


4-3 
4-2 

4-3 
4-2 


5 "9 


81 


5417 


4-3 
4-2 

4-3 
4-2 


5'9 




32 
3i 


5059 
5062 


520 
520 


82 
83 


5177 

5>79 


519 

519 


32 

33 


5297 
5299 


519 
519 


82 
83 


5420 

5422 


519 
519 




34 


5064 


520 


84 


5182 


S19 


34 


5302 


519 


84 


5425 


519 




8-9235 


0-000 5066 


+ 3 
4-2 

4-2 

4-3 
4-2 


9-520 


8-9285 


O'OOO 5184 


4-2 

4-3 
4-z 
4-2 
4-3 


9-519 


8-9335 


O'OOO 5304 


+ 3 
4-2 
4-2 

4-3 

4-2 


9-519 


8-9385 


O'OOO 5427 


4-3 
4-2 

4-3 
4-2 

4-3 


9-519 




36 

37 


5069 
5071 


520 
520 


86 

87 


5186 
5189 


519 
S19 


36 

37 


5307 
5309 


5'9 
519 


86 
87 


5430 
5432 


519 
519 




38 
39 


5073 
507Ö 


520 

520 


88 
89 


5I9I 
5193 


519 

S19 


38 
39 


53H 
5314 


519 
519 


88 
89 


5435 
5437 


519 
519 




8-9240 
41 


o-ooo 5078 
5080 


4-2 

+ 3 
4-2 

4-2 

4-3 


9-520 
520 


8 -9290 
91 


O'OOO 5196 

5198 


4-2 

4-3 
4-2 
4-2 
4-3 


9-519 
519 


8-9340 
41 


0000 5316 

5319 


4-3 
4-2 

4-3 
4-2 

+ 3 


9-519 
519 


8-9390 
91 


O'OOO 5440 

5442 


4-2 

4-3 
4-2 
4- 1 


9-519 
519 




42 


50SJ 


520 


92 


5201 


5>9 


42 


5321 


519 


92 


5445 


5'9 




43 


5°85 


520 


93 


5203 


519 


43 


5324 


519 


93 


5447 


519 




44 


5087 


520 


94 


5205 


519 


44 


5326 


519 


94 


5450 


4-2 


519 




8-9245 


o'ooo 5090 


4-2 

-t-2 

4-3 
4-2 

4-2 


9-520 


8-9295 


O'OOO 5208 


4-2 

4-3 
4-2 
4-2 
4-3 


9-519 


8-9345 


0-000 5329 


4-2 
4-2 

4-3 
4-2 

4-3 


9-519 


8-9395 


O'OOO 5452 


4-3 
4-2 

4-3 

4-2 

4-3 


9-519 




46 


5092 


520 


96 


5210 


5'9 


46 


5331 


519 


96 


5455 


519 




47 


5094 


520 


97 


5213 


5t9 


47 


5333 


519 


97 


5457 


519 




48 
49 


50 )7 
5099 


520 
520 


98 
99 


5215 
5217 


S19 
519 


48 
49 


5336 
533S 


S19 
519 


98 
99 


5460 
5462 


5'9 
519 




8-9250 


o-ooo 5101 




9-520 


8 - 9 joo 


O'OOO 5220 




9-510 


S'9350 


o-ooo 5341 




9-519 


8 ' 9400 


O'OOO 5465 




9-519 



über die Auflösung des Kepler'schen Problems. 



201 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E-M 


Di ff. 


»*>g -'Z 


±tg 
E^M) 


E-M 

sin (E—M) 


Diff. 


l0g(/ 


±tg 
E-M) 


E-M 


Diff. 


logtf 


±tg 

E-MT) 


E—M 


Diff. 


log (/ 


siu (E—M) 


sin {E—M) 


sin {E—M) 


S-9400 


o-ooo 5465 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 

+ 2 


9-519 


8-9450 


D-000 5591 


+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 


9-519 


3-9500 


0-000 5721 


4-2 
4-3 
4-3 
+ 2 

4-3 


9-519 


ä-9550 


D-ooo 5853 


4-3 
4-3 
4-2 

4-3 

4-3 


9-519 


Ol 


54'>7 


519 


51 


5594 


519 


Ol 


5723 


5'9 


51 


5856 


5'9 


02 


5470 


S'9 


52 


5596 


S'9 


02 


5726 


519 


52 


5859 


5'9 


03 


5472 


519 


53 


5599 


519 


03 


5729 


S19 


53 


5861 


S'9 


04 


S47S 


S'9 


54 


5601 


S'9 


04 


573' 


5'9 


54 


5 804 


S'9 


S-9405 


0-000 5477 


+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 


9-519 


8-9455 


o'ooo 5004 


+ 5 

+ 2 

+ 3 


9-519 


8-9505 


0-000 5734 


4-3 
+ 2 

+ 3 

4-2 

4-3 


)-5'9 


S-9555 


3' 000 5SO7 


+ 2 
4-3 
4-3 
+ 3 
4-2 


9-519 


06 


5480 


519 


50 


5607 


5'9 


oö 


5737 


519 


56 


5809 


519 


07 


54S2 


5'9 


57 


5609 


5'9 


07 


5739 


5'9 


57 


5872 


5'9 


08 


S4S5 


519 


58 


5612 


519 


08 


5742 


5"9 


58 


5875 


5'9 


09 


5487 


5'9 


59 


5014 


4" 2 

+ j 


5'9 


09 


5744 


5'9 


59 


5878 


S'9 


8-9410 


000 5490 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 

+ 2 


9-519 


8 - 9460 


0-000 5617 


+ 2 
+ 3 

+ 3 

+ 2 

+ 3 


9-519 


8-9510 


O'OOO 5747 


4-3 
4-2 

4-3 
4-3 

4-2 


9-519 


8 -9560 


o-ooo 5S80 


4-3 
4-3 

4-2 

+ 3 
4-3 


9' 5 '9 


II 


S492 


519 


61 


5ÖI9 


519 


1 1 


5750 


S'9 


61 


5883 


519 


12 


S495 


S19 


Ö2 


5622 


519 


12 


5752 


519 


62 


5886 


519 


13 


5497 


519 


63 


5625 


5'9 


13 


5755 


5'9 


Ö3 


58S8 


5'9 


"4 


5500 


519 


64 


5627 


5'9 


14 


5758 


S'9 


64 


5891 


519 


8-9415 
16 


0-000 5502 
5505 


+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 


9-519 
519 


8-94Ö5 
66 


O'OOO 5630 
5"32 


+ 2 
■+•3 
+ 3 
+ 2 

+ 3 


9-519 
519 


8-9515 
16 


O'OOO 5760 

5763 


4-3 

+ 3 
4-2 

4-3 

4-2 


9-519 
5'9 


8-9505 
66 


0-000 5894 

589Ü 


+ 2 
4-3 
+ 3 
4-3 
4-2 


9-519 
5'9 


17 


5507 


5>9 


67 


5635 


5'9 


'7 


576Ö 


S'9 


67 


5899 


S19 


18 
19 


5SIO 
5512 


519 
519 


68 
69 


5<'38 
5640 


5'9 
5'9 


iS 
19 


5768 

577' 


5'9 
S'9 


68 
69 


5902 
5905 


S'9 

S'9 


8-9420 
21 


o-ooo 5515 
5517 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 3 


9-519 
519 


8-9470 
71 


0-000 5643 
5645 


+ 2 

4- 1 


9-519 
519 


8-9520 
21 


o-ooo 5773 
5776 


4-3 
4-3 

4-2 
+ 3 

4-3 


9-5'9 
519 


8-9570 
71 


0-000 5907 

5910 


4-3 

+ 3 
4-2 

4-3 
4-3 


9-5'9 
5'9 


22 
23 


5520 

5522 


519 
519 


72 
73 


5648 
5650 


+ 2 

+ 3 

+ 3 


5'9 
5'9 


22 
23 


5779 
57S1 


S'9 

519 


72 
73 


59'3 
5915 


5'9 
S'9 


24 


5525 


519 


74 


5653 


519 


24 


5784 


5'9 


74 


59'8 


5'9 


8-9425 


0-000 5528 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-519 


8-9475 


O'OOO 5656 


+ 2 


9-S'9 


8-9525 


0-000 57S7 


4-2 
4-3 

4-3 
4-2 

4-3 


9-519 


8-9575 


0-000 5921 


4-2 
4-3 
4-3 


9-519 


26 


5530 


519 


76 


5658 


5'9 


20 


5789 


S'9 


70 


5923 


519 


27 


5533 


5'9 


77 


5661 


+ 2 
+ 3 

+ 3 


S'9 


27 


5792 


S'9 


77 


592Ö 


5'9 


28 


5535 


5>9 


78 


5663 


S'9 


28 


5795 


5'9 


78 


5929 


5'9 


29 


5538 


519 


79 


5660 


S19 


29 


5797 


5'9 


79 


5932 


t- j 

•f 2 


5'9 


8-9430 


0-000 5540 


+ 3 
+ 2 

+ 3 

+ 2 

+ 3 


9-519 


8-9480 


O-OOO 5669 


+ 2 

+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 3 


9-519 


8-9530 


0-000 5800 




9-5'9 


8-9580 


0-000 5934 


+ 3 
4-3 
4-3 
4-2 

4-3 


9-5'9 


31 


5543 


519 


81 


5671 


519 


3' 


5803 


-r 3 
4-2 

4-3 
4-3 

+ 2 


5'9 


81 


5937 


S'9 


32 


5545 


519 


82 


5Ö74 


5'9 


32 


580s 


519 


82 


5940 


519 


33 


5548 


519 


83 


5076 


5'9 


33 


5808 


5'9 


83 


5943 


5'9 


34 


5550 


519 


84 


SÖ79 


519 


34 


S811 


5'9 


84 


5945 


5'9 


S-9435 


0-000 5553 


+ 2 
-t-3 
4-3 
+ 2 

+ 3 


9-519 


8-9485 


0-000 5682 


+ 2 

+ 3 

+ 2 

+ 3 
-+-3 


9-519 


8-9535 


o-ooo 5813 


4-3 
4-3 
+ 2 

+ 3 
4-3 


9-519 


8-9585 


0-000 5948 


4-3 
4-2 

4-3 

4-3 
4-3 


9-519 


3" 


5555 


S19 


80 


5684 


5'9 


36 


5816 


S'9 


86 


595' 


S'9 


37 


5558 


519 


87 


5687 


519 


37 


5819 


519 


87 


5953 


S'9 


38 


5561 


519 


88 


5089 


S'9 


38 


5821 


519 


SS 


5956 


S'9 


39 


5563 


5 19 


89 


5692 


S'9 


39 


5824 


S'9 


89 


5959 


5'9 


8 • 9440 
41 


o-ooo 5566 
5568 


+ 2 

+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 2 


9-519 
519 


8 - 9490 
91 


0-000 5695 
5<J97 


+ 2 

+ 3 

+ 2 


9-519 
S'9 


8-9540 
41 


0-000 5827 

5829 


+ 2 
+ 3 
4-3 

4-2 

4-3 


9-519 
5'9 


8-9590 
9' 


0-000 5962 
5964 


4-2 
4-3 
4-3 
4-3 

4-2 


9-519 
S'9 


42 


5571 


S19 


92 


5700 


S'9 


42 


5832 


5'9 


92 


5967 


S'9 


43 
44 


5573 
557t 


519 
519 


93 
94 


5702 
5705 


+ 3 

+ 3 


S19 
5'9 


43 
44 


5835 
5837 


S'9 
519 


93 
94 


5970 
5973 


5'9 
5'9 


S-9445 


0-000 557S 


+ 2 
+ 2 


9-519 


8-9495 


o-ooo 570S 


+ 2 
+ 3 
+ 3 
4-2 

+ 3 


9-519 


8-9545 


0-000 584c 


+ 3 

1 n 


9-519 


8-9595 


0-000 5975 


-i- -z 


9-519 


46 


5581 


S19 


96 


5710 


S'9 


4t 


5843 


S'9 


9ü 


5978 


4-3 

4-2 
+ 3 
4-3 


519 


47 


5584 


S19 


97 


5713 


5'9 


47 


5845 


T 2 
+ 2 


5'9 


97 


5981 


5'9 


4S 


5581 


S19 


98 


5716 


S'9 


4S 


584S 


5'9 


98 


5983 


5'9 


4L 


558^ 


519 


99 


5718 


5'9 


49 


5851 


519 


99 


5981 


519 


8 -9450 


) 0-000 559 




9-519 


8 -950c 


) 0-000 5721 




9-519 


8 -955c 


o-ooo 585; 




9-5'9 


8 - 9Ö00 


0-000 5989 




9-S'9 



Deokschriften der mathem.-aaturw. CI. L. Bd. 



26 



202 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E-M 

sin (E—Mj 


Dift'. 


log </ 


±tg 
(E-M) 


E-M 


Diff. 


log</ 


±tg- 
(E-M) 


E-M 


Diff. 


log .'/ 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


log fj 


siu {E—M) 


aiw {E-M) 


sin {E—M) 


S • 9Ö00 

Ol 

02 


0-000 5989 
5992 
5994 


+ 3 
+ 2 


9"5i9 
519 
519 


8-9650 
5' 

52 


o-ooo 6128 
6I3I 

6133 


+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 
519 
519 


8-9700 

Ol 

02 


0-000 6270 

6273 
6275 


+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 
519 
519 


8-9750 
51 

52 


0000 6415 
6418 
6421 


+ 3 
+ 3 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 

S'9 
5'9 


03 
04 


5997 
6000 


+ 3 
+ 3 
+ 3 


519 
519 


53 
54 


6136 
6139 


519 
519 


03 

04 


627S 
6281 


519 
519 


53 
54 


6424 
6427 


519 
519 


8-9605 
06 


0-000 Ü003 
Ö005 


+ 2 


9-5'9 
S'9 


8-9655 
56 


0-000 6142 

6145 


+ 3 
+ 2 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 
5'9 


8-9705 
06 


0-000 6284 
6287 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 2 


9-519 
519 


8-9755 
56 


0-000 6430 
6433 


+ 3 
+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 3 


9-519 
519 


07 


Ö008 


+ 3 


519 


57 


6147 


519 


07 


6290 


519 


57 


6436 


S'9 


oS 


601 1 


+ 3 


519 


58 


6150 


S19 


08 


6293 


519 


58 


6438 


5'9 


09 


6014 


+ 3 
+ 2 


519 


59 


6153 


519 


09 


6296 


S19 


59 


6441 


519 


8-9610 


0-000 6016 




9-519 


8 - 9660 


0-000 6156 


+ 3 
+ 3 
+ 2 


9-519 


8-9710 


0-000 6298 


+ 3 


9-519 


8-9760 


0-000 6444 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 3 


9-519 


II 


6019 


+ 3 


519 


61 


6159 


519 


1 1 


6301 


519 


61 


6447 


S'9 


12 


6022 


+ 3 


519 


62 


6162 


519 


12 


6304 


+ 3 
+ 3 


519 


62 


6450 


519 


13 


6025 


+ 3 


519 


63 


6164 


519 


13 


6307 


5>9 


63 


6453 


519 


14 


6028 


+ 3 
+ 2 


519 


64 


6167 


+ 3 
+ 3 


519 


14 


6310 


+ 3 
+ 3 


5>9 


64 


6456 


5'9 


8-9615 


0-000 6030 




9-519 


8-9665 


0-000 6170 




9'5i9 


8-97>5 


O-QOO 6313 




9-519 


8-97Ö5 


0-000 6459 


+ 3 


9-519 


lö 


6033 


+ 3 


SK^l 


66 


6173 


+ 3 


519 


16 


6316 


+ 3 


519 


66 


6462 


5'9 


17 


Ü036 


+ 3 


519 


67 


6176 


+ 3 

+ 2 

+ 3 

+ 3 


519 


17 


6319 


+ 3 
+ 3 
+ 2 

+ 3 


519 


67 


6465 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


S'9 


18 
■9 


6039 
6041 


+ 3 
+ 2 

+ 3 


519 
519 


68 
69 


6178 
6I8I 


519 
5>9 


18 
19 


6322 
6324 


5'9 
519 


68 
69 


6468 
6471 


S19 

5'9 


8-9620 


o'ooo 6044 


+ 3 
+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 3 


9-519 


8-9Ö70 


0-000 ÖI84 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 2 

+ 3 


9-519 


8-9720 


0-000 6327 


+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 3 
+ 3 


9-519 


S-9770 


0-000 6474 


+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 3 
+ 3 


9-519 


21 


6047 


519 


71 


6187 


519 


21 


6330 


519 


71 


6477 


519 


22 
23 


6050 
6052 


5>9 
519 


72 

73 


6190 

6193 


519 
519 


22 
23 


Ö333 
6336 


519 
S19 


72 
73 


6480 
6483 


5'9 
5'9 


24 


6055 


519 


74 


6195 


519 


24 


6339 


519 


74 


6486 


S'9 


8-9625 


0-000 6058 


■^-3 


9'5i9 


8 9675 


o-ooo 6198 


+ 3 


9-519 


8-9725 


0-000 6342 


+ 3 


9-519 


8-9775 


0-000 6489 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 


26 


606 1 


519 


7Ö 


6201 


519 


26 


6345 


519 


76 


6492 


5'9 


27 


6064 


+ 3 
+ 2 


519 


77 


6204 


-1-3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


519 


27 


6348 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 2 


5>9 


77 


6495 


5'9 


28 


6066 


519 


78 


6207 


519 


28 


Ö35I 


519 


78 


6498 


S'9 


29 


60(19 


+ 3 

+ 3 


519 


79 


Ö2I0 


5'9 


29 


6354 


519 


79 


6501 


5'9 


8-9630 


0-000 6072 


+ 3 
+ 2 


9-519 


8 - 96S0 


0-000 6213 


+ 2 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 


8-9730 


0-000 635Ü 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 


S-9780 


0-000 6504 


+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 3 
+ 3 


9-519 


31 

32 


6075 
6077 


519 
519 


Si 

82 


6215 

6218 


519 
519 


31 
32 


Ö359 
6362 


519 
519 


Si 
82 


6507 
6510 


519 
S'9 


33 


60S0 


+ 3 


519 


83 


6221 


S19 


33 


6365 


S'9 


S3 


öS'3 


S'9 


34 


6083 


+ 3 
+ 3 


519 


84 


6224 


519 


34 


6368 


S'9 


84 


6516 


S'9 


8-9635 


0-000 60S6 




9-519 


8-9685 


O'OOO 6227 


+ 3 
+ 2 


9-519 


8-9735 


0-000 6371 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 


8-9785 


0-000 6519 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 2 


9-519 


36 


6089 


-1- 3 
+ 2 


519 


81. 


6230 


519 


36 


6374 


5'9 


86 


6522 


S'9 


37 


6091 


519 


87 


6232 


5 '9 


37 


6377 


519 


87 


6525 


S'9 


3S 


6094 


+ 3 


5'9 


SS 


6235 


+ 3 
+ 3 

+ 3 


519 


38 


6380 


519 


88 


6528 


S'9 


39 


6097 


+ 3 

+ 3 


519 


89 


6238 


5 '9 


39 


6383 


5 '9 


89 


653' 


S'9 


8-9040 


000 6100 




9'5i9 


8-9690 


0000 6241 




9-519 


8-9740 


0-000 6386 


+ 3 
+ 2 

-t-3 
+ 3 

+ 3 


9-519 


8-9790 


0-000 6533 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9S'9 


41 


6103 


+ 3 

+ 2 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


S19 


91 


6244 


+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ 2 

+ 3 


519 


41 


6389 


S'9 


91 


6536 


5'9 


42 


6105 


519 


92 


6247 


519 


42 


6391 


S'9 


92 


6539 


519 


43 


6108 


519 


93 


6250 


519 


43 


6394 


519 


93 


6542 


S'9 


44 


6III 


519 


94 


6252 


519 


44 


6397 


5 '9 


94 


6545 


519 


8-9645 


- 000 ö 1 1 4 




9-519 


S-9695 


u-ooo 6255 




9-519 


8-9745 


0-000 6400 


+ 3 


9-S'9 


8-9795 


0-000 654S 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-519 


40 


6117 


+ 3 


519 


96 


6258 


+ 3 


519 


46 


6403 


519 


96 


6551 


5'9 


47 


61 19 


+ 2 


519 


97 


6261 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


S19 


47 


6406 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


519 


97 


6554 


519 


4S 


6122 


+ 3 
+ 3 
+ 3 


519 


98 


6264 


519 


48 


Ö409 


519 


98 


6557 


5'9 


49 


6125 


5'9 


99 


6267 


519 


49 


6412 


519 


99 


6560 


S19 


8-9650 


0000 612S 




9'5I9 


8-9700 


0-000 6270 




9-519 


8-9750 


0-000 6415 




9-5'9 


8 • 9800 


0-000 6563 




9-519 



über die AiißösMiKj des Kepler'svheu Fruhlcnis. 



2(1 3 





log 


log 






lug 


log 






log 


log 






log 


log 








±tg 

(E-M) 


E-M 

sin {E—M) 


Diff. 


log» 


(E~M) 


E—M 


Diff. 


logi/ 


±tg 

{E-~M) 


E—M 


Diff. 


log» 


±tg 


E—M 


Diff. 


'og y 




sin (E—M) 


sin iE—M) 


sin (E—M) 




S'gSoo 


0-000 0563 




9-519 


8-9850 


0-000 6715 


+ 4 
+ 3 


9-518 


8 • ggoo 


0-000 6871 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-518 


8-9950 


0-000 7030 


+ 3 
+ 3 
■4-4 
+ 3 
+ 3 


9-S18 




Ol 


0506 


+ 3 


519 


51 


6719 


51S 


Ol 


6874 


518 


5' 


7033 


5'8 




02 


Ü569 


+ 3 


519 


52 


Ö722 


518 


02 


6877 


5'S 


52 


7030 


5'8 




03 


Ö573 


-*-4 


5'9 


53 


6725 


+ 3 


SiS 


03 


0880 


5'8 


53 


7040 


S18 




04 


6576 


+ 3 
+ 3 


519 


54 


6728 


+ 3 
+ 3 


518 


04 


O884 


518 


54 


7043 


518 




8-9805 

Ol) 


o-ooo 6579 

Ü582 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9'5i9 
5'9 


8-9855 
56 


o-ooo 6731 

0734 


+ 3 

+ 3 
+ 3 

+ 3 
+ 3 


9-518 
S18 


8 - 9905 
oO 


0-000 6887 
6890 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-518 
5'8 


8-9955 
5" 


o-ooo 7040 

7049 


+ 3 
-t-4 
+ 3 
+ 3 

+ 3 


9-5'8 
5'8 




07 


(^585 


519 


57 


6737 


518 


07 


6893 


518 


57 


7053 


5>8 




oS 


Ö588 


519 


58 


0740 


51S 


08 


O89O 


518 


58 


7056 


518 




09 


Ö59I 


519 


59 


U743 


518 


09 


o8gg 


51S 


59 


7059 


5'8 




8-9810 
1 1 


0-000 t)594 
Ö597 


+ 3 


g-519 
519 


S-9S60 
61 


o'ooo 0746 

074g 


+ 3 


9-518 
518 


8 ggio 
1 1 


o-ooo 6go2 
ögoo 


+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-518 
5'S 


8 - 99O0 
Ol 


O'OOO 7062 

7065 


+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 3 


9-5'S 
S'S 




12 
13 


Oüoo 
6003 


+ 3 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


519 

519 


02 
03 


U752 
675Ö 


+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 


5.8 


12 
.3 


Ogog 
0gi2 


5.8 
5.8 


02 
03 


7069 
7072 


518 
518 




14 


ÜO06 


519 


04 


0759 


518 


14 


6915 


518 


64 


7075 


518 




8-9815 
lO 


o'ooo 660g 

ÜÜI2 


+ 3 


9-519 
519 


8-9865 
66 


0-000 6762 

6765 


+ 3 


9-518 
5'S 


S-9915 
lO 


0-000 6918 
6921 


+ 3 


9-51S 
5'8 


8-9965 
66 


0-000 7078 
7082 


+ 4 


9-518 
5'S 




17 


ÖÖ15 


+ 3 


519 


07 


0708 


+ 3 


5>S 


17 


6925 


+ 4 
+ 3 


518 


67 


7085 


+ 3 
+ 3 


5.8 




18 


üölS 


+ 3 


519 


68 


6771 


+ 3 


5>S 


:S 


Ö92S 


518 


68 


70SS 


518 




19 


6621 


+ 3 
+ 3 


519 


69 


6774 


+ 3 
+ 3 


s>s 


19 


6931 


-*-3 
+ 3 


518 


69 


7091 


+ Z 
+ 4 


5'8 




8-9820 


O'OOO 6624 




9-519 


8-9870 


0-000 6777 




9-S>8 


8-gg2o 


o-ooo 0934 


+ 3 
+ 3 


9-518 


8-9970 


O'OOO 7095 


+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ A 
+ 3 


9-5'S 




21 


6627 


+ 3 


518 


7" 


0780 


+ 3 


S18 


21 


''937 


518 


71 


7098 


S'S 




22 


6630 


+ 3 


51S 


72 


67S3 


+ 3 


518 


22 


6g40 


5'S 


72 


7IOI 


S'8 




23 


bb35 


+ 3 


518 


73 


6787 


. +4 
+ 3 
+ 3 


51S 


23 


6944 


+ A 

+ 3 
+ 3 


5'S 


73 


7104 


S'S 




24 


6036 


+ 3 
+ 3 


51S 


74 


0790 


51S 


24 


6947 


518 


74 


7108 


S'S 




8-9825 


O-OOO 003g 


+ 3 


9-518 


S-9S75 


O'OOO 07g3 


+ 3 


9-518 


8-9925 


o-ooo 6950 


+ 3 


9-5. 8 


8-9975 


O'OOO 71 I 1 


+ 3 
+ 3 
+ 4 
-*-3 
+ 3 


9-5'S 




2Ö 


6Ü42 


518 


76 


6796 


5'S 


2O 


''953 


518 


76 


7II4 


S'8 




27 


6645 


+ 3 


51S 


77 


6799 


+ 3 


518 


27 


6956 


+ 3 
-f4 


S18 


77 


7II7 


S'S 




28 


Ö648 


+ 3 


S18 


78 


6802 


+ 3 


518 


28 


6960 


S'8 


78 


7I2I 


S'8 




29 


6651 


+ 3 

+ 3 


5'S 


79 


6805 


+ 3 
+ 3 


51S 


29 


6963 


+ 3 
+ 3 


5'8 


79 


7124 


518 




8-gSjo 


0-000 6654 


-f3 


9-518 


S-g88o 


o-ooo 680S 


+ 3 


9-518 


8-9930 


0-000 6g66 


+ 3 


9-518 


8-9980 


0-000 7127 


+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 4 


9-5'8 




31 


6657 


518 


81 


681 1 


51S 


31 


6g6g 


518 


81 


7130 


S'S 




32 


6ü0o 


+ 3 


518 


82 


08 15 


+ 4 


518 


32 


6g 7 2 


+ 3 


51S 


82 


7134 


S'S 




33 


O663 


+ 3 


518 


83 


OS18 


+ 3 
+ 3 
+ 3 


51S 


3i 


6976 


+ 4 

+ 3 
+ 3 


S18 


83 


7137 


S'S 




34 


6666 


-f 3 

+ 4 


S18 


84 


0821 


51S 


34 


6979 


518 


84 


7140 


S'S 




8-9835 


o-ooo 6670 




9-518 


8-g885 


0-000 6824 


+ 3 


9-518 


8-9935 


0-000 6982 


+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 


9-5'8 


8-9985 


0000 7144 


+ 3 
+ 3 
+ 3 
-f4 
+ 3 


9-518 




i^ 


6673 


+ 3 


518 


So 


6827 


5.8 


36 


698 s 


5'8 


80 


7147 


S'S 




37 


6670 


+ 3 


518 


87 


6830 


■+3 
+ 3 
+ 3 
+ 4 


518 


37 


6g88 


518 


87 


7150 


S'S 




38 


6679 


+ 3 


518 


88 


6833 


518 


38 


Ö992 


S'8 


88 


7153 


S'S 




39 


6082 


+ 3 

+ 3 


518 


8g 


6836 


5«8 


39 


6995 


5'S 


89 


7157 


S'S 




8-9840 


0-000 0685 


+ 3 


9-518 


8-9890 


o-ooo 0840 


+ 3 


9-518 


8-9940 


0-000 Ö998 


+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 


9-5«8 


8 • 9990 


0-000 7160 


-t-3 

+ i 

+ i 
+ 3 


9-S'8 




41 


Ö6S8 


518 


9> 


6843 


518 


41 


7001 


518 


91 


7 "13 


S'S 




42 


6691 


+ i 

+ 3 

+ 3 


518 


92 


6840 


+ 3 


5.8 


42 


7004 


5'8 


92 


7160 


S'8 




43 


6694 


S18 


93 


6849 


+ 3 
+ 2, 

+ 3 


51S 


43 


7008 


518 


93 


7170 


S'8 




44 


6697 


518 


94 


6852 


518 


44 


701 1 


518 


94 


7173 


S'S 




8-9845 


o'ooo 6700 


+ 3 
•+-3 


9-518 


8-9895 


o-ooo 6S55 


+ 3 

+ 4 


9-518 


8-9945 


0-000 7014 


+ 3 
-t-3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 


9-S'8 


8-9995 


• 000 7 I 76 


-t-4 
+ 3 
+ 3 
+ 3 

+ A 


9-5,8 




4ü 
47 


6703 

6706 


51.S 
518 


96 

97 


685S 
6862 


518 
5,8 


46 

47 


7017 
7020 


518 
5.8 


96 
97 


7180 
7183 


S'S 

S'S 




48 


6709 


+ 3 
+ 3 

+ 3 


518 


98 


Ö865 


+ 3 
+ 3 
+ 3 


51.S 


4« 


7024 


5.8 


98 


7186 


518 




49 


Ö712 


518 


99 


6868 


51S 


49 


7027 


5'S 


99 


7189 


S'S 




8-9850 


o-ooo 0715 




9-518 


8-9900 


0-000 6871 




9-518 


8-9950 


o-ooo 7030 




9-5'S 


9-0000 


o-ooo 7193 




9-518 



26* 



204 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

{E-M) 


E-M 


Diff. 


logir 


{E-M) 


E-M 

sin {E — M) 


Diff. 


log 5- 


±tg 
(E~M) 


E-M 


Diff 


log ;/ 


±tg 
(E-M) 


E-M 

sin {E—M) 


Diff. 


■ogfiT 


siu (E — M) 


sin (E—M) 


9 • oooo 


0-000 7193 


+ 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 


9-518 


9-0050 


0-000 7359 


+ 4 
-t-3 
+ 3 
+ 4 

+ 3 


9-518 


9 ■ I 00 


o-ooo 7529 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 

+ 4 


9-518 


9-0150 


0-000 7704 


+ 3 
-t-4 
+ 3 
+ A 

+ 3 


9-518 


Ol 


7196 


518 


51 


73Ö3 


51S 


Ol 


7533 


518 


51 


7707 


5.8 


02 


7199 


518 


52 


7366 


5.8 


02 


7536 


S18 


52 


7711 


518 


03 


7203 


5.8 


53 


7369 


518 


03 


7540 


S18 


53 


7714 


518 


04 


720Ö 


518 


54 


7373 


518 


04 


7543 


518 


54 


7718 


518 


9-0005 


o-ooo 720g 


-f4 

+ 3 

+ 3 
+ 4 


9-5'8 


9-0055 


o-ooo 7376 


+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 4 

+ 3 


9-518 


9-0105 


0-000 7547 


+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-518 


9-0155 


0-000 7721 


+ A- 

+ 3 
-t-4 
+ 3 
■t-4 


9-518 


oO 


7213 


5-8 


5«^ 


7379 


518 


06 


7550 


518 


56 


7725 


5'8 


07 


7216 


518 


57 


7383 


518 


07 


7554 


518 


57 


7728 


518 


08 
09 


7219 

7222 


5"8 

51S 


58 
59 


73S6 
7390 


518 

518 


08 
09 


7557 
7561 


518 
5.8 


58 
59 


7732 
7735 


5.8 
518 


9 • 00 1 


0-000 7226 


+ Z 
+ Z 
+ A 

+ 3 

+ 3 


9-518 


9 - 0060 


0-000 7393 


+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 4 


9-5-8 


g-oi 10 


0-000 7564 


+ 3 
-t-4 
+ 3 

+ 4 
+ 3 


9-518 


9-0160 


0-000 7739 




9-518 


1 1 
12 

13 


7229 
7232 
7236 


S18 

518 
518 


61 

62 
63 


7396 
7400 

7403 


518 
518 
5.8 


II 
12 
13 


7567 
7571 
7574 


5.8 
518 
518 


61 
62 
63 


7743 
7746 
7750 


-t-4 
+ 3 
+ A 
+ 3 
-f4 


518 
518 
5.8 


14 


7239 


518 


64 


7406 


518 


14 


7578 


518 


64 


7753 


518 


9 '00 15 


0-000 7242 


-f 3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-518 


9-0065 


0-000 7410 


-t-3 
+ 4 
+ Z 
+ 3 
-^4 


9-5'8 


90115 


o-ooo 7581 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 4 


9-518 


9-0.65 


0-000 7757 


+ 3 


9-518 


Kl 


7240 


518 


6ü 


7413 


518 


lO 


7585 


5.8 


06 


7760 


518 


17 


7249 


518 


67 


7417 


5-8 


17 


7588 


518 


67 


7764 


■t-4 
+ 3 
-t-4 
+ 3 


518 


iS 
19 


7252 
725Ö 


518 
51S 


6S 
69 


7420 
7423 


518 
518 


18 
19 


7592 

7595 


5.8 
5,8 


68 
69 


7707 
7771 


518 
518 


9 0020 


0-000 7259 


+ 3 


9-518 


9-0070 


0-000 7427 


+ i 


9-518 


9-0120 


o-ooo 7599 


+ 3 


9-518 


9 Ol 70 


0-000 7774 


■t-4 


9-518 


21 


7202 


518 


71 


7430 


518 


21 


7Ö02 


51S 


71 


7778 


S18 


22 


7266 


+ 4 

+ 3 
+ 3 
+ 3 


518 


72 


7434 


+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ A 


518 


22 


7606 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


518 


72 


7782 


-1-4 
+ 3 
+ A 
+ 3 


S18 


23 


7269 


518 


73 


7437 


5'S 


23 


7609 


5.8 


73 


7785 


S18 


24 


7272 


51S 


74 


7440 


51S 


24 


7Ö13 


518 


74 


7789 


518 


9-0025 


O-OOO 7275 


+ 4 
-*-3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 


9-518 


9-0075 


o-ooo 7444 


+ Z 
+ 4 
+ 3 
+ 3 
+ 4 


9-5>8 


9-0125 


0-000 7616 


+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
-t-4 


9-5.8 


9-0175 


0-000 7792 


■t-4 
-1-3 
-^4 
■t-4 
-1-3 


9-518 


26 
27 


7279 
7282 


518 
518 


7ti 
77 


7447 
7451 


5-8 
5'8 


2Ö 

27 


7620 
7623 


518 
51S 


76 
77 


7796 
7799 


518 
518 


28 


7285 


518 


78 


7454 


51S 


28 


7627 


5«8 


78 


7803 


518 


29 


7289 


518 


79 


7457 


518 


29 


7630 


5.8 


79 


7807 


51S 


9 0030 


0-000 7292 


-f3 


9-518 


9 - 0080 


0-000 7401 




9-518 


9-0130 


0-000 7634 


-t-3 
+ A 
+ 3 


9-518 


9-0180 


0-000 7810 


+ A 
+ 3 
-t-4 
+ 3 
-t-4 


9-518 


31 


7295 


518 


81 


7464 


+ 3 


518 


31 


7^37 


5'8 


Si 


7814 


5.8 


32 


7299 


+ 4 
+ 3 


518 


82 


7468 


-1-4 


518 


32 


7Ö41 


518 


82 


7817 


518 


33 


7302 


S18 


83 


7471 


+ 3 


518 


3,3 


7644 


518 


83 


7821 


518 


34 


7306 


+ 4 
+ 3 


5.8 


84 


7475 


+ 4 
+ 2 


518 


34 


7648 


+ 4 

-t-3 


518 


84 


7824 


518 


9 '0035 


0-000 7309 


+ 3 
+ 4 

-1-3 
+ 3 

+ 4 


9-518 


9 • 0085 


0-000 7478 


+ 3 


9-518 


9-0135 


0-000 7651 


+ 4 


9-518 


9-0.85 


0-000 7828 


-t-4 
+ 3 
+ A 
-t-3 
-1-4 


9-518 


3Ö 


73>2 


518 


86 


7481 


518 


3Ö 


7055 


518 


86 


7832 


518 


37 


731Ö 


518 


87 


7485 


+ 4 


518 


37 


7658 


-t-3 
■t-4 
+ 3 

+ A 


518 


87 


783s 


518 


38 


7319 


51S 


88 


7488 


+ i 
■f4 
+ 3 


518 


38 


7662 


518 


88 


7839 


518 


39 


732z 


518 


89 


7492 


518 


39 


7665 


51.S 


89 


7842 


518 


9-0040 


0-000 732b 


-f3 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ 3 


9-518 


9-0090 


0-000 7495 


+ 4 

+ 3 
+ 3 
-t-4 
+ 3 


9-518 


9-0140 


0-000 7Ü69 


-t-3 
-1-4 
-1-3 
^-4 
-t-3 


9-518 


9-0.90 


0-000 7846 


-t-4 

+ 3 
-t-4 
-t-3 
-1-4 


9-518 


41 
42 


7329 
7332 


518 
518 


91 
92 


7499 
7502 


518 
518 


41 

42 


7672 
7676 


518 
518 


91 
92 


7850 
7853 


518 
518 


43 


7336 


518 


93 


7505 


518 


43 


7679 


518 


93 


7857 


518 


44 


7339 


518 


94 


7509 


518 


44 


7683 


518 


94 


7860 


5.8 


9-0045 


0-000 7342 


+ 4 
+ 3 
+ 3 
-(-4 
+ 3 


9-518 


9-0095 


o-ooo 7512 




9-518 


9 0145 


0000 7Ö86 


-t-4 
+ 3 
+ 4 
+ 3 
+ \ 


9-5.8 


9-0195 


0-000 7804 


-t-3 
■f 4 
+ A 
+ 3 
-t-4 


9-518 


4Ö 


734Ö 


5.8 


96 


75IÖ 


+ 4 
+ 3 


518 


46 


7690 


518 


96 


7867 


518 


47 


7349 


518 


97 


7519 


518 


47 


7693 


518 


97 


7871 


518 


48 


7352 


518 


98 


7523 


+ 3 
+ 3 


518 


48 


7697 


518 


98 


7875 


51S 


49 


7356 


518 


99 


7526 


518 


49 


7700 


518 


99 


7878 


518 


9-0050 


0-000 7359 




9-5>8 


9 - 1 00 


o-ooo 7529 




9-518 


9-0150 


0-000 7704 




9-518 


9-0200 


0-000 78S2 




9-518 



über die Auflösung des Kepler' sc/ien rroblcms. 



205 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M 


E-M 


DitT 


•ogtf 


±tg 
{E-M 


E-M 

sin {E—M 


Ditf 


log^ 


±tg 

{E-M 


E-M 


Diff 


log ;/ 


±tg 
{K-M 


E—M 


Diff 


•ogy 


sin {E—M) 


sin (E — M) 


sin {E—M 


9 "0200 


0-000 7S82 




9-518 


9 -025c 


0-000 806/ 




9-S18 


9-030C 


O'OOO 8251 




9-517 


9-03500-000 8441 


+ '\ 


9-517 


Ol 


7 886 


+ 4 


S>8 


51 


8068 


+ 4 


518 


Ol 


8254 


+ 3 


517 


51 


8445 


517 


02 


7889 


+ 3 
+ 4 
+ 3 

-+-4 


518 


52 


8072 


+ 4 
+ 3 

:: 


518 


02 


8258 


+ 4 
+ 4 

+ 4 
+ 4 


517 


5: 


8449 


+ A 
+ A 
+ A 
-t-4 


517 


03 


7893 


S18 


53 


8075 


518 


03 


8262 


517 


5: 


8453 


517 


04 


7896 


51S 


54 


8079 


51S 


04 


8206 


517 


5-1 


8457 


517 


9 •0205 


o'ooo 7900 


+ 4 


9-518 


9-0255 


O'OOO 8083 


+ 3 

■f4 
+ 4 


9-SI8 


9-0305 


O'OOO 827c 


+ 3 
+ 4 
-f4 


9-517 


9-0355 


0-000 8461 


-t-4 

:j 

+ 4 
-^4 


9-517 


06 


7904 


518 


50 


8oS() 


518 


o(j 


8273 


517 


5t 


8465 


517 


07 


7907 


+ 3 
+ 4 


5.8 


57 


8090 


518 


07 


8277 


517 


57 


8469 


517 


08 


79" 


518 


58 


8094 


518 


08 


8281 


517 


58 


8472 


517 


09 


7914 


+ 4 


518 


59 


8097 


+ 3 
+ 4 


518 


og 


8285 


+ 4 

+ 3 


517 


59 


8476 


517 


9'02IO 


0-000 7918 


+ 4 
+ 3 
+ 4 


9-518 


9-0260 


0-000 8ioi 


+ 4 
+ 4 

+ 3 


9-518 


9-0310 


O'OOO 828S 


+ 4 
+ 4 
-f4 


9-517 


9 -036c 


0-000 8480 


-^4 
-t-4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-517 


1 1 

12 
13 


7922 

7925 
7929 


518 
518 
518 


61 
62 
03 


8105 
8109 
8112 


S18 

5.8 
518 


12 
13 


8292 
8296 
8300 


517 
517 
S17 


61 

02 
f3 


8484 
8488 
8492 


517 
517 
517 


14 


7933 


+ 4 
+ 3 


S18 


64 


8116 


+ 4 

+ 4 


518 


14 


8304 


+ 3 


517 


64 


8496 


517 


90215 


O'OOO 7936 




9-518 


9-0265 


0-000 8120 




9-518 


9-0315 


o-ooo 8307 




9-517 


9-0365 


O'OOO 8500 


-1-3 
-1-4 


9-517 


17 


7940 

7943 


+ 4 

+ 3 


SiS 

518 


66 
67 


8123 
8127 


+ 3 
-^-4 


5.8 
518 


10 
17 


8311 
8315 


+ 4 
+ 4 


5'7, 
517 


66 
67 


8503 
8507 


517 
517 


18 

■9 


7947 
795' 


+ 4 
-f4 
+ 3 


5.8 
518 


08 
69 


8131 
8135 


+ 4 
+ 4 
+ 3 


518 
518 


18 
19 


8319 
8323 


-t-4 
+ 4 
+ 3 


517 
517 


08 
69 


85II 

S515 


■t-4 
■t-4 
-t-4 


5'7 
517 


9-0220 


0-000 7954 


+ 4 
+ 4 


9-S>8 


9-0270 


0-000 8138 


+ 4 
+ 4 


9-517 


9-0320 


0-000 8326 


-t-4 
-t-4 


9-517 


9-0370 


O'OOO 8519 


-t-4 
-f4 
■t-4 
+ A 
+ 3 


9-517 


21 

22 


7958 
7902 


5-8 


71 

72 


8142 
814Ö 


517 
517 


21 
22 


8330 
8334 


517 
517 


71 
72 


85 23 
8527 


517 
517 


23 


7965 


+ 3 


518 


73 


8149 


+ 3 


517 


23 


8338 


-t-4 
-t-4 

-^4 


517 


73 


8531 


517 


24 


7969 


+ 4 
+ 4 


518 


74 


8153 


+ 4 
+ 4 


5>7 


24 


8342 


517 


74 


853s 


517 


9 0225 


o-ooo 7973 




9-5'8 


9-0275 


o-ooo S157 




9-517 


9-0325 


0-000 8346 


-t-3 


9-517 


9-0375 


O'OOO 8538 


+ A 
+ A 
-1-4 
-t-4 

-t-4 


9-517 


2() 


797(1 


+ 3 


518 


76 


8I6I 


+ 4 


517 


26 


8349 


517 


76 


8542 


517 


27 


7980 


+ 4 
+ i 
+ 4 

+ 4 


518 


77 


SI64 


+ 3 
+ 4 
-t-4 
+ 4 


517 


27 


8353 


-t-4 
•f4 
-f 4 
+ 4 


517 


77 


8540 


517 


28 
29 


7983 
79S7 


5>8 
518 


78 
79 


8168 
8172 


517 
517 


28 
29 


8357 
8361 


517 

5>7 


78 
79 


8550 

S554 


517 
517 


9-0230 


0000 7991 


+ 3 


9-518 


9-0280 


o'ooo 8176 


+ 3 


9-517 


9-0330 


0-000 8365 


+ 3 


9-517 


9-0380 


O'OOO S558 


-t-4 

-H4 


9-517 


31 


7994 


5'8 


81 


8179 


517 


31 


8368 


5'7 


81 


8562 


517 


32 


7998 


+ 4 


5'8 


82 


8IS3 


+ 4 


517 


32 


8372 


+ A 


517 


82 


8566 


517 


33 


S002 


+ 4 
+ 3 
+ 4 


518 


83 


8IS7 


+ 4 


517 


53 


S376 


-t-4 
-1-4 
-t-4 


517 


83 


8570 


-1-4 
+ A 
-t-4 


517 


34 


8005 


518 


84 


8191 


+ 4 
+ 3 


517 


34 


8380 


517 


84 


8574 


517 


9-0235 


0-000 8009 


+ 4 


9-5'8 


9-0285 


O'OOO 8194 




9-517 


9-0335 


0-000 8384 


-t-4 


9-517 


9-0385 


0-000 8578 


-t-4 
■t-3 

+ 4 
+ A 
-t-4 


9-517 


3« 


8013 


518 


80 


8198 


+ 4 


517 


36 


8388 


517 


86 


8582 


5«7 


37 


8016 


+ 3 
+ 4 
+ 4 
+ 3 


518 


87 


8202 


+ 4 


517 


37 


8391 


-1-3 
-1-4 


517 


87 


858s 


517 


38 


8020 


518 


88 


8206 


+ 4 


517 


38 


8395 


517 


88 


8589 


517 


39 


8024 


518 


89 


8209 


+ 3 
+ 4 


517 


39 


8399 


-1-4 
-t-4 


517 


89 


8593 


517 


9-0240 


0-000 8027 


4-4 
+ 4 
+ 3 
+ 4 
+ 4 


9-518 


9-0290 


O'OOO 8213 




9-517 


9-0340 


0-000 8403 


■f 4 
-(-4 
+ 3 
+ A 
+ A 


9-517 


9 • 0390 


0-000 8597 


+ 4 
-t-4 
4-4 
+ 4 
-t-4 


9-517 


4> 
42 


8031 
8035 


518 
518 


91 
92 


8217 
8221 


+ 4 
-f4 
-t-3 
■f4 
+ 4 


517 

517 


41 
42 


8407 
841 1 


517 

517 


91 
92 


8üoi 
8605 


517 
517 


43 


8038 


518 


93 


8224 


5'7 


43 


8414 


517 


93 


8609 


517 


44 


8042 


5'S 


94 


8228 


517 


44 


8418 


5'7 


94 


8613 


517 


9-0245 


O'ooo 8046 


+ 3 
+ 4 
+ 4 


9-518 


9-0295 


O'OOO 8232 


+ 4 
+ 3 


9-517 


9-0345 


0-000 8422 




9-517 


9-0395 


O'OOO 8617 


■t-4 
-t-4 
-^4 

-1-4 
-t-4 


9-517 


46 


8049 


518 


96 


8236 


517 


46 


8426 


-t- 4 
-1-4 


5'7 


96 


8621 


517 


47 


8053 


518 


97 


8239 


5'7 


47 


8430 


5'7 


97 


8625 


517 


48 


8057 


518 


98 


8243 


+ 4 


5'7 


48 


8434 


-1-4 


517 


98 


8629 


5'7 


49 


80ÜI 


-f 4 
+ 3 


S«8 


99 


8247 


+ 4 
+ 4 


517 


49 


8438 


■t-4 

■t-3 


517 


99 


8633 


517 


9-0250 


000 8064 




9-518 


9-0300 


O'OOO 8251 




9-517 


9-0350 


0-000 8441 




9-517 


9 - 0400 


O'OOO 8O37 




9-517 



206 



Th. V. 02}2)olzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E-M 


Di ff. 


loSi/ 


±tg 

lE-M) 


E—M 


Diff. 


'"gi' 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diff 


log^ 


±tg 

lE-M) 


E-M 


Diff. 


log ;/ 


sin (E—M) 


sin {E—M) 


siu {E—M) 


sin {E—M) 


9 • 0400 


o-ooo 8637 


+ 4 

+ 3 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-517 


9-0450 


0-000 8S36 


+ 4 
4-4 
+ 4 
+ 4 
4-4 


9-517 


9-0500 


0-000 9040 


4-5 
4-4 
4-4 
4-4 

4-4 


9-517 


9-0550 


O-QOO 9249 


4-5 
4-4 
4-4 
4-4 
4-4 


9-517 


Ol 


8641 


517 


51 


8840 


517 


Ol 


9045 


517 


51 


9254 


517 


02 


8044 


517 


52 


8S44 


517 


02 


9049 


517 


5 = 


9258 


517 


03 


864S 


517 


53 


8848 


517 


03 


9053 


517 


53 


g262 


517 


04 


8652 


517 


54 


8852 


517 


04 


9057 


517 


54 


g266 


517 


9 ■ 0405 


0-000 865Ö 


+ 4 


9-517 


9-0455 


o-ooo 8856 


4-4 
+ 5 
+ 4 
+ 4 
4-4 


9-517 


9-0505 


0-000 9061 


4-4 
4-4 

4-5 
4-4 
4-4 


9-517 


9-0555 


0-000 9270 


-^5 


9-517 


ou 


8600 


S17 


5Ö 


8860 


517 


06 


9065 


517 


5Ö 


9275 


517 


07 


8064 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


S17 


57 


8865 


517 


07 


9069 


517 


57 


9279 


4-4 

+ 4 
4-4 

+ S 


517 


oS 


8668 


5'7 


58 


8869 


517 


08 


9074 


517 


58 


9283 


517 


09 


8072 


517 


59 


8873 


517 


09 


9078 


517 


59 


9287 


517 


9 • 04 I 


0000 8076 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-517 


9-0460 


0-000 8877 


4-4 

4-4 
4-4 
+ 4 
4-4 


9-517 


9-0510 


0-000 90S2 


4-4 
4-4 
4-4 

4-4 
+ S 


9-517 


g-05()0 


0-000 9292 


-^4 
4-4 

4-4 
4-5 
-^4 


9-517 


1 1 
12 


8t)8o 
8684 


517 

5'7 


61 
62 


8881 
8885 


517 
517 


11 
12 


9086 
9090 


517 
517 


02 


9290 
9300 


517 
517 


13 


8688 


5'7 


Ö3 


8889 


5>7 


13 


9094 


517 


(»3 


9304 


517 


14 


8692 


517 


64 


S893 


517 


14 


9098 


517 


64 


9309 


517 


90415 


0-000 8090 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 

+ 4 


9-517 


9-0405 


0-000 SS97 


4-4 
4-4 
4-4 
4-4 
4-4 


9-517 


9-0515 


0000 9103 


4-4 

4-4 
4-4 
4-4 
+ 4 


9-517 


9-0565 


0-000 9313 


4-4 
4-4 

4-5 
4-4 
4-4 


9-517 


16 


8700 


517 


66 


8901 


517 


16 


9107 


517 


66 


9317 


517 


17 


8704 


517 


67 


8905 


517 


17 


gm 


517 


^7 


9321 


517 


18 
19 


S70S 
8712 


S17 
517 


68 
69 


890g 

8913 


517 

5'7 


18 
19 


9115 
9119 


517 

517 


68 
üg 


9326 
9330 


517 
517 


9-0420 


0-000 87 16 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-517 


9-0470 


0-000 89 17 


4-4 
4-4 

4-5 

4-4 
4-4 


9-517 


9-0520 


0000 9123 


4-5 
4-4 
+ 4 
4-4 
4-4 


9-517 


9-0570 


0-000 9334 


4-4 
4-5 
4-4 
4-4 
4-5 


9-517 


21 

22 


8720 
S724 


517 
517 


71 
72 


S92I 

8925 


517 
517 


21 
22 


9128 
9132 


517 
517 


71 

72 


9338 
9343 


517 
517 


23 


8728 


517 


73 


8930 


517 


23 


9136 


517 


73 


9347 


517 


24 


8732 


517 


74 


S934 


517 


24 


9140 


517 


74 


9351 


517 


9-0425 


0-000 873Ö 


+ 4 


9-517 


9-0475 


0-000 8938 


4-4 
+ 4 
4-4 
4-4 
-f4 


9-517 


9-0525 


0*000 gl 44 


4-4 
+ S 
+ 4 
4-4 

4-4 


9-517 


9-0575 


000 9356 


4-4 
4-4 
4-4 

4-5 

4-4 


9-517 


26 


8740 


517 


70 


8942 


517 


2(J 


914S 


517 


76 


9360 


517 


27 


8744 


+ 4 
+ 4 

+ 4 

+ 4 


517 


77 


S940 


517 


27 


9153 


517 


77 


9364 


5"7 


28 


8748 


5"7 


78 


8950 


517 


28 


9>57 


517 


78 


9368 


517 


29 


8752 


517 


79 


8954 


517 


29 


gi6i 


517 


79 


9373 


517 


9-0430 


o'ooo 8756 




g-517 


9 - 0480 


0-000 8958 


4-4 


9-517 


9-0530 


0-000 gi65 




9-517 


9-0580 


0-000 9377 


4-4 


9-517 


3' 


8760 


+ 4 


517 


81 


S962 


517 


3» 


9169 


4-4 


517 


81 


9381 


517 


32 


8704 


+ 4 
+ 4 
+ 4 

+ 4 


S17 


82 


89Ö6 


+ 4 
4-4 
4-5 
4-4 


517 


32 


9174 


4-5 
4-4 
4-4 
4-4 


517 


82 


9385 


4-4 

4-5 

4-4 
+ 4 


517 


33 


8768 


517 


83 


8970 


517 


33 


9178 


517 


83 


9390 


517 


34 


8772 


5'7 


84 


8975 


517 


34 


gi82 


517 


84 


9394 


517 


9 '0435 


o-ooo S776 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-517 


9-0485 


0-000 897g 


4-4 
4-4 
4-4 


9-517 


9-0535 


0-000 91 86 


+ 4 
4-5 

4-4 


9-517 


9-0585 


0-000 9398 


4-5 
4-4 
4-4 

-^5 
4-4 


9-517 


36 


87S0 


5>7 


80 


8983 


517 


3Ö 


9190 


517 


86 


9403 


517 


37 


8784 


517 


87 


8987 


517 


37 


9'95 


517 


87 


9407 


517 


3S 


87SS 


517 


88 


8991 


517 


38 


9199 


517 


88 


941 1 


517 


39 


8792 


5'7 


89 


S995 


4-4 
4-4 


517 


39 


9203 


4-4 

+ 4 


517 


89 


9416 


517 


9-0440 


0000 8796 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-5'7 


9 - 0490 


0-000 8999 


4-4 
4-4 
4-5 
4-4 
-^4 


9-517 


9-0540 


0-000 9207 


4-4 
4-5 
4-4 
4-4 
4-4 


9-517 


9-0590 


0-000 9420 


4-4 
4-4 

-^5 
4-4 
4-4 


9-517 


41 

42 


8800 
8804 


517 
517 


91 

92 


9003 
9007 


517 

517 


41 

42 


921 1 
9216 


517 

517 


91 
92 


9424 
9428 


517 
517 


43 

44 


8808 
SSI2 


5'7 
517 


93 
94 


goi2 
9016 


517 
517 


43 
44 


9220 
9224 


517 
517 


93 
94 


9433 
9437 


517 
517 


9 •0445 


0-000 88 16 


+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 
+ 4 


9-517 


9 0495 


0000 9020 




9-517 


9-0545 


0-000 9228 


4-4 
4-5 
4-4 
4-4 
+ 4 


9-517 


9-0595 


000 9441 


-^5 
4-4 
-^4 
4-5 
4-4 


9-517 


4Ö 


8 8 20 


517 


9Ö 


9024 


4-4 
4-4 

+ 4 
+ 4 

-^4 


517 


46 


9232 


517 


96 


9446 


5"7 


47 


S824 


517 


97 


9028 


517 


47 


9237 


517 


97 


9450 


517 


4S 


S828 


517 


98 


9032 


517 


48 


9241 


517 


98 


9454 


517 


49 


8S32 


5'7 


99 


9036 


517 


49 


9245 


517 


99 


9459 


517 


9-0450 


0-000 S836 




9 5'7 


9 0500 


0-000 9040 




9-517 


9-0550 


0-000 9249 




9-517 


9 - 0600 


0-000 9463 




9-517 



über die Auflösung ihn Kepler sehen Fruhlems. 



207 





log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 








ihtg 


E—M 


Diff. 


l«Jg .'/ 


_Ltg 
iE-M) 


E-il 

sin iE—M) 


Diff. 


logy 


±tg 
{E-M) 


E-M 


Diff. 


•'lg .'/ 


±tg 
^E-M) 


E—M 


Ditt'. 


log ,9 




sin {E—HT) 


sin {E—M) 


sin {E-M) 




g'oOoo 

Ol 

02 

03 
04 


O'OOO 9463 

9467 
9472 
9476 

9480 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 4 
+ 5 


9-517 
517 
517 
517 
5'7 


9' 0650 
51 
52 

53 
54 


O'OOO 9682 
9686 
9690 
969 s 
9699 


+ 4 
+ 4 
+ 5 
-f4 
+ 5 


9-516 
516 
516 

516 
516 


9' 0700 
Ol 

02 
03 
04 


O'OOO 9905 

9910 
9914 
9919 
9923 


+ 5 
+ 4 
-*-5 
+ A 
+ 5 


9-516 
516 
5.6 

5>6 
516 


9-0750 
51 

52 
53 
54 


O'OOI 0134 

0I3S 
0143 

0I4S 
0152 


+ 4 
+ 5 
+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-516 
516 
516 
51" 
516 




9' 0605 
00 

07 
oS 
09 


O'OOO 9485 

9489 

9493 
949S 
9502 


+ 4 

+ 4 
•f 5 
+ 4 
+ 4 


9"5i7 
517 
517 

517 
517 


9-0655 
5Ö 
57 
58 
59 


O'OOO 9704 

9708 
9713 

9717 
9721 


-f4 
+ 5 
-t-4 
+ 4 

+ 5 


9-516 
516 
516 
516 
51Ö 


9-0705 
06 

07 
08 
09 


O'OOO 9928 

9932 

9937 
9941 
9946 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 4 


9-516 
S16 
5.6 
516 

51" 


9-0755 
56 
57 
58 
59 


O'OOI 0157 
0162 

0166 

0I7I 

0175 


•+^5 
+ A 
+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-516 
516 
516 
5.6 
516 




9 ' 06 1 
1 1 
12 

■3 


O'OOO 9506 
95" 
95'5 
9519 


+ 5 
■+•4 
+ 4 
+ S 
+ 4 


9-5I7 
5>7 
517 
5'7 


9' 0660 
61 
62 
«'3 


O'OOO 9720 

9730 

9735 
9739 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 4 


9-516 
516 
516 
516 


9'07io 
1 1 
12 
13 


O'OOO 9950 
9955 
9959 
9964 


-f 5 
+ 4 
+ 5 
+ 5 
+ \ 


9-516 
516 
516 
516 


9 '0760 
61 
62 
63 


O'OOI Ol So 

0185 
0189 
0194 


+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 5 


9-516 
51U 
516 
516 




14 


9524 


517 


Ö4 


9744 


510 


14 


9969 


516 


64 


0199 


+ 4 


516 




9'ol)i5 


0000 9528 


+ 4 
+ 5 
+ 4 

+ 4 
+ S 


9'5i7 


9' 0665 


O'OOO 9748 


+ S 
+ A 
+ 4 
+ 5 
+ 4 


9516 


90715 


O'OOO 9973 


+ S 
-f4 
+ 5 
•f 4 
•t-5 


9-516 


9-0705 


0001 0203 


+ 5 
+ 5 
-f4 
+ 5 
+ 5 


9-516 




lü 

17 

18 

19 


9532 
9537 
9541 
9545 


517 
517 
517 
517 


66 

67 
68 
69 


9753 
9757 
97ÜI 
9766 


516 
51Ö 
516 
516 


lü 

17 
18 

19 


9978 
9982 
9987 
9991 


516 
516 
516 
516 


66 
67 
ÖS 
69 


0208 
0213 
0217 
0222 


516 
516 
510 
516 




9' 0620 
21 
22 
23 
24 


O'OOO 9550 
9554 
9559 
95Ö3 
9567 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 4 
+ 5 


9-517 
5'7 
517 
517 
517 


9'oö7o 

71 

72 

73 
74 


O'OOO 9770 
9775 
9779 
97S4 
978S 


+ 5 
-(-4 

+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-516 
516 

516 
511. 
510 


9' 0720 
21 
22 
23 
24 


0000 999Ö 

001 0001 

0005 

0010 

0014 


+ 5 
•+-4 

+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-516 
516 
5-6 
516 
516 


9-0770 
71 
72 
73 
74 


O'OOI 0227 

0231 

0236 
0241 

0245 


+ 4 
+ 5 
+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-516 
516 
516 
5.6 
516 




g'oÖ2 5 
20 

27 
28 

29 


O'OOO 9572 

957«' 
9580 

95S5 
9589 


+ 4 
+ 4 

+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-517 
517 
517 

517 
517 


9' 0675 
76 
77 
78 
79 


0000 9793 

9797 
9802 
9806 
9811 


+ 4 
•»■5 
-1-4 

+ 5 
+ 4 


9516 
5>6 

516 
5r6 


9'0725 
26 

27 
28 
29 


■ 00 I 00 I 9 
0023 
0028 

0033 
0037 


+ 4 
+ 5 
+ S 
+ A 

+ 5 


9-516 
5-6 
516 
51Ü 
5.6 


9-0775 
76 

77 
78 
79 


O'OOI 0250 

0255 
0259 

0264 
0269 


+ 5 
-f4 
+ 5 
+ 5 
•1-4 


9-516 
516 
516 
516 
5.6 




9'oü3o 


O'OOO 9594 




9-517 


9 -0680 


o-ooo 9815 




9'5i6 


9-0730 


o'ooi 0042 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 5 


9'5i6 


9'078o 


O'OOI 0273 


+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ 4 
+ 5 


9-516 




3 ' 
32 


959S 
9Ü02 
9607 


+ 4 
+ 4 

+ S 
+ 4 
+ 4 


517 
517 
517 


81 
82 
8^ 


9820 

9824 
9829 


+ 5 
+ 4 
+ 5 
■f 4 

+ 4 


516 

5>ö 
516 


31 
32 
2i 


004Ü 
0051 

0055 


5'ö 
516 
516 


81 
82 
83 


0278 
0283 
0288 


516 
516 
51" 




34 


961 1 


517 


84 


9833 


5>ö 


34 


0060 


516 


84 


0292 


516 




9-0635 


0000 9615 




9-517 


9 '0085 


O'OOO 9837 


+ 5 


9-516 


9-0735 


o-ooi 0065 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
-1-5 
+ 5 


9-516 


9-0785 


O'OOI 0297 


+ 5 
+ 4 
+ 5 

-^5 
+ 4 


9-516 




36 


9Ö20 


+ 5 


517 


86 


9842 


516 


36 


0069 


5>f 


86 


0302 


516 




37 


9Ö24 


+ 4 


517 


87 


984(1 


+ 4 
+ S 
+ 4 
+ 5 


5.6 


37 


0074 


51Ü 


87 


0306 


516 




38 
39 


9Ü29 
9633 


+ 5 
+ 4 
+ 4 


517 
517 


88 
89 


9851 
9855 


5'ö 

516 


38 
39 


007S 
00S3 


510 
51" 


88 
89 


0311 
0316 


5>6 

516 




g'0U40 
41 
42 


O'OOO 9637 

9042 
964Ö 


+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 4 


9-517 
5'7 
516 


9'o6go 

91 
92 


0000 9S60 
9864 
9869 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 5 


9-516 
5.6 
5.6 


9-0740 

41 
42 


O'OOI 0088 
0092 

0097 


+ 4 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ 5 


9-516 
516 
516 


9'0790 

91 
92 


O'OOI 0320 

0325 
0330 


+ 5 
+ 5 
+ 4 


9-516 
516 
516 




43 


9Ö5I 


516 


93 


9873 


Si" 


43 


OIOI 


516 


93 


033s 


516 




44 


9655 


51Ö 


94 


9878 


5,6 


44 


0106 


5'U 


94 


0339 


+ 5 


516 




9' 0645 


O'OOO 9L159 


+ 5 
+ 4 


9516 


9'oU95 


O'OOO 9883 




9-516 


9 0745 


O'OOI Olli 


+ 4 
+ 5 
+ 5 
+ 4 
+ 5 


9'5i6 


9-0795 


O'OOI 0344 


+ 5 
+ 4 


9-516 




40 


9064 


5. 6 


96 


9887 


-f-4 
+ 5 


51Ö 


46 


Ol 15 


510 


96 


0349 


51Ü 




47 


906S 


516 


97 


9892 


516 


47 


0120 


516 


97 


0353 


+ 5 
+ 5 
+ 5 


516 




48 
49 


9673 
9Ü77 


+ 5 
+ 4 
+ 5 


516 
S16 


98 
99 


9896 

9901 


+ 4 

+ 5 
+ 4 


5,6 
5.0 


48 
49 


0125 
0129 


516 
516 


98 
99 


0358 
0363 


51Ü 
516 




9-0650 


O'OOO 9682 




9'5i6 


9'07oo 


O'OOO 9905 




9516 


9-0750 


O'OOI 0134 




9'5i6 


9 0800 


0001 0368 




9-516 



208 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


■log 








±tg 

(E-M) 


E-M 


Diff. 


log </ 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diff. 


'og .'/ 


±tg 
(E-^Mi 


E—M 


Diff. 


log !l 


±tg 
(E-M) 


E-M 


Diff. 


log.'/ 




sin (E—M) 


siu (E—M) 


sin (E- M) 


sin (E—M) 




9-0S00 

Ol 

02 

03 
04 


0001 0368 
0372 

0377 
03S2 

0387 


+ 5 

+ s 

+ 5 

+ 4 


9-516 

5") 
516 
510 
51Ö 


9-0S50 

51 

52 
53 
54 


0001 0607 
0612 
0617 
0621 
0626 


+ 5 
+ S 
-(-4 

-1-5 
+ S 


9-516 

516 
SI6 

5<ö 
516 


9-0900 

Ol 

02 

03 
04 


O-OOI 0852 

0S57 
0862 
0867 
0871 


-^5 
+ 5 
+ 5 
■4-4 
+ S 


9516 
5i6 
5.6 
510 
5'6 


9-0950 

5' 

52 
53 
54 


0-001 1102 
1 107 
1 1 12 
1117 
1122 


-^5 
-t-5 
-t-5 

-t-5 
-t-5 


9-516 
51t) 
516 
516 

51'J 




9-0805 


o-ooi 0391 


+ 5 
+ 5 
+ S 
+ 4 
+ 5 


9-51Ö 


Q-0855 


O-OOI 0631 


+ 5 
+ 5 

+ 5 
-t-5 
-f4 


9-516 


9-0905 


O-OOI 0S76 


+ S 
+ S 
+ S 
+ S 
+ S 


9- 5 16 


9-0955 


O-OOI 1127 


-t-5 
-^5 
+ 6 

-t-5 
-^5 


9-516 




oü 

07 

oS 
09 


039Ö 

0401 
0400 
0410 


510 
516 

516 


5(> 
57 
58 
59 


0636 
0641 
oÖ4() 
0651 


5i(> 
516 

51t' 
516 


06 
07 
08 
09 


oSSi 
08 86 
0891 
0896 


51Ö 
516 
516 
5>o 


56 
57 
58 
59 


1132 
1137 
•143 
1 14S 


5't' 
516 
510 
516 




9-0810 


O-OOI 0415 


+ 5 
+ 5 
+ 4 

+ 5 
+ 5 


9-516 


9-0860 


O-OOI 0655 


+ 5 
+ 5 

+ S 
+ 5 

+ 5 


9-516 


9 ■ 09 I 


O-OOI 0901 


+ S 

^-5 

-4-5 
-1-5 
-^5 


9-516 


9 - 0960 


■ 00 1 1 1 5 3 


-1-5 
-^5 
+ 5 
+ 5 
-t-5 


9-515 




1 1 
12 
•3 
14 


0420 

0425 
0429 
0434 


510 

516 

5'ö 


61 
62 
63 
64 


0660 
0665 
0670 
0675 


5 16 
S16 

516 
516 


II 
12 
13 
14 


0906 
0911 
0916 
0921 


516 
516 
516 
51Ü 


Ol 

62 

Ö3 
64 


1 158 
II 63 
I i(j8 
"73 


5'5 
5'5 
5"5 
5'5 




9-0815 


O-OOI 04'i9 


+ 5 
+ 4 
+ S 
+ 5 
+ 5 


9-516 


9-0865 


O-OOI 06S0 




9516 


9-0915 


o-ooi 0926 




9-516 


9-0965 


O-OOI II 78 




9-515 




16 


0444 


516 


66 


0685 


-+•5 
+ 5 
+ 4 
+ 5 
+ S 


516 


16 


0931 


-4-5 
+ S 
•+•5 
-^5 
+ S 


51Ö 


66 


II 83 


■t-5 
+ 5 
■t-5 
+ 6 

-t-5 


5>5 




17 
18 

19 


0448 

0453 
0458 


5.6 
516 
516 


67 

68 
69 


0690 
0694 
0699 


51Ö 
51Ö 
516 


17 
18 

19 


0930 
0941 
0946 


516 
516 
516 


67 
68 
69 


II88 

1193 
II99 


5'5 




9-0820 
2 1 
22 

23 
24 


O-OOI 0463 
04Ü8 
0472 
0477 
0482 


+ S 
-f 4 

+ 5 
+ 5 
+ S 


9-51*' 
516 
5.6 
516 
51Ö 


9-0870 
71 
72 
73 
74 


O-OOI 0704 

0709 
0714 
0719 
0724 


+ 5 
+ S 
+ 5 
+ 5 

-t-s 


9-516 

51Ö 

516 
51Ö 

Sit) 


9-0920 
21 
22 
23 

24 


O-OOI 0951 

0956 

0961 
0966 

0971 


+ S 
+ S 
+ S 
+ S 
+ S 


9-516 
516 
516 
516 
516 


9-0970 

7" 

72 
73 
74 


O-OOI 1204 
1209 

I2I4 
I2I9 

1224 


-1-5 
■t-5 
+ S 
+ S 
+ S 


9-515 

5'5 
5'5 
515 
5'5 




9-0825 
26 

27 


O-OOI 0487 

0491 
049Ö 


■4-4 
+ S 
+ S 
+ 5 
+ 5 


9-516 
516 
516 


9-0S75 
76 

77 


O-OOI 0729 

0734 
073S 


-t-5 
+ 4 

+ 5 
+ 5 
+ S 


9-516 
516 
516 


9-0925 
26 
27 


O'OOI 0976 
0981 
0986 


+ S 
+ S 
+ S 
+ S 
-t-5 


9-516 
5-6 

510 


9-0975 
76 
77 


O'OOI 1229 

1234 

1240 


+ 5 
+ 6 

-^5 
-t-5 
-t-5 


9-515 
5'5 
5'5 




28 
29 


0501 
0506 


5>ö 
516 


78 
79 


0743 
074S 


5't) 
516 


28 
29 


0991 

0996 


516 
516 


78 
79 


1245 

1250 


5'5 
5'5 




9-0830 
3' 
32 
33 


O-OOI 05 II 

0515 

0520 

0525 


+ 4 
+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ S 


9-516 
516 

516 


9-08S0 
81 
82 
83 


O-OOI 0753 

0758 
07Ö3 
076S 


+ S 
+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ 5 


9-516 

516 
516 
5>ö 


9-0930 
31 
32 
33 


O-OOI looi 
1006 

lOII 

1016 


-1-5 
-^5 
+ S 

+ s 
+ s 


9-516 
516 
516 
516 


9-0980 
81 
82 
83 


O-OOI 1255 
1260 

1265 

1270 


■t-5 
+ S 
+ S 
+ S 
+ 6 


9-5'5 
5'S 
5'5 
5>5 




34 


0530 


516 


84 


0773 


5.6 


34 


I02I 


5'1' 


84 


1275 


5'5 




9-0835 


O-OOI 0535 


+ A 
+ 5 
+ 5 
+ S 
+ 5 


9-516 


9-0S85 


O-OOI 0778 


■1-5 
-^5 


9-516 


9-0935 


O-OOI 1026 




9-516 


9-0985 


O-OOI 1281 


-t-5 
-t-5 


9-515 




3^ 
37 


0539 
0544 


516 
516 


86 
87 


0783 

0788 


516 
516 


3Ö 
37 


103 1 
1036 


+ s 


5>ö 
516 


86 
87 


I2S6 

I29I 


515 

515 




38 


0549 


S16 


88 


0792 


-1-4 

-1-5 
-^5 


516 


38 


I04I 


+ s 


5'ö 


88 


1296 


-1-5 
+ 5 


515 




39 


0554 


516 


89 


0797 


516 


39 


1046 


+ s 
+ s 


516 


89 


I30I 


515 




9-0S40 


o'ooi 0559 


+ 4 

+ S 
+ S 
+ 5 
•+-5 


9-516 


9-0890 


O-OOI 0802 


+ S 
+ S 
+ S 
+ S 
+ S 


9-516 


9 0940 


O-OOI 1051 


+ b 

+ 5 
+ S 


9-516 


9-0990 


O'OOI 1306 


-t-5 

^-5 


9-515 




4> 
42 
43 


o5<'3 
0568 

0573 


516 
516 
516 


9' 
92 
93 


0807 
0812 
0817 


516 

516 
516 


41 
42 
43 


1057 

1062 
1067 


516 
516 
516 


91 
92 

93 


I3I2 
I3I7 

1322 


5>5 
515 
515 




44 


0578 


S16 


94 


0822 


516 


44 


1072 


+ S 
-t-5 


516 


94 


1327 


-t-5 
-t-5 


515 




9-0845 


o-ooi 0583 


+ 5 
-f4 

+ 5 
+ 5 
+ 5 


9-516 


9-0895 


O-OOI 0827 


+ i 
+ s 

+ s 
+ s 
+ s 


9-516 


9-0945 


O-OOI 1077 




9-516 


9-0995 


O-OOI 1332 


-^5 
-t-5 
•f6 

-^5 
-^5 


9-515 




4<> 


058S 


516 


96 


0832 


516 


46 


1082 


-t-s 

-t-5 
-t-5 
+ 5 
+ S 


5>6 


96 


1337 


515 




47 


0592 


516 


97 


0837 


51*' 


47 


1087 


516 


97 


1342 


5>5 




48 


0597 


516 


98 


0S42 


510 


48 


1092 


516 


98 


I34S 


5'5 




49 


0602 


51Ö 


99 


0847 


5"^ 


49 


1097 


516 


99 


1353 


5"5 




9-0850 


O-OOI 0607 




9-516 


9-0900 


O-OOI 0852 




9-516 


9-0950 


0001 II02 




9-516 


9 - 1 000 


O'OOI 1358 




9-515 





XJher die Auflösung des Kepler'srhen Frohlews. 



209 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E~M) 


E—M 


Diff. 


log 


±tg 
{E-Mj 


E-M 


Diff. 


logö' 


±tg 

(E - M) 


E~M 


Diff. 


•ogy 


±tg 
iE-M) 


E—M 


Diff. 


log y 


sin iE—M) 


sin (E—M) 


sia iE—M) 


siii( E—M) 


9 • I ooo 


o-ooi 1358 


+ S 
+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ S 


9-515 


9- 1050 O-OOI 1620 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 5 

+ 5 


9-515 


9 - 1 1 00 


O-OOI 18S8 


+ 5 
+ 6 

+ S 
+ 5 
+ 6 


9-515 


9-1 150 


O-OOI 2162 


XI 

+ 5 
+ 6 

+ 5 


9-515 


Ol 

02 
03 

04 


i3i'3 
1368 

1374 

1379 


515 
S15 
515 
515 


51 

52 

53 
54 


1625 
1631 
1636 
1641 


515 
515 
515 

5'5 


Ol 

02 

03 
04 


1893 
1899 
1904 
1909 


515 
5>5 
515 
515 


51 
52 
53 
54 


2167 

2173 
2I7S 

2184 


515 

5'5 
515 

515 


9' 1005 


o-ooi 1384 


+ 5 

+ 5 


9-515 


9-1055 


O-OOI 1646 


+ 6 
+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-5'5 


9-1 105 


- 00 1 1 9 1 5 


■+■5 
+ 6 


9-515 


9-1155 


O-OOI 2189 


+ 6 
+ 6 


9-515 


06 


■389 


515 


5Ö 


1652 


515 


06 


1920 


515 


5t) 


2195 


515 


07 


1394 


+ 6 

+ 5 


515 


57 


1657 


515 


07 


1926 


+ S 
+ 6 


515 


57 


2201 


+ 5 
+ 6 


515 


08 


1400 


515 


58 


1662 


515 


oS 


1931 


515 


58 


2206 


515 


09 


1405 


+ 5 


515 


59 


1668 


+ 5 


515 


09 


1937 


+ 5 


515 


59 


2212 


+ 5 


515 


9' loio 

12 
13 


O-OOI 14 10 

i4'5 
1420 
1426 


+ S 
+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 5 


9-5'5 
5'5 
515 
515 


9- 1060 
6i 
62 
63 


O-OOI i(>73 
1678 
1684 
1689 


+ 5 

+ 6 

+ 5 
+ 6 


9-515 
5 '5 

5>5 
515 


<) ■ 1 1 10 
1 1 
12 
•3 


O-OOI 1942 

.948 
1953 
I95S 


+ 6 

+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-5i'5 
515 
515 
5 "5 


9 - 1 1 60 
61 
62 
^3 


■ 00 I 2217 
2223 
2228 
2234 


+ 6 

+ 5 
+ 6 

+ 6 


9-515 
515 
515 

515 


14 


1431 


515 


64 


1694 


515 


14 


1964 


+ 5 


515 


64 


2240 


+ 5 


515 


9-1015 
16 
17 


O-OOI 1430 

I44I 
I440 


+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-515 
515 
S15 


9-1065 
66 

Ö7 


O-OOI 170C1 

1705 
I7I0 


+ 5 
+ 5 
-f 6 


9-515 
515 
515 


9-1115 
rö 
17 


O-OOI 1969 

1975 

I9S0 


+ 6 

+ 5 
+ 


9-515 
515 
515 


9-1165 
66 
07 


O-OOI 2245 
2251 

2256 


+ 6 

+ 5 
+ 6 


9-515 
515 
515 


18 
19 


1452 
1457 


+ 5 
+ 5 


515 
515 


68 
69 


I7I6 
I72I 


+ 5 


515 
515 


18 
19 


1986 
I99I 


+ 5 
+ 6 


515 

515 


öS 
69 


22Ö2 
2267 


■+5 
+ 6 


515 
515 


g- 1020 


O-OOI 14Ö2 


+ 5 
+ 6 


9-515 


9- 1070 


O-OOI 1726 


46 


9-515 


9- I 120 


O-OOI 1997 


+ 5 
+ 6 


9-515 


9-1170 


O-OOI 2273 


*6 


9-515 


21 


1407 


515 


71 


I7J2 


+ 5 
+ 5 
+ 6 

+ 5 


515 


21 


2002 


5'5 


71 


2279 


•^-5 

+ 6 

+ 5 
+ <) 


515 


22 
23 
24 


1473 
1478 
1483 


+ 5 
+ 5 
+ 5 


515 
515 
5'5 


72 
73 
74 


1737 
1742 
1748 


515 
515 
515 


22 

23 
24 


2008 
2013 
2018 


+ 5 

+ 5 
+ 6 


5' 5 
515 
515 


7- 
73 
74 


2284 
2290 
2295 


515 

515 
515 


9-1025 

2Ö 

27 


O-OOI 1488 

1493 
1499 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
■+5 
+ S 


9-515 
515 
515 


9-1075 
7Ö 
77 


O-OOI 1753 

1758 
1764 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 6 

+ 5 


9-515 
515 
515 


9-1125 
26 

27 


O-OOI 2024 
2029 

2035 


+ 5 

+ 6 

+ 5 
+ 6 

+ 5 


9-515 
515 
515 


9-1175 
76 

77 


O-OOI 2301 

2307 
2312 


+ 6 

-^5 

+ 6 

+ 5 
+ 6 


9515 
515 
515 


28 


1504 


515 


78 


1769 


515 


28 


2040 


515 


7S 


2318 


515 


29 


'509 


5>5 


79 


1775 


515 


29 


2046 


515 


79 


2323 


515 


9-1030 


0001 15 14 


+ 6 


9-515 


9- 1080 


O-OOI 1780 


+ S 
+ 6 

+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-515 


9-1130 


O-OOI 2051 


+ 6 


9-515 


9 - 1 1 So 


O-OOI 2329 


+ 6 


9-515 


3' 
32 
33 
34 


1520 

1525 
1530 
1535 


+ 5 
+ 5 
+ 5 
+ 6 


515 
515 
515 
515 


Si 

82 

83 

84 


I7S5 
I79I 
1796 
I80I 


515 

515 
515 
515 


3 1 

32 
33 
34 


2057 

2062 

206S 
2073 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 6 


515 
515 
515 
515 


Si 
82 
83 
84 


2335 
2340 
2346 
2352 


+ 5 

+ 6 
+ 6 
+ 5 


515 
5>5 
515 
515 


9-1035 


0001 I54I 

I54Ö 


+ 5 
+ 5 
+ 6 

■f 5 
+ 5 


9-5>5 
515 


9-10S5 
SO 


O-OOI 1807 

I8I2 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-5'5 
515 


9-1135 
36 


0001 2079 
20S4 


+ 5 
+ 6 

+ 5 

+ ö 


9-515 
515 


9-1185 
86 


O-OOI 2357 

2363 


+ 6 

+ 5 
+ 6 
+ 6 


9-515 
515 


37 
38 


'551 

«557 


515 
515 


87 
88 


I8I8 
1823 


515 
515 


37 
38 


2090 
2095 


515 
515 


87 
88 


2368 
2374 


515 

515 


39 


1562 


515 


89 


1828 


515 


39 


2IOI 


+ 5 


515 


89 


2380 


+ 5 


515 


9-1040 
41 
42 


O-OOI 1567 

1572 
1578 


+ 5 
+ 6 

+ S 
-+-5 
+ 5 


9-515 
515 
5>5 


9- 1090 
91 
92 


O-OOI 1834 

1839 
1844 


+ 5 
+ 5 
+ 6 

+ S 
+ 6 


9-515 
515 
515 


- II 40 

41 

42 


- 00 I 2 I 06 
21 12 
2II7 


+ 6 

+ 5 
+ 6 
+ 6 
+ 5 


9-515 
515 
515 


9- 1 190 
91 
92 


O-OOI 2385 

2391 
2397 


+ 6 
+ 6 

+ 5 
+ ö 
+ 6 


9-515 
515 
515 


43 

44 


1583 
1588 


515 
515 


93 

94 


1850 

1855 


515 
515 


43 
44 


2123 
2129 


515 
515 


93 
94 


2402 

2408 


515 
515 


9-1045 


0001 1593 


+ 6 

+ 5 
+ 5 
+ 6 

+ 5 


9-515 


9 109s 


O-OOI 1S61 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 5 
+ 6 


9-515 


V 1 1 45 


O-OOI 2134 


+ 6 


9-515 


Q- I 195 O-OOI 2414 


+ 5 
+ 6 


9-515 


4Ö 


•599 


515 


96 


1 866 


515 


46 


2140 


+ 5 
+ 6 

+ 5 
+ 6 


515 


96 2419 


515 


47 


1604 


515 


97 


1872 


515 


47 


2145 


515 


971 2425 


4-6 

+ 5 
4-6 


515 


48 


1609 


515 


98 


1877 


515 


48 


2151 


515 


98J 2431 


515 


49 


1615 


5'5 


99 


1882 


515 


49 


2156 


515 


99 


2436 


515 


9-1050 


O-OOI IÜ20 


9-515 


9- ! 100 


O-OOI 18S8 




9-515 


1-1150 


O-OOI 2162 

t 


1 


9-515 


9- 1200 


O-OOI 2442 




9-515 



Denkachriftea der malhem.-naturw. CI. L. Bd. 



27 



:io 



Tit. V. Oi)2)olzer. 



log 


loff 






lof? 


loi? 






log 


log 






lüg 


log 








±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


^og'J 


±tg 
{E-M) 


E~M 


Diflf. 


loss' 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diff. 


log»/ 


(,E-M) 


E -M 


Diff. 


log(/ 




sin iE—M) 


sin (E-M) 


sin (E—M) 


sin (E~M) 




g- I20O 


o-ooi 2442 


+ 6 


9-515 


9-1250 


O-OOI 2729 


-1- c 


9-514 


9- 1300 


O-OOI 3022 


+ 6 
4-6 


9-514 


9- 1350 O-OOI 3321 


+ 7 
4-6 
4-6 
4-6 
4-6 


9-514 




Ol 


2448 


+ 5 


515 


5' 


2734'+^ 


SH 


Ol 


3028 


514 


51 


332S 


514 




02 

03 


2453 
2459 


+ 6 
-«•6 


515 
515 


52 
53 


'7^°-f6 
^746 l^ 


514 
514 


02 
03 


3034 
3039 


+ 5 
4-6 
4-6 


514 
514 


52 

53 


3334 
3340 


514 
5'4 




04 


2465 


+ 5 


515 


54 


^75^1 + 6 

1 


514 


04 


3045 


514 


54 


3346 


S«4 




9 • I 205 
oO 


ü-ooi 2470 
2476 


+ 6 
+ 6 


9-5'5 

515 


9-1255 
56 


1 
O-OOI 2758I 


9-514 
514 


9-1305 
oO 


0001 3051 
3057 


+ 6 
+ 6 
4-6 
4-6 


9-514 
514 


9-1355 
56 


O-OOI 3352 
335S 


46 
+ 6 
4-6 
4-6 
4-6 


9-514 
514 




07 


'i'+s 


5 '5 


57 


^769::,^ 


514 


07 


3063 


514 


57 


3364 


514 




08 


'to' +' 


515 


5« 


2775 


+ 6 


514 


08 


3069 


514 


58 


3370 


514 




09 


2493 +ö 


515 


59 


2781 


4-6 


514 


09 


3075 


+ 6 


514 


59 


3376 


514 




9 ■ 1 2 1 


o-ooi 2499 


9-515 


9 ■ I 2O0 


O-OOI 27S7 


4-5 
4-6 


9-514 


9 1310 


- 00 1 308 1 


-1- 6 


9-514 


9-1360 


O-OOI 33S2 


4-6 
4-6 


9-514 




1 1 


11°^+^ 


515 


Ol 


2792 


514 


1 1 


3087 


4-6 


514 


61 


3388 


514 




1 2 


l\\l}+^ 


5'5 


62 


2798 


46 


514 


1 2 


3093 


4-6 


514 


62 


3394 


4-6 


514 




13 

14 


2510 

2522 


+ 6 

+ 5 


515 
515 


H3 
64 


2S04 
2810 


+ 6 
+ b 


514 
514 


13 

14 


3099 
3105 


-^6 
-^•6 


514 
514 


63 
64 


3400 
3407 


+ 7 
+ b 


514 
5H 




9-1215 


O-OOI 2527 


+ 6 


9-515 


9 1205 


O-OOI 2816 


+ 6 


9-514 


9-1315 


O-OOI 3111 


4-6 


9-514 


9-1365 


O-OOI 3413 


+ b 
+ 6 
4-6 


9-514 




lO 

17 
iS 


2533 
2539 


+ 6 
+ 5 


515 
515 


6(3 

67 


2822 
2827 


+ 5 
4-6 


514 
514 


16 
17 


3117 
3123 


4-6 
+ 6 


514 
514 


66 
67 


3419 
3425 


514 
514 




2544 


+ 6 


515 


08 


2833 


4-6 


514 


18 


3129 


+ 6 


514 


68 


3431 


4-6 
4-6 


SU 




19 


2550 


+ 6 


515 


09 


2839 


4-6 


514 


19 


3135 


+ 6 


514 


69 


3437 


514 




9" 1220 


O-OOI 2556 
2562 

2567 


-fö 


9-515 


9-1270 


O-OOI 2S45 


4-6 


9-514 


9-1320 


- 00 1 3 1 4 1 


+ 6 

+ 6 
4-6 
+ 6 
4-6 


9-514 


9-1370 


o-ooi 3443 


+ 6 
4-7 
4-6 
4-6 

-^6 


9-514 




21 

22 


+ 5 

+ 6 


515 
515 


71 
72 


2S5I 
28 5 7 


4-6 

+ 6 


514 
5'4 


21 
22 


3147 
3153 


514 
514 


71 
72 


3449 
3456 


514 
514 




23 
24 


2573 
2579 


4-6 
+ 5 


5'5 
515 


73 
74 


2863 
2S6S 


-^5 
-f 6 


514 
514 


23 

24 


3159 
3165 


514 
514 


73 
74 


3462 
3468 


514 
514 




9-1225 


O-OOI 25S4 


-f 6 


9-5>5 


9-1275 


O-OOI 2874 


4-6 


9-514 


9-1325 


O-OOI 3171 


4-6 
4-6 
4-6 
4-6 
+ 6 


9-514 


9-1375 


o-ooi 3474 


+ b 
+ 6 
+ 6 
+ b 
4-7 


9-514 




26 


2590 
2596 

2Ü02 

2607 


+ 6 


5>5 


76 


2880 


+ 6 


514 


26 


3177 


514 


76 


3480 


514 




27 

28 

29 


+ b 

+ 5 
+ 6 


515 
5'5 

515 


77 
78 
79 


2886 
2892 
289S 


+ 6 
+ 6 

+ 6 


514 
514 
514 


27 
28 

29 


3183 
3189 
3195 


514 
514 
514 


77 
78 
79 


34S6 
3492 
3498 


514 
514 
514 




9-1230 
31 


O-OOI 2613 
2619 
2625 
2630 
2636 


+ 6 
4-6 


9-515 
515 


9- 1280 
81 

82 

83 


O-OOI 2904 

2909 


+ 5 
+ 6 


9-5«4 
514 


9 - 1 330 
ji 


O-OOI 3201 

3207 


-f 6 
+ 6 


9-514 
514 


9' 13S0 
Si 


o-ooi 3505 

3511 


4-6 
46 


9-514 
SJ4 




32 
3i 


+ 5 
4-6 


515 
515 


2915 

2921 


+ 6 


514 
514 


32 
33 


3213 
3219 


4-6 

+ 6 


514 
514 


82 
83 


3517 
3523 


4-6 

4-6 


514 
514 




34 


4-6 


515 


84 


2927 


+ (> 


514 


34 


3225 


+ 6 


514 


84 


3529 


1 VJ 

+ 6 


514 




9-1235 
36 
37 
3S 


O-OOI 2642 

2648 

2653 
2659 
2665 


4-6 

4-5 
4-6 


9*515 

515 
5>5 


9-1285 
so 

87 


O-OOI 2933 

2939 
2945 


+ 6 
46 
+ 6 


9-514 
514 
5>4 


9-1335 
36 
37 


O-OOI 3231 

3237 
3243 


+ 

46 

4-6 


9-514 
514 
514 


9-1385 
80 

87 


o-ooi 3535 
3542 
3548 


4-7 
4-6 
4-6 


9-514 
514 




4-6 


514 


88 


2951 


46 


514 


38 


3249 


4-6 


514 


88 


3554 


4-6 


514 




39 


46 


514 


89 


2957 


+ 5 


514 


39 


3255 


4-6 


514 


89 


3560 


4-6 


514 




9-1240 


O-OOI 2671 


+ 5 
4-6 
4-6 


9-514 


9- 1290 


O-OOI 2962 


4-6 


9-514 


9-1340 


O'ooi 3261 


+ 6 


9-514 


9-1390 


O-OOI 356Ö 


+ 6 

47 
46 


9-514 




41 

42 


2676 
2682 


5'4 
5'4 


91 

92 


2968 
2974 


4-6 

+ 6 


514 
514 


41 

42 


3267 
3273 


+ b 
4-6 


514 

514 


91 
92 


■3572 

3579 


514 
514 




43 


2688 


+ 6 


514 


93 


2980 


+ 6 


514 


43 


3279 


4-6 


514 


93 


3585 


4-6 


514 




44 


2094 


4-6 


514 


94 


29S6 


+ b 


514 


44 


3285 


46 


514 


94 


3591 


-^6 


514 




9 ■ I 245 
46 


O-OOI 2700 

2705 


+ 5 
4-6 


9-514 
514 


9-1295 
96 


O-OOI 2992 

2998 


4-6 
+ 6 


9-514 
514 


9-1345 
46 


O-OOI 3291 

3297 


+ 
4 6 


9-514 
514 


9-1395 
96 


o-ooi 3597 
3603 


4-6 
4-6 


9-514 
514 




47 


2711 


4-6 


514 


97 


3004 


+ 6 
4-6 


514 


47 


3303 


+ 6 
+ 6 


514 


97 


3609 


4-7 
4 6 


5'4 




48 


2717 


-1-6 


514 


98 


3010 


514 


48 


3309 


514 


98 


3616 


514 




49 


2723 


4-6 


514 


99 


3016 


4-6 


514 


49 


3315 


+ 6 


514 


99 


3622 


+ 6 


514 




9- 1250 


O-OOI 272g 




9-514 


9-1300 


O-OOI 3022 




9-514 


9-1350 


O'OOI 3321 




9-514 


9- 1400 


o-ooi 3628 




9-5'4 





Ültc}- die Aiiflöi<viHj des Kejil er\'<elieii Prohtems. 



211 



l"g 


log 






log 


log 






log 


log 




log 


log 






±tg 

{E-M) 


i<:-M 


Diflf. 


lo ,' V 


±tg 


E~M 


Diff. 


log// 


±tg 
{E-M) 


E^M 


Diff. 


log (/ 


±tg 
(E-M, 


E—M 


Diff. 


logi/ 


sin (E—Mj 




sin iE—M) 


siu (E—M) 


sin (E—M, 


9' 1400 

Ol 


o-ooi 362S , ^ 

3634+0 


9-514 

5>4 


9-1450 
51 


O-OOI 3942 

3948 


+ 6 
+ 6 


9-5'4 
5H 


9- 1500 

Ol 


O-OOI 4262 

4269 11 


9-513 
513 


9-15500-001 4590 
51 4597 


4-7 
4-7 
4-Ö 

4-7 
4-7 


9-513 
513 


02 


3640 ^ , 


514 


52 


3954 


+ 7 
+ 6 
+ 6 


514 


02 


4275 


4-7 
4-6 

4-7 


513 


52 


4Ö04 


513 


03 
04 


3647 
3653 


1 / 

+ 6 


514 
514 


53 
54 


3961 
3967 


514 
514 


03 
04 


4282 
4288 


5'3 
513 


53 
54 


4610 
4617 


513 
513 


9' 1405 
06 


0001 3659 

366s 


+ 6 

+ 7 
+ 6 


9-5'4 
514 


9-1455 
5Ö 


O-OOI 3973 
3980 


+ 7 
+ 6 

+ 6 


9-514 
514 


9-1505 
06 


O-OOI 4295 

4301 


+ 6 

+ 7 
4-6 

+ 7 
4-6 


9-513 
513 


9-1555 
56 


O-OOI 4624 

4630 


4-6 

4-7 
+ (} 
+ 7 
4-7 


9-513 
513 


07 


3672 


514 


57 


3986 


514 


07 


4308 


513 


57 


4Ö37 


513 


08 
09 


3678 
3684 


+ 6 
-fö 


514 
514 


58 
59 


3992 
3999 


+ 7 
+ 6 


514 
514 


08 
09 


4314 
4321 


5>3 
513 


58 
59 


4Ö43 
4650 


513 
513 


9-1410 
1 1 


O-OOI 3690 

3696 


+ 6 

+ 7 
+ 6 
+ 6 

+ 6 


9-514 
514 


9 • I 460 
61 


O-OOI 4005 
4012 


+ 1 
+ 6 
+ 6 

-t-7 
4-6 


9-514 
514 


9-1510 
II 


O-OOI 4327 
4334 


+ 7 
4-6 

4-7 
4-6 

4-7 


9-513 
513 


9-151)00-001 4657 
öl 4Ö63 


4-6 

4-7 
4-7 
4-6 

+ 7 


9-513 
5«3 


12 


3703 


5>4 


62 


4018 


514 


12 


4340 


513 


Ö2 


4670 


513 


\l 


3709 
3715 


514 
514 


63 
64 


4024 
4031 


514 
5'4 


13 

14 


4347 
4353 


513 
513 


Ö3 

64 


4677 
4Ö83 


513 
513 


9-1415 


O-OOI 3721 


+ 7 
+ 6 
+ 6 


9-514 


9-1465 


O-OOI 4037 


+ 6 

4-7 
+ 6 


9-514 


9-1515 


0001 4360 


4-6 
4-7 
4-7 
4-6 

4-7 


9-513 


9-I5Ö5 


0-001 4Ö90 


4-7 
4-7 
4-6 


9-513 


16 


3728 


514 


66 


4043 


514 


16 


436Ö 


513 


öö 


4Ö97 


513 


17 


3734 


514 


67 


4050 


5>4 


17 


4373 


513 


Ö7 


4704 


513 


18 


3740 


+ 6 
+ 7 


514 


68 


4056 


+ 7 
+ 6 


514 


18 


4380 


513 


öS 


4710 


4-7 
+ 7 


513 


19 


3746 


514 


69 


4063 


514 


19 


4386 


513 


Ö9 


4717 


S13 


9-1420 


O-OOI 3753 


•f 6 


9-514 


9-1470 


O-OOI 4069 


+ 6 


9-514 


9-1520 


O-OOI 4393 


4-6 


9-513 


9- 1570 O-OOI 4724 


4-6 


9-513 


2 1 


3759 


+ 6 

+ 6 


514 


71 


4075 


+ 7 
•fö 

+ 1 
+ 6 


514 


21 


4399 


4-7 
H-ö 


51J 


71 


4730 


+ 7 
4-7 
4-6 

4-7 


513 


22 


3765 


514 


72 


4082 


SH 


22 


440Ö 


513 


72 


4737 


513 


23 


3771 


+ 7 
+ 6 


514 


73 


4088 


514 


23 


4412 


4-7 
4-6 


513 


73 


4744 


S13 


24 


3778 


514 


74 


4095 


514 


24 


4419 


513 


74 


4750 


513 


9-1425 


O-OOI 3784 


+ 6 

+ 7 
+ 6 


9-5H 


9-1475 


O-OOI 410I 


■f 7 
+ 6 
+ 6 


9-514 


9-1525 


O-OOI 4425 


4-7 
4-7 
4-6 


9-513 


9-1575 


0-001 4757 


4-7 
4-7 
4-6 


9-513 


2Ö 


3790 


514 


76 


4IÖS 


514 


26 


4432 


513 


70 


47Ö4 


S13 


27 


3797 


514 


77 


4II4 


514 


27 


4439 


513 


77 


4771 


513 


28 
29 


3803 
3809 


+ 6 
+ 6 


514 
514 


78 
79 


4120 

4127 


+ 7 
+ 6 


514 

514 


28 
29 


4445 
4452 


+ 7 
4-6 


513 
513 


78 
79 


4777 
4784 


+ 7 
+ 7 


513 

513 


9'>43o 


0-001 3S15 


+ 7 
+ 6 


9-514 


9- 1480 


O-OOI 4133 


■f 7 
+ 6 


9-514 


9-1530 


O-OOI 4458 


4-7 
4-6 


9-513 


9-15800-001 4791 


+ (> 
+ 7 
4-7 


9-513 


31 


3822 


5'4 


Si 


4140 


514 


31 


4465 


5>3 


81 


4797 


513 


32 
33 


3828 
3834 


+ 6 

+ 7 
+ 6 


514 

514 


82 
83 


4146 
4152 


-f6 

+ 7 
+ 6 


514 
514 


32 
33 


447' 
4478 


4-7 
4-7 
4-6 


513 
513 


82 
83 


4804 
48 II 


513 
513 


34 


3841 


514 


84 


4159 


514 


34 


4485 


513 


84 


481S 


513 


9-1435 


O-OOI 3847 


+ 6 
+ 6 


9-514 


9-1485 


O-OOI 4165 


4-7 
+ 6 


9-513 


9-'S35 


O-OOI 4491 


4-7 
4-6 


9-513 


9-15S5 


O-OOI 4S24 


4-7 
+ 7 
+ 7 
4-6 


9-513 


36 


3853 


514 


86 


4172 


513 


3Ö 


4498 


513 


So 


4831 


513 


37 


3859 


+ 7 
+ 6 


514 


87 


4178 


+ 1 
+ 6 


513 


37 


4504 


4-7 
4-7 
4-6 


513 


87 


483S 


513 


38 


3866 


514 


88 


4185 


513 


38 


45 II 


513 


SS 


4845 


513 


39 


3872 


+ 6 


514 


89 


4191 


+ 7 


5'3 


39 


4518 


513 


89 


4851 


4-7 


513 


9-1440 


O-OOI 3878 


+ 7 
-(■6 
+ 6 


9-514 


9-1490 


O-OOI 4198 


+ ü 

+ 7 
4-6 


9-513 


9-1540 


O-OOI 4524 


4-7 
4-6 

4-7 

4-7 
4-6 


9-513 


9-1590 


O-OOI 4S58 


4-7 
4-7 
4-6 


9-513 


41 


3885 


5'4 


91 


4204 


513 


41 


453' 


513 


91 


48Ö5 


513 


42 


3891 


514 


92 


421 1 


513 


42 


4537 


513 


92 


4872 


513 


43 


3897 


+ 7 
+ 6 


5>4 


93 


4217 


+ 6 
+ 7 


513 


43 


4544 


513 


93 


4878 


4-7 
4-7 


5'3 


44 


3904 


514 


94 


4223 


513 


44 


4551 


513 


94 


4SS5 


513 


9-1445 


O-OOI 3910 


+ 6 

+ 7 
+ 6 
+ 6 
+ 7 


9-5>4 


9-1495 


O-OOI 4230 


+ 6 

4-7 
4-6 

4-7 
4-6 


9-513 


9-1545 


O-OOI 4557 


4-7 
4-6 


9-513 


9-1595 


O-OOI 4892 


4-7 

4-6 


9-513 


46 


3916 


5'4 


96 


4236 


513 


46 


4564 


513 


96 


4899 


S13 


47 


3923 


5'4 


97 


4243 


513 


47 


4570 


4-7 
4-7 
+ 6 


513 


97 


4905 


4-7 

4-7 
4-7 


513 


48 


3929 


514 


98 


4249 


513 


48 


4577 


513 


98 


4912 


513 


49 


3935 


514 


99 


4256 


513 


49 


4584 


S13 


99 


4919 


513 


9-1450 


O-OOI 3942 


! 


9-514 


9- 1500 


0001 4262 

i 




9-513 


9-1550 


O-OOI 4590 




9-513 


9 - 1 600 


O-OOI 4926 




9-513 



27 * 



212 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±ig 
(E-M) 


E—M 


Diff. 


log .'/ 


±tg 

[K-M) 


E—M 


Dift-. 


log ;/ 


±tg 
[E-M) 


E—M 


Ditt'. 


logy 


±tg 

(E-M) 


E-M 


Diff. 


log (/ 


sin {E—M) 


sin iE—M) 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


9 • I 600 


o-ooi 4926 


+ 7 
+ 6 

-f7 
+ 7 
+ 7 


9'5i3 


9-1650 


O-OOI 5269 




9-513 


9 - 1 700 


O-OOI 5620 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9-17500-001 5978 


J-» 


9-512 


Ol 


4933 


513 


51 


5276 li 


513 


Ol 


5027 


513 


51 


5986;, 


512 


02 
03 


4939 
4946 


513 
513 


52 
53 


5283 
5290 


■47 

+ 7 
+ 7 


513 
513 


02 
03 


5634 
5641 


513 
5'3 


52 

53 


5993 
6000 


+ 7 
+ 7 
4-8 


512 

512 


04 


4953 


513 


54 


5297 


513 


04 


5648 


5'3 


54 


6007 


512 


9" 1605 


o-ooi 4960 


-f 7 
+ 6 

+ 7 

+ 7 
+ 7 


9 513 


9-1655 


O-OOI 5304 


+ 6 

+ 1 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9-1705 


0001 5655 


+ 7 

+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-513 


91755 


O-OOI 6015 


+ 7 
+ 7 
4-8 

+ 7 
+ 7 


9-512 


06 


4967 


513 


56 


5310 


513 


oö 


56Ö2 


513 


56 


6022 


512 


07 


4973 


513 


57 


5317 


513 


07 


5669 


512 


57 


6029 


512 


08 


4980 


513 


58 


5324 


513 


08 


5676 


512 


58 


6037 


512 


09 


4987 


513 


59 


5331 


5'3 


09 


5684 


512 


59 


6044 


512 


9- 16:0 


O-OOI 4994 


+ 7 
+ 6 

+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9- i6tio 


O-OOI 5J3S 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-5'3 


9-I7IO 


O-OOI 5691 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9512 


9- 1760 


001 6051 


+ 7 
+ S 

+ 7 
+ 7 
+ 8 


9-512 


1 1 
12 
■3 


5001 
5007 
5014 


513 
S13 
513 


Ol 
62 
63 


5345 
5352 
5359 


513 
513 
513 


1 1 

12 
13 


5698 

5705 
5712 


512 

512 
512 


61 
62 
63 


6058 
6066 
6073 


5«2 

S'2 

512 


14 


5021 


5'3 


64 


536O 


5'3 


14 


5719 


512 


64 


6080 


512 


9-1615 


O-OOI 502S 


+ 7 
+ 7 
+ 6 

+ 7 
-f 7 


9-513 


9- 1605 


O-OOI 5373 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9-1715 


O-OOI 5726 


+ 8 
+ 7 

+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-512 


9-«765 


O-OOI Ö0S8' ^ 


9-512 


16 

17 
18 

19 


5035 
5042 
5048 
5055 


513 
513 
513 
5'3 


60 

67 
68 

69 


5380 
5387 
5394 
5401 


513 
513 
513 
513 


ib 

17 
18 

19 


5734 
5741 
574S 
5755 


512 
512 
512 
512 


66 
67 
68 
69 


6095 

6102 
6II0 
6117 


1 / 

+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 7 


512 
512 
512 
512 


9- 1620 


O-OOI 5062 


+ 7 
+ 7 
+ 1 
+ 6 

+ 7 


9-5'3 


9- i(J7o 


O-OOI 540S 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9-1720 


O-OOI 5762 


+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 7 


9-512 


9-1770 


0001 6124 


+ 7 
-f8 

+ 7 
+ 7 
+ 8 


9-512 


21 
22 
23 


5069 
5076 
5083 


513 
513 
513 


71 

72 
73 


5415 
5422 

5429 


5'3 
513 
513 


21 
22 

23 


5769 

577" 
5784 


512 
512 

5'2 


71 
72 

73 


6I3I 
6139 

6146 


512 

512 

512 


24 


5089 


5'3 


74 


5436 


513 


24 


579' 


512 


74 


6153 


512 


9-1625 


O-OOI 5096 


+ 7 

+7 

-t-7 


9-513 


9-1675 


O-OOI 5443 


+ 7 

+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9-1725 


O-OOI 579S 


+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 7 


9-512 


9-1775 


0001 6I6I 


+ 7 
+ 7 
4-8 

+ 7 
+ 8 


9-512 


26 
27 
28 


5103 
5II0 
5II7 


513 
513 
513 


7ü 
77 
78 


5450 
5457 
5464 


513 
513 
5"3 


2() 
27 
28 


5805 

5812 
5820 


512 
512 
512 


76 
77 
78 


0168 

6175 
6183 


512 

512 
512 


29 


5124 


513 


79 


547' 


513 


29 


5827 


512 


79 


6190 


512 


9' 1630 


• 00 I 5 I 3 I 


+ 7 
+ 6 

+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9- 16S0 


O-OOI 5478 


+ 7 

:; 

+ 8 

+ 7 


9-513 


9-1730 


O-OOI 5S34 


+ 7 

+ 7 
+ 8 


9-512 


9- 1780 


0001 6198 


+ 7 
+ 7 
+ 8 


9-512 


31 


S138 


513 


81 


54S5 


513 


31 


5S4I 


5'2 


81 


■ 6205 


512 


32 


5144 


513 


S2 


5492 


513 


32 


5848 


512 


82 


6212 


512 


33 


5151 


5'3 


83 


5499 


513 


33 


585» 


+ 7 
+ 7 


512 


83 


6220 


+ 7 

+ 7 


512 


34 


5158 


513 


84 


5507 


513 


34 


5863 


512 


84 


6227 


512 


9-1635 


O-OOI 5165 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 


9- ■<'85 


• 00 I 5514 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 1 
+ 7 


9-513 


9-1735 


O-OOI 5S70 


+ 7 
+ 7 
+ 8 

4 7 
+ 7 


9-512 


9-1785 


O-OOI 6234 


+ 8 
+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-512 


36 
37 


5172 
5179 


513 
513 


8ü 
87 


5521 
552S 


513 
51,; 


36 

37 


5877 
5S84 


512 
512 


86 

87 


6242 
6249 


512 

512 


38 
39 


5186 
5193 


513 
513 


88 
89 


5535 
5542 


513 
513 


38 
39 


5892 
5899 


512 
512 


88 
89 


6256 

6264 


512 
512 


9 • 1 640 
41 


O-OOI 5200 
5206 


+ 6 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 
513 


9- 1690 
91 


O-OOI 5549 
5556 


+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 
513 


9-1740 
41 


O-OOI 590O 

5913 


+ 7 

+ 7 
4- s 


9-512 
512 


9-1790 
91 


O-OOI O271 

6279 


+ 8 
+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-512 
512 


42 


5213 


513 


92 


5563 


513 


42 


5920 


512 


92 


6286 


512 


43 
44 


5220 

5227 


513 
513 


93 
94 


5570 
5577 


513 
513 


43 
44 


5928-^ 

5935 +J 


512 
512 


93 
94 


6293 
6301 


512 

512 


9-1645 
46 


O-OOI 5234 

5241 


+ 7 
-f7 
+ 7 
+ 7 
+ 7 


9-513 
513 


9-1695 
9Ö 


O-OOI 5584 

5591 


+ 1 
+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-513 
513 


9-1745 
46 


O-OOI 5942 

5964!+^ 

597. :5 


9-512 
512 


9-1795 
96 


0001 6308 

6316 


+ 8 
+ 7 
+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-512 
512 


47 


5248 


513 


97 


5598 


513 


47 


5'2 


97 


6323 


512 


48 


5255 


S13 


98 


5605 


513 


48 


5'2 


98 


6330 


512 


49 


5262 


513 


99 


5613 


513 


49 


512 


99 


6338 


512 


9- 1650 


O-OOI 5269 




9-513 


9- 1700 


O-OOI 5620 




9-5'3 


9-1750 


O-OOI 5978' 


9-512 


9- 1800 


0001 6345 




9-512 



Üfter die Auflösung den Kepler^schrii Prohlrms. 



log 

±tg 


log 
E~M 


Diff. 


■og (/ 


log 
±tg 

(E M) 


log 
E—M 


Diff. 


logtf 


log 

±tg 

{E'M, 


log 
E—M 


[)iff. 


log </ 


log 

±tg 


log 
E—M 


Diff 


log .'/ 


sin {E—M) 


siu (E — AI) 


sin (E—M) 




(E-M) 


sin (E—M) 




9' 1800 

Ol 

02 

03 
04 


o-ooi 6345 

6353 
Ö3Ö0 
6368 
637s 


+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 7 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9-18500-001 6720 
5> 6728 

52 6736 

53 6743 

54 6751 


+ 8 
+ 8 

XI 

+ 7 


9-512 
512 
512 
5.2 

512 


9- 1900 

Ol 

02 

03 
04 


OOOI 7104 
7II2 
7120 
7127 
713s 


+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9-1950 
51 
52 
53 
54 


O-OOI 7496 

7504 
7512 
7520 
7528 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
511 
511 
511 


9-1805 
06 
07 
08 
09 


O-OOI 6382 
6390 

Ö397 
6405 
6412 


+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-512 

512 
512 
512 
512 


9-'855 
5Ö 
57 
58 
59 


O-OOI 6758 
6766 

6774 
6781 
6789 


+ S 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 

512 


9 1905 
06 
07 
08 
09 


o'ooi 7143 

7I5I 

7159 
7166 

7174 


+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-512 

512 
512 
512 
511 


9-1955 
56 
57 
58 
59 


O-OOI 7536 
7544 
7552 
7560 
7568 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
5" 
511 
5" 
511 


9- iSio 
II 
12 
13 
>4 


o-ooi 6420 

6427 

Ö43S 
6442 
6449 


+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 7 
+ 8 


9-512 
512 
512 

5'2 

512 


9 • 1860 
61 
62 
63 
64 


O-OOI 6797 

6804 
6812 
6819 
6827 


+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9- 1910 

12 

13 
14 


o-ooi 71S2 

7190 

7197 
7205 

7213 


+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 

+ 8 


9-511 
5" 
5" 
5>i 


9- 1960 
61 
62 
63 
64 


O-OOI 7576 

7584 
7592 

7600 
7608 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 

-rS 


9-511 
511 
511 
511 
511 


9-iSiS 
16 

17 
18 

19 


o-ooi 6457 
Ö464 
6472 
6479 
6487 


+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9-1865 
66 
67 
68 
69 


O-OOI 0835 

Ö842 
6850 
6858 
6865 


+ 7 
+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9-1915 
16 

17 
iS 

19 


o'ooi 7221 

7229 
7237 
7244 
7252 


+ 8 

+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-511 
5" 
511 
5" 

511 


9-1965 
60 

67 
68 

69 


O-OOI 7616 

7624 
7632 
7640 
7648 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 

511 
511 
511 
511 


9' 1820 

22 
23 
24 


o-ooi 6494 
6502 
6509 
6517 
6524 


+ 8 

+ 7 
+ S 

+ 7 
+ 8 


9-512 

512 
512 

512 
512 


9-1S70 
71 
72 
73 
74 


O-OOI 6S73 
088 1 
bS88 
6896 
6904 


+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 
+ 7 


9-512 
512 
512 
512 
512 


g- 1920 
21 
22 
23 
24 


O-OOI 7260 

7268 
7276 
7284 
7291 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-511 
5" 
5'i 
5" 
511 


9-1970 

73 
74 


O-OOI 7656 

7664 

7Ö72 
7Ö80 
76S8 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
511 
511 
511 


9-1825 
26 

27 
28 

29 


O-OOI 6532 

6539 
6547 
6554 
6562 


+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 


9512 
512 
512 

512 
512 


9-1875 
76 

77 
78 
79 


• 00 I 69 I I 
6919 
6927 

Ö934 
6942 


+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ S 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9-1925 

2Ü 

27 
28 
29 


O-OOI 7299 

7307 
7315 
7323 
7331 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 7 


9-511 
5" 
5" 
5" 
5" 


9-1975 
76 

77 
78 
79 


O-OOI 7696 

7704 
7712 
7720 
7728 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
511 
511 
511 


9' 1830 
31 
32 
33 
34 


O-OOI 6569 

6577 
6584 
6592 
6599 


+ 8 

+ 7 

+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-512 
512 

512 
512 
512 


9-1SS0 
81 
82 
83 
84 


O-OO! 6950 

Ü957 
6965 

6973 
6980 


+ 7 
+ 8 
+ 8 

■f 7 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 

512 


9-1930 

3* 
32 
33 
34 


O-OOI 733S 

7346 

7354 
7362 
7370 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
511 
511 
511 


9- 1980 
Si 

82 
83 
84 


001 7736 

7744 
7752 
7760 
7768 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
511 
5" 
511 


9-1835 
36 
37 
38 
39 


oooi 6607 

6615 

6Ö22 
6630 

6637 


+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-512 
512 

5>^ 
512 
512 


9-1SS5 
86 

87 
88 

89 


O-OOI 6988 

6996 
7004 
70II 

7019 


+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 

512 


9-1935 
3Ö 
37 
38 
39 


O-OOI 7^78 

7386 

7394 
7402 
7409 


+ 8 
+ 8 

+ 8 

+ 7 
+ 8 


9-511 
51' 
5" 
511 
511 


9-19S5 
SO 

87 

88 
89 


OOOI 7776 

7784 

7792 
7801 
7809 


+ 8 
+ 8 

+ 9 
+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
511 
511 
5" 


9- 1840 
41 
42 
43 
44 


O-OOI 6645 

6652 
6660 
6667 
6675 


+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 
+ 8 


9-512 
512 
512 
512 
512 


9' 1890 

91 
92 
93 
94 


O-OOI 7027 

7034 
7042 
7050 
7058 


+ 7 
•+8 
+ 8 
+ 8 
+ 7 


9-512 
512 

5'2 

512 
512 


9- 1940 

41 
42 

43 
44 


O-OOI 7417 

7425 

7433 
7441 
7449 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
511 
Sil 
511 
5" 


9-1990 
91 
92 

93 
94 


O-OOI 7S17 

7825 

7833 
7841 
7849 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 
5'i 
511 
5" 
511 


9-1845 
46 
47 
48 

49 


O-OOI 6Ö83 

6690 

6698 
6705 
6713 


+ 7 
+ 8 

+ 7 
+ 8 

+ 7 


9-512 
512 
512 

512 
512 


9-1895 
96 
97 
98 

99 


O-OOI 7065 

7073 
7081 
7089 
7096 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 7 
+ 8 


9512 

512 

512 

512 

512 


9-1945 
46 

47 
48 

49 


O-OOI 7457 
7465 
7473 
7481 
7489 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 7 


9-511 
511 
511 
511 
511 


9-1995 
96 
97 
98 
99 


O-OOI 7857 

7865 

7873 
7881 

7890 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 9 
+ 8 


9-511 
511 
511 
511 
5" 


9-1850 


O-OOI 6720 




9-512 


9- 1900 


O-OOI 7104 




9-512 


9-1950 


O-OOI 7496 




9-511 


9 - 2000 


O-OOI 7898 




9-511 



2U 



Th. V. Ojipolzer. 



log- 


log- 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






H:tg 
{E^M) 


E-M 


Diff. 


log- (1 


±tg 
iß-M) 


E-M 


Diff. 


log </ 


±tg 

lE-M) 


E—M 


Diff. 


log .'/ 


±:tg 


E-M 


Diff. 


log .'/ 


sin iE—M) 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


{E M) tim (E—Mj 
1 


9-2000 


o-ooi 7898 


+ 8 
+ 8 


9-5" 


9-20500-001 8308 


+ 8 

+ 9 
+ 8 


9-511 


92100 


O-OOI 8727 


-1- n 


9-510 


9-2150 


O-OOI 9156 ^Q 


9-510 


Ol 


7906 


5" 


51 


8316 


5" 


Ol 


•^73'' +s 


510 


51 


91^5 


+ 9 


510 


02 


7914 


+ 8 


5" 


52 


8325 


5'i 


02 


^^^"^+9 


510 


52 


9174 


-f8 


510 


03 


7922 


+ 8 


5" 


53 


S333 


+ 8 


51' 


03 


sT' +s 


510 


53 


9182 


+ 9 


510 


04 


7930 


+ 8 


5" 


54 


8341 


+ S 


5" 


04 


S761 


+ 9 


510 


54 


9191 


+ 9 


510 


9 ■ 2005 


o-ooi 7938 


+ 8 

+ 9 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 


9-2055 


0001 8349 


+ 9 
+ 8 
+ 8 

+ 9 

+ 8 


9-511 


9-2105 


O-OOI 8770 ^^ 


9-510 


9-2155 


O-OOI 9200 


+ 8 


9-510 


06 
07 
08 
09 


7946 

7955 
7963 
7971 


5" 
5" 
5" 
511 


56 
57 
58 
59 


8358 
8366 
8374 
8383 


511 
511 
511 
511 


06 
07 
08 
09 


8778 
8787 
8795 

8804 


+ 9 
+ 8 

+ 9 
+ 8 


510 
510 

510 
510 


56 
57 
58 
59 


9208 

9217 

9226 

9235 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 8 


510 
510 
510 
510 


9 2010 
II 
12 


O-QOI 7979 
79S7 

7995 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 9 
+ 8 


9-5" 
511 
5" 


9-2060 
61 
62 


O-OOI 8391 

8399 
8408 


+ 8 

+ 9 
+ 8 
+ 8 
+ 9 


9-511 
5" 
5>i 


9-2110 
II 
12 


o'ooi 8812 

8S2I 
8829 


+ 9 

+ 8 

+ 9 
+ 9 
+ 8 


9-510 
510 
510 


Q-2160 

ÜI 

62 


O-OOI 9243 

9252 

9261 


+ 9 
+ 9 
+ 8 


9-510 
SIO 
SIO 


»3 
14 


8003 
8012 


5>i 
511 


63 
64 


8416 
8424 


5" 
5" 


13 
14 


8S38 
8847 


510 
510 


63 

64 


9269 

9278 


+ 9 
+ 9 


510 
510 


9-201S 


0001 8020 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 9 


9-511 


9-2065 


O-OOI 8433 


+ 8 
+ 8 

+ 9 
+ 8 

+ 9 


9-511 


9-2115 


O-OOI 8855 


■1-9 
+ 8 


9-510 


9-2165 


O-OOI 9287 


+ 9 
+ 8 


9-510 


16 


8028 


5" 


66 


8441 


5" 


i() 


8S64 


510 


66 


9296 


510 


17 
18 


8036 
8044 


5" 
S'i 


67 
68 


8449 

8458 


5" 
511 


17 
18 


8S72 
8881 


+ 9 
+ 8 


510 
510 


67 
68 


9304 
9313 


+ 9 
+ 9 


510 
510 


19 


8052 


511 


69 


8466 


51' 


19 


8889 


+ 9 


510 


69 


9322 


+ 9 


510 


9-2020 


O-OOI 8061 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 9 


9-511 


9 • 2070 


O-OOI 8475 


+ 8 
+ 8 

+ 9 
+ 8 
+ 8 


9-511 


9-2120 


O-OOI 8898 


+ 8 


9-510 


9-2170 


O-OOI 9331 


+ 8 


9-510 


21 


8069 


5" 


71 


8483 


5" 


21 


8906 


+ 9 
+ 9 
+ 8 


510 


71 


9339 


+ 9 
+ 9 

+ 9 


510 


22 
23 


8077 

8085 


5" 
511 


72 
73 


8491 
8500 


5" 
5" 


22 
23 


8915 
8924 


510 
510 


72 
73 


9348 
9357 


510 
510 


24 


8093 


5" 


74 


8508 


5" 


24 


8932 


+ 9 


510 


74 


9366 


+ 8 


510 


9 2025 


O-OOI 8102 


+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 8 
+ 9 


9511 


9-2075 


0001 8516 


+ 9 
+ 8 

+ 9 

+ 8 
+ 8 


9-511 


9-2125 


O-OOI 8941 


+ 8 

+ 9 
+ 8 

+ 9 
+ 9 


9-510 


9-2175 


O-OOI 9374 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 8 


9-510 


2Ö 
27 


8II0 
8n8 


5" 
51' 


76 

77 


8525 
8533 


5'i 
511 


26 
27 


8949 
8958 


510 
510 


76 
77 


9383 
9392 


510 
510 


28 
1 29 


8126 
8134 


5" 

5" 


78 
79 


8542 
8550 


511 
511 


28 

29 


8966 
8975 


510 
510 


78 
79 


9401 
9410 


SIO 
SIO 


9 ■ 2030 


O-OOI 8 143 


+ 8 
+ 8 
+ 8 

+ 9 
+ 8 


9511 


g-2oSo 


O-OOI 855S 


+ 9 
+ 8 

+ 9 

+ 8 

+ 9 


9-511 


9-2130 


O-OOI 8984 


+ 8 

+ 9 
+ 8 


9-510 


9-21S0 


O-OOI 94i8;_^Q 


9-510 


31 
32 


S151 
8159 


5" 
5" 


Si 
82 


8567 
8575 


511 

511 


31 

32 


8992 

9001 


510 
510 


81 
82 


9427 
9436 


+ 9 
+ 9 


SIO 
510 


33 
34 


8167 
8176 


5" 
5" 


83 
84 


8584 
8592 


51' 
511 


33 
34 


9009 
9018 


+ 9 
+ 9 


510 
510 


83 
84 


9445 
9454 


+ 9 

+ 8 


SIO 
510 


9-2035 


O-OOI 8184 


+ 8 
+ 8 


9-511 


q-2oS5 


O-OOI 8Ö01 


+ 8 
+ 8 

+ 9 

+ 8 

+ 9 


9-511 


9-2135 


O'OOI 9027 


+ 8 


9-510 


9-2185 


O-OOI 9462 


+ 9 


9-510 


36 
37 


8192 
8200 


5" 
5" 


86 

S7 


8609 
80I7 


511 
511 


36 
37 


9035 
9044 


+ 9 
+ 9 
+ 8 


510 
510 


86 

87 


9471 

9480 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 8 


SIO 
SIO 


3S 


8209 


+ 9 
+ 8 
+ 8 


511 


SSJ 8626 


511 


38 


9053 


510 


88 


9489 


SIO 


39 


8217 


5" 


89 


8634 


511 


39 


9061 


+ 9 


510 


89 


9498 


510 


9 ■ 2040 


001 8225 


+ 8 

+ 9 
+ 8 
+ 8 
+ 8 


9-511 


9-2090 


O-OOI 8643 


-US 


9-511 


9 - 2 1 40 


O-OOI 9070 


+ 8 


9-510 


9-2190 


O-OOI 9506 


+ 9 


9-510 


41 


8233 


511 


91 


8ö6o,19 


511 


41 


9078 


■4-9 
+ 9 
+ 8 


510 


91 


9515 


+ 9 

+ Q 


510 


42 


8242 


5" 


92 


511 


42 


9087 


510 


92 


9524 


510 


43 


8250 


5" 


93 


8ö6S 


+ 9 

+ 8 


511 


43 


9096 


SIC 


93 


9533, + q 


510 


44 


8258 


511 


94 


8677 


510 


44 


9104 


+ 9 


510 


94 


9542 


+ 9 


510 


9 ■ 2045 
46 


0001 8266 

8275 


+ 9 
+ 8 

+ 8 

+ 9 
+ 8 


9-511 
511 


9-2095 
9Ö 


O-OOI 8685 
8694 


+ 9 
+ 8 


9-510 
Sio 


9-2145 
46 


O-OOI 9113 
9122 


+ 9 
+ 8 


9-510 
510 


9-2195 
96 


O-OOI 9551 

9560 


+ 9 
+ 8 


9-510 
SIO 


47 


8283 


5" 


97 


8702 


+ 8 

+ 9 

1+8 


510 


47 


9130 


+ 9 
+ 9 
+ 8 


510 


97 


•^SÖSi + o 


SIO 


48 
49 


8291 
8300 


5" 
5" 


98 
99 


8710 

8719 


510 
510 


48 
49 


9139 
9148 


510 
510 


98 
99 


9577 
9586 


+ 9 
+ 9 


510 
SIO 


9 - 2050 


O-OOI 8308 




9-511 


9-2100 


O-OOI 8727 




9-510 


9-2150 


O-OOI 9156 




9-510 


9- 2200 


O-OOI 9595 




9-510 



Übev die Aiißösunrj des Kcpler'schen Problems. 



215 



l„g 


lug 






log 


log 






log 


log 






1 og 


log 






±tg 

(E-M) 


sin iE—M) 


Diff. 


log ,/ 


±fg 
iß-'M) 


E~M 

sin ( E—M) 


Diff. 


'ogi/ 


{E-M) 


E—M 


Diff. 


log <l 


±tg 


E—M 


Diff. 


log ff 


sin iE—M) 


sin {E-M) 


9-2200 


o-ooi 9595 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 8 


9-5x0 


9-2250 


0-002 0043 




9-510 


9- 2300 


0-002 0502 


-1- 9 
-f 10 

-1- 9 
-1- 9 
-1- 9 


9-509 


9-2j5o 


0-002 0971 


+ 99-509 

Tio 509 
+ 9 5°'^ 
+ .0 509 


Ol 

02 
03 


9604 

9613 
9622 


510 

510 
510 


51 
52 
53 


0052 
0062 
0071 


+ 9 
+ 10 

■1- 9 

-1- 9 
+ 9 


5'o 
510 

510 


Ol 

02 
03 


051 I 
0521 
0530 


509 
509 
509 


51 
52 
53 


0980 
0990 
0999 


04 


9630 


■1-9 


510 


54 


ooSo 


5>o 


04 


0539 


509 


54 


1009 


-1- 9 


509 


,j 2205 
06 


o-ooi 9639 

9648 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 


9-510 
510 


9-2255 
56 


0-002 00S9 
009 S 


+ 9 
+ 9 


9-510 
510 


9-2305 
06 


0-002 0548 
0558 


-1- 10 
-f 9 
-1- 9 
-1- 10 
-1- 9 


9-509 
509 


9-2355 
50 


0-002 loiS 
102S 


+ 10 

+ 9 
+ 10 

+ 9 
+ 10 


9 - 509 
509 


07 


9657 


510 


57 


0107 


510 


07 


O5O7 


509 


57 


1037 


509 


08 
09 


9660 
9Ö75 


510 
510 


58 
59 


Ol 16 
0125 


-1- 9 
■1- 9 
+ 9 


510 
510 


08 
09 


0576 
0586 


509 
509 


58 
59 


1047 
1056 


509 
509 


9 '22 10 


o-ooi 9684 


+ 9 
-1-9 
■+•9 
-t-9 
-hS 


9-510 


9-2260 


0-002 0134 


-1- 9 
-1- 10 

+ 9 
+ 9 
+ 9 


9-510 


9-2310 


0-002 0595 


+ 9 
-t-io 

+ 9 
■1- 9 
+ 10 


9-509 


9-2360 


0-002 1066 


+ 9 
-f 10 

-1- 9 
+ 10 

•f 10 


9-509 


I I 

12 
13 
14 


9693 
9702 

971 1 
9720 


510 
510 

5'o 


61 
62 
63 
64 


0143 
0153 

0162 

0I7I 


5'o 
510 
510 
509 


II 

13 
14 


0604 
0614 
0623 
0632 


509 
509 
509 
509 


Ol 
62 
63 
O4 


'075 
10S5 
1094 
1104 


509 
509 
509 
509 


9-2215 


o-ooi 9728 


■f9 
+ 9 
+ 9 
-1-9 
-^9 


9-510 


9-2265 


0002 0180 




9-509 


9-2315 


0-002 0642 


■1- 9 
+ 9 
-t-io 

+ 9 
■1- 9 


9-509 


9-2365 


0002 II 14 


-1- 9 

-Mo 

-1- 9 
+ 10 

-1- 9 


9-509 


16 
17 


9737 
974Ö 


510 
510 


66 


Ol 89 
OI9S 


-1- 9 
-1- 9 


509 

509 


16 
17 


0651 
0660 


509 
509 


66 

67 


1123 
■133 


509 
509 


18 


9755 


510 


68 


0207 


-1- 9 


509 


18 


0670 


509 


68 


1142 


509 


19 


97Ö4 


510 


69 


0216 


■1- 9 
-fio 


509 


19 


0679 


509 


69 


1152 


509 


9-2220 
21 


O-OOI 9773 
97S2 


-^9 
-1-9 
■1-9 
-^9 
+ 9 


9-510 
510 


9-2270 
71 


0002 022Ö 
0235 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 
-1- 9 


9-509 
509 


9-2320 
21 


0-002 06S8 
0698 


+ 10 

■f 9 
+ 9 
+ 10 

■1- 9 


9-509 
509 


9-2370 
71 


0-002 1161 
1171 


+ 10 

-1- 9 
+ 10 
-1- 10 
■+■ 9 


9-509 
509 


22 
24 


9791 
9800 
9809 


510 
510 
510 


72 
73 
74 


0244 
0253 
0262 


509 

509 
509 


22 
23 
24 


0707 
0716 
0726 


509 
S09 
509 


72 
73 
74 


II So 
1 190 
1200 


509 
509 
509 


9-2225 
26 
27 
28 
29 


O-OOI 9S18 

9827 
9836 
9845 
9854 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
■1-9 
-^9 


9-510 
510 

510 
510 
510 


9-2275 
76 
77 
78 
79 


0-002 0271 
0281 
0290 
0299 
O30S 


-Ho 

+ 9 
-1- 9 
-1- 9 

+ 9 


9-509 
509 

509 
509 
509 


9-2325 
26 
27 
28 
29 


0-002 0735 
0744 

0754 
0763 

0773 


+ 9 
-f 10 

+ 9 
+ 10 

+ 9 


9-509 
509 
509 
509 
509 


9-2375 
76 

77 
78 
79 


0-002 1209 
1219 
1228 
1238 
1248 


+ 10 

■1- 9 
-f 10 
-f 10 
+ 9 


9-509 
509 
509 
509 
509 


9-2230 


O-OOI 9863 


-^9 

_1_ n 


9-510 


9-2280 


0-002 0317 




9-509 


9-2330 


0-002 0782 


+ 9 


9-509 


9-2380 


0-002 1257 


-f 10 


9-509 


31 


9S72 


5'o 


81 


0327 


+ 10 


509 


31 


0791 


509 


81 


1267 


+ 9 
+ 10 
+ 10 
-t- 9 


509 


32 

33 
34 


988 1 

9S90 

9899 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 


510 

5'o 
510 


82 
83 

S4 


0345 
0354 


-1- 9 
-1- 9 

-1- 9 
+ 9 


509 

509 
509 


32 
34 


oSoi 
0810 
0820 


+ 10 

-1- 9 
+ 10 

-1- 9 


509 
509 
509 


82 
83 
84 


1276 
12S6 
1296 


509 
509 
509 


9-2235 
36 
37 


O-OOI 9908 

9917 
9926 


-1-9 
-1-9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 


9-510 
510 
5>o 


9-22S5 
86 
87 


0-002 o3(>3 

0373 
0382 


+ 10 

+ 9 


9-509 
509 
509 


9-2335 
36 
37 


0-002 0829 
0S38 
0S4S 


+ 9 
H-io 

+ 9 
-HO 

+ 9 


9-509 
509 
509 


9-2385 
86 

87 


0-002 1305 
■315 

1325 


+ 10 
+ 10 

+ 9 
+ lo 

+ 9 


9-509 
509 
509 


3S 
39 


9935 
9944 


510 
510 


88 
89 


0391 
0400 


+ 9 
+ 9 
+ 9 


509 
509 


38 
39 


0857 
0867 


509 
509 


88 
89 


1334 
1344 


509 
509 


9-2240 

4« 

42 


O-OOI 9953 
9962 
9971 


+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 
+ 9 


9-510 
510 
510 


9-2290 

91 
92 


0-002 0409 
0419 
0428 


-MO 
-1- 9 
-1- 9 
+ 9 
-l-io 


9-509 
509 

509 


9-2340 
41 

42 


0-002 0876 
08S6 
0895 


+ 10 

-1- 9 
-l-io 

+ 9 

-^ 9 


9-509 
509 
509 


9-2390 

91 
92 


0-002 I 55 i 
1373 


+ 10 
+ 10 
-f 9 
-1- 10 
+ 10 


9-509 
509 
509 


43 
44 


9980 
9989 


510 
510 


93 
94 


0437 
0446 


509 
509 


43 
44 


0905 
0914 


509 
509 


93 
94 


13S2 
1392 


509 
509 


9-2245 


O-OOI 9998 


+ 9 
-t-9 
-^9 
■1-9 
+ 9 


9-510 


9-2295 


0-002 0456 


-1- 9 
-1- 9 

-1- 9 
-l-io 

-1- 9 


9-509 


9-2345 


0-002 0923 


-Hio 

+ 9 
+ 10 

-t- 9 
+ 10 


9-509 


9-2395 


0-002 1402 


-1- 9 
+ 10 
-1- 10 

-1- 9 
-MO 


9-509 


46 


002 0007 


510 


96 


0465 


509 


46 


0933 


509 


96 


1411 


509 


47 


OOIÖ 


510 


97 


0474 


509 


47 


0942 


509 


97 


1421 


509 


48 


0025 


510 


98 


0483 


509 


48 


0952 


509 


98 


■43« 


509 


49 


0034 


5.0 


99 


0493 


509 


49 


0961 


509 


99 


1440 


509 


9-2250 


0-002 0043 




9-510 


9-2300 


0-002 0502 




9-509 


9-2350 


0-002 0971 




9-509 


- 2400 


0-002 1450 




9-509 



216 



Th. V. Oj)polzer. 



log 


log 






log 


log' 






log 


log 






log 


log 






±tg 


E-M 

sin (E—M) 


Diflf. 


l"g .'/ 


±tg 
E-M) 


E—M 


Diff. 


logsr 


±tg 

E'M) ' 

! 


E—M 

sin {E—M)\ 

1 


Diff. 


logi» 


dztg 
[E-M) 


E—M 


Diff. 


logfl' 


sin {E—M)\ 


sin (E—M) 


9 ■ 2400 

Ol 


0-002 1450 
1460 


•f 10 
+ 10 
+ 9 
4- 10 
+ 10 


9-509 
509 


9-2450 
51 


0-002 1940; 

"'5°i + ,o 

i960 ; ,^ 


9-508 
508 


9-25000-002 2441 

Ol 2452 


9- 508 


I 

9-25500-002 2954 
51 2964 


+ 10 
+ 10 
+ 1 1 
+ 10 
+ II 


9-508 
508 


02 


147°: 


509 


52 


508 


02 


2462 


52 


2974 


508 


03 
04 


1479 
1489 


509 
509 


53 
54 


1970 
1980 


+ 10 
+ 10 


508 
508 


03 
04 


2472, 
2482 


+ 10 
+ 10 


508 
508 


53 
54 


2985 
2995 


508 
508 


9-2405 


0-002 1499 


+ 9 
+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 9 


9-509 


9-2455 


0-002 1990 


+ 10 
4- 10 

+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-508 


9-2505 


0-002 2492 


+ 10 
+ 10 
+ 11 
+ 10 
+ 10 


9-508 


9-2555 


0-002 3006 


+ 10 


9-508 


oO 

07 
08 
09 


1508 
1518 
152S 
153S 


509 

509 
509 
509 


56 
57 
58 
59 


2000 
2010 
2020 
2030 


508 
508 
508 
508 


06 
07 
08 
09 


2502 
2512 
2523 
2533 


508 
508 
508 
508 


56 
57 
58 
59 


3016 
3026 
3037 
3047 


+ 10 
+ II 
+ 10 
+ 10 


508 

508 
508 

508 


9-2410 

1 1 

1 2 


0-002 1547 
1557 
1507 

1577 


+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-509 
509 
509 
509 


9 - 2460 
61 
62 
Ö3 


0-002 2040 
2050 
2060 
2070 


+ 10 
4- 10 
+ 10 


9-50S 
508 
508 
508 


9-2510 

II 

12 
13 


0-002 2543 
2553 
25Ö3 
2573 


+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 11 
+ 10 


9-508 
50S 
508 
508 


9- 2560 
61 
62 
Ö3 


0-002 3057 
3068 
3078 
3089 


+ II 
+ 10 
+ II 
+ 10 
+ II 


9-508 
508 
508 
508 


14 


1580 


+ 9 
+ 10 


509 


64 


2079 


+ 9 
+ 10 


508 


14 


2584 


508 


Ö4 


3099 


508 


9-2415 


0-002 I59Ö 




9-509 


9-2465 


0-002 2089 




9-508 


9-2515 


0-002 2594 


+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ II 
+ 10 


9-508 


9-2565 


0-002 3110 


+ 10 
+ 10 
+ II 
+ 10 
+ II 


9-508 


iti 


i()o6 


+ 10 


50g 


66 


2099 


+ 10 


508 


16 


2604 


50S 


66 


3120 


508 


17 


I6I6 
1625 


+ 10 

+ 9 


509 
5°9 


67 
68 


2109 
2119 


+ 10 

+ 10 

+ 10 
+ 10 


508 
508 


17 
18 


2614 
2624 


508 
508 


67 
68 


3130 
3141 


508 
508 


19 


1Ö35 


+ 10 
+ 10 


509 


69 


2129 


508 


19 


2635 


508 


69 


3151 


508 


9-2420 
21 


0-002 I045 

IÖ55 


+ 10 
+ 9 
+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-509 
509 


9-2470 
7> 


0-002 2139 
2149 


+ 10 

+ 10 

+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-508 
508 


9- 2520 
21 


0-002 2645 
2655 


+ 10 
+ 10 


9-508 
508 


9-2570 
71 


0-002 3162 
3172 


+ 10 
+ 1 1 


9-508 
507 


22 


1664 


509 


72 


2159 


508 


22 


2665 


+ 1 1 


508 


72 


3183 


+ 10 


507 


23 


IÖ74 


50S 


73 


2169 


508 


23 


2676 


+ 10 


50S 


73 


3193 


+ II 


507 


24 


I084 


508 


74 


2179 


508 


24 


2686 


+ 10 


508 


74 


3204 


+ 10 


507 


9-2425 


0-002 1694 


+ 10 

+ 9 
+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-508 


9-2475 


0-002 2189 


+ 10 
+ 10 
+ II 

+ 10 


9-508 


9-2525 


0-002 2696 


+ 10 


9-508 


9-2575 


0-002 3214 


+ 1 1 


9-507 


26 


1704 


508 


76 


2199 


508 


26 


2706 


+ 1 1 


50S 


76 


3225 


+ 10 


507 


27 
28 


I7I3 
1723 


508 
508 


77 
78 


2209 
2220 


508 

508 


27 

28 


2717 
2727 


+ 10 
+ 10 


50S 
50S 


77 
78 


3235 
324Ö 
3256 


+ II 
+ 10 


507 
507 


29 


1733 


508 


79 


2230 


+ 10 


50S 


29 


2737 


+ 10 


508 


79 


+ 11 


507 


9-2430 
31 
32 


0-002 I74J 

1753 

1763 


+ 10 
+ 10 
+ 9 
+ 10 
+ 10 


9-508 
508 
508 


9-2480 
8. 
82 


0-002 2240 
2250 
2260 


+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-508 
50S 
508 


9-2530 
32 


0-002 2747 
2758 
2768 


+ II 
+ 10 
+ 10 


9-S0S 
508 
508 


9-2580 
81 
82 


0-002 3267 

3277 
3288 


+ 10 
+ II 
+ 10 


9-507 
507 
507 


Sj 


1772 


508 


83 


2270 


508 


33 


2778 


+ 1 1 


508 


83 


3298 


+ II 


507 


34 


1782 


508 


84 


2280 


508 


34 


2789 


+ 10 


508 


84 


3309 


+ 10 


507 


9-2435 


0-002 1792 


+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-508 


9-24S5 


0-002 2290 


+ 10 

+ 10 

+ 10 

+ 10 


9-508 


9-2535 


0-002 2799 


+ 10 


9-508 


9-25S5 


0-002 3319 


+ II 


9-507 


36 


1802 


508 


86 


2300 


508 


36 


2809 


+ 10 


508 


86 


3330 


+ 10 


507 


37 


I8I2 


508 


87 


2310 


508 


37 


2819 


+ 1 1 


508 


87 


3340 


+ II 


507 


38 


1822 


508 


88 


2320 


508 


38 


2830 


+ 10 


508 


88 
89 


335' 


+ 10 


507 


39 


.832 


+ 9 


508 


89 


2330 


+ 10 


508 


39 


2840 


+ 10 


508 


ii^^ 


+ 11 


507 


9-2440 
4' 


0-002 1841 

.85. 


+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 10 
+ 10 


9-508 
508 


9 - 2490 
91 


0-002 2340 
2350 


+ IO 

+ 10 
+ 11 
+ 10 
+ 10 


9-508 
50S 


9-2540 
41 


0-002 2850 
2861 


+ 11 
+ 10 


9-508 
508 


9-2590 
91 


0-002 3372 
3382 


+ 10 
+ 11 


9-507 

507 


42 


iSOi 


508 


92 


2360 


508 


42 


2S71 


+ 10 


50S 


92 


3393 


+ 10 


507 


43 
44 


187. 
1S81 


508 
508 


93 
94 


2371 
2381 


508 
508 


43 

44 


28S1 
2892 


+ II 
+ 10 


508 
508 


93 
94 


3403 
3414 


+ II 
+ II 


507 
507 


9'2445 


0-002 1891 


+ 10 
+ 10 

+ 9 
-f 10 
+ 10 


9-508 


9-2495 


0-002 2391 


+ 10 
+ 10 
+ 10 

+ 10 
+ 10 


9-508 


9-2545 


0-002 2902 


+ 10 


9-508 


9-2595 


0-002 3425 


+ IO 


9-507 


40 


1901 


508 


96 


2401 


508 


46 


2912 


+ 11 


508 


96 


3435 


+ II 


507 


47 


1911 


508 


97 


241 1 


508 


47 


2923 


+ 10 
+ 10 
+ II 


508 


97 


3446 


+ 10 


507 


48 
49 


1920 
1930 


1 508 
50S 


98 
99 


1 2421 
2431 


508 
508 


48 
49 


2933 
2943 


508 
508 


98 
99 


3456 
3467 


+ 11 
+ 10 


507 
507 


9-2450 


0-002 194c 




9-508 


9-2500 


0-002 2441 




9-508 


9-2550 


0-002 2954 




9-508 


9 - 2600 


0-002 3477 




9.507 



tjher rlif Aitflnfnnig des Kepler i^clicii I'rolilcms 



21' 



log 
±tg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



log (I 



log 

±tg 

{E-M) 



log 
K—M 



sin iE—M) 



Diff. 



log ;/ 



log 

+ tg 

{E-M) 



lüg 
E—M 



sin iE—M) 



Diff. 



log ,'/ 



lo.- 
E-M) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



log«/ 



g • 2O00 
Ol 
02 

03 
04 

9-2605 
06 
07 
08 
09 

9'26io 
1 1 
12 
13 
14 

9-2015 
16 

17 
18 

19 

9' 2620 
21 



23 
24 

9-2025 
20 

27 
28 
29 

9 - 2030 



0-002 3477 
348S 
3499 
3509 
3520 

0002 3530 
354 
3552 
350 
3573 

002 3584 

3594 
3605 
3610 
3026 

002 3b37 
3047 
3058 
3009 
30S0 

002 3690 

3701 
37>2 
3722 

3733 

002 3744 
3754 
3705 
3770 
3787 



32 
?,i 
34 

9-2635 
3» 
37 
38 
39 

■2 040 
4 
4 
43 
44 

-2045 
46 

47 
48 

49 
9- 2650 



3797 
380S 

38 
38 
3840 



o 002 3851 
38Ö 

3873 
388 

3894 

0-002 3905 
3910 
3926 
3937 
3948 

0002 3959 

3970 
3980 

399t 
4002 

0-002 4013 



+ II 


+ 10 


+ 10 


+ II 


+ 11 


+ 10 


+ II 


+ 10 


+ 10 


+ II 


+ 10 


+ II 


+ 10 


+ II 


+ 1 1 


+ 1 1 


+ 10 


+ 1 1 


+ 1I 


+ 10 


+ 11 


+ II 


+ 10 


+ II 


+ II 


+ 11 


+ 10 


+ 11 


+ u 


+ 10 


+ 11 


+ II 


+ II 


+ II 


+ 10 


+ 11 


+ II 


+ II 


+ 10 


+ II 


+ II 


+ 11 


+ II 


+ 10 


+ II 


+ 11 


+ II 



9 '507 
507 

507 
507 
507 

9 '507 
507 
507 
507 
507 

9'5o7 
507 
507 
507 
507 

9-507 
507 
507 
507 

507 

9-507 
507 
507 
507 
507 

9-507 
507 
507 
507 
507 

9-507 
507 
507 
507 

507 

9-507 
507 

507 
507 

507 

9-507 
507 
507 

507 
507 

9-507 

507 
507 
507 
507 

9-507 



g-2650 0-002 
51 
52 

53 
54 

9-2655 
56 
57 
58 
59 

-2660 
61 
62 
03 
64 



)-2605 
66 

67 
68 
69 

9-2070 
7 

72 
73 
74 

9-2075 
76 
77 
78 
79 

9- 2080 
Si 
82 

83 

84 



20S5 
86 

87 
88 



4013 
4024 

4035 
4045 
4056 

4067 
4078 
4089 
4100 
41 1 1 

41 2! 
4132 
4143 
4154 
4165 



9- 2690 
91 
92 

93 
94 

9-2095 
96 
97 
98 
99 

9-2700 



0-002 4176 

4IS7 
4198 
4209 
4219 

0-002 4230 
424 
4252 
4263 
4274 

0002 4285 
4296 
4307 

43>8 

4329 

0-002 4340 
435 
43Ö2 
4373 
4384 

-002 4395 
4406 

4417 

4428 

4439 

002 4450 
44Ö1 
4472 
44S3 
4494 



0-002 4505 
4516 
4527 
4538 
4549 

0-002 4560 



+ II 
+ II 
+ 10 
+ 11 
+ II 

+ II 
+ II 

+ I 1 
t- 1 1 
+ 10 



+ 1 1 
+ II 
+ II 
+ II 
+ II 

+ II 
+ II 
+ II 
+ 10 

+ II 

+ II 
+ II 
+ II 
+ II 

+ II 

+ II 
+ II 
+ II 
+ 11 

+ 1 1 



+ II 

+ I 
+ I 
+ II 

+ II 

+ II 
+ 11 

+ I I 
+ II 
+ I I 



+ 11 
+ II 



+ II 
+ II 
+ II 
+ II 
+ II 



9-507 

507 
507 

507 
507 

9 '507 
507 
507 
507 
507 

9 "SO? 
507 
507 

507 
507 

9-507 
507 
507 
507 

507 

9 ■507 

507 
5°7 
507 
507 

9 507 
507 
507 
507 
507 

9-507 
507 
507 
507 
507 



9-2700 

Ol 

02 

03 
04 



9-2705 
06 



07 
oS 
09 



9-2710 
1 1 
12 
13 
14 

2715 

10 

17 

iS 
19 

2720 
2 

23 
24 

9-2725 
2b 

27 
28 
29 

9-273° 
31 
32 
31 
34 



9-507 9-2735 



507 

507 

507 
507 

9-507 
507 
507 
507 
507 

9 507 
507 
507 
507 
507 

9-507 



36 

37 
38 
^9 



0-002 4560 

4571 

4582 

4594 
4605 



-002 4O16 
4627 
4638 
4649 
4660 

0-002 467 
468 
4693 
4705 
4710 

0-002 4727 
4738 
4749 
4760 

477 

2 47S 
4794 
4805 
4816 
4827 

o 002 4839 
4850 
4861 
4872 
488 

0-002 4895 
4906 

4917 
4928 

4939 

0-002 4951 
49Ö2 

4973 
4984 
4990 



9-2; 



+ 11 
+ 11 
+ 12 
+ II 
+ II 

+ 11 
+ II 

+ II 
+ II 
+ II 

+ II 
+ II 
+ 12 
+ 1 1 

+ 1 1 

+ 1 1 
+ II 
+ II 
+ II 
+ 12 

+ II 
+ II 
+ II 
+ II 
+ 12 



40 0002 

41 

42 

43 

44 



9-2745 
40 

47 
48 
49 

9-2750 



5007 
50 1 8 
5030 
5041 
5052 

0-002 5063 

5075 
5086 

5097 
5109 

0002 5120 



+ 
+ II 

+ I 

+ 1 
+ 1 
+ 1 1 
+ 1 1 
+ 12 

+ II 
+ 
+ 1 1 
+ 12 
+ II 

-(- II 
+ 12 
+ II 
+ II 
+ II 

+ 12 

+ 1 1 
+ II 
+ 12 
+ 1! 



9-507 

507 
507 

507 
507 

9-507 
507 
507 
507 
507 

0-500 
506 
500 
506 
506 

9-506 
506 
506 
506 
506 

9-50Ö 
50Ü 
50O 
50Ö 
506 

9-506 
506 
506 
50U 
500 

9-506 
506 

506 
506 
506 

9 -506 
506 
500 
500 
506 

9 • 506 
506 
5 ob 
506 
500 

9 - 506 
500 
500 
506 
506 

9-506 



-2750 

51 
52 
53 
54 

92755 
56 
57 
58 
59 

9- 2760 
61 
62 

03 

04 

9-2705 
ob 

07 
oS 

09 

9-2770 
71 
72 
73 
74 

9-2775 
76 

77 
78 
79 



9- 



»780 
81 
82 
83 
84 

-2785 
86 

87 
SS 
89 

■ 2790 
91 
92 
93 
94 



2 5120 
513« 
5>43 
5154 
51Ö5 

0002 5177 
5188 
5199 
52 
5222 

2 5233 
5245 
5250 
5267 
5279 

o 002 5290 
5302 
5313 
5324 
5336 

002 5347 
5359 
5370 
5381 
5393 

002 5404 
541Ö 
5427 
5439 
5450 

O-O02 5462 

5473 
5485 
5496 

5507 

2 5519 
5530 
5542 
5553 
55^5 

'2 5577 
5588 
5000 
561 
5623 



9-2795 
90 
97 
98 
99 

9-2800 



0'002 5634 

5640 

5&57 
5669 
5680 

0002 5692 



+ I 
+ 12' 
+ 11 
+ 11 
+ 12 

+ II 
+ 11 
+ 12 
+ II 
+ II 

+ 12 

+ II 
+ II 
+ 12 

+ 1 

+ 12 
+ 11 
+ II 

+ 12 

+ 

+ 12 
+ II 
+ II 
+ 12 
+ II 

+ 12 
+ 1 1 
+ 12 
+ II 
+ 12 

+ II 

+ 12 
+ II 
+ II 
+ 12 

+ II 
+ 12 
+ II 

+ 12 

+ 12 



+ 


2 


+ 


1 


+ 


2 


+ II 


+ 


2 


+ II 


+ 


2 



9-506 

506 
506 

506 

506 
•506 

506 
506 
506 
50b 

•50Ö 
500 

506 
506 
506 

9 506 
50b 
506 
500 
506 

9 - 506 
50O 
50O 
506 
506 

9-506 
506 
506 
506 
506 

9-500 
506 
506 
506 
506 

9-506 
506 
506 
506 
506 

9-506 
50b 
50O 
506 
506 

9-506 
50b 
506 
500 
506 

9-506 



Denkschriften der mathem.-naturw. Gl. h. Bd. 



28 



218 



Th. r. Oppolzer. 



log 


log- 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

{E-M) 


E—M 


Diff. 


log<7 


±tg 
(E-M) 


E-M 

sin {E—M) 


Diff. 


lo« .'/ 


dztg 
(E~M) 


E—M 


Diff. 


log // 


±tg 
(E-M) 


E-M 


Diff. 


log .'/ 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


9-2800 

Ol 

02 

03 
04 


0-002 5092 
5704 
5715 
5727 
5738 


+ 12 
+ II 
+ 12 
+ 11 
+ 12 


9-506 
50U 
506 
50O 
506 


9-2850 
51 
52 
53 
54 


0-002 6277 
6289 
6300 
6312 
6324 


+ 12 
+ II 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 
505 
505 
505 
505 


9-2900 

Ol 

02 
03 

04 


002 6875 
6887 
6899 
O911 
6923 


+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 
505 
505 
505 
505 


9-2950 

51 

52 
53 
54 


0-002 7486 
7498 
7510 

7523 
7535 


+ 12 
+ 12 

+ 13 
+ 12 

+ 12 


9-505 
505 
505 
505 
505 


9-2805 


0-002 5750 


+ II 
+ 12 
+ 12 
+ II 
+ 12 


9-506 


9-2855 


0-002 633O 


+ 12 
+ 12 
+ II 
+ 12 
+ 12 


9-505 


9 ■ 2905 


0-002 6935 


+ 12 
+ 12 

+ 12 

+ >3 
+ 12 


9-505 


9*2955 


0-002 7547 


+ 13 

+ 12 

■f 13 
+ 12 

+ 12 


9-505 


ob 
07 
08 
09 


57<Ji 
5773 
57S5 
579O 


5o'o 
506 
506 
506 


56 
57 
5S 
59 


634S 
6360 

Ö37> 
Ü3S3 


505 
505 
505 
505 


06 

07 
08 
09 


6947 

6959 
6971 
6984 


505 
505 
505 
505 


5Ö 
57 
58 
59 


7560 
7572 
7585 
7597 


505 
505 
505 
505 


9-2810 


0002 5808 


+ II 

+ 12 
+ 12 
+ 11 
+ 12 


9-500 


9-2S60 


0-002 6j95 


+ 12 
-1- 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 


9-2910 


0002 O996 


^ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 


9-2960 


- 002 7609 


+ 13 
+ 12 

+ 13 
+ 12 

+ 13 


9 505 


1 1 

12 
13 


5819 
5831 
5843 


506 
506 
506 


61 
62 
^3 


6407 
6419 
643' 


505 
505 
505 


1 1 
12 
13 


7008 
7020 
7032 


505 
505 
505 


61 
62 

63 


7622 
7634 
7^147 


505 
505 
505 


14 


5854 


506 


Ö4 


6443 


505 


14 


7044 


505 


64 


7659 


504 


9-2815 
lü 
17 


O-O02 5860 

S878 
5889 


+ 12 
+ 11 
+ 12 

+ 12 


9-506 
5 ob 
50b 


9-2805 
ob 
67 


0-002 Ö455 
Ö467 
0478 


+ 12 
+ 11 
+ 12 
+ 12 


9-505 
505 
505 


9-2915 
16 

17 


0002 705Ö 
7069 
7081 


+ 13 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 
505 
505 


9-2905 
66 
67 


0-002 7672 
7684 
7690 


+ 12 

+ 12 

+ 13 
+ 12 


9-504 
504 
504 


18 


5901 


506 


08 


0490 


505 


18 


7093 


505 


68 


7709 


504 


19 


5913 


+ II 


506 


69 


6502 


+ 12 


505 


19 


7105 


+ 12 


505 


69 


7721 


+ 13 


504 


9-2820 


0002 5924 


+ 12 
+ 12 
+ II 

+ 12 


9-506 


9-2S70 


0002 O514 


+ 12 
+ 12 
+ 12 

+ 12 


9-505 


9-2920 


0-002 71 17 


+ 13 
+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 


9-2970 


0-002 7734 


+ 12 

+ 13 
+ 12 
+ I ^ 


9-504 


21 


S93Ö 


506 


71 


0526 


505 


21 


7130 


505 


71 


7746 


504 


22 


594S 


506 


72 


6538 


505 


22 


7142 


505 


72 


7759 


504 


23 


5959 


506 


73 


Ö550 


505 


23 


7154 


505 


73 


7771 


504 


24 


5971 


+ 12 


506 


74 


6562 




505 


24 


7166 


505 


74 


77S4 


+ 12 


504 


9-2825 
26 

27 


0002 59S3 

5994 
üooü 


+ II 
+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ II 


1 ■ 50Ü 
506 
50b 


9-2875 
70 
77 


0-002 6574 
05 So 
0598 


+ 12 

+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 
505 
505 


9-2925 
26 
27 


0-002 7178 
7191 
7203 


+ 13 
+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 13 


9-505 
505 
505 


9-2975 
70 
77 


002 7790 
7809 
7821 


+ ^3 

+ 12 

+ 13 
+ 12 

+ 13 


9-504 
504 
504 


28 
29 


601 8 
Ü030 


506 
5 Ob 


7S 
79 


6610 

6Ü22 


505 
505 


28 
29 


7215 
7227 


505 
505 


78 
79 


7834 
7840 


504 

504 


9-2830 
3 ^ 
32 
33 


0-002 6041 

6053 
6065 
6076 


+ 12 
+ 12 
+ II 
+ 12 

+ 12 


9 - 506 
506 
506 
506 


9-2880 
81 
82 
83 


0-002 6634 
664O 
6658 
6670 


+ 12 
+ 12 
+ 12 

+ 12 
+ 12 


9-505 
505 
505 
505 


9-2930 
31 
32 
33 


0-002 7240 
7252 
7264 
7276 


+ 12 
+ 12 
+ 12 

+ 13 
+ 12 


9-505 
505 
505 
505 


9 • 29S0 
81 
82 
8^ 


0-002 7859 
7S71 
7884 
7896 


+ 12 

+ 13 
+ 12 

+ 13 

+ 12 


9-504 
504 
504 
504 


34 


O0S8 


5o() 


84 


6682 


505 


34 


72S9 


505 


84 


7909 


504 


9"2835 
36 

37 


0-002 tllOO 

6II2 
0123 


+ 12 
+ II 
^ 12 
+ 12 
+ 12 


9-506 
506 
50b 


9-2885 
86 
87 


0-002 6694 
67OÖ 

67 iS 


+ 12 
+ 12 

+ 12 
+ 12 
+ 12 


9-505 

5°5 
S05 


9-2935 
3^' 
37 


0002 7301 

7313 

7325 


+ 12 
+ 12 

+ 13 
+ 12 

+ 12 


9-505 
505 
505 


9-2985 
86 
87 


0-002 7921 

7934 
794Ö 


+ 13 
+ 12 

+ 13 
+ 13 

+ 12 


9-504 
504 
504 


3'S 


6135 


50b 


SS 


6730 


505 


38 


733S 


505 


88 


7959 


504 


39 


ÜI47 


506 


89 


6742 


505 


30 


7350 


505 


89 


7972 


504 


9- 2840 


0002 6159 


+ 12 

4 I ] 


9-506 


9-2890 


0-002 6754 


+ 12 
+ 12 
+ 12 

+ 12 


9-505 


9 ■ 2940 


0-002 7362 


+ 13 

4 12 
+ 12 

+ 13 
+ 12 


9 - 505 


9-2990 


0-002 79S4 


+ 13 

+ 12 


9-504 


4' 


0171 


505 


91 


O7Ö6 


505 


41 


7375 


505 


91 


7997 


504 


4- 
43 


(JIS2 
6194 


+ 12 

+ I 2 


505 
505 


92 
03 


6778 
6790 


505 
505 


42 
43 


7387 
7399 


505 
505 


92 
93 


8009 
8022 


+ 13 
+ 12 


504 
504 


44 


t)20() 


+ 12 


505 


94 


6S02 


+ 12 


505 


44 


7412 


505 


94 


8034 


+ <3 


504 


9-2845 


- 002 62 1 8 


+ II 

+ 12 
4-12 
+ 12 
+ 12 


9-505 


9-2895 


0-002 OS14 


+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 12 
+ 13 


9-505 


9-2945 


0-002 7424 


+ 12 

+ 13 
+ 12 

+ 12 
+ 13 


9 ■ 505 


9-2995 


0002 S047 


+ 13 

+ 12 

+ 13 
+ 13 

+ 12 


9-504 


46 

47 
48 

49 


6229 
6241 

6253 

6265 


505 
505 
505 
505 


96 

97 

98 

99 


68 2 6 
6838 
6850 
6862 


505 
505 
505 
505 


46 

47 
48 
49 


7436 
7449 
7461 

7473 


505 
505 
505 
505 


96 

97 
98 
99 


8060 
8072 
8085 
8098 


504 
504 

504 
504 


9-2850 


0-002 6277 




9-505 


9 ■ 2900 


0-002 6S75 




9-505 


9-2950 


0-002 7480 




9-505 


9-3000 


0-002 81IO 




9-504 




















1 













IJher die ÄuflösuHg des Kepler'schen Problems. 



21! 



log 

±tg 
{E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



■ogf/ 



log 
±tg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



•og ,'/ 



±tg 



log 
E—M 



siu (\E — jtf) 



Diff. log ff 



±tg 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff'. 



't>S .'/ 



9 ■ 3000 

Ol 

02 

03 

04 

9-3005 
ob 
07 
08 
09 

9-3010 
1 1 
12 
13 

14 



9"3oi5 
10 



17 
18 

19 

9-3020 
21 
22 

23 

24 

3025 
20 
27 
28 
29 

9-3030 
31 
32 
33 
34 

3035 
30 
37 
38 
39 

9 ■ 3040 

4 
42 

43 
44 

9 "3045 
4Ö 

47 
48 

49 
9-3050 



0-002 Sl 10 

SI23 

SI35 
SI4S 

Sioi 



0-002 8173 

8ISÖ 

8199 

82II 
8224 

002 8237 

8249 
8202 
8275 
8288 

0-002 8300 

8313 
8326 

8338 
8351 

0-002 S364 

8377 
83S9 
S402 

8415 

2 8428 
8440 

8453 
84Ö6 

8479 

2 S49 
8504 
8517 
8530 
8543 

0-002 8551 
8508 
S581 
8594 
8607 

0002 Sü20 

8633 
S64Ü 
S658 
8671 

0-002 8084 
8697 
8710 
8723 
8736 

0002 8749 



+ 13 
+ 12 

+ 13 
+ 13 
+ 12 

+ '3 
+ 13 
+ 12 

+ 13 
+ 13 

+ 12 
+ 13 
+ 13 



-f 13 
+ 13 
+ 12 

+ 13 
+ 13 

+ 13 
+ 12 
+ 13 
+ 13 

+ 13 

+ 12 
+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 

+ 12 

+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 



+ I 
+ I 
+ >3 
+ I 
+ 13 

+ 13 
+ 13 
+ 12 
+ I 
+ 13 

+ 13 
+ 13 
•1-13 
+ 13 
+ 13 



9 504 
504 
504 
504 
504 

9-504 
504 
504 
504 
504 

■504 
504 

504 
504 

504 

■504 

504 
504 
504 
504 

504 
504 
504 
504 
504 

9-504 
504 
504 
504 
504 

9 "504 
504 
504 
504 

504 

9-504 

504 
504 
504 
504 

9 "504 
504 
504 
504 
504 

9-504 

504 
504 
504 
504 

9-504 



9-3050 

51 
52 
53 
54 

9-3055 
56 
57 
58 
59 

■30O0 
61 

02 

Ö3 
64 

3065 

66 
67 
68 
69 



0-002 8 



r30 70 
71 
72 

73 
74 

9-3075 
70 

77 
78 
79 

9-3080 
81 
82 
83 
S4 

3085 
80 

87 
88 
89 

3090 

91 
92 

9, 
94 

■3095 
96 

97 
98 
99 



749 

8762 

8774 
S787 
8800 



0-002 8813 
8820 

8839 
8852 
8S65 

0-002 8878 
8891 
8904 
8917 
8930 

002 8943 
895Ö 
8969 
8982 
8995 

0-002 9008 
9021 
9034 
9047 
9060 

0002 9073 
9086 
9099 
91 12 
9125 



9151 
9165 
9178 
9I9I 

0-002 9204 

9217 
9230 

9243 
925Ö 

0-002 9269 
9283 
929Ö 

9309 

9322 



-H3 
+ 12 

+ 13 
+ 13 
+ 13 



-H3 
+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 



+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 



+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 

+ 13 

+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 
+ 13 

+ 13 

+ 14 
+ 13 
+ 13 

+ 13 

+ 13 
+ 13 
+ 13 

+ "3 
+ 13 

+ 14 
+ ■3 
+ '3 

+ I 



+ 13 



9335 

93H + 13 
9375 " 
9388 



0-002 9401 



+ 13 
+ 13 



■504 
.504 
504 
504 
504 

9-504 
504 
504 
504 
504 

9 "504 
504 
504 
504 
504 

-504 
504 
504 
504 
504 

■504 
504 

504 
504 
504 

9-504 

504 
504 

504 

504 

9-504 
503 
503 
503 
503 

9 '503 
503 
503 
503 
503 

9 ■ 503 
503 
50J 
503 
503 

9'5o3 
503 
503 
503 
503 



9-3100 

Ol 

02 
03 
04 

3105 

Ol) 

07 
08 
09 

) 31 10 

1 I 

12 

'3 
'4 

9-3115 
10 

17 
18 

19 

9 • 3 I 20 
21 



24 
9-3125 

2U 

27 
28 



32 

33 
34 

■3135 
36 
37 
3 
39 



3'40 
41 

42 
43 
44 

9-3145 
46 
47 
48 

49 



2 940 
9414 

0428 

944' 
9454 

0002 9467 
9480 
9494 
9507 
9520 

0-002 9533 

9547 
95Ö0 

9573 
9586 

0002 9600 
9O13 
9626 
9Ü40 
9Ö53 

•002 9600 
9080 

9^93 
9706 
9719 

0-002 9733 
9740 

9773 
9786 

002 9800 

9813 
982Ü 
9840 
9853 

0-002 9867 
9880 
9893 
9907 
9920 

0-002 9934 

9947 
9960 

9974 
9987 

0003 0001 
0014 
0028 
004 
0055 



9-503 9-31500-003 ooüS 



+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ ■3 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ •3 


+ 13 


+ 14 


+ '3 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ ■3 


+ 13 


+ '4 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ •3 


+ 14 


+ ■3 


+ 14 


+ 13 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 13 



9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9 503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
50J 
503 
503 



9-503 
503 
503 
503 
503 

-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

19-503 



3150 
5' 

52 
53 
54 

9-3155 
5" 
57 
58 
59 

)-3iOo 
61 
62 
63 
64 

331Ö5 
66 

67 
68 

69 

-) ■ 3 1 70 
7' 
72 
73 
74 



9-3 



175 
76 

77 
78 
79 



9-31S0 
81 
82 
83 
84 

9-3185 
86 

87 
88 

89 

190 
9' 
92 
93 

94 

195 
96 

97 
98 
99 



0-003 006S 
0082 
0095 
0109 
0122 

303 0136 
0149 

OIÜ 

0170 
0190 

0-003 0203 
0217 
0230 
0244 
0258 

0-003 0271 
0285 
029S 
0312 
0325 

0-003 0339 

0353 
036t) 
0380 
0393 

0-003 0407 
0421 

0434 
0448 
0402 

0-003 0475 
04S9 

0503 
0516 
0530 



o 003 0544 

0557 
0571 
0585 
0599 



0-003 



OÜ12 
0626 
0640 

OÖ54 
0667 



o 003 0681 

0695 
0709 

0722 

0736 



+ 14 
+ 13 
+ 14 

+ 1 
+ 14 

+ 13 
+ 14 
+ 13 
+ 14 

+ '3 
+ 14 



9-32000-003 0750 



+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ '4 


+ >3 


+ 14 


+ >3 


+ ■4 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 


+ 14 


+ 13 


+ 14 


+ 14 



9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
503 
503 
503 

9-503 
503 
502 
502 

502 

9-502 
502 

502 
502 

502 
9-502 



28* 



220 



Th. V. Oppolzer. 



log 


Ic 


S 






log- 


lo 


g- 






log- 


lo 


g 






log 


log 








(JE-M) 


E—M 

sin [E—M) 


Diff. 


■<»K .'/ 


{E-M) 


E- 


-M 


Diff. 


log^ 


±tg 

(E-^M) 


E- 


-M 


Diff. 


l"g .'/ 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


log(/ 




sin [E — M) 


sin (E ~M) 


sin (E—M) 




9 -3200 


o'oo3 


0750 


+ 14 
+ 13 
+ 14 
-+-14 
+ 14 


9-502 


9-3250 


0-003 


1447 


+ 14 

+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 


9-502 


9-3300 


0-003 


2159 


+ 14 
+ 14 

+ 15 
+ 14 
+ 15 


9-501 


9-3350 


0-003 2886 


+ 15 
+ 15 
+ 15 
+ 14 
+ 15 


9 501 




Ol 

02 
03 
04 




0704 
0777 
0791 
0805 


502 
502 
502 
502 


51 

52 
53 
54 




1461 

•475 
1489 

1503 


502 
502 
502 
502 


Ol 

02 

03 
04 




2173 
2187 
2202 
2216 


501 
501 
501 
501 


51 
52 
53 
54 


2901 
2916 
2931 
2945 


501 
501 
501 
501 




9-3205 


0-003 


0819 


+ 14 
-H3 
+ 14 
+ 14 
+ 14 


9 502 


9-3255 


0-003 


1517 


+ 14 
+ 14 
+ 14 

+ >5 
+ 14 


9-502 


9-3305 


0-003 


22^1 




9-501 


9-3355 


0-003 2960 


+ 15 
+ 15 
+ 14 
+ •5 
+ '5 


9-501 




oö 




0S33 


502 


56 




1531 


502 


06 




2245 


+ 14 

+ 15 
+ 14 
+ 14 
+ 15 


501 


56 


2975 


501 




07 
08 
09 




0846 
0860 
0874 


502 
502 
502 


57 

58 
59 




1545 
1559 
«574 


502 
502 
502 


07 
08 
09 




2260 

2274 
2288 


501 
501 
501 


57 
58 
59 


2990 
3004 
3019 


501 
501 
SOI 




9-3210 


0-003 


0888 


+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 13 

+ 14 


9-502 


9-32Ö0 


0-003 


1588 


+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 

+ 15 


q -502 


9-3310 


0-003 


2303 


+ 14 

+ 15 
+ 14 
+ '5 
+ 14 


9-501 


9-3360 


0003 3034 


+ '5 
+ 14 
+ ■5 

+ 15 
+ 15 


9-501 




II 

12 
13 
14 




0902 
09 lÖ 
0930 
0943 


502 
502 
502 
502 


ÜI 
Ö2 
03 
Ö4 




1602 
161Ö 
1Ö30 
1644 


502 
502 
502 
502 


1 1 
12 
'3 

14 




2317 
2332 
2346 
23ÖI 


501 
501 
501 
501 


61 
62 
63 
64 


3049 
3063 
3078 
3093 


501 
501 
501 
SOI 




9-3215 


0-003 


0957 


+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 

+ 14 


9-502 


9-3265 


0-003 


1659 


+ 14 
+ 14 
+ 14 

+ 14 
+ 15 


9-502 


9-3315 


0-003 


2375 


+ 15 

+ 14 
+ 15 
+ 14 
+ '5 


9-501 


9-3365 


0-003 3108 


+ 15 
+ 14 

+ ■5 
+ 15 

+ 15 


9 501 




lÖ 

17 
18 

19 




0971 
0985 

0999 
1013 


502 
502 
502 
502 


6ü 

07 
68 

69 




1673 
1687 
1701 
1715 


502 
502 
502 
502 


lö 

17 
18 

19 




2390 

2404 
2419 

2433 


501 

501 
501 
501 


oö 

67 
68 
69 


3123 
3137 
3152 
3167 


501 
SOI 
501 
501 




9-3220 
21 
22 
23 
24 


0-003 


1027 
1041 

1055 
1008 
1082 


+ 14 
+ 14 

+ 13 
+ 14 
+ 14 


9-502 
502 
502 
502 
502 


9-3270 

71 

72 
73 
74 


0-003 


1730 
■744 
1758 

1772 
1780 


+ 14 
+ 14 

+ 14 
+ 14 

+ 15 


9-502 
502 
502 
502 
502 


9-3320 
21 
22 
23 
24 


0-003 


2448 
24Ö2 

2477 
2491 
2506 


+ 14 
+ 15 

+ 14 
+ 15 
+ 15 


9-501 
501 
501 
501 
501 


9-3370 
71 
72 
73 
74 


0-003 3182 

3197 
3212 
3226 
3241 


+ 15 

+ •5 
+ 14 

+ 15 
+ '5 


9-501 
501 
501 
501 
501 




9-3225 
26 

27 


0-003 


1096 
II 10 
1124 


+ 14 

+ 14 


9-502 
502 
502 


9-3275 
70 

77 


0-003 


1801 
1S15 
1S29 


+ 14 
+ 14 


9-502 
502 
502 


9-3325 
20 

27 


0-003 


2521 

2535 
2550 


+ 14 
+ ■5 


9-501 
501 
501 


9-3375 
76 

77 


0-003 3256 
3271 

328Ö 


+ 15 

+ 15 


9-501 
501 
SOI 




28 
29 




II 38 
II 52 


+ 14 

+ 14 
+ 14 


502 
502 


78 
79 




1843 
1858 


+ '4 
+ 15 
+ 14 


502 
502 


28 

29 




2564 

2579 


+ 14 
+ 15 

+ 14 


501 
501 


78 
79 


3301 
33'6 


+ '5 
+ 15 

+ •5 


501 

SOI 




9-3230 

31 

32 

34 


0-003 


1166 
II 80 
II 94 
1208 
1222 


+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 


9-502 
502 
502 
502 
502 


9-3280 
Si 
82 
83 
84 


0-003 


1872 
i88ü 
1901 
1915 
1929 


+ 14 
+ 15 
+ 14 
+ 14 
+ 14 


9-502 
502 
502 
502 
502 


9-3330 
31 
32 
33 
34 


0-003 


2593 
2Ö08 
2Ö23 

2637 
2652 


+ 15 
+ 15 
+ 14 
+ >5 
+ 14 


9-501 
501 
501 
501 
501 


9-3380 
81 
82 

84 


0-003 3331 
3346 
3360 

3375 
3390 


+ 15 
+ 14 
+ 15 
+ ■5 
+ «5 


9-501 
501 
501 
501 
SOI 




9-3235 


0-003 


1236 




9-502 


9-3285 


0-003 


1943 




9-502 


9 3335 


0-003 


2666 




9-501 


9-33S5 


0-003 3405 


+ 15 
+ 15 
+ 15 
+ 15 
+ ■5 


9-501 




36 

37 
38 
39 




1250 
1264 

1278 
1292 


+ 14 

+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 


502 
502 
502 
502 


8(j 

87 
88 
89 




195S 
1972 
1986 
2001 


+ 15 
+ 14 
+ 14 
+ 15 
+ 14 


502 
502 
502 
502 


36 
37 

38 
39 




2Ö81 
2696 
2710 

2725 


+ ^5 
+ 15 
+ 14 
+ 15 
+ 15 


501 
501 

SOI 
501 


86 

87 
88 

89 


3420 
3435 
3450 
3465 


501 
501 
501 
501 




9-3240 


0003 


1306 


+ 14 

+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 


9-502 


9 3290 


0-003 


2015 


+ 14 
+ 15 
+ 14 

+ 14 
+ 15 


r5o2 


9-3340 


O-OOji 


2740 


+ 14 
+ 15 
+ 15 
+ 14 

+ 15 


9-501 


9-3390 


0-003 3480 


+ '5 
+ 15 
+ 15 
+ •5 
+ 15 


9-501 




41 
42 
43 
44 




1320 
1334 
1348 
1362 


502 
502 
502 
502 


9' 

92 

93 
94 




2029 
2044 
2058 
2072 


502 
502 
502 
502 


41 
42 

43 
44 




2754 
2709 

2784 
2798 


501 
501 
501 
501 


91 
92 
93 
94 


3495 
3510 
3525 
3540 


SOI 
501 

501 
501 




9-3245 


0-003 


1376 


+ 14 
+ 14 
+ 14 
+ 14 

+ 15 


9-502 


9-3295 


003 


2087 


+ 14 
+ 14 
+ 15 
+ 14 
+ 15 


9-502 


9-3345 


0-003 


2813 


+ 15 
+ 14 
+ 15 
+ 15 

+ 14 


9-501 


9-3395 


0-003 3555 


+ 15 
+ 15 
+ ■5 
+ 15 
+ 15 


9-501 




4Ü 

47 
48 
49 




1390 
1404 
1418 

1432 


502 
502 
502 
502 


96 

97 
98 
99 




2101 
2115 
2130 
2144 


502 
502 
502 
501 


46 

47 
48 
49 




2828 
2842 

2857 
2872 


501 
501 
501 
501 


96 
97 
98 
99 


3570 

35S5 
3600 

3615 


501 

501 
501 
501 




9-3250 


0-003 


1447 




9-502 


9-3300 


0003 


2159 





9-501 


9-3350 


0-003 


2SS6 




9-501 


9 - 3400 


0-003 3630 




9-500 





über die Auflösumj dcR Kepler'Hclien Problem)^. 



221 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg- 

{E-U) 


E—M 


Üiff. 


'ogy 


±lg 

(E-M) 


E—M 


Ditif-. 


log«/ 


±tg- 
{E M) 


E—M 
sin (E—M) 


Diff. 


log- .'/ 


±tg 

(E^-M) 


E-M 

sia {E—M) 


üirt- 


log</ 


sin {E—M) 


sin {E—M) 


9 • 3400 


0-003 3630 


+ '5 
+ ■5 
■+-15 

+ '5 
+ '5 


9-500 


9 '3450 


0-003 4390 


+ ■5 
+ lö 

+ 15 
+ 16 


9-500 


9-3500 


0-003 5>Ö7 


+ IS 
^ 16 


9-499 


9-3550 


0-003 59Ö0 


+ 16 


9-499 


Ol 


3t'45 


500 


51 


4405 


500 


Ol 


5.82 


499 


5' 


5970 


+ 16 


499 


02 
03 


3(j6o 

3675 


500 
500 


52 
53 


4421 
443<> 


500 
500 


02 
03 


51 98 
5214 


H- 1(1 
+ 16 


499 
499 


52 
53 


5992 
6009 


+ 17 
+ 16 


499 
499 


04 


3690 


Soo 


54 


4452 


+ '5 


500 


04 


5230 


+ 15 


499 


54 


Ö025 


+ 16 


499 


9 '3405 
06 
07 
08 


0-003 3705 
3720 
3735 
3751 


+ 15 
+ 15 
+ 16 

+ 15 

■4-15 


9-500 
500 
Soo 
500 


9-3455 
5*^ 
57 
58 


0-003 44Ö7 
4482 
4498 
45 '3 


+ 15 
+ iii 

+ '5 
+ 16 

+ "5 


9-500 
500 
500 
500 


9-3505 
ob 

07 
oS 


0-003 5245 
5261 
5277 
5293 


+ lO 

+ Kl 
+ ■0 

+ 15 
+ I(J 


')-499 
499 
4>)9 
49<i 


9-3555 
50 
57 
58 


0-003 Ö041 
6057 
Ö073 
6089 


+ 10 

+16 

+ 16 


9-499 
499 
499 
499 


09 


3706 


Soo 


59 


4529 


500 


09 


5308 


499 


59 


0105 


+10 


499 


9-34IO 
1 1 


u 003 37S1 
379Ö 


+ 15 
+ 15 

+ ■5 
+ '5 
+ ■5 


9-500 
Soo 


9-3460 
öl 


0-003 4544 
4559 


+ 15 
+ 16 

+ 15 
+ 16 

+ IS 


9-500 
500 


9-3510 
1 1 


0-003 5324 
5340 


+ 16 

-f- I (> 


9-499 
4'>9 


9-3560 
61 


0-003 Ö121 
Ö137 


+10 

+ lö 


9-499 
499 


12 
' 3 


381 1 

3826 


500 
500 


02 

(>3 


4575 
4590 


500 
500 


12 
13 


535'» 
5371 


+ 16 
+ lü 


499 
499 


(J2 

tJ3 


6153 
6170 


+ 17 

+ lö 


499 
499 


14 


3841 


500 


04 


4606 


500 


14 


5387 


499 


64 


6186 


+ 16 


499 


9-3415 


0-003 3850 




9-500 


9'34t>5 


003 4621 


+ 16 

+ 15 
+ lü 

+ 15 
+ 1Ö 


9 500 


9-3515 


003 5403 


+ lO 

4- 16 


9 - 4<»9 


9-3505 


0-003 Ö202 


+ 16 


9-499 


16 


3871 


+ 15 
+ i6 

+ 15 
■fi 5 
+ ■5 


500 


66 


4Ö37 


500 


16 


5419 


499 


66 


6218 


+ 16 


499 


17 
18 


3887 
3902 


500 
500 


67 
68 


4652 
4668 


500 
500 


17 
18 


5435 
5450 


+ 15 
+ 16 
+ 16 


499 
499 


07 
öS 


6234 
Ö250 


+ 16 

+ :6 


499 
499 


19 


3917 


500 


69 


4683 


500 


19 


5466 


499 


Ö9 


02 OÖ 


+ 17 


499 


9-3420 
21 


0003 3932 
3947 


+ 15 

+ 15 
+ 1Ö 

■t-15 
+ 15 


9-500 
500 


9-3470 
71 


0-003 4699 
4714 


+ 15 
+ 16 


9-500 
500 


9-3520 


0-003 5482 
549S 


i 16 
+ lO 


i) ■ 499 

4 9'! 


9-3570 
7' 


0003 62S3 
Ö299 


+ lö 

+ 16 


(1-409 
499 


22 


3902 


500 


72 


4730 


+ 15 
+ 16 

+ 15 


500 


22 


5514 


+ 16 


499 


72 


''315 


+ lü 


499 


23 


3978 


500 


73 


4745 


500 


23 


5530 


^. lO 


499 


73 


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+ lö 


499 


24 


3993 


500 


74 


4761 


500 


24 


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+ 15 


499 


74 


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+ 17 


499 


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+ 16 

+ '5 
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+ 16 


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+ 16 


9-499 


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500 


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+ 16 
+ 16 

+ 16 


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+ 10 


499 


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+ >5 
+ 16 

+ 15 

+ 15 


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500 


27 


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499 


77 


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499 


28 


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499 


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499 


29 


4069 


500 


79 


4838 


500 


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+ 10 


499 


79 


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+ 16 


499 


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0-003 4084 




9-500 


9-3480 


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+ 16 

+ 15 
+ 16 

+ 15 

+ 16 


9-500 


9-3530 


0-003 5641 


+ 16 

+ 16 


9-499 


9-3580 


0003 6445 


+ lö 


9-499 


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+ >5 
+ 16 

+ 15 
+ 15 
+ 15 


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Si 


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499 


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500 
500 


82 
83 


4885 
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500 
500 


32 


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+ 16 

4 16 


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499 


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+ 16 


499 
499 


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4145 


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500 


34 


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+ '5 


499 


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+ 16 


499 


9-3435 


0003 4160 




9 500 


9-34S5 


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+ 16 

+ '5 
+ 16 

+ >S 
+ 16 


9-500 


9-353S 


0-003 5720 


+ 16 
+ 16 

+ 16 
+ 16 

+ 16 


9 499 


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+ 16 


9-499 


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37 


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+ 15 


500 


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37 


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499 


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0559 


+ lö 


499 


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+ 15 


500 


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4979 


500 


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499 


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+ lö 


499 


39 


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+ '5 
+ 16 


500 


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500 


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499 


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499 


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41 


0-003 4237 
4252 


+ 15 


9-500 
500 


9 3490 
91 


0003 5010 
5026 


+ 16 

+ 15 
+ 16 
+ 16 
+ 15 


9 -500 
500 


9-3540 
41 


0-003 5800 
581O 


+ 10 
+ 10 
+ 16 
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+ 16 


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499 


9-3590 
91 


0-003 ööoS 
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+ 10 
+ 10 


9-498 
498 


42 


4207 


+ 15 
+ 16 


500 


92 


5041 


500 


42 


5832 


499 


92 


0640 


+ 17 


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43 


4283 


500 


93 


5057 


500 


43 


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499 


93 


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+ 16 


498 


44 


4298 


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+ 15 


500 


94 


5073 


500 


44 


5864 


499 


94 


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+ 16 


498 


9-3445 


0-003 4313 


+ 16 


9-500 


9 -349s 


0-003 5088 


+ 10 

+ 16 

+ 15 
+ 16 
+ 16 


9 500 


9 -3545 


0-003 5880 


+ 10 

+ 16 

+ 16 
+ 16 


9-499 


9-3S95 


0-003 '»^'89 


+ 17 
+ 16 


9-498 


46 


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500 


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46 


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+ 15 
+ 16 

+ 15 


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48 


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+ 16 


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+ 16 


498 


9 '3450 


0-003 4390 




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9-3500 


0003 5167 




9-499 


9-3550 


0-003 59Ö0 




9-499 


9 • 3600 


0-003 6771 




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E—M 



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682 

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0-003 



6853 

6870 

6886 

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6919 



12 
14 

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16 

17 



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21 
22 

23 
24 

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27 
28 
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31 

32 
33 
34 

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4 
42 
43 
44 

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4'> 
47 
48 

49 
9 3650 



003 0930 
6952 
6969 
6985 
7002 

003 7018 

7035 
7051 
7068 
7084 

o 00; 7101 
7117 

7134 
7150 
7167 



0-003 



7183 
7200 
7217 

7233 
7250 

7266 
7283 
7300 
7316 
7333 



o'°o3 7349 
736b 

7383 
7399 
7410 

0-003 74 

7449 
7466 
748 
7500 

0-003 751Ö 
7533 
7550 
7566 

7583 
0003 7600 



+ 


17 


+ 


16 


+ 


1 7 


+ 


16 


+ 


16 


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17 


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7 


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6 


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7 


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7 


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6 


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I 7 


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9 ■ 49S 
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498 
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498 
498 

3-498 
498 
498 

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498 

1 ■ 498 

49S 
49S 
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9-498 
498 
498 

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498 
498 
498 
498 

9-498 



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7650 
7607 



51 
52 
53 
54 

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58 
59 

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61 
62 

63 
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9-3680 
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9 

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96 

97 
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99 



9-3700 



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7701 
7717 
7734 
7751 

0-003 7768 

7785 
7801 
7818 
7S35 

o'oo3 7S52 
7S69 
78S6 

7903 
7920 

0-033 7936 

7953 
7970 

7987 
8004 

0-003 8021 
80 -,8 

8055 
8072 
8089 

0-003 810Ö 
S123 
8140 
8.57 
8174 

0003 8191 
8208 
8225 
8242 
8259 

0-003 8276 
8293 
8510 
S327 
8344 

0003 S30 
8378 
8395 
8412 
8430 

0-003 8447 



+ 


17 


+ 


Kl 


+ 


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17 


+ 


17 


+ 


17 


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+ 


17 


+ 


17 


+ 


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+ 


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+ 


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+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


17 


+ 


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+ 


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498 
498 
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9-498 
498 
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9-498 
498 
498 
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9-498 
498 
498 
498 
498 

9 498 
498 
498 
498 
498 

9-498 
498 

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498 
497 

9"497 
497 
497 
497 
497 



9'497 
497 
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07 
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8515 



0-003 8532 
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8584 

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9-3710 
I 



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17 
18 

19 

9-3720 

21 

22 
23 

24 

9-3725 
26 

27 
28 
29 

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31 
32 

34 



9': 



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3'' 
37 
38 
39 



9'3740 
41 
42 
43 
44 

■3745 
46 

47 
48 
49 

9-3750 



o 003 8618 
8035 
8653 
8670 
8687 

0-003 8704 
8721 

8739 
875Ü 
8773 

o'ooj 8790 

8S08 
S825 
8842 
8860 

0-003 8877 
8894 

89 II 

8929 
8946 

0-003 S963 
8981 
8998 

9016 

9033 

0-003 9050 
9068 

9085 

9102 
9120 

0-003 9137 

9'55' 
9172 
9189 
9207 

003 9224 
9242 
9259 
9277 
9294 

0-003 9312 



9 '497 
497 
497 
497 
497 

9 '497 
49 7 
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497 
497 

9 '497 
497 
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497 
497 

9 '497 
497 
497 
497 
497 

9-497 
497 
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497 
497 

9 '497 
497 
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497 
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9 '497 
497 
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497 
497 

9-497 
497 
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497 
497 
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497 

9-497 
497 
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497 
497 

9-497 



9-3750 
51 
52 
53 
54 

-3755 
56 
57 
58 

59 

-3760 
61 
62 
63 
64 

-37Ö5 
06 

67 
68 

69 

•3770 
71 
72 
73 
74 

-3775 
76 

77 
78 

79 

9-3780 
81 
82 
83 
84 

■3785 
86 

87 
88 

89 

9-3790 
9' 
92 
93 
94 

-3795 
96 

97 
98 

99 
9-3800 



0-003 93 

9329 
9347 
93Ü4 
9382 

0-003 9399 
9417 
9434 
9452 
9469 

0-003 94S7 
9505 
9522 
9540 
9557 

0-003 9575 
9592 
9610 
9628 
9645 

0-003 9Ö63 
9681 
9Ö9S 
9716 
9734 

0-003 9751 
9769 
97S7 
9804 
9822 

0-003 9S40 
9857 
9875 
9893 
991 1 

0-003 9928 
9946 
9964 
99S2 
9999 

0-004 0017 
0035 
0053 
0071 
0089 

0-004 0106 
0124 
0142 
0160 
0178 

0-004 Ol 90 



9-497 
497 
497 
497 

497 

9-497 
497 
497 
497 
497 

9-497 
497 
497 
497 
497 

■496 
49Ö 
496 

496 
49b 

9-496 
490 
490 
496 
496 

-496 
496 
496 
496 
490 

9-490 
496 
490 
496 
490 

9-49Ü 
490 
496 
496 
496 

9 ■ 49Ü 
49" 
496 
496 
496 



; 9-49Ü 
496 
496 
496 
496 

9-496 



Ühcr dir Aiiflimimi des Kepler' sidiot Probleme 



22c 



log 


log 






log- 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E-M 

sin {E—M) 


Diff. 


logj» 


±tg 

[E-M) 


E—M 

sin {E—M) 


Diff. 


log // 


ihtg 

E^M) 


E—M 


Diff. 


log./ dztg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


logi/ 


sin (E—M) 


sin (E-M) 


9-3800 

Ol 


0-004 019'' 
0213 


+ 17 
+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 


9-496 
490 


9-3850 
51 


o'oo4 1009 
1117 


+ 18 
+ 18 
+ iS 

-f 19 
+ 18 


9-495 

495 


5-3900 

Ol 


D-0O4 2021 
2040 


+ 19 

+ 18 


3-495 
495 


3-3950 
51 


3 004 2964 
2983 


+ 19 
+ 19 


3-494 
494 


02 


0231 


496 


52 


"35 


495 


02 


2058 


4- 10 


405 


52 


3002 


4-19 


494 


03 
04 


0249 
0267 


496 
496 


53 
54 


1153 
1172 


495 
495 


03 
04 


2077 
209U 


+ 19 
4-18 


405 
495 


53 
54 


3021 
3040 


-H9 
+ 19 


494 
494 


9-3805 


0-004 0285 


+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 


9-4911 


9-3855 


004 I 1 90 


+ 18 

+ 19 
-f 18 
+ 18 
+ 19 


9-495 


,1-3905 


Ü04 2114 


+ 19 
+ 19 
+ ■9 
+ iS 


3-405 


3-3055 


D-004 3059 


+ '9 


3 494 


06 


0303 


49 ü 


56 


1208 


495 


Oü 


2133 


405 


56 


3078 


+ 19 


494 


07 


0321 


496 


57 


1227 


495 


07 


2152 


405 


57 


3097 


4- 19 


494 


08 


0339 


496 


58 


1245 


495 


oS 


2171 


405 


58 


31 Ui 


4-19 


494 


"9 


0357 


49() 


59 


1263 


495 


09 


2189 


+ 19 


495 


59 


3135 


4-19 


494 


9-3810 
1 1 
12 
13 
■4 


0-004 0375 

0393 
041 1 
0428 
04411 


+ 18 

+ 17 
+ 18 
+ 18 


r49"> 
496 
4<)6 
49Ü 
496 


9-3860 

ÜI 

62 

^3 
64 


0-004 12S2 
1 soo 
1318 
1337 
1355 


+ 18 
+ iS 

+ 19 
+ .8 
+ iS 


9 49 5 
495 
495 
495 
495 


9-3910 
1 1 
12 
13 
14 


0-004 2208 
2227 

2245 
2264 
2283 


+ 19 
-f 18 
+ 19 
H 19 
+ 19 


9-405 
405 
405 
495 
405 


9-3960 
61 

02 

03 
64 


0-004 3154 
3'74 
3193 
3212 

3231 


4 20 
+ 19 
+ 19 
4-19 
+ 19 


1-494 
494 
494 
494 
494 


9-3815 
iü 


0-004 04(14 
0482 


+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 


9 ■ 49(1 
490 


9-3''-;65 
66 


0-004 '373 
1392 


+ 19 
+ 18 
4-18 
+ 19 
+ 18 


9 •405 
495 


9-3015 
10 


0-004 2302 
2321 


+ «9 
+ 18 
+ 19 
+ 19 
+ 19 


9-405 
495 


9-3905 
06 


004 3250 
3269 


+ '9 
4-20 


9-494 
494 


17 

18 

>9 


0500 
0518 
053Ö 


4')(J 
496 
490 


07 
t.8 
69 


1410 
1428 
1447 


495 
495 
495 


17 
iS 

19 


2339 
2358 
2377 


495 
495 
495 


67 
oS 
69 


3289 
3308 
3327 


+ 19 
+ 19 

+ 19 


494 
494 
494 


9-3820 
21 
22 


0-004 0554 
0572 
0591 


+ 18 
+ 19 

+ 18 


9-496 
496 
49Ö 


9-3870 
71 
72 


0004 1405 

14S4 
1502 


+ 19 
+ 18 

+ 10 


9 495 
495 
495 


9-3920 
21 
22 


0-004 2396 
2415 
2433 


+ 19 
4-18 

+ 10 


9-405 
495 
495 


0-3970 
7' 
72 


0-004 334Ö 
3 3*' 5 
3385 


+ 19 
+ 20 
+ 19 


9 • 494 
494 
494 


23 


0609 


+ 18 

H i8 


49(1 


73 


1521 


+ 18 

+ 18 


495 


23 


2452 


-1 10 
H- 19 


495 


73 


3404 


+ 19 


494 


24 


0Ö27 


496 


74 


1539 


495 


24 


2471 


405 


74 


3423 


+ 10 


494 


9 3S25 


0-004 0645 


+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 


9-496 


9-3875 


0-004 1557 


+ 19 
+ 18 

+ 19 

+ 18 

+ 19 


9-495 


9-3925 


0-004 2490 


+ 19 
4 19 
+ 18 
4 19 
( 19 


9 - 495 


9-3975 


0-004 3442 


4- 20 


9 - 494 


2I1 
27 


06Ö3 
oü8i 


496 
496 


76 

77 


1576 
1594 


495 
495 


26 

27 


2509 
252S 


495 

405 


76 

77 


3462 
3481 


+ '9 
+ ■9 
419 
+ 20 


494 
494 


28 


0699 


496 


78 


ibi3 


495 


28 


2546 


404 


78 


3500 


494 


29 


0717 


49" 


79 


1631 


495 


29 


25Ö5 


494 


79 


3519 


494 


9-3830 


0-004 0735 


+ 18 
+ 18 
+ 18 


9-49'! 


9- i88o 


0004 1650 


4-18 
+ 19 
-f iS 


9-495 


9-3930 


0-004 2584 


+ 19 
+ 19 
4-19 
+ 19 

+ 19 


9 - 494 


9-39S0 


0-004 3539 


+ '9 


9-494 


31 
32 
33 


0753 
0771 
0789 


49O 
496 
49 (j 


81 
82 
83 


1668 
1687 
1705 


495 

495 
495 


31 

32 
33 


2603 
2622 
2641 


494 

494 
404 


81 

82 
83 


3558 
3577 
3597 


+ 19 

+ 20 

+ 19 


494 
494 
494 


34 


0808 


+ 19 
+ 18 


496 


84 


1724 


+ >9 
+ 18 


495 


34 


2660 


494 


84 


301Ö 


+ 19 


494 


9-3835 


0-004 082b 


+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ 18 


9 -4' 16 


'1-3885 


0-004 1742 




9-495 


9-3935 


0-004 2679 


+ 19 
+ 19 
+ 19 

+ 19 
+ 18 


9-404 


9-3985 


0-004 3035 


+ 20 


9-494 


30 
37 


0S44 
0862 


49ti 
496 


86 
87 


1761 

1779 


^ 19 
-f 18 


405 
495 


36 

37 


2698 
2717 


404 
404 


86 
87 


3US5 
3674 


+ 19 
4-19 
4- 20 


494 
494 


38 


08S0 


4<i6 


88 


1798 


+ 19 
+ 18 

+ 19 


495 


38 


2736 


404 


88 


3693 


494 


39 


0898 


4')ii 


89 


1S16 


495 


39 


2755 


404 


89 


3713 


+ 19 


494 


9-3840 


0*004 ogI(» 




9-490 


9 • 3890 


0-004 1835 


+ 19 
+ 18 

-f 19 

+ 18 
+ i> 


9-405 


9 • 31140 


0-004 2773 


4- 19 
4 19 
4 19 


9-404 


9 ■ 3990 


0-004 3732 


4-20 


9-494 


41 


0935 


+ 19 
+ 18 
+ 18 
+ 18 
+ i8 


496 


91 


1854 


405 


41 


2792 


404 


91 


3752 


4-19 


494 


42 


0953 


496 


92 


1872 


495 


42 


2811 


404 


92 


3771 


4- 19 


494 


43 


0971 


496 


93 


1891 


495 


43 


2830 


4-19 
+ 19 


494 


93 


3790 


4-20 


494 


44 


0989 


496 


94 


1909 


405 


44 


284g 


494 


94 


3810 


+ 19 


494 


9-3845 


0-004 1007 




9 • 496 


9-3895 


0-004 '928 




9-495 


9 - 3945 


0-004 2868 


+ 19 
+ 19 

+ 19 

+ 2C 
+ 19 


9-404 


9-3995 


0-004 3829 


~\- 20 


9-494 


46 


I02tl 


4 19 
+ iS 

+ 18 
+ 18 


49b 


96 


1947 


+ 19 


495 


4' 


2887 


404 


96 


3849 


+ 19 
4-19 
4-20 

4-19 


494 


47 


1044 


496 


97 


1965 


405 


47 


2906 


404 


97 


380S 


494 


48 
49 


1062 

io8c 


495 
495 


9!- 
95 


1984 
2002 


+ 'c 
+ 15 


405 
495 


48 
49 


2925 
2945 


494 
494 


98 
99 


3887 
3907 


494 
494 


9 •385c 


0004 109c 




9"495 


9 - 390c 


0-004 202 




9-495 


9-30 5<: 


0-004 2964 




9-494 


9 • 400c 


0-004 3926 




9-494 



224 



Th. r. Ojipolzer. 



log 


log 






log 


log 




log log 






]„g 


l(.g 






±tg 


E—M 


Diff. 


logö' 


±tg 

[E-M) 


E-M 


Diff.jlogv 


±tg 
(E-M) 


E-M 


Dill-. 


l"g .'/ 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff. 


^ogg 


sin (E—M) 


sin (E—M) 






sin (E~M) 


sin (E—M) 


9 ■ 4000 

Ol 

02 


0-004 392Ö 
394<J 
39Ö5 


+ 20 

+ 19 
+ 20 


9 '494 
494 
494 


9 - 4050 
5> 

52 


0-004 4910 
4930 
4950 


+ 20 
+ 20 
+ 20 


9-493 

493 
493 


9-4100 

Ol 

02 


0004 5914 
5935 
5955 


+ 21 
+ 20 
+ 20 


9-492 
492 
492 


9-4150 
51 
52 


0004 6941 
6961 
6982 


+ 20 

+ 21 
+ 21 


9-492 
492 
492 


04 


39S5 
4004 


+ 19 
+ 20 


494 
494 


53 
54 


4970 
4989 


+ 19 
+ 20 


493 
493 


03 
04 


5975 
5996 


+ 21 
+ 20 


492 
492 


53 
54 


7003 
7024 


+ 21 
+ 20 


491 
491 


■ 4°oS 
06 

07 
08 


0-004 4024 

4043 
4063 
40S2 


+ 19 
+ 20 

-f 19 
+ 20 


9 494 
493 
493 
-193 


9-4055 
56 
57 
58 


0-004 5009 
5029 
5049 
50O9 


+ 20 
+ 20 
+ 20 
+ 20 


9-493 
493 
493 
493 


9-410'; 
06 
07 
08 


0-004 6016 
6036 
6057 
6077 


+ 20 
+ 21 
+•20 
+ 21 


9-492 
492 
492 
492 


9-4155 
56 

57 
58 


004 7044 
7065 
7080 
7107 


+ 21 
+ 21 
+ 21 
+ 21 


9-491 
491 
491 
491 


09 


4102 


-f 19 


493 


59 


5089 


+ 20 


493 


09 


6098 


+ 20 


492 


59 


7128 


+ 20 


491 


9 • 40 I 


0004 4121 


+ 20 


9-493 


9 - 4060 


0-004 510g 


+ 20 


9 493 


9-41 10 


- 004 1 1 8 


+ 20 


9-492 


9-4160 


0-004 7148 


+ 21 


9-491 


1 2 


4141 
4160 


+ ■9 
+ 20 


493 
493 


61 

02 


5129 
5149 


+ 20 
+ 20 


493 
493 


1 1 
I 2 


61 38 
6159 


+ 21 
+ 20 


492 
492 


61 

62 


7169 
7190 


+ 21 
+ 21 


491 
491 


14 


4180 
4200 


+ 20 
+ 19 


493 
493 


''3 
64 


5169 
5189 


+ 20 
+ 20 


493 
493 


I i 
14 


0179 

Ü200 


+ 21 
+ 20 


492 
492 


63 
64 


721 1 
7232 


+ 21 
+ 21 


491 
491 


9 401 5 


0004 4219 


+ 20 

+ 19 
+ 20 
+ 20 
+ 19 


9 '493 


11-4065 


0-004 5209 


+ 20 
+ 20 
+ 20 

+ 20 
+ 20 


9 - 493 


94115 


0-004 Ü220 


+ 20 

+ 2! 
+ 20 
+ 21 
+ 20 


9-492 


9-4165 


0-004 7253 


+ 21 


9-491 


10 

17 

iS 

19 


4239 
4258 
4278 
4298 


493 
493 
493 
493 


66 

67 
68 

69 


5229 
5249 
5200 
5289 


493 
493 
493 
493 


16 

17 
iN 

19 


Ü24O 
O261 
Ö2S1 
6302 


492 
492 
492 
492 


66 

07 
68 
69 


7274 
7295 
7315 
7336 


+ 21 
+ 20 
+ 21 
+ 21 


491 
491 
491 
491 


9 '4020 


0-004 4317 


+ 20 
+ 20 


9 '493 


9-4070 


0-004 5309 


+ 20 


9 '493 


9-4120 


0-004 Ö322 


+ 21 


9-492 


9-4170 


0-004 7357 


+ 21 


9-491 


2 1 


4337 


493 


71 


5329 


+ 20 


493 


21 


0343 


+ 20 


492 


71 


7378 


+ 21 


491 


22 

2j 


4357 
4376 


+ 19 
+ 20 


403 
403 


72 
73 


5349 
5369 


+ 20 
+ 20 


493 
493 


22 
23 


6363 

6384 


+ 21 
+ 20 


492 
492 


72 

73 


7399 
7420 


+ 21 
+ 21 


491 

491 


24 


4396 


+ 19 


493 


74 


5389 


+ 20 


493 


24 


()404 


+ 21 


492 


74 


7441 


+ 21 


491 


9 4025 


0-004 4415 


+ 20 
+ 20 
+ 20 
+ 19 


9'493 


9-4075 


0-004 5409 


+ 21 
-f 20 


'5-493 


9-4125 


0-004 6425 


+ 20 
+ 21 


9-492 


9-4175 


0-004 7402 


+ 21 


9-491 


26 


4435 


493 


76 


5430 


493 


26 


0445 


492 


76 


7483 


+ 21 


491 


27 
28 


4455 
4475 


493 
493 


77 
78 


5450 
5470 


+ 20 
+ 20 


493 
493 


27 
28 


646Ö 
6486 


+ 20 
+ 21 


492 
492 


77 
78 


7504 

7525 


+ 21 

+ 21 


491 
491 


29 


4494 


+ 20 


493 


79 


5490 


+ 20 


493 


29 


6507 


+ 21 


492 


79 


754Ö 


+ 21 


491 


9-4030 


0-004 45 '4 


+ 20 

-f 19 
+ 20 
+ 20 
+ 20 


9-493 


9 • 4080 


• 004 5510 


+ 20 
+ 20 
+ 21 
+ 20 


9-492 


9-4'3o 


0-004 6528 


+ 20 
+ 21 
+ 20 
+ 21 
+ 20 


9-492 


9 - 4 1 80 


0-004 7567 


+ 21 


9-491 


31 


4534 


493 


81 


5530 


492 


31 


6548 


492 


81 


7588 


+ 21 


491 


32 
33 


4553 
4573 


493 
493 


82 
83 


5550 
5571 


492 
492 


32 

33 


6569 
6589 


492 
492 


82 

83 


7609 
7630 


+ 21 
+ 21 


491 
491 


34 


4593 


493 


84 


5591 


+ 20 


492 


34 


6610 


492 


84 


7651 


+ 21 


49« 


9 '4035 
3Ö 


0-004 4Ö13 
4Ö32 


+ 19 
+ 20 
+ 20 
+ 20 
+ 19 


9-493 
493 


9-4085 
86 


0-004 561 I 
5631 


+ 20 
+ 20 


9-492 
492 


9-4>3S 
36 


0-004 6O30 
6651 


+ 21 
+ 21 
+ 20 
+ 21 
+ 21 


9-492 
492 


9-4185 
86 


0-004 7672 
7693 


+ 21 
+ 21 


9-491 
491 


37 
38 
39 


4652 
4672 
4692 


493 
493 
493 


87 
SS 

S9 


5651 
5Ö71 
5692 


+ 20 

■I-2I 
+ 20 


492 
492 
492 


37 
38 
39 


6672 
6692 
6713 


492 
492 
492 


87 
88 

89 


7714 

7735 
7756 


+ 21 
+ 21 
+ 21 


491 
491 
491 


9-4040 
41 


0-004 4711 
4731 


+ 20 
+ 20 


9-493 
493 


9 - 4090 
91 


0-004 5712 
5732 


+ 20 
+ 20 


9-492 
492 


9-4140 
41 


0-004 6734 
6754 


+ 20 
+ 21 


9-492 
492 


9-4190 
91 


0-004 7777 
7798 


+ 21 
+ 22 


9-491 
491 


42 


4751 


+ 20 

+ 20 
+ 20 


493 


92 


5752 


+ 21 


492 


42 


6775 


+ 21 


492 


92 


7820 


+ 21 


491 


43 
44 


4771 
4791 


493 
493 


■13 
94 


5773 
5793 


+ 20 
+ 20 


492 
492 


43 
44 


6796 
6810 


+ 20 

+ 21 


492 
492 


93 
94 


7841 
7862 


+ 21 

+ 21 


491 

49 J 


9 ■ 4045 
46 

47 

48 

49 


004 48 II 
4830 
4850 
4S70 
4890 


+ 19 
+ 20 
+ 20 
+ 20 
+ 20 


9-493 
493 
493 
493 
493 


9 • 4095 
96 

97 
98 

99 


0-004 5813 
5S33 
5S54 
5874 
5894 


+ 20 
+ 21 
+ 20 
+ 20 
+ 20 


9-492 
492 
492 
492 
492 


9-4145 
46 
47 
48 
49 


0-004 6S37 
0858 
6878 
6899 
6920 


+ 21 
+ 20 
+ 21 
+ 21 
+ 21 


9-492 
492 
492 
492 
492 


9-4'95 
96 

97 
98 

99 


0-004 7883 
7904 

7925 
7946 
7968 


+ 21 
+ 21 
+ 21 
+ 22 
+ 21 


9-491 
491 
491 
491 
491 


0-4050 


0-004 4910 




9 '493 


i)-4ioo 


0-004 5914 




9-492 


9-4150 


0-004 6941 




9-492 


9 ■ 4200 


0-004 7989 




9-491 



Ühcr die AiiflösiDiq des Kepler'scJien Prohh 



(ins. 



225 



log 


log 






log 


log 




log 1 


log 






log 


log 






±tg 


E—M 


Diff. 


log-/ ±tg 
{E-M) ' 


E~M 


Diff. 


logjf 


±tgl 

,E-M) 


E—M 


Diff. 


log</ 


±tg 

{E-M) 


E—M 

sin(£— Jlf), 


Diff. 


logy 


sin {E—M) 


6VD.(E—M)\ 




siu {E—Mj 


9-4200 

Ol 

02 

03 
04 


Q-004 79S9 
So 10 
8031 
8052: 
8074 


+ 21 
+ 21 
+ 21 
+ 22 
+ 21 


9-491 
491 

49' 
491 
491 


9-4250 

51 
52 

53 

54 


3-004 9059 
90SI 

9103 
9124 
9146 


+ 22 
+ 22 
+ 21 

+ 22 

+ 22 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4300 

Ol 

02 

03 
04 


0-005 oi53i 
0175 
0197 
0219 
0241 


+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 22 


9-489 
489 
489 
489 
489 


9-4350 
51 
52 
53 
54 


0-005 1269 
1292 
1314 
1337 
1359 


+ 23 
+ 22 

+ 23 
+ 22 

+ 23 


9-489 
489 
489 
489 
489 


9-4205 
06 

07 
08 
09 


0-004 8095 
811Ö 

8137 
8159 
8180 


+ 21 
+ 21 

+ 22 
+ 21 
+ 21 


9-491 
491 
491 
491 
491 


9-4255 
56 
57 
58 
59 


0-004 9168 
9189 
92II 
9233 
9254 


+ 21 
+ 22 

+ 22 
+ 21 
+ 22 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4305 
06 

07 
08 
09 


0-005 0263 
0285 
0307 
0330 
0352 


+ 22 
+ 22 

+ 23 
+ 22 
+ 22 


9-489 
4S9 
4S9 
489 
489 


9-4355 
5Ö 
57 
58 
59 


0-005 1382 
1405 
1427 
1450 
1473 


+ 23 

+ 22 
+ 23 
+ 23 
+ 22 


9-489 
489 
488 
488 
488 


9-4210 
II 
12 
13 


0-004 8201 
8222 
8244 
8265 


+ 21 
+ 22 
+ 21 


9-491 
491 
491 
491 


9-4260 
61 
62 
63 


0-004 9276 

9298 
9320 
9341 


+ 22 
+ 22 
+ 21 


9-490 
490 
490 
490 


9-4310 
1 1 
12 
13 


0-005 0374 
0396 
0418 
0441 


+ 22 
+ 22 
+ 23 


9 ■ 489 
489 
489 
4S9 


9-4360 
61 
62 
63 


0-005 1495 
1518 
1541 
15Ö3 


+ 23 
+ 23 
+ 22 
+ 23 
+ 23 


9-488 
488 
4S8 
488 


14 


8286 


+ 21 

+ 22 


491 


64 


93Ö3 


+ 22 


490 


14 


0463 


+ 22 


489 


64 


1586 


488 


9-4215 
16 

17 
18 

19 


0004 8308 

8329 
8350 
8372 
8393 


+ 21 
+ 21 
+ 22 
+ 21 

+ 21 


9-491 
491 
491 
491 
491 


9-4265 
66 
67 
68 
69 


0-004 93S5 
9407 
9428 
9450 
9472 


+ 22 
+ 21 
+ 22 
+ 22 
+ 22 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4315 
16 

17 
iS 

19 


0-005 0485 
0507 
0530 
0552 
0574 


+ 22 

+ 23 
+ 22 
+ 22 
+ 22 


9-489 
489 
489 
489 
489 


9-431^5 
66 

07 
68 
69 


0-005 1609 
1631 
1654 
1677 
1700 


+ 22 
+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 22 


9-488 
488 
488 
488 
488 


9-4220 
21 
22 
23 
24 


0-004 84 14 
8436 
8457 
8478 
8500 


+ 22 
+ 21 
+ 21 

+ 22 
+ 21 


9-491 
491 
491 
490 
490 


9-4270 
71 
72 
73 
74 


0-004 9494 
9516 
9537 
9559 
9581 


+ 22 
+ 21 
+ 22 
+ 22 

+ 22 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4320 
21 
22 
23 
24 


0-005 0596 
0619 
0641 
0663 
0686 


+ 23 
+ 22 
+ 22 
+ 23 
+ 22 


9-489 
489 
4S9 

489 
489 


9-4370 
71 
72 

73 
74 


0-005 1722 

1745 
1768 
1791 
1S13 


+ 23 

+ 23 
+ 23 
+ 22 
+ 23 


9-488 
488 
488 
488 
488 


9-4225 
26 

27 
28 

29 


0-004 85 21 

8543 
8564 

8585 
8607 


+ 22 
+ 21 
+ 21 
+ 22 
+ 21 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4275 
76 

77 
78 
79 


0-004 9603 
9625 

9647 
9669 
9691 


+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 21 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4325 
2Ö 

27 
28 

29 


0-005 0708 
0730 
0753 
0775 
0797 


+ 22 

+ 23 
+ 22 
+ 22 
+ 23 


9-489 
489 
489 
489 
489 


9-4375 
76 

77 
78 
79 


0-005 1836 
1859 
1882 
1905 
1928 


+ 23 

+ 23 
+ 23 
+ 23 

+ 22 


9-488 
488 
488 
488 
488 


9-4230 
31 


0-004 862S 
SO50 


+ 22 


9-490 
490 


9-4280 

8i 


0-004 9712 
9734 


+ 22 


9-490 
490 


9-4330 
31 


0-005 0820 
0842 


+ 22 
+ 22 
+ 23 
+ 22 

+ 23 


9-489 
489 


9-4380 
81 


0-005 1950 
1973 


+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 


9-488 
488 


32 


8671 




490 


82 


975Ö 




490 


32 


0864 


489 


82 


1996 


488 


33 
34 


8693 
8714 


+ 22 
+ 21 
+ 22 


490 
490 


83 
84 


9778 
9800 


+ 22 

+ 22 


490 
490 


34 


0887 
0909 


489 
489 


83 
84 


2019 
2042 


488 
488 


9-4235 
3Ö 


0-004 8736 
S757 


+ 21 
+ 22 

+ 21 
+ 22 
+ 21 


9-490 
490 


9-4285 
86 


0-004 9S22 
9844 


+ 22 
+ 22 

+ 22 
+ 22 
+ 22 


9-490 
490 


9-4335 
36 


0-005 0932 
0954 


+ 22 
+ 23 
+ 22 
+ 22 
+ 23 


9-489 
489 


9-4385 
86 


0-005 2065 
2088 


+ 23 


9-48S 
488 


37 
38 
39 


8779 
8800 
8822 


490 
490 
490 


87 
88 
89 


9866 
9888 
9910 


490 
490 
490 


37 
38 
39 


0977 
0999 
1021 


489 
489 
489 


87 
88 
89 


2111 

2134 
2156 


+ 23 
+ 22 
+ 23 


4S8 
488 
488 


9-4240 

41 
42 

43 

44 


0-004 8843 
8805 
8886 
8908 
8930 


+ 22 
+ 21 
+ 22 
+ 22 
+ 21 


9-490 
490 
490 
490 
490 


9-4290 
9' 
92 
93 
94 


0-004 9932 

9954 

9976 

9998 

005 0020 


+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 22 


9-490 

489 
489 

489 
489 


9 - 4340 
41 
42 
43 
44 


0-005 1044 
1066 
1089 
II 11 
1134 


+ 22 
+ 23 
+ 22 

+ 23 
+ 22 


9-489 
489 
489 
489 
489 


9-4390 
91 
92 
93 
94 


0-005 2179 
2202 
2225 
2248 
2271 


+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 


9-488 
488 
488 
488 
488 


9 '4245 


0-004 8951 


+ 22 
+ 21 
+ 22 
+ 22 
+ 21 


9-490 


9-4295 


0-005 0042 


+ 22 

+ 22 
+ 22 
+ 22 
+ 23 


9-4S9 


9-4345 


0005 1156 


+ 23 
+ 22 

+ 23 
+ 23 
+ 22 


9-489 


9-4395 


0-005 2294 


+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 


9-488 


46 
47 
4« 
49 


8973 
8994 
9016 
9038 


490 
490 
490 
490 


96 

97 
98 

99 


0064 
0086 
0108 
0130 


489 
489 
489 
489 


46 

47 
48 

49 


1179 
1201 
1224 
1247 


489 
489 
489 
489 


96 
97 
98 
99 


2317 
2340 
2363 
2386 


488 
4S8 
488 
488 


9-425C 


0-004 9059 




9-490 


9-4300 


0-005 0153 




9-489 


9-4350 


0-005 1269 




9-4S9 


9 - 4400 


0-005 2409 




9-488 



Deukachrifteu der lualhem.-uaturw. Cl. L. Bd. 



29 



22r) 



TJi. V. Oppolzer. 



log- 

±tg 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



log ff 



log 

±tg 

(E-M) 



E—M 



sin {E—M) 



Dift-.i log ff j ±tg 



log 



Diflf. 



(E-M) a\n{E—M), 



lo 



gff 



l0£ 



:tg 



log 
E—M 



(E-M)i am {E—M) 



Diff. 



log«/ 



9-4400 0-005 2409 

01 2432 

02 2456 
03I 2479 
041 2502 



■4405 0-005 
061 
07 
08 



09 

9-4410 o 
n 
12 
13 
14 



9-44150- 
16 

17 
18 

«9 



2525 
2548 
257 

2594 
2617 



005 2640 
2664 
2687 
2710 
2733 



005 



2756 

2779i 
2803 
2826 
2849 



+ 23 
+ 24 
+ 23 
+ 23 
+ 23 



9-4420 0-005 2872 

21 289Ö 

22 2919 

23 2942 

24 2965 



9-4425 0-005 2989 
26, 3012 



27 
28 
29 



3035 
3058 
3082 



9-44300-005 
31 
32 
33 
34 

9 '4435 
36 
37 
38 
39 

9-4440 
41 
42 
43 
44 



3105 
3128 

3152 
3175 
3199 



■f 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 23 

+ 24 
+ 23 

+ 23 
+ 23 
+ 23 

+ 23 
+ 24 
+ 2 

+ 23 
+ 23 



0005 3222 

3245 
3269 
3292 
3316 

o'oo5 3339 
3362 
3386 
3409 
3433 



94445 0-005 3456 



46 

47 
48 

49 



34S0 
3503 
3527 
355° 



+ 24 

+ 23 
-f 23 

+ 23 
+ 24 

+ 23 
+ 23 
+ 23 
+ 24 
+ 23 

+ 23 
+ 24 
•f 23 
-f 24 
+ 23 

+ 2 
+ 24 

+ 23 
+ 24 

+ 23 

-f 23 
+ 24 
+ 23 
+ 24 
-t-23 

+ 24 
+ 23 
+ 24 

+ 23 

+ 24 



-4S8 
48S 
4S8 
48S 
488 

9-48S 
4S8 
4S8 
488 
48S 

i) - 488 



488 

9-488 
488 
488 
48S 



9 -44500 '005 3574 



9-488 
488 
487 
487 
487 

9-487 
487 
487 
487 
487 

.-487 
487 
487 
487 
487 

-487 
487 
487 
487 
487 

•487 
487 
487 
487 
487 

9-487 
487 
487 
487 
487 



-44500-005 

51 
52 
53 

^^l 

9-44550-005 
56 
57 

59, 



574 
3597 
3621 

3644 
3668 

3692 
3715 
3739 
3762 
3786 



9-44600-005 3810 

üi| 3833 

62, 3857 

63 3881 



64 



3904 



9-44650-005 3928 , ,^ 
66 --- +2^^ 



67 
68 
69 



3952 
3975 
3999 
4023 



+ 23 
+ 24 
+ 23 
+ 24 
+ 24 

+ 23 
+ 24 

+ 23 
+ 24 
+ 24 

-t-23 
+ 24 
+ 24 
+ 23 

+ 24 



9-44700-005 4046 
71 1 4070 
72' 4094 

73 4118 
74j 4141 

-44750-005 4165 
76] 4189 
77 4213 
78| 4237 
791 4260 

9-44800-005 4284 
81' 4308 

82 4332 

83 4356 

84 4380 

) 
9-44850 -005 4404 

86 4427 

87 4451 

88 4475 

89 4499 



+ 23 
+ 24 
+ 24 
+ 23 

+ 24 
+ 24 
■f 24 

+ 23 
-f24 



97 



99 



9-487 9-4500 



4523 
4547 
4571 
4595 
4619 

4643 
4667 
4691 
4715 
4739 



0-005 4763 



-44900-005 

91 
92 

93 
94 



-44950-005 
96 



+ 24 

+ 24 
+ 24 
+ 23 
+ 24 

+ 24 

+ 24 
+ 24 
+ 24 
+ 24 

+ 231 
+ 24 
+ 24I 
+ 24 
+ 24 

+ 24 
+ 24 
+ 24 
•+-24 
+ 24 

+ 24 
+ 24 
+ 24 

+ 24 
+ 24 



9-487 

487 
48 7 
487 
4S7 

9-487 
487 
487 
487 
487 

9-487 
487 
487 
487 
487 

9-487 
4S7 
487 
4S7 
487 

9-487 
4S7 
487 
487 
487 

9-487 

487 

487 
487 
487 

1-487 
487 
487 
487 
486 

-480 
486 
486 
486 
486 

-486 
486 
486 
4S6 
4SÖ 

9-486 
480 
486 
4S6 
4S6 



9-4500 

Ol 

02 

03 
04 



■4505 
06 



07 
08 
09 



9-4510 
1 1 
12 
13 
14 

9-4515 
16 

17 
I 

'9 

-4520 
21 
22 
23 
24 



0-005 47Ö3 
4787 
48 II 

4835 



9-486 

486 
486 
486 

4859+,'^! 486 



+ 24; 

-f 24J 
+ 24, 



0-005 4883 
4907 
4931 
4955 
4980 



0-005 



0-005 



5004 
5028 
5052 
5076 
5100 

5124 
5149 
5173 
5197 
522 



0-005 5246 
5270 
5294 
5318 
5343 



+ 24 
+ 24I 
+ 24 
+ 25 
+ 24 

+ 24 

+ 24 
+ 24 
+ 24 

+ 24 



0005 



-4525 
26 
27 
28 
29 



-45300-005 

31 
32 
33 
34 



9-486 



■4535 
36 
37 
38 
39 

-4540 
4 
42 
43 
44 

9-4545 
46 

47 
48 
49 



9-4550 



0-005 



5367 
5391 
5415 
5440 
5464 

5488 
5513 
5537 
5561 
5586 

5610 

5635 
5Ö59 
5683 
570S 



+ 25, 
+ 24 
+ 24, 
+ 24' 
+ 25 



+ 24 
+ 24 
+ 24 
+ 25 
+ 24 

+ 24 
+ 24: 

+ 25: 
+ 24 
+ 24 



-486 
486 
486 
486 
486 

-486 
486 
486 
486 
486 

■486 
486 
486 
486 
486 

'9-486 
486 
486 
486 
486 

9-486 
486 
486 
486 
48Ü 



9-4550 
5« 
52 

53 
54 



0-005 5977 
6002 
6026 
6051 
6075 



-45550-005 
5Ö 
57 
58 
59 



()IOO 

6124 
6149 
6174 
6198 



9-45600-005 6223 



61 
62 

63 

64 



6248 
6272 
6297 
6322 






,9-486 

t''< 486 

i'^i 486 

+241 



-45650-005 6346 

66j 6371 
67 6396 



68 
69 



9-457o|o-oo5 

71 
72 
73 
74 



94575 
76 

77 
78 
79 

9-4580 



6420 
Ö445 

6470 
6495 
6519 
6544 
6569 



0-005 5732 

5757 

578 

5806 

5830 

0-005 5854 
5879 
5903 
5928 
5952 

0-005 5977 



+ 25 

+ 24| 
+ 24 
+ 25 
+ 24I 

+ 25 
+ 24 

+ 25 
+ 24 
+ 24 



-48Ö 
48Ö 
486 
486 
486 

9-486 
486 
480 
486 
486 



+ 2.9-485 

T^ 485 

l'^i 48 
+ 25I ^ ^ 

+ 241 

+ 25 



485 
485 



82 

83 
84 

9-4585 
80 

87 

88 
89 



0-005 0594 
6biS 
6643 
6668 
6693 

0-005 6718 



Ö74 
6707 
6792 
6817 

0-005 6842 
6867 
6892 
6917 
6942 



-45900- 

91 
92 
93 
94 



9-4595 
96 

97 
98 
99 



005 



0-005 



6967 

6992 

7017 

704 

7067 

7092 
7117 
7142 
7167 
7192 



+ 25 

+ 24 

+ 25 
+ 24 

+ 25 

+ 24 

+25 
+25 
+24 
+25 

+25 

+ 24 

+25 
+25 
+ 24 

+25 
+25 
+24 
+25 
+25 

+25 

+ 24 

+25 
+25 

+25 

+ 24 

+25 
+25 
+25 
+25 



9-485 19 "4000 0-005 7217 



+ 25 
+ 24 
+ 25 
+ 25 
+ 25 

+ 25 
+ 25 
+ 25 
+ 25 

+ 25 

+ 25 
+ 25 
+ 25 

+ 25 
+ 25 

+ 25 
+ 25 
+ 25 
+ 25 
+ 25 



9-485 

485 
485 
485 
485 

9-485 
485 
485 
485 
485 

9-485 
485 

485 
4S5 

485 

9 485 
485 
48s 
485 
485 

•485 
485 
485 
485 
485 

9-485 
485 
485 
485 
485 

9-485 
485 
485 
485 
485 

9-485 
485 
485 
485 
485 

9-485 
485 
4S5 
4S5 
485 

9-485 
485 
485 
485 
4S5 



9-485 



über die Aiißösinig den Kejü er' selten l'rohkms. 



227 



log log 

±tg E—M 



Diff. 



logy 



log 

{E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diflf. 



log</ 



log 



{E-M) 



log 
E—M 



sin (£— M) 



Diff. 



log? 



log log 

±tg E-M 
(E-M) im {E—M) 



Diff. logi/ 



■ 4600 

Ol 

02 

03 

04 

9-4005 
06 
07 
08 
09 

9-4010 
II 
12 
13 
14 

9'46i5 
16 

17 
I 

>9 

9-4620 
21 
22 
23 
24 

9-4625 
26 
27 
28 
29 

9 • 4630 
31 
32 

34 

9 '4035 
36 
37 
38 
39 

9 -4640 

41 

42 

43 
44 

9-4645 
46 
47 
48 
49 

9-4650 



0-005 7217 
7242 
7267 
7292 
7317 



■005 734 
73('7 
7392 
7417 
7443 

-005 7468 

7493 
7518 

7S43 
7SÖ8 

7594 
7619 
7644 
7669 
7695 

7720 

774S 
7770 
7796 
7821 

7S46 
7872 
7897 
7922 
7948 



0-005 



0-005 



0-005 



o 005 



7973 
7998 
8024 
8049 
8075 



0-005 8100 
8125 
8151 
8170 
8202 



0-005 8227 

8253 
8278 
8304 
83 29 

•005 8355 
8380 
S406 
S431 
S457 

0-005 8482 



+ 25 

+ 25 

+ 25 

+ 25 
+ 25 

+ 25 
+ 25 
+ 25 
+ 26 

+ 25 
+ 25 

+ 25 

+ 25 
+ 25 

-f26 

+ 25 
+ 25 
+25 

+ 26 

+ 25 

+ 25 
+ 25 

+ 2Ö 
+ 25 

+ 25 

+ 26 

+ 25 
+ 25 

+ 26 

+ 25 
+ 25 

+ 26 

+ 25 

+ 26 

+ 25 
+ 25 

+ 26 

+ 25 

+ 26 

+25 

+ 2Ö 

+ 25 
+ 26 

+ 25 
+ 26 

+ 25 
+ 26 

+ 25 
+ 26 

+ 25 



9-485 
485 
485 
485 
485 

9-484 
484 
484 
484 
484 

9-484 
484 
484 
484 

484 

9-4S4 
484 
484 
484 
484 

9-4S4 
4S4 
484 
484 
484 

9-484 
484 
484 
484 
484 

9-484 
484 
484 
484 
484 

9-484 
484 
484 

4S4 
484 

9-484 
484 
484 
484 
484 

9-484 
484 
484 
484 
484 

9-484 



9-4650 
51 
52 

53 

54 

9-4655 
5Ö 
57 
58 
59 

9 - 4060 
Ol 

62 

63 
64 

-4065 

66 
67 
68 
69 

•4070 
71 
7 

73 
74 

•4675 
76 

77 
78 
79 

9-4680 
81 
82 
83 
84 

-4685 
86 

87 
88 

89 

9-4690 
9" 
92 
93 
94 



0-005 S482 
8508 
8534 
8559 
8585 

0-005 8610 
8636 
8662 
8687 
871 

S739 
8764 

8790 
8816 
8842 

0-005 8807 

8893 
8919 

8945 
8970 



0-005 



0-005 



8996 
9022 
9048 

9073 
9099 



0-005 9125 
9151 
9177 
9203 
9229 

0-005 9255 
9280 
9306 
9332 
9358 

0-005 93S4 
9410 

9436 
9462 



0-005 9514 
9540 
9566 
9592 
961S 



9-46950-005 9644 



90, 
97 
98 
99 

9-4700 



9670 
9696 
9722 
9749 

0-005 9775 



+ 26 

+ 26 

+ 25 

+ 2Ö 

+ 25 

+ 26 
+ 26 

+ 25 
+ 26 
+ 26 

+ 25 
+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 25 

+ 26 
+ 26 

+ 26 

+ 25 
+ 26 



+ 26 

+ 26 

+ 25 

+ 26 

+ 26 



+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 

+ 25 
+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 

+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 

+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 
+ 26 

+ 26 

+ 26 

+ 26 

+ 27 

+ 26 



9-484 
484 
484 
484 
484 

9-484 

484 
484 
484 

484 

9 - 4S4 
484 
484 
4S3 



9-483 
483 
483 
483 
483 

■483 
4S3 
483 
483 
483 

•483 
4S3 
483 
483 
483 

9-483 
4S3 
483 
483 
483 

■483 
483 
483 
483 
483 

■483 
483 
483 
483 
483 

-4S3 
4S3 
483 
483 
483 

9-483 



-4700 

Ol 

02 

03 
04 

-4705 
06 
07 
oS 
09 

9-4710 
1 1 
12 



0-005 



9775 
9801 
9827 

9853 
9879 



14 

■4715 
16 

17 
18 

19 

9-4720 

21 

22 

2, 

24 

9-4725 
26 

27 
28 
29 

9-4730 
31 
32 
23 

34 

9-4735 
3i) 
37 
38 
39 

9-4740 
41 
42 
43 
44 

9-4745 
4Ö 
47 
48 
49 



0-005 9905 

993 

9958 

9984 

006 0010 

0006 0036 
0063 
ool 
0115 
0141 

o-ooü 01 08 
0194 
0220 
0246 
0273 

0006 0299 

0325 
0352 

0378 
0404 

0-006 043 

0457 
0484 
0510 
0536 

0-006 05Ö3 
0589 

OÜIÖ 

0642 
0669 

0-006 0695 
0722 

0748 
0775 

0801 

o-oo6 0828 
0854 
0881 
0907 
0934 

0-000 0961 
0987 
1014 
1041 
1067 



9-47500-006 1094 



+ 26 

+ 26 
+ 26 


+ 2Ö 
+ 26 


+ 26 


+ 27 
+ 26 
-t-26 
-f 26 


+ 27 
+ 26 
+ 26 
+ 26 


+ 27 


+ 26 


+ 26 


+ 20 


4-27 
+ 26 


+ 26 


+ 27 
+ 26 
+ 26 


+ 27 


+ 26 


+ 27 
+ 26 
4-26 


-f 27 


+ 26 


+ 27 
+ 26 


+ 27 

+ 26 


+ 27 
+ 26 


+ 27 
+ 26 


+ 27 


+ 26 


+ 27 
+ 26 


+ 27 
+ 27 


+ 26 


+ 27 
+ 27 
+ 26 


+ 27! 



9-483 
483 
4S3 
483 
4S3 

9-483 
483 



9-4S3 
483 
483 
483 
483 

•483 
483 
483 
482 
4S2 

9-482 

4S2 

482 
482 
482 

9-482 
4S2 
482 
482 
482 



9-482 
4S2 
482 
482 
482 

9-482 
482 
482 

4S2 

482 



9-482 
482 
482 
482 
482 

9-482 
482 
482 

482 
482 



,9-482 



-4750 
51 
52 

53 
54 

■4755 
5*^ 
57 
58 
59 

-4760 
61 
62 

63 
64 

-4705 
00 
67 
68 
69 

■4770 

71 
72 

73 
74 

-4775 
76 

77 
78 
79 

9-4780 

81 

82 

8 

84 

9-47S5 
86 

87 
88 

89 

9-4790 
91 
92 
93 
94 



0-006 1094 
II 20 
1147 
II 74 
1201 

0-006 1227 
254 



9-4795 
96 

97 
98 

99 



0-006 



128 

1:307 

1334 

1361 

1388 

141 

144 

1468 



0-006 1495 
152 



o-ooü 



1549 
1575 

l602 



I029 

1656 
1683 
I7I0 
1737 

1764 

179 
ISI8 

1845 

1872 



o-ooü 1899 
1926 

1953 

1980 
2007 

0-006 2034 
2061 

2088 
2II5 

2142 

o-oo6 2169 
2196 

2223 
2250 

2277 



o'ooö 2305 

2332 
2359 
238Ö 

2413 



9-4800,0-006 2441 



+ 26 
+ 27 
+ 27 
+ 27 
+ 26 



+ 27 
4-27 
+ 26 
+ 27 
+ 27 

+ 27 

+ 27 

+ 26 
+ 27 

+ 27 

+ 27 

+ 27 

+ 26 
+ 27 
+ 27 

+ 27 

+ 27 

+ 27 
+ 27 
+ 27 

+ 27 

+ 27 
+ 27 
+ 27 
+ 27 

+ 27' 
+ 27 

+ 27 
■f 27 
+ 27 

+ 27 
+ 27 

+ 27 
+ 27 
+ 27 

•f 27 
■f 27 
+ 27 
+ 27 
+ 28 

+ 27 
+ 27 

+ 27 
+ 27 
+ 28 



9-482 
482 
482 

482 

482 

9-482 

482 
482 
482 
482 

9-482 
482 
482 
482 
482 

9-482 
482 
482 
482 
482 

9-482 
482 
482 
482 
481 

9-481 
481 
481 
481 

481 

'9-481 
481 

481 

481 

4SI 

9-481 

481 
481 
481 
481 

9-481 
481 
481 
481 
481 

9-481 

481 
481 

48 1 

481 
9-481 



•29 ■ 



09< 



Th. r. Oppolzer. 



log log 






log 


log 




log 


Ing 






log 


log 






±tg 


E—M 


Diff. 


log? 


±tg 

{E-M) 


E—M 


Diff. logf/ 


±tg 
[E-M) 


E—M 


Diff. \osg\ 


±tg 
{E-M) 


E—M 


Diff. 


los U 


[E-M) 


sin {E—M) 


sin {E—M) 






sin [E — M) 






sin {E — M) 


9 ■ 4800 

Ol' 

02 
03 


o-oo6 2441 
2468 

2495 
2522 


+ 27 
+ 27 

+ 27 
+ 27 
+ 28 


9-481 

481 

481 
481 


9-4850 

51 
52 
53 


0-006 3815 
3843; 
3871 

3899 


+ ^8''!so 

+ 27 +?° 


9 - 4900 

Ol 

02 
03 


0-006 5218 
5247 
5275 
5304 


+ 29 

+ 28 
+ 29 

+ 28 


9-479 
479 
479 
479 


9-4950 
51 

52 

53 


0006 6651 
6680 
6709 
Ö738 


+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 29 


9-478 

478 
478 
478 


04 2549 


481 


54 


3926 


1 *- ; 

+ 28 


4S0 


04 


5332 


+ 28 


479 


54 


6767 


478 


9-4805 
oO 


o-oo6 2577 
2604 


+ 27 
+ 27 
+ 28 

+ 27 
+ 27 


9-481 
481 


9-4855 
5Ö 


0-006 3954 
3982 


+ 28 
+ 28 


9-480 
4S0 


9-4905 
06 


o-ooö 5360 

5389 


+ 29 

+ 28 


9-479 
479 


9-4955 
56 


0006 6796 
6825 


+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 29 


9-478 
478 


07 
08 
09 


2631 
2Ö59 
2686 


481 
481 

481 


57 
58 
59 


4010 
4038 
4066 


^28 480 
:28i 480 


07 
08 
09 


5417 
5446 

5474 


+ 29 479 
+ 28 479 
+ 29 479 


57 
58 
59 


6854 
6883 
6912 


478 
478 
478 


9-4810 


0-006 2713 


+ 28 

+ 27 
+ 27 
+ 28 


9-481 


9-4860 


0-006 4094 


+ 279-480 


9-4910 


o-oo6 5503 


+ 28 


9-479 


9-4960 


0006 6941 


+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 29 


9-478 


II 

12 

13 


2741 

2768 

2795 


481 
481 
481 


61 
62 
63 


4121 
4149 
4177 


1 " 4 
+ 28 

+ 28 

+ 28 


480 
480 
480 


II 
12 
13 


5531 
5500 
558S 


+ 29 

+ 28 
+ 29 

+ 28 


479 
479 
479 


61 
62 
63 


6970 

6999 
7028 


478 
478 
478 


14 


2823 


+ 27 


481 


64 


4205 


+28 


480 


14 


5617 


479 


64 


7057 


478 


9-4815 


0-006 2850 


+ 27 
+ 28: 

+ 27| 

+ 28 
+ 27 


9-481 


9-4865 


0-006 4233 


+ 28 ^■4^° 


9-4915 


0-006 5645 


+ 29 
+ 28 
+ 29 
+ 28 
+ 29 


9-479 


9-4965 


0-006 7086 


+ 29 
+ 29 
+ 30 
+ 29 
+ 29 


9-478 


io| 

17' 
18 

19 


2877 
2905 
2932 
2960 


481 
481 
481 
481 


66 
67 
68 
69 


4261 
4289 
4317 
4345 


:3 s: 


16 

17 
18 

19 


5Ö74 
5702 

5731 
5759 


479 
479 
479 
479 


06 
67 
68 
69 


7115 
7144 
7174 
7203 


478 
478 
478 
47S 


9-4820 

21 
22 
23 
24 


0-006 2987 
3014 
3042 
30Ö9 
3097 


+ 27 
+ 28 
+ 27 
+ 28 

+ 27 


9-481 

48 1 
481 

481 
481 


9-4870 

71 

72 

73 
74 


0006 4373 
4401 
4429 
4457 
4485 


+28 9-480 

-u^s 480 
+ 28 480 


9-4920 
21 
22 
23 
24 


0-006 5788 
5816 
5845 
5874 
5902 


+ 28 
+ 29 
+ 29 
+ 28 
+ 29 


9-479 
479 
479 
479 
479 


9-4970 
71 
72 
73 

74 


0-006 7232 
7261 
7290 
7319 

7349 


+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 30 
+ 29 


9-478 
478 
478 
478 
478 


9-4825 


0-006 3124 


+ 28 
+ 27 
+ 28 


9-481 


9-4875 


0-006 4513 


+ 289-480 


9-4925 


o-oo6 5931 


+ 29 
+ 28 
+ 29 


9-479 


9-4975 


0-006 7378 


+ 29 
+ 29 
+ 30 


9-478 


2Ü 


3152 


481 


76 


4541 


+ 28 480 


2b 


5960 


479 


7Ö 


7407 


478 


27 


3179 


481 


77 


4569 


480 


27 


5988 


479 


77 


743Ö 


478 


28 


3207 


480 


78 


4598 


28 


6017 


479 


78 


7466 


478 


29 


3234 


+ 27 
+ 28 


480 


79 


4626 


29 


6046 


+ 29 

+ 28 


479 


79 


7495 


+ 29 
+ 29 


478 


9-4830 
31 
32 


0-006 3262 
3290 

3317 


+ 28 

+ 27 
+ 28 

+ 27 
+ 28 


9-480 

480 
480 


9-4880 
81 
82 


0-006 4654 
4682 
4710 


+28 9-480 

+ 28. 479 
+ 28 479 


9-4930 
31 
32 


0-006 6074 
6103 
6132 


+ 29 
+ 29 

+ 28 


9 '479 
479 
478 


9-4980 
81 
82 


0-006 7524 
7554 
7583 


+ 30 
+ 29 
+ 29 
+ 29 
+ 30 


9-478 
478 
478 


33 


3345 


480 


83 


4738 


+ 28 
+ 28 


479 


ZZ 


6160 


+ 29 
+ 29 


478 


83 


7612 


477 


34 


337z 


480 


84 


4766 


479 


34 


6189 


478 


84 


7641 


477 


9-4835 
3Ö 
37 


o-oo6 3400 
3427 
3455 


+ 27 
+ 28 
+ 28 
+ 27 
+ 28 


9-480 
480 
4S0 


9-4S85 
86 
87 


0-006 4794 
4823 
4851 


+ 29 
+ 28 
+ 28 
+ 28 
+ 29 


9-479 
479 
479 


9-4935 
36 
37 


o-oo6 6218 
Ö247 
6276 


+ 29 
+ 29 
+ 28 


9-478 
478 
478 


9-4985 
8ö 

87 


o-oo6 7671 
7700 
7730 


+ 29 
+ 30 
+ 29 
+ 29 
+ 30 


9-477 
477 
477 


38 
39 


3483 
3510 


480 
480 


88 
89 


4879 
4907 


479 
479 


38 
39 


6304 
6333 


+ 29 
+ 29 


478 
478 


88 
89 


7759 
7788 


477 
477 


9-4840 
41 


o-oo6 3538 
3566 


+ 28 
+ 27 

+ 28 

+28 
+ 28 


9-480 

480 


9-4890 
91 


0-006 4936 

4964 


+ 28 
+ 28 
+ 28 
+ 29 
+ 28 


9-479 
479 


9-4940 
41 


0-000 6362 
6391 


+ 29 
+ 29 
+ 28 
+ 29 
+ 29 


9-478 
478 


9-4990 
91 


0-006 7818 
7847 


+ 29 
+ 30 

+ 29 
+ 30 
+ 29 


9-477 
477 


42 

43 
44 


3593 
3621 

3649 


480 
480 
480 


92 
93 
94 


4992 
5020 
5049 


479 
479 
479 


42 
43 
44 


6420 
6448 
6477 


478 
478 
478 


92 
93 
94 


7877 
7906 

793Ö 


477 
477 
477 


9-4845 
46 


o-oo6 3677 
3704 


+ 27 

+ 28 

+ 28 

+27 

+ 28 


9-480 
480 


9-489; 
9( 


0-006 5077 
5'o5 


+ 28 

+ 28 
+ 29 

+ 28 
+28 


9-479 
479 


9-4945 
46 


o-ooö 650Ö 
ÖS35 


+ 29 
+ 29 
+ 29 
4-29 
+ 29 


9-478 
478 


9 4995 
96 


0-006 7965 
7994 


+ 29 
+ 30 
+ 29 
+ 30 
+ 30 


9-477 
477 


47 
48 


3732 
3760 


480 
480 


97I 5133 
98 5162 


479 
479 


47 
48 


6564 
6593 


478 
478 


97 
98 


8024 
8053 


477 
477 


49 


3787 


480 


99 5190 


479 


49 


6622 


478 


99 


8083 


477 


9-4850 


0-006 3815 


' 


9-480 


9-49000-006 5218 




9-479 


9-4950 


o-oo6 6651 




9-478 


9 - 5000 


0-006 81 13 




9-477 



Üher die Auflösung des Kepler' sehen Problems. 



229 



lOf,' 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

{E-M) 


E—M 


Diff, 


lug !/ 


±tg 
E-M) 


E~^M 


Diff. 


log y 


±tg 
(E-M) 


E—M 


Diff. 


log .'/ 


±tg 
[E-M) 


E-M 


Diff. 


log .'/ 


sm{E—M) 


sin {E~M) 


sin [E—M) 


sin (E—M) 


9 ■ 5000 

Ol 

02 


3-oo6 8113 

8142 
8172 


+ 29 

+ 30 
+ 29 
+ 30 
+ 29 


9-477 
477 
477 


9-5050 
51 
52 


D-oo6 9604 

9635 
9665 


+ 31 
+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-476 
476 
476 


9-5100 

Ol 

02 


0-007 1127 
115S 
1188 


+ 31 
+ 30 
+ 31 
+ 31 
+ 31 


9-475 
475 
475 


9-5150 
51 

52 


0-007 26S0 
2712 

2743 


+ 32 
+ 31 
+ 32 
+ 3> 
+ 32 


9-474 
474 
474 


03 

04 


8201 
8231 


477 
477 


53 

54 


9^5 
9725 


476 
476 


03 
04 


1219 
1250 


475 
475 


53 
54 


2775 
2S06 


474 
474 


9-5005 


3-006 8260 


+ 30 
+ 30 
+ 29 
+ 30 
+ 29 


9-477 


9-5055 


0-006 9755 


+ 30 
+ 31 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-476 


9-5105 


- 007 1 28 1 


+ 31 
+ 30 
+ 31 
+ 31 
+ 31 


9-475 


9-5'55 


0-007 2S38 


+ 31 
+ 31 
+ 32 
+ 31 
+ 32 


9-474 


06 


8290 


477 


5Ö 


9785 


476 


ob 


1312 


475 


56 


2869 


474 


07 
08 


8320 
8349 


477 
477 


57 
58 


9816 
9846 


47«, 
476 


07 
oS 


1342 
1373 


475 
475 


57 
58 


2900 
2932 


474 
474 


09 


8379 


477 


59 


9876 


476 


09 


1404 


475 


59 


2963 


474 


9-5010 
II 

13 


3-006 S40S 
S438 
846 S 
8497 


+ 30 
+ 30 
+ 29 
+ 30 
+ 30 


9-477 
477 
477 
477 


9-5000 
61 
62 
63 


o-oo6 9906 

9937 
9967 

9997 


+ 31 
+ 30 
+ 30 
+ 31 
+ 30 


9-476 
476 
470 
47O 


9-5110 
1 1 
12 
13 


0-007 1435 
1466 

1497 
1528 


+ 31 
+ 31 
+ 31 
+ 31 
+ 31 


9-475 
475 
475 
475 


61 
62 
63 


0-007 2995 
3026 
3058 
3090 


+ 31 
+ 32 
+ 32 
+ 31 
+ 32 


9-474 
474 
474 
474 


14 


8527 


477 


64 


007 002S 


476 


14 


1559 


475 


64 


3121 


474 


9'5oi5 


o-ooö S557 


+ 30 
+ 29 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-477 


9-5065 


0-007 0058 


+ 30 
+ 31 
+ 30 
+ 30 

+ 31 


9-470 


9-5115 


0-007 1590 


+ 31 
+ 31 
+ 31 
+ 31 
+ 31 


9-475 


9-5165 


0-007 3153 


+ 3> 

+ 32 
4-31 

+ 32 
+ 32 


9-474 


16 

17 


8587 

8bi6 


477 
477 


66 
67 


0088 
Ol 19 


47" 
470 


10 
17 


1621 
1652 


475 
475 


66 

67 


3184 
321b 


474 
474 


18 
19 


8646 
867Ü 


477 
477 


68 
69 


0149 
0179 


476 
476 


iS 
19 


1683 
1714 


475 
475 


68 
69 


3247 
3279 


474 
474 


9-5020 


o-oob 8706 


+ 29 
+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-477 


9-5070 


0-007 0210 


+ 30 
-+•30 
+ 31 
+ 30 
+ 31 


9-476 


9 ■ 5 I 20 


0-007 1745 


+ 31 
+ 31 
+ 31 
+ 3' 
+ 31 


9-475 


9-5'70 


0-007 33^^ 


+ 31 
+ 32 
+ 32 
+ 31 
+ 32 


9-474 


21 
22 
23 


8735 
8765 
8795 


477 
477 
477 


71 
72 

73 


0240 
0270 
0301 


476 
470 
476 


21 
22 
23 


1776 
1807 
1838 


475 
475 
475 


71 
72 
73 


3342 
3374 
3406 


474 
474 
474 


24 


8825 


477 


74 


0331 


476 


24 


1869 


475 


74 


3437 


473 


9-5025 
2b 
27 


0-006 8855 
8884 
8914 


+ 29 
+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-477 
477 
477 


9-5075 
7ü 

77 


0007 03Ö2 
0392 
0423 


+ 30 
+ 31 
+ 30 
+ 31 
+ 30 


9-476 
476 
476 


9-5125 
26 

27 


0-007 1900 

1931 
1902 


+ 31 
+ 31 
+ 31 
+ 31 
•f3i 


9-475 
475 
475 


9-5175 
76 

77 


0-007 3469 
3501 
3533 


+ 32 
+ 32 
+ 31 
+ 32 
+ 32 


9-473 
473 
473 


28 


8944 


477 


78 


0453 


476 


28 


1993 


474 


78 


35O4 


473 


29 


8974 


477 


79 


04S4 


476 


29 


2024 


474 


79 


359Ö 


473 


9 '5030 
31 
32 
33 
34 


o-ooö 9004 

9034 

90Ö4 
9094 
9124 


+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-477 
477 
476 
476 
476 


9 • 5080 
Si 
82 
83 
84 


0-007 0514 
0545 
0575 
0606 
0636 


+ 31 
+ 30 
+ 31 
+ 30 
+ 31 


9-476 

475 
475 
475 
475 


9-5130 
3' 
32 
33 
34 


0-007 205s 
2086 
2118 

2149 
2180 


+ 31 
+ 32 
+ 31 
-f3i 
+ 31 


9-474 
474 
474 
474 
474 


9-5180 
Si 
82 
83 
84 


0-007 3Ö28 
3660 
3691 
3723 
3755 


+ 32 
+ 31 
+ 32 
+ 32 
+ 32 


9-473 
473 
473 
473 
473 


9-5035 


0-006 9154 


+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-476 


9-5085 


0-007 0667 


+ 30 
+ 31 
+ 31 

+ 30 
+ 31 


9-475 


9-5135 


0-007 2211 


+ 31 
+ 31 
+ 32 
+ 31 
+ 31 


9-474 


9-5'85 


0-007 3787 


+ 32 
+ 31 
+ 32 
+ 32 
+ 32 


9-473 


3Ö 


9184 


476 


SO 


0697 


475 


3b 


2242 


474 


86 


3819 


473 


37 


9214 


476 


87 


0728 


475 


37 


2273 


474 


87 


3850 


473 


38 


9244 


476 


88 


0759 


475 


38 


2305 


474 


88 


3882 


473 


39 


9274 


476 


89 


0789 


475 


39 


233Ö 


474 


89 


3914 


473 


9 5040 


0-006 930^ 


+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 30 


9-476 


9-5090 


0-007 0820 


+ 3' 
+ 30 
+ 31 
+ 30 
+ 31 


9-475 


9-5140 


0-007 2367 


+ 31 
+ 32 
+ 31 
+ 31 
+ 32 


9-474 


9-5190 


0-007 3946 


+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 


9-473 


41 


9334 


476 


91 


0851 


475 


41 


2398 


474 


91 


397S 


473 


42 
43 
44 


93t>4 
9394 
9424 


476 
476 
476 


92 
93 
94 


0881 
0912 
0942 


475 
475 
475 


42 
43 
44 


2430 
2401 
2492 


474 
474 
474 


92 

93 
94 


4010 
4042 

4074 


473 
473 

473 


9 5045 
46 
47 


0-006 9454 
94S4 
9514 


+ 30 
+ 30 
+ 30 
+ 3C 
+ 3C 


9-470 
476 
476 


9-5095 
9b 

97 


0-007 0973 
1004 
1035 


■+-31 
+ 31 
+ 30 
+ 31 
+ 31 


9-475 
475 
475 


9-5'45 
46 
47 


0-007 2524 

2555 
2580 


+ 31 
+ 3' 
+ 32 
+ 31 
+ 31 


9474 

474 
474 


9-5195 
9Ö 

97 


0-007 4106 

4138 
4170 


+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 


9-473 
473 
473 


4S 
49 


9544 
9574 


476 
476 


98 
99 


1065 
109b 


475 
475 


48 
49 


2Ö18 
2O49 


474 
474 


98 
99 


4202 
4234 


473 

473 


9 •505c 


0-006 9604 




9-476 


9-510C 


0007 II 27 




9-475 


9-5150 


0-007 26S0 




9-474 


9-5200 


0-007 4266 




9-473 



230 



Th. V. Oj)polzer. 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 








±tg 


E—M 


Diff 


log ;/ 


±tg 
{E^M) 


E—M Diff 

sin {E—M) 


logS' 


±tg 
[E-M] 


E—M 


Diff 


logy 


±tg 
(E^M) 


E—M 


Diff 


'i^'S i/ 




sin [E—M] 


sin [E—M] 


sin {E—M) 




9-5200 

Ol 

02 
03 


0-007 42<JÖ 

429S 

4330 
43Ö2 


+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 


9-473 
473 
473 
473 


9-5250 
51 

52 
53 


0-007 5883 
5910 

5949 
5981 


+ 33 
+ 33 
+ 32 
+ 33 
+ 33 


9-472 

472 
472 
472 


9-5300 

Ol 

02 
03 


0-007 7534 
75Ö7 
7600 

7Ö34 


+ 33 
+ 33 
+ 34 
+ 33 
+ 33 


9-471 
471 
471 

471 


9-5350 
51 

52 

53 


0-007 9217 
9251 
9285 
9319 


+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 


9-470 
470 
469 
469 




04 


4394 


473 


54 


6014 


472 


04 


7667 


471 


54 


9353 


469 




9-5205 
06 
07 
08 
09 


0-007 442Ö 

4458 

4490 

4522 

4554 


+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 33 


9-473 
473 
473 
473 
473 


9-5255 
50 
57 
58 
59 


0-007 6047 
6080 
6112 
6145 
6178 


+ 33 
+ 32 
+ 33 
+ 33 
+ 33 


9-472 
472 
472 
472 
472 


9-5305 
06 
07 
08 
09 


0-007 7700 

7734 
7767 
7801 
7834 


+ 34 
+ 33 
+ 34 
+ 33 
+ 34 


9-471 
471 
4/1 
47r 
470 


9-5355 
50 
57 
58 
59 


0-007 9387 
9422 
9456 
9490 
9524 


+ 35 
+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 


9-469 
469 
469 
469 
469 




9-5210 
II 
12 
13 


0-007 4587 
4619 
4651 
4OS3 


+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 33 


9-473 

473 
473 
473 


9-5260 
61 
62 
Ö3 


0-007 6211 
Ö243 
6276 
0309 


+ 32 
+ 33 
+ 33 
+ 33 
+ 33 


9-472 
472 
472 
472 


9-5310 
1 1 
12 
13 


0-007 7868 
7901 
7935 
7968 


+ 33 
+ 34 
+ 33 
+ 34 
+ 33 


9-470 
470 
470 
470 


9- 5360 
61 
62 
63 


0-007 9558 
9592 
9626 
9661 


+ 34 
+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 34 


9-469 
469 
469 
469 




14 


4715 


473 


64 


Ö342 


472 


14 


8002 


470 


64 


9Ö95 


469 




9-5215 
16 

17 
iS 


0-007 4748 
4780 
4812 

4844 


+ 32 
+ 32 
+ 32 
+ 33 

+ 32 


9-473 
473 
473 
473 


9-5265 
66 
67 
68 


0-007 6375 
6408 
6441 
6474 


+ 33 
+ 33 
+ 33 

+ 32 
+ 33 


9-471 
471 
471 
471 


9-5315 
16 

17 
18 


0-007 S035 
8069 
S102 
813Ö 


+ 34 
+ 33 
+ 34 
+ 33 
+ 34 


9-470 
470 
470 
470 


9-5365 
66 
67 
68 


0-007 9729 
9763 
9797 
9832 


+ 34 
+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 34 


9-469 
469 
469 
469 




19 


4877 


473 


69 


6506 


471 


19 


81 69 


470 


69 


9866 


469 




9-5220 
21 
22 


0-007 4909 
4941 
4973 


+ 32 
+ 32 
+ 33 
+ 32 
+ 32 


9-472 
472 
472 


9-5270 
71 
72 


0-007 *^539 
0572 
6605 


+ 33 
+ 33 
+ 33 
+ 33 

+ 33 


9-471 
471 

47' 


9-5320 
2 1 
22 


0-007 8203 

8237 
8270 


+ 34 
+ 33 
+ 34 
+ 34 
+ 33 


9-470 
470 
470 


9-5370 

7> 

72 


0-007 9900 

9934 
9969 


+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 34 

+ 35 


9-469 
469 
469 




23 
24 


500Ö 
5038 


472 
472 


73 
74 


6638 
6671 


471 
471 


23 
24 


8304 
8338 


470 
470 


73 
74 


ooS 0003 
0037 


469 
469 




9-5225 


0-007 5070 


+ 33 
+ 32 
+ 33 

+ 32 
+ 32 


9-472 


9-5275 


0-007 6704 


+ 33 
+ 33 
+ 33 
+ 33 
+ 33 


9-471 


9-5325 


0-007 8371 


+ 34 
+ 34 
+ 33 
+ 34 
+ 34 


9-470 


9-5375 


o-ooS 0072 


+ 34 
+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 35 


9-469 




26 

27 


5103 
513s 


472 
472 


7Ö 

77 


Ö737 
Ü770 


471 
471 


26 
27 


8405 
8439 


470 
470 


76 
77 


0106 
0140 


469 
469 




28 

29 


5108 
5200 


472 
472 


78 
79 


6803 
Ö836 


471 
471 


28 
29 


8472 
8506 


470 
470 


78 
79 


0175 
0209 


469 
469 




9'S23o 


0-007 5232 


+ 33 
+ 32 
+ 33 
+ 32 
+ 33 


9-472 


9-5280 


0-007 Ö869 


+ 34 
+ 33 
+ 33 
+ 33 
+ 33 


9-471 


9-5330 


0-007 8s40 


+ 33 
+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 


9-470 


9-5380 


o-ooS 0244 


+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 34 
+ 35 


9-469 




31 

32 


5205 
5297 


472 
472 


81 

82 


6903 
6936 


471 
471 


31 
32 


8573 
8()07 


470 
470 


Si 
82 


0278 
0313 


469 

469 




33 
34 


5330 
53O2 


472 
472 


83 
84 


6969 
7002 


471 
471 


33 
34 


8641 
8675 


470 
470 


83 
84 


0347 
03S1 


469 
469 




9'S235 


0-007 5395 


+ 32 
+ 33 
+ 32 
+ 33 
+ 32 


9-472 


9-5285 


0-007 7035 


+ 33 
+ 33 

+ 33 


9-471 


9-5335 


0-007 8709 


+ 33 
+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 


9-470 


9-5385 


0008 0416 


+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 35 
+ 35 


9-469 




36 
37 


5427 
54O0 


472 
472 


86 

87 


7068 
7101 


471 
471 


3& 
37 


8742 
877Ö 


470 
470 


86 
87 


0450 
0485 


469 
469 




38 


5492 


472 


88 


7134 


471 


38 


8810 


470 


88 


0519 


469 




39 


5525 


472 


89 


7108 


+ 34 
+ 33 


471 


39 


8S44 


470 


89 


0554 


469 




9-5240 


0-007 5557 


+ 33 
+ 32 
+ 33 
+ 32 
+ 33 


9-472 


9 5290 


0-007 7201 


+ 33 
+ 33 
+ 34 
+ 33 
+ 33 


9-471 


9-5340 


0-007 8S7S 


+ 34 
+ 34 
+ 33 
+ 34 
+ 34 


9-470 


r539o 


0-008 0589 


+ 34 
+ 35 
+ 34 
+ 35 
+ 35 


9-469 




41 


5590 


472 


91 


7234 


471 


41 


8912 


470 


91 


0623 


469 




42 


5622 


472 


92 


7267 


471 


42 


8946 


470 


92 


0658 


469 




43 
44 


5''55 
5687 


472 
472 


93 
94 


7301 
7334 


471 
471 


43 
44 


8979 
9013 


470 
470 


93 
94 


0692 
0727 


469 
468 




9-5245 


0-007 5720 


+ 33 
+ 32 
+ 33 
+ 33 
+ 32 


9-472 


9-5205 


0-007 73(^7 


+ 33 


9-471 


9-5345 


0-007 9047 


+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 
+ 34 


9-470 


r5395 


0-008 0762 


+ 34 


J-468 




4Ü 


5753 


472 


96 


7400 


471 


46 


9081 


470 


96 


0796 


468 




47 


57S5 


472 


97 


7434 


+ 34 
+ 33 
+ 33 
+ 34 


471 


47 


9115 


470 


97 


0S31 


+ 35 
+ 34 
+ 35 

+ 35 


4U8 




4S 


5S18 


472 


98 


7467 


471 


48 


9149 


470 


98 


0865 


468 




49 


5851 


472 


99 


7500 


471 


49 


9183 


470 


99 


0900 


468 




9-5250 


0-007 5883 




9-472 


9-5300 


0-007 7534 




9-471 


9-5350 


0007 9217 




9-470 


3-5400 


o-oo8 0935 




/408 





über die Außnsung des Kepler' scheu Problems. 



231 



log 

(E-M) 



log 
E—M 



sin {E — M) 



Diff. 



log f/ 



±tg 
(E-il) 



log 
E—M 



sin (E — M) 



Diff. 



logjf 



log 

±tg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. log^ 



log 

ttg 
(E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



log ff 



9-5400 

Ol 

02 

03 

04 

9-5405 
00 

07 
08 
09 

9-5410 
1 1 

12 
13 
14 

9-5415 
16 

17 
18 

19 

9-5420 
21 
22 
23 
24 



o'ooS 0935 
0970 
1004 

1039 

1074 



•ooS 



o-oo8 



1108 

1143 
iryS 
1213 
1248 

1282 
1317 
1352 
1387 
1422 



o'oo8 



■5425 
2Ö 
27 
28 
29 



9 '543° 
3" 
32 
33 
34 

■5435 

37 
38 
39 

9 ■ 544° 
41 
42 
43 
44 

9-5445 
46 

47 
48 

49 
9 '545° 



1457 
1492 
1527 
1562 
1597 

o-ooS 1631 
1666 



170 

'736 

1771 

0008 1S06 
1S42 
1877 
1912 
1947 



+ 35 
+ 34 
+ 35 

+ 35 
+ 34 

+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 34 

+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 

+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 34 



o-ooS 19S2 
2017 
2052 
2087 
2122 

o'ooS 2158 
2193 
2228 
2263 

22 

o-ooS 2334 
23Ü9 
2404 
2439 
2475 

o'oo8 2510 

2545 
2581 
2616 
2651 

o-oo8 2687 



+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 

+ 36 
+ 35 
+ 35 

+ 35 
+ 35 

+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 36 

+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 36 



+ 35 
+ 35 
+ 35 
+ 3Ö 
+ 35 

+ 35 
+ 3Ö 
+ 35 
+ 35 
+ 3Ö 



9-468 
468 
468 
468 
46S 

9-468 
468 
468 
468 
468 

9-468 
468 
468 
468 
468 

9-468 
468 
468 
468 
468 

9-468 
4Ö8 
468 
40S 
408 

9-468 
46S 
468 
468 
468 

9-468 
468 
468 
46S 
4<)8 

9-468 
407 
467 
467 
467 

9-467 
467 
467 
467 
4Ö7 

9-467 
467 
467 
467 
467 



9-5450 
51 
52 
53 
54 

9-5455 
56 
57 
58 
59 

9-5460 
61 
62 

63 

64 

9-5465 
66 
67 
68 
69 

-5470 
7' 
7 

73 
74 

9-5475 
76 

77 
78 
79 



0-008 2687 
2722 
2758 

2793 
2829 

o-ooS 2864 
2899 

2935 
2970 
3006 

o'ooS 3041 
3077 
3113 
314S 
3184 

o-oo8 321g 
3255 
3291 
3326 
3362 



9-467 



9-5480 
81 

82 

83 
84 

9-5485 

86 
87 
88 



■5490 

9' 
92 

93 
94 

-5495 
96 

97 
98 

99 



o-ooS 3397 

343 
3469 
3505 
3540 

0008 3576 
3612 
3648 
36S3 
3719 



9 5500 



0-008 3755 

3791 
3827 
3862 
3898 

o-oo8 3934 
3970 
4006 
4042 
4078 

0-008 41 14 

4150 
4186 
4222 
425S 

o-ooS 4294 

4330 
4366 
4402 
4438 

o'oo8 4474 



+ 35 
+ 36 
+ 35 
+ 36 

+ 35 

+ 35 
+ 36 

+ 35 
+ 36 

+ 35 

+ 36 

+ 36 
+ 35 
+ 36 
+ 35 

+ 36 
+ 3<' 
+ 35 
+ 36 
+ 35 

+ 36 
+ 36 

+ 36 
+ 35 



+ 36 

+ 36 
+ 36 
+ 35 
+ 36 
+ 36 

+ 36 
+ 36 
+ 35 
+ 36 
+ 30 

+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 36 

+ 36 

+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 36 

+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 36 



9-467 
467 
467 
467 
467 

9-467 
467 
467 
467 
467 

9-467 
467 
467 
467 
467 

9-467 
467 
467 
467 
467 

9-467 
467 
467 
467 
467 

9-407 
467 
46Ö 
46b 
466 

9-466 
466 
466 
466 
466 

9-466 
466 
466 
466 
466 

9-466 
466 
466 
466 
466 

9-466 
466 
466 
466 
466 



9-5500 
01 
02 

03 

04 



0-008 4474 
4510 
4546 
4582 
4619 



9-55050-008 4655 

06 469 

07 472 

08 47Ö 

09 4799 



1 1 

1 2 
13 
14 

9-5515 
16 

>7 

iS 

19 

9-5520 
21 
22 

23 
24 



0-008 4836 

4872 
4908 
4944 
4981 

o-oo8 5017 
5053 



008 



9-5525 
26 

27 
28 

29 



9-466 



9-5530 
31 
32 
33 
34 

-5535 
36 
37 
38 
39 

9-5540 
41 
42 
43 

44 

9-5545 
46 

47 
48 
49 



0-008 



5090 
5126 
5162 

5199 

52 

5272 

5308 

5344 

5381 
5417 
5454 
5490 

5527 



+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 37 

+ 36 

+ 36 
+ 36 
+ 
+ 36 

+ 37 

+ 36 
+ 36 
+ 36 
+ 37 
+ 3Ö 



o-ooS 5563 
5600 
5636 
5673 
5710 

0-008 5746 
578 
5819 
5856 
5S93 

0-008 5929 
5966 
6003 
Ö039 
6076 

0-008 61 13 
6150 
6186 
6223 
6260 



+ 36 
+ 37 
+ 36 
+ 36 
+ 37 

+ 36 
+ 37 
+ 36 
+ 36 
+ 37 

+ 36 

+ 37 
+ 36 

+ 37 
+ 36 

+ 37 
+ 36 
+ 37 
+ 37 
+ 36 



9-55500-008 6297 



+ 37 
+ 36 
+ 37 
+ 37 
+ 36 



+ 37 
+ 37 
+ 36 

+ 37 
+ 37 

+ 37 
+ 36 
+ 37 
+ 37 
+ 37 



9-466 
460 
466 
460 
460 

9-460 
466 
466 
466 
4Ü6 

9-466 
4Ö6 

4ÜU 
466 
466 

9 ■46() 
466 
465 
465 
465 

-465 
4* '5 
4<>5 
405 
465 

-465 
465 
405 

4" 5 
465 

9-465 
465 
465 
465 
465 

9-465 
465 
465 
465 
465 

9-465 
465 
465 
465 
465 

9-465 
4Ö5 

465 
465 
465 



-5550 
51 
52 
53 
54 

9-5555 
56 
57 
58 
59 

9-5560 

61 

62 

6 

64 

9-5565 
06 
07 
68 
69 

•5570 
71 
72 
73 
74 



o-oo8 



76 

77 
78 

79 

9-5580 
81 
82 
83 



9-5585 
86 

87 

88 



6297 

"334 
6370 
6407 
6444 



oooS 6481 
6518 

6555 
0592 
0629 

o-ooS 6666 
Ö70 
6740 

6777 
6814 

0-008 6851 
6888 
6925 
6962 
6999 

o-ooS 7036 

073 
o 

47 



7 
7 
7185 



9-55750-008 7222 



9-465 



9-5590 
91 
92 
93 
94 

-5595 
96 

97 
98 
99 



9-5600 



7259 
7296 

7333 
7371 

0-008 740S 

7445 
7482 
7520 
7557 

o-ooS 7594 
7Ö32 
7669 
7706 
7744 



+ 37 
+ 36 
+ 37 
+ 37 

+ 37 

+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 37 

+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 37 

+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 37 

+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 38 
+ 37 



0-008 



0-008 



7781 
7818 
7S56 
7893 
7931 

7968 
8006 
8043 
8081 
8118 



o-ooS 8156 



+ 37 
+ 37 
+ 37 
+ 38 
+ 37 

+ 37 
+ 37 
+ 38 
+ 37 

+ 37 

+ 38 
+ 37 
+ 37 
+ 38 
+ 37 

+ 37 
+ 38 
+ 37 
+ 38 
+ 37 

+ 38 
+ 37 
+ 38 
+ 37 
+ 38 



■465 

465 
465 
465 
465 

9-465 
465 
464 
464 
464 

-464 
464 

464 

464 
464 

-464 
464 
464 
464 
464 

9-464 
464 
464 
464 
464 

9-464 
464 

464 
464 

464 

9-464 
464 
464 
464 
464 

9-464 
464 
464 

464 
464 

9-464 
464 
464 
404 
464 

9-464 
463 
463 
463 
463 

9-463 



232 



Th. V. Opjiolzer. 



log 


log 






log- 


log 






log 


log 






log 


log 








E—M 


Diff. 


log</ 


±tg 
[E-M) 


E-M 


Diff. 


logi/ 


±tg 

E-M) 


E—M 


Diff.! 


logy 


±tg 
E-M) 


E—M 


Diff. 


l0g<7 


sin {E—M) 


sin {E—M) 


sin [E—M) 


siu {E—M) 


9 • 5600 

Ol 

02 

03 
04 


3-oo8 8156 

8193 
8231 
8268 
8306 


+ 37 
+ 38 
+ 37 
+ 38 
+ 38 


r4Ö3 

463 
463 
4U3 
463 


r565o 
5' 
5^ 
53 
54 


3-009 0052 
0090 
0128 
0166 
0205 


+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 39 
+ 38 


3-462 
402 
462 
462 
402 


5-5700 

Ol 

02 

03 

04 


3-009 1985 
2024 
2063 
2102 
2141 


+ 39 
+ 39 
+ 39 
+ 39 
+ 39 


r46i 
461 
461 
461 
461 


9-5750 
51 

52 

53 

54 


3-009 3956 
3996 
4036 

4075 
4115 


+ 40 
+ 40 
+ 39 
+ 40 
+ 40 


9-459 
459 
459 
459 
459 


9-5605 


3-008 8344 




9 "403 


9-5655 


0-009 0243 




9-462 


9-5705 


0-009 2180 


+ 39 
+ 39 
+ 40 
+ 39 
+ 39 


9-461 


9-5755 


0-009 4155 


+ 40 
+ 40 
+ 40 
+ 40 
+ 40 


9-459 


oü 
07 
08 
09 


8381 
8419 
8457 
8494 


+ 37 
+ 38 
+ 38 
+ 37 
+ 38 


463 
4Ö3 
463 
463 


56 

57 
58 
59 


02S2 
0320 
0358 
0397 


+ 39 
+ 38 
+ 38 
+ 39 
+ 38 


462 
462 
462 
462 


06 
07 
08 
09 


2219 
2258 
2298 
2337 


461 
461 
461 
460 


56 

57 
58 
59 


4195 
4235 
4275 
4315 


459 
459 
459 
459 


9-5610 


o-ooS S532 


+ 38 
+ 37 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9 '403 


9-5660 


0-009 0435 


+ 39 
+ 38 
+ 39 
+ 38 
+ 39 


9-462 


9-5710 


0-009 2376 


+ 39 
+ 39 
+ 40 

+ 39 
+ 39 


9-460 


9-5760 


0-009 4355 


+ 40 
+ 40 
+ 40 
+ 40 
+ 40 


9-459 


II 

12 
13 


8570 
8607 
8645 


463 
463 
463 


DI 
62 
63 


0474 
0512 
0551 


462 
462 
462 


II 

12 
13 


2415 
2454 
2494 


460 
460 
460 


61 
62 
63 


4395 
4435 
4475 


459 
459 
459 


14 


8683 


463 


04 


0589 


4Ö2 


14 


2533 


460 


64 


4515 


459 


9'5''i5 
16 

17 


o-oo8 8721 
8758 
879Ö 


+ 37 
+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9'463 
463 
4Ö3 


9-5665 
66 
67 


0-009 0628 
0666 
0705 


+ 38 
+ 39 
+ 38 
+ 39 
+ 38 


9-462 
462 
462 


9-5715 
16 

17 


o'oog 2572 
261 1 
2651 


+ 39 
+ 40 
+ 39 
+ 39 
+ 40 


9-460 
460 
460 


9-5765 
66 

67 


0-009 4555 
4595 
4635 


+ 40 
+ 40 
+ 40 
+ 40 
+ 40 


9-459 
459 
459 


18 


8834 


463 


68 


0743 


4U2 


18 


2690 


460 


68 


4675 


459 


19 


S872 


4Ö3 


69 


0782 


402 


19 


2729 


460 


69 


4715 


459 


9-5620 
21 
22 
23 


0-0088910 
8947 
8985 
9023 


+ 37 
+ 3& 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9 "463 
463 
403 
4Ö3 


9-5670 
71 
72 
73 


0-009 0820 
0859 
089S 
0936 


+ 39 
+ 39 
+ 38 
+ 39 
+ 38 


9-462 
462 
461 
461 


9-5720 
21 
22 
23 


o'oog 27Ö9 
280S 

2847 
2887 


+ 39 
+ 39 
+ 40 
+ 39 
+ 40 


9-460 
460 
460 
460 


9-5770 
71 
72 
73 


0-009 4755 

4795 
4836 
4876 


+ 40 
+ 41 
+ 40 
+ 40 
+ 40 


9-459 
459 
459 
459 


24 


9061 


463 


74 


0975 


461 


24 


2926 


460 


74 


4916 


459 


9-5625 


o-oo8 9099 


+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9'463 


9-5675 


o'oog 1013 


+ 39 
+ 39 
+ 39 
+ 38 
+ 39 


9-461 


9-5725 


0-009 2966 


+ 39 
+ 39 
+ 40 
+ 39 
+ 40 


9-460 


9-5775 


0-009 4956 


+ 40 
+ 40 
+ 41 
+ 40 
+ 40 


9-459 


26 

27 

28 

29 


9137 
917s 
9213 
9251 


463 
463 

4Ö3 
4^3 


76 
77 
78 
79 


1052 
1091 
II 30 
1168 


461 

461 
40 1 
461 


26 

27 
28 

29 


3005 
3044 
3084 
3123 


460 

460 
4O0 
460 


76 
77 
78 
79 


4996 
5036 
5077 
5117 


459 
459 
459 
459 


9-5630 

31 
32 


o"oo8 9289 
9327 
9365 


+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9-463 

463 
463 


9-5680 
Si 
82 


0-009 1207 
124O 
12S4 


+ 39 
+ 38 


9-461 
461 
461 


9-5730 
31 
32 


0-009 31Ö3 
3202 
3242 


+ 39 
+ 40 
+ 39 
+ 40 
+ 40 


9-460 
460 
460 


9-5780 
81 
82 


0009 5157 

5197 
5238 


+ 40 

+ 41 
+ 40 
+ 40 
+ 41 


9-459 
459 
458 


33 

34 


9403 
9441 


463 
462 


83 

84 


1323 
1362 


+ 39 
+ 39 
+ 39 


4O1 
461 


33 

34 


3281 
3321 


460 
460 


83 

84 


527S 
5318 


458 
458 


9 •5635 
36 
37 


o-oo8 9479 
9517 

9555 


+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9-462 

462 
462 


9-5685 
86 
87 


o'oog 1401 
1440 
1479 


+ 39 

+ 39 
+ 38 
+ 39 
+ 39 


9-461 
461 
461 


9-5735 
36 
37 


0009 33Ü1 
3400 
3440 


+ 39 
+ 40 
+ 39 
+ 40 
+ 40 


9-460 
460 
460 


9-5785 
86 

87 


0-009 5359 
5399 
5440 


+ 40 
+ 41 
+ 40 
+ 40 
+ 41 


9-458 

45S 
458 


38 
39 


9593 
9631 


462 
462 


88 
89 


1517 
1556 


461 
461 


38 

39 


3479 
3519 


460 
460 


88 
89 


5480 
5520 


458 
458 


9 ■ 5640 


o-oo8 9669 


+ 39 
+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 38 


9-462 


9-5690 


0-009 1595 


+ 39 
+ 39 


9-461 


9-5740 


0-009 3559 


+ 39 
+ 40 
+ 40 
+ 39 
+ 40 


9-460 


9-5790 


0-009 5561 


+ 40 
+ 41 

+ 40 

+ 41 
+ 40 


9-458 


41 

42 


970S 
9746 


462 
462 


91 
92 


1634 
1673 


461 
461 


41 

42 


3598 
3638 


460 
460 


91 
92 


5601 
5642 


458 
458 


43 


9784 


462 


93 


1712 


+ 39 
+ 39 
+ 39 


461 


43 


3678 


460 


93 


5682 


45S 


44 


9822 


462 


94 


i75> 


461 


44 


37"7 


460 


94 


5723 


45S 


9 •564s 


o'OoS 9860 


+ 39 
+ 38 
+ 38 
+ 38 
+ 39 


9-462 


9-5695 


0-009 1790 


+ 39 
+ 39 
+ 39 
+ 39 
+ 39 


9-461 


9-5745 


0-009 3757 


+ 40 
+ 40 
+ 39 
+ 40 
+ 40 


9-460 


9-5795 


0-009 5763 


+ 41 
+ 40 

+ 41 
+ 40 

+ 41 


9-458 


46 


9899 


462 


96 


1829 


461 


46 


3797 


45"> 


96 


5804 


458 


47 


9937 


462 


97 


186S 


461 


47 


3837 


459 


97 


5S44 


45S 


4& 
49 


9975 
009 001; 


462 

462 


98 
99 


1907 
1946 


461 

461 


48 
49 


3876 
3916 


459 

459 


98 
99 


5885 
5925 


458 
458 


9 -565c 


0-009 0052 




9-462 


9-570C 


0-009 1985 




9-461 


9-5750 


0-009 3956 




9-459 


9- 5S00 


0-009 596Ö 




9-458 



Üljcr die AiiflünuiKi des Kcpler^sdieii I'rohhvis. 



233 



log 

±tg 

{E-M) 



log 
E—M 



sin {E — M) 



Diff. 



log ,(/ 



log 
±tg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin iE—M} 



Difr. 



i"g r/ 



±tg 

[E-M) 



log 
E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



log ;/ 



log 



(i'-Jlf) 



log 
E—M 



sin (£— Af) 



Diff. 



logi/ 



9-5800 

Ol 

02 

03 
04 

9 ■ 5805 
ob 

07 
08 
09 



9-58 



9-5815 
10 

•7 
18 

19 



0'009 5966 
6006 
6047 
6088 
Ö12S 

0-009 6169 
6210 
6250 
6291 

o'oog 6372 

6413 

O454 
6495 
653Ö 

6576 
6617 
6658 
0699 
6740 



o'oog 



9-5820 
21 
22 
23 
24 

9-5825 
26 

27 

2 

29 

9-5830 
31 
32 
33 
34 

9-5835 
36 
37 
38 
39 

9-5840 

41 
42 

43 
44 

9-5845 
40 

47 
48 

49 

9-5850 



0-009 Ü781 
6822 
686 
6903 
Ö944 

0-009 6985 
702Ö 
7067 
7108 
7149 

o - 009 7 1 90 
7232 
7273 
7314 

7355 

0-009 7396 

7437 

7478 
7519 
75<Ji 

0-009 7602 

7643 
7684 
7726 
7767 



0-009 



7808 
7849 
7891 
7932 
7973 



0-009 8015 



+ 40 
+ 4 
+ 4" 
+ 40 

+ 41 

+ 41 
+ 40 

+ 41 
+ 4 
+ 40 

+ 41 
+ 41 
+ 41 
+ 41 
+ 40 

+ 41 
+ 41 
+ 41 
■+•41 
+ 41 

+ 41 
+ 41 
+ 40 
+ 41 
+ 41 

+ 41 
+ 41 
+ 41 
+ 41 
+ 41 

+ 42 
+ 4" 
+ 41 
+ 41 
■f4l 

+ 41 

+ 41 
+ 41 
+ 42 

+ 41 

+ 41 
+ 41 
+ 42 
+ 41 
+ 41 

+ 41 
+ 42 
+ 41 
+ 41 
+ 42 



9-458 
458 
458 
458 
458 

9-458 
458 

45 8 
458 
458 

9-458 
458 
45S 
45 S 
458 

9-458 

45 8 
457 
457 
457 

9-457 
457 
457 
457 
457 

-457 
457 
457 
457 

457 

-457 
457 
457 
457 
457 

9-457 
457 
457 
457 
457 

9-457 
457 
457 
457 
457 

-457 
457 
457 
457 
457 

9-457 



9-58500-009 8015 



51 

52 
53 
54 



805Ö 



S139 
8180 



•5855 0-009 8222 
5b 8263 

57 S305 

58: 8346 

59 8388 

9-58000-009 8429 

61 8471 

62 8512 
63I 8554 
64 8596 

9-5805 o- 009 8637 



8679 

872 

8762 



06 

Ü7 
68 
69 



-58 70 0-009 8846 
7i| 8887 
72 8929 
8971 
9012 



73 
74 



9-5875 0-009 9054 



761 

77i' 
78 
79i 



9096 
913S 
9180 
9221 



9-58800-009 9263 



82 
83 



9305 
9347 
9389 
9431 



9-58850-009 9473 



86 

87 



9515 
9557 
9599 
9641 



9-58900-009 9683 



91 
92 

93 
94 

9-5895 
96 

97 
98 
99 



9725 
9767 
9809 
9851 

0-009 9893 

9935 

9977 

010 0019 

0061 



+ 41 
+ 42 
-i-41 
+ 41 
+ 42 

+ 41 
+ 42 
+ 41 
+ 42 
+ 41 

+ 42 
+ 41 
+ 42 
+ 42 
+ 41 

+ 42 

+ 42 

+ 41 
+ 42 
+ 42 

+ 41 
+ 42 
+ 42 
+ 41 
+ 42 

+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 4 
+ 42 

+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 

+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 

+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 

+ 42 

+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 43 



9-5900 o-oio 0104 



9-457 

457 
45Ö 
456 
45Ö 

9-450 
456 
45Ö 
456 
456 

9-456 
456 
456 
456 
456 

9-456 
456 
456 
456 
45<J 

9'45<) 
456 
4SÖ 
456 
456 

9-456 
45Ö 
456 
456 
45Ö 

9-450 
456 
45Ü 
456 
456 

9-456 

456 
455 
455 

455 

•455 
455 
455 
455 
455 

-455 
4SS 
455 
455 
455 

9-455 



9-5900 
01 
02 
03 
04 



9-5905 
06 

07 
08 

09 

9-5910 
II 
12 
13 
14 

9-5915 
16 

17 
I 

19 

9-5920 
2 

22 
23 
24 



o-oio 0104 
0146 

Ol 

0230 
0272 

0010 0315 

0357 
0399 
0442 

0484 



-5925 
26 

27 

28 
29 



9-5930 

31 

32 

33 

34 



9-5935 
36 
37 
38 
39 



010 0526 
0569 
061 1 

0653 
0696 

o'oio 0738 

0781 
0823 
0865 
0908 



O-QIO 0950 

099 

1036 

1078 

I 121 

010 II63 
1206 
1248 
I29I 
1334 

010 1376 
I419 
1462 
1504 

IS47 
010 1590 

1675 
1718 
1761 



9-59400-010 1S04 

1847 
1889 
1932 
1975 



41 
42 

43, 
44 

9-5945 
46 
47 
48 

49 



201S 
2061 
2104 

2147 
2190 



9-59500-010 2233 



+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 42 
+ 43 

+ 42 
+ 42 
+ 43 
+ 42 

+ 42 

+ 43 
+ 42 
+ 42 
+ 43 
+ 42 

+ 43 
+ 42 
+ 42 
+ 43 
+ 42 

+ 43 
+ 43 
+ 42 
+ 43 
+ 42 

+ 43 
+ 42 
+ 43 
+ 43 
+ 42 

+ 43 
+ 43 
+ 42 
+ 43 
+ 43 

+ 43 
+ 42 
+ 43 
+ 43 
+ 43 

+ 43 
+ 42 
+ 43 
+ 43 
+ 43 

+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 43 



9-455 
455 
455 
455 
455 

9-455 

455 
455 
455 
455 

9-455 
455 
455 
455 
455 

9-455 
455 
455 
455 
455 

9-455 
454 
454 
454 
454 

9-454 
454 
454 
454 
454 

9-454 
454 
454 
454 
454 

9-454 
454 
454 
454 
454 

9-454 
454 
454 
454 
454 

9-454 
454 
454 
454 
454 

9-454 



9-5950 
51 
52 
SZ 
54 

9-5955 
5Ö 
57 
58 
59 

9-5960 
61 
62 

63 
64 



9-5905 
66 
67 
68 
69 

9-5970 
71 
72 
73 
74 

-5975 
76 

77 
78 
79 

9-5980 
81 
82 
83 
84 

9-5985 
86 

87 
88 
89 

9-5990 
91 
92 
93 
94 

9-5995 
96 

97 

98 

99 



-010 2233 
2276 

2319 
2362 

2405 

■010 2448 
2491 
2534 

2577 



2621 
O'OIO 2Ö64 

2707 
2750 

2793 
2836 

O'OIO 2880 

2923 

2966 

3009 
3053 

0010 3096 

3139 

3183 

3226 

3269 

O'OIO 3 

335Ö 
3400 

3443 
3487 

O-OIO 3530 
3574 
3017 
36O1 

3704 
O-OIO 3748 

3791 
3835 
3879 

3922 

O'OIO 3966 
4009 

4053 
4097 
4I4I 

3 4184 
4228 
4272 

43«ö 
4359 



9 60000-010 4403 



+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 43 

+ 43 

+ 43 
+ 43 
+ 44 
+ 43 

+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 44 

+ 43 
+ 43 
+ 43 
+ 44 
+ 43 

+ 43 
+ 44 
+ 43 
+ 43 
+ 44 

+ 43 
+ 44 
+ 43 
+ 44 
+ 43 

+ 44 

+ 43 
+ 44 
+ 43 
+ 44 

+ 43 
+ 44 
+ 44 
+ 43 
+ 44 

+ 43 

+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 43 

+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 43 
+ 44 



9-454 

454 
454 
454 
454 

9-453 

453 
453 
453 
453 

9-453 
453 

453 
453 
453 

9-453 

453 
453 
453 
453 

9-453 
453 

453 
453 
453 

9'453 
453 
4S3 
453 
453 

•453 
453 
453 
453 

453 

9-453 
453 
453 
452 
452 

9-452 
452 
452 
452 
452 

9-452 
452 
452 

452 
452 

9-452 



Denkschriften der mathem.-nuturw. Gl. L. Bd. 



30 



234 



Th. V. Oppolzer. 



log 

±tg 



log 



sin {E—M) 



9 ■ 6000 

Ol 

02 

04 

9 '6005 
oCi 
07 
08 
09 

9'6oio 

12 

14 

9-6015 
16 

17 
18 

19 

9-6020 
2 1 
22 

23 
24 

9 6025 
26 
27 
28 
29 



o-oio 4403 
4447 
4491 

4535 
4579 

o-oio 4623 
4666 
4710 

4754 
4798 

o-oio 4842 

4886 
4930 

4974 
5018 

o 5062 
5106 
515« 
5195 
5239 

Q-OIO 5283 
5327 

5371 
5415 
5460 

O-OIO 5504 

5548 
5592 
5Ö37 
5681 



Diff. 



9-60300-010 5725 



3 

32 
33 
34 

9-6035 
36 
37 
3S 
39 

9 - 6040 

41 
42 

43 
44 

9 • 6045 
46 

47 
48 

49 
9-6050 



5770 
5814 
5858 
5903 



O-OIO 5947 
5992 
6036 
6080 
Ö125 

O-OIO 6169 
6214 

6258 
6303 
6347 

O-OIO 6392 

6437 
6481 
6526 
6570 

O-OIO 6615 



+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 44 

+ 43 
+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 44 

+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 44 

+ 44 
+ 45 
+ 44 
+ 44 
+ 44 

+ 44 
+ 44 
+ 44 
+ 45 
+ 44 

+ 44 
+ 44 
+ 45 
+ 44 
+ 44 

+ 45 
+ 44 
+ 44 
+ 45 
+ 44 

+ 45 
+ 44 
+ 44 
+ 45 
+ 44 

+ 45 
+ 44 
+ 45 
+ 44 
+ 45 

+ 45 
+ 44 
+ 45 
+ 44 
+ 45 



log ff 



log 

±tg 

(E-M) 



9-452 
452 
452 
452 
452 

9-452 
452 
452 
452 
452 

9-452 
452 
452 

452 
452 

9-452 
452 
452 
452 
452 

9-452 
451 
451 
451 
451 

9'45i 
451 
451 
451 
451 

9'45i 
45 > 
45' 
451 
451 

•451 

4SI 
451 
451 
451 

9-451 
451 
451 
451 
45" 

9-451 
45' 
45' 
45' 

451 

9-45' 



9-6050 

51 

52 
53 
54 



log 
E—M 



sin {E—M) 



O-OIO 6615 

6660 
6704 
6749 
Ö794 



0-6055 

56 

57 
58 
59 

•6060 
6i 
62 
6 
64 

•6065 
66 
67 
68 
69 

9-6070 

71 

72 

73 
74 

9 '6075 
76 
77 
78 
79 

9-6080 
81 
82 
83 
84 

■6085 
86 

87 
88 
89 

9 - 6090 

9' 

92 

93 
94 

9-6095 
96 
97 
98 
99 



O-OIO 6839 

6883 

6928 

6973 
7018 

0010 7063 

7107 

7'52 
7'97 
7242 

010 7287 
7332 
7377 
7422 

74Ö7 

O-OIO 7512 

7557 
7602 
7647 
7692 

O-OIO 7737 
7782 
7827 
7872 

7917 

0010 7963 
8008 

8053 
8098 

8'43 
O-OIO 8189I 

8234! 
8279 
8324 
8370 



Diflf. 



\osg 



log 

±tg 
{E-M) 



log 
E—M 



sin (£ — M) 



Diff. 



+ 45 
+ 44 
+ 45 
+ 45 
+ 45 

+ 44 
+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 45 

+ 44 
+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 45 

+ 45 
+ 45 

+ 45 
+ 45 

+ 45 

+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 45 

+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 46 

+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 46 



010 S415 
8460 
8506 
855« 
8597 

O-OIO 8642 

8687 
8733 
8778 

8824 



9-6IOOO-OIO 8869 



+ 45 
+ 45 
+ 45 
+ 46 

+ 45 



+ 45 
+ 46 

+ 45 
+ 46 

+ 45 

+ 45 
+ 46 
+ 45 
+ 46 
+ 45 



9-45' 

451 
45' 
450 
450 

9-450 

450 
450 

450 
450 

9-450 
450 
450 
450 
450 

9-450 
450 
450 
450 
450 

9-450 
450 
450 
450 
450 

9-450 
450 
450 
450 
450 

9-450 
450 
450 

450 
450 

9-449 
449 
449 
449 
449 

9-449 
449 
449 
449 
449 

9-449 
449 
449 
449 
449 

9-449 



•6100 

Ol 

02 

03 
04 

9-Ü105 
ob 

07 
08 
09 



9-61 



9-61 



9-6120 
21 

22 

23 

24 

9-6125 
26 
27 
28 
29 

9-6130 
3 
3 

33 
34 



-Ö135 
36 

37 
38 
39 



9-6140 
4 
42 
43 
44 

9-6145 
46 
47 
48 
49 

9-6150 



Q-OIO 8869 

8915 
8960 
9006 
9052 

O-OIO 9097 

9'43 
91S8 

9234 
9280 

O-OIO 9325 
937' 
94' 7 
9462 
9508 

010 9554 
9600 
964Ü 
9091 
9737 

O-OIO 9783 
9829 

9875 
9921 
9967 

0012 
0058 
0104 
0150 
0196 

o 011 0242 
0288 
0334 



0381 
0427 

0473 
0519 

0505 

061 

0657 

0704 
0750 
079(1 
0S42 
0888 



0935 
0981 
1027 
1074 
II 20 



IIÜÜ 



+46 

+ 45 
+ 4Ö 
+ 46 

+ 45 

+ 46 

+ 45 
+ 46 
+ 46 
+ 45 

+ 46 
+ 46 
+ 45 
+ 46 
+ 46 

+ 4Ö 
+ 46 

+ 45 

+ 46 
+ 46 

+ 4Ö 
+46 
+ 46 
+ 46 

+ 45 

+ 46 
+ 46 
+ 46 
+ 40 
+ 46 

+ 4Ö 
+ 46 
+ 47 
+ 46 
+ 46 

+ 46 
+ 46 
+ 46 
+ 46 
+ 47 

+ 46 
+ 46 
+ 46 
+ 4Ö 

+ 47 

+ 46 
+ 46 

+ 47 

+ 4Ü 

+ 46 



log!/ 



log 

+ tg 
{E-M) 



9-449 
449 
449 
449 
449 

9-449 
449 
449 
449 
449 

9-449 
449 
449 
449 
449 

-449 
448 
448 
448 
448 

-448 
448 
448 
448 
448 

9-448 
448 
448 
448 
448 

9-448 
448 
448 
448 
448 

9-448 
448 
448 
448 
448 

9-448 
448 
448 
448 
448 

9-44S 
448 
447 
447 
447 

9-447 



9-6150 

5' 
52 
53 

54 

9-^'5S 

50 
57 
58 
59 

9-6160 
61 
62 

63 
64 

9-6165 
66 

67 
68 
69 



9-61 



9-6175 
76 
77 
78 
79 

9-6180 
81 
82 
83 



•Ü185 
86 

87 
88 
89 

9-6190 

9' 

92 

93 
94 

9-6195 
96 

97 
98 

99 
9-6200 



log 
E—M 



sin {E—M) 



IlOO 

1213 
1259 
1306 
1352 



1445 
1491 
1538 
1584 

oii 1631 
1678 
1724 
1771 
1817 

o-ou 1864 

191 

'957 
2004 

205 

-OII 2097 
2144 
2191 
2238 
2284 

o-oii 233 

2378 

2425 
2472 
2519 

ooii 2566 
2612 

2659 

2706 

275 

OII 2S00 

2847 

2894 

294 
2988 



3035 
3082 

3 '30 
3'77 
3224 



o'oii 3271 

3318 

3365 

34'3 
3460 

o-oii 3507 



Diff. 



I'>g U 



+ 47 
+ 46 
+ 47 
+ 4Ö 
+ 47 

+ 4Ö 
+ 46 
+ 47 
+ 46 
+ 47 

+ 47 
+ 46 

+ 47 
+ 46 

+ 47 

+ 47 
+ 46 
+ 47 
+ 47 
+ 46 

+ 47 
+ 47 
+ 47 
+ 46 

+ 47 

+ 47 
+ 47 
+ 47 
+ 47 
+ 47 

+ 46 
+ 47 
+ 47 
+ 47 
+ 47 

+ 47 
+ 47 
+ 47 
+ 47 
+ 47 

+ 47 
+ 48 
+ 47 
+ 47 
+ 47 

+ 47 
+ 47 
+ 48 
+ 47 
+ 47 



•447 

447 
447 
447 
447 

9-447 

447 
447 
447 
447 

9-447 
447 
447 
447 
447 

9-447 
447 
447 
447 
447 

9-447 
447 
447 
447 
447 

9-447 
447 
447 
446 
446 

9-446 
446 
44Ü 
446 
446 

9-446 
446 

446 
446 
440 

9-446 
446 
446 
446 
446 

9-446 
446 
446 
446 
446 

9-446 



Üher die Aiiflösiing den Kcjiler' sehen Prohlems. 



235 



log log 

+ tg E—M 
(E-M) 



•6200 

Ol 

02 

03 

04 

9-6205 
06 
07 
08 
09 

9-02IO 
1 1 
12 



9 ■62 15 
16 



9 '0220 
21 
22 

23 
24 



sin {E—M) 



Diff. 



log y 



log 

±tg 
(E-M) 



o-oii 3507 

3554 
3602 

3Ö49 
3Ö9Ü 



3743 
3791 
383S 
3886 

3933 

3980 
402S 
4075 
4123 
4170 

4218 
4205 

4313 
4360 
4408 

4456 
4503 
4551 
4598 
4Ö46 



9'6225 o'oi I 4694 



26 
27 
28 
29 

9-6230 

31 
32 
33 

34 

9-6235 
30 
37 
38 
39 

<)-6240 
41 
42 
43 
44 

9-6245 
46 

47 
48 

49 
9-6250 



4742 
4789 

4837 
4885 



I 4932 
4980 
5028 
5076 
5124 

II 5172 
5220 
5267 
5315 
5363 

II 541 
5459 
5507 
5555 
SÖ03 

II 5651 
5Ö99 
5747 
5795 
5844 

II 5892 



+ 47 
+ 48 
+ 47 
+ 47 
+ 47 

+ 48 
+ 47 
+ 48 

+ 47 
+ 47 

+ 48 
+ 47 
+ 48 
+ 47 
+ 48 

+ 47 
+ 48 

+ 47 
+ 48 
+ 48 

+ 47 
+ 48 
+ 47 
+ 48 

+ 

+ 48 
+ 47 
+ 48 
+ 48 
+ 47 

+ 48 
+ 48 
+ 48 
+ 48 
+48 

+ 4S 
+ 47 
+ 48 
+ 48 
+ 48 

+ 48 
+ 

+ 48 
+ 48 
+ 48 

+ 48 
+ 48 
+ 48 
+ 49 

+ 



9-446 
446 
446 

440 
446 

9-446 
440 
446 
445 
445 

■445 
445 
445 
445 
445 

9 "445 
445 
445 
445 
445 

9 '445 
445 
445 
445 
445 



9 "445 
445 
445 
445 
445 

9 '445 
445 
445 
445 
445 

9 "445 
445 
445 
444 
444 

9 "444 
444 
444 
444 
444 

■444 

444 
444 

444 
444 



9-6250 
51 

52 
53 
54 

9-6255 
5Ö 
57 
58 
59 

9-6260 
61 
62 

63 
64 

9-6265 
66 
67 
68 
69 

-6270 
71 
72 
73 
74 

-6275 
7Ö 
77 
78 
79 

-6280 
81 

8 
S 
84 

9-6285 
86 

87 
SS 

89 

9 -0290 
91 
92 
93 
94 

9-6295 
96 
97 
98 
99 



log 
E—M 



sin [E — M) 



311 5892 
5940 
5988 
6036 
0084 

MI 6133 
6181 
6229 
6277 
6326 

DU 6374 
6422 
6471 

Ö519 
6567 

o-oii 6üiö 
66Ö4 

0713 
6761 
6S10 



6858 
6907 

Ö955 
7004 
7052 



üiff. 



log ;/ 



log 

ttg 

{E-M) 



9-444 9-6300 



71 

7149 

7198 

7247 
7295 

7344 
7393 
744 
7490 

7539 

7588 
7636 
7685 
7734 
7783 

7832 
7S81 
7929 
7978 
S027 



+ 48 
+ 48 
+ 48 
+ 48 
+ 49 

+ 48 
+ 48 
+ 48 
+ 49 
+ 48 

+ 48 
+ 49 
+ 48 
+ 48 
+ 49 

+ 48 
+ 49 
+ 48 
+ 49 
+ 48 

+ 49 
+ 48 
+ 49 
+ 48 
+ 49 

+ 48 
+ 49 
+ 49 
+ 48 
+ 49 



o-oi : 



8 
82 



+ 49 
+ 48 
+ 49 
+ 49 
+ 49 

+ 48 

+ 49 
+ 49 
+ 49 
+ 49 

+ 49 
+ 48 
+ 49 
+ 49 
+ 49 



8076 , 
s,L +49 

74+49 

82 2 t'' 
' +49 



8321 



9 "444 
444 
444 
444 
444 

9 444 

444 
444 
444 
444 

9 '444 
444 
444 
444 
444 

9 "444 
444 
444 
443 
443 

9 '443 
443 
443 
443 
443 

9 "443 
443 
443 
443 
443 

9 "443 
443 
443 
443 
443 

9 "443 
443 
443 
443 
443 

9 "443 
443 
443 
443 
443 

9 "443 

443 
442 
442 
442 



log 
E—M 



Diff. 



logi» 



sin {E—M) 



9-6300 

Ol 

02 

03 
04 

9-6305 
06 
07 
08 
09 

9-6310 
II 
12 
13 
14 

9-63I5 
16 

17 
18 



9-6320 
21 
22 
23 
24 



9-6325 o-o:i 9553 

26 9602 

27 9652 

28 9701 

29 975' 



9-44; 



S321 
8370 
8419 
8468 
8517 

8567 
8616 
86Ö5 
8714 
8763 

8812 
8862 
S911 
8960 
9010 

9059 
9108 

9157 
9207 
9256 

9306 

935S 
9404 

9454 
9503 



log 
{E-M) 



9-0330 

31 

32 
33 
34 

9-Ö335 
3Ö 
37 
38 
39 

■0340 
4 
42 
43 
44 

9 "6345 
46 

47 
48 

49 
9-6350 



O-OII 9801 
9850 
9900 
9949 
9999 



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0098 
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0198 
0248 

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0397 
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069Ö 
0746 

0-012 0796 



+ 49 
+ 49 
+ 49 
+ 49 
+ 50 

+ 49 
+ 49 
+ 49 
+ 49 
+ 49 

+ 5° 
+ 49 
+ 49 
+ 50 
+ 49 

+ 49 

+ 49| 
+ 50, 
+ 49 
+ 5° 

+ 49 
+ 49 
+ 50 
+ 49 
+ 50 

+ 49 
+ 50 
+ 49 
+ 50 
+ 50 

+ 49 
+ 50 
+ 49 
+ 50 
+ 50 

+ 49 
+ 50 
+ 50 
+ 50 
+ 49 



9-442 
442 
442 
442 

442 

9-442 
442 
442 
442 
442 

9-442 

442 
442 
442 
442 

-442 
442 
442 
442 
442 

•442 
442 

442 
442 
442 

9-442 
441 
441 
441 
441 

9-441 
441 
441 
441 
441 

9-441 
441 
441 

441 
441 



log 
E—M 



sin {E—M) 



+ 5° 
+ 50 
+ 50 
+ 50 
+ 49 

+ 50 
+ 5° 
+ 5° 
+ 50 
+ 50 



9-6350 

51 
52 
53 
54 

9-Ö35S 
56 
57 
58 
59 

9-6360 

61 

6 

63 

64 

9-6365 
66 
67 
68 
69 

9-6370 
7 

72 
73 
74 

9"Ö375 
76 

77 
78 
79 

9-6380 
8 
82 

83 
84 

9-63S5 
86 
87 



Diff. 



logj/ 



9-441 
441 
441 
441 

441 

9-441 

44« 
441 
441 
441 

9-441 



9-6390 
91 
92 
93 
94 

9-0395 
96 

97 
98 

99 

9-Ö400 



! 0796 
0846 
0896 
0946 
0996 

! 1046 
1096 
II46 
II 96 
1246 

2 1296 

I347i 
1397 
1447 
1497 

2 1547 
1598 
1048 
169S 
1748 

0-012 1799 
1849 
1899 
1950 
2000 

2 2051 
2IOI 
2151 
2202 
2252 

0-012 230 

2353 
2404 

2455 
2505 

0-012 2556 
2606 
2657 
2708 
2758 

0-012 2809 
2860 
2910 
2961 
3012 

0-012 3063 

3"3 
3164 
3215 
3266 

0-012 3317 



+ 50 
+ 50 
+ 50 
+ 50 
+ 5° 

+ SO 
+ 50 
+ 5° 
+ 50 
+ 50 

+ 5 
+ 50 
+ 50 
+ 50 
+ 5° 

+ 51 
+ 50 
+ 50 
+ 50 
+ 5" 

+ 50 
+ 50 
+ 51 
+ 50 
+ 51 

+ 50 
+ 50 
+ 5 
+ 50 
+ 51 



9-441 

441 
441 
441 
441 

9-440 
440 
440 
440 
440 

9-440 
440 
440 
440 
440 

9 "440 
440 
440 
440 
440 

9-440 
440 
440 
440 
440 

9-440 
440 
440 
440 
440 



+ 50 
+ 51 
+ 5' 
+ 50 
+ 5 

+ 50 
+ 5 
+ 51 
+ 50 
+ 51 

+ 51 
+ 50 
+ 5 
+ 51 
+ 51 

+ 5° 

+ 51 
+ 51 
+ 51 
+ 51 



9-440 
440 
440 
439 
439 

9 "439 
439 
439 
439 
439 

9 "439 
439 
439 
439 
439 

9 "439 
439 
439 
439 
439 

9"439 



30* 



236 



Th. r. Oppolzer. 



log 

±tg 



log 
E—M 

sin (E — M) 



Difl'. 



'og^ 



log 
±tg 



log 
£'— ilf 



sin [E—M) 



Dift- 



log ,'/ 



±tg 



log 
E—M 



sin iE—M) 



Difif. 



log .9 



log 

±tg 
(£•-3/) 



E—M 



sin (E—M) 



Diff. 



'ogy 



9 ■ 6400 

Ol 

02 

03 
04 

9 ■ 6405 
06 
07 
08 
09 



0012 3317 
336S 
3419 
3470 
3520 

012 3571 
3622 
3^73 
3724 
3775 



9'64ioo-oi2 3827 

11 3878 

12 3929 

13 3980 

14 4031 



9-6415 
16 

17 
18 

19 

9*6420 
21 
22 
23 
24 

9-6425 
26 

27 
28 
29 



9-6430 
31 
32 

34 

•6435 
36 
37 
38 
39 

9 - 6440 
41 
42 
43 
44 

9 ■ Ö445 
46 
47 
48 

49 
9-6450 



12 4082 

4133 
4184 
4236 
4287 

12 4338 
4389 
4441 
4492 
4543 

0-OI2 4595 
4646 
4697 

4749 
4800 

0-012 4852 
4903 
4955 
5006 
S058 

0-012 5109 

S16 

5212 

5264 

5315 

0-012 5367 
5419 
5470 

5522 

SS74 

2 5625 
5677 
5729 
5781 
5832 



5884 



+ 51 
+ 5 
+ 51 
+ 50 
+ 51 

+ 51 
+ 51 

+ 51 
+ 51 
+ 52 

+ 51 
+ 51 
+ 51 
+ 51 

+ 51 

+ 51 

+ 51 
+ 52 
+ 51 
+ 51 

+ 51 
+ 52 
+ 51 
+ 51 
+ 52 

+ 51 
+ 51 
+ 52 
+ 51 
+ 52 



9 '439 
439 
439 
439 
439 

9"439 
439 
439 
439 
439 

9 '439 
438 
438 
43S 
438 



438 
438 
438 
438 

9'438 
438 
438 
438 
43S 

•438 
438 
438 
438 
438 



9-6450 
51 
52 
53 
54 

9-6455 
56 
57 
58 
59 

9-6460 
61 
62 

63 
64 



0-012 5884 
5936 



9-438 9-6465 



+ 51 
+ 52 
+ 5 
+ 52 
+ 51 

+ 52 
+ 51 
+ 52 
+ 51 
+ 52 

+ 52 
+ 51 
+ 52 
+ 52 
+ 51 

+ 52 
+ 52 
+ 52 
+ 51 

+ 52 



43S 
43S 
438 
438 

9-438 
438 
438 
43S 
437 

9-437 
437 
437 
437 
437 

9-437 
437 
437 
437 
437 

9 437 



66 
67 
68 
69 



5988 
6040 
6092 



012 6144 
6195 
6247 
6299 
635 

0-012 6403 

6455 
6507 

6559 
661 



6664 
6716 
6768 
6820 
6S7 



-6470 0-01 

7: 
72 

73 
74 

-Ö475 
76 

77 
78 
79 



9-438 9-6480 



81 
82 

83 
84 

9-64S5 
86 
87 



9 • 6490 

9 
92 

93 
94 

9-6495 
96 

97 
98 
99 

9-6500 



2 6924 
6977 
7029 
7081 
7133 

2 7186 
7238 
7290 
7343 
7395 



7447 
7500 

7552 
7605 

7657 

7709 
7762 

7814 
7867 
7920 



7972 
8025 
8077 
8130 
8183 

8235 
8288 

8341 
8393 
8446 



+ 52 
+ 52 
+ 5 
+ 52 
+ 52 

+ 51 
+ 52 

+ 52 
+ 52 
+ 52 

+ 52 
+ 52 
+ 52 
+ 53 
+ 52 

+ 52 
+ 5 
+ 52 
+ 52 
+ 52 

+ 53 
+ 52 
+ 52 
+ 52 
+ 53 

+ 52 
+ 52 
+ 53 
+ 52 
+ 52 



+ 52 

+ 53 
+ 52 
+ 5 



9-437 
437 
437 
437 
437 

9-437 
437 
437 
437 
437 

9-437 
437 
437 
437 
437 

9 437 
430 
436 
436 
43Ö 

9-436 
436 
436 
436 
436 

9-436 
436 
436 

436 
436 



, 9-436 



0-012 8499 



+ 53 
+ 52 
+ 53 
+ 53 
+ 5 

+ 53 
+ 5 
+ 53 
+ 53 
+ 52 

+ 53 
+ 53 
+ 52 
+ 53 
+ 53 



436 
436 
436 
43Ö 

9-436 
436 
436 
436 
436 

9-436 
436 

436 
435 

435 

■435 
435 
435 
435 
435 



9-6500 

Ol 

02 

03 
04 

9-6505 
06 
07 
08 
09 

9 -65 10 

12 
13 
14 

■0515 
16 

17 
iS 

19 

9-0520 
2 1 
22 
23 
24 

9-6525 
26 

27 

28 

29 



9-6530 

31 

32 

34 

9-6535 
36 
37 
38 



39 

9-6540 

4 

4 

43 

44 

9-6545 
46 
47 
48 
49 



2 8499 

8552 
8604 

8657 
8710 

2 8763 
8816 
8869 
8922 
8975 

0-012 9027 
9080 

9133 
9186 

9239 

0-0I2 929 
9346 

9399 
9452 
9505 

0-012 9558 
961I 
9664 
9718 
9771 

-012 9824 
9877 

993 
9984 
013 0037 



+ 53 
+ 52 
+ 5 
+ 53 
+ 53 

+ 53 
+ 53 
+ 53 
+ 53 
+ 52 

+ 53 
+ 53 
+ 53 
+ 53 
+ 54 

+ 53 
+ 53 
+ 53 
+ 53 
+ 53 



0-013 0091 
0144 
0197 
0251 
0304 



013 035S 
041 1 
0464 
0518 
0571 

313 0625 
0679 

073 

0786 

0839 

0-013 0893 
0947 
1000 

1054 
1108 



9-435 9-65500-013 116 



+ 53 

+ 53 
+ 54 
+ 53 
+ 53 

+ 53 
+ 54 

+ 5 
+ 53 
+ 54 

+ 53 
+ 53 
+ 54 
+ 53 
+ 54 

+ 53 
+ 5 
+ 54 
+ 53 
+ 54 

+ 54 
+ 53 
+ 54 
+ 53 
+ 54 

+ 54 
+ 53 
+ 54 
+ 54 
+ 53 



9435 
435 
435 
435 
435 

9-435 
435 
435 
435 
435 

9 '435 
435 
435 
435 
435 

9-435 
435 
435 
435 
435 

9-434 
434 
434 
434 
434 

9 '434 
434 
434 
434 
434 

9-434 
434 
434 
434 
434 

-434 
434 
434 
434 
434 

9-434 
434 
434 
434 
434 

9-434 
434 
433 
433 
433 



9-6550 

51 

52 
53 
54 

9-6555 
56 
57 
58 
59 

9-6560 
6 

62 
6j 
64 

1-6565 
66 
67 
68 
69 

-6570 

71 
72 

73 
74 

-6575 
76 
77 
78 
79 



0-013 



0-013 



0-013 



9-6580 
81 
82 
^3 



-6585 
S6 

87 



0-013 



9-433 






89 



9-6590 

91 
92 

93 
94 



9-6595 
96 
97 
98 

99 



0-013 



1161 

1215 

1269 

13 

1376 

1430 
1484 
1538 
1592 
1646 



1700 

1754 
1808 
1861 
191S 

1969 
2024 
2078 

213 
21S6 



2240 
2294 
2348 
2402 
2456 

2511 
2565 
2619 
2673 
272S 

2782 
2836 
2891 
2945 
2999 

3054 
310S 

3163 

3217 
3272 



+ 54 
+ 54 
+ 54 
+ 53 
+ 54 



•433 
433 
433 
433 
433 



+ 54 
+ 54 

+ 54 
+ 54 
+ 54 

+ 54 
+ 54 
+ 5 
+ 54 
+ 54 

+ 55 
+ 54 
+ 54 
+ 54 
+ 54 

+ 54 
+ 54 
+ 54 
+ 54 
+ 55 

+ 54 
+ 54 
+ 54 
+ 55 
+ 54 



0-013 



33 

3381 

3435 

3490 

3544 



9-6600 



0-013 3599 
3654 
3708 
3763 
3818 

0-013 3872 



+ 54 
+ 55 
+ 54 
+ 54 
+ 55 

+ 54 
+ 55 
+ 54 
+ 55 
+ 54 



+ 55 
+ 54 

+ 55 
+ 54 
+ 55 

+ 55 
+ 54 
+ 55 
+ 55 
+ 54 



■433 
433 
433 
433 
433 

9-433 
433 
433 
433 
433 

9-433 
433 
433 
433 
433 

9-433 
433 

433 
432 
432 

9-432 
432 
432 
432 
432 

9-432 
432 
432 
432 
432 

9-432 
432 
432 
432 
432 

9-432 
432 
432 
432 
432 

9-432 
432 
432 
432 
431 

9-431 



über die Auflösunfj des Kepler'schen Problems. 



237 



log 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 








E—M 


Diflf. 


log«/ 


±tg 
[E-M) 


E—M 


Diflf. 


log .'/ 


±tg 

(E-M) 


E-M 


Diflf. 


logi/ 


±tg 

{E-M) 


E—M 


Ditt'. 


'og (/ 


sin (E—M) 


sin {E—M) 


sin (E—M) 


sin {E—M) 


9 - 6600 


0-013 3872 




9 "431 


9-6650 


0-013 6632 




9-429 


9-6700 


0-013 9442 


+ 57 
+ 56 
+ 57 
+ 57 
+ 57 


9-427 


9-6750 


0-014 2302 


+ S8 


9-425 


Ol 

02 


3927 
3982 


+ 55 
+ 55 


431 
431 


51 

52 


b688 
6744 


+ 5b 
+ 56 


429 
429 


Ol 

02 


9499 
9555 


427 

427 


51 

52 


2300 
2417 


+ 57 
+ 58 
+ 58 
+ 58 


425 

425 


03 


4036 


+ 54 


431 


53 


6799 


+ 55 
+ 56 
+ 5t> 


429 


03 


9612 


427 


53 


2475 


425 


04 


4091 


+ 55 
+ 55 


431 


54 


6855 


429 


04 


9669 


427 


54 


2533 


425 


9-6605 


0-013 4146 




9-431 


9-6655 


0-013 691 1 


+ 56 
+ 56 

+ 55 
+ 5Ö 
+ 56 


9 - 429 


9-6705 


0-013 9726 


+ 57 
+ 56 
+ 57 
+ 57 
+ 57 


9-427 


9-6755 


0-014 2591 


+ 58 


9-425 


oü 

07 
08 
09 


4201 
4256 
4311 
4365 


+ 55 
+ 55 
+ 55 
+ 54 
+ 55 


431 
431 
431 
431 


56 
57 
58 
59 


6907 
7023 
7078 
7134 


429 
429 
429 
429 


ob 

07 
08 
09 


9783 
9839 
989b 

9953 


427 
427 
427 
427 


5'J 
57 
58 
59 


2649 
2706 
2764 
2822 


+ 57 
+ 58 
+ 58 
+ 58 


425 
425 
425 

425 


9-6610 
II 

12 
13 
14 


0-013 4420 

4475 
4530 
45S5 
4b40 


+ 55 
+ 55 
+ 55 
+ 55 
+ 55 


9'43i 
431 
431 
431 
431 


g-bbbo 
61 

02 

b3 
b4 


0-013 7190 
7246 
7302 
7358 
7414 


+ 56 
+ 5Ö 
+ 5Ö 
+ Sb 
+ 56 


9-429 
429 

429 
429 
429 


9-0710 
1 1 
12 
'3 
14 


0-014 0010 
0067 
0124 
0181 
0238 


+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 57 


9-427 

427 
427 

427 
427 


9-b7bo 
Ol 
62 
Ö3 
64 


0-014 2880 
2938 
2996 

3054 
3112 


+ 58 
+ 58 
+ 58 
+ 58 
+ 58 


9-425 
425 
425 
425 
425 


9-6615 
Ib 

17 
18 

19 


0-013 4695 
4750 
4805 
4800 
4915 


+ 55 
+ 55 
+ 55 
+ 55 
+ 55 


9'43i 
43' 
431 
43' 
431 


9-6665 
66 

67 
b8 
69 


0-013 7470 
752b 
7582 
7638 
7694 


+ 56 
+ 56 
+ 56 
+ 56 
+ 56 


9-429 
429 
429 
429 
429 


9-t>7'5 
ib 

17 
18 

19 


0-014 0295 
0352 
0409 
0466 
0523 


+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 57 


9-427 
427 
427 
427 
427 


96765 
66 

67 
08 

69 


0-014 3170 
3228 
3286 

3344 
3402 


+ 58 
+ 58 
+ 58 
+ 58 
+ 58 


9-425 
425 
425 

425 

425 


9-6620 
21 
22 
23 
24 


0-013 4970 
5025 
5081 
5136 
5191 


+ 55 
+ 5Ö 
+ 55 
+ 55 

+ 55 


9-431 
431 
431 
431 
431 


9-6670 
7' 
72 
73 
74 


0-013 7750 
780b 
7862 
7919 
7975 


+ 56 
+ 5t> 
+ 57 
+ 56 
+ 56 


9-429 
429 
429 
429 
429 


9-6720 
21 
22 

23 
24 


0-0I4 0580 

0637 
ob94 

0751 
0808 


+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 58 


9-427 
427 
427 
427 
427 


9-6770 

71 
72 

73 
74 


0-014 3460 
3518 
3576 
3635 
3693 


+ 58 
+ 58 
+ 59 
+ 58 
+ 58 


9-425 
425 
425 
425 
424 


9-6625 
2b 

27 
28 
29 


0-013 5246 
5301 

5357 
5412 
5467 


+ 55 
+ 56 
+ 55 
+ 55 
+ 55 


9-430 
430 
430 
430 
430 


9-6675 
7b 

77 
78 
79 


0-013 8031 
S087 

8143 
S200 
8256 


+ 56 
+ 5" 
+ 57 
+ 5Ö 
+ 56 


9-428 
42S 
428 
42S 
428 


9-0725 
26 
27 
28 
29 


0-014 0866 

0923 
09S0 

1037 
1095 


+ 57 
+ 57 
+ 57 
+ 58 
+ 57 


9-420 
42b 
426 
426 
42b 


9-6775 
70 
77 
78 
79 


0-0I4 375' 
3809 
3868 
3926 
3984 


+ 58 
+ 59 
+ 58 
+ 58 
+ 58 


9-424 
424 
424 
424 
424 


9-6630 
31 
32 

33 
34 


0-013 5522 

557S 

5633 
5b88 

5744 


+ 56 

+ 55 
+ 55 
+ 56 
+ 55 


9-430 
430 
430 
430 
430 


9-6680 
81 
82 

83 
84 


0-013 8312 
8368 

8425 
8481 

8537 


+ 5Ö 

+ 57 
+ 56 
+ 5Ö 
+ 57 


9-428 
428 
428 
428 
428 


9-b730 
31 
32 
33 
34 


0-014 1152 
1209 
1267 
1324 
138. 


+ 57 
+ 58 

+ 57 
+ 57 
+ 58 


9-426 
42b 
42b 
426 
42b 


9-67S0 
81 
82 

83 
84 


0-014 4042 
4101 

4159 
4217 

427b 


+ 59 
+ 58 
+ 58 
+ 59 
+ 58 


9-424 
424 
424 
424 
424 


9-6635 


0-0I3 5799 


+ 56 

+ 55 
+ 55 
+ 56 
+ 55 


9"43° 


9-6685 


0-013 8594 


+ 5Ö 
+ 57 
+ 5Ö 
+ 57 
+ 5Ö 


9-428 


9-t>735 


0-014 1439 


+ 57 
+ 58 
+ 57 
+ 57 
+ 58 


9-420 


9-6785 


0-0I4 4334 


+ 59 


9-424 


36 

37 
38 
39 


5855 
5910 

59Ö5 

b02I 


430 
430 
430 
430 


8b 

87 
88 

89 


8b5o 
8707 

8763 
8820 


428 
428 
428 
428 


3Ö 
37 
38 
39 


149b 

1554 
161 1 
1668 


420 
426 
426 
42b 


86 

87 
88 
89 


4393 
4451 
4510 
4568 


+ 58 
+ 59 

+ 58 
+ 59 


424 
424 

424 
424 


9 - 6640 
41 
42 
43 
44 


0-013 6076 
6132 
6187 
6243 
6298 


+ 56 
+ 55 
+ 56 
+ 55 
+ 56 


9-430 
430 
430 
430 
430 


9 - 6690 

91 
92 
93 
94 


0-013 887b 

8933 
8989 
9046 
9102 


+ 57 
+ 5Ö 
+ 57 
+ 56 
+ 57 


9-428 
42S 
428 
428 
428 


9-6740 

41 

42 

43 
44 


0-014 1726 

1783 
1841 
1899 
1956 


+ 57 
+ 58 
+ 58 
+ 57 
+ 58 


9-426 
42b 
426 
426 
426 


9-6790 
91 
92 
93 
94 


0-014 4627 
4085 
4744 
4802 
4861 


+ 58 
+ 59 
+ 58 
+ 59 
+ 59 


9-424 
424 

424 
424 

424 


9-6645 
4b 
47 


0-013 6354 
b4io 
6465 


+ 56 
+ 55 
+ 56 
+ 56 
+ 55 


9-430 
430 
430 


9-6695 
96 
97 


0-013 9159 
9215 
9272 


+ 50 

+ 57 


9-428 
428 
42S 


9-6745 
46 

47 


0014 2014 
2071 
2129 


+ 57 
+ 58 
+ 58 
+ 57 
+ 58 


9-426 
426 
42b 


9-6795 
96 
97 


0-014 4920 
497S 
5037 


+ 58 
+ 59 
+ 58 
+ 59 
+ 59 


9-424 
424 
424 


4fe 
49 


b52i 

Ö577 


430 
430 


98 
99 


9329 
93S5 


+ 57 
+ 50 
+ 57 


428 
428 


48 
49 


2187 
2244 


426 
426 


98 
99 


5095 
5154 


423 

423 


9 -665c 


0-013 b632 




9-429 


9-6700 


0-013 9442 




9-427 


9-6750 


0-0I4 2302 




9-425 


9 -6800 


0-014 5213 




9-423 



238 



Th. V. Oppolzer. 



log 


log 






log 


log 


1 




log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E—M 


Diflf. 


l«'gy 


±tg- 

(E^M) 


E—M 


Diff. 


logi/ 


±tg 

{E-M) 


E—M 


Diff. 


log-/ 


±tg 
{E-M) 


E-M 


Diff. 


'og .'/ 


sin (E—M) 


sin (E—M) 


sin (E-M) 


sin {E—M) 


9 6800 


0-OI4 5213 


+ 59 

+ 58 


9*423 


9-6850 


0-014 8175 


+ bo 


9-421 


9 6900 


0015 1190 


+ 61 


9-419 


9-6950 


0-015 4257 


4-62 


9-417 


Ol 


5272 


423 


51 


8235 


+ 60 


421 


Ol 


1251 


+ 60 


419 


51 


4319 


+ 62 


417 


02 
03 


5330 
5389 


+ 59 
+ 59 
+ 59 


423 
423 


52 
53 


8295 
8355 


+ 60 

-f 60 


421 
421 


02 
03 


131: 

«372 


+ 61 
+ 61 


419 
419 


52 
53 


4381 
4443 


+ 62 
+ 62 


417 
417 


04 


5448 


423 


54 


8415 


+ 59 


421 


.04 


1433 


+ 61 


419 


54 


4505 


+ 62 


417 


9 • 0805 


0-014 5507 


+ 59 
+ 59 
+ 58 
+ 59 
+ 59 


9 423 


9-6855 


0-014 8474 


+ 60 
+ bo 


9-421 


9-6905 


0-015 1494 


+ 61 
+ 61 


9-419 


9-b955 


0-015 45Ö7 


+ 62 

+ 62 


9-4'7 


oü 


5566 


423 


5Ö 


8534 


421 


06 


1555 


419 


56 


4629 


417 


07 
08 
09 


5625 
5Ö83 
5742 


423 
423 
423 


57 
58 
59 


8594 
8654 
8714 


+ 60 
+ 60 
+ 60 


421 
421 
421 


07 
08 
09 


1616 

1677 
1738 


+ 61 
+ 61 
+ 61 


419 
419 
419 


57 
58 
59 


4b9i 
4753 
4815 


+ Ö2 
+ 62 
+ 62 


417 
4>7 
417 


9 üSlo 


0-014 5801 


+ 59 
+ 59 
+ 59 
+ 59 
+ 59 


9'423 


9-6860 


0-014 8774 


+ bo 
+ bo 
+ bo 
+ bo 
+ bo 


9-421 


9-6910 


0-015 1799 


+ 61 
+ 61 
+ 61 
+ 61 
+ bi 


9-419 


9-6960 


0-015 4877 


+ 62 
+ 62 

+ b2 

+ 62 
+ 63 


9-416 


1 1 
12 
13 
14 


5860 
5919 
5978 
U037 


423 

423 
423 
423 


61 
62 

63 
64 


8834 
8894 

8954 
9014 


421 
421 
421 
421 


1 1 
12 
13 

14 


1860 
1921 
1982 
2043 


419 
419 
419 
419 


61 
62 
63 
64 


4939 
5001 

5063 
5125 


4IÜ 
416 
41O 
416 


9-6815 
lO 

17 
18 


0-014 6096 

ÖI5S 
0214 
6273 


+ 59 
+ 59 
+ 59 

+ 60 


9-423 
423 
423 
423 


9-6865 
6ö 

67 

68 


0-014 9074 

9134 
9194 

9254 


+ 60 
+ 60 
+ 60 
+ 61 


9421 
421 
421 
421 


96915 
16 

17 
18 


0-015 2 1 04 
2166 
2227 
2288 


+ 62 
+ 61 
+ 61 

+ 61 


9-418 
4.8 
418 
418 


9-6965 
06 

67 

68 


0-015 5188 
5250 
5312 
5374 


+ 62 

+ 02 

+ 62 

+ 62 


9-416 
416 
416 
416 


'9 


6333 


+ 59 


423 


69 


9315 


+ 60 


420 


19 


2349 


+ 61 


418 


69 


543Ö 


+ 63 


41b 


9-6820 


014 6392 


+ 59 
+ 59 
+ 59 
+ 59 
+ 60 


9 '423 


9-6870 


0-014 9375 


+ 60 


9 420 


9-6920 


0-015 2410 


+ 62 


9-418 


9 6970 


0-015 5499 


+ 62 


9-416 


21 

22 

23 
24 


0451 
6510 
6509 
0628 


423 
422 
422 
422 


71 

72 
73 
74 


9435 
9495 
9555 
9616 


+ Ö0 
+ 60 
+ 61 

+ bo 


420 
420 
420 
420 


21 
22 
23 

24 


2472 
2533 
2594 
2655 


+ 61 
+ 61 
+ 61 
+ 62 


418 
418 
418 
418 


71 
72 

73 
74 


5561 
5623 
568b 
5748 


+ 62 
+ 63 

+ 62 
+ 63 


416 
416 
416 
416 


9-6825 


0-014 6688 


+ 59 
+ 59 
+ 59 
+ 60 

+ 59 


9-422 


9-6875 


0-014 967b 


+ bo 
+ 61 


9-420 


9-6925 


0-015 2717 


+ 61 
+ 62 


9-418 


9-6975 


0-015 5811 


+ 62 
+ 62 


9-416 


2b 


6747 


422 


70 


9736 


420 


2b 


2778 


418 


76 


5873 


416 


27 
28 
29 


6S06 
68Ü5 
6925 


422 
422 
422 


77 
78 
79 


9797 
9857 
9917 


+ 60 
+ 60 
+ 61 


420 

420 
420 


27 
28 
29 


2840 
2901 
2962 


+ 61 
+ 61 

+ 62 


418 
418 
418 


77 
78 
79 


5935 
5998 
6060 


+ 63 

+ 62 

+63 


416 
416 

416 


9 6830 
31 


0-014 69S4 
7043 


+ 59 
+ 60 


9-422 
422 


9-6880 
81 


0-014 9978 
015 0038 


+ 60 
+ bi 


9-420 
420 


9-6930 
31 


0-015 3024 
3085 


+ 61 

+ 62 


9-418 
4.8 


9 - 6980 
Si 


0-015 6123 
6185 


+ 62 
+ 63 


9-416 
416 


32 
33 
34 


7103 
7162 
7222 


+ 59 
+ 60 

+ 59 


422 
422 
422 


82 
83 
84 


0099 
0159 
0219 


+ bo 
+ 60 
+ bi 


420 
420 
420 


32 

33 

34 


3H7 
3208 
3270 


+ 61 
+ 62 
+ 61 


418 
41S 
418 


82 
83 
84 


6248 
6310 
Ö373 


+ 62 

+ 63 
+63 


416 
415 
415 


9-6835 


0014 7281 


_[. 5o 


9-422 


9-6885 


0015 0280 


+ 60 


9-420 


9-6935 


0-015 3331 


+ 62 


9-418 


9-6985 


0-015 6436 


+ 62 


9-415 


36 


7341 


+ 59 
+ öo 


422 


86 


0340 


+ bi 


420 


3Ö 


3393 


+ 61 


418 


86 


6498 


+ 63 


415 


37 


7400 


422 


87 


0401 


+ 61 


420 


37 


3454 


+ 62 


41S 


87 


6561 


+ 6^ 


415 


38 
39 


7460 
7519 


+ 59 

+ 00 


422 
422 


88 
89 


0462 
0522 


+ 00 

+ bi 


420 
420 


38 
39 


3516 
3578 


+ 62 
+ 61 


417 
417 


S8 
89 


6624 
6686 


1 "O 

+ 62 
+63 


415 
415 


9-6840 
41 
42 
43 


0-0I4 7579 

7638 
7698 

7757 


+ 59 
+ 60 

+ 59 
+ öo 


9-422 
422 
422 
422 


9 - 6890 

91 
92 

93 


0-015 0583 

0643 
0704 
0765 


+ bo 
+ 61 

+ 61 

+ 60 


9-420 
420 
419 
419 


9-6940 

41 
42 

43 


0-015 3639 
3701 
3763 
3824 


+ 62 
+ 62 
+ 61 
4-62 


9-417 
417 
417 
417 


9-6990 
91 
92 
93 


0-015 6749 
b8i2 
6875 
6937 


+ 63 
4-63 
+ 62 
+ 63 


9-415 
415 
415 
415 


44 


7817 


+ 60 


422 


94 


0S25 


+ 61 


419 


44 


3886 


+ 62 


417 


94 


7000 


+63 


41s 


9-6845 


0-014 7877 


+ 59 
+ 60 


9-421 


9-6895 


0-015 oS8b 


+ 61 


9-419 


9-6945 


0-015 3948 


+ 62 
+ 61 


9-417 


9-6995 


0-015 7063 


+ 63 
+ 63 


9-415 


4ü 


7936 


421 


96 


0947 


+ bo 


419 


46 


4010 


417 


96 


7126 


415 


47 
48 


7996 
8056 


+ 60 
+ 60 


421 
421 


97 
98 


1007 
ioü8 


+ bi 
+ bi 


419 
419 


47 
48 


4071 
4133 


+ 62 
+ 62 


417 
417 


97 
98 


7189 
7252 


+ 63 
+ 63 


415 
415 


49 


8116 


+ 59 


421 


99 


1129 


+ 61 


419 


49 


4195 


+ 62 


417 


99 


7315 


+ 62 


415 


9 6850 


0-014 8175 




9-421 


9 - 6900 


0-015 1190 




9-419 


9-6950 


0-015 4257 




9-417 


9 • 7000 


0-015 7377 




9-415 



über die. Aitflomnr/ des Kepler' scl/cn rroblems 



239 



log 

±tg 

(E-M) 



log 
E~M 



sin (E—M) 



Diflf. 



loa 



log 
±ig 

{E-jyr) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



log^ 



log 

i=tg 
(E-M) 



log 
E—M 



sin (E-M) 



Di «F. 



l0£ 



log 

ttg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



log .'/ 



9' 7000 

Ol 

02 

03 
04 



9-7005 
06 



0-015 7J77 
7440 

7503 
75ÜÜ 
7629 



0-015 



07 
08 
09 



9-7010 
1 1 
12 
13 
14 

■7015 
10 

17 
18 

>9 

9-7020 
21 



24 



7692 
775Ö 
7819 
7882 
7945 



0-015 8008 
8071 

8134 
8198 
82U1 



0-015 



9 7025 
26 
27 
28 
29 

9-7030 
31 
32 

34 

•703s 
3'> 
37 
38 
39 

9-7040 
41 
42 
43 

44 

•7045 
46 

47 
48 

49 
9-7050 



8324 
S387 
8451 
8514 
8577 



0-015 8641 
8704 
8767 
8831 
8894 

0-015 S958 
9021 
9085 
9148 
9212 



0-015 



927b 
9339 
9403 
9466 
9530 



0-015 9594 
965S 
9721 

9785 
9849 

0-015 9913 

9976 

oiü 0040 

0104 

oit)8 

o'oiö 0232 
0296 
03Ö0 

0424 

0488 
0016 0552 



+63 

+ 63 
+ 63 
+ 63 

+ 63 

-f 64 

+63 
+63 

+ Ö3 
+ 63 

+63 

+ 63 
+ 64 
+ Ö3 

+ Ü3 

+ 63 
+ 64 
+ Ö3 
+ 63 
+ 64 

+ 63 
-f63 
+ 64 
+ 63 
+ 64 

+ 63 
+ O4 
+ Ö3 
+ 64 
+ 64 

+ 03 
+ 04 
4-63 

+ 64 
+ ti4 

+ Ö4 
+ 63 
+ 04 
+ 64 
+ 64 

+ 63 
4 64 
+ 64 
4-64 
4-64 

4-64 

4-64 
+ 64 
4-64 

+ 64 



9'4 
4 
4 
4 

4 

9'4 

4 
4 
4 
4 

9"4 
4 
4 
4 
4 

9-4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 
4 
4 
4 

9-4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 

4 
4 
4 

9-4 
4 
4 
4 

4 

9"4 
4 
4 
4 
4 

9-41 



-7050 
51 

52 

53 

54 

9"7055 
SO 
57 
58 
59 

9-7060 

Ol 

62 

<^3 
64 

-7065 
66 
07 
1.8 
69 

-7070 

71 

72 

73 
74 

•7075 
76 
77 
78 
79 

9-7080 
81 

82 

83 



9-7085 
86 

87 
88 
89 

9-7090 

9 
92 

93 
94 

9-7095 
96 
97 
98 
99 

g- 7100 



o-oi6 



0552 
0616 
0680 
0744 
0808 



16 0S72 
0936 

lOOI 

1065 

1 129 



II93 
1257 
1322 

1386 
1450 



0-016 



0-016 



1515 

1579 
1Ö43 
170S 
1772 

1837 
1901 
1966 
2030 
2095 

2159 
2224 
22S8 

2353 
2418 



■oiö 2482 

2547 
2012 
2677 
2741 



0-016 



0-016 



2S00 

287 

2930 

3001 

30Ö5 



0-016 3130 

3195 
3260 

3325 
3390 

o'oiK 3455 
3520 

3585 
3Ö50 
3715 

0-016 3781 



4-64 
4-64 
4-64 
+ 64 
4-64 

+ O4 
4-65 
4-Ö4 
4-64 
+ 64 

4-64 
+ 65 
4-64 
+ 64 
4-65 

4-64 
+ 64 
+ <i5 
4-()4 
4-65 

+ <)4 

+ Ö5 
4-64 

+ (-5 
4-64 

+ i>5 
4 64 

+ 65 
+ 65 
4-64 

+ 65 
+ Ü5 
4-05 
+ 04 

+ 65 

+ Ö5 
+ 65 
+ f>5 
4-64 

4-65 

4-05 
4-65 
+ <i5 
+ 65 
4-Ö5 

4-65 

4- 05 

+ Ö5 

+ 65 
+ 6ö 



9"4 

4 
4 
4 
4 

9"4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 
4 
4 
4 

■4 
4 
4 
4 
4 

■4 

4 
4 
4 
4 

9'4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 

4 
4 

4 

9'4 
4 
4 
4 
4 

9'4 
4 
4 

4 
4 



9-410 



9-7100 

Ol 

02 

°3 

04 

-7105 
oü 
07 
08 
09 

9- 71 10 
1 1 

12 
13 
14 

•7II5 
ID 

17 
18 



o-oiö 37S1 

3846 

39" 
397Ö 
4041 

0016 4106 
4172 

4237 
4302 

43Ö7 

o-oio 4433 
4498 
4504 
4629 
4694 

■01(1 4700 
4825 
4891 
4956 
5022 



9-7120 
21 
22 
23 

24 

9-7125 
2Ö 
27 
28 
29 

9'7i30 
31 
32 
33 
34 

9-7135 
36 
37 
38 
39 

g-7140 

41 
42 

43 
44 

9-7145 
46 

47 
48 

49 
9-7150 



o-oi6 



5087 
5153 
5219 
5284 
5350 



0-016 5415 
5481 



5547 
5Ö13 
5078 



o-oi6 



0-016 



5744 
5S10 

587Ü 
5942 
Ö007 

6073 
6139 
6205 
6271 
Ö337 



0-016 6403 
6469 

ÖS35 
6601 

6667 

0-0I6 6733 
6799 
6S0Ü 
6932 
6998 

o-oi6 7064 



+ 65 
4- OS 
+ Ö5 
4-65 
+ 65 

4-66 

+ 05 
+65 
+ 05 

+ 66 

+ ''5 
+ 60 

+ 65 
+ 65 
+ 66 

+ Ö5 
+ 60 

+ Ö5 
+ 66 
4-65 

+ 66 
+ 60 

+ 65 
+ 60 
4-65 

+ 60 
+ 00 
+ 60 

4-65 

+ 66 

+ 6() 
+ 00 
+ 06 

+ Ö5 
+ 60 

+ 66 
+ 60 
+ 60 
+ 60 
+ 06 

+ 66 
+ 66 
+ 66 
+ 06 
+ 66 

+ 66 
+ 67 
+ 60 
+ 66 
+ 66 



9-410 
410 
410 
410 
410 

9-410 
410 
410 

410 
410 

9-410 
410 
410 
409 
409 

-409 
409 
409 
409 
409 

-409 
409 
409 
409 
409 

•409 
409 
409 
409 
409 

9-409 
409 
40g 
409 
409 

9-408 
40 8 
408 
40S 
408 

g-408 
408 
408 
408 
408 

9-408 
408 
408 
408 
408 

9-408 



9-7 



9-7155 
56 
57 
58 
59 

- 7160 
6 
62 

Ö3 
64 

9-7165 
66 
67 
ü8 
69 

9-7170 

71 
72 

73 
74 

9-7175 
76 
77 
78 
79 

9-7180 
8 

82 
83 
84 

9-7185 
86 

87 
88 
89 

9-7190 

91 
92 

93 
94 

9-7195 
96 

97 
98 
99 

9-7200 



0016 



7064 
7130 
7197 
7263 
7329 



016 7396 
7462 
7528 

7595 
7661 

0-016 772S 

7794 
7861 
7927 
7994 

0016 80O0 
8127 

8193 
8260 
8327 

o-oiO S393 
8460 
8527 
8593 
8660 

o-oiü 8727 

8794 
8800 

8927 
8994 

0-016 9061 
91 28 

9195 

9262 

9329 

0-016 9396 

9463 
9530 

9597 
96O4 

o-oi6 9731 
9798 
9865 

9933 

017 0000 

0-017 0007 

0134 
0202 
0269 
0336 

0-017 0403 



+ 66 
+ 67 
+ 66 

+ 66 

+ 67 

+ 66 
+ 66 
+ 67 
+ 66 
+ 67 

+ 06 
+ 67 
+ 66 
4-67 
+ 66 



+ 07 
+ 66 

+ 67 

+ 67 
+ 66 



+ 07 
+ 67 
+ 66 
+ 67 
+ 07 

+ 67 
+ ü6 

+ 07 
+ 67 
+ 67 

+ 67 
+ 67 
+ 67 
+ 07 
+ 67 

+ 67 
+ 67 
+ 67 
+ 67 

+ 67 

+ 67 
+ 67 
+ 68 

4-67 
+ Ö7 

+ 67 
+ 68 
+ 67 
+ 07 
+ 67 



9-408 
40S 
408 
408 
408 

9-408 
407 
407 
407 
407 

•407 
407 
407 
407 
407 



9 - 407 
407 
407 
407 
407 

9-407 
407 
407 
407 
407 

9-407 
406 
406 
40O 
406 

9-406 
406 
40Ü 

40O 
400 

9-406 
406 
400 
40O 
40O 

9-406 
406 
406 
406 
40O 

9-406 
406 
405 
405 
4°S 

9-405 



240 



Th. V. Oj)polzer. 



log 

±tg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Dff. 



lou 



log 

ttg 

(E-M) 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



log(/ 



log 
±tg 



log 
E—M 



sin {E—M) 



Diff. 



logy 



log 

(£-Jlf) 



log 
E~-M 



sin {E—M) 



Diff. 



logi/ 



9 '7200 

Ol 

02 

03 

04 

9-7205 
ob 
07 
08 
09 

9-7210 

12 

13 
14 



9-7215 
16 
17 

i8 
19 



-7220 

21 
22 

23 
24 



9-7225 
26 
27 
28 
29 



9-7230 
31 
32 

33 
34 

9"7235 
36 
37 
38 
39 

9-7240 
41 
42 
43 
44 

9'7245 
46 
47 
48 

49 
9-7250 



0-017 



0403 
0471 
0538 
0606 
0673 



0-017 0740 
080S 
0875 
0943 

lOIO 

o 017 1078 
1 146 

I2I3 
I2SI 

1348 



0-017 



I4I6 

1484 
1552 
I6I9 
1687 



0-017 1755 



1890 

I95S 

2026 



0-017 2094 
2162 

2230 
2298 
2366 

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2638 

2706 



0-017 



0017 



2774 
2842 
291 1 
2979 
3047 

3II5 
3183 
3252 
3320 
3388 

3457 
3525 
3594 
3662 
3730 



0-017 3799 



0-017 



+ 68 
+ Ö7 
4-68 
+ 67 
-f 67 

+ 08 
+ 07 
+ 68 
+ 07 
+ 68 

+ 68 

+ 67 
+ 68 
+ 07 

+ 68 

+ 08 
+ 68 
+ 67 
+ 68 
+ 68 

+ 68 
+ Ö7 
+ 68 
+ ü8 
+ 68 



+ 68 
+ 68 
+ 68 
+ 68 
+ 68 

+ 68 
+ 68 
+ 68 
+ 68 
+ 68 

+ 68 
+ 6g 
+ 68 
+ 68 
+ 68 

+ 68 
+ 69 
+ 68 
+ 68 
+ 69 

+ 68 
+ 69 
+ 68 
+ 68 
+ 69 



•405 
405 

405 
405 

405 

■405 
405 
405 
405 
405 

9 '405 

405 
405 
405 
405 

9-405 
405 
405 
404 
404 

9 '404 
404 
404 
404 
404 

•404 
404 
404 
404 
404 

9-404 
404 
404 
404 
404 

9-404 
404 
404 
403 
403 

9 '403 
403 
403 
403 
403 

9 "403 
403 
403 
403 
403 

9 403 



-7250 

51 
52 
53 
54 



9-7: 



-7260 
61 
62 

Ö3 
64 

9-7205 
66 
67 
68 
69 

9-7270 

71 
72 

73 
74 

9-7275 
76 

77 
78 
79 

9-7280 
81 
82 
83 
84 

9-7285 
86 

87 
88 
89 

-7290 
91 
92 
93 
94 

■7295 
96 

97 
98 

99 
9-7300 



0-017 3799 
3867 

3930 
4004 

4073 

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4347 
4416 

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4622 
4691 
4760 

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496Ö 
5035 
5104 

0-017 5173 

5242 

53" 
5380 

5449 



0-017 



0-017 



5518 
55S7 
5656 
5725 
5794 

5S63 

593 

6002 

607 

6140 



0209 
6278 
6348 
6417 
6486 



0-017 6556 
6625 
6695 
6764 
6834 



0-017 



0-017 



6903 

6973 
7042 
7112 
7181 

7251 



+ 68 
+ 69 
+ 68 
+ 69 
+ 68 

+ 69 
+ 69 
+ 68 
+ 69 
+ 69 

+ 68 
+ 69 
+ 69 
+ 69 
+ 68 

+ 69 

+ 69 
+ 69 
+ 69 
+ 69 

+ 69 
+ 69 
+ 69 
+ 69 
+ 69 

+ 69 
+ 69 
+ 69 
+ 69 
+ 69 

+ 69 
+ 70 
+ 69 
+ 69 
+ 69 

+ 69 

+ 70 
+ 69 
+ 69 
+ 70 

+ 69 

+ 70 
+ 09 

+ 70 
+ Ö9 

+ 70 
+ 69 
+ 70 
+ 69 
+ 70 



9-403 
403 
403 
403 
403 

9-403 
403 
403 
402 
402 

9-402 
402 
402 
402 
402 

9-402 
402 
402 
402 
402 

9-402 
402 
402 
402 
402 

•402 
402 
402 
401 
401 

-401 
401 
401 
401 
401 

•401 
401 
401 
401 
401 

9-401 
401 
401 
401 
401 

-401 
401 
401 
400 
400 

9-400 



9-7300 

Ol 

02 

03 
04 

-7305 
06 
07 
08 
09 

-7310 

12 
13 



0-017 7251 
7320 
7390 
7460 
7529 

0-017 7599 
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7808 
7878 

0-017 7948 
8018 
8088 
8158 
8228 



9-7: 



9-7320 



24 

9-7325 
26 

27 
28 

29 

-7330 
31 

32 

34 



0-017 



0017 



S297 
8367 
8437 
8507 
8577 

S04S 
8718 
8788 
8858 
892S 



9-7335 
36 
37 
38 
39 



-7340 
41 
42 
43 
44 

-7345 
46 

47 
48 

49 
9-7350 



0-017 8998 
9068 

9139 
9209 

9279 

0-017 9349 
9420 
9490 
9560 

9U31 

0017 9701 
9772 
9842 
9912 
9983 

0-018 0053 
0124 

0195 
02 ö 5 

033Ö 

0-018 0406 
0477 
0548 
0618 
0689 

0-018 0700 



+ 69 

+ 70 

+ 70 
+ 69 
+ 70 

+ 70 
+ 70 
+ 69 
+ 70 
+ 70 

+ 70 
+ 70 
+ 70 
+ 70 
+ 69 

+ 70 
+ 70 
+ 70 
+ 70 

+ 71 

+ 70 
+ 70 
+ 70 
+ 70 
+ 70 

+ 70 
+ 71 
+ 70 
+ 70 
+ 70 

-f 71 
+ 70 
+ 70 
+ 71 
+ 70 

-f7i 
+ 70 
+ 70 

+ 71 
+ 70 

-f 71 

+ 71 

+ 70 

+ 71 
+ 70 

-f 71 
+ Ti 
+ 70 

+ 71 

+ 71 



9 -400 
400 
400 
400 
400 

9-400 
400 
400 
400 
400 



9 -400 
400 
400 
400 
400 

9-400 
400 
400 
399 
399 

9-399 
399 
399 
399 
399 

9-399 
399 
399 
399 
399 

9-399 
399 
399 
399 
399 

9-399 
399 
399 
398 
398 

9-3'»8 
398 
398 
30S 
39S 

9-398 
398 
398 
398 
398 

9-398 



9-7350 
51 
52 
53 
54 



0-018 07Ü0 
0831 
0901 
0972 
1043 



97; 



-7360 

Ol 

62 

6 

64 

9-7365 
66 

t)7 
68 

69 

9-7370 
7 

72 
73 
74 

9-7375 
76 

77 
78 
79 

9-7380 
81 
82 
83 
84 

9-7385 
86 

87 
88 



9-7390 

91 
92 

93 
94 

9-7395 
96 

97 
98 

99 
9-7400 



o-oiS 



0-018 



0-018 



1114 

11S5 
1256 
1327 
1398 

1469 
1540 
161 

lüS 
1753 

1824 

1895 
1966 
2037 
2108 

2180 
2251 
2322 

2393 
2465 



o-oi8 2536 
2607 
2679 
2750 
2822 



■018 



O-0I8 



2893 
2964 
303Ö 
3107 
3179 



0-018 325 
3322 
3394 
3465 
3537 



0-018 



3609 
3680 
3752 
3824 
3890 



ooiS 39Ö7 

4039 
411 

4183 
4255 

0-018 4327 



+ n 


+ 70 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 1^ 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


-1-71 


+ 72 


+ 71 


+ 71 


+ 71 


+ 72 


+ 71 


+ 71 


+ 72 


+ 71 


+ 72 


+ 71 


+ n 


+ 72 


■+-71 


+ 72 


+ 72 


•+-71 


+ 72 


+ 71 


+ 72 


+ 72 


-1-71 


+ 72 


+ 72 


+ 72 


+ 71 


+ 72 


+ 72 


+ 72 


+ 72 


+ 72 



9 - 398 
398 
39S 

398 

398 

9-39S 
398 

397 
397 
397 

9397 
397 
397 
397 
397 

9-397 
397 
397 
397 
397 

9-397 
397 
397 
397 
397 

9-397 
397 
396 
396 
396 

9-396 
396 
396 
39Ö 
39Ö 

9-396 
396 
396 
396 
39Ö 

9-396 
396 
396 
396 
396 

9-396 
395 
395 
395 
395 

9-395 



über die Auflösung des Kepler'schen Problems. 



241 



lüg 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






±tg 

(E-M) 


E—M 


Diff 


log</ 


(E-M] 


E-M 


Diff 


logjr 


(E-M 


E—M 


Diff 


log (J 


±tg 
(E-M) 


E-M 


Diff 


log ;/ 


sin [E—M) 


sin {E—M) 


sin (E—M 


sin (E—JH) 


9-7400 


o-oi8 4327 


+ 72 
+ 72 
+ 72 
+ 72 
+ 72 


9-395 


9-7450 


0-018 7952 


+ 73 
+ 73 

+ 73 
+ 73 
+ 73 


9-393 


9-7500 


0-019 '635 


+ 75 
+ 74 
+ 74 
+ 75 
+ 74 


9-390 


9-7550 


0-019 537S 


+ 7t 

+ 75 
+ 76 
+ 75 
+ 76 


9-387 


Ol 

02 


4399 
4471 


395 
395 


51 

52 


8025 
8098 


393 
393 


Ol 

02 


1710 
1784 


39° 
390 


51 

52 


5454 
5529 


3S7 
387 


03 


4543 


395 


53 


8171 


392 


03 


1858 


390 


53 


5605 


387 


04 


4<JI5 


395 


54 


8244 


392 


04 


1933 


390 


54 


5680 


387 


9 "7405 
06 
07 
08 
09 


o-oiS 4687 
4759 
4831 
4903 
4975 


+ 72 

+ 72 
+ 72 
+ 72 
+ 72 


9-395 
395 
395 
395 
395 


9-7455 
5Ö 
57 
58 
59 


o-oi8 8317 

8391 
8464 

8537 
8610 


+ 74 
+ 73 
+ 73 
+ 73 
+ 74 


9-392 
392 
392 
392 
392 


9-7505 
06 
07 
08 
09 


0-019 2007 
2081 
2156 
2230 
2305 


+ 74 
+ 75 
+ 74 
+ 75 
+ 74 


9-390 
390 
390 
390 
389 


9-7555 
56 
57 
58 
59 


0-019 575Ö 
5831 
5907 
5982 
6058 


+ 75 
+ 76 
+ 75 
+ 76 
+ 76 


9-387 
387 
387 
387 1 
387 


9-7410 
12 


ooiS 5047 
5119 
5191 


+ 72 
+ 72 


9-395 
395 
395 


9-7460 
61 
62 


0-018 86S4 

8757 
8830 


+ 73 
+ 73 


9-392 
392 
392 


9-7510 
1 1 
12 


0-019 2379 

2454 
2528 


+ 75 
+ 74 


9-389 
38g 
389 


9-7560 
61 

02 


0-019 6134 
6209 
6285 


+ 75 
+ 76 
+ 76 
+ 76 

+ 75 


9-387 
387 
387 


'3 


5264 


+ 73 


395 


63 


8904 


+ 74 
+ 73 
+ 74 


392 


13 


2603 


+ 75 


389 


^3 


6361 


386 


14 


5336 


+ 72 
+ 72 


395 


64 


8977 


392 


14 


2677 


+ 74 

+ 75 


389 


64 


0437 


386 


9-7415 


o-oi8 5408 


+ 72 
+ 73 


9-394 


9-74Ö5 


0018 9051 


+ 73 
+ 73 


9 392 


9-7515 


0019 2752 


+ 75 
+ 74 


9-389 


9-7505 


0-019 *'5'2 


+ 7Ö 
+ 76 
+ 76 
+ 76 

+ 70 


9-38Ü 


16 
17 


5480 

5553 


394 
394 


66 
67 


9124 
9197 


392 
392 


16 
17 


2827 
2901 


389 
389 


66 

67 


6588 
6664 


386 

386 


18 


5625 


+ 72 


394 


b8 


9271 


+ 74 


392 


18 


2976 


+ 75 


389 


68 


6740 


3S6 


19 


5697 


+ 72 
+ 73 


394 


69 


9344 


+ 73 
+ 74 


392 


19 


305' 


+ 75 
+ 74 


389 


69 


6816 


386 


9-7420 


0018 5770 


+ 72 
+ 72 

+ 73 
+ 72 
+ 73 


9-394 


9-7470 


ooiS 9418 


+ 74 
+ 73 
+ 74 
+ 73 

+ 74 


9-392 


9-7520 


0-019 3125 


+ 75 
+ 75 
+ 75 
+ 74 

+ 75 


9-389 


9-7570 


o-oig 6892 


+ 76 
+ 76 
+ 7Ö 
+ 76 
+ 76 


9-386 


21 
22 


5842 

59'4 


394 
394 


71 
72 


9492 
9565 


391 
39 > 


21 
22 


3200 
3275 


389 
389 


71 

72 


6968 
7044 


386 
3S6 


23 

24 


5987 
6059 


394 
394 


73 
74 


9639 
9712 


391 
391 


23 

24 


3350 
3424 


389 
389 


73 

74 


7120 
7196 


386 
386 


9-7425 


o-oi8 Ö132 


+ 72 
+ 73 
+ 72 
+ 73 
+ 73 


9-394 


9-7475 


0-018 97S6 




9-391 


9-7525 


0-019 3499 




9-389 


9-7575 


o-oig 7272 


+ 76 
+ 76 
+ 76 

+ 76 

+ 7*> 


9-386 


26 


6204 


394 


76 


9S60 


+ 74 
+ 73 
+ 74 
+ 74 

+ 74 


39" 


2Ü 


3574 


+ 75 
+ 75 
+ 75 
+ 75 
+ 75 


389 


70 


7348 


386 


27 


6277 


394 


77 


9933 


39' 


27 


3649 


388 


77 


7424 


386 


28 

29 


Ö349 
6422 


394 
394 


78 
79 


019 0007 
0081 


391 
391 


28 
29 


3724 
3799 


388 
388 


78 
79 


7500 
7576 


386 

38Ö 


9 '7430 
3' 
32 
33 
34 


0-018 0495 
Ö567 
6640 
6713 

6785 


+ 72 
+ 73 
+ 73 

+ 72 
+ 73 


9-394 
394 
394 
394 
393 


9 - 7480 
81 
82 
83 
84 


0-019 0155 
0229 
0302 
0376 
0450 


+ 74 

+ 73 
+ 74 
+ 74 
+ 74 


9-391 
391 
391 
391 
391 


9-7530 
31 
32 

33 

34 


0-019 3874 

3949 
4024 
4099 
4'74 


+ 75 
+ 75 
+ 75 
+ 75 
+ 75 


9-388 
38S 
388 
388 
388 


9-7580 
Si 
82 
83 
84 


0-019 7Ö52 
7728 
7805 
7881 

7957 


+ 76 
+ 77 
+ 76 
+ 76 
+ 76 


9-3S6 

385 
385 
385 
385 


9 '7435 


0-018 685S 


+ 73 
+ 73 
+ 72 
+ 73 
+ 73 


9-393 


9-7485 


o-oig 0524 


+ 74 
+ 74 
+ 74 
+ 74 
+ 74 


9 ■391 


9-7535 


0-019 4249 




9-388 


9-7585 


0-019 8033 




9-3S5 1 


3^ 

37 


6931 
7004 


393 
393 


80 
87 


0598 
0672 


39' 
39' 


36 

37 


4324 
4399 


+ 75 
+ 75 


38S 
388 


86 
87 


8110 
8186 


+ 77 
+ 76 
+ 76 
+ 77 
+ 76 


385 
385 


38 
39 


7070 
7149 


393 
393 


88 
89 


0746 
0820 


391 

390 


38 

39 


4474 
4550 


+ 75 
+ 76 
+ 75 


388 
3S8 


88 
89 


8262 
8339 


385 
385 


9-7440 


o-oi8 7222 


+ 73 
+ 73 
+ 73 
+ 73 
+ 73 


9-393 


9-7490 


0-019 0894 


+ 74 
+ 74 
+ 74 
+ 74 
+ 74 


9-390 


9-7540 


O'oig 4625 


+ 75 

+ 75 
+ 75 
+ 7U 

+ 75 


9-388 


9-7590 


0-019 8415 


+ 77 
+ 76 
+ 77 
+ 76 
+ 77 


9-385 


41 
42 


7295 
7368 


393 
393 


91 
92 


0908 
1042 


390 
390 


4' 
42 


4700 
4775 


388 
388 


91 
92 


8492 
8568 


385 
385 


43 


7441 


393 


93 


1 1 16 


390 


43 


4S50 


388 


93 


8645 


385 


44 


7514 


393 


94 


1 190 


390 


44 


4926 


388 


94 


8721 


385 


9-7445 


0-018 7587 


+ 73 
+ 73 
+ 73 
+ 73 
+ 73 


9-393 


9-7495 


0-019 1264 


+ 74 
+ 75 
+ 74 
+ 74 
+ 74 


9-390 


9-7545 


0-019 5001 




9-387 


9-7595 


0-019 8798 


+ 76 
+ 77 
+ 76 
+ 77 
+ 76 


9-385 


46 


7ÖÜ0 


393 


96 


1338 


390 


46 


5070 


+ 75 
+ 7Ö 


387 


90 


S874 


385 


47 


7733 


393 


97 


1413 


390 


47 


5152 


387 


97 


8951 


38s 


48 


7806 


393 


98 


1487 


390 


48 


5227 


+ 75 
+ 76 
+ 75 


387 


98 


9027 


38s 


49 


7879 


393 


99 


156. 


390 


49 


5303 


387 


99 


9104 


384 


9-7450 


0-018 7952 




9-393 


9-7500 


0019 1635 




9-390 


9-7550 


0-019 5378 




3-387 


9 - 7600 


3-019 9180 




^384 



Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. L. Bd. 



31 



242 



Th. V. Oppolzer. 





T 1 






1 


1 




ll 










log 


log 1 




log 


log 






log 


log 


1 


! 


log 


log 






±tg i 

(E-M) 


E-M 


Diflf. 


^ogy 


±tg 

[E-M) 


E—M 


Diff. 


\osg 


±.tg 

{E-M)\ 


E—M 


Diflf. 


log !/; 

- 


±tg 
{E-M) 


E—M 


Diflf. i log ff 




sin (E—M) 


s,m{E—M)\ 

1 


sin {E—M) 


sin {E—M) 




9-7600 


1 
0-019 9180 


+ 77 
+ 77 
+ 76 
+ 77 
+ 77 


9-384 


9-7650 


0-020 3043,^,8 


9-382 


9-7700 


0-020 6966 


1 
,,.9-379 


9-7750 


0-021 0950 


1 
-f8o'9'376 




Ol 

02 

03 
04 


9257 
9334 
9410 

9487 


3S4 
384 
384 
384 


51 
52 
53 
54 


3 121 

3199 

3277 

3355 


+ 78 

+ 78 
+ 78 

+ 77 


382 
381 
381 
381 


Ol 

02 
03 
04 




379 
379 
379 
378 


51 

52 
53 
54 


1030 

IIIO 

1J91 
1271 


+ 80 
+ 81 
+ 80 
+ 81 


376 
376 
376 
376 




9 •7005 
06 
07 
08 


0-019 9564 
9641 
9718 
9794 


+ 77 
+ 77 
+ 76 

+ 77 
+ 77 


9-384 
3S4 
384 
384 


9-7655 
56 
57 
58 


0-020 3432 
3510 
3588 
3667 


+ 78 
+ 78 
+ 79 
+ 78 
+ 78 


9-381 
3S1 
381 
381 


9-7705 
06 

07 

08 


0-020 7362 

744' +]; 

7599 ^'i 

1 


9-378 
378 
378 
378 


9-7755 
56 
57 
58 


0-021 1352 
1432 
1512 

1593 


+ 80 
+ 80 
+ 81 
+ 80 


9-375 
375 

375 
375 




09 


9871 


384 


59 


3745 


381 


09 


378 


59; 


1673 


+ 81 


375 




9-7610 


0-019 9948 


+ 77 
+ 77 
+ 77 
+ 77 
+ 77 


9-384 


9-7660 


0-020 3823 


+ 78 
+ 78 
+ 78 
+ 78 
+ 78 


9-381 


9-7710 


0-020 7758' ^,g 
7»37 +75 

79-6 +80 
7996+79 
8°75 +i^ 


9-378. 


9-7760 


0-021 1754 


+ 80 


9-375 




1 1 
12 

13 
14 


020 0025 
0102 
0179 
0256 


384 
384 
384 
384 


61 
62 
63 
64 


3901 

3979 
4057 
4135 


381 
38. 
381 
381 


II 
12 

13 
14 


378 
378 
37s 
378 


61 
62 
63 

64 


1834 
1915 
1996 
2076 


+ 81 
+ Si 
+ 80 
+ 81 


375 
375 
375 
375 




9-7615 
16 


0-020 0333 
0410 


+ 77 

+ 77 
+ 77 
+ 77 
+ 77 


9-384 
384 


9-7665 
66 


0-020 4213 
4292 


+ 79 
+ 78 
+ 78 
+ 78 
+ 79 


9-381 
38. 


9-7715 
16 


r^4 + 80 


9-378 
37S 


9-7765 
66 


0-02I 2157 
2238 


+ 81 
+ 80 


9-375 
375 




17 
18 


0487 
0564 


383 
383 


67 
68 


4370 
4448 


381 

381 


17 
18 


8314 
8393 


+ 79 
+ 80 


378 
378 


67 
68 


2318 
2399 


+ 81 
+ 81 


375 
375 




19 


0641 


383 


69 


4526 


380 


19 


8473 


+ 79 


37S 


69 


2480 


+ 81 


375 




9-7620 
21 
22 
23 


0-020 0718 
0795 
0873 
0950 


+ 77 
+ 78 
+ 77 

+ 77 
+ 77 


9-383 
383 
383 
383 


9-7670 
71 
72 
73 


0-020 4605 
4683 
4762 
4840 


+ 78 
+ 79 
+ 78 
+ 78 
+ 79 


9-380 
380 
380 
380 


9-7720 
21 
22 
23 


0-020 8552 
8632 
8711 
8791 


4-80 

+ 79 
+ 80 
+ 80 


9-378 
377 
377 
377 


9-7770 
71 
72 

73 


0-021 2561 
2641 

2722 
2803 


-f 80 
+ 81 
+ 81 
+ 81 


9-375 
375 
374 
374 




24 


1027 


383 


74 


4918 


380 


24 


8871 


+ 79 


377 


74 


2884 


+ 81 


374 




9-7625 


0-020 1104 


+ 77 
+ 78 


9-383 


9-7675 


0-020 4997 


+ 78 
+ 79 


9-380 


9-7725 


0-020 8950 


+ 80 


9-377 


9-7775 


0-021 2965 


+ 81 


9-374 




26 


1181 


383 


76 


5°75 


380 


26 


9030 


+ 80 


377 


76 


3046 


+ 81 


374 




27 
28 
29 


1259 
^33*^ 
1413 


+ 77 
+ 77 
+ 78 


383 
383 
383 


77 
78 
79 


5154 
5232 
5311 


+ 78 
+ 79 
+ 78 


380 
380 
380 


27 
28 
29 


91 10 
9189 
9269 


+ 79 
+ 80 
•f 80 


377 
377 
377 


77 
78 
79 


3127 
3208 
3289 


+ 81 
+ 81 
+ 81 


374 
374 

374 




9-7630 
31 
32 
33 


0-020 I49I 
I56S 
1645 
1723 


+ 77 
+ 77 
+ 78 
+ 77 
+ 78 


9-383 
3S3 
383 
383 


9-7680 
81 
82 
83 


0-020 5389 
5468 

5547 
5625 


+ 79 
+ 79 
+ 78 
+ 79 
+ 79 


9-3S0 
380 
380 
380 


9-7730 
31 
32 
33 


0-020 9349 
9429 
9509 
9588 


+ 80 
+ 80 

+ 79 
+ 80 
+ 80 


9-377 
377 
377 
377 


9-7780 
81 
82 
83 


0-021 3370 
3451 

3532 
3613 


+ 81 

+ 81 
+ Si 
+ Si 


9 374 
374 
374 
374 




34 


iSoo 


383 


84 


5704 


380 


34 


9668 


377 


84 


3694 


^01 

+ 81 


374 




9-7635 


0-020 1878 


+ 77 

+ 78 
+ 77 
+ 78 
+ 78 


9-382 


9-7685 


0-020 5783 


+ 78 
+ 79 
+ 79 
+ 79 
+ 78 


9-380 


9-7735 


0-020 9748 


+ 80 


9-377 


9-7785 


0-021 3775 


+ 81 


9-374 




36 

37 
38 
39 


1955 

2033 

2IIO 
2188 


382 
382 
382 
382 


86 

87 
88 

89 


5861 
5940 
6019 
6098 


380 
379 
379 
379 


36 
37 
38 
39 


9828 

9908 

9988 

021 0068 


+ 80 
+ 80 
+ 80 
-f 80 


377 
377 
376 
376 


86 

87 
88 

89 


3S5tJ 
3937 
4019 
4100 


+ 81 
+ 82 
+ 81 
+ 81 


374 
374 
373 
373 




9-7640 
41 


0-020 2266 
2343 


+ 77 
+ 78 


9-382 
382 


9-7690 
91 


0-020 Ö176 
6255 


+ 79 
+ 79 
+ 79 
+ 79 
+ 79 


9-379 
379 


9-7740 
41 


0-021 OI4S 
0228 


+ So 
+ 80 


9-376 
376 


9-7790 
91 


O-02I 4181 
4262 


(-81 

-f82 


9-373 
373 




42 
43 
44 


2421 

2499 
2576 


+ 78 
+ 77 
+ 78 


382 
382 
382 


92 
93 
94 


6334 
6413 

6492 


379 
379 
379 


42 
43 
44 


0308 
0388 
0469 


-f 80 
+ 81 
+ 80 


376 
376 
376 


92 
93 
94 


4344 
4425 
450b 


+ 81 
+ 81 

+ 82 


373 
373 
373 




9-7645 


0-020 2654 


+ 78 
+ 77 
+ 78 
+ 78 
+ 78 


9-382 


9-7695 


0-020 6571 


+ 79 
+ 79 
+ 79 
+ 79 
+ 79 


9-379 


9-7745 


0-021 0549 


+ 80 
+ 80 
+ So 
+ 81 


9-376 


9-7795 


0-02I 45S8 


+ Si 


9-373 




46 

47 


2732 
2S09 


3S2 
382 


96 
97 


6650 
6729 


379 
379 


46 
47 


0629 
0709 


376 
370 


96 
97 


4669 

475' 


+ 82 
+ 81 


373 
373 




48 


2887 


382 


98 


' 6808 


379 


48 


0789 


376 


98 


4832 


+ 82 


373 




49 


2965 


382 


99 


6887 


379 


49 


0870 


+ 80 


376 


99 


4914 


+ 81 


373 




9-7650 


0-020 3043 




9-382 


9-7700 


0-020 6966 




9-379 


9-7750 


0-02I 0950 




9-376 


9-7800 


0-02I 4995 




9-373 





über 'lie Aiiflösniic/ des Kepler^ sehen Problems. 



243 



]ng 


log 






log 


log 






log 


log 






log 


log 






{E-M) 


E-M 

sin (E—M) 


Diff. 


log f/ 


{E-M) 


E—M 


Diff. 


'ugi/ 


±tg 

(E-M) 


E—M 


Ditr. 


Ib^I/ 


(E-M) 


E—M 


Diff. 


logi/ 


sin (E — M) 


sin (E-M) 


sin {E—M) 


9-7800 


0-021 4995 


+ 82 


9-373 


9-7850 


0-021 9102 


+ 83 

+ ^3 


9-370 


9 - 7900 


0-022 3271 


+84 
+ 84 
+ 84 
+ 84 
+ 84 


9-367 


9-7950 


0-022 7503 


+ 85 
+ 85 
+ 86 


9 363 


Ol 


5077 


+ 81 


373 


51 


9185 


370 


Ol 


3355 


367 


51 


7588 


363 


02 


5158 


+ 82 


373 


52 


9268 


+ 82 


370 


02 


3439 


3<'7 


52 


7673 


363 


03 
04 


5240 
5321 


-f8i 
+ 82 


373 
373 


53 

54 


9350 
9433 


+ 83 
+ 83 


370 
369 


03 
04 


3523 
3607 


366 
36IJ 


53 

54 


7759 
7844 


+ 85 
+ 85 


363 
363 


9-7805 


0-021 5403 


+ 82 


9-372 


9-7855 


0-021 9516 


+ 8^ 


9-3'J9 


9-7905 


0-022 3691 


+85 

+ 84 
+ 84 
+ 84 
+ 84 


9-366 


9-7955 


0-022 7929 


+ 86 

+ 85 
+ 86 

+ 85 
+ 86 


9-363 


06 
07 


5485 
55Ö6 


+ 81 

+ 82 


372 
372 


56 
57 


9599 
9682 


+ 83 
+ 83 
+ 83 
+ 83 


3Ö9 
3Ö9 


06 

07 


3776 
3860 


366 
366 


56 

57 


8015 
8100 


363 

363 


08 
09 


5648 
5730 


+ 82 
+ 82 


372 
372 


58 
59 


97Ö5 
9848 


369 

3Ö9 


08 
09 


3944 
4028 


366 
366 


58 
59 


8186 
8271 


363 
363 


9-7810 
II 


0-021 5812 
5893 


+ 81 
+ 82 


9-372 
372. 


9-7860 
61 


0-021 9931 
022 0014 


+ 83 

+ 83 
+ 83 
+ 8t 


9-369 
369 


9-7910 
II 


0-022 41 12 
4197 


+ 85 
+ 84 
+ 84 

+ 85 
+ 84 


9-366 
366 


9-7960 
61 


0-022 8357 
8442 


+ 85 
+ 86 

+ 85 
+ 86 
+ 85 


9-363 
363 


12 
«3 


5975 
6057 


+ 82 
+ 82 


372 
372 


62 
^3 


0097 
0180 


3''9 
369 


12 
13 


4281 
4365 


366 
366 


62 
63 


8528 
8613 


363 
363 


14 


''139 


+ 82 


372 


64 


0263 


+ 83 


3Ö9 


14 


4450 


366 


64 


8699 


363 


9-7815 


0-021 622: 


+ 82 


9-372 


9-7865 


0-022 0346 


+ 83 
+ 84 
+ 8-! 


9-369 


9-7915 


0-022 4534 


+ 84 
+ 85 
+ 84 
+ 85 
+ 84 


9-366 


9-7965 


0-022 8784 


+ 86 
+ 86 

+ 85 
+ 86 
+ 86 


9-363 


16 
'7 


6303 
6384 


+ 81 

+ 82 
+ 82 


372 

372 


66 
67 


0429 
0513 


3Ö9 
369 


16 
17 


4618 
4703 


366 
366 


66 
67 


8870 
8956 


362 
362 


18 


6466 


372 


68 


059b 


+ 83 
+ 83 


369 


18 


4787 


36Ö 


68 


9041 


362 


«9 


Ü548 


+ 82 


372 


69 


0679 


309 


19 


4872 


365 


69 


9127 


362 


9 7820 


0-021 6630 


+ 82 


9-371 


9-7870 


0-022 0762 


+ 83 
+ 84 

+ 83 
+ 83 
+ 84 


9-368 


9-7920 


0-022 4956 


+ 85 
+ 84 

+ 85 
+ 84 

+ 85 


9-365 


9-7970 


0-022 9213 


+ 86 

+ 85 
+ 86 
+ 86 
+ 86 


9-362 


21 

22 
23 
24 


6712 
6795 
6877 
6959 


+ 83 
+ 82 
+ 82 
+ 82 


371 
371 
371 
37' 


71 

72 

73 
74 


0S45 
0929 
IOI2 
1095 


368 
368 
368 
308 


21 
22 
23 
24 


5041 
5'25 
5210 

5294 


365 
365 
365 
365 


71 
72 
73 
74 


9299 
9384 
9470 

9556 


362 
362 
362 
362 


9-7825 


0-021 7041 


+ 82 


9-371 


9-7875 


0-022 II79 


+ 83 
+ 84 


9-368 


9-7925 


0-022 5379 


+ 85 
+ 84 

+ 85 
+ 85 
+ 85 


9-365 


9-7975 


0-022 9642 


+ 86 
+ 86 


9-362 


26 


7123 


+ 82 


371 


7ü 


1262 


368 


2Ö 


54Ü4 


365 


76 


9728 


362 


27 
28 


7205 
7287 


+ 82 
+ 83 


371 
371 


77 
78 


I34Ö 
1429 


+ 83 
+ 84 


36S 
368 


27 
28 


5548 
5633 


365 
365 


77 
78 


9814 
9900 


+ 86 
+ 86 


302 

362 


29 


7370 


+ 82 


371 


79 


1513 


+ 83 


368 


29 


5718 


3"5 


79 


9986 


+ 86 


362 


9 '7830 


0-02I 7452 


+ 82 


9-371 


9-7SS0 


0-022 1596 


+ 84 
+ 83 


9-3Ö8 


9-7930 


0-022 5803 


+ 84 
+ 85 
+ 85 
+ 85 
+ 85 


9-365 


9-7980 


0-023 0072 


+ 86 

+ 86 


9-362 


3' 


7534 


+ 82 


371 


81 


16S0 


368 


3' 


5887 


365 


81 


0158 


362 


32 
33 
34 


7616 
7699 
7781 


+ 83 
+ 82 
+ 82 


371 
371 
371 


82 

83 
84 


■763 
1S47 
1930 


+ 84 
+ 83 
+ 84 


368 
308 
36S 


32 
33 

34 


5972 
6057 
ÖI42 


365 
365 
365 


82 
83 
84 


0244 
0330 

041 6 


+ 86 
+ 86 
+ 86 


36t 
361 
361 


9-7835 


0-021 7863 


+ 85 


9-371 


9-7885 


0022 2014 


+ 84 

+ 83 
+ 84 
+ 84 
+ 83 


9-368 


9-7935 


0-022 6227 


+ 85 
+ 84 

+ 85 
+ 85 
+ 85 


9-364 


9-7985 


0-023 0502 


+ 86 
+ 86 
+ 87 
+ 86 
+ 86 


9-361 


36 


7946 


1 °j 
+ 82 


371 


80 


2098 


368 


36 


6312 


364 


86 


0588 


361 


37 


8028 


+ 83 
+ 82 


371 


87 


2181 


367 


37 


6396 


364 


87 


0674 


361 


38 


Siii 


370 


88 


2265 


3t^7 


38 


6481 


364 


88 


0761 


361 


39 


8193 


+ 83 


370 


89 


2349 


367 


39 


6566 


364 


89 


0847 


361 


9-7840 


0021 827(1 


+ 82 


9-370 


9-7890 


0-022 2432 


+ 84 
+ 84 
+ 84 
+ 84 
+ 83 


9-367 


9-7940 


0'022 6Ö51 


+ 85 
+ 85 
+ 86 
+ 85 
+ 85 


9-364 


9-7990 


0-023 0933 


+ 86 
+ 87 
+ 86 
+ 86 
+ 87 


9-361 


41 
42 

43 
44 


8358 
8441 

S523 
8606 


+ 83 
+ 82 

+ 83 
+ 83 


370 
370 
370 
370 


91 
92 
93 
94 


251b 
2600 
2684 
2768 


367 
367 
367 
367 


4« 
42 

43 
44 


6736 
6821 
6907 
6992 


364 

3Ö4 
3Ü4 
364 


91 
92 

93 
94 


1019 
1106 
1192 
1278 


361 
361 
361 
361 


9-7845 


0-021 8689 


+ 82 


9-370 


9-7895 


0022 2851 


+ 84 
+ 84 
+ 84 
+ 84 
+ 84 


9367 


9-7945 


0-022 7077 


+ 85 
+ 85 
+ 85 
+ 85 
+ 86 


9-3t>4 


9-7995 


0-023 1365 


+ 86 
+ 87 
+ 86 
+ 87 
+ 86 


9-361 


40 
47 
48 


8771 
8854 
8937 


+ 83 
+ 83 

-V- R^ 


370 
370 
370 


96 
97 
98 


2935 
3019 

3103 


367 
367 
367 


46 
47 
48 


7102 
7247 
7332 


364 
364 
364 


96 
97 
98 


1451 
■538 
1624 


361 
360 
360 


49 


9019 


+ 83 


370 


99 


3187 


367 


49 


7417 


364 


99 


1711 


360 


9-7850 


0021 9102 




9-370 


9-7900 


0-022 3271 




9-367 


9-7950 


0-022 7503 




9-363 


9 • 8000 


0-023 1797 




9-360 



31 



Zweite Abtheilung. 



Abhandlungen von Nicht -Mitgliedern der Akademie. 



Mit 1 Karte, l'i Tafeln, 52 Uolzschnitten und 1 Tabelle. 



DTE BOTAMSCHEN EIlGEBNISSE 

DER 

POLAK'SCHEN EXPEDITION NACH PEPiSlEN 

IM JAHRE 1882. 
PLANTAE COLLECTAE A D^'^- J. E. POLAK ET TH. PICHLER. 

VON 

D" OTTO STAPF. 

L THEIL. 

VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 13. NOVEMBER 1884. 



Fungi. 



Auctore R. de Wettstein. 
USTILAGINEAE. 

1. Ustilayo Ornit/iOfJdU Schmidt fl Kunze Dcutschl. .Scliwämiuo p. -217. (IstTj sub Vredhie. — Winter Pilze 

in Kabcnh. Kiypt. Fl. Ed. 2. I. p. 86. (Is.si i. 
Syn.: Cucoma Oniitkof/ali Schlecht. Fl. Berol. 11. p. IJ5. (18-21.) — Vstilni/o umhn'iia Schröter Brand- und Rost- 
pilze Schles. in Abh. d. schles. Ges. f. vat. Cult. I.s69., S. A. p.3. (sec.Wint. I. c.). — (f. hcterospora Niessl in Beitr. 
/.. Kenntn. d. Pilze in Verh. nat. Ver. Üriinn X. (,ls72i., S. A. p. s. t. III. f. 4. 

In tbliis vivis Tulipae Kerneri Stapf in hortis in urbe Kaswin translatae ex Alainut. (1. V.) 

In foliis vivis Gageae reticulatae Fall, prope Baku. (11. IV.) 

Uroniifra Ornitho<jali wiii-(lc bisher hlos auf Oniitlioij<tli(iii- und (raijca-Avtcn betibaehtct. -Viif Tii/ipa zeigen 
die Sporen dieselben mannigfaltigen Formen. Sie sind rundlicb, polygonal, eiförmig bis länglich, häutig an 
ciucm oder Ijciden Enden in eine kurze, stumpfe, hyaline Spitze aufgezogen. 

UREDINEAE. 

2. Ut'0}nyt:es cai-yophilUilltS Schränk Haierschc Fl. II. p.668. (1780) snh Li/copcnliiie. — Winter l'iizc in Rabenh. 

Krypt. Fl. Ed. 2. I. p. UP. (188-2). 
Syn.: Urcdo Dianthi Pers. Syn. mcth. fuu.i^. I. p. aii. (1801). — Ui-oiiujces Dimi/hi Nicssl Bcitr. z. Keuntn. d. Pilze in 
Verh. naturf. Verein. Briinn X. (1872} , S. A. p. 1-2. tab. III. Fig. 9. 

Fiingus teleutosporifer. 

In foliis vivis Dianthi Lihanotis Labill. prope Jalpan. (15. VII.) 

3. UfOinyces verruculosUS Schröter in .Jahresber. d. schles. Ges. f. vaterl. Cidtur. L. (l.s7-2) p. 140. 

Syn.: Uredo Li/chiiith's Schrot. Vcrz. d. 15nind- und Rostpilze Schles. p. 30. 

Fungus teleutosporifer. 

In foliis vivis Gypsophilue pulc/inie Stapf prope Jalpau (21. VI.}, prope Haydere. (1. VII.) 

Dfiikschriften der mathem.-naturw. (;l. L. H»i. Ahhaudlungeu von Nichlmitgliii-iern. a 



2 Otto Stapf. 

4. JJrotnyceS Orohi l'ers. in Room. Neues Magaz. f. d. Hot. 1. p. 92. (1794; sub ^(.'«VWo. — Winter Pilze iu Rabenli. 

Kiypt. Fi. Ed. 2. I. p. l.-jS. (1S82). 

Syn.: frerfo Fabae Pers. 1. c. p. 9;i. (179-t). — Cieonm Lnjnininiminiin Scliiecht. Fi. ßerol. II. \). 127. (1821). — 
Fucciiiiafalkiis CoolvC iu Seeui. Joiirn. of bot. IV. (l.sC6j. 

Fiingus teleiitospoiit'er. 

In foliis vivis Yiciae calcaratae Dcsf. in ngris prope Baku. (11. IV.) 

5. Fuccima lyavJiyderma Wettstein (spec. nov.). 

Acervulis oblongis ftineis convexi.s epidermidem diis.solventibus pulveraeeis. TeleiUosporae (adluic .><olum 
observatae) obovatae vel elliplicae, uiedio non constnctae, i)allide liiscae, mcuibrana valde incrassata, in paiti- 
bus Omn